Decision ID: 4a273f85-31a6-40c2-b6ce-d21fcfda1c04
Year: 2019
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.
1
X._
, geboren 1971, ausgebildete Floristin, Mutter von drei Kindern
(geboren
1997, 1999 und 2002
)
, ist seit November 1997 Hausfrau (Urk. 6/5). Am 23. Juli 2008 meldete sie sich unter Hinweis auf eine psychische Erkrankung und soziale Phobie bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung (beruf
liche Integration, Rente) an (Urk. 6/5
). Diese sprach
der Versicherten m
it Ver
fügung vom 14. Oktober 2010
(Urk. 6/39, Urk. 6/32)
mit Wirkung ab 1. Juli 2007 eine
Dreiviertelsrente
zu. Dabei ging sie von einer vollumfänglichen Einschrän
kung im mit 50 % gewichteten Erwerbsbereich und einer 25%igen Einschränkung im Haushaltbereich aus und errechnete einen Invaliditätsgrad von 63 %.
1.2
Anlässlich des im Jahr
e
2013 eingeleiteten amtlichen Revisionsverfahrens (vgl. Urk. 6/45
)
ordnete
die IV-Stelle
unter
anderem
einen Untersuch der Versicherten beim Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD; psychiatrischer Untersuchungsbericht
vom 1
6. Juni 2014
[
Urk. 6/51
]
) sowie eine weitere Haushaltabklärung (Abklä
rung
s
bericht vom
1
8. September 2014 [
Urk. 6/54
]
) an. Am 19. Januar 2015 (Urk. 6/72) verfügte die IV-Stelle – unter Hinweis auf einen Invaliditätsgrad von 30 % (Ein
schrän
kung von 40.73 % im mit 70 % gewichteten Erwerbsbereich, Einschrän
kung von 3.8 % im mit 30 % gewichteten Haushaltbereich) –
die Aufhebung der Rente
per Ende Februar 201
5.
Die dagegen erhobene Beschwerde der Versicherten hiess das hiesige Gericht mit Urteil vom 27. September
2016 (Verfahren IV.2015.00222; Urk. 6/98) in dem Sinne gut, dass die Sache zur versicherungs
externen medizinischen Begutachtung und zu erneutem Entscheid über den Leistungsanspruch der Versicherten an die IV-Stelle zurückgewiesen wurde.
1.3
In der Folge holte die IV-Stelle weitere medizinische Berichte (Urk. 6/1
04, Urk. 6/107,
Urk. 6/109) ein und veranlasste eine psychiatrische Begutachtung bei
Dr.
med.
Y._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie und Fach
arzt FMH für Neurologie,
Oberarzt
Dr.
med.
Z._
und
Dr.
phil.
A._
, Fach
psy
chologe für Neuropsychologie FSP,
Klinik
B._ (
Expertise vom 11. September 2017 [Urk. 6/119/2-33] und ergänzende Stellungnahme vom 29. September 2017 [Urk. 6/123]).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Urk. 6/134) hob die IV-Stelle mit Verfügung vom 5. April 2018 (Urk. 2) die Invalidenrente unter Hinweis auf einen Invaliditätsgrad von 30 % (Einschränkung von 41 % im mit 70
% gewichteten
Erwerbsbereich,
Einschränkung von 4 % im mit 30 % gewichteten Haushalt
be
reich)
rückwirkend
per 31. August 2014 auf.
Gleichentags sprach sie mit separater Verfügung (Urk. 6/146) bei einem Inva
liditätsgrad von 71 % (Einschränkung von
100
% im mit 70
% gewichteten Erwerbsbereich,
Einschränkung von 4 % im mit 30 % gewichteten Haushalt
bereich) mit Wirkung ab 1. November 2016
eine ganze Rente
zu.
2.
Gegen die
rentenaufhebende V
erfügung vom 5. April 2018 (Urk. 2) erhob die Ver
sicherte am 3. Mai 2018 Beschwerde (Urk. 1) und beantragte, es sei ihr die bis
herige ganze Invalidenrente weiterhin ab 1. September 2014 zuzusprechen (S. 2). Die Beschwerdegegnerin schloss in ihrer Beschwerdeantwort vom 11. Juni 2018 (Urk. 5) auf Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin am 13. Juli 2018 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 7).
Mit Gerichtsbeschluss vom
1.
Oktober 2018 wurde die Beschwerdeführerin auf die Möglichkeit einer Schlechterstellung (
reformatio
in
peius
) hingewiesen und ihr wurde Gelegenheit eingeräumt, die Beschwerde zurückzuziehen (
Urk.
8). Die mehrfach erstreckte Frist (
Urk.
10-11) verstrich ungenutzt.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
).
Sie kann Folge von Geburts
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein
trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken.
Rechtsprechungsgemäss
ist bei psychi
schen Beeinträchtigungen zu prüfen,
ob ein psychischer Gesundheitsschaden mit Krankheitswert besteht, welcher
die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein
rentenausschliessendes
Erwerbseinkommen zu erzielen (
vgl.
BGE
139 V 547
E. 5
,
131 V 49
E. 1.2
,
130 V 352
E. 2.2.1
; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_125/2015 vom 1
8.
November 2015 E. 5.4).
Die Annahme
eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt
eine psychiatrische,
lege
artis
auf
die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose vor
aus (
vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2,
141 V 281 E. 2.1
, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6
). Eine fachärztlich
einwandfrei
festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Ein
zel
fall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die
nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende
Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arb
eitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7,
139 V 547 E. 5.2
, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG
).
1.3
Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zuspre
chung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Renten
an
spruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Ände
rung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebenem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs-
oder Aufgabenbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Ferne
r kann ein Revisionsgrund unter Umständen auch in einer wesentlichen Änderung hinsichtlich des für die Methodenwahl massgeblichen (hypothetischen) Sachver
halts bestehen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b, je mit Hinweisen). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wes
entlichen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbe
achtlich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in recht
licher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
1.4
Fehlen die in Art. 17 ATSG genannten Voraussetzungen, so kann die Renten
verfügung nach den für die Wiedererwägung rechtskräftiger Verwaltungsver
fü
gungen geltenden Regeln abgeändert werden. Danach ist die Verwaltung befugt, auf eine formell rechtskräftige Verfügung, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Beurteilung gebildet hat, zurückzukommen, wenn sich diese als zweifellos unrichtig erweist und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (
Art.
53
Abs.
2 ATSG; BGE 110 V 176 E. 2a
mit Hinweisen). Das Gericht kann eine zu Unrecht ergangene Revisionsverfügung gegebenenfalls mit der substi
tu
ierten Begründung schützen, dass die ursprüngliche Rentenverfügung zweifellos unrichtig und die Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (BGE 125 V 368 E.
2 mit Hinweisen; vgl. auch BGE 128 V 272 E. 5b/
bb
; Urteile des Bundesgerichts 9C_121/2014 vom
3.
September 2014 E. 3.2.2, 9C_762/2013 vom 2
4.
Juni 2014 E. 4.2 und 9C_562/2008 vom 3. November 2008 E. 2.2 je mit Hinweisen).
1.5
Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leis
tung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung. Letztere setzt voraus, dass Revisionsgründe (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen) vorliegen, wobei der Zeitpunkt der Aufhebung oder Herabsetzung nach Massgabe des analog anwend
baren (AHI 1998 S. 121 E. 1b mit Hinweisen)
Art.
88a IVV festzusetzen ist (vgl. BGE 121 V 264 E. 6b/
dd
mit Hinweis). Ob eine für den Rentenanspruch erhebliche Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten und damit der für die Befristung oder Abstufung erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Ver
gleich des Sachverhalts im Zeitpunkt der Rentenzusprechung oder des Renten
beginns mit demjenigen zur Zeit der Aufhebung beziehungsweise Herabsetzung der Rente (BGE 125 V 413 E. 2d am Ende, 369 E. 2, 113 V 273 E. 1a, 109 V 262 E. 4a, je mit Hinweisen; vgl. BGE 130 V 343 E. 3.5). Spricht die Verwaltung der versicherten Person eine befristete Rente zu und wird beschwerdeweise einzig die Befristung der Leistungen angefochten, hat dies nicht eine Einschränkung des Gegenstandes des Rechtsmittelverfahrens in dem Sinne zur Folge, dass die unbe
stritten gebliebenen Bezugszeiten von der Beurteilung ausgeklammert bleiben (BGE 125 V 413 E. 2d mit Hinweisen). Die gerichtliche Prüfung hat vielmehr den Rentenanspruch für den gesamten verfügungsweise geregelten Zeitraum und da
mit sowohl die Zusprechung
als auch die Aufhebung der Rente zu erfassen (Urteil des Bundesgerichts I 526/06 vom 31. Oktober 2006 E. 2.3 mit Hinweisen).
1.6
Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte haben die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflicht
ge
mäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozial
ver
sicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen
, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbes
on
dere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Pro
zess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Grün
de anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entschei
dend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Unter
su
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizini
schen
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Be
weismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E.
3a).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die Einstellung der Rente in der angefoch
tenen Verfügung (Urk. 2) damit, die Beschwerdeführerin
weise
ab dem Jahr 2014 bis August 2016 Ressourcen auf, welche auf eine Verbesserung des Gesund
heits
zustands schliessen l
iess
en. Entsprechend habe ab Juni 2014 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine Arbeitsfähigkeit von 50 % in einer angepassten Tätigkeit
bestanden. Unter Berücksichtigung eines Erwerbsbereichs von 70 % und einer en
t
sprechenden Einschränkung von 41 % sowie eines Haushaltbereichs von 30 % und
einer
diesbezüglichen
Einschränkung von 4 % resultiere ein rentenaus
schliessen
der Invaliditätsgrad von 30 % (S. 2).
Betreffend die
Rentenerhöhung
ab 1. November 2016 (Urk. 6/146) wies die Be
schwerdegegnerin auf eine Verschlechterung der gesundheitlichen Einschrän
kunge
n ab August 2016 hin, weshalb ab diesem Zeitpunkt keine Erwerbsfähigkeit mehr bestehe
und sich ein Invaliditätsgrad von 71 % ergebe
.
2.2
Demgegenüber stellte sich die Beschwerdeführerin auf den Standpunkt, aus dem
B._
-Gutachten könne keineswegs der Schluss gezogen werden, sie sei vom 1. September 2014 bis November 2016 arbeitsfähig gewesen (
Urk.
1
S. 3 Ziff.
2).
Auch im
Gutachten von
Dr.
med.
C._
, Fachärztin Psychiatrie und Psycho
therapie FMH, vom 20. Janu
ar 2015 (vgl. Urk. 6/87/10-20) und in den B
ericht
en
des Hausarztes
Dr.
med.
D._
,
Facharzt für Allgemeinmedizin FMH, vom 16. Januar 2017 (vgl. Urk. 6/104) sowie der behandelnden Psychiaterin
Dr.
med.
E._
, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 21.
Februar 2017
(vgl. Urk. 6/107)
sei
eine Arbeitsfähigkeit im ersten Arbeitsmarkt verneint
worden
. Der Hinweis des RAD-Arztes
Dr.
med.
F._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 19. Dezember 2017, wonach eine Arbeitsfähigkeit
in einer Verweistätigkeit
ab 6. Februar 2014 anzunehmen sei (vgl. Urk. 6/133 S. 4 f.), widerspreche offensichtlich der Aktenlage. Eine Verbesserung des Gesundheitszu
stands in der Zeit vom September 2014 bis August 2016 sei demzufolge nicht ausgewiesen (Urk. 1 S. 5).
2.3
Strittig ist
zunächst
, ob die revisionsweise
Einstellung per 3
1.
August
2014
der
zuvor
ausgerichteten
Dreiviertelsrente
zu Recht erfolgte (Urk. 2). Dabei ist zu prüfen, ob im Zeitraum vom 14. Oktober 2010, als der Beschwerdeführerin – nach allseitiger Prüfung
des medizinischen Sachverhalts
mittels Begutachtung – eine auf einem Invaliditätsgrad von 63 % basierende
Dreiviertelsrente
zugesprochen
worden war (Urk. 6/39), bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 5. A
pril 2018 (Aufhebung der Rente, Urk. 2) eine für den Rentenanspruch wesentliche Verbesserung des Gesundheitszustands eingetreten ist (vgl. E. 1.3 am Ende).
3.
3.1
Der
Zusprache
einer
Dreiviertelsre
nte
aufgrund eines Invaliditätsgrad
s von
63
%
(Verfügung
vom
14. Oktober 2010; Urk. 6/39)
lag
neben dem Bericht des Haus
arztes
vom 1
4.
Januar 20
0
9
(
Urk.
6/18/11-13
; vgl. dazu auch Urteil des hiesigen
Gerichts vom 2
7.
September 2016 E. 3.1.1
,
Urk.
6/98
)
das psychiatrische Gutach
ten
von
Dr.
med. Dipl.-psych.
G._
vom 31. Dezember 2009 (Urk. 6/21)
zu
grunde, in welchem folgende Diagnosen gestellt wurden (S. 9):
-
mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit:
-
Persönlichkeitsstörung mit selbstunsicheren und ängstlich-vermeidenden sowie
dependenten
Anteilen (ICD-10 F61.0)
-
rezidivierend depressive Störung, zum U
ntersuchungszeitpunkt mittelgra
dig ausgeprägt mit somatischem Syndrom (ICD-10 F33.11)
-
gemischte Angststörung mit sozial/-agoraphobischen und paroxysmalen Ängsten (ICD-10 F41.3)
-
ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit:
-
vor allem posttraumatische Belastungsstörung - zum Untersuchungs
zeit
punkt
subsyndromal
ausgeprägt
-
m
ethadonsubstituierte Heroinabhängigkeit
Der Gutachter
gab an, p
sychometrisch
habe
sich auf den beiden Fremd
beur
tei
lungsskalen (Hamilton, MADRS) ein mittelgradig depressives Syndrom abgebil
det.
Es bestehe
eine ausgeprägte Angstsymptomatik. Die Diagnose einer Persönlich
keitsstörung
ergebe
sich aus einer deutlichen Unausgeglichenheit in
der Ein
stel
lung
und im Verhalten in mehreren Funktionsbereic
hen wie Affektivität (Stim
mungsschwankungen), Antrieb, Impulskontrolle, Wahrnehmen und Den
ken sowie
in den Beziehungen zu anderen (
dependente
Beziehungsgestaltung). Das auffäl
lige Verhaltensmuster
sei
andauernd und gleichförmig und nicht auf Epi
soden psychischer Krankheiten begr
enzt; es
sei
tiefgreifend und in vielen persön
lichen und sozialen Situationen eindeutig unpassend
.
Es wirk
e
sich bei
der Be
schwer
deführerin
sowohl in beruflicher als auch im privaten Alltag
aus, wie bei
spiels
weise in der Beziehungsgestaltung
. Die Störung
habe
in der Kind
heit/Jugend mit Manifestation auf Dauer im Erwachsenenalter
begonnen
. So
seien
bereits Prü
fungs
ängste, (12-jährig) ein Depersonalisationserleben, depres
sive Ver
stimmung
en
, Essstörungen und
ein Suizidversuc
h aufgetreten. Die Stö
rung führe
zu
einem
deutliche
n
Leidensdruck und sei
mit einer deutlichen Ein
schränkung der beruf
lichen und sozialen Leistungsfähigkeit verbunden
. Dies zeige
sich
am Verlauf der beruflichen Entwicklung
und der
letzten Jahre. Die selbstunsicheren und ängst
lich (vermeidenden) und
dependenten
Persönlich
keitszüge zeig
t
en sich in der Überzeugung
–
im Vergleich zu anderen
–
unbe
holfen zu sein, einer aus
geprägten
Kritikangst (zum Beispiel durch Vorgesetzte), Insuffizienzerleben und Unsicher
he
it im persönlichen Kontakt. Die Entstehung der Persönlichkeitsstörung
sei
vor dem Hintergrund länger dauernder Konflikte in der Kernfamilie zu sehen. Die Kindheit
sei
überschattet
worden
durch den sexuellen Missbrauch
durch den
Vater. Ein
hinreichendes Selbstbewusstsein
und eine entsprechende Lösungs
kompetenz in Konfliktsitu
ati
onen
habe
sie
letz
tend
lich nicht erlernen können. Dies schränke
sie in ihrer psychosozialen Leistungsfähigkeit hinsichtlich eigener Zukunftsplanung, in berufliche
r Hinsicht und im
Beziehungsver
halten (Tendenz zu
dependenter
Beziehungsgestaltung) deutlich
ein
. Vor diesem Hintergrund
sei
der Drogen
miss
brauch als ein sekun
däres Geschehen, gewissermassen als untauglicher Problem
lösungsversuch zu beurt
eilen. Die Suchtproblematik habe
sich dann im weiteren Verlauf entkoppelt und verselbständigt
(S. 11).
Aktuell sei
k
eine verwertbare Arbeitsleistung unter den Bedingungen der freien Wirtschaft zu erwarten. Im Haush
a
lt besteh
e
eine volle Arbeitsfähigkeit (S
.
12).
L
ängerfristig
sei
eine verwertbare Arbeitsfähigkeit unter den Bedingungen der freien Wirtschaft in einer ruhigen, stressarmen, gut strukturierten, nicht mono
to
n
en Arbeit mit einem eher kleinen
Mitarbeiterstab und unterstützender Arbeits
atmosphäre von 50
%
gegeben (S. 13)
.
Die Störung habe Krankheitswert. Inva
li
ditätsfremde Faktoren (
Dekonditionierung
, alleinerziehende Mutter dreier Kinder, sekundärer Krankheitsgewinn) seien dabei berücksichtigt worden und von inva
liditätsbedingten Befunden abgegrenzt und nicht in die Beurteilung der medizi
nisch-theoretischen Zumutbarkeit einer Tätigkeit miteingeflossen (S. 13).
3.2
3.2.1
Anlässlich der am 19. Januar 2015 (Urk. 6/72) verfügten Einstellung der Rente lagen dem Gericht im Verfahren IV.2015.00222 folgende medizinische Unter
lagen vor (vgl. Urk. 6/98 E. 3.2):
-
Verlau
fsbericht
des Hausarztes
Dr.
med.
D._
vom 24. Dezember 2013 (Urk. 6/49)
-
Untersuchungsbericht des RAD-Arztes med.
pract
.
H._
, Facharzt für Psy
chiatrie und Psychotherapie, vom 16. Juni 2014 (Urk. 6/51)
-
Verlaufsbericht von
Dr.
D._
und
der
Psychologin (HAP)
I._
vom 25. Oktober 2014 (Urk. 6/67)
-
psychiatrisches Privatgutachten von
Dr.
C._
, Fachärztin Psychia
trie/
Psychotherapie,
vom 20. Januar 2015 (Urk. 6/87/1
0
-20)
-
Stellungnahme des RAD-Arztes med.
pract
.
H._
vom 13. Mai
2015 (Urk. 6
/89)
Diese
medizinischen Akten
wurden im Urteil vom 27. September 2016 (Urk. 6/98
E. 3.2
; Verfahren IV.2015.00222) umfassend dargestellt, weshalb darauf zu ver
weisen ist.
3.2.2
In Würdigung dieser
Aktenlage
gelangte das Gericht am 27. September 2016 zum Schluss, dass der Un
tersuchungsbericht des RAD-Arztes
med.
pract
.
H._
zu wenig detailliert und aussagekräftig ist und an
de
ssen
Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit Zweifel bestehen, weshalb nicht darauf abgestellt werden konnte. Im Gutachten von
Dr.
C._
mangelte es an einer Auseinandersetzung mit der gesundheitlichen Verbesserung der Beschwerdeführerin im Hinblick
auf die
depres
sive Symptomatik
, wobei die Expertin nicht schlüssig darlegte, weshalb trotz
massiver Entlastung (durch die Ausweisung des Exmannes) weiterhin gar keine Erwerbstätigkeit möglich sein soll.
E
ntsprechend fehlte es an verlässlichen medi
zinischen Grundlagen zur Beurteilung der gesundheitlichen Situation und der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin, weshalb das Gericht
die Sache für
wei
tere medizini
sche Abklärungen
an
d
ie Beschwerdegegnerin
zurückwies
(Urk. 6/89
E. 4.1).
3.3
3.3.1
In der Folge
nahm
die Beschwerdegegnerin
einen Formularbericht von Dr.
D._
vom 1
6.
Januar 2017 zu den Akten, worin dieser eine Zunahme der
Depressionsfrequenz und des Schweregrades vor allem der Angststörung beschrieb
. Unter Hinweis auf die fehlenden Ressourcen attestierte er eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
(
Urk.
6/104/1).
Die seit
2.
Juni 2016 behandelnde
Dr.
med.
E._
, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, sprach im Bericht vom 2
1.
Februar 2017 von einer schweren und mittlerweile bereits
chronifizierten
Symptomatik. Trotz intensiver und lang
jähriger psychiatrisch-psychotherapeutischer Behandlung
habe
kein Wiederer
langen der Arbeitsfähigkeit erreicht werden können. Ziel der Behandlung sei das Vermeiden erneuter stationärer Aufenthalte, die Aufrechterhaltung der Selbstän
digkeit und der bislang erreichten Stabilität auf tiefem Niveau. Es bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit auch in einer behinderungsangepassten Tätigkeit (
Urk.
6/107/1-3).
In diesem Sinne
und unter Hinweis auf die Chronizität des Leidens
äusserte sich am 2
4.
März 2017 auch med.
pract
.
J._
der behan
deln
den Tagesklinik
(
Urk.
6/109).
3.3.2
Im
seitens der Beschwerdegegnerin angeordneten (
Urk.
6/111) psychiatrischen
Gut
achten
der
B._
vom 11. September 201
7
(Urk. 6/119/2-33) wurden
in Kenntnis der
Vorakten
(S. 2-7)
folgende
Diagnosen
genannt
(S. 29):
-
mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit:
-
posttraumatische Belastungsstörung (PTBS, ICD-10 F43.1)
-
mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1)
-
gemischte Angststörung mit Elementen einer Agoraphobie mit Panik
stö
rung, einer sozialen Phobie und einer generalisierten Angststörung (ICD-10 F41.3)
-
Zwangsstörung mit Zwangsgedanken und Zwangshandlungen (ICD-10 F42.2)
-
Benzodiazepinabhängigkeit
(ICD-10 F13.2)
-
ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.6)
-
ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit:
-
Opiatabhängigkeit, gegenwärtig substituiert (ICD-10 F11.22)
-
akzentuierte abhängige Persönlichkeitsstörung (ICD-10 Z73.1; nicht das Ausmass einer krankheitswertigen Störung erreichend)
Die Gutachter führten aus
(S. 23)
, dass im Zentrum des psychopathologischen Geschehens die in der Kindheit beginnende und dann wiederholt auftretende sexuelle Traumatisierung und die daraus hervorgehende PTBS stünden. Die wes
ent
lichen gemäss ICD-10 definierten diagnostischen PTBS-Kriterien seien ein
deu
tig vor
han
den. Die weiteren in Anamnese und im psychopathologischen Befund erschei
nenden, vorwiegend depressiven Symptome sowie die auffälligen ängst
lich ver
meidenden und
dependenten
Persönlichkeitszüge liessen sich ebenfalls gut mit der Annahme dieses zentralen Traumas als Ausgangspunkt der Fehlent
wick
lung
en vereinbaren. Auch die von der Beschwerdeführerin berichtete und von ihrer Therapeutin bestätigte ausgeprägte Zwangssymptomatik, die im Wes
ent
lichen der Kontrolle von Ängsten zu dienen scheine, lasse sich in diesem Zusammenhang gut einordnen. Die inzwischen mittels einer Methadonsub
stitu
tion kontrolliert verlaufende Opiat- und
Benzodiazepinabhängigkeit
sei als ver
mei
dendes Bewälti
gungsverhalten zu deuten. Auf der beschreibenden, psychia
trisch diagnostischen Ebene der ICD-10 zeigten sich die obgenannten Diagnosen,
wobei die Diagnose der akzentuierten abhängigen Persönlichkeitsstörung in Ge
ge
n
wart der ebenfalls diagnostizierten gemischten Angststörung nur unter ge
wissen Vorbehalten ge
stellt werden könne. Allerdings widerspiegle das ängstlich vermeidende Verhalten eine schon seit sehr langer Zeit bestehende und tiefgrei
fen
de Persönlich
keits
struktur, weshalb die Diagnose dennoch gerechtfertigt erschein
e (S. 23).
Im Weiteren wiesen die Gutachter darauf hin, dass das psychische Befinden und das soziale Leben der Beschwerdeführerin durch das Krankheitsgeschehen in erheb
licher Weise beeinträchtigt sei. Im Vordergrund stünden eine Einschränkung der Verkehrsfähigkeit, die fehlende Fähigkeit, Eigeninitiative zu entwickeln, die durch übermässig zwanghaft kontrollierendes Verhalten hervorgerufene Inflexi
bi
lität bei der Planung und Durchführung alltäglicher Abläufe sowie die Angst und Unsicherheit bei sozialen Kontakten, insbesondere auch dann, wenn diese eine bestimmte Konflikt- und Durchsetzungsfähigkeit erforderten. Aufgrund von Ängsten, sich in der Öffentlichkeit zu bewegen, benutze
s
ie keine öffentlichen Verkehrsmittel. Bezüglich Ressourcen zeige sie eine gute Kontaktfähigkeit und Sensibilität sowie eine
ausgeprägte Durchhaltefähigkeit in für sie kontrollierbaren und einschätzbaren Situationen. Aufgrund der Einschätzung der Aktivitäts- und Partizipationsbeeinträchtigungen anhand eines Fremdbeurteilungsinstruments (Mini-ICD-APP) sei die Arbeitsfähigkeit im angestammten Beruf
(
Floristin
)
aktuell
nicht gegeben (Arbeitsunfähigkeit von 100 %). Auch
in
einer leidensangepassten Tätigkeit mit stark repetitiven Arbeitsabläufen sowie unter Führung durch einen Vo
r
arbeiter sei davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin zu 100 % arbeits
unfähig sei (S. 23 f.).
Unter dem Titel Prognose hielten die Gutachter fest, dass eine Verbesserung des Gesundheitszustands nur langfristig und im Fall günstiger Umstände möglich sei. Für die
empfohlene
spezifische Traumatherapie sei ein Zeitraum von ein
bis zwei Jahren zu veranschlagen
. Die Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt nehme sicherlich einen ebenso langen Zeitraum in Anspruch, wobei mit einer voll
stän
digen Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit von 100 % angesichts der Schwere der Symptomatik und der langen Krankheitsdauer indessen nicht zu rechnen sei und eine teilweise Wiedereingliederung in den zweiten oder ersten Arbeitsmarkt bereits als Erfolg zu werten wäre (S. 31).
3.3.3
Auf Rückfrage der Beschwerdegegnerin zum Verlauf des Krankheitsgeschehens seit Mitte 2014 (Urk. 6/121
/1
) hielten die Gutachter
am 29. September
2017 er
gän
zend
fest
(Urk. 6/123), dass es zwischen 2014 und dem Zeitpunkt der psy
chiatrischen Begutachtung im August 2017 offensichtlich zu einer Verschlech
terung der psychischen Befindlichkeit der Beschwerdeführerin gekommen sei. Ein diesbezüglicher Anhaltspunkt sei beispielsweise der Umstand, dass
sie
im Jahre 2014 noch in der Lage gewesen sei, mehrmals pro Woche mit dem Velo um den Greifensee zu fahren, was gemäss den aktuellen Angaben der Beschwerdeführerin seit mindestens einem Jahr nicht mehr möglich sei (S. 1). Des Weiteren müsse
sie sich
gemäss eigenen Angaben
aufgrund ihrer
Müdigkeit
in letzter Zeit
jeweils bereits am Morgen
hinlegen, während sie sich gemäss dem RAD-Untersu
chungs
bericht vom 16. Juni 2014 (vgl. Urk. 6/51) jeweils erst nachmittags um zirka 15.30 Uhr habe hinlegen müssen.
Die
Gutachter wie
sen darauf hin, dass g
enauere Angaben zum Krankheitsverlauf und zu einer Ver
änderung spezif
ischer Symp
tome seit 2014
gestützt auf die vorliegenden Akten nicht möglich
seien
. Für genauere Angaben müsste die Beschwerdeführerin noch
mals spezifisch befragt werden, wobei es
offen
bleibe, inwieweit sie über Vorkommnisse, welche sich vor zwei bis drei Jahren ereignet hätten
,
im Detail Auskunft geben könn
t
e und es
sich
zudem
ausschliesslich um eigenanamnestische Angaben handeln würde. Gemäss gutachterlicher Einschätzung bestehe mit
Wahrschein
lichkeit seit mindestens einem Jahr und somit seit zirka August 2016 eine voll
stän
dige Arbeitsun
fähigkeit sowohl in angestammter
als auch in einer ange
passten Tätigkeit (S. 2).
Mit Bezug auf den RAD-Untersuchungsbericht vom 16. Juni 2014
wiesen
die Gut
achter
darauf hin
, dass sie die darin erfolgte Diagnosestellung als teilweise nicht konsistent erachteten. Die Richtigkeit der vom RAD-Arzt gestellten Diag
nose einer Persönlichkeitsstörung sowie der von ihm attestierten
50%igen
Arbeits
fähigkeit in
einer angepassten
Tätigkeit sei in Frage zu stellen. Möglicherweise hätte auch im Jahr 2014 eine
diesbezüglich
weit geringere Arbeitsfähigkeit
be
standen
(S. 2 f.).
3.3.4
In seiner Stellungnahme vom 19. Dezember 2017 (Urk. 6/133 S. 4 f.)
führte
R
AD
Arzt
Dr.
F._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,
betreffend die
Ausführungen der
B._
-Gutachter vom 29. Septemb
er 2017
(vgl. E. 3.3.3)
aus
, dass keine weiteren Möglichkeiten zur Objektivierung
der Arbeitsfähigkeit zwischen Juni 2014 und August 2017
bestünden. Entsprechend sei zu empfehlen, ab Juni 2014 auf die damals attestierte Arbeitsunfähigkeit angepasst von 50 % abzustellen und im weiteren Verlauf von der im Gutachten beurteilten Arbeits
unfähigkeit von 100 % ab August 2016 auszugehen.
4.
4.1
Vorwegzuschicken ist, dass das
B._
-Gutachten in Bezug auf die Beurteilung des Gesundheitszustands und
die
Arbeitsfähigkeit
der Beschwerdeführerin
umfas
send ist. Es beruht sodann auf den notwendigen psychiatrischen Untersuchungen. Die Gutachter berücksichtig
t
en detailliert die geklagten Beschwerden und setz
t
en
sich damit auseinander
(Urk. 6/119/2-32 S. 8 ff. und S. 17 ff.)
. Die Expertise wurde
zudem in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben, wobei sich die Gutachter zur Krankheitsentwicklung äusserten und Bezug auf die medizinischen Akten nahmen
(S. 2-
7 und S. 23)
. Schliesslich leuchtet das Gutachten in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein und die Schlussfolgerungen sind begründet.
In diesem Sinne gingen die Gutachter
weitgehend in Übereinstimmung mit
Dr.
G._
(vorstehend E. 3.1) und unter schlüssiger Begründung
von einer P
TBS, einer mittelgradigen depressiven Episode, einer gemischten Angststörung, einer Zwangs
störung mit Zwangsgedanken und Zwangshandlungen, einer
Benzodia
zepin
abhängigkeit
sowie einer ängstlich-vermeidenden Persönlichkeitsstörung aus
,
wobei
bei der Beschwerdeführerin sowohl in der
angestammten
als auch in einer angepassten Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit besteht. Die Exper
tise erfüllt demnach die praxisgemässen Kriterien an den Beweiswert eines ärzt
lichen Gutachtens (
vorstehend E. 1.6
).
4.2
Mit Bezug auf die hier strittige Frage nach der gesundheitlichen Verbesserung im Juni 2014 (vgl. E. 2.3) enthält das
B._
-Gutachten vom 11. September 2017 indessen keine Angaben. Die Beschwerdegegnerin unterliess es bei Einholung des Gutachtens trotz entsprechendem Hinweis im Urteil vom 27. September 2016
(
Urk.
6/98/17 E. 4.1
), den Experten
diesbezügliche Fra
ge
n
zu stellen (Urk. 6/110
).
Dies holte sie
nach
Eingang des Gutachtens nach (Urk. 6/133 S.
4, Urk. 6
/121
), wobei auch den ergänzenden Ausführungen der Experten vom 29. September 2017 keine
greifbaren
Angaben betreffend
eine
gesundheitliche Verbesserung
seit Juni 2014 zu entnehmen sind. Gemäss den Gutachtern sind genauere Aus
sagen zum Krankheitsverlauf und zu einer Veränderung spezifischer Symptome seit 2014 aufgrund der Akten nicht möglich und die Beschwerde
führerin
müsste
dies
bezüglich nochmals
befragt werden
.
Dabei wiesen die Gutachter zu Recht darauf hin, dass bei einer neuerlichen Befragung offenbliebe, inwiefern die Beschwer
deführerin betreffend zwei respektive drei Jahre zurückliegende Ver
hält
nisse im Detail Auskunft geben könnte
, und dass
es sich dabei ausschliesslich um deren subjektive Angaben handeln würde
(Urk. 6/123 S. 2)
.
Im Weiteren ist weder aufgrund des Gutachtens noch dessen Ergänzung ersichtlich, worin die von der Beschwerdegegnerin erwähnten, aber nicht näher substantiierten verbesserten Res
sourcen (vgl. Urk. 2 S. 2) zu erblicken sind.
Vor diesem Hintergrund ist – im Einklang mit RAD
-Arzt
Dr.
F._
, welcher
das Vorliegen
weitere
r
Möglichkeiten zur Objektivierung des Gesundheits
zu
stands
seit Mitte 2014
verneinte
(Urk. 6/133 S. 5)
-
eine gesundheitliche Verbesserung im Juni 2014 nicht ausgewiesen. Damit fehlt der erforderliche Revisionsgrund
zur Einstellung
der Rente
.
Es
bleibt
daher
zu prüfen, ob die angefochtene Renten
einstellung
allenfalls
mit
der substituierten Begründung der
zweifellosen
Unri
chtigkeit der
Rentenzu
sprache
(Urk. 6/39) zu schützen ist (vgl. E. 1.4).
4.3
Die rentenzusprechende Verfügung vom 14. Oktober 2010 (Urk. 6/39) basierte im Wesentlichen auf dem von der Beschwerdegegnerin
veranlassten
psychiatrischen Gutachten von Dr.
G._
vom 31. Dezemb
er 2009 (Urk. 6/21, Urk. 6/25 S.
3), in
welchem eine Persönlichkeitsstörung mit selbstunsicheren und ängstlich-ver
meidenden sowie
dependenten
Anteilen, eine mittelgradig ausgeprägte rezidivie
rende depressive Störun
g mit somatischem Syndrom
, eine gemischte Angststö
rung
mit sozial-/agoraphobischen und paroxysmalen Ängsten, eine methadon
substi
tuierte Heroinabhängigkeit sowie eine PTBS diagnostiziert und eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in der freien Wirtschaft attestiert wurde (Urk. 6/21 S. 9 und S.
11; vgl. auch E. 3.1). Die
se
gutachterliche Einschätzung ist nachvollziehbar, zu
mal die
gestellten
Diagnosen nach der damals geltenden Rechtsprechung keine Durchführung eines strukturierten Beweisverfahrens anhand von Standardindi
katoren erforderten (zur diesbezüglichen Änderung der Rechtsprechung, vgl. BGE
143 V 409, 418).
Die
Rentenzusprache
vom 14. Oktober 2010 erweist sich damit als nicht zw
eifel
los unrichtig,
weshalb
es dabei zu bleiben hat.
5.
5.1
D
ie Beschwerdeführerin beantragt
e
die Ausrichtung einer ganzen Rente ab
1. September 2014 (Urk. 1 S. 2). Entsprechend ist zu prü
fen, ob sich ihr Gesund
heitszustand im
Herbst
2014 im Vergleich zu jenem im Zeitpunkt der
Renten
zusprache
am 1
4.
Oktober 2010 erheblich
verschlechtert hat
.
5.2
In der
B._
-Expertise vom
11. September 2017 (Urk. 6/119
/2-33
)
finden sich keine Angaben über eine gesundheitliche Verschlechterung im Herbst 201
4.
I
n ihrer Stellungnahme vom 29. September 2017
wiesen die
B._
-Gutachter
zwar
auf eine zwischen 2014 und dem Zeitpunkt der Begutachtung (August 2016) aufgetretene Verschlechterung des Gesundheitszustands hin
. Die entsprechende
Begründung
erschöpft sich
jedoch
in den
nicht massgebenden
subjektiven An
ga
ben der Beschwerdeführerin, dass sie
nicht länger in der Lage
sei
, mehrmals pro Woche mit dem Velo um den Greifensee zu fahren
,
und
sie
sich aufgrund ihrer Müdigkeit bereits am Vormittag hinlegen
müsse (
Urk. 6/123 S. 1)
.
Im Weiteren ist auch im Zusammenhang mit der
hier
fraglichen Verschlechterung auf die gut
achterlichen Ausführungen betreffend Unmöglichkeit genauerer Angaben
zum Krankheits
verlauf seit 2014
sowie neuerliche Befragung der Beschwerdeführerin zu verweisen (vgl. E. 4.2)
.
Im Übrigen
substantiierte
die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerdeschrift
in keiner Weise,
inwiefern sich ihr Gesundheits
zustand
im 2014
verschlechtert haben soll
(Urk. 1 S. 5
).
Im Lichte dieser Erwägungen
ist im Herbst 2014 k
eine Verschlechterung des Gesundheitszustands
und somit auch
kein Revisionsgrund
ausgewiesen.
6.
6
.
1
Bei
der
Rentenzusprache
vom 14. Oktober 2010 (Urk. 6/32) ging die Be
schwer
degegnerin gestützt auf den Abklärungsbericht vom 18. September
201
0
(Urk. 6/23
) von einer hypothetischen Erwerbstätigkeit von 50 % aus. Sie verwies dabei auf
die Angaben
der Beschwerdeführerin, wonach diese im Gesundheitsfall wahrscheinlich ein Teilpensum ausführen würde, um noch genügend Zeit für
die drei Kinder und den Haushalt
zu haben und orientierte sich im Übrigen an den Richtlinien der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (SKOS), wonach eine allein erziehende Mutter bis zum Abschluss der Unterstufe des jüngsten Kindes ein 50%iges Pensum ausüben müsse (S. 2).
Im Rahmen der
im
Jahre
2013 einge
leiteten
Rentenrevision
führte die Beschwer
degegnerin eine weitere Haushaltab
klärung durch, wobei im entsprechenden Ab
klä
rungsbericht vom 16. September 2014 (Urk. 6/54) eine hypothetische Erwerbs
tätigkeit von 70 % resultierte.
Die Abklärungsperson
führte aus, dass die Be
schwerdeführerin aus finanziellen Gründen vermutlich mehr als 60 % arbeiten müss
t
e, und letztere
zudem für die Kinder
, vor allem für den Sohn, da sein und ihn betreuen wolle. Die Qualifikation sei schon bei der letzten Haushaltabklärung der Knackpunkt gewesen und man habe sich damals entschieden, die SKOS-Richtlinien anzuwenden, um al
len gerecht zu werden. Aktuell seien
wiederum die Richtlinien
zu berücksichtigen
und der Erwerbsbereich
sei
aufgrund des Alters der Kinder
und der finanziellen Verhältnisse
auf 70 %
anzupassen
(S. 4).
Im
Zuge
der Neubeurteilung nach erfolg
ter Rückweisung hielt die Beschwerde
gegnerin
laut Feststellungsblatt
am 70
%
igen
Erwerbsbereich fest (Urk. 6/133 S. 5)
.
6.2
Sowohl
bei der erstmaligen Prüfung des Rentenanspruchs als auch bei der Ren
tenrevision und im Neuanmeldungsverfahren ist die Methode
der Invaliditäts
bemessung (Art.
28a IVG) zu bestimmen (
BGE 144 I 28 E.
2.2, 117 V 198 E. 3b
).
Die für die Methodenwahl (Einkommensvergleich, gemischte Methode, Betäti
gungs
vergleich) entscheidende Statusfrage, nämlich ob eine
versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig einzustufen ist, beurteilt sich danach, was die Person bei im Übrigen unveränderten Umstän
den täte,
wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde. Entscheidend ist somit nicht, welches
Ausmass
der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypo
thetisch erwerbstätig wäre. Bei im Haushalt tätigen Versicherten im Beson
deren sind die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigung
en und Begabungen zu berücksichtigen.
Massgebend
sind die Verhält
nisse, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben, wobei für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Erwerbs
tätigkeit der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich ist (
BGE 144 I 28 E.
2.3,
141 V 15 E. 3.1, 137 V 334 E. 3.2, 125 V 146 E. 2c, 117 V 194 E.
3b
).
Die Beantwortung der Statusfrage erfordert zwangsläufig eine hypothetische Beur
teilung, die auch die hypothetischen Willensentscheidungen der versicherten Person zu berücksichtigen hat. Diese Entscheidungen sind als innere Tatsachen wesensmässig einer direkten Beweisführung nicht zugänglich und müssen in der Regel aus äusseren Indizien erschlossen werden (vgl.
BGE 144 I 28 E.
2.4
).
6.3
Indem die Beschwerdegegnerin bei der Festlegung der hypothetischen Erwerbs
tätigkeit im Rahmen der Rentenrevision ausschliesslich auf die von der Be
schwerdeführerin benötigten finanziellen Mittel sowie unter Hinweis auf das Alter der Kinder auf die SKOS-Richtlinien abstellte, liess sie
ausser Acht, dass sich der Umfang einer ausserhäuslichen Erwerbstätigkeit
aus invalidenver
sicherungs
rechtlicher Sicht
danach richtet, in welchem
Pensum die Beschwerdeführerin ohne Gesundheitsschaden, aber bei sonst gleic
hen Verhältnissen erwerbstätig wäre
(vgl.
E.
6
.2). Die Beschwerdeführerin gab an
lässlich der Haushaltabklärung
vom 12. Sep
tem
ber 2014 an, dass sie im Gesund
heitsfalle
mit einem Pensum von
50-60 % arbeiten
würde
und aufgrund des geringen Verdienstes als Floristin ohnehin auf Unterstützung angewiesen
wäre
. Dennoch
wäre
eine Erhöhung des Arbeitspensums
für sie nicht relevant
, weil der jüngste Sohn noch sehr anhäng
lich sei (
Urk. 6/54
S. 4). Unter Berücksichtigung dieser Angaben sowie der Um
stände, dass die Beschwerdeführerin alleiner
zieh
ende Mutter
von drei sich
zumin
dest noch teilweise in Ausbildung befindenden Kinder
n
ist und bereits nach der Lehre
nur
zu 80 %
arbeitete
, obwohl sie damals keine Kinder hatte und den Haus
halt nicht täglich erledigte (S. 3), ist
nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, dass sie den Anteil der Erwerbstätigkeit erhöht hätte, weshalb
–
unver
ändert zu den
unbestritten gebliebenen
Verhältnissen
im Zeitpunkt der
Rentenzu
sprache
(
Urk.
6/23 S. 2) - v
on einem Erwerbsbereich von 50 % auszugehen
ist
.
Es fehlt somit
auch
mit Bezug auf die erwerblichen Verhältnisse an
einem Revisions
grund
(vgl. E. 1.3).
7
.
7
.1
Zu prüfen ist schliesslich, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht
mit Wirkung
ab 1. November 2016
eine ganze Rente
zugesprochen hat
,
mithin
ob sich der Ge
sundheitszustand
der Beschwerde
führer
in
nach August 201
6
wesentlich
ver
schlechtert hat
.
Auch wenn diese Frage
in der
Beschwerde
-
verständlicherweise
-
nicht thema
tisiert
wurde
, bleibt festzuhalten, dass praxisgemäss
der Rentenanspruch
als Ganzes
, mithin das gesamte Rechtsverhältnis
Streitgegenstand
bildet (
BGE 135 V 148
E. 5.2,
125 V 413 E. 2
; vgl. auch vorstehend E. 1.5), weshalb die gerichtliche Prüfung auch die
Zusprache
der ganzen Rente beschlägt.
7
.
2
Nach dem Gesagten ergibt sich, dass
eine wesentliche Änderung der tatsächlichen Verhältnisse
seit der ursprünglichen
Zusprac
he
der
Dreiviertelsrente
am 14.
Okto
ber 2010
nicht
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
ausgewiesen
ist. Der Ren
ten
anspruch ist
daher
für den gesamten hier fraglichen Zeitraum nicht revidier
bar,
weshalb
die Beschwerdeführerin auch für die Zeit ab 3
1.
August 2014 unver
än
dert Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
hat.
Dies führt für die Zeit ab
1.
September 2014
zu einer Gutheissung der
Beschwerde
. Hingegen ergibt sich für die Zeit ab
1.
November 2016 eine
Schlechterstellung der Beschwerdeführerin, da sie
nurmehr
Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
statt
auf
eine ganze Rente
hat. Da
rauf
wurde
sie seitens des Gerichts in Nachachtung von Art.
61
lit
. d ATSG
mit Beschluss vom
1.
Oktober 2018 (
Urk.
8) aufmerksam gemacht
.
7.3
Zusammenfassend
werden
in teilweiser
Gutheissung der Beschwerde
die Verfü
gungen der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom
5.
April
2018 betreffend die Zeit ab
1.
September 2014 (
Urk.
2) und betreffend die Zeit ab
1.
November 2016
(
Urk.
6/146) aufgehoben mit der Feststellung, dass die
Be
schwer
deführer
in
ab 1.
September 2014 weiterhin
Anspruch auf eine
Drei
viertels
rente
hat.
8.
8.1
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV
Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind
nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69
Abs.
1
bis
IVG) und ermessensweise auf
Fr.
1’000.-- anzusetzen. Da die Beschwer
deführerin
betreffend einen gewissen Zeitraum obsiegt und für einen anderen unterliegt,
sind die Kosten
den Parteien je zur Hälfte
aufzuerlegen.
8.2
Nach
§
34
Abs.
1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) hat
die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Partei
kos
te
n. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streit
sache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (
§
3
4
Abs.
3
GSVGer
).
Da die Beschwerdeführerin - wie gesagt -
betreffend einen ge
wissen Zeitraum obsiegt und für einen anderen unterliegt, rechtfertigt sich, die ih
r zustehende Prozessentschädigung, die von Amtes wegen auf
Fr.
2'600.-- (in
klu
sive Barauslagen und Mehrwertsteuer) f
estzusetzen ist, um die Hälfte zu redu
zie
ren.
Das Gericht
erkennt
:
1.
I
n teilweiser Gutheissung der Beschwerde
werden
die Verfügungen der Sozialversi
che
rungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom
5.
April 2018 betreffend die Zeit ab
1.
September 2014 und betreffend die Zeit ab
1.
November 2016 aufgehoben mit der Feststellung, dass die Beschwerdeführer
in
ab
1.
September 2014 weiterhin Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
hat.
Im Übrigen wird die
Beschwerde
abgewiesen.
2
.
Die Gerichtskosten von
Fr.
1’0
00
.-- werden
de
n Parteien je zur Hälfte
auferlegt. Rechnung
und Einzahlungsschein werden
de
n
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zu
gestellt.
3.
Die Beschwerdegegnerin wird
verpflichtet,
der Beschwerdeführerin
eine
reduzierte
Prozessentschädigung von
Fr.
1’300
.-- (inkl. Barauslagen und
MWSt
) zu bezahlen.
4
.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwältin Christina Ammann
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
5
.