Decision ID: 4a8196b9-c705-4648-a487-5b5b8fe08a02
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Der 1984 geborene
X._
war seit 5. Juli 2004 als
Tunnelbauer
bei der
Y._
AG in
Z._
angestellt und im Rahmen dieses Arbeitsverhältnisses bei der Schweizerischen
Unfallversiche
rungsanstalt
(SUVA) obligatorisch versichert. Mit Schadenmeldung vom
5. März 2010 (
Urk.
12/1
) wurde der SUVA mitgeteilt, dass der
Fuss des
Versicherte
n
am
3. März 2010
beim Einfahren zur Vortriebsbrust
auf einer Lokomotive
– hierbei handelt es sich um eine kleine Zugskomposition, welche auf ausgelegten Gelei
sen das Ausbruchmaterial aus dem Tunnel fördert und
welche
vom Versicherten an der Zugspitze sitzend gefahren wurde (vgl.
Urk.
12/7/4)
–
zwischen dieser und dem
Geleis
abge
dreht und eingeklemmt worden sei.
Die SUVA gewährte Heilbehandlung u
nd Taggeld.
Am 16. Januar 2013 (
Urk.
12/287) teilte der Ver
sicherte der SUVA telefonisch
mit, dass er am 14. Januar 2013
auf das rechte Kni
e gestürzt sei
,
als ihm sein Gehstock wegrutschte, wobei er sich eine
Tibia
plateaufraktur
zugezogen habe.
Mit Verfügung vom 5. März 2014 (
Urk.
12/385) und
unangefochten in Rechts
kraft erwachsenem
Einspracheentscheid
vom 27. Juni 2014 (
Urk.
12/410)
sprach die SUVA
eine
Entschädigung entsprechend einer Integritätseinbusse von 20
%
zu.
Mit einer weiteren Verfügung
vom 28.
Juli 2014 (
Urk.
12/418)
sprach
sie basierend auf ein
e
r
Erwerbsunfähigkeit
von 16
%
mit Wirkung ab
1. Juli 2014
eine Übergangsrente nach Art. 30
der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV)
zu
. Die
dagegen erhobene Einsprache vom 15. September 2014 (
Urk.
12/428)
wies sie mit
Einsprachee
ntscheid
vom 23. April 2015
ab
(
Urk.
2)
.
2.
Hiergegen erhob der Versicherte am
2
7.
Mai 2015
(
Urk.
1) Beschwerde
mit den
Anträgen (S. 2)
, d
er
Einspracheentscheid
sei aufzuheben und e
s seien die ge
setzlichen Le
istungen auszurichten
. Des Weiteren
sei ein unabhängiges Gut
achten einzuholen, unter Weiterausrichtung
von Taggeldern in Höhe von 100
%
,
in zeitlicher Koordination mit den Tagge
ldern der Invalidenversiche
rung
. E
ventualiter sei
bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40
%
eine In
validenrente auszurichten
.
Sodann sei ein zweiter Schriftenwechsel anzuordnen, ein unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestellen und die unentgeltliche
Verfah
rensführung
zu bewilligen.
Am 5. Juni 2015 (
Urk.
6) reichte er Unterlagen nach.
In der Beschwerdeantwort vom 23. Juli 2015
beantragte die SUVA
,
der
Ein
spracheentscheid
vom 23. April 2015 sei mit Bezug auf den darin festgelegten
Invaliditätsgrad
teilweise aufzuheben und dem Beschwerdeführer ab dem 1. Juli 2014 die IV-Rente von 16
%
auf 22
%
zu erhöhen; im Übrigen sei die Be
schwerde abzuweisen (
Urk.
11).
Das Doppel der Beschwerdeantwort wurde dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom
2
2.
Oktober 2015
zugestellt und das Ge
such um unentgeltliche Rechtsvertretung und die Anordnung eines zweiten Schriftenwechsels abgewiesen (
Urk.
19).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss Art. 6
des Bundesgesetz über die Unfallversicherung (UVG)
werden
– soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (
Abs.
1).
1.2
Nach Art. 10
Abs.
1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweckmäs
sige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so steht ihr gemäss Art. 16
Abs.
1 UVG ein Tag
geld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10
%
(Art. 8
des Bundes
gesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
) invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18
Abs.
1
UVG
). Der Rentenan
spruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die
Taggeldleistun
gen
dahin (Art. 19
Abs.
1 UVG).
Wird der Entscheid der Invalidenversicherung
(IV)
über die (berufliche) Eingliede
rung erst später gefällt, kann dies Anlass für eine das Taggeld ablö
sende Übergangsrente nach Art. 19
Abs.
3 UVG in Verbindung mit Art. 30
der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV)
bilden. Damit eine
Übergangs
rente
nach Art. 19
Abs.
3 UVG ausgerichtet werden kann, muss der ausstehende
IV-
Entscheid über die berufliche Eingliederung Vorkehren beschlagen, welche einer Eingliederungsproblematik aufgrund eines unfallkausalen
Gesundheits
schadens
gelten.
Rechtsprechungsgemäss
kann sich sodann der in Art. 19 Abs.
1 erster Satz UVG vorbehaltene Abschluss allfälliger IV
-
Eingliederungsmassnah
men
, soweit es um berufliche
Massnahmen
geht, nur auf Vorkehren beziehen, welche geeignet sind, den der Invalidenrente der Unfallversicherung zu Grunde zu legenden Invaliditätsgrad zu beeinflussen. Für das Vorliegen dieser Voraus
setzungen braucht es konkrete Anhaltspunkte (Urteil des Bundesgerichts 8C_588/2013 vom 16. Januar 2014 E.3.4 mit Hinweisen).
1.3
Ob eine namhafte Besserung
im Sinn von Art. 19
Abs.
1 UVG
noch möglich ist, bestimmt sich insbesondere nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder
Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist
. Die Verwendung des Begriffes „
namhaft" in Art.
19 Abs.
1 UVG verdeutlicht demnach, dass die durch weitere (zweckmässige) Heilbehandlung im Sinne von Art.
10 Abs.
1 UVG erhoffte Besserung ins Gewicht fallen muss. Weder eine weit entfernte Möglichkeit eines positiven Resultats einer Fortsetzung der ärztli
chen Behandlung noch ein von weiteren Massnahmen
–
wie etwa einer Badekur
–
zu erwartender geringfügiger therapeutischer Fortschritt verleihen Anspruch auf deren Durchführung. In diesem Zusammenhang muss der Gesundheitszu
stand der versicherten Person prognostisch und nicht aufgrund retrospektiver Feststellungen beurteilt werden (Urteil des Bundesgerichts 8C_888/2013 vom 2.
Mai 2014 E. 4.1 mit Hinweisen, insbes. auf BGE
134 V 109 E. 4.3; vgl. auch Urteil 8C_6
39/2014 vom 2. Dezember 2014 E.
3).
1.4
Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung pri
mär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versi
cherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstä
tigkeit aus, bei der
–
kumulativ
–
besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zu
mutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein solches tatsächlich er
zieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Rechtsprechung entweder Tabellenlöhne
gemäss
den vom Bundesamt für Sta
tistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) oder die DAP-Zahlen herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 4.2.1 mit Hinweisen).
Die DAP ist eine Sammlung von Beschreibungen in der Schweiz tatsächlich existierender Arbeitsplätze. Damit unterscheidet sie sich von der tabellarischen Darstellung von Durchschnittslöhnen, die im Rahmen der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) vom Bundesamt für Statistik
regelmässig
erhoben werden. Neben allgemeinen Angaben und Verdienstmöglichkeiten werden in der DAP die physischen Anforderungen an die Stelleninhaber oder Stelleninha
berinnen festgehalten. Der Raster der körperlichen Anforderungskriterien basiert auf dem internationalen medizinischen Standard EFL nach Isernhagen (ergono
mische Funktions- und Leistungsprüfung). Die SUVA entschloss sich 1995 zum Aufbau der DAP mit dem Zweck, das Invalideneinkommen entsprechend den gerichtlichen Anforderungen so konkret wie möglich ermitteln zu können (BGE 139 V 592 E. 6.1 mit Hinweisen).
Bei Heranziehen der DAP hat sich die Ermittlung des Invalideneinkommens auf mindestens fünf zumutbare Arbeitsplätze zu stützen. Zusätzlich sind Angaben zu machen über die Gesamtzahl der aufgrund der gegebenen Behinderung in Frage kommenden dokumentierten Arbeitsplätze, über den Höchst- und den
Tiefstlohn
sowie über den Durchschnittslohn der dem jeweils verwendeten
Be
hinderungsprofil
entsprechenden Gruppe. Damit soll die Überprüfung des
Aus
wahlermessens
ermöglicht werden, und zwar in dem Sinne, dass die Kenntnis der Gesamtzahl der dem verwendeten Behinderungsprofil entsprechenden Ar
beitsplätze sowie des Höchst-, Tiefst- und Durchschnittslohnes im Bereich des Suchergebnisses eine zuverlässige Beurteilung der von der SUVA verwendeten DAP-Löhne hinsichtlich ihrer Repräsentativität erlaubt. Das rechtliche Gehör ist dadurch zu wahren, dass die SUVA die für die Invaliditätsbemessung im kon
kreten Fall herangezogenen DAP-Profile mit den erwähnten zusätzlichen Anga
ben auflegt und die versicherte Person Gelegenheit hat, sich dazu zu
äussern
. Allfällige Einwendungen der versicherten Person bezüglich des
Auswahlermes
sens
und der Repräsentativität der DAP-Blätter im Einzelfall sind grundsätzlich im
Einspracheverfahren
zu erheben, damit sich die SUVA im
Einspracheent
scheid
damit auseinandersetzen kann. Ist die SUVA nicht in der Lage, im Ein
zelfall den erwähnten Anforderungen zu genügen, kann im Bestreitungsfall nicht auf den DAP-Lohnvergleich abgestellt werden; die SUVA hat
diesfalls
im
Einspracheentscheid
die Invalidität aufgrund der LSE-Löhne zu ermitteln. Im Beschwerdeverfahren ist es Sache des angerufenen Gerichts, die
Rechtskonfor
mität
der DAP-Invaliditätsbemessung zu prüfen, gegebenenfalls die Sache an den Versicherer zurückzuweisen oder an Stelle des DAP-Lohnvergleichs einen Tabellenlohnvergleich gestützt auf die LSE
vorzunehmen (BGE
139 V 592 E. 6.3, 129 V 472 E.
4.7.2).
Rechtsprechungsgemäss
sind im Rahmen des DAP-Systems, bei dem aufgrund der ärztlichen Zumutbarkeitsbeurteilung anhand von Arbeitsplatzbeschreibun
gen konkrete Verweisungstätigkeiten ermittelt werden, Abzüge grundsätzlich nicht sachgerecht. Abzüge sind nur vorzunehmen, wenn zeitliche oder
leis
tungsmässige
Reduktionen medizinisch begründet sind. Im Übrigen wird spezi
fischen Beeinträchtigungen in der Leistungsfähigkeit bei der Auswahl der zu
mutbaren DAP-Profile Rechnung getragen. Bezüglich der weiteren persönlichen und beruflichen Merkmale (Teilzeitarbeit, Alter, Anzahl Dienstjahre,
Aufent
haltsstatus
), die bei der Anwendung der LSE zu einem Abzug führen können, ist darauf hinzuweisen, dass auf den DAP-Blättern in der Regel nicht nur ein Durchschnittslohn, sondern ein Minimum und ein Maximum angegeben sind,
innerhalb deren Spannbreite auf die konkreten Umstände Rück
sicht genommen werden kann (BGE
139 V 592 E. 7
.3, 129 V 472
E.
4.2.3).
1.5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin be
gründete ihren Entscheid mit dem Untersuchungsbe
richt der
Klinik A._
und der kreisärztlichen Beurteilung
, wonach dem Beschwerdeführer eine angepasste Tätigkeit ganztags zumutbar sei. Ausgehend vom medizinischen Zumutbarkeitsprofil und gestützt auf fünf dokumentierte Arbeitsp
lätze (DAP) ermittelte sie eine Erwerbseinbusse von 16
%
(
Urk.
2 S. 5 ff.)
.
In ihrer Beschwerdeantwort wies sie sodann auf einen Berechnungsfehler und
ein
deswegen
zu tief veranschlagtes
Valideneinkommen
hin
. Dies führe
zu einer Erhöhung des Invaliditätsgrades
auf
gerundet 22
%
(
Urk.
11
Ziff.
32).
2.2
Der Beschwerdeführer
machte dagegen geltend, auf die Berichterstattung der
Klinik A._
und die
kreisärztliche Beurteilung könne nicht abgestellt werden
. Diese stünden mit den
aktuelleren
Abklärungen im
B._
, welche
durch die Invalidenversicherung veranlasst worden seien
,
im
Widerspruch
.
Auch bef
i
nde sich der Beschwerdeführer
nach wie vor in psychiatrischer Be
handlung
. Von dieser Behandlung sei eine
namhafte Verbesserung
zu erwarten. N
achdem
auch
die Eingliederungsmassnahmen der Invalid
enver
s
i
cherung nicht
abgeschlossen seien,
sei
der Berentungszeitpunkt noch nicht eingetreten und weiterhin das Taggeld der Unf
allversicherung auszurichten
. Im Weiteren
be
mängelte
der Beschwerdeführer
die von der Beschwerdegegnerin beige
zogenen DAP-Profile (
Urk.
1 S. 9
ff.).
2.3
Strittig und zu prüfen ist
die Rechtmässigkeit
und der Zeitpunkt
des
Fallabschlus
ses
und
gegeben
en
falls
die Höhe der
dem Beschwerdeführer
zu
stehenden Invalidenrente.
3.
3.1
Die Ärzte des
C._
wiesen im Bericht vom
9. März 2010
auf
die Einlieferung des Beschwerdeführers mit dem Rettungsdienst
am 3. März 2010 hin
und berichteten über die ambulante Behandlung in der chirurgische
n
Notfallabteilung.
Sie hielten fest, der Beschwerdeführer sei
bei Transportarbeiten mittels Elektroschienenfahrzeug mit seinem rechten Bein zwischen die Schienen geraten und habe sich dort an den Querstreben verhakt.
Sie diagnostizierten ein Inversionstrauma am o
beren Sprunggelenk (OSG) rechts und eine Läsion des Li
gamentum
talofib
ulare
anterius
und
posterius
.
Im Lokalstatus verzeichneten
sie
eine de
utliche Schwellung mit Hämatom und
Druckdolenzen
über dem lateralen
und medialen
Malleolus
ohne
Druckdolenzen
über der
Synde
s
mose
und am
Fibulaköpfchen
. Die
OSG
-
Beweglichkeit
sei
schmerzbedi
ngt deutlich einge
schränkt,
die
periphere DMS
(Durchblutung, Motorik
und
Sensibilität)
jedoch
intakt.
Im Röntgenbefund,
Rx
OSG rechts/
ap
seitlich vom 3. März 2010
ersahen sie
keine
ossären
Läsionen
. Sie
hielten
eine Ruhigstellung im Unterschenkelgips für eine Woche
fest
, wobei initial eine schmerzbedingte Gehstockentlastung
notwendig sei und
danach
bei erlaubter Vollbelastung
ein Wechsel auf Soft Cast für sechs Wochen
erfolge
.
Es
wurde eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
bis
17. März 2010
attestiert
(
Urk.
12/4).
3.2
Dr.
med.
D._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie FMH, welcher den Be
schwerdeführer im Auftrag der Beschwerdegegnerin untersuchte,
führte
im Be
richt vom 10. August 2010
aus
, es handle sich um ein schweres Fusstrauma mit sicherlich
einer
Überdehnung und Zerreissung des ganzen
Sprunggelenkappa
rates
sowie wahrscheinlich
einer schweren Kontusion des ganzen Bereichs. Die Frakturen sähen nicht aus wie eine Abreissfraktur des Aussenknöchels
,
sondern eher wie eine Z
ertrümmerung durch Druck. Die
Fi
bulaspitze
sei in diversen Bröseln wi
e
der mit Kallus zusammengefügt.
Seines
Erachtens
müsse
eine spezi
fische Therapie
angegangen werden und er
bitte
,
zur weiteren Beurteilung
ein MRI zu veranlassen. Auf dem Bau sei der Beschwerdeführer so nicht arbeitsfä
hig (
Urk.
12/36).
3.3
Im Bericht des
E._
vom
20. August 2010
beurteilte der zuständige Arzt
eine
Magnetresonanz-Tomographie
(MRT)
des rechten oberen und unteren Sprunggelenkes mit Mittelfuss
. Er
beschrieb
einen Zustand nach
Fibulafraktur
Typ Weber A fünfeinhalb Monate nach Fraktur mit
einem
no
ch ausgeprägten frakturbedingten
Knochenmarködem
(
bone
bruise
) im Bereich der bete
iligten Fragmente. Soweit im
MRT
beurteilbar, best
ehe
eine geringfügige
Dehiszenz
des Frakturspaltes um 2 Millimeter bei ansonsten achsengerechter Stellung. Die Faktur sei noch nicht vollständig knö
chern konsolidiert. Er ver
merkte
einen Zustand nach Läsionen-Ruptur des Ligamentum
deltoideum
, wel
ches verdickt
erscheine und
beschrieb
ein reaktives
residuelles
Knochenmark
ödem
im Bereich des
Malleolus
medialis
und
dort
ein
en winzigen
Kor
t
ikalisde
fekt
am
ligamentären
Ursprung. Ein fleckenförmiges Knochenmarködem best
ehe
am Talus multifokal, ventral im
Calcaneus
, Os
cuneiforme
III
und am
Cuboid
, wobei es sich am ehesten um
residuelle
Knochenmarködeme handle und alleine von der Bildgebung auch ein Morbus
Sudeck
Stadium II nicht auszuschliessen sei. Im Weiteren
ersah
der Arzt
einen Zustand nach inkompletter Läsion-Teilruptur der
Syndesmose
im dorsalen Kompartiment und des Ligamentum
fibulotalare
posterius
mit entsprechender ödematöser Signalalteration der Liga
menta ohne einen vollständigen
ligamentären
Riss. Die übrige
n
Ligamenta ein
schliesslich Ligamentum
interosseum
im Sinus
tarsi
sei
en
ohne Befund,
osteo
chondrale
Läsionen
seien
nicht vorhanden
und
auch der
Mittelfuss
sei
ohne Befund (
Urk.
12/39).
3.4
Im Austrittsbericht der
Klinik F._
vom 1. September 2010
wiesen die Ärzte
auf
die am
selben Tag durchgeführt
e
Osteotomie und offene Reposition und Osteosynthese mittels
Drahtcerclage
hin
bei
Diagnose einer
Malunion
einer Weber A Fraktur bei konservativer Therapie.
Postoperativ verzeichneten sie
ei
nen unauffälligen Verlauf und die Entlassung bei einer Mobilisation mit 15 kg Teilbelastung. Sie attestierten eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
vom 31. Au
gust 2010 bis 28. Oktober 2010 (
Urk.
12/51).
3.5
A
m 17. November 2010
berichteten
die
Ärzte
der
Klinik F._
, aufgrund des Sprechstundenbericht
s
vom 28. Oktober 2010 bestünden Hinweise auf
ein
CRPS (
Complex
Regional
Pain
Syndrom), weswegen mit einer adäquaten Thera
pie begonnen worden sei. Bei einigermassen komplikationslosem Verlauf
sollte der Beschwerdeführer mittlerweile voll belaste
n
können. Ein Aufenthalt in der Rehaklinik wäre aus ihrer Sicht deshalb möglich (
Urk.
12/78
; vgl. auch
Urk.
12/84
).
3.6
Gemäss
Austrittsbericht der
Klinik A._
vom 20. Januar 2011 über den Aufenthalt des Beschwerdeführer
s
vom 15. Dezember 2010 bis 1. Januar 2011
bestand
klinisch an der Diagnose eines CRPS kein Zweifel. In Bezug auf die berufliche
n
und sozialen Auswirkungen
vermerkten
die
befassten
Ärzte
, das
ar
beitsrelevante
Problem sei aktuell ein klinisch ausgeprägtes CRPS, welches im Verlauf erfahrungsgemäss langwierig sei
und
deshalb ü
ber einen
konkreten Wiedereinstieg noch keine Aussage
erfolgen
könn
t
e (
Urk.
12/92 S. 3).
Nach der Entfernung des
O
steosynthesematerials
am 31. Januar 2011 (Urk. 12/105-106) wurde der Beschwerdeführer in der
Klinik A._
am
bulant physiotherapeutisch weiterbehandelt (
Urk.
12/120,
Urk.
12/131-133). Infolge des
protrahierten Heilverlaufs (
Urk.
12/136,
Urk.
12/148) war der Be
schwerdeführer vom 27. April bis 21. Mai 2011 zur Steroidinfiltration und spe
zifischer CRPS-Therapie in der
Klinik F._
hospitalisiert, welche Be
handlungen zu einer leichten Besserung führten (
Urk.
12/149,
Urk.
12/156), so
dass die seitens der Invalidenversicherung im Rahmen der Frühintervention an
geordneten Massnahmen aufgenommen werden konnten (
Urk.
12/164-167,
Urk.
12/192).
3.7
Im Verlaufsbericht der
Klinik F._
vom 29
. September 2011
wiesen
die Ärzte
darauf hin, dass nach einer langsame
n
Besserung der Beschwerden die Symptome wieder etwas zugenommen hätten
(vgl. auch
Urk.
12/178)
. Im Vor
dergrund st
ehe
insbesondere ein relativ ausgeprägtes Abkühlen des rechten Fusses hauptsächlich tagsüber.
Teilweise best
ehe
auch eine vermehrte livide Verfärbung des gesamten Fusses, nicht aber eine eindeutig vermehrte Schwel
lung
,
und auch die Schmerzen hätten eigentlich nicht stark zugenommen. Wei
terhin könne der Beschwerdeführer den rechten Fuss aber nur knapp mit
Soh
lenkontakt
belasten und die Beweglichkeit im Sprunggelenk sei weiterhin sehr stark eingeschränkt.
Die Ärzte
meinten
,
von rein
ossärer
Seite müsste keine Schonung mehr erfolgen
,
und wiesen darauf hin, dass der Beschwerdeführer nochmals darin bestätigt worden sei
,
den rechten Fuss langsam und schrittweise mehr zu belasten (
Urk.
12/185).
Den weiteren Verlaufsberichten der
Klinik F._
ist eine
Schmerzregredi
enz
und eine deutliche Verbesserung des Bewegungsumfanges der Zehen und des Fussgelenkes (Bericht vom 30. September 2011;
Urk.
12/186 S. 1) sowie eine
Regredienz
der klinischen Symptome des CRPS (Bericht vom 30. September 2011,
Urk.
12/187 S. 2) wie auch eine grössere Belastbarkeit (Bericht vom 25. Oktober 2011,
Urk.
12/190) zu entnehmen. Für die angestammte Tätigkeit auf dem Bau bestehe weiterhin eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
(
Urk.
12/186 S. 2).
In der Folge stagnierten die Beschwerden im Fuss und neu wurden Beschwerden im Bereich des rechten Kniegelenks und lumbal erwähnt. Es wurde weiterhin eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bescheinigt (Berichte vom 30. November und 21./29. Dezember 2011 und vom 26. Januar 2012;
Urk.
12/196, Urk. 12/198,
Urk.
12/218).
Nachdem der Beschwerdeführer am 1. Februar 2012 ein Arbeitstraining angetre
ten hatte (
Urk.
12/203-204,
Urk.
12/206),
exazerbierten
die Beschwerden laut Bericht vom 20. April 2014 bei unveränderter Arbeitsunfähigkeit. Auf Empfeh
lung der Rheumatologin (Urk. 12/229) begab sich der Beschwerdeführer in die psychiatrische Behandlung zu
pract
. med.
G._
, Facharzt für Psychiatrie und
Psychotherapie, der am 9. Dezember 2012 eine leichte depressive Episode mit somatischem Syndrom diagnostizierte (
Urk.
12/275/2).
3.8
Kreisarzt
Dr.
med.
H._
, Facharzt für Chirurgie FMH,
hielt
im Untersuchungsbe
richt vom 8. Juni 2012
fest
, beim Beschwerdeführer beste
he
seit dem Untersuchungstag eine 50%ige Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt mit folgendem Zumutbarkeitsprofil: Wechselbelas
tende Tätigkei
ten, überwiegend s
itzen
d
, mit der Möglichkeit der Hochlagerung des rechten Beins, ohne das repetitive Gehen auf Treppen, ohne Gehen oder gar Tragen von Lasten auf unebenem Gelände, ohne das Besteigen von Leitern und Gerüsten, ohne hockende, kniende und kauernde Arbeiten. Die vorhandenen Beschwerden im Bereich des rechten Fusses und die damit verbundenen Einschränkungen seien Unfallkausal und ein Endzustand sei noch nicht erreicht
(
Urk.
12/244
S. 10)
.
3.
9
Die Ärzte der
Klinik F._
erhoben am 24. August 2012 wieder eine
Schmerzexazerbation
und äusserten den Verdacht auf eine
Plantarfasziitis
(Urk. 12/265), der sich nach Lage der Akten offenbar nicht erhärtete, denn da
von war in der Folge keine Rede mehr. Wegen des Kälteeinbruchs kam es ge
mäss Bericht vom 13. Dezember 2012 zu einem Rückschlag bei hartnäckigem CRPS I des rechten Fusses, weswegen eine stationäre Behandlung ins Auge ge
fasst (Urk. 12/277,
Urk.
12/279) und am 16. Januar 2013 die laufenden
Integra
tionsmassnahmen
abgebrochen wurden (
Urk.
12/289).
In einem weiteren Bericht der
Klinik F._
v
om 6. März 2013 wurde
auf die Verlaufskontrolle zur Besprechung der
Osteodensitometrie
bei
Tibiapla
teaufraktur
rechts nach Sturz am 14. Januar 2013
(vgl.
Urk.
12/287)
und ausge
prägter Osteoporose des Unterschenkels hin
gewiesen
. In der Beurteilung ver
merkten
die Ärzte
unauffällige Resultate der
Osteodensitometrie
. Die Osteopo
rose sei lediglich lokal aufgrund der Schonung der rechten unteren Extremität bei CRPS bedingt.
Das
rechte K
nie sei
weiterhin geschwollen, überwä
rmt und schmerzhaft mit Erguss und
Druckdolenz
en
bestünden
im Bereich der proxima
len Tibia
medialbetont
und weniger im Bereich der
Poplitea
. Die Extension sei uneingeschränkt und die Flexion endständig schmerzhaft eingeschränkt (
Urk.
12/309)
3.
10
Im Austrittsbericht der
Klinik A._
vom 25. Juli 2013 über den Aufent
halt des Beschwerdeführer
s
vom 19. Juni bis 24. Juli 2013
legten
die Ärzte
dar
, im Rahmen der stationären Rehabilitation habe keine namhafte Verbesserung der Beschwerden erzielt werden können. We
itere physiotherapeutische
Mass
nahmen seien nicht vorgesehen. Sie
würden
ein selbständiges Training in einem
Fitnesscenter gemäss den Instruktionen in ihrem Trainingsprogramm und eine Fortsetzung des instruierten Heimprogramms
empfehlen
.
D
ie berufliche Tätig
keit
als Schweisser (Grundbau)
erachteten sie als
un
zumutbar und die Anforde
rungen
als
zu hoch, da dies eine schwere, vorwiegend gehend und stehend
aus
zuübende
Tätigkeit sei. Eine sehr leichte Arbeit sei ganztags zumutbar
,
wobei die Ärzte
folgende
Einschränkungen
aufführten: W
echselbelastend
e
Tätigkeiten,
überwiegend im Sitze
n
, ohne repetitives Gehen
auf Treppen, ohne Gehen oder gar Tragen von Lasten auf unebenem Gelände, ohne Bes
teigen von Leitern und Gerüsten
, ohne hockende, kniende und kauernde Arbeit
(
Urk.
12/330 S.
3
f.).
Unter
H
inweis auf
das
psychosomatische
Konsilium vom 20. Juni 2013
wurde
n
im Bericht vom 25
.
Juli 2013 eine
m
ittelgradige bis schwere depressive Episode
n
mit starken psychovegetativen Erregungszuständen
(
ICD-10 F32.1/F.32.2
),
ein Status nach
S
uizidversuch im Januar 2013, ein Verdacht auf eine kombinierte Persönlichkeitsstörung (emotional-instabil, zwanghaft perfektionistisch
;
ICD-10 F61.0
),
eine somatoforme Mitbeteiligung im Schmerzgeschehen
(
ICD-10 F45.4
),
eine Deprivation und Traumatisierung in der Kindheit und Jugen
d
(
ICD-10
Z61.6/Z62.4
)
und eine psychosoziale Belastungssituation (im Ausland lebender Sohn, Arbeitslosigkeit)
diagnostiziert. Es wurde darauf hingewiesen, dass nach Austritt eine engmaschige und intensive psychotherape
utische Unterstützung sowie ein
strukturgebendes Tagesprogramm indiziert seien. Es sei davon auszu
gehen, dass der
Beschwerdeführer ohne eine eng
m
a
schige Betreuung nicht in der Lage sein werde, sich beruflich oder ausbildungsmässig selbständig zu in
tegrieren. Die festgestellte psychische Störung begründe eine schwere
arbeitsre
levante
Leistungsminderung (
Urk.
12/331
)
.
Die Ärzte der
Klinik F._
schilderten am 3. September 2013 einen protra
hierten Verlauf bei komplexer Gesamtsituation mit eingeschränkter Belastbar
keit des rechten Fusses nach - nicht mehr
floriden
- CRPS I, mitbedingt durch die psychische Situation und die schmerzbedingte Immobilität nach
Tibiapla
teaufraktur
am 14. Januar 2013. Eine Verbesserung der Belastbarkeit sei wahr
scheinlich, aber keine vollständige
Regredienz
der Symptome. Betreffend die Arbeitsfähigkeit bestätigten sie die im Austrittsbericht der
Klinik A._
beschriebene Zumutbarkeit (
Urk.
12/345). An dieser Beurteilung änderte sich nichts Wesentliches nach einer Berufsabklärung in der BEFAS im
B._
(
Urk.
12/370 und E. 3.12).
3.1
1
Im
kreisärztlichen Untersuchung
sbericht
vom 4. Februar 2014 vermerkte
Dr.
H._
,
beim Beschwerdeführer beste
he
ab dem Untersuchungstag wieder eine volle Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt mit dem im
Aus
trittsbericht
der
Klinik A._
vom 25. Juli 2013
definierten
Belastungs
profil
. Die jetzt noch vorhandenen Beschwerden mit der damit verbundenen Einschränkung der Leistungsfähigkeit seien kausal zum Unfall vom 3. März 2010. Der Unfall aus dem Jahr 2013 mit Verletzung des rechten
Schienbein
kopfes
sei reizlos abgeheilt. Der Endzustand sei erreicht und von weiteren Be
handlungen könne keine Verbesserung mehr erwartet werden (
Urk.
12/
371
S. 13 f.).
3.1
2
Im Schlussbericht
über die
bi
-
disziplinäre BEFAS
im
B._
vom 21. Februar 2014
berichteten die Ärzte über
den
Aufenthalt des Beschwerdeführer
s
vom
6. Januar bis 31. Januar 2014
. Aus
allgemeinärztlicher Sicht
hielten sie fest, dass
das chronische therapieresistente Schmerzsyndrom des rechten Fusses nach Quetschtrauma, Osteosynthese und konsekutivem CRPS auch während der BEFAS dominiert und den motivierten und kooperativen Beschwerdeführer im Verlaufe erheblich gestört
h
ab
e
.
Auch sitzende, Fussgelenk
entlastende Arbeiten seien dadurch betroffen gewesen, indem
sich
nach kurzer Zeit in gleicher Posi
tion die Schmerzen gesteigert und zu Positionswechsel
n
und Hochlagern ge
zwungen hätten. Die Benützung der Gehstöcke auch für kleiner
e
Transfers
habe
Arbeitsabläufe
verzögert und das Mitnehmen von Arbeitsgegenständen behin
dert. Es sei zu hoffen, dass in der Schmerzbehandlung noch Erfolge zu erzielen seien. Zum jetzigen Zeitpunkt könne
die vom Kreisar
zt geforderte
50
%
Ar
beitsleistung bei 75
%
Anwesenhe
it nicht übertroffen werden. Aus psychiatri
scher Sicht
wiesen die Ärzte darauf hin, dass die depressiven Einbrüche mit all ihren Folgen
,
Symptome
n und
der Suizidversuch mit hoher Wahrscheinlichkeit ohne den Unfall nicht aufgetreten und auch die akzentuierten
Persönlichkeits
züge
ohne Unfall kein inv
a
lidisierendes Leiden begründet hätte
n. Die Ärzte
hielten
in diesem Zusammenhang eine
Weiterführung
der bisherigen
psycho
pharmakologischen
Unterstützung
und regelmässige, stützende psychothera
peutische Sitzungen zur Bewältigung der widrigen Lebensumstände
hin
, die je
derzeit das Potenzial für e
ine erneute Dekompensation b
iete
, für indiziert
,
wobei wahrscheinlich eine 14-tägige Frequenz ausreiche, mit der Möglichkeit bei Kri
sen rascher intervenieren zu können (
Urk.
12/389 S. 8 f.)
.
3.1
3
Pract
. med.
G._
diagnostizierte
im Bericht vom
8. März 2014 einen
Status nach schwerer posttraumatischer Belastungsstörung mit reaktiver Depression und Ängsten gemischt
, zurzeit kompensiert. Der Beschwerdeführer habe nach einer Behandlungspa
use und einer gewissen Erholung
die Behandlung
bezie
hungsweise
die
Gespräche ab dem 27. August 2013
erneut
und
wieder
regel
mässig aufgenommen mit einer Sitzungsfrequenz von ca. ein bis zweimal mo
natlich. In den handschriftlichen Ergänzungen hielt der Arzt fest, im aktuellen Zustand sei der Beschwerdeführer frei von jeglichen
psychischen Problemen
;
d
ies
h
ei
sse
keine Symptome einer Depression, keine Ängste und keine Psycho
pharmaka
. Durch die Überforderung in seiner Situation nach dem Unfall und da
der Beschwerdeführer
die de
utsche Sprache nicht beherrsche
, bräuchte
er
gele
gentlich eine
supportive
Psychotherapie
,
um weiterhin die M
otivation zum Ler
nen aufrecht
erhalten
zu können
(
Urk.
12/401).
3.1
4
Kreisarzt
Dr.
med.
I._
, Facharzt FMH für
Psychiatrie und Psychotherapie,
ging
im Bericht vom 16. April 2014 aufgrund der Unterlagen davon aus, dass sich das Zustandsbild in psychiatrischer Hinsicht weitgehend stabilisiert habe.
E
ine psychiatrische Behandlung mit
supportiven
Gesprächen
dürfte
einem Erhalt des Erreichten diene
n
und einer Verschlechterung entgegenwirken. Eine namhafte Besserung mit einer aus der Behandlung resultierenden wesentlichen Steigerung der Leistungsfähigkeit sei dagegen nicht zu erwarten. Aus rein psychiatrischer Sicht bestünden keine Einschränkungen der Leistungsfähigkeit in einer ange
passten
Tätigkeit.
P
sychiatrischer
seits
sei der
Fallabschluss zu empfehlen (
Urk.
12/404 S. 14).
4.
4.1
Vorwegzuschicken ist, dass aufgrund der medizinischen Aktenlage keine Therapieoptionen vorgeschlagen wurden, die eine namhafte Verbesserung (Art. 19
Abs.
1 UVG) der Beschwerdesituation
beziehungsweise der Arbeitsfähigkeit (BGE 134 V 109 E. 4.3)
erwarten lassen.
Die
im Bericht
der BEFAS
B._
formulierte
psychotherapeutische
Behandlung
zur Bewältigung
von
widrigen Leben
sum
stände
n
mit einer 14-tägigen Sitzungsf
requenz
(E. 3.12)
vermögen
die Voraus
setzungen nicht
zu erfüllen, dient
e
diese Behandlung
doch einer Verhinderung einer erneuten ps
ychischen Dekompensation und damit der
Aufrechterhaltung des e
rre
ichten
Zustandes
(E. 3.14 hiervor
)
. Sodann weist s
elbst der behandelnde Psychiater
dr
auf hin
, dass sich die psychische Symptomatik
wieder
soweit sta
bilisiert ha
t
, dass
keine Symptome einer Depression oder Ängste mehr vorhan
den
sind
und
die p
sychopharmakologische Behandlung
aus
gesetzt
wurde
(E. 3.13).
Aus der medizinischen Aktenlage ergeben sich auch keine
Therapieoptio
nen
zur
Verbesserung der so
matischen Beschwerdesymptomatik. So wurde b
e
reits anlässlich der stationären Rehabilitation in der
Klinik A._
festge
halten, dass
keine Verbesserung mehr
erzielt werde
n
konnte
,
so dass
von wei
teren physiotherapeutischen Massnahmen abgesehen
wurde
und
lediglich
noch ein Training im Fitnesscenter und
die
Fortsetzung des instruierten
Heimpro
gram
m
s
vorgeschlagen werden konnte
(E. 3.9).
Mangels gegenteiliger Anhalts
punkte ist
somit
davon auszugehen, dass der Endzustand im Zeitpunkt der Leistungseinstellung durch die Beschwerdegegnerin, jedenfalls
per Ende Juni 2014
,
erreicht war.
4.2
Aktenkundig sind i
m Zeitpunkt des
Erlasses des
angefochtenen
Einspracheent
scheides
bevorstehende Eingliederungsbemühungen der Invalidenversicherung (IV)
.
D
ie IV
sprach
dem Beschwerdeführer unter
anderem
ein
en
Arbeitsversuch
vom 25. August 2014 bis 2
0
.
Februar 2015 (
Urk.
12/431)
zu
und verlä
n
gerte diese Massnahme bis 2
2.
Mai 2015 (
Urk.
12/440).
Der Beschwerdeführer rügt
e
,
damit sei der Berentungszeitpunkt noch nicht eingetreten (
Urk.
1
Ziff.
17 f.).
Sind die Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung noch nicht abge
schlossen, so hindert dies den Fallabschluss
beziehungsweise die Einstel
lung der vorübergehenden Leistungen rechtsprechungsgemäss (E. 1.2)
nicht
, wenn die Eingliederungsmassnahmen – wie hier – wegen den auf den Unfall zurückführenden Gesundheitsschäden erforderlich sind
. Zur endgültigen Schät
zung der Invalidität gemäss Art. 18
Abs.
2 UVG
fehlt
es
diesfalls
an
ein
em we
sentlichen Element, weshalb in
diesen Konstellationen nicht eine Invalidenrente
,
so
ndern eine Übergangsrente nach
Art. 30 UVV
gewährt wird.
Die
Übergangs
rente
ist (vorläufiges) Surrogat der allenfalls folgenden (definitiven) Inval
iden
rente nach Art. 18 ff. UVG (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_304/2008 vom
1.
April 2009 E.
3.1.2
und E. 3.2.2
).
Die
Zusprache
einer
Übergangsrente
mit Wirkung
ab
1.
Juli 2014
ist somit
nicht zu beanstanden.
5.
5.1
Im Hinblick auf
den Anspruch auf Übergangsrente
ist
im Weiteren
zu prüfen, wie sich die Unfallfolgen auf das berufliche Leistungsvermögen des Beschwer
deführers auswirken. Es steht aufgrund der
insoweit vollumfänglich überein
stimmenden
medizinischen Akten fest und ist unbestritten, dass
der Beschwer
deführer
seit dem Unfall vom
3.
März 2010
von Seiten des rechten
Fusses
da
hingehend eingeschränkt ist, dass für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als
Tun
nelbauer
keine verwertbare
Einsatzfähigkeit mehr besteht.
5.2
Strittig und zu prüfen ist dagegen, ob und in welchem Umfang der Beschwerde
führer in einer angepassten Tätigkeit arbeits- beziehungsweise leistungsfähig ist.
In Bezug auf die Belastbarkeit des rechten Fusses wiesen die
behandelnden
Ärzte, namentlich die Ärzte der
Klinik F._
,
bereits im September 2011
darauf
hin,
dass
sich eine
Schonung
des betroffenen Fusses
aus
ossärer
Sicht nicht
mehr
begründen lässt (E. 3.7 hiervor).
Bewegungseinschränkungen
im Bereich des rechten Knies aufgrund
d
es zwischenzeitlich eingetretene
n
Zweiter
eigni
s
s
es
am
1
4.
Januar 2013
begründeten
die Ärzte der
Klinik F._
be
reits
im März 2013
einzig noch mit
Schmerzangaben im
endständigen
Flexi
on
sbereich
bei im Übrigen uneinge
schränkter Beweglichkeit (E. 3.10
)
.
Nachvoll
ziehbar ist in dieser Hinsicht, d
ass
nach
dem
mehrwöchigen Aufenthalt in der
Klinik A._
(E. 3.
10
)
im Juni/Juli 2013
m
it Mobilisation des rechten OSG/
Fuss
es
,
dem
Aufbau der axialen Belastung des rechten Beins mit
Geh
schulung
sowie der Erarbeitung verschiedener
Copingstrategien
(
Urk.
12/330
S. 4),
und nach Abklingen des CRPS (E. 3.10)
der Kreisarzt
Dr.
H._
nach einer eigenen Untersuchung
im Februar 2014
aus somatischer Sicht
eine adaptierte Tätigkeit ganztags für zumutbar erachtete und hierbei auf
das
Belastungsprofil der
Klinik A._
abstellte
(E. 3.1
1
).
Ke
in
Zweifel an dieser fachärztlichen Beurteilung lässt
de
r
Schlussbericht über die bi-disziplinäre BEFAS im
B._
(
Urk.
12/389)
aufkommen
.
Im Fokus
dieser Abklärungen standen das Eru
ieren
berufliche
r
Ressourcen und
die Erprobung
mögliche
r
Arbeitsbe
reiche
(S. 2 oben)
, wobei neben der Bildung und dem intellektuellen Vermögen
des
Be
schwerdeführers
massgebend
auf dessen subjektive Eigenangaben und
Leis
tungsbereitschaft
abgestellt wurde
.
Eine
über das Festhalten von
Eintrittsbefun
d
en
(
S. 12 f.) hinausgehende
Untersuchung
mit
Erhebung
en
von
objektiv
en B
efunde
n
zur Beurteilung
der
Restarbeitsfähigkeit und Kausalität
war demge
genüber nicht Bestandteil der Untersuchung
und hat auch nicht stattgefunden
.
Somit
lassen sich auch keine
Rückschlüsse zur objektiv zumutbaren
Restar
beitsfäh
igkeit
aus der
in diesem Bericht festgehaltenen
allgemein
ärztlichen Stellungnahme
ziehen
,
wonach
d
ie vom Kreisarzt geforderte 50%ige Arbeits
leistung bei 75%iger
Anwesenheit nicht übertroffen werden
könne
(vg
l.
Urk.
12/389 S. 8)
.
Diese kreisärztliche Einschätzung war in jenem Zeitpunkt gar nicht mehr aktuell, was den Experten der BEFAS
B._
offenbar ebenso unbekannt war wie die übrigen
Vorakten
, mit denen sie sich nicht auseinan
dersetzten.
Aus d
iesem
Bericht
ergibt sich auch
kein Widerspruch
in Bezug
auf die
Restarbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht (vgl. E 4.1 hiervor).
5.3
Aus dem
Gesagten folgt, dass sich die
kreisärztliche
n
Beurteilung
en von
Dr.
H._
und von
Dr.
I._
zur unfallbedingten funktionellen
Restarbeitsfä
higkeit
des Beschwerdeführers in angepasster Tätigkeit widerspruchslos und schlüssig in di
e medizinische Aktenlage einfügen. Diesen
Beurteilung
en stehen
auch keine
abweichenden
medizinische
n
Einschätzung
en
gegenüber. D
amit
stellen sie
eine
beweiskräftige medizinische Entscheidungsgrundlage
(vg
l. E. 1.5
) dar.
5.4
Der medizinische Sachverhalt ist nach dem Gesagten als in dem Sinne erstellt zu erachten, dass der Beschwerdeführer
aus somatischer Sicht
in einer ange
passten Tätigkeit
vollumfänglich arbeitsfähig
ist. Eine zusätzliche
unfallbe
dingte
Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht
ist in Bezug auf den vorliegend zu beurteilenden
Zeitraum
nicht zu
begründen
.
Da
mit
erübrigt
sich
eine
weitergehende
Adäquanzprüfung
.
Von weiteren
Erhebun
gen
(vgl. zum gestellten Antrag des Beschwerdeführers,
Urk.
1 S. 2) sind keine neuen Erkenntnisse zu erwarten, ist doch der relevante Gesundheitsschade
n am rechten Kniegelenk und am rechten Fuss
hinreichend
abgeklärt
und sind sich die Ärzte bezüglich der objektiven Untersuchungsresultate einig. Damit ist da
rauf zu verzichten (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. BGE 122 V 157 E. 1d mit Hinweisen).
6
.
6
.1
Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen der festgestellten
unfal
l
be
dingten
Arbeitsunfähigkeit
. D
ie Invaliditätsgrad
bemessung
im Falle einer
Über
gangsrente
erfolgt hierbei
mittels der Methode des Einkommensvergleichs,
wo
bei zur
Ermittlung des Inv
alideneinkommens
indessen nur eine zumutbare Tä
tigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage für einen noch nicht eingegliederten
Versicherten in Frage kommt (BGE 116 V 246 E. 3a).
6
.2
6.2.1
Was zunächst die Ermittlung des
Valideneinkommens
anbelangt, ist entschei
dend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen
Rentenbe
ginns
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nöti
genfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen müs
sen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 129 V 222 E. 4.3.1
mit Hinweisen).
6.2.2
Die Beschwerdegegnerin
korrigierte
das
Valideneinkommen
in ihrer
Beschwerde
antwort
(
Urk.
11 S. 13)
mit dem Hinweis auf
einen
Berechnungs
fehler
auf Fr.
70‘106.4
0.
Diese
s
Einkommen ermittelte sie
aufgrund der
Lohnan
gaben
der
Y._
AG
,
wonach der Beschwerdeführer im Jahr 2013 ein
en
monatlichen Bruttolohn von
Fr.
5‘350.-
-
zuzüglich 1
3.
Monatslohn
erzielt hätte
und
passte dieses
Einkommen
der
Nominallohnentwicklung
von O.8
%
im Jahr 2014 (Rentenbeginn per
Ju
l
i
2014)
an.
Vom Beschwerdeführer wird ein
Va
lideneinkommen
von
Fr.
70‘590.--
(13 x
Fr.
5‘430
.--
) geltend gemacht (
Urk.
1 S. 16).
Mit Blick auf die
Angaben d
es Arbeitgebers
,
wonach
ab dem Jahr 2014
vom Beschwerdeführer
ein monatlic
her Bruttolohn von
Fr.
5‘450.--
(
Urk.
12/402 S. 3
zur
Untertagszulage
vgl.
Urk.
12/413)
erzielt worden wäre
, ist das
Validenein
kommen
mit
Fr.
70‘850.--
(13 x
Fr.
5
‘
450
.--
)
festzulegen
.
6.3
6.3.1
Zur Ermittlung des Invalideneinkommens stütz
te sich die Beschwerdegegnerin
auf ihre Dokumentation von Arbeitsplätzen (DAP) und wies die zumutbaren Stellen aufgrund von fünf DAP-Arb
eitsplätzen nach (DAP-Nr. 5487
[
Produkti
onsmitarbeiter
;
Verpacken von Schwämmen], 5617
[
Betriebsmonteur
;
Vormon
tage von Blechteilen zur maschinellen Weiterverarbeitung
],
9957 [Verpacker
;
Abpacken von Teigrollen
],
10478261
[
Produktionsmitarbeiter; Sortieren von Zellen mittels Lesegerät] und 10875
[
Produktionsmitarbeiter
;
Qualitätskontrolle und Verpacken von Schokoladentafeln]
;
Urk.
12
/
412
S.
7
ff.)
hin
.
6.3.2
Insoweit die Beschwerdegegnerin grundsätzlich die Anwendbarkeit der DAP-Zahlen zur Ermittlung des hypothetischen Invalideneinkommens in Frage stellt und deren Aufgabe fordert (
Urk.
1 S. 13), sieht das kantonale Ger
icht keine Ver
anlassung
,
von der
höchstrichterlich
en
Praxis
abzuweichen
. Die Rechtsprechung knüpft hierbei
die Anwendbarkeit der DAP an vers
chiedene Voraussetzungen, die
den Verfahrensrec
hten des Versicherten
und der Nachvollziehbarkeit der Einkommensermittlung
hinreichend
Rechnung tragen
(vgl. E. 1.4 hiervor)
.
So
dann kann auch nicht a
uf eine rechtsungleiche Behandlung
mit der Begründung
geschlossen werden,
gegenüber der Ermittlung des hypothetischen
Invaliden
einkommens
unter Anwendung der Tabellenwerte gemäss der
Lohnstrukturer
hebung
(LSE) werde bei der Anwendung der DAP kein leidensbedingter Abzug gewährt.
Spezifische Beeinträchtigungen in der Leistungsfähigkeit sind bereits bei der Auswahl der DAP-Profile zu berücksichtigen, weshalb kein Raum für eine zusätzliche Berücksichtigung eines leidensbedingten Abzuges besteht
. Eine
Ungleichbehandlung oder gar Schlechterstellung
gegenüber
der
Ermittlung des hypothetischen Invalideneinkommens unter
Anwendung der Tabellenwerte ge
mäss
den Tabellenwerten der
LSE
ist darin nicht zu erblicken
(vgl. dazu BGE 139 V 592 E. 7.1 und E. 7.3)
.
6.3.3
Dass die Beschwerdegegnerin
zur Ermittlung
des
hypothetischen
Invalidenein
kommen
s
der
bundesgerichtlichen Rechtsprechung
folgend auf DAP-Zahlen abstellte
,
ist
damit
nicht zu beanstanden.
Aufgrund der unfallkausalen Be
schwerden erweist sich eine vollzeitlich
e Tätigkeit als zumutbar (E. 5.4
).
Aus den Belastungsprofilen der ausgewählten Tätigkeiten ergibt sich, dass diese dem medizinischen Anforderungsprofil
(vgl. E. 3.10
hiervor)
entsprechen und
-
so
weit es sich nicht um
rein
s
itzende Tätigkeit handelt
-
,
es sich der Angestellte selber einrichten kann, ob er stehend oder sitzend arbeiten will. Die Auswahl der zumutbaren DAP-Arbeitsplätze ist somit nicht zu beanstanden.
Nachdem die Profile weiter
e
Angaben über die Gesamtzahl der auf Grund der gegebenen Be
hinderung in Frage kommenden dokumentierten Arbeitsplätze, über den Höchst- und den
Tiefstlohn
sowie über den Durchschnittslohn der entsprechen
den Gruppe enthalten, erweist sich das Abstellen auf DAP-Profile als
rechtspre
chungskonform
(BGE 129 V 472).
Eine Vergleichsrechnung für die Berechnung des Invalideneinkommens nach den Löhnen ge
mäss LSE erübrigt sich demnach.
6.4
Aus dem Gesagten ergibt sich, dass das von der Beschwerdegegnerin ermittel
te Invalideneinkommen von
Fr.
55‘015.--
zu bestätigen ist. Angesichts eines
Vali
deneinkommens
von
Fr.
70‘
850
.-- und eines Invalideneinkommens von
Fr.
55‘015.
-- resultiert ein
Invaliditätsgrad von 22.35
%
und damit gerundet
2
2
%
.
In dem Sinne ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen.
7
Bei diesem Ausgang steht dem
anwaltlich vertretenen und
lediglich in Bezug auf die Rentenhöhe
obsiegenden Beschwerdeführer
eine
um die Hälfte
redu
zierte Prozessentschädigung zu, die beim praxisg
emässen Stundenansatz von
Fr.
22
0.-- (zuzüglich Mehrwertst
euer) ermessensweise auf
Fr.
1‘
15
0.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen ist
.