Decision ID: 04654680-9873-47d4-a896-195e3bf320c4
Year: 2012
Language: de
Court: ZH_VG
Chamber: ZH_VG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: public_law

hat sich ergeben:
hat sich ergeben:
I. A. A befindet sich – mit Unterbrüchen – seit rund zwölf Jahren in der Justizvollzugsanstalt (JVA) B im Verwahrungsvollzug. Er beantragte am 9. März 2011 mit dem entsprechenden Antragsformular ein Abonnement der Zeitschrift Macwelt für ein Jahr. Der Schulleiter der JVA B bewilligte diesen Antrag am 10. März 2011, wobei er unter der Rubrik Bemerkungen festhielt, die mitgelieferten Datenträger würden nach den üblichen Bedingungen abgegeben.
B. Mit Schreiben vom 18. März 2011 beschwerte sich A bei der Direktion der JVA B, er habe die der Zeitschrift Macwelt beigelegte CD-Rom nicht erhalten, und beantragte deren Herausgabe. Darauf erläuterte die JVA B A mit interner Mitteilung vom 31. März 2011, weshalb ihm die CD-Rom nicht herausgegeben werden könne und dass der Erwerb privater Computer inklusive Software und Peripheriegeräte nicht mehr bewilligt werde.
II.
Dagegen rekurrierte A mit Eingabe vom 15. Juni 2011 bei der Direktion der Justiz und des Innern (nachfolgend: Justizdirektion) und beantragte im Wesentlichen die Aufhebung des Entscheids gemäss interner Mitteilung vom 31. März 2011 sowie des generellen Verbots des Besitzes eines privaten Computers gemäss PC-Reglement der JVA B; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Staats. Die Justizdirektion wies den Rekurs mit Verfügung vom 10. August 2011 ab, soweit sie darauf eintrat. Zudem verweigerte sie A die unentgeltliche Prozessführung.
III.
Mit Eingabe vom 7. September 2011 wandte sich A dagegen an das Verwaltungsgericht und wiederholte im Wesentlichen seine Rekursanträge; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Staats. Zudem ersuchte er um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung. Die Justizdirektion und das Amt für Justizvollzug beantragten am 20. September bzw. 11. Oktober 2011 die Abweisung der Beschwerde.

Der Einzelrichter erwägt:
Der Einzelrichter erwägt:
1. 1.1 Das Verwaltungsgericht ist gemäss § 41 Abs. 1 in Verbindung mit § 19 Abs. 1 lit. a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Nach § 38b Abs. 1 lit. d Ziff. 2 VRG fällt die Sache in die einzelrichterliche Zuständigkeit.
1.2 Gegenstand eines Rechtsmittelverfahrens kann nur sein, was auch Gegenstand der erstinstanzlichen Verfügung war bzw. nach richtiger Gesetzesauslegung hätte sein sollen (RB 1983 Nr. 5; Alfred Kölz/Jürg Bosshart/Martin Röhl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 2. A., Zürich 1999, § 52 N. 3). Dementsprechend sind lediglich die Verweigerung der Herausgabe der jeweils der Zeitschrift Macwelt beiliegenden CD-Rom und das generelle Verbot des Besitzes privater Computer Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens. Soweit die Beschwerde über diesen Gegenstand hinausgeht, ist auf diese nicht einzutreten.
1.3 Der Beschwerdeführer verlangt generell die Gewährung der allgemeinen Verfahrensgarantien im Rechtsmittelverfahren und insbesondere ein parteiöffentliches, kontradiktorisches faires Verfahren. Er stützt sich dabei auf Art. 29 der Schweizerischen Bundesverfassung sowie auf die §§ 8 und 26 VRG. Daraus ergibt sich jedoch kein zwingender Anspruch auf eine öffentliche Anhörung. Einen Anspruch auf eine mündliche Verhandlung böte zwar § 59 Abs. 1 VRG, worauf sich der Beschwerdeführer indessen nicht beruft. Wenn der Beschwerdeführer aber mit dem Antrag, wonach die allgemeinen Verfahrensgarantien einzuhalten seien, die Durchführung einer mündlichen Verhandlung vor der Rechtsmittelinstanz nach § 59 Abs. 1 VRG beantragt haben sollte, müsste diese zwar im Sinn von Art. 6 Abs. 1 der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) auch öffentlich sein (Jens Meyer-Ladewig, Europäische Menschenrechtskonvention, 2. A., Baden-Baden 2006, Art. 6 N. 66). Allerdings geht es vorliegend weder um eine zivilrechtliche Streitigkeit noch um eine strafrechtliche Anklage, welche die Anwendung von Art. 6 Abs. 1 EMRK voraussetzte (Kölz/Bosshart/Röhl, § 59 N. 5). Entsprechend ist der Antrag auf eine mündliche öffentliche Verhandlung abzuweisen.
1.3 Der Beschwerdeführer verlangt generell die Gewährung der allgemeinen Verfahrensgarantien im Rechtsmittelverfahren und insbesondere ein parteiöffentliches, kontradiktorisches faires Verfahren. Er stützt sich dabei auf Art. 29 der Schweizerischen Bundesverfassung sowie auf die §§ 8 und 26 VRG. Daraus ergibt sich jedoch kein zwingender Anspruch auf eine öffentliche Anhörung. Einen Anspruch auf eine mündliche Verhandlung böte zwar § 59 Abs. 1 VRG, worauf sich der Beschwerdeführer indessen nicht beruft. Wenn der Beschwerdeführer aber mit dem Antrag, wonach die allgemeinen Verfahrensgarantien einzuhalten seien, die Durchführung einer mündlichen Verhandlung vor der Rechtsmittelinstanz nach § 59 Abs. 1 VRG beantragt haben sollte, müsste diese zwar im Sinn von Art. 6 Abs. 1 der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) auch öffentlich sein (Jens Meyer-Ladewig, Europäische Menschenrechtskonvention, 2. A., Baden-Baden 2006, Art. 6 N. 66). Allerdings geht es vorliegend weder um eine zivilrechtliche Streitigkeit noch um eine strafrechtliche Anklage, welche die Anwendung von Art. 6 Abs. 1 EMRK voraussetzte (Kölz/Bosshart/Röhl, § 59 N. 5). Entsprechend ist der Antrag auf eine mündliche öffentliche Verhandlung abzuweisen.
2. 2.1 Der Beschwerdeführer rügt vorab die Verletzung des rechtlichen Gehörs durch die Vorinstanz, indem sie seine Beschwerde in einen Rekurs verwandelt habe, ohne die Klagepunkte zu beachten. Zudem habe er keine rechtsgültige Verfügung der JVA B erhalten, was willkürlich sei. Überdies könne die Rekursinstanz nicht unvoreingenommen sein, wenn der Vorsteher der Justizdirektion das Privat-PC-Reglement genehmigt habe.