Decision ID: edbdd665-f16f-485d-a4a0-24d9b47cf721
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Die 1986
geborene
X._
ist seit Juli 2007
bei der
Y._
tätig und in dieser Eigenschaft
bei der AXA Versicherungen AG (AXA) gegen die Folgen von Unfällen versichert
(Urk. 9/A1).
Ab Oktober 2012 nahm die
Versicherte
aufgrund von Beschwerden am rechten Fuss ärztliche Behandlung in Anspruch (
zuerst
in der
Z._
[
Urk. 9/M8, Urk. 9/M3
], ab
dem 3. Juni 2013 bei Dr. med. A._
, Orthopädische Chirurgie FMH [
Urk. 9/M2
]
). Mit
undatierter
Bagatellunfall
meldung
(bei
der AXA am 29. Juli 2013 eingegangen, Urk. 9/A1,
Urk. 9/
A4
S. 2
)
teilte die
Ver
-
si
cherte der AXA mit, sie habe
a
m
1
4.
August 20
10
an
der
Streetparade
in der Menschenmenge
einen Randstein
übersehen
und sei
mit dem rechten Fuss abgeknickt, wobei
sie
sich
wahrscheinlich die Bänder gezerrt habe. Da sie
nicht realisiert habe, dass
dies ein
Unfall sei und auch von ihrem Arzt nicht darauf hingewiesen worden sei, melde sie dies erst jetzt nach der Konsultation eines Spezialisten. Nach getätigten medizinischen Abklärungen verneinte die AXA
-
g
estützt auf die
medizinische Beurteilung von Dr. med.
B._
, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, beratender Arzt der AXA, vom 20. Dezember 2013 (Urk. 9/M5)
-
m
it Schreiben vom
6
.
Januar 2014
(Urk. 9
/A
2
)
einen
Kausalzusammenhang zwischen den
geklagten
Sprungge
lenksbeschwerden
und dem Ereignis vom 14. August 2010
und
somit
einen Anspruch auf
Le
istungen der Unfallversicherung
. Die Versicherte
erklärte sich da
mit
u
nter Hinweis d
arauf, dass unterdessen eine MRT
-Untersuchung eine Fraktur
zur Darstellung gebracht habe
(Urk. 19/A
3)
, nicht einverstanden, worauf die AXA d
as Leistungsbegehren
mit
Verfügung vom 3. Februar 2014
(Urk. 9/A4)
abwies
. Die Versiche
rte
erhob dagegen
Einsprache (Urk. 9
/A
9
)
.
Daraufhin holte d
ie
AXA eine weitere medizinische Beurteilung bei Dr. med.
C._
, Spezialarz
t
FMH Chirurgie, ebenfalls beratender Arzt der AXA, ein (Stellungnahme v
om 1
2.
August 2014, Urk. 9/M10) und wies die Einsprache m
it Entscheid vom
10. September 2014
ab (Urk. 2).
2.
Dagegen erhob
X._
am
8
.
Oktober 2014
Beschwerde (Urk. 1) und bean
tragte
sinngemäss
die Aufhebung des angefochtenen Entscheides sowie die Ausrichtung de
r gesetzlichen Leistungen
.
Mit Beschwerdeantwort vom 12. Februar 2015 (Urk. 8 unter Beilage ihrer Akten, Urk. 9/A1-A14 und Urk. 9/M1-M11)
schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde. Die Beschwerdeführerin hielt mit Replik vom
31
.
März 2015 (Urk. 12
) an ihren Anträgen fest. Mit Eingabe vom
4
.
Mai 2015 (Urk. 15
) teilte
die Beschwerdegegnerin mit, dass sie auf die Einreichung einer Duplik ver
zichte, was der Beschwerdeführerin am
12
.
Mai 2015
mit
geteilt wurde (Urk. 16
).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Der Unfallversicherer
hielt im Wesentlichen dafür
,
angesichts dessen, dass die erste ärztliche Behandlung erst über zwei Jahre respektive die Unfallmeldung erst beinahe drei Jahre nach dem vermuteten ursächlichen Ereignis erfolgt sei und somit keine Brückensymptome dokumentiert seien, könne nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit nachgewiesen werden, dass
die
geklagten Beschwerden
auf das Ereignis vom 14. August 2010 zurückzu
führen seien
(Urk.
2, Urk.
8)
.
1.2
Die Beschwerdeführerin machte demgegenüber geltend,
seit
sie
am 14. August 2010 über den Randstein gestolpert
und dabei ihr rechter Fuss „umgeknickt“ sei, sei
sie nie mehr
vollständig beschwerdefrei gewesen. Der von Dr.
A._
diag
nostizierte Bruch sei unfallkausal, weshalb die Beschwerdegegnerin
die gesetzli
chen
Leistungen zu erbringen habe
(Urk. 1, Urk. 12).
2.
2.1
Ein Unfall ist gemäss
Art.
4
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (
ATSG
)
die plötzliche, nicht beabsichtigte schädi
gende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschli
chen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesund
heit oder den Tod zur Folge hat.
2.2
Die einzelnen Umstände des Unfallgeschehens sind von der versicherten Person glaubhaft zu machen. Kommt sie dieser For
derung nicht nach, indem sie unvollständige, ungenaue oder widersprüchliche Angaben macht, die das Beste
hen eines unfallmässigen Schadens als unglaubhaft erscheinen las
sen, besteht keine Leistungspflicht des Unfallversicherers. Im Streitfall obliegt es dem Gericht zu beurteilen, ob die einzelnen Voraussetzungen des Unfallbegriffs erfüllt sind. Der Untersuchungsmaxime entsprechend hat es von Amtes wegen
die notwendigen Beweise zu erheben und kann zu diesem Zwecke auch die Parteien heranziehen. Ist aufgrund dieser Massnahmen das Vorliegen eines Unfallereignisses nicht wenigstens mit Wahrscheinlichkeit erstellt
die blosse Möglichkeit genügt nicht
, so hat dieses als unbewiesen zu gelten, was sich zu Lasten der versicherten Person aus
wirkt (BGE 116 V 136 E. 4b, 114 V 298 E. 5b, 111 V 201 E. 6b; RKUV 1990 Nr. U 86 S. 50).
Unter Umständen kann auch der medizinische Befund einen Beweis für ein unfallmässiges Geschehen bilden; er dient jedoch häufig nur als Indiz (
vgl. auch
Rumo-Jungo
, Holzer in:
Murer
/Stauffer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, UVG, 4. Auflage, S. 29 mit Hinweisen auf die Rechtsprechung).
3.
3.1
Die behandelnden Ärzte der
Z._
notierten
nach einer Konsultation
der
Beschwerdeführerin
vom
29. Oktober 2012, es bestünden intermitti
erend Schmerzen am rechten Fuss, wobei sie diesbezüglich vermerk
ten, die Beschwerdeführerin sei i
m August 2009 bei der
Streetparade
mit hohen Absätzen umgeknickt
. Als Diagnose führten sie eine chronische
Tendinopathie
der Achillessehne rechts auf (Urk. 9/M8).
3.2
Bei weiterhin bestehenden Beschwer
den wurde am 28. Februar 2013 in der
Z._
eine Sonographie der Achillessehne beidseits durchgeführt
(Urk. 9/M3)
. Die Ärzte notierten, die Beschwerdeführerin leide seit
dem „Umkippen“ an der
Streetparade
im August 2009
beim Tragen von hohen Schuhen unter rezidivierenden Schmerzen der rechten Achillessehne, wobei die Schmerzen bis in die Hüfte ausstrahlen würden. Die Sonographie brachte
einen unauffälligen Befund zur Darstellung, worauf die Ärzte eine
Tendinopathie
ausschlossen. Sie verordneten bei einer chronischen rezidivierenden
Achillody
nie
rechts weitere
Physiotherapie
.
3.3
Am 3. Juni 2013 konsultierte die
Beschwerdeführerin wegen den Beschwerden am rechten Sprunggelenk
Dr.
A._
(Urk. 9/M2)
.
Dr.
A._
notierte
,
die Beschwerdeführerin
sei
vor drei Jahren
an der
Streetparade
über ein Trottoir gestolpert, wobei sie ein
Supinationstrauma
rechts
erlitten
habe
.
Es sei zu
keine
r
massive
n
Schwellung und
keinem
Hämatom
gekommen
,
jedoch
zu
deutliche
n Beschwerden
. Die erste Arztkontrolle
habe
erst im November 2012 bei den Ärz
ten der
Z._
stattgefunden
. Nach der durchge
führten Sonographie habe man offenbar keine weiteren Abklärungen getätigt respektive
nicht weiter
therapiert. Es bestünden nach wie vor Beschwerden; die Beschwerdeführerin könne keine
hohen Absätze mehr tragen und verspüre auch Schmerzen bei
m A
ufwärtslaufen
.
Bei einer festgeste
llten
Druckdolenz
im Bereich des
a
ntero
-lateralen
o
beren
Sprungelenkes
sowie
dor
so
-lateral im Bereich des fraglichen dorsalen
Impingement
führte Dr.
A._
eine
Lokalin
filtration
dorso
-lateral im
Impingementbereich
durch. Er
empfahl
, eine
Unfall
meldung
vornehmen.
3.4
Mit Behandlungseintrag vom 9
. Juli 2013 vermerkte Dr.
A._
(Urk. 9/M2), er habe zur Verbesserung der Situation Physiotherapie empfohlen, welche wahr
scheinlich ab September 2013 durchgeführt werde. Die Beschwerdeführerin müsse noch den Unfall melden, welcher vor ungefähr drei Jahren
stattgefunden habe
,
wobei
jedoch nie jemand auf die Unfallgenese beziehungsweise die not
wendige Anmeldung hingewiesen habe. Eventuell sei auch eine dorsale
Impin
gement-Operation
mit Ent
fernung des
Processus
posterior
tali
notwendig.
3.
5
Im Behandlungseintrag vom 23. September 2013 notierte
Dr.
A._
Folgendes
(Urk. 9/M4)
:
„W
ird noch Röntgenbilder suchen, der allfälligen Fraktur dorsal wahrscheinlich im rechten? linken? Fuss.“
In der Folge wurde Physiotherapie durchgeführt (Urk. 9/M7). Am 3. Dezember 2013 vermerkte Dr.
A._
(Urk. 9/M4)
, es sei zu keiner
wesentlichen Besserung gekommen und
es bestünden
weiterhin
Probleme dorsal-lateral. Es bestehe nach wie vor der Verdacht auf ein
Impingementsyndrom
. Es werde eine MRI-Unter
suchung durchgeführt.
Der Arzt vermerkte ausserdem, d
ie
Abklärungen der
Beschwerdeführerin
hätten ergeben
, dass
sie
die frühere
Talusfraktur
am linken Fuss
erlitten habe.
3.6
Dr.
A._
verwies in einem weiteren Eintrag
vom
9. Dezember 2013
auf einen Physiotherapierapport, gemäss welchem
ein dorsales
Impingement
bestehe und
vermehrte Arbeit
S
chmerzen
verursache
.
Ausserdem vermerkte er „
Früher Unfall mit 10 Jahren
“
(Urk. 9/M9).
3.7
Das
am
12. Dezember 2013
durchgeführte
MRT des rechten
o
beren Sprunggelen
kes
(Urk. 9/M6) zeigte einen Status nach älterer Fraktur auf Höhe des
Processus
posterior
tali
mit unregelmässiger Randkontur, leichter
sub
chondraler
Sklerosierung
sowie leichtem
subchondralem
Ödem
im Rahmen einer
Pseudarthrose
.
3.8
Dr.
B._
hielt in der Beurteilung der Aktenlage
– wobei darauf hinzuweisen ist, dass er noch nicht im Besitz des MRT vom 12. Dezember 2013 war -
am 20. Dezember 2013 (Urk. 9/M5) dafür,
aufgrund des langen
Intervalles
zwischen dem angeblichen Ereignis und der ersten Arztkonsultation sowie den teils widersprüchlichen beziehungsweise sehr mageren klinischen und bildgebenden
Befunde
n
sei
kein
unfallkausale
s Krankheitsbild
mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit ausgewiesen.
3.9
Dr.
A._
notierte
am 17. Januar 2014
(Urk. 9/M9)
, die Beschwerdeführerin
habe mitgeteilt, sie
könne in der Zwischenzeit praktisch nicht mehr
laufen
, auch nicht mit hohen Schuhen. Sie leide unter Schmerzen dorsal im rechten
o
beren und
u
nteren Sprunggelenk
.
Der Arzt
hielt dafür, die MRT
-Untersuchung erkläre den bisherigen Verlauf
respektive die bisherigen Symptome
.
Aus dieser Per
spektive sei der
Entscheid der
Beschwerdegegnerin, wonach keine
Unfallkausa
lität
vorliege,
noch
unverständlich
er
. Die Vorabklärungen durch andere Ärzte seien etwas unglücklich
gewesen
. Mit der Achillessehne habe das Ereignis offensichtlich recht wenig zu tun
gehabt
. Auf Grund der jetzigen MRT
-Untersu
chung präsentiere sich die Situation deutlich handfester und er hoffe nicht, dass von der
Beschwerdegegnerin
noch an der Unfallkausalität gezweifelt werde.
Schliesslich
hielt Dr.
A._
dafür, dass sich die Situation
durch ein operatives Vorgehen
(
Operation mit Entfernung des
Processus
posterior
tali
)
deutlich
ver
bessern
dürf
t
e, wenn auch nicht
von einer
völlige
n
Restitutio
ausgegangen wer
den könne.
3.10
Dr.
C._
hielt am 12. August 2014
in erneuter Beurteilung der Aktenlage
(Urk. 9/M10) dafür, es bestehe ein Zustand nach Fraktur des
Processus
posterior
tali
mit Ausbildung einer
Pseudarthrose
.
Zur Frage Stellung nehmend
, ob ein Abknicktrauma im Jahr 2009
bzw.
2010 als überwiegend wahrscheinliche Ursa
che für die aktuellen Beschwerden verantwortlich sei, hielt
Dr.
C._
Folgen
des fest: E
in Intervall von
zwei bis drei
J
ahren bis zum Behandlungsbeginn
sei nach einer solchen Fraktur
ungewöhnlich. Trotzdem könne ein natürlicher Kausalzusammenhang nicht ausgeschlossen werden. Nicht jede Fraktur des hinteren Anteils des Talus verursache einen Schmerzzustand, der imperativ nach einer ärztlichen Behandlung rufe. Die Beschwerdeführerin habe angege
ben,
dass initial eine
(recte: keine)
massive Schwellung und Hämatom vorgele
gen habe
, dass aber seit dem Unfallzeitpunkt Beschwerden bestanden hätten. Die Fraktur stehe entweder im Zusammenhang
mit einem früheren Unfall im Alter von
zehn
Jahren
oder mit dem rub
rizierten Ereignis im Jahr 2009 bzw.
201
0.
Es sei auch denkbar, dass die Fraktur mit nachfolgender
Pseudarthrose
auf den Unfall im Kindesalter zurückzuführen sei und dass es anlässlich des rubrizierten Ereignisses
im Jahr 2009 bzw.
2010
zu einer Lockerung der
fibrö
sen
Pseudarthrose
gekommen sei
, wobei eine solche Lockerung progredient mit zunehmenden Beschwerden verbunden sein könne, was die lange Latenz bis zum ersten Arztbesuch erklären würde. Die Lockerung einer solchen allfällig vorbestehenden
Pseudarthrose
würde
einer richtungsgebenden Verschlimme
rung eines Vorzustandes entsprechen
.
Ein Abknicktrauma könne sowohl eine
Fraktur des
Processus
posterior
tali
als auch eine Lockerung einer allfällig dort bereits vorhand
enen
Pseudarthrose
verursachen
(Urk. 9/M10 S. 1)
.
Dr.
C._
hielt
abschliessend
fest, es liege mit Sicherheit eine posttraumatische Situation vor. Falls vorbestehend möglicherweise bereits eine
Pseudarthrose
vorgelegen habe, sei eine Lockerung derselben
als
richtung
sgebende
Verschlimmerung zu interpretieren
(Urk. 9/M10 S. 2)
.
3.11
Nachdem eine Operation am rechten
Fuss
durchgeführt worden war (genaues Datum unbekannt, vgl.
Urk. 1 S. 1,
Urk. 12 sowie Hinweise darauf in Urk. 9/A11) notierte Dr.
A._
a
m 20. Januar 2015
(Urk. 9/M11)
,
es sei
eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorzustand
eingetreten
.
Es bestehe keine wesentliche
Druckdolenz
bei reizloser Narbe.
Die Beschwerdeführerin habe noch Restbeschwerden
, wenn sie in die Hocke gehe
. Die Beschwerdeführe
rin arbeite voll. Es bestehe ein sehr günstiger Verlauf. Kontrolle
n würden
bei Bedarf und
auftretenden
Beschwerden
durchgeführt
. Vorderhand
werde
bei günstigem Verlauf
ein
Abschluss
vorgenommen
.
4.
4.1
Entgegen den Vorbringen der Beschwerdeführerin ist die Beschwerdegegnerin vorliegend zu Recht davon ausgegangen, es sei nicht mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit ausgewiesen, dass die beklagten Beschwerden durch ein am 14. August 2010 erlittenes
Supinationstrauma
verursacht worden seien. Es ist zwar möglich – wie auch Dr.
C._
ausführt (vgl. E. 3.10) – dass ein wie von der Beschwerdeführerin geschilderter
Misstritt
am 14. August 2010 zu einer Fraktur auf Höhe des
Processus
posterior
tali
führte oder es damals zu einer Lockerung einer allfällig vorbestehenden
Pseudarthrose
gekommen ist. Eine blosse Möglichkeit genügt jedoch nicht als Beweis (vgl. E. 2.2). So können
denn – wie die Beschwerdegegnerin zu Recht ausführt – auch andere Umstände zu den geklagten Beschwerden geführt haben, welche den Unfallbegriff bezie
hungsweise den Begriff der unfallähnlichen Körperschädigung nicht erfüllen und somit auch keine Leistungspflicht aus UVG begründen. Ebenso ist nicht auszuschliessen, dass ein Ereignis vor dem 14. August 2010 – insbesondere, bevor die Beschwerdeführerin bei der Beschwerdegegnerin versichert war – zu den geklagten Beschwerden geführt hat. So hielt denn Dr.
C._
dafür, bei einer Lockerung einer fibrösen
Pseudarthose
könne es zu progredienten Beschwerden kommen (E. 3.10).
4.2
Soweit die Beschwerdeführerin vorbringt, ihre Familie, Freunde und Arbeitskolle
gen könnten bestätigen, dass sie seit dem Ereignis vom 1
4.
August 2010 unter ständigen Beschwerden gelitten habe und sie beantragt, diese seien
dazu als Zeugen zu befragen (Urk. 1), ist dieser Antrag abzuweisen. Diese Per
sonen könnten einzig bestätigen, dass die Beschwerdeführerin über Beschwer
den geklagt hätte. Jedoch ist dies nicht ausschlaggebend. Vielmehr müsste ermittelt werden können, ob es anlässlich des
Misstrittes
vom 14. August 2010 zu einem Bruch oder einer richtungsgebenden Verschlimmerung gekommen ist. Angaben dazu werden diese Personen jedoch keine machen können, was die Beschwerdeführerin im Übrigen auch nicht vorbringt. Da diese Personen somit keine sachdienlichen Auskünfte geben können, kann von einer Befragung abgesehen werden.
4.3
Es kann somit nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit
erstellt
werden, dass es am 14. August 2010 zu einem Bruch oder einer
rich
tungsgebenden
Verschlechterung kam. Die Beschwerdegegnerin hat ihre
Leis
tungspflicht
daher zu Recht verneint, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.