Decision ID: eae0feb4-5ea1-4c81-a383-8275d86d21c1
Year: 2017
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ meldete sich am 25. Mai 2004 zum Bezug von Leistungen der
Invalidenversicherung an (IV-act. 1). Die Klinik für orthopädische Chirurgie des
Kantonsspitals St. Gallen berichtete am 26. Mai 2004 (IV-act. 4), die Versicherte leide
an einer rechtskonvexen Thoracalskoliose mit einem lumbalen Gegenschwung. Am 20.
Juni 2006 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, dass sie die Kosten für ein Korsett
(solange dieses getragen werden müsse), für eine Physiotherapie und für die
notwendigen ärztlichen Kontrollen längstens bis zur Vollendung des 20. Altersjahres
der Versicherten übernehmen werde (IV-act. 48). Am 14. Mai 2007 meldete sich die
Versicherte erneut zum Leistungsbezug an (IV-act. 53). Im Auftrag der IV-Stelle
erstattete der orthopädische Chirurg Dr. med. B._ am 9. Juli 2007 ein fachärztliches
Gutachten (IV-act. 69). Er hielt fest, eine Versteifung der Wirbelsäule sei unumgänglich.
Bei einem guten Verlauf werde die Versicherte nach einer Heilungsdauer von etwa
sechs bis zwölf Monaten eine berufliche Ausbildung beginnen können. Am 30. Oktober
2008 berichtete die Klinik für orthopädische Chirurgie des Kantonsspitals St. Gallen (IV-
act. 96), das Operationsergebnis sei sehr zufriedenstellend. Die Versicherte könne nun
eine Berufslehre antreten. Zu empfehlen seien Berufe, in denen keine körperlich
schweren Tätigkeiten verrichtet werden müssten und die kein längeres Stehen
erforderten. Am 19. März 2009 notierte ein Berufsberater der IV-Stelle (IV-act. 104), die
Versicherte habe eine Vorliebe für handwerkliche, praktische Tätigkeiten geäussert.
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Deshalb sei eine zweiwöchige „Schnupperzeit“ im mechanischen Bereich des C._
durchgeführt worden. Angesichts der positiven Erkenntnisse aus dieser
„Schnupperzeit“ werde vom C._ nun die Eignung der Versicherten für einen
metallverarbeitenden Beruf näher abgeklärt, was aus der Sicht des Berufsberaters
vollumfänglich zu unterstützen sei. Die in der Folge im Zeitraum vom 23. März 2009 bis
zum 14. Juni 2009 durchgeführte berufliche Abklärung im C._ (vgl. IV-act. 106) ergab
eine Eignung der Versicherten für die Erlangung des Eidgenössischen Fachzeugnisses
als Produktionsmechaniker (IV-act. 113). Am 10. Juni 2009 teilte die IV-Stelle der
Versicherten mit, dass sie die im Zeitraum vom 15. Juni 2009 bis zum 31. Juli 2012
anfallenden Mehrkosten der Versicherten für die erstmalige berufliche Ausbildung zur
Produktionsmechanikerin übernehmen werde (IV-act. 116). In seinem Schlussbericht
vom 18. Juni 2012 führte der C._ aus (IV-act. 128), die Versicherte sollte in der Lage
sein, die Lehrabschlussprüfung mit einer durchschnittlichen Leistung zu bestehen.
Anschliessend werde sie auf dem freien Arbeitsmarkt ein Monatssalär von etwa 3'600
Franken erzielen können. Am 20. August 2012 teilte die Versicherte dem Berufsberater
der IV-Stelle mit, dass sie die Lehrabschlussprüfung bestanden und den
eidgenössischen Fähigkeitsausweis erlangt hatte (IV-act. 129). Daraufhin wurde die
berufliche Eingliederung abgeschlossen; der Berufsberater notierte, dass die
Versicherte ein Einkommen von 13 × 3'600 Franken sollte erzielen können (IV-act. 130
und 132).
A.b Am 9. April 2013 wurde die Versicherte von ihrer Arbeitgeberin unter Hinweis auf
einen im Februar 2013 erlittenen Unfall zur Früherfassung angemeldet (IV-act. 133). Die
Arbeitgeberin teilte dabei unter anderem mit, dass der Lohn der Versicherten 13 ×
4'400 Franken betrage. Im Früherfassungsgespräch gab die Versicherte an (IV-act.
138), sie sei am 4. Februar 2013 in der Nähe ihrer Wohnung gestürzt. Die Strasse sei
vereist gewesen. Seither sei sie arbeitsunfähig. An sich würde sie gerne weiter als
Mechanikerin arbeiten. Sie befürchte aber, dass diese Tätigkeit ihren Körper
längerfristig zu sehr belasten würde und dass sie sich deshalb beruflich umorientieren
müsse. Am ehesten könne sie sich eine Tätigkeit im sozialen Bereich vorstellen. Die
Eingliederungsverantwortliche forderte die Versicherte auf, sich zum Leistungsbezug
bei der IV-Stelle anzumelden (IV-act. 139). Am 1. Mai 2013 füllte die Versicherte das
entsprechende Formular aus (IV-act. 140). Am 30. Mai 2013 notierte Dr. med. D._
vom IV-internen regionalen ärztlichen Dienst (RAD), die Tätigkeit als Polymechanikerin
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sei der Versicherten längerfristig durchaus zumutbar, wobei allerdings der
angestammte Arbeitsplatz hinsichtlich der Belastung durch das Heben und Tragen von
Lasten nicht den Kriterien an eine ideal leidensadaptierte Tätigkeit entspreche (IV-act.
151). Mit einem Vorbescheid vom 10. Juni 2013 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit,
dass sie auf die Neuanmeldung nicht eintreten werde, da keine relevante Veränderung
des massgebenden Sachverhaltes glaubhaft gemacht worden sei (IV-act. 155).
Nachdem die Versicherte weitere medizinische Berichte eingereicht hatte, hielt der
RAD in einer Würdigung fest, dass die Tätigkeit als Produktionsmechaniker längerfristig
als ungünstig zu qualifizieren sei (IV-act. 161). Mit einer den Vorbescheid vom 10. Juni
2013 „ersetzenden“ Mitteilung vom 7. Oktober 2013 gewährte die IV-Stelle der
Versicherten eine Berufsberatung (IV-act. 162). Ein Eingliederungsverantwortlicher der
IV-Stelle notierte am 12. Dezember 2013 (IV-act. 168), die von der Versicherten
favorisierte Umschulung in den sozialen Bereich müsse „in der Praxis überprüft“ und
„mit den IV-rechtlichen Aspekten abgeglichen“ werden. Die Motivation zu einer
beruflichen Neuorientierung sei spürbar und die Versicherte verfüge über
entsprechende Ressourcen. Im Zeitraum vom 4. März 2014 bis zum 29. Mai 2014 fand
eine berufliche Abklärung durch die Rehaklinik Bellikon statt (IV-act. 178). Diese
berichtete am 27. Mai 2014 (IV-act. 183), ein Praktikum in einer Kindertagesstätte habe
gezeigt, dass eine solche Tätigkeit körperlich zu belastend für die Versicherte wäre.
Diese habe sich deshalb vom sozialen Bereich verabschieden müssen. Die weitere
Evaluation von möglichen Berufen habe ergeben, dass die Tätigkeit als technische
Kauffrau geeignet sei. Der Eingliederungsverantwortliche der IV-Stelle vereinbarte in
der Folge mit der Versicherten eine Umschulung zur technischen Kauffrau (IV-act. 184).
Der Eingliederungsplan sah einen zweimonatigen Vorbereitungskurs, einen einjährigen
Hauptkurs, ein halbjähriges Praktikum, eine halbjährige Prüfungsvorbereitung und die
Erlangung des eidgenössischen Fähigkeitszeugnisses vor. Die Vergütung der Kosten
für die Prüfungsvorbereitung und für die Berufsprüfung war an die Bedingung eines
Notendurchschnitts von mindestens 4,8 im Hauptkurs geknüpft. Das Bildungszentrum
Z._ hatte am 2. Mai 2014 die Durchführung eines Vorbereitungs- und Hauptkurses,
eines Praktikumssemesters sowie einer Vorbereitung auf die eidgenössische
Berufsprüfung offeriert (IV-act. 198). Mit zwei Mitteilungen vom 23. Juni 2014 und vom
30. Oktober 2014 erteilte die IV-Stelle der Versicherten eine entsprechende
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Kostengutsprache für den Vorbereitungs- und für den Hauptkurs (IV-act. 190 und 201).
Die Versicherte begann die entsprechende Ausbildung am 4. August 2014.
A.c Am 9. April 2015 empfahl der Psychiater med. pract. E._ die Beendigung der
aktuellen Umschulung und die Durchführung einer auch den psychischen
Gesundheitsbeeinträchtigungen der Versicherten Rechnung tragenden Umschulung
(IV-act. 206–1 ff.). Zur Begründung führte er aus, die Versicherte leide an einem
Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätssyndrom (ADHS), an einer emotional
instabilen Persönlichkeitsstörung vom Borderline-Typ und an einer rezidivierenden
depressiven Störung, die aber derzeit remittiert sei. Deshalb sollte die Versicherte keine
Tätigkeiten ausüben, bei denen sie rasch abgelenkt werden könne und bei denen sie
während einer längeren Zeit an einer Arbeit „dranbleiben“ müsse, vor allem wenn diese
langweilig sei. Auch sollten Arbeiten mit hohen Anforderungen an die Genauigkeit
vermieden werden. Die Versicherte müsse eine Tätigkeit ausüben, die interessant und
abwechslungsreich sei. Tätigkeiten, bei denen berufsbedingt häufig
zwischenmenschliche Konflikte aufträten, seien ungeeignet. Angesichts der guten
Ausstrahlung und der Umgänglichkeit der Versicherten sei ein Kontakt mit Menschen
aber sinnvoll. Eine Tätigkeit als Sozialpädagogin sei gut vorstellbar. Allerdings müsse
darauf geachtet werden, dass die Versicherte nicht rasch ausgenutzt werde oder sich
zu stark aufopfern müsse. Dieser Eingabe lag ein Bericht des Psychiaters E._ vom
16. März 2015 betreffend sein Erstgespräch mit der Versicherten vom 12. März 2015
bei (IV-act. 206–5 ff.). Dieser Bericht enthielt Hinweise auf regelmässige
Migräneattacken und schwierige soziale Verhältnisse in der Kindheit der Versicherten.
Die RAD-Ärztin Dr. D._ notierte am 22. April 2015 (IV-act. 207), auf den Bericht des
Psychiaters E._ vom 9. April 2015 könne nicht abgestellt werden, da dieser keinen
psychopathologischen Status enthalte. Die Beurteilung sei nicht nachvollziehbar und
nicht plausibel. Aus medizinischer Sicht spreche nichts gegen die Umschulung zur
technischen Kauffrau. Am 9. Oktober 2015 teilte das Bildungszentrum Z._ der IV-
Stelle mit, dass die Versicherte das zweite Semester mit einem nicht zum Antritt an die
eidgenössische Fachprüfung berechtigenden Notendurchschnitt abgeschlossen habe
(IV-act. 211; vgl. IV-act. 208–2). Im November 2015 vereinbarten die Versicherte und
der Eingliederungsverantwortliche der IV-Stelle eine Wiederholung des zweiten
Semesters mit einem internen Abschluss (IV-act. 217). Am 11. Dezember 2015 erteilte
die IV-Stelle eine entsprechende Kostengutsprache (IV-act. 221). Am 13. Februar 2016
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berichtete der Psychiater E._ über eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes
der Versicherten (IV-act. 224). Er empfahl erneut eine Umschulung in einen anderen
Beruf und führte aus, bei der Versicherten habe sich eine depressive Episode
entwickelt. Diese stehe im Zusammenhang mit der laufenden Umschulung zur
technischen Kauffrau, die die Versicherte nicht abschliessen wolle. In einem
Schlussbericht vom 6. April 2016 notierte der Eingliederungsverantwortliche (IV-act.
233), die Versicherte habe einen „zweckmässigen“ internen Ausbildungsabschluss
erlangen können. Aktuell sei sie gemäss einem Attest des Hausarztes zu 70 Prozent
arbeitsfähig. Sie klage über Rückenschmerzen und Migräne. Sie plane, ein Praktikum
und eine „Schnupperlehre“ beim F._ zu absolvieren. Die vom Psychiater E._
empfohlene Umschulung zur Sozialpädagogin sei unverhältnismässig, da diese der
Versicherten die Erzielung eines deutlich höheren Erwerbseinkommens ermöglichen
würde. Aus berufsberaterischer Sicht drängten sich keine weiteren Massnahmen auf.
Mit ihrem Ausbildungsabschluss sei die Versicherte in der Lage, ein
Erwerbseinkommen von 13 × 4'500 Franken zu erzielen.
A.d Der RAD hatte allerdings schon am 4. April 2016 die Einholung eines
orthopädisch-psychiatrischen Gutachtens empfohlen (IV-act. 239). Am 11. August 2016
erstattete die medexperts AG ein entsprechendes bidisziplinäres Gutachten (IV-act.
247). Der psychiatrische Sachverständige Dr. med. G._ führte aus, die Versicherte
leide an einer Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung sowie an einer (neu
aufgetretenen) Agoraphobie mit einer Panikstörung. Diese Störungen wirkten sich
allerdings nicht auf die Arbeitsfähigkeit aus. Die Kriterien für die Diagnose einer
depressiven Störung oder einer Persönlichkeitsstörung seien nicht erfüllt. Die Berichte
des behandelnden Psychiaters E._ spiegelten von Beginn weg eine begrenzte
Therapieauslegung wieder. Die Therapie sei nicht auf eine therapeutische Überwindung
der festgestellten Probleme, sondern aus nicht nachvollziehbaren Gründen auf eine
weitere Umschulung ausgelegt gewesen. Die Berichte enthielten diverse spekulative
Ausführungen, aber keine Hinweise darauf, dass die befürchteten Probleme
therapeutisch angegangen worden wären. Die „proaktive Vermeidungshaltung“ und die
Evaluation von geeigneten beruflichen Tätigkeiten „fast nach dem Lustprinzip“ seien
aus gutachterlicher Sicht zu kritisieren. In ähnlicher Weise könnte argumentiert werden,
dass eine Tätigkeit im Sozialbereich angesichts der persönlichen Lebensgeschichte der
Versicherten und dem damit verbundenen möglichen Reaktivierungspotential für
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psychische Belastungen nicht zu empfehlen sei. Eine solche Argumentation liefe aber
auf eine „Schubladisierung“ beziehungsweise Stigmatisierung der Versicherten hinaus.
Aus psychiatrischer Sicht sei die Versicherte jedenfalls sowohl im kaufmännischen als
auch im sozialen Bereich uneingeschränkt arbeitsfähig. Der orthopädische
Sachverständige Dr. med. H._ hielt fest, die Versicherte leide an einem chronischen
intermittierenden Panvertebralsyndrom sowie – ohne Auswirkung auf die
Arbeitsfähigkeit – an einer linksbetonten Knick-Senk-Spreizfussdeformität beidseits.
Die Tätigkeit als Produktionsmechanikerin sei ihr nicht zumutbar. Eine körperlich leichte
und wechselbelastende Tätigkeit, bei der die Versicherte keine Lasten über zehn
Kilogramm heben oder tragen, keine repetitiven Bewegungen ausführen und keine
Zwangshaltungen der Wirbelsäule einnehmen müsse, seien dagegen uneingeschränkt
zumutbar. Da eine kaufmännische Tätigkeit in der Regel langes Sitzen erfordere, könne
eine solche nicht als ideal leidensadaptiert qualifiziert werden. Allerdings stelle sich die
Frage, ob eine kaufmännische Tätigkeit nicht durch Anpassungen des Arbeitsplatzes
besser adaptiert ge¬staltet werden könne. Die RAD-Ärztin Dr. med. I._ notierte am
18. August 2016 (IV-act. 249), das Gutachten der medexperts AG sei überzeugend. Die
Tätigkeit als kaufmännische Angestellte könne der Versicherten uneingeschränkt
zugemutet werden. Am 2. September 2016 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit,
dass sie weder weitere berufliche Massnahmen erbringen noch eine Rente ausrichten
werde (IV-act. 251). Am 21. September 2016 verlangte die Versicherte die Eröffnung
einer beschwerdefähigen Verfügung (IV-act. 255). Diesem Begehren entsprach die IV-
Stelle, indem sie ihren Entscheid vom 2. September 2016 am 6. Oktober 2016 in der
Form einer anfechtbaren Verfügung nochmals eröffnete (IV-act. 256). Das Dispositiv
lautete: „Das Leistungsbegehren um berufliche Massnahmen und Rentenleistungen
wird abgewiesen“.
B.
B.a Am 3. November 2016 liess die nun anwaltlich vertretene Versicherte
(nachfolgend: die Beschwerdeführerin) eine Beschwerde gegen die Verfügung vom 6.
Oktober 2016 erheben (act. G 1). Ihr Rechtsvertreter beantragte die Aufhebung der
angefochtenen Verfügung und die Übernahme der Kosten einer Umschulung zur
Sozialpädagogin sowie eventualiter die Übernahme der Kosten einer Umschulung in
eine körperlich und psychisch leidensangepasste Tätigkeit. Zur Begründung führte er
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aus (act. G 3), dem orthopädischen Teilgutachten von Dr. H._ lasse sich entnehmen,
dass die Tätigkeit im kaufmännischen Bereich nicht ideal leidensadaptiert sei. Die
Beschwerdeführerin sei als technische Kauffrau nicht zu 100 Prozent arbeitsfähig. Der
behandelnde Psychiater E._ habe in einer ausführlichen Stellungnahme aufgezeigt,
dass das psychiatrische Teilgutachten von Dr. G._ nicht überzeugend sei und dass
die Tätigkeit als technische Kauffrau auch aus psychiatrischer Sicht nicht ideal
leidensadaptiert sei. Da die Beschwerdeführerin gemäss den überzeugenden Berichten
der behandelnden Ärzte keine Erwerbstätigkeit im kaufmännischen Bereich ausüben
könne, sei sie invalid im Sinne des Art. 17 IVG. Sie habe folglich einen Anspruch auf
eine Umschulung in eine leidensadaptierte Tätigkeit. Der Eingabe lag unter anderem
eine Stellungnahme des Psychiaters E._ vom 12. Oktober 2016 bei, in der dieser
ausgeführt hatte (act. G 1.1.4), in den vergangenen Jahren habe sich gezeigt, dass die
Beschwerdeführerin wegen des ADHS nicht längerfristig als technische Kauffrau tätig
sein könne. Die Einschränkungen seien typisch für ein ADHS. Das von Dr. G._
abgegebene Attest einer uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit für die Tätigkeit als
technische Kauffrau sei nicht nachvollziehbar und nicht überzeugend. Wenn die
Beschwerdeführerin eine ungeeignete Tätigkeit über längere Zeit verrichten müsste,
würde sie depressiv werden. In einer angepassten Tätigkeit sei eine solche Entwicklung
dagegen unwahrscheinlich.
B.b Die IV-Stelle (nachfolgend: die Beschwerdegegnerin) beantragte am 10. Februar
2017 die Abweisung der Beschwerde (act. G 5). Zur Begründung führte sie an, es
bestehe kein Anlass, an der Zuverlässigkeit des Gutachtens der medexperts AG zu
zweifeln. Der orthopädische Sachverständige habe zwar festgehalten, dass die
Tätigkeit als technische Kauffrau nicht in allen Belangen ideal leidensadaptiert sei. Aber
im kaufmännischen Sektor gebe es zweifellos Arbeitsplätze, die den Anforderungen an
eine ideal leidensadaptierte Tätigkeit aus orthopädischer Sicht gerecht würden („z.B.
Stehpult, flexible Arbeitszeiten, Möglichkeit Pausen zu machen, Möglichkeit
aufzustehen und zu gehen etc.“). Eine weitere Umschulung sei deshalb nicht
notwendig.
B.c Die Beschwerdeführerin liess am 25. April 2017 an ihren Anträgen festhalten (act.
G 10). Zur Begründung führte ihr Rechtsvertreter ergänzend aus, die Umschulung zur
technischen Kauffrau sei entgegen der Behauptung der Beschwerdegegnerin noch gar
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nicht abgeschlossen, denn die Beschwerdeführerin habe nur einen internen, aber nicht
den eidgenössischen Fachausweis erworben. Gemäss zwei Entscheiden des
Versicherungsgerichtes St. Gallen vom 29. Januar 2008 und vom 26. August 2009 sei
eine Umschulung zum technischen Kaufmann erst mit dem Erwerb des
eidgenössischen Fachausweises abgeschlossen. Ohne jenen Fachausweis bemesse
sich der Lohn im unteren Bereich der Funktionsstufe B. Der Eingabe lag eine
Kostennote über 5'616 Franken bei (act. G 10.1).
B.d Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine Duplik (vgl. act. G 12).

Erwägungen
1.
1.1 Die Beschwerdegegnerin hat mit der Beschwerdeführerin gemäss dem
Eingliederungsplan vom 3. Juni 2014 eine Umschulung zur technischen Kauffrau mit
einem eidgenössischen Fähigkeitszeugnis vereinbart. Zur Umsetzung dieser
Zielvereinbarung hat sie ihr am 23. Juni 2014 einen Vorbereitungskurs und am 30.
Oktober 2014 einen Hauptkurs für die Umschulung zur technischen Kauffrau
zugesprochen. Diese Mitteilungen können nur so interpretiert werden, dass der
Beschwerdeführerin eine Umschulung zur technischen Kauffrau mit einem
eidgenössischen Fähigkeitszeugnis zugesprochen worden ist. Es liegt denn auch auf
der Hand, dass eine einjährige schulische Ausbildung zur technischen Kauffrau ohne
ein eidgenössisches Fähigkeitszeugnis nicht qualitativ gleichwertig mit einem
Berufslehrabschluss als Produktionsmechanikerin mit einem eidgenössischen
Fähigkeitszeugnis wäre. Das Erfordernis der Gleichwertigkeit (vgl. dazu UELI MEYER-
BLASER/MARCO REICHMUTH, Rechtsprechung des Bundesgerichtes zum IVG, 3.
Aufl. 2014, Art. 17 N 14 ff., mit zahlreichen Hinweisen) hat also eine Umschulung zur
technischen Kauffrau mit einem eidgenössischen Fähigkeitszeugnis erfordert. Mit ihrer
Weigerung, die Umschulung so lange fortzusetzen, bis sie das eidgenössische
Fähigkeitszeugnis erlangt hat, hat die Beschwerdeführerin den Vollzug der –
mittlerweile verbindlich gewordenen (vgl. UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 3. Aufl.
2015, Art. 51 N 26, mit Hinweisen) – Mitteilungen vom 23. Juni 2014 und vom 30.
Oktober 2014 gehemmt. Darin könnte ein Leistungsverzicht im Sinne des Art. 23 ATSG
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erblickt werden, doch fehlt eine entsprechende schriftliche Verzichtserklärung, die
dafür von Gesetzes wegen erforderlich wäre. Zudem könnte ein solcher Verzicht auch
jederzeit wieder widerrufen werden. Jedenfalls muss nicht erneut über die Umschulung
zur technischen Kauffrau mit einem eidgenössischen Fähigkeitszeugnis entschieden
werden, da diese mit den Mitteilungen vom 23. Juni 2014 und vom 30. Oktober 2014
bereits verbindlich zugesprochen worden ist. Folglich gehört die Frage, ob die
Beschwerdeführerin einen Anspruch auf den Abschluss der Umschulung zur
technischen Kauffrau mit einem eidgenössischen Fähigkeitszeugnis hat, nicht zum
Gegenstand dieses Beschwerdeverfahrens.
1.2 Die Beschwerdeführerin hat schon während der laufenden Umschulung zur
technischen Kauffrau um eine weitere Umschulung zur Sozialpädagogin ersucht. Dabei
hat es sich um ein neues Leistungsbegehren gehandelt, das von der
Beschwerdegegnerin nach dem (einstweiligen) Abschluss der Umschulung zur
technischen Kauffrau in einem separaten Verfahren behandelt worden ist. Bezüglich
des Umschulungsanspruchs bezieht sich die angefochtene Verfügung vom 6. Oktober
2016 folglich nur auf das Begehren der Beschwerdeführerin um eine Umschulung zur
Sozialpädagogin. Mit der angefochtenen Verfügung vom 6. Oktober 2016 hat die
Beschwerdegegnerin allerdings nicht nur dieses neue Leistungsbegehren, sondern
auch das Begehren um die Zusprache einer Rente der Invalidenversicherung
abgewiesen. Die Verfügung vom 6. Oktober 2016 enthält also zwei voneinander
unabhängige Streitgegenstände, nämlich die Umschulung und die Rente. Mit der
vorliegenden Beschwerde hat sich die Beschwerdeführerin nur gegen die Verweigerung
einer Umschulung zur Sozialpädagogin gewendet. Bezüglich der Verweigerung einer
Rente liegt keine Anfechtung vor, weshalb die angefochtene Verfügung vom 6. Oktober
2016 diesbezüglich formell rechtskräftig und damit verbindlich geworden ist. Den
Gegenstand dieses Beschwerdeverfahrens bildet folglich nur die Frage, ob die
Beschwerdeführerin nach dem (einstweiligen) Abschluss der Umschulung zur
technischen Kauffrau mit einem schulinternen Ausweis einen Anspruch auf eine weitere
Umschulung hat.
2.
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2.1 Eine versicherte Person hat laut dem Art. 17 Abs. 1 IVG einen Anspruch auf eine
Umschulung in eine neue Erwerbstätigkeit, wenn eine solche infolge einer Invalidität
notwendig ist und wenn dadurch die Erwerbsfähigkeit voraussichtlich erhalten oder
verbessert werden kann. Eine umschulungsspezifische Invalidität liegt vor, wenn der
erlernte Beruf infolge einer Gesundheitsbeeinträchtigung nicht mehr uneingeschränkt
ausgeübt werden kann. Gemäss der langjährigen konstanten Rechtsprechung des
Bundesgerichtes setzt ein Umschulungsanspruch eine Erwerbseinbusse von etwa 20
Prozent voraus (vgl. UELI MEYER-BLASER/MARCO REICHMUTH, a.a.O., Art. 17 N 3
f., mit zahlreichen Hinweisen).
2.2 Entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin bemisst sich die
umschulungsspezifische – anders als die rentenspezifische – Invalidität nicht anhand
des Ergebnisses eines Einkommensvergleichs gemäss dem Art. 16 ATSG. Hinsichtlich
des Umschulungsanspruchs der Beschwerdeführerin ist also nicht entscheidend, ob
diese als technische Kauffrau mit einem schulinternen Abschluss ein ähnlich hohes
Erwerbseinkommen wie als Produktionsmechanikerin mit einem eidgenössischen
Fachzeugnis erzielen könnte. Massgebend für einen Umschulungsanspruch ist nämlich
nicht, ob die versicherte Person rentenspezifisch invalid ist, sondern vielmehr, ob sie
gesundheitsbedingt in einem relevanten Ausmass (etwa 20 Prozent) bei der Verrichtung
des erlernten Berufs eingeschränkt ist. Ansonsten könnten Berufsleute nur dann einen
Anspruch auf eine Umschulung haben, wenn sie nicht nur im erlernten Beruf, sondern
auch als Hilfsarbeiter eine Erwerbseinbusse von 20 Prozent erleiden würden. Bei einer
uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit für eine ideal leidensadaptierte Hilfsarbeit wäre das
nur der Fall, wenn das Erwerbseinkommen im erlernten Beruf 20 Prozent höher als der
Zentralwert der Hilfsarbeiterlöhne wäre, was verwaltungs- und gerichtsnotorisch für
eine Vielzahl von Berufen nicht zutrifft. Dadurch würde folglich eine Vielzahl von
ausgebildeten Versicherten, die ihren Beruf nicht mehr uneingeschränkt ausüben
können, gezwungen, bis zur ordentlichen Pensionierung eine Hilfsarbeit zu verrichten.
Das kann offensichtlich nicht der Sinn des Art. 17 Abs. 1 IVG sein, zumal damit eine
unerklärliche Schlechterstellung und damit eine unzulässige Ungleichbehandlung der
Personen verbunden wäre, die einen Beruf mit einem tiefen Einkommensniveau erlernt
haben. Vorliegend ist für einen (weiteren) Umschulungsanspruch also nur
entscheidend, in welchem Ausmass die Beschwerdeführerin gesundheitsbedingt bei
der Ausübung des erlernten Berufs als technische Kauffrau beeinträchtigt ist. Beträgt
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der Arbeitsunfähigkeitsgrad mindestens etwa 20 Prozent, hat sie einen Anspruch auf
eine (weitere) Umschulung.
2.3 Der orthopädische Sachverständige Dr. H._ hat überzeugend dargelegt, dass
der Beschwerdeführerin unter Berücksichtigung der Rückenbeschwerden eine
körperlich leichte und wechselbelastende Tätigkeit, bei der die Beschwerdeführerin
keine Lasten über zehn Kilogramm heben oder tragen, keine repetitiven Bewegungen
ausführen und keine Zwangshaltungen der Wirbelsäule einnehmen müsse,
uneingeschränkt zugemutet werden könne. Da eine kaufmännische Tätigkeit in der
Regel langes Sitzen erfordere, könne eine solche nicht als ideal leidensadaptiert
qualifiziert werden. Allerdings stelle sich die Frage, ob eine kaufmännische Tätigkeit
nicht durch Anpassungen des Arbeitsplatzes besser adaptiert gestaltet werden könne.
Daraus lässt sich entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin keine relevante
Arbeitsunfähigkeit für den Beruf als technische Kauffrau ableiten. Im Gegenteil trägt
diese Tätigkeit den von Dr. H._ beschriebenen Anforderungen optimal Rechnung.
Der allgemeine und ausgeglichene Arbeitsmarkt kennt nebst einigen nicht
uneingeschränkt zumutbaren Arbeitsstellen eine breite Auswahl von ideal
leidensadaptierten Tätigkeiten im kaufmännischen Bereich. Selbst ein an sich
ungeeigneter Arbeitsplatz, an dem die Beschwerdeführerin lange ununterbrochen
sitzend tätig sein müsste, liesse sich mit der Abgabe eines Stehpultes problemlos
leidensadaptiert gestalten, so dass keine zusätzlichen Pausen oder eine sonstige
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit notwendig wären. Gründe, die aus somatischer
Sicht gegen eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin als
technische Kauffrau sprechen würden, sind also nicht ersichtlich.
2.4 Der behandelnde Psychiater E._ hat geltend gemacht, der Beschwerdeführerin
seien keine Tätigkeiten zumutbar, bei denen sie rasch abgelenkt werden könne und bei
denen sie während einer längeren Zeit an einer Arbeit „dranbleiben“ müsse, vor allem
wenn diese langweilig sei. Auch sollten Arbeiten mit hohen Anforderungen an die
Genauigkeit vermieden werden. Die Beschwerdeführerin müsse eine Tätigkeit ausüben,
die interessant und abwechslungsreich sei. Tätigkeiten, bei denen berufsbedingt häufig
zwischenmenschliche Konflikte aufträten, seien ungeeignet. Angesichts der guten
Ausstrahlung und der Umgänglichkeit der Beschwerdeführerin sei ein Kontakt mit
Menschen aber sinnvoll. Allerdings müsse darauf geachtet werden, dass die
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Beschwerdeführerin nicht ausgenutzt werde oder sich aufopfern müsse. Weshalb diese
qualitativen Einschränkungen jedwede kaufmännische Tätigkeit verunmöglichen
sollten, ist nicht nachvollziehbar, denn das Tätigkeitsfeld eines kaufmännischen
Angestellten ist breit gefächert und beinhaltet nicht nur Tätigkeiten, bei denen man
ununterbrochen den ganzen Tag alleine vor einem Computer und einem Stapel Papier
sitzt, wie der Psychiater E._ offenbar angenommen hat. Eine kaufmännische Tätigkeit
kann durchaus auch häufige telefonische und persönliche Kontakte zu anderen
Menschen sowie stehend und gehend zu verrichtende Arbeiten beinhalten. Eine
kaufmännische Tätigkeit kann sich zudem aus einer Vielzahl von „kleineren“ Aufträgen
zusammensetzen und folglich ohne Arbeiten auskommen, bei denen man über eine
längere Zeit „dranbleiben“ muss. Auch besonders hohe Anforderungen an die
Genauigkeit werden nicht an allen potentiellen Arbeitsstellen gefordert. Schliesslich
besteht die Gefahr einer Ausnutzung oder einer Aufopferung nicht nur in
kaufmännischen Berufen, da es sich dabei nicht um eine berufsspezifische Gefahr
handelt. Vielmehr ist diese Gefahr abhängig von den sozialen Strukturen am
Arbeitsplatz, weshalb sie in jedem Beruf bestehen kann. Selbst wenn also die vom
behandelnden Psychiater E._ formulierten Anforderungen beachtet werden müssten,
würde der allgemeine und ausgeglichene Arbeitsmarkt genügend Arbeitsstellen im
kaufmännischen Bereich kennen, an denen diesen Anforderungen vollumfänglich
Rechnung getragen werden könnte. Umgekehrt sprechen die vom Psychiater E._
geltend gemachten Einschränkungen – die Vermeidung von zwischenmenschlichen
Konflikten, der Gefahr einer Ausnutzung und der Vermeidung einer Aufopferung –
tendenziell eher gegen eine Tätigkeit im sozialen Bereich als gegen eine Tätigkeit im
kaufmännischen Bereich, denn erfahrungsgemäss bergen soziale Tätigkeiten ein
höheres Risiko von zwischenmenschlichen Konfliktsituationen, der Ausnutzung oder
einer zu starken Aufopferung. Der psychiatrische Sachverständige Dr. G._ hat zudem
auf die Gefahr einer möglichen Reaktivierung von psychischen Beschwerden im
sozialen Arbeitsfeld hingewiesen. Anders als der psychiatrische Sachverständige kann
das Versicherungsgericht nicht umhin, mit diesen „schubladisierenden“ Aspekten zu
operieren, denn für die Sachverhaltswürdigung muss eine plausible Prognose gestellt
werden, für die mögliche Gefahren berücksichtigt werden müssen. Das psychiatrische
Teilgutachten von Dr. G._ enthält zwar keine überzeugende Auseinandersetzung mit
der plausibel erscheinenden Angabe des Psychiaters E._, die Beschwerdeführerin
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werde an einer depressiven Störung erkranken, wenn sie monotone oder langweilige
Tätigkeiten verrichten müsse. Das schadet aber nicht, da entgegen der vom Psychiater
E._ vertretenen Auffassung nicht jede kaufmännische Tätigkeit monoton oder
langweilig ist. Wie oben aufgezeigt worden ist, beinhaltet der breite Fächer von
kaufmännischen Tätigkeiten auf dem allgemeinen und ausgeglichenen Arbeitsmarkt
diverse Arbeitsplätze, die den vom Psychiater E._ geforderten Kriterien an eine ideal
leidensadaptierte Tätigkeit gerecht werden. Folglich besteht kein Grund zur Annahme,
dass die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin als technische Kauffrau aus
psychischen Gründen eingeschränkt sein könnte oder dass mit einer Verschlechterung
des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin gerechnet werden müsste, wenn
diese als technische Kauffrau tätig wäre.
2.5 Damit steht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit fest, dass keine umschulungsspezifische Invalidität vorliegt,
weshalb die Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf eine (weitere) Umschulung hat.
Die angefochtene Verfügung vom 6. Oktober 2016 erweist sich folglich als
rechtmässig, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.
3.
An sich müsste die unterliegende Beschwerdeführerin die Gerichtskosten von 600
Franken bezahlen. Zufolge der Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung wird sie
aber von dieser Pflicht befreit. Der Staat ist zufolge der Bewilligung der unentgeltlichen
Rechtsverbeiständung zu verpflichten, 80 Prozent (vgl. Art. 31 Abs. 3 AnwG) des
notwendigen Vertretungsaufwandes zu entschädigen. Die vom Rechtsvertreter der
Beschwerdeführerin eingereichte Kostennote muss als übersetzt qualifiziert werden,
denn die Vertretung der Beschwerdeführerin hat angesichts des durchschnittlichen
Aktenumfangs und unter Berücksichtigung der isolierten Rechtsfrage, auf die sich das
Verfahren konzentriert hat, objektiv nicht einmal einen durchschnittlichen
Vertretungsaufwand erfordert. Ein wesentlicher Anteil des Aufwandes, den der
Rechtsvertreter betrieben hat, ist nicht gerechtfertigt gewesen, da dieser für die
Vertretung der Beschwerdeführerin nicht erforderlich gewesen ist. Praxisgemäss ist die
Entschädigung deshalb auf 80 Prozent von 2'500 Franken, das heisst auf 2'000
Franken festzusetzen. Sollten es ihre wirtschaftlichen Verhältnisse dereinst gestatten,
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wird die Beschwerdeführerin zur Nachzahlung der Gerichtskosten und zur
Rückerstattung der Entschädigung für die unentgeltliche Rechtsverbeiständung
verpflichtet werden können (Art. 99 Abs. 2 VRP i.V.m. Art. 123 ZPO).