Decision ID: b92e734a-e669-5cd4-b2ca-24e1e7e84b73
Year: 2009
Language: de
Court: SG_VG
Chamber: SG_VG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ X.Y. wohnt zusammen mit ihrer Mutter in deren Haus in B. Sie wurde seit 21. März
2006 vom Sozialamt B. finanziell unterstützt. Sie übt eine Teilzeittätigkeit in einem
Privathaushalt aus. Die entsprechenden Lohnzahlungen wurden jeweils bei der
Ermittlung der finanziellen Sozialhilfe berücksichtigt.
Das Sozialamt B. überprüfte am 3. März 2008 die finanzielle Situation von X.Y. und
forderte sie auf, sämtliche Bankkontoauszüge für die Zeit vom 1. September 2007 bis
29. Februar 2008 einzureichen.
Mit Verfügung vom 30. April 2008 stellte das Sozialamt B. die Unterstützungsleistungen
ab 1. Mai 2008 ein. Zur Begründung wurde ausgeführt, gemäss den Richtlinien der
Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (abgekürzt: SKOS-Richtlinien) werde einer
unterstützten Einzelperson ein Vermögensfreibetrag von Fr. 4'000.-- zugestanden. X.Y.
verfüge über ein aktuelles Barvermögen auf Bankkonti von rund Fr. 10'000.--. Sie habe
daher ab sofort keinen Anspruch auf weitere finanzielle Unterstützung, und zwar bis
zum Zeitpunkt, an dem ihr Barvermögen unter den Freibetrag von Fr. 4'000.-- falle.
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Gegen die Verfügung des Sozialamts erhob X.Y. mit Eingabe vom 14. Mai 2008 Rekurs
und machte geltend, es sei eine neue Beurteilung ihrer finanziellen Lage vorzunehmen.
Ihr Vermögensbestand habe sich aus verschiedenen Gründen bereits wieder reduziert.
Ausserdem handle es sich bei ihrer Erwerbstätigkeit um temporäre Einsätze, die
variieren würden.
Mit Entscheid vom 9. Juni 2008 wies der Gemeinderat B. den Rekurs ab. Zur
Begründung verwies er auf das Barvermögen von mehr als Fr. 10'000.--. Solange die
Rekurrentin über solch hohe Mittel verfüge, könne sie ihren Lebensunterhalt aus
eigener Kraft finanzieren, selbst wenn die Einkünfte Schwankungen unterworfen seien.
Die Rekurrentin habe ihr Vermögen aufgrund ihres Konsumverhaltens innert kürzester
Zeit massiv reduziert. Sie dürfe indes nicht einerseits eigene Mittel für Luxusgüter
einsetzen und anderseits zur Finanzierung der notwendigen Lebenshaltungskosten auf
Sozialhilfe zählen.
B./ Mit Eingabe vom 24. Juni 2008 erhob X.Y. Rekurs, der vom Departement des
Innern mit Entscheid vom 9. Dezember 2008 abgewiesen wurde. Das Departement
erwog, es sei zulässig, von einem sogenannten Schonvermögen bzw. einem
Vermögensfreibetrag von Fr. 4'000.-- auszugehen. Dem Sozialhilfeempfänger solle ein
gewisser Spielraum in seiner wirtschaftlichen Bewegungsfreiheit erhalten bleiben. Aus
den monatlichen Bankauszügen zwischen Ende August 2006 und Ende Mai 2008 sei
ersichtlich, dass sich das Gesamtvermögen bis Ende April 2008 immer deutlich über
Fr. 4'000.-- bewegt habe. Eine markante Vermögensabnahme um Fr. 5'000.-- sei erst
am 25. April 2008 erfolgt. Damals habe X.Y. ein neues Fernsehgerät gekauft und mit
den restlichen Mitteln offenbar ihren Lebensunterhalt im Monat Mai bestritten. Belege
für weitere Anschaffungen lägen keine vor. Dennoch habe das Barvermögen per 3. Juni
2008 immer noch Fr. 5'845.67 betragen. Es handle sich daher nicht lediglich um eine
Momentaufnahme, wenn das Sozialamt davon ausgehe, der Vermögensfreibetrag von
Fr. 4'000.-- sei deutlich überschritten. Vielmehr handle es sich um einen Zustand, der
bis Ende Mai 2008 bereits mindestens 22 Monate angedauert habe. Das
Arbeitspensum von X.Y. betrage im Durchschnitt rund 10 bis 20 %; zudem befinde sie
sich in ungekündigter Stellung. In den Jahren 2006 bis 2007 habe sie je sieben Monate
gearbeitet. In den Monaten April und Mai 2008 habe sie rund Fr. 1'700.-- bzw.
Fr. 1'400.-- erzielt. Das Sozialamt B. sei daher berechtigt gewesen, die
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Sozialhilfeleistungen per 1. Mai 2008 mangels Bedürftigkeit einzustellen. Wenn sich ihr
Vermögen infolge Einstellung der Erwerbstätigkeit bis Frühjahr 2009 gegen Fr. 4'000.--
reduziert habe und sie nach wie vor keine anderen Arbeitseinkünfte erziele, könne sie
beim Sozialamt B. ein neues Gesuch um Ausrichtung von Leistungen stellen. Im
übrigen seien die gerügten Fehler bei der Ermittlung des Bedarfs unbegründet.
C./ Mit Eingabe ihres Rechtsvertreters vom 23. Dezember 2008 erhob X.Y. Beschwerde
beim Verwaltungsgericht mit dem Antrag, der Rekursentscheid vom 9. Dezember 2008
und der Entscheid des Gemeinderates B. vom 9. Juni 2008 seien aufzuheben und es
sei ihr im Rahmen der SKOS-Richtlinien Sozialhilfe rückwirkend ab 1. Mai 2008 zu
gewähren, unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Ausserdem beantragte die
Beschwerdeführerin, es sei ihr für das Beschwerdeverfahren die unentgeltliche
Rechtspflege und Rechtsverbeiständung zu gewähren.
In ihrer Beschwerdeergänzung vom 2. März 2009 hielt die Beschwerdeführerin an ihren
Anträgen fest. Sie macht geltend, der Auffassung der Vorinstanz könne nicht gefolgt
werden; sie sei unangemessen, unverhältnismässig und nicht rechtens. Die
Anschaffung eines Fernsehapparats könne nicht als unnötiger Luxus bezeichnet
werden. Zudem wehre sie sich mit Nachdruck gegen den Vorwurf, sie habe im Hinblick
auf die Begründung bzw. Fortsetzung eines Sozialhilfeanspruchs mutwillig und
unnötigerweise Vermögen veräussert. Es könne nicht angehen, Sozialhilfeleistungen für
die Zukunft (ab 1. Mai 2008) aufgrund des Sachverhalts per Ende Februar 2008
(Kontostand von rund Fr. 10'000.--) einzustellen, der im Zeitpunkt der Wirkung der
Verfügung bereits wieder obsolet gewesen sei. Die tatsächlichen Verhältnisse, die einer
Verfügung zugrunde liegen würden, müssten sinnvollerweise dann vorliegen, bzw.
anhalten, wenn eine Verfügung ihre Wirkung entfalte. Im übrigen gehe das Sozialamt
von einem Zweipersonenhaushalt aus in der selbstverständlichen Annahme, dass ihre
Mutter sowohl hinsichtlich des Grundbetrags als auch hinsichtlich der Wohnkosten für
die andere Hälfte dieser Kosten aufkomme, sie also finanziell unterstütze. In diesem
Fall wäre es nur folgerichtig, den Vermögensfreibetrag für Zweipersonenhaushalte von
Fr. 8'000.-- anzuwenden. Eine Verwandtenunterstützungspflicht bestünde ausserdem
nur dann, wenn die pflichtige Person deutlich mehr als Fr. 10'000.-- pro Monat
verdiene.
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Die Vorinstanz beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 11. März 2009 die Abweisung
der Beschwerde.
Die Politische Gemeinde B. verzichtete auf eine Vernehmlassung und verwies auf den
Entscheid des Gemeinderates vom 9. Juni 2008.
Die Beschwerdeführerin erhielt Gelegenheit, zur Vernehmlassung der Vorinstanz
Stellung zu nehmen. Sie hielt in ihrer Vernehmlassung vom 19. April 2009 an ihren
Anträgen fest.
Die weiteren von den Verfahrensbeteiligten vorgebrachten Ausführungen werden,
soweit wesentlich, in den nachstehenden Erwägungen dargelegt und gewürdigt.

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. Die Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1 des
Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Die
Beschwerdeführerin ist zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 64 Abs. 1 in
Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerdeeingabe vom 23. Dezember 2008
und die Ergänzung vom 2. März 2009 entsprechen zeitlich, formal und inhaltlich den
gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48
Abs. 1 und 2 VRP). Auf die Beschwerde ist einzutreten.
2. Nach Art. 9 des Sozialhilfegesetzes (sGS 381.1, abgekürzt SHG) hat Anspruch auf
finanzielle Sozialhilfe, wer für seinen Lebensunterhalt nicht hinreichend oder nicht
rechtzeitig aus eigenen Mitteln aufkommen kann. Finanzielle Sozialhilfe wird so
bemessen, dass die hilfebedürftige Person die laufenden Bedürfnisse für den
Lebensunterhalt aus eigenen Mitteln decken kann (Art. 11 Abs. 1 SHG).
2.1. In der Praxis richtet sich die Bemessung der finanziellen Sozialhilfe nach den
SKOS-Richtlinien. Diese sind allerdings für die Gemeinde nicht verbindlich.
Insbesondere sind die Gemeinden nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts
befugt, die Ansätze der SKOS-Richtlinien bezüglich einzelner Leistungsansätze zu
modifizieren und gewisse Pauschalen zu unterschreiten (GVP 2001 Nr. 5). Aus Art. 11
SHG lässt sich keine konkrete betragsmässige Höhe der finanziellen Sozialhilfe
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ableiten. Insbesondere ist es auch zulässig, in besonderen Fällen die Ansätze gemäss
SKOS-Richtlinien zu überschreiten. Die politische Gemeinde hat im konkreten
Einzelfall, d.h. im Rahmen der Rechtsanwendung, zu bestimmen, welche Geldleistung
für den notwendigen Lebensunterhalt erforderlich ist.
2.2. In den SKOS-Richtlinien Ziff. E 2.1 wird festgehalten, zur Stärkung der
Eigenverantwortung und zur Förderung des Willens zur Selbsthilfe sei zu Beginn der
Unterstützung oder bei Ablösung einer laufenden Unterstützung einer Person ein
Vermögensfreibetrag zuzugestehen, wobei die Empfehlung für Einzelpersonen auf Fr.
4'000.-- lautet.
2.3. Fest steht, dass die Beschwerdeführerin Anfang März 2006 auf ihren Bankkonti
über ein Guthaben von Fr. 6'376.60 verfügte. Diesen Betrag deklarierte sie gegen-über
der Sozialhilfebehörde. Diese anerkannte den Betrag als Vermögensfreibetrag und
setzte die monatlichen Sozialhilfeleistungen ab 21. März 2006 fest. Aufgrund der
eingereichten monatlichen Kontoauszüge betrug das Guthaben auf den beiden
Bankkonti bis Ende Februar 2008 zwischen rund Fr. 7'500.-- und knapp Fr. 11'000.--.
Bei dieser Sachlage verbietet sich die Annahme, das Sozialamt habe im März 2008
eine Momentaufnahme gemacht und den Sachverhalt unrichtig bzw. ungenügend
festgestellt. Da die Beschwerdeführerin während rund zwei Jahren über flüssige Mittel
im Bereich der genannten Höhe verfügte, die zudem deutlich über dem Freibetrag von
Fr. 4'000.-- lagen, kann die Einstellung der Sozialhilfe ab Mai 2008 nicht als
rechtswidrig bzw. als unverhältnismässig qualifiziert werden. Die Vorinstanz hielt
zudem ausdrücklich fest, beim Absinken der Mittel auf den Freibetrag von Fr. 4'000.--
könne sie ein neues Gesuch um Ausrichtung von Sozialhilfebeiträgen stellen.
2.4. Wie die Beschwerdeführerin zutreffend festhält, sind beim Entscheid über künftige
Sozialhilfeleistungen die finanziellen Verhältnisse im Zeitraum, in dem die Verfügung
wirksam wird, zu berücksichtigen. Wie erwähnt, verfügte die Beschwerdeführerin
während der Zeit, in der sie unterstützt wurde, über flüssige Mittel von mehr als
Fr. 7'500.--. Gegenüber dem Kontostand von Fr. 6'376.60 im Zeitpunkt des erstmaligen
Gesuchs um Sozialhilfe stieg das Guthaben sogar an. Zudem hat die
Beschwerdeführerin erhebliche Auslagen getätigt, nachdem sie vom Sozialamt am
3. März 2008 auf den Vermögensstand hingewiesen wurde. Dies lässt es als
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naheliegend erscheinen, dass sie den vom Sozialamt als zu hoch eingestuften
Vermögensbestand reduzieren wollte. Allerdings geht es nicht an, die
Ersatzanschaffung eines Fernsehgeräts für Fr. 1'224.10 als Luxuskonsum zu
bezeichnen. Es kann der Beschwerdeführerin nicht vorgehalten werden, sie habe im
Hinblick auf die Fortsetzung eines Sozialhilfeanspruchs mutwillig Vermögen entäussert.
Die Beschwerdeführerin lebt mit ihrer Mutter in deren Haus. Daher hat das Sozialamt
zu Recht für die Ermittlung gewisser Lebenshaltungskosten die Ansätze für einen
Zweipersonenhaushalt angewendet. Dies impliziert nicht, dass die Mutter die
Beschwerdeführerin finanziell unterstützt bzw. die Mutter zur Verwandtenunterstützung
verpflichtet wird. Die Anwendung der Ansätze für einen Zweipersonenhaushalt
berücksichtigt ausschliesslich die Tatsache, dass gewisse Lebenshaltungskosten, pro
Person bemessen, in Mehrpersonenhaushalten gegenüber Einpersonenhaushalten
niedriger sind. Daher ist auch der Einwand unbegründet, es sei bei der
Beschwerdeführerin der Vermögensfreibetrag für Zweipersonenhaushalte bzw. ein
Betrag von Fr. 8'000.-- zur Anwendung zu bringen. Fehl geht weiter der Vorwurf der
Beschwerdeführerin, sie werde für ihre Bemühungen um eine sparsame Lebensführung
geradezu bestraft. Das Sozialamt hat sein Ermessen gegenüber der
Beschwerdeführerin grosszügig gehandhabt. Zum einen wurde ihr ein erheblich über
dem Minimum von Fr. 4'000.-- liegender Freibetrag von Fr. 6'376.60 zugestanden. Zum
andern liess das Sozialamt unberücksichtigt, dass der Beschwerdeführerin Mittel für
die Haltung und den Betrieb eines Personenwagens zur Verfügung stehen. Auch wurde
die Mithilfe der Beschwerdeführerin bei der Erwerbstätigkeit der Mutter nicht als eigene
Erwerbstätigkeit qualifiziert, obwohl das Vertragen von Drucksachen in der Regel nicht
unentgeltlich übernommen wird. Zudem wurden beim Einkommen gewisse Freibeträge
nicht an die Sozialhilfeleistungen angerechnet. Unter diesen Umständen kann im
Verhalten des Sozialamts kein Missbrauch und keine Überschreitung des Ermessens
erblickt werden.
Zu berücksichtigen ist allerdings, dass die Beschwerdeführerin mit ihren
Erwerbseinkünften, die zudem saisonabhängig sind, ihre Lebenshaltungskosten
zumindest zeitweise nur zum Teil zu decken vermag. Dies hat zur Folge, dass die
flüssigen Mittel nach der Einstellung der finanziellen Sozialhilfeleistungen nach kurzer
Zeit aufgebraucht sind bzw. das Guthaben auf den Stand des Vermögensfreibetrags
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absinkt. Da die Beschwerdeführerin selbständig und im Sommerhalbjahr regelmässig
Arbeiten in einem Privathaushalt tätigt und dazu auch Material etc. besorgt, muss sie
über einen minimalen finanziellen Spielraum verfügen. Es ist daher nicht zweckmässig,
den Vermögensfreibetrag allzu gering anzusetzen. Der Freibetrag wurde denn auch bei
der erstmaligen Ausrichtung von Sozialhilfe auf über Fr. 6'000.-- belassen.
Das Sozialamt ging davon aus, dass die Beschwerdeführerin ab Frühjahr 2008
teilzeitlich wieder erwerbstätig ist und ihre Einkünfte ab diesem Zeitraum rund
Fr. 300.-- unter dem Existenzminimum liegen, weshalb sie diesen Fehlbetrag über
längere Zeit aus dem angesparten Guthaben decken kann. Diese Feststellung ist
aufgrund der vorliegenden Akten nicht zu beanstanden. Dies bedeutet nicht, dass die
Beschwerdeführerin ihren Lebensunterhalt aus dem Vermögensfreibetrag bestreiten
muss. Im März, April und Mai 2008 erzielte sie Erwerbseinkünfte von 621.65,
Fr. 1'840.65 bzw. Fr. 1'503.45. Damit wird der Grundbedarf (Fr. 1'523.80 per Februar
2009 gemäss der mit der Beschwerdeergänzung eingereichten Verfügung vom 13.
Februar 2009) zumindest ab April 2008 gedeckt. Somit stellte das Sozialamt zutreffend
fest, dass die Beschwerdeführerin ihren Bedarf zumindest während der Zeit, in der sie
ihre Erwerbstätigkeit ausübt, weitgehend aus eigenen Mitteln decken kann. Genaue
Angaben über die Einkünfte und die Vermögensentwicklung während des gesamten
Jahres 2008 machte die Beschwerdeführerin nicht. Die Vorinstanz wies daher in ihrem
Entscheid zutreffend darauf hin, dass die Beschwerdeführerin beim Wegfall der
Erwerbseinkünfte bzw. einem Absinken der flüssigen Mittel auf den Freibetrag erneut
ein Gesuch um Ausrichtung von Leistungen stellen kann. Dies hat sie offenbar getan,
und im Februar 2009 wurden ihr wiederum Leistungen ausgerichtet.
2.5. Zusammenfassend ist aufgrund der vorstehenden Erwägungen festzuhalten, dass
den Sozialhilfebehörden und der Vorinstanz keine fehlerhafte Feststellung des
Sachverhalts und keine Verletzung von Rechtsnormen oder allgemeinen
Rechtsgrundsätzen vorgehalten werden kann, weshalb die Beschwerde als
unbegründet abzuweisen ist.
3. Die Beschwerdeführerin hat ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und
Rechtsverbeiständung gestellt. Diesem Gesuch ist stattzugeben, da die Beschwerde
nicht als geradezu aussichtslos beurteilt werden kann. Nachdem die Beschwerde als
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unbegründet abzuweisen ist, gehen die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens
grundsätzlich zulasten der Beschwerdeführerin (Art. 95 Abs. 1 VRP). Zufolge
Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege trägt indes der Staat die amtlichen
Kosten. Eine Gebühr von Fr. 2'000.-- ist angemessen (Art. 13, Ziff. 622
Gerichtskostentarif, sGS 941.12). Auf die Erhebung ist vorläufig zu verzichten (Art. 99
Abs. 2 VRP in Verbindung mit Art. 288 des Zivilprozessgesetzes, sGS 961.2).
Im weiteren ist der Beschwerdeführerin die unentgeltliche Rechtsverbeiständung zu
gewähren und Rechtsanwalt F. als Rechtsbeistand zu bestimmen. Der Rechtsvertreter
der Beschwerdeführerin hat keine Kostennote eingereicht. Die Entschädigung ist
deshalb nach Ermessen festzusetzen (Art. 6 der Honorarordnung für Rechtsanwälte
und Rechtsagenten, sGS 963.75, abgekürzt HonO). Ein Betrag von Fr. 1'600.-- zuzügl.
MWSt ist angemessen (Art. 22 Abs. 1 lit. b in Verbindung mit Art. 19 HonO und Art. 31
Abs. 3 des Anwaltsgesetzes, sGS 963.70).
Demnach hat das Verwaltungsgericht