Decision ID: a39a1177-5a7c-4236-a295-f1dc682afdd6
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_OG
Chamber: ZH_OG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: civil_law

betreffend Forderung
Berufung gegen ein Urteil des Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren am Bezirksgericht Zürich, 10. Abteilung, vom 17. Juni 2015 (FV150058-L)
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Rechtsbegehren: (Urk. 1 S. 1)
"1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger CHF 17'218.00 für Miete der Monate Juni bis September 2014 (siehe Protokoll BG Meilen vom 30. September 2014) zu bezahlen.
2. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger CHF 6'000.00 für Einrichtungsgegenstände der ehemals gemeinsamen Wohnung zu bezahlen.
3. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger CHF 6'208.35 für die Endreinigungs- / Instandstellungskosten seitens Verwalter der ehemals gemeinsamen Wohnung zu bezahlen.
4. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger CHF 547.00 für die Energie-Schlussrechnung Nr. ... der C._ AG zu bezahlen.
5. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der ."
Urteil des Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren am Bezirksgericht Zürich vom 17. Juni 2015:
(Urk. 18 S. 14 = Urk. 23 S. 14)
1. Die Beklagte wird verpflichtet, dem Kläger Fr. 1'800.– für die Endreinigungs- / Instandstel-
lungskosten sowie Fr. 273.50 für die Energie-Schlussrechnung Nr. ... der C._ AG, so-
mit insgesamt Fr. 2'073.50 zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird die Klage abgewiesen.
2. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf:
Fr. 3'700.– die Barauslagen betragen:
Fr. 315.– Dolmetscher.
3. Die Gerichtskosten werden dem Kläger zu 9/10 und der Beklagten zu 1/10 auferlegt und mit
dem geleisteten Vorschuss des Klägers verrechnet. Ein allfälliger Überschuss wird dem
Kläger zurückerstattet.
4. Die Beklagte wird verpflichtet, dem Kläger eine Umtriebsentschädigung von Fr. 100.– (inkl.
Anteil an den Kosten des Schlichtungsverfahrens) zu bezahlen. Zudem hat sie dem Kläger
den Kostenvorschuss im Umfang der ihr auferlegten Gerichtskosten (d.h. Fr. 400.–) zu er-
setzen.
5. (Schriftliche Mitteilung).
6. (Rechtsmittelbelehrung: Berufung, Frist 30 Tage).
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Berufungsanträge:
des Berufungsklägers (Urk. 22 S. 1 ff., sinngemäss):
Die Klage sei vollumfänglich gutzuheissen, unter Kostenfolge zu Lasten der .

Erwägungen:
1. Die Parteien standen von März 2011 bis im Mai 2013 (nach Darstellung des Klägers, wobei der Zeitpunkt des Beziehungsendes umstritten ist) in einer
Beziehung. Im Laufe dieser Beziehung schloss der Kläger und Berufungskläger
(fortan Kläger) am 21. Dezember 2012 einen Mietvertrag für eine
5.5-Zimmerwohnung an der D._-strasse ... in E._ auf den 1. Februar
2013 ab (Urk. 3/4). Am 12. April 2013 trat die Beklagte und Berufungsbeklagte
(fortan Beklagte) per 1. Mai 2013 als Solidarhafterin in den Mietvertrag ein
(Urk. 3/3). Nach Darstellung des Klägers sollte dieses Vorgehen die Beziehung
retten. Obschon diese in der Folge nach Darstellung des Klägers anfangs Mai
2013 in die Brüche ging, blieb die Beklagte weiterhin als Mietpartei im Mietvertrag.
Schliesslich zog die Beklagte im August 2013 mit ihrer Tochter in die Wohnung an
der D._-strasse ... in E._, so dass der Kläger im September 2013 eine
neue Unterkunft bezog. Die Beklagte bezahlte daraufhin unbestrittenermassen die
gesamte Miete für die Monate August 2013 bis Mai 2014 alleine. Im weiteren Ver-
lauf kündigte der Vermieter die Wohnung per Ende September 2014. Ausstehend
blieben die Mietzinse für die Monate Juni 2014 bis und mit September 2014 in der
Höhe von Fr. 17'218.–, die Kosten für die Endreinigung und Reparaturen sowie
Stromkosten. Die Ausstände in Bezug auf die Mietzinse und den Strom beglich
der Kläger; in Bezug auf die Endreinigungs- und Reparaturkosten schloss er mit
dem Vermieter, vertreten durch die F._ AG, einen Vergleich (Urk. 8).
2.1 Am 20. März 2015 reichte der Kläger unter Beilage der  des Friedensrichteramtes der Stadt Zürich, Kreise 3 + 9, vom 11. März 2015
Klage gegen die Beklagte ein, mit welcher er die Mietzinse für die Monate Juni
2014 bis und mit September 2014 zurückfordert, sowie die Rückerstattung für die
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Kosten der Möbel, der Endreinigung und Reparaturen sowie für den Strom ver-
langt (Urk. 1-3/1-8). Nach Durchführung der Hauptverhandlung am 12. Juni 2015
erging am 17. Juni 2015 das eingangs zitierte Urteil zunächst in unbegründeter,
hernach auf Begehren des Klägers in begründeter Form (Urk. 13; Urk. 14; Urk. 18).
2.2 Mit Schreiben vom 14. August 2015 (gleichentags zur Post gegeben, eingegangen am 17. August 2015) erhob der Kläger innert Frist Berufung mit den
eingangs erwähnten Anträgen (Urk. 22 A+B). Die Berufungsschrift wurde in deut-
scher und englischer Sprache eingereicht, wobei die deutsche Version (Urk. 22A)
eine schlechte, aber gerade noch verständliche Übersetzung der englischen Fas-
sung darstellt (Urk. 22B). Von einer Nachfristansetzung zur Einreichung einer
verbesserten Übersetzung kann abgesehen werden.
2.3 Der mit Präsidialverfügungen vom 24. August 2015 und 15. September 2015 geforderte Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 3'750.– ging innert der
Nachfrist ein (Urk. 26-28).
3.1 Die Vorinstanz erwog, dass sich das den Forderungen zugrunde liegende Innenverhältnis zwischen dem Kläger und der Beklagten allein aus der gemein-
schaftlichen Mieterschaft dieser beiden ergebe. Bildeten mehrere Rechtssubjekte
in einem Mietvertrag gemeinsam die Mieterpartei, liege im Innenverhältnis regel-
mässig eine ad hoc gebildete einfache Gesellschaft gemäss Art. 530 ff. OR vor,
weil das gemeinsame Mieten zwecks Wohnen stets der Förderung eines gemein-
samen Interesses diene und jeder Mitmieter als Gesellschafter durch seine Leis-
tung hierzu einen Beitrag erbringe. So bilde auch ein Paar in Bezug auf die Miete
einer Wohnung eine einfache Gesellschaft, auch wenn sich ihre Beziehung nicht
zu einer solchen verdichtet habe. Es ergebe sich, dass – unabhängig davon, wie
das Verhältnis zwischen den Parteien zu qualifizieren sei – spätestens mit dem
Eintreten der Beklagten in das Mietverhältnis am 1. Mai 2013 zwischen dem Klä-
ger und der Beklagten bezüglich der Miete der Wohnung an der D._-strasse
... in E._ im Innenverhältnis eine einfache Gesellschaft im Sinne von Art. 530
ff. OR entstanden sei. Diese sei durch den Auszug des Klägers nicht aufgelöst
worden; aber selbst wenn der Auszugstermin als Auflösungsgrund gelten würde,
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hätte die einfache Gesellschaft in der Folge als Abwicklungsgesellschaft weiter-
bestanden und sie hätte von den Parteien liquidiert werden müssen. Dies hätten
die Parteien nicht getan (keine Kündigung des Mietvertrages durch die Gesell-
schafter bzw. kein gegenseitiges Überschreiben des Mietvertrages auf die Be-
klagte). Daraus ergebe sich, dass die einfache Gesellschaft im Innenverhältnis
zwischen den Parteien bezüglich der Miete der Wohnung an der D._-strasse
... in E._ erst mit Ablauf des Mietvertrages per 30. September 2014 beendet
worden sei und damit im massgeblichen Zeitraum von Mai 2014 bis September
2014 weiterhin Bestand gehabt habe (Urk. 23 S. 8 ff.). Entsprechend berechnete
die Vorinstanz die einzeln geltend gemachten Forderungen zwischen den Partei-
en für den massgeblichen Zeitraum und hielt fest, welche der Parteien wieviel da-
ran zu tragen habe. Sie verpflichtete die Beklagte, die Hälfte der (auf Fr. 3'600.–
reduzierten) Endreinigungs- und Instandstellungskosten sowie die Hälfte der
Stromkosten (total Fr. 547.–) zu bezahlen. Bezüglich Mietkosten und Kosten für
die vom Kläger von den Vormietern übernommenen Einrichtungsgegenstände
wies die Vorinstanz die Klage ab. Der Kläger müsse für 8.5 der insgesamt 17 Mo-
nate aufkommen, habe aber lediglich siebenmal den Mietzins bezahlt. Um die
Weiterveräusserung der Einrichtungsgegenstände habe er sich nicht gekümmert
und könne diesen Betrag nicht von der Beklagten einfordern (Urk. 23 S. 11 ff.).
3.2 Der Kläger stellt sich gegen die Annahme der einfachen Gesellschaft durch die Vorinstanz mit der Begründung, die Beziehung zwischen ihm und der
Beklagten sei bereits im Mai 2013 beendet worden, weshalb auch die einfache
Gesellschaft auf diesen Zeitpunkt hin als aufgelöst gelte. So sei – nachdem die
Beziehung zwischen ihm und der Beklagten im Mai 2013 beendet worden sei –
die Erreichung des ursprünglichen Zwecks dieser Gesellschaft (die Partnerschaft
sollte durch die Aufnahme der Beklagten in den Mietvertrag fortgeführt und damit
"gerettet" werden können) gemäss Art. 545 OR nicht mehr möglich gewesen.
Entsprechend sei die einfache Gesellschaft per diesem Zeitpunkt beendet gewe-
sen (Urk. 22 A+B S. 1 ff.).
4.1.1 Gemäss Art. 311 Abs. 1 ZPO muss die Berufung eine Begründung enthalten. Dies bedeutet, dass sich der Berufungskläger substantiiert mit den an-
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gefochtenen Urteilserwägungen auseinandersetzt und im Einzelnen aufzeigt, wo-
rin eine unrichtige Rechtsanwendung oder eine unrichtige Feststellung des Sach-
verhalts (Art. 310 ZPO) liegt. Es genügt nicht, wenn der Berufungskläger bloss
den vor Vorinstanz eingenommenen Rechtsstandpunkt wiederholt oder gar ledig-
lich auf die Rechtsschriften in den Vorakten verweist. Vielmehr muss er die als
fehlerhaft erachteten Erwägungen der Vorinstanz zum Ausgangspunkt seiner Kri-
tik machen. Die Berufungsinstanz ist nicht verpflichtet, den angefochtenen Ent-
scheid von sich aus auf alle denkbaren Mängel zu untersuchen, es sei denn, die-
se träten offen zu Tage (BGE 138 III 213, E. 2.3; BGE 138 III 374, E. 4.3.1; CAN
2012 Nr. 75 S. 206 f. sowie – mit weiteren Hinweisen – Seiler, Die Berufung nach
ZPO, Basel 2013, N 893 ff., insb. N 896; Hohl, Procédure civil II, Bern 2010,
N 2405 f.; Reetz/Theiler, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, Kommentar
zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, Art. 311 N 36; ZPO-Rechtsmittel-Kunz,
Art. 311 N 92; CPC-Jeandin, Art. 311 N 3).
4.1.2 Soweit der Kläger lediglich das bereits vor Vorinstanz Ausgeführte wiederholt, indem er erneut seine Sicht darlegt, wonach er die Beklagte nur aus
dem Grund in den Mietvertrag für die Wohnung an der D._-strasse ... in
E._ aufgenommen habe, um die Beziehung zu retten, und wie es zum Bruch
der Beziehung zwischen ihm und der Beklagten gekommen sei (Urk. 22 A+B S. 1
f.), genügt die Berufungsbegründung den Anforderungen an eine solche nicht. So
wiederholt der Kläger lediglich seinen Standpunkt, ohne sich mit den vorgenann-
ten Erwägungen der Vorinstanz in ausreichender Weise auseinanderzusetzen.
Sofern sich die Berufungsbegründung in solchen Wiederholungen erschöpft, ist
sie mangelhaft und es ist nicht weiter darauf einzugehen.
4.2.1 Des Weiteren sind im Berufungsverfahren neue Vorbringen (Noven) zulässig, welche ohne Verzug vorgebracht werden (Art. 317 Abs. 1 lit. a ZPO) und
– zusätzlich – trotz zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz vorgebracht
werden konnten (Art. 317 Abs. 1 lit. b ZPO). Unechte Noven können daher grund-
sätzlich nicht mehr vorgebracht werden, es sei denn, eine Partei rüge, die Vor-
instanz habe eine bestimmte Tatsache in Verletzung der Untersuchungsmaxime
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nicht beachtet (F. Hohl, Procédure civile, Tome II, Deuxième Edition, Bern 2010,
Rz. 1214 und 2414 f.; BGE 138 III 625, E. 2.2).
4.2.2 Nach dem Gesagten sind die im Berufungsverfahren neu  Unterlagen (Eingangsanzeige/Vorladung des Friedensrichteramtes der Stadt
Zürich, Kreise 1 + 2, vom 19. September 2013 [Urk. 25/1], Klagebewilligung des
Friedensrichteramtes der Stadt Zürich, Kreise 1 + 2, vom 19. November 2013
[Urk. 25/2], Eingangsanzeige/Vorladung des Friedensrichteramtes E._ vom
12. November 2013 [Urk. 25/3], Schreiben an die Beklagte vom 11. Juli 2013
[Urk. 25/4], Vollmacht des Klägers an Rechtsanwalt lic. iur. X._ vom 11. Juli
2013 [Urk. 25/5], Eingangsanzeige/Vorladung des Friedensrichteramtes der Stadt
Zürich, Kreise 7 + 8, vom 17. Juni 2014 [Urk. 25/6], Klagebewilligung des Frie-
densrichteramtes der Stadt Zürich, Kreise 7 + 8, vom 22. Juli 2014 [Urk. 25/7]),
welche allesamt von vor Erlass des erstinstanzlichen Urteils datieren, unzulässig
und damit unbeachtlich. Daran ändert auch nichts, dass der Kläger einen Teil die-
ser Unterlagen bereits vor Vorinstanz eingereicht hat, da er dies erst nach Erlass
des unbegründeten Urteils vom 17. Juni 2015 getan hat (Urk. 14; Urk. 15/1-3).
Diese Urkunden, welche beweisen sollen, dass der Kläger ernsthaft um die Liqui-
dation der einfachen Gesellschaft in Bezug auf den Mietvertrag bemüht gewesen
war, hätten der Vorinstanz vor Aktenschluss eingereicht werden müssen.
Schliesslich kann der Vorinstanz auch keine Verletzung der in diesem Verfahren
geltenden qualifizierten Fragepflicht im Sinne von Art. 247 Abs. 1 ZPO vorgehal-
ten werden, hat sie den Kläger doch zur Beibringung von Beweismitteln aufgefor-
dert (s. Prot. I S. 21).
4.2.3 Ebenso sind die mit den vorgenannten Unterlagen in Zusammenhang stehenden Ausführungen des Klägers, wonach er die Beklagte sofort über das
Ende der Beziehung informiert habe und versucht habe, ihren Einzug mit rechtli-
chen Schritten zu verhindern bzw. ihren Austritt aus dem Mietvertrag zu erwirken
(Urk. 22 A+B S. 2), im Berufungsverfahren neu und damit unzulässig und unbe-
achtlich. Schliesslich ist auch die Ausführung neu, aus welchem Grund er mit der
Beklagten bis im Februar 2014 weiterhin in Kontakt gestanden habe (Urk. 22 A+B
S. 2); dies hätte der Kläger ebenso vor Vorinstanz vorbringen müssen.
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4.3 In Bezug auf den Zeitpunkt der Beendigung der einfachen Gesellschaft vertritt der Kläger – wie erwähnt – nach wie vor den Standpunkt, dass das Ende
der Beziehung gleichzeitig auch das Ende der einfachen Gesellschaft hinsichtlich
des gemeinsamen Mietvertrages betreffend die Wohnung an der D._-strasse
... in E._ gewesen sei. Damit aber setzt sich der Kläger nicht hinreichend mit
der Begründung der Vorinstanz auseinander: Diese ging nämlich davon aus, dass
die einfache Gesellschaft weiterbestanden habe, auch wenn die Beziehung der
Parteien bereits zu einem früheren Zeitpunkt aufgelöst worden sei. Zu Recht führt
die Vorinstanz diesbezüglich ergänzend aus, dass selbst dann, wenn ein Auflö-
sungsgrund nach Art. 545 OR mit dem Auszug des Klägers aus der gemeinsa-
men Wohnung vorliegen würde, die Gesellschaft als Abwicklungsgesellschaft bis
zu ihrer Liquidation weiter bestanden hätte (Urk. 23 S. 10). Zwar wird eine Gesell-
schaft zu dem Zeitpunkt aufgelöst, in dem der Auflösungsgrund eingetreten ist.
Die Auflösung berührt indes die rechtliche Existenz der Gesellschaft nicht, son-
dern führt vorerst bloss zu einer Zweckänderung: Neuer Zweck der alten Gesell-
schaft ist die Auflösung der gemeinsamen und mit Dritten eingegangenen
Rechtsverhältnisse, die Begleichung der Schulden sowie die Verteilung der Akti-
ven auf die einzelnen Gesellschafter (BSK OR II-D. Staehelin, Basel 2015, Art.
547 N 1). Nach dem Gesagten aber ändert sich nichts an der Argumentation der
Vorinstanz, selbst wenn davon ausgegangen würde, die Beziehung zwischen den
Parteien sei nicht erst im September 2013, sondern bereits im Mai 2013 aufgelöst
worden (s. auch BGer 4A_443/2009 vom 17. Dezember 2009, E. 3.2). So war die
Beklagte auch bereits zu diesem Zeitpunkt solidarisch mithaftende Mieterin der
Wohnung an der D._-strasse ... in E._ geworden (vgl. Urk. 3/3). Des
Weiteren hat der Kläger vor Vorinstanz auch auf die Frage, ob er etwas Schriftli-
ches zum Beleg seiner Absicht, aus dem Mietvertrag austreten zu können bzw.
die Beklagte aus dem Mietvertrag austreten zu lassen habe, geantwortet, dass es
nichts gebe, das er dem Gericht übergeben könne (Prot. I S. 21). Damit ist aber
auch gesagt, dass die einfache Gesellschaft hinsichtlich genanntem Mietvertrag
vor dem 30. September 2014 nicht liquidiert worden war. Somit aber bleibt es
beim vorinstanzlichen Entscheid.
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4.4 Mit Bezug auf die übernommenen Einrichtungsgegenstände bestreitet der Kläger, dass der Wert in nur sieben Monaten auf Fr. 2'000.– gefallen sei, und
macht geltend, er habe keine Gelegenheit gehabt, einen Mieter zu finden, von
dem er die Fr. 6'000.– hätte erhältlich machen können, da die Beklagte in der
Wohnung gelebt habe (Urk. 22A+B S. 3). Damit lässt er die massgeblichen Erwä-
gungen der Vorinstanz unbeanstandet, wonach er über einen Schlüssel verfügt
habe, regelmässig dort vorbeigegangen sei und somit in der Lage gewesen wäre,
sich um den Weiterverkauf der Gegenstände aktiv zu bemühen, was er unbestrit-
ten nicht getan habe (Urk. 23 S. 12: "Entscheidend ist jedoch [...]").
4.5 Entsprechend erweist sich die Berufung als offensichtlich unbegründet, weshalb auf das Einholen einer Berufungsantwort der Gegenpartei verzichtet
werden kann (Art. 312 Abs. 1 ZPO). Die Berufung ist abzuweisen und das dies-
bezügliche erstinstanzliche Urteil ist zu bestätigen.
5.1 Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr ist in Anwendung von § 12 Abs. 1 und 2 GebV OG in Verbindung mit § 4 Abs. 1 und 2 GebV OG auf
Fr. 2'000.– festzusetzen. Ausgangsgemäss sind die Kosten des Verfahrens dem
unterliegenden Kläger aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO).
5.2 Der Beklagten ist mangels relevanter Umtriebe im Berufungsverfahren keine Parteientschädigung zuzusprechen (vgl. Art. 95 Abs. 3 ZPO).