Decision ID: e47bfa44-9eb2-5cf4-b0a0-bbdae80005db
Year: 2019
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ (nachfolgend: Versicherter) verunfallte am 20. Juli 2014, wobei er eine
komplette Tetraplegie sub C 3, im Verlauf sub C 4, erlitt (IV-act. 18, 29 S. 3). Am 24.
Juli 2014 begann er eine stationäre Rehabilitation im Zentrum B._ in C._ (vgl. IV-
act. 2 S. 2). Am 30. September 2014 reichte er bei der IV-Stelle des Kantons St. Gallen
(nachfolgend: IV-Stelle) eine Anmeldung zur Hilfsmittelversorgung für die
Kommunikation, die Umweltkontrolle und zur Schulung und Ausbildung ein (IV-act. 1
und 2). Im Rahmen der Rehabilitation fand am 26. November 2014 im Beisein des
Versicherten, seiner Ehefrau, eines Verwalters der Vermieterin der zukünftigen
Wohnung des Versicherten, zweier Hilfsmittelberater, einer Ergotherapeutin, eines
Spezialisten für Umfeldkontrollsysteme sowie eines Bauberaters bzw. Architekten des
Zentrums D._ des Zentrums B._ eine Besichtigung der zukünftigen Wohnsituation
des Versicherten statt (IV-act. 25 S. 3 ff.). Im entsprechenden Abklärungsbericht wurde
die bestehende Situation bezüglich des Terrassenzugangs wie folgt beschrieben: Die
bestehende zweiflüglige Fenstertüre weise eine Durchgangsbreite von 1.58 Metern auf.
Der zuerst zu öffnende Flügel habe eine Durchgangsbreite von 77 cm. Die
Schwellenhöhe betrage innen 5.5 cm und aussen 12.5 cm. Das Rahmenaussenmass
belaufe sich auf 1.76/2.20 Meter. Als Massnahme zur Beseitigung der
Schwellenproblematik beabsichtige man den Ersatz des bestehenden Fensters durch
ein Fenster mit einer Alumat-Schwelle oder einer anderen Schwellenausführung mit
minimaler Schwellenhöhe und asymmetrischer Flügeleinteilung. Weiter solle die
Durchgangsbreite des erstöffnenden Flügels des neuen Fensters ca. 90 cm betragen.
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Am zuerst zu öffnenden Flügel sei ein Flügeltürantrieb zu installieren. Der danach zu
öffnende zweite Flügel müsse arretiert und verschraubt werden. Der Versicherte müsse
den Türantrieb über das Umfeldkontrollsystem steuern können. Die übrigen Nutzer
könnten die Türe über die "Push and Go"-Funktion bedienen. Im Schwellenbereich
müssten für den Einbau des neuen Fensters Anpassungen vorgenommen werden. Der
Zementplattenbelag der Terrasse sei um ca. 4 cm auf die Höhe der bestehenden
Betonschwelle anzuheben (IV-act. 25 S. 8). Mit einem Schreiben vom 16. Dezember
2014 reichte die Ergotherapie des Zentrums B._ der IV-Stelle einen Antrag um die
Übernahme der Kosten der behinderungsbedingten Anpassungen und Änderungen im
Wohnbereich ein mit dem Hinweis, dass die entsprechenden Offerten, sobald sie
vorlägen, zusammen mit einem Gesamt-Kostenvoranschlag an die zuständige
Gemeinschaft E._ gesendet würden (IV-act. 25 S. 1). Am 30. Dezember 2014
ersuchte die IV-Stelle das Zentrum B._, ihr die Kostenvoranschläge der Architekten
zuzustellen. Erst nach dem Eingang dieser Kostenvoranschläge werde sie der E._
einen Abklärungsauftrag erteilen (IV-act. 26). Mit einem Schreiben vom 11. Februar
2015 reichte das D._ der E._ die eingeholten Offerten und eine
Kostenzusammenstellung für die Anpassungen an der Wohnung des Versicherten ein
(IV-act. 91; vgl. ferner IV-act. 88 und 89).
A.b Am 12. Februar 2015 erklärte sich die Vermieterin der Wohnung des Versicherten
damit einverstanden, dass bauliche Änderungen an ihrem Eigentum durchgeführt
würden, sofern beim Auszug des Versicherten der ursprüngliche Zustand ohne
Kostenfolgen für die Eigentümerin wiederhergestellt werde (IV-act. 70). Die E._
ersuchte die IV-Stelle am 19. Februar 2015 um eine Auftragserteilung für die
fachtechnische Bearbeitung der Anfrage des Versicherten bezüglich der baulichen
Änderungen (IV-act. 47). Am 11. März 2015 erteilte die IV-Stelle der E._ den Auftrag,
die notwendigen Abklärungen hinsichtlich der baulichen Massnahmen vorzunehmen
(IV-act. 53 S. 1). Die E._ reichte der IV-Stelle am 17. April 2015 ihre fachtechnische
Beurteilung der geplanten baulichen Wohnungsanpassungen ein. Sie wies darauf hin,
dass zur Beurteilung gewisser Leistungsbegehren, unter anderem desjenigen um einen
Terrassenausgang bzw. Automatisierung der Terrassentüre, noch eine Offerte fehle (IV-
act. 69 S. 3). Am 29. April 2015 erteilte die IV-Stelle dem Versicherten gestützt auf den
Bericht der E._ vom 17. April 2015 eine Kostengutsprache für die folgenden
baulichen Änderungen an der Wohnung: Fliesenleger- und Abbrucharbeiten, Erstellen
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einer ebenerdigen Dusche sowie den Einbau der sanitären Anlagen (IV-act. 75). Das
D._ reichte die Offerten und die Gesamtkostenzusammenstellung bezüglich der
baulichen Anpassungen der Wohnung des Versicherten mit einer budgetierten
Gesamtsumme von Fr. 60'662.05 am 7. Mai 2015 der IV-Stelle ein (IV-act. 88 ff.). Für
den Terrassenzugang war in der Kostenzusammenstellung ein Betrag von Fr. 9'202.25
und für die Automatisierung der Terrassentüre von Fr. 7'663.90 budgetiert (IV-act. 89 S.
6 f.). Die Honorarofferte für die Architekturleistungen der D._ belief sich auf einen
Betrag von Fr. 5'730.-- (IV-act. 89 S. 10). Gleichentags reichte die Ergotherapie des
Zentrums B._ bezugnehmend auf das Schreiben der IV-Stelle vom 29. April 2015 ein
erneutes Gesuch um Kostenübernahme der behinderungsbedingten Anpassungen und
Änderungen im Wohnbereich des Versicherten ein. Unter anderem wurde die
Übernahme der Kosten für den Terrassenausgang beantragt. Dazu wurde ausgeführt,
dass der Terrassenausgang angepasst werden müsse, damit der Versicherte
selbständig auf die Terrasse gehen könne. Die Terrassentüre müsse automatisiert und
der Zugang müsse bodenbündig gemacht werden (IV-act. 93). Am 27. Mai 2015 erteilte
die IV-Stelle der E._ den Auftrag, die notwendigen Abklärungen hinsichtlich einer
einfachen und zweckmässigen Umsetzung der vom Versicherten beantragen
Anpassungen in der Wohnung vorzunehmen (IV-act. 96). Die E._ reichte der IV-Stelle
am 7. September 2015 ihre fachtechnische Beurteilung zu denjenigen
Leistungsbegehren ein, die sie in ihrem Bericht vom 17. April 2015 noch nicht hatte
beurteilen können (IV-act. 123). Hinsichtlich des Terrassenzugangs bzw. der
Automatisierung der Terrassentüre präsentierte sie in ihrem Bericht zwei Optionen. Als
sogenannte aktive Variante empfahl sie den Einbau einer neuen Terrassentüre mit
grösseren Flügeltüren und einer minimalen Schwellenhöhe. Zur autonomen Bedienung
müsse die Fenstertüre mit einem automatischen Flügelantrieb ausgestaltet werden, der
über das Umweltkontrollsystem bedient werden könne. Nur mit diesen Massnahmen
könne der Versicherte selbständig mit seinem Elektrorollstuhl zur Terrasse ins Freie
gelangen. Von der Terrasse aus bestehe keine Möglichkeit, mit dem Rollstuhl andere
Orte zu erreichen, da eine grosse Wiese an den Sitzplatz grenze. Die baulichen
Massnahmen seien bereits umgesetzt worden. Das Austauschen der Türe habe Fr.
3'234.20 gekostet. Der automatische Türantrieb mit den notwendigen
Installationsarbeiten sei mit einem Betrag von Fr. 6'611.50 in Rechnung gestellt
worden. Weiter habe sich bei der Erschliessung der Terrasse herausgestellt, dass der
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Terrassenboden auf das Niveau des Schwellenbereichs des Fensters habe angehoben
werden müssen. Für die Anpassungen und das Erhöhen des Zementplattenbelages
seien Fr. 1'745.30 in Rechnung gestellt worden, was gerechtfertigt sei. Die in
Rechnung gestellten Beträge und die Leistungsaufstellungen seien als einfach und
zweckmässig zu bezeichnen. Ob die IV-Stelle die effektiven Gesamtkosten in der Höhe
von Fr. 11'591.-- übernehmen könne bzw. ob die Verhältnismässigkeit gegeben sei,
müsse durch die IV-Stelle beurteilt werden (IV-act. 123 S. 3 f.). Als zweite Variante
nannte die E._ die Erstellung eines passiven Durchgangs zur Terrasse, indem der
bestehende Absatz mit einem Schwellenkeil im Innen- sowie im Aussenbereich
überbrückt werde. Dabei müsste jeweils eine Hilfsperson anwesend sein. Diese müsste
im Innenbereich die zweiflügligen Fenstertüren öffnen und einen Schwellenkeil aus Holz
so platzieren, dass der Absatz des Fensters schadlos bleibe. Im Aussenbereich könne
man dies mit einer fix installierten Schwellenrampe lösen. Für das Erstellen der
Schwellenkeile sowie der Montagekosten liege keine Offerte vor, jedoch würden die
Materialkosten (inkl. Arbeitsaufwand) aufgrund der baulichen Gegebenheiten auf etwa
Fr. 1'500.-- geschätzt. Das geltend gemachte Honorar für die Planung und Bauleitung
der D._ sei um die Aufwände für die Leistungen von technischen Einrichtungen, wie
in diesem Fall für das Dusch-WC, welche gemäss Vereinbarung nicht geltend gemacht
werden dürften, zu kürzen. Gerechtfertigt sei ein Honorar von Fr. 4'887.60 (IV-act. 123
S. 4).
A.c Mit einem Vorbescheid vom 10. Januar 2018 kündigte die IV-Stelle dem
Versicherten an, dass sie für den passiven Zugang zur Terrasse einen Kostenbeitrag
von Fr. 1'500.-- leisten und dass sie das Honorar der Bauleitung nur im Umfang von Fr.
4'887.60 übernehmen werde. Die Hilfsmittel würden leihweise abgegeben. Zur
Begründung führte die IV-Stelle aus, dass vom Zentrum B._ am 11. Februar 2015
behinderungsbedingte Kosten von total Fr. 60'662.05 veranschlagt worden seien. In
Etappen habe die IV-Stelle zu den einzelnen Positionen des Gesamtantrags
Kostengutsprachen erteilt. Übrig blieben noch der Terrassenausgang im Betrag von Fr.
9'202.25 und die Automatisierung der Terrassentüre im Betrag von Fr. 7'663.90 sowie
das Honorar für die Planung und Bauleitung des D._. Gemäss der fachtechnischen
Abklärung der E._ vom 7. September 2015 könne von der IV-Stelle
erfahrungsgemäss die einfache und zweckmässige Lösung des passiven
Terrassenausganges im Betrag von Fr. 1'500.-- übernommen werden. Die Erstellung
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einer fixen Schwellenrampe im Aussenbereich und ein Schwellenkeil aus Holz für den
Innenbereich wären zur Überbrückung des Absatzes möglich gewesen. Eine
Automatisierung entspreche nicht einer einfachen und zweckmässigen Lösung, zumal
der Versicherte während des Tages recht umfassend betreut werde. Der
Honorarbeitrag sei aufgrund des nicht installierten Dusch-WC gekürzt worden (IV-act.
208).
A.d Gegen diesen Vorbescheid liess der Versicherte am 9. Februar 2018 einwenden,
dass nicht nachvollziehbar sei, weshalb sich die IV-Stelle über die fachtechnische
Beurteilung der E._ hinwegsetze und die bereits realisierte Lösung für den
Terrassenzugang als nicht einfach und zweckmässig bezeichne. Die E._ habe in ihrer
fachtechnischen Beurteilung vom 7. September 2015 zwei Varianten für bauliche
Anpassungen beim Terrassenzugang diskutiert. Die realisierte Variante verursache zwar
höhere Kosten, habe aber den erheblichen Vorteil, dass er selbständig auf die Terrasse
gelangen könne. Bei der günstigeren, von der IV-Stelle bevorzugten Variante sei er
hingegen stets auf eine Hilfsperson angewiesen. Wie aus dem Bericht der E._
hervorgehe, müsste darüber hinaus jedes Mal eine Hilfsperson den Schwellenkeil so
platzieren, dass der Absatz des Fensters schadlos bleibe. Eine solche Lösung möge
als Provisorium genügen, könne aber langfristig nicht als zweckmässig bezeichnet
werden. Zu beachten sei dabei auch, dass er in der Regel an mindestens drei
Nachmittagen pro Woche alleine zu Hause sei. Während dieser Zeit bliebe er somit in
seiner Wohnung eingesperrt. Zu beachten sei schliesslich auch, dass die
invaliditätsbedingten baulichen Änderungen in der Wohnung in der einschlägigen
Verordnung unter dem Titel "Hilfsmittel für die Selbstsorge" aufgeführt seien. Diese
Änderungen sollten den Betroffenen eine möglichst autonome Gestaltung des Alltags
ermöglichen, was mit der von der IV-Stelle bevorzugten Lösung nicht erreicht werde. Er
habe Anspruch auf die baulichen Änderungen in der Wohnung, die ihm die
selbständige Fortbewegung und Selbstsorge ermöglichten. Deswegen benötige er die
beantragte bauliche Änderung, die einfach und zweckmässig sei. Soweit der
Vorbescheid das Bauleitungshonorar betreffe, werde er nicht beanstandet (IV-act. 218).
A.e Am 8. März 2018 verfügte die IV-Stelle die Übernahme eines Kostenbeitrags an
den passiven Zugang zur Terrasse von Fr. 1'500.-- sowie die Übernahme des Honorars
der Bauleitung im Betrag von Fr. 4'887.60, wobei die Hilfsmittel leihweise abgegeben
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würden. Weiter hielt die IV-Stelle in dieser Verfügung fest, dass die Reparaturkosten
vergütet würden, soweit sie trotz eines sorgfältigen Gebrauchs entstünden und kein
Dritter dafür hafte. Zum Einwand des Versicherten hielt die IV-Stelle fest, aus der
Terminologie der entsprechenden Verordnung sei nicht herauszulesen, dass alle
baulichen Anpassungen unter dem Titel Selbstsorge so vorgenommen werden
müssten, dass sie von der versicherten Person selbst bedient werden könnten.
Vielmehr seien bauliche Anpassungen nach dem Grundsatz der Einfachheit und
Zweckmässigkeit vorzunehmen und zwar so, dass der Versicherte mit oder ohne
Dritthilfe die Selbstsorge in einem vernünftigen Rahmen ausführen könne. Wenn dem
nicht so wäre, müssten bei Versicherten mit Einschränkungen in den oberen
Extremitäten immer sämtlichen Türen automatisiert werden. Auch Treppensteighilfen,
die in der entsprechenden Verordnung unter dem Titel Selbstsorge aufgeführt seien,
könnten nicht selbständig bedient werden und bedürften demnach einer Dritthilfe. Die
einfache und zweckmässige Massnahme, mit der die Terrasse mit dem Elektrorollstuhl
erreichbar werde, wäre das Anbringen von Schwellenübergängen an der Terrassentüre
gewesen. Dabei sei auch zu berücksichtigen, dass es dem Versicherten jederzeit
möglich sei, die Wohnung selbständig zu verlassen, da die Hauseingangstüren
automatisiert worden seien. Ausserdem sei der Versicherte nur wenige Stunden pro
Tag ohne Betreuungsdienste (am Morgen eine Stunde und am Nachmittag nur, wenn
er nicht zur Arbeit gehe). Nach der Rückkehr von der Arbeit sei er wieder auf eine
Betreuungsperson angewiesen, die ihm auch bei Ruhephasen auf der Terrasse
behilflich sein könne (IV-act. 224).
B.
B.a Gegen diese Verfügung reichte der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer)
am 25. April 2018 eine Beschwerde ein. Darin liess er beantragen, die Verfügung der
IV-Stelle (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) vom 8. März 2018 sei aufzuheben, soweit
sie den Kostenbeitrag für bauliche Änderungen am Terrassenzugang betreffe. Die
Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, die Kosten für die baulichen Änderungen am
Terrassenzugang im Betrag von Fr. 11'591.-- vollumfänglich zu übernehmen, alles
unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Zur Begründung führte der Beschwerdeführer
aus, dass er weder Arme noch Beine bewegen könne und deshalb für die
Fortbewegung auf einen Elektrorollstuhl angewiesen sei, den er mit dem Kopf bediene.
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Auch verfüge er über ein Umweltkontrollsystem, mit dem er beispielsweise das Licht
an- und ausschalten, auto¬matisierte Türen öffnen oder elektronische Geräte bedienen
könne. Die durch das D._ durchgeführte Abklärung der Wohnsituation habe in Bezug
auf den Terrassenzugang ergeben, dass es ihm nicht möglich sei, auf die Terrasse zu
gelangen. Daher sei bei der Abklärung vor Ort, bei welcher auch zwei Hilfsmittelberater
der E._ dabei gewesen seien, entschieden worden, die Fenstertüre durch ein neues
zweiflügeliges Fenster mit einer Alumat-Schwelle und einer asymmetrischen
Flügeleinteilung zu ersetzen. Am erstöffnenden Flügel sollte ein Flügelantrieb
angebracht werden, den er über das Umfeldkontrollsystem bedienen könne. Zudem
sollte der Zementplattenbelag der Terrasse um 4 cm auf die Höhe der bestehenden
Betonschwelle angehoben werden. Der fachtechnischen Beurteilung der E._ sei zu
entnehmen, dass diese Änderungen wie vorgeschlagen umgesetzt worden seien. Die
E._ habe in ihrer Beurteilung festgehalten, dass er, der Beschwerdeführer, nur dank
dieser Massnahmen mit seinem Elektrorollstuhl auf die Terrasse gelangen könne. Die
E._ habe die Kosten für diese baulichen Änderungen als gerechtfertigt betrachtet und
ausdrücklich festgehalten, dass die Anpassungen einfach und zweckmässig seien. Zur
Zweckmässigkeit der zweiten Variante mit dem Schwellenkeil, welche die E._ in ihrer
fachtechnischen Beurteilung präsentiert habe, habe sie sich nicht geäussert. Überdies
sei der passive Terrassenzugang bei der Abklärung durch das D._ überhaupt kein
Thema gewesen. Somit falle auf, dass die Beschwerdegegnerin ihm die Kosten für den
passiven Terrassenzugang zugesprochen habe, ohne dass sie deren Zweckmässigkeit
abgeklärt habe. Hinter die Zweckmässigkeit dieser Massnahme müsse ein grosses
Fragezeichen gesetzt werden, da er, der Beschwerdeführer, bei dieser passiven
Variante stets auf eine Hilfsperson angewiesen wäre; diese Hilfsperson müsste jedes
Mal auf der Türinnenseite einen Schwellenkeil aus Holz so platzieren, dass der Absatz
des Fensters schadlos bleiben würde. Dabei sei auch zu beachten, dass er in der Regel
während mindestens drei Nachmittagen pro Woche und während einer Stunde am
Morgen alleine zu Hause sei. Während diesen Zeiten könnte er so überhaupt nicht auf
die Terrasse gelangen. Am Vormittag sei zudem nur Pflegepersonal vor Ort, zu dessen
Aufgabenbereich es nicht gehöre, ihm auf die Terrasse und später auch wieder zurück
in die Wohnung zu helfen. Die Eingliederungszwecke der Fortbewegung und
Selbstsorge würden mit der teureren Variante optimal, mit der von der
Beschwerdegegnerin bevorzugten Variante hingegen nur unzulänglich erreicht. Auch
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sei er noch jung, weshalb es umso mehr Sinn mache, eine zwar etwas teurere, aber
langfristig taugliche bauliche Änderung anstelle einer unpraktischen Notlösung zu
finanzieren. Auch sollten die baulichen Änderungen, die in der entsprechenden
Verordnung unter dem Titel "Selbstsorge" aufgeführt seien, den Betroffenen eine
möglichst autonome Gestaltung des Alltags ermöglichen (act. G 1).
B.b In ihrer Beschwerdeantwort vom 14. Juni 2018 beantragte die
Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Sie begründete ihren Antrag
damit, dass vorliegend mit Fr. 1'500.-- ein Zugang zur Terrasse kostengünstig realisiert
werden könne, während die von dem Beschwerdeführer realisierte Lösung viel mehr
koste. Beide Möglichkeiten erfüllten jedoch die gleiche Funktion. Auch müsse nicht ein
jederzeitiger Zugang zur Terrasse gewährleistet werden. Abends könne der Zugang
durch die Mitwirkung der Ehefrau ermöglich werden. Ihre Hilfe sei aufgrund der
Schadenminderungspflicht zumutbar. Auch bei der Bestimmung der Einschränkung
einer versicherten Person im Haushalt werde nach der bundesgerichtlichen
Rechtsprechung die Mithilfe der Angehörigen und der Nachbarn mitberücksichtigt. Das
Anbringen des in Frage stehenden Schwellenkeils benötige wenige Minuten und könne
sowohl durch die Haushaltshilfe als auch im Rahmen der Spitexleistungen
vorgenommen werden. Im Gegensatz zu den Pflegefachpersonen der Spitex
übernehme die Haushaltshilfe auch Leistungen ausserhalb der medizinischen Pflege.
Auch könne der Beschwerdeführer auf die Hilfe seiner Familie, seiner Freunde und
seiner Nachbarn zählen, welche er mittels Umweltkontrollsystem zur Hilfe rufen könne.
Während den warmen Jahreszeiten könne die Ehefrau den Schwellenkeil am Morgen
vor der Arbeit anbringen und bei der Rückkehr wieder einziehen. Auch könne der
Beschwerdeführer ohne Dritthilfe nach draussen in den Park fahren, der eine grössere
Bewegungsfreiheit als die kleine Terrasse biete (act. G 4).
B.c Am 17. August 2018 verzichtete der Beschwerdeführer auf die Erstattung einer
ausführlichen Replik, merkte aber an, dass seine Ehefrau tagsüber zur Arbeit gehe,
weshalb sie ihm nicht ständig dabei helfen könne, die Terrasse zu nutzen. Auch
Nachbarn und Freunde müssten tagsüber anderen Verpflichtungen nachgehen.
Überdies sei es lebensfremd, wenn die Beschwerdegegnerin behaupte, die Ehefrau
könne bei gutem Wetter den Schwellenkeil am Morgen anbringen und am Abend
wieder einziehen. Sie müsste nämlich die Terraseentür öffnen, die er anschliessend
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nicht mehr selber schliessen könnte. Wenn er am Nachmittag die Wohnung verlasse,
stelle dies eine unzweckmässige Lösung dar, da während seiner Abwesenheit
ungebetene Gäste mühelos in die Wohnung eindringen könnten (act. G 6).
B.d In ihrer Duplik vom 5. September 2018 hielt die Beschwerdegegnerin an ihren
Ausführungen und ihrem Antrag fest. Ergänzend wies sie darauf hin, dass ein Anspruch
auf bauliche Massnahmen gestützt auf Ziff. 14.04 der entsprechenden Verordnung nur
für bauliche Massnahmen innerhalb der Wohnung bestehe. Dies mache Sinn, weil
innerhalb der Wohnung ein Schwellenkeil auch dauerhaft montiert werden könne (act.
G 8).
B.e Am 10. Oktober 2018 wies der Beschwerdeführer darauf hin, dass eine Terrasse,
die an das Wohnzimmer anschliesse und durch dieses zu erreichen sei, gemäss der
bundesgerichtlichen Rechtsprechung nach den heute schweizweit tatsächlich gelebten
Verhältnissen zum regelmässig genutzten Wohnbereich gehöre. Das Bundesgericht
habe daher einen schwellenlosen Zugang zur Terrasse bejaht, da dieser der
Selbstsorge diene (act. G 10).

Erwägungen
1.
Zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin die in ihrer Verfügung vom 8. März 2018
teilweise abgelehnten Kosten für die invaliditätsbedingten baulichen Änderungen am
Terrassenzugang der Wohnung des Beschwerdeführers vollumfänglich zu übernehmen
hat. Nicht beanstandet wird vom Beschwerdeführer hingegen der in der gleichen
Verfügung von der Beschwerdegegnerin zugesprochene Kostenbeitrag an das Honorar
der Bauleitung. Darüber ist folglich rechtskräftig verfügt, weshalb das
Bauleitungshonorar nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet (vgl. act. G 1
S. 2 und 5)
2.
2.1 Gemäss Art. 21 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG;
SR 831.20) hat eine versicherte Person, die infolge ihrer Invalidität für die
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Fortbewegung, die Herstellung des Kontaktes mit der Umwelt oder für die Selbstsorge
kostspielige Geräte benötigt, im Rahmen einer vom Bundesrat aufzustellenden Liste
einen Anspruch auf solche Hilfsmittel. Der Bundesrat hat die Aufgabe der Erstellung
einer solchen Hilfsmittelliste an das zuständige Departement delegiert (Art. 14 der
Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]). Dieses hat die
Verordnung über die Abgabe von Hilfsmitteln durch die Invalidenversicherung (HVI; SR
831.232.51) erlassen. Gemäss Art. 2 Abs. 1 HVI besteht ein Anspruch auf die in der
Liste im Verordnungsanhang aufgeführten Hilfsmitteln, soweit diese für die
Fortbewegung, die Herstellung des Kontaktes mit der Umwelt oder für die Selbstsorge
notwendig sind. Allerdings besteht nach Art. 21 Abs. 3 erster Satz IVG und Art. 2 Abs.
4 erster Satz HVI nur ein Anspruch auf Hilfsmittel in einer einfachen, zweckmässigen
und wirtschaftlichen Ausführung. Das bedeutet, dass nur die Kosten von Hilfsmitteln zu
vergüten sind, die jene Funktionsanforderungen abdecken, die zur Erfüllung des
invalidenversicherungsrechtlichen Zwecks notwendig sind. Eine unzulässige
Versorgung liegt dann vor, wenn ein Hilfsmittel im Hinblick auf die Kompensation einer
ausgefallenen Funktion nicht mehr leistet als ein anderes, billigeres Hilfsmittel, seine
Funktion aber viel angenehmer, bequemer oder luxuriöser erfüllt (vgl. Entscheid des
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 16. Oktober 2018, IV 2018/38, E.
2.1 und vom 9. August 2016, IV 2014/277, E. 1).
2.2 Gemäss Ziff. 14.04 des Anhangs der HVI werden die Kosten für
invaliditätsbedingte bauliche Änderungen in der Wohnung vergütet, namentlich für das
Anpassen von Bade-, Dusch- und WC-Räumen, das Versetzen oder Entfernen von
Trennwänden, das Verbreitern oder Auswechseln von Türen, das Anbringen von
Haltestangen, Handläufen oder Zusatzgriffen, das Entfernen von Türschwellen oder
Erstellen von Schwellenrampen sowie die Installation von Signalanlagen für hochgradig
Schwerhörige, Gehörlose und Taubblinde. Die Beschwerdegegnerin hat dem
Beschwerdeführer in ihrer Verfügung vom 8. März 2018 gestützt auf den Art. 21bis IVG
und auf die Ziff. 14.04 des Anhangs der HVI im Rahmen der Austauschbefugnis einen
Kostenbeitrag an den automatisierten Terrassenzugang im Betrag der (fiktiven)
Hilfsmittelversorgung mittels eines Innen- und eines Aussenkeils von Fr. 1'500.--
zugesprochen. Die Beschwerdegegnerin hat also die über Fr. 1'500.-- hinausgehenden
Kosten für die Automatisierung der Terrassentüre und die hierfür notwendigen
baulichen Anpassungen (Ersatz der bisherigen Fenstertüre durch ein Fenster mit
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minimaler Schwellenhöhe und grösseren Flügeltüren, Installation eines Flügelantriebs,
Erhöhung des Zementplattenbelags der Terrasse, insgesamt Fr. 11'591.--, abzüglich
der effektiv übernommenen Fr. 1'500.-- also Fr. 10'091.--) nicht übernommen, weil sie
die Automatisierung der Terrassentür als nicht einfach und zweckmässig erachtet hat
(vgl. act. G 1.1.2).
2.3 Ein Anspruch auf ein Hilfsmittel nach der Ziff. 14 des Anhangs der HVI setzt
voraus, dass dieses Hilfsmittel für die Selbstsorge notwendig ist. Unter der Selbstsorge
wird die Autonomie der versicherten Person in der Verrichtung ihrer intimen, privaten
und persönlichen Angelegenheiten verstanden, wobei die Selbstsorge über die bei der
Hilfslosenentschädigung anerkannten Lebensverrichtungen (vgl. Art. 42 ff. IVG)
hinausgeht. Mit anderen Worten meint die Selbstsorge im Bereich des Hilfsmittelrechts
die Möglichkeit der versicherten Person, das Leben praktisch zu meistern,
beispielsweise selber wohnen zu können (ULRICH MEYER/MARCO REICHMUTH,
Bundesgesetz über die Invalidenversicherung (IVG), in: HANS-ULRICH STAUFFER
UND BASILE CARDINAUX (Hrsg.), Rechtsprechung des Bundesgerichts zum
Sozialversicherungsrecht, 3. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2014, S. 235; ERWIN MURER,
Invalidenversicherungsgesetz, Art. 1-27bis IVG, Bern 2014, S. 889). Da der Begriff der
Selbstsorge weit verstanden wird, sich also nicht auf die existenzielle Grundpflege
beschränkt, sondern vielmehr ein eigenverantwortliches Leben und Wohnen
ermöglichen soll, ist auch die Möglichkeit, selbständig ins Freie zu gelangen, um die
Terrasse zu nutzen, und dann wieder selbständig in die Wohnung zurückzukehren, der
Selbstsorge zuzuordnen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 5. September 2018,
9C_904/2017 und 9C_905/2017, E. 4.6.3). Die Rampenlösung vermag im vorliegenden
Fall dieser Komponente der Selbstsorge nicht gerecht zu werden, denn der Versicherte
könnte die Terrasse nicht selbständig betreten, sondern wäre auf die Hilfe einer
anderen Person angewiesen. Die von der Beschwerdegegnerin angesprochene Option,
dass die Ehefrau in der warmen Jahreszeit den Schwellenkeil am Morgen vor der Arbeit
anbringen und bei der Rückkehr wieder einziehen könnte (vgl. act. G 4 S. 3), ist für
diese Komponente der Selbstsorge nicht ausreichend, da diese Option auf die warme
Jahreszeit und auf die Zeiten beschränkt wäre, in denen trockenes Wetter herrschen
würde, und da, wie der Beschwerdeführer zu Recht geltend gemacht hat (vgl. act. G 6
S. 1), bei einer offenstehenden Türe ungebetene Gäste leicht Zutritt zur Wohnung
hätten. Zwar ist der Beschwerdegegnerin darin zuzustimmen, dass der
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Beschwerdeführer bei einer Rampenlösung mit der Hilfe einer anderen Person auf die
Terrasse und dann wieder zurück in die Wohnung gelangen könnte (vgl. act. G 4 S. 2
f.). Allerdings würde das Ziel, eine entsprechend umfassende Selbstsorge zu
realisieren, mit der Rampenlösung gerade nicht erreicht, da der Beschwerdeführer mit
der Rampenlösung die Terrasse nur in den Zeiten nützen könnte, in denen effektiv eine
andere Person anwesend wäre. Aus dem dagegen erhobenen Einwand, dass von der
Invalidenversicherung auch andere Hilfsmittel vergütet würden, die nur mit der Hilfe von
anderen Personen genutzt werden könnten (vgl. act. G 1.1.2 S. 2), kann die
Beschwerdegegnerin vorliegend ebenfalls nichts zu ihren Gunsten ableiten. Denn die
unter dem Titel der "Selbstsorge" aufgeführten Hilfsmittel haben das Ziel, der
versicherten Person die Selbstsorge im Rahmen ihrer Möglichkeiten möglichst
umfassend zu ermöglichen. Kann die versicherte Person jedoch auch mit Hilfsmitteln
nicht mehr alleine für sich sorgen, können Hilfsmittel die Selbstsorge insofern fördern,
als dass sie anderen Personen die Betreuung der versicherten Person ermöglichen
bzw. erleichtern. Kann eine versicherte Person beispielsweise nicht mehr selbständig
Treppensteigen, kann eine Treppensteighilfe, welche die versicherte Person
möglicherweise nicht selber bedienen kann (vgl. dazu act. G 1.1.2 S. 2), den
Angehörigen die Betreuung der versicherten Person ermöglichen bzw. erleichtern. Gibt
es jedoch andere Hilfsmittel, die der versicherten Person das selbständige Überwinden
der Treppenstufen ermöglichen, sind diese vorzuziehen, soweit sie die Grenze des
Einfachen und Zweckmässigen nicht überschreiten. Im vorliegenden Fall stehen die
Kosten für die Automatisierung der Terrassentüre und für die damit einhergehenden
baulichen Anpassungen in einem angemessenen Verhältnis zum erreichten Zweck der
Selbstsorge. Die Automatisierung der Terrassentür ist somit zur Erreichung des
angestrebten Zwecks der Selbstsorge notwendig und ausserdem einfach und
zweckmässig gewesen.
2.4 Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung vermag jedoch der Umstand,
dass ein Hilfsmittel der Selbstsorge dient und einfach und zweckmässig ist, noch keine
Subsumtion unter die Ziff. 14 des Anhangs der HVI zu rechtfertigen. Vielmehr muss das
Hilfsmittel unter eine der Hilfsmittelkategorien dieser Ziff. 14 subsumiert werden
können (Urteil des Bundesgerichts vom 20. Februar 2017, 9C_573/2016, E. 6.3.1 f. und
Urteil des Bundesgerichts vom 15. März 2007, I 133/06, E. 6.1). Vorliegend stehen
bauliche Massnahmen zur Diskussion, welche die Nutzung der Terrasse ermöglichen
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sollen, weshalb sich die Prüfung der Kategorie "bauliche Massnahmen in der
Wohnung" nach der Ziff. 14.04 aufdrängt. Die bundesgerichtliche Rechtsprechung
beschränkt die baulichen Massnahmen nach Ziff. 14.04 allerdings auf Anpassungen
innerhalb des Wohnbereichs, während vorliegend der Zugang zur Terrasse zu
beurteilen ist. Die Terrasse ist nach dem umgangssprachlichen Gehalt dieses Wortes
ausserhalb des Wohnbereiches. In ihrer Duplik hat die Beschwerdegegnerin die
Subsumtion der vom Beschwerdeführer verlangten baulichen Massnahmen unter die
Ziff. 14.04 des Anhangs der HVI mit der Begründung in Frage gestellt, dass diese
Massnahmen keine baulichen Anpassungen in der Wohnung beträfen (vgl. act. G 8).
Der Beschwerdeführer hat die Erstellung des aktiven Terrassenzugangs hingegen als
zum Wohnbereich gehörend betrachtet (vgl. act. G 10). Das Bundesgericht hat die
Terrasse in einem jüngeren Entscheid als zum Wohnbereich gehörend gewertet, da
eine Terrasse, die an das Wohnzimmer anschliesse und durch dieses zu erreichen sei,
nach den aktuell schweizweit tatsächlich gelebten Verhältnissen zum regelmässig
genutzten Wohnbereich gehöre (Urteil des Bundesgerichts vom 5. September 2018,
9C_904/17 und 9C_905/2017, E. 4.6.3). Insofern steht die Vergütung eines Hilfsmittels,
welches den Zugang zur Terrasse ermöglicht, dem in Ziff. 14.04 enthaltenen Begriff "in
der Wohnung" nicht entgegen.
2.5 Das Bundesgericht betrachtet nicht nur die unter Ziff. 14 des Anhangs der HVI
aufgelisteten Hilfsmittelkategorien als abschliessend, sondern auch die unter Ziff. 14.04
enthaltene konkrete Aufzählung der baulichen Änderungen in der Wohnung (Urteil des
Bundesgerichts vom 15. März 2007, I 133/06, E. 6.1; Urteil des Bundesgerichts vom
20. Februar 2017, 9C_573/2016, E. 6.3.1 f.; Urteil des Bundesgerichts vom 5.
September 2018, 9C_904/2017 und 9C_905/2017, E. 2.2). Das Auswechseln von Türen
ist in der Ziff. 14.04 des Anhangs der HVI aufgeführt, nicht aber die Automatisierung
einer Tür. Das Auswechseln der Terrassentüre allein wäre im vorliegenden Fall aber
sinnlos gewesen, denn das war ja nur eine notwendige Voraussetzung der
Automatisierung der Terrassentüre. Die Türautomatisation hat also die baulichen
Anpassungen inklusive der Auswechslung der Terrassentüre notwendig gemacht. Hält
man sich an die bundesgerichtliche Rechtsprechung, wonach die Aufzählung der zu
übernehmenden baulichen Massnahmen in der Ziff. 14.04 des Anhangs der HVI als
abschliessend zu betrachten ist, kann die Automatisierung der Türe nicht unter die Ziff.
14.04 subsubsumiert werden.
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2.6 Laut der bundesgerichtlichen Praxis gehören automatische Türöffner innerhalb der
Wohnung zu den Umweltkontrollsystemen gemäss der Ziff. 15.05 des Anhangs der HVI
(vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts vom 20. Februar 2017, 9C_573/2016, E. 4.4.1 und
Urteil des Bundesgerichts vom 15. März 2007, I 133/06, E. 8.1). Nach der Ziff. 15.05
des Anhangs der HVI können Kosten für Umweltkontrollgeräte übernommen werden,
wenn eine schwerstgelähmte versicherte Person, die nicht in einem Spital oder einer
spezialisierten Institution für Chronischkranke untergebracht ist, nur durch diese
Vorrichtung mit der Umwelt in Kontakt treten kann oder wenn ihr dadurch die
selbständige Fortbewegung mit dem Elektrofahrstuhl innerhalb des Wohnbereichs
ermöglicht wird. Beim Beschwerdeführer handelt es sich um eine schwerstgelähmte
Person, welche zu Hause wohnt und nicht in einem Spital oder einer anderen Institution
untergebracht ist. Die Türautomatisation ermöglicht dem Beschwerdeführer die
selbständige Fortbewegung insofern, dass er nur durch diese Vorrichtung selbständig
auf die Terrasse und wieder zurück in den Wohnbereich gelangen kann. Fasst man die
Terrasse als Wohnraum auf, wird dem Beschwerdeführer dank eines
Türautomatisationssystems also die selbständige Fortbewegung innerhalb des
Wohnbereichs ermöglicht. Das Bundesgericht hat in einem Fall, in dem es zu beurteilen
hatte, ob eine Massnahme unter die Kategorie "bauliche Massnahmen in der
Wohnung" nach der Ziff.14.04 des Anhangs der HVI falle, die Terrasse zum
Wohnbereich gezählt (vgl. oben E. 4.3). Demnach ist bei der Auslegung des Wortlauts
von Ziff. 15.05 des Anhangs der HVI per analogiam davon auszugehen, dass die
Terrasse zum Wohnbereich gehört. Folglich ist die Türautomatisation als Vorrichtung
notwendig, um dem Beschwerdeführer die selbständige Fortbewegung mit dem
Elektrofahrstuhl innerhalb des Wohnbereichs zu ermöglichen. Die Rampenlösung
hingegen kann dem Beschwerdeführer die selbständige Fortbewegung innerhalb des
Wohnbereichs offensichtlich nicht ermöglichen. Daran ändert auch der Verweis der
Beschwerdegegnerin auf die sogenannte Schadenminderungspflicht nichts (vgl. act. G
4 S. 2 f.), da dem Beschwerdeführer die selbständige Fortbewegung eben gerade nicht
ermöglicht würde, wenn man von ihm verlangen würde, dass er immer eine Hilfsperson
beiziehen müsste, wenn er auf die Terrasse gelangen wollte. Nur die Automatisierung
ermöglicht die selbständige Fortbewegung im gesamten Wohnbereich unter Einschluss
der Terrasse. Angesichts der Bewegungsfreiheit und Selbständigkeit, die der
Beschwerdeführer dank der Automatisation der Terrassentür gewinnt, erweist sich
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diese Automatisation (inklusive der damit einhergehenden notwendigen
Begleitmassnahmen wie der Türauswechslung und Erhöhung des Zementplateaus) als
einfach und zweckmässig.
3.
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Verfügung der Beschwerdegegnerin
vom 8. März 2018 hinsichtlich des Terrassenzugangs aufzuheben und die
Beschwerdegegnerin zu verpflichten ist, dem Beschwerdeführer die Kosten für die
Automatisierung der Terrassentüre und die anderen damit einhergehenden baulichen
Änderungen am Terrassenzugang im Betrag von Fr. 11'591.-- vollumfänglich zu
vergüten, wobei die bereits erbrachte Kostenvergütung im Umfang von Fr. 1'500.--
anzurechnen ist.
4.
Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr.
1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint
in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Diese Gebühr ist der
unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Der geleistete Kostenvorschuss von
Fr. 600.-- ist dem Beschwerdeführer zurückzuerstatten. Die obsiegende Beschwerde
führende Partei hat einen Anspruch auf den Ersatz der Parteikosten (Art. 98bis Abs. 2
VRP/SG). Die Parteientschädigung wird vom Versicherungsgericht festgesetzt und
ohne Rücksicht auf den Streitwert danach bemessen, wie weit sie aufgrund der Sach-
oder Rechtslage als notwendig und angemessen erscheint (Art. 98 Abs. 2 VRP/SG). In
der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art.
22 Abs. 1 lit. b Honorarordnung (HonO; sGS 963.75; in der vorliegend anwendbaren,
seit 1. Januar 2019 gültigen Fassung, siehe Art. 30bis HonO) pauschal Fr. 1'500.-- bis
Fr. 15'000.--. In der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit erscheint unter
Berücksichtigung des deutlich unterdurchschnittlichen Vertretungsaufwands eine
Parteientschädigung von pauschal Fr. 3'000.-- (einschliesslich Barauslagen und
Mehrwertsteuer) als angemessen.