Decision ID: 4108b197-499e-5579-82a4-a7236973b65f
Year: 2019
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ meldete sich im Oktober 2004 zum Bezug von Leistungen der
Invalidenversicherung an (IV-act. 1). Der Internist Dr. med. B._ berichtete im Oktober
2004 (IV-act. 9), die Versicherte leide an ätiologisch ungeklärten Rückenschmerzen mit
fibromyalgischen Begleitsymptomen, an unklaren Unterbauchschmerzen und an einem
Status nach unklaren Flankenschmerzen. Bis auf weiteres sei sie vollständig
arbeitsunfähig. Tätigkeiten ohne eine axiale Belastung und mit der Gelegenheit zu
häufigen Sitz- und Gehpausen seien ihr wohl im Umfang von fünf Stunden pro Tag an
vier Tagen pro Woche zumutbar. In einem Austrittsbericht der Klinik C._ vom 3.
Dezember 2004 betreffend eine stationäre Behandlung der Versicherten in der Zeit vom
9. November 2004 bis zum 26. November 2004 hielten die zuständigen Ärzte fest (IV-
act. 17), die Versicherte leide an einem chronischen lumbalbetonten
Panvertebralsyndrom, an einem Status nach einer Hemithyreoidektomie, an einer
Cholezystolithiasis sowie anamnestisch an einem Status nach einer Ureterolithiasis. Es
bestehe eine gewisse Diskrepanz zwischen dem als sehr limitiert erlebten
Krankheitsbild und dem sehr ruhigen Auftreten der Versicherten, der es auch keine
Probleme bereite, über eine halbe Stunde ruhig auf dem Stuhl zu sitzen. Die
Versicherte habe angegeben, dass sie ständig auf Analgetika angewiesen sei, aber sie
habe zwei vollständig neue Packungen mit Schmerzmitteln präsentiert, die sie gemäss
den Aufklebern Mitte Oktober 2004 bezogen habe. Wegen massiven
Schmerzäusserungen sei eine klinische Untersuchung nicht möglich gewesen. Das von
der Versicherten vermittelte Krankheitsbild sei rheumatologisch nicht erklärbar. Eine
depressive Symptomatik als schmerzunterhaltender Faktor habe nicht festgestellt
werden können. Aus rheumatologischer Sicht sei die Versicherte uneingeschränkt
arbeitsfähig. Dr. B._ führte am 1. März 2005 aus (IV-act. 18), es stehe weiterhin ein
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fibromyalgiformes Schmerzsyndrom im Vordergrund. Er empfehle eine rasche
berufliche Wiedereingliederung. Am 7. März 2005 hielt Dr. med. D._ vom IV-internen
regionalen ärztlichen Dienst (RAD) fest (IV-act. 19), für eine körperlich leichte,
wechselbelastende Tätigkeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit von mindestens 40 Prozent,
die sich wohl noch weiter steigern lassen werde. Die Versicherte sollte bei einer
beruflichen Wiedereingliederung unterstützt werden. Ein Eingliederungsberater der IV-
Stelle notierte am 31. März 2005, eine Vermittlung der Versicherten sei wohl nicht
möglich (IV-act. 24). Mit einer Verfügung vom 10. Juni 2005 sprach die IV-Stelle der
Versicherten rückwirkend ab dem 1. Februar 2005 eine Dreiviertelsrente bei einem
Invaliditätsgrad von 64 Prozent zu (IV-act. 41).
A.b Im März 2013 forderte die IV-Stelle die Versicherte auf, einen Fragebogen zur
Überprüfung des Rentenanspruchs auszufüllen. Diese gab am 26. März 2013 an, ihr
Gesundheitszustand habe sich im vergangenen Jahr verschlechtert; sie leide an
zunehmenden Schmerzen und an Müdigkeit (IV-act. 61). Am 15. April 2013 berichtete
Dr. B._ (IV-act. 64), die Versicherte leide an einer im Jahr 2010 bekannt gewordenen
latenten Lungentuberkulose, an persistenten Motilitätsstörungen, an einer arteriellen
Hypertonie und an einer Hypothyreose. Am 1. Mai 2013 notierte der RAD-Arzt Dr. med.
E._ (IV-act. 65), es liege ein syndromales Leiden im Sinne der Schlussbestimmungen
zum ersten Massnahmenpaket der sechsten IVG-Revision („IVG-Revision 6a“) vor. Die
der ursprünglichen Rentenzusprache zugrunde gelegte Arbeitsfähigkeitsschätzung
könne nicht nachvollzogen werden. Am 3. Juli 2013 forderte die IV-Stelle Dr. B._ auf,
einen Fragebogen zur Überprüfung des medizinischen Sachverhaltes mit Blick auf eine
Anwendung der Schlussbestimmungen der IVG-Revision 6a auszufüllen (IV-act. 66).
Dieser antwortete im August 2013 (IV-act. 67), an der rheumatologischen Problematik
habe sich seit der Rentenzusprache nichts geändert. Es seien aber neue Diagnosen
hinzugekommen, die an der Substanz der Versicherten zehrten, insbesondere die
erfolgreich behandelte Lungentuberkulose. Er halte eine ergänzende medizinische
Abklärung für angezeigt. Mit einem Vorbescheid vom 6. September 2013 teilte die IV-
Stelle der Versicherten mit, dass sie die Aufhebung der laufenden Rente auf das Ende
des der Zustellung der noch zu erlassenden Verfügung folgenden Monats vorsehe (IV-
act. 72). Gleichentags bot sie der Versicherten berufliche Eingliederungsmassnahmen
an (IV-act. 73). Am 14. Oktober 2013 liess die nun anwaltlich vertretene Versicherte
geltend machen (IV-act. 81), der medizinische Sachverhalt sei ungenügend abgeklärt
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worden. Die vorgesehene Rentenaufhebung sei folglich rechtswidrig. Die Versicherte
sei grundsätzlich an beruflichen Massnahmen interessiert. Der RAD-Arzt Dr. E._
notierte am 28. Oktober 2013 (IV-act. 82), der medizinische Sachverhalt sei hinreichend
abgeklärt worden. Ohnehin gehe es hier nicht um eine medizinische, sondern um eine
juristische Frage, denn ein Mediziner könne und dürfe sich nicht zum juristischen
Konstrukt der Überwindbarkeit von chronischen Schmerzen äussern; das wäre gemäss
dem aktuell diskutierten Rechtsgutachten von Prof. Dr. iur. Müller
menschenrechtswidrig. Mit einer Verfügung vom 31. Januar 2014 hob die IV-Stelle die
laufende Rente auf das Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden Monats auf
(IV-act. 96). Mit einer weiteren Verfügung vom 7. Februar 2014 sprach sie der
Versicherten für die Dauer der beruflichen Massnahmen, aber längstens bis zum 28.
Februar 2016 (recte: 29. Februar 2016), eine Dreiviertelsrente zu (IV-act. 105–6 ff.).
A.c Am 3. März 2014 liess die Versicherte eine Beschwerde gegen diese Verfügungen
erheben und die Weiterausrichtung der bisherigen Dreiviertelsrente sowie eventualiter
weitere Abklärungen beantragen (IV-act. 104). Ein Mitarbeiter des Rechtsdienstes der
IV-Stelle notierte am 4. April 2014, mit Blick auf die bundesgerichtliche
Rechtsprechung dränge sich eine polydisziplinäre Begutachtung der Versicherten auf,
weshalb die angefochtenen Verfügungen widerrufen werden müssten (IV-act. 111). Am
23. April 2014 widerrief die IV-Stelle die angefochtenen Verfügungen (IV-act. 114). Das
Beschwerdeverfahren wurde mit einem Entscheid vom 10. Juni 2014 abgeschrieben
(vgl. IV-act. 128). Im Auftrag der IV-Stelle erstattete das Zentrum für medizinische
Begutachtung (ZMB) am 12. Januar 2015 ein polydisziplinäres Gutachten (IV-act. 144).
Die Sachverständigen hielten fest, die Versicherte leide an einem chronifizierten,
generalisierten Schmerzsyndrom, das mit einem Fibromyalgie-Syndrom vereinbar sei,
sowie – ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit – an einer leichten Skoliose, an
Peritendinosen der Schultergelenke, verdachtsweise an einem Carpaltunnelsyndrom
links, an einer beginnenden Patellachondropathie, an einer Lumbalskoliose und an
einem Beckenschiefstand, an einer Adipositas, an einer arteriellen Hypertonie, an einer
leichten depressiven Episode, an einem Status nach einer Cholezystektomie, an einem
Status nach einer Behandlung einer latenten pulmonalen Tuberkulose und an einem
Status nach einer Hemithyreoidektomie. Bezüglich der Frage nach der Zumutbarkeit
einer Willensanstrengung zur Überwindung eines psychosomatischen Leidens
respektive bezüglich der sogenannten Foerster’schen Kriterien oder den „critères de
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Mosimann“ sei festzuhalten, dass eine chronische somatische Begleiterkrankung
vorliege, nämlich ein Fibromyalgiesyndrom. Die Einschränkung bestehe schon seit über
zehn Jahren. Die anderen Kriterien seien nicht erfüllt. Objektiv bestehe aber eine
Belastung durch einen an einem Hirntumor erkrankten, invaliden Ehemann. Aus rein
medizinischer Sicht sei die Versicherte aufgrund ihrer chronischen und als sehr schwer
erlebten Schmerzsymptomatik als zu 60 Prozent in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt
zu qualifizieren. Eine Restarbeitsfähigkeit wäre der Versicherten aus rein medizinischer
Sicht insofern zumutbar, als dass diese die Gesundheit sicher nicht gefährden würde.
Im Übrigen sei die Beurteilung der Zumutbarkeit einer Willensanstrengung zur
Überwindung eines psychosomatischen und psychischen Leidens die Aufgabe der
Rechtsprechung. Eine wesentliche Veränderung des Gesundheitszustandes seit dem
Jahr 2005 sei nicht auszumachen. Am 28. Januar 2015 notierte der RAD-Arzt Dr. E._
(IV-act. 145), das Gutachten entspreche nicht den geltenden Qualitätskriterien. Die
Arbeitsfähigkeitsschätzung sei nicht nachvollziehbar. Den Sachverständigen seien die
folgenden Rückfragen zu stellen: „1. Frage an den orthopädischen Gutachter: Bitte
nennen Sie den allenfalls vorliegenden strukturellen Gesundheitsschaden; wie
begründen und beurteilen Sie die Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit aus rein
somatischer Sicht? 2. Frage an den psychiatrischen Gutachter: Sie diagnostizieren eine
anhaltende somatoforme Schmerzstörung und eine leichte Depression. Trotz nicht
ausgewiesenen Foerster’schen Kriterien und nur leichter Depression bestätigen Sie
eine Arbeitsunfähigkeit von 60 Prozent. Wir bitten Sie daher, die von Ihnen attestierte
Arbeitsunfähigkeit zu begründen“. Auf die entsprechende Rückfrage der IV-Stelle
antworteten die Sachverständigen des ZMB am 11. Februar 2015 (IV-act. 147), hinter
der Rückfrage der IV-Stelle stehe offensichtlich „die Intention einer Diskussion über
unsere Beurteilung“; sie beinhalte den Versuch, „nachträglich auf unser medizinisches
Urteil im vorliegenden umstrittenen Sachverhalt Einfluss zu nehmen“. Dem RAD müsste
doch bekannt sein, dass es gerade keine ärztliche Aufgabe sei, die Foerster’schen
Kriterien zu „gewichten“. Das behalte sich die Rechtsprechung vor, worauf ja bereits
deren „Vater“ Hans-Jakob Mosimann hingewiesen habe. Der RAD-Arzt Dr. E._ hielt
am 11. März 2015 fest (IV-act. 148), die Arbeitsfähigkeitsschätzung des ZMB sei nach
wie vor nicht nachvollziehbar. Trotzdem sei der Gesundheitszustand der Versicherten
nun bekannt. Mangels eines strukturell fassbaren somatischen Gesundheitsschadens
sei von einer uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit der Versicherten auszugehen.
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A.d Mit einem Vorbescheid vom 6. Mai 2015 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit,
dass sie die Aufhebung der laufenden Rente auf das Ende des der Zustellung der noch
zu erlassenden Verfügung folgenden Monats vorsehe (IV-act. 151). Zur Begründung
verwies sie auf die Schlussbestimmungen zur IVG-Revision 6a und (sinngemäss) auf
die Arbeitsfähigkeitsschätzung des RAD-Arztes Dr. E._. Dagegen liess die
Versicherte am 5. Juni 2015 einwenden (IV-act. 152), gemäss den Stellungnahmen des
RAD-Arztes Dr. E._ liege keine verwertbare und umfassende Beurteilung des
Gesundheitszustandes der Versicherten vor, weshalb zunächst im Einklang mit dem
Gutachten des ZMB davon auszugehen sei, dass die Versicherte insbesondere auch
aus rheumatologischer und orthopädischer Sicht in einer adaptierten Tätigkeit weiterhin
zu 60 Prozent arbeitsunfähig sei. Sie habe also weiterhin einen Anspruch auf die
bisherige Dreiviertelsrente. Sollte sich die IV-Stelle dieser Auffassung nicht
anschliessen, müsste sie ein weiteres polydisziplinäres Gutachten einholen. In der
Folge beauftragte die IV-Stelle die medizinische Abklärungsstelle (MEDAS)
Zentralschweiz mit einer polydisziplinären Begutachtung der Versicherten (IV-act. 162).
Das entsprechende Gutachten wurde am 13. Juni 2016 erstellt (IV-act. 170). Die
Sachverständigen führten darin aus, in rheumatologischer Hinsicht habe keine
relevante Gesundheitsbeeinträchtigung objektiviert werden können, weshalb aus
rheumatologischer Sicht auch keine Arbeitsunfähigkeit attestiert werden könne. Der
psychiatrische Sachverständige habe das Vorliegen einer Depression eindeutig
ausschliessen können. Angesichts der somatisch nicht objektivierbaren Schmerzen
und der aktuell eher etwas übersteigert wirkenden Angst vor einem Tumorrezidiv beim
Ehemann seien die Kriterien für die Diagnose einer anhaltenden somatoformen
Schmerzstörung erfüllt. Diese Störung sei aber nicht stark ausgeprägt. Sie schränke
jedoch die Durchhaltefähigkeit der Versicherten mittelgradig ein. Die vorhandenen
Ressourcen der Versicherten genügten nicht für eine Realisierung der aus rein
rheumatologischer Sicht attestierten uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit. Körperlich
leichte und körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeiten seien der Versicherten zu 50
Prozent zumutbar. Im eigenen Zweipersonenhaushalt sei die Versicherte zu 80 Prozent
arbeitsfähig. Der RAD-Arzt Dr. E._ qualifizierte das rheumatologische Teilgutachten
am 27. Juni 2016 als überzeugend (IV-act. 171–1). Der RAD-Psychiater Dr. med. F._
hielt am 27. Juni 2016 fest (IV-act. 171–2), der psychiatrische Sachverständige der
MEDAS Zentralschweiz habe den objektiven Befund ausführlich und anschaulich
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geschildert. Seine Diagnosestellung sei aber nicht lege artis, denn das Hauptkriterium
für die Diagnose einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung – ein andauernder,
schwerer und quälender Schmerz – sei gemäss seinen Ausführungen nicht erfüllt. Die
Arbeitsfähigkeitsschätzung beruhe teilweise auf den subjektiven Angaben der
Versicherten und nicht allein auf objektiven klinischen Befunden, weshalb auch sie
nicht überzeuge. Eine Mitarbeiterin des Rechtsdienstes notierte am 5. Juli 2016, aus
juristischer Sicht sei von einer uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit auszugehen (IV-act.
172).
A.e Mit einem Vorbescheid vom 12. Juli 2016 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit,
dass sie die Aufhebung der Rente auf das Ende des der Zustellung der noch zu
erlassenden Verfügung vorsehe (IV-act. 175). Gleichentags bot sie der Versicherten
berufliche Eingliederungsmassnahmen an (IV-act. 176). Gegen den Vorbescheid liess
die Versicherte am 19. September 2016 einwenden (IV-act. 181), das Gutachten der
MEDAS Zentralschweiz überzeuge in jeder Hinsicht, weshalb darauf abzustellen sei.
Unter Berücksichtigung der von den Sachverständigen attestierten Arbeitsunfähigkeit
von 50 Prozent und eines Tabellenlohnabzuges bestehe weiterhin ein Anspruch auf die
bisherige Dreiviertelsrente. Mit einer Verfügung vom 18. Oktober 2016 hob die IV-Stelle
die laufende Dreiviertelsrente auf das Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden
Monats auf (IV-act. 185). Mit einer Verfügung vom 19. Oktober 2016 sprach die IV-
Stelle der Versicherten für die Dauer der beruflichen Eingliederungsmassnahmen,
längstens aber bis zum 30. November 2018, eine Dreiviertelsrente zu (IV-act. 187). Am
7. November 2016 erging eine weitere Verfügung, mit der der Versicherten für die Zeit
vom 1. Dezember 2016 bis zum 30. November 2018 eine Rente von 1’209 Franken pro
Monat zugesprochen wurde (IV-act. 196).
B.
B.a Am 21. November 2016 liess die Versicherte (nachfolgend: die
Beschwerdeführerin) eine Beschwerde gegen die Verfügungen vom 18. Oktober 2016,
vom 19. Oktober 2016 und vom 7. November 2016 erheben (act. G 1). Ihr
Rechtsvertreter beantragte die Aufhebung der angefochtenen Verfügungen und die
Weiterausrichtung der früheren Dreiviertelsrente, insbesondere über den 30. November
2018 hinaus, eventualiter die Ausrichtung einer halben Rente und subeventualiter die
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Rückweisung der Sache zur weiteren Abklärung an die IV-Stelle (nachfolgend: die
Beschwerdegegnerin). Zur Begründung führte er an, die Behauptung der
Beschwerdeführerin, dass die Diagnose einer anhaltenden somatoformen
Schmerzstörung nicht lege artis gestellt worden sei, sei nicht nachvollziehbar. Wenn es
sich so verhielte, müsste ein psychiatrisches Obergutachten eingeholt werden.
B.b Die Beschwerdegegnerin beantragte am 26. Januar 2017 die Abweisung der
Beschwerde (act. G 4). Zur Begründung führte sie aus, die Diagnose einer anhaltenden
somatoformen Schmerzstörung sei vom psychiatrischen Sachverständigen der MEDAS
Zentralschweiz nicht überzeugend begründet worden. Das schade aber nicht, denn die
Angaben im Gutachten erlaubten eine Indikatorenprüfung gemäss dem BGE 141 V
281. Die Prüfung ergebe, dass es am erforderlichen funktionellen Schweregrad der
somatoformen Schmerzstörung fehle, weshalb auch kein invalidisierender
Gesundheitsschaden vorliege.
B.c Die Beschwerdeführerin liess am 27. Februar 2017 an ihren Anträgen festhalten
(act. G 6) und einen Bericht der Psychiaterin Dr. med. G._ vom 10. Februar 2017
einreichen (act. G 6.1), laut dem sich die Beschwerdeführerin seit dem 27. September
2016 wegen einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung und einer
mittelgradigen depressiven Störung in psychiatrischer Behandlung befand.
B.d Die Beschwerdegegnerin hielt am 7. März 2017 ebenfalls an ihrem Antrag fest (act.
G 8).
B.e Am 13. Dezember 2018 forderte das Versicherungsgericht die MEDAS
Zentralschweiz auf (act. G 14), Stellung zur Kritik des RAD-Arztes Dr. F._ zu nehmen
und eine überzeugende Begründung für die Diagnosestellung und die
Arbeitsfähigkeitsschätzung nachzuliefern. Der psychiatrische Sachverständige der
MEDAS Zentralschweiz hielt am 31. Januar 2019 fest (act. G 16.1), das AMDP-System
sei in Bezug auf Persönlichkeits- oder somatoforme Störungen kaum aussagekräftig,
weshalb aus dem weitgehend unauffälligen Befund gemäss AMDP für den
vorliegenden Fall nichts abgeleitet werden könne. In den Berichten der behandelnden
Ärzte und im rheumatologischen Teilgutachten der MEDAS Zentralschweiz werde
immer wieder ein chronifiziertes, fibromyalgiformes Ganzkörperschmerzsyndrom
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geschildert, worin ein andauernder Schmerz im Sinne der Ziff. F45.40 des ICD-10
vorliege, der so schwer und quälend sei, dass sich die Beschwerdeführerin immer
wieder habe ärztlich untersuchen und behandeln lassen. Die Ängste und Sorgen der
Beschwerdeführerin im Zusammenhang mit der Hirntumorerkrankung des Ehemannes
seien zwar „normalpsychologisch“, aber sie stellten psychosoziale Belastungsfaktoren
und emotionale Konflikte im Sinne der Ziff. F45.40 des ICD-10 dar. Aus dem Umstand,
dass die Beschwerdeführerin in der Untersuchungssituation nicht schwer
schmerzgeplagt gewirkt habe, lasse sich nichts ableiten. Die Untersuchung habe keine
körperliche Herausforderung dargestellt. Die Beschwerdeführerin gehöre zudem nicht
zu jenen, die sich bei Schmerzen wimmernd auf dem Boden krümmten, sondern eher
zu jenen, die tapfer gegen Schmerzen ankämpften. Schmerzen liessen sich nicht
objektivieren. Anhand der eigenen Beobachtungen und der subjektiven Angaben der
Beschwerdeführerin sei er, der psychiatrische Sachverständige, zur Auffassung
gelangt, dass die Schmerzen vorhanden, aber nicht schwer seien. Der RAD-Arzt Dr.
F._ habe die Anwendung des Mini-ICF-APP offenbar nicht verstanden.
Zusammenfassend halte der psychiatrische Sachverständige an der Diagnose einer
anhaltenden somatoformen Schmerzstörung fest. Die Beschwerdeführerin liess am 6.
März 2019 darauf hinweisen, dass gestützt auf die Ausführungen des psychiatrischen
Sachverständigen der MEDAS Zentralschweiz eine Arbeitsunfähigkeit von 50 Prozent
selbst für ideal leidensadaptierte Tätigkeiten ausgewiesen sei.

Erwägungen
1.
Beim Verwaltungsverfahren, das mit der angefochtenen Verfügung vom 18. Oktober
2016 abgeschlossen worden ist, hat es sich um ein „Überprüfungsverfahren“ im Sinne
des Abs. 1 der lit. a der Schlussbestimmungen zur IVG-Revision 6a gehandelt. Ein
solches „Überprüfungsverfahren“ bezweckt die Anpassung einer laufenden, formell
rechtskräftig zugesprochenen Rente an eine Änderung der Praxis des Bundesgerichtes
zu den sogenannten pathogenetisch-ätiologisch unklaren syndromalen
Beschwerdebildern ohne eine nachweisbare organische Genese (sog. „Päusbonog“).
Hier liegt ein von dieser Bestimmung erfasster Sachverhalt vor. Zwar ist der
massgebende medizinische Sachverhalt bei der ursprünglichen Rentenzusprache völlig
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ungenügend abgeklärt worden, weshalb aus den „alten“ Akten nicht direkt mit dem
erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit abgeleitet werden
kann, woran die Beschwerdeführerin damals wirklich gelitten hat. Aber indirekt lässt
sich diese Frage dank der aktuellen Akten mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
beantworten. Sowohl die Sachverständigen des ZMB als auch jene der MEDAS
Zentralschweiz haben nämlich mit einer überzeugenden Begründung aufgezeigt, dass
die Beschwerdeführerin an einem „Päusbonog“ leidet. Da sich in den Akten kein
Hinweis auf eine relevante Veränderung des medizinischen Sachverhaltes seit der
ursprünglichen Rentenzusprache findet und da es den behandelnden Ärzten in der Zeit
vor der ursprünglichen Rentenzusprache nicht gelungen ist, auch nur ansatzweise eine
somatische Ursache für die von der Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden zu
finden, steht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit
fest, dass sie schon damals an einem „Päusbonog“ gelitten haben muss. Mit anderen
Worten ist die ursprüngliche Rentenzusprache also in medizinischer Hinsicht mit einem
„Päusbonog“ begründet gewesen. Die „Päusbonog“-Kriterien gemäss dem BGE 130 V
352 sind aber nicht geprüft worden. Das hat eine nachträgliche Anwendung der damals
aktuellen Bundesgerichtspraxis im Rahmen des „Überprüfungsverfahrens“ erlaubt. Das
entsprechende Verwaltungsverfahren ist im März 2013 und damit innerhalb der
dreijährigen Frist des Abs. 1 der lit. a der Schlussbestimmungen zur IVG-Revision 6a
eröffnet worden. Die Beschwerdeführerin hat das 55. Altersjahr noch nicht vollendet
gehabt und sie hat die Rente noch nicht während 15 Jahren bezogen, weshalb auch
die Voraussetzungen des Abs. 4 der lit. a der Schlussbestimmungen zur IVG-Revision
6a erfüllt gewesen sind.
2.
2.1 Laut dem Art. 28 Abs. 1 IVG hat eine versicherte Person, die ihre Erwerbsfähigkeit
nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder
verbessern kann, die während eines Jahres ohne einen wesentlichen Unterbruch
durchschnittlich mindestens 40 Prozent arbeitsunfähig gewesen ist und die nach dem
Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid ist, einen Anspruch auf eine
Rente der Invalidenversicherung. Für die Bemessung der Invalidität wird gemäss dem
Art. 16 ATSG das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach dem Eintritt der
Gesundheitsbeeinträchtigung und nach der Durchführung der medizinischen
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Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare
Tätigkeit bei einer ausgeglichenen Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung zu
jenem Erwerbseinkommen gesetzt, das sie erzielen könnte, wenn sie gesund geblieben
wäre.
2.2 Für die Bestimmung des zumutbarerweise erzielbaren Invalideneinkommens
spielen die Auswirkungen einer Gesundheitsbeeinträchtigung auf die Arbeitsfähigkeit
der versicherten Person eine entscheidende Rolle. Die Beschwerdegegnerin hat zur
Beantwortung dieser Frage bei sämtlichen behandelnden Fachärzten Berichte
eingeholt und sie hat das ZMB und die MEDAS Zentralschweiz beauftragt, ein
polydisziplinäres Gutachten zu erstellen. Bei beiden Begutachtungen ist die
Beschwerdeführerin eingehend persönlich untersucht worden. Die Sachverständigen
des ZMB und der MEDAS Zentralschweiz haben die subjektiven Klagen der
Beschwerdeführerin und die von ihnen erhobenen objektiven klinischen Befunde
ausführlich wiedergegeben. Zusätzlich haben sie die vorhandenen medizinischen Akten
eingehend gewürdigt. Sowohl die Sachverständigen des ZMB als auch jene der
MEDAS Zentralschweiz haben damit über eine umfassende Kenntnis des
massgebenden medizinischen Sachverhaltes verfügt. Beide Gutachterstellen haben
überzeugend begründet aufgezeigt, dass keine somatische
Gesundheitsbeeinträchtigung vorliegt, die die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin
in einer ideal leidensadaptierten Tätigkeit einschränken würde. Die beiden
psychiatrischen Teilgutachten des ZMB und der MEDAS Zentralschweiz enthalten eine
aus der Sicht eines medizinischen Laien überzeugend begründete Diagnosestellung.
Der RAD-Arzt Dr. F._ hat zwar die im psychiatrischen Teilgutachten der MEDAS
Zentralschweiz enthaltene Diagnose einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung
als nicht lege artis bezeichnet, aber der psychiatrische Sachverständige der MEDAS
Zentralschweiz hat die Argumente von Dr. F._ in seiner Stellungnahme zuhanden des
Versicherungsgerichtes mit einer schlüssigen Begründung widerlegt. Zwar verbleiben
insgesamt noch leichte Zweifel bezüglich der Frage, ob die Beschwerdeführerin nun
tatsächlich an einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung oder aber – gemäss
der Diagnose im Gutachten des ZMB – an einem chronifizierten, generalisierten
Schmerzsyndrom leidet. Diese Frage muss für das vorliegende Verfahren aber nicht
abschliessend beantwortet werden, denn die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin
ergibt sich nicht direkt aus der (exakten) Diagnose. Die massgebende Arbeitsfähigkeit
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als Teilelement der (Rest-) Erwerbsfähigkeit der Beschwerdeführerin ist nämlich ein
juristischer Begriff, der im Art. 7 Abs. 1 ATSG definiert ist. Die Beantwortung der Frage
nach der Arbeitsfähigkeit setzt folglich eine Subsumtion voraus, die nicht vom
Mediziner, sondern vom Rechtsanwender vorzunehmen ist (vgl. dazu auch PHILIPP
GEERTSEN, Ausgewählte Rechts- und Tatfragen, in: JaSo 2015, S. 194, mit Hinweisen
auf die Rechtsprechung und die Materialien zum IVG), wobei jedoch in aller Regel die
medizinischen Sachverständigen fast sämtliche Angaben liefern, die für diesen
Subsumtionsvorgang erforderlich sind. Diese Angaben fehlen allerdings im (ansonsten
überzeugenden) Gutachten des ZMB, denn die Sachverständigen haben keine
konkreten medizinisch begründeten Einschränkungen genannt, die ihre
Arbeitsfähigkeitsschätzung hätten erklären können. Der Grund dafür dürfte im Umstand
zu erblicken sein, dass die Sachverständigen des ZMB wohl fälschlicherweise
angenommen haben, sie müssten ihre Arbeitsfähigkeitsschätzung in einem
Rentenrevisionsverfahren nach Art. 17 Abs. 1 ATSG abgeben, und dass sie mangels
einer relevanten Sachverhaltsveränderung eine unveränderte Arbeitsunfähigkeit
attestiert haben. Eine andere Erklärung für ihre Arbeitsfähigkeitsschätzung ist jedenfalls
nicht ersichtlich. Entscheidend ist, dass im Gutachten des ZMB jene Angaben fehlen,
die es erlauben würden, die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin zu bestimmen.
Auch das Gutachten der MEDAS Zentralschweiz enthält keine überzeugende
Begründung für das Attest einer Arbeitsunfähigkeit von 50 Prozent selbst für ideal
leidensadaptierte Tätigkeiten. Bei einem eingehenden Studium des Gutachtens zeigt
sich allerdings, dass dieses all jene Angaben enthält, die für eine überzeugend
begründete Arbeitsfähigkeitsschätzung erforderlich sind: Im „Mini-ICF-APP
Ratingbogen“ hat der psychiatrische Sachverständige der MEDAS Zentralschweiz
angegeben (IV-act. 170–67 f.), dass die Fähigkeiten der Beschwerdeführerin zur
Anpassung an Regeln und Routinen sowie zur Planung und Strukturierung von
Aufgaben nicht eingeschränkt seien; die Flexibilität und die Umstellungsfähigkeit seien
mittelgradig beeinträchtigt; die Fähigkeit zur Anwendung fachlicher Kompetenzen sei
leichtgradig eingeschränkt; bezüglich der Entscheidungs- und Urteilsfähigkeit, der
Selbstbehauptungsfähigkeit, der Kontaktfähigkeit, der Gruppenfähigkeit, der familiären
und intimen Beziehungen, der Selbstpflege und der Verkehrsfähigkeit lägen keine
Beeinträchtigungen vor; die Durchhaltefähigkeit sei mittelgradig eingeschränkt; auch
bezüglich der Spontan-Aktivitäten ausserhalb beruflicher oder sozialer Pflichten
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bestehe eine mittelgradige Einschränkung. Für die Arbeitsfähigkeit im Vordergrund
stehen die mittelgradigen Beeinträchtigungen der Flexibilität, der Umstellungsfähigkeit
und der Durchhaltefähigkeit. Eine ideal leidensadaptierte Tätigkeit darf folglich keine
hohen Anforderungen an die Flexibilität und an die Umstellungsfähigkeit stellen, denn
je höher die Anforderungen an die Flexibilität und an die Umstellungsfähigkeit sind,
umso stärker wirkt sich die entsprechende Beeinträchtigung auf die Arbeitsfähigkeit
der Beschwerdeführerin aus. Im Gegensatz dazu wirkt sich die Einschränkung der
Durchhaltefähigkeit selbst in einer ideal leidensadaptierten Tätigkeit auf die
Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin aus, denn die Anforderungen an die
Durchhaltefähigkeit hängen nicht nur von der Art der zu verrichtenden Arbeit, sondern
vor allem auch vom Pensum ab. Die Beeinträchtigung der Durchhaltefähigkeit muss
deshalb sogar in einer ideal leidensadaptierten Tätigkeit eine Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit bewirken. Da die Durchhaltefähigkeit aber „nur“ mittelgradig
beeinträchtigt ist und da keine weiteren Einschränkungen belegt sind, die die
Arbeitsfähigkeit in einer – auch in psychischer Hinsicht – ideal leidensadaptierten
Tätigkeit wesentlich beeinflussen könnten, kann der Arbeitsunfähigkeitsgrad für ideal
leidensadaptierte Tätigkeiten nicht allzu hoch sein. Tatsächlich haben die
Sachverständigen der MEDAS Zentralschweiz denn auch für die Führung des eigenen
Zweipersonenhaushaltes eine Arbeitsfähigkeit von 80 Prozent attestiert (IV-act. 170–
35), obwohl diese Tätigkeit wohl nicht als ideal leidensadaptiert qualifiziert werden
kann, weil sie ein gewisses Mass an Flexibilität erfordert. Diese
Arbeitsfähigkeitsschätzung überzeugt aber, weil sich weder im Gutachten der MEDAS
Zentralschweiz noch in den übrigen medizinischen Berichten ein Hinweis auf eine
Gesundheitsbeeinträchtigung finden lässt, der einen höheren Grad an
Arbeitsunfähigkeit im eigenen Haushalt begründen könnte. Für eine Arbeit, die tiefere
Anforderungen an die Flexibilität stellt, dürfte der Arbeitsfähigkeitsgrad wohl sogar eher
höher sein. Jedenfalls rechtfertigt es sich nicht, von einer Arbeitsunfähigkeit von mehr
als 20 Prozent für ideal leidensadaptierte Tätigkeiten auszugehen. Folglich steht mit
dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit fest, dass die
Beschwerdeführerin im Zeitpunkt der Eröffnung der angefochtenen Verfügung für ideal
leidensadaptierte Tätigkeiten zu (mindestens) 80 Prozent arbeitsfähig gewesen ist.
2.3 Da die Beschwerdeführerin keine Berufsausbildung absolviert hat und folglich als
Hilfsarbeiterin zu qualifizieren ist und da statistisch nicht nachgewiesen ist, dass
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bestimmte Arten von Hilfsarbeiten generell schlechter als andere entlöhnt würden,
entsprechen sowohl das Valideneinkommen als auch der Ausgangswert des
zumutbarerweise erzielbaren Invalideneinkommens dem statistischen Zentralwert der
Hilfsarbeiterinnenlöhne. Bei der Berechnung des Invaliditätsgrades kann der Betrag
mathematisch keine Rolle spielen. Der Invaliditätsgrad ist deshalb anhand eines
sogenannten Prozentvergleichs zu berechnen, das heisst er entspricht dem
Arbeitsunfähigkeitsgrad, allenfalls korrigiert um einen Abzug vom Tabellenlohn. Mit
dem Tabellenlohnabzug soll dem Umstand Rechnung getragen werden, dass sich eine
Gesundheitsbeeinträchtigung nicht nur auf den Arbeitsfähigkeitsgrad, sondern auch auf
den betriebswirtschaftlich-ökonomischen Erfolg auswirken kann, mit dem die
verbliebene Restarbeitsfähigkeit verwertet werden kann: Kann eine versicherte Person
beispielsweise ihre Arbeitsleistung nur in einer stark schwankenden Qualität erbringen,
muss immer wieder mit vermehrten krankheitsbedingten (und damit nicht planbaren)
Absenzen gerechnet werden oder ist die Zuverlässigkeit der versicherten Person als
Arbeitnehmer krankheitsbedingt eingeschränkt, wird ein strikt betriebswirtschaftlich-
ökonomisch denkender potentieller Arbeitgeber dieser Person einen tieferen Lohn als
einem Arbeitnehmer ausrichten, der zwar im selben Pensum angestellt ist, seine
Arbeitsleistung aber konstant zuverlässig und planbar erbringt. Angesichts der
Geringfügigkeit der relevanten Gesundheitsbeeinträchtigung rechtfertigt sich vorliegend
ein praxisgemässer Tabellenlohnabzug von zehn Prozent. Bei einem
Arbeitsunfähigkeitsgrad von 20 Prozent resultiert ein Invaliditätsgrad von 28 Prozent (=
100% – 0,9 × 80%). Nur bei Berücksichtigung des Maximalabzuges von 25 Prozent
(vgl. BGE 126 V 75) würde ein Invaliditätsgrad von 40 Prozent resultieren (= 100% –
0,75 × 80%). Die Berücksichtigung dieses Maximalabzuges ist aber vorliegend
offenkundig nicht gerechtfertigt. Damit steht fest, dass die Beschwerdeführerin im
Zeitpunkt der Eröffnung der angefochtenen Verfügung nicht in einem
rentenbegründenden Ausmass invalid gewesen ist, weshalb sich die Aufhebung der
laufenden Rente im Ergebnis als rechtmässig erweist.
3.
Die Beschwerde gegen die Verfügung vom 18. Oktober 2016 ist deshalb abzuweisen.
Formal richtet sich die Beschwerde zwar auch gegen die Verfügungen vom 19. Oktober
2016 und vom 7. November 2016, aber der Grund dafür ist allein im Umstand zu
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erblicken, dass diese beiden Verfügungen rechtswidrig wären, wenn die Verfügung
vom 18. Oktober 2016 aufgehoben würde, weil sie in tatsächlicher Hinsicht die
Rentenaufhebung per Ende November 2016 voraussetzen. Da die Beschwerde gegen
die Verfügung vom 18. Oktober 2016 abgewiesen wird, besteht insofern kein
Korrekturbedarf bezüglich der Verfügungen vom 19. Oktober 2016 und vom 7.
November 2016. Da sich die Beschwerde nicht gegen jene beiden Verfügungen richtet,
erübrigt sich eine inhaltliche Überprüfung der beiden Verfügungen. Die Beschwerde ist
also ohne Weiteres gesamthaft abzuweisen. Die Gerichtskosten von 600 Franken sind
folglich der Beschwerdeführerin aufzuerlegen. Sie sind durch den von der
Beschwerdeführerin geleisteten Kostenvorschuss von 600 Franken gedeckt. Die
Kosten für die ergänzende Stellungnahme der MEDAS Zentralschweiz von 525 Franken
sind dagegen der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen, denn es handelt sich dabei um
Sachverhaltsabklärungskosten, das heisst um Kosten, die nur deshalb im
Beschwerdeverfahren angefallen sind, weil die Beschwerdegegnerin ihre
Untersuchungspflicht im Verwaltungsverfahren nicht vollumfänglich erfüllt hat. Die
unterliegende Beschwerdeführerin hat keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung.