Decision ID: 64149650-72fc-5a72-88b2-8829898a70af
Year: 2007
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. G._, geboren 1954, aus dem Kosovo stammend, meldete sich am 12. Februar 1997 bei der IV-Stelle Graubünden zum Bezug von Leistungen aus der schweizerischen Invalidenversicherung, weil er seit etwa 1987  Rücken- und Armschmerzen behindert sei.
Vom 1. bis zum 4. Februar 1999 wurde G._ in der MEDAS  in Luzern umfassend untersucht. Dabei wurden folgende  mit wesentlicher Einschränkung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit : chronifiziertes lumbospondylogenes Syndrom rechts bei leichter Fehlhaltung und Fehlform der Lendenwirbelsäule mit muskulärer , Segment-Degeneration L5/S1 und Status nach Diskushernie L5/S1; chronisches zervikobrachiales Syndrom bei Osteochondrose C6/7;  Epicondylitis radialis humeri links (Status nach Hohmann-Wilhelm 12/96, Status nach Reoperation 3/97); retraktile Kapsulitis im Bereiche der linken Schulter. Ein anamnestisch diagnostiziertes Reflux-Syndrom sowie eine Hyperlipidämie bedeuteten keine wesentliche Einschränkung der , hätten aber Krankheitswert. Als Nebenbefunde ohne  auf die Arbeitsfähigkeit wurden ein Status nach konservativ  Aussenbandruptur des rechten oberen Sprunggelenkes 1984 diagnostiziert sowie eine artifizielle Störung. Die medizinischen Gutachter schlossen, dass G._ wegen der Befunde am Bewegungsapparat die Tätigkeit als Bauarbeiter sowie sämtliche mittelschweren Tätigkeiten nicht mehr zumutbar seien. In einer leichten, wechselbelastenden Tätigkeit ohne Arbeiten über Schulterniveau schätzten sie die Arbeitsfähigkeit auf 50% ein. Diese eingeschränkte Arbeitsfähigkeit bestehe nach ihrer  seit Ende 1996 beziehungsweise Anfang 1997.
Namentlich gestützt auf dieses multidisziplinäre Gutachten bei der MEDAS ging die IV-Stelle des Kantons Graubünden von einer Arbeitsfähigkeit von 50% in leichten, wechselbelastenden Verweisungstätigkeiten aus, ohne  über Schulterniveau. Auf dieser Grundlage eruierte sie anhand des auf drei Dokumentationen von Arbeitsplätzen (DAP) gestützten  einen Invaliditätsgrad von 59%. Mit Vorbescheid vom 20. Juli 1999 teilte sie G._ mit, dass er ab 1. Dezember 1997  auf eine entsprechende Invalidenrente besitze. Am 22. März 2000 teilte dieser mit, dass er auf eine Stellungnahme zum Vorbescheid  und um Erlass der Verfügung bitte. Mit Verfügung vom 13. Oktober 2000 gewährte die (wegen Wegzugs ins Heimatland neu zuständige) IV-Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend: IV-Stelle) G._ ab dem 1. Dezember 1997 eine ordentliche halbe Invalidenrente, neben  Zusatzrenten für seine drei Kinder.
B. Gegen diese Verfügung erhob G._ Beschwerde bei der  Rekurskommission AHV/IV. Mit Urteil vom 8. April 2002 hat die Rekurskommission die Beschwerde gutgeheissen. Die Sache wurde an die IV-Stelle zurückgewiesen, "damit sie den rechtserheblichen Sachverhalt in
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wirtschaftlicher und medizinischer Hinsicht vollständig abkläre. Dazu  sie insbesondere den Invaliditätsgrad aufgrund eines den von der Rechtsprechung festgelegten Kriterien entsprechenden Erwerbsvergleichs bestimmen und, wenn nötig, den Beschwerdeführer erneut bei der MEDAS Zentralschweiz aufbieten müssen, wobei auch das früher empfohlene EEG durchzuführen wäre."
C. Die IV-Stelle machte folglich am 9. Juli 2002 einen neuen , wobei sie nun einen Invaliditätsgrad von 68% eruierte. Am 23.  2002 verfügte sie aufgrund dieses Invaliditätsgrades eine  ganze Invalidenrente ab dem 1. Dezember 1997, zusätzlich zu drei entsprechenden Kinderrenten.
D. Am 13. Februar 2004 leitete die IV-Stelle von Amtes wegen ein  ein. Im entsprechenden Fragebogen für die Rentenrevision gab G._ am 22. März 2004 an, er sei seit November 1996 vollständig arbeitsunfähig und übe keinerlei Erwerbstätigkeit aus. Auf der Grundlage verschiedener neu eingereichter ärztlicher Berichte hielt Dr. med. L._ in seiner Stellungnahme vom 14. Juli 2004 zu Handen der  fest, dass sich der Gesundheitszustand von G._ weder  noch verschlechtert habe, so dass von einer unverändert  Arbeitsfähigkeit auszugehen sei. Eine reaktiv depressive  sei weiterhin ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit.
E. Mit Verfügung vom 2. September 2004 stellte die IV-Stelle einen  Invaliditätsgrad von 68% fest. Aufgrund der 4. IV-Revision, mit der die Rentenabstufung verändert worden ist, verfügte sie die revisionsweise Herabsetzung der Vollrente auf eine Dreiviertelsrente ab dem 1. November 2004.
F. Gegen diese Verfügung erhob G._ am 14. Oktober 2004 . Er beantragte, ihm auf der Basis eines Invaliditätsgrades von  70% auch nach dem 31. Oktober 2004 eine ganze Invalidenrente . Allenfalls sei ein ergänzendes rheumatologisches und  Gutachten einzuholen. Als Beweismittel reichte er einen Bericht von Dr. med. K._ vom 22. September 2004 ein, wonach er zu über 75% erwerbsunfähig sei, sowie einen Bericht von Dr. med. R._ vom 23. September 2004, wonach er seit 1999 an einer rezidivierenden  Störung mit einer gegenwärtig schweren Episode leide und  voll arbeitsunfähig sei.
G. Mit Einspracheverfügung vom 16. Februar 2005 wies die IV-Stelle die  ab und bestätigte – auf der Basis der von Dr. med. E._ am 28. Januar 2005 attestierten unverändert eingeschränkten  – die angefochtene Verfügung vom 2. September 2004.
H. Mit Eingabe vom 8. März 2005, ergänzt durch Eingabe vom 4. April 2005, erhebt G._ (im Folgenden: der Beschwerdeführer) Beschwerde bei der Eidgenössischen Rekurskommission AHV/IV für die im Ausland  Personen. Er beantragt, die Einspracheverfügung aufzuheben. Ihm sei – auf der Basis eines Invaliditätsgrades von mindestens 70% –
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auch nach dem 31. Oktober 2004 eine ganze Invalidenrente auszurichten. Eventualiter seien ein rheumatologisches und ein psychiatrisches  einzuholen. Zur Begründung gibt er an, die Berichte von Dr. med. R._ seien falsch gewürdigt beziehungsweise nicht berücksichtigt worden. Ausserdem habe er seit einiger Zeit Herzprobleme und  im rechten Arm. Er weise deshalb einen Invaliditätsgrad von über 70% auf und habe somit weiterhin Anspruch auf eine Vollrente. Ergänzend reicht er sodann einen Bericht von Dr. med. K._ vom 7. April 2005 ein, wonach er zu 85% arbeitsunfähig sei, sowie einen Bericht von Dr. med. R._ vom 15. April 2005, wonach er vollständig arbeitsunfähig sei.
I. In ihrer Vernehmlassung vom 8. Juni 2005 beantragt die IV-Stelle mit  auf die erneute Stellungnahme von Dr. med. E._ vom 31. Mai 2005, die Beschwerde abzuweisen und die angefochtene Verfügung zu .
J. Mit Replik vom 1. Mai 2006 reicht der Beschwerdeführer namentlich einen Bericht von Dr. med. R._ vom 17. März 2006 ein, wonach er seit dem Monat Oktober 1999 an einer rezidivierenden depressiven Störung mit einer gegenwärtig schweren Episode leide und aus diesem Grund zu 100% arbeitsunfähig sei.
K. Mit Duplik vom 30. Mai 2006 beantragt die IV-Stelle mit Verweis auf ihre neu eingeholte Stellungnahme von Dr. med. E._ vom 28. Mai 2006 erneut die Abweisung der Beschwerde.
L. Am 18. April 2007 gibt das Bundesverwaltungsgericht den Parteien den Spruchkörper bekannt. Es sind keine Ausstandsbegehren eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Das Bundesverwaltungsgericht übernimmt, sofern es zuständig ist, die  der am 1. Januar 2007 bei den Eidgenössischen Rekurs- oder Schiedskommissionen oder bei den Beschwerdediensten der  hängigen Rechtsmittel. Die Beurteilung erfolgt gemäss Art. 53 Abs. 2 des Bundesgesetzes über das Bundesverwaltungsgericht vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) nach neuem Verfahrensrecht.
1.2 Gemäss Art. 31 VGG in Verbindung mit Art. 33 Bst. d VGG und Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung vom 19. Juni 1959 (IVG, SR 831.20) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden von Personen im Ausland gegen Verfügungen der  IV-Stelle für Versicherte im Ausland. Eine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VVG liegt nicht vor.
1.3 Der Beschwerdeführer ist im Sinne von Art. 59 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) beschwerdelegitimiert.
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1.4 Da die Beschwerde im Übrigen frist- und formgerecht (Art. 60 ATSG und Art. 52 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das  [VwVG, SR 172.021]) eingereicht wurde, ist auf die  einzutreten.
2. Die IV-Stelle ging in ihrer Einspracheverfügung vom 16. Februar 2005  aus, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit der ursprünglichen Rentenverfügung vom 23. September 2002 weder  noch verschlechtert und sich dessen wirtschaftliche Verhältnisse nicht verändert haben, so dass der Invaliditätsgrad nach wie vor 68% . Aufgrund der mit der 4. IV-Revision geänderten Rentenabstufung besitze jedoch der Beschwerdeführer nur noch Anspruch auf eine .
In der Beschwerde macht der Beschwerdeführer sinngemäss geltend, dass der Invaliditätsgrad bereits ursprünglich über 70% betragen habe. Davon abgesehen habe seine Leistungsfähigkeit seither abgenommen, so dass der Invaliditätsgrad jedenfalls zwischenzeitlich über 70% liege.
Materiell streitig und zu prüfen ist somit vorliegend die revisionsweise Herabsetzung der dem Beschwerdeführer gewährten ganzen Rente auf eine Dreiviertelsrente ab dem 1. November 2004.
3. In zeitlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze , die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Sachverhalts Geltung haben (BGE 130 V 329, 130 V 445).
Angewandt auf Dauerverhältnisse bedeutet dieser Grundsatz, dass – wenn nach Erlass einer (rechtskräftigen) Dauerverfügung eine (in casu ) Rechtsänderung eintritt – die Verfügung pro futuro anzupassen ist (BGE 112 V 394 E. 3c, mit Hinweisen; vgl. aus der Literatur URS MÜLLER, Die materiellen Voraussetzungen der Rentenrevision in der , Freiburg 2003, S. 107 f.; UELI KIESER, Das Verwaltungsverfahren in der Sozialversicherung, S. 299 f.). Da die Verfügung lediglich für die  angepasst wird, steht die Rechtskraft einer Verfügung einer solchen unechten Rückwirkung in einem Dauerrechtsverhältnis nicht entgegen. Auch besteht kein wohlerworbenes und damit unentziehbares Recht auf unveränderten Weiterbezug der Invalidenrente, bedürfte es doch zur  in der Sozialversicherung einer entsprechenden  gesetzlichen Bestimmung (BGE 108 V 119 E. 5, 115 V 350 E. 1d).
3.1 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG in der bis zum 31. Dezember 2003 gültig  Fassung bestand bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 66 2/3% Anspruch auf eine ganze Rente. Bei einem Invaliditätsgrad von  50% betrug der Anspruch ein Zweitel und bei einem solchen von  40% ein Viertel einer ganzen Rente. Im Rahmen der am 1. Januar 2004 in Kraft getretenen Änderung des IVG gemäss dem Bundesgesetz
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vom 21. Januar 2003 (4. IV-Revision; AS 2003 3837 ff.) ist die  verfeinert worden. Neu bestimmt Art. 28 Abs. 1 IVG, dass bei  Invaliditätsgrad von mindestens 70% Anspruch auf eine ganze Rente besteht. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60% beträgt der  drei Viertel, von mindestens 50% ein Zweitel und bei einem solchen von mindestens 40% ein Viertel einer ganzen Rente.
3.2 Im Rahmen der 4. IV-Revision hat der Gesetzgeber die Pflicht der  zur revisionsweisen Überprüfung des Rentenanspruchs bei laufenden ganzen Invalidenrenten auf der Basis eines Invaliditätsgrades von mehr als 66 2/3% und weniger als 70% in Bst. f der Schlussbestimmungen zur 4. IV-Revision ausdrücklich festgehalten (vgl. Urteile des EVG vom 31.  2005, I 487/04, E. 2.3, und vom 27. Oktober 2005, I 586/04, E. 2.2.2). Eine Ausnahme besteht gemäss dieser Bestimmung lediglich für jene Rentenbezüger, die im Zeitpunkt des Inkrafttretens dieser  das 50. Altersjahr bereits vollendet haben, was auf den  nicht zutrifft.
Erweist sich ein in der kritischen Spannweite von mehr als 66 2/3% und weniger als 70% liegender Invaliditätsgrad bei dieser Überprüfung als , so ist die bisher gewährte Vollrente nach Art. 88bis Abs. 2 Bst. a der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung (IVV, SR 831.201) in Verbindung mit Art. 28 Abs. 1 IVG frühestens vom ersten Tag des zweiten der Zustellung der Verfügung folgenden Monats an auf eine Dreiviertelsrente herabzusetzen.
3.3 Die IV-Stelle war somit von Gesetzes wegen verpflichtet, die dem  gewährte Vollrente im Verlaufe des Jahres 2004 einer  zu unterziehen und sie, sofern die Überprüfung einen  Invaliditätsgrad ergibt, aufgrund von Art. 28 Abs. 1 IVG auf eine  zu reduzieren.
4.
4.1 Im Rahmen einer Rentenrevision nach Bst. f der Schlussbestimmungen der 4. IV-Revision kann der der ursprünglich gewährten Vollrente  Invaliditätsgrad von 68% nicht unbesehen übernommen :
So verfügt nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ein , dem eine Rente im beantragten Umfang zugesprochen wird, über kein schützenswertes Interesse an der Feststellung eines höheren . Namentlich begründet selbst die Möglichkeit, dass bei einem gleichbleibenden Invaliditätsgrad die Vollrente des Beschwerdeführers im Hinblick auf die 4. IV-Revision im Verlaufe des Jahres 2004 gekürzt  könnte, kein aktuelles unmittelbares Interesse an der Feststellung  höheren Invaliditätsgrades (Urteil des EVG vom 11. Oktober 2005, I 313/04, mit weiteren Hinweisen).
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Dies impliziert, dass der Invaliditätsgrad innerhalb der Spannweite  66 2/3% und weniger als 70%, die nach der alten Rentenabstufung zu einer Vollrente führte, zumindest im Zusammenhang mit den aufgrund der Rechtsänderung im Jahr 2004 (4. IV-Revision) notwendigen  grundsätzlich überprüfbar ist.
4.2 Nachfolgend ist deshalb der auf 68% festgelegte Invaliditätsgrad aufgrund der vorhandenen medizinischen und erwerblichen Unterlagen sowohl  des Zeitpunktes beim Erlass der ursprünglichen Rentenverfügung vom 23. September 2002 als auch für die Zeit bis zum Erlass der  am 16. Februar 2005 frei zu prüfen.
5.
5.1 Die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit auf 50% in leichten  basiert namentlich auf der vom 1. bis zum 4. Februar 1999  und sorgfältig durchgeführten multidisziplinären Abklärung bei der MEDAS Zentralschweiz in Luzern. In einem ersten anhand von drei  von Arbeitsplätzen vorgenommenen Einkommensvergleich wurde auf dieser Basis ein Invaliditätsgrad von 59% eruiert.
Auf den entsprechenden Vorbescheid vom 20. Juli 1999 hatte der  erst am 22. März 2000 und in dem Sinn reagiert, dass er auf eine Stellungnahme verzichte und um Erlass der Verfügung bitte.
Mit Verfügung vom 13. Oktober 2000 wurde dem Beschwerdeführer schliesslich eine dem Invaliditätsgrad von 59% entsprechende halbe  zugesprochen. Bis zum Erlass dieser Verfügung hatte der zu  Zeitpunkt anwaltlich vertretene Beschwerdeführer weder sinngemäss noch ausdrücklich vorgebracht, dass sich sein Gesundheitszustand seit der umfassenden Abklärung bei der MEDAS vom 1. bis zum 4. Februar 1999 verschlechtert habe.
5.2 Erst im Rahmen des Beschwerdeverfahrens vor der Eidgenössischen  AHV/IV trug der Beschwerdeführer eine Verschlechterung seines Gesundheitszustandes seit der multidisziplinären Abklärung durch die MEDAS von anfangs Februar 1999 vor. Als Beweis legte er einen von Dr. med. B._ am 14. November 2000 verfassten Bericht vor, einen vom 18. September 2001 datierten sowie einen nicht datierten Bericht. In den erwähnten Berichten beschränkte sich Dr. med. B._ darauf, aus den von der IV-Stelle in der Verfügung vom 13. Oktober 2000  und gewürdigten Diagnosen pauschal auf eine 30-prozentige  zu schliessen, wobei der Beschwerdeführer nur leichte  verrichten könne (Bericht vom 14. November 2000),  auf eine 70-prozentige Arbeitsunfähigkeit für jegliche Tätigkeiten seit dem 2. November 1999 (Bericht vom 18. November 2001).
5.3 Zwar ist das Sozialversicherungsrecht vom Untersuchungsgrundsatz . Danach haben die entscheidenden Behörden von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachver-
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halts zu sorgen. Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet zum einen sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 195 E. 2, 122 V 158 E. 1a, je mit Hinweisen). Zum anderen umfasst die behördliche und richterliche Abklärungspflicht nicht unbesehen alles, was von einer Partei behauptet oder verlangt wird. Namentlich  die Verwaltungsbehörden und das Sozialversicherungsgericht  Abklärungen stets nur dann vorzunehmen oder zu veranlassen, wenn hierzu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten  Anhaltspunkten hinreichender Anlass besteht (vgl. BGE 117 V 282 E. 4a; Urteil des EVG vom 20. Juli 2000, I 520/99).
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen  beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der  der medizinischen Zusammenhänge und in der Darlegung der  Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich  weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der  oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder , sondern dessen Inhalt (BGE 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c; AHI 2001 S. 112 f.). So weicht der Richter nicht ohne zwingenden Grund von der Einschätzung der medizinischen Experten ab, deren Aufgabe es ist, ihre Fachkenntnisse der Gerichtsbarkeit zur Verfügung zu stellen, um einen bestimmten Sachverhalt medizinisch zu erfassen.
5.4 Die IV-Stelle vermochte in den drei erst im Rahmen des  vor der Rekurskommission AHV/IV eingebrachten, äusserst  Berichten von Dr. med B._ zu Recht keine genügend  Hinweise auf eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes zu erkennen, die das nachvollziehbare und umfassende Gutachten der MEDAS in Frage gestellt und eine weitergehende medizinische Abklärung erfordert hätten. Vor diesem Hintergrund erweist sich das Vorgehen der IV-Stelle, die nach der Rückweisung durch die Rekurskommission  der Aktenlage auf die Veranlassung weiterer medizinischer  verzichtet hat, als kohärent und richtig.
5.5 Die IV-Stelle war aufgrund des Urteils der Rekurskommission AHV/IV vom 8. April 2002 verpflichtet, einen neuen, nunmehr rechtsgenüglichen  durchzuführen. Dieser Pflicht ist sie am 9. Juli 2002 nachgekommen, wobei sie einen Invaliditätsgrad von 68% eruiert hat.
5.6 Im Ergebnis ist somit festzuhalten, dass die IV-Stelle den der Verfügung vom 23. September 2002 zugrundeliegenden Invaliditätsgrad von 68%  eruiert hat.
6. Der Beschwerdeführer trägt sodann vor, dass sich sein  seit Erlass der ursprünglichen Rentenverfügung vom 23. September 2002 verschlechtert habe und er somit nach wie vor Anspruch auf eine
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Vollrente besitze. Es ist somit zu prüfen, ob und gegebenenfalls seit wann sich der Gesundheitszustand zwischen dem 23. September 2002 und dem Erlass der hier streitigen Einspracheverfügung vom 16. Februar 2005  in dem Masse verschlechtert hat, dass der Invaliditätsgrad von den (korrekt eruierten) 68% auf mindestens 70% rentenrelevant anzuheben ist.
Der Beschwerdeführer rügt in seiner Beschwerde ferner, die IV-Stelle sei fälschlicherweise davon ausgegangen, dass Dr. med. R._ eine Depression seit dem Monat Januar 1999 diagnostiziert habe, und diese Diagnose bei der Abklärung in der MEDAS im Februar 1999 widerlegt  sei; die depressive Störung sei erst nach der Abklärung der MEDAS, im späteren Verlauf des Jahres 1999 aufgetreten und von Dr. med. R._ diagnostiziert worden.
Da der Beschwerdeführer – nachdem die MEDAS im Februar 1999 (auch) seinen psychischen Gesundheitszustand umfassend abgeklärt hat – erst im Rahmen der Rentenrevision vorträgt, dass er bereits seit 1999 an einer depressiven Störung leide, ist diese Rüge auch in diesem Zusammenhang zu behandeln (Ziff. 6.1). So hatte ja wie oben dargelegt die IV-Stelle nach der Abklärung durch die MEDAS (beim Erlass der ursprünglichen ) keinerlei konkrete Anhaltspunkte, die auf eine rentenrelevante Depression hinwiesen.
6.1
6.1.1 Im Rahmen des Revisionsverfahrens hat der Beschwerdeführer mehrere zwischen Januar 2002 und März 2004 verfasste Kurzberichte von Dr. med. R._ eingereicht, der eine rezidivierende depressive Störung mit  gegenwärtig schweren Episode diagnostiziert hatte und den Patienten deshalb rund alle zwei Monate untersuchte und medikamentös behandelte. Dr. med. R._ hatte dabei aber weder eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes noch eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit .
6.1.2 Am 23. September 2004 berichtete Dr. med. R._, dass der  seit 1999 wegen einer rezidivierenden depressiven  mit einer gegenwärtig schweren Episode bei ihm in Behandlung sei. Der Beschwerdeführer werde erfolglos mit Antidepressiva und  behandelt und unterziehe sich einer psychotherapeutischen . Er sei somit "arbeitsunfähig (Erwerbsunfähigkeit zu 100%)". Im  vom 15. April 2005 hielt Dr. med. R._ fest, der  des Beschwerdeführers habe sich zwischenzeitlich nicht verbessert, sondern verschlechtert. Der Patient sei "erwerbsunfähig ( zu 100%)" und benötige weitere psychiatrische und psychologische Behandlung. Am 17. März 2006 präzisierte Dr. med. R._, dass der Beschwerdeführer seit dem Monat Oktober 1999 an Depressionen leide und seither zu 100% arbeitsunfähig sei.
6.1.3 Dr. med. S._, Spezialärztin FMH für Psychiatrie und , hatte am 4. Februar 1999 für die MEDAS Zentralschweiz das  Konsilium durchgeführt, das in jeder Hinsicht den Anforderungen
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entspricht, welche die Rechtsprechung an den Beweiswert ärztlicher  stellt.
Sie stützte ihr Gutachten auf ein ausführliches Gespräch mit dem , welches durch eine Dolmetscherin übersetzt wurde, und auf sämtliche Akten, wobei sie eine sehr sorgfältige und ausführliche Anamnese vorgenommen hat. Sie zog bei einem sehr bunten  verschiedene psychiatrische Krankheitsbilder in Erwägung:  Psychose bei Intoxikation oder Entzug im Zusammenhang mit der Medikation von Diazepam, Lorazepam und Carbamazepin (zeitliche und örtliche Desorientierung, Verlangsamung, Dysphorie, innere Unruhe, ), Temporallappenepilepsie (Verlangsamung, wechselhafte Affektivität, langanhaltende gereizte Verstimmung, traumverlorenes , Sensationen im Epigastrium, Halluzinationen), Ganser-Syndrom (unklare Antworten, dissoziative Symptome wie Herumlaufen von  im Körper), Trance-Zustände (traumverlorenes Verhalten), dissoziative Amnesie (Erinnerungsverlust für Strafmandat, Ausschaffung etc.),  Psychose (akustische Halluzinationen), neuerdings  Belastungsstörung (Krieg im Kosovo, emotionale Stumpfheit, , Teilnahmelosigkeit). Die Verlangsamung und Dysphorie hätten auf eine Depression hingewiesen.
Für keines der in Betracht gezogenen Krankheitsbilder lagen allerdings  Anhaltspunkte vor. Die Aussagen des Beschwerdeführers  sich als widersprüchlich und das Verhalten als wenig glaubhaft.  war für die Gutachterin, dass die depressive Stimmung nicht  werden konnte, die vorgegebene Angst nicht spürbar war und auch keine Wahnstimmung und kein Gefühl der Befremdung aufkamen.
Auch fiel bei der späteren Durchschau der verschiedenen Teile des  namentlich die zeitliche Desorientierung des Beschwerdeführers bei der psychiatrischen Abklärung auf, während er bei der Erstanamnese als zeitlich sehr gut orientiert wahrgenommen wurde. Auch sei bei der Erstanamnese trotz Befragung keine Rede von irgendwelchen  gewesen.
Die namentlich bereits von der psychiatrischen Klinik K._ in T._ am 16. Oktober 1997 gestellte Diagnose der artifiziellen  (ICD10: F 68.1) wurde im Ergebnis von der Psychiaterin Dr. med. S._ bestätigt. Die Motivation für dieses Verhalten könne darin , dass die (zu diesem Zeitpunkt vorgesehene) Ausschaffung aus der Schweiz für den Beschwerdeführer eine grosse Schande bedeute, eher aber gehe es um die finanzielle Absicherung. Aus psychiatrischer Sicht  bei dieser Diagnose keine Arbeitsunfähigkeit.
6.1.4 Dr. med. R._ hat sich bei der Diagnostizierung der Depression in keiner Weise mit dem ausführlichen Gutachten von Dr. med. S._ oder mit den weiteren beim Beschwerdeführer vor seiner Ausschaffung in dessen Heimatland durchgeführten psychiatrischen Abklärungen befasst. Die kurzen Berichte entsprechen namentlich in dieser Hinsicht nicht den Beweisanforderungen, welche die Rechtsprechung an rechtsgenüglich er-
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stellte ärztliche Gutachten stellt. Die Widersprüche, die Dr. med. R._ Beurteilung im Vergleich zu jener von Dr. med. S._ vom 4. Februar 1999 aufweisen, werden durch die Festlegung des Beginns der Depression auf Oktober 1999 nicht ausreichend geklärt. So fällt  auf, dass die Behandlung der Depression durch Dr. med. R._ erst ab Januar 2002 dokumentiert ist. Entsprechend trug auch Dr. med. E._ im Rahmen seiner Stellungnahme vom 31. Mai 2005 zu  der IV-Stelle vor, die Argumentation des Beschwerdeführers, wonach sich im Anschluss an die MEDAS-Untersuchung eine rentenrelevante  Erkrankung eingestellt habe, sei nicht nachvollziehbar.
Die Berichte von Dr. med. R._, wonach der Beschwerdeführer an einer depressiven Störung leide und somit vollständig arbeitsunfähig sei, sind deshalb nicht geeignet, eine rentenrelevante Verschlechterung des Gesundheitszustandes mit dem erforderlichen Beweisgrad nachzuweisen.
6.2
6.2.1 Im Rahmen des Revisionsverfahrens reichte der Beschwerdeführer  einen Bericht von Dr. med. K._ vom 22. September 2004 ein, wonach er wegen seiner gesundheitlichen Probleme in ärztlicher  sei und mindestens einmal jährlich eine Serie  Behandlungen benötige. Wegen Missbrauchs von Arzneimitteln () sei es beim Patienten in der letzten Zeit zu entzündlichen Veränderungen der Magenschleimhaut gekommen, so dass er nun auch regelmässig durch einen Gastroenterologen untersucht werden müsse. Der Beschwerdeführer sei somit zu über 75% erwerbsunfähig.
6.2.2 Es ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer an multiplen Pathologien im Bereich des Bewegungsapparates leidet und deshalb in der  Tätigkeit als Bauarbeiter nicht mehr arbeitsfähig ist. Auch eine mittelschwere Arbeit kann ihm nicht zugemutet werden. Die  von Dr. med. K._ hervorgehobenen gesundheitlichen Probleme wurden bei der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit auf 50% für leichte  allerdings umfassend berücksichtigt.
Die gastroenterologischen Beschwerden sind bereits seit 1999  und erwiesen sich als ohne Auswirkungen auf die 50-prozentige  für leichte Verweisungstätigkeiten.
Es rechtfertigt sich somit nicht, aufgrund des Berichtes von Dr. med. K._ von der Annahme einer 50-prozentigen Arbeitsfähigkeit in leichten Verweisungstätigkeiten abzuweichen, zumal dieser äusserst kurz und wenig präzis ist.
6.3 In einem im Rahmen des Beschwerdeverfahrens eingereichten Bericht vom 7. April 2005 gibt Dr. med. K._ an, dass der Beschwerdeführer auch an Epicondylitis rechts leide, und deswegen seit Juli 2003  von ihm behandelt werde. Den aktenkundigen ärztlichen  vom 15. August 2003 und vom 22. September 2004 lässt sich  nur die Behandlung des linken Ellbogens entnehmen. Auch der  Dr. med. Y._ diagnostizierte in seinem Bericht vom 1. Mai
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2005 eine Epicondylitis rechts, ohne aber daraus eine (zusätzliche)  der Arbeitsfähigkeit abzuleiten. Eine Beschäftigung von 50% in leichten Verweisungstätigkeiten erscheint dem Beschwerdeführer auch vor diesem Hintergrund als zumutbar.
6.4 Dr. med. K._ beschreibt schliesslich in seinem Bericht vom 7. April 2005, dass der Beschwerdeführer in letzter Zeit starke Schmerzen im  Brustbereich verspüre. Wie Dr. med. E._ in seiner  vom 31. Mai 2005 zu Handen der IV-Stelle dargelegt hat,  sich indes keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass diese vom  festgehaltene subjektive Klage auf eine relevante Herzerkrankung mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zurückzuführen ist. Namentlich sind, wie Dr. med. E._ in seiner Stellungnahme festhielt, keine Hinweise auf eine kardiale Risikosituation (erhöhter Blutdruck, Fettstoffwechselstörung, Diabetes o.ä.) aktenkundig. Eine Verschlechterung des  mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit erweist sich auf dieser Grundlage als nicht genügend manifestiert.
6.5 Soweit überdies die medizinischen Experten aus den gestellten Diagnosen eine Minderung der Erwerbsfähigkeit ableiten wollten, wäre dies rechtlich unbeachtlich: Unter dem Begriff der Erwerbsunfähigkeit versteht man im schweizerischen Invalidenrecht das gesundheitlich bedingte Unvermögen eines Betroffenen, durch Verwertung seiner verbleibenden Arbeitsfähigkeit auf dem für ihn in Frage kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt  zu erzielen (BGE 105 V 205 E. 2, 106 V 86 E. 2b, 109 V 23). Es handelt sich mithin um einen wirtschaftlichen Begriff, zu dem der Arzt nicht verbindlich Stellung nehmen kann.
7. Es ist somit zusammenfassend festzuhalten, dass die IV-Stelle in ihrer Einspracheverfügung vom 16. Februar 2005, mit der sie die bisher  Vollrente durch eine Dreiviertelsrente ersetzt hat, den Sachverhalt  abgeklärt und rechtlich korrekt gewürdigt hat. Der Antrag des  auf Zusprechung einer Vollrente ist somit abzuweisen. Vor diesem Hintergrund erweist sich auch eine weitere Abklärung des Sachverhalts als nicht notwendig, so dass der Antrag des  auf Einholung eines rheumatologischen und eines psychiatrischen Gutachtens abzuweisen ist.
8. Es sind keine Verfahrenskosten zu erheben.
Der unterliegende Beschwerdeführer hat keinen Anspruch auf  (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG).
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