Decision ID: e56f9869-e8e7-52ec-91f9-4909bc6c8758
Year: 2016
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a Mit Verfügung vom 23. April 2012 (Suva-act. 113) sprach die Suva (nachfolgend:
Beschwerdegegnerin) A._ (nachfolgend: Beschwerdeführer) - gestützt auf das
leidensadaptierte Leistungsprofil von PD Dr. med. B._, Teamleiter Stv. Orthopädie
der Universitätsklinik Balgrist, Zürich, wonach dieser bei Vermeidung anhaltender
repetierender Tätigkeiten in Pro-/Supination unter Kraftanwendung dazu befähigt sei,
eine leichte, intermittierend mittelschwere Tätigkeit ganztägig auszuüben und auch
feinmotorische Arbeiten ohne Probleme ausgeübt werden könnten (Suva-act. 99 S. 17,
78 S. 246) - ab 1. April 2011 eine Invalidenrente von Fr. 1‘303.35, gründend auf einem
Erwerbsunfähigkeitsgrad von 24%, sowie eine Integritätsentschädigung von
Fr. 5‘340.--, gründend auf einer Integritätseinbusse von 5%, zu. Die vom damaligen
Rechtsvertreter beantragte polydisziplinäre Begutachtung erscheine nicht notwendig.
A.b Die dagegen erhobene Einsprache vom 24. Mai 2012 (Suva-act. 116) wies die
Beschwerdegegnerin mit Einspracheentscheid vom 21. Juni 2012 (Suva-act. 126) ab.
A.c Daraufhin liess der Beschwerdeführer am 22. August 2012 beim
Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen Beschwerde erheben (Suva-act. 128). Mit
Entscheid vom 14. Juni 2013 (UV 2012/64) hiess das Versicherungsgericht die
Beschwerde dahingehend gut, dass dem Beschwerdeführer eine Invalidenrente zu
29% mit Wirkung ab 1. April 2011 zugesprochen und die Sache zur Rentenfestsetzung
an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wurde. Im Übrigen wurde die Beschwerde
abgewiesen.
A.d Das gegen diesen Entscheid von beiden Parteien ergriffene Rechtsmittel der
Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beurteilte das Bundesgericht mit
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Urteil vom 10. Februar 2014 (8C_492/2013, 8C_599/2013). Darin erwog es, die
(vereinigten) Beschwerden seien im Sinne der Erwägungen teilweise gutzuheissen und
der Entscheid des Versicherungsgerichts vom 14. Juni 2013 aufzuheben. Die Sache
werde zur Einholung eines medizinischen Gutachtens und zu neuem Entscheid an das
Versicherungsgericht zurückgewiesen und die Beschwerden im Übrigen abgewiesen.
B.
B.a Am 13. Mai 2015 erteilte das Versicherungsgericht der Medas Zentralschweiz
den Auftrag zur polydisziplinären Begutachtung des Beschwerdeführers (act. G22). Im
Gutachten vom 29. Januar 2016 (act. G25) wurde festgehalten, die ulnocarpalen
Beschwerden des Beschwerdeführers seien zum Teil auf die unfallbedingte TFCC-
Läsion zurückzuführen. Die radiocarpalen und radioulnaren arthrotischen
Veränderungen seien nicht unfallkausal. Es sei anzunehmen, dass mit Rentenbeginn
am 1. April 2011 der medizinische Endzustand in Bezug auf die Unfallfolgen erreicht
gewesen sei. Die angestammte Tätigkeit als CNC-Fräser bzw. Polymechaniker komme
wegen der stereotyp-repetitiven Belastung des linken Handgelenks nicht mehr in
Frage. Eine leidensangepasste Tätigkeit werde sowohl durch den Handchirurgen PD
Dr. B._ wie auch den Hausarzt Dr. med. C._, Allgemeine Medizin FMH, für
zumutbar erachtet. Auch aus gutachterlich-medizinischer Sicht seien Beobachtungs-
und Überwachungsfunktionen ebenso wie feinmotorische leichte Tätigkeiten zumutbar.
Repetitive schwere Arbeiten seien zu vermeiden. Auch müsse eine Kälteexposition auf
Grund der doch vorhandenen Dysästhesien im Ulnarisbereich vermieden werden. Eine
leidensadaptierte Tätigkeit sei dem Beschwerdeführer im Vollpensum zumutbar. In
Anlehnung an Tabelle 5 werde die Integritätseinbusse auf 10% geschätzt.
B.b Die Beschwerdegegnerin hielt am 12. Februar 2016 zum Gerichtsgutachten fest,
aus der Expertise der Medas ergebe sich schlüssig, überzeugend und damit
beweisbildend, dass lediglich die TFCC-Läsion am linken Handgelenk als unfallkausal
zu qualifizieren sei. Es bestehe keinerlei Anlass, den von ihr festgelegten
Invaliditätsgrad von 24% zu erhöhen. In Bezug auf die Bemessung des
Integritätsschadens sei das Medas-Gutachten nicht beweisbildend, da jegliche
Begründung fehle (act. G27).
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B.c Die den Beschwerdeführer neu vertretende Rechtsanwältin lic. iur. Debora
Bilgeri, St. Gallen, hat die Frist für eine Stellungnahme unbenutzt verstreichen lassen
(act. G26 und G28).

Erwägungen
1.
1.1 Vorliegend sind die Höhe der Invalidenrente und der Integritätsentschädigung
streitig.
1.2 Ist die versicherte Person infolge des Unfalls zu mindestens 10% invalid (Art. 8
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG;
SR 830.1]), so hat er Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 des
Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]). Anspruch auf eine
angemessene Integritätsentschädigung hat die versicherte Person, wenn sie durch
einen Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder
psychischen Integrität erleidet (Art. 24 UVG). Eine Leistungspflicht der
Unfallversicherung besteht demnach nur für Gesundheitsschäden, die natürlich und
adäquat kausal mit einem versicherten Unfallereignis zusammenhängen (Alexandra
Rumo-Jungo/André Pierre Holzer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum
Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/
Basel/Genf 2012, S. 53ff.). Für die Beantwortung der Tatfrage nach dem Bestehen
natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin ist das Gericht bisweilen auf
Angaben ärztlicher Experten angewiesen. Die Frage nach dem adäquaten
Kausalzusammenhang ist demgegenüber eine Rechtsfrage, die vom Gericht nach den
von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist (BGE 129 V 177, 123 III
111 E. 2).
1.3 Bei Gerichtsgutachten weicht das Gericht nicht ohne zwingende Gründe von
den Einschätzungen des medizinischen Experten ab. Ein Grund zum Abweichen kann
vorliegen, wenn die Gerichtsexpertise widersprüchlich ist oder wenn ein vom Gericht
eingeholtes Obergutachten in überzeugender Weise zu andern Schlussfolgerungen
gelangt. Eine abweichende Beurteilung kann gerechtfertigt sein, wenn gegensätzliche
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Meinungsäusserungen anderer Fachexperten dem Gericht als triftig genug erscheinen,
die Schlüssigkeit des Gerichtsgutachtens in Frage zu stellen, sei es, dass es die
Überprüfung durch einen Oberexperten für angezeigt hält, sei es, dass es ohne
Oberexpertise vom Ergebnis des Gerichtsgutachtens abweichende Schlussfolgerungen
zieht (BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.6; BGE 125 V 351 E. 3a und 3b/aa mit Hinweis; Ueli
Kieser, ATSG-Kommentar, 3. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2015, N55 zu Art. 43).
2.
2.1 Grundstein für die Beurteilung der Höhe der Invalidenrente und der
Integritätsentschädigung bildet die Beantwortung der Frage, ob das vom
Versicherungsgericht eingeholte Gutachten der Medas Zentralschweiz vom 29. Januar
2016 (act. G25) und die entsprechenden Teilgutachten einer Prüfung auf Schlüssigkeit
und Beweistauglichkeit standhalten. Der Beschwerdeführer bringt keine Einwendungen
gegen das Medas-Gutachten vor (vgl. act. G26 und G28). Die Beschwerdegegnerin
erklärt sich einzig mit der Bemessung des Integritätsschadens nicht einverstanden mit
der Begründung, die Gutachter hätten nicht offengelegt, welcher Gesundheitsschaden
dabei konkret berücksichtigt worden sei und auch in Bezug auf die Quantifizierung
fehle jegliche Begründung und eine Auseinandersetzung mit den kreisärztlichen
Erörterungen zum Integritätsschaden vom 13. Januar 2012 (Suva-act. 90).
2.2 Der handchirurgische Gutachter Dr. med. D._, FMH Chirurgie speziell
Handchirurgie, Klinik E._, bezifferte die Integritätseinbusse gemäss Tabelle 5 auf
10%. Zwar erörterte er seine Schätzung nicht weiter und setzte sich mit der erwähnten
kreisärztlichen Beurteilung des Integritätsschadens durch Dr. med. F._, Facharzt für
Chirurgie FMH, speziell Allgemein- und Unfallchirurgie, nicht auseinander. Doch bezog
sich die Frage nach dem Integritätsschaden explizit nur auf die bleibenden
Unfallfolgen, welche von Dr. D._ bereits davor gesondert aufgeführt worden waren
(Frage 3 zum Kausalzusammenhang, wobei Dr. D._ einzig die unfallbedingte TFCC-
Läsion nannte; act. G25, Handchirurgisches Teilgutachten vom 4. Januar 2016). Daher
stösst der diesbezügliche Vorwurf der Beschwerdegegnerin ins Leere. In Bezug auf die
Quantifizierung des Integritätsschadens ist einerseits zu berücksichtigen, dass
Dr. F._ im Vergleich zu Dr. D._ in der Subspezialität Handchirurgie nicht gleich
bewandert ist. Andererseits wird die von Dr. F._ in seiner Beurteilung vom 13. Januar
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2012 bereits angetönte, aber weder zeitlich noch quantitativ konkretisierte weitere
Verschlimmerung für Dr. D._ nach fast vier Jahren besser voraussehbar gewesen
sein (vgl. dazu Art. 36 Abs. 4 der Verordnung über die Unfallversicherung [UVV;
SR 832.202] und die Ausführungen im Urteil vom 14. Juni 2013, UV 2012/64, E. 5.3)
und dieser Umstand in seiner Beurteilung der Höhe der Integritätseinbusse
Niederschlag gefunden haben. Einer Revision aufgrund einer zu einem späteren
Zeitpunkt zutage tretenden Verschlimmerung wäre - entgegen der Zusicherung von
Dr. F._ - wohl kaum Erfolg beschieden gewesen, da sie im vorliegenden Umfang von
5% die in Art. 36 Abs. 4 UVV geforderte grosse Tragweite mutmasslich nicht erreicht
hätte. Jedenfalls vermittelt die - wenn auch knapp begründete - Bezifferung des
Integritätsschadens von Dr. D._ keinen Anschein auf Willkür und es sind keine
zwingenden Gründe ersichtlich, die ein Abweichen von der Schätzung des
handchirurgischen Experten rechtfertigen. Auf das Gutachten kann im gerügten Punkt
abgestellt werden.
2.3 Zu prüfen ist weiter, ob das Gerichtsgutachten auch mit Blick auf die
bundesgerichtlichen Vorgaben im Urteil vom 10. Februar 2014 (8C_492/2013,
8C_599/2013) schlüssig ist, insbesondere die vom Bundesgericht gestellten
Anforderungen an die einzuholende medizinische Beurteilung erfüllt.
2.3.1 Das Bundesgericht rügte zunächst, die Beschwerdegegnerin und das
Versicherungsgericht hätten keine medizinische Beurteilung zur Frage der
Unfallkausalität der Hals-, Nacken- und Rückenbeschwerden eingeholt und damit
gegen den Untersuchungsgrundsatz verstossen. Dies sei nachzuholen. Im
Gerichtsgutachten (act. G25 S. 31) wurden die Pisotriquetralarthrose, sowie die
Radiocarpal- und die Radioulnararthrose als unfallfremd angesehen, obwohl sie
ebenfalls Einfluss auf den heutigen Gesundheitszustand mit entsprechenden
Beschwerden im Handgelenk links hätten. Unfallfremd seien zudem mit Sicherheit die
degenerativen Veränderungen an der Halswirbelsäule (Diskushernie C5/6,
Foraminalstenosen C4-C7, aktuell ohne Hinweise auf eine radikuläre Kompression), die
unspezifischen lumbalen Rückenschmerzen, das metabolische Syndrom, die
hypertonen Blutdruckwerte und der Zustand nach arthroskopischer Meniscektomie am
rechten Knie. Damit fallen unfallbedingte Fehl- oder Überbelastungen ausser Betracht.
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2.3.2 Das Gerichtsgutachten vom 29. Januar 2016 (act. G25) löst die im
bundesgerichtlichen Urteil vom 10. Februar 2014 (8C_492/2013, 8C_599/2013, E. 5.2)
geäusserten Bedenken, PD Dr. B._ habe möglicherweise auch bei Vollzeitarbeit keine
uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit als gegeben angesehen, da er eine volle Leistung bei
Teilzeitarbeit nicht als empfehlenswert ansah, auf. Die Gerichtsgutachter sehen die
Zumutbarkeit einer 100%-igen leidensadaptierten Tätigkeit ohne Leistungseinbussen
als gegeben an.
2.3.3 Die - vom Bundesgericht im oben genannten Urteil (E. 5.4) als zusätzliches, den
Entscheid vom 14. Juni 2013 des Versicherungsgerichts in Frage stellendes Element
betrachtete - Aktenstellungnahme von Dr. med. G._, Facharzt für orthopädische
Chirurgie FMH, beratender Traumatologe, AXA Winterthur, vom 23. November 2011
(Suva-act. 85-2ff./6) fand Eingang in das Gerichtsgutachten (act. G25 S. 13) und wurde
bei der Beurteilung des mutmasslichen Beginns und Verlaufs einer herabgesetzten
Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit diskutiert (act. G25 S. 33). Indessen fällt
ins Gewicht, dass in Übereinstimmung mit den bundesgerichtlichen Erwägungen allein
gestützt auf die Angaben von Dr. G._ keine Leistungszusprache erfolgen konnte.
Dr. G._ bezeichnete eine Beurteilung der Arbeitsfähigkeit generell als schwierig. Er
setzte die Arbeitsunfähigkeit in einer manuellen Tätigkeit aufgrund der Diagnose der
Arthrose und Schmerzen im Handgelenk links bei mindestens 50% an und erachtete
eine kombinierte Untersuchung zusammen mit einem Neurochirurgen bzw. Orthopäden
und Handchirurgen als sinnvoll. Im Gerichtsgutachten wurde die Aktenstellungnahme
von Dr. G._ ausreichend behandelt, so dass sich Weiterungen erübrigen.
2.4 Die Würdigung des Gerichtsgutachtens ergibt insgesamt, dass dieses auf
eigenständigen gründlichen Abklärungen beruht und für die streitigen Belange
umfassend ist. Die Medas-Gutachter haben die medizinischen Vorakten verwertet und
die vom Beschwerdeführer geklagten Leiden berücksichtigt und gewürdigt. Die
gutachterliche Arbeitsfähigkeitsschätzung leuchtet in der Darlegung der medizinischen
Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein. Des Weiteren
bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass objektiv wesentliche Tatsachen nicht
berücksichtigt worden wären. Gestützt auf das Gutachten der Medas Zentralschweiz
vom 29. Januar 2016 ist deshalb davon auszugehen, dass beim Beschwerdeführer in
einer leidensadaptierten Tätigkeit mit Beobachtungs- und Überwachungsfunktionen
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und ebenso für feinmotorische leichte Tätigkeiten ohne repetitive schwere Arbeiten
oder Kälteexpositionen seit 25. Februar 2011 (Berichterstattung von PD Dr. B._,
Suva-act. 99 S. 17) eine vollständige Arbeitsfähigkeit besteht.
3.
3.1 Zu beurteilen bleiben die erwerblichen Auswirkungen der bescheinigten
Arbeitsunfähigkeit.
3.2 Vorliegend werden von den Parteien keine Gesichtspunkte vorgebracht, die ein
Abweichen von dem im Entscheid vom 14. Juni 2013, UV 2012/64, E. 4.1, festgelegten
Valideneinkommen von Fr. 77'800.-- im Jahr 2011 nahe legen.
3.3 Bei der Bestimmung des Invalideneinkommens ist - wie bereits im Entscheid
vom 14. Juni 2013, UV 2012/64, E. 4.3 - vom LSE-Hilfsarbeiterlohn 2010 von
Fr. 4'901.-- bzw. von einem Jahreseinkommen von Fr. 58'812.-- (Fr. 4'901.-- x 12)
auszugehen. Nach Aufrechnung auf die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit 2011
von 41.7 Stunden (Fr. 58'812.-- / 40 x 41.7; im Entscheid vom 14. Juni 2013 wurde
irrtümlicherweise von einer betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit von 41.6
Stunden ausgegangen) und unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung 2011
(1.0%) ergibt sich ein Jahreslohn von Fr. 61'924.60.
3.4 Hinsichtlich des Tabellenlohnabzugs ist auf die Ausführungen im Entscheid vom
14. Juni 2013, UV 2012/64, E. 4.4, zu verweisen. Die darin dargelegten Gründe für die
Gewährung eines Abzugs in Höhe von 10% haben auch mit Blick auf das von der
Beschwerdegegnerin mit Beschwerde vom 2. Juli 2013 ans Bundesgericht ins Feld
geführte Urteil des Bundesgerichts vom 18. Oktober 2012, 8C_657/2012, E. 5,
weiterhin Gültigkeit. Die Ausgangslage in jenem Urteil ist nicht mit derjenigen des
Beschwerdeführers vergleichbar, handelte es sich doch dort um einen zum Zeitpunkt
des Verfügungserlasses 54 Jahre alten Versicherten, wobei Art und Dauer seiner
Erwerbstätigkeit beim bisherigen Arbeitgeber nicht bekannt sind. Im Gegensatz dazu
bestehen im Fall des Beschwerdeführers Anhaltspunkte dafür, dass ihm sein
Lebensalter (60 Jahre) und sein Dienstalter als Polymechaniker (17 Jahre bei der H._
AG) bei der Stellensuche beschränken und ihm somit bei der Verwertung seiner
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Restarbeitsfähigkeit zum Nachteil gereichen. Diesen Umständen ist nach wie vor mit
einem Tabellenlohnabzug von 10%
Rechnung zu tragen.
3.5 Die Gegenüberstellung des Valideneinkommens von Fr. 77'800.-- und des
Invalideneinkommens von Fr. 55'732.15 (61'924.60/10%) ergibt einen Invaliditätsgrad
von 28.36%.
4.
Gestützt auf die Bezifferung des Integritätsschadens von Dr. D._ auf 10% (vgl. E. 2.2)
resultiert eine Integritätsentschädigung von Fr. 10'680.--.
5.
5.1 Nach dem Gesagten ist die Beschwerde in dem Sinn teilweise gutzuheissen,
dass dem Beschwerdeführer mit Wirkung ab 1. April 2011 eine Invalidenrente auf
Grund eines Invaliditätsgrads von 28% und eine Integritätsentschädigung von
Fr. 10'680.-- bei einer Integritätseinbusse von 10% zuzusprechen ist. Zur
Rentenfestsetzung ist die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Im
Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen.
5.2 Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG; SR 830.1)
5.3 In Nachachtung der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (Urteil des
Bundesgerichts vom 27. Juni 2013, 8C_71/2013, E. 2.2.3) hat die Beschwerdegegnerin
die Kosten des Gerichtsgutachtens von Fr. 10'562.80 (samt nachträglich
eingegangener Rechnung Klinik E._, von Fr. 125.75) zu tragen.
5.4 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei
Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom
Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der
Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In
der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach
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Art. 22 Abs. 1 lit. b Honorarordnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten (HonO;
sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.--. Im Verfahren UV 2012/64 war bei
geringgradigem Obsiegen im Rentenpunkt und Abweisung bezüglich Erhöhung der
Integritätsentschädigung eine pauschale Parteientschädigung von Fr. 3'000.--
(inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zugesprochen worden. Mit Blick auf den
durch das Gerichtsgutachten entstandenen Mehraufwand und der gestützt darauf
zugesprochenen höheren Integritätsentschädigung erscheint eine Parteientschädigung
von Fr. 5'000.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) für die Verfahren
UV 2012/64 und UV 2014/27 angemessen.