Decision ID: a504a8dc-19f7-4195-b2a5-9b3af39435c7
Year: 2012
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1995, leidet an einer Mucopolysaccharidose Typ II, einer angeborenen Störung des Mucopolysaccharid-Stoffwechsels (Geburts
gebrechen Ziff. 454 gemäss Anhang der Verordnung über Geburtsgebrechen, GgV-Anhang), welche sich unter anderem in seit frühester Kindheit auftreten
den, progredienten Gelenkskontrakturen sowie einer beidseitigen mittelgradigen Schwerhörigkeit äussert (Urk. 7/23, Urk. 7/24 Ziff. 3-4, Urk. 7/89/3 unten, Urk. 7/101/1). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, erbrachte im Zusammenhang mit diesem Geburtsgebrechen wiederholt Leistun
gen. Unter anderem wurden Beiträge an die Sonderschulung, verschiedene me
dizinische Massnahmen sowie diverse Hilfsmittel zugesprochen (vgl. Aufstel
lung in Urk. 7/140).
Mit Mitteilung vom 2
0. Oktober 2006 (Urk. 7/113) erteilte die IV-Stelle nament
lich Kostengutsprache für ein behindertengerechtes Computersystem Mobile mit Zubehör (Ziff. 1) und teilte dem Versicherten mit, dass sie Reparaturkosten ver
güte, wenn sie trotz sorgfältigem Gebrauch entstünden und kein Dritter dafür hafte (Ziff. 2). In der Folge wurde der Versicherte von der
Z._
mit besagtem System samt Zubehör ausgerüstet (vgl. Urk. 7/121, Urk. 7/192). Wegen eines Defekts mussten im Jahr 2010 das Ladegerät und der Drucker ersetzt werden. Die Rechnung betreffend die Ersatzkosten in der Höhe von Fr. 605.80 liess die durchführende Stelle, die
Z._
, direkt der IV-Stelle zukommen (Urk. 7/189, vgl. auch Urk. 7/193).
Mit Vorbescheid vom 10. Mai 2010 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, es könne keine Kostengutsprache für den Drucker und das Ladegerät geleistet wer
den (Urk. 7/10). Dagegen erhob der Versicherte am 1. Juni 2010 einen Einwand (Urk. 7/194). Mit Verfügung vom 19.
August 2010 wies die IV-Stelle das Leis
tungsbegehren ab (Urk. 7/197 = Urk. 2).
2.
Gegen die Verfügung vom 19. August 2010 (Urk. 2) erhob der Versicherte am 12. September 2010 Beschwerde und beantragte, diese sei als nichtig zu be
zeichnen (Urk. 1 S. 2 Mitte).
Mit Beschwerdeantwort vom 20. Oktober 2010 schloss die IV-Stelle auf Abwei
sung der Beschwerde (Urk. 6), was dem Versicherten am 29. November 2010 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 8).
Die Einzelrichterin

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Da der Streitwert Fr. 20’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der Be
schwerde in die einzelrichterliche Zuständigkeit (§ 11 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer).
1.2
In materiellrechtlicher Hinsicht gilt der allgemeine übergangsrechtliche Grund
satz, dass der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen sind, die bei Erlass des angefochtenen Entscheids respektive im Zeitpunkt gegolten haben, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende Sachverhalt verwirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Die ange
foch
tene Verfügung ist am 19. August 2010 ergangen, weshalb im Folgenden die massgeblichen Gesetzesbestimmungen - soweit nichts anderes vermerkt ist - in der im Verfügungszeitpunkt geltenden Fassung zitiert werden.
1.3
Invalide oder von einer Invalidität (Art. 8 des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG) bedrohte Versicherte haben gemäss Art. 8 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) An
spruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit:
a.
diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähig
keit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustellen, zu er
halten oder zu verbessern; und
b.
die Voraussetzungen für den Anspruch auf die einzelnen Massnahmen er
füllt sind (Abs. 1).
Der Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen besteht unabhängig von der Aus
übung einer Erwerbstätigkeit vor Eintritt der Invalidität. Bei der Festlegung der Massnahmen ist die gesamte noch zu erwartende Dauer des Erwerbslebens zu berücksichtigen (Abs. 1
bis
). Nach Massgabe der Artikel 13 und 21 besteht der Anspruch auf Leistungen unabhängig von der Möglichkeit einer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in den Aufgabenbereich (Abs. 2). Nach Massgabe von Artikel 16 Absatz 2 Buchstabe c besteht der Anspruch auf Leistungen unabhän
gig davon, ob die Eingliederungsmassnahmen notwendig sind oder nicht, um die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, zu erhalten oder zu verbessern (Abs. 2
bis
).
Die Eingliederungsmassnahmen bestehen in:
a.
medizinischen Massnahmen;
a
bis
.
Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Ein
glie
de
rung;
b.
Massnahmen beruflicher Art (Berufsberatung, erstmalige berufliche Aus
bildung, Umschulung, Arbeitsvermittlung, Kapitalhilfe);
d.
der Abgabe von Hilfsmitteln (Abs. 3);
1.4
Gemäss Art. 21 IVG hat die versicherte Person im Rahmen einer vom Bundesrat aufzustellenden Liste Anspruch auf jene Hilfsmittel, deren sie für die Ausübung der Erwerbstätigkeit oder der Tätigkeit im Aufgabenbereich, zur Erhaltung oder Verbesserung der Erwerbsfähigkeit, für die Schulung, die Aus- und Weiterbil
dung oder zum Zwecke der funktionellen Angewöhnung bedarf Abs. 1, erster Satz. Ferner bestimmt Art. 21 Abs. 2 IVG, dass Versicherte, die infolge ihrer Inva
lidität für die Fortbewegung, für die Herstellung des Kontaktes mit der Umwelt oder für die Selbstsorge kostspieliger Geräte bedürfen, im Rahmen einer vom Bundesrat aufzustellenden Liste ohne Rücksicht auf die Erwerbsfähigkeit Anspruch auf solche Hilfsmittel haben. Die Hilfsmittel werden zu Eigentum oder leihweise in einfacher und zweckmässiger Ausführung abgegeben oder pauschal vergütet (Absatz 3, erster Satz).
Die Befugnis zur Aufstellung der Hilfsmittelliste und zum Erlass ergänzender Vorschriften im Sinne von Art. 21 Abs. 4 IVG hat der Bundesrat in Art. 14 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) an das Eidgenössische De
par
tement des Innern übertragen, welches die Verordnung über die Abgabe von Hilfsmitteln durch die Invalidenversicherung (HVI) mit anhangsweise aufge
führter Hilfsmittelliste erlassen hat. Laut Art. 2 HVI besteht im Rahmen der im Anhang aufgeführten Liste Anspruch auf Hilfsmittel, soweit diese für die Fort
be
wegung, die Herstellung des Kontaktes mit der Umwelt oder für die
Selbst
sor
ge notwendig sind (Abs. 1). Anspruch auf die in dieser Liste mit * bezeich
neten
Hilfsmittel besteht nur, soweit diese für die Ausübung einer Erwerbstätigkeit oder die Tätigkeit im Aufgabenbereich, für die Schulung, die Ausbildung, die funktionelle Angewöhnung oder für die in der zutreffenden Ziffer des Anhangs ausdrücklich genannte Tätigkeit notwendig sind (Abs. 2; BGE 122 V 212 E. 2a).
1.5
Muss ein von der Versicherung abgegebenes Hilfsmittel trotz sorgfältigem Gebrauch repariert, angepasst oder teilweise erneuert werden, so übernimmt die Versicherung die Kosten, sofern nicht ein Dritter ersatzpflichtig ist. Von den Versicherten kann eine Kostenbeteiligung verlangt werden (Art. 7 Abs. 2 HVI).
Das Bundesamt für Sozialversicherung (BSV) hat in Ziff. 1046 des Kreisschrei
bens über die Abgabe von Hilfsmitteln durch die Invalidenversicherung (KHMI) konkretisiert, was als Reparatur zu verstehen ist. Als Reparatur gelten demnach ausser der Behebung von Abnützungsschäden auch die im Verlaufe des Ge
brauchs notwendig werdenden Wiederanpassungen sowie die teilweise Er
neue
rung (Ersatz von Teilstücken). Gemäss Ziff. 1071 stellt der/die Lieferant/in der IV direkt Rechnung und bedient die versicherte Person mit einer Kopie.
2.
2.1
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin die von der
Z._
in Rechnung gestellten Kosten für den Ersatz des Druckers und des Ladegerätes in der Höhe von Fr. 605.80 zu übernehmen hat.
2.2
Die Beschwerdegegnerin stellte sich in der angefochtenen Verfügung unter Ver
weis auf das IV-Rundschreiben Nr. 268 des Bundesamts für Sozialversicherun
gen (BSV) vom 17. Oktober 2008 auf den Standpunkt, dass ein PC inklusive üblichem Zubehör (gängige Software, Bildschirm, Drucker etc.) heute als Grund
ausstattung eines Haushaltes gelten würden und deshalb nicht mehr als inva
liditätsbedingt notwendig geltend gemacht werden könnten (Urk. 2 S. 1 unten, S. 1 oben).
In ihrer Beschwerdeantwort (Urk. 6) ergänzte sie, dass die in Frage stehenden Kosten weder gestützt auf Ziff. 2 der Verfügung vom 20. Oktober 2006 noch aus vertrauensrechtlichen Gründen zu ersetzen seien (Ziff. 4). Für die Über
nahme der Kosten einer Neuanschaffung von Drucker und Ladegerät fehle die erforderliche gesetzliche Grundlage. Eine solche könne namentlich nicht in Ziff. 11.06 HVI erblickt werden (Ziff. 5). In Bezug auf Hilfsmittel am Arbeits
platz, im Aufgabenbereich oder zur Schulung bestehe aufgrund von Ziff. 13.01 HVI sodann nur insoweit eine staatliche Kostenpflicht, als diese invaliditätsbe
dingt erforderlich seien (Ziff. 6). Da Drucker und Netzwerkgeräte heute zur übli
chen Grundausstattung jedes Computersystems zählten, die auch von einer gesunden Person im Zusammenhang mit der Bedienung und Anwendung eines Computers üblicherweise benötigt und erworben würden und wie vom BSV festgestellt in 80 % der Schweizer Haushalte anzutreffen seien, fehle es an den invaliditätsmässigen Voraussetzungen für eine Kostenübernahme im Sinne von Art. 21 Abs. 1 IVG, Art. 2 Abs. 2 HVI und Ziff. 13.01 HVI (Ziff. 7).
2.3
Der Beschwerdeführer machte demgegenüber in seiner Beschwerde (Urk. 1) im Wesentlichen geltend, er habe zu keinem Zeitpunkt ein Gesuch „Dru
cker/La
de
gerät“ eingereicht, sondern einzig im Frühjahr 2010 eine Reparatur des früher abgegebenen Systems auf Grund von Ziff. 2 der Verfügung vom 20. Oktober 2006 bei der
Z._
veranlasst. In der Ver
fügung werde deshalb eigentlich von einem falschen Antragsteller ausgegangen und sei ent
sprechend auch der falsche Adressat bezeichnet (S. 1 unten, S. 2 oben). Die Be
schwerdegegnerin gehe sodann fälschlicherweise davon aus, beim fraglichen Gesuch handle es sich um ein Gesuch zur Kostenübernahme für ein neues Sys
tem. Richtigerweise handle es sich lediglich um eine Rechnung der
Z._
für eine Reparatur aufgrund von Ziff. 2 der Ver
fügung vom 20. Oktober 2006 (S. 1). Soweit die Beschwerdegegnerin die Kos
tenüber
nahme in der angefochtenen Verfügung gestützt auf Ziff. 11.06 HIV verneine, stützte sie sich auf eine auf ihn nicht anwendbare gesetzliche Grund
lage (S. 2 Mitte). Des Weiteren stelle sich die Frage, inwiefern das von der Be
schwerde
gegnerin erwähnte Rundschreiben des BSV überhaupt beachtet werden müsse. Mit Blick auf Ziff. 2 der Verfügung vom 20. Oktober 2006 machte er schliesslich einen Anspruch auf Schutz des Besitzstandes beziehungsweise eine Verletzung von Treu und Glauben geltend (S. 2 unten).
3.
3.1
Am 20. Oktober 2006 wurde dem Beschwerdeführer Kostengutsprache für ein behindertengerechtes Computersystem Mobile mit Zubehör erteilt und fest
gehalten, dass die Beschwerdegegnerin Reparaturkosten, die trotz sorgfältigem Gebrauch entstehen und für die kein Dritter haftet, übernimmt (Urk. 7/113).
Anfang 2010 musste die durchführende Stelle, die
Z._
, den Drucker und das Ladegerät infolge eines Defekts ersetzen. Aufgrund der Verfügung vom 20. Oktober 2006 reichte sie die Rechnung vom 26. April 2010 betreffend die Ersatzkosten in der Höhe von Fr. 605.80 (Urk. 7/189) direkt bei der Beschwerdegegnerin ein (vgl. Urk. 7/193). Dieses Vorgehen ist bei Vor
liegen einer Kostengutsprache üblich und steht im Einklang mit Ziff. 1046 und Ziff. 1071 des KHMI (vgl. vorstehend E. 1.5). Insofern ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung vom 19. August 2010 den Beschwerdeführer als Adressaten bezeichnete, zumal dieser aufgrund der Verfügung vom 20. Oktober 2006 die Reparatur bei der
Z._
in Auftrag gegeben hatte und die Übernahme der Kosten durch die Beschwerdegegnerin jedenfalls in seinem Sinne ist.
3.2
Fest steht, dass die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer am 20. Oktober 2006 gestützt auf die damals geltenden Rechtsgrundlagen Kostengutsprache für ein behindertengerechtes Computersystem Mobile mit Zubehör erteilte und sich gleichzeitig zur Übernahme von Reparaturkosten, welche trotz sorgfältigem Gebrauch entstehen und nicht von einem Dritten zu tragen sind, verpflichtete (Urk. 7/113). Da die Anspruchsvoraussetzungen offensichtlich erfüllt waren und dem Begehren des Beschwerdeführers vollumfänglich entsprochen wurde, er
folgte die Kostengutsprache zwar lediglich mittels formloser Mitteilung (vgl. Art. 58 IVG und Art. 74
ter
-74
quater
IVV in der damals geltend gewesenen und heute geltenden Fassung), die aber einer Verfügung gleichkommt.
Wenn die Beschwerdegegnerin in ihrer Beschwerdeantwort geltend machte, gestützt auf die Mitteilung vom 20. Oktober 2006 könnten die Kosten für den Er
satz des Druckers und des Ladegerätes nicht übernommen werden, kann ihr nicht beigepflichtet werden. Gemäss Art. 7 Abs. 2 HVI in der damals geltend gewesenen und auch heute noch gleich lautenden Fassung (vgl. vorstehend E. 1.5) übernimmt die Versicherung die Kosten für die Reparatur eines von ihr abgegebenen Hilfsmittels, sofern die Reparatur trotz sorgfältigem Gebrauch notwendig wird und nicht ein Dritter ersatzpflichtig ist. Diese gesetzliche Rege
lung wurde in Ziff. 2 der Mitte
i
lung vom 20. Oktober 2006 wiedergegeben. In Ziff. 1046 KHMI in der bis 31. Dezember 2007 geltend gewesenen Fassung kon
kretisierte das BSV, dass als Reparaturen ausser der Behebung von Abnützungs
schäden auch die im Verlaufe des Gebrauchs notwendig werdenden Wieder
anpassungen sowie die teilweise Erneuerung (Ersatz von Teilstücken) gelten. Wie Art. 7 Abs. 2 HVI erfuhr auch die Konkretisierung in Ziff. 1046 KHMI bis heute keine Änderung (vgl. vorstehend E. 1.5).
Die Kostengutsprache vom 20. Oktober 2006 umfasste ein behindertengerechtes Computersystem Mobile mit Zubehör und damit auch den Drucker und das Lade
gerät. Wenn nun Drucker und Ladegerät ersetzt werden müssen, handelt es sich hierbei zweifelsohne um einen Ersatz von Teilstücken, die als Reparatur im Sinne von Art. 7 Abs. 2 HVI zu qualifizieren und von der Beschwerdegegnerin zu vergüten sind.
Gestützt auf die Mitteilung vom 20. Oktober 2006 hat die Beschwerdegegnerin daher für die von der
Z._
in Rechnung gestellten Kosten für den Ersatz des Druckers und des Ladegerätes in der Höhe von Fr. 605.80 aufzukommen.
3.3
Die Beschwerdegegnerin wies wohl zutreffend darauf hin, dass im Zusammen
hang mit der Zusprache von PCs und üblichem Zubehör eine Praxisänderung erfolgt ist
(vgl. IV-Rundschreiben Nr. 268 des BSV vom 17. Oktober 2008, IV-Rundschreiben Nr. 272 des BSV vom 27. Januar 2009 und IV-Rundschreiben Nr. 274 des BSV vom 9. April 2009). Dies ist indes vorliegend nicht von Rele
vanz. Zwar ist es fraglich, ob dem Beschwerdeführer das behindertengerechte Computersystem Mobile samt Zubehör auch heute noch im gleichen Umfang wie mit Mitteilung 20. Oktober 2006 zugesprochen zugesprochen werden könnte. Jedenfalls hätte eine hinreichende Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu erfol
gen, um beurteilen zu können, ob die invaliditätsmässigen Voraussetzungen für die Abgabe erfüllt wären (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_209/2010 vom 2.
September 2010 E. 4). Vorliegend steht indes nicht die Zusprache eines neuen Systems in Frage, sondern der Ersatz von Teilstücken eines bereits zugespro
chenen Systems. Für die Kosten dieses Ersatzes hat die Beschwerdegegnerin aber wie in E. 3.2 dargelegt, gestützt auf die Mitteilung vom 20. Oktober 2006 aufzukommen.
3.4
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin die Kosten für den Ersatz des Druckers und des Ladegerätes in der Höhe von Fr. 605.80 zu übernehmen hat, was zur Gutheissung der gegen die Verfügung vom 19. August 2010 erhobenen Beschwerde führt.
4.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichts
kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert fest
zulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 500.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.