Decision ID: c45338be-f975-5934-b22e-5d6fe5cbf1f0
Year: 2015
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A.
A.a Am 22. Oktober 2013 richtete der National Tax Service der Republik
Korea (nachfolgend: "NTS" oder "ersuchende Behörde" genannt) ein Amts-
hilfeersuchen betreffend A._ (alias: [...]; nachfolgend: Steuerpflich-
tiger) sowie eines zweiten Steuerpflichtigen (nachfolgend: Steuerpflichtiger
2) an die Eidgenössische Steuerverwaltung (nachfolgend: ESTV). Der NTS
stützte sich dabei auf Art. 25 des Abkommens vom 12. Februar 1980 zwi-
schen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Republik Korea
zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiet der Steuern vom
Einkommen, in Kraft getreten am 22. April 1981 (SR 0.672.928.11; nach-
folgend: DBA-KR).
A.b Der NTS begründet sein Ersuchen mit einer laufenden Steueruntersu-
chung betreffend die beiden Steuerpflichtigen. Als in der Republik Korea
ansässige Personen seien sie verpflichtet, ausländische Einkommensquel-
len inkl. Zinsen, Dividenden, Einkommen aus Grundbesitz, Transferein-
kommen etc. zu deklarieren. Diese Verpflichtung ergebe sich aus dem seit
2010 in der Republik Korea geltenden "Foreign Financial Accounts Repor-
ting Requirement" (FFARR). Die beiden Steuerpflichtigen hätten zwar ei-
nen Teil ihrer ausländischen Konten deklariert, doch habe der NTS festge-
stellt, dass die Saldi auf den ausländischen Konten tatsächlich höher ge-
wesen seien, als von den Steuerpflichtigen angegeben. Der NTS hege den
Verdacht, die beiden Steuerpflichtigen hätten ein beachtliches Einkommen
in Japan erwirtschaftet und diese Gelder, nach Reinvestitionen im Ausland,
welche weitere Zins- und Dividendeneinkommen nach sich gezogen haben
dürften – an den koreanischen Behörden vorbei – auf Bankkonten in der
Schweiz transferiert. Es mache den Anschein, als hätten die beiden Steu-
erpflichtigen jeweils dann grössere Summen von diesen Konten nach Ko-
rea geholt, wenn sie bedeutende Beträge für Unternehmensübernahmen
oder Fusionen benötigt hätten.
A.c Der NTS hält in seinem Ersuchen fest, die genannten Steuerpflichtigen
würden sich weigern, die entsprechenden Bankinformationen und entspre-
chenden Unterlagen offenzulegen bzw. einzureichen. Die innerstaatlichen
Möglichkeiten zur Erlangung der nötigen Informationen seien erfolglos aus-
geschöpft worden, weshalb man sich mit diesem Amtshilfeersuchen an die
Schweiz wende.
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B.
B.a Nach Prüfung des Ersuchens trat die ESTV auf dieses ein und forderte
die darin genannten Banken mit je separaten Editionsverfügungen vom
8. November 2013 auf, die ersuchten Informationen sowie die zugehörigen
Unterlagen zu liefern. Gleichzeitig sollten sie den jeweiligen Steuerpflichti-
gen über das laufende Amtshilfeverfahren informieren.
B.b Die involvierten Banken kamen dieser Aufforderung betreffend den
Steuerpflichtigen mit jeweiligen Schreiben an die ESTV vom 19. Novem-
ber, 26. November sowie 28. November 2013 nach.
C.
C.a Mit Schreiben vom 4. Dezember 2013 wurde dem Steuerpflichtigen
durch die ESTV die beantragte Akteneinsicht gewährt.
C.b In seiner diesbezüglichen Stellungnahme vom 30. Dezember 2013
machte der Steuerpflichtige geltend, sämtliche Informationen betreffend
den Zeitraum vor dem 1. Januar 2011 seien zu löschen und nicht zu über-
mitteln. Zudem seien sämtliche Informationen, welche die schweizerische
Gesellschaft X._ AG betreffen, nicht an den NTS zu übermitteln.
Ebenso seien Informationen, welche die Gesellschaft Y._ Inc. mit
Sitz in [Land] betreffen, zu löschen und nicht an die ersuchende Behörde
zu übermitteln. Darüber hinaus wurde Einsicht in die von der ESTV bei der
Z._ Bank edierten Informationen beantragt. Diesbezüglich teilte die
ESTV dem Steuerpflichtigen telefonisch mit, dass diese Bank keine Bank-
kundenbeziehung zu ihm in der angefragten Zeitperiode festgestellt habe
und der ESTV somit keine Unterlagen dieser Bank vorliegen würden.
C.c Mit Schreiben vom 4. April 2014 ersuchte der Steuerpflichtige die
ESTV um Einsicht in ein angeblich früheres Amtshilfeverfahren gegen ihn
in Zusammenhang mit der japanischen Steuerbehörde. Diesbezüglich
teilte die ESTV dem Steuerpflichtigen mit Schreiben vom 2. Juni 2014 mit,
dass ihr kein solches Amtshilfeverfahren bekannt sei. Gleichzeitig infor-
mierte die ESTV den Steuerpflichtigen über den Inhalt der beabsichtigten
Informationsübermittlung an den NTS im Rahmen des Amtshilfeersuchens
vom 22. Oktober 2013.
C.d Mit Schreiben vom 13. und 24. Juni 2014 reichte der Steuerpflichtige
der ESTV zwei weitere Stellungnahmen ein, in welchen er auch Bezug auf
seine Stellungnahme vom 30. Dezember 2013 nahm.
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Seite 4
C.e In ihrer Schlussverfügung vom 20. Mai 2015 betreffend das Ersuchen
des NTS vom 22. Oktober 2013 kam die ESTV den Begehren des Steuer-
pflichtigen weitgehend nach. In Bezug auf die erwähnten Stellungnahmen
des Steuerpflichtigen hielt sie namentlich Folgendes fest:
– Es sei beabsichtigt, dem NTS in Zusammenhang mit den edierten Unterlagen
der T._ Bank keine Kontoinformationen zu Bankkonten von Drittgesell-
schaften (und somit zur X._ AG, zur M._ Inc. und zur
F._ SA) zu übermitteln. Dies, da das Ersuchen gemäss seinem Wort-
laut nur solche Bankkonten umfasse, die vom Steuerpflichtigen in Eigenschaft
als Inhaber gehalten würden.
– Da nicht beabsichtigt werde, Bankunterlagen betreffend die X._ AG zu
übermitteln, erübrige sich auch die beantragte Schwärzung von darin enthal-
tenen Namen.
– In Zusammenhang mit der Z._ Bank sei keine Information an den NTS
beabsichtigt, zumal keine entsprechenden Informationen vorhanden seien.
– Beabsichtigt sei die Informationsübermittlung in Zusammenhang mit der
U._ (nachfolgend: [...]), zumal der Steuerpflichtige Inhaber der Bank-
kundenbeziehungen mit den Nummern [1] und [2] sei.
– Beabsichtigt sei, im Grundsatz keine Informationen, welche vor dem 1. Januar
2011 datieren, zu übermitteln. Allerdings seien die Eröffnungsunterlagen eines
Bankkontos für den (gesamten) Zeitraum des Bestehens einer Bankkunden-
beziehung gültig und relevant, weshalb die Eröffnungsunterlagen, wie bei-
spielsweise das Formular A, zu übermitteln seien. Allerdings würden alle Da-
tumsangaben auf den Eröffnungsunterlagen, die vor dem 1. Januar 2011 da-
tieren, in den zu übermittelnden Unterlagen von der ESTV geschwärzt. Das-
selbe gelte für die Namen von Bankmitarbeitenden auf den Eröffnungsdoku-
menten.
Entsprechend dem Gesagten ordnete die ESTV in der Schlussverfügung
an, dass dem NTS betreffend den Steuerpflichtigen Amtshilfe zu leisten sei
(Dispositiv-Ziff. 1). In Dispositiv-Ziff. 2 wurden die dem NTS zu übermitteln-
den Unterlagen bzw. Informationen aufgelistet.
D.
Mit Eingabe vom 18. Juni 2015 erhob der Steuerpflichtige (nachfolgend:
Beschwerdeführer) gegen die Schlussverfügung der ESTV vom 20. Mai
2015 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Er beantragt die Rück-
weisung der Sache an die ESTV (nachfolgend: Vorinstanz). Diese sei an-
zuweisen, die in Beilage 2 zur Beschwerde enthaltenen Aktenstücke aus
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den Akten zu entfernen; eventualiter seien die Namen B._,
C._, G._ Ltd. und U._ (Asia) Ltd. in diesen Aktenstü-
cken unkenntlich zu machen. Dies unter Kosten- und Entschädigungsfol-
gen zu Lasten der Schweizerischen Eidgenossenschaft.
E.
In ihrer Vernehmlassung vom 17. August 2015 beantragt die Vorinstanz die
kostenfällige Abweisung der Beschwerde.
Auf die konkreten Vorbringen der Verfahrensbeteiligten und die eingereich-
ten Unterlagen wird – soweit Entscheid relevant – in den folgenden Erwä-
gungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Dem vorliegenden Verfahren liegt ein Amtshilfeersuchen des NTS der
Republik Korea zu Grunde. Dieses datiert vom 22. Oktober 2013 und stützt
sich auf das bereits erwähnte DBA-KR. Das Verfahren richtet sich nach
dem am 1. Februar 2013 in Kraft getretenen Bundesgesetz vom 28. Sep-
tember 2012 über die internationale Amtshilfe in Steuersachen (Steuer-
amtshilfegesetz, StAhiG; SR 651.1; vgl. Art. 24 StAhiG e contrario). Vorbe-
halten bleiben abweichende Bestimmungen des im vorliegenden Fall an-
wendbaren DBA-KR (Art. 1 Abs. 2 StAhiG).
1.2 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-
schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Zu den beim Bundes-
verwaltungsgericht anfechtbaren Verfügungen gehören auch Schlussver-
fügungen der ESTV im Bereich der internationalen Amtshilfe, so auch der
Amtshilfe im Rahmen des DBA-KR (Art. 32 VGG e contrario; Art. 19 Abs. 1
StAhiG). Die Zuständigkeit des Bundesverwaltungsgerichts zur Behand-
lung der Beschwerde vom 18. Juni 2015 (vgl. Sachverhalt Bst. D) ist somit
gegeben.
1.3 Der Beschwerdeführer erfüllt als Verfügungsadressat die Vorausset-
zungen der Beschwerdebefugnis (vgl. Art. 19 Abs. 2 StAhiG i.V.m. Art. 48
Abs. 1 VwVG). Die Beschwerde wurde zudem form- und fristgerecht ein-
gereicht (vgl. Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG). Damit ist darauf
einzutreten.
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Seite 6
2.
2.1 Die ersuchende Behörde stützt ihr Amtshilfegesuch auf Art. 25 DBA-
KR ("Informationsaustausch"). Dieser entspricht in seinem Wortlaut weit-
gehend demjenigen von Art. 26 des Musterabkommens der Organisation
für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung OECD (nachfolgend:
OECD-MA).
2.1.1 Gemäss Art. 25 Abs. 1 Satz 1 DBA-KR tauschen die zuständigen Be-
hörden beider Vertragsstaaten unter sich diejenigen Informationen aus, die
zum Vollzug dieses Abkommens oder zur Anwendung oder Durchsetzung
des innerstaatlichen Rechts betreffend die unter das Abkommen fallenden
Steuern voraussichtlich erheblich sind, soweit die diesem Recht entspre-
chende Besteuerung nicht dem Abkommen widerspricht. Der Informations-
austausch wird dabei durch Art. 1 DBA-KR (persönlicher Geltungsbereich)
nicht eingeschränkt.
Gleichwohl enthält Art. 25 Abs. 3 DBA-KR bestimmte Beschränkungen der
Pflicht zur Leistung von Amtshilfe. So muss der ersuchte Vertragsstaat we-
der Verwaltungsmassnahmen durchführen, die von den Gesetzen und der
Verwaltungspraxis dieses oder des anderen Vertragsstaates abweichen
(Bst. a), noch Informationen erteilen, die nach den Gesetzen oder im übli-
chen Verwaltungsverfahren dieses oder des anderen Vertragsstaats nicht
beschafft werden können (Bst. b). Ebenso wenig muss er Informationen
erteilen, die ein Handels-, Geschäfts-, Industrie-, Gewerbe-, oder Berufs-
geheimnis oder ein Geschäftsverfahren preisgeben würden oder deren Er-
teilung dem Ordre Public widerspräche (Bst. c).
Die genannten Einschränkungen werden allerdings wiederum durch die
Bestimmung von Art. 25 Abs. 5 DBA-KR relativiert. Gemäss dieser ist
Art. 25 Abs. 3 DBA-KR nämlich in keinem Fall so auszulegen, als erlaube
er einem Vertragsstaat, die Erteilung von Informationen nur deshalb abzu-
lehnen, weil sich die Informationen bei einer Bank, einem sonstigen Finan-
zinstitut, einem Bevollmächtigten, Beauftragten oder Treuhänder befinden
oder weil sie sich auf Beteiligungen an einer Person beziehen (Satz 1).
Ungeachtet des Absatzes 3 oder entgegenstehender Bestimmungen des
innerstaatlichen Rechts verfügen die Steuerbehörden des ersuchten Ver-
tragsstaates – sofern dies für die Erfüllung der Verpflichtungen unter die-
sem Absatz erforderlich ist – über die Befugnis, die Offenlegung der in die-
sem Absatz genannten Informationen durchzusetzen (Satz 2).
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Seite 7
Die Regelung von Art. 25 Abs. 5 DBA-KR bedeutet indes nicht, dass der
ersuchte Staat in jedem Fall Bankinformationen an den ersuchenden Staat
zu übermitteln hat. Die Grenzen der Verpflichtung zur Amtshilfe, welche in
Art. 25 Abs. 3 DBA-KR statuiert sind, kommen betreffend Bankinformatio-
nen zur Anwendung. Dies soweit sich die Weigerung zur Leistung von
Amtshilfe auf Gründe stützt, die mit der Eigenschaft des Informationsinha-
bers als Bank nichts zu tun haben (so zu Art. 26 Abs. 5 OECD-MA STEFAN
OESTERHELT, Amtshilfe im internationalen Steuerrecht der Schweiz, in:
Jusletter vom 12. Oktober 2009, Rz. 126, mit weiteren Hinweisen).
2.1.2 In Zusammenhang mit Art. 25 DBA-KR ist sodann die zugehörige
Ziff. 2 von Art. XIV des Protokolls vom 28. Dezember 2010 zur Änderung
des DBA-KR (nachfolgend: Änderungsprotokoll DBA-KR) zu beachten.
Dieses wurde am 16. März 2012 von der Bundesversammlung genehmigt
(SR 672.928.1) und trat per 25. Juli 2012 in Kraft (AS 2012 4069).
In Art. XIV Ziff. 2 Bst. a des Änderungsprotokolls DBA-KR wird festgehal-
ten, dass Einvernehmen darüber besteht, dass der ersuchende Vertrags-
staat ein Begehren um Austausch von Informationen erst dann stellt, wenn
er die in seinem innerstaatlichen Recht üblichen Verfahren zur Beschaffung
der Informationen ausgeschöpft hat.
Gemäss Bst. b sind sich die Vertragsparteien einig, dass die Steuerbehör-
den des ersuchenden Staates bei der Stellung eines Amtshilfebegehrens
nach Art. 25 des Abkommens den Steuerbehörden des ersuchten Staates
die nachstehenden Angaben zu liefern haben:
(i) den Namen der in eine Überprüfung oder Untersuchung einbezogenen
Person(en) und, sofern verfügbar, weitere Angaben, welche die Iden-
tifikation dieser Person(en) erleichtern, wie die Adresse, das Geburts-
datum, den Zivilstand oder die Steuernummer;
(ii) die Zeitperiode, für welche die Informationen verlangt werden;
(iii) eine Beschreibung der verlangten Informationen sowie Angaben hin-
sichtlich der Form, in der der ersuchende Staat diese Informationen
vom ersuchten Staat zu erhalten wünscht;
(iv) den Steuerzweck, für den die Informationen verlangt werden;
(v) den Namen und, soweit bekannt, die Adresse des mutmasslichen In-
habers der verlangten Informationen.
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Gemäss Bst. c besteht zwischen den Vertragsparteien sodann Einigkeit
darüber, dass die in Art. 25 DBA-KR vorgesehene Amtshilfe nicht Mass-
nahmen einschliesst, die lediglich der Beweisausforschung dienen (sog.
"fishing expeditions"). Festgehalten wird, dass Buchstabe b wichtige ver-
fahrenstechnische Anforderungen enthält, welche "fishing expeditions"
vermeiden sollen. Gleichzeitig wird bestimmt, dass die Unterabsätze (i) bis
(v) so auszulegen sind, dass sie einen wirksamen Informationsaustausch
nicht behindern.
Des Weiteren besteht gemäss Bst. d Einvernehmen darüber, dass Art. 25
DBA-KR die Vertragsstaaten nicht dazu verpflichtet, Informationen auf au-
tomatischer oder spontaner Basis auszutauschen. Die Vertragsstaaten er-
warten voneinander, sich gegenseitig die zur Durchführung des Abkom-
mens nötigen Informationen zu liefern.
Gemäss Bst. e besteht sodann auch Einvernehmen darüber, dass im Falle
des Austauschs von Informationen die im ersuchten Staat geltenden Be-
stimmungen des Verwaltungsverfahrensrechts über die Rechte der Steu-
erpflichtigen vorbehalten bleiben, bevor die Informationen an den ersu-
chenden Staat übermittelt werden. Einig sind sich die Vertragsparteien
auch darüber, dass diese Bestimmungen dazu dienen, der steuerpflichti-
gen Person ein ordnungsgemässes Verfahren zu gewähren, und nicht be-
zwecken, den wirksamen Informationsaustausch zu verhindern oder über-
mässig zu verzögern.
2.2
2.2.1 Wie erwähnt, richtet sich der Vollzug der Amtshilfe nach dem StAhiG
(E. 1.1). Zu beachten ist, dass gemäss 24a Abs. 2 StAhiG die per 1. August
2014 in Kraft getretenen Änderungen dieses Gesetzes betreffend Art. 14
Abs. 1 und 2, Art. 15 Abs. 2 sowie Art. 21a StAhiG auch auf Amtshilfeersu-
chen Anwendung finden, welche im Zeitpunkt des Inkrafttretens dieser Ge-
setzesänderung bereits eingereicht waren (so auch das vorliegende Ersu-
chen). Soweit das StAhiG nichts anderes bestimmt, ist das VwVG anwend-
bar (Art. 5 Abs. 1 StAhiG).
2.2.2 Art. 4 StAhiG mit der Überschrift "Grundsätze" sieht in Abs. 1 vor,
dass Amtshilfe ausschliesslich auf Ersuchen geleistet wird. In der Botschaft
vom 6. Juli 2011 zum Erlass eines Steueramtshilfegesetzes wird festgehal-
ten, dass diese Vorschrift unter anderem die spontane Amtshilfe grundsätz-
lich ausschliesst (BBl 2011 6193 ff., 6204). Unter spontaner (internationa-
ler) Amtshilfe ist die Informationsübermittlung an ausländische Behörden
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zu verstehen, welche ohne konkretes Ersuchen erfolgt. Unterschieden
werden kann dabei zwischen selbständiger bzw. antizipierter spontaner
Amtshilfe und ergänzender spontaner Amtshilfe. Unter ersterer ist die
spontane Übermittlung von Informationen ohne vorgängiges Amtshilfeer-
suchen zu verstehen. Unter letzterer die zusätzliche Amtshilfeleistung im
Rahmen eines bereits gestellten Amtshilfeersuchens (vgl. Urteil des Bun-
desverwaltungsgerichts A-3098/2014 vom 18. September 2014 E. 3.1; zum
Begriff der spontanen Amtshilfe vgl. BVGE 2010/26 E. 5.6 mit Hinweisen).
2.2.3 Gemäss Art. 4 Abs. 3 StAhiG ist die Übermittlung von Informationen
zu Personen, welche nicht vom Ersuchen betroffen sind, unzulässig. Als
"betroffene Person" gilt gemäss Art. 3 Bst. a StAhiG diejenige Person, über
welche im Amtshilfeersuchen Informationen verlangt werden.
Das Bundesgericht hat in seinem Urteil 2C_963/2014 vom 24. September
2015 festgehalten, das Merkmal "betroffen" im Sinne von Art. 3 Bst. a
StAhiG erscheine vorab als bloss formeller Art: Die Begriffsbestimmung
knüpfe vom Wortlaut her einzig an der Erwähnung im Amtshilfeersuchen
an. Diejenigen Personen, über welche im Ersuchen Informationen verlangt
würden, seien insofern vom Verfahren im ersuchten Staat betroffen, als
dessen Steuerbehörde zu prüfen habe, ob entsprechende (sie betreffende)
Informationen übermittelt werden sollen. Diese Personen seien, weil der
ausländische Staat Informationen über sie verlange, Gesuchsgegner. Zu
prüfen sei jedoch, welche Bedeutung dem Begriff "betroffene Person" im
materiellen Sinn, d.h. mit Blick auf die Übermittlung von Informationen zu-
komme. Hierzu bedürfe es insbesondere einer vertieften Auslegung der in
Art. 4 Abs. 3 StAhiG enthaltenen Wendung "Personen, die nicht vom Ersu-
chen betroffen sind" (E. 3.3 des oben genannten Urteils).
Diese Auslegung hat das Bundesgericht im Rahmen des genannten Urteils
2C_963/2014 vom 24. September 2015 vorgenommen. Es kommt dabei
insbesondere zum Schluss, dass sich die Auslegung der Wendung "vom
Ersuchen (nicht) betroffen" – im Interesse des Abkommenszwecks – mas-
sgeblich nach dem Kriterium der voraussichtlichen Erheblichkeit (vgl. dazu
vorne E. 2.1.1) richten müsse (vgl. E. 4.5 des genannten Urteils).
Entsprechend wurde im genannten Urteil entschieden, dass eine vom Be-
schwerdegegner bevollmächtigte Person nicht als Person gesehen werden
könne, deren Name nur "zufällig" in den Bankunterlagen auftauche. Viel-
mehr stelle die Identität der bevollmächtigten Person ein wesentliches Ele-
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ment bei der Überprüfung von Geldflüssen dar, weshalb die voraussichtli-
che Erheblichkeit dieser Information zu bejahen sei (E. 6.2 des genannten
Urteils).
3.
Betreffend das vorliegende Amtshilfeersuchen des NTS ist zunächst fest-
zuhalten, dass dieses den Anforderungen gemäss Art. XIV Ziff. 2 des Än-
derungsprotokolls DBA-KR entspricht. Insbesondere hat die ersuchende
Behörde dargelegt, dass die innerstaatlichen Verfahren zur Beschaffung
der ersuchten Informationen ausgeschöpft worden sind, ehe das Amtshil-
feersuchen gestellt wurde. Sodann wurden die von der ersuchenden Be-
hörde zu liefernden Angaben übermittelt. Etwas anderes ergibt sich weder
aus den Akten, noch wird solches geltend gemacht (vgl. dazu E. 2.1.2).
3.1
3.1.1 Im vorliegenden Verfahren verlangt der Beschwerdeführer die Entfer-
nung folgender Aktenstücke (der Beschwerde mit den Bezeichnungen Bei-
lage 2a - 2f beigelegt) aus den dem NTS gemäss angefochtener Schluss-
verfügung zu übermittelnden Unterlagen:
– Beilage 2a: Seite 3 der Application to Open a Personal Account [1] (zu
entfernen: "G._ Ltd." und "U._ [Asia] Ltd.")
– Beilage 2b: Deckblatt des Portfolio valuation as of June 30, 2011 (zu
entfernen: "G._ Ltd.")
– Beilage 2c: Seite 3 der Application to Open a Personal Account [2] (zu
entfernen: "G._ Ltd." und "U._ [Asia] Ltd.")
– Beilage 2d: Re: Close of A/C [2] [...] (zu entfernen: "B._")
– Beilage 2e: Power of Attorney (zu entfernen: "C._" inkl. Ad-
resse unter "Legal domicile")
– Beilage 2f: Re: Close of A/C [1] [...] (zu entfernen: "B._")
Eventualiter seien die Namen B._, C._, G._ Ltd. und
U._ (Asia) Ltd. in diesen Aktenstücken unkenntlich zu machen. Sein
Begehren begründet der Beschwerdeführer im Wesentlichen damit, dass
diese Namen natürlichen bzw. juristischen Personen gehören, welche sel-
ber nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens seien. Eine Übermitt-
lung der erwähnten Beschwerdebeilagen ohne Schwärzung der genannten
Namen käme einem (unzulässigen) spontanen Informationsaustausch
gleich (vgl. dazu E. 2.1.2 und 2.2.2).
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3.1.2 Demgegenüber begründet die Vorinstanz die Verfügung der (unge-
schwärzten) Herausgabe der in Frage stehenden Unterlagen namentlich
damit, dass es sich bei den Namen, welche der Beschwerdeführer aus den
zu übermittelnden Dokumenten entfernt wissen möchte, nicht um Namen
unbeteiligter (Dritt-) Personen handle, deren Angaben gemäss Art. 4 Abs.
3 StAhiG bzw. Art. 17 Abs. 2 StAhiG nicht zu übermitteln wären.
3.2 Wie es sich damit verhält, ist im Folgenden zu prüfen:
3.2.1 Bei den Beilagen 2a und 2c zur Beschwerde vom 18. Juni 2015 han-
delt es sich je um einen Auszug aus den Eröffnungsdokumenten der Kon-
ten des Beschwerdeführers bei der U._. Gemäss Beschwerdefüh-
rer sind diese Dokumente nicht zu übermitteln bzw. eventualiter die darin
vermerkte c/o Adresse durch die Vorinstanz unkenntlich zu machen, zumal
diese Information bzw. die c/o Adresse eine nicht vom Amtshilfeersuchen
erfasste Gesellschaft betreffe.
3.2.1.1 Wie bereits von der Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung vom
17. August 2015 zutreffend festgestellt, lässt der Beschwerdeführer dabei
ausser Acht, dass es sich bei der Angabe einer c/o Adresse um eine Ver-
sandinstruktion für den Erhalt von Bankkorrespondenz handelt. Als c/o Ad-
resse wird dabei der Name und die Adresse eines Dritten (hier die Gesell-
schaft "G._ Ltd") ausgewiesen. Der Zusatz "c/o" (englisch: "care
of") bei einer Adresse ist mit "wohnhaft bei" zu übersetzen und entspricht
dem deutschen Äquivalent "p. Adr." (per Adresse). Dabei handelt es sich
um eine Abkürzung, welche die Zustellanweisung für Versandgut betrifft.
Eine solche Anweisung wird beispielsweise dann verwendet, wenn ein Un-
termieter ohne eigene Anschrift erreicht werden soll. Diese Möglichkeit
kann jedoch auch dann genutzt werden, wenn der eigentliche Empfänger
der Korrespondenz möchte, dass diese an eine andere als seine Privatad-
resse geschickt wird. Die Gründe für ein solches Vorgehen können unter-
schiedlicher Natur sein. Nicht auszuschliessen ist immerhin, dass es sich
bei diesem Vorgehen um eine Vorsichtsmassnahme handelt, damit nicht
bekannt wird, dass der eigentliche Empfänger eine entsprechende Bank-
kundenbeziehung unterhält.
Die c/o Adresse bzw. die Angaben betreffend eine solche Versandinstruk-
tion sind der instruierenden Person zuzurechnen. Diese tut damit Kund,
dass sie Versandgut, welches direkt an sie gerichtet ist, an dem von ihr
bezeichneten Ort (Adresse) abholt bzw. als zugestellt erachtet. Aus diesem
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Seite 12
Blickwinkel unterscheidet sich eine c/o Adresse nicht von einer persönli-
chen Wohn-/Sitzadresse. In diesem Sinne ist der Vorinstanz zu folgen,
wenn sie davon ausgeht, dass die vom Beschwerdeführer angegebene c/o
Adresse als Teil seiner Personalangaben bzw. Personalien zu betrachten
ist.
Sodann gehört die Information, an wen die jeweilige Bankkorrespondenz
zu senden ist, zu den Eröffnungsmodalitäten und damit zu den Informatio-
nen, welche von der ersuchenden Behörde erfragt worden sind ("Specific
Information Requested: Copies of the opening account contracts, signature
cards and personal information of agents or consignees"). Daher handelt
es sich bei der Übermittlung dieser Information zum einen nicht um einen
Fall spontaner Amtshilfe (E. 2.2.2), zum anderen ist diese Information als
für die ersuchende Behörde als voraussichtlich erheblich zu qualifizieren
(E. 2.1.1).
3.2.1.2 Nach dem Dargelegten besteht keine Veranlassung, die c/o Ad-
resse und somit die Angabe des Namens "G._ Ltd" zu schwärzen.
Dies gilt für die Beschwerdebeilagen 2a und 2c ebenso wie für die Be-
schwerdebeilage 2b. Ob die Beschwerdebeilagen 2a und 2c aus einem
anderen Grund – wie vom Beschwerdeführer beantragt – ganz aus den
Akten zu entfernen sind, ist im Folgenden zu untersuchen:
3.2.2 Der Beschwerdeführer verlangt die Entfernung der Beschwerdebei-
lagen 2a und 2c auch mit der Begründung, dass der Name "U._
(Asia) Ltd." darin enthalten sei. Eventualiter sei dieser Name unkenntlich
zu machen.
3.2.2.1 Die Angabe "U._ (Asia) Ltd." ist in den Eröffnungsdokumen-
ten der Konten des Beschwerdeführers bei der U._ unter Ziff. 4
(Correspondence) enthalten. Auch diese Angabe steht in Zusammenhang
mit Versandinstruktionen an die Bank. Demgemäss soll sämtliche Bank-
korrespondenz offenbar nicht dem Beschwerdeführer direkt an dessen
Wohnsitz bzw. an die angegebene c/o Adresse zugestellt werden, sondern
soll bei der U._ (Asia) Ltd. banklagernd ("hold mail") zur Abholung
hinterlegt werden. Die Gründe für solche zulässigen Instruktionen können
vielfältiger Natur sein.
Bei der U._ (Asia) Ltd. handelt es sich sodann um eine ausländi-
sche Niederlassung jener Bank, bei welcher der Beschwerdeführer eine
Bankkundenbeziehung unterhalten hat. Damit steht fest, dass der Name
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"U._ (Asia) Ltd." nicht zufällig in den Bankunterlagen des Be-
schwerdeführers auftaucht. Entsprechend handelt es sich nicht um eine
Information, welche unter Art. 4 Abs. 3 und/oder Art. 17 Abs. 2 StAhiG fällt.
Vielmehr ist die Angabe bzw. Widergabe von Versandinstruktionen als Teil
der Eröffnungsdokumente zu qualifizieren, welche die ersuchende Be-
hörde erfragt hat und welche als für diese voraussichtlich erheblich zu qua-
lifizieren ist (vgl. E. 3.2.1.1).
3.2.2.2 Damit besteht keine Veranlassung, den Namen "U._ (Asia)
Ltd." zu schwärzen. Dies wiederum bedeutet, dass – in Verbindung mit dem
oben in E. 3.2.1 ff. Gesagten – kein Grund besteht, die Beschwerdebeila-
gen 2a und 2c nicht an die ersuchende Behörde zu übermitteln.
3.2.3 Der Beschwerdeführer verlangt sodann, dass die Beschwerdebeila-
gen 2d und 2f nicht an die ersuchende Behörde übermittelt bzw. eventua-
liter der darin enthaltene Name "B._" vor einer Übermittlung un-
kenntlich gemacht wird.
3.2.3.1 Bei den in Frage stehenden Dokumenten handelt es sich um Kon-
tosaldierungsaufträge bzw. Überweisungsinstruktionen des Beschwerde-
führers. Aus ihnen geht hervor, wohin und an wen die Vermögenswerte auf
den Bankkonten des Beschwerdeführers bei der Saldierung des Kontos
geflossen sind, nämlich auf das Konto von "B._".
Wie erwähnt (Sachverhalt Bst. A.b), ersucht der NTS um sämtliche Infor-
mationen, welche mögliche Überweisungen, Transaktionen oder Entnah-
men dokumentieren. Dies vor dem Hintergrund des dargelegten Sachver-
halts, wonach vermutet wird, dass u.a. der Beschwerdeführer in Japan
grosse Beträge aus Einkommen und Dividenden erzielt, diese in der Re-
publik Korea aber nicht deklariert hat. Zudem geht die ersuchende Behörde
davon aus, dass u.a. auch der Beschwerdeführer Vermögenswerte im Aus-
land reinvestiert hat und Dividenden in Schweizer Bankkonten deponiert
wurden, welche sich im Besitze des Beschwerdeführers oder des ebenfalls
von der Untersuchung des NTS betroffenen Steuerpflichtigen 2 stehen.
Des Weiteren hegt der NTS den Verdacht, dass die Vermögenswerte, wel-
che in der Schweiz deponiert wurden, nach Korea flossen, sobald der Be-
schwerdeführer oder der Steuerpflichtige 2 eine Gesellschaft übernahmen
oder Transaktionen im Unternehmensbereich tätigten. Damit ist es für die
ersuchende Behörde von voraussichtlicher Erheblichkeit zu erfahren, wo-
hin und an wen die Gelder des Beschwerdeführers geflossen sind (vgl.
E. 2.1.1).
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3.2.3.2 Vor diesem Hintergrund ist in Einklang mit der neusten bundesge-
richtlichen Rechtsprechung auf diesem Gebiet (E. 2.3.2) festzuhalten, dass
es sich bei "B._" nicht um einen "unbeteiligten Dritten" im Sinne des
StAhiG handelt. Entsprechend sind die als Beschwerdebeilage 2d und 2f
bezeichneten Dokumente ohne Schwärzungen an die ersuchende Be-
hörde zu übermitteln.
3.2.4 Schliesslich verlangt der Beschwerdeführer, dass die Beschwerde-
beilage 2e nicht an die ersuchende Behörde übermittelt bzw. eventualiter
der darin enthaltene Name "C._" vor einer Übermittlung unkenntlich
gemacht wird.
3.2.4.1 Diesbezüglich ist zunächst festzuhalten, dass es sich bei
C._ um den koreanischen und bei B._ um den japanischen
Namen ein und derselben Person handelt.
Bei dem vom Beschwerdeführer als Beschwerdebeilage 2e eingereichten
Dokument handelt es sich um eine Vollmacht von C._ auf dem
Konto lautend auf den Beschwerdeführer. Die Vollmachtsunterlagen betref-
fend das Konto des Beschwerdeführers sind ebenfalls Teil der Kontoeröff-
nungs-Dokumente. Die Vollmacht ist zu Gunsten von C._ ausge-
stellt, welcher die Vollmacht mit B._ unterzeichnet hat. Wie erwähnt,
gehören beide Namen ein und derselben Person.
Die ersuchende Behörde fragt im Rahmen ihres Amtshilfeersuchens vom
22. Oktober 2013 nach Vollmachten ("Copies of the opening account
contracts, signature cards and personal information of agents or consig-
nees") betreffend die Konten des Beschwerdeführers bei U._. Da-
mit wird beabsichtigt zu erfahren, ob und gegebenenfalls wer neben dem
Beschwerdeführer auf die Gelder, welche auf dem entsprechenden Konto
liegen, zugreifen und entsprechend verschieben kann.
Aus den Bankkontounterlagen geht hervor, dass der Vollmachtinhaber und
jene Person, an welche die Vermögenswerte des saldierten Bankkontos
geflossen sind, ein und dieselbe Person ist. Wie die Vorinstanz zutreffend
festgestellt hat, bliebe ohne entsprechende Amtshilfeleistung unentdeckt,
dass die Vermögenswerte des Beschwerdeführers weiterhin in diesem
Kreis zirkulieren und in die USA verschoben wurden.
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Die hier zu beurteilende – von der ersuchenden Behörde erfragte – Infor-
mation erweist sich nach dem Dargelegten ohne Weiteres als voraussicht-
lich erheblich im Sinne von Art. 25 Abs. 1 DBA-KR. Zudem betrifft sie nicht
Personen, welche als "unbeteiligte Dritte" zu qualifizieren wären.
3.2.4.2 Vor diesem Hintergrund ist in Einklang mit der neusten bundesge-
richtlichen Rechtsprechung auf diesem Gebiet (E. 2.3.2) festzuhalten, dass
der Name des Bevollmächtigten "C._" nicht zu schwärzen und auch
das als Beschwerdebeilage 2e bezeichnete Dokument der ersuchenden
Behörde zu übermitteln ist.
3.3
3.3.1 Aus dem Dargelegten ergibt sich, dass der vom Beschwerdeführer
beantragten Nichtübermittlung der in der Beschwerde bezeichneten Unter-
lagen (Beschwerdebeilagen 2a - 2f) nicht stattzugeben ist. Aus den glei-
chen Gründen sind die eventualiter beantragten Schwärzungen der ge-
nannten Namen nicht angezeigt. Dies, zumal es sich dabei nicht um "Dritt-
namen" handelt, welche rein "zufällig" in den Bankunterlagen auftauchen.
Vielmehr stehen diese Informationen in direkter Beziehung zum Beschwer-
deführer und zum koreanischen Amtshilfeersuchen vom 22. Oktober 2013
und sind als voraussichtlich erheblich einzustufen.
3.3.2 Nach dem Gesagten ist die Beschwerde vollumfänglich abzuweisen
und die angefochtene Schlussverfügung der Vorinstanz zu bestätigen.
4.
Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer die Verfahrenskosten zu tra-
gen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Diese sind auf Fr. 3'000.-- festzusetzen (Art. 2
Abs. 1 i.V.m. Art. 4 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten
und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE; SR
173.320.2]). Der in gleicher Höhe einbezahlte Kostenvorschuss ist für die
Bezahlung der Verfahrenskosten zu verwenden.
Eine Parteientschädigung ist nicht zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG
e contrario).
Das Dispositiv befindet sich auf der folgenden Seite.
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