Decision ID: 7a624c9d-f681-4121-a271-5505cc05cc54
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren am 2
7.
August 1963, begann eine Ko
chlehre, die er jedoch nicht ab
schloss
(
Urk.
6/7/1 und 6/7/4)
. Von 1996 bis August 2000 arbeitete er vorwiegend als Discjockey in einem Nachtklub und als Reiniger
(
Urk.
6/7/4
, 6/21/2 f., 6/40
, 6/41 und 6/46
)
. Danach bezog er
Arbeitslosenent
schädigung
(
vgl.
Urk.
6/2
und
6/7/5)
. Am 21. Februar 2002
meldete er sich bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
zum
Leistungs
bezug
an
(Urk. 6
/7).
Nach Abklärung der erwerblichen und medizinischen Ver
hältnisse sprach diese dem Versicherten mit
Verfü
gung vom 2. Dezember 2003 basierend auf einem Invaliditätsgra
d von 54 % ab dem 1. März 2003 eine halbe Invaliden
rente zu (Urk.
6
/60
).
Am 4. August 2004 ersuchte der Versicherte die IV-Stelle um Erhöhung der lau
fenden Rente auf eine ganze Rente infolge Verschlechterung seines Gesund
heitszu
standes (Urk. 7/75). Nach erneuter Abklärung der medizinischen und erwerbli
chen Verhältnisse
verfügte
die IV-Stelle am 19. Mai 2005 die Zuspre
chung einer ganzen Invalidenrente basierend auf einem Invaliditätsgrad von 100 % mit Wirkung ab 1.
August 2004 (Urk.
6
/
115
).
1.2
Im Mai 2006 leitete die IV-Stelle ein Rentenre
visionsverfahren ein (Urk.
6
/118
). Sie klärte wiederum die medizinischen Verhältnisse ab und liess ihren Regiona
len Ärztlichen Dienst (RAD) dazu Stellung nehmen. Dieser erach
tete eine zwi
schen
zeitliche Verbesserung des Gesundheitszustan
des als ausge
wiesen (Urk. 6/124
/3). Nach Durchführung des
Vorbescheidverfahrens
, in dessen Rahmen die IV-Stelle weitere Arztberichte zu den Akten nahm, hob sie mit Verfü
gung vom 6. Juni 2007 die Invalidenrente bei einem errechneten
Invalidi
täts
grad
von 12
% per Ende Juli 2007 auf (Urk. 6
/
140
).
Die dagegen erhobene Beschwerde vom 6. Juli 2007
(
Urk.
6/151)
hiess das
Sozialversicherungsgericht
mit Urteil IV.2007.0
0980 vom 19. Januar 2009
gut und wies die Sache zur fachärztlichen Beurteilung einer Restarbeitsfähigkeit des Versicherten an die IV
Stelle zurück
(Urk. 6/159)
.
Am 6. Mai 2009 veranlasste die IV-Stelle eine orthopädisch-rheumatologische Abklärung im Universitätsspital
Y._
(
Y._
), Rheumaklinik und Institut für Physikalische Medizin
(
Urk.
6/163)
. Am 23. November 2009 erstatteten Dr. med.
Z._
, Leidender Arzt, (visierend) und Dr. med.
A._
, Assis
tenzarzt, das Gutach
ten (Urk. 6
/16
5
).
Mit Vorbescheid vom
26. März 2010
stellte die IV
Stelle
bei einem Invaliditätsgrad von 51 %
die Herab
setzung der bisher ausgerichteten ganzen Rente auf eine halbe Rente
in Aussicht
(Urk.
6/173
)
.
Am
24. Juni 2010
verfügte die IV-Stelle im angekündigten Sinn
mit Wirkung ab 1. August 2010
(
Urk.
6/182)
.
Die dagegen erhobene Beschwerde vom
2
5.
August 2010
(
Urk.
6/1
90
) hiess das Sozialversicherungsgericht mit Urteil IV.20
10
.00
744
vom
2
9.
Februar 2012
gut und
hob die angefochtene Verfügung auf (Urk. 6/198).
1.3
Die
IV-Stelle
leitete im März 2012
eine weitere Überprüfung des Rentenanspru
ches ein und sandte
X._
den Fragebogen für die Revision der Invalidenrente zu
(vgl.
Urk.
6/199
/1 ff.
).
Mit Schreiben vom 10. April 2012 teilte die
B._ AG
der IV-Stelle mit, dass der Versicherte nach wie vor im erlaubten Rahmen nebst der von ihm bezogenen Invalidenrente für sie tätig sei, und legte Arbeitsunfähigkeitszeugn
isse von
Dr.
med.
C._
, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin, bei (Urk. 6/199/5 ff.).
Nachdem der von
X._
ausgefüllte Fragebogen samt Beilagen eingetroffen war (
Urk.
6/215), tätig
t
e die IV-Stelle weitere erwerbliche
und medizinische Abklä
rungen
(vgl.
Urk.
6/220
bis 6/
22
3
)
.
Sie erliess am 1
4.
Februar 2013
einen Vor
bescheid (
Urk.
6/226). Dagegen erhob der Versicherte
Einwand und
reichte
seinen Lohnausw
eis für das Jahr 2012 ein
(vgl.
Urk.
6/227 und 6/228). Nach dem Eingan
g eines neuen Berichtes von Dr.
C._
vom 1
7.
Dezember 2012 (
Urk.
6/230) und einer ergänzenden
Einwandsbegründung
(
Urk.
6/231)
verfügte die IV-Stelle am 2
4.
April 2013 die rückwirkende Anpassung der Invalidenrente.
Für die Zeit ab Juli bis Dezember 2008 beliess sie die ganze Rente. Für das Jahr 2009 setzte sie die Rente auf eine
Dreiviertelsrente
herab. Für das Jahr 2010 beliess sie die ganze Rente. Für 2011 setzte sie die Rente wiederum auf eine
Dreiviertelsrente
herab. Ab
1.
Januar 2012 setzte sie die Invalidenrente auf eine
Viertelsrente
herab. Ab dem 17. Dezember 2012 errechnete sie einen
Invalidi
tätsgrad
von noch 1
%
und befristete die
Viertelsrente
deshalb bis Ende März 2013 und hob die Rente auf das Ende des der Verfügung folgenden Monats auf.
Für die Zeit ab Juli 2008 bis zur Einreichung des Revisionsfragebogens im August 2012 erachtete sie eine Meldepflichtverletzung als gegeben. Sie stellte daher die Rückforderung der vom
1.
Januar bis 3
1.
Dezember 2009 und vom 1. Januar 2011 bis 3
1.
Juli 2012 zu Unrecht bezogenen Leistungen ist Aussicht und verwies auf eine darüber zu erlassende separate Verfügung (
Urk.
2).
2.
Gegen die Verfügung der IV-Stelle
erhob
der Versicherte
mit Eingabe vom 4.
Mai 2013
Beschwerde
mit dem sinngemässen Antrag, es
sei
die angefochtene Verfügung aufzuheben und es sei ihm unverändert eine ganze Invalidenrente auszurichten
(Urk. 1)
.
Die IV-Stelle schloss in ihrer Vernehmlassung vom
3.
Juni 2013
(Urk.
5
) auf Abweisung der Beschwerde.
Davon hat der Beschwer
deführer
mit Schreiben vom
5.
Juni 2013
Kenntnis erhalten
(
Urk.
7)
.
Mit Zuschrift vom 1
0.
Juli 2013 reichte
er
neue Unterlagen ein (
Urk.
9/1-3), welche in Kopie der Gegenpartei zugestellt wurden (
Urk.
10). Die Dokumente wurden als sinngemässes Ersuchen um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege entgegen genommen
,
und der Beschwerdeführer
wurde
mit Verfügung vom
6.
September 2013 aufgefordert,
das ausgefüllte Formular zur Abklärung der prozessualen Bedürftigkeit samt Unterlagen einzureichen (
Urk.
11). Nachdem er dies getan hatte (vgl.
Urk.
13 und 14/1-6), wurde ihm mit Verfügung vom 2
8.
Oktober 2013 die unentgeltliche Prozessführung bewilligt (
Urk.
15).
Am
7.
Oktober 2014 traf hier ein provisorischer Austrittsber
icht
des Stadtspitals Waid vom 2
6.
September 2014 ein, welcher der Gegenpartei zugestellt wurde (vgl.
Urk.
20 und 21).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen ist, soweit
f
ür die
Entscheidfindung
erforderlich, in den Erwägungen einzugehen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1
des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent besteht Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit
Art.
28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.4
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbe
zügers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer
anspruchserheb
lichen
Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfü
gung oder der letzte rechtskräftige
Einspracheentscheid
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer
Sach
verhaltsabklärung
, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 1
30 V 71 E.
3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hinweisen).
Auch
eine frühere (den Rentenanspruch herabsetzende oder aufhebende) Verfügung, welche vom (erst- oder zweitinstanzlichen) Gericht materiell geprüft und aufgehoben wor
den ist, kann den zeitlichen Ausgangssachverhalt in einem späteren
Rentenre
visionsverfahren
markieren. In einem solchen Fall ist die Entwicklung der Ver
hältnisse seit Erlass der gerichtlich aufgehobenen
Revi
sions
verfügung
zu prü
fen, weil ihr die von der bundesgerichtlichen Recht
sprechung verlangte mate
rielle Prüfung zu Grunde liegt (SVR 2009 IV Nr. 59 S.
183 E. 2.2 und 3.2).
1.
5
Kann eine rentenberechtigte Person neu ein Erwerbseinkommen erzielen oder ein bestehendes Erwerbseinkommen erhöhen, so wird die Rente gemäss
Art.
31 IVG nur dann im Sinne von
Art.
17 Abs. 1 ATSG revidiert, wenn die
Einkom
mensverbesserung
jährlich mehr als 1
‘
500 Franken beträgt (
Abs.
1).
Gemäss dem bis Ende 2011 gültig gewesenen
Art.
31
Abs.
2 IVG waren für die Revision der Rente
vom Betrag, der 1
‘
500 Franken
übersteigt, nur zwei Drittel
zu berücksichtigen
. Nach dem Rechtssinn
dieser Bestimmung bezog
sich der ledig
lich zu zwei Dritteln zu berücksichtigende Betrag auf die (um Fr. 1'500.-- redu
zierte) Einkommensverbesserung und nicht auf das gesamte Erwerbseinkommen (Urteil 9C_226/2011 vom 15.
Juli
2011 E. 4.4.3.2 in fine).
1.
6
Die Herabsetzung einer
Invalidenrente
erfolgt in der Regel frühestens vom ersten Tag des zweiten der Zustellung der Verfügung folgenden Monats
an (Art.
88
bis
Abs.
2
lit
. a
der Verordnung über die Invalidenversicherung; IVV). Sie kann jedoch auch rückwirkend vom Eintritt der für den Anspruch erheblichen Änderung erfolgen, wenn die unrichtige Ausrichtung einer Leistung darauf zurückzuführen ist, dass der Bezüger sie unrechtmässig erwirkt hat oder der ihm gemäss
Art.
77
IVV
zumutbaren Meldepflicht nicht nachgekommen ist (
Art.
88
bis
Abs.
2
lit
. b IVV).
1.
7
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
2.
In der angefochtenen Verfügung zog die Beschwerde
gegnerin
in Betracht, dass der Beschwerdeführer seit April 2008 ein regelmässiges Erwerbseinkommen erziele. Davon habe er ihr erst mit dem am 2
5.
August 2012 ausgefüllten und unterzeichneten Rentenrevisionsfragebogen Kenntnis gegeben. Es liege daher eine Meldepflichtverletzung vor, die
sie
zu einer rückwirkenden Anpassung der Invalidenrente
und zur Rückforderung der zu Unrecht bezogenen Leistungen
berechtige. Die Beschwerde
gegnerin
führte
ab
2008
für jedes Jahr eine
neu
e
Berechnung des Invaliditätsgrades
durch, anhand derer sie den Rentenanspruch des Beschwerdeführers neu beurteilte
(
Urk.
2 S. 2 ff)
.
Überdies erwog sie, dass dem Beschwerdeführer ab dem 1
7.
Dezember 2012 aus medizinischer Sicht eine
behinderungsangepasste Tätigkeit in einem Pensum von 100
%
möglich sei. Sie ermittelte n
eu einen Invaliditätsgrad von 1
% und gelangte zum Schluss, dass die Rente
für die Zukunft
auf
zuheben sei (
Urk.
2 S.
4).
Demgegenüber
stellt der
Beschwerdeführer
in Abrede
,
dass er
eine Meldep
flichtverletzung begangen
habe
(Urk.
1 S. 1).
Es treffe auch nicht zu, dass sich sein Gesundheitszustand verbessert habe, vielmehr sei das Gegenteil der Fall (
Urk.
1 S. 2).
3.
3.1
Aufgrund des IK-Auszuges steht fest, dass der Beschwerdeführer in den Jahren 2008 bis und mit 2011 die in der angefochtenen Verfügung erwähnten Erwerbseinkommen erzielt hat (
Fr.
16‘295.--,
Fr.
30‘938.--,
Fr.
26‘387.-- und Fr. 33‘498.--; vgl.
Urk.
2 S. 2 f. und 60/220). Das Erwerbseinkommen von Fr. 34‘320.-- im Jahr 2012 ergibt sich aus der schriftlichen Auskunft der Arbeitgeberin des Beschwerdeführers (
Urk.
6/221/2). Darauf ist abzuste
llen, ungeachtet dessen, dass in dem
vom Beschwerdeführer eingereichten
Lohnaus
weis
für das Jahr 2012 lediglich ein Einkommen von
Fr.
33‘105.-- deklariert
wurde
, da dieses Dokument nicht ordnungsgemäss
unterzeichnet ist (
Urk.
6/227). Überdies ist
mit
den von der Arbeitgeberin
des Beschwerdeführers
eingereichten Lohnabrechnungen
für die Monate
Januar bis und mit November 2012 belegt, dass der Beschwerdeführer bei einem Arbeitspensum von 60
%
einen
monatlichen
Bruttolohn von Fr. 2‘640.--
erhielt
(vgl.
Urk.
6/221/9 ff.)
, was bei 13 Monatslöhnen einem Jahreslohn von
Fr.
34‘320.-- entspricht
.
Es würde sich
aber ohnehin
nicht auf den Rentenanspruch des Beschwerdeführers auswirken, wenn
für das
Jahr 2012 bloss
ein Invalideneinkommen von Fr.
33‘105.
--
angenommen würde
.
Unter Berücksichtigung der bis E
nde 2011 und ab 2012 geltenden
Gesetzes
r
ege
lungen (vgl. E. 1.5 hiervor) hat die Beschwerdegegnerin
auch
richtig erkannt, dass in der ersten Phase das erzielte jährliche Invalideneinkommen, das
Fr.
1‘500.--
übersteigt,
jeweils
im Umfang von zwei Dritteln zu berücksichtigen ist
(
Urk.
2 S. 2 f.)
. Im Jahr 2012
ist das
generierte
Invalideneinkommen von
Fr.
34‘320.-- im
Fr.
1‘500.-- übersteigenden Mass, mit
hin im Betrag von Fr. 32‘820.-- vollumfänglich
beachtlich (
Urk.
2 S. 4).
3.2
Die Beschwerde
gegnerin
hat die
hypothetischen
Valideneinkommen
für die Jahre 2008 bis 2012
berechnet
, indem sie
das für das Jahr 2003
ermittelte
Vali
deneinkommen
von
Fr.
50‘737.
--
(
Urk.
6/52/1) der
Entwicklung der Nominal
löhne für Männer angepasst hat (vgl.
Urk.
2 S. 2 und 6/223). Dieses Vorgehen
ist
korrekt und wird auch vom Beschwerdeführer nicht beanstandet. Hinsicht
lich der
betreffenden Einkommensz
ahlen ist einzig zu bemerken, dass die
Veränderung im Jahr 2012 nicht wie vorges
ehen 1
%
, sondern lediglich 0,8
% betrug (vgl. den Schweizerischen Lo
hnindex, Basis 1939 = 100, im Inter
net abrufbar unter
http://www.bfs.admin.admin.ch
), so dass das
Valideneinkom
men
für das Jahr 2012 nicht wie in der angefochtenen Verfügung festgehalten Fr. 56‘872.30, sondern lediglich
Fr.
56‘759.70
betrug
.
Der Einkommensvergleich für das Jahr 2012 führt folglich zu einem
Inva
li
ditäts
grad
von rund 42
%
([
Fr.
56‘759.70 –
Fr.
32‘820.--
] :
Fr.
56‘759.70 x 100). Im Übrigen ist auf die Berechnungen der Beschwerdegegnerin zu verwei
sen, welche vom Beschwerdeführer zu Recht nicht in Frage gestellt wurden. Es trifft somit zu, dass der Beschwerdeführer im Jahr 2009 und ab dem
1.
Januar 2011 aufgrund der errechneten Invaliditätsgrade lediglich Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
gehabt hätte
.
A
b Januar 2012
bestand noch
ein
Rentenan
spruch für
eine
Viertelsrente
(vgl.
Urk.
2 S. 3 ff.).
4.
4.1
Strittig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer
die
in
Art.
77 IVV statuierte Meldepflicht
verletzt
ha
t
, so dass die Invalidenrente rückwirkend herabgesetzt werden kann
. Die
erwähnte
Bestimmung sieht vor, dass der Berechtigte oder sein gesetzlicher Vertreter sowie Behörden oder Dritte, denen eine Leistung zukommt, jede für den Leistungsanspruch wesentliche Änderung, namentlich eine solche des Gesundheitszustandes, der Arbeits- oder Erwerbsfähigkeit
sowie der persönlichen und gegebenenfalls der wirtschaftlichen Verhältnisse de
r v
ersi
cherten
Person
unverzüglich der IV-Stelle anzuzeigen
haben
.
4
.
2
Zu Recht
beruft sich der Beschwerdeführer nicht darauf, dass er die
Beschwerde
gegnerin
mündlich über seine Erwerbstätigkeit informiert habe, da sich diesbezüglich nichts den Akten entnehmen lässt (vgl.
Urk.
1 und 6). Er
bringt vor, die Beschwerdegegnerin habe nicht erst mit
der
Zusendung des
von ihm ausgefüllten
Formulars vom 2
5.
August 2012, sondern bereits im November 2009
durch seine im Gutachten vom 2
3.
November 2009 festgehaltenen Anga
ben von seiner Tätigkeit Kenntnis erhalten (
Urk.
1 S. 1 f. und
6/231
mit Hinweis auf Urk. 3/3 = 6/
165
).
Es trifft zu, dass der Beschwerdeführer
während
seiner ambulanten Untersuchung am 16. Juli 2009 erklärte, er arbeite seit e
twa zehn Monaten stundenweise (zwei bis vier
Stunden) täglich als Reinigungskraft bei
D._
Training (
Urk.
3/3 S. 1 und S. 4).
Mit seiner
an Drittpersonen
gerichtete
n
Mitteilung
hat er die Anforderungen an eine ordnungsgemässe Meldung bei der Beschwerdegegnerin nicht erfüllt. Insbesondere
hat er auch
keinerlei
Angaben zum erzielten Erwerb gemacht
und d
en
Umfang seiner Tätigkeit
derar
t
vage
beschrieben
, dass sich daraus auch kein Arbeitspensum eruieren lässt.
Die
Aus
führungen anlässlich der Begutachtung sind folglich nicht geeignet, um die Meldepflicht zu wahren.
4
.
3
Im Beschwerdeverfahren reichte der Beschwerdeführer Unterlagen ein, die aus dem Verfahren IV.2010.00744 stammen und sein damals gestelltes Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege betreffen (vgl.
Urk.
9/1-3; vgl. die
Urk.
11, 13 und 19 im Verfahren IV.2010.007440).
Mit demselben hatte er am 1. Dezember 2010 unter anderem auch erklärt, dass er als Maschinenwart im Jahr 2010 für
D._ und ab 2011 für B._
(gemeint wohl:
B._
AG
) ein Erwerbseinkommen erzielt habe,
und auf seine Steuererklärung verwiesen
(
Urk.
9/2 S. 3). Soweit
d
er
Beschwerdeführer
damit sinngemäss gel
tend macht, er sei
auf diese Weise
seiner Meldepflicht gegenüber der
Beschwer
degegnerin
nachgekommen, ist
ihm nicht zu folgen, da das betreffende Schrei
ben ausschliesslich an das Sozialversicherungsgericht gerichtet war
, welches nicht zur Weiterleitung an die Beschwerdegegnerin verpflichtet ist
(
vgl.
Urk.
9/2 S. 1). Zwar erhielt die Beschwerdegegnerin
in der Folge
sowohl die Verfügung vom 8.
Dezember 2010, mit welcher weitere Angaben und Unterlagen zur Erwerbstätigkeit des Beschwerdeführers gefordert wurden (vgl.
Urk.
9/1),
als auch
den Beschluss vom 2
6.
April 2011, mit welchem das Gesuch unter ande
rem wegen des seit dem Jahr 2009 vom Beschwe
r
deführer
erzielten
und in der Steuer
er
klärung 2009 deklarierten
Verdienstes von
Fr.
29‘653.
-- ab
gewiesen wurde (vgl.
Urk.
20 im Verfahren IV.2010.00744, insbesondere S.
3), zur Kennt
nisnahme zugestellt. Dies genügt jedoch ebenfalls nicht
, da es sich auch hier nicht um eine Mitteilung des Beschwerdeführers (oder seiner Vertretung) an die Beschwerdegegnerin handelt
.
Diese war auch nicht dazu gehalten, die
prozess
leitenden
Entscheide betreffend Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Beschwerdeverfahren detailliert zu studieren.
Auch
das Schreiben der
B._
AG
vom 10. April 2012 zu
Handen
der Beschwerdegegnerin
enthält
keine Angaben, woraus sich schliessen liesse, der Beschwerdeführer sei seiner Meldepflicht nachgekommen (Urk. 6/199/5 ff.). Dies tat er erst mit der Einreichung des Fragebogens vom
25. August 2012
(vgl.
Urk.
6/215
/3).
Ab diesem Zeitpunkt fällt die rückwirkende Herabsetzung der Invalidenrente ausser Betracht.
Bis Juli 2012 hingegen ist eine
Meldepflichtver
letzung
und daher grundsätzlich eine Rückerstattungspflicht der zu viel bezoge
nen
Rentenbetreffnisse
zu bejahen. Jedoch ist zu berücksichtigen, dass das Gericht mit dem in Rechtskraft erwachsenen Urteil vom 2
9.
Februar 2012 die Verfügung vom 2
4.
Juni 2010 (
Urk.
6/182) zu beurteilen hatte, mit der die ganze Rente des Beschwerdeführers per
1.
August 2010 auf eine halbe Rente herabgesetzt worden war (
Urk.
6/182). Indem das Gericht diese Verfügung auf
hob (
Urk.
6/198), stellte es rechtskräftig fest, dass der Beschwerdeführer bis zum
Verfügungszeitpunkt Anspruch auf eine ganze Invalidenrente hat. Die Beschwerdegegnerin kann daher nicht mit einer neuen Verfügung auf den bis zum 2
4.
Juni 2010 gerichtlich festgestellten Anspruch auf eine ganze Invali
denrente zurückkommen. Eine Rückforderung für zu Unrecht bezogene Renten ist erst ab dem
1.
Juli 2010, beziehungsweise, da dem Beschwerdeführer bis Ende 2010 eine ganze Invalidenrente zusteht, ab
1.
Januar 2011 möglich.
4.4
Als Zwischenergebnis ist folglich festzuhalten,
dass seit dem Jahr 2008 bis Ende Juli 2012 eine Meldepflichtverletzung vorliegt. Diese ist wegen der bis zum 24. Juni 2010 abgeurteilten Sache (sogenannte
res
iudicata
) jedoch erst ab Juli 2010 beachtlich. D
ie angefochtene Verfügung
ist daher
unrichtig und aufzuhe
ben, soweit sie
dem Beschwerdeführer
für das Jahr 2009
anstelle einer
ganzen Invalidenrente
lediglich
eine
Dreiviertelsrente
zuerkennt und die Rückerstattung von
während dieser
Zeit
bezogenen Leistungen fordert
. Demgegenüber erweist
sie
sich als korrekt,
soweit sie
dem Beschwerdeführer
von Januar bis Ende Dezember
2011 lediglich eine
Dreiviertelsrente
zuerkennt und die Rücker
stattung der in dieser Zeit zu Unrecht bezogene
n
Leistungen
anordnet
. Ebenso ist sie richtig, soweit dem Beschwerdeführer ab Januar 2012 lediglich eine
Viertelsrente
zuerkannt und die Rückerstattung der
bis Ende Juli 2012
zu Unrecht bezogenen Leistungen gefordert wird.
5
.
5
.1
Es bleibt zu prüfen,
ob die IV-Stelle zu Recht ab Dezember 2012 eine Besserung des Gesundheitszustands angenommen und bei einem Invaliditätsgrad von nur noch 1
%
die
Viertelsrente
bis Ende März 2013 befristet und auf das Ende des der Verfügung folgenden Monats (
Art.
88
bis
Abs.
2
lit
. a IVV) aufgehoben hat.
5
.2
Die Feststellung einer revisionsbegründenden Veränderung erfolgt durch die Gegenüberstellung eines vergangenen und des aktuellen Zustandes. Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung der Frage, ob eine anspruchserhebliche und damit revisionsrelevante Änderung eingetreten ist, bildet
die Verfügung vom 2
4.
Juni 2010 (
Urk.
6/182),
ungeachtet dessen, dass
sie mit Urteil des Sozialver
sicherungsgerichtes vom 2
9.
Februar 2012 aufgehoben wurde (Urk. 6/198). Sie beruhte auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines
Einkom
mensvergleiches
(vgl. das Feststellungsblatt für den Beschluss vom 2
6.
März 2010,
Urk.
6/170).
5.3
Im fraglichen Zeitpunkt lag gemäss
den Erwägungen im
Urteil des
Sozialversi
cherungsgerichtes
vom 2
9.
Februar 2012 unverändert ein medizinischer Sach
verhalt vor, wie er sich im Jahr 2004 präsentiert
hatte
(vgl. Urk. 6/198/2, 6/198/6 und 6/198/9).
Dieser wurde im
Bericht der Rheumaklinik und des Instituts für Physikalische Medizin des Universitätsspitals
Y._
vom
3.
Februar 2005
festgehalten.
Diesem zufolge
lag
beim
Beschwerdeführer ein chronische
s
lumbospondylogene
s
bis intermittierende
s
lumboradikuläre
s
Reizsyndrom, wahrscheinlich S1 link
s
,
vor
,
das
sich auf seine Arbeitsfähigkeit auswirk
t
e.
I
m Januar 2004
sei es
zu einer Zustandsverschlechterung gekommen, die auch bildgebend nachweisbar sei. Es sei zu einer erneuten
radikulären
Reizsympto
matik
gekommen
. Aufgrund der ausgeprägten Schmerzsymptomatik habe der Beschwerdeführer die bis anhin teilzeitlich ausgeübte Tätigkeit als Reiniger nicht mehr ausüben können. Eine Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit sei nunmehr ebenfalls zu verneinen. Allerdings sei es möglich, dass sich Diskushernien spontan zurückbildeten. Eine
Regredienz
der Beschwerden sowie eine erneute Arbeitsfähigkeit sei daher denkbar (Urk.
6/101/5 ff.; vgl. auch 6/198/6).
5
.
4
Dem Bericht von
Dr.
med.
E._
, Facharzt FMH für Chirurgie, der Klinik für Allgemein-, Hand- und Unfallchirurgie des Stadtspitals
F._
vom 28. November 2011 ist zu entnehmen, dass s
ich der Beschwerdeführer am 26.
Oktober 2011 einer Kniegelenksarthroskopie rechts und einer medialen
Teil
meniskektomie
unterziehen musste. Überdies wurde eine
mässiggradige
medial
e
femorotibiale
und retropatella
re
Gonarthrose
diagnostiziert. Es wurde
ein regelrechter postoperativer Verlauf festgestellt. Die vom Beschwerdeführer beschriebenen Restbeschwerden wurden als im Rahmen einer zu frühen und zu starken Belastung mit einem körperlich anstrengenden Beruf interpretiert. Um ein Verschleppen der Beschwerden zu verhindern, wurde eine zweiwöchige kon
servative Therapie vorgeschlagen und dem Beschwerdeführer eine bis zum
1
2.
De
zember 2011 dauernde 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert
(
Urk.
6/222/6).
Mit Arbeitsunfähigkeitszeugnis vom 1
0.
April 2012
bescheinigte
Dr.
C._
dem Beschwerdeführer eine krankheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit von 100
%
für die Zeit vom 2
5.
Oktober bis 1
3.
November 2011 und von 50
%
für die Zeit vom 1
4.
November bis zum 1
2.
Dezember 2011 (
Urk.
6/199/6).
Dr.
C._
nannte in seinem Bericht
vom 1
0.
Juli 2012
als
Diagnose
n
mit Aus
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit
ein chronisches
lumbospondylogenes
bis intermittierendes
lumboradikuläres
Reizsyndrom, wahrscheinlich S1 links,
eine beidseitige
Gonarthrose
und
den
Status nach einer im Jahr 2011 erfolgten Meniskusoperation mit einer seither persistierenden Gelenkschwellung mit intermittierender Bewegungseinschränkung.
Der Beschwerdeführer sei i
n seiner
derzeitigen Tätigkeit zu 70
%
arbeitsunfähig und zu 50
%
leistungsfähig. In einer leidensangepassten Tätigkeit mit einer maximalen regelmässigen Belas
tung von fünf bis zehn Kilogramm und der Möglichkeit zur Wechselbelastung ohne längerdauernde insbesondere
vo
r
nübergeneigte
Körperhaltung und stereo
type Bewegungsabläufe, sei der Beschwerdeführer voll arbeitsfähig und zu 80
%
leistungsfähig (
Urk.
6/215/6
=
Urk.
6/222/5
).
Gemäss dem Arbeitsunfähigkeitszeugnis von
Dr.
C._
vom 2
6.
September 2012 war der Beschwerdeführer vom 1
0.
b
is zum 1
8.
September 2012 wegen der Folgen eines Unfalles zu 100
%
arbeitsunfähig (
Urk.
6/221/27).
I
n seinem Bericht vom 1
7.
Dezember 2012
hielt
Dr.
C._
als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit chronische Rückenschmerzen (Status nach
Diskushernienoperation
),
eine
Acromioclavikulararthorse
(Infiltration 5/12) sowie eine
femerotibiale
und retropatell
a
re
Gonarthrose
fest (
Urk.
6/222/1). Der
zeit habe er dem Beschwerdeführer keine Arbeitsunfähigkeit (als
t
echnischer Mitarbeiter im Fitnessstudio; vgl.
Urk.
6/222/2) attestiert. Es bestehe jedoch eine deutliche Einschränkung bezüglich Tätigkeiten, welche mit einer Belastung des Rückens verbunden seien (
Urk.
6/222/1). Eine solche Tätigkeit sei dem Beschwerdeführer lediglich während drei bis vier Stunden pro Tag zumutbar, wobei die
Leistungsfähigkeit vermindert s
e
i
(
Urk.
6/222/2).
Eine
behinderungs
angepasste
Tätigkeit, bei der kein Heben von Lasten von mehr als zehn Kilo
gramm erforderlich und keine vornübergebeugte Haltung einzunehmen seien, sei dem Beschwerdeführer
im Umfang
von zwei Stunden pro Tag zumutbar (
Urk.
6/222/3).
Ferner wies
Dr.
C._
ausdrücklich darauf hin, dass schon lange keine körperliche Untersuchung mehr stattgefunden habe (
Urk.
6/222/2).
Schliesslich gab
er
an, dass wegen eines Unfalles
des Beschwerdeführers
mit einer anderen Versicherung Kontakt bestanden habe. Das betreffende Ereignis habe
jedoch
keine Auswirkung auf die bisher bestehenden Beschwerden und die Arbeitsfähigkeit. Der Fall sei abgeschlossen (
Urk.
6/222/3).
5
.
5
Entgegen der von der Beschwerdegegnerin und vom Regionalen Ärztlichen Dienst vertretenen Auffassung (vgl.
Urk.
6/224/4) lässt sich den vorhandenen ärztlichen Berichten nicht entnehmen, dass der Beschwerdeführer für die bei der
B._
AG
ausgeübte Tätigkeit zu 100
%
arbeitsfähig ist
,
da
keine entsprechende
n
Ausführungen gemacht
wurden
.
Dr.
C._
beurteilte den Beschwerdeführer in seinem Bericht vom 1
0.
Juli 2012
zwar
als in einer leidensangepassten Tätigkeit mit einer maximalen regelmässigen Belastung von fünf bis zehn Kilogramm und der Möglichkeit zur Wechselbelastung ohne längerdauernde insbesondere
vo
r
nübergeneigte
Körperhaltung und stereotype Bewegungsabläufe, als voll arbeitsfähig, aber als lediglich zu 80
%
leistungsfä
hig (
Urk.
6/215/6 =
Urk.
6/222/5). Im Gegensatz dazu
attestierte
er
dem Beschwerdeführer
in seinem Bericht vom 1
7.
Dezember 2012
lediglich eine Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit
, welche ohne das Heben von Lasten von mehr als zehn Kilogramm und ohne das Einnehmen einer
vornübergeneig
ten
Haltung ausgeführt werden kann,
von zwei Stunden pro Tag (Urk. 6/222/3).
Diese Änderung ist nicht nachvollziehbar, zumal
Dr.
C._
selbst darauf ver
weist, es habe schon lange
keine körperliche Untersuchung mehr stattgefunden (
Urk.
6/222/2).
Unter diesen Umständen kann nicht auf den Bericht vom 1
7.
D
ezember 2012 abgestellt werden. Der Bericht vom 1
0.
Juli 2012 genügt ebenfalls nicht, um den medizinisch relevanten Sachverhalt zu beurteilen. Ins
besondere lässt sich aufgrund der
darin
gelieferten Angaben nicht ausschlies
sen, dass der Beschwerdeführer bei Erlass der angefochtenen Verfügung am 2
4.
April 2013 wieder an gesundheitlichen Beschwerden litt, welche auch seine Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit
erheblich
beeinträchtigten.
Gestützt auf die vorhandenen medizinischen Unterlagen lässt sich eine Ver
besse
rung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers und insbeson
dere von dessen Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätig
keit
zwar nicht bejahen. Sie lässt sich aber ebenso wenig ausschliessen. Insbesondere belegen die Lohn
abrechnungen aus dem Jahr 2012 (vgl.
Urk.
6/221/9 ff.) und der IK
Auszug (
Urk.
6/220), dass der Beschwerdeführer über längere Zeit in der Lage war, in einem namhaften Umfang Arbeitsleistungen zu erbringen. Aufgrund der vor
handenen Hinweise
wird die IV-Stelle, an welche die Sache zurückzuweisen ist,
zu untersuchen
haben
, ob sich
in medizinischer Hinsicht relevante Veränderun
gen ergeben haben
, wobei auch die vom Beschwerdeführer
g
eklagten Beschwer
den am Knie und die mit Schreiben vom 2
5.
Februar 2013 geltend gemachte Ischämie zu thematisieren sein werden (
Urk.
6/215/1 und 6/228/2)
.
5.6
Wie in Erwägung 3.1 hiervor ausgeführt, verdiente der Beschwerdeführer min
destens bis November 2012 mit einem 60%-Pensum monatlich
Fr.
2‘640.--, was einem Jahreseinkommen von
Fr.
34‘320.-- entspricht.
Das hypothetische
Vali
deneinkommen
im Jahr 2013
betrug
– unter Berücksichtigung der
Nominal
lohnentwicklung
für Männer (von 0,8
%
im Jahr 2013; vgl. den Schweizeri
schen Lohnindex, Basis 1939 = 100, im Internet abrufbar unter
http://www.bfs.admin.admin.ch
) –
Fr.
57‘213.8
0.
Bei unveränderten erwerbli
chen Verhältnissen würde folglich ein Invaliditätsgrad von rund 40
%
im Jahr 2013 resultieren ([
Fr.
57‘213.80 –
Fr.
34‘320.--
]
:
Fr.
57‘213.80). Damit hätte der Beschwerdeführer
weiterhin
Anspruch auf eine
Viertelsrente
.
Am 2
5.
Februar 2013 hat der Beschwerdeführer ohne Einreichung entsprechen
der Belege geltend gemacht, er habe sein Arbeitspensum im Februar 2013 auf
30
%
reduziert, so dass er lediglich noch ein Jahreseinkommen von rund
Fr.
17‘000.-- erziele (
Urk.
6/228/2). Ob dies zutrifft, wird von der
Beschwerde
gegnerin
ebenfalls
abzuklären
und im Hinblick auf die Invaliditätsbemessung zu würdigen sein
.
Mit Bezug auf
die Aufhebung der Invalidenrente per Ende Mai 2013 ist
die
ange
fochtene Verfügung
somit ebenfalls
aufzuheben und die
Sache
ist
zur weiteren Abklärung des medizinischen und erwerblichen Sachverhalts
sowie
zu neuem Entscheid an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen
(
§
26
Abs.
1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht). Die Beschwerde ist in diesem Sinne teilweise gutzuheissen
.
6
.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem
Verfahrens
aufwand
und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von
Fr.
200.--bis 1‘000.-- festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
800.-- festzusetzen. Nach ständi
ger Rechtsprechung gilt auch die Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als Obsiegen der
beschwerdeführen
den
Partei (BGE 137 V 57 E. 2.1 mit Hinweisen). Da der Beschwerdeführer mit seiner Beschwerde
zu rund der Hälfte
obsiegt, erscheint es gerechtfertigt, die Kosten des Beschwerdeverfahrens
den Parteien je zur Hälfte
aufzuerlegen.