Decision ID: 41c38445-c06b-53ba-82b0-d698a4d29e4a
Year: 2019
Language: de
Court: BE_VG
Chamber: BE_VG_001
Canton: BE
Region: Espace_Mittelland
Law Area: 

Sachverhalt:
A.
Die A._ GmbH reichte am 24. Januar 2017 ein Baugesuch ein für die Umnutzung der Parzelle Sumiswald Gbbl. Nr. 1_ zu einem Entsorgungsbetrieb und für damit zusammenhängende bauliche Massnahmen (Ersatz der Schiebetore der bestehenden Hallen, Erstellen eines Umschlag- und Lagerplatzes). Gemäss Zonenplan der Einwohnergemeinde (EG) Sumiswald liegt das Baugrundstück in der Dorfzone D2. Mit Gesamtentscheid vom 6. Februar 2018 erteilte das Regierungsstatthalteramt (RSA) Emmental die Baubewilligung und wies die dagegen gerichteten Einsprachen ab.
B.
Gegen diesen Entscheid reichten B._ und C._, D._, E._, F._ sowie G._ und H._ am 8. März 2018 gemeinsam Beschwerde bei der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern (BVE) ein. Diese hiess die Beschwerde am 7. November 2018 gut, soweit darauf einzutreten war, hob den Gesamtentscheid des Regierungsstatthalters auf und verweigerte
Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.11.2019, Nr. 100.2018.440U, Seite 3
die beantragte Baubewilligung wegen fehlender Zonenkonformität des Vorhabens (Bauabschlag).
C.
Dagegen hat die A._ GmbH am 10. Dezember 2018  erhoben. Sie beantragt, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und die nachgesuchte Baubewilligung sei zu erteilen; eventuell sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen.
Mit Beschwerdeantwort vom 11. Januar 2019 beantragen B._ und C._, D._, E._, F._ sowie G._ und H._ Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Auch die BVE schliesst mit Vernehmlassung vom 27. Dezember 2018 auf Beschwerdeabweisung. Die EG Sumiswald hat keine Stellungnahme eingereicht.

Erwägungen:
1.
1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) zuständig. Die Beschwerdeführerin hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen, ist als Baugesuchstellerin durch den  Entscheid besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Abänderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG; vgl. auch Art. 40 Abs. 5 i.V.m. Abs. 2 des Baugesetzes vom 9. Juni 1985 [BauG; BSG 721.0]). Angefochten ist ein Sachentscheid. Inwiefern im  Verfahren Prozessvoraussetzungen nicht erfüllt waren (teilweises
Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.11.2019, Nr. 100.2018.440U, Seite 4
Nichteintreten; vorne Bst. B), ist nicht erkennbar (vgl. angefochtener  E. 1).
1.2 Die Bestimmungen über Form und Frist sind eingehalten (Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 VRPG). Die Beschwerdeschrift genügt insgesamt den Mindestanforderungen, die an eine hinreichende Begründung gestellt . Anders als die Beschwerdegegnerschaft anzunehmen scheint, bezieht sich dieses Erfordernis grundsätzlich nicht auf einzelne Rügen oder  der Begründung. Die Nichteintretensfolge greift nur, wenn die  bzw. ein gestellter Antrag insgesamt unzureichend begründet ist. Auf die Beschwerde ist demnach einzutreten.
1.3 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG).
2.
Aufgrund der Akten ist von folgendem Sachverhalt auszugehen: Im  Entsorgungsbetrieb sollen pro Jahr insgesamt rund 2'400 Tonnen Abfälle von kleinen und mittelgrossen Gewerbebetrieben  werden. Dabei handelt es sich insbesondere um Metallabfälle, Bauabfälle, Holzabfälle, Abfälle von elektrischen Geräten, Altreifen, , Altglas, Papier- und Kartonabfälle sowie Altmetallkabel und Altbatterien. Die Abfälle werden im Betrieb gesammelt, sortiert, zum Teil behandelt und schliesslich getrennt nach verwertbaren Rohstoffen  (Stellungnahme der Beschwerdeführerin vom 6.6.2018 mit dem Gesuch um Erteilung einer Entsorgungsbewilligung; Akten BVE pag. 97 ff., insb. Beilage 6). Gemäss dem eingereichten Projektplan (Akten BVE pag. 93, Beilage; vgl. auch Akten Gemeinde pag. 119) besteht der  im Wesentlichen aus zwei Hallen und zwei asphaltierten . In Halle 1 mit einer Grundfläche von 320 m2 sind «Kleingebinde für diverse Materialien» sowie eine «Zerlegezone» vorgesehen. In Halle 2 (Grundfläche 270 m2) sollen «Buntmetalle, Elektroschrott und Altpapier in Kleinbehältern» gesammelt werden und eine «Kartonpresse//Kabelisoliermaschine» betrieben werden. Der Aussenplatz 1
Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.11.2019, Nr. 100.2018.440U, Seite 5
(Grundfläche 1'045 m2) wird als «Umschlagplatz + Lagerplatz» . Auf ihm soll gemäss den Angaben auf dem Projektplan unter anderem in Mulden eine Vielzahl verschiedener Abfälle umgeschlagen bzw.  werden, namentlich Altholz, Altpneus, Alteisen, , Bausperrgut, Kunststoffe, Humus, Grüngut und Beton. Fläche und näherer Nutzungszweck des Aussenplatzes 2 werden auf dem Projektplan nicht angegeben. Für Kundinnen und Kunden gelten gemäss dem  folgende Öffnungszeiten (Ziff. 4.1.2): Montag bis Freitag von 7.30 bis 12.00 Uhr und von 13.15 bis 18.00 Uhr sowie samstags von 9.00 bis 12.00 Uhr. Die übrigen Betriebszeiten weichen lediglich am Abend von diesen Öffnungszeiten ab; von Montag bis Freitag sollen auf dem Betrieb bis um 19.00 Uhr Arbeiten verrichtet werden (Akten BVE pag. 103 ff.).
3.
Streitig ist im Wesentlichen, ob die Vorinstanz die Baubewilligung für den Entsorgungsbetrieb zu Recht wegen fehlender Zonenkonformität des  verweigert hat.
3.1 Eine Baubewilligung setzt unter anderem voraus, dass die Baute oder Anlage dem Zweck der Nutzungszone entspricht, mithin  ist (Art. 22 Abs. 2 Bst. a des Bundesgesetzes vom 22. Juni 1979 über die Raumplanung [Raumplanungsgesetz, RPG; SR 700]; Art. 2 BauG). Anknüpfungspunkt für die Beurteilung der Zonenkonformität bilden die von der Gemeinde für den betreffenden Zonentyp erlassenen Vorschriften (vgl. Art. 4 i.V.m. Art. 69 Abs. 1 und 2 Bst. a BauG; vgl. BVR 1997 S. 267 E. 2b; Zaugg/Ludwig, Kommentar zum bernischen BauG, Band I/II, 4. Aufl. 2013/2017, Art. 71 N. 4). Die kommunalen Zonenvorschriften äussern sich zum Zweck der Nutzungszone, bestimmen darüber hinaus aber in der  auch die in der Zone zulässigen und verbotenen Einwirkungen, soweit diese nicht bereits durch das übergeordnete Bundesrecht abschliessend vorgegeben sind (BVR 2010 S. 113 E. 3.1; VGE 2010/430 vom 29.3.2012, in ZBl 2012 S. 378 E. 7.3; Waldmann/Hänni, Handkommentar RPG, 2006, Art. 22 N. 21). In diesem Sinn hält Art. 24 Abs. 1 BauG fest, dass Bauten
Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.11.2019, Nr. 100.2018.440U, Seite 6
und Anlagen nicht zu Einwirkungen auf die Nachbarschaft führen dürfen, die der Zonenordnung widersprechen.
3.2 Die auf der Bauparzelle in der Dorfzone D2 zulässigen Nutzungen sind in Art. 30 des Baureglements der Gemeinde Sumiswald vom 17. Juni 2008 (GBR) wie folgt umschrieben:
1 Die Dorfzone D2 sowie die Kernzonen K2 und K3 umfassen  und Kerngebiete in denen vielfältigste Nutzungen erlaubt sind.
Zugelassen sind Laden-, Büro-, Gewerbe- und Wohnbauten sowie  Nutzungen.
Bauten, die gestalterisch oder nutzungsmässig den Charakter der Dorfzone D2 oder der Kernzonen K2 und K3 beeinträchtigen, sind .
[...] 2 Neubauten in der Dorfzone D2 sowie in den Kernzonen K2 und K3 haben insbesondere auf die benachbarten schützenswerten Objekte Rücksicht zu nehmen.
Neu-, An-, Neben- und Umbauten haben die Merkmale der  Bauweise zu berücksichtigen. Hiezu gehören insbesondere: [...]
Die Dorfzone D2 ist nach Art. 39 Abs. 1 GBR der Lärmempfindlichkeitsstufe (ES) III gemäss Art. 43 Abs. 1 Bst. c der Lärmschutz-Verordnung vom 15. Dezember 1986 (LSV; SR 814.41) zugewiesen.
3.3 Die Vorinstanz hat erwogen, in der Dorfzone seien  nur zulässig, wenn sie die Wohnnutzung in der Nacht und zur  Freizeit nicht beeinträchtigten und Störungen während der übrigen Zeit aus wohnhygienischer und gesundheitspolizeilicher Sicht noch  werden könnten. Mit Blick auf das konkrete Bauvorhaben hielt sie weiter fest, dass ein Entsorgungsbetrieb wie der hier vorgesehene  zu Einwirkungen führe, die sich auf die Wohnnutzung mehr als nur mässig störend auswirkten. Da der Entsorgungshof auch «spezielle, nicht täglich anfallende Abfälle» annehme, habe er zudem keinen  Bezug zur Wohnnutzung. Aus diesen Gründen sei er in der Dorfzone nicht zonenkonform (angefochtener Entscheid E. 3). Ferner benötige das Vorhaben verschiedene Bewilligungen, weil über das  das «Ei-Kanäli» fliesse (Wasserbaupolizeibewilligung,  für Bauten innerhalb des Gewässerraums). Ob diese Bewilligungen zu erteilen sind, liess die Vorinstanz offen. Angesichts der
Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.11.2019, Nr. 100.2018.440U, Seite 7
fehlenden Zonenkonformität des Bauvorhabens könne diese Frage  bleiben (angefochtener Entscheid E. 4 und 5).
4.
4.1 Die Beschwerdeführerin macht zunächst geltend, die Dorfzone sei gemäss Art. 30 GBR eine Nutzungszone, in der vielfältigste Nutzungen zulässig seien, auch Gewerbebetriebe. Während das GBR für Wohnzonen ausdrücklich festhalte, dass störende Gewerbebetriebe nicht zugelassen seien, fehle für die Dorfzone eine vergleichbare Vorgabe; dies obschon in vielen kommunalen Baureglementen für Zonen mit breitem  festgehalten werde, dass nur mässig störende Betriebe zulässig seien. Daraus sei zu schliessen, die EG Sumiswald habe für Gewerbebetriebe in der Dorfzone gerade keine solche Einschränkung verankern wollen und in Kauf genommen, dass in der Zone auch mehr als mässig störende  betrieben werden könnten. Die Vorinstanz lege die  falsch aus, wenn sie davon ausgehe, dass Gewerbe, welche das  Wohnen beeinträchtigen, in der Dorfzone nicht zugelassen seien. Gemäss Wortlaut des Reglements seien nur Gewerbe untersagt, welche gestalterisch oder nutzungsmässig den Charakter der Dorfzone ; von gesundem Wohnen sei nicht die Rede (Beschwerde S. 9 f.).
4.2 Nach Ansicht der Beschwerdegegnerschaft mutet es befremdlich an, dass in der Dorfzone D2 Gewerbe zulässig sein soll, das gesundes Wohnen beeinträchtigt. Wohnbauten seien gemäss Art. 30 Abs. 1 GBR erlaubt. Dass sich deren Bewohnerinnen und Bewohner mit dem gesunden Wohnen nicht vereinbare Immissionen gefallen lassen müssten, sei nicht anzunehmen (Beschwerdeantwort S. 7).
4.3 Das GBR der EG Sumiswald unterscheidet im Wesentlichen die folgenden Arten von Bauzonen: Wohnzonen (Art. 29 GBR), Dorf- und Kernzonen (Art. 30 GBR) sowie Industriezonen (Art. 31 GBR). Gemäss Art. 29 GBR sind die Wohnzonen für das ruhige Wohnen bestimmt. Ausser Wohnbauten und den erforderlichen öffentlichen Einrichtungen sind hier nur die für den täglichen Lebensbedarf der Quartierbewohnerinnen und -
Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.11.2019, Nr. 100.2018.440U, Seite 8
bewohner notwendigen Ladengeschäfte sowie baulich und betrieblich nicht störende Kleingewerbe (Coiffeur, Atelier, Praxis etc.) gestattet. In den Industriezonen dürfen nach Art. 31 Abs. 1 GBR dagegen nur Gewerbe-, Industrie- und Bürobauten erstellt werden. Wohnungen sind nur für das betriebsnotwendig an den Standort gebundene Personal zugelassen,  durch geeignete Vorkehren für wohnhygienisch tragbare Verhältnisse gesorgt wird. In den Dorf- und Kernzonen schliesslich sind laut Art. 30 Abs. 1 GBR sowohl Wohnbauten als auch Laden-, Büro-, und  sowie öffentliche Nutzungen zulässig (vgl. vorne E. 3.2). Wie die Vorinstanz zutreffend erkannt hat, handelt sich somit bei der Dorfzone um eine Mischzone, in der verschiedene Nutzungsarten nebeneinander  sein sollen. Zum Verhältnis dieser zulässigen Nutzungsarten innerhalb der Zone enthält Art. 30 GBR keine weiteren Vorgaben. Namentlich sieht die Bestimmung nicht vor, dass in der Dorfzone einer bestimmten  Vorrang zukäme.
4.4 Die Planungsgrundsätze gemäss Art. 3 RPG verlangen unter , dass Wohn- und Arbeitsgebiete einander zweckmässig zugeordnet werden sowie dass Wohngebiete vor schädlichen oder lästigen  wie Luftverschmutzung, Lärm und Erschütterungen möglichst  werden (Art. 3 Abs. 3 Bst. a und b RPG). Zu den Wohngebieten in diesem Sinn gehören nicht nur Wohnzonen, sondern auch gemischte  mit einem nicht zu vernachlässigenden Wohnanteil (vgl. Pierre Tschannen, in Praxiskommentar RPG: Richt- und Sachplanung, , 2019, Art. 3 N. 69; Waldmann/Hänni, a.a.O., Art. 3 N. 41). Diese Planungsgrundsätze verlangen keine strikte Trennung von Wohn- und Arbeitsgebieten. Aus raumplanerischer Sicht können Mischzonen  sein, namentlich aus Gründen der Erschliessung oder für die  Durchmischung der Siedlungsstruktur. Eine räumliche Absetzung der Arbeitsgebiete von den Wohngebieten ist aber dort geboten, wo die angesiedelten Betriebe Immissionen bewirken, die sich mit dem Wohnen nicht vertragen (vgl. BGer 1C_145/2008 vom 3.7.2008 E. 2.2; /Hänni, a.a.O., Art. 3 N. 36); das gilt etwa für störende  (BGE 127 I 103 E. 7c; Pierre Tschannen, a.a.O., Art. 3 N. 70). Zu diesen mit der Wohnnutzung nicht verträglichen Betriebsarten gehören gemäss der Rechtsprechung etwa Karosseriebetriebe, Schlossereibetriebe
Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.11.2019, Nr. 100.2018.440U, Seite 9
und Betriebe zur Metallverarbeitung. Als in einer Mischzone zulässig und daher mit der Wohnnutzung vereinbar erachtet wurden dagegen  Werkstätten und Produktionsbetriebe wie z.B. gewöhnliche  oder auch ein Betrieb zur Fabrikation und Reparatur von Fahrzeug- und Industriekühlern, der nicht zu mehr Emissionen führt als eine gewöhnliche Autoreparaturwerkstätte (vgl. BVR 1986 S. 211 E. 4a; BVE 5.3.2004, in BVR 2005 S. 334 E. 3b; Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 24 N. 34; vgl. auch Hinweise zu Ziff. 211 des Musterbaureglements [Stand: 1.4.2017], S. 8; einsehbar unter: <www.jgk.be.ch>, Rubriken «Raumplanung/Arbeitshilfen [AHOP]/Musterbaureglement [MBR]»).
4.5 Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin trifft es nach dem Gesagten nicht zu, dass Gewerbebetriebe in der hier interessierenden Dorfzone hinsichtlich ihrer Zonenkonformität keiner immissionsmässigen Beschränkung unterlägen. Nicht nur stünde die gegenteilige Auslegung von Art. 30 GBR im Widerspruch zu den erwähnten planungsrechtlichen Grundsätzen. Sie wäre auch mit Blick auf die zonenmässige Einteilung des Baugebiets wenig sinnvoll, hat die EG Sumiswald doch mit den  eine spezielle Bauzone für die besonders immissionsträchtigen  ausgeschieden (vorne E. 4.3). Im Unterschied zu den Wohn- und Industriezonen, die in erster Linie für das ruhige Wohnen bzw. für  gewerbliche Nutzungen bestimmt sind, bezwecken  im Allgemeinen ein gleichberechtigtes Nebeneinander verschiedener Nutzungsformen (vgl. VGE 2018/84 vom 6.12.2018 E. 3.3.1 mit Hinweis). Dies bedingt, dass keine der Nutzungen so intensiv auf die anderen , dass diese nur mehr unter übermässig erschwerten Bedingungen ausgeübt werden können (Hettich/Mathis, in Griffel et al. [Hrsg.],  Öffentliches Baurecht, 2016, Rz. 1.169). Daraus ergibt sich auf der einen Seite, dass Wohnbauten in der Dorfzone zwar nicht denselben Schutz geniessen wie in reinen Wohnzonen (vgl. Pierre Tschannen, a.a.O., Art. 3 N. 69). Die gegenseitige Rücksichtnahme bedeutet auf der anderen Seite aber auch, dass Gewerbebetriebe gewissen  unterliegen. Folgerichtig teilt Art. 39 Abs. 1 GBR die Kern- und Dorfzonen der EG Sumiswald denn auch der ES III zu, während in den Wohnzonen die ES II und in den Industriezonen die ES IV gilt.
Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.11.2019, Nr. 100.2018.440U, Seite 10
4.6 In der Dorfzone der EG Sumiswald sind somit nur Gewerbetriebe zulässig, welche die Wohnnutzung in der Nacht und zur üblichen Freizeit nicht beeinträchtigen und während der übrigen Zeit Störungen , die aus wohnhygienischer und gesundheitspolizeilicher Sicht noch hingenommen werden können. Zugelassen sind damit nur mässig störende Betriebe (vgl. zur Definition dieses Begriffs, die von der  nicht in Frage gestellt wird, BVR 1986 S. 211 E. 4a; VGE 2018/84 vom 6.12.2018 E. 3.2.3 mit weiteren Hinweisen). Aus dem Fehlen  planungsrechtlicher Vorgaben zu den zulässigen Immissionen kann nicht hergeleitet werden, die Gemeinde habe in der Dorfzone  zulassen wollen, die mehr als nur mässig störend sind. Das  gilt für den Einwand, Art. 30 Abs. 1 Satz 3 GBR untersage nur Bauten, die nutzungsmässig (oder gestalterisch) den Charakter der Dorfzone . Solches bringt die Gemeinde selber nicht vor; sie hat sich zur Auslegung der kommunalen Vorschrift weder in den vorinstanzlichen noch im verwaltungsgerichtlichen Verfahren näher geäussert. Die BVE hat vielmehr zu Recht berücksichtigt, dass die gewerbliche Nutzung in der Dorfzone gegenüber dem Wohnen keinen Vorrang hat (vorne E. 4.3) und letztere Nutzungsart nicht über Gebühr beeinträchtigen soll.
5.
Weiter bringt die Beschwerdeführerin vor, die Vorinstanz habe den  fehlerhaft festgestellt, indem sie davon ausgehe, dass der  das zulässige Immissionsmass in der Dorfzone überschreite und deshalb zonenwidrig sei (Beschwerde S. 5 ff.).
5.1 Während das Lärmschutzrecht die konkreten Auswirkungen der einzelnen Anlagen im Auge hat und diese vorab anhand bestimmter  beurteilt, zielt die Nutzungsplanung mit der  zulässiger Typen von Bauten oder Anlagen darauf ab, durch  verursachte Konflikte gar nicht erst aufkommen zu lassen. Diese Art der Vorsorge ist eine klassische Aufgabe der Raumplanung und insofern dem umweltrechtlichen Immissionsschutz vorgelagert (BVR 2007 S. 321 E. 5.3; BGer 1C_555/2018 vom 29.8.2019 E. 4.2). Als Nutzungsvorschrif-
Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.11.2019, Nr. 100.2018.440U, Seite 11
ten haben baurechtliche Immissionsbeschränkungen abstrakte Geltung: Im Unterschied zum umweltrechtlichen Immissionsschutz ist unerheblich, ob ein generell ausgeschlossener Betrieb im konkreten Fall stören würde oder nicht. Ausschlaggebend ist vielmehr, ob die fragliche Nutzung , nach der allgemeinen Lebenserfahrung, Belästigungen zur Folge hat, die über das hinausgehen, was mit der betreffenden Zone noch  ist. Entscheidend für die Zonenkonformität ist mit anderen Worten das abstrakte und nicht das konkrete Störpotenzial des betreffenden  (zum Ganzen BVR 2012 S. 334 E. 8.3, 2005 S. 443 E. 5.3 [bestätigt durch BGer 1P.160/2004 vom 27.1.2005 E. 4.4]; Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 24 N. 8).
5.2 Die Vorinstanz hat bei der kantonalen Fachstelle für die , dem Amt für Wasser und Abfall des Kantons Bern (AWA; Art. 33 der Abfallverordnung vom 11. Februar 2004 [AbfV; BSG 822.111]), einen Amtsbericht eingeholt zur Frage, zu welchen Aus- bzw. Einwirkungen ein Entsorgungshof wie der hier vorgesehene typischerweise führe (Akten BVE pag. 101). Das AWA hat in seinem Bericht vom 10. Juli 2018  festgehalten (Akten BVE pag. 103 ff.): Die Beschwerdeführerin geht gemäss den eingereichten Unterlagen für die Erteilung der abfallrechtlichen Betriebsbewilligung von einer im Betrieb entsorgten jährlichen Abfallmenge von 2'400 Tonnen aus. Die grössten Abfallmengen werden in den  unbehandelter Mischschrott (500 Tonnen/Jahr) und Altpapier/Karton (400 Tonnen/Jahr) erwartet. Bei den Bauabfällen ist mit ca. 300 /Jahr zu rechnen, bei Metallabfällen, Kunststoffabfällen, Glasabfällen und elektrischen Geräten mit ca. 200 Tonnen/Jahr. Die verbleibenden 400 Tonnen/Jahr verteilen sich auf Altmetallkabel (ca. 150 Tonnen/Jahr),  Verpackungen (ca. 100 Tonnen/Jahr), Holzabfälle, Altreifen und Bleibatterien (je ca. 50 Tonnen/Jahr). Für die Anlieferung und den  der erwarteten Abfallmenge von 2'400 Tonnen/Jahr ist bei optimaler Auslastung der Fahrzeuge mit 13,58 Fahrten pro Tag zu rechnen (, leichte und mittelschwere Lastwagen). Bei objektiver Betrachtung, d.h. bei 70 % Ausschöpfung der Nutzlast der Fahrzeuge, sind bei besagter Abfallmenge bis zu 20 Fahrten pro Tag ohne weiteres möglich. Gemäss der geplanten Betriebslogistik werden die Abfälle je nach ihrer Art direkt beim Aussenplatz 1 möglichst sortenrein in Mulden abgeladen oder in der
Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.11.2019, Nr. 100.2018.440U, Seite 12
Halle 1 entgegengenommen und weiter bearbeitet. Zwischenlagerungen erfolgen auf dem Aussenplatz 1 sowie in den Hallen 1 und 2. Ein weiterer Umschlagplatz für den Verlad befindet sich auf dem Aussenplatz 2.  ist nebst dem Fahrzeugverkehr erfahrungsgemäss der Umgang mit dem Mischschrott, dies insbesondere beim Auf- und Ablad. Staubintensiv ist in der Regel der Umgang mit den Bauabfällen, dies ebenfalls beim Auf- und Ablad. Es ist anzunehmen, dass während der gesamten Arbeitszeit mehr oder weniger ständig Emissionen vom Betrieb ausgehen, weil Abfälle angeliefert, abgeladen, behandelt, auf dem Areal verschoben,  und wieder aufgeladen und abtransportiert werden. Die erwarteten Abfallmengen beruhen auf Schätzungen der Beschwerdeführerin; die  Mengen sind laut den Ausführungen des AWA erst nach einigen Betriebsjahren bekannt. Hinsichtlich der angelieferten Abfälle ist zu , dass im vorgesehenen Betrieb ein breites Angebot verschiedener  entsorgt werden kann. Dies ist bei den Kundinnen und Kunden sehr beliebt, da sie mit einer Fahrt grundsätzlich alle angefallenen Abfälle  können. In den Gesuchsunterlagen wird zwar ausgeführt, dass ein Entsorgungshof für kleine und mittelgrosse Gewerbebetriebe geplant sei. Es ist aber zu erwarten, dass auch Privatpersonen Abfälle wie Altholz, elektrische Geräte, Bauabfälle und dergleichen anliefern werden. Nach Erteilung der abfallrechtlichen Bewilligung kann der Betrieb ohne Einholung weiterer Bewilligungen eine Menge von bis zu 10'000 Tonnen/Jahr . Bei einer Ausschöpfung dieser Abfallmenge ist mit einer  des Fahrverkehrs auf bis zu 80 Fahrten pro Tag zu rechnen.  wachsen Abfallentsorgungsbetriebe der Art, wie sie die  plant, bedeutend schneller als von den Betriebsinhabern angenommen. Dies insbesondere deshalb, weil mit einer Fahrt sämtliche Abfälle entsorgt werden können und in der näheren Umgebung kein Betrieb mit einem vergleichbaren Entsorgungsangebot angesiedelt ist. Die  vergleichbaren Betriebe befinden sich in Emmenmatt (Distanz 13 km) sowie in Bigenthal und Huttwil (Distanz 16 km).
5.3 Die BVE hat sich der Einschätzung des AWA angeschlossen,  ein Betrieb wie der vorgesehene erwartungsgemäss während der gesamten Arbeitszeit mehr oder weniger ständig störende Emissionen . Im Einzelnen hat die Vorinstanz dazu Folgendes festgehalten: Die
Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.11.2019, Nr. 100.2018.440U, Seite 13
Emissionen werden im Wesentlichen durch das Anliefern, Abladen,  der Abfälle sowie durch das Verschieben auf dem Areal und den  verursacht. Denn die Abfälle werden beim Entsorgungshof nicht nur zwischengelagert, sondern auch sortiert, zusammengefügt und . Die Zerlegung der Abfälle ist zwar in Halle 1 vorgesehen. Besonders störend ins Gewicht fällt gemäss den Ausführungen des AWA aber das Auf- und Abladen von Mischschrott und Bauabfällen. Damit hat der  mehr Einwirkungen als etwa ein in der Mischzone in der Regel zulässiger Lagerplatz für Baumaschinen, der nur bei der Wegfahrt zu Lärm- und Staubbelastung führt. Ein Entsorgungsbetrieb der geplanten Grösse führt typischerweise zu Einwirkungen, die sich auf die Wohnnutzung mehr als mässig störend auswirken. Er verursacht erfahrungsgemäss ebenso störende Einwirkungen wie etwa Karosserie-, Schlosserei- oder  (zum Ganzen angefochtener Entscheid E. 3d).
5.4 Diese Überlegungen leuchten ein. Hinsichtlich der zu erwartenden Emissionen sind entgegen den Vorbringen der Beschwerdeführerin keine triftigen Gründe ersichtlich, die Zweifel an der Fachmeinung des AWA  (vgl. zur erhöhten Beweiskraft von Amtsberichten BVR 2009 S. 481 E. 2.1; Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, Art. 19 N. 8):
5.4.1 Auf den Einwand, die Schätzung des AWA von bis zu 20  Fahrten pro Tag sei viel zu hoch (Beschwerde S. 5), ist nicht weiter einzugehen. Denn wie schon die Vorinstanz mit Recht festgestellt hat, stützt sich die Prognose des AWA auf plausible Annahmen und ist nachvollziehbar. Die Beschwerdeführerin beschränkt sich hingegen darauf, die Schätzung als unhaltbar zu bezeichnen, ohne zu erklären, weshalb sie unzutreffend sein sollte. Insbesondere geht sie nicht auf die detaillierten Berechnungen im Anhang zum Amtsbericht ein.
5.4.2 Weiter macht die Beschwerdeführerin geltend, die BVE sei zu  davon ausgegangen, dass auch Private den Entsorgungshof in  Umfang nutzten. Da die Vorinstanz nicht näher auf die  zu diesem Thema eingegangen sei, habe sie ihren Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt (Begründungspflicht; Beschwerde S. 5 f.). Zudem sei die maximale Abfallmenge von 10'000 Tonnen pro Jahr gemäss
Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.11.2019, Nr. 100.2018.440U, Seite 14
der abfallrechtlichen Bewilligung unrealistisch (Beschwerde S. 6 f.). –  der Darstellung der Beschwerdeführerin hat die Vorinstanz ihre Auffassung, der vorgesehene Betrieb sei zonenwidrig, weder aufgrund der Annahme getroffen, dass auch Privathaushalte den Entsorgungsbetrieb nutzen, noch dass Abfallmengen von bis zu 10'000 Tonnen gesammelt werden. Vielmehr hat die Vorinstanz ausdrücklich festgehalten, «die  Entwicklung des Betriebs (Steigerung der Anzahl Tonnen und damit bis zu 80 Fahrten täglich und Ausdehnung auf Privatkunden)» könne , da der Schluss auf die Zonenwidrigkeit «bereits bei den von der Beschwerdegegnerin [vor Verwaltungsgericht: Beschwerdeführerin]  2'400 Tonnen Abfall» gelte (angefochtener Entscheid E. 3d, zweitletzter Satz). Dass die Vorinstanz zu Unrecht von einer Anlieferung der Abfälle durch Privathaushalte oder von Abfallmengen von bis zu 10'000 Tonnen ausgegangen wäre und dadurch den Gehörsanspruch verletzt oder den entscheidwesentlichen Sachverhalt falsch festgestellt hätte, ist  nicht ersichtlich.
5.4.3 Die Beschwerdeführerin kritisiert schliesslich, die Vorinstanz treffe die offensichtlich unrichtige Annahme, dass ein grosser Teil der Arbeiten auf den Aussenplätzen abgewickelt werden soll. Das Ab- und Aufladen und die Sortierung würden – wie aus den Baugesuchsakten hervorgehe – in den meisten Fällen in der Halle 1 erfolgen. Die Aussenplätze 1 und 2 seien bloss Zwischenlagerplätze. Möglich sei zwar, dass vereinzelt auch dort Material abgeladen werden müsse; die meisten Entladungs-, Beladungs- und Sortiervorgänge würden jedoch in der Halle stattfinden (Beschwerde S. 8). – Aufgrund des eingereichten Projektplans bleibt unklar, an welchem Ort auf dem Betriebsareal die angelieferten Abfälle im Einzelnen abgeladen werden sollen. Erkennbar ist, dass dies zumindest teilweise in der Halle 1 geschehen soll. Weiter geht aus dem Projektplan hervor, dass der Aussenplatz 1 als «Umschlagplatz + Lagerplatz» für diverse Abfälle dient, darunter Mischabbruch, Bausperrgut und Alteisen (vgl. vorne E. 2). Dabei ist nicht klar, ob diese Abfälle auch dort angeliefert und entladen werden sollen. Aufgrund der beschränkten Platzverhältnisse und aus logistischer Sicht ist nicht zu erwarten, dass sämtliche angelieferten Abfälle in der Halle 1 von den Fahrzeugen ab- oder umgeladen werden können. Der Vorinstanz kann bei dieser Sachlage nicht vorgeworfen werden, sie habe
Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.11.2019, Nr. 100.2018.440U, Seite 15
zu Unrecht angenommen, dass ein wesentlicher Teil der angelieferten Abfälle auf den Aussenplätzen entladen wird. Soweit die  diese Annahme als rechtfehlerhaft bezeichnet und das Gegenteil behauptet, sind ihre Vorbringen nicht hinreichend substanziiert. Es wäre Sache der Bauherrschaft aufzuzeigen, weshalb die zu  Emissionen entgegen den Feststellungen der BVE und des AWA  vollständig in der Halle erzeugt werden. Der (blosse) Hinweis, der Aussenplatz werde «nur als Zwischenlagerung von Materialien genutzt» (Vorakten BVE pag. 98), widerspricht der eigenen Baueingabe. Nach dem Projektplan soll der Aussenplatz 1 unter anderem als Umschlagplatz mit «Muldenumschlag» dienen. Bei immerhin 20 betriebsbedingten Fahrten pro Tag mit Abfall wie Mischabbruch, Bausperrgut und Alteisen sind dort durchaus emissionsträchtige Arbeiten zu erwarten. Abgesehen davon  es fraglich, ob der Lärm, der beim Entladen der Abfälle von den Fahrzeugen in der Halle 1 entsteht, wesentlich weniger stört, da die Halle in verhältnismässig leichter Bauweise konstruiert und mit grossflächigen Fensterfronten versehen ist (vgl. Fotografien; Vorakten Gemeinde pag. 178 ff.). Es besteht kein Anlass, den Sachverhalt weiter abzuklären. Insbesondere ist nicht ersichtlich, inwiefern die vorinstanzlichen  mit den Beweisofferten der Beschwerdeführerin in Frage gestellt werden könnten (Parteiverhör, Augenschein). Diese  werden daher abgewiesen (vgl. zur antizipierten Beweiswürdigung statt vieler BGE 141 I 60 E. 3.3; BVR 2017 S. 255 E. 5.1).
5.5 Der Schluss der Vorinstanz, dass der projektierte  mit der Wohnnutzung in der Dorfzone nicht verträglich ist bzw. mehr als mässige Störungen verursacht, verletzt damit kein Recht. Die BVE durfte – gestützt auf den Amtsbericht des AWA – nach dem Gesagten  ausgehen, dass ein solcher Betrieb erfahrungsgemäss mehr oder weniger ständig störende Emissionen verursacht. Ebenso wenig ist zu , dass sie angesichts des erwarteten Abfallumschlags von  2'500 Tonnen bzw. täglich rund 8,3 Tonnen (bei 302 Betriebstagen pro Jahr) annimmt, diese Störungen seien mit denjenigen von typischen -, Schlosserei- oder Metallverarbeitungsbetrieben vergleichbar und deshalb in einer gemischten Zone im Allgemeinen unzulässig. Der , bereits bei einem Einfamilienhaus sei oftmals mit mehr als
Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.11.2019, Nr. 100.2018.440U, Seite 16
10 Fahrten pro Tag zu rechnen und die Zufahrt zum Entsorgungshof diene bereits heute als Erschliessungsstrasse für mehrere Industriegebiete in unmittelbarer Nähe (Beschwerde S. 5), ändert daran nichts. Die Vorinstanz hat überzeugend darauf hingewiesen, dass die störenden Arbeiten nicht nur beim Anliefern und Abtransport der Abfälle entstehen, sondern zum wesentlichen Teil beim Ab- und Aufladen, bei der Behandlung und beim Verschieben der Abfälle innerhalb des Betriebsareals (vgl. vorne E. 5.3).
5.6 An der Sache vorbei zielt schliesslich die Rüge, die Vorinstanz habe die von der Beschwerdegegnerschaft als Beweismittel eingereichten  zu Unrecht nicht aus den Akten gewiesen (Beschwerde S. 3 f.). Es ist weder ersichtlich noch wird von der Beschwerdeführerin dargelegt,  die Vorinstanz zur Ermittlung des rechtserheblichen Sachverhalts auf diese Beweismittel abgestellt hätte. Ebenso wenig stützt das  sein Urteil auf die besagten Videoaufnahmen. Damit erübrigen sich Weiterungen in diesem Punkt.
6.
Zusammenfassend hat die Vorinstanz kein Recht verletzt, indem sie dem Bauvorhaben die Zonenkonformität in der Dorfzone abgesprochen hat. Da die fehlende Zonenkonformität allein schon zur Verweigerung der  führt (vorne E. 3.1), braucht auf die Rügen der  im Zusammenhang mit den übrigen Bewilligungsvoraussetzungen nicht eingegangen zu werden. Die Beschwerde erweist sich als unbegründet und ist abzuweisen.
7.
7.1 Bei diesem Verfahrensausgang wird die Beschwerdeführerin  (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Zudem hat sie der  die Parteikosten zu ersetzen (Art. 108 Abs. 3 i.V.m. Art. 104 Abs. 1 VRPG). Diese sind nach den Kriterien von Art. 41 Abs. 1 des kantonalen Anwaltsgesetzes vom 28. März 2006 (KAG; BSG 168.11) i.V.m. Art. 11
Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.11.2019, Nr. 100.2018.440U, Seite 17
Abs. 1 der Verordnung vom 17. Mai 2006 über die Bemessung des  (Parteikostenverordnung, PKV; BSG 168.811) festzulegen, wonach das Honorar in Beschwerdeverfahren Fr. 400.-- bis 11'800.-- pro Instanz beträgt. Innerhalb dieses Rahmentarifs bemisst sich der  nach dem in der Sache gebotenen Zeitaufwand, der  der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses (Art. 41 Abs. 3 KAG).
7.2 Die Rechtsvertreterin der Beschwerdegegnerschaft macht in ihrer Kostennote vom 2. Oktober 2019 ein Honorar von Fr. 7'616.20 zuzüglich Auslagen von Fr. 49.60 und MWSt von Fr. 590.25 geltend. Dieser Betrag ist übersetzt: Da nur ein einfacher Schriftenwechsel ohne Beweisverfahren durchgeführt wurde, beschränkte sich die Prozessführung hauptsächlich auf das Erarbeiten und Einreichen einer kurzen Beschwerdeantwort. Die Bedeutung der Streitsache geht jedenfalls nicht wesentlich über diejenige üblicher Nachbarschaftsstreitigkeiten hinaus. Weiter handelt es sich um ein Verfahren mit einem (bloss) durchschnittlichen Schwierigkeitsgrad und  Zeitbedarf, zumal die Rechtsvertreterin mit der  schon vertraut war, nachdem sie die Beschwerdegegnerschaft bereits vor der Vorinstanz vertreten hatte. Das massgebende Honorar ist deshalb innerhalb des Rahmentarifs von Art. 11 Abs. 1 PKV auf einen  von Fr. 4'500.-- zuzüglich Auslagen von Fr. 49.60 und MWSt von Fr. 350.30, ausmachend insgesamt Fr. 4'899.90, festzusetzen.