Decision ID: 51fd22bc-d721-4488-89cf-7e3614bab8c1
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1959,
ist seit 1
. A
pril 2000
bei der
Y._
a
ngestellt
und in dieser Funktion bei der Zürich Versiche
rungs-Gesellschaft AG (nachfolgend: Zürich) gegen die Folgen von Unfällen versichert. Am 11. März 2012 verletzte sich der Versicherte infolge eines mehr
fachen Sturzes mit dem Motorrad beim
Offroaden
am Gehirn
, rechten Fuss so
wie am rechten Handgelenk (Schadenmeldung vom 5. April 2012, Urk. 8/Z1).
Die Zürich erbrachte die gesetzlichen Leistungen
und schloss den Schadenfall mit Schreiben vom 18. Oktober 2012 ab (Urk. 8/Z22).
1.2
Am 14. Dezember 2015
machte der Versicherte einen Rückfall zum Unfall vom 11. März 2012 geltend
und führte aus, er leide an Schulterproblemen, welche auf das besagte Unfallereignis zurückzuführen seien
(Urk. 8/Z24-Z25).
Die Zü
rich lehnte ihre Leistungspflicht für die Schulterprobleme mit
Verfügung vom 24. Mai 2016 ab (Urk. 8/Z35; vgl. auch
Schreiben vo
m 17. Mai 2016,
Urk. 8/Z33).
Die dageg
en erhobene Einsprache (Urk. 8/Z39)
wies die
Zürich
mit Entscheid vom 3.
Februar
201
7
ab (Urk. 8/
Z54
= Urk. 2).
2.
Der
Versicherte erhob am
8
.
Februar
2017
Beschwerde g
egen den Einspracheent
scheid
vom
3.
Februar
201
7
(
Urk.
2
; weitergeleitet durch die Zü
rich mit Schreiben vom 10. Februar 2017, Urk. 4
) und beantragte
sinngemäss
, diese
r
sei aufzuheben und es sei
en
ihm
die gesetzlichen Leistungen
zu
zuspre
chen
(
Urk.
1
).
Die
Zürich
beantragte mit Beschwerdeantwort vom
22
. März 2017
(Urk.
7
) die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde dem Beschwerdeführer am
27. März 20
17 zur Kenntnis gebracht (Urk. 10
)
.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Im angefochtenen Einspracheentscheid sind die rechtlichen Erwägungen zur Leistungspflicht des Unfallversicherers (
Art.
6
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung, UVG
, und Art. 11 der
Verordnung ü
ber die Unfallversi
cherung, UVV
) sowie über die Erfordernisse der natürlichen und der adäquaten Kausalität zutreffend wied
ergegeben (
Urk.
2 S. 2 f.
lit
. B.1
f.).
Darauf kann, mit den nachfolgenden Ergänzungen, verwiesen werden.
1.2
Bei objektiv ausgewiesenen organischen Unfallfolgen deckt sich die adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 134 V 109 E. 2.1).
1.3
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorak
ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
1.4
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar be
gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zu
verlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die be
fragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer
Umstände, welche das Misstrauen in die Unpar
teilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im Sozialversiche
rungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gut
achterin allerdings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U 356 S. 572; BGE 135 V 465 E. 4.4, 125 V 351 E. 3b/
ee
, 122 V 157 E. 1c; vgl. auch BGE 123 V 331 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging im angefochtenen Einspracheentscheid (Urk. 2) davon aus,
in den medizinischen Echtzeitakten seien keine Schulterbeschwerden erwähnt worden.
Der Beschwerdeführer stelle lediglich die Vermutung auf, dass er sich bei den
Motocrossstürzen
die Schulterverletzung zugezogen habe
. Ein zeitnaher Unfallbeschrieb, der diese Auffassung stützen würde, liege nicht vor.
Gestützt auf die medizinischen Unterlagen und insbesondere die Beurteilung des Vertrauensarztes seien die Beschwerden in der rechten Schulter nicht überwie
gend wahrscheinlich kausal zu den Stürzen im Jahr 2012 (S. 4 Ziff. 4).
Da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen sei, seine im Jahr 2015 aufgetretenen Beschwerden mit dem notwendigen Grad der überwiegenden Wahrscheinlich
keit in Zusammenhang mit dem Unfall vom März 2012 zu bringen, habe er die Folgen des fehlenden Beweises zu tragen (S. 4 f. Ziff. 5).
Daran hielt die Beschwerdegegnerin in ihrer Beschwerdeantwort fest (Urk. 7).
2.2
Demgegenüber stellte sich der Beschwerdeführer
sinngemäss
auf den Stand
punkt,
a
uf
die
Stellungnahme
des beratenden Arztes der Beschwerdegegnerin
sei nicht abzustellen, da er von
L
etzterer
beauftragt worden sei und daher mög
lichst in deren Sinne zu entscheiden habe. Er habe damals mit dem Motorrad so viele Stürze erlitten, dass danach jeder Knochen und Muskel
geschmerzt habe. Seine Beschwerden seien auf dieses Unfallereignis zurückzuführen (Urk. 1).
2.3
Streitig und zu prüfen ist,
ob die Beschwerdegegnerin
zu Recht von keinem natür
lichen Kausalzusammenhang zwischen dem besagten Unfall und den ge
klagten Schulterbeschwerden rechts ausging und demzufolge
einen Rückfall zum Unfall vom 11. März 2012 verneinte.
3.
3.1
Am 11. März 2012 erlitt der Beschwerdeführer mit seinem Motorrad beim
Cross
road-Fahren
in Spanien mehrere Stürze. Er stellte sich erstmals
am 13. März 2012 auf dem Notfall des
Z._
vor, wobei er über zunehmende Kopfschmerzen und Drehschwindel sowie über Nausea und Erbrechen klagte (Urk.
9
/ZM8
S. 1 Mitte
,
Urk.
9
/ZM9
Ziff. 3). Die bildgebenden Untersuchungen (Röntgen Handgelenk rechts, Becken, Os
sacrum
, Fuss rechts, CT des Schädels und der Gesichtsknochen sowie der Halswirbelsäule [HWS], CT-
Angio
HWS und Schädel) ergaben keine Anhaltspunkte für frische traumatische ossäre Läsionen und die CT-Diagnostik zeigte ebenfal
ls keine Auffälligkeiten (Urk. 9/ZM8 S. 1 Bildgebung, Urk. 9
/ZM9 Ziff. 4).
Die Ärzte des
Z._
st
ellten folgende Diagnose (Urk. 9
/ZM8 S. 1):
-
Status nach mehrfachen Motorradstürzen am 11. März 2012
-
Contusio
Capitis
-
Verdacht auf
labyrinthäre
Kontusion
-
Schwindel
3.2
Der Hausarzt des Beschwerdeführers,
Dr.
med.
A._
,
Facharzt für Allgemeine Innere Medizin,
hielt in seinem Abschlussberich
t vom 19. September 2012 (Urk. 9
/ZM11) fest, der Beschwerdeführer sei am 13. März 2012 erstmals in seine Praxis gekommen, um „den Unfall zu eröffnen“. Knapp eine Woche später sei er
wegen Bedarf
s
an Medikamenten und einer
Aircast
schiene
vorstellig geworden
und habe sich ein Arztzeugnis geben lassen. Am
26. März und 2. April 2012 habe es noch je eine Konsultation gegeben, wobei er dem Beschwerdeführer
Tilur
verabreicht habe und aufgrund des Schwindels
Betaserc
. Weitere Beratungen und Abklärungen hätten telefonisch stattgefun
den. Am 29. Juni 2012
und letztmals am 4. Juli 2012 sei der Beschwerdeführer zur Konsultation erschienen, wobei
Dr.
A._
den Beschwerdeführer auf
grund des noch lädierten Handgelenkes an einen Spezialisten überwiesen habe (S. 1). Der Beschwerdeführer habe weiter gearbeitet.
Dr.
A._
hielt fest, dass er nicht darüber im Bilde sei, ob der Beschwerdeführer zum Spezialisten gegangen sei. Nach Rücksprache mit dem Beschwerdeführer könne der Fall ab
geschlossen werden (S. 2).
3.3
Der Telefonnotiz vom 18. Oktober 2012 zwischen dem Beschwerdeführer und einer Mitarbeiterin der Beschwerdegegnerin ist zu entnehmen, dass der Be
schwerdeführer keinen Spezialisten mehr aufgesucht ha
t
(Urk. 8/Z21).
3.
4
Am 7. Mai 2015 wurde im
B._
ein MRI der rechten Schulter des Beschwerdeführers durchgeführt
(Urk. 9
/ZM14). Der Beur
teilung ist Folgendes zu entnehmen: „Kleinster Einriss im Labrum ventral. DD Aufgrund von Degeneration der Labrumstrukturen. Keine SLAP-Läsion. Leichte
Tendinopathie
der Supra- und
Infraspinatussehne
ohne Riss. Die übrigen Seh
nen stellen sich ebenfalls intakt dar. Kapselhypertrophie im Bereich des AC-Ge
lenkes im Sinne einer AC-Gelenksarthrose. Keine Bursitis
subacromialis
.“
3.5
D
er Beschwerdeführer
stellte sich am 22. Juni 2015
in der Schultersprechstunde der
C._
bei Prof.
Dr.
med.
D._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, Leiter Schulterchirurgie,
vor (B
ericht vom 25. Juni 2015, Urk. 9
/ZM18 Beilage).
Aus dem Bericht geht hervor, dass er
über beim sportlichen Schwimmen im März 2015 einschiessende Schmerzen berichtet
habe
, wobei er dennoch gegen den Schmerz weitergeschwommen sei. Seither
habe er zunehmende Schmerzen in der rechten Schulter (S. 1 Anamnese).
Gestützt auf die klinische Untersuchung sowie bildgebende Untersuchungen wurd
en folgende Diagnosen gestellt (S. 1 Mitte):
-
Impingementsymptomatik
und mögliche Bizeps-Subscapularis Konflikt
problematik Schulter rechts bei Status nach Schulterdistorsionstrauma beim sportli
chen Schwimmen im März 2015 bei
-
Status nach Meniskusläsion und
Kortisontherapie
vor zwei Jahren
In der Folge wurde
n
beim Beschwerdeführer eine Infiltration (vgl. B
ericht vom 26. Juni 2015, Urk. 9
/ZM19/4) sowie eine Schulteroperation (vgl. Operationsbe
richt vom 22. Oktober 2015, Urk.
9
/ZM18 Beilage
) durchgeführt. Intraoperativ habe sich ein Knorpelschaden wie auch eine starke Kapsulitis gezeigt (vgl. dazu auch Beric
ht vom 26. November 2015, Urk. 9
/ZM18 Beilage). Im Dezember 2015 (vgl. Bericht Radiolo
gie vom 3. Dezember 2015, Urk. 9
/ZM19/2) und Juli 2016 (vgl. Bericht Radi
ologie vom 15. Juli 2016, Urk. 9
/ZM19/5) erfolgten wei
tere therapeutische Infiltrationen glenohumeral rechts.
3.
6
Nach Kenntnisnahme des Verlaufs und Durchsicht der Bildgebung kam der bera
tende Arzt der Beschwerdegegnerin,
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, mit Be
urte
ilung vom 21. April 2016 (Urk. 9
/
ZM16
) zum Schluss, dass die geltend ge
machten Beschwerden seitens der rechten Schulter mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit nicht kausal zu einem der gemeldeten Unfallereignisse seien.
Bezüglich des Unfalls vom 11. März 2012 seien unfallnah keine Schulter
-
beschwer
den
dokumentiert und diagnostiziert. Selbiges gelte auch für die Ereignisse vom 26. September 2013 (mit Squash-Schläger an Wand geschla
gen; Handprellung, Distorsion
Radiocarpal
rechts, Rückenschmerzen; Baga
tellanerkennung, eher kein Unfall; vgl. S. 1 Mitte) und vom 24. Januar 2014 (auf eisigem Grund ausgerutscht und gestürzt; Kontusion rechter Handrücken, ulnare und radiale TFCC Läsion rechts, SL- und LT-Läsion mit
Synovialitis
ra
diocarpal
und
midcarpal
; vgl. dazu ebenfalls S. 1 Mitte).
Der Befund der Bildgebung vom 7. Mai 2015 lasse sich nicht mit den vorliegen
den Ereignissen erklären. Die Knorpelschäden am
Glenoid
und ein freier Ge
lenkskörper im
Recessus
axillaris
seien deutliche Zeichen einer degenerativ be
dingten
Omararthrose
. Insbesondere auch das Ereignis vom 4. März 2015 - plötzliches Stechen beim
Schwimmen (S. 1 Mitte) - könne nicht ursächlich für diese Befundlage gemacht werden (zum Ganzen S. 2 unten).
3.7
Mit
Stellungnahme
vom 12. Juli 2016 zuhanden der Beschwerdegegnerin führte Prof.
Dr.
D._
aus, die altersuntypischen Verletzungen der Schulter mit Ge
lenkknorpeldefekt würden gut zu den vom Beschwerdeführer angegebenen Traumata passen.
Er sei beim Offroad Training auf die dabei verletzte rechte Schulter
gestürzt und habe seither Bewegungseinschränkungen
. Die bei der Arthroskopie vom Oktober 2015 festgestellte schwerwiegende Verletzung des Gelenkknorpels und auch der postoperative Zustand seien klar mit den angege
benen Verletzungen erklärbar, welche
in ihrer Form auch nicht als degenerati
ver Natur erscheinen würden
(Urk.
9
/ZM17
).
3.
8
Am 21. September 2016 (Urk. 9
/ZM20) führte
Dr.
E._
ergänzend aus, der beim Beschwerdeführer festgestellte grosse Knorpeldefekt sei kein typisch traumatisch bedingter Befund, ausser es hätte eine Luxation des Schultergelenkes stattge
funden. Beim Beschwerdeführer hätten sich jedoch keine strukturellen Zeichen für eine stattgehabte Luxation gezeigt: Es würde keine Hill-Sachs-Läsion vorlie
gen und das Labrum sei intakt.
In Kenntnis der Stellungnahme von Prof.
Dr.
D._
vom 12. Juli 2016, der Ein
sprache des Beschwerdeführers sowie unter erneuter Durchsicht der Bildgebung halte er an sei
ner bisherigen Einschätzung fest. Die geltend gemachten Be
schwerden der rechten Schulter seien möglich, aber nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit kausal zu den Stürzen 2012 beim Motocross
-F
ahren.
4.
4.1
Aufgrund der vorliegenden medizinischen Berichte im Nachgang an das Unfaller
eignis vom 11. März 2012 ist ausgewiesen, dass bis zum Fallabschluss im Oktober 2012 vom Beschwerdeführer nie Schulterbeschwerden erwähnt wur
den. Sodann wurden zahlreiche bildgebende Abklärungen gemacht (vgl. vorste
hend E. 3.1), jedoch erfolgte keine
bildgebende Untersuchung in Bezug auf die Schultern.
Gemäss Schadenmeldung verletzte er sich beim Unfall vom 11. März 2012 am Kopf (Prellung Gehirn), am rechten Fuss sowie am rechten Handge
lenk. Sämtlich
e
beklagten Beschwerden richteten sich in der Folge auf diese Körperbereiche (vgl. vorstehend E. 3.1 f.).
Echtzeitlich wurden
somit
weder Schulterbeschwerden beklagt, noch wurden solche dokumentiert.
Insbesondere wurden trotz diversen Konsultationen beim Hausarzt von diesem keine Schul
terbeschwerden festgehalten. Seinem Abschlussbericht ist zu entnehmen, dass die Handgelenksproblematik am längsten andauerte, aber auch diese schliesslich keine Konsultation bei einem Facharzt mehr erforderte, weshalb die Behandlung im September 2012 abgeschlossen werden konnte (vorstehend E. 3.2).
4.2
Bei einem Rückfall obliegt es der versicherten Person, das Vorliegen eines natürli
chen Kausalzusammenhangs zwischen dem neuen Beschwerdebild und dem Unfall mit dem im Sozialversicherungsrecht geltenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachzuweisen. Je grösser der zeitliche Ab
stand zwischen dem Unfall und dem Auftreten der gesundheitlichen Beein
trächtigung ist, desto strengere Anforderungen sind an den Wahrscheinlich
keitsbeweis des natürlichen Kausalzusammenhangs zu stellen. Bei Beweislosig
keit fällt der Entscheid zu Lasten der versicherten Person aus. Werden durch ei
nen Unfall Beschwerden verursacht, übernimmt die Unfallversicherung den durch das Unfallereignis verursachten Schaden, spätere Gesundheitsstörungen dagegen nur, wenn eindeutige Brückensymptome gegeben sind (Urteil des Bun
desgerichts 8C_113/2010 vom 7. Juli 2010 E. 2.3 mit Hinweisen).
Da erstmals im
Radiologiebefund
vom 7. Mai 2015
(vorstehend E. 3.4)
- mithin über drei Jahre nach dem Unfallereignis vom 11. März 2012 -
Schulterbe
schwerden doku
mentiert sind, fehlt es vorliegend an eindeutigen Brücken
symptomen zum besagten Unfall.
Die Aussage
von Prof.
Dr.
D._
, der Be
schwerdeführer leide seit einem Sturz beim Offroad-Training an Bewegungs
einschränkungen
der rechten Schulter, ist - sofern damit der vorliegen
d
rele
vante Sturz vom 11. März 2012 gemeint ist - echtzeitlich
nicht
dokumentiert und damit nicht belegt.
Bezeichnenderweise wurde als Indikation für das MRI der Schulter vom 7. Mai 2015 „Schulterschmerzen rechts ohne Trauma“ ange
geben (vgl. Urk. 8/ZM14).
Prof.
Dr.
D._
s Hinweis, wonach der Gelenkknor
peldefekt altersuntypisch sei und gut zu den vom Beschwerdeführer angegebe
nen Traumata passen würde (vgl. vorstehend E. 3.7), vermag einen natürlichen Kausalzusammenhang nicht zu bel
e
gen
, zumal diese Einschätzung nach Lage der Akten in Unkenntnis der zeitnah zum Unfall verfassten Berichte erfolgte
. Allein der Umstand, dass ein Defekt nicht altersentsprechend ist und zeitlich nach einem Unfallereignis vorliegt
(entsprechend der Formel „
post
hoc
ergo
propter
hoc"
; vgl. BGE 119 V 335 E.
2b/
bb
., Urteil des Bundesgerichts 8
C_332/2013 vom 25. Juli 2013 E. 5.1)
, genügt dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit eines Kausalzusammenhangs nicht.
Es ist daher auf die schlüssige und nachvollziehbare Einschätz
ung von
Dr.
E._
abzustellen, wonach die geltend gemachten Schulterbeschwerden rechts mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht kausal zum Unfall vom 11. März 2012 sind.
Soweit der Beschwerdeführer geltend machte, auf
die
Beurteilung
von
Dr.
E._
könne mangels Objektivität aufgrund des Anstellungsverhältnisses zur Beschwerdegegnerin nicht abgestellt werden (vorstehend E. 2.2), ist dem nicht beizupflichten. Der Beschwerdeführer brachte keine konkreten Umstände vor, welche ein Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung von
Dr.
E._
als begründet erscheinen lassen würden
.
Schliesslich gehen auch aus den Akten keine
Hinweise
hervor
, welche Zweifel an der Beurteilung
von
Dr.
E._
hervor
rufen würden.
4.3
Gegenstand des Einspracheentscheides war einzig die Prüfung eines Rückfalles zum Unfall vom 11. März 2012
(vgl. dazu auch die Anmeldung des Rückfalles,
Urk. 8/Z25)
, weshalb ein Zusammenhang mit allfälligen weiteren Unfallereig
nissen nicht zu prüfen ist
.
4.4
Zusammenfassend ist der
Wahrscheinlichkeitsbeweis des natürlichen Kausalzu
sammenhangs
zwischen den geltend gemachten Schulterbeschwerden rechts und dem Unfall vom 11. März 2012 nicht erbracht worden. Dementsprechend erweist sich der Einspracheentscheid vom 3. Februar 2017 als rechtens, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.
Soweit der Beschwerdeführer verlangt, es seien weitere Abklärungen - nament
lich eine Zeugeneinvernahme - durchzuführen (Urk. 1), kann darauf in antizi
pierter Beweiswürdigung verzichtet werden (BGE 127 V 491 E. 1b mit Hinwei
sen). Der Gesundheitszustand ist hinreichend abgeklärt. Von weiteren Abklä
rungen wären, insbesondere vor dem Hintergrund, dass echtzeitlich keine Schulterbeschwerden dokumentiert wurden, keine neuen Erkenntnisse zu er
warten.