Decision ID: 3e6455c1-3068-4ccf-87b3-863dc26c3ac9
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren
1959
, Mutter von
drei
Kindern (Jahrg
ä
ng
e
1982, 1983, 1986
), war von
März 2013
bis
Februar 2014
bei
der
Z._
GmbH
als
Reinigungs
kraft
tätig, wobei der letzte Arbeitstag am
2
8.
Februar 2014
war (
Urk.
11/10
Ziff.
2.3
)
.
Unter Hinweis auf
einen gebrochenen Arm, der
mehrfach
operiert
werden musste
,
meldete sich
die Versicherte
am
2
2.
Dezember 2013
bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
11/1
). Die
Sozialversiche
rungsanstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinisc
he und erwerb
liche Situation ab und
zog
die
Akten de
s
Krankenversicherers
bei (
Urk.
11/8
).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
11/14
;
Urk.
11/17
) verneinte
die
IV-Stelle mit Verfügung vom
5.
Mai 2014
einen Rentenanspruch (
Urk.
11/19
=
Urk.
2)
.
2.
Die Versicherte erhob am
6.
Juni 2014
Beschwerde
gegen die Verfügung vom
5.
Mai 2014
(
Urk.
2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei ihr
eine ganze eventuell eine halbe Invalidenrente
zuzusprechen
.
Sube
ventuell sei
eine umfassende Begutachtung durchzuführen
(
Urk.
1 S. 2).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
2
9.
August 2014
(
Urk.
10
) die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde der Beschwerdeführerin am
3.
November 2014
zur Kenntnis gebracht (
Urk.
19
).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung; IVG
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt
zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.
3
Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte haben die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflicht
gemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfüg
baren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines
Arztbe
richtes
ist also entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeich
nung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a).
1.
4
Die
Rechtsprechung, wonach das Gericht "nicht ohne zwingende Gründe" von der Einschätzung der medizinischen Experten abweicht, hat den Beweiswert von Gerichtsgutachten zum Gegenstand und findet auf versicherungsinterne ärztli
che Beurteilungen nicht Anwendung. Berichte und Gutachten
versicherungsin
terner
Ärztinnen und Ärzte unterliegen wie andere Beweismittel der freien richterlichen Beweiswürdigung. Es kann ihnen Beweiswert beigemessen werden, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen.
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (
Urk.
2) gestützt auf die medizinischen Abklärungen, insbesondere die medizinische Beurteilung durch
Dr.
A._
vom 1
7.
Januar 2014 (
Urk.
11/8/3-5) zuhanden der SWICA Gesundheitsorganisation, davon aus, dass bei der Beschwerdeführerin
kein Gesundheitsschaden vorliege, welcher
eine länger dauernde oder bleibende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
begründe (S. 1). Eine Invalidität im Sinne des Gesetzes und einen Anspruch auf eine Invalidenrente müsse deshalb ver
neint werden.
2.2
Die Beschwerdeführerin machte
beschwerdeweise (Urk. 1)
im Wesentlichen
gel
tend,
dass
ihr
Tätigkeiten, bei denen die linke Hand als Hilfshand eingesetzt werde, nicht mehr zumutbar seien. Die ihr verbliebene Restarbeitsfähigkeit werde auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt
realistischerweise
nicht mehr nach
gefragt, weshalb eine vollständige Erwerbsunfähigkeit vorliege, welche Anspruch auf eine ganze Invalidenrente begründe (S. 6).
2.3
Strittig und zu prüfen ist somit
der Anspruch auf eine Rente und im Besonderen die Frage der
Verwertbarkeit der Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit.
3.
3.1
Med.
pract
.
B._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, berich
tete am 1
8.
Februar 2013 (
Urk.
11/7/5-7) von einem Vorgespräch mit der Beschwer
deführerin und nannte als Diagnose eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1). Die Arbeitsfähigkeit
(richtig wohl: Arbeitsunfähigkeit)
sei zu 100
%
gegeben (S. 1).
Weiter führte er aus, die Beschwerdeführerin leide seit der Einreise in die Schweiz unter Depressionen.
Psychosozial
würden
belastend
e
Eheschwierigkeiten
bestehen
.
Aus Sicht der Beschwerdeführerin würden die Beschwerden mit dem Umzug in die Schweiz infolge der Heirat zusammenhängen (S. 1).
3.2
Die Ärzte des
C._
, Klinik für Unfallchirurgie, berich
teten von einer
Hospitalisation
vom 2
2.
bis 2
5.
Juli 2013 und nannten
im provisorischen Austrittsbericht vom 2
3.
Juli 2013 (
Urk.
11/8/31-33)
als Diagnose eine dislozierte distale intraartikuläre Radiusfraktur
. Die ORIF (Open
Reduction
Internal Fixation) der distalen Radiusfraktur am 2
3.
Juli 2013
sei
intraoperativ komplikationslos
verlaufen
. Ebenso zeichne sich der postoperative stationäre Verlauf unauffällig und schmerzkompensiert aus. Die Beschwerde
führerin sei vom 2
2.
Juli bis
6.
August 2013 zu 100
%
arbeitsunfähig (S. 2).
3.3
Die Ärzte des
C._
, Klinik für Pneumologie, berichteten
am 1
2.
August 2013 (
Urk.
11/7/12-14)
über eine ambulante Behandlung vom
3.
Juli bis 1
2.
August
2013 und nannten als Diagnose einen i
ndetermini
e
rte
n
pulmonale
n
Nodulus
im Unterlappen links
(Erstdiagnose,
ED
,
Juni 2013), eine
g
ranulomat
ö
se
,
nekroti
sierende
Lymphadenit
i
s links
(
ED
Juli 2013), einen
b
ronchiektasen
Ober
l
appen rechts
sowie ein
Impingement
der rechten Schulter bei Verdacht auf
Rotatoren
manschettenläsion
. Die Beschwerdeführerin präsentiere sich in gutem
Allge
meinzustand
. I
m klinischen Status
bestünden
bis auf eine leichte Vergrösserung der Lymphknoten
axillär
links keine Auffälligkeiten. Lungenfunktionell
würden
Normalbefunde
bestehen
(S. 2 unten).
Zusammenfassend hielten sie fest, dass keine Ursache für die
pleuraständige
Läsion im Unterlappen links und die
gra
nulomatöse
,
nekrotisierende
Lymphadenitis
axillär
links gefunden werden konnte. Eine entzündliche Genese sei möglich, weshalb eine antibiotische The
rapie eingeleitet wurde. Bei derzeit fehlenden Beschwerden und ansonsten unauf
fälliger Klinik seien klinische Verlaufskontrollen zu empfehlen (S. 3).
3.4
Die Ärzte des
C._
, Klinik für Unfallchirurgie, berichteten am
3.
September 2013 (
Urk.
11/7/8-9) über
eine
postoperative Verlaufskontrolle und hielten fest, die Beschwerdeführerin stelle sich zufrieden vor und gebe an
,
keine Schmerzen zu haben. Bisher sei der Unterarmkombigi
p
s ruhig
gestellt worden
. Die Beschwer
deführerin nehme keine Schmerzmedikamente ein. Es zeige sich ein regelrechter Heilungsverlauf, weshalb das Handgelenk freigegeben werde. Die Beschwerde
führerin dürfe das Handgelenk ohne Belastung frei bewegen. Eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestehe vom 2
3.
Juli bis 1
5.
Oktober 2013.
Im Bericht vom 1
5.
Oktober 2013 (
Urk.
11/8/27-28) berichteten die Ärzte von einer radiologischen Verlaufskontrolle und einem erfreulichen Ergebnis. Sie hielten fest, die Beschwerdeführerin sei zufrieden und es gehe ihr so weit gut. Schmerzen habe sie kaum noch. Physiotherapie habe sie bis heute keine durch
geführt. Eine Wiederaufnahme der Arbeit werde ab sofort und bis Ende Monat zu 50
%
empfohlen, danach möglicherweise wieder zu 100
%
. So attestierten die Ärzte mit Zeugnis vom 1
5.
Oktober 2013 ab 1
6.
Oktober bis
3.
November 2013 eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit (
Urk.
11/8/1).
3.5
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Chirurgie und für Handchirurgie, untersuchte die Beschwerdeführerin im Auftrag des Krankenversicherers und nannte in sei
nem Gutachten vom 1
7.
Januar 2014 (
Urk.
11/7/24-26 = 11/8/3-5) als Diagno
se
n
erhebliche Restbeschwerden bei Status nach
palmarer
Plattenosteos
ynthese einer intraartikulären distalen Radiusfraktur links, eine Irritation der
Flexo
carpi
radialis
Sehne über der distalen Plattengegen
d
, eine Irritation des
Piso-Triquetral
gelenkes
und eine mögliche
scapho-lunäre
Bandläsion (
Ziff.
3). Dazu hielt er fest, dass sämtliche subjektiv beklagten Beschwerden objektiviert wer
den können (
Ziff.
4). Aktuell sei die Beschwerdeführerin nur für wenig belast
bare Arbeiten einsetzbar, das heisse für 2 Stunden pro Tag mit einer Leistung von 50
%
. Die Prognose hänge vom weiteren medizinischen Verlauf ab (
Ziff.
8.1). Die linke Hand könne momentan nur als Hilfshand eingesetzt wer
den. Halten von Gegenständen über 2 kg seien nicht möglich, ebenso der kräf
tige Einsatz des Daumens (
Ziff.
8.2). Sämtliche Tätigkeiten, bei denen die linke Hand als Hilfshand eingesetzt werden könne
,
wären zu 100
%
sowohl bezüglich der Leistung, wie auch bezüglich des zeitlichen Ausmasses möglich (
Ziff.
8.3).
3.6
Med.
pract
.
D._
, Praktische Ärztin, nannte in ihrem undatierten Bericht (Datum der letzten Kontrolle: 2
2.
Januar 2014;
Urk.
11/7/1-4) als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
(
Ziff.
1.1)
eine c
hronische Tendovaginitis bei
Status nach
dislozierter, distaler intraartikul
ä
rer Radiusfraktur links nach Sturz am 2
2.
Juli
2013
sowie mittelgradige Depressionen (ICD-10 F32.1).
Die Beschwerdeführerin sei in ihrer bisherigen Tätigkeit vom
7.
August bis
3.
September 2013 zu 100
%
arbeitsunfähig gewesen (
Ziff.
1.6). Die bisherige Tätigkeit sei im Rahmen von 10 bis 11 Stunden pro Woche respektive in einem 25
%
Pensum zumutbar.
Eine
leidens
angepasste leichte Tätigkeit sei zunächst im Umfang von 2 Stunden täglich möglich (
Ziff.
1.7). Die Einschränkungen l
ie
ssen sich durch medizinische Massnahmen weiter verringern, dabei sei von einer guten Prognose auszugehen (
Ziff.
1.8).
3.7
Die Ärzte des
C._
, Klinik für Unfallchirurgie, hielten in ihrer Stellungnahme vom
7.
Februar 2014 fest, dass die Beschwerdeführerin
letztmals
am 1
5.
Oktober 2013 anlässlich der 3-Monatskontrolle bei Status nach Osteosynthese des dista
len Radius links
vorstellig
geworden sei
(vorstehend E. 3.4). Bei dieser Kontrolle habe sich eine zufriedene Beschwerdeführerin mit regelrechtem postoperativen Verlauf gezeigt.
4.
4.1
Unbestritten und gemäss vorliegender Aktenlage ausgewiesen ist, dass
sich
die Beschwerdeführerin
nach einem Sturz auf das linke Handgelenk
im Juli 2013
eine intraartikuläre distale Radiusfraktur
zuzog
, sie seither
trotz
unauffällige
m
postoperative
m
Verlauf
über
belastungsanhängige Schmerzen
klagt
und
die linke Hand nur noch reduziert belastbar ist. Zu bestimmen bleiben die Auswir
kungen dieser Beschwerden auf die Arbeitsfähigkeit
der
Beschwerdeführer
in
.
4.2
In somatischer Hinsicht hielt die Beschwerdegegnerin z
ur Beurteilung der Arbeits
fähigkeit
in angepasster Tätigkeit im Feststellungsblatt (vgl.
Urk.
11/12 S. 3 unten)
zu Recht
fest, dass gemäss
Gutachten von
Dr.
A._
vom 1
7.
Januar 2014 (vorstehend E. 3.5)
von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer
leidensangepassten Tätigkeit auszugehen ist
.
Diese Einschätzung ist auf
grund der gestellten Diagnosen
sowie der zahlreichen Berichte des
C._
nach
vollziehbar, so dass darauf abgestellt werden kann.
Hinsichtlich der bestehen
den Lungenproblematik ist entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin kein Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit ausgewiesen.
So berichteten d
ie Ärzte der Kli
nik für Pneumologie des
C._
(vorstehend E. 3.3) diesbezüglich von fehlenden Beschwerden und ansonsten unauffälliger Klinik.
Weiter
ist auch in psychiatrischer Hinsicht von keiner erheblichen Ein
schrän
kung auszugehen. Die von med.
pract
.
D._
und med.
pract
.
B._
diagnosti
zierte mittelgradige depressive Episode ist
definitionsgemäss vorüber
gehender Natur und
hat deshalb
gemäss der bundesgerichtlichen Rechtspre
chung in der Regel keine invalidisierende Wirkung.
Von einem von
psychosozi
alen Belastungsfaktoren losgelöste
n
depressive
n
Leiden
kann ebenfalls nicht
ausge
gangen
werden
(vgl. E. 3.1)
.
Die Beschwerdeführerin unterzieht sich zudem keiner psychiatrischen Behandlung, weshalb ein diesbezüglicher
Leidens
druck
ohnehin zu verneinen ist.
Dabei ist nicht ersichtlich, inwiefern die von der Beschwerdeführerin beantragte Anordnung eines Gutachtens neue, für die Beurteilung des vorliegenden Falls entscheidende Erkenntnisse liefern könnte, sodass darauf
im
Sinne der antizipierten Beweiswürdigung zu verzich
ten ist (BGE 122 V 157 E. 1d).
Zum
Bericht
des
C._
vom 1
8.
März 2014 (
Urk.
3/7) über einen anstehenden Operationstermin am 1
1.
Juli 2014
- und damit nach Erlass der angefochtenen Verfügung -
ist zu bemerken, dass das Sozialversicherungsgericht nach ständi
ger Rechtsprechung die Gesetzmässigkeit der Verwaltungsverfügungen in der Regel nach dem Sachverhalt beurteilt, der zur Zeit des Verfügungserlasses gege
ben war (BGE 121 V 366 E. 1b).
4.3
Der medizinische Sachverhalt ist somit dahingehend erstellt, dass der Beschwer
deführerin
(zumindest) sämtliche Tätigkeiten, bei denen die linke Hand
lediglich
als Hilfshand eingesetzt werden
muss
, zu 100
%
zumutbar sind.
5.
5.1
Es stellt sich sodann die Frage
, ob für
die
Beschwerdeführer
in
auf dem allgemei
nen Arbeitsmarkt
realistischerweise
geeignete Arbeitsstellen zur Verfü
gung stehen, an denen
sie
die ih
r
verbleibende (Rest-)Arbeitsfähigkeit
zumut
barerweise
noch ganz oder teilweise verwerten kann.
5.2
Die Rechtsprechung hat das fortgeschrittene Alter, obgleich an sich ein
invalidi
tätsfremder
Faktor (AHI 1999 S. 240 unten sowie Urteil des Bundesgerichts
I
97/00 vom 29. August 2002 E. 1.4 mit Hinweisen), als Kriterium anerkannt, welches zusammen mit weiteren persönlichen und beruflichen Gegebenheiten dazu führen kann, dass die der versicherten Person verbliebene
Resterwerbsfä
higkeit
auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt
realistischerweise
nicht mehr nach
gefragt wird, und dass ihr deren Verwertung auch gestützt auf die
Selbst
eingliederungspflicht
nicht mehr zumutbar ist.
Für die Beurteilung der
Verwertbarkeit
der Restarbeitsfähigkeit bei vorgerück
tem Alter ist auf den Zeitpunkt des Feststehens der medizinischen Zumutbarkeit der Arbeitsfähigkeit abzustellen (vgl. BGE 138 V 457 E. 3.3-4).
5.3
Massgeblich
für diese medizinische Beurteilung ist das Gutachten
von
Dr.
A._
vom 1
7.
Januar 2014 (vorstehend E. 3.5).
Zu diesem Zeitpunkt war
die Beschwerdeführerin
noch nicht ganz 55
Jahre alt und daher nicht leicht vermittelbar. Die verbleibende Aktivitätsdauer bis ins AHV-Alter betrug aber immer noch mehr als
neun
Jahre.
Damit war die kritische Altersgrenze (vgl. Kasuistik in den Urteilen des Bundesgerichts 8C_482/2010 vom 2
7.
September 2010 E. 4.2 sowie I 8
19/04 vom 2
7.
Mai 2005 E. 2.2) für eine altersbedingte Unzumutbarkeit, das verbliebene Leistungsvermögen wirtschaftlich zu verwer
ten, noch nicht erreicht.
Trotz des fortgeschrittenen Alters bestehen für
die
Beschwerdeführer
in
mit Bezug auf den hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt noch genügend Möglichkeiten, eine Stelle zu finden. Zum einen sind Hilfsarbeiten auf dem hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
28
Abs.
2 IVG) grundsätzlich altersunabhängig nachgefragt (Urteil des
Bundesgerichts
I 39/04
vom 2
0.
Juli 2004 E. 2.4) und zum anderen ist
die Beschwerdeführerin
nach wie vor im Rahmen eines Vollzeitpensums arbeitsfähig, wobei die
ihr
zumutbaren Tätig
keiten nicht derart vielen Einschränkungen unterliegen, dass eine Anstellung nicht mehr als realistisch zu bezeichnen wäre
. So bestehen
rechtsprechungsge
mäss
auf dem
massgebenden
ausgeglichenen Arbeitsmarkt
auch
Arbeitsstellen, bei denen primär einhändig gearbeitet werden kann. Dies gilt umso mehr, als die dominante Hand der Versicherten unversehrt ist und die
adominante
ihre
Zudienfunktion
erfüllen kann
(Urteile des Bundesgerichts 8C_272/2012 vom 2
9.
Mai 2012 E. 4.3 und 8C_381/2010 vom
5.
Oktober 2010 E. 3.2).
Schliesslich
ist auch zu
berücksichtigen, dass in Industrie und Gewerbe Arbeiten, welche physische Kraft verlangen, seit vielen Jahren und in ständig zunehmendem
Ausmass
durch Maschinen verrichtet werden, während den
Überwachungsfunk
tionen
wie auch im Dienstleistungsbereich
grosse
und wachsende Bedeutung zukommt.
5
.
4
In Gesamtwürdigung der für die Zumutbarkeitsfrage im vorliegenden Fall
massge
benden
objektiven und subjektiven Umstände ist davon auszugehen, dass de
r
Beschwerdeführer
in
auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt geeignete Arbeits
stellen zur Verfügung stehen, an denen
sie
die
ihr
verbleibende
Restar
beitsfähigkeit
noch verwerten kann
.
6.
Nach der Rechtsprechung darf a
usnahmsweise
von
der ärztlich geschätzten Arbeitsfähigkeit ohne
weiteres
auf einen entsprechenden Invaliditätsgrad geschlossen werden (
vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_994/2010 vom 1
2.
April 2011 E. 3.2.3). Dies trifft beispielswiese dann
zu, wenn die beiden
Vergleichs
einkommen
ausgehend vom selben Tabellenlohn zu ermitteln sind
, was vor
liegend zu bejahen ist
.
Dem Arbeitgeberfragebogen der
Z._
GmbH lässt sich ent
nehmen, dass die
Kündigung des Arbeitsverhältnisses mit
der
Beschwerdeführe
r
in
aus wirtschaftlichen Gründen erfolgte
(vgl.
Urk.
11/10
Ziff.
2.2),
weshalb
die Beschwerdeführerin
auch ohne Gesundheitsschaden mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit
nicht mehr dort
arbeiten
und somit
bei der Bestimmung des
Vali
deneinkommens
ohnehin
nicht vom Lohn bei besagter Firma ausgegangen wer
den kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_5/2009 vom 16. Juli 2009 E. 2.3).
Folglich
entspricht der Invaliditätsgrad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter Berücksichtigung eines allfälligen Abzugs vom Tabellenlohn, der höchstens 25
%
betragen darf
(BGE 135 V 297 E. 5.2)
.
Da
die Beschwerdeführerin in einer leidensangepassten Tätigkeit voll arbeitsfähig ist (vorstehend E. 4.3)
kann vor
liegend offen bleiben, ob der Beschwerdeführerin ein Abzug gewährt werden müsste, da selbst bei der Gewährung des maximalen Abzugs kein
rentenbe
gründender
Invaliditätsgrad resultieren würde.
Nach dem Gesagten erweis
t
sich die angefochtene Verfügung als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
7.
7.1
Zu prüfen bleibt
schliesslich
der Anspruch de
r
Beschwerdeführer
in
auf unent
geltli
che Prozessführung
und Rechtsvertretung
im Beschwerdeverfahren (Urk. 1 S.
2
).
7.2
Nach Gesetz und Praxis sind in der Regel die Voraus
setzungen für die Bewilli
gung der unentgeltlichen
Prozess
führung
und
Verbeiständung
erfüllt, wenn der Prozess nicht aussichtslos, die Partei bedürftig und die anwaltliche
Verbeistän
dung
notwendig oder doch geboten ist (BGE 103 V 46, 100 V 61, 98 V 115).
Die unentgeltliche Rechtspflege kann nur gewährt werden, wenn die
Rechtsvor
kehr
nicht aussichtslos ist. Als aussichtslos sind nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung Prozessbegehren anzusehen, bei denen die Gewinnaussichten (ex ante betrachtet) beträchtlich geringer sind als die Verlustgefahren und die deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden können. Dagegen gilt ein Begehren nicht als aussichtslos, wenn sich Ge
winnaussichten und Verlustge
fahren ungefähr die Waage halten oder jene nur wenig geringer sind als diese. Massgebend ist, ob eine Partei, die über die nötigen finanziellen Mittel verfügt, sich bei vernünftiger Überlegung zu einem Prozess entschliessen würde; eine Partei soll einen Prozess, den sie auf eigene Rechnung und Gefahr nicht führen würde, nicht deshalb anstrengen können, weil er sie nichts kostet (BGE 133 III 614 E. 5 mit Hinweisen).
7.3
Im vorliegenden Verfahren war im Wesentlichen lediglich
die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit
strittig. Die vo
n der
Beschwerdeführer
in
gegen die von der Beschwerdegegnerin vorgenommene Würdigung der Arztberichte vorge
brachten Einwände
erschöpfen sich in der Aufzählung der
medizinischen Aktenlage
, so dass von einer erfolgversprechenden Anfechtung der Verfüg
ung nicht die Rede sein kann. Die
Beschwerdeführer
in
vermochte
nicht
darzutun, dass bei
ihr
eine durch einen nachweisbaren Gesundheitsschaden verursachte langdauernde Arbeitsunfähigkeit
in einer leidensangepassten Tätigkeit
besteht, noch brachte
sie
stichhaltige Rügen
vor
, welche einer Verwertbarkeit der
Rest
arbeitsfähigkeit
entgegen stehen würden
. Angesichts der klaren Sach- und Rechts
lage konnte
die
Beschwerdeführer
in
daher nicht ernsthaft damit rechnen, dass
ihre
Beschwerde
gutgeheissen
würde
.
Ihr
Begehren erweist sich daher als aussichtslos.
Nach dem Gesagten ist die Beschwerde als aussichtslos zu betrachten und das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung aus diesem Grund abzuweisen.
8.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichts
kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert fest
zulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
600.-- anzusetzen.