Decision ID: bc5153be-5673-4df3-9475-3bd5beb498f7
Year: 2022
Language: de
Court: GR_VG
Chamber: GR_VG_005
Canton: GR
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

I. Sachverhalt:
1. Die Parzellen G._, H._ und I._ in der Gemeinde D._
waren in der jüngeren Vergangenheit bereits Gegenstand mehrerer
Gerichtsverfahren. Nachdem die Baubewilligung für eine Strasse zwecks
Erschliessung der Parzellen H._ und I._ erteilt wurde, wies das
Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden mit Urteil vom 12. Mai 2015
die Gemeinde D._ zunächst an, die Erschliessung der Parzellen
H._ und I._ mit einer Festlegung im Generellen
Erschliessungsplan ausdrücklich zu regeln (Urteil des
Verwaltungsgerichts R 2014 113 vom 12. Mai 2015 E.4c). In der Folge
kam die Gemeinde D._ dieser Aufforderung mittels einer Teilrevision
der Ortsplanung nach. Die dagegen erhobene Beschwerde wurde
anschliessend von der Regierung, dem Verwaltungsgericht sowie dem
Bundesgericht abgewiesen, soweit überhaupt darauf eingetreten wurde
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 1C_ 124/2020 m.w.H.). Schliesslich wurde
die gegen das Baugesuch zur Erstellung eines Mehrfamilienhauses auf
Parzelle G._ erhobene Einsprache mit Entscheid der Baukommission
D._ vom 6., mitgeteilt am 22. Juni 2017 abgewiesen. Nachdem der
Gemeindevorstand D._ mit Entscheid vom 11., mitgeteilt am 13.
September 2017 auch die dagegen erhobene Beschwerde abgewiesen
hatte, bestätigte das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden mit
Urteil vom 19. Juli 2018 diesen Beschwerdeentscheid der Gemeinde
Entscheid (Urteil R 17 84 und R 17 85). Eine darauffolgende Beschwerde
ans Bundesgericht wurde in Bezug auf die vorinstanzlichen
Kostenentscheide gutgeheissen, im Übrigen allerdings abgewiesen (Urteil
des Bundesgerichts vom 8. Januar 2019 1C_388/2018.
2. Am 29. April 2020 reichten die neuen Eigentümer der Parzelle G._ in
D._, E._ und F._ (nachfolgend Gesuchsteller und
Beschwerdegegner) das Gesuch um Erteilung einer Bewilligung für die
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Überbauung von Parzelle G._ in D._ mit einem
Zweifamilienhaus ein. Die Situation vor Ort stellt sich wie folgt dar:
3. Das Baugesuch wurde vom 8. bis 28. Mai 2020 öffentlich aufgelegt.
Während der Auflage ging die Einsprache von A._, B._ und
C._ (nachfolgend Einsprecher und Beschwerdeführer) bei der
Gemeinde ein. In ihrer Einsprache vom 27. Mai 2020 beantragten die
Einsprecher, das Baugesuch sei bis zum Vorliegen des
Bundesgerichtsurteils über den Genehmigungsentscheid der Regierung
betreffend die Teilrevision des GEP im Bereich N._ zu sistieren,
eventuell sei es abzuweisen.
4. Mit Einsprache- und Baubewilligungsentscheid vom 9. September 2020
(versehentlich mit 9. Juni 2020 datiert) entschied die Baukommission, die
Einsprache abzuweisen und die Baubewilligung mit den üblichen Auflagen
zu erteilen.
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5. Die von den Beschwerdeführern am 18. September 2020 dagegen beim
Gemeindevorstand erhobene Beschwerde, worin diese u. A. beantragten,
den Bau- und Einspracheentscheid aufzuheben und die Baubewilligung
zu verweigern wies der Gemeindevorstand nach Durchführung des
Schriftenwechsels am 25., mitgeteilt am 29. Januar 2021 (Poststempel) ab
und bestätigte die Baubewilligung sowie den Einspracheentscheid der
Baukommission vom 9. Juni 2020 (recte: 9. September 2020). Den
Beschwerdeführern wurden verpflichtet, die Verfahrenskosten inkl. Kosten
der Rechtsberatung der Gemeinde von total CHF 3'365.00 zu bezahlen.
6. Gegen den Beschwerdeentscheid des Gemeindevorstandes vom 25./29.
Januar 2021 erhoben die Beschwerdeführer am 26. Februar 2021
Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden und
beantragten die Aufhebung des angefochtenen Entscheids unter
gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge. Prozessualiter
beantragten sie die Erteilung der aufschiebenden Wirkung.
Die Beschwerdeführer machten geltend, der geplante Neubau verstosse
gegen Art. 63 des Baugesetzes D._ (nachfolgend: BG), denn diese
Bestimmung sei entgegen den Ausführungen der Vorinstanz auf den
vorliegenden Sachverhalt anwendbar. Es liessen sich im Baugesetz keine
Abgrenzung zwischen Gemeinde- und Privatstrasse finden, im Übrigen
seien auch nicht die Eigentumsverhältnisse entscheidend, sondern die
Funktion der Strasse. Die Funktion ergebe sich aus dem übergeordneten
Bundesrecht. Nach den Bestimmungen des SVG sowie der VRV seien
diejenigen Strassen öffentlich, die nicht ausschliesslich privatem
Gebrauch dienen würden. Zudem handle es sich beim N._ um eine
im Generellen Erschliessungsplan aufgenommene
Erschliessungsstrasse, diese stehe im Gemeingebrauch. Schliesslich
könne gemäss dem letzten Satz von Art. 63 Abs. 1 BG der
Strassenabstand unterschritten werden, allerdings könne - wie vorliegend
geplant - nicht vollständig auf den Strassenabstand verzichtet werden.
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Auch gebe es keine gesetzliche Grundlage für die Änderung der
gebührenpflichtigen Auslagen Dritter (externe Rechtsberatung) und
schliesslich sei die Höhe der in Rechnung gestellten externen Auslagen
unangemessen. Würde der Beschwerde die aufschiebende Wirkung nicht
zuerkannt, würde der angefochtene Entscheid rechtskräftig und der
umstrittene Neubau könnte erstellt werden. Damit würde der Zweck der
Beschwerde vereitelt. Der Erteilung der aufschiebenden Wirkung stünden
weder überwiegende öffentliche noch private Interessen entgegen.
7. In ihrer Vernehmlassung vom 12. April 2021 beantragte die Gemeinde
D._ (nachfolgend Beschwerdegegnerin) die Abweisung der
Beschwerde unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge. Zum
Antrag auf Gewährung der aufschiebenden Wirkung äusserte sie sich
nicht.
Sie führte aus, es sei zulässig, der Erschliessungspflicht durch die
Erstellung von öffentlichen oder von privaten Erschliessungsanlagen
nachzukommen. Folgerichtig unterscheide das Recht der Gemeinde
D._ zwischen öffentlichen und privaten Erschliessungsanlagen,
wobei gemäss Art. 73 Abs. 1 BG allein gemeindeeigene Anlagen
öffentliche Erschliessungsanlagen seien. Der rechtskräftige GEP sehe die
Erschliessung der Parzellen H._ und I._ durch Erstellung einer
privaten Erschliessungsstrasse vor. Im angefochtenen Entscheid sei
festgehalten worden, dass der Wortlaut von Art. 63 Abs. 1 BG sich allein
auf öffentliche Erschliessungstrassen im Sinne von Art. 73 f. BG beziehe.
Auch die anderen Auslegungselemente, sowohl die Systematik als auch
die teleologische Auslegung, führten zum Resultat, dass konsequent
zwischen Gemeindestrassen und privaten Strassen unterschieden werde.
Bei privaten Anlagen der Feinerschliessung rechtfertige sich ein
beidseitiger Abstand von 5.00 m nicht, da dies bei einer Strassenbreite
von 3.50 m einen Korridor von 13.50 m zur Folge hätte. Dies widerspräche
den raumplanerischen Zielen des haushälterischen Umgangs mit dem
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Boden und der Siedlungsentwicklung nach innen. Die Auslegung und die
Anwendung von Art. 63 Abs. 1 BG sei somit nicht zu beanstanden, wobei
hierzu festzuhalten sei, dass das öffentliche Baurecht im Kanton
Graubünden grundsätzlich in den Autonomiebereich der Gemeinden falle.
Den Gemeinden stehe in solchen Fällen ein geschützter Beurteilungs- und
Ermessensspielraum zu, in welchen das Verwaltungsgericht nur eingreife,
sofern die Gemeinde diesen Bereich missbrauche oder überschreite.
Sollte die vorgesehene Erschliessungsstrasse wider Erwarten als
Gemeindestrasse im Sinne von Art. 63 Abs. 1 BG qualifiziert werden, habe
das Gutachten von J._ vom März 2016 bestätigt, dass mit der
geplanten Erschliessung der Parzellen H._ und I._ die
Verkehrssicherheit gewährleistet sei. Mit Schreiben vom 22. Juni 2020
habe der Verkehrsplaner bestätigt, dass die im Baugesuch vorgesehene
Erschliessung derjenigen im Gutachten vom März 2016 entspreche und
die Verkehrssicherheit somit gewährleistet sei. Somit sei die
Voraussetzung erfüllt, dass die Baubehörde Abweichungen vom
Strassenabstand nach Art. 63 Abs. 1 BG vornehmen könne. Was die
Kosten betreffe, so habe das Bundesgericht im Urteil 1C_388/2018 vom
8. Januar 2019 lediglich festgehalten, dass die Kosten des
Einspracheverfahrens den Einsprechern nicht auferlegt werden dürften.
Die Kostenlosigkeit für den Einsprecher gelte jedoch nur für das
Einspracheverfahren selbst, nicht hingegen für allfällige daran
anschliessende Verwaltungs- oder Gerichtsbeschwerden. Vorliegend
seien den Einsprechern im zweitinstanzlichen gemeindeinternen
Beschwerdeverfahren Kosten auferlegt worden, was mit der
bundesgerichtlichen Rechtsprechung vereinbar sei. Der Aufwand zur
Bearbeitung der vorinstanzlichen Beschwerde erscheine vor diesem
Hintergrund als üblich und angemessen
8. Die Beschwerdegegner schlossen mit Vernehmlassung vom 12. April
2021 ebenfalls auf Abweisung der Beschwerde. Prozessualiter
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beantragten sie, der Antrag der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde
sei abzuweisen.
Letzteren Antrag begründeten sie insbesondere damit, mit der
Beschwerde werde einzig gerügt, dass der Strassenabstand gemäss Art.
63 Abs. 1 BG nicht eingehalten sei und dass die Kosten des
vorinstanzlichen Verfahrens unrechtmässig erhoben worden seien. Für
den Kostenpunkt erübrige sich die Gewährung der aufschiebenden
Wirkung, da die Gebühren ohnehin erst aufgrund einer rechtskräftigen
Verfügung eingezogen werden könnten. Der von den Beschwerdeführern
angerufene Art. 63 BG, welcher den Strassenabstand ab
Gemeindestrassen regle, finde vorliegend keine Anwendung. Selbst wenn
der Anwendung fände, könne er unterschritten werden, da die
Verkehrssicherheit gewährleistet sei. Das Verwaltungsgericht habe sich
bereits in R 17 84 und R 17 85 mit der hier zur Diskussion stehenden und
allenfalls später zu erstellenden Privatstrasse befasst. Dabei sei das
Verkehrsgutachten vom Herbst 2016 als ausreichend bewertet und
bestätigt worden. Somit sei die Beschwerde hinsichtlich des
Strassenabstandes aussichtslos.
9. In ihrer Replik vom 26. Mai 2021 hielten die Beschwerdeführer am Antrag
auf Erteilung der aufschiebenden Wirkung fest. Die Gemeinde habe sich
zum Antrag nicht geäussert, was als stillschweigende Zustimmung zu
interpretieren sei. Die Begründung der Beschwerdegegner, die
Hauptsachenprognose sei schlecht, treffe nicht zu. Materiell führte sie aus,
die Ausführungen der Gemeinde, wonach sich die Kognition des
Verwaltungsgerichts auf Willkür beschränke, treffe nicht zu, da weder ein
Zweifelsfall vorliege, die Auslegung schwierig sei sowie in besonderem
Masse örtliche Verhältnisse zu würdigen seien. Zudem sei auf Art. 33 Abs.
3 lit. b RPG zu verweisen, wonach das kantonale Recht die volle
Überprüfung durch wenigstens eine Beschwerdebehörde gewährleiste.
Zudem seien auch Privatstrassen im Gemeingebrauch funktional
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öffentliche Strassen. Die Eventualbegründung der Gemeinde sei zudem
nicht stichhaltig, da dies eine ungerechtfertigte Privilegierung der
Beschwerdegegnerin im Vergleich zu den anderen Grundeigentümern in
der unmittelbaren Nähe (K._ - L._ - M._ - N._)
darstellen würde. Was die Kosten betreffe, so spiele es mit Verweis auf
die Bundesgerichtspraxis gemäss BGE 143 II 467 keine Rolle, ob eine
Bündner Gemeinde das Baubewilligungs-/Einspracheverfahren auf
kommunaler Ebene einstufig oder zweistufig ausgestalte. Der Grundsatz
der Kostenlosigkeit gelte im ganzen kommunalen Einspracheverfahren,
egal ob dieses ein- oder zweistufig durchgeführt werde.
10. Mit prozessleitender Verfügung vom 28. Mai 2021 erkannte der
Instruktionsrichter der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu. Was
die Erfolgsaussichten der vorliegend erhobenen Beschwerde betreffe,
sprengte die Beurteilung sämtlicher von den Parteien geltend gemachten
Rügen den Rahmen der hier vorzunehmenden summarischen
Beurteilung. Diese sei dem Entscheid der zuständigen Kammer des
Verwaltungsgerichtes vorbehalten. Indessen könne prima facie nicht
gesagt werden, die Beschwerde sei geradezu aussichtslos.
11. Die Beschwerdegegner verzichteten mit Schreiben vom 8. Juni 2021 auf
die Einreichung einer Duplik und verwiesen auf ihre Vernehmlassung vom
12. April 2021.
12. Duplizierend hielt die Beschwerdegegnerin am 15. Juni 2021 an den
Ausführungen in der Vernehmlassung fest und vertiefte ihrer
Argumentation. Es treffe zwar zu, dass die in Art. 33 Abs. 3 lit. b RPG
kodifizierte Rechtsweggarantie die volle Überprüfung durch wenigstens
eine Beschwerdebehörde garantiere, was grundsätzlich auch eine
Ermessensüberprüfung beinhalte. Dies schliesse jedoch nicht aus, dass
sich die Rechtsmittelinstanz eine Zurückhaltung auferlege, wenn es um
lokale Angelegenheiten und die Anwendung von kommunalem Recht
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gehe. Vorliegend sei die Auslegung und Anwendung von Art. 63 Abs. 1
BG strittig, also einer kommunalen Bestimmung, die über die Vorgaben
des eidgenössischen und kantonalen Rechts hinausgehe, sodass der
Gemeinde diesbezüglich ein relativ erheblicher beurteilungs- und
Ermessensspielraum zukomme. Die Auslegung und Anwendung von Art.
63 Abs. 1 BG sie nicht zu beanstanden, jedenfalls könne keine Rede
davon sein, dass die Gemeinde den ihr zukommenden Beurteilungs- und
Ermessensspielraum willkürlich ausgeübt habe.
Auf die weiteren Vorbringen der Parteien wird - soweit erforderlich - in den
nachstehenden Erwägungen eingegangen.

II. Das Gericht zieht in Erwägung:
1. Gemäss Art. 49 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100) beurteilt das
Verwaltungsgericht Beschwerden gegen Entscheide von Gemeinden,
soweit diese nicht bei einer anderen Instanz angefochten werden können
oder nach kantonalem oder eidgenössischen Recht endgültig sind. Der
angefochtene Beschwerdeentscheid betreffend Neubau Zwei-
Familienhaus vom 25., mitgeteilt am 27. Januar 2021, mit welchem die
Beschwerdegegnerin die Beschwerde der Beschwerdeführer abgewiesen
und die Baubewilligung sowie den Einspracheentscheid der
Baukommission vom 9. Juni 2020 (recte: 09. September 2020) bestätigt
hat, ist weder endgültig noch kann er bei einer anderen Instanz
angefochten werden. Folglich stellt er ein taugliches Anfechtungsobjekt für
ein Verfahren vor dem Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden dar.
Als formelle und materielle Adressaten des angefochtenen Entscheids
sind die Beschwerdeführer berührt und weisen ein schutzwürdiges
Interesse an dessen Aufhebung auf (Art. 50 VRG). Auf die zudem frist-
und formgerechte Beschwerde ist somit einzutreten.
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2. Zu prüfen ist in materieller Hinsicht zunächst, ob die vorgesehen
Erschliessung der Parzellen H._ und I._ über die Parzelle
G._ als Gemeindestrasse oder private Erschliessungsstrasse zu
qualifizieren ist.
3.1. Die Beschwerdeführer machen geltend, entscheidendes Kriterium für die
Qualifikation einer Strasse seien nicht die Eigentumsverhältnisse, sondern
deren Funktion. Die geplante Erschliessung zu den Grundstücken
H._ und I._ werde daher eine öffentliche Strasse sein und müsse
deshalb auch den in Art. 63 Abs. 1 des kommunalen Baugesetzes
(nachfolgend BG) normierten Gebäudeabstand einhalten.
3.2. Sowohl nach Auffassung der Beschwerdegegnerin sowie der
Beschwerdegegner ist aufgrund der Auslegung von Art. 63 Abs. 1 BG die
geplante Erschliessungsstrasse als Privatstrasse zu qualifizieren. Dem
halten die Beschwerdeführer entgegen, Art. 63 Abs. 1 BG sei gar nicht
auslegungsbedürftig.
3.3. Strittig ist somit die Anwendung von Art. 63 Abs. 1 BG der Gemeinde
D._ resp. deren Auslegung durch die Beschwerdegegnerin. Dieser
lautet wie folgt:
Wo keine Baulinien bestehen, ist gegenüber Gemeindestrassen ein
Gebäudeabstand von mindestens 5m ab Strassenparzellengrenze
einzuhalten. Die Baubehörde kann Abweichungen gestatten, wenn bei
Verringerung des Strassenabstandes die Verkehrssicherheit dennoch
gewährleistet ist.
3.4. Art. 63 Abs. 1 BG stellt autonomes Gemeinderecht dar. Die
Gemeindeautonomie bezieht sich dabei nicht nur auf die Rechtssetzung,
sondern auf die Rechtsanwendung und -auslegung, wenn die anwendbare
Bestimmung dem selbständigen Gemeinderecht angehört. Das
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Verwaltungsgericht hat sich dann bei der Anwendung und Auslegung
solcher Normen Zurückhaltung aufzuerlegen, wenn kein Zweifelsfall
vorliegt, die Auslegung schwierig ist oder in besonderem Masse örtliche
Verhältnisse zu würdigen sind. Den Gemeinden steht in solchen Fällen ein
geschützter Beurteilungs- und Ermessensspielraum zu, in welchen das
Verwaltungsgericht nur eingreifen kann, sofern die Gemeinde diesen
Bereich missbraucht oder überschritten hat. Die Kognition des
Verwaltungsgerichts beschränkt sich grundsätzlich darauf, dass es nur
eingreifen kann, wenn sich der gestützt auf autonomes Gemeinderecht
erlassene Entscheid als sachlich unvertretbar erweist oder gegen
allgemeine Rechtsgrundsätze verstösst (Urteil des Verwaltungsgerichts R
17 90 vom 2. Dezember 2019, E. 3.3.; Urteil des Verwaltungsgerichts R
09 85 vom 19. Januar 2010, E.1.) Diese auch von der
Beschwerdegegnerin 1 wiedergegebene Kognition ist, wie die
Beschwerdeführer ausführen, zu präzisieren: Im Anwendungsbereich von
Art. 33 Abs. 2 und Abs. 3 lit. b RPG, also wenn sich eine Verfügung oder
ein Nutzungsplan auf das RPG oder seine kantonalen und
eidgenössischen Ausführungsbestimmungen (mit raumplanerischen
Zügen) stützt und somit durch zumindest eine kantonale
Beschwerdeinstanz auch die Angemessenheit zu überprüfen ist, würde
eine Willkürprüfung in jedem Fall nicht ausreichen (siehe BGE 146 II 367
E.3.2.1 und 109 Ib 121 E.5; siehe auch Urteile des Bundesgerichts
1C_494/2018 vom 13. Juni 2019 E.2.2 und 1C_682/2017 vom
11. September 2018 E.6.1 f. m.H.a. BGE 118 Ib 26 E.4b, Urteil des
Verwaltungsgerichts R 19 52 vom 14. Oktober 2021, E. 4.6). Zutreffend
sind allerdings auch die Ausführungen der Beschwerdegegnerin 1 in ihrer
Duplik, wonach sich die Rechtsmittelinstanz auch dann Zurückhaltung
aufzuerlegen hat, wenn es um lokale Angelegenheiten und die
Anwendung von kommunalem Recht geht. Diesbezüglich hat auch das
Bundesgericht festgehalten, dass eine richterliche Zurückhaltung bei der
Überprüfung unbestimmter Rechtsbegriffe mit der Rechtsweggarantie
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vereinbar ist, was den Gerichten erlaubt, den entsprechenden
Handlungsspielraum der unteren Instanzen und insbesondere der
Gemeinden zu wahren (BGE 138 I 52 E.3.6).
3.5. Somit hat die nachfolgende Auslegung von Art. 63 Abs. 1 BG unter einer
gewissen richterlichen Zurückhaltung zu erfolgen. Ausgangspunkt der
Auslegung eines Rechtssatzes bildet der Wortlaut der Bestimmung
(grammatikalisches Element). Ist der Wortlaut der Bestimmung klar, d. h.
eindeutig und unmissverständlich, darf davon nur abgewichen werden,
wenn triftiger Grund für die Annahme besteht, der Wortlaut ziele am
"wahren Sinn" der Regelung vorbei. Anlass für eine solche Annahme
können die Entstehungsgeschichte der Bestimmung (historisches
Element), ihr Zweck (teleologisches Element) oder der Zusammenhang
mit andern Vorschriften (systematisches Element) geben. Nur für den Fall,
dass der Wortlaut der Bestimmung unklar bzw. nicht restlos klar ist und
verschiedene Interpretationen möglich bleiben, muss nach der wahren
Tragweite der Bestimmung gesucht werden. Dabei sind alle anerkannten
Auslegungselemente zu berücksichtigen (pragmatischer
Methodenpluralismus). Die Gesetzesauslegung hat sich vom Gedanken
leiten zu lassen, dass nicht schon der Wortlaut, die Norm darstellt, sondern
erst das an Sachverhalten verstandene und konkretisierte Gesetz.
Gefordert ist die sachlich richtige Entscheidung im normativen Gefüge,
ausgerichtet auf ein befriedigendes Ergebnis der Ratio legis (BGE 142 V
299, E. 5.1. m.w.H.). Auch eine solche Auslegung findet ihre Grenzen aber
am klaren Wortlaut und Sinn einer Gesetzesbestimmung, indem der
eindeutige Wortsinn nicht zugunsten einer solchen Interpretation
beiseitegeschoben werden darf (BGE 143 I 272 E.2.2.3 m.w.H.).
3.6. Was den Wortlaut betrifft, so ist in Art. 63 Abs. 1 BG unmissverständlich
von Gemeindestrassen die Rede, was den Schluss nahelegt, dass
darunter gemeindeeigene öffentliche Strassen sind. Der Wortlaut ist
allerdings nicht derart eindeutig, dass er eine Auslegung geradezu
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verhindern würde. Auch ist nicht klar, inwieweit nach Ansicht der
Beschwerdeführer Art. 63 Abs. 1 BG nicht auslegungsbedürftig sei.
Schliesslich machen die Beschwerdeführer selber geltend, die
Qualifikation der Strasse müsse anhand ihrer Funktion beurteilt werden.
Damit nehmen sie selbst eine Auslegung, nämlich diejenige von Sinn und
Zweck, vor.
3.7.1. In Bezug auf Sinn und Zweck von Art. 63 Abs. 1 BG ist unter Verweis auf
das Strassenverkehrsgesetz (SVG; SR 741.01) festzuhalten, dass es
irrelevant ist, in wessen Eigentum sich die Strasse befindet (vgl.
WALDMANN/KRAEMER, in: NIGGLI/PROBST/WALDMANN [Hrsg.], Basler
Kommentar Strassenverkehrsgesetz, Basel 2014, N. 19 zu Art. 1 SVG).
Massgeblich ist nach der Rechtsprechung, ob die Strasse dem
allgemeinen Verkehr dient (sogenannte Verkehrsöffentlichkeit, vgl. Urteil
des Bundesgerichts 6B_54/2010 vom 18. März 2010 E.1.2; PVG 2018 Nr.
3 E.4d; PKG 2002 Nr. 28 E.7a). Ein extensiv ausgelegter Strassenbegriff
wird dadurch gerechtfertigt, dass das Strassenverkehrsgesetz den Schutz
der öffentlichen Ordnung und der Sicherheit bezweckt. Dies kann nur
durch eine umfassende Geltung der Verkehrsregeln gewährleistet werden
(Urteil des Verwaltungsgerichts U 2015 110 vom 6. September 2016, E.4b
m.w.H.).
3.7.2. Im angefochtenen Entscheid hat die Beschwerdegegnerin die Frage der
Anwendbarkeit von Art. 63 Abs. 1 BG offengelassen. Angesichts der
eindeutigen Rechtsprechung zur Qualifikation der öffentlichen Strasse ist
den Beschwerdeführern zuzustimmen, wenn sie die neu geplante
Erschliessungsstrasse unbeachtlich der Eigentumsverhältnisse als
verkehrsöffentliche Strasse und somit als Gemeindestrasse im Sinn von
Art. 63 Abs. 1 BG betrachten.
4.1. Die Beschwerdegegnerin macht weiter geltend, dass nach Art. 63 Abs. 1
Satz 2 BG die Baubehörde Abweichungen vom Strassenabstand
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gestatten könne, wenn die Verkehrssicherheit weiterhin gewährleistet sei.
Gemäss der Stellungnahme des Verkehrsgutachters vom 22. Juni 2022
sowie dem Verkehrsgutachten vom März 2016 sei die Verkehrssicherheit
gegeben.
4.2. In der Stellungnahme vom 22. Juni 2020 führte der Verkehrsgutachter
J._ aus, dass die geplante Privaterschliessung der Parzellen
G._, H._ und I._ die im Generellen Erschliessungsplan
vorgesehene Erschliessung erfülle und den Ausführungen im Gutachten
"Erschliessung Gebiet am M._" vom März 2016 entspreche. Die
Anforderungen der VSS-Normen SN 640 045 und SN 640 273a seien mit
den vorgesehenen Massnahmen, in Berücksichtigung der Befahrbarkeit
durch Personenwagen und der zu erwartenden Geschwindigkeiten, erfüllt
und die Verkehrssicherheit gewährleistet (beschwerdegegnerische Akten
[BG-act] 1.6).
4.3. Die Beschwerdeführer erachten die Stellungnahme als nicht
sachdienliches Traktat, welches keinerlei Aussage enthalten habe, welche
mit der Baueinsprache etwas zu tun gehabt hätte.
4.4. Gutachten unterliegen der freien richterlichen Beweiswürdigung. In
Fachfragen darf das Gericht jedoch nicht ohne triftige Gründe von einem
Gutachten abweichen und allfällige Abweichungen müssen begründet
werden (BGE 136 II 539 E.3.; 128 I 81 E.2 mit Hinweisen). Weicht das
Gericht von einem Gutachten ab, kann ihm keine Willkür vorgeworfen
werden, wenn die Glaubwürdigkeit des Gutachtens durch die Umstände
ernsthaft erschüttert ist. Dagegen kann das Gericht dann der Willkür
verfallen, wenn es Zweifel an der Richtigkeit des Gutachtens hegt und
dennoch keine ergänzende Abklärung anordnet, um diese Zweifel zu
beseitigen (BGE 130 I 337 E.5.4.2). Das Gericht hat zu prüfen, ob sich
aufgrund übriger Beweismittel und der Vorbringen der Parteien ernsthafte
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Einwände gegen die Schlüssigkeit des Gutachtens aufdrängen
(BGE 136 II 539 E.3).
4.5. In den Urteilen R 17 84 und R 17 85 vom 19. Juni 2018 führte das
Verwaltungsgericht aus, dass die vorgesehene Erschliessung über den
N._ sämtlichen Anforderungen der VSS-Norm SN 640 045
entspreche. Die von den Beschwerdeführern vorgebrachte Rüge, wonach
der N._ als Erschliessungsstrasse ungeeignet sei und das
Verkehrsgutachten auf falschen Tatsachen basiere, erwiesen sich als
unbegründet. Es bestehe kein Grund, von der fachmännischen
Beurteilung des Verkehrsgutachters abzuweichen (Urteile des
Verwaltungsgerichts R 17 84 und R 17 85 vom 19. Juni 2018 E.6.2f.).
Diese Auffassung wurde vom Bundesgericht in Urteil 1C_388/2018 vom
8. Januar 2019 geschützt.
4.6. Für eine anderslautende Beurteilung besteht auch im vorliegenden
Verfahren kein Anlass. Der Verkehrsgutachter hat unter expliziter
Verweisung auf das Gutachten vom März 2016 erneut bekräftigt, dass die
nun vorgesehene Erschliessung derjenigen in den Verfahren R 17 84 und
R 17 85 entspreche und die Verkehrssicherheit gewährleistet sei. Würde
das streitberufene Gericht trotz der identischen Sachlage vom
Verkehrsgutachten vom März 2016 sowie der Stellungnahme vom 22. Juni
2020 abweichen, obwohl keine Anhaltspunkte vorliegen, welche die
Glaubhaftigkeit des Gutachtens erschüttern könnten, verfiele es der
Willkür und verstiesse damit gegen Art. 9 BV. Somit ist festzuhalten, dass
die Verkehrssicherheit vorliegend gewährleistet ist.
4.7. Die Beschwerdeführer rügen schliesslich, ein Unterschreiten des
vorgesehenen Strassenabstandes bedeute nicht, dass man vollständig
darauf verzichten könne.
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4.8. Wie bereits ausgeführt, lässt die Rechtsweggarantie eine richterliche
Zurückhaltung bei der Überprüfung unbestimmter Rechtsbegriffe zu, was
den Gerichten erlaubt, den entsprechenden Handlungsspielraum der
unteren Instanzen und insbesondere der Gemeinden zu wahren (vgl. BGE
145 I 52 E.3.6 m.w.H.). Wenn die Beschwerdegegnerin unter Verweis auf
die raumplanerischen Ziele der haushälterischen Bodennutzung sowie der
Siedlungsentwicklung nach innen vom vorgesehenen Strassenabstand
abweichen resp. ganz darauf verzichten will, so bewegt sie sich damit im
Rahmen des ihr zustehenden Ermessenspielraums, zumal die
Verkehrssicherheit gewährleistet ist. Für das streitberufene Gericht ist
jedenfalls nicht erkennbar, inwiefern sich die Beschwerdegegnerin von
sachfremden Gesichtspunkten hätte leiten lassen.
5.1. Des Weiteren rügen die Beschwerdeführer eine ungerechtfertigte
Auferlegung der Kosten im vorinstanzlichen Verfahren. Unter Aufrufung
von BGE 143 II 467 führen sie aus, das kommunale Einspracheverfahren
sei in jedem Fall kostenlos, auch wenn eine Gemeinde diesbezüglich ein
zweistufiges Verfahren vorsehe.
5.2. Diese Rüge erweist sich ebenfalls als unbegründet. In Urteil 1C_388/2018
führte das Bundesgericht aus, dass die Kostenlosigkeit für den
Einsprecher nur für das Einspracheverfahren selbst gelte, nicht hingegen
für anschliessende Verwaltungs- oder Gerichtsbeschwerdeverfahren
(Urteil 1C_388/2018 vom 8. Januar 2019 E.5.2). Dabei hielt es in
Erwägung 5.3. explizit fest: "Soweit das Verwaltungsgericht den Entscheid
des Gemeindevorstands, für die beiden zweitinstanzlichen
Beschwerdeverfahren Kosten aufzuerlegen, geschützt und für den
drittinstanzlichen verwaltungsgerichtlichen Prozess selbst Kosten zu
Lasten der Beschwerdeführer gesprochen hat, besteht indessen kein
Widerspruch zu BGE 143 II 467".
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5.3. Damit ist mit der Beschwerdegegnerin und in Einklang mit der
bundesgerichtlichen Rechtsprechung festzuhalten, dass diese im
Beschwerdeverfahren gestützt auf Art. 5 i.V.m. Art. 1 des
Gebührengesetzes der Gemeinde D._ sowie Art. 96 KRG den
Beschwerdeführern die Kosten für die externe Rechtsberatung auferlegen
durfte.
6.1. Schliesslich kritisieren die Beschwerdeführer die Kosten in Bezug auf ihre
Höhe von CHF 3'055.-. Dies sei für einen Beschwerdeentscheid mit einer
Begründung von zwei A4-Seiten absolut unangemessen.
6.2. Die Beschwerdegegnerin hält fest, im vorinstanzlichen
Beschwerdeverfahren sei ein sechsseitiger Bau- und
Einspracheentscheid, eine fünfseitige Beschwerde, eine fünfseitige
Stellungnahme der Bauherrschaft sowie eine dreiseitige Stellungnahme
der Beschwerdeführer zu bearbeiten gewesen. Der Beschwerdeentscheid
weise fünf Seiten auf, sodass ein Aufwand von 10.2 Stunden zu einem
Stundenansatz von CHF 270 zzgl. Spesen und MWST als üblich und
angemessen erscheine.
6.3. In Anbetracht der Umstände des vorliegenden vorinstanzlichen
Verfahrens, dem Umfang sowie der Schwierigkeit des der Angelegenheit
erscheint der in Rechnung gestellte Aufwand dem streitberufenen Gericht
durchaus als angemessen und ist daher nicht zu beanstanden.
7. Zusammenfassend erweist sich nach den vorstehend Gesagten der
Beschwerdeentscheid vom 25., mitgeteilt am 27. Januar 2021, als
rechtens, was zu dessen Bestätigung und zur Abweisung der dagegen
erhobenen Beschwerde führt.
8. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten gestützt auf
Art. 73 Abs. 1 VRG unter solidarischer Haftung den Beschwerdeführern
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aufzuerlegen. Ausserdem haben die Beschwerdeführer den obsiegenden
Beschwerdegegnern die durch den Rechtsstreit verursachten
notwendigen Kosten zu ersetzen (Art. 78 Abs. 1 VRG). Da der
Rechtsvertreter der Beschwerdegegner trotz entsprechender
Aufforderung keine Honorarnote eingereicht hat, legt das Gericht die
zusprechende Parteientschädigung gestützt auf Art. 2 und Art. 4 der
Verordnung über die Bemessung des Honorars für Rechtsanwältinnen
und Rechtsanwälte (Honorarverordnung, HV; BR 310.250) nach
Ermessen fest. In Anbetracht der Umstände des vorliegenden Verfahrens,
dem Umfang sowie der Schwierigkeit des der Angelegenheit wird die von
den Beschwerdeführern unter solidarscher Haftung zu leistende
Parteientschädigung pauschal auf Fr. 2'500 inkl. Mehrwertsteuer
festgelegt. Bund, Kanton und Gemeinden sowie mit öffentlich-rechtlichen
Aufgaben betrauten Organisationen wird gemäss Art. 78 Abs. 2 VRG in
der Regel keine Parteientschädigung zugesprochen, wenn sie in ihrem
amtlichen Wirkungskreis obsiegen. Davon abzuweichen besteht
vorliegend kein Anlass, weshalb der obsiegenden Beschwerdegegnerin
keine Parteientschädigung zukommt.
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