Decision ID: fb4fd6b6-ba96-58d7-affc-6ca48652e495
Year: 2019
Language: de
Court: FR_TC
Chamber: FR_TC_001
Canton: FR
Region: Espace_Mittelland
Law Area: civil_law

Sachverhalt
A. Mit Postaufgabe vom 13. Dezember 2018 stellte die B._ AG in der Betreibung Nr. ccc des Betreibungsamtes des Sensebezirks ein Konkursbegehren gegen A._ für den Gesamtbetrag von CHF 33'815.03, inkl. Zins, Betreibungs- und Konkursandrohungskosten. Mit Entscheid vom 28. Februar 2019 eröffnete der Konkursrichter den Konkurs über A._ und auferlegte ihm die Gerichtskosten im Betrag von CHF 200.-.
B. Mit Eingabe vom 8. März 2019 erhob A._ Beschwerde gegen den Konkursentscheid vom 28. Februar 2019 und beantragt dessen Aufhebung sowie die Erteilung der aufschiebenden Wirkung. Am 14. März 2019 hat A._ zudem weitere Unterlagen zu seiner  eingereicht.
C. Die Präsidentin des II. Zivilappellationshofs erteilte der Beschwerde mit Entscheid vom 14. März 2019 die aufschiebende Wirkung.
Die Beschwerde wurde der B._ AG zur Stellungnahme zugestellt; diese liess sich nicht vernehmen.

Erwägungen
1.
1.1. Der Entscheid des Konkursgerichts kann innert zehn Tagen nach dessen Zustellung mit Beschwerde gemäss ZPO angefochten werden (Art. 174 Abs. 1 SchKG).
Der angefochtene Entscheid des Gerichtspräsidenten des Sensebezirks vom 28. Februar 2019 wurde dem Beschwerdeführer am 4. März 2019 zugestellt. Die am 8. März 2019 eingereichte und am 14. März 2019 ergänzte Beschwerde erfolgte somit fristgerecht.
1.2. Mit der Beschwerde kann die unrichtige Rechtsanwendung und/oder die offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 320 ZPO).
1.3. Die Rechtsmittelinstanz kann aufgrund der Akten entscheiden (Art. 327 Abs. 2 ZPO).
2.
2.1. Nach Art. 174 Abs. 2 SchKG kann die Rechtsmittelinstanz die Konkurseröffnung aufheben, wenn der Schuldner seine Zahlungsfähigkeit glaubhaft macht und durch Urkunden beweist, dass die Schuld, einschliesslich der Zinsen und Kosten, inzwischen getilgt ist (Ziff. 1), dass der  Betrag bei der Rechtsmittelinstanz zuhanden des Gläubigers hinterlegt ist (Ziff. 2) oder dass der Gläubiger auf die Durchführung des Konkurses verzichtet (Ziff. 3).
Der Schuldner hat die Zahlungsfähigkeit mit der Beschwerde glaubhaft zu machen und mit dieser sind auch die Urkunden für den Beweis der Konkursaufhebungsgründe im Sinne von Ziff. 1-3 einzureichen (BGE 139 III 491 E. 4). Für die Konkurshinderungsgründe gemäss Art. 174 Abs. 2 Ziff. 1-3 SchKG muss folgerichtig gelten, was für das Beibringen der Urkunden zu ihrem Beweis gilt. Konkurshinderungsgründe sind gemäss Art. 174 SchKG nur zu berücksichtigen, wenn sie sich innert der Rechtsmittelfrist verwirklicht haben und geltend gemacht werden (BGE 136 III 294 E. 3.2).
Kantonsgericht KG Seite 3 von 4
Glaubhaft gemacht ist eine Tatsache dann, wenn für deren Vorhandensein gewisse Elemente sprechen, selbst wenn das Gericht noch mit der Möglichkeit rechnet, dass sie sich nicht  haben könnte (BGE 132 III 715 E. 3.1 mit Hinweis). Im Hinblick auf die Aufhebung der Konkurseröffnung heisst dies, dass die Zahlungsfähigkeit des Konkursiten wahrscheinlicher sein muss als seine Zahlungsunfähigkeit. In diesem Bereich dürfen keine zu strengen Anforderungen gestellt werden, insbesondere wenn die wirtschaftliche Lebensfähigkeit des Unternehmens des Schuldners nicht von vornherein ausgeschlossen werden kann. Es liegt am Schuldner,  vorzulegen, die geeignet sind, seine Zahlungsfähigkeit als glaubhaft erscheinen zu lassen. Der Schuldner muss namentlich nachweisen, dass gegen ihn kein Konkursbegehren in einer  Konkurs- oder in einer Wechselbetreibung hängig ist und dass keine weiteren vollstreckbaren Betreibungen vorliegen. Zahlungsfähigkeit bedeutet, dass ausreichend liquide Mittel zur  der fälligen Schulden vorhanden sind. Grundsätzlich als zahlungsunfähig erweist sich ein Schuldner, der beispielsweise Konkursandrohungen anhäufen lässt, systematisch  erhebt und selbst kleinere Beträge nicht bezahlt. Bloss vorübergehende  lassen den Schuldner noch nicht als zahlungsunfähig erscheinen, ausser wenn keine wesentlichen Anhaltspunkte für eine Verbesserung seiner finanziellen Situation zu erkennen sind und er auf unabsehbare Zeit als illiquid erscheint. Die Beurteilung der Zahlungsfähigkeit beruht auf einem aufgrund der Zahlungsgewohnheiten eines Konkursiten gewonnenen Gesamteindruck (STAEHELIN, in Basler Kommentar SchKG, Ergänzungsband zur 2. Aufl. 2017, Art. 174 N. 26a mit weiteren Hinweisen).
2.2. Gemäss Vorladung des Gerichtspräsidenten vom 3. Januar 2019 betrug der Ausstand,  Zins, Betreibungs- und Inkassokosten sowie Entscheidgebühr des Beschwerdeführers zu jenem Zeitpunkt insgesamt CHF 34'870.-. Der Beschwerdeführer legt eine Quittung des  des Sensebezirks vom 8. März 2019 über CHF 57'242.-, sowie eine  über diesen Betrag und einen Auszug aus dem Betreibungsregister vom gleichen Tag, ins Recht, woraus ersichtlich ist, dass sämtliche gegen den Beschwerdeführer hängigen , inklusive diejenige, die Anlass zum Konkursverfahren gegeben hat, getilgt sind. Damit ist eine Voraussetzung von Art. 174 Abs. 2 SchKG erfüllt.
2.3. In Bezug auf die Zahlungsfähigkeit bringt der Beschwerdeführer vor, die Wirtschaftlichkeit seines Reinigungsunternehmens sei durch verschiedene hängige Aufträge gewährleistet. Er reicht dazu eine Liste seiner laufenden Kunden, sowie verschiedene Offerten und Rechnungen ein. Schliesslich belegt er mit einem Kontoauszug über das Jahr 2018 und über die Monate Januar und Februar 2019, dass die geltend gemachten hängigen Aufträge auch zu regelmässigen  geführt haben. Zwar weist der Beschwerdeführer nicht mit Urkunden nach, dass auch für die Zukunft ausreichend liquide Mittel vorhanden sind. Aufgrund der eingereichten Unterlagen ist allerdings keine Illiquidität erkennbar. Mit Blick darauf, dass keine allzu strengen Anforderungen an die Glaubhaftmachung der Zahlungsfähigkeit gestellt werden dürfen, ist diese somit insgesamt als glaubhaft gemacht zu betrachten. Die Beschwerde ist gutzuheissen und die Konkurseröffnung aufzuheben.
3.
3.1. Da der Beschwerdeführer das Verfahren durch nicht rechtzeitiges Bezahlen des  Betrages verursacht hat, sind ihm die Prozesskosten für beide Instanzen aufzuerlegen (Art. 108 ZPO).
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Die Gerichtskosten für das erstinstanzliche Verfahren werden auf CHF 200.- festgesetzt und dem Beschwerdeführer auferlegt; sie werden von dem durch die Gesuchstellerin geleisteten  bezogen und sind ihr durch den Beschwerdeführer zu ersetzen.
Die Gerichtskosten für das Beschwerdeverfahren werden auf CHF 500.- festgesetzt und mit dem vom Beschwerdeführer geleisteten Kostenvorschuss verrechnet (Art. 52 und 61 Abs. 1 GebV SchKG).
3.2. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.