Decision ID: 09c7aa75-bb10-43a4-8927-e1238e8b93ad
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren
1959,
arbeitete zuletzt von Januar 2004 bis April 2012 als
selbständigerwerbender
Informatiker
bei der Firma
Y._
(
Urk.
8/1/1-3). Am
1
0.
Dezember 2014 (Eingangsdatum)
meldete sich der Versicherte
unter Hinweis auf mittelschwere Depressionen bei der Sozial
versicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (
Urk.
8/2). Die IV-Stelle nahm beruflich-erwerbliche und medizinische Abklärungen vor und gab bei
Dr.
med. Z._
, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, ein Gutachte
n in Auftrag, das dieser am 30.
Juli 2015 erstattete (
Urk.
8/18). Mit Schreiben vom 2
8.
Oktober 2015 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit,
ihre
Abklärungen hätten ergeben, dass sich sein Gesundheitszustand mit der Weiterführung der
psychiatrisch-psy
-
chothera
peutischen
Behandlung wesentlich verbessern lasse
. Er werde deshalb
– im Rahmen seiner Mitwirkungspflicht -
aufgefordert,
sich
denje
-
nigen
Behand
lungen oder
Massnahmen zu unterziehen, die zur Erhaltung oder Verbesse
rung des Gesundheitszustands beitragen würden (
Urk.
8/20). Nach entspre
chendem Vorbesc
heid vom 2
8.
Oktober 2015 (Urk.
8/21)
ver
-
neinte
die IV-Stelle mit Verfügung vom 1
0.
Dezember 2015 einen Anspruch des Versi
cherten
auf Leistungen der Invalidenversicherung
(
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob der Versicherte am 2
6.
Januar 2016 Beschwerde mit folgen
den Anträgen
(
Urk.
1 S. 2):
„
1.
Dem Beschwerdeführer sei für das IV-Beschwerdeverfahren die unentgeltliche
Prozessführung zu gewähren und in der Person der Unterzeichnenden eine
unentgeltliche
Rechtsbeiständin
zu bewilligen.
2.
Die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 10.12.2015 sei aufzuheben, und
dem Beschwerdeführer seien mit Wirkung ab Juni 2015 ganze IV-Invaliden
-
renten
zuzusprechen.
3.
Eventualiter seien ihm ab Juni 2015 dem korrekten IV-Invaliditätsgrad
entsprechende Teil-Invalidenrenten zuzusprechen
.
4.
Eventualiter sei eine neue medizinische Begutachtung anzuordnen, umfassend
zumindest die Disziplinen Psychia
trie und Neuropsychologie, ev. w
eitere
somatisch notwendige Fachrichtungen, bevor über den IV-Invaliditätsgrad
entschieden wird.
5.
Unter Kos
ten- und Entschädigungsfolge
zulasten der Beschwerdegegnerin.“
Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom
3.
März 2016 auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
7), was dem Bes
c
hwerdeführer am 7.
März 2016 angezeigt wurde (
Urk.
9).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesge
setzes über die Invalidenversicherung,
IVG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verblei
bende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken.
Rechtsprechungsge
mäss
ist bei psychischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelische
s Leiden
mit Krankheitswert besteht, welche
s
die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein
rentenausschliessendes
Erwerbseinkommen zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG;
BGE 139 V 547
E. 5;
131 V 49
E. 1.2;
130 V 352
E. 2.2.1; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 2015 E. 5
und 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E.
5.4.
).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege
artis
auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychiatrische Diagnose voraus (vgl. BGE 130 V 396; Urteile des Bundesge
richts 8C_616/2014 vom 25. Februar 201
5
E. 5.3.3.3 und 9C_739/2014 vom 30. November 2015 E. 3.2). Eine fachärztlich festgestellte psychische Krank
heit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbese
hen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Es ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilen, ob und inwiefern der versicherten Person trotz ihres Leidens die Verwertung ihrer Restarbeitsfähigkeit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt noch sozial-praktisch zumutbar und für die Gesellschaft tragbar sei (BGE 141 V 281 E. 3.7.3; 136 V 279 E. 3.2.1; BGE 127 V 294 E. 4c; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 20
15 E. 5 und 8C_731/2015 vom 18.
April 2016 E. 4.1).
1.3
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtes fallen leichte bis mittelgradige depressive Störungen, seien sie im Auftreten rezidivierend oder episodisch, einzig dann als invalidisierende Krankheiten in Betracht, wenn sie
erwiese
nermassen
therapieresistent sind (statt vieler: BGE 140 V 193 E. 3.3 mit Hin
-
weis). Nur in einer solchen - seltenen, da nach gesicherter
psychiatri
-
scher Erfahrung Depressionen im Allgemeinen therapeutisch gut
angehbar
sind
–
gesetzlich verlangten Konstellation ist den normativen Anforderungen des Art. 7 Abs. 2 zweiter Satz ATSG für eine objektivierende Betrachtungs- und Prüfungsweise Genüge getan (BGE 141 V 281 E. 3.7.1 bis 3.7.3). Ein solcher Sachverhalt muss überwiegend wahrscheinlich und darf nicht lediglich nicht
auszuschliessen
sein. Es kommt dazu, dass die Therapie in dem Sinne konse
quent gewesen sein muss, dass die aus fachärztlicher Sicht indizierten zumutbaren (ambulanten und stationären) Behandlungsmöglich
-
keiten
in kooperativer Weise optimal und nachhaltig ausgeschöpft wurden (BGE 140
V
193 E. 3.3; BGE 137 V 64 E. 5.2 mit Hinweis; vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_13/2016 vom 14. April 2016 E. 4.2 und 9C_89/2016 vom 12. Mai 2016 E. 4.1).
1.4
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines
Einkommensver
gleichs
zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizini
schen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte
(sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Validen
einkommen
). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypothetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.5
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreivier
telsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.6
Hinsichtlich d
es Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medi
zinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung hat.
2.2
Die Beschwerdegegnerin
begründete die angefochtene Verfügung damit
, dass Gutachter
Dr.
Z._
beim Beschwerdeführer eine leichte depressi
ve Störung diagnostiziert habe, welche
grundsätzlich nicht
IV-relevant sei
. Die depressive Symptomatik
des Beschwerdeführers
habe nicht
die erforderliche
Schwere, um die Arbeitsfähigkeit in genügend hohem Mas
se einzuschränken. Deshalb könn
e die Beschwerdegegnerin ke
ine Leistungen übernehmen (Urk.
2).
2.3
Der Beschwerdeführer machte
demgegenüber
geltend, dass die Einschätzung von Gutachter
Dr.
Z._
, wonach die depressive Störung lediglich als
leichtgradig
zu qualifizieren sei, nicht überzeuge.
Die
depressive Störung liege schon seit langer Zeit vor.
Gemäss
Dr.
med. A._
, FMH Psy
chiatrie und Psychotherapie
, bei dem
er
seit August 2014 in wöchentlicher
therapeutischer
Behandlung stehe, sei seit Januar 2015
unverändert
eine mittelgradige depressive Episode gegeben. Dies zeige sich insbesondere auch darin, dass
er
nicht in der Lage sei, den väterlichen Anteil an der
Betreu
ungsa
rbeit
gegenüber seinen beiden 4
1⁄2-jährigen Töcht
ern zu erbringen, sondern die
Kinder vollzeitlich extern betreut werden müssten, obwohl
er
nicht erwerbstätig sei.
Hinzukomme, dass
weitere somatische Diagnosen (Schlafapnoe, Hypertonie, Adipositas, subklinische zystische
Fibrose
) vor
lä
gen
, welche allenfalls Begutachtungen in somatischer Hinsicht erfordern würden.
Es sei davon auszugehen, dass nach korrekter Begutachtung und korrektem Einkommensvergleich ein Invaliditätsgrad von mindestens 70
%
resultiere, so dass ab Juni 2015 Anspruch auf eine ganze Rente bestehe
(
Urk.
1).
3.
3.1
Dr.
A._
stellte
im Bericht vom 2
8.
Januar 2015 als Diagnose mit Auswir
kung auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende depressive Störung, gegen
wärtig mittel
gradige Episode, seit 197
4.
Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte er nicht.
Dr.
A._
erklärte, dass der Beschwerdefüh
rer
seit August 2014 bei ihm in psychiatrischer Behandlung stehe. V
om
4.
Juni bis z
um 2
0.
Juli 2012
sei er
zur stationären
Behandlung in der
B._
gewesen
.
In seiner bisherigen Tätigkeit als Infor
matiker und Unternehmer sei der Beschwerdeführer seit 2012 bis auf weite
res zu 100
%
arbeitsunfähig.
Aufgrund der ausgeprägten depressiven Symptomatik sei eine selbständige Tätigkeit als Informatiker nicht mehr möglic
h. Seine
Beurteilung beschränke sich auf die psychische Symptomatik. Beeinträchtigungen durch somatische Erkrankungen (zystische
Fibrose
, Schlafapnoe, Hypertonie, Reflux) wären von organmedizinischer Seite aus zu beurteilen. Der Beschwerdeführer könne den Haushalt nur bedingt, teilweise und mit deutlich eingeschränkter Leistungsfähigk
eit führen. Zur Entlastung sei
von der Kindes- und
Erwachsenenschutzbehörde
die regelmässige Be
treuung der Kinder in einer Kindertagesstätte
bewilligt
worden
. Mit einer Verbesserung sei in absehbarer Zeit nicht zu rechnen (
Urk.
8/10/1-3).
3.2
Dr.
med.
C._
, FMH Allgemeinmedizin,
hielt
im Bericht vom 29
.
Januar 2015 als Diagnosen mit
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (1) eine mittelschwere depressive Episode (ICD-10
F32.10, seit Juni 2012) und (2)
eine kombinierte Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F61.0, seit Juni 2012 oder länger)
fest
. Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte er (1)
eine
Hypertoni
e, (2) eine Adipositas, (3) ein obstruktives Schlafapnoe-Syndrom (
nächtliche CPAP-Beatmung
)
und (4) eine
subklini
sche
zystische
Fibrose
.
Dr.
C._
gab an
, dass die gegenwärtige
hausärztli
che
Behandlung Bagatellen betreffe.
Der Beschwerdeführer sei in psychiatri
scher Behandlung.
In welchem Umfang
ihm
die bisherige
oder eine allfällige behinderungsangepasste Tätigkeit zumutbar seien, könne er nicht beurteilen (
Urk.
8/9/1-3).
3
.3
Dr.
Z._
führte
im psychiatrischen Gutachten vom 3
0.
Juli 2015 als Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende
depressive
Störung, gegenwärtig
leichtgradige
Episode (ICD
-10 F33.0)
an
. Als Diagnose
ohne
Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit nannte er Probleme in Verbindung mit der Berufstätigkeit und Arbeitslosigkeit (ICD-10 Z56).
Dr.
Z._
erklärte, dass dem Beschwerdeführer für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als
selbständiger
Informatiker in Anbetracht der Vorgeschichte (wiederholte depressive Episoden mit Arbeitsunfähigkeit) und
der
aktuell
noch
vorliegen
den
leichtgradigen
d
epressiven Symptome vorerst noch
eine teilweise Arbeitsunfähigkeit (30
%
) zu attestieren sei. Die beim Beschwerdeführer bestehende
psychiatrische
Erkrankung
(Depression)
wirke sich naturgemäss auf jegliche berufliche Tätigkeiten
gleichermassen aus (Urk.
8/18/8
-10).
3.4
Dr.
A._
berichtete am 1
4.
Januar 2016, dass er insgesamt – unverändert wie bei seiner letzten Beurteilung für die IV – von einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1) aus
gehe. Die ICD-10-Kriterien
seien erfüllt. Dazu passend zeige sich auch im Beck-Depressions-Inventar eine deutliche depressive Verstimmung. Die Diagnose ei
ner schweren depressiven Episode
möchte er nicht stellen, da der Be
schwerdeführer
seinen Alltag
, wenn auch mit Einschränkungen,
in der Regel bewältigen könne (
Urk.
3/4).
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der angefochtenen Verfügung vom 1
0.
Dezember 2015
(
Urk.
2)
in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen auf das psychiatrische Gutachten von
Dr.
Z._
vom 3
0.
Juli 2015 (Urk.
8/18).
4.2
Das Gutachten von
Dr.
Z._
basiert auf der
erforderlich
en fachärzt
lich-psychiatrischen
Untersuchung
und wurde in Kenntnis der und Ausei
nandersetzung mit den
Vorakten
abgegeben.
Dr.
Z._
hat
detaillierte Befunde erhoben, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten des Beschwerdeführers auseinandergesetzt. Zudem
hat e
r
die medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuch
tend dargelegt. Das genannte Gutachten erfüllt demnach
grundsätzlich
die rechtsprechungsgemässen Anforderungen an
eine
beweiskräftige ä
rztliche Entscheidungsgrundlage
(vgl. E. 1.6
).
4.3
4.3.1
Dr.
Z._
legte
im Wesentlichen
dar, dass
der Beschwerdeführer
seit dem Jugendalter unter phasenweise auftretenden depressiven Beschwerden
leide
. Entsprechende Phasen seien nach seinen Angaben in den Jahren von 1974 bis 1979, 1990 bis 1995 und 1997 aufgetreten. Seit 2010 leide er erneut unter einer Zunahme depressiver Beschwerden (subjektiv reduzierte allgemeine Belastbarkeit, innere Leere, Traurigkeit, Hoffnungslosigkeit, Tagesmüdigkeit, Schwindel, Schwierigkeiten bei administrativen Erledigun
gen und Hausarbeit). Nach
seinen eigenen
Angaben habe er vom 1
4.
bis zum 2
0.
Lebensjahr verschiedene illegale Drogen (Cannab
is, LSD und Opiate) konsumiert. Zuletzt habe er
nochmals im Zeitraum von 1998 bis 2000 Can
nabis und auch „
etwas mehr" Alkohol konsumiert.
Wenngleich sich Hinweise auf einen durchgehend erhöhten Alkoholkonsum mit
Beginn im jungen Erwachsenenalt
er und einen Drogenkonsum bis zum Jahr 2000 ergeben
würden, könne
die berufliche Laufbahn des
Beschwerdeführers
bis 2012 als weitestgehend unauffällig beurteilt werden. Gemäss
dem Bericht von
Dr.
A._
vom 2
8.
Januar
2015 leide
er
seit 1974
unter einer
r
ezidivierenden depressiven Störung, ge
genwärtig mittelgradige Episode
. Die
eigenen Untersuchungsergebnisse und glaubhaften eigenanamnestischen Angaben des
Beschwerdeführers würden
die Diagnose einer rezidivierenden depressi
ven Störung, mit
depressiven Episoden seit 1974, stützen.
Unter der bisheri
gen ambulant
-
psychiatrischen Behandlung bei
Dr.
A._
habe
sich
offen
sichtlich eine Teilremission der chronischen bzw. rezidivierenden affektiven Störung eingestellt, mit aktuell noch
leichtgradig
-depressiver Symptomatik.
Zum Zeitpunkt der Untersuchung selbst könn
t
en einzelne, einer leichten depressiven Störung zuzuschreibende, jed
och eher unspezifische Symptome
festgestellt werden: bedrückte Gestimmtheit, spürbarer Leidensdruck, allge
meine psychophysische Belastbarkeitsminderung, Schwierigkeiten bei admi
nistrativen Erledigungen und der Erledigung von Hausarbeiten. Eingedenk der offenkundig wiederholten depressiven Episoden, der immer wieder wei
testgehend symptomfreien Phasen dazwischen, des beschriebenen typischen Tagesablaufs und des aktuell ges
childerten Aktivitätsniveaus sei
von einer
r
ezi
divierenden depressiven Störung auszugehen, die
aktu
ell
leichtgradigen
Ausmasses sei
, jedoch zu früheren Zeitpunkten deutlicher
ausgeprägt vorge
legen haben könne
. Gegen eine aktuell mittel- bis
schwergradige
depressive Episode
würden
unter anderem das gepflegte äussere
Erscheinungsbild, die klinisch i
ntakten kognitiven Funktionen, das adäquate Verhalten im Gespräch, die sozialen Aktivitäten und Kompetenzen sowie die guten Res
sourcen des
Beschwerdeführers sprechen
. Die im
Bericht von
Dr.
C._
vom 2
9.
Januar
2015 angeführte Diagnose einer
kombinierte
n
Persönlichkeits
störung
werde
nicht plausibel bzw. überhaupt nicht
hergeleitet und könne
anhand der eigenen Untersuchungsergebnisse auc
h nicht bestätigt werden. Es sei
aus Sic
ht des Referenten nicht nachvoll
ziehbar, wie eine so schwer
wiegende Diagnose ohne fachärztliche Bestätigung vom Hausarzt als ges
i
cherte Diagnose angeführt werde
und damit in die Akt
en der Institutionen einfliess
e
(
Urk.
8/18/8-9)
.
4.3.2
Dr.
Z._
kam zum Schluss, dass dem Beschwerdeführer aktuell sowohl für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als
selbständiger
werbender
Informatiker als auch für eine angepasste Tätigkeit eine 30%ige Arbeitsunfähigkeit zu attestieren sei. Im Weiteren wies er darauf hin, dass vor dem Hintergrund IV-fremder, aber
depressiogener
Faktoren (finanzielle Schulden, Arbeitslosigkeit, Gesundheit
szustand der Ehefrau etc.)
von multiplen psychosozialen Belas
tungen ausgegangen werden müsse, die aus versicherungsmedizinischer Sicht keine Arbeitsunfähigkeit begründen würden. Die
im Bericht von Dr.
A._
vom 2
8.
Januar 2015
gestellte
psychiatrische Diagnose und
attes
tierte
Arbeitsunfähigkeit
könnten
anhand der eigenen Untersuchungsergeb
ni
sse nicht mehr bestätigt werden,
und
es sei
somit von einer Verbesserung des psychischen Ge
sundheitszustands auszugehen
. Aufgrund der seither fehlenden fachärztlich-psychiatrischen Verlaufsberichte könnten die von der Beschwerdegegnerin gewünschten „detaillierten Befundhinweise“, die eine Verbesserung des psychischen Gesundheitszustands ausweisen würden, nicht dargelegt werden. Hieraus ergebe sich, dass der Neubeurteilung des psychi
schen Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit erst ab dem Datum der aktuellen Untersuchung Gültigkeit zukomme (
Urk.
8/18/
9-
10).
4.4
4.4.1
Zu
dieser Beurteilung von
Dr.
Z._
ist festzuhalten, dass sich im Rah
men der freien Beweiswürdigung (Art. 61
lit
. c ATSG) die Verwaltung - und im Streitfall das Gericht - weder über die (den beweisrechtlichen Anforde
rungen genügenden) medizinischen Tatsachenfeststellungen hinwegsetzen noch sich die ärztlichen Einschätzungen und Schlussfolgerungen zur (Rest-) Arbeitsfähigkeit unbesehen ihrer konkreten sozialversicherungsrechtlichen Relevanz und Tragweite zu eigen machen darf. Die medizinischen
Fachper
sonen
und die Organe der Rechtsanwendung prüfen die Arbeitsfähigkeit je aus ihrer Sicht (BGE 141 V 281 E. 5.2.1; BGE 140 V 193 E. 3; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_342/2015 vom 10. November 2015 E. 1.2). Aus rechtli
cher Sicht kann von einer medizinischen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit abgewichen werden, ohne dass sie ihren Beweiswert verliert
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_676/2015 vom 7. Juli 2016 E. 6.1 mit Hinweisen
,
nicht publiziert in:
BGE 142 V 342).
4.4.2
Wie
unter E. 1.3
dargelegt, sind nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts leichte bis mittelgradige depressive Störungen nur invalidisierend, wenn sie
erwiesenermassen
the
rapieresistent sind.
Vorliegend ist aktenkundig
, dass der Beschwerdeführer nach dem stationären Aufenthalt in der
B._
vom
4.
Juni bis zum 2
0.
Juli 2012 (vgl.
Urk.
8/10/1)
bis 2014 bei
med.
pract
.
D._
vom
Ambulatorium
der
B._
in Behandlung war
. Seit August 20
14
finden
eine wöchentliche Gesprächsthe
rapie sowie psychopharmakologische Behandlung bei
Dr.
A._
statt
. Dem
Beschwerdeführer
werden
Cipralex
20 mg (1-0-0-0
) und
Temesta
1 mg (eine Tablette an zwei bis drei Tagen pro Monat)
verabreicht
(
Urk.
8/10/1-2 und
Urk.
8/18/3).
Dr.
Z._
kam
zum Schluss, dass prognostisch unter Weiterführung dieser psychotherapeutisch-psychopharmakologischen Behandlung (medizinisch-theoretisch) in zwei bis vier Monaten eine weitere Verbesserung des Gesundheitszustands und damit der Arbeitsfä
higkeit (100
%
) zu erwarten sei, wobei zurzeit a
us psychiatrischer Sicht keine zusätzlichen therapeutischen Möglichkeiten
bestünden
, das aktuell ermittelte Belastungsprofil des Beschwerdeführers zu verbessern (
Urk.
8/18/11).
4.4.3
Angesichts dessen, dass der Beschwerdeführer die seit 1974 bestehende
,
pha
senweise
auftretende
depressive Symptomatik jahrzehnte
lang gut unter Kontrolle hatte
,
erfolgreich
mehrere Studienabschlüsse erlangte (Lehre als Fernmelde- und Elektronikapparatemonteur,
El
. Ing. HTL, Bachelor in Wirt
schaft, vgl.
Urk.
8/7/3) und
insbesondere auch erfolgreich jahrzehntelang
verschiedenen
Erwerbstätigkeiten
nachging
(
vgl.
Urk.
8/8) – und somit über gute Ressourcen verfügt
,
Dr.
Z._
eine mögliche weitere Verbesserung des Gesundheitszustands des Beschwerdeführer
s mittels der eingeleiteten ambulanten Therapie
ausdrücklich bejahte
(vgl. E. 4.4
.2)
und
Depressionen im Übrigen nach gesicherter psychiatrischer Erfahrung im Allgemein thera
peuti
sch gut
angehbar
sind (vgl. E. 1.3
)
, kann
vorliegend
nicht von einer im Sinne überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellten
invalidenversicherungs
rechtlich
relevanten Therapieresistenz gesprochen werden.
Daran vermag auch die
Einschätzung von
Dr.
A._
im Bericht vom 2
8.
Januar 2015, der bereits nach
fünfmonatiger Behandlung
des Beschwerdeführers
erklärte, dass aufgrund des jahrzehntelangen Verlaufes mit deutlicher Verschlechterung seit 2011 mit einer Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit in absehbarer Zeit nicht mehr zu rechnen sei (
Urk.
8/10/2), nichts zu ändern.
4.4.4
Hinzu kommt, dass die Annahme einer invalidisierenden Wirkung der beim Beschwerdeführer bestehenden rezidivierenden depressiven Störung auch bedingt, dass es sich dabei um ein selbständiges, von allfälligen psychosozi
alen Belastungsfaktoren losgelöstes depressives Leiden handelt (vgl. Urteile des Bundesgerichtes 9C_651/2014 vom 23. Dezember 2014 E. 5.2 mit Hin
weisen; und 9C_140/2014 vom 7. Januar 2015 E. 3.3 mit Hinweisen; vgl. BGE 141 V 281 E. 4.3.3 unter Hinweis auf BGE 127 V 294 E. 5a).
Gemäss Aktenlage spiel(t)en vorliegend psychosoziale
Belastungsfaktoren
(schwere familiäre Schicksalsschläge, Krankheit der Ehefrau, welche offenbar dazu führt, dass sie sich nicht um die beiden 2011 geborenen Kinder küm
mern kann, Arbeitslosigkeit, erhebliche finanzielle Sorgen) fraglos eine massgebliche Rolle. Dies ergibt sich insbesondere auch aus der Eingabe des Beschwerdeführers an die Beschwerdegegnerin vom
3.
November 2014 (Urk. 8/1/1-3) sowie den Angaben, welche er anlässlich des
Standortgesprä
ches
bei der Beschwerdegegnerin vom 1
2.
Januar 2015 gemacht hat (
Urk.
8/7). Es kann aufgrund der Angaben des Beschwerdeführers zwar gut nachvollzogen werden, dass er sich ausser Stande sieht, einer Erwerbstätig
keit nachzugehen. Ursächlich für die subjektiv empfundene Arbeitsunfähig
keit erscheint aber primär die erhebliche psychosoziale Belastungs- und
Überforderungssituation und nicht eine davon losgelöste – anhaltende aus
geprägte - depressive Symptomatik. Der Beschwerdeführer hat denn anläss
lich des besagten Abklärungsgespräches auch ausdrücklich darauf hinge
wiesen, dass er sich nicht schwermütig fühle (Urk. 8/7/4).
4.5
Die
gutachterlich diagnostizierte rezidivierende depressive Störung, gegenwär
tig leichte depressive Episode
,
ist
daher
aus rechtlicher Sicht nicht als invalidisierend zu betrachten.
4.6
4.6.1
Was
der Beschwerdeführer
gegen die Begutachtung von
Dr.
Z._
vor
brachte (
Urk.
1), ist
sodann
nicht stichhaltig.
4.6.2
E
ntgegen den Darlegungen des Beschwerdeführers (
Urk.
1 S. 5)
hat sich
Dr.
Z._
durchaus
mit der
abweichenden Meinung des behandelnden Psychiaters
Dr.
A._
auseinande
rgesetzt und
- insbesondere unter Verweis auf das gepflegte
äussere
Erscheinungsbild, die klinisch intakten kognitiven Funktionen, das adäquate Verhalten im Gespräch, die sozialen Aktiv
itäten und Kompetenzen sowie dessen gute
Ressourcen
– begründet dargetan,
wes
halb
es sei
t
der Berichterstattung von
Dr.
A._
Ende
Januar 2015 zu einer Verbesserung de
r
depressiven Symptomatik
gekommen ist
(
Urk.
8/18/9-10).
4.6.3
Im Weiteren kommt es f
ür
den Aussagegehalt eines medizinischen Gutach
tens
grundsätzlich nicht auf die Dauer der Untersuchung
bzw. die Tatsache, dass lediglich
eine Exploration
durchgeführt wurde
(
Urk.
1 S. 4)
,
an;
mass
gebend
ist in erster Linie, ob die Expertise – was vorliegend der Fall ist - inhaltlich vollständig und im Ergebnis schlüssig ist (Urteile des Bundesge
richts 9C_664/2009 vom 6. November 2009 E. 3 und 9C_55/2009 vom 1. Ap
ril 2009 E. 3.3 mit Hinweisen).
4.6.4
Dem
Einwand des Beschwerdeführers, für eine korrekte Gesamtbeurte
ilung der Arbeitsunfähigkeit wäre
die Durchführung von neuropsychologischen Tests unabdingbar
gewesen
(
Urk.
1 S. 6), kann nicht gefolgt werden. Die Frage, ob und welche Zusatzuntersuchungen nebst dem psychiatrischen Explorationsgespräch erforderlich sind, ist vom Gutachter zu beantworten. So sehen die Qualitätsleitlinien für psychiatrische Gutachten in der Eidge
nössischen Invalidenversicherung der Schweizerischen Gesellschaft für Psy
chiatrie und Psychotherapie in Ziff. 4.3.2.2 vor, dass lediglich bei begründe
ter Indikation, wie zum Beispiel Verdacht auf neurokognitive Beeinträchti
gungen oder bei schwer objektivierbaren Beschwerden bzw. geklagten
Funk
tionseinbussen
, der Einsatz von geeigneten Tests zur Prüfung der Leistungs
fähigkeit und auch der Leistungsbereitschaft des Exploranden bzw. der Vali
dität der geklagten Symptome zu prüfen ist. Selbst dann ersetzen jedoch diese Verfahren nicht die gutachterlichen klinischen Untersuchungen, son
dern stellen einen Zusatzbefund dar, der in die Gesamtbeurteilung einbezo
gen wird. Wurden – wie vorliegend - in der psychiatrischen Untersuchung keine derartigen Beeinträchtigungen oder Beschwerde
n
festgestellt
(vgl.
Urk.
8/18/7
), so ist der V
erzicht
auf die Durchführung solcher
Testverfahren nicht zu beanstanden.
4.6.5
Ferner
ist darauf hinzuweisen, dass eine psychiatrische Exploration von der Natur der Sache her nicht ermessensfrei erfolgen kann. Sie eröffnet dem begutachtenden Psychiater daher praktisch immer einen gewissen Spielraum, innerhalb dessen verschiedene medizinisch-psychiatrische Interpretationen möglich, zulässig und zu respektieren sind, sofern der Experte lege
artis
vor
gegangen ist. Daher und unter Beachtung der Divergenz von medizinischem Behandlung
s
- und Abklärungsauftrag kann es nicht angehen, eine medizi
nische Administrativ- oder Gerichtsexpertise stets dann in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte nachher –
Dr.
A._
stellt
e
im Bericht vom 1
4.
Januar 2016 wiederum die Diagnose einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwär
tig mittel
gradige Episode (
Urk.
3/4) - zu unterschiedlichen Einschätzungen gelangen oder an solchen vorgängig
geäusserten
abweichenden Auffassungen fest
halten (Urteile des Bundesgerichts 9C_794/2012 vom 4. März 2013 E. 4.2, 8C_997/2010 vom 10. August 2011 E. 3.2, 8C_694/2008 vom 5. März 2009 E. 5.1).
4.6.6
Was das
von
Dr.
A._
am 1
4.
Januar 2016 durchgeführt
e
Beck-Depressions-Inventar
anbelangt, welches
beim Beschwerdeführer
ein Gesamtscore von
33 Punkten ergab (bei
einer Punktzahl zwischen
29 und 63 liegt
defini
-
tionsge
mäss
ei
ne schwere Depression vor
;
Urk.
3/4), bleibt
zu
bemerken
, dass
die Ergebnisse solcher Tests im Rahmen der Behandlung eines Patienten zwei
felsohne wertvoll sind. Bei der Begutachtung sind sie
jedoch
nur sehr beschränkt aussagekräftig, zumal sie
ausschliesslich
auf dessen subjektiven Angaben beruhen.
4.7
Soweit der Beschwerdeführer vorbringen lässt, dass es spätestens seit BGE 141 V 281 keine Diagnosen mehr gebe, die grundsätzlich nicht invalidisie
rend seien bzw. grundsätzlich überwindbar wären, und wonach der Einzelfall nach den in diesem Grundsatzurteil dargelegten Krite
rien zu prüfen sei (Urk. 1 S. 6
), ist zu bemerken, dass eine fachärztlich diagnostizierte rezidi
vierende depressive Störung kein psychosomatisches Leiden ist, welches von der aufgegebenen Überwindbarkeitsvermutung erfasst wurde (Urteil des Bundesgerichtes 9C_470/2015 vom 7. Januar 2016 E. 4.1). Aus dem besagten Grundsatzurteil kann der Beschwerdeführer daher nichts zu seinen Gunsten ableiten.
4.
8
Schliesslich
besteht kein h
inreichender Anlass für die vom Beschwerdeführer beantragten weiteren Abklärungen
des
Gesundheitszustands in somatischer Hinsicht
(
Urk.
1 S. 6)
.
Gemäss
Dr.
C._
handelt es sich bei der
festgestell
ten Hypertonie, der Adipositas, dem
o
bstruktiven Schlafapnoe-Syndrom
und der subklinischen zystischen
Fibrose
um Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (
Urk.
8/9/1).
Das Schlafapnoe-Syndrom wird
gemäss
den
Aussagen
von
Dr.
C._
und
des Beschwerdeführers durch nächtliche CPAP-Beatmung behandelt
(
Urk.
8/9/1 und
Urk.
1 S. 6),
und die Hypertonie ist ebenfalls behandelbar
, weshalb diese Leiden
nicht als invalidisierend zu betrachten
sind
.
Dasselbe gilt auch für eine Adipositas, sofern diese keine körperlichen, geistigen oder psychischen Schäden bewirkt und nicht die Auswirkung von solchen Schäden ist
(
vgl.
ZAK 1984 S. 345 f. E. 3; Urteile des Bundesgerichts I 839/06 vom 17. August 2007 E. 4.2.3 und I 745/06 vom 21. März 2007 E. 3)
, wofür vorliegend keine Anhaltspunkte gegeben sind.
5.
Die angefochtene Verfügung vom 1
0.
Dezember 2015 (
Urk.
2)
, mit der ein
Anspruch des Beschwerdeführers
auf
Leistungen der Invalidenversicherung
mangels eines invalidisierenden Gesundheitsschadens verneint wurde, erweist sich damit als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
6.
6.1
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 600.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie dem unterliegende
n Beschwerdeführer aufzuerlegen.
Der vorliegende Prozess kann nicht als von vornherein aussichtslos bezeich
net werden. Des Weiteren ist der Be
schwerdeführer bedürftig (Urk. 3/3
).
Antragsgemäss
(Urk. 1) ist ihm deshalb die unentgeltliche Prozessführung zu bewilligen. Die dem Beschwerdeführer auferlegten Gerichtskosten sind dem
nach einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.
6.2
Da zudem die anwaltliche Vertretung des Beschwerdeführers geboten war, ist ihm Rechtsanwältin Marianne Ott als unentgeltliche Rechtsvertreterin zu bestellen. Rechtsanwältin Ott machte mit ihrer Honorarnote vom
16.
Dezem
-
ber
2016 (
Urk.
12/1
)
einen Aufwand von
12,18
Stunden und
Bar
auslagen
von Fr.
80.40
geltend. Bei einem gerichtsüblichen Stundenansatz von Fr. 220.-- resultiert
so eine Entschädigung von Fr. 2‘980.80
(inkl.
Bar
auslagen
und
MWSt
).
6.3
Kommt der Beschwerdeführer künftig in günstige wirtschaftliche Verhält
nisse, so kann ihn das Gericht zur Nachzahlung der Auslagen für die
unent
geltliche
Rechtspflege verpflichten (§ 16 Abs. 4 des Gesetzes über das Sozial
versicherungsgericht,
GSVGer
).
Das Gericht
beschliesst
:
In Bewilligung des Gesuchs vom
2
6.
Januar 2016
wird d
em Beschwerdeführer Rechtsanwältin Marianne Ott, Winterthur
, als
unentgeltliche
Rechtsvertreter
in
für das vorliegende Ver
fahren bestellt, und es wird ihm
die unentgeltliche
Prozess
führung
gewährt,
und
erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
600
.-- werden
dem Beschwerdeführer
auferlegt,
jedoch zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Der Beschwerdeführer wird auf § 16 Abs. 4
GSVGer
hin
gewiesen.
3.
Die unentgeltliche Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers, Rechtsanwältin Mari
anne
Ott, Winterthur, wird mit
Fr.
2‘980.80
(inkl. Barauslagen und
MWSt
) aus der Gerichtskasse entschädigt. Der Beschwerdeführer wird auf § 16 Abs. 4
GSVGer
hingewiesen.
4
.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
Rechtsanwältin Marianne Ott
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
Gerichtskasse
5
.