Decision ID: 5df5b07c-45ba-40f5-8082-64b3f7130d9a
Year: 2018
Language: de
Court: BL_KG
Chamber: BL_KG_001
Canton: BL
Region: Northwestern_Switzerland
Law Area: 

IV-Rente: Würdigung des medizinischen Sachverhalts / Verwertbarkeit der Restarbeitsfä-
higkeit
Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Daniel Noll, Kantonsrichter
Christof Enderle, Gerichtsschreiber Markus Schäfer
Parteien A._, Beschwerdeführerin, vertreten durch Dr. Markus Reich, , Faissgärtli 17, Postfach 641, 4144 Arlesheim
gegen
IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Beschwerdegegnerin
Betreff IV-Rente
A. Die 1974 geborene A._ war zuletzt bis zum 30. April 2012 als Betriebsmitarbeiterin im Bereich Verpackung bei der B._ AG angestellt. Am 22. Oktober 2011 stürzte sie zu  im Treppenhaus und zog sich dabei eine Fraktur des ersten Lendenwirbelkörpers zu. Nach Eingang der Unfallmeldung erbrachte die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva) als obligatorischer Unfallversicherer die gesetzlichen Leistungen für die Folgen dieses Ereignisses, vorerst in Form von Taggeldern und Heilbehandlung, später sprach sie A._ mit Verfügung
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vom 30. Oktober 2013 für die verbleibenden Unfallfolgen ab 1. November 2013 eine auf einem Invaliditätsgrad von 17 % basierende Invalidenrente und eine auf einer Integritätseinbusse von 5 % beruhende Integritätsentschädigung zu.
Am 15. März 2012 hatte sich A._ unter Hinweis auf die Unfallfolgen auch bei der  Invalidenversicherung (IV) zum Bezug von Leistungen angemeldet. Die IV-Stelle  klärte in der Folge die gesundheitlichen und die erwerblichen Verhältnisse ab, wobei sie bei der Versicherten ab 22. Oktober 2012 (Ablauf des Wartejahres) einen Invaliditätsgrad von 100 % und ab 1. Dezember 2012 einen solchen von 34 % ermittelte. Gestützt auf diese Ergebnisse sprach die IV-Stelle A._ nach Durchführung des Vorbescheidverfahrens mit  vom 3. April 2018 für die Zeit vom 1. Oktober 2012 bis 28. Februar 2013 eine ganze Rente zu. Gleichzeitig lehnte sie einen weiteren Rentenanspruch ab 1. März 2013 ab.
B. Gegen diese Verfügung erhob A._, vertreten durch Advokat Dr. Markus Reich, am 3. Mai 2018 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (). Darin beantragte sie, es sei die angefochtene Verfügung in Bezug auf die Befristung der ganzen IV-Rente aufzuheben und es sei ihr auch ab dem 1. März 2013 eine ganze IV-Rente zuzusprechen. Eventualiter sei ihr ab 1. Oktober 2012 bis 1. März 2013 und für die Perioden vom 14. Mai 2014 bis 13. August 2014 sowie vom 20. Januar 2016 bis 19. April 2016 eine  IV-Rente und im Übrigen eine IV-Dreiviertelsrente ab 1. März 2013 zuzusprechen; unter o/e Kostenfolge, wobei ihr die unentgeltliche Prozessführung und die unentgeltliche Verbeiständung mit ihrem Rechtsvertreter zu bewilligen seien.
C. Mit Verfügung vom 7. Mai 2018 bewilligte das Kantonsgericht der Beschwerdeführerin gestützt auf die eingereichten Unterlagen für das vorliegende Beschwerdeverfahren die  Prozessführung und die unentgeltliche Verbeiständung mit Advokat Dr. Markus Reich als Rechtsvertreter.
D. In ihrer Vernehmlassung vom 21. Juni 2018 beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde. Zudem legte sie ihren Ausführungen eine Beurteilung von Dr. med. C._, Facharzt für Allgemeinmedizin, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD) beider Basel, vom 15. Mai 2018 bei.
E. Am 24. September 2018 reichte die Beschwerdeführerin einen Bericht von Dr. med. D._, Radiologie FMH, vom 17. September 2018 über eine gleichentags durchgeführte  der Lendenwirbelsäule (LWS) ein.
F. Im Hinblick auf die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zog das Kantonsgericht die das Unfallereignis der Versicherten vom 22. Oktober 2011 betreffenden Suva-Akten bei.
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Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g :
1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem  am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche  des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993  das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur  der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die - im Übrigen frist- und formgerecht erhobene - Beschwerde der Versicherten vom 3. Mai 2018 ist demnach einzutreten.
2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre  oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare  wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c).
2.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des  (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise , im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit  und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus  Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2).
2.3 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt : Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist.
2.4 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach  der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr
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zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Dies ist die allgemeine Methode des  (BGE 141 V 15 E. 3.2) mit den Untervarianten des Schätzungs- oder  (BGE 114 V 310 E. 3a) und der ausserordentlichen Methode (BGE 128 V 29).
3. Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades bildet die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen  ist.
3.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und bei der Beurteilung der  der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf  angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu  und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen).
3.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den  gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle  Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle , unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs . Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe , warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten  berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der  der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
3.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche  dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens  Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender  und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der  der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle
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Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der  sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen).
4.1 Die IV-Stelle zog im Zusammenhang mit der Abklärung des medizinischen  als erstes die das Unfallereignis der Versicherten vom 22. Oktober 2011 betreffenden Suva-Akten bei. Um über aktuelle medizinische Entscheidgrundlagen zu verfügen, gab sie  bei Prof. Dr. med. E._, Chefarzt der Klinik F._, eine rheumatologische  der Versicherten in Auftrag. In seinem Gutachten vom 31. März 2014 erhob der genannte Facharzt folgende Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit: (1) ein chronisches Panvertebral-Syndrom bei (1.1) Status nach Sturz mit Distraktionsverletzung Th11/Typ B1 und Rotationsverletzung TH11/L1 sowie epidural komprimierendem Hämatom am 22. Oktober 2011 und (1.2) Status nach Hämatomevakuation, Flavektomie, dorsolateraler Spondylodese Th11-L2 und Stabilisation sowie Dekompression Th11/12 und Th12/L2 und  dorsal rechts am 26.10.2011; (2) eine symptomatische Spinalkanalstenose LWK4/5 und einen linksbetonten Bandscheibenprolaps LWK5/SWK1 (ED 09.10.2012) bei Status nach Facettengelenksinfiltration L4/5 beidseits am 27.11.2012 ohne Erfolg; (3) einen Status nach Hallux valgus beidseits sowie einen Status nach Morbus Köhler II Dig I rechts (ED 10/2011) bei (3.1) Status nach Chevron- und Akin-Osteotomie beidseits und Weil-Osteotomie Dig II/III rechts am 20.04.2012, (3.2) Status nach Lapidus-Osteotomie, Akin-Osteotomie und Weil-Osteotomie Dig II/III links bei Rezidiv Hallux valgus links sowie (3.3) Status nach Osteosynthese- linker Fuss am 07.08.2013 bei störendem Osteosynthesematerial nach  am 13.02.2013. In seiner Beurteilung hielt Prof. Dr. E._ fest, dass aus rheumatologischer Sicht relevante Beschwerden im Rücken sowie am linken Fuss bestünden. In der klinischen Untersuchung habe es keine Hinweise auf Paresen oder  gegeben. Bildgebend sei eine hochgradige Spinalkanalstenose sichtbar, für die aber bei fehlenden hochgradigen sensomotorischen Defiziten keine Operationsindikation bestehe, wobei langfristig wahrscheinlich eine Operation notwendig sein werde. Insgesamt gebe es Zeichen für eine zumindest partielle psychosomatische Schmerzgenese. Die Fussschmerzen links bringe die Versicherte mit ihrem Unfall in Zusammenhang, aufgrund der Unterlagen gebe es hierfür aber keine entsprechenden Hinweise. Vielmehr stünden die Schmerzen im Zusammenhang mit der Hallux valgus-Operation. Obwohl es Hinweise auf eine psychosomatische  gebe, sei bei nachgewiesener Spinalkanalstenose von einer Einschränkung der  auszugehen. Für ihre angestammte Tätigkeit als Fabrikarbeiterin bestehe seit dem Unfall vom 22. Oktober 2011 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit. Für leichte, vorwiegend  Tätigkeiten ohne schweres Heben und unter Vermeidung von Zwangspositionen und Rotationsbewegungen sowie Vibrationsbelastungen bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 70 %. Ein beruflicher Wiedereinstieg sollte mit schrittweiser Steigerung des Arbeitspensums bis zum erwähnten Pensum von 70 % erfolgen.
Auf Nachfrage des RAD-Arztes Dr. C._ präzisierte der Gutachter Prof. Dr. E._ am 7. Mai 2014 seine Arbeitsfähigkeitsbeurteilung dahingehend, dass für eine behinderungsangepasste Tätigkeit eine quantitative Einschränkung bestehe, welche sich aus der Notwendigkeit von  Pausen ergebe. Es sei von einer ca. 70 %-igen Leistungsfähigkeit in einem 100 %- Pensum auszugehen. Ab wann die Einschränkung im genannten Ausmass bestanden habe, sei
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nicht klar festzulegen. Aufgrund der vorliegenden Berichte dürfte diese ab Dezember 2012, als die Explorandin in der Wirbelsäulensprechstunde der Klinik F._ in Behandlung gewesen sei, im beschriebenen Ausmass vorgelegen haben.
4.2 Im Herbst 2016 vertrat der RAD-Arzt Dr. C._ den Standpunkt, dass angesichts der vielfältigen Beschwerden der Versicherten und des sich über einen längeren Zeitraum  Krankheitsverlaufs gestützt auf die vorhandene Aktenlage keine abschliessende  der Arbeitsfähigkeit abgegeben werden könne. Er schlug deshalb eine erneute  Abklärung vor. Gestützt auf diese Empfehlung gab die IV-Stelle bei Dr. med. G._, Rheumatologie FMH und Innere Medizin FMH, ein neues rheumatologisches Gutachten in , welches dieser am 17. Februar 2017 erstattete. Darin erhob Dr. G._ folgende  mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit: (1) ein chronisches Panvertebralsyndrom mit/bei (1.1) Thoracovertebralsyndrom bei (1.1.1) Status nach Hämatomevakuation, Dekompression TH11/12 Flavektomie, Dekompression TH12/L2, dorsolateraler Spondylodese und Stabilisation nach Reposition der Fraktur TH11/L2. USS Fraktur, Beckenkammspongiosa-Entnahme dorsal rechts bei Distraktionsverletzung TH11/12, Rotationsverletzung TH12/L1, epidural  Hämatom TH11/12, ca. 70 – 80 %-iger Spinalkanalstenose, frakturfragmentbedingt LWK1 (bei ursächlichem Sturz am 22.10.2011) am 26.10.2011 und (1.1.2) Status nach OSME USS-Fraktur TH11 – L2, Débridement thoracolumbal bei störendem Osteosynthesematerial am 21.01.2016; (1.2) lumbospondylogenem Syndrom links bei leichtgradiger Spinalkanalstenose LWK3/4, Spinalkanalstenose L4/5 mit linksbetonter Diskushernie L4/5, Antelisthesis L5/S1 bei Osteochondrose L5/S1 (MRI LWS/ISG 04.04.2016); (2) persistierende Vorfussschmerzen links mit/bei (2.1) Status nach Operation nach Chevron und Akin beidseits, Operation nach Weil Dig II/III rechts bei Hallux valgus beidseits, Status nach M. Köhler II Dig I rechts mit ausgeprägter osteophytärer Ausziehung am 20.04.2012, (2.2) Status nach kompletter OSME Vorfüsse , medialer Kapselraffung MTP I links, Mobilisation Dig I – III rechts am 26.10.2012, (2.3) Status nach original Lapidus-OT, Akin-OT und Weil II/III links bei Rezidiv Hallux valgus links am 13.02.2013, (2.4) Status nach MTP-I-Arthrodese, Lapidus-Arthrodese, Mobilisation Dig II + III Fuss links bei Pseudoarthrose TMT-I-Gelenk, Arthrose MTP-I-Gelenk mit Rezidiv Hallux valgus und Hammerzehen D II und D III links am 14.05.2014, (2.5) Status nach OSME TMT-I und MTP-I links bei störendem Osteosynthesematerial am 18.03.2015. Zusammengefasst bestehe eine panvertebrale Schmerzsymptomatik, die man formal in einen thoracalen und einen  Bereich unterteilen könne. Diese Aufteilung mache Sinn, da es sich um zwei von der  unterschiedlich empfundene Schmerzcharaktere handle. Eigentliche radikuläre Ausfälle oder Reizsituationen seien ebenso wenig festzustellen wie eindeutige Schonungszeichen im Sinne einer Muskelabnahme an den Beinen. Bildgebend präsentierten sich der Beckenbereich, die Kniegelenke und die oberen Sprunggelenke als normal. In den Bereichen der BWS und der LWS fänden sich entsprechende postoperative Veränderungen, ebenso eine Osteochondrose L5/S1. Die Blutspiegel seien bei mehrfacher Bejahung einer fixen Medikation im  Bereich bzw. praktisch nicht messbar, was darauf schliessen lasse, dass die  nicht wie angegeben eingenommen würden. Die Schilderungen der Explorandin seien deshalb mit Vorsicht zu bewerten. Insgesamt fänden sich erhebliche Diskrepanzen zwischen den subjektiven Angaben der Versicherten und den objektiven Befunden. Es bestünden  Hinweise für einen Schmerzausbau. Die Explorandin zeige ein Schonverhalten, ohne dass
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aber eine Schonung der Muskeln sichtbar sei. Zweifelsohne bestehe ein organischer Kern für die Schmerzen, nicht sämtliche Beschwerden könnten aber auf organische Befunde  werden. Es liege somit eine erhebliche Selbstbehinderungsüberzeugung vor. In der  Tätigkeit als Fabrikarbeiterin und auch als Reinigungsfrau sei die Explorandin vollständig arbeitsunfähig. Nicht mehr zumutbar seien ihr ferner mittelschwere und schwere sowie rein  Tätigkeiten. Für eine vorwiegend sitzende Tätigkeit ohne Heben, Stossen oder Ziehen von Lasten über 7,5 kg und ohne Einnahme von Zwangspositionen sowie für Arbeiten, die nicht nur sitzend, stehend oder gehend zu verrichten seien und die keine Rotationsbewegungen  kein dauerndes Vornüberbeugen oder dauernde Arbeiten über Kopf beinhalten würden, bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 70 % bezogen auf ein Vollpensum. Diese Einschätzung gelte seit Dezember 2012, wobei nach den Operationen vom 14. Mai 2014 und 20. Januar 2016  dreier Monate und nach der Metallentfernung vom 18. März 2015 während eines Monats jeweils eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bestanden habe.
5.1 Die IV-Stelle stützte sich in der angefochtenen Verfügung vom 3. April 2018 bei der Beurteilung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit der Versicherten vollumfänglich auf die Ergebnisse, zu denen Dr. G._ in seinem rheumatologischen Gutachten vom 17.  2017 gelangt ist. Sie ging demzufolge davon aus, dass vom 22. Oktober 2012 (Ablauf des Wartejahres) bis Ende November 2012 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bestanden habe, und dass der Versicherten in der Zeit danach, d.h. ab 1. Dezember 2012, die Ausübung einer leidensadaptierten Tätigkeit im Umfang von 70 % zumutbar gewesen sei. Diese vorinstanzliche Beweiswürdigung ist, jedenfalls soweit es um die Beurteilung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit der Versicherten ab August 2013 geht, nicht zu beanstanden. Wie oben ausgeführt (vgl. E. 3.3 hiervor), ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, die aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft , solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen. Solche Indizien liegen hier, soweit es um die Beurteilung des medizinischen Sachverhalts ab August 2013 geht, keine vor. Das rheumatologische Gutachten von Dr. G._ vom 17.  2017 weist diesbezüglich weder formale noch inhaltliche Mängel auf, es ist - wie dies vom Bundesgericht verlangt wird (vgl. E. 3.2 hiervor) - für die streitigen Belange umfassend, es  auf allseitigen Untersuchungen, es berücksichtigt die geklagten Beschwerden, es ist in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden, es leuchtet in der Darlegung der medizinischen  bzw. der Beurteilung der aktuellen medizinischen Situation ein, es setzt sich mit den vorhandenen abweichenden ärztlichen Einschätzungen auseinander und es ist in den Schlussfolgerungen überzeugend. Zudem deckt es sich auch mit den Ergebnissen, zu denen Prof. Dr. E._ in seinem Gutachten vom 31. März 2014 gelangt ist.
5.2 Die Vorbringen der Beschwerdeführerin sind nicht geeignet, das vorstehende  in Frage zu stellen.
5.2.1 Die Versicherte macht geltend, bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sei auf die  von Dr. med. H._, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des
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Bewegungsapparates, bei welchem sie seit einigen Jahren in Behandlung stehe und der sie auch schon operiert habe, abzustellen. Im Gegensatz zu Dr. G._ gehe dieser von einer  50 %-igen Arbeitsfähigkeit aus. Diesem Einwand der Beschwerdeführerin ist , dass sich Dr. G._ in seinem Gutachten mit der abweichenden Beurteilung von Dr. H._ auseinandergesetzt und nachvollziehbar dargelegt hat, dass die  entgegen der Auffassung des behandelnden Arztes zu keiner zusätzlichen  der Arbeitsfähigkeit führt.
5.2.2 Was den von der Beschwerdeführerin am 24. September 2018 eingereichten Bericht des Radiologen Dr. D._ über die am 17. September 2018 durchgeführte LWS-MRT angeht, ist zunächst darauf hinzuweisen, dass das Sozialversicherungsgericht die Gesetzmässigkeit der Verwaltungsverfügungen in der Regel nach dem Sachverhalt zu beurteilen hat, wie er im  des Verfügungserlasses vorgelegen hat (BGE 130 V 140 E. 2.1, 121 V 366 E. 1b mit Hinweisen). Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung sein (BGE 130 V 140 E. 2.1, 121 V 366 E. 1b mit Hinweis). Daraus folgt, dass für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde grundsätzlich der (medizinische) Sachverhalt massgebend ist, wie er sich bis zum 3. April 2018 - dem  des Erlasses der angefochtenen Verfügung - entwickelt hat, und dass eine allfällige,  eingetretene Verschlechterung des Gesundheitszustandes unbeachtlich ist. Abgesehen davon ist der Beurteilung der MRT vom 17. September 2018 zu entnehmen, dass sämtliche Befunde an den Lendenwirbeln unverändert sind. Einzig im Bereich LWK4/5 bestehe allenfalls eine leichtgradige Zunahme der vorbestehenden mässigen spinalen und linksbetonten  und im Bereich LWK5/S1 bestehe eine geringe Deformation der L5-Wurzel ohne klare Kompression. Da laut Dr. D._ die leichtgradige Zunahme der Recessusstenosen nur "allenfalls" vorliegt und die Deformation der L5-Wurzel zu keiner klaren Kompression führt,  eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes zumindest nicht mit dem  Beweismass der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen, so dass auch eine inhaltliche Berücksichtigung des neu eingereichten MRT-Berichts ohne Einfluss auf den  bleiben würde.
5.3.1 Nicht abgestellt werden kann demgegenüber auf das Gutachten von Dr. G._,  es um die Frage geht, ab wann die Versicherte in einer leidensadaptierten Tätigkeit () zu 70 % arbeitsfähig gewesen ist. Dr. G._ führt dazu aus, bezüglich dieser Frage  er sich an den Akten. Der Vorgutachter Prof. Dr. E._ sei davon ausgegangen, dass die Versicherte ab Dezember 2012 in einer Verweistätigkeit wieder zu 70 % arbeitsfähig gewesen sei. Diese Beurteilung sei korrekt und nachvollziehbar.
5.3.2 Das Gutachten von Prof. Dr. E._ vom 31. März 2014 enthält keinerlei Aussagen zur Frage, ab wann die Versicherte in einer leidensadaptierten Tätigkeit (wieder) zu 70 %  gewesen ist. Der RAD-Arzt Dr. C._ sah sich deshalb zu einer entsprechenden  veranlasst. In der Folge führte Prof. Dr. E._ in seiner ergänzenden Stellungnahme vom 7. Mai 2014 aus, es sei nicht klar festzulegen, ab wann die Versicherte im genannten Ausmass beeinträchtigt gewesen sei. Aufgrund der ihm vorliegenden Berichte dürfte die Einschränkung ab Dezember 2012, als die Versicherte in der Wirbelsäulensprechstunde der Klinik F._ in
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Behandlung gewesen sei, im beschriebenen Ausmass bestanden haben. Diese - im Übrigen nicht weiter begründete - nachträgliche Einschätzung von Prof. Dr. E._ vermag nun aber entgegen der Betrachtungsweise von Dr. G._ nicht zu überzeugen. Insbesondere unterlässt es Prof. Dr. E._ gänzlich, näher aufzuzeigen, woraus sich der zeitliche Zusammenhang  dem Besuch der Versicherten in der Wirbelsäulensprechstunde der Klinik F._ und der Wiedererlangung einer 70 %-igen Arbeitsfähigkeit ergeben soll.
5.3.3 Im Gegensatz zu den nachträglichen, nur unzureichend begründeten Einschätzungen der beiden Gutachter erweist sich der echtzeitliche Austrittsbericht der Rehaklinik I._ vom 18. Juni 2013 in Bezug auf die hier interessierende Frage als weit aussagekräftiger. Die  halten darin fest, dass bei der Versicherten - hinsichtlich der Unfallfolgen - ab anfangs August 2013 von einer vollständigen Arbeitsfähigkeit in einer leichten Tätigkeit ausgegangen werden könne. Dass vorher bereits eine Teilarbeitsfähigkeit bestanden haben soll, lässt sich dem Bericht nicht entnehmen. Eine entsprechende Annahme drängt sich aber auch nicht auf, wenn man berücksichtigt, dass sich die Versicherte am 13. Februar 2013 nochmals einer Fuss- operation unterzogen und vom 25. April 2013 bis 12. Juni 2013 zur stationären Behandlung in der Rehaklinik I._ aufgehalten hatte. Entgegen der Auffassung der Gutachter Dr. G._ und Prof. Dr. E._ ist deshalb aufgrund des Austrittsberichts der Rehaklinik I._ vom 18. Juni 2013 davon auszugehen, dass bei der Versicherten nicht bereits ab Dezember 2012, sondern erst ab anfangs August 2013 eine 70 %-Arbeitsfähigkeit in einer leidensadaptierten Verweistätigkeit bestanden hat. Bei diesem Resultat erübrigt es sich auch, auf das Postulat von Prof. Dr. E._ einzugehen, wonach ein beruflicher Wiedereinstieg ab Dezember 2012 mit einer schrittweisen Steigerung des Arbeitspensums bis zum erwähnten Pensum von 70 %  sollte. Eine Auseinandersetzung mit dem entsprechenden Einwand der  kann unter diesen Umständen unterbleiben.
5.4 Im Sinne eines Zwischenergebnisses ist somit festzuhalten, dass bei der  im Zeitraum ab Unfalldatum (22. Oktober 2011) bis Ende Juli 2013 von einer  Arbeitsunfähigkeit und ab 1. August 2013 bis auf Weiteres wieder von einer 70 %-igen  auszugehen ist.
6.1 Die Beschwerdeführerin bestreitet, dass sie ihre (Rest-) Arbeitsfähigkeit auf dem  Arbeitsmarkt erwerblich verwerten könne. Die ihr noch zumutbaren Tätigkeiten würden sich auf vorwiegend sitzende Arbeiten beschränken. Somit kämen nur noch Bürojobs in Frage, wofür sie aber weder PC-Kenntnisse noch eine sonstige Ausbildung habe.
6.2 Gemäss der oben (vgl. E. 2.4 hiervor) zitierten Bestimmung von Art. 16 ATSG ist bei der Ermittlung des Invaliditätsgrades von einer ausgeglichenen Arbeitsmarktlage auszugehen. Ein solcher Arbeitsmarkt ist gekennzeichnet durch ein gewisses Gleichgewicht zwischen  und Nachfrage nach Arbeitskräften; er weist einen Fächer verschiedenster Tätigkeiten auf und zwar sowohl bezüglich der dafür verlangten beruflichen und intellektuellen  wie auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes. Dabei ist nicht von realitätsfremden  auszugehen. Es können nur Vorkehren verlangt werden, die unter  der gesamten objektiven und subjektiven Gegebenheiten des Einzelfalles zumutbar
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sind. Anderseits sind an die Konkretisierung von Arbeitsgelegenheiten und Verdienstaussichten keine übermässigen Anforderungen zu stellen (Sozialversicherungsrecht – Rechtsprechung [SVR] 2008, IV Nr.62 E. 5.1 mit zahlreichen Hinweisen).
6.3 Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin umfasst der ausgeglichene  auch ausserhalb von Bürotätigkeiten zahlreiche Arbeitsstellen die vorwiegend sitzend ausgeübt werden und weder PC-Kenntnisse noch eine Büroausbildung voraussetzen. Zu  ist etwa an verschiedenste Überwachungs-, Sortier- und Montagetätigkeiten. Somit kann aber entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin klarerweise nicht gesagt werden, dass in ihrem Fall von realitätsfremden und in diesem Sinne unmöglichen oder unzumutbaren  ausgegangen wird. Der Beschwerdeführerin sind mit anderen Worten  Tätigkeiten nicht nur in derart eingeschränkter Form möglich, dass sie der allgemeine  praktisch nicht kennt oder dass sie nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers ausgeübt werden könnten. Von einer fehlenden  der Restarbeitsfähigkeit kann daher keine Rede sein.
7.1 Wie oben ausgeführt (vgl. E. 2.4 hiervor), ist der Invaliditätsgrad bei erwerbstätigen Versicherten aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Da die Beschwerdeführerin laut dem vorstehend Gesagten ab 22. Oktober 2011, dem Datum des Unfallereignisses, bis Ende Juli 2013 in sämtlichen beruflichen Tätigkeiten vollständig arbeitsunfähig war, kann ohne weitere Erörterungen festgehalten werden, dass der Invaliditätsgrad im genannten Zeitraum 100 % betrug. Für die Zeit danach, in welcher die Versicherte in einer leidensadaptierten  bis auf Weiteres wieder zu 70 % arbeitsfähig war, hat die IV-Stelle in ihrer Verfügung vom 3. April 2018 den zur Ermittlung des Invaliditätsgrades erforderlichen Einkommensvergleich vorgenommen. Dabei hat sie anhand der Gegenüberstellung von Validen- und zumutbarem Invalideneinkommen einen Invaliditätsgrad von 34 % ermittelt.
7.2 Die Beschwerdeführerin beanstandet im Zusammenhang mit der konkreten  einzig, dass ihr die IV-Stelle bei der Bemessung des Invalideneinkommens einen  Abzug vom Tabellenlohn gewährt habe.
7.2.1 Wird das Invalideneinkommen wie im vorliegenden Fall auf der Grundlage von  Durchschnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kürzen. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass versicherte , welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwerarbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten nurmehr beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ursprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Rechtsprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten  wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhaltspunkte dafür , dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesund-
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heitlich bedingte (Rest-) Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit  Einkommen verwerten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25 % des  zu begrenzen (BGE 134 V 327 f. E. 5.2; vgl. zum Ganzen auch BGE 126 V 80 E. 5b/bb und cc).
7.2.2 Vorliegend hat die IV-Stelle in der angefochtenen Verfügung einen Abzug vom  von 5 % vorgenommen. Die Beschwerdeführerin erachtet diesen Abzug als zu gering. Zur Begründung weist sie darauf hin, dass ihr die Suva im unfallversicherungsrechtlichen  in der Rentenverfügung vom 30. Oktober 2013 einen Abzug von 15 % gewährt habe. Somit sei auch im vorliegenden IV-Verfahren mindestens ein Abzug in dieser Höhe . Dazu ist festzustellen, dass die IV-Stelle bei der Festsetzung der Höhe des  Abzugs ihr eigenes Ermessen ausüben kann und nicht an die Einschätzung der Suva  ist. Zu berücksichtigen ist sodann, dass durch die gutachterlich attestierte  von 30 % bereits hinreichend berücksichtigt wird, dass die Versicherte auch in Verweistätigkeiten beeinträchtigt ist. Indem die IV-Stelle zusätzlich einen leidensbedingten  von 5 % vorgenommen hat, hat sie dem Umstand Rechnung getragen, dass die  nur noch körperlich leichte Tätigkeiten ausüben kann. Weitere Kriterien, die eine Erhöhung des Abzugs vom Tabellenlohn rechtfertigen würden, sind ebenfalls nicht ersichtlich. So nehmen sowohl die Bedeutung des Alters als auch diejenige der Dienstjahre der Versicherten ab, je niedriger das Anforderungsprofil ist, weshalb diese Faktoren bei Tätigkeiten, die dem  1 der Tätigkeit gemäss LSE 2014 (“einfache Tätigkeiten körperlicher oder  Art“) entsprechen, in der Regel keinen Anlass zu einem (weiteren) Abzug vom  geben (vgl. BGE 126 V 79 E. 5a/cc). Unter Würdigung der gegebenen Umstände und in Berücksichtigung der in Betracht fallenden Merkmale lässt sich deshalb - entgegen der  der Beschwerdeführerin - die Vornahme eines „mindestens 15 %-igen“ Abzugs vom  nicht begründen.
7.3 Die vorinstanzliche Bemessung des massgebenden Validen- und des zumutbaren  erweist sich in den übrigen Punkten ebenfalls als korrekt. Die von der  ermittelten Zahlen sind denn auch - abgesehen vom vorstehend erörterten Einwand - in der vorliegenden Beschwerde nicht weiter beanstandet worden. Unter diesen Umständen kann hier von weiteren Ausführungen zum Einkommensvergleich abgesehen und stattdessen  auf die entsprechenden Ausführungen der IV-Stelle in der Verfügung vom 3. April 2018 verwiesen werden.
7.4 Zu prüfen bleibt, wie sich die ermittelten Invaliditätsgrade von 100 % ab 22. Oktober 2011 bzw. von 34 % ab 1. August 2013 auf die Höhe und die Dauer des Rentenanspruchs der Beschwerdeführerin auswirken. Bei einem Invaliditätsgrad von 100 % ab 22. Oktober 2011 hat die Versicherte ab 1. Oktober 2012, d.h. nach Ablauf des Wartejahres, Anspruch auf eine ganze Rente. Gemäss Art. 88a Abs. 1 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 ist eine Verbesserung der Erwerbsfähigkeit für die Herabsetzung oder  der Leistung von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden
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kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird. Nach dem Gesagten liegt bei der Versicherten ab 1. August 2013 noch ein Invaliditätsgrad von 34 % vor. In Berücksichtigung der genannten Bestimmung besteht der Anspruch auf die ganze Rente noch während dreier Monate seit der ab 1. August 2013  Verbesserung der Erwerbsfähigkeit, also noch bis Ende Oktober 2013. Für den  danach entfällt in Anbetracht des ermittelten Invaliditätsgrades von 34 % ein weiterer .
7.5 Nicht stattgegeben werden kann schliesslich dem Eventualbegehren der , mit welchem diese beantragt, es sei ihr zumindest für die Perioden vom 14. Mai 2014 bis 13. August 2014 und vom 20. Januar 2016 bis 19. April 2016 eine ganze Rente . Zur Begründung weist sie darauf hin, dass sie sich am 14. Mai 2014 und 20. Januar 2016 operativen Eingriffen habe unterziehen müssen. Auch der Gutachter Dr. G._ attestiere, dass sie nach den beiden Operationen jeweils für die Dauer von drei Monaten vollständig  gewesen sei. Diese Feststellung der Beschwerdeführerin trifft zwar zu, dies ändert aber nichts daran, dass die Versicherte für die von ihr genannten beiden Perioden keine befristete ganze Rente beanspruchen kann. Gemäss Art. 88a Abs. 2 IVV ist eine Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat. Daraus folgt, dass die Verschlechterung erst anspruchsrelevant werden kann, wenn sie mehr als drei Monate andauert. Gleichzeitig bedeutet dies, dass kein (befristeter)  entsteht, wenn die vollständige Arbeitsunfähigkeit - wie hier - lediglich während exakt dreier Monate bestanden hat und danach wieder von einer Arbeitsfähigkeit im bisherigen Ausmass auszugehen ist.
8. Zusammenfassend ist somit als Ergebnis festzuhalten, dass die Beschwerde der  teilweise gutzuheissen ist. Die angefochtene Verfügung der IV-Stelle vom 3. April 2018 ist dahingehend zu ändern, als festgestellt wird, dass die Beschwerdeführerin nicht nur für den Zeitraum vom 1. Oktober 2012 bis 28. Februar 2013, sondern vom 1. Oktober 2012 bis 31. Oktober 2013 Anspruch auf eine ganze IV-Rente hat. Im Übrigen ist die Beschwerde jedoch abzuweisen.
9. Abschliessend bleibt über die Kosten des Beschwerdeverfahrens zu befinden.
9.1 Beim Entscheid über die Verlegung der Verfahrens- und der Parteikosten ist  auf den Prozessausgang abzustellen. Vorliegend ist die Beschwerdeführerin zu einem Teil obsiegende und gleichzeitig zu einem Teil unterliegende Partei, wobei es angezeigt , von einem je hälftigen Obsiegen und Unterliegen auszugehen.
9.2 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG sind Streitigkeiten um die Bewilligung oder die  von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 200 bis 1000 Franken festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher  entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten in Berücksichtigung des
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bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf 800 Franken fest. Die Verfahrenskosten  gestützt auf § 20 Abs. 3 VPO in der Regel in angemessenem Ausmass der unterliegenden Partei auferlegt. Dem Prozessausgang entsprechend hat deshalb die Beschwerdeführerin als zur Hälfte unterliegende Partei die Hälfte der Verfahrenskosten und somit einen Betrag von Fr. 400.-- zu tragen. Der Beschwerdeführerin ist nun allerdings mit Verfügung vom 7. Mai 2018 die unentgeltliche Prozessführung bewilligt worden. Aus diesem Grund wird ihr Anteil an den Verfahrenskosten vorläufig auf die Gerichtskasse genommen. Die andere Hälfte der  von Fr. 400.-- wäre grundsätzlich der ebenfalls zur Hälfte unterliegenden IV-Stelle zu auferlegen. In diesem Zusammenhang ist allerdings zu beachten, dass laut § 20 Abs. 3 Satz 3 VPO den Vorinstanzen - vorbehältlich des hier nicht interessierenden § 20 Abs. 4 VPO - keine Verfahrenskosten auferlegt werden.
9.3 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Da die Beschwerdeführerin teilweise obsiegende Partei ist, ist ihr eine reduzierte Parteientschädigung zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin hat in seiner Honorarnote vom 26. Juli 2018 für das vorliegende Verfahren ein Honorar von Fr. 2‘691.60 (inkl. Auslagen und 7,7 % Mehrwertsteuer) geltend gemacht, was in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen nicht zu beanstanden ist. Da die Beschwerdeführerin nach dem Gesagten zur Hälfte obsiegt hat, ist ihr demnach zu Lasten der IV-Stelle eine reduzierte Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 1‘345.80 zuzusprechen, was der Hälfte des Betrages entspricht, den sie bei vollständigem Obsiegen hätte  können. Im Übrigen sind die ausserordentlichen Kosten wettzuschlagen.
9.4 Da der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 7. Mai 2018 die unentgeltliche  mit ihrem Rechtsvertreter bewilligt worden ist, ist dieser für den von der obigen  nicht erfassten Anteil des geltend gemachten und betragsmässig nicht zu  Gesamthonorars von Fr. 2‘691.60 aus der Gerichtskasse zu entschädigen. Dem Rechtsvertreter ist deshalb ein Honorar in der Höhe von Fr. 1‘345.80 aus der Gerichtskasse auszurichten.
9.5 In Bezug auf die vorläufig auf die Gerichtskasse genommenen Verfahrenskosten und das aus der Gerichtskasse ausgerichtete Honorar ihres Rechtsvertreters wird die  ausdrücklich auf § 53a Abs. 1 des Gesetzes über die Organisation der Gerichte (GOG) vom 22. Februar 2001 aufmerksam gemacht, wonach eine Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, zur Nachzahlung verpflichtet ist, sobald sie dazu in der Lage ist.
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