Decision ID: 2c60b497-35f0-449e-be35-37e047007f7b
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1973 geborene
X._
, gelernter Schreiner, arbeitete
seit dem
1. Ja
nuar 1997
als
Schreiner/Maschinist
bei der
Z._
(
Urk.
7/16/4
,
Urk.
7/21,
Urk.
7/26,
Urk.
7/27/1,
Urk.
7/27/6
)
. Am 2
6.
März 1999 (Eingangsdatum) meldete er sich unter Hinweis auf seit 1990/91 beste
hende Kreuzschmerzen und eingeklemmte Nerven erstmals bei der Sozial
versicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
an und ersuchte um
Zusprache
von
beruflichen Massnahmen (Urk.
7/3).
Mit Verfügung vom
4.
No
vember 1999 verneinte die IV-Stelle das Leistungsbegehren (
Urk.
7/14).
1.2
Am
4.
März 2013 (Eingangsdatum)
meldete sich
X._
– unter Hinweis auf seit 10 Jahren bestehende
und
seit eineinhalb Jahren stärker ausgeprägte, diverse somatische Beschwerden – erneut bei der IV-Stelle zum
Leistungsb
e
zug
an (
Urk.
7/16).
Zur Abklärung der medizinischen und erwerblichen Ver
hältnisse zog die IV-Stelle zunächst einen Auszug aus dem individuellen Konto (Urk. 7/21) bei und holte
Arbeitgeberbericht
e
(Urk.
7
/
22,
Urk.
7/26
),
Berichte der behandelnden Ärzte (
Urk. 7/25,
Urk.
7/77
, Urk.
7/96
)
sowie die Akten des Krankentaggeldversicherers (
Urk.
7/95)
ein
.
Am 28.
August 2
013 erteilte die IV-Stelle
X._
sodann Kostengutsprache für
eine
berufliche Abklärung in der
A._
(
Urk.
7/32)
, welche vom 2. bis am 2
7.
September 2013 durchgeführt wurde (vgl. Schluss
bericht
F
._
vom 2
0.
November 2013, Urk. 7/41).
Am 1
0.
Februar 2014 wurde dem Versicherten sodann Kostengutsprache für eine Umschulung
in Form von
Zusatzqualifikationskurse
n
erteilt (
Urk.
7/44), welche der Versi
cherte erfolgreich abschloss (
Urk.
7/78).
Arbeitsplatzerhaltungsmassnahmen wurden
mit der Begründung, das bisherige 50%-Pensum
bei seiner langjähri
gen Arbeitsgeberin
sei nicht gefährdet,
am 1
1.
November 2015
ebenfalls
abgeschlossen (
Urk.
7/91).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Vor
bescheid vom 1
8.
Dezember 2015 [
Urk.
7/102], begründeter Einwand vom 1
5.
Januar 2016 [
Urk.
7/103]) verneinte die IV-Stelle
, ausgehend von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit und einem
Invalidi
tätsgrad
von 38
%
, mit Verfügung vom 29.
Februar 2016 einen
L
eistungs
anspruch
(
Urk.
7/106 [=
Urk.
2]).
2.
Hiergegen
legte
der
Versicherte mit Eingabe vom
1
1.
April 2016
Beschwerde ein und beantragte, die angefochtene Verfüg
ung sei aufzuhe
ben und es sei
ihm eine halbe Rente der Invalidenversicherung zuzusprechen; eventuell seien weitere Abklärungen zu veranlassen
(Urk. 1).
Mit
Beschwerdeant
wort
vom
23
.
Mai 2016
beantragte die IV-Stelle Abweisung der Beschwerde (Urk.
6
), was de
m Beschwerdeführer mit Verfügung vom 2
4.
Mai
201
6
mit
geteilt wurde (Urk.
8
).
Mit Verfügung vom 1
3.
Januar 2017 wurde
bei der
obgenannten
Arbeitgeberin
ein Arbeitgeberbericht eingeholt und das
Perso
naldossier
des Beschwerdeführers
beigezogen (
Urk.
11). Mit Eingabe
n
vom 1
5.
Februar 2017
und 1
3.
März 2017
legte
die
Arbeitgeberin des Beschwer
deführers die eingeforderten Unterl
agen auf (
Urk.
15,
Urk.
16/1-4
,
Urk.
19,
Urk.
20/1-2
), welche den Parteien am
2
2.
Februar 2017
sowie am 15.
März 2017
zur Kenntnis gebracht wurden (
Urk.
17
,
Urk.
21
).
3.
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
[
ATSG
]
).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG).
Erwerbs
unfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglich
keiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreivier
telsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Auf
gabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
2.
2.1
Die
Beschwerdegegnerin
erwog
i
m
angefochtenen Entscheid
,
die
Abklärun
gen hätten ergeben, dass der Beschwerdeführer zwar in seiner angestammten Tätigkeit als Schreiner im Küchenbau nur noch zu 50
%
arbeitsfähig sei, in einer angepassten
Tätigkeit
sei
ihm jedoch die Ausübung eines
80
%-Pensums zumutbar
.
Beim Einkommensvergleich resultiere - u
nter Berücksichtigung eines
10%igen
leidensbedingten Abzugs vom Invalideneinkommen
- nun
mehr ein In
validitätsgrad von 38
%
(
Urk.
2)
.
2.2
Der Beschwerdeführer brachte in seiner Beschwerde dagegen im Wesentli
chen vor, den Berichten der behandelnden Ärzte sei zu entnehmen, dass ihm die aktuell ausgeführte Tätigkeit zu 50
%
zumutbar sei
, wobei es sich dabei um eine ideal den Leiden
angepasste Tätigkeit
handle
.
Eine Steigerung des Pensums sei nicht zumutbar.
Für die von der Beschwerdegegnerin postulierte Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 80
%
f
i
nde sich in den Akten keine Evi
denz
(
Urk.
1)
.
3.
3.1
Dem Bericht von
Dr.
med.
B._
, Allgemeine
Innere
Medizin
FMH, vom 10. Mai 2013 zu Händen der Beschwerdegegnerin (
Urk.
7/25) kann ent
nommen werden, für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit bestehe seit
10. Dezember
201
2
bis mindestens am 3
1.
Mai 2013
eine 25%ige Arbeitsun
fähig
keit
bei verminderter Leistung
(
25-50
%
;
Urk.
7/25/2)
.
Auch
behinde
rungs
angepasst
sei der Beschwerdeführer seit Dezember 2012 zu 25 % arbeits
un
fähig (
Urk.
7/25/3).
3.2
Dem Schlussbericht
F._
der
A._
vom 2
0.
November 2013 zu
Händen der Beschwerdegegnerin (Urk. 7/41) kann entnommen werden,
der Beschwerdeführer leide an einer zervikalen Myelopathie aufgrund chronisch degenerativer Halswirbelsäulen-Verände
rungen, einem Status nach Dekompression sowie an einer
residuellen
Arm
plexusparese
rechts betont mit Störung der feinmotorischen
Fähigkeit der rechten Hand (
Urk.
7/41/2). Als „nicht invalidisierend“ wurde ein chronisches
lumbovertebrales
Syndrom bezeichnet (
Urk.
7/41/3).
Der Umgang mit dem chronischen zervikalen Schmerzsyndrom bereite dem
Beschwerdefüh
r
er
noch Mühe, indem er seine
Limiten
des
Öfteren
überschreite und nachträglich längere Pausen einschalten m
ü
ss
e
. Offensichtliche Hinweise auf eine
Anpassungs
s
törung
oder eine reaktiv depressive Problematik
seien
nicht ersichtlich
gewesen
. Die erhöhte Ermüdbarkeit, welche die Leistungsfähigkeit vor allem in den Nachmittagsstunden deutlich ein
ge
schränkt
habe
,
sei nicht
dem depressiven Muster
gefolgt, sondern we
rd
e
in analoger Form bei Ver
letzungen
der Halswirbelsäule (HWS)
gesehen. Aufgrund der HWS-Proble
matik mit beidsei
t
iger
P
l
exusläsion
und glaubhafter positions- und
belas
tungsabhängiger
Schmerzsymptomatik m
ü
ss
e
eine zukünftige Tätigkeit kör
perlich leicht bis maximal mittel
schwer belastend sein. Zudem mü
ss
e
, damit eine belastungsabhängige Verstärkung der vorhandenen Symptomatik ver
mieden werden k
ö
nn
e
n
, am Arbeitsplatz Nässe und Kälte vermieden werden
,
die Möglichkeit zu gelegentlichen Positionswechseln kurzzeitig ste
hend/ge
hend
vorhanden sein
und es m
ü
ss
e
dem
Beschwerdeführer
auch möglich sein, durch ein niedriges Arbeitstempo die Bewegungsabläufe besser zu koor
di
nieren. Die reine Bürotätigkeit, vor allem die Arbeit am Computer
,
habe
recht schnell zu schmerzhaften muskulären Verspannungen
geführt
. Dabei
sei
die Konzentration in dem Mass
gesunken
, wie die Kopfschmerzen zu
ge
nommen hätten
. Zurzeit k
ö
nn
e
für
eine
angepasste Arbeit eine 50
%ige
Leistungsfähigkeit festgestellt werden
. Der
Adaptationsvorgang
sei
noch nicht vollständig abgeschlossen
.
Nach
längerfristiger entsprechender, etwa einjähriger
Einarbeitung k
ö
nn
e
, bei weiterem gesundheitlich einigermassen
stabilem Verlauf, durch allmähliche Gewöhnung an arbeitsspezifis
c
he,
behin
de
rungsadaptierte
Belastungen, eine Steigerung der
Arbeits- und Leist
ungs
fähigkeit auf 80
%
erwartet werden, was im Rahmen von
Verlaufs
beur
teilungen
noch genauer zu präzisieren
sei
(
Urk.
7/41/9).
3.3
Dem Bericht von
Dr.
med.
C._
, Orthopädische Chirurgie FMH, vom 1
3.
Februar 2015 zu Händen des Hausarztes (
Urk.
7/96/2) ist die Diagnose eines Status nach
Spondylodese
C6/C7
vom
2
7.
November 2014 bei C7
Radi
kulopathie links sowie die Nebendiagnose eines Status nach Dekom
pression und
Spondylodese
C5/C6
vo
m 2
0.
Feb
ruar 2012 bei zervikaler Myelopathie zu entnehmen.
Im Grossen und Ganzen gehe es dem Beschwer
deführer jetzt deutlich besser.
Der Verlauf nach dem
obgenannten
Eingriff
sei ordentlich. Betreffend Arbeitsunfähigkeit sehe er eine 50%ige Arbeitsfähig
keit, diese sei hauptsächlich durch die vorbestehende Myelopathie bestimmt
(
Urk.
7/96/2)
.
3.4
Dr.
med.
D._
, Neurologie FMH,
hielt
im Bericht vom 1.
Sep
tember 2015 zu Händen des Hausarztes
mit Kopie an die
Beschwerde
gegnerin
(
Urk.
7/77/6-7)
fest, e
s
liege eine unveränderte
cervicale
Druck
myelopathie
auf Höhe HWK 5/6 vor, mit Re-Operation im Herbst 201
4.
Die Beschwerden seien nun seit langem unverändert, weshalb die
Abschlussun
tersuchung
vor
genommen werde, ohne weitere kernspintomographische oder
elektro
physiologische
Untersuchungen. Der aktuelle klinische Befund dürfe als
Resi
dual
zustand
angesehen werden.
D
ie Arbeitsfähigkeit betrage unver
ändert 50
%
. Die neurologischen Befunde seien seit langem stabil, die neu
rologische Abklärung sei deshalb abgeschlossen. Von weiteren neurologi
schen Unter
suchungen seien keine neuen Gesichtspunkte zu erwarten (
Urk.
7/
77/7).
3.5
Im Bericht von
Dr.
D._
vom 1
7.
September 2015 zu Händen der
Beschwer
degegnerin
(
Urk.
7/77
/1-5
)
notierte dieser
, der Beschwerdeführer sei sowohl in der bisherigen als auch in einer angepassten Tätigkeit zu 50
%
resp. halbtags arbeitsfähig (
Urk.
7/77/3).
3.6
Der Stellungnahme des
für den
Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD)
tätigen
Dr.
med.
E._
, Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates
FMH,
vom 3.
Dezember 2015 (Urk.
7/100/5-7) kann entnommen werden,
der
Gesundheitszustand sei aktuell – seit spätestens
19.
August 2015
(
neurologische Abschlussuntersuchung bei
Dr.
D._
)
–
klinisch-neurologisch im Verlauf stabil mit schmerzhaften neuropathischen Missempfindungen im unteren
Armplexusbereich
beidseits und am rechten Bein sowie Reflexbetonung linksseitig. Hinsichtlich der
Bewertung der
Arbeitsunfähigkeit für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit seien die aktenkundi
gen Angaben zweifellos plausibel, weshalb darauf abzustellen sei. Dabei
müsse
beachte
t werden
, dass die zuletzt bis am 3
1.
August 2015 attestierte 50%ige Arbeitsfähigkeit laut Angabe des behandelnden Neurologen
bis auf weiteres fortbestehe, was ebenfalls plausibel sei, da es sich bei der ausgeüb
ten Tätigkeit laut Anforderungsprofil im Arbeitgeberfragebogen um eine kör
perlich oft schwere und mittelschwere Arbeit handle.
Für eine optimal
behin
derungsangepasste
Tätigkeit seien keine Angaben gemacht worden, weshalb
ledig
lich eine medizinisch-theoretisch
e Beurteilung möglich sei
(Urk.
7/100/6). Mit überwiegender Wahrscheinlichkeit habe retrospektiv in den Zeiträumen, in denen die bisherige Tätigkeit zu 25
%
oder 50
%
möglich gewesen sei, eine mindestens 80%ige Arbeitsfähigkeit (vollzeitliche Präsenz mit
Leistungs
minderung
von 20
%
auf Grund eines erhöhten Pausenbedarfs) bestanden. Dies gelte nunmehr prospektiv ab Januar 2015
und
bis auf weiteres. Zumut
bar sei eine körperlich leichte Tätigkeit ohne Heben und Tra
gen von Lasten schwerer als 10 kg, ohne Arbeit über Kopf, ohne
Zwangs
haltungen
der HWS bzw. des Kopfes (
Urk.
7/100/7).
3.7
Dem
beschwerdeweise eingereichten
Bericht von
Dr.
D._
vom 1
6.
Februar 2016 zu Händen des Hausarztes
(
Urk.
3)
ist zu entnehmen, dass unverändert eine 50%ige Arbeitsfähigkeit bestehe. Der Beschwerdeführer habe einen für seine residualen Beschwerden idealen Arbeitsplatz im angestammten Beruf als Schreiner, nachdem er eine Zusatzausbildung absolviert habe, vermehrt am Computer arbeite und somit weniger Heben und Tragen müsse. Die resi
duale Arbeitsfähigkeit von 50
%
sei aber nur unter der permanenten Medi
kation mit
Lyrica
und
Cipralex
möglich, worunter es zu alltagsrelevanten neuropsychologischen Ausfällen und zu Doppelbildern komme. Eine Steige
rung der
50%igen
Arbeitsfähigkeit
sei nicht möglich. Wie schon in vorange
henden Berichten
ausgeführt, handle es sich um einen permanenten
Residu
alzustand
(
Urk.
3 S. 2).
4.
4.1
Nicht strittig ist, dass der Beschwerdeführer aufgrund seiner körperlichen Ein
schränkungen in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Schreiner/Maschinist zu 50
%
arbeitsfähig war respektive ist.
Streitig und zu prüfen ist
allerdings
, ob dem Beschwerdeführer
seit der erstmaligen Attestierung
einer
50%
igen Arbeitsunfäh
i
gkeit
(
April
2013,
Urk.
7/
26/8
)
aufgrund
seiner körperlichen Beschwerden
in einer angepassten Tätigkeit
eine 80%ige Arbeitsfähigkeit zumutbar war respektive ist.
4.2
Die Beschwerdegegnerin stützt ihre Auffassung, wonach in einer angepassten Tätigkeit
eine
20%ige
Arbeitsunfähigkeit
bestehe
, auf d
ie Stellungnahme des RAD-Arztes Dr.
E._
vom 3.
Dezember 2015 (E. 3.6,
Urk.
7/100/5-7)
respektive auf den Schlussbericht
F
._
der
A._
vom 2
0.
November 2013 (E. 3.2,
Urk.
7/41)
.
RAD-Arzt
Dr.
E._
hielt dafür, dass bezüglich
eine
r
optimal behinderungsangepasste
n
Tätigkeit
in den Akten
keine Angaben gemacht worden
seien
, weshalb lediglich eine medizi
nisch-theoretische Beurteilung möglich sei (
Urk.
7/100/6).
Gestützt darauf ging er –
abstellend auf den Schlussbericht
F
._
–
retrospektiv
und pros
pektiv ab Januar 2015
von einer
mindestens 80%ige
n
Arbeitsfähigkeit (
voll
zeitliche
Präsenz mit
Leistungsminderung von 20
%
auf Grund eines erhöhten Pausenbedarfs)
aus
(E. 3.6)
.
4.3
Entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin
handelt es sich bei der Beurtei
lung i
m
Schlussbericht
F
._
um
eine Prognose hinsichtlich einer möglichen Steigerung der
Arbeits- und Leistungsfähigkeit
und nicht um eine abschliessende Beurteilung
. Damit verbunden wurde insbesondere
die Bedin
gung, dass eine längerfristige, etwa ein Jahr dauernde, Einarbeitung erfolge, der Verlauf weiterhin einigermassen stabil sei und der Beschwerdeführer sich an die arbeitsspezifischen behinderungsadaptierten Belastungen gewöhne, was im Verlauf noch genauer zu beurteilen sei (E. 3.2,
Urk.
7/41/9).
Entgegen der Ansicht des RAD-Arztes
Dr.
E._
wurde ein Belastungsprofil festgelegt. Angesichts dieses Profils
ist dem Beschwerdeführer folgende Tätigkeit zumutbar
(E. 3.2, E. 3.6, E. 3.7):
körperlich leicht bis maximal mit
telschwere Belastung, Vermeiden einer belastungsabhängigen Verstärkung der vorhandenen Symptomatik, Vermeiden von Nässe und Kälte, Möglichkeit zu kurzzeitigen Positionswechseln von stehend zu gehend, Möglichkeit zur besseren Koordinierung der Bewegungsabläufe durch ein niedrigeres Arbeitstempo
.
Die Aktenlage ergibt, dass der Beschwerdeführer nach wie vor bei der
Z._
angestellt ist. Laut Arbeitgeberbericht vom 15. Februar 2017 (
Urk.
15) übt der Beschwerdeführer seit dem
1.
Juni 2013 eine seinen Leiden angepasste Tätigkeit aus; dies im Pensum von 50
%
. Der
Beschwerdeführer
arbeite gegenwärtig
vermehrt im Büro
und d
ie
Maschinen
programmierung
sei von der Maschine ins Büro verlegt worden (
Urk.
15 S.
1).
Bei dieser gegenwärtig ausgeführten Arbeitstätigkeit
als
CNC
-
Anwen
dungstechniker
m
u
ss der Beschwerdeführer laut den Angaben seiner Arbeit
geberin
A
rbeiten an der CNC-Maschine ausführen, was das Auflegen und Abnehmen von Möbelteilen
beinhalte. Ausserdem ist es seine Aufgabe, die CNC-Maschine
am Computerarbeitsplatz
zu programmieren
. Dabei m
ü
ss
e
er
oft sitzen (drei bis vier Stunden täglich), selten gehen (30 Minuten täglich) und oft stehen (drei bis vier Stunden täglich), oft Lasten im Bereich bis 10kg
heben und tragen
(drei bis vier Stunden täglich), manchmal
Gewichte
zwi
schen 10kg und 25kg
heben und tragen
, wobei die schwersten Teile 18kg wögen (30 Minuten bis 3
Stunden täglich),
wobei der
Beschwerdeführer
für diese Arbeiten
stets Hilfe holen könne
. Lasten, die
schwerer als 25kg
sind, müsse er nicht heben und tragen
. Ausserdem seien die Anforderungen an die Konzentration/Aufmerksamkeit, das Durchhaltevermögen, die Sorgfalt und das Auffassungsvermögen gross (Urk.
15 S. 1).
Somit
spricht nichts dagegen,
mit
Dr.
D._
(E. 3.4)
und gestützt auf den Schlussbericht
F
._
davon auszugehen, dass die aktuell ausgeübte Tätigkeit einer ideal angepassten Arbeitstätigkeit entspr
icht und dem Beschwerdeführer
seit Juni 2013
ein Pensum
von
jedenfalls
50
%
zumutbar ist (
E. 3.7
, E. 3.2
).
5.
5.1
Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen der auf angepasste Tätigkei
ten eingeschränkten Arbeitsfähigkeit.
5.2
5.2
.1
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines
Einkommensver
gleichs
zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizini
schen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Validen
einkommen
). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypothetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
5.2
.2
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validen
einkommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt
des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegen
den Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen
Ein
kommensentwicklung
angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit erstellt sein (BGE 139 V 28 E. 3.3.2; BGE 135 V 58 E. 3.1; BGE
134 V 322 E. 4.1 mit Hinweis).
5.2
.3
Für die Festsetzung des trotz Gesundheitsschädigung
zumutbarerweise
noch realisierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) ist nach der Rechtspre
chung primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in wel
cher die versicherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeits
verhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbliebene Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Sozial
lohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn (BGE 139 V 592 E. 2.3; BGE 135 V 297 E. 5.2; BGE 129 V 472 E. 4.2.1; BGE
126 V 75 E. 3b/
aa
).
5.3
Laut Angaben der Arbeitgeberin des Beschwerdeführers war er vom 1. Januar 1997 bis am 3
1.
Mai 2013 bei ihr als Schreiner-Maschinist erwerbstätig (Urk. 7/26). Anschliessend erfolgte eine Anpassung der Arbeitsanforderungen an seinen Gesundheitszustand (
Urk.
15 S. 1). Der Beschwerdeführer erzielte an seinem ursprünglichen Arbeitsplatz im
Rahmen eines 100%-Pensums (8,3
Stunden pro Tag, 41,5 Stunden Wochenarbeitszeit) einen AHV-beitrags
pflichtigen Lohn von
Fr.
76‘349.-- (vgl. auch die IK-Einträge,
Urk.
7/21) und hätte denselben Lohn ohne Gesundheitsschaden auch im Jahre 2013 erzielt (vgl.
Urk.
7/26/3). Es ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer, seit 1997 als Schreiner-Maschinist tätig, ohne körperliche Einschränkungen wei
terhin diese Tätig
keit ausüben würde, weshalb von diesen Einkommensver
hältnissen auszugehen ist.
5.4
Aufgrund der körperlichen Einschränkungen wurde das Jobprofil des Beschwerdeführers per
1.
Juni 2013 seinen körperlichen Leiden angepasst. Gemäss den Angaben der Arbeitgeberin (
Urk.
15 S. 1) liegen heute
stabile Arbeitsverhältnisse
vor und schöpft der Beschwerdeführer auch nach Anga
ben seiner behandelnden Ärzte die
ih
m
verbliebene Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll aus
(E. 3.7). Ferner bestätigte die Arbeitgeberin, dass
der erzielte Lohn der Arbeitsleistung entsprach bzw. entspricht (
Urk.
1
5 Ziff.
6). Demzufolge ist das vom Beschwerdeführer effektiv erzielte AHV
pflichtige Einkommen (vgl.
Art.
25 IVV) als Invalidenlohn heranzu
ziehen.
5.5
Die Arbeitgeberin gab im Arbeitgeberbericht vom 2
3.
Mai 2013 (
Urk.
7/26) an, dass der Beschwerdeführer vor Eintritt des Gesundheitsschadens 8,3
Stunden täglich und 41,5 Stunden wöchentlich gearbeitet habe (
Urk.
7/26/2) und ein 100%-Pensum einer Jahresarbeitszeit von 2164 Stun
den
entspreche
(
Urk.
7/26/3).
A
b dem
1.
Juni 2013
erfolgte
gemäss Angaben der Arbeitge
berin eine Reduktion des Pensums auf 50
%
und eine Anpassu
ng des
Job
profils
. Ein Pensum von 50
%
entspricht demnach 20.75 Wochen
stunden oder einer Jahresarbeitszeit von 108
2.
Hierbei erzielte der Beschwer
de
führer laut den aufgelegten Lohnkonten (
Urk.
20/1 und
Urk.
16/2) ab Januar 2014 einen AHV-pflichtigen Bruttolohn von zwischen
Fr.
2‘158.
--
(Dezember) und
Fr.
3‘132.85 (April), was für 2014 einen AVH-pflichtigen Jahreslohn von Fr.
34‘889.90 ergab (
ohne Krankentaggelder, IV-Taggelder, km
-Entschädi
gung und Unfallgelder;
Urk.
20/1 S. 1-3,
Urk.
15/2
). Ab Juni 2015 verbes
serte sich der monatliche Lohn auf regelmässig über
Fr.
3‘500.
--
, das Jahres
einkommen betrug Ende Jahr Fr. 45‘445.1
0.
Diese Entwicklung setzte sich Anfang 2016 fort, indem der Beschwerdeführer nunmehr regelmässig
monatlich Fr.
3‘947.50 erzielte (
Urk.
16/2). Nebst dem seit Juni 2015 als fixer Monatslohn angegebenen Betrag von
Fr.
2‘962.
--
(entspräche
pro
Jahr Fr.
38‘506.--) wurden ab diesem Zeitpunkt monatlich
Überzeitentschädi
gun
gen
ausbezahlt (2015 total:
Fr.
7‘227.--), was sich anfangs 2016 fortsetzte und insgesamt 2016 eine Überzeitentschädigung von
Fr.
9‘855.
--
bzw.
Fr.
821.25 monatlich ergab (vgl. auch die monatlichen Lohn
abrechnungen 2016, Urk.
16/3). Dies wiederspiegelt sich denn auch in den von der Arbeit
geberin aufgelegten
„Lohnliste Mitarbeiter“ der Jahre 2013-2015 (
Urk.
20/2)
und dem Erfassungsprotokoll des Jahres 2016 (
Urk.
15/4). Diesen ist zu ent
nehmen, dass der Beschwerdeführer regelmässig mehr als 4,15 Stunden pro Tag bzw. 20,75 Stunden in der Woche gearbeitet hat. Entsprechend erhöhte sich auch das erzielte AHV-pflichtige Einkommen (Invalideneinkommen) kontinuierlich (2014: 34‘889.90; 2015: 45‘445.10; 2016: Fr. 48‘255.50 [ohne Krankentaggelder, IV-Taggelder, km
Ent
schädi
gung und Unfallgelder], Urk. 20/1 S. 1-3,
Urk.
15/2).
5.6
Die Be
messung des Invaliditätsgrads ist für den Zeitpunkt des
frühest
mögli
chen Rentenbeginns
vorzunehmen. Die Anmeldung erfolgte im März 2013 (vgl.
Art.
29
Abs.
4 IVG). Der Beginn des Wartejahres ist auf
9.
April 2013
festzusetzen (
Urk.
7/26/8; vorher volle Lohnzahlung und kein Bezug von Krankentaggeldern
[vgl
.
Urk.
20/1]). Seither ist ausgewiesen, dass der Beschwerdeführer ununterbrochen in seinem bisherigen Tätigkeitsgebiet durchschnittlich zu mindestens 50
%
arbeitsunfähig verblieb (
Art.
28
Abs.
1 IVG i
n Verbindung mit
Art.
29
ter
IVV
)
. Die Gegenüberstellung von Validen- und Invalideneinkommen hat daher auf Ende des Wartejahres, das ist April 2014, zu erfolgen und ist aufgrund der Anpassung des Arbeitsplatzes – auch mithilfe von beruflichen Massnahmen im Verlaufe des Jahres 2014 (vgl.
Urk.
7/44) – sowie der erwarteten Steigerung seiner Leistungsfähigkeit (gemäss
Dr.
E._
spätestens ab Januar 2015; E. 4.2) und der
Lohnentwick
lung
in den Jahren
2015
bis
2016
(E. 5.5) jeweils bis zum
Verfügungszeit
punkt
(massgeblicher vom Gericht zu beurteilender Sachverhalt; vgl. BGE
131 V 407 E. 2.1.2.1, 116 V 246 E. 1a
,
121 V 362 E.
1b, 99 V 98) gesondert
vorzunehmen.
Unter Berü
cksichtigung der Nominallohnent
wicklung bis in die Jahre 2014 und 2015 (
die Nominallohnerhöhung 2016 ist bis heute nicht veröffentlicht;
Indexstand 2204 [2013] auf 2220 [2014] und 2226 [2015], vgl. Bundesamt für Statistik, Schweizerischer Lo
hnindex, T 39: Ent
wicklung der Nominal
löhne, der Konsumentenpreise und der Reallöhne, 1976 2015) ergibt sich
ein
Valideneinkommen
(vgl. E. 5.3)
für das Jahr 2014 von
Fr.
76‘903.25 (
Fr.
76‘349 : 2204 x 2220) und für
die Jahre 2015 und 2016 von Fr.
77‘111.10 (
Fr.
76‘349.-- : 2204 x 2226).
Der Vergleich de
r
Valideneinkommen
mit de
n
Invalidenein
kommen
der Jahre 2014, 2015 und 2016
ergibt
eine
n
Invaliditätsgrad von
gerundet 55 % im Jahr 2014 ([Fr. 76‘903.25 -
Fr.
34‘889.90] :
Fr.
76‘903.25.-- x 100), 41
%
im Jahr 2015 ([Fr. 77‘111.10 -
Fr.
45‘445.10] :
Fr.
77‘111.10 x 100) und 37
%
im Jahr 2016 ([Fr. 77‘111.10 -
Fr.
48‘255.50] :
Fr.
77‘111.10 x 100;
zur Run
dung: BGE 130 V 121 E. 3.2).
5.7
Nach dem Gesagten
ist ausgewiesen, dass der Beschwerdeführer in der Lage war,
am
seinem Leiden optimal
angepassten
Arbeitsplatz seit Juni 2015 über einen längeren Zeitraum hinweg effektiv ein höheres Pensum als 50 % zu erfüllen
,
und dieses ihm gestützt auf die anlässlich der beruflichen Abklärung eingeschätzte medizinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit (E. 3.2) nach einer Anpassungszeit bzw. spätestens ab Januar 2015 (E. 4.3) auch zumutbar war. Jedenfalls hat sich der Beschwerdeführer das effektiv erzielte
Invalidenein
kommen
anrechnen zu lassen, was entsprechend der obigen Bemessung dazu führt, dass der Beschwerdeführer ab
1.
April 2014 Anspruch auf eine halbe
Rente der Invalidenversicherung hat, welche infolge des ab Juni 2015 erziel
ten höheren Invalideneinkommens drei Monate später (z
um Zeitpunkt der Rentenherabsetzung:
Art.
88a
Abs.
1 IVV)
per
1.
September 2015 auf eine
Viertelsrente
herabzusetzen ist. Da ab Januar 2016 und damit im
Verfü
gungszeitpunkt
(2
9.
Februar 2016) der Invaliditätsgrad unter 40
%
fiel, ist die
Viertelsrente
in Anwendung von
Art.
88a
Abs.
1 IVV per 3
1.
März 2016 zu befristen. Ab diesem Zeitpunkt ist kein rentenbegründender Invaliditätsgrad mehr ausgewiesen.
Demnach ist in teilweiser Gutheissung der Beschwerde die angefochtene Ver
fü
gung vom 2
9.
Februar 2016 aufzuheben und festzustellen, dass der Beschwerde
führer ab
1.
April 2014 Ans
pruch auf eine halbe und vom 1.
Sep
tember 2015 bis 3
1.
März 2016 Anspruch auf eine
Viertelsrente
der Invali
den
versicherung hat.
6.
6.1
Gestützt auf Art. 69 Abs. 1
bis
des Bundesgesetzes über die Invalidenversiche
rung (IVG) ist das Beschwerdeverfahren vor dem kantonalen
Versicherungs
gericht
bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV
Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert unter Berücksichtigung des gesetzlichen Rahmens (Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.--) auf Fr.
8
00.-- festzusetzen und der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
6.2
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts rechtfertigt der Umstand allein, dass einem Beschwerdeführer in einem Beschwerdeverfahren eine geringere Teilrente als beantragt zugesprochen wird, noch keine Reduktion der
Partei
ent
schädigung
, jedenfalls soweit der Aufwand nicht vom beantragten Umfang der Rente beeinflusst wird (Urteil des Bundesgerichts 9C_466/2007 vom 25. Januar 2008 E. 5). Entsprechend ist die Beschwerdegegnerin zu ver
pflichten, dem Be
schwerdeführer eine volle Prozessentschädigung (§ 34 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht [
GSVGer
]) zu bezahlen. Diese ist auf Fr. 1'200.-- (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen.