Decision ID: a15d51a1-f65c-4b1c-b7a8-6aff5ae74c1e
Year: 2018
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ war bei der B._ AG (nachfolgend: Arbeitgeberin) als Customer Engineer
tätig und dadurch bei der Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG
(nachfolgend: Mobiliar) gegen die Folgen von Unfällen versichert, als er am 6. Januar
2013 bei einem Ausritt vom Pferd stürzte (UV-act. 1). Die behandelnden Ärzte des
Kantonsspitals St. Gallen (nachfolgend: KSSG), wo der Versicherte vom 6. bis 16.
Januar 2013 hospitalisiert war, diagnostizierten mit Austrittsbericht vom 21. Januar
2013 eine Atlasfraktur des vorderen Bogens, Processus transversus-Frakturen
HWK6/7, ein Thoraxtrauma rechts sowie eine Commotio cerebri (UV-act. 13). Dr. med.
C._, Facharzt Innere Medizin FMH, attestierte dem Versicherten vom 6. Januar bis 7.
April 2013 eine Arbeitsunfähigkeit von 100%, vom 8. April bis 30. Juni 2013 eine solche
von 70%, vom 1. Juli bis 31. August 2013 von 60%, vom 1. September bis 14. Oktober
2013 von 50% und ab 15. Oktober 2013 von 70% (UV-act. 20). Ein MRT des rechten
Schultergelenks am 18. Juni 2013 hatte einen Status nach höhergradiger
Traumatisierung des AC-Gelenks und einen residuellen Reizzustand der Bursa
subacromialis ergeben (UV-act. 18). Dr. med. D._, Facharzt FMH für Psychiatrie und
Psychotherapie, hatte am 5. September 2013 eine leichte organische kognitive Störung
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(ICD-10: F06.7G) sowie eine organische dissoziative Störung (ICD-10: F06.5V)
diagnostiziert (UV-act. 21, vgl. UV-act. 39).
A.b Vom 13. November bis 11. Dezember 2013 befand sich der Versicherte stationär
in der Rehaklinik Bellikon. Im Austrittsbericht vom 11. Dezember 2013 hielten die
behandelnden Ärzte als Diagnosen eine traumatische Hirnverletzung (ICD-10: F07.8),
ein Thoraxtrauma rechts mit Pneumothorax rechtsseitig, eine Rippenserienfraktur, eine
Atlasfraktur des vorderen Bogens, Processus transversus-Frakturen HWK6/7, ein
radikuläres Reizsyndrom C6 links, eine AC-Arthritis posttraumatisch rechts sowie eine
Bursitis subacromialis fest. Gestützt auf neuropsychologische Untersuchungen vom
26. November und 3. Dezember 2013 (IV-act. I/11-12 ff.) liege eine leichte kognitive
Leistungsminderung infolge einer neuropsychologischen Funktionsstörung vor, die
Folge einer primär hirnorganischen Schädigung sei. In seiner angestammten Tätigkeit
sei der Versicherte ab 16. Dezember 2013 zu 70% arbeitsunfähig, eine adaptierte
Tätigkeit sei halbtags zumutbar (UV-act. 35). Dr. E._, Klinik für Neuroradiologie,
Universitätsspital Zürich, hatte am 19. November 2013 ein MRI des Schädels erstellt
und beurteilt, es bestehe eine leichte temporale Atrophie beidseits. Die vereinzelten
Hämosiderin-Ablagerungen temporal und frontal rechts seien möglicherweise
posttraumatisch bedingt (UV-act. 36).
A.c Die IV-Stelle übernahm die Kosten für ein Aufbautraining vom 5. Mai bis 31.
August 2014 im F._ und entrichtete Taggelder (UV-act. 82). Das Training wurde bis
zum 31. Dezember 2014 verlängert (Mitteilung vom 30. September 2014; UV-act. 127).
Mit Schlussbericht vom 5. Januar 2015 hielten die Verantwortlichen des F._ fest, der
Versicherte erreiche die Mindestanforderung an die Leistungsfähigkeit nicht; diese sei
nicht verwertbar (UV-act. 228).
A.d Im Auftrag der Mobiliar (vgl. UV-act. 115) wurde der Versicherte im November
2014 durch Ärzte der IB-Bern polydisziplinär (orthopädisch, neurologisch,
neuropsychologisch) abgeklärt. Im Gutachten vom 28. November 2014 nannten diese
als Diagnosen mit überwiegend wahrscheinlichem Bezug zum Unfall vom 6. Januar
2013 ein Schädelhirn-Trauma mit Contusio cerebri sowie ein chronisch
intermittierendes leichtgradiges zerviko-brachiales Beschwerdesyndrom rechts (UV-
act. 160). Das Ausmass der Leistungsminderung bezifferten sie mit 10% sowohl in der
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angestammten, als auch einer adaptierten Tätigkeit. Für die minimale bis leichte
Störung der kognitiven Funktionen sei ein Integritätsschaden von 10% vorgesehen
(UV-act. 158).
A.e Mit Schreiben vom 20. Januar 2015 stellte die Mobiliar fest, das Arbeitsverhältnis
mit der Arbeitgeberin sei per 31. Januar 2015 aufgelöst worden. Ohne Präjudiz und
Anerkennung einer Rechtspflicht sei sie bereit, für die Periode vom 1. bis 31. Januar
2015 das Taggeld auf der Basis einer 70%igen Arbeitsunfähigkeit zu übernehmen.
Gestützt auf das Gutachten der IB-Bern würden ab 1. Februar 2015 Taggelder
basierend auf einer Arbeitsunfähigkeit von 10% ausgerichtet (UV-act. 211). Mit
Verfügung vom 30. März 2015 stellte die Mobiliar die Taggeldzahlungen und die
Vergütung der Heilungskosten per 28. Februar 2015 ein. Sie sprach dem Versicherten
mit Wirkung ab 1. März 2015 eine Rente basierend auf einem Invaliditätsgrad von 10%
sowie eine Integritätsentschädigung basierend auf einem Integritätsschaden von 10%
zu (UV-act. 240).
B.
B.a Gegen die Verfügung vom 30. März 2015 erhob der Versicherte am 29. April 2015
Einsprache (UV-act. 257).
B.b Mit Entscheid vom 10. Juli 2015 wies die Mobiliar die Einsprache ab (UV-act. 258).
C.
C.a Gegen den Einspracheentscheid vom 10. Juli 2015 richtet sich die vorliegende
Beschwerde vom 10. September 2015. Der Versicherte (nachfolgend:
Beschwerdeführer) beantragte darin dessen Aufhebung. Es sei ihm eine
Integritätsentschädigung von mindestens 35% und rückwirkend ab 1. März 2015 eine
Rente basierend auf einem Invaliditätsgrad von 70% auszurichten. Weiter sei ein
gerichtliches multidisziplinäres (orthopädisches, neurologisches, neuropsychologisches
und psychiatrisches) Gutachten zu erstellen; unter Kosten- und Entschädigungsfolge.
Er machte geltend, auf das Gutachten des IB-Bern könne nicht abgestellt werden,
insbesondere, weil keine psychiatrische Untersuchung erfolgt sei. Da konkrete
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Hinweise vorhanden seien, welche gegen die Zuverlässigkeit des Gutachtens
sprächen, müsse ein Obergutachten angeordnet werden (act. G1).
C.b In ihrer Beschwerdeantwort vom 2. November 2015 beantragte die Mobiliar
(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde; unter
Kostenfolge. Sie brachte vor, zur Abklärung der gesundheitlichen Einschränkungen
gebe das interdisziplinäre Gutachten des IB-Bern umfassend Auskunft, es sei ihm
voller Beweiswert anzuerkennen und der Antrag auf ein Zweitgutachten abzulehnen. Es
sei darauf hinzuweisen, dass der Beschwerdeführer selbst die Einholung eines
psychiatrischen Gutachtens abgelehnt habe bzw. im Rahmen des Gutachtens des IB-
Bern ausdrücklich keines gewünscht habe (act. G5).
C.c Mit Replik vom 3. Dezember 2015 hielt der Beschwerdeführer an seinen Anträgen
fest. Er führte aus, der behandelnde Psychiater Dr. D._ habe ihm seit 15. Juni 2015
eine Arbeitsunfähigkeit von 100% attestiert. Nach Behandlung der aktuellen Störung
erwarte er eine Restarbeitsfähigkeit von ca. 40 bis maximal 50% aufgrund
psychiatrischer und neuropsychiatrischer Störungen (vgl. Bericht vom 25. September
2015; act. G7.2). Dass der Beschwerdeführer die Einholung eines psychiatrischen
Gutachtens abgelehnt habe, lasse sich damit erklären, dass er die Verletzungen
bagatellisiert und eine geradezu phobische Abwehr von relevanten Krankheits- und
Behandlungskonzepten gezeigt habe (act. G7).
C.d In ihrer Duplik vom 21. Dezember 2015 hielt die Beschwerdegegnerin an ihrem
Antrag fest. Sie brachte vor, der Bericht von Dr. D._ könne für das vorliegende
Verfahren nicht relevant sein, da die Behandlung nicht durch ihn, sondern delegiert an
eine Psychologin erfolge. Aus den Akten ergäben sich keine Anhaltspunkte, die für eine
unfallbedingte psychische Störung sprächen und demzufolge nach einer vertieften
Abklärung rufen würden (act. G9).
C.e Mit Eingabe vom 7. April 2016 brachte der Beschwerdeführer vor, die Kollektiv-
Krankenversicherung seiner ehemaligen Arbeitgeberin habe eine unabhängige
versicherungsmedizinisch-arbeitsprognostische sowie neuropsychologische
Beurteilung bei Dres. G._ und H._ veranlasst (vgl. act. G11.1). Diese hätten ihm
eine Arbeitsfähigkeit von 50% attestiert. Sie seien aufgrund des Schädel-Hirntraumas
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von einer leichten bis mittelschweren Störung ausgegangen. Dafür sei ein
Integritätsschaden von 35% vorgesehen. Auf das Gutachten des IB-Bern könne
definitiv nicht mehr abgestellt werden (act. G11). In ihrer Stellungnahme vom 26. April
2016 machte die Beschwerdegegnerin Einwände gegen die Beurteilung von Dres.
G._ und H._ geltend und hielt fest, diese vermöge den Beweiswert des Gutachtens
des IB-Berns nicht zu erschüttern (act. G13).
C.f Am 16. Mai 2017 reichte die Beschwerdegegnerin die Verfügung der IV-Stelle vom
16. März 2017, mit der diese das Rentengesuch bei einem Invaliditätsgrad von 10%
abgewiesen hatte (vgl. act. G15.1), ein (act. G15). Das Versicherungsgericht St. Gallen
informierte die Parteien am 22. Juni 2017 über den Beizug der IV-Akten und räumte
ihnen eine Frist zur Akteneinsicht und Stellungnahme ein (act. G17).
C.g Im Juli und August 2016 war der Beschwerdeführer im Auftrag der IV-Stelle (vgl.
IV-act. I/102) durch Ärzte der PMEDA polydisziplinär (internistisch, neurologisch,
orthopädisch, psychiatrisch, neuropsychologisch) abgeklärt worden. In ihrem
Gutachten vom 21. Oktober 2016 hatten diese beurteilt, eine die Arbeitsfähigkeit in der
angestammten sowie jedweder vergleichbaren Tätigkeit mindernde
Gesundheitsstörung sei anhand der objektiven Befunde nicht ausreichend
wahrscheinlich und aktenkundig bislang strittig gewesen bzw. erheblich divergierend
eingeschätzt worden (IV-act. I/104-64). Die von der PMEDA in Auftrag gegebene MR-
Untersuchung des Schädels hatte am 9. April 2016 ein strukturell unauffälliges Gehirn
gezeigt (IV-act. I/104-71).
C.h In seiner Eingabe vom 6. Juli 2017 änderte der Beschwerdeführer seine
Rechtsbegehren dahingehend, als er rückwirkend ab 1. März 2015 eine Rente
basierend auf einem Invaliditätsgrad von mindestens 70% beantragte. Ansonsten hielt
er an seinen Anträgen fest. Er reichte das Gutachten von Dr. med. I._, Facharzt für
Psychiatrie und Psychiatrie FMH, vom 20. Juni 2017 ein und führte aus, dieser komme
zum Schluss, dass nach wie vor eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestehe (act. G20).
C.i Die Beschwerdegegnerin brachte am 10. Juli 2017 vor, die früher festgestellten
vereinzelten Hämosiderinablagerungen hätten im MRI der PMEDA nicht mehr
nachgewiesen werden können. Es sei von einer neuen und erheblichen Tatsache
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auszugehen, welche die Grundlage des Einspracheentscheids verändere. Damit sei die
Beschwerde abzuweisen, dem Beschwerdeführer in Abänderung des
Einspracheentscheids vom 10. Juli 2015 jedoch eine Rente zu verweigern. Der
Einspracheentscheid sei aus diesem Blickwinkel ex officio zu überprüfen und aufgrund
der Erkenntnisse des Gutachtens der PMEDA zu beurteilen (act. G21). In ihrer
Stellungnahme vom 2. August 2017 hielt die Beschwerdegegnerin zudem fest, das
Gutachten von Dr. I._ vermöge die Schlüsse der Gutachter des IB-Bern und der
PMEDA nicht zu erschüttern (act. G23).
C.j Mit Stellungnahme vom 14. September 2017 machte der Beschwerdeführer erneut
geltend, auf das PMEDA-Gutachten könne nicht abgestellt werden. Auch Dr. I._
würdige dieses kritisch (act. G26, vgl. Bericht vom 10. August 2017; act. G26.2). In
ihrer Eingabe vom 29. September 2017 hielt die Beschwerdegegnerin fest, die beiden
in Bezug auf die Schlussfolgerungen übereinstimmenden Gutachten seien
beweiskräftig. Gestützt darauf sei die Beschwerde abzuweisen (act. G28).
C.k Die PMEDA-Gutachter hatten sich am 12. Juli 2017 zu den neu eingegangenen
Akten und den Ergänzungsfragen (vgl. IV-act. I/121, IV-act. II/1) der IV-Stelle geäussert.
Sie hatten befunden, für die Änderung der gutachterlichen Bewertung ergebe sich
vorerst keine Notwendigkeit. Gerne nähmen sie nochmals nach Eingang der
vollständigen echtzeitlichen Behandlungsdokumentation von Dr. D._ Stellung (IV-act.
II/9). Die IV-Stelle hatte am 10. August 2017 ihre Verfügung vom 16. März 2017
widerrufen und weitere Abklärungen angekündigt (IV-act. II/12). Nach Beizug weiterer
Akten von Dr. D._ (IV-act. II/18, III/9) äusserte sich die PMEDA nach Eingang
derselben am 21. November 2017 und 12. Januar 2018 dazu (vgl. IV-act. III/7, III/16).
Die IV-Stelle stellte dem Beschwerdeführer mit Vorbescheid vom 17. Januar 2018 bei
einem Invaliditätsgrad von 0% erneut die Abweisung des Rentenbegehrens in Aussicht
(IV-act. III/20).
C.l Die Beschwerdegegnerin hatte am 27. November 2017 eine Stellungnahme zu den
ergänzten IV-Akten eingereicht (act. G34).
C.m Nach Gewährung des rechtlichen Gehörs (vgl. act. G38; die Parteien erhoben
keine Einwände gegen die in Aussicht gestellte Begutachtung, vgl. act. G41)
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beauftragte das Versicherungsgericht die asim Begutachtung, Universitätsspital Basel,
mit einer polydisziplinären (internistisch, neuropsychologisch, neurologisch,
psychiatrisch) Begutachtung (act. G46). Der Beschwerdeführer wurde im April 2018
durch Ärzte des asim untersucht. Im Gerichtsgutachten vom 6. September 2018
führten die Experten als unfallkausale Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
einen Status nach mittelschwerer traumatischer Hirnverletzung sowie ein organisches
Psychosyndrom nach Schädelhirntrauma (ICD-10: F07.2) mit neuropsychologisch
persistierender leichter bis mittelschwerer Störung bei bildgebend nachgewiesenen
posttraumatischen Scherverletzungen temporal und frontal rechts auf. Für die bisherige
Tätigkeit bestehe eine vollständige Arbeitsunfähigkeit seit dem Unfall. In einer
angepassten Tätigkeit hielten sie eine Leistungsfähigkeit von 50% (halbtags) ab Datum
des Fallabschlusses per 28. Februar 2015 für möglich. Den Integritätsschaden
schätzten sie auf 25% (act. G48).
C.n Die Beschwerdegegnerin reichte am 28. September 2018 eine Stellungnahme zum
Gutachten ein und vertrat den Standpunkt, bei diesem handle es sich lediglich um eine
andere Würdigung des gleichen medizinischen Sachverhalts. Es sei nicht darauf
abzustellen (act. G50). Der Beschwerdeführer hielt das Gerichtsgutachten mit Eingabe
vom 1. Oktober 2018 für beweiskräftig und beantragte neu die Zusprache einer
Integritätsentschädigung von mindestens 25% sowie einer Rente basierend auf einem
Invaliditätsgrad von mindestens 85% rückwirkend ab 1. März 2015; unter Kosten- und
Entschädigungsfolge (act. G51). Am 16. und 22. Oktober 2018 liess sich die
Beschwerdegegnerin erneut vernehmen (act. G55, G57). Der Beschwerdeführer reichte
am 24. Oktober 2018 eine Kostennote ein (act. G59) und äusserte sich am 29. Oktober
2018 zu den Eingaben der Beschwerdegegnerin (act. G61).
C.o Das asim reichte am 26. November 2018 die Rechnung für das erstellte Gutachten
im Gesamtbetrag von Fr. 22'647.95 ein (act. G63), wovon die Parteien am 27.
November 2018 in Kenntnis gesetzt wurden (act. G64).

Erwägungen
1.
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Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die
Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung
(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur
Änderung vom 25. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die
sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem
Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. Vorliegend finden
daher, nachdem ein Ereignis aus dem Jahr 2013 zur Diskussion steht, die bis 31.
Dezember 2016 gültigen Bestimmungen Anwendung.
2.
Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist der Anspruch des
Beschwerdeführers auf eine Rente und eine Integritätsentschädigung gegenüber der
Beschwerdegegnerin. Mit Einspracheentscheid vom 10. Juli 2015 bzw. der diesem
zugrundeliegenden Verfügung vom 30. März 2015 stellte die Beschwerdegegnerin die
Taggeldzahlungen und die Vergütung der Heilbehandlung per 28. Februar 2015 ein
(UV-act. 240, 258). Die Einstellung an sich sowie der Zeitpunkt des Fallabschlusses
(vgl. Art. 19 Abs. 1 UVG) blieben unangefochten und sind aktenmässig ausgewiesen,
so dass vorliegend nicht näher darauf einzugehen ist.
2.1 Ist die versicherte Person infolge des Unfalls mindestens zu 10 Prozent invalid, so
hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Erleidet die versicherte
Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen oder
geistigen Integrität, so hat sie Anspruch auf eine angemessene
Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG). Der Rentenanspruch entsteht, wenn von
der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des
Gesundheitszustands der versicherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige
Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV) abgeschlossen sind. Mit
dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19
Abs. 1 UVG). Eine Integritätsentschädigung wird gemäss Art. 24 Abs. 2 UVG mit der
Invalidenrente festgesetzt oder, falls kein Rentenanspruch besteht, bei der Beendigung
der ärztlichen Behandlung gewährt.
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2.2 Der Unfallversicherer ist nur für Gesundheitsschäden leistungspflichtig, die
natürlich und adäquat-kausal mit einem versicherten Unfallereignis zusammenhängen
(vgl. dazu BGE 129 V 181 f. E. 3.1 f.; ALEXANDRA RUMO-JUNGO/ANDRÉ PIERRE
HOLZER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht,
Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2012, S. 53 ff.).
Im Bereich klar ausgewiesener organischer Unfallfolgen im Sinn von nachweisbaren
strukturellen Veränderungen spielt die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich
aus dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des
Unfallversicherers praktisch keine Rolle. Sie ist bei ausgewiesener natürlicher
Kausalität ohne weiteres zu bejahen (BGE 127 V 103 E. 5b/bb, 123 V 102 E. 3b, 118 V
291 E. 3a, 117 V 365 E. 5d/bb mit Hinweisen).
2.3 Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der
Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c des Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Danach haben die
urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln
sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig
davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die
verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs
gestatten (vgl. UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 3. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2015, N 52
ff. zu Art. 43). Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht,
auch die beklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese)
abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Situation einleuchtet und
ob die Schlussfolgerungen des Experten oder der Expertin begründet sind (BGE 125 V
352 E. 3a). Bei Gerichtsgutachten weicht das Gericht nicht ohne zwingende Gründe
von den Einschätzungen des medizinischen Experten ab. Ein Grund zum Abweichen
kann vorliegen, wenn die Gerichtsexpertise widersprüchlich ist oder wenn ein vom
Gericht eingeholtes Obergutachten in überzeugender Weise zu anderen
Schlussfolgerungen gelangt. Eine abweichende Beurteilung kann gerechtfertigt sein,
wenn gegensätzliche Meinungsäusserungen anderer Fachexperten dem Gericht als
triftig genug erscheinen, die Schlüssigkeit des Gerichtsgutachtens in Frage zu stellen,
sei es, dass es die Überprüfung durch einen Oberexperten für angezeigt hält, sei es,
dass es ohne Oberexpertise vom Ergebnis des Gerichtsgutachtens abweichende
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Schlussfolgerungen zieht (BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.6; BGE 125 V 351 E. 3a und 3b/
aa mit Hinweis; UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 3. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2015,
N 55 zu Art. 43).
3.
Zu prüfen ist vorab, ob das Gerichtsgutachten vom 6. September 2018 eine
rechtsgenügliche Beurteilung der unfallkausalen Beschwerden und der Arbeitsfähigkeit
des Beschwerdeführers erlaubt. Die Beschwerdegegnerin spricht dem Gutachten die
Beweiskraft ab (act. G50, G55, G57).
3.1 Die Experten des asim führten als unfallkausale Diagnosen mit Einfluss auf die
Arbeitsfähigkeit einen Status nach mittelschwerer traumatischer Hirnverletzung und ein
organisches Psychosyndrom nach Schädelhirntrauma (ICD-10: F07.2) mit
neuropsychologisch persistierender leichter bis mittelschwerer Störung bei bildgebend
nachgewiesenen posttraumatischen Scherverletzungen temporal und frontal rechts auf.
Für die bisherige Tätigkeit bestehe seit dem Unfall eine vollständige Arbeitsunfähigkeit.
In einer angepassten Tätigkeit hielten sie eine Leistungsfähigkeit von 50% (halbtags) ab
Datum des Fallabschlusses per 28. Februar 2015 für möglich. Den Integritätsschaden
schätzten sie auf 25% (act. G48).
3.2 Insbesondere umstritten ist, ob beim Beschwerdeführer zum Zeitpunkt des
Fallabschlusses Beschwerden bzw. Beeinträchtigungen aufgrund einer unfallkausalen
organischen Schädigung des Gehirns vorlagen.
3.2.1 Die Beschwerdegegnerin bringt vor, die neurologische Teilgutachterin Dr.
med. J._, Fachärztin für Neurologie, verweise bei ihrer Diagnose auf ein "Polyblessé-
CT" vom 6. Januar 2013, welches eine minimale linksfrontal lokalisierte Hyperdensität
zeige, am ehesten einer kleinen Subarachnoidalblutung (SAB) entsprechend, ansonsten
aber keine höhergradigen traumatischen Verletzungen intrakraniell aufweise. Das
"Polyblessé-CT" werde zwar in den Berichten des KSSG aufgeführt, eine derartige
Feststellung darin jedoch nicht gemacht. Im CT vom 19. November 2013 finde sich die
SAB sodann unbestritten nicht mehr (act. G50). Entgegen der Vorbringen der
Beschwerdegegnerin hielt Dr. med. K._, Institut für Radiologie KSSG, welcher das
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"Polyblessé-CT" am 6. Januar 2013 durchführte, als Befund unter anderem eine
diskrete hyperdense lineäre Läsion links frontal, fraglich einer sehr kleinen SAB
entsprechend, fest (UV-act. 38). Wie Dr. J._ nachvollziehbar ausführte, stand im
initialen Heilungsverlauf die knöcherne Verletzung im Bereich der HWS im Vordergrund
und der Kopfverletzung wurde vorerst wenig Beachtung geschenkt (vgl. neurologisches
Teilgutachten, S. 17; act. G48). Im Austrittsbericht des KSSG vom 21. Januar 2013
wurde der - damals allenfalls noch als wenig relevant erachtete - den Kopf betreffende
Befund des "Polyblessé-CT" nicht erwähnt. Die behandelnden Ärzte hielten jedoch als
Diagnose eine Commotio cerebri fest und berichteten über einen initialen Glasgow
Coma Scale (GCS) Wert von 12 bzw. bei Sedation von 11 (UV-act. 13). Dies ist gemäss
Dr. J._ als mittelschwere Hirnverletzung zu klassifizieren. Sie hielt weiter fest, im
initialen CCT hätten sich keine Hinweise für axonale Scherverletzungen gefunden,
wobei die computertomographische Bildgebung in der Diagnostik von diffusen
axonalen Scherverletzungen regelmässig an ihre Grenzen komme. Für diese
Fragestellung sei die kernspintomographische Bildgebung aussagekräftiger (vgl.
neurologisches Teilgutachten, S. 17; act. G48). Die Beschwerdegegnerin stellt diese
nachvollziehbare Aussage in Frage, ohne dies jedoch zu begründen (vgl. act. G50).
Eine laut Dr. J._ aussagekräftigere kernspintomographische Untersuchung wurde
erstmals am 19. November 2013 durchgeführt. Diese brachte neben einer leichten
temporalen Atrophie beidseits vereinzelte Hämosiderin-Ablagerungen temporal und
frontal rechts zur Darstellung. Der ausführende Dr. med. E._ beurteilte, letztere seien
möglicherweise posttraumatisch bedingt (UV-act. 36). Dass die initial festgestellte
minimale SAB nicht mehr nachweisbar war, ist gemäss Dr. J._ nicht ungewöhnlich,
sondern spricht für eine Blutungsresorption (neurologisches Teilgutachten, S. 17; act.
G48). Es ist zwar korrekt, dass Dr. E._ die Hämosiderin-Ablagerungen nur für
möglicherweise posttraumatisch bedingt hielt. Jedoch lässt sich seiner Beurteilung
nicht entnehmen, ob er Kenntnis der Vorakten und damit insbesondere der initial
festgestellten SAB hatte. Im Bericht über das MRI vom 8. Mai 2018 findet sich
ebenfalls die Feststellung, die bekannten Hämosiderin-Ablagerungen seien
möglicherweise posttraumatisch bedingt (vgl. act. G48). Diese Einschätzung stützte
sich aber wohl ausschliesslich auf die aktenkundige Beurteilung von Dr. E._. Die kurz
nach dem Unfall bereits festgestellte Schädigung des Gehirns und die im MRI vom 19.
November 2013 sowie vom 8. Mai 2018 (vgl. act. G48) vorhandenen Läsionen
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sprechen für eine unfallkausale organische Schädigung des Gehirns. Auch die
behandelnden Ärzte der Rehaklinik Bellikon hatten in ihrem Austrittsbericht vom 11.
Dezember 2013 eine traumatische Hirnverletzung festgehalten (UV-act. 35). Dr. phil.
Z._, Fachpsychologin für Neuropsychologie FSP, KSSG, hatte am 7. Januar 2014
ausgeführt, aus neuropsychologischer Sicht bestätige sich die Diagnose einer
organischen Funktionsstörung (ICD-10: F07.8; UV-act. 49). Sie ging mithin ebenfalls
von einer organisch nachweisbaren Schädigung aus.
3.2.2 Weiter zweifelt die Beschwerdegegnerin an der Einschätzung von Dr. J._,
wonach der Beschwerdeführer beim Unfall eine Contusio cerebri erlitten haben soll
(act. G50; neurologisches Teilgutachten, S. 23; act. G48). Gemäss Anhang zur
Stellungnahme der PMEDA vom 12. Juli 2017 liegt bei einem leichtgradigen
Schädelhirntrauma ein Bewusstseinsverlust von bis zu 30 Minuten, eine Amnesie von
weniger als einem Tag oder ein GCS-Wert von 13 bis 15 vor. Angesichts dieser
Kriterien seien Unschärfen in der Bestimmung der einander zudem überlappenden
Variablen plausibel und stets zu erwarten (IV-act. II/9). Dr. J._ führte aus, eine
Commotio cerebri sei mit einer leichten traumatischen Hirnverletzung vergleichbar. Bei
einem dokumentierten GCS-Wert von 12 und nachgewiesenen persistierenden
strukturellen Läsionen sei die von den erstbehandelnden Ärzten des KSSG gestellte
Diagnose einer Commotio cerebri nicht korrekt (neurologisches Teilgutachten, S. 23;
act. G48). Neben dem GCS-Wert sprechen auch die (gemäss Austrittsbericht des
KSSG zwar fragliche; vgl. UV-act. 15) Bewusstlosigkeit nach dem Unfall sowie die
retrograde Amnesie von rund 30 Sekunden und anterograde Amnesie von ca. sieben
Stunden (vgl. IV-act. I/11-9) für eine mittelschwere traumatische Hirnverletzung, von
welcher Dr. J._ ausging. Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass auch die Gutachter
des IB-Bern von einer Contusio cerebri mit bildgebend nachgewiesenen leichten
kleinen Hämosiderinablagerungen und initial sehr kleiner SAB ausgingen (UV-act. 160).
Auch Dr. C._ ging von einer Contusio cerebri aus (vgl. UV-act. 71).
3.2.3 Die PMEDA Gutachter hatten festgehalten, traumatische zerebrale Läsionen
hätten ihr klinisches Störungsmaximum regelhaft im Verletzungszeitpunkt und zeigten
danach im weiteren Verlauf eine Besserung. Der aktenkundige Ablauf einer
"diagnostischen Augmentation" (aus einer Commotio cerebri werde eine Contusio
cerebri; es träten vermeintliche kognitive Defekte hinzu) laufe der Biologie zerebraler
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Verletzungen also zunächst einmal zuwider (IV-act. I/104-63). Diese Ausführungen sind
insofern nicht stichhaltig, als wie soeben erwähnt, initial nicht von einer Commotio
cerebri, sondern einer mittelschweren traumatischen Hirnverletzung (Contusio cerebri)
auszugehen ist. Zudem brachte Dr. D._ überzeugend vor, alle psychiatrischen und
auch manche neuropsychologischen Unfallfolgen könnten sich erst Wochen bis
Monate nach dem schädigenden Ereignis zeigen. Dies insbesondere deshalb, weil ein
Patient in der ersten Zeit in der Regel krankgeschrieben und entpflichtet sei. Die den
Beschwerdeführer stark störenden Leistungsmängel seien ihm erst aufgefallen in dem
Versuch, seine Arbeit wieder aufzunehmen, also als er mit erhöhten
Leistungsanforderungen konfrontiert gewesen sei (IV-act. I/120-4). Die PMEDA
Gutachter bezeichneten die vom Rechtsvertreter des Beschwerdeführers
übernommene Argumentation von Dr. D._ in ihrer Stellungnahme vom 12. Juli 2017
als abwegig, ohne dies jedoch zu begründen (IV-act. II/9-4).
3.2.4 Insgesamt ist damit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von einer
unfallkausalen, im Zeitpunkt des Fallabschlusses persistierenden, organischen
Schädigung des Gehirns auszugehen. Ausführungen zu den von der
Beschwerdegegnerin aufgeworfenen Fragen der Adäquanzprüfung bei organisch nicht
hinreichend nachweisbaren Unfallfolgen erübrigen sich (vgl. act. G55).
3.3 Die Beschwerdegegnerin bringt Vorbehalte gegen die Diagnose eines organischen
Psychosyndroms vor. Die Gutachter hätten sich zudem nicht ausreichend mit
abweichenden früheren Beurteilungen auseinandergesetzt (act. G50). Die
psychiatrische Teilgutachterin des asim, Dr. med. L._, Fachärztin für Psychiatrie und
Psychotherapie, führte aus, bei der Diagnose eines organischen Psychosyndroms nach
Schädelhirntrauma sollte das Trauma meist schwer genug gewesen sein und zu einer
Bewusstlosigkeit geführt haben. Es sei möglich, dass objektive Nachweise einer
Gehirnschädigung fehlen könnten. Als typische Symptome gälten unter anderem
unangenehme Empfindungen wie Schmerz oder Schwindel, ein allgemeines
Krankheitsgefühl sowie eine ausgeprägte Erschöpfung und Geräuschempfindlichkeit.
Damit einhergehend seien affektive Veränderungen wie emotionale Labilität, Angst und
Depressionssymptome. Oft würden zudem subjektiv Schwierigkeiten bei der
Konzentrations- und Gedächtnisleistung beklagt. Dies häufig ohne dass eindeutige
Beeinträchtigungen in einer neuropsychologischen Testung nachweisbar seien.
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Daneben könnten Schlafstörungen und eine ausgeprägte Beschäftigung mit den
genannten Symptomen bis hin zu hypochondrischen Ideen auftreten. Aus
gutachterlicher Sicht seien beim Beschwerdeführer die Diagnosekriterien für ein
mittelgradiges organisches Psychosyndrom erfüllt. Im Folgenden setzte sie sich kurz
mit den Vorberichten von Dr. D._, Dres. G._ und H._ sowie Dr. I._ auseinander
und begründete die abweichende Diagnose überzeugend (psychiatrisches
Teilgutachten, S. 15, act. G48).
3.4 Dr. J._ führte bezüglich des Gutachtens des IB-Bern aus, vergleichbar mit der
aktuellen neurologischen Einschätzung hätten sich auch damals keine fokal-
neurologischen Defizite, jedoch leichte neuropsychologische Defizite im verbalen
Gedächtnis gezeigt. In diese Beurteilung seien weder die erhöhte Erschöpfbarkeit/
Ermüdbarkeit, noch die aktuell postulierten leichten Zeichen der frontalen Enthemmung
einbezogen worden (neurologisches Teilgutachten, S. 21 f.; act. G48). Wie die
Beschwerdegegnerin zu Recht vorbringt, erwähnten die Gutachter des IB-Bern die
Erschöpfungszustände und die Nichtbelastbarkeit im Alltag (UV-act. 162 ff.). Sie
berücksichtigten diese jedoch insofern nicht, als sie diese im Gegensatz zu Dr. J._
für weder objektiviert noch nachvollziehbar hielten (UV-act. 160/2). Die abweichende
Einschätzung von Dr. J._, insbesondere bezüglich der Arbeitsfähigkeit, ist damit
plausibel.
3.5 Die Beschwerdegegnerin erachtet die vom asim attestierte Arbeitsfähigkeit von 0%
in der angestammten und 50% in einer adaptierten Tätigkeit für nicht nachvollziehbar
(act. G50). Diese stark von den Vorgutachten abweichende Einschätzung (vgl. UV-act.
188, IV-act. I/104) begründeten die Gerichtsgutachter mit der hohen Anforderung an
Stressresistenz, der Abrufbarkeit der Leistung bei Bedarf, dem Zeitdruck, der
Verantwortung und auch den Führungsaufgaben bei der angestammten Tätigkeit. Eine
adaptierte Tätigkeit sei aufgrund der leichten bis mittelschweren neuropsychologischen
Störung und der psychiatrischerseits objektivierten Verhaltensauffälligkeiten im Sinne
eines hirnorganischen Psychosyndroms maximal zu 50% möglich. Die Reduktion
begründe sich durch die Arbeitsverlangsamung und die Notwendigkeit eines
strukturierten Vorgehens. Zu den Vorgutachten führten sie aus, diese hätten formal die
Testergebnisse der neuropsychologischen Testung als Massstab genommen, ohne
jedoch die klinisch/anamnestische Einordung in das zugrundeliegende, für die
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Umsetzung der Arbeitsfähigkeit massgebliche, hirnorganische Psychosyndrom nach
SHT vorzunehmen. Dabei seien insbesondere die Faktoren der störungsbedingt
deutlich eingeschränkten Steuerungsfähigkeit und der intrinsischen
Motivationsfähigkeit unberücksichtigt geblieben (Hauptgutachten, S. 11 f., 15, act.
G48). Vor diesem Hintergrund ist eine im Vergleich zu den Vorgutachten
zurückhaltendere Einschätzung der Arbeitsfähigkeit nachvollziehbar. Zudem ist darauf
hinzuweisen, dass für die Bezifferung des Invaliditätsgrades das trotz der
unfallbedingten Beeinträchtigungen zumutbare Einkommen in einer adaptierten, nicht
der angestammten, Tätigkeit ausschlaggebend ist. Die 50%ige Arbeitsfähigkeit in einer
adaptierten Tätigkeit stimmt mit den Beurteilungen der behandelnden Ärzte der
Rehaklinik Bellikon, von Dr. D._ (prognostisch nach Behandlungsabschluss) sowie
der Dres. G._ und H._ überein (vgl. UV-act. 35, act. G7.2, G11.1).
3.6 Bei der Würdigung des Gerichtsgutachtens vom 6. September 2018 fällt weiter ins
Gewicht, dass es auf eigenständigen gründlichen Abklärungen beruht und für die
streitigen Belange umfassend ist. Die medizinischen Vorakten wurden verwertet und
diskutiert. Insbesondere haben sich die Gerichtsgutachter ausführlich und schlüssig
mit der abweichenden Beurteilung der Gutachter des IB-Bern und der PMEDA
auseinandergesetzt. Die vom Beschwerdeführer geklagten Leiden wurden
berücksichtigt und nachvollziehbar gewürdigt. Die von den Gerichtsgutachtern
vorgenommene Arbeitsfähigkeitsschätzung leuchtet in der Darlegung der
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein.
Weiter bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass objektiv wesentliche Tatsachen nicht
berücksichtigt worden wären. Aus medizinischer Sicht ist deshalb davon auszugehen,
dass der Beschwerdeführer für die angestammte Tätigkeit als Customer Engineer seit
dem 6. Januar 2013 über keine Arbeitsfähigkeit mehr verfügt. Für leidensangepasste
Tätigkeiten besteht eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit seit dem Fallabschluss vom 28.
Februar 2015 (Hauptgutachten, S. 11, 15, act. G48). Aus rechtlicher Sicht bestehen
keine Gründe, von der Leistungsfähigkeitsbeurteilung im Gerichtsgutachten
abzuweichen.
4.
Basierend auf einer Arbeitsfähigkeit von 50% in einer adaptierten Tätigkeit ist im
Rahmen eines Einkommensvergleichs der Invaliditätsgrad zu ermitteln.
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4.1 Für das Valideneinkommen ist massgebend, was die versicherte Person im
Zeitpunkt des allfälligen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am
zuletzt erzielten, der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten
Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige
Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre (BGE 134 V 322 E. 4.1).
Die Beschwerdegegnerin macht geltend, als Valideneinkommen könne nicht der im
Zeitpunkt des Unfalles aussergewöhnlich hohe Verdienst genommen werden, da dem
Beschwerdeführer wegen des abgelehnten Einsatzes bei der Arbeitgeberin in anderen
Funktionen, wie auch aufgrund der Umstrukturierung, mithin aus unfall- bzw.
invaliditätsfremden Gründen, gekündigt worden sei (act. G57, UV-act. 240, 258). Der
Beschwerdeführer ist hingegen der Ansicht, ohne das Unfallereignis hätte er seine
Stelle nicht verloren (act. G61). Den Akten ist zu entnehmen, dass sich die
Arbeitgeberin des Beschwerdeführers aufgrund von dessen Abwesenheit intern
umorganisieren musste (UV-act. 122). Mit E-Mail vom 30. September 2014 teilte die
Arbeitgeberin der IV-Stelle mit, ein Einsatz in seiner ursprünglichen Tätigkeit zu 50%
sei nicht möglich, Büroarbeiten als Alternative seien nicht vorhanden. Einzig in Betracht
zu ziehen wäre ein Einsatz als normaler Feldtechniker mit Piketteinsätzen. Dies würde
die Erlernung neuer Bereiche und Offenheit für Veränderungen voraussetzen (UV-act.
124). Wie sich aus dem Gutachten der asim ergibt, ist der Beschwerdeführer in seiner
angestammten Tätigkeit zu 100% arbeitsunfähig. Auch die alternativ angebotene
Tätigkeit als Feldtechniker entspricht nicht den Adaptationskriterien, insbesondere
handelt es sich nicht um eine Routine- und Bereitstellungstätigkeit ohne höhere
kognitive Anforderungen (vgl. Hauptgutachten, S. 11, 15; act. G48). Dem
Beschwerdeführer kann folglich kein Vorwurf gemacht werden, sollte er sich, wie von
der Beschwerdegegnerin vorgebracht, geweigert haben, die alternativ angebotene
Tätigkeit zu übernehmen. Er hat damit seine Schadenminderungspflicht (vgl. Art. 21
Abs. 4 ATSG) nicht verletzt. Die Akten weisen - wie die Beschwerdegegnerin zu Recht
geltend macht (vgl. UV-act. 240) - darauf hin, dass das Verhalten des
Beschwerdeführers gegenüber der Arbeitgeberin möglicherweise teilweise nicht
optimal war (UV-act. 95). Zudem hatte die ursprüngliche Abteilung des
Beschwerdeführers offenbar eine veraltete Arbeitsweise, weshalb das Portfolio
angepasst werden musste. Dies bedingte nach Angaben des Vorgesetzten eine
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speditivere Arbeitsweise, eine rasche Auffassungs- und Umstellfähigkeit, ein
Integrieren neuer Arbeitsabläufe und allgemein höhere Anforderungen (UV-act. 95). Es
liegen jedoch keine Hinweise darauf vor, dass der Beschwerdeführer diesen
Anforderungen ohne die Unfallfolgen nicht gewachsen gewesen wäre.
Ausschlaggebend für die per 31. Januar 2015 erfolgte Kündigung des
Arbeitsverhältnisses war damit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit die
gesundheitliche Situation des Beschwerdeführers. Da folglich davon auszugehen ist,
dass der Beschwerdeführer im Validenfall noch bei seiner langjährigen Arbeitgeberin
tätig wäre, ist vom zuletzt erzielten Verdienst auszugehen. Da dieser schwankend war,
rechtfertigt es sich vorliegend, dafür einen längeren Zeitraum heranzuziehen.
Angemessen erscheint, den Durchschnitt der letzten fünf Jahre, mithin von 2008 bis
2012, als massgeblich zu betrachten. Die jährlichen Löhne beliefen sich auf Fr.
155'674.--, Fr. 150'235.--, 156'546.--, 156'788 und Fr. 167'449.-- (vgl. IV-act. I/10).
Angepasst an die branchenspezifische (Information und Kommunikation bzw.
Informatik [bis 2010; Kategorie J-K]) Nominallohnentwicklung bis 2015 bei den
Männern (+1.9%, +1.1%, +1.8%, +0.3%, + 1.2%, + 1.0%, + 0.0%) resultiert für den
massgeblichen Zeitpunkt 2015 ein Jahreseinkommen von Fr. 164'232.-- ([167'376.-- +
158'516.-- + 163'378.-- + 160'737.-- + 171'153.--] / 5).
4.2 Der Beschwerdeführer stellt sich auf den Standpunkt, das Invalideneinkommen sei
aufgrund der LSE nach dem tiefsten Kompetenzniveau (Hilfsarbeiter) festzulegen (act.
G51). Die Beschwerdegegnerin lehnt diese Berechnungsweise ab und schlägt die
Festlegung anhand der LSE 2012, TA1, privater Sektor, Kategorie 4,
Informationstechnologie und Informatikdienst, vor (act. G57). Die asim-Gutachter
führten bezüglich einer angepassten Tätigkeit aus, es müsse sich um eine gut
strukturierte Routinetätigkeit, ohne hohe Anforderungen an die Flexibilität, mit
selbständiger Arbeitserledigung und ohne Teamdruck handeln. Es sollte auf eine
arbeitsbegleitende Fremdstrukturierung ohne erhöhten Zeit- und Leistungsdruck
geachtet werden. Möglich erschienen Tätigkeiten idealerweise im langjährigen
Berufsumfeld des bisherigen Arbeitsgebiets. Der Beschwerdeführer wäre von den
Anforderungen einer Einarbeitung in tätigkeitsfremden Tätigkeiten überfordert
(Hauptgutachten, S. 11, 15, act. G48). Es rechtfertigt sich daher das
Invalideneinkommen gestützt auf die LSE (vgl. BGE 139 V 592 E. 2.3, 129 V 475 E.
4.2.1) zu ermitteln, und zwar anhand des Durchschnitts des im Bereich
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Informationstechnologie und Informationsdienstleistungen in der Privatwirtschaft von
Männern des Kompetenzniveaus 2 erzielten Lohnes. Der Beschwerdeführer hat bei
seiner langjährigen Tätigkeit im Informatikbereich breite Kenntnisse erworben und ist in
der Lage, diese mindestens noch teilweise umzusetzen. Das Berufsfeld der Informatik
beinhaltet zahlreiche unterschiedliche Tätigkeitsbereiche, so dass es überwiegend
wahrscheinlich erscheint, dass dem Beschwerdeführer auf dem ausgeglichenen
Arbeitsmarkt genügend Stellen entsprechend den Anforderungen des
Kompetenzniveaus 2 (praktische Tätigkeiten wie Datenverarbeitung und
Administration/Bedienen von Maschinen und elektronischen Geräten) offenstehen. Der
massgebliche Lohn belief sich im Jahr 2014 auf Fr. 6'581.-- pro Monat (LSE 2014,
Bundesamt für Statistik, Tabelle TA1). Daraus ergibt sich ein Jahreseinkommen von
78'972.--. Aufgerechnet auf die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41.7
Stunden (2014, total) und bei einer branchenspezifischen Nominallohnentwicklung bis
2015 von +0.0% ergibt sich ein Jahreseinkommen von Fr. 82'328.--, bzw. bei einem
zumutbaren Arbeitspensum von 50% ein solches von Fr. 41'164.--.
4.3 Der Beschwerdeführer ist der Ansicht, es sei ein Tabellenlohnabzug von 15%
gerechtfertigt (act. G51). Mit dem Tabellenlohnabzug ist zu berücksichtigen, dass
gesundheitlich beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten
(Hilfsarbeiter)Tätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen und
entsprechend einsetzbaren arbeitnehmenden Personen lohnmässig benachteiligt sind
und deshalb mit unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Sodann wird
dem Umstand Rechnung getragen, dass weitere persönliche und berufliche Merkmale
einer versicherten Person, wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder
Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad, Auswirkungen auf die Lohnhöhe
haben können (BGE 129 V 481 E. 4.2.3, vgl. auch BGE 134 V 327 E. 5.2). Den
qualitativen Einschränkungen des Beschwerdeführers wurden mit der Wahl des
Kompetenzniveaus 2 bereits ausreichend Rechnung getragen. Zusätzlich ist allerdings
von der Notwendigkeit einer gewissen erhöhten Rücksichtnahme seitens des
Arbeitgebers auszugehen. Eine solche dürfte sich tendenziell lohnsenkend auswirken.
Zu berücksichtigen ist zudem, dass der Beschwerdeführer nur noch als
Teilzeitbeschäftigter tätig sein kann. Er ist im Vergleich zu voll leistungsfähigen
Arbeitnehmern damit lohnmässig benachteiligt und muss mit unterdurchschnittlichen
Lohnansätzen rechnen (vgl. zum Ganzen PHILIPP GEERTSEN, Der Tabellenlohnabzug,
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in Ueli Kieser/Miriam Lendfers [Hrsg.]: Jahrbuch zum Sozialversicherungsrecht 2012, S.
139 ff.). Es rechtfertigt sich damit, den Tabellenlohnabzug auf 5% festzusetzen.
Folglich reduziert sich das massgebliche Invalideneinkommen auf Fr. 39'106.--.
4.4 Ausgehend von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten
und unter Berücksichtigung eines 5%igen Tabellenlohnabzugs resultiert bei einem
Valideneinkommen von Fr. 164'232.-- und einem Invalideneinkommen von Fr. 39'106.--
ein rentenbegründender Invaliditätsgrad von rund 76%.
5.
Weiter ist der Integritätsschaden des Beschwerdeführers zu beurteilen.
5.1 Die Integritätsentschädigung wird gemäss Art. 25 Abs. 1 UVG entsprechend der
Schwere des Integritätsschadens abgestuft. Bei gleichem medizinischem Befund ist
der Integritätsschaden für alle Versicherten gleich; er wird abstrakt und egalitär
bemessen. Spezielle Behinderungen der betroffenen Person bleiben dabei
unberücksichtigt (BGE 124 V 35 E. 3c, 113 V 221 E: 4b). Die Bemessung des
Integritätsschadens hängt somit nicht von den besonderen Umständen des Einzelfalls
ab; es geht vielmehr um die medizinisch-theoretische Ermittlung der Beeinträchtigung
der körperlichen und/oder geistigen Integrität, wobei subjektive Faktoren ausser Acht
zu lassen sind (BGE 115 V 147 E. 1). Nach Art. 36 Abs. 2 UVV wird die
Integritätsentschädigung gemäss den Richtlinien des Anhangs 3 zur UVV bemessen.
Dieser Anhang enthält eine als gesetzmässig und nicht abschliessend anerkannte
Skala. Die Medizinische Abteilung der Suva hat in Weiterentwicklung der
bundesrätlichen Skala zusätzliche Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form
(sogenannte Feinraster) erarbeitet. Diese Tabellen enthalten Richtwerte, mit denen die
Gleichbehandlung aller Versicherten gewährleistet werden soll; sie sind mit dem
Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 32 E. 1c mit Hinweis).
5.2 Bezüglich der Höhe der Integritätsentschädigung bringt die Beschwerdegegnerin
lediglich vor, wenn man den Schlussfolgerungen des asim nicht folge, entbehre diese
jeglicher Grundlage (act. G50). Nachdem das Gutachten wie ausgeführt als
beweiskräftig zu erachten und insbesondere die gestellten Diagnosen schlüssig sind,
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vermag das Argument der Beschwerdegegnerin die Beurteilung der
Integritätsentschädigung nicht in Zweifel zu ziehen. Die asim-Gutachter stützten sich
auf die Suva-Tabelle 8 "Integritätsschaden bei psychischen Folgen von
Hirnverletzungen" (abrufbar unter https://www.suva.ch/de-CH/material/
Dokumentationen/tabelle-08-integritaetsschaden-bei-psychischen-folgen-von-
hirnverletzungen/, zuletzt abgerufen am 12. Dezember 2018) und befanden, im Hinblick
auf das Ausmass an kognitiven und psychischen Beschwerden liege der
Beschwerdeführer an der Grenze zwischen leichter und leichter bis mittelschwerer
Hirnfunktionsstörung (Hauptgutachten, S. 16, act. G48). Für erstere sieht die Suva-
Tabelle einen Integritätsschaden von 20%, für letztere einen solchen von 35% vor. Ein
Integritätsschaden von 25% ist damit plausibel.
6.
6.1 Nach dem Gesagten ist die Beschwerde unter Aufhebung des
Einspracheentscheids vom 10. Juli 2015 gutzuheissen und dem Beschwerdeführer mit
Wirkung ab 1. März 2015 eine Invalidenrente basierend auf einem Invaliditätsgrad von
76% sowie eine Integritätsentschädigung bei einem Integritätsschaden von 25%
zuzusprechen. Zur Festsetzung und Ausrichtung der Leistung ist die Sache an die
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
6.2 Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).
6.3 In Nachachtung der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (Urteil des
Bundesgerichts vom 27. Juni 2013, 8C_71/2013, E. 2.2.3) hat die Beschwerdegegnerin
die für das Gerichtsgutachten angefallenen Kosten von Fr. 22'647.95 zu tragen (act.
G63).
6.4 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei
Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom
Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der
Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In
der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art.
22 Abs. 1 lit. b HonO (sGS 963.75) pauschal Fr. 1‘000.-- bis Fr. 12‘000.--.
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Praxisgemäss wird in durchschnittlich aufwändigen unfallversicherungsrechtlichen
Streitigkeiten ein Honorar von Fr. 3'500.-- bis 4'500.-- zugesprochen. Der
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers machte mit der Kostennote vom 24. Oktober
2018 ein Honorar von Fr. 11'787.35.-- für einen Arbeitsaufwand von 42 Stunden à Fr.
250.-- plus Barauslagen und Mehrwertsteuer geltend, ohne den Aufwand detailliert
darzulegen (act. G59.1). Der hier zu beurteilende Fall ist wegen der umfangreichen
Akten, des Gerichtsgutachtens und der Eingaben der Gegenpartei überdurchschnittlich
aufwändig. Hingegen erscheinen die geltend gemachten 42 Arbeitsstunden als zu
hoch. Im Vergleich mit anderen überdurchschnittlich aufwändigen Fällen erscheint eine
pauschale Parteientschädigung von Fr. 7'000.-- (inklusive Barauslagen und
Mehrwertsteuer) als angemessen.