Decision ID: b7baa74a-93c7-4551-82ce-ca7e4aba308c
Year: 2022
Language: de
Court: FR_TC
Chamber: FR_TC_006
Canton: FR
Region: Espace_Mittelland
Law Area: penal_law

Sachverhalt
A. Mit Urteil vom 22. Juni 2021 verurteilte der Polizeirichter des Sensebezirks A._ wegen Hinderung einer Amtshandlung, einfacher und mehrfacher grober Verletzung der Verkehrsregeln sowie Vereitelung von Massnahmen zur Feststellung der Fahrunfähigkeit und sprach ihn frei vom Vorwurf der groben Verletzung der Verkehrsregeln im Zusammenhang mit dem Überholen trotz angeblichem Gegenverkehr. Die Strafe wurde festgesetzt auf eine bedingte Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu CHF 60.- mit einer Probezeit von fünf Jahren sowie eine Busse von CHF 300.-. Die Ersatzfreiheitsstrafe für die Busse wurde auf drei Tage festgesetzt, wobei die Busse auf schriftliche Anfrage hin auch in Form von gemeinnütziger Arbeit geleistet werden kann. A._ wurden die Kosten des Verfahrens auferlegt.
B. Gegen dieses Urteil meldete A._ (nachfolgend: der Beschuldigte oder der ) am 3. Juli 2021 die Berufung an. Das begründete Urteil wurde ihm am 11. August 2021 zugestellt. Mit Berufungserklärung vom 13. August 2021 ficht er das Urteil vollumfänglich an. Er beantragt in Gutheissung seiner Berufung seinen Freispruch vom Vorwurf der Hinderung einer , der einfachen und mehrfachen groben Verletzung der Verkehrsregeln und der Vereitelung von Massnahmen zur Feststellung der Fahrunfähigkeit. Die Kosten des erst- und oberinstanzlichen Verfahrens, Gerichtskosten und Parteientschädigung, seien dem Staat Freiburg aufzuerlegen.
Die zuständige Staatsanwältin teilte am 6. September 2021 mit, dass die Staatsanwaltschaft weder Nichteintreten beantragt noch Anschlussberufung erklärt und in der Sache selbst auf Abweisung der Berufung schliesst.
D. Von Amtes wegen wurde über den Berufungsführer ein aktueller Strafregisterauszug,  vom 14. April 2022, eingeholt.
E. Anlässlich der Verhandlung vom 6. Mai 2022 erschien der Berufungsführer, begleitet von seinem Wahlverteidiger. Nach der Einvernahme des Berufungsführers hielt sein Vertreter den Parteivortrag. Der Berufungsführer machte von der Möglichkeit, ein Schlusswort abzugeben, keinen Gebrauch.
Auf die Ausführungen des Berufungsführers sowie das Plädoyers seines Verteidigers an der Verhandlung vom 6. Mai 2022 wird – soweit erforderlich – nachfolgend eingegangen. Im Übrigen wird auf die Akten verwiesen.

Erwägungen
1.
Als beschuldigte und erstinstanzlich auch verurteilte Person besitzt der Berufungsführer ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung des Entscheids i.S.v. Art. 382 Abs. 1 StPO und ist somit zur Berufung legitimiert. Die Berufung erfolgte frist- und formgerecht und entspricht den gesetzlichen Anforderungen, folglich ist darauf einzutreten.
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2.
Das Berufungsgericht überprüft das erstinstanzliche Urteil nur in den angefochtenen Punkten (Art. 404 Abs. 1 StPO). Der Berufungsführer ficht das erstinstanzliche Urteil vollumfänglich an, wenn auch nicht in allen Punkten selbständig. Das erstinstanzliche Urteil ist somit grundsätzlich in sämtlichen Ziffern zu überprüfen, wobei die nur als Konsequenz des beantragten Freispruchs angefochtenen Punkte (rechtliche Würdigung, Strafzumessung, Kosten) lediglich zu überprüfen sind, wenn der Gerichtshof im Schuldpunkt zu einem anderen Ergebnis kommen sollte.
Der Strafappellationshof verfügt bei der Überprüfung der angefochtenen Teile des erstinstanzlichen Urteils über volle Kognition (Art. 398 Abs. 2 StPO) und ist aufgrund der alleinigen Berufung des Berufungsführers an das Verschlechterungsverbot gemäss Art. 391 Abs. 2 StPO gebunden.
3.
Das Rechtsmittelverfahren beruht auf den Beweisen, die im Vorverfahren und im erstinstanzlichen Hauptverfahren erhoben worden sind (Art. 389 Abs. 1 StPO). Beweisabnahmen des  Gerichts werden gemäss Art. 389 Abs. 2 StPO nur wiederholt, wenn a. Beweisvorschriften verletzt worden sind; b. die Beweiserhebungen unvollständig waren; c. die Akten über die  unzuverlässig erscheinen. Die Rechtsmittelinstanz erhebt von Amtes wegen oder auf Antrag einer Partei die erforderlichen zusätzlichen Beweise (Art. 389 Abs. 3 StPO).
Vorliegend erscheint es nicht erforderlich, über die im Vorverfahren und im erstinstanzlichen  erhobenen Beweise hinauszugehen. Der Strafappellationshof kann sich auf die  des Berufungsführers sowie den Beizug der Akten beschränken.
4.
Der Berufungsführer macht eine unrichtige Feststellung des Sachverhaltes (Art. 398 Abs. 3 Bst. b StPO), eine Verletzung der Unschuldsvermutung und des Grundsatzes «in dubio pro reo» geltend. Er bestreitet, im Zeitpunkt der ihm vorgeworfenen Vorfälle der Lenker des Fahrzeugs mit den Kontrollschildern FR bbb gewesen zu sein.
4.1. Nach Art. 10 Abs. 2 StPO würdigt das Gericht die Beweise frei nach seiner aus dem  Verfahren gewonnenen Überzeugung. Die Organe der Strafrechtspflege sollen frei von  und nur nach ihrer persönlichen Überzeugung aufgrund gewissenhafter Prüfung der  Beweise darüber entscheiden, ob sie eine Tatsache für bewiesen halten. Bestehen  Zweifel an der Erfüllung der tatsächlichen Voraussetzungen der angeklagten Tat, so geht das Gericht von der für die beschuldigte Person günstigeren Sachlage aus (Art. 10 Abs. 3 StPO).
Die von Art. 10 StPO, Art. 32 Abs. 1 BV, Art. 14 Abs. 2 Uno-Pakt II und Art. 6 Abs. 2 EMRK  Unschuldsvermutung sowie als ihre direkte Folge der Grundsatz „in dubio pro reo“ betreffen sowohl die Beweislast als auch die Beweiswürdigung im weiten Sinne. Als Beweislastregel bedeutet sie im Urteilsstadium, dass die Beweislast der Anklage obliegt und dass vom Zweifel der  profitieren muss. Als Beweiswürdigungsregel bedeutet die Unschuldsvermutung, dass der Richter sich nicht von einem für den Beschuldigten ungünstigen Sachverhalt überzeugt erklären kann, wenn aus einem objektiven Blickwinkel in Bezug auf das Bestehen dieses Sachverhalts  bestehen. Nicht entscheidend ist, dass bloss abstrakte und theoretische Zweifel bestehen, die jederzeit möglich sind, da eine absolute Sicherheit nicht verlangt werden kann. Es muss sich um ernsthafte und unüberwindbare Zweifel handeln, das heisst Zweifel, die sich aufgrund der objektiven Sachlage aufzwingen. Werden die Beweiswürdigung und die Sachverhaltsfeststellung in Bezug auf
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den Grundsatz „in dubio pro reo“ kritisiert, weist dieser keine weitere Tragweite als das Willkürverbot auf (vgl. BGE 145 IV 154 E. 1.1 mit Hinweisen, in Pra 108 (2019) Nr. 139).
Die Organe der Strafrechtspflege sollen frei von Beweisregeln und nur nach ihrer persönlichen  aufgrund gewissenhafter Prüfung der vorliegenden Beweise darüber entscheiden, ob sie eine Tatsache für bewiesen halten. Dabei sind sie freilich nicht nur der eigenen Intuition verpflichtet, sondern auch an (objektivierende) Denk-, Natur- und Erfahrungssätze sowie wissenschaftliche Erkenntnisse gebunden. Der Beweiswürdigung voraus geht die Sammlung und Sichtung von (prozessual zulässigen) Beweismitteln, die zur Feststellung des tatbestandserheblichen  beitragen können. Das Beweismaterial wird zunächst auf seine grundsätzliche Eignung und Qualität hin beurteilt: Einerseits müssen die einzelnen Beweismittel ihrer Natur und ihrer Aussage nach tatsächlich zur Klärung der konkreten Tatfrage beitragen können (Beweiseignung). Anderseits muss ihr grundsätzlicher Beweiswert feststehen. Die anschliessende Beweiswürdigung betrifft die inhaltliche Auswertung der aufgenommenen Beweismittel. Diese erfolgt gegebenenfalls mithilfe von Richtlinien, aber nicht nach ergebnisbezogenen Beweisregeln oder -theorien. Solange das  den Standards der Beweiswürdigung folgt, hat es einen weiten Ermessensspielraum (BGE 144 IV 345 E: 2.2.3.1 mit Hinweisen).
4.2. Nach Art. 113 Abs. 1 StPO muss sich die beschuldigte Person nicht selbst belasten. Sie hat namentlich das Recht, die Aussage und ihre Mitwirkung im Strafverfahren zu verweigern. Sie muss sich aber den gesetzlich vorgesehenen Zwangsmassnahmen unterziehen.
Die Regel, wonach niemand gezwungen werden kann, sich selbst zu belasten, stellt einen  Grundsatz dar, der sich aus Art. 32 BV ableitet und im Strafverfahren anwendbar ist. Der in einem Strafverfahren Beschuldigte ist demnach nicht zur Aussage verpflichtet. Gestützt auf sein Recht, nicht zu antworten, ist er berechtigt zu schweigen, ohne dass ihm daraus Nachteile  und ohne dass dies einen Beweis oder ein Indiz für seine Schuld darstellt. Die ausdrückliche Garantie, dass jede Person, die einer Straftat beschuldigt wird, nicht gezwungen werden darf, gegen sich selbst auszusagen oder sich schuldig zu bekennen, enthält Art. 14 Abs. 3 Bst. g UNO-Pakt II. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts, welche mit derjenigen des EGMR übereinstimmt, leitet sich diese Garantie auch direkt aus Art. 6 Ziff. 1 EMRK ab.
Die rechtliche Anerkennung des Rechts, nicht zu antworten, beschränkt sich auf das Recht zu schweigen. Sie verhindert nicht, dass der Richter in einem auf der freien Beweiswürdigung (Art. 10 Abs. 2 StPO) beruhenden Urteil das Verhalten des Beschuldigten anlässlich seiner Aussage . Die Rechtsprechung geht davon aus, dass es unter bestimmten Umständen zulässig ist, aus dem Schweigen des Beschuldigten Schlussfolgerungen zu seinen Ungunsten zu ziehen, sofern es andere direkte Beweise zu seinen Lasten gibt, die Licht in den Sachverhalt gebracht haben, so dass seine Weigerung zu antworten vernünftigerweise als ein Element zu seinen Lasten interpretiert werden muss. Das Recht zu schweigen hindert die Strafbehörde nicht daran, bei der Beurteilung der Beweiskraft der belastenden Elemente das Schweigen des Betroffenen in Situationen zu , in denen von ihm zweifellos eine Erklärung erwartet werden darf (vgl. Urteil BGer 6B_289/2020 vom 1. Dezember 2020 E. 7.8.1 mit weiteren Hinweisen).
4.3. Als Beweismittel zur Frage der Lenkereigenschaft des Beschuldigten liegen der  vom 16. April 2020 mit dem Einvernahmeprotokoll der ersten Einvernahme des Beschuldigten vom 11. April 2020, dem Einvernahmeprotokoll der Auskunftsperson vom 16. April 2020 und dem Fotodossier sowie die mündlichen Aussagen des anzeigenden Polizisten und die wenigen Aussagen
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des Beschuldigten vor. Der Beschuldigte hat sich grösstenteils auf sein Aussageverweigerungsrecht berufen; aus diesem Schweigen dürfen ihm keine Nachteile erwachsen.
Nachdem den Polizeibeamten am Samstag, 11. April 2020, um 16.37 Uhr, anlässlich einer  ein blaues Fahrzeug aufgefallen war, welches mit hoher Geschwindigkeit von  in Richtung C._ fuhr, und dieses nicht angehalten werden konnte, verfolgten sie das Fahrzeug mit eingeschaltetem Blaulicht und Martinshorn, verloren es jedoch aus den Augen (vgl. act. 2001). Bei der Durchfahrt schaute der Lenker des Fahrzeugs in Richtung des Polizeifahrzeugs und der Polizeibeamten (vgl. act. 17 S. 4). Sie konnten erkennen, dass eine Person alleine im  sass und der Fahrer eine Baseball-Mütze trug (act. 17 S. 8). Die Polizeibeamten trafen auf dem Parkplatz des Campings C._ auf das Fahrzeug, wobei es ihnen gelang, den Lenker zu erkennen sowie das Fahrzeug als Opel Astra, versehen mit den Kontrollschildern FR bbb, zu  (act. 2001). Beide Fahrzeuge fuhren auf dem Parkplatz langsam, so dass die Polizeibeamten den Fahrer und sein Gesicht erkennen konnten (act. 17 S. 4 und 8). Der Lenker flüchtete in Richtung Düdingen. Die Polizeibeamten folgten ihm, verloren das Fahrzeug abermals aus den Augen. Schliesslich konnte das besagte Fahrzeug um 17.00 Uhr in D._, E._, bei der F._, ausfindig gemacht werden. Der Motor und die Reifen waren noch warm. Das Fahrzeug konnte durch das vordere Kontrollschild eindeutig identifiziert werden; das hintere Kontrollschild war entfernt worden (vgl. act. 2001 und 2008). Eine Patrouille begab sich nach G._ ans Domizil der Halterin des Fahrzeuges und Mutter des Beschuldigten, wo sie auf dessen Bruder traf, welcher angab, das besagte Fahrzeug werde von seinem Bruder A._ gefahren (act. 2002 und act. 17 S. 6). Die Polizeibeamten kontaktierten den Beschuldigten daraufhin telefonisch, wobei dieser angab, mit dem Zug von D._ nach H._ gefahren zu sein und sich dort aufhalte, er aber innert 40 Minuten vor Ort sein könne. Es stellte sich allerdings heraus, dass sich der  gar nicht in I._ aufhielt, sondern in D._ (vgl. act. 2002). Die Polizeibeamten hatten ein Signalement einer Person mit rotem Oberteil und einer Schirmmütze durchgegeben. Eine Patrouille hatte aufgrund dieses Signalements eine Person erkannt, die dieser Beschreibung entsprach und vom J._ in Richtung Bahnhof lief (act. 17 S. 6). Vor Ort erkannten die  die Person aufgrund seines Aussehens und seiner Kleidung und identifizierten ihn als den flüchtigen Lenker des Opel Astra (act. 2002). Die Polizeibeamten haben den Beschuldigten im  auf dem Parkplatz des Camping in Schiffenen gesehen, er hat sie angesehen und kurze Zeit später in Düdingen haben sie ihn wiedererkannt (act. 17 S. 10). Ein um 18.09 Uhr durchgeführter Alkoholtest ergab ein positives Resultat von 0.55 mg/l. Die Polizeibeamten konnten im Fussraum des Beifahrersitzes drei leere Bierdosen erkennen (vgl. act. 2002 und act. 17 S. 6). Am  Tag kreuzten die Polizeibeamten anlässlich einer Patrouillentätigkeit den Beschuldigten am Steuer des Opel Astra mit den Kontrollschildern FR bbb auf der Höhe des Bahnhofs in D._ (act. 2002). Wm K._ war sich sicher, dass es sich beim Lenker um den Beschuldigten handelte (act. 17 S. 4 und 6).
Der Beschuldigte verweigerte zu den ihm gemachten Vorwürfen grösstenteils seine Aussage. Vor dem Polizeirichter gab er einzig zu Protokoll, nicht am Steuer des Fahrzeugs gewesen zu sein und nicht sagen zu können, wer am Steuer gewesen sei. Der Opel Astra gehöre seiner Mutter und er sei an diesem Tag nicht mit diesem Opel Astra gefahren (act. 17 S. 2).
4.4. Anlässlich der Berufungsverhandlung vor dem Strafappellationshof bestätigte der  seine bisher gemachten Aussagen. Er gibt weiterhin an, an diesem Tag nicht mit dem Opel Astra gefahren zu sein. Es sei nicht möglich, dass die Polizei gesehen habe, dass er vom J._ Richtung Bahnhof gelaufen sei, weil er in Freiburg gewesen sei. Mit dem Opel Astra sei er mehrfach kontrolliert worden und dies auch zu ungewöhnlichen Zeiten, beispielsweise als er
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morgens von zu Hause weggefahren sei, um arbeiten zu gehen. Die ständigen Kontrollen und das Verhalten der Polizei habe er als Schikane empfunden. Seit das Fahrzeug auf den Namen seiner Mutter registriert sei und er nun auch noch den Typ und die Nummernschilder gewechselt habe, habe er Ruhe vor der Polizei. Am Opel Astra habe er lediglich Teile ausgetauscht und diese vom Strassenverkehrsamt eintragen lassen, wie es sich gehöre.
4.5. Die Aussagen und Angaben des Polizeibeamten scheinen dem Strafappellationshof  und in sich stimmig. Der Hof sieht keinen Grund, warum dieser lügen und einen falschen Anzeigerapport erstellen sollte. In seinem Anzeigerapport schildert der Polizeibeamte den Vorfall sachlich, konstant und ohne zu übertreiben. Diesem durch Wm K._ fünf Tage nach dem Vorfall verfassten Anzeigerapport sowie seinen Aussagen anlässlich der erstinstanzlichen  misst der Strafappellationshof einen hohen Grad der Zuverlässigkeit zu. Es ist kein Grund ersichtlich, wieso die Darstellung im Anzeigerapport die tatsächlichen Geschehnisse nicht korrekt darstellen sollte. Ein Eigeninteresse scheidet aus. Es kann folglich festgehalten werden, dass  Anhaltspunkte dafür bestehen und auch kein Grund ersichtlich ist, dass der vereidigte  falsche Aussagen machen und den Beschuldigten zu Unrecht belasten sollte. Es bestehen keine vernünftigen Gründe, am Polizeirapport und den Aussagen des Polizeibeamten zu zweifeln.
Demgegenüber verweigerte der Beschuldigte die Aussage bzw. machte nur wenige Angaben. Vor dem Polizeirichter und auch vor dem Strafappellationshof gab er an, an diesem Tag nicht mit dem Opel Astra gefahren zu sein. Als die Polizei das Fahrzeug in Düdingen entdeckte, waren der Motor und die Reifen noch warm. Aus den Erklärungen des Beschuldigten anlässlich der  ergibt sich klar, dass er der Hauptlenker und faktisch auch Halter dieses Fahrzeugs war und die Mutter lediglich formell als Halterin eingetragen war. Das Vorbringen des Beschuldigten, wonach er sich von der Polizei schikaniert gefühlt habe und sie es wohl auf ihn abgesehen hätten, ist vorliegend nicht stichhaltig. Entgegen der Annahme des Beschuldigten, dass er von Anfang an als verdächtig galt, haben die Polizeibeamten ihn erst bei seinem Eintreffen beim Opel Astra als A._ identifiziert. Vorher hatten sie lediglich ein Signalement des flüchtigen Lenkers, ohne aber Kenntnis über dessen Identität zu haben.
4.6. Nach Würdigung der sich aus den Akten ergebenden Beweise und Indizien sowie der  des Beschuldigten an der Berufungsverhandlung kommt der Strafappellationshof zum Schluss, dass bei objektiver Betrachtung keine erhebliche und nicht zu unterdrückende Zweifel daran , dass der Beschuldigten zum Tatzeitpunkt am Steuer des blauen Opel Astra mit den  FR bbb sass. Unter diesen Umständen auf seine Täterschaft zu schliessen, verstösst nicht gegen die Unschuldsvermutung und den Grundsatz «in dubio pro reo».
4.7. Bei dieser Beweislage kann der Sachverhalt als genügend erstellt erachtet werden. Der  hat sich darauf beschränkt, zu bestreiten, zum Tatzeitpunkt das erwähnte Fahrzeug gelenkt zu haben. Die übrigen Feststellungen des Vorrichters blieben seinerseits unbestritten. Es kann demnach auf die entsprechenden Feststellungen des Vorrichters verwiesen werden ( Urteil, S. 5 f.). Der Strafappellationshof macht sich diese zu eigen (Art 82 Abs. 4 StPO).
5.
Der Berufungsführer ficht die rechtliche Würdigung des festgestellten Sachverhaltes, die  sowie den Kostenpunkt nicht selbständig an, sondern nur als Folge der beantragten . Soweit erforderlich, kann auch diesbezüglich auf die zutreffenden Ausführungen des  verwiesen werden (angefochtenes Urteil E. 3.2 – 3.6 S. 6f., E. 4 S. 8f.; Art. 82 Abs. 4 StPO).
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6.
Dem Gesagten zufolge ist die Berufung abzuweisen und die Verurteilung des Berufungsführers wegen Hinderung einer Amtshandlung, einfacher und mehrfacher grober Verletzung der  und Vereitelung von Massnahmen zur Feststellung der Fahrunfähigkeit zu bestätigen.
7.
7.1. Die beschuldigte Person trägt die Verfahrenskosten, wenn sie verurteilt wird (Art. 426 Abs. 1 StPO). Für das Berufungsverfahren gilt, dass die Parteien die Verfahrenskosten nach Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens zu tragen haben (Art. 428 StPO). Fällt die Rechtsmittelinstanz selbst einen neuen Entscheid, so befindet sie darin auch über die von der Vorinstanz getroffene Kostenregelung (Art. 428 Abs. 3 StPO).
Bei vorliegendem Verfahrensausgang hat der Berufungsführer sowohl die erst- wie auch die  Verfahrenskosten, ausmachend im erstinstanzlichen Verfahren CHF 1’000.- (: CHF 750.-; Auslagen: CHF 250.-) und im Berufungsverfahren CHF 2'200.- (Gerichtsgebühr: CHF 2'000.-; Auslagen: CHF 200.-) zu tragen (Art. 426 und 428 StPO).
7.2. Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch des Berufungsführers auf Entschädigung oder Genugtuung nach Art. 429 StPO.