Decision ID: 47a1a94f-212d-51c3-858a-0dea309bb2da
Year: 2013
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Der 1958 geborene
X._
arbeitete seit dem
1.
Januar 2006 als
Service
monteur
bei der
Y._
und war dabei bei der Schweize
rischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert,
als er am 1
9.
August 2007 stürzte und sich
eine
subcapitale
, minim dislozierte
Humerusfraktur
rechts zuzog, welche konservativ behandelt wurde
(Unfallmeldung UVG vom 2
0.
August 2007,
Urk.
8/1
, Bericht des
Z._
vom 1
9.
August 2007,
Urk.
8/2
). Er war in der Folge arbeitsunfähig und
d
ie SUVA erbrachte Hei
l
behandlungs- und
Taggeld
leistungen
. Nachdem
der Versicherte
die Arbeit (teilweise)
wieder
aufgenommen hatte (Bericht von
A._
, Facharzt FMH für Allgemeine Medizin, vom
2
1.
Februar
2008,
Urk.
8/8),
zog
er sich
am 1
9.
Februar 2008 bei einer
Lift
kontrolle
eine Fraktur des linken oberen Sprunggelenks (OSG) zu
(
Schadenmel
dung
UVG vom 2
7.
Februar 2008, Urk.
9/1).
A
m 1
9.
und am 2
8.
Februar 2008
wurde er deswegen
im
Z._
operiert (Operationsberichte,
Urk.
9/2-3)
.
Die SUVA erbrachte Taggeld- und Heilbehandlungsleistungen
.
Mittels Bildgebung wurde am 3
.
bzw. am 4. Juli 2008 (Urk. 9/18-19) eine traumatische
Kompressionsfrak
tur
des Lendenwirbelkörpers (LWK) 1 erhoben.
Am 27.
Augus
t 2008
wurde
X._
von Kreisarzt
B._
, Facharzt FMH für Chirurgie, untersucht
(Bericht
vom 2
7.
August 2008,
Urk.
9/23)
.
Auf dessen Anweisung hielt sich
X._
vom 2
9.
September bis
5.
November 2008
zur medizi
nischen Rehabilitation und beruflichen Abklärung
in der
C._
auf
(Austrittsbericht vom
6.
November 2008,
Urk.
9/39,
und
Kurzbericht berufli
che Eingliederung,
Urk.
9/38). Am 2
5.
November 2008 wurde
X._
das
Osteosynthesematerial
am
linken
Bein
entfernt (
Urk.
9/44).
In der Folge führte die
C._
mit
X._
vom
2.
bis 2
7.
Februar 2009 eine gewöhnliche (Bericht vom
5.
März 2009,
Urk.
9/52
) und hernach vom
2.
März bis 2
9.
Mai 2009 eine vertiefte berufliche Abklärung durch (Bericht vom 2
9.
Mai 2009,
Urk.
9/58
), für welche die IV-Stelle die Kosten übernahm
, wobei die SUVA weiter ein Taggeld ausrichtete
(Mitteilung vom 1
9.
März 2009,
Urk.
9/53
). Vom
2.
Juni bis 2
8.
August 2009 absolvierte
X._
in der
C._
zudem ein Arbeitstraining (Bericht vom 2
0.
August 2008,
Urk.
9
/62). Hierfür richtete die IV-Stelle ein Taggeld bzw. ein Wartezeittaggeld aus (
Urk.
9/59-61
). Am 2
5.
August 2009 teilte die IV-Stelle
X._
mit, dass sie die Kosten für seine Umschulung beim
D._
zum Sachbearbeiter Immobilienbewirtschaftung übernehme (
Urk.
9/63
).
X._
absolvierte in der Folge unter Bezug eines Taggeldes d
er Invalidenversicherung vom 1.
September bis 3
1.
Dezember 2009 beim
E._
ein Praktikum im Bereich Immobilien (Verfügung vom 1. September 2009,
Urk.
9/64
). Im Rahmen der Weiterausbildung zum Immobilienbewirtschafter besuchte
X._
den Kurs Basiskompetenz bei der
F._
, für welchen die Invalidenversicherung die Kosten
übernahm (Mitteilung vom 2
6.
Januar 2010,
Urk.
9/67
). Die IV-Stelle sprach
X._
zudem die Kosten für ein vom 1
2.
Juli 2010 bis 3
1.
August 2011 dauerndes Praktikum bei der
G._
(Mitteilung vom 1
6.
Juli 2010,
Urk.
9/72
) und ein entsprechendes Taggeld gut (Verfügung vom
3.
August 2010,
Urk.
9/74
). Da der Praktikumsvertrag zwischen
X._
und der
G._
jedoch per 3
0.
September 2010 gekündigt wurde, stoppte die IV-Stelle ihre
Tag
geldleistungen
ab
1.
Oktober 2010 (
Mitteilung vom 1
9.
April 2011,
Urk.
9/92
/1
).
Am 1
7.
Februar 2011 führte Kreisarzt
B._
eine ärztliche
Abschlussuntersu
chung
von
X._
durch
(
Bericht vom 1
7.
Februar 2011,
Urk.
9/80).
Gestützt auf diese U
ntersuchung nahm das
Z._
am 25.
Februar 2011 eine
radiologische
(
Urk.
9/86) und
H._
, Facharzt FMH für Neuro
logie
,
am
1
4.
März
2011
eine neurologische
(
Urk.
9/89) Untersuchung
vor
.
Nachdem
X._
die Berufsprüfung für Immobilienbewirtschafter nicht bestanden hatte
(Schreiben von Rechtsanwalt
Dr.
Urs
Leemann
vom 2
5.
März 2011,
Urk.
9/91
), ordnete die IV-Stelle eine vom 2
6.
April bis 2
5.
Juli 2011 dau
ernde berufliche Abklärung im
I._
an (Mitteilung vom 2
0.
April 2011,
Urk.
9/92
).
Am 1
5.
Juli 2011 verfasste
B._
einen Nachtrag zu seiner Abschlussuntersuchung (
Urk.
9/97) und nahm eine Beurteilung des
Integritäts
schadens
vor (
Urk.
9/98).
Im Nachgang zur
Abklärung
im
I._
schloss die IV-Stelle mit Verfügung vom 10. Oktober 2011 die Eingliederungsmassnahmen vorläufig ab, da
X._
einen CAD-Kurs in Vollzeit zu absolvieren wünsche und für Alternativen momentan nicht offen sei. Diese Verfügung wurde mit Urtei
l des hiesigen Gerichts vom 28.
März 2012 bestätigt (Prozess-Nr. IV.2011.01190). Die SUVA sprach
X._
mit Verfügung vom 1
3.
Oktober 201
1
eine auf einer Erwerbseinbusse von 28
%
beruhende Invali
denrente und
bei
eine
r Integritätseinbusse von
30%
eine
Integritätsentschädi
gung
von Fr. 37‘800.
zu
(
Urk.
9/106)
. Die von
X._
am 11.
No
vember 2011 durch Rechtsanwalt
Dr.
Urs
Leemann
erhobene Einsprache (
Urk.
9/109) wies die SUVA mit
Einspracheentscheid
v
om
7.
Februar 2012 ab (
Urk.
2).
2.
Hiergegen liess
X._
am
9.
März 2012 durch Rechtsanwalt
Dr.
Urs
Leemann
Beschwerde erheben und beantragen, es sei ihm eine Invalidenrente auf der Basis eines Invaliditätsgrades von 43
%
, mindestens jedoch 40
%
,
und eine Integritätsentschädigung von 38
%
zuzusprechen, eventuell sei die Sache an die Beschwerdegegnerin zur Ergänzung der medizinischen Abklärung und der Arbeitsfähigkeit zurückzuweisen (
Urk.
1). Die Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt
Dr.
Beat Frischkopf, ersuchte mit Beschwerdeantwort vom 2
3.
April 2012 um Abweisung der Beschwerde (
Urk.
7), was dem Beschwerde
führer am 2
6.
April 2012 mitgeteilt wurde (
Urk.
11).
3.
Die IV-Stelle
verneinte
mit Verfügung vom 2
2.
Februar 2012 bei einem
Invalidi
tätsgrad
von 28
%
einen Rentenanspruch des Beschwerdeführers. Die von ihm hiergegen am 2
6.
März 2012 erhobene Beschwerde wurde mit heuti
gem Urteil abgewiesen (Prozess-Nr. IV.2012.00357).
4.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
Strittig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer
Anspruch
auf eine höhere als eine auf einem Invaliditätsgrad von 28
%
beruhende Rente und auf eine höhere als eine auf einer Integritätseinbusse von 30
%
beruhende Entschädi
gung der Beschwerdegegnerin hat.
2.
2.1
Nach dem Unfall
vom 1
9.
Februar 2008
diagnostizierte das
Z._
eine
bimalleo
läre
Luxationsfraktur OSG links mit Beteiligung
des
Volkmann’schen
Dreiecks und nahm noch um Unfalltag eine geschlossene Reposition und Anlage eines Fixateur externe OSG links vor. Am 2
8.
Februar 2008
entfernte das
Z._
den
Fixateur externe OSG links und
führte
eine offene Reposition mit
Schrauben
osteosynthese
medialer
Malleolus
, Plattenosteosynthese lateraler
Malleolus
und Verschraubung des
Volkmann’s
c
hen
Dreiecks
durch
. Der Beschwerdeführer war hierzu vom 1
9.
Februar bis
6.
März 2008 im
Z._
hospitalisiert. Am 1
9.
Mai 2008 schloss das
Z._
die Behandlung zwischenzeitlich ab und hielt fest, dass zur Verbesserung des Bewegungsausmasses
im OSG
die
Physiotherapie fortge
setzt werden solle.
Die Ärzte
hätten dem Beschwerdeführer empfohlen, die
Platte nach neun
Monaten zu entfernen. Er werde sich hierzu selbständig um einen Termin bemühen (
Urk.
9/2
und
Urk.
9/3
sowie
Berich
te vom 2
0.
März 2008,
Urk.
9/6,
vom 1
1.
April 2008,
Urk.
9/7
, und vom 1
9.
Mai 2008,
Urk.
9/9
).
2.2
A._
überwies den Beschwerdeführer mit Schreiben vom 1
0.
Juni 2008 (
Urk.
9/10) an
H._
.
Dieser diagnostizierte mit Bericht vom 3
0.
Juni 2008 (
Urk.
9/14) (1) einen Verdacht auf
ein
(posttraumatisches) sensibles
Wurzelsyn
drom
L5 und S1 links und (2) einen Status nach Osteosynthese einer
bimalleo
laren
Luxationsfraktur des OSG links. Die vom Beschwerdeführer angegebene
Sensibilitätsminderung am linken Fuss lasse sich durch eine einzige periphere Nervenläsion nicht erklären, die Gefühlsstörung umfasse die
Versorgungsge
biete
des
Nervus
peroneus
superficialis
, des
Nervus
plantaris
lateralis
, des
Ner
vus
suralis
und des
Ramus
calcanei
Nervus
tibialis
links. Elektrophysiologisch fänden sich keine Hinweise auf ein linksseitiges
Tarsaltunnelsyndrom
. Aufgrund des
neuromyographischen
Befundes sei eine partielle Läsion des
Endastes
des
Nervus
peroneus
profundus
möglich, eine derartige Läsion würde jedoch die angegebene Sensibilitätsstörung nicht erklären. Für viel wahrscheinlicher halte er daher eine partielle sensible Wurzelläsion L5 und S1 links
.
Am ehesten könne er sich eine mechanische L5
und S1-Radikulopathie links vorstellen, entweder primär degenerativer oder posttraum
a
tischer Genese. Er empfehle daher die Durchführung eines LWS-MRI, um eine allfällige mechanische Beeinträchtigung dieser zwei Nervenwurzeln zu erfassen.
2.3
Nachdem am
3.
Juli 2008 im Zentrum für medizinische Radiologie des
J._
ein MRI LWS (
Urk.
9/18) und am
4.
Juli 2008 ein CT LWS (
Urk.
9/19) vorgenommen
worden waren
, diagnostizierte Kreisarzt
B._
(
Urk.
9/23) mit Bericht vom 2
7.
August 2008 (1) eine
Bimalleolarfrak
tur
mit Abriss des Volk
mann
-Dreiecks vom 1
9.
Februar 2008 bei (a) Status nach geschlossener Reposition und Fixateur externe-Anlage und (b) Status nach offener Reposition und Osteosynthese, (2) eine LWK1-Kompressionsfraktur und (3) persistierende Sensi
bil
itätsveränderungen im Bereich der linken unteren Extremität bei Verdacht auf L5/S1-Fraktur mit Hinweis
en
auf akute
Denervation
im EMG. Anamnestisch gebe der Beschwerdeführer an, dass er unter der aktu
ellen Therapie im Bereich des Fusses gute Fortschritte gemacht habe. Er hätte zunehmende Beschwerden im Rückenbereich. Dies sei für ihn limitierend. In der Therapie werde vor allem massiert und Ultraschall angewandt. Die Gehstrecke sei wegen de
n
Rückenschmerzen eingeschränkt.
B._
notierte, k
linisch finde sich eine
geringgradig
eingeschr
änkte Wirbelsäulenbeweglichkeit
ohne wesent
lich
e
Klopfdolenz
. Bei der dynamischen Untersuchung
,
unter anderem beim Gehen sowie Einnehmen der tiefen Hocke
,
habe
der Untersuchungsablauf in
folge von Rückenschmerzen abgebrochen werden
müssen
. Eine komplexe
Sen
sibilitätsverminderung
im Bereich des linken Unterschenkel-/Fussbereiches könne mit der Nadelradprüfung festgestellt werden. Das OSG sei
geringgradig
bewegungseingeschränkt, hauptsächlich für die Extension. Nach dieser schwe
ren Verletzung im Bereich des
OSG
zeige sich ein ordentlicher Verlauf. Inzwi
schen
habe
der Beschwerdeführer die Stöcke vollständig weglegen
können
. Ebenfalls benötige er keine Kompressionsstrümpfe mehr. Die Lymphdrainage sei reduziert worden. Die Gehstrecke sei aufgrund der progredienten
Rückenbe
schwerden
eingeschränkt. Die Rückenbeschwerden seien erstmalig beim langen
Liegen im Spital aufgetreten. Bezüglich des Unfallmechanismus
hielt der Kreis
arzt fest,
der Beschwerdeführe
r
sei
zwischen dem Lift und der De
cke kauernd eingeklemmt worden, s
odass die Kompressionsfraktur mit dem
Unfallmecha
nismus
erklärt werden könne. Beim Ereignis sei es zu einer Hyperflexion im Wirbelsäulenbere
ich gekommen. Die Therapie soll
e zur Beschwerdelinderung schrittweise in aktives Setting überführt werde
n
. Reine Massage- und Ultra
schallbehandlungen brächten langfristig keine Beschwerdebesserung, wie dies der Beschwerdeführer bereits anamnestisch bestätige. Die Rückenbeschwerden würden im Verlauf immer einschränkender. Da die schwere körperliche Arbeit in der Montage aufgrund der Frakturen kaum mehr zumutbar sein werde, schein
e
ein stationärer Aufenthalt in
der
C._
sowohl zur medi
zinischen Rehabilitation wie zur beruflichen Abklärung indiziert. Er werde den Beschwerdeführer dazu direkt anmelden. Bis zur Rehabilitation sei der Beschwerdeführer weiterhin zu 100
%
arbeitsunfähig.
2.4
Vom 2
9.
September bis
5.
November 2008 hielt sich der Beschwerdeführer
zur medizinischen Rehabilitation und zur beruflichen Abklärung
in der
C._
auf. Diese diagnostizierte mit Austrittsbericht vom
6.
November 2008 (
Urk.
9/39) (1) einen Status nach Unfall vom 1
9.
Februar 2008 mit (a)
Bimalleolar
fraktur
links
und
(b) LWK1-Kompressionsfraktur (im Verlauf diag
nostiziert), (c)
lumboradikuläre
m
Schmerzsyndrom mit persistierenden
Sensibi
litätsveränderungen
im Bereich der linken unteren Extremität mit Verdacht auf
ein
posttraumatische
s
sensible
s
Wurzelsyndrom L5 und S1 links (Hinweise auf akute
Denervation
im EMG nachweisbar) und (d) Fussbeschwerden links und (2) einen Status nach Unfall im August 2007 mit subkapitaler
Humerusfraktur
rechts mit im Verlauf Status nach adhäsiver
Kapsulitis
. Aufgrund der
unfallbe
dingten
Verletzungen sei die angestammte Tätigkeit nicht mehr möglich. Leichte bis mittelschwere Tätigkeiten seien dem Beschwerdeführer sobald die Nachbehandlung der Metallentfernung abgeschlossen sei
,
ganztags zumutbar, soweit diese
Tätigkeiten wechselbelastend, ohne länger dauerndes Hocken,
wiederholte
s
Begehen von
Trepp
en
und Leiter
n
sowie ohne vorgeneigte
Haltung
seien
.
2.5
Am 2
5.
November 2008 entfernte
n Ärzte des
Z._
das
Osteosynthesematerial
distale Tibia und Fibula links. Der Beschwerdefü
hrer war hierzu vom 2
5.
bis 27.
November 2008 hospitalisiert. Er wurde mit trockenen, reizlosen
Wundver
hältnissen
und in gutem Allgemeinzustand entlassen. Dem Beschwerdeführer wurde empfohlen
,
auf sportliche Aktivitäten für weitere vier Wochen und auf eine Maximalbelastung für weitere drei Monate zu verzichten (Bericht vom 2
3.
Dezember 2008,
Urk.
9/45).
2.6
A
m 1
7.
Februar 2011
wurde der Beschwerdeführer
von
B._
untersucht. Dieser diagnostizierte mit Bericht vom gleichen Tag
(
Urk.
9/80)
(1) einen Status nach
Bimalleol
ar
fraktur
mit Abriss des Volkmann-Dreiecks links
,
(2) eine LWK1-Kompressionsfraktur, (3) ein posttraumatisches sensibles Wurzelsyndrom L5 und S1 links und (4) einen Status nach subkapitaler
Humerusfraktur
rechts im August 200
7.
Zur Beurteilung der Unfallfolgen und ob ein stabiler Zustand erreicht sei, werde er den Beschwerdeführer für eine radiologische Kontrolle am
Z._
anmelden. Zudem solle
H._
den Beschwerdeführer für eine neurolo
gische Verlaufskontrolle aufbieten. Er
werde
nach Eingang dieser
Untersu
chungs
resultate
zur Zumutbarkeit und zum Integritätsschaden abschliessend Stellung nehmen.
2.7
Das
Z._
nahm am 2
5.
Februar 2011
die von
B._
angeordnete
radiologi
sche Kontrolle der Schulter rechts, des OSG links, der LWS und des BWS-LWS-Übergangs vor.
Es
erklärte hierzu mit
Bericht
vom
gleichen Tag
(Urk.
9/86) zusammenfassend
, es bestehe eine alte Deckplattenimpressionsfraktur von LWK
1.
Die Fraktur sei geheilt, es l
ägen
ein mässiger Höhenverlust und eine Deformierung des Wirbelkörpers vor. Der knöcherne Spinalkanal sei nicht ein
geengt. Im
oberen
, weniger auch im unteren Sprunggelenk
bestehe eine post
traumatische Arthrose. Es
lägen
polyarthrotische
Veränderungen im
mitterfass
ten
Rück- und Mittelfuss sowie Fersensporne
vor
. In der rechten Schulter
zeige sich
eine
Omarthrose
mit Deformierungen, Zeichen einer PHS
calcarea
und eine
Heilung der
Humeruskopf
- und
Humerusschaftfraktur
rechts in leichter bzw. mässiger Fehlstellung.
2.8
H._
führte
die von
B._
in Auftrag gegebene
neurologische
Ver
laufskon
trolle
am
9.
März 2011
durch
. Er diagnostizierte gestützt
darauf
mit Bericht vom 1
4.
März 2011 (
Urk.
9/89) (1) ein
residuelles
sensibles
Wurzelsyn
drom
L5 und sensomotorisches Wurzelsyndrom S1 links nach traumatischer Schädigung am 1
9.
Februar 2008, (2)
einen
Status nach LWK1-Kompressions
fraktur am 1
9.
Februar 2008 und (3)
einen
Status nach
Bimalleolarfraktur
links am 1
9.
Februar 200
8.
Es
fänden
sich klinisch und elektrophysio
l
ogisch weiter
hin die Zeichen einer
residuellen
Wurzelläsion L5 und S1 links. Aufgrund der eindeutigen pathologischen Befunde im EMG gebe es an der Diagnose einer L5
und S1-Radikulopathie links keinen Zweifel. Die objektivierbaren patho
logi
schen Befunde hätten sich im Vergleich zu den Voruntersuchungen nicht ver
ändert. Man müsse daher von einem posttraumatischen Wurzelschaden L5 und S1 links ausgehen. Ein direkter Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 1
9.
Februar 2008 und der persistierenden Wurzelsymptomatik L5 und S1 links sei hochwahrscheinlich. Über
drei
Jahre nach dem Unfallereignis könne
man neurologisch von einem stabilen Zustand ausgehen, dies bedeute, dass der neurologische Endzustand erreicht sei.
2.9
B._
erklärte im Anschluss an die Untersuchungen des
Z._
und von
H._
mit Bericht vom 1
5.
Juli 2011 (
Urk.
9/97)
,
insgesamt sei von einem stabilen Zustand auszugehen. Dies bestätige ebenfalls
H._
. Die
Kausalitäts
beurteilung
durch den Neurologen sei aber in Frage zu stellen. Die
Symptomatik sei in der 6-
Wochenkontrolle durch die Ärzte des
Z._
erstmalig bestätigt wor
den. Im Austrittsbericht über die
Akuthospitalisation
sei keine entsprechende Pathologie erwähnt. Eine strukturelle, neurogene Läsion als Folge eines Traumas führe direkt nach dem Ereignis zu klinischen Befunden. Bei Eintritt habe des Weiteren keine Problematik am Rücken bestanden. Dementsprechend sei die Kausalität doch in Frage zu stellen. Eine relevante Einschränkung der Erwerbs
fähigkeit sowie weitere therapeutische
Massnahmen
seien dadurch nicht gerechtfertigt, so dass seines Erachtens auf weitere Abklärungen verzichtet wer
den könne. Radiologisch seien die Frakturen konsolidiert. Die degenerativen Veränderungen seien nicht
relevant
progredient, so dass infolge der klinischen Befunde keine Verbesserung mehr zu erwarten sei. Um die Beschwerden vor allem im Bereich
des Rückens zu minimieren, soll
e der Beschwerdeführer ange
halten werden, sich regelmässig selbständig körperlich zu aktivieren und ein Heimtraining durch
zu
führen. Infolge der geringen degenerativen Veränderun
gen könne das Zumutbarkeitsprofil der
C._
ange
wandt werden. Eine leichte bis mittelschwere Arbeit könne ganztags wechsel
belastend zugemutet werden. Bezüglich des linken Sprunggelenks seien Zwangshaltungen wie Knien und Kauern sowie repetitives
Begehen von
T
reppen
und Leitern und das Begehen von unebenem Gelände nicht geeignet. Den Rücken
betreffend sollten Oberkörperrotationen sowie längerdauerndes
vorn
übergeneigtes
Arbeiten gemieden werde
n
. Bezüglich der Schulter sei zudem repetitives Überkopfarbeiten ungeeignet. Ebenfalls seien hämmernde und vib
rierende Arbeiten zu meiden und Gewicht
e
sollten körpernah gehoben werden.
Gleichentags schätzte
B._
den Integritätsschaden des Beschwerdeführers auf 30
%
(
Urk.
9/98).
2.10
A._
nannte
mit ärztlichem Zeugnis vom 2
5.
Oktober 2011 (
Urk.
9/1
09
)
die bekannten Diagnosen und erklärte,
d
er Beschwerdeführer klage noch immer über ständige Fussschmerzen, die vor allem belastungsabhängig seien. Dies schränke ihn in der Arbeit deutlich ein, vor allem bei körperlicher Arbeit. Diese belastungsabhängigen Schmerzen würden wohl bleiben und die Arthrose werde eher zunehmen. Ob und wann eine OSG-
Arthrodese
nötig werde
,
sei zum jetzi
gen Zeitpunkt nicht zu beurteilen. Der Beschwerdeführer leide ausserdem an belastungsabhängigen Rückenschmerzen mit Sensibilitätsstörungen und Krämpfen in der Grosszehe.
Er
sei in einer kö
rperlich anspruchsvollen Arbeit
und
auch bei längerem Gehen, Bücken oder
Treppensteigen deutlich einge
schränkt. Aber auch bei einer angepassten, leichten bis mittelschweren Tätigkeit sei er, jedenfalls bei zeitlich vollem Pensum, in seiner Leistungsfähigkeit spür
bar eingeschränkt.
3.
3.1
Die Beschwerdegegnerin ging im
Einspracheentscheid
vom
7.
Februar 2012
aus medizinischer Sicht
davon
aus
, dass der Beschw
erdeführer in einer dem von
B._
am 1
5.
Juli 2011 erstellten Zumutbarkeitsprofil entsprechenden Tätig
keit ganztags arbeitsfähig sei (
Urk.
2 S. 8). Der Beschwerdeführer lässt
hiergegen
im Wesentlichen einwenden, auch in einer leichten Tätigkeit betrage seine Arbeitsfähigkeit nicht mehr als maximal 80
%
. So habe
insbesondere
auch das von ih
m geleistete Pensum während seine
s Aufenthaltes in der
C._
vom
2.
Juni bis 2
8.
August 2009
lediglich 77 % betragen
. Soweit nicht
von einer 80%igen Arbeits- oder Leistungsfähigkeit ausgegangen werde, sei ein Gutachten einzuholen, da dies bisher nicht gemacht worden sei
(
Urk.
1 S. 5-6)
.
3.2
Die Rechtsprechung geht in Bezug auf die Würdigung von ärztlichen Berichten, welche die SUVA im Administrativverfahren einholt, seit je davon aus, dass die Anstalt, solange sie in einem konkreten Fall noch nicht Prozesspartei ist, als Verwaltungsorgan dem Gesetzesvollzug dient. Wenn die von der SUVA beauf
tragten Ärzte und Ärztinnen zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, darf das Gericht in seiner Beweiswürdigung auch solchen Gutachten folgen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (vgl. BGE 104 V 209 E. c; RKUV 1991 Nr. U 133 S. 312).
V
orliegend bestehen keine Indizien, welche gegen die Beweistauglichkeit der
Einsch
ä
tzung
von Kreisarzt
B._
in den Berichten vom 1
5.
Juli 2011 (E. 2.9) und vom 1
7.
Februar 2011 (E. 2.6)
sprechen würden. So bringt denn auch der Beschwerdeführer nichts Konkretes gegen die Beweistauglichkeit der Berichte von
B._
vor, sondern wendet lediglich ein, dass die
Schlussfolgerung der ganztägigen Zumutbarkeit gemäss Anforderungsprofil
von
B._
pauschal sei
(
Urk.
1 S. 6)
.
Dies trif
ft jedoch nicht zu. Die von
B._
gemachte Ein
schätzung basiert
vielmehr
auf umfassenden eigenen Untersuchungen. Zudem gab er
zur genaueren
Beurteilung
noch eine radiologische Abklärung im
Z._
und eine
neurologische Abklärung bei
H._
in Auftrag. Erst nach Vorliegen dieser Untersuchungen gab er seine definitive Einschätzung ab. Diese begrün
det
e
er in seinen Bericht
en
in nachvollziehbarer Weise. Da die Berichte von
B._
vom 1
5.
Juli 2011 und vom 1
7.
Februar 2011
sich insbesondere auch zu allen in
Frage stehenden Aspekten äussern, erfüllen sie die
rechtsprechungs
gemässen
Voraussetzungen an beweistaugliche Bericht
e
(vgl. BGE 125 V 352 E.
3a).
3.3
Die Berichte der
C._
stellen die Einschätzung von
B._
nicht in Frage.
So verweist
de
r
Kreisarzt
denn auch ausdrücklich auf das von
der
C._
im Austrittsbericht vom 6.
November 2008
(E. 2.4) erstell
t
e
Zumutbarkeitsp
rofil.
Auch die Berichte der
C._
zu den vorgenommenen beruflichen Abklärungen führen nicht zu einem anderen Ergebnis.
Aus den Berichten vom
5.
März 2009
(
Urk.
9/52), vom 2
9.
Mai 2009 (
Urk.
9/58) und vom 2
0.
August 2009 (
Urk.
9/62) geht zwar hervor, dass der Beschwerdeführer während den beruflichen Abklärungen kein Vollzeitpensum leistete, es wird aber in keiner Weise erwähnt, dass der Beschwerdeführer aus medizinischen Gründen nicht in der Lage
wäre
, ein solches zu verrichten. Viel
mehr
ist
aus dem Bericht vom 2
9.
Mai 2009
ersichtlich
, dass sich der Beschwer
deführer selber in einer vorwiegend sitzend auszuübenden Tätigkeit für
voll
zeitlich
arbeitsfähig hält (
Urk.
9/58 S. 2).
3.4
Während sich
H._
in seinen Berichten vom 3
0.
Juni 2008 (E. 2.2) und vom 1
4.
März 2011 (E. 2.8) und das
Z._
im Bericht vom 2
5.
Februar 2008 (E. 2.7) nicht zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers äusserten, hielt
A._
mit Bericht vom
2
5.
Oktober 2011 (E. 2.10)
fest
, dass der Beschwerdeführer auch bei einer leichten bis mittelschweren Tätigkeit, jedenfalls bei zeitlich vollem Pen
sum
,
in seiner Leistungsfähigkeit eingeschränkt
sei.
A._
erklärt
e
dabei nicht, weshalb es dem Beschwerdeführer nicht zumutbar sei, in einer angepass
ten Tätigkeit bei vollzeitlicher Arbeitstätigkeit eine 100%ige Leistung zu erbrin
gen.
B
ei der Würdigung der Einschätzung von
A._
gilt es zudem der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, dass Hausärzte und behandelnde Spe
zialärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 353 E.
3b/cc). Zudem ist die unterschiedliche Einschätzung von
A._
und von
B._
ohne
Weiteres
durch die Verschiedenheit von Behandlungs- und Begutachtungsauftrag zu erklären (vgl. dazu BGE 124 I 170 E. 4). Der Bericht von
A._
vom 2
5.
Oktober 2011
ver
mag
daher
mit Blick auf die gesamte Aktenlage
die Einschätzung von
B._
nicht in Frage zu stellen.
3.5
Nach dem Gesagten ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin in Übereinstimmung mit
B._
davon ausgegangen ist, dass der Beschwerde
führer noch leichte bis mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeiten ohne Zwangshaltungen wie Knien
und Kauern
, ohne
r
epetitives
Begehen von
Treppen
und Leitern
, ohne
das Begehen von unebenem Gelände,
längerdauerndes
vorn
übergeneigtes
Arbeiten, repetitive Überkopfarbeiten und
ohne
hämmernde
oder
vibrierende Arbeiten
sowie mit nur körpernahen
Gewichtsbelastungen
vollzeit
lich
ausüben kann.
4.
4.1
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der
Invaliditäts
grad
aufgrund eines
Einkom
mensvergleichs
zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versi
cherte Person nach Ein
tritt der Invalidität und nach Durchführung allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgegliche
ner Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum
Erwerbsein
kommen
, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffern
mässig möglichst genau ermittelt und einander gegenüber
gestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt.
4.2
Die Beschwerdegegnerin ging im
Einspracheentscheid
vom
7.
Februar 2012 davon aus, dass
der Beschwerdeführer im Gesundheitsfall im Jahr 2011 Fr. 78‘000.
--
verdient hätte.
Das Invalideneinkommen berechnete sie in diesem Entscheid – nachdem sie es in der Verfügung vom 1
3.
Oktober 2011 noch gestützt auf DAP-Zahlen ermittelt hatte - gestützt auf die Tabellenlöhne des Bundesamtes für Statistik und nahm hiervon einen behinderungsbedingten Abzug von 5
%
vor, was ein Einkommen von Fr. 58‘862.-- und ein
en
Invalidi
tätsgrad
von 25
%
ergab. Die Beschwerdegegnerin sah von einer
reformatio
in
peius
ab und sprach dem Beschwerdeführer wie bereits mit Verfügung vom 1
3.
Oktober 2011 eine auf einer Erwerbseinbusse von 28
%
basierende Rente zu (
Urk.
2).
Der Beschwerdeführer wendet hiergegen im Wesentlichen ein, die
Beschwer
degeg
nerin
habe anerk
a
nnt, dass er die körperlichen Anforderungen gemäss den beigezogenen DAPs nicht vollumfänglich erfüllen könne. Das b
edeute aber nicht automatisch, dass deswegen bei der Ermittlung des hypothe
tischen, zumutbaren Invalideneinkommens auf die LSE-Tabellenlöhne abgestellt werden müsse. Nichts spreche dagegen, dass diesem Um
stand dadurch entspro
chen werde
, dass das Arbeitspensum auf 80
%
reduziert oder ein
leidensbe
dingter
Abzug vorgenommen werde. Darüber hinaus könne der
leiden
s
beding
ten
Erschwerung ohne Weiteres dadurch Rechnung getragen werden, dass nicht
einfach auf den Durchschnitt der 5 DAP-Lohn
m
ittelwerte von Fr. 55'824.
--
abgestellt werde, wo das durchschnittliche Minimum gemäss
DAP’s
doch ledig
lich Fr. 52‘742.-- betrage. Betreffend das Invalideneinkommen gelte es zu
beachten, dass er bereits im Jahr 2008 Fr. 78‘000.-- verdient habe. Sein Ein
kommen sei daher der Nominallohnentwicklung anzupassen, was ein Einkom
men von Fr. 81‘319.
--
ergebe
. Insgesamt resultiere so ein Invaliditätsgrad von 42
%
. Im Übrigen sei sowieso noch ein höherer als ein 5%iger Leidensabzug vorzunehmen
(
Urk.
1 S. 7-9).
4.
3
Der Beschwerdeführer arbeitet
e
im Zeitpunkt des Unfalls vom 1
9.
Februar 2008 bei der
Y._
. Diese erklärte der Beschwerdegegnerin auf
Anf
rage, der Beschwerdeführer
hätte
im Jahr 2011 Fr. 6‘000.-- pro Monat ver
dient (
Urk.
9/87).
Es besteht kein Anlass, nicht auf diese Angabe abzustellen. So kann zum einen alleine aus der Tatsache, dass der Beschwerdeführer mit der
Y._
eine arbeitsrechtliche Streitigkeit hatte (Verfügung
des
Bezirksgericht
s
March vom 1
7.
März 2010,
Urk.
3/7)
,
nicht geschlossen werden, dass L
etztere
eine unzutreffende Angabe gemacht hätte,
und zum anderen kann
nicht automatisch davon ausgegangen werden,
dass sich
sämtliche Löhne der Nominallohnentwicklung anpassen
. Es ist daher nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin
gestützt auf die Auskunft der
Y._
von einem Invalideneinkommen von Fr. 78‘000.-- ausgegangen ist.
4.4
Die Parteien gehen zutreffend davon aus, dass die von der Beschwerdegegnerin beigezogenen DAP-Löhne (
Urk.
9/104) auf Arbeitsstellen b
asieren
, welche dem Beschwerdeführer nicht zumutbar sind. Es ist daher nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin zu
r
Berechnung des Invalideneinkommens auf
Tabel
lenl
ö
hne
zurückgegriffen hat. Entgegen dem Einwand des Beschwerdeführers geht es nämlich nicht an, dass trotzdem auf die
DAP-Löhne abgestellt
und
den
bestehenden Einschränkungen mit einem Abzug
Rechnung getragen wird
.
Bei der Ermittlung des Invalideneinkommens gestützt auf DAP-Profile sind Abzüge nämlich nicht sachgerecht und nicht zulässig (BGE 129 V 472). Auch für einen Abzug aufgrund eines reduzierten Arbeitspensums besteht kein Anlass, da der Beschwerdeführer
für eine behinderungsangepasste Tätigkeit
– wie dargelegt (E.
3) – vollzeitlich
arbeitsfähig ist.
4.5
Bei der Berechnung des Invalideneinkommens gestützt auf Tabellenlöhne kann jedoch, wie von der Beschwerdegegnerin
verfahren
, ein Abzug vom
Tabellen
lohn
vorgenommen werden.
Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprüng
lich berücksichtigt, dass versicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwerarbeit verrichteten und nach Eintritt des
Gesund
heitsschadens
auch für leichtere Arbeiten
nurmehr
beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsar
beiter nicht erreichen. Der ursprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen
behinderungsbe
dingten
Abzug, wobei die Rechtsprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben kön
nen. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest
)Ar
beits
fähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurch
schnittli
chem
Erfolg
verwerten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzu
ges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das
Invalidenein
kommen
unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25
%
des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75).
Die Beschwerdegegnerin ging von einem Abzug vom Tabellenlohn von 5
%
aus.
Dies scheint unter Berücksichtigung, dass der Beschwerdeführer zwar nur noch leichte bis mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeiten ohne Zwangshaltungen wie Knien und Kauern
,
repetitives
Begehen von
Tr
eppen
und Leitern
,
das Bege
hen von unebenem Gelände, längerdauerndes
vornübergeneigtes
Arbeiten, repetitive Überkopfarbeiten und
ohne
hämmernde
oder
vibrierende Arbeiten
sowie mit nur körpernahen Gewichtsbelastungen
ausüben
, er in einer solchen behinderungsangepassten Tätigkeit aber vollzeitlich arbeiten kann, als ange
messen (vgl. Urteil des damaligen Eidgenössischen Versicherungsgericht
s U
115/05 vom 1
4.
September 2005 insb. E. 2.2 und 2.5).
Andere Gründe für die Gewährung eines Abzugs vom Invalideneinkommen sind nicht ersichtlich und wurden vom Beschwerdeführer auch nicht dargetan, weshalb
keine
höherer Abzug in Anschlag zu bringen ist.
4.6
Nach dem Gesagten erweist sich der
von der
Beschwerdegegnerin vorgenom
mene Einkommensvergleich und der – zu Gunsten des Beschwerdeführers – festgehaltene Invaliditätsgrad von 28
%
als rechtens.
5.
5.1
Zu prüfen bleibt die Höhe der von der Beschwerdegegnerin zugesprochenen Integritätsentschädigung. Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei der Festle
gung der Höhe der Integritätsentschädigu
ng auf die von
B._
am 15.
Juli 2011 vorgenommene Einschätzung (
Urk.
9/98).
B._
erklärte dabei, im Bereich des linken Sprunggelenks finde sich zum jetzigen Zeitpunkt eine leichte bis knapp
mässiggradige
Arthrose. Gemäss Feinrastertabelle 5 werde
dem
ent
sprechend ein Integritätsschaden zwischen 5 und 15
%
vorgeschlagen. Für eine
Arthrodese
werde ein Integritätsschaden von 15
%
veranschlagt. Da aufgrund der klinischen Befunde sowie der radiologischen Dokumentation eine OSG-
Arthrodese
zum heutigen Zeitpunkt nicht zumindest wahrscheinlich notwendig werde, sei entsprechend 15
%
zu hoch taxiert. Infolge der in Zukunft zunehmen
den OSG-Arthrose sei der Integritätsschaden im mittleren Bereich zu schätzen,
was einen Wert von
10
%
bedeute
. Im Ber
eich
der LWS bestehe bei LWK1 ein
Kyph
o
sierungswinkel
von 16°. Bel
a
stungsabhängige Beschwerden im Rahmen von „+“ und „++“ seien klinisch zu erwarten. Entsprechend könne der Übergangswert gemäss Feinrastertabelle 7 Ziffer 1 angewandt werden. Die Referenzwerte für die Schmerzfunktionsskala „+“ lägen zwischen 5 und 10
%
; bei „++“ zwischen 10 und 20
%
, so dass 10
%
korrekt taxiert seien. Des Weite
ren beständen
radikuläre
Symptome vor allem im Rahmen eine
r
Sensibilitäts
verminderung
. Gemäss Feinrastertabelle 2 werde für eine
Ischiadicuslähmung
30
%
gutg
e
heissen. Da vornehmlich sensible Veränderungen nachweisbar seien und die Krafteinschränkung nicht relevant sei, sei eine Kürzung um 2/3 vorzu
nehmen. Insgesamt sei dementsprechend
der
Integritätsschaden
auf
10
%
fest
zusetzen
. Für die rechte Schulter,
bei welcher kein
e
Beschwerden angegeben würden, die
Omarthrose
nicht relevant progredient und der Bewegungsumfang unmerklich eingeschränkt sei, sei die
Erheblichkeitsgrenze
nicht erreicht. Zusammenfassend ergebe sich somit e
in Integritätsschaden von 30
%
.
5.2
Der Beschwerdeführer wendet hiergegen ein, er sei mit dem Abzug von zwei Dritteln des Wertes bei der
Ischiadicuslähmung
nicht einverstanden. Der
Sensi
bilitätsverlust
am Fuss, insbesondere
an der
Grosszehe und am Innenknöchel, sei sehr störend. Barfuss
-
Gehen sei kaum mehr möglich. Aber auch im Alltag und bei der Arbeit seien die damit verbundenen Einschränkungen markant, weil er mit dem Fuss beim Gehen nicht mehr gut abrollen könne. Das wirke sich umso stärker aus, als sic
h auch die Beweglichkeit im Bereic
h des linken Sprunggelenk
s verschlechtert habe. Stark störend seien sodann die regelmässig auf
tretenden Krämpfe im Bereich der
Grosszehe. All diese Einschränkungen wirkten sich nicht nur bei einer der Behinderung angepassten Tätigkeit, sondern auch im Alltag und bei der Ausübung von Hobbys erheblich limitierend aus. Ein Abzug von zwei Dritteln des Ausgangswertes von 30
%
erscheine als zu hoch. Angemessen
sei
ein Abzug von 2/5, höchstens jedoch von
1/2
, was unter Berücksichtigung der im Übrigen un
a
n
gefochtenen Teilposition
en zu einer Integritätsentschädigung von 38
%
, mind
e
stens jedoch
von
35
%
fü
hre. Es könne keine Rede davon
sein, dass es sich beim geltend gemachten
Sensibili
tätsverlust
sowie den intermittierenden
Plantarflexions
-Krämpfen der Zehen I+II links um nicht zu berücksichtigende subjektive Faktoren handle (
Urk.
1 S. 10).
5.3
B._
legt
e
in seiner am 1
5.
Juli 2011 vorgenommene
n
Einschätzung (
Urk.
9/98) in nachvollziehbarer Weise dar, weshalb er betreffend
radikuläre
Sym
p
t
ome vom Ausgangswert
Ischiadicuslähmung
von 30
%
einen Abzug von 2/3 Dritteln vorgenommen hat.
Die vom Beschwerdeführer vorgebrachten Ein
wände können diese Einschätzung nicht in Frage stellen, sind doch lediglich sensible Veränderungen nachweisbar
, denen Rechnung getragen wurde,
und
ist
die Krafteinschränkung nicht relevant.
Bei
der
Schätzung der Einbusse der Inte
grität handelt es sich
denn auch
um einen Ermessensentscheid
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_520/2007 vom 1
8.
April 2008 E.
4
).
Das Gericht hat daher lediglich zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin
ihren Entscheid
im Ein
klang mit den allgemeinen Rechtsprinzipien
getroffen hat. Der
Sozialversiche
rungsrichter
darf
dabei
sein Ermessen nicht ohne triftigen Grund anstelle desje
nigen der Verwaltung setzen; das Gericht muss sich somit auf Gegebenheiten abstützen können, welche seine abweichende Ermessensausübung als nahe
liegender erscheinen lassen. Auch ist den Bestrebungen der Verwaltung bzw. der Ver
sicherer Rechnung zu tragen, die darauf abzielen, durch interne Weisun
gen, Richtlinien, Tabellen, Skalen usw. eine rechtsgleiche Behandlung der Versi
cherten zu gewährleisten (BGE 114 V 315 E. 5a mit Hinweisen).
Da
B._
wie
aufgezeigt
seine Einschätzung schlüssig begründet
e
, erweist sich seine Schätzung der Integritätseinbusse von insgesamt 30
%
als rechtens.
6.
Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde somit als unbegründet, weshalb sie
vollumfänglich
abzuweisen ist.