Decision ID: fb2acfdb-5719-403d-a7eb-e8dbf27219a0
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
X._
, geboren 1960, Mutter dreier inzwis
chen erwachsener Kin
der (
geboren
1987, 1990 und 1993), arbeitet seit
Juni
1991 als Pflegefachfrau am
Z._
(
Z._
,
Urk.
9/3 und
Urk.
9/15/2).
Mit Urteil vom 2
0.
Januar 2010 (BV.2008.00045) hiess das hiesige Gericht die
von
X._
erhobene Klage
gegen den Kanton Zürich,
vertreten durch
die Beamtenversic
herungskasse des Kantons Zürich,
gut und verpf
lichtete
den Beklagten
,
der Klägerin
ab Dezember 2007 eine Berufsinvalidenrente in Höhe
von 28,57
%
auszurichten (
Urk.
9/2).
Am 3
0.
April
2010
(Eingangsdatum
)
meldete sich die Versicherte wegen Fuss-, Rücken- und Handgelenksbeschwerden
bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (
Urk.
9/3). Die IV-Stelle holte
das im Auftrag der
Y._
erstellte Gutachten von
Dr.
med.
A._
, Spezialärztin FMH für In
nere Medizin, vom 1
8.
August 2004 bzw. 2
7.
November 2006
(
Urk.
9/8), einen Auszug aus dem individuellen Konto (IK
-Auszug vom 1
3.
Juli 2010, Urk.
9/11)
und den Bericht von PD
Dr.
med.
B._
, Spezialarzt FMH für Physika
li
sche Medizin und Rehabilitation, speziell Rheumatologie, vo
m 25.
August 2010 (
Urk.
9/13
) ein. Am
7.
Oktober 2010 teilte sie der Versicherten mit, dass zurzeit keine beruflichen Eingliederungsmassnahmen mögl
ich seien (
Urk.
9/14). In der Folge
zog die IV-Stelle den Arbeitgeberbericht des
Z._
vom
2
0.
Oktober 2010 (
Urk.
9/15
) bei und gab beim
C._
ein rheumatologisches Gut
achten
(inkl. Evaluation der funkt
ionellen Leistungsfähigkeit
)
in Auftrag, das am
9.
Mai 2011 erstattet wurde (
Urk.
9/18). Mit Vorbescheid vom
8.
Februar 2012
stellte sie
X._
die Abweisung ihres Rentenbe
gehre
ns in Aussicht
(
Urk.
9/26). Da
gegen erhob die Versicherte am 2
0.
Februar 2012 Einwand (
Urk.
9/27), den sie
am 1
4.
März 2012
zurückzog (
Urk.
9/30). Mit Verfügung vom
2
2.
März 2012 verneinte die IV-Stelle
gestützt
auf
eine
n
In
val
iditätsgrad von 20
%
einen Anspruch der Versicherten auf eine Rente (
Urk.
2).
Hiergegen erhob
X._
, vertreten durch Rechtsanwältin Cordula
Spörri,
am
7.
/8.
Mai 2012
Beschwerde und beantragte, die Verfügung
vom 22.
März
2012 sei aufzuheben und
die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten,
ihr
eine Rente auf der Basis einer 50%igen Invalidität auszubezahlen (
Urk.
1 und
Urk.
5). Die Beschwerdegegnerin ersuch
te mit Beschwerdeantwort vom 4.
Juni 201
2 um Abweisung der Beschwerde (
Urk.
8), was der Beschwerdefüh
rerin am
5.
Juni 2012 angezeigt wurde (
Urk.
10).
Mit Verfügung vom 2
9.
August 2013
wu
rde der Kanton Zürich, handelnd
durch die
Y._
des
Kan
tons Zürich
, zum Prozess
beigeladen (
Urk.
11)
, woraufhin die
Y._
am
1.
Oktober 2013 ihre
Stellungnahme ein
reichte
(
Urk.
13). Die Beschw
erdegeg
ne
rin verzichtete am 24.
Oktober 2013
da
rauf, sich hierzu v
ernehmen zu lassen (
Urk.
17). Die Beschwerdeführerin legte am 1
4.
Januar 2014 ihre Stellungnahme ins Recht (
Urk.
21
), was den an
deren Verfahrensbeteiligten am 1
5.
Januar 2014 angezeigt wurde (
Urk.
22).
Auf die Vorbringen der Verfahrensbeteiligten und
die eingereichten Akten wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine Invali
den
rente hat.
1.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze
oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den All
gemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Die Invalidität kann
Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1 des Bun
des
gesetzes über
die Invalidenversicherung, IVG
). Erwerbsunfähigkeit ist der
durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesund
heit
verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verblei
bende
ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Be
tracht kom
men
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er
werbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.3
Fettleibigkeit begründet grundsätzlich keine leistungsbegründende Invalidität, wenn sie keine körperlichen, geistigen oder psychischen Schäden bewirkt und nicht die Auswirkung von solchen Schäden ist. Hingegen muss sie unter Be
rück
sichtigung der besonderen Gegebenheiten des Einzelfalles als invalidisie
rend betrachtet werden, wenn sie weder durch geeignete Behandlung noch durch
zumutbare Gewichtsabnahme auf ein Mass reduziert werden kann, bei welchem das Übergewicht in Verbindung mit allfälligen Folgeschäden keine voraussicht
lich bleibende oder längere Zeit dauernde Beeinträchtigung der Er
werbs
fähig
keit bzw. der Betätigung im bisherigen Aufgabenbereich zur Folge hat (ZAK 1984
S.
345 f. E. 3; Urteile des Bundesgerichts I 839/06 vom 17. August 2007 E. 4.2.3 und I 745/06 vom 21. März 2007 E. 3).
1.4
Bei er
werbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit
bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkom
men),
in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Der Einkom
mensver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen
Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ei
nander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts
grad bestimmen lässt (allgemeine Methode des Einkommensver
gleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
Bei nichterwerbstätigen Versicherten, die im Aufgabenbereich tätig sind, und de
nen
eine Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, wird für die Be
mes
-
sung der Invalidität in Abweichung von Art. 16 ATSG darauf abgestellt, in welchem Masse sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen. Art. 7 Abs. 2 ATSG ist sinngemäss anwendbar (Art. 28a Abs. 2 IVG in Verbindung mit Art. 8 Abs. 3 ATSG; spezifische Methode; statt vieler BGE 130 V 97 E. 3.3.1). Als Aufgabenbereich der im Haushalt tätigen Versicherten gelten insbesondere
die übliche Tätigkeit im Haushalt, die Erziehung der Kinder sowie gemein
nütz
i
ge
und künstlerische Tätigkeiten (Art. 27
der Verordnung über die Invaliden-versicherung,
IVV).
Ist bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich i
m Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, anzunehmen, dass sie im
Zeitpunkt der Prüfung des Rentenanspruches ohne Gesundheitsschaden ganztägig
erwerbstätig wären, so ist die Invaliditätsbemessung ausschliesslich nach den Grundsätzen für Erwerbstätige zu bemessen (Art. 27
bis
IVV).
1
.5
Sowohl im Rahmen einer erstmaligen Prüfung des Rentenanspruches als auch anlässlich einer Rentenrevision (
Art.
17
Abs.
1 ATSG) stellt sich unter dem Ge
sichtspunkt des Art. 28a Abs. 3 IVG in Verbindung mit Art. 16 und 7 Abs. 2 ATSG
die Frage nach der anwendbaren Invaliditätsbemessungsmethode.
Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig einzustufen ist, führt je zur Anwendung einer anderen Me
thode der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich, Betätigungsvergleich, ge
mischte Methode) und ergibt sich aus der Prüfung, was die Person bei im
Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beein
trächtigung bestünde. Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbstä
tigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch, d.h. ohne Gesundheitsschaden, aber bei sonst gleichen Verhältnissen, erwerbstätig wäre (
Art.
27
bis
IVV).
Die Statusfrage beurteilt sich praxis
gemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich
bis zum Erlass der Verwal
tungsverfügung entwickelt haben. Dabei sind die kon
krete Situation und die Vorbringen der versicherten Person nach Massgabe der all
gemeinen Lebenser
fahrung zu würdigen. Für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Er
werbs
tätigkeit ist der im Sozialver
sicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erfor
derlich (
BGE 137 V 334
E.
3.2,
130 V 393
E.
3.3,
125 V 146
E.
2c, je mit Hin
weisen).
Bei im Haushalt tätigen Versicherten im Besonderen (vgl.
Art.
27 IVV) sind die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigun
gen und Begabungen zu berücksichtigen (Urteil 9C_915/2012 des Bundesge
richts vom 1
5.
Mai 2013 mit Hinw
eisen auf BGE 133 V 504 E. 3.3)
1
.
6
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu be
tätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 Prozent arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (
Art.
8 ATSG
) sind.
Die seit dem 1. Januar 2004 massgeblichen Rentenabstufungen geben bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent Anspruch auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.
7
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes
bzw. ärztlichen Gutachtens
ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in
Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Si
tua
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet
sind (BGE 134 V 231 E. 5.1 mit w
eiteren Hinweisen).
2.
2.1
PD
Dr.
B._
stellte in seinem Bericht vom 2
5.
August 2010 als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (1) ein lumbospondylogenes Restsyndrom bei Status nach Diskushernie, (2) Polyarthralgien, DIT, beginnende C
P möglich, (3) einen Knickfuss und
(4) eine beginnende Gonarthrose beidseits.
Als Diag
nosen o
hne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte er (1) einen Vitamin D-
Mangel und (2) eine Hypothyreose
, behandelt mit Euthyrox
.
Die Beschwerde
füh
rerin könne grundsätzlich
als Krankenschwester arbeiten,
sei
allerdings
we
gen der Rücken- und Händeproblematik
in der Ausdauer eingeschränkt. Die weitere Tätigkeit zu
50
%
sei möglich, er sehe aber keine Erhöhung
(
Urk.
9/13/5-6).
2.2
Die Gutacht
er des
C._
hielten
in ihrer rheumatologischen Expertise vom
9.
Mai 2011
folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
fest
(
Urk.
9/18/10):
(1)
ein chronisches lumboradikuläres Schmerzsyndrom
-
Mikrodiskektomie L4/5 (Dezember 2003)
-
residuelle sensomotorische Ausfälle L5 und S1 links mit Steppergang
-
Hypermobilitätssyndrom
-
mässiggradige Schmerzausweitung
(2)
eine Adipositas
-
Body Mass Index 34,5 kg/m2
-
Dekonditionierung
Als Diagnosen ohne Auswirkung
auf die Arbeitsfähigkeit nannten
sie
(Urk.
9/18/10
)
:
eine Hypothyreose
-
unter Substitution
eine leichtgradige venöse Insuffizienz beidseits
eine rechtsbetonte Gonarthrose beidseits
eine depressive Verstimmung
Die Gutachter des
C._
erklärten, dass
die Beschwerdeführerin
seit dem 1.
Juli 2005 bis wahrscheinlich Ende 2006
in der bisherigen Tätigkeit als Pfle
gefachfrau zu
50
%
arbeitsfähig gewesen sei. Aktuell sei
en
ihr die
Tä
tigkeit als
Pflegefachfrau und
eine mittelschwere körperliche Arbeit an drei Tag
en pro Woche
möglich.
Die Tätigkeit als Hausfrau sei
ganztags zumutbar. Die derzei
tige Einschränkung
der Arbeitsfähigkeit
auf 60
%
ergebe sich durch
die Fuss
problematik (20
%
) und
eine Instabilität vor allem der Rumpfmuskulatur mit Dekonditionie
rung (20
%
). Durch eine
Versorgung des linken Fusses mittel
s Heidelberger-Schiene und ein
Auftr
ainieren der Rumpfmuskulatur sowie
eine
gleichzeitige Gewichtsreduktion sei die Wiedererlangung einer 100%igen Ar
beitsfähigkeit in sechs Monaten zu erwarten (
Urk.
9/18/9-12).
3.
3.1
Die Expertise des
C._
vom
9.
Mai 2011 beruht auf für die streitigen Be
lange umfassenden
fachärztlichen
Untersuchungen und wurde in Kenntnis der Vorakten verfasst. Die Gutachter des
C._
legten im Wesentlichen dar, dass die
Beschwerdeführerin
einerseits
unter einem chronischen lumboradiku
lären
Schmerzsyndrom und
andererseits
unter einer Adipositas
leide
.
Vor
gut sieben Jahren
habe sie
einen akuten B
andscheibenvorfall erlitten
. Trotz rascher Dekompression sei eine linksseitige Fussheberparese bestehen geblieben, was sich in einem Steppergang äussere. Seit dieser Zeit beklage
sie
auch tieflumbale Rückenschmerzen, welche sie in ihrer Arbeit einschränken würden. Die chroni
schen lumbospondylogenen Beschwerde
n seien
im Rahmen eines Hypermobili
tätssyndroms mit zusätzlicher Dekonditionierung sowie mässiggradiger Schmerz
ausweitung
zu
interpretieren. Die Fussheberparese sei ein Residuum des lumbo
radikulären Syndroms im Jahr 2003, ohne Zeichen einer Progredie
n
z
.
Gestützt auf die Ergebnisse ihrer Begutachtung und die
Evaluation der f
unktio
nellen Leistungsfähigkeit
vom 12./1
3.
April 2011
kamen die Gutachter
des
C._
zusammengefasst
zum Schluss, dass
die Beschwerdeführerin als Pfle
gefachfrau
seit
anfangs 2007
(vgl.
Urk.
9/18/12)
zu
60
%
arbeitsfähig sei. Die
Einschrän
kung
ergebe sich
zu
20
%
aus der
Fussproblematik
und
zu 20
%
a
us der
Instabilität vor allem der Rumpfmuskulatur mit Dekonditionie
rung
. Die Tä
tigkeit als Haus
frau sei im Übrigen ganztags zumutbar (
Urk.
9/18/9-10)
.
Diese
Beurteilung ist angesichts der genannten Befunde und der Erläuterungen dazu ohne Weiteres nachvollziehbar.
3.2
Weiter führten die Gutachter des
C._
aus, dass d
urch
eine
Versorgung
des linken Fusses mittels Heidelberger-Schiene und ein Auftrainieren der Rumpf
muskulatur sowie
eine
gleichzeitige Gewichtsreduktion
die
Wiedererlan
gung ei
ner 100%igen Arbeitsfähigkeit in sechs Monaten zu erwarten
sei
(
Urk.
9
/18/9
).
Im Z
usammenhang
mit
dem
empfohlenen
Auftrainieren der Rumpfmuskulatur und der
Gewichtsreduktion
ist
dabei
darauf hinzuweisen, dass die
Hypothyreose
der Beschwerdeführerin gemäss
dem Gutachten des
C._
unter Substi
t
ution steht
(
Urk.
9/18/10; vgl. auch Urk.
9/13/5
)
.
Entge
gen den Darlegungen der
Be
schwerdeführerin (
Urk.
1 S. 9) kann die
seit länge
rem bestehende
Adi
positas
(BMI 34,5
kg/m2
; vgl. auch
Urk.
9/8/10
)
daher
nicht als
Auswirkung d
er
Hypothyreose
betrachtet werden.
Zudem
geht a
us den vor
liegenden medizi
ni
schen Akten auch nicht hervor, dass die Adipositas
der Be
schwerdeführerin
Aus
wirkung eines anderen
Gesundheitsschaden
s
wäre
oder einen solchen bewirkt haben könnte
.
Die Einschätzung der Gutachter
des
C._
, wonach
eine mass
gebliche Gewichtsreduktion innert sechs Monaten
erwartet werden k
önne, erscheint
unter diesen Umständen
plausibel
.
Die
vorlie
gende, behandelbare
Adi
positas
ist
somit
aus invalidenversicherungsrechtlicher Sicht unbeachtlich
(vgl.
E.
1.3
).
Dasselbe gilt für
die
Dekonditi
oni
e
rung der Beschwerdeführerin, die
ge
mäss
den nachvollziehbaren
Darlegungen der Gut
achter
des
C._
durch
Training der
Rumpfmuskulatur
auch
innert sechs Monaten
behoben werden k
ann
und
die
für die Frage der invalidenversiche
rungsrechtlich relevanten Arbeits
fähig
keit
deshalb
eben
falls ausser Acht zu lassen ist.
Gemäss
Art.
7
Abs.
2 ATSG
liegt
eine
Erwerbsunfähigkeit denn auch nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nich
t überwindbar ist.
Der
Adipositas
und der
Dekonditionierung
der Beschwer
de
führerin
ist
demnach nicht
wie im Gutachten des
C._
mit einer
noch sechs Monate
an
dauernden
20%igen
Reduktion der Arbeitsfähigkeit
Rechnung
zu tragen, sondern es ist vielmehr von Anfang an von
einer
medizinisch-theo
re
tischen
Arbeitsfähigkeit auszuge
hen,
wie sie
nach
der
en
Behandlung bzw. Überwindung
bestanden hätte
(
vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_55/2008 vom 2
6.
Mai 2008 E. 4.4.2 und I 601/05 vom 11. August 2006 E. 2.3
).
Die
Beschwer
de
führerin
hat deshalb
in ihrer bisheri
gen Tätigkeit als Pflegefachfrau
seit
Ok
to
ber
2010 (frühestmöglicher Rentenbeginn, vgl.
Art.
29
Abs.
1 IVG
)
invaliden
ver
sicherungsrechtlich
als
80
%
arbeitsfähig
zu gelten.
3.3
Der Bericht des behandelnden Arztes
PD
Dr.
B._
vom 2
5.
August 2010
(Urk.
9/13/5-6)
vermag
die ansonsten
überzeugenden
Feststellungen im Gut
ach
ten des
C._
nicht in Zweifel zu ziehen
.
Insbesondere fällt auf, dass PD
Dr.
B._
die
seit längerem bestehende
Adipositas
(
Dr.
A._
erklärte bereits im Gutachten vom 1
8.
August 2004, dass das Gewicht der Be
schwerdeführerin
ca.
20 kg über dem Normalgewicht liege
, Urk.
9/8/10)
nicht einmal erwähnte und sich dementsprechend auch nicht zur Frage der Zumut
bar
keit einer Gewichtsreduktion äusserte.
Zudem legte er auch nicht begründet dar, inwiefern die Händeproblematik die Beschwerdeführerin bei der Arbeit ein
schränkt.
Nach
der Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit, die am 12./1
3.
Apri
l 2011 durchgeführt worden war, fügten
die Ärzte des
C._
im Übrigen
noch
an
, dass
die Resultate der physischen Leistungstests für die Be
urteilung der zumutbaren Belastbarkeit
infolge mässiger Symptomauswei
tung, Selbs
t
limitierung und Inko
nsistenz nur teilweise verwertbar seien. Es sei davon
a
u
s
zugeh
en, dass bei gutem
Effort eine bessere Leistung er
bracht
werden könnte, als bei den Lei
stungstests gezeigt worden sei (
Urk.
9/18/18)
.
3.4
Bei einer zumutbaren Arbeitsfähigkeit von 80
%
in der bisherigen Tätigkeit als
Pflegefachfrau
in seit 1991 ungekündigter Stelle
kann
im Rahmen der Be
mess
ung des Invaliditätsgrades
ein so
genannter Prozentvergleich vorgenommen wer
den
(vgl. Ziff. 2.10 des Arbeitgeberfragebogen vom 20. Oktober 2010, Urk. 9/15)
.
Das ohne Invalidität erziel
bare hypothetische Erwerbseinkommen ist dabei
grund
sätzlich
mit 100
%
zu bewerten, während das Invalideneinkommen auf einen entsprechend kleineren Prozentsatz zu veranschlagen ist, so dass sich aus der Prozentdifferenz der In
validitätsgrad ergibt (BGE 114 V 313 E. 3a mit Hin
weisen; Urteile des Bundes
gerichts I 850/05 vom 2
1.
August
2006 E. 4.2 und I 375/05 vom 2.
Dezember 2005 E. 3.2
; vgl. auch E. 1.6
).
Sofern man die
Be
schwerdeführerin als gan
ztägig erwerbstätig einstuft
,
resultiert somit ein nicht rentenbegründ
ender Invalidi
tätsgrad von 20
%
(ein sogenannter Leidensabzug ist nicht zu gewähren).
Geht man
von einer Teilerwerbstätigkeit aus, ergibt sich ein noch geringerer (Ge
samt-)Invaliditätsgrad, weil die Beschwerdeführerin im Haushalt
s
bereich nicht eingeschränkt ist (vgl. E. 3.1).
3.5
Die
umstrittene Frage, ob die von den Gutachtern des
C._
empfohle
ne Heidelberger-Schiene, die von den behandelnden
Ärzten
bislang
nicht
ver
schrie
ben
wurde
,
geeignet wäre,
eine weitere Verbesserung der Arbeitsfähigkeit um 20
%
zu bewirken
,
kann folglich
offen bleiben.
Auch
die
Streitfrage
, ob die Be
schwerdeführerin als ganztägig
oder als zeitweilig
erwerbstätig (
70
%
im Er
werbs- und
30
%
im Aufgabenbereich
)
zu qualifi
zieren ist
(vgl. E. 1.5)
,
muss
nicht näher erörtert
werden
.
An dieser Stelle ist
aber
doch
noch
darauf hinzu
weisen,
dass aufgrund der Aktenlage von einer mutmasslichen Erhöhung des Arbeitspensums der Beschwerdeführerin auszugehen ist. Dass sie ihr Pensum gerade
auf 100
%
und
n
icht „nur“ auf 80
% oder 90
%
gesteigert hätte, dürfte nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit allerdings nicht erstellt sein.
So war die Beschwerdeführe
rin, die über eine
gute Ausbildung
als
diplomierte
Pflegefachfrau
verfügt und
Mutter von drei Kindern ist,
zwar
seit der Geburt ihres
ersten Kindes
immer mindestens zu 50
%
erwerbstätig
(vgl.
Urk.
9/11).
Sodann wurde
die
jüngste
Tochter
im Januar 2011 volljährig (Urk.
9/3/2), weshalb die Betreuungspflichten der Beschwerdeführerin entfielen.
Ebenfa
lls zu berücksichtigen ist
auch
die of
fenbar schwierige Erwerbssituation des Ehemannes, der nach der
IV-
Umschu
lung zum Kaufmann
lediglich
eine
Teilzeitstelle
als Treuhänder
fand
und dane
ben bei der katholischen Kirchgemeinde
D._
tätig
war
(
Urk.
1 S. 7)
.
Ande
rerseits ist
indes auch
zu beachten, dass
die drei Kinder
im Zeitpunkt der
Be
gutachtung im
C._
im Mai 2011 alle
noch
in Ausbildung
waren
(
E._
, Gymnasium)
und
alle
noch zu Hause lebten (
Urk.
9/18/4)
. Es i
st deshalb anzu
nehmen, dass der Beschwerdeführerin
aus diesem Grund
zusätzliche Haushalt
arbeiten anfielen.
Des Weiteren war
sie
im Zeitpunkt der Anmeldung bei der Beschwerdegegnerin
bereits 50-jährig, was ebenfalls eher gegen eine Aufsto
ckung des Pensums auf 100
%
sprechen dürfte.
3.6
Die
Beschwerde erweist sich daher als unbegründet und
ist abzuweisen.
4.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht,
ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Ver
fah
rens
a
ufwand und unabhängig vom Strei
twert festzulegen (
Art.
69 Abs.
1
bis
IVG) und
auf
Fr.
600.-- anzusetzen. Entsprechend dem Aus
gang des Verfahrens sind sie der
Beschwerdeführer
in
aufzuerlegen.