Decision ID: 0205441a-2ca6-4e71-804d-bb6e2cbdc48e
Year: 2013
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1949, war seit
Februar
1980
und seit 1997
mit einem Teilzeitpensum
bei
Y._
in
Z._
als Kauffrau und Assistentin der Geschäftsleitung angestellt (
Urk.
7/12 S. 1
Ziff.
1,
S. 2
Ziff.
9,
S. 4).
Das Ar
beitsverhältnis wurde auf den 6. Dezember 2007 aufgelöst (
Urk.
3).
Die Versicherte meldete sich am
2.
Februar 2007 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug (Rente) an (
Urk.
7/3
Ziff.
7.8).
Mit
Verfügung vom 24. April 2008
sprach
die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
der Versicherten befristet vom 1. Dezember 2006 bis 30. April 2007 eine ganze Rente zu (
Urk.
7/55,
Urk.
7/50). Die dagegen am 28. Mai 2008 von der Versi
cherten
er
hobene Beschwerde (
Urk.
7/59/3-13)
hiess das hiesige
Gericht mit Ur
teil
vom 2
2.
Juni 2009
(Verfahren Nr. IV.2008.00578)
in dem Sinne gut, dass es die Verfügung vom 24. April 2008 aufhob und die Sache an die IV-Stelle zur weiteren medizinischen Abklärung zurückwies (
Urk.
7/76 S. 13 E. 4.3, S. 15 Dis
-
positiv
Ziff.
1).
1.2
Die IV-Stelle holte in der Folge ein polydisziplinäres Gutachten
beim
A._
(
Gutachten vom
2.
März 2010,
Urk.
7/88) ein und führte eine
Abklärung an Ort und Stelle
durch (
Ab
klärungsbericht
vom
2.
September 2011,
Urk.
7/98).
Am
2.
September 2011 (
Urk.
7/101) stellte
sie
der Versicherten den Vorbescheid (
Urk.
7/102) zu, woge
gen diese am 30. September 2011 Einwände vorbrachte (
Urk.
7/107
).
Die Gut
achter des
A._
nahmen
a
m
2.
Mai 2012
(
Urk.
7/1
1
4)
zu
neuen
Arztberichten (
Urk.
7/109,
Urk.
7/111) Stellung. Die Versicherte reichte dazu am 13. Juli 2012 eine weitere Stellungnahme ein (
Urk.
7/121).
Mit Verfügung vom 20. September 2012
(
Urk.
7/127,
Urk.
7/123 =
Urk.
2)
sprach die IV-Stelle der Versicherten befristet für die Monate Dezember 2006 bis April 2007 eine ganze Rente zu und verneinte ab dem 1. Mai 2007 einen Rentenanspruch.
2.
Gegen die Verfügung vom 20. September 2012 (
Urk.
2) erhob die Versicherte am 23. Oktober 2012 Beschwerde mit dem Antrag, diese sei insoweit aufzuhe
ben, als darin eine Verbesserung mit Befristung der Rente angenommen werde und es sei die IV-Stelle zu verpflichten, ihr zumindest eine halbe Rente auch ab Mai 2007 auszurichten (
Urk.
1 S. 2). Die IV-Stelle beantragte mit
Beschwerde
antwort
vom 2
2.
November 2012 die Abweisung der Beschwerde (
Urk.
6). Dieses Schreiben wurde der Beschwerdeführerin am 15. Februar 2013 zugestellt (
Urk.
8).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4
Abs.
1
des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung,
IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7
Abs.
1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leistung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung. Letztere setzt voraus, dass Revisionsgründe (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen) vorliegen, wobei der Zeitpunkt der Aufhebung oder Herabsetzung nach Massgabe des analog anwendbaren (AHI 1998 S. 121 E. 1b mit Hinweisen) Art. 88a
der Ver
ordnung über die Invalidenversicherung (
IVV
)
festzusetzen ist (vgl. BGE 121 V 264 E. 6b/
dd
mit Hinweis). Ob eine für den Rentenanspruch erhebliche Ände
rung des Invaliditätsgrades eingetreten und damit der für die Befristung oder Abstufung erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Ver
gleich des Sachverhalts im Zeitpunkt der Rentenzusprechung oder des
Renten
beginns
mit demjenigen zur Zeit der Aufhebung bzw. Herabsetzung der Rente (BGE 125 V 413 E. 2d am Ende, 369 E. 2, 113 V 273 E. 1a, 109 V 262 E. 4a, je mit Hinweisen; vgl. BGE 130 V 343 E. 3.5). Spricht die Verwaltung der versi
cherten Person eine befristete Rente zu und wird beschwerdeweise einzig die Befristung der Leistungen angefochten, hat dies nicht eine Einschränkung des Gegenstandes des Rechtsmittelverfahrens in dem Sinne zur Folge, dass die un
bestritten gebliebenen Bezugszeiten von der Beurteilung ausgeklammert bleiben (BGE 125 V 413 f. E. 2d mit Hinweisen). Die gerichtliche Prüfung hat vielmehr den Rentenanspruch für den gesamten verfügungsweise geregelten Zeitraum und damit sowohl die Zusprechung als auch die Aufhebung der Rente zu erfas
sen (Urteil des Bundesgerichts I 526/06 vom 31. Oktober 2006 E. 2.3 mit Hin
weisen).
2.
2.1
Die Beschwerdeführerin
machte in der Beschwerde geltend
,
die
Beschwer
-
degegne
rin
sei in der Begründung der Verfügung
vom 20. September 2012
auf
von ihr
in der Stellungnahme vom 30. September 2011
vorgebrachte Einwände
nicht eingegangen
. Es liege ein Verstoss gegen den Anspruch auf rechtliches Gehör vor
(
Urk.
1 S. 3
Ziff.
2
, S. 5
Ziff.
4
).
Dies
er Einwand ist vorab zu prüfen.
2.2
Gemäss Art. 74
Abs.
2 IVV muss die Begründung des Beschlusses über das
Leis
tungsbegehren
sich mit den für den Beschluss relevanten Einwänden zum Vor
bescheid auseinandersetzen. Die Begründung eines Entscheides muss so abge
fasst sein, dass die betroffene Person ihn gegebenenfalls anfechten kann. Dies ist nur dann möglich, wenn sowohl sie
als auch die Rechtsmittelinstanz sich über die Tragweite des Entscheids ein Bild machen können. In diesem Sinne müssen we
nigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich der Versicherungsträger leiten liess und auf welche sich der Entscheid stützt. Dies bedeutet indessen nicht, dass sich die Verwaltung ausdrücklich mit jeder
tatbe
ständlichen
Behauptung und jedem rechtlichen Einwand auseinandersetzen muss; vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Gesichts
punkte beschränken
(BGE 126 V 75 E. 5b/
dd
, 118 V 56 E. 5b).
2.3
Die Beschwerdeführerin
wies
in
der
Eingabe vom 30. September 2011
auf das
von ihr
im
früheren
Beschwerdeverfahren
vor dem Sozialversicherungsgericht
(
Verfahren Nr. IV.2008.00578
)
eingereichten Gutachten der
B._
und die
unterschiedliche
medizinische Be
urteilung
im Vergleich
mit dem Gutachten des
A._
hin.
Weiter
verwies sie auf nach der Begutachtung im
A._
durchgeführten
Untersuchungen in der
C._
. Demnach sei
bei
einer
Untersuchung
(MRI)
im Som
mer 2010
zervikal ein chronischer
zentromedullär
gelegener
Myelopathieherd
auf Höhe C6/7
festgestellt worden
sei
. Eine neurologische Untersuchung zeige zudem sicher pathologische Befunde un
terhalb C5 beidseits beginnend
(
Urk.
7/10
7
S. 2
f.
Ziff.
2).
Die Beschwerdeführerin äusserte
sich
sodann
zum
im Vorbescheid
au
sgewiesenen Einkommensvergleich
(
Urk.
7/107 S. 3 f.
Ziff.
3).
Die Beschwerdegegnerin
setzte sich
in der angefochtenen Verfügung
mit den neuen
B
erichte
n
der
C._
auseinander
.
Sie ging damit auf die Kritik der Beschwerdeführerin ein und
kam
entsprechend der Stellungnahme der
Gutachter des
A._
vom
2.
Mai 2012
zum Ergebnis
, dass
mit den
vorge
legten Befunden keine massgebliche Verschlechterung nachgewiesen
sei
und keine
anderen Gesichtspunkte für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit
als im Gutachten des
A._
bestünden
(
Urk.
2, Verfügungsteil 2 S. 2 unten).
Mit dieser Begründung war der
Beschwerdeführerin die
Anfechtung der V
erfügung vom 20. September 2012
möglich.
Dass sich die Beschwerdegegnerin in der Verfü
gung nicht zur Kritik am Einkommensvergleich äusserte, schadet nicht. Die
Be
schwerdegegnerin
wies
jedenfalls
in der Vernehmlassung
vom 2
2.
November 2012
(
Urk.
6) auf eine Stellungnahme ihres Rechtsdienstes vom 28. Juli 2011
hin
,
in
welcher sich
die Beschwerdegegnerin
gegen einen leidensbedingten Ab
zug
ausgesprochen hatte
(
Urk.
7/103 S. 2)
.
Eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör ist daher zu verneinen.
3.
In materieller Hinsicht ist strittig
, ob die Beschwerdeführerin über den 30. April 2007 hinaus Anspruch auf eine Rente hat.
4.
4.1
Bei der Beschwerdeführerin wurde im November 2005 eine rasch progrediente
z
ervikale Myelopathie
bei einer Spinalkanalstenose bei C5/6/7
festgestellt
. Am 9. Dezember 2005 wurde eine mikrochirurgische Dekompression und
Spondylo
dese
durchgeführt
(
Urk.
7/76 S. 5 f. E. 3.1).
Dr.
med.
D._
, Spezialärztin FMH für Neurologie, erstat
tete am
2.
November 2007 im Auftrag der Beschwerdegegnerin ein neurolo
gi
sches Gutachten (
Urk.
7/34).
Die Gutachterin
nannte als Diagnosen
ohne Aus
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit
einen Status nach mikrochirurgischer Dekom
pression/
Spondylodese
bei C5/6/7 am 9. Dezember 2005 bei
z
ervikaler Myelo
pathie, einen Status nach Hüft-Totalprothese rechts am 9. Oktober 2006, dege
nerative Veränderungen im Bereich der Lendenwirbelsäule
, Hypertonie und
ein
Nikotinabusus
(S
. 10
Ziff.
1-1.1
).
Dr.
D._
führte in ihrer Beurteilung unter anderem aus
, die Progredienz der Myelopathie
sei
nach der
Operation aufgehalten worden
. Die Störungen an den Händen hätten sich relativ rasch postoperativ normalisiert und auch eine Gangstörung habe sich massiv gebes
sert
. Jedoch bestünden weiterhin sensible Störungen an den unteren Extremitä
ten
(S. 8 Mitte). Die Gutachterin
attestierte der Beschwerdeführerin für die bis
herige Tätigkeit eine volle Arbeitsfähigkeit (S. 10
Ziff.
2).
4.2
Das
von der Beschwerdeführerin beigebrachte
Gutachten des
B._
setzt sich aus dem rheumatologischen Teilgutachten von PD
Dr.
med.
E._
, Facharzt für
P
hysikalische Medizin und Rehabilitation und Rheumatologie, dem neurologischen Teilgutachten von
Dr.
med.
F._
, Facharzt FMH für Neurologie, Physikalische Medizin und Rehabilitation
,
und der interdisziplinä
ren Beurteilung durch
Dr.
F._
vom 14. Juli 2008 zusammen (
Urk.
7/65/12-51).
Dr.
E._
s
tellte
von rheumatologischer Seite fest
,
es bestehe
noch eine Einschränkung der Beweglichkeit in der Seitneigung und Rotation der
Halswir
belsäule
, was nur schon durch die
Spondylodese
mitbedingt sei (
Urk.
7/65/31 Mitte).
Die Gutachter
des
B._
führten
in der interdisziplinären
Beurteilung zusammen
fassend aus
, es finde sich ein chronisches,
plurikausales
, komplexes Schmerzsyndrom mit vorwiegend neuropathischen Schmerzen und sensomoto
rischen Funktionsstörungen der Beine, besonders das Gleichgewicht betreffend. Die Schmerzen seien trotz praktisch optimaler intensiver medikamentöser Be
handlung nachvollziehbar stark und invalidisierend. Es bestehe eine dauernde volle Arbeitsunfähigkeit (
Urk.
7/65/14-15, vgl.
sodann
Urk.
7/76 S. 10 ff.
E. 3.8).
4.3
Die Beschwerdegegnerin
gab
in der Folge
beim
A._
ein
polydisziplinäre
s
Gut
achten in Auftrag, das am
2.
Mai 2010 erstattet wurde (
Urk.
7/88)
.
Das Gut
achten ist von
Dr.
med.
G._
, Facharzt für Neurologie und Psychiatrie,
Dr.
med.
H._
, Facharzt für Orthopädie,
Dr.
med.
I._
un
d
J._
unterzeichnet
. Es
beruht auf den Untersuchungen vom 18. Januar 2010 in den Fachgebieten
Orthopäd
ie, Neurologie und Psychiatrie und auf den
den
Gutachtern zugestellten und von
ihnen
be
igebrachten Unterlagen
(S. 1)
.
Die Gutachter nannten als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (letzte Tätigkeit
,
S. 15
lit
. E.1
):
chronisches
zervikovertebrales
und
zervikospondylogenes
Syndrom mit
/
bei
Status nach Dekompression,
interk
orporelle
Distraktionsspondylose vom
9. Dezember 2005
s
ensibles C7/8-Syndrom links und
zervikale Myelopathie, radiolo
gisch
dokumentierte
residuelle
Myelopathiezeichen
bei C6/7
chronisches
lumbovert
ebrales
und
lumbospondylogenes
Schmerzsyn
-
drom
bei
lumbale
n
Mehretagendiskushernien bei L3/4, L4/5 und L5/S1
rumpfmuskuläre
Dysbalance
mit verk
ürzter
Iliopsoasmuskulatur
und
iliolumbaler
Ansatztendopathie
beidseits
sensibles L4-Syndrom bei radiologisc
h dokumentierten degenerati
ven
Veränderungen der
Lendenwirbelsäule mit
Bandscheibendege
nerationen
Die Gutachter stellten folgende Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeits
-
fähig
keit
: Status nach erfolgreich verlaufener Hüft-
Totalendoprothese
rechts am 9. Oktober 2006 mit nur residualer Minderung der Beweglichkeit, Status nach HWS-Distorsion anlässlich Heckaufprall am 17. November 2006 ohne Folgen, Persönlichkeitsakzentuierung mit ehrgeizig-leistungsorientierten und
perfekti
-
onistischen
Zügen (S. 15
lit
. E.2).
Die Gutachter führten
weiter
aus, die Beschwerdeführerin
gebe an, dass sie
un
ter permanenten und enormen Schmerzen in beiden Beinen
leide
, jeweils von den Oberschenkeln bis in die Füsse, so
wie
im Nacken und in der
Lendenwirbel
säule
. Der ganze Rücken mache Beschwerden. Die Besch
werden im Nacken seien nie
vollständig
regredient
gewesen. Nach einem Heckauffahrunfall mit HWS-Distorsion vom 17. November 2006 hätten die Beschwerden zugenommen und dauerten bis heute an (S. 8
lit
. C.1).
Im Rahmen der orthopädischen Abklärung sei die Beweglichkeit der Hals- und Lendenwirbelsäule allenfalls als endphasig schmerzhaft auszumachen.
Im Be
reich des Rumpfes bestünden eine auffallende Verkürzung der
Iliopsoasmusku
latur
und eine Palpations- und Dehnungsschmerzhaftigkeit über beiden
iliolum
balen
Bandansätzen.
Die Beweglichkeit der rechten Hüfte sei
mässiggradig
ein
geschränkt (S. 12
Ziff.
1.3). Die radiologische Abklärung habe einen komplikati
onslosen Status nach zervikaler
Spondylodese
bei C5/6 und C6/7
und eine be
ginnende
Unkovertebrala
r
throse
in den Segmenten des oberen und mittleren Drittels ergeben.
Ossäre
Strukturen,
Gefü
ge
störungen
oder eine
Weichteilpa
thologie
bestünden nicht
.
Im Bereich der Lendenwirbelsäule bestünden eine mässige
Intervertebralosteochondrose
und
eine
Spondylarthrose
der dre
i
cau
dalen
Bewegungssegmente bei
L3/4, L4/5 und L5/S1.
Die Beschwerdeführerin habe bisher als kaufmännische Angestellte und Allrounderin in einer Werbe
agentur gearbeitet. Aktuell verrichte sie bei freier Zeiteinteilung zweimal vier Stunden wöchentlich Bürohilfstätigkeiten (S. 13 Mitte). Naturgemäss sei mit der beschriebenen Wirbelsäulen- und Hüftanamnese eine vollständige Schmerzfrei
heit des Bewegungsapparates nicht zu erwarten. Auch „banale“
Alltagsbewe
gungen
könnten zervikale und lumbale Schmerzsyndrome sowie
Hüftbeschwer
den
rechts verursachen (S. 13 unten).
Zusammenfassend sei die Beschwerdeführerin in der Lage, leichte,
wechselbe
-
las
tende
an die Halswirbelsäule und den Rücken adaptierte Tätigkei
ten auszuüben, ohne Arbeiten in Überkopfposition. Das Heben, Tragen und Be
wegen von Lasten sei mit 10 kg limitiert. Zu vermeiden seien Arbeiten in Zwangshaltungen und einhergehend mit repetitiven Bewegungsanforderungen an die Halswirbelsäule und den Rumpf.
Bildschirmarbeiten sollten nicht ar
beitstäglich überwiegen. Der Beschwerdeführerin soll
te nach einer Bildschirm
arbeit
von zirka 60 Minuten ein Wechsel der Arbeitsposition im freien Ermessen möglich sein. Langfristiges Stehen und Sitzen sei auf 60
Minuten limitiert
. Die vom
neurologischen Gutachter beschriebene Schmerzsymptomatik, einschliess
lich sensibler Defizite, ausgehend von den röntgenpathologischen Befunden der Hals- u
nd Lendenwirbelsäule begründe
eine Minderung des Arbeitstempos und somit der Leistungsfähigkeit um 30
%
. Dabei sei ein orthopädischer Anteil von 20
%
berücksichtigt (S.
16 f.
).
Die Gutachter
führten
zu einem B
ericht von
Dr.
med.
K._
vom 9. Juli 2007
, wonach auf längere Sicht keine Arbeitsfähigkeit mehr gegeben sei
,
aus
, die
durchgeführte
ventrale Diskektomie und
Spondylodese
habe zu einer we
sentlichen Besserung der vormals bestehenden zervikalen Beschwerden beige
tragen.
Die im Röntgenbild erkennbaren degenerativen Veränderungen der
Len
denwirbelsäule
führten zu keiner wesentlichen Bewegungseinschränkung der Lendenwirbelsäule, jedoch nachvollziehbar zu einer Minderung der Belastbar
keit.
Eine
im Gutachten
von
Dr.
D._
konstatierte Wiederherstellung der Restarbeitsfähigkeit von 100
%
ab November 2007 könne aktuell von neu
rologischer Seite nicht bestätigt werden, da durchaus noch Residuen der zervi
kalen Spinalkanalstenose mit Myelopathie und ein sensibles L4-Syndrom beid
seits ausstrahlend vorlägen und eine Einschränkung der
Leistungsfähigkeit be
gründeten (S. 17 Mitte).
Das Gutachten des
B._
gründe einerseits auf
dem
rheumatologischen
Teilgut
achten
vom 6. Mai 2008. Der gesamte rheumatologische Status werde darin auf einer knappen halben Seite dokumentiert. Es fehlten verwertbare Dokumentati
onen der
Extremitätengelenk
-Beweglichkeit, der Wirbelsäulenbeweglichkeit und des Funktionsstandes der Extremitäten und der Rumpfmuskulatur. Ferner finde sich kein Hinweis
zu bildgebenden
Befunde
n
. Der rheumatologische Gutachter
erwähnte
innerhalb seiner diagnostischen Zusammenfassung unter
anderem neuropathische
Schmerzen, vor allem im Bereich der unteren Extremitäten
und somit fachfremde, das heisst nicht fachspezifisch rheumatologische Befunde. Die in der Beurteilung des rheumatologischen Gutachtens formulierten Schlussfol
gerungen seien nicht plausibel. Dem Aspekt eines Status nach
Spondylodes
e
bei C5-7
liege
die therapeutische Absicht der Beseitigung von segmentale
n Dys
funktionen zugrunde
. Der Status nach
Spondylodes
e
bei einer Myelopathie bei C5/6/7
entspreche somit einem therapeutischen Ergebnis und
nicht einem krankheitswertigen
Befund
. Die von
Dr.
D._
dokumentierte günstige Beweglichkeit der Halswirbelsäule sei im Rahmen der Begutachtung im
A._
weitestgehend bestätigt worden. Ein nennenswertes Bewegungsdefizit der
Hals
wirbelsäule
liege nicht vor
(S. 17 f.). Der rheumatologische Teilgutachter
PD
Dr.
E._
habe seine Ausführungen mit dem Satz beendet, die Arbeitsunfähig
keit müsse unter Berücksichtigung der gesamten Schmerzproblematik beurteilt werden.
Dem
sei entgegenzuhalten, dass die Arbeitsunfähigkeit vor allem aus der funktionsrelevanten Dokumentation der Befunde gutachterlich bewertet werden müsse. Die Schmerzschilderung könne nicht das Kriterium schlechthin zur gutachterlichen Bewertung der Arbeitsfähigkeit sein (S. 18 unten).
Dr.
F._
teile
im neurologischen Teilgutachten des
B._
in seiner Beurtei
lung und Schlussfolgerung mit, dass die neurologischen Befunde in der Ent
wicklung wie auch aktuell eindeutig eine schwere durchgemachte Myelopathie mit vorwie
gend sensiblen Residuen belegen würden. Die Schlussfolgerung sei nicht plausibel. Es gehe nicht darum, ob eine schwere zervikale Myelopathie durchgemacht worden sei. Vielmehr gehe es um die Beurteilung, wie die Funk
tionen des Halsmarkes und der Halswirbelsäule ak
tu
ell zu dokumentieren seien (S. 18 f.).
Die
Beschwerdeführerin könne die
bisherige Tätigkeit
uneingeschränkt
mit ei
nem Pensum von 8.5 Stunden arbeitstäglich und einer Leistungsminderung von 30
%
wieder
aufnehmen
. Somit bestehe eine Arbeitsfähigkeit in der Grössen
ordnung von 70
%
(S. 19 unten).
Soweit retrospektiv beurtei
lbar bestehe ab dem 1. Mai 2007, also nach Ablauf der befristeten ganzen Rente,
eine Arbeitsfähig
keit von 70
%
(S. 21
lit
. G.2).
4.4
PD
Dr.
med.
L._
, Facharzt für Neurologie, Regionalärztlicher Dienst der Beschwerdegegnerin (RAD),
nahm am 15. März 2010 (
Urk.
7/100 S. 3) zum Gutachten des
A._
Stellung.
Dr.
L._
erklärte, das Gutachten gehe detailliert auf die Aktenlage ein und erhebe umfassende Befunde. Nachvollziehbar
bestehe in der bisherigen Tätigkeit der Beschwerdeführerin als kaufmännische Ange
stellte ab dem 1. Mai 2007 eine Arbeitsfähigkeit von 70
%
. Die bisherige Tätig
keit könne als angepasst gelten.
4.5
Prof.
Dr.
med.
M._
, Chefarzt
,
C._
,
nannte
in einem Bericht vom 15. Juli 2010 (
Urk.
7/111
/1-2
)
als neurologische
Diagnose
einen
Verdacht auf
eine
leichtgradige
zervikale Myelopathie mit neuropathischem Schmerzsyndrom und
Hype
rreflexie
. Es bestehe
kein Hinweis auf
eine
manifeste lumbale Spinalkanalstenose (S. 1).
Nach einer Untersuchung vom 20. Juli 2010 stellte Prof.
M._
in einem
weiteren
Bericht vom 21. Juli 2010 (
Urk.
7/111/3)
die Diagnosen zervikale Myelopathie mit neuropathischen Schmerzen sowie
Hyperreflexie
bei Status nach zervikaler Dekompressionsoperation 2005, kein Hinweis auf eine manifeste lumbale
Spi
nalkanalstenose
.
Prof.
M._
führte weiter aus, die
MRI-Untersuchung zeige zer
vikal einen chronischen
zentromedullär
gelegenen
Myelopathieherd
auf Höhe C6/7 ohne Hinweis auf Progredienz. Es bestehe ein sicherer Hinweis auf eine in
komplette zervikale Myelopathie bei Status nach zervikaler Operation. Der Sta
tus sei als chronisch anzusehen, ohne einen Hinweis auf Progredienz. Im Be
reich der lumbalen Wirbelsäule bestehe eine relative Stenose bei L3/4
,
jedoch in den neurophysiologischen Parametern ohne Hinweise auf eine klinische Symp
tomatik.
4.6
PD
Dr.
med.
N._
, Teamleiter Wirbelsäulenchirurgie,
C._
, nannte in einem Bericht vom 21. Dezember 2011 (
Urk.
7/109/1-2) als Dia
-
gnosen
(S. 1):
chronische lumbale Schmerzen bei
schwerer Segmentdegeneration bei L3-S1
Spinalkanalstenose bei L3/4 und L4/5
z
ervikale Myelopathie bei
Status nach Dekompression bei C5/6 und C6/7 von ventral 2005
Status nach Hüft-Totalprothese rechts 2006
Dr.
N._
führte aus, die neurologischen Abklärungen seien abgeschlossen. Das Ergebnis zeige, dass es sich lediglich um eine zervikale Myelopathie handle. Es bestünden keine Hinweise auf manifeste lumbale Spinalkanalstenosen.
Die Ver
änderung im zervikalen
Myelon
mit entsprechenden Schmerzen in beiden Bei
nen könne chirurgisch nicht behandelt werden (S. 1 unten).
4.7
Dr.
H._
,
Dr.
G._
,
Dr.
I._
und
J._
,
A._
, nahmen am
2.
Mai 2012
zuhanden der Beschwerdegegnerin
zu den Berichten der
C._
Stellung (
Urk.
7/114).
Die Gutachter
hielten fest
, aus den vorgelegten Berichten der
C._
ergäben sich keine neuen Gesichtspunkte, die das Ergebnis der Beur
teilung im Gu
tachten in Frage stelle
n würden
. Die Gutachter sähen ihre diag
nostisc
he Einschätzung sogar bestätigt (S. 2 oben). Im Bericht vom 21. Dezem
ber 2011 werde mitgeteilt, dass die neurologischen Abklärungen abgeschlossen seien. Das Ergebnis zeige, dass es sich lediglich um eine zervikale Myelopathie handle. Der Bericht bestätige keinesfalls eine Operationsbedürftigkeit.
Für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit
sei entscheidend, welche funktionellen Ausfälle aus der auch von den Gutachtern des
A._
diagnostizierten zervikalen Myelo
pathie resultierten. Funktionelle Beeinträchtigungen seien gering. Auch der von Prof.
M._
beschriebene neurologische Untersuchungsbefund zeige keine gra
vierenden Auffälligkeiten. Eine
Hyperreflexie
sei im Alltag nicht störend. Paresen, Störungen des Muskeltonus, Bewegungs- oder Gangstörungen würden nicht mitgeteilt. Vor diesem Hintergrund gehe auch Prof.
M._
von einer leicht
gradigen Myelopathie aus. Aus den nachträglich vorgelegten Befunden, welche zirka ein halbes Jahr nach
der
Begutachtung
im
A._
erhoben worden
seien, lasse sich weder eine massgebliche Verschlechterung nachweisen noch würden sich andere Gesichtspunkte für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit erge
ben
(S. 2 unten).
5.
5.1
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
5.
2
Die Gutachter des
A._
nahmen am
2.
Mai 2012 zu den
n
achge
reichten
Arztb
e
richten
der
C._
Stellung.
Dabei
kamen
sie zum Er
gebnis
, dass sich aus den
von den Ärzten der
C._
be
schriebenen
Befunden keine massgebliche V
erschlechterung ergebe
(E. 4.7 hier
vor).
In der Tat ist
zu
sagen
,
dass
die von
PD
Dr.
N._
wie auch von Prof.
M._
diagnostizierte
durchgemachte
zervikale Myelopathie
bereits
i
n der
Diagnose
liste
des Gutachtens des
A._
aufgeführt
ist
(E. 4.3 hiervor).
Auch verneinte Prof.
M._
im Bericht vom 21. Juli 2010 explizit eine Progredienz
der Erkran
kung
(E. 4.5).
Die Gutachter des
A._
erklärten sodann
, dass die
von
Prof.
M._
und
PD
Dr.
N._
beschriebene
Hyperreflexie
die Beschwerdeführerin im Alltag nicht einschränke (E. 4.7 hiervor).
Demnach
ist nicht erstellt
, dass sich der Ge
sundheitszustand der Beschwerdeführerin seit der Begutachtung im
A._
ver
schlechtert hätte.
Auch
trifft nicht zu, dass die Gutachter auf wesentliche früher erhobene Be
funde nicht eingegangen wären,
wie die Beschwerdeführerin vorbrachte
(
Urk.
1 S. 3 f.
Ziff.
3.2).
Eine
im Gutachten des
B._
beschriebene Hypästhesie der Finger
der linken Hand
wie auch
eine Verspannung der
Trapeziusmuskulatur
(
Urk.
7/65/27)
,
auf welche Befunde die Beschwerdeführerin hinwies (
Urk.
1 S. 4
Ziff.
3.3)
,
erweisen
sich
als eher
unbedeutend.
Die Gutachter des
A._
l
egten sodann
eingehend und
überzeugend dar
, weshalb
auf das Gutachten des
B._
nicht abgestellt werden kann. Anzufügen ist, dass ein Parteigutachten
wie das Gutachten des
B._
nicht den gleichen Rang besitzt wie ein vom Gericht oder von einem Unfallversicherer nach dem vorgegebenen Verfahrensrecht einge
holtes Gutachten (vgl.
hiezu
bereits
das
Urteil des hiesigen Gerichts vom 2
2.
Juni 2009,
Urk.
7/76 S. 13 E. 4.3 mit Hinweis auf die Rechtsprechung des Bundesgerichts).
Das Gutachten des
A._
entspricht im Übrigen den
Anforderungen an den
Be
-
weiswert
eines medizinischen Gutachtens.
Es erweist sich für die streitigen Belange als umfassend, legt es doch die gesundheitlichen Beeinträchtigungen der Beschwerdeführerin im
E
inzelnen dar und äussert sich zur verbleibenden Arbeitsfähigkeit in schlüssiger Weise. Sodann beruht es auf den notwendigen Untersuchungen und berücksichtigt die geklagten Beschwerden in angemesse
ner Weise. Das Gutachten
l
euchtet
sodann
in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein.
Auch
vermag zu überzeugen
, dass die Gutachter in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
rückwirkend
ab dem 1. Mai 2007 eine Restarbeitsfähigkeit von 70
%
attestierten
.
Auf das Gutachten des
A._
kann daher abgestellt werden.
5.
3
Der medizinische Sachverhalt ist demnach als dahingehend erstellt zu erachten, dass nach dem im Gutachten des
A._
genannten Belastungsprofil in der zu
letzt ausgeübten Tätigkeit
als
Kauffrau
und Allrounderin in einer Werbeagentur
ab dem 1. Mai 2007
eine
Arbeitsfähigkeit von 70
%
besteht
.
6.
6.1
Die am 17. März 2011 durchgeführte Haushal
tabklärung
ergab, dass die Beschwer
deführerin im Gesundheitsfall mit einem Pensum von 80
%
e
rwerbstä
tig wäre (
Urk.
7/98
Ziff.
2.5). Die Qualifizierung ist unbestritten
geblieben
. Mangels eines Aufgabenbereichs nach Art. 5
Abs.
1 IVG
in Verbindung mit Art. 8
Abs.
3 ATSG und Art. 28a
Abs.
3 IVG sowie Art. 27 IVV
hat die
Invaliditäts
bemessung
nach der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs zu erfol
gen.
6.2
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ei
nander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des Validen
-
ein
kommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des
frühest
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr
-
scheinlichkeit
als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen
Einkom
mensentwicklung
angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfah
rung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortge
setzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt
sein (BGE 129 V 222 E. 4.3.1).
6.3
Nach dem Bericht der
früheren Arbeitgeberin
der Beschwerdeführerin,
Y._
,
vom 15. Februar 2007 hätte die Beschwerdeführerin
zum
Zeit
punkt
des Berichtes
ohne Gesundheitsschaden ein Einkommen von
Fr.
88‘400.-- erzielt (
Urk.
7/12/2
Ziff.
16).
Nach dem
Abklärungsbericht vom
2.
September 2011 übte die Beschwerdeführerin zuletzt ein Pensum von 80
%
aus (
Urk.
7/98
Ziff.
2.5). Es ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin im
Gesund
heitsfall
weiterhin
als
Kauffrau und Assistentin der Geschäftsleitung
arbeiten würde.
Die Beschwerdegegnerin
erkannte gestützt auf die medizinischen Akten
, dass per 1. Mai 2007 von einer Verbesserung des Gesundheitszustandes der Be
schwerdeführerin auszugehen ist.
Demnach ist für das Jahr 2007
ein
Validen
einkommen
von
Fr.
88‘400.--
zu veranschlagen.
6.4
Die Beschwerdeführerin
war
nach Eintritt des Gesundheitsschadens weiterhin
bei der
Werbeagentur
angestellt
. Das Arbeitsverhältnis wurde schliesslich
im gegenseitigen Einvernehmen
auf den 6. Dezember 2007 aufgelöst (
Urk.
3).
Nach
dem im Gutachten des
A._
aufgestellten
Belastungsprofil
(vgl.
Urk.
7/88 S. 16 unten)
sind
der Beschwerdeführerin
leichte, wechselbelastende an die Halswirbelsäule und den Rücken adaptierte Tätigkeit
en
möglich, ohne Arbeiten in Überkopfposition. Das Heben, Tragen und Bewegen von Lasten ist mit 10 kg li
mitiert. Zu vermeiden sind Arbeiten
in Zwangshaltungen und mit repetitive
n
Bewegungsanforderungen an die Halswirbelsäule und den Rumpf. Betreffend Bildschirmarbeit sollte die Beschwerdeführerin die Arbeitsposition nach 60 Minut
en wechseln können
. Die Gutachter nahmen weiter an, dass es sich bei der Tätigkeit in einer Werbeagentur um eine derart angepasste Tätigkeit handelt und gingen insofern von einer Res
tarbeitsfähigkeit von 70
%
aus (vgl. E. 4.3).
Die Arbeitgeberin gab im Bericht vom 15. Februar 2007 an, die Beschwerde
-
führe
rin
habe alle Arbeiten einer Allround-Sekretärin
ausgeübt (Te
lefon, Post, Kaffee machen, beantworten der Korrespondenz,
Urk.
7/12 S. 5).
6.5
Nach d
er medizinischen Beurteilung
kann
die Beschwerdeführerin
die zuletzt ausgeübte Tätigkeit in einer Werbeagentur weiterhin mit einem redu
zierten
Pensum verrichten
.
Nach dem Belastungsprofil
ist
die Beschwerdeführerin na
mentlich nach längerer Bildschirmarbeit
auf
einen We
chsel der Arbeitsposition
angewiesen
. Im Übrigen handelte es sich bei der früheren Tätigkeit nicht um eine körperlich schwere Arbeit
, so dass es sich dabei grundsätzlich um eine an
gepasste Tätigkeit handelt
.
Dem erhöhten Pausenbedarf kann mit einem Abzug vom ermittelten
Lohn Rechnung getragen werden, womit auch
der
Kritik der Beschwerdeführerin am durchgeführten Einkommensvergleich
Rechnung getra
gen wird
(
Urk.
1 S. 6
Ziff.
5.2). Als angemessen erweist sich ein Abzug von 10
%
. Nachdem die Beschwerdeführerin als Kauffrau respektive Allround-Sek
retärin mit einem Pensum von 80
%
ein Einkommen von
Fr.
88‘400.-- erzielte, resultiert bei einer zumutbaren Restarbeitsfähigkeit von 70
%
nach einem Ab
zug von 10
%
ein
Invalideneinkommen von
Fr.
69‘615.-- (
Fr.
88‘400.-- x 0.875 x 0.9).
Bei einem
Valideneinkommen
von
Fr.
88‘400.-- und einem
Invalideneinkom
men
von
Fr.
69‘
615.--
ergibt
sich eine
Einkommensdifferenz von
Fr.
18‘785.-- respektive ein Invaliditätsgrad von
rund
21
%
.
Selbst
bei
ein
em
Abzug von 25
%
ergäbe sich für die zuletzt ausgeübte
Tätigkeit
ein
Invalideneinkommen von
Fr.
58‘013.-- (
Fr.
88‘400.-- x 0.875 x 0.75) und damit
eine
Einkommens
einbusse
von
Fr.
30‘
387.-- respektive ein
immer noch rentenausschliessender
Invaliditätsgrad von
rund
34
%
.
6.
6
Zusammenfassend besteht ab dem
1.
Mai 2007 bei einem Invaliditätsgrad von 21
%
kein Rentenanspruch mehr. Die angefochtene Verfügung vom 2
0.
September 2012 erweist sich demzufolge als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
7.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem
Verfahrens
aufwand
und unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG). Vorliegend sind die Kosten auf
Fr.
800.-- anzusetzen und der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen.