Decision ID: 397229ac-4365-502e-85bd-24cad2a604ac
Year: 2010
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass der Beschwerdeführer sein Heimatland gemäss eigenen  am 5. Januar 2009 verliess und am 20. Januar 2009 in die Schweiz gelangte, wo er gleichentags bei der Vorinstanz ein  stellte,
dass er dazu am 30. Januar 2009 summarisch befragt wurde,
dass das BFM am 7. Juli 2009 eine Anhörung durchführte,
dass er dabei geltend machte, kurdischer Ethnie zu sein und bis 2006 in der Provinz _ gelebt zu haben,
dass sein Vater im Nordirak als Spitzel für die Baath-Partei gearbeitet und deswegen im Jahr 2006 Probleme mit der KDP bekommen habe,
dass die Familie in Anbetracht dieser Sachlage im Mai 2006 nach _ geflohen sei,
dass sein Vater in Zusammenhang mit der Spitzel-Tätigkeit im Oktober 2008 durch unbekannte Personen entführt worden sei,
dass er (der Beschwerdeführer) befürchtet habe, ebenfalls verfolgt zu werden, weshalb er in der Folge ausgereist sei,
dass das BFM das Asylgesuch mit Verfügung vom 12. Februar 2010 abwies und die Wegweisung des Beschwerdeführers aus der Schweiz sowie den Wegweisungsvollzug anordnete,
dass die Vorinstanz zur Begründung ihres Entscheids ausführte, die angeblichen Fluchtgründe seien aufgrund widersprüchlicher und  Angaben nicht glaubhaft,
dass der Wegweisungsvollzug in die nordirakische Provinz _, wo der Beschwerdeführer bis 2006 gelebt habe, grundsätzlich , zumutbar und möglich sei,
dass vorliegend auch keine individuellen Vollzugshindernisse ,
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dass der Beschwerdeführer die Verfügung des BFM mit Eingabe vom 26. Februar 2010 beim Bundesverwaltungsgericht anfocht und die Feststellung der Unzulässigkeit respektive Unzumutbarkeit des  verbunden mit der vorläufigen Aufnahme in der Schweiz sowie in prozessualer Hinsicht die unentgeltliche Rechtspflege samt  von der Vorschusspflicht (Art. 65 Abs. 1 des  vom 20. Dezember 1968 [VwVG, SR 172.021]) ,
dass auf weitere Erwägungen der Vorinstanz und die Begründung des Rekurses – soweit entscheidwesentlich – in den nachfolgenden  einzugehen ist,

und zieht in Erwägung,
dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden  Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31] i.V.m. Art. 31 - 33 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das  [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht [BGG, SR 173.110]),
dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),
dass der Beschwerdeführer legitimiert und auf die frist- und  Beschwerde einzutreten ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1, Art. 50 und Art. 52 VwVG),
dass die vorliegende Beschwerde – wie nachfolgend aufgezeigt – als offensichtlich unbegründet erscheint, weshalb darüber in  Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters  einer zweiten Richterin zu entscheiden ist (Art. 111 Bst. e AsylG),
dass gleichzeitig auf einen Schriftenwechsel zu verzichten und der  nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG),
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dass sich die vorliegende Beschwerde allein gegen den Vollzug der Wegweisung richtet,
dass die Ziffern 1 (Verneinung der Flüchtlingseigenschaft), 2 ( des Asylgesuches) und 3 (Anordnung der Wegweisung) des  der angefochtenen Verfügung demzufolge mangels  in Rechtskraft erwachsen sind,
dass im Beschwerdeverfahrens somit lediglich die Frage der  Aufnahme wegen Unzulässigkeit, Unzumutbarkeit oder  des Vollzugs der Wegweisung zu prüfen ist (vgl. Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]),
dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn  Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),
dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land  werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]),
dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen als  erscheint, da es dem Beschwerdeführer – wie rechtskräftig  – nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet,
dass er zwar geltend macht, zusammen mit seiner Familie im Jahre 2006 aus dem Nordirak nach _ geflohen zu sein und aktuell im Falle der Rückkehr nach _ Racheakte seitens der KDP  zu müssen,
dass die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid jedoch in  Erwägungen auf die Unglaubhaftigkeit der angeblichen Spit-
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zeltätigkeit und Entführung des Vaters respektive der Fluchtgründe des Beschwerdeführers schloss,
dass auf diese Argumentation vollumfänglich verwiesen werden kann, da sich der Beschwerdeführer in seiner Eingabe darauf beschränkt, ohne stichhaltige Vorbringen die angebliche Glaubhaftigkeit des  erneut zu behaupten,
dass namentlich seine Erklärung, wegen des irakischen Dolmetschers bewusst abweichende Aussagen gemacht zu haben, als konstruiert ,
dass mithin keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige  ersichtlich sind, die ihm im Heimatstaat drohen könnte,
dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als  erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und  Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),
dass das Bundesverwaltungsgericht in seinem Urteil BVGE 2008/5 aufgrund einer umfassenden Beurteilung der Situation in den  Provinzen Dohuk, Suleymaniya und Erbil zum Schluss kam, dort herrsche keine Situation allgemeiner Gewalt,
dass der Beschwerdeführer demgegenüber festhält, die Situation vor Ort sei nach wie vor prekär,
dass seine Einschätzung die fundierte Analyse des Gerichts indes  nicht zu entkräften vermag,
dass er ausserdem geltend macht, seit 2006 nicht mehr in der Provinz _, sondern in _ gelebt zu haben,
dass die angebliche Wohnsitznahme in _ in Anbetracht der  der Vorbringen zwar fraglich ist,
dass aber selbst unter der Annahme, er habe den Nordirak bereits im Jahre 2006 verlassen, gestützt auf die Akten von nach wie vor  sozialen Anknüpfungspunkten des relativ jungen und aktuell offenbar nicht an behandlungsbedürftigen Krankheiten leidenden Be-
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schwerdeführers auszugehen ist (vgl. A 1/11, S. 3; A 15/18, Antworten 72 ff, 127 ff. und 178),
dass allfällig wiederauftretende Nierenbeschwerden im Übrigen auch grundsätzlich vor Ort therapierbar wären,
dass der Vollzug der Wegweisung in den Heimatstaat Irak schliesslich auch möglich ist (Art. 83 Abs. 2 AuG), da keine praktischen  erkennbar sind, die einer Rückkehr entgegenstehen könnten, und der Beschwerdeführer verpflichtet ist, sich bei der heimatlichen  allenfalls benötigte Reisepapiere zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG),
dass nach dem Gesagten keine Wegweisungshindernisse vorliegen und der vom Bundesamt verfügte Vollzug der Wegweisung zu  ist,
dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG),
dass das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines  mit dem Entscheid in der Hauptsache gegenstandslos  ist,
dass nach vorstehenden Erwägungen die Beschwerde als  unbegründet abzuweisen und dem Gesuch im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG nicht zu entsprechen ist,
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.– (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem  [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer  sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).
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