Decision ID: e70b3979-7496-5ec1-a965-b615e4f85365
Year: 2009
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. A.a Der Beschwerdeführer stellte am 4. April 2002 in der Schweiz ein Asylgesuch. Zum Nachweis seiner Identität gab er eine am 30. August 2001 ausgestellte angolanische Identitätskarte ab, auf welcher eine Wohnadresse in der Provinz Cabinda und als Geburtsort die Ortschaft B._ (Provinz Cabinda) aufgeführt sind. In den Befragungen erklärte er im Zusammenhang mit seiner Herkunft, er sei angolanischer Staatsangehöriger und stamme aus der Provinz Cabinda, in der er stets - in den letzten sieben Jahren an der auf der Identitätskarte aufgeführten Adresse - auch seinen Wohnsitz gehabt habe.
Mit Verfügung vom 15. April 2003 lehnte das Bundesamt für  (BFF; seit dem 1. Januar 2005 Teil des BFM) das Asylgesuch ab und ordnete die Wegweisung des Beschwerdeführers aus der Schweiz und deren Vollzug an.
Auf die gegen diese Verfügung gerichtete Beschwerde trat die damals zuständige Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) mit Urteil vom 17. Juni 2003 wegen Nichtbezahlens des Kostenvorschusses nicht ein.
A.b Der Beschwerdeführer ersuchte am 14. Juli 2003 um Revision des Urteils vom 17. Juni 2003. Die ARK beurteilte das Revisionsgesuch als offensichtlich unzulässig und trat darauf mit Einzelrichterentscheid vom 24. Juli 2003 nicht ein.
A.c Mit Eingabe vom 27. Dezember 2004 richtete der  ein Wiedererwägungsgesuch an das Bundesamt. Mit Schreiben vom 21. Januar 2005 teilte das BFM dem Beschwerdeführer mit, es sehe keine Veranlassung, auf den früheren Entscheid . Mit Verfügung vom 4. April 2005 kam das BFM auf seinen  vom 21. Januar 2005 zurück und wies das  des Beschwerdeführers ab.
Die ARK trat mit Urteil vom 13. Juni 2005 auf die gegen den  vom 4. April 2005 erhobene Beschwerde nicht ein, nachdem der Beschwerdeführer es erneut unterlassen hatte, den  zu bezahlen.
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A.d Mit Verfügung vom 14. Dezember 2007 wies das Ausländeramt des Kantons C._ das Gesuch des Beschwerdeführers um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung ab. Dabei hielt die kantonale Behörde unter anderem fest, der Beschwerdeführer habe die Unmöglichkeit des Wegweisungsvollzuges durch sein eigenes Verhalten verursacht, indem er sich geweigert habe, sich um ein Reisedokument zu bemühen und der Pflicht zur Ausreise nachzukommen. Der Beschwerdeführer habe wohl mittels angolanischer Identitätskarte versucht, seine Identität zu belegen. Abklärungen seitens einer angolanischen Delegation in Bezug auf die eingereichte Identitätskarte und die Abklärungen über die Behörden in Luanda hätten jedoch ergeben, dass der Beschwerdeführer kein angolanischer Staatsangehöriger sei. Das (anders lautende) Resultat der durchgeführten Herkunftsbefragung mit einem Sprachexperten könne nicht höher gewertet werden, als die vorliegenden Ergebnisse der angolanischen Behörden.
A.e Für weitergehende Informationen zu diesen Verfahren wird auf die jeweiligen Akten verwiesen.
B. Mit Schreiben vom 28. März 2008 richtete der Beschwerdeführer  ein Wiedererwägungsgesuch an das BFM. Darin beantragte er in der Hauptsache, es sei die Unmöglichkeit des Wegweisungsvollzugs im Sinne von Art. 83 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20)  und die für diesen Fall vorgesehene gesetzliche Massnahme anzuordnen. In prozessualer Hinsicht ersuchte er um Erteilung der aufschiebenden Wirkung.
Zur Begründung des Wiedererwägungsbegehrens machte der  geltend, es gehe nicht an, dass die kantonale Behörde im Rahmen des Vollzugsverfahrens - entgegen der Auskunft eines Sprachexperten und obschon in den bisherigen Asylverfahren keine Zweifel an der angolanischen Staatsbürgerschaft geäussert worden seien - gestützt auf die Angaben einer Delegation des Verfolgerstaates Angola davon ausgehe, es handle sich bei ihm nicht um einen  Staatsangehörigen, eher stamme er aus der Demokratischen Republik Kongo.
C. Mit Zwischenverfügung vom 1. April 2008 entschied das BFM, der Voll-
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zug der Wegweisung werde nicht ausgesetzt. In den Erwägungen hielt es im Wesentlichen fest, es gehe in Gesamtwürdigung der ihm  Akten - und im Gegensatz zum Fazit des Ländertests - davon aus, dass der Beschwerdeführer kein Staatsangehöriger aus Angola sei und er seine wahre Herkunft absichtlich verheimliche. Deshalb sei das öffentliche Interesse am fristgerechten Vollzug der in Rechtskraft erwachsenen Wegweisungsverfügung höher zu gewichten als das  Interesse des Beschwerdeführers, sich während des vorliegenden Verfahrens in der Schweiz aufzuhalten. Dem Beschwerdeführer könne zugemutet werden, den Entscheid über das Wiedererwägungsgesuch im Ausland abzuwarten.
D. Mit Beschwerdeeingabe vom 30. April 2008 (Faxeingang 30. April 2008; Poststempel 1. Mai 2008) sowie Folgeeingabe vom 24. Juni 2008 (Faxeingang) liess der Beschwerdeführer die Aufhebung der  Verfügung vom 1. April 2008 beantragen. Daneben stellte er das Begehren, es sei die aufschiebende Wirkung für die Dauer des Wiedererwägungsverfahrens beziehungsweise vorerst für die Dauer des Beschwerdeverfahrens anzuordnen.
Der Beschwerdeführer machte im Wesentlichen geltend, die  habe ihn bis anhin als Bürger von Angola betrachtet und  auch den Wegweisungsvollzug nach Angola geprüft. Das BFM habe weder im ersten Asyl- noch im ersten  Zweifel an der angolanischen Staatsbürgerschaft des  geäussert. Die angolanische Herkunft sei durch eine  Person bestätigt worden. Eine Auseinandersetzung der  mit dieser Bestätigung sei nicht erfolgt. Wenn Angola die Staatsangehörigkeit des Beschwerdeführers verneine, so handle es sich um ein durchsichtiges Manöver. Die Vorinstanz argumentiere , wenn sie unvermittelt von der Vollziehbarkeit des  in ein Drittland ausgehen wolle und die  für das Wiedererwägungsverfahren verweigere. Zudem sei es unsinnig, vom Beschwerdeführer die Beschaffung angolanischer Reisepapiere zu verlangen und gleichzeitig davon auszugehen, Angola stelle die Staatsbürgerschaft des Beschwerdeführers in Abrede.
E. Mit Urteil vom 23. Juli 2008 hiess das Bundesverwaltungsgericht die
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Beschwerde im Sinne der Erwägungen gut und hob die  des BFM vom 1. April 2008 auf.
In der Entscheidbegründung führte das Bundesverwaltungsgericht aus, die Erwägungen in der Zwischenverfügung vom 1. April 2008  die Grundsätze der Begründungspflicht, weil ihnen nicht zu  sei, aufgrund welcher Überlegungen das BFM zum Schluss gelangt sei, die Auskunft der angolanischen Botschaft sei  als das Ergebnis des Ländertests. Das BFM äussere sich darin auch nicht zu der vom Beschwerdeführer abgegebenen Identitätskarte. Damit liessen sich die vorinstanzlichen Überlegungen weder  anfechten noch auf ihre Rechtmässigkeit hin überprüfen.
F. Am 19. Juli 2009 (Telefax-Übermittlung und Postaufgabe) reichte der Beschwerdeführer eine - so bezeichnete - „Beschwerde gegen  der aufschiebenden Wirkung für das Wiedererwägungsgesuch vom 28. März 2008“ beim Bundesverwaltungsgericht ein. Darin  er in der Hauptsache den Antrag, es sei die aufschiebende  für das ganze Wiedererwägungsverfahren anzuordnen. Im  beantragte er, es sei die Streitsache an die Vorinstanz  unter Ansetzung einer kurzen quantifizierten Frist zum Erlass der Verfügung betreffend aufschiebende Wirkung. In  Hinsicht ersuchte er zudem um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege.
Zur Begründung seiner Begehren hielt der Beschwerdeführer im Kern fest, wie das BFM in der Zwischenverfügung vom 1. April 2008 selber gezeigt habe, handle es sich beim Entscheid über die Gewährung oder Verweigerung der aufschiebenden Wirkung in einem  um eine jederzeit veränderbare und an neue  und Rechtsbestimmungen respektive -auffassungen anpassbare verfahrensleitende Verfügung, um ein Verdikt mithin, welches im  und privaten Interesse rasch getroffen werden solle und könne. Die Vorinstanz benenne keine Gründe, aus denen sie ohne ihr  an einer entsprechenden Entscheidfällung nicht in der Lage gewesen wäre. Die Existenz zwingender Hinderungsgründe könne im Übrigen ausgeschlossen werden. Aus der Haltung der Vorinstanz  geschlossen werden, dass sie die aufschiebende Wirkung  den Entscheid über dieses Ersuchen verweigern wolle, was sie faktisch auch bereits tue.
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G. In seiner Vernehmlassung vom 12. August 2009 schloss das BFM auf Abweisung der Beschwerde. Als Begründung führte es  an, die eher lange Verfahrensdauer sei nicht auf ein absichtlich zögerliches Verhalten des BFM zurückzuführen. Die Identität des  stehe nicht eindeutig fest. Aspekten, die auf eine  aus Angola hindeuteten, stünden Fakten gegenüber, die gegen eine Herkunft aus Angola sprächen. Diese Unklarheit mache weitere Abklärungen nötig, wobei eine erneute - und äusserst zeitaufwändige - Vorführung des Beschwerdeführers vor eine angolanische Delegation im Vordergrund stehe. Zu bedenken gelte es ausserdem, dass das BFM einer ausgesprochen hohen Geschäftslast unterliege. Alle diese Faktoren trügen dazu bei, dass das hängige  viel Zeit in Anspruch nehme. Der Vorwurf der Rechtsverzögerung beziehungsweise der Rechtsverweigerung entbehre deshalb der Grundlage.
H. Mit verfahrensleitender Verfügung vom 25. August 2009 stellte der  dem Beschwerdeführer eine Kopie der  zu und gewährte ihm das Recht, bis zum 9. September 2009  zu replizieren.
I. In seiner Replik vom 27. August 2009 (Telefax-Übermittlung) nahm der Beschwerdeführer zu den Argumenten des BFM in der  Stellung und ersuchte um baldige Beurteilung der Begehren.
Im Wesentlichen vertrat er den Standpunkt, die Vorinstanz gestehe mit dem Hinweis auf die Notwendigkeit weiterer Abklärungen zur  der Staatsangehörigkeit ein, dass der Vollzug der Wegweisung angesichts der bestehenden Beweismittel-, Sachverhalts- und  unmöglich sei. Damit vertrete aber gerade auch das BFM die Auffassung, dass kein öffentliches Interesse an der Verweigerung der aufschiebenden Wirkung artikulierbar sei. Er selber hingegen könne sich auf ein schützens- und achtenswertes Interesse daran berufen, nicht im unwürdigen Zustand verbleiben zu müssen, illegal in der Schweiz zu verweilen und nicht legal ausreisen zu können. Für die aufschiebende Wirkung spreche im Übrigen offensichtlich auch nach impliziter Ansicht der Vorinstanz, dass die Voraussetzungen für die
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Erhebung eines Kostenvorschusses im Wiedererwägungsverfahren nicht gegeben seien.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1. 1.1 Als eine der Beschwerdeinstanzen im Verwaltungsverfahren des Bundes (vgl. Art. 47 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 20.  1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des  vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32)  gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG, sofern keine  nach Art. 32 VGG vorliegt. Unter die Vorinstanzen fallen die in Art. 33 VGG genannten Behörden, zu welchen auch das BFM (Art. 33 Bst. d VGG) zählt. Art. 32 VGG sieht für Verfügungen auf dem Gebiet des Asyls keine Ausnahme vor, womit die Zuständigkeit des  als Beschwerdeinstanz im Asylverfahren gegeben ist (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]). Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110]) bestätigt diese Zuständigkeit und schliesst  die Weiterzugsmöglichkeit an das Bundesgericht aus.
1.2 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach dem VwVG, soweit das VGG oder das AsylG nichts anderes  (Art. 37 VGG, Art. 6 AsylG).
1.3 Nach Lehre und Praxis können Wiedererwägungsentscheide grundsätzlich wie die ursprüngliche Verfügung auf dem ordentlichen Rechtsmittelweg weitergezogen werden. Das  ist deshalb auch zuständig für die Beurteilung von Beschwerden gegen Wiedererwägungsentscheide des BFM betreffend den Vollzug einer nach Nichtgewährung des Asyls angeordneten Wegweisung. Beim Bundesverwaltungsgericht anfechtbar sind ausserdem , mit denen das BFM in einem Wiedererwägungsverfahren die beantragte Aussetzung des Wegweisungsvollzugs ausdrücklich oder implizit verweigert (Art. 107 Abs. 2 Bst. a AsylG; Entscheide des Schweizerischen Bundesverwaltungsgerichts [BVGE] 2008/35 E. 4 S. 520 ff.).
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1.4 Gegen das unrechtmässige Verweigern oder Verzögern einer  kann bei der Beschwerdeinstanz, die zuständig wäre, wenn die Verfügung ordnungsgemäss ergangen wäre, Beschwerde geführt  (Art. 46a VwVG; BVGE 2008/15 E. 3.1.1 S. 193, mit einem Hinweis auf die Botschaft zur Totalrevision der Bundesrechtspflege, BBl 2001 4408).
1.5 Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht können die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige  des rechtserheblichen Sachverhalts und die  gerügt werden (Art. 49 VwVG, für das Asylbeschwerdeverfahren Art. 106 Abs. 1 AsylG). Das Bundesverwaltungsgericht stellt den  von Amtes wegen fest (Art. 12 VwVG) und wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Es ist demzufolge , auf den festgestellten Sachverhalt jene Rechtsnormen , die es als zutreffend erachtet, und ihnen jene Auslegung zu geben, von der es überzeugt ist (vgl. BVGE 2007/41 E. 2 S. 529 f., mit weiteren Hinweisen).
2. 2.1 Als hauptsächliches Begehren bringt der Beschwerdeführer in  Rechtsmitteleingabe vom 19. Juli 2009 (betitelt mit „Beschwerde gegen Verweigerung der aufschiebenden Wirkung für das  vom 28. März 2008“) ein, es sei durch das  „für das ganze Wiedererwägungsverfahren“ die  Wirkung anzuordnen. Mit diesem Antrag in der  trägt der Beschwerdeführer dem Umstand, dass das BFM bis heute über das am 28. März 2008 eingereichte  und das gleichzeitig gestellte Gesuch um Aussetzung des  mittels vorsorglicher Massnahme („Erteilung der  Wirkung“) gar nicht befunden hat, nicht gebührend . Für die Beurteilung dieser Begehren ist ausschliesslich das BFM zuständig, nachdem im korrekterweise bei ihm angehobenen  die Wiedererwägung der rechtskräftigen Verfügung des BFF vom 15. April 2003 im Umfang des Wegweisungsvollzugs beantragt wird. Das Bundesverwaltungsgericht wäre einzig auf Beschwerde gegen den Wiedererwägungsentscheid oder gegen eine Zwischenverfügung des BFM betreffend die ausdrückliche oder implizite (vgl. dazu BVGE 2008/35 E. 4.2.2 S. 521) Abweisung des Gesuchs um Aussetzung des Wegweisungsvollzugs hin befugt, im Rahmen des einstweiligen Rechtsschutzes über die Berechtigung des Beschwerdeführers zum
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Verbleib in der Schweiz während des - in erster oder zweiter Instanz - hängigen Wiedererwägungsverfahrens zu befinden. Wenn das  mit einer Rechtsverweigerungs-  Rechtsverzögerungsbeschwerde angerufen wird (siehe ), ist seine Prüfungsbefugnis auf die Frage beschränkt, ob das Gebot des Rechtsschutzes in angemessener Zeit im konkreten Fall verletzt worden ist oder nicht. Einer Stellungnahme dazu, wie ein  verweigerter oder verzögerter Entscheid inhaltlich hätte ausfallen sollen, hat es sich zu enthalten. Es darf - von  abgesehen - nicht anstelle der untätig gebliebenen Behörde entscheiden, ansonsten der Instanzenzug verkürzt und allenfalls  Rechte der am Verfahren Beteiligten verletzt würden (BVGE 2008/15 E. 3.1.2 S. 193, mit weiteren Hinweisen). Soweit der  sinngemäss die Aussetzung des  durch das Bundesverwaltungsgericht beantragt („aufschiebende Wirkung für das ganze Wiedererwägungsverfahren“), ist deshalb auf seine Beschwerde nicht einzutreten.
2.2 Zur Begründung des Eventualbegehrens, wonach die Streitsache unter Ansetzung einer kurzen quantifizierten Frist zum Erlass der  betreffend aufschiebende Wirkung an die Vorinstanz  sei, macht der Beschwerdeführer im Kern geltend, das BFM wolle den Entscheid über das Gesuch um aufschiebende Wirkung  und tue dies mit seinem Verhalten auch. Damit rügt er ein  Verweigern respektive Verzögern eines Entscheides über das von ihm im angehobenen Wiedererwägungsverfahren  Begehren um Aussetzung des Wegweisungsvollzugs durch das BFM. Insoweit ist seine Beschwerde als Rechtsverweigerungs-  Rechtsverzögerungsbeschwerde gegen das BFM zu .
Gegen das unrechtmässige Verweigern oder Verzögern einer  kann grundsätzlich jederzeit Beschwerde geführt werden (Art. 50 Abs. 2 VwVG). Eine ausdrückliche Weigerung, über das Begehren um Vollzugsaussetzung zu befinden, wurde seitens des BFM in keinem Moment geäussert, so dass weder Anlass noch Handhabe besteht, in Nachachtung des Grundsatzes von Treu und Glauben die Wahrung der Beschwerdefrist von 30 Tagen zu verlangen. Die Anforderungen an Form und Inhalt der Beschwerdeschrift sind erfüllt (Art. 52 Abs. 1 VwVG). Aus der Prozessgeschichte und dem zuvor Erwogenen ergibt sich, dass auch die übrigen Voraussetzungen für eine Rechtsverwei-
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gerungs- beziehungsweise Rechtsverzögerungsbeschwerde gegeben sind. Insbesondere ist vorliegend auch die Voraussetzung erfüllt,  für eine Beschwerde wegen Rechtsverweigerung  Rechtsverzögerung eine Beschwerde in der Hauptsache  zulässig sein muss (BVGE 2008/35 E. 4.2.3 S. 521 f.; FELIX UHLMANN/SIMONE WÄLLE-BÄR, in: Praxiskommentar VwVG, WALDMANN/ WEISSENBERGER [Hrsg.], Zürich 2009, Art. 46a N 5). Soweit die  vom 19. Juli 2009 eine Rechtsverweigerungs-  Rechtsverzögerungsbeschwerde im Sinne von Art. 46a VwVG darstellt (Eventualbegehren), ist auf diese somit einzutreten.
3. 3.1 Das Verbot der Rechtsverweigerung beziehungsweise  wird verletzt, wenn eine Gerichts- oder Verwaltungsbehörde untätig bleibt oder das gebotene Handeln über Gebühr hinauszögert, obwohl sie zum Tätigwerden verpflichtet wäre. Eine  ist somit nur dann möglich, wenn ein Anspruch der Privaten auf Behandlung ihrer Begehren besteht (ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 5. Auflage, Zürich Basel Genf 2006, S. 356, Rz. 1657). Von Rechtsverweigerung oder  kann nicht schon dann die Rede sein, wenn eine Behörde eine Eingabe nicht sofort behandelt. Rechtsverzögerung ist nur gegeben, wenn sich die zuständige Behörde zwar bereit zeigt, den Entscheid zu fällen, ihn aber nicht binnen der Frist trifft, welche nach der Natur der Sache und nach der Gesamtheit der übrigen Umstände noch als  erscheint (HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz 1658).
3.2 Vorliegend ist zur Entlastung des BFM vorab klarzustellen, dass eine Beurteilung der ihm unterbreiteten Frage, ob sich der Vollzug der Wegweisung aufgrund von nach dem - die Rechtskraft der  Verfügung vom 15. April 2003 besiegelnden - Beschwerdeurteil vom 17. Juni 2003 eingetretenen Tatsachen als unmöglich erweist, nur nach Klärung der Vorfrage sinnvoll scheint, welche  dem Beschwerdeführer zukommt (zu den Voraussetzungen der Unmöglichkeit des Wegweisungsvollzugs nach der vom  weitergeführten Praxis der ARK vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der ARK [EMARK] 2002 Nr. 23 und EMARK 2000 Nr. 16). Ebenso ist es vor dem Hintergrund der Aktenlage nachvollziehbar, dass für die Feststellung der Staatsangehörigkeit weitere Abklärungen nötig sind, die wiederum eine bestimmte Zeit in Anspruch nehmen.
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3.3 In Fällen wie dem vorliegenden, da es nicht verzugslos über ein Wiedererwägungsgesuch befindet, muss das BFM über ein  oder sinngemäss gestelltes Gesuch um Aussetzung des  grundsätzlich mittels Zwischenverfügung entscheiden (BVGE 2008/35 E. 4.2.4 S. 522). Vorliegend ist jedoch eine  Besonderheit darin zu erblicken, dass der Beschwerdeführer als Wiedererwägungsgrund nicht eine Unzulässigkeit oder , sondern eine Unmöglichkeit des Wegweisungsvollzugs geltend macht, bei deren Vorliegen das BFM gemäss Art. 82 Abs. 2 AuG i.V.m. Art. 44 Abs. 2 AsylG gleichsam eine vorläufige Aufnahme anzuordnen hat. Bei näherer Betrachtung wird nämlich klar, dass die oder der um wiedererwägungsweise Anordnung der vorläufigen Aufnahme wegen Unmöglichkeit des Wegweisungsvollzugs Ersuchende nicht ein  schützenswertes Interesse für sich in Anspruch nehmen kann, in Form einer den Wegweisungsvollzug aussetzenden vorsorglichen Massnahme die Anwesenheit in der Schweiz während des  bewilligt zu bekommen. Stellt das BFM in der Hauptsache fest, der Vollzug der Wegweisung sei unmöglich und es liege mithin ein wiedererwägungsrechtlich erheblicher Sachverhalt vor, hat der Beschwerdeführer Anspruch auf Gewährung der vorläufigen Aufnahme in der Schweiz. Gelangt das BFM zum Schluss, die  für die Annahme einer Unmöglichkeit des  seien nicht erfüllt, so ist das Wiedererwägungsgesuch in  verfahrensabschliessenden Entscheid abzuweisen, wodurch das Gesuch um Aussetzung des Vollzugs der Wegweisung gegenstandslos wird. Ein Vollzug der Wegweisung vor Erlass eines förmlichen  über das Wiedererwägungsgesuch seitens des BFM schliesslich fiele zusammen und wäre gleichbedeutend mit der , dass der Vollzug der Wegweisung nicht unmöglich ist. Damit wäre aber wiederum in der Hauptsache entschieden. Es besteht somit für den Beschwerdeführer unter keinen Umständen ein Risiko,  des hängigen Verfahrens vor dem BFM, d. h. vor Ergehen des Entscheides über sein Wiedererwägungsgesuch in seinen Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat zurückgeführt zu werden.  bestand und besteht aufseiten des BFM keine Pflicht, über das Gesuch um Aussetzung des Wegweisungsvollzugs in Form einer  Verfügung zu entscheiden.
3.4 Damit kann als Fazit festgehalten werden, dass der  sich nicht auf einen Anspruch auf Erlass eines Entscheides über sein Gesuch um Aussetzung des Wegweisungsvollzugs berufen
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kann. Der bisherige Verzicht des BFM, einen entsprechenden  zu treffen, ist daher von vornherein nicht als unzulässige Rechtsverweigerung beziehungsweise Rechtsverzögerung zu werten.
3.5 Die Rüge der Rechtsverweigerung beziehungsweise  erweist sich nach dem Erwogenen als unbegründet. Die  ist folgerichtig - soweit auf diese einzutreten ist (vgl. vorne E. 2.1) - abzuweisen.
4. Zusammen mit der Beschwerdeschrift reichte der Beschwerdeführer ein Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ein.  Art. 65 Abs. 1 VwVG befreit die Beschwerdeinstanz nach  der Beschwerde eine Partei, die nicht über die erforderlichen Mittel verfügt, auf Antrag von der Bezahlung der Verfahrenskosten,  ihr Begehren nicht aussichtslos erscheint. Aus den hiervor  Gründen ist dem Beschwerdeführer vorzuhalten, seiner  habe es im Zeitpunkt der Beantragung der unentgeltlichen Rechtspflege mit Blick auf die Erfolgsaussichten an der nötigen  gefehlt (vgl. BGE 125 II 265 E. 4b S. 275). Die  erschienen mit anderen Worten bei retrospektiver  als aussichtslos. Abgesehen davon wird die prozessuale  des Beschwerdeführers nicht rechtsgenüglich belegt, sondern lediglich behauptet. Die erforderlichen Bedingungen für die  der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG sind somit nicht erfüllt. Das darauf abzielende Gesuch ist  abzuweisen.
5. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem  aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG). Sie sind auf insgesamt Fr. 600.-- festzusetzen (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 1, 2 und 3 Bst. b des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).
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