Decision ID: 628076f0-3059-4174-84c4-4ad061db7a39
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Die 1951 geborene
X._
meldete sich am 1
2.
Juli 2011 bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an (
Urk.
8/3). Zur Klärung der erwerbli
chen und medizinischen Verhältnisse zog die IV-Stelle
nebst
einem
Auszug aus dem individuellen Konto (
Urk.
8/7)
die Akten des Krankentaggeldversicherers bei (
Urk.
8/9, 8/13 und 8/18) und
holte Bericht
e
der behandelnden Ärzte ein (
Urk.
8/10-11 und
Urk.
8/16
). Am 1
4.
Dezember 2011 teilte sie der Versicherten mit, dass kein Anspruch auf berufliche Eingliederungsmassnahmen bestehe (
Urk.
8/14).
Hernach stellte die Verwaltung mit
Vorbescheid
vom 17. August 2012 die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht (
Urk.
8/21). Nachdem
X._
dagegen Einwand erhoben hatte (
Urk.
8/22),
führte
die IV-Stelle
am 2
4.
Januar 2013 eine Abklärung vor Ort durch (Abklärungsbericht für Selb
ständigerwerbende vom 2
8.
Januar 2013 [Urk. 8/61]). Zusätzlich
liess sie die
Versicherte
am
5.
und
6.
November 2013 von den Ärzten der
Y._
begutachten (Expertise
vom
31
.
Januar 2014
[Urk. 8/
59
]).
Mit Verfügung vom
7.
März 2014 hielt die
Verwal
tung
– nun insbesondere gestützt auf das
Medas
-Gutachten – an ihrer im Vorbe
scheid angekündigten Leistungsablehnung fest (
Urk.
8/63 = Urk. 2).
2.
Dagegen erhob die Versicherte mit Eingabe vom
5.
Mai 2014 Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei ihr unter Berücksichtigung des gesetzlichen Wartejahrs eine Invalidenrente zuzusprechen; eventuell sei die Sache zur ergänzenden Abklärung an die IV-Stelle zurückzu
weisen. In prozessualer Hinsicht ersuchte sie um Durchführung einer öffentli
chen Beschwerdeverhandlung (
Urk.
1 S.
2). Mit Beschwerdeantwort vom 1
1.
Juni
2014 schloss die IV-Stelle auf Ab
weisung der Beschwerde (
Urk.
7). Am 1
6.
Juni 2014 w
urde der Beschwerdeführerin das
Doppel der
Beschwerdeant
wort
zuge
s
tellt
(
Urk.
9).
Nachdem Rechtsanwalt
Christoph
Storrer
am
1.
März 2016
die nicht erfolgte Zustellung des betreffenden Schreibens
mitgeteilt hatte
(
Urk.
10)
,
wurde ihm am
2.
März
2016
je eine
Kopie der
Urk.
7 und
Urk.
9 zu
ge
sandt
(
Urk.
12)
. Am
8.
März 2016 teilte er den Verzicht auf die Durchführung einer Hauptverhandlung mit (
Urk.
13).
3.
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, so
weit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]
).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG]
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im
Be
schwerdefall
das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
1.4
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu
stellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem
sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des
strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorlie
gen einander widersprechender medizinischer Be
richte den Prozess nicht erledi
gen, ohne das gesamte Beweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzugeben, wa
rum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S.
188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gut
achtens ist im Lichte dieser Grundsätze ent
scheidend, ob es für die Beantwor
tung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Un
tersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt - was vor allem bei psychischen Fehlent
wicklungen nö
tig ist -, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten und Unklar
heiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E.
5.1; 125 V 351 E.
3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer-Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversi
cherung, BJM
1989, S.
30 f.; derselbe in H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutach
ten,
3.
Aufl. 1994
, S. 24 f.).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die Leistungsablehnung
anfänglich
damit,
der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin habe sich – nachdem sie seit 26. November
2010
in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt gewesen sei – stetig verbessert und seit
5.
Oktober 2011 bestehe noch eine Arbeitsunfähigkeit von 30
%
. Da damit bei Ablauf des Wartejahres keine
mindestens 40%ige
Arbeits
unfähigkeit
m
ehr bestanden habe, seien die Voraussetzungen für die
Zusprache
einer Invalidenrente nicht erfüllt
(
Urk.
2 S. 1 f)
.
Nach Einholung des
Y._
-Gutachtens hielt d
ie Beschwerdegegnerin
fest, es liege bei der Beschwerdeführerin kein anspruchsbegründender
Gesundheits
schaden
vor. Die bisher ausgeübte Erwerbstätigkeit sei der Versicherten weiter
hin zumutbar (
Urk.
2
S. 2
).
2.2
Die
Beschwerdeführer
in
stellte sich demgegenüber
im Wesentlichen
auf den Standpunkt,
der im neurologischen sowie neuropsychologischen Teilgutachten getroffene Schluss, wonach sie
unter
keine
r
Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
leide
, erweise sich vor dem Hintergrund der Berichte der be
han
delnden Ärzte und angesichts
der fachlichen
Mängel
der Expertisen als halt
los. Das Gutachten
vom 3
1.
Januar 2014 verschweige nicht nur die Er
kennt
nisse
der Klinik für Neurologie des
Z._
vom 28.
Septem
ber 2013,
sondern lasse auch die gesamte seitherige Entwicklung bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom
7.
März 2014 ausser Acht. Sie sei auch nach Ablauf des Wartejahrs um mindestens 30
%
in ihrer Arbeitsfähigkeit einge
schränkt gewesen. Es gebe zudem keine leidensangepasste Tätigkeit, bei welcher eine geringere Arbeitsunfähigkeit resultieren würde (
Urk.
1 S. 7 ff.).
3.
3.1
Nachdem sie die Beschwerdeführerin vom
3.
bis am 1
0.
Dezember 2010 statio
när behandelt hatten, stellten die Ärzte des
A._
, Chi
rurgische Klinik, in ihrem Bericht vom 1
0.
Dezember 2010 (
Urk.
8/11/9-11) fol
gende Diagnosen (S. 1):
Disseminierte
cerebrovaskuläre
Insulte linkshemisphärisch,
thromboem
bolisch
bedingt
symptomatische
langstreckige
Stenose der Aorta
carotis
interna
links mit in
stabilen Plaques,
hämodynamisch
relevante Stenose der Aorta
carotis
interna
recht
s
,
Vertebralisstenose
links
cvRF
(
cardiovaskuläre
Risikofaktoren)
:
Nikotinabusus
(25
py
), Hyper
cholesterinämie
Sie berichteten, nach der am
5.
Dezember 2010 durchgeführten
Karo
tisen
darterektomie
links hätten sich ein problemloser postoperativer Verlauf und reiz
lose Wundverhältnisse gezeigt. Es sei jedoch ein schwer einstellbarer Blut
hoch
druck aufgetreten, weshalb sie den Hausarzt der Beschwerdeführerin – nebst
der Wundkontrolle – um Einstellung des Blutdruckes b
itten würden
(S. 1 und S.
2
).
3.2
Dr.
med.
B._
, Facharzt FMH für Allgemeine Medizin, nannte in seinem Bericht vom 2
8.
September 2011 (
Urk.
8/11/3-8) nachstehende Diagnosen
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
(S. 1):
Disseminierte
cerebrovaskuläre
Insulte linkshemisphärisch,
thromboem
bolisch
bedingt
Symptomatische
langstreckige
Stenose der Aorta
carotis
inte
rna
links mit instabiler Plaque
,
K
arotis
endarterektomie
links
am
5.
Dezember 2010
K
arotisendarterektomie
rechts nach Restsymptomatik am
3.
Dezember 2011
Ausgeprägte persistierende
Arteriopathie
der zerebralen Gefässe
Dyslipidämie
Arterielle Hypertonie
Degenerative Halswirbelsäulenveränderungen mit hochgradiger
Spinal
kanalstenose
C4/C5 geringer ausgeprägt als C6/C7
Er hielt fest, nach der
Hospitalisation
im
A._
seien
intensive ergo- und physiotherapeutische Massnahmen durchgeführt worden. Nach
wie vor würden leichte Sensibilitätsstörungen
am rechten Arm wie auch
eine
Dyspraxie
des nämlichen Arms mit entsprechenden Problemen beim Schrei
ben bestehen. Er attestierte vom 2
6.
November 2010 bis am 3
1.
Januar 2011 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit, anschliessend bis am
3.
April 2011 eine solche von 80
%
, vom
4.
April bis am
7.
Mai 2011
noch
eine Arbeitsunfä
higkeit von 70
%
, vom
8.
Mai bis am
3.
Juli 2011 wiederum eine
solche von 60
%
, vom
3.
Juli bis am 2
1.
August 2011 eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit und ab 2
2.
August 2011 bis auf weiteres eine solche von 40 %
(S.
4
).
3.3
In seinem am 2
3.
Juli 2012 bei der Beschwerdegegnerin eingegangenen Bericht (
Urk.
8/16) stellte der nämliche Arzt im Vergleich zur Beurteilung vom 28. September 2011 mit Ausnahme einer arteriellen Hypertonie die gleichen Diagnosen. Er führte aus, in der Zwischenzeit sei es zu einer weitgehenden Erho
lung der Lähmung gekommen.
Es würden noch Beschwerden im Sinne von neuropsychologischen Residuen mit ganz leichter
Dyspraxie
des rechten Arme
s mit entsprechenden Problemen beim Schreiben sowie kognitive
Restbeschwer
den
mit einer generellen Verminderung des Arbeitstempos bestehen. Die Arbeits
unfähigkeit betrage
seit Oktober 2011
30
%
(S. 2).
3.4
Vom 1
7.
bis am 1
9.
September 2012 wurde die Beschwerdeführerin in der Medi
zinischen Klinik des
A._
stationär behandelt. Die dort tätigen Ärzte
stellten in ihrem am 2
6.
September 2012 verfassten Bericht fol
gende
behandlungsrelevanten Diagnosen:
Synkope unklarer Genese
Differentialdiagnose:
vasovagal
,
rhythmogen
Hypokaliämie
Status nach disseminierten
cerebrovaskulären
Insulten
linkshemisphä
risch
,
thromboembolisch
bedingt
a
usgeprägte
Arteriopathie
der
cerebral
en
Gefässe
hochgradige
langstreckige
ACI Stenose beidseits links proximal, kli
nisch
symptomatisch, rechts distal, sowie weitere intrakranielle
Ge
fässpa
thologien
Status nach
K
arotisendarterektomie
links am
5.
Dezember 2010
kardiovaskuläre Risi
kofaktoren
: Ni
kotinkonsum, arterielle Hypertonie,
Dyslipidämie
Dyslipidämie
Arterielle Hypertonie
Sie gaben an, die Ursache der Synkope sei unklar geblieben.
Ein erneuter Schlag
anfall sei aufgrund der klinischen Präsentation wenig wahrscheinlich gewesen und auch im MRI-Bild habe sich keine frische Ischämie gezeigt. Die Versicherte sei während der
Hospitalisation
beschwerdefrei gewesen und habe in gutem Zustand nach Hause entlassen werden können
(
Urk.
8/28/2-5)
.
3.5
Dr.
B._
diagnostizierte
am 1
1.
April 2013
nebst den bereits bekannten Diag
nosen (vgl. E.
3.
2-
3) eine Restsymptomatik mit neuropsychologischen Defi
ziten, ein depressive
s
Zustandsbild und ein
en
Status nach unklaren Synkopen. Er führte aus, der weitere Verlauf sei betreffend die Belastungsfähigkeit der
Beschwerdeführerin durch ein Auf und Ab geprägt gewesen. Es würden nach wie
vor gewisse Zeichen von
residuellen
neuropsychologischen Defiziten besteh
en.
Aufgrund dieser Problematik habe die Versicherte die geplante vollzeitige Arbeitstätigkeit nicht aufnehmen können. Es seien zudem Symptome im Sinne ei
ner depressiven Verstimmung erkennbar
gewesen
. Zur Frage der Arbeitsfähig
keit konnte er keine sichere Aussage machen (
Urk.
8/39/1-5).
3.6
Nachdem sie die Beschwerdeführerin vom 1
8.
bis am 2
8.
September 2013 stationär behandelt hatten, stellten die Ärzte des
Z._
,
Kli
nik für Neu
rologie
, in ihrem
Austrittsbericht vom 2
8.
September
20
1
3
(Urk.
3/3) nach
stehende
Diagnosen (S. 1
f.
):
1.
Karotis-Sinus-Syndrom (rechts) mit
provozierbaren
Asystolien
und re
zidi
vie
ren
den Synkopen seit
November
2010
Differentialdiagnose: im Rahmen von Diagnose 3
, epileptisch
anamnestisch: "Schwarzwerden vor den Augen", Bewusstseinsverlust für Sekunden, häufig Sturz. Provokation durch Elevation beider
Arme und gleichzeitiger
Reklination
des Kopfes und schnelle Kopfbewegun
gen. Bisher mehr als
10 Synkopen (zuletzt 4 x im August
2013 und 2
x im
September 2013)
diagnostisch:
7d-Event-Recording September
2012
: stabiler SR m
it vereinzelten SVES und VES
MRI des Gehirnes vom 1
8.
September
2013: Keine
höhergradigen
Stenosen der zervikalen oder basalen intrakraniellen Arterien, ins
besondere der
Vertebralarterien
beidseits. In der Voruntersuchung haben die
Vertebralarterien
in erster Linie technisch bedingt einge
engt imponiert. Diskrete
kurzstreckige
Abgangssten
ose der
Arteria
subclavia
links
Konventionelle Angiographie vom 1
9.
September
2013: leichte Stenose des Abgangs der A. vertebralis links (ca. 30
%
), ohne an
dere signifikante Stenosen. Keine
endovaskuläre
Behandlung indi
ziert
EEG vom 2
0.
September
2013: Normale Grundaktivität. Zeichen von Schläfrigkeit. Kein sicherer Herdbefund. Keine
epilepsietypi
schen
Potentiale
EKG vom 2
0.
September
2013: SR, HF 55/min, IDT, regelrechte R-Progressio
n/Regression V1-V6
Carotismassage
mit EKG (rechts) vom 2
0.
September
2013: Induk
tion eines Sinusarrests (4.5 Sekunden, terminiert bei Beendigung des Drucks) mit Präsynkope
Duplex vom 2
3.
September
2013: Keine relevanten
Flussverände
r
ungen
der
Arteria
vertebralis beidseits
in den V-2 Segmenten nach
Reklination
im Vergleich zur
Grundposition gerade im Sitzen
therapeutisch:
a
m 2
6.
September
2013 Implantation eines
DDD-Schrittmachersys
tems
2.
Status nach
zerebrovaskulären
Insulten linkshemisphärisch im Media- und
Posteriorstromgebiet
,
Erstdiagnose Dezember
2010
ätiologisch: TOAST 1
klinisch initial: am 26
.
/2
7.
November
2010 Synkope, Schwind
el, Parese des
rechten Armes und Hypästhesie rechts
klinisch aktuell:
residuelle
Hypästhesie der rechten Körperhälfte, leichte Gangunsicherheit
diagnostisch:
MRI des Schädels vom
1.
Dezember
2010: im
Media- und
Posterio
rareal
links
multiple kleine subakute Infarkte, v.a. im
frontoparie
talen
und okzipitalen Marklager, möglicherweise
mehrzeitiges und
a.e
.
(am ehesten)
arterio
-arteriell
embolisches
Geschehen. Rechts zwei
Hirnpa
renchymdefekte
kortikal und subkortikal,
a.e
. alte
Territorialin
farkte
MR-
Angio
des Halses vom
1.
Dezember
2010: hochgradige Abgangsstenose der linken Vertebralis, Abgang der rechten Ver
tebralis nicht sicher beurteilbar.
Mäs
sige Enge rechts am Übergang V3
/
V
4.
Hochgradige (80%ige) ACI-Stenose rechts ca.
2
cm ab Ab
gang. ACI links mit proximaler
filiformer
Abgang
s
stenose über ca. 2
cm
CT des Schädels Dezember
2010: alte kleine Territorialinfarkte rechts frontal und parietal.
Die multiplen frischen inzwischen sub
akuten Infarkte links im Media- und
Posteriorgebiet
demarkieren sich im CT. Kein Anhalt für
periop
erativ
aufgetretene Infarkte
CT-
Angio
Hals
Dezember
2010: nach
TEA links mit Patch-Plastik am
3.
Oktober
2010 wieder regelrecht durchströmte A.
carotis
in
terna
links. Bekannte
Stenosierung
der A.
carotis
interna
rechts. Beginn ca. 2
cm oberhalb des Abgangs, Tandemstenose mit einer weiteren grenzwertig
höhergradigen
Stenose ca. 4.5
cm distal des Abgangs. Bekannte
höhergradi
ge
Abgangsstenose der linken A.
vertebralis. M
ä
ssige Abgangsstenose der linken A.
subclavia
mit Kalkplaque.
TTE Dezember 2010: altersent
sprechend normale
Echokardiogra
phie
ohne Hinweis auf
Emboliequelle
.
cvRF
: arterielle Hypertonie,
Dyslipidämie
, Nikotin
therapeutisch:
Asasantin
200,
25mg 1-0-1
3.
Zerebrale Arteriosklerose
diagnostisch:
Duplex vom 2
4.
Februar 2011
: 60%ige
längerstreckige
ICA-Ste
nose rechts (NASCET), 30%ige lokale dis
tale CCA-Stenose links bei Status nach
TEA 12/1
0.
>50%ige Abgangsstenose der A.
vertebralis links, <50%ige
längerstreckige
Abgangsstenose der A. vertebralis rechts
Duplex vom
7.
September
2011: im Wesentlichen unverändert zum 2
4.
Februar
2011
MRI vom 2
5.
Januar
2012 (
I._
): ältere ischämische Läsionen bilate
ral postzentral sowie
occipital
links
MRI vom
September
2012 (
J
._
): alte
gliotisch
umgewan
delte Infarkte im linken Media- und
Posteriorgebiet
sowie alte
Is
chämi
ebezirke
auch rechts. Keine fri
sche Ischämie
MR-Angiographie
September
2012: links
langstreckig
erweiter
t
er Abschnitt der A.
carotis
interna
mit leichten welligen
Konturunre
gelmässigkeiten
, frei und ohne e
rkennbare pathologische Ausspa
rung
oder Wa
ndablagerung bei Zustand nach
TEA. Unverändert hochgradige Abgangsstenose der linken Vertebralis. Rechts unver
ändert unr
egelmässig
bulbiform
erweiterter
Anfangsabschnitt der
Carotis
interna
und unverändert gut 2
cm ab Abgang eine hoch
gradige
kurzstreckige
Stenose und davon abgesetzt eine etwas we
niger ausgeprägte Tandemstenose
MRI Gehirn und MRA Hals-/Hirngefässe vom 2
3.
Juli
2013: unver
änderte
Parenchymnarben
nach Grenzzoneninfarkten ACA/ACM rechts sowie ACM/ACP beidseits; einige wenige
mikrovaskulär-gli
otische
Läsionen des Grosshirns.
Sten
os
ierende
arteriosklerotische Wandveränderungen der I
CA rechts, der CCA links, der A
. verteb
rales am Abgang sowie der A. ve
rtebralis rechts im Segment III
Duplex vom 0
4.
Juli
2013: ausgeprägte
Atheromatose
der
extra
kraniellen
hirnversorgenden Gefässe. Im Vergleich zur Voruntersu
chung vom 0
7.
September
2011 unverändert, ca. 50%ige,
lang
streckige
ICA-Stenose rechts (gemäss den NASCET-Kriterien), be
ginnend ca. 1 cm distal des ICA-Abganges. Unverändert, lokal-morphologisch ca. 20-30%ige dista
l
e CCA-Stenose
links bei Status nach TEA Dezember
201
0.
Unverändert, >50%ige Abgangsstenose der A. vertebralis links. Am ehesten progrediente, nun >50%ige,
langstreckige
Stenose der proximalen A.
vert
ebralis rechts (im Ver
gleich zu Februar
2011 und
September
2011 noch <50%ige Ste
nose). Leicht progrediente mittel- bis hochgradige ECA-Stenose rechts
Konventionelle Angiographie vom 1
9.
September
2013: leichte Stenose des Abgangs der A. vertebralis links (ca. 30
%
), ohne an
dere signifikante
stenotische
Läsionen der
Arteria
beidseits, intra- und
extrakraniell
. Erweiterung des proximalen Segmentes der A.
carotis
interna
, wahrscheinlich
wegen vorheriger
E
ndarteriektomie
. Gefässkaliber-I
rregularitäten und
mässiggradige
Stenose (< 50%) ca. 2 cm
distal des Abgangs der
Arteria
therapeutisch:
Ka
rotisendarterektomie
links am
3.
Dezember
2010 bei sympto
matischer, hochgradiger
langstreckiger
ICA-Stenose links
antihypertensive
Therapie und
Crestor
20
mg/
d
Sie gaben an, die Beschwerdeführerin sei aufgrund rezidivierender Synkopen unklarer Genese (bestehend seit 2010) stationär behandelt worden. In den letzten drei Jahren sei es zunehmend
zu
Episoden mit „Schwarzwerden vor den Augen“ und „Bewusstseinsverlust über wenige S
ekunden“ gekommen. Häufig seien
im Rahmen dieser E
pisoden
Stürze mit Verletzungen am Kopf und Ober
körper
aufgetreten
(S. 6)
.
Die Angiographie habe lediglich eine leichte Stenose des Abgangs der Aorta vertebralis gezeigt.
Zur
weiteren
Abklärung der Symp
tomatik hätten sie unter an
derem in
Zusammenarbeit mit den Kollegen der Kardio
logie eine
Karotismas
sage
unter EKG-Monitoring zum Ausschluss eines hypersensitiven Karotis-Sinus du
rchgeführt. Durch Massage der
Arteria
carotis
rechts sei ein Sinusarrest (für 4.5 Sekunden, terminiert bei Beendigung des Drucks)
mit Präsynkope induziert
worden
. Die Diagnose eines Karotis-Sinus-Syndroms mit
provozierbarer
Asys
tolie
habe
damit gestellt werden
können
. Bei bestehendem hohem
Leidensdruck und starker Gefährdung der
Versicherten
durch die rezidivierenden St
ürze sei
die Indikation zu einer
Schritt
macher
im
plantation
gestellt
worden, die am 2
6.
September
2013 erfolgt
sei. Der post
ope
rative Verlauf sei
komplikationslos
gewesen
. Die postoperative
Schrittmacher
kontrolle
durch die Kollegen der
Rhythmologie
habe
zudem
eine einwandfreie Funktion des Schrittmachers
erge
ben
. Bei einer nach der Implantation erneut
durchgeführten
Karotismassage
rechts unter EKG-Kontrolle sei ein
Schrittma
cher
rhythmus
mit einer Herzfre
quenz von 60 Schlägen pro Minute detektiert
wor
den
, ohne dass
die Beschwer
deführerin
, wie in der präoperativen Unter
su
chung, über Symptome
geklagt hätte
. Zu keinem Zeitpunkt
hätten
sich Hinweise auf eine erneute zerebrale Is
chämie
ergeben, zum Beispiel
ausgelöst durch die
Karotismassagen
.
Sie hätten die Versicherte
in sehr gutem Allgemeinzustand in Begleitung ihres Ehemannes nach Hause
entlassen
.
Sie empfahlen
die Durch
füh
rung einer ambulanten Phy
siotherapie bei
residueller
Gangunsicherheit
(S. 7).
3.7
Gestützt auf die Ergebnisse ihrer internistischen, neurologischen, orthopädi
schen, psychiatrischen und neuropsychologischen Untersuchungen vom
5.
und
6.
November
2013
stell
ten
die Experten der
Y._
in ihrem Gutachten vom 3
1.
Januar 2014 (
Urk.
8/59)
keine sich auf die Arbeitsfähigkei
t auswirkenden Diagnosen
(S. 39).
Den folgenden Diagnosen massen sie keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit bei (S. 40):
Hypersensitives Karotis-Sinus-Syndrom mit rezidivierenden Synkopen. Aufgrund dessen Implantation eines Herzschrittmachers im September 2013, seither symptomfrei
Status nach
zerebrovaskulären
Insulten bei
K
arotis-Stenose links, Status nach
K
arotis-
Thrombendarter
i
ektomie
Dezember 2010
Klinischer Verdacht auf
Arteria
carotis
interna
Stenose rechts (in der Angiographie vom 2
0.
September 2
013 als 50
%
ig und somit mittelgra
dig beschrieben)
Verdacht auf alkoholische Hepatopathie
Mögliche periphere arterielle
Verschlusskrankheit (
pAVK
) des rechten Beins
Mögliche
leichtgradige
Polyneuropathie
Arterielle Hypertonie
Leichtgradige
Periarthropathie
des rechten Schultergelenks mit
endgradi
ger
Bewegungseinschränkung
Bei der
internistische
n
Untersuchung
habe sich die Beschwerdeführerin
– so
Dr.
med.
C._
, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin – über
diffuse Beschwerden im Bereich des Bewegungsapparats, vor allem im Bereich des Nackens und des Kopfes sowie der rechten oberen Extremität
, beklagt
.
Die
Atherosklerose
bedinge
eine optimale Einstellung der Ri
sikofaktoren. D
iesbe
züg
lich
sei vor allem
auf den persistierenden Risikofaktor des Nikotinkonsums hin
zuweisen; e
in
e komplette Nikotinabstinenz sei
daher
dringend anzustreben
.
Symptome und Zeichen einer
Claudicatio
intermittens oder einer einschränken
den koronaren Herzerkrankung
würden
fehlen.
Er berichtete weiter, d
ie anam
nestisch und aktenkundig
erwähnten
rezidivierenden Synkopen hätten
nach dem Einsetzen eines Herzschrittmachers sistiert. Bei de
r körperlichen Untersu
chung sei
eine vergrösserte und verhärtet tastbare Leber auf
gefallen
. Ei
ne dau
er
hafte Alkohol-Karenz sei
somit notwendig.
Die beschriebene Hypertonie zeige
sich aktuell als medikamentös gut eingestellt
. B
ei der Untersuchung
seien
feh
lende Fusspulse des rechten Beins auf
gefallen. Klinisch gebe die Beschwerde
führerin jedoch
keine eindeutige
Claudicatio
-
Symptomatik an,
sodass e
ine wei
tere Abklärung im Rahmen der hausärztlichen Betreuung erfolgen
kö
nne
.
Die
Hinweise auf eine generalisie
rte Arteriosklerose würden aus internistischer
Sicht dafür
sprechen
, körperlich schwere Arbeiten und Tätigkeiten mit häufig zu be
wältigenden Gehstrecken über 200 Meter zu vermeiden
. Ansonsten würden sich keine namhaften Einschränkungen
ergeben
, vor allem
nicht in der ange
stam
m
ten Tätig
keit als
Podologin
(S. 10 f.).
Prof.
Dr.
med.
D._
, Facharzt FMH für Neurologie, berichtete in seinem neu
rolo
gischen Fachgutachten,
d
er klin
ische Befund zeige
eine mögliche
leicht
gradige
, rein sensible Polyneuropathie ohne korrespondierende Symptomatik. Dies
bezüglich sei eine hausärztliche Diagnostik und Verlaufsbeobachtung aus
rei
chend.
A
uffällig
sei
eine Diskrepanz zwischen den
in der formalen Prüfung
demonstrierten zervikalen und lumbalen Bewegungseinschränkungen und
der d
eut
lich besseren, freieren und ungehinderten spontanen Beweglichkeit gewe
sen.
Auch
habe
sich für die anamnestisch angegebene aktuelle
Schmerzintensi
tät
im
zervikalen Bereich kein ausreichendes klinisches Korrelat ergeben. Die Beschwer
deführerin habe nicht schmerzbeeinträchtigt gewirkt. Somit sei
eine
bewusst
seinsnahe
demonstrative Darbietung von Einschränkungen und Be
schwer
den wahrscheinlich. Die angegebene Kopfs
chmerz-Symptomatik sei
vor
dem
anam
nestischen Hintergrund am e
hesten als einfache Migräne einzuord
nen.
Es seien daher ent
sprechende leitliniengerechte therapeutische Mass
nah
men im Rahmen der hausärztlichen Weiterbetreuung sinnvoll. Für die anam
nestisch und akten
k
undig stattgehabten zerebralen I
schämien
ergebe
sich kein
behinderungs
re
le
vantes
klinisches Befundkorrel
at
.
Dies betr
effe
auch die akten
kundigen arterio
sklerotischen Veränderungen der Halsarterien.
Es sei darauf
h
inzuweisen, dass weder aktenkundig noch anamnestisch ein stattgehabter
Hirn
infarkt
mit anhal
tender gravierender fokaler zerebraler Störung
dokumen
tiert sei. A
uch der
erho
bene Befund spreche
nicht für eine jemals stattgehabte gra
vierende zerebrale Ischämie mit einem resultierenden dauerhaften Defekt.
Aus neurologischer Sicht würde sich
kein
ausreichender Anhalt für eine
die Ar
beits
fähigkeit in der ange
stammten oder
einer leidensangepassten Tätigkeit
ein
schrän
kende
Gesundheits
störung
ergeben
(S. 17 ff.)
.
Dem orthopädischen Teil
gutachten von
Dr.
med.
E._
, Facharzt FMH für Ortho
pädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates,
ist zu ent
neh
men
,
dass die Beschwerdeführerin
zervikale und lumbale Beschwerden sowie eine Bewegungseinschränkung
des rechten Schultergelenks vorgetragen hat. Der orthopädische Befund
zeig
e
ein allenfalls
endgradiges
Bewegungsdefi
zit
der Halswirbelsäule (bei guter spontaner Mobilität) und für das rechte Schulter
ge
l
enk eine
leichtgradige
Periarthropathie
mit
endgradiger
Bewegungs
einschrän
kung
. Eine
Impingement
-Symptomatik oder klinisch sichere Zeichen einer
Rota
torenmanschettenläsion
würden
nicht vor
liegen. Zur Ar
beitsfähigkeit hielt der Gutachter fest, aus
orthopädische
r Sicht würden
allen
falls körperlich schwere Arbeiten und Tätigkeiten mit häufiger Arbeit über Kopfhöhe aus
schei
den
. Die angestammte Tätigkei
t als
Podologin
sei
als körper
lich leicht sowie
sitzend oder wechselbelastend ausgeübt
anzusehen
und somit per sofort unein
geschränkt
möglich. Therapeutisch sei
die Durchführung von
physikalische
n
und physio
the
rapeutische
n
Massnahmen in Eigenregie ausrei
ch
end (S. 23).
Dr.
med.
F._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, hielt in sei
nem psychiatrischen Fachgutachten fest, a
namnestisch
seien
von der
Beschwer
deführerin
keine gravierenden eigenständigen psychischen Störungssymptome
vorgetragen
worden. Im Wesentlichen sei ein
Beeinträchtigungsempfinden durc
h
die reklamierten somatischen Beschwerden genannt
worden
.
A
nhalts
punkte für das Vorliegen einer namhaften psychiatrischen Erkrankung
hätten
sich im Rah
men der hiesigen Untersuchung keine finden
lassen
. I
nsbesondere
hätten sich
keine Hinweise für ein depressives Syndrom
ergeben. Der kognitive Befund sei
regelrecht und ohne Anhalt für eine
mnestische
Beeinträchtigung
gewesen. Für
die diesbezüglich beklagten Beschwerden
h
ab
e sich
kein Korrelat
gefunden
.
Das
Vorliegen einer
somatoforme
n
Schmerzstörung sei
zudem
nicht wahr
schein
lich, da Hinweise für einen unbewältigten innerseelischen Konflikt fehl
t
en
und die
Be
schwerdeführerin darüber hinaus
auch nicht wesent
lich
schmerz
be
einträch
tigt
wirke.
Auch seitens der Behandler werde
keine er
hebliche psy
chi
sche Stö
rung erkannt, da die verordnete pf
lanzliche
antidepr
es
sive
Medikation
im unteren Grenzbereich
der Wirksamkeit dosiert sei
und keine begle
itende Gesprächs
the
rapie erfolge
.
Aus psychiatrischer Sicht liege keine Einschränkung der Arbeits
fähigkeit vor (S. 28 f.).
Die mit d
em neuropsychologischen Teilgutachten
betraute Dipl.-Psych.
G._
gab an,
d
er klinische
neuropsychologische Befund habe
keine kognitive
Störung aus
gewiesen. Testpsychologisch verfüge die Beschwerdeführerin
über eine
durchschnittlich ausgeprägte Gesamtintelligenz sowie über ein leicht über
durchschnittlich ausgeprägtes Sprachverständnis. Die geplanten
testpsy
c
holo
gi
schen
Untersuchungen seien
aufgrund einer unzureichenden
Mitwir
kungs
be
reit
schaft
nur teilweise durchführbar
gewesen
, weshalb f
ür gewisse
Unter
frakti
onen
(Wahrn
ehmungsorganisation, Arbeitsgedächtnis,
Arbeits
ge
schwin
digkeit
und Kon
zen
trationsfähigkeit) keine Ergebnisse vorliegen
würden.
Der
demon
s
trierte
Leistungsabbru
ch bei ansonsten normalen Testergebnissen (und n
orma
lem klini
schem Befund) folge
keinem biologischen Muster zerebraler Defekte
. In einem solchen Fall
seien
vielmehr ein eher kontinuier
licher Leis
tungsabfall und
Auf
fälligkeiten im klinischen Befund sowie den durch
ge
führten Tests zu erwar
ten. Das
gebotene Verhalten der Beschwerdeführerin spreche
eher für eine
be
wusst
seinsnahe
mangelhafte Mitarbeitsbereitschaft. Kog
ni
tive (neu
rops
ycholo
gische) Testverfahren – so die
Gutachterin
weiter – seien
aufgrund ihrer Abhän
gigkeit von einer aktiven Kooperation der Untersuchten im ho
hen Masse durch unbe
wusste (unter anderem
Angst und
Depression), vorbewusste (Aggrav
ation) und bewusste (Simulation und
Täuschung) Störfaktoren beein
flussbar. Eine in sich selbst laufende Interpretation testpsychologischer Daten (namentlich auf
fällige Testbefunde mit einer zerebralen Störung gleichzusetzen)
widerspreche
darüber hinaus auch dem schu
lmedizinischen
Ansatz der begren
z
ten Wertigkeit von Hilfsuntersuchungen der Medizin, deren Ergebnisse nur im Kontext der kli
ni
schen Befunde und weiterer verfügbarer Dat
en sinnvoll inter
pretierbar seien
. Im Fall der
Versicherten sei daher zu berücksichtigen, dass der kl
inische Befun
d
keinen Anhalt für eine k
ognitive Funktionsstörung biete
und auch aktenkundig kein gravierendes kognitives
Störungssyndrom beschrieben sei. Dipl.-Psych.
G._
wies z
udem auf die
deutliche Diskrepanz zwischen dem anamnesti
schen Beschwerdevortrag und dem unbeeinträchtigten klinischen Gesamtein
druck
hin
.
Die Beschwerdeführerin führe
ein
selbständiges Alltagsle
ben, sei
im September 2013 in der Lage
gewesen
, eine neue Ehe einzu
gehen und fahre
ein Automobil
. Dies sei
mit der Annahme einer die Arbeitsfähigkeit nam
haft ein
schränkenden kognitiven Störung nicht vereinbar.
Ein
eine wesent
liche kogni
tive Störung plausibel begründender Hirninfarkt mit hinreichend ausge
dehn
ter kortikaler Beteiligung
sei
aktenkundig nicht beschrieben.
Zusammen
fassend ergebe
sich aus neuropsychologischer
Sicht
kein Anhalt für eine Beein
t
räch
ti
gung der Arbeitsfähigkeit (S. 38 f.).
Zur Frage der Arbeitsfähigkeit führten die beteiligten Experten zusammen
fassend aus,
unter Berücksichtigung
aller Gegebenheiten und Befunde
sei die Be
schwerdeführerin aus interdisziplinärer Sicht mit sofortiger Wirkung
in der an
gestammten wie auch in einer vergleichbaren Tätigkeit
zu 100
%
arbeitsfähig (S.
38), wobei wahrscheinlich bereits ab Anfang 2012 von einer uneinge
schränkten Arbeitsfähigkeit
ausgegangen werden könne
(S. 40).
4.
Die Beschwerdeführerin machte gelte
nd,
die Beschwerdegegnerin
sei
in der ange
fochtenen Verfügung – entgegen der gutachterlichen Einschätzung – von einer Arbeitsunfähigkeit von 30
%
ausgegangen (
Urk.
1 S. 7). Tatsächlich be
gründete die Verwaltung die Leistungsablehnung anfänglich mit einer 30%igen
Arbeits
unfähigkeit
und schloss
gestützt darauf
auf einen
nicht
rentenbegrün
den
den
Invaliditätsgrad
(
Urk.
2 S.
1)
.
Im Rahmen des
Einwandverfahrens
änder
te sie indes ihre Argumentation dahingehend, dass sie das Vorliegen eines inva
lidi
sie
renden Gesundheitsschadens
unter implizitem Hinweis auf das
Y._
-Gutach
ten verneinte (
Urk.
2 S. 2).
Zu bemerken bleibt, dass die
Beschwer
de
gegnerin
die fragliche Expertise
der Beschwerdeführerin vor dem Erlass der ange
fochtenen Verfügung nicht zur Stellungnahme unterbreitet hat. Die Beschwerdeführerin konnte sich
hiezu
aber
vor dem mit voller Kogni
tion ausgestatteten hiesigen Gericht äussern. Da s
ie beschwerdeweise
keine
Gehörs
ver
letzung
gerügt und nicht um Rückweisung der Angelegenheit an die
Be
schwer
degegnerin
zur
Gehörs
gewährung
ersucht hat, ist
hievon
aus
prozess
öko
nomi
schen
Gründen abzu
sehen.
5.
5
.1
Nach Lage der Akten steht fest, dass
die Beschwerdeführerin hauptsächlich an Herz
-/Kreislauf
beschwerden leidet, die erstmalig vom
3.
bis am 1
0.
Dezember 2010 einen stationären Aufenthalt nötig machten (
Urk.
8/11/9-11). Seither klagt sie über
damit im Zusammenhang stehende
Gesundheitsstörungen
.
5
.2
Die Beschwerdegegnerin ging – wie erwähnt – gestützt auf das Gutachten der
Y._
vom 3
1.
Januar 2014 (
Urk.
8/59) davon aus, dass die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in der angestammten und einer
adaptierten
Tätigkeit
seit Anfang 2012
weder aus physischen noch aus psychischen Gründen
einge
schränkt sei (
Urk.
2 S. 2 und
Urk.
8/62 S. 4). Die Expertise der
Y._
äussert sich umfassend zu den vorhandenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen und deren Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit. Sie basiert auf einer eingehenden
internistischen, neurologischen, neuropsychologischen, orthopädischen und psy
chiatrischen Untersuchung, berücksichtigt die geklagten Beschwerden und erging
in Kenntnis der
Vorakten
(zum Beweiswert eines Gutachtens
vgl. E. 1.4
hievor
).
5.3
Was den physischen Gesundheitszustand anbelangt,
hielten
die Gutachter – ge
stützt auf die anlässlich ihrer Teilbegutachtung
erhobenen Anamnesen und Be
funde sowie die
Vorakten
–
in ihrer Konsensbeurteilung
nachvollziehbar
fest
,
dass die Pathologie im Bereich der rechten Schulter
geringgradig
ausgeprägt sei. Ferner sei die Arteriosklerose, die hinsichtlich der Halsarterien operativ
teil
saniert
sei, derzeit nicht symptomatisch und ein namhaftes
Hirninfarkt
defekt
resi
duum
sei nicht evident
(
Urk.
8/29 S. 38). Entgegen den entsprechenden Aus
führungen der Beschwerdeführerin (
Urk.
1 S. 8) ist es gerade Aufgabe
des Arztes und Teil einer fachgerechten Begutachtung, die Konsistenz der angege
benen Beschwerden
– auch durch Vergleich mit dem spontanen Verhalten –
zu prüfen. Die beanstandeten Feststellungen über die Inkonsistenz der gemachten Angaben
und das aktive Gegenspannen der Beschwerdeführerin
bei den
Be
wegungs
pro
ben
zeugen
daher
weder von
der
Voreingenommenheit
des Prof.
Dr.
D._
noch
von einer nicht lege
artis
ge
wählten
Vorgehensweise
bei der Begutachtung
. Die Rüge der Beschwerdeführe
rin, der
nämliche
Gutach
ter stelle trotz anderslau
ten
den
Arztberichte
n
in Abrede, dass die erlittenen Hirninfarkte je zu gravierenden zerebralen Störungen geführt
hätten (
Urk.
1 S. 9), erweist sich sodann als unzu
treffend. Prof.
Dr.
D._
legt
e
in seinem Teilgutachten viel
mehr
unter Hinweis auf die erhobenen Befunde
dar, dass aufgrund der stattge
habten Hirninfarkte
keine
dauerhaften
Gesundheits
schäden
– diesbezüglich verweist er auf eine schwer
wiegende Halbseitenläh
mung und eine Sprach
störung sowie ein
Gesichts
feldausfall
–
verblieben sind
(
Urk.
8/59 S. 18)
. Was die im Zusammenhang mit den im Dezember 2010 erlit
tenen multiplen kleinen Hirninfarkte
n
aufgetretenen Lähmungserscheinungen des rechten Arms betrifft
(
vgl.
Urk.
1 S. 10)
, berichtete der Hausarzt
Dr.
B._
in seinem am 23. Juli 2012 bei der
Beschwerde
geg
nerin
eingegangenen Bericht von einer weitgeh
enden
Erholung (
Urk.
8/16 S. 2).
In Übereinstimmung damit konnte auch
Dr.
med.
H._
, Facharzt FMH für Neurologie, kein fortdauernde
s
neurolo
gi
sches Defizit feststellen (
Urk.
8/39/7-8 und
Urk.
8/39/9-10).
Mit Blick auf die
ausführliche Anamneseerhebung und die
mehrtägige
eingehende klinische Unter
su
chung kann sodann nicht von einer kurzen Dauer der Exploration (vgl.
Urk.
1 S. 9) gesprochen werden.
Schliesslich
waren den
Gutachter
n
auch die ärztlichen Berichte des
Z
._
vom 1
9.
September 2013 und von
Dr.
B._
vom
6.
November 2011 und 11. April 2013
sowie die darin erho
benen Befunde bekannt
(
Urk.
8/55, 8/57,
8/59 S.
5 ff.
und S.
12
)
, zumal die
Y._
aufgrund der aus dem
Austritts
be
richt
des
Z
._
gewonnen
en
Erkenntnisse eine zusätzliche neurologische Untersuchung für an
gezeigt hielt (
Urk.
8/57).
Die Kritik der Beschwerdeführerin an der Beurteilung durch Prof.
Dr.
D._
erweist sich dem
nach als unbegründet.
Aus dem
neuropsychologischen Fachgutachten
geht
zwar hervor, dass die
test
psychologischen
Untersuchungen aufgrund eines von der Beschwerdeführerin demonstrierten abrupten Lei
stungsabfalls nicht vollständig
durchgeführt werden konnten (
Urk.
8/59 S. 30). Vor dem Hintergrund, dass
auch bei Durchführung von neuropsychologischen Tests – die von Dipl.-Psych.
G._
als
Hilfsun
ter
suchungen
der Medizin qualifiziert werden (
Urk.
8/59 S. 37) – in erster Linie der neurologische Befund massgebend ist und diesbezüglich anlässlich der neu
rologischen Untersuchung kein anhaltender neurologischer Defekt festge
stellt wurde (
Urk.
8/59 S. 18),
ist weiterhin auf keine bei der Versicherten beste
hende relevante gesundheitliche Einschränkung zu schliessen, zumal
der aufge
tretene Leistungsabfall von der Gutachterin
nicht mit einem
Gesund
heitsscha
den
erklärt werden konnte
(
Urk.
8/59 S. 37).
Bis zu diesem Zeitpunkt k
onnte
die Beschwer
deführerin
zudem
alle relevanten Aufgabe
naspekte adäquat erfassen
und
zeigte
genügende Leistungen
, wobei insbesondere auch das Arbeitstempo
(
zunächst
)
alters
-
und bildungsentsprechend war (
Urk.
8/59 S.
31 und S.
37).
Sodann
passt der gezeigte Leistungsabfall ins Bild der auch im Rahmen der weiteren Unter
suchungen festgestellten Inkonsistenzen
.
Der von Dipl.-Psych.
G._
erfolg
te Hinweis auf den Umstand, dass die Beschwerdeführerin trotz der von ihr angegebenen kognitiven Störungen Auto fä
hrt (vgl.
Urk.
1 S.
11 und Urk.
8/59 S.
38)
,
ist sodann dahingehend zu verstehen, dass sie wie
Dr.
H._
(
Urk.
8/39/9-10) die Fahrtauglichkeit der Versicherten – immer mit Blick auf die geltend gemachten Beschwerden – zumindest in Frage stellt. I
m Kontext der vom neurologischen Gutachter erhobenen klinischen Befunde kann
demnach
auch
gestützt auf die Ergebnisse der neuropsychologischen Untersu
chung auf keine relevante Einschränkung der Arbeitsfähigkeit geschlossen wer
den.
Soweit die Beschwerdeführerin auf die durch die Ärzte des
Z
._
verordnete Physiotherapie bei
residueller
Gangunsi
cherheit hinweist (
Urk.
1 S.
12,
3/3 S.
7
und 3/5
), ist festzuhalten
,
dass die
Therapie
zwischen
zeitlich zu einer Besserung geführt hat, berichteten doch die
Y._
-Gutachter überein
stimmend von einem unauffälligen Gangbild (
Urk.
8/59 S. 8, S.
15 und S.
20).
In Übereinstimmung damit werden die aktuell noch durchgeführten
The
ra
pie
massnahmen
von der Beschwerdeführerin im Zusammenhang mit Beschwer
den an der Schulter respektive der Wirbelsäule erwähnt (
Urk.
8/59 S. 12 und S.
19) und in der zweiten Verordnung vom 1
7.
Januar 2014
(
Urk.
3/5 S.
2)
wird als physiotherapeutische Massnahme – im Vergleich zur ersten Ver
ordnung
(Urk.
3/5 S.
1)
– ein
zig noch auf eine intensivierte Therapie hin
ge
wiesen.
Die von der Beschwerdef
ührerin in der Beschwerdeschrift
ab Anfang 2014
gel
tend gemachten, durch keine Arztberichte belegten Synkopen – die damit nach den gutachterlichen Untersuchungen aufgetreten sind
und daher den Experten nicht bekannt sein konnten
– führen zu keiner anderen Beurteilung der soma
tischen Problematik. Denn
auch nach den im Dezember 2010 aufgetretenen Insulten ging
Dr.
B._
von einer Besserung der Beschwerden aus und attes
tierte ab
5.
Oktober 2011 noch eine Arbeitsunfähigkeit von 30
%
in der bis
he
rigen
Arbeit
(
Urk.
8/16 S. 2). Die Ausübung einer leidensangepassten Tätigkeit – die kein Steigen auf Leitern und Gerüste sowie Treppen beinhaltet – hielt er bereits für uneingeschränkt möglich (
Urk.
8/16 S.
4).
Nicht im Widerspruch dazu steht, dass die Gutachter
ab Anfang 2012 eine Arbeitsfähigkeit von 100
%
auch in der
bisherigen
, körperlich leichten
Arbeit als
Podologin
für wahr
schein
lich hielten (
Urk.
8/59 S. 40)
. Angesichts dessen, dass
die in den Jahren
2012
und 2013
erlittene
n
Synkope
n
(
Urk.
3/3
Urk.
8/28/2-4) ohne
dauerhaften
Ein
fluss auf die Arbeitsfähigkeit blieb
en
(vgl. Urk. 8/30/5, 8/39/2-5)
, ist nicht
davon auszugehen, dass es sich bei den
A
n
fang 2014 stattgefundenen Syn
ko
pen
anders verhält.
5.4
Betreffend die psychische Symptomatik legte der psychiatrische Gutachter – gestützt auf die klinischen Befunde – überzeugend dar, dass bei der Beschwer
deführerin keine psychiatrische Störung mit Krankheitswert vorliegt. Was das
Vorbringen der
Versicherten
, trotz der gutachterlichen Feststellung seien psy
chi
sche Schwierigkeiten aufgetreten, die in einer regelmässigen
ärztlichen The
rapie behandelt
wü
rden (
Urk.
1 S.
12), betrifft, ist darauf hinzuweisen, dass dar
aus einzig geschlossen werden kann, dass die Beschwerdeführerin zwischenzeit
lich
eine psychiatrische Behandlung aufgenommen hat.
Dass die psychischen Be
schwer
den – eine konkret gestellte Diagnose wird
von
der Beschwerdeführe
rin nicht genannt – nach der Gutachtenserstellung aufgetreten sind, kann hin
gegen gestützt darauf nicht angenommen werden, zumal der Hausarzt bereits vor der
Begutachtung eine pflanzliche antidepressive Medikation verordnet hatte (
Urk.
8/39/1-5 S. 2 und
Urk.
8/59 S. 28).
5.5
Nach dem Gesagten ging die Beschwerdegegnerin zu Recht davon aus, dass die Beschwerdeführerin keinen invalidisierend
en Gesundheitsschaden aufweist.
Bei dieser Sachlage ist nicht ersichtlich, inwiefern weitere Abklärungen, insbeson
dere die Einholung von Arztberichten und eine B
efragung der Beschwerdefüh
rerin
neue, für die Beurteilung des vorliegenden Falls entscheidende Erkennt
nisse liefern könnte, sodass darauf zu verzichten ist (antizipierte
Beweiswürdi
gung
; BGE 122 V 157 E. 1d mit weiteren Hinweisen).
Zu ergänzen bleibt, dass selbst wenn davon ausgegangen würde,
dass der Be
schwerdeführerin die bisherige
Arbeit
nicht mehr zumutbar sei und
von einem
Valideneinkommen
von
Fr.
35‘785.-- (
Urk.
8/61 S. 5) – was angesichts der IK-Einträge (
Urk.
8/7
, 8/43/6
) als grosszügig erscheint –
ausgegangen
würde,
dürfte sie
mit Blick auf ihre
gesundheitlichen Probleme in einer adaptierten Tätigkeit
betrag
lich
nicht weniger verdienen. Dass
sich die gesundheitlichen Beschwerden der Versicherten in der
Arbeit
als
Podologin
im Vergleich zu möglichen anderen Tätigkeiten
am wenigsten stark auswirken
(
Urk.
1 S. 13), ist angesichts dessen, dass der hypothetische, als ausgeglichen unterstellte Arbeitsmarkt über ein breites Spektrum an Verweistätigkeiten verfügt, nicht nachvollziehbar
.
Ange
sichts der Höhe des
Valideneinkommens
resultiert
aber auch
selbst bei einem
erhöhten Pausenbedarf respektive einer eingeschränkten Leistungsfähigkeit
kein rentenbegründen
der Invaliditätsgrad
.
Aber auch wenn gestützt auf die Einschätzung des Hausarztes Dr.
B._
eine Restarbeitsfähigkeit von 30 % angenommen würde, resultierte mittels eines
Prozent
vergleiches
ohne
Weiteres
ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad. Da
die Beurteilung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit dem Arzt zufällt, besteht für die
Berücksichtigung von weitergehende
n
Einschränkungen, wie sie
die
Beschwer
de
führerin unter Berufung auf eine zusätzliche Leistungseinbusse geltend machte
(Urk. 1 S. 5 f.), kein Raum.
5.6
Zusammenfassen
d
ist festzuhalten, dass die angefochtene Verfügung nicht zu beanstanden ist. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.
6.
Die Kosten des Verfahrens sind auf
Fr.
700.-- fe
stzulegen und ausgangsgemäss der
Beschwerdeführer
in
aufzuerlegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG).