Decision ID: d4473269-3d86-4c1f-885d-dbf6424d6a50
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1952, arbeitete als selbständiger Wirt
eines Re
stau
rantbetriebs (Urk. 6
/1/4), als er sich am 25. Mai 2001 bei einem Sturz eine Schul
terluxation mit Fraktur des
Tuberc
ulum
majus
und (passagerer) Arm
plexus- sowie
Axillarisparese
rechts zuzog, woraufhin sich ein
subacromiales
Impinge
ment
ent
wickelte. Am 12. August 2002 wurde eine
arthroskopische
Acr
omio
plastik
durch
geführt (Urk. 6
/5/6-7, Urk.
6
/5/22, Urk.
6
/15/3). In der Folge litt er an rechts
seitigen Schulter- und Arm- sowie Handbeschwerden (Urk.
6
/5/12-13) mit redu
zierter Arbeitsfähigkeit von 50 % als Wirt (Urk.
6
/5/1
7
, Urk.
6
/10/4). Am 25. Feb
r
uar 2004 meldete sich der
Versicherte bei der Eidgenössischen Invali
denver
sicherung zum Leistungsbezug an (Urk.
6
/1). Die Sozialversicherungs
an
stalt des Kantons Zürich, IV-Stelle (nach
folgend: IV-Stelle), klärte die erwerb
lichen und medizinischen Verhältnisse ab. Per Ende April 2004 gab der Ver
sicherte seine Tätigkeit als Wirt und den Restaurantbetrieb auf (Urk.
6
/12, Urk.
6
/30/3). Mit Verfügung vom 6. Dezember 2004 verneinte die IV-Stelle einen Anspruch des Versicherten auf eine Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von unter 40 % (Urk.
6
/17). Dieser Entscheid wurde nicht angefochten.
1.2
Ab Juli 2009 arbeitete der Versicherte als Serviceangestellter bei der
A._
GmbH in einem 100%igen Pensum (
Urk.
6
/33). Am 2
3.
Mai 2010 erlitt er einen weiteren Unfall (
Urk.
6
/28/12), bei dem er sich erneut eine Schulterluxation mit Abrissfraktur des
Tuberculum
majus
auf der rechten
Seite zuzog. In statio
nä
rer Be
handlung in der Chirurgischen Klinik des Stadtspitals
B._
(nach
folgend:
Spital B._
) wurde die Schulter
repositioniert
und hernach konservativ behandelt. Am 3
0.
März 2011 wurde eine Schulterarthroskopie mit Tenotomie der langen
Bicepssehne
,
Acromioplastik
und
Acromioclavikular
-(AC
-)Gelenksre
sektion
rechts durchgeführt (
Urk.
6
/31/6-11,
Urk.
6/36/6-7, Urk. 6
/40/34-41). Wegen Konkurs der Arbeitgeberin wurde das Arbeitsverhältnis per 3
1.
März 2011 gekündigt (
Urk.
6
/40/29). Die Unfallversicherung, die SWICA Versicherungen AG, erbrachte die gesetzlichen Leistungen für die Folgen des Unfalls vom 2
3.
Mai 201
0.
Sie stellte die Taggeldleistungen per 3
1.
Juli 2011 ein und schloss den Fall im Übrigen per Ende 2011 ab (Verfügung vom
7.
Oktober 2013,
Urk.
6
/126/2-5). Dies bestätigte sie im
Einspracheentscheid
vom 3
1.
Juli 201
4.
Die hiergegen erhobene Beschwerde wurde vom Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich im Verfahren Nr. UV.2014.00213 mit Urteil
v
om 2
2.
März 2016
abgewiesen.
Nebst den anhaltenden rechtsseitigen Schulter-, Arm- und Handbeschwerden lei
det der Versicherte an Blasenkrebs. Am 2
5.
Januar 2011 und - aufgrund eines
multilokutären
Rezidivs - am 1
8.
Mai 2012 (
Urk.
6
/105/9), am 1
2.
August 2013
(
Urk.
6
/118/5), am 1
7.
April 2014 (
Urk.
6
/143) und am 3
0.
Juli 201
5 (Urk. 6/171/5
) waren endoskopische Resektionen der Blasenkarzinome vorge
nommen worden.
Letztmals fand eine solche Resektion Mitte August 2017 statt (
Urk.
6/227/1).
Ausserdem leidet der Versicherte insbesondere an Rücken- und Kopfbeschwerden sowie seit einem Unfall im Jahr 1980 mit Rippenbrüchen an Beschwerden im Bereich der rechten
Th
oraxhälfte
(Urk.
6
/115/26-27, Urk.
6/115/36, Urk. 6
/115/42-43).
1.3
Am 2
3.
November 2010 hatte sich der Versicherte erneut bei der Invaliden
ver
sicherung zum Leistungsbezug angemeldet (
Urk.
6
/24). Nach Abklärung des erwerblichen und medizinischen Sachverhalts kündigte die IV-Stelle mit Vorbe
scheid vom 1
3.
September 2011 die Abweisung des Begehrens um beruf
liche Massnahmen an (
Urk.
6
/47) und mit Vorbescheid vom 1
4.
September 2011 die
Zusprache
einer vom
1.
Mai bis 3
1.
Oktober 2011 befristeten ganzen Rente (
Urk.
6
/45). Der Versicherte erhob mit Schreiben vom 1
2.
Oktober 2011 gegen beide Vorbescheide Einwände (
Urk.
6
/56). Am
3.
Januar 2012 verfügte die IV-Stelle die Abweisung des Begehrens um berufliche Massnahmen (
Urk.
6
/70). Mit Verfügung vom 1
4.
März 2012 sprach sie dem Versicherten wie angekündigt eine vom
1.
Mai bis 3
1.
Oktober 2011 befristete ganze Rente bei einem Invaliditäts
grad von 100
%
zu (
Urk.
6
/71,
Urk.
6
/76). Die dagegen mit Eingabe vom 1
8.
April 2012 erhobene Beschwerde (
Urk.
6
/84/3-20) wies das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich mit Urteil IV.2012.0040
9 vom 2
6.
Februar 2014 ab (Urk.
6
/134/21).
Am 1
0.
Oktober 2011 hatte sich der Versicherte bei der Invalidenversicherung des Weiteren wegen Schwerhörigkeit auf der linken Seite zum Bezug eines Hörgerätes angemeldet (
Urk.
6
/54). Die IV-Stelle übernahm g
estützt auf den Bericht von Dr.
C._
, Facharzt für
Oto
-
Rhino
-Laryngologie, vom 2
5.
November 2011 (
Urk.
6
/63 S. 2) mit Mitteilung vom
1.
Dezember 2011 eine Pauschale für eine einseitige Hörgerätversorgung (
Urk.
6
/64).
1.4
Mit Schreiben vom 2
9.
August 2012
hatte
der Beschwerdeführer (während des hängigen Gerichtsverfahrens Nr. IV.2012.00409)
eine Verschlechterung seines Gesundheitszustandes geltend gemacht (
Urk.
6
/103).
Diese dokumentierte er mit den Berichten von
Dr.
D._
, Fachärztin für Neurologie, vom
Zentrum E._
vom 1
9.
April und
7.
Mai 2012 (
Urk.
6/102/1-8) und des Stadtspitals
F._
vom 2
2.
Mai 2012 (
Urk.
6/102/9).
Die IV-Stelle sistierte das Revisionsverfahren mit Schreiben vom 2
0.
September 2012 bis zum Abschluss des laufenden Verfahrens Nr. IV.2012.00409 vor dem Sozialversicherungsgericht (
Urk.
6
/108). Mit Vorbescheid vom 1
5.
Juli 2014 kündigte sie
sodann
die Ab
wei
sung des Leistungsbegehrens an (
Urk.
6
/140). Der Beschwerdeführer brachte dagegen mit
Schreiben vom 1
2.
September 2014 (
Urk.
6
/144), ergänzt mit Schrei
ben vom 2
1.
Oktober 2014 (
Urk.
6
/150) und unter Beilage der Berichte des Stadt
spitals
F._
vom 2
2.
Mai 2012 (
Urk.
6
/143) und der
Klinik G._
vom 2
3.
September 2014 (
Urk.
6
/148) sowie von
Dr.
H._
, Facharzt für Allge
meine Medizin, vom 1
0.
Oktober 2014 (
Urk.
6
/149), Einwände vor. Die IV-Stelle holte daraufhin zusätzlich die Bericht
e der
Klinik G._
vom 31.
Oktober 2014 (
Urk.
6
/154/8-9) und den Bericht der Klinik für Urologie des Stadtspitals
F._
vom 1
9.
Februar 2015 (
Urk.
6
/161) ein. Mit Verfügung vom
7.
April 2015 wies die IV-Stelle das Leistungsbe
gehren wie angekündigt ab (Urk. 6/
165
).
Die dagegen
mit Eingabe vom
6.
Mai 2015
erhobene
Beschwerde
(Urk.
6/168/3-15
) hiess das Sozial
versicherungsgericht des Kantons Zürich
mit Urteil vom 23. März 2016
im Verfahren Nr. IV.2015.00492
in dem Sinne gut, dass
es die Sache an die IV-Stelle zur ergänzenden medizinisch
en Abklärung und anschliessenden
Neu
beurteilung des Rentenanspruchs zurückwies (
Urk.
6/181/13).
Die IV-Stelle holte in der Folge
das
polydisziplinäre Gutachten des Begutachtungsinstituts I._
vom
17. Juli 2017
(Urk. 6/210/2-44
) ein.
Gestützt darauf kündigte sie mit Vorbescheid vom 2
0.
März
2017
die Abweisung des Ren
tenbegehrens
an (
Urk.
6/213). Der Versicherte erhob mit Schreiben vom
2.
Mai 2017 (
Urk.
6/218), ergänzt mit Schreiben
vom
8.
Juni 2017 Einwände (Urk.
6/221).
Die IV-Stelle holte daraufhin die ergänzen
den Stellung
nahmen des
I._
vom 2
2.
August
und
5.
September 20
17 ein (
Urk.
6/230, Urk. 6/232). M
it Verfügung vom 1
8.
Januar 2018
verneinte die IV-Stelle
den Anspruch auf eine Invalidenrente
bei einem Inva
liditätsgrad von 32
%
ab März 201
2
und von 39 % ab Dezember 2016
(
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob der Versicherte
mit Eingabe vom 1
3.
Februar 2018
Beschwerde
und beantragte, es sei die Verfügung vom 1
8.
Januar 2018 vollumfänglich auf
zuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, ihm eine ganze Invali
denrente zu entrichten; eventualiter sei die Streitsache an die Beschwerde
gegne
rin zur Initiierung einer weiteren externen polydis
ziplinären Begutachtung
zurückzuweisen (
Urk.
1 S. 2). Die Beschwerdegegnerin schloss in der Beschwer
de
antwort vom 2
1.
März 2018 auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
5).
Mit Ver
fügung vom 14. August 2018 wurde die Pensionskasse
Y._
zum Verfah
ren beigeladen (
Urk.
8), welche mit Eingabe vom 2
3.
August
2018 auf eine Stel
lungnahme verzichtete
(
Urk.
9).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
).
Sie kann Folge von Geburts
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein
trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Die massgeblichen Rentenabstufungen geben bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditäts-grad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Inva
liditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent Anspruch auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommensver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypothetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts
grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.4
War eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert worden und ist die Verwaltung auf eine Neuanmeldung eingetreten (Art. 87 Abs. 3 IVV), so ist im Beschwerdeverfahren zu prüfen, ob im Sinne von
Art.
17 ATSG eine für den Rentenanspruch relevante Änderung des Invaliditätsgrades
erfolgt
ist (BGE 117 V 198 E. 3a mit Hinweis).
Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, her
abgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebe
nem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Auf
gabenbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebe
nen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbeachtlich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in recht
licher und tatsächlicher Hinsicht umfassend ("allseitig") zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Ände
rung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachver
haltsabklärung, Beweiswür
digung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hin
weisen).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin
führte im
angefochtenen Entscheid
aus
,
die medi
zinische Abklärung habe mit dem
I._
-Gutachten ergeben, dass der Be
schwerde
führer in der angestammten Tätigkeit als Servicemitarbeiter seit Januar 2011 voll
ständig arbeitsunfähig sei. In einer leidensangepassten, körperlich leichten, über
wiegend sitzenden Tätigkeit
ohne wiederholtes Heben/Tragen von Lasten über 10
Kilogramm, ohne häufiges Treppensteigen, ohne Steigen auf Leitern/Gerüste, ohne Gehen auf unebenem Gelände, ohne Zwangshaltung (kniend/kauernd)
und ohne wiederholte Tätigkeiten oberhalb des Schulterniveaus (rechter Arm)
sei ihm
(ab März 2012)
eine 100%ige Arbeitsfähigkeit zumutbar.
Damit resultiere ent
sprechend dem Einkommensvergleich des Urteils des Sozial
versicherungsgerichts
(IV.2012.00409)
vom 2
6.
Februar 2014
ein In
validitätsgrad von 32
%
.
Ab Dezem
ber 2016 (Begutachtung) sei von einer weiteren leichten Einschränkung von 10
%
auszugehen
, was einen Invalidi
tätsgrad von 39
%
ergebe, weshalb kein Renten
anspruch bestehe. Die geltend gemachten Diagnosen, Befunde und Einschrän
kungen sei
en
den
I._
-Gutachtern bekannt gewesen und sei
en
vollumfänglich
mitberücksichtigt worden. Auch resultiere bezüglich des Blasenkrebses im aktu
ellen Stadium keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit.
Die fehlende Unter
schrift des Urologen habe keinen Einfluss auf die Beweiskraft des Gutachtens.
Zwar sei korrekt, dass der Beschwerdeführer im Zeitpunkt der Anmeldung
60
Jahre alt gewesen sei. Das Alter alleine habe jedoch keinen Einfluss auf einen zusätzlichen Leistungsabzug. Die Einschränkung sei bereits beim Invalidenein
kommen berücksichtigt worden. Zudem sei der Beschwerde
führer bereits
seit dem Jahr 2005 als Nichterwerbstätig erfasst. Damals sei er 53 Jahre alt gewesen. Auf
grund des ganzen Berufswerdegangs und der attestier
ten Restarbeitsfähigkeit sei die Verwertbarkeit gegeben (
Urk.
2).
2.2
Der Beschwerdeführer wendet dagegen ein,
die Beschwerdegegnerin habe ihren Entscheid zu Unrecht ausgehend vom
I._
-Gutachten gefällt. Dieses sei beweis
untauglich
, daran würden auch die ergänzenden Stellungnahmen nichts ändern
. So
sei bereits mit Urteil des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich
(IV.2012.00409)
vom 2
6.
Februar 2014 verbindlich festgestellt worden, dass sich der Gesundheits
zustand verschlechtert präsentiere
und dass zuvor allein aufgrund der Schulter-Arm-Problematik
bereits eine
maximal 80%igen Rest
arbeits
fähig
keit bestanden habe.
Dazu widersprüchlich hätten die
I._
-Gutachter trotz der anerkannten Verschlechterungen und zusätzlichen Be
schwerdebilder
wie
der symptomatischen
Coxarthrose
eine höhere, nämlich 90%ige Restarbeits
fähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit
festgelegt
.
Selbst die Beschwerde
gegnerin sei von dieser Einschätzung abgewichen und habe eine 20%ige Arbeitsun
fähig
keit angenommen und die von den
I._
-Gutachtern attestierte 10%ige Arbeits
un
fähig
keit dazu addiert.
Zudem sei wider
sprüchlich
und im Gesamt
gutachten nicht bereinigt worden
, dass der psychia
trische Gutachter
eine psychische Über
lagerung und Aggravation
einerseits verneint
, der orthopädische Gutachter die Beschwerden
andererseits
als nicht vollständig somatisch ab
stützbar
bezeichnet
habe. Auch sei an einer Stelle eine
Plexusläsion
bejaht
worden, dagegen sei deren Vorliegen
vom neurologischen Gutachter an anderer Stelle offengelassen worden.
Sowohl das o
rthopädische als auch das neuro
logische Teilgutachten hätten sich
ferner nicht
zur Kopfschmerz- und HWS-Prob
lematik geäussert.
Das orthopä
dische Teilgutachten basiere
weiter
auf unzu
reichenden Unter
suchungshandlun
gen, enthalte aktenwidrige und wider
sprüchliche Feststel
lungen
sowie
,
es hätte
n
nur die schriftlichen Befunde anstelle der Bilder vorgelegen. Es erwecke ausser
dem den Eindruck fehlender Objektivität
und die Einschätzung einer 100%igen Arbeitsfähigkeit sei in keiner Weise nachvoll
ziehbar
.
Dagegen
hätten
die
Klinik G._
die LWS- und Hüft
problematik
sowie die Gutachter
Dres
.
J._
/
K._
die Schulter-/Arm
problematik
als somatisch ausge
wiesen und das Schmerzbild nachvoll
ziehbar qualifiziert.
Gestützt auf die Einschätzung von
Dr.
H._
sei
bereits aufgrund der Wirbelsäulenproblematik von einer mindestens 50%igen Arbeitsunfähigkeit in jeg
licher Tätigkeit auszugehen.
Das neurologische Teilgutachten sei durch fehlende adäquate klinische und appa
rative Befund
erhe
bung
sowie fehlende Auseinandersetzung mit den Röntgen- und MRT-Bildern
gekennzeichnet
und erscheine vage sowie beliebig
.
Auch hier sei die Einschät
zung der Arbeitsfähigkeit angesichts der ausgewiesenen Ver
schlech
terung des Gesundheitszustandes weder sachgerecht noch nachvoll
ziehbar. Das urologische Teilgutachten
berücksichtige nicht, dass die rezidi
vierenden Ope
rationen an der Blase zu einer erhöhten Ermüdbarkeit geführt habe und wegen den Vernarbungen Schmerzen bestünden
sowie
,
dass
j
edes Krebs
rezidiv mit ein- bis
drei
monatigen
100%igen
Arbeitsun
fähigkeiten verbunden
sei
.
Die Teilbe
gutachtung hätte durch einen Krebs
spezialisten durchgeführt werden müssen.
Des Weiteren sei d
as Gesamt
gutachten vom urologischen Gutachter nicht mitunter
zeichnet worden.
Die ergänzenden Stellungnahmen des
I._
sodann seien formell-rechtswidrig ohne vorgängiges rechtliches Gehör
eingeholt worden
und seien daher aus den Akten zu weisen. Im Übrigen seien
damit
die gerügten
Mängel nicht wirksam entkräftet. W
iederum
seien sie zudem
ohne Unterschrift des urologischen Gut
achters erfolgt.
Schlicht falsch sei des Weiteren der von der Beschwerde
gegnerin vorgenommene Einkom
mensvergleich.
A
ufgrund seines fortge
schrit
tenen Alters
sei
die Verwertbarkeit einer allfälligen Restarbeitsfähigkeit zu ver
neinen.
Im nach BGE 138 V 457 massgeblichen Zeitpunkt,
als die medizinische Zumutbarkeit einer (Teil-)
Erwerbs
tätigkeit
mit dem
I._
-Gutachten vom 2
0.
Januar 2017 festgestan
den habe,
sei er
bereits
64.5 Jahre alt gewesen. Daher und unter Berücksichtigung der übrigen Umstände
sei
eine Altersinvalidität mit Anspruch auf eine ganze Rente
klar zu bejahen.
Eine Wiederanstellung sei in je
dem Fall schlicht unrealis
tisch
(
Urk.
1 S. 4 ff.).
2.3
Die Beschwerdegegnerin ist auf die Neuanmeldung des Beschwerdefüh
rers vom 2
9.
August 2012 (
Urk.
6
/103) eingetreten. Das Gericht hat daher in materiell-rechtlicher Hinsicht
die Streitfrage
zu prüfen, ob sich der Invaliditätsgrad, der mit Urteil vom 2
6.
Februar 2014 auf 32
%
festgelegt
worden war (
Urk.
6
/134/22), seit der Ver
fügung vom 1
4.
März 2012 (
Urk.
6
/71,
Urk.
6
/76) bis z
um Erlass der ange
fochtenen Ver
fügung vom
1
8.
Januar 2018
(
Urk.
2) in
renten
begründendem Aus
mass
auf mindestens 40
%
(
Art.
28
Abs.
2 IVG)
erhöht hat.
Die angefochtene Verfügung bildet da
b
ei recht
sprechungsgemäss d
ie zeitliche Grenze der richter
lichen Überprüfungsbefugnis (BGE 132 V 220 E. 3.1.1, 12
2 V 77 E. 2b, Urteil des Bundesge
richts 8C_76/2009 vo
m 1
9.
Mai 2009 E. 2, je mit Hin
weis). Der frühestmögliche Beginn einer allfälligen Rente
ist
aufgrund von
Art.
29
Abs.
1 und
Abs.
3 IVG der
1.
Februar 2013 (
Art.
29
Abs.
3 IVG).
3.
3.1
Im Urteil des hiesigen Gerichts vom 2
6.
Februar 2014 im Verfahren IV.2012.00409 (
Urk.
6/134) war festgehalten worden, dass im (damals) zu beur
teilenden, massgeblichen Zeitraum vom
1.
August 2011 bis zum 1
4.
März 2012 eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit allein zufolge der Beschwerden an der oberen rechten Extremität und Schulter ausgewiesen gewesen sei (E. 5.1.1). Dies
bezüglich sei angesichts der teilweise schweren körperlichen Arbeiten, welche der Beschwerdeführer in seiner Tätigkeit im Restaurant
A._
nebst dem Service zu verrichten gehabt habe, weiterhin von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit auch nach dem
1.
August 2011 auszugehen (E. 5.2.1). Bezüglich der Arbeitsfähigkeit in einer arm- und handschonenden, kör
perlich leichten Tätigkeit ab August 2011 habe mindestens eine 80%ige Arbeits
fähigkeit bestanden, wobei
offen gelassen
werden könne, ob aufgrund des Gut
achtens der MEDAS
L._
vom 2
5.
Januar 2013 (
Urk.
6
/115/39-40) eine vollständige Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit bestehe (E.
5.2.2). Die Krebserkrankung an der Blase sei zwar bereits Anfang 2011 aufgetre
ten, indes sei der Beschwerdeführer nach der ersten Resektion des Blasen
tumors vom 2
5.
Januar 2011 ohne Hinweis auf ein Rezidiv des Blasen
tumors „absolut beschwerdefrei“ gewesen, weshalb diesbezüglich in der mass
geblichen Zeit von August 2011 bis Mitte März 2012 nicht von einer Ein
schränkung der Arbeits
fähigkeit auszugehen sei. Ein Rezidiv sei erst im Mai 2012, mithin nach dem relevanten Überprüfungszeitraum bis zum 1
4.
März 2012, festgestellt und wiede
rum endoskopisch mittels
transurethraler
Blasentumor
resektion (
TUR
-B) am 1
8.
Mai 2012 entfernt worden (E. 4.1). Auch in Bezug auf die geltend gemachten Rückenbeschwerden sei für die Zeit bis zum 1
4.
März 2012 nicht von einer zusätzlichen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit auszugehen, da der Beschwer
deführer solche Beschwerden (starke linksseitige Kreuzschmerzen, jeweils ausge
löst durch Staubsaugen oder durch das Tragen von zu grossen Gewichten, mit Ausstrahlung über das linke Gesäss der Aussenseite des Oberschenkels entlang bis zum Knie) erstmals gegenüber den Gutachtern der MEDAS
L._
in der Untersuchung Ende September 2012 - mithin erst nach dem 1
4.
März 2012 - angegeben habe. Ob die Beurteilung der MEDAS-Gutachter, welche die diesbe
zügliche Diagnose eines chronisch rezidivierenden
Panvertebralsyndroms
mit
thorako
-lumbaler Haltungsinsuffizienz als Diagnose ohne wesentliche Einschrän
kung der Arbeitsfähigkeit beurteilt hätten, zutreffe, könne offen bleiben. In der Zeit bis zum 1
4.
März 2012 sei eine die Arbeitsfähigkeit einschränkende Rücken
proble
matik jedenfalls nicht ausgewiesen (E. 4.2). Dasselbe treffe auch auf die medizinisch erstmals im MEDAS-Gutachten vom 2
5.
Januar 2013 (respektive in
den Teilgutachten vom 2
5.
November und 2
1.
Dezember 2012) festgehaltenen Kopfbeschwerden, auf die alle paar Wochen auftretenden Beschwerden an der linken Schulter und auf die Schmerzepisode in den Zehen am linken Fuss, welche nach Angaben des Beschwerdeführers als Gicht behandelt worden sei, zu. Denn dabei handle es sich lediglich um intermittierend auftretende Beschwerden, welche von den MEDAS-Gutachtern nachvollziehbar als Krankheitsbilder ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit beurteilt worden seien (E. 4.3). Auch bezüg
lich der seit einem 1980 erlittenen Arbeitsunfall bewe
gungsabhängig intermittie
rend auftretenden Schmerzen im Bereich der Rippen rechts und betreffend eine arterielle Hypertonie sowie Beeinträchtigung der Hörfähigkeit habe keine zur rechtsseitigen Hand-/Arm- und Schulter
proble
matik zusätzliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit im Zeitraum vom 1. August 2011 bis zum 1
4.
Mä
rz 2012 bestanden (E. 4.4-5). Für die Zeit ab August 2011 ergebe der Einkommensver
gleich ausgehend von einer (mindestens) 80%igen Arbeits
fähig
keit
in einer leidensangepassten armschonenden Tätigkeit
respektive
aus
gehend von
einer Leistungseinbusse
von (maximal) 20 % aufgrund der
rechts
seitigen Arm- und Handbeschwerden
mit erhöhtem Pausenbedarf sowie unter Berücksichtigung eines leidensbedingten Abzuges von 15
%
vom Invaliden
einkommen einen Inva
liditätsgrad von 32
%
(E. 7.3).
3.2
3.2.1
W
ie bereits im Urteil des Sozialversicherungsgericht
s
des Kantons Zürich IV.2015.00492 vom 2
3.
März 2016 festgehalten
wurde (E. 3.1; Urk. 6/180/8-9), ist von dieser Sachlage ist als Vergleichsbasis auszugehen.
Weiter kam das Gericht zum Schluss,
dass
aufgrund zusätzlicher und bisher nicht berücksichtigter
Beschwerdebilder (
lumbale degenerative Veränderungen L3-S1, regelmässige Rezidive der Blasenkarzinome,
Coxarthrose
beidseits mit Gicht
an
fall
) eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes seit der Ver
fügung vom 1
4.
März 2012 (
Urk.
6/71,
Urk.
6/76) ausgewiesen sei
. D
ie damalige Aktenlage
habe
eine abschliessende Bestimmung der Ar
beits- und Erwerbsfähigkeit für den Beurteilungszeitraum
ab Mitte März 2012 indes nicht erlaubt.
Dazu
sei
a
ufgrund der multiplen verschiedenartigen somatischen Beschwerden
jedoch
ein inter
dis
ziplinäres Gutachten einzuholen
(E. 3
.2-3.3
; Urk. 6/180/
9
-11
)
.
3.2.2
Dieses Gutachten liegt mit dem
I._
-Gutachten vom 1
7.
Januar 2017 (Urk.
6/210/2-44
)
, ergänzt mit Stellungnahmen vom 2
2.
August
und
5.
Septem
ber 2017 (
Urk.
6/230, Urk. 6/232),
nunmehr vor.
Der Beschwerdeführer wurde danach am
7.
und 1
2.
Dezember 2016 aus
allgemeininternistischer, orthopä
discher, psychia
trischer, neurologischer und urologischer Sicht interdisziplinär
umfassend begutachtet (
Urk.
6/230/2).
Die Gutachter befanden,
es bestünden Dis
krepanzen zwischen dem Ausmass der subjektiv beklagten Beschwerden und den objekti
vierbaren Befunden. Insbesondere würden Hinweise für eine vom Be
schwerde
führer angegebene, länger dauernde Schonung der rechten oberen Ext
remität fehlen. Nachvollziehbar sei der Leidensdruck bei linksseitiger
Coxarthrose
und degenerativen Veränderungen der tieflumbalen Wirbelsäule
,
zum Teil auch die Symptomatik im Bereich der Schulter, wo ein möglicher Zustand nach parti
eller
Plexusläsion
vorliege. Aus
rheuma
tologisch-neurolo
gischer Sicht
bestehe
für sämtliche körperlich mittelschwere
und schwere
sowie überwiegend im Stehen und Gehen zu verrichtende Tätigkeiten bis auf weiteres eine vollständige Arbeits
unfähigkeit. Hingegen sei in körperlich leichten, überwiegend sitzenden Verrich
tungen unter Wechselbelastung, ohne wieder
holtes Heben und Tragen von Laste
n über 10 Kilogramm, ohne Überwinden von Treppen, Leitern oder Gehen auf unebenem Grund, ohne Ein
nahme kauernder oder kniender Position sowie ohne weiderholten Einsatz der rechten oberen Extremität oberhalb des Schulterniveaus eine ganztags verwertbare Arbeits
fähigkeit von 90
%
gegeben. Dies aufgrund der Diagnosen einer symptomatischen
Coxarthrose
links mehr als rechts (ICD-10 M16.0) und chronischer Schulter-Arm-Handbeschwerden
der dominanten rech
ten Seite (ICD-10 M54.2/M79.60/T92.3).
Aus internistischer, psychiatrischer und urologischer Sicht könnten keine Diag
nosen mit Auswirkung auf die Arbeits
fähigkeit gestellt werden.
So
erfolge
namentlich
durch
die
fol
genden
Diagnosen
keine Einschränkung in der Arbeits
fähigkeit:
rezidi
vierende
s
Urothelkarzinoms
der Harnblase (ICD-10 C67.9) mit Therapie von mehreren TUR-Blase, letztma
ls am 3
0.
Juli 2015;
(anamnestisch)
Gichtarthro
pathie
der Füsse (ICD-10 M10.07)
;
(anam
nestisch)
Sulcus
uln
aris
-Syndroms rechts (ICD-10 G56.2) mit neuro
graphi
schem Nachweis
; Verdacht
auf Span
nungskopfschmerz bei Schmerzmittelüber
konsum (ICD-10 G44.2)
; arterielle Hyper
t
onie (ICD-
10 I10); Status nach Venenthrombose am
Unterschenkel r
echts am 20. Juni 2016; Morbus
Dupuytren
Strahl IV beidseits; leicht erhöhte Ent
zün
dungsparameter unklarer Ätiologie (
Urk.
6/210/41).
Die Angaben zur Arbeitsfähigkeit würden
unverändert ab Januar 2011 gelten,
abgesehen von den kurzzeitigen
urologischerseits
attestierten Arbeitsunfähig
kei
ten
(100
%
vom 24. Januar bis 1
3.
Februar 2011,
50
%
vo
m 1
4.
Februar bis 2
8.
März 2011,
10
%
vom 2
9.
März bis 31.
Juli 2011
und je maximal eine Woche
100 %
nach weiteren TUR-Blasen; Urk. 6/210/42)
.
Betreffend den Beurteilungs
zeitraum ab März 2012 sei die Tätigkeit im Service zu 100
%
eingeschränkt und in einer leidensangepassten Tätigkeit sei eine ganztags verwertbare Arbeits- und Leistungsfähigkeit gegeben, wobei spätestens seit der aktuellen Untersuchung eine Lei
stungseinbusse von 10
%
bestehe
(
Urk.
6/210/43
).
In der
Stellungnahme vom 5. September 2017
zum
Austrittsb
ericht des Stadt
spi
tals
F._
vom 1
7.
August 2017 betreffend die
Hospitalisation
vom 15.
bis 1
8.
August 2017 mit TUR-Blase Nachresektion (
Urk.
6/227/1)
führten die
I._
-Gutachter zudem das Folgende aus
: Aus
dem
Rezidiv des
Urothelkarzinom
s
der Harnblase mit jeweils nicht-invasiver Situation und entsprechender TUR der Blase, bei welcher der Tumor via Harnröhre nicht-invasiv weggeschält werden könne,
resultiere
keine Einschränkung der Arbeits
fähigkeit. Auch die prolon
gier
ten Nachbehandlungen ambulant im Abstand von mehreren Wochen beein
flusse die Arbeitsfähigkeit nicht
(
Urk.
6/232)
.
3.4
3.4
.1
Das
I._
-Gutachten erfüllt
alle rechtsprechungsgemäss erforderlichen Kr
iterien für beweis
k
räftige ärztliche Entscheidungs
grundlagen (vgl. BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c)
, weshalb nicht zu beanstanden ist, dass die Beschwerdegegnerin darauf abgestellt hat.
In der angestammten Tätigkeit als
Servicemitarbeiter ist damit
(
unstrittig
)
weiter
hin
vo
n einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit
auszugehen
, wie gemäss dem Urteil IV.2012.00409 vom 2
6.
Februar 2014 schon für die Zeit bis im März 2012 (E. 5.2.1;
Urk.
6/134/15) bestanden hatte
.
Zur
strittige
n
Arbeits
fähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit
kann auf
grund des
I._
-Gutachtens festgehalten werden, dass entsprechend den zusätz
lichen Beschwerdebildern das Belastungsprofil erhebliche weitere Ein
schränkun
gen aufweist (überwiegend sitzende Verrichtungen unter Wechsel
belastung, ohne wiederholtes Heben und Tragen von Lasten über 10 Kilogramm, ohne Überwinden von Treppen, Leitern oder Gehen auf unebenem Grund, ohne Einnahme kauernder oder kniender Position sowie ohne wiederholten Einsatz der rechten oberen Ext
remität oberhalb des Schulter
niveaus
mit der Möglichkeit für zusätzliche Pausen
;
Urk.
6/210/42
-43
).
B
ezüglich des Umfangs der Arbeits
fähigkeit
in einer leidens
angepassten Tätigkeit
gilt eine
100%ige Arbeitsfähigkeit
ab Mitte März 2012
, spätestens ab Dezember 2016 gan
ztags mit 10%iger Einschränkung
(
Urk. 6/210/42-43
).
3.4.2
Die
Rügen des Beschwerde
führers
am
I._
-Gutachten
, zu welchen die
I._
-Gutachter weitgehend am 2
2.
August 2017 Stellung
genommen
haben (Urk.
6/230),
vermögen den Beweiswert des Gutachtens
vom 1
7.
Januar 2017 (Urk.
6/210) mit Ergänzung vom
5.
September 2017
(
Urk.
6/232)
,
nicht in Zweifel zu ziehen. Weitere Ausführungen dazu erübrigen sich
indes
, da
selbst
ausgehend
von
der attestierten
100- bis
90%igen Arbeitsfähigkeit
in einer leidensange
pass
ten Tätigkeit
(
im Sinne ganztägiger Verrichtung und vermehrten Pausen
)
die
angefochtene leistungsabweisende Verfügung aufzu
heben und dem Beschwerde
führer eine Rente zuzusprechen, wie
sich
aus dem Folgenden ergibt.
4.
4.1
W
ie
der Beschwerdeführer zu Recht vorbringt, ist
aufgrund seines
vorge
rückten
Alters
bezogen auf den
rechtsprechungsgemäss massgeblichen Zeitpunkt (vgl. BGE 138 V 457 E. 3)
die Frage der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit zu prüfen.
Das
trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigung
zumutbarerweise
erziel
bare Ein
kommen ist bezogen auf einen ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu ermitteln, wobei an die Konkretisierung von Arbeitsgelegenheiten und Verdienstaussichten keine übermässigen Anforderungen zu stellen sind (BGE 138 V 457 E. 3.1 mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts 9C_118/2015 vom 9. Juli 2015 E. 2.1 mit Hinweis).
Das fortgeschrittene Alter wird, obgleich an sich ein invaliditätsfremder Faktor, in der Rechtsprechung als Kriterium anerkannt, welches zusammen mit weiteren persönlichen und beruflichen Gegebenheiten dazu führen kann, dass die einer versicherten Person verbliebene Resterwerbsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt
realistischerweise
nicht mehr nachgefragt wird, und dass ihr deren Verwertung auch gestützt auf die Selbsteingliederungspflicht nicht mehr zumut
bar ist. Der Einfluss des Lebensalters auf die Möglichkeit, das verbliebene Leis
tungsvermögen auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, lässt sich nicht nach einer allgemeinen Regel bemessen, sondern hängt von den Umständen des Einzelfalles ab. Massgebend können die Art und Beschaffenheit des Gesund
heitsschadens und seiner Folgen, der absehbare Umstellungs- und Einarbeitungs
aufwand und in diesem Zusammenhang auch Persönlichkeits
struktur, vorhan
dene Begabungen und Fertigkeiten, Ausbildung, beruflicher Werde
gang oder Anwendbarkeit von Berufserfahrung aus dem angestammten Bereich sein (BGE 138 V 457 E. 3.1 mit Hinweisen). Die Möglichkeit, die verbliebene Arbeits
fähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, hängt nicht zuletzt davon ab, welcher Zeitraum der versicherten Person für eine berufliche Tätigkeit und vor allem auch für einen allfälligen Berufswechsel noch zur Verfügung steht (BGE 138 V 457 E. 3.2 mit Hinweisen; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_645/2017 vom 23. Januar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen).
Gemäss BGE 138 V 457 richtet sich der Zeitpunkt, in welchem die Frage nach der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit bei vorgerücktem Alter beantwortet wird, nach dem Feststehen der medizinischen Zumutbarkeit einer (Teil-)Erwerbstätig
keit (E. 3.3). Als ausgewiesen gilt die medizinische Zumutbarkeit einer (Teil-)Er
werbstätigkeit, sobald die medizinischen Unterlagen diesbezüglich eine zuver
lässige Sachverhaltsfeststellung erlauben (BGE
143 V 431 E. 4.5.1;
vgl.
BGE 138 V 457 E. 3.4).
4.2
4.2.1
Damit ist
hier
recht
sprechungsgemäss entgegen der Ansicht der Be
schwerde
geg
nerin
(Urk.
2 S. 3) zur Prüfung der Frage der Verwertbarkeit der Rest
arbeits
fähig
keit nicht das Alter des Beschwerdeführers im Zeitpunkt der (Neu-)An
meldung am 2
9.
August 2012 (
Urk.
6/103)
von 60 Jahren
massgeblich
. Sondern abzustel
len ist frühestens auf das Alter
im Januar 2017
, als der Be
schwerdeführer 64 Jahre und 5 Monate alt war
. Denn es
stand - stellt
e
man
mit der Be
schwerde
gegnerin
auf die Einschätzung der Gutachter ab - frühestens mit dem
I._
-Gutachten vom 17. Januar 2017 (Urk. 6/210) fest, dass dem Be
schwerde
führer trotz der Ver
schlechterung des Gesundheits
zustandes mit multip
len somatischen Be
schwerde
bildern
im Beurteilungszeitraum ab Mitte 2012 eine Restarbeits
fähigkeit
zu
mut
bar
war
.
F
rühestens mit dem
I._
-Gutachten erlaubten die
medi
zini
schen Unter
lagen diesbezüglich eine zuverlässige Sachverhalts
fest
stellung
(vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 8C_330/2015 vom 1
9.
August 2015 E. 3 im Fall einer Neuan
meldung).
4.2.2
Der Beschwerdeführer hatte
somit
noch eine Aktivitätsdauer von
nur 7 Monaten
bis zur Pensionierung im Alter von 65 Jahren vor sich. Die Chancen einer neuen Anstellung
ist daher und
angesichts
der gesund
heitlichen Ein
schränkungen gemäss dem zumutbaren Belastungsprofil (vgl. E.
3.4.1 hiervor) selbst unter An
nahme einer 100%igen Arbeitsfähigkeit nicht mehr als realistisch anzusehen
(vgl. auch Urteil
e
des Bundesgerichts I 401/01 vom
4.
April 2002 E. 4c
und 9C_979/2009 vom 1
0.
Februar 2010 E. 4 und 5
)
.
Realistischerweise
könnte er am ehesten noch für
gewisse
Kontroll- oder Überwachungsarbeiten in der Industrie eingesetzt werden
, sofern eine Gelegen
heit zum Sitzen und zu zusätzliche Pausen bestehen würde
.
Jedoch
wäre auch hierzu eine
gewisse
Einarbeitungszeit und Gewöhnung nötig, zumal der Be
schwerdeführer seit März 2011 nicht mehr erwerbstätig war und seit
1990
nicht mehr in der Industrie, sondern als Ser
vicemitarbeiter,
Spedi
teur/
Chauf
feur
/
Lagerist
für ein Kaufhaus
und selbstän
diger Wirt gearbeitet hat
(Urk.
6/210/
19-20).
Auch für
feinmotorische Arbeiten
verfügt er damit über
keine Fertigkeiten und
bringt
keinerlei berufliche Erfahrun
gen
mit.
Stellt
man die persönlichen und beruflichen Gegebenheiten den objektiven Anforderungen eines ausgeglichenen Arbeitsmarktes gegenüber,
ist davon aus
zugehen
, dass mit überwiegender Wahrscheinlichkeit kein Arbeitgeber den Beschwerde
führer
mehr anstellen würde.
4.3
4.3.1
Nach dem Gesagten ist davon auszugehen, dass
die dem
Beschwerdeführer
ver
bliebene Restarbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt
realisti
scher
weise
nicht mehr nachgefragt
wird
, weshalb ihm deren Verwertung auch gestützt auf die Selbsteingliederungspflicht nicht mehr zugemutet werden
kann. De
mnach
ist
vom Vorliegen einer vollständige
n Erwerbsunfähigkeit auszugehen, was den Anspruch auf eine ganze Invalidenrente begründet.
Der Beginn des Rentenanspruchs ist in Anwendung von
Art.
29
Abs.
1 IVG (Anmeldung vom 2
9.
August 2012
;
Urk.
6/103
) der
1.
Februar 201
3.
4.3.2
Die angefochtene Verfügung vom 1
8.
Januar 2018 ist folglich in Gutheissung der Beschwerde aufzuheben und es ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer Anspruch auf eine ganze Rente ab dem
1.
Februar 2013 hat.
5.
Da der Streitgegenstand die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungs
leistungen betrifft, ist das Ver
fahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens
aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG), ermessensweise auf Fr.
600
.-- an
zusetzen und ent
spre
chend dem Ausgang des Verfahre
ns der Beschwerdegegnerin aufzu
erlegen.
Dem Beschwerdeführer steht eine Prozessentschädigung zu, welche nach Art. 61
lit
. g ATSG in Verbindung mit § 34 des Gesetzes über das Sozialver
si
cherungs
gericht ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, nach der Schwierigkeit des Prozesses, dem Zeitaufwand und den Barauslagen auf Fr.
2'500
.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) fest
zusetzen ist.