Decision ID: 6a2118b3-23a0-4a99-a082-723f0ed18400
Year: 2014
Language: de
Court: BL_SG
Chamber: BL_SG_001
Canton: BL
Region: Northwestern_Switzerland
Law Area: public_law

Sachverhalt:
1. Mit Veranlagungsverfügung vom 23. Januar 2014 wurden die Pflichtigen zu einem
steuerbaren Einkommen in Höhe von Fr. 114‘766.-- veranlagt. Dabei wurden die geltend
gemachten Kosten in Höhe von Fr. 25‘614.-- für die Privatschule B. nicht zum Abzug
zugelassen.
2. Gegen diese Veranlagungsverfügung erhoben die Pflichtigen mit Schreiben vom 10.
Februar 2014 Einsprache und begehrten den Abzug der Kosten für die Privatschule B.. Zur
Begründung führten sie u.a. aus, nach Abklärung beim KJP G. sei ein Antrag gestellt worden,
dass der Sohn an die Privatschule B. nach C., wechseln könne, was vom Amt für Volksschulen
(AVS) abgelehnt worden sei. Nachdem sie über längere Zeit vertröstet und hingehalten worden
seien, hätten die Rekurrenten entschieden, dass der Sohn sofort an die Privatschule B.
wechseln solle. Zwei Jahre später besuche der Sohn das Gymnasium in D.. Die Kosten für die
Privatschule von über Fr. 25‘000.-- hätten sie selber übernommen. Es sei im Weiteren
unverständlich, wieso im Kanton E. der Abzug ohne Weiteres gewährt, im Kanton Basel-
Landschaft aber in Frage gestellt werde.
3. Mit Einsprache-Entscheid vom 6. Mai 2014 wies die Steuerverwaltung die Einsprache
ab. Zur Begründung führte sie aus, es seien nicht alle Massnahmen der speziellen Förderung
an der Volksschule ausgeschöpft worden. Somit habe es sich nicht um die einzig mögliche und
notwendige Schulmassnahme gehandelt. Der in den Akten liegende Bericht selbst spreche von
einer Empfehlung oder möglichen Massnahme. Die Kostenübernahme sei vom AVS verneint
worden, da noch andere Möglichkeiten bestanden hätten. Die Anforderungen an die steuerliche
Abzugsfähigkeit von Schulkosten als Folge einer Behinderung seien streng. Die Privatschule
müsse die einzige alternative Möglichkeit eines Schulbesuchs sein, was vorliegend nicht der
Fall sei. Entsprechend seien die Aufwendungen in Höhe von Fr. 25‘614.-- wie andere
selbstgetragene Schulkosten auch den nicht abzugsfähigen Lebenshaltungskosten
zuzuschreiben.
4. Mit Schreiben vom 26. Mai 2014 erhoben die Pflichtigen Rekurs und begehrten, 1. die
Kosten für die Privatschule B. seien zum Abzug zuzulassen und 2. es sei eine
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Parteiverhandlung durchzuführen. Zur Begründung führten sie aus, es sei unverständlich wieso
die ganzen Abklärungen durchgeführt worden seien, wenn die dafür zuständige Fachperson
eine Empfehlung abgebe, die nicht erfüllt werden könne. Für die Rekurrenten als Eltern sei der
Wechsel in eine Privatschule der einzige Weg für den Sohn gewesen. Denn Kleinklassen gebe
es im Kanton Basellandschaft weder im Niveau P noch im Niveau E. Der Wechsel in die
Parallelklasse und die freiwillige Repetition seien von der Schulleitung abgelehnt worden.
Wertvolle Zeit sei verloren gegangen und dem Sohn sei es immer schlechter gegangen. Erst
nachdem er in der B. Schule geschnuppert habe, sei der Vorschlag gekommen dass er
provisorisch in F. aufgenommen werden könne. Es sei von den Rekurrenten akzeptiert worden,
dass das AVS das Schulgeld nicht übernommen habe. Es sei aber klar gewesen, dass dieser
Betrag von den Steuern absetzbar sei.
5. Mit Vernehmlassung vom 7. Juli 2014 beantragte die Steuerverwaltung die Abweisung
des Rekurses. Zur Begründung führte sie u.a. aus, sofern die Kosten einer Privatschule für die
berufliche Ausbildung wegen der Behinderung notwendig und mit Blick auf andere
Ausbildungsmöglichkeiten angemessen erscheinen würden, seien sie abzugsfähig. Somit seien
Mehrkosten, die durch den Besuch einer Privatschule entstehen würden, nur dann abzugs-
fähig, soweit sie in direktem Zusammenhang mit einer Behinderung stünden. Der
Zusammenhang und die Notwendigkeit seien nötigenfalls durch Fachgutachten zu ermitteln.
Der Bericht der Poliklinik G. beschränke sich auf eine kurze Problembeschreibung und
das Aufzeigen von Empfehlungen und sei kein psychologisches Gutachten. Dass sich
Hänseleien und Ausgrenzungen nachteilig auf den Schulbesuch bzw. die persönliche
Entwicklung eines Kindes auswirken könnten, sei unbestritten, sei jedoch mit Gebrechen im
Sinne von Art. 2 Abs. 1 BehiG nicht zu vergleichen.
lm Übrigen sei auf die den Unterlagen beiliegende Verfügung des Amtes für
Volksschulen (AVS) vom 3. April 2012 verwiesen. Darin sei ausgeführt, dass die Spezielle
Förderung an einer Privatschule verfügt werden könne, wenn vorgängig alle Massnahmen der
Speziellen Förderung an der Volksschule ausgeschöpft worden seien. Die Angebote der
speziellen Förderung an der Sekundarschule D. seien noch nicht ausgeschöpft worden, wobei
ein weiteres Lerncoaching, sozial- oder heilpädagogische Unterstützung, ein Wechsel des
Lernniveaus oder ein Schulwechsel nach F. als weitere Massnahmen hätten geprüft werden
können. Die dagegen erhobene Beschwerde sei vom Regierungsrat mit Entscheid vom 10. Juli
2012 ebenfalls abgewiesen worden.
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Weiter sei darauf hinzuweisen, dass für die Aufnahme einer speziellen Förderung eine
vorherige Abklärung durch eine vom Kanton bestimmte Fachstelle vorausgesetzt werde. Vor-
liegend sei keine vorherige Abklärung erfolgt, da der Sohn im Zeitpunkt der Antragsstellung
bereits in die Privatschule B. gewechselt habe. Es sei dem Sohn grundsätzlich die Möglichkeit
eines Schulwechsels angeboten worden. Zusammenfassend lasse sich somit festhalten, dass
die Rekurrenten weder ein psychisches Gebrechen noch die Notwendigkeit des Besuchs einer
Privatschule hätten nachweisen können.

Das Steuergericht zieht in Erwägung:
1. Das Steuergericht ist gemäss § 124 des Gesetzes über die Staats- und
Gemeindesteuern (Steuergesetz) vom 7. Februar 1974 (StG) zur Beurteilung des vorliegenden
Rekurses zu-ständig.
Gemäss § 129 Abs. 2 StG werden Rekurse, deren umstrittener Steuerbetrag wie im
vorliegenden Fall Fr. 8'000.-- pro Steuerjahr nicht übersteigt, vom Präsidenten und zwei Richte-
rinnen und Richtern des Steuergerichts beurteilt.
Da die in formeller Hinsicht an einen Rekurs zu stellenden Anforderungen erfüllt sind, ist
ohne weitere Ausführungen darauf einzutreten.
2. Der Beurteilung unterliegt vorliegend, ob die Kosten für die Privatschule B. in Höhe von
Fr. 25‘614.-- abgezogen werden können.
a) Nach Art. 9 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Harmonisierung der direkten
Steuern der Kantone und Gemeinden (StHG) vom 14. Dezember 1990 werden von den ge-
samten steuerbaren Einkünften die zu ihrer Erzielung notwendigen Aufwendungen und die
allgemeinen Abzüge abgerechnet. Die danach folgende Aufzählung ist gemäss Art. 9 Abs. 4
StHG abschliessend. Andere Abzüge sind nicht zulässig. Vorbehalten sind die Kinderabzüge
und andere Sozialabzüge des kantonalen Rechts.
b) Nach § 29 StG Abs. 1 lit. a werden von den steuerbaren Einkünften u.a. die mit
der Ausübung des Berufes zusammenhängenden Weiterbildungs- und Umschulungskosten
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abgezogen. Nach lit. m sind die behinderungsbedingten Kosten des Steuerpflichtigen und der
von ihm unterhaltenen Personen mit Behinderungen im Sinne des
Behindertengleichstellungsgesetzes vom 13. Dezember 2002, soweit der Steuerpflichtige die
Kosten selber trägt, ebenfalls abziehbar.
c) Kosten für die Ausbildung minderjähriger Kinder und volljähriger Kinder in
Ausbildung werden nur durch die kantonalen Kinderzulagen bzw. Familientarife (teilweise)
aufgefangen (vgl. hierzu § 34 Abs. 2 und Abs. 4 StG; Der Steuerentscheid [StE], 2012, B 27.5
Nr. 20, E. 2.1). Der existenznotwendige Ausbildungsbedarf des Kindes ist gemeinhin im
Kinderabzug einkalkuliert. Selbst wenn Kinder volljährig sind, steht den Eltern, welche deren
Unterhalt bestreiten, der Kinderabzug zu, sofern sich die Kinder noch in Ausbildung befinden
(Reich in: Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht I/1, Art. 9 StHG N 70).
d) Aus den bisherigen Erwägungen folgt, dass der Abzug für die Kosten der
Ausbildung von Kindern als solche nicht abzugsfähig sind und den allgemeinen nicht
abzugsfähigen Lebenshaltungskosten zugerechnet werden.
3. Zu prüfen ist daher im Folgenden, ob die Kosten für die Privatschule allenfalls als
behinderungsbedingte Kosten zum Abzug zugelassen werden können.
a) Gemäss § 29 Abs. 1 lit. m StG werden von den steuerbaren Einkünften die
behinde-rungsbedingten Kosten des Steuerpflichtigen und der von ihm unterhaltenen Personen
mit Behinderung im Sinne des Behinderungsgleichstellungsgesetzes vom 13. Dezem-ber 2002
(BehiG) abgezogen, soweit der Steuerpflichtige die Kosten selber trägt.
Da der Begriff „behinderungsbedingte Kosten” in § 29 Abs. 1 lit. m StG und Art. 9
Abs. 2 lit. h bis
StHG wörtlich gleich wie in Art. 33 Abs. 1 lit. h bis
des Bundesgesetzes über die
direkte Bundessteuer vom 14. Dezember 1990 (DBG) zu verstehen ist, sind für die
Staatssteuern die gleichen Anforderungen für die Abzugsfähigkeit von behinderungsbedingten
Kosten, wie sie die eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) für die direkten Bundessteuern
festlegte, anzuwenden (vgl. Entscheid des Steuergerichts [StGE] vom 27. März 2009, 510 08
75, E. 3c; StGE vom 22. Januar 2010, 510 2009 65, E 3a, StGE vom 3. Mai 2013, 510 2012 99,
E. 4, www.bl.ch/steuergericht).
https://www.baselland.ch/main_strk-htm.277547.0.html
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b) Gemäss Kreisschreiben Nr. 11 der ESTV vom 31. August 2005 (ESTV KS Nr.
11) Ziff. 2 sowie Art. 2 des Bundesgesetzes über die Beseitigung von Benachteiligungen von
Menschen mit Behinderungen (Behindertengleichstellungsgesetz) ist ein Mensch mit
Behinderung eine Person, der es eine voraussichtlich dauernde körperliche, geistige oder
psychische Beeinträchtigung erschwert oder verunmöglicht, alltägliche Verrichtungen
vorzunehmen, soziale Kontakte zu pflegen, sich fortzubewegen, sich aus- und fortzubilden oder
eine Erwerbstätigkeit auszuüben. Die Beeinträchtigung ist dauernd, wenn sie bereits während
eines Jahres die Ausübung der genannten Tätigkeiten verunmöglicht oder erschwert hat oder
voraussichtlich während mindestens eines Jahres verunmöglichen oder erschweren wird.
Die Voraussetzungen für die Qualifikation von Ausgaben als
behinderungsbedingte Kosten befinden sich in Ziffer 4.2 des KS Nr. 11. Danach gelten als
behinderungsbedingt die notwendigen Kosten, die als Folge einer Behinderung gemäss Ziff. 4.1
entstehen und weder Lebenshaltungs- noch Luxusausgaben darstellen.
Zu den Kosten für Privatschulen nimmt das KS 11 unter Ziff. 4.3.10 Stellung.
Danach können Mehrkosten, die durch den Besuch einer Privatschule entstanden sind in der
Regel nicht zum Abzug zugelassen werden. Sie gelten nur dann als behinderungsbedingte
Kosten, wenn mittels Bericht des kantonalen schulpsychologischen Dienstes nachgewiesen
wird, dass es sich beim Besuch einer Privatschule um die einzig mögliche und notwendige
Massnahme für eine angemessene schulische Ausbildung des behinderten Kindes handelt.
Mehrkosten, die durch den Besuch einer Privatschule entstehen, sind
abzugsfähig, soweit sie in direktem (kausalem) Zusammenhang mit einer Behinderung stehen.
Der Zusammenhang und die Notwendigkeit sind nötigenfalls durch entsprechende
Fachgutachten zu ermitteln, wobei die Beweislast letztlich beim Steuerpflichtigen liegt, da es
sich um einen steuermindernden Abzug handelt. Unnötig restriktiv erscheint allerdings die in
Ziff. 4.3.10 des KS der EStV vom 31.8.2005 betr. Abzug von Krankheits- und Unfallkosten
sowie von behinderungsbedingten Kosten, festgehaltene Beschränkung der Gutachtentätigkeit
einzig auf den kantonalen schulpsychologischen Dienst. Auch andere gleichwertige Gutachten
oder Abklärungen sind taugliche Hilfsmittel zur Beurteilung der Abzugsfähigkeit, wobei es den
Steuerbehörden bei Zweifeln selbstverständlich unbenommen ist, im Rahmen der
Mitwirkungspflichten und unter Wahrung des Verhältnismässigkeitsgrundsatzes weitere
Abklärungen (z.B. durch den schulpsychologischen Dienst) zu verlangen oder deren Fehlen bei
der Veranlagung entsprechend zu würdigen (vgl. Zigerlig/Jud, in: Martin Zweifel/Peter Athanas
[Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht I/2a, Art. 33 DBG N 33za).
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c) Vorliegend scheitert die Abzugsfähigkeit der Kosten für den Besuch der
Privatschule B. zunächst daran, dass beim Sohn keine Behinderung festgestellt worden ist. Die
Darstellungen der Eltern lassen ebenso wenig auf eine Behinderung schliessen. Vielmehr wird
auch an der heutigen Verhandlung klar, dass es sich beim Sohn um ein Kind handelt, das mit
sozialen Problemen zu „kämpfen“ hatte, die sich dann sehr stark gesundheitlich ausgewirkt
haben, wobei diese Auswirkungen aber lediglich von vorübergehender Natur waren. Eine
Bestätigung hierfür findet sich auch im ärztlichen Bericht vom 21. März 2012 der Psychiatrisch-
Psychosomatischen Station, UKBB. Bei diesem Bericht handelt es sich nebenbei nicht um ein
Gutachten, welches anstatt eines Gutachtens des Schulpsychologischen Dienstes
herangezogen werden könnte. Der vorliegende Bericht gibt nur sehr rudimentär Aufschluss
über die Situation und kann daher auch nur in entsprechendem Rahmen gewürdigt werden.
Weiter wird in diesem Bericht sodann der Antrag auf spezielle Förderung an einer Privatschule
im Einzelfall gestellt. Dieser Antrag wurde vom Amt für Volksschulen mit Entscheid vom 3. April
2012 hingegen abgelehnt - hauptsächlich mit der Begründung - dass die Angebote der
Speziellen Förderung nicht ausgeschöpft seien. Hierzu wiederum enthält § 46 Abs. 1 des
Bildungsgesetzes vom 6. Juni 2002 einen Hinweis, wonach die Bildungs-, Kultur- und
Sportdirektion ein Angebot der Speziellen Förderung einer Privatschule übertragen kann.
Vorrang haben danach Massnahmen der Speziellen Förderung innerhalb der öffentlichen
Schulen des Kantons und der Einwohnergemeinden. Aus dieser gesetzlichen Bestimmung lässt
sich klar entnehmen, dass sämtliche kantonalen Angebote ausgeschöpft und für untauglich
befunden werden müssen, bevor auf das Angebot einer Privatschule zurückgegriffen werden
kann. Aus Sicht des Kantons soll mit dieser Bestimmung sicher gestellt werden, dass die
eigene Infrastruktur ausgelastet, das Angebot genutzt wird und dass zusätzliche Kosten die bei
der Finanzierung einer Privatschule entstehen würden, so weit als möglich vermieden werden
können. Aus Sicht der Eltern ist es verständlich, dass sie sich nach einer bereits lang
andauernden Odyssee von Untersuchungen, möglichen Massnahmen und Gesprächen, die sie
über sich haben ergehen lassen müssen, dazu entschlossen haben ihren Sohn in eine
Privatschule zu schicken. Dieser Entschluss widerspiegelt jedoch lediglich das subjektive
Empfinden der Eltern und ist für die steuerliche Beurteilung nicht massgebend. Somit ändert
sich auch nichts an der Tatsache, dass die vorrangigen schulischen Angebote und
Massnahmen der öffentlichen Schule auszuschöpfen sind, diese vorliegend aber nicht weiter
verfolgt wurden und daher auch nicht genutzt worden sind, weshalb die Kosten für die
Privatschule B. auch aus diesem Grund nicht zum Abzug zugelassen werden können.
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d) Die Rekurrenten beziehen sich in ihrem Rekurs sodann auch auf eine
Internetpublikation von „proinfirmis“ zum Abzug behinderungsbedingter Kosten. Hierzu ist zu
bemerken, dass diese Mitteilung Menschen mit Behinderungen betrifft und bei weitem nicht alle
notwendigen Informationen liefert, die zur Beurteilung notwendig wären, um entscheiden zu
können, ob in einem individuellen Fall die Kosten tatsächlich abzugsberechtigt sind. Eine
vorgängig individuelle Abklärung der Sachlage und der Überprüfung aller Voraussetzungen für
die Abzugsfähigkeit von Schulkosten wäre in solchen Fällen daher anzuraten.
Zusammenfassend ist demnach festzuhalten, dass der Rekurs aus all diesen Gründen
abzuweisen ist.
4. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind den Rekurrenten Verfahrenskosten in
Höhe von Fr. 800.-- aufzuerlegen (§ 130 StG i.V.m. § 20 Abs. 1 und 3 des Gesetzes vom 16.
Dezember 1993 über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung [VPO]).
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