Decision ID: 626a0899-91e7-4077-b283-d756c295e16d
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1964, Mutter von fünf Kindern (Jahrgang 1984, 1985, 1986, 1991 und 1995), gelernte
Coiffeuse
, war zur Hauptsache Hausfrau und Mutter, als sie sich am 20. Januar 2000 erstmals bei der
Sozialversiche
rungsanstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle, wegen psychischen Problemen und muskulären Verspannungen infolge eines Schleudertraumas zum Rentenbezug anmeldete (
Urk.
7/2
Ziff.
1.3,
Ziff.
1.5,
Ziff.
3.1,
Ziff.
6.2,
Ziff.
6.4,
Ziff.
7.2 und
Ziff.
7.8). Mit Verfügung vom 11. Juli 2003 wies die IV-Stelle das
Leistungsbe
gehren
aufgrund der Akten ab, da die Versicherte ihrer Mitwirkungspflicht nicht nachgekommen sei und sich den zumutbaren Abklärungen widersetzt habe (
Urk.
7/36).
Am 2
2.
Januar 2007 meldete sich die Versicherte, die seit Oktober 2005 bis zu ihrer Krankschreibung im Juni 2006 teilzeitlich als Wasch- und Küchenhilfe im Gasthof
Y._
gearbeitet hatte (
Urk.
7/48
Ziff.
1,
Ziff.
4 und 5,
Ziff.
9 und 10), unter Hinweis auf Angstattacken und Depressionen sowie auf eine 2005 erfolgte beidseitige Brustamputation, eine 2006 erfolgte Operation der Hände und des Unterleibs und auf eine schwere Darmerkrankung erneut bei der Invalidenversicherung zum Rentenbezug an (
Urk.
7/43
Ziff.
7.2 und 7.8). Die IV-Stelle holte daraufhin einen medizinischen Bericht (
Urk.
7/52), Auszüge aus dem individuellen Konto der Versicherten (IK-Auszug;
Urk.
7/46-47) und
Ar
beitgeberberichte
(
Urk.
7/48-49) ein, liess die Versicherte im
Gutachtenzentrum Z._
polydisziplinär begutachten (Gutachten vom 15. April 2008;
Urk.
7/61) und führte eine Haushaltabklärung durch (
Urk.
7/69). Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
7/73-78) sprach die IV-Stelle der Versicherten mit Verfügung vom 26. August 2009 (
Urk.
7/83) eine
Viertels
rente
(samt zweier Kinderrenten) mit Wirkung ab 1. Juni 2007 zu, wobei sie die Versicherte als zu 80 % Erwerbstätige und zu 20 % im Haushalt Tätige qualifi
zierte.
1.2
Am 1
2.
November 2012 stellte die Versicherte ein Revisionsgesuch (
Urk.
7/88). Daraufhin holte die IV-Stelle medizinische Berichte (
Urk.
7/94,
Urk.
7/96-97,
Urk.
7/101), einen IK-Auszug (Urk. 7/90) sowie einen Arbeitgeberbericht (
Urk.
7/95) ein und führte erneut eine Haushaltabklärung durch (
Urk.
7/105). Mit Verfügung vom 9. Januar 2014 (
Urk.
2) hob die IV-Stelle nach durchge
führtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
7/109-120) die bisherige
Viertelsrente
auf Ende des folgenden Monats nach Zustellung der Verfügung auf.
2.
Gegen die Verfügung vom 9. Januar 2014 (
Urk.
2) erhob die Versicherte am
10. Februar 2014 Beschwerde (
Urk.
1) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei ihr weiterhin mindestens eine
Viertelsrente
auszurichten. Die Ange
-
legenheit
sei zu weiteren Abklärungen an die Vorinstanz zurückzuweisen. In verfahrens
rechtlicher Hinsicht ersuchte sie um Gewährung der unentgeltlichen
Prozess
führung
und
Rechtsverbeiständung
(
Urk.
1 S. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom 11. März 2014 (
Urk.
6) beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde. Mit Verfügung vom 25. April 2014 (
Urk.
13) bewil
ligte das hiesige Gericht das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung und Rechts
vertretung
und stellte der Beschwerdeführerin die Beschwerdeantwort zur Kenntnisnahme zu.
Mit Verfügung vom 19. Mai 2015 wurde die
GastroSocial
Pensionskasse zum Prozess beigeladen (
Urk.
15), welche am 5. Juni 2015 Stellung nahm
(
Urk.
19), wovon den anderen Verfahrensbeteiligten Kenntnis gegeben wurde (
Urk.
20).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bun
des
gesetzes über die Invalidenversicherung, IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Be
ur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Fol
gen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs
unfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht über
windbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28
Abs.
2 IVG).
1.3
Sowohl im Rahmen einer erstmaligen Prüfung des Rentenanspruches als auch anlässlich einer Rentenrevision (Art. 17 Abs. 1 ATSG) stellt sich unter dem Ge
sichtspunkt des Art. 28a Abs. 3 IVG in Verbindung mit Art. 16 und 7 Abs. 2 ATSG die Frage nach der anwendbaren Invaliditätsbemessungsmethode.
Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig einzustufen ist, führt je zur Anwendung einer anderen Me
thode der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich,
Betätigungsver
gleich
, gemischte Methode) und ergibt sich aus der Prüfung, was die Person bei im Üb
rigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beein
trächti
gung bestünde. Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbstä
tigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch, d.h. ohne Gesundheitsschaden, aber bei sonst gleichen Verhältnissen, erwerbstätig wäre (Art. 27
bis
der Verord
nung über die Invalidenversicherung, IVV). Die gemischte Methode bezweckt damit eine möglichst wirklichkeitsgerechte Bemessung des Invaliditätsgrades (BGE 133 V 504 E. 3.3 mit Hinweisen).
Die Statusfrage beurteilt sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben. Dabei sind die kon
krete Situation und die Vorbringen der versicherten Person nach Massgabe der allgemeinen Lebenserfahrung zu würdigen. Für die hypothetische Annahme ei
ner im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Er
werbs
tätigkeit ist der im
Sozial
versi
cherungsrecht
übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erfor
derlich (
BGE 137 V 334
E. 3.2,
130 V 393
E. 3.3,
125 V 146
E. 2c, je mit Hin
weisen).
Bei im Haushalt tätigen Versicherten im Besonderen (vgl. Art. 27 IVV) sind die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigun
gen und Begabungen zu berücksichtigen (Urteil 9C_915/2012 des Bun
desge
richts vom 15. Mai 2013 mit Hinweisen auf BGE 133 V 504 E. 3.3).
1.4
Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufga
benbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach Art. 28a Abs. 2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit oder der unent
geltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (Art. 28a Abs. 3 IVG; gemischte Methode der Invaliditätsbemessung).
Nach der Gerichts- und Verwaltungspraxis wird zunächst der Anteil der Erwerbs
tätigkeit und derjenige der Tätigkeit im Aufgabenbereich (so unter an
derem im Haushalt) ermittelt; die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung erwerbstätig wäre, beurteilt sich mit Rücksicht auf die gesamten Umstände, so die persönlichen, familiären, sozi
alen und erwerblichen Verhältnisse. Im Rahmen der gemischten Methode be
stimmt sich die Invalidität dadurch, dass im Erwerbsbereich ein Einkommens- und im Aufgabenbereich ein Betätigungsvergleich vorgenommen wird, wobei sich die Gesamtinvalidität aus der Addierung der in beiden Bereichen ermittel
ten und gewichteten
Teilinvaliditäten
ergibt (BGE 130 V 393 ff. E. 3.3 mit Hin
weisen; vgl. BGE 134 V 9).
1.5
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Renten
bezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 11. Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. Au
-
gust
2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revi
si
ons
grund
im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige Ein
sprache
entscheid, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hin
weisen).
1.6
Gemäss Art. 88a Abs. 1 IVV ist bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen die
anspruchsbeein
flussende
Änderung für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berück
sichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedau
ert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird. Die hierzu notwendige Pro
gnose unterliegt dabei dem im Sozialversicherungsrecht üblichen
Beweis
grad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 119 V 7 E. 3c/
aa
mit Hin
weisen).
Nach der bundesgerichtlichen Praxis zu Art. 88a Abs. 1 IVV ist eine Rente bei Wegfall der Invalidität im Normalfall erst nach Ablauf von drei Monaten seit dem Eintritt der anspruchserheblichen Veränderung aufzuheben (BGE 119 V 98 E. 4a, Urteil des Bundesgerichts I 569/06 vom 20. November 2006 E. 3.3).
1.7
Die von einer qualifizierten Person durchgeführte Abklärung vor Ort (nach Mass
gabe des Art. 69
Abs.
2 IVV; vgl. auch
Rz
3084 ff. des Kreisschreibens des BSV über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung; KSIH) stellt für gewöhnlich die geeignete und genügende Vorkehr zur Bestimmung der ge
sundheitlichen Einschränkung im Haushalt dar (Urteil 9C_201/2011 vom
5. September 2011 E. 2, in: SVR 2012 IV Nr. 19 S. 86). Einer ärztlichen
Fachper
son
, die sich zu den einzelnen Positionen der Haushaltführung unter dem Ge
sichtswinkel der Zumutbarkeit zu äussern hat, bedarf es nur in Ausnahmefällen, namentlich bei unglaubwürdigen Angaben der versicherten Person, die im Wi
derspruch zu den ärztlichen Befunden stehen (Urteil des Bundesgerichts 8C_817/2013 vom 28. Mai 2014 E. 5.1 mit weiteren Hinweisen).
Für den Beweiswert eines Berichtes über die Abklärung im Haushalt einer ver
sicherten Person sind - analog zur Rechtsprechung betreffend die Beweiskraft von Arztberichten (BGE 125 V 351 E. 3a mit Hinweis) - verschiedene Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis von den örtlichen und räumlichen Verhält
nissen sowie den aus den medizinischen Diagnosen sich ergebenden Beein
trächtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Angaben der versicher
ten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext schliesslich muss plausibel, be
gründet und angemessen detailliert bezüglich der einzelnen Einschränkungen sein und in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Abklärungsbericht voll beweiskräftig (AHI 2003 S. 218 E. 2.3.2 [in BGE 129 V 67 nicht veröffentlichte Erwägung]; Urteil des Bundesgerichts I 733/03 vom 6. April 2004 E. 5.1.2; vgl. auch BGE 130 V 61 E. 6.2 und 128 V 93 f. E. 4 betreffend Abklärungsberichte im Zusammenhang mit der Hauspflege und Hilflosigkeit). Diese Beweiswürdigungskriterien sind nicht nur für die im Abklärungsbericht enthaltenen Angaben zu Art und Um
fang der Behinderung im Haushalt massgebend, sondern gelten analog für je
nen Teil eines Abklärungsberichts, der den mutmasslichen Umfang der erwerb
li
chen Tätigkeit von teilerwerbstätigen Versicherten mit häuslichem Aufgaben
bereich im Gesundheitsfall betrifft (Urteil des Bundesgerichts 8C_817/2013 vom 28. Mai 2014 E. 5.1 mit weiteren Hinweisen).
Der Abklärungsbericht ist seiner Natur nach in erster Linie auf die Ermittlung des Ausmasses physisch bedingter Beeinträchtigungen zugeschnitten, weshalb seine grundsätzliche Massgeblichkeit unter Umständen Einschränkungen er
fah
ren kann, wenn die versicherte Person an psychischen Beschwerden leidet. Grundsätzlich jedoch stellt er auch dann eine beweistaugliche Grundlage dar, wenn es um die Bemessung einer psychisch bedingten Invalidität geht, d.h. wenn die Beurteilung psychischer Erkrankungen im Vordergrund steht (AHI 2004 S. 137 E. 5.3). Widersprechen sich die Ergebnisse der Abklärung vor Ort und die fachmedizinischen Feststellungen zur Fähigkeit der versicherten Person, ihre gewohnten Aufgaben zu erfüllen, ist aber in der Regel den ärztlichen Stel
lungnahmen mehr Gewicht einzuräumen als dem Bericht über die
Haus
haltab
klärung
, weil es der Abklärungsperson regelmässig nur beschränkt mög
lich ist, das Ausmass des psychischen Leidens und der damit verbundenen Einschrän
kungen zu erkennen (Urteile des Bundesgerichts 8C_817/2013 vom 28. Mai 2014 E. 5.1, 9C_986/2009 vom 11. November 2010 E. 7.2 und 9C_631/2009 vom 2. Dezember 2009 E. 5.1.2, je mit Hinweisen).
1.8
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vor
ak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizini
schen Zu
sammen
hänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet
und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin hielt in der angefochtenen Verfügung vom 9. Januar 2014 (
Urk.
2) fest, dass aufgrund ihrer medizinischen Abklärungen keine Ver
änderung des Gesundheitszustandes ausgewiesen sei, weshalb weiterhin von ei
ner Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit von 50 % ausgegangen wer
den könne. Auch hätten sich bezüglich des Einkommensvergleichs keine Verän
derungen ergeben.
Geändert hätten sich indes die Familien- und Wohnverhältnisse. Zum Zeitpunkt der letzten Abklärung vor Ort vom 19. August 2008 habe die Beschwerdeführe
rin mit ihren beiden damals 17 und 13 Jahre alten Töchtern ohne Partner ge
wohnt, weshalb die Einschränkungen in den einzelnen Bereichen höher gewe
sen seien. Heute wohne sie hingegen bei ihrem Partner in einem grossen Haus mit Garten, wobei sie gewusst habe, dass dies mehr Haus- und Gartenarbeit er
fordere. Zum Zeitpunkt der neuen Abklärung vor Ort hätten zusätzlich neben ihr und ihrem Partner drei erwachsene Kinder im gleichen Haushalt gewohnt, denen allen, vor allem auch dem Partner, eine Mitwirkungspflicht zukomme. Den beiden erwachsenen Kindern des Partners sei eine minime
Mitwirkungs
pflicht
zugemutet worden, wobei es ein ständiger Kampf gewesen sei, diese bei
den Kinder zur Mithilfe zu bewegen, diese also keine erhebliche Mithilfe geleis
tet hätten. Diese beiden Kinder lebten nun aber nicht mehr im gemeinsamen Haushalt. Durch ihren Wegzug würden auch weniger Haushaltarbeiten anfallen. Es sei im Rahmen der Mitwirkungspflicht zumutbar, dass jetzt der Partner und die noch im Haushalt lebende Tochter der Beschwerdeführerin beispielsweise einmal pro Woche die Bodenreinigung übernähmen oder die Beschwerdeführe
rin beim Einkaufen begleiten oder auf dem Arbeitsweg einen Einkauf erledigen würden. Daher sei keine Einschränkung mehr anrechenbar. Die Wäsche erledige die Beschwerdeführerin aufgrund der klaren Angaben jetzt selbständig. Sie habe gemäss eigenen Aussagen Techniken entwickelt, damit sie die Arbeiten besser ausführen könne. Dies sei ihm Rahmen der Schadenminderungspflicht zumut
bar. Die Beschwerdeführerin habe anlässlich des Abklärungsgesprächs erklärt, sie würde im Gesundheitsfall angesichts der Arbeit im Haus und im Garten nur einer 80%igen Erwerbstätigkeit nachgehen. Angesichts dieser Erstaussagen sei sie weiterhin als zu 80 % Erwerbstätige und zu 20 % im Haushalt Tätige zu qualifizieren. Die Beschwerdegegnerin ermittelt
e einen Invaliditätsgrad von 38
% und damit von unter 40 %, weshalb kein Rentenanspruch mehr bestehe.
2.2
Auch die Beigeladene hielt in ihrer Stellungnahme vom 5. Juni 2015 im Wesentli
chen fest, aus der Erwerbsbiographie der Beschwerdeführerin lasse sich nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ableiten, dass sie heute zu 100 % erwerbstätig wäre. Auch seien keine anderen Gründe ersichtlich, weshalb sie nunmehr im Gesundheitsfall voll erwerbstätig sein sollte. Die Anwendung der gemischten Methode sei daher nicht zu beanstanden (
Urk.
19).
2.
3
Die Beschwerdeführerin machte demgegenüber geltend (
Urk.
1), sie wäre im Gesundheitsfall zu 100 % erwerbstätig (S. 5 ff.). Sie sei anlässlich der Abklärung vor Ort nicht klar nach dem Arbeitspensum bei guter Gesundheit gefragt wor
den. Ferner existiere diesbezüglich keine unterschriftlich bestätigte Aussage. Vielmehr sei aus der Formulierung im Abklärungsbericht zu schliessen, dass es sich dabei um eine Überlegung der Abklärungsperson handle. Auch sei der
Ein
kommensvergleich
nicht richtig vorgenommen worden (S. 7 ff.). Sowohl das Validen- als auch das Invalideneinkommen seien nicht richtig berechnet wor
den. Wenn diese richtig errechnet worden wären, würde selbst bei Annahme ei
ner Teilerwerbstätigkeit und einer 50%igen Arbeitsfähigkeit in angepassten Tä
tigkeiten bereits ein Anspruch auf mindestens eine
Viertelsrente
bestehen. So
dann habe die Beschwerdegegnerin den Sachverhalt zu wenig abgeklärt. Die letzten medizinischen Abklärungen seien im Jahr 2008 erfolgt. Zwischenzeitlich sei sie aber mehrfach an beiden Armen operiert worden. Es bedürfe also zusätz
licher medizinischer Abklärungen (S. 9).
2.4
Strittig und zu prüfen ist, ob die Voraussetzungen für eine revisionsweise Aufhe
bung der zugesprochenen
Viertelsrente
gegeben sind und hierbei insbe
sondere, ob die vorliegenden medizinischen Akten eine genügende Grundlage für die Bestimmung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit bilden, und wie es sich mit der Statusfrage und den Bemessungsgrundlagen des Einkommensvergleichs verhält.
Zu vergleichen ist dabei der Sachverhalt im Zeitpunkt des Verfügungserlasses vom 26. August 2009 mit demjenigen, welcher der hier angefochtenen Verfü
gung vom 9. Januar 2014 zugrunde liegt.
3.
3.1
Der rechtskräftigen
Leistungszusprache
vom 26. August 2009 (
Urk.
7/83) lagen im Wesentlichen das Gutachten der Ärzte des Zentrums
Z._
vom 15. April 2008 sowie der Bericht über die
Haushaltabklä
rung
vom 9. September 2008 zu Grunde.
3.2
Die Ärzte des
Gutachtenzentrums Z._
erstatteten ihr polydisziplinäres Gutachten am 15. April 2008 (
Urk.
7/61) gestützt auf die ihnen überlassenen und nachträglich einge
gangen Akten (S. 1 ff.
Ziff.
1), die Angaben der Beschwerdeführerin (S. 7 ff.
Ziff.
2), die während des stationären Aufenthaltes vom 28. bis 31. Januar 2008 durchgeführten Untersuchungen in den Disziplinen Rheumatologie (S. 12 ff.
Ziff.
3.2) und Psychiatrie (S. 24 ff.
Ziff.
3.4) und die am 25. Februar 2008 am
bulant durchgeführte neurologische Untersuchung (S. 18 ff.
Ziff.
3.3) sowie auf die Ergebnisse der Erhebung des Allgemeinstatus (S. 11 f.
Ziff.
3.1).
Die Gutachter nannten folgende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (S. 30
Ziff.
4.1):
chronisches
lumbovertebrales
Syndrom mit
spondylogener
Ausstrahlung beid
seits, rechtsbetont, und bei diskreten degenerativen Veränderungen und
Fehlform
der Lendenwirbelsäule mit Haltungsinsuffizienz
Status nach
Musculus
latissimus
dorsi
-Aufbauplastik beidseits, rechts 2006, links 2007 nach
Mammaamputation
beidseits 2005
Karpaltunnelsyndrom beidseits
kombinierte Persönlichkeitsstörung
generalisierte Angststörung
Panikstörung
Als Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit nannten sie ein
rezidi
-
vieren
des
,
tendomyotisch
betontes
zervicovertebrales
Syndrom mit mus
kulärer
Dysbalance
des Schultergürtels, einen Status nach Operation des Kar
paltunnels beidseits, ein Raynaud-Phänomen der Hände, einen Status nach Anorexie mit kachektischem Ernährungszustand 1993, anamnestisch Gastritis, ein kleines Ulcus
duodeni
und einen
Reizdarm
sowie einen Status nach
fibro
zystischer
Mastopathie 2005 (S. 30 f
Ziff.
4.2).
Aus somatischer Sicht stünden die Veränderungen am Bewegungsapparat für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit im Vordergrund. Körperlich schwere Ar
beiten, wie sie in der Küche eines Restaurants anfallen können, seien ihr nicht mehr möglich. Einschränkend sei auch der Zustand nach
Musculus
latissimus
dorsi
-Aufbauplastik. Dessen übliche Funktion fehle nun. Eingeschränkt seien die
Aufstützfunktion
beider Arme, die Armadduktion und Innenrotation. Das Zusammenspiel mit dem
Musculus
pectoralis
fehle, womit ausladende Bewe
gungen unter Krafteinsatz beider Arme behindert seien. Des Weiteren seien auf
grund der plastischen Rekonstruktion Arbeiten über Kopf nicht mehr möglich.
Zusammengefasst sei der Beschwerdeführerin ihre zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Wasch- und Küchenhilfe praktisch nicht mehr möglich, sofern dort schwere Pfannen zu heben oder umherzutragen seien, Gegenstände in oder aus Schrän
ken zu nehmen seien oder andere Arbeiten anfallen würden, die repetitiv unter kraftvollem Einsatz beider Arme auszuführen wären. In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit bestehe keine Arbeitsfähigkeit mehr. Aus somatischer Sicht seien der Beschwerdeführerin sämtliche körperlich leichten Tätigkeiten in
Wechselhal
tung
, unter Vermeidung von Arbeiten über Kopf und feinmotorischen Tätigkei
ten
,
vollschichtig zumutbar (S. 31 f.
Ziff.
5 und 6; vgl. auch S. 23 unten
Ziff.
3.3.5).
Aus psychiatrischer Sicht bestehe hingegen eine erheblich eingeschränkte
Be
-
last
barkeit
. Die Beschwerdeführerin leide an einer kombinierten
Persönlich
keitsstörung
mit ängstlichen, abhängigen und
histrionischen
Zügen und an ei
ner generalisierten Angststörung. Eine Panikstörung habe sich bei ihr im Zu
sammenhang mit den verschiedenen körperlichen Affektionen in den letzten Jahren verstärkt. Es handle sich um ein
chronifiziertes
Geschehen, das seine Ursprünge in der Kindheit und Jugend der Beschwerdeführerin habe und sich wie ein roter Faden durch ihr Leben ziehe. Es bestehe zweifellos eine psychoso
ziale Belastung (fünf Kinder, Schwierigkeiten in der Ehe, alleinerziehend, finan
zieller Druck), doch sei mit hoher Wahrscheinlichkeit die Persönlichkeitsstörung selber erhebliche Mitursache der psychosozialen Belastung. Die psychosozialen Faktoren überwögen nicht, sondern seien wie beschrieben eher Folge der psy
chischen Störung. Die Beschwerdeführerin verfüge noch über gewisse psychi
sche Ressourcen, die es ihr ermöglichen sollten, wieder ins Erwerbsleben einzu
steigen, dafür auch das Haus zu verlassen und ihre Ängste zu überwinden. Eine geeignete Arbeitsstelle sollte aber gewisse Voraussetzungen erfüllen. Es sollte sich um einen ruhigen Arbeitsplatz handeln, bei dem die Beschwerdeführerin eine regelmässige Arbeitsleistung zu vollbringen hätte, ohne „Spitzenzeiten“, ohne besondere Hektik und Stress. Die Beschwerdeführerin selber mache gel
tend, dass ihr der Arbeitsweg aus Gründen der Angst nicht möglich sei. Grund
sätzlich sollte sie aber einen Arbeitsweg auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem eigenen Auto bewältigen können, wenn er nicht über 30 Minuten dauere. In diesem Sinne sei der Beschwerdeführerin eine Halbtagesarbeit zu
mutbar (S. 32 f.
Ziff.
6 und 7).
In einer körperlich geeigneten Verweistätigkeit betrage die Arbeitsfähigkeit aus gesamtmedizinischer Sicht 50 %. Diese Angabe gelte seit Juni 2007, nach der linken Aufbauplastik. Zuvor sei die Beschwerdeführerin seit der Erwerbsaufgabe nicht arbeitsfähig gewesen (S. 33
Ziff.
6).
3.3
In seiner Stellungnahme vom 24. April 2008 beurteilte
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Chirurgie, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD) der
Beschwerdegeg
nerin
, das
Z._
-Gutachten vom 15. April 2008 als medizinisch nachvollziehbar und in seinen Feststellungen plausibel, weshalb bezüglich der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit vollumfänglich darauf abgestellt werden könne (
Urk.
7/71/5).
3.4
Im Bericht vom 9. September 2008 zur Haushaltabklärung vom 19. August 2008 (
Urk.
7/69) hielt die Abklärungsperson fest, die Beschwerdeführerin sei al
leinerziehende Mutter und vom Sozialamt abhängig. Sie habe angegeben, dass sie im Restaurant
Y._
zwischen 70 % und 100 % gearbeitet habe. Sie würde heute bei guter Gesundheit soviel arbeiten, wie nötig wäre, um über die Runden zu kommen. Wie viel dies sein würde, könne sie nicht sagen. Mit dem Einkom
men vom Restaurant
Y._
, den Alimenten- und Unterhaltszahlungen sei sie einigermassen über die Runden gekommen. Die Abklärungsperson hielt fest, dass gemäss Auskunft des Sozialamtes dieses von der Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall verlangen würde, dass sie einer 80%igen Erwerbstätigkeit nach
ginge. Die Beschwerdeführerin habe ein monatliches Einkommen an Alimenten- und Unterhaltszahlungen von Fr. 2‘250.--. Sonst verfüge sie über kein Einkom
men. Somit könne davon ausgegangen werden, dass sie heute bei Gesundheit mit grösster Wahrscheinlichkeit zu 80 % erwerbstätig sein müsste (S. 2
Ziff.
2.5; vgl. auch Aktennotiz vom 26. August 2008 in
Urk.
7/66).
Aus dem Abklärungsbericht geht ferner hervor, dass die Beschwerdeführerin seit dem 1. März 2008 und damit auch zur Zeit der Abklärung zusammen mit ihren beiden jüngeren, 1991 und 1995 geborenen Töchtern eine 3-Zimmer-Wohnung bewohnte (S. 3
Ziff.
4 und
Ziff.
5). Vorher habe die Familie in einem alten Bau
ernhaus mit 7 Zimmern, verteilt auf drei Etagen, gewohnt. Die
Abklärungsper
son
hielt fest, dass unter Berücksichtigung der Mitwirkungspflicht der Familien
angehörigen sowie des Umstandes, dass es der Beschwerdeführerin zumutbar sei, die Arbeiten langsam und in Etappen auszuführen, keine Einschränkung in den Aufgabenbereichen „Haushaltführung“, „Betreuung von Kindern oder an
deren Familienangehörigen“ und „Verschiedenes“ bestehe (S. 4 ff.
Ziff.
6,
Ziff.
6.1,
Ziff.
6.6 und
Ziff.
6.7). Im Aufgabenbereich „Ernährung“ sei die Be
schwerdeführerin zu 30 % eingeschränkt (S. 4 f.
Ziff.
6.2), in der „
Wohnungs
pflege
“ bis zum Umzug in die kleinere Wohnung zu 40 %, hernach zu 10 %
(S. 5
Ziff.
6.3). Im Aufgabenbereich „Einkauf und weitere Besorgungen“ betrage die Einschränkung 70 % (S. 5
Ziff.
6.4), in demjenigen der „Wäsche und
Kleider
pflege
“ 30 % (S. 5
Ziff.
6.5). Die Abklärungsperson gewichtete die Einschrän
kungen im Vergleich zu sämtlichen anfallenden Tätigkeiten und ermittelte eine gesamthafte Einschränkung von 31.5 % beziehungsweise ab
1. März 2008 eine solche von 26.1 %, was bei
einem Anteil im Haushalt von
20
% einem
Invali
ditätsgrad
von 6.3 % beziehungsweise von 5.22 % entspreche
(S. 6 f.
Ziff.
8).
3.5
Die Einschränkung im erwerblichen Teil errechnete die Beschwerdegegnerin anhand eines Einkommensvergleichs. Das
Valideneinkommen
ermittelte sie auf
grund der Angaben im Arbeitgeberbericht vom
2.
Februar 2007 (
Urk.
7/48) und das Invalideneinkommen gestützt auf Tabellenlöhne und unter Berücksichti
gung eines Abzuges von 15 % (
Urk.
7/72). Unter Anwendung der gemischten Methode errechnete die Beschwerdegegnerin so einen eine
Viertelsrente
begrün
denden Invaliditätsgrad von total 43 % ab 1. Juni 2006 beziehungsweise von
42 % ab 1. März 2008 (
Urk.
7/74,
Urk.
7/83).
4.
4.1
Beim Erlass der angefochtenen Verfügung vom 9. Januar 2014 (
Urk.
2) stützte sich die Beschwerdegegnerin im Wesentlichen auf die nachfolgenden Berichte.
4.2
Mit Bericht vom 16. November 2012 hielt
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Handchirurgie, das Vorhandensein einer mul
tifaktoriellen Beschwerdeproblematik fest, wobei einerseits eine
Kompressions
neuropathie
des
Nervus
ulnaris
im Bereich des
Sulcus
beidseits vorliege, ande
rerseits aber auch Restbeschwerden nach
Latissimus
-
dorsi
-Transfer im Rahmen des Brustaufbaues bestünden. Zusätzlich finde sich noch eine
Überlastungs
problematik
im Sinne eines Tennisellbogens. Im Vordergrund stehe di
e
Kom
pressionsproblematik
des
Nervus
ulnaris
beidseits, wobei er diesbezüglich
Dr.
med.
C._
, Facharzt für Neurologie, um Aufgebot zur Elektrophy
siologie bat (
Urk.
7/94/6-7).
4.3
Am 9. Januar 2013 berichtete
Dr.
C._
über die neuroelektrodiagnostische Verlaufsbeurteilung vom 8. Januar 2013. Dabei hielt er das Vorliegen chroni
scher sensibler
axonaler
Ulnaristeilläsionen
im Ellbogenabschnitt beidseits, rechtsbetont, fest. Dabei hätten sich im Vergleich zur erstmaligen Abklärung im Januar 2011 eine Verschlechterung der sensiblen neurographischen Befunde bei hingegen Normalisierung der damals motorisch
demyelisierenden
Mitbeteili
gung rechts gezeigt. Daneben fänden sich weiterhin Zeichen einer
Epicondylitis
humeri
medialis
beidseits und aktuell auch eine
Periarthropathia
humerosca
pularis
beidseits mit positivem
Impingementsyndrom
beidseits. Angesichts des unbefriedigenden Verlaufs und der neurographischen sensiblen
Befundver
schlechterun
g
trotz offenbar Berücksichtigung konservativer
Massnahmen dürfte eine operative
Neurolyse
im Ellbogenabschnitt beidseits erforderlich sein.
4.4
Dr.
B._
berichtete am 11. Februar 2013 über die Besprechung der Elektro
physiologie mit der Beschwerdeführerin vom 4. Februar 2013. Seiner Ansicht nach sei die endoskopische Dekompression des
Nervus
ulnaris
gerechtfertigt. Die
Epicondylitis
humeri
ulnaris
und
radialis
würde er operativ nicht angehen. Im Vordergrund stünden auch die Beschwerden nach Brustaufbau, weshalb die Beschwerdeführerin immer noch in Behandlung bei
Dr
. D._
sei. Langfristig denke er, dass die Arbeit als Reinigungskraft doch deutlich be
hindert sei, und dass auch die Invalidenrente erhöht werden müsste (
Urk.
7/97/6-7).
4.5
Mit Schreiben vom 26. Februar 2013 hielt
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Allgemeinmedizin, fest, dass er selber die Arbeitsfähigkeit nicht beurteilen könne. Er schlug die Durchführung einer Evaluation der funktionellen Leis
tungsfähigkeit vor (
Urk.
7/97/5).
4.6
Am 4. März 2013 berichtete
Dr.
B._
über die handchirurgische Sprech
stunde vom 1. März 2013 nach der endoskopischen Dekompression des
Nervus
ulnaris
im Bereiche des Ellenbogens rechts vom 26. Februar 2013. Die Be
schwerdeführerin habe über einen problemlosen Verlauf berichtet. Klinisch fände sich eine reizlose und trockene Narbe. Die Langfingerfunktion sei frei. Allenfalls finde sich schon eine leichte Veränderung der Sensibilität im Bereiche des Kleinfingers. Gegebenenfalls werde er auch links eine Nervendekompression durchführen. Aktuell seien keine weiteren Kontrollen vereinbart worden. Er at
testiere eine Arbeitsunfähigkeit bis zum 31. März 2013 (
Urk.
7/101/10-11).
4.7
Gemäss einer Notiz der IV-Sachbearbeiterin vom 19. April 2013 habe
Dr.
med.
D._
, Facharzt für Hand-, Plastische,
Rekonstruktive
und Ästhetische Chirurgie, auf telefonische Anfrage hin bestätigt, dass der Brustaufbau keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit habe (
Urk.
7/102).
4.8
Am 14. Mai 2013 nahm RAD-Ärztin med.
pract
.
F._
, Fachärztin für orthopädische Chirurgie und
Taumatologie
, Stellung zu den vorhandenen Berichten. Sie hielt fest, dass neu von
den behandelnden Ärzten eine
Nervus
ul
naris
Kompression im Bereich des rechten mehr als des linken Ellenbogens do
kumentiert werde, wobei rechts eine Dekompressionsoperation im Februar 2013 durchgeführt worden sei mit unauffälligem Verlauf. Eventuell solle auch links eine Dekompression durchgeführt werden. Wie aus den Berichten hervorgehe, handle es sich bei der
N
ervus
ulnaris
Kompression nicht um einen dauerhaften Gesundheitsschaden. Eine dauerhafte Verschlechterung des Gesundheitszustan
des gegenüber dem Zustand bei der
Rentenzusprache
2009 sei aus medizinischer Sicht nicht ausgewiesen. Bei der Tätigkeit als Reinigungskraft handle es sich nicht um eine angepasste Arbeit. Betreffend das Belastbarkeitsprofil verwies med.
pract
.
F._
auf das
Z._
-Gutachten vom 15. April 2008.
4.9
Am 13. August 2013 erfolgte eine neue Haushaltabklärung. Im Bericht vom
26. August 2013 (
Urk.
7/105) hielt die Abklärungsperson aufgrund der Schilderun
gen der Beschwerdeführerin fest, seit der letzten Abklärung vor Ort habe sich die Wohnsituation geändert. Die Beschwerdeführerin wohne seit Oktober 2009 (gemäss Beschwerde seit Oktober 2010; vgl.
Urk.
1 S. 5) bei ihrem Partner in ei
nem 6-Zimmer-Haus mit grossem Garten. Sie habe jetzt viel mehr Reinigungs- und Gartenarbeiten zu verrichten als früher in der 3-Zimmer-Wohnung. Die Beschwerdeführerin habe angegeben, sie verrichte einerseits im Gasthof
Y._
, andererseits in einem privaten Haushalt Reinigungsarbeiten in einem
Ar
beitspensum
von insgesamt etwa 30 %. Sie fühle sich vollständig überlastet. Die jetzige Tätigkeit sei eigentlich für ihre Armbeschwerden absolut ungünstig. Es sei aber schwierig, auf dem Arbeitsmarkt eine g
eeignete Arbeitsstelle zu finden
.
Sie würde gerne einer behinderungsangepassten Tätigkeit nachgehen.
Die Be
schwerden hätten sich trotz der intensiven Therapien und Operation im Februar 2013 nicht gebessert. Sie habe in den Händen oft kein Gefühl und Mühe, Dinge zu stossen und zu heben. Sie sei bei allen Tätigkeiten langsamer und müsse er
heblich mehr Zeit einrechnen. Aufgrund der Mehrbelastung habe sie auch mehr Schmerzen im linken Arm. Sie leide auch an unberechenbaren Panikattacken. Psychologisch sei sie nicht mehr in Behandlung
. Antidepressiva erhalte sie von ihrem Hausarzt
(S. 1 f.
Ziff.
1 und S. 3
f.
Ziff.
2.5).
Die Beschwerdeführerin habe angegeben, sie wäre im Gesundheitsfall zu 80 % erwerbstätig. Dieses Pensum würde ihr mit der jetzigen Wohnsituation mit dem grossen Haus und Garten reichen. Sie sei vorwiegend aus finanziellen Gründen zu ihrem Partner gezogen, habe aber eigentlich zum vornherein gewusst, dass dies mehr Haushaltarbeit und eine zusätzliche Belastung
der Arme bedeute. Ei
gentlich sei
nicht die jetzige Erwerbstätigkeit das Problem, sondern die zusätzli
che Haushalt- und Gartenarbeit. Die Abklärungsperson bezeichnete die Anga
ben der Beschwerdeführerin als nachvollziehbar und glaubhaft und qualifizierte diese als im Gesundheitsfall zu 80 % erwerbstätig (S. 4
Ziff.
2.5).
Die Abklärungsperson stellte unter Berücksichtigung einer angemessenen
Scha
denminderungspflicht
der zum Zeitpunkt der Abklärung im gemeinsamen Haushalt mit der Beschwerdeführerin lebenden Personen, mithin des Lebens
partners und seiner beiden erwachsenen Kinder sowie der mittlerweile 18-jähri
gen, jüngsten Tocht
er der Beschwerdeführerin, und
angesichts des Umstandes, dass es der Beschwerdeführerin vor dem Umzug in das grosse Haus mit Garten bewusst gewesen sei, dass dies mehr Haushaltarbeit und zudem Gartenarbeit bedeute, die sie nicht alle ausführen könne (S. 6
Ziff.
6), gegenüber der ersten Abklärung vom 19. August 2008 unverändert keine Einschränkung in den Auf
gabenbereichen „Haushaltführung“ (S. 6
Ziff.
6.1), „Betreuung von Kindern oder anderen Familienangehörigen“
(S. 8
Ziff.
6.6) und „Verschiedenes“(S. 9
Ziff.
6.7) fest. Neu sei die Beschwerdeführerin auch in den Bereichen „Einkauf und wei
tere Besorgungen“ und „Wäsche und Kleiderpflege“ nicht eingeschränkt, da es
unter anderem
ihm Rahmen der Schadenminderungspflicht dem Lebenspartner und
den
erwachsenen Kindern zumutbar sei, einerseits die Beschwerdeführerin zum Grosseinkauf zu begleiten (S. 8
Ziff.
6.4), und andererseits bei der Erledigung der Wäsche mitzuhelfen beziehungsweise diese selbst zu erledigen (S. 8
Ziff.
6.5). In den Bereichen „Ernährung“ und „Wohnungspflege“ hielt die
Ab
klärungsperson
eine Einschränkung von 10 % (S. 7
Ziff.
6.2) beziehungsweise von 15 % (S. 7
Ziff.
6.3) fest. Gesamthaft ermittelte sie eine im Vergleich zu sämtlichen anfallenden Tätigkeiten gewichtete Einschränkung von 7.4 % (S. 9
Ziff.
6.8), was bei einem Anteil im Haushalt von 20 % einem Invaliditätsgrad von 1.48 % entspreche (S. 9
Ziff.
8).
4.10
Am 9. Januar 2014 nahm der Abklärungsdienst der Beschwerdegegnerin zu den Einwendungen der Beschwerdeführerin (vgl.
Urk.
7/112,
Urk.
7/115-116) Stel
lung (
Urk.
7/120). Es wurde festgehalten, dass sich seit der letzten Abklärung vom 19. August 2008, als die Beschwerdeführerin mit ihren beiden damals 17 und 13 Jahre alten Töchtern ohne Partner in einer 3-Zimmer-Wohnung ge
wohnt habe, eine Änderung der Wohnverhältnisse ergeben habe. Anlässlich des Abklärungsgesprächs seien die Einschränkungen in den einzelnen Bereichen ausführlich diskutiert und im Bericht festgehalten worden. Aus den Schilderun
gen der Beschwerdeführerin gehe hervor, dass sie mehrheitlich die
Haushalttä
tigkeiten
selber erledige. Nur wenige Arbeiten würden an die Familienmitglieder delegiert, was im Rahmen der Mithilfe von Familienmitgliedern berücksichtigt worden sei. Von der versicherten Person müsse grundsätzlich erwartet werden, dass sie ihre Arbeit einteile und bis zu einem bestimmten, heute üblichen Grad die Mithilfe von Familienangehörigen in Anspruch nehme. Den beiden im Zeit
punkt der Abklärung noch zu Hause wohnenden erwachsenen Kindern des Le
benspartners sei nur eine minime Mitwirkungspflicht zugemutet worden. Ge
mäss Angaben der Beschwerdeführerin, sei es ein ständiger Kampf gewesen, diese zur Mithilfe zu bewegen. Diese beiden Kinder seien aber mittlerweile aus
gezogen, so dass auch weniger Haushaltarbeiten anfielen. Es sei zumutbar, dass der Lebenspartner und die im gleichen Haushalt lebende Tochter der Beschwer
deführerin gewisse Arbeiten im Haushalt übernähmen. Zum Zeitpunkt der Ab
klärung vom 19. August 2008 sei kein Partner im Haushalt gewesen, dem eine erhöhte Schadenminderungspflicht angerechnet habe werden können. Daher seien auch die Einschränkungen in den einzelnen Bereichen höher gewesen. Die Wäsche erledige die Beschwerdeführerin nun aufgrund ihrer Angaben selbstän
dig aufgrund gewisser zwischenzeitlich erworbener Techniken. Die Beschwer
deführerin habe angegeben, im Gesundheitsfall zu 80 % erwerbstätig zu sein, dies weil sie auch Zeit für die Mehrarbeit im Haushalt und die Gartenarbeit be
nötigte. Bei den Aussagen im Abklärungsbericht handle es sich um Erstaussa
gen, die am ehesten den effektiven Tatsachen entsprächen. Auf diese sei abzu
stellen.
5.
5.1
Bezüglich der Einschränkung der Arbeitsfähigkeit im erwerblichen Bereich ging die Beschwe
rdegegnerin gestützt auf die Beurteilung
durch die RAD-Ärztin med.
pract
.
F._
davon aus,
dass
im Vergleich zum Zeitpunkt der ur
sprünglichen
R
entenzusprache
keine
dauerhafte Verschlechterung
des
Gesund
heitsschadens
ausgewiesen
sei
. Neu werde zwar von den behandelnden Ärzten eine
Nervus
ulnaris
Kompression, insbesondere im Bereich des rechten Ellenbo
gens, dokumentiert, wobei eine Dekompressionsoperation durchgeführt worden sei mit einem unauffälligen Verlauf. Aus den Berichten sei ersichtlich, dass es sich hierbei nicht um einen dauerhaften Gesundheitsschaden handle. Im Übri
gen sei die derzeitige Beschäftigung als Reinigungskraft keine optimal ange
passte Tätigkeit.
Für das geltende Belastbarkeitsprofil sei auf das
Z._
-Gutach
ten zu verweisen
(
Urk.
7/107 S. 3)
.
5.2
Diese Beurteilung erweist sich
im Ergebnis
als nachvollziehbar und plausibel. Den medizinischen Akten ist
zwar
unstreitig zu entnehmen, dass in
somatischer Hinsicht nunmehr ein
e Kompressionsproblematik des
Nervus
ulnaris
beidseits, rechtsbetont, diagnostiziert wurde, die gemäss dem Bericht vom 16. November 2012
des Handchirurgen
Dr.
B._
im Vordergrund stehe
(vorstehende
E. 4.2)
. Nach eingehenden Abklärungen durch
diesen und durch
den Neurologen
Dr.
C._
(vorstehende E. 4.3 und 4.4)
wurde am 26. Februar 2013 eine endo
skopische Dekompression des
N
ervus
ulnaris
im Bereiche des r
echten Ellenbo
gens durchgeführt
, in deren Folge dann aber
über einen problemlosen Verlauf und eine freie Langfingerfunktion berichtet
wurde
(vorstehende E. 4.6)
. Auch sei bereits eine leichte Veränderung der Sensibilität im Bereich des Kleinfingers er
kennbar. Weitere Kontrollen wurden keine vereinbart und es wurde
durch
Dr.
B._
lediglich
eine bis zum 31. März 2013 befristete Arbeitsunfähigkeit bescheinigt, wobei sich diese auf die ausgeübte Teilzeittätigkeit als Reinigungs
kraft
beziehen dürfte.
Bereits in
seinem Bericht vom 11. Februar 2013
hatte er sich lediglich
zu
r
Tätigkeit als Reinigungskraft
geäussert
,
in welcher die Be
schwerdeführerin
seiner Ansicht nach langfristig
doch deutlich behindert sei, weshalb er
sich für
die Erhöhung einer Invalidenrente aussprach
(vorstehende E. 4.4)
.
Hierbei ist zu bemerken, dass
es
Aufgabe der Arztperson ist, den Gesundheitszu
stand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welch
em Umfang und be
züglich welcher
Tätigkeiten d
ie versicherte Person
arbeitsunfähig ist
, nicht je
doch
,
ob
ein
An
spruch auf eine Invalidenrente besteht (stä
ndige Rechtsprechung seit BGE 105 V 156 E. 1). Dass
Re
inigungsarbeiten für die Beschwerdeführerin ungünstig sind, ist zudem unbestritten
(vgl.
vorstehende E. 4.8)
.
Auch
wurde bereits im polydisziplinären
Z._
-
Gutachten vom
15. August 2008
angesichts der Veränderungen am Bewegungsapparat sow
i
e des Zustandes nach
Musculus
latissimus
dorsi
-Aufbauplastik die damals ausgeübte Tätigkeit
als Wasch- und Küchenhilfe
im Gasthof
Y._
als praktisch nicht mehr zumutbar beurteilt
(
vorstehende E. 3.2)
. Daran hat sich offen
sichtlich
zwischenzeitlich nichts geän
dert.
Aus somatischer Sicht bezeichneten die
Z._
-Gutachter
körperlich leichte, wechselbelastende Tätigkeiten, unter Vermeidung von Arbeiten über Kopf und von feinmotorischen Tätigkeiten, als angepasste Beschäftigungen.
Dass der
Be
schwerdeführerin
die Ausübung solcher Tätigkeiten nunmehr
nicht mehr zu
mutbar sein soll
, ist weder den medizinischen Akten zu entnehmen
,
noch wird dies von der Beschwerdeführerin vorgebracht.
So hat sie sich anlässlich der Ab
klärung vor Ort dahingehend geäussert,
dass sie
gerne einer
behinderungsange
passten
Tätigkeit nachg
inge,
dass es aber schwierig sei, eine
angepasste Tätig
keit zu finden, dies insbesondere wegen ihren Panikattacken
(vgl. vorstehende E. 4.9)
.
5.3
Nach Gesagtem und angesichts des Umstan
des, dass gemäss einer unbestritten gebliebenen Auskunft von
Dr.
D._
der
Brustaufbau keinen weiteren Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit habe
(vgl. vorstehende E. 4.7)
, kann davon ausgegan
gen werden, dass sich
in somatischer Hinsicht
der Gesundheitszustand der Be
schwerdeführerin nicht in einer für die massgebliche Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit relevanten Weise verändert hat
, weshalb
sich
weitere Ab
klärungen
– wie von der Beschwerdeführerin erstmals mit Beschwerde beantragt (
Urk.
1 S. 9
Ziff.
8; vgl.
Urk.
7/
115-116)
-
erübrigen.
Eine Veränderung des psychischen Gesundheitszustandes wird
sodann
weder geltend gemacht, noch ergeben sich aus den medizinischen Akten diesbezügli
che Hinweise. Demzufolge ist
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit gestützt auf die
Z._
-Begutachtung von einer unveränderten 50%igen Arbeitsfähigkeit in einer körperlich geeigneten Verweistätigkeit
auszugehen
, bei welcher es sich zusätzlich um eine ruhige, stressfreie Arbeit handeln sollte, ohne „Spitzenzei
ten“ und
besondere Hekti
k
.
6.
6.1
Strittig und zu prüfen ist ferner die sozialversicherungsrechtliche Qualifikation der Beschwerdeführerin.
Die Beschwerdeführerin ging gestützt auf den
Haus
haltabklärungsbericht
von einer Qualifikation als zu 80 % Erwerbstätige und zu 20 % im Haushalt Tätige aus
.
Demgegenüber macht die Beschwerdeführerin geltend, sie wäre im Gesundheitsfall zu 100 % erwerbstätig.
Sie hätte heute keine Betreuungspflichten mehr gegenüber ihren Kindern (
Urk.
7/115 S. 2,
Urk.
7/116 S. 1). Zudem sei die Frage nach der Erwerbstätigkeit bei voller Ge
sundheit nicht klar gestellt
worden
. Daher sei relevant, was sich aus den Akten ergebe. Eine unterschriftlich bestätigte Aussage zur Frage des Arbeitspensums bei guter Gesundheit liege nicht vor. Aus der Formulierung im
Abklärungsbe
richt
betreffend das Arbeitspensum im Gesundheitsfall sei zu schliessen, dass es sich hierbei um eine Überlegung der Abklärungsperson gehandelt habe
. Im Weiteren sei zu beachten, dass die von der Beschwerdegegnerin angerufene Schadenminderungspflicht in Bezug auf die Mithilfe der anderen Hausbewohner dafür spreche, dass die Beschwerdeführerin einer 100%igen Erwerbstätigkeit nachgehen könnte (
Urk.
1 S. 5 ff.
Ziff.
3
; vgl. auch
Urk.
7/116 S. 1
).
6.2
An
lässlich der
Rentenzusprache
im August 2009
qualifizierte die
Be
-
schwerdegeg
nerin
die Beschwerdeführerin
bereits
als zu 80 % erwerbstätig und zu 20 % im Haushalt Tätige.
Dabei berücksichtigte sie die damalige
Wohn
situation
– die Beschwerdeführerin lebte zusammen mit ihren beiden jüngeren, damals 13 und 18 Jahre alten Töchtern in einer 3-Zimmer-Wohnung - sowie
die Äusserungen der Beschwerdeführerin anlässlich der Abklärung vor Ort
als auch die Auskunft des Sozialamtes, wonach dieses von der
alleinerziehenden
Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall eine 80%ige Erwerbstätigkeit verlangen würde (vgl. vorstehende E. 3.4)
.
Bestehende Betreuungspflichten gegenüber den Töchtern, die als selbständig beschrieben wurden
(
Urk.
7/69 S. 6
Ziff.
6.6)
, spielt
en
demnach noch eine gewisse, allerdings minime Rolle.
Betreuung
s
pflichten bestehen heute gegenüber der
im Verfügungszeitpunkt
im gemeinsamen Haushalt noch wohnenden
jüngsten, nunmehr
18jährigen Tochter
nicht mehr. Dies ist allerdings unbestritten.
Die Beschwerdegeg
nerin
begründet
e
die
erneute Qualifikation
der Beschwerdeführerin
als Teilerwerbstätige denn auch nicht mit einer allfälligen Kinderbetreuung, sondern mit der geänderten Wohnsituation
(6-Zimmer-Einfamilienhaus mit grossem Garten)
und der
un
strittig
daraus resultierenden Mehr
arbeit im Haushalt und Garten, welche die Beschwerdeführerin gemäss eigenen Angaben
im Gesundheitsfall
von einer 100%igen
Erwerbstätigkeit abhielten.
Dass die entsprechende
Passage im
Ab
klärungsbericht
nicht wie die beiden unmittelbar vor- und nachstehenden Ab
schnitte mit „Frau
X._
erklärte ...“ oder „Die Versicherte erklärte ...“ eingeleitet wurde, ändert nichts daran, dass es sich hierbei zumindest überwiegend wahr
scheinlich um eine Aussage der Beschwerdeführerin und nicht lediglich um eine Überlegung der Abklärungsperson handelt, zumal
dies Letztere
in ihrer Stel
lungnahme vom 9. Januar 2014 nunmehr ausdrücklich festhielt
(
Urk.
7/120 S. 3). Auch dürften stilistische Gründe für das Vermeiden von immer gleichen Einleitungen
gesprochen haben
. Richtig ist, dass der Abklärungsbericht von der Beschwerdeführerin nicht unterzeichnet wurde, was aber einer gängigen Praxis der Beschwerdegegnerin entspricht.
Es ist nicht ersichtlich und wird von der Beschwerdeführerin auch nicht geltend gemacht, weshalb die Abklärungsperson in ihrer Stellungnahme vom
9. Januar 2014 nunmehr explizit
fälschlicherweise hätte festhalten sollen, dass
es
die Beschwerde
f
ührerin
gewesen sei, die
das im Gesundheitsfall ausgeübte Arbeitspensum mit 80 % beziffert habe. Auch finden sich keinerlei Hinweise darauf, dass die danach gestellte Frage nicht klar
ge
äussert worden w
äre
oder die deutschsprachige Beschwerdeführerin nicht in der Lage gewesen wäre, die ihr gestellten Fragen zum Erwerbs- beziehungsweise Nichterwer
b
sstatus einwandfrei zu erfassen.
Hierbei ist auch auf die
Beweisma
xime
der „Aussagen der ersten Stunde“ hinzuweisen, welche besagt, dass die spontanen Aussagen der ersten Stunde in der Regel unbefangener und daher zuverlässiger sind als spätere Darstellungen, die bewusst oder unbewusst von versicherungs
-
rechtlichen oder prozessualen
Überlegungen beeinflusst sein kön
nen (vgl. statt vieler BGE 121 V 45 E. 2a mit Hinweisen).
6.3
Nach Gesagtem erscheint die vorgenommene Qualifikation der
Beschwer
-
deführe
rin
als zu 80 % Erwerbstätige und zu 20 % im Haushalt Tätige
als nachvollziehbar und plausibel, weshalb davon auszugehen ist. Daran ver
mag auch der Hinweis auf die Schadenminderungspflicht in Bezug auf die Mit
hilfe der anderen Hausbewohner nichts zu ändern, geht doch die im Rahmen der Invaliditätsbemessung bei einer Hausfrau zu berücksichtigende Mithilfe von Familienangehörigen weiter als die ohne Gesundheitsschädigung üblicherweise zu erwartende Unterstützung (BGE 133 V 404 E. 4.2 mit Hinweisen).
6.4
Die von der Beschwerdegegnerin ermittelte Einschränkung im Haushalt von total
7.4 %
(vorstehend E.
4.9
) ist nachvollziehbar und wird von der Beschwer
deführerin nunmehr nicht mehr bestritten (vgl.
Urk.
1). Der Abklärungsbericht vom
26. August 2013
enthält eine Abklärung der Wohnverhältnisse und der im Haushalt der Beschwerdeführerin anfallenden Tätigkeiten. In Übereinstimmung mit der Verwaltungspraxis
(Kreisschreiben über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung,
Rz
3084 ff.)
wurden die Haushaltstätigkeiten in sie
ben Aufgabenbereiche eingeteilt und anschliessend nach deren prozentualen Gewichtung im Vergleich zu sämtlichen anfallenden Tätigkeiten bewertet. Die Abklärungsperson klärte für jeden der sieben Tätigke
i
t
s
bereiche unter Berück
sicht
ig
ung der Schadenminderungspflicht der Beschwerdeführerin beziehungs
weise der Mithilfe der Familienangehörigen die konkrete Behind
er
ung ab. Die Beurteilung ist nachvollziehbar begründet sowie angemessen detailliert und die Aussagen der Beschwerde
f
ührer
i
n wurde
n
d
abei erwähnt und
berücksichtigt (vgl. auch die Stellungnahme der Abklärungsperson vom 9. Januar 2014). Der Abklärungsb
ericht
(in Verbindung mit der daraufhin erstellten Stellungnahme der Abklärungsperson)
erfüllt dem
nach
die Beweiswürdigungskriterien vollum
fänglich, weshalb darauf abgestellt werden kann und demzufolge
bei einem Anteil im Haushalt von 20 %
von einem gewichteten Teilinvaliditätsgrad im Haushaltsbereich von 1.48 %
auszugehen ist.
7.
7.1
Zu prüfen bleibt die Ermittlung des Invaliditätsgrades in
masslicher
Hinsicht im erwerblichen Bereich mittels Einkommensvergleichs.
7.2
7.2.1
Für die Ermittlung des
Valideneinkommens
s
tellt sich die Frage, was die
Be
schwerdeführer
in
aufgrund
ihrer
beruflichen Fähigkeiten und persönlichen Umstände zu erwarten gehabt hätte, wenn
sie
nicht invalid geworden wäre. Da
bei entspricht es empirischer Erfahrung, dass die bisherige Tätigkeit im
Gesund
heitsfall
weitergeführt worden wäre, weshalb Anknüpfungspunkt für die Be
stimmung des
Valideneinkommens
häufig der zuletzt erzielte, der Teuerung so
wie der realen Einkommensentwicklung angepasste Verdienst ist (RKUV 1993 Nr. U 169 S. 100 f. E. 3b).
7.2.2
Ausgehend vom als Wasch- und Küchenhilfe beim Gasthof
Y._
gemäss dem Arbeitgeberbericht vom
2.
Februar 2007
erzielten Einkommen im Jahr
2007 von
Fr.
28‘380.-- für ein durchschnittliches Monatspensum von 100 Stunden
(
Urk.
7/48
Ziff.
5,
Ziff.
6,
Ziff.
9 und
Ziff.
16
)
,
was einem durch
sch
nittlichen
Ar
beitspensum
von rund 57 %
entspre
che
,
errechnete die Beschwerdegegnerin bei einem Arbeitspensum von 80 % und angepasst an die Nominallohnentwicklung ein für das Jahr 2013 massgebendes
Valideneinkommen
von
Fr.
43‘260.34
(
Urk.
7/106
;
Urk.
7/72)
. Dabei ging sie gemäss Angaben des Arbeitgebers von einer Normalarbeitszeit im Betrieb von 43 Stunden pro Woche beziehungsweise von 8.6 Stunden pro Tag aus
(vgl.
Urk.
7/48
Ziff.
8)
.
Diese Angaben sowie die Annahme eines durchschnittlichen Monatspensums von 100 Stunden blieben unbestritten. Bestritten wurde hingegen, dass
die
durchschnittliche Stundenzahl von 100
einem Arbeitspensum von rund 57 % entspreche
(
Urk.
1 S. 7
Ziff.
4)
.
7.2.3
Tatsächlich ist die Berechnungsweise der Beschwerdegegnerin,
welche davon ausging, ein 100%iges Arbeitspensum entspreche einer Stundenzahl von 172 pro Monat (4 x 43 h), ungenau.
Ausgehend von 43 Arbeitsstunden pro Woche fallen bei einem 100%igen Pensum 186,33 Arbeitsstunden pro Monat an (52 x 43
h :
12 Monate). Somit entsprechen 100 Arbeitsstunden pro Monat einem
Ar
beitspensum
von 53,67 % und damit von rund 54 %.
Bei einem Arbeitspensum von 54 % würde die Beschwerdeführerin gemäss den unbestritten gebliebenen Angaben des Arbeitgebers im Jahr 2007 ein Einkommen von
Fr.
28‘380.-- er
zielen, was bei einem 80%igen Arbeitspensum einem Einkommen von
Fr.
42‘044.45 entspräche. Angepasst an die Nominallohnentwicklung
im Han
del, Reparatur und Gastgewerbe beziehungsweise im Gastgewerbe und Beher
bergung von jeweils 2.2 in den Jahren 2008 und 2009, von 0.0 in den Jahren 2010 und 2011, von 2.4 im Jahr 2012 sowie von 0.3 im Jahr 2013 (
Die Volks
wirtschaft, 9-2011, Tabelle B10.2, Handel, Reparatur und Gastgewerbe; Die Volkswirtschaft 6-2014, Tabelle B10.2, Gastgewerbe und Beherbergung sowie Die Volkswirtschaft, 9-2014, Tabelle B10.2, Gastgewerbe und Beherbergung) ergibt dies
für das Jahr 2013
einen Betrag von
Fr.
45‘103.60.
Als
Valideneinkommen
ist daher von einem Betrag von
Fr.
45‘103.60 auszuge
hen.
7.3
7.3.1
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-er
werblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, na
mentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge
nommen hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen
Lohnstrukturerhebun
gen
(LSE) herangezogen werden (BGE 126 V 75 E. 3b/
aa
und
bb
, vgl. auch BGE 129 V 472 E. 4.2.1). Für die Invaliditätsbemessung wird praxisgemäss auf die standardisierten Bruttolöhne (Tabellengruppe A) abgestellt (BGE 129 V 472
E. 4.2.1 mit Hinweis), wobei jeweils vom so genannten Zentralwert (Median) aus
zugehen ist. Bei der Anwendung der Tabellengruppe A gilt es ausserdem zu berücksichtigen, dass ihr generell eine Arbeitszeit von 40 Wochenstunden zu
grunde liegt, weshalb der massgebliche Tabellenlohn auf die entsprechende
be
triebsübliche
Wochenarbeitszeit aufzurechnen ist (BGE 129 V 472 E. 4.3.2, 126 V 75 E. 3b/
bb
, 124 V 321 E. 3b/
aa
; AHI 2000 S. 81 E. 2a).
7.3.2
Zur Ermittlung des hypothetischen Invalideneinkommens für eine gemäss be
schriebenem Belastungsprofil zumutbare
50%ige
Tätigkeit
stützte sich die
Be
schwerdegegnerin
auf die Feststellungen, die der ursprünglichen
Rentenzuspra
che
zugrunde lagen, und errechnete unter Berücksichtigung der
Nominallohn
entwicklung
ein für das Jahr 2013 massgebendes Invalideneinkommen von
Fr.
23‘504.21 (vgl.
Urk.
7/106). Sie
berücksichtigte
dabei die vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE)
sowie
einen Abzug vom Tabellenlohn in der Höhe von 15 % (vgl.
Urk.
7/72).
Die Beschwerdeführerin wandte sich nicht grundsätzlich gegen die Massgeblich
keit der Tabellenlöhne, sondern erhob Einwendungen gegen die
Berechnungs
weise
(
Urk.
1 S. 8
Ziff.
5).
7.3.3
Angesichts der Zumutbarkeit einer 50%igen behinderungsangepassten Tätigkeit steht der Beschwerdeführerin auch bei Beachtung der im beschriebenen
Belas
tungsprofil
genannten Einschränkungen eine Palette von Tätigkeiten offen. Es rechtfertigt sich daher, für die Bemessung des Invalideneinkommens auf den standardisierten Durchschnittslohn für
einfache
und repetitive
Tätigkeiten in sämtlichen Wirtschaftszweigen des privat
en Sektors abzustellen (LSE 2010,
S. 26
, Tabellengruppe TA1, Rub
rik Total, Niveau 4
).
Das im Jahr 2010 von Frauen im Dur
ch
schnitt aller einfachen und repetitiven Tätigkeiten erzielte Einkommen betrug pro Monat
Fr.
4‘225.
--
(LSE 2010, S. 26, Tab. TA1, Rubrik Total, Niveau 4), mithin
Fr.
50‘700.
--
im Jahr (
Fr.
4‘225.
--
x 12). Der durchschnittlichen wöchentlichen Arbeitszeit im Jahr 2010 von 41.6 Stunden sowie der Nominallohnentwicklung von jeweils 1.0, 0.8 und 0.7 (Die Volkswirtschaft, 9-2014, Tabelle B10.2, Total) für die Jahre 2011 bis 2013 an
gepasst, ergibt
dies den Betrag von
Fr.
54‘057.--
(
Fr.
50‘700.-- : 40 x 41.6 x 1.01 x 1.008 x 1.007).
Bei einem noch möglichen Arbeitspensum von 50 % ergibt sich somit ein Betrag von
Fr.
27‘028.50.
7.3.4
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
-
schnit
ten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kür
zen. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass versicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwer
arbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten
nurmehr
beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen.
Der ur
sprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Recht
sprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszuge
hörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhalts
punkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen ver
werten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25 % des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75). Dabei ist zu beachten, dass allfällige bereits bei der Parallelisierung der
Vergleich
s
ein
kommen
mitverantwortlichen invaliditätsfremden Faktoren im Rahmen des so
genannten Leidensabzuges nicht nochmals berücksichtigt werden dürfen (BGE 134 V 322 E. 5.2).
Wurde bei der Festsetzung der Höhe des Abzugs vom Tabellenlohn ein Merkmal oder ein bestimmter Aspekt eines Merkmals zu Unrecht nicht berücksichtigt, hat die Beschwerdeinstanz den Abzug gesamthaft neu zu schätzen. Es ist nicht von dem von der IV-Stelle vorgenommenen Abzug auszugehen und dieser ange
messen zu erhöhen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_796/2013 vom 28. Januar 2014 E. 3.2 mit Hinweis auf SVR 2011 IV Nr. 31 S. 90, 9C_728/2009 E. 4.1.2).
7.3.5
Die Beschwerdegegnerin gewährte der Beschwerdeführerin aufgrund der
gesund
heitsbedingten
Einschränkungen einen behinderungsangepassten Abzug von 15 % (vgl.
Urk.
7/72). Die Beschwerdeführerin brachte dagegen einzig vor, aufgrund der langen Krankheitsdauer und der diversen gesundheitlich
en
Be
schwerden
sei ein
Abzug von 15 % nicht mehr angemessen (
Urk.
1 S. 9 f.
Ziff.
8).
Die Beschwerdegegnerin berücksichtigte bei ihrer Beurteilung sowohl die körperli
chen als auch die psychischen Einschränkungen der Beschwerdeführe
rin. Weitere persönliche oder berufliche Umstände, die geeignet wären, einen höheren Abzug zu rechtfertigen, liegen keine vor und wurden von der Be
schwerdeführerin auch nicht geltend gemacht. Der gewährte Abzug von 15 % erscheint daher als angemessen.
Ausgehend von
Fr.
27‘028.50 (vgl. vorstehende E. 7.3.3) und unter Berücksichti
gung eines Abzuges von 15 % resultiert ein Invalideneinkommen von
Fr.
22‘974.25.
7.4
Der Vergleich des
Valideneinkomm
ens
von
Fr.
45‘103.60 (vgl. vorstehend
E. 7.2.3) mit dem Invalideneinkommen von
Fr.
22‘974.25 ergibt somit eine
Er
werbseinbusse
von
Fr.
22‘129.35 und damit eine Einschränkung von 48.7 %
. Bei einem Anteil von 80 % im erwerblichen Bereich resultiert damit ein
Teilin
validitätsgrad
von 38.96 %.
8.
Die Addition der Teilinvaliditätsgrade von 38.96 % (vorstehend E. 7.4) im erwerb
lichen Bereich und von 1.48 % im Haushaltsbereich (vorstehend E. 6.4)
ergibt einen Invaliditätsgrad von gesamthaft 40.44 %. Damit liegt er über der rentenbegründenden Grenze von 40 % und verleiht der Beschwerdeführerin weiterhin einen Anspruch auf eine
Viertelsrente
, weshalb die Beschwerde
in diesem Sinne
gutzuheissen ist.
9
.
9.1
Da es um die Bewilligung
oder
Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem
Verfahrens
aufwand
und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 9
00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerde
gegnerin
aufzuerlegen.
9.2
Nach
§
34
Abs.
1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der
Partei
kosten
.
Mit Honorarnote vom
1
6.
Juni 2015 (
Urk.
23)
machte die unentgeltliche
Rechts
vertreterin
der Beschwerdeführerin einen Aufwand von total
7.65
Stunden so
wie Barauslagen
von
gesamthaft
Fr.
125.90
geltend. Dies erscheint unter Be
rücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Pro
zesses (
§
34
Abs.
3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
) als angemessen, weshalb Advokatin Karin
Wüthrich
,
Procap
Schweiz,
Olten, mit insgesamt
Fr.
1‘540.50
(inkl. Barauslagen und
MWSt
)
durch die
Beschwerde
gegnerin
zu entschädigen ist.