Decision ID: ac1ca428-d144-4da5-a6c0-6bbd971d52e5
Year: 2016
Language: de
Court: BE_SRK
Chamber: BE_SRK_001
Canton: BE
Region: Espace_Mittelland
Law Area: public_law

den Akten entnommen:
A. Die Ehegatten A._ und B._ (Rekurrenten) werden vom Sozialdienst der Einwohnergemeinde (EG) F._ finanziell unterstützt. Die Tochter der Rekurrentin,
C._ (geboren 2006) lebt in einem vertraglich geregelten Pflegeverhältnis bei ihrer
Grossmutter D._ (Pflegemutter). Die Rekurrenten haben in ihrer Steuererklärung
pro 2014 die Tochter der Rekurrentin aufgeführt, ohne entsprechende Abzüge für diese zu
beantragen und Kinderalimente zu deklarieren. Mit vordatierter Veranlagungsverfügung vom
9. Juni 2015 wurden die Rekurrenten von der Steuerverwaltung des Kantons Bern, _
(Steuerverwaltung) auf ein steuerbares Einkommen bei den Kantons- und Gemeindesteuern
von CHF 35'200.-- und ein solches bei der direkten Bundessteuer von CHF 47'800.-- veranlagt.
Dabei wich die Steuerverwaltung u.a. insofern von der Selbstschatzung der Rekurrenten ab, als
sie die vom Sozialdienst der EG F._ (Sozialdienst) bestätigte Sozialhilfeunterstützung
an die Rekurrentin (allenfalls ihrer Familie) in Form von Alimenten in der Höhe von
CHF 15'320.-- bei den Rekurrenten als Einkommen aufrechnete. Dagegen erhob E._
vom Sozialdienst (Vertreterin) namens und im Auftrag der Rekurrenten mit Eingabe vom
26. Juni 2015 Einsprache, welche die Steuerverwaltung mit Einspracheentscheid vom 20.
August 2015 teilweise guthiess. Hierbei bestätigte die Steuerverwaltung jedoch die
Besteuerung der Kinderalimente, berücksichtigte aber neben dem Kinderabzug den
Versicherungsabzug für Verheiratete ohne Pensionskasse oder Säule 3a sowie jenen für ein
Kind und die Fahrkosten sowie die Kosten für die auswärtige Verpflegung für beide
Rekurrenten. Die geltend gemachten Krankheitskosten für die Tochter berücksichtigte sie
dagegen nicht, da diese unter fünf Prozent des Reineinkommens lagen.
B. Gegen diesen Einspracheentscheid hat die Vertreterin namens und im Auftrag der Rekurrenten mit Eingabe vom 17. September 2015, ergänzt mit Schreiben vom 4. November
2015, bei der Steuerrekurskommission des Kantons Bern (Steuerrekurskommission) Rekurs
und Beschwerde erhoben. Darin beantragt sie sinngemäss, der Einspracheentscheid sei
aufzuheben und die Kinderalimente von CHF 15'320.-- nicht als Einkommen zu besteuern.
Eventualiter seien die Pflegeplatzkosten und die Kosten für die Familienbegleitung als
behinderungsbedingte Kosten anzuerkennen und zum Abzug zuzulassen. Sie führt im
Wesentlichen aus, dass die Rekurrentin die Kinderalimente nicht erhalten habe, sondern diese
direkt dem Sozialhilfekonto lautend auf die Tochter der Rekurrentin gutgeschrieben worden
seien. Gemäss Unterhaltsregelung schulde der Kindsvater nämlich Kinderalimente von
monatlich CHF 510.-- plus Kinderzulagen von CHF 230.--. Die Kinderalimente würden durch die
Alimenteninkassostelle bevorschusst und direkt als Teilrückerstattung von
Sozialhilfeunterstützung an den Sozialdienst überwiesen. Auch der Arbeitgeber des Kindsvaters
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überweise die monatlichen Kinderzulagen als
Teilrückerstattung direkt an den Sozialdienst. Im Jahr 2014 habe der Sozialdienst zudem
rückwirkend unverjährte Ansprüche von Kinderzulagen geltend machen können, weshalb die
Gesamteinnahmen von laufenden und rückwirkend ausbezahlten Kinderzulagen 2014
überdurchschnittlich hoch gewesen seien. Mit dem Sozialhilfekonto der Tochter würden die
Pflegeplatzkosten für die Tochter, die Familienbegleitung sowie sämtliche anderweitige Kosten
ergänzend zu den Kinderalimenten und Kinderzulagen durch die Sozialhilfe finanziert. Für die
Rekurrenten werde ein separates Sozialhilfekonto geführt. Würden die Kinderalimente bei den
Rekurrenten als Einkommen berücksichtigt, müssten die Auslagen bezüglich der Pflege der
Tochter auch bei den Rekurrenten abgezogen werden. Wären die Kinderalimente und
Kinderzulagen im
Jahr 2014 nicht dem Sozialdienst, sondern der Rekurrentin direkt überwiesen worden und hätte
die Rekurrentin damit anteilmässige Kosten des Pflegeplatzes und der Familienbegleitung
übernommen, wären die Auslagen behinderungsbedingt abzugsberechtigt gewesen, da damit
die Voraussetzung des Selbsttragens erfüllt gewesen wäre. Ferner weist die Vertreterin darauf
hin, dass die Tochter der Rekurrentin bei der Pflegemutter lebe und damit nicht unter der Obhut
der Rekurrentin stehe, weshalb die Kinderalimente nicht bei den Rekurrenten zu besteuern
seien.
C. Mit Vernehmlassung vom 20. November 2015 hat die Steuerverwaltung die kostenfällige Abweisung von Rekurs und Beschwerde beantragt. Sie bringt im Wesentlichen vor, die Tochter
der Rekurrentin befinde sich in einem vertraglich geregelten Pflegekindverhältnis. Die elterliche
Gewalt stehe jedoch weiterhin der Rekurrentin zu, weshalb ihr die Kinderalimente als
steuerbares Einkommen zuzurechnen seien. Hierbei führe die Bevorschussung der
Unterhaltsbeiträge durch das Gemeinwesen nicht zu einer Umqualifizierung in eine steuerfreie
Unterstützungsleistung. Folglich seien die vom Sozialdienst bevorschussten Kinderalimente zu
Recht bei den Rekurrenten besteuert worden. Bezüglich den geltend gemachten
behinderungsbedingten Kosten führt die Steuerverwaltung aus, aus den Akten sei nicht
ersichtlich, dass die Rekurrenten (bezüglich Kosten der Familienbegleitung) oder die Tochter
der Rekurrentin (bezüglich Pflegekosten) eine Behinderung im Sinne des
Behindertengleichstellungsgesetzes aufweisen. Hinzu komme, dass die Kosten selbst bei
Vorliegen einer Behinderung nicht in Abzug gebracht werden könnten, da diese nicht von den
Rekurrenten selber getragen worden seien.
D. Die Vertreterin hat Gelegenheit erhalten, dazu Stellung zu nehmen, wovon sie mit Eingabe vom 18. Dezember 2015 Gebrauch gemacht hat.
E. Die Eidgenössische Steuerverwaltung hat sich nicht vernehmen lassen.
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Auf den Inhalt der Rechtsschriften wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den
nachfolgenden Erwägungen näher eingegangen.

Die Steuerrekurskommission zieht in Erwägung:
1. Einspracheentscheide der Steuerverwaltung betreffend die Einkommens- und Vermögensveranlagung können bei der Steuerrekurskommission durch Rekurs bzw.
Beschwerde angefochten werden (Art. 195 ff. des Steuergesetzes vom 21. Mai 2000 [StG; BSG
661.11] und Art. 140 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die direkte
Bundessteuer [DBG; SR 642.11] i.V.m. Art. 9 der Verordnung vom 18. Oktober 2000 über den
Vollzug der direkten Bundessteuer [BStV; BSG 668.11]). Die Steuerrekurskommission ist
deshalb sachlich und örtlich zuständig. Die Rekurrenten sind im vorinstanzlichen Verfahren mit
ihren Anträgen nicht durchgedrungen. Sie sind daher beschwert und zur Anfechtung befugt (Art.
195 Abs. 2 StG und Art. 140 ff. DBG i.V.m. Art. 3 BStV i.V.m. Art. 86 und 65 des Gesetzes vom
23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]). Auf die form- und
fristgerecht eingereichte Eingabe ist deshalb einzutreten.
Da der Streitwert unter CHF 10'000.-- liegt, fällt der vorliegende Entscheid in die
einzelrichterliche Zuständigkeit (Art. 70 Abs. 4 Bst. c des Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die
Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1]).
2. Streitig ist, ob die Steuerverwaltung die Kinderalimente (inkl. Kinderzulagen) in der Höhe von CHF 15'320.-- zu Recht als Einkommen aufgerechnet und besteuert hat. Hierbei macht die
Vertreterin mit ihrem Hauptantrag geltend, die Kinderalimente seien nicht bei den Rekurrenten
zu besteuern, da die Tochter der Rekurrentin, die bei ihrer Pflegemutter lebe, nicht unter der
Obhut der Rekurrentin stehe und die Kinderalimente (inkl. Kinderzulagen) ihr nie zugeflossen
seien, sondern vom Kindsvater (Kinderalimente) bzw. von seinem Arbeitgeber (Kinderzulagen)
direkt an den Sozialdienst überwiesen worden seien.
3. Gemäss Art. 23 Bst. f DBG und Art. 7 Abs. 4 Bst. g des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden
(StHG; SR 642.14) sind Unterhaltsbeiträge steuerbar, die ein Elternteil für die unter seiner
elterlichen Sorge stehenden Kinder erhält. Die entsprechende kantonalrechtliche Bestimmung
weicht leicht von der Formulierung der bundesrechtlichen Regelungen ab: Nach dem Wortlaut
von Art. 28 Bst. f StG sind Unterhaltsbeiträge steuerbar, die ein Elternteil für die unter seiner
Obhut stehenden Kinder erhält.
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3.1 Grundsätzlich sind Leistungen in Erfüllung familienrechtlicher Verpflichtungen steuerfrei (Art. 24 Bst. e DBG; Art. 7 Abs. 4 Bst. g StHG; Art. 29 Bst. e StG), da Leistungen innerhalb der
Familie (angesichts des Grundsatzes der Familienbesteuerung; vgl. E. 3.4 hiernach) steuerlich
unbeachtlich sind. Dieser Grundsatz kann aber nur solange Gültigkeit haben, als die Familie
auch tatsächlich eine Wirtschaftseinheit darstellt. Ist die Wirtschaftseinheit "Familie" zerfallen,
sollen die Leistungen innerhalb der (ehemaligen) Familie in der Art erfasst werden, als sie der
Empfänger zu versteuern hat, während sie vom Leistenden abgezogen werden können. Das
Gesetz folgt damit dem Zuflussprinzip, wonach die Unterhaltsbeiträge für Kinder bei demjenigen
Elternteil als Einkommen besteuert werden, welcher die Beiträge für die unter seiner Sorge
(bzw. Obhut) stehenden Kinder empfängt. Die Steuerbarkeit der empfangenen
Unterhaltsbeiträge nach Art. 23 Bst. f DBG (bzw. Art. 7 Abs. 4 Bst. g StHG; Art. 28 Bst. f StG)
findet ihre Entsprechung in der Abzugsfähigkeit der geleisteten Unterhaltsbeiträge nach Art. 33
Abs. 1 Bst. c DBG (bzw. Art. 9 Abs. 2 Bst. c StHG; Art. 38 Abs. 1 Bst. c StG
[Korrespondenzprinzip]; Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Handkommentar zum DBG, 2. Aufl.,
2009, N. 58 zu Art. 23 DBG).
3.2 Unterhaltsbeiträge (oder Alimente) sind regelmässig oder unregelmässig wiederkehrende Unterstützungen und Unterhaltsleistungen zur Deckung des laufenden Lebensbedarfs, die dem
Empfänger keinen Vermögenszuwachs verschaffen (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O.,
N. 59 zu Art. 23 DBG). Zu den Unterhaltsbeiträgen gehören auch Kinderzulagen, die ein
Elternteil vom andern Elternteil erhält (Leuch/Amonn in: Praxiskommentar zum Berner
Steuergesetz, Band 1, Artikel 1 bis 125, 2014, N. 27 zu Art. 28 StG, mit Hinweisen).
Unterhaltsbeiträge können aus Geld- und/oder Naturalleistungen bestehen. Die Geldleistungen
können dabei in direkter Form (eigentliche Unterhaltsbeiträge), aber auch in indirekter Form
erfolgen (Übernahme von Miet- und Schuldzinsen, Krankenkassenprämien, Steuern, Reit- oder
Musikunterricht, Ferien, Schulgeldern usw.; Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N. 64 zu Art.
23 DBG).
3.3 Ferner muss es sich um familienrechtlich geschuldete Unterhaltsbeiträge handeln; freiwillig erbrachte Alimente sind nicht steuerbar (aber auch beim Leistenden nicht
abzugsfähig). Auch muss der Empfänger der Unterhaltsbeiträge, der sie als Einkommen zu
versteuern hat, ein Elternteil sein (und nicht etwa bloss Vormund), wie auch die Kinder, für
welche die Unterhaltsbeiträge bezahlt werden, unter seiner elterlichen Sorge stehen müssen.
Unbeachtlich ist es, ob die Unterhaltsbeiträge vom andern Elternteil (häufig dem Vater) bezahlt
werden oder ob die Kinderalimente durch das Gemeinwesen bevorschusst werden (Art. 293
Abs. 2 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [ZGB; SR 210]). Der die Unterhaltsbeiträge
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empfangende Elternteil hat diese in beiden Fällen zu versteuern
(Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N. 66 zu Art. 23 DBG, mit Hinweisen).
3.4 Kinder stehen unter elterlicher Sorge, solange sie unmündig sind (vgl. Art. 296 Abs. 1 ZGB). Die Mündigkeit wird gemäss Art. 14 ZGB nach Vollendung des 18. Lebensjahres erreicht.
Vorausgesetzt für eine (bundesrechtliche) Besteuerung nach Art. 23 Bst. f DBG (bzw. Art. 7
Abs. 4 Bst. g StHG) wird somit, dass die Unterhaltsbeiträge für unmündige Kinder ausgerichtet
werden (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N. 66 zu Art. 23 DBG, mit Hinweisen).
Das Einkommen von Kindern unter elterlicher Sorge wird denn auch grundsätzlich dem Inhaber
der elterlichen Sorge zugerechnet (sog. Familienbesteuerung; für Einkünfte aus einer
Erwerbstätigkeit wird das Kind jedoch selbstständig besteuert; vgl. Art. 9 Abs. 2 DBG; Art. 3
Abs. 3 StHG; Art. 10 Abs. 2 StG). Für die Familienbesteuerung wird grundsätzlich nicht
vorausgesetzt, dass die Kinder mit dem Inhaber der elterlichen Sorge im selben Haushalt leben.
Massgebend ist grundsätzlich nur, ob der Inhaber der elterlichen Sorge in der Schweiz
unbeschränkt steuerpflichtig ist. Ist dies der Fall, kommt es zur Familienbesteuerung mit der
Faktorenaddition. Auf den allfällig getrennten Aufenthaltsort des Kindes kommt es dagegen
nicht an. Lebt nämlich das minderjährige Kind nicht bei seinem Inhaber der elterlichen Sorge,
so hat es im Einklang mit Art. 25 Abs. 1 ZGB seinen steuerrechtlichen Wohnsitz gleichwohl am
Wohnsitz des Inhabers der elterlichen Sorge (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N. 53 zu
Art. 9 DBG).
4. Nun wird im StG (anders als im DBG bzw. StHG) nicht der Begriff der elterlichen Sorge, sondern der Begriff der Obhut verwendet (vgl. E. 3 hiervor). Es stellt sich somit die Frage, ob
der bernische Gesetzgeber inhaltlich von der bundesgesetzlichen Regelung abweichen wollte,
was als nächstes zu prüfen ist.
4.1 Die Begriffe der "elterlichen Sorge" und der "Obhut" werden in den Steuergesetzen (DBG, StHG und StG) nicht definiert, weshalb auf die zivilrechtliche Umschreibung der Begriffe
zurückgegriffen werden kann (vgl. Kästli/Teuscher in: Praxiskommentar zum Berner
Steuergesetz, Band 1, Artikel 1 bis 125, 2014, N. 27 zu Art. 10 StG;
Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N. 66 zu Art. 23 DBG und N. 48 zu Art. 9 DBG). Hierbei
wird ersichtlich, dass die zivilrechtlichen Begriffe der "elterlichen Sorge" und der "Obhut" nicht
deckungsgleich sind. Die elterliche Sorge umfasst die Gesamtheit der elterlichen
Verantwortlichkeiten und Befugnisse in Bezug auf das Kind, d.h. Bestimmung des
Aufenthaltsorts, Erziehung und gesetzliche Vertretung des Kindes sowie die Verwaltung seines
Vermögens. Oberste Maxime bildet immer das Kindeswohl. Die elterliche Sorge ist ein
höchstpersönliches Recht, das weder verzichtbar, übertragbar noch vererblich ist. Jedoch kann
die Ausübung der elterlichen Sorge teilweise oder ganz auf Dritte übertragen werden. Der
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Primat der Inhaber der elterlichen Sorge bleibt dabei aber stets gewahrt (Schwenzer/Cottier in:
Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 5. Aufl., 2014, N. 2 ff. zu Art. 296 ZGB). Der Begriff
"Obhut" bedeutete im Zeitpunkt der Inkraftsetzung des total revidierten StG am 1. Januar 2001
die Befugnis, über den Aufenthaltsort des Kindes zu entscheiden ("rechtliche Obhut") und die
Rechte und Pflichten auszuüben, die mit der täglichen Betreuung und Erziehung des Kindes
verbunden waren ("faktische Obhut"), womit die Obhut grundsätzlich Teil der elterlichen Sorge
war (vgl. Ingeborg Schwenzer in: Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 4. Aufl., 2010, N. 6 zu
Art. 296 ZGB). Inzwischen wurde der zivilrechtliche Begriff "Obhut" geändert und beinhaltet neu
bloss die Befugnis, mit dem minderjährigen Kind in häuslicher
Gemeinschaft zu leben, und für seine tägliche Betreuung und Erziehung zu sorgen. Der so neu
definierte Begriff entspricht der "faktischen Obhut" des früheren Rechts; im Gegensatz zum
früher verwendeten Obhutsbegriff ist das Aufenthaltsbestimmungsrecht ("rechtliche Obhut")
nicht mehr darin enthalten (Schwenzer/Cottier, a.a.O., N. 6 zu Art. 296 ZGB).
4.2 Aus den Materialien ergeben sich keine Hinweise darauf, dass der bernische Gesetzgeber inhaltlich von der bundesgesetzlichen Regelung abweichen wollte (vgl.
Gemeinsamer Antrag des Regierungsrates und der Kommission vom 17./2.3.1999 zum
Steuergesetz 2001, Erläuterungen zu Art. 28 StG auf S. 89). Angesichts des Erklärungsbedarfs,
der im Hinblick auf eine entsprechende Abweichung von der bundesgesetzlichen Regelung
bestehen würde, ist dies als klares Indiz anzusehen, dass mit dem Begriff "Obhut" nicht vom
Begriff der "elterlichen Sorge" abgewichen werden wollte. Dies insbesondere, da die
Abweichungen in der Regel in den Erläuterungen genannt werden und vorliegend zudem
festgehalten wird, der Art. 28 StG entspreche dem Art. 23 DBG (und somit auch dem Art. 7
StHG), womit nicht davon auszugehen ist, dass der Kanton Bern eine abweichende, der
vertikalen Steuerharmonisierung zuwiderlaufende Regelung treffen wollte. Es ist vielmehr
davon auszugehen, dass mit dem Begriff "Kinder unter (elterlicher) Obhut" inhaltlich auch die
Gesamtheit der elterlichen Verantwortlichkeiten und Befugnisse in Bezug auf das Kind gemeint
ist (vgl. E. 4.1 hiervor) und nicht bloss ein Teil der elterlichen Sorge. Nach dem Gesagten ist
damit sowohl bei der direkten Bundessteuer als auch bei den kantonalen Steuern hinsichtlich
den zu besteuernden Unterhaltsbeiträgen massgebend, ob ein Elternteil die elterliche Sorge
bzw. die Gesamtheit der elterlichen Verantwortlichkeiten und die Befugnisse in Bezug auf das
Kind hat und nicht gemäss (faktischer) Obhut bloss, ob er mit dem minderjährigen Kind in
häuslicher Gemeinschaft lebt und für seine tägliche Betreuung und Erziehung sorgt.
5. Im vorliegenden Fall lebte die Tochter der Rekurrentin im hier massgebenden Steuerjahr 2014 nicht bei der Rekurrentin, sondern bei ihrer Pflegemutter. Der getrennte
Aufenthaltsort hat – wie bereits dargelegt (vgl. E. 3.4 hiervor) – keine Auswirkungen auf die
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Familienbesteuerung. Die Tochter wird somit grundsätzlich weiterhin bei der Rekurrentin als
Inhaberin der elterlichen Sorge besteuert. Daran ändert auch das vorliegende
Pflegekindverhältnis nichts
(vgl. Pflegevertrag für Familienpflegekinder vom 28.2.2013; Steuerdossier, pag. 34-31), da
dieses keine Auswirkungen auf die elterliche Sorge hat. Pflegeeltern können nämlich keine
elterliche Sorge haben. Art. 300 Abs. 1 ZGB gibt den Pflegeeltern bloss die Befugnis, die Eltern
in Ausübung der elterlichen Sorge zu vertreten, soweit es zur gehörigen Erfüllung ihrer
Aufgaben angezeigt ist (vgl. Schwenzer/Cottier, a.a.O., N. 1 und 4 zu Art. 300 ZGB). Die
elterliche Sorge verbleibt aber den leiblichen Eltern. Die Familienbesteuerung erfolgt also auch
im Fall eines Pflegekindverhältnisses bei den leiblichen Eltern, sofern das Kind nicht unter
Vormundschaft steht. Minderjährige, welche nicht unter der elterlichen Sorge, sondern unter
Vormundschaft stehen, sind selbstständig steuerpflichtig (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter,
a.a.O., N. 51 f. zu
Art. 9 DBG). Dies trifft auch für die Kinderalimente (inkl. Kinderzulagen) zu. Im vorliegenden Fall
steht der Rekurrentin die elterliche Sorge über die Tochter zu, so dass die Familienbesteuerung
trotz des Pflegekindverhältnisses zum Zuge kommt. An diesem Ergebnis ändert nichts, dass die
Kinderalimente vom Gemeinwesen bevorschusst worden sind (vgl. E. 3.3 hiervor) und diese
inkl. Kinderzulagen der Rekurrentin nicht (direkt) zugeflossen sind, sondern von der
Alimenteninkassostelle bzw. die Kinderzulagen vom Arbeitgeber des Kindsvaters direkt an den
Sozialdienst überwiesen worden sind. Die Unterhaltszahlungen können denn auch in indirekter
Form erfolgen (vgl. E. 3.2 hiervor). Entscheidend ist, dass der Tochter bereits durch den Erwerb
des festen Rechtsanspruchs auf Kinderalimente (vgl. Art. 289 ZGB) steuerbares Einkommen
zugeflossen ist, welches der Rekurrentin als Inhaberin der elterlichen Sorge zuzurechnen und
bei ihr zu besteuern ist. Daran ändert nichts, dass das Gemeinwesen vorliegend für den
Unterhalt aufkommt und deshalb offenbar ein Regressrecht gemäss Art. 289 Abs. 2 ZGB gegen
den Kindsvater bzw. den ursprünglichen Alimentenschuldner zusteht (vgl. Zigerlig/Jud in:
Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Band I/2a, Bundesgesetz über die direkte
Bundessteuer [DBG], 2. Aufl., 2008, N. 30 zu Art. 23 DBG). Der Sozialdienst führt das
Sozialdienstkonto der Tochter, auf welches die Kinderalimente (inkl. Kinderzulagen) überwiesen
werden, denn auch treuhänderisch im Interesse und für Rechnung der Tochter und bezahlt mit
den Kinderalimenten
(inkl. Kinderzulagen) Ausgaben im Zusammenhang mit der Tochter. Einen allfälligen
Überschuss würde der Sozialdienst letztlich auch an die Tochter bzw. an die Inhaberin der
elterlichen Sorge (direkt) überweisen.
Bezüglich der Höhe der Kinderalimente (inkl. Kinderzulagen) ist Folgendes festzuhalten:
Gemäss Sozialdienst ist die Rekurrentin (allenfalls ihre Familie) im Jahr 2014 mit Sozialhilfe von
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insgesamt CHF 18'510.90 unterstützt worden, wovon CHF 15'320.-- Kinderalimente (inkl.
Kinderzulagen) gewesen sind (vgl. Bestätigung des Sozialdienstes zur Steuererklärung 2014
vom 6.2.2015; Steuerdossier, pag. 18). Hierbei bestehen die CHF 15'320.-- gemäss Kontoblatt
2014 des Sozialhilfekontos der Tochter (vgl. Beilage zum Schreiben der Vertreterin vom
19.11.2015) aus Kinderalimenten (inkl. Kinderzulagen) des Jahres 2014 und früherer Jahre
(2011, 2012 und 2013):
Kinderalimente pro 2014 (12 x CHF 510.--) CHF 6'120.00 Kinderzulagen pro 2014 (9 x CHF 230.--) CHF 2'070.00
CHF 8'190.00 Kinderalimente (Ansprüche früherer Jahre) CHF 2'695.20 Kinderzulagen (Ansprüche früherer Jahre; 19 x CHF 230.-- plus CHF 64.80) CHF 4'434.80
CHF 7'130.00 Total Kinderalimente (inkl. Kinderzulagen) CHF 15'320.00
Es ist vorab nochmals darauf hinzuweisen, dass der Kindsvater der Tochter der Rekurrentin
Kinderalimente (inkl. Kinderzulagen) schuldet, diese jedoch nicht leistet, weshalb die
bevorschussten Kinderalimente von der Alimenteninkassostelle bzw. die Kinderzulagen vom
Arbeitgeber des Kindsvaters direkt an den Sozialdienst überwiesen werden (vgl. Schreiben der
Vertreterin vom 4.11.2015, S. 1). Im Jahr 2014 hat es sich hierbei um Kinderalimente (inkl.
Kinderzulagen) von insgesamt CHF 8'190.-- gehandelt, worauf die Tochter damals einen festen
Anspruch hatte. Bei den Kinderalimenten (inkl. Kinderzulagen) früherer Jahre von insgesamt
CHF 7'130.-- handelt es sich dagegen offenbar um Kinderalimente (inkl. Kinderzulagen), die
seinerzeit (in den Jahren 2011, 2012 und 2013) vom Gemeinwesen bevorschusst wurden. Da
die Bevorschussung in den früheren Jahren erfolgte und es damals unbeachtlich war, ob die
Kinderalimente durch das Gemeinwesen oder durch den Kindsvater als ursprünglichen
Alimentenschuldner bezahlt wurden, mussten diese in den entsprechenden Jahren von der
Rekurrentin auch besteuert werden oder hätten besteuert werden müssen. Im Jahr 2014 sind
diese zurückgezahlten bevorschussten Kinderalimente früherer Jahre daher nicht mehr zu
besteuern, könnten jedoch vom leistenden Kindsvater steuerlich abgezogen werden. Die im
Jahr 2014 zu besteuernden Kinderalimente (inkl. Kinderzulagen) sind demnach von CHF
15'320.-- auf die für das Jahr 2014 geschuldeten Kinderalimente (inkl. Kinderzulagen) von CHF
8'190.-- zu kürzen. Das Hauptbegehren ist aus diesem Grunde teilweise gutzuheissen.
6. Mit ihrem Eventualbegehren beantragt die Vertreterin, es seien die Pflegeplatzkosten und die Kosten für die (sozialpädagogische) Familienbegleitung als behinderungsbedingte Kosten
zum Abzug zuzulassen. Zur Begründung macht sie im Wesentlichen geltend, würden die
Kinderalimente bei den Rekurrenten als Einkommen aufgerechnet – obschon diese nicht der
Rekurrentin ausbezahlt worden seien – müssten die Auslagen bezüglich der Pflege der Tochter
auch zum Abzug zugelassen werden, obschon sie diese Kosten nicht selber getragen habe. Sie
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habe die Kosten denn auch nicht selber tragen können, da sowohl die Einnahmen als auch die
Ausgaben vom Sozialdienst gewissermassen treuhänderisch verwaltet worden seien.
6.1 Gemäss Art. 33 Abs. 1 DBG, Art. 9 Abs. 2 StHG bzw. Art. 38 Abs. 1 StG werden von den gesamten steuerbaren Einkünften unter anderem die allgemeinen Abzüge abgezogen. Das
DBG (bzw. StHG bzw. StG) lässt neben den Gewinnungskosten, die durch die
Einkommenserzielung bedingt sind und deren Berücksichtigung sich deshalb folgerichtig aus
dem Grundsatz der Gesamtreineinkommensbesteuerung ergibt, weitere Abzüge zu, die mit der
Einkommenserzielung nicht in einem direkten Zusammenhang stehen. Sie betreffen i.d.R.
Lebenshaltungskosten, die grundsätzlich nicht zum Abzug zugelassen sind (Art. 34 Bst. a DBG
bzw. Art. 9 Abs. 4 StHG bzw. Art. 39 Bst. a StG).
6.2 Zu den allgemeinen Abzügen gehören auch die behinderungsbedingten Kosten der steuerpflichtigen Person und der von ihr unterhaltenen Personen mit Behinderungen im Sinn
des Bundesgesetzes vom 13. Dezember 2002 über die Beseitigung von Benachteiligungen von
Menschen mit Behinderungen (Behindertengleichstellungsgesetz, BehiG; SR 151.3), die
vollumfänglich (ohne Selbstbehalt) von den Einkünften abgezogen werden können, soweit die
steuerpflichtige Person die Kosten selber trägt (Art. 33 Abs. 1 Bst. hbis DBG bzw. Art. 9 Abs. 2
Bst. hbis StHG bzw. Art. 38 Abs. 1 Bst. i StG). Als behinderungsbedingte Kosten gelten Kosten,
die als Folge einer Behinderung entstehen (kausaler Zusammenhang) und weder
Lebenshaltungs- noch Luxusausgaben darstellen. Zu den Lebenshaltungskosten sind die
Aufwendungen zu zählen, die zur Befriedigung der persönlichen Bedürfnisse dienen. Darunter
fallen die üblichen Kosten für Nahrung, Kleidung, Unterkunft, Gesundheitspflege, Freizeit und
Vergnügen (Zigerlig/Jud, a.a.O., N. 32q zu Art. 33 DBG). Im BehiG ist ein Mensch mit
Behinderungen eine Person, der es eine voraussichtlich dauernde körperliche, geistige oder
psychische Beeinträchtigung erschwert oder verunmöglicht, alltägliche Verrichtungen
vorzunehmen, soziale Kontakte zu pflegen, sich fortzubewegen, sich aus- und fortzubilden oder
eine Erwerbstätigkeit auszuüben (Art. 2 Abs. 1 BehiG). Es werden Funktionsverluste des
Menschen umschrieben und als Behinderung bezeichnet (Zigerlig/Jud, a.a.O., N. 32l zu Art. 33
DBG). Für die Steuergesetzgebung ist die Umschreibung gemäss Art. 2 Abs. 1 BehiG
verbindlich (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N. 163 zu Art. 33 DBG), da im Steuerrecht
kein eigener Begriff der Behinderung angewendet wird. Eine Behinderung ist dauernd, wenn sie
bereits während mindestens eines Jahres angedauert hat oder voraussichtlich während
mindestens eines Jahres andauern wird. Das Element der Dauerhaftigkeit unterscheidet die
behinderungsbedingten Kosten auch von den Krankheits- und Unfallkosten, diese entstehen
lediglich auf Grund eines vorübergehenden Zustands (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O.,
N. 164 zu Art. 33 DBG).
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6.3 Vorliegend geht in Übereinstimmung mit der Steuerverwaltung aus den Akten nicht hervor, dass die Rekurrenten oder die Tochter der Rekurrentin eine Behinderung im Sinne des
BehiG aufweisen. Die Unterbringung der Tochter bei der Pflegemutter als eine Massnahme, um
das Kindeswohl zu sichern, deutet jedenfalls für sich alleine nicht auf eine Behinderung hin.
Weder bei den Rekurrenten noch bei der Tochter gibt es Anzeichen, dass es sich vorliegend
um eine Person handelt, der es eine voraussichtlich dauernde körperliche, geistige oder
psychische Beeinträchtigung erschwert oder verunmöglicht, alltägliche Verrichtungen
vorzunehmen, soziale Kontakte zu pflegen, sich fortzubewegen, sich aus- und fortzubilden oder
eine Erwerbstätigkeit auszuüben. Die Abzugsfähigkeit der Pflegeplatzkosten und der Kosten für
die Familienbegleitung scheitert somit bereits daran, dass keine Behinderung festgestellt
werden kann, weshalb es sich erübrigt weiter darauf einzugehen.
7. Zusammenfassend wird festgehalten, dass die Steuerverwaltung die Kinderalimente (inkl. Kinderzulagen) zu Recht als Einkommen der Rekurrenten erfasst hat, die Kinderalimente
(inkl. Kinderzulagen) jedoch gegenüber dem Einspracheentscheid pro 2014 auf CHF 8'190.-- zu
kürzen sind. Auch hat die Steuerverwaltung zu Recht keinen Abzug für behinderungsbedingte
Kosten berücksichtigt. Dementsprechend ist der Rekurs und die Beschwerde teilweise
gutzuheissen. Die Akten werden zur Neufestsetzung des steuerbaren Einkommens im Sinne
der Erwägungen an die Steuerverwaltung zurückgewiesen.
8. Bei diesem Ausgang des Verfahrens haben die Rekurrenten einen Anteil der gesamten Verfahrenskosten, einschliesslich eines Anteils allfälliger Auslagen für Gutachten oder andere
externe Kosten zu tragen (Art. 144 Abs. 1 und 5 DBG sowie Art. 200 Abs. 1 StG i.V.m. Art. 1, 2,
53, 58 und 59 des Dekrets vom 24. März 2010 betreffend die Verfahrenskosten und die
Verwaltungsgebühren der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft
[Verfahrenskostendekret, VKD; BSG 161.12]). Vorliegend obsiegen die Rekurrenten zu rund 20
Prozent. Die Verfahrenskosten werden auf insgesamt CHF 1‘000.-- festgesetzt und den
Rekurrenten im Umfang des Unterliegens bzw. in Höhe von CHF 800.-- zur Bezahlung auferlegt
und sind mit dem geleisteten Kostenvorschuss zu verrechnen. Weil die Rekurrenten im
vorliegenden Verfahren vertreten sind, ihnen jedoch keine notwendigen und verhältnismässig
hohen Kosten entstanden sind, werden keine Parteikosten gesprochen (Art. 200 Abs. 4 StG
sowie Art. 144 Abs. 4 DBG i.V.m. Art. 64 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968
über das Verwaltungsverfahren [VwVG; SR 172.021]).