Decision ID: 4df898ec-11dd-5d17-8efc-d42dae9dbefd
Year: 2013
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführer,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
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Beschwerdegegnerin,
betreffend
Rente
Sachverhalt:
A.
A.a A._ meldete sich am 19. Juni 2007 erstmals zum Bezug von IV-Leistungen an
(IV-act. 1, 9). Die B._ AG in X._ teilte am 12. Juli 2007 mit (IV-act. 7), sie habe den
Versicherten als Bauarbeiter beschäftigt und ihm ab Januar 2007 einen Jahreslohn von
Fr. 71'669.-- ausgerichtet. Dr. med. C._, FMH Innere Medizin, berichtete am 28. Juli
2007 (IV-act. 11), er habe folgende Diagnosen erhoben: Chronisch invalid,
lumbovertebrales Schmerzsyndrom, enger Spinalkanal, Diskusprotrusionen. Weiter gab
er an, als Bauarbeiter sei der Versicherte vollständig arbeitsunfähig. Für leichte Arbeiten
bestehe allenfalls eine Arbeitsfähigkeit von 20%. D._, Psychiatrie/Psychotherapie
FMH, von der Klinik Y._ führte in einem Gutachten vom 3. April 2008 aus (IV-act. 23),
es liege keine anhaltende somatoforme Schmerzstörung vor, da die körperlichen
Beschwerden organisch ausreichend erklärt werden könnten. Er habe auch keine
andere psychiatrische Diagnose erhoben, weil die Stimmungslage des Versicherten
ausgeglichen sei und weil der Versicherte familiär gut integriert sei. Aus rein
psychiatrischer Sicht bestehe deshalb eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit für alle
Tätigkeiten. Die Sachverständigen der AEH Zentrum für Arbeitsmedizin, Ergonomie und
Hygiene AG in Zürich führten in ihrem Gutachten vom 5. Mai 2008 aus (IV-act. 28), sie
hätten folgende Diagnosen erhoben: In Generalisierung begriffenes Schmerzsyndrom
mit/bei einem panvertebralen Syndrom mit einer lumbospondylogenen und
zervikospondylogenen Schmerzkomponente links (degenerative
Wirbelsäulenveränderungen, nämlich Spondylarthrosen, Chondrosen, Ligamenta flava-
Hypertrophien, Diskopathien) und einem konstitutionell engen Spinalkanal, radiologisch
St. n. M. Scheuermann, einem möglichen residuellen motorischen Ausfallsyndrom L4
links (Quadricepsatrophie), einer muskulären Dysbalance und segmentalen
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Funktionsstörungen im Bereich der BWS und des zervikothorakalen Übergangs,
Periarthropathia humeroscapularis links (aktuell keine Hinweise auf
Rotatorenmanschettentotalruptur, retraktile Kapsulitis oder Impingementsymptomatik)
sowie Adipositas. Sie führten weiter aus, das arbeitsbezogen relevante Problem
bestehe in der schmerzhaft verminderten Belastungstoleranz der gesamten linken
Körperseite mit ausgeprägten Schmerzangaben im Bereich der LWS, des linken Beins
und der linken Schulter. Der Versicherte habe sich im Rahmen der Evaluation der
funktionellen Leistungsfähigkeit in vielen Tests frühzeitig selbst limitiert, so dass keine
funktionelle Limite habe beobachtet werden können. Die Beobachtungen bei den Tests
hätten auf eine deutliche Selbstlimitierung hingewiesen. Die Konsistenz bei den Tests
sei schlecht gewesen. Die Belastbarkeit liege allgemein im Minimum im Bereich einer
leichten, wechselbelastenden Arbeit. Es sei davon auszugehen, dass der Versicherte
bei gutem Effort mehr leisten könne, als er bei den Leistungstests gezeigt habe. Eine
körperlich leichte, wechselbelastende Tätigkeit sei ganztags zumutbar (Arbeitsfähigkeit
100%). Die IV-Stelle verglich ein Valideneinkommen 2008 von Fr. 72'064.-- als
Bauarbeiter bei der B._ AG mit dem Durchschnittslohn der Hilfsarbeiter aller
Branchen (bei einem Abzug vom Tabellenlohn von 10%) und ermittelte so einen
Invaliditätsgrad von 25% (IV-act. 33-2). Mit einer Verfügung vom 7. Januar 2009 wies
die IV-Stelle das Rentenbegehren ab (IV-act. 41). Diese Verfügung erwuchs
unangefochten in Rechtskraft.
A.b Am 8. September 2010 meldete sich der Versicherte erneut zum Bezug von IV-
Leistungen an (IV-act. 45). Dr. C._ hatte in einem Zeugnis vom 4. September 2010
(IV-act. 48) folgende Diagnosen angegeben: Chronisches lumbovertebrales
Schmerzsyndrom, Zervikobrachialgie links, Depression. Im Verlauf der vergangenen
Monate seien die Schmerzen im LWS-Bereich und im linken Arm viel intensiver
geworden. Eine körperliche Belastung sei wegen dieser Schmerzen nicht mehr
möglich, so dass auch leidensadaptierte Arbeiten nicht mehr in Frage kämen. Dr. med.
E._ vom RAD protokollierte am 17. September ein am Vortag mit Dr. C._ geführtes
Gespräch. Sie hielt dabei insbesondere fest, dass der Versicherte Dafalgan nach
Bedarf erhalte, dass aber keine antidepressive Medikation erfolge und dass keine
fachpsychiatrische Therapie durchgeführt werde. Ebenfalls am 17. September 2010
notierte Dr. E._ (IV-act. 62), aus somatischer Sicht seien gemäss den Angaben des
Hausarztes keine neuen Befunde erhoben worden. Eine Verschlechterung des
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psychischen Zustands sei fachpsychiatrisch nicht ausgewiesen, könne aber nicht
ausgeschlossen werden. Medizinisch spreche nichts gegen eine Arbeitsfähigkeit für
körperlich leichte, wechselbelastende Tätigkeiten. Sie schlage vor, die Retournierung
des Gesprächsprotokolls durch den Hausarzt abzuwarten. Dr. C._ reichte dieses
Protokoll am 21. September 2010 ohne jede Ergänzung ein (IV-act. 57-1/2). Er legte
lediglich einen Bericht vom 1. März 2007 über eine lumbovertebrale
Kernspintomographie bei (IV-act. 57-3). Am 20. Oktober 2010 ging ein Bericht der
B._ AG ein, laut dem das Arbeitsverhältnis bereits per 31. Dezember 2008 aufgelöst
worden war (IV-act. 59). Dr. E._ notierte am 21. Oktober 2010 (IV-act. 62), es lägen
keine Hinweise auf eine wesentliche Befundänderung vor. Somit könne an der
Arbeitsfähigkeitsbeurteilung gemäss dem Gutachten vom Mai 2008 festgehalten
werden. Der Eingliederungsverantwortliche hielt am 25. Oktober 2010 fest (IV-act.
63-3), es seien keine beruflichen Massnahmen angezeigt, weil sich der Versicherte
subjektiv nicht arbeitsfähig fühle. Dr. med. F._ vom RAD notierte am 16. Dezember
2010 (IV-act. 68-2), gemäss der Einschätzung des Hausarztes bestehe eine
vollständige Arbeitsunfähigkeit für jegliche Art von Tätigkeit, weil die Schmerzen im
LWS-Bereich und im linken Arm zugenommen hätten. Da jedoch keine objektivierbaren
Befunde vorlägen, die eine Verschlechterung des Gesundheitszustands belegen
würden, könne in der Beurteilung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten
Tätigkeit weiterhin auf das Gutachten vom Mai 2008 abgestellt werden. Medizinisch-
theoretisch bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 100% für eine körperlich leichte,
wechselbelastende Tätigkeit. Die IV-Stelle ermittelte erneut einen Invaliditätsgrad von
25% (IV-act. 69-2) und kündigte dem Versicherten deshalb mit einem Vorbescheid vom
17. Januar 2011 die Abweisung seines Rentenbegehrens an (IV-act. 71). Der
Versicherte wandte am 23. Januar 2011 sinngemäss ein (IV-act. 72-1), er könne wegen
der Schmerzen auch keine leidensadaptierten Arbeiten mehr leisten. Deshalb stelle er
einen Antrag auf eine volle (richtig: ganze) Rente. Er legte ein Zeugnis von Dr. C._
vom 23. Januar 2011 bei (IV-act. 72-2), laut dem er aufgrund der chronischen
Schmerzen im Lumbalbereich nicht längere Zeit stehen oder sitzen konnte und deshalb
auch für leidensadaptierte Arbeiten zu 100% arbeitsunfähig war. Am 24. März 2011
erging die abweisende Verfügung (IV-act. 73).
B.
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B.a Der Versicherte erhob am 8. April 2011 (Datum Postaufgabe) Beschwerde gegen
die Abweisungsverfügung (act. G 1). Er machte geltend, es sei neu ein Diabetes
mellitus aufgetreten und er leide seit einigen Wochen unter Thoraxschmerzen. Die
Abklärungen im Kantonsspital hätten ergeben, dass eine Verengung der
Herzkranzarterie vorliege. Seit er Medikamente nehme, habe er weniger Schmerzen.
B.b Die Beschwerdegegnerin beantragte am 7. Juni 2011 die Abweisung der
Beschwerde (act. G 9). Sie machte sinngemäss geltend, es bestehe eine natürliche
Vermutung dafür, dass die Äusserungen behandelnder Ärzte in erster Linie der
Unterstützung des Patienten im Hinblick auf die Zusprache von
Sozialversicherungsleistungen und nicht der objektiven und unabhängigen
Sachverhaltserhebung dienten. Dr. C._ habe nur eine neue Diagnose, die
Depression, angegeben. Da sich der Beschwerdeführer keiner fachpsychiatrischen
Therapie unterziehe und auch keine Antidepressiva einnehme, sei davon auszugehen,
dass der Leidensdruck nicht so gross sei. Dr. C._ habe für die geltend gemachte
Zunahme der Schmerzen im LWS-Bereich und im linken Arm keine Unterlagen
eingereicht. Der Diabetes mellitus schränke die Arbeitsfähigkeit nicht ein, wenn die
Medikamente gut eingestellt seien. Auch die Thoraxschmerzen beeinträchtigten die
adaptierte Arbeitsfähigkeit nicht, zumal der Beschwerdeführer seit der Einnahme von
Medikamenten weniger Schmerzen habe.

Erwägungen:
1.
1.1 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrads verweigert, so wird
eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn darin glaubhaft gemacht wird, dass sich der
Invaliditätsgrad in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert habe (Art. 87
Abs. 3 IVV). Dr. C._ hat am 4. September 2010 angegeben, dass sich der
Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit der Abweisung des ersten
Rentengesuchs so geändert habe, dass nun selbst leidensadaptierte Arbeiten nicht
mehr in Frage kämen. Praxisgemäss ist damit eine anpruchserhebliche Veränderung
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des massgebenden Sachverhalts glaubhaft gemacht worden, weshalb die
Beschwerdegegnerin zu Recht auf die Neuanmeldung eingetreten ist und ein Verfahren
zur Prüfung eines allfälligen Rentenanspruchs eröffnet hat. Dieses Verfahren ist vom
Untersuchungsgrundsatz beherrscht worden (Art. 43 Abs. 1 ATSG), d.h. es ist die
Aufgabe der Beschwerdegegnerin gewesen, den rechtserheblichen Sachverhalt von
Amtes wegen (vgl. U. Kieser, ATSG-Kommentar, 2. A., N. 9 zu Art. 43) so weit
abzuklären, dass er mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit
feststand (vgl. U. Kieser, a.a.O., N. 30 zu Art. 43). Die Beschwerdegegnerin hat sich bei
der Sachverhaltsabklärung darauf beschränkt, Dr. C._ telephonisch im Hinblick auf
die von ihm im Zeugnis vom 4. September 2010 angegebene Verschlechterung des
Gesundheitszustands zu befragen und ihn dann das Gesprächsprotokoll als vollständig
und korrekt bestätigen zu lassen. Dr. C._ ist nicht aufgefordert worden, die
angegebene Verschlechterung des Gesundheitszustands zu begründen und zu belegen
und es ist auch keine Verlaufsanfrage mehr erfolgt, obwohl die Abweisungsverfügung
erst mehr als ein halbes Jahr nach der Einreichung des Zeugnisses vom 4. September
2010 ergangen ist. Aufgrund dieser minimalen Abklärung des Sachverhalts ist die
Beschwerdegegnerin davon ausgegangen, dass der Gesundheitszustand des
Beschwerdeführers mit überwiegender Wahrscheinlichkeit unverändert bzw. nicht
leistungserheblich verschlechtert sei. Die beiden Hauptargumente sind dabei die
unveränderten somatischen Diagnosen und der Umstand gewesen, dass die neu
angegebene Depression nicht behandelt worden ist. In der Beschwerdeantwort hat die
Beschwerdegegnerin dann Zuflucht zu Sachverhaltsbehauptungen nehmen müssen,
um die neu aufgetauchten Diagnosen (Diabetes mellitus und Herzbeschwerden) als in
Bezug auf die massgebende Sachverhaltskomponente, nämlich die Arbeitsfähigkeit in
einer adaptierten Tätigkeit; als irrelevant zu "belegen".
1.2 Bei behandelnden Ärzten besteht zwar eine natürliche Vermutung dafür, dass sie
aufgrund ihres therapeutischen Blickwinkels und tendenziell auch aufgrund ihres
Auftrags, dem Patienten zu helfen, dessen oftmals pessimistische Selbsteinschätzung
in Bezug auf die Schwere der Gesundheitsbeeinträchtigung und damit auch in Bezug
auf die verbliebene Arbeitsfähigkeit übernehmen und gegen abweichende medizinische
Einschätzungen verteidigen. Aus dieser Vermutung ergibt sich i.d.R. eine geringere
Überzeugungskraft bzw. ein reduzierter Beweiswert der Angaben behandelnder Ärzte.
Entgegen der von der Beschwerdegegnerin im vorliegenden Fall implizit vertretenen
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Auffassung führt diese Vermutung aber nicht dazu, dass die Angaben behandelnder
Ärzte überhaupt keinen Beweiswert hätten. Spätestens ab dem Zeitpunkt, in dem Dr.
C._ die in seinem Zeugnis vom 4. September 2010 angegebene Verschlechterung
des Gesundheitszustands bestätigt hat, konnte nicht mehr (gestützt auf das frühere
Gutachten) von einem mit überwiegender Wahrscheinlichkeit unverändert anhaltenden
Arbeitsfähigkeitsgrad in einer adaptierten Tätigkeit von 100% ausgegangen werden,
denn die bestehenden somatischen Diagnosen hätten sich auch verschlechtert haben
können. Mit diesem Unterschreiten des Beweisgrads der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit ist die Untersuchungspflicht aktiviert worden, d.h. die
Beschwerdegegnerin hätte von Amtes wegen den aktuellen medizinischen Sachverhalt
erheben müssen. Stattdessen hat sie sich darauf beschränkt zu konstatieren, dass Dr.
C._ seine Angaben nicht belegt habe, m.a.W. dass er die behauptete
Verschlechterung des Gesundheitszustands nicht mit dem Beweisgrad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit belegt habe. Die Beschwerdegegnerin hätte in
Erfüllung ihrer Untersuchungspflicht wenigstens
Dr. C._ auffordern müssen, seine Angaben zu begründen und zu belegen, wobei sie
ihn darauf hätte aufmerksam machen müssen, dass die "alte" MRI-Untersuchung nicht
relevant sein könne. Hätte Dr. C._ auf eine solche Aufforderung hin keine Berichte
behandelnder Fachärzte einreichen können, die seine Meinung bestätigt hätten, wäre
es angesichts des beschränkten Beweiswerts der Angaben behandelnder Ärzte Inhalt
der Untersuchungspflicht der Beschwerdegegnerin gewesen, eine unabhängige
Abklärung zu veranlassen, also entweder eine RAD-Untersuchung vorzunehmen oder
eine Begutachtung in Auftrag zu geben. Spätestens nach dem Auftauchen weiterer
Diagnosen im Beschwerdeverfahren ist offensichtlich gewesen, dass der
Untersuchungspflicht im vorangegangenen Verwaltungsverfahren nicht ausreichend
Genüge getan worden ist, so dass die angefochtene Verfügung auf einer
Sachverhaltsannahme beruht hat, die den erforderlichen Beweisgrad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit nicht erreicht hat. In dieser Situation hätte die
Beschwerdegegnerin entweder die Abweisungsverfügung widerrufen und das
Verwaltungsverfahren wieder aufnehmen oder die Rückweisung zur weiteren Abklärung
beantragen müssen, denn die Bedeutung des Diabetes mellitus und der
Herzbeschwerden für die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers hat ihr nicht bekannt
sein können. Die angefochtene Verfügung erweist sich somit als rechtswidrig. Sie ist
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aufzuheben und die Sache ist zur weiteren Abklärung an die Beschwerdegegnerin
zurückzuweisen.
2.
Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Gerichtsgebühr ist ausgehend von
einem durchschnittlichen Beurteilungsaufwand praxisgemäss auf Fr. 600.--
festzusetzen. Die unterliegende Beschwerdegegnerin hat für diese Kosten
aufzukommen. Die am 10. Juni 2011 bewilligte unentgeltliche Rechtspflege ist damit
als gegenstandslos zu betrachten.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP