Decision ID: f1012135-c7b9-47e1-bcc7-e717eaa3131f
Year: 2015
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ wurde am 10. Dezember 1987 wegen eines Nierenleidens
(Geburtsgebrechen Nr. 342 gemäss Anhang der Verordnung über Geburtsgebrechen
[GgV; SR 831.232.21]) bei der Invalidenversicherung (IV) zum Bezug von IV-Leistungen
für Minderjährige angemeldet (IV-act. 1). Die IV-Stelle gewährte medizinische
Massnahmen (vgl. IV-act. 5).
A.b Bereits zuvor, am 8. Juni 1987 hatte die Versicherte bei einem Verkehrsunfall ein
Schädelhirntrauma (Contusio cerebri, Subduralhämatom rechts frontal) sowie eine
Femurfraktur mit posttraumatischer Beinverlängerung links erlitten. Sie wurde am
15. Juni 1989 wegen eines unfallbedingten Sprachgebrechens erneut bei der IV
angemeldet (zu den gewährten Massnahmen pädagogisch-therapeutischer Art vgl. IV-
act. 14, zu den medizinischen Massnahmen vgl. IV-act. 19 und 27, zu den Hilfsmitteln
vgl. IV-act. 29) und beantragte am 23. Januar 1997 bei der IV-Stelle Berufsberatung (IV-
act. 7, 8 31, 32). Mit Verfügung vom 27. Juni 1997 wurde der Versicherten als
berufliche Massnahme die erstmalige berufliche Ausbildung zur Haushalthilfe in der
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Haushaltungsschule B._ für die Dauer vom 11. August 1997 bis zum 10. August 1999
zugesprochen (IV-act. 42).
A.c Im Auftrag der IV-Stelle erstattete die Medizinische Abklärungsstelle (MEDAS)
am Kantonsspital St. Gallen am 17. Februar 1999 ein polydisziplinäres Gutachten.
Dessen Gegenstand bildete die Abklärung beruflicher Möglichkeiten nach Abschluss
der Hauswirtschaftsschule, insbesondere im Verkauf (IV-act. 59). Die
neuropsychologische Testung durch lic. phil. C._ ergab die Diagnose mittelschwerer
neuropsychologischer (Hirn-)Funktionsstörungen auf dem Hintergrund eines
unterdurchschnittlichen Leistungsvermögens. Die Versicherte sei nicht bzw. nur mit
besonderer Unterstützung in der Lage, in der freien Wirtschaft eine Lehre oder eine
(weitere) Anlehre abzuschliessen. Es bestehe eine Einschränkung der theoretischen
Arbeitsfähigkeit von 50 %. Als hauswirtschaftliche Angestellte könne sie eine
Arbeitsfähigkeit von höchstens 50 % bis maximal 70 % erreichen. Erschwerend weise
die Versicherte eine verminderte Belastbarkeit und insbesondere auch einen
reduzierten Antrieb auf (IV-act. 59-19 f., 22). In einem ergänzenden Bericht vom
22. November 1999 hielten die Gutachter auf Anfrage der IV-Stelle fest, die 50 %ige
Arbeitsfähigkeit beziehe sich auf eine reduzierte Leistung. Aus psychiatrischer und
somatischer Sicht wäre eine ganztägige Präsenz denkbar. Die Versicherte sei jedoch
überzeugt, eine ganztägige Leistung wegen der raschen Ermüdbarkeit und der Rücken-
und Schulterschmerzen nicht erbringen zu können. Deshalb sei bei einer erzwungenen
Tätigkeit mit vermehrten somatischen Symptomen zu rechnen und es empfehle sich
zunächst eine halbtägige Präsenz (50 %ige Leistung) mit sukzessiver zeitlicher
Steigerung. In der freien Wirtschaft sei die Versicherte beispielsweise in einem
Altersheim einsetzbar unter Vermeidung von Stresssituationen und zeitlichem Druck
(IV-act 71).
A.d Die Versicherte schloss am 9. August 1999 die Anlehre als Haushalthelferin /
kollektiver Haushalt ab (IV-act. 64). Die Berufsberaterin beantragte am 14. September
1999 die Prüfung der Rentenfrage (IV-act. 66) und erachtete für die Versicherte ein
theoretisches Einkommen von Fr. 17‘316.-- jährlich (Fr. 1‘443.-- x 12), entsprechend
der Lohnstatistik des Bundesamtes für Statistik, Sektor persönliche Dienstleistungen,
einfachstes Anspruchsniveau Frauen, als zumutbar (IV-act. 73; Nachtragsbericht vom
20. Dezember 1999).
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A.e Am 7. Februar 2000 meldete sich die Versicherte zum Bezug von IV-Leistungen
für Erwachsene an (IV-act. 77). Die IV-Stelle verfügte am 17. März 2000, dass ihr ab
dem Folgemonat nach Erreichen des 18. Altersjahres (ab 1. Dezember 199_) bei einem
Invaliditätsgrad von 62 % ein halbe IV-Rente zustehe (IV-act. 81, 76).
A.f Im Fragebogen für Rentenrevision vom 14. Dezember 2001 teilte die Versicherte
der IV-Stelle mit, ihr Gesundheitszustand habe sich verschlimmert. Seit einem Jahr
leide sie vermehrt unter Rücken-, Bein- und Kopfschmerzen. Sie habe von Mai bis
August 2000 mit 50 %iger Arbeitsfähigkeit in der D._ gearbeitet und sei seit
September 2000 voll arbeitsunfähig (IV-act. 85). Dr. med. E._, FMH Allgemeine Innere
Medizin, berichtete am 4. Januar 2002 im Wesentlichen, der Gesundheitszustand sei
stationär. Die Versicherte sei vom 31. August 2000 an zu 100 % arbeitsunfähig
gewesen. Sie habe die vorwiegend hauswirtschaftliche Tätigkeit in der D._ abgelehnt,
mit einer Zunahme der somatischen Symptome reagiert und die Stelle gekündigt, als
Ende November 2000 die schrittweise Wiederaufnahme der Arbeit angestanden sei.
Eine psychiatrische Behandlung wegen Somatisierungstendenz sei abgebrochen
worden (IV-act. 87-1 ff.).
A.g Am 22. Januar 2002 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, der Rentenanspruch
bestehe unverändert weiter (IV-act. 89). Die Versicherte ersuchte mit Eingabe vom
2. August 2002 um eine beschwerdefähige Verfügung bzw. um erneute medizinische
Abklärung, da sich ihr Gesundheitszustand verschlechtert habe (IV-act. 94). Eine gegen
die daraufhin am 21. November 2002 erlassene Verfügung (IV-act. 95) erhobene
Beschwerde vom 11. Dezember 2002 (IV-act. 101) hiess das Versicherungsgericht mit
Entscheid vom 12. Juni 2003 (Verfahren IV 2002/247) gut, hob die angefochtene
Verfügung auf und stellte fest, dass auf das Revisionsgesuch der Versicherten
einzutreten sei (IV-act. 106).
A.h Die Versicherte gab am 5. März 2004 wiederum an, ihre Schmerzen nähmen
laufend zu (IV-act. 107). Dr. med. F._, Facharzt FMH für Chirurgie, berichtete am
16. März 2004, der Gesundheitszustand sei stabil. Die in unregelmässigen, in
Stresssituationen häufiger und intensiver auftretenden Schmerzen an Rücken und
Oberschenkel und migräneartigen Kopfschmerzen dauerten Stunden bis Tage. Die
bisherige Tätigkeit sei nicht mehr zumutbar. Eine leichte Arbeit wäre körperlich
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möglich, doch reagiere die Versicherte auf kleine Anforderungen mit starken
Schmerzen (IV-act. 109). Mit Verfügung vom 13. Mai 2004 sprach die IV-Stelle der
Versicherten ab 1. Dezember 2001 eine ganze Rente bei einem Invaliditätsgrad von
100 % zu (IV-act. 114 ff.).
A.i Nachdem die Versicherte selbst (IV-act. 130, 10. Februar 2007) und Dr. F._
(IV-act. 133, 28. Februar 2007) erklärt hatten, der Gesundheitszustand sei unverändert,
teilte die IV-Stelle der Versicherten am 6. März 2007 mit, sie habe weiterhin Anspruch
auf die bisherige Invalidenrente (Invaliditätsgrad 100 %; IV-act. 134).
A.j Am 30. Juni 20_ gebar die Versicherte ihren Sohn G._ (IV-act. 145-8, 9). In
einem weiteren von Amtes wegen eingeleiteten Revisionsverfahren gab die Versicherte
am 20. April 2011 an, ihr Gesundheitszustand habe sich seit Februar 2008
verschlechtert (IV-act. 142). Dr. F._ bezeichnete im Verlaufsbericht vom 14. Juni 2011
den Gesundheitszustand als stationär bei einigermassen stabilem psychischem
Zustand (IV-act. 145-1).
A.k In ihrem Abklärungsbericht Haushalt vom 20. Dezember 2011 qualifizierte die
Abklärungsperson die Versicherte zu 50 % als erwerbstätig und zu 50 % als im
Haushalt tätig und ermittelte im Haushalt eine Einschränkung von 14,26 % (IV-
act 152-10 ff.).
A.l Die Versicherte wurde im November 2012 im Auftrag der IV-Stelle durch das
Begutachtungszentrum BL (BEGAZ) polydisziplinär (Allgemeine Innere Medizin,
Neurologie, Orthopädie, Neuropsychologie, Psychiatrie) begutachtet (IV-act. 162). Die
Gutachter diagnostizierten im Wesentlichen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit
einen Status nach Verkehrsunfall vom 8. Juni 1987 mit Schädelhirntrauma mit Contusio
cerebri und Subduralhämatom mit mittelschweren bis schweren neuropsychologischen
Funktionsstörungen, einen Verdacht auf eine angeborene Normvariante einer
Hypoplasie und Dysplasie des Corpus callosum, eine organische
Persönlichkeitsstörung nach Schädel-/Hirntrauma (ICD-10: F07.8) sowie eine
muskuläre Dekonditionierung bei Status nach operativ versorgter Femurfraktur (IV-
act. 162-42). Die Gutachter befanden, im Vergleich zum Vorgutachten von 1999 habe
sich der Gesundheitszustand nicht namhaft verändert, doch seien die praktischen
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Auswirkungen der hirnorganischen Störung im Vorgutachten unterschätzt worden. Rein
somatisch-neurologisch bestünde in einer körperlich angepassten Tätigkeit eine
vollschichtige Arbeitsfähigkeit mit einer Leistungseinschränkung von 15 %. Unter
Berücksichtigung der neuropsychologischen und psychischen Residuen sei eine
Arbeitstätigkeit im ersten Arbeitsmarkt nicht realisierbar. Die im eigenen familiären
Haushalt - wo die Versicherte wesentlich auf Hilfe und Führung durch ihre Mutter
angewiesen sei - ermittelte Einschränkung von 14,26 % berücksichtige die
Schadenminderungs- und Mitwirkungspflicht der Familienangehörigen. Eine
Erwerbstätigkeit als Hausangestellte sei angesichts der massiven
neuropsychologischen Befunde nur in einem geschützten Rahmen möglich.
Gesamthaft wäre aufgrund der erheblichen Leistungseinschränkungen mit einem
Rendement von 20 % zu rechnen (IV-act. 162-46 f.).
A.m Mit Vorbescheid vom 7. März 2013 stellte die IV-Stelle die Reduktion der
bisherigen ganzen auf eine halbe Rente in Aussicht (IV-act. 168). Trotz Einwands vom
8. April 2013 (IV-act. 172) setzte die IV-Stelle mit Verfügung vom 21. Mai 2013 bei
einem Gesamtinvaliditätsgrad von 57 % die bisherige ganze Rente ab 1. Juli 2013 auf
eine halbe Rente herab (IV-act. 173 ff.).
B.
B.a Gegen die Verfügung vom 21. Mai 2013 liess A._ am 26. Juni 2013 durch
Rechtsanwalt Bernhard Zollinger Beschwerde erheben. Sie beantragt, die
angefochtene Verfügung sei unter Kosten- und Entschädigungsfolgen aufzuheben und
es sei ihr (weiterhin) eine ganze Invalidenrente zuzusprechen. Eventualiter sei die Sache
zur weiteren Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Ihr Haushalt
werde von ihrer Mutter geführt. Sie sei auch in diesem Bereich vollumfänglich
arbeitsunfähig (act. G 1).
B.b In ihrer Beschwerdeantwort vom 31. Juli 2013 beantragt die
Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Die Einschränkung im Haushalt
sei unter Berücksichtigung der Schadenminderungspflicht der Familienmitglieder
festgelegt und vom BEGAZ bestätigt worden. Bei der Beschwerdeführerin seien keine
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Schmerzanzeichen aufgefallen; sie habe ihren Sohn hüten, ihn hochheben und seine
Windeln wechseln können. Die Abklärung sei ausführlich (act. G 4).
B.c Mit Replik vom 6. Januar 2014 macht die Beschwerdeführerin geltend, es
bestehe kein Revisionsgrund, die Schadenminderungspflicht der Familienmitglieder
greife nicht und die angefochtene Verfügung sei im Ergebnis stossend (act. G 14).
B.d Die Beschwerdegegnerin hat auf eine Duplik verzichtet (act. G 17).

Erwägungen
1.
1.1 Nach Art. 28 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG;
SR 831.20) besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte
Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens
zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% besteht ein
Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein
Anspruch auf eine Viertelsrente.
1.2 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des
Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung
zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte
Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen
Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche
Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V
261 E. 4 mit Hinweisen).
1.3 Im Sozialversicherungsrecht gilt der Untersuchungsgrundsatz. Verwaltung und
Sozialversicherungsgericht haben von sich aus für die richtige und vollständige
Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen (BGE 122 V 158 E. 1a); in
diesem Sinn trifft die Verwaltung grundsätzlich auch die Beweisführungslast.
Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob über den
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streitigen Anspruch so oder anders zu entscheiden ist. In diesem Rahmen haben
Verwaltungsbehörden und das Sozialversicherungsgericht zusätzliche Abklärungen
stets dann vorzunehmen oder zu veranlassen, wenn hierzu aufgrund der
Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebenden Anhaltspunkte
hinreichender Anlass besteht (BGE 117 V 282 E. 4a). In beweisrechtlicher Hinsicht gilt
der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben die urteilenden Instanzen
die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und
pflichtgemäss zu würdigen. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist
entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen
Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen
Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und
ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit
Hinweisen).
1.4 Im Sinne einer Richtlinie ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens
eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten, welche aufgrund eingehender
Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht
erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen,
volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die
Zuverlässigkeit der Expertise sprechen. Zu beachten sind sodann die einschlägigen
Verfahrensvorschriften und die Mitwirkungsrechte der Verfahrensbeteiligten (BGE 137
V 227 E. 1.3.4; BGE 125 V 353 E. 3b/bb).
2.
2.1 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin
für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR
830.1]). Zeitlicher Ausgangspunkt für die Beurteilung einer anspruchserheblichen
Änderung des Invaliditätsgrads ist bei der Prüfung eines Gesuchs um Erhöhung der
Rente wie auch bei der Prüfung einer Rentenanpassung von Amtes wegen die letzte
rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs
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mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines
Einkommensvergleichs beruht (BGE 133 V 108; BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des
Bundesgerichts vom 26. März 2010, 9C_438/2009, E. 1). Anlass zur Rentenrevision gibt
jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der
Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Anspruch zu beeinflussen.
Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des
Gesundheitszustandes oder der erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich
gebliebenen Gesundheitszustandes revidierbar. Dagegen stellt die unterschiedliche
Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen
Gesundheitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit keinen Revisionsgrund im Sinne von Art.
17 Abs. 1 ATSG dar (Urteile der Bundesgerichts vom 17. Januar 2008, 9C_552/2007 E.
3.1.2, vom 12. Januar 2010, 9C_798/2009, E. 3.1, vom 27. Mai 2010, 8C_972/2009 E.
3.2, BGE 112 V 371 E. 2b, mit weiteren Hinweisen). Die Beantwortung der Frage, ob
eine massgebende Änderung eingetreten ist, setzt einen Vergleich zweier Sachverhalte
voraus (U. KIESER, ATSG-Kommentar, 2. Aufl., Zürich 2009, Art. 17 N 22).
Praxisgemäss genügt für die Revision einer Invalidenrente, dass eine
Tatsachenänderung aus dem gesamten anspruchserheblichen Tatsachenspektrum
eingetreten ist; nicht erforderlich ist, dass gerade die geänderte Tatsache zur
revisionsweisen Neufestsetzung der Invalidenrente führt (Urteil des Bundesgerichts
vom 26. März 2014, 8C_754/2013, E. 3.2.1).
2.2 Ist eine anspruchserhebliche Änderung des Sachverhalts nicht mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, bleibt es nach dem Grundsatz der
materiellen Beweislast beim bisherigen Rechtszustand (Urteil des Bundesgerichts vom
16. Juni 2014, 9C_273/2014, E. 3.1.1). Bei gegebenem Revisionsgrund ist der
Rentenanspruch gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung umfassend neu zu
prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 und E. 6.1; Urteil vom 5. Dezember 2012, 9C_427/2012, E.
3.4).
3.
3.1 Die Beschwerdegegnerin hielt in der angefochtenen Verfügung fest, die
Beschwerdeführerin sei aufgrund der Geburt ihrer Kinder (am 15. Mai 20_ gebar die
Beschwerdeführerin ein zweites Kind, H._, IV-act. 178) neu als teilerwerbstätig -
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50 % als Hausfrau und 50 % als Erwerbstätige - zu qualifizieren (IV-act 173-1). Im
Folgenden ist zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht von einer
Statusänderung und einem Revisionsgrund ausgegangen ist.
3.2 Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als
nichterwerbstätig einzustufen ist (vgl. Art. 28a IVG), ergibt sich aus der Prüfung, was sie
bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche
Beeinträchtigung bestünde. Entscheidend ist somit nicht, welches Ausmass der
Erwerbstätigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte,
sondern in welchem Pensum sie hypothetisch erwerbstätig wäre. Bei im Haushalt
tätigen Versicherten im Besonderen sind die persönlichen, familiären, sozialen und
erwerblichen Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben
gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die
persönlichen Neigungen und Begabungen zu berücksichtigen. Die Statusfrage beurteilt
sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der
Verwaltungsverfügung entwickelt haben, wobei für die hypothetische Annahme einer
im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-) Erwerbstätigkeit der im Sozialversicherungsrecht
übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich ist (Urteil vom
2. September 2014, 9C_395/2014, E. 3.1.1, mit weiteren Hinweisen). Dabei ist den
Angaben der versicherten Person im Rahmen einer Haushaltabklärung - da noch nicht
von möglichen versicherungsrechtlichen Überlegungen geprägt - regelmässig erhöhtes
Gewicht beizumessen. Vorausgesetzt ist aber, dass die versicherte Person in der Lage
ist, die ihr gestellte Statusfrage einwandfrei zu erfassen. Die Beantwortung der
entsprechenden Frage verlangt vor allem von Versicherten, die seit langer Zeit aus dem
Erwerbsleben ausgeschieden sind, ein hohes Mass an Abstraktionsvermögen und
Vorstellungskraft. Dieses kann bei Versicherten, die über eher geringe intellektuelle
Ressourcen verfügen, herabgesetzt sein. Selbst wenn sich die Abklärungspersonen
nach Kräften bemühen, den Versicherten die Bedeutung und Tragweite der Statusfrage
zu erläutern, vermag dies ein ungenügendes Vorstellungsvermögen nicht in jedem Fall
vollständig zu kompensieren (Urteil vom 28. August 2013, 9C_286/2013, E. 4.3, mit
Verweisen). Sodann verstösst es gegen das Gleichbehandlungsgebot, ausschliesslich
aufgrund der Anzahl und des Alters der Kinder einer Versicherten darauf zu schliessen,
diese hätte auch ohne gesundheitliche Einschränkungen ihre Erwerbstätigkeit
eingestellt oder reduziert (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom
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20. Juni 2003, I 635/02, E. 3.1). Der Umstand der Familiengründung führt an sich noch
nicht zu einer Rentenrevision, sondern kann lediglich Anlass für Abklärungen in Bezug
auf die Statusfrage sein. Einzig wenn diese ergeben, dass die rentenbeziehende
Person - unabhängig ihres Geschlechts - ihre Erwerbstätigkeit ohne gesundheitliche
Beeinträchtigungen auf Grund der Geburt des Kindes tatsächlich reduziert oder
aufgegeben hätte, steht eine Abänderung der bisherigen Rente im Raum (Urteile des
Bundesgerichts vom 28. Mai 2014, 8C_817/2013, E. 4.3, und vom 22. Dezember 2014,
8C_586/2014, E. 5.2.2).
3.3 Die Beschwerdeführerin gab zunächst an, sie würde ohne Behinderung keine
Erwerbstätigkeit ausüben (IV-act. 148, Eingang bei der Beschwerdegegnerin am
10. August 2011, wobei unklar ist, wer diesen Fragebogen ausgefüllt hat). Anlässlich
der Haushaltsabklärung am 30. November 2011 (IV-act. 152-1) erklärte sie, sie würde,
wenn sie gesund wäre, in einem Pensum von 100 % arbeiten. Sie habe jedoch
niemanden, der die Kinderbetreuung übernähme. Ihre Mutter komme zwischen 16.30
Uhr und 17.30 Uhr nach Hause, somit könnte sie im Gesundheitsfall abends etwa zwei
bis drei Stunden arbeiten (IV-act. 152-3). Der neuropsychologische Gutachter,
lic. phil. I._, führte in seinem Teilgutachten vom 13. November 2012 aus, die
Beschwerdeführerin habe Mühe, Frageinhalte und Frageintentionen zu erfassen, zeige
sich immer wieder ratlos in ihren Antwortversuchen, habe ein wenig / kaum
differenziertes Selbst- und Weltbild (IV-act. 163-4). Es lasse sich eine zumindest leichte
Sprach- und Lesesinnverständnisschwäche feststellen. Das allgemeine intellektuelle
Leistungsvermögen sei deutlich unterdurchschnittlich (IV-act. 163-11). Der
psychiatrische Gutachter, Dr. med. J._, beschrieb am 15. November 2012 begrenzte
intellektuelle Ressourcen und möglicherweise hirnorganisch bedingte
Teilleistungsschwächen im Sinne einer Persönlichkeitsstörung und verwies auf
neuropsychologisch festgestellte relevante kognitive Beeinträchtigungen. Die
Beschwerdeführerin sei ungereift, ängstlich, gehemmt und auf dauernde Hilfe ihrer
Mutter oder anderer Angehöriger angewiesen und unfähig, selbständig zu leben (IV-
act. 164-20). Daraus ergibt sich, dass auf die Aussagen der Beschwerdeführerin
hinsichtlich einer hypothetischen Erwerbstätigkeit im Gesundheitsfall nicht abgestellt
werden kann. Es ist vielmehr davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin bei ihrer
ersten Antwort, sie wäre im Gesundheitsfall nicht erwerbstätig, die Frage nicht
vollständig erfasste und bei der Befragung durch die Abklärungsperson nicht bedacht
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hat, ob bzw. inwieweit sich eine Kinderbetreuung organisieren liesse. Dass sie sich bei
ihrer Angabe, sie wäre vorbehältlich der Kindebetreuung voll erwerbstätig, von
versicherungsrechtlichen Überlegungen leiten liess, ist nicht anzunehmen. Die
Beschwerdeführerin lebt mit ihren Eltern und ihrem Ehemann zusammen. Die Mutter
arbeitet vollzeitlich zu einem Nettolohn von Fr. 3‘100.--; ihr Ehemann arbeitet auf dem
Bau und verdient Fr. 4‘000.-- netto. Ihr Vater bezieht IV-Renten von insgesamt
Fr. 3‘900.--, die Mietkosten belaufen sich auf Fr. 1‘500.-- (IV-act. 164-2, 17; IV-
act. 162-36; IV-act. 152-3). Diese familiären und finanziellen Verhältnisse legen nahe,
dass die Beschwerdeführerin ohne gesundheitliche Beeinträchtigung mindestens
nahezu vollzeitlich arbeiten würde, da sie als Gesunde ein höheres Einkommen zu
erzielen vermöchte als ihre Mutter (vgl. das in der Verfügung aufgeführte
Valideneinkommen von Fr. 68‘400.--; IV-act. 173). Damit könnte ihre Mutter zu einem
wesentlichen Teil die Kinderbetreuung übernehmen. Es ist daher überwiegend
wahrscheinlich, dass die Beschwerdeführerin als Gesunde nicht bloss in einem 50 %-
Pensum, sondern in einem wesentlich höheren Umfang, d.h. im Umfang von 80 % bis
100 %, erwerbstätig wäre. Da die Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall auch nicht im
Haushalt der Eltern leben würde, wäre ein solches Arbeitspensum auch aus finanziellen
Gründen geboten.
4.
4.1 Das MEDAS-Gutachten vom 17. Februar 1999 (IV-act. 59-1) attestierte der
Beschwerdeführerin eine theoretische Arbeitsfähigkeit als hauswirtschaftliche
Angestellte wie auch als Hilfskraft im Verkauf von 50 % in Form einer reduzierten
Leistung, wobei es offen liess, ob eine Beschäftigung in der freien Wirtschaft überhaupt
möglich sei (IV-act. 59-23 f.; IV-act. 71). Im Gutachten des BEGAZ vom 28. November
2012 (IV-act. 162-1) wird festgehalten, es sei nicht davon auszugehen, dass im
Vergleich zur Vorbegutachtung 1999 eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes
und der Arbeitsfähigkeit eingetreten sei. Hingegen seien die praktischen Auswirkungen
der hirnorganischen Störung im Vorgutachten unterschätzt worden.
Gesamtmedizinisch müsse der Beschwerdeführerin in jeglicher Tätigkeit in der freien
Marktwirtschaft eine mindestens 80 %ige Arbeitsunfähigkeit attestiert werden (IV-
act. 162-46). Der neurologische Gutachter, Dr. med. K._, befand, aufgrund einer
leichten Hemisymptomatik und eines leichten Lumbovertrebralsyndroms seien
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körperlich schwere Arbeiten nicht zumutbar. Körperlich leichte und sporadisch
mittelschwere Arbeiten seien vollschichtig mit einer Leistungsminderung von 15 %
zumutbar. Aufgrund der neuropsychologischen Funktionsstörung seien der
Beschwerdeführerin inhaltlich nur einfache, praktische, lediglich ausführende, wenig bis
nicht fehlerintensive, das Kurzzeitgedächtnis und Exekutivfunktionen kaum
beanspruchende, keine Eigeninitiative und / oder Verantwortungsübernahme
voraussetzende Tätigkeiten unter Anleitung möglich. Zudem sollte die
Beschwerdeführerin ohne Zeitdruck in einem lärmarmen und weitgehend emotional
spannungsfreien Arbeitsumfeld tätig sein können (IV-act. 164-12). Dr. J._ führte aus,
die Störung sei derart massiv, dass die Beschwerdeführerin auch bei einfachsten
Belangen im Alltag die Hilfe ihrer Familie benötige. Dies zeige sich schon bei
Routineaufgaben im Haushalt, die sie nur in sehr beschränktem Umfange selbständig
wahrnehmen könne. Sie schaffe es nicht einmal, Einkäufe zu erledigen, und sei
überfordert mit dem gesamten Haushalt neben der Tätigkeit als Mutter eines Kindes; es
gelinge ihr nicht einmal, die Wäsche selber zu sortieren. Diese Verhaltensauffälligkeit
sei derart gravierend, dass sie nicht alleine mit einer genuinen Persönlichkeitsstörung
erklärt werden könne. Die Beschwerdeführerin benötige dauernde Aufsicht; sie sei
nicht in der Lage, Verantwortung zu übernehmen, sei verlangsamt und könnte allenfalls
einfachste Routineaufgaben erledigen. Dies käme geschützten Bedingungen gleich. In
der freien Wirtschaft müsse deshalb weiterhin eine mindestens 80 %ige Einschränkung
der Arbeitsfähigkeit für jede Tätigkeit angenommen werden (IV-act. 164-21). Im
neuropsychologischen Gutachten wurde festgehalten, die Beschwerdeführerin habe
erhebliche Umsetzungsprobleme, verliere immer wieder aus den Augen, was zu tun sei,
könne das Konzept, den „mental set“ nicht aufrecht erhalten, habe ausgeprägte
Planungsschwächen. Das Arbeitstempo sei einerseits erheblich verlangsamt,
andererseits antworte die Beschwerdeführerin gehäuft vorschnell, unüberlegt. Sie
weise ein reduziertes Fehlerbewusstein auf und lasse allgemein ungenügende Sorgfalt
walten (IV-act. 163-5). Das Instruktionsverständnis sei auch für einfache Testverfahren
zeitaufwändig und nur verzögert herstellbar gewesen, und die inhaltlichen
Auffassungsleistungen bei vorgelesenen Kurzgeschichten seien sehr gering gewesen.
Dies lasse auf eine mindestens leichte Beeinträchtigung des auditiven
Sprachverständnisses schliessen. Auch das Leseverständnis sei erheblich
eingeschränkt (IV-act. 163-8). Bezüglich der Daueraufmerksamkeit /
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Konzentrationsfähigkeit hätten sich schwere quantitative und mittelschwere qualitative
Mängel gezeigt; die Merk- und Lernfähigkeit seien schwer bzw. mittelschwer
beeinträchtigt (IV-act. 163-11).
4.2 Das Gutachten beruht auf umfassenden Untersuchungen, welche je zwei bzw.
vier Stunden dauerten (IV-act. 162-26; IV-act. 159). Die anamnestisch geschilderten
Beschwerden wurden beurteilt und auf das Vorgutachten von 1999 und die
behandlungsärztlichen Berichte wurde eingegangen. Befunde, Diagnosen und
Einschätzung der Arbeitsfähigkeit erscheinen schlüssig und nachvollziehbar. Das
Gutachten wurde entsprechend durch Dr. med. L._, RAD, als aus medizinischer
Sicht plausibel und nachvollziehbar bezeichnet. Die von den Gutachtern angenommene
Restarbeitsfähigkeit von 20 % sei definitiv nur im geschützten Rahmen verwertbar.
Gegenüber der Verfügung vom 24. März 2004 liege ein unveränderter
Gesundheitsschaden vor. Dem Ergebnis der Haushaltsabklärung sei unter der üblichen
Berücksichtigung der Mithilfe von Angehörigen zuzustimmen; ohne diese wäre die
Leistungsminderung deutlich höher (IV-act. 165). Ob auf das Ergebnis der
Haushaltsabklärung tatsächlich abgestellt werden kann, erscheint allerdings höchst
fraglich. Zum Einen ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass
die Beschwerdeführerin - wäre sie gesund - nicht im Haushalt ihrer Eltern leben würde.
Damit kommt eine unter dem Gesichtspunkt der Schadenminderungspflicht
anzurechnende Mithilfe der Mutter nicht zur Anwendung. Im Weiteren widerspricht
schon das Ergebnis bei der Position „7.1 Haushaltsführung“, wonach hier keine
Einschränkung vorliegen soll, in eklatanter Weise dem Gutachten, das festhält, dass die
Beschwerdeführerin bei der Verrichtung von Hausarbeiten wesentlich auf Hilfe und
Führung durch die Mutter angewiesen sei (vgl. IV-act. 164-14 und 152-11). Nachdem
die Beschwerdeführerin aus gesundheitlichen Gründen nicht in der Lage ist,
selbständig zu leben, könnte sich sogar die Frage stellen, ob sie Anspruch auf
Hilflosenentschädigung für lebenspraktische Begleitung hätte.
4.3 Gestützt auf das Gutachten ist davon auszugehen, dass keine Verbesserung
des Gesundheitszustandes eingetreten ist. Da die Beschwerdeführerin mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit ohne gesundheitliche Beeinträchtigung eine
Erwerbstätigkeit in einem Pensum von 80 % - 100 %, mindestens jedoch 70 %
ausüben würde (E. 3.3), ist kein Revisionsgrund gegeben, weshalb die
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Beschwerdeführerin - unabhängig von ihrer effektiven Einschränkung im Haushalt -
weiterhin Anspruch auf eine ganze Invalidenrente hat.
5.
5.1 Die angefochtene Verfügung ist daher in Gutheissung der Beschwerde
aufzuheben.
5.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr.
1‘000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint
in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem Ausgang des
Verfahrens entsprechend ist sie vollumfänglich der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist der Beschwerdeführerin
zurückzuerstatten.
5.3 Ausgangsgemäss hat die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine
Parteientschädigung. Diese ist vom Gericht ermessensweise festzusetzen, wobei
insbesondere der Bedeutung der Streitsache und dem Aufwand Rechnung zu tragen
ist (Art. 61 lit. g ATSG; vgl. auch Art. 98 ff. VRP/SG, sGS 951.1). Der Rechtsvertreter
der Beschwerdeführerin hat keine Honorarnote eingereicht. Der Bedeutung und dem
Aufwand der Streitsache angemessen erscheint eine Parteientschädigung von
pauschal Fr. 2‘500.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer).