Decision ID: e429fda8-8081-4f1c-ad37-d88430251e74
Year: 2019
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Das kantonale Steueramt Zürich meldete der Sozialversicherungsanstalt des Kan
tons Zürich, Ausgleichskasse, am 27. Juli 2016 für das Steuerjahr 2012 ein Ein
kommen von
X._
aus selbständiger Erwerbstätigkeit von Fr. 360‘035.-
- sowie ein im Betrieb investiertes Eigenkapital von Fr. 160‘537.-
- (Urk. 7/41), woraufhin die Ausgleichskasse am 4. August 2016 die Beiträge (inkl. Verwal
tungskosten) für das Jahr 2012 auf Fr. 39‘173.40 festsetzte (Urk. 7/40). Dagegen erhob
X._
am 22. August 2016 Einsprache (Urk. 7/36). Mit Rektifikat vom 9. November 2016 meldete das kantonale Steueramt der Ausgleichskasse für
das Steuerjahr 2012 ein Einkommen von
X._
aus selbständiger Erwerbstätig
keit von Fr. 118‘625.-- sowie ein im Betrieb investiertes Eigenkapital von Fr. 0.-- (Urk. 7/34). In der Folge hiess die Ausgleichskasse die von
X._
am 22. August 2016 erhobene Einsprache betreffend das Beitragsjahr 2012 (im Betreff und im Dispositiv wurde korrekterweise das Beitragsjahr 2012 erwähnt; bloss im Sachverhalt wurde an einer Stelle fälschlicherweise festgehalten, es handle sich um die persönlichen Beiträge für das Jahr 2011) mit Entscheid vom 27. Februar 2017 teilweise gut; sie hob die angefochtene Verfügung vom 4. August 2016 auf und stellte fest, für die Bemessung der Beiträge sei von den Angaben im Rektifikat des Steueramts (Einkommen aus selbständiger Erwerbstä
tigkeit von Fr. 118‘625.-- sowie ein im Betrieb investiertes Eigenkapital von Fr. 0.--) auszugehen. Die entsprechende Abrechnung erhalte
X._
mit separater Post (Urk. 2 [= Urk. 7/10]).
2.
Gegen den
Einspracheentscheid
vom 27. Februar 2017 erhob
X._
am 3. April 2017 Beschwerde und beantragte, der angefochtene Entscheid sei aufzu
heben und das Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit im Jahr 2012 sei auf Fr. 0.-- festzusetzen (Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 3. Mai 2017 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 6), was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 15. Mai 2017 angezeigt wurde. Gleichzei
tig wurden die Steuerakten des Beschwerdeführers betreffend die Steuerperiode 2013 beigezogen (Urk. 8), welche am 26. Mai 2017 beim Gericht eingingen (Urk. 9 und Urk. 10).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss Art. 22 der Verordnung über die Alters- und
Hinterlassenenversiche
rung
(AHVV) werden die Beiträge vom Einkommen aus selbständiger Erwerbs
tätigkeit für jedes Beitragsjahr festgesetzt, wobei das Kalenderjahr als Beitrags
jahr gilt. Die Beiträge bemessen sich aufgrund des im Beitragsjahr tatsächlich erzielten Erwerbseinkommens und des am 31. Dezember im Betrieb investierten Eigenka
pitals
.
1.2
1.2.1
Gemäss Art. 17 AHVV gelten als Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit im Sinne von Art. 9 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Alters- und
Hinter
las
senenversicherung
(AHVG) alle in selbständiger Stellung erzielten Einkünfte aus einem Handels-, Industrie-, Gewerbe-, Land- und Forstwirtschaftsbetrieb, aus einem freien Beruf sowie aus jeder anderen selbständigen Erwerbstätigkeit, ein
schliesslich der Kapital- und Überführungsgewinne nach Art. 18 Abs. 2 des Bun
desgesetzes über die direkte Bundessteuer (DBG) und der Gewinne aus der Ver
äusserung von land- und forstwirtschaftlichen Grundstücken nach Art. 18 Abs. 4 DBG, mit Ausnahme der Einkünfte aus zu Geschäftsvermögen erklärten Beteili
gungen nach Art. 18 Abs. 2 DBG.
1.2.2
Nicht unter den Begriff der selbständigen Erwerbstätigkeit im Sinne von Art. 9 Abs. 1 AHVG und Art. 17 AHVV fällt die blosse Verwaltung des eigenen Vermö
gens; der daraus resultierende reine Kapitalertrag unterliegt daher nicht der Bei
tragspflicht. Gleiches gilt in Bezug auf Gewinne aus privatem Vermögen, welche in Ausnützung einer zufällig sich bietenden Gelegenheit erzielt worden sind. Anderseits stellen Kapitalgewinne aus der Veräusserung oder Verwertung von Gegenständen des Privatvermögens, wie Wertschriften oder Liegenschaften, auch bei nicht buchführungspflichtigen (Einzel)Betrieben, Einkommen aus selb
ständi
ger Erwerbstätigkeit dar, wenn und soweit sie auf gewerbsmässigem Handel beruhen (BGE 134 V 250 E. 3.1 mit Hinweisen).
1.2.3
Ausgangspunkt für die auf Grund der Gesamtheit der Umstände vorzunehmende Beurteilung der Frage, ob Einkünfte aus einer selbständigen Erw
erbstätigkeit im Sinne von Art. 4 Abs. 1 und Art. 9 Abs. 1 AHVG in Verbindung mit Art.
17 AHVV herrühren, bildet die bundesgerichtliche Rechtsprechung zur beitrags
recht
lichen Abgrenzung von blosser (privater) Vermögensverwaltung (oder Gewinnerzielung in Ausnützung einer zufällig sich bietenden Gelegenheit [BGE 134 V 250 E. 3.1 S. 253]) und betrieblicher (gewerbsmässiger) Nutzung von Lie
genschaften. Indizien für eine beitragspflichtige Erwerbstätigkeit stellen etwa die
(systematische oder planmässige) Art und Weise des Vorgehens (aktives, wertver
mehrendes Tätigwerden durch Parzellierung, Überbauung, Werbung etc., Erwerb in der offenkundigen Absicht, die Liegenschaft möglichst rasch mit Gewinn wei
terzuverkaufen, Ausnützung der Marktentwicklung), die Häufigkeit der Liegen
schaftsgeschäfte, deren Finanzierung durch den Einsatz bedeutender fremder Mit
tel oder der Veräusserungserlöse, der enge Zusammenhang mit der (haupt-) beruflichen Tätigkeit des Pflichtigen, spezielle Fachkenntnisse und eine kurze
Besitzesdauer
dar. Nicht erforderlich für die Annahme einer beitrags
pflichtigen (selbständigen) Erwerbstätigkeit ist dagegen die nach aussen sicht
bare Teilnahme am Wirtschaftsverkehr. Keine selbständige Erwerbstätigkeit bzw. kein gewerbs
mässiger Immobilienhandel liegt demgegenüber vor, wenn lediglich das eigene Vermögen verwaltet wird, insbesondere etwa durch die Ver
mietung eigener Lie
genschaften. Daran ändert nichts, wenn das Vermögen umfangreich ist, professi
onell verwaltet wird und kaufmännische Bücher
geführt werden. Überdies liegt normalerweise private Vermögensverwaltung vor
, wenn der Eigentümer seine
Lie
genschaft(en) mit Wohn- oder Geschäftsbauten über
baut, um aus deren Vermie
tung einen Ertrag zu erzielen. Dies gilt – ohne Hin
zutreten weiterer Umstände – selbst dann, wenn zur Werterhöhung und Erleich
terung des
Weiter
-
verkaufs
Stockwerkeigentumseinheiten begründet werden. Aller
dings setzt dies voraus, dass das Geschäft nicht ausschliesslich mit fremden Mitteln finanziert worden ist (Urteil des Bundesgerichts 9C_591/2016 vom 21. März 2017, E. 3.2 mit weiteren Hinweisen).
1.2.4
Für die Abgrenzung zwischen selbständiger Erwerbstätigkeit und Vermögens
ver
waltung ist grundsätzlich von der steuerrechtlichen Praxis zur Unter
schei
dung zwischen Privat- und Geschäftsvermögen auszugehen. Das Bundesgericht hat dazu festgehalten, die Vermietung eigener Liegenschaften gehöre ausge
sprochen zur üblichen Verwaltung privaten (Anlage-)Vermögens und bei der Annahme, sie sei Gegenstand eines geschäftlichen Betriebs – mithin einer (selb
ständigen) Erwerbstätigkeit –, sei grösste Zurückhaltung geboten. Insbeson
dere seien in die
ser Konstellation, also bei der Vermietung von Gebäuden und Räumlichkeiten ohne Tätigung von Käufen und Verkäufen, die zum Liegen
schafts
handel entwi
ckelten Kriterien nicht massgebend. Der Eigentümer, der seine Liegenschaft(en) mit Wohn- oder Geschäftsbauten überbaut, um aus deren Vermietung einen Ertrag zu erzielen, verwaltet demnach normalerweise privates Vermögen, und das Vermieten von Wohnblöcken gilt als Vermögensver
wal
tung, auch wenn der
Ver
mieter die Wohnungen
instand
halten
und nötigenfalls neue Mieter suchen muss. Diese Rechtsprechung ist mit Bezug auf die beitrags
rechtliche Beurteilung zu übernehmen (Urteil des Bundesgerichts 9C_591/2016 vom 21. März 2017, E. 3.3 mit weiteren Hinweisen).
1.3
Nach Art. 23 Abs. 1 AHVV obliegt es in der Regel den Steuerbehörden, das für die Bemessung der Beiträge
Selbständigerwerbender
massgebende Erwerbsein
kommen aufgrund der rechtskräftigen Veranlagung für die direkte Bundessteuer und das im Betrieb investierte Eigenkapital aufgrund der entsprechenden rechts
kräftigen kantonalen Veranlagung unter Berücksichtigung der interkanto
nalen Repartitionswerte zu ermitteln. Die Angaben der Steuerbehörden hierüber sind für die Ausgleichskassen verbindlich (Art. 23 Abs. 4 AHVV).
Nach der Rechtsprechung begründet jede rechtskräftige Steuerveranlagung die nur mit Tatsachen widerlegbare Vermutung, dass sie der Wirklichkeit ent
spreche. Da die Ausgleichskassen an die Angaben der Steuerbehörden gebunden sind und das Sozialversicherungsgericht grundsätzlich nur die Kassenverfügung auf ihre Gesetzmässigkeit zu überprüfen hat, darf das Gericht von rechts
kräftigen Steu
ertaxationen bloss dann abweichen, wenn diese klar ausgewie
sene Irrtümer ent
halten, die ohne weiteres richtig gestellt werden können, oder wenn sachliche Umstände gewürdigt werden müssen, die steuerrechtlich be
lang
los, sozialversi
cherungsrechtlich aber bedeutsam sind. Blosse Zweifel an der Richtigkeit einer Steuertaxation genügen
hiezu
nicht; denn die ordentliche Einkommensermittlung obliegt den Steuerbehörden, in deren Aufgabenkreis das Sozialversicherungsge
richt nicht mit eigenen Veranlagungsmassnahmen einzu
greifen hat. Die
selbstän
digerwerbenden
Versicherten haben demnach ihre Rechte, auch im Hinblick auf die AHV-rechtliche Beitragspflicht, in erster Linie im Steuerjustizverfahren zu wahren (BGE 110 V 83 E. 4 und 370 f., 106 V 129 E. 1, 102 V 27 E. 3a; AHI 1997 S. 25 E. 2b mit Hinweis).
1.4
Die absolute Verbindlichkeit der Angaben der Steuerbehörden für die Aus
gleichs
kassen und die daraus abgeleitete relative Bindung des Sozialver
siche
rungsge
richts an die rechtskräftigen Steuertaxationen sind auf die Bemessung des mass
gebenden Einkommens und des betrieblichen Eigenkapitals beschränkt. Diese Bindung betrifft also nicht die beitragsrechtliche Qualifikation des Ein
kommens beziehungsweise Einkommensbezügers und beschlägt daher die Frage nicht, ob überhaupt Erwerbseinkommen und gegebenenfalls solches aus selb
stän
diger oder aus unselbständiger Tätigkeit vorliegt und ob der Einkommens
bezüger beitrags
pflichtig ist. Somit haben die Ausgleichskassen ohne Bindung an die Steuermel
dung aufgrund des AHV-Rechts zu beurteilen, wer für ein von der Steuerbehörde gemeldetes Einkommen beitragspflichtig ist (BGE 121 V 80
E. 2c, 114 V 72 E. 2, 110 V 83 E. 4 und 370 E. 2a, 102 V 27 E. 3b mit Hinwei
sen
). Das gilt namentlich auch für die Qualifikation eines Vermögensbestandteils als Privat- oder Geschäftsvermögen, zumal diese Unterscheidung steuerrechtlich häufig ohne Belang ist, da steuerrechtlich der Ertrag sowohl aus Privat- als auch aus Geschäftsvermögen steuerbar ist. Die Steuermeldung ist daher mit Bezug auf den
Vermögensertrag keine zuverlässige Grundlage für die AHV-Beitragsfestsetzung, weshalb die Qualifikation als beitragsfreier Kapitalertrag auf Privatvermögen oder beitragspflichtiges Einkommen aus Geschäftsver
mö
gen im Beitragsfestset
zungsverfahren erfolgen muss. In Bezug auf den Vermö
gens
gewinn ist demge
genüber auch steuerrechtlich die Unterscheidung von Geschäfts- und Privatver
mögen von Bedeutung, weshalb sich die AHV-Behör
den in der Regel auf die Steuermeldungen verlassen können und eigene nähere Abklärungen nur dann vornehmen müssen, wenn sich ernsthafte Zweifel an der Richtigkeit der Steuer
meldung ergeben (Urteil 9C_551/2008 des Bundesgerichts vom 1
6.
Januar 2009 E. 2.3 mit Hinweisen).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin erwog im angefochtenen Entscheid (Urk. 2), die Anga
ben der Steuerbehörden seien gemäss Art. 23 Abs. 4 AHVV für sie verbindlich.
2.2
Demgegenüber machte der Beschwerdeführer in der Beschwerde vom 3. April 2017 im Wesentlichen geltend (Urk. 1), er habe im Jahr 2012 lediglich in den USA Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit erzielt. Da in den USA ein Verlust von umgerechnet Fr. 5‘040.-- resultiert habe, betrage das beitragspflich
tige Erwerbseinkommen im Jahr 2012 Fr. 0.--. Das Einkommen, welches aus der Liegenschaft in
Y._
resultiere, bilde kein Einkommen aus selbständigem Erwerb, sondern aus privater Vermögensverwaltung. Die Liegenschaft in
Y._
(Bauland) habe er am 11. September 2009 erworben und darauf anschlies
send ein Mehrfamilienhaus erstellen lassen. Im Jahr 2011 seien die Wohnungen vermietet worden. Aufgrund der Steuermeldung des kantonalen Steueramts Zürich habe die Beschwerdegegnerin auf dem Netto-Liegenschaftsertrag Beiträge erhoben. Bei der Vermietung der Liegenschaft handle es sich um keine auf Erwerb gerichtete Tätigkeit, sondern um reine Vermögensverwaltung. Er (der Beschwer
deführer) habe noch nie eine Liegenschaft veräussert, und mit der Liegenschaft in
Y._
erziele er erstmals Mietzinseinnahmen. Er sei nicht in der Liegen
schaftsbranche tätig und habe keine entsprechenden Fachkenntnisse.
3.
3.1
Der Beschwerdeführer ist Präsident des Verwaltungsrats der
Z._
AG in
A._
(www.zefix.ch), deren Zweck in der Fabrikation von fein- und präzisionsmechanischen Geräten und Maschinen sowie dem Handel mit Waren aller Art besteht. Die Gesellschaft kann ausserdem Liegenschaften, Betei
ligungen und Patente erwerben, verwalten und veräussern sowie Finanzierungen tätigen.
Ausserdem ist der Beschwerdeführer Geschäftsführer und Inhaber der
B._
Ltd. in den USA. Von beiden Gesellschaften bezieht er Lohn aus unselbständiger Erwerbstätigkeit. Nebenbei ist er an der
C._,
LP, mit Sitz in den USA, beteiligt und hält privat mehrere Liegen
schaften, wobei nur bei einer der Liegenschaften, der hier in Frage stehenden Liegenschaft in
Y._
, Mietzinseinnahmen generiert wurden; die übrigen wurden
von ihm selbst oder Familienmitgliedern bewohnt und genutzt (Urk. 1, Urk. 7/12/2; vgl. auch Urk. 7/43/7).
3.2
3.2.1
Den vom Beschwerdeführer eingereichten Unterlagen lässt sich entnehmen, dass er die
hier zu beurteilende
Liegenschaft in
Y._
, am 11. September 2009 erwarb; es hande
lte sich dabei um Bauland (Urk.
3/3).
3.2.2
D
er Berechnungsmitteilung des Steueramts Zürich vom 7. April 2015 für die Steuerperiode 1. Januar bis 31.
Dezember 2010 lässt sich
entnehmen, dass die
besagte
Liegenschaft im Kanton Thurgau im Jahr 2011 überbaut und im Jahr 2013
wieder
veräussert wurde, weshalb die Steuerbehörde die Liegenschaft betreffend das Steuerjahr 2010 als Geschäftsvermögen betrachtete (Urk. 7/4/3). Die Veräusserung der Li
egenschaft in
Y._
erfolgte gemäss Steuerakten des Jahres 2013
(Urk. 10)
am 1. Juni 2013 („Inter
kantonale/Internationale Steuerausscheidung Kanton ZH“, „Beiblatt zum
Liegen
schaftenverzeichnis
“).
Die Berechnungsmitteilung des Steueramts Zürich vom 9. April 2015 (Urk. 7/43/7 f.) für die Steuerperiode 1. Januar bis 31. Dezember 2011 enthielt eine Notiz zum
Liegenschaftenertrag
im Kanton Thurgau von Fr. 61‘424.-- (Ziff. 2.1 «Einkünfte aus selbständigem Haupterwerb P1»). Die Steuerbehörde notierte, dass bei Geschäftsvermögen grundsätzlich keine 20%ige Unterhaltskos
tenpauschale gewährt werden könne, dies aus verfahrensökonomischen Gründen aber akzeptiert werde. Daraus könne gemäss ständiger Rechtsprechung des
Rekursgerichts
und Verwaltungsgerichts Zürich nicht abgeleitet werden, dass die Liegenschaft als Privatvermögen betrachtet werde. Für die Steuerfaktoren spiele es keine Rolle, ob die Einkünfte im
Liegenschaftenverzeichnis
oder als selbstän
dige Erwerbstätigkeit erfasst würden, weshalb keine Beschwer im Falle einer Ein
sprache bestehe. Die endgültige Qualifikation der Liegenschaft als Geschäftsver
mögen werde bei der Steuerveranlagung für das Jahr 2013 erfolgen, im Steuerjahr des Verkaufs (Urk. 7/43/8). Die Steuerveranlagung für das
Jahr 2013 ist
allerdings
noch nicht rechtskräftig
(Urk. 11).
3.2.3
Der Beschwe
rdeführer akzeptierte
die Qualifikation der Liegenschaft in
Y._
als Geschäftsvermögen nicht
. Er machte
– nebst dem vorliegenden Beschwer
deverfahren –
zwei
Beschwerdeverfahren beim hiesigen Gericht mit den
Geschäftsnummern
AB.2016.00071 und AB.2018.00069 betreffend das Beitrags
jahr 2011 anhängig. Das Verfahren AB.2016.00071 wurde als gegenstandslos
geworden
abgeschrieben, nachdem die Beschwerdegegnerin betreffend das Bei
tragsjahr 2011 ein Rektifikat erlassen hatte.
Gegen dieses Rektifikat erhob der Beschwerdeführer wiederum Einsprache, welche von der Beschwerdegegnerin erneut abgewiesen wurde.
Das
daraufhin geführte
Beschwerdeverfahren
beim hie
sigen Gericht
mit der Geschäftsnummer AB.2018.
00069
wurde
schliesslich
abge
schrieben,
weil
der Beschwerdeführer seine Beschwerde am 12. November 2018 wieder zurückgezogen hatte. Er begründete dies damit, dass
ein Festhalten an der Beschwerde angesichts des erhobe
nen Mindestbeitrages von Fr.
498.40 ein
en unverhältnismässig hohen Auf
wand generiere
n würde
.
Eine Anerkennung der Qualifikation der Liegenschaft in
Y._
als Geschäftsvermögen verneinte er
dabei
jedoch
ausdrücklich.
Demnach ist vorliegend
zu prüfen, ob die
Qualifi
kation
als Geschäftsvermögen rechtens ist.
3.2.4
Dem Zins- und Saldoausweis per 31. Dezember 2013 der Zürcher Kantonalbank
, enthalten in der Steuererklärung des Jahres 2013 des Beschwerdeführers,
ist zu entnehmen, dass auf
den Mehrfamilienhäusern
in
Y._
am 31. Dezember 2012 zwei Hypotheken von Fr. 1'800'000.-- beziehungsweise von Fr. 6'350'000.-- lasteten (Urk. 10). Die Schuld am 31. Dezember 2013
, also nach Veräusserung der Mehrfamilienhäuser,
betrug
noch
Fr. 0.-- (Schuldenverzeichnis
in der Steuererklärung 2013
, Urk. 10).
Der kantonale Ste
uerwert der Liegenschaft Y._
betrug gemäss inter
kantonaler/internationaler Steuerausscheidung des Kantons Zürich betreffend das Jahr 2013 Fr. 9'689'000.--
(Urk. 10)
, der Repartitionswert Fr. 6'782'300.-- (Urk. 3/5)
.
3.3
Im Lichte der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (E.
1.2)
ist
im beschriebenen Sachverhalt
ein
aktives
auf Wertvermehrung gerichtetes Tätigwerden
des Beschwerdeführers erkennbar
. Er
erwarb
das
Bauland
im Jahr 2009
,
liess es
im Jahr 2011
mit Meh
rfamilienhäusern überbauen und veräusserte die Liegenschaf
ten b
ereits im Jahr 2013 wieder.
Damit ist nicht nur eine kurze
Besitzesdauer
festzustellen. Auch erfolgte die
Finanzierung überwiegend mit fremden Mitteln
. Zudem wurde d
ie günstige Marktentwicklung
im Bereich der Wohnungs
preise
ausgenutzt.
Eine reine Verwaltung von privatem Vermögen
liegt
daher nicht
vor
.
Dass der Beschwerdeführer
hauptberuflich nicht im Immobilienhandel oder in der Baubranche tätig ist,
ist vor diesem Hintergrund nicht von Belang.
Es lag eine betriebliche (gewerbsmässige
) Nutzung
der fraglichen Liegenschaften vor
.
3.4
In einer als „Aufstellung von Kantonalem Steueramt Zürich“ bezeichneten Über
sicht zum Steuerjahr 2012 (Urk. 3/5) wurde die Liegenschaft in
Y._
als zum Geschäftsvermögen (Baukonsortium) gehörend bezeichnet. Die
Mietzinseinnahmen von Fr. 456‘344.-- wurden als Einkommen aus selbstän
diger Erwerbstätigkeit aufgelistet. Davon abgezogen wurden die Ausgaben für den
Liegenschaftenunterhalt
von Fr. 91‘269.-- und die Hypozinsen von Fr. 241‘410.--. Unter Berücksichtigung des in den USA erlittenen Verlusts von Fr. 5‘040.-- (
als Teilhaber
der
C
._
LP in den USA) errechnete das Steueramt ein Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit von Fr. 118‘625.--, wie dies der Beschwerdegegnerin im Rektifikat vom 9. November 2016 auch gemeldet wurde (Urk. 7/34).
Diese Berechnung wurde in
masslicher
Hinsicht
zu Recht
nicht
in Zweifel gezogen.
4.
Damit erweist sich die Beschwerde als unbegründet, weshalb
sie
abzuweisen
ist.