Decision ID: 6c12e5b2-4260-4ce3-aa8f-955c76dee62a
Year: 2021
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren
1972
,
war vom 11. Juni bis 11. Juli 2018
in einem
befristeten Arbeitsverhältnis im Stundenlohn als Reinigungskraft bei der
Y._
GmbH angestellt
und
in dieser Eigenschaft
bei der Suva
gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert (vgl. Urk.
12
/
1
, Urk. 12/7
, Urk. 12/12
).
Die Versicherte liess die
Suva
mit Schadenmeldung UVG vom
2
.
Juli
2018
(Urk.
12
/
1
) wissen, dass sie
am 18. Juni 2018 in der Dusche gestürzt sei «mit Aufprallen des Kopfes an der Brause» und sich dabei den Kopf und das rechte Bein verletzt
habe
.
Institutsleiter
Prof. Dr. med.
Z._
, Oberarzt
pract
. med
.
A._
und
Assistenzarzt
Dr. med.
B._
vom Universitätsspital
C._
wo sich die Beschwerdeführerin am
21
. Juni 2018 notfallmässig behandeln liess, nannten in ihrem Austrittsbericht vom gleichen Tag als Diagnose ein
Post-Com
motionell
e
s-Syndrom
vom 18. Juni 2018 (Urk. 12/18).
Die
Suva
erbrachte in der
Folge Taggeld und Heilungskosten
(
vgl. Urk. 12/12).
Am 13. Dezember 2018 wurde
die Versicherte
an der Universitätsklinik
D._
am rechten Ellbogen ope
riert (offenes
Débridement
Ursprung
des
extensor
carpi
radialis
brevis
[
E
C
RB
]
,
Refixa
tion
laterales radiales Seitenband,
Refixation
EC
RB; vgl. Operationsbericht vom 13. Dezember 2018 [Urk. 12/67])
. D
ie Suva
legte
die
eingeholten
medizinischen Unterlagen
den beratenden
Dr. med.
E._
, Facharzt für Neurologie, zur
neu
ro
logisch
en,
Dr.
med.
F._
, Fachärztin für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates,
sowie
Dr. med
.
G._
, Facharzt für Chi
rur
gie, zur
orthopädisch-handchirurgisch
en und
Kreisärztin
med.
pract
.
H._
, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie sowie für Neurologie,
zur psychia
t
rischen Beurteilung vor
(
vgl.
die Beurteilungen
vom 5. Februar
2020 [Urk. 12/1
93],
vom 7. April 2020 [
Urk. 12/212
], vom
12. Mai 2020
[
Urk. 12/
217
]).
1.2
Mit Verfügung vom
15
.
Juni
2020 (Urk.
12
/
224
)
stellte
die
Suva
die Leistungen per 30
.
Juni
2020
ein
.
Eine von der Krankenkasse dagegen erhobene Einsprache zog diese am 3. Juli 2020 wieder zurück (Urk. 12/240).
Die von der Versicherten erhobene
Einsprache
(Urk. 12/
245
)
wies
die
Suva
mit Entscheid vom
3
.
November
2020 ab
(
Urk. 2).
2.
Dagegen erhob die Versicherte am
25
. November 2020 (Urk. 1) Beschwerde und beantragte,
in Aufhebung des
Einspracheentscheid
es
sei
die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihr über den 30. Juni 2020 hinaus das Taggeld auf der Basis einer
vollen Arbeitsunfähigkeit auszurichten und die Heilungskosten zu vergüten. Eventualiter sei ihr – nach ergänzenden Abklärungen – rückwirkend eine ange
messene Invalidenrente und eine angemessene Integritätsentschädigung zuzu
spre
chen.
Zudem beantragte
die Beschwerdeführer
in
die
Bestellung von Rechts
an
walt Dr.
iur
. André
Largier
, Zürich, als ihren unentgeltlichen Rechtsvertreter
(S. 2).
In ihrer Beschwerdeantwort vom
15
.
Januar
202
1
(Urk.
11)
schloss die Be
schwer
degegnerin auf Abweisung der Beschwerde, soweit auf diese einzutreten sei
(S. 2)
. Dies wurde der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom
18
.
Januar
202
1 (Urk. 13) zur Kenntnis gebracht.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss
Bundesgesetz über die Un
fall
versicherung (UVG)
setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusam
menhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als ein
getreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass e
in Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt
, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Beding
ungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohn
e dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm ob
lie
genden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweis
grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Mög
lichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
an
spruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.
2
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kau
salzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 402 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
1.
3
Ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderl
ichen Wahrscheinlichkeit nach
ge
wiesen, entfällt die deswegen anerkannte Leistungspflicht des Unfallversi
che
rers erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und a
däquate Ursache des Gesund
heits
schadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch
und ausschliesslich auf un
fall
fremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist.
Ebenso wie der leistungsbe
grün
dende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im
Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahr
scheinlichkeit nachgewiesen sein.
Mit dem Erreichen des Status quo sine
vel
ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch dieser Zustand noch nicht wieder
erreicht
ist, hat der Unfallver
sicherer gestützt auf Art. 36 Abs. 1 UVG Leistungen zu erbringen (Urteil des Bun
desgerichts 8C_589/2017 vom 21. Februar 2018 E. 3.2.3 mit Hinweisen).
1.
4
Der Unfallversicherer hat die Möglichkeit, die durch Ausrichtung von Heilbe
handlung (und allenfalls Taggeld) anerkannte Leistungspflicht mit Wirkung ex
nunc
et pro
futuro
ohne Berufung auf den
Rückkommenstitel
der Wiederer
wä
gung oder der prozessualen Revision einzustellen, etwa mit dem Argument, bei richtiger Betrachtung liege kein versichertes Ereignis vor (BGE 130 V 380 E. 2.3.1 S. 384) oder der Kausalzusammenhang zwischen Unfall und leistungsbegründen
dem Gesundheitsschaden habe gar nie bestanden oder sei dahingefallen (Urteil 8C_319/2020 vom
3.
September 2020 E. 6.4). Eine solche Einstellung kann auch rückwirkend erfolgen, sofern der Unfallversicherer keine Leistungen zurückfor
dern will (
Urteil des Bundesgerichts 8C_133/2021 vom 2
5.
August 2021 E. 5.2.1 mit Hinweisen
).
1.5
Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versiche
rungs
interner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig er
scheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/
ee
).Soll
ein Versicherungsfall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens ent
schie
den werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärun
gen vorzunehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).
Reine Aktengutachten sind beweiskräftig, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche Beurteilung eines an sich fest
stehenden medizinischen Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztliche Befas
sung mit der versicherten Person in den Hintergrund rückt (Urteil des Bundes
gerichts 8C_750/2020 vom 23. April 2021 E. 4 mit Hinweisen).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin
stützte sich für
den
Einspracheentscheid
(Urk. 2) auf die versicherungsinternen Beurteilungen
von Dr.
E._
vom 5. Februar
2020,
von
Dr.
F._
und
Dr.
G._
vom 7. April 2020
und
von med.
pract
.
H._
vom 12. Mai 202
0.
Sie begründete den Entscheid
damit, dass
weder
die
chroni
sche
Epicondylopathie
am rechten Ellenbogen, das operativ entfernte
Neurinom
am rechten Mittelfinger, die dissoziative Bewegungsstörung des rechten Armes, die Arthrose des Schultereckgelenks
noch
die
degenerativen Veränderungen der Sehne des langen
Bicepskopfes
und der
Rotatorenmanschette
auf organisch objek
tivierbaren Folgen
des Unfalles vom 18. Juni 2018
beruhte
n (S. 11)
. Weiter führte sie aus, dass der Sturz in der Duschkabine eine Schädelprellung mit allen
falls wenige Tage bestehenden Folgebeschwerden nach sich gezogen habe und
das
Aufprallen des Duschkopfes an der Stirn und der Sturz in der Duschkabine nicht
geeignet
gewesen sei
en
, eine Halswirbelsäulen
(HWS)
-Distorsion herbeizu
führen, sodass selbst unter der Annahme einer vorübergehenden Verschlechte
rung des
cervico-cephalen
Syndroms der Sturz nach kurzer Zeit mit überwie
gender Wahrscheinlichkeit keine Rolle mehr gespielt habe
(S. 12)
.
Ferner handle es sich beim Karpaltunnelsyndrom
(KTS)
links, um ein primäres, anlagebedingtes
KTS
ohne Zusammenhang mit dem Trauma vom 18. Juni 2018
(S. 14)
. Schliesslich
sei davon auszugehen, dass die psychische Störung nicht adäquat zum Unfall
ereignis sei
(S. 17)
. Die Einstellung der Versicherungsleistungen und die Ableh
nung weiterer Versicherungsleistungen in Form einer Invalidenrente und/oder einer Integritätsentschädigung mangels Vorliegens natürlicher und adäquater Unfallfolgen könne daher nicht beanstandet werden (S. 8-17
; vgl. auch die Be
schwerdeantwort vom 15. Januar
2021 [Urk. 11 S. 8 3-8]
).
2.2
Die Beschwerdeführerin machte demgegenüber in ihrer Beschwerde (Urk. 1) gel
tend,
an der versicherungsinternen Stellungnahme von
Dr.
G._
und
Dr.
F._
bestünden hinsichtlich der Beurteilung
der
Ellenbogen
verletzung
– aus näher
dargelegten Gründen
– Zweifel, weshalb nicht
auf ihre Beurteilung
abgestellt werden könne (S. 4-9). Zudem handle es sich bei den Partialrupturen des Hand
gelenks-
Extensorenseh
n
enansatzes
und des Lig
amentum
Collaterale
laterale um Bandläsionen für welche die Beschwerdegegnerin
nach Art.
6
Abs.
2 UVG
leis
tungspflichtig sei, zumal es ihr nicht gelungen sei, den Nachweis zu erbringen, dass diese vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzu
führen
seien
(S. 9). Ferner bestünden weitere
gesundheitliche
Unfallfolgen (S. 10 oben)
und
der medizinische Endzustand
sei
noch nicht erreicht (S. 10
Mitte
). Schliesslich habe es die Beschwerdegegnerin versäumt, die erforderlichen Abklärungen für die Festsetzung des Validen- und Invalideneinkommens
vorzunehmen (S. 10 f.).
2.3
Die Beschwerdegegnerin ergänzte in ihrer Beschwerdeantwort (Urk. 11), hinsicht
lich der Partialrupturen des Handgelenks-
Extensorensehnenansatzes
und des Ligamentum
collaterale
laterale besteh
e
auch aus Art. 6 Abs.
2 UVG keine Leis
tungspflicht.
Med.
pract
.
G._
und Dr.
F._
hätten in ihrer Beurteilung nachvollziehbar dargelegt, dass diese durch eine chronische degenerative Erkran
kung bedingt sei
en
. Mangels Unfallfolgen sei der Anspruch auf Rentenleistungen nicht zu prüfen. Daher müssten auch das Validen- und Invalideneinkommen nicht ermittelt werden (S. 8).
2.
4
Im Wesentlichen s
trittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin aufgrund des Unfalls vom
18. Juni 2018
für die
Ellenbogenbeschwerden
auch weiterhin leistungspflichtig ist.
3.
3.1
Prof. Dr.
Z._
,
med
.
pract
.
A._
und
Dr.
B._
vom
Universitätsspital C._
, wo die Beschwerde
führerin am
21
. Juni 2018 notfallmässig behandelt wurde, diagnostizierten
in
ihrem Austrittsbericht vom gleichen Tag (Urk. 12/18) ein Post-
Commotionelles
-Syndrom vom 18. Juni 2018 und führten aus, die Beschwerdeführerin habe
be
richtet, dass ihr am Montag (18. Juni 2020) beim Putzen einer Dusche der Duschkopf auf den Kopf gefallen
sei
. Sie habe
sich mit persistierenden
Commo
tiozeichen
und Drehschwindel präsentiert (S. 2 unten).
3.2
Dr.
med.
I._
,
Facharzt für Neurologie FMH,
welche
r
die Be
schwerdeführerin am 1
9.
und 26.
Juni 2018 untersucht hatte,
stellte in seinem Bericht vom
28.
Juni 2018 (Urk. 12/17
) folgende Diagnosen (S. 1):
-
Posttraumatisches,
cervico-cephales
Schmerzsyndrom bei Status nach Arbeitsunfall am 18. Juni 2018 mit Kopfanprall, nachfolgend Schwindel und Sturz zu Boden
-
Vorbestehendes chronisches, posttraumatisches,
cervico-cephales
Schmer
z
syndrom bei Status nach Schädel-Hirn-Trauma und zweimaligem HWS-Trauma am 2. September 1999 und am 28. August 2004
-
D
issoziative Bewegungsstörung des rechten Armes mit praktisch vollstän
diger funktioneller Parese
-
D
epressive Entwicklung mit somatoformer Störung der Schmerzver
arbei
tung
Dr.
I._
hielt fest,
am 18. Juni 2018 sei der Beschwerdeführerin beim Reini
gen einer Hoteldusche die Duschbrause gegen die Stirne geprallt, worauf sie das Gleichgewicht verloren habe, mit dem Rücken gegen die Duschwand geprallt und dann zu Boden gefallen sei
. Es bestehe eine lange Vorgeschichte mit weitgehend
chronifizierten
cervico-cephalen
Beschwerden, welche auf ein Schädel-Hirn-Trauma und zwei HWS-Traumen zurückgingen. In der Folge dieser Unfälle habe
sich
eine funktionelle Armparese rechts und eine depressive Entwicklung
ergeben
, welche heut
e
als schwer einzustufen seien
(S. 1).
Es bestehe eine unveränderte Armparese rechts (S. 2 oben).
D
er Arbeitsunfall vom 18. Juni 2018 habe eine deutliche Verschlechterung der vorbestehenden
cervico-cephalen
Beschwerden bewirkt (S. 2).
3.
3
Im
Formular «Schadenmeldung UVG» vom
2
.
Juli
201
8
(Urk.
12
/1) gab
die
Be
schwerdeführerin den Sachverhalt vom 18. Juni 2018 wie folgt wieder: «In Dusche
gestürzt mit Aufprallen des Kopfes an der Brause
».
Bei den betroffenen Kör
per
teilen machte sie folgende Angabe: «Kopf,
re
Bein».
3.
4
Anlässlich einer Besprechung auf der Agentur
J._
der
Beschwerde
gegnerin
gab die Beschwerdeführerin
am 27. September 2018 (Urk. 12/31)
zu Protokoll,
sie habe während ihrer Arbeit als Reinigungsperson im Hotel eine Duschkabine geputzt. Sie sei auf die rechte Körperseite (insbesondere ganzes rechtes Bein und Ellbogen rechts) gefallen. Durch den Sturz müsse sie am Schlauch der Duschbrause hängen geblieben sein, so dass der Duschkopf runter auf ihre Stirn gefallen sei (S. 1). Für sie sei klar, dass die Beschwerden
(Kopf-, Bein- und Ellbogenschmerzen [S. 3 unten])
weiterhin auf den Unfall zurückzu
führen seien. Davor sei sie gesund gewesen (S. 5).
3.
5
Dr. med.
K._
, Facharzt für Radiologie FMH, berichtete am 22. Oktober 2018 (Urk. 12/60) über ein gleichentags erstelltes MRI des rechten Ellbogens, feststell
bar seien regelrechte Stellungsverhältnisse im Ellbogengelenk, kein Hinweis auf eine frische knöcherne Läsion und kein auffälliges Knochenmarksödem. Die Partialruptur der gemeinsamen
Extensore
nsehne
am
Epicondylus
lateralis
sei
be
gleitet von einer partiellen Ruptur
des Ligamentum
s
kollaterale laterale.
Der
Bandapparat
ulnarseitig
sei unauffällig
.
Es bestehe eine
Ep
i
kondylitis
late
ralis
/
Avulsion
des Ursprungs der gemeinsamen
Extensorensehnen
mit Partialruptur und Beteiligung des Ligamentums kollaterale laterale mit Partialruptur.
3.
6
Dr. med.
L._
und Dr. med.
M._
von der orthopädischen Abteilung der Uni
versitätsklinik
D._
nannten in ihrem Bericht vom 13. November
2018 (Urk. 12/52) folgende Diagnosen (S. 1):
-
Traumatische Partialruptur der Handgelenk
Extensorensehne
Ansatz und Partialruptur des Ligamentum
collaterale
laterale rechts mit/bei:
-
Status nach Direkttrauma des Ellbogens am 18. Juni 2018 mit/bei:
-
Vorbestehend chronisch posttraumatischem Schmerzsyndrom rech
ts
betont bei Skiunfall mit Schädel-/Hirn-Trauma und zweimaligem HWS-Trauma am 2. September 1999 und 28. August 2004 mit/bei:
-
Dissoziativer Bewegungsstörung des rechten Armes mit funktio
neller Parese
-
Depressive Entwicklung mit somatoformer Störung der Schmerzver
ar
bei
tung
Dr.
L._
und Dr.
M._
hielten fest, die Beschwerdeführerin habe berichtet, direkt im Anschluss an den Sturz am 18. Juni 2018 habe sie Kopfschmerzen, Rückenschmerzen und vor allem ausgeprägte Schmerzen im Bereich des
Epi
condylus
humeri
radials
rechts verspürt (S. 1 unten).
3.
7
Am
13.
Dezember 2018
(Urk. 12/67)
wurde die Beschwerdeführerin
am rechten Ellbogen
operiert
(
Sachverhalt 1.1
).
3.
8
Die die Beschwerdegegnerin beratenden Dr.
G._
und Dr.
F._
äusserten sich in ihrer aktengestützten orthopädisch-handchirurgischen Beurteilung vom 5. April 2020 (Urk. 12/212) dahingehend,
dass in der zeitnahen Dokumentation der Folgen des Sturzes vom 18. Juni 2018 keinerlei
Traumafolgen
bezüglich der rechten Hand, des Ellenbogens, der Schulter oder der Wirbelsäule dokumentiert seien. Die erste Niederlegung bezüglich Beschwerden des rechten Ellenbogens fänden sich drei Monate nach dem Unfallereignis im Protokoll des Aussen
dienst
rapportes. Im
Magnetresonanztomogramm
desselbigen, durchgeführt vier Monate nach dem Unfallereignis, zeigten sich die klassischen Veränderungen für eine chronische
Epicondylopathie
respektive
Enthesiopathie
ohne posttraumatische Ver
änderungen
. Damit liessen
sich auch die Druckschmerzhaftigkeit und um
schriebene Schwellung anlässlich der Konsultation
in der
Universitätsklinik
D._
vom
13. Dezember 2018 erklären.
Infolge des Sturzes vom 18. Juni 2018 seien keine Folgen hinsichtlich einer strukturellen Verletzung der rechten oberen Extremität objektiviert.
Keine der geklagten Beschwerden beruh
e
mit überwie
gender Wahrscheinlichkeit auf einer organisch objektivierbaren Folge des Unfalls.
Unfallfremd seien die chronische
Epicondylopathie
am rechten Ellenbogen, das operativ entfernte
Neurinom
am rechten Mittelfinger und die dissoziative Be
wegungsstörung des rechten Armes mit praktisch vollständiger funktioneller Parese sowie die Arthrose des Schultereckgelenks, die degenerativen Verände
rungen der Sehne des langen
Bicepskopfes
und der
Rotatorenmanschette
. (S. 9 f.).
3.
9
Dr. med.
N._
und med.
pract
.
O._
von der orthopädischen Abteilung der Universitätsklinik
D._
nannten in ihrem Bericht vom
3
.
Juli
2020 (Urk. 12/249
/2-3
) folgende Diagnose (S. 1):
-
Chronisches gemischt
nozizeptiv
und neuropathisches Schmerzsyndrom Unterarm/Hand rechts mit/bei:
-
ohne Hinweis für ein
florides
komplexes regionales Schmerzsyndrom
(CRPS)
-
Status nach offenem
Dé
bridement
Ursprung ECRB,
Refixation
laterales radiales Seitenband
,
Refixation
ECRB
Ellbogen rechts
vom 13.
Dezem
ber
2018
mi
t/
bei:
-
traumatischer Partialruptur des
Handgelenks-Extensorensehnen
an
satzes
und Partialruptur des Ligamentum
collaterale
laterale (lateral radial
collatera
l
ligament
) rechts mit/
bei
Status nach
Di
rekttrauma des Ellbogens am 18. Juni
2018
mit/
bei
:
-
aktenanamnestisch vorbestehend
em
chronisch
em
posttraumatischem
Schmerzsyndrom rechtsbetont bei Unfall mit Schädel-/Hirn-Trauma und
zweimaligem HWS-Trauma am 2.
September 1999 und 28. August
2004 mit
dissoziativer Bewegungsstörung des
rechten Armes mit funk
tioneller
Parese
-
dissoziativer Bewegungsstörung des
rechten Armes mit funktioneller
Parese
-
AC - Gelenksarthrose rechts
Dr.
N._
und med.
pract
.
O._
hielten fest, bei der Beschwerdeführerin be
s
tehe weiterhin eine ausgeprägte Schmerzproblematik der rechten oberen Extre
mität. In Bezug auf den rechten Ellbogen zeigten sich in der extern durch
ge
führten MRI-Untersuchung korrekte postoperative
Verhältnisse mit einer persi
stie
renden
Epi
kondylitis
lateralis
.
Es bestehe aktuell keine orthopädisch zu behandelnde Schmerzursache, weshalb sie keine weiteren Verlaufskontrollen im Rahmen der Schulter- und Ellbogensprechstunde planten (S. 2).
3.
10
Dr. med.
P._
vom Institut für Anästhesiologie des
Universitätsspitals C._
berichtete am 26. August 2020 (Urk. 12/251), es habe eine erneute Kontrolle nach Beurteilung in der Uni
versitätsklinik
D._
mit Diagnosestellung einer Schultergelenksarthrose rechts stattgefunden. Die Arm-/Handbeschwerden seien nicht
regredient
, vielmehr zeige sich eine diffuse Ausbreitung. Neu habe die Beschwerdeführerin Fussschmerzen rechts mit Schwellung im Fersen
bereich
und
im Bereich des oberen S
prun
g
ge
lenk
s
. Eine chirurgische Kontrolle sei am 27. August 2020 geplant. Aus seiner Sicht bestehe ein ausgeprägtes
muskuloskelettales
Problem mit vermutlich Fehl
belastung und
myofaszialen
Insuffizienzen, welches überlagert werde durch noch unklare diffuse Weichteilschwellungen. Die Beschwerdeführerin sei einverstan
den mit einer rheumatologischen Abklärung und dem Ziel einer stationären Reha
bilitation (S. 2).
3.
11
Dr.
I._
nannte in seinem Bericht vom 11. November 2020 (Urk. 12/263) folgende Diagnosen (S. 1):
-
Posttraumatisches Karpaltunnelsyndrom links mittelgradiger Ausprägung infolge Überlastung der linken Hand, bei Status nach Traumatisierung des rechten Ellbogens am 18. Juni 2018 mit Partialruptur des Handgelenks-
Extensorensehnenansatzes
und Partialruptur des Ligamentum
collaterale
, mit Status nach offenem
Debridement
des rechten Ellbogens am 13. Dezember 2018, sowie Kopfanprall beim Sturz vom 18. Juni 2018
-
Vorbestehendes, chronisches, posttraumatisches,
cervico-cephales
Schmerz
syndrom, bei Status nach Schädel-Hirn-Trauma und zwei
mali
gem HWS-Trauma am 2. September 1999 und am 28.
August 2004
-
Dissoziative Bewegungsstörung des rechten Armes, mit praktisch voll
stän
diger funktioneller Parese
-
Schwere depressive Entwicklung mit somatoformer Störung der Schmerz
verarbeitung
-
Status nach Verbrühungen 1
.
Grades beider Beine und
des linken
Arm
s
am 8. März 2020
4.
4.1
4.1.1
Vorliegend begründete
n die beratenden Fachärzte Dr.
G._
und Dr.
F._
unter Berücksichtigung der Aktenlage nachvollziehbar und schlüssig, dass auf
grund des vorhandenen bildgebenden Materials
und des Verlaufs
keine Folgen
des Sturzes vom 1
8.
Juni 2018 ausgewiesen sind. D
ie chronische
Epicondylo
pahtie
am rechten Ellbogen, das operativ entfernte
Neurinom
am rechten Mittel
finger, die dissoziative Bewegungsstörung am rechten Arm, die Arthrose des Schultergelenks und die degenerativen Veränderungen der Sehne des langen
Bicepskopfes
und der
Rotatorenmanschette
sind
unfallfremd
(vorstehend E. 3.
8
).
4.1.2
Was die Ellenbogenverletzung
angeht, legten Dr.
G._
und Dr.
F._
nachvollziehbar
dar, dass
sich in der Bildgebung
vom 2
2.
Oktober 2018
am
Epicondylus
lateralis
sowohl
eine partielle Ausdünnung der Kapsel als auch eine Ausdünnung des Ansatzes der lateralen
Exzensoren
an ihrem knöchernen Ur
sprung zeigten, eine vollständige Unterbrechung im Sinne einer traumatischen Ruptur jedoch nicht vorhanden war
.
E
benso wenig
zeigten sich
Begleiter
schei
nungen wie ein zu erwartendes Knochenmarködem (
bone
bruise
), Vernarbungen der Weichgewebe oder Narben durch Einrisse in der ansatznahen Muskulatur der Extensoren. Unter Hinweis auf die einschlägige medizinische Literatur folgerten sie daraus überzeugend, dass dies einem Zustand entspricht, wie er regelhaft bei einer chronischen
Epicondylopathie
vorkommt
(Urk. 12/212 S. 8).
Demgegenüber begründeten weder Dr.
K._
(E. 3.
5
), welcher
neben einer
Epi
kondylitis
eine
Avulsion
(traumatischer Aus- beziehungsweise Abriss)
anführte
, noch
Dr
es
.
L._
und
M._
,
welche traumatische Partialrupturen diagnosti
zierten (E. 3.
6
), weshalb sie von einer traumatisch bedingten, auf den Unfall vom
18. Juni
2018 zurückgehenden Ellenbogenverletzung ausgingen
.
Weder
Dr.
I._
noch
Dr.
N._
und med.
pract
.
O._
, welche die Diagnosen der traumatischen Partialrupturen übernahmen,
setzten sich sodann
mit
der von
den
Dr
es
.
G._
und
F._
begründeten
Auffassung
inhaltlich auseinander
(
E.
3.9 und E. 3.11
). Es scheint, dass sie
massgeblich
aufgrund der von der Be
schwerdeführerin erstmals am
27.
September 2018
(E. 3.
4
) – und damit über
drei Monate nach dem Unfall vom 18. Juni 2018 -
aktenkundig gemachten
Aussage
, sie
sei auf den rechten Ellenbogen
gefallen und habe
seither
Ellenbogen
schmer
zen
, darauf schlossen, dass die Ellenbogenverletzung auf den besagten Unfall zurückgehen muss.
4.1.
3
Entgegen
dem Vorbringen
der Beschwerdeführerin (Urk. 1 S. 6) haben
Dr
es
.
G._
und
F._
nie behauptet, es liege keine Partialruptur vor.
Sie hielten einzig
fest, dass der Begriff «Partialruptur» irreführend sein könne, weil er eine traumatische Genese nahelegen könne (Urk. 12/212 S. 8 Mitte).
Ebenso unbegründet ist das Vorbringen der Beschwerdeführerin betreffend die Aussage von Dr.
K._
,
es liege kein «auffälliges» Kn
o
chenmarködem vor, was nicht darauf schliessen lasse, dass gar keines vorgelegen habe (Urk. 1 S. 7). So leiteten
Dr.
G._
und Dr.
F._
die
fehlende Unfallkausalität der
Ellen
bogen
verletzung
gestützt auf die
ihnen
vor
gelegene
Bildgebung überzeugend
ab, wobei
das
Fehlen eines zu erwartenden
Kn
o
chenmarködem
s
nur eins von meh
reren Merkmalen darstellt
e
, welche
s
sie zu ihrem Schluss kommen liess (E. 4.1.2 vorstehend).
Auch
trifft nicht zu, dass seitens
der
Dr
es
.
G._
und
F._
eine andere
und
falsche Diagnose gestellt wurde
(Urk. 1 S. 7 f.).
Vielmehr besteht eine weit
gehende
Übereinstimmung
; der einzige Unterschied liegt darin,
dass
Dr.
G._
und
Dr.
F._
keine
Avulsion
respektive
k
eine traumatische Ursache für die Verletzung annahmen, was sie – wie aufgezeigt (E. 4.1.2 vorstehend)
–
über
zeugend begründeten.
Was die von
Dr.
N._
und med.
pract
.
O._
im Nachgang gestellte Diagnose eines c
hronische
n,
gemischt
nozizeptiv
und neuropathische
n
Schmerzsyndrom
s
Unterarm/Hand rechts
(E. 3.
9
)
betrifft,
liegt kein Widerspruch
zur Beurteilung von
Dr.
G._
und
Dr.
F._
vor.
Dr.
N._
und med.
pract
.
O._
nahmen
keine Stellung zur
Unfallkausalität der Ellenbogenverletzung
und zeigten auf, dass korrekte postoperative
Verhältnisse mit einer
– in Übereinstimmung mit der Diagnose von
Dr.
G._
und Dr.
F._
-
persistierende
n
Epikondylitis
lateralis
bestand
.
Zudem führten sie aus, dass keine orthopädisch zu behandelnde Schmerzursache vorlag, weshalb
sie
auf weitere Verlaufskontrollen im Rahmen der Schulter- und Ellbogensprechstunde verzichteten (E. 3.
9
). Von einer
fehler
haften
Diagnose – wie von der Beschwerdeführerin behauptet – kann keine Rede sein.
Daneben
bestehen – entgegen ihrer Ansicht (Urk. 1 S. 8) –
durchaus
Zweifel an
der
Glaubhaftigkeit der Aussagen
der Beschwerdeführerin hinsichtlich
die Ellen
bogenverletzung.
Ein erstes Mal Niederschlag in den Akten f
a
nden die Ellen
bogenbeschwerden
erst
über drei Monate nach dem Unfall vom 18. Juni 2018 am
27. September 2018
beim Gespräch mit der Beschwerdegegnerin (E. 3.
4
). In den medizinischen Akten
aus der Zeit
zwischen Unfall und dem Gespräch finden sich dazu überhaupt keine Ausführungen (vgl. E. 3.1-2). Auch sie selbst erwähnte all
fällige Ellenbogenbeschwerden in der Schadenmeldung vom 2. Juli 2018 (E. 3.
3
) und damit gut zwei Wochen nach dem Unfall nicht. Demgegenüber gab sie in einer späteren Untersuchung bei
Dr.
L._
und Dr.
M._
im November 2018 dazu
widersprüchlich
an, direkt im Anschluss an den Sturz am 18. Juni 2018 Kopfschmerzen, Rückenschmerzen und vor allem ausgeprägte Schmerzen im Be
reich des
Epicondylus
humeri
radials
rechts verspürt
zu haben
(E. 3.
6
). Ebenso sind ihre Aussagen anlässlich des Gesprächs vom 27. September 2018 (E. 3.
4
) wenig glaub
haft
. So gab sie an
, dass
für
sie klar
sei
, dass
unter anderem
die Ellbogenschmerzen auf den Unfall zurückzuführen seien
, weil sie davor gesund
gewesen
sei. Dies
,
obwohl sie
nach
den
Ereignissen von
1999 und 2004 eine funktionelle Armparese rechts entwickelt
hatte
, welche im Juni 2018
nach dem Unfall
unverändert bestand (E. 3.2).
4.1.4
Nach
dem Gesagten bestehen keine
Zweifel an der Zuver
lässigkeit und Schlüssig
keit der
auf einem
lückenlose
n
Befund
mit
feststehe
ndem
medizinischem
Sach
verhalt (vgl. Urk. 12/212 S. 1-7) beruhenden
Beurteilung von Dr.
G._
und Dr.
F._
(E. 3.8)
. Es ist darauf abzustellen
und ein Zusammenhang zwi
schen dem massgeblichen Unfall und der Ell
en
bogenproblematik ist zu verneinen
.
4.2
Was das Vorbringen der Beschwerdeführerin,
wegen der Sehnenpartialrupturen
bestehe eine Leistungspflicht
gestützt auf Art. 6 Abs.
2 UVG (E. 2.2)
, angeht
,
ist
zu bemerken
, dass vorliegend nicht zu prüfen ist, ob eine Lis
tenverletzung im Sinne von Art.
6 Abs.
2 UVG vorliegt. Wie das Bundesgericht festhielt, entfällt eine Deckungsprüfung unter dem Titel der Listendiagnose, wenn der Unfall
ver
sicherer das versicherte Ereign
is als Unfall im Sinne von Art.
4 des Bundes
gesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) aner
kennt, die diagnostizierten Verletzungen jedoch als nicht durch den Unfall verur
sacht beurteilt
(vgl. E. 4.1 vorstehend)
und kein Hinweis auf ein nach dem Unfall eingetretenes initiales Ereignis
– weder wird ein solches von der Beschwerde
führerin behauptet (Urk. 1), noch lassen die Akten darauf schliessen -
vorliegt
(BGE 146 V 51 E.
9).
Weiterung dazu erübrigen sich daher.
4.
3
Mit Verweis auf den Bericht von Dr.
I._
vom 11. November 2020 (E. 3.
11
) machte die Beschwerdeführerin geltend, es bestünden neben den Ellbogenbe
schwerden weitere unfallbedingte Gesundheitsbeschwerden.
Weitergehende An
ga
ben dazu machte sie dazu nicht
(Urk. 1 S.
10 oben
).
Es ist nicht ersichtlich, wie die von Dr.
I._
diagnostizierten
Leiden
auf
den Unfall vom 18. Juni 2018 zurückgehen sollten. Das
KTS
an der linken Hand ist Folge einer Überlastung.
Dr.
E._
zeigte denn diesbezüglich überzeugend auf, dass es sich dabei um ein primäres, anlagebedingtes KTS ohne Zusammenhang mit dem Traum
a
vom 18. Juni 2018 handelt (vgl
.
Urk. 12/193 S. 10 f.).
Das
cervico-cephale
Schmerzsyndrom war
– wie von Dr.
I._
selbst
attestiert
–
vor
bestehend
(vgl. E. 3.2, E. 3.
11
)
.
Auch diesbezüglich ist auf die Ausführungen von
Dr.
E._
zu verweisen, welcher
überzeugend dar
legte
, dass der Unfall zu einer Schädelprellung mit allenfalls wenige Tage anhaltenden Folgebeschwerden geführt hat, sodass das vorbestehende
cervico-cephale
Syndrom durch den Unfall allenfalls über
wenige Tage verschlechtert wurde
(
Urk.
12/193 S. 11).
Auch die
Bewegungsstörung des rechten Armes
ist vorbestehend
, soweit sie nicht in neu
e
ren krankheitsbedingten Leiden – wie der Ellenbogenverletzung (vgl. dazu E. 4.1) - aufgeht.
Diesbezüglich verneinten die
Dres
.
G._
und
F._
somati
scherseits
überzeuge
nd das Bestehen von Unfallfolgen (E. 4.1.1).
Med.
pract
.
H._
konnte plausibel darlegen, dass sich die vorbestehende depressive psy
chische Symptomatik und die vorbestehende dissoziative Bewegungsstörung des rechten Armes zwar durch den Unfall vom 1
8.
Juni 2018 vorübergehend ver
schlechtert hatten, aber ein Dominieren der psychischen Problematik nach dem Abklingen der
postcom
m
otionellen
Symptomatik nach wenigen Tagen anzuneh
men ist (
Urk.
12/217 S. 4 f.). Demnach war wenige Tage nach dem Unfall hin
sichtlich der psychischen Erkrankungen der Status quo ante erreicht.
Jedenfalls ist aber der adäquate Kausalzusammenhang zu verneinen, was unbestritten blieb.
4.4
Der medizinische Sachverhalt
ist
erstellt und die von
der
Beschwerdeführerin eventualiter beantragt
e
n
ergänzenden Abklärungen (Urk.
1 S.
2) erübrigen sich. Weitere
entscheidwesentliche
Erkenntnisse sind davon nicht zu erwarten (anti
zipierte Beweiswürdigung; BGE 122 V 157 E. 1d).
Gestützt
auf die beweiskräftige
n
Beurteilungen
der beratenden Fachärzte
ist
mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass
nach
dem 30. Juni 2020
keine
auf den Unfall vom
18. Juni 2018
zurückgehende
n
Be
schwerden
(
mehr
)
vorlagen
.
Damit besteht auch kein Anspruch auf weitere Versi
cherungsleistungen.
Die Prüfung
des Vorliegens
des medizinischen Endzustandes und der Vergleichseinkommen erübrigen sich dementsprechend.
Der angefoch
tene
Einspracheentscheid
vom
3. November 2020
erweist sich damit als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
5.
Da die Voraussetzungen erfüllt sind, ist
der
Beschwerdeführer
in
antragsgemäss Rechtsanwalt
Dr
.
iur
. André
Largier
, Zürich,
als unentgeltlicher Rechtsvertreter zu bestellen
. Dieser ist
bei diesem Ausgang des Verfahrens und nach Einsicht in die Kostennote vom
26. Februar
2021
(Urk.
15
)
–
bei einem
gerichtsüblichen Stunden
ansatz von Fr.
220.-- - für
den
geltend gemachten
Aufwand von
15 Stunden mit Fr.
3'639.85
(inkl. Barauslagen
von Fr. 79.60
und Mehrwertsteuer) aus der G
erichtskasse zu entschädigen
.
Die
Beschwerdeführer
in
ist auf
§
16
Abs.
4
des Gesetzes über das Sozialversi
che
rungsgericht
hinzuweisen, wonach
sie
zur Nachzahlung der Auslagen für die Vertretung verpflichtet
ist
,
sobald
sie
dazu in der Lage ist
.