Decision ID: 9c32197c-3a6f-46f7-a41f-54f2cc29f00a
Year: 2000
Language: de
Court: CH_BGer
Chamber: CH_BGer_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: public_law

(Strafverfahren, Verschiebung der HV), hat sich ergeben:
A.- Die Strafkammer des Kantonsgerichtes Freiburg überwies mit Verfügung vom 29. Dezember 1998 K._ wegen mehrfachen Verstosses gegen das Betäubungsmittelgesetz (Art. 19 Ziff. 1 und 2 BetmG), Fahrens in angetrunkenem Zustand (Art. 91 Abs. 1 SVG), Nötigung (Art. 181 StGB) und Freiheitsberaubung (Art. 183 StGB) ans Bezirksgericht der Sense.
Mit Schreiben vom 6. April 2000 teilte der Präsident des Bezirksgerichtes der Sense RA Markus Meuwly mit, dass er mit Verfügung vom 3. April 2000 als amtlicher Verteidiger von K._ eingesetzt worden und dass für die Neuansetzung der Hauptverhandlung der Zeitraum vom 13. -
27. Juni 2000 vorgesehen sei.
Mit Eingabe vom 7. April 2000 beantragte RA Meuwly, die Hauptverhandlung sei auf einen Termin nach dem 20. August 2000 anzusetzen, da ihm sonst zuwenig Zeit für eine angemessene Vorbereitung der Verteidigung in diesem komplexen Verfahren bleibe.
Der Gerichtspräsident des Bezirksgerichtes der Sense lehnte den Verschiebungsantrag gleichentags ab und verfügte, die Hauptverhandlung bleibe wie vorgesehen auf den
13. Juni 2000 angesetzt.
B.- Mit staatsrechtlicher Beschwerde vom 17. April 2000 wegen Verletzung von Art. 6 Ziff. 1 und 3 EMRK beantragt K._, den Entscheid des Gerichtspräsidenten vom 6. April 2000 aufzuheben und diesem die Sache zur Neuansetzung der Hauptverhandlung auf ein Datum nach dem 20. August 2000 zurückzuweisen.
Mit Beschwerdeergänzung vom 18. April 2000 beantragt K._, die ihm zwischenzeitlich zugegangene Vorladung vom 17. April 2000 für die Hauptverhandlung vom 13. Juni 2000 ebenfalls zu annullieren.
Der Präsident des Bezirksgerichtes der Sense verzichtet auf Vernehmlassung.

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:
1.- Wie auch der Beschwerdeführer nicht verkennt, handelt es sich beim angefochtenen Entscheid um einen Zwischenentscheid.
Nach Art. 87 Abs. 1 und 2 OG in der Fassung vom 8. Oktober 1999, welche seit dem 1. März 2000 in Kraft steht, ist die staatsrechtliche Beschwerde gegen Zwischenentscheide, soweit sie nicht die Zuständigkeit oder Ausstandsbegehren betreffen, nur zulässig, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können. Das ist beim angefochtenen Entscheid nicht der Fall. Der Beschwerdeführer kann seine Rügen, der Gerichtspräsident habe durch die Ablehnung einer Verschiebung der Hauptverhandlung Art. 6 Ziff. 1 und 3 EMRK verletzt, zunächst dem urteilenden Bezirksgericht unterbreiten und anschliessend in einem allfälligen Rechtsmittelzug gegen dessen Endurteil vorbringen. Auf die Beschwerde ist somit nicht einzutreten, ohne dass geprüft zu werden bräuchte, ob der angefochtene Entscheid überhaupt kantonal letztinstanzlich ist, wie der Beschwerdeführer behauptet.
2.- Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer die Kosten zu tragen (Art. 156 Abs. 1 OG).