Decision ID: a09f6ea3-1a51-5e0d-b8d1-12332adb61ff
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1969, seit 1987 als
Mitarbeiter in der Logistik
bei der
Y._
erwerbstätig (Urk.
8/11/2
, Urk. 8/19/2
)
,
meldete sich am
28. Februar 2011
unter Hinweis darauf, dass er seit
dem 2
3
. August
2010
zu 100 % arbeits
unfähig sei, bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV
Stelle, zum Leistungsbezug (Rente/Berufliche Massnahmen) an (Urk. 8/6).
Per Ende Mai 2011
wurde das Arbeitsverhältnis durch die Arbeitgeberin aufgrund zu vieler Absenzen gekündigt
(Urk. 8/19
/1).
Die IV-Stelle tätigte erwerbliche
und medizi
nische
Abklärungen, wobei sie insbesondere Berichte
der
behandel
nden Ärzte (Urk. 8/15, Urk. 8/16, Urk. 8/27, Urk. 8/29, Urk. 8/31, Urk. 8/32, Urk.
8/35, Urk. 8/36, Urk. 8/38, Urk. 8/40)
und
der
ehemaligen
Arbeitgeber
in
des Versi
cherten
(Urk. 8/11, Urk. 8/19) einholte
,
die Akten des
Krankentag
geldversiche
rers
beizog (Urk. 8/21, Urk. 8/24)
und eine arbeitsmedizinische Unte
rsuchung durch Dr. med. Z._
, Facharzt für Arbeitsmedizin und Allgemeine Medizin FMH, vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) veranlasste (
Untersu
chungen vom
30. Mai 2012 und 20. Juni 2012
, Bericht vom 2
7. Juni 2012
, Urk.
8/39
)
. Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren mit Verfügung vom 19. September 2013 ab (Urk. 2).
2.
Dagegen erhob
X._
am 17. Oktober 2013 Beschwerde (Urk. 1) und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und
es
seien ihm eine ganze
Rente zuzusprechen sowie
Eingliederungsm
assnahmen zu gewähren. In prozessualer Hinsicht ersuchte der Beschwerdeführer um Gewährung der unent
geltlichen Prozessführung sowie um Bestellung von Rechtsanwalt Dr. Kur
t
Sintzel
zum unentgeltlichen Rechtsbeistand (Urk. 1 S. 2). Mit
Beschwerde
antwort
vom
20. November
2013 (Urk. 7 unter Beilage ihrer Akten, Urk. 8/1-66
) schloss die Beschwerdegegnerin auf A
bweisung der Beschwerde, was dem
Beschwerdeführer mit Schreiben vom
19. Dezember 2013 (Urk.
10) zur Kenntnis gebracht wurde.
3.
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die Beschwerdegegnerin erwog in der angefochtenen Verfügung,
gestützt auf die medizinischen Abklärungen sei dem Beschwerdeführer
die bisherige Tätig
keit weiterhin zumutbar, weshalb weder Anspruch auf eine Rente noch auf berufliche Massnahmen
beste
he
(Urk. 2).
1.2
Der Beschwerdeführer machte demgegenüber im Wesentlichen geltend (Urk. 1),
er sei in der angestammten Tätigkeit nicht mehr arbeitsfähig. In einem geschützten Umfeld sei
ihm
noch eine leichte Tätigkeit von zwei bis drei Stun
den pro Tag zumutbar, weshalb ihm eine ganze Rente auszurichten sei. Daneben seien Eingliederungsmassnahmen durchzuführen, um ihn wieder in de
n Arbeitsprozess einzugliedern.
2.
2.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 des Bundesgesetz
es über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs
unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
2.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei
einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
3.
3.1
Bei einer diagnostizierten
Scaphoid-Pseudarthrose
rechts
wurde am 12. April 1999
eine
operative Rekonstruktion
durchgeführt (Urk. 8/35/73). In der Folge nahm der Beschwerdeführer die Arbeit am 18.
August
199
9 gemäss Bericht von Dr. med.
A._
, Chirurgie FMH,
vom 16. September 1999
wieder vollständig auf (Urk. 8/35/31).
3.2
Am 2. Mai 2000
zog sich der Beschwerdeführer beim Zusammenstoss zweier Tram
s
eine oberflächliche Rissquetschwunde am rechten Arm und eine Trauma
tisierung der rechten Hand zu. Ausserdem klagte er über lumbale
Rückenbe
schwerden
. Anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung vom 27. Juli 2000 wurde ab dem 28. Juli 2000 wieder eine vollständige Arbeitsfähigkeit attestiert, wobei der Kreisarzt dafürhielt, es bestehe eine gewisse Einschränkung der Belastbarkeit für schwerste manuelle Tätigkeiten aufgrund der
Scaphoid-Pseudarthrose
(Urk. 8/35/21-24).
3.3
Am 26. August 2010
führte Dr.
A._
bei eine
r
therapieresistenten
Epicondyli
tis
humeri
radialis
rechts (sog. Tennisellbogen)
im
S
pital
B._
eine opera
tive
Denervation
durch (Urk. 8/35/78). Dr.
A._
berichtete, der Beschwerde
führer
habe
seit mehreren Jahren unter eine
r
Epicondylitis
humeri
radialis
beidseits
gelitten
, wobei sich
vor allem
die rechte Seite als zunehmend schmerz
haft entwickelt habe
, weshalb die operative
Denervation
vorgenommen worden sei (Urk. 8/16/5).
3.4
Am 16. September 2010 wurde in der Uniklinik
C._
ausserdem
ein gutarti
ger Nervenscheidentumor
des
Nervus
musculocutaneus
(Nerv zum Bizeps
links
) operativ entfernt (Urk. 8/21/1, Urk. 8/35/61).
Bei einem inf
olge dieser Operation aufgetretenen Wundinfekt musste am 14. Oktober 2010 eine Wundrevision durchgeführt werden (Urk. 8/21/1, Urk. 8/35/14).
O
perationsbedingt
kam es
zu einer
vorübergehenden
Lähmung des
Bizepsmuskels
(Urk. 8/21/1).
3.5
Nach einer ambulanten Untersuchung vom 23. März 2011 berichtete der Opera
teur der Uniklinik
C._
(
Berichte vom 30. März 2011 [
Urk. 8/15
] und 18. April 2011 [
Urk. 8/21
/1-2
]
)
, die operationsbedingt verursachte
neuroprakti
sche
Läsion habe sich motorisch nahezu vollständig erholt.
D
er
Beschwerde
führer
sei
infolge der Operation an der linken Achsel
v
om 16. September 2010 bis mindestens 1. Dezember 2010
vollständig
arbeitsunfähig
gewesen
, danach
sei
eine Teilbelastung des linken Armes
möglich
gewesen.
Bei unterdessen
sei
tengleicher
Bizepskraft
bestehe
nun
entgegen der Ansicht des Beschwerde
führers
von Seiten des
linken Arm
es
keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit mehr.
D
ie vom Beschwerdeführer noch
beklagten Berührungsempfindungen am Vorderarm
hätten keine einschränkenden Auswirkungen
(Urk. 8/15, Urk. 8/21/1-2).
3.6
Dr.
A._
hielt mit Bericht vom
4. April 2011
(Urk. 8/16)
zuhanden der
Beschwer
degegnerin
dafür, der
Epicondylus
humeri
radialis
rechts sei nach wie vor
druckdolent
, ausserdem bestehe eine gewisse Schwäche der Ellbogenflexion auf der linken Seite s
owie eine Sensibilitätsstörung am
linken Vorderarm. Seit dem 23. August 2010 bestehe eine durchgehende vollständige Arbeitsunfähig
keit in der angestammten Tätigkeit, da aufgrund einer verminderten Belastbar
keit beider Arme das Heben von mehr als 5 kg
momentan
nicht
möglich
sei.
Bezüglich Arbeitsfähigkeit in angepassten
Tätigkeit
en
notierte er
,
dass der
Beschwerdeführer
im Weiteren über
Knie- und Rückenbeschwerden
klage,
wobei
allfällige
diesbezügliche Einschränkungen nicht durch ihn beurteilbar seien
(Urk. 8/16/4).
Am 15.
J
uli 2011 berichtete Dr.
A._
zuhanden der
Kran
kentaggeldversicherung
,
der Beschwerdeführer sei
für nicht belastende Tätig
keiten
,
wie beispielsweise Kontrollfunktionen
,
vollständig arbeitsfähig (Urk. 8/24/12).
3.7
Im Juli und August
2011
war der Beschwerdeführer bei weiterhin
b
eklagten
Schmerzen im Bereich des linken Armes mit Ausstrahlung vom Nacken bis in den Daumen
zur weiteren Abklärung
in
der
orthopädische
n
und neurologischen
Sprechstunde
des
D._
Zentrum
s
, wo auch ein
MRI der
Hals
wirbelsäule
angefertigt wurde
(Urk. 8/35/93
-95
, Urk. 8/35/85
-86
, Urk. 8/35/87
-88
).
Die Ärzte notierten, es habe sich in der klinischen, elektromyographischen und neurologischen Untersuchung im Wesentlichen ein neuropathisches Schmerzsyndrom im Bereich des
Nervus
musculocutaneus
linksseitig gezeigt. Motorisch bestünden im Wesentlichen keine Defizite (Urk. 8/35/88). Hinweise für eine
vertebragene
Mitbeteiligung hätten sich keine ergeben. Die allenfalls
geringgradige
,
neuroforaminale
Stenosierung
bei C5/6 links sei nicht relevant und könne
höchstens
die manchmal auftretenden Nackenschmerzen erklären (Urk. 8/35/88). Der untersuchende Neurologe hielt
schliesslich fest,
inwiefern das neuropathische
Schmerzsyndrom die Arbeitsfähigkeit beeinträchtige,
sei schwierig zu beurteilen,
zumindest einfache Arbeiten
seien dem Beschwerde
führer aber zumutbar
(Urk. 8/35/86).
3.8
Mit
Verlaufsb
ericht vom 16. Dezember 2011 (Urk. 8/27)
führte Dr.
A._
als Diagnosen ein chronisches Schmerzsyndrom
an der
Hand und
dem
Vordera
r
m rechts (bei Status nach
der
Scaphoid
-Rekonstruktion rechts
vom
12. April 1999 sowie Operation
einer
Epicondylitis
humeri
radialis
vom
26. August 2010), ein neurogenes Schmerzsyndrom links (bei Status nach Operation vom 16. Sep
tember 2010) sowie „diverse andere Probleme des Bewegungsappar
a
tes“ auf (Urk. 8/27/2).
Dr.
A._
berichtete
, der Ausfall des
Nervus
musculocutaneus
habe sich motorisch und
sensibel wieder weitgehend erholt, die Schmerzen seien jedoch
weiterhin vorhanden
. Gleichzeitig klage der Beschwerdeführer noch immer über ausgeprägte belastungsabhängige Schmerzen im Bereich des
Epicondylus
humeri
radialis
rechts (Urk. 8/27/2). Zur angestammten Tätigkeit äusserte sich Dr.
A._
nicht. Hinsichtlich angepasster Tätigkeiten notierte er,
dem Beschwerdeführer sei es zumutbar, bis zu 5 kg zu
h
eben und
zu
t
ragen
.
Auf Leitern/Gerüste steigen hielt er für nicht zumutbar.
Das Konzentrations- und Auffassungsvermögen, die Anpassungsfähigkeit und die Belastbarkeit erachtete er als nicht eingeschränkt. Im Übrigen äusserte er sich bezüglich noch zumutbarer Tätigkeiten nicht und brachte diverse Fragezeichen auf dem For
mular an (Urk. 8/27/3).
3.9
Bei seit mehreren Jahren bestehenden Knieschmerzen rechts wurde
n
im Früh
jahr 2012 Abklärungen an
der
F._
Klinik
veranlasst
.
Nach durchgeführ
ter MRI-Untersuchung
des rechten Kniegelenkes berichteten
die Ärzte
der
ort
hobiologischen
Abteilung
der
F._
Klinik
am 17. Februar 2012, es habe sich aufgrund gebesserter muskulärer Verhältnisse im Vergleich
zum Vorbefund vom 21. Oktober 2010
eine schön zentrierte Patella gezeigt.
Es bestehe ein the
rapierefraktärer Kniegelenksschmerz ohne wesentliches strukturelles Korrelat (Urk. 8/35/106
-107
).
Bei ausserdem beklagten
Schmerzen am linken Kniegelenk, am rechten Sprunggelenk sowie am rechten Ellbogen ordneten
sie
eine
Abklä
rung in der
rheumatologische
n Abteilung der
F._
Klinik an
(Urk. 8/35/105).
Der untersuchende
Rheumatologe
notierte in der Anamnese, im Vordergrund stünden die persistierenden Schmerzen im
Bereich
des rechten Ell
bogens. Zudem
bestünden auch weiterhin einschiessende Schmerzen mit
Aus
strahlung in den linken Arm
. Des Weiteren
klage der Beschwerdeführer über
multiple Gelenksbeschwerden im Bereich der Handgelenke
und
der Füsse sowie
über
rezidivierend
e
Rückenschmerzen (Urk. 8/35/8).
Er hielt dafür, a
ufgrund der Anamnese, der klinischen Untersuchung sowie den Laborwerten sei eine ent
zündlich rheumatologische Erkrankung als Ursache der beschriebenen Beschwerden
auszuschliessen
.
Die Beschwerden seien am ehesten als
chronifi
zierte
und generalisierte
musk
ul
oskelettale
Schmer
zproblematik zu interpretie
ren
(Urk. 8/35/9).
Zuhanden der Beschwerdegegnerin teilte
er
am 14. Juni 2012 mit, eine Arbeitsunfähigkeit sei nicht festgelegt worden, dies sei nicht Gegen
stand der Konsultation gewesen
(Bericht vom 14. Juni 2012, Urk. 8/38).
3.10
Im Bericht des Gesundheitszentrum
s
E._
(undatiert, am 6. Juni 2012 der Beschwerdegegnerin zugegangen, Urk. 8/35), wo der Beschwerdeführer von November 2011 bis Ende Mai 2012 in Behandlung gestanden hatte (Urk. 8/35/1), wurde bezüglich Befunde auf den Bericht der
F._
K
linik verwiesen
(Urk. 8/35/2)
.
Es wurde dem Beschwerdeführer
vom 1. Januar 2012 bis Ende Mai 2012 eine
vollständige Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit
attestiert
. Einschränkungen bestünden
hinsichtlich der Beweglichkeit und
der körperlichen Belastbarkeit sowie
aufgrund von Schmerzen, Frustration und Unzufriedenheit. Ab dem 1. Juni 2012
wurde
die versuchsweise Wiederauf
nahme einer Tätigkeit zu 50 % in geschütztem Rahmen als
zumutbar erachtet
(Urk. 8/
35/4-5).
3.11
Dr.
Z._
untersuchte den Beschwerdeführer am 30. Mai 2012 und 20. Juni 2012 (Bericht vom 27. Juni 2012, Urk. 8/39). Der Beschwerdeführer klagte über Schmerzen in beiden Handgelenken, beiden Ellbogen, im Kopf und Nacken, im Kreuz, in beiden Knien sowie über ein Elektrisieren im linken Arm.
Er teilte mit, die Beschwerden im rechten Handgelenk
bestünden
seit einem Velounfall im Jahr 1989, wobei er im Jahr 1999
infolge dieses Unfalles
am rechten Handge
lenk operiert worden sei. Im linken Handgelenk habe er Schmerzen
,
seit
ihm im Jahr 1994
ein Teil einer Käseschneidemaschine auf die Hand gefallen sei. Den rechten Ellbogen habe er im Jahr 2000 beim Tramunfall angeschlagen.
Auch nach
der Operation
im Jahr 2010
seien die Beschwerden nicht zurückgegangen. Im linken Ellbogen
leide er unter
Dauerschmerzen,
seit
er den Ellbogen im Mai 2010 angeschlagen habe. Die Rückenschmerzen rührten sodann ebenfalls v
om Tramunfall im Jahr 2000 her und d
as Elektrisieren im linken Arm verspüre er seit
der letzten Operation im Jahr 201
0.
Die Kopf- und Nackenschmerzen seien
nun besser und würden ihn nicht mehr wesentlich beeinträchtigen
(Urk. 8/39/1
2).
Nach
eingehender
Untersuchung des Beschwerdeführers
(Urk. 8/39/6-8)
kam Dr.
Z._
zum Schluss, dass der Beschwerdeführer aufgrund der strukturellen Veränderungen im rechten Handgelenk und dem Zustand nach der Operation am linken Arm
für
Tätigkeiten, welche mehr als mittelschwere Lastenhandha
bungen beinhalten würden, eingeschränkt sei. Mit Blick auf das
Belastungspro
fil
des letzten Arbeitgebers ergebe sich somit keine Einschränkung in wesentli
chen und erheblichen Teiltätigkeiten (Urk. 8/39/9).
4.
4.1
Wenn der
Beschwerdeführer
geltend macht, er könne lediglich noch
zwei bis drei
Stunden pro Tag arbeiten
(
E
. 1.2)
, kann
ihm
mit Blick auf die
medizinische
Aktenlage nicht gefolgt werden.
Aufgrund der Beschwerden an den oberen Extremitäten wurde zwar postoperativ
ab August
2010 zuerst noch eine voll
ständige Arbeitsunfähigkeit attestiert
.
S
pätestens ab
März/
April 2011
erachteten die operierenden Ärzte jedoch
eine
100%ige
Arbeits
tätigkeit
zumindest
in
angepassten Tätigkeiten
(Heben/Tragen nicht über 5 kg) - als
wieder
zumutbar (
E.
3.5, E. 3.6). A
uch der Neurologe des
D._
Zentrums
, wel
che
r
den Beschwerdeführer aufgrund der persistierenden Beschwerden im Bereich des linken Armes eingehend
untersucht hatte
, kam zum Schluss, dass zumindest einfache Arbeiten möglich seien
(E. 3.7)
.
Hinsichtlich der weiteren
beklagten
Beschwerden
(
Rücken, Knie) konnte sodann
trotz umfa
ngreichen
Abklärungen kein organisches
Korrelat gefunden
werden
.
So
hielten
d
ie Ärzte des
D._
Zentrums dafür, die in der MRI-Untersuchung zur Darstellung gebrachte
geringgradige
neuroforaminale
Stenosierung
bei C5/6
sei nicht relevant und könne höchstens manchmal auftretende Nackenschmerzen erklären (E. 3.7).
Auch im Bereich der Lendenwirbelsäule zeigte sich
in einer im Februar 2011 durchgeführten MRI-Untersuchung lediglich eine leichte
Dis
kusprotrusion
bei L5/S1 ohne relevante Neurokompression (Urk. 8/35/7+9). Wieso diesbezüglich weitere Abklärungen zu veranlassen gewesen wären – wie der Beschwerdeführer geltend macht (Urk. 8/50/2) – ist nicht ersichtlich, zumal
sich auch
anlässlich der
klinischen
Untersuchung
durch
RAD-Arzt
Dr.
Z._
keine relevanten Einschränkungen
ergaben (Urk. 8/39/8, siehe auch Urk. 8/61/2). Schliesslich
f
and sich auch in Bezug auf die geklagten Beschwer
den am linken
Kniegelenk
kein wesentliches strukturelles Korrelat
und
wurde eine rheumatologische
Erkrankung
ausgeschlossen
(E. 3.9).
Das Gangbild war denn anlässlich der klinischen Untersuchung bei Dr.
Z._
auch unauffällig und der Beschwerdeführer zeigte ein unauffälliges Spontanverhalten ohne Bewegungsasymmetrien oder Schonbewegungen (Urk. 8/39/7).
Angesichts dieser umfangreichen Untersuchungen und der von Dr.
Z._
erhobe
nen klinischen
unauffälligen
Befunde
ist
dessen Einschätzung
nachvoll
ziehbar,
wonach
die
Arbeitsfähigkeit
einzig
aufgrund von Beschwerden an den oberen Extremitäten im Profil eingeschränkt
ist
und dem Beschwerdeführer
lediglich
Tätigkeiten
nicht mehr zumutbar
sind
, welche mehr als mittelschwere Lastenhandhabungen beinhalte
n
(E. 3.11)
. Darauf
kann
abgestellt werden
.
Gemäss dem Bericht der ehemaligen Arbeitgeberin (Urk. 8/19/6) umfasste die zuletzt ausgeübte Tätigkeit
(Kommissionieren, Auszeichnen, Etiket
t
ieren)
–
nicht wie der Beschwerdeführer v
o
rbringt mehr als mittelschwere Lasten (
Urk.
1 S. 4)
–
sondern bloss
das
seltene
Heben und Tragen von
mittelschweren (10 - 25 kg)
Lasten
. Es ist angesichts dessen nicht zu beanstanden, dass Dr.
Z._
– und gestützt darauf die Beschwerdegegnerin – davon ausgingen, dem Beschwerde
führer sei die angestammt
e Tätigkeit weiterhin zumutbar
.
Soweit Dr.
A._
dafürhielt, infolge einer verminderten Belastbarkeit beider Arme sei es dem Beschwerdeführer nur
noch
möglich, Lasten bis maximal 5 kg zu heben und zu tragen
(E. 3.6)
,
vermag dies
mit Blick darauf
, dass der Opera
teur der Uniklinik
C._
bereits gut fünf Wochen postoperativ
eine
weiterhin bestehende
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von Seiten des linken Armes
bei unter anderem seitengleicher
Bizepskraft
-
klar ve
rneinte (E. 3.5), die Ein
schätzung von Dr.
Z._
nicht in Frage zu stellen.
4.2
Soweit im
Bericht des
Gesundheitszentrum
s
E._
lediglich eine Arbeitsfähigkeit von 50 % attestiert wurde
(E. 3.10)
,
vermag dies nicht zu über
zeugen
. So wurde die
Arbeitsunfähigkeit nicht mit eigenen Befunden begründet
,
sondern lediglich pauschal auf die Berichte der
F._
Klinik verwiesen.
Wenn
im Übrigen
dafürgehalten wurde, die Arbeitsunfähigkeit sei unter ande
rem aufgrund von Frustration und Unzufriedenheit beeinträchtig
t
, handelt es sich nicht um eine
medizinische nachvollziehbare Beurteilung.
4.3
Schliesslich reichte der Beschwerdeführer
im Beschwerdeverfahren einen Bericht
von
pract
. med. G._
, Arzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 13. Oktober 2013 zu den Akten (Urk. 3/
3). Dieser hielt dafür, der Beschwerdeführer leide unter einer chronischen rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10 F33.11).
Aufgrund
der chronischen Depression mit Vergesslichkeit und
Kon
zentrationsstörungen
sowie aufgrund chronischer belastungsabhängiger Schmerzen sei der Beschwerdeführer auf dem ersten Arbeitsmarkt vollständig arbeitsunfähig.
Begab sich
der Beschwerdeführer erstmals nach Erhalt des abschlägigen Vorbescheids vom 9. Juli 2012 (Urk. 8/42) in psychiatrische Behandlung und finden sich
keine Hinweise
auf das Vorliegen einer Depression in den übrigen Akten,
ist die Diagnose einer rezidivierenden depressiven Stö
rung nicht nachvollziehbar,
zumal noch anlässlich der Untersuchung bei Dr.
Z._
keinerlei Anzeichen von Vergesslichkeit und
Konzentrationsstörun
gen
ersichtlich waren
. So notierte
der RAD-Arzt
,
das Denken sei nicht beein
trächtigt und die Aufmerksamkeit unauffällig und über die ganze Zeit erhalten gewesen (Urk. 8/39/7)
.
Soweit sich
pract
. med.
G._
im Übrigen zu soma
tischen Beschwerden äussert, ist seine Beurteilung von vorneherein nicht rele
vant.
4.4
Es ist somit mit dem im Sozialversicherungsrecht
massgebenden
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass der Beschwerdeführer spä
testens ab April 2011 in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit wieder vollständig arbeitsfähig war, weshalb sich weitere Abklärungen erübrigen und die Beschwerdegegnerin einen Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung zu Recht verneint hat. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.
5
.
5
.1
Weil
vorliegend die Voraussetzungen zur Bewilligung der unentgeltlichen
Pro
zessführung
und zur unentgeltlichen
Rechtsverbeiständung
gemäss
§
16
Abs.
1 und 2 des Gesetzes über das Sozialversicherungsger
icht (
GSVGer
) erfüllt sind (Urk.
9
, Urk. 11
), ist dem Beschwe
rdeführer -
antragsgemäss
(Urk. 1 S.
2)
-
die unentgeltliche Prozessführung und die unentgeltliche
Rechtsverbeiständung
in der Person von Rechtsanwalt
Dr. Kurt
Sintzel
zu gewähren
.
5
.2
Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 600.-- festzulegen und
ausgangsgemäss
vom Beschwerdeführer zu tragen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG), zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.
5
.3
Mit Honorarnote vom
11. Februar 2015
(Urk
. 12
) machte Rechtsanwalt Dr.
Kurt
Sintzel
einen Aufwand von
6,25
Stunden sowie Barauslagen in Höhe von
Fr.
61
.-- und
damit insgesamt Fr. 1‘415.90
(inkl.
MWSt
) geltend, was als ange
messen erscheint. Rechtsanwalt
Dr.
Kurt
Sintzel
ist daher mit einem Betrag von Fr.
1‘415.90
(inkl. Barauslagen und
MWSt
) aus der Gerichtskasse zu entschädi
gen.
5
.4
Der Beschwerdeführer ist auf
§
16
Abs.
4
GSVGer
hinzuweisen, wonach er zur Nachzahlung der Gerichtskosten sowie der Entschädigung an Rechtsanwalt
Dr. Kurt
Sintzel
verpflichtet ist, sobald er dazu in der Lage ist.