Decision ID: 331c91b9-a6f8-4fb5-9d56-59a1bb3b993c
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1959, ausgebildeter Elektroingenieur, war zuletzt
bis Ende September 2013 bei der
Y._
als Se
nior
SAP-
Specialist
im 100%-Pensum tätig (Urk. 7/8, Urk. 7/13). Am 23. Dezember
2013 meldete er sich unter Hinweis auf eine seit Mai 2013 be
stehende zervi
kale Dystonie bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung zum
Leistungs
bezug
an (Urk. 7/3). Die Sozialversicherungsanstalt des Kan
tons Zürich, IV-Stelle, zog einen Auszug aus dem individuellen Konto (IK-Auszug vom 3. Januar 2014, Urk. 7/7) sowie die Akten des
Krankentaggeld
versicherers
(Urk. 7/23) bei und tätigte medizinische und berufliche Abklä
rungen (Urk. 7/13, Urk. 7/17, Urk. 7/20, Urk. 7/27, Urk. 7/43, Urk. 7/60). Am 24. Okto
ber
2014 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, dass keine beruf
lichen Eingliederungsmassnahmen möglich seien (Urk. 7/30). Anschliessend veran
lasste sie eine polydisziplinäre Begutachtung durch die
Z._
. Gestützt auf
das Gutachten
vom
2
5
.
August
2015 (Urk. 7/
65
)
stellte die IV-Stelle dem Versicherten mit Vor
bescheid vom 30. September
2015 (Urk. 7/68) die Abweisung des
Leistungs
begehrens
in Aus
sicht. Dagegen erhob der Versicherte am 29. Oktober
2015 Einwand (Urk. 7/74) und reichte mit
Einwandbegründung
vom 3. Dezember
2015 (Urk. 7/79) weitere Unterlagen ein (Urk. 7/78). Am 12. Januar 2016 nahm das
Z._
ergänzend Stellung (Urk. 7/81), woraufhin der Versicherte am 10. März 2016
eine weitere Stellungnahme einreichte (Urk. 7/85, Urk. 7/86). Mit Ver
fügung vom 3. Mai 2016 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren des Ver
sicherten gemäss Vorbescheid ab (Urk. 2).
2.
Dagegen erhob der Versicherte am 6. Juni
2
016 Beschwerde und beantragte, die Verfügung vom 3. Mai 2016 sei aufzuheben und es sei ihm mit Wirkung
ab 1. Juli 2014 eine ganze Rente, eventualiter eine halbe Rente zuzusprechen. In
prozessualer Hinsicht ersuchte
er
um Durchführung eines zweiten
Schrif
ten
wechsels
(Urk. 1).
Mit Beschwerdeantwort vom 27. Juni 2016 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 6, unter Beilage ihrer Akten, Urk. 7/1-91), was
dem Beschwerdeführer
am
29. Juni
2016 zur Kenntnis gebracht
wurde.
Gleichzeitig teilte das Gericht de
m
Beschwerde
führe
r
mit, ein zweiter Schriftenwechsel werde
als
nicht erforderlich erachtet
(Urk. 8).
Mit
Eingabe
vom
13. Juli
2016 reichte
der Beschwerdeführer
weitere Unterlagen
zu den Akten
(Urk. 9
, Urk. 10
).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien sowie die eingereichten Unterlagen wird,
soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegan
g
en.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Be
einträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit ver
ursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Be
urteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er
werbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreivier
telsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und ge
gebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätig
keiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Be
urteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
1.4
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen fest
zustellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Berichte den Pro
zess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medi
zi
nische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des
Beweis
wertes
eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entschei
dend, ob es für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf
den erfor
derlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwer
den be
rücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Per
son auseinander setzt – was vor allem bei psychischen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizini
schen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die
rechts
anwendende
Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegebenen
falls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutachten, 4. Auf
lage 2003, S. 24 f.).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin erwog in der angefochtenen Verfügung, gemäss den medizinischen Abklärungen sei der Beschwerdeführer zu 80 % arbeitsfähig. Der behandelnde Neurologe beurteile in den eingereichten Berichten lediglich die Arbeitsfähigkeit in angestammter Tätigke
it anders als die
Z._
-Gutachter,
entsprechend bestehe kein Anlass, von der
g
utachterlichen Einschätzung
abzu
weichen
(Urk. 2).
2.2
Der Beschwerdeführer machte seinerseits geltend, mit der Diagnosestellung der
Z._
-Gutachter sei er einverstanden, jedoch nicht mit der Einschätzung der noch vorhandenen Arbeitsfähigkeit. Das Gutachten des
Z._
sei hinsicht
lich der Einschätzung der noch vorhandenen Arbeitsfähigkeit in quantitativer Hinsicht falsch und in qualitativer Hinsicht ungenau und somit
nicht
be
weis
tauglich
. Es sei auf die Berichte des behandelnden Neurologen zu ver
weisen. Es sei davon auszugehen, dass ihm die angestammte Tätigkeit als erfahrener SAP-
Specialist
mit Projektleiterfunktion nicht mehr zumutbar sei. Er könne
bedingt durch stressabhängige Schmerzen und die damit zusam
menhäng
en
den
Konzentrationsdefizite nicht mehr auf gleich hohem Niveau als Informatiker tätig sein. Um dem Stress standzuhalten, benötige er mehr Pausen als sich aus einer 80%igen Arbeitsfähigkeit ergäben. Die Annahme der Gutachter, dass er vor dem Fernseher oder Computer sitze, sei falsch. Vielmehr lege er sich auf das Sofa oder das Bett. Auch hätten die Gutachter bei der Beur
tei
lung der Arbeitsfähigkeit die in BGE 141 V 281 neu aufge
stellten Indikatoren nicht berücksichtigt (Urk. 1).
3.
3.1
Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der angefochtenen Verfügung vom 3. Mai 2016 in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen auf das
polydiszipli
näre
Gutachten des
Z._
vom
2
5
.
August
2015 (Urk. 7/
65
)
.
Darin w
urden
die bis zur Begutachtung de
s
Beschwerdeführers
aktenkundigen medizinischen Berichte zusammengefasst (Urk.
7
/
65/2-6),
weshalb sie an dieser Stelle nicht
noch einmal wiedergegeben werden. Es wird, soweit erforderlich, in den nac
h
folgenden Erwägungen darauf Bezug genommen.
3.1.1
Das Gutachten
beruht auf
internistischen
,
psychiatrischen, orthopädischen sowie neurologischen
Untersuchungen.
Die Gutachter
nannten als
Diagnose
mit Einfluss auf die Arbeits
fähigkeit
eine zervikale Dystonie (ICD-10 G24.3). Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit bestünden akzentuierte
Persönlich
keits
züge
mit ängstlich vermeidenden Merkmalen (ICD-10 Z73.1), ausge
prägte muskuläre Verkürzungen im Becken-Bein-Bereich beidseits (ICD-10 M79.60), anamnestisch eine Reflux-Symptomatik mit intermittierendem Globusgefühl (ICD-10 K21), ein Zustand nach HWS-Distorsionstrauma 2008 (ICD-10 S13.4) sowie ein Zustand nach
Fatigue
(ICD-10 G93.3) nach EBV-Infektion 2010 (Urk. 7/65/21).
3.1.2
Der psychiatrische Gutachter führte aus, beim Beschwerdeführer habe
eine gewisse Scheu, Ängstlichkeit und emotionale Zurückhaltung beobachtet wer
den
können
. Er
habe
von öfters auftretenden Gefühlen von Anspannungen und Besorgtheit und dem Vermeiden von unnötigen sozialen Kontakten
be
richtet. Er scheine
für soziale und psychologische Stresssituationen vermehrt empfänglich zu sein.
Es
könne
daher die Verdachtsdiagnose auf akzentuierte Persönlichkeitszüge mit ängstlich vermeidendem Charakter gestellt werden.
Weitere psychopathologische Befunde
hätten
nicht erhoben werden
können
, insbesondere
hätten
keine Hinweise für eine depressive Verstimmung vor
ge
legen
. Der
Beschwerdeführer drifte
langsam in eine soziale Vereinsamung a
b.
Aus psychiatrischer Sicht
könne
keine Arbeitsunfähigkeit attestiert werden. Es
lägen
lediglich akzentuierte Persön
l
ichkeitszüge vor, welche in diesem Sinn
e
kein schwerwiegendes psychiatrisches Krankheitsbild darstell
t
en. Ins
besondere
könne
aufgrund von akzentuierten Persönlichkeitszügen gemäss
ICD
-10 kein Einfluss auf die Arbeits
fä
higkei
t abgeleitet werden. Der Be
schwerdeführer stehe nicht in psychiatrischer Behandlung
(Urk. 7/65/11-12).
3.1.3
Im orthopädischen Teilgutachten wurde ausgeführt, b
ei der Untersuchung der Wirbelsäule
h
ab
e
sich eine zervikal und lumbal massiv sowie thorakal m
ä
s
si
g eingeschränkte Beweglichkeit gezeigt.
Es besteh
e
eine massive Verkür
zung im Becken- und Beinbereich unter anderem der
ischiokruralen
Musku
latur. Bei zervikaler Dystonie
sei
der Kopf nur am Anfang der
Anamneseer
hebung
annähernd in Neutralro
t
ation, danach aber stets nach rechts unten rotiert beziehungsweise gekippt gehalten
worden
. An den oberen und unte
ren Extre
mitäten
habe
im
Ü
brigen eine ansonsten weitgehend freie, schmerzlose Beweglichkeit
bestanden
. Die gesamte ausführliche Untersu
chung im Stehen, Gehen, Sitzen und Liegen
habe
bei perfekter Kooperation völlig problemlos
und offensichtlich ohne
höhergradigen
Leidensdruck durchgeführt werden können
. Sehr auffallend
sei
eine deutliche Verspannung der
Nackenmus
kula
tur
mit massiver
Verhärtung
im mittleren Abschnitt rechts
gewesen
. Auf radiologischer Ebene
bestünden
mit Ausnahme einer m
ä
ssigen
Osteochon
drose
HWK5/6 keine Auffälligkeiten an der zervikalen Wirbelsäule.
Mit Aus
nahme der ausgeprägten muskulären Verkürzungen im
Becken-Beinbe
reich
beidseits habe sich ein weitgehend
blander
Befund erge
ben.
Zusammen
fassend
liessen
sich die beklagten Beschwerden durch die kli
nischen Befunde durchaus nac
hvollziehen, seien
jedoch aus neurologischer Sicht
zu beurtei
len
.
Die angestammte Tätigkeit als
SAP-Consultant
entspre
che
ein
e
r reinen Schreibtischtätigkeit (Urk. 7/65/16).
3.1.4
Der neurologische Gutachter hielt fest, s
eit
zweieinhalb
Jahren
sei der Be
schwerdeführer
an einer zervikalen Dystonie erkrankt. Entsprechend dem Bericht
der Neurologin
Dr.
med.
A._
vom Juli 2013
hätten
möglicherweise schon fünf Jahre zuvor Vorläufersymptome bestanden. Be
treff
end
die
Dystonie
sei mittels MRI-
Bildgebung von Kopf und HWS eine adäquate Ausschlussdiagnostik erfolgt. Zu Recht
sei
eine
B
otulinustoxin
-Behandlung als Therapie der ersten Wahl vorgeschlagen
worden
, welche
von den behandelnden Ärzten
durchgeführt
werde
. Der
Beschwerdeführer habe
unter
diesen in dreimonatigen Abständen durchgeführten Injektionen eine gewisse Besserung
berichtet
. Sowie der Botox-Effekt indes nachlasse, komme es zu ausgeprägten Schmerzen im Nackenbereich. Abgesehen von dieser zervikalen Dystonie
sei
der neurologische Status regelrecht und es
fänden
sich auch keine Hinweise für eine vorzeitige Ermüdung während der zirka ein
stündigen Untersuchung als Folg
e des früheren
Fatigue
-Syndroms.
Die Dys
tonie beding
e
eine Reihe von qualitativen Leistungsausschlüssen. Diese be
tr
äf
en Tätigkeiten mit intensivem Publikumsverkehr
, da es sich um eine
ext
rapyramidale
Erkrankung
handle, bei welcher sich
die Symptomatik
be
kann
termassen unter Anspannung verstärken könne. Auch Tätigkeiten, welche
überwiegend im Gehen oder Stehen durchgeführt
würden
,
seien
nur einge
schränkt möglich, da hierbei der einfache Einsatz der rechten Hand zur Geste
antagoni
que
nur erschwert möglich
sei
.
Möglich sei ins
besondere Bildschirm
arbeit, was
dem
Berufsbild als Informatiker entspr
eche
. Gesamthaft
sei
die Arbeitsfähigkeit
auf 80
% eingeschränkt.
Es bestehe somit Übereinstimmung mit den Befunden der vorbehandelnden Neurologen. Keine Übereinstimmung bestehe mit der Aussage des vorbehandelnden Neurologen
Dr.
med.
B._
, dass es sich um eine invalidisierende Erkrankung handle, welche eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit be
wirke
. Insbesondere Tätigkeiten als In
for
matiker erschienen im Gegenteil sogar gut möglich (Urk. 7/65/19-20).
Aus allgemeininternistischer Sicht
fänden
sich keine Befunde und Diagnose
n
, welche eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit begründe
te
n
(Urk. 7/65/8).
3.1.5
Die Gutachter hielten zusammenfassend fest, es
besteh
e
aus polydisziplinärer Sicht eine volle Arbeitsunfähigkeit für körperlich schwere Tätigkeiten. Dage
gen besteh
e aufgrund der zervikalen Dystonie
für eine körperlich leichte bis intermittierend mittelschwere, adaptierte Tätigkeit unter Wechselbelastung und ohne Publikumskontakt eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 80
%
, welche vollschichtig realisierbar sei
. Dies
treffe
auch auf die angestammte Tätigkeit als Informatiker zu. Das Pensum k
önne
vollschichtig umgesetzt werden mit erhöhtem Pausenbedarf
.
Aufgrund der anamnestischen Angaben,
der
Untersuchungsbefunde, der vorliegenden Dokumente sowie der früher attestierten Arbeitsunfähigkeiten
sei davon auszugehen
, dass
das
Arbeits- und Leistungsprofil ab der Diagnosestellung bei
Dr.
A._
und somit seit Juli 2013 gelte.
Es f
ände
sich eine deutliche
D
iskrepanz zwischen
der gutachterlichen
Beurteilung und der Selbsteinschätzung des
Beschwerdefüh
rers
, welcher sich aufgrund der vorliegenden Beschwerden nicht arbeitsfähig füh
le
. Diese Selbsteinschätzung k
önne
durch die vorliegenden
polydiszipli
nären
Befunde und Diagnosen
j
edoch nicht nachvollzogen werden.
Aus psy
chiatrischer Sicht
seien
Entspannungsübungen auf körperlicher, psychischer und mentaler Basis
zu empfehlen
. Des Weiteren sollte bei zunehmender Ver
einsamung der Versuch einer sozialen Integration erfolgen. Bei Vorliegen einer entsprechenden Eigenmotivation
könne
auch eine Psychotherapie zur
Bearbeitung der akzentuierten Persönlichkeitszüge vorgeschlagen werden. Auf
beruflicher Ebene steh
e
die rasche Reintegration in den Arbeitsprozess im Vordergrund. Aufgrund der vorliegenden ausgeprägten Krankheits- und
Be
hin
derungsüberzeugung
könnten jedoch keine beruflichen Massnahmen erfolg
versprechend vorgeschlagen werden
(Urk. 7/65/21-22)
.
3.2
Der behandelnde Neurologe
Dr.
C._
hielt in Beantwortung der Fragen der Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers am 23. November 2015 (Urk. 7/78) fest, e
s
bestehe eine
therapeutisch schwer zu beeinflussende zervikale Dys
to
nie mit wechselnden Kontrakturen vor allem der rechtsseitigen
Nacken
mus
keln
. Die Erkrankung
sei
chronisch.
Beim Beschwerdeführer kämen
noch un
gewöhnlich starke Nackenschmerzen hinzu, was jedoch zu den Charakte
ris
ti
ken der ze
rvikalen Dystonie gehören könne. Es entstehe auch der
Ein
druck, dass ein wechselnd depressives Zustandsbild
bestehe, wobei die
psy
chiatri
sche Untersuchung beim
Z._
anscheinend keine diesbezüglichen Verdachts
momente
ergeben habe. Die Ausprägung der zervikal
en Dystonie beeinträch
tig
e
die Arbeitsfähigkeit des
Beschwerdeführers
ohne Zweifel.
Es gäbe viele Patienten
mit zervi
kal
er Dystonie, die in ihrer Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt
seien
. Ungünstig
sei
eine ständig eingenommene Position
, wobei man
auch das Arbeiten am Bildschirm bei dieser Erkrankung als relativ ungünstig be
zeichnen
könne
. Der
Beschwerdeführer
müsse
immer wieder sein
e Position wechseln, aufstehen und
den Kopf bewegen. Es
entstünden
vermehrt Schmerzen beim Einhalten der
Arbeitsposition, sodass auch die Konzentra
tionsfähigkeit leiden
könne
. Zunehmend zu diesen objektiven Beschwerden
komme
noch die Ängstlichkeit des
Beschwerdeführers
, die wahrscheinlich das ganze Beschwerdebi
l
d verstärk
e
.
D
ie Arbeitsfähigkeit
in der
angestamm
ten Tätigkeit als Informatiker
würde
50
% nicht übersteig
en
.
Der Neurologe führte aus, er
sehe für den
Beschwerdeführer
keine andere Tätigkeit als die
jenige des
Informatike
rs.
Dieser
sei
hochspezialisiert und wahrscheinlich in der angestammten Tätigkeit leistungsfähiger als in einer anderen. Für seine Leistung benötig
e er aber mehr Zeit, da
die Position häufig gewechselt werden
müsse
, trotzdem Schmerzen entstehen könn
t
en und die Konzen
tra
tions
fähigkeit herabgesetzt
sei
.
Der
diagnostischen Beurteilung durch das
Z._
sei
im G
rossen und
G
anzen
zu folgen. Es sei jedoch der Eindruck entstanden,
dass der bisherige
mühsame Krankheitsverlauf durch die psychische Konsti
tution des
Beschwerdeführers
mitbeein
fl
usst
sei.
3.3
Die Gutachter des
Z._
nahmen am 1
2.
Januar 2016 (Urk. 7/81) dahingehend Stellung, dass bei der divergenten Einschätzung von
Dr.
C._
zu berück
sichtigen sei, dass dieser ausdrücklich auf eine psychiatrische
Zusatzsymp
tomatik
hinweise. Es gehe jedoch
nicht hervor, welchen Anteil
der
Ein
schränkung er alleine auf die Dystonie bezieh
e
. Unter der Annahme, dass
Dr.
C._
die verbleibenden 30
% Differenz nicht allein auf die von ihm postulierte psychiatrische Zusatzsymptomatik
beziehe
, verbleib
e
immer noch eine gewisse Diskrepanz in der Beurteilung der funktionellen Auswirkung
der
Dystonie
.
Dr.
C._
schreib
e
zu Recht, dass für den
Beschwerdeführer
haupt
sächlich die Tätigkeit eines Informatikers in
F
rage komme
. A
ndererseits
schreibe er
, d
a
ss das Arbeiten am Bildschirm bei der Erkrankung als relativ ungünstig zu bezeichnen
sei
.
Dabei stelle sich
die Frage, warum der
Be
schwerdeführer
so viel Zeit vor dem Computer oder dem Fernseher verbring
e
.
Dem im Gutachten aufgeführten Tagesablauf
seien
mehrstündige Computer- und Fernsehsitzungen zu entnehmen. Auch
im psychiatrischen Teilgutachten würden
unter anderem Sportübertragungen im Fernsehen
angeführt
. Dies
lasse
den Schluss zu, dass Bildschirmarbeit
, unter Umständen
angepasst mit einem grösseren Bildschirm in etwas grösserer Distanz
,
durchaus möglich
sei
. Gerade bei einer Bildschirmt
ä
tigkeit mit intellektuell anspruchsvollen In
halten
sei
auch nicht ein ständiges Blicken auf den Bildschirm notwendig und
es seien
kurze Pausen für Kopfbewegungen möglich. Ein hierfür anzu
setzender erhöhter Zeitbedarf beziehungsweise
eine
verminderte Leistungs
fähigkeit bei
acht
stündiger Präsenz
sei mit 20
%
bereits
hoch eingeschätzt.
Auch sei
auf den orthopädischen Teil des Gutachtens
verwiesen
, in welchem dargelegt
werde
, dass der
Beschwerdeführer
erst nach Ansprechen des Prob
lems den vorher neutral rotierten Kopf deutlich nach rechts drehe. Gesamt
haft erg
ebe
sich somit betreff
end
das anamnestische und klinisch fassbare Bild bei
der Begutachtung ein anderes Bild
als es der
Beschwerdeführer
dar
stell
e
.
Das Fachwerk
Begutachtung in der Neurologie
äussere sich zwar nicht
explizit zur Leistungsfähigkeit
bei
Dystonien
.
Hingegen
würde betreffend die
Erwerbsfäh
igkeit
bei
Parkinson-Syndromen ausgeführt
, dass diese erst in deutlich fortgeschrittenen Stadien eingeschränkt werde. Wenn dies im Analo
g
ie
schluss auf den
Beschwerdeführer
angewandt
werde
, so
könne
gleich
falls von keiner
höhergradigen
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus
ge
gangen werden.
Ergänzend sei auch auf die Leitlinie der Deutschen Gesell
schaft für Neurologie verwiesen, welche betreffs der fokalen Dystonien des
erwachsenen Alters einen relativ gutartigen Verlauf sowie in
etwa
20
%
der Fälle
eine deutliche spontane Besserung
festh
alte
.
3.4
Dr.
C._
hielt auf erneute Fragestellung der Rechtsvertreterin des Beschwer
deführers am 15. Februar 2016 (Urk. 7/85) fest,
auch ohne Berücksichtigung allfälliger psychiatrischer Faktoren sei die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit
von
50 % realistisch. Die Angaben
des Beschwerdeführers
gegenüber de
n
Gutachtern würden erstaunen, da der Beschwerdeführer
immer wieder er
wähnt
habe
, dass er nur für kurze Zeit frontal vor dem Computer sitzen und arbeiten könne, da sich sonst die Schmerzen und
die
Kopfhaltungsanomalie nach relativ kurzer Zeit verstärken würde
n
. Diese Angaben widerspr
ä
chen deutlich dem Eindruck
, den die
Z._
-Gutachter
gewonnen
hätten
.
Der Be
schwerdeführer habe sich diesbezüglich dahingehend geäussert, dass er gegen
über den Gutachtern nie gesagt habe, dass er vor dem Fernseher sitze. Er lege sich auf die Couch.
Selbstverständlich
sei
es schwierig, subjektive Beschwerden
in ihrer Einwirkung auf die Arbeitsfähigkeit realistisch einzu
schätzen.
4.
4.1
Das polydisziplinäre Gutachten des
Z._
vom
2
5
.
August
2015
erfüllt sämt
liche rechtsprechungsgemäss erforderlichen Kriterien für beweiskräftige ärzt
li
che Entscheidungsgrundlagen (
v
gl. E. 1.
4
). Es beruht auf fachärztlichen Un
tersuchungen und wurde in Kenntnis der rele
v
anten
V
orakten
(Urk. 7/
65
/
2
-
6
) abgegeben. Die Gutachter setzten sich ausführlich mit der persönlichen, be
ruflichen und gesundheitlichen Entwicklung de
s
Beschwerdeführer
s
ausei
n
an
der und nahmen zu früheren
neurologischen
Beurteilungen umfassend Stellung
(Urk. 7/65/
8-
19)
.
Die vom Beschwerdeführer
geklagten Beschwer
den wurden berücksichtigt und die Gutachter setzten sich mit diesen hinrei
chend
auseinander. Die medizinischen Zusammenhänge und die medizinische Situa
tion wurden einleuchtend dargelegt und die
Diagnose
nachvollziehbar be
grün
det.
Insbesondere begründete der
neurologische Gutachter im Gutachten (E. 3.1.4) als auch in seiner nachträglichen Stellungnahme (E. 3.3) seine Ein
schätzung ausführlich anhand der anamnestischen Angaben, der erhobenen Befunde und mit Verweis auf die entsprechende Fachliteratur.
Entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers (E. 2.2) kann insoweit zur
Entscheid
fin
dung
auf das
Gutachten abgestellt werden.
4.2
Streitig ist
, ob
beziehungsweise inwieweit
aufgrund der zervikalen Dystonie
eine eingeschränkte Leis
tungsfähigkeit besteht
.
Dabei ist vorab darauf hinzu
weisen, dass der
Arzt
person
bei der Folgenabschätzung der erhobenen gesund
heitlichen Beein
trächtigungen für die Arbeitsfähigkeit keine abschliessende
Beurteilungs
kompetenz
zu
kommt
(BGE 140 V 193 E. 3.1
, E.
3.2) und
von
einer medizini
schen Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit aus rechtlicher Sic
ht
abgewichen werden kann, ohne dass ein wie vorliegend grundsätzlich be
w
eis
kräftiges Gutachten dadurch seinen
Beweiswert
verlöre (Urteil des Bundes
gerichts 9C_106/2015 vom 1. April 2015 E. 6.3
mit Hinweisen
).
Vorliegend attestier
ten d
ie
Z._
-
Gutachter dem Beschwerdeführer
eine
vollschichtig reali
sierbare
Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 80
%
(E. 3.1.5),
was mit Blick auf die
aktenkundigen
medizinischen Berichte nicht überzeugt, wie nachfol
gend zu zeigen ist.
4.
2.1
Dem Gutachten ist
–
in Übereinstimmung mit den
Vorakten
–
die Diagnose einer zervikalen Dystonie nach ICD-10 G24.3 zu entnehmen. Weitere Diag
nosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit wurden von den Gutachtern
hin
gegen
nicht gestellt und werden vom Beschwerdeführer denn auch nicht geltend gemacht (vgl. E. 2.1).
Mit Ausnahme
von
orthopädisch festgestellten ausgeprägten
muskulären Verkürzungen
(vgl. E. 3.1.3)
lagen in
polydiszipli
närer
Hinsicht nur
blande
Befunde vor.
Der Beschwerdeführer
äusserte sich
sodann
auf die Frage
nach seinem aktuellen Befinden dahingehend,
dass es ihm nicht allzu schlecht gehe („not
too
bad
“, vgl.
Urk. 7/65/12)
. D
ies
steht in
Widerspruch dazu, dass die
Botox-Injektion
en
, welche
nach eige
nen Anga
ben
jeweils nur zwei Wochen zu einer Beschwerdebesserung führ
ten,
letztmals
im Mai 2015 stattgefunden hatte
n
(Urk. 7/65/
7
,
Urk. 7/65/
1
3
).
Weiter erklärte der Beschwerdeführer anlässlich der Begutachtung,
dass er in der Nacht ka
um Beschwerden habe (Urk. 7/65/7
)
,
nachdem der behandelnde Neurologe im Be
richt vom März 2014 (Urk. 7/43/7
) noch von Schlafstörun
gen durch die Symptomatologie berichtet hatte
.
Auch nahm
der Beschwer
deführer
seit Mai 2015
keinerlei Schmerzmittel
mehr ein (Urk. 7/65/1
4
)
und es finden sich im Gutachten keine Hinweise
darauf
, dass der Beschwerdeführer bei de
n
Unter
suchung
en
schmerzgeplagt gewesen w
ä
r
e
.
Wie der Beschwerdeführer
gegen
über den Gutachtern
immer wieder betonte (
vgl.
Urk. 7/65/7, Urk. 7/65/11
-1
2
)
und sich auch aus den Akten entnehmen lässt (Urk. 7/27/10, Urk. 7/43
), ist der Beschwerdeführer hauptsächlich durch Stress belastet
(„stress
is
the
main
thing
“, Urk. 7/65/14
)
.
Diesbezüglich
gin
gen
die Gutachter jedoch
nicht von einem
psychiatrische
n
Krankheitsbild
aus
(E.
3.1.2)
. Es
bestehen
darüber hinaus
auch keine
Anhaltspunkte dafür
, dass ein
invali
denversicherungs
recht
lich
bedeutsames psychisches Leiden vorliegen könnte, zumal sich der Be
s
chwerdeführer nicht in psychiatrischer Behan
dlung befindet (vgl.
Urk. 7/65/10
).
E
ine aufgrund der Persönlichkeit des Be
schwerdeführers allen
falls eingeschränkte
Arbeitsfähigkeit ist
vom psychiat
rischen Gutachter aus
drücklich verneint worden (E. 3.1.2) und damit
invali
denversicherungs
recht
lich
nicht
von
Relevanz
.
4.
2.2
Was die
Stellungnahmen von
Dr.
C._
(E. 3.2, E. 3.4)
betrifft, so
enthalten
diese
keine neuen Aspekte, welche im Wesentlichen nicht bereits in den Vor
berichten genannt und entsprechend gutachterlich diskutiert worden wären.
Vielmehr folgte der Neurologe im Wesentlichen der Beurteilung des
Z._
und erachtete beispielsweise auch
eine Bildschirmtätigkeit
nicht als gänzlich un
zumutbar. Allerdings überzeugt
seine
Einschätzung, es liege eine
Einschrän
kung von 50 %
vor
(E. 3.2)
, nicht. Obwohl
Dr.
C._
der psychi
schen Konsti
tution des Beschwerdeführers in seiner ersten Stellungnahme augenschein
lich
relevante
Bedeutung zumass und annahm, dass der
Krankheits
verlauf
durch psychische Beschwerden mitbeeinflusst werde (vgl. E. 3.2),
erachtete
er
demgegenüber
auf Nachfrage der Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers in seiner zweiten Stellungnahme eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit auch ohne die Berücksichtigung psychischer Faktoren als realistisch, wobei er diese in sich widersprüchliche Beurteilung nicht näher begründete (vgl. E. 3.4).
Seine Aus
führungen sind vielmehr vage gehalten (vgl. E. 3.2, wonach die
Konzen
tra
tionsfähigkeit leiden könne und mehr Zeit für die
Leistung benötigt werde, da trotz Positionswechsel Schmerzen entstehen könnten
)
und stützen sich grösstenteils auf die anamnestischen Angaben und insbesondere die
geltend gemachten
Schmerzen des Be
schwerdeführers. Im Weiteren hielt der Neuro
loge selbst fest, dass subjektive Beschwerden aufgrund einer zervikalen Dys
tonie in ihrer
Einwirkung auf die Arbeitsfähigkeit schwierig einzuschätzen seien (E. 3.4).
Schliesslich kommt hinzu, dass
Dr.
C._
im Gegensatz zu den Gutachtern des
Z._
nicht über sämtliche Akten verfügte.
Insgesamt lässt sich aufgrund der Ausführungen von
Dr.
C._
eine eingeschränkte Leistungs
fähig
keit
nicht überwiegend wahrscheinlich begründen
.
4.
2.3
Soweit der Beschwerdeführer vorbrachte, dass seine Konzentrationsfähigkeit durch die Schmerzen massiv vermindert sei (Urk. 1 S. 8), ist
weiter
darauf
hinzuweisen, dass der Alltag des Beschwerdeführers nach eigenen Angaben zu einem überwiegenden Teil aus Fernsehen und Internetaktivitäten besteht und er im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten keinerlei
Konzentrations
schwierigkeiten
oder Ermüdungsers
cheinungen erwähnte (Ur
k. 7/65
, Urk. 7/65/11
, Urk. 7/65/1
4
). Auch konnte der Beschwerdeführer während der psychiatrischen Untersuchung die Konzentration und Aufmerksamkeit wäh
rend der gesamten Dauer aufrechterhalten (
Urk. 7/65/12
) und sich während der orthopädischen Untersuchung ohne Anzeichen von
Konzentrationsprob
lemen
unterhalten (Urk. 7/65/14
). Auch kann der Beschwerdeführer aus der Behauptung, dass er zum Fernsehen vor dem Bildschirm liege und nicht wie im Gutachten aufgeführt, sitze (vgl. Urk. 1 S. 9), nichts zu seinen Gunsten ableiten, zumal der ehemals behandelnde Neurologe im Dezember 2013 noch festgehalten hatte, dass d
i
e
Torticollis
vor allem im Stehen und im Liegen sehr ausgeprägt sei (Urk. 7/1/5).
4.
2.4
Sodann
vermag
auch
die
eingereichte Mitarbeiterbeurteilung vom 23. Januar 2013 (Urk. 7/78/5-11)
eine eingeschränkte Leis
tungsfähigkeit
nicht zu bele
gen
, zumal dieser
Beurteilung
lediglich zu entnehmen ist, dass der Beschwer
de
führer im Jahr 2012 die an ihn gestellten beruflichen Anforderungen er
füllte.
D
ass die Auflösung des Arbeitsverhältnisses im Jahr 2013 aus gesund
heitlichen Gründen erfolgt
wäre
, ergibt sich
ebenso wenig aus den Akten
. Vielmehr wurde im Arbeitgeberbericht darauf hingewiesen, dass für die Aus
übung der Tätigkeit neben den technischen Kompetenzen auch eine gewisse soziale Kompetenz erforderlich sei (Urk. 7/13/7) und die Kündigung aufgrund des Verhaltens des Beschwerdeführers im Team, der Zusammenar
beit mit den Arbeitskollegen sowie der Kommunikation gegenüber den Vor
gesetzten in gegenseitigem Einvernehmen erfolgte. Diesbezüglich ist festzu
halten, dass der Beschwerdeführer anlässlich der psychiatrischen Begutach
tung selbst
von öfters auftretende
n
Anspannungen und Besorgtheit und dem Vermeiden von
unnötigen sozialen Kontakten berichtet hatte, weshalb der psychiatrische Gut
achter den Beschwerdeführer
für soziale und psychologi
sche Stresssitua
tionen vermehrt empfänglich
erachtete und
die
Verdachtsdi
agnose
akzen
tuierte Persönlichkeitszüge mit ängstlich vermeidendem Cha
rakter
stellte (E. 3.1.2)
.
Wie bereits dargelegt (E. 4.
2.1
), ergibt sich dadurch allerdings keine psychiatrische Diagnose von
invalidenversicherungsrechtli
ch
er
Relevanz
.
4.
2.5
Im Rahmen einer Gesamtwürdigung
der Aktenlage
und mit Blick darauf, dass die
Z._
-Gutachter die vormals attestierte Arbeitsunfähigkeit von 20 % im Rahmen ihrer Stellungnahme nachträglich selbst als hoch einschätzten (E. 3.3.),
ist in Abweichung
von
der gutachterlichen Einschätzung
mit über
wiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass keine
invalidenversi
cherungsrechtlich
relevante Arbeitsunfähigkeit vorliegt.
4.
3
Was das Vorbringen des Beschwerdeführers, der Gesundheitsschaden sei nicht anhand der Indikatoren gemäss BGE 141 V 281 geprüft worden (Urk. 1 S. 10 f.), betrifft, ist darauf hinzuweisen, dass
die mit
dem entsprechenden
Entscheid
geänderte
bundesgerichtliche
Rechtsprechung
lediglich die
soma
toformen
Schmerzstö
rungen respektive vergleichbare
psychosomatische Leide
n und entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers nicht alle
Gesund
heits
schäden
betrifft (vgl. das IV-Rundschreiben Nr. 334 vom 7. Juli 2015 sowie das
Kreisschreiben über
Invalidität und Hilflosigkeit
, KSIH,
Rz
. 1017.4). Anders als die dissoziativen Bewegungsstörungen nach ICD-10 F44.4, welche rechtsprechungsgemäss unter die psychosomatischen Leiden subsumiert wer
den (vgl.
Urteil des Bundesgerichts 9C_903/2007 vom 30. April 2008 E. 3.4
)
, handelt es sich bei der diagnostizierten zervikalen Dystonie nach ICD-10 G24.3 um eine Bewegungsstörung neurologischen Ursprungs (vgl. ICD-10 G00-99, Kapitel VI, Krankheiten des Nervensystems). Da somit kein von der neuen Rechtsprechung gemäss BGE 141 V 281 betroffenes Krankheitsbild vorliegt – und ein solches darüber hinaus vom Beschwerdeführer auch nicht geltend gemacht wird –, erübrigt sich eine Prüfung der Standardindikatoren.
4.4
Ein Rentenanspruch ist nach dem Gesagten nicht ausgewiesen.
5
.
Die Kosten des Verfahre
ns sind auf Fr.
7
00.-- fest
zusetzen und
ausgangsge
mäss
vom Beschwerdeführer
zu tragen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG)
.