Decision ID: c56428de-4408-5a60-8fca-8b297f9903dd
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Das Ehepaar
X._
, geboren 1927,
und
Y._
, geboren 1925,
wohn
en
im
B._
mit
Pflegebetreuung
(Urk.
11/4a
-c
)
und beziehen eine Altersrente (
Urk.
11/6e-f)
.
Am
13. März 2014 ersuchten sie die
Gemeinde A._
um Abklärung ihres Anspruchs auf Zusatz
leistun
gen zur Altersrente und um Zustellung der Antragsunterlagen (
Urk.
11/9). Am
1
4
.
Mai 2014
meldete
n sie
sich bei der
Durchführungsstelle für Zusatz
leis
tungen zur AHV/IV der
Gemeinde A._
(nachfolgend:
Durchführungs
stelle
) zum Bezug von Zusatz
leistun
gen zu ihre
n
Altersrente
n an (Urk. 11/11
). Nach Abklärungen der finanziellen Ver
hältnisse
sprach
die Durchführungsstelle mit Verfügung
en vom 21. Januar 2015
X._
monatliche
Ergän
zungsleistungen
von Fr. 410.--
ab Januar 2015
(Urk. 11/18a) und
Y._
von Fr. 1‘093.-- ab März 2014
sowie
von Fr.
2‘095.--
ab Januar 2015
(
Urk.
11/18b) zu. Dabei berücksichtigte
die Durchführungsstelle
im Jahr 2014
den Betrag von Fr. 130‘000.--
und im Jahr 2015
von Fr. 120‘000.--
als Vermögensverzicht
zufolge
Darlehen
und
Schenkung
, den sie in den
getrennten
Berechnungen der Eheleute je zur Hälfte anrechnete (
Urk.
11/18a-b, je
S. 3
f.).
D
agegen
erhoben die Ver
sicherten
mit Schrei
ben vom
18. Februar 2015
Ei
n
sprache
(Urk. 11/20), woraufhin
die Durchführungs
stell
e
sie aufforderte, weitere Belege einzu
reichen (Urk. 11/21b).
Dazu nahmen die Versicherten mit Schre
iben vom 27.
März 2015 Stellung (
Urk.
11/22).
Mit
Einspracheentscheid
vom 7
. April 201
5
wies die Durchführungsstelle die Einsprache
ab (Urk. 2).
2.
Hiergegen
erhob
en
die Versicherte
n
mit Eingabe vom
8. Mai 2015
Be
schwerde und beantragte
n sinngemäss
, der
Einspracheentscheid
vom
7. April 2015 sei aufzuheben
und es sei
ihnen in den ZL-Berechnungen für die Zeit ab März 2014 kein Vermögensverzicht mehr anzurechnen (Urk. 1 S. 1
). Die
Be
schwerdegegnerin
schloss in der Beschwerdeantwort vom
17. Juni 2015
auf Ab
weisung der Beschwerde (Urk.
10 S. 2
).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, so
weit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:
1.
1.1.
Der Bund und die Kantone gewähren Personen, welche die Voraussetzungen nach den Art. 4 bis Art. 6 des Bundesgesetzes über die Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invaliden
ver
sicherung vom 6. Oktober 2006 (ELG) erfüllen, Zusatzleistungen zur Deckung ihres Exis
tenz
bedarfs (Art. 2 Abs. 1 ELG; §§ 1, 13, 15 und 20 des Gesetzes des Kan
tons Zürich über die Zu
satzleistungen zur AHV/IV, ZLG, in der seit 1. Januar 2008 gültigen Fas
sung).
1.2
1.2.1
Die jährliche Ergänzungsleistung hat dem Betrag zu entsprechen, um den die anerkannten
Ausgaben
die
anrechenbaren Einnahmen übersteigen (Art. 9 Abs. 1 ELG). Die anrechenbaren
Ausgaben werden nach Art. 10 ELG, die
Einnahmen nach Art. 11 ELG ermittelt.
Als Einnahmen angerechnet werden
unter anderem
Einkünfte aus beweg
lichem und unbeweglichem Vermögen (Art. 11
Abs.
1
lit
. b ELG) sowie (bei Altersrentnerinnen und Altersrentnern) ein Zehntel des Reinvermögens, soweit es bei Ehepaaren Fr. 60‘000.-- übersteigt
(Art. 11
Abs.
1
lit
. c ELG)
.
Für in Heimen oder Spitälern lebende Personen können die Kantone den Vermögensverzehr abweiche
nd von Art. 11
Abs.
1
lit
. c ELG
, höchstens aber auf einen Fünftel, festlegen.
Der Kanton Zürich hat
dem mit
§ 11
Abs.
3
ZLG entsprochen und bestimmt, dass
der Vermögensverzehr für
Altersrentnerin
nen
und Altersrentnern im Heimen und Spitälern ein Fünftel beträgt.
A
ls Einnahmen
werden des Weiteren auch
Einkünfte und Ver
mö
genswerte
berücksichtigt
, auf die verzichtet worden ist (
Art.
11
Abs.
1
lit
. g ELG
, Art. 15 ZLG
).
1.2.2
Bei Ehepaaren, von denen mindestens ein Ehegatte dauernd oder für längere Zeit in einem Heim oder Spital lebt, wird die jährliche Ergänzungsleistung für jeden Ehegatten nach den Art. 1b-1d der
Verordnung über
Ergän
zungs
leistungen
zur Alters-, Hinterlassenen- und Invaliden
versicherung (ELV)
gesondert berechnet (Art. 1a ELV).
Nach Art. 1b
Abs.
1 ELV
werden d
ie anrechenbaren Einnahmen (
einschliess
lich
des Vermögensverzehrs nach Art. 11
Abs.
1
lit
. c ELG) der beiden Ehe
gatten zusammengerechnet. Der Totalbetrag wird
anschliessend
hälftig a
uf die Ehegatten aufgeteilt (
Abs.
1).
Für die Freibeträge gelten die Werte für Ehepaare
(
Abs.
2)
.
1.2.3
Zweck der Ergänzungsleistungen ist eine angemessene Deckung des
Existenz
bedarfs
. Bedürftigen Rentnern der Alters- und Hinterlassenen- sowie der In
vali
denversicherung soll ein
regelmässiges
Mindesteinkommen ge
sichert wer
den. Die Einkommensgrenzen haben dabei die doppelte Funktion einer
Bedarfslimite
und eines garantierten Mindesteinkommens. Deshalb sind bei der Anspruchsberechnung nur tatsächlich vereinnahmte Einkünfte und vorhandene Vermö
genswerte zu berücksichtigen, über die der
Leistungs
an
sprecher
unge
schmälert verfügen kann.
Dieser Grundsatz gilt nicht
und es liegt eine Verzichtshandlung im Sinne von Art.
11
Abs.
1
lit
. g ELG
vor
, wenn die versicherte Person ohne rechtliche Verpflich
tung und ohne adä
quate Gegenleistung auf Einkünfte oder Ver
mö
gen verzichtet hat, wenn sie einen Rechtsanspruch auf bestimmte Ein
künfte und Vermögens
werte hat, davon aber faktisch nicht Gebrauch macht oder ihre Rechte nicht durch
setzt, oder wenn sie aus von ihr zu verant
wor
ten
den Gründen von der Aus
übung einer möglichen und zumutbaren Erwerbs
tä
tig
keit absieht (
nicht publi
zierte E. 3e des Urteils BGE 128 V 39, BGE 121 V 204 E. 4a, AHI 2001 S. 133 E. 1b,
SVR 2011 EL Nr. 4 S. 11, 9C_329/2010 E. 3.1
,
Urteil des Bundesgerichts 9C_558/2013
vom 12.
No
vember 2013 E. 3.1.2
,
je mit Hinweisen).
Dies gilt auch betreffend
erb- oder ehegüterrechtliche Ansprüche (BGE 120 V 182 E. 4a; Urteil des Bun
desge
richts 9C_198/2010 vom 9. August 2010 E. 3.1).
Für die Annahme einer Verzichtshandlung im Sinne von
Art.
11
Abs.
1
lit
. g ELG ist nicht erforderlich, dass beim Verzicht der Gedanke an
Ergänzungs
leistungen
tatsächlich eine Rolle gespielt hat (
BGE 131 V 329
E. 4.4
). Es ist also nicht wesentlich, dass sich d
i
e
v
ersicherte
Person
über die
sozialver
sicherungs
rechtlichen
Konsequenzen
ihres
Tuns im Klaren war. Eine
Ver
zichtshand
lung
setzt aber schon begrifflich
(Verzicht)
voraus, dass die
Ver
mögensver
minderung
mit Wissen und Wollen de
r v
ersicherten
Person
geschehen ist. Dabei ist nur, aber immerhin erforderlich, dass d
i
e
v
ersicherte
Person
hinsichtlich der
Vermö
gensverminderung
an sich urteilsfäh
ig war, nicht aber, dass sie
von der mög
lichen ergänzungsleistungsrechtlichen Qua
lifikation als
Verzichtshand
lung
wusste und eine solche in Kauf nahm
(
Urteil
des Bundesgerichts
9C_934/2009
vom 28.
April 2010
E. 5.1).
1.2.4
Nach Art. 17
ELV
ist
das
anrechenbare Vermögen nach den Grundsätzen der Gesetzgebung über die direkte kantonale Steuer für die Bewertung des Ver
mögen
s im Wohnsitzkanton zu bewerten (Abs. 1).
Dienen Grundstücke dem Bezüger oder einer Person, die in der EL-Berechnung einge
schlossen ist,
nicht zu eigenen Wohnzwecken, so sind die
se zum Verkehrs
wert einzusetzen (Abs. 4).
Bei der entgeltlichen oder unentgeltlichen
Entäusserung
eines Grund
stückes ist der Verkehrswert für die Prüfung, ob ein Vermögensverzicht im Sinne von Art
.
11 Abs
.
1
lit
.
g ELG vorliegt,
massgebend
.
Der Verkehrs
wert gelangt nicht zur Anwendung, wenn von Gesetzes wegen ein Rechts
an
spruch auf den Erwerb zu einem tieferen Wert besteht
(Abs. 5)
.
Die Kantone können anstelle des Ver
kehrswertes einheitlich den für die interkan
tonale Steuerausscheidung
massgebenden
Repartitionswert anwenden
(Abs. 6)
.
Der Kanton Zü
rich hat indes
sen von dieser Befugnis keinen Gebrauch gemacht (vgl. die Weisungen und Informa
tionen be
treffend Zusatzle
is
tungen zur AHV/IV, „Voll
zugsweisungen
betr. Zusatzleistun
gen mit Wirkung ab 1. Januar 1999“ vom 24. November 1998
und
vom 2
7.
März 2013
, S. 9, ein
sehbar unter
www.sozialamt.zh.ch
).
1.2.5
Ob eine adäquate Gegenleistung vorliegt, beurteilt sich nach dem Verhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung im Zeitpunkt der
Entäusserung
(BGE 120 V 182 E. 4a; Urteil des Bun
desgerichts 9C_198/2010 vom 9. August 2010 E. 3.1). Die Anrechnung von Verzichtsvermögen richtet sich hingegen nicht nach dem geltenden Recht im Zeitpunkt des
zur Diskussion stehenden Vermö
gensverzichts, sondern nach dem im Moment der Anrechnung gelten
den Recht.
Es handelt sich dabei um eine zulässige, sogenannte unechte Rückwirkung (ex
nunc
et pro
futuro
) auf einen Sachverhalt, der sich zwar vor Inkrafttreten
der Neufassung von Art.
17 ELV
(
in der
ab
1.
Januar 1999
und ab 1. Januar 2008
geltenden Fassung
)
verwirklicht hat, sich aber auch danach noch auswirkt, indem sich unter Herrschaft des neuen Rechts die Frage der Bewertung des Verzichtsvermögens stellt
(BGE 120 V 182 E. 4b; Urteile des Bundes
ge
richts 9C_198/2010 vom 9. August 2010 E. 3.3 und
8C_849/2008 vom 1
6.
Juni 2009
E. 6.3.2 mit Hinweisen).
1.2.6
Art. 11 Abs. 1
lit
. g
ELG enthält keine zeitliche Beschränkung in Bezug auf die Berücksichtigung des Vermögensverzichts. Ein hypothetisches Vermögen ist also auch dann anzurechnen, wenn die Verzichts
handlung sehr lange zurück
liegt
. Dem Aspekt des Zeitablaufs wird durch die
jährliche Reduktion
gemäss
Art.
17a
ELV
Rechnung getragen. Danach wird der an
zurechnende Betrag von Vermögenswerten, auf die verzichtet worden ist, jähr
lich um Fr.
10'000.- vermindert, wobei der Wert des Vermögens im Zeit
punkt des Ve
rzichtes unverändert auf den 1.
Januar des Jahres, das auf den Verzicht folgt, zu übertragen und dann jeweils nach einem Jahr
zu vermindern ist (Abs. 1 und 2;
Urteil des Bun
desgerichts 9C_198/2010 vom 9. August 2010 E. 3.2 mit Hinweisen).
1.3
Ist ein einmal bestehendes Vermögen nicht mehr vorhanden, so trägt der Leistungsansprecher die Beweislast dafür, dass es in Erfüllung einer recht
lichen Verpflichtung oder gegen
eine
adäquate Gegenleistung hingegeben worden ist, wobei der Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit gilt
(Urteil
e
des Bundesgerichts
8C_1039/2008
vom
2
5.
Februar 2009
E. 2
und
9C_934/2009 vom 28. April 2010
E. 3, je
mit Hinweisen).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin stellte sich
im angefochtenen
Einspracheentscheid
(
Urk.
2)
auf den Standpunkt,
es seien keine neuen Tatsachen bekannt gemacht worden oder in Aussicht gestellt worden, weshalb am Entscheid vom 21. Januar 2015 festgehalten werde. D
er als Vermögensverzicht be
rück
sichtigte Betrag von Fr. 150‘000.-- betreffend das Jahr 2011 respektive
nach An
rechnung der
jährlichen Verminderung um Fr.
10‘000.-- von Fr. 130‘000.-- per
Anspruchs
beginn
im Jahr 2014
setze sich
folgendermassen
zusammen
:
Fr. 60‘000.--
Vermögensveränderung inklusive
Darlehensverlust mit letzter Zahlung des Schuldners im Jahr 2011, Fr. 60‘000.--
für
die
Schenkung
eines hälftigen Anteils der Scheune im
C._
und Fr. 30‘000.-- für
die Abtretung des
landwirtschaftlich genutzte
n
, nicht selbst bewirt
schaf
tete
n
Land
es
im
C._
.
Zum Darlehensverlust betreffend das Darlehen an
D._
, dessen Berechnung und rechtlichen Grundlagen dem Schreiben vom 10. Dezember 2014 zu entnehmen seien (Urk. 11/15), sei den Beschwerdeführenden mit Schreiben vom 4. März 2015 (
Urk.
11/21b) Gelegenheit gegeben worden, die
Uneinbringlichkeit
der Forderung, für welche die letzte Zahlung im Jahr 2011 erfolgt sei, nachzuweisen. Es seien indes keine entsprechenden Belege vorgelegt worden und eine künftige Beschreitung des Rechtsweges mit Schreiben vom 27. März 2015 (
Urk.
11/22) als unzumutbar bezeichnet wor
den (
Urk.
2 S. 1).
Beim Wert von Fr. 60‘000.--
„
hälftiger Anteil Scheune
“
handle es sich nicht nur um eine Berechnung, sondern dieser Wert habe von der Beschenkten etwa ein halbes Jahr nach der Schenkung realisiert werden können. Es sei davon auszugehen, dass ungefähr derselbe Wert auch von Dritten im Auftrag des Beschwerdeführenden 1 hätte erzielt werden können
(
Urk.
2 S. 2)
.
Die
Bewertung des landwirtschaftlich genutzten Landes
zu
Fr. 30‘000.--
sei
als
nicht selbst bewirtschaftete Landwirtschaftsfläche zum Marktwert
erfolgt
.
Es sei dabei nicht relevant, ob ein Verkauf vor
gesehen sei oder nicht. Analog zu Art. 17 ELV, wonach
eine
nicht selbst
bewohnte Liegenschaft
nicht zum Steuerwert, sondern zum Verkehrswert (Marktwert) angerechnet
werde
, komme bei Landwirtschaftsland nicht der Ertragswert, sondern der Verkehrs
wert, der bei einem Verkauf erzielt werden könnte, zur Anwendung (Urk. 2 S. 2).
2.2
Die Beschwerdeführenden
wende
n
dagegen ein
(Urk. 1)
,
es seien im
Verwal
tungsverfa
hren
von Anfang an willkürliche, unbegründete Behauptungen aufge
stellt worden und es habe angenommen werden müssen, dass diese nur erfolgt seien, um die Beweislast umzukehren. Es sei mit Belegen und meh
re
ren mündlichen und schriftlichen Darlegungen bereits aufgez
eigt worden, dass es sich bei
m
Dahrlehensverlust
gegenüber der Drittperson
D._
in der Höhe von Fr. 57‘900.-- um
eine langwierige und rechtlich
komplexere Angelegenheit gehandelt habe und in keiner Weise von einem freiwilligen Vermögensverzicht gesprochen werden könne. Die Realisierung einer Betreibung dieser Forderung wäre nur mit einem lang
wierigen Ge
richtsverfahren möglich und danach die Wahrscheinlichkeit sehr gross, dass Herr
D._
die Gerichts- und Verfahrenskosten nicht würde bezah
len können. Es sei absurd anzunehmen, dies sei ihnen als betagtem Ehepaar zumutbar. Bereits das vorliegend
e
Verfahren sei grenz
wertig. Selbst ein Amt würde und könnte das Betreibungs
-/Konkurs
verfahren wegen rechtlicher und wirt
schaftlicher Schwierigkeiten nicht durchziehen. Folglich könne dies auch nicht von einer über 88 Jahre alten Person verlangt werden.
Die Auffor
de
rung der
Beschwerdegegnerin
zum
Erbringen
des Nachweises
bis Ende März 2015
, dass sämt
liche rechtlichen Möglichkeiten zur Realisierung der For
de
rung ausge
schöpft worden seien,
sei nicht nur unrealistisch gewesen, son
dern habe auch einen klaren Versuch zur Beweis(last)
umkehrung
darge
stellt,
um unbegründete Behauptungen zu rechtfertigen.
Die Baurechtsparzelle
Nr. E._
lastend auf der
Kataster-Nr. F._
sei am 7. Septem
ber 1983 von
G._
begründet worden
und
die bestehende Scheune
Assek
.-Nr. H._
entschädigungslos
zur Hälfte an ihn, den
Be
schwer
de
führende
n
1,
abgetreten worden.
Da er sich an den nachfolgenden Investi
tionen nie beteiligt habe, sei d
ie Nutzung immer zu 100
%
nur von der Seite
G._
erfolgt. Damit ein zukünftiger Ertragsanspruch
hätte
begr
ündet wer
den können
,
hätten
alle Investitionen seit 1983 hälftig nachfinanzier
t werden müssen. Die für eine Weiterführung oder Ablösung des Miteigentums not
wendigen Investitionen hätte er nicht finanzieren können
. Am 18. Okto
ber 2011 habe er diesen hälftigen Anteil an der Scheune mit allen Verpflich
tun
gen an seine Tochter
I._
abgetreten, um nicht weitere finan
zielle Mittel binden zu müssen. Für diese Schenku
ng könne nur mit wenigen tau
send
Franke
n, und zwar zwischen Fr. 5‘000.-- und Fr. 10‘000.--,
gerech
net werden. Der später von
I._
realisierte Abgeltungsbetrag von Fr. 60‘000.-- sei mit eher harten Verhand
lungen und aufgrund ihrer vor
han
denen Beziehungen herausge
wirtschaftet worden. Dies sei nicht Be
standteil des Wertes bei der Vermögensabtretung, sondern ein späterer Ver
dienst von
I._
.
Auch in Bezug auf das land
wirtschaftlich genutzte Land
C._
, Parzelle
Kataster-Nr. J._
, würden gesetz
widrige Behauptun
gen vorliegen. Bei allen amtlichen Belangen bezüglich des Steuer-,
Be
lehnungs
-, Anrechnungswertes bei Erbteilungen etc. werde auf den mass
geben
den landwirtschaftlichen Ertragswert nach den Schätzun
gen des Amtes für Landwirtschaft und Natur des Kantons Zürich und nicht auf den Marktwert nach Angaben des Bauern
verbandes abgestellt. Gemäss den Angaben des zuständigen Amtes sei von einem Ertragswert von Fr. 4‘890.-- auszugehen, wobei ein Verkauf nur an einen praktizierenden Landwirt zum Ertragswert möglich sei. Diese Theorie gehe indes fehl, da kein Verkauf auf dieser Basis möglich und vorgesehen wäre. Zudem müsste bei einer solch willkürlichen Bewertung auch noch die latente Grundstücksgewinnsteuer berücksichtigt werden.
2.3
Strittig und zu prüfen ist, ob
die Beschwerdegegnerin in der Berech
nung der Zusatzleistungen zu Recht einen Betrag von insgesamt Fr. 130‘000.-- ab März 2014 und von Fr. 120‘000.-- ab Januar 2015 (respektive aufgeteilt auf die getrennten Berechnungen des Ehepaares
[Art.1a-b ELV]
je Fr. 65'000.-- ab März 2014 und Fr. 60‘000.-- ab Januar 2015) als Verzichts
ver
mögen im Sinne von Art. 11 Abs. 1
lit
. g ELG berück
sichtigt hat.
Im Folgenden gilt es dabei zu klären, ob
und mit welcher Bewertung
die fol
genden
Umstände
und Handlungen
mit Bezug auf das Jahr 2011
als
Ver
zichtshandlungen
zu gelten haben
:
Rest
forderung
aus
„
Darlehen
“
von
ur
sprünglich
Fr. 550‘000.-- an die Tochter
K._
und
deren Ex-Ehemann
D._
(E. 3 nachfolgend),
Schenkung vom 18.
Oktober 2011 an die Tochter
I._
des hälftigen Mit
ei
gentums am Baurecht
C._
(Grundregister Blatt
E._
zulasten
Grund
register
Blatt R._
, Kat.-Nr.
F._
) für eine Scheune (erstellt als Gebäude
Nr.
H._
, Urk. 11/7/4.8
; vgl. E. 4 hernach)
und der Liegenschaft
C._
6006
m
2
(Acker, Wiese, Weide; Grundregister
Blatt T._
,
Kataster-Nr. J._
; Urk. 11/7/4.8
; vgl. E. 5
darauffolgend
).
3.
3.1
Die
Beschwerdegegnerin
ging zur Ermittlung des von ihr im angefochtenen Entscheid als „Vermögensveränderung inklusive Darlehensverlust“ berück
sichtigten Betrages von Fr. 60‘000.-- gemäss einer separaten Aufstellung
(vgl. Urk.
1
1/7/3.1)
und gemäss dem Schreiben vom 10. Dezember 2014 (Urk. 11/15
S. 3
)
davon aus, dass
der Beschwerdeführende 1
vor 1996
an seine Tochter
K._
und deren Ex-Ehemann
D._
(Scheidungsurteil vom 27. März 1996
, Urk. 11/7/3.11) für den Hausbau respektive die Renovation eines Landwirtschaftsgebäudes mit 2 Wohnungen ein Darlehen
von Fr. 550‘000.-- gegeben habe. Dieses sei
mit
186
Abzahlungen
von April 1996
bis Ende September 2011
(= 186 Monate)
aus Mieteinnahmen von
insgesamt Fr. 241‘800.-- (
Fr. 1‘300.-- pro Monat
x
186
)
und einer Einmalzahlung von Fr. 250‘000.---
noch nicht vollständig beglichen
worden
, und zwar im Restbetrag von Fr. 58‘200.-- (Urk. 11/7/3.1).
Weshalb die
Beschwerdegegnerin
dies
bezüglich
im angefochtenen Entscheid
von einem Betrag von Fr. 60‘000.-- ausging
(
Urk.
2 S.
1
)
, ist
den Akten nicht zu entnehmen, aber es ist anzunehmen, dass es sich dabei
um einen
Run
dung
sbetrag
handelt
.
3.2
3.2.1
Ein entsprechender
schriftlicher
Darlehensvertrag
befindet sich nicht in
den Akten.
Dass
der
Beschwerdeführende
1 seiner Tochter
K._
und deren damaligem
Ehemann
D._
vor deren Schei
dung im Jahr 1996 - ein
en
genauer Zeitpunkt ist den Akten und den Dar
stellungen der Parteien nicht zu entnehmen -
den
Betrag
von Fr. 550‘000.--
überlassen hat
, ist
un
strittig
(zur Frage der rechtlichen Qualifikation dieser Überlassung vgl.
E. 3.3
-3.6
hernach).
Auch ist dem Schei
dungs
urteil von
K._
und
D._
vom 27. März 1996
in Ziffer 3.7
zu entnehmen, dass
D._
in
der
Scheidungskon
ven
tion
anerkannt
hat
, dem Vater von
K._
wegen
H
ausrenovation
und Hausneu
bau (des offenbar
im
Eigentum
von
D._
stehenden
Hauses) insgesamt F
r. 550‘000.-- zu schulden (Urk.
11/7/3.11 S. 4 f.).
In
den vorliegenden Steuererklärungen
der Beschwerdeführenden
von 2003 bis 2011 (
Urk.
11/2/7-21)
wurde jeweils
unter dem Titel „
Darlehen
D._
,
A._
“
ein
„
Darlehen
“
als Vermögenswert deklariert.
Dessen Wert
wurde
im Wertschriften- und Guthabenverzeichnis
der Steuererklärung 200
3
per Ende Dezember 2003 mit
noch
Fr. 428‘
800.--
angegeben
(Urk.
11/2/21)
und in den folgenden Jahren jeweils mit einem um Fr. 15‘600.--
(= 12 x Fr. 1‘300.--)
reduzierten Betrag deklariert respektive versteuert
(Urk. 11/2/9-20)
.
In der Steuererklärung der Beschwerdeführenden von 2010 wurde dement
sprechend
noch
ein Wert
per Ende 2010 von Fr. 319‘600.-- an
gegeben (
Urk.
11/2/9).
Dies entspricht einer monatlichen Zahlung von
D._
an den Beschwerdeführenden
1
von Fr.
1‘300.--. Diese wurde
als Verpflichtung in Ziffer 11 der
Scheidungskon
vention
von
D._
und
K._
vom 13. Feb
ruar 1996
festgehalten
(Urk. 11/7/3.12) und
mit dem Auszug aus dem
L._-
Privatkonto
Nr. M._
, lautend auf den Be
schwer
de
führenden 1, per 31. Deze
mber 2006
für die Zahlungen am 1. Februar und 1. März 2006
ausgewiesen (Urk.
1/7/3.6)
.
In der Steuererklärung 2011 wurde schliesslich kein Betrag aus Darlehen mehr aufgeführt und
stattdessen im Wertschriften- und Guthabenverzeichnis
vermerkt, dass eine Auszahlung von Fr. 263‘824.--
erfolgt sei und ein Dauer
auftrag von Fr. 800.-- pro Monat an die Tochter
K._
eingerichtet worden sei
(
Urk.
11/2/7).
Die
se
in der Steuer
erklärung
2011 erwähnte Auszahlung von Fr. 263‘824.-- war
am 30. Sep
tember 2011 von
D._
auf das
L._
-Privatkonto
Nr. M._
von
K._
bezahlt
worden (
Urk.
11/7/3.4).
G
emäss
dem Auszug aus dem
L._
-Privatkonto
Nr. N._
, lautend auf de
n Beschwerdeführenden
1,
wur
den jedoch nicht die ganzen Fr. 263‘824.-- an
diesen
weiter
geleitet, sondern es erfolgte
am 4. Ok
tober 2011 eine Zahlung von Fr. 250‘000.--
von
K._
an den Be
schwerde
führend
en
1 (
Urk.
11/7/3.3).
3.2.2
Bei
dieser
Akten- und
Sachlage
ist
davon aus
zugehen
, dass der vom Be
schwer
de
führenden 1 an
D._
und
K._
vor 1996
für de
ren
Haus(um)bau
überlassene
Betrag von Fr. 550‘000.--
bis am
4. Oktober 2011
im Umfang von Fr.
491‘800.--
(
Fr. 241‘800.-- [Fr. 1‘300.-- x 186 Monate
von April 1996 bis September 2011] + Fr. 250‘000.--) zurück
be
zahlt
worden war
.
Bezüglich des
restlichen Betrag
es
von Fr. 58‘200.--
wurde weder behauptet noch der Nachweis erbracht, dass er ganz oder teilweise zurück
bezahlt
worden wäre
. Zwar
nennen
die Be
schwerdeführenden in der Beschwerde den offenen Betrag von Fr. 57‘900.--
(Urk.
1 S. 2)
, jedoch wurde hierzu nichts vorgebracht, was auf
eine zu
sätz
liche Z
ahlung von Fr. 300.-- schliessen liesse.
3.3.
3.3.1
Die Beschwerdegegnerin ging bei der Frage, ob der somit offene Betrag von Fr.
58‘200.--
in der ZL-Berechnung
zu berücksichtigen
sei
,
ohne
Weiteres
davon aus, dass es sich um die Restfor
derung aus einem Darlehen handle
.
Zwar legt dies die Formulierung
„Darlehen
D._
,
A._
“
in den Steuerer
klärun
gen
2003 bis 2011
der Beschwerdeführenden
(
Urk.
11/2/7-21)
nahe.
Jedoch ist d
em Scheidungsurteil von
D._
und
K._
vom 27. März 1996 in Ziffer 3.7 zu entnehmen, dass der Beschwerdeführende 1 den Betrag von Fr.
550‘000.-- „unter dem Titel
Erb
vorbezug
an die Klägerin abgetreten habe“ (
Urk.
11/7/3.11 S. 5).
Es ist daher im Folgenden zu prüfen,
ob
und mit welcher
Konsequenz
von einem Darle
hen oder von einem Erbvorbezug
auszugehen ist
.
3.3.2
Die Überlassung einer Geldsumme durch den Erblasser an einen künftigen Erben kann je nach Ausgestaltung Erbvorbezug oder Darlehen sein. Ein Dar
lehen des Erblassers an einen zukünftigen Erben kann der Erblasser zu Leb
zeiten nach den
vereinbarten
Konditionen des Darlehensvertrages oder - mangels eines solchen - nach Art.
318
des Obligationenrechts (OR) zurück
fordern. Ein solches Darlehen stellt sodann ein Aktivu
m des Nachlasses dar. Nach Art.
614 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB) hat der Schuld
ner-Erbe das Darlehen auf
seinen Erbanteil zu übernehmen;
das heisst
,
er trägt die Folgen seiner eventuellen eigenen Zahlungsunfähigkeit selber (
Schärer
/
Bau
ren
brecher
, a.a.O., Art. 312
Rz
49; Schaufelberger/Keller in: Basler Kom
mentar, Zivil
gesetzbuch II, Art. 457-977 Z
GB, Art. 1-61
SchlT
ZGB, 3.
Auf
lage 2007, Art. 614
Rz
1). Einen Erbvorbezug kann der zukünf
tige Erblasser
als besondere Form der Schenkung (Art.
239 ff.
OR)
nach erfolgter Zuwendung
- im Gegensatz zu einem Darlehen -
(
vorbehältlich einer
hier nicht relevanten
Rückfallsvereinbarung
, Art. 247 OR)
nicht mehr zurück
fordern
.
3.3.3
Bei einem
Darlehen
ist
zudem das Folgende zu beachten:
Ein Darlehen ist als Forderung
gemäss
Art. 11
Abs.
1
lit
. b und c ELG beim anre
chenbaren Vermögen zu berücksichtigen, sol
ange es einem tatsächlichen Ver
mögenswert entspricht und der Leistungs
ansprecher
hierüber verfügen kann (BGE 110 V 17 E. 3; ZAK 1988 S. 255 E. 2b; Urteil des Bundesgerichts
P 12/01
vom 9. August 2001
E. 2a
). Nur wenn d
as Darlehen im Zeitpunkt der An
meldung zum EL−Bezug
realistischerweise
als wertlos zu betrachten ist und dem Leistungsansprecher nicht in der von der Rechtsprechung gefor
der
ten Weise
als praktisch vorhanden und rechtlich ungeschmälert
zur Ver
fü
gung steht, stellt sich die Frage, ob die Darlehens
hingabe als
Ver
zichts
ver
mögen
im Sinne von Art. 11
Abs.
1
lit
g ELG zu betrachten i
st (Urteil des Bundesgerichts P
47/02 vom 31. Januar 2003 E. 2.3).
3.
4
3.4.1
Bei einem Darlehen wäre
hier
somit vorab zu klären, ob die Be
schwerdeführen
den
bei ihrer Anmeldung im
Mai 2014 (Urk. 11/11)
über die (Rest-)Forderung aus Darlehen
von Fr. 58‘200.--
im Sinne eines wirt
schaft
lichen Wertes verfügen konnten. Dies ist zu verneinen.
Denn
bei einer Betreibung von
K._
ab Oktober 2011
- mithin nach der letzten monatlicher Teilzahlung im Sep
tember 2011 durch
D._
-
hätte
überwiegend wahr
scheinlich ein Verlustschein resultiert
. Denn
diese
bezog
gemäss dem Schreiben der Sozialen Dienste der
Gemeinde O._
vom 11.
November 2014 ab November 2011 von der Sozial
hilfe Leistungen
. A
usserdem
wurde sie
vom Beschwerdeführenden 1 von Januar 2013 bis Januar 2014 mit monatlich Fr. 800.-- im Sinne eines
Eltern
beitrages
unterstützt (Urk. 11/7/3.13).
Auch d
ie Betreibung respektive gerichtliche Klage auf Rück
erstattung des Rest
betrages von Fr. 58‘200.-- gegenüber
D._
hätte
über
wie
gend wahrscheinlich keinen Erfolg
gehabt
, wie sich aus dem Folgenden
ergibt
.
3.4.2
Da kein
(schriftlicher)
Darlehensvertrag zwischen dem Beschwerdeführen
den 1 und
D._
vorliegt, wäre die Scheidungskonvention res
pektive das Schei
dungsurteil
vom 27. März 1996
(
Urk.
11/7/3.11-12)
in einem Forderungs
prozess
ein massgeblicher Beweis
zugunsten von
D._
.
Sowohl der Zeitraum der Zahlungen ab April 1996, mithin unmittelbar nach dem Verhandlungsmonat der Scheidung im März 1996 (Urk. 11/7/3.11), als auch der Betrag von Fr. 1‘300.-- deuten auf die Erfül
lung dieser Konvention
hin
. Die Eigendeklaration in den Steuererklärungen der Beschwerdeführenden als „Darlehen
D._
,
A._
“ ist daher rechtlich
für sich
nicht aus
sagekräftig.
Zwar ist
in Ziffer 3.7 des Scheidungsurteils
eine Schuldanerkennung
über Fr. 550‘000.-- von
D._
gegenüber dem Beschwerde
führen
den 1 enthalten
(
Urk.
11/7/3.11 S. 4 f.)
.
Diese wird jedoch durch verschiedene weitere Regelungen in der Scheidungskonvention relativiert. So sieht
Zif
fer
3.9.3 vor, dass
diese Forderung direkt in Verrechnung gebracht wird mit dem monatlichen Mietzins von Fr. 1‘500.--, der
K._
zugute kam. Auch
die
Ziffer
n 3.10.,
3.11.
und
Ziff.
3.13.
enthalten solche Vereinbarungen,
bei denen die Forderung nach Ziffer 3.7, mithin die
Forde
rung auf
Fr. 550‘000.--,
mit Leistungen an und für
K._
beglichen wird,
wobei
diese Forderung
jeweils
ausdrücklich
als
sol
che
von
K._
bezeichnet
wird (
Urk.
11/7/3.11
S. 4
ff.).
Damit und angesichts des Umstandes, dass die Regelung gemäss
Scheidungs
konvention
und -urteil eine güterrechtliche Auseinandersetzung beinhaltet, wird deutlich, dass die Schuldanerkennung das
Innenv
erhältnis zwischen den damaligen Eheleuten
D._
und deren güter
rechtliche
Schuldenrege
lung
betraf.
Die Zahlung von
D._
von Fr. 1‘300.-- pro Monat an den Vater von
K._
erfolgte somit in Erfüllung der güterrechtlichen (Eigengut-)Forderung von
K._
und nicht in Erfüllung der Forderung des Be
schwerde
fü
hrenden 1 gegenüber
D._
.
Dies wird umso deutlicher durch die Be
merkung in
Ziffer 3.7
, wonach
D._
zur Kenntnis nehme, dass der Vater von
K._
den Betrag von Fr. 550‘000.-- „
unter dem Titel
Erb
vorbezug
a
n die Klägerin abgetreten habe“ (Urk. 11/7/3.11 S. 5).
Danach
ist darauf zu schliessen
, dass die Verfügungsgewalt über den Betrag von Fr. 550‘000.--
aufgrund
der Gewährung des Erbvorbezuges bereits bei Überweisung des Betrages vor 1996 vom Beschwerdeführenden 1 auf
K._
übertragen worden war
.
Damit wäre mit Ziffer
3.7 des Scheidungsurteils bestenfalls ein
echter Vertrag zugunsten Dritten
(Art.
112
Abs.
2
OR) begründet worden, bei dem der Dritte,
mithin der
Beschwerdeführende
1
,
selbständig die Erfüllung des Vertrages verlangen könnte.
Dies würde hier aber bedeuten, dass er sich auch die in der Scheidungskonvention
vorgesehenen Möglichkeiten der Abgeltung des Betrages durch direkte Leistung an seine Tochter entgegenhalten lassen müsste.
Daraus würde folgen
, dass der Beschwerdeführende 1 von
D._
über die bis September 2011 erhaltenen monatlichen Leistungen von Fr.
1‘300.-- keinen Anspruch mehr geltend machen könnte, nachdem dieser seine Verpflichtungen aus der Scheidungskonvention gegenüber
K._
,
wie mit
Schreiben vom 28. März 2011 be
schrie
ben
,
per 1. Oktober 2011
beglichen hatte (
Urk.
11/7/3.10).
3.4.3
Nach dem Gesagten ist nicht davon auszugehen, dass
die Beschwerde
führen
den bei der Anmeldung im Frühjahr 2014 über den
Restbetrag von Fr. 58‘200.--
verfügen konnten und es sich um einen wirtschaftlich realisier
baren Vermögenswert handelte.
Damit berücksichtigte die
Beschwerdegegnerin
diesen Betrag
zu Recht nicht als
Aktiva
und damit
als
Vermögen
g
emäss
Art. 11
Abs.
1
lit
. b und c ELG
. Dies
schliesst
indes entgegen der Ansicht der Beschwerdeführenden (
Urk.
1) nicht aus, dass dennoch ein Verzichtsvermögen im Sinne von Art. 11
Abs.
1
lit
. g ELG
vorliegen könnte, wobei die Hingabe des Vermögens
dazu
als
Ver
zichtshandlung
müsste
qualifiziert werden
können
(vgl. E. 3.3.3
a.E
. hiervor).
3.5
3.5.1
Bei einem
Darlehen wäre dies der Fall, wenn
im Zeitpunkt der Darlehens
hingabe
unter den konkreten Umständen
abseh
bar gewesen wäre
, dass das Darlehen nicht zurückbezahlt werden kann
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_333/2016
vom 3. November 2016
E. 4.3.3 mit Hinweisen)
.
Da
für gibt es hier
jedoch keine Hinweise, weshalb ausgehend von einem Darlehen nicht von einer Verzichtshandlung gesprochen werden könnte.
Anders verhält es sich im Fall eines Erbvorbezuges. Ein solcher erfolgt regel
mässig im Hinblick darauf, dass das überlassene Vermögen zu Lebzeiten des Erblassers nicht mehr zurückbezahlt, sondern erst bei der Erbteilung
, mithin nach dem Ableben des Erblassers,
berücksichtigt werden muss. Es wäre daher in einem solchen Fall von einem Verzichtsvermögen auszugehen
.
Ob hier abschliessend von einem solchen Erbvorbezug auszugehen ist, was mit dem in Erwägung 3.4.2 hiervor zu Ziffer 3.7 des Scheidungsurteils Aus
geführten
zumindest
wahrscheinlich erscheint
, kann indes offen bleiben.
3.5.2
Denn es ist
z
u beachten, dass die
Überweisung des Betrages
von
Fr. 550‘000.--
an die Tochter der Beschwerdeführenden
und damit die frag
liche
Ver
zichtshandlung
jedenfalls
in der Zeit
der
Ehe mit
D._
(Trauung im Jahr 1979
; Urk. 11/7/3.11 S. 1
)
, mithin
jedenfalls
vor der Schei
dung im März
1996
-
wah
rscheinlich mehrere Jahre zuvor -
erfolgt war.
Aufgrund von Art. 17
a
ELV wäre damit
(spätestens)
ab
1996
eine Reduktion des Betrages von Fr. 550‘000.-- um Fr. 10‘000.-- pro Jahr vorzunehmen, so dass bis 2011 mindestens Fr. 160‘000.-- in Abzug zu bringen wären. Zusammen mit der Amortisation
von monatlich Fr. 1'300.-- von April 1996 bis September 2011 von insgesamt Fr. 241‘800.-- und dem im Jahr 2011 gezahlten Betrag
von Fr. 250‘000.--
wäre
per Ende 2011 und erst Recht in den Jahren der Anspruchsprüfung 2014 und 2015
kein Verzichtsvermögen mehr anzurechnen.
3.6
Es ist damit festzuhalten, dass der Betrag von Fr. 60‘000.--, im ange
fochte
nen
Einspracheentscheid
bezeichnet als „Vermögensveränderung in
klusive Darlehensverlust“ (
Urk.
2 S. 1), nicht als Verzichtsvermögen in der ZL-Berechnung ab März 2014 zu berücksichtigen ist.
4.
4.1
In Bezug auf den unter dem Titel „hälftiger Anteil Scheune
C._
“ als Verzichtsvermögen berücksichtigten Betrag von Fr. 60‘000.-- (vgl.
Einspracheentscheid
vom 7. April 2015,
Ziff.
2b;
Urk.
2 S. 2), ist das Folgende ausgewiesen:
Gemäss dem am 18. Oktober 2011 öffentlich beurkundeten Ve
rtrag auf
Eigen
tumsübertragung
- Schenkung - übertrug der Beschwerdeführende 1
d
as hälftige Miteigentum am
selbständigen und dauernden
Baurecht
für eine Scheune, erstellt als Gebäude Nr.
H._
, im
C._
,
Grund
reg
ister Blatt
E._
zulasten Grund
re
gister
Blatt R._
, Kat.-Nr.
F._
,
des
Grundbuchamts
kreises
P._
, Gemeinde
Q._
, seiner Tochter
I._
zu Eigentum (Urk.
11/7/4.8
S. 1 f.
).
Diese
Übertragung
erfolgte voll
ständig als Schenkung, welche im Nach
lass des Beschwerdeführenden 1 nicht zur Ausgleichung zu bringen ist (Urk.
11/7/4.8 S. 3). Die Beschwerdeführende 2 stimmte dieser Schenkung zu (
Urk.
11/7/4.8 S. 5).
Des Weiteren ist unstrittig und ausgewiesen, dass
I._
die
ses hälftige Miteigentum
am Baurecht, Grundregister
Blatt E._
, am 20. Juli 2012 an die Miteigentümerin der anderen Hälfte
des
Baurechtes
,
Grund
register
Blatt E._
, nämlich an
S._
,
mit einem Kaufpreis von Fr. 60‘000.-- verkauft hat (vgl. öffentlich beurkundeter Kauf
vertrag vom 20. Juli 2012, Urk. 11/7/7.3).
4.2
4.2.1
Die
Schenkung
dieses
als Grundstück im Grundbuch aufgenommenen
hälf
tigen Miteigentums
am
Baurecht, Grundregister
Blatt E._
,
vom
Be
schwerde
führenden
1
an
I._
erfolgt
e gesetzesgemäss (Art. 239 Abs.
1 ZGB) ohne rechtliche Verpflichtung und ohne entsprechende Gegen
leistung. Die Beschwerdegegnerin ging daher
zu Recht von einer
Verzicht
s
handlung
im Jahr 2011 im Sinne von Art. 11
Abs.
1
lit
. g ELG aus, dessen Wert in der ZL-Berechnung als Verzichtsvermögen zu berücksichtigen ist.
4.2
.2
Was den Wert dieser Schenkung betrifft, ist ebenfalls nicht zu beanstanden, dass die
Beschwerdegegnerin
zu dessen Bestimmung den rund neun Monate nach der Schen
kung gemäss dem Kaufvertrag vom 20. Juli 2012
tatsächlich
erzielten Kaufpreis von Fr. 60‘000.-- (Urk. 11/7/7.3) zugrunde legte.
Denn massgeblich für die Bestimmung
des Werte
s
eines Grundstückes
bei der Ent
äusserung
-
auch wenn es sich um
eine
als Grundstück
mit eigenem
Grund
buchblatt
im Grundbuch
aufge
nomm
ene Dienstbarkeit handelt (Art.
779 ZGB)
-
ist gemäss Art. 17
Abs. 5
ELV
im Zusammenhang mit Art.
11
Abs.
1
lit
. g ELG
der
Verkehrs
wert
, mithin jener Wert, der bei einer Ver
äusserung erzielt werden kann
.
Der tatsächlich erzielte Kaufpreis von Fr. 60‘000.-- für das Grundstück stellt daher
den
hinreichenden
Beweis für diesen Wer
t dar, worauf abzustellen ist
.
4.2.3
Was die Beschwerdeführenden dagegen vorbringen, führt zu keiner anderen Betrachtungsweise.
Insbesondere ist nicht massgeblich, weshalb der Be
schwerdeführende 1 das Grundstück (Baurecht), Grundregister
Blatt E._
, verschenkt hat. Die Behauptung, dass der Beschwerdeführende alle In
vesti
tionen (in die Scheune) seit 1983 hätte hälftig nachfinanzieren
müssen
(Urk.
1 S. 3)
, wurde weder betragsmässig substantiiert noch belegt. Auch wurde ausgeführt, dass die Nutzung der Scheune/des Baurechts stets allein von Seiten
des anderen Miteigentümers erfolgt sei, weshalb hier bereits ein Ausgleich stattfand. Zudem gingen mit der Schenkung an
I._
sämtliche Rechte und Pflichten bezüglich dieses Miteigentums
an sie über,
so dass davon auszugehen ist, dass allfällige Restforderungen bereits mit dem tatsächlich erzielten
Kaufpreis von Fr. 60‘000.--
ausgeglichen und berück
sichtigt wurden, da der Verkauf an eine Erbin des ursprünglichen Mit
eigentümers
G._
erfolgte.
Auf die Aufforderung der
Beschwerdegeg
nerin
an
I._
mit Schreiben vom 4. März 2015 hin
, allfäl
lige
Auslagen bei diesem Verkauf
nach
zureichen
(
Urk.
11/21b)
, wurden
denn auch
keine
solchen
geltend gemacht.
4.2.4
Mit der Beschwerdegegnerin ist somit von einem Verzichtsvermögen im Sinne von Art. 11
Abs.
1
lit
. g ELG per Oktober 2011 von Fr. 60'000.-- aus Schenkung des hälftigen Miteigentums am Grundstück/Baurecht
Grund
re
gister
Blatt E._
des Grundbuchamtskreises
P._
, Gemeinde
Q._
,
auszugehen
.
Auch wenn diese Schenkung vom Beschwerdeführenden 1 vorgenommen wurde, ist das Verzichtsvermögen in Anwendung von Art. 1b ELV beiden Be
schwerdeführenden anzurechnen.
5.
5.1
Unter dem Titel „landwirtschaftlich genutztes Land
C._
“ berücksichtigte die
Beschwerdegegner
in sodann den Betrag von Fr. 30‘000.--
als Verzichtsvermögen per 2011 (vgl.
Einspracheentscheid
vom 7. April 2015,
Ziff.
2b;
Urk.
2 S. 2).
Auch diesbezüglich ist mit dem
am 1
8.
Oktober 2011 öffentlich beurkun
de
ten Vertrag auf Eigentumsübertragung
(Urk. 11/7/4.8) ausgewiesen, dass
der Beschwerdeführende 1
im Jahr 2011 eine weitere das Vermögen redu
zierende Schenkung vorgenommen hat. Und zwar übertr
ug er
das in seinem Allein
eigentum stehende
Grund
stück G
r
undregister
Blatt T._
,
Kataster-Nr. J._
,
C._
,
Plan Nr. U._
, mit
6006 m
2
(Acker, Wiese, Weide
), im
Grundbuch
amtskreis
P._
, Gemeinde
Q._
,
an
seine Tochter
I._
zu
Alleine
igentum (
Urk.
11/7/4.8 S. 1 f.).
Auch d
iese
Übertragung
erfolgte vollständig als Schen
kung, welche im Nach
lass des Be
schwerdefüh
renden 1 nicht zur Aus
gleichung zu bringen ist (Urk. 11/7/4.
8 S. 3). Die Beschwerdeführende
2 stimmte
auch
dieser Schenkung zu (Urk.
11/7/4.8 S. 5).
5
.2
5
.2.1
Es
gilt
auch hinsichtlich dieser Schenkung
, dass
die
Beschwerdegegnerin
zu Recht von einer Verzichtshandlung im Jahr
2011 im Sinne von Art. 11 Abs. 1
lit
.
g ELG aus
ging
,
deren
Wert in der ZL-Berechnung als
Ver
zichts
vermögen
zu berück
sichtigen ist.
Denn auch hierbei erfolgte die
Schenkung
des
Grund
stück
es, Grundregister
Blatt T._
, vom
Be
schwerde
führenden
1
an
I._
entsprechend
Art. 239 Abs.
1 ZGB
ohne rechtliche Verpflichtung und ohne entsprechende Gegenleistung.
5
.2.2
Zur Bestimmung des Wertes
dieser Schenkung
respektive des Grundstückes
ging die Beschwerdegegnerin davon aus, es sei auf den Verkehrswert abzu
stellen (Urk.
2 S. 2). E
iner separaten Aufstellung (Urk. 11/7/4.1) und dem Schreiben der
Beschwerdegegnerin
vom
4.
März 2015 (
Urk.
11/21b)
ist z
u entnehmen, dass sie von einem Preis von Fr. 5.--/m
2
für das 6006
m
2
um
fassende Grundstück
ausging. Dieser Preis liege nach der Auskunft des Bau
ernverbandes am unter Rand, aktuell werde bis Fr. 8.90/m2 bezahlt (
Urk.
11/21b).
Die Beschwerdeführenden halten dagegen den Ertragswert für massgeblich, und zwar
ausgehend von einer mitt
l
eren
bis schlechten
Boden
qualität
des Dauergrünlandes der Klasse 7
mit einem Pach
tzins von Fr. 2.85 pro Are und Jahr, mithin von Fr. 171.-- pro Jahr bei 6006 m
2
,
sowie einer gesetz
lich festgelegten Ver
zinsung von 3,5
%
, was einen Ertragswert der betreffenden Parzelle von Fr. 4‘890.-- ergebe (
Urk.
1 S. 3).
Es ist im Folgenden
zu prüfen, nach welchen Kriterien der Wert des ver
schenk
ten Grundstückes Grundregister
Blatt T._
,
Kataster-Nr. J._
,
C._
, mit 6006 m
2
(Acker, Wiese, Weide) zu bestimmen ist.
5.3
5.3.1
In zeitlicher Hinsicht mas
sgeblich für die Bestimmung des Wertes des Grund
stückes
für die hier relevante Frage des Verzichtvermögens ist
der Zeit
punkt
der Verzichtshandlung, mithin der unentgeltlichen Veräusserung im Oktober 2011 (Urk. 11/7/4.8).
5.3.2
Als gesetzliche Grundlage für die Frage der Bewertung zu beachten ist Art. 17
Abs.
5 ELV, wonach der Verkehrswert nicht zur Anwendung gelangt, wenn von Gesetzes wegen ein Rechtsanspruch auf den Erwerb zu einem tie
feren Wert besteht.
In der
Wegleitung über die Ergänzungsleistungen zur AHV und IV (WEL)
des Bundesamtes für Sozialversicherungen (BSV), g
ültig ab
1. April 2011, Stand 1. Januar 2016, wird als Beispiel hierzu mit Verweis auf Art. 44 des Bun
des
gesetzes über das bäuerliche Bodenrecht (
BGBB;
FN 137)
der Fall
genannt, in dem Anspruch auf die Über
nahme eines landw
irtschaftlichen Gewerbes zum Er
tragswert oder eines landwirtschaftlichen Grundstüc
kes zum doppel
ten Ertragswert
besteht
(
Rz
3444.04).
Nach
Art. 42 Abs.
2 BGBB
hat
bei der Veräusserung eines land
wirt
schaft
lichen
Grundstück
es
jeder Nachkomme des Veräusserers ein Vor
kaufs
recht daran, wenn er Eigentümer eines landwirtschaftlichen Gewerbes ist oder wirtschaftlich über ein solches verfügt und das Grundstück im orts
üblichen Bewirtschaftungsbereich dieses Gewerbes liegt.
Gemäss Art. 44 BGBB können die Berechtigten das Vorkaufsrecht an einem landwirtschaftlichen Gewerbe zum Ertragswert und an einem land
wirt
schaft
lichen Grundstück zum doppelten Ertragswert geltend machen. Eben
falls hat der Pächter unter bestimmten Bedingungen ein Vorkaufsrecht, wenn ein landwirtschaftliches Gewerbe oder ein landwirtschaftliches Grundstück ver
äussert wird. Das Vorkaufsrecht der Ver
wandten geht indessen vor (Art.
47 BGBB).
Selbstbewirtschafter ist, wer den Boden selber bearbeitet und, wenn es sich um ein landwirtschaftliches Gewerbe handelt, dieses zudem persönlich leitet. Für die Selbstbewirtschaftung geeignet ist, wer die Fähigkeiten besitzt, die nach landesüblicher Vorstellung notwendig sind, um den landwirtschaft
lichen Boden selber zu bearbeiten und ein landwirtschaftliches Gewerbe zu leiten (Art. 9
Abs.
1 und 2 BGBB
; vgl. hierzu
BGE 138 III 548
E.
7.2.1).
Laut
Art.
61
Abs.
1
BGBB
kann ein landwirtschaftliches Grundstück nicht ohne
(vom
kantonalen
Amt für Landschaft und Natur
erteilte)
Bewilligung
(vgl. § 1
Abs.
1
lit
. b der
Verordnung
des Kanton Zürichs
über den Vollzug des bäuerlichen Bodenrechts vom
8.
Dezember 1993
)
veräussert respektive erworben werden. Keine Bewilligung
braucht
indes
die Übertragung an Nach
kommen, Ehegatten, Geschwister, Geschwisterkinder oder Eltern des Veräusserers
(Art. 62
lit
. b BGBB)
.
5.4
5.4.1
Hier ist
unstrittig, dass es sich bei dem betreffenden Grundstück
Grund
regis
ter
Blatt T._
,
Kataster-Nr. J._
,
C._
, mit 6006 m
2
(Acker, Wiese, Weide), im Grundbuchamtskreis
P._
in der Gemeinde
Q._
um eine landwirtschaftlich nutzbare Bodenfläche handelt und es sich ausserhalb der Bauzone befindet, wie sich auch aus der kantonalen Zonenkarte ergibt (ein
sehbar in www.maps.zh.ch; vgl. dort Bodenkarte der
Landwirtschafts
flächen
und Landwirtschaftliche Zonengrenzen).
Da es
mit 60,06 Aren
aus
serdem
eine Grösse von über 25 Aren hat, ist das BGBB auf dieses Grund
stück an
wendbar (vgl. Art.
2
Abs.
1 und
Abs.
3, Art. 6
Abs.
1 BGBB).
Dem Schenkungsvertrag vom 1
8.
Oktober 2011 ist zudem zu entnehmen, dass
ein Pachtverhältnis in Bezug auf das Grundstück besteht und dass
das Grundstück nicht zu einem landwirtschaftlichen Gewerbe gehört (Urk. 11/7/4.8 S.
4
).
5.4.2
Entscheidend ist
hier
der Wert des Grundstückes, auf den tatsächlich ver
zich
tet wurde. Es gilt somit den Wert zu bestimmen, den der Be
schwerde
führende 1 im konkreten Fall von der Tochter
, die als Nachkomme keiner Bewilligung für den Erwerb bedurfte,
erhalten hätte, hätte sie den für sie nach Geset
z massgeblichen Wert vergütet.
Zu fragen
ist dabei, ob sie als Nachkomme des Beschwerdeführenden 1 ein Vorkaufsrecht
nach
Art. 42 Abs. 2 BGBB
und damit einen
R
echtsanspruch auf den Erwerb zum doppelten Ertragswert des
Grundstückes nach Art. 44 BGBB
, mithin a
llenfalls zu einem tieferen Wert als
nach dem Ver
kehrs
wert
,
hatte, was nach Art. 17
Abs.
5 ELV zu beachten wäre.
Ein solches Vorkaufsrecht setzt voraus, dass die Tochter
I._
Eigentümerin eines landwirtschaftlichen Gewerbes
ist
(respektive - im Zeitpunkt der Schenkung am 18.
Oktober 2011 - war)
oder wirt
schaftlich über ein solches verfügt
(e)
und das Grundstück im ortsüblichen
Bewirtschaf
tungsbereich
dieses Gewerbes liegt (Art. 42
Abs.
2 BGBB)
. Davon ist
nach
vorliegender
Aktenlage
nicht
auszugehen, zumal
die Annahme der
Be
schwerdegegnerin
, es liege keine Selbstbewirtschaftung vor
(Urk. 2 S.
2)
, nicht be
stritten
wurde
, ein Pachtverhältnis
mit einem
Dritten
auf dem Grundstück
lastet (Urk. 11/7/4.8 S. 4)
und
die Tochter
nicht in
Q._
, sondern in
V._
wohnt (Urk. 11/7/4.8 S. 1).
Sie hatte somit
ent
gegen der Ansich
t der Beschwerdeführenden (Urk.
1 S.
3
)
keinen An
spruch auf Übernahme zum (doppelten) Ertragswert
respektive
allenfalls zu einem t
ieferen Wert als dem
Verkehrswert nach Art. 17
Abs.
5 Satz 2 ELV
(vgl. BGE
138 III 548
E.
7.2)
.
5.4.3
Jedoch kann damit
nicht
ohne
Weiteres
auf die Bewertung der
Beschwerde
gegnerin
von Fr.
30‘000.--
abgestellt
werden. Denn
dieser Wert basiert nicht auf einer nach den konkreten Umständen im Jahr 2011 erstellten sach
ver
ständigen Schätzung.
Insbesondere entbehrt
der angeblich vom Bauern
ver
band mitgeteilte Wert von aktuell (2015) Fr. 8.90/m
2
und
minimal
Fr. 5.--/m
2
(Urk. 11/21b) jeglicher nachvollziehbarer Grundlage. Es ist den Akten hierzu weder ein Schreiben des Bauernverbandes noch eine
ver
wal
tungsrechtlich
verlässliche, unterschriebene Aktennotiz der
Beschwerde
geg
nerin
zu entnehmen, wobei auch eine solche lediglich als Ausgangslage für wei
tere Abklärungen dienen könnte.
Denn a
bzustellen ist dabei auf einen amt
lichen oder allgemein anerkannten Schätzungswert (Urteile des Bundes
ge
richts P 48/04 vom 22. Feb
ruar 2005 E. 2 mit Hinweis).
Zu ermitteln gilt es den Verkehrswert
, mithin der Wert des Grundstückes der am Bewertungsstichtag (1
8.
Oktober 2011) bei einer Ver
äusserung hätte erzielt werden können (Marktwert).
5.5
Nach dem Gesagten kann
bei gegebener
Akten- und Sachlage
nicht ab
schlies
send beurteilt werden,
in welchem Umfang
im Zusammenhang mit der
Schenkung
des
Grundstückes Grundregister
Blatt T._
, Kat.-Nr.
J._
,
ge
mäss dem Vertrag auf Eigentumsübertragung - Schenkung - vom 18
.
Okto
ber 20
11 (
Urk.
11/7/4.8 S.
2
)
auf Vermögen
im Sinne von
Art.
11
Abs.
1
lit
. g ELG und
Art.
17
Abs.
5 ELV
verzichtet wurde
.
Die
Beschwerdegegnerin
wird die notwendigen Abklärungen
mittels einer sachverständigen
retrospektiven
Schätzung
des Verkehrswertes des land
wirt
schaftlichen Grundstückes Grundregister
Blatt T._
,
Kataster-Nr. J._
,
C._
,
Plan Nr. U._
, mit 6006 m
2
(Acker, Wiese, Weide), im
Grundbuch
amtskreis
P._
, Gemeinde
Q._
,
durch einen spezialisierten Sach
verständigen nach einer allge
mein anerkannten Methode
per Oktober 2011
vorzu
nehmen haben und danach
de
n Anspruch auf Zusatzleistungen der Beschwerde
führenden
- unter Berücksichtigung der Erwägungen
3 bis
4
und des Ergebnisses der Abklärungen zu Erwägung 5
-
je neu zu verfügen haben.
6
.
Nach dem Gesagten
ist die Beschwerde in
dem Sinne
teilweise
gutzuheissen, dass der angefochtene
Ein
spracheentscheid
vom
7. April 2015
(Urk. 2) auf
zuheben
und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist, damit diese die erfor
derlichen Abklä
rung
en im Sinne der Erwägungen tätige und hernach über
de
n Anspruch der Be
schwerdeführenden
auf Zusatz
leistungen
neu verfüge.
7
.
Nach ständiger Recht
spre
chung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal
tung zu weiterer Abklärung und neuem Entscheid als vollständiges Obsiegen (vgl. ZAK 1987 S. 268 f. E. 5 mit Hinweisen).
Den Beschwerde
füh
renden
steht daher eine Prozessentschädigung zu, welche nach Art. 61
lit
. g ATSG in Ver
bin
dung mit § 34 des Gesetzes über das
Sozialver
sicherungs
gericht
ohne Rück
sicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streit
sache, nach der Schwierig
keit des Prozesses, dem Zeitaufwand und den
Bar
auslagen
auf Fr.
1‘300
.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) fest
zusetzen ist.