Decision ID: dd8e25e2-a395-49d4-9f00-a958aa30e8d6
Year: 2021
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1970, ist seit Januar 2006 im Wohnpflegeheim
Y._
als Fachangestellter Gesundheit in einem 100%-Pensum angestellt und dadurch bei der Unfall
ver
siche
rung der Stadt Zürich gegen die Folgen von Un
fäl
len ver
sichert. Am 1
1.
März 2018
stürzte er
im Treppenhaus und zog sich eine
Verletzung
des linken Fussgelenks zu (vgl. Unfallmeldung UVG,
Urk.
7/G001).
In der Folge war er vom 1
1.
bis 2
8.
März 2018 im Spital
Z._
hospitalisiert, wo
gestützt auf bild
gebende Befunde
eine mehrfragmentäre, intraartikuläre
Calcaneusimpressions
fraktur
links diagnostiziert wurde
(vgl. Austrittsbericht vom 2
9.
März 2018, Urk. 7/M002)
und am 2
0.
März 2018 ein operativer Eingriff (
Calcaneus
-LCP-Plattenosteosynthese; vgl. Operationsbericht vom 2
6.
März 2018,
Urk.
7/M001) erfolgte
. Die Un
fall
versicherung der Stadt Zürich erbrachte in der Folge
Heil
be
handlungs
- und Taggeldleistungen (Urk. 7/G002), wobei ab
1.
April 2019
wieder eine volle Arbeitsfähigkeit bestand (
Urk.
7/T016
).
Gestützt auf die
aktenbasierte
Beurteilung des beratenden Arztes Dr. med.
A._
, Facharzt FMH für Orthopädische Chir
urgie, vom
7.
Januar 2020 (Urk.
7
/M011) und 2
7.
Juli 2020 (
Urk.
7/M013) und aus
gehend davon, dass
von
weitere
n
Heil
behandlungen keine namhafte Besserung mehr zu erwarten sei, stellte die Unfall
versicherung der Stadt Zürich
mit Verfügung vom 30. Juli 2020
ihre Ver
siche
rungs
leistungen (Heilbe
handlung) per
27.
Juli 2020
ein
und sprach dem Ver
sicherten
eine Inte
gri
täts
ent
schädigung in der Höhe von Fr. 14’820.-- bei einer Integritäts
einbusse von 10 % zu
(
Urk. 7/G01
9).
Mit Schreiben vom 3.
Sep
tember 2020 er
suchte die Unfallversicherung der Stadt Zürich den Versicherten um dessen Konto
angaben zur Überweisung der
Integritätsentschädigung (
Urk.
7/G023).
Nach telefonischer Rücksprache
am 11. September 2020
wurde dem Beschwerdeführer
gleichentags
die Verfügung vom 3
0.
Juli 2020 pe
r Mail
gesandt
(
Urk.
7/G021) und am 15.
Sep
tember 2020 erneut postalisch zugestellt (
Urk.
7/G020).
Gegen die Verfügung vom 30.
Juli 2020
erhob
der Versicherte am 23. Sep
tember
2020
Einsprache (Urk.
7/J001
)
.
Mit
Einspracheent
scheid
vom 2
8.
September
2020 trat die
Unfall
versicherung
auf diese Einsprache zufolge Verspätung nicht ein (Urk. 7/J003 = Urk. 2).
2.
Dagegen erhob der Versicherte am 2
9.
Oktober 2020 Beschwerde und beantragte, der
Nichteintretensentscheid
vom 2
8.
September 2020 sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, auf die Einsprache vom 2
3.
September 2020 einzutreten. In prozessualer Hinsicht ersuchte er um die Durchführung eines zweiten Schriftenwechsels (Urk. 1).
Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 1
8.
November 2020 (Urk. 6, unter Beilage der Kassenakten [
Urk.
7/G
00
1-J
0
10]) auf Abweisung der Be
schwerde. Mit Ver
fü
gung vom 2
6.
November 2020
wurde dem Beschwerde
führer die Beschwerdeantwort zur Kenntnisnahme zuge
stellt und das Gesuch um Durch
führung eines zweiten Schriftenwechsels abge
wiesen
(Urk. 8).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss Art. 1 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG)
sind die Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozial
ver
sicherungsrechts (ATSG) auf
die Unfallversicherung anwendbar, soweit das
UVG
nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht.
1.2
G
egen Verfügungen
(
Art.
49
Abs.
1 ATSG)
kann g
emäss
Art.
52
Abs.
1
ATSG
innerhalb von 30 Tagen bei der verfügenden Stelle Einsprache erhoben werden. Eine gesetzliche Frist kann nicht erstreckt werden (
Art.
40
Abs.
1 ATSG).
Die Eröffnung einer Verfügung ist eine empfangsbedürftige, nicht aber eine an
nahmebedürftige einseitige Rechtshandlung; sie entfaltet daher ihre Rechts
wir
kungen vom Zeitpunkt ihrer ordnungsgemässen Zustellung an; ob der Betroffene vom Verfügungsinhalt Kenntnis nimmt oder nicht, hat keinen Einfluss (BGE 119 V 89 E. 4c mi
t weiteren Hinweisen
). Der Empfänger hat sich so zu orga
ni
sieren,
dass er in der Lage ist, vom zugestellten Dokument Kenntnis zu erhalten (Bernhard
Maitre
/Vanessa
Thalmann
/Kaspar
Plüss
, in:
VwVG
– Praxiskommentar zum Bun
desgesetz über das Verwaltungsverfahren, Züric
h/Basel/Genf 2009, N 17 zu Art.
20
VwVG
).
1.3
Nach
Art.
39
Abs.
1 in Verbindung mit
Art.
52
Abs.
1 ATSG ist die 30-tägige Frist zur Einsprache gewahrt, wenn die Einsprache spätestens am letzten Tag der Frist dem Versicherungsträger eingereicht oder zu dessen
Handen
der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung übergeben wird.
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete den angefochtenen Entscheid (
Urk.
2) damit, dass
dem Beschwerdeführer die Verfügung gemäss der Send
ungs
verfolgung
«Track & Trace»
am
3.
August 2020 postalisch mit A-Post Plus zugestellt worden sei. In Beachtung des Fristenstillstandes sei die Rechtsmittelfrist am 1
4.
Septem
ber
2020 abgelaufen, weshalb die Einsprache des Beschwerdeführers vom 23. Sep
tem
ber 2020 nicht innert der vorliegend relevanten Rechtsmittelfrist erho
ben worden sei. Folglich sei auf die Einsprache nicht einzutreten (
Urk.
6).
2.2
Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt (
Urk.
1), er
sei
erst
am 1
1.
September 2020 im Rahmen eines
Telefongesprächs
darüber in Kenntnis gesetzt
worden
, dass die Beschwerdegegnerin am 3
0.
Juli 2020 die ge
nannte Ver
fügung mit genanntem Inhalt erlassen habe und diese an ihn ver
schickt wor
den sei. Erhalten habe er die Verfügung vom 3
0.
Juli 2020 erst mit Begleitbrief der Beschwerdegegnerin vom 1
5.
September 2020
(S. 5)
.
Weiter habe
er noch
am 11.
September
2020, also vor
Ablauf der
Einsprachefrist
am 1
4.
September
2020
,
wegen der
für ihn nicht zuordenbare
n
Banküberweisung der Beschwerdegegnerin in der Höhe von Fr. 14'820.-- Rücksprache mit der Be
schwerdegegnerin genommen und sie darüber informiert, dass er die Verfügung vom 3
0.
Juli 2020 nie erhalten habe. Zu diesem Zeitpunkt, als noch
ein
e An
fecht
barkeit der Ver
fügung möglich gewesen sei, hab
e es keinerlei in Betracht kom
menden oder plausiblen Grund dafür gegeben, warum er hätte behaupten sollen, er hätte die Ver
fügung niemals erhalten. Insofern sei erstellt, dass er die Ver
fügung t
atsäch
lich nicht erhalten habe
und die Quittierung im Track & Trace der Post fehlerhaft sei (S. 8).
D
ie Beschwerdegegnerin sei zu Unrecht auf seine Ein
sprache nicht ein
getreten und sie vermöge den Beweis für die Zustellung der Verfügung vom
30.
Juli 2020 nicht zu erbringen. Ein
Fehler bei der A-Post Plus-Z
ustellung liege nicht ausserhalb jeder Wahrschein
lich
keit
(S. 7)
.
2.3
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht mangels Recht
zeitig
keit nicht auf die Einsprache des Beschwerdeführers vom
2
3.
September 2020
(
Urk.
7/J001
) eingetreten ist.
3.
3.1
Die Verfügung vom 3
0.
Juli 2020 (
Urk.
7/G019) wurde per A-Post Plus an die Adresse des Beschwerdeführers versandt. Gemäss der in den Akten liegenden Sen
dungsverfolgung der Post (
Urk.
7/G019
/3
) wurde die Verfügung vom 3
0.
Juli 2020 am nächsten Tag der Post aufgegeben und am
3.
August 2020
um 09:53
Uhr zugestellt.
Der Beschwerdeführer stellte sich in seiner Beschwerde (
Urk.
1) im Wesentlichen auf den Standpunkt, dass die Verfügung vom
3
0.
Juli 2020
(
Urk.
7/G019
) nie in seinem Briefkasten gewesen sei und er
frühestens
am 1
1.
September
2020
im Rahmen eines Telefongesprächs mit der Beschwerdegegnerin
von der Verfügung Kenntnis erlangt habe (vgl. vorstehend E. 2.2).
3.2
Im Sozialversicherungsverfahren bestehen keine Vorschriften darüber, wie die Versicherungsträger ihre Verfügungen zustellen sollen. Aus dem Schweigen des Gesetzes in diesen und anderen verwaltungsrechtlichen Materien über die Art der Zustellung leitet das Bundesgericht grundsätzlich ab, dass es den Behörden frei
ge
stellt ist, auf welche Art sie ihre Verfügungen versenden. Insbesondere dür
fen sie si
ch deshalb auch der Versandart «A-Post Plus»
bedienen. Die Eröffnung muss bloss so erfolgen, dass sie dem Adressaten ermöglicht, von der Verfügung oder der Entscheidung Kenntnis zu erlangen, um diese gegebenenfalls sach
ge
recht anfechten zu können. Bei
uneingeschriebenem
Brief erfolgt die Zustellung bereits dadurch, dass er in den Briefkasten oder ins Postfach des Adressaten gelegt wird und damit in den Macht- beziehungsweise Verfügungsbereich des Empfän
gers gelangt. Dass der Empfänger von der Verfügung tatsächlich Kenntnis nimmt, ist nicht erforderlich (BGE 142 III 599 E.
2.4.1; Urteil des Bundesgerichts 8C_198/2015 vom 3
0.
April 2015 E. 3.2 mit Hinw
eisen). Bei der Versandmethode «
A-Post Plus
»
wird der Brief mit einer Nummer versehen und ähnlich wie ein eingeschriebener Brief mit A-Post spediert. Im Unterschied zu den eingeschrie
be
nen Briefpostsendungen wird aber der Empfang nicht quittiert. Der Adressat wird im Falle seiner Abwesenheit auch nicht durch Hinterlegung einer Abholungs
ein
la
dung avisiert. Die Zustellung wird vielmehr elektronisch erfasst, wenn die Sen
dung in das Postfach oder in den Briefkasten des Empfängers gelegt wird (BGE 144 IV 57 E. 2.3.1).
Direkt
bewiesen wird mit einem «Track & Trace»
-Auszug demnach nicht, dass die Sendung tatsächlich in den Empfangsbereich des Empfängers gelangt ist, sondern lediglich, dass durch die Post ein entsprechender Eintrag in ihrem Erfassungs
system gemacht wurde. Aus diesem Eintrag lässt sich aber immerhin im Sinne eines Indizes darauf schliessen, dass die Sendung in den Briefkasten oder in das Postfach des Adressaten gelegt wurde (vgl. BGE 142 III 599 E. 2.2).
3.3
Dass die Sendung in den Briefkasten des Empfängers gelangte, hat der Absender zu beweisen. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, die sich auch auf die Zustellungsart A-Post Plus bezieht, liegt ein Fehler bei der Postzustellung nicht ausserhalb jeder Wahrscheinlichkeit. Eine fehlerhafte Postzustellung ist allerdings nicht zu vermuten, sondern nur anzunehmen, wenn sie aufgrund der Umstände plausibel erscheint. Auf die Darstellung des Adressaten, dass eine fehlerhafte
Postzustellung vorliegt, ist daher abzustellen, wenn seine Darlegung der Um
stän
de nachvollziehbar ist und einer gewissen Wahrscheinlichkeit entspricht, wobei sein guter Glaube zu vermuten ist (vgl. BGE 142 III 599 E. 2.4.1). Rein hypothe
tische Überlegungen des Empfängers genügen dabei nicht (Urteil des Bundes
gerichts 2C_165/2015 vom 2
1.
Februar 2015 E. 2.3), ebenso wenig die nie auszu
schliessende Möglichkeit von Zustellfehlern der Post, um die Vermutung umzu
stossen. Vielmehr müssen konkrete Anzeichen für einen Fehler vorhanden sein (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_16/2019 vom 1
0.
Januar 2019 E. 3.2.2 mit Hinweis auf BGE 142 IV 201 E. 2.3).
3.4
Vorliegend
brachte der Beschwerdeführer
vor
,
dass die Zustellung der Verfügung
vom 3
0.
Juli
2020 (
Urk.
7/G019) entgegen der Sendungsverfolgung (Urk. 7
/G019/3
) am
3.
August 2020
nicht erfolgt sei. Erst als er bei einer Kontrolle seines Kontostandes einen Zahlungseingang von der Beschwerdegegnerin in der Höhe von Fr. 14'820.-- festgestellt habe, habe er sich am 1
1.
September 2020 mit der Frage, was es mit diesem Betrag und der Über
wei
sung auf sich habe, an die Beschwerdegegnerin gewandt und bei dieser Gelegenheit erstmals erfahren, dass die Beschwerdegegnerin am 3
0.
Juli 2020 eine Verfügung erlassen und an ihn verschickt habe
. Weiter hätte er zu diesem Zeitpunkt,
als die
Einsprachefrist
gegen
die Verfügung vom 3
0.
Jul
i 2020 noch nicht abgelaufen gewesen sei
, keinen Grund
ge
habt, zu behaupten, dass er die Verfügung nicht erhalten habe
(
vgl. E. 2.2
)
.
Daraus kann der Beschwerdeführer nichts zu seinen Gunsten ableiten. Vielmehr ist damit
davon auszugehen
, dass er spätestens am 1
1.
September 2020 - und damit innert nützlicher Frist - Kenntnis von der Postsendung mit der Verfügung vom 3
0.
Juli 2020 erlangte.
Aus
führungen, welche konkrete Anzeichen für einen Zustellungs
fehler nahelegen oder gar nur vermuten lassen, machte der Beschwer
de
führer keine
und Anhalts
punkte, dass es zu einer fehlerhaften Zustellung ge
kom
men sein könnte, sind auch nicht er
sichtlich. So adressierte die Beschwer
de
gegnerin die
Verfügung
vom
30. Juli 2020 (Urk.
7/
G019
) an die aktuelle Adresse des Beschwerdeführers, an welche
sowohl das Schreiben vom
3.
September 2020 (Urk. 7/G023) als auch der Begleitbrief vom 15. September 2020 (
Urk.
7/G020) im Rahmen der erneuten Zustellung der Verfügung
erfolgreich zugestellt werden konnte
n
und welche der Beschwerde
führer selber in seiner Einsprache als Adresse angegeben hatte (vgl.
Urk.
7/
J00
1).
Der Beschwerdeführer bestritt damit die gemä
ss der Sendungsverfolgung
(Urk. 7/G019/3) erfolgte Zustellung der Verfügung vom 3
0.
Juli
2020 (Urk
. 7/G019
) lediglich in allgemeiner Weise, ohne konkrete Anzeichen für einen Zustellungsfehler der Post vorzubringen. Dies reicht jedoch nicht aus, um aufzu
zeigen, dass die vermutete Zustellung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
nicht erfolgt
war
(vgl. vorstehend E. 3.3).
E
s ist demnach davon auszugehen, dass die
Verfügung vom 3
0.
Juli 2020
am
Montag,
3.
August
2020, an die aktuelle Adresse des Beschwerdeführers
rechtsgenüglich
zugestellt werden konnte.
In
folge
dessen hätte eine Einsprache
unter Berücksichtigung
Fristenstillstandes vom 1
5.
Juli
bis und mit dem 1
5.
August 2020
spätestens am Montag,
1
4.
September
2020, der Beschwerdegegnerin eingereicht oder zu deren Händen der Schweize
risch
en Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Ver
tretung übergeben werden müssen (vgl. E.
1.3
). Dies ist unbestrittenermassen je
doch nicht geschehen (vgl.
Urk.
1). Der Beschwerdeführer hat sich vielmehr erst mit Schreiben vom
2
3.
September
2020 (
Urk.
7/J001
) an die Beschwerdegegnerin gewa
ndt
und dies obschon er jedenfalls spätestens im Rahmen des Telefon
ge
sprächs vom 11. September 2020, mithin vor Ablauf der
Einsprachefrist
, Kenntnis von der Verfügung vom 30. Juli 2020 erhalten hatte. Diese wurde ihm zudem gleichentags per E-Mail zugesandt (Urk. 7/G021). Zwar lässt der Beschwer
de
führer in der Beschwerde offen, ob ihm die E-Mail zugegangen sei (Urk. 1 S. 5), was aber als Schutzbehauptung zu werten ist, da aus der E-Mail hervorgeht, dass diese auf seinen Wunsch hin erging. Hätte er diese nicht erhalten, wäre zu erwarten gewesen, dass er sich nach deren Verbleib erkundigt hätte. Da, wie aus
geführt, die Zustellung der Verfügung vom 30. Juli 2020 bereits mit der Zu
stel
lung per A-Post Plus rechtsgültig erfolgt war, kam der nochmaligen Zustel
lung bloss, aber immerhin einzig informativen Charakter zu. Gleichwohl reagierte der Beschwerdeführer nicht innert der gebotenen Frist.
Die
erst
am 23. September 2020 erhobene Einsprache (Urk. 7/J001) gegen die Verfügung vom 30.
Juli 2020 (Urk. 7/G019) war
verspätet
. Entschuldbare Gründe für die Verspätung legte Be
schwerdeführer nicht dar (Urk. 1), noch sind solche ersichtlich, womit auch kein
Grund für eine Wiederherstellung der Frist im Sinne von Art. 41 ATSG
besteht. Die Beschwerdegegnerin trat somit zu Recht nicht auf die Einsprache ein.
3.5
Der angefochtene
Einspracheentscheid
(
Urk.
2) erweist sich demnach als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
4.
Das Verfahren ist kostenlos.