Decision ID: 47873941-b8f8-5202-9060-a4295858d182
Year: 2014
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Adrian Koller, Landstrasse 4, 9606 Bütschwil,
gegen
Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach
4358, 6002 Luzern,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
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Invalidenrente
Sachverhalt:
A.
A.a A._ (nachfolgend: Versicherter) war seit dem 1. August 2007 bei der B._
GmbH als Sprinklermonteur angestellt und dadurch bei der Suva obligatorisch gegen
die Folgen von Unfällen versichert, als ihm am 13. September 2010 bei der Installation
einer Sprinkleranlage ein Sanitärrohr auf den rechten Oberarm bzw. die rechte Schulter
fiel (Suva-act. 1). Bei den Diagnosen eines Impingement, einer
Supraspinatussehnenruptur sowie einer Acromioclavicular- (AC-) Arthrose rechts
unterzog sich der Versicherte am 9. Dezember 2010 bei Dr. med. C._, Spezialarzt
Orthopädische Chirurgie FMH, Sportmedizin (SGSM), einem operativen Eingriff mit
einer Acromioplastik, Bursektomie, partiellen Rotatorenmanschettenrekonstruktion und
einer Naht des Pulley (Suva-act. 10, 13, 53). Die Suva erbrachte für den Unfall vom 13.
September 2010 die gesetzlichen Leistungen (Heilkosten- und Taggeldleistungen;
Suva-act. 16 ff.).
A.b Infolge einer fortdauernden, postoperativen Bewegungseinschränkung und
Kraftminderung sowie ruhe- und belastungsabhängigen Schmerzen im Bereich der
rechten Schulter (Suva-act. 31, 33, 37, 39) wurde der Versicherte auf Zuweisung von
Dr. C._ am 16. Mai 2011 in der Orthopädie der Uniklinik Balgrist untersucht. Die Ärzte
diagnostizierten Restbeschwerden im Bereich der rechten Schulter mit Verdacht auf
eine Tendinopathie der langen Bizepssehne sowie fraglicher Reruptur der
rekonstruierten Supraspinatussehne bei Status nach offener Acromioplastik bei
Bursektomie, Supraspinatus-Rekonstruktion sowie Debridement und Pulley-Naht am 9.
Dezember 2010 (Suva-act. 43). Das am 30. Mai 2011 im D._ Center zur
Diagnosefindung veranlasste MRI der rechten Schulter brachte zwar keine
höhergradige Reruptur der Supraspinatussehne hervor, zeigte jedoch einen Status
nach Partialruptur der Subscapularissehne mit leichter Muskelatrophie sowie eine
Tendinose/niedergradige Partialruptur der langen Bicepssehne proximal (Suva-act. 42).
Nach Abschluss der ärztlichen Kontrollen und Physiotherapiebehandlungen sowie dem
Entscheid gegen einen weiteren operativen Eingriff (Bizepstenotomie), bei einer jedoch
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weiterhin bestehenden Beweglichkeitseinschränkung und Schmerzproblematik (Suva-
act. 48, 50 f.) erfolgte am 21. Dezember 2011 eine kreisärztliche
Abschlussuntersuchung durch Dr. med. E._ zur Frage eines allfälligen
Integritätsschadens und Erstellung eines Zumutbarkeitsprofils. Dr. E._ hielt im
gleichentags erstellten Untersuchungsbericht fest, dass betreffend die rechte Schulter
noch Unfallfolgen in Form einer verbliebenen Bewegungseinschränkung mit
Schmerzsymptomatik und Kraftminderung vorlägen. Die bisherige Tätigkeit als Monteur
sei dem Versicherten nicht mehr zuzumuten. Hingegen seien ihm leichte bis
mittelschwere Tätigkeiten bis Brusthöhe ohne repetitive ausschweifende Bewegungen
des rechten Arms, ohne Überkopfarbeiten sowie ohne Bewegungen, welche schnellen
Krafteinsatz erforderten, vollschichtig zumutbar. Der Unfallschaden bezüglich der
rechten Schulter sei als Endzustand anzusehen und erheblich. Dem Versicherten sei
somit eine Integritätsentschädigung geschuldet (Suva-act. 57). In seiner Beurteilung
vom 22. Dezember 2011 legte Dr. E._ den Integritätsschaden für die unfallbedingte
Beeinträchtigung der rechten Schulter auf 15% fest (Suva-act. 58).
A.c Per 1. Februar 2012 wurde der Versicherte pensioniert (vgl. Suva-act. 55).
A.d Mit Verfügung vom 19. März 2012 sprach die Suva dem Versicherten aufgrund der
kreisärztlichen Beurteilung für den Unfall vom 13. September 2010 eine
Integritätsentschädigung basierend auf einem Integritätsschaden von 15% zu, stellte
die Taggeld- sowie sinngemäss auch die Heilbehandlungsleistungen per 31. Januar
2012 ein und lehnte eine Berentung ab (Suva-act. 63).
A.e Mit Einsprache vom 2. Mai 2012 beantragte der Rechtsvertreter des Versicherten,
Rechtsanwalt lic. iur. A. Koller, Bütschwil, die Aufhebung der Verfügung vom 19. März
2012, die Bestimmung des Invaliditätsgrads und die Zusprache einer dem
Invaliditätsgrad entsprechenden Rente ab 1. Februar 2012. Rechtsanwalt Koller
bemängelte, die Suva habe bei der Prüfung des Rentenanspruchs die Abklärung der
massgebenden erwerblichen Auswirkungen mit der unzulässigen Begründung
unterlassen, dass der Versicherte ab 1. Februar 2012 pensioniert sei. Die Suva habe
das Valideneinkommen sowie das dem Versicherten zumutbare Invalideneinkommen
abzuklären und ins Verhältnis zu setzen (Suva-act. 65).
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A.f Nach Einholung von Lohnangaben der Arbeitgeberin des Versicherten (Suva-
act. 69) und Beizug der Dokumentation über Arbeitsplätze (sogenannte DAP; Suva-act.
79) widerrief die Suva mit Verfügung vom 17. Mai 2013 die Verfügung vom 19. März
2012 und lehnte basierend auf einem Valideneinkommen 2012 von Fr. 50'000.-- oder
bestenfalls Fr. 52'000.-- und einem Invalideneinkommen 2012 von Fr. 55'223.-- einen
Rentenanspruch ab. Die Suva bestätigte sodann den Anspruch auf eine
Integritätsentschädigung von Fr. 18'900.-- basierend auf einem Integritätsschaden von
15%, indem sie festhielt, dass die Integritätsentschädigung bereits mit der Verfügung
vom 19. März 2012 ausgerichtet worden sei (Suva-act. 80).
B.
Die am 18. Juni 2013 gegen diese Verfügung erhobene Einsprache (Suva-act. 82) wies
die Suva mit Einspracheentscheid vom 16. August 2013 ab (Suva-act. 88).
C.
C.a Gegen diesen Einspracheentscheid liess der Versicherte durch seinen
Rechtsvertreter am 6. September 2013 Beschwerde erheben mit dem Antrag, die
Verfügung der Suva vom 17. Mai 2013 sowie der Einspracheentscheid vom 16. August
2013 seien aufzuheben, es sei der Invaliditätsgrad des Beschwerdeführers zu
bestimmen, mindestens aber bei 15% festzulegen, und es sei ihm eine dem
Invaliditätsgrad entsprechende Rente ab 1. Februar 2012 zuzusprechen. Eventuell sei
die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen, unter Kosten- und
Entschädigungsfolge (act. G 1).
C.b Mit Beschwerdeantwort vom 30. Oktober 2013 beantragte die
Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde und Bestätigung des
Einspracheentscheids vom 16. August 2013 (act. G 5).
C.c Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers verzichtete auf eine Replik (vgl. act. G
7).
C.d Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften und die Ausführungen in
den medizinischen Akten wird, soweit entscheidnotwendig, in den nachfolgenden
Erwägungen eingegangen.
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Erwägungen:
1.
Streitig sind die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers, die Höhe des
zumutbarerweise noch erzielbaren Invalideneinkommens und somit der
Invaliditätsgrad. Unangefochten geblieben ist dagegen bereits im Einspracheverfahren
die Einstellung der Taggeld- sowie sinngemäss auch der Heilbehandlungsleistungen
und damit die Vornahme des sogenannten "Fallabschlusses" gemäss Art. 19 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG, SR 832.20; A. Rumo-Jungo/A.
P. Holzer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht,
Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2012, S. 143 ff.)
sowie der auf 15% festgesetzte Integritätsschaden und die entsprechende
Entschädigung. Die Beschwerdegegnerin legte im angefochtenen Einspracheentscheid
(Suva-act. 88, Erwägung 1) die rechtlichen Grundlagen des Anspruchs auf eine
Invalidenrente und deren Bemessung - Bestimmung der Invalidität durch
Einkommensvergleich - zutreffend dar; darauf kann verwiesen werden.
2.
2.1 Grundlage der Ermittlung des Invalideneinkommens bildet die Arbeitsfähigkeit
bzw. Arbeitsunfähigkeit. Gemäss Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil
des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 831.1) ist Arbeitsunfähigkeit die durch eine
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte,
volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare
Arbeit zu leisten (Abs. 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem
anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Abs. 2). Um das Ausmass der
Arbeitsunfähigkeit beurteilen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das
Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere
Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es,
den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem
Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist
(BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen).
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2.2 Nach dem im Sozialversicherungsrecht geltenden Untersuchungsgrundsatz hat
die Behörde den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen abzuklären, ohne
dabei an die Anträge der Parteien gebunden zu sein. Sie hat deshalb aus eigener
Initiative vorzugehen und darf Parteivorbringen nicht mit der Begründung abtun, diese
seien nicht belegt worden (U. Kieser, ATSG-Kommentar, 2. Aufl. 2009, N 9 zu Art. 43
ATSG; A. Rumo-Jungo, Rechtsprechung des Bundesgerichts im
Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 3. Aufl. 2003, S.
348; B. Kupfer Bucher, Das nichtstreitige Verwaltungsverfahren nach dem ATSG und
seine Auswirkungen auf das AVIG, Diss. Freiburg 2006, S. 117). Die
Untersuchungspflicht dauert gemäss Urteil des Bundesgerichts 9C_288/2008 vom 16.
Mai 2008, E. 2, so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs
erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (vgl. auch BGE 132 V 368 E. 5
S. 374). Zur Klärung des rechtserheblichen Sachverhalts sind (weitere)
Abklärungsmassnahmen vorzunehmen oder zu veranlassen, wenn dazu auf Grund der
Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebender Anhaltspunkte
hinreichender Anlass besteht, wobei alle Tatsachen rechtserheblich sind, von deren
Vorliegen es abhängt, ob über den streitigen Anspruch so oder anders zu entscheiden
ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts [bis 31. Dezember 2006 Eidgenössisches
Versicherungsgericht, EVG] vom 25. Juni 2007, I 110/07, E. 4.2.2, mit Hinweisen; BGE
117 V 282 E. 4a S. 282 f.).
2.3 Zu prüfen ist vorab, ob die medizinische Aktenlage eine Beurteilung der
Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers erlaubt, von der mit dem im
Sozialversicherungsrecht geltenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit
(Th. Locher, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 3. Aufl. Bern 2003, S. 451 f.)
anzunehmen ist, sie treffe zu. In medizinischer Hinsicht stützte sich die
Beschwerdegegnerin im angefochtenen Einspracheentscheid vom 16. August 2013
(Suva-act. 88) auf den Abschlussbericht von Kreisarzt Dr. E._ vom 21. Dezember
2011 (Suva-act. 57). Eine Beweisregel, wonach eine Arbeitsfähigkeitsbeurteilung nicht
auf einer einzigen ärztlichen Arbeitsfähigkeitsschätzung basieren dürfte, gibt es nicht.
Selbstverständlich muss diese jedoch den in der nachfolgenden Erwägung 2.4
dargelegten, höchstrichterlichen Beweisanforderungen genügen.
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2.4 Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch
die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der
Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen
Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und
ob die Schlussfolgerungen der Fachperson begründet sind. Ausschlaggebend für den
Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich weder die Herkunft eines
Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen
Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweis).
Beweiswert kann auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und
Ärztinnen zukommen, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit
bestehen. Der Umstand allein, dass der befragte Arzt in einem Anstellungsverhältnis
zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und damit
auf Befangenheit schliessen. Es müssen vielmehr besondere Umstände vorliegen,
welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet
erscheinen lassen. Allerdings ist an die Unparteilichkeit des Gutachters im Hinblick auf
die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im Sozialversicherungsrecht
zukommt, ein strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 353 f. E. 3b/ee). Erachtet das
Sozialversicherungsgericht die rechtserheblichen tatsächlichen Entscheidgrundlagen
bei pflichtgemässer Beweiswürdigung als schlüssig, darf es den Prozess ohne
Weiterungen - insbesondere ohne Anordnung eines Gerichtsgutachtens - abschliessen.
Ergänzende Abklärungen sind vorzunehmen, sobald auch nur geringe Zweifel an der
Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit versicherungsinterner ärztlicher Feststellungen
bestehen (BGE 135 V 468 E. 3, 469 E. 4.4; RKUV 1997 Nr. U 281 S. 281 f. E. 1a). Art. 6
Ziff. 1 EMRK gibt keinen formellen Anspruch auf eine versicherungsexterne
Begutachtung, wenn Leistungsansprüche streitig sind. Die Beschwerdegegnerin
formuliert somit im angefochtenen Einspracheentscheid zutreffend, dass eine
kreisärztliche Beurteilung nicht ohne Weiteres als neutral, aber auch nicht ohne
Weiteres als nicht neutral bezeichnet werden kann. Wie vom Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers geltend gemacht (act. G 1), hat der Beschwerdeführer Anspruch
auf eine neutrale und unabhängige Beurteilung, welche Tätigkeiten ihm angesichts
seiner gesundheitlichen Einschränkungen noch zumutbar sind, doch kann eine solche
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angesichts der obigen Darlegungen eben auch in einer versicherungsinternen
Beurteilung durch einen Kreisarzt der Suva gesehen werden.
2.5
2.5.1 In der kreisärztlichen Beurteilung von Dr. E._ vom 21. Dezember 2011
(Suva-act. 57) sind sämtliche medizinischen Vorakten mit den Ergebnissen der
persönlichen Untersuchungen des Beschwerdeführers lückenlos angeführt. Zusätzlich
wurde der Beschwerdeführer - obwohl bei genügenden Unterlagen von persönlichen
Untersuchungen auch eine reine Aktenbeurteilung nicht an sich unzulässig wäre (in
RKUV 1988 Nr. U 56 S. 366 publ. E. 5b von BGE 114 V 109; Urteile des
Bundesgerichts vom 1. Februar 2010, 8C_792/2009, E. 5, und 26. Januar 2010,
8C_833/2009, E. 5.1) - von Dr. E._ persönlich im Bereich der massgebenden
Körperbereiche (HWS, rechte Schulter bzw. rechtes Schultergelenk, Oberarm,
Ellbogengelenk, Handgelenk, Mittelhand) untersucht. Dabei konnte die vom
Beschwerdeführer subjektiv beschriebene gesundheitliche Situation seiner rechten
Schulter bzw. seines rechten Arms objektiviert bzw. als plausibel und nachvollziehbar
bezeichnet werden. So hielt Dr. E._ fest, dass objektiv die Beweglichkeit der rechten
Schulter hinsichtlich Innenrotation, Abduktion und Anteversion deutlich eingeschränkt
sei. Nacken- und Schürzengriff seien mit dem rechten Arm nur eingeschränkt
durchführbar. Das Heben des rechten Arms sei knapp über die Horizontale aktiv
durchführbar. Untersuchungsmässig zeige sich eine Kraftminderung im Bereich der
rechten oberen Extremität, welche durch die Kraftmessungen dokumentiert sei. Auch
anlässlich früherer Untersuchungen - vor, aber auch nach der Operation vom 9.
Dezember 2010 (Suva-act. 53) - durch den Hausarzt des Beschwerdeführers, Dr. med.
F._, FMH Allgemeine Medizin Dr. C._ und die untersuchenden Ärzte der
Universitätsklinik Balgrist sowie gegenüber der Beschwerdegegnerin hatte der
Beschwerdeführer über ruhe- und belastungsabhängige Schmerzen,
Beweglichkeitseinschränkungen und eine Kraftminderung geklagt, welche sich im
Rahmen der jeweiligen klinischen Untersuchungen bestätigten (Suva-act. 10, 13, 31,
33, 37, 39, 43, 55). Indem somit zwischen den objektiven Befunden und den subjektiv
geklagten Beschwerden ohne auszumachende Widersprüche Einheitlichkeit besteht, ist
die Berücksichtigung der vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden im Rahmen
der Zumutbarkeitsbeurteilung durch den Kreisarzt gewährleistet.
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2.5.2 Seitens der Parteien ist unbestritten, dass dem Beschwerdeführer in
Anbetracht seiner Beschwerden in der rechten Schulter bzw. dem rechten Arm eine
Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Monteur nicht mehr zuzumuten ist.
Demzufolge definierte Dr. E._ eine der Behinderung angepasste Tätigkeit, wonach
dem Beschwerdeführer leichte bis mittelschwere Tätigkeiten bis Brusthöhe ohne
repetitive ausschweifende Bewegungen des rechten Arms, ohne Überkopfarbeiten
sowie ohne Bewegungen, welche schnellen Krafteinsatz erforderten, vollschichtig
zuzumuten seien. Die Definition erscheint ohne Weiteres schlüssig, indem die einzelnen
Einschränkungen vollumfänglich den objektiven Befunden und subjektiven Klagen des
Beschwerdeführers entsprechen, und bleibt von dessen Rechtsvertreter grundsätzlich
auch unbestritten. Bestritten wird jedoch der Arbeitsfähigkeitsgrad, d.h. die
Zumutbarkeit der angepassten Tätigkeit im Umfang von 100%. Allgemein gilt es zu
beachten, dass gesundheitlichen Störungen nicht nur mittels eines eingeschränkten
Arbeitsfähigkeitsgrades, sondern insbesondere auch in Form einer angepassten
Tätigkeit, Rechnung getragen werden kann. Dr. E._ ist denn auch durchaus der
Auffassung, dass die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers eingeschränkt ist, indem
er ihm nur noch eine Tätigkeit mit qualitativen Einschränkungen zumutet. Eine
zusätzliche Einschränkung im Umfang, also in quantitativer Hinsicht, erachtet er
offensichtlich nicht für notwendig. Konkrete Anhaltspunkte dafür, dass diese Annahme
unrichtig wäre, sind aus den Akten nicht ersichtlich. Der Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers stellt in der Beschwerde vom 6. September 2013 (act. G 1)
zutreffend fest, dass sich die von Dr. F._ und Dr. C._ in ihren ärztlichen Berichten
(vgl. Suva-act. 13, 33, 48), aber auch diejenige von den Ärzten der Uniklinik Balgrist
(Suva-act. 43) attestierte 100%ige Arbeitsunfähigkeit auf die angestammte Tätigkeit
bezieht. Dass aufgrund der von den vorgenannten Ärzten gestellten Diagnosen davon
auszugehen ist, dass auch bei adaptierten Tätigkeiten eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit
besteht, ist in keiner Weise nachvollziehbar. Die vorliegenden Statusdiagnosen
beschreiben lediglich einen Zustand nach einer Rotatorenmanschettenruptur rechts
sowie nach einer Acromionplastik, Bursektomie, partieller
Rotatorenmanschettenrekonstruktion und Pulley-Naht am 9. Dezember 2010, lassen
diesen bzw. dessen konkrete Auswirkungen aber letztlich undefiniert. Der konkrete, für
die Arbeitsfähigkeitsschätzung massgebende Zustand bzw. die tatsächlichen
Unfallrestfolgen sind den objektiven Befunden sowie den subjektiven Klagen zu
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entnehmen. Ihnen wurde, wie dargelegt, in der kreisärztlichen
Zumutbarkeitsbeurteilung vollumfänglich Rechnung getragen.
2.5.3 Es besteht kein Anlass für eine weitere Begutachtung oder Nachfrage bei
den behandelnden Ärzten, inwieweit die Arbeitsfähigkeit nach deren Auffassung in
einer adaptierten Tätigkeit für den Beschwerdeführer noch gegeben sei. Ausserdem
lässt die Erfahrungstatsache, dass behandelnde Ärzte aufgrund ihrer engen,
therapeutisch ausgerichteten Beziehung zum Patienten dazu neigen, die oftmals
pessimistische Selbsteinschätzung zu übernehmen und deshalb insbesondere bei der
Arbeitsfähigkeitsschätzung ebenfalls pessimistisch zu sein, keine gegenüber der
kreisärztlichen Beurteilung beweismässig zu bevorzugende Arbeitsfähigkeitsschätzung
erwarten. Die Kreisärzte der Suva sind nach ihrer Funktion und beruflichen Stellung
Fachärzte im Bereich der Unfallmedizin. Da sie als solche Unfallpatienten,
unfallähnliche Körperschädigungen und Berufskrankheiten diagnostisch beurteilen und
therapeutisch begleiten, verfügen sie über einschlägige traumatologische Kenntnisse
und Erfahrungen, womit ihnen eine spezialärztliche Stellung zukommt (Urteil des
Bundesgerichts vom 3. Oktober 2008, 8C_510/2007, E. 7.5.4). Die Schlüssigkeit einer
ärztlichen Beurteilung kann ausserdem nicht nur dann bejaht werden, wenn sie in einer
anderen ärztlichen Stellungnahme ihre Bestätigung findet. Die Beurteilung von Dr.
E._ wurde in Kenntnis der Vorakten abgegeben, basiert auf eingehenden
medizinischen Untersuchungen, ist schlüssig begründet und ohne Weiteres
nachvollziehbar. Der medizinische Sachverhalt erscheint mit ihr klar und vollständig
untersucht, womit in antizipierter Beweiswürdigung auf das Einholen eines weiteren
Gutachtens zu verzichten ist (vgl. BGE 124 V 90 E. 4b). Auszugehen ist somit im
Folgenden von einer von Dr. E._ auf 100% geschätzten Arbeitsfähigkeit in der von
ihm definierten angepassten Tätigkeit.
3.
3.1 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung
primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte
Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei
der - kumulativ - besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen
ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft,
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und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und
nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als
Invalidenlohn. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben,
namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine
oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat,
so können nach der Rechtsprechung entweder Tabellenlöhne gemäss den vom
Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE)
oder die Zahlen der Dokumentation von Arbeitsplätzen (DAP) der Suva herangezogen
werden (BGE 129 V 475 E. 4.2.1;
Urteil des Bundesgerichts vom 27. Juli 2010, 8C_790/2009, E. 4.1). In jenen Fällen, in
denen die DAP-Profile zulässig sind, darf und soll die Suva auf die DAP abstellen (Urteil
des Bundesgerichts vom 27. Juli 2010, 8C_790/2009, E. 4.3).
3.2 Die Beschwerdegegnerin legte das Invalideneinkommen gestützt auf DAP-Zahlen,
d.h. die Arbeitsplätze Nr. 3230, 3911, 10155, 8194 und 8483 (Suva-act. 79), mit Fr.
55'222.60 (Durchschnitt der Durchschnittswerte) fest. Im Hinblick auf die geforderte
Repräsentativität der DAP-Profile und der daraus abgeleiteten Lohnangaben hat die
Beschwerdegegnerin nach der Rechtsprechung, zusätzlich zur Auflage von mindestens
fünf DAP-Blättern, Angaben zu machen über die Gesamtzahl der aufgrund der
gegebenen Behinderung in Frage kommenden dokumentierten Arbeitsplätze, über den
Höchst- und den Tiefstlohn sowie über den Durchschnittslohn der dem jeweils
verwendeten Behinderungsprofil entsprechenden Gruppe. Im Beschwerdeverfahren ist
es Sache des angerufenen Gerichts, die Rechtskonformität der DAP-
Invaliditätsbemessung zu prüfen, gegebenenfalls die Sache an den Versicherer
zurückzuweisen oder an Stelle des DAP-Lohnvergleichs einen Tabellenlohnvergleich
gestützt auf die LSE vorzunehmen (Urteil des EVG vom 28. August 2003, U 35/00, E.
4.2.2). Konkret liegen die erforderlichen Angaben vor (Suva-act. 79). Der
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers erachtet jedoch die von der
Beschwerdegegnerin ausgewählten DAP-Arbeitsplätze insofern als nicht massgebend,
als die kreisärztliche Beurteilung nicht ausreiche, um die dem Beschwerdeführer noch
zumutbaren Tätigkeiten festzulegen. Wie in Erwägung 2.5 dargelegt, kommt sowohl der
kreisärztlichen Definition der noch zumutbaren Tätigkeiten als auch dem kreisärztlich
festgelegten Grad der Arbeitsfähigkeit voller Beweiswert zu, womit auf diese abgestellt
werden kann. Wie vom Rechtsvertreter des Beschwerdeführers geltend gemacht,
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erscheint hingegen fraglich, ob die von der Beschwerdegegnerin ausgewählten DAP-
Arbeitsplätze allesamt den kreisärztlich festgestellten, behinderungsbedingten
Einschränkungen des Beschwerdeführers angepasst sind. Während laut Dr. E._
repetitive ausschweifende Bewegungen des rechten Arms zu vermeiden sind, ist bei
den Verweisungstätigkeiten Nr. 10155 und 8194 bei einer täglichen Basisarbeitszeit
von 8 Stunden während 34 - 66% oder 3 bis rund 5 1⁄4 Stunden und damit "oft" eine
Rotation, beispielsweise entsprechend einem Kassierer in einem Warenhaus, gefordert.
Die Beanspruchung des Schultergelenks bzw. des Arms dürfte damit bei den in den
vorgenannten Arbeitsplatzdokumentationen enthaltenen Tätigkeiten massgeblich über
dem Zumutbaren liegen. Nähere Abklärungen der Zumutbarkeit der einzelnen
Arbeitsplätze erübrigen sich indessen, weil auch dann kein Rentenanspruch gegeben
ist, wenn auf die LSE abgestellt wird, wie nachfolgend zu zeigen ist.
3.3 Der Beschwerdeführer ist zwar auf leichte bis mittelschwere Hilfsarbeiten
beschränkt. Er wäre aber in der Lage, seine Restarbeitsfähigkeit in vielen Branchen -
sowohl im Sektor Produktion als auch im Sektor Dienstleistungen - zu verwerten.
Auszugehen ist deshalb vom allgemeinen Durchschnittslohn aller Branchen. Aus der
LSE 2010 TA1 (Privater Sektor) Anforderungsniveau 4 (einfache und repetitive
Tätigkeiten) ist für Männer ein Monatssalär von Fr. 4'901.-- ersichtlich. Angepasst an
die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit im Jahr 2012 von 41.7 Stunden (vgl.
Tabelle des Bundesamtes für Statistik; Betriebsübliche Arbeitszeit nach
Wirtschaftsabteilungen, Total [Fr. 4'901.-- : 40] x 41.7) und an die
Nominallohnentwicklung (2011: 1.0%; 2012: 0.8%) errechnet sich für das Jahr 2012 ein
monatliches Einkommen von Fr. 5'201.66 bzw. ein Jahreseinkommen von Fr. 62'420.--.
Der vom Rechtsvertreter des Beschwerdeführers geforderte Tabellenlohnabzug von
20% von diesem statistischen Wert erscheint aufgrund der konkreten Umstände zu
hoch. Beim Beschwerdeführer ist zwar zu berücksichtigen, dass er selbst im Rahmen
körperlich leichter bis mittelschwerer Hilfsarbeitertätigkeiten in seiner
Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist, was rechtsprechungsgemäss einen Abzug auf
dem Invalideneinkommen rechtfertigt (BGE 126 V 78 E. 5a/bb). Kein Abzug vom
Tabellenlohn rechtfertigt jedoch entgegen der Auffassung des Rechtsvertreters des
Beschwerdeführers das fortgeschrittene Alter. Er übersieht dabei Art. 28 Abs. 4 der
Verordnung über die Unfallversicherung (UVV, SR 832.202), wonach bei Versicherten,
die nach dem Unfall die Erwerbstätigkeit altershalber nicht mehr aufnehmen, oder bei
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denen sich das vorgerückte Alter erheblich als Ursache der Beeinträchtigung der
Erwerbsfähigkeit auswirkt, für die Bestimmung des Invaliditätsgrads die
Erwerbseinkommen massgebend sind, die ein Versicherter im mittleren Alter bei einer
entsprechenden Gesundheitsschädigung erzielen könnte (vgl. dazu BGE 122 V 418;
Urteil des Bundesgerichts vom 19. November 2009, 8C_449/2009, E. 4.1, und Urteil
des EVG vom 30. August 2005, U 122/05, E. 3.2.1, je mit Hinweisen). Der
Beschwerdeführer war im Zeitpunkt des Fallabschlusses (2011) 64 Jahre alt. Der
Beschwerdeführer erfüllt demnach den Tatbestand von Art. 28 Abs. 4 UVV. Diese
Regelung lässt insbesondere keine Berücksichtigung des Alters bei der Festsetzung
des Abzugs vom Tabellenlohn zu. Ausser Betracht fällt auch der behauptete Nachteil
der (fehlenden) Ausbildung, indem Hilfsarbeitertätigkeiten keine Berufsausbildung
erfordern. Insgesamt könnte damit - wie von der Beschwerdegegnerin eingeräumt -
höchstens ein 10%-iger Abzug als den Verhältnissen des Beschwerdeführers
angemessen betrachtet werden. Selbst bei einem Tabellenlohnabzug von 20% würde
jedoch ein Invaliditätsgrad von weniger als 10% resultieren (Art. 18 Abs. 1 UVG). So
ergäbe sich ein Invalideneinkommen von
Fr. 49'936.-- (Fr. 62'420.-- x 0.8) und in Gegenüberstellung zum unbestrittenen und in
den Akten belegten Valideneinkommen 2012 von Fr. 50'000.-- bzw. Fr. 52'000.-- (vgl.
Suva-act. 1, 67, 78) ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von 0.12% bzw. 4%.
4.
Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Bestätigung des
Einspracheentscheids vom 16. August 2013 abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu
erheben (Art. 61 lit. a ATSG).
Demgemäss hat das Versicherungsgericht im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39
VRP