Decision ID: 99a2343d-7598-4b2d-9211-9402755d5777
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1962, arbeitete vom
7.
Januar 2008 bis zum 30. September 2011 (letzter effektiver Arbeitstag:
1.
April 2011) als
Aussen
dienstmitarbeiter
bei der
Y._
AG (
Urk.
8/16/1-6).
Wegen einer psychischen Beeinträchtigung meldete er sich am
3.
Januar 2012 (Eingangsdatum) bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
8/3). Die
Sozial
versiche
rungsanstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle, holte die Arztberichte von
Dr.
med.
Z._
, Innere Medizin und Rheumatologie FMH, vom 2
3.
Januar 2012 (
Urk.
8/8/1-4; unter Beilage weiterer Arztberichte,
Urk.
8/8/5
-8), von Dr.
med.
A._
, Allgemeine Medizin FMH, vom
3.
Februar 2012 (
Urk.
8/12)
und
der
B._
vom 13. Februar 2012 (
Urk.
8/14)
sowie den Arbeitgeberbericht der
Y._
AG vom 1
4.
März 2012 (
Urk.
8/15)
ein.
Ausserdem zog die IV-Stelle die Akten der
Krankentag
geldversicherung
, der
„
Zürich
“
Versicherungs-Gesellschaft AG, bei (
Urk.
8/25/1-90). Sodann nahm sie Abklärungen über die beruflichen
Ein
gliederungsmög
lichkeiten
von
X._
vor und teilte ihm am 1. Oktober 2012 mit, sie übernehme die Kosten für ei
n Belastbarkeitstraining vom 1.
Oktober bis zum 3
1.
Dezember 2012 bei der
C._
(
Urk.
8/27).
In der Folge übernahm die IV-Stelle auch die Kosten für ein Auf
bautraining vom
1.
Januar bis zum 3
1.
März 2013, ebenfalls bei der
C._
(vgl. Mit
teilung vom 1
8.
Dezember 2012,
Urk.
8/40). Dieses Aufbau
training wurde bis zum 3
0.
September 2013 ver
längert (vgl. Mitteilung vom 3.
April 2013,
Urk.
8/51). Aufgrund eines anonymen Hinweises, wonach der
Versicherte seine Arbeitsunfähigkeit nur vortäusche und sich aber tatsächlich zusammen mit sei
ner Ehefrau dem Aufbau einer eigenen Reinigungsfirma widme (
Urk.
8/57)
,
liess die „Zürich“ eine Observation vornehmen. Die
Observationsberichte
stellte sie am
6.
Mai 2013 der IV-Stelle zu (Urk. 8/56, Urk.
8/58
,
Urk.
8/59,
Urk.
8/60
).
Am 2
7.
August 2013 erstellte die
C._
den Schlussbericht über das Auf
bautraining, welches wegen Verschlechte
rung der psychischen Stabilität des Versicherten per 3
0.
August 2013 unter
- bzw. abge
brochen wurde (Urk. 8/6
2
).
Deshalb hob die IV-Stelle die Kostengut
sprache für das Aufbautraining am 3
0.
August 2013 auf (
Urk.
8/64). Sie holte den Arztbericht von med.
pract
.
D._
vom 1
2.
Juli 2013 ein (
Urk.
8/67). Am
6.
Februar 2014 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, es werde eine polydisziplinäre medizinische Untersuchung (Allgemein/Innere Medizin, Rheumatologie, Neurologie, Psychi
atrie, Neuro
psychologie) durch
geführt (
Urk.
8/69). Dagegen erhob
X._
am 13.
Februar 2014 Einsprache (
Urk.
8/70), worauf die IV-Stelle ihn unter Hinweis auf seine Mitwirkungspflichten bei der Abklärung des Sachverhaltes auf
forderte, seine Bereitschaft zur Mitwirkung an der angeordneten Begut
ach
tung zu erklären. Dies
e
Bereitschaftserklärung gab der Versicherte am 24.
Februar 2014 ab (Urk.
8/73) und die MEDAS
E._
erstellte in der Folge das Gutachten vom
1
0.
September 2014 (
Urk.
8/81). Mit Vorbescheid vom 2
6.
September 2014 teilte die IV-Stelle
X._
mit, sein
Leistungsbegeh
ren
müsse abgewiesen werden, da bei ihm kein invaliden
versicherungsrechtlich relevanter
Gesund
heitsschaden
bestehe (Urk. 8/83).
Dagegen erhob der Versi
cherte am
9.
Oktober 2014 Einwand (
Urk.
8/84). Die IV-Stelle hielt jedoch an ihrer Beurteilung fest und wies den Leistungsanspruch mit Verfügung vom 5. November 2014 ab (
Urk.
2).
2.
Gegen diese Verfügung erhob
X._
durch Rechtsanwalt Jürg Maron am
8.
Dezember 2014 Beschwerde mit folgenden Anträgen (
Urk.
1 S. 2):
„
1.
Die angefochtene Verfügung vom
5.
November 2014 sei aufzuheben und dem Beschwerdeführer sei mit Wirkung ab
1.
April 2012 eine ganze Invali
denrente auszurichten.
2.
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der
Beschwerde
gegne
rin
.“
„Dem Beschwerdeführer sei die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren, und es sei Rechtsanwalt Jürg Maron als unentgeltlicher Vertreter zu ernennen.“
Die Beschwerdegegnerin ersuchte am
2.
Februar 2015 um Abweisung der Beschwerde (
Urk.
7), was dem Beschwerdeführer am
9.
Februar 2015 mitgeteilt wurde (
Urk.
11).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie kör
perliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen
Ge
sundheitsschadens
und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als rele
vant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Per
son bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des
Forderbaren
wird dabei weitgehend objektiv be
stimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Er
werbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychi
schen Beein
trächtigung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur so
weit zu einer Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (Art. 6 ATSG) sei der versi
cherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
1.3
Zur Annahme der Invalidität nach
Art.
8 ATSG ist – auch bei psychischen Erkran
kungen – in jedem Fall ein medizinisches Substrat unabdingbar, das (fach-)ärztlicherseits schlüssig festgestellt wird und nachgewiesenermassen die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Je stärker psychosozi
ale und soziokulturelle Faktoren wie beispielsweise Sorge um die Familie oder Zukunftsängste (etwa ein drohender finanzieller Notstand) im Einzelfall in den Vordergrund treten und das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss eine fachärztlich festgestellte psychische Störung von Krankheitswert vor
handen sein. Das bedeutet, dass das klinische Beschwerdebild nicht einzig in Beeinträchtigungen, welche von den belastenden soziokulturellen Faktoren herrühren, bestehen darf, sondern davon psychiatrisch zu unterscheidende Befunde zu umfassen hat, zum Beispiel eine von depressiven
Verstimmungszu
ständen
klar unterscheidbare andauernde Depression im fachmedizinischen Sinne oder einen damit vergleichbaren psychischen Leidenszustand. Solche von der soziokulturellen Belastungssituation zu unterscheidende und in diesem Sinne verselbständigte psychische Störungen mit Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit sind unabdingbar, damit überhaupt von Invali
dität gesprochen werden kann. Wo die begutachtende Person dagegen im Wesentlichen nur Befunde erhebt, welche in den psychosozialen und soziokul
turellen Umständen ihre hinreichende Erklärung finden, gleichsam in ihnen aufgehen, ist kein invalidisierender psychischer Gesundheitsschaden gegeben
(BGE 127 V 294 E. 5a; Urteil des Bundesgerichts 8C_730/2008 vom 23. März 2009 E. 2).
Wenn und soweit psychosoziale und soziokulturelle Faktoren zu einer eigentli
chen Beeinträchtigung der psychischen Integrität führen, indem sie einen ver
selbständigten Gesundheitsschaden aufrechterhalten oder den Wirkungsgrad seiner – unabhängig von den invaliditätsfremden Elementen bestehenden – Folgen verschlimmern, können sie sich mittelbar invaliditätsbegründend aus
wirken (Urteil des Bundesgerichts 9C_537/2011 vom 2
8.
Juni 2012 E. 3.2 mit Hinweisen).
1.4
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.5
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
1.6
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustel
len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beur
teilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Be
richte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzu
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These
abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze ent
scheidend, ob es für die Beant
wortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt - was vor allem bei psychischen Fehlent
wicklungen nö
tig ist -, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer-Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversi
cherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutach
ten, 3. Aufl. 1994, S. 24 f.).
2.
2.1
Laut dem Arztbericht des Rheumatologen
Dr.
Z._
vom 2
3.
Januar 2012 (
Urk.
8/8/1-4) besteht beim Beschwerdeführer ein
lumbospondylogenes
bis
radi
kuläres
Syndrom bei
recessaler
Diskushernie L5/S1 links. Aus rheumatolo
gi
scher Sicht liege keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit vor.
2.2
Gemäss dem Bericht des Hausarztes
Dr.
A._
vom
3.
Februar 2012 (
Urk.
8/12) liegen beim Beschwerdeführer mit Auswirkung auf di
e
Arbeitsfähigkeit eine mittelgradige depressive Episode (seit Anfang 2011) sowie ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein
lumbospondylogenes
Syndrom beidseits bei Status nach
radikulärem
Syndrom S1 links bei
recessaler
Diskushernie L5/S1 links vor. Anfang 2011 habe sich eine deutliche Depression entwickelt und der Beschwer
deführer werde seither psychiatrisch behandelt.
Er
sei seit dem
8.
April 2011
bis auf w
eiteres
zu 100
%
arbeitsunfähig, weitere me
dizinische Fragen seien aber der
behandelnden Spezialärzt
i
n zu ste
llen.
2.3
Laut dem Arztbericht der
B._
(
Dr.
med.
F._
)
vom 1
3.
Februar 2012 (
Urk.
8/14) besteht beim Beschwerdeführer eine mittelgradige bis schwere depressive Episode (ICD-10: F32.1). Der Beschwerdeführer sei seit dem 1
1.
Mai 2011 in ambulanter psychiatrischer Behandlung. Vor dem Hintergrund einer länger dauernden beruflichen Belastungssituation habe sei
t
Anfang 2011 eine zunehmende depressive Entwicklung eingesetzt. Nach einer ersten Besserung der Befindlichkeit sei es im Sommer 2011 auch im Zusammenhang mit der Kündigung des Arbeitsverhältnisses per Ende September 2011 zu einer ver
mehrten psychischen
Labilisierung
gekommen. Zudem sei der Beschwerdeführer durch einen lumbalen Bandscheibenvorfall beeinträchtigt gewesen. Im weiteren Verlauf sei es lediglich zu einer teilremittierten depressiven Symptomatik unter antidepressiver Medikation sowie stützenden Gesprächskontakten mit
ver
hal
tenstherapeutischen
Interventionen gekommen.
Insgesamt zeige sich vor dem Hintergrund der individuellen Belastungsfaktoren ein anhaltend instabiler psy
chischer Befund mit gedrückter Stimmung, Ängsten, Konzentrations
störungen, Grübeln, Antriebsverlust und Rückzugsneigung. Eine abschliessende prognosti
sche Einschätzung sei nur schwer möglich. Dem Beschwerdeführer sei vom 1
1.
Mai bis zum 3
1.
Dezember 2011 in der angestammten Tätigkeit als
Aussen
dienstmitarbeiter
eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
bescheinigt worden. Die im Vorfeld attestiert
e
Arbeitsunfähigkeit von 100
%
seit dem
8.
April 2011 scheine aus psychiatrischer Sicht gerechtfertigt. Insgesamt sei von einer an
haltend redu
zierten Belastbarkeit und verminderten Leistungsfähigkeit mit Einschränkungen bezüglich Arbeitspensum sowie Arbeitstempo auszugehen. Ab Januar 2012 bestehe in angepasster Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 50
%
. Wichtig erscheine ein ruhiges, wohlwollendes Arbeitsklima. Eine weitere Steigerung der Belastbarkeit sei gegenwärtig nicht absehbar.
2.4
2.4.1
Der Psychiater
D._
diagnostizierte im Bericht vom 1
2.
Juli 2013 (Urk. 8/6
7
) eine mittelgradige depressive Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10 F32.11) sowie eine Persönlichkeitsakzentuierung (ICD-10 Z73). Im Vor
dergrund st
ünden
die Behandlung der depressiven Symptomatik sowie die Ent
wicklung von
Copingstrategien
für den Umgang
mit der aktuellen Situation, deren Folgen und den daraus entstehenden psychosozialen Belastungsfaktoren. Grundsätzlich erscheine eine Teil- bzw. Vollremission möglich, wenn auch nicht klar sei, i
n welchem zeitlichen Rahmen und
Umfang. Der Beschwerde
führer sei in seiner Belastbarkeit, Anpassungsfähigkeit und Konzentrations
fähigkeit min
destens mittelgradig eingeschränkt.
Er sei bis auf weiteres zu 100
% arbeits
un
fähig. Die zukünftige Beurteilung sei massgeblich von der fami
liären Situation und den
damit verbundenen psychosozialen Belastungsfaktoren sowie der Mög
lichkeit, neue Verhaltensstrukturen zu implementieren, abhängig.
2.4.2
Im Bericht vom 1
9.
November 2014 (
Urk.
3/3) hielt Psychiater
D._
fest, der Beschwerdeführer nehme nachweislich die Medikation und auch unter einer suffizienten medikamentösen Therapie, Aktivierungstherapie/Arbeitstherapie (im Verlauf bei Überforderung gestoppt) sowie kognitiver Verhaltenstherapie habe nur eine Stabilisierung auf niedrigem Niveau, aber keine Arbeitsfähigkeit erreicht werden können. Es bestehe eine als chronisch zu bezeichnende
Per
sön
lichkeitspathologie
, welche einen krankheitsaufrechterhaltenden und
krank
heitsauslösenden
Faktor darstelle. Auch unter der intensivierten Therapie bestehe die Krankheit fort. Der Beschwerdeführer habe sich stets eingebracht und versucht, die an ihn gestellten Anforderungen zu erfüllen. Er sei bis auf weiteres nicht arbeitsfähig.
Die Bejahung der Überwindbarkeit der Krankheit sei mit der aktuell bestehenden wissenschaftlichen Meinung nicht in Einklang zu bringen.
2.5
Gemäss dem polydisziplinären (Allgemeine Innere Medizin, Rheumatologie, Neu
rologie, Psychiatrie und Neuropsychologie) Gutachten der MEDAS
E._
vom 1
0.
September 2014 (
Urk.
8/81) bestehen beim Beschwerdeführer
mit wesentlicher Einschränkung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit ein Verdacht auf depressive Entwicklung, deren Ausprägungsgrad und Intensität einer leich
ten bis mittelgradigen depressiven Episode (ICD-10 F32.0) entspricht, bei akzentuierten Persönlichkeitszügen (ICD-10 Z73.1) mit narzisstischen und
dependenten
Persönlichkeitsanteilen,
Efexor
-Serumspiegel weit über dem obe
ren Referenzbereich, mögliche Nebenwirkungen (Müdigkeit, leichter Tremor) und ein chronisch rezidivierendes
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom bei leichter Fehlstatik mit hochlumbal linkskonvexer Skoliose und bei
multiseg
mentalen
degenerativen Veränderungen mit
Osteochondrosen
L2/3, L3/4 und L4/5 sowie
Chondrose
L5/S1 und
Spondylarthrosen
L4-S1 und degenerativ bedingter segmentaler Geflügellockerung L4 gegenüber L5 sowie ohne wesent
li
che Einschränkung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit eine asymptomatische leichtgradig eingeschränkte Hüftgelenksbeweglichkeit links (
Differential
diag
no
se:
Femoroacetabuläres
Impingement
, latente
Coxarthrose
), Migräne, ca. 4 Mal pro Monat und Systolischer Klick (anamnestisch „Herzfehler, harmlos“ -Differentialdiagnose:
Mitralklappenprolaps
?).
Aktuell sei der Beschwerdeführer in der zuletzt ausgeübte
n
Tätigkeit als Aussendienstmitarbeiter nicht arbeitsfä
hig (Arbeitsfähigkeit 0
%
), dies aus psychiatrischen Gründen. Er könne wegen seiner Depression und der damit verbundenen eingeschränkten Affektivität nicht im Kundendienst mit häufigen Personenkontakten unter Zeitdruck tätig sein.
In einer Verweistätigkeit (Tätigkeit ohne Kundenkontakt) liege die Arbeits
fähigkeit deutlich höher und könnte sich auf dem Niveau von 50 % bewegen. Aktuell sei es aber nicht möglich, eine
n
Grad der Arbeitsfähigkeit festzulegen. Es müsse die psychiatrische Diagnostik zuerst besser gesichert, die Therapie adap
tiert und dann die Arbeitsfähigkeit neu beurteilt werden.
Durch medizini
sche Massnahmen könne die Arbeitsfähigkeit wahrscheinlich verbessert werden. Der Schwerpunkt der Einschränkungen liege ausschliesslich im psychiatrischen Bereich. Es sei eine stationäre Behandlung und Beurteilung in einer psychiatri
schen Klinik notwendig. Der Beschwerdeführer stehe seit 2 1⁄2 Jahren unter
Efexor
in Hochdosis, verspüre aber keine einschneidende Besserung, sondern es sei im Gegenteil nicht auszuschliessen, dass die beständige Müdig
keit/Erschöpfbarkeit und auch der leicht
e
Tremor Neben
wirkungen seien. Die
Efexor
-Dosis müsse deshalb reduziert werden.
Ausserdem werde eine professio
nell begleitete Wiedereingliederung in die freie Wirtschaft empfohlen, wogegen von einer nochmaligen Durchführung einer Eingliederung in einer
Abklärungs
stätte
abzusehen sei. Der Beschwerdeführer habe diverse berufliche Ressourcen wie EDV-Kenntnisse und Führungserfahrung, auf denen man aufbauen könne.
Der Beginn der Arbeitsunfähigkeit sei auf den
8.
April 2011 zu datieren, ab wel
chem Datum der Hausarzt dem Beschwerdeführer eine 100%ige Arbeitsun
fähig
keit attestiert habe. Bezüglich Arbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit könne laut psychiatrischer Einschätzung davon ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführer ab 2012 mindestens wieder zu 50
%
arbeitsfähig gewesen sei. Die Observationsunterlagen seien nicht dienlich. Der Beschwerdeführer sei im Zeitpunkt der Observation in den Eingliederungs
massnahmen der
Beschwerde
gegnerin
gestanden und habe entsprechend den dortigen Anforderungen 50
%
geleistet und Autofahrten von
G._
nach
H._
absolviert.
Die bei der Observation festgestellten Aktivitäten würden die dem Beschwerdeführer attes
tierten Möglichkeiten nicht überschreiten. Es habe nicht festgestellt werden können, dass der Beschwerdeführer während der Observation bei einer wirklich konsistenten Arbeitsleistung beobachtet worden sei, sondern nur bei kurz
fristi
gen Handlungen wie Einkaufen usw. Aus reiner Optik des Bewegungs
apparates sei der Beschwerdeführer denn auch arbeitsfähig und er erleide Einschränkun
gen ausschliesslich im psychiatrischen Bereich. Die Fähigkeit, Eingliederungs
massnahmen zu absolvieren
,
werde dem Beschwerde
führer weiterhin attestiert, eine schlüssige Beurteilung bezüglich Diagnose und Leistungsfähigkeit sei aber noch nicht möglich.
2.6
Laut dem Schlussbericht
über das Aufbautraining
der Arbeitsintegrationsstelle
C._
vom 2
7.
August 2013 (
Urk.
8/62) konnte der Beschwerdeführer am 9. April 2013 eine
n
externen Einsatz in einer Velowerkstatt mit 50%iger Prä
senz antreten. Der Umstand, dass
er
wieder auf dem allgemeinen Arbeits
markt habe tätig sein können, habe sich positiv auf seine Motivation und seinen Selbstwert ausgewirkt. Als problematisch habe sich erwiesen, dass sich der Beschwerdeführer an den arbeitsfreien Montagen selber eine Tagesstruktur habe geben müssen, da es ihm am Eigenantrieb gefehlt habe, weshalb er schliesslich trotz der Ruhetage auch am Montag gearbeitet habe. Es habe sich gezeigt, dass der Beschwerdeführer nach vier Stunden Arbeitszeit pro Tag sein
e
Belastungs
grenze erreicht habe, was sich vor allem in der Konzentrations
fähigkeit und der Frustrationstoleranz ausgewirkt habe. Dies habe im weiteren Verlauf nicht ver
bessert werden können. Generell habe durch den Beginn des externen Einsatzes zunächst eine positive, stabilisierende Wirkung auf die psychische Situation festgestellt werden können. Trotz der positiven Ablenkung durch die Arbeit sei der Beschwerdeführer nach Feierabend seinen negativen Gedanken (u.a. Exis
tenzängste, Versagensängste und Gefühle, bereits versagt zu haben) aus
gesetzt gewesen, die auch nachts zu Schlafschwierigkeiten geführt hätten.
Sehr erschwerend sei dazu gekommen, dass sich im privaten Umfeld Faktoren zuge
spitzt hätten (gesundheitliche Situation der Ehefrau, Problematik mit dem Sohn, Umzug aufgrund nicht mehr überwindbarer Nachbarschaftsstreitigkeiten), wel
che den Beschwerdeführer massiv belastet hätten. Der Beschwerdeführer habe auf keine Ressourcen zurückgreifen können, die ihm einen Umgang mit der realistischen Belastungssituation ermöglicht hätten.
Es sei zur Ver
schlechterung der psychischen Stabilität und somit zu erhöh
t
en Absenzen ge
kommen. Die psychische Dekompensation habe gezeigt, dass der Beschwerde
führer mit sich selbst durch die vorherrschenden Muster im Familiensystem noch nicht bereit sei, dem ersten Arbeitsmarkt Stand zu halten. Es w
ürden
deshalb ein Unterbruch der Integrationsmassnahmen und die Überprüfung des Rentenanspruches emp
fohlen.
3.
3.1
Die Beschwerdegegnerin begründet die angefochtene Verfügung damit, dass beim Beschwerdeführer aus versicherungsmedizinischer somatischer Sicht keine Einschränkung der angestammten Tätigkeit als Aussendienstmitarbeiter vor
liege. Es würden sodann keine psychiatrischen Diagnosen aufgeführt, welche nach geltender Rechtsprechung eine erhebliche und voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde Arbeitsunfähigkeit bewirken könnten (
Urk.
2).
3.2
Demgegenüber lässt der Beschwerdeführer geltend machen, er sei nicht damit einverstanden, dass die psychiatrischen Diagnosen einen Leistungsanspruch ausschliessen sollen. Es sei belegt, dass nach Ablauf des Wartejahres in der angestammten Tätigkeit keine Arbeitsfähigkeit bestehe und in einer zumutbaren Tätigkeit lediglich maximal ein 50%iges Pensum möglich sei. Es scheine laut Gutachten der MEDAS
E._
zwar möglich,
dass eine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit erreicht werden könne, aktuell sei die Arbeitsfähigkeit aber im attestierten Umfang eingeschränkt. Das zeige sich auch darin, dass der psy
chiatrische Experte eine stationäre Behandlung für notwendig halte. Wer sich in eine solche begeben müsse, sei
keinesfalls voll arbeitsfähig (
Urk.
1).
4.
4.1
Nach der Rechtsprechung sind die Aufgaben von Rechtsanwender und
Arzt
person
im Rahmen der Invaliditätsbemessung wie folgt verteilt: Sache des (begutachtenden) Mediziners ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und wenn nötig seine Entwicklung im Laufe der Zeit zu beschreiben, das heisst mit den Mitteln fachgerechter ärztlicher Untersuchung unter Berücksichtigung der subjektiven Beschwerden Befunde zu erheben und gestützt darauf die Diagnose zu stellen. Bei der Folgenabschätzung der erhobenen gesundheitlichen Beein
trächtigungen kommt der Arztperson hingegen keine abschliessende
Beur
tei
lungskompetenz
zu. Vielmehr nimmt die Arztperson zur Arbeitsunfähigkeit Stellung, das heisst, sie gibt eine Schätzung ab, welche sie aus ihrer Sicht so substanziell wie möglich begründet. Schliesslich sind die ärztlichen Angaben eine wichtige Grundlage für die juristische Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden können. Nötigenfalls sind, in Ergänzung der medizinischen Unterlagen, für die Ermittlung des erwerblich nutzbaren Leistungsvermögens die Fachpersonen der beruflichen Integration und Berufsberatung einzuschalten (BGE 140 V 193 E. 3.2 mit Hinweisen,
BGE 141 V 281
E. 5.2).
Weil die Arbeitsfähigkeit somit keine rein medizinische, sondern auch eine juristi
sche Frage ist, können sich Konstellationen ergeben, bei welchen von der im medizinischen Gutachten festgestellten Arbeitsunfähigkeit abzuweichen ist, ohne dass dieses seinen Beweiswert verlöre (Urteil des Bundesgerichtes 9C_651/2014 vom 2
3.
Dezember 2014 E. 5.1 mit Hinweisen).
4.2
Das Gutachten der
MEDAS
E._
vom
10. September 2014 (
Urk.
8/81
) äussert si
ch umfassend zu den
Beschwerden und deren Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit. Es basiert auf einer eingehenden
polydisziplinären
Unter
su
chung, berücksichtigt die vo
m
Beschwerdeführer geklagten Beschwerden und
erging in Kenn
tnis der medizinischen
Vorakten
.
Die Expertise
entspricht damit den rechtsprechungsgemässen Anforderungen an eine beweiskräftige medi
zini
sche
Entscheidgr
undlage
(vgl. E. 1.6
).
4.3
Bei Störungen im mittelgradigen depressiven Bereich ist die invalidisierende Wirkung besonders sorgfältig zu prüfen (Urteil des Bundesgerichts 9C_125/2015 vom 1
8.
November 2015 E. 7.2.1). Es darf nicht unbesehen darauf geschlossen werden, eine solche Störung vermöchte eine voraussichtlich bleibende oder län
gere Zeit dauernde (teilweise) Erwerbsunfähigkeit zu bewirken (Urteil des Bun
desgerichts 9C_484/2012 vom 2
6.
April 2013 E. 4.3.2.2). Psychische Störungen der hier interessierenden Art gelten nur als invalidisierend, wenn sie schwer und therapeutisch nicht (mehr)
angehbar
sind, was namentlich bei noch nicht lange
chronifizierten
Krankheitsgeschehen voraussetzt, dass keine therapeutische Option mehr und somit eine Behandlungsresistenz b
esteht (BGE 141 V 281
E.
4.3.1.2). An der bundesgerichtlichen Praxis, wonach leichte bis höchstens mit
telschwere Störungen aus dem depressiven Formenkreis in der Regel
therapier
bar
sind und invalidenversicherungsrechtlich zu keiner Einschränkung der Arbeitsfähigkeit führen, hat BGE 141 V 281 nichts geändert (9C_125/2015 E. 7.2.1).
4.4
Mit Blick auf diese Gegebenheiten kann vorliegend nicht von einer konsequen
ten Depressionstherapie, die auf eine Ausschöpfung der therapeutischen und medikamentösen Möglichkeiten und damit auf die Resistenz des Leidens schliessen liesse, ausgegangen werden.
Wie aus dem Gutachten der MEDAS
E._
hervorgeht, ist beim Beschwerdeführer die Durchführung einer stationären psychotherapeutischen Therapie erforderlich.
Es kommt hinzu, dass beim Beschwerdeführer als invaliditätsfremd zu klassifizierende psychosoziale Faktoren (vgl. E.1.3) eine
n
erheblichen Einfluss ausüben. So stand der Beschwerdeführer bereits schon während seines letzten Arbeitsverhältnisses unter
grossem
Druck,
weil er für den gleichen Lohn mehr Umsatz erzielen musste und er verstärkten Kontrollen durch die Arbeit
geberin unterworfen wurde. Nachdem er den neuen Arbeitsbedingungen nur widerwillig zugestimmt hatte, erlitt er schliesslich einen „Nervenzusammen
bruch“, wurde arbeitsunfähig und in der Folge von seiner Arbeitgeberin - für ihn unerwartet - entlassen (Urk. 8/81/16). Seither bestehen beim Beschwerde
führer erhebliche finanzielle Sorgen und der Umstand, dass er ohne
Erwerbs
einkommen
geblieben ist und schliesslich von der Sozialhilfe unterstützt werden musste, verursachen bei ihm Gefühle des Ver
sagens und des Scheiterns (Urk.
8/81/6).
Sodann
musste
der Beschwerdeführer zwischenzeitlich wegen eines
Nachbarschafts
konflikts
umzie
hen
und
ist
er
durch die familiäre Situation (Gesundheits
zustand der Ehefrau;
schwierige Lebenssituation des nach wie vor bei den Eltern lebenden, erwachse
ne
n Sohnes) erheblich belastet
.
4.5
Es ist folglich nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin zum Schluss gelangte, die beim Beschwerdeführer diagnostizierte mittelgradige depressive Episode sei kein invalidisierendes Leiden im Sinne der Rechtsprechung.
Die Beschwerdegegnerin ist ausserdem auch zu Recht zum Ergebnis gelangt, dass aus somatischer Sicht in der angestammten Tätigkeit als
Aussendienst
mitarbei
ter
keine Einschränkungen
der Arbeitsfähigkeit be
stehen
.
Sie hat deshalb den
Rentenansp
ruch zu Recht verneint
, weshalb
die Beschwerde abzuweisen ist.
5.
5.1
Der Beschwerdeführer hat in seiner Beschwerdeschrift unter Beilage einer
Unter
stützungsbestätigung
der
Sozialbehörden der Gemeinde
I._
vom 4.
Dezember 2014 (
Urk.
3/4) ein Gesuch um unentgeltliche Prozessführung und Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsvertreters in der Person von Rechts
an
w
alt
Jürg Maron
gest
ellt (
Urk.
1 S. 2)
. Die Voraussetzungen zur Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung und zur Bestellung einer unentgeltlichen Rechtsvertretung gemäss
§
16
Abs.
1 und
Abs.
2 des Gesetzes über das Sozial
versicherungsge
richt (
GSVGer
) sind erfüllt. Dem Beschwerdeführer
ist
Rechts
anwalt Jürg Maron
als unentgeltliche
r Rechtsvertreter
für das Verfahren zu bestellen
. Der Beschwerdeführer
wird auf
§
16
Abs.
4
GSVGer
hingewiesen, wonach er zur Nachzahlung der ihm
erlassenen Rechtspflegekos
ten verpflichtet ist, sobald er
dazu in der Lage ist.
5.2
Das Verfahren ist kostenpflichtig. Die Gerichtskosten gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG sind ermessensweise auf
Fr.
6
00.-- fes
tzusetzen und ausgangsgemäss dem Beschwerdeführer
aufzuerlegen, infolge bewilligter unentgeltlicher
Prozess
füh
rung
jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.
5.3
Mit Honorarnote vom
3
1.
Mai 2016
(Urk.
13/1
) machte d
er
mit heutigem Beschluss bestellte unentgeltliche Rechtsvertreter de
s
Beschwerdeführer
s
unter Abzug der von der Rechtsschutzversicherung erbrachten Leistungen von Fr. 700.--
einen Aufwand von
8,35
Stunden un
d Barauslagen im Betrag von Fr. 98.--
geltend, was angemessen erscheint. Daraus resultiert eine Entschädi
gung von insgesamt
Fr.
1‘937.50
(inklusive Mehrwertsteuer von 8
%
), weshalb Rechtsanw
alt
Jürg Maron
in diesem Umfang aus der Gerichtskasse zu entschä
digen ist.