Decision ID: 38ce2144-fc19-5e13-a914-c44f51df3460
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1961,
war seit Februar 2007 als Betriebsmitarbei
ter
in der
Abwaschküche bei der Y._
AG angestellt
(Urk. 8/3/1)
.
Nach einer am 21. Januar 2013 erfolgten Meldung zur Früherfassung (Urk. 8/3) meldete sich
der Versicherte
am
1. Februar 2013
unter Hinweis auf
Beschwerden im Bereich des Ellbogengelenks und der rechten Schulter
und einer daraus resultierenden vollständigen Arbeitsunfähigkeit seit anfangs 2013
bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum
Leistungsbezug an (Urk.
8/7
).
Die IV-Stelle tätigte medizinische und erwerbli
che Abklärungen, wobei sie insbesondere Berichte bei d
en behandelnden Ärzten einholte
.
Am 10.
September 2014 erteilte die IV-Stelle
Kostengutspra
che für eine Potentialabklärung (Urk. 8/35), welche vom 15. September bis 10. Oktober 2014 bei
der Arbeitsintegration der
Stadt Z._
durchge
führt wurde
(Urk.
8/44
).
B
ei
neu
beklagten
Beschwerden im Bereich der lin
ken Schulter und
unklarer gesundheitlicher Situation
schloss die IV-Stelle die Eingliederungsmassnahmen mit Mitteilung vom 13. Oktober 2014 ab (Urk. 8/45 f.).
Zur Klärung eines allfälligen Rentenanspruches tätigte die
IV-Stelle
weitere
medizinis
che und erwerbliche Abklärungen, wobei sie
erneut
Berichte bei den behandelnden Ärzten
einholte
(Urk. 8/50, 8/62) und die Akten des Krankentaggeldversicherers
beizog (Urk. 8/57). Am 13. Januar 2015 veranlasste sie eine
orthopädische/rheumatologische Untersuchung des Versicherten beim Regionalen Ärztlichen Dienst (
Urk.
8/63). Dr. med.
A._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, untersuchte den Versicherten am 26. Februar 2015 und erstattete seinen Bericht am 2. März 2015 (Urk. 8/65).
Nach durch
geführtem
Vorbescheidver
fahren
sprach
die IV-Stelle
dem Versicherten
mit Verfügung vom
22. September 2015 eine vom 1. Januar 2014 bis 31. Januar 2015 befristete ganze Invalidenrente zu
(Urk. 2 [=
8
/
82
]).
2.
Dagegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 26. Oktober 2015 Beschwerde und beantragte, es seien ihm Integrationsmassnahmen
zu gewähren sowie eine Invalidenrente auch
über
Ende Januar 2015
hinaus
zuzusprechen
. Eventualiter seien weitere medizinische Abklärungen, insbe
sondere ein gerichtliches Gutachten und/oder eine Evaluation der funktio
nellen Leistungsfähigkeit, zu veranlassen (Urk. 1 S. 2).
Mit Beschwerdeant
wort vom 17. November 2015 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abwei
sung der Beschwerde (Urk. 7), was
dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 24. November 2015 mitgeteilt wurde (Urk. 9).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgeset
zes über die Invalidenversicherung,
IVG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verblei
bende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich
die Folgen
der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreivier
telsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensver
gleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizini
schen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Validen
einkommen
). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypothetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.4
1.4.1
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu
stellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medi
zinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswer
tes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychischen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizini
schen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechts
anwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegebenen
falls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutachten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).
1.4.2
Die regionalen ärztlichen Dienste (RAD) stehen den IV-Stellen zur Beurtei
lung der medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs zur Verfü
gung. Sie setzen die für die Invalidenversicherung nach Art. 6 ATSG massge
bende funktionelle Leistungsfähigkeit der Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im Aufgabenbereich auszuüben. Sie sind in ihrem medizinischen Sachentscheid im Einzelfall unabhängig (Art. 59 Abs. 2
bis
IVG). Nach Art. 49
der Verordnung über die Invalidenversicherung (
IVV
)
beurteilen die RAD die medizinischen Voraussetzungen des Leistungs
anspruchs. Die geeigneten Prüfmethoden können sie im Rahmen ihrer medi
zinischen Fachkompetenz und der allgemeinen fachlichen Weisungen des Bundesamtes frei wählen (Abs. 1). Die RAD können Versicherte bei Bedarf selber ärztlich untersuchen. Sie halten die Untersuchungsergebnisse schrift
lich fest (Abs. 2; Urteil des Bundesgerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweis auf BGE 135 V 254 E. 3.5).
Der Beweiswert von RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. 2 IVV ist mit jenem externer medizinischer Sachverständigengutachten vergleichbar, sofern sie den praxisgemässen Anforderungen an ein ärztliches Gutachten (
BGE
134
V
231
E. 5.1) genügen und die Arztperson über die notwendigen fachlichen Qualifikationen verfügt (
BGE 137 V 210
E. 1.2.1). Allerdings kann auf das Ergebnis versicherungsinterner ärztlicher Abklärungen – zu denen die
RAD-Berichte gehören – nicht abgestellt werden, wenn auch nur geringe Zweifel an ihrer Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit bestehen (Urteil des Bundesge
richts 8C_197/2014 vom 3. Oktober 2014 E. 4.2 mit Hinweisen auf
BGE 139 V 225
E. 5.2;
135 V 465
E. 4.4 und E. 4.7).
2.
2.1
Die IV-Stelle erwog im angefochtenen Entscheid,
der Beschwerdeführer sei seit dem 5. Januar 2013 in seiner Arbeitsfähigkeit erheblich eingeschränkt. Spätestens seit November 2014 sei ihm jedoch die Aufnahme einer ange
passten Tätigkeit wieder zumutbar
, wobei eine schrittweise Steigerung des Arbeitspensums auf 100 % bi
nnen dreier Monate möglich sei.
Da der Beschwerdeführer
mit einer solchen Tätigkeit
wieder
ein rentenausschlies
sendes Erwerbseinkommen erzielen könn
t
e – nach Einkommensvergleich resultiere ein Invaliditätsgrad von 5 % -
bestehe
somit
ab Januar 2014 (Ablauf des Wartejahres) bis Ende Jan
uar 2015
Anspruch auf eine
befristete ganze Rente
(Urk. 1).
2.2
Demgegenüber
wird beschwerdeweise im Wesentlichen vorgebracht
,
auf die Beurteilung des RAD, wonach
d
er
Beschwerdeführer
in angepassten Tätig
keiten
wieder
zu 100 % arbeitsfähig sei, könne nicht abgestellt werden. Diese Beurteilung stehe
sowohl
im Widerspruch zu jener
der
behandelnden Ärztin Dr.
B._
, wonach er in angepassten Tätigkeiten noch zu 30 % arbeitsfähig sei,
als auch
zu den Ergebnissen der durchgeführten Potentialab
klärung
.
Gestützt auf die Berichte von Dr.
B._
sowie auf den Bericht
über die
Potentialabklärung sei auch ab Februar 2015 von einer erheblichen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit auszugehen, womit weiterhin Anspruch auf eine Rente der Invalidenversi
cherung bestehe.
Der Beschwerdeführer habe ausserdem
Anspruch auf
Durchführung
von Integrationsmassnahmen. Er sei in seiner bisherigen Tätigkeit als Kantinenmitarbeiter seit mehr als einem halben Jahr zu 70 % arbeitsunfähig
und gemäss dem Bericht über die Potentialabklärung sei die Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt verfrüht und es werde ein Arbeits
training empfohlen
.
Aktuell absolviere der Beschwerdeführer eine
arbeits
marktliche
Massnahme der Arbeitslosenversicherung, wo er einerseits einen Bewerbungskurs besuche, andererseits leichte Arbeiten verrichte
; auch hier zeige sich, dass
er
mit dem 50
%-Pensum aufgrund der beidseitigen Schulter
beschwerden unter Belastung an die Grenze seiner Leistungsfähigkeit gelange. Vorliegend sei ein Belastbarkeitstraining, gefolgt von einem Auf
bautraining, notwendig und zielführend (Urk. 1).
3.
3.1
Bei ab Mitte März 2012
beklagten
Beschwerden
im
Bereich des rechten
Ellbo
gen
s
mit Schmerz
ausstrahlung in den Oberarm
und
die
Schulterregion
und in der Folge auch belastungsabhängigen Schulterschmerzen rechts
war der Beschwerdeführer
auf Zuweisung seiner Hausärztin
Dr. med.
B._
, Ärztin für Allgemeine Medizin FMH
,
ab Mai 2012
bei Dr. med.
C._
, Innere Medizin und Rheumatologie FMH
,
in Behandlung
(Urk. 8/11/11 ff.
, Urk. 8/50/20
).
Bei Beschwerdezunahme in der rechten Schulter wurde der Beschwerdeführer im Frühjahr 2013 an das
D._
zur schulterorthopädischen Beurteilung
überwiesen (Urk. 8/20/12 f.
,
8/50/20
).
Dr.
B._
attestierte
ab dem 5. Januar 2013
für
die angestammten Tätigkeit
eine vollständige Arbeitsunfähig
keit
(Urk. 8/11/
7
).
3.2
Im
D._
wurde
eine
Rotatorenmanschettenläsion
mit begleitender beginnender Subluxation der langen
Bizepssehne
Schulter rechts diagnostiziert, worauf
der
Versicherte am 27. August 2013
an
der rechten Schulter
operiert
wurde
(
Rotatorenmanschettenrekonstruktion
,
Acromioplastik
und
Teno
d
ese
der langen
Bizepssehne
; Urk. 8/20/5-9).
Als weitere Diagnosen wurde
n
in den Berichten des
D._
eine
Epicondylopathia
humeri
ulnaris
rechts, eine anamnestisch leichte
Aor
tenin
suffizienz
, ein
Cervikalsyndrom
, anamnestisch rezidivierende depressive Episoden (ED 1999) sowie ein Status nach operativ versorgter Metacarpale V Fraktur rechts
(
2004
)
aufgeführt (Urk. 8/20/7)
.
Am
4. Juni 2014
teilten die
behandelnden
Ärzte des
D._
zuhanden
der Hausärztin des Beschwerdeführers
mit
,
neun Monate postoperativ
bestehe ein schönes Ergebnis mit sehr gutem Bewegungsumfang und kaum vorhandenen Schmerzen. Zur Fortführung des Muskelaufbaus werde weiterhin regelmässige Physiotherapie empfohlen. Bei guter und schmerzfreier Beweglichkeit sähen sie eine teilweise Arbeitsfähigkeit grund
sätzlich gegeben. Dem Patienten werde im Hinblick auf die Schulterfunktion eine 30%ige Arbeitsfähigkeit ab dem 2. Juni 2014 für leichte bis mittlere körperliche Tätigkeiten attestiert, welche im Verlauf zunächst auf 50 % und dann allenfalls noch weiter gesteigert werden könne. Von anha
ltenden Über
kopfbelastungen beziehungsweise
schweren körperlichen Belastungen unter Einbezug der Schulter sollte jedoch abgesehen werden. Die Behandlung bei ihnen werde
z
um jetzigen Zeitpunkt abgeschlossen (Urk. 8/24/6 f.).
3.3
Mit Arbeitsunfähigkeitszeugnis vom
18. August 2014 attestierte Dr.
B._
ab 1. August bis 30. September 2014 ei
ne Arbeitsunfähigkeit von 70 %. Ergänzend hielt sie fest
, für eine Arbeitsabklärung sei ein Einsatz von 50 % (halbtags) für leichtere Tätigkeiten möglich, unter Schonung de
r rechten Schulter (Urk. 8/31).
Mit
IV-
Bericht vom 18.
Oktober
2014
(Urk. 8/50) attestierte die Ärztin weiter
hin eine 70%ige Arbeitsunfähigkeit
. Anamnestisch hielt sie fest, seit September 2014 sei es neu zu belastungsabhängigen Schmerzen in der linken Schulter mit Nachtschmerzen gekommen. Unter Befunde notierte sie, es bestehe eine gute Beweglichkeit der operierten rechten Schulter. Schmerzbe
dingt bestehe eine leicht eingeschränkte Beweglichkeit der linken Schulter sowie eine leichte
Druckdolenz
über dem linken Schultergelenkspalt
(Urk. 8/50/3).
Bezüglich der linken Schulter habe sie den Beschwerdeführer
an
Dr.
C._
überwiesen (Urk. 8/50/3).
3.4
N
ach durchgeführter Untersuchung
am
20. Oktober 20
14
berichtete Dr.
C._
zuhanden der Hausärztin
,
es bestehe eine
Periarthropathia
humeroscapul
aris
vom
Supraspinatustyp
links;
s
onographisch
hätten sich leichte
Supraspi
natustendinosen
gezeigt. Hinweise auf eine
höhergradige
Rotatorenman
schettenruptur
hätten sich keine ergeben
. Er empfahl eine weitergehende
symptomatische Therapie wie bisher. Die Physiotherapie sei mehr auf die linke Schulter zu verlagern. Weitere Kontrollen bei ihm seien nicht verein
bart worden
(Urk. 8/62/3-4).
Bezüglich der rechten Schulter hielt der Arzt in der Anamnese fest, die Belastbarkeit der Schulter bleibe etwas eingeschränkt, subjektiv abe
r zufriedenstellend (Urk. 8/62/3
).
Im
Bericht vom 10. Dezember 2014
zuhanden der IV-Stelle
hielt Dr.
C._
bezüglich Einschränkungen fest, es b
estehe sicher eine leichtgradig
einge
schränkte Belastbarkeit der linken Schulter.
Die
Frage, ob sich die Einschrän
kungen durch medizinische Massnahmen vermindern lassen würden
, bejahte er, empfahl weitere Physiotherapie, Heimprogramm, Kraft
t
raining und hielt dafür, das Therapiepotential sei sicher noch nicht ausgeschöpft.
Zur
Frage, ob mit einer Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit beziehungsweise Erhö
hung der Einsatzfähigkeit gerechnet werden könne teilte er mit, seines Erachtens
könne damit gerechnet werden
. Im Übrigen verwies er
bezüglich Arbeitsunfähigkeit und weiterem Verlauf auf die behandelnde Hausärztin
(U
rk. 8/62/2).
3.5
RAD-Arzt Dr.
A._
untersuchte den Beschwerdeführer am 26. Februar 2015 und erstattete seinen Bericht am 2. März 2015 (Urk. 8/65).
Der Beschwerde
führer
berichtete
anlässlich der
Untersuchung
über beidseitige Schulterbe
schwerden
. A
usserdem
teilte er mit, seit einem Jahr auch häufiger
an
Kopf
schmerzen
zu leiden
, welche jedoch nach Einnahme einer Schmerztablette rasch wieder abklingen würden (Urk. 8/65/1).
Hinsichtlich Therapie teilte der Beschwerdeführer mit, seit der Operation im August 2013 durchgehend Phy
siotherapie
absolviert
zu haben, diese sei erst vor etwa zwei Wochen beendet worden. Er habe mit seiner Hausärztin vereinbart, zunächst eine Pause ein
zulegen und danach eventuell bei einem anderen Physiotherapeuten noch
mals anzufangen. Die erlernten Übungen würde er aber täglich selbständig zu Hause durchführen (Urk. 8/65/2).
Dr.
A._
nannte folgende
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 8/65/7):
Chronisch-persistierende, bei Bewegung und Belastung verstärkte Schmerzen und geringe Bewegungseinschränkung im Schultergelenk rechts bei Zustand nach offener
Rotatorenmanschettenkonstruktion
,
Akromioplastik
und
Tenodese
der langen
Bizepssehne
am 27. August 2013;
beginnende, bei Belastung verstärkte Schmerzen ohne Bewegungsein
schränkung im Schultergelenk links bei anamnestisch bestehender
Supraspinatustendopathie
.
Als ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit führte er folgende Diagnosen auf (Urk. 8/65/7):
geringe Bewegungseinschränkung und anamnestisch gelegentliches Blo
ckierungsereignis im Ellbogengelenk rechts bei Zustand nach Autounfall vor zirka 25 Jahren;
Verdacht auf degen
erative
Facettenarthropathie
im
lumbosacralen
Über
gang rechts ohne Funktionseinschränkung, aber mit reaktiver
Myogelosenbildung
am dorsalen Beckenkamm.
Der RAD-Arzt
hielt fest, unter Berücksichtigung der klinischen Befunde bei
der Schultergelenke mit bei Belastung und Bewegung verstärkter Schmerz
haftigkeit rechts, aber insgesamt nur geringer Bewegungseinschränkung dieses Gelenkes nach erfolgter Operation mit offener
Rotatorenmanschetten
rekonstruktion
,
Acromioplastik
und
Tenodese
der langen
Bizepssehne
, sowie einer zunehmenden Schmerzhaftigkeit der linken Schulter ohne wesentliche Bewegungseinschränkung bei klinischen Zeichen der
Supraspinatustendopa
thie
,
aktenanamnestisch bestätigt, sei zwar eine qualitative Einschränkung der Arbeitsfähigkeit nachvollziehbar. N
icht nachvollziehbar sei jedoch
die aktenkundig ab August 2014 angegebene quantitative Einschränkung mit einer nu
r halbtäg
igen Arbeitsfähigkeit
für angepasste Tätigkeiten bezie
hungsweise die Attestierung einer 70%igen Arbeitsunfähigkeit gegenüber dem RAV.
Klinisch und auch anamnestisch bestünden keinerlei Bewegungs
einschränkungen oder Schmerzen im Bereich der unteren Extremitäten und nur eine geringfügige, intermittierend auftretende und am ehesten als alters
entsprechende
Facettenarthropathie
zu deutende Problematik der unteren Lendenwirbelsäule, so dass hiermit keine wesentliche Einschränkung der funktionellen Leistungsfähigkeit begründet werden könne. Nach etwa anderthalbjähriger Arbeitskarenz bestehe aber sicher eine gewisse
Dekonditi
onierung
des Beschwerdeführers, welche einen schrittweisen Wiedereinstieg in
den Arbeitsprozess rechtfertige. Dieser Wiedereinstieg könne jedoch
relativ schnell binnen maximal dreier Monate erfolgen (Urk. 8/65/7).
Dr.
A._
kam zum Schluss,
in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Kantinenmit
arbeiter
bestehe
weiterhin eine weitgehende Arbeitsunfähigkeit von etwa 70 %
,
da diese Tätigkeit nach Aussage des Beschwerdeführers mit Heben und Tragen von teilweise schweren Lasten verbunden gewesen sei und auch bei der Arbeit am Geschirrband beziehungsweise der Geschirrspülma
schine auch Schnelligkeit erfordert habe. Inwieweit sich diesbezüglich die Situation in den nächsten Jahren noch bessere, sei derzeit nicht abschätzbar. Für eine optimal angepasste
Tätigkeit ohne Belastung der Schultergelenke beziehungsweise des Schultergürtels sei am Tag der Untersuchung objektiv keine Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit festzustellen gewesen, wobei unter Berücksichtigung der im Bericht von Dr.
C._
vom 20. Oktober 2014 beschriebenen Befunde retrospektiv davon auszugehen sei, dass dies auch schon zum damaligen Zeitpunkt in gleicher Weise zugetroffen
habe
. Auf
grund der bestehenden leichten
Dekonditionierung
sei aber ein schrittweiser Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess zu empfehlen, d.h. beginnend bei 50 %
mit
Steigerung auf 100 % binnen dreier Monate. Das Belastungsprofil beschrieb Dr.
A._
wie folgt: Körperlich leichte Tätigkeiten ohne Belastung der Schultergelenke und des Schultergürtels, bevorzugt unterhalb der Brust
höhe, nur ausnahmsweise und kurzzeitig in Schulterhöhe und niemals über dem Kopf (Urk. 8/65/7 f.).
4.
4.1
Der RAD-Untersuchungsbericht vom 2. März 2015 vermag die an eine beweis
kräftig
e ärztliche Expertise gestellten
Anforderungen vollumfänglich zu erfüllen (E. 1.4).
Dr.
A._
tätigte sorgfältige Untersuchungen (Urk. 8/65/4-6).
E
r
berücksichtigte sodann entgegen dem Vorbringen des Beschwerdefüh
rers
die
von ihm
gekl
agten Beschwerden (Urk. 8/65/1) und setzte sich ausrei
chend mit den relevanten
Vorakten
auseinander (Urk. 8/65/7
; vgl. auch
die
ergänzende
Stellungnahme
von Dr.
A._
vom
1. Juni 2015 zu den Ergebnis
sen
der Potentialabklärung
, Urk. 8/81/5
).
Die Beurteilung von Dr.
A._
, wonach
unter Berücksichtigung
der
klinischen Befunde beider Schulterge
lenke
(vgl. hierzu Urk. 8/65/5)
zwar eine qualitative, jedoch keine quantita
tive Einschränkung der Arbeitsfähigkeit mehr attestiert werden könne
, erscheint schlüssig
.
Bezüglich der rechten Schulter hatten denn bereits die Ärzte des
D._
im Mai 2014 neun
Monate
postoperativ über ein schönes Ergebnis mit sehr gutem Bewegungsumfang berichtet und eine initiale 30%ige
Arbeitsfähigkeit
in angepassten Tätigkeiten
mit nachfol
gender Steigerung als möglich erachtet (E. 3.2)
. Dr.
C._
hielt in seinem Bericht vom 20. Oktober 2014
sodann
in der Anamnese lediglich noch fest, die Belastbarkeit der Schulter bleibe insge
samt etwas eingeschränkt (E. 3.4
)
. Was die in der Folge aufgetretenen Beschwerden in der linken Schulter betrifft,
so
berichtete
Dr.
C._
bei
festgestellten leichten
Supraspi
natustendinosen
einzig
über
eine leichtgradig eing
eschränkte Belastbarkeit (E. 3.4
).
Dr.
A._
wies in seiner Stellungnahme vom 1. Juni 2015 zum Bericht über die Potentialabklärung vom 9. Oktober 2014
ausserdem
darauf hin, dass da
mit
die
Notwendigkeit eines schrittweisen Wiedereinstiegs wegen
Dekon
ditionierung
belegt werde (Urk. 8/81/5).
Der RAD-Arzt
erachtete dementspre
chend die Wiederaufnahme einer vollschichtigen Tätigkeit innert dreier Monate als zumutbar (E. 3.5).
Wenn der Beschwerdeführer
dagegen
vor
bringt, entgegen den Ausführungen von Dr.
A._
sei gestützt auf die Erfah
rungen anlässlich der Potentialabkl
är
ung davon auszugehen, dass angepasste Tätigkeiten auch weiterhin nur eingeschränkt möglich seien
(Urk. 1 S. 7
f.
)
, kann ihm nicht gefolgt werden.
Der zuständige Berater der Arbeitsintegration der
Stadt Z._
wies
anlässlich des
Abschlussgespräches
vom 9. Oktober 2014
denn auch darauf hin, dass der Beschwerdeführer etwa 40 % der Arbeiten habe ausüben können; alle Arbeiten, die Kraft der oberen Ext
remitäten erfordern würden, habe er
allerdings
nicht ausführen können (
siehe
Verlaufsprotokoll über die Eingliederungsberatung,
Urk. 8/46/4
), was vor dem Hintergrund des
von Dr.
A._
formulierten Belastungsprofils auch nicht erstaunt.
Soweit der zuständige Berater im Übrigen zum Schluss kam, eine Tätigkeit im ersten Arbeitsmarkt sei zurzeit nicht möglich (Urk. 8/44/3), ist darauf
hin
zuweisen, dass es sich bei der Einschätzung des zuständige
n
Beraters nicht um eine ärztliche Beurteilung handelt und die Arbeitsunfähigkeit
daher von vornherein
nicht anhand dieser Beurteilung festgelegt werden kann.
Seiner Einschätzung
, wonach eine Tätigkeit im ersten Arbeits
markt zurzeit nicht möglich sei
, liegen
sodann im Wesentlichen
invaliditätsfremde Gründe zugrunde.
So teilte der Berater anlässlich des Abschlussgespräches (gemäss Angaben im Verlaufsprotokoll, Urk. 8/46/4) mit, der Beschwerdeführer habe nur sehr leichte Tätigkeiten ausführen können; eine solch flexible Tätigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt zu finden sei äusserst schwierig.
4.2
A
uch die
Ansicht
von
Dr.
B._
, welche
weiterhin lediglich eine 30%ige Arbeitsfähigkeit
in angepassten
Tätigkeiten
für möglich
erachtete
(
vgl.
Berichte vom 31. März 2015 [Urk. 8/70/1]
und vom
5. Mai 2015 [Urk. 3/2]),
vermag
die
Einschätzung von Dr.
A._
nicht zu erschüttern. Bei der Beurteilung von Dr.
B._
handelt es sich nicht um eine e
inschlä
gige fachärztliche Beurteilung
.
Ausserdem
stützt sich
Dr.
B._
bei
ihre
r
Beurteilung vorwiegend auf
die
subjektiven Angaben des Beschwerde
führers
(
vgl.
Urk. 8/70 und 3/2)
.
Als Befunde hatte Dr.
B._
i
m Bericht vom 18. Oktober 201
4
denn
auch lediglich notiert, es bestehe eine gute Beweglichkeit der operierten rechten Schulter,
eine schmerzbedingt leicht eingeschränkte Beweglichkeit der linken Schulter sowie eine leichte
Druckdolenz
über dem linken Schultergelenkspalt
(E.
3.3).
4.3
Der Beschwerdeführer bringt schliesslich vor, auf die
Beurteilung von Dr.
A._
könne nicht abgestellt werden
, da
d
er
RAD-Arzt
voreingenommen gewesen
sei.
In einer Stellungnahme vom 7. Januar 2015 habe Dr.
A._
fest
gehalten, dass eine Restarbeitsfähigkeit von 50 % auf Dauer nicht ohne wei
teres plausibel sei, jedoch eine plausibilisierende orthopädische RAD-Unter
suchung notwendig sei, da eine anderslautende RAD-Beurteilung nach Aktenlage beim Sozialversicherungsgericht chancenlos wäre. Mit Blick auf die Stellungnahme von Dr.
A._
vom 7. Januar 2015 könne man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass das Ergebnis der RAD-Untersuchung,
näm
-
lich
eine volle Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit, schon vor der
RAD-Untersuchung festgestanden habe (Urk. 1 S. 8).
Entgegen dem Vorbringen des Beschwerdeführers
ergibt sich aus dieser
Stel
lungnahme vom 7. Januar 2015
(vgl. Urk. 8/66/6) kein Hinweis
auf eine Vor
eingenommenheit von Dr.
A._
.
Er hat zu Recht erkannt, dass eine blosse Würdigung der
Aktenlage keine rechtsgenügende Einschätzung des Gesund
heitszustandes und der Arbeitsfähigkeit des Versicherten erlaubt. Entspre
chend war er gehalten, einen Unter
s
uch anzuordnen.
4.
4
Gestützt auf die Beurteilung von Dr.
A._
ist somit mit dem Beweisg
rad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass der Beschwerdeführer seit dem 20. Oktober 2014 in einer angepassten Tätigkeit wieder
vollschichtig
arbeitsfähig ist, wobei
er zufolge der eingetretenen
Dekonditionierung
einen schrittweisen Wiedereinstieg empfahl
.
Weitere medizinische
Abklärungen
erübrigen sich deshalb
.
5.
5.1
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensver
gleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizini
schen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Validen
einkommen
). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypothetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
5.2
Die IV-Stelle stellte zur Ermittlung des
Valideneinkommens
auf das gemäss
Angaben im Arbeitgeberbericht (Urk. 8/52)
ab 1. April 2011 er
zielte
monatli
che
Einkommen von Fr. 3‘700.-- ab
und ermittelte so ein
Jahreseinkommen von Fr. 48‘100.--
(Urk. 8/67)
. Dies gibt zu keinen Beanstandungen Anlass. Unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung bis ins Jahr 2014 resultiert somit ein
Valideneinkommen
von Fr. 49‘186.-- (Indexstand 2171 [2011] auf 2220 [2014], vgl. Bundesamt für Statistik, Schweizerischer Lohn
index, T 39: Entwicklung der Nominallöhne, der Konsumentenpreise und der Reallöhne, 1976-2014, Männer).
Dieses
so ermittelte
Einkommen entspricht ungefähr dem branchenüblichen
Einkommen
gemäss den Lohnstrukturerhebungen des Bundesamtes für Sta
tistik: Gemäss diesen
Lohnstrukturerhebungen
betrug der Zentralwert
der Löhne für männliche Angestellte an Arbeitsplätzen des niedrigsten Kompe
tenzniveaus
im Gastgewerbe/Beherbergung und Gastronomie im Jahr 2012 Fr. 3‘730.--
(LSE 2012, Ziffern 55-56 der Tabelle TA1, Kompetenzniveau 1, Männer).
Unter Berücksichtigung der durchschnittlichen
wöchentlichen
Arbeitszeit
in der Gastronomie
im Jahr 2014 von 42,3 Stunden
(vgl. Bundes
amt für Statistik, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, Tabelle T03.02.03.01.04.01)
sowie der Nominallohnentwicklung bis ins Jahr 2014 (Indexstand 2188 [2012] auf 2220 [2014], vgl. Bundesamt für Statistik, Schweizerischer Lohnindex, T 39: Entwicklung der Nominallöhne, der Kon
sumentenpreise und der Reallöhne, 1976-2014, Männer)
ergibt sich gestützt auf diese
n Tabellenwert
ei
n Jahreseinkommen von Fr. 48‘026.
--
(Fr. 3
‘
730.-- x 12 : 40 x 42,3
: 2188 x 2220)
.
Beim ermittelten
Valideneinkommen
von Fr. 49‘186.
-- handelt es sich somit nicht um ein unterdurchschnittliches Ein
kommen.
5.3
5.3.1
Da der Beschwerdeführer
seine Restarbeitsfähigkeit
nicht ausschöpft
(vgl.
E. 2.2), ist
das
Invalideneinkommen anhand der Tabellenwerte gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhe
bungen zu ermitteln.
Unter Berücksichtigung seines beruflichen Werdegangs (keine Ausbildung in der Schweiz, Berufserfahrung in Hilfstätigkeiten
; vgl. Urk. 8/7/5, 8/49/1-2
) ist
das standardisierte monatliche Einkommen von Fr. 5‘210.-- für männliche Hilfskräfte (LSE 2012, Total in der Tabelle TA1, Kompetenzniveau 1, Männer)
heranzuziehen.
Das standardisierte monatliche Einkommen von Fr. 5‘210.-- ist unter Berücksichtigung der durchschnittli
chen Arbeitszeit im Jahr 2014 von 41,7 Stunden pro Woche (vgl. Bundesamt für Statistik, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, Tabelle T03.02.03.01.04.01) sowie der Nominallohnentwicklung bis ins Jahr 2014 (Indexstand 2188 [2012] auf 2220 [2014], vgl. Bundesamt für Statistik, Schweizerischer Lohnindex, T 39: Entwicklung der Nominallöhne, der Kon
sumentenpreise und der Reallöhne, 1976-2014, Männer) auf ein Jahresein
kommen hochzurechnen. Es resultiert somit ein Jahreseinkommen von Fr. 66‘130.-- (Fr. 5‘210.-- x
12 :
40 x 41,7: 2188 x 2220).
5.3.2
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kürzen. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksich
tigt, dass versicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwerarbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten
nurmehr
beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ursprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug ent
wickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Rechtsprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskatego
rie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unter
durchschnittlichem Einkommen verwerten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das
Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25
%
des Tabellenloh
nes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75). Dabei ist zu beachten, dass allfällige bereits bei der Parallelisierung der Vergleichseinkommen mit
verantwortliche invaliditätsfremde Faktoren im Rahmen des sogenannten Leidensabzuges nicht nochmals berücksichtigt werden dürfen (BGE
134
V
322 E. 5.2).
5.3.3
Ein Abzug
von 25 %
ergäbe
ein Invalideneinkommen von Fr. 49‘597.--.
Der Beschwerdeführer würde daher selbst
unter Berücksichtigung des maximal zulässigen Abzuges keine Erwerbseinbusse
erleiden.
5.4
Somit ist es nicht zu beanstanden, dass die
Beschwerdegegnerin
dem Beschwer
deführer
eine vom 1. Januar 2014 (Ablauf des Wartejahres, E. 1.2) bis Ende Januar 2015 (vgl. Art. 88a Abs. 1 IVV) befristete ganze Rente zugesprochen und mit Wirkung
ab dem 1. Februar 2015 einen Rentenan
spruch verneint
hat
.
6.
6.1
Der Beschwerd
eführer ersucht
ausserdem
um Gewährung von Integrations
massnahmen gemäss Art. 14a IVG (E. 2.2).
6.2
Versicherte, die seit mindestens sechs Monaten zu mindestens 50 %
arbeitsun
fähig (Art.
6 ATSG) sind, haben Anspruch auf Integrationsmass
nahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung (Integrations
massnahmen), sofern dadurch die Voraussetzungen für die Durchführung von Massnahmen beruflicher Art geschaffen werden können (
Art.
14a
Abs.
1
IVG
). Als Integrationsmassnahmen gelten
gemäss Abs. 2
gezielte, auf die berufliche Eingliederung gerichtete Massnahmen zur sozialberuflichen Reha
bilitation (lit.
a) und
Beschäftigungsmassnahmen (lit.
b). Es geht darum, bei denjenigen Versicherten, die aktuell nicht eingliederungsfähig sind oder deren Eingliederungsfähigkeit verloren zu gehen droht, die Eingliederungsfä
higkeit herzustellen oder zu erhalten (
BBl
2005 4521
ff., 4564; Erwin
Murer
, Invalidenversicherung: Prävention, Früherfassung und Integration, Bern 2009, N.
4 und 31 zu Art.
14a IVG; Silvia Bucher, Die Integrationsmassnah
men zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung nach Art.
14a IVG, in: Soziale Sicherheit
–
Soziale Unsicherheit, Festschrift für Erwin
Murer
zum 65.
Geburtstag, 2010, S.
111). Ist aber jemand in einer anderen zumutbaren Tätigkeit arbeitsfähig, so ist er (in dieser anderen Tätigkeit) bereits einglie
derungsfähig; er braucht keine Integrationsmassnahmen mehr, um die Ein
gliederungsfähigkeit herzustellen. Es gibt keinen Grund, Massnahmen zur
Ermöglichung einer beruflichen Eingliederung durchzuführen, wenn auch ohne solche Massnahmen eine berufliche Eingliederung bereits umgesetzt werden kann (BGE
137 V 1 E.
7.2.3).
6.3
Vorliegend
besteht
eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in angepassten Tätigkeiten (vgl. 4.4)
.
Wie bereits ausgeführt (vgl. E. 4.
1
)
,
vermag die
Ansicht des Bera
ters bei der Arbeitsintegration der
Stadt Z._
, wonach eine Eingliede
rung in den ersten Arbeitsmarkt verfrüht sei und
ein Arbeitstraining emp
fohlen we
rde, angesichts der medizinischen Aktenlage
nicht zu überzeugen
.
Wenn der Beschwerdeführer im Übrigen vorbringt, er absolviere derzeit
arbeitsmarktliche
Massnahmen der Arbeitslosenversicherung, wobei sich zeige, dass er mit dem 50%-Pensum an die Grenze seiner Leistungsfähigkeit gelange, vermag auch dies die medizinischen Beurteilungen nicht zu erschüttern. Für einen Beizug der Akten der Arbeitslosenversicherung – wie vom Beschwerdeführer bea
ntragt (Urk. 1 S. 9) – besteht
kein Anlass.
Vor dem Hintergrund, dass somit kein zusätzlicher Eingliederungsbedarf besteht
,
sind
keine Integrationsmassnahmen
notwendig
, um
eine
Eingli
ede
rungsfähigkeit herzustellen. Die Beschwerde ist deshalb auch
in diesem Punkt
abzuweisen.
7.
Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 800.-- festzulegen und ausgangsge
mäss vom Beschwerdeführer zu tragen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG).