Decision ID: 22e7ed93-511a-569b-a26f-e6d06e125541
Year: 2010
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Die Beschwerdeführerin (geb. 1972), eine philippinische , lernte den Schweizer Bürger W._ (geb. 1965) im Jahre 2002 in Malaysia kennen. Jener war dort für seinen Schweizer Arbeitgeber auf Montage tätig. Von da an unterhielten sie eine . Während W._ seine Partnerin, soweit von Berufes wegen möglich, fortan auf den Philippinen besuchte, begleitete sie ihn das ganze Jahr 2003 hindurch sowie teilweise auch 2004 in China, wo er weitere Montageaufträge ausführte. Im Sommer 2004 begab sich die Beschwerdeführerin mit ihrem späteren Ehemann erstmals in die Schweiz. Bis Februar 2005 hielt sie sich (mit kurzem Unterbruch) in der Folge in dessen Liegenschaft in X._ auf. Am 1. Dezember 2005 reiste sie erneut in die Schweiz ein, wo sie sich am 6. Januar 2006 mit W._ verheiratete. Gestützt auf die Bestimmungen über den Familiennachzug erhielt sie vom Wohnkanton Bern daraufhin eine Aufenthaltsbewilligung. Am 31. Juli 2006 verstarb ihr Ehemann  an einem Herzversagen.
B. Am 12. September 2007 lehnte die zuständige Migrationsbehörde des Kantons Bern ein Gesuch der Beschwerdeführerin um Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung ab und forderte sie auf, das Land bis zum 15. Dezember 2007 zu verlassen. Mit Entscheid vom 28. Juli 2008 hiess die Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern eine dagegen erhobene Beschwerde gut, hob die vorgenannte Verfügung vom 12. September 2007 auf und wies die kantonale Migrationsbehörde an, besagte Aufenthaltsbewilligung unter Vorbehalt der Zustimmung durch das BFM zu verlängern. Die entsprechende Unterbreitung zur  erfolgte am 18. August 2008.
C. Die Vorinstanz teilte der Beschwerdeführerin am 26. August 2008 mit, dass erwogen werde, die Zustimmung zur Verlängerung der  zu verweigern, und räumte ihr Gelegenheit zur Stellungnahme ein. Der Parteivertreter machte vom Äusserungsrecht am 8. September 2008 Gebrauch.
D. Mit Verfügung vom 10. September 2008 verweigerte die Vorinstanz die
Seite 2
C-6441/2008
Zustimmung zur Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung und wies die Beschwerdeführerin unter Ansetzung einer Ausreisefrist bis zum 3. Dezember 2008 aus der Schweiz weg. Dabei führte sie unter Bezugnahme auf Art. 7 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 26. März 1931 über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer (ANAG, BS 1 121) im Wesentlichen aus, der gesetzliche Anspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung sei mit dem Tod des Ehemannes erloschen. Die Anwendung der neurechtlichen Bestimmungen würde für die  zu keiner günstigeren Beurteilung führen. Auch von einem Härtefall im Sinne von Art. 13 Bst. f der Verordnung vom 6. Oktober 1986 über die Begrenzung der Zahl der Ausländer (, BVO, AS 1986 1791) könne bei einer Nichterneuerung des Anwesenheitsrechts nicht ausgegangen werden. Die Umstände der Auflösung der Ehe seien zwar als tragisch zu bezeichnen, angesichts der kurzen Ehedauer und weiterer mitzuberücksichtigender Aspekte reichten sie für die Annahme einer hinreichenden persönlichen  der Ausländerin jedoch nicht aus. Demnach sei die  aus der Schweiz wegzuweisen. Der  erweise sich als zulässig, zumutbar und möglich.
E. Mit Rechtsmitteleingabe vom 9. Oktober 2008 beantragt die  beim Bundesverwaltungsgericht die Aufhebung der vorgenannten Verfügung sowie die Erteilung der Zustimmung zur  der kantonalen Aufenthaltsbewilligung mit der Möglichkeit zur Erwerbstätigkeit; eventualiter sei die Zustimmung ohne die Möglichkeit zur Erwerbstätigkeit zu erteilen. Zur Begründung wird zur Hauptsache vorgebracht, wegen der unzähligen Auslandeinsätze des inzwischen verstorbenen W._ sei es dem Paar gar nicht  gewesen, sich schon in den Jahren 2002 bis 2006 in der Schweiz niederzulassen und ein gemeinsames Eheleben zu führen. Im Winter 2004/2005 habe die Beschwerdeführerin die hiesigen Gepflogenheiten und ihr künftiges familiäres Umfeld aber kennengelernt. Bereits damals habe sie einen ersten Deutschkurs besucht. Seither habe sie viele nachhaltige Kontakte knüpfen können. All die Briefe von Nachbarn, Verwandten und Bekannten zeigten, dass sie mittlerweile als voll - kommen akzeptiertes Mitglied der X.er_ Gesellschaft gelte. Auch ihre Deutschkenntnisse habe sie seit der definitiven Wohnsitznahme hierzulande fortlaufend verbessert. Vom 20. September 2006 bis im Sommer 2007 sei die Beschwerdeführerin in einem Hotel in X._ angestellt gewesen und habe sich dort zu einer unver-
Seite 3
C-6441/2008
zichtbaren Arbeitskraft entwickelt. Seit dem abschlägigen Bescheid der Arbeitsmarktbehörde verrichte sie ehrenamtliche Arbeiten. Der Lebensmittelpunkt der Beschwerdeführerin habe sich durch die  zum verstorbenen Ehemann in die Schweiz verlagert. Die persönliche Verbundenheit zur Region gehe weit über das übliche Mass hinaus. Dank einer Witwen- und einer Pensionskassenrente sowie dem einmaligen Todesfallkapital lebe sie finanziell in guten , woraus für die Schweiz bzw. den Wohnsitzkanton durchaus wirtschaftliche Vorteile resultierten. Ausserdem sei sie mittlerweile Eigentümerin einer Liegenschaft und sie habe sich hierzulande selbstverständlich immer wohl verhalten. Zu bedenken gelte es ferner, dass die Ehe durch ein tragisches Ereignis aufgelöst worden sei. Regelmässige Grabbesuche seien denn für die Betroffene wichtig, um ihre Trauer bewältigen zu können, was vom Ausland her schlicht nicht machbar sei. Sollte hier nicht bereits aufgrund einer  gegenüber Personen der Europäischen Gemeinschaft ein Anspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung bestehen, wären die gesamten Umstände des Einzelfalles im Rahmen des pflichtgemässen Ermessen mitzuberücksichtigen. Bei Auflösung der ehelichen Gemeinschaft durch Tod sei eine Verlängerung des  grundsätzlich angezeigt, namentlich dann, wenn sich der überlebende Ehegatte wohl verhalten habe und für seinen Lebensunterhalt selber aufkomme bzw. wenn die Ehe nicht  rechtsmissbräuchlich vor dem Ableben geschlossen worden sei. Jedenfalls rechtfertige sich in solchen Fällen die Anwendung eines milderen Beurteilungsmassstabes. Obwohl nicht behauptet werden könne, eine Rückkehr auf die Philippinen sei unmöglich oder , greife eine Nichterneuerung der Aufenthaltsbewilligung in rechtserheblicher Weise in die persönlichen Verhältnisse der  ein. Das öffentliche Interesse habe daher . Der angefochtene Entscheid erweise sich somit als  und bundesrechtswidrig. Vermöchten die privaten Interessen im Sinne von Art. 13 Bst. f BVO die öffentlichen Interessen nicht zu überwiegen, sei eventualiter die Anwendung von Art. 36 BVO zu prüfen.
Das Rechtsmittel ergänzte der Rechtsvertreter mit einer Vielzahl von Beweismitteln, v.a. Unterstützungsschreiben Verwandter, Bekannter und Ortsansässiger.
Seite 4
C-6441/2008
F. Mit Zwischenverfügung vom 7. November 2008 lehnte das  die Begehren auf Befragung einer Tante des , der Sprachlehrerin der Beschwerdeführerin sowie ihres früheren Arbeitgebers als Zeuginnen bzw. Zeugen ab.
Von der ihm gewährten Möglichkeit, schriftliche Stellungnahmen der erwähnten Personen einzureichen, machte der Parteivertreter am 3. Dezember 2008 Gebrauch. Mit gleicher Eingabe legte er ein Leumundsschreiben des Gemeinderates von X._ ins Recht.
G. Die Vorinstanz schliesst in ihrer Vernehmlassung vom 7. Januar 2009 auf Abweisung der Beschwerde.
H. Replikweise hält die Beschwerdeführerin am 16. Februar 2009 an ihrem Rechtsmittel fest.
I. Mit verfahrensleitender Verfügung vom 7. Juli 2010 lud das  die Beschwerdeführerin ein, allfällige seit dem letzten Schriftenwechsel eingetretene Sachverhaltsänderungen in das Verfahren einzubringen.
J. Der Aufforderung des Bundesverwaltungsgerichts kam der  am 16. August 2010 nach. Die Ausführungen wurden mit weiteren Dokumenten belegt. Am 23. August 2010 reichte er einen Auszug aus dem Schweizerischen Strafregister nach.
K. Auf den weiteren Akteninhalt wird, soweit rechtserheblich, in den  eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1. 1.1 Verfügungen des BFM betreffend Zustimmung zu einer  und Wegweisung aus der Schweiz unterliegen der Be-
Seite 5
C-6441/2008
schwerde an das Bundesverwaltungsgericht (Art. 31, Art. 32 sowie Art. 33 Bst. d des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]).
1.2 Das Rechtsmittelverfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach dem Bundesgesetz vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), soweit das  nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG, vgl. auch Art. 2 Abs. 4 VwVG).
1.3 Die Beschwerdeführerin ist als Verfügungsadressatin zur  des Rechtsmittels legitimiert. Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten (Art. 48 ff. VwVG).
2. 2.1 Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann die  von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder  des Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes und – soweit nicht eine kantonale Behörde als Beschwerdeinstanz verfügt hat – die  gerügt werden (Art. 49 VwVG). Das  wendet im Beschwerdeverfahren das Bundesrecht von Amtes wegen an. Es ist gemäss Art. 62 Abs. 4 VwVG an die  der Begehren nicht gebunden und kann die Beschwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gutheissen oder abweisen. Massgebend ist grundsätzlich die Sachlage zum Zeit - punkt seines Entscheides (vgl. E. 1.2 des in BGE 129 II 215 teilweise publizierten Urteils 2A.451/2002 vom 28. März 2003). Unter Vorbehalt des Verbots echter Rückwirkung ist in gleicher Weise das zum  des Entscheids in Kraft stehende Recht anzuwenden. Dessen Übergangsbestimmungen können freilich für gewisse Sachverhalte die Nachwirkung des alten Rechts vorsehen.
2.2 Am 1. Januar 2008 traten das neue Bundesgesetz vom 16.  2005 über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20) und seine Ausführungsverordnungen in Kraft – unter anderem die Verordnung vom 24. Oktober 2007 über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit (VZAE, SR 142.201). In Verfahren, die vor diesem Zeitpunkt anhängig gemacht wurden, wie es vorliegend der Fall ist, bleibt nach der übergangsrechtlichen Ordnung des AuG das alte  Recht anwendbar. Dabei ist entgegen dem zu engen Wortlaut des Art. 126 Abs. 1 AuG ohne Belang, ob das Verfahren auf Gesuch
Seite 6
C-6441/2008
hin oder von Amtes wegen eröffnet wurde (vgl. BVGE 2008/1 E. 2 mit Hinweisen). Einschlägig sind das ANAG, die Vollziehungsverordnung vom 1. März 1949 zum Bundesgesetz über Aufenthalt und  der Ausländer (ANAV, AS 1949 228), die Verordnung vom 20. April 1983 über das Zustimmungsverfahren im Ausländerrecht (nachfolgend: Zustimmungsverordnung, AS 1983 535) und die .
Das Verfahren selbst folgt grundsätzlich dem neuen Verfahrens- und Organisationsrecht (Art. 126 Abs. 2 AuG).
3. Das Bundesverwaltungsgericht hat die während des  gestellten Beweisanträge (Einvernahme einer Verwandten des Verstorbenen und der Sprachlehrerin der Beschwerdeführerin als Zeuginnen sowie Befragung des früheren Arbeitgebers als Zeugen) mit Zwischenverfügung vom 7. November 2008 abgewiesen. Die  erhielt aber Gelegenheit, schriftliche Äusserungen dieser Personen zu den aufgeworfenen Fragen nachzureichen, was geschah (zur antizipierten Beweiswürdigung vgl. Art. 33 Abs. 1 VwVG, BGE 131 I 153 E. 3 S. 157 f. mit Hinweisen oder Urteil des  1C_460/2008 vom 3. Februar 2009 E. 3.1; zur Subsidiarität der Zeugeneinvernahme: Urteil des Bundesgerichts 1C_292/2010 vom 5. August 2010 E. 3.2 mit Verweisen). Der entscheidswesentliche Sachverhalt ergibt sich denn, wie nachfolgend aufzuzeigen sein wird, in genügender Weise aus den Akten.
4. 4.1 Der Entscheid über die Erteilung und Verlängerung von  fällt grundsätzlich in die Zuständigkeit der Kantone (Art. 15 Abs. 1 und 2 ANAG). Vorbehalten bleibt die Zustimmung des BFM, wenn das Ausländerrecht eine solche für notwendig erklärt (Art. 18 ANAG). Die Zustimmungsbedürftigkeit des kantonalen Entscheides ergibt sich im vorliegenden Fall aus Art. 1 Abs. 1 Bst. a  in Verbindung mit den Weisungen und Erläuterungen des BFM über Einreise, Aufenthalt und Arbeitsmarkt (ANAG-Weisungen, 3. Aufl., Bern, Mai 2006, einsehbar unter: www.bfm.admin.ch/content/ bfm/de/home/dokumentation/rechtsgrundlagen//archiv_weisungen_und.html ). Letztere sehen unter Ziff. 132.4 Bst. e vor, dass die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung einer ausländischen Person nach Scheidung vom schweizerischen
Seite 7
http://www.bfm.admin.ch/content/bfm/de/home/dokumentation/rechtsgrundlagen/weisungen_und_kreisschreiben/archiv_weisungen_und.html http://www.bfm.admin.ch/content/bfm/de/home/dokumentation/rechtsgrundlagen/weisungen_und_kreisschreiben/archiv_weisungen_und.html http://www.bfm.admin.ch/content/bfm/de/home/dokumentation/rechtsgrundlagen/weisungen_und_kreisschreiben/archiv_weisungen_und.html
C-6441/2008
Ehegatten oder nach dessen Tod dem BFM zur Zustimmung zu unterbreiten ist, falls die ausländische Person nicht aus einem Mitgliedstaat der EFTA oder der EG stammt. Gemäss Art. 19 Abs. 5 ANAV darf eine entsprechende kantonale Bewilligung erst ausgestellt werden, wenn die Zustimmung des BFM vorliegt; sie gilt ansonsten als ungültig. Die Kompetenz des BFM ist hier folglich gegeben (zum Ganzen vgl. BGE 130 II 49 E. 2.1 S. 51, BGE 127 II 49 E. 3 S. 51 ff. und BGE 120 Ib 6 E. 3a S. 9 ff.; Verwaltungspraxis der Bundesbehörden [VPB] 69.76 E. 12, 70.23 E. 10).
4.2 Der schweizerische Ehegatte der Beschwerdeführerin ist , bevor ihr gestützt auf Art. 7 Abs. 1 Satz 2 ANAG ein zivilstandsunabhängiger Anspruch auf Verlängerung ihrer  erwachsen konnte (vgl. BGE 128 II 14 E. 1.1.4 S. 149 mit Hinweisen). Eine Anspruchsgrundlage kann wegen der temporalen Unterstellung unter das alte Recht auch nicht in Art. 50 AuG erblickt werden, der bei Auflösung der Ehe neue Anspruchstatbestände  (vgl. oben Ziff. 2.2, ferner Urteile des Bundesgerichts 2C_245/2008 vom 27. März 2008 E. 2.2.2 und 2C_451/2007 vom 22. Januar 2008 E. 1.2). Hingegen leitet der Parteivertreter aufgrund einer allfälligen Inländerdiskriminierung einen Anspruch auf  der Aufenthaltsbewilligung ab. Zwar trifft zu, dass mit der jüngsten bundesgerichtlichen Rechtsprechung für die Nachzugsrechte der Angehörigen der Europäischen Union erneut eine Benachteiligung von Schweizerinnen und Schweizern droht (zur sogenannten  vgl. BGE 136 II 5 E. 3.3 – 3.7 S. 12 ff.). Ob bzw. in welchem Umfang eine Berufung auf einen solchen Anspruch möglich wäre, braucht unter den vorliegenden Begebenheiten aber nicht entschieden zu werden. Wie im Folgenden aufzuzeigen sein wird, lässt sich eine mögliche Diskriminierung hier nämlich auch anderweitig vermeiden.
4.3 Aufgrund des Gesagten liegt der Entscheid über die Erteilung oder Verweigerung der Zustimmung im pflichtgemässen Ermessen des BFM (Art. 4 ANAG). Eine Bindung an die kantonale Beurteilung  nicht. Das gilt selbst dann, wenn auf kantonaler Ebene ein  auf Erteilung oder Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung  hat (vgl. BGE 127 II 49 E. 3 S. 51 ff; ferner VPB 69.76).
5. Der Begriff der "pflichtgemässen Ermessensausübung" impliziert die Beachtung rechtlicher Schranken bei der Ausfüllung der Ermessens-
Seite 8
C-6441/2008
spielräume. Vorliegend steht der Grundsatz der Verhältnismässigkeit von Verwaltungsakten im Vordergrund. Unter diesem Gesichtspunkt der Verhältnismässigkeit ist eine wertende Abwägung vorzunehmen zwischen dem öffentlichen Interesse an der Verweigerung der  einerseits und den durch die Verweigerung beeinträchtigten privaten Interessen des (oder der) Betroffenen andererseits (vgl. statt vieler ULRICH HÄFELIN / GEORG MÜLLER / FELIX UHLMANN, Allgemeines , 5. Aufl., Zürich und St. Gallen 2006, S.127 f.).
5.1 Richtschnur und äusseren Rahmen der Interessenabwägung bilden die Grundentscheidungen des Ausländerrechts, namentlich die in Art. 1 BVO formulierten migrationspolitischen Ziele und die damit zusammenhängende restriktive Einwanderungspolitik gegenüber  ausländischen Personen aus dem Nicht-EU/EFTA-Raum (in der Folge: Drittstaatsangehörige). Diese Politik findet ihren  unter anderem in den strengen Zulassungsbeschränkungen der Begrenzungsverordnung, denen erwerbstätige Drittstaatsangehörige namentlich in Gestalt hoher Anforderungen an die berufliche  (Art. 8 BVO) und der Höchstzahlen (Art. 12 BVO) unterworfen sind. Das erhebliche Gewicht des öffentlichen Interesses an der Durchsetzung der restriktiven Einwanderungspolitik gegenüber  zeigt sich daran, dass humanitäre Gründe in  rechtlichen Zusammenhang erst Bedeutung erlangen, wenn die Betroffenheit des Einzelnen die Grenze zum schwerwiegenden  Härtefall im Sinne von Art. 13 Bst. f BVO überschreitet. Nach der Auflösung der Ehe, die sie von restriktiven qualitativen und  Zulassungsvoraussetzungen der Begrenzungsverordnung , muss die ausländische Person dieses öffentliche Interesse grundsätzlich wieder gegen sich gelten lassen, auch wenn sie nach Massgabe von Art. 12 Abs. 2 zweiter Satz BVO den Höchstzahlen der Begrenzungsverordnung nach wie vor nicht untersteht. Es ist deshalb ein vergleichsweise strenger Massstab angebracht, wenn es zu  gilt, ob nach Wegfall des Privilegierungsgrundes private  bestehen, denen gegenüber das öffentliche Interesse an der Durchsetzung der restriktiven Migrationspolitik zurückzustehen hat. Dementsprechend geht das Bundesverwaltungsgericht mit der  davon aus, dass die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung nach Auflösung der Ehe in erster Linie ein Instrument zur Vermeidung von Härtefällen darstellt (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C-1786/2007 vom 3. Juni 2010 E. 7.1 mit Hinweis; ferner Ziff. 654 ANAG-Weisungen).
Seite 9
C-6441/2008
5.2 Unter dem Gesichtspunkt der Verhältnismässigkeit ist zu prüfen, ob die Durchsetzung der restriktiven Migrationspolitik – nach  der Ehe – im konkreten Einzelfall zu unbilligen, vom öffentlichen Interesse an der Durchsetzung einer restriktiven  nicht gedeckten Härten bei der betroffenen  Person führt. Entscheidend ist, inwieweit es der  Person in persönlicher, wirtschaftlicher und sozialer  zugemutet werden kann, den Aufenthalt in der Schweiz , in ihre Heimat zurückzukehren und dort zu leben. Zu diesem Zweck ist ihre zukünftige Situation im Ausland den persönlichen  in der Schweiz gegenüberzustellen. Über die Zumutbarkeit ist nach Massgabe der gesamten Umstände des Einzelfalles zu . Dazu gehören allgemeine, von der Ehe unabhängige Elemente, wie die Dauer des Aufenthaltes in der Schweiz, der Grad der sozialen und wirtschaftlichen Integration in die hiesigen Verhältnisse, das Alter und der gesundheitliche Zustand, soweit Kinder vorhanden sind, deren Alter und schulische Integration, aber auch die Unterkunft und die  in der Heimat, ferner ehespezifische Elemente, wie die Dauer der Ehe und die Umstände, die zu deren Auflösung geführt haben. Steht fest, dass der ausländischen Person eine Weiterführung der ehelichen Beziehung nicht länger zugemutet werden konnte, namentlich weil sie Opfer von Misshandlungen  war, so ist dies besonders zu berücksichtigen (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C-1786/2007 vom 3. Juni 2010 E. 7.2 mit Hinweis; ferner Ziff. 654 ANAG-Weisungen).
5.3 Welcher Grad an Betroffenheit in den persönlichen Verhältnissen notwendig ist, damit das öffentliche Interesse an der Durchsetzung der restriktiven Migrationspolitik gegenüber Drittausländern  hat, ist vorab mit Blick auf die Regelung des Art. 7 Abs. 1 ANAG zu beantworten, der ausländischen Ehegatten nach fünf Jahren Ehe auf schweizerischem Territorium einen vom weiteren Bestand der Ehe unabhängigen Anspruch auf Aufenthalt vermittelt. Vor dem  dieser zeitlichen Grenze kommt es entscheidend darauf an, welche Bedeutung den ehespezifischen Elementen im jeweiligen Einzelfall zukommt, das heisst der Dauer der ehelichen Gemeinschaft auf schweizerischem Territorium, den Umständen der Auflösung der ehelichen Gemeinschaft und – im letzteren Zusammenhang – all - fälligen Gewalterfahrungen in der Ehe sowie der Existenz  Kinder. Je mehr diese Elemente ins Gewicht fallen, um so eher wird man von einer hinreichend schweren Betroffenheit ausgehen
Seite 10
C-6441/2008
können. Umgekehrt rechtfertigt sich ein um so strengerer Massstab, als sich die Härtesituation nicht gerade aus den oben genannten  Elementen ableiten lässt (siehe beispielsweise Urteile des Bundesverwaltungsgerichts C-5358/2007 vom 29. Juli 2010 E. 4.3 und C-1786/2007 vom 3. Juni 2010 E. 7.3 [je mit Hinweis]). Dabei darf jedoch nicht ausser Acht gelassen werden, dass der  in Art. 12 Abs. 2 zweiter Satz BVO unter anderem ausländische Ehegatten von Schweizer Bürgern von den Höchstzahlen der  auch für die Zeit nach Auflösung der Ehe  und auf diese Weise ihrer besonderen Lage Rechnung trägt.
6. 6.1 Die Beschwerdeführerin und ihr verstorbener Ehemann lernten sich im Jahr 2002 in Malaysia kennen. Seit jenem Zeitpunkt waren sie ein Paar und verbrachten soviel Zeit wie möglich gemeinsam. War der für einen Schweizer Konzern weltweit auf Montage tätige W._ beruflich im Ausland unterwegs, geschah dies in der Folge oft in  seiner Partnerin (vgl. Sachverhalt Bst. A vorstehend). Anscheinend gelangte W._ rasch zur Auffassung, in der  seine künftige Ehefrau gefunden zu haben (vgl.  den Beschwerdeentscheid der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern vom 28. Juli 2008 oder die Eindrücke eines  Bauleiters der „A._ AG“ vom 19. Februar 2007 [ 11]). Dass die Heirat nicht bereits damals erfolgte, lag daran, dass die Beschwerdeführerin zunächst die Familie und das Umfeld ihres Partners kennenlernen und herausfinden wollte, ob für sie ein Leben in der Schweiz vorstellbar sei. Im Juli 2004 reiste sie erstmals in die Schweiz ein, wo sie die Bekanntschaft der Familie ihres Partners machte. Von Ende August 2004 bis Ende Februar 2005 logierte sie im Hause ihres künftigen Gatten, während dieser zeitweilig auf Montage im Ausland weilte. In jener Zeit knüpfte sie zahlreiche Kontakte zu Verwandten, Nachbarn und weiteren an ihrem  X._ ansässigen Personen. Ausserdem begann sie mit dem Besuch von Deutschkursen. Am 1. Dezember 2005 kehrte die  definitiv hierher zurück, wo sie am 6. Januar 2006 ihren Lebenspartner heiratete. Am 31. Juli 2006 verstarb der Ehemann unerwartet an einem Herzversagen.
Auch wenn die Ehe wegen des Todes des Ehegatten bereits nach rund sieben Monaten aufgelöst wurde und sich der im Falle der  anrechenbare Aufenthalt somit vergleichsweise kurz
Seite 11
C-6441/2008
bemisst, liegen hier eine Reihe von Sachverhaltselementen bzw.  vor, welche in ihrer Gesamtheit geeignet sind, die  an das Mass der persönlichen Betroffenheit erheblich zu senken (zur Auflösung der Ehe durch den Tod eines Ehegatten vgl. Urteile des Bundesverwaltungsgerichts C-5358/2007 vom 29. Juli 2010 E. 4.4, C-1786/2007 vom 3. Juni 2010 E. 7.4 oder C-6527/2007 vom 16. Juni 2009 E. 7.4; ferner Botschaft zum Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer vom 8. März 2002, BBl 2002 3754, die den Tod des Ehegatten als Beispiel für einen „wichtigen persönlichen Grund“ nennt, der einen Anspruch auf Verlängerung der  nach Art. 50 Abs. 1 Bst. b AuG begründen kann; in diesem Sinne auch Urteil des Bundesgerichts 2C_266/2009 vom 2. Februar 2010 E. 5.2 in fine).
6.2 Auf dieser Grundlage ist anzuerkennen, dass die , als sie sich im Jahre 2002 mit einem Schweizer Bürger liierte, keine ausländerrechtlichen Ziele verfolgte. Wie eben dargetan, heiratete sie W._ erst nach mehrjähriger Beziehung und nachdem sie seine Familie, deren Umfeld sowie die schweizerischen Verhältnisse kennengelernt hatte. Nach Darstellung von Verwandten wäre W._ schon 2002/2003 gewillt gewesen, seine  zu ehelichen (vgl. Beschwerdebeilagen 17 und 33 oder den Beschwerdeentscheid der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern vom 28. Juli 2008), was jene aus obgenannten Gründen . Hätten die beiden sich damals zu einem solchen Schritt , wären sie zum Zeitpunkt des Todes des Ehemannes immerhin drei bzw. vier Jahre verheiratet gewesen. Eine weitere  liegt in der beruflichen Tätigkeit, welche der Verstorbene ausübte. Als Aussendienstmitarbeiter der „A._ AG“ war er gemäss Arbeitsbestätigung vom 19. September 2008 (vgl.  8) nämlich auf Baustellen in der ganzen Welt tätig gewesen und nur sporadisch hierzulande im Einsatz, mit den ent - sprechenden Konsequenzen für seine Lebenspartnerin. Dass solche Rahmenbedingungen das Führen einer Beziehung und erst recht ein Eheleben auf Schweizer Territorium erheblich erschwerten, versteht sich von selbst und darf vorliegend nicht einfach ausgeklammert werden. Zu vergegenwärtigen gilt es schliesslich das tragische Scheitern der gemeinsamen Lebenspläne durch den Tod des  nach der definitiven Wohnsitznahme in der Schweiz. Es  nachvollziehbar, dass die konkreten Todesfallumstände (, welches aufgrund des Alters und des Gesundheits-
Seite 12
C-6441/2008
zustandes von W._ anscheinend völlig unerwartet eintrat) die Beschwerdeführerin besonders hart getroffen haben. Vor diesem Hintergrund kommt dem Voraufenthalt in der Schweiz und der  auf schweizerischem Territorium nicht die Bedeutung zu, welche ihnen die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung bemisst. Vielmehr rechtfertigt sich ein milderer Massstab bei der Gewichtung der privaten Interessen der Beschwerdeführerin an einem weiteren Verbleib in der Schweiz; insbesondere die Todesfallumstände sind dementsprechend zu ihren Gunsten mitzuberücksichtigen.
6.3 Die unbescholtene Beschwerdeführerin hält sich inzwischen über fünfeinhalb Jahre hier auf. Während dieser Zeit ist es ihr in hohem Masse gelungen, sich in die schweizerischen Lebensverhältnisse . Anzumerken wäre, dass ihr bereits vor der Heirat, als sie ein halbes Jahr in X._ lebte, sehr daran gelegen war, sich zu integrieren. Die Integrationsbemühungen setzte sie nach der Heirat konsequent fort. Der Tod des Gatten tat ihren diesbezüglichen  keinen Abbruch, vielmehr baute sie sich selbständig ein funktionierendes soziales Netz mit vielfältigen und zum Teil recht engen Kontakten auf und aus. Die zahlreichen persönlichen und teils sehr engagierten Interventionen von Verwandten des verstorbenen Ehemannes, Nachbarn, Bekannten und sonstigen Ortsansässigen zu Gunsten der Beschwerdeführerin sprechen für sich und zeigen  auf, dass sie es bestens versteht, sich zu vernetzen (zum Ganzen vgl. Beschwerdebeilagen 17 – 53, ferner die Beilagen zur Beschwerdeergänzung vom 3. Dezember 2008 und Beilagen 4 – 10 der ergänzenden Vorbringen vom 16. August 2010). Ihre  Anstrengungen gehen in dieser Hinsicht mithin weit über das hinaus, was von einer ausländischen Person mit vergleichbarem  verlangt werden kann und darf. Aktenmässig erstellt ist ferner, dass sie regelmässig das Grab von W._ aufsucht. Den Verlust des Ehemannens vor Ort verarbeiten zu können, stellt in besagtem Kontext ein weiteres legitimes Anliegen dar.
6.4 Was die sprachliche Integration anbelangt, so hat die  bereits während ihrer sechsmonatigen Anwesenheit 2004/2005 erste Deutschkurse besucht. Seit der definitiven Wohnsitznahme in der Gemeinde X._ ist sie daran, ihre  der deutschen Sprache zu verbessern und zu vertiefen. Hierfür hat sie weiterhin regelmässig Kurse besucht, letztmals im Frühsommer 2010. Hinzu kamen Privatlektionen (zu Dauer und Umfang dieser
Seite 13
C-6441/2008
Kurse vgl. Beschwerdebeilagen 15, 52, 53 sowie Beilagen zur  vom 16. August 2010). Heute kann sie sich problemlos mit Dritten in dieser Sprache verständigen.
6.5 Auch die berufliche und wirtschaftliche Integration kann als  bezeichnet werden. Vom 20. September 2006 an hatte die  während eines knappen Jahres eine Vollzeitstelle in einem lokalen Hotelbetrieb inne. Zwar handelte es sich nicht um eine qualifizierte Tätigkeit, doch wurden ihre Arbeit und ihre charakterlichen Eigenschaften dort sowohl vom Betriebsinhaber als auch von der Hotelkundschaft sehr geschätzt. Nach dem negativen Entscheid der Arbeitsmarktbehörde wurde das Arbeitsverhältnis per Ende Juni 2007 beendet. Der Arbeitgeber, der angab, es sei ein richtiger Glücksfall, eine solche Mitarbeiterin zu beschäftigen, würde die Betroffene aber jederzeit wieder anstellen (vgl. Beschwerdebeilagen 54, 55 und 57 oder die beiden letzten Bestätigungen des Arbeitgebers). Seither soll sie ehrenamtlich Arbeiten für unterstützungsbedürftige Personen erledigen. Dank einer Witwen- und Pensionskassenrente von  Fr. 3'443.- und dem ausgerichteten Todesfallkapital von Fr. 57'725.- ist die Beschwerdeführerin auch ohne entgeltliche Tätigkeit  selbständig und hinreichend abgesichert. Als Haupterbin des Vermögens ihres verstorbenen Ehemannes ist sie mittlerweile  einer Liegenschaft mit einem amtlichen Wert von knapp Fr. 550'000.-. Dadurch wurde sie Burgerin der Bäuertgemeinde X._. Die damit verbundenen Verpflichtungen und Engagements würde sie gerne persönlich wahrnehmen. Schliesslich weist sie einen tadellosen strafrechtlichen und betreibungsrechtlichen Leumund auf. Alles in allem zeugt die dargelegte Entwicklung von einem  Integrationswillen und einer erstaunlichen Nähe und  zur jetzigen Wohngemeinde. In der Wahrnehmung diverser Referenzpersonen gilt die Beschwerdeführerin denn als vollkommen akzeptiertes Mitglied der Dorfgemeinschaft.
6.6 Die Beschwerdeführerin hat sich sukzessive auf eine Zukunft mit ihrem Ehemann in der Schweiz eingerichtet und deswegen ihr Heimatland verlassen. Ihr einziger – inzwischen volljähriger – Sohn blieb aus sprachlichen und schulischen Gründen in der Obhut ihrer Schwester auf den Philippinen zurück. Die unfreiwillige Aufgabe der nun aufgebauten Bande zur Schweiz kann zwar nicht als schlichtweg unzumutbar beurteilt werden, es besteht indessen kein Zweifel, dass sie unter den aktuellen Begebenheiten einen erheblichen Eingriff in die
Seite 14
C-6441/2008
Lebensverhältnisse der Beschwerdeführerin darstellen würde. Wohl ist einzuräumen, dass sie den grössten Teil ihres Leben in ihrer Heimat verbracht hat und mit den dortigen Verhältnissen nach wie vor vertraut sein dürfte. Eine Reintegration erschiene von daher möglich. Dennoch sähe sie sich beim Neuaufbau einer Existenz mit einigen Mühen konfrontiert. Die mit der erzwungenen Rückkehr verbundene  ihrer Lebensverhältnisse träfe die Beschwerdeführerin umso härter, als sie sich als unverschuldete Folge tragisch  Lebenspläne präsentierte.
6.7 Unter Berücksichtigung der gesamten Umstände (unerwarteter Todesfall, enge Bande zur Familie des verstorbenen Ehemannes, ausgeprägter Integrationswille, fortgeschrittene Integration) gelangt das Bundesverwaltungsgericht zum Ergebnis, dass eine  der Aufenthaltsbewilligung – jedenfalls zum heutigen Zeitpunkt – in rechtserheblicher Weise in die persönlichen Verhältnisse der Beschwerdeführerin eingreifen würde. Das öffentliche Interesse an der Durchsetzung einer restriktiven Migrationspolitik in Bezug auf Personen aus dem Nicht-EU/EFTA-Raum muss unter den gegebenen Umständen gegenüber dem Interesse der Beschwerdeführerin an einer weiteren ausländerrechtlichen Regelung ihres Aufenthalts zurückstehen. Indem die angefochtene Verfügung dem öffentlichen Interesse ein grösseres Gewicht beimisst, erweist sie sich als .
7. Aus den vorstehenden Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt (Art. 49 Bst. a VwVG). Die Beschwerde ist deshalb gutzuheissen, die angefochtene Verfügung aufzuheben und der Verlängerung der kantonalen Aufenthaltsbewilligung zuzustimmen.
8. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind der Beschwerdeführerin keine Verfahrenskosten aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG), und es ist ihr gestützt auf Art. 64 VwVG i.V.m. Art. 7 ff. des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) zu Lasten der  eine angemessene Parteientschädigung auszurichten.
9. Das vorliegende Urteil ist endgültig (Art. 83 Bst. c Ziff. 2 des  vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
Seite 15
C-6441/2008