Decision ID: e89624c5-1f5d-4bed-950c-894e519eda1a
Year: 2019
Language: de
Court: SG_VGN
Chamber: SG_VGN_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A. Die Q._ AG, X._, entwickelt und produziert auf ihren Grundstücken Nrn. 00_ und
01_, Grundbuch X._, A._-Produktionssysteme für den professionellen Bau- und
Heimwerkerbereich. Das Grundstück Nr. 00_ ist mit einem Fabrikgebäude überbaut
und liegt nach dem Zonenplan der Politischen Gemeinde X._ vom 11. Juni 1996 in der
Industriezone IA. Auf dem Grundstück Nr. 01_, das in der Gewerbe-/Industriezone GIA
liegt, betreibt die Q._ AG ein erdüberdecktes Flüssiggastanklager. Die Flüssiggase
werden periodisch mit Tanklastwagen angeliefert.
B. Im Zusammenhang mit dem Baugesuch für das unterirdische Tanklager reichte die
Q._ AG im Juni 2005 dem Amt für Umwelt und Energie des Kantons St. Gallen
(nachstehend: AFU) den erforderlichen Kurzbericht betreffend Gefahrenpotenzial von
möglichen Störfallszenarien ein (act. 7/11/3). Mit Verfügung vom 11. Juli 2005 erachtete
das AFU den Bericht als vollständig und richtig und eine schwere Schädigung der
Bevölkerung oder Umwelt infolge eines Störfalls als nicht zu erwarten. Weiter wurde
verfügt, dass bei erheblichen Veränderungen im Betrieb oder der Umgebung der
Kurzbericht zu ergänzen und neu einzureichen sei. Weiter habe die Inhaberin jederzeit
dafür zu sorgen, dass alle zur Verminderung des Risikos geeigneten Massnahmen nach
dem aktuellen Stand der Sicherheitstechnik getroffen würden. Als konkrete technische
Massnahme zur wirksamen Kühlung des Lastwagentanks verlangte das AFU
schliesslich, dass unter dem Vordach im Bereich des Ablads eine Sprinkleranlage oder
eine hinsichtlich der Kühlleistung gleichwertige Massnahme realisiert werde (act.
7/11/3).
C. Im Rahmen der Überarbeitung des Überbauungsplanes „Industrie Y._“, zu dessen
Perimeter die Parzelle Nr. 01_ der Q._ AG sowie die Nachbarparzellen Nrn. 02_,
03_, 04_, 05_ und 06_ gehören, fand am 18. September 2013 eine Besprechung
zwischen der kommunalen Planungsbehörde, dem AFU, dem AREG sowie allen
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beteiligten Grundeigentümern statt. Als Ergebnis wurde festgestellt, dass im
Überbauungsplan keine ergänzenden Schutzmassnahmen vorzusehen seien, weil eine
allfällige Sanierungspflicht bei der Q._ AG als Verursacherin liege. In der Folge wurde
die Q._ AG als Betreiberin des Flüssiggastanklagers ersucht, die entsprechenden
Abklärungen betreffend Störfallanalyse zu veranlassen, damit die entsprechende
Beurteilung für konkrete Bauvorhaben möglich sei (act. 7/11/10).
Mit Schreiben vom 5. November 2013 teilte die Q._ AG mit, dass zurzeit kein Auftrag
zur Ergänzung des Kurzberichtes erteilt werde, räumte aber ein, dass
Diskussionsbedarf bestehe (act. 7/11/11). Da nicht mit einer Ergänzung des
Kurzberichtes gerechnet werden konnte, gab das AFU eine externe Einschätzung zur
BLEVE (Abkürzung für Boiling Liquid Expanding Vapor Explosion) beim Einlagern von
Flüssiggas in Auftrag. Die BLEVE ist eine Gasexplosion einer expandierenden
siedenden Flüssigkeit, die vor allem beim Einlagern von Flüssiggas entstehen kann. Die
beauftragte A._ & B._ AG reichte das Gutachten am 21. August 2014 ein (act.
7/11/21).
Der überarbeitete Planungsbericht für den Überbauungsplan „Industriegebiet Y._“
vom 13. Oktober 2014 hält fest, dass bei einem allfällig erhöhten Risiko die Q._ AG
verantwortlich sei und dass sie bei der Ansiedlung neuer Betriebe ihren Kurzbericht
anpassen oder eine Risikoanalyse erstellen müsse. Am 11. November 2014 beschloss
der Stadtrat bezüglich der zu erlassenden und aufgelegten Besonderen Bestimmungen
des Überbauungsplanes die entsprechende Änderung. Das Baudepartement
genehmigte den Überbauungsplan „Industriegebiet Y._“ am 19. Dezember 2014 (act.
7/11/54/56).
D. Am 3. Dezember 2014 teilte das AFU der Q._ AG mit Zustellung eines
Verfügungsentwurfes mit, dass wegen eines nunmehr konkreten Baugesuchs in
unmittelbarer Nähe der Flüssiggaseinlagerungsstelle eine Ergänzung des Kurzberichts
aus dem Jahr 2005 verlangt werde (act. 7/11/12). Die Q._ AG bestritt mit Eingabe vom
30. April 2015 ihres Rechtsvertreters, dass eine solche Ergänzung verlangt werden
könne. Im Eventualstandpunkt wurde geltend gemacht, die Ergänzung des
Kurzberichtes darauf zu beschränken, ob die Bebauung der Parzelle Nr. 07_ eine
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wesentliche Änderung der tatsächlichen Verhältnisse bewirke, die eine Ergänzung des
Kurzberichtes notwendig mache (act. 7/11/66).
Mit Verfügung vom 17. Juli 2015 verlangte das AFU, dass die Q._ AG bis
31. Dezember 2015 einen ergänzenden Kurzbericht zum Tanklastwagen-BLEVE-
Szenario bei der Flüssiggaseinlagerung in das erdüberdeckte Flüssiggastanklager
einreiche. Für den Fall, dass sich die Q._ AG stattdessen für die Erstellung einer
Risikoermittlung entschliessen sollte, sei bis 31. August 2015 entsprechende Mitteilung
zu machen, sodass anschliessend eine Ausarbeitungsfrist bis 31. Dezember 2016
vereinbart werden könne (act. 7/11/69).
E. Gegen die Verfügung des AFU vom 17. Juli 2015 erhob die Q._ AG durch ihren
Rechtsvertreter am 6. August 2015 Rekurs beim Baudepartement des Kanton St.
Gallen mit den Anträgen: (1) Die angefochtene Verfügung sei aufzuheben; (2) Es sei
festzustellen, dass ein Tanklastzug-BLEVE als relevantes Szenario für ein Ereignis mit
dem Potenzial einer schweren Schädigung ausgeschlossen werden kann; (3) Eventuell
sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Vorinstanz anzuweisen, die

Beweiserhebungen im Sinn der Erwägungen zu ergänzen und neu zu verfügen; (4)
Unter Kosten- und Entschädigungsfolge. In der Rekursergänzung vom 21. September
2015 wurden einerseits formaljuristische Rügen wegen Verletzung der Parteirechte
erhoben. Andererseits wurde materiell-rechtlich geltend gemacht, dass sich die
tatsächlichen Verhältnisse seit dem Kurzbericht im Jahr 2005 nicht verändert hätten.
Das Gutachten der A._ & B._ AG sei inhaltlich falsch und die beigelegten Unterlagen
zum kantonalen Risikokataster RCAT seien unvollständig und würden die konkreten
Verhältnisse bei der Q._ AG nicht berücksichtigen (act. 7/1/5). Zum
Augenscheinprotokoll vom 14. März 2016 und zur vorläufigen Beurteilung der
Rekursaussichten nahm die Q._ AG am 27. April 2016 Stellung (act. 7/19).
Mit Entscheid vom 8. Dezember 2016 wurde der Rekurs der Q._ AG unter Kostenfolge
abgewiesen.
F. Mit Eingabe ihres Rechtsvertreters vom 13. Januar 2017 erhob die Q._ AG
(Beschwerdeführerin) gegen den am 9. Dezember 2016 zugestellten Rekursentscheid
des Baudepartementes (Vorinstanz) Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Sie
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beantragte, unter Kosten- und Entschädigungsfolge seien der Entscheid des
Baudepartementes vom 8. Dezember 2016 und die Verfügung des Amtes für Umwelt
und Energie des Kantons St. Gallen vom 17. Juli 2015 aufzuheben; eventualiter sei die
angefochtene Verfügung aufzuheben und die verfügende Instanz anzuweisen, die
Beweiserhebung im Sinne der Erwägungen zu ergänzen und neu zu verfügen.
Die Vorinstanz verwies mit Vernehmlassung vom 15. Februar 2017 auf den
angefochtenen Entscheid und beantragte die Abweisung der Beschwerde. Dem
Gesuch der Beschwerdeführerin entsprechend, wurden die Akten ihrem
Rechtsvertreter am 26. Februar 2018 zur Einsichtnahme zugestellt. Sie wurden am
8. März 2018 ohne materiellen Kommentar retourniert.
Auf die Erwägungen im angefochtenen Entscheid und die Ausführungen der
Beschwerdeführerin zur Begründung ihrer Anträge sowie die Akten wird – soweit
wesentlich – in den Erwägungen eingegangen.
Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1. Das Verwaltungsgericht ist zum Entscheid in der Sache zuständig (Art. 59 Abs. 1
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege; sGS 951.1, VRP). Die
Beschwerdeführerin ist als Adressatin des Rekursentscheides, mit welchem ihren
Anträgen nicht entsprochen wurde, zur Ergreifung des Rechtsmittels berechtigt (Art. 64
in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerde wurde mit Eingabe vom
13. Januar 2017 rechtzeitig erhoben und begründet. Sie erfüllt in formeller und
inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen Voraussetzungen (Art. 64 in Verbindung mit
Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 VRP). Auf die Beschwerde ist grundsätzlich
einzutreten.
Nicht einzutreten ist auf die Beschwerde, soweit die Beschwerdeführerin beantragt, die
Verfügung des Amtes für Umwelt und Energie des Kantons St. Gallen (AFU) vom
17. Juli 2015 (act. 7/11/69) sei aufzuheben. Die erstinstanzliche Verfügung ist durch
den angefochtenen Rekursentscheid ersetzt worden; sie gilt im Beschwerdeverfahren
zwar als inhaltlich mit angefochten, jedoch ist die selbständige Anfechtung
bis
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ausgeschlossen (Devolutiveffekt, vgl. VerwGE B 2015/87 vom 26. April 2018 E. 1 mit
Hinweisen auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung, www.gerichte.sg.ch).
2. Art. 10 des Bundesgesetzes über den Umweltschutz (Umweltschutzgesetz; SR
814.01, USG) regelt gemäss seiner Überschrift den Katastrophenschutz und will
störfallbedingte Einwirkungen begrenzen. Die Ausführungsbestimmungen sind in der
Verordnung über den Schutz vor Störfällen (Störfallverordnung; SR 814.012, StFV)
festgelegt.
2.1. Nach Art. 10 Abs. 1 USG haben Betreiber von Anlagen, die bei ausserordentlichen
Ereignissen den Menschen oder seine natürliche Umwelt schwer schädigen können,
die zum Schutz der Bevölkerung und der Umwelt notwendigen Massnahmen zu treffen.
Dabei sind insbesondere geeignete Standorte zu wählen, die erforderlichen
Sicherheitsabstände einzuhalten, technische Sicherheitsvorkehren zu treffen sowie die
Überwachung des Betriebes und die Alarmorganisation zu gewährleisten. Die
Formulierung „schwer schädigen können“ verlangt keine hohe
Eintretenswahrscheinlichkeit schwerer Schäden, sondern das Bestehen eines
entsprechenden Gefahrenpotenzials genügt (H. Seiler, in: Kommentar zum
Umweltschutzgesetz, 2. Aufl. 1998, N 31 zu Art. 10 USG).
2.2. Der StFV unterliegen insbesondere Betriebe, in denen die Mengenschwellen für
Stoffe, Zubereitungen oder Sonderabfälle nach Anhang 1.1 überschritten werden (Art. 1
Abs. 2 lit. a StFV). Dem Betriebsinhaber kommt eine grosse Eigenverantwortung zu,
indem er zunächst selber die Tragbarkeit des Risikos zu beurteilen hat (Seiler, a.a.O., N
78 und N 84 zu Art. 10 USG), während der Vollzugsbehörde die Kontrolle mit
Entscheidbefugnis obliegt (Seiler, a.a.O., N 88 und N 101 zu Art.10 USG).
Fällt die Anlage unter die StFV, hat der Inhaber in einem ersten Schritt einen
Kurzbericht zu erstellen, den er der Vollzugsbehörde einreicht (Art. 5 StFV). Der
Kurzbericht beschreibt insbesondere das Ausmass der möglichen Schädigung der
Bevölkerung oder der Umwelt infolge von Störfällen (Art. 5 Abs. 1 lit. f StFV). Sofern die
Prüfung des Kurzberichtes die Annahme zulässt, dass keine schweren Schädigungen
infolge von Störfällen zu erwarten sind, wird auf weitere Abklärungen verzichtet (Art. 6
Abs. 3 StFV). Ergibt hingegen der Kurzbericht, dass eine schwere Schädigung nicht
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ausgeschlossen ist, so verfügt die Behörde, dass der Inhaber eine Risikoermittlung
erstellen und der Behörde einreichen muss (Art. 6 Abs. 4 StFV).
2.3. Dass der Betrieb des Flüssiggastanklagers auf dem Grundstück Nr. 01_ in den
Anwendungsbereich der StFV fällt, ist unbestritten. Die Beschwerdeführerin hat mit
dem Gesuch für den Neubau des erdverlegten Flüssiggastanklagers im Jahr 2005 dem
AFU den nach Art. 5 StFV erforderlichen Kurzbericht (act. 7/11/3) eingereicht. Das AFU
hat diesen nach Art. 6 StFV geprüft und mit Verfügung vom 11. Juli 2005 (act. 7/11/3)
bestätigt, dass er vollständig und richtig sei, verlangte aber, dass zur effizienten
Kühlung des Lastwagentanks unter dem Vordach im Bereich des Ablads eine
Sprinkleranlage oder eine gleichwertige Massnahme installiert werde. Zusätzlich
verlangte das AFU, dass der Kurzbericht bei erheblichen Veränderungen im Betrieb
oder der Umgebung ergänzt und erneut eingereicht werde (act. 7/11/3 E. 2.3). Diese
Auflage korrespondiert mit den gemäss Katastrophenschutz verbundenen Pflichten, bei
denen es sich um eigentliche Daueraufgaben handelt. Der Anlagenbetreiber darf es
nicht bei der einmaligen Beurteilung des Risikos bewenden lassen. Er muss seine
Anlage dauernd überwachen und gegebenenfalls eine erneute Risikobeurteilung
vornehmen, sofern Änderungen innerhalb des Betriebes oder wesentliche
Veränderungen der Faktoren in der Umgebung sowie Änderungen des Standes der
Technik vorliegen (Seiler, a.a.O., N 83 zu Art. 10 USG). Entsprechend hat der Inhaber
eines Betriebs nach Art. 1 StFV, der einen Kurzbericht, aber keine Risikoermittlung
erstellt hat, den Bericht zu ergänzen und der Vollzugsbehörde erneut einzureichen,
wenn sich die Verhältnisse im Nachgang wesentlich ändern oder relevante neue
Erkenntnisse vorliegen (Art. 8a Abs. 1 StFV).
3. Die Beschwerdeführerin rügt die Verletzung ihrer Parteirechte (act. 1, III/B/5-14) im
Zusammenhang mit der Einholung des Gutachtens des Ingenieurbüros A._ & B._
vom 21. August 2014 (act. 7/11/21; nachfolgend: Gutachten).
3.1. Die Beschwerdeführerin macht zunächst geltend, erstmals anlässlich der
Besprechung vom 2. September 2014 vom Gutachten erfahren zu haben; das
Gutachten sei ihr erst am 15. September 2014 zugestellt worden (act. 1, III/B/8). Im
Schreiben des AFU vom 15. September 2014 (act. 7/11/28) sei die Bedeutung des
Gutachtens als nicht entscheidrelevant bezeichnet worden. Weiter rügt die
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Beschwerdeführerin, ihr sei nicht offengelegt worden, dass die Begehung vom
19. Februar 2014 als Beweiserhebung für die Einholung des Gutachtens erfolge; zudem
sei die Teilnahme ihres fachtechnischen Beraters Dr. K._, der als Zeuge angerufen
wird, verwehrt worden (act. 1, III/B/9). Die Beschwerdeführerin habe sich auch nicht zur
Person der Gutachter äussern und keine Ergänzungsfragen zum Gutachten stellen
können (act. 1, III/B/9). Das AFU habe die Beschwerdeführerin erst mit Zustellung des
Verfügungsentwurfes vom 3. Dezember 2014 (act. 7/11/43/44) vollständig über das
Verfahren betreffend Störfallvorsorge orientiert (act. 1, III/B/11). Allerdings sei im
Verfügungsentwurf vom 3. Dezember 2014 kein Bezug auf das Gutachten genommen
worden. Demgegenüber sei in der definitiven Verfügung vom 17. Juli 2015 (act.
7/11/69) dem Gutachten entscheidrelevante Bedeutung beigemessen worden (act. 1,
III/B/8). Das AFU habe der Beschwerdeführerin nicht nur die Mitwirkungsrechte
beschnitten, sondern auch ihre Orientierungspflicht verletzt. Dadurch sei das rechtliche
Gehör im Beweisverfahren nicht gewährt worden, was zur Aufhebung des betreffenden
Entscheides führen müsse (act. 1, III/B/12).
3.2. Entgegen der Behauptung der Beschwerdeführerin musste sie bei der Begehung
vom 19. Februar 2014 wissen, dass seitens des AFU Abklärungen zur Störfallvorsorge
eingeleitet worden waren. Dies ergibt sich zunächst aus der Einladung zur Begehung,
worin ausdrücklich auf die Störfallvorsorge betreffend des Betriebs der
Beschwerdeführerin hingewiesen wurde (act. 7/11/49, Punkt 6b). Zudem ist die
Begehung vom 19. Februar 2014 im Kontext mit der Besprechung vom 18. September
2013 zu sehen. Aus der Aktennotiz der Besprechung vom 18. September 2013 (act.
7/11/10) ergibt sich, dass die Störfallvorsorge unter Punkt 6b angesprochen wurde. Die
Beschwerdeführerin war an der genannten Besprechung vertreten. Auch in der
Stellungnahme der Beschwerdeführerin vom 5. November 2013 (act. 7/11/11) wurde
die Risikobeurteilung/Risikoanalyse ausdrücklich angesprochen. Zutreffend ist, dass
seitens des Rechtsdienstes des AFU der Beschwerdeführerin am Telefon vom
3. Februar 2014 erklärt wurde, dass der fachtechnische Berater der
Beschwerdeführerin (Dr. K._) an der Begehung vom 19. Februar 2014 nicht teilnehmen
soll, weil die Objektivität gefährdet sei, wenn bereits vorbefasste Personen an der
Besprechung teilnehmen (act. 7/11/13). Die Beschwerdeführerin hat gegen die Nicht-
Zulassung ihres fachtechnischen Beraters offenbar nicht opponiert, wie sich
insbesondere aus dem Schreiben der Beschwerdeführerin vom 25. März 2014 ergibt
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(act. 7/11/13). Auch mit Schreiben vom 15. August 2014 hat die Beschwerdeführerin
bezüglich der Begehung/Besprechung vom 19. Februar 2014 keine Verfahrensfehler
geltend gemacht (act. 7/11/23). Mit Schreiben vom 15. September 2014 hat das AFU
der Beschwerdeführerin das Gutachten zugestellt (act. 7/11/28). Unter Einräumung des
rechtlichen Gehörs hat das AFU der Beschwerdeführerin am 3. Dezember 2014 den
Entwurf der Verfügung zugestellt (act. 7/11/43/44). In der undatierten (Poststempel
30. April 2015) Stellungnahme zum Verfügungsentwurf äusserte sich die
Beschwerdeführerin materiell zum Gutachten, ohne aber Verfahrensfehler betreffend
dessen Zustandekommen geltend zu machen (act. 7/11/66). Die Rüge der Verletzung
des rechtlichen Gehörs wurde erstmals mit Rekurs vom 6. August/21. September 2015
gegen die definitive Verfügung vom 17. Juli 2015 (act. 7/11/69) erhoben (act. 7/1/5).
3.3. Der Anspruch auf rechtliches Gehör gibt den Verfahrensbeteiligten bei der
Einholung einer Expertise das Recht, sich zur Person des Gutachters zu äussern sowie
rechtzeitig Gelegenheit zu erhalten, Einwendungen zu erheben oder Ergänzungsfragen
zu stellen (Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, 2. Aufl.
2003, Rz. 976 ff.; K. Plüss, in: A. Griffel [Hrsg.], Kommentar VRG, N 75 zu § 7 VRG/ZH).
Von den Verfahrensbeteiligten festgestellte Verfahrensfehler sind sofort nach
Kenntnisnahme zu rügen, andernfalls ihr Einwand als verspätet gilt und nicht mehr
gehört werden kann (Häfelin/Müller/Ullmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 7. Aufl.
2016, Rz. 721; BGE 138 I 97 E. 4.1.5).
Die Beschwerdeführerin hat mit Schreiben vom 15. September 2014 (act. 7/11/28) vom
Gutachten Kenntnis erhalten und Rügen betreffend Verletzung des rechtlichen Gehörs
erst mit Rekurs vom 6. August 2015 beziehungsweise 21. September 2015 erhoben
(act. 7/1/5). Die formaljuristischen Rügen sind damit zu spät erfolgt, weshalb sie nicht
mehr zu hören sind. Damit erübrigt es sich, Dr. K._ betreffend dessen Nichtzulassung
zur Besprechung vom 19. Februar 2014 als Zeuge zu befragen.
4. Während das AFU und die Vorinstanz aufgrund wesentlicher Änderungen der
Verhältnisse und relevanter neuer fachtechnischer Erkenntnisse die Ergänzung des
nunmehr 13-jährigen Kurzberichtes (act. 7/11/3) verlangen, bestreitet die
Beschwerdeführerin das Vorliegen der Voraussetzungen nach Art. 8a Abs. 1 StFV.
Diese Bestimmung verlangt alternativ eine wesentliche Änderung der Verhältnisse
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(nachstehend E. 4.1) oder relevante neue Erkenntnisse (nachstehend E. 4.2). Dass
Art. 8a StFV im vorliegenden Fall zur Anwendung gelangt, ist unbestritten (act. 1, III/B/
15 und 20).
4.1. Die Vorinstanz bestätigt die Annahme des AFU, wonach eine wesentliche
Änderung der Verhältnisse darin liege, dass auf den angrenzenden Parzellen seit
Erstellung des Kurzberichtes zwei Bauvorhaben realisiert worden seien und ein drittes
vor der Vollendung stehe (act. 2 E. 3.5). Nach Meinung der Beschwerdeführerin wird
nicht konkret dargelegt, inwiefern zwei konkrete Bauvorhaben sowie ein
bevorstehendes Projekt als eine wesentliche Änderung der Verhältnisse zu taxieren
seien. Die realisierten Bauten und das Bauprojekt lägen zwar innerhalb der
Einwirkungsradien des Szenarios „Tanklastzug-BLEVE“, welches aber gemäss
Kurzbericht (act. 7/11/3) als ausgeschlossenes Ereignis qualifiziert werde und deshalb
irrelevant sei (act. 1, III/B/19).
Zu Recht wird seitens der Beschwerdeführerin nicht bestritten, dass der Begriff
„Verhältnisse“ nicht nur Änderungen im Betrieb, sondern auch in der Umgebung des
Betriebes umfasst, wie dies in der Verfügung vom 11. Juli 2005 ausdrücklich
festgestellt wird (act. 7/11/3 E. 2.3). Entgegen der Meinung der Beschwerdeführerin
jedoch stellen neue Bauten in der Nachbarschaft, die von Störfällen betroffen sein
könnten, eine wesentliche Änderung der Verhältnisse dar und zwar unabhängig davon,
ob die Neubauten aufgrund einer Neueinzonung oder aufgrund bereits bestehender
Bauzonen realisiert werden (Handbuch I zur Störfallverordnung [StFV], BAFU, Bern
2008, Ziff. 1.4.2 [S. 28]; sinngemäss BGer 1A.133/2006 vom 4. Oktober 2006 E. 2.3).
Damit geht der Hinweis der Beschwerdeführerin, die Nachbarliegenschaften hätten
bereits bei der Erstellung des Kurzberichtes im Jahre 2005 zur Industriezone gehört,
weshalb keine Verhältnisänderung vorliege, ins Leere. Dass die neuen Bauten
beziehungsweise die sich darin befindlichen Personen von einem Störfall im Betrieb der
Beschwerdeführerin betroffen sein könnten, ergibt sich nicht erst aus dem Gutachten,
sondern bereits aus dem Kurzbericht aus dem Jahr 2005 (S. 25, Formblatt 6.0 und
S. 27-30), was auch die Beschwerdeführerin grundsätzlich einräumt (act. 1, III/B/16). In
Würdigung des Kurzberichtes hält die Vorinstanz fest, dass dieser für das betroffene
Nachbargebiet bei einer teilweisen landwirtschaftlichen Nutzung von einer mittleren
Mortalität von 30 Prozent ausgeht beziehungsweise dass sich rund 30 Personen im
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betroffenen Freien befinden würden. Aufgrund der Überbauung der
Nachbarliegenschaften müsse angenommen werden, dass selbst unter der
Mortalitätsannahme der Beschwerdeführerin im Rekursverfahren heute wesentlich
mehr Personen von einem möglichen BLEVE betroffen sein würden als dies noch im
Jahr 2005 der Fall war (act. 2, E. 3.5.2 [S. 11]; vgl. auch act. Ordner 1-3 zu den BG-Nrn.
1+2 sowie zu Projekt Nr.3). In der Beschwerdebegründung werden diese Annahmen
der Vorinstanz nicht in Frage gestellt. Die Beschwerdeführerin kritisiert vielmehr die
fehlende Begründung für die Annahme einer Verhältnisänderung und macht ferner
geltend, dass das Szenario Tanklastzug-BLEVE als ausgeschlossenes und irrelevantes
Ereignis bezeichnet werden müsse (act. 1, III/B/16+17). Die Schlussfolgerung der
Beschwerdeführerin lässt sich aus der Verfügung vom 11. Juli 2005 (act. 7/11/3) nicht
ziehen. Aus dem Kontext der E. 2.2.2 sowie aus der Zusammenfassung E. 2.3 der
obgenannten Verfügung ergibt sich vielmehr, dass das AFU im Rahmen der
vorgenommenen Plausibilitätsprüfung des Kurzberichtes eine schwere Schädigung der
Bevölkerung oder der Umwelt infolge eines Störfalls als „nicht zu erwarten“ erachtete.
Dass das AFU das Szenario Tanklastzug-BLEVE nicht als ausgeschlossenes und damit
irrelevantes Ereignis betrachtete, ergibt sich insbesondere aus dem Dispositiv der
Verfügung vom 11. Juli 2005 (act. 7/11/3): In II/1 wird festgestellt, dass ein Störfall nicht
zu erwarten ist. In II/2 wird die Beschwerdeführerin verpflichtet, bei erheblichen
Veränderungen im Betrieb oder der Umgebung den Kurzbericht zu ergänzen. In II/3
schliesslich wird die Beschwerdeführerin verpflichtet, jederzeit dafür zu sorgen, dass
alle zur Verminderung des Risikos geeigneten Massnahmen nach dem aktuellen Stand
der Sicherheitstechnik getroffen werden. Gegenstand einer allfälligen Ergänzung des
Kurzberichts ist zudem nicht allein die Beurteilung des Betankungsvorgangs, sondern
insgesamt der Betrieb der Flüssiggastankanlage durch die Beschwerdeführerin auf
dem Grundstück Nr. 01_.
Vor diesem Hintergrund erweist sich die weitere Rüge der Beschwerdeführerin, einer
nochmaligen Beurteilung des Tanklastzug-BLEVE-Szenarios stehe der Grundsatz des
Vertrauensschutzes entgegen (act. 1, III/B/19), als unbegründet. Die Frage der
Ergänzungspflicht eines Kurzberichtes beurteilt sich nach Art. 8a StFV in Verbindung
mit der Verfügung vom 11. Juli 2005 des AFU (act. 7/11/3). Aufgrund dieser Vorgaben
ist im vorliegenden Fall von einer wesentlichen Änderung der Verhältnisse auszugehen,
weshalb die Voraussetzungen des Vertrauensschutzes nicht erfüllt sind, weil die
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Beschwerdeführerin nicht davon ausgehen durfte, es bleibe beim Kurzbericht und den
getätigten Sicherheitsmassnahmen. Angesichts der vielfach komplexen und
ungewissen Situationen, welche im Rahmen des Katastrophenschutzes auftreten
können, kommt der Rechtssicherheit und der damit verbundenen Voraussehbarkeit
und Berechenbarkeit des Verwaltungshandelns nur beschränkte Bedeutung zu, weil
der Einzelfallgerechtigkeit der Vorzug gegeben wird (BVGer A-5781-2007 vom 18. Juni
2008 E. 4.3.4).
4.2. Bezüglich der zweiten Voraussetzung nach Art. 8a Abs. 1 StFV – relevante neue
Erkenntnisse – macht die Beschwerdeführerin geltend, die Verfügung des AFU vom
17. Juli 2015 (act. 7/11/69) entbehrte einer nachvollziehbaren Begründung, aufgrund
welcher neuer Erkenntnisse eine mit einem Fahrzeugbrand eingesetzte Ereigniskette zu
einem BLEVE mit einer Explosion der vollen Tankladekapazität von 23.6 t führen soll.
Im Kurzbericht sei festgestellt worden, dass im Fall eines Fahrzeugbrands ein höchst
unwahrscheinlicher BLEVE schlechtestenfalls – nämlich bei Versagen beziehungsweise
Ausfall der Kühlungsmassnahmen von Feuerwehr und Sprinkler zugleich – mit einer
äusserst geringen Menge Gas infolge eines Gasaustrittes das Feuer selbst
verursachenden Tanklastwagen eintreten würde, da die weitaus überwiegende
Gasmenge bereits verbraucht sein würde, bis der Druck im Tank und die Erhitzung der
Tankwand hoch genug wären, um die Berstgrenze zu überschreiten (act. 1, III/B/
21+28). Die Feststellungen im Kurzbericht würden sich mit den Erhebungen im
Rahmenbericht Flüssiggas/Tankanlagen der Arbeitsgruppe Flüssiggas/Tankanlagen/
A._ & B._ AG aus dem Jahr 1993 decken (act. 1, III/B/25+26). Im Gutachten würden
lediglich Modellierungen vorgenommen, welche Folgen eines solchen BLEVE mit der
Explosion der vollen Nutzlast eintreten könnten, ohne dass dargelegt werde, wie es zu
einem solchen Ereignis kommen könne (act. 1, III/B/29). Analoges gelte bezüglich der
Letalitätsradien. Das im Gutachten verwendete Berechnungsmodell beruhe auf einer
Publikation aus dem Jahr 1999 (act. 1, III/B/31). Die Berechnungsmethode gemäss der
genannten Publikation 1999 werde in dem für die Schweiz als Standard für die
Risikobeurteilung geltenden Yellowbook (Ausgabe 2005) nicht erwähnt (act. 1, III/B/34).
Deshalb müsse davon ausgegangen werden, dass nach wie vor die Modelle gemäss
den Grundlagenberichten 1993/1996, wonach der Tanklastzug-BLEVE als relevanter
Störfaktor ausgeschlossen sei, gelten (act. 1, III/B/35).
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Die Frage, ob die nach Art. 8a Abs. 1 StFV alternativ vorausgesetzten relevanten neuen
Erkenntnisse vorliegen, kann offengelassen werden. Wie in E. 4.1 dargelegt, ist der
Kurzbericht bereits aufgrund der wesentlichen Verhältnisänderung zu ergänzen.
Wie die Vorinstanz in der unwidersprochen gebliebenen E. 3.6.2 des angefochtenen
Entscheides zu Recht festhält, hat die Beschwerdeführerin die nach ihr falschen
Erhebungen im Gutachten in der Ergänzung des Kurzberichtes darzulegen, sodass das
AFU den ergänzten Bericht in Anwendung von Art. 6 StFV auf seine Plausibilität hin
überprüfen kann. Wie die Vorinstanz in E. 3.7 zutreffend festhält, ist für die Ergänzung
des Kurzberichtes nicht vorausgesetzt, dass die Plausibilitätsüberprüfung aufgrund der
Berichtsergänzung zu einem anderen Schluss kommt als bei der Prüfung des
damaligen Kurzberichtes. Ob bei der Ergänzung des Kurzberichtes auf die im
Gutachten postulierte dynamische Berechnungsmethode verzichtet werden kann, ist
kritisch. Auch wenn es aus Kreisen der Wissenschaft sowohl bei der statischen wie
auch bei der dynamischen Berechnungsmethode offenbar keine absolute Wahrheit gibt
(act. 1, III/B/33), ist die Beschwerdeführerin nach Massgabe der Verfügung vom 11. Juli
2005 verpflichtet, im Sinne einer Daueraufgabe (vgl. E. 2.3) jederzeit dafür zu sorgen,
dass alle zur Verminderung des Risikos geeigneten Massnahmen nach dem aktuellen
Stand der Sicherheitstechnik getroffen werden (act. 7/11/3, Dispositiv II/3). Das
bedeutet, dass wohl der sicheren dynamischen Berechnungsmethode der Vorzug zu
geben ist.
Der gestützt auf Art. 28 Abs. 2 VRP gemachte Hinweis der Beschwerdeführerin auf den
Rechtsbestand der Verfügung vom 11. Juli 2005 (act. 1, III/B/38) ist unbehelflich, weil
sich aus der Verfügung und insbesondere aus dem Dispositiv klar die Verpflichtung
ergibt, dass die Beschwerdeführerin den Kurzbericht bei erheblichen Veränderungen im
Betrieb oder der Umgebung zu ergänzen und jederzeit dafür zu sorgen hat, dass alle
zur Verminderung des Risikos geeigneten Massnahmen nach dem aktuellen Stand der
Sicherheitstechnik getroffen werden (act. 7/11/3, Dispositiv II/2 und 3). Aufgrund dieser
Festhaltungen in der Verfügung vom 11. Juli 2005 durfte die Beschwerdeführerin nicht
davon ausgehen, dass sie im Zusammenhang mit der Störfallvorsorge den Kurzbericht
nie ergänzen und allenfalls nie in neue Sicherheitsmassnahmen investieren muss. Wie
in E. 4.1 am Ende festgehalten, kommt im Katastrophenschutz dem Rechtsbestand
einer Verfügung nur beschränkte Bedeutung zu.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 14/14
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5. Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde als unbegründet. Mit der
Überbauung der direkt angrenzenden Grundstücke haben sich die tatsächlichen
Verhältnisse seit Erstellung des Kurzberichtes wesentlich verändert, sodass die
Ergänzung des Kurzberichtes angezeigt ist. Die Beschwerde ist damit abzuweisen,
soweit darauf einzutreten ist.
6. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend gehen die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens vollständig zu Lasten der Beschwerdeführerin (Art. 95 Abs. 1
VRP). Eine Entscheidgebühr von CHF 3‘500 ist angemessen (Art. 7 Ziff. 222 der
Gerichtskostenverordnung; sGS 941.12). Sie wird mit dem von der Beschwerdeführerin
in der gleichen Höhe geleisteten Kostenvorschuss verrechnet.
Eine ausseramtliche Entschädigung ist nicht zuzusprechen, da die Beschwerdeführerin
unterlegen ist (Art. 98 Abs. 1 und 98 VRP).