Decision ID: 6b17ba24-7ac4-4086-9d13-83a709b68814
Year: 2012
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Claudia Eugster, arbeitundversicherung.ch,
Bahnhofstrasse 10, Postfach 1491, 8700 Küsnacht ZH,
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gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
Rentenrevision (Einstellung Rente)
Sachverhalt:
A.
A.a A._ meldete sich am 5. Dezember 2003 zum Bezug von IV-Leistungen an (IV-
act. 5). Er gab an, er habe den Beruf eines kaufmännischen Angestellten erlernt. Aktuell
sei er im Bereich Messeverkauf, Warenhandel und Servicearbeiten selbständig
erwerbstätig. Dr. med. B._, Spezialarzt FMH für Chirurgie, spez. Wirbelsäulenleiden,
Schleudertrauma und orthopädische Traumatologie, berichtete am 9. Januar 2004 (IV-
act. 14), der Versicherte leide als Folge eines am 20. Dezember 2002 erlittenen
Autounfalls (Frontalkollision) an einem zervikozephalen Syndrom mit Begleitschwindel
und Verdacht auf neuropsychologische Defizite bei St. n. HWS-Distorsion mit
Commotio cerebri, an postcommotionalen Beschwerden und an Zervikobrachialgie
links bei im MRI nachgewiesener Diskushernie C5/6 links. Der Versicherte sei als
Vertreter seit dem 20. Dezember 2002 zu 100% arbeitsunfähig (erhöhte Ermüdbarkeit,
Vergesslichkeit, Konzentrationsschwäche, verminderte intellektuelle
Leistungsfähigkeit). Es sei aber mit einer Verbesserung zu rechnen. Im Rahmen der
Regresserledigung berichtete der Versicherte am 2. Februar 2004 u. a. (IV-act. 18-4 ff.),
der Messeverkauf sei ihm derzeit gar nicht möglich. Die Lieferanten der Bügelanlagen
und der Reinigungsgeräte hätten zwar bisher viel Geduld gezeigt, aber sie könnten
nicht auf Dauer warten. Vor dem Unfall sei der Arbeitsaufwand enorm gewesen. Er
habe dies in Kauf genommen, weil er in einer Aufbauphase gewesen sei. Er hätte
beginnen können, Messepersonal einzuschulen, um sich damit zu entlasten. Dr. B._
berichtete am 14. und 22. Januar 2005 (IV-act. 32), die Arbeitsfähigkeit betrage seit
dem 1. September 2004 wieder 50%. Am 28. April 2005 nahm die IV-Stelle eine
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Abklärung an Ort und Stelle vor. Im entsprechenden Bericht vom 2. Mai 2005 (IV-act.
36) wurde ausgeführt, der Versicherte habe sich eingestehen müssen, dass das
bisherige Metier des Messeverkäufers keine Option mehr sei. Er benötige eine Struktur,
die es ihm ermögliche, Pausen einzuschalten und verschiedene Therapieübungen zu
machen. Seine jetzige Tätigkeit gebe ihm diese Möglichkeit. Der Versicherte habe am
1. September 2004 den Betrieb C._ übernommen. Das Konzept beruhe eigentlich auf
einem Siebentagebetrieb, aber wegen zu geringer Nachfrage und wegen des teuren
Unterhalts (Personalkosten) habe er die Öffnungszeiten auf Montag bis Freitag (jeweils
abends) reduziert. Er bringe sich mit 25 Std. pro Woche ein (20 Std. Präsenz, Beratung,
Behandlung, 5 Std. Einkauf und leichte Reinigungsarbeiten). Er beschäftige zwei
Aushilfen (ca. 50 Std. pro Monat). Ausserdem helfe die Lebenspartnerin unentgeltlich
mit (12-15 Std.). Bezogen auf eine übliche Arbeitszeit als Selbständigerwerbender von
50-60 Std. erbringe er ca. die Hälfte. Er schätze seine aktuelle Leistungsfähigkeit auf
ca. 50%. Die Abklärungsperson wies in ihrem Bericht abschliessend darauf hin, dass
der Versicherte, nach den Einträgen in seinem individuellen Beitragskonto (IK) und den
Steuerveranlagungen zu urteilen, als Unternehmer noch nie wirtschaftlich erfolgreich
gewesen sei. Aktuell könne noch nicht von einem Verdienst gesprochen werden. Das
Unternehmen befinde sich in der Aufbauphase. Die IV-Stelle teilte der zuständigen
Ausgleichskasse am 22. Juni 2005 mit (IV-act. 38), dass der Versicherte ab Dezember
2003 einen Anspruch auf eine ganze (100%) und ab 1. September 2004 auf eine halbe
(50%) Invalidenrente habe. Mit einer Verfügung vom 25. August 2005 (IV-act. 40)
sprach die IV-Stelle dem Versicherten mit Wirkung ab 1. August 2005 eine halbe
Invalidenrente zu. Am 2. Juni 2006 erging die Rentenverfügung für die Periode
Dezember 2003 bis Juli 2005 (IV-act. 54).
A.b Bereits am 27. Dezember 20005 hatte der Versicherte der IV-Stelle mitgeteilt,
dass er seit dem 9. September 2005 wieder zu 100% arbeitsunfähig sei (IV-act. 48).
Sein Rechtsvertreter beantragte am 8. Juni 2006 die Ausrichtung einer ganzen
Invalidenrente ab Dezember 2005 (IV-act. 58). Dr. B._ berichtete am 3. Juli 2006 (IV-
act. 56), nach einem wechselhaften Verlauf mit leichter Besserung der somatischen
Beschwerden sei es anfangs November zu einem Rückfall mit einer deutlichen
Verstärkung der Zervikalgien mit Ausstrahlungen in den linken Arm gekommen. Der
Versicherte sei zu 100% arbeitsunfähig. Ab 1. August werde er die Arbeit mit einem
Beschäftigungsgrad von 10% wieder aufnehmen können (allmähliche Steigerung je
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nach Verlauf). Am 23. November 2006 bestätigte Dr. B._ eine Verschlechterung des
Gesundheitszustands ohne Änderung der Diagnose und einen Anstieg der
Arbeitsunfähigkeit auf 100% (IV-act. 64). Die IV-Stelle nahm am 14. Dezember 2007
eine Abklärung an Ort und Stelle vor. Der entsprechende Bericht datierte vom 20.
Februar 2008 (IV-act. 93). Gemäss diesem Bericht hatte der Versicherte angegeben,
aufgrund eines Unwetters sei sein Betrieb überflutet worden. Beim Retten der
wichtigsten Geräte habe sich sein Gesundheitszustand wesentlich verschlechtert. Er
sei noch maximal zu 20% arbeitsfähig. Er habe generell weniger Energie und die
Konzentrationsfähigkeit habe stark abgenommen. Er fühle sich ständig müde und er
habe permanent Schmerzen im Nacken und im Rücken. Die Kopfbeweglichkeit sei
eingeschränkt. Er sei vergesslich geworden. Das Ladenlokal sei per Ende März 2006
gekündigt worden. Seit Dezember 2006 habe er ein neues Lokal, aufgeteilt in einen
Bereich X._ und in einen Bereich Y._. Ersterer werde hauptsächlich von der
Lebenspartnerin geführt. Die Abklärungsperson hielt fest, die Leistung des Versicherten
betrage 10-20%. Dieser sei wöchentlich ca. 8 Std. im Bereich Y._ tätig. Bei Bedarf
hüte er den Bereich X._. Ausserhalb der normalen Öffnungszeiten führe er an ca. 10
Std. wöchentlich Therapien durch. Die Abklärungsperson ermittelte einen
Invaliditätsgrad von 80%.
A.c Die IV-Stelle beauftragte die asim, Academy of Swiss Insurance Medicine, in
Basel mit einer interdisziplinären Abklärung (IV-act. 95). Die Sachverständigen der asim
berichteten in ihrem Gutachten vom 6. Mai 2009 (IV-act. 104), sie hätten folgende
Diagnosen erhoben: Chronisches zervikospondylogenes und zervikozephales
Schmerzsyndrom, leichte neuropsychologische Störung und chronifiziertes
Lumbovertebralsyndrom. Sie führten weiter aus, die Hauptbeschwerdeschilderung von
Kreuz- und Nackenschmerzen sowie von Kopfschmerzen vom Spannungstyp sei nicht
vollständig nachvollziehbar. Die spontane Beweglichkeit erschiene als weitgehend
unauffällig und uneingeschränkt. Die HWS-Beweglichkeit sei nur mässiggradig
eingeschränkt. Bei der Angabe von intermittierenden Dysästhesien im Bereich von Dig.
II und III links sei eine intermittierende Reizung C6 links denkbar. Bei im MRI
beschriebener Spinalkanalstenose zervikal fände sich aktuell kein klinisch-
neurologischer Hinweis für ein Pyramidenbahnzeichen bzw. ein Zeichen der langen
Bahnen. Der beschriebene Schwankschwindel, meistens im Stehen auftretend,
spreche eher für eine Symptomatik im Rahmen von orthostatischen Dysregulationen
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als für eine neurologische Symptomatik. Aus rein neurologischer Sicht sei der
Versicherte für eine körperlich leichte Tätigkeit zu 80% arbeitsfähig. Aus
rheumatologischer Sicht sei eine leichte bis mittelschwere Tätigkeit unter bestimmten
qualitativen Einschränkungen (keine repetitiven Tätigkeiten über Brusthöhe, mit
regelmässigen HWS- oder Rumpfrotationen oder Zwangshaltungen wie z.B.
vornübergebeugt) vollschichtig zumutbar. Die gleichzeitig bestehende
Kopfschmerzsymptomatik bewirke nach Massgabe des neurologischen
Fachgutachtens eine Arbeitsunfähigkeit von 20%. Aus psychiatrischer Sicht bestehe
keine Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. Die neuropsychologische
Untersuchung habe eine leichte neuropsychologische Störung ergeben. Bei der rund
siebenstündigen Testung (inklusive einstündige Mittagspause) habe der Versicherte vor
allem gegen Schluss gewisse Ermüdungserscheinungen und eine Verlangsamung
gezeigt. Gegenüber der Vortestung (von 2006) hätten sich signifikante und mehr als
zufällige Verbesserungen der kognitiven Leistungsfähigkeit ergeben.
Differentialdiagnostisch könnte eine MTBI (mild traumatic brain injury) erwogen werden,
aufgrund der Frühakten und der Unfallschilderung sei das jedoch eher
unwahrscheinlich. Die neuropsychologische Störung dürfte vor allem im Rahmen der
Schmerzen bzw. möglicherweise im Rahmen der im MRI nachgewiesenen
Verkalkungen zu interpretieren sein. Gesamtmedizinisch bestehe für eine körperlich
leichte bis mittelschwere Tätigkeit mit guter Arbeitsstrukturierung und der Möglichkeit,
Pausen einzulegen, eine Leistungsfähigkeit von 80%. Die geltend gemachte
Verschlechterung sei also nicht ausgewiesen. Im Gegenteil hätten sich klinisch und
testpsychologisch klare Hinweise für eine relevante Verbesserung ergeben. Der
Zeitpunkt des Eintritts dieser Verbesserung könne allerdings nicht angegeben werden.
Rein aufgrund des Unfallhergangs sei eine Verbesserung im Verlauf nicht
ungewöhnlich, denn es sei davon auszugehen, dass sich der Versicherte keine
gravierende Verletzung zugezogen habe und dass es sich auch nicht um eine
klassische HWS-Distorsion mit Aufprall von hinten gehandelt habe. Der stellvertretende
Chefarzt der asim gab am 26. Juni 2009 ergänzend an (IV-act. 110), die
Arbeitsfähigkeitsschätzung beziehe sich auf den Zeitpunkt der Untersuchung im
November 2008.
A.d Der Versicherte gab am 9. November 2009 u.a. an (IV-act. 112), er arbeite neu in
der Grössenordnung von 50% als Telephonagent. Dr. med. D._, Rheumatologie
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FMH, reichte am 26. Januar 2010 diverse Berichte ein (IV-act. 116). Am 23. Oktober
2009 hatte er festgehalten (IV-act. 117), der Versicherte arbeite mit einem Pensum von
50% in Schichten von jeweils drei bis dreieinhalb Stunden. Er beklage
lumbospondylogene Beschwerden rechts bei radiologisch imponierenden
degenerativen LWS-Veränderungen der rechten beiden Bewegungssegmente. Klinisch
bestehe ein leichtes sensomotorisches lumboradikuläres Syndrom S1 rechts. Am
4. Januar 2010 hatte Dr. D._ angegeben, nach einer epiduralen Infiltration sei es zu
einer massiven Beschwerdelinderung gekommen. Bis zum 31. Dezember 2009 bestehe
eine Arbeitsunfähigkeit von 100%, dann wieder eine vollständige Arbeitsfähigkeit für
leichte und wechselbelastende Tätigkeiten. Dr. B._ attestierte am 26. Februar 2010
eine vollständige Arbeitsunfähigkeit vom 1. bis 28. Februar 2010 (IV-act. 119). Dr. med.
B. Wunderlin vom RAD notierte am 6. April 2010 (IV-act. 120), von ca. 9/09 bis 12/09
habe eine weitgehende Arbeitsunfähigkeit bestanden. Ab 1. Januar 2010 sei wieder
von einer Arbeitsfähigkeit von 80% gemäss dem Gutachten auszugehen. Die IV-Stelle
hielt am 19. April 2010 fest (IV-act. 122), der Versicherte habe einen Anspruch auf
Arbeitsvermittlung, bevor die Rente eingestellt werde. Dr. B._ berichtete am 23. April
2010 (IV-act. 126), der Gesundheitszustand habe sich verbessert. Der Versicherte sei
für eine angepasste Tätigkeit zu 30-40% arbeitsfähig. Angepasst sei eine körperlich
leichte Tätigkeit in wirbelsäulenadaptierten Wechselpositionen mit der Möglichkeit zum
Wechseln zwischen Sitzen, Stehen und Gehen, kein Heben von Lasten über 5 kg bzw.
längerfristig über 2kg. Mit einem Vorbescheid vom 11. Juni 2010 kündigte die IV-Stelle
dem Versicherten die Aufhebung der laufenden halben Invalidenrente an (IV-act. 137).
Sie begründete diesen Vorbescheid damit, dass der Einkommensvergleich
(Valideneinkommen von Fr. 22'627.--, zumutbares Invalideneinkommen Fr. 19'007.--)
einen Invaliditätsgrad von lediglich 16% ergeben habe. Der Versicherte liess am
20. Juni 2010 insbesondere einwenden (IV-act. 139), der Einkommensvergleich sei
falsch. Wäre er gesund, würde er nämlich in seiner früheren Tätigkeit ein wesentlich
höheres Einkommen erzielen. Damit sei der Invaliditätsgrad weit höher. Mit einer
Verfügung vom 2. Juli 2010 hob die IV-Stelle die laufende halbe Invalidenrente auf (IV-
act. 146).
B.
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B.a Der Versicherte liess am 6. September 2010 Beschwerde erheben (act. G 1) und
beantragen, es sei ihm weiterhin die halbe Rente auszurichten; bei einer Abweisung der
Beschwerde sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihm die Zahlung des
Haftpflichtversicherers im IV-Regress herauszugeben. Zur Begründung machte der
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers insbesondere geltend, auf dem heutigen
Arbeitsmarkt lasse sich keine Arbeitsstelle finden, die eine angepasste Tätigkeit
erlauben würde. Das Valideneinkommen sei mit Fr. 22'627.-- viel zu tief angesetzt
worden. Mit der Messetätigkeit würde der Beschwerdeführer aufgrund der hohen
Margen mehr als diesen Betrag verdienen. Wenn aus der Messetätigkeit aus
wirtschaftlichen Gründen nichts geworden wäre, hätte er sich beruflich neu orientieren
müssen. Sein Valideneinkommen als kaufmännischer Angestellter hätte anhand der
Anforderungsstufe 2 in der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen
Lohnstrukturhebung ermittelt werden müssen. Ohne umfassendes "Care Management"
in medizinischer Hinsicht sei keine Leistungserhöhung möglich.
B.b Die Beschwerdegegnerin beantragte am 4. November 2010 die Abweisung der
Beschwerde (act. G 4). Sie wies darauf hin, dass auf den Eventualantrag mangels
Zuständigkeit nicht eingetreten werden könne. Zur Begründung ihres Antrags führte sie
insbesondere aus, das Gutachten erfülle die Anforderungen an eine beweiskräftige
medizinische Entscheidgrundlage. Die abweichenden Berichte von Dr. B._
vermöchten das Gutachten nicht in Frage zu stellen. Die Arbeitsfähigkeit von 80%
könne auf dem allgemeinen und ausgeglichenen Arbeitsmarkt verwertet werden. Zwar
gelte auch im Revisionsverfahren der Grundsatz "Eingliederung vor Rente". Liege aber
bereits ohne Eingliederungsmassnahmen kein rentenbegründender Invaliditätsgrad
mehr vor, könne die Rente auch ohne vorherige Eingliederung aufgehoben werden.
Das höchste im IK eingetragene Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit belaufe
sich auf Fr. 18'500.--. Der Beschwerdeführer habe vor dem Unfall mehr als 12 Jahre als
Selbständigerwerbender gearbeitet. Es gebe keine Indizien dafür, dass er sein
Einkommen mit der Zeit hätte steigern können oder dass er die selbständige zugunsten
einer unselbständigen Erwerbstätigkeit aufgegeben hätte. Bei einem derart tiefen
Valideneinkommen stehe zum Vornherein fest, dass kein Rentenanspruch bestehen
könne. Sollten die Voraussetzungen einer Rentenrevision wider Erwarten nicht erfüllt
sein, wäre die angefochtene Verfügung mit der substituierten Begründung der
Wiedererwägung zu schützen. Die beiden Rentenverfügungen vom 25. August 2005
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und 2. Juni 2006 enthielten nämlich keine Begründung bezüglich der Bemessung des
Invaliditätsgrades bzw. keinen Einkommensvergleich. Im Übrigen wäre es dem
Beschwerdeführer zumutbar gewesen, in eine lukrative unselbständige Erwerbstätigkeit
zu wechseln, womit das zumutbare Invalideneinkommen anhand von Tabellenlöhnen
hätte festgesetzt werden müssen.
B.c Der Beschwerdeführer liess am 21. März 2011 einwenden (act. G 12), der "IK-
Auszug" überzeuge nicht. Sein Rechtsvertreter machte weiter geltend, er habe am 20.
Dezember 2002 vor dem Beginn einer lukrativen selbständigen Erwerbstätigkeit
gestanden. Die Gutachter seien davon ausgegangen, dass das Arbeitspensum nur
sukzessive gesteigert werden könne. Vorläufig wäre also keine Ganztagsstelle möglich.
Anlässlich der Messebesuche habe der Beschwerdeführer immer grosszügige
Nebenleistungen erhalten, die als Unkosten abgerechnet worden seien. Davon habe es
sich aber gut leben lassen. Bei einem Einkommensvergleich auf der Grundlage einer
unselbständigen Erwerbstätigkeit müsste auch das Valideneinkommen anhand der
Anforderungsstufe 2 der Lohnstrukturerhebung ermittelt werden.
B.d Die Beschwerdegegnerin verzichtete am 28. März 2011 auf eine Duplik (act. G
14).

Erwägungen:
1.
Ändert sich der Invaliditätsgrad erheblich, so wird die Rente für die Zukunft
entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG): Die
Herabsetzung oder Aufhebung der Rente erfolgt frühestens vom ersten Tag des
zweiten auf die Zustellung der Verfügung folgenden Monats an (Art. 88 Abs. 2 lit. a
IVV). Ist die unrichtige Ausrichtung der Rente allerdings darauf zurückzuführen, dass
der Bezüger sie unrechtmässig erwirkt hat oder der ihm gemäss Art. 77 IVV
zumutbaren Meldepflicht nicht nachgekommen ist, so erfolgt die Herabsetzung oder
Aufhebung rückwirkend vom Eintritt der für den Anspruch erheblichen Änderung an
(Art. 88 Abs. 2 lit. b IVV).
bis
bis
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1.1 Der Beschwerdeführer hat die Ausrichtung der halben Invalidenrente für die Zeit
nach der objektiven Verbesserung seines Gesundheitszustands weder unrechtmässig
erwirkt noch hat er seine Meldepflicht verletzt, da er von der objektiven Verbesserung
nichts wissen konnte, bis das Gutachten der asim erstellt war. Demnach liegt ein
Anwendungsfall von Art. 88 Abs. 2 lit. a IVV vor, d.h. es steht eine Aufhebung der
laufenden halben Invalidenrente per 31. August 2010 zur Diskussion. Mit dem
Sachverhalt zum Zeitpunkt der ursprünglichen Rentenzusprache zu vergleichen ist
deshalb der Sachverhalt, wie er sich bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung
entwickelt hat (vgl. U. Kieser, ATSG-Kommentar, 2. A., N. 22 zu Art. 17 ATSG). Die
vorübergehende Verschlechterung der Arbeitsfähigkeit als Folge des Rückenleidens im
Jahr 2009 ist deshalb in Bezug auf die Frage der Aufhebung der laufenden halben
Invalidenrente irrelevant. Eine rückwirkende vorübergehende Erhöhung auf eine ganze
Rente ist nicht möglich, weil die Dauer der vorübergehenden Verschlechterung
(100%ige Arbeitsunfähigkeit 16. Oktober bis 31. Dezember 2009) zu kurz gewesen ist
(Art. 88a Abs. 2 IVV). Massgebende Grundlage für den revisionsspezifischen
Sachverhaltsvergleich ist nicht die Verfügung vom 2. Juni 2006, sondern diejenige vom
25. August 2005, denn mit dieser zweitgenannten Verfügung ist die eigentliche
Zusprache einer halben Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von 50% erfolgt. Mit
der Verfügung vom 2. Juni 2006 hat die Beschwerdegegnerin die Rentenzusprache nur
noch "komplettiert", indem sie auch noch für die Zeit vor dem Erlass der Verfügung
vom 25. August 2005 eine halbe Rente zugesprochen hat.
1.2 Der Rentenzusprache vom 25. August 2005 liegt kein Einkommensvergleich,
sondern ein Betätigungsvergleich (vgl. Rechtsprechung des Bundesgerichts zum
Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, bearbeitet von
U. Meyer, 2. A. S. 299) zugrunde. Die Beschwerdegegnerin hatte wohl auf einen
Einkommensvergleich verzichtet, weil der Beschwerdeführer überzeugend angegeben
hatte, sein Messeverkaufsbetrieb befinde sich noch in der Aufbauphase. In dieser
Situation war es unmöglich, plausible Zahlen zu dem aus diesem Betrieb erzielbaren
Validen- und Invalideneinkommen zu erhalten, einerseits weil der Erfolg dieser
selbständigen Erwerbstätigkeit noch nicht abgeschätzt werden konnte und
andererseits weil sich die IK-verbuchten (tiefen) Einkommen aus der in der
Vergangenheit ausgeübten selbständigen Erwerbstätigkeit nicht auf den
Messeverkaufsbetrieb übertragen liessen. Der Verzicht auf einen Einkommensvergleich
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zugunsten eines Betätigungsvergleichs war unter diesen Umständen zulässig. Der
konkrete Beschäftigungsvergleich hätte allerdings darin bestehen müssen, die -
hypothetische - Tätigkeit des Beschwerdeführers im Messeverkaufsbetrieb ohne den
Gesundheitsschaden der effektiven Tätigkeit (unter Berücksichtigung des
Gesundheitsschadens) ebenfalls im Messeverkaufsbetrieb gegenüberzustellen. Das
war aber gar nicht mehr möglich, weil der Beschwerdeführer diesen Betrieb bereits
aufgegeben hatte, als die Beschwerdegegnerin am 28. April 2005 ihre Abklärung an Ort
und Stelle vornahm. Die Beschwerdegegnerin hat stattdessen einen
Betätigungsvergleich vorgenommen, bei dem sie die - hypothetische - Tätigkeit ohne
den Gesundheitsschaden im Betrieb C._ der effektiven Tätigkeit bei bestehender
Gesundheitsbeeinträchtigung in eben diesem Betrieb gegenübergestellt hat. Damit hat
sie auf eine Validenkarriere im Betrieb C._ abgestellt, obwohl der Beschwerdeführer
diesen Betrieb nur übernommen hatte, weil er den Messeverkaufsbetrieb als Folge der
Beeinträchtigung seiner Gesundheit, d.h. als nicht adaptiert hatte aufgeben müssen.
Der Betätigungsvergleich hätte eigentlich in einer Gegenüberstellung der (validen)
hypothetischen Tätigkeit im (ebenfalls hypothetischen) Messeverkaufsbetrieb (nach
dem hypothetischen Abschluss der Aufbauphase) mit der (invaliden) effektiven Tätigkeit
im (realen) Betrieb C._ bestehen müssen. Dazu war die Bemessungsmethode
"Betätigungsvergleich" aber gar nicht fähig, da sie zwingend das Weiterbestehen des
ursprünglichen Betriebs voraussetzt. Nur unter dieser Voraussetzung kann der
Betätigungsverglich nämlich eine Aussage über die ausschliesslich durch die
Gesundheitsbeeinträchtigung bewirkte Einbusse an erwerblicher Leistungsfähigkeit des
Selbständigerwerbenden liefern. Die Beschwerdegegnerin hat bei der ursprünglichen
Rentenzusprache nicht nur einen mangels korrekter Validenkarriere untauglichen
Betätigungsvergleich vorgenommen, sondern sie hat auch noch auf die unerlässliche
erwerbliche Gewichtung des Betätigungsvergleichs verzichtet, denn bei einem
monatlichen Umsatz von Fr. 3'000.-- und Unkosten von monatlich insgesamt Fr.
2'730.-- resultiert keine Einbusse von 50%. Dabei kann sie sich allerdings mit dem
Argument rechtfertigen, dass sich auch der Betrieb C._ im Zeitpunkt der Abklärung
noch im Aufbau befunden habe und dass die Selbstangaben des Beschwerdeführers
zur Leistungseinbusse plausibel gewesen seien, weil sie der damaligen ärztlichen
Arbeitsfähigkeitsschätzung entsprochen hätten. Bei genauer Betrachtung hat die
Invaliditätsbemessung also nicht auf einem erwerblich gewichteten
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Betätigungsvergleich, sondern auf einer Selbsteinschätzung des Beschwerdeführers
beruht. Gestützt auf diese Selbsteinschätzung hat die Beschwerdegegnerin dem
Beschwerdeführer eine halbe Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von 50%
zugesprochen.
1.3 Bei der im Rahmen des Rentenrevisionsverfahrens am 14. Dezember 2007
durchgeführten Abklärung (die nicht, wie es für einen Augenschein an sich notwendig
wäre, an Ort und Stelle im Betrieb, sondern in der Wohnung des Beschwerdeführers
stattgefunden hat) hat die Beschwerdegegnerin wieder sowohl bezüglich Validen- als
auch bezüglich Invalidenkarriere auf den aktuellen Betrieb abgestellt. Allerdings hat es
sich dabei nicht mehr um den Betrieb C._ gehandelt. Zum Zeitpunkt der Abklärung
hatte der Beschwerdeführer bereits wieder den Betrieb gewechselt. Er führte einen
Betrieb im Bereich Y._ und er half im angegliederten ersten Bereich seiner
Lebenspartnerin aus. Worin die einzelnen Tätigkeiten des Beschwerdeführers,
insbesondere die Therapie, bestanden haben bzw. ob es sich um adaptierte Arbeiten
gehandelt hat, ist von der Beschwerdegegnerin nicht erhoben worden. Erneut ist auch
eine erwerbliche Gewichtung unterblieben und die Beschwerdegegnerin hat wieder
ausschliesslich auf die Selbstangaben des Beschwerdeführers (verbliebene
Leistungsfähigkeit im konkreten Betrieb: 20%) abgestellt. Allerdings hat sie diesmal
das Resultat ihrer Abklärung als nicht überzeugend qualifiziert und deshalb eine
medizinische Begutachtung in Auftrag gegeben. Auf die dort ermittelte Arbeitsfähigkeit
des Beschwerdeführers ist dann abgestellt worden, wobei das Abklärungsergebnis
betreffend den Betrieb in Wetzikon nachträglich als irrelevant gewürdigt worden ist. Die
angefochtene Verfügung enthält nämlich einen Einkommensvergleich. Tatsächlich ist
der Beschwerdeführer zum Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung auch
gar nicht mehr selbständig erwerbstätig gewesen. Er hatte nämlich am 9. November
2009 mitgeteilt, dass er seit Mitte Juni 2009 als (unselbständiger) Telephonagent tätig
sei. Die für den Einkommensvergleich verwendeten Zahlen lassen sich zwar nicht
nachvollziehen, aber immerhin wird darauf hingewiesen, dass das Valideneinkommen
von Fr. 22'627.-- ein solches aus einer selbständigen Erwerbstätigkeit sei. Allerdings
wird nicht angegeben, aus welcher Art von selbständiger Erwerbstätigkeit es erzielt
werden könnte. Zur Bemessung des zumutbaren Invalideneinkommens hat die
Beschwerdegegnerin offenbar auf eine Invalidenkarriere als Hilfsarbeiter abgestellt, d.h.
sie hat die berufliche Qualifikation des Beschwerdeführers (Kaufmann) ignoriert,
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obwohl davon ausgegangen werden muss, dass dieser aufgrund des Umstands, dass
er auch als Selbständigerwerbender mit der kaufmännischen Seite des Betriebes
befasst war, ohne jede berufliche Eingliederung wieder in seinem erlernten Beruf
arbeiten könnte. Das zumutbare Invalideneinkommen von Fr. 19'007.-- lässt sich nicht
nachvollziehen. Fest steht nur, dass es auf einem Arbeitsfähigkeitsgrad des
Beschwerdeführers von 80% beruhen muss. Im Rentenrevisionsverfahren hat die
Beschwerdegegnerin also nicht nur die Bemessungsmethode, die der ursprünglichen
Rentenzusprache zugrunde gelegen hatte (Betätigungsvergleich), ausgewechselt
(Einkommensvergleich), sondern sie hat dabei auch noch die ursprüngliche
Invalidenkarriere (selbständig erwerbend) ersetzt (unselbständige Hilfsarbeit). Allenfalls
hat sie zusätzlich auch noch die Validenkarriere ausgewechselt. Damit hat sie eine
Reihe von Möglichkeiten eröffnet, um revisionsrechtlich irrelevante, weil nicht mit der
Verbesserung des Gesundheitszustands in Verbindung stehende Umstände -
unzulässigerweise - in die Invaliditätsbemessung einfliessen zu lassen. Mit dem von der
Beschwerdegegnerin im Rentenrevisionsverfahren angestellten Einkommensvergleich
ist deshalb die behauptete Reduktion des Invaliditätsgrads auf 16% nicht mit dem
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt.
1.4 Die Beschwerdegegnerin hat sich in einem Dilemma befunden. Zur Vermeidung
von unerwünschten Einflüssen auf die Invaliditätsbemessung hätte sie erneut einen
erwerblich gewichteten Betätigungsvergleich anstellen müssen, aber dieser
Betätigungsvergleich war gar nicht mehr möglich, weil der Beschwerdeführer
inzwischen seinen Messeverkaufsbetrieb aufgegeben, zweimal einen neuen Betrieb
übernommen und ebenfalls wieder aufgegeben und schliesslich eine unselbständige
Erwerbstätigkeit aufgenommen hatte. Hinzu kommt, dass der der ursprünglichen
Rentenzusprache zugrunde liegende Betätigungsvergleich zum vornherein
problematisch war, weil er nicht anhand des Messeverkaufsbetriebs, sondern anhand
des der Gesundheitsbeeinträchtigung besser angepassten Wellness- und
Gesundheitsbetriebs in Oberuzwil erfolgt war. Wäre ein Betätigungsvergleich im
Messeverkaufsbetrieb möglich gewesen, weil der Beschwerdeführer diesen Betrieb
trotz des Eintritts einer leistungsmindernden Gesundheitsbeeinträchtigung fortgeführt
hätte, so hätte vermutlich ein höherer Invaliditätsgrad resultiert, weil dieser Betrieb
mehr nicht adaptierte Tätigkeiten umfasst hätte als der Betrieb C._. Da dem
Beschwerdeführer formell rechtskräftig bei einem Invaliditätsgrad von 50%
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rückwirkend ab 2003 eine halbe Invalidenrente zugesprochen wurde, kann dieser
Umstand vorliegend ignoriert werden. Zu prüfen ist, ob es eine Möglichkeit gibt, trotz
der Unmöglichkeit der Durchführung korrekter erwerblich gewichteter
Betätigungsvergleiche sowohl bei der erstmaligen Rentenzusprache als auch im
Revisionsverfahren eine überzeugende Antwort auf die Frage zu geben, ob mit der
Verbesserung des Gesundheitszustands auch eine Verminderung des Invaliditätsgrads
eingetreten ist, welche die Aufhebung der laufenden halben Rente erfordert. Der im
Rahmen des Revisionsverfahrens durchgeführte Einkommensvergleich hätte sowohl in
Bezug auf die Validen- als auch in Bezug auf die zumutbare Invalidenkarriere auf eine
Betätigung als (unselbständig erwerbender) Kaufmann abstellen können. Zwar ist es
wahrscheinlicher, dass der Beschwerdeführer ohne den Gesundheitsschaden weiterhin
einer selbständigen Erwerbstätigkeit nachgegangen wäre, aber diese hypothetische
Validenkarriere kann weder in Bezug auf die Art noch in Bezug das
Einkommenspotential bestimmt werden. Deshalb rechtfertigt es sich, als Ersatz eine
(hypothetische) Karriere als angestellter Kaufmann zur Grundlage der Bemessung des
Valideneinkommens zu machen. Es ist davon auszugehen, dass ebenfalls ein Anspruch
auf eine halbe Rente resultiert hätte, wenn bei der erstmaligen Rentenzusprache ein
Einkommensvergleich angestellt worden wäre, der auf beiden Seiten auf eine Tätigkeit
als angestellter Kaufmann abgestellt hätte, denn auch in diesem Beruf wäre von einem
Arbeitsfähigkeitsgrad von 50% auszugehen gewesen und die indirekt
behinderungsbedingten Nachteile wären nicht so gross gewesen, dass sie einen
zusätzlichen, zur Arbeitsunfähigkeit hinzutretenden Abzug in einem Ausmass erfordert
hätten, das den Invaliditätsgrad auf 60% oder mehr (Schwelle der
Dreiviertelsrentenberechtigung) hätte ansteigen lassen. Dies rechtfertigt es, auch im
Revisionsverfahren einen solchen Einkommensvergleich anzustellen, womit die
revisionsrechtlich relevante Veränderung einzig in der Reduktion der Arbeitsunfähigkeit
besteht.
1.5 Die polydisziplinäre Begutachtung durch die Sachverständigen der asim hat einen
Arbeitsunfähigkeitsgrad von nur noch 20% ergeben. Die Sachverständigen haben
ausdrücklich den Eintritt einer Verbesserung des Gesundheitszustands bestätigt. Der
Beschwerdeführer hat zwar geltend gemacht, dass das Ergebnis der Begutachtung
nicht richtig sein könne, aber er hat dafür keine Begründung geliefert. Die
Beschwerdegegnerin hat in ihrer Beschwerdeantwort zu Recht geltend gemacht, dass
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das Gutachten der asim alle Anforderungen an eine beweiskräftige medizinische
Entscheidgrundlage erfülle. Insbesondere ist damit überzeugend nachgewiesen
worden, dass das vom Beschwerdeführer als Ursache der subjektiv empfundenen
Verschlechterung des Gesundheitszustands angegebene Rückenleiden keine
langfristige Veränderung erfahren hat, während sich die früher für die Arbeitsunfähigkeit
hauptverantwortlichen neuropsychologischen Beeinträchtigungen - für den
Beschwerdeführer offenbar nicht erkennbar - deutlich vermindert haben. Die
abweichende Arbeitsfähigkeitsschätzung von Dr. B._ vermag nicht zu überzeugen
oder auch nur Zweifel an der Richtigkeit der Arbeitsfähigkeitsschätzung der
Sachverständigen der asim zu wecken. Daran ändert auch der Umstand nichts, dass
die Beschwerdegegnerin bei der Rentenzusprache im Jahr 2005 die frühere
Arbeitsfähigkeitsschätzung noch als beweiskräftig gewürdigt hat. Die aktuelle
Arbeitsfähigkeitsschätzung von Dr. B._ (Arbeitsunfähigkeit 80%) weicht nämlich so
deutlich von derjenigen der Sachverständigen der asim ab und lässt sich mit den
erhobenen Befunden so klar nicht in Übereinstimmung bringen, dass sie als unkritische
Übernahme der Selbsteinschätzung des Beschwerdeführers gewürdigt werden muss.
Es steht also mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit fest, dass
der Beschwerdeführer in einer adaptierten Erwerbstätigkeit zu 80% arbeitsfähig ist. Da
es sich beim Kaufmannsberuf um eine adaptierte Tätigkeit handelt, ist gestützt auf
einen Prozentvergleich (qualitative Identität von Validen- und Invalidenkarriere) davon
auszugehen, dass der Invaliditätsgrad jedenfalls unter 40% liegt, denn nur bei einem
zusätzlichen Abzug im höchstzulässigen Ausmass von 25% würde der Invaliditätsgrad
den Wert von 40% erreichen, so dass gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG ein Rentenanspruch
bestehen würde. Die indirekt behinderungsbedingten Nachteile des Beschwerdeführers
gegenüber gesunden Kaufleuten sind aber bei weitem nicht so gross, dass sie einen
Maximalabzug von 25% rechtfertigen würden. Da der Invaliditätsgrad also im
massgebenden Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung weniger als 40%
betragen hat, ist die laufende halbe Invalidenrente zu Recht aufgehoben worden.
1.6 Auch im Rentenrevisionsverfahren erheischt der Grundsatz "Eingliederung vor
Rente" dem Grundsatz nach Anwendung. Die Beschwerdegegnerin hat allerdings zu
Recht darauf hingewiesen, dass im vorliegenden Fall keine berufliche Eingliederung
erforderlich sei, bevor die laufende halbe Invalidenrente aufgehoben werden könne,
weil sich die Verbesserung auf die bisherige Tätigkeit beziehe. Kann die wiedererlangte
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Arbeitsfähigkeit nämlich im angestammten Beruf ohne jede berufliche Eingliederung
sofort verwertet werden, so kann die laufende Rente auch sofort herabgesetzt oder
aufgehoben werden. Eine allfällige Arbeitslosigkeit steht der Herabsetzung oder der
Aufhebung nicht entgegen, denn sie allein kann keine Verlängerung der
Rentenberechtigung bewirken, wenn der Invaliditätsgrad im angestammten Beruf unter
40% gesunken ist. Wer nur arbeitslos ist, ist nicht im Sinn von Art. 28 IVG invalid,
selbst wenn die Arbeitslosigkeit auf eine Gesundheitsbeeinträchtigung zurückzuführen
ist. Art. 18 IVG fällt deshalb nicht unter den Grundsatz "Eingliederung vor Rente", denn
diese Leistung ist, für die Invalidenversicherung ganz atypisch, auf die Überwindung
der Arbeitslosigkeit und nicht auf die Überwindung einer Invalidität gerichtet. Auch
unter dem Blickwinkel des Grundsatzes "Eingliederung vor Rente" hat die
Beschwerdegegnerin also die laufende halbe Invalidenrente zu Recht auf das Ende des
auf den Verfügungserlass folgenden Monats aufgehoben.
2.
Der Streitgegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens wird durch den Inhalt
der angefochtenen Verfügung bestimmt. Mit der angefochtenen Verfügung ist nur die
revisionsweise Aufhebung der laufenden halben Invalidenrente angeordnet worden. Zur
Frage der Konsequenzen einer Rentenaufhebung für die regressrechtliche Seite des
Verhältnisses zwischen dem Beschwerdeführer und der Beschwerdegegnerin hat sie
sich nicht geäussert. Diese Frage dürfte einer verfügungsweisen Erledigung auch gar
nicht zugänglich sein, da sie auf dem zivilrechtlichen Weg beantwortet werden muss.
Somit kann nicht auf das vom Beschwerdeführer gestellte Eventualbegehren
eingetreten werden
3.
Demnach ist die Beschwerde abzuweisen, soweit auf sie eingetreten werden kann. Da
die unterliegende Beschwerde führende Partei keinen Anspruch auf eine
Parteientschädigung hat (Art. 61 lit. g ATSG e contrario), ist auch dieses Begehren des
Beschwerdeführers abzuweisen. Das Beschwerdeverfahren in IV-Sachen ist
kostenpflichtig. Die Gerichtsgebühr richtet sich nach dem Verfahrensaufwand (Art. 69
Abs. 1 IVG). Dieser erweist sich im vorliegenden Fall als durchschnittlich. Die bis
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Gerichtsgebühr ist deshalb praxisgemäss auf Fr. 600.-- festzusetzen. Die
Gerichtsgebühr ist dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen. Sie ist durch
den vom Beschwerdeführer geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 600.-- gedeckt.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP