Decision ID: 672f1b3e-a801-5147-93b0-bf9f648320dd
Year: 2013
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt:
A.
A.a A._ war bei der B._ angestellt und dadurch bei den Winterthur-Versicherungen
(heute AXA Versicherungen AG, nachfolgend AXA) obligatorisch gegen die Folgen von
Unfällen versichert, als er gemäss Unfallmeldung vom 15. Mai 1986 am 8. April 1986
beim Versetzen von Holzpalisaden ausrutschte und sich am rechten Knie verletzte (act.
UV 2012/65 A1, M1, M2). Gemäss Bericht des Spitals C._ vom 20. Juni 1986 wurde
eine Läsion des rechten lateralen Meniskus im Hinterhornbereich diagnostiziert und in
der Folge eine Arthroskopie sowie anschliessend eine totale laterale Meniskektomie
durchgeführt. Nachdem postoperativ eine Beinvenenthrombose aufgetreten war, wurde
der Versicherte am 17. Juni 1986 in die hausärztliche Nachkontrolle entlassen (act. UV
2012/65 M2, M4). Ab dem 18. Juni 1986 wurde ihm eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit
attestiert; der Behandlungsabschluss durch den Hausarzt erfolgte am 12. Juli 1986
(act. UV 2012/65 M5). Die AXA anerkannte ihre Leistungspflicht für das Unfallereignis
und erbrachte die gesetzlichen Leistungen.
A.b Seit April 1997 war der Versicherte bei der D._ AG angestellt und bei der
Schweizerischen National-Versicherungs-Gesellschaft AG (Nationale Suisse)
unfallversichert. Aufgrund von seit dem Frühsommer 2003 bestehenden Schmerzen im
linken Knie wurde am 29. August 2003 eine MRI-Untersuchung durchgeführt. Diese
ergab eine Meniskopathie sowohl medial als auch lateral, medialseits mit deutlicher
Volumenminderung des gesamten Meniskus sowie mit einer Rissbildung im Hinterhorn,
lateralseits lediglich mit einer trophischen Störung (act. UV 2012/65 M15). Am 26.
September 2003 wurde der Versicherte von Dr. med. E._, Facharzt FMH für
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, Kantonales
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Spital C._, operiert (Arthroskopie links, arthroskopische mediale und laterale
Teilmeniskektomie links mit Plicateilresektion; act. UV 2012/65 M17).
A.c Am 3. November 2006 verdrehte sich der Versicherte gemäss Unfallmeldung vom
6. November 2006 beim Tragen einer Granitpalisade das rechte Knie (act. UV 2012/65
G 1.4). Die Erstbehandlung erfolgte am 4. November 2006 bei Dr. med. F._, Facharzt
FMH für Allgemeine Innere Medizin. Ein am 10. November 2006 durchgeführtes MRI
ergab einen deutlich verkürzten Aussenmeniskus mit Einriss des Hinterhorns, eine
fortgeschrittene laterale Gonarthrose sowie eine mässiggradige
Femoropatellararthrose, einen Kniegelenkerguss und eine Knochenzyste der distalen
Femurdiaphyse (act. UV 2012/65 M14). Am 21. Dezember 2006 wurde der Versicherte
in der Klinik I._ von Dr. med. G._, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und
Traumatologie des Bewegungsapparates, operiert. Gemäss Operationsbericht gleichen
Datums erfolgte eine arthroskopische Nachresektion des lateralen Meniskus mit
Débridement und partieller Synovektomie mit Hoffateilresektion medial und lateral
rechts (act. UV 2012/65 M11, M12). Die National erbrachte die gesetzlichen Leistungen
für dieses Unfallereignis.
A.d In der Stellungnahme vom 17. Februar 2007 führte Dr. med. H._, Fachärztin
FMH für Allgemeine Innere Medizin, Vertrauensärztin (SGV), aus, die in der
Arthroskopie vom 21. Dezember 2006 beschriebenen Veränderungen seien mit stark
überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht Zeichen einer neuen Verletzung, sondern auf
den Vorzustand zurückzuführen, sie seien klassisch für eine ausgeprägte Arthrose nach
der vorherigen Operation. Der Status quo sine sei nach ca. 8 bis 12 Wochen erreicht
(act. UV 2012/65 G 1.8).
A.e Mit Verfügung vom 30. November 2007 stellte die Nationale Suisse ihre Leistungen
per 28. Februar 2007 mit der Begründung ein, die Kniebeschwerden des Versicherten
stünden ab 1. März 2007 nicht mehr im kausalen Zusammenhang zum Unfall vom
3. November 2006, sondern seien auf unfallfremde Faktoren zurückzuführen (act. UV
2012/65 G 1.6). Die gegen diese Verfügung erhobene Einsprache wies die Nationale
Suisse mit Einspracheentscheid vom 17. Juni 2008 ab (act. UV 2012/65 G 1.7).
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A.f Dr. med. J._, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des
Bewegungsapparates, stellte in den Berichten vom 12. Juli 2007 folgende Diagnosen:
Eine symptomatische, lateralbetonte Pangonarthrose rechts bei Status nach
Kniearthroskopie, Nachresektion lateraler Meniskus, Débridement, partielle
Synovektomie, Hoffa-Teilresektion medial und lateral am 21. Dezember 2006 bei
Kniedistorsion vom 3. November 2006, einen Status nach arthroskopischer lateraler
Teilmeniskektomie links 2002 sowie eine chronische Lumbago mit pseudoradikulärer
Schmerzausstrahlung Bein rechts bei degenerativer Veränderungen L2 bis S1 sowie
kleiner medianer Diskushernie L5/S1 (act. UV 2012/65 M8-7 ff.).
A.g Am 5. September 2008 führte Dr. med. K._, Facharzt FMH für Orthopädische
Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, beim Versicherten die
Implantation einer Knie-Totalprothese rechts (Hybrid) durch (act. UV 2012/65 M24). In
den Berichten vom 13. Februar 2009 und 14. August 2009 diagnostizierte Dr. K._
einen Status nach Knie-Totalprothese rechts am 5. September 2008 (Hybrid) sowie
deutliche degenerative Veränderungen der LWS (act. UV 2012/65 M7).
A.h Im Schreiben vom 5. November 2009 ersuchte der Rechtsvertreter des
Versicherten, Rechtsanwalt Walter Fritsche, Siebnen, die AXA um Anerkennung eines
Rückfalls oder von Spätfolgen zum Unfall vom 8. April 1986 und um Erbringung der
gesetzlichen Leistungen. Bei den Schäden am rechten Knie handle es sich um typische
Spätfolgen der am 6. Mai 1986 erfolgten Meniskektomie (act. UV 2012/65 G 1.9).
A.i Mit Schreiben vom 20. Mai 2010 teilte die AXA dem Rechtsvertreter des
Versicherten mit, aufgrund des Unfalls von 1986 seien ausschliesslich die
Beschwerden des linken Knies Gegenstand ihrer Leistungspflicht gewesen. Es könne
nicht nachgewiesen werden, dass die jetzigen Einschränkungen des rechten Knies mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Unfall vom 8. April 1986 zurückzuführen
seien. Die Unfallkausalität sei nicht erstellt (act. UV 2012/65 A18). Mit Einwand vom 27.
Mai 2010 gab der Rechtsvertreter des Versicherten an, es treffe nicht zu, dass beim
Unfall vom 8. April 1986 das linke Knie geschädigt worden sei, auch damals sei das
rechte Knie betroffen gewesen (act. UV 2012/65 A19). Daraufhin teilte die AXA dem
Rechtsvertreter des Versicherten am 24. November 2010 mit, nach erneuter
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Überprüfung der Aktenlage sei von einem Rückfall auszugehen. Die entsprechenden
Heilbehandlungen und Taggelder würden erbracht (act. UV 2012/65 A26).
A.j Mit Schreiben vom 21. März 2011 gab der Rechtsvertreter des Versicherten der
AXA auf Anfrage an, zwischen den Unfällen von 1986 und 2006 habe der Versicherte
immer wieder Beschwerden im rechten Knie gehabt. Trotzdem habe er immer
gearbeitet und sei nicht in ärztlicher Behandlung gewesen (act. UV 2012/65 A42). Dr.
med. L._ führte als beratender Arzt der AXA im Bericht vom 5. April 2011 aus, es
könne nicht davon ausgegangen werden, dass die im MRI vom 10. November 2006
beschriebene laterale Hinterhornmeniskusläsion ausschliesslich auf das Unfallereignis
vom April 1986 zurückzuführen sei. Das Ereignis von 2006 habe zu einer
richtungsgebenden Verschlimmerung des Vorzustands geführt. Mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit hätte der Eingriff ohne das Ereignis von 2006 zu einem
wesentlichen späteren Zeitpunkt durchgeführt werden müssen, wobei sich der exakte
Zeitpunkt nicht bestimmten lasse (act. UV 2012/65 G 1.11).
A.k Gestützt auf die Beurteilung von Dr. L._ lehnte die AXA ihre Leistungspflicht mit
Verfügung vom 2. Mai 2011 ab. Sicher sei, dass die Knie-Totalprothese vom 5.
September 2008 ohne das Ereignis von 2006 nicht zu diesem Zeitpunkt hätte
eingesetzt werden müssen, weshalb kein Rückfall zum Ereignis vom 8. April 1986
vorliege (act. UV 2012/65 G 1.12).
B.
B.a Gegen diese Verfügung erhoben der Krankenversicherer des Versicherten, die
Helsana Versicherungen AG (nachfolgend: Helsana), und der Rechtsvertreter des
Versicherten mit Eingaben vom 5. und 17. Mai 2011 (act. UV 2012/65 A48, A51)
Einsprachen. Zur Begründung führte der Rechtsvertreter des Versicherten im
Wesentlichen an, lediglich der schwere Vorzustand, welcher ausschliesslich durch den
Unfall von 1986 verursacht worden sei, habe die gesamte nachfolgende
Heilbehandlung bewirkt. Bei den Beschwerden des Versicherten handle es sich damit
ohne jeden Zweifel um Spätfolgen des Unfalls von 1986. Die Helsana schloss sich in
ihrer Einsprachebegründung vom 30. Mai 2011 vollumfänglich den Ausführungen des
Rechtsvertreters des Versicherten an (act. UV 2012/65 A53).
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B.b Im Bericht vom 18. Mai 2012 führte Dr. med. M._, Facharzt FMH für
Physikalische Medizin und Rehabilitation und Rheumatologie, als beratender Arzt der
AXA aus, es sei möglich, dass es sich bei den Beschwerden, welche im August 2008
zu einer Totalprothese geführt hatten, um einen Rückfall bzw. um Spätfolgen zum
Unfall aus dem Jahre 1986 handle, unwahrscheinlich seien ein Rückfall bzw.
Spätfolgen zum Unfall aus dem Jahre 2006. Überwiegend wahrscheinlich seien mit
Bezug auf das rechte Kniegelenk degenerativ bedingte Beschwerden (act. UV 2012/65
G 1.13a). Im Schreiben vom 13. Juli 2012 ergänzte Dr. M._, dass die Veränderungen,
die bereits vor dem Ereignis von 2006 bestanden haben, mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit ebenfalls zur Notwendigkeit einer Prothese geführt hätten. Das
Ereignis von 2006 habe den Verlauf vorübergehend verschlimmert und damit die
Entwicklung ebenfalls vorübergehend beschleunigt, weshalb der Protheseneinsatz
bereits im August 2008 (richtig: September 2008) notwendig geworden sei (act. UV
2012/65 G 1.13b). Mit Stellungnahmen vom 26. und 27. Juni 2012 hielten die Helsana
und der Versicherte an ihren Einsprachen fest (act. UV 2012/65 A65, A66).
B.c Mit Einspracheentscheid vom 8. August 2012 wies die AXA die Einsprachen ab.
Zur Begründung wurde im Wesentlichen angeführt, der natürliche
Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 8. April 1986 und den Beschwerden
sei nicht mit dem nötigen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit, sondern
nur möglicherweise gegeben. Mindestens ebenso wahrscheinlich sei eine degenerative
Genese der Beschwerden, weshalb es sich nicht um einen Rückfall oder um
Spätfolgen handle (act. UV 2012/65 G 1.14).
C.
C.a Gegen diesen Einspracheentscheid richten sich die von der Helsana am 21.
August 2012 und vom Versicherten am 3. September 2012 erhobenen Beschwerden
(act. UV 2012/65 und act. UV 2012/68 G 1) mit den Anträgen, die Beschwerde sei
gutzuheissen und der Einspracheentscheid vom 8. August 2012 aufzuheben. Zur
Begründung führt die Beschwerdeführerin im Wesentlichen an, die degenerativen
Veränderungen seien mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zumindest teilkausal zum
Unfallereignis von 1986. Bei einer Teilkausalität sei der Unfallversicherer
leistungspflichtig. Der Beschwerdeführer führt seinerseits zur Begründung an, die
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Kniearthrose als Folge der Meniskektomie sei eine Erfahrungstatsache und nach
wissenschaftlichen Kriterien überwiegend wahrscheinlich. Es fehle bezüglich der
Behauptung von Dr. M._, die Schäden im rechten Knie seien überwiegend
wahrscheinlich degenerativ bedingt, an jeglichem Beweis. Es sei festzuhalten, dass die
degenerativen Veränderungen im linken Knie im Gegensatz zum rechten Knie bis heute
keine Prothese erforderlich gemacht hätten. Im Weiteren komme die Nichteinholung
eines medizinischen Gutachtens einer Verweigerung des rechtlichen Gehörs gleich.
C.b Mit Beschwerdeantwort vom 23. November 2012 beantragt die
Beschwerdegegnerin, vertreten durch Fürsprecher René W. Schleifer, die Abweisung
der beiden Beschwerden (act. UV 2012/65 und UV 2012/68 G 9). Zur Begründung wird
im Wesentlichen angeführt, aufgrund der medizinischen Abklärungen stehe fest, dass
eine unfallkausale Ursache der arthrotischen Veränderungen im rechten Knie
höchstens als möglich anzusehen sei. Die Ausführungen von Dr. M._ seien
hinreichend und nachvollziehbar begründet und der Beweis für den krankhaften bzw.
für einen degenerativen Zustand am rechten Knie sei erbracht. Weiter könne von einer
Verpflichtung der Beschwerdegegnerin, ein medizinisches Gutachten einzuholen, keine
Rede sein, da die medizinischen Berichte für eine zuverlässige medizinische
Stellungnahme von Dr. M._ ausgereicht hätten.
C.c Am 28. November 2012 wurde das Gesuch des Beschwerdeführers betreffend
unentgeltliche Rechtsverbeiständung für das vorliegende Verfahren bewilligt (act. G
10).
C.d Mit Schreiben vom 10. Januar 2013 verzichtet die Beschwerdeführerin auf eine
einlässliche Replik, hält jedoch an ihrem Antrag fest (act. UV 2012/65 G 11). Mit Replik
vom 14. Januar 2013 hält der Beschwerdeführer ebenfalls an seinen Anträgen fest (act.
UV 2012/68 G 12). Darüber hinaus macht er geltend, die Beschwerdegegnerin habe die
Unfallkausalität damals anerkannt, weshalb sie die Beweislast für das Dahinfallen des
natürlichen Kausalzusammenhangs trage. Im Weiteren seien die Berichte der
versicherungsinternen Mediziner widersprüchlich, weshalb die beantragte
Begutachtung unabdingbar sei.
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C.e In der Duplik vom 11. Februar 2013 hält die Beschwerdegegnerin vollumfänglich
an ihrem Rechtsbegehren fest. Hinsichtlich der Replik des Beschwerdeführers führt sie
im Weiteren aus, es sei ein Rückfall angemeldet worden, weshalb der
Beschwerdeführer die Beweislast trage. Auch könne ohne Weiteres auf den Bericht von
Dr. M._ vom 18. Mai 2012 abgestellt werden, da dieser im Gegensatz zu den
anderen Ärzten eine nachvollziehbare Begründung abgegeben habe (act. UV 2012/68
G 14).

Erwägungen:
1.
Beide Beschwerden richten sich gegen denselben Einspracheentscheid der
Beschwerdegegnerin. Da es um denselben Sachverhalt und dieselben Rechtsfragen
geht, rechtfertigt es sich, die Verfahren zu vereinigen und in einem einzigen Urteil zu
erledigen (vgl. BGE 128 V 126 E. 1 und 128 V 194 E. 1, je mit Hinweisen).
2.
Vorliegend ist zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin eine Leistungspflicht für den vom
Beschwerdeführer geltend gemachten Rückfall zu Recht verneint hat.
2.1 Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR
832.20) werden Leistungen der Unfallversicherung bei Berufsunfällen, Nichtberufsun
fällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt. Die
Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt zunächst voraus, dass zwischen dem
Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein natürlicher Kausalzusammenhang
besteht. Ursachen im Sinn des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände,
ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als
in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann.
Für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs ist nicht erforderlich, dass ein
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es
genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die
körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der
Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die
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eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 181 E. 3.1). Ob zwischen
einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher
Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung oder im
Beschwerdefall das Gericht nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse
Möglichkeit eines Kausalzusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 181, 119 V 337 f. E. 1). Die Leistungspflicht des
Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und
dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausalzusammenhang besteht. Nach der
Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolgs zu gelten,
wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen
Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen
herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolgs also durch das Ereignis allgemein als
begünstigt erscheint (BGE 129 V 181 E. 3.2). Während es Aufgabe des Arztes oder der
Ärztin ist, den natürlichen Kausalzusammenhang zu beurteilen, obliegt es dem Gericht,
die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang zu beantworten (BGE 123 III
111 E. 2). Bei physischen Unfallfolgen hat indessen die Adäquanz gegenüber dem
natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 118 V
291 f. E. 3a; vgl. BGE 117 V 365 unten E. 5d/bb, mit Hinweisen auf Lehre und
Rechtsprechung).
2.2 Gemäss Art. 11 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202)
werden Versicherungsleistungen auch für Rückfälle und Spätfolgen gewährt, wobei
Rückfälle und Spätfolgen besondere revisionsrechtliche Tatbestände darstellen (vgl.
BGE 118 V 293; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 326). Praxisgemäss handelt es sich bei einem
Rückfall um das Wiederaufflackern einer vermeintlich geheilten Krankheit bzw.
vermeintlich geheilter Unfallfolgen, so dass es erneut zu ärztlicher Behandlung, mög
licherweise zu einer weiteren Arbeitsunfähigkeit kommt, während von Spätfolgen dann
gesprochen wird, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Lauf längerer Zeit organische
oder psychische Folgen bewirkt, die zu einem andersgearteten Krankheitsbild führen
können. Rückfälle und Spätfolgen schliessen begrifflich an ein in der Vergangenheit
bestandenes Unfallereignis an. Dementsprechend können sie eine Leistungspflicht des
(damaligen) Unfallversicherers nur dann auslösen, wenn zwischen den erneut
vorgebrachten Beschwerden und der seinerzeit beim versicherten Unfall erlittenen
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Gesundheitsschädigung ein natürlicher und ein adäquater Kausalzusammenhang
besteht (BGE 129 V 181 E. 3.1, BGE 118 V 296 f. E. 2c).
2.3 Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht.
Danach haben die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht von Amtes wegen für
die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen.
Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den
Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 195 E. 2, BGE 122 V 158 E. 1a, je mit
Hinweisen; vgl. auch BGE 130 I 183 f. E. 3.2). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst
die Beweislast im Sinn der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im
Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien die Beweislast nur insofern, als
im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus
dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Bei der hinsichtlich
Rückfällen und Spätfolgen zu erfüllenden Anspruchsvoraussetzung eines erneuten
natürlichen Kausalzusammenhangs handelt es sich um eine anspruchsbegründende
Tatsache. Die diesbezügliche Beweislast liegt insofern bei der versicherten Person, als
im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zu ihren Lasten ausfällt. Dabei gilt es zu
beachten, dass je grösser der zeitliche Abstand zwischen dem Unfall und dem
Auftreten der neuen gesundheitlichen Beeinträchtigung ist, desto strengere
Anforderungen an den Wahrscheinlichkeitsbeweis des natürlichen
Kausalzusammenhangs zu stellen sind (vgl. das Urteil des Bundesgerichtes vom 7.
Oktober 2011, 8C_389/2011, E. 5.2, mit Hinweisen). Selbstverständlich greift die
genannte Beweisregel erst dann Platz, wenn die Verwaltung und - im Beschwerdefall -
das Gericht dem Untersuchungsgrundsatz rechtsgenüglich nachgekommen sind bzw.
es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund
einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die
Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 138 V 222 E. 6,
117 V 264 E. 3b, je mit Hinweisen; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 E. 3b).
2.4 Der Beschwerdeführer macht geltend, die Beschwerdegegnerin habe ihre
Leistungspflicht für den Unfall vom 8. April 1986 anerkannt, weshalb sie auch die
Beweislast für den Wegfall der Unfallkausalität trage (act. UV 2012/68 G 12). Da der
Beschwerdeführer ab Juni 1986 wieder 100% arbeitsfähig war, der Abschluss der
Behandlung am 12. Juli 1986 erfolgte (act. UV 2012/65 M5) und die
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Beschwerdegegnerin seitdem keine Versicherungsleistungen ausgerichtet hat, liegt
entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers ein Rückfall vor. Entsprechend
sind die in der vorstehenden E. 2.3 dargestellten Regeln zu Rückfällen und Spätfolgen
anwendbar. Somit obliegt es dem Beschwerdeführer, den natürlichen
Kausalzusammenhang zwischen dem neuen Beschwerdebild und dem ursprünglichen
Unfallereignis von 1986 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachzuweisen.
3.
Die Parteien streiten darüber, ob zwischen den Kniebeschwerden des
Beschwerdeführers, welche am 5. September 2008 rechts eine Knie-Totalprothese
notwendig machten, und dem Unfall vom 8. April 1986 ein natürlicher
Kausalzusammenhang besteht. Die Beschwerdegegnerin verneint diese Frage
insbesondere gestützt auf den Bericht ihres beratenden Arztes Dr. M._ vom 18. Mai
2012 (act. UV 2012/65 G 1.13a).
3.1 Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für
die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die
geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese
abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in
der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen
der Fachperson begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweis). Ausschlaggebend
für den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich weder die Herkunft
eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a mit
Hinweisen). Auch den Berichten versicherungsinterner Ärzte kann
rechtsprechungsgemäss Beweiswert beigemessen werden, sofern sie als schlüssig
erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine
Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (RKUV 1991 Nr. U 133 S. 311). Erachtet
das Sozialversicherungsgericht die rechtserheblichen tatsächlichen
Entscheidgrundlagen bei pflichtgemässer Beweiswürdigung als schlüssig, darf es den
Prozess ohne Weiterungen - insbesondere ohne Anordnung eines Gerichtsgutachtens -
abschliessen (vgl. BGE 135 V 469 E. 4.3.2, mit Hinweisen).
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3.2 Im Bericht vom 18. Mai 2012 führte Dr. M._ aus, zum Zeitpunkt des Ereignisses
im Jahre 2006 habe bereits eine fortgeschrittene, intraoperativ und
kernspintomographisch eindeutig nachgewiesene laterale femorotibiale und
patellofemorale Arthrose bestanden. Die damals ebenfalls festgestellte laterale
Restmeniskushinterhornläsion hätte durchaus durch jenes Ereignis von 2006
verursacht worden sein können, allerdings könne dies nicht mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit angenommen werden. Ebenso gut hätte die Läsion degenerativ und
vorbestehend sein können. Letztlich sei es der massive degenerative Vorzustand des
rechten Kniegelenks gewesen, welcher in der Folge zur Notwendigkeit einer
Kniearthroplastik geführt habe. Demnach sei einzig fraglich, ob das Unfallereignis von
1986 geeignet gewesen sei, die schwere laterale Gonarthrose und
Femoropatellararthrose zu verursachen. Da bei (teil-)meniskektomierten Kniegelenken
im Verlauf eine Häufung von degenerativen Veränderungen festgestellt werde, lasse
sich eine Kausalität nicht vollständig ausschliessen. Andererseits sei darauf
hinzuweisen, dass der Versicherte an einer generalisierten Knorpeldegenerations
erkrankung leide, indem auch im linken Knie eine Gonarthrose und zudem massive
degenerative Veränderungen der Lendenwirbelsäule objektiviert seien. Daraus lasse
sich ableiten, dass eine unfallfremde, krankheitsbedingte Ursache der Gonarthrose
rechts wahrscheinlicher sei als ein überwiegender Zusammenhang zum Ereignis von
1986, insbesondere, nachdem über 20 Jahre auch unter körperlicher Schwerarbeit
keine Beschwerden des rechten Kniegelenks vermeldet wurden. Somit sei es möglich,
dass es sich bei den Beschwerden, welche im August 2008 zu einer Totalprothese
geführt hätten, um einen Rückfall bzw. um Spätfolgen zum Unfall aus dem Jahre 1986
handle, überwiegend wahrscheinlich seien jedoch degenerativ bedingte Beschwerden
(act. UV 2012/65 G 1.13a).
3.3 Dr. M._ legt in seiner Stellungnahme vom 18. Mai 2012 umfassend und
überzeugend dar, dass das Unfallereignis von 1986 lediglich möglicherweise
(teil-)ursächlich für die Kniebeschwerden und die dadurch notwendig gewordene Knie-
Totalprothese vom 5. September 2008 ist. Dass krankheitsbedingte degenerative
Veränderungen im Vordergrund stehen, ist aufgrund der Tatsache, dass der
Beschwerdeführer im Gartenbau tätig war und damit eine körperlich schwere Arbeit
verrichtet hat, welche sich gerade durch eine häufige Belastung der Knie auszeichnet,
nachvollziehbar; insbesondere, weil im Jahr 2003 auch im linken Knie ohne
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vergleichbares Unfallereignis Beschwerden auftraten. So diagnostizierte Dr. E._ im
Operationsbericht vom 27. September 2003 eine schwere Degeneration Hinterhorn
lateraler Meniskus und führte aus, es habe sich "im Kompartiment eine schwere
degenerative Auffaserung des grössten Teils des lateralen Hinterhorns" gezeigt (UV
2012/65 M15). Hinzu kommen die mit den Degenerationen im Kniebereich
einhergehenden degenerativen Veränderungen im Bereich der Lendenwirbelsäule (vgl.
die Berichte von Dr. K._ vom 13. Februar 2009, 14. August 2009 und 22. Dezember
2009, act. UV 2012/65 M6, M7, sowie die Berichte von Dr. J._ vom 12. Juli 2010, act.
UV 2012/65 M8-7 ff.).
3.4 Gegen eine überwiegend wahrscheinliche (Teil-)Ursächlichkeit des
Unfallereignisses von 1986 spricht im Weiteren, dass zwischen dem Unfall vom 8. April
1986 und der Rückfallmeldung vom 5. November 2009 (act. UV 2012/65 G 1.9) gemäss
Aktenlage keine Behandlungen im Zusammenhang mit dem rechten Knie stattgefunden
haben. Dass der Beschwerdeführer in dieser Zeit wegen des rechten Knies nie
arbeitsunfähig war, bestätigt er darüber hinaus selbst (vgl. das Schreiben des
Rechtsvertreters des Beschwerdeführers vom 21. März 2011, act. UV 2012/65 A42).
Sodann wird in den medizinischen Akten bezüglich des rechten Knies ein "günstiger
Verlauf" beschrieben. So führte Dr. E._ im Bericht vom 16. September 2003 (act. UV
2012/65 M16) aus, "Vor 15 Jahren Operation am rechten Knie, offenbar verzögerter
Verlauf mit "viel Schmerz", heute aber günstiger Zustand". Dr. G._ gab im Bericht
vom 21. Dezember 2006 (act. UV 2012/65 M12) an, es liege ein "günstiger Verlauf nach
der ersten arthroskopischen Intervention rechtes Knie" vor. Der Darstellung des
Beschwerdeführers, er sei in den 20 Jahren nach dem Unfall nie beschwerdefrei
gewesen, ist deshalb in Bezug auf das rechte Knie nicht bewiesen. Daran vermögen
auch die Ausführungen des Rechtsvertreters, wonach sich der Beschwerdeführer beim
Arzt wegen der Schmerzen im rechten Knie beklagt, dieser ihm jedoch entgegnet habe,
dass dies bei einem dermassen stark geschädigten Knie normal sei (vgl. hierzu act. UV
2012/68 G 1), nichts zu ändern, da das Vorliegen solcher Brückensymptome durch die
Akten nicht belegt ist.
3.5 Im Weiteren bringt der Beschwerdeführer vor, die Ärzte Dr. H._ und Dr. L._
hätten in ihren Berichten die Ansicht vertreten, der Knieschaden des
Beschwerdeführers sei Folge des Unfalles von 1986. In diesem Zusammenhang gilt es
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zu beachten, dass sich Dr. H._ in ihrer Stellungnahme vom 17. Februar 2007 (act. UV
2012/65 G 1.8) hauptsächlich mit dem Ereignis vom 3. November 2006 und dies
bezüglich mit der Frage nach dem Status quo sine befasste. Bezüglich des Ereignisses
von 1986 äusserte sie sich lediglich dahingehend, dass die in der Arthrosokopie vom
21. Dezember 2006 beschriebenen Veränderungen auf den Vorzustand zurückzuführen
und klassisch für eine ausgeprägte Arthrose nach der vorherigen Operation seien.
Letzteres wird von Dr. M._ sodann auch nicht bestritten, sondern er berücksichtigt in
seiner Beurteilung die Häufung von degenerativen Veränderungen bei
meniskektomierten Kniegelenken. Dr. L._ führte seinerseits im Bericht vom 5. April
2011 (act. UV 2012/65 G 1.11) aus, es könne nicht davon ausgegangen werden, dass
die im MRI vom 10. November 2006 beschriebene laterale Hinterhornmeniskusläsion
ausschliesslich auf das Unfallereignis vom April 1986 zurückzuführen sei. Schon 2006
sei die posttraumatische Gonarthrose als Folge des Unfalls von 1986 berücksichtigt
worden. Dabei enthält er sich, wie von der Beschwerdegegnerin dargelegt, jeglicher
näheren Begründung und insbesondere einer schlüssigen Aussage zur Ursache des
Vorzustandes. Sowohl der Bericht von Dr. H._ vom 17. Februar 2007 als auch
derjenige von Dr. L._ vom 5. April 2011 vermögen somit entgegen der Argumentation
des Beschwerdeführers die nachvollziehbare Beurteilung Dr. M._s vom 18. Mai 2012
nicht in Zweifel zu ziehen.
3.6 Nach dem Gesagten ist der schlüssig begründeten Beurteilung von Dr. M._ zu
folgen. Insgesamt und unter Berücksichtigung des grossen zeitlichen Abstandes
zwischen dem Unfall und den heutigen Kniebeschwerden erscheint ein Rückfall zum
Unfallereignis von 1986 lediglich als möglich.
4.
Was den Antrag des Beschwerdeführers betrifft, die Angelegenheit sei zur
Durchführung weiterer Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, so ist
diesem nicht stattzugeben. Bei der vorliegenden Ausgangslage sind von weiteren
medizinischen Abklärungen respektive einem medizinischen Gutachten keine
entscheidrelevanten neuen Erkenntnisse zu erwarten, weshalb von der Einholung eines
externen Gutachtens abgesehen werden kann (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 136
I 236 E. 5.3; BGE 134 I 148 E. 5.3 und BGE 124 V 94 E. 4b).
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5.
Soweit der Beschwerdeführer bezüglich der Rückfallanerkennung der
Beschwerdegegnerin (vgl. das Schreiben vom 24. November 2010, act. UV 2012/65
A26) Vertrauensschutz geltend macht, bleibt festzuhalten, dass sich der
Beschwerdeführer vorliegend schon mangels Vertrauensgrundlage nicht auf den
Vertrauensschutz berufen kann. Da somit wenigstens eine der kumulativ zu erfüllenden
Voraussetzungen nicht erfüllt ist, erübrigt sich die Prüfung der weiteren
Voraussetzungen (vgl. zu den weiteren Voraussetzungen BGE 131 V 472 E. 5 mit
Hinweisen).
6.
Zusammenfassend ist der natürliche Kausalzusammenhang zwischen den heute
bestehenden Kniebeschwerden des Beschwerdeführers und dem Unfallereignis vom 8.
April 1986 nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit erstellt. Damit hat der Beschwerdeführer die Folgen der
Beweislosigkeit zu tragen und die Beschwerdegegnerin hat ihre Leistungspflicht aus
der obligatorischen Unfallversicherung zu Recht verneint.
6.1 Da der natürliche Kausalzusammenhang nach dem Gesagten zu verneinen ist,
erübrigt sich eine Prüfung des adäquaten Kausalzusammenhangs.
7.
Im Sinne der vorstehenden Erwägungen sind die Beschwerden gegen den
Einspracheentscheid vom 8. August 2012 abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu
erheben (Art. 61 lit. a des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]).
Demgemäss hat das Versicherungsgericht im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39
VRP entschieden:
1. Die Beschwerden vom 21. August 2012 (UV 2012/65) und vom 3. September 2012
(UV 2012/68) werden abgewiesen.
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2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.
Publikationsplattform St.Galler Gerichte Entscheid Versicherungsgericht, 22.05.2013 Art. 6 UVG, Art. 11 UVV: Rückfallkausalität zu einem über 20 Jahre zurückliegenden Unfallereignis verneint. Ein natürlicher Kausalzusammenhang der heutigen Kniebeschwerden zur damaligen Meniskusläsion ist lediglich möglich, nicht aber überwiegend wahrscheinlich (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 22. Mai 2013, UV 2012/65 und UV 2012/68).
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