Decision ID: 75e5ef6d-f529-447e-a3b3-c20bd5fad15c
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
,
geboren 1957, gelernter Maurer, arbeitete zuletzt seit 1. Juli 2002 als Polier bei der
Y._
(
Urk.
7/4
Ziff.
5.2 und
Ziff.
5.4). Am 26. August 2009 erlitt er einen Unfall, als er auf der linken Schulter ein ca. 20 kg schweres Paket vom Erdgeschoss in den zweiten Stock tragen wollte, auf ei
ner runden Holztreppe mit dem linken Fuss auf einem Treppentritt ausglitt, sich beim anschliessenden Sturz das linke Knie verdrehte und mit dem Knie auf de
m Treppentritt aufschlug (
Urk.
7
/
63/574
und
Urk.
7
/
63/332
). Dabei zog er sich eine Läsion des
Hinterhorns
des Meniskus zu (
Urk.
7
/
63/571
). Der Unfallversicherer, die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA)
,
erbrachte die gesetzli
chen Leistungen.
1.2
Unter Hinweis auf andauernde Knieschmerzen meldete sich der Versicherte am 4. August 2011 (
Urk.
7/4
Ziff.
6.2) bei der Invalidenversicherung zum
Leis
tungsbezug
an. Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zog zunächst (und wiederholt) die Akten der SUVA bei, holte einen Auszug aus dem individuellen Konto (
Urk.
7/9) sowie verschiedene Arztberichte ein (
Urk.
7/13,
Urk.
7/15 und
Urk.
7/56)
und
ersuchte die Arbeitgeberin um Aus
künfte (
Urk.
7/14).
Am 21. Mai 2012 (
Urk.
7/30) gewährte die IV-Stelle dem Versicherten Unterstüt
zung beim Erhalt seines derzeitigen Arbeitsplatzes durch eine
Einglie
derungsfachperson
gemäss separater Zielvereinbarung (
Urk.
7/32). Am 29. Au
gust 2012 (
Urk.
7/41) wurde die Arbeitsvermittlung abgeschlossen, nachdem der Versicherte eine solche derzeit als nicht möglich erachtet und die Arbeitgeberin keine Möglichkeit gesehen hatte, intern eine behinderungsangepasste Tätigkeit zuzuweisen.
In der Folge veranlasste die IV-Stelle eine polydisziplinäre Begutachtung, über welche die Ärzte der
Z._
mit Expertise vom 8. Oktober 2013 (
Urk.
7/80) berichteten. Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
7/88 und
Urk.
7/101-102), in dessen Rahmen wei
tere Arztberichte eingingen (
Urk.
7/90-91,
Urk.
7/113) und verschiedentlich Korrespondenz geführt wurde (
Urk.
7/101-102,
Urk.
7/107,
Urk.
7/110,
Urk.
7/114), verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 7. Juli 2014 (
Urk.
2) ei
nen Rentenanspruch bei einem errechneten Invaliditätsgrad von 37
%
.
2.
Hiergegen erhob der Versicherte am 29. August 2014 Beschwerde mit dem
Rechts
begehren
, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und es ihm eine
Viertelsrente
zuzusprechen (
Urk.
1 S. 2). Die IV-Stelle schloss am
2.
Oktober 2014 (
Urk.
6) auf Abweisung der Beschwerde, was dem Versicherten am 6. Ok
tober 2014 (
Urk.
8) zur Kenntnis gebracht wurde.
Am 3. November 2014 (
Urk.
9) legte der Versicherte weitere Arztberichte (
Urk.
10/1-6) auf.
3.
Die SUVA sprach dem Versicherten mit Verfügung vom 10. April 2013 (
Urk.
7/84/153-156
) und
Einspracheentscheid
vom 20. August 2013 (
Urk.
7/84/110-125
) mit Wirkung ab 1. Dezember 2012 eine Invalidenrente ba
sierend auf einer Erwerbsunfähigkeit von 36
%
sowie eine Entschädigung für eine Integritätseinbusse von 10
%
zu. Die dagegen erhobene Beschwerde wurde mit Urteil des hiesigen Gerichts vom heutigen Datum abgewiesen (Prozess Nr. UV.2013.00222).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG).
Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4
Abs.
1
des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung,
IVG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7
Abs.
1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Die seit dem 1. Januar 2004 massgeblichen Rentenabstufungen geben bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28
Abs.
1 IVG).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ein
ander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im
Be
schwerdefall
das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
2.
2.1
Die
Beschwerdegegnerin
führte zur Begründung ihrer Verfügung (
Urk.
2) aus, ihre Abklärungen hätten ergeben, dass der
Beschwerdeführer
die bisherige Tä
tigkeit als Maurer nicht mehr ausüben könne. Seit April 2010 sei ihm eine an
gepasste Tätigkeit entweder als Polier zu 50
%
oder eine leidensangepasste Tä
tigkeit, bei welcher er wechselbelastend körperlich leichte bis mittelschwere Ar
beiten ohne erforderliche Gang und Standsicherheit, ohne Nachtarbeit, nicht überwiegend sitzend, ausüben könne, zu 100
%
zumutbar. Für die Zeit von De
zember 2012 bis Dezember 2013 habe er aufgrund einer psychischen Erkran
kung keiner Tätigkeit nachgehen können. Medizinisch möge die ärztlich attes
tierte Arbeitsunfähigkeit zwar gerechtfertigt sein, sie sei jedoch nicht als invali
disierend zu werten. Die Arbeitsunfähigkeit aufgrund einer mittelgradigen de
pressiven Episode sei aus invalidenversicherungsrechtlicher Sicht nicht
lang
dauernd
und somit nicht rentenbegründend. Die
Beschwerdegegnerin
stellte dem
Valideneinkommen
(ausgehend von den Angaben der Arbeitgeberin) von Fr. 99‘858.80 ein Invalideneinkommen (entsprechend den statistischen
Lohnan
gaben
in der Lohnstrukturerhebung für Hilfsarbeiter) von Fr. 62‘768.-- gegen
über und errechnete einen rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von 37
%
.
Im Rahmen ihrer Beschwerdeantwort (
Urk.
6) begründete sie ihren Verzicht auf einen Abzug vom Tabellenlohn bei der Berechnung des Invalideneinkommens damit, dem
Beschwerdeführer
, welcher zuletzt als Baupolier gearbeitet habe, seien rein
supervidierende
Arbeiten im Baugewerbe weiterhin zumutbar. Damit stehe ihm ein breites Spektrum an Verweisungstätigkeiten im
Anforderungsni
veau
4 (einfache und repetitive Tätigkeiten) offen, wobei er insbesondere auch seine langjährige Berufserfahrung und seine Fachkenntnisse im Baugewerbe bei einem zukünftigen Arbeitgeber einbringen könne. Zu diskutieren wäre deshalb, ob hinsichtlich des Invalideneinkommens nicht auf das Anforderungsniveau 3 (Fach- und Berufskenntnisse) abzustellen wäre. Jedenfalls rechtfertige es sich nicht, neben dem bereits berücksichtig
ten tiefsten Anforderungsniveau
mit ei
nem entsprechend niedrigen Lohn einen zusätzlichen leidensbedingten Abzug zu berücksichtigen. Sodann habe die SUVA aufgrund ihrer Dokumentation von Arbeitsplätzen ein Invalideneinkommen von Fr. 65‘280.-- ermittelt.
2.2
Der
Beschwerdeführer
brachte einzig vor (
Urk.
1 S. 3 ff.), es sei bei der Ermitt
lung des Invalideneinkommens ein Leidensabzug vorzunehmen. Er verwies vorweg auf seine Einschränkungen (keine schweren Arbeiten sowie Tätigkeiten mit überwiegendem Stehen und Gehen, wechselbelastende Tätigkeit ohne Ho
cke, Knien und wiederholtes Treppensteigen, Hantieren bis maximal 25 kg nur ausnahmsweise, keine länger vorgeneigten Arbeiten
)
. Sodann
würden
sich seine Beschwerden mit zunehmendem Alter
verschlimmern
. Diese Einschränkungen benachteiligten ihn bei der Stellensuche erheblich, was erst recht bei der Suche einer Stelle als Hilfsarbeiter gelte, sei doch allgemein bekannt, dass
Hilfsarbei
terstellen
sozusagen nur für körperlich anstrengende Tätigkeiten angeboten würden. Er habe zeitlebens „harte
Büez
“ und Handwerksarbeit verrichtet. Tätig
keiten im Dienstleistungssektor habe er nie verrichtet
und
sich auch keine Er
fahrung und Berufspraxis aneignen können. Somit sei ihm der Zugang zu die
sem Segment verwehrt oder
extrem erschwert. Weiter falle das Alter von nicht ganz 58 Jahren ins Gewicht, werde doch junges Personal vor allem wegen den tieferen Sozialabgaben bevorzugt. Damit rechtfertige sich ein Abzug von min
destens 15
%
, was zu einem Anspruch auf eine
Viertelsrente
führe.
3.
3.1
Im Austrittsbericht der Ärzte der
A._
vom 9. Juli 2012 (
Urk.
7
/
63/182-203
) über das vom 29. Mai bis 26. Juni 2012 in 19 Sitzungen durchgeführte Ergonomie-Trainingsprogramm wurden folgende Diagnosen ge
stellt (S. 1 f.):
-
Unfall vom 26. August 2009: Auf der Treppe Fuss verdreht und Stich im lin
ken Knie verspürt
-
Läsion des
Hinterhorns
des medialen Meniskus horizontal,
Reizknie
mit Ba
ker-Zyste, l
e
ichte Knorpelausdünnung medial, diskrete knöcherne Rei
zung des Seitenbandansatzes, leichte Zerrung des Seitenbandes,
nebenbe
fundlich
Fabella
(MRI Knie links vom 17. September 2009)
-
19. Mai 2010 Arthroskopie Knie links bei progredienten
Kniebeschwer
den
: „
Radiodiskoider
“ Riss hintere zwei Drittel des medialen Meniskus mit schwerer
Chondromalazie
in der
femoralen
Belastungszone, ent
sprechend einer
Gonarthrose
Grad III-IV, mediale
Teilmeniskektomie
,
Knorpeldébridement
, Entfernung eines Gelenkkörpers, Glättung eines zentralen
retropatellären
Knorpeldefekts Grad II
-
30. November 2011
i
nfrakondyläre
Valgisationsosteotomie
links (zuklap
pend)
-
medial betonte,
femoro-tibiale
und
femoro-patelläre
Gonarthrose
links
-
Ereignis vom 13. Juni 2012: Beim
Rehatraining
plötzlich einschiessender Schmerz in der rechten Flankengegend, Differenzialdiagnose Zerrung des
Musculus
obliquus
externus
abdominis
rechtsseitig, akutes
thorakolumbo
spondylogenes
Schmerzsyndrom rechts
-
Femorotibiale
Gonarthrose
rechts, bei Austritt Knieschmerzen rechts verstärkt
-
Schulterschmerzen rechts, Differenzialdiagnose im Rahmen einer
exazerbier
ten
Periarthropathia
humeroscapularis
tendopathica
rechts
-
Coxarthrose
beidseits
-
Arterielle Hypertonie, medikamentös behandelt
-
Adipositas Grad I
-
Schädlicher Gebrauch von Alkohol
Als relevante subjektive Befunde bei Austritt schilderten die Ärzte Schmerzen im Bereich des linken Knies sowie auch an übrigen Lokalisationen (Knie rechts, Schulter rechts,
Lendenwirbelsäule [
LWS
]
), welch
e
im Verlaufe des
Rehapro
gramms
allmählich zugenommen hätten. Die Eisenplatte mache sich im linken Bein zudem verstärkt schmerzhaft bemerkbar. Im Bereich der rechten
Flanken
gegend
habe er durch die angediehenen Therapien einen leichten
Schmerzrück
gang
verbuchen können (S. 18). Die verbleibenden Probleme wurden wie folgt zusammengefasst: Bewegungs- und belastungsabhängige verstärkte, teilweise im Tages- und Wochenverlauf kumulierende Schmerzen im linken Kniegelenk,
belastungs- und bewegungsabhängige Knie- und Flankenschmerzen rechts,
po
sitions
- und belastungsabhängige Schulterschmerzen rechts, intermittierende belastungs- und positionsabhängige Kreuz- und Gesässschmerzen rechts,
bewe
gungs
- und positionsabhängige Schulterschmerzen rechts, Magenbrennen (
dif
ferenzialdiagnostisch
medikamentös induziert), akzentuierte Persönlichkeitszüge (verletzlich, misstrauisch, zwanghaft), psychosoziale Belastungssituation mit chronischer Schmerzproblematik, unklarer beruflicher Zukunft sowie gesund
heitlichen Problemen der Ehefrau (S. 13).
Die Ärzte hielten fest, die vom
Beschwerdeführer
geltend gemachten Beschwer
den seien insgesamt nachzuvollziehen. Es handle sich um ein buntes
Beschwer
debild
mit mehreren Problemkreisen an verschiedenen Lokalisationen des Be
wegung
sapparates, vor allem die rechte
Körperhälfte betreffend. Was die Knieproblematik links betreffe, könne davon ausgegangen werden, dass die nachweisbaren Veränderungen zumindest zu einem gewissen Anteil
unfallbe
dingt
seien. Hier müsse davon ausgegangen werden, dass weitere therapeutische Massnahmen nicht-invasiver Art bestenfalls zu einer Stabilisierung führten, je
doch nicht mehr zu einer weiteren, namhaften Verbesserung (S. 5).
Die bisherige Tätigkeit als Polier
erachteten
die Ärzte aufgrund der entsprechen
den Anforderungen als nicht mehr zumutbar. Eine leichte bis mittelschwere Ar
beit befanden sie als ganztags möglich mit folgenden Einschränkungen: Knie links wechselbelastend (ungefähr 1/3 der Arbeitszeit in sitzender Position) ohne Tätigkeit in der Hocke, auf den Knien sowie wiederholtes Treppensteigen, aus Sicherheitsgründen ohne Tätigkeit auf Leitern (wegen Knieproblematik links er
höhte Sturzgefahr), ausnahmsweise seltenes Hantieren von Lasten bis maximal 25 kg. Aufgrund der derzeit verstärkt manifesten Rückenproblematik seien Ar
beiten in länger dauernd vorgeneigter und/oder verdrehter Rumpfposition aktu
ell zu vermeiden. Nach längerer Arbeitsunfähigkeit empfahlen sie einen er
leichterten Einstieg anfangs halbtags mit sukzessiver Steigerung auf ein
Voll
zeitpensum
innerhalb einer Zeitspanne von drei bis vier Monaten (S. 3).
3.2
Das Gutachten der
Z._
vom 8. Oktober 2013 (
Urk.
7/80) basiert auf internisti
schen (
Dr.
med.
B._
,
Innere Medizin FMH), orthopädischen (
Dr.
med.
C._
,
Orthopädische Chirurgie FMH) und psychiatrischen (
Dr.
med.
D._
,
Psychiatrie und Psychotherapie FMH) Untersuchungen samt Konsensbeurteilung (unter Mitwirkung von Prof.
Dr.
med.
E._
,
Neurologie FMH).
Die Gutachter stellten folgende Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähig
keit (S. 25):
-
Mittelgradige depressive Episode
-
Posttraumatische mediale
Gonarthrose
links,
infracondyläre
Valgisations
-
osteo
tomie
links 2011
Keine
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit massen sie den folgenden
Diagno
sen
zu:
-
Dyspepsie
-
langjähriger schädlicher Gebrauch von Alkohol
-
anamnestisch
Räusperzwang
, vermutlich bei
Upper
-
airway
-
cough
-Syndrom
-
Arterielle
Hypertonie, Weisskittelhypertonie
-
Adipositas Grad I
-
leichtgradige
Oberschenkelvarikosis
-
kleiner Knorpeldefekt medialer
Femurkondylus
rechts
-
Fehlmedikation mit dem Neuroleptikum
Haloperidol
Der psychiatrische Facharzt schilderte eine Entwicklung der depressiven Stö
rung im Laufe des Jahres 2012 mit einer berichteten Zuspitzung am Ende des Jahres. Er ging von einer spätestens ab Dezember 2012 vorliegenden mittelgra
dig ausgeprägten depressiven Episode aus mit Insuffizienzerleben, starker inne
rer Unruhe und Agitation bei gleichzeitiger Antriebshemmung sowie vegetati
ven Auffälligkeiten wie Durchschlafstörungen mit Früherwachen und Appetit
steigerung samt vermindertem Konzentrationsvermögen und Zukunftsängsten. Er attestierte eine vollumfängliche Arbeitsunfähigkeit mit Steigerung in zwei monatlichen 50%-Schritten bis zur Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit, einstweilen noch ohne Nachtarbeit (S. 22 f.).
Die Experten gingen demgemäss von der Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit per Ende 2013 in einer körperlich leichten, wechselbelastenden (Wechsel von Gehen, Stehen oder Sitzen) oder überwiegend sitzenden Tätigkeit ohne Nachtar
beit aus. Körperlich schwere Arbeiten sowie Tätigkeiten mit überwiegendem Stehen und Gehen befanden sie aufgrund der Kniegelenksproblematik auf Dauer als unzumutbar (Arbeitsunfähigkeit von 100
%
als Maurer, Arbeitsunfähigkeit von 50
%
als Maurerpolier), da hierfür die geforderte Standsicherheit und Be
lastbarkeit nicht mehr gegeben sei (S. 24).
3.3
Mit Bericht vom 23. April 2014 (
Urk.
7/90) verwies Hausarzt
Dr.
F._
,
Allge
meinmedizin FMH, ergänzend auf die Entfernung des
Osteosynthesematerials
am 26. März 2014, eine schmerzhafte Lendenwirbelsäule (LWS), einen schmerz
haften Tennisarm rechts, eine schmerzhafte Flanke rechts sowie ein schmerz
haftes Knie rechts mit Knorpeldefekt. Familiäre Geschehen (September 2012 Tod des Bruders; Zwist) sowie die Kündigung (später widerrufen) begünstigten Ängste und Insomnie, Gastritis und
Räusperzwang
.
3.4
Eine MRI-Untersuchung des rechten Kniegelenks vom 6. August 2013 (
Urk.
7/76/4) hatte einen 3 mm grossen Knorpeldefekt Grad 3 im zentralen me
dialen
Femurkondylus
ohne begleitende
ossäre
Reaktion sowie ein Ganglion im Bereich des Ansatzes des medialen
Gastrocnemiuskopfes
ergeben. Eine
Gon
arthrose
und eine
Meniskusläsion
wurden nicht nachgewiesen.
3.5
Anlässlich der bildgebenden Untersuchungen vom 3. Dezember 2013 (
Urk.
7/95/1-2) in der Klinik
G._
hatte der untersuchende
Dr.
med.
H._
,
Spezialarzt für Röntgendiagnostik, eine
skoliotische
Fehlhaltung der LWS sowie eine
lumbosakrale
Hyperlordose mit generalisierten degenerativen Veränderun
gen, eine aktivierte
Osteochondrose
L2/3, eine
breitbasige
Diskushernie L3/4 mit
epiduraler
Lipomatose,
Spondylarthrose
und infolgedessen konzentrisch spinale Enge mit Beeinträchtigung der L4 Wurzel
rezessal
betont beidseits sowie eine
Bandscheibenprotrusion
geschildert.
3.6
Im Austrittsbericht vom 27. März 2014 (
Urk.
7/99/12) bestätigten die Ärzte der
I._
die Metallentfernung
Tibiakopf
links am 26. März 2014 und schilderten einen komplikationslosen postoperativen Verlauf. Eine
Vollbelas
tung
empfahlen sie nach einigen Tagen.
3.7
Die Ärzte des
J._
,
Klinik für Ohren-, Nasen-, Hals- und Gesichtschirurgie, diagnostizierten am 19. Juni 2014 (
Urk.
7/113) ein Post nasal
drip
syndrom
(Differenzialdiagnose: Rhinitis
medicamentosa
, allergische Rhinitis) bei Allergien (
Lidocain
). Sie führten aus, eine Computertomographie-Untersuchung der Nasennebenhöhlen habe keine Hinweise auf eine chronische
Rhinosinusitis
ergeben.
3.8
Aufgrund dieser
Angaben
formulierte
Dr.
med.
K._
,
FMH Orthopädische Chirurgie, Regionalärztlicher Dienst (RAD) der
Beschwerdegegnerin
, am 1
2.
Juni 2014 (
Urk.
7/115/3-4) ein angepasstes Zumutbarkeitsprofil unter dem Hinweis, dass sich bei der Untersuchung in der
Z._
die LWS völlig unauffällig und frei beweglich dargestellt habe, auch in den Ellbogenbefunden seien
Normal
verhältnisse
geschildert worden. Er empfahl zusätzlich das Vermeiden von mo
notonen und/oder repetitiven vornüber gebeugten und rotierten
Rumpffehlhal
tungen
, das Meiden feuchtkalter zugiger Arbeitsumgebung sowie schlagender, stossender und vibrierender Krafteinwirkungen.
4.
4.1
Der
Beschwerdeführer
kritisierte das von der
Beschwerdegegnerin
festgelegte Zumutbarkeitsprofil beschwerdeweise zu Recht nicht. Ausgehend von der Ein
schätzung der Ärzte der
A._
steht in Bezug auf die
unfallbe
dingten
Schädigungen im linken Knie fest, dass
nurmehr
leichte bis mittel
schwere, knieschonende Tätigkeiten in Frage kommen (E. 3.1). Die
Z._
-
Ärzte bestätigten dieses Stellenprofil - mit leicht anderen Beschreibungen - im Wesentlichen. Insbesondere steht – mangels anderslautender ärztlicher Atteste - fest, dass eine angepasste Tätigkeit noch vollzeitlich zumutbar ist. Die – nach diesen Einschätzungen -
am 26. März 2014 erfolgte
Entfernung des
Osteosyn
thesematerials
führte zu keinen Komplikationen
(Bericht der Ärzte der
I._
,
Orthopädie, vom 27. März 2014,
Urk.
7/99/12)
und
damit
zu keiner weitergehenden Einschränkung
.
4.2
Auch die unfallfremden Beeinträchtigungen wurden umfassend gewürdigt. So massen die
Z._
-
Gutachter namentlich dem kleinen Knorpeldefekt am medi
alen
Femurkondylus
rechts keine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit zu
(E. 3.2).
Auch der Tennisarm und die Flankenbeschwerden wurden nicht dergestalt geschil
dert, dass von einer weitergehenden Einschränkung der Arbeitsfähigkeit auszugehen wäre.
In Bezug auf die Schulterbeschwerden zeigten sich auf den Röntgenbildern vom 21. Juni 2012 regelrechte knöcherne Strukturen der gelenkbildenden Skelettteile beider Schultergelenke ohne Anhaltspunkte für traumatisch oder degenerativ bedingte knöcherne Veränderungen (
Urk.
7/63/199). Eine Sonographie des rechten Schultergelenkes vom 7. Oktober 2014 ergab ebenfalls unauffällige Resultate ohne pathologische Befunde (Bericht von
Dr.
med.
L._
, leitender
Arzt
M._
,
vom 8. Oktober 2014,
Urk.
10/3).
Die bildgebend nachgewiesenen Pathologien in der LWS veranlassten den RAD-Arzt sodann zur Anpassung des Profils in rückenschonendem Sinne. Dass des
wegen keine vollzeitliche Arbeitstätigkeit möglich sein sollte, ist nicht ersicht
lich und wurde auch nicht vorgebracht.
Weiter unbestritten geblieben ist, dass die zwischenzeitliche depressive Episode nicht von Dauer war und nicht zu einer länger dauernden Arbeitsunfähigkeit führt. Die Rechtsprechung geht – wie dies die
Beschwerdegegnerin
richtig
be
merkt
hat – davon aus, dass
e
ine mittelgradige d
epressive Episode
grundsätzlich keine von depressiven Verstimmungszuständen klar unterscheidbare andau
ernde Depression im Sinne eines verselbständigten Gesundheitsschadens dar
stellt;
l
eichte bis höchstens mittelschwere psychische Störungen aus dem de
pressiven Formenkreis gelten grundsätzlich auch als therapeutisch
angehbar
(Urteil
des Bundesgerichts
9C_302/2012 vom 13. August 2012 E. 4.3.2 mit Hin
weisen [nicht
publ
. in: BGE 138 V 339]).
4.3
Damit steht fest, dass dem
Beschwerdeführer
eine vollzeitliche Arbeitstätigkeit mit folgendem Profil zumutbar ist: leicht bis mittelschwer, wechselbelastend (ungefähr 1/3 der Arbeitszeit in sitzender Position, daneben Gehen und Stehen)
,
ohne Tätigkeit in der Hocke, auf den Knien sowie wiederholtes Treppensteigen, ohne Tätigkeit auf Leitern, ausnahmsweise seltenes Hantieren von Lasten bis maximal 25 kg, Vermeiden von monotonen und/oder repetitiven vornüber ge
beugten und rotierten Rumpfposition
en
, Meiden feuchtkalter zugiger
Ar
beitsumgebung
sowie schlagender, stossender und vibrierender
Krafteinwirkun
gen
, ohne Nachtarbeit.
5.
Im Rahmen der Ermittlung der erwerblichen Auswirkungen dieser Einschränkun
gen bemass d
ie
Beschwerdegegnerin
das
Valideneinkommen
per 2012
mit
Fr.
99‘858.80 und stützte sich dabei
- unter Anpassung an die
Nomi
nallohnentwicklung
-
auf die Angaben der Arbeitgeberin, welche am 21. Sep
tember 2011 (
Urk.
7/14
Ziff.
2.10) einen Jahreslohn des
Beschwerdeführer
s von
Fr.
98‘280.-- bestätigt
hatte
. Angesichts der Anmeldung im August 2011 stehen
in der Tat
Rentenleistungen ab 1. Februar 2012 in Frage (Art.
29.
Abs.
1
IVG)
; eine Anpassung hat indes vorliegend nicht zu erfolgen, weil die Arbeitgeberin den identischen Lohn auch für das Jahr 2012 bestätigte (
Urk.
7/63/339). Damit beträgt das
Valideneinkommen
Fr.
98‘280.--.
6.
6.1
Das Invalideneinkommen ermittelte die
Beschwerdegegnerin
auf der Grundlage der Tabellenlöhne gemäss de
r
vom Bundesamt für Statistik periodisch heraus
gegebenen Lohnstrukturerhebung (LSE) im Anforderungsniveau 4 (einfache und repetitive Tätigkeiten) mit
Fr.
62‘768.--.
Ausgehend vom Tabellenlohn für Männer mit einfachen und repetitiven Tätigkei
ten (Anforderungsniveau 4) im gesamten privaten Sektor von monatlich Fr. 4'901.-- (LSE 2010 Tabelle TA1, Neuchâtel 2012, S. 26) ergibt sich umge
rechnet auf die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden (Die Volkswirtschaft
11
-2014 S.
88
, Tabelle B 9.2) und angepasst an die
Nominal
lohnentwicklung
für Männer bis ins Jahr 2012 (Die Volkswirtschaft
11
-2014
S.
89
Tabelle B
10.3, Index 2150 auf 2188) ein Jahreseinkommen von
Fr.
62‘395
.-- (Fr. 4'901.-- x 12 : 40 x 41.7 : 2150 x 2188)
, mithin ein leicht tieferer Wert
.
6.2
6.2.1
Hauptstreitpunkt im vorliegenden Prozess ist, ob
von
diesem ermittelten
Tabellen
lohn
ein Abzug
vorzunehmen
ist.
Die Beschwerdegegnerin gewährte keinen
s
olchen.
6.2.2
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durchschnitts
werten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kürzen. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass versicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwer
arbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten
nurmehr
beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ur
sprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Recht
sprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszuge
hörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhalts
punkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen ver
werten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25
%
des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75).
Zu berücksichtigen ist, dass das S
ozialversicherungsgericht sein Ermessen nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen
darf
und
diesfalls
Gegebenheiten darlegen
muss
, welche seine abweichende
Ermes
sensausübung
als naheliegender erscheinen lassen (BGE 126 V 75 E. 6 mit Hin
weisen). Ein Abweichen ist grundsätzlich nur bei Unangemessenheit möglich (BGE 137 V 71 E. 5.1).
6
.2.
3
Vorwegzuschicken ist, dass der Invaliditätsbegriff in der Unfall- und der Invali
denversicherung identisch ist. Wohl besteht nach der seit BGE 133 V 549 aktu
ellen Rechtsprechung für die Invalidenversicherung keine Bindungswirkung an die Invaliditätsschätzung der Unfallversicherung im Sinne von BGE 126 V 288,
wie auch im umgekehrten Sinn keine Bindung der Unfallversicherung besteht. Das Bundesgericht verweist in seiner Rechtsprechung namentlich auf den Um
stand, dass die Voraussetzungen für eine Rente in diesen Sozialversicherungs
zweigen trotz des grundsätzlich gleichen Invaliditätsbegriffs verschieden sind (BGE 133 V 549 E. 6.2). Das Bundesgericht schliesst in BGE 133 V 549 E. 6.4 jedoch nicht aus, dass die IV-Stellen oder im Beschwerdefall die kantonalen Gerichte die Unfallversicherungsakten beiziehen und unter anderem gestützt darauf den Invaliditätsgrad für den Bereich der Invalidenversicherung bestim
men können (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_206/2007 vom 27. März 2008
E. 3.3).
Vorliegend besteht für das Verfahren der Invalidenversicherung praktisch das identische Stellenprofil wie für dasjenige der Unfallversicherung. Zusätzlich er
geben sich leichtere Einschränkungen aufgrund der Rückproblematik im Sinne einer entsprechenden ergonomischen Haltung sowie eine Problematik bei
schla
genden
, stossenden und vibrierenden Krafteinwirkungen. Dies wirkt sich indes nicht wesentlich auf die noch zumutbaren Tätigkeiten aus
.
Damit kann grund
sätzlich auf die Bemessung des Invalideneinkommens durch die SUVA abge
stellt werden
, welche - gestützt auf ihre Dokumentation von Arbeitsplätzen (DAP)
-
ein solches von
Fr.
65‘719.-- errechnete (
Urk.
7/110-125 S. 10 ff.)
.
6.2.4
Bei einer freien Prüfung des Invalideneinkommens und eines allfälligen Abzugs vom Tabellenlohn ist zu berücksichtigen, dass dem Beschwerdeführer - abgese
hen von körperlich schweren Tätigkeiten - ein breites Spektrum an möglichen Tätigkeiten
offen
steht. Diesbezüglich ist zu bemerken, dass
die gesundheitlich bedingte Unmöglichkeit, weiterhin Schwerarbeit zu verrichten,
nicht automa
tisch zu einer Verminderung des hypothetischen Invalidenlohnes
führt
, weil der Tabellenlohn im Anforderungsniveau 4 bereits eine Vielzahl von leichten und mittelschweren Tätigkeiten umfasst (Urteil des Bundesgerichts 9C_455/2013 vom 4. Oktober 2013 E. 4.4).
Sodann kann der
- vollzeitlich arbeitsfähige -
Beschwerdeführer auf eine jahr
zehntelange Berufserfahrung als Polier z
urückgreifen
(
Urk.
1 S. 4
Ziff.
9)
. Dies befähigt ihn, auch anspruchsvollere Aufgaben im
Segment
einfacher und repe
titiver Tätigkeiten auszuüben. Ein Abstellen auf das Lohnniveau 3 (
mit
Berufs- und Fachkenntnisse
n
), wie dies die Beschwerdegegnerin thematisiert (
Urk.
6), erscheint indes nicht als sachgerecht, weil der Beschwerdeführer solche Kennt
nisse nur im Baugewerbe aufweist
.
Das fortgeschrittene
Alter
(
Urk.
1 S. 4
Ziff.
10)
führt nicht automatisch zu einem Abzug, zumal sich dieses im Anforderungsniveau 4
rechtsprechungsgemäss
so
gar eher lohnerhöhend auswirk
t
(Urteil des Bundesgerichts 9C_455/2013 vom
4. Oktober 2013 E. 4.2).
Die Bedeutung der Anzahl Dienstjahre nimmt im privaten Sektor ab, je niedri
ger das Anforderungsprofil ist (AHI 1999 177 E. 3b S. 181), weshalb mit Blick auf das Anforderungsniveau 4 die lange Betriebszugehörigkeit keinen Abzug zu rechtfertigen vermag (Urteil des Bundesgerichts 9C_455/2013 vom 4. Oktober 2013 E. 4.1 mit Hinweisen).
Nicht von Bedeutung ist in diesem Zusammenhang sodann der Umstand, dass der Beschwerdeführer zeitlebens „harte
Büez
“ und Handwerksarbeit verrichtet hat. Dass Büroarbeiten und Tätigkeiten im Dienstleistungssektor eher weniger in Frage kommen dürften (
Urk.
1 S. 4
Ziff.
9), hat insofern keinen Einfluss auf ei
nen Abzug vom Tabellenlohn, als das entsprechende Lohnniveau eine Vielzahl von Tätigkeit
en
in der Industrie beinhaltet und keineswegs fachspezifische Bü
rokenntnisse oder einen versierten persönlichen Umgang mit Kunden voraus
setzt.
6.2.5
Angesichts dieser Umstände erweist sich der Entscheid der Beschwerdegegnerin, keinen Abzug vom Tabellenlohn zu gewähren, nicht als
unangemessen
im Sinne der Rechtsprechung, auch wenn eine andere Lösung in Betracht käme.
Für
eine entsprechende Anpassung
besteht demnach kein Raum.
7.
Ist nach dem Gesagten von einem
Valideneinkommen
von
Fr.
98‘280.-- und einem Invalideneinkommen von Fr.
62‘395
.--
auszugehen, resultiert eine
Ein
kommenseinbusse
von
Fr.
35‘885.-- und damit ein Invaliditätsgrad von 36.5
%
. Bei diesem Resultat hat der Beschwerdeführer kein Anrecht auf eine Rente der Invalidenversicherung, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.
8
.
Die Verfahrenskosten gemäss Art. 69
Abs.
1
bis
IVG sind auf
Fr.
8
00.-- festzuset
zen und ausgangsgemäss de
m
Beschwerdeführer aufzuerlegen.