Decision ID: 43da8432-3c82-4595-bfca-1a01828725bf
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1963 geborene und
ab
1997 in der Schweiz wohnhaft
gewesene
Y._
, welcher in
Z._
zum Maschinenzeichner ausgebildet
worden war
,
meldete sich am
19. Juli 2005 (
Urk.
7/1) bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle (nachfolgend: IV-Stelle), unter Hinweis auf Hepatitis C zum Rentenbezug an.
D
ie IV-Stelle
klärte
die erwerblichen und medizinischen Verhältnisse des Versicherten ab
und verneinte
m
it unangefochten gebliebener Verfügung vom 6. Februar 2006 aufgrund eines Invaliditätsgrades von 9 %
einen
Renten
anspruch (
Urk.
7/15).
1.2
Nach einem Auslandaufenthalt während der Zeit von Ende September 2009 bis Ende April 2011
meldete sich der Versicherte wegen Hepatitis C, eines Magen
geschwürs, Asthma, Rückenbeschwerden (bei einer Operation seien drei Wirbel entfernt worden), einem unfallbedingten gerissenen Kreuzband, Gicht und immer wieder auftretenden Eitergeschwüren
am 20. September 2012
wiederum bei der IV-Stelle an
(
Urk.
7/17).
Um auf das Begehren eintreten zu können, for
derte die IV-Stelle den Versicherten mit Schreiben vom 10. Oktober 2012 (
Urk.
7/20) auf, Beweismittel für die glaubhafte Darlegung der wesentlichen Veränderung der tatsächlichen Verhältnisse seit dem letzten Verfügungserlass einzureichen. Daraufhin legte der Versicherte mit Eingabe vom 5. November 2012 (
Urk.
7/24) verschiedene Arztberichte (
Urk.
7/23,
Urk.
7/27,
Urk.
7/35) ins Recht. Die IV-Stelle trat auf die Neuanmeldung ein und liess den Versicherten polydisziplinär durch d
ie
A._
begutachten (Gutachten vom 17. Juni 2013;
Urk.
7/38). Mit Eingaben vom 20. September und 27. Oktober 2013 (
Urk.
7/43,
Urk.
7/45) sowie 2
2.
Januar 2014 (
Urk.
7/52) reichte der Versicherte der IV-Stelle weitere Arztberichte ein (
Urk.
7/42,
Urk.
7/46 und
Urk.
7/51). Mit Mit
-
teilung vom 6. Februar 2014 (
Urk.
7/53) gab die IV-Stelle dem Versicherten bekannt, dass auf
grund seines aktuellen Gesundheitszustandes keine
Eingliede
-
rungsmassnahmen
durchgeführt würden (vgl. Verlaufsprotokoll vom 6. Februar 2014;
Urk.
7/54). Anschliessend holte die IV-Stelle weitere Arztberichte ein (
Urk.
7/56).
A
m
2.
Mai 2014
verstarb der Versicherte in
Z._
.
Nachdem die IV-Stelle mit Vorbescheid vom 20. Mai 2014 (
Urk.
7/65) wegen Nichterfüllung des Wartejahres die Abweisung des Rentenbegehrens in Aussicht gestellt
und
die Ehefrau des verstorbenen Versicherten,
X._
, vertreten durch Rechtsanwältin Christa Sigg, mit Eingabe vom 10. Juni 2014 (
Urk.
7/69) dagegen opponiert hatte, wies die IV-Stelle das
Rentenbe
gehren
aufgrund eines 0%igen Invaliditätsgrades mit Verfügung vom 1
2.
November 2014 (
Urk.
2) ab.
2.
Gegen diese Rentenverfügung erhob die Witwe des Versicherten mit Eingabe vom 1
2.
Dezember 2014 (
Urk.
1) sowie unter
Beilage diverser
Unterlagen
(
Urk.
3/4-9) Beschwerde und beantragte die Zusprechung einer
Dreiviertelsrente
, eventualiter sei die Sache zwecks Neubeurteilung bzw. weiterer Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen (
Urk.
1 S. 2). In der
Beschwerdeant
wort
vom
2.
Februar 201
5 (
Urk.
6) schloss die IV-S
telle auf Abweisung der Beschwerde.
3.
Auf die Vorbringen der Parteien sowie die eingereichten Unterlagen wird, so
weit erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG). Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung; IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28
Abs.
2 IVG).
1.3
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustel
len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beur
teilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Be
richte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzu
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze ent
scheidend, ob es für die Beant
wortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt - was vor allem bei psychischen Fehlent
wicklungen nö
tig ist -, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer-Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversi
cherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutach
ten, 3. Aufl. 1994, S. 24 f.).
2.
Die IV-Stelle stellte sich im Wesentlichen auf den Standpunkt, ihre Abklärun
gen hätten ergeben, dass der Versicherte seit der im Juni 2011 in
Z._
vor
genommenen
epiduralen
Ab
s
zess-Evakuation in seiner Arbeitsfähigkeit einge
schränkt
gewesen
sei. Zwischen seiner Einreise 1997 in die Schweiz und seiner Ausreise 2009 nach
Z._
sei der Versicherte in diversen
Hilfsarbeit
s
be
reichen
tätig gewesen, wobei er nach eigenen Angaben in
den letzten drei J
ahren vor der Ausreise in der
B._
gearbeitet habe. Nach seiner Rückkehr in die Schweiz sei er aus gesundheitlichen Gründen keiner erwerblichen Tätigkeit mehr nachgegangen. Da der Versicherte seine Tätigkeit bei der
B._
nicht aus gesundheitlichen Gründen aufgegeben
habe, könne diese nicht als der angestammte Beruf gelten. Vielmehr müsse man annehmen, dass er ohne gesundheitliche Beeinträchtigung nach seiner Rückkehr in die Schweiz 2011 erneut eine Hilfsarbeitertätigkeit ausgeübt hätte. Somit müsse das
Valideneinkommen
gemäss
der
Lohnerhebung des Bundesamtes für Statistik bestimmt werden (
Urk.
2 S. 2). Gemäss der medizinischen Beurteilung sei dem Versicherten eine behinderungsangepasste, das heisst körperlich leichte sowie wechselbelastende Tätigkeit mit einer Maximalbelastu
ng von 15 kg zu 100 % zumutbar
(
Urk.
2 S. 3).
Validen- und Invalideneinkommen legte die
IV-Stelle somit gleichermassen fest, so dass kein Invaliditätsgrad resultierte.
Dagegen wird seitens der Beschwerdeführerin zusammengefasst vorgebracht, der Gesundheitszustand des Versicherten habe sich seit der rentenabweisenden Verfügung vom 6. Februar 2006 erheblich verschlechtert
gehabt
(
Urk.
1 S. 4
Ziff.
1, S. 6
Ziff.
6).
Dr.
med.
C._
, Facharzt für Neurologie und Computer-Tomographie, habe im Bericht vom 29. Januar 2013 (vgl.
Urk.
7/27) festgehal
ten, dass sich eine sehr schwierige Situation für die Schmerzbehandlung prä
sentiere
,
und habe dem Versicherten seit der Gesundheitsverschlechterung in der angestammten Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bescheinigt. In einer angepassten Tätigkeit (Kleinverpackung oder Kleinmontage) habe
Dr.
C._
einen 30%igen Arbeitsversuch vorgeschlagen (
Urk.
1 S. 6
Ziff.
6). Aufgrund der neu aufgetretenen Zuckerkrankheit im Januar 2014 habe sich der Gesundheitszustand des Versicherten nochmals verschlechtert (vgl.
Urk.
7/51;
Urk.
1 S. 6
Ziff.
7). Bei der
vor dem Auslandaufenthalt während der Jahre 2007 bis 2009
durch die
D._
AG vermittelten Tätigkeit bei der
E._
AG als Produktmitarbeiter
handle es sich
sehr wohl
um die angestammte Tätigkeit
, denn wäre der Vertrag nicht befristet gewesen, hätte der Versicherte diese Tätigkeit weiterhin ausgeübt und wäre auch nicht nach
Z._
ausgewandert (
Urk.
1 S. 5
Ziff.
4). Aufgrund des Gesagten sei sein letztes Einkommen von 2009 vor der Ausreise
nach
Z._
als
Valideneinkommen
heranzuziehen und es sei von einem Invaliditätsgrad von 65 % auszugehen (
Urk.
1 S. 7-8
Ziff.
8).
3.
3.1
Der
erste abweisende
Rentenentscheid vom
6.
Februar 2006 (
Urk.
7/15) erging vorwiegend gestützt auf den Bericht des Hausarztes,
Dr.
med.
F._
, Facharzt für
Chirurgie,
Chiropraktor
SAMM un
d Schmerztherapie SSIIPM, vom 2
3.
November 2005 (
Urk.
7/7/2 ff.; vgl. auch Feststellungsblatt vom
6.
Februar 2006;
Urk.
7/13). Mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit diagnostizierte er eine chronische Hepatitis C
,
Genotyp 3A, eine inkomplette Leberzirrhose und Steatose mit erhöhten Lebertransaminasen seit 2000, eine rezidivierende Gastritis und
Refluxbeschwerden
seit November 1999, eine Dauertherapie mit
Zurcal
, ein
en Nikotinabusus
, eine rezidivierende Lumbalgie aufgrund einer Übergangsstörung L5/S1, eine vermehrte Lendenlordose
, Übergewicht (105
kg
bei 182 cm), unspezifische Kleingelenkschmerzen u
nd Schwellungen im Bereich der I
P- und MP-Gelenke an beiden Händen (
Urk.
7/7/2). Im Beiblatt (
Urk.
7/7/5) attestierte
Dr.
F._
dem Versicherten, die bisherige Tätigkeit
(wobei er von einer solchen in der Gastronomie ausging)
sei seit November 2002 halbtags, eine behinderungsangepas
ste Tätigkeit ganztags zumutbar
.
Unter der Annahme eines im Jahr 2001 erzielten und auf das Jahr 2004 ange
passten
Valideneinkommens
von
Fr.
56‘530.75 und eines nach der statistischen Lohnerhebung des Bundes ermittelten und um 10 % reduzierten
Invalidenein
kommens
für eine Hilfstätigkeit von
Fr.
51‘532.20, errechnete die IV-Stelle einen Invaliditätsgrad von 9
%
(
Urk.
7/13/3).
3.2
Die Neuanmeldung bei der Invalidenversicherung erfolgte im Herbst 2012, weil der Versicherte während mehrerer Jahre unter Abszessen am Körper litt. Einen solchen Abszess liess er im Sommer 2011 in
Z._
am Rücken auf der Höhe L3/4 mit
Laminektomie
L3 und L4 operativ entfernen. Nach seiner Rückkehr in die Schweiz im Herbst 2011 begab er sich wieder in die Behandlung zu
Dr.
med.
F._
(
Urk.
7/23) und zur Untersuchung in der
Klinik G._
.
Im Bericht vom 2
3.
Juli 2012 (
Urk.
7/23/21 f.) erhoben die behandelnden Ärzte der
Klinik G._
, Wirbelsäulensprechstunde, die Diagnose von lumbalen Rückenschmerzen ohne Ausstrahlung, bei Status nach
epiduraler
Abszess-Eva
kuation im Juni 2011 in
Z._
(
Urk.
7/23/21).
R
adiologisch zeige sich kein richtungsweisender Befund im MRI sowie im konventionellen Bild bei Status nach einer
epiduralen
Abszess-Evakuation. Therapeutisch erfolge eine beid
seitige Infiltration der Facettengelenke L3/4 sowie L4/
5.
Des Weiteren werde zur Stabilisierung der Rückenmuskulatur Physiotherapie verordnet (
Urk.
7/23/22).
Im Bericht der
Klinik G._
vom 1
7.
September 2012 (
Urk.
7/23/26 f.) zur Verlaufskontrolle vom 1
1.
September 2012 führten die behandelnden Ärzte aus, nach der beidseitigen In
filtration der Facettengelenke L
3/4 und L4/5 sei es dem Versicherten nicht deutlich besser gegangen. Die Schmerzen seien weiterhin persistierend, vor allem bestehe eine Schmerzhaftigkeit bei Extension der Wir
belsäule ohne Ausstrahlung in die Beine. Mittels Physiotherapie habe die Symptomatik etwas verbessert werden können. Des Weiteren habe der Hausarzt Analgesie verordnet und weiter ausgebaut. Bei unveränderter klinischer Situa
tion und fehlendem richtungsweisendem Befund werde eine konservative The
rapie mit Physiotherapie und Analgesie weitergeführt (
Urk.
7/23/26).
3.3
Der konsultativ beigezogene
Dr.
med.
C._
, Facharzt für Neurologie,
führte im Bericht vom 2
6.
Oktober 2012 (
Urk.
7/23/9 ff.) aus, bis ein Antibiotikum zur Bekämpfung der in Frage kommenden Bakterien gefunden worden sei, habe der Versicherte immer wieder unter Abszessen gelitten. Aktuell würden sich die Schmerzen in der lumbalen Region bis thoraka
l
-lumbal lokalisieren mit Aus
strahlungen bis sakral sowie in die Beine, verbunden mit Parästhesien, Amei
senlaufen sowie schmerzbedingte
n
Schlafstörungen (
Urk.
7/23/9). In seiner Beurteilung hielt
Dr.
C._
fest, momentan stehe eine Schmerzsituation im Vordergrund, welche zum Teil neuropathisch und zum Teil postoperativ sei
,
bei Status nach Entfernung eines ausgedehnten lumbalen Abszesses mit leichter sensomotorischer Parese des rechten Beines. Der Versicherte benötige eine medikamentöse Therapie im Sinne von Schmerzbekämpfung und
Schmerzdis
tanzierung
(
Urk.
7/23/8). Ergänzend hielt er im Bericht vom 3
1.
Oktober 2012 (
Urk.
7/23/6) fest, durch die Einnahme von
Lyrica
und
Cymbalta
hätten sich
die Schmerzen um 50
%
reduziert. Vor
der
Erkrankung im Jahr 2009 habe
d
er
Ver
sicherte
bei der
B._
gearbeitet, wobei er schwere Teigmassen habe heben und verschieben müssen. Dies sei nun nicht mehr möglich, jedoch könnte er sitzende Tätigkeiten mit Pausen
ausüben
(z.B. bei Kleinverpackung oder Kleinmontage) zunächst halbtags danach eventuell ganztags (
Urk.
7/23/6). Im Bericht vom 2
9.
Januar 2013 (
Urk.
7/27) führte
Dr.
C._
aus, der Ver
sicherte habe auf die Medikamente schlecht reagiert.
Topamax
habe bei der Steigerung von 25 auf 50 mg starke Nebenwirkungen wie psychische Störun
gen, Schlafstörungen,
halluzinatorische
Symptome etc. verursacht und sei daher abgesetzt worde
n. Auch andere Medikamente wie
L
yrica
oder
Cymbalta
hätten nicht den erwünschten Erfolg gebracht. Eine Schmerzlinderung habe mit
Trama
l
, eventuell kombiniert mit
Dafalgan
erzielt werden können, was aber nur eine vorübergehende Lösung sein könne (
Urk.
7/27/1). Somit präsentiere sich für die Schmerzbehandlung durch die sehr beschränkte Medikamentenauswahl eine sehr schwierige Situation.
F
ür die angestammte Tätigkeit in der
B._
(Verschieben von schweren Teigmassen) sei der Versicherte zu 100
%
arbeitsunfähig. In einer angepassten Tätigkeit (Kleinverpackung oder Kleinmontage) sei ein Arbeitsversuch im Rahmen von 30
%
möglich (
Urk.
7/27/2).
3.4
Zur Klärung des gesundheitlichen Zustandes des Versicherten wurde dieser
am 1
6.
April 2013 von Ärzten der
Fachgebiete Innere Medizin, Ortho
pädie/Traumatologie sowie Neurologie untersucht (
Urk.
7/38/1,14).
Im Gutach
ten der
A._
vom 1
7.
Juni 2013 berichtete der Versicherte von Rücken
schmerzen, die seit seiner Rückkehr in die Schweiz im Vordergrund stünden. Deswegen sei der Schlaf gestört, beim Busfahren und ähnlichen Tätigkeiten verstärkten sich die Schmerzen. Bei ruhigem Sitzen gehe es relativ gut, er müsse aber immer wieder eine andere Stellung einnehmen. Der Versicherte selber erachtete eine wechselbelastende Tätigkeit mit einem Pensum von 50
%
als wahrscheinlich möglich (
Urk.
7/38/8).
Die Gutachter stellten im Gesamtgutachten die Diagnosen eines
lumbovertebra
le
n
Schmerzsyndrom
s
bei Status nach Evakuation eines
epiduralen
Abszesses und
Laminektomie
L3/L4 2011 (in
Z._
), einer radiologisch diskreten bila
teralen
Foraminalstenose
L3/L4 und einer rechtsbetonten
Foraminalstenose
L4/L5 mit radiologisch möglicher Irritation der Wurzel L4 (klinisch nicht bestä
tigt
)
, eine
r
r
umpfmuskuläre
n
Dysbalance
und einer
chronische
n
Hepatitis C mit bereits 2002
bioptisch
diagnostizierter beginnender Leberzirrhose (
Urk.
7/38/16).
In der zusammenfassenden Beurteilung der Arbeitsfähigkeit attestierten die
A._
-Gutachter dem Versicherten aus orthopädischer Sicht in der bisherigen Tätigkeit als Mitarbeiter in einer Grossbäckerei eine Arbeitsfähigkeit von 50
%
, wobei er keine Gewichte von mehr als 15 kg heben oder tragen dürfe. Für eine rückenschonende, wechselbelastende, leichte bis höchstens mittelschwere Tätig
keit erscheine eine vollschichtige Arbeitsfähigkeit zumutbar.
Internistischerseits
habe nur die chronische Hepatitis C mit mittelschweren Transaminasen
-
er
höhungen
, leicht erniedrigtem Spontanquick und vermehrter Ermüdbarkeit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit. Auch aus internistischer Sicht seien nur noch mittelschwere Tätigkeiten möglich, solche seien aber vollschichtig zumut
bar. Aus neurologischer Sicht bestünden keine zusätzlichen Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit. Als zusammenfassendes Belastungsprofil aller Fachgebiete hielten die Gutachter fest: Möglich seien körperlich leichte bis passager höchs
tens mittelschwere, wechselbelastende, rückenschonende Tätigkeiten, die
kein Gewichtheben oder -tragen von mehr als 15 kg erfordern würden (
Urk.
7/38/17).
Zur Würdigung der Arztberichte sei festzustellen, dass im
Bericht des RAD von 2006
der Versicherte zu 50
%
in der bisherigen Tätigkeit und zu 100
%
in einer Verweistätigkeit als arbeitsfähig eingestuft worden
sei
. Diese Einstufung sei nicht nachvollziehbar, da
es
vor der Rückenoperation (
epiduraler
Abszess,
Laminektomie
) von 2011 keine relevante orthopädische Diagnose gegeben habe, welche eine Leistungsminderung begründet hätte. Die damaligen Rücken
schmerzen dürften auf die deutliche Adipositas und rumpfmuskuläre
Dysba
lance
zurückzuführen
gewesen
sein. Wegen der schon damals festgestellten chronischen Hepatitis C mit Übergang in Leberzirrhose und mittelschwer erhöhten Transaminasen sei die verminderte Leistungsfähigkeit für körperlich schwere Tätigkeiten gut verständlich. Eine passagere Verschlechterung des Gesundheitszustandes des Versicherten bestehe seit Juni 2011, als in
Z._
bei einer Rückenoperation die Evakuation eines lumbalen
epiduralen
Abszesses sowie die
Laminektomie
L3/4 durchgeführt
worden sei
. In diesem Zusammen
hang müsse von einer mehrmonatigen vollständigen Arbeitsunfähigkeit ausge
gangen werden, aber seit etwa Januar 2012 bestehe aus heutiger Sicht wieder eine vollschichtige Arbeitsfähigkeit für rückenschonende Tätigkeiten gemäss Belastungsprofil, während
der Versicherte
in der bisherigen Tätigkeit als Mitar
beiter in einer
B._
-Bäckerei nur noch zu 50
%
arbeitsfähig sei, sofern er keine Gewichte über 15 kg heben oder tragen müsse (
Urk.
7/38/17-18). Aus
versiche
rungsmedizinischer
Sicht sei gegenüber Februar 2006, wo noch keine Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit bestanden habe, eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes ausgewiesen, zumindest passager seit der Operation im Juni 201
1.
Im Vergleich zu 2006 habe die Belastbarkeit des Bewegungsappa
rates abgenommen (
Urk.
7/38/19).
3.5
Dr.
H._
führte im Bericht vom 2
7.
August 2013 (
Urk.
7/56/21) aus, das MRI zeige erstaunlich gut erhaltene Wirbelkörper, es bestehe keine
Dis
kushernie
oder sonstige Raumforderung. Auch die Vernarbung um den Dural
sack bei Status nach
Laminektomie
sei erstaunlicherweise sehr bescheiden (
Urk.
7/56/21).
3.6
Im Bericht vom 1
5.
Oktober 2013 (
Urk.
7/46) hielten die behandelnden Ärzte des
I._
, Klinik für Viszeral- und Transplantationschirurgie, fest, aufgrund von starken Rückenschmerzen und einem BMI von 46 kg/m2 wünsche der Versi
cherte eine bariatrische Chirurgie zwecks Gewichtsabnahme. Wegen des drin
genden Verdachts auf eine Leberzirrhose mit
portaler
Hypertension, welche mit einer sehr hohen Morbidität und auch Mortalität postoperativ assoziiert sei, hätten sie davon abgeraten und vielmehr eine konservative Therapie bei den Kollegen der Endokrinologie empfohlen (
Urk.
7/46/2). Letztere diagnostizierten neu im Bericht vom
2.
Dezember 2013 (
Urk.
7/56/10) einen Prädiabetes
(
Urk.
7/56/11) und führten aus, dass
der Versicherte
zwecks der
Gewichtsreduk
tion
zu einer
gastroskopischen
Untersuchung aufgeboten werde (
Urk.
7/56/12).
3.7
Dr.
F._
attestierte dem Versicherten im Bericht vom
7.
März 2014 (
Urk.
7/56/5 ff.) bis zum 3
0.
November 2013 eine 50%ige und ab
1.
Dezember 2013 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit, auf längere Sicht sei der Versicherte zu 70
%
arbeitsunfähig. Neu aufgetreten sei
en
eine Leberzirrhose mit
portaler
Hypertonie, ein insulinpflichtiger Diabetes mellitus sowie eine Zunahme der Adipositas (BMI 43 kg/m2;
Urk.
7/56/5).
4.
4.1
Die IV-Stelle trat auf die Neuanmeldung vom 20. September 2012 (Urk. 7/17) ein, nahm in der Folge Abklärungen vor und verneinte erneut den vom
Versi
cherten
geltend gemachten Rentenanspruch mit Verfügung vom 12. November 2014 (Urk. 2).
D
aher
ist
bei der Beurteilung des Rentenanspruchs analog zur Rentenrevision zu prüfen, ob seit Erlass des ursprünglichen Rentenentscheids vom 6. Februar 2006 (Urk. 7/15) bis zum Zeitpunkt
des Todes des Versicherten im Mai 2014
eine wesentliche Änderung in den tatsäch
lichen Verhältnissen einge
treten ist, die geeignet ist, einen Rentenanspruch zu begründen.
4.2
Aus dem eingeholten Gutachten der
A._
geht hervor, dass sich die gesund
heitliche Situation des Versicherten seit der ersten Rentenverfügung verschlechtert hat und zwar vor allem durch das Auftreten des Abszesses am Rücken, der 2011 operativ entfernt werden musste. Aufgrund der Darstellung der Gutachter war von einer geringeren Belastbarkeit des Rückens seit der Ope
ration mit der Teilbeseitigung von Wirbelkörpern auszugehen und zudem wies der Versicherte muskuläre
Dysbalancen
auf (
Urk.
7/38/23). Noch immer bestan
den daneben die chronische Hepatitis C mit der beginnenden Leberzirrhose, der die Ärzte eine vermehrte Ermüdbarkeit des Versicherten zuschrieben (
Urk.
7/38/17). Diese Diagnosen haben die Gutachter als die Arbeitsfähigkeit einschränkend angesehen, indem sie die vor der Ausreise nach
Z._
ausge
übte Tätigkeit in einer Grossbäckerei, bei der schwere Teige bearbeitet werden mussten, als nicht mehr ganztägig möglich erachtet haben. Sie trugen den Befunden und Diagnosen Rechnung, indem sie nur noch körperlich leichte bis kurzfristig mittelschwere Tätigkeiten für zumutbar erachteten (
Urk.
7/38/17).
Die Gutachter der
A._
haben diese Beurteilungen nach Einsicht in die Akten und eigenen, auch bildgebenden Untersuchungen sowie nach eingehen
den Befragungen des Versicherten abgegeben. Sie setzten sich auch mit anderslautenden ärztlichen Einschätzungen auseinander. Dabei ist ihre Ansicht,
dass bis zur Rückenoperation im Jahr 2011 keine Anhaltspunkte für eine ein
geschränkte Arbeitsfähigkeit bestanden hätten, nachvollziehbar. Denn, wie erwähnt, hatte der Versicherte die Tätigkeit in der Grossbäckerei 2009 nicht aus gesundheitlichen Gründen aufgegeben, sondern weil der Vertrag befristet war. In
Z._
sodann war er als Vorarbeiter auf dem Bau tätig (
Urk.
7/38/8), welche Arbeit ebenfalls nicht als leicht bezeichnet werden kann. Wie er gegen
über den Ärzten des
I._
am 2
7.
Juli 2012 selber aussagte, war es ihm im Aus
land hinsichtlich der Hepatitis C gut gegangen (
Urk.
7/23/12).
Entgegen der Darstellung der Beschwerdeführerin ist jedoch keine massive Ver
schlechterung des Gesundheitszustandes ab der Rückkehr in die Schweiz doku
mentiert (
Urk.
1 S. 6).
So
diagnostizierten
etwa die behandelnden Ärzte der
Klinik G._
im Bericht vom 2
3.
Juli 2012
einzig lumbale
Rückenschmerzen
ohne Ausstrahlung; das MRI zeigte einzig eine geringe
Retrolisthesis
L2 gegen
über L3, bei L3/4 geringe
foraminale
Stenosen bilateral und bei L4/5
rechtsbe
tonte
mässiggradige
Foraminalstenosen
(
Urk.
7/23/21
f.), die Ärzte sprachen von keinem richtungsweisenden Befund im MRI. Auch
Dr.
C._
vermochte am
2
6.
Oktober 2012
nach der Konsultation der vorhandenen bildgebenden Berichte keine relevanten objektivierbaren Befunde zu erheben, die von den übrigen Einschätzungen abweichen würden. Er sprach denn auch von einer im Vordergrund stehenden Schmerzsituation, die er als neuropathisch und post
operativ bezeichnete
(
Urk.
7/23/9)
. Er stellte einzig eine leichte sensomotorische Parese im rechten Bein fest, die jedoch seitens des neurologischen Gutachters der
A._
nicht verifiziert werden konnte (
Urk.
7/38/35). Der neurologische Gutachter stellte ausdrücklich fest, die Reflexe seien vorhanden, die angegebene leichte Hypästhesie und
Hypalgesie
entsprächen keiner Parese. Auch
Dr.
H._
sprach im Bericht vom 2
7.
August 2013 einzig von einer Hypoästhesie L5/S1 und berichtete, dass alle drei Gangarten ohne Einsinken gut möglich seien. Weiter zeige das MRI
erstaunlich gut erhaltene Wirbelkörper,
keine Diskushernie oder eine andere Raumforderung,
auch die Vernarbung um den Duralsack bei Status nach
Laminektomie
sei sehr bescheiden (
Urk.
7/56/21).
Wenn bei dieser Aktenlage
Dr.
C._
dem Versicherten bei den selbst von ihm gemachten geringen Befunden einen 30%igen Arbeitsversuch in einer leichten Tätigkeit zubilligte (
Urk.
7/27/2), so liess er sich dabei offenbar von der seitens des Versicherten dargelegten subjektiven Schmerzsituation beeinflussen, ohne dass er diese nachvollziehbar mit objektiven Befunden belegt hätte. Seine Ein
schätzung der Arbeitsfähigkeit kann damit aber nicht als überzeugend bezeich
net werden. Hinsichtlich der Hepatitis C berichteten die Ärzte
des
I._
im Bericht vom 2
7.
Juli 2012 von keinen neuen Beschwerden bei der
Verlaufskon
trolle
. Es zeigte sich einzig eine vergrösserte Milz, so dass eine engmaschigere Kontrolle angezeigt war (
Urk.
7/23/13).
Die Gutachter hatten somit den Gesundheitszustand des Versicherten umfassend abgeklärt und die Zusammenhänge überzeugend dargestellt. Dass sie der Adi
positas des Versicherten (BMI 36,6) keine Bedeutung für die Arbeitsfähigkeit beimassen, steht im Einklang mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, wonach Fettleibigkeit grundsätzlich keine Invalidität bewirkt, ausser
wenn sie weder durch geeignete Behandlung noch durch zumutbare Gewichtsabnahme auf ein Mass reduziert werden kann, bei welchem das Übergewicht in Verbin
dung mit allfälligen Folgeschäden keine voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit beziehungsweise der Betä
tigung im bisherigen Aufgabenbereich zur Folge hat (ZAK 1984 S. 345 f. E. 3; Urteile des Bundesgerichts I 839/06 vom 17. August 2007 E. 4.2.3 und I
745/06 vom 21. März 2007 E. 3). Der Versicherte war zweifelsfrei stark adipös. Wäh
rend des Aufenthaltes in
Z._
hatte er nach eigenen Angaben 20 kg verlo
ren gehabt, danach hat er wieder an Gewicht zugenommen bis 112 kg bei der Begutachtung durch die
A._
(
Urk.
8/38/10). Aus den Akten geht nicht hervor – und im Besonderen auch nicht aus den Arztberichten des behandeln
den Hausarztes (
Urk.
7/23/1-4) – dass der Versicherte systematisch und konse
quent versucht hatte, das Gewicht nachhaltig zu reduzieren. Zwar haben die Ärzte des
I._
, wo der Versicherte Ende 2013 sich
endokrinologisch
beraten liess, und wo eine sekundäre Adipositas ausgeschlossen worden war, im Bericht vom
2.
Dezember 2013 die Angaben des Versicherten festgehalten, es habe kontinuierliche Versuche einer diätischen Gewichtsreduktion seit 2011 gegeben, die jedoch nicht zu einem dauerhaften Erfolg geführt hätten (
Urk.
7/56/12). Dokumentiert sind solche jedoch nicht, so dass die Gutachter zu Recht von keiner für die Invalidenversicherung zu beachtenden Adipositas ausgegangen sind.
Richtig ist, dass offenbar Anfang 2014 ein insulinpflichtiger Diabetes mellitus diagnostiziert wurde. Weshalb dadurch eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit resul
tieren sollte, leuchtet allerdings nicht ein.
Dr.
F._
hielt eine solche im Bericht von Anfang 2014 für die angestammte Tätigkeit fest, allerdings ohne eine Begründung anzugeben. Bei dieser Sachlage ist beweisrechtlich zu beachten, dass Hausärzte mitunter eher dazu tendieren, Bewertungen von Arbeitsunfähig
keiten zu Gunsten der Versicherten zu machen (BGE 125 V 353), so dass auf diese nicht abgestellt werden kann (
Urk.
7/56). Damit bleibt es bei der Beurtei
lung durch die Ärzte der
A._
und es ist von einer gänzlichen Arbeitsfä
higkeit in einer leichten Tätigkeit auszugehen.
5.
5.1
Hinsichtlich des
Valideneinkommens
kritisierte die Beschwerdeführerin die Tatsa
che, dass dieses nicht gestützt auf die herkömmlichen Tätigkeiten vor dem Wegzug ins Ausland sondern auf die Lohnstatistik des Bundes errechnet worden war (
Urk.
2). Sie
führte
in ihrer Beschwerde vom 1
2.
Dezember 2014 (
Urk.
1) aus, hätte es sich beim
Temporärvertrag
zwischen dem Versicherten und der
D._
AG für seine Tätigkeit bei der
E._
AG
, die er bis 2009 ausge
üb
t habe,
nicht um eine befristete An
stellung gehandelt, hätte
er weiterhin dort gearbeitet und wäre nicht nach
Z._
emigriert.
Es sei auf das letzte Einkommen abzustellen (
Urk.
1 S. 6).
5.2
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validenein
kommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des
frühstmöglichen
Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen
Einkom
mensentwicklung
angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfah
rung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortge
setzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweisen). Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik perio
disch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 126 V 75 E. 3b/
aa
und
bb
, vgl. auch BGE 129 V 472 E. 4.2.1).
5.3
Der Versicherte hat seine Arbeitsstelle bei der Grossbäckerei
B._
wie die Beschwerdeführerin selber darlegte,
aus invaliditätsfremden Gründen verloren,
da
der befristete Vertrag ausgelaufe
n war
.
Da er in der Schweiz gemäss seinem Lebenslauf (
Urk.
7/41/1) verschiedene Hilfsarbeiten in verschiedenen Branchen (Gastronomie, Produktion Lebensmittel, Reinigung, Hotelbereich) ausgeübt hatte, ist davon auszugehen, dass er im Gesundheitsfall nach seiner Rückkehr in die Schweiz (sofern er überhaupt im Gesundheitsfall zurückgekommen wäre) auch wieder eine Hilfsarbeit in einer beliebigen Branche ausgeübt hätte. Dem
zufolge ist es nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin das
Validen
einkommen
in der dargelegten Weise gestützt auf die Lohnerhebungen des Bundesamtes für Statistik festgelegt hat. Das Invalideneinkommen für die zumutbare ganztägige leichte Invalidentätigkeit ist dabei genau gleich zu ermitteln, wie das die Beschwerdegegnerin eben auch gemacht hat (
Urk.
2).
Selbst wenn davon noch ein maximaler Abzug von 25
%
vorgenommen würde (vgl. BGE 126 V 75), resultiert bei gleichem Validen- wie Invalideneinkommen ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad. Die Beschwerde ist abzuweisen.
6.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem
Verfahrens
aufwand
und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG in der seit dem 1. Juli 2006 in Kraft stehenden Fassu
ng) und ermessensweise auf Fr. 7
00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der Beschwerdeführerin aufzuerlegen.