Decision ID: 7f95f7d9-ba67-41da-92f4-b4f60b643513
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1981 geborene
X._
ist seit dem 1. April 2009 als
Zugbegleiter (
RZB National
)
bei der
Z._
angestellt und damit bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA)
obligatorisch
versichert (Urk. 7/1).
Am 10. März 2014 stürzte
d
er
Versicherte
beim Snowboardfahren auf das rechte Handgelenk und zog sich dabei eine Quetschung zu (Urk. 7/1)
,
deretwegen
ihm in der Folge
vom
4.
bis 21. April 2014 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attes
tiert wurde (Urk. 7/5 f.
; vgl. auch Urk. 7/1
). Die SUVA anerkannte ihre
Leis
tungspflicht
im Zusammenhang mit dem fraglichen Ereignis und erbrachte Heilbehandlungs- und Taggeldleistungen (Urk. 7/2-4).
1.2
Nachdem sich der Versicherte am
1
. Oktober
2014
erneut wegen rechtsseitiger Handgelenksbeschwerden in ärztliche Behandlung begeben
hatte
und ihm ab
dem 6. Oktober 2014
auch wieder eine (anfänglich 100%ige) Arbeitsunfähigkeit bescheinigt worden war (Urk. 7/8
, Urk. 7/16
), meldet er der SUVA am 25. November 2014 einen Rückfall zum Unfall vom 10. März 2014 (Urk. 7/9; vgl. auch Urk. 7/14). Die SUV
A
traf daraufhin medizinische Abklärungen und holte am 2. Februar und am 16. März 2015 Stellungnahmen ihre
r
Kreis
ärztin
Dr. med.
A._
, Fach
ärztin
FMH für Chirurgie, ein (Urk. 7/19).
In der Folge verneinte sie ihre Leistungspflicht für die ihr als Rückfall gemeldeten rechtssei
tigen Handgelenksbeschwerden, da diese in keinem überwiegend wahrscheinli
chen Kausalzusammenhang
mehr
zum fraglichen Unfall stünden (vgl. Schreiben vom 18. März 2015, Urk. 7/27).
Nachdem der Versicherte
hiegegen
opponiert hatte (Urk. 7/31), holte die SUVA weitere Berichte der behandelnden Ärzte und am 16. Juli 2015 abermals eine Beurteilung ihre
r Kreisärztin
Dr.
A._
(Urk. 7/50) ein. Daraufhin
hielt sie
mit Verfügung vom 23. Juli 2015 (Urk. 7/51)
an der Leistungsverweigerung fest
. Die gegen diese
n Entscheid vom Versicher
ten,
von dessen Krankenversicherer
und
von
dessen Arbeitgeberin
erhobenen Einsprachen (Urk. 7/55 f., Urk. 7/59,
Urk. 7/67, Urk. 7/71) wies die SUVA
a
m 14. Oktober 2015 ab (Urk. 2).
2.
Gegen diesen
Einspracheentscheid
(Urk. 2) liess
X._
am 13. November 2015 mit folgenden Anträgen Beschwerde erheben (Urk. 1 S. 2):
„1.
Es sei der Einsprache-Entscheid vom 14. Oktober 2015 aufzuheben.
2.
Es seien die gesetzlichen Leistungen zu gewähren.
3.
Eventualiter seien weitere medizinische Abklärungen vorzunehmen.
4.
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerde
-
geg
nerin
.“
Die SUVA schloss am 4. Januar 2016 auf Abweisung der Beschwerde (vgl.
Be
schwerdeantwort
, Urk. 6), was dem Beschwerdeführer am 6. Januar 2016 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 8).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen ist, soweit für die
Entscheidfindung
erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen ein
zugehen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss Bundesgesetz über die Unfall
versicherung (UVG) setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva
lidität, Tod) ein natürlicher Kausal
zusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammen
hangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der glei
chen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Um
schreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheit
licher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht wer
den kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungs
anspruches
nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.2
Die Versicherungsleistungen werden auch für Rückfälle und Spätfolgen gewährt (Art. 11 der Verordnung über die Unfallversicherung [UVV]). Bei einem Rückfall handelt es sich um das Wiederaufflackern einer vermeintlich geheilten Krank
heit, so dass es zu ärztlicher Behandlung, möglicherweise sogar zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt; von Spätfolgen spricht man, wenn ein scheinbar ge
heiltes Leiden im Verlaufe längerer Zeit organische oder auch psychische Ver
änderungen bewirkt, die zu einem anders gearteten Krankheitsbild führen kön
nen (BGE 118 V 293 E. 2c mit Hinweisen).
1.3
Rückfälle und Spätfolgen schliessen sich begrifflich an ein bestehendes
Unfaller
eignis
an. Entsprechend können sie eine Leistungspflicht der Unfallver
sicherung nur auslösen, wenn zwischen den erneut geltend gemachten Be
schwerden und der seinerzeit beim versicherten Unfall erlittenen
Gesundheits
schädigung
ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht (BGE 118 V 293 E. 2c in
fine
).
2.
2.1
Die SUVA verneinte ihre erneute Leistungspflicht im Zusammenhang mit dem Unfall vom 10. März 2014
–
unter Hinweis auf die Beurteilung ihrer Kreisärztin Dr.
A._
vom 16. Juli 2015 (Urk. 7/50) und den Bericht
des behandelnden
Dr. med.
B._
, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparats, Handchirurgie,
vom 4. August 2015 (Urk. 7/57
)
–
mit der Begründung, die als Rückfall gemeldeten rechtsseitigen
Handgelenksbe
schwerden
stünden in keinem überwiegend wahrscheinlichen Kausalz
usammen
hang zum im März 2014 beim Snowboardfahren
erlittenen Sturz (Urk. 2 S.
5 ff.
, Urk. 6 S.
3
f.).
2.2
Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt,
die
– seit dem
Unfall vom 10. März 2014
ohne Unterbruch persistierenden –
Handge
lenksbeschwerden
seien
weiterhin im Rahmen des Grundfalls
zu interpretieren (Urk. 1 S. 3 f.). Die Beschwerdegegnerin habe ihre weitere Leistungspflicht – in Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes – gestützt einzig auf die nicht be
weistaugliche Beurteilung der Kreisärztin Dr.
A._
vom 16. Juli 2015 (Urk. 7/50) zu Unrecht verneint, zumal er vor dem fraglichen Unfall nie an Handbeschwerden gelitten habe (Urk. 1 S. 4 f.).
3.
3.1
3.1.1
Gemäss Schadenmeldung UVG vom 9. April 2014 (Urk. 7/1) zog sich der Be
schwerdeführer beim Unfall vom 10. März 2014 eine Quetschung des rechten Handgelenks zu und setzte deswegen ab 4. April 2014 die Arbeit aus.
3.1.2
Dem Unfallschein UVG
(Urk. 7/6)
ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer am 4., 11., 1
7.
u
nd 28. April 2014 Dr. med.
C._
, Facharzt FMH für
Allgemeine Innere Medizin
, konsultierte. Dieser attestierte ihm vom
4.
b
is
21. April 2014 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit und ab 22. April 2014 wieder eine volle Ar
beitsfähigkeit. Am 28. April 2014 wurde die ärztliche Behandlung abgeschlos
sen.
3.2
3.2.1
Das CT des rechten Handgelenks vom 24. Oktober 2014 ergab normale
ossäre
Strukturen, insbesondere keinen Nachweis einer
piso-triquetralen
Arthrose oder einer Fraktur des Os
pisiforme
(Urk. 7/41).
3.2.2
Der erstmals a
m 6. Oktober 2014
vom
Beschwerdeführer
konsultierte
Dr. med.
D._
, Facharzt FMH für Chi
rurgie, speziell Handchirurgie,
diagno
stizierte
am 1. Dezember 201
4
eine
Tenosynovitis
des Flexor
carpi
u
lnaris
(FCU)
rechts und gab an, dass dieses Leiden vereinbar sei mit dem Sturz auf die rechte Hand
vom 10. März
201
4.
Nach bildgebender Untersuchung (CT vom 2
4.
Oktober 2014;
Urk.
7/41)
verordnete
er
eine Infiltration sowie Ergotherapie und attestierte dem Beschwerdeführer vom 25. Oktober bis 23. November 2014 eine 100%ige und ab 24. November 2014 noch eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit
(Urk. 7/15
; vgl. auch Bericht vom 6. Oktober 2014 [Urk. 7/26 S. 1]
).
3.2.3
Dr.
C._
, der am 1. Oktober 2014 (einmalig) erneut vom Beschwerdeführer kon
sultiert worden war, diagnostizierte am 4. Dezember 2014 eine posttrauma
tische
Tenosynovitis
FCU rechts. Der Beschwerdeführer leide seit dem Sturz vom 10. März 2014 an Schmerzen im rechten Handgelenk. Die am 4. April 2014 durchgeführte Röntgenuntersuchung habe einen unauffälligen Befund ergeben. Ungüns
t
ig wirke sich aus, dass der Beschwerdeführer als Zugbegleiter
schwere Taschen tragen müsse. Vom 6. bis 20. Oktober 2014 sei d
ies
er
zu
100 % arbeits
unfähig gewesen. Der weitere Verlauf sei ihm – Dr.
C._
– nicht bekannt (Urk. 7/16).
3.2.4
Dr.
D._
bescheinigte dem Beschwerdeführer am 19. Dezember 201
4
ab dem Folgetag wieder eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit (Urk. 7/18).
3.2.5
Gestützt auf die Akten gelangte die Kreisärztin Dr.
A._
am 16. März 2015 zum Schluss, dass der Unfall vom 10. März 2014 angesichts des
behandlungs
freien
Intervalls vom 23. Mai bis 6. Oktober 2014 nicht kausal sei für die
Te
nosynovitis
FCU. Eine
Tenosynovitis
könne verschiedene Ursachen, etwa chro
nische Überbelastung, Erkrankungen aus de
m rheumatischen Formenkreis oder
bakterielle Infektionen, haben (Urk. 7/19).
3.2
.6
Auf entsprechende Anfrage der SUVA gab Dr.
C._
am 22. Februar 2015 an, nachdem der Beschwerd
eführer am 28. April 2014
praktisch
wieder
beschwer
defrei gewesen sei, habe dieser ihn am 23. Mai 2014 wegen wieder stärker ge
wordener Schmerzen
telefonisch erneut kontaktiert
; er h
abe ihm damals emp
fohlen, nochmals
Diclofenac
zu nehmen. Die nächste Konsultation habe dann erst am 1. Oktober 2014 stattgefunden (Urk. 7/24).
3.2.7
Der Handchirurg Dr.
B._
diagnostizierte
g
estützt auf die Ergebnisse der
– auch
sonographischen
–
Untersuchung vom 21. April 2015
i
m tags darauf ver
fassten Bericht anhaltende Druckbeschwerden über dem Os
pisiforme
rechts nach Kontusion des Os
pi
siforme
rechts am 10. März 2014 (Urk. 7/34 S. 1).
Die Sonographie habe keine Ganglion-Formation ergeben.
Eine anhaltende
Druck
empfindlichkeit
nach direkter
Kontusierung
des Os
pisiforme
sei
grundsätzlich
möglich
und
werde gelegentlich beobachtet
;
im Falle des Beschwerdeführers
,
sei sie,
auch
wenn seit dem Unfallereignis schon
Monate
vergangen seien, im Zu
sammenhang mit der direkten
Kontusierung
des Os
pisiforme
zu sehen. Nicht zuletzt aus versicherungstechnischen Gründen werde nun noch eine MRI-Un
tersuchung veranlasst (S. 2).
3.2.8
Nach Kenntnisnahme des MRI-Befunds vom 30. Apr
il 2015 (Urk. 7/39) diagnosti
zierte Dr.
B._
am 8. Mai 2015 ein schmerzhaftes posttraumatisches Ganglion, ausgehend vom
Pisotriquetral
-Gelenk rechts, nach Kontusion des Os
pisiforme
rechts am 10. März 2014 (Urk. 7/37 S. 1). Es sei davon auszugehen, dass
es
anlässlich des Sturzes beim Snowboardfahren zu einem kleinen Kapsel
riss gekommen sei
und sich dann an dieser Stelle die nun festgestellte Ganglion-Formation habe bilden können. Angesicht der seit über einem Jahr bestehenden Symptomatik erscheine eine spontane
Regredienz
des Ganglions sehr unwahrscheinlich. Daher sei eine operative Exzision vorgesehen (
S. 2).
3.2.9
Nach am 3. Juli 2015 erfolgtem operativen Eingriff (Urk. 7/47) stellte Dr.
B._
am 6. Juli 2015 nachstehende Diagnosen (Urk. 7/46 S. 1):
Status nach Exzision eines
ulno-carpalen
Ganglion
s
rechts, ausgehend vom
Pisotriquetral
-Gelenk, am 3. Juli 2015
Status nach Snowboardsturz am 10. März 2014 mit Kontusion der
ulna
ren
Handkante
Es zeige sich ein problemloser postoperativer Verlauf
(vgl. auch Bericht vom 21. Juli 2015, Urk. 7/53)
.
3.2.10
In ihrer
– auf den Akten beruhenden – kreisärztlichen Beurteilung vom 16. Juli 2015 gelangte Dr.
A._
– unter Hinweis auf die Befunde der im Laufe der Zeit durchgeführten bildgebenden Untersuchungen und die wissenschaftlichen Er
kenntnisse betreffend die Ätiologie von Ganglien
–
zum Schluss,
dass ein na
türlicher Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 10. März 2014 und dem Ganglion am rechten Handgelenk, wenn auch möglich, so jedenfalls nicht überwiegend wahrscheinlich sei (Urk. 7/50 S. 4).
3.2.11
Am 4. August 2015 führte Dr.
B._
betreffend Unfallkausalität der Symptoma
tik im Bereich des rechten Handgelenks aus, es bestehe zwar ein zeitlicher Zu
sammenhang zwischen den fraglichen Beschwerden und dem Sturz vom 10. März 201
4.
Dass das Unfallereignis indes mit überwiegender Wahrschein
lichkeit ursächlich sei für das aktuelle Leiden, lasse sich retrospektiv nur schwer nachweisen.
Hiezu
hätte wohl in den ersten Monaten nach dem Unfall eine MRI-Untersuchung durchgeführt werden müssen (um ein allfälliges
Knochen
marködem
im Bereich der
ulnaren
Handkante und eventuell eine beginnende Ganglion-Formation oder einen Kapselriss nachzuweisen
; Urk. 7/57 S. 2
).
4.
4.1
Aus den Akten geht übereinstimmend hervor und ist unbestritten, dass der Be
schwerdeführer am 10. März 2014 beim Snowboardfahren auf d
ie
rechte
(domi
nante) Hand
stürzte
, sich dabei eine
Quetschung
des Handgelenks
zuzog
und
in der Folge wieder vollzeitlich seiner – das Handgelenk belastenden
(Urk. 7/16)
– Tätigkeit als Zugsbegleiter nachging, bis er dann am 4. April 2014, mithin über drei Wochen nach dem Unfall, erstmals seinen Hausarzt
Dr.
C._
konsultierte und von diesem
in der Folge
bis 22. April 2014 arbeitsunfähig geschrieben wurde
(
Urk. 7/1,
Urk. 7/
5 f.
)
.
Fest steht aufgrund des Ergebnisses der MRI-Un
tersuchung vom 30. April 2015 (Urk. 7/
39
)
sodann, dass die rechtsseitigen Handgelenksbeschwerden,
deretwegen
sich de
r Beschwerdeführer vom 4. bis 28. April 2014
(Urk. 7/5 f.)
und – nach einem (abgesehen von einer telefoni
schen Beratung durch den Hausarzt
am 23. Mai 2014
[Urk. 7/
24
])
behandlungs
freien
Intervall
von gut fünf Monaten
– ab dem
1. Oktober 201
4
erneut
ärztlich
behandeln liess
(Urk. 7/16, Urk. 7/24
S. 2
)
, vor dem Hintergrund eines (schliess
lich am 3. Juli 2015 operativ entfernten [Urk. 7/
47
])
ulno-carpalen
Ganglions zu sehen sind.
4.2
Ob – wie dies der
Beschwerdeführer geltend macht
(Urk. 1 S.
3 f.) – die ab Okto
ber 2014 behandelte Symptomatik noch im Rahmen des Grundfalls ode
r – ent
sprechend dem Vorbringen
der SUVA (Urk. 2 S.
5 f.
, Urk. 6 S.
3
) – als Rückfall zu interpretieren sind, braucht nicht weiter erörtert zu werden.
Vorliegend m
assgebend ist
, dass d
er
Unfallversicherer
befugt
ist
,
einmal gewährte Leistun
gen ex
nunc
et pro
futuro
ohne
Rückkommenstitel
der prozessualen Revision oder der Wiedererwägung ein
zu
stellen, wenn sich herausstellt, dass die gesetzli
chen Anspruchsvoraussetzungen gar nicht erfüllt sind (
vgl. etwa Urteil des Bundesgerichts 8C_176/2016 vom 17. Mai 2016 E. 3.2
in
fine
mit Hinweisen
).
4.3
Betreffend die Ursache des
Ganglions gelangte
n d
ie Kreisärztin
Dr.
A._
und der behandelnde Handchirurg Dr.
B._
einhellig zum Schluss, dass ein natürli
cher Kausalzusammenhang zwischen der fraglichen Gesundheitsstörung und dem am 10. März 2014 erlittenen Sturz aufgrund der konkreten Gegebenheiten
wenn auch möglich, so jedenfalls
nicht überwiegend wahrscheinlich s
ind
(
Urk. 7/50 S. 4
, Urk. 7/57 S. 2). Die Kreisärztin Dr.
A._
wies dabei
darauf hin, dass Ganglien
, die zu rund 90 % - wie auch beim Beschwerdeführer – im Handgelenksbereich aufträten,
naturgemäss nicht rein traumatischer Genese seien. Voraussetzung
für deren Bildung
sei vielmehr, dass eine Narbe zu einer mechanischen Überlastung führe
; dies
könne
dann
– in zeitlichem Abstand –
zur Entwicklung eines
Ganglion
s
führen
(Urk. 7/50 S. 4). Diese – auf der ein
schlägigen Fachliteratur basierende
und ohne Weiteres überzeugende
– Ein
schätzung von Dr.
A._
findet im Bericht von Dr.
B._
vom
9. Oktober 2015 insofern eine Stütze, als der letztgenannte Arzt aufgrund des Befund
s
der glei
chentags
(
mithin postoperativ
)
durchgeführten Sonographie
den Verdacht auf eine
erneute
- im Zusammenhang mit der mehrwöchigen Schienenruhigstellung stehende –
Bildung eines Ganglions
(im Bereich des distalen Schienenrands) äusserte (
Urk. 7/76).
Angesichts der Tatsache, dass
die
nach dem Ereignis vom 10. März 2014
durch
geführten bildgebenden Untersuchungen keine Anhaltspunkte für eine (
unfall
bedingte
) strukturelle Verletzung im Bereich des
rechten
Handgelenks gaben
(Urk. 7/41, Urk. 7/16,
Urk. 7/34 S. 2, Urk. 7/39)
und eine solche
, etwa ein Kap
selriss (vgl. Urk. 7/37 S. 2)
,
auch deshalb als wenig wahrscheinlich erscheint, weil der Beschwerdeführer
nach dem Sturz vom 10. März 2014 – noch bis am 4. April 2014 – während üb
er drei Wochen keine
Beschwerden verspürte, die ihn zu einer Arztkonsultation verlasst oder ihn in seiner Arbeitsfähigkeit beein
trächtigt hätten
(vgl. Urk. 7/5 f., Urk. 7/1)
, ist eine unfallbedingte Grundlage für
die Entwicklung des am 3. Juli 2015 operativ entfernten Ganglions (Urk. 7/47) nicht nachgewiesen
.
Etwas Gegenteiliges lässt sich auch aus d
em
Umstand, dass der Beschwerdefüh
rer
vor dem Ereignis vom 10. März 2014 an keinen Beschwerden im Bereich des rechten Handgelenks litt (Urk. 1 S.
4
), nicht
herleiten
.
Hiezu
ist darauf hinzu
weisen, dass die
Argumentation nach der Formel „
post
hoc ergo
propter
hoc", nach deren Bedeutung eine gesundheitliche Schädigung schon dann als durch den Unfall verursacht gilt, weil sie n
ach diesem aufgetreten ist,
beweisrechtlich nicht zulässig
ist
und zum Beweis natürlicher Kausalzusammenhänge nic
ht zu genügen
vermag
(BGE 119 V 335 E.
2b/
bb
, Urteil des Bundesgerichts 8
C_332/2013 vom 25. Juli 2013 E.
5.1).
Angesichts der aktenkundigen – übereinstimmenden und einleuchtend begründe
ten – ärztlichen Beurteilungen der Unfallkausalität der
Handgelenks
beschwerden
(Urk. 7/50, Urk. 7/57)
besteht kein
Anlass für weitere
medizinische
Abklärungen
, namentlich auch nicht zur Einforderung des
Berichts des Vertrau
ensarztes der
A
tupri
Krankenkasse
,
auf den sich diese – ohne den betreffenden Arzt namentlich zu nennen und dessen Beurteilung der SUVA einzureichen – in ihrer Einsprache (Urk. 7/71) gegen die Verfügung vom 23. Juli 2015 (Urk. 7/51) berief (Urk. 1 S. 2; antizipierte Beweiswürdigung, BGE 122 V 157 E. 1d mit Hinweisen).
Anzumerken ist, dass die
Atupri
Krankenkasse den
(die Verfügung vom 23. Juli 2015 [Urk. 7/51] bestätigenden)
Einspracheentscheid
der SUVA vom 14. Oktober 2015 (Urk. 2)
in der Folge
akzeptiert
hat.
4.4
Nach dem Gesagten hat die Beschwerdegegnerin
ihre Leistungspflicht für die ab Oktober 2014 behandelten Handgelenksbeschwerden
– mangels eines
überwie
gend wahrscheinlichen
natürlichen
Kausalzusammenhang
s
zum Unfall vom 1
0.
März 201
4
–
zu Recht verneint
.
Die Beschwerde ist folglich abzuweisen.