Decision ID: 41562a48-2cbe-460b-a5da-52c25474f3e0
Year: 2016
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ war bis 31. August 2009 der Kantonalen Ausgleichskasse St. Gallen
(nachfolgend: Sozialversicherungsanstalt) als Selbstständigerwerbende angeschlossen.
Per 1. September 2009 verkauften sie und ihr Ehemann die Liegenschaft B._ in C._
samt Restaurant zu einem Preis von Fr. 1'710'000.-- an D._ und E._. Im Preis
eingeschlossen war (offenbar) auch der Verkauf des Inventars, das (später) mit Fr.
200'000.-- bewertet wurde. Zur Abgeltung der Kaufsumme wurde unter anderem ein
Namenschuldbrief mit einem Grundpfandrecht an der veräusserten Liegenschaft
errichtet (act. G 8.1/2.7). Die Steuerbehörde berechnete in der Folge nebst der
Grundstückgewinnsteuer für das Jahr 2009 auch ein Einkommen aus selbstständiger
Erwerbstätigkeit in Höhe von Fr. 185'000.--. Dieses setzte sich zusammen aus dem
Liquidationsgewinn des Inventars von Fr. 200'000.--, zuzüglich eines Betriebsgewinns
von Fr. 4'000.--, abzüglich der zu leistenden AHV-Beiträge in Höhe von Fr. 19'000.--
(Veranlagungsberechnung vom 16. November 2010 [act. G 8.1/2.2]).
A.b Die dagegen erhobene Einsprache vom 29. November 2010 - der Gewinn sei mit
Fr. 60'000.-- zu berücksichtigen - wurde mit Entscheiden vom 19. Mai 2011
abgewiesen und das steuerbare Einkommen 2009 der Ehegatten auf Fr. 232'200.--
(Staats- und Gemeindesteuern) bzw. Fr. 230'600.-- (direkte Bundessteuer) festgesetzt,
wobei jeweils von einem Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit in Höhe von
Fr. 185'000.-- ausgegangen wurde (act. G 8.1/1.1 und 1.2). Mit Entscheiden vom 22.
Mai 2012 bestätigte die Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen die
Anrechnung eines Liquidationsgewinns von Fr. 185'000.-- (inkl. angenommenen
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Betriebsgewinn von Fr. 4'000.--), namentlich mit der Begründung, die Erfüllung der
Forderung sei nicht als unsicher zu betrachten, zumal sie mit einem Grundpfand
gesichert sei (act. G 9.1 und 9.2). Diese Entscheide erwuchsen unangefochten in
Rechtskraft.
A.c Am 20. Oktober 2014 stellten F._ und A._ ein Revisionsbegehren gegen die
Aufrechnung eines Liquidationsgewinns von Fr. 200'000.-- bzw. Fr. 185'000.--, da die
Käufer das Inventar infolge Zahlungsschwierigkeiten noch nicht bezahlt hätten und die
Verkäufer wohl darauf verzichten müssten (act. G 16). Die gegen den ablehnenden
Revisionsentscheid vom 17. Februar 2015 erhobene Einsprache (direkte Bundessteuer)
bzw. Rekurs (Kantons- und Gemeindesteuer) wurde mit Entscheid vom 22. September
2015 abgewiesen bzw. mit Abschreibungsverfügung der Verwaltungsrekurskommission
vom 27. April 2015 mangels Leistung des Kostenvorschusses als erledigt
abgeschrieben (act. G 22.1 und G 8.1).
B.
Am 23. Juli 2013 meldete die Steuerverwaltung der Sozialversicherungsanstalt St.
Gallen für das Steuerjahr 2009 ein beitragspflichtiges Einkommen aus selbstständiger
Erwerbstätigkeit von Fr. 185'000.-- (act. G 13.2). In der Folge erliess die
Sozialversicherungsanstalt am 5. August 2013 gegenüber A._ eine
Nachtragsverfügung betreffend die Beiträge für Selbstständigerwerbende im Zeitraum
vom 1. Januar bis zum 31. August 2009. Dabei ging sie von einem beitragspflichtigen
Einkommen von Fr. 204'400.-- aus (Fr. 185'000.-- zuzüglich aufzurechnende
persönliche AHV-Beiträge von Fr. 19'420.--) und setzte die zu entrichtenden Beiträge
auf Fr. 19'709.60 fest (inkl. Verwaltungskosten). Am 7. August 2013 erliess sie zudem
eine Verzugszinsverfügung in Höhe von Fr. 2'503.30 (Zinsenlauf vom 1. Januar 2011
bis zum 7. August 2013 [act. G 13.3 f.]). Die Einsprache vom 4. September 2013
(Datum Poststempel) - der Preis für das Inventar von Fr. 200'000.-- sei nie bezahlt
worden; das Guthaben sei praktisch verloren - wies die Sozialversicherungsanstalt mit
Entscheid vom 22. November 2013 unter Hinweis auf die verbindliche Steuermeldung
ab. Ausserdem sei unerheblich, ob Zahlungsströme tatsächlich geflossen seien. Der
Liquiditätsgewinn entstehe unter anderem durch die Auflösung von stillen Reserven auf
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Rückstellungen, Wertberichtigungen und dergleichen. Die Auf¬lösung von stillen
Reserven habe in der Regel keinen Einfluss auf den Cash Flow (act. G 13.10 und 17).
C.
C.a Gegen diesen Entscheid richtet sich die vorliegende Beschwerde vom 20.
Dezember 2013 mit dem Antrag auf Aufhebung des angefochtenen
Einspracheentscheids. Zudem sei das Verfahren zu sistieren, da die
Beschwerdeführerin Anfang 2014 bei der Steuerverwaltung ein Revisionsgesuch
einreichen werde. Vorliegend könne nicht auf die Steuerveranlagung abgestellt werden.
Beim Verkauf der Liegenschaft mit der Aufgabe der selbstständigen Erwerbstätigkeit
der Beschwerdeführerin sei ein Liquidationsgewinn von Fr. 185'000.-- berechnet
worden, der vollständig auf dem mitverkauften Inventar beruhe. Dieses Inventar sei
zwar verkauft und "besiegelt" worden, es sei jedoch nie Geld geflossen. Die
Verkäuferin habe die vereinbarten Fr. 200'000.-- nie erhalten und es sei praktisch
sicher, dass sie das Geld infolge der finanziellen Verhältnisse des Käufers nie erhalten
werde. Das Guthaben bestehe rechtlich zwar noch, es sei aber praktisch verloren, da
es nicht mehr eingefordert werden könne. Sie habe damit das Inventar gratis verkauft,
weshalb auch kein Liquidationsgewinn resultiere (act. G 1).
C.b Nachdem Abklärungen des Gerichts bei der Steuerverwaltung ergeben haben,
dass bis August 2014 kein Revisionsgesuch hängig war, wurde das zwischenzeitlich
sistierte Verfahren fortgesetzt und die Beschwerdegegnerin zur Beschwerdeantwort
aufgefordert. Diese beantragt am 2. September 2014 unter Verweis auf die
Begründung im Einspracheentscheid Abweisung der Beschwerde (act. G 13).
C.c Am 19. September 2014 teilt die Beschwerdeführerin mündlich mit, nun doch die

Einreichung eines Revisionsgesuchs bei der Steuerbehörde in Erwägung zu ziehen (act.
G 15). Am 21. Oktober 2014 reicht sie dem Versicherungsgericht die Kopie eines vom
20. Oktober 2014 datierenden Revisionsbegehrens ein (act. G 16 [vgl. vorstehende
Erw. A.c]). In der Folge wird das Beschwerdeverfahren erneut sistiert (act. G 17).
C.d Am 2. November 2015 teilt das Kantonale Steueramt St. Gallen dem
Versicherungsgericht mit, das Revisionsverfahren habe nun rechtskräftig
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abgeschlossen werden können. Aus dem beiliegenden Entscheid vom 22. September
2015 ergibt sich, dass die gegen den abweisenden Revisionsentscheid vom 17.
Februar 2015 erhobene Einsprache in Bezug auf die direkte Bundessteuer abgewiesen
wird und dass der bei der Verwaltungsrekurskommission anhängig gemachte Rekurs
betreffend die Kantons- und Gemeindesteuern mangels Begründung und mangels
Leistung des Kostenvorschusses abgeschrieben wurde (act. G 22.1; vgl. auch
Steuerakten [act. G 8.1]). Mit verfahrensleitender Verfügung vom 5. November 2015
wird die Sistierung aufgehoben und der Schriftenwechsel abgeschlossen. Die
angesetzte Frist zum Beschwerderückzug lässt die Beschwerdeführerin ungenutzt
verstreichen (act. G 23).
Erwägungen
1.
1.1 Als Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit im Sinn von Art. 9 Abs. 1 des
Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (SR 831.10, AHVG)
gelten alle in selbstständiger Stellung erzielten Einkünfte aus einem Handels-,
Industrie-, Gewerbe-, Land- und Forstwirtschaftsbetrieb, aus einem freien Beruf, sowie
aus jeder anderen selbstständigen Erwerbstätigkeit, einschliesslich der Kapital- und
Überführungsgewinne nach Art. 18 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die direkte
Bundessteuer (SR 642.11, DBG) und der Gewinne aus der Veräusserung von land- und
forstwirtschaftlichen Grundstücken nach Art. 18 Abs. 4 DBG, mit Ausnahme der
Einkünfte aus zu Geschäftsvermögen erklärten Beteiligungen nach Art. 18 Abs. 2 DBG
(Art. 17 der Verordnung über die Alters- und Hinterlassenenversicherung [SR 831.101,
AHVV]). Zu den Einkünften aus selbstständiger Erwerbstätigkeit zählen auch alle
Kapitalgewinne aus Veräusserung, Verwertung oder buchmässiger Aufwertung von
Geschäftsvermögen. Der Veräusserung gleichgestellt ist die Überführung von
Geschäftsvermögen in das Privatvermögen oder in ausländische Betriebe oder
Betriebsstätten (Art. 18 Abs. 2 DBG).
1.2 Die kantonalen Steuerbehörden ermitteln das für die Bemessung der Beiträge
massgebende Erwerbseinkommen auf Grund der rechtskräftigen Veranlagung für die
direkte Bundessteuer, das im Betrieb investierte Eigenkapital auf Grund der
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entsprechenden rechtskräftigen kantonalen Veranlagung unter Berücksichtigung der
interkantonalen Repartitionswerte (Art. 23 Abs. 1 AHVV). Die Angaben der kantonalen
Steuerbehörden sind für die Ausgleichskassen verbindlich (Art. 23 Abs. 4 AHVV). Die
absolute Verbindlichkeit der Angaben der Steuerbehörden für die Ausgleichskassen
und die daraus abgeleitete relative Bindung des Sozialversicherungsgerichts an die
rechtskräftigen Steuertaxationen sind auf die Bemessung des massgebenden
Einkommens und des betrieblichen Eigenkapitals beschränkt. Diese Bindung betrifft
also nicht die beitragsrechtliche Qualifikation und beschlägt daher die Frage nicht, ob
überhaupt Erwerbseinkommen und gegebenenfalls solches aus selbstständiger oder
aus unselbstständiger Tätigkeit vorliegt und ob die Person, die das Einkommen
bezogen hat, beitragspflichtig ist. Somit haben die Ausgleichskassen ohne Bindung an
die Steuermeldung auf Grund des AHV-Rechts zu beurteilen, wer für ein von der
Steuerbehörde gemeldetes Einkommen beitragspflichtig ist (Entscheid des
Bundesgerichts 9C_471/2008 vom 10. November 2008 E. 3.2, mit Hinweisen auf BGE
121 V 80 E. 2c S. 83 und 114 V 72 E. 2 S. 75).
2.
2.1 Beim vorliegend zu beurteilenden Einkommen ist weder umstritten, ob überhaupt
Erwerbseinkommen vorliegt noch wie dieses zu qualifizieren oder wer dafür
beitragspflichtig ist. Vielmehr ist im Prinzip dessen Höhe streitig, indem die
Beschwerdeführerin geltend macht, die Forderung sei infolge der behaupteten
Uneinbringlichkeit mit Null zu veranschlagen. Mithin fällt der zu beurteilende
Liquidationsgewinn unter die zuvor beschriebene Bindungswirkung. Ein Abweichen
davon ist nach der Rechtsprechung nur möglich, wenn die Steuermeldung klar
ausgewiesene Irrtümer enthält, die ohne weiteres richtiggestellt werden können, oder
wenn sachliche Umstände gewürdigt werden müssen, die steuerrechtlich belanglos,
sozialversicherungsrechtlich aber bedeutsam sind (BGE 110 V 369 E. 2a).
2.2 Die Beschwerdeführerin macht beschwerdeweise geltend, dass vorliegend nicht
auf die Steuerveranlagung abgestellt werden könne. Der veranlagte Liquidationsgewinn
von Fr. 185'000.-- beruhe voll und ganz auf dem für Fr. 200'000.-- verkauften Inventar.
Dieses Inventar sei zwar verkauft und "besiegelt" worden, doch sei nie Geld geflossen.
Sie habe die Fr. 200'000.-- nie erhalten, und es sei praktisch sicher, dass sie das Geld
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infolge der finanziellen Verhältnisse der Käufer auch nie erhalten werde. Mithin macht
die Beschwerdeführerin nicht geltend, es handle sich beim aufgerechneten
Liquidations- bzw. Kapitalgewinn nicht um Einkommen aus selbstständiger
Erwerbstätigkeit. Vielmehr macht sie wiederum - wie bereits im Steuerrekursverfahren -
lediglich geltend, die Forderung sei uneinbringlich. Mit dieser Argumentation hat sich
die Verwaltungsrekurskommission in ihrem Entscheid vom 22. Mai 2012 jedoch bereits
auseinander gesetzt und ist zum Schluss gelangt, die Erfüllung der Forderung sei nicht
als unsicher anzusehen. Das Einkommen gelte damit als erzielt. Sollte sich die
Forderung später als uneinbringlich erweisen, liege ein privater Kapitalverlust vor (act.
G 9.2). Obwohl etwas fraglich erscheint, ob das Inventar tatsächlich Fr. 200'000.-- wert
ist (Im Kaufvertrag vom 3. Februar 2009 (Entwurf [act. G 8.1/2.7]) wird dieses nicht
erwähnt; es wurde ein Gesamtpreis für die Liegenschaft von Fr. 1'710'000.-- vereinbart
und die Käufer haben es offenbar lediglich mit Fr. 15'000.-- bilanziert [act. G 8.1]), geht
die Beschwerdeführerin selber stets davon aus, das Inventar sei für Fr. 200'000.--
verkauft worden. Im Veranlagungsverfahren betreffend Grundstückgewinnsteuer
machte die Beschwerdeführerin bzw. machten die Eheleute A._ und F._ einen
Abzug von Fr. 200'000.-- für das Inventar geltend, sodass die Grundstückgewinnsteuer
auf Basis eines anrechenbaren Veräusserungserlöses von Fr. 1'510'000.-- berechnet
wurde (act. G 8.1/2.7). Im Veranlagungsverfahren betreffend Einkommenssteuer
machten sie sowohl im Einsprache- als auch im anschliessenden Rekursverfahren
jeweils nur die angebliche Uneinbringlichkeit der Forderung geltend. So blieb etwa
unbestritten, dass die Erstehungskosten des Inventars unberücksichtigt blieben (die
Steuerverwaltung versuchte diese im Einspracheverfahren zu erheben, der Ehegatte
der Beschwerdeführerin konnte die entsprechenden Belege jedoch nicht beibringen
[act. G 8.1/1.1]). Das Revisionsbegehren vom 20. Oktober 2014 wurde wiederum mit
der Argumentation der Uneinbringlichkeit der Forderung begründet (act. G 16). Die
gegen den abweisenden Revisionsentscheid vom 17. Februar 2015 eingereichte
Einsprache/Rekurs vom 13. März 2015 enthielt schliesslich gar keine Begründung mehr
(act. G 8.1). Dementsprechend schrieb die Verwaltungsrekurskommission das
Verfahren mit Abschreibungsverfügung vom 27. April 2015 ab (Kantons- und
Gemeindesteuern [act. G 8.1]). In der Folge wies auch das Kantonale Steueramt die
Einsprache (direkte Bundessteuer) mit Entscheid vom 22. September 2015 ab (act. G
22.1). Zusammenfassend ist damit festzustellen, dass der Verkaufserlös für das
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Inventar von Fr. 200'000.-- in steuerlicher Hinsicht rechtskräftig als Einkommen aus
selbstständiger Erwerbstätigkeit veranlagt wurde (zuzüglich Betriebsgewinn von Fr.
4'000.--, abzüglich AHV-Beiträge von Fr. 19'000.--). Nachdem die Beschwerdeführerin
auch im vorliegenden, die AHV-Beitragspflicht betreffenden Verfahren wiederum nur
die im Steuerveranlagungsverfahren bereits rechtskräftig ausgeräumten Einwände
geltend macht, kann nicht von der Steuermeldung abgewichen werden.
Dementsprechend ist auch in Bezug auf die Beitragspflicht ein Einkommen aus
Liquidations- bzw. Kapitalgewinn in der Höhe von Fr. 200'000.-- anzurechnen.
Zuzüglich des Halbjahresgewinns von Fr. 4'000.-- ergibt sich ein massgebendes
Einkommen von Fr. 204'000.--. Hingegen erscheint nicht plausibel, dass die
Steuerverwaltung Fr. 19'000.-- für bezahlte AHV-Beiträge abzieht, die
Beschwerdegegnerin dagegen persönliche Beiträge in Höhe von Fr. 19'420.-- (statt Fr.
19'000.--) aufrechnet. Bis Ende 2011 hatten die Steuerbehörden die effektiv in Abzug
gebrachten bzw. steuerlich anerkannten AHV-Beiträge bei der Meldung wieder
aufzurechnen. Mit dem per 1. Januar 2012 in Kraft getretenen Art. 9 Abs. 4 AHVG
wurde die Aufrechnung dagegen wieder auf die Ausgleichskassen übertragen. Gemäss
Bundesgericht nahm der Gesetzgeber bewusst in Kauf, dass die durch die
Ausgleichskasse aufzurechnenden AHV-Beiträge nicht unbedingt den von den
Steuerbehörden zum Abzug zugelassenen Beiträgen entsprechen [BGE 139 V 537 E.
4.2 und 5.4]). Nachdem Art. 9 Abs. 4 AHVG erst per 1. Januar 2012 in Kraft getreten ist,
sind - entsprechend der früheren Regelung - das massgebende Einkommen
geringfügig auf Fr. 204'000.-- zu korrigieren und die Verzugszinsen entsprechend
anzupassen. Dies entspricht faktisch der Berichtigung einer Rundungsdifferenz. Der
angefochtene Einspracheentscheid vom 22. November 2013 sowie die diesem zu
Grunde liegende Nachtragsverfügung 5. August 2013 erweisen sich damit
grundsätzlich als korrekt.
3.
Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen, wobei die Beschwerdegegnerin
die Korrektur im Sinn der Erwägungen vorzunehmen haben wird. Gerichtskosten sind
keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).