Decision ID: 34ecb6f1-4fdd-5b44-9239-85d60865195d
Year: 2021
Language: de
Court: BE_VG
Chamber: BE_VG_001
Canton: BE
Region: Espace_Mittelland
Law Area: 

Sachverhalt:
A.
A._ und B._ sind Eigentümer und Eigentümerin eines ehemaligen Kleinbauernhauses auf der Parzelle Adelboden Gbbl. Nr. 1_. Das Grundstück liegt in der Landwirtschaftszone. Ein Blitzschlag im Juli 2018 machte das Ober- und Dachgeschoss des Hauses unbewohnbar. Die vormalige Eigentümerschaft beabsichtigte den Abbruch und Wiederaufbau des Dachstocks. Anlässlich einer Begehung vor Ort wurden am Haus in der Folge verschiedene bauliche Veränderungen ohne bzw. in Überschreitung bestehender Baubewilligungen festgestellt. Nach dem Verkauf der Liegenschaft an A._ und B._ im Dezember 2020 stellte die Einwohnergemeinde (EG) Adelboden im März 2021 fest, dass ein Grossteil der Dachsanierung bereits ausgeführt worden war und im Ökonomieteil des Gebäudes Arbeiten im Gange waren. Am 25. März 2021 verfügte die EG Adelboden, sämtliche Bauarbeiten auf der streitbetroffenen Parzelle seien sofort einzustellen.
B.
Diese Verfügung fochten A._ und B._ am 21. April 2021 bei der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD) an. Bereits am 19. April 2021 hatten sie bei der EG Adelboden ein (nachträgliches)  eingereicht für den Ersatz des durch den Blitzschlag zerstörten Daches auf der Nordseite und des Bühnenbodens sowie für weitere Arbeiten. Mit Entscheid vom 16. Juni 2021 wies die BVD die Beschwerde betreffend die Baueinstellung ab und bestätigte die baupolizeiliche Verfügung der EG .
C.
Gegen den Entscheid der BVD haben A._ und B._ am 13. Juli 2021 Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben. Sie beantragen, der
Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27.10.2021, Nr. 100.2021.211U, Seite 3
angefochtene Entscheid sei aufzuheben und die BVD sei «anzuweisen, die Sachverhaltsermittlung auf ihre Vollständigkeit zu überprüfen sowie unter korrekter Erhebung des Sachverhalts und unter Berücksichtigung der  Rechtsmittel neu zu entscheiden».
Mit Beschwerdeantwort vom 26. August 2021 beantragt die EG Adelboden, die Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden könne. Die BVD schliesst mit Vernehmlassung vom 12. August 2021 auf Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:
1.
1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) zuständig (vgl. auch Art. 49 Abs. 2 des Baugesetzes vom 9. Juni 1985 [BauG; BSG 721.0]).
1.2 Die Baueinstellung nach Art. 46 Abs. 1 BauG stellt in aller Regel eine sofort vollstreckbare spezialgesetzlich geregelte vorsorgliche Massnahme dar (Zaugg/Ludwig, Kommentar zum bernischen BauG, Band I, 5. Aufl. 2020, Art. 46 N. 4; vgl. auch hinten E. 3.1). Anders als die  annehmen (vgl. Beschwerde Ziff. 3.8), enthält das bernische  damit eine gesetzliche Grundlage für den Baustopp. Entscheide  vorsorgliche Massnahmen sind grundsätzlich Zwischenentscheide (vgl. Art. 61 Abs. 1 Bst. g VRPG), die selbständig anfechtbar sind, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 74 Abs. 3 i.V.m. Art. 61 Abs. 3 Bst. a VRPG). Das ist der Fall, wenn ein günstiger  für die betroffene Person nicht jeden Nachteil zu beseitigen . Es genügt auch ein tatsächliches, etwa bloss wirtschaftliches , soweit es der beschwerdeführenden Person nicht nur darum geht, eine Verteuerung oder eine aus wirtschaftlicher Sicht ungünstige Verlänge-
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rung des Verfahrens zu verhindern (statt vieler BVR 2017 S. 205 E. 1.3; Daum/Rechsteiner, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 27 N. 39 mit weiteren Hinweisen). – Die  machen in erster Linie geltend, durch die Einstellung der  entstünden wesentliche Mehrkosten (E-Mail vom 8.4.2021, act. 1C Beilage 4). Ob darin bereits ein nicht wieder gutzumachender Nachteil liegt, kann mit Blick auf den Verfahrensausgang offenbleiben. Ebenso verhält es sich mit der Frage, ob ein solcher Nachteil bei der Anfechtung von  betreffend vorsorgliche baupolizeiliche Massnahmen nach Art. 46 Abs. 1 BauG überhaupt erforderlich ist (vgl. dazu VGE 2019/128 vom 27.3.2020 E. 1.1, 2015/353/2016/42 vom 7.4.2016 E. 1.2 mit weiteren ; ferner Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 46 N. 4; Daum/Rechsteiner, a.a.O., Art. 27 N. 39 f.).
1.3 Die Beschwerdeführenden haben am vorinstanzlichen Verfahren , sind durch den angefochtenen Entscheid besonders berührt und haben ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Die Bestimmungen über Form und Frist sind  (Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 VRPG). Auf die Beschwerde ist unter Vorbehalt des vorstehend Gesagten einzutreten.
1.4 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG).
2.
2.1 Am 16. Juli 2018 schlug ein Blitz in das ehemalige Kleinbauernhaus, das die Beschwerdeführenden später gekauft haben. Die dabei  Schäden machten das Ober- und Dachgeschoss unbewohnbar. Die  Eigentümerschaft stellte in der Folge bei der Gemeinde eine  für den Abbruch und Wiederaufbau des Dachstocks. Am 21. März 2019 fand eine Begehung vor Ort statt unter Beisein eines Vertreters des Amtes für Gemeinden und Raumordnung des Kantons Bern (AGR). Dabei wurden verschiedene bauliche Veränderungen ohne bzw. in Überschreitung  Baubewilligungen festgestellt: Für den nordseitigen Anbau eines Ein-
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stellraums liegt keine Baubewilligung vor. In Überschreitung des bewilligten Zustands sind in der ostseitigen Giebelfassade im Dachgeschoss ein  Fenster und im südseitigen Hauptdach drei neue Dachflächenfenster eingebaut worden. Der bisher bloss als Estrich genutzte Dachraum enthält zwei Zimmer sowie ein Bad/WC und soll neu als Wohnfläche genutzt . Der Bastelraum im Untergeschoss ist zu einem eigenständigen Studio mit separatem Zugang umgebaut worden (Baueinstellungsverfügung vom 25.3.2021, Akten Gemeinde Reg. 1; Stellungnahme AGR vom 27.3.2019, Akten Gemeinde Reg. 6).
2.2 Die Beschwerdeführenden erwarben die streitbetroffene Parzelle im Dezember 2020 (Beschwerde Ziff. 3.2.8; Auszug aus dem ). Am 25. Februar 2021 fand zwischen dem , einer Gemeinderätin (Ressort Baupolizei, Planung, Landschaft) und dem Leiter der Bauverwaltung eine Besprechung statt im  mit dem vorgesehenen Einbau einer Wärmepumpe. Dabei gab der  bekannt, er habe mit der Sanierung des blitzgeschädigten Daches seiner Liegenschaft begonnen. Bei einer weiteren Begehung vor Ort am 1. März 2021 wurde festgestellt, dass ein Grossteil der Dachsanierung bereits realisiert ist und auch im Ökonomieteil des Gebäudes Arbeiten  werden («Abbruch Heuraumobergeschoss» und «umfangreiche Grabarbeiten im Stallbereich»; Baueinstellungsverfügung vom 25.3.2021 S. 2, Akten Gemeinde Reg. 1; Vernehmlassung der Gemeinde vom 17.5.2021 im vorinstanzlichen Verfahren, Akten BVD pag. 18). Am 25. März 2021 verfügte die Gemeinde die sofortige Einstellung der Bauarbeiten (vorne Bst. A).
2.3 Die Beschwerdeführenden bestreiten nicht, Bauarbeiten am Haus ausgeführt zu haben. So hätten sie den beschädigten Firstteil instand , «samt Richten bzw. erneutes Niederschrauben der durch Blitzschlag verschobenen Sparrenlage», die schadhaften Teile der Dachschalung und Ziegel ausgewechselt, die beschädigten Teile im Dachstock ersetzt und den beschädigten morschen Heuraumboden, die Futterkrippen und den  gewordenen Stallboden abgebrochen. Im Stall seien entgegen der Gemeinde keine Grabarbeiten durchgeführt worden. Der dort vorgefundene Kleinbagger sei zum Abtransport von Abbruchmaterial verwendet worden.
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Die Beschwerdeführenden erachten die von ihnen getätigten Arbeiten als «bewilligungsfreier Unterhalt» bzw. «bewilligungsfreie Erneuerung» ( Ziff. 3.4 f.; Eingabe vom 28.5.2021, Akten BVD pag. 60 f.).
2.4 Der entscheidwesentliche Sachverhalt geht genügend klar aus den Akten hervor, zumal über vorsorgliche Massnahmen in der Regel ohne weitere Beweiserhebungen entschieden wird (vgl. allgemein Daum/ Rechsteiner, a.a.O., Art. 27 N. 6 und für Baueinstellungen sogleich E. 3.1). Die Vorinstanzen haben den Sachverhalt nicht unvollständig festgestellt. Der von den Beschwerdeführenden geforderte Augenschein (Beschwerde Ziff. 3.1, 3.6.1, 3.6.3) war nicht angezeigt. Es besteht auch vor  kein Grund für eine Ortsschau (sog. antizipierte Beweiswürdigung; vgl. statt vieler BVR 2021 S. 417 E. 4.3).
3.
3.1 Wird ein Bauvorhaben ohne Baubewilligung oder in Überschreitung einer Baubewilligung ausgeführt oder werden bei der Ausführung eines  Vorhabens Vorschriften missachtet, so verfügt die zuständige  die Einstellung der Bauarbeiten (Art. 46 Abs. 1 BauG). Als «Überschreitung» gilt jede Abweichung vom bewilligten Bauprojekt, die  bewilligungsbedürftig wäre. Bei der Baueinstellung handelt es sich in der Regel um eine vorsorgliche Massnahme (vorne E. 1.2). Für die  dieser Massnahme genügt, dass die Rechtswidrigkeit der Bautätigkeit aufgrund einer summarischen Prüfung als wahrscheinlich erscheint; ein schlüssiger Beweis ist erst im nachfolgenden Wiederherstellungsverfahren erforderlich. Eine umfassende Abklärung des rechtserheblichen  findet mithin erst im Hinblick auf den Entscheid in der Sache statt, mit dem über die (nachträgliche) Bewilligung der bereits ausgeführten  oder allenfalls die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands  wird (vgl. Art. 46 Abs. 2 Bst. c und e BauG; VGE 22649 vom 28.12.2006 E. 2.2). Was die Baueinstellung angeht, geniesst die Baupolizeibehörde  keinen Beurteilungsspielraum und hat keine  vorzunehmen. Voraussetzung ist immerhin, dass die Bauarbeiten  baubewilligungspflichtig sind; ob sie allenfalls bewilligt werden können,
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spielt aber keine Rolle (zum Ganzen VGE 2018/179 vom 24.9.2018 [ durch BGer 1C_565/2018 vom 19.6.2019] E. 2.1; Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 46 N. 6 und 6b).
3.2 Nach Art. 22 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 22. Juni 1979 über die Raumplanung (Raumplanungsgesetz, RPG; SR 700) dürfen Bauten und  nur mit behördlicher Bewilligung errichtet oder geändert werden.  sind gemäss Art. 1a BauG alle künstlich geschaffenen und auf Dauer angelegten Bauten, Anlagen und Einrichtungen, die in fester Beziehung zum Erdboden stehen und geeignet sind, die Nutzungsordnung zu beeinflussen, indem sie zum Beispiel den Raum äusserlich erheblich , die Erschliessung belasten oder die Umwelt beeinträchtigen (Abs. 1). Baubewilligungspflichtig ist auch der Abbruch von Bauten und  (Abs. 2). Baubewilligungspflichtige Vorhaben dürfen erst begonnen werden, wenn die Baubewilligung und die erforderlichen weiteren  oder die Gesamtbewilligung rechtskräftig erteilt sind (Abs. 3). Massstab dafür, ob eine bauliche Massnahme erheblich genug ist, um sie dem  zu unterwerfen, ist nach der bundesgerichtlichen  die Frage, ob mit deren Realisierung nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge so wichtige räumliche Folgen verbunden sind, dass ein  der Öffentlichkeit oder der Nachbarschaft an einer vorgängigen  besteht (BGE 139 II 134 E. 5.2; BVR 2020 S. 380 E. 3.1; Zaugg/, a.a.O., Art. 1a N. 10). Grundsätzlich bedarf der Unterhalt von Bauten und Anlagen keiner Baubewilligung (Art. 1b Abs. 1 BauG). Dies gilt jedoch nur, wenn keine bau- oder umweltrechtlich relevanten Tatbestände betroffen sind (Art. 6 Abs. 1 Bst. c des Dekrets vom 22. März 1994 über das  [Baubewilligungsdekret, BewD; BSG 725.1]). Bauliche Änderungen im Gebäudeinnern sind nur dann von der Baubewilligungspflicht ausgenommen, wenn sie nicht mit einer baubewilligungspflichtigen  verbunden sind und nicht die Brandsicherheit betreffen (Art. 6 Abs. 1 Bst. d BewD). Bauvorhaben ausserhalb der Bauzone, die  sind, die Nutzungsordnung zu beeinflussen, sind in jedem Fall  (vgl. Art. 7 Abs. 1 BewD).
3.3 Am streitbetroffenen Gebäude ausserhalb der Bauzone wurden  bauliche Veränderungen ohne bzw. in Überschreitung bestehen-
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der Baubewilligungen vorgenommen (vorne E. 2.1). Anders als die  meinen, gehen die Arbeiten weit über den gewöhnlichen Unterhalt im Sinn der Instandhaltung oder des Ersatzes einzelner  Teile hinaus (vgl. zum Begriff etwa BVR 2014 S. 65 E. 5.4.2; Zaugg/, a.a.O., Art. 1b N. 8 Bst. b mit Beispielen). Das betrifft namentlich die umfangreichen Arbeiten am Dach und Dachstock (vgl. auch Fotografien vom 18.5.2020, Akten BVD pag. 58). Hinzu kommt, dass die ausgeführten  Massnahmen – auch diejenigen im Gebäudeinnern – die Nutzung der Liegenschaft zu Wohnzwecken ermöglichen oder zumindest begünstigen (vgl. dazu auch die Stellungnahme des AGR vom 18.5.2021 S. 2 f., Akten BVD pag. 22 f.). Sie beeinflussen damit die Nutzungsordnung in der  und es besteht ein Interesse der Öffentlichkeit an einer  Kontrolle, nicht zuletzt mit Blick auf den fundamentalen  Grundsatz der Trennung des Baugebiets vom  (vgl. dazu statt vieler BGE 136 II 359 E. 6; BVR 2006 S. 444 E. 5.1). Die landwirtschaftsfremde Wohnnutzung ist in der Landwirtschaftszone nicht  und bedarf einer Ausnahmebewilligung nach Art. 24 ff. RPG. Wie bereits die Vorinstanz überzeugend dargelegt hat (angefochtener  E. 3d), sind die ausgeführten bzw. angefangenen Bauarbeiten damit baubewilligungspflichtig.
3.4 Aufgrund einer summarischen Prüfung erscheint die Rechtswidrigkeit der Bautätigkeit zudem genügend wahrscheinlich. Die  haben am 19. April 2021 ein nachträgliches Baugesuch eingereicht (vorne Bst. B). Das AGR ist in seiner Stellungnahme vom 21. Mai 2021 zum Schluss gelangt, dass «die erforderliche Ausnahmebewilligung gemäss Art. 24 ff. RPG zum vorliegenden Projekt zum jetzigen Zeitpunkt nicht erteilt werden» kann (S. 4, act. 5A Beilage 1). Weiter hat das Amt für Wasser und Abfall des Kantons Bern (AWA) Mängel hinsichtlich des Gewässerschutzes festgestellt (Stellungnahme vom 21.7.2021, act. 5A Beilage 4). Ob die  ausgeführten und die noch beabsichtigten Arbeiten ganz oder  zum Teil bewilligungsfähig sind und inwiefern realisierte bauliche  rückgängig gemacht werden müssen, ist im Baubewilligungs- bzw. Wiederherstellungsverfahren vertieft zu prüfen und nicht im Zusammenhang mit der hier allein strittigen Baueinstellung. Das übersehen die  mit ihrer Kritik am angefochtenen Entscheid. Ihre Einwände sind
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nicht geeignet, die vorsorgliche Massnahme der Baueinstellung in Frage zu stellen. Im Hauptverfahren wird auch zu klären sein, ob die  mit Projektänderungen den Vorbehalten der Fachämter genügend Rechnung tragen können (vgl. dazu Beschwerdeantwort S. 3).
3.5 Es ist nach dem Gesagten nicht zu beanstanden, dass die Gemeinde die Baueinstellung verfügt und die BVD diese Massnahme bestätigt hat. Die Beschwerde ist demnach unbegründet und abzuweisen, soweit darauf  ist (vorne E. 1.2).
4.
Bei diesem Verfahrensausgang werden die Beschwerdeführenden unter  kostenpflichtig (Art. 108 Abs. 1 i.V.m. Art. 106 VRPG). Parteikosten sind keine zu sprechen (Art. 108 Abs. 3 i.V.m. Art. 104 VRPG).
5.
Gegen das vorliegende Urteil kann grundsätzlich Beschwerde in  Angelegenheiten an das Bundesgericht geführt werden (Art. 82 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht [Bundesgerichtsgesetz, BGG; SR 173.110]). Soweit es sich um einen  im Sinn von Art. 93 BGG handelt (vgl. BGE 135 II 30 E. 1.3, 133 V 477 E. 4.1), ist die Beschwerde aber nur zulässig, wenn eine der  Voraussetzungen von Art. 93 Abs. 1 BGG erfüllt ist.