Decision ID: 855f6b5b-3fa3-5e3d-aa0c-129f0c7298fb
Year: 2011
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Simon Krauter, S-E-K Advokaten, Dorfstrasse 21,
8356 Ettenhausen TG,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
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Rente
Sachverhalt:
A.
A.a Die 1980 geborene D._ meldete sich am 28. Februar/2. März 2007 zum Bezug
von Leistungen der Invalidenversicherung an und beantragte namentlich
Berufsberatung, Umschulung und eine Rente. Sie habe 2001 eine dreijährige Lehre
abgeschlossen und sei seit 2002 Hausfrau und Mutter. Seit einem Autounfall am
1. August 2004 lägen starke psychische Beschwerden im Sinne von depressiven und
Angstsymptomen, starke Störungen der kognitiven Funktionen, eine posttraumatische
Belastungsstörung, eine Commotio cerebri, ein temporaler absoluter
Gesichtsfeldausfall rechts und persistierende kognitive Defizite vor.
A.b Gemäss dem IK-Auszug (act. 9) war die Versicherte von August 1998 bis Februar
2002 bei einem Zahnarzt (Lehrmeister) angestellt gewesen, anschliessend drei Monate
bei einem weiteren. Ab Mai 2002 bis Februar 2004 bezog sie
Arbeitslosenentschädigung. Dazwischen hatte sie noch von Oktober 2003 bis Januar
2004 bei einem dritten Zahnarzt gearbeitet (vgl. auch act. 12, wonach das
Arbeitsverhältnis wegen Aufgebens der Praxis aufgelöst worden sei). Von Januar bis
August 2004 war schliesslich noch ein geringfügiges Einkommen vom ersten
Arbeitgeber verzeichnet.
A.c Dr. med. B._, Augenärztin FMH, gab im Arztbericht vom 14. März 2007 als
Diagnose eine posttraumatische Opticusläsion mit Hemianopsie nach rechts an.
A.d Dr. med. C._, Allgemeinmedizin FMH, benannte im Arztbericht vom 11. April
2007 (act. 19-1 f.) als (Haupt-) Diagnosen: eine posttraumatische Belastungsstörung,
einen St. n. grosser Scalpierungsverletzung und eine posttraumatische Opticusläsion
mit Gesichtsfeldausfall rechts. Die Versicherte habe sich somatisch relativ gut
rehabilitiert. Mit Ausnahme des Gesichtsfeldausfalls und wetterabhängiger Schmerzen
im Nacken und Kopf sei die Versicherte gesund, doch bestünden starke psychische
Einschränkungen. Hierzu verwies er auf einen Bericht von Dr. med. D._ an den
Rechtsvertreter der Versicherten vom 9. Februar 2007 (act. 19-3 ff.), wonach eine
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posttraumatische Belastungsstörung, eine Commotio cerebri, ein temporaler absoluter
Gesichtsfeldausfall rechts, persistierende kognitive Defizite und neuralgieforme
Narbenschmerzen am Oberhaupt vorlägen. Die Versicherte stehe seit dem 1. Mai 2005
in Behandlung. Es habe eine neuropsychologische Untersuchung im Kantonsspital
St. Gallen stattgefunden. Demnächst werde sich die Versicherte in die Klinik X._
begeben. Die Versicherte sei weder in ihrem angestammten noch in einem anderen
Beruf arbeitsfähig.
A.e Die IV-Eingliederungsberatung gab im Standortbericht vom 30. April 2007 (act. 20)
bekannt, die Versicherte erhoffe sich, im bisherigen Beruf als Dentalassistentin wieder
arbeitsfähig zu werden. Es müssten die Ergebnisse des Rehabilitationsaufenthaltes
abgewartet werden. Die Versicherte habe angegeben, nach der Geburt des ersten
Kindes mit einem Pensum von 50 % wieder (in die Erwerbstätigkeit) eingestiegen zu
sein.
A.f Die Augenklinik am Kantonsspital St. Gallen bezeichnete im Bericht vom 27. April
2007 (act. 23) als Diagnose OD: eine posttraumatische Optikus-Atrophie Hemianopsie
nach temporal. Auf die bisherige Tätigkeit sei aus augenärztlicher Sicht keine
Auswirkung der gesundheitlichen Störung anzunehmen. Auch Büroarbeit sei
beispielsweise ohne Einschränkung möglich. Die Versicherte sei jedoch seit dem 1.
August 2004 100 % arbeitsunfähig.
A.g Die Klinik für Neurologie am Kantonsspital St. Gallen benannte im Bericht vom
9. Mai 2007 (act. 26) als Diagnosen: eine Commotio cerebri, einen temporalen,
absoluten Gesichtsfeldausfall rechts, neuralgieforme Narbenschmerzen im Bereich der
Stirn rechts, eine leichte bis mittelschwere kognitive Funktionsstörung gemäss
neuropsychologischer Testung vom 13.12.2006; hauptsächlich seien es mittelschwere
Störungen der Aufmerksamkeit, des sprachlich-episodischen Lernens und des
Gedächtnisses. Einschränkend seien vor allem der Gesichtsfeldausfall (mit temporären
Doppelbildern), die chronischen Schmerzen, die kognitiven Funktionsstörungen
(Aufmerksamkeit, Lernen, Gedächtnis, viso-konstruktiver Bereich [fehlender Überblick,
Umsetzen der Handlungen]) und Schwierigkeiten im psychisch-emotionalen Bereich.
Die bisherige Tätigkeit sei der Versicherten noch zumutbar, wobei sicherlich eine
Einschränkung der zeitlichen Leistungsfähigkeit bestehe. Diese könne wie die (sc.
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wohl: qualitative) Einschränkung der Leistungsfähigkeit nicht allein aus neurologischer
und neuropsychiatrischer Sicht beurteilt werden. Ausserdem sei das Ergebnis der
geplanten Rehabilitation abzuwarten. Auch für andere Tätigkeiten würden dieselben
Einschränkungen gelten. Die Versicherte sollte aber vorzugsweise in ihrem
angestammten Berufsfeld eingesetzt werden, insbesondere deswegen, weil sie für eine
notwendige Umschulung zurzeit nicht über die notwendigen Ressourcen verfüge. In
Frage komme eine ganztägige Arbeit mit reduzierter Leistung ebenso wie eine
Teilzeitarbeit mit voller Leistung. Auch die Neurologen bescheinigten eine 100-
prozentige Arbeitsunfähigkeit seit dem 1. August 2004.
A.h Dr. D._ erwähnte in seinem Arztbericht vom 22. August 2007 (act. 34) nebst den
im Bericht vom 9. Februar 2007 bezeichneten Diagnosen jene einer mittelgradigen
depressiven Störung auf dem Boden einer selbstunsicheren Persönlichkeit. Die
Versicherte sei aus rein psychiatrischer Sicht zu 100 % arbeitsunfähig. Ob eine andere
als die bisherige Tätigkeit zumutbar sei, sei zu beurteilen, wenn die Versicherte die
gegenwärtig besuchte ambulante Behandlung in der Klinik X._ abgeschlossen haben
werde. - Die Klinik für Neurologie am Kantonsspital St. Gallen hatte am 14. Dezember
2006 (act. 40-4 ff.) nach einer neuropsychologischen Untersuchung berichtet, es hätten
sich aus neuropsychologischer Sicht von leicht bis mittelschwer reichende kognitive
Funktionsstörungen gezeigt. Im Vordergrund stünden mittelschwere Störungen der
Aufmerksamkeit mit mangelnder Aktivierung, schlechter Daueraufmerksamkeit und in
komplexeren Aufmerksamkeitsbereichen mittelschwerer qualitativer Störung.
Ausserdem hätten sich mittelschwere Störungen des sprachlich-episodischen Lernens
und Gedächtnisses gezeigt.
A.i Auf Empfehlung des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) der
Invalidenversicherung vom 26. Oktober 2007 (act. 41) wurde eine psychiatrische/
neuropsychologische und rheumatologische Begutachtung veranlasst. - Am
10. Dezember 2007 wurde der Versicherten ein Fragebogen zur Rentenabklärung
betreffend Erwerbstätigkeit/Haushalt zugestellt. Sie gab darin am 8. Januar 2008
(act. 47) unter anderem an, gemäss dem Fragebogen mache sie im Haushalt eigentlich
alles selber, doch dafür komme die Familie zu kurz. Sie stehe um fünf Uhr auf, um
Frühstück zu machen, und sei trotzdem im Stress und im Zeitmangel. Sie sei ständig
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an der Arbeit, aber komme nicht vorwärts. Die Therapeutin besuche sie zweimal pro
Woche.
A.j Am 18. Januar 2008 fand eine Abklärung an Ort und Stelle im Haushalt statt
(act. 49). Gemäss den Aufzeichnungen hat die Versicherte angegeben, es gebe Tage,
an denen es ihr besser gehe, und andere, da es ihr schlecht gehe. Die schlechten
Phasen machten etwa 50 % aus. Vor dem Unfall sei sie zu 50 % erwerbstätig
gewesen. Ohne Behinderung wäre sie weiterhin in diesem Ausmass erwerbstätig
geblieben. In ca. zwei Jahren (im August 2010), wenn die Tochter auch in den
Kindergarten kommen werde, hätte sie dann (ohne Gesundheitsschaden) ihr Pensum
auf 80 % aufstocken wollen. Sie habe immer gern gearbeitet und sich gern
weitergebildet. Ihr Wunsch und Ziel wäre gewesen, an der Dentalassistentinnen-Schule
zu unterrichten. Die Abklärungsperson ermittelte im Haushalt eine Einschränkung um
knapp 54 %. Die Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit sei noch zu klären. - Die
Versicherte sandte den Bericht mit handschriftlich vermerkten Änderungen zurück. Sie
erklärte, sie habe zu 80 % schlechte Phasen und sie würde ohne Behinderung zu 80 %
und in zwei Jahren zu 100 % arbeiten, und zwar weil sie ihre Arbeit gern gemacht
habe, aus finanziellen Gründen und um ihrer selbst willen. Das habe sie auch so
gesagt.
A.k Dr. med. E._, Arzt für Neurologie und Psychiatrie, und F._, Facharzt für
Rheumatologie und Innere Medizin FMH, gaben in ihrer interdisziplinären
gutachterlichen Beurteilung vom 1./3. Oktober 2008 (act. 58-14 f.) bekannt, die
Versicherte sei in ihrer angestammten Tätigkeit als Dentalassistentin zu 30 %, in einer
umschriebenen angepassten Tätigkeit zu 50 % ("höheres Zeitpensum, reduzierte
Leistung") und im Haushalt zu 65 % arbeitsfähig. Eine angepasste Tätigkeit beinhalte
eine einfache Aufgabenstellung, keine Mehrfachbelastung, keine
Planungsverantwortung, keinen Zeitdruck, eine freie Zeiteinteilung, vermehrte Pausen
und keine Arbeit in kniender Körperposition, mit häufigem Treppensteigen oder
wiederholtem Krafteinsatz im rechten Arm und der rechten Schulter und sie sei leicht
bis mittelschwer mit maximalen Gewichtsbelastungen von 15 kg. Rheumatologisch
betrachtet bestünden eine mässiggradige Periarthropathia humeroscapularis rechts,
eine Chondropathia patellae beidseits, rechtsbetont, und neuropathische
Narbenschmerzen im Bereich der frontoparietalen Narbe. Die Arbeitsfähigkeit sei
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dadurch nicht eingeschränkt. Neurologisch-psychiatrisch gesehen lägen eine
traumatische Hirnverletzung, eine posttraumatische Belastungsstörung, ein atypischer
Halbseitenkopfschmerz rechts und ein schädlicher Gebrauch von Analgetika vor.
A.l Der RAD beurteilte das Gutachten am 1. Dezember 2008 (act. 65) als schlüssig
und nachvollziehbar. - Gleichentags wurde ein Auftrag an die IV-
Eingliederungsberatung gegeben. Am 9. Februar 2009 sandte die
Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle des Kantons St. Gallen der Versicherten einen
Fragebogen, unter anderem betreffend allfällige Arbeitsbemühungen und die
Eingliederungsbereitschaft, zu.
A.m Der Rechtsvertreter der Versicherten reichte am 6. März 2009 (act. 72) einen
ärztlichen Bericht von Dr. D._ vom 27. Februar 2009 (act. 73) ein, wonach eine
Berufsberatung als adäquate Lösung für die berufliche Zukunft zu betrachten sei.
Infolge der Empfehlung der IV-Stelle, sich beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum
(RAV) zu melden und entsprechende Arbeit zu suchen, sei die Versicherte zusätzlich in
grosse psychische Bedrängnis geraten.
A.n Die Versicherte beantwortete die Fragen im Formular nicht, vermerkte darin aber
am 18. März 2009 (act. 74), sie habe eine Ausbildung mit gutem Abschluss gemacht
und übe ihren Beruf gern aus. Für sie komme ihr Beruf oder eine Umschulung in Frage.
Ihr Rechtsvertreter reichte am 19. März 2009 nebst dem Fragebogen unter anderem
auch ein Arbeitszeugnis des Zahnarztes ein, in dessen Praxis sie die Lehre absolviert
hatte und noch bis März 2002 befristet angestellt gewesen war.
A.o Im Schlussbericht der beruflichen Eingliederung vom 18. Mai 2009 (act. 79) wurde
angegeben, die Versicherte halte ihre Befindlichkeit nach wie vor für sehr schlecht. Sie
habe Mühe, den Haushalt zu führen, verlasse die Wohnung nur in Begleitung und
könne sich eine berufliche Eingliederung nicht vorstellen. Unter fremden Menschen zu
sein oder regelmässig einer bestimmten Arbeitsstruktur nachgehen zu müssen, setze
sie massiv unter Druck. Die Versicherte sei damit einverstanden, die
Eingliederungsbemühungen abzuschliessen.
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A.p Die Versicherte liess am 25. August 2009 (act. 84) mitteilen, sie sei mit dem
Abschluss der beruflichen Massnahmen nicht einverstanden. Sie fühle sich nicht
subjektiv arbeitsunfähig. Auch Dr. D._ befürworte die Fortsetzung der
Eingliederungsbemühungen.
A.q Auf Anfrage vom 12. August 2009 (act. 83) nach dem hypothetischen aktuellen
AHV-beitragspflichtigen Lohn der Versicherten und deren normaler Arbeitszeit (bei
100 %- und 50 %-Pensum) reichte der ehemalige Lehrmeister der Versicherten am
28. August 2009 (Eingangsdatum, act. 85) die Richtlinien der Schweizerischen
Zahnärzte-Gesellschaft (SSO) für die Saläre der zahnmedizinischen Assistentinnen,
Dentalassistentinnen, Lernenden, Assistenzzahnärztinnen und Dentalhygienikerinnen
vom 1. Januar 2009 ein. Seine Praxis entlöhne das Personal gemäss diesen Vorgaben.
Angaben zur Arbeitszeit machte er keine.
A.r Nach einer Erkundigung beim RAD wurde am 30. September 2009 erneut die
Eingliederungsberatung beigezogen (act. 90). Eine berufliche Abklärung - geplant vom
4. Januar 2010 bis 2. April 2010 - wurde im Verlauf in der Präsenzzeit verkürzt (drei
statt vier Stunden pro Tag) und schliesslich am 1. Februar 2010 abgebrochen. Nach
Angaben der Versicherten hätten sich die Schmerzen massiv verstärkt, so dass sie
nachmittags keine Kraftreserven für die Kinder und den Haushalt mehr mobilisieren
könne. Ausserdem habe sich auch ihr psychischer Zustand verschlechtert (act. 102).
Die Projektleiterin/Betreuungsperson hatte im Abklärungsbericht
Verzahnungsprogramm vom 1. Februar 2010 (act. 103) unter anderem berichtet, die
Versicherte sei sehr willig und motiviert gewesen. Sie habe zunächst morgens vier
Stunden gearbeitet, sich aber schon nach zwei Tagen so verausgabt gehabt, dass sie
am dritten Tag um 11.00 Uhr habe nach Hause gehen müssen. Sie habe sehr gute
Qualität geliefert und unbedingt ihr Bestes geben wollen. Es sei dann vereinbart
worden, dass sie den Einsatz auf drei Stunden pro Tag reduziere und die Arbeit so
einteile, dass sie die Haushaltarbeiten nicht vernachlässigen müsse.
A.s Mit Vorbescheid vom 4. März 2010 (act. 113 f.) stellte die
Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle der Versicherten die Abweisung des Gesuchs um
berufliche Massnahmen in Aussicht. Solche Massnahmen seien nicht möglich, da sie
sich aufgrund ihres Gesundheitszustandes nicht in der Lage fühle, einer
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Erwerbstätigkeit nachzugehen. Betreffend Rente ergehe später eine separate
Verfügung.
A.t Die Versicherte liess am 11. März 2010 (act. 115) einwenden, die berufliche
Massnahme sei nicht abgebrochen worden, weil sie sich subjektiv nicht dazu in der
Lage gefühlt habe, sondern weil sie nicht eingliederungsfähig sei. Dem
Abklärungsbericht vom 1. Februar 2010 sei zu entnehmen, dass sie sehr willig und
motiviert gewesen sei und gute Arbeitsqualität geleistet habe und dass die Abklärung
aufgrund einer Erschöpfung und Überforderung beendet worden sei. In einem
ärztlichen Bericht der Klinik X._ vom 1. Februar 2010 sei festgehalten worden, dass
sie mit einem Pensum von drei Stunden pro Tag noch überfordert sei. Die berufliche
Massnahme sei daher in einer den Einschränkungen Rechnung tragenden Form bzw.
entsprechendem Pensum weiterzuführen. - Die Klinik X._ hatte der
Unfallversicherung am 1. Februar 2010 (act. 117) unter anderem berichtet, aus
neuropsychologischer Sicht sei die Versicherte momentan nicht in der Lage, im
angestammten Beruf zu arbeiten. Genaue Angaben zu den Arbeitsbereichen und der
Arbeitsfähigkeit in Prozenten könne die spezialisierte Abklärungsstelle machen. Die
Versicherte befinde sich seit dem 8. September 2009 in ambulanter
neuropsychologischer Behandlung. Die einmal wöchentlich geplanten Termine seien
aber aufgrund einiger Krankheitsausfälle nicht kontinuierlich durchgeführt worden. Im
Januar 2009 habe die Versicherte den Arbeitsversuch begonnen. Die Arbeit habe ihr
grosse Freude gemacht, doch habe sie sich auch verstärkt mit ihren Defiziten
konfrontiert gesehen. Wegen ihres Wunsches, mit anderen Beschäftigten mithalten zu
können, und des eigenen Anspruchs, höhere Stückzahlen zu erreichen, habe innert
kurzer Zeit die Schmerzproblematik deutlich zugenommen. Das habe auch nach der
Reduktion der täglichen Arbeitszeit um eine Stunde angehalten. Erschwerend sei
hinzugekommen, dass die Versicherte durch die Arbeit unter Zeitdruck bei der
Ausführung ihrer alltäglichen Tätigkeiten zu Hause gekommen sei. Insgesamt habe sich
der psycho-emotionale und physische Zustand seit dem Arbeitsversuch deutlich
verschlechtert. Es sei zu mehr Selbstzweifeln und einem Verlust des Selbstwertgefühls
gekommen.
A.u Der RAD hielt am 8. April 2010 (act. 123) dafür, die zumutbare Arbeitsfähigkeit sei
medizinisch zu beurteilen. Hierfür sei das Gutachten massgeblich. Weder aus dem
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Schreiben der Neuropsychologin der Klinik X._ noch aus dem Bericht der beruflichen
Abklärungsstelle könne eine andere Arbeitsfähigkeit abgeleitet werden.
A.v Mit Vorbescheid vom 7. Mai 2010 (act. 128 f.) kündigte die
Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle an, der Versicherten bei verspäteter Anmeldung ab
1. März 2006 bei einem Invaliditätsgrad von 41 % (80 % Anteil Erwerbstätigkeit mit
43 % Einschränkung; 20 % Anteil Haushalt mit 35 % Einschränkung) eine Viertelsrente
zuzusprechen.
A.w Am 7. Mai 2010 (act. 130) verfügte sie die Abweisung des Gesuchs der
Versicherten um berufliche Massnahmen. Solche Massnahmen seien nicht möglich. Die
Versicherte sei in einer adaptierten Tätigkeit zu 50 % arbeitsfähig. Nach ihren Angaben
sei sie mit einem Pensum von drei Stunden pro Tag überfordert, ohne dass aber die
eingereichten Unterlagen neue medizinisch objektivierbare wesentliche Änderungen
der Befunde oder Symptome enthielten. Von einem erheblich veränderten
Gesundheitszustand könne nicht ausgegangen werden.
A.x Am 9. Juni 2010 (act. 133) liess die Versicherte gegen den Rentenvorbescheid
einwenden, im Erwerbsbereich sei die IV-Stelle von einem deutlich zu niedrigen
Valideneinkommen ausgegangen. Sie würde sich zur Zeit des Erlasses der Verfügung
selbst bei Berücksichtigung eines Pensums von lediglich 80 % im achten Berufsjahr
befinden und ein Valideneinkommen von Fr. 61'750.-- verdienen (Durchschnitt
zwischen Minimal- und Maximalwert gemäss Richtlinien für die Saläre der SSO von
Fr. 4'750.--, bei 13 Monatslöhnen und vollem Pensum). Das reduzierte Arbeitspensum
sei erst im Rahmen der Berechnung des Teilinvaliditätsgrades zu berücksichtigen,
andernfalls müsste auch das Invalideneinkommen entsprechend angepasst werden. Im
Vergleich zum Invalideneinkommen von Fr. 23'116.-- ergebe sich eine Einschränkung
von 62.5 % und ein Teilinvaliditätsgrad im Erwerbsbereich von 50 %. Zusammen mit
dem Teilinvaliditätsgrad von 7 % aus dem Anteil des Haushalts resultiere so ein
Invaliditätsgrad von 57 % und die Versicherte habe mindestens Anspruch auf eine
halbe Rente. Sie beantrage ferner, einen Abzug vom Tabellenlohn von 20 %
vorzunehmen, weil sie aufgrund ihres Alters kaum über berufliche Erfahrungen verfüge
und aufgrund der verbleibenden Resterwerbsfähigkeit kaum mehr eine adäquate Stelle
finden werde. Mit einem Invalideneinkommen von Fr. 20'547.-- ergebe sich ein
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Gesamtinvaliditätsgrad von 61 % und Anspruch auf eine Dreiviertelsrente. Dem
Abklärungsbericht lasse sich entnehmen, dass sie nur noch in der Lage sei, täglich
während maximal drei Stunden mit zusätzlichen vermehrten Pausen eine
leidensangepasste Tätigkeit auszuüben. Sie sei auch da lediglich noch zu 30 %
arbeitsfähig. Eine Arbeitsfähigkeit von 50 % sei vor diesem Hintergrund nicht
nachvollziehbar. Allenfalls seien zusätzliche medizinische Abklärungen
(rheumatologisch, neurologisch, neuropsychologisch, ophthalmologisch und
psychiatrisch) durchzuführen. Bei einer Arbeitsfähigkeit von 30 % stelle sich das
Invalideneinkommen auf Fr. 12'328.--, die Einschränkung auf 80 %, der
Teilinvaliditätsgrad auf 64 % und der Gesamtinvaliditätsgrad auf 71 %. Es bestehe
diesfalls Anspruch auf eine ganze Rente, zusammenfassend auf eine höhere -
zumindest auf eine halbe - Rente.
A.y Mit Verfügung vom 26. August 2010 (act. 137) sprach die
Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle der Versicherten ab 1. März 2006 eine Viertelsrente
bei einem Invaliditätsgrad von 41 % zu.
B.
Gegen diese Verfügung richtet sich die von Rechtsanwalt lic. iur. Simon Krauter für die
Betroffene am 29. September 2010 erhobene Beschwerde. Der Rechtsvertreter der
Beschwerdeführerin beantragt, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei
der Beschwerdeführerin eine Dreiviertelsrente, mindestens aber eine halbe Rente
gemäss IVG zuzusprechen, eventualiter sei die Streitsache zur ergänzenden
Sachverhaltsermittlung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Die
Beschwerdeführerin sei damit einverstanden, dass sie mit einer Aufteilung in einen
Erwerbsbereich von 80 % und einen Aufgabenbereich von 20 % eingestuft werde und
dass im Haushaltbereich eine Einschränkung von 35 % vorliege. Das
Valideneinkommen der Beschwerdeführerin, die eine dreijährige Lehre mit der
Gesamtnote 5.0 abgeschlossen habe, mache gemäss den Richtlinien der SSO bei
80 % Fr. 49'400.-- aus. Bei einem Invalideneinkommen von Fr. 23'116.-- ergebe sich
ein Teilinvaliditätsgrad von gerundet 45 % und ein Gesamtinvaliditätsgrad von 52 %.
Mit einem Abzug von 20 % erhöhe sich der Invaliditätsgrad auf 54 %, bei einer
Arbeitsfähigkeit von nur 30 % in adaptierter Tätigkeit und diesem Abzug auf 67 %.
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Selbst bei einem Abzug von lediglich 10 % und einer Arbeitsfähigkeit von 30 % ergebe
sich ein Invaliditätsgrad von 65 %. Die Beschwerdeführerin habe somit Anspruch auf
eine Dreiviertelsrente, mindestens aber auf eine halbe Rente, oder es seien weitere
medizinische und berufliche Abklärungen durchzuführen.
C.
In ihrer Beschwerdeantwort vom 22. November 2010 beantragt die
Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Die von der Beschwerdeführerin
nicht beanstandeten Punkte anders zu beurteilen, dafür bestehe für das Gericht kein
Anlass. Die Beschwerdeführerin habe den Unfall vor mehr als sechs Jahren erlitten. In
den medizinischen Akten sei bestätigt worden, dass die Unfallfolgen sicherlich
spätestens zwei Jahre nach dem Unfall abgeheilt seien bzw. dass spätestens dann ein
Endzustand erreicht worden sei. Auch die Folgen der Kopfverletzung hätten sich nicht
mehr verändert. Die behandelnde Neuropsychologin spreche zwar von
Verschlechterungen, doch seien keine neuen Diagnosen dazugekommen. Eine
Arbeitsfähigkeitsschätzung habe sie nicht abgegeben. Dass die berufliche Massnahme
nicht auf Wunsch der Beschwerdeführerin, sondern infolge der Zunahme der
Beschwerden abgebrochen worden sei, lasse sich den Akten entnehmen.
Entscheidend sei jedoch, dass eine Arbeitsleistung in einer zusammenhängenden
Arbeitszeit von vier Stunden am Vormittag gemäss der gutachterlichen und RAD-
Einschätzung (die eine 50-prozentige Leistung in einem längeren Zeitraum mit
vermehrten Pausen als zumutbar bezeichnet habe) gar nicht habe erwartet werden
können. Unterlagen, die eine Verschlechterung des Gesundheitszustands
dokumentieren würden, seien nicht beigebracht worden. Es könne auf die Erkenntnisse
der Gutachten und die RAD-Stellungnahme abgestellt werden. Die Beschwerdeführerin
habe im Oktober 2003 zu arbeiten begonnen und sei danach bis zur Aussteuerung am
4. Februar 2004 arbeitslos gewesen. Im August 2010 wäre sie erst im sechsten
Dienstjahr (7 Jahre à 80 %) gewesen und hätte durchschnittlich Fr. 4'529.-- monatlich
verdient. Das ergäbe ein Valideneinkommen von Fr. 47'102.--. Dem
Invalideneinkommen von Fr. 23'116.-- gegenübergestellt, resultierte im Erwerbsbereich
eine Invalidität von 51 % und gewichtet eine solche von 41 %. Zusammen mit der
Invalidität im Haushalt von 7 % ergäbe sich ein Invaliditätsgrad von 48 %. Bloss
theoretischen Aufstiegsmöglichkeiten könne nicht Rechnung getragen werden. Die
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SSO-Richtlinien würden verschiedene Lohnmodelle vorsehen und nur Richtlinien
darstellen. Dass die Beschwerdeführerin tatsächlich bei einem Zahnarzt gearbeitet
hätte, der sich vollumfänglich an diese Richtlinien gehalten hätte, sei sehr fraglich. Da
es sich bei den verwendeten Tabellenlöhnen um solche für einfache und repetitive
Aufgaben handle, bei denen keine Berufskenntnisse vorausgesetzt seien, sei das
Manko an Berufserfahrung bereits berücksichtigt. Dass die Verwertung der
Restarbeitsfähigkeit pensumbedingt nicht möglich sein solle, sei bei einer Anstellung zu
50 % nicht plausibel. Der gewährte Abzug von 10 % sei korrekt.
D.
Mit Replik vom 13. Dezember 2010 hält der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin
daran fest, dass aufgrund der im Rahmen der beruflichen Integration erreichten
Präsenzzeit von einer Arbeitsfähigkeit in angepassten Tätigkeiten von 30 %
auszugehen sei. Dass sie zu 50 % arbeitsfähig sei solle, sei aufgrund der Akten und
insbesondere des gescheiterten Arbeitsversuchs bzw. der abgebrochenen beruflichen
Integrationsmassnahme nicht nachvollziehbar. Auch der höhere Abzug werde weiterhin
geltend gemacht. Das Valideneinkommen hätte ferner wie dargelegt Fr. 49'400.--
betragen.
E.
Die Beschwerdegegnerin hält am 21. Dezember 2010 an ihrem Antrag fest und
verzichtet im Übrigen auf die Erstattung einer Duplik.

Erwägungen:
1.
1.1 Am 1. Januar 2008 ist die 5. IV-Revision in Kraft getreten. Die
Beschwerdegegnerin hat die angefochtene Verfügung am 26. August 2010, also unter
der Geltung des Rechts dieser Revision, erlassen. Zu beurteilen ist der Sachverhalt, wie
er sich bis zum Zeitpunkt des Erlasses dieser Verfügung entwickelt hat. Dieser
Sachverhalt reicht in eine Zeit vor Inkrafttreten der 5. IV-Revision zurück. Soll auf
bestimmte Sachverhalte nicht neues Recht Anwendung finden, sondern das
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aufgehobene Recht massgebend bleiben, muss eine geltende Norm die
Weiteranwendbarkeit aufgehobenen Rechts für bestimmte Sachverhalte anordnen. Die
5. IV-Revision enthält keine die Rente betreffende übergangsrechtliche Bestimmung.
Das Bundesamt für Sozialversicherungen unterstellt aber zu Recht eine
ausfüllungsbedürftige Lücke (vgl. das Rundschreiben Nr. 253 vom 12. Dezember 2007).
Die Definition der Sachverhalte, auf die noch altes Recht anwendbar sein soll, sollte
durch ein materiell-rechtliches, unbeeinflussbares Merkmal erfolgen. In Frage kommen
der Zeitpunkt der Entstehung des Auszahlungsanspruchs oder der Eintritt des
Versicherungsfalls, beide definiert nach dem alten, ausser Kraft getretenen Recht (zum
Ganzen im Detail der Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen i/S
M. vom 28. Oktober 2009, IV 2009/5). Bezüglich des Rentenbeginns sind deshalb
vorliegend angesichts der IV-Anmeldung von 2007 und des Eintritts der
Arbeitsunfähigkeit 2004 die bis zum 31. Dezember 2007 gültig gewesenen
Bestimmungen (im Folgenden angeführt) anzuwenden. Für die Invaliditätsbemessung
hat sich indessen materiell keine Änderung der Rechtslage ergeben.
1.2 Mit der angefochtenen Verfügung hat die Beschwerdegegnerin der
Beschwerdeführerin ab 1. März 2006 eine Viertelsrente bei einem Invaliditätsgrad von
41 % zugesprochen. Weitere berufliche Massnahmen wurden am 7. Mai 2010 formell
rechtskräftig abgelehnt. Streitig ist der Rentenanspruch.
2.
2.1 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente,
wenn die versicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente,
wenn sie mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens
50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von
mindestens 40 % Anspruch auf eine Viertelsrente.
2.2 Die Beschwerdegegnerin hat die Invalidität anhand der gemischten Methode mit
einer Aufteilung in 80 % Erwerbstätigkeit und 20 % Haushaltstätigkeit bemessen, was
die Beschwerdeführerin als korrekt anerkannt hat. Sie war gemäss IK-Auszug bei der
Geburt des ersten Kindes arbeitslos gewesen. Von Oktober 2003 bis Januar 2004
(Beendigung wegen Praxisaufhebung) hatte sie eine (wohl: Teilzeit-) Anstellung
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innegehabt, hernach bis zum Unfall keine nennenswerte Beschäftigung mehr, was wohl
wiederum auf Arbeitslosigkeit zurückzuführen war. Das zweite Kind ist erst nach dem
Unfall geboren worden. Dass die Beschwerdegegnerin auf die Darstellung der
Beschwerdeführerin abgestellt hat, ohne Gesundheitsschaden hätte sie im Umfang von
80 % eine Erwerbstätigkeit ausüben wollen, ist nicht zu beanstanden, erscheint sie
doch nicht unplausibel.
3.
3.1 Für die Invaliditätsbemessung sind zunächst die medizinischen Vorbedingungen
von Bedeutung. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu
beschreiben und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher
Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Die ärztlichen Auskünfte sind in
der Folge eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche
Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V
261 E. 4; ZAK 1982 S. 34). Ob die versicherte Person eine ihr zumutbare Tätigkeit auch
tatsächlich ausübt, ist für die Invaliditätsbemessung hingegen unerheblich (Rz 3046
des vom Bundesamt für Sozialversicherungen erlassenen Kreisschreibens über die
Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung = KSIH).
3.2 Im Mai und Juni 2008 wurde der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin
einerseits rheumatologisch und anderseits neurologisch und psychiatrisch abgeklärt.
Bei der interdisziplinären Beurteilung ergab sich gemäss dem Gutachten, dass für den
bisherigen Beruf eine Arbeitsunfähigkeit von 70 %, für eine angepasste Tätigkeit eine
solche von 50 % und für den Haushalt eine solche von 35 % vorliege, und zwar aus
neurologisch-psychiatrischen Gründen. Es handle sich hauptsächlich zum einen um
eine leicht bis mittelgradig ausgeprägte neurokognitive Beeinträchtigung und eine
homonyme halbseitige Sehstörung nach rechts, zum andern psychiatrisch um eine
mindestens mittelschwer ausgeprägte Störung der Affektivität, des Antriebs, des
inhaltlichen Denkens, der inneren Einstellung zu den üblichen lebensimmanenten
Gefahren und - von der somatischen Schädigung auch testpsychologisch nicht
abzugrenzen - neurokognitiver Leistungen. Die gemeinsame Schlussfolgerung der
Gutachter ist damit begründet und erscheint überzeugend. Sie basiert auf einer
Kenntnisnahme von den Akten (insbesondere auch des Berichts über die
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neuropsychologische Untersuchung am Kantonsspital St. Gallen vom Dezember 2006),
der Erhebung der Anamnese und klinischen Untersuchungen. Die abweichende
Beurteilung des behandelnden Arztes Dr. D._, welcher aus psychiatrischer Sicht von
voller Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin ausgeht, vermag im Beweiswert
dagegen nicht anzukommen; im Februar 2009 hatte denn auch Dr. D._ eine
Berufsberatung befürwortet, um eine adäquate Lösung für die berufliche Zukunft der
Beschwerdeführerin zu finden. Für die Zeit der Begutachtung kann auf deren Ergebnis
abgestellt werden.
3.3 Etwas anderes ergibt sich auch nicht aus dem gescheiterten Arbeitsversuch. Die
Beschwerdeführerin leitet daraus ab, dass ihre Arbeitsfähigkeit in angepasster Arbeit
nicht 50 %, sondern lediglich 30 % betrage. Die Massnahme begann am 4. Januar
2010. Dem Abklärungsbericht Verzahnungsprogramm lässt sich entnehmen, dass die
Beschwerdeführerin zunächst von 08.00 bis 12.00 Uhr beschäftigt war. Schon am
dritten Tag habe sie um 11.00 Uhr nach Hause gehen müssen. Ab 21. Januar 2010 sei
der tägliche Einsatz auf drei Stunden pro Tag reduziert und vereinbart worden, dass die
Leistung so eingeteilt werde, dass die Beschwerdeführerin die Haushaltarbeiten nicht
vernachlässigen müsse. Am 1. Februar 2010 sei die Abklärung abgebrochen worden. -
Medizinisch war eine Arbeitsfähigkeit von 50 % ("höheres Zeitpensum, reduzierte
Leistung") als zumutbar betrachtet worden. Ausserdem war auf die erforderliche
Möglichkeit freier Zeiteinteilung und vermehrter Pausen hingewiesen worden. Das
bedeutet, dass die Beschwerdeführerin ihre Arbeitsleistung in einer längeren als der
halben üblichen Arbeitszeit pro Tag erbringen soll, dass diese Leistung aber pro
Zeiteinheit reduziert ist. Wie hoch das für eine Leistung von 50 % erforderliche zeitliche
Pensum ist, wird zwar im Gutachten nicht festgelegt. Es ist aber festzuhalten, dass
jedenfalls die Leistung pro Zeiteinheit (in jeder Zeiteinheit) eingeschränkt ist. Die
Beschwerdeführerin hatte demnach zunächst eine Arbeitsleistung (von knapp 50 %
ohne wesentlichen Unterbruch) zu erbringen, welche ihre zumutbare Arbeitsfähigkeit
für die Erwerbstätigkeit überstieg, und später eine solche, welche diese zumindest voll
ausschöpfte. Dass ein unvermittelter Einstieg unter diesen Umständen nach der
längeren Zeit, während der sie sich voll den Kindern und dem Haushalt gewidmet
hatte, nicht gelang, gibt nicht Anlass, die medizinische Arbeitsfähigkeitsschätzung der
Gutachter umzustossen oder von einer wesentlichen Verschlechterung des
Gesundheitszustandes auszugehen.
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4.
4.1 Bei der Ermittlung des Valideneinkommens ist nach der Rechtsprechung
entscheidend, was die versicherte Person im massgebenden Zeitpunkt - für die
Vornahme des Einkommensvergleichs ist grundsätzlich auf die Gegebenheiten im
Zeitpunkt des allfälligen Rentenbeginns abzustellen (BGE 129 V 222), vorliegend also
auf jene im Jahr 2005 - nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit
als Gesunde verdienen würde. Es ist daher in der Regel vom letzten Lohn, welchen die
versicherte Person vor Eintritt der Gesundheitsschädigung erzielt hat, auszugehen
(Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts i/S S. vom 16. Mai 2001 [I
42/01], mit Hinweisen auf RKUV 1993 Nr. U 168 S. 100 E. 3b, ZAK 1980 S. 593).
4.2 Gemäss Lohnausweis (act. 121-2) betrug der Monatslohn der
Beschwerdeführerin im Jahr 2002 Fr. 3'650.--. Dieser Betrag fand als versicherter
Verdienst in der Arbeitslosenversicherung (act. 106-1) Berücksichtigung. Es kann
angenommen werden, dass er bei einem vollen Pensum der damals im ersten
Berufsjahr stehenden Beschwerdeführerin erwirtschaftet wurde (vgl. auch das
Lohnniveau der SSO-Richtlinien 2009). Pro Jahr kann somit von einem Einkommen von
Fr. 43'800.-- ausgegangen werden (vgl. sieben Jahre später, das heisst nach den
Tabellen 2009, machte der Durchschnittslohn im ersten Berufsjahr Fr. 48'841.-- aus).
Um die Nominallohnentwicklung bis ins Jahr des Einkommensvergleichs, nämlich 2005
(Ablauf der Wartezeit im August 2005), gemäss T1.39 der Lohnentwicklung 2009 des
Bundesamtes für Statistik angepasst, ergibt sich ein Einkommen von Fr. 45'516.--. Wie
sich aus dem IK-Auszug ergibt, hatte die Beschwerdeführerin bis zum Zeitpunkt des
Unfalls etwas mehr als ein Berufsjahr erfüllt, wäre demnach bei entsprechender
Erwerbstätigkeit 2005 im dritten Berufsjahr gewesen. Vom ersten zum dritten
Berufsjahr zeigen die SSO-Richtlinien 2009 eine Einkommenserhöhung um 8.5 %. Wird
angenommen, die Berufserfahrung sei auch in früheren Jahren im Verhältnis mit dem
gleichen Faktor berücksichtigt worden, so wäre mit einer Lohnsteigerung auf
Fr. 49'385.-- im Jahr 2005 zu rechnen gewesen. Diese Grösse erscheint plausibel,
beträgt doch im Jahr 2009 der Durchschnitt von Minimum und Maximum der Löhne
gemäss den SSO-Richtlinien im dritten Berufsjahr Fr. 52'968.50 (13mal Fr. 4'074.50).
Es kann somit von einem Einkommen der Beschwerdeführerin bei 100 %
Beschäftigung von Fr. 49'385.-- im Jahr 2005 ausgegangen werden.
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4.3 Nach der gemischten Methode der Invaliditätsbemessung, wie sie das
Bundesgericht (vom hiesigen Gericht kritisiert) anwendet (wonach das
Valideneinkommen nach Massgabe der ohne Gesundheitsschaden ausgeübten
Teilerwerbstätigkeit festzulegen ist, BGE 131 V 51, und nicht etwa wie das
Invalideneinkommen nach Massgabe eines Vollzeitpensums, vgl. auch
Bundesgerichtsentscheid vom 29. September 2010, 8C_538/10), ist das
Valideneinkommen somit auf Fr. 39'508.-- (bei 80 % Beschäftigung) festzulegen.
5.
5.1 Nach gutachterlicher Einschätzung ist die Beschwerdeführerin bei der Arbeit
darauf angewiesen, dass es sich um eine körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeit
(mit maximalen Gewichtsbelastungen von 15 kg) mit einfacher Aufgabenstellung, ohne
Mehrfachbelastung, Planungsverantwortung oder Zeitdruck handelt, dass eine freie
Zeiteinteilung und vermehrte Pausen möglich sind, und dass keine Arbeit in kniender
Körperposition, mit häufigem Treppensteigen oder wiederholtem Krafteinsatz im
rechten Arm und der rechten Schulter erforderlich ist. - Für die Frage der
Verwertbarkeit einer Restarbeitsfähigkeit ist nicht darauf abzustellen, ob eine
versicherte Person unter den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen tatsächlich vermittelt
werden kann, sondern einzig darauf, ob und in welchem Rahmen sie die ihr verbliebene
Arbeitskraft noch wirtschaftlich nutzen könnte, wenn die verfügbaren Arbeitsplätze dem
Angebot an Arbeitskräften entsprächen (AHI 1998 S. 291 E. 3b). Es wird von einer
ausgeglichenen Arbeitsmarktlage ausgegangen (vgl. Art. 16 ATSG). Der ausgeglichene
Arbeitsmarkt (eine Fiktion, vgl. BGE 129 V 480 E. 4.2.2) hat rein hypothetischen
Charakter und dient dazu, die Risiken Arbeitslosigkeit und Invalidität voneinander
abzugrenzen (vgl. Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts i/S C. vom
16. Juli 2003, I 758/02; BGE 110 V 276 E. 4b). Ein solcher Arbeitsmarkt beinhaltet von
seiner Struktur her sowohl bezüglich der beruflichen und intellektuellen
Voraussetzungen als auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes einen Fächer
verschiedenartiger Stellen (Entscheide des Bundesgerichts i/S K. vom 6. Mai 2008,
8C_319/2007, und i/S L. vom 11. Juni 2007, I 402/06; ZAK 1991 S. 320 f. E. 3b).
Allerdings dürfen keine realitätsfremden Einsatzmöglichkeiten berücksichtigt werden.
Insbesondere kann von einer zumutbaren Tätigkeit im Sinne von Art. 16 ATSG dort
nicht gesprochen werden, wo sie nur in so eingeschränkter Form möglich ist, dass sie
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der allgemeine Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder dass sie nur unter nicht
realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre
und das Finden einer entsprechenden Stelle deshalb von vornherein als
ausgeschlossen erscheint (Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts i/S
S. vom 5. September 2006, I 447/06; ZAK 1991 S. 320 f. E. 3b). Die gutachterlich
umschriebenen Voraussetzungen für die Beschwerdeführerin sind nicht als so
einschränkend zu betrachten, dass mit Arbeitsmöglichkeiten auf einem ausgeglichenen
Arbeitsmarkt nicht gerechnet werden dürfte.
5.2 Für das Invalideneinkommen ist primär von der beruflich-erwerblichen Situation
auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der
Invalidität - wie die Beschwerdeführerin - keine oder jedenfalls keine ihr an sich
zumutbare neue Erwerbstätigkeit aus, so können nach der Rechtsprechung statistische
Werte (Tabellenlöhne) beigezogen werden (BGE 129 V 472 E. 4.2.1,
Bundesgerichtsentscheid i/S C. vom 19. Juni 2008, 9C_81/2008). Gemäss der IVG-
Textausgabe der Informationsstelle AHV/IV machte der Durchschnittslohn von Frauen
für einfache und repetitive Tätigkeiten im Jahr 2005 (unter Berücksichtigung der
massgeblichen betriebsüblichen Arbeitszeit) Fr. 49'120.-- aus.
5.3 Nach der Rechtsprechung werden die Tabellenlöhne gekürzt, wenn Versicherte,
die in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwerarbeit verrichteten, nach Eintritt des
Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten nur beschränkt einsatzfähig sind,
wenn sie - unabhängig von der früher ausgeübten Tätigkeit - als gesundheitlich
Beeinträchtigte im Rahmen leichter Hilfsarbeitertätigkeiten nicht mehr voll
leistungsfähig sind oder wenn weitere persönliche und berufliche Merkmale wie Alter,
Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie
Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben. Der Abzug ist unter
Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu
schätzen und auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen (vgl. BGE 126 V 75). Der
Abzug dient insbesondere auch der Korrektur der Einkommensgrössen, welche der
Statistik entnommen werden, aus dem Grund, dass jene Zahlen von gesunden
Arbeitskräften erhoben werden. Auch bei leichter Arbeit sind ferner bei der
Beschwerdeführerin in verschiedener Hinsicht Belastungsgrenzen zu beachten. Sie
bedarf für die Erbringung einer Leistung von 50 % ausserdem einer längeren Präsenz
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am Arbeitsplatz. Es kann dahingestellt bleiben, ob sich ein Abzug von 20 % (anstelle
des von der Beschwerdegegnerin berücksichtigten Abzugs von 10 %) rechtfertige,
denn ein Invaliditätsgrad, welcher eine höhere Rente bedeutete, wird nicht erreicht, wie
darzulegen sein wird. Bei Berücksichtigung eines Abzugs von 20 % und der
Arbeitsfähigkeit von 50 % reduzierte sich das tabellarisch erhobene Einkommen auf
Fr. 19'648.-- (Fr. 49'120.-- x 0.8 x 0.5). Bei einem Valideneinkommen von Fr. 39'508.--
ergäben sich somit eine Einschränkung im Erwerbsbereich von rund 50 % und ein
Teilinvaliditätsgrad von 40 %. Zusammen mit dem Teilinvaliditätsgrad aus dem
Haushaltbereich von 7 %, wie er sich aus der medizinisch zumutbaren Einschränkung
von 35 % ergibt und worauf abgestellt werden kann, machte der Invaliditätsgrad
diesfalls 47 % aus. Bei einem Abzug von 10 % stellt sich das Invalideneinkommen auf
Fr. 22'104.-- (Fr. 49'120.-- x 0.9 x 0.5), was im Vergleich zu Fr. 39'508.-- eine
Einschränkung von 44 % und einen Teilinvaliditätsgrad von rund 35 % ergibt, so dass
ein Invaliditätsgrad von insgesamt 42 % resultiert.
5.4 Es ist vorliegend zwar aufgrund der Arbeitsabklärung davon auszugehen, dass
eine unvermeidliche, bedeutende leistungseinschränkende Wechselwirkung der
Erwerbstätigkeit auf den Bereich der Haushalttätigkeit zu erwarten ist. Eine
Wechselwirkung ist vom anteilsmässig bedeutenderen zum weniger bedeutenden
Bereich zu berücksichtigen. Gesundheitliche Auswirkungen vom Erwerbs- in den
Haushaltbereich können aber nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts
(Bundesgerichtsentscheid i/S R. vom 30. November 2009, 8C_729/09 E. 4.4; BGE 134
V 9) nur angenommen werden, wenn die verbleibende Arbeitsfähigkeit im erwerblichen
Tätigkeitsbereich voll ausgenützt wird, d.h. der - für den Gesundheitsfall geltende -
Erwerbsanteil die Arbeitsfähigkeit im Erwerbsbereich übersteigt oder mit dieser
identisch ist. Gemäss dem Entscheid 8C_729/09 ist diese Regel offenbar so zu
verstehen, dass die Berücksichtigung der Wechselwirkung ausser Betracht fällt, wenn
die betroffene Versicherte tatsächlich keiner Erwerbstätigkeit mehr nachgeht. Das ist
vorliegend wohl der Fall. Damit bleibt es bei einem einen Anspruch auf eine
Viertelsrente auslösenden Invaliditätsgrad (von 42 % oder 47 %, je nach Abzug).
5.5 Der Eintritt des Rentenfalls wird durch Art. 29 Abs. 1 IVG (wie erwähnt in der bis
Ende 2007 gültig gewesenen Fassung) geregelt. Der Rentenanspruch entsteht
(abgesehen von der hier nicht anwendbaren lit. a) frühestens in dem Zeitpunkt, in dem
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die versicherte Person während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch
durchschnittlich mindestens zu 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen war (lit. b).
Unter Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG ist die durch den
Gesundheitsschaden bedingte qualitative und/oder quantitative Einbusse an
funktionellem Leistungsvermögen im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zu
verstehen (BGE 130 V 99 E. 3.2). - Nach dem Unfall bestand eine mehrmonatige (volle)
Arbeitsunfähigkeit aus rheumatologischer Sicht (vgl. Gutachten, act. 59-9). Ab
15. Januar 2005 lag allerdings gemäss Unfallversicherung (Taggeld, act. 39-4) offenbar
wieder eine Arbeitsfähigkeit von 50 % vor. Es lässt sich annehmen, dass bei Ablauf des
Wartejahres diesbezüglich eine weitgehende Restitution im Sinne der Angaben von Dr.
C._ vom 11. April 2007 eingetreten war, während aber neurologisch-psychiatrisch
eine Einschränkung bestand, wie sie im Gutachten eingeschätzt wurde. Damit lag bei
Ablauf der Wartezeit im August 2005 der oben errechnete Invaliditätsgrad vor.
5.6 Meldet sich ein Versicherter mehr als zwölf Monate nach Entstehen des
Anspruchs an, so werden die Leistungen nach Art. 48 Abs. 2 IVG (wiederum in der bis
Ende 2007 gültig gewesenen Fassung) in Abweichung von Art. 24 Abs. 1 ATSG
lediglich für die zwölf der Anmeldung vorangehenden Monate ausgerichtet. Weitere
Nachzahlungen werden erbracht, wenn der Versicherte den anspruchsbegründenden
Sachverhalt nicht kennen konnte und die Anmeldung innert zwölf Monaten nach
Kenntnisnahme vornimmt. - Die Beschwerdeführerin hat sich im Sinne von Art. 48 Abs.
2 Satz 1 IVG verspätet angemeldet, so dass sie nur für die zwölf der Anmeldung vom
März 2007 (Eingang bei der Zweigstelle; vgl. Entscheid des Eidgenössischen
Versicherungsgerichts i/S M. vom 4. Mai 2005, I 793/04; vgl. Art. 65 Abs. 1 IVV)
vorangehenden Monate einen Anspruch auf Auszahlung von Rentenleistungen hat.
5.7 Die angefochtene Verfügung ist somit nicht zu beanstanden.
6.
6.1 Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen.
6.2 Nach Art. 69 Abs. 1 IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die
Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen
bis
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Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand
und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 200 bis 1000 Franken festgelegt. Als
unterliegende Partei hat die Beschwerdeführerin die Gerichtskosten zu bezahlen (vgl.
Art. 95 Abs. 1 VRP). Diese sind ermessensweise auf Fr. 600.-- zu veranschlagen. Mit
dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe ist die geschuldete Gerichtsgebühr
getilgt.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP