Decision ID: 4b40cbc5-4b09-52e4-9e28-35d26f0c45fb
Year: 2008
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Mit Verfügung vom 8. Oktober 2007 ordnete die Stiftung  BVG (nachfolgend die Auffangeinrichtung oder die Vorinstanz) den rückwirkenden Anschluss von X._ als Inhaber der  Y._ (nachfolgend der Arbeitgeber oder der Beschwerdeführer) per 1. Februar 2005 an, dies unter Auferlegung von Verfügungskosten in der Höhe von Fr. 450.-- sowie der Gebühren von Fr. 375.--. Als Begründung führte die Auffangeinrichtung im  aus, dass sich aus der AHV-Jahresabrechnung des Jahres 2005 der zuständigen AHV-Ausgleichskasse des Kantons Zürich ergeben habe, dass der Arbeitgeber seit dem 1. Februar 2005 dem  unterstellten Arbeitnehmern Löhne ausgerichtet habe, und dass ein Ausnahmetatbestand im Sinne von Art. 1 der Verordnung über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge vom 18. April 1984 (BVV 2; SR 831.441.1) nicht ersichtlich sei. Der Arbeitgeber habe sodann innert der ihm von der Auffangeinrichtung mit Schreiben vom 22. August 2007 angesetzten Frist (4. Oktober 2007, vgl. act. 9) weder Akteneinsicht verlangt noch sich sonstwie vernehmen lassen.
B. Gegen die Anschlussverfügung der Auffangeinrichtung vom 8. Oktober 2007 erhob der Arbeitgeber beim Bundesverwaltungsgericht  und beantragte die vollumfängliche Aufhebung der  Verfügung unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Vorinstanz. Dabei machte er im Wesentlichen geltend, dass er bei der Pax Sammelstiftung BVG einen Anschlussvertrag abgeschlossen habe, den er der Beschwerde beilegte. Dieser Vertrag wurde am 13. März 2006 unterzeichnet und gilt rückwirkend ab dem 1. Februar 2005. Damit sei der Arbeitgeber seiner Ansicht nach den gesetzlichen  gerecht geworden und es bleibe für einen Zwangsanschluss keinen Platz (act. 1).
C. Mit Vernehmlassung vom 10. Dezember 2007 beantragte die  die Gutheissung der Beschwerde, allerdings unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten des Beschwerdeführers. Sie legte dabei eine Wiedererwägungsverfügung desselben Datums ins Recht, mit welcher sie zwar den von ihr am 8. Oktober 2007 verfügten  aufhob, nicht jedoch die damit zusammenhängenden Verfü-
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gungskosten und Gebühren (Dispositivziffer 4 der angefochtenen ), und dem Beschwerdeführer ebenso die Kosten der Wiedererwägungsverfügung in der Höhe von Fr. 300.-- auferlegte. Dazu führte sie im Wesentlichen aus, dass der Beschwerdeführer den Nachweis eines BVG-Anschlusses erst im Laufe des  erbracht habe, so dass es gerechtfertigt sei, ihm diese Kosten und Gebühren aufzuerlegen (act. 3).
D. Der Beschwerdeführer liess sich hierauf nicht mehr vernehmen,  ihm der Instruktionsrichter mit Verfügung vom 31. Januar 2008 die Gelegenheit dazu geboten hatte (act. 4).
E. Den mit Zwischenverfügung vom 17. März 2008 vom  geforderten Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 400.-- hat der  fristgemäss überwiesen (act. 5).
F. Mit Verfügung vom 21. April 2008 teilte der Instruktionsrichter dem  die Zusammensetzung des Spruchkörpers mit. Bis heute ging kein Ausstandsbegehren ein (act. 8).

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht  gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20.  1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Zu den anfechtbaren Verfügungen gehören jene der Auffangeinrichtung, zumal diese im Bereiche der beruflichen Vorsorge öffentlich-rechtliche Aufgaben des Bundes erfüllt und somit zu den Vorinstanzen des  gehört (Art. 33 lit. h VGG). Eine Ausnahme, was das Sachgebiet angeht, ist in casu nicht gegeben (Art. 32 VGG).
2. Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens ist der  der Auffangeinrichtung vom 8. Oktober 2007, welcher eine Verfügung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 VwVG darstellt. Der  hat frist- und formgerecht (Art. 50 und 52 VwVG) Beschwerde erhoben. Er hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist
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durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Änderung oder Aufhebung, so dass er zur Beschwerde legitimiert ist (Art. 48 Abs. 1 VwVG).  auch der eingeforderte Kostenvorschuss fristgerecht geleistet wurde, ist auf das ergriffene Rechtsmittel einzutreten.
3. Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des , die unrichtige oder unvollständige Feststellung des  Sachverhalts und die Unangemessenheit, wenn nicht eine  Behörde als Beschwerdeinstanz verfügt hat (Art. 49 VwVG).
4.
4.1 Obligatorisch zu versichern ist jeder Arbeitnehmer, der das 17.  vollendet hat und bei einem Arbeitgeber mehr als den  Jahres-Mindestlohn gemäss Art. 2 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 25. Juni 1982 über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und  (BVG, SR 831.40) in Verbindung mit Art. 5 Abs. 2 BVV 2 erzielt und bei der AHV versichert ist (Art. 5 Abs. 1 BVG). Mit Inkrafttreten des BVG am 1. Januar 1985 betrug dieser (Jahres-) Fr. 16'560.--. Seitdem ist er verschiedene Male angehoben worden. Am 1. Januar 2003 erhöhte er sich auf Fr. 25'320.--. Per 1.  2005 wurde er im Zuge der 1. BVG-Revision auf Fr. 19'350.-- . Art. 11 Abs. 1 BVG bestimmt, dass sich der Arbeitgeber, der obligatorisch zu versicherndes Personal beschäftigt, eine in das  für die berufliche Vorsorge eingetragene Vorsorgeeinrichtung zu  oder sich einer solchen anzuschliessen hat. Die  der AHV überprüfen, ob die von ihnen erfassten Arbeitgeber einer Vorsorgeeinrichtung angeschlossen sind (Art. 11 Abs. 4 BVG). Kommt der Arbeitgeber der Aufforderung der Ausgleichskasse nicht nach, sich bei entsprechender Pflicht einer registrierten Vorsorgeeinrichtung , meldet diese ihn an die Auffangeinrichtung, welche  Art. 60 Abs. 2 BVG verpflichtet ist, Arbeitgeber, die ihrer Pflicht nicht nachkommen, zwangsweise anzuschliessen - und zwar  auf den Zeitpunkt, in dem er obligatorisch zu versichernde  beschäftigt hat (Art. 11 Abs. 3 und 6 BVG). Die  und die Ausgleichskasse stellen dem säumigen Arbeitgeber den von ihm verursachten Verwaltungsaufwand in Rechnung (Art. 11 Abs. 7 BVG).
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4.2 Im vorliegenden Fall ist aufgrund des vom Beschwerdeführer  Anschlussvertrages mit der Pax-Sammelstiftung BVG erstellt, dass seine obligatorisch zu versichernde Arbeitnehmer ab dem 1.  2005 versichert waren, also ab dem Datum des verfügten Zwangsanschlusses. Infolgedessen ist er am 8. Oktober 2007 von der Vorinstanz verfügte Zwangsanschluss zu Unrecht erfolgt, was diese dann bewogen hat, mit Verfügung vom 10. Dezember 2007 auf ihren ursprünglichen Entscheid wiedererwägungsweise zurückzukommen. Zu prüfen ist also, inwieweit diese Wiedererwägung für die Erledigung des vorliegenden Rechtsstreites – und insbesondere für die Eingrenzung des Streitgegenstandes - von Bedeutung ist.
4.3
4.3.1 Die Vorinstanz kann in Anwendung von Art. 58 VwVG ihren  Entscheid in Wiedererwägung ziehen, wobei die  in diesem Fall die Behandlung der Beschwerde nur fortsetzt, soweit diese durch die neue Verfügung der Vorinstanz nicht gegenstandslos geworden ist (Art. 58 Abs. 3 VwVG).
4.3.2 Vorliegend hat die Vorinstanz zwar den verfügten  an sich aufgehoben, und damit in concreto auch die  1 bis 3 der angefochtenen Verfügung vom 8. Oktober 2007. Hingegen hat sie deren Dispositivziffer 4 hinsichtlich der auferlegten Verfügungskosten (Fr. 450.--) und Gebühren (Fr. 375.--) bestätigt. Da aber der Beschwerdeführer die Anschlussverfügung insgesamt  hat, ist der Kostenpunkt – im Gegensatz zum  - nicht gegenstandslos geworden und nachfolgend als  Streitgegenstand näher zu prüfen.
4.3.3 Der guten Form halber kann ergänzend festgehalten werden, dass die Wiedererwägungsverfügung selbst (inklusive deren Kosten von Fr. 300.--) nicht Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Rechtsstreites ist. Abgesehen davon ist sie vom Beschwerdeführer, der keine Replik eingereicht hat, nicht angefochten worden.
5. Ob die angefochtene Verfügung auch im Kostenpunkt aufzuheben ist, ist mit der Frage verbunden, ob der Zwangsanschluss zum Zeitpunkt des Erlasses der Verfügung (8. Oktober 2007) zu Recht verfügt worden war und die erwähnten Kosten und Gebühren nach sich zog.
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Massgebend ist im vorliegenden Fall, dass der Beschwerdeführer vor Erlass der Verfügung, nämlich am 22. August 2007 (vgl. act. 9)  worden war, den Nachweis zu erbringen, dass er bereits an eine registrierte Vorsorgeeinrichtung angeschlossen sei, oder dass er der BVG-Pflicht nicht unterstehe. Diese Aufforderung war mit dem  Hinweis auch auf die Kostenfolgen des fehlenden  verbunden. Innert der von der Vorinstanz gewährten Frist (4. Oktober 2007) hat der Beschwerdeführer dies jedoch unterlassen.  musste die Vorinstanz gestützt auf Art. 60 Abs. 2 Bst. a BVG eine Anschlussverfügung unter Kostenfolge erlassen. Den verlangten  eines BVG-Anschlusses erbrachte der Beschwerdeführer erst  der Erhebung seiner Beschwerde. Unter diesen Umständen ist die Auferlegung der Verfügungskosten und der Gebühren durch die Vorinstanz nicht zu beanstanden (Art. 3 Abs. 4 der Verordnung über die Ansprüche der Auffangeinrichtung der beruflichen Vorsorge vom 28. August 1989; SR 831.434). Diese Kosten und Gebühren decken die der Vorinstanz durch die Nachlässigkeit des Beschwerdeführers verursachten Verwaltungskosten.
6. Aufgrund der vorgehenden Erwägungen ist die Beschwerde teilweise als gegenstandslos geworden abzuschreiben und im Übrigen - das heisst im Kostenpunkt – abzuweisen.
7. Gemäss Art. 63 Abs. 1 VwVG werden die Verfahrenskosten in der  der unterliegenden Partei auferlegt. Die Verfahrenskosten sind  dem Reglement vom 11. Dezember 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) zu bestimmen. Sie werden auf Fr. 400.-- festgelegt.