Decision ID: c71039da-80bf-4702-8458-42831e6b9187
Year: 2022
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A.
Der Gesuchsteller, ein sri-lankischer Staatsangehöriger tamilischer Ethnie,
suchte am 26. Oktober 2015 erstmals in der Schweiz um Asyl nach. Mit
Verfügung vom 30. August 2017 lehnte das SEM sein Asylgesuch ab, wies
ihn aus der Schweiz weg und ordnete den Vollzug der Wegweisung an.
Eine gegen diesen Entscheid gerichtete Beschwerde wies das Bundesver-
waltungsgericht mit Urteil D-5614/2017 vom 8. April 2020 ab.
B.
Mit Eingabe vom 19. Mai 2021 stellte der Gesuchsteller beim SEM ein
neues Asylgesuch. Die Vorinstanz lehnte das Gesuch mit Verfügung vom
13. September 2021 ab und ordnete wiederum die Wegweisung und deren
Vollzug an. Die dagegen erhobene Beschwerde wurde vom Bundesverwal-
tungsgericht mit Urteil D-4620/2021 vom 21. Dezember 2021 abgewiesen.
C.
Der Gesuchsteller beantragte mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom
14. Februar 2022, das Urteil D-4620/2021 sei in Revision zu ziehen und
das frühere Beschwerdeverfahren sei in der Folge mit einer korrekten Be-
setzung des Gerichts weiterzuführen. Zudem hätten sämtliche Richterin-
nen und Richter der Abteilungen IV, V und VI sowie alle Gerichtsschreiber
und Gerichtsschreiberinnen und das Kanzleipersonal der Abteilungen IV
bis VI wegen Befangenheit in den Ausstand zu treten. Weiter habe das
Gericht nach Eingang der Eingabe unverzüglich darzulegen, welche Ge-
richtspersonen mit der Behandlung der vorliegenden Sache betraut wer-
den, wie diese Personen ausgewählt worden seien und – im Falle eines
Eingriffs in diese Auswahl – die objektiven Kriterien bekannt zu geben,
nach denen diese ausgewählt worden seien. Dem Gesuchsteller sei dazu
Einsicht in die Dokumente der Spruchkörperbildung zu gewähren, aus de-
nen sich ergebe, in welchem System die Auswahl kreiert worden sei und
wer die Auswahl getroffen habe. In Bezug auf diese Person sei offenzule-
gen, welcher Partei sie angehöre, in welchem Verhältnis sie zu den der
Schweizerischen Volkspartei (SVP) angehörenden Richterinnen und Rich-
tern stehe sowie auf wessen Weisung hin sie die Spruchkörperzusammen-
setzung generiert habe. In verfahrensrechtlicher Hinsicht wurde beantragt,
dem Gesuchsteller im Sinne einer vorsorglichen Massnahme zu gestatten,
den Entscheid über das Revisionsgesuch in der Schweiz abzuwarten. Das
SEM und der zuständige Kanton seien anzuweisen, von Vollzugshandlun-
gen abzusehen. Schliesslich wurde darum ersucht, auf die Auferlegung
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von Verfahrenskosten sowie die Erhebung eines Kostenvorschusses zu
verzichten.
D.
Mit superprovisorischer Massnahme vom 16. Februar 2022 setzte die In-
struktionsrichterin den Vollzug der Wegweisung per sofort einstweilen aus.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet gemäss Art. 105 AsylG
(SR 142.31) auf dem Gebiet des Asyls in der Regel endgültig über Be-
schwerden gegen Verfügungen des SEM (vgl. zur Ausnahme Art. 83 Bst. d
Ziff. 1 BGG). Es ist ausserdem zuständig für die Revision von Urteilen, die
es in seiner Funktion als Beschwerdeinstanz gefällt hat (vgl. BVGE
2007/21 E. 2.1). Des Weiteren ist das Bundesverwaltungsgericht im Rah-
men dieser Verfahren auch zur abschliessenden Beurteilung von Aus-
standsbegehren zuständig (Art. 37 BGG i.V.m. Art. 38 VGG; vgl. BVGE
2007/4 E. 1.1).
1.2 Für die Revision von Urteilen des Bundesverwaltungsgerichts gelten
die Art. 121–128 BGG sinngemäss (Art. 45 VGG). Auf Inhalt, Form und Er-
gänzung des Revisionsgesuches findet Art. 67 Abs. 3 VwVG Anwendung
(Art. 47 VGG).
Ferner gelten gemäss Art. 38 VGG die Bestimmungen des BGG über den
Ausstand (Art. 34 ff. BGG) im Verfahren vor dem Bundesverwaltungsge-
richt sinngemäss. Im Übrigen richtet sich das entsprechende Verfahren
nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG).
2.
2.1 Die Zusammensetzung des Spruchgremiums wird dem Gesuchsteller
mit dem vorliegenden Urteil bekannt gegeben. Zudem wurde im Revisions-
gesuch beantragt, es seien verschiedene weitere Informationen zur Bil-
dung des Spruchkörpers offenzulegen, darunter insbesondere wie eine all-
fällig zufällige Fallzuteilung konkret vonstattenging respektive welche Kri-
terien betreffend die verfügbaren Gerichtspersonen in der Fallzuteilungs-
software hinterlegt seien. Für den Fall eines manuellen Eingriffs in das Aus-
wahlprozedere sei darzulegen, nach welchen objektiven Kriterien dieser im
konkreten Einzelfall erfolgt sei. Die Datenaufzeichnungen betreffend die
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Besetzung des Spruchkörpers seien vollständig offenzulegen und es sei
darüber Auskunft zu erteilen, wer den Spruchkörper generiert habe.
2.2 Mit den in diesem Zusammenhang aufgeworfenen Fragen setzte sich
das Bundesverwaltungsgericht im Grundsatzurteil D-3946/2020 vom
21. April 2022 (zur Publikation vorgesehen) einlässlich auseinander, wes-
halb auf die betreffenden Erwägungen zu verweisen ist (vgl. a.a.O. E. 4).
Ergänzend ist festzuhalten, dass die Zusammensetzung des Spruchkör-
pers vorliegend mit Hilfe eines EDV-basierten Zuteilungssystems generiert
wurde. Die hinterlegten Kriterien des Automatismus wurden dabei nicht
manuell ergänzt.
2.3 Im Urteil D-3946/2020 wurde zudem dargelegt, dass kein Anspruch auf
Einsicht in Auszüge des Zuteilungssystems besteht. Es handelt sich dabei
nicht um eine das konkrete Verfahren betreffende Akte, in welche gestützt
auf Art. 26 Abs. 1 VwVG Einsicht gewährt werden müsste (vgl. a.a.O.
E. 4.5). Der Antrag, es sei Einsicht in die Dokumente zur Spruchkörperbil-
dung des Gerichts und Auskunft über die damit befassten Personen zu ge-
währen, ist daher abzuweisen. Entsprechend ist auch der Antrag auf Ge-
währung einer Frist zur diesbezüglichen Ergänzung des Revisionsgesuchs
abzuweisen.
3.
3.1 Der Gesuchsteller beantragt, es hätten in Bezug auf die Beurteilung
des vorliegenden Revisionsgesuchs sämtliche Richterinnen und Richter
der Abteilungen IV, V und VI des Bundesverwaltungsgerichts, alle Gerichts-
schreiberinnen und Gerichtsschreiber sowie das Kanzleipersonal dieser
Abteilungen wegen Befangenheit in den Ausstand zu treten.
3.2 Diesbezüglich ist zunächst festzuhalten, dass eine Behörde gemäss
ständiger Rechtsprechung selber über ihren Ausstand beziehungsweise
denjenigen ihrer Mitglieder bestimmt, wenn die gestellten Ablehnungsbe-
gehren von vornherein unzulässig oder offensichtlich unbegründet sind
(vgl. dazu Urteil des BVGer D-434/2022 vom 2. Mai 2022 m.w.H.). Wie
nachfolgend dargelegt wird, ist das vorliegende Ausstandsbegehren als
unzulässig zu erachten, weshalb das Gericht in der vorliegenden Zusam-
mensetzung von Gerichtspersonen aus den Abteilungen IV und V entschei-
det.
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Seite 5
3.3
3.3.1 Das Ausstandsbegehren – das vom Rechtsvertreter des Gesuchstel-
lers gleichlautend auch in weiteren Verfahren gestellt worden ist – wird im
Wesentlichen damit begründet, der Rechtsvertreter habe am 24. Novem-
ber 2021 allen Richterinnen und Richtern der Abteilungen IV und V in ei-
nem persönlichen Schreiben mitgeteilt, dass bei den Zuteilungen der In-
struktionsrichterinnen und -richter massive Manipulationen belegt werden
könnten. Damit seien alle Richterinnen und Richter der Abteilungen IV und
V über diesen Sachverhalt informiert gewesen. Sie hätten jedoch die not-
wendigen Massnahmen zur Behebung der aufgezeigten Missstände nicht
eingeleitet, weshalb sie nicht unbefangen über das vorliegende Revisions-
gesuch entscheiden könnten. Dasselbe gelte für sämtliche weiteren Mitar-
beiterinnen und Mitarbeiter der Abteilungen IV und V. Die Richterinnen und
Richter der Abteilung VI seien in vielen Fällen früher in den Abteilungen IV
und V tätig gewesen und somit aufgrund der wohl lange zurückreichenden
Manipulationen ebenfalls in diese verwickelt. Auch sie kämen daher für die
Beurteilung der Sache nicht in Frage. Weil es im vorliegenden Fall um eine
Angelegenheit gehe, in welche Richterinnen und Richter involviert seien,
die der SVP angehörten, dürften schliesslich die Richterinnen und Richter
der Abteilungen I bis III des Bundesverwaltungsgerichts, die Mitglieder der
SVP seien, wegen möglicher Befangenheit nicht als Mitglieder des Spruch-
körpers ausgewählt werden.
3.3.2 Ausschliessungs- und Ablehnungsgründe können nach Rechtspre-
chung und Lehre grundsätzlich nur gegen einzelne Gerichtspersonen gel-
tend gemacht werden, nicht aber gegen ein Gericht als Ganzes oder gegen
dessen Abteilungen und Kammern als solche (vgl. Urteil des BGer
2D_11/2009 vom 14. April 2009 E. 2; Zwischenentscheid des BVGer
F-2463/2019 vom 5. Juni 2019 E. 3.3.1; Urteil des BVGer D-434/2022 vom
2. Mai 2022 E. 6.3.1; aus der Literatur ISABELLE HÄNER, in: Basler Kom-
mentar zum Bundesgerichtsgesetz, 3. Aufl., Basel 2018, Art. 36, N 3, und
Art. 37, N 6; ANDRÉ MOSER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER, Pro-
zessieren vor dem Bundesverwaltungsgericht, 2. Aufl., Basel 2013,
Rz. 3.70). Wird ein Ausstand ausschliesslich mit Gründen verlangt, die von
vornherein untauglich sind, so ist ein solches Begehren unzulässig, und es
ist darauf nicht einzutreten. Bei diesem Nichteintretensentscheid dürfen
auch die abgelehnten Gerichtspersonen mitwirken (vgl. Urteil des BGer
8C_102/2011 vom 27. April 2011 E. 2.2, m.w.H.).
3.3.3 Der Rechtsvertreter des Gesuchstellers hatte bereits vor einigen Jah-
ren beantragt, dass ein Ausstandsbegehren – gegen einen Richter und
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eine Gerichtsschreiberin der Abteilung IV – nicht von Gerichtspersonen ei-
ner der beiden Asylabteilungen (IV und V) des Bundesverwaltungsgerichts
behandelt werden dürfe, weil diese allesamt ebenfalls befangen seien. Je-
nes Verfahren wurde in der Folge der Abteilung II des Gerichts zur Behand-
lung zugeteilt. Diese stellte unter Hinweis auf die bundesgerichtliche Recht-
sprechung fest, dass die Gutheissung solcher pauschaler und unsubstan-
tiierter Anträge zur vorläufigen Ausschaltung der Rechtsprechung mehre-
rer Organisationseinheiten führen würde und solchen Begehren deshalb
nicht entsprochen werden könne (vgl. Zwischenentscheid des BVGer
B-3927/2015 vom 6. Juni 2016 E. 3.2). Ein pauschales Ausstandsbegeh-
ren gegen sämtliche Gerichtspersonen der Abteilungen IV und V wurde
ferner in verschiedenen Urteilen des Bundesverwaltungsgerichts als unzu-
lässig erachtet, und es kann an dieser Stelle vollumfänglich auf die ent-
sprechenden Erwägungen verwiesen werden (vgl. etwa Urteile des BVGer
E-8435/2015 vom 14. September 2016 E. 2, D-7951/2015 vom 29. Sep-
tember 2016 E. 2, E-57/2016 vom 16. Januar 2017 E. 3, E-2028/2021 vom
15. Juni 2021 E. 7.2 ff., D-434/2022 vom 2. Mai 2022 E. 6.3).
3.3.4 Die vom Rechtsvertreter des Gesuchstellers vorgebrachten Vorwürfe
gegen sämtliche Richterinnen und Richter, Gerichtsschreiberinnen und
Gerichtschreiber sowie Kanzleimitarbeiterinnen und Kanzleimitarbeiter der
Abteilungen IV, V und VI des Bundesverwaltungsgerichts bleiben pauschal
und vage, ohne dass näher dargelegt wird, welche spezifischen Aus-
standsgründe bei den einzelnen Personen vorliegen sollen. Es kann nicht
Aufgabe des Gerichts sein, anhand solcher ungenügend substantiierter
Aussagen zu prüfen, ob im Einzelfall allenfalls ein Ausstandsgrund vorlie-
gen könnte. Das Ausstandsverfahren darf nicht missbraucht werden und
namentlich nicht zur – wenn auch vorläufigen – Ausschaltung der Rechts-
pflegeinstanz und damit zur Lahmlegung der Justiz führen (vgl. dazu
BGE 105 Ib 301 E. 1b, m.w.H.).
3.4 Der Antrag des Gesuchstellers, im vorliegenden Verfahren hätten
sämtliche Richterinnen und Richter, alle Gerichtsschreiberinnen und Ge-
richtsschreiber sowie das Kanzleipersonal der Abteilungen IV, V und VI so-
wie die der SVP angehörenden Richter der Abteilungen I bis III des Bun-
desverwaltungsgerichts wegen Befangenheit in den Ausstand zu treten, er-
weist sich nach dem Gesagten als offensichtlich unzulässig. Auf den Antrag
ist folglich nicht einzutreten.
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4.
4.1 Das Revisionsgesuch ist ein ausserordentliches Rechtsmittel, das sich
gegen einen rechtskräftigen Beschwerdeentscheid richtet. Wird das Ge-
such gutgeheissen, beseitigt dies die Rechtkraft des angefochtenen
Urteils, und die bereits entschiedene Streitsache ist neu zu beurteilen
(vgl. MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 5.36).
4.2 Im Revisionsgesuch ist insbesondere der angerufene Revisionsgrund
(Art. 121 – 123 BGG) anzugeben und die Rechtzeitigkeit des Revisionsbe-
gehrens im Sinne von Art. 124 BGG darzutun. Nicht als Revisionsgründe
gelten Gründe, welche die Partei, die um Revision nachsucht, bereits im
ordentlichen Beschwerdeverfahren hätte geltend machen können (sinnge-
mäss Art. 46 VGG).
5.
5.1 Der Gesuchsteller ist durch das in Revision gezogene Urteil berührt
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung beziehungs-
weise Änderung. Die Legitimation ist damit gegeben.
5.2 In seiner Revisionseingabe macht der Gesuchsteller geltend, es liege
der Revisionsgrund der Verletzung von Vorschriften über die Besetzung
des Gerichts oder über den Ausstand im Sinne von Art. 121 Bst. a BGG
vor. Zudem zeigt er die Rechtzeitigkeit des Revisionsbegehrens auf. Auf
das im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Revisionsgesuch ist
deshalb einzutreten.
6.
Zur Begründung des Revisionsgesuchs wird ausgeführt, der Rechtsvertre-
ter sei im Verfahren D-4620/2021 mit Zwischenverfügung vom 5. Novem-
ber 2021 über die Zusammensetzung des Spruchkörpers informiert wor-
den. Daraufhin habe er dem Instruktionsrichter mitgeteilt, aufgrund der of-
fensichtlich manipulierten Zuteilung des Instruktionsrichters sowie der un-
zulässigen Zuteilung eines zweiten Richters aus den Reihen der SVP sei
eine Untersuchung notwendig und in der Folge der Spruchkörper neu und
korrekt zu bestimmen. Der Instruktionsrichter habe auf dieses Schreiben
nicht reagiert. Am 24. November 2021 habe der Rechtsvertreter allen Rich-
terinnen und Richtern der Abteilungen IV und V des Bundesverwaltungs-
gerichts in einem persönlichen Schreiben mitgeteilt, dass bei der Zuteilung
der Instruktionsrichterinnen und Instruktionsrichter in diesen Abteilungen
massive Manipulationen belegt werden könnten. Im genannten Schreiben
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sei ausgeführt worden, dass im Jahr 2021 in rund 54% aller vom Rechts-
vertreter des Gesuchstellers beim Bundesverwaltungsgericht eingelegten
Rechtsmittel die Instruktion von Richterinnen und Richtern übernommen
worden sei, welche der SVP angehören würden. Bei einem Anteil von 30%
an Richterinnen und Richtern aus den Reihen der SVP in den Abteilungen
IV und V liege die entsprechende Quote der Instruktionsrichter und Instruk-
tionsrichterinnen, welche der SVP angehören würden, für alle übrigen Ver-
fahren der Abteilungen IV und V im Jahr 2021 aber bei maximal 35%. Das
gleiche Phänomen sei bereits im Jahr 2020 aufgetreten. Gleichzeitig sei
auch durch den Bericht der Geschäftsprüfungskommissionen (GPK) der
Bundesversammlung vom 22. Juni 2021 zur Geschäftszuteilung bei den
eidgenössischen Gerichten belegt, dass durch der SVP angehörende Rich-
terinnen und Richter signifikant mehr negative materielle Asylentscheide
ausgefällt würden. Es gelte aber gemäss BGE 144 I 37 der Grundsatz,
dass durch eine gezielte Auswahl der Richterinnen und Richter die Recht-
sprechung im Einzelfall nicht beeinflusst werden dürfe. Indem beim Rechts-
vertreter des Gesuchstellers systematisch durch eine bewusste Manipula-
tion überdurchschnittlich viele Richterinnen und Richter aus den Reihen
der SVP die für den Urteilsausgang zentrale Instruktion der Verfahren über-
nehmen würden, lägen unsachliche und damit unzulässige Motive vor, die
nur dazu dienen würden, einen von diesen Gerichtspersonen gewünschten
negativen Verfahrensausgang herbeizuführen. Es brauche wohl nicht wei-
ter dokumentiert zu werden, dass der hohe Prozentsatz von der SVP an-
gehörenden Instruktionsrichterinnen und Instruktionsrichtern in den Fällen
des Rechtsvertreters des Gesuchstellers nur auf eine bewusste Manipula-
tion zurückzuführen sein könne. Logischerweise müssten bei einem auto-
matisierten System die Instruktionsrichterinnen und Instruktionsrichter in
den Abteilungen IV und V gleichmässig ausgewählt werden. Kleinere
Schwankungen seien möglich, da nicht alle Richterinnen und Richter ihre
richterliche Tätigkeit im gleichen Arbeitspensum ausüben würden.
Sowohl die erwähnte umfangreiche Untersuchung der GPK als auch eine
wissenschaftliche Untersuchung (KONSTANTIN BÜCHEL/REGINA KIENER/AN-
DREAS LIENHARD/MARCUS ROLLER, Automatisierte Spruchkörperbildung an
Gerichten, in: "Justice – Justiz – Giustizia" 2021/4) kämen zum Schluss,
dass das beim Bundesverwaltungsgericht in den Abteilungen IV und V an-
gewandte System zur automatisierten Spruchkörperbildung zwar erhebli-
che Mängel aufweise, aber grundsätzlich funktionsfähig sei und ein faires
Verfahren ermögliche. In beiden Untersuchungen werde jedoch die feh-
lende Transparenz des Bundesverwaltungsgerichts zur Methode der
Spruchkörperbildung kritisiert.
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Im Urteil D-4620/2021 (E. 4.1) sei dargelegt worden, dass der Spruchkör-
per im Auftrag des Abteilungspräsidiums durch eine Kanzleiperson gemäss
Art. 31 Abs. 3 sowie Art. 32 Abs. 1 des Geschäftsreglements vom 17. April
2008 für das Bundesverwaltungsgericht (VGR, SR 173.320.1) unter Be-
rücksichtigung objektiver Kriterien generiert worden sei, wobei keine ma-
nuellen Anpassungen vorgenommen worden seien. Aus der erwähnten Un-
tersuchung zur automatisierten Spruchkörperbildung gehe indessen her-
vor, dass es ausgehend vom System "Bandlimat" entweder eine automati-
sierte Spruchkörperbildung gebe oder eine solche mit manuellen Eingrif-
fen. Sobald objektive Kriterien ins Spiel kämen, führe dies zu einer Korrek-
tur und damit einem manuellen Eingriff. Eine Spruchkörperbildung unter
Berücksichtigung objektiver Kriterien bedeute daher zwangsläufig einen
manuellen Eingriff. Die Aussage in E. 4.1 des Urteils D-4620/2021, wonach
keine manuellen Anpassungen vorgenommen worden seien, sei somit be-
wiesenermassen unwahr. Überdies würde sich auch die Frage stellen, wel-
ches denn die objektiven Kriterien gewesen wären, welche bei der Spruch-
körperbildung berücksichtigt worden sein sollen. Dies müsse nun – unter
Ansetzung einer angemessenen Frist zur Ergänzung des Revisionsge-
suchs – offengelegt werden. Hinzu komme, dass ein Spruchkörper nicht
etwa durch Kanzleipersonal bestimmt werden dürfe, sondern nur durch ei-
nen unabhängigen Richter oder eine unabhängige Richterin. Auch darin
sei vorliegend eine Verletzung der Vorschriften über die Besetzung des
Gerichts zu sehen.
Für das vorliegend massgebende Jahr 2021 sei belegt, dass die Spruch-
körperbildung in den vom Rechtsvertreter geführten Beschwerdefällen vor-
sätzlich und widerrechtlich so manipuliert worden sei, dass im Sinne von
verpönten Spezialgerichten zur Steuerung des Verfahrensausgangs In-
struktionsrichter und Instruktionsrichterinnen aus den Reihen der SVP aus-
gewählt worden seien, so auch im Verfahren D-4620/2021. Zudem sei da-
für gesorgt worden, dass der zweite Richter ebenfalls der SVP angehöre,
was es ermögliche, ein einzelrichterliches Urteil mit Zustimmung eines
zweiten Richters zu fällen. Auch hier dürfte es zu einer gezielten Manipu-
lation gekommen sein, da – nachdem objektive Kriterien bei der Bestim-
mung des Spruchköpers herangezogen worden sein sollen – zwangsläufig
als objektives Kriterium jenes der Vermeidung einer einseitigen parteipoli-
tischen Zusammensetzung des Spruchkörpers hätte berücksichtigt werden
müssen. Dies sei jedoch nicht geschehen, logischerweise um den negati-
ven Verfahrensausgang nicht zu gefährden. Es zeige sich der absolute
Wille, in einem weiteren vom unterzeichnenden Rechtsvertreter geführten
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Seite 10
Beschwerdeverfahren durch ein speziell dafür geschaffenes Gericht einen
negativen Ausgang zu erreichen.
7.
7.1 Zunächst ist festzuhalten, dass die vom Rechtsvertreter erwähnten,
von politischer wie auch wissenschaftlicher Seite durchgeführten Untersu-
chungen zur Geschäftsverteilung und Spruchkörperbildung am Bundesver-
waltungsgericht zwar gewisse methodische Mängel feststellten, abgese-
hen davon jedoch die Funktionsfähigkeit und Fairness des Systems nicht
grundsätzlich in Frage stellten.
7.2 Sodann kann von Beweisen für rechtswidrige Manipulationen, wie vom
Rechtsvertreter behauptet, keine Rede sein. Die Mitgliedschaft in einer po-
litischen Partei lässt eine Richterin oder einen Richter nicht als befangen
erscheinen und stellt keinen Ausstandsgrund dar (vgl. Urteil des
BGer 1B_138/2018 vom 4. Juni 2018 E. 1.2, mit Verweis auf den Ent-
scheid des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte [EGMR] Previti
gegen Italien vom 8. Dezember 2009, Nr. 45291/06, Ziff. 258; vgl. ferner
MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 3.67). Es gibt auch keinen Grund
zur Annahme, dass die Zusammensetzung des Spruchkörpers aus einer
Mehrheit von zwei Richterinnen oder Richtern derselben Partei per se un-
zulässig wäre oder eine unrechtmässige Spruchkörperbildung zu belegen
vermöchte. Das Bundesverwaltungsgericht hat denn auch in zahlreichen
Urteilen festgehalten, dass sich weder aus den gesetzlichen noch aus den
reglementarischen Vorgaben des Gerichts eine Pflicht ergibt, im Falle ei-
nes politischen Übergewichts innerhalb des Spruchkörpers korrigierend
einzugreifen. Insbesondere ergibt sich eine solche Pflicht – wie dem
Rechtsvertreter des Gesuchstellers bereits in mehreren Urteilen des Bun-
desverwaltungsgerichts mitgeteilt wurde – auch nicht aus der Rechtspre-
chung des Bundesgerichts (vgl. statt vieler Urteil des BVGer D-1229/2020
vom 24. Februar 2022 E. 2.2 m.w.H.).
7.3 Weiter ist darauf hinzuweisen, dass sich der Rechtsvertreter bereits im
Jahr 2018 mit einer Aufsichtsanzeige an das Bundesgericht wandte und
behauptete, gestützt auf statistische Auswertungen müsse von schwerwie-
genden unstatthaften Manipulationen bei der Bestellung der Spruchkörper
in den Abteilungen IV und V des Bundesverwaltungsgerichts ausgegangen
werden. In seinem Entscheid 12T_3/2018 vom 22. Mai 2018 gab das Bun-
desgericht dieser Aufsichtsanzeige indessen keine Folge. Zur Begründung
hielt es unter anderem fest, dass die Spruchkörperbildung am Bundesver-
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Seite 11
waltungsgericht zwar durch ein EDV-gestütztes Programm weitgehend au-
tomatisiert erfolge. Aufgrund von verschiedenen objektiven Kriterien – wel-
che gesetzliche und reglementarische Vorgaben umsetzten und konkreti-
sierten – könne indessen manuell in die automatische Zuteilung eingegrif-
fen werden. Angesichts der vielen zu beachtenden Regeln und auf objek-
tiven Kriterien beruhenden Übersteuerungsmöglichkeiten des Programms
falle die These des Anzeigers, dass eine gleichmässige Verteilung der von
ihm vertretenen Fälle zu erwarten wäre, schon im Ansatzpunkt in sich zu-
sammen. Insgesamt entbehre der Vorwurf unstatthafter Manipulationen bei
der Spruchkörperbildung jeder Grundlage (vgl. a.a.O. E. 2.4.2 f.). Im vor-
liegenden Verfahren behauptet der Rechtsvertreter erneut gestützt auf sta-
tistische Überlegungen, dass in den von ihm geführten Verfahren systema-
tisch durch eine bewusste Manipulation überdurchschnittlich oft eine In-
struktionsrichterin oder ein Instruktionsrichter aus den Reihen der SVP ein-
gesetzt werde. Wie bereits im erwähnten Entscheid des Bundesgerichts
festgehalten wurde, ist eine gleichmässige Verteilung der vom Rechtsver-
treter geführten Verfahren indessen nicht zu erwarten. Das EDV-basierte
Zuteilungssystem generiert die Spruchkörper unter Berücksichtigung von
verschiedenen Kriterien, darunter insbesondere Sprache und Beschäfti-
gungsgrad, mit dem die Richterinnen und Richter in der Rechtsprechung
tätig sind. Das System ist indessen nicht darauf ausgelegt, von einzelnen
Rechtsvertretern eingereichte Rechtsmittel gleichmässig und unter Be-
rücksichtigung der Parteizugehörigkeit Richterinnen und Richtern zur In-
struktion zuzuteilen oder den Spruchkörper parteipolitisch ausgewogen zu
generieren (vgl. dazu Urteil des BVGer D-857/2022 vom 18. Mai 2022
E. 3.2.2). Aus der vom Rechtsvertreter dargelegten statistischen Auswer-
tung kann somit nicht auf bewusste Manipulationen bei der Spruchkörper-
bildung geschlossen werden. Die mit dem Revisionsgesuch eingereichten
Beweismittel vermögen ebenfalls zu keiner anderen Einschätzung zu füh-
ren. Insbesondere lassen sich den von politischer und wissenschaftlicher
Seite durchgeführten Untersuchungen keine Belege für die These, dass es
zu den vom Rechtsvertreter behaupteten widerrechtlichen Manipulationen
gekommen sei, entnehmen. Ergänzend ist darauf hinzuweisen, dass in den
bisherigen Urteilen des Bundesverwaltungsgerichts zu dieser Thematik be-
reits festgehalten wurde, das Vorgehen des Rechtsvertreters des Gesuch-
stellers ziele im Kern auf eine Blockierung des Rechtsmittelverfahrens vor
Bundesverwaltungsgericht ab, indem er fortwährend neue, unhaltbare Ma-
nipulationsvorwürfe kreiere, wobei dieses Vorgehen als mutwillig und
rechtsmissbräuchlich zu bezeichnen sei (vgl. hierzu Urteil des BVGer
D-434/2022 vom 2. Mai 2022 E. 9.4 m.H.).
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Seite 12
7.4 Der Gesuchsteller vertritt sodann die Auffassung, die Ausführungen in
E. 4.1 des Urteils D-4620/2021 seien unwahr und würden direkt eine Ver-
letzung der Vorschriften über die Besetzung des Gerichts belegen. Er geht
dabei jedoch fälschlicherweise davon aus, der Spruchkörper werde entwe-
der automatisiert oder unter Berücksichtigung von objektiven Kriterien ge-
bildet. Die automatisierte Generierung des Spruchkörpers beruht jedoch
auf einem EDV-basierten Zuteilungssystem, in welchem objektive Kriterien
hinterlegt sind. Da nicht alle massgebenden Kriterien in der Fallzuteilungs-
software abgebildet werden können, ist unter Umständen eine manuelle
Ergänzung notwendig. Diese Änderungen erfolgen wiederum nach objek-
tiven Kriterien (vgl. Urteil D-3946/2020 E. 4.4). Die Aussage in der genann-
ten E. 4.1, dass der Spruchkörper unter Berücksichtigung objektiver Krite-
rien generiert wurde und keine manuellen Anpassungen vorgenommen
wurden, ist somit keineswegs unwahr. Die Spruchkörperbildung erfolgt in
jedem Fall aufgrund objektiver Kriterien, wobei es sich auch – wie vorlie-
gend – allein um die im System hinterlegten Kriterien handeln kann, ohne
dass manuelle Anpassungen vorgenommen wurden. Schliesslich ist fest-
zuhalten, dass der Spruchkörper im Verfahren D-4620/2021 nicht – wie im
Revisionsbegehren angenommen wird (vgl. dort Ziff. 17) – von einer Kanz-
leiperson bestimmt worden ist. Vielmehr wurde dieser durch ein EDV-ge-
stütztes Programm und ohne manuellen Änderungen automatisiert gene-
riert, nach Massgabe der im System hinterlegten Kriterien. Soweit der Ge-
suchsteller auch in diesem Zusammenhang eine Offenlegung der Doku-
mente zur Spruchkörperbildung beantragt, ist dieses Begehren unter Hin-
weis auf die obenstehenden Ausführungen (vgl. E. 2.3) abzuweisen.
Aus der Erwägung 4.1 des Urteils D-4620/2021 geht somit keine Verlet-
zung der Vorschriften über die Besetzung des Gerichts oder über den Aus-
stand im Sinne von Art. 121 Bst. a BGG hervor.
7.5 Abschliessend ist festzustellen, dass sich das Revisionsgesuch zentral
auf die Behauptung stützt, in den Abteilungen IV und V des Bundesverwal-
tungsgerichts würden in systematischer Weise Manipulationen vorgenom-
men, deren Ziel es sei, die Erfolgsaussichten der vom Rechtsvertreter des
Gesuchstellers eingelegten Rechtsmittel zu mindern. Es fehlt indessen ent-
gegen der wiederholten anderslautenden Behauptungen des Rechtsver-
treters an jeglichen Beweisen für solche Manipulationen. Die von ihm vor-
getragenen Argumente sind daher nicht geeignet, die behauptete Verlet-
zung der Vorschriften über die Zusammensetzung des Gerichts zu bele-
gen.
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Seite 13
7.6 Aus dem Gesagten folgt, dass der angerufene Revisionsgrund gemäss
Art. 121 Bst. a BGG nicht gegeben ist. Das Gesuch um Revision des Ur-
teils des Bundesverwaltungsgerichts D-4260/2021 vom 21. Dezember
2021 ist somit abzuweisen. Der mit superprovisorischer Massnahme vom
16. Februar 2022 angeordnete Vollzugsstopp fällt mit dem vorliegenden
Entscheid dahin.
8.
8.1 Aufgrund der angestellten Erwägungen haben sich die mit der Eingabe
vom 14. Februar 2022 gestellten Rechtsbegehren als von vornherein aus-
sichtslos erwiesen. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Pro-
zessführung ist daher abzuweisen. Das Gesuch um Verzicht auf die Erhe-
bung eines Kostenvorschusses wird mit dem Entscheid in der Sache ge-
genstandslos.
8.2 Gestützt auf Art. Art. 2 und 3 des Reglements vom 21. Februar 2008
über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht
(VGKE, SR 173.320.2) sind die Verfahrenskosten auf Fr. 1'500.– festzuset-
zen. Der Rechtsvertreter hat vor dem Bundesverwaltungsgericht bereits
mehrfach gleichlautende oder ähnliche Anträge auf Ausstand der gesam-
ten Richterschaft und der weiteren Mitarbeitenden der Abteilungen IV, V
(und VI) gestellt sowie unter anderem aufgrund von angeblichen Manipu-
lationen bei der Spruchkörperbildung den Ausstand von Richterinnen und
Richtern verlangt (vgl. etwa Urteile des BVGer D-857/2022 vom 18. Mai
2022 E. 3, D-434/2022 vom 2. Mai 2022 E. 6, E-2028/2021 vom
15. Juni 2021 E. 7, E-8435/2015 vom 14. September 2016 E. 2, D-
7951/2015 vom 29. September 2016 E. 2, E-8433/2015 vom 15. Novem-
ber 2016 E. 3, E-57/2016 vom 16. Januar 2017 E. 3). Keinem dieser Be-
gehren wurde bislang stattgegeben. Das dem vorliegenden Revisionsver-
fahren zugrundeliegende Vorgehen ist als mutwillig und rechtsmissbräuch-
lich einzustufen (vgl. dazu oben E. 7.3). Die Kosten des Verfahrens sind
daher Rechtsanwalt Gabriel Püntener persönlich aufzuerlegen, da er mit
seinem unzulässigen Vorgehen dem Bundesverwaltungsgericht unnötigen
Aufwand verursacht, den er offensichtlich bewusst in Kauf nimmt (vgl. Urteil
BVGer D-7915/2015 vom 5. Januar 2016 E. 6 m.H. auf BGE 129 IV 206
E. 2, wonach die Kosten direkt dem Rechtsvertreter auferlegt werden kön-
nen, wenn die Unzulässigkeit der Beschwerde bei einem Minimum an
Sorgfalt sofort erkennbar war; siehe auch Urteil BGer 6F_11/2016 vom
19. April 2016 E. 3).
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D-709/2022
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