Decision ID: 7ecc9175-adea-4863-9797-c1e328104a0d
Year: 2016
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ meldete sich am 27. Mai 2010 zum Bezug von Leistungen der
Invalidenversicherung an (Berufsberatung, Umschulung). Er gab an, an einer
Spinalkanalstenose LWK 3/4 und LWK 4/5 zu leiden und daher seine Tätigkeit als
Materialwart nicht weiter ausüben zu können (IV-act. 1). Nachdem eine interne
Umplatzierung bei seiner bisherigen Stelle keinen nachhaltigen Erfolg brachte, wurde
dem Versicherten per 31. Dezember 2010 gekündigt. Via RAV B._ absolvierte der
Versicherte vom 1. August 2011 bis zum 31. Januar 2012 das Einsatzprogramm Metall/
CNC bei der Stiftung C._ (IV-act. 38 f.).
A.b Der Eingliederungsverantwortliche der IV schloss den Fall per 24. April 2012 ab, da
der Versicherte in einer leidensadaptierten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig sei und bei
der Stellensuche durch das B._ unterstützt werde (IV-act. 44-4). Mit Verfügung vom
9. August 2012 verneinte die IV-Stelle den Anspruch auf eine Invalidenrente (IV-act. 54)
und mit Verfügung vom 26. September 2012 auch den Anspruch auf berufliche
Massnahmen (IV-act. 58). Das Versicherungsgericht hiess am 5. September 2013 die
dagegen erhobene Beschwerde betreffend berufliche Massnahmen gut und wies die
Angelegenheit zur Prüfung beruflicher Massnahmen zurück. Bezüglich Rente wies das
Gericht die Beschwerde bei einem IV-Grad von 25% ab (IV-act. 84).
B.
B.a Nach diesem Entscheid lud die IV-Stelle den Versicherten am 26. November 2013
zu einem Assessmentgespräch ein (IV-act. 87). Am 20. Februar 2014 unterzeichnete
der Versicherte einen Eingliederungsplan, worin eine Abklärung im D._ vereinbart
wurde. Dabei sollte während eines Monates die Eignung sowie die Leistungsfähigkeit
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des Versicherten im Bereich des CNC/Metall abgeklärt werden (IV-act. 97). Die IV-
Stelle übernahm die Kosten für diese berufliche Abklärung vom 24. März bis 17. April
2014 (IV-act. 102). Gleichzeitig gewährte sie dem Versicherten Beratung und
Unterstützung bei der Stellensuche durch die Eingliederungsberatung (IV-act. 103).
B.b Aus den Akten geht hervor, dass sich der Versicherte am 26. März 2014 einer
Augenoperation unterziehen musste und danach vom 27. März bis 6. April 2014
arbeitsunfähig war (IV-act. 106). Ihm entstanden dadurch 8 Fehltage. Im
Abschlussbericht des D._ vom 28. April 2014 empfahlen die Experten aufgrund der
sehr geringen praktischen Kenntnisse des Versicherten, seinen mässig ausgeprägten
theoretischen Fähigkeiten und seinen körperlichen Einschränkungen, von einer
Eingliederung in den zerspanenden Mechanikbereich (drehen, fräsen, schleifen von
Präzisions-Bauteilen aus unterschiedlichen Werkstoffen) abzusehen. Die Berufsbildner
betrachteten repetitive Montage- und Kontrolltätigkeiten an wechselbelastenden
Arbeitsplätzen als erfolgsversprechender (IV-act. 108-2).
B.c Am 6. Mai 2014 gelangte der Rechtsvertreter des Versicherten an die
Eingliederungsberaterin und rügte, der D._-Start sei zu einem Fiasko geraten, da
beim Versicherten offenbar nicht einmal rudimentäre Vorkenntnisse vorhanden
gewesen seien. Dies obwohl sie ihm dazu geraten und darauf hingewiesen habe, dass
er im D._ rasch an die Vorerfahrungen und das im C._ Erlernte anknüpfen können
werde. Nun müsse von vorne begonnen werden. Da diese Variante aber aufgrund der
ungenügenden Beratung gescheitert sei, dürfe sie nicht als verspielt betrachtet werden
(IV-act. 113-2). Die Eingliederungsberaterin antwortete darauf, dass der Versicherte
diese Strategie entgegen ihrem Rat (und jenem des Rechtsvertreters) gewählt habe und
der Versicherte sich nun um eine Stelle bemühen und Arbeitsbemühungen nachweisen
müsse (IV-act. 113-1).
B.d Am 8. September 2014 konnte der Versicherte einen Arbeitsvertrag mit der E._
AG unterzeichnen (IV-act. 122-4). Die IV gewährte dafür Einarbeitungszuschüsse
während der Einarbeitungszeit vom 8. September 2014 bis 7. März 2015 (IV-act. 122,
125).
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B.e Am 13. Februar 2015 wandte sich der Versicherte schriftlich an die IV-Stelle und
teilte mit, es laufe bei der Arbeit nicht gut. Er müsse eine körperlich strenge Arbeit
verrichten, die ihm nicht zumutbar sei. Zusätzlich müsse er Überstunden leisten.
Davon, dass er zu einem CNC-Operateur ausgebildet werden solle, sei keine Rede
mehr. Er bat darum, seine „unmögliche“ Situation genauer anzusehen und ihm Hilfe
anzubieten (IV-act. 127).
B.f An der Schlussbesprechung mit der Arbeitgeberin und der IV-Stelle am 4. März
2015 berichtete der Versicherte, er fühle sich schlecht, wenn er Überstunden leisten
müsse. Er monierte, dass er die Ausbildung an der CNC-Maschine noch nicht habe
beginnen dürfen. Seine Tätigkeit sei schwer. Seine Vorgesetzten hielten fest, sie seien
mit dem Versicherten zufrieden und hätten intern eine gute Lösung gefunden, als klar
geworden sei, dass der Versicherte das Know-how für CNC Arbeiten nicht habe. Es sei
während 4 Monaten versucht worden, dem Versicherten die Handhabung einer CNC-
Maschine näher zu bringen. Der Versicherte sei aber nach all dieser Zeit nicht in der
Lage, einfachste Handhabungen selbst zu machen. Er wolle nicht einsehen, dass er es
nicht könne. Der Versicherte könne aber eine auf ihn zugeschneiderte Arbeit ausführen
ohne schweres Heben und Tragen. Er gebe den gefertigten Teilen den letzten Schliff
und kontrolliere sie, bevor sie den Weg zum Kunden nähmen. Aus Arbeitgebersicht
stehe keine Kündigung an (IV-act. 128-3 ff.).
B.g Mit Vorbescheid vom 24. März 2015 hielt die IV-Stelle fest, sie habe den
Versicherten bei der Stellensuche unterstützt, er habe eine berufliche Abklärung
machen können und sein Arbeitgeber sei 6 Monate lang mit Einarbeitungszuschüssen
unterstützt worden. Da er dort einer angepassten Tätigkeit nachgehen könne, sei eine
weitere Unterstützung nicht notwendig und es bestehe kein weiterer Anspruch auf
berufliche Massnahmen (IV-act. 130).
B.h Am 27./30. März 2015 kündigte die Arbeitgeberin das Arbeitsverhältnis mit dem
Versicherten aus wirtschaftlichen Gründen per 30. April 2015 (IV-act. 131).
B.i Am 20. April 2015 ersuchte der Rechtsvertreter des Versicherten darum,
zusammen mit der Eingliederungsberaterin der IV-Stelle den Arbeitgeber aufzusuchen
und zu überprüfen, ob der Versicherte überhaupt als CNC-Operateur zugelassen
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worden sei (IV-act. 133). Die Eingliederungsberaterin hielt dazu am 7. Mai 2015 fest, da
das Arbeitsverhältnis gekündigt worden sei, mache eine Besprechung vor Ort keinen
Sinn mehr. Der IV-Stelle lägen mit der Stellungnahme des D._ und der E._ AG zwei
unabhängige Meinungen von Fachstellen vor, die bezüglich Ausbildungsmöglichkeiten
des Versicherten an einer CNC-Maschine zum gleichen Schluss gekommen seien. Der
D._ habe in seinem Bericht vom 28. April 2015 festgehalten, dass für eine technisch
ausgerichtete Umschulung die grundlegendsten Fach- und Methodenkompetenzen
fehlten. Die E._ AG sei nach 4 Monaten Ausbildungszeit zum gleichen Schluss
gelangt. Aufgrund dieser eindeutigen Rückmeldungen könne die IV eine Ausbildung an
einer CNC-Maschine nicht weiter unterstützen. Die Abklärungsergebnisse würden
zudem aufzeigen, dass dem Versicherten auch für eine andere spezialisierte praktische
Ausbildung die dafür erforderlichen Kompetenzen fehlten. Aus diesem Grund seien die
beruflichen Massnahmen mit Vorbescheid vom 24. März 2015 abgeschlossen worden
(IV-act. 134).
B.j Am 7. Mai 2015 ersuchte der Rechtsvertreter darum, die beruflichen Massnahmen
noch nicht abzuschliessen. Die bisher erfolgte Wiedereingliederung sei weder adäquat
noch zielführend gewesen. Der Arbeitgeber habe dem Versicherten offenbar Arbeiten
zugemutet, für die er gar nicht arbeitsfähig sei. Davon solle sich die
Eingliederungsberaterin bei einem Augenschein überzeugen. Auf jeden Fall solle sie
aber eine adäquate Wiedereingliederung fördern, wozu der Versicherte weiterhin Hand
biete. Zudem sei abzuklären, ob bei der bisherigen Wiedereingliederung ein
Missbrauch an Versicherungsgeldern vorliege (IV-act. 135). Am 9. Mai 2015 wandte
sich der Rechtsvertreter erneut an die Eingliederungsberaterin und hielt fest, die
E._ AG habe es mit der CNC-Anlehre des Versicherten von Anfang an nicht ernst
gemeint. Die IV-Stelle könne den Versicherten nicht seinem Schicksal überlassen, da er
ohne tatkräftige Unterstützung keine Stelle finden werde (IV-act. 137).
B.k Am 3. Juni 2015 nahm ein Vorgesetzter des Versicherten bei der E._ AG Stellung
und hielt fest, die E._ AG sei auf der Suche nach einem Hilfsarbeiter ohne
Vorkenntnisse gewesen. Alle Mitarbeiter, die über keine Grundkenntnisse verfügten,
würden gezielt geschult und eingearbeitet. Nach 1-2 Monaten sollte jeder Mitarbeiter
die Maschinen grundlegend beherrschen können. Beim Versicherten sei dies
besonders schwer gewesen. Im Vergleich zu fast allen Mitarbeitern, die ohne CNC-
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Kenntnisse beginnen würden, sei das Ausbilden des Versicherten an der Maschine
sowie das Beherrschen der Messtechnik viel schwieriger gewesen, als gewünscht. Das
Fertigen auf der einfachsten Maschine habe sich als schwierig herausgestellt. Er habe
während dieser Zeit auch Schäden an Maschinen verursacht. Das
Auffassungsvermögen des Versicherten für die Tätigkeit als CNC-Hilfsarbeiter (CNC-
Operateur) habe leider bei weitem nicht ausgereicht. Aus diesem Grund hätten sie ihn
nicht mehr an einer CNC-Maschine arbeiten lassen können. Sie seien zum Entschluss
gelangt, dass der Versicherte eine andere Tätigkeit ausüben dürfe, die er dann auch zur
Zufriedenheit ausgeführt habe (IV-act. 139).
B.l Mit einem weiteren Vorbescheid vom 11. Juni 2015 kündigte die IV-Stelle an, sie
werde das Leistungsbegehren um berufliche Massnahmen abweisen. Zur Begründung
führte sie an, die Anstellung bei der E._ AG in der Abteilung Mechanik habe gezeigt,
dass es dem Versicherten möglich sei, eine vollzeitige Tätigkeit auszuüben und dabei
einen branchenüblichen Lohn zu erzielen. Bei der Suche nach einer geeigneten Stelle
(z.B. in einer Produktionsfirma im Bereich Endkontrolle oder Finish von gefertigten
Teilen) bestehe keine Einschränkung. Für die Vermittlung einer Stelle sei daher nicht die
IV sondern das RAV zuständig. Eine weitere Unterstützung in Form von beruflichen
Massnahmen sei daher nicht angezeigt (IV-act. 142).
B.m Der Rechtsvertreter wandte am 23. Juni 2015 dagegen ein, es sei nicht korrekt, die
beruflichen Massnahmen bereits abzuschliessen. Der Versicherte habe beim D._ die
Prüfung unvorbereitet ablegen müssen. Zuvor sei er am Auge operiert worden. Dem
Versicherten dürfe nicht vorgeworfen werden, dass er eine Wiedereingliederung als
CNC-Operateur möchte. In der Zwischenzeit habe der Versicherte selbst einen
Arbeitgeber gefunden, der ihn wirklich unterstützen und seine Bemühungen adäquat
fördern würde. Er ersuche die IV-Stelle, dabei mitzuwirken, dass der Versicherte mittel-
und langfristig seine Chancen wahren könne (IV-act. 143).
B.n Am 28. Juli 2015 rief die Eingliederungsberaterin den Versicherten an und
erkundigte sich nach dem neuen Arbeitgeber. Der Versicherte gab an, dieses Angebot
sei leider nicht mehr aktuell (IV-act. 147).
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B.o Mit Verfügung vom 14. August 2015 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren um
weitere berufliche Massnahmen ab. Zur Begründung hielt sie fest, aktuell sei keine
Unterstützung durch die IV in Form eines Arbeitsversuches oder eines
Einarbeitungszuschusses notwendig, da eine Umschulung nicht durchführbar sei und
der Versicherte in der Stellensuche gesundheitsbedingt nicht eingeschränkt sei (IV-
act. 148).
C.
C.a Dagegen richtet sich die vorliegende Beschwerde vom 10. September 2015, worin
der Versicherte durch seinen Rechtsvertreter unter Kosten- und Entschädigungsfolgen
die Aufhebung der Verfügung und die Weiterausrichtung beruflicher Massnahmen
verlangt (act. G 1). Zur Begründung führt der Rechtsvertreter an, eine Abklärung in der
Klinik Valens (vom 7.9.2015) habe ergeben, dass der Versicherte eine leichte
Arbeitstätigkeit mit Hantieren von Lasten bis 7.5 kg ausüben könne. Allerdings seien
wegen der Missbildung des linken Armes das Hantieren von Gewichten über
Schulterhöhe sowie Arbeiten über Schulterhöhe nicht geeignet. Vorgeneigt stehende
Arbeiten seien maximal an 30 Minuten pro Tag erlaubt. Manuelle Tätigkeiten dürften
keinen repetitiven Charakter haben. Damit bestünden beim Beschwerdeführer massive
medizinische Einschränkungen und er könne seit Jahr und Tag keine entsprechende
Stelle finden, obwohl er sich mit Tat und Kraft darum bemühe. Es werde bestritten,
dass die E._ AG dem Beschwerdeführer eine viermonatige Ausbildungszeit an einer
CNC-Maschine gewährt habe. Die Ausbildungszeit sei viel kürzer gewesen. Im Übrigen
müssten auch andere berufliche Massnahmen greifen, wenn die Ausbildung zum CNC-
Operateur unmöglich erscheine. Der Beschwerdeführer könne aber aufgrund seiner
Einschränkungen auf keinen Fall sich selbst überlassen werden, da er aufgrund seiner
bisherigen Bemühungen nicht in der Lage gewesen sei, sich adäquat einzugliedern.
C.b Mit Beschwerdeantwort vom 16. November 2015 beantragt die
Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde (act. G 4). Sie stellt sich auf den
Standpunkt, der Beschwerdeführer weise keine verwertbaren Fähigkeiten für eine
Eingliederung auf. Dies ergebe sich aus den Berichten des D._ und der E._ AG.
Seit seinem Austritt aus dem Gymnasium (Ende 1980) habe er sich nicht mehr
schulisch weitergebildet. Sein damaliges Wissen nütze ihm nach über 34 Jahren bei
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einer allfälligen Umschulung nichts mehr, zumal er es in seinen Tätigkeiten als
Hilfsarbeiter weder habe pflegen noch weiterentwickeln können. Der Beschwerdeführer
sei damit nicht in der Lage, innert vernünftiger Frist eine Umschulung zu absolvieren.
Dies sei angesichts des Umstandes, dass der Beschwerdeführer bereits 53 1⁄2-jährig
sei, von erheblicher Bedeutung. Eine Umschulung bzw. Eingliederung erweise sich
daher als nicht durchführbar und damit als nicht verhältnismässig. Einem Hilfsarbeiter,
der seine bisherige Tätigkeit krankheitsbedingt nicht mehr ausüben könne, sei es
zudem ohne Weiteres zumutbar, in eine andere, seiner Behinderung angepasste
Hilfstätigkeit zu wechseln. Eine Wiedereingliederung in eine Hilfstätigkeit setze keine
beruflichen Massnahmen voraus, da eine solche ohne Ausbildung aufgenommen
werden könne. Für Hilfsarbeiten gebe es eine Vielzahl an Stellen im Produktions- und
Dienstleistungssektor. Geeignete Tätigkeiten seien etwa leichtere
Maschinenbedienungs-, Kontroll-, Sortier-, Prüf- sowie Verpackungsarbeiten, leichtere
Arbeiten bei der Lager- und Ersatzteilbewirtschaftung sowie Kurier- und leichte
Lieferdienste (z.B. Pizzakurier).
C.c Mit Replik vom 5. Dezember 2015 wendet der Rechtsvertreter ein, es gehe nicht
nur um eine geeignete Umschulung, sondern auch um andere berufliche Massnahmen,
soweit sie geeignet seien, den medizinisch angeschlagenen Versicherten zu retten
(act. G 6). Als Hilfsarbeiter habe er reüssieren können, als er die heutigen
medizinischen Probleme nicht gehabt habe. Eine Wiedereingliederung müsse mit
flankierenden Massnahmen wie angemessener Vorbereitung, Kurse etc. angegangen
werden, bevor sie in Angriff genommen werde. Es treffe nicht zu, dass der
Beschwerdeführer subjektiv nicht eingliederungsfähig sei. Im Gegenteil bemühe er sich
mit allen Mitteln, eine angemessene Anstellung zu finden. Im C._ im Januar 2012 sei
der Beschwerdeführer als fleissiger, höflicher und engagierter Praktikant erlebt worden.
Er habe sich durch seine hohe Motivation und sein grosses Interesse Neues zu erlernen
ausgezeichnet. Leider habe an diese Vorerfahrungen nicht angeknüpft werden können,
da eine zu grosse Zeitspanne dazwischen entstanden sei, da die Beschwerdegegnerin
die beruflichen Massnahmen zunächst verweigert habe. Wenn sie heute darauf
verweise, dass der Beschwerdeführer 54-jährig sei, dürfe ihm daraus kein Nachteil
erwachsen. Er sei so zu stellen, wie wenn die Beschwerdegegnerin die Umschulung
und die beruflichen Massnahmen rechtzeitig gewährt hätte. Der Beschwerdeführer sei
aktiv und bemühe sich seine Deutschkenntnisse zu verbessern.
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C.d Die Beschwerdegegnerin hat auf die Einreichung einer Duplik verzichtet (act. G 8).

Erwägungen
1.
Umstritten und vorliegend allein zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf
berufliche Massnahmen.
1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder
teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen
Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Erwerbsunfähigkeit ist der durch
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise
Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Die Invalidität gilt als eingetreten, sobald sie die für
die Begründung des Anspruchs auf die jeweilige Leistung erforderliche Art und
Schwere erreicht hat (Art. 4 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung
[IVG; SR 831.20]).
1.2 Invalide oder von einer Invalidität bedrohte Versicherte haben gemäss Art. 8 Abs. 1
IVG Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit diese notwendig und geeignet
sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen,
wieder herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern (lit. a), und die Voraussetzungen für
den Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind (lit. b). Die versicherte Person
hat in der Regel nur Anspruch auf die dem jeweiligen Eingliederungszweck
angemessenen, notwendigen Massnahmen, nicht aber auf die nach den gegebenen
Umständen bestmöglichen Vorkehren. Das Gesetz will die Eingliederung lediglich so
weit sicherstellen, als diese im Einzelfall notwendig, aber auch genügend ist (BGE 132
V 225 E. 4.3.1 und 131 V 19 E. 3.6.1 mit Hinweisen). Die Eingliederungsmassnahmen
bestehen gemäss Art. 8 Abs. 3 IVG unter anderem aus Massnahmen beruflicher Art
(Berufsberatung, erstmalige berufliche Ausbildung, Umschulung, Arbeitsvermittlung,
Kapitalhilfe).
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1.3 Gemäss Art. 17 Abs. 1 IVG besteht ein Anspruch auf eine Umschulung in eine neue
Erwerbstätigkeit, wenn die Umschulung infolge Invalidität notwendig ist und dadurch
die Erwerbsfähigkeit voraussichtlich erhalten oder wesentlich verbessert werden kann.
Eine Invalidität im Sinn dieser Bestimmung liegt vor, wenn eine versicherte Person in
der bisher ausgeübten Arbeit oder in den ihr ohne zusätzliche berufliche Ausbildung
offen stehenden, zumutbaren Erwerbstätigkeiten eine Erwerbseinbusse von
mindestens 20% erleidet. Die Erwerbseinbusse bemisst sich an dem vor Eintritt des
Gesundheitsschadens erzielten Erwerbseinkommen (BGE 124 V 110 f. E. 2b).
2.
Das Versicherungsgericht hat mit Entscheid vom 5. September 2013 festgehalten, dass
der Beschwerdeführer einen Anspruch auf geeignete berufliche Massnahmen habe.
Der Beschwerdeführer leidet an anhaltenden invalidisierenden Rückenschmerzen, die
dazu führen, dass er seine angestammte Tätigkeit noch zu maximal 25% ausüben
kann. Der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers hat sich seit dem damaligen
Entscheid nicht verbessert. Er erreicht den für eine Umschulung notwendigen
Invaliditätsgrad von 20%. Auch wenn der Beschwerdeführer in der Lage ist, einfache
Tätigkeiten auszuüben, ist hier nochmals ausdrücklich festzuhalten, dass er gemäss
Art. 8 IVG grundsätzlich einen Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen hat.
Nachfolgend ist zu prüfen, ob der Beschwerdeführer durch die von der
Beschwerdegegnerin vorgenommenen Massnahmen als ausreichend eingegliedert
gelten kann.
2.1 Im Anschluss an das Urteil des Versicherungsgerichts hat die Beschwerdegegnerin
dem Beschwerdeführer eine einmonatige berufliche Abklärung ermöglicht, um zu
prüfen, ob er für die Arbeit an einer CNC-Maschine geeignet sei. Vor der Abklärung im
D._ konnte der Beschwerdeführer während seines Aufenthaltes im C._
Grundkenntnisse für die Arbeit mit einer CNC-Fräsmaschine erwerben (vgl. IV-act.
39-4). Trotz dieser Grundkenntnisse kamen die Verantwortlichen bei der beruflichen
Abklärung zum Schluss, er verfüge über keinen Praxisbezug und es fehle ihm die
grundlegendste Fach- und Methodenkompetenz für eine technisch ausgerichtete
Umschulung. Beim Swissmecanic Test erreichte er nur 46 von 100 möglichen Punkten.
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Aus Sicht der Experten erschien eine Eingliederung in den zerspanenden
Mechanikbereich als wenig erfolgsversprechend (vgl. IV-act. 108-2).
2.2 Der Beschwerdeführer wollte dieses Ziel dennoch weiterverfolgen und er fand trotz
dieser eher ungünstigen Ausgangslage eine Stelle bei der E._ AG
(Präzisionsmechanik). Die IV-Stelle unterstützte ihn dabei durch
Einarbeitungszuschüsse. Im Eingliederungsplan für Einarbeitungszuschüsse wurde als
Ziel vereinbart, der Beschwerdeführer werde als CNC-Operateur eingearbeitet und
angelernt. Das sei die Grundlage, um festzustellen, ob er den Anforderungen dieser
Tätigkeit gewachsen sei (vgl. IV-act. 122-1). Im Wissen darum, dass die Geeignetheit
des Beschwerdeführers für eine Arbeit in diesem Bereich fraglich erschien, hätte die
Beschwerdegegnerin die Situation konkret verfolgen müssen. Stattdessen vereinbarte
sie mit der Arbeitgeberin, dass diese sich melde, falls es Probleme geben sollte. Ein
Standortgespräch in der Arbeitsstätte wurde von Beginn an nicht angestrebt (vgl. IV-
act. 123-3). Der Beschwerdeführer selbst meldete sich erst am 13. Februar 2015 (nach
5 Monaten) bei der Beschwerdegegnerin, um zu informieren, dass es nicht gut laufe
(vgl. IV-act. 127). Offenbar hatte er sich bereits darum bemüht, eine andere Stelle zu
finden (vgl. IV-act. 128-3, 152-20 f.). Die Beschwerdegegnerin gab dann gegenüber
dem potentiellen neuen Arbeitgeber an, dass sie den Beschwerdeführer nicht weiter
unterstützen könne (vgl. IV-act. 128-3). Hätte die Beschwerdegegnerin ihre
Verantwortung damals ausreichend wahrgenommen und nach kurzer Zeit ein
Standortgespräch mit der Arbeitgeberin und dem Beschwerdeführer durchgeführt,
hätte sie rechtzeitig intervenieren können. Ab dem Zeitpunkt, als der Beschwerdeführer
nicht mehr für die CNC-Maschine eingesetzt wurde und nur noch einfache Tätigkeiten
ausübte, wären denn auch keine Einarbeitungszuschüsse (für die Einarbeitung als
CNC-Operateur) mehr notwendig gewesen. Damit kann sich die Beschwerdegegnerin
nun nicht auf den Standpunkt stellen, sie habe mit der Gewährung von
Einarbeitungszuschüssen ihre Pflicht erfüllt. Kurz nachdem die Einarbeitungszuschüsse
ausgelaufen waren, hat die E._ AG das Arbeitsverhältnis mit dem Beschwerdeführer
(per 30. April 2015) gekündigt. Seither ist es ihm nicht mehr gelungen, eine Stelle zu
finden.
2.3 Die Beschwerdegegnerin stellt sich auf den Standpunkt, aus der beruflichen
Abklärung habe sich ergeben, dass der Beschwerdeführer nur über rudimentäre
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Fähigkeiten für eine Umschulung verfüge und daher nicht umschulungsfähig sei. Aus
den Ausführungen der E._ AG ergebe sich, dass der Beschwerdeführer nur als
Hilfsarbeiter eingesetzt werden könne. Eine Umschulung bzw. Eingliederung erweise
sich daher als nicht durchführbar und somit als nicht verhältnismässig. Eine
Wiedereingliederung in eine angepasste Hilfsarbeit setze keine beruflichen
Massnahmen voraus.
2.4 Der Eingliederungsversuch mittels Einarbeitungszuschüssen ist offensichtlich
gescheitert. Die Verhältnismässigkeit einer Umschulungsmassnahme und damit ein
Umschulungsanspruch an sich ist dann zu verneinen, wenn eine solche Massnahme in
Anbetracht der beschränkten Lernfähigkeit der versicherten Person mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit zum Scheitern verurteilt ist oder wenn ein Misserfolg wegen der
Meinung der betroffenen Person, sie sei vollständig invalid, absehbar ist (Silvia Bucher,
Eingliederungsrecht der Invalidenversicherung, Bern 2011, S. 369 mit Hinweis auf Urteil
des EVG vom 25. Januar 2006, I 380/05, E. 2.4, und des Bundesgerichts vom 30. Juni
2009, 9C_648/2008, E. 3). Recht zu geben ist der Beschwerdegegnerin darin, dass der
Beschwerdeführer für eine Umschulung in den CNC-Bereich nicht geeignet ist. Dass
eine Umschulung in diesem Bereich nicht erfolgreich war, bedeutet aber nicht ohne
weiteres, dass der Beschwerdeführer überhaupt nicht erfolgreich in eine andere
Tätigkeit umgeschult bzw. angelernt werden könnte. Eine mehrjährige Ausbildung
erweist sich nach dem Gesagten und unter den vorliegenden Umständen zweifellos als
unverhältnismässig. Auch das Erfordernis der annähernden Gleichwertigkeit als
Ausdruck des Verhältnismässigkeitsprinzips begrenzt den Umschulungsanspruch nach
oben. Unter Berücksichtigung dieser Kriterien hat die Eingliederungsberatung
zusammen mit dem Beschwerdeführer geeignete Möglichkeiten für eine erfolgreiche
Eingliederung auf relativ niedrigem Niveau zu prüfen (z.B. einen Kurs in
Lagerbewirtschaftung oder Ähnlichem). Auch der Beschwerdeführer selbst scheint in
der Zwischenzeit nicht mehr auf eine Eingliederung als CNC-Operateur versteift zu
sein, sondern wünscht eine Eingliederung in irgendeiner Form. Dementsprechend sollte
es möglich sein, den motivierten Beschwerdeführer mittels sachlich, zeitlich, persönlich
und finanziell angemessenen Massnahmen einzugliedern.
3.
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3.1 Die Beschwerdegegnerin stellt sich auf den Standpunkt, der Beschwerdeführer sei
bei der Suche nach einer geeigneten Stelle nicht eingeschränkt. Er habe bei der E._
AG gezeigt, dass er in der Lage sei, eine vollzeitige Tätigkeit auszuüben und dabei
einen branchenüblichen Lohn zu erzielen.
3.2 Gemäss Art. 18 Abs. 1 lit. a IVG haben arbeitsunfähige (Art. 6 ATSG) Versicherte,
die eingliederungsfähig sind, Anspruch auf aktive Unterstützung bei der Suche eines
geeigneten Arbeitsplatzes. Die leistungsspezifische Invalidität nach Art. 18 IVG ist
schon aufgrund einer relativ geringfügig erschwerten Suche nach einer Arbeitsstelle
erfüllt, solange diese Erschwernis auf gesundheitliche Gründe zurückzuführen ist. Wo
dies nicht der Fall ist, fällt die Arbeitsvermittlung nicht in die Zuständigkeit der
Invalidenversicherung, sondern allenfalls der Organe der Arbeitslosenversicherung
(Urteil des Bundesgerichts vom 20. Oktober 2010, 9C_839/2010, E. 2.2.3 mit
Hinweisen). Durch die mit der 5. IV-Revision erfolgte Änderung des die
Arbeitsvermittlung betreffenden Art. 18 IVG wurde der anspruchsberechtigte
Personenkreis von "eingliederungsfähigen invaliden Versicherten" auf "arbeitsunfähige
(Art. 6 IVG) Versicherte, die eingliederungsfähig sind" ausgeweitet. Die Botschaft zur
5. IV-Revision führt dazu aus, die Anspruchsvoraussetzungen würden gegenüber dem
bisherigen Art. 18 Abs. 1 IVG offener gefasst, sodass neu jede arbeitsunfähige
eingliederungsfähige Person von der Arbeitsvermittlung profitieren könne. Neu hätten
somit alle in ihrer bisherigen Tätigkeit ganz oder teilweise arbeitsunfähigen
Versicherten, die eingliederungsfähig seien, Anspruch auf Arbeitsvermittlung durch die
IV, somit auch Hilfsarbeiterinnen und Hilfsarbeiter, die in einer angepassten
Hilfstätigkeit noch voll arbeitsfähig seien (BBl 2005 4459, S. 4524). Der Bundesrat
bezeichnete in der Botschaft das frühere System in Bezug auf Arbeitsvermittlung als
unzureichend. Ein Anspruch auf Arbeitsvermittlung sei nur gegeben gewesen, wenn die
versicherte Person bei der Suche einer geeigneten Arbeitsstelle wegen ihres
Gesundheitszustands Schwierigkeiten gehabt oder invaliditätsbedingt spezielle
Anforderungen an den Arbeitsplatz oder den Arbeitgeber gestellt habe. Die IV sei
bisher nicht für andere Gründe der erschwerten Stellensuche, wie Stellenmangel auf
dem Arbeitsmarkt, eingetreten. Angesichts des angespannten Arbeitsmarktes fänden
jedoch gesundheitlich eingeschränkte Hilfskräfte nur schwer eine neue, der
Behinderung angepasste Stelle, was oft zur Aussteuerung bei der
Arbeitslosenversicherung und durch die lange Arbeitslosigkeit zu einer Verstärkung der
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ursprünglichen gesundheitlichen Probleme bzw. zu zusätzlichen psychischen
Schwierigkeiten führe (vgl. BBl 2005 4459, S. 4522). Durch die Ausweitung des
Anspruchs auf Arbeitsvermittlung der IV, welche auf die Vermittlung von gesundheitlich
eingeschränkten Personen spezialisiert ist, sollten daher die Eingliederungsinstrumente
für unqualifizierte Versicherte verbessert werden. Dazu war eine enge Zusammenarbeit
mit dem regionalen Arbeitsvermittlungszentrum der Arbeitslosenversicherung (RAV)
vorgesehen (BBl 2005 4459, S. 4524 und 4565).
3.3 Der Anspruch auf aktive Unterstützung bei der Suche eines geeigneten
Arbeitsplatzes besteht grundsätzlich, sobald und solange die dafür notwendigen
Voraussetzungen erfüllt sind; solange diese gegeben sind, ist der Anspruch auf
Arbeitsvermittlung grundsätzlich in zeitlicher Hinsicht nicht begrenzt, sondern besteht –
dem Sinn dieser Massnahme entsprechend – bis zur erfolgreichen Eingliederung. Die
Unterstützung bei der Suche eines geeigneten Arbeitsplatzes steht indessen dann nicht
mehr in einem angemessenen Verhältnis zum Eingliederungsziel und eine
Leistungspflicht der Invalidenversicherung entfällt, wenn das Eingliederungsziel trotz
intensiver Bemühungen der Verwaltung nicht erreicht werden konnte und von weiteren
Anstrengungen keinerlei Erfolg erwartet werden kann (Silvia Bucher, a.a.O., S. 431 f.
mit Hinweis u.a. auf Urteil des Bundesgerichts vom 2. September 2008, 9C_16/2008,
E. 3.1 und 3.3.3). Wann dies der Fall ist, kann nicht generell und für alle denkbaren
Fälle gleich festgelegt werden (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG;
seit 1. Januar 2007: Sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts] vom
22. Dezember 2004, I 412/04, E. 2.4, wo eine "festgesetzte Regeldauer von sechs
Monaten als zu kurz bemessen" beurteilt wurde).
3.4 Daraus ergibt sich, dass der Beschwerdeführer Anspruch auf Arbeitsvermittlung
durch die IV hat. Denn es kann zum aktuellen Zeitpunkt nicht gesagt werden, dass von
weiteren Anstrengungen keinerlei Erfolg mehr erwartet werden kann. Die schwierige
Vermittelbarkeit des Beschwerdeführers beruht wohl wesentlich auf
invaliditätsbedingten Gründen. Der Beschwerdeführer hat sich wiederholt erfolglos
beworben, was ein konkreter Hinweis darauf ist, dass er tatsächlich auf diese Hilfe der
IV-Stelle angewiesen ist. Die körperlich bedingten Einschränkungen in der
Leistungsfähigkeit wirken sich bei den in Frage kommenden Tätigkeiten zweifellos
negativ auf das Finden einer Arbeitsstelle aus.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 15/16
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St.Galler Gerichte
4.
4.1 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer weiterhin
Anspruch auf berufliche Massnahmen und Arbeitsvermittlung hat. In welcher Form die
beruflichen Massnahmen zu erfolgen haben, hat die Beschwerdegegnerin zu prüfen.
Möglicherweise kommen weitere Einarbeitungszuschüsse, ein Arbeitsversuch, ein
Staplerkurs oder ähnliches in Frage. Dementsprechend ist die Beschwerde
gutzuheissen und die angefochtene Verfügung vom 14. August 2015 aufzuheben. Die
Sache ist zur Prüfung und Durchführung geeigneter Eingliederungsmassnahmen an die
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
4.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis
Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--
erscheint als angemessen. Die Beschwerdegegnerin hat ausgangsgemäss die gesamte
Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen. Der vom Beschwerdeführer geleistete
Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist ihm zurückzuerstatten.
4.3 Bei diesem Verfahrensausgang hat der Beschwerdeführer Anspruch auf eine
Parteientschädigung. Diese ist vom Gericht ermessensweise festzusetzen, wobei
insbesondere der Bedeutung der Streitsache und dem Aufwand Rechnung zu tragen
ist (Art. 61 lit. g ATSG; vgl. auch Art. 98 ff. VRP/SG, sGS 951.1). Der Rechtsvertreter
des Beschwerdeführers hat auf die Einreichung einer Honorarnote verzichtet. Der
Bedeutung bzw. der eingeschränkten Streitfrage und dem Aufwand der Streitsache
angemessen erscheint eine Parteientschädigung von pauschal Fr. 2'500.--
(einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer).