Decision ID: 0ff7eaa5-54ec-4804-a362-690f9440d245
Year: 2019
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ (nachfolgend: Versicherter) war seit 1. April 2006 bei der Firma B._ als
Gerüstmonteur angestellt und dadurch bei der Schweizerischen
Unfallversicherungsanstalt (nachfolgend: Suva) gegen die Folgen von Unfällen
versichert, als er gemäss Schadenmeldung UVG vom 8. Dezember 2011 am 3.
Dezember 2011 eine Treppe hinunterfiel und sich das rechte Knie verletzte (Suva-act.
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1). Die Erstbehandlung fand am Unfalltag bei Dr. med. C._, FMH Chirurgie, statt, der
eine Schwellung im rechten Knie feststellte (Suva-act. 10). Eine MRI-Untersuchung
durch Dr. med. D._, Facharzt Radiologie, Röntgeninstitut E._, vom 5. Dezember
2011 brachte eine ausgeprägte Osteochondrosis dissecans im Bereich der medialen
Femurcondyle mit losgelöstem osteochondralem Fragment und entsprechendem
Knochendefekt daselbst mit perifokalem Knochenmarködem zur Darstellung. Im
anterioren Gelenkrezessus medial konnten ein freier Gelenkskörper und ein weiteres
Osteochondrom zwischen dem Hoffa'schen Fettkörper und dem vorderen Kreuzband
nachgewiesen werden (Suva-act. 9). Dr. C._ führte darauf beim Versicherten am 8.
Dezember 2011 im Spital H._ eine diagnostische Kniearthroskopie mit Entfernung
des Corpus liberum im medialen Kniegelenkskompartiment, Abrasionsarthroplastik mit
Mikrofrakturierung nach Steadman, Deckung des ossären Defekts mit Orthos und
Deckung mittels Chondrogide-Membran des ostochondralen Defekts im medialen
Femurcondylus rechts durch (Suva-act. 11). Im Arztzeugnis UVG vom 20. Dezember
2011 stellte er die Diagnose posttraumatische osteochondrale Läsion des
Femurkondylus rechts und attestierte dem Versicherten ab 3. Dezember 2011 eine
100%ige Arbeitsunfähigkeit (Suva-act. 10). Die Suva hatte dem Versicherten mit
Schreiben vom 12. Dezember 2011 die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung und
Taggeld) zugesichert (Suva-act. 3).
A.b Nachdem der Versicherte abwechselnd 50% und 100% arbeitsunfähig gewesen
war und zwischendurch kurze Zeit eine 100%ige Arbeitsfähigkeit wiedererlangt hatte,
attestierte ihm Dr. C._ ab 20. April 2012 eine 100%ige Arbeitsfähigkeit (Suva-act. 38,
vgl. auch Suva-act. 22).
A.c Am 29. Mai 2012 fand eine kreisärztliche Untersuchung durch Dr. med. F._,
Fachärztin für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates
FMH, statt, welche die im Dezember 2011 erlittene Traumatisierung nach Treppensturz
nur als vorübergehende (und nicht richtunggebende) Verschlimmerung eines seit langer
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Zeit schon vorhandenen Vorzustandes einstufte und von einem Status quo sine ab
Ende März 2012 ausging (Suva-act. 43).
A.d Anlässlich einer am selben Tag durchgeführten Befragung durch die Suva
schilderte der Versicherte, er sei im Oktober oder November 2011 auf einer Baustelle
mit dem rechten Fuss auf eine Unebenheit getreten und habe sich hierbei das rechte
Knie verdreht. Einen Sturz habe er verhindern können und er habe das rechte Knie
auch nicht angeschlagen. Er habe sofort leichte Schmerzen im rechten Knie verspürt.
Weil diese nicht verschwunden seien, habe er am nächsten Tag seinen Hausarzt
aufgesucht, der ohne röntgenologische Untersuchung von einer Verstauchung
gesprochen habe. Am 3. Dezember 2011 habe er eine Treppe hinuntergehen wollen,
als das rechte Knie plötzlich nachgegeben und er keinen Halt mehr gehabt habe. Er sei
nach rechts abgeknickt, sei hingefallen und habe den Sturz mit der rechten Hand noch
etwas abfedern können. Dieses Einknicken des rechten Knies habe er seit dem Vorfall
vom Oktober/November 2011 wiederholt festgestellt. Davor habe er dieses Problem nie
gehabt. Zum Zeitpunkt des Unfalls vom 3. Dezember 2011 sei er mit dem rechten Knie
noch nicht beschwerdefrei gewesen. Die Behandlung beim Hausarzt sei ebenfalls noch
nicht abgeschlossen gewesen (Suva-act. 33; vgl. auch Suva-act. 13).
A.e Nachdem es trotz zweimaliger Flüssigkeitsabsaugung und Infiltration zu einer
rezidivierenden Schwellung des rechten Knies gekommen war, führte Dr. C._ beim
Versicherten am 30. Mai 2012 eine weitere diagnostische Kniearthroskopie mit
ausgedehnter Synovektomie und Débridement durch (Suva-act. 39; vgl. auch Suva-act.
48) und schrieb ihn zu 100% arbeitsunfähig (Suva-act. 34, 38, 42).
A.f Mit Schreiben vom 25. Juni 2012 teilte die Suva dem Versicherten bezugnehmend
auf das kreisärztliche Untersuchungsergebnis vom 29. Mai 2012 mit, dass spätestens
am 31. März 2012 der Status quo sine erreicht sei. Entgegenkommenderweise werde
allerdings der Fall, was die Folgen des Unfalls vom "27. November 2011" anbelange,
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erst per 30. Juni 2012 abgeschlossen. Die bisherigen Versicherungsleistungen (Taggeld
und Heilkosten) würden somit erst auf diesen Zeitpunkt eingestellt (Suva-act. 44).
A.g Am 1. Juni 2016 meldete die Arbeitgeberin des Versicherten der Suva einen
Rückfall zum Unfall vom 3. Dezember 2011 mit einer Knieverletzung an (Suva-act. 50).
Am 20. Juni 2016 reichte Dr. C._ das Arztzeugnis UVG für Rückfall ein. Er schrieb
von fortgeschrittenen degenerativen Veränderungen im Kniegelenk, so dass allenfalls
eine Achsenkorrektur (Valgisationsosteotomie) oder sogar ein Oberflächenersatz
(Endocap) durchgeführt werden müsse. Momentan sei die Behandlung abgeschlossen
und er warte auf den Bescheid des Versicherten, um dann weitere Schritte zu
unternehmen (Suva-act. 54).
A.h Am 9. Juni 2016 führte Dr. D._ eine MRI-Untersuchung des rechten Knies des
Versicherten durch. Er sichtete erneut eine osteochondrale Läsion an der medialen
Femurkondyle mit einem voluminösen osteochondralen Defekt, einem perifokalen
Knochenmarködem, mit Knorpeldefekten sowie einem in situ liegenden voluminösen
osteochondralen Fragment, welches sich jedoch in der T1 Sequenz deutlich hypointens
zeigte, weshalb es Dr. D._ zu einem nekrotischen Fragment passend beurteilte.
Knorpeldefekte fand der Radiologe auch am antero medialen Tibiaplateau, hier mit
Geröllzyste sowie ausgedehntem Knochenmarködem (Suva-act. 58).
A.i Nachdem Suva-Kreisarzt Dr. med. G._, Facharzt für Chirurgie, am 11. Juli 2016
einen überwiegend wahrscheinlichen Kausalzusammenhang zwischen den geltend
gemachten Kniebeschwerden und dem Ereignis vom "27. November 2011" bejaht und
das von Dr. C._ im Arztzeugnis UVG für Rückfall vom 20. Juni 2016 aufgezeigte
allfällige Procedere als in Ordnung bezeichnet hatte (Suva-act. 59), sicherte die Suva
dem Versicherten mit Schreiben vom 11. Juli 2016 die Übernahme der
Heilbehandlungskosten zu. Eine Taggeldzahlung entfalle infolge einer weniger als drei
Tage angedauerten Arbeitsunfähigkeit (Suva-act. 61).
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A.j Am 6. September 2016 reichte Dr. C._ einen ärztlichen Zwischenbericht ein. Er
betreue den Versicherten wieder seit dem 24. Mai 2016. Das biologische Verfahren zur
Behandlung der chondralen Läsion im Bereich des medialen Femurkondylus 2011,
welches damals eingesetzt worden sei, habe einige Jahre gehalten. Nun melde sich der
Versicherte erneut wegen zunehmender Schmerzen bei der Arbeit und bei Belastung
an. Das Knie sei immer geschwollen. Der Versicherte habe sich nun für einen Unicap-
Oberflächenersatz entschieden (Suva-act. 66). Am 7. September 2016 ging bei der
Suva ein Kostengutsprachegesuch für die Behandlung einer Knorpelkrankheit (ICD-10
M94.89) durch Dr. C._ im Spital H._, Eintritt am 21. September 2016, ein (Suva-act.
69).
A.k Mit Schreiben vom 20. September 2016 teilte die Suva dem Versicherten mit, sie
habe bei nochmaliger Prüfung des Schadenfalls festgestellt, dass die mit Schreiben
vom 11. Juli 2016 erfolgte Anerkennung einer Leistungspflicht im Zusammenhang mit
der Rückfallmeldung vom 1. Juni 2016 unrichtig gewesen sei. Der Zustand, wie er sich
auch ohne den Unfall vom "27. November 2011" eingestellt hätte (Status quo sine), sei
gemäss Beurteilung ihrer Kreisärztin spätestens am 31. März 2012 erreicht gewesen.
Sie komme deshalb auf die Zusage ihrer Leistungspflicht zurück und stelle die
Versicherungsleistungen per 30. Juni 2012 ein. Auf eine Rückforderung der bisher
bezahlten Aufwendungen werde verzichtet (Suva-act. 72).
A.l Am 21. September 2016 implantierte Dr. C._ beim Versicherten eine Unicap-
Prothese (Suva-act. 73). Suva-Kreisarzt Dr. med. I._ war am 12. September 2016 von
einer voraussichtlich ca. 4-5-Monate dauernden postoperativen Arbeitsunfähigkeit
ausgegangen (Suva-act. 67).
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A.m Nachdem die Concordia Schweizerische Kranken- und Unfallversicherung AG
(nachfolgend: Concordia) als Krankenversicherer des Versicherten die Suva mit
Schreiben vom 27. März 2017 ersucht hatte, die Versicherungsleistungen für das
Ereignis vom "27. November 2011" zu erbringen (Suva-act. 83), Suva-Kreisarzt Dr. I._
jedoch am 27. April 2017 erklärt hatte, dass an der Beurteilung von Dr. F._ vom 29.
Mai 2012 weiterhin festzuhalten sei (Suva-act. 84), kam die Suva am 15. Mai 2017
verfügungsweise auf die Zusage ihrer Leistungspflicht vom 11. Juli 2016 zurück und
stellte ihre Versicherungsleistungen per 20. September 2016 ein. Auf eine
Rückforderung der bisher bezahlten Aufwendungen wurde verzichtet (Suva-act. 86).
A.n Gegen diese Verfügung erhob die Concordia am 22. Mai 2017 vorsorglich
Einsprache (Suva-act. 89). Die Begründung reichte sie mit Eingabe vom 20. Juni 2017
ein (Suva-act. 93). Im Rahmen des Einspracheverfarhens der Concordia beantragte der
Versicherte am 3. Oktober 2017, vertreten durch Fürsprecher lic. iur. Daniel Buchser,
Reinach, die Zusprache einer Invalidenrente im Umfang von 30% (Suva-act. 100).
B.
Mit Entscheid vom 13. November 2017 wies die Suva die Einsprachen der Concordia
und des Versicherten ab (Suva-act. 102).
C.
C.a Gegen diesen Einspracheentscheid erhob Fürsprecher Buchser für den
Versicherten (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 7. Dezember 2017 Beschwerde mit
folgenden Anträgen: 1. Der Einspracheentscheid vom 13. November 2017 sei
aufzuheben. 2. Die Verfügung vom 15. Mai 2015 sei aufzuheben. 3. Es sei festzustellen,
dass der Beschwerdeführer gemäss Meldung vom 1. Juni 2016 einen Rückfall zum
Unfallereignis vom 27. November 2011 erlitten habe. 4. Die Suva (nachfolgend:
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Beschwerdegegnerin) sei zu verpflichten, die gesetzlichen Leistungen zu erbringen. 5.
Es sei dem Beschwerdeführer ab 1. Juni 2016 eine Invalidenrente im Umfang von 30%
auszurichten. 6. Eventualiter: Es seien weitere Abklärungen vorzunehmen und es sei
ein medizinisches Gutachten einzuholen. 7. Dem Beschwerdeführer sei die
unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren und der Unterzeichnende sei als sein
unentgeltlicher Vertreter einzusetzen. 8. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (act.
G1).
C.b Am 12. Dezember 2017 bewilligte das Versicherungsgericht das Gesuch um
unentgeltliche Rechtspflege (Befreiung von den Gerichtkosten und Bewilligung der
unentgeltlichen Rechtsverbeiständung; act. G2).
C.c Mit Beschwerdeantwort vom 16. Februar 2018 beantragte die
Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde und Bestätigung des angefochtenen
Einspracheentscheids (act. G6). Sie stützte sich dabei auf eine von med. pract. J._,
Facharzt Chirurgie und Unfallchirurgie, Abteilung Versicherungsmedizin der Suva, am
14. Februar 2018 erstellte chirurgische Beurteilung (Suva-act. 107).
C.d Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat auf die Einreichung einer Replik
verzichtet (act. G8).

Erwägungen
1.
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Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet der Einspracheentscheid
vom 13. November 2017 (Suva-act. 102). Diesem liegt die Verfügung vom 15. Mai 2017
zu Grunde (Suva-act. 86). Die Beschwerdegegnerin stellte darin fest, sie habe mit
Schreiben vom 11. Juli 2016 ihre Leistungspflicht anerkannt, habe jedoch nach
nochmaliger Prüfung festgestellt, dass ihre Beurteilung unrichtig gewesen sei. Der
Zustand, wie er sich auch ohne den "Unfall vom 27. November 2011" (vgl. dazu
nachfolgende Erwägung 4) eingestellt hätte (Status quo sine), sei gemäss der
Beurteilung ihrer Kreisärztin (Dr. F._) spätestens am 31. März 2012 erreicht gewesen.
Sie komme deshalb auf die Zusage ihrer Leistungspflicht zurück und stelle ihre
Versicherungsleistungen per 20. September 2016 ein. Auf eine Rückforderung der
bisher bezahlten Aufwendungen werde verzichtet. Im angefochtenen
Einspracheentscheid spricht die Beschwerdegegnerin sodann von einer rechtskräftigen
Verfügung vom 25. Juni 2012, hinsichtlich der Neuanmeldung von Kniebeschwerden
vom 1. Juni 2016 von einem Gesuch um prozessuale Revision und/oder
Wiedererwägung, von einem Eintreten auf das Gesuch, daraufhin getroffenen
Abklärungen und verneint schliesslich nach eingehender Prüfung das Vorliegen eines
Wiedererwägungsgrundes sowie der Voraussetzungen einer prozessualen Revision,
weshalb die Verfügung vom 15. Mai 2017 nicht zu beanstanden sei. Auch wenn sie
darin die entsprechenden Voraussetzungen nicht ausdrücklich geprüft habe, habe sie
dennoch zum Ausdruck gebracht, dass sie diese als nicht gegeben erachtet habe.
Auch im Einspracheentscheid verzichtete die Beschwerdegegnerin auf eine
Rückforderung der im Jahre 2016 erbrachten Leistungen.
2.
Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die
Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung
(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur
Änderung vom 25. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die
sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem
Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. Vorliegend finden
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daher, nachdem ein Ereignis aus dem Jahr 2011 zur Diskussion steht, die bis 31.
Dezember 2016 gültigen Bestimmungen Anwendung.
3.
3.1 Ist die versicherte Person infolge des Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art.
6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
[ATSG; SR 830.1]), so hat sie Anspruch auf ein Taggeld (Art. 16 Abs. 1 UVG). Sie hat
zudem Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Art. 10 UVG).
Angesichts dieser gesetzlichen Bestimmung bildet die Unfallkausalität
Anspruchsvoraussetzung für jegliche Leistungen der Unfallversicherung. Eine
Leistungspflicht des Unfallversicherers besteht demnach nur für Gesundheitsschäden,
die natürlich und adäquat kausal mit einem versicherten Unfallereignis (Art. 4 ATSG)
zusammenhängen (ALEXANDRA RUMO-JUNGO/ANDRÉ PIERRE HOLZER,
Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungerecht, Bundesgesetz
über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2012, S. 53 ff.). Für die
Beantwortung der Tatfrage nach dem Bestehen natürlicher Kausalzusammenhänge im
Bereich der Medizin ist das Gericht in der Regel auf Angaben ärztlicher Experten oder
Expertinnen angewiesen. Die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang ist
demgegenüber eine Rechtsfrage, die vom Gericht nach den von Doktrin und Praxis
entwickelten Regeln zu beurteilen ist (RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 55, 58; Urteil
des Bundesgerichts vom 1. September 2008, 8C_522/2007, E. 4.3.2). Bei physischen
Unfallfolgen hat indessen die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der aus dem
natürlichen Kausalzusammenhang sich ergebenden Haftung des Unfallversicherers
gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige
Bedeutung (BGE 118 V 291 f. E. 3a). Ob ein natürlicher Kausalzusammenhang gegeben
ist, beurteilt sich nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit; die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs
genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 mit
Hinweisen; THOMAS LOCHER/THOMAS GÄCHTER, Grundriss des
Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl. Bern 2014, § 70 N. 58).
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3.2 Ist die Unfallkausalität im Grundfall einmal mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
erstellt, so entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst dann, wenn der Unfall
nicht mehr eine natürliche und adäquate Ursache der weiterhin geklagten
Beschwerden darstellt, d.h. wenn die Beschwerden nur noch und ausschliesslich auf
unfallfremden Ursachen beruhen. Im Rahmen der Prüfung des Dahinfallens der
Leistungspflicht des Unfallversicherers genügt es mithin für die Bejahung des
fortbestehenden natürlichen Kausalzusammenhangs, wenn der Unfall für die fragliche
gesundheitliche Störung immer noch eine Teilursache darstellt. Gemäss Art. 36 Abs. 1
UVG werden die Pflegeleistungen und Kostenvergütungen sowie die Taggelder und
Hilflosenentschädigungen nicht gekürzt, wenn die Gesundheitsschädigung nur
teilweise Folge eines Unfalls ist. Diese Bestimmung beinhaltet eine Durchbrechung des
Kausalitätsprinzips für Fälle, in denen ein Gesundheitsschaden durch das
Zusammenwirken konkurrierender, teils unfallbedingter, teils unfallfremder Ursachen
bewirkt worden ist (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG] vom 18.
Februar 2003, U 287/02, E. 4.4). Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche
Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von
unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im
Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 E. 2 mit
Hinweisen). Besteht im Bereich eines vom Unfall betroffenen Körperteils ein krankhafter
oder degenerativer Vorzustand, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst,
wenn entweder der krankhafte Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall
bestanden hat (Status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem
schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften oder degenerativen Vorzustands auch
ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV
1994 Nr. U 206 S. 328 E. 3b mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 1. Juni
2007, U 290/06).
3.3 Gemäss Art. 11 UVV werden Versicherungsleistungen auch für Rückfälle und
Spätfolgen gewährt. Rückfälle und Spätfolgen stellen besondere revisionsrechtliche
Tatbestände dar (Art. 22 UVG; BGE 127 V 457 E. 4b, 118 V 297 E. 2d; SVR 2003 UV
Nr. 14 S. 43 E. 4.2). Praxisgemäss handelt es sich bei einem Rückfall um das
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Wiederaufflackern einer vermeintlich geheilten Krankheit, sodass es zu ärztlicher
Behandlung, möglicherweise sogar zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt, während
von Spätfolgen dann gesprochen wird, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Laufe
längerer Zeit organische oder psychische Folgen bewirkt, die zu einem
andersgearteten Krankheitsbild führen können. Rückfälle und Spätfolgen schliessen
somit begrifflich an ein bestehendes Unfallereignis an. Entsprechend können sie eine
Leistungspflicht des (damaligen) Unfallversicherers nur dann auslösen, wenn zwischen
den erneut vorgebrachten Beschwerden und der seinerzeit beim versicherten Unfall
erlittenen Gesundheitsschädigung ein natürlicher und ein adäquater
Kausalzusammenhang besteht. Festzuhalten ist in diesem Zusammenhang, dass die
für den Grundfall an sich massgebenden kausalen Faktoren mit der Zeit wegfallen
können, weshalb der Unfallversicherer bei einem Rückfall nicht automatisch auf seiner
damaligen Leistungszusage behaftet werden kann (BGE 118 V 296 f. E. 2c; RKUV 1994
Nr. U 206 S. 327 E. 2; SVR 2003 UV Nr. 14 S. 43 E. 4 Ingress).
3.4 Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht.
Danach hat die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht von Amtes wegen für
die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen.
Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den
Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 122 V 158 E. 1a und 121 V 210 E. 6c, je mit
Hinweisen). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinn der
Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im Sozialversicherungsprozess tragen
mithin die Parteien in der Regel die Beweislast nur insofern, als im Fall der
Beweislosigkeit, d.h. der Unmöglichkeit, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes
einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der
Wirklichkeit zu entsprechen, der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus
dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte (BGE 117 V 264 E. 3b
mit Hinweisen). Nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung liegt die Beweislast
demzufolge bei anspruchsbegründenden Tatfragen - wie einer Rückfallkausalität - bei
der Partei, welche den Anspruch geltend macht. Bei anspruchsaufhebenden Tatfragen
liegt sie bei der Partei, welche sich auf das Dahinfallen des Anspruchs beruft (RKUV
1994 U 206 S. 327 f. E. 1 mit Hinweis und E. 3b).
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3.5 Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch
die beklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese)
abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in
der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen
des Experten oder der Expertin begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert
eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels
noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als
Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 232 E. 5.1, BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen).
Insofern kann rechtsprechungsgemäss auch Berichten und Gutachten, welche die
Versicherungen während des Administrativverfahrens von ihren eigenen Ärzten und
Ärztinnen einholen, Beweiswert beigemessen werden, sofern sie als schlüssig
erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine
Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 135 V 467 ff. E. 4 und BGE 125 V
353 f. E. 3b/ee, je mit Hinweisen). Art. 8 der Bundesverfassung (BV; SR 101) und Art. 6
Ziff. 1 der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK; SR 0.101) geben keinen
formellen Anspruch auf eine versicherungsexterne Begutachtung, wenn
Leistungsansprüche streitig sind. Erachtet das Sozialversicherungsgericht die
rechtserheblichen tatsächlichen Entscheidgrundlagen bei pflichtgemässer
Beweiswürdigung als schlüssig, darf es den Prozess ohne Weiterungen - insbesondere
ohne Anordnung eines Gerichtsgutachtens - abschliessen. In solchen Fällen sind an die
Beweiswürdigung jedoch strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe
Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen
Feststellungen, sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 470 f. E. 4.7;
RKUV 1997 Nr. U 281 E. 1a S. 281 f.). Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass reine
Beurteilungen aufgrund der Akten beweiskräftig sein können, sofern ein lückenloser
Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche Beurteilung eines an
sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztliche
Befassung mit der versicherten Person in den Hintergrund rückt (Urteil des
Bundesgerichts vom 18. Juni 2014, 9C_196/2014, E. 5.1.1).
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4.
Einleitend ist festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin unbestrittenermassen den
durch die Arbeitgeberin des Beschwerdeführers am 8. Dezember 2011 gemeldeten
Treppensturz vom 3. Dezember 2011 mit einer Knieverletzung rechts als Unfall im
Sinne von Art. 4 ATSG anerkannt und dafür die gesetzlichen Versicherungsleistungen
erbracht hat (Suva-act. 1, 3; vgl. dazu ALFRED MAURER, Schweizerisches
Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl. Bern 1989, S. 176; RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O.,
S. 40). Anlässlich eines Telefongesprächs und der Besprechung mit der
Beschwerdegegnerin vom 3. Januar bzw. 29. Mai 2012 hat der Beschwerdeführer
sodann undatiert ein Ereignis vom Oktober/November 2011 geschildert, bei welchem
er mit dem rechten Fuss auf eine Unebenheit getreten sei und dabei das rechte Knie
verdreht habe. Er sei damals zum Arzt gegangen, habe jedoch die Arbeit nicht
aussetzen müssen (Suva-act. 13, 33). In der Rückfallmeldung vom 1. Juni 2016 wurde
sodann als "Rückfalldatum" der 27. November 2011 vermerkt (Suva-act. 50-8). In der
kreisärztlichen Untersuchung vom 29. Mai 2012 durch Dr. F._ erzählte der
Beschwerdeführer schliesslich, es sei am letzten Sonntag beim Spielen mit seiner
Tochter erneut zu einer Verdrehung des Knies gekommen (Suva-act. 43-3). Hinsichtlich
der Ereignisse vom Oktober/November 2011 und Mai 2012 ist weder eine
Unfallmeldung des Beschwerdeführers und damit eine Prüfung der
Unfallbegriffsmerkmale (Art. 4 ATSG) durch die Beschwerdegegnerin erfolgt noch ist
aktenkundig, dass die Beschwerdegegnerin für diese Ereignisse irgendwann
Versicherungsleistungen erbracht hätte oder solche vom Beschwerdeführer gefordert
worden wären. Die Frage, ob die beiden Ereignisse ebenfalls als Unfälle im Sinne des
Gesetzes zu qualifizieren sind und grundsätzlich einen Leistungsanspruch des
Beschwerdeführers zu begründen vermöchten, kann indessen offengelassen werden,
weil sie in die jeweiligen Leistungsbeurteilungen der Beschwerdegegnerin eingeflossen
und insbesondere ärztlich von Dr. F._ (Suva-act. 43) und med. pract. J._ (Suva-act.
107) mitbeurteilt worden sind. Die nachfolgenden materiell-rechtlichen Erwägungen
beziehen sich demzufolge auf den Unfall vom 3. Dezember 2011 sowie auf die
Ereignisse vom Oktober/November 2011 und Mai 2012 und führen im Übrigen zu
derselben Beurteilung.
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5.
5.1 Am 12. Dezember 2011 sicherte die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer
für die Folgen des Unfalls vom 3. Dezember 2011 im formlosen Verfahren, d.h. mit
einfachem Schreiben, die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung und Taggeld) zu
(Suva-act. 3). Nach einer kreisärztlichen Untersuchung durch Dr. F._ vom 29. Mai
2012 (Suva-act. 43) teilte sie dem Beschwerdeführer die Einstellung der bisherigen
Versicherungsleistungen (Taggeld und Heilbehandlung und die Ablehnung weiterer
Versicherungsleistungen) per 30. Juni 2012 mit, und auch dies nur formlos mit
Schreiben vom 25. Juni 2012 (Suva-act. 44). Die Verweigerung von
Versicherungsleistungen hat zwar gemäss Art. 49 Abs. 1 UVG und Art. 124 lit. b UVV in
Form einer schriftlichen Verfügung zu geschehen. Eine zu Unrecht formlos mitgeteilte
Leistungsverweigerung entfaltet jedoch nach einer bestimmten Frist - laut
Bundesgericht im Regelfall nach einem Jahr (BGE 134 V 145; vgl. UELI KIESER, ATSG-
Kommentar, 3. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2015, Art. 51 N 24) - in gleicher Weise
Rechtwirkungen, wie wenn sie als Verfügung erlassen worden wäre, wenn sie von der
betroffenen Person nicht in Frage gestellt bzw. von ihr nicht der Erlass einer Verfügung
verlangt wird (vgl. Art. 51 Abs. 2 ATSG in Analogie). Im konkreten Fall hat der
Beschwerdeführer unbestrittenermassen nie gegen die mit formlosem Schreiben vom
25. Juni 2012 mitgeteilte Leistungsablehnung interveniert, womit nach der
Rechtsprechung des Bundesgerichts Rechtsverbindlichkeit feststeht. Es ergab sich
eine Rechtslage, die mit derjenigen bei unangefochten gebliebenen formellen
Verfügungen übereinstimmt (KIESER, a.a.O., Art. 51 N 26 f.).
5.2 Nach der Leistungseinstellung und -ablehnung liess der Beschwerdeführer durch
seine Arbeitgeberin rund vier Jahre später, am 1. Juni 2016, bei der
Beschwerdegegnerin einen Rückfall zum Unfall vom 3. Dezember 2011 im Sinne von
Art. 11 UVV anmelden (Suva-act. 50). Formell-rechtlich handelte es sich dabei
eindeutig um eine Neuanmeldung von wiederaufgetretenen Kniebeschwerden
(Schmerzen und Schwellung) bei der Arbeit und bei Belastung nach einigen Jahren
"Ruhe" nach einer "biologischen" Behandlung (vgl. dazu Suva-act. 54, 66), wofür nach
dem mit Schreiben vom 25. Juni 2012 rechtskräftig beurteilten Dahinfallen der
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Unfallkausalität erneut Leistungen der Unfallversicherung wegen eines danach
veränderten Sachverhalts beansprucht wurden. So ist eine ärztliche Behandlung des
rechten Knies erst wieder ab 24. Mai 2016 bei Dr. C._ (Suva-act. 54, 66) und eine
Arbeitsunfähigkeit nach dem 11. Juni 2012 nicht mehr aktenkundig (Suva-act. 38; zum
Gesagten vgl. KIESER, a.a.O., Art. 17 N 16 f.). Wie bereits erwähnt, stellen Rückfälle
und Spätfolgen revisionsrechtliche Tatbestände im Sinn von Art. 17 ATSG dar, die sich
auf eine nachträgliche Änderung des massgebenden Sachverhalts nach einem
rechtskräftigen Leistungsentscheid - konkret im Sinne eines Wiederaufflackerns einer
vermeintlich geheilten Knieerkrankung, so dass es zu ärztlicher Behandlung kam -
beziehen (vgl. RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 79). Die Feststellung der
Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort vom 16. Februar 2018, die
Beendigung einer bloss vorübergehenden unfallkausalen Verschlimmerung eines
Vorzustandes schliesse einen späteren unfallkausalen Rückfall per se aus (act. G6 Ziff.
4.1), trifft nicht zu, zumindest nicht in dieser Eindeutigkeit. Denn der Rückfall erfasst
das Wiederaufflackern einer unfallbedingten Schädigung, von deren Abheilung zuvor
ausgegangen wurde. Die Abheilung war denn auch massgebend für die
leistungsaufhebende Annahme des Status quo ante. Erweist sich die Abheilung später
als nicht von Dauer und wird ein Wiederaufflackern geltend gemacht, so ist dieses
wiederum auf die Unfallkausalität zu prüfen. Ohnehin hat die Beschwerdegegnerin
auch auf die materiell unbegründete Neuanmeldung bzw. Rückfallmeldung einzutreten
und sie abzuweisen. Insofern kann auch der Argumentation der Beschwerdegegnerin
im angefochtenen Einspracheentscheid - sie habe bereits am 25. Juni 2012
rechtskräftig über die Kniebeschwerden rechts entschieden und ein neues
Unfallereignis sei nicht eingetreten, weshalb die Neuanmeldung der Kniebeschwerden
rechts vom 1. Juni 2016 nur als Gesuch um prozessuale Revision (Art. 53 Abs. 1 ATSG)
und/oder als Wiedererwägungsgesuch (Art. 53 Abs. 2 ATSG) aufgefasst werden könne
(Suva-act. 102-7 f. Ziff. 3.c.) - nicht gefolgt werden. Insbesondere übersieht sie dabei,
dass ein leistungseinstellender oder –verweigernder Entscheid einzig den bis dahin
eingetretenen Sachverhalt erfasst und allfällige danach eingetretene
Sachverhaltsänderungen nicht berücksichtigt. Der Beschwerdeführer macht - wie
bereits erwähnt - eindeutig ein Wiederaufflackern einer vermeintlich geheilten
Gesundheitsschädigung im Bereich des rechten Knies geltend, die ab 24. Mai 2016
erneut zu einer ärztlichen Behandlung geführt hat. Eine anfängliche Unrichtigkeit der
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ursprünglichen Leistungsanerkennung bzw. eine Korrektur ex tunc steht weder für ihn
noch für die Beschwerdegegnerin zur Diskussion (vgl. nachfolgende Erwägung 5.3; vgl.
KIESER, Art. 17 N 18, Art. 53 N 6 und N 44). Der Unfallversicherer hat bei einer
Rückfallmeldung eine umfassende Neuprüfung vorzunehmen und ist nicht mehr an
seine früheren Erwägungen gebunden (vgl. Urteil des Versicherungsgerichts des
Kantons St. Gallen vom 2. Juni 2016, UV 2015/2, E. 3.4). Im Sinne des Gesagten trat
die Beschwerdegegnerin auf die Leistungsanmeldung ein und prüfte damals die
Kausalität der neu geltend gemachten Kniebeschwerden zum Unfall vom 3. Dezember
2011. Sie nahm konkrete Sachverhaltsabklärungen vor, indem sie den Schadenfall zur
medizinischen Beurteilung ihrem Kreisarzt Dr. G._ vorlegte. Dieser bejahte eine
überwiegend wahrscheinliche Unfallkausalität der Kniebeschwerden und erklärte sich
auch mit dem von Dr. C._ am 20. Juni 2016 aufgezeichneten Procedere (Suva-act.
54) einverstanden (Suva-act. 59), worauf die Beschwerdegegnerin mit formlosem
Schreiben vom 11. Juli 2016 ihre Leistungspflicht wieder anerkannte und dem
Beschwerdeführer Heilkosten- und Taggeldleistungen zusprach (Suva-act. 61).
5.3 Der Versicherungsträger kann innerhalb von 30 Tagen ab Erlass des formlosen
Entscheids voraussetzungslos auf diesen zurückkommen. Dann - im konkreten Fall im
August 2016 - tritt die Rechtskraft des formlosen Entscheids für ihn ein (vgl. KIESER,
a.a.O., Art. 51 N 8, 24, 26) und die Abänderung der Leistungszusicherung und damit
eine Leistungsablehnung (ex tunc) kann nur noch gestützt auf die Rückkommenstitel
der Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) und der prozessualen Revision (Art. 53 Abs.
1 ATSG) und der darin festgelegten Voraussetzungen vorgenommen werden. Die
vorgenannten Rückkommenstitel betreffen die Ausgangslage, dass der Entscheid
anfänglich unrichtig gewesen ist (vgl. dazu KIESER, a.a.O., Art. 17 N 16 ff.). Eine
Rechtskraft kann jedoch nur in Bezug auf denjenigen Sachverhalt eintreten, der im
(formlosen) Entscheid thematisiert worden war und somit Gegenstand der
Anerkennung bildete (Urteil des Bundesgerichts vom 20. August 2009, 8C_363/2009,
E. 1; Urteil des EVG vom 27. April 2005, U 6/05, auszugsweise publiziert in: AJP 2006
S. 1290 ff.). Mit Bericht vom 20. Juni 2016 hatte Dr. C._ ein allfälliges Procedere
betreffend Behandlung des Knorpeldefekts des Beschwerdeführers am rechten Knie
aufgezeigt (vgl. Sachverhalt A.i), betrachtete jedoch die Behandlung momentan als
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abgeschlossen und wollte auf den Bescheid des Beschwerdeführers warten, um dann
weitere Schritte zu unternehmen (Suva-act. 54). Auf Anfrage der Beschwerdegegnerin
bejahte Kreisarzt Dr. G._ am 11. Juli 2016 eine Unfallkausalität der geltend
gemachten Kniebeschwerden und bezeichnete das allfällige weitere Procedere gemäss
Bericht von Dr. C._ vom 20. Juni 2016 als in Ordnung (Suva-act. 59). Abgesehen
davon, dass Dr. C._ - wie gesagt - nur ein allfälliges Procedere aufgezeigt und die
Behandlung vorerst als abgeschlossen bezeichnet hatte, wurde die
Beschwerdegegnerin erst mit dessen Bericht vom 6. September 2016 über die
Durchführung einer Operation bzw. den Inhalt der letztlich angewandten
Operationsmethode informiert (Implantation einer UniCap-Prothese; Suva-act. 66, vgl.
auch Suva-act. 73). Nach Eingang des Kostengutsprachegesuchs vom 7. September
2016 für eine operative Behandlung eines Knorpelschadens durch Dr. C._ im Spital
H._ (Suva-act. 69) gab die Beschwerdegegnerin der Arbeitgeberin des
Beschwerdeführers mit Schreiben vom 16. September 2016 in Bezug auf dieses neue
Leistungsgesuch die sofortige Prüfung ihrer Leistungspflicht bekannt (Suva-act. 70).
Mit formlosem Schreiben vom 20. September 2016 teilte sie sodann dem
Beschwerdeführer mit, sie habe bei nochmaliger Prüfung des Schadenfalls festgestellt,
dass ihre Beurteilung vom 11. Juli 2016 (Suva-act. 61) unrichtig gewesen sei. Der
Zustand, wie er sich auch ohne den Unfall eingestellt hätte (Status quo sine), sei
gemäss der Beurteilung ihrer Kreisärztin (Dr. F._) spätestens am 31. März 2012
erreicht gewesen. Sie komme deshalb auf ihre Leistungszusage zurück und stelle die
Versicherungsleistungen (wie im Schreiben vom 25. Juni 2012; Suva-act. 44) per 30.
Juni 2012 ein (Suva-act. 72). Nach dem Einwand des Krankenversicherers des
Beschwerdeführers vom 27. März 2017 gegen die Leistungseinstellung (Suva-act. 83)
liess die Beschwerdegegnerin den Schadenfall am 27. April 2017 abermals kreisärztlich
durch Dr. I._ abklären, der die Beurteilung von Dr. F._ vom 29. Mai 2012 betreffend
Erreichen des Status quo sine per 31. März 2012 (Suva-act. 43) stützte (Suva-act. 84).
Die Beschwerdegegnerin lehnte schliesslich ihre Leistungspflicht für den Unfall
formrichtig mit Verfügung vom 15. Mai 2017 ab (vgl. Art. 49 Abs. 1 ATSG), wobei sie
eine Korrektur bezüglich des Leistungseinstellungsdatums vornahm und dieses auf den
20. September 2016 festlegte (Suva-act. 86). Die Beschwerdegegnerin hat mit dem
Schreiben vom 20. September 2016 und der Verfügung vom 15. Mai 2017 die
Anerkennung ihrer Leistungspflicht für Heilbehandlung vom 11. Juli 2016 in
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Wiedererwägung gezogen, was sich auch in deren Wortwahl wiederspiegelt ("unsere
Beurteilung war unrichtig"). Angesichts des dargelegten konkreten Falles hätte sie
jedoch das neue Leistungsgesuch vom 7. September 2016 (Suva-act. 69) ohne
Rückkommensvoraussetzungen und damit ohne Bindung an früher ausgerichtete
Leistungen vornehmen und sämtliche Tatbestandsvoraussetzungen der konkret
beanspruchten Versicherungsleistungen neu prüfen können. Letztendlich kann jedoch
der Umfang der Bindungswirkung des Schreibens vom 11. Juli 2016 offenbleiben, da
ohnehin auch die im Rahmen der Wiedererwägung vorausgesetzte zweifellose
Unrichtigkeit der anerkannten Leistungspflicht gegeben wäre und die
Beschwerdegegnerin auf eine Rückforderung der bisher ausgerichteten Leistungen
verzichtet hat. So liegt eine zweifellose Unrichtigkeit nach Art. 53 Abs. 2 ATSG in der
Regel vor, wenn die notwendigen fachärztlichen Abklärungen überhaupt nicht oder
nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt wurden (Urteil des Bundesgerichts
vom 26. September 2017, 9C_491/2017, E. 2). So basierte das Schreiben der
Beschwerdegegnerin vom 11. Juli 2016 bzw. die darin anerkannte Leistungspflicht auf
der von Dr. G._ am 11. Juli 2016 ohne jegliche Begründung erklärten Bejahung einer
Rückfall- bzw. Unfallkausalität der geltend gemachten Kniebeschwerden (Suva-act.
59).
5.4 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass im vorliegenden Verfahren die Frage zu
prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin für die ab September 2016 ärztlich behandelten
Kniebeschwerden rechts (insbesondere für die Kosten der Operation vom 21.
September 2016, aber auch sämtliche weiteren Leistungsansprüche) leistungspflichtig
ist. Das Gericht hat sich dabei mit allen rechtlich zutreffenden Begründungen einer
Leistungszusprechung bzw. -abweisung auseinanderzusetzen (Urteil des
Bundesgerichts vom 5. Juli 2010, 9C_303/2010, E. 4.3). Insofern kann durchaus auch
dem Untersuchungsergebnis von Dr. F._ bzw. ihrer Beurteilung des Status quo sine
vom 29. Mai 2012 (Suva-act. 43), welche sich mit der Dauer der Unfallkausalität im
Grundfall befasste, Bedeutung zukommen (vgl. nachfolgende Erwägung 9).
6.
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Die Beschwerdegegnerin reichte die detaillierte und umfangreiche (11-seitige)
chirurgische Beurteilung von med. pract. J._ vom 14. Februar 2018 (Suva-act. 107)
zur Kausalitätsfrage - "Steht die der Beschwerdegegnerin anfangs Juni 2016
gemeldete Knieproblematik mit dem Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit in einem natürlichen Kausalzusammenhang mit dem Ereignis vom
3. Dezember 2011 und/oder mit demjenigen vom Oktober/November 2011?" - erst
nach Beschwerdeerhebung, zusammen mit der Beschwerdeantwort vom 16. Februar
2018 (act. G6), und damit in Verletzung des Devolutiveffekts ein (vgl. BGE 136 V 6 E.
2.7 mit Hinweis auf BGE 127 V 231 ff. E. 2b/aa und bb; KIESER, a.a.O., Art. 61 N 123).
Dies erscheint nicht zuletzt mit Blick auf den Anspruch des Beschwerdeführers auf
rechtliches Gehör verfahrensrechtlich nicht unbedenklich. Allerdings wurde sie dem
Beschwerdeführer bzw. dessen Rechtsvertreter zusammen mit der Beschwerdeantwort
der Beschwerdegegnerin zugestellt. Der Beschwerdeführer hätte sich im Rahmen einer
Replik dazu äussern können. Der Beschwerdeführer bzw. sein Rechtsvertreter haben
indessen auf die Einreichung einer Replik verzichtet (act. G8) und damit weder
verfahrensrechtliche noch materielle Einwände vorgebracht. So ist die chirurgische
Beurteilung von med. pract. J._ vom 14. Februar 2018 im vorliegenden
Beschwerdeverfahren zu berücksichtigen, was auch aus verfahrensökonomischen
Gründen als gerechtfertigt erscheint.
7.
7.1 In formeller Hinsicht rügt der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers schliesslich
eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör. Er rügt ein unvollständiges
Aktendossier, konkret das Fehlen der Bilder der durchgeführten Röntgen-, MRI- und
CT-Untersuchungen, weshalb die Behauptungen von Dr. F._ nicht hätten überprüft
werden können. Der Gehörsanspruch sei auch deshalb verletzt, weil keine
Auseinandersetzung der Beschwerdegegnerin mit den widersprechenden
Stellungnahmen von Dr. C._ und Dr. G._ stattgefunden habe (act. G1, S.4).
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7.2 Gemäss Art. 42 ATSG (siehe auch Art. 29. Abs. 2 BV) haben die Parteien Anspruch
auf rechtliches Gehör. Zum Kerngehalt dieses Anspruchs gehört das Recht, Einsicht in
die Akten des betreffenden Verfahrens zu nehmen, denen Beweischarakter zukommt
(vgl. dazu Art. 47 ATSG; KIESER, a.a.O., Art. 42 N 19, Art. 47 N 4 ff.). Zunächst ist
allgemein festzuhalten, dass dem Akteneinsichtsrecht in Bezug auf durchgeführte
radiologische Untersuchungen genüge getan ist, wenn deren Ergebnisse durch den
untersuchenden Radiologen in einem Bericht festgehalten worden sind und dieser bei
den Akten liegt. Die Berichte der MRI-Untersuchungen vom 5. Dezember 2011 und 9.
Juni 2016 von Dr. D._, liegen den Akten bei (Suva-act. 9, 58). Die Bilder einer CT-
Untersuchung vom 13. Februar 2017 wurden vom Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers mit der Beschwerde eingereicht (act. G1.3). Ein entsprechender
Untersuchungsbericht liegt zwar nicht bei den Akten. Med. pract. J._ nahm jedoch
Einsicht in die Bildgebung und beurteilte diese in seiner chirurgischen Beurteilung vom
14. Februar 2018 (Suva-act. 107-9). Vorhanden sind schliesslich auch Röntgenbilder
vom 27. November 2011, welche med. pract. J._ ebenfalls gesichtet und beurteilt hat
(Suva-act. 107-5, 107-9). Mittels der radiologischen Beurteilungen durch med. pract.
J._ sowie der radiologischen Untersuchungsberichte konnte der Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers sodann auch die Behauptungen von Dr. F._ überprüfen. Der
Beschwerdeführer bzw. sein Rechtsvertreter verzichteten auf die Einreichung einer
Replik und damit auch auf die Möglichkeit, zu den Beurteilungen von med. pract. J._
Stellung zu nehmen. Von einer Verletzung des rechtlichen Gehörs kann damit nicht
ausgegangen werden.
7.3 Der Vorwurf, es habe keine Auseinandersetzung der Beschwerdegegnerin mit den
sich widersprechenden Stellungnahmen von Dr. C._ und Dr. G._ stattgefunden,
beschlägt den - ebenfalls Ausfluss des Gehörsanspruchs bildenden - Anspruch der
versicherten Person auf Begründung des Entscheids (vgl. Art. 49 Abs. 3 und Art. 52
Abs. 2 ATSG; KIESER, a.a.O., Art. 42 N 31, Art. 49 N 55 ff.; betreffend Anforderungen
an die Begründungsdichte: BGE 118 V 58, 112 Ia 107 E. 2b mit Hinweisen). Die
Berichte von Dr. C._ vom 20. Juni 2016 (Suva-act. 54) und 6. September 2016 (Suva-
act. 66) haben durchaus Eingang in den Einspracheentscheid gefunden und die
Beschwerdegegnerin zieht aus ihnen auch eine Schlussfolgerung (vgl. Suva-act. 102-7,
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Ziff. 3.b. und 3.c.). Die Stellungnahme von Dr. G._ vom 11. Juli 2016 (Suva-act. 59),
welche zu der mit Schreiben vom 11. Juli 2016 (Suva-act. 61) anerkannten
Leistungspflicht durch die Beschwerdegegnerin hinsichtlich der am 1. Juni 2016 als
Rückfall gemeldeten Kniebeschwerden (Suva-act. 50) geführt hat, wird zwar einzig im
Sachverhalt des Einspracheentscheids aufgeführt, während in den Erwägungen nicht
darauf Bezug genommen wird (vgl. Suva-act. 102-2). Der Umstand ist jedoch darin
begründet, dass die Beschwerdegegnerin gestützt auf andere medizinische
Beurteilungen ihre Leistungspflicht neu beurteilte bzw. verneinte. Es ist damit nicht
einzusehen, inwieweit sie nochmals auf die Beurteilung von Dr. G._ hätte eingehen
müssen. Allgemein ist schliesslich zu sagen, dass die Beschwerdegegnerin im
angefochtenen Einspracheentscheid ihre Überlegungen, von denen sie sich leiten liess,
in zureichender Weise aufzeigte und insbesondere den Inhalt derjenigen ärztlichen
Beurteilungen wiedergab, auf welche sie sich hauptsächlich abstützte. Ein
Begründungsmangel ist somit nicht ersichtlich. Die Frage, ob die von der
Beschwerdegegnerin als massgeblich betrachteten ärztlichen Beurteilungen die
Annahme eines überwiegend wahrscheinlichen Sachverhalts bzw. die Verneinung einer
Rückfallkausalität zulassen, stellt eine materiell-rechtliche Frage dar, die es
nachfolgend zu prüfen gilt.
8.
Nachfolgend ist somit materiell-rechtlich zu prüfen, ob zwischen den beim
Beschwerdeführer ab 24. Mai 2016 behandlungsbedürftigen Kniebeschwerden rechts
und insbesondere dem am 21. September 2016 operativ behandelten
Gesundheitsschaden am rechten Knie (die Leistungseinstellung erfolgte per 20.
September 2016) und seinem am 3. Dezember 2011 erlittenen Unfall oder den anderen
Ereignissen vom Oktober/November 2011 und Mai 2012 ein natürlicher
Kausalzusammenhang besteht, so dass ein Rückfall bejaht werden kann. Sofern die
operative Behandlung unfallkausale Gesundheitsschäden umfasst hätte, wäre die
Beschwerdegegnerin für die operative Behandlung und sodann bis zur Heilung der
unmittelbaren Operationsfolgen (Wundheilung, postoperative Schmerzphase,
Einnahme von Medikamenten, Schonungsphase mit möglicher Arbeitsunfähigkeit usw.)
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leistungspflichtig. Mit der Knieoperation vom 21. September 2016 wurde beim
Beschwerdeführer unbestrittenermassen ein osteochondraler Defekt sowie ein in situ
liegendes osteochondrales Fragment am medialen Femurkondylus rechts behandelt,
indem eine UniCap-Prothese implantiert wurde (Suva-act. 73). Die
Beschwerdegegnerin verneint deren Unfallkausalität gestützt auf die Beurteilungen von
Dr. F._ und med. pract. J._ vom 29. Mai 2012 bzw. 14. Februar 2018 (Suva-act. 43,
107), während der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers insbesondere auf die
Beurteilung von Dr. G._ vom 11. Juli 2016 (Suva-act. 59) verweist, der in Bezug auf
die 2016 aufgetretenen Kniebeschwerden von einer überwiegend wahrscheinlichen
Unfallkausalität ausgehe und dessen Beurteilung von Dr. C._ gestützt werde.
9.
9.1 Zunächst ist festzuhalten, dass die Beweiskraft der kreisärztlichen Beurteilung von
Dr. F._ vom 29. Mai 2012 (Suva-act. 43) durch den Umstand, dass darin vereinzelt
das linke anstelle des rechten Knies erwähnt wurde, nicht in Frage gestellt ist. Die
Beschwerdegegnerin hält in der Beschwerdeantwort vom 16. Februar 2018
überzeugend fest, dass es sich dabei um einen offensichtlichen Schreibfehler handle
und Dr. F._ stets das rechte Knie gemeint habe. Dies ist insbesondere daran
erkennbar, dass die Kreisärztin Feststellungen in Bezug auf das rechte Knie macht,
welche sie mit gleichem Inhalt auch das linke Knie betreffend anführt (vgl. Suva-act.
43-5). Weiter bemerkt die Beschwerdegegnerin zutreffend, dass sich aus dem Kontext
aller Akten unmissverständlich ergibt, dass im vorliegenden Fall ausschliesslich das
rechte Knie zur Diskussion steht.
9.2 Für die Annahme unfallkausaler somatischer Restfolgen wird im Regelfall ein
organisch sichtbarer Gesundheitsschaden bzw. ein schlecht verheilter organischer
Gesundheitsschaden als objektivierbares Korrelat verlangt. Von organisch objektiv
ausgewiesenen Unfallfolgen kann erst gesprochen werden, wenn die erhobenen
Befunde mit - wissenschaftlich anerkannten (BGE 134 V 231) - apparativen/
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bildgebenden Abklärungen (wie Röntgen, Computertomogramm, MRI) bestätigt
werden (Urteil des Bundesgerichts vom 28. Oktober 2009, 8C_216/2009, E. 2).
Insbesondere der Vergleich von prätraumatischen und posttraumatischen
radiologischen Untersuchungsergebnissen vermag zuverlässig Aufschluss darüber zu
geben, ob ein Gesundheitsschaden, der sowohl traumatisch verursacht sein kann, aber
auch degenerativ bedingt vorkommt, bereits vorbestehend war oder traumatischer
Natur ist.
9.3 Massgebende Ausgangspunkte für traumatische Folgeschäden und damit die
Beurteilung der Rückfallkausalität sind zunächst die Gesundheitssituation im Grundfall,
insbesondere die unfallnah radiologisch erhobenen Gesundheitsschäden und die
ursprünglich gestellte Unfalldiagnose, sowie der anschliessende Heilungsverlauf.
9.3.1 Im Grundfall wurde beim Beschwerdeführer am 5. Dezember 2011 eine MRI-
Untersuchung des rechten Knies durch Dr. D._ durchgeführt. Dieser sichtete eine
ausgeprägte Osteochondrosis dissecans im Bereich der medialen Femurcondyle mit
einem losgelösten osteochondralen Fragment und entsprechendem Knochendefekt
daselbst mit perifokalem Knochenmarködem und auch antero-medial einen grossen
freien Gelenkkörper und ein Osteochondrom zwischen Hoffa'schem Fettkörper und
vorderem Kreuzband (Suva-act. 9). Bereits auf einem am 27. November 2011 und
damit vor dem Unfall vom 3. Dezember 2011 erstellten Röntgenbild des rechten
Kniegelenks sah med. pract. J._ einen osteochondralen Defekt des medialen
Femurkondylus zusammen mit einem röntgen- bzw. knochendichten freien
Gelenkkörper (Suva-act. 107-6 f.). Er leitete daraus überzeugend her, dass der
ausgedehnte osteochondrale Defekt des medialen Femurkondylus nicht Folge des
Ereignisses vom 3. Dezember 2011 oder der anderen Ereignisse vom Oktober/
November 2011 und Mai 2012 sein könne (Suva-act. 107-6). Wenn auch nicht
basierend auf einem Vergleich der radiologischen Bilder hielt Dr. F._
übereinstimmend fest, dass der Beginn der konkret ausgeprägten Veränderungen
mehrere Jahre zurückliegen müsse. Der Umstand, dass die Suva-Kreisärztin
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diesbezüglich von einem Unfall als verursachendem Faktor spricht, vermag keine
Unfallbedingtheit der Osteochondrosis dissecans zu belegen. Zum einen ist kein
mehrere Jahre zurückliegendes Unfallereignis aktenkundig oder gar streitig, zum
anderen hält Dr. F._ insbesondere auch fest, dass eine Osteochondrosis dissecans
auf jahrelange Überlastungen und nicht allein auf ein einmaliges Unfallereignis
zurückzuführen sei. Hinsichtlich einer Osteochondrosis dissecans und ihrer Ätiologie
erläutert sie nachvollziehbar, dass eine solche eine aseptische Knochennekrose
unterhalb des Gelenkknorpels beschreibe, die mit der Abstossung des betroffenen
Knochenareals mit dem darüber liegenden Knorpel als freier Gelenkkörper
(Gelenkmaus) enden könne. In den Entstehungstheorien stellten mechanische Faktoren
(repetitive Impulsbelastungen) die wahrscheinlichste Entstehungsursache dar. Bei der
(typischen) Osteochondrosis dissecans an der medialen Femurkondyle spiele eine
Störung des Bewegungsablaufs beim Laufen eine entscheidende Rolle. Es komme, wie
Bewegungsanalysen zeigten, zu einer kurzfristigen Rotation des Knies mit folgendem
Anschlagen der Femurkondyle an die Wange der Eminentia intercondylaris. In der
medizinischen Literatur wird zwar auch die traumatische Osteochondrosis dissecans
aufgeführt. Der Regelfall bildet aber eindeutig die degenerativ bedingte
Osteochondrosis (vgl. PSCHYREMBEL, Klinisches Wörterbuch, 267. Aufl. Berlin 2017,
S. 953 f.; ALFRED M. DEBRUNNER, Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. Bern
2005, S. 487, 492; ROCHE LEXIKON, Medizin, 5. Aufl. München 2003, S. 1379). Im
Einklang mit der medizinischen Literatur führt med. pract. J._ aus, dass traumatische
Knorpelschäden durch eine axial einwirkende Kraft - wie z.B. bei einem Sturz aus
grosser Höhe direkt auf das Kniegelenk - oder durch Scherkräfte - wie z.B. bei einer
Luxation der Kniescheibe (Patellaluxation) - entstehen könnten. Weiter seien
Rotationstraumen mit Kapsel- und Bandläsionen (z.B. Ruptur des vorderen
Kreuzbandes) und natürlich Frakturen der gelenknahen Knochenabschnitte zu nennen.
Knorpelschäden durch axiale Krafteinwirkung entstünden, wenn eine Bruchspannung,
wie sie bei einem Sturz aus 4 Metern Höhe entstehe, überschritten werde. Eine
Patellaluxation erfolge ausnahmslos lateral, typisch seien dabei entstehende
osteochondrale Defekte am Rand des lateralen Femurkondylus und an der Rückfläche
der Kniescheibe. Med. pract. J._ nimmt schliesslich Bezug auf den vorliegenden Fall
und hält zutreffend fest, dass in den medizinischen Berichten und insbesondere im
MRI-Untersuchungsbericht vom 5. Dezember 2011 (Suva-act. 9) weder eine Kapsel-
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oder Bandverletzung noch eine Fraktur dokumentiert seien. Darin fügt sich ein, dass
die Unfallschilderung des Beschwerdeführers vom 29. Mai 2012 ebenfalls nicht darauf
hinweist, dass ein Sturz oder eine Knieverdrehung mit der für eine Knorpelläsion
erforderlichen Wirkungskraft stattgefunden hätte. So sprach der Beschwerdeführer nur
von einem Einknicken seines rechten Knies und räumte ein, dass er den Sturz mit einer
Hand auf dem Boden noch etwas habe abfedern können (Suva-act. 33).
9.3.2 Vor diesem Hintergrund kommt eine unfallkausale Gesundheitsschädigung
höchstens als vorübergehende oder richtunggebende Verschlimmerung eines
Vorzustandes in Betracht. Von einer richtunggebenden Verschlimmerung spricht die
Rechtsprechung nur dann, wenn medizinischerseits feststeht, dass weder der Status
quo ante noch der Status quo sine je wieder erreicht werden können (RUMO-JUNGO/
HOLZER, a.a.O., S. 54). Dr. F._ geht in nachvollziehbarer Weise davon aus, dass die
im Dezember 2011 erlittene Traumatisierung nach Treppensturz nur als
vorübergehende - also auch nicht als richtunggebende - Verschlimmerung einzustufen
sei, da sie keine nachweisbaren traumatischen Folgen hinterlassen habe, nur solche,
die seit längerer Zeit schon vorhandenseien und sich nun als jahrelange
Verschlimmerung darstellten. Eine - wie im konkreten Fall - von Anfang an ausgeprägte
Osteochondrosis dissecans (vgl. Suva-act. 9, 11) lässt bereits für sich einer
richtunggebenden Verschlimmerung wenig Raum. Im Arztzeugnis UVG vom 20.
Dezember 2011 (Suva-act. 10) hat Dr. C._ denn auch keine Diagnose mit Hinweis auf
eine strukturelle Unfallverletzung gestellt. Unter der Rubrik "Angaben des Patienten"
führte er sodann einen Sturz auf der Treppe mit Kontusions- und Distorsionstraumen
an (Suva-act. 10), was den vom Beschwerdeführer am 29. Mai 2012 beschriebenen
Unfallmechanismus mit einem Einknicken des rechten Knies und einem Sturz
ausdrückt (Suva-act. 33). Mit den Begriffen Kontusions- und Distorsionstrauma wird
nur die Entstehungsursache bezeichnet, nämlich eine direkte stumpfe
Gewalteinwirkung bzw. Überdehnung/Verdrehung, jedoch keine bestimmte
Verletzungsform (PSCHYREMBEL, a.a.O., S. 421, 981; ROCHE LEXIKON, a.a.O., S.
441). Es entspricht der medizinischen Erfahrung, dass Kontusionen und Distorsionen
ohne strukturelle Läsionen normalerweise innert kurzer Zeit abheilen und sich die damit
verbundenen Beschwerden gänzlich zurückbilden (DEBRUNNER, a.a.O., S. 412;
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ROCHE LEXIKON, a.a.O., S. 357). Dennoch musste der Beschwerdeführer am 8.
Dezember 2011 operiert werden, wobei die Operation einzig die Behandlung der
osteochondralen Läsion im Bereich des medialen Femurcondylus rechts beinhaltete
(Suva-act. 11). Wohl in Anwendung von Art. 36 Abs. 1 UVG, wonach der
Unfallversicherer bis zum Erreichen des Status quo sine vel ante und damit dem
Wegfall einer Teilursächlichkeit die gesetzlichen Versicherungsleistungen ungekürzt zu
erbringen hat, und zwar selbst dann noch, wenn sich die Gesundheitsschädigung bei
einer Gewichtung der konkurrierenden Ursachen zum stark überwiegenden Teil als
Krankheitsfolge darstellt (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 24. Juni 2008,
8C_326/2008, E. 4 mit Hinweisen, und 5. Dezember 2011, 8C_476/2011, E. 6.2), kam
die Beschwerdegegnerin damals für die Operationskosten sowie die Kosten bis zur
Heilung der unmittelbaren Operationsfolgen auf. Per 30. Juni 2012 stellte sie ihre
Versicherungsleistungen ein und schloss den Grundfall ab (Suva-act. 44). In den Akten
ist bis 1. Juni 2012 eine 100%ige und bis 19. Juni 2012 eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit
dokumentiert (Suva-act. 38, 42). Weiter wurde dem Beschwerdeführer am 31. Mai 2012
eine Physiotherapieverordnung für neun Behandlungen ausgestellt (Suva-act. 49). Bis
zur Rückfallmeldung vom 1. Juni 2016 sind danach keine weiteren Arbeitsunfähigkeiten
und/oder Heilbehandlungen mehr aktenkundig. Erst ab 24. Mai 2016 war wieder eine
ärztliche Behandlung notwendig (Suva-act. 54, 66). Brückensymptome, welche sich in
einer ärztlichen Behandlung oder einer Arbeitsunfähigkeit geäussert hätten, waren
mithin während rund vier Jahren nicht gegeben.
9.3.3 Der dargelegte Sachverhalt weist auf eine Heilung der Unfallfolgen im
Grundfall bis zur Einstellung der Versicherungsleistungen durch die
Beschwerdegegnerin per 30. Juni 2012 hin. Dieser Umstand spricht massgeblich
gegen das Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen den ab 24.
Mai 2016 durch Dr. C._ behandelten (Suva-act. 54, 66) bzw. am 1. Juni 2016 als
Rückfall gemeldeten (Suva-act. 50) Kniebeschwerden rechts und dem Unfall vom 3.
Dezember 2011.
9.4
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9.4.1 Ein durch einen Unfall aktivierter, operativ behandelter und geheilter
(vorbestehender) degenerativer Gesundheitsschaden und ein wiederholter
degenerativer Gesundheitsschaden in Form desselben unveränderten Grundleidens
ohne Geschehnis eines neuen Unfalls stellen zueinander keine Rückfälle dar (vgl. dazu
Urteil des Bundesgerichts vom 9. Januar 2008, U 62/07, E. 4).
9.4.2 Das rechte Knie des Beschwerdeführers wurde am 9. Juni 2016 nochmals
kernspintomographisch abgeklärt (Suva-act. 58). Dr. D._ beschreibt im gleichentags
erstellten Untersuchungsbericht erneut eine ausgedehnte osteochondrale Läsion an
der medialen Femurkondyle mit einem voluminösen ossären Defekt, einem
ausgedehnten Knochenmarködem und einem Knorpeldefekt sowie einem in situ
liegenden voluminösen osteochondralen Fragment. Weitere Knorpeldefekte führt er am
antero medialen Tibia-plateau, hier mit Geröllzyste sowie einem ausgedehnten
Knochenmarködem, an (Suva-act. 58). Kreisarzt Dr. G._ bejahte zwar am 11. Juli
2016 eine Rückfall- bzw. Unfallkausalität der geltend gemachten Kniebeschwerden,
dies jedoch ohne Begründung (Suva-act. 59). Seine Beurteilung kann damit weder
nachvollzogen werden noch ist sie hinreichend belegt. Med. pract. J._ kommt
demgegenüber im Sinne der obgenannten bundesgerichtlichen Rechtsprechung zum
überzeugenden Schluss, dass die für die Rückfallmeldung ausschlaggebenden
Beschwerden des Beschwerdeführers nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf
den Unfall vom 3. Dezember 2011 zurückzuführen seien, und hält begründend fest,
dass in den Akten im Jahr 2016 kein Ereignis beschrieben sei, wie es Dr. C._ in
seinem Arztzeugnis UVG für Rückfall (Suva-act. 54: "wieder ein Distorsionstrauma im
Bereiche des rechten Kniegelenkes") nenne (Suva-act. 107-9 f.). Tatsächlich meldete
der Beschwerdeführer am 1. Juni 2016 einen Rückfall zum Unfall vom "27. November
2011", nicht einen neuen Unfall (Suva-act. 50). Als Rückfall sind damit einzig die
osteochondralen Läsionen nachgewiesen, zu deren Ursächlichkeit Dr. F._ und med.
pract. J._ bereits im Zusammenhang mit dem Grundfall ausführlich Stellung
genommen haben. Laut ihren Ausführungen ist bei osteochondralen Läsionen im
Regelfall, d.h. bei Fehlen eines Unfallereignisses, von einem degenerativen
Gesundheitsschaden auszugehen ist (vgl. Erwägung 9.3.1).
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9.4.3 Dass es sich bei den im Rückfall erhobenen Gesundheitsschäden um rein
degenerative Knorpelläsionen handelt, ergibt sich auch aus dem Arztzeugnis UVG von
Dr. C._ vom 20. Juni 2016 (Suva-act. 54) und dessen Bericht vom 6. September
2016 (Suva-act. 66), worin dieser die erneuten Gesundheitsschäden uneingeschränkt
als weit fortgeschrittene degenerative Veränderungen bzw. erneuten Abrieb im Bereich
der ehemaligen osteochondralen Läsion bezeichnet. Entgegen der Feststellung des
Rechtsvertreters des Beschwerdeführers kann in der Aussage von Dr. C._ im Bericht
vom 6. September 2016 - das ursprünglich eingesetzte biologische Verfahren, "um die
Knorpelläsionen zu begünstigen", habe lediglich einige Jahre gehalten - keine
Bejahung einer Rückfallkausalität gesehen werden. Dr. C._ erklärt einzig, dass ein
früherer degenerativer Gesundheitsschaden behandelt worden sei, die Behandlung
einige Jahre gehalten habe, die Knorpelschicht im Bereich des medialen
Femurkondylus nun aber vier Jahre später erneut degeneriert bzw. abgerieben sei. Er
beschreibt damit einen normalen Degenerationsprozess, der ohne Unfallbeteiligung
während einer vierjährigen Latenzzeit auftreten kann.
9.5 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich gestützt auf die schlüssig und
überzeugend begründeten Beurteilungen von Dr. F._ und med. pract. J._ aufgrund
der radiologischen Untersuchungsergebnisse und Diagnosen im Grundfall und Rückfall
keine Anhaltspunkte für eine natürliche Unfallkausalität der am 1. Juni 2016
gemeldeten Kniebeschwerden rechts ergeben. Für dasselbe Ergebnis spricht der
zeitliche Ablauf. Die Beschwerdegegnerin hat damit ihre Leistungspflicht aus der
obligatorischen Unfallversicherung zu Recht verneint
10.
10.1 Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen.
10.2 Gerichtskosten werden in Anwendung von Art. 61 lit. a ATSG keine erhoben.
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10.3 Dem Beschwerdeführer wurde am 12. Dezember 2017 die unentgeltliche
Rechtsverbeiständung bewilligt, womit der Staat verpflichtet ist, für die Kosten der
Rechtsvertretung des Beschwerdeführers aufzukommen (act. G 16). Die
Parteientschädigung wird vom Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht
auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des
Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das
Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung (HonO;
sGS 963.75) pauschal Fr. 1'500.-- bis Fr. 15'000.--. Der Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers verzichtete auf das Einreichen einer Kostennote. Aufgrund der
unterdurchschnittlichen Aktenmenge und des Verzichts auf eine Replik erscheint eine
pauschale Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- angemessen. Diese ist um einen
Fünftel zu kürzen (vgl. Art. 31 Abs. 3 des Anwaltsgesetzes, sGS 963.70). Somit hat der
Staat den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers mit Fr. 2'800.-- (einschliesslich
Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen.
10.4 Wenn es die wirtschaftlichen Verhältnisse des Beschwerdeführers gestatten,
kann er zur Nachzahlung der vom Staat entschädigten Parteikosten verpflichtet werden
(Art. 99 Abs. 2 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1] i.V.m.
Art. 123 Abs. 1 der Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO; SR 272]).