Decision ID: 6f364925-972f-4376-9fb8-ac7e297e3cc2
Year: 2009
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
H._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Duri Poltera, Hadwigstrasse 6a, 9000 St. Gallen,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
Rentenrevision
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St.Galler Gerichte
Sachverhalt:
A.
Nach einer vorausgegangenen Abweisung eines ersten Begehrens um IV-Leistungen
meldete sich H._ am 28. September 1998 erneut zum Leistungsbezug an. Er gab an,
er habe in seinem Herkunftsland den Schlosserberuf erlernt. Dr. med. A._ berichtete
am 17. November 1998, nach einer Tibiaplateaufraktur im Mai 1997 bestehe immer
noch eine Arbeitsunfähigkeit von 100%. Berufliche Massnahmen seien vorläufig nicht
möglich. Am 14. Januar 1999 berichtete Dr. med. B._ vom Spital Grabs, der
Versicherte sei nach wie vor zu 100% arbeitsunfähig. Der Zustand im rechten Bein
habe sich beruhigt. Nun stünden die lumbalen Rückenbeschwerden im Vordergrund.
Nichts spreche gegen eine Besserung der Beschwerden. Später würden dem
Versicherten wohl alle Arbeiten zumutbar sein. Am 5. Februar 1999 teilte Dr. med.
B._der IV-Stelle mit, die lumbalen Rückenschmerzen hätten sich massiv
verschlimmert. Computertomographisch hätten sich eine Diskusprotrusion und eine
Sequesterbildung L4/5 gezeigt. Die Arbeitsunfähigkeit betrage nach wie vor 100%,
wobei die Befunde am rechten Knie irrelevant seien. Die Klinik für Neurochirurgie des
Kantonsspitals St. Gallen berichtete am 17. Juni 1999, am 11. Februar 1999 sei der
Versicherte operiert worden. Die Diagnose laute: Rezidivhernie L4/5 rechts bei St. n.
Diskektomie L4/5 rechts. Der Versicherte habe eine Reoperation abgelehnt. Die IV-
Stelle beauftragte die MEDAS St. Gallen mit einer polydisziplinären Begutachtung. Die
MEDAS führte in ihrem Gutachten vom 29. Juni 2000 aus, der Versicherte leide an
einem chronischen Lumbovertebralsyndrom bei Diskushernienrezidiv L4/5 nach
Hemilaminektomie rechts, an einer subakromialen Enge der rechten Schulter, an
Knieschmerzen rechts nach Osteosynthese einer Tibiakopffraktur (5/97) und
Metallentfernung (5/98), an Knieschmerzen links nach Entfernen einer Bakerzyste und
nachgewiesenem Knorpelschaden, an einem depressiv überlagerten Schmerzsyndrom
mit Adipositas, Hyperlipidämie, Hyperglykämie und grenzwertig hypertonem Blutdruck.
Als Bauarbeiter sei der Versicherte nicht mehr arbeitsfähig. In einer leichteren Tätigkeit
ohne lange Sitz- und Stehdauer und ohne Heben schwerer Lasten sei der Versicherte
rein orthopädisch betrachtet halbtags einsatzfähig. Ziehe man das psychische Leiden
und das metabolische Syndrom, das bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nicht
völlig vernachlässigt werden dürfe, mit in Betracht, so betrage die Arbeitsunfähigkeit
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auch in einer leichten Tätigkeit 70%. Primordial für die Prognose sei der internistische
Aspekt. Es müsse auf eine drastische Gewichtsabnahme gedrängt werden und die
diabetische Komponente und der Blutdruck müssten medikamentös angegangen
werden. Psychiatrisch betrachtet wäre eine Wiedereingliederung sinnvoll, da dies die
einzige Möglichkeit sei, den Versicherten aus seiner Passivität herauszuholen und ihm
neue Perspektiven zu eröffnen. Der psychiatrische Sachverständige der MEDAS hatte
in seinem Consilium vom 14. Juni 2000 berichtet, bei einer ersten psychiatrischen
Exploration im Jahr 1995 sei keine psychische Störung, wohl aber eine besondere
Persönlichkeitsstruktur festgestellt worden. Diesmal habe der Versicherte auch von
psychischen Störungen berichtet, die er zwar mit wenigen Worten geschildert habe, die
jedoch auf eine depressive Komponente im Krankheitsbild hinwiesen. Der intellektuell
knapp dotierte, wenig differenzierte Versicherte zeige so gut wie keine
Introspektionsfähigkeit und wirke bei der Aufforderung, seine psychische Situation zu
schildern, recht unbeholfen. Er beteuere seine Bereitschaft, etwas zu arbeiten,
entwickle dabei aber kaum Selbstinitiative, sondern warte auf Hilfe. Er weise
dependente Persönlichkeitszüge auf, die er mit akzentuierten Klagen über körperlich
bedingte Beschwerden überdecke. Dadurch erfahre er Verständnis und Mitleid bei
nahestehenden Personen. Die Hauptbehinderung bzw. das Haupthindernis der
Eingliederung liege im somatischen Bereich. Bei einer optimalen Eingliederung würde
sich der psychische Zustand schnell bessern. Die IV-Stelle sprach dem Versicherten
am 21. September 2000 rückwirkend ab 1. Mai 1998 eine ganze Invalidenrente bei
einem Invaliditätsgrad von 70% zu.
B.
B.a Die IV-Stelle eröffnete am 6. Januar 2006 ein Rentenrevisionsverfahren, indem sie
den Versicherten einen entsprechenden Fragebogen ausfüllen liess. Der Versicherte
gab am 16. Januar 2006 an, sein Gesundheitszustand sei unverändert. Der zuständige
Arzt des RAD Ostschweiz empfahl am 20. Juli 2006 eine MEDAS-Abklärung, wobei
zusätzlich nach einer allfälligen Veränderung des Arbeitsunfähigkeitsgrades gefragt
werden sollte. Das ZMB Basel führte in seinem Gutachten vom 30. August 2007 aus,
die allgemeinmedizinische und internistische Untersuchung habe eine Kombination von
Diabetes mellitus, Adipositas, Dyslipidämie und arterieller Hypertonie aufgezeigt. Es
liege also ein metabolisches Syndrom vor. Wegen des schlecht eingestellten Diabetes
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mellitus sei der Versicherte arbeitsunfähig für Tätigkeiten, in denen er Verantwortung
für andere Personen übernehmen müsse (z.B. Chauffeurtätigkeit), und für Tätigkeiten
an laufenden Maschinen oder mit Sturzgefahr. Wegen der schlecht eingestellten
arteriellen Hypertonie seien zudem auch keine körperlich schweren Tätigkeiten
zumutbar. Die Problematik sei behandelbar und reversibel. Eine Gewichtsreduktion
wäre notwendig und zumutbar. Bei der orthopädischen Untersuchung habe der
Versicherte über anhaltende Kreuzschmerzen mit Ausstrahlung über die rechte
Gesässhälfte in den rechten Unterschenkel, über Knieschmerzen rechts mehr als links,
über verschiedene Missempfindungen an den Extremitäten und über eine Schwellung
des Mittelgelenks des linken Zeigefingers geklagt. Klinisch betrachtet bestehe am
rechten Knie eine Chondromalazie III, die für die Knieschmerzen, die schmerzhaft
eingeschränkte Beweglichkeit und eine diffuse Druckempfindlichkeit verantwortlich sei.
Am linken Knie seien sehr schmerzhafte Veränderungen im retropatellären Bereich
eingetreten. Die Kreuzbeschwerden seien im Rahmen eines Lumbovertebralsyndroms
zu werten. Aufgrund der Befunde am Bewegungsapparat seien körperlich schwere
Arbeiten mit häufigem Bücken und Heben von Lasten über 10 kg nicht mehr möglich.
Längere Gehstrecken, häufiges Treppensteigen und häufiges In-die-Hocke-Gehen
seien nicht mehr möglich. Leidensadaptierte leichte Tätigkeiten seien noch teilzeitlich
möglich. Die neurologische Untersuchung habe ein mässiggradiges
Karpaltunnelsyndrom beidseits rechtsbetont aufgezeigt. Dieses führe dazu, dass keine
Ansprüche an die Feinmotorik mehr gestellt werden könnten. Das
Lumbovertebralsyndrom schliesse körperlich schwere Tätigkeiten aus. Bei der
psychiatrischen Exploration habe der Versicherte angegeben, er habe schon vor dem
Unfall 1991 gelegentlich Wutausbrüche gehabt. Doch hätten Missmut, Ärger und
daraus folgend aggressive Ausbrüche besonders in den letzten beiden Jahren
zugenommen. Deshalb ziehe er sich von sozialen Bindungen zurück, denn er wolle
Auseinandersetzungen vermeiden. Bei der psychiatrischen Exploration habe sich der
Versicherte auf die Frage nach seiner Zukunft ratlos gezeigt, aber er sei weder deutlich
depressiv noch ängstlich gewesen. Seine Beschreibung dysphorischer Zustände sei
durchaus glaubhaft. Er sei wach, bei klarem Bewusstsein und allseits orientiert
gewesen. Die Grundstimmung sei gespannt-gehemmt gewesen und habe sich
während der Exploration nicht verändert. Die affektive Modulationsfähigkeit sei
ebenfalls gehemmt gewesen. Psychomotorisch habe sich der Versicherte
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antriebsgehemmt gezeigt. Während der gesamten Exploration sei der Versicherte gut
konzentriert und aufmerksam gewesen. Hinweise auf Wahnerleben,
Sinnestäuschungen oder Ich-Störungen habe es nicht gegeben. Eine eigenständige
Diagnose von Depression oder Angst im Sinne von ICD-10 könne nicht gestellt werden.
Chronischer Schmerz sei i.d.R. von einer psychischen Verstimmung im Sinne von
Missmut, Lustlosigkeit und Deprimiertheit begleitet, was aber keiner Depression
entspreche. Der Versicherte leide an einer maladaptiven Schmerzverarbeitungsstörung
mit Selbstlimitierung mit einer Symptomausweitung.
B.b Als Ergebnis einer interdisziplinären Diskussion gaben die Sachverständigen des
ZMB folgende Gesamtdiagnose an: chronisches Lumbovertebralsyndrom (mit/bei
degenerativen Wirbelsäulenveränderungen, St. n. Diskektomie L4/5 wegen
Diskushernie L4/5 und pseudoradikulärer Irritation rechts), chronisches
Schmerzsyndrom am rechten und am linken Knie, unklare Arthropathie PIP linker
Zeigefinger, mässiggradiges beidseitiges Karpaltunnelsyndrom rechtsbetont, Diabetes
mellitus Typ II und maladaptierte Schmerzverarbeitung mit Selbstlimitierung im Sinne
einer Symptomausweitung. In bezug auf die Arbeitsfähigkeit stellten die
Sachverständigen fest, dass der Versicherte in der angestammten Tätigkeit als
Schlosser, die als körperlich mindestens mittelschwer einzustufen sei, schon aufgrund
der somatischen Beschwerden nicht mehr arbeitsfähig sei. In einer körperlich leichten,
wechselbelastenden Tätigkeit ohne dauerndes Heben und Tragen von Lasten über 10
kg und ohne dauernde unergonomische Rückenhaltungen sei der Versicherte in seiner
Arbeitsfähigkeit um 50% eingeschränkt. Im Rahmen der MEDAS-Abklärung im Jahr
2000 sei eine Arbeitsunfähigkeit von 70% ermittelt worden. Das sei mit dem
Lumboischialgiesyndrom begründet worden, das damals noch frischer gewesen sei.
Zudem sei damals von einem depressiv überlagerten Schmerzsyndrom gesprochen
und mit dem metabolischen Syndrom auf eine gesundheitliche Verschlechterung
hingewiesen worden. Das metabolische Syndrom sei aber aufgrund der Schwere des
Diabetes mellitus für eine Verweistätigkeit nicht arbeitsunfähigkeitsbegründend. Es sei
dem Versicherten zumutbar, die kardiovaskulären Risikofaktoren anzugehen und damit
das metabolische Syndrom in den Griff zu bekommen. Eine vermehrte Mobilisierung
und ein Einsatz in einer Teilzeiterwerbstätigkeit wären therapeutisch sinnvoll. Bei der
Begutachtung durch die MEDAS im Jahr 2000 habe der Orthopäde eine
Halbtagestätigkeit für zumutbar betrachtet. Der Psychiater habe eine Arbeitsunfähigkeit
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von 25% angegeben. Dass die Gutachter in der Schlussbetrachtung von einer
Arbeitsunfähigkeit von 70% ausgegangen seien, sei nicht verständlich. Sie hätten mit
einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes wegen des metabolischen
Syndroms argumentiert. Diese Situation habe aber schon 1995 bestanden. Auf die
Frage, ob sich die Arbeitsfähigkeit des Versicherten seit der Rentenzusprache
verändert habe, führten die Sachverständigen des ZMB aus, es sei in den letzten
Jahren zu einer gewissen Anpassung gekommen. Im Jahr 2000 sei die Einschränkung
mit somatischen Diagnosen und zusätzlich psychiatrisch mit einem depressiv gefärbten
Schmerzsyndrom erklärt worden. Zusätzlich sei das metabolische Syndrom angeführt
worden. Dieses sei auch jetzt noch vorhanden, ohne aber die Arbeitsfähigkeit zu
beschränken. Aus psychiatrischer Sicht seien heute die Selbstlimitierung und die
psychosozialen Probleme im Vordergrund. Eine eigentliche psychiatrische Diagnose
könne nicht mehr gestellt werden. Dr. med. C._ vom RAD hielt dazu fest, das ZMB-
Gutachten enthalte Aussage, dass sich der Gesundheitszustand verändert habe.
Einerseits sei es zu gewissen Anpassungen gekommen und andererseits sei anders als
im Jahr 2000 kein psychisches Leiden mit Krankheitswert mehr vorhanden. Das
Gutachten sei gut nachvollziehbar. Es sei somit davon auszugehen, dass nur noch eine
Arbeitsunfähigkeit von 50% bestehe.
C.
Die IV-Stelle ermittelte das Validen- und das Invalideneinkommen anhand desselben
statistischen Durchschnittslohnes. Sie berücksichtigte neben dem
Arbeitsunfähigkeitsgrad von 50% einen zusätzlichen Abzug von 10%, was einen
Invaliditätsgrad von 55% lieferte. Mit einem Vorbescheid vom 4. Januar 2008 teilte sie
dem Versicherten mit, dass sie die ganze auf eine halbe Invalidenrente herabsetzen
werde. Der Versicherte liess am 31. Januar 2008 einwenden, das ZMB-Gutachten stelle
zur Hauptsache eine Neubeurteilung eines gleich gebliebenen Sachverhalts dar, denn
es werde vor allem Kritik am MEDAS-Gutachten aus dem Jahr 2000 geübt. Der
Unterschied in der psychiatrischen Diagnose (Schmerzsyndrom mit depressiver
Überlagerung – Schmerzverarbeitungsstörung ohne Krankheitswert) gründe vor allem
im Beurteilungsspielraum, der von einem Gutachter in Anspruch genommen werde. Es
sei nicht überzeugend dargetan, dass effektiv eine verbesserte psychische Situation
eingetreten sei. Der Versicherte sei beim Psychiatrie-Zentrum Werdenberg-
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Sarganserland in Behandlung. Dort sei ein Bericht einzuholen. Eventualiter sei zu
rügen, dass keine beruflichen Abklärungen oder Massnahmen durchgeführt worden
seien. Die IV-Stelle holte einen Bericht des Psychiatrie-Zentrums Werdenberg-
Sarganserland ein. Dr. med. D._ und lic. phil. E._ führten am 8. April 2008 aus, es
lägen folgende Diagnosen vor: anhaltende somatoforme Schmerzstörung, sonstige
abnorme Gewohnheiten und Störungen der Impulskontrolle und – ohne Auswirkungen
auf die Arbeitsfähigkeit – Essattacken und Erbrechen bei sonstigen psychischen
Störungen. In einer adaptierten Erwerbstätigkeit sei der Versicherte zu 50%
arbeitsfähig. Dr. med. F._ vom RAD gab dazu am 10. Mai 2008 an, es werde eine
Arbeitsunfähigkeit von 50% bestätigt, so dass es keinen Grund gebe, an den
Feststellungen im Vorbescheid etwas zu ändern. Mit einer Verfügung vom 27. Juni
2008 sprach die IV-Stelle dem Versicherten mit Wirkung ab August 2008 eine halbe
Invalidenrente zu. Zum Begehren des Versicherten, es seien berufliche Abklärungen
oder Massnahmen durchzuführen, wurde in dieser Verfügung nicht Stellung
genommen.
D.
Der Versicherte liess am 29. August 2008 Beschwerde erheben und beantragen, die
Verfügung sei aufzuheben und es sei ihm weiterhin eine volle (richtig: ganze)
Invalidenrente auszurichten. Eventualiter sei die IV-Stelle anzuweisen abzuklären,
inwiefern sich eine eventuell verbesserte psychische Situation auf die Arbeitsfähigkeit
ausgewirkt haben könnte und ob ihm durch berufliche Abklärungen und Massnahmen
der Wiedereinstieg ins Erwerbsleben ermöglicht werden könne. Zur Begründung liess
er ausführen, eine abweichende Beurteilung eines im grossen Ganzen unverändert
gebliebenen Sachverhalts stelle keinen Revisionsgrund dar. Deshalb sei genau zu
prüfen, ob eine geänderte ärztliche Stellungnahme zur Arbeitsfähigkeit bloss eine
Neubeurteilung enthalte oder Ausdruck tatsächlich veränderter Verhältnisse sei.
Gemäss der Beurteilung durch den RAD vom 3. Dezember 2007 sei der somatische
Bereich zwischen 2000 und 2007 unverändert geblieben. Hingegen sei eine angebliche
Verbesserung im psychischen Bereich eingetreten. Dem sei entgegen zu halten, dass
in der Gesamtbeurteilung durch die Gutachter des ZMB eine Arbeitsunfähigkeit von
50% aufgrund einer Neubeurteilung und nicht aufgrund einer Neuentwicklung
festgelegt worden sei, dass der Unterschied zwischen einem Schmerzsyndrom mit
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depressiver Überlagerung und einer Schmerzverarbeitungsstörung ohne
Krankheitswert vor allem im Beurteilungsspielraum des Gutachters gründe, weshalb
keine Verbesserung der psychischen Situation nachgewiesen sei, dass vom
Psychiatrie-Zentrum Werdenberg-Sarganserland zwei ICD Diagnosen gestellt worden
seien, was einen unerklärlichen Widerspruch bewirke, so dass die psychiatrische
Abklärung durch das ZMB als zweifelhaft erscheine, dass im Bericht des Psychiatrie-
Zentrums Werdenberg-Sarganserland eine Arbeitsunfähigkeit aus rein psychiatrischer
Sicht von 50% angegeben worden sei, was eher für eine Erhöhung, keinesfalls aber für
eine Veränderung spreche, dass höchstens von einer Reduktion auf 60% ausgegangen
werden könne und dass eine wesentliche Verbesserung der Arbeitsfähigkeit nicht
nachvollziehbar und rechtsgenüglich dargetan sei. Eventualiter sei zu rügen, dass keine
beruflichen Abklärungen oder Massnahmen durchgeführt worden seien.
E.
Die IV-Stelle beantragte am 10. Dezember 2008 die Abweisung der Beschwerde. Sie
wies darauf hin, dass die Gutachter des ZMB am 2. Dezember 2008 zum Bericht des
Psychiatrie-Zentrums Werdenberg-Sarganserland vom 8. April 2008 Stellung
genommen. Sie hätten ausgeführt, weder die angegebenen Beschwerden noch die
erhobenen Befunde reichten aus, um die Diagnose einer anhaltenden somatoformen
Schmerzstörung zu stellen, so dass an der im Gutachten enthaltenen
Arbeitsfähigkeitsschätzung festgehalten werde. Die IV-Stelle führte weiter aus, im ZMB-
Gutachten sei eindrücklich dargelegt worden, was sich seit der Beurteilung im Jahr
2000 verbessert habe.

Erwägungen:
1.
Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente für
die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG).
Mit diesem Instrument zur Korrektur formell rechtskräftiger Rentenverfügungen wird
der nachträglichen tatsächlichen Unrichtigkeit einer Rentenverfügung Rechnung
getragen (vgl. Ulrich Meyer-Blaser, Die Abänderung formell rechtskräftiger
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Verwaltungsverfügungen in der Sozialversicherung, ZBl 1994 S. 349). Tatsächlich
unrichtig und damit revisionsbedürftig wird eine Rentenverfügung, wenn sich der
relevante Sachverhalt so verändert, dass er die mit der formell rechtskräftigen
ursprünglichen Verfügung zugesprochene und bis dahin ausgerichtete Rente nicht
mehr rechtfertigt, weil die Invaliditätsbemessung (Art. 16 ATSG) unter Berücksichtigung
des veränderten Sachverhalts einen Invaliditätsgrad ergibt, der entweder einen höheren
oder einen tieferen Rentenanspruch entstehen lässt oder aber gar keinen
Rentenanspruch mehr begründet. Das Wesen der Revision gemäss Art. 17 ATSG
besteht also in der Anpassung einer laufenden Dauerleistung an eine nach der
Zusprache dieser Dauerleistung eingetretene, also nachträgliche erhebliche
Veränderung des leistungsrelevanten Sachverhalts. Der Unterschied zur prozessualen
Revision (Art. 53 Abs. 1 ATSG) und zur Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) besteht
demnach darin, dass die formell rechtskräftige ursprüngliche Zusprache der
Dauerleistung korrekt war. Sie wird durch die Revisionsverfügung nicht widerrufen und
ersetzt, sondern sie bleibt erhalten. Sie wird nur auf einen i.d.R. durch den Eintritt der
Sachverhaltsveränderung definierten Zeitpunkt durch die Revisionsverfügung
modifiziert bzw. abgelöst. Für die zwischen dem Leistungsbeginn und der
revisionsweisen Anpassung ausgerichteten Leistungen bleibt die formell rechtskräftige
ursprüngliche Leistungszusprache die einzige (und korrekte) Verfügungsgrundlage, da
die Revisionsverfügung nur die Verfügungsgrundlage für die ab dem
Anpassungszeitpunkt ausgerichtete Dauerleistung bildet. Die prozessuale Revision und
die Wiedererwägung hingegen beinhalten notwendigerweise den Widerruf der
ursprünglichen, formell rechtskräftigen Leistungszusprache und deren Ersatz durch
eine neue, korrigierte Leistungszusprache oder gegebenenfalls auch durch eine
Abweisung des ursprünglichen Leistungsgesuches (vgl. Ralph Jöhl, Zur Praxis der
substituierten Begründung der Wiedererwägung bei zu Unrecht ergangenen
Anpassungsverfügungen, AJP 8/2004 S. 1001 ff.), da es um die Korrektur einer
anfänglich unrichtigen Verfügung geht (vgl. Ulrich Meyer-Blaser, a.a.O., S. 350 ff.). Wird
im Rahmen eines Rentenrevisionsverfahrens nur der aktuelle Sachverhalt erhoben und
dann mit demjenigen verglichen, auf den sich die ursprüngliche Rentenzusprache
gestützt hatte, so besteht die Gefahr, dass die abweichende medizinische
Einschätzung eines unverändert gebliebenen Gesundheitszustandes fälschlicherweise
als nachträgliche Sachverhaltsveränderung interpretiert wird. Es ergeht dann in
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Anwendung von Art. 17 Abs. 1 ATSG eine Revisionsverfügung, obwohl das
entscheidende Tatbestandselement der Revision, die nachträgliche Veränderung des
leistungserheblichen Sachverhalts, gar nicht erfüllt ist. Die abweichende Einschätzung
des unverändert gebliebenen Sachverhalts würde zwar allenfalls eine Wiedererwägung
der ursprünglichen, formell rechtskräftigen Rentenzusprache rechtfertigen. Aber dies
wird im Rahmen des vorgeblichen Revisionsverfahrens gar nicht geprüft, da die
Verwaltung ja an eine nachträgliche Sachverhaltsveränderung glaubt. Hinzu kommt,
dass es eine Wiedererwägung mit Wirkung ex nunc entgegen einer weit verbreiteten
Auffassung gar nicht gibt, weil die Wiedererwägung notwendigerweise den Widerruf
der ursprünglichen, formell rechtskräftigen Leistungszusprache voraussetzt. Um
derartige unzulässige "Scheinrevisionen" einer laufenden Invalidenrente zu vermeiden,
darf sich die medizinische Abklärung im Rentenrevisionsverfahren nach Art. 17 Abs. 1
ATSG nicht auf die Erhebung des aktuellen Gesundheitszustandes beschränken. Ergibt
die Erhebung des aktuellen Gesundheitszustandes eine Abweichung gegenüber dem
Gesundheitszustand, auf den sich die ursprüngliche Leistungszusprache gestützt
hatte, muss vielmehr zusätzlich abgeklärt werden, ob diese Abweichung auf eine
seither eingetretene Veränderung zurückzuführen ist. Gegenstand des
Rentenrevisionsverfahrens bildet also nicht nur die Beantwortung der Frage nach dem
aktuellen Sachverhalt, sondern auch die Beantwortung der Frage nach der
Sachverhaltsentwicklung seit der ursprünglichen Rentenzusprache (bzw. seit der
letzten Rentenrevision).
2.
2.1 Der Beschwerdeführer macht sinngemäss geltend, die revisionsweise
Herabsetzung seiner ganzen auf eine halbe Invalidenrente scheitere bereits daran, dass
der aktuelle Arbeitsfähigkeitsgrad nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad feststehe.
Die Diagnosestellung und die Arbeitsfähigkeitsschätzung des psychiatrischen
Gutachters des ZMB wichen nämlich ganz erheblich von derjenigen des behandelnden
Psychiatrie-Zentrums ab. Während der psychiatrische Gutachter keine ICD-Diagnose
erhoben habe, gebe das Psychiatrie-Zentrum zwei ICD-Diagnosen an (anhaltende
somatoforme Schmerzstörung und sonstige abnorme Gewohnheiten und Störungen
der Impulskontrolle). Daraus habe das Psychiatrie-Zentrum einen Arbeitsfähigkeitsgrad
aus psychiatrischer Sicht allein von 50% abgeleitet. Die Beschwerdegegnerin verteidigt
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ihr Abstellen auf die Arbeitsfähigkeitsschätzung des ZMB damit, dass der zuständige
Arzt des RAD sinngemäss angegeben habe, es gebe keinen Grund, von der
Arbeitsfähigkeitsschätzung des ZMB abzuweichen, weil beide auf 50% lauteten. Diese
Argumentation der Beschwerdegegnerin vermag nicht zu überzeugen, denn es kommt
nicht auf die Höhe der Arbeitsfähigkeitsschätzung an. Im einen Fall beruht die
Arbeitsfähigkeit von 50% nämlich auf einer interdisziplinären Einschätzung und im
anderen Fall handelt es sich um eine Einschätzung aus rein psychiatrischer Sicht.
Vielleicht wäre die interdisziplinäre Arbeitsfähigkeitsschätzung höher ausgefallen, wenn
anstelle der Einschätzung der psychiatrischen Sachverständigen diejenige des
Psychiatrie-Zentrums einbezogen worden wäre. Die durch eine Arbeitsunfähigkeit
entstehende Möglichkeit, die tägliche Arbeitszeit zu verkürzen, in einem reduzierten
Tempo zu arbeiten oder mehr Pausen einzulegen, dient i.d.R. sowohl der körperlichen
als auch der psychischen Schonung bzw. Erholung. Deshalb wird die psychisch
begründete Arbeitsunfähigkeit i.d.R. nicht zu der somatisch begründeten
Arbeitsunfähigkeit addiert. Nur in besonderen Fällen ist eine (teilweise) Addition
notwendig. Ob ein solcher Ausnahmefall vorgelegen hätte, wenn die psychiatrische
Arbeitsfähigkeitsschätzung des Psychiatrie-Zentrums anstelle der
Arbeitsfähigkeitsschätzung des psychiatrischen Gutachters in die polydisziplinäre
Einschätzung eingeflossen wäre, lässt sich nicht beurteilen. Die Frage kann aber offen
bleiben, denn die Arbeitsfähigkeitsschätzung des Psychiatrie-Zentrums verfügt über
keinen ausreichenden Beweiswert. Es handelt sich nämlich um eine Einschätzung
eines behandelnden Arztes. Derartige Einschätzungen erfolgen erfahrungsgemäss aus
therapeutischer Sicht. Es wird also nicht die Frage gestellt, was die behandelte Person
bei Aufbietung der zumutbaren Willenskraft leisten könnte, sondern es wird danach
gefragt, was die behandelte Person tun sollte, um den Therapieerfolg nicht zu
gefährden bzw. um diesen zu begünstigen. Eine unter dieser Prämisse abgegebene
Arbeitsfähigkeitsschätzung ist zur Bemessung des zumutbaren Invalideneinkommens
zum vornherein unbrauchbar. Selbst wenn die Arbeitsfähigkeitsschätzung des
Psychiatrie-Zentrums nicht aus therapeutischer, sondern aus grundsätzlich
gutachterlicher Sicht abgegeben worden wäre, könnte ihr kein ausreichender
Beweiswert beigemessen werden. Erfahrungsgemäss pflegen behandelnde Ärzte
nämlich die Zumutbarkeit einer Erwerbstätigkeit nicht objektiv, sondern ganz oder
teilweise aus der Sicht ihres Patienten zu beurteilen, da sie meist über lange Zeit
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dessen Klagen ausgesetzt gewesen sind und da die subjektive Selbsteinschätzung des
Patienten sich in der Realität bestätigt, weil dieser sich konsequent entsprechend
verhält. Hinzu mag – unbewusst – der Wunsch kommen, dem Patienten, dem man auf
therapeutischem Weg nicht hat helfen können, wenigstens zu
Sozialversicherungsleistungen zu verhelfen. Die Arbeitsfähigkeitsschätzung eines
behandelnden Arztes vermag also nur dann einen relevanten Beweiswert zu entfalten,
wenn sich ihrer Begründung ein in jeder Hinsicht objektiver Standpunkt des
behandelnden Arztes entnehmen lässt. Dies trifft auf die Arbeitsfähigkeitsschätzung
des Psychiatrie-Zentrums nicht zu. Vielmehr enthält sie Hinweise darauf, dass sie
therapeutisch beeinflusst sein könnte. Bei psychiatrischen Diagnosen und
Arbeitsfähigkeitsschätzungen gilt das in besonders grossem Mass, was der
Beschwerdeführer gegen dem Gutachten des ZMB geltend gemacht hat: Der
Beurteilungsspielraum ist sehr hoch, denn das Ausmass der Erkrankung lässt sich nur
über die Aussagen und das Verhalten der explorierten Person ermitteln. Es gibt kaum
objektiv messbare Symptome. Ob eine psychiatrische ICD-Diagnose gestellt werden
kann oder nicht, ist für die Therapie oft gar nicht relevant. Sie erleichtert allerdings die
Vergütung der Therapiekosten durch die Krankenversicherung. Der diesbezüglichen
Differenz zwischen dem ZMB-Gutachten und dem Bericht des Psychiatrie-Zentrums ist
deshalb keine Bedeutung beizumessen. Auch diesbezüglich erweisen sich die Angaben
im ZMB-Gutachten als überzeugender. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die
Arbeitsfähigkeitsschätzung des Psychiatrie-Zentrums nicht in einem Ausmass Zweifel
an der Arbeitsfähigkeitsschätzung des ZMB zu wecken vermag, das es nicht mehr
erlauben würde, einen Arbeitsfähigkeitsgrad des Beschwerdeführers in einer
adaptierten Erwerbstätigkeit von 50% als überwiegend wahrscheinlich zu betrachten.
Es steht somit fest, dass der Beschwerdeführer im Zeitpunkt der Abklärung durch das
ZMB in einer adaptierten Erwerbstätigkeit zu 50% arbeitsfähig gewesen ist.
2.2 Die Sachverständigen der MEDAS St. Gallen haben im Jahr 2000 eine
Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers von 70% ermittelt. Im Zeitpunkt der
Untersuchung durch das ZMB im Jahr 2007 hat die Arbeitsfähigkeit des
Beschwerdeführers 50% betragen. Diese Differenz allein vermag nach dem oben
Ausgeführten noch keine Rentenrevision zu begründen. Vielmehr muss feststehen,
dass es sich um die Folge einer erheblichen Veränderung des massgebenden
Sachverhalts (und nicht nur um eine abweichende Beurteilung eines gleichgebliebenen
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Sachverhalts) handelt. Die Beschwerdegegnerin ist sich der Notwendigkeit des
Nachweises einer erheblichen Sachverhaltsveränderung bewusst gewesen, denn sie
hat die Sachverständigen des ZMB ausdrücklich gefragt, ob sich die Arbeitsfähigkeit
des Beschwerdeführers seit der Rentenzusprache geändert habe. Die Antwort im
Gutachten vom 30. August 2007 ist nicht eindeutig ausgefallen. Es ist nämlich
ausgeführt worden, es sei in den vergangenen sieben Jahren zu einer gewissen
Anpassung gekommen. Psychiatrisch sei im Jahr 2000 ein depressiv gefärbtes
Schmerzsyndrom festgestellt worden. Aktuell stünden psychiatrisch nur noch die
Selbstlimitierung und die psychosozialen Probleme zur Diskussion. Eine eigentliche
psychiatrische Diagnose habe nicht mehr gestellt werden können. Im Jahr 2000 sei das
metabolische Syndrom angeführt worden. Aktuell habe dieses Syndrom keine
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit zur Folge. In ihrer Stellungnahme zur früheren
Arbeitsfähigkeitsschätzung haben die Sachverständigen des ZMB aber ausgeführt, es
sei nicht verständlich, dass die MEDAS St. Gallen im Jahr 2000 in der
Schlussbeurteilung von einem 70%igen Arbeitsunfähigkeitsgrad ausgegangen sei. Es
sei nämlich nicht vollkommen nachzuvollziehen, warum aufgrund des damals erstmals
diagnostizierten Diabetes mellitus Typ II und des depressiv überlagerten
Schmerzsyndroms eine volle Invalidisierung bei einem Arbeitsunfähigkeitsgrad von
70% für angemessen betrachtet worden sei. Das Ergebnis der interdisziplinären
Diskussion der ZMB-sachverständigen ist also widersprüchlich. Einerseits wird die
Frage nach einer erheblichen Veränderung des Gesundheitszustandes und damit nach
einer Reduktion des Arbeitsfähigkeitsgrades von 70% auf 50% bejaht. Andererseits
wird die frühere Arbeitsfähigkeitsschätzung als nicht überzeugend bezeichnet, weil
nicht nachzuvollziehen sei, weshalb die somatisch begründete Arbeitsunfähigkeit von
50% und die psychisch begründete Arbeitsunfähigkeit von 25% teilweise addiert
worden seien.
2.3 Die Sachverständigen der MEDAS St. Gallen müssen im Jahr 2000 aufgrund ihrer
interdisziplinären Diskussion davon ausgegangen sein, dass die Kombination aus
Rücken-, Schulter- und Kniebeschwerden, aus psychischen Beschwerden (depressiv
überlagertes Schmerzsyndrom) und aus dem metabolischen Syndrom eine
Arbeitsunfähigkeit zur Folge habe, die nicht dem höchsten
Einzelarbeitsunfähigkeitsgrad (50% wegen der Rücken-, Schulter- und
Kniebeschwerden) entspreche, sondern diesen übersteige. Sie sind also davon
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ausgegangen, dass die Erleichterung, welche eine Reduktion des
Beschäftigungsgrades auf 50% verschaffen würde, dem Beschwerdeführer nicht
reichen würde, um sich durch eine verkürzte Tagesarbeitszeit, durch vermehrte und/
oder verlängerte Pausen oder durch eine Reduktion des Arbeitstempos zu erholen.
Zwar kann die Frage, ob eine revisionsrechtlich erhebliche Sachverhaltsveränderung
eingetreten sei, nur beantwortet werden, wenn der Sachverhalt im Zeitpunkt der
letztmaligen materiellen Rentenprüfung als Vergleichsgrundlage bekannt ist. Weicht die
damalige Sachverhaltsannahme allerdings offenkundig vom damals effektiv
bestehenden Sachverhalt ab, so muss auf letzteren als Vergleichsbasis abgestellt
werden, d.h. der damals effektiv bestehende Sachverhalt muss nachträglich noch
ermittelt werden. Das bedeutet allerdings nicht, dass schon bei einem leichten Zweifel
an der Richtigkeit der damaligen, der materiellen Rentenprüfung zugrunde gelegten
Sachverhaltsannahme eine nachträgliche Abklärung des damals effektiv bestehenden
Sachverhalts erfordern würde, denn dies liefe in allzu vielen Fällen inhaltlich auf eine
Neuprüfung hinaus, wie sie für eine Wiedererwägung typisch wäre. Die nachträgliche
Ermittlung des damaligen effektiven Sachverhalts im Rahmen eines
Rentenrevisionsverfahrens zur Schaffung einer verlässlichen Vergleichsgrundlage ist
nur dann notwendig, wenn erhebliche Zweifel daran bestehen, dass bei der
letztmaligen materiellen Rentenprüfung vom effektiven Sachverhalt ausgegangen
worden sei. Im vorliegenden Fall haben die Sachverständigen des ZMB wohl nur
deshalb Zweifel an der Arbeitsfähigkeitsschätzung im MEDAS-Gutachten aus dem Jahr
2000 geäussert, weil eine Addition der verschiedenen spezialärztlichen
Arbeitsfähigkeitsschätzungen selten vorkommt und deshalb einer besonderen
Begründung bedarf und weil diese Begründung im damaligen Gutachten fehlte.
Vergleicht man diese Situation mit dem wohl häufigsten Problemfall, der Zusprache
einer hohen Invalidenrente auf der Grundlage eines Hausarztberichts, der bei einer
nicht spezialärztlich abgestützten Diagnose und einer wenig eindrucksvollen
Ausprägung der entsprechenden Krankheit eine Arbeitsunfähigkeit enthalten hat, so ist
ohne weiteres zu erkennen, dass es im vorliegenden Fall nur um einen leichten Zweifel
handeln kann. Es besteht deshalb keine Notwendigkeit, den Sachverhalt im Jahr 2000
nachträglich nochmals genau abzuklären, um den Verdacht des Beschwerdeführers, es
könnte sich bei der Arbeitsfähigkeitsschätzung der Sachverständigen des ZMB um
eine abweichende Einschätzung eines unveränderten Sachverhalts handeln, zu
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widerlegen. Vielmehr steht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit
fest, dass eine im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG erhebliche Sachverhaltsveränderung
eingetreten ist, die den Invaliditätsgrad des Beschwerdeführers von 70% auf 55% hat
sinken lassen.
3.
3.1 Der Grundsatz der 'Eingliederung vor Rente' soll nach der Rechtsprechung einer
Rentenrevision vorgehen und zwar selbst dann, wenn die Revision eine Herabsetzung
oder eine Aufhebung der Rente zur Folge hat (vgl. die bei Hardy Landolt, Eingliederung
vor Rentenrevision, in: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Sozialversicherungsrechtstagung
2008, S. 136 Fn. 88 angeführten Urteile). Die notwendige Eingliederungsmassnahme
soll dabei im Ergebnis die Rentenherabsetzung oder –aufhebung hinauszögern, da die
Revisionswirkung erst mit der Eröffnung der entsprechenden Verfügung eintrete (vgl.
Hardy Landolt, a.a.O., S. 145 f.). Diese Auffassung verkennt das Wesen des
Grundsatzes der 'Eingliederung vor Rente'. Dieser Grundsatz "bildet die zentrale
Ausprägung des Grundsatzes der Schadenminderungspflicht [...]" (Ueli Kieser, ATSG-
Kommentar, Vorbemerkungen N. 47 S. 22). Gemeint ist die Pflicht einer versicherten
Person, sich Eingliederungsmassnahmen zu unterziehen, um die Entstehung einer
einen Rentenanspruch begründenden Invalidität zu verhindern oder diese wenigstens
so klein wie möglich zu halten (i.S. einer Schadenverhinderungs- bzw.
Schadenminderungspflicht i.e.S.). Nicht unter den Grundsatz der 'Eingliederung vor
Rente' zu subsumieren ist also der reine Anspruch auf Eingliederung, da dieser nicht
geeignet ist, die Entstehung einer einen Rentenanspruch begründenden Invalidität zu
verhindern oder eine solche Invalidität ganz oder teilweise zu überwinden. Beispiele für
einen reinen Eingliederungsanspruch sind etwa der Umschulungsanspruch einer
versicherten Person, die in ihrem angestammten Beruf dauernd zu 20% arbeitsunfähig
ist oder der Bezüger eine ganzen Rente bei einem Invaliditätsgrad von 70%, der eine
Umschulung benötigt, um die verbliebene Leistungsfähigkeit von 30% sinnvoll
erwerblich verwerten zu können. Revisionsrechtlich kommt der Grundsatz der
'Eingliederung vor Rente' also immer dann zur Anwendung, wenn sich der
Gesundheitszustand eines Rentners so verbessert, dass neu eine
Eingliederungsfähigkeit besteht. In diesem Moment entsteht nämlich eine
Schadenminderungspflicht, also die Pflicht, sich einer Eingliederungsmassnahme zu
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unterziehen, um so den Invaliditätsgrad zu senken, idealerweise bis auf 0%, jedenfalls
aber unter 40%. Eine derartige Verbesserung des Gesundheitszustandes zwingt die IV-
Stelle dazu, ein Verwaltungsverfahren zu eröffnen, das der Überprüfung der
Eingliederungsmöglichkeiten und gegebenenfalls der Durchführung/Durchsetzung der
Eingliederung dient. Das Rentenrevisionsverfahren wird erst dann eröffnet, wenn die
Eingliederung – erfolgreich – abgeschlossen ist, denn erst dann hat die Eingliederung
ihren Zweck, die rentenspezifische Invalidität zu beseitigen oder wenigstens zu
verringern, erreicht und erst dann besteht kein Rentenanspruch mehr oder nur noch ein
Anspruch auf eine tiefere Rente. Die Rentenrevision ist also die Folge der
Eingliederung.
3.2 In diesem Sinn gibt der Titel der entsprechenden Abhandlung von Hardy Landolt,
"Eingliederung vor Rente" (vgl. Hardy Landolt, a.a.O., S. 117 ff.), den korrekten
Verfahrensablauf wieder. Allerdings ist Hardy Landolt in seiner Abhandlung aber von
einem anderen Verfahrensablauf ausgegangen: Aufgrund einer
Sachverhaltsveränderung, welche eine Veränderung des Invaliditätsgrades bewirken
könnte, soll ein Rentenrevisionsverfahren eröffnet werden. Bevor die Rente aber nach
unten revidiert werden kann, soll in jedem Fall noch die Eingliederung geprüft und
gegebenenfalls durchgeführt werden. Dabei bleibt aber unbeachtet, dass der
eigentliche Auslöser eines Verwaltungsverfahrens mit dem Ziel einer möglichen
Revision der Invalidenrente die Sachverhaltsveränderung ist, welche die
Eingliederungsfähigkeit des Rentners wiederhergestellt hat. Diese Sichtweise ist
möglicherweise darauf zurückzuführen, dass viele der publizierten Urteile Fälle
betreffen, in denen Hilfsarbeiter eine höherwertige Umschulung benötigen würden, um
die rentenbegründende Invalidität zu überwinden oder wenigstens zu reduzieren, dazu
aber schon bei der ursprünglichen Rentenzusprache nicht fähig gewesen sind. In
solchen Fällen besteht nämlich eine natürliche Vermutung dafür, dass dies trotz der
Verbesserung des Gesundheitszustandes weiterhin gilt, so dass von einer Veränderung
des Invaliditätsgrades ohne weiteres auf eine entsprechende Veränderung des
Invaliditätsgrades geschlossen und sofort die Rentenrevision verfügt werden kann. In
solchen Fällen hat die Veränderung des Gesundheitszustandes nämlich kaum je das
Entstehen einer relevanten Eingliederungsfähigkeit zur Folge, da die
Eingliederungsunfähigkeit ja auf andere Gründe (z.B. intellektuelle Überforderung durch
eine höherwertige Umschulung) zurückzuführen ist. Das ist aber entgegen dem durch
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die publizierten Urteile erweckten Eindruck nicht der Normalfall. Dieser besteht
vielmehr darin, dass die Sachverhaltsveränderung zunächst die Entstehung der
Eingliederungsfähigkeit zur Folge hat, so dass die IV-Stelle ein Verwaltungsverfahren
zur Prüfung und gegebenenfalls zur Durchführung/Durchsetzung der
Eingliederungspflicht zu eröffnen hat. Die Frage nach einem allfälligen
Rentenrevisionsbedarf kann erst anschliessend beantwortet werden. Nur in diesem
Sinn kann also von einer 'Eingliederung vor Rentenrevision' gesprochen werden.
3.3 Im vorliegenden Fall liegt nun allerdings ein klassischer "Hilfsarbeitersachverhalt"
vor. Schadenmindernd könnte nur eine höherwertige Umschulung wirken, denn nur
dadurch würde der Beschwerdeführer in die Lage versetzt, bei einem
Beschäftigungsgrad von 50% mehr als 50% oder sogar mehr als 60% seines
Valideneinkommens zu verdienen. Eine qualifizierte Berufsausbildung kommt aber für
den Beschwerdeführer schon deshalb nicht in Frage, weil er nicht über die
notwendigen intellektuellen Ressourcen verfügt. Möglicherweise ebenfalls geeignet,
den Invaliditätsgrad weiter sinken zu lassen, wäre eine Reoperation der Diskushernie.
Damit wäre allerdings in beträchtliches Risiko einer Verschlechterung verbunden, so
dass diese Eingliederungsmassnahme medizinischer Art nicht in Frage kommt.
Demnach besteht keine Eingliederungspflicht des Beschwerdeführers, so dass die
Beschwerdegegnerin es im Ergebnis zu Recht unterlassen hat, im Hinblick auf eine
allfällige Verminderung des Invaliditätsgrades von Amtes wegen
Eingliederungsmassnahmen zu prüfen. Der vorliegende Fall unterscheidet sich dadurch
von dem vom Bundesgericht im Entscheid vom 28. April 2008 (9C_720/2007,
besprochen in SZS 2009 S. 147 ff.), dass dort zwar eine Verbesserung der
gesundheitlichen Situation eingetreten war, die entsprechende Erhöhung der
Arbeitsfähigkeit aber nur theoretischer Natur war, weil die versicherte Person nur
mittels medizinisch-rehabilitativer Massnahmen in die Lage versetzt werden konnte, die
theoretisch wiedererlangte Arbeitsfähigkeit auch tatsächlich erwerblich umzusetzen.
Bei genauer Betrachtung hat die Besonderheit jenes Falles also nur darin bestanden,
dass die medizinischen Sachverständigen einen von Art. 6 Satz 1 ATSG abweichenden
Begriff der Arbeitsfähigkeit verwendet haben. Art. 6 Satz 1 ATSG definiert nicht eine
theoretische, gar nicht auf dem Arbeitsmarkt verwertbare Arbeitsfähigkeit, sondern eine
praktische Arbeitsfähigkeit. Diese praktische Arbeitsfähigkeit war von der versicherten
Person noch gar nicht wiedererlangt worden, so dass sich noch gar keine
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rentenrelevante Sachverhaltsveränderung im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG eingestellt
hatte. Im vorliegenden Fall ist demgegenüber eine Verbesserung der praktischen
Arbeitsfähigkeit eingetreten. Der Beschwerdeführer hat keiner medizinisch-
rehabilitativer Massnahme bedurft, um seine praktische Arbeitsfähigkeit wieder zu
erlangen. Deshalb hat die revisionsweise Herabsetzung der laufenden ganzen auf eine
halbe Rente erfolgen können.
3.4 Damit bleibt die Frage zu beantworten, ob ein reiner Eingliederungsanspruch die
revisionsweise Herabsetzung einer laufenden Invalidenrente verzögern kann. Da der
reine Eingliederungsanspruch definitionsgemäss nicht geeignet ist, einen bestehenden
Rentenanspruch zu verringern oder die Entstehung eines Rentenanspruchs zu
verhindern, kann kein direkter Zusammenhang zwischen einer solchen
Eingliederungsmassnahme und der Rentenrevision bestehen. Ein Zuwarten mit der
revisionsweisen Herabsetzung oder Aufhebung der Rente liesse sich in einem solchen
Fall wohl nur mit Vertrauensschutzüberlegungen rechtfertigen: Wer lange Zeit eine
Rente bezogen hat und deshalb aus dem Arbeitsprozess ausgeschieden ist, soll einen
Anspruch darauf haben, bei einer Rückkehr in den Arbeitsprozess durch die IV-Stelle
unterstützt zu werden. Die Palette der der IV-Stelle zur Verfügung stehenden
Eingliederungsmassnahmen muss dazu ausreichen. Zu klären bleibt, ob die
revisionsweise Herabsetzung oder Aufhebung der Rente erst verfügt werden darf,
wenn die Rückkehr in den Arbeitsprozess geglückt ist. Im vorliegenden Fall kämen
aufgrund der Unfähigkeit des Beschwerdeführers, erfolgreich eine höherwertige
Umschulung zu absolvieren, nur Integrationsmassnahmen (Art. 14a IVG) und eine
Arbeitsvermittlung (allenfalls mit Eingliederungstaggeldern) nach Art. 18 Abs. 1 lit. a IVG
in Frage. Die ganze Rente würde also erst dann auf eine halbe Rente herabgesetzt,
wenn der Beschwerdeführer eine adaptierte Arbeitsstelle hätte. Abgesehen davon,
dass damit im Ergebnis eine 50%ige Arbeitslosigkeit zu einer 50%igen Invalidenrente
berechtigen würde, was systemwidrig und mit dem Sinn und Zweck der den
Rentenanspruch definierenden Gesetzesbestimmungen nicht in Übereinstimmung zu
bringen wäre, und dass die Dauer der Weiterausrichtung der ganzen Rente unbestimmt
wäre, wäre es wohl nicht einfach, eine passende Stelle zu finden, denn der
Beschwerdeführer wäre aufgrund der Möglichkeit, durch seine 50%ige Arbeitslosigkeit
den Bezug der ganzen Rente zu verlängern, wenig motiviert, sich
Integrationsmassnahmen zu unterziehen und anschliessend eine Arbeitsstelle
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anzutreten. Generell ist festzuhalten, dass das Vertrauen in die Weiterausrichtung der
ganzen Rente bis zur erfolgreichen Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess nicht als
so stark einzuschätzen ist, dass es allein die zeitlich unbestimmte Weiterausrichtung
der ganzen Rente rechtfertigen könnte. Andere Gründe, die für eine Weiterausrichtung
der ganzen Rente sprechen würden, sind nicht erkennbar. Daraus folgt, dass der
Beschwerdeführer sich nicht auf einen Grundsatz der 'erfolgreichen Verwirklichung des
Eingliederungsanspruchs vor Rentenrevision' berufen kann. Die Beschwerdegegnerin
hat demnach zu Recht die ganze Rente des Beschwerdeführers per 1. August 2008 auf
eine halbe Rente herabgesetzt.
4.
Im Sinne der vorstehenden Ausführungen ist die Beschwerde abzuweisen. Der
vollumfänglich unterliegende Beschwerdeführer hat grundsätzlich die Gerichtsgebühr
zu übernehmen. Diese ist nach dem Verfahrensaufwand im Rahmen von Fr. 200.- bis
Fr. 1000.- festzulegen (Art. 69 Abs. 1 IVG). Der konkrete Verfahrensaufwand ist als
durchschnittlich zu betrachten, so dass die Gerichtsgebühr praxisgemäss auf Fr. 600.-
festzusetzen ist. Auf eine Erhebung dieser Gerichtsgebühr wird aber verzichtet, da dem
Beschwerdeführer die unentgeltliche Prozessführung bewilligt worden ist. Sollten es
die wirtschaftlichen Verhältnisse des Beschwerdeführers später einmal erlauben, die
Gerichtsgebühr zu bezahlen, so kann der Beschwerdeführer zur Nachzahlung
verpflichtet werden. Dasselbe gilt für die zufolge der Gewährung der unentgeltlichen
Prozessführung vom Staat zu übernehmenden Vertretungskosten des unterliegenden
Beschwerdeführers (Art. 288 Abs. 1 ZPG/SG i.V.m. Art. 99 Abs. 2 VRP/SG). Diese
bemessen sich nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des
Prozesses (Art. 61 lit. g ATSG). Auch in diesem Zusammenhang ist der vorliegende
Prozess als durchschnittlich zu betrachten, was praxisgemäss eine
Parteientschädigung von Fr. 3500.- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer)
rechtfertigen würde. Nun ist die Entschädigung bei der unentgeltlichen Verbeiständung
aber um einen Fünftel zu kürzen (Art. 31 Abs. 3 des st. gallischen Anwaltsgesetzes).
Der Staat hat den Beschwerdeführer somit nur mit Fr. 2800.- zu entschädigen.
5.
bis
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Der Beschwerdeführer hat in seiner Stellungnahme vom 31. Januar 2008 zum
Vorbescheid vom 4. Januar 2008 sinngemäss das Eventualbegehren gestellt, es seien
berufliche Abklärungen oder Massnahmen durchzuführen, falls nicht von einem
unveränderten rentenrelevanten Sachverhalt ausgegangen werde. Die
Beschwerdegegnerin hat in der angefochtenen Verfügung vom 27. Juni 2008 nicht zu
diesem Eventualbegehren Stellung genommen, obwohl sie die ganze Invalidenrente
revisionsweise auf eine halbe Invalidenrente herabgesetzt hat. Das entsprechende
Leistungsbegehren ist, soweit das anhand der Akten beurteilt werden kann, bisher von
der Beschwerdegegnerin nicht behandelt worden. Die Sache ist deshalb zur Prüfung
dieses Leistungsbegehrens der Beschwerdegegnerin zu überweisen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht