Decision ID: 92a25139-dde5-42cf-9e8a-4d68653fec63
Year: 2009
Language: de
Court: SG_VGN
Chamber: SG_VGN_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ A.A., geb. 1978, ist Staatsangehöriger von Kosovo. Er reiste 1988 im Rahmen des
Familiennachzugs zu seinen in Azmoos wohnhaften Eltern. In der Folge wurde ihm eine
Aufenthaltsbewilligung erteilt. 1993 erhielt er die Niederlassungsbewilligung.
Von 1996 an wurde A.A. mehrmals straffällig. Er wurde zu zahlreichen Bussen,
Geldstrafen und Freiheitsstrafen verurteilt. 1997, 1999 und 2005 verwarnte ihn das
Ausländeramt und drohte ihm die Ausweisung an. U.a. wurde A.A. am 14. März 2000
wegen einfachen und bandenmässigen Diebstahls und mehrfacher Widerhandlung
gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie Strassenverkehrsdelikten und weiterer
Delikte zu achtzehn Monaten Gefängnis und am 17. September 2004 wegen
bandenmässigen Diebstahls und weiterer Delikte zu fünfzehn Monaten Gefängnis
verurteilt.
Mit Verfügung vom 5. September 2008 widerrief das Ausländeramt die
Niederlassungsbewilligung von A.A.. Es hielt fest, die Widerrufsgründe nach Art. 63
lit. a und b des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer (SR 142.20,
abgekürzt AuG) seien erfüllt. Angesichts der Schwere der Straftaten und des
erheblichen Verschuldens sei der Widerruf der Niederlassung trotz der langen
Aufenthaltsdauer verhältnismässig.
B./ Gegen die Verfügung des Ausländeramts erhob
A.A. mit Eingaben seines Rechtsvertreters vom 22. September und 9. Oktober 2008
Rekurs, der vom Sicherheits- und Justizdepartement mit Entscheid vom 8. April 2009
abgewiesen wurde.
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C./ Mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 4. Mai 2009 erhob A.A. Beschwerde beim
Verwaltungsgericht mit dem Antrag, der Rekursentscheid vom 8. April 2009 sei
aufzuheben und es sei vom Widerruf der Niederlassungsbewilligung abzusehen, unter
Kosten- und Entschädigungsfolgen. In der Beschwerdeergänzung vom 25. Mai 2009
hielt der Beschwerdeführer an seinem Rechtsbegehren fest. Er macht geltend, die
Ausweisungsgründe von Art. 63 Abs. 1 lit. a und lit. b AuG seien nicht erfüllt. Zudem sei
der Widerruf der Niederlassung unverhältnismässig und verstosse gegen den Anspruch
auf Schutz des Familienlebens. Auf die einzelnen Vorbringen wird, soweit wesentlich, in

den nachstehenden Erwägungen eingegangen.
Die Vorinstanz schliesst in ihrer Vernehmlassung vom 28. Mai 2009 unter Hinweis auf
die Erwägungen des angefochtenen Entscheids und die Akten auf Abweisung der
Beschwerde.
Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Der
Beschwerdeführer ist zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 64 Abs. 1 in
Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerdeeingaben vom 4. und 25. Mai 2009
entsprechen zeitlich, formal und inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen (Art. 64
Abs. 1 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP). Auf die
Beschwerde ist einzutreten.
2. Nach Art. 63 Abs. 1 AuG kann die Niederlassungsbewilligung widerrufen werden,
wenn die Voraussetzungen nach Art. 62 lit. a oder b AuG erfüllt sind (lit. a), wenn der
Ausländer in schwerwiegender Weise gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung in
der Schweiz oder im Ausland verstossen hat oder diese gefährdet oder die innere oder
die äussere Sicherheit gefährdet (lit. b) oder wenn der Ausländer oder eine Person, für
die er zu sorgen hat, dauerhaft und in erheblichem Masse auf Sozialhilfe angewiesen
ist (lit. c). Die Niederlassungsbewilligung von Ausländern, die sich seit mehr als
fünfzehn Jahren ununterbrochen und ordnungsgemäss in der Schweiz aufhalten, kann
nur aus Gründen von Art. 63 Abs. 1 lit. b und Art. 62 lit. b AuG widerrufen werden.
Nach Art. 62 lit. b AuG kann die Niederlassungsbewilligung widerrufen werden, wenn
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der Ausländer zu einer längeren Freiheitsstrafe verurteilt wurde oder gegen ihn eine
strafrechtliche Massnahme im Sinn von Art. 64 oder 61 StGB angeordnet wurde.
2.1. Die Vorinstanz stützte ihren Entscheid auf Art. 62 lit. b AuG. Das
Verwaltungsgericht hat unlängst entschieden, dass Freiheitsstrafen von zwei Jahren
und von 22 Monaten längere Freiheitsstrafen im Sinn von Art. 62 lit. b AuG darstellen
und einen Grund für den Widerruf der Niederlassung bilden (VerwGE B 2009/1 vom
24. März 2009 und B 2008/199 vom 9. Juli 2009, in: www.gerichte.sg.ch). Der
Gesetzgeber hat den Begriff der längeren Freiheitsstrafe im Sinn von Art. 62 lit. b AuG
nicht näher festgelegt. Es obliegt daher der Rechtsprechung, diesen unbestimmten
Rechtsbegriff zu definieren. Beim Begriff der längeren Freiheitsstrafe orientierte sich
der Gesetzgeber an der früheren Praxis zur Ausweisung, nach der eine Freiheitsstrafe
von zwei Jahren oder von längerer Dauer eine Ausweisung rechtfertigte (Botschaft des
Bundesrates zum AuG, BBl 2002, S. 3810 mit Hinweis auf BGE 125 II 521). Im
Nationalrat wurde der Vorschlag einer Kommissionsmehrheit abgelehnt, die im
Interesse einer einheitlichen Rechtsanwendung eine mindestens zwölfmonatige
Freiheitsstrafe oder wiederholte kurze Freiheits- oder Geldstrafen verlangte. Im
Schrifttum wird festgehalten, die längerfristige Freiheitsstrafe im Sinn von Art. 62 lit. b
AuG dürfte deutlich über einem Jahr anzusiedeln sein, da Freiheitsstrafen unter sechs
Monaten in der Regel gar nicht ausgesprochen werden können (vgl. VerwGE B
2008/199 vom 9. Juli 2009 mit Hinweis auf M. Spescha, in: Spescha/Thür/Zünd/Bolzli,
Kommentar zum Migrationsrecht, Zürich 2008, N 6 zu Art. 62 AuG). Auch im alten
Recht war die Mindestdauer der Freiheitsstrafe im Gesetz nicht definiert. Die Strafdauer
von mindestens zwei Jahren bedeutete einen Regelfall, bei dem die Ausweisung
angeordnet wurde. Hingegen konnte in Ausnahmefällen auch bei einer kürzeren Strafe
eine solche fremdenpolizeiliche Massnahme angeordnet werden. Im vorliegenden Fall
wurde der Beschwerdeführer u.a. zu Freiheitsstrafen von 18 Monaten und 15 Monaten
verurteilt. Aufgrund dieser Strafen ist der Widerrufsgrund nach Art. 62 lit. b AuG erfüllt.
Der Umstand, dass die Verurteilungen bereits in den Jahren 2000 bzw. 2004 erfolgten,
steht der Anwendung von Art. 62 lit. b AuG nicht entgegen. Der Gesetzgeber hat keine
Verjährungsfrist statuiert, nach deren Ablauf eine längere Freiheitsstrafe im Sinn von
Art. 62 lit. b AuG beim Entscheid über den Widerruf der Niederlassung nicht mehr
berücksichtigt werden dürfte. Bei Ausländern mit sehr langer Aufenthaltsdauer darf das
Gesamtverhalten berücksichtigt werden. Dabei dürfen namentlich auch die länger
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zurückliegenden Verurteilungen, welche bereits aus dem Strafregister entfernt worden
sind, beim Entscheid über den Widerruf der Niederlassung in Betracht gezogen werden
(vgl. BGE 2C_477/2008 vom 24. Februar 2009 i.S. P.P.). Der Einwand des
Beschwerdeführers, es sei fragwürdig bzw. unzulässig, den Entscheid über den
Widerruf der Niederlassung auf die beiden Freiheitsstrafen von 15 und 18 Monaten zu
stützen, erweist sich nach dem Gesagten als unbegründet. Zu Recht hat die Vorinstanz
einen Widerrufsgrund im Sinn von Art. 62 lit. b in Verbindung mit Art. 63 Abs. 1 lit. b
AuG angenommen.
2.2. Zu Recht hat im weiteren die Vorinstanz den Widerrufsgrund nach Art. 63 Abs. 1
lit. b in Verbindung mit Art. 62 lit. c AuG bejaht. Diese Bestimmungen rechtfertigen
einen Widerruf der Niederlassung, wenn der Betroffene in schwerwiegender Weise
gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung in der Schweiz verstossen hat. Dies
bedeutet, dass auch die Summierung von Verstössen, die für sich allein genommen
einen Widerruf der Niederlassung nicht rechtfertigen, Grund für einen
Bewilligungsentzug bilden kann, wenn die betroffene Person mit ihrem (negativen)
Verhalten objektiv zeigt, dass sie künftig weder willens noch fähig ist, sich in die
geltende Rechtsordnung einzufügen (fehlende Integrationsfähigkeit und -bereitschaft).
Darunter können etwa gehäufte Verurteilungen zu geringfügigeren Freiheitsstrafen oder
auch Geldstrafen fallen. In solchen Fällen kann daher auch bei Niedergelassenen (und
nicht nur bei Aufenthaltsberechtigten) ein gewichtiges öffentliches Interesse an deren
Entfernung und Fernhaltung bestehen (vgl. Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser, [Hrsg.],
Ausländerrecht, 2. Aufl., Basel 2009, Rz 8.29 mit Hinweisen auf die bundesgerichtliche
Rechtsprechung).
Die hohe Zahl der Delikte sowie die Delinquenz während eines Zeitraums von über
zehn Jahren lassen das Verhalten des Beschwerdeführers gesamthaft als
schwerwiegenden Verstoss gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung im Sinn von
Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG erscheinen. Der Einwand, die verschiedenen Verurteilungen
seit dem Jahr 2006 erfüllten das Merkmal der schwerwiegenden Störung bzw.
Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung nicht, ist unbegründet. Der
Verstoss gegen das Transportgesetz sowie die Verurteilungen wegen
Betäubungsmittelkonsums können zwar als leichtere Delikte eingestuft werden.
Allerdings ist auch zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer am 3. April 2008
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wegen grober Verletzung der Verkehrsregeln durch Überschreiten der zulässigen
Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h um 52 km/h schuldig gesprochen wurde. Dabei
handelt es sich um eine gravierende Verkehrsregelverletzung. Eine Überschreitung der
Höchstgeschwindigkeit um über 50 km/h stellt einen massiven
Geschwindigkeitsexzess dar, der entgegen den Ausführungen in der Beschwerde als
schwerwiegende Störung der öffentlichen Ordnung einzustufen ist.
Auch die Verurteilung vom 18. März 2008 wegen Drohung, mehrfacher Tätlichkeiten,
mehrfachen Fahrens in fahrunfähigem Zustand, Entwendung eines Motorfahrzeugs
zum Gebrauch und mehrfachen Fahrens trotz Ausweisentzugs betrifft Straftaten von
erheblicher Schwere. Ebenso ist der Tatbestand des Hausfriedensbruchs bei der
Verurteilung vom 31. Oktober 2007 ein Merkmal gravierender Delinquenz. Das
Verhalten des Beschwerdeführers erfüllt somit auch in den Jahren seit 2006 den
Tatbestand von Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG.
2.3. Art. 63 AuG gewährt der zuständigen Behörde beim Entscheid über den Widerruf
der Niederlassungsbewilligungen einen Ermessensspielraum. Der Tatbestand ist als
"Kann-Bestimmung" formuliert. Das Gesetz schreibt nicht zwingend den Widerruf der
Niederlassung vor, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Der Widerruf
einer Niederlassungsbewilligung ist anzuordnen, wenn er bei sorgfältiger Abwägung
der Interessen verhältnismässig erscheint (Art. 5 Abs. 2 der Bundesverfassung, SR 101,
abgekürzt BV). Die Behörden berücksichtigen gemäss Art. 96 Abs. 1 AuG die
öffentlichen Interessen und die persönlichen Verhältnisse sowie den Grad der
Integration (Art. 96 Abs. 1 AuG), wobei namentlich die Schwere des Verschuldens, die
Dauer der Anwesenheit in der Schweiz sowie die dem Ausländer und seiner Familie
drohenden Nachteile ins Gewicht fallen (Weisungen des Bundesamts für Migration,
Ziff. 8.2.1.2). Dabei sind umso strengere Anforderungen an den Widerruf einer
Niederlassung bzw. an eine Wegweisung zu stellen, je länger ein Ausländer in der
Schweiz anwesend war. Es ist aber in Betracht zu ziehen, dass der Widerruf der
Niederlassung und die Wegweisung selbst gegenüber Ausländern der zweiten
Generation, welche ihr gesamtes Leben in der Schweiz verbracht haben, grundsätzlich
zulässig ist (Weisungen des Bundesamts für Migration, Ziff. 8.2.1.2.1. mit Hinweis auf
BGE 122 II 433 ff.). Nach der Praxis des Bundesgerichts ist eine Wegweisung im
übrigen umso eher zulässig, wenn der Ausländer selbst nach längerer Anwesenheit in
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der Schweiz sich nicht oder nur wenig integriert hat, hauptsächlich mit Landsleuten
zusammen ist, enge Beziehungen zu seinem Heimatland pflegt sowie dessen Sprache
spricht (BGE 2A.540/2001 vom 4. März 2002).
2.4. Der Beschwerdeführer ist Vater zweier Kinder, welche im Besitz einer
Niederlassungsbewilligung sind. Die Verhältnismässigkeit ist daher auch im Lichte von
Art. 8 Ziff. 1 und 2 der Europäischen Menschenrechtskonvention (SR 0.101, abgekürzt
EMRK) zu prüfen, indem zu untersuchen ist, ob eine Massnahme verhältnismässig bzw.
als in einer demokratischen Gesellschaft notwendig erscheint (BGE 120 Ib 131). Der
Widerruf der Niederlassung kann zu einem Eingriff in das Familienleben führen. Ein
solcher Eingriff ist nach Art. 8 Ziff. 2 EMRK zulässig, falls er gesetzlich vorgesehen ist
und eine Massnahme darstellt, die in einer demokratischen Gesellschaft für die
nationale Sicherheit, die öffentliche Ruhe und Ordnung, das wirtschaftliche Wohl des
Landes, die Verteidigung der Ordnung und zur Verhinderung von strafbaren
Handlungen, zum Schutz der Gesundheit und der Moral oder zum Schutz der Rechte
und Freiheiten anderer notwendig ist. AuG und EMRK verlangen somit eine Abwägung
der gegenüberstehenden privaten Interessen an einem Verbleib in der Schweiz und
dem öffentlichen Interesse an der Beendigung des Aufenthalts. Im Rahmen der
Interessenabwägung ist auch zu prüfen, ob den hier anwesenheitsberechtigten
Familienangehörigen zugemutet werden kann, dem Ausländer, dessen Bewilligung
nicht verlängert wird, ins Ausland zu folgen. Die Frage der Zumutbarkeit ist unter
Berücksichtigung der persönlichen Verhältnisse der Betroffenen und aller Umstände
objektiv zu beurteilen. Je länger ein Ausländer in der Schweiz gelebt hat, desto
strengere Anforderungen sind an die Gründe für einen Widerruf der
Niederlassungsbewilligung zu stellen. Dabei ist zu berücksichtigen, in welchem Alter
sich der Ausländer in der Schweiz niedergelassen hat. Selbst bei Ausländern der
zweiten Generation ist aber wie erwähnt ein Widerruf einer Niederlassungsbewilligung
grundsätzlich zulässig.
2.5. Die Jugendanwaltschaft Unterrheintal-Oberrheintal-Werdenberg-Sargans
verurteilte den Beschwerdeführer am 9. Februar 1996 wegen mehrfachen Diebstahls,
Tätlichkeit, geringfügigen Vermögensdelikts (Diebstahl und Sachbeschädigung) und
unberechtigten Verwendens eines Fahrrads zu einer Einschliessungsstrafe von vier
Wochen, bedingt erlassen bei einer Probezeit von zwei Jahren. Während der Dauer der
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Probezeit stellte sie ihn unter Schutzaufsicht. Am 7. Juni 1996 verurteilte sie ihn wegen
verschiedener Strassenverkehrsdelikte mit einem Mofa zu einer Busse von Fr. 300.--.
Die bedingt ausgesprochene Einschliessungsstrafe von vier Wochen vom 9. Februar
1996 wurde vollziehbar erklärt. Mit Strafbescheid des Bezirksamtes Werdenberg vom
3. März 1997 wurde der Beschwerdeführer wegen Sachbeschädigung zu einer
Gefängnisstrafe von einer Woche verurteilt. Mit Strafbescheid vom 12. August 1997
verurteilte ihn das Bezirksamt Werdenberg wegen unberechtigten Verwendens eines
Mofas sowie wegen weiterer Strassenverkehrsdelikte zu einer Haftstrafe von einer
Woche sowie einer Busse von Fr. 120.-- und mit Bussenverfügung vom 16. Februar
1998 wegen Nichtbeherrschens eines Motorfahrzeugs zu einer Busse von Fr. 250.--.
Mit Strafbescheid des Bezirksamts Sargans vom 26. Januar 1999 wurde der
Beschwerdeführer wegen grober Verkehrsregelverletzung (Nichtbeherrschen des
Fahrzeugs), Vergehens gegen das sowie Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes
(BetmG, Handel mit Heroin und Kokain sowie Konsum von Heroin, Kokain, Cannabis
und Ecstasy) zu acht Wochen Gefängnis, bedingt erlassen bei einer Probezeit von zwei
Jahren, sowie zu einer Busse von Fr. 2'000.-- verurteilt. Das Bezirksamt Werdenberg
büsste den Beschwerdeführer am 30. April 1999 wegen mehrfacher Widerhandlung
gegen das BetmG (Kauf und Konsum von Hanf), Tätlichkeit und geringfügigen
Vermögensdelikts mit Fr. 500.--.
Das Bezirksgericht Sargans sprach den Beschwerdeführer mit Urteil vom 14. März
2000 des einfachen und bandenmässigen Diebstahls, der mehrfachen Widerhandlung
gegen das BetmG (sowohl Handel als auch Konsum), der mehrfachen
Sachbeschädigung, des mehrfachen Hausfriedensbruchs sowie verschiedener
Strassenverkehrsdelikte (darunter Führen eines Motorfahrzeugs trotz Ausweisentzugs)
schuldig und verurteilte ihn zu 18 Monaten Gefängnis, unter Anrechnung der
Untersuchungshaft von 35 Tagen, sowie zu einer Busse von Fr. 50.--. Der Vollzug der
Freiheitsstrafe wurde unter Ansetzung einer Probezeit von drei Jahren aufgeschoben.
Die mit Strafbescheid vom 26. Januar 1999 bedingt ausgefällte Gefängnisstrafe von
acht Wochen wurde vollziehbar erklärt. Der Vollzug wurde zugunsten einer ambulanten
Massnahme nach Art. 44 Ziff. 1 StGB aufgeschoben und der Beschwerdeführer unter
Schutzaufsicht gestellt. Das Liechtensteinische Fürstliche Landgericht verurteilte den
Beschwerdeführer am 19. Februar 2002 wegen Abgabe von Heroin an einen Dritten
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sowie Besitz und Konsum von Heroin, Kokain und Marihuana zu einer Freiheitsstrafe
von drei Monaten und einer Busse von Fr. 500.--. Freiheitsstrafe und Busse wurden
bedingt ausgesprochen unter Ansetzung einer Probezeit von drei Jahren. Der
Beschwerdeführer wurde angewiesen, weiterhin die Hilfe der Bewährungshilfe in
Anspruch zu nehmen und während eines Jahres auf ärztliche Aufforderung hin
Urinkontrollen vornehmen zu lassen.
Das Kreisgericht Werdenberg-Sargans verurteilte den Beschwerdeführer am
17. September 2004 wegen bandenmässigen Diebstahls, mehrfachen Diebstahls und
mehrfachen Versuchs dazu, mehrfacher Sachbeschädigung und mehrfachen
Hausfriedenbruchs in teilweisem Zusatz zum Urteil des Bezirksgerichtes Sargans vom
14. März 2000 zu 15 Monaten Gefängnis, abzüglich drei Tage Untersuchungshaft. Die
mit Urteil des Bezirksgerichts Sargans vom 14. März 2000 ausgesprochene
Gefängnisstrafe von 18 Monaten, abzüglich 35 Tage Untersuchungshaft, wurde
vollziehbar erklärt. Gleichzeitig wurde die Weiterführung der mit Urteil des
Bezirksgerichtes Sargans vom 14. November 2000 angeordneten ambulanten
Massnahme sowie der Schutzaufsicht verfügt. Der Beschwerdeführer wurde
angewiesen, der Schutzaufsicht die zum Nachweis der Drogenabstinenz erforderlichen
Proben abzuliefern.
Das Untersuchungsamt Uznach, Zweigstelle Flums, sprach den Beschwerdeführer am
29. August 2006 des Überlassens eines Motorfahrzeuges an eine nicht
führungsberechtigte Person schuldig, nahm aber von einer Bestrafung Umgang. Das
Bezirksamt Baden büsste den Beschwerdeführer am 9. Februar und 2. Juli 2007 wegen
Widerhandlung gegen das Transportgesetz je mit Fr. 60.--.
Mit Strafbescheid des Untersuchungsamtes Altstätten vom 31. Oktober 2007 wurde
der Beschwerdeführer wegen mehrfacher Übertretung des BetmG (durch Konsum von
Marihuana sowie durch Verarbeitung von Cannabispflanzen zum Eigenkonsum) und
mehrfachen Hausfriedensbruchs zu einer Geldstrafe von fünf Tagessätzen zu je Fr.
60.-- sowie einer Busse von Fr. 500.-- verurteilt. Am 18. März 2008 verurteilte das
Untersuchungsamt Altstätten den Beschwerdeführer wegen Drohung, mehrfacher
Tätlichkeiten, Vergehens gegen das BetmG, mehrfacher Übertretung des BetmG,
mehrfachen Fahrens eines Motorfahrzeugs in fahrunfähigem Zustand, Entwendung
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eines Motorfahrzeugs zum Gebrauch, mehrfachen Fahrens eines Motorfahrzeugs trotz
Ausweisentzugs sowie weiterer Strassenverkehrsdelikte zu einer Geldstrafe von 90
Tagessätzen à Fr. 70.-- und zu 360 Stunden gemeinnütziger Arbeit sowie zu einer
Busse von Fr. 420.--.
Die Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis, Zweigstelle Horgen, verurteilte den
Beschwerdeführer am 3. April 2008 wegen grober Verletzung der Verkehrsregeln
(Überschreiten der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h um 52 km/h) zu
einer Geldstrafe von 25 Tagessätzen zu Fr. 70.--. Das Untersuchungsamt Altstätten
sprach den Beschwerdeführer am 22. April 2008 der mehrfachen Widerhandlung gegen
das BetmG (Erwerb und Besitz von Marihuanablüten zum Eigenkonsum) schuldig. Von
einer Strafe wurde Umgang genommen.
Der Beschwerdeführer wurde sodann mehrmals verwarnt: Am 15. April 1997 stellte ihm
das Ausländeramt eine schriftliche Verwarnung zu und wies ihn darauf hin, dass
straffällige Ausländer aus der Schweiz ausgewiesen werden können. Am 25. Mai 1999
verwarnte ihn das Ausländeramt erneut und stellte ihm schwerwiegende
fremdenpolizeiliche Massnahmen in Aussicht, falls er erneut gerichtlich verurteilt werde
oder sonst zu Klagen Anlass geben sollte. Am 3. Februar 2005 drohte ihm das
Ausländeramt abermals die Ausweisung an.
2.6. Das Bezirksgericht Sargans hielt im Urteil vom 14. März 2000 fest, dass die
einschlägigen Vorstrafen des Beschwerdeführers gegen eine günstige Prognose
sprächen. Da aber die von ihm begangenen Delikte vor allem mit seiner Drogensucht
im Zusammenhang stünden, sei davon auszugehen, dass durch die Bekämpfung
seiner Sucht auch das Delinquieren aufhöre und somit der Aufschub der Strafen noch
einmal eine letzte Chance darstelle, um aus der Sucht herauszukommen und damit von
weiteren Delikten Abstand zu nehmen. Der Beschwerdeführer wurde jedoch darauf
aufmerksam gemacht, dass er inskünftig bei erneuter und ähnlicher Straffälligkeit auch
nach längerem Zeitablauf nicht mehr mit der Gewährung des bedingten Strafvollzuges
rechnen dürfe. Im Urteil vom 17. September 2004 hielt das Kreisgericht Werdenberg-
Sargans fest, der Beschwerdeführer sei nur gerade einen Monat nach der mündlichen
Eröffnung jenes Urteils in der Probezeit wieder straffällig geworden. Auch das Urteil
vom 14. November 2000 habe ihn vor weiterer Delinquenz nicht abhalten können. Auch
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in jenem Entscheid sei er darauf hingewiesen worden, mit welchen nachteiligen
Konsequenzen er bei erneuter Straffälligkeit rechnen müsse. Nicht zu übersehen sei es
sodann, dass der Beschwerdeführer nach wie vor Drogenprobleme habe. All diese
Umstände würden eine günstige Prognose nicht zulassen. In seinem Entscheid vom
7. Oktober 2008 hielt das Kreisgericht Werdenberg-Sargans fest, eine günstige
Prognose lasse sich nur dann stellen, wenn ein Teil der Reststrafe (von 15 Monaten
und 7 Tagen) unbedingt ausgesprochen werde. Dadurch werde sich die gewünschte
Warnwirkung (endlich) erzielen lassen. Da der Beschwerdeführer bisher lediglich zwei
kurze Freiheitsstrafen habe verbüssen müssen, die auf ihn offensichtlich keinen
Eindruck gemacht hätten, sei das Gericht überzeugt, dass der Vollzug einer
mehrmonatigen Strafe seine Wirkung nicht verfehlen werde. Der vollziehbare Teil wurde
auf das gesetzlich zulässige Minimum von sechs Monaten festgesetzt.
Verschiedene mit bedingtem Vollzug ausgesprochene Freiheitsstrafen machten auf den
Beschwerdeführer keinen Eindruck. Trotz Verurteilungen zu bedingten Strafen und der
Ansetzung von Probezeiten fuhr er mit seinem deliktischen Verhalten fort. Auch
beeindruckten ihn die insgesamt drei Verwarnungen des Ausländeramts nicht. Obwohl
dem Beschwerdeführer ernsthafte fremdenpolizeiliche Konsequenzen angedroht
wurden, liess er von seinem deliktischen Verhalten nicht ab.
Der Beschwerdeführer bewährte sich auch im Strafvollzug nicht. Er war am 18. März
2008 zu einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen à Fr. 70.--, 360 Stunden gemeinnütziger
Arbeit und einer Busse von Fr. 420.-- verurteilt worden. Die gemeinnützige Arbeit
leistete er lediglich im Umfang von 34,25 Stunden. Der Verurteilte hielt sich mehrfach
nicht an die Vollzugsbedingungen (Nichterscheinen oder verspätetes Erscheinen zur
Arbeit). Er wurde mehrmals ermahnt bzw. verwarnt. Nachdem er am 7. September
2008 wiederum nicht zur Arbeit erschienen war, verfügte die Vollzugsbehörde am
14. Oktober 2008 den Abbruch des Vollzugs der gemeinnützigen Arbeit, verbunden mit
dem Antrag der Umwandlung unter Berücksichtigung der geleisteten 34,25 Stunden in
eine Geld- oder Freiheitsstrafe. Mit Entscheid vom 13. Januar 2009 wurde die
gemeinnützige Arbeit in 90 Tage Freiheitsstrafe umgewandelt und für die geleisteten
34,25 Stunden neun Tage darauf angerechnet.
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Weiter steht fest, dass sich der Beschwerdeführer seit Frühjahr 2008 der Betreuung
durch die Sozialen Dienste Werdenberg entzog und die gerichtliche Weisung
missachtete, die Drogenabstinenz kontrollieren zu lassen. Ausserdem zeigte er wenig
Kooperationsbereitschaft im Zusammenhang mit der Schuldensanierung, arbeitete
nicht mehr ernsthaft mit der Bewährungshilfe zusammen und wurde trotz laufender
Therapie wiederholt straffällig, worauf das Amt für Justizvollzug am 29. Juli 2008 die
ambulante Massnahme aufhob.
2.7. Aufgrund des Verhaltens des Beschwerdeführers ging die Vorinstanz zu Recht
davon aus, dass ihm neben seiner langjährigen Delinquenz insbesondere auch
vorzuwerfen ist, dass er die ihm gewährten zahlreichen Chancen nicht genutzt hat. Die
Drogenentziehungskur in der Klinik St. Pirminsberg im Jahr 2002 brachte keinen
nachhaltigen Erfolg. Auch der Drogentherapie im Centrum Camarco war trotz einiger
positiver Merkmale kein Erfolg beschieden, wie aus dem Bericht des therapeutischen
Leiters hervorgeht. Auch aus dem Bericht der Bewährungshilfe vom 16. September
2004 ergibt sich, dass der Beschwerdeführer nicht zu einem eigenverantwortlichen
Verhalten befähigt ist. Auch zeigen der Drogenkonsum während des Vollzugs, die
Aufhebung der ambulanten Massnahme, aber auch der Widerruf der gemeinnützigen
Arbeit und die Verwarnung in der Halbgefangenschaft, dass sich der Beschwerdeführer
auch in den Strukturen des Sanktionsvollzugs nicht an die geforderten Regeln halten
konnte. Angesichts der Zahl der verhängten Strafen, der wiederholten Delinquenz trotz
strafrechtlicher Warnmassnahmen und fremdenpolizeilicher Ermahnungen und
Verwarnungen sowie der lange andauernden gravierenden bis ins Jahr 2008
reichenden Delinquenz muss das öffentliche Interesse am Widerruf der
Niederlassungsbewilligung des Beschwerdeführers als hoch eingestuft werden. Das
Verschulden des Beschwerdeführers wiegt schwer. Trotz zahlreicher Warnstrafen und
Massnahmen fuhr er mit dem deliktischen Verhalten fort und beging mit zunehmender
Dauer schwerere Delikte. Zwar ist zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer
drogenabhängig war bzw. ist und sein deliktisches Verhalten zumindest teilweise
darauf zurückzuführen ist. Diesem Umstand wurde aber bei der Bemessung der
Strafen Rechnung getragen. Namentlich auch sein Verhalten als Motorfahrzeuglenker
und -halter zeugt von einer bemerkenswerten Rücksichtslosigkeit und einem
gewohnheitsmässigen Verstossen gegen grundlegende Verhaltensanweisungen für
einen jeden Verkehrsteilnehmer. Das wiederholte Fahren in fahrunfähigem Zustand und
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die groben Verkehrsregelverletzungen zeigen, dass sich der Beschwerdeführer mitunter
geradezu gemeingefährlich verhielt. Eine nennenswerte Besserung ist bis zum
gegenwärtigen Zeitpunkt nicht festzustellen. Vielmehr ist von einer hohen
Rückfallgefahr auszugehen.
Fest steht, dass der Beschwerdeführer bereits seit 1988 und damit seit über zwanzig
Jahren in der Schweiz ansässig ist. Er war am 1. Mai 1988 als neuneinhalbjähriger
Schüler im Rahmen des Familiennachzugs in die Schweiz eingereist. Die lange
Aufenthaltsdauer ist unbestrittenermassen zugunsten des Beschwerdeführers zu
berücksichtigen. Seit 1996 ist allerdings sein Aufenthalt von zunehmender Delinquenz
geprägt. Der Beschwerdeführer vermochte sich offensichtlich in der Schweiz nicht zu
integrieren. Zu seinen Gunsten ist zu berücksichtigen, dass er über eine Arbeitsstelle
verfügt und seinen laufenden finanziellen Verpflichtungen soweit ersichtlich weitgehend
nachkommt. Allerdings bezog er von der Politischen Gemeinde Wartau hohe
Sozialhilfeleistungen. Von diesen ist noch ein Betrag von über Fr. 90'000.--
ausstehend.
Zutreffend ist, dass bei sehr langer Anwesenheit in der Schweiz ein Widerruf einer
Niederlassungsbewilligung angeordnet werden darf, wenn der Ausländer, statt sich zu
bessern, mit der deliktischen Tätigkeit fortfährt und sich weitere Straftaten zuschulden
kommen lässt. Eine solche lange andauernde, bis ins letzte Jahr reichende Delinquenz
liegt beim Beschwerdeführer zweifelsohne vor. Von einem nennenswerten Nachlassen
der deliktischen Tätigkeit seit 2006 kann wie erwähnt nicht gesprochen werden.
Insbesondere die Verurteilung vom 18. März 2008 wegen Drohung, mehrfacher
Tätlichkeiten und schwerwiegender Verkehrsdelikte sowie die Verurteilung wegen
grober Verletzung von Verkehrsregeln am 3. April 2008 verbieten die Annahme, der
Beschwerdeführer habe sich in seinem Verhalten nachhaltig geändert.
Der Beschwerdeführer hat zwei minderjährige Kinder, die 1999 bzw. 2005 geboren
wurden. Mit der Kindsmutter, einer im Kanton Aargau wohnhaften Staatsangehörigen
aus Vietnam, ist er nicht verheiratet. Die Kinder sind im Besitz einer
Niederlassungsbewilligung. Der Beschwerdeführer kann sich daher auf Art. 8 EMRK
berufen. Diese Bestimmung gewährleistet das Recht auf Achtung des Privat- und
Familienlebens. Darauf sowie auf die analoge Bestimmung von Art. 13 BV kann sich im
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Rahmen eines ausländerrechtlichen Verfahrens berufen, wer nahe Verwandte mit einem
gefestigten Anwesenheitsrecht in der Schweiz hat. Dies trifft zu, wenn die verwandten
Personen das Schweizer Bürgerrecht oder eine Niederlassungsbewilligung besitzen
(vgl. statt vieler BGE 130 II 285). Soweit eine familiäre Beziehung tatsächlich gelebt
wird und intakt ist, wird das der zuständigen Behörde zustehende Ermessen
beschränkt (vgl. BGE 129 II 218).
Die Intensität der persönlichen Kontakte des Beschwerdeführers zu seinen Kindern
geht aus den vorliegenden Akten nicht genau hervor. Immerhin steht fest, dass der
Beschwerdeführer seinen finanziellen Verpflichtungen gegenüber den Kindern
nachkommt, wobei dies früher gemäss Bericht der Bewährungshilfe vom 16.
September 2004 aber nicht regelmässig der Fall war. Die Vorinstanz ging davon aus, er
pflege seine Beziehung zu den Kindern im Rahmen des ihm eingeräumten
Besuchsrechts.
Nach Art. 8 Ziff. 2 EMRK kann das Recht auf Familienleben unter gewissen
Voraussetzungen eingeschränkt werden. Insbesondere zum Schutz der öffentlichen
Ordnung und Sicherheit rechtfertigen sich Beschränkungen des Rechts auf
Familienleben. Im vorliegenden Fall kann den Anforderungen von Art. 8 EMRK Genüge
getan werden, wenn der Beschwerdeführer den Kontakt zu seinen Kindern vom
Ausland her wahrnehmen kann. Es liegt kein Fall einer besonders engen Beziehung vor,
die sich wegen der Distanz zwischen der Schweiz und dem Heimatland des Ausländers
faktisch nicht aufrechterhalten liesse. Zudem ist der Beschwerdeführer nicht
unbescholten, was eine weitere Voraussetzung für einen Anspruch auf den weiteren
Verbleib in der Schweiz gestützt auf Art. 8 EMRK wäre. Der Anspruch auf Schutz des
Familienlebens steht somit einem Widerruf der Niederlassung nicht entgegen.
Die Beziehung des Beschwerdeführers zu seinen Eltern steht nicht im Schutzbereich
von Art. 8 EMRK, da der Beschwerdeführer volljährig ist.
Ungeachtet des langen Aufenthalts in der Schweiz pflegt der Beschwerdeführer nach
wie vor Kontakte mit dem Heimatstaat. Er weilte verschiedentlich zu Ferienaufenthalten
in Kosovo. Am 4. März 2002 erklärte er gegenüber der Polizei, er habe im September/
Oktober einen "kalten Entzug" in Jugoslawien gemacht. In dieser Zeit habe er in
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seinem Heimatland geheiratet. Am 26. Januar 2004 erklärte er gegenüber der Polizei, er
sei am 7. Juli 2003 nach Kosovo gereist und am 30. oder 31. Juli 2003 wieder in die
Schweiz zurückgekehrt. Der Beschwerdeführer befindet sich in einer ähnlichen
Situation wie zahlreiche seiner Landsleute, die nach einem langen Aufenthalt in der
Schweiz zwangsweise nach Kosovo zurückkehren müssen. Vorliegend kommt hinzu,
dass sich die Ehefrau des Beschwerdeführers offenbar in Kosovo aufhält. Dieser
Umstand belegt einerseits, dass der Beschwerdeführer während seines Aufenthalts in
der Schweiz weiterhin Kontakte mit dem Herkunftsstaat unterhielt. Anderseits lässt die
Anwesenheit der Ehefrau im Herkunftsstaat die Rückkehr nach dem langen Aufenthalt
in der Schweiz weniger gravierend erscheinen als in solchen Fällen, in denen der
Betroffene nicht über persönliche Beziehungen zu Personen im Herkunftsland verfügt.
Da der Beschwerdeführer selber erklärte, in Kosovo geheiratet zu haben, stehen einer
Heirat der Kindsmutter entgegen den Vorbringen in der Beschwerde nicht die
ungünstigen finanziellen Verhältnisse, sondern wohl in erster Linie die bestehende Ehe
entgegen.
Werden die öffentlichen Interessen an der Fernhaltung des Beschwerdeführers gegen
seine privaten Interessen am Verbleib in der Schweiz abgewogen, so erweist sich der
Widerruf der Niederlassungsbewilligung verhältnismässig. Die schwerwiegende,
intensive und lang andauernde Delinquenz, die zahlreichen Straftaten bzw. Sanktionen,
die Wirkungslosigkeit von Warnstrafen und fremdenpolizeilichen Verwarnungen
rechtfertigen trotz des langen Aufenthalts in der Schweiz und der persönlichen
Beziehungen zu den in der Schweiz lebenden Kindern einen Widerruf der
Niederlassung, zumal die Ehefrau des Beschwerdeführers in Kosovo lebt. Die
Vorinstanz hat den Grundsatz der Verhältnismässigkeit nicht verletzt. Folglich ist die
Beschwerde als unbegründet abzuweisen.
3. Der Beschwerdeführer stellt ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und
Rechtsverbeiständung. Diesem Gesuch ist zu entsprechen, da die Beschwerde
angesichts der langen Aufenthaltsdauer des Beschwerdeführers in der Schweiz nicht
als geradezu aussichtslos bezeichnet werden konnte. Die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens trägt somit zufolge unentgeltlicher Rechtspflege der Staat. Eine
Entscheidgebühr von Fr. 2'000.-- ist angemessen (Art. 13, Ziff. 622 Gerichtskostentarif,
sGS 941.12). Auf die Erhebung ist zu verzichten.
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Der Vertreter des Beschwerdeführers hat keine Kostennote eingereicht. Die
Entschädigung für die unentgeltliche Rechtsverbeiständung ist daher nach Ermessen
festzusetzen (Art. 6 der Honorarordnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten,
sGS 963.75, abgekürzt HonO). Eine Entschädigung von Fr. 1'600.-- zuzügl. MWSt für
das Beschwerdeverfahren ist angemessen (Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO in Verbindung mit
Art. 19 HonO und Art. 31 Abs. 3 des Anwaltsgesetzes, sGS 963.70).
Demnach hat das Verwaltungsgericht