Decision ID: ed260a16-d9c8-5f3c-953e-58d3ac17944a
Year: 2011
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._ und B._,
Rekurrenten,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Arthur Andermatt, Teufener Strasse 8, Postfach,
9001 St. Gallen,
gegen
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Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen, Ausgleichskasse des Kantons St.
Gallen, Brauerstrasse 54, Postfach, 9016 St. Gallen,
Vorinstanz,
betreffend
individuelle Prämienverbilligung 2010
Sachverhalt:
A.
A.a A._, geboren 1976, und seine Ehefrau B._, geboren 1978, meldeten sich
sowie den gemeinsamen Sohn C._, geboren 2010, am 18. Oktober 2010 bei der
Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen (SVA) zum Bezug von individueller
Prämienverbilligung für das Jahr 2010 an, nachdem die Sozialversicherungsanstalt des
Kantons Graubünden eine individuelle Prämienverbilligung aufgrund des Nichterfüllens
des Wohnsitzkriteriums mit Verfügung vom 21. Mai 2010 abgelehnt hatte (KV-SG-act.
5, 8). Das Ehepaar hatte am 17. Dezember 2009 geheiratet (KV-SG-act. 5).
A.b Am 17. November 2010 verfügte die SVA die Abweisung des Gesuchs mit der
Begründung, der steuerrechtliche Wohnsitz für das gesamte Jahr 2010 liege im Kanton
Graubünden, da das Ehepaar im März 2010 dorthin gezogen sei. Die kantonalen
Voraussetzungen zum Bezug der Prämienverbilligung seien somit nicht erfüllt (KV-SG-
act. 7).
B.
B.a Gegen die Verfügung vom 17. November 2010 erhoben die Versicherten am
14. Dezember 2010 Einsprache. Massgebend seien die persönlichen Verhältnisse am
1. Januar des Jahres, für das die Prämienverbilligung beantragt werde (KV-SG-act. 10).
B.b Mit Entscheid vom 22. Dezember 2010 wies die SVA die Einsprache ab. Mit dem
Umzug in den Kanton Graubünden sei der steuerrechtliche Wohnsitz rückwirkend auf
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den 1. Januar 2010 auf jenen Kanton übergegangen. Der zivilrechtliche Wohnsitz allein
bedinge keinen Anspruch in der Prämienverbilligung (KV-SG-act. 11).
C.
C.a Gegen den Entscheid vom 22. Dezember 2010 richtet sich der Rekurs vom 5.
Januar 2011. Die Rekurrenten, vertreten durch Rechtsanwalt A. Andermatt, St. Gallen,
beantragen dessen sowie die Aufhebung der Verfügung der SVA vom 17. November
2010. Die Vorinstanz sei anzuhalten, über die individuelle Prämienverbilligung 2010 für
die Rekurrenten zu befinden; unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Zur Begründung
des Rekurses beantragte der Rechtsvertreter eine angemessene Fristverlängerung
sowie Akteneinsicht, was ihm gewährt wurde (act. G 1, 2). Mit Schreiben vom 27.
Januar 2011 wird an den Begehren festgehalten. Der zivilrechtliche und der
steuerrechtliche Wohnsitz seien im Allgemeinen identisch, zumal die Rekurrenten
familienbesteuert würden. Bis zum Umzug, d.h. März 2010, habe der zivil- und
steuerrechtliche Wohnsitz in St. Gallen gelegen, unabhängig davon, dass der
steuerrechtliche Wohnsitz nachträglich nach Graubünden übergegangen sei (act. G 3).
C.b In der Vernehmlassung vom 8. Februar 2011 beantragt die Vorinstanz die
Abweisung der Beschwerde. Die Rekurrenten würden das steuerrechtliche
Wohnsitzerfordernis nicht erfüllen. Ein die Prämienverbilligung auslösendes Einkommen
könne mangels Vorliegen einer gemeinsamen Steuererklärung nicht ermittelt werden.
Sodann habe sich die aus dem Ausland zugezogene Ehefrau erst am 6. Januar 2010
rückwirkend per 1. Januar 2010 angemeldet. Zum Zeitpunkt der Antragstellung vom
19. Oktober 2010 sei sowohl ihr zivil- wie auch ihr steuerrechtlicher Wohnsitz im
Kanton Graubünden gewesen. Das im April 2010 geborene Kind habe noch nie einen
Wohnsitz im Kanton St. Gallen gehabt. Der Antrag sei zu Recht abgewiesen worden
(act. G 5).
C.c Mit Replik vom 22. März 2011 halten die Rekurrenten an den Begehren fest. Sie
machen geltend, die bundesrechtliche Koordinationsbestimmung von Art. 8 der
Verordnung über den Bundesbeitrag zur Prämienverbilligung (VPVK; SR 832.112.4)
bezwecke eine klare Zuständigkeitsregelung, damit niemand durch die Maschen falle.
Richte sich der Anspruch nach dem "Recht des Kantons", seien damit die materiellen
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Voraussetzungen gemeint. Bezüglich des Sohnes sei zu berücksichtigen, dass ab
Geburt eine Neuberechnung des Einkommens vorzunehmen sei und dies bis zum 30.
Juni des Jahres nach der Geburt rückwirkend geltend gemacht werden könne. Der
Schalter der Ortsgemeinde sei wegen der Neujahrstage geschlossen gewesen,
weshalb keine frühere Anmeldung der Ehefrau habe erfolgen können. Der Einwand, es
fehle an einem nach kantonalem Steuerrecht ermittelten massgeblichen Einkommen,
sei formalistisch. Mit den bekannten Faktoren und dem voraussichtlichen Einkommen
der Ehefrau könne dieses festgesetzt werden (act. G 9).
C.d Die Vorinstanz verzichtete sinngemäss auf das Einreichen einer Duplik (act. G 11).
C.e Auf die weiteren Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie den Inhalt
der übrigen Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen
eingegangen.

Erwägungen:
1.
Art. 8 Abs. 1 der Verordnung über den Bundesbeitrag zur Prämienverbilligung in der
Krankenversicherung (VPVK; SR 832.112.4) sieht vor, dass sich im Falle eines
Wohnsitzwechsels einer versicherten Person von einem Kanton in einen andern der
Anspruch auf Prämienverbilligung für die ganze Dauer des Kalenderjahres nach dem
Recht des Kantons richtet, in dem die versicherte Person am 1. Januar ihren Wohnsitz
hatte. Die Rekurrenten beantragten die Ausrichtung einer individuellen
Prämienverbilligung für das Jahr 2010. Den Akten lässt sich entnehmen, dass sich der
zivilrechtliche Wohnsitz der Rekurrenten am 1. Januar 2010 im Kanton St. Gallen
befand (KV-SG-act. 17 f.). Folglich richtet sich die Beurteilung des Anspruchs auf
Bezug von individueller Prämienverbilligung für das gesamte Jahr 2010, d.h. auch für
die während dieses Jahres erfolgten Änderungen der persönlichen und familiären
Verhältnisse wie beispielsweise die Geburt des Sohnes, nach st. gallischem Recht.
2.
Streitig und zu prüfen ist, ob die Vorinstanz den Antrag der Rekurrenten zum Bezug
von individueller Prämienverbilligung zu Recht abgelehnt hat.
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3.
3.1 Gemäss Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG;
SR 832.10) gewähren die Kantone den Versicherten in bescheidenen wirtschaftlichen
Verhältnissen Prämienverbilligungen. Sie sind für den Erlass der entsprechenden
Ausführungsbestimmungen zuständig (vgl. Art. 97 Abs. 1 KVG). Nach st. gallischem
Recht wird denjenigen Personen eine Prämienverbilligung gewährt, die einerseits im
Kanton St. Gallen ihren steuerrechtlichen Wohnsitz haben und andererseits ein die
Prämienverbilligung auslösendes Einkommen erzielen (Art. 10 Abs. 1 des st. gallischen
Einführungsgesetzes zur Bundesgesetzgebung über die Krankenversicherung [EG-
KVG; sGS 331.11])
3.2 Massgebend für die Anspruchsberechtigung auf Prämienverbilligung für Personen
mit zivilrechtlichem Wohnsitz im Kanton sind die persönlichen und familiären
Verhältnisse am 1. Januar des Jahres, für das die Prämienverbilligung beansprucht
wird (vgl. Art. 9 Abs. 1 der Verordnung zum Einführungsgesetz zur
Bundesgesetzgebung über die Krankenversicherung [Vo EG-KVG; sGS 331.111]).
Vorbehalten bleiben u.a. Zuzüger aus dem Ausland, wo auf die persönlichen und
familiären Verhältnisse zum Zeitpunkt der Antragstellung abgestellt wird, sowie die
Geburt eines Kindes (vgl. Art. 9 Abs. 2 Vo EG-KVG i.V.m. Art. 9 Abs. 3 und Art. 13 Abs.
1 Vo EG-KVG). Für Personen, die aus dem Ausland zuziehen, beginnt der Anspruch auf
Prämienverbilligung mit Beginn des Monats der Antragstellung (Art. 10 Vo EG-KVG).
3.3 Grundlage des die Prämienverbilligung auslösenden Einkommens bildet in der
Regel die letzte definitive Steuerveranlagung, d.h. das nach kantonalem Steuerrecht
ermittelte Reineinkommen der Steuerperiode des vorletzten Jahres (vgl. Art. 11 Abs. 2
EG-KVG i.V.m. Art. 12 Abs. 1 Vo EG-KVG). Zieht eine Person aus dem Ausland oder
einem anderen Kanton zu, wird bei Fehlen eines massgebenden Einkommens des
Jahres vor dem Bezugsjahr, auf das nach kantonalem Steuerrecht ermittelte,
voraussichtliche Einkommen des Bezugsjahrs abgestellt. Ändert eine Person ihren
Zivilstand im Jahr vor dem Bezugsjahr, ist das Reineinkommen des Jahres vor dem
Bezugsjahr massgebend (vgl. Art. 12a Vo EG-KVG). Nach Art. 13 Vo EG-KVG wird das
massgebende Einkommen bei Geburt eines Kindes ab dem Geburtsmonat neu
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festgelegt. Diese Neuberechnung kann bis zum 30. Juni des Jahres nach der Geburt
rückwirkend geltend gemacht werden.
4.
4.1 Die Vorinstanz verneinte einen Anspruch der Rekurrenten auf eine individuelle
Prämienverbilligung mit der Begründung, der steuerrechtliche Wohnsitz der
Rekurrenten befände sich per 1. Januar 2010 nicht im Kanton St. Gallen. Mit dem
Umzug vom März 2010 in den Kanton Graubünden sei der steuerrechtliche Wohnsitz
rückwirkend in jenen Kanton verlegt worden.
4.2 Nach Art. 13 Abs. 2 des Steuergesetzes (StG; sGS 811.1) hat eine Person
steuerrechtlichen Wohnsitz im Kanton St. Gallen, wenn sie sich hier mit der Absicht
dauernden Verbleibens aufhält (vgl. auch Art. 3 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die
Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden [StHG; SR 642.14]).
Der Begriff des steuerrechtlichen Wohnsitzes wird somit gleich umschrieben wie jener
des zivilrechtlichen Wohnsitzes (Art. 23 Abs. 1 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches
[ZGB; SR 210]). Der steuerrechtliche Wohnsitz einer Person befindet sich damit an dem
Ort, wo sie sich mit der Absicht dauernden Verbleibens tatsächlich aufhält, d.h. am
Mittelpunkt ihrer Lebensinteressen bzw. Lebensbeziehungen (BGE 127 V 238 und 108
Ia 254). Für die Begründung des Wohnsitzes müssen somit zwei Merkmale erfüllt sein:
ein objektives äusseres, der Aufenthalt, sowie ein subjektives inneres, die Absicht
dauernden Verbleibens. Als innere Tatsache ist die Absicht dauernden Verbleibens an
einem Ort keinem direkten Beweis zugänglich. Sie kann lediglich indirekt aus der
äusserlichen Gestaltung der Lebensverhältnisse gefolgert werden (Bucher, Berner
Kommentar, Bern 1976, Art. 23 N 35; vgl. BGE 97 II 4). Nach der Rechtsprechung
kommt es nicht auf den inneren Willen, sondern darauf an, auf welche Absicht die
erkennbaren Umstände objektiv schliessen lassen (BGE 127 V 238).
4.3 Die Rekurrenten sind im März 2010 in den Kanton Graubünden umgezogen. Sie
haben damit den Aufenthalt im Kanton St. Gallen aufgegeben. Folglich sind der
steuerrechtliche wie auch der zivilrechtliche Wohnsitz, die aufgrund der gleichen
Definition im Allgemeinen zusammenfallen, im Kanton St. Gallen ab Umzugsdatum
nicht mehr gegeben. Für die Beurteilung der Frage, ob ein Anspruch auf individuelle
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Prämienverbilligung gegeben ist oder nicht, sind grundsätzlich die persönlichen und
familiären Verhältnisse per 1. Januar des jeweiligen Jahres massgebend (vgl. Art. 9
Abs. 1 Vo EG-KVG). Am 1. Januar 2010 hatte der Rekurrent sowohl seinen zivil- wie
auch steuerrechtlichen Wohnsitz, zumal er familienbesteuert wird (vgl. Art. 20 StG), im
Kanton St. Gallen. Dasselbe gilt für seine Ehefrau. Wie aus den Akten hervorgeht,
begründete diese ihren zivil- und damit auch steuerrechtlichen Wohnsitz per 1. Januar
2010 im Kanton St. Gallen (KV-SG-act. 18). Bis zum Umzug befand sich somit der
steuerrechtliche Wohnsitz der Familie im Kanton St. Gallen. Ein Anspruch auf
individuelle Prämienverbilligung kann daher nicht aufgrund des Nichterfüllens des
steuerrechtlichen Wohnsitzkriteriums abgelehnt werden.
4.4 Im Übrigen kann den Ausführungen der Vorinstanz, das steuerbare Einkommen
könne nicht ermittelt werden, da die Rekurrenten nie im Kanton St. Gallen gemeinsam
besteuert worden seien und es daher an der Voraussetzung eines die
Prämienverbilligung auslösenden Einkommens fehle (act. G 5 Ziffer III/2), nicht gefolgt
werden. Zwar kann in casu nicht auf das Reineinkommen des Jahres vor dem
Bezugsjahr, wie dies im Falle einer Änderung des Zivilstands einer Person vorgesehen
ist, abgestellt werden (vgl. Art. 12a Abs. 2 Vo EG-KVG). Jedoch liegen die Steuerdaten
des Ehemannes für das Jahr 2008 der Vorinstanz vor. Sodann sieht das Gesetz vor,
dass bezüglich dem massgebenden Einkommen der aus dem Ausland zugezogenen
Ehefrau auf das nach kantonalem Steuerrecht ermittelte, voraussichtliche Einkommen
des Bezugsjahrs abzustellen ist (Art. 12a Abs. 1 Vo EG-KVG). Dass die Ehefrau sich
erst am 6. Januar 2010 rückwirkend per 1. Januar 2010 angemeldet hat, kann ihr nicht
vorgeworfen werden (vgl. act. G 5 Ziffer III/3). Wie die Rekurrenten in der Replik
zutreffend ausführen, ist einerseits zu berücksichtigen, dass die zuständige
Ortsgemeinde über die Neujahrstage den Schalter geschlossen hatte. Andererseits hat
die Anmeldung bei der entsprechenden Ortsgemeinde innerhalb von acht Tagen nach
Zuzug zu erfolgen. Die rückwirkende Anmeldung der Ehefrau per 1. Januar 2010
erweist sich somit durchaus als korrekt. Zudem sind die Vorbringen der Vorinstanz, das
im April 2010 geborene Kind habe nie Wohnsitz im Kanton St. Gallen begründet,
weswegen der Antrag auf individuelle Prämienverbilligung zu Recht abgelehnt worden
sei (vgl. act. G 5), unbegründet. Aufgrund von Art. 8 Abs. 1 VPVK ergibt sich, dass die
Vorinstanz für die Beurteilung des Anspruchs für das ganze Jahr und somit auch für die
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während dieses Jahres eintretenden Änderungen der persönlichen und familiären
Verhältnisse zuständig ist.
4.5 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der steuerrechtliche Wohnsitz der
Rekurrenten, entgegen den Ausführungen der Vorinstanz, per 1. Januar 2010 im
Kanton St. Gallen lag. Sodann steht fest, dass das Einkommen der Rekurrenten
ermittelt und daher ein allfälliges die Prämienverbilligung auslösendes Einkommen
festgestellt werden kann. Die Ehefrau hat ihren Wohnsitz per 1. Januar 2010 im Kanton
St. Gallen begründet. Die Vorinstanz hat demzufolge über einen allfälligen Anspruch auf
individuelle Prämienverbilligung unter Berücksichtigung der Veränderungen der
persönlichen und familiären Verhältnisse der Rekurrenten zu befinden.
5.
5.1 Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist der Einspracheentscheid vom 22.
Dezember 2010 in Gutheissung des Rekurses aufzuheben. Die Sache ist zur
Neubeurteilung des Anspruchs auf Prämienverbilligung für das Jahr 2010 an die
Vorinstanz zurückzuweisen.
5.2 Nach Art. 95 Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRP;
sGS 951.1) hat in Streitigkeiten grundsätzlich jener Beteiligte die Kosten zu tragen,
dessen Begehren ganz oder zum Teil abgewiesen werden. Beim vorliegenden
Verfahrensausgang hat demnach die Vorinstanz die Gerichtsgebühr zu bezahlen. Diese
ist in Anwendung von Art. 7 Ziff. 122 der Gerichtskostenverordnung (sGS 941.12), der
einen Rahmen von Fr. 500.-- bis Fr. 15'000.-- vorsieht, wie in gleichartigen Fällen
üblich, auf Fr. 1'000.-- festzusetzen.
5.3 Bei diesem Verfahrensausgang haben überdies die obsiegenden, durch einen
Anwalt oder Rechtsagenten vertretenen Rekurrenten Anspruch auf Entschädigung der
ausseramtlichen Kosten, soweit sie aufgrund der Sach- und Rechtslage als notwendig
und angemessen erscheinen (Art. 98 Abs. 2 VRP). In der Verwaltungsrechtspflege vor
dem Versicherungsgericht beträgt das Honorar pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.--
(Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten [HonO;
sGS 963.75]). Vorliegend erscheint - wie in vergleichbaren Fällen üblich - eine
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Parteientschädigung von Fr. 3'000.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer)
als angemessen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP