Decision ID: 5d1e3881-4118-48e3-896e-f0607f940d60
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren
1980
,
war bei der Schweizerischen Mobiliar Versiche
rungsgesellschaft AG (Mobiliar) gemäss dem Bundesgesetz über die Unfall
versicherung (UVG) versichert, als sie
am
1.
April 2014
beim Überqueren eines Fussgängerstreifens
von einem Auto angefahren wurde (
Urk.
10/3) und eine Distorsion der Halswirbelsäule (HWS), eine
Contusio
capitis
und eine Prellung am
rechten
Unterarm erlitt (
Urk.
10/24 S. 1 Mitte).
Die
Mobiliar
stellte mit Verfügung vom 1
0.
Dezember 2014 ihre Leistungen per Ende 2014 ein (
Urk.
10/158). Die dagegen erhobene Einsprache (
Urk.
10/173) wies sie am
2.
Oktober 2015 ab (
Urk.
10/
188
=
Urk.
2).
2.
Gegen den
Einspracheentscheid
vom
2.
Oktober 2015 (
Urk.
2) erhob die Versi
cherte am
4.
November 2015 Beschwerde und beantragte, dieser sei auf
zuheben und es seien ihr auch über Ende 2014
hinaus
Leistungen
, nament
lich Taggeld und Heilbehandlung, eventuell eine Invalidenrente und Heilbe
handlung nach
Rentenzusprache
,
zuzusprechen (
Urk.
1 S. 2
Ziff.
I).
Die
Mobiliar
beantragte mit Beschwerdeantwort vom 1
8.
Januar 2016
(
Urk.
9) die Abweisung der Beschwerde.
Mit Replik vom
9.
Mai 2016 (
Urk.
16) und Duplik vom 1
3.
Juni 2016 (
Urk.
22) hielten die Parteien an ihren Anträgen fest, was ihnen je zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
18,
Urk.
23).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva
lidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der glei
chen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen
Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Stö
rung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im
Sozialversicherungs
recht
üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befin
den hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungs
anspruches
nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.2
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausalzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem ge
wöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebens
erfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Er
folges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 405 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
Die adäquate Kausalität bei psychischen Beschwerden unterliegt einer spe
ziellen, mit BGE 115 V 133 begründeten Prüfung; diejenige von bestimmten („typischen“) Beschwerden nach HWS-Distorsionen der Prüfung gemäss BGE 134 V 10
9.
1.3
Nach Gesetz und Rechtsprechung ist der Fall unter Einstellung der vor
überge
henden Leistungen und Prüfung des Anspruchs auf eine Invali
den
rente und eine Integritätsentschädigung abzuschliessen, wenn von der Fort
setzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesund
heits
zustandes der versicherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abge
schl
ossen sind (vgl. Art. 19 Abs. 1, Art. 24 Abs. 2
UVG; Urteil des Bundesge
richts 8C_888/2013 vom 2.
Mai 2014 E. 4.1, vgl. auch Urteil 8C_639/2014 vom 2. Dezember 2014 E. 3).
In diesem Zeitpunkt ist der Unfallversicherer auch befugt, die Adäquanzfrage zu prüfen (Urteil des Bundesgerichts 8C_377/2013 vom 2.
Oktober 2013 E. 7.2 mit Hinweis auf
BGE
134 V 109, vgl. auch Urteil 8C
_
454/2014 vom 2. September 2014 E. 6.3).
Ob eine namhafte Besserung noch möglich ist, bestimmt sich insbesondere nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist (
vgl.
Urteil des Bundesgerichts 8C_888/2013 vom 2.
Mai 2014 E. 4.1 mit Hinweisen, insbes. auf BGE
134 V 109 E. 4.3; vgl. auch Urteil 8C_6
39/2014 vom 2. Dezember 2014 E.
3).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging im angefochtenen Entscheid (
Urk.
2) davon aus, die physischen Unfallfolgen seien schon kurze Zeit nach dem
Unfaller
eignis
abgeheilt gewesen (S. 7
Ziff
3.16 Mitte). Die Behandlung von psychi
schen Beschwerden sei vor Juli 2014 abgeschlossen worden, weshalb si
e
nicht in natürlichem Kausalzusammenhang zum Unfall stünden, wobei auch die - nach BGE 115 V 133 zu prüfende (S. 8 f.
Ziff.
3.18) - Adäquanz zu ver
neinen wäre (S. 10
Ziff.
3.20).
2.2
Die Beschwerdeführerin stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt (
Urk.
1),
es sei wiederholt eine posttraumatische Belastungsstörung diagnos
tiziert worden (S. 6
Ziff.
24 ff.), die psychiatrische Behandlung sei nicht abgeschlossen worden (S. 6 f.
Ziff.
27 f.). Die Frage der Adäquanz sei anhand der bei Schreckereignissen massgebenden Rechtsprechung zu prüfen (S. 8
Ziff.
34 ff.) und zu bejahen (S. 10
Ziff.
46). Adäquanzprüfung und
Leistungs
einstellung
seien, da die Heilbehandlung noch nicht abgeschlossen sei, ver
früht erfolgt (S. 10 44 ff.). Würde die Adäquanz speziell geprüft, so hätte dies gemäss BGE 134 V 109 zu erfolgen und wäre sie zu bejahen (S. 10 f.
Ziff.
48 ff.).
2.3
Strittig und zu prüfen ist mithin, wie es sich mit dem adäquaten Kausalzu
sammenhang zwischen dem Unfall und noch bestehenden psychischen Beschwerden verhält sowie, in welchem Zeitpunkt und nach welchen Regeln diese Adäquanz zu prüfen ist.
3.
3.1
Die Beschwerdeführerin war als
Nanny
am
1.
April 2014 mit den beiden von ihr betreuten Kindern unterwegs. In der Unfallmeldung wurde dazu ausge
führt: „Sie woll
t
e den Fussgängerstreifen überqueren, ein Auto hat angehal
ten, aber das folgende ist in das stehende
[Auto]
geprallt und
hat
dieses in die Personen gestossen
“
(
Urk.
10/3
Ziff.
6).
3.2
Die Beschwerdeführerin führte bei der Einvernahme am
1.
April 2014 (
Urk.
9/42-43) unter anderem aus, sie habe mit den Kindern
Y._
und
Z._
die Strasse überqueren wollen: „
Y._
hielt ich an der rechten Hand und
Z._
sass im Kinderwagen. Ein Fahrzeug hielt an und gewährte uns den Vortritt. Als ich mit den Kindern in der Mitte des Fussgängerstreifens war, gab es plötzlich einen Knall. Plötzlich fuhr das Fahrzeug, das für uns anhielt, auf uns zu. Es kam zur Kollision“ (S. 1 unten). Durch den Aufprall seien sie weggespickt,
Z._
sei im Kinderwagen etwa 1 m weggeflogen,
Y._
und sie seien zu Boden gefallen (S. 2 oben). Das Fahrzeug habe vor dem Fussgängerstreifen ganz angehalten gehabt (S. 2 Mitte).
3.3
In der Verfügung der Kantonspolizei vom 2
2.
April 2014 (
Urk.
9/37) wurde folgender Betreff genannt: „Verkehrsunfall mit Körperverletzung:
Auffahr
kollision
zwischen zwei Personenwagen, wobei das vordere Fahrzeug in drei Fussgänger gestossen wurden. Zwei Fussgänger zogen sich leichte Verletzun
gen zu.“
3.4
Im Polizeirapport (
Urk.
9/27-36) wurde als Unfallhergang angegeben, das eine Fahrzeug habe vor dem Fussgängerstreifen angehalten, um der Beschwerdeführerin und den beiden Kindern den Vortritt zu gewähren. Das andere Fahrzeug sei in das stehen
de
Fahrzeug hineingefahren und habe dieses nach vorn geschoben. Dabei habe das vordere Fahrzeug alle drei Per
sonen auf dem Fussgängerstreifen erfasst (S. 10 oben).
3.5
Ebenfalls im Polizeirapport führte
ein Befragter aus
, er habe gesehen, wie eine Frau mit Kinderwagen am Fussgängerstreifen gestanden habe. Das vor
dere Fahrzeug habe angehalten und die Frau sei mit den Kindern über die Strasse gegangen. Das hintere Fahrzeug habe viel zu spät gebremst und sei in das vordere Fahrzeug gefahren und habe dieses nach vorne gestossen. Das vordere Fahrzeug habe dann die Frau und die Kinder angefahren (S. 5 unten).
3.6
Die Beschwerdeführerin interpretierte die von ihr m
it der Replik
(
Urk.
16)
eingereichten Aufnahmen
des Unfallfotodiensts der Kantonspolizei dahinge
hend, dass am vorderen Fahrzeug (S. 5) Beulen und Kratzer in der Motor
haube, ein Knick in der Motorhaube und Beschädigungen an der Stossstange zu sehen seien (S. 4
Ziff.
63); beim Kinderwagen (S. 6) habe es sich um einen kleinen, leichten Buggy gehandelt (S. 5
Ziff.
64). Die Beschwerdegegnerin ihrerseits bemerkte zur gleichen Aufnahme, es zeige sich am Kinderwagen kein Schaden, er sei weder deformiert noch nicht mehr
stossbar
; insbeson
dere hänge die Tasche immer noch an den Stossholmen und die Gegenstände
im seitlichen
Netzfach
seien immer noch dort, also nicht herausgefallen (
Urk.
22 S. 3
Ziff.
4).
3.7
Am 2
7.
Mai 2014 teilte die Familie der Beschwerdegegnerin mit, den beiden Kindern gehe es gut, sie hätten den Unfall gut überstanden (
Urk.
10/13).
4.
4.1
Die Ärzte der Klinik für Unfallchirurgie des
A._
führten
in
ihrem Bericht vom
3.
April 2014 (
Urk.
10/23-24 =
Urk.
10/73-74 =
Urk.
10/96-97
=
Urk.
3/8/1
)
aus, die Beschwerdeführerin sei vom
1.
bis
2.
April 2014 hospitalisiert gewesen. Sie sei von einem Auto auf einem Fussgängerstreifen angefahren und dabei auf die Motorhaube geworfen wor
den. Es habe keine Bewusstlosigkeit und keine Amnesie bestanden. Bei Ein
treffen im Schockraum habe die Patientin übe
r Hinterkopf- und
Nacken
schmerzen
geklagt, aber Übelkeit und Erbrechen sowie Schwindel verneint (S. 1). Es wurde folgende Diagnose gestellt (S. 1 Mitte):
HWS-Distorsion Grad II
ossäre
Flake
Dens
links lateral im
Rahmen einer degenerativen Ver
änderung
Contusio
capitis
Prellung Unterarm rechts
leichte Schürfwunde zirka 2x4 cm
Der stationäre Verlauf sei unauffällig gewesen, die Patientin sei unter Schmerztherapie schmerzkompensiert gewesen und habe auch weiterhin keine Commotio-Symptome gezeigt. Sie sei am
2.
April 2014 in gutem
All
gemeinzustand
entlassen worden (S. 2 Mitte).
Der radiologische Befund, der mit der Fragestellung einer allfälligen intra
kraniellen Blutung (ICB) und mit Vergleich von Aufnahmen von
1.
April 2014 am
3.
April 2014 erhoben wurde, ergab keine intrakraniale Blutung und eine unauffällige Darstellung des Hirnparenchyms (
Urk.
10/77)
4.2
Die Ärzte des
B._
führten mit Bericht vom 2
5.
April 2014
(
Urk.
10/99-100)
aus
, die Beschwerdeführerin sei am 2
5.
April 2014 ambulant behandelt worden, dies nach notfallmässiger Selbstvorstellung aufgrund einer Panikattacke mit Hyperventilation und
Kribbelparästhesien
(S. 1), und nannten folgende Diagnose (S. 1 Mitte):
posttraumatische Belastungsstörung
nach Autounfall am
1.
April 2014
Status nach
Contusio
capitis
, HWS-Distorsion Grad II, Prellung Unterarm rechts
in regelmässiger psychiatrischer Behandlung
Die Patientin sei in gutem Allgemeinzustand und psychisch beruhigt auf der Notfallstation eingetroffen.
Die innere Unruhe habe sich nach der Einnahme von 1 mg
Temesta
gebessert, so dass die Patientin in Begleitung ihrer Mutter problemlos selbständig habe nach Hause gehen können (S. 2 oben).
4.3
MSc
C._
, Psychotherapeutin ASP, unterbreitete der
Beschwerde
gegnerin
am
2
6.
April 2014
ein Kostengutsprachegesuch
(
Urk.
10/4-5)
. Darin führte sie unter anderem aus, sie habe die Beschwerdeführerin am 1
6.
April 2014 erstmals in ihrer Praxis gesehen (S. 1 Mitte). Zum jetzigen Zeitpunkt könnten eine Agoraphobie mit Panikstörung (ICD-10 F40.01) und eine spe
zielle Phobie vor Autos (F40.2) diagnostiziert werden (S. 2 Mitte).
4.4
Die Ärzte der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des
A._
führten in ihrem Bericht vom
2
9.
April 2014 (
Urk.
10/87-89) aus, die Beschwerdeführe
rin habe sich am 2
7.
April 2014 auf dem interdisziplinären Notfall des
A._
vorgestellt. Als Diagnose nannten sie einen Verdacht auf posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1) mit Panikattacken und Agoraphobie (S. 1). Es sei der Patientin geraten worden, sich am nächsten Tag bei ihrer
Hausärz
tin
und ihrer Psychologin
zu melden (S. 2 oben).
Andere Ärzte der gleichen Klinik führten mit Bericht vom
2
8.
April 2014 (Urk.10/90-92
)
aus, die Beschwerdeführerin sei gleichentags bei ihnen in Behandlung gewesen.
Sie nannten die gleiche Diagnose
(S. 1)
und
empfahlen, das Vorliegen einer
Traumafolgestörung
zu prüfen (S. 2 oben).
4.5
Dr.
med.
D._
, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin,
führte in ihrem Überweisungsschreiben vom
3
0.
April 2014 (
Urk.
10/62-63 =
Urk.
10/60-61)
an die Psychotherapeutin
C._
(vorstehend E. 4.3) unter anderem aus, bei der Beschwerdeführerin seit bei Verdacht auf posttrauma
tische Belastungsstörung nach einem Autoanfahrunfall auf dem Zebrastreifen am
1.
April 2014 mit zunehmenden Panikattacken eine Psychotherapie indi
ziert (S. 1 Mitte).
4.6
Die Ärzte des Interdisziplinären Zentrums für Schwindel und Gleichgewichts
störungen des
A._
führten in ihrem Bericht vom
2
6.
Mai 2014 (
Urk.
10/115
117 =
Urk.
10/131-133)
unter anderem aus, sie hätten die Beschwerde
führe
rin gleichentags untersucht (S. 1 Mitte). Sie gingen von posttraumatischen Kopfschmerzen mit einer
vestibulären
Komponente aus.
Erfreulicherweise seien sowohl die Kopfschmerzen als auch der Schwindel
regredient
(S. 2 oben).
4.7
Dr.
med.
E._
, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie,
nannte in ihrem Bericht vom
2
9.
Juni 2014 (
Urk.
10/151-152)
als Diagnose eine abklingende posttraumatische Belastungsstörung (S. 1 unten). Die wei
tere therapeutische Begleitung erfolge durch ihre Praxis-Kollegin
C._
(S. 2 oben).
Diese nannte in ihrem Gesuch
vom 1
5.
Juli 2014
um Verlängerung der Kosten
gutsprache
(
Urk.
10/81-83) als Diagnosen eine posttraumatische Belastungsstörung und eine Agoraphobie mit Panikstörung (S. 1 Mit
te).
4.8
Die Ärztinnen der
F._
führten in ihrem Bericht vom
1
6.
Juli 2014 (
Urk.
3/8/9
-11) aus, die Beschwerdeführerin sei ihnen von der Hausärztin mit der Diagnose einer posttraumatischen
Belastungs
störung
zugewiesen worden (S. 1 Mitte). Es sei eine zweiwöchent
liche Sitzungsfrequenz besprochen worden (S. 3 unten).
In ihrem Bericht vom 3
0.
September 2014 (
Urk.
3/8/12) führten sie unter ande
rem aus, sie beurteilten die Arbeitsfähigkeit der Patientin während des Behandlungszeitraums vom 1
6.
Juli bis 1
2.
August 2014 als aufgrund der anhaltenden psychopathologischen Befunde mit Flashbacks bei heranfahren
den Autos auf der Strasse sowie Vermeidungsverhalten durch Begleitung der Mutter
eingeschränkt
(S. 2 unten), dies auf 40
%
(S. 3 oben).
4.
9
Die von
Dr.
D._
veranlasste (vgl.
Urk.
10/121-122) Abk
lärung unklarer Ohrenschmerzen ergab gemäss Bericht vom 2
2.
September 2014 keine Auf
fälligkeit (
Urk.
3/8/7).
4.
10
Am
2.
Oktober 2014
berichteten die Ärzte des Zentrums für Schwindel und Gleichgewichtsstörungen des
A._
über ihre gleichentags erfolgte Untersu
chung
(
Urk.
10/164-165)
. Sie führten aus, die Patientin habe sich wegen einer Verschlechterung der Schwindelproblematik seit drei Woche
n
vorge
stellt; neben einem
postkommotionellen
Syndrom komme differential
diagnostisch auch eine
vestibuläre
Migräne in Frage (S. 1 unten).
4.1
1
Eine
Untersuchung am Zentrum für Schwindel und
Gleichgewichtsbeschwer
den
des
A._
vom
1
5.
Januar 2015 (
Urk.
3/8/15-16)
ergab als
Befundzu
sammenfassung
keinen Hinweis für eine peripher-
vestibuläre
oder zentral-
vestibuläre
Unterfunktion sowie unauffällige Lagerungsproben (S. 2 oben). Eine Verlaufskontrolle wurde in 6 Monaten vorgesehen (S. 2 Mitte).
4.1
2
Dr.
D._
nannte in einem Überweisungsschreiben vom
1
2.
März 2015 (
Urk.
3/8/17
-18
)
an den bereits behandelnden Psychotherapeuten die folgen
den, hier verkürzt angeführten Diagnosen (S. 1):
posttraumatische Belastungsstörung nach Autounfall vom
1.
April 2014
posttraumatische Kopfschmerzen mit
vestibulärer
Komponente, in
Regredienz
nach Autoanfahrunfall am
1.
April 2014
Kopfschmerzen rechts temporal von mittlerer Intensität,
regredient
unter Magnesium und Riboflavin
kein Hinweis für eine peripher-
vestibuläre
oder zentral-
vestibuläre
Unterfunktion, Lagerungsproben unauffällig
unklare Ohrenschmerzen, am ehesten im Rahmen des
Unfallereig
nisses
vom
1.
April 2014
latenter Eisenmangel
GERD (
gastroesophageal
reflux
d
isease
)
anamnestisch Verdacht auf Panikattacken seit Sommer 2011
Aufgrund der durch die posttraumatische Belastungsstörung bedingten Arbeits
unfähigkeit habe die Patientin ihre bisherige Anstellung als Nanny verloren. Die Arbeitsunfähigkeit habe vom
1.
April bis 3
1.
Mai 2014 100
%
, vom
2.
Mai bis 3
1.
August 2014 60
%
und seit
1.
September 2014 40
%
betragen (S. 2 Mitte; vgl.
Urk.
10/7,
Urk.
10/10-11,
Urk.
10/58,
Urk.
10/67
69,
Urk.
10/73,
Urk.
10/75,
Urk.
10/80,
Urk.
10/105,
Urk.
10/113,
Urk.
10/118-119,
Urk.
10/124,
Urk.
10/138,
Urk.
10/159-160,
Urk.
10/170
171).
4.1
3
G._
, Fachpsychologe für Psychotherapie, und
Dr.
med.
H._
(
im
Medizinalberuferegister
ohne Facharzt
bezeichnung
),
beide in der Praxis von
Dr.
med.
I._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,
nannten in ihrem Bericht vom
2
3.
April 2015 (
Urk.
10/180-182 =
Urk.
3/6 =
Urk.
3/8/19
-21
)
als Diagnose ein posttrauma
tisches Belastungssyndrom
(nach
Auffahrunfall
durch
Dritte,
ICD
10
F43.1;
S.
1
Ziff.
1). Eine erste Sitzung habe am 2
2.
Februar (wohl 2015)
stattgefunden (S. 2
Ziff.
4). Sie beurteilten d
en
Verlauf als sehr positiv und gingen davon aus, dass sich der Zustand der Patientin etw
a in gleichem Masse verbessern werde
wie
bis anhin geschehen (S. 3
Ziff.
6).
4.1
4
G._
und
med.
pract
.
J._
, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie,
ebenfalls Praxis
Dr.
I._
, gaben am
3
0.
Oktober 2015
zuhanden der Beschwerdeführerin eine Stellungnahme ab
(
Urk.
3/7)
. Sie stellten unter anderem die bisher gestellten Diagnosen in einer Liste zusammen (S. 26), aus
welcher hervorgeht, dass allein im April 2014 drei
psychiatrische Diagnosen, darunter zweimal ausdrücklich der Verdacht auf eine posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1), sowie einmal post
traumatische Kopfschmerzen diagnostiziert worden war
en
. Aus näher darge
legten Gründen (S. 27 ff.) gelangten (auch) sie zum Schluss, dass eine „PTB
Störung F43.1 gemäss ICD-10“ vorhanden sei, und wiesen darauf hin, dass zwei Ereignisse stattgefunden hätten, nämlich das
Angefahren werden
der Patientin und die „Beobachtung und das Miterleben der weggeschleuder
ten Kinder“ (S. 30 oben).
5.
5.1
Die Beurteilung der Adäquanz in denjenigen Fällen, in denen die zum typi
schen Beschwerdebild einer HWS-Distorsion gehörenden Beeinträchtigungen zwar teilweise gegeben sind, im Vergleich zu einer ausgeprägten psychischen Problematik aber ganz in den Hintergrund treten, ist nach der Praxis des Bundesgerichts nach den in BGE 115 V 133 für psychische Fehlent
wicklungen nach einem Unfall aufgestellten Kriterien vorzunehmen (BGE
127 V 102 E. 5b/
bb
, 123 V 98 E. 2a, RKUV 1995 Nr. U 221 S. 113 ff., SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67 E. 1; ferner BGE 134 V 109 E. 10.2 f.).
5.2
Für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhanges zwischen dem Unfall und psychischen Gesundheitsschädigungen ist im Einzelfall zu verlan
gen, dass dem Unfall für die Entstehung der Arbeits- beziehungsweise Erwerbsunfähigkeit eine massgebende Bedeutung zukommt. Dies trifft dann zu, wenn er objektiv eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht fällt (vgl. RKUV 1996 Nr. U 264 S. 288 E. 3b; BGE 115 V 133 E. 7 mit Hinweisen). Für die Beurteilung dieser Frage ist an das Unfallereignis anzuknüpfen, wobei – ausgehend vom augenfälligen
Gesche
hensablauf
– folgende Einteilung vorgenommen wurde: banale beziehungs
weise leichte Unfälle einerseits, schwere Unfälle anderseits und schliesslich der dazwischen liegende mittlere Bereich (BGE 115 V 133 E. 6; vgl. auch BGE 134 V 109 E. 6.1, 120 V 352 E. 5b/
aa
; SVR 1999 UV Nr. 10 E.
2).
5.3
Bei Unfällen aus dem mittleren Bereich lässt sich die Frage, ob zwischen Unfall und Folgen ein adäquater Kausalzusammenhang besteht, nicht auf
grund des Unfalles allein schlüssig beantworten. Es sind daher weitere, objektiv erfassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall im Zusammenhang stehen oder als direkte beziehungsweise indirekte Folgen
davon erscheinen, in eine Gesamtwürdigung einzubeziehen. Als wichtigste Kriterien sind zu nennen (BGE 134 V 109 E. 6.1, 115 V 133 E. 6c/
aa
):
besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalls;
die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen, insbesondere ihre erfahrungsgemässe Eignung, psychische Fehlentwicklungen a
usz
ulö
sen;
ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung;
körperliche Dauerschmerzen;
ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlim
mert;
schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen;
Grad und Dauer der physis
ch bedingten Arbeitsunfähigkeit
.
Der Einbezug sämtlicher objektiver Kriterien in die Gesamtwürdigung ist nicht in jedem Fall erforderlich. Je nach den konkreten Umständen kann für die Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs ein einziges Kriterium genügen. Dies trifft einerseits dann zu, wenn es sich um einen Unfall han
delt, welcher zu den schwereren Fällen im mittleren Bereich zu zählen oder sogar als Grenzfall zu einem schweren Unfall zu qualifizieren ist (vgl. RKUV 1999 Nr. U 346 S. 428, 1999 Nr. U 335 S. 207 ff.; 1999 Nr. U 330 S.
122 ff.; SVR 1996 UV Nr. 58). Anderseits kann im gesamten mittleren Bereich ein einziges Kriterium genügen, wenn es in besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist, wie zum Beispiel eine auffallend lange Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit infolge schwierigen Heilungsverlaufes. Kommt keinem Einzelkriterium besonderes beziehungsweise ausschlaggebendes Gewicht zu, so müssen mehrere unfallbezogene Kriterien herangezogen werden. Dies gilt umso mehr, je leichter der Unfall ist. Handelt es sich beispielsweise um einen Unfall im mittleren Bereich, der aber dem Grenzbereich zu den leichten Unfällen zuzuordnen ist, müssen die weiteren zu berücksichtigenden Krite
rien in gehäufter oder auffallender Weise erfüllt sein, damit die Adäquanz bejaht werden kann. Diese Würdigung des Unfalles zusammen mit den objektiven Kriterien führt zur Bejahung oder Verneinung der Adäquanz. Damit entfällt die Notwendigkeit, nach andern Ursachen zu forschen, die möglicherweise die psychisch bedingte Erwerbsunfähigkeit mitbegünstigt haben könnten (BGE 115 V 133 E. 6c/
bb
, vgl. auch BGE 120 V 352 E. 5b/
aa
; RKUV 2001 Nr. U 442 S. 544 ff., Nr. U 449 S. 53 ff., 1998 Nr. U 307 S. 448 ff., 1996 Nr. U 256 S. 215 ff.; SVR 1999 UV Nr. 10 E. 2).
5.4
Die Beschwerdeführerin wurde am
1.
April 2014 beim Überqueren eines
Fuss
gängerstreifens
von einem Auto angefahren, das zuvor bis zum Still
stand abgebremst hatte, um sie passieren zu lassen, dann aber von hinten angefahren und auf den Fussgängerstreifen geschoben wurde (vorstehend E.
3.1). Sie zog sich dabei eine HWS-Distorsion Grad II, eine Schädelprellung (
Contusio
capitis
) und eine Unterarmprellung zu (vorstehend E. 4.1).
Die Akten enthalten a
bgesehen von der Erstbehandlung am Unfalltag und
am Folgetag
keine Berichte über eine spätere Behandlung somatischer Unfall
folgen. Hingegen setzte bereits Mitte April 2014 eine psychotherapeu
tische Behandlung ein (vorstehend E. 4.3) und die Beschwerdeführerin begab sich von sich aus Ende April
wegen psychischer Beschwerden zwei oder drei Mal notfallmässig in Behandlung (vorstehend E. 4.2 und 4.4). Ihre Hausärztin diagnostizierte ebenfalls bereits
im April
einen Verdacht auf eine posttrau
matische Belastungsstörung
(vorstehend E. 4.5)
.
Vor diesem Hintergrund
kann nicht fraglich sein, dass die Adäquanzprüfung gemäss der Praxis zu den psychischen Unfallfolgen (vorstehend E. 5.1) zu erfolgen hat.
5.5
Somit ist vorab die Schwere des Unfallereignisses zu bestimmen (vorstehend E. 5.2). Dabei
ist nicht das Unfallerlebnis des
oder der
Betroffenen massge
bend, sondern das objektiv erfassbare Unfallereignis (vgl. BGE 120 V 352 E.
5b/
aa
, 115 V 133 E. 6; SVR 1999 UV Nr. 10 E. 2; RKUV 2005 Nr. U 549 S.
237, 1995 Nr. U 215 S. 91).
Die Beschwerdeführerin wurde von einem Auto angefahren, das von einem hinten auffahrenden Auto aus dem Stillstand heraus in Bewegung gesetzt wurde. Die Beschwerdeführerin wurde dabei - laut Anamnese im Bericht über die Erstbehandlung - auf die Motorhaube geworfen (vorstehend E. 4.1) beziehungsweise fiel - laut ihren Angaben bei der Einvernahme - zu Boden (vorstehend E. 3.2). Der von ihr geschobene Kinderwagen
, der gemäss ihren Angaben rund 1 m „weggeflogen“ war (vorstehend E. 3.2)
,
blieb gemäss der verfügbaren Fotografie weitestgehend unbeschädigt, wie auch an der Front des unfallverursachenden Autos auf der verfügbaren Aufnahme kaum sicht
bare Schäden zu erkennen sind (vorstehend E. 3.6).
Angesichts dieser Umstände ist das eigentliche Unfallereignis als mittel
schwer, an der Grenze zu einem leichten, einzuordnen.
5.6
Die einzelnen Kriterien (vorstehend E. 5.3) betreffend ist dem Unfall eine gewisse Eindrücklichkeit nicht abzusprechen, dies gestützt auf das Überra
schungsmoment
für die betroffene Person, das sich daraus ergibt, dass aus
gerechnet auf einem - vermeintlich sicheren - Fussgängerstreifen plötz
lich das Auto, das eben noch angehalten hat, sich auf sie zubewegt und sie anfährt. Dieses Kriterium ist deshalb als erfüllt zu erachten, wenn auch nicht in besonders ausgeprägter Weise.
Die von der Beschwerdeführerin beklagten Kopfschmerzen, die aus medizini
scher Sicht als posttraumatisch qualifiziert wurden, lassen auch das Kriterium von körperlichen Dauerschmerzen als erfüllt erscheinen, auch dies jedoch nicht in besonders ausgeprägter Weise.
Alle anderen Kriterien (Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzun
gen;
ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung; ärztliche
Fehlbe
handlung
, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert
hätte
;
schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen
) sind nicht erfüllt. Dies gilt schliesslich auch für den G
rad und
die
Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit
, wurde doch die Arbeitsunfähigkeit von 60
%
ab Mai 2014 und von 40
%
ab September 2014 ausdrücklich mit der psychischen Problematik begründet (vorstehend E. 4.11)
.
5.7
Somit sind nur zwei der massgebenden Kriterien, und dies nicht in besonders ausgeprägter Weise, erfüllt, womit die Adäquanz
eines allfälligen Kausalzu
sammenhanges
zu verneinen ist.
5.8
Die Rechtsprechung betreffend Schreckereignisse kommt zu
m
Zuge, wenn
sowohl die versicherte Person als auch Drittpersonen keine oder jedenfalls nur unwesentliche Verletzungen des Körpers erlitten ha
ben
(vgl. BGE 129 V 177 E. 2.2).
Angesichts der im Rahmen der Erstbehandlung gestellten (somatischen) Diag
nosen (vorstehend E. 4.1) ist dies vorliegend nicht der Fall.
Dagegen liesse sich einwenden, die Beschwerdeführerin
habe
quasi nebst dem selbst erlittenen Unfall
zusätzlich
den Unfall miterleben
müssen
, den die ihr
schutzbefohlenen
Kinder erlitten.
Diesfalls
wäre zu prüfen, ob dieses Erlebnis - b
eurteilt nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und der allge
meinen Lebenserfahrung
-
geeignet war, eine psychische Störung mit
einer
im massgebenden Zeitpunkt
anhaltenden Arbeitsunfähigkeit von 40
%
her
beizuführen.
Dabei fällt entscheidend ins Gewicht, dass knapp zwei Monate nach dem Unfall feststand, dass die beiden Kinder gesund waren und den Unfall gut überstanden hatten (vorstehend E. 3.7). Die Rechtsprechung
erblickt
bei weit
gravierenderen, die versicherte Person selber bedrohenden Situationen
-
wie etwa einem Raubüberfall mit gezogener Faustfeuerwaffe
- d
ie übliche und einigermassen typische Reaktion
darin
, dass zwar eine Traumatisierung stattfindet, diese aber vom Opfer in aller Regel innert einiger Wochen oder Monate überwunden wird
(BGE 129 V 277 E. 4.3).
Vor diesem Hintergrund kann eine über das Jahresende hinaus andauernde Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin nicht als adäquat kausal zum allfälligen Anfang April erlebten Schrecken eingestuft werden.
Somit ist auch bei dieser Betrachtungsweise die Adäquanz eines allfälligen Kausalzusammenhanges zu verneinen.
5.9
Im massgebenden Zeitpunkt
noch bestehende Beschwerden standen nicht mehr in
rechtsgenüglichen
Kausalzusammenhang mit dem erlittenen Unfall (vorstehend E. 5.7 und 5.8). Dass deren Heilbehandlung zu diesem Zeitpunkt noch andauerte, ist deshalb für den Zeitpunkt der Adäq
uanzprüfung
nicht von Belang. Dieser ist nicht zu beanstanden.
Somit erweist sich der angefochtenen Entscheid auch unter diesem Aspekt als rechtens. Er ist zu bestätigen und die dagegen erhobene Beschwerde abzu
weisen.