Decision ID: 457b9441-8a6e-4509-8d5e-7df777d9ab60
Year: 2020
Language: de
Court: GR_VG
Chamber: GR_VG_004
Canton: GR
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

Sachverhalt:
1. Am 25. September 2019, um 08:45 Uhr, hat die Kantonspolizei
Graubünden festgestellt, dass A._ auf öffentlichem Grund in B._,
an einem nicht für das Campieren freigegebenen Standort, in seinem
Wohnmobil übernachtet hat. Die Kantonspolizei Graubünden stellte in der
Folge eine Ordnungsbusse in der Höhe von Fr. 70.-- für "unzulässiges
Campieren in Wohnmobilen/Fahrzeugen an verbotenen Orten" aus.
2. Weil A._ die Ordnungsbusse nicht innert Frist bezahlte, hat die
Gemeinde X._ ihm eine Rechnungsverfügung zugesandt. Dagegen
erhob A._ am 3. Januar 2020 Einsprache, worin er den Sachverhalt
bestätigte. Dabei führte er aus, dass er "in der Nacht auf den 25.9.2019 in
B._ nicht campiert, sondern in einem vorschriftsgemäss parkierten
Fahrzeug übernachtet" habe.
3. Am 30. März 2020 liess die Gemeinde X._ A._ ein Schreiben
betreffend Durchführung des ordentlichen Verwaltungsverfahrens
zukommen, worin ihm das rechtliche Gehör gewahrt wurde.
4. Mit Schreiben vom 18. April 2020 hat sich A._ vernehmen lassen. Er
verwies für die Begründung auf seine Einsprache vom 3. Januar 2020 und
legte gegen die Offenlegung seiner wirtschaftlichen Verhältnisse
Widerspruch ein.
5. Am 23. April 2020 erkundigte sich die Gemeinde X._ bei der
Einwohnergemeinde Y._ nach den wirtschaftlichen Verhältnissen von
A._. Die Einwohnergemeinde Y._ stellte der Gemeinde X._
am 24. April 2020 den Steuerausweis für das Jahr 2016 von A._ zu.
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6. Mit Verfügung vom 21. Juli 2020 auferlegte die Gemeinde X._
A._ eine Busse von Fr. 70.-- sowie eine Amtsgebühr von Fr. 150.--,
wegen fahrlässigen Verstosses gegen Art. 11 des Polizeigesetzes.
7. Dagegen erhob A._ (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 19. August
2019 Einsprache (recte: Beschwerde) an das Verwaltungsgericht des
Kantons Graubünden mit dem Antrag die Verfügung der Gemeinde
X._ sei aufzuheben und festzustellen, dass Art. 11 des
Polizeigesetzes von X._ nichtig sei, unter Kosten und
Entschädigungsfolge zulasten der Gemeinde. Begründend führte er im
Wesentlichen sinngemäss an, dass sich die Gemeinde X._ nicht mit
seinen Ausführungen in der Einsprache auseinandergesetzt habe, dass
Art. 11 des Polizeigesetzes nicht verhältnismässig sei und ein
Verbotsschild in romanischer Sprache keine rechtliche Wirkung entfalte.
8. Der Instruktionsrichter forderte den Beschwerdeführer mit prozessleitender
Verfügung vom 21. August 2020 zur Leistung eines Kostenvorschusses
von Fr. 1'000.-- bis zum 2. September 2020 auf. Dieser wurde vom
Beschwerdeführer innert Frist geleistet.
9. Mit Vernehmlassung vom 14. September 2020 beantragte die Gemeinde
X._ (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) die Abweisung der
Beschwerde unter gesetzlicher Kostenfolge. Art. 11 des Polizeigesetzes
verbiete das Campieren ausserhalb von Campingplätzen, wozu
ausdrücklich auch das Übernachten in Wohnmobilen ausserhalb von
Campingplätzen gehöre. Diesbezüglich bestünde ein öffentliches
Interesse. Im Übrigen hielt die Beschwerdegegnerin an ihrer
Sachverhaltsdarstellung fest und wies darauf hin, dass der
Beschwerdeführer nichts zu seinen Gunsten ableiten könne, wenn er die
Signalisation nicht gesehen habe, diese sei bloss eine zusätzliche, rein
informative Dienstleistung der Gemeinde.
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10. Am 28. September 2020 reichte der Beschwerdeführer eine Replik ein. Er
hielt an seinen Anträgen fest und wies auf das "Jedermannsrecht" in den
Skandinavischen Staaten hin. Die Beschwerdegegnerin verzichtete mit
Schreiben vom 1. Oktober 2020 (Poststempel: 2. Oktober 2020) auf die
Einreichung einer Duplik.
Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in den Rechtsschriften sowie
der angefochtenen Verfügung wird, soweit erforderlich, in den
nachstehenden Erwägungen eingegangen.

Der Einzelrichter zieht in Erwägung:
1.1. Das angerufene Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden ist zur
Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig (vgl. Art. 4 Abs. 2 und
3 des Einführungsgesetzes zur Schweizerischen Strafprozessordnung für
den Kanton Graubünden [EGzStPO; BR 350.100] i.V.m. Art. 49 Abs. 1 lit. a
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege für den Kanton
Graubünden [VRG; BR 370.100)]). Anfechtungsobjekt des vorliegenden
Verfahrens ist die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 21. Juli 2020,
worin dem Beschwerdegegner eine Busse von Fr. 70.-- sowie eine
Amtsgebühr von Fr. 150.-- auferlegt wurde. Als Adressat der
angefochtenen Verfügung ist der Beschwerdeführer davon berührt und er
weist ein schutzwürdiges Interesse an dessen gerichtlicher Überprüfung
auf (vgl. Art. 50 VRG). Auf die im Übrigen frist- und formgerecht
eingereichte Beschwerde ist somit einzutreten (vgl. Art. 52 Abs. 1 und
Art. 38 VRG).
1.2. Nach Art. 43 Abs. 3 lit. a VRG entscheidet das Verwaltungsgericht in
einzelrichterlicher Kompetenz, wenn der Streitwert Fr. 5'000.-- nicht
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überschreitet und keine Fünferbesetzung vorgeschrieben ist. Der Streitwert
beläuft sich vorliegend auf Fr. 220.-- (Busse [Fr. 70.--] + Amtsgebühr
[Fr. 150.--]). Da darüber hinaus für die Beurteilung der vorliegenden
Streitsache keine Fünferbesetzung vorgeschrieben ist, gilt die
Zuständigkeit des Einzelrichters als gegeben.
2. Zunächst ist die vom Beschwerdeführer geltend gemachte Verletzung des
rechtlichen Gehörs zu prüfen. Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, die
Beschwerdegegnerin habe sich in der angefochtenen Verfügung nicht mit
seinen Ausführungen in der Einsprache auseinandergesetzt, vermag er
nicht durchzudringen. Die aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör
gemäss Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen
Eidgenossenschaft (BV; SR 101) fliessende Begründungspflicht verlangt
nicht, dass sich die entscheidende Behörde mit allen Parteistandpunkten
auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt.
Sie darf sich auf das für den Entscheid Wesentliche beschränken. Den
Betroffenen muss es aber immerhin möglich sein, sich über die Tragweite
des Entscheides Rechenschaft zu geben und ihn in voller Kenntnis der
Sache an die nächsthöhere Instanz weiterzuziehen. Der Entscheid hat
folglich zumindest kurz die Überlegungen zu nennen, von denen sich die
entscheidende Behörde leiten liess und worauf sie ihren Entscheid stützt
(vgl. BGE 143 IV 40 E.3.4.3, 142 III 433 E.4.3.2. m.H.).
Die Beschwerdegegnerin hat sich mit den vom Beschwerdeführer geltend
gemachten Vorbringen befasst (vgl. beschwerdegegnerische Akten [Bg-
act.] 1 S. 2 Ziff. II.3). Die Überlegungen von denen sich die
Beschwerdegegnerin leiten liess, gehen aus der angefochtenen Verfügung
hervor und können ohne Weiteres nachvollzogen werden. Gestützt darauf
war der Beschwerdeführer denn auch in der Lage, die Verfügung vom
21. Juli 2020 sachgerecht anzufechten. Nur weil die Begründung nach
Ansicht des Beschwerdeführers nicht zutrifft, liegt nicht eine
Gehörsverletzung vor.
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3. Gemäss Art. 11 des Polizeigesetzes der Gemeinde X._ (nachfolgend:
PolG) ist das Campieren sowie Übernachten in Wohnmobilen und anderen
Fahrzeugen aller Art auf öffentlichem Grund nur an den von den Behörden
bezeichneten Stellen erlaubt. Absichtliche oder fahrlässige Verstösse
gegen die Vorschriften dieses Gesetzes und gegen aufgrund dieses
Gesetzes erlassene Verordnungen und Verfügungen werden mit Busse bis
Fr. 10'000.-- pro Fall bestraft (Art. 39 Abs. 1 PolG). Das dazugehörige
Ordnungsbussenreglement der Gemeinde X._ setzt die Höhe der
Busse für unzulässiges Campieren in Wohnmobilen/Fahrzeugen an
verbotenen Orten auf Fr. 70.-- fest. Diese Bestimmungen wurden
unzweifelhaft am 14. Juni 2015 (Polizeigesetz) und am 18. Mai 2015
(Ordnungsbussenreglement) von den zuständigen Gemeindeorganen
erlassen.
4. Streitig und nachfolgend zu prüfen ist die Frage, ob die
Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer zu Recht eine Busse von
Fr. 70.-- sowie eine Amtsgebühr von Fr. 150.-- auferlegt hat. Unbestritten
ist, dass der Beschwerdeführer am 25. September 2019 in seinem
Wohnmobil auf öffentlichem Grund in B._ übernachtet hat, was dort
nicht ausdrücklich erlaubt ist. Er macht jedoch geltend, dass der
Tatbestand von Art. 11 PolG verfassungswidrig sei, weil nur ein konkretes
Stören der Ruhe und Ordnung gebüsst werden dürfe, was bei einem
Übernachten in einem korrekt parkierten Fahrzeug nicht der Fall sei.
Konkret rügt der Beschwerdeführer, dass mit dem Verbot seine persönliche
Freiheit und sein Eigentumsrecht beschnitten würden.
4.1. Nach Art. 36 der Bundesverfassung der Schweizerischen
Eidgenossenschaft (BV; SR 101) bedürfen Einschränkungen von
Grundrechten, wie bspw. die Eigentumsgarantie (Art. 26 BV) oder die
persönliche Freiheit (Art. 10 Abs. 2 BV), einer gesetzlichen Grundlage,
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müssen durch ein öffentliches Interesse gerechtfertigt und
verhältnismässig sein.
4.2. Es ist vorliegend nicht ersichtlich, inwiefern die Eigentumsgarantie des
Beschwerdeführers verletzt sein soll. Diese Rüge wird vom
Beschwerdeführer denn auch nicht näher begründet. Soweit der
Beschwerdeführer damit zum Ausdruck bringen will, dass er sein
Wohnmobil wegen Art. 11 PolG nicht nutzen könne, ist ihm nicht
zuzustimmen. Es ist ihm ohne weiteres möglich auf einer von den
Behörden bezeichneten Stellen (bspw. einem Campingplatz) zu
übernachten. Diese Rüge erweist sich somit als unbegründet.
4.3. Soweit der Beschwerdeführer rügt, seine persönliche Freiheit sei durch das
Verbot beschnitten, ist folgendes festzuhalten: Die persönliche Freiheit
schützt neben den in Art. 10 Abs. 2 BV ausdrücklich genannten Rechten
auch das Recht auf Selbstbestimmung und auf individuelle
Lebensgestaltung sowie den Schutz der elementaren Erscheinungen der
Persönlichkeitsentfaltung. Das Grundrecht enthält jedoch keine allgemeine
Handlungsfreiheit, auf die sich der Einzelne gegenüber jedem staatlichen
Akt, der sich auf seine persönliche Lebensgestaltung auswirkt, berufen
kann (BGE 138 IV 13 E.7.1. m.H.). Verschiedene Hoheitsakte, die sich auf
die persönliche Lebensgestaltung auswirken, mögen den Einzelnen zwar
subjektiv stören oder sein subjektives Wohlbefinden beeinträchtigen,
genügen von ihrer Wirkungsintensität her aber nicht, um unter den
Schutzbereich der persönlichen Freiheit gefasst zu werden
(KIENER/KÄLIN/WYTTENBACH, Grundrechte, 3. Aufl., Bern 2018, § 12
Rz. 10).
4.4. Ob die persönliche Freiheit des Beschwerdeführers tangiert ist, kann
vorliegend offengelassen werden. Selbst wenn dies der Fall wäre, kann
dieser allgemeine Freiheitsanspruch nach Massgabe von Art. 36 BV
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beschränkt werden. Die Beschwerdegegnerin hat die Frage der
Verfassungsmässigkeit der Einschränkung von Grundrechten durch Art. 11
PolG in der Verfügung vom 21. Juli 2020 erörtert (vgl. Bg-act. 1 S. 2
Ziff.II.3). Die gesetzliche Grundlage ist mit Art. 11 i.V.m. Art. 39 PolG
offensichtlich gegeben. Die von der Gemeinde geltend gemachten
öffentlichen Interessen der Aufrechterhaltung von Ruhe und Ordnung sind
zulässig. Auch Umwelt- und Naturschutz stellen vorliegend zu beachtende
öffentliche Interessen dar. Ein Verbot des Campierens ausserhalb von den
bezeichneten Stellen ist zweifellos geeignet diese öffentlichen Interessen
zu schützen. Schliesslich ist auf den ersten Blick nicht ersichtlich, dass
Art. 11 PolG im Hinblick auf den Zweck unverhältnismässig wäre. Nach
Ansicht des Einzelrichters kann der Begründung der Beschwerdegegnerin
gefolgt werden, weshalb sich auch diese Rüge als unbegründet erweist.
5.1. Mit der Beschwerdegegnerin ist sodann festzuhalten, dass der
Beschwerdeführer nichts aus der Tatsache ableiten kann, dass er die
Informationstafel betreffend des Wildcampens am Dorfeingang nicht
gesehen habe oder die Angaben auf der Tafel einzig in romanischer
Sprache verfasst waren. Die Tatsache, dass in vielen Gemeinden das
Wildcampen verboten ist, ist bekannt (vgl. dazu zum Beispiel
https://www.graubuenden.ch/de/news-tipps/2020/07/wild-campen-regeln-
und-alternativen [zuletzt besucht am 8. Oktober 2020] und
https://www.tcs.ch/de/camping-reisen/camping-
insider/ratgeber/reisevorbereitung/wild-campen-in-der-
schweiz.php#anchor_7c6af171_Accordion-Graubuenden [zuletzt besucht
am 8. Oktober 2020]). Als Besitzer eines Wohnmobils hätte der
Beschwerdeführer dies wissen können respektive hätte sich im Vorfeld
direkt bei der Gemeindeverwaltung, dem örtlichen Tourismusbüro oder der
Polizei über die Rechtslage erkundigen können. Er nahm es somit
zumindest in Kauf, dass das "Übernachten in Wohnmobilen" auf dem
Gemeindegebiet der Beschwerdegegnerin verboten ist. Er hat somit
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pflichtwidrig unvorsichtig gegen Art. 11 PolG der Beschwerdegegnerin
verstossen, weshalb diese zu Recht – nach vorgängiger Anhörung – die
ihm auferlegte Busse bestätigte.
5.2. Die Beschwerdegegnerin kann gemäss Art. 44 PolG für den Erlass und
Versand von Entscheiden und Verfügungen Amtsgebühren erheben. Diese
sind gemäss Art. 62 Abs. 3 der Verfassung der Gemeinde X._ in der
Regel so anzusetzen, dass sie dem Wert der erbrachten Leistung für den
Empfänger entspricht und der Aufwand der Gemeinde gedeckt werden
kann (Kostendeckungs- und Äquivalenzprinzip). Vorliegend beträgt die
Amtsgebühr Fr. 150.--. Die Höhe und Geltendmachung der Gebühr ist nicht
zu beanstanden, zumal die Beschwerdegegnerin diverse Schreiben zur
Gewährung des rechtlichen Gehörs, zur Klärung der
Einkommensverhältnisse sowie die angefochtene Verfügung verfassen
musste, weshalb sie dem Beschwerdeführer zu Recht auferlegt wurde.
6. Ergänzend sei noch festzuhalten, dass es in der Schweiz kein gesetzlich
verankertes "Jedermannsrecht" gibt, wie es die Skandinavischen Staaten
(wie bspw. Norwegen in § 9 des Lov om friluftslivet vom 28. Juni 1957) nach
beschwerdeführerischer Darstellung kennen. Selbst dort ist dieses
"Jedermannsrecht" gemäss dem genannten Paragraphen gewissen
Einschränkungen unterworfen.
7. Bei diesem Ausgang gehen die Verfahrenskosten zulasten des
unterliegenden Beschwerdeführers (vgl. Art. 73 Abs. 1 VRG). Die
Staatsgebühr wird angesichts des geringen Verfahrensaufwands des
Einzelrichters gestützt auf Art. 75 Abs. 2 VRG auf Fr. 400.-- festgesetzt.
Gemäss Art. 78 Abs. 2 VRG wird Bund, Kanton und Gemeinden sowie mit
öffentlich-rechtlichen Aufgaben betrauten Organisationen in der Regel
keine Parteientschädigung zugesprochen, wenn sie in ihrem amtlichen
Wirkungskreis obsiegen. Vorliegend besteht kein Anlass, davon
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abzuweichen, weshalb der obsiegenden Beschwerdegegnerin keine
aussergerichtliche Entschädigung zuzusprechen ist.