Decision ID: dc036f40-962b-4457-a972-d44c1ea65383
Year: 2022
Language: de
Court: GR_VG
Chamber: GR_VG_002
Canton: GR
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: social_law

I. Sachverhalt:
1. Die 1961 geborene A._ war bis zum 31. Oktober 2017 bei der Klinik
L._ als Pflegefachfrau angestellt und damit bei der C._ AG
gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen obligatorisch
versichert. Am 4. August 2017 rutschte sie auf dem Korridor der Klinik
L._ aus, wobei ein Fuss weggezogen wurde und sie anschliessend
einen stechenden Schmerz im linken Knie verspürte. Gleichentags
erfolgte eine Erstbehandlung in der Klinik L._, wobei die
Verdachtsdiagnose einer Innenbandzerrung gestellt wurde. Eine weitere
ambulante Behandlung fand am 8. August 2017 im Spital B._ statt.
Die behandelnden Ärzte diagnostizierten im dazugehörigen Kurzbericht
Chirurgie/Orthopädie vom 9. August 2017 eine Innenbandläsion Knie
links. Am 5. September 2017 fand in der Radiologie M._ eine MRT-
Untersuchung statt, wobei Dr. med. D._ im gleichentags verfassten
Arztbericht einen horizontalen Meniskuseinriss am Hinterhorn und an der
Pars intermedia des Innenmeniskus feststellte. Dr. med. E._, Arzt für
Orthopädie, Sportmedizin und Chirotherapie, hielt in seinem ärztlichen
Attest vom 25. Januar 2018 fest, dass sich A._ am 4. August 2017
einen Innenmeniskusriss am linken Kniegelenk zugezogen habe und eine
Operationsindikation bestehe. Die C._ AG erbrachte für den Unfall
vom 4. August 2017 die gesetzlichen Leistungen (Heilkosten- und
Taggeldleistungen).
2. Im weiteren Verlauf legte die C._ AG den Schadenfall ihrem
beratenden Arzt Dr. med. F._, Facharzt für Orthopädische Chirurgie
und Traumatologie des Bewegungsapparates, zur Beantwortung einiger
Fragen vor. In seiner Beurteilung vom 6. Februar 2018 hielt dieser fest,
dass ein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen der erhobenen
Diagnose (Innenbandläsion Knie links) und dem Unfallereignis vom
4. August 2017 lediglich möglich sei. Der Status quo sine sei zum
5. September 2017 erreicht gewesen.
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3. Mit Verfügung vom 10. April 2018 eröffnete die C._ AG A._, dass
der Status quo sine spätestens am 5. September 2017 erreicht worden
sei. Die gesetzlichen Leistungen würden daher nur bis und mit 9. Februar
2018 übernommen. Ab 10. Februar 2018 bestehe kein Anspruch auf
Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung mehr.
4. Dagegen erhob A._ am 1. Mai 2018 Einsprache. Sie beantragte im
Wesentlichen die Aufhebung der angefochtenen Verfügung sowie die
Erbringung der gesetzlichen Leistungen der obligatorischen
Unfallversicherung über den 9. Februar 2018 hinaus. Begründend wurde
hauptsächlich ausgeführt, es werde bestritten, dass der Status quo sine
spätestens am 5. September 2017 erreicht gewesen und damit die
Kausalität weggefallen sei. Im Rahmen einer ergänzenden
Einsprachebegründung vom 30. Mai 2018 hielt A._
zusammenfassend fest, dass an der Beurteilung des beratenden Arztes
Dr. med. F._ aus verschiedenen Gründen zumindest geringe Zweifel
bestünden, weshalb darauf nicht abgestellt werden könne.
5. Mit Einspracheentscheid vom 27. September 2018 wies die C._ AG
die Einsprache ab. Gegen diesen ablehnenden Entscheid erhob A._
am 31. Oktober 2018 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons
Graubünden und beantragte in der Hauptsache neben der Aufhebung des
angefochtenen Einspracheentscheides die Verpflichtung der C._ AG
zur Gewährung der gesetzlichen Leistungen über den 9. Februar 2018
hinaus (Verfahren S 18 136). Mit Urteil vom 7. April 2020 hiess das
Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden die Beschwerde vom
31. Oktober 2018 gut, hob den angefochtenen Einspracheentscheid auf
und wies die Sache zur Vornahme weiterer Abklärungen im Sinne der
Erwägungen und neuem Entscheid an die C._ AG zurück. Dies im
Wesentlichen zur Vornahme zumindest weiterer orthopädischer
Abklärungen durch eine externe Fachperson. Dies namentlich, weil das
Gericht die alleine auf (unvollständigen) Akten beruhende Beurteilung von
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Dr. med. F._ vom 6. Februar 2018 als nicht beweiskräftig erachtete.
Denn diese sei für die streitigen Belange nicht umfassend und
berücksichtige die geklagten Beschwerden nicht. Die Beschreibung der
medizinischen Situation und der medizinischen Zusammenhänge sei
dürftig und nicht einleuchtend, ebenso wenig die Schlussfolgerungen von
Dr. med. F._.
6. Im November/Dezember 2020 einigten sich die C._ AG und A._
auf die Einholung eines Aktengutachtens bei der Universitätsklinik
Balgrist. Die Beschränkung auf ein Aktengutachten war auch in den
Reisebeschränkungen zwischen N._ und der Schweiz infolge der
Covid-19-Pandemie begründet, da sich A._ dannzumal in N._
aufhielt. Das Aktengutachten wurde namentlich nach Einholung der MRI-
Aufnahmen am 28. Juni 2021 durch Dr. med. G._ erstattet. Er
gelangte darin zu den Diagnosen einer Läsion des medialen Meniskus und
einer Läsion des medialen Kollateralbandapparates jeweils Knie links mit
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit und beurteilte diese Diagnosen als
überwiegend wahrscheinlich natürlich unfallkausal zum Ereignis vom
4. August 2017. Weiter verneinte er etwa, dass der Status quo sine am
5. September 2017 erreicht worden sei.
7. Mit Schreiben vom 29. Juli 2021 teilte die C._ AG A._ mit, dass
das Aktengutachten vom 28. Juni 2021 zwar erwähne, dass der Status
quo sine nicht per 5. September 2017 erreicht worden sei. Ob bzw. wann
er erreicht wurde, werde allerdings nicht beantwortet. Ebenso wenig sei
die Frage nach der Arbeitsunfähigkeit in der angestammten sowie in
angepasster Tätigkeit beantwortet worden. Ohne die von der
Universitätsklinik vorgeschlagene klinische Begutachtung und/oder
weiteren medizinischen Akten von 2018 bis 2021 sei eine abschliessende
Beurteilung nicht möglich. Die C._ AG schlug eine klinische
Begutachtung in der Universitätsklinik Balgrist in der Schweiz vor.
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8. Am 8. Oktober 2021 erfolgte die vorgeschlagene Begutachtung durch
Dr. med. G._ an der Universitätsklinik Balgrist, worüber dieser am
22. November 2021 berichtete. Er diagnostizierte mit Auswirkungen auf
die Arbeitsfähigkeit wiederum eine (traumatische) mediale Meniskusläsion
(mit nach kaudal umgeschlagenem Lappenriss nach Kniedistorsion am
4. August 2017) des linken Knies sowie eine stattgehabte mediale Kol-
lateralbandapparatverletzung vom 4. August 2017. Ausserdem hielt er
insbesondere noch fest, dass der nach kaudal umgeschlagene Lappenriss
des medialen Meniskus überwiegend wahrscheinlich in natürlichem
Kausalzusammenhang mit dem Unfall vom 4. August 2017 stehe. Die
Laxizität des medialen Kollateralbandapparates sei ebenfalls mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Unfallereignis vom 4. August
2017 zurückzuführen. Ausserdem befand er, dass der Status quo sine
nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erreicht sei.
9. In ihrem Schreiben vom 6. Dezember 2021 erachtete A._ das
Gutachten vom 22. November 2021 als schlüssig und nachvollziehbar.
Wie bereits aus dem Aktengutachten vom 28. Juni 2021 gehe hervor, dass
die Beurteilung von Dr. med. F._ offensichtlich unzutreffend gewesen
sei. Sie insistierte auf die Ausrichtung der ihr zustehenden Taggeld- und
Heilbehandlungsleistungen. Es erfolgten im Verlaufe des Dezembers
2021 weitere Aufforderungen an die C._ AG zur Erbringung der
gesetzlichen Leistungen.
10. Mit Schreiben vom 21. Dezember 2021 teilte die C._ AG A._
unter Bezugnahme auf deren Schreiben vom 6. Dezember 2021 mit, dass
das Gutachten der Universitätsklinik Balgrist vom 22. November 2021 den
Anforderungen der Rechtsprechung an ein Gutachten nicht genüge. Nach
detaillierter Beurteilung des vorliegenden Gutachtens käme sie zum
Schluss, dass sich die gutachterliche Argumentation ausschliesslich auf
subjektive Annahmen und eine sehr knappe schriftliche Dokumentation
stütze. Im Abschnitt Zusammenfassung und Beurteilung sei keine kritische
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Auseinandersetzung mit den versicherungsmedizinischen Kriterien einer
kausalen Bewertung des Ereignisses vom 4. August 2017 erkennbar. Es
fehle an einer plausiblen Beurteilung, welche den allgemeinen
versicherungsmedizinischen Ansprüchen gerecht werde. Es fehle eine
kritische Diskussion zum nicht geeigneten Unfallhergang, zum zeitnahen
MRI vom 5. September 2017, in dem weder eine strukturell traumatische
Läsion, noch Hinweise auf eine Schädigung des medialen
Kollateralbandes, ausser degenerativen Veränderungen im Sinne einer
komplexen Meniskusläsion und einer Bakerzyste sowie einer
Chondromalacie des femoropatellaren Gleitlagers, resultierten.
Angesichts dieser begründeten Zweifel am Gutachten der
Universitätsklinik Balgrist sähe sie ein weiteres umfassendes
Aktengutachten einschliesslich einer radiologischen Zweitbeurteilung als
gerechtfertigt. Für die radiologische und orthopädische Zweitbeurteilung
des Gutachtens der Universitätsklinik Balgrist schlug die C._ AG
Dr. med. H._ (Facharzt für Radiologie) und die medizinische
Gutachterstelle O._ vor.
11. Mit Schreiben vom 22. Dezember 2021 wandte sich A._ unter
Hinweis auf ihr Schreiben vom 6. Dezember 2021 gegen eine weitere
Begutachtung. Sie stellte sich auf den Standpunkt, dass zwischenzeitlich
eine eindeutige und klare Einschätzung ihres Gesundheitszustandes
sowie der damit verbundenen Arbeitsunfähigkeit vorliege, und stellte in
Abrede, dass Unklarheiten bestünden. Sie erachtete die C._ AG als
rückwirkend und künftig leistungspflichtig. Die C._ AG habe gestützt
auf Art. 43 Abs. 2 ATSG kein Recht, eine zusätzliche und somit "second
opinion" einzuholen, wenn der Sachverhalt wie vorliegend bereits
genügend abgeklärt worden sei. Weitere medizinische Abklärungen
stellten eine unzulässige "second opinion" dar. Das Vorhaben der C._
AG, nämlich die zusätzliche Begutachtung durch ausschliesslich für
Versicherungen tätige Institute bzw. Ärzte vornehmen zu lassen, sei
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umgehend in einer Zwischenverfügung festzuhalten, damit dagegen
rechtlich vorgegangen werden könne.
12. Mit Zwischenverfügung vom 7. Januar 2022 entschied die C._ AG,
dass Dr. med. H._ (Facharzt für Radiologie) und die medizinische
Gutachterstelle O._ mit der Zweitbeurteilung des Gutachtens der
Universitätsklinik Balgrist vom 22. November 2021 beauftragt würden. Die
C._ AG werde den genannten Gutachtern den Fragenkatalog
gemäss Beilage vorlegen. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen die
Argumentation aus ihrem Schreiben vom 21. Dezember 2021 an. Weiter
ergänzte sie, dass aufgrund des Umstandes, dass A._ mit den im
Schreiben vom 21. Dezember 2021 vorgeschlagenen Gutachterstellen
nicht einverstanden sei, sie aber keine Ausstandsgründe vorgebracht und
auch keine Gegenvorschläge gemacht habe, keine Einigung bezüglich
des Gutachters zustande gekommen sei. Infolgedessen sei diese
Zwischenverfügung zu erlassen.
13. Mit Eingabe vom 18. Januar 2022 erhob A._ (nachfolgend
Beschwerdeführerin) beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden
Beschwerde gegen die Zwischenverfügung vom 7. Januar 2022. Sie
beantragte die Aufhebung der angefochtenen Zwischenverfügung und die
Feststellung, dass eine weitere Begutachtung eine unzulässige "second
opinion" darstelle (Ziffer 1). Die C._ AG sei anzuweisen, das
Gutachten der Universitätsklinik Balgrist vom 28. Juni 2021 inkl.
Ergänzungsgutachten vom 22. November 2021 für die Beurteilung des
Leistungsanspruchs heranzuziehen (Ziffer 2). Alles unter Kosten- und
Entschädigungsfolge zzgl. MWST zulasten der C._ AG. Zur
Begründung stellte sie sich im Wesentlichen auf den Standpunkt, dass
eine weitere Begutachtung eine unzulässige "second opinion" darstelle.
14. Am 4. Februar 2022 liess sich die C._ AG (nachfolgend
Beschwerdegegnerin) dazu vernehmen. Sie beantragte, auf die
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Beschwerde vom 18. Januar 2022 sei nicht einzutreten (Ziffer 1).
Eventualiter sei die Beschwerde vom 18. Januar 2022 vollumfänglich
abzuweisen. Unter Hinweis auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung
erachtete sie vorliegend die Anordnung der Begutachtung als nicht
anfechtbare Zwischenverfügung. Selbständig anfechtbar seien nur
Zwischenverfügungen über formelle Ausstandsgründe oder wenn die
Begutachtung einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken
würde.
15. Die Beschwerdeführerin replizierte am 16. Februar 2022 mit
unveränderten Rechtsbegehren. Betreffend die selbständige
Anfechtbarkeit der Zwischenverfügung verwies sie auf Art. 93 Abs. 1 lit. b
BGG, wonach vorliegend die Gutheissung der Beschwerde sofort zu
einem Endentscheid in der Sache führen würde, da der Sachverhalt
bereits genügend abklärt und liquide sei. Ausserdem rügte sie ein
rechtsmissbräuchliches Verhalten der Beschwerdegegnerin in Bezug auf
deren aktuelle Würdigung des Aktengutachtens vom 28. Juni 2021.
Zudem machte sie geltend, dass die Beschwerdegegnerin in ihrer
Beschwerdeantwort vom 4. Februar 2022 nicht weiter begründe, weshalb
die Gutachten der Universitätsklinik Balgrist nicht beweisgenügend seien.
Dies obwohl in der Beschwerde sämtliche Kritikpunkte umfassend
widerlegt worden seien. Es gehe der Beschwerdegegnerin einzig darum,
das Verfahren weiter zu verzögern. Ausserdem wies sie noch auf eine
Stellungnahme des Gutachters Dr. med. G._ vom 27. Januar 2022
hin, worin dieser gegenüber der Beschwerdegegnerin zum Vorwurf der
Beweisuntauglichkeit seiner Gutachten Stellung genommen habe.
16. Am 18. Februar 2022 edierte die zuständige Instruktionsrichterin die
vollständigen Akten betreffend die Beschwerdeführerin inkl. der
Stellungnahme von Dr. med. G._ vom 27. Januar 2022. Die
Beschwerdegegnerin duplizierte innert erstreckter Frist am 10. März 2022
ebenfalls mit unveränderten Anträgen. Dabei hielt sie an ihrer
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Argumentation fest. Die Beschwerdeführerin verzichtete am 16. März
2022 auf eine Triplik.
Auf die weiteren Vorbringen der Parteien in den Eingaben, die
angefochtene (Zwischen-)Verfügung vom 7. Januar 2022 sowie die
weiteren Akten wird – sofern erforderlich – in den nachfolgenden
Erwägungen eingegangen.

II. Das Gericht zieht in Erwägung:
1.1. Anfechtungsobjekt der vorliegenden Beschwerde ist die
Zwischenverfügung der Beschwerdegegnerin vom 7. Januar 2022, worin
diese in der Hauptsache Dr. med. H._ und die medizinische
Gutachterstelle O._ mit der "Zweitbeurteilung des Gutachtens der
Universitätsklinik Balgrist vom 22.11.2021" beauftragt hat. Dies, nachdem
sich die Beschwerdeführerin gegen eine von der Beschwerdegegnerin in
Aussicht gestellte, aus ihrer Sicht unzulässige "second opinion" in Form
einer weiteren versicherungsexternen Begutachtung ausgesprochen
hatte.
1.2. Gemäss Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung
(UVG; SR 832.20) i.V.m. Art. 58 Abs. 2 des Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) und
Art. 57 ATSG, ist bei versicherten bzw. beschwerdeführenden Personen –
wie vorliegend – mit Wohnsitz im Ausland das Versicherungsgericht
desjenigen Kantons zuständig, in dem sich ihr letzter Wohnsitz befand
oder in dem ihr letzter Arbeitgeber Wohnsitz hatte. Vor ihrem Wegzug ins
Ausland hatte die Beschwerdeführerin ihren Wohnsitz in B._ im
Kanton Graubünden, wo auch ihr letzter schweizerischer Arbeitgeber
seinen Sitz hat (vgl. Akten der Beschwerdegegnerin [Bg-act.] 1). Somit ist
das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden örtlich wie sachlich
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zuständig (siehe Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege [VRG; BR 370.100]).
1.3. Die Anordnung eines Gutachtens im Bereich der Invaliden- und
Unfallversicherung stellt eine Zwischenverfügung im Sinne von Art. 55
ATSG i.V.m. Art. 5 Abs. 2 und Art. 46 des Bundesgesetzes über das
Verwaltungsverfahren (Verwaltungsverfahrensgesetz, VwVG;
SR 172.021) dar (siehe BGE 138 V 318 E.6.1.4, 138 V 271 E.1.2.1 und
137 V 210 E.3.4.2.7; Urteil des Bundesgerichts 9C_174/2020 vom
2. November 2020 E.6.2.1, nicht publ. Erwägung in: BGE 147 V 79). Sie
stellt also lediglich einen Zwischenschritt auf dem Weg zum Endentscheid
bzw. zur Verfahrenserledigung dar (vgl. BGE 136 V 131 E.1.1.2 und 131
V 42 E.2.4 sowie Urteile des Bundesgerichts 8C_770/2020 vom
21. September 2021 E.2.2 und 1C_573/2019 vom 29. September 2020
E.1.3). Gemäss Art. 52 Abs. 1 ATSG ist gegen prozess- und