Decision ID: d76ba97b-68f3-5605-90ad-af821b8fd343
Year: 2018
Language: de
Court: FR_TC
Chamber: FR_TC_001
Canton: FR
Region: Espace_Mittelland
Law Area: civil_law

Sachverhalt
A. A._ und B._ haben sich im Jahr 2000 kennengelernt und in einer persönlichen Beziehung gelebt. Im Jahr 2010 wurde die Beziehung aufgelöst.
Im Jahr 2003 haben sie gemeinsam – je mit hälftigen Eigenmitteln und Bankdarlehen – als hälftige Miteigentümer eine Baulandparzelle, Grundstück Nr. ccc, GB D._ erworben und darauf im Jahr 2004 ein Einfamilienhaus errichten lassen. A._ bezog diese Liegenschaft im März 2005 mit ihren Kindern. Es war geplant, dass B._ später auch mit seinen Kindern einzieht. Da sich dieser Einzug hinausgezögerte, haben sich die Partner darauf verständigt, dass A._ die Liegenschaft in D._ vorerst alleine mit ihren Kindern bewohnen werde, was am 30. Juni 2005 in einer schriftlichen Vereinbarung festgehalten wurde. In der genannten Vereinbarung wurde sodann auch festgelegt, wie die künftigen Kostenlasten und  für die Liegenschaft unter den Miteigentümern aufgeteilt werden sollten.
A._ und B._ haben als Miteigentümer der genannten Liegenschaft am 6. September 2010 gemeinsam Forderungsklage gegen die E._ AG beim Zivilgericht des Seebezirks (nachfolgend das Zivilgericht) eingereicht und von dieser Schadenersatz aufgrund von Mängel am erstellten Einfamilienhaus gefordert. Mit Entscheid vom 30. November 2015 sprach das Zivilgericht den beiden Parteien zulasten der E._ AG einen Betrag in Höhe von insgesamt CHF 111‘002.- nebst Zinsen zu 5% seit 6. September 2010 zu (vgl. Akten Vorinstanz 15 2010 34). Das Inkasso des Gesamtbetrages wurde vom damaligen gemeinsamen Anwalt abgeschlossen, wobei dieser unter Verrechnung von eigenen Honorarpositionen das  aus dem Verfahren gegen die E._ AG hälftig unter den Parteien zur Auszahlung gebracht hat. Daraus resultierte ein Betrag in Höhe von je CHF 57'032.53.
B. Mit Eingabe vom 12. Dezember 2016 reichte A._ ein Schlichtungsgesuch ein und forderte von B._ die Bezahlung von CHF 38‘400.- zuzüglich Zins zu 5% seit dem 6. September 2010. Sie machte geltend, der an beide Parteien hälftig ausbezahlte Betrag für die Nutzungseinschränkung der Liegenschaft für den Zeitraum von 2005 bis 2012 würde alleine ihr zustehen, da nur sie (zusammen mit ihren Kindern) davon betroffen gewesen sei. Am 3. Februar 2017 fand eine Schlichtungsverhandlung statt, an welcher keine Einigung erzielt werden konnte. Der Präsident des Zivilgerichts erteilte A._ daraufhin die Klagebewilligung (vgl. Akten Vorinstanz 10 2016 740).
Mit Klage vom 28. April 2017 machte A._ gegenüber B._ einen Anspruch in Höhe von CHF 25‘216.- zuzüglich Zins von 5% seit dem 12. Dezember 2016 geltend. Am 27. November 2017 fand eine Sitzung vor dem Präsidenten des Zivilgerichts statt.
Mit Entscheid vom 11. Dezember 2017 wies der Präsident des Zivilgerichts die Forderungsklage von A._ ab.
C. Dagegen erhob A._ am 1. Februar 2018 Berufung und stellte folgende :
1. Die Berufung sei gutzuheissen, der Entscheid des Gerichts des Seebezirks vom 11. Dezember 2017 (Dossiernummer: 10 2017 260) sei aufzuheben und der  sei zu verurteilen, der Berufungsklägerin einen Betrag von CHF 25‘216.- zuzüglich Zins zu 5% seit dem 12. Dezember 2016 zu bezahlen.
Kantonsgericht KG Seite 3 von 10
2. Die Gerichtskosten des erst- und oberinstanzlichen Verfahrens seien dem Berufungsbeklagten aufzuerlegen und der Berufungsbeklagte sei weiter zu verurteilen, der Berufungsklägerin ihre Anwaltskosten (inkl. Mehrwertsteuerzuschlag) für das erst- und oberinstanzliche Verfahren auf gerichtliche Bestimmung hin zu ersetzen.
Mit Berufungsantwort vom 9. April 2018 nahm B._ Stellung und beantragte unter Kosten- und Entschädigungsfolge die Abweisung der Berufung.

Erwägungen
1.
1.1. Erstinstanzliche End- und Zwischenentscheide in vermögensrechtlichen Streitigkeiten sind mit Berufung anfechtbar, wenn der Streitwert der zuletzt aufrechterhaltenen Rechtsbegehren mindestens CHF 10'000.- beträgt (Art. 308 ZPO). Vorliegend beträgt der Streitwert CHF 25‘216.-, so dass die Berufung zulässig ist.
Im Berufungsverfahren ist ebenfalls eine Forderung in Höhe von insgesamt CHF 25‘216.- streitig. Damit wird der Streitwert von CHF 30'000.- nicht erreicht, weshalb die Beschwerde in Zivilsachen nicht zulässig ist (Art. 74 Abs. 1 Bst. b BGG).