Decision ID: 95031753-830d-51a1-8e4b-fbc375e8e001
Year: 2011
Language: de
Court: SG_VWEK
Chamber: SG_VWEK_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt:
A.- X besitzt den Führerausweis auf Probe für die Kategorie B seit dem
8. November 2010. Er lenkte am Sonntag, 6. März 2011, um 3.10 Uhr, einen
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Personenwagen der Marke Honda in Höchst, Österreich, in alkoholisiertem Zustand.
Ein mit einem geeichten Alkomaten durchgeführter Test ergab einen Alkoholgehalt von
0,42 mg/l, was einer Blutalkoholkonzentration von 0,84 Gewichtspromille entspricht.
Der Führerausweis wurde ihm auf der Stelle abgenommen. Mit Bescheid vom
14. März 2011 verbot ihm die Bezirkshauptmannschaft Bregenz das Lenken von
Kraftfahrzeugen in Österreich für die Dauer von einem Monat, gerechnet ab der
vorläufigen Abnahme des Führerscheines bis einschliesslich 6. April 2011. Eine Kopie
des Bescheids ging beim Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt des Kantons
St. Gallen (nachfolgend: Strassenverkehrsamt) am 24. März 2011 ein.
Der Führerausweis war X aufgrund einer mittelschweren Widerhandlung gegen die
Strassenverkehrsvorschriften (Führen eines frisierten Motorfahrrades ohne
Kontrollschild) bereits vom 5. Mai bis 4. Juni 2009 für einen Monat entzogen.
B.- Mit Schreiben vom 28. März 2011 informierte das Strassenverkehrsamt X über die
Eröffnung eines Administrativmassnahmeverfahrens und gab ihm Gelegenheit zur
Stellungnahme. Am 3. Mai 2011 beantragte die Rechtsschutzversicherung als seine
Vertreterin, dass der Führerausweisentzug auf drei Monate ab dem Zeitpunkt der
vorläufigen Abnahme beschränkt werde. Er selbst reichte mit Schreiben vom
4. Mai 2011 weitere Unterlagen ein. Mit Verfügung vom 11. Mai 2011 entzog ihm das
Strassenverkehrsamt den Führerausweis wegen Fahrens im angetrunkenen Zustand für
die Dauer von sechs Monaten und verlängerte die Probezeit um ein Jahr.
C.- Gegen diese Verfügung erhob X durch seinen Rechtsvertreter mit Eingabe vom
24. Mai 2011 Rekurs bei der Verwaltungsrekurskommission. Er beantragte, unter
Kosten- und Entschädigungsfolge seien die Verfügung vom 11. Mai 2011 aufzuheben,
ihm der Führerausweis für die Dauer von drei Monaten zu entziehen und dem Rekurs
die aufschiebende Wirkung zu erteilen. Die Vorinstanz verzichtete am 15. Juni 2011 auf
eine Vernehmlassung und sandte X am 30. Mai 2011 den Führerausweis zurück.
Auf die Ausführungen des Rekurrenten zur Begründung seiner Anträge und die Akten
wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:
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1.- Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die
Verwaltungsrekurskommission ist zum Sachentscheid zuständig. Die Befugnis zur
Rekurserhebung ist gegeben. Der Rekurs vom 24. Mai 2011 ist rechtzeitig eingereicht
worden und erfüllt in formeller und inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen Anforderungen
(Art. 41 lit. g , 45, 47 und 48 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege,
sGS 951.1, abgekürzt: VRP). Auf den Rekurs ist einzutreten. Der prozessuale Antrag
des Rekurrenten um Gewährung der aufschiebenden Wirkung ist infolge der
Rücksendung des Führerausweises durch die Vorinstanz gegenstandslos geworden.
2.- Gemäss Art. 16c Abs. 1 des Strassenverkehrsgesetzes (SR 741.01, abgekürzt:
SVG) wird nach einer Widerhandlung im Ausland der Lernfahr- oder der Führerausweis
entzogen, wenn im Ausland ein Fahrverbot verfügt wurde und die Widerhandlung nach
den Art. 16b und 16c als mittelschwer oder schwer zu qualifizieren ist.
a) Im Rekurs ist in tatsächlicher Hinsicht unbestritten, dass der Rekurrent am
6. März 2011 im Gemeindegebiet von Höchst, Österreich, einen Personenwagen
lenkte, obwohl er sich in alkoholisiertem Zustand befand. Ebenso wenig wird
beanstandet, dass eine Blutalkoholkonzentration von 0,84 Gewichtspromille gemessen
wurde. Gerügt wird die von der Vorinstanz verfügte Dauer des Führerausweisentzugs
von sechs Monaten.
b) Die Bezirkshauptmannschaft Bregenz, Österreich, erteilte dem Rekurrenten am
14. März 2011 ein einmonatiges Fahrverbot auf österreichischem Gebiet (act. 11/2).
Das Bezirksgebiet Bregenz umfasst die Gemeinde Höchst (www.vorarlberg.at/
vorarlberg/gemeinden/bezirkbregenz.htm). Die Bezirkshauptmannschaften sind zur
Bestrafung nahezu aller Verwaltungsübertretungen zuständig, zu welchen auch die
Verkehrsübertretungen zählen (http://www.vorarlberg.at/vorarlberg/
bezirkshauptmannschaften/bregenz/abteilungen/ strafsachen/weitereinformationen/
aufgaben_leistungen/strafsachen-allgemeineinf.htm). Damit erscheint die
Bezirkshauptmannschaft Bregenz als zuständige Behörde. Da der Rekurrent nicht
geltend macht, den Bescheid angefochten zu haben, kann von dessen Rechtskraft
ausgegangen werden (Botschaft zur Änderung des Strassenverkehrsgesetzes
[Führerausweisentzug nach Widerhandlung im Ausland] vom 28. September 2007 [BBl
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2007 7617, abgekürzt: Botschaft 2007], S. 7622). Die Voraussetzung von Art. 16c
Abs. 1 lit. a SVG, wonach im Ausland ein Fahrverbot verfügt wurde, ist somit erfüllt.
c) Gemäss Art. 16 Abs. 1 SVG wird nach Widerhandlungen gegen die
Strassenverkehrsvorschriften, bei denen das Verfahren nach dem
Ordnungsbussengesetz vom 24. Juni 1970 ausgeschlossen ist, der Lernfahr- oder
Führerausweis entzogen oder eine Verwarnung ausgesprochen. Das Gesetz
unterscheidet zwischen leichten (Art. 16a SVG), mittelschweren (Art. 16b SVG) und
schweren Widerhandlungen (Art. 16c SVG). Das Gesetz trifft diese Unterscheidung
auch im Bereich des Fahrens in angetrunkenem Zustand. Eine leichte Widerhandlung
begeht, wer in angetrunkenem Zustand, jedoch nicht mit einer qualifizierten
Blutalkoholkonzentration (Art. 55 Abs. 6 SVG) ein Motorfahrzeug lenkt und dabei keine
anderen Widerhandlungen gegen die Strassenverkehrsvorschriften begeht (Art. 16a
Abs. 1 lit. b SVG). Wer dabei zusätzlich eine leichte Widerhandlung gegen die
Strassenverkehrsvorschriften begeht, begeht eine mittelschwere Widerhandlung
(Art. 16b Abs. 1 lit. b SVG). Eine schwere Widerhandlung begeht, wer in
angetrunkenem Zustand mit einer qualifizierten Blutalkoholkonzentration (Art. 55 Abs. 6
SVG) ein Motorfahrzeug führt (Art. 16c Abs. 1 lit. b SVG).
Wer wegen Alkohol-, Betäubungsmittel- oder Arzneimitteleinflusses oder aus anderen
Gründen nicht über die erforderliche körperliche und geistige Leistungsfähigkeit
verfügt, gilt während dieser Zeit als fahrunfähig und darf kein Motorfahrzeug lenken
(Art. 31 Abs. 2 SVG). Fahrunfähigkeit wegen Alkoholeinwirkung (Angetrunkenheit) gilt in
jedem Fall als erwiesen, wenn der Fahrzeugführer eine Blutalkoholkonzentration von
0,5 oder mehr Gewichtspromille aufweist oder eine Alkoholmenge im Körper hat, die zu
einer solchen Blutalkoholkonzentration führt. Als qualifiziert gilt eine
Blutalkoholkonzentration von 0,8 Gewichtspromille oder mehr (Art. 55 Abs. 6 SVG in
Verbindung mit Art. 1 der Verordnung der Bundesversammlung über
Blutalkoholgrenzwerte, SR 741.13).
Beim Rekurrenten wurde eine Blutalkoholkonzentration von 0,84 Gewichtspromille
gemessen. Damit liegt eine schwere Widerhandlung im Sinn von Art. 16c Abs. 1 lit. b
SVG vor. Die Voraussetzungen für die Anwendung von Art. 16c SVG sind somit
erfüllt.
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3.- Gemäss Art. 16c Abs. 2 SVG sind bei der Festlegung der Entzugsdauer die
Auswirkungen des ausländischen Fahrverbotes auf die betroffene Person angemessen
zu berücksichtigen. Die Mindestentzugsdauer darf unterschritten werden. Die
Entzugsdauer darf bei Personen, die im Administrativmassnahmenregister (Art. 104b
SVG) nicht verzeichnet sind, die am Begehungsort im Ausland verfügte Dauer des
Fahrverbots nicht überschreiten.
4.- Der im Jahr 2008 eingefügte Art. 16c SVG bildet die gesetzliche Grundlage für die
Fortsetzung der bisherigen, langjährigen kantonalen Praxis zum Führerausweisentzug
bei Verkehrsregelverletzungen im Ausland (sogenannte Auslandtat; vgl. Botschaft 2007,
S. 7618; sowie BGE 133 II 331). Die bisherige Rechtsprechung zur Auslandtat ist daher
weiterhin zu berücksichtigen (Urteil des Bundesgerichts 1C_316/2010 vom
7. Dezember 2010, E. 2.1). Bei der Beurteilung der Entzugsdauer sind die
Bestimmungen des Schweizer Rechts über die Dauer und den Mindestentzug zu
berücksichtigen, zudem gilt das Kaskadensystem der Art. 16b und 16c SVG (vgl.
Botschaft 2007, S. 7622; Urteil des Bundesgerichts 6A.78/2002 vom 7. Februar 2003,
E. 3.1.2; Th. Scherrer, Administrativrechtliche Folgen von "Auslandtaten", in: R.
Schaffhauser, Jahrbuch zum Strassenverkehrsrecht 2003, St. Gallen 2003, S. 247 ff.).
Die angemessene Anrechnung des ausländischen Entzugs ist geeignet, eine
unzulässige Doppelbestrafung durch einen Führerausweisentzug aufgrund eines im
Ausland verfügten Fahrverbotes zu vermeiden; die Anrechnung kann daher eine
Unterschreitung der Mindestentzugsdauer rechtfertigen (Botschaft 2007, S. 7622; Urteil
des Bundesgerichts 6A.64/2002 vom 17. Dezember 2002, E. 6.3; VRKE IV 2005/104
vom 14. Dezember 2005, E. 6). Gesamthaft darf der angeordnete Entzug mit der
ausländischen Massnahme zusammen nicht strenger erscheinen als der Entzug, der
ausgesprochen worden wäre, wenn die Anlasstat in der Schweiz begangen worden
wäre (Scherrer, a.a.O., S. 252).
a) Der Rekurrent macht geltend, die Vorinstanz behandle den Fall gleich einer
Widerhandlung im Inland und berücksichtige die Auswirkungen des Fahrverbots in
Österreich nicht angemessen. Die sich von den Schweizer Verhältnissen
unterscheidende Beurteilung der Auslandtat durch das ausländische Recht sei bei der
Bemessung der Entzugsdauer zu berücksichtigen. Zudem hätte berücksichtigt werden
müssen, dass der Eintrag des Rekurrenten im ADMAS-Register zu einem Zeitpunkt
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erfolgt gewesen sei, als dieser gar nicht für Fahrzeuge der Kategorie B fahrberechtigt
gewesen sei. Auch habe sich die Vorinstanz gar nicht mit Art. 16c Abs. 2 Satz 2 SVG
auseinandergesetzt, wonach die Mindestentzugsdauer unterschritten werden könne.
Zuletzt sei ebenfalls zu berücksichtigen, dass der Rekurrent mit einer Alkoholisierung
von 0,84 Gewichtspromille die Grenze zur qualifizierten Blutalkoholkonzentration von
0,8 Gewichtspromille nur um 0,04 Gewichtspromille überschritten habe.
Die Vorinstanz führte in ihrer Verfügung vom 11. Mai 2011 aus, der Rekurrent habe mit
mindestens 0,84 Gewichtspromille ein Motorfahrzeug gelenkt, weshalb ihn ein
schweres Verschulden treffe. Der Grad der Alkoholisierung übe einen wesentlichen
Einfluss auf das Gefährdungspotenzial aus. Mit zunehmender Blutalkoholkonzentration
steige das Unfallpotenzial und damit die Wahrscheinlichkeit, einen Verkehrsunfall zu
verursachen. Der getrübte Leumund wirke sich massnahmeerhöhend aus, bei
Berücksichtigung aller Beurteilungskriterien nach Art. 16 Abs. 3 SVG sei es jedoch
möglich, die Entzugsdauer auf das gesetzliche Minimum von sechs Monaten zu
beschränken. Die Vorinstanz entzog dem Rekurrenten den Führerausweis für die Dauer
von sechs Monaten seit der vorläufigen Abnahme vom 6. März 2011.
b) Gemäss Art. 16c Abs. 2 lit. b SVG beträgt die Mindestentzugsdauer bei einer
schweren Widerhandlung (vgl. E. 2) sechs Monate, wenn in den vorangegangenen fünf
Jahren der Ausweis einmal wegen einer mittelschweren Widerhandlung entzogen war.
Dem Rekurrenten war der Führerausweis zufolge einer mittelschweren Widerhandlung
vom 5. Mai bis 4. Juni 2009, d.h. für einen Monat entzogen. Die vorliegend zu
beurteilende schwere Widerhandlung geschah am 6. März 2011 und damit innerhalb
der fünfjährigen Frist gemäss Art. 16c Abs. 2 lit. b SVG. Folglich wäre bei Begehung in
der Schweiz eine Mindestentzugsdauer von sechs Monaten anwendbar.
Nach der Botschaft 2007 (S. 7622) ist es bei der Anordnung einer inländischen
Massnahme möglich, die in Art. 16b und 16c SVG vorgeschriebenen
Mindestentzugsdauern zu unterschreiten, um die Auswirkungen des ausländischen
Fahrverbots auf die betroffene Person angemessen berücksichtigen zu können. Im
Übrigen gilt Art. 16 Abs. 3 SVG, wonach Mindestentzugsdauern nicht unterschritten
werden dürfen. Dies bedeutet, dass sich etwa die berufliche Angewiesenheit auf den
Führerausweis oder ein unbescholtener automobilistischer Leumund nicht zusätzlich
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massnahmemindernd auswirken können. Indem die Vorinstanz den sechsmonatigen
Führerausweisentzug ab der Abnahme durch die österreichischen Behörden vom
6. März 2011 gelten liess, berücksichtigte sie die Auswirkungen des ausländischen
Fahrverbots vom 6. März bis 6. April 2011 bei der Festlegung der Entzugsdauer von
sechs Monaten in vollem Umfang. Der Rekurrent wird demnach nicht strenger
behandelt, als wenn er die Anlasstat in der Schweiz begangen hätte.
Da sich die Schweizer Behörde bei der Beurteilung der Auslandtat für den
Führerausweisentzug auf Schweizer Recht abzustützen hat, war die Vorinstanz
gehalten, den Fall gleich einer Widerhandlung im Inland zu behandeln. Die
abweichende Beurteilung durch das ausländische Recht ist für den Entzug durch den
Heimatstaat Schweiz gerade nicht massgebend. Dass die Entzugsdauer durch die
Schweizer Behörde das von der österreichischen Behörde angeordnete Fahrverbot
überschreitet, ergibt sich aus der Anwendung der schweizerischen Bestimmungen (vgl.
auch Urteil des Bundesgerichts 6A.78/2002 vom 7. Februar 2003, E. 4.2.3; kritisch
Scherrer, a.a.O., S. 256).
Die in Art. 1 der Verordnung der Bundesversammlung über Blutalkoholgrenzwerte
festgehaltenen Grenzwerte sind abschliessend. Dass der Rekurrent den Grenzwert nur
um 0,04 Gewichtspromille überschritt, ist einzig bei der Bemessung der Entzugsdauer
oberhalb der massgebenden Mindestentzugsdauer massgeblich und kann nicht zu
einer Reduktion der Entzugsdauer führen. Ebenso stellt Art. 16c Abs. 2 SVG einzig
auf das Bestehen eines ADMAS-Registereintrages und nicht auf dessen Inhalt bzw.
Ursache ab. Da dieser Eintrag besteht, war die Vorinstanz bei der Entzugsdauer nicht
an die Dauer des von der ausländischen Behörde ausgesprochenen Fahrverbots
gebunden. Aus dem Umstand, dass der Rekurrent im Zusammenhang mit dem ersten
Führerausweisentzug (unerlaubte Änderungen an einem Motorfahrrad) noch nicht
berechtigt war, Fahrzeuge der Kategorie B zu lenken, kann er ebenfalls nichts zu
seinen Gunsten ableiten. Er wurde damals ausdrücklich darauf hingewiesen, dass er
mit deutlich einschneidenderen Massnahmen zu rechnen habe, falls er künftig erneut
gegen das Strassenverkehrsrecht verstosse (act. 12/27); er war somit klar gewarnt.
c) Zusammenfassend ist der Führerausweisentzug für die Mindestdauer von sechs
Monaten ab der vorläufigen Abnahme durch die ausländischen Behörden nicht zu
beanstanden.
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5.- Der Führerausweis auf Probe ist in Art. 15a SVG geregelt. Mit dieser Regelung
wollte der Gesetzgeber den Zugang zu einem definitiven Führerausweis für Erstlenker
erheblich erschweren (vgl. H. Giger, Kommentar zum Strassenverkehrsgesetz, Zürich
2008, N 34 zu Art. 15a SVG). Gemäss Art. 15a Abs. 2 SVG wird die Probezeit um ein
Jahr verlängert, wenn dem Inhaber der Ausweis auf Probe wegen einer Widerhandlung
entzogen wird. Dem Rekurrenten wird der Führerausweis für sechs Monate entzogen,
weshalb die Probezeit in Übereinstimmung mit der Vorinstanz um ein Jahr zu
verlängern ist.
6.- Der Rekurs ist abzuweisen. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die
amtlichen Kosten dem Rekurrenten aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
Entscheidgebühr von Fr. 1'200.-- erscheint angemessen (vgl. Art. 7 Ziff. 122 der
Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Der Kostenvorschuss von Fr. 1'200.-- ist zu
verrechnen.