Decision ID: 04fdd84a-52f4-40ec-8971-493fae96b160
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren
1973
,
Mutter von vier Kindern (Jahrgä
ng
e 1992, 1995, 1997, 2009
), war
zuletzt seit dem 2
3.
August 2013 als Betreuungs
assistentin in einem Pensum von 25
%
bei der
A._
tätig,
wobei der letz
te Arbeitstag am 2
7.
November 2014 war (
Urk.
7/25
Ziff.
2.1,
Ziff.
2.7,
Ziff.
2.9
). Unter Hinweis auf
eine seit November 2014 bestehende depressive Erkrankung
meldete sich die Versicherte am
1
4.
Januar 2016
bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
7/22
Ziff.
6.1
). Die Sozialver
siche
rungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinisch
e und erwerbliche Situation ab und holte bei
Dr.
B._
, Facharzt für Psychiatrie und Psycho
therapie,
ein
psychiatrisches Gutachten ein, das am
1.
August 2017 erstattet wurde (
Urk.
7/55
).
Nach durchgeführt
em
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
7/57;
Urk.
7/58,
Urk.
7/62
) ver
neinte die IV-Stelle
mit Verfügung vom 2
2.
Juni 2018 einen
Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung
(
Urk.
7/71
=
Urk.
2)
.
2.
Die Versicherte erhob am
9.
Juli 2018
Beschwerde gegen die Verfügung vom
2
2.
Juni 2018
(
Urk.
2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei ihr
ab Juli 2016 eine ganze und ab Januar 2017 eine halbe Rente der Invalidenversicherung zuzusprechen
, eventuell sei
die Angelegenheit zu ergänzenden Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen (
Urk.
1 S. 2
).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
1
3.
September 2018
(
Urk.
6
) die Abweisung der Beschwerde.
Mit Gerichtsverfügung vom
5.
Oktober 2018 wurde
antragsgemäss (vgl.
Urk.
1
S.
2
) die unentgeltliche Prozessführung bewilligt und der Beschwerdeführerin die Beschwerdeantwort zugestellt (
Urk.
8
).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurtei
lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs
unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Rechtsprechungsgemäss ist bei psychischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein psychischer Gesundheitsschaden mit Krankheitswert besteht, welcher die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (vgl.
BGE 139 V 547
E. 5,
131 V 49
E. 1.2,
130 V 352
E. 2.2.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_125/2015 vom 1
8.
November 2015 E. 5.4).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege
artis
auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E.
6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Ein
zelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.3
Gemäss BGE 143 V 418 sind grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen, nach BGE 143 V 409 namentlich auch leichte bis mittelschwere Depressionen, für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem strukturierten Beweisverfahren nach Massgabe von BGE 141 V 281 zu unterziehen (Änderung der Rechtsprechung). Speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere depressive Störungen hielt das Bundesgericht in BGE 143 V 409 – ebenfalls im Sinne einer Praxisänderung – fest, dass eine invalidenversicherungsrechtlich relevante psychische Gesundheits
schädigung nicht mehr allein mit dem Argument der fehlenden Therapieresistenz auszuschliessen sei (E. 5.1; zur bisherigen Gerichtspraxis vgl. statt vieler: BGE
140 V 193 E. 3.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_13/2016 vom 1
4.
April 2016 E. 4.2).
Für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sind somit auch bei den leichten bis mittelgradigen depressiven Störungen systematisierte Indikatoren beachtlich, die es – unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits – erlau
ben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1). Die Therapierbarkeit ist dabei als Indiz in die gesamthaft vorzunehmende allseitige Beweiswürdigung miteinzubeziehen (BGE
143 V 409 E. 4.2.2; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_449/2017 vom
7.
März 2018 E. 4.2.1).
Die Anerkennung eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die
funktionellen
Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesund
heit
lichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standard
indikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrschein
lich
keit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweisbe
lastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3).
Diese Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (Urteil des Bundesgerichts 9C_580/2017 vom 16. Jan
uar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen).
1.4
Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1):
-
Kategorie «
funktioneller Schweregrad
»
(E. 4.3)
-
Komplex «
Gesundheitsschädigung
»
(E. 4.3.1)
-
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)
-
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2)
-
Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)
-
Komplex «
Persönlichkeit
»
(Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res
sourcen, E. 4.3.2)
-
Komplex «
Sozialer Kontext
»
(E. 4.3.3)
-
Kategorie «
Konsistenz
»
(Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4)
-
gleichmässige Einschränkung des
Aktivitätenniveaus
in allen vergleich
baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)
-
behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens
druck (E. 4.4.2)
Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2
017 vom 1
5.
März 2018 E. 7.4).
1.5
Zur Annahme der Invalidität nach
Art.
8 ATSG ist – auch bei psychischen Erkrankungen – in jedem Fall ein medizinisches Substrat unabdingbar, das (
fach
)ärztlicherseits
schlüssig festgestellt wird und nachgewiesenermassen die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Je stärker psychosoziale und soziokulturelle Faktoren wie beispielsweise Sorge um die Familie oder Zukunftsängste (etwa ein drohender finanzieller Notstand) im Einzelfall in den Vordergrund treten und das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss eine fachärztlich festgestellte psychische Störung von Krankheitswert vor
handen sein. Das bedeutet, dass das klinische Beschwerdebild nicht einzig in Beeinträchtigungen, welche von den belastenden soziokulturellen Faktoren her
rühren, bestehen darf, sondern davon psychiatrisch zu unterscheidende Befunde zu umfassen hat, zum Beispiel eine von depressiven Verstimmungs
zuständen klar unterscheidbare andauernde Depression im fachmedizinischen Sinne oder einen damit vergleichbaren psychischen Leidenszustand. Solche von der soziokulturel
len Belastungssituation zu unterscheidende und in diesem Sinne verselbständigte psychische Störungen mit Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit sind unabdingbar, damit überhaupt von Invalidität gesprochen werden kann. Wo die begutachtende Person dagegen im Wesentlichen nur Befunde erhebt, welche in den psychosozialen und soziokulturellen Umständen ihre hinreichende Erklä
rung finden, gleichsam in ihnen aufgehen, ist kein invalidisierender psychischer Gesundheitsschaden gegeben (BGE 127 V 294 E. 5a; Urteil des Bundesgerichts 8C_730/2008 vom 23. März 2009 E. 2).
Wenn und soweit psychosoziale und soziokulturelle Faktoren zu einer eigentli
chen Beeinträchtigung der psychischen Integrität führen, indem sie einen ver
selbständigten
Gesundheitsschaden aufrechterhalten oder den Wirkungsgrad sei
ner – unabhängig von den invaliditätsfremden Elementen bestehenden – Folgen verschlimmern, können sie sich mittelbar invaliditätsbegründend aus
wirken (Urteil des Bundesgerichts 9C_537/2011 vom 2
8.
Juni 2012 E. 3.2 mit Hinweisen).
1
.6
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete ihre Verfügung (
Urk.
2) damit, dass bei der Beschwerdeführerin
keine langandauernde gesundheitliche Beeinträchtigung ausgewiesen
sei
.
Zu
Recht
sei
vom Gutachten abgewichen worden, da
ihre
Schil
derungen über den Tagesablauf aufzeigten, dass sie ihren Tag mit dem Putzen der Wohnung, mit Einkaufen für die Mahlzeiten, Kochen der Mahlzeiten sowie
mit
der Betreuung ihres Kindes und
mit verschiedenen
Internetrecherchen ver
bringe. Gemäss Angaben ihres bisherigen Arbeitgebers habe die Tätigkeit der Beschwerdeführerin das Betreuen von Kinder
n
, die Reinigung und die Kontrolle der Lebensmittel sowie
die
Vor- und Zubereitung des Mittagessens beinhaltet.
Demnach sei es ihr
in einer nicht allzu grossen Tagesstätte und
unter Berücksich
tigung von vermehrten Pausen
weiterhin zumutbar,
ihre bisherige Tätigkeit aus
zuüben
(S. 1 f.).
2.2
Dagegen machte die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde (
Urk.
1) geltend,
die
Einschätzung
der Beschwerdegegnerin,
wonach eine 100%ige Arbeitsfähigkeit für jede Tätigkeit bestehen solle, stütze sich auf
jene
der Kundenberaterin und wider
spreche den
Einschätzung
en
des Gutachters, des behan
delnden Psychiaters wie auch derjenigen des
Reg
ional Ärztlichen Dienstes (RAD)
. Die Kundenberaterin verfüge nicht über die notwendigen fachlichen Qualifikationen, um eine solche Beurteilung der Arbeitsfähigkeit vorzunehmen. Vielmehr seien dem Gutachten vom
1.
August 2017 sowie der Einschätzung des behandelnden Psychiaters volle Beweiskraft zuzuerkennen.
Entsprechend sei davon auszugehen, dass sie in ihrer zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Kinderbetreuerin nicht mehr arbeitsfähig sei. In einer angepassten leichten Tätigkeit
sei hingegen ab November 2014 von einer 50%igen und zwischen
November 2015 und Herbst 2016 von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit auszu
gehen, welche sich aber
ab
Herbst 2016 auf 40
%
reduziert habe (S. 5 ff.
lit
.
B).
2.3
Strittig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Invali
den
rente.
3.
3.1
Dr.
C._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, stellte in seinem Bericht vom
2
6.
Februar 2016
(
Urk.
7/27/6-10) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf
die Arbeitsfähigkeit (
Ziff.
1.1
):
-
rezidivierende depressive Störung, derzeit mittelgradige Episode, ICD-10 F32.11 (
aktuelle Episode seit 2006
, Beginn der depressiven Erkrankung in der Adoleszenz)
-
posttraumatische Belastungsstörung, Residualsymptomatik, ICD-10 F43.1 (bestehend seit 2006)
-
ängstlich-paranoide Persönlichkeitsz
üge (bestehend seit der Jugend)
Als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit n
annte er eine Migräne (
Ziff.
1.1
).
Dr.
C._
führte aus, d
ie Beschwerdeführerin befinde sich seit dem 1
0.
Februar 2015 in ambulanter Behandlung, und die letzte Konsultation habe am 2
2.
Februar 2016 stattgefunden (
Ziff.
1.2).
A
ls Mitarbeiterin in einem Kinder
hort bestehe
gemäss dem Zeugnis des damals behandelnden Psychiaters
seit Novemb
er 2014 eine Arbeitsunfähigkeit
. Ab dem
1.
März 2015 bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (
Ziff.
1.6). Die bisherige Tätigkeit sei medizinisch derzeit und wohl auch in Zukunft nicht mehr zumutbar. Nach Abklingen der depressiven Episode sollte eine zukünftige Stelle ein
Belastungsprofil aufweisen, das
intensiven Umgang mit Kindern oder Kunden nicht erfordere. Ebenso sei eine Arbeit in einem Team für die Patientin nachteilig.
Während der seit November 2014 bestehenden depressiven Episode habe im Haushaltsbereich eine Ein
schränkung von etwa 50
%
bestan
den.
Dr.
C._
führte aus, n
achdem die Versicherte im Februar 2016 nochmals das soziale Umfeld und die Wohnung gewechselt habe, gehe er davon aus, dass sie ab etwa
April
/Mai 2016 eine Arbeitsfähigkeit im Haushaltsbereich von geschätzt 70
%
aufweisen werde (
Ziff.
1.7).
Eine mögliche Arbeitstätigkeit respektive die Aufnahme beruflicher Massnahmen könne bei günstigem Verlauf etwa im Mai/Juni 2016 erfolgen (
Ziff.
1.9).
3.2
Dr.
C._
stellte in seinem Bericht vom 1
6.
Juni 2016 (
Urk.
7/36/4-5) die gleichen Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit
(
Ziff.
1.2)
wie in seinem Bericht vom 2
6.
Februar 2016 (vgl. vorstehend E. 3.1).
Dr.
C._
führte aus, der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin sei unverändert (
Ziff.
1.1). Entgegen der Prognose vom 2
6.
Februar 2016 habe sich die Arbeitsfähigkeit noch nicht verbessert, und es liege eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
vor (
Ziff.
2.1).
Die
Grundstimmung habe sich gebessert. Persistierend sei
en
jedoch eine abnorme Tagesmüdigkeit, eine rasche Erschöpfbarkeit und eine ausgeprägte Schlafstörung. Derzeit sei
die Versicherte zur Abklärung a
m U
niver
sitätsspital
D._
, Klinik für Neurologie und Schlafmedizin, angemeldet. Die Untersuchung stehe noch aus (
Ziff.
1.3).
3.3
Dr.
C._
führte in seinem Bericht vom 1
6.
Januar 2017 (
Urk.
7/43) aus, die Diagnosen im
Bericht
vom 2
6.
Februar 2016 hätten nach wie vor Geltung. Die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Kleinkinderbetreuerin sowie auch in einer angepassten Tätigkeit betrage weiterhin 0
%
. Berufliche Mass
nahmen seien derzeit nicht angezeigt. Die damals ausstehende Untersuchung im Schlaflabor sei inzwischen durchgeführt worden
,
und die beschriebene Ein- und Durchschlafinsomnie mit Tagesmüdigkeit werde am ehesten im Rahmen der psychischen Grunderkrankung gesehen. Es handle sich um eine
chronifizierte
Depression mit mangelhafter Ansprechbarkeit auf pharmakologische Interven
tionen. Die Prognose sei entsprechend eingeschränkt.
3.4
Am 3
0.
Januar 2017 erstattete
Dr.
E._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, das v
on der Pensionskasse der A._
ver
anlasste psychiatrische Gutachten (
Urk.
7/46/1-3).
Dr.
E._
stellte fol
gende Diagnosen (S. 1):
-
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische Symptome, ICD-10 F33.2
-
posttraumatis
che Belastungsstörung, ICD-10 F
43.1
Dr.
E._
führte aus, die Beschwerdeführerin leide seit vielen Jahren an einer schweren posttraumatischen Belastungsstörung und wahrscheinlich seit ebenso vielen Jahren an einer Depression und an einer Angststörung, die sie aber bis vor zwei Jahren abwehren und hinter einer funktionierenden Maske habe ver
stecken können. Seit zwei Jahren sei auch die Depression offensichtlich. Medika
mentöse Behandlungsversuche seien wegen starker Nebenwirkungen und Unver
träglichkeit gescheitert. Die ambulante Psychotherapie werde fortgesetzt. Aufgrund der Schwere des
Krankheitsbildes und der langen Krankheitsent
wicklung sei mit einer Arbeitsunfähigkeit auf Dauer zu rechnen
,
und eine Invalidisierung nicht zu vermeiden. Er halte die Beschwerdeführerin auf Dauer als zu 100
%
arbeitsunfähig (S. 3 unten).
3.5
Am
1.
August 2017 erstattete
Dr.
B._
das von der Beschwerdegegnerin veranlasste psychiatrische Gutachten (
Urk.
7/55).
Dr.
B._
stellte folgende Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (S. 13
Ziff.
6
lit
. a):
-
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode, ICD-10 F33.1
-
akzentuierte Persönlichkeitszüge mit emotional instabiler Färbung
Dr.
B._
führte zur Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit im Kinderhort und für eine alternative Tätigkeit aus, auf
grund der rezidivierenden depressiven Störung, geg
enwärtig mittelgradige Epi
sode (ICD-10 F33.1)
,
sowie der akzentuierten Persönlichkeitszüge mit emotional instabiler Färbung lasse sich eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit von 100
%
begründen. Mit einer Arbeit mit Kindern wäre die Versicherte völlig überfordert. Für eine alternative einfache Tätigkeit bestehe jedoch n
ur eine Einschränkung von 40
%
(S. 18 f.
Ziff.
6.3
lit
.
a).
Die gesamte Psychopathologie bewirke eine Einschränkung der Konzentration und der Aufmerksamkeit, eine Überforderung, Müdigkeit, Kraftlosigkeit und eine Erschöpfung bei erhöhtem Arbeitspensum. Es wäre eine höhere Fehlerquote zu befürchten sowie eine Exazerbation der depressiven Störung (S. 19
oben
).
Dr.
B._
führte zum retrospektiven Verlauf der Arbeitsfähigkeit aus, von 2013 bis November 2015 sei die Beschwerdeführerin in einem Arbeitspensum von 25
%
im Kinderhort beschäftigt
gewesen
. Damals habe eine Arbeitsunfähigkeit von grob geschätzt 50
%
bestanden.
Die Beschwerdeführerin sei zunehmend durch den delinquenten älteren Sohn und den schulverweigernden jüngeren Sohn sowie durch die Verarbeitung der vor
gängigen traumatisierenden Beziehung absorbiert gewesen. Die Pathologie sei
exazerbiert
, so dass sie ihre Stelle
im November 2015
habe aufgeben müssen. Ab November 2015 habe eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
bestanden (S. 19 Mitte).
Im Herbst 2016 sei der jüngere Sohn ausgezogen, was zu einer Entlastung der Beschwerdeführerin geführt habe. Approximativ bestehe seit Herbst 2016 eine Arbeitsfähigkeit von 60
%
. Bezüglich der Entwicklung der Arbeitsfähigkeit zwi
schen
November 2015 und Herbst 2016 könnten keine genaueren Angaben gemacht werden (S. 19 unten).
3.6
Dr.
F._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und für Neurologie,
RAD,
führte in seiner Stellungnahme vom 1
5.
August 2017 (
Urk.
7/56/4-5) aus, gestützt auf das Gutachten von
Dr.
B._
sei bei diagnostizierter rezidivierender depressive
r
Störung, geg
enwärtig mittelgradige Episode (
ICD-10 F33.1
),
und akzentuierten Persönlichkeitszügen mit emotional instabiler Färbung davon a
usz
ugehen, dass in der bisherigen
Tätigkeit als Kin
derbetreuerin
seit November 2014 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestehe. In einer angepassten, einfach strukturierten Tätigkeit ohne Zeit- und Termindruck, ohne besondere Anforderungen an die psychophysische Ausdauerbelastbarkeit und ohne Verantwortungsübernahme für Personen bestehe ab November 2014 eine Arbeitsunfähigkeit von etwa 50
%
, ab November 2015 eine Arbeitsunfähig
keit von 100
%
und ab Herbst 2016 eine Arbeitsunfähigkeit von 40
%
.
Dr.
F._
führte aus, die Prognose sei grundsätzlich gut, lediglich die Behinderungsüber
zeugung sei negativ zu werten.
3.7
Dr.
C._
führte in seiner Stellungnahme vom 1
5.
November 2017 (
Urk.
7/61) zum psychiatrischen Gutachten von
Dr.
B._
aus, im Gutachten sei
en
die Hauptdiagnose einer rezidivierenden depressiven Störung sowie das Vorliegen akzentuierter Persönlichkeitszüge als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeits
fähigkeit bestätigt worden. Der Gutachter habe der Versicherten eine aufgehobene Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als pädagogische Mitarbeiterin von 100
%
und eine Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit von 60
%
attestiert. Dies sei im Sinne des Gutachtens nachvollziehbar. Nicht nachvollziehbar sei dagegen, dass die beschriebene Residualsymptomatik einer posttraumatischen Belastungsstörung vom
Gutachter nicht bestätigt werde
. So hätten die trauma
tischen und traumatisierenden Geschehnisse in Chile und deren Bedeutung für den weiteren Krankheitsverlauf diskutiert werden müssen (S. 1 Mitte).
Die depressive Störung selbst zeige sich als therapieresistent (S. 2 Mitte). Es sei nicht nachvollziehbar, weshalb im Gutachten die Prognose als grundsätzlich gut bezeichnet werde. Diese sei als deutlich eingeschränkt zu bewerten (S. 2 unten).
Trotz gewisser Diskrepanzen
zur Einschätzung des Gutachters
müsse an der im Gutachten beschriebenen Arbeitsfähigkeit von 60
%
in angepasster Tätigkeit und an einer aufgehobenen Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit fest
gehal
ten werden (S. 3 oben).
Aufgrund ihres sehr eingeschränkten Gesundheitszustandes sei die Beschwerde
führerin im Zeitraum vom November 2015 bis Herbst 2016
zu 100
%
arbeits
un
fähig gewesen
(S. 3 Mitte).
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin ging nach eigens vorgenommener Ressourcenprüfung
insbesondere unter Hinweis auf
den von der Beschwerdeführerin im Gutachten von
Dr.
B._
vom August 2017 (vgl. vorstehend E. 3.5) geschilderten Tagesablauf
davon aus, dass es
dieser
weiterhin zumutbar sei, in ihrer bisherigen Tätigkeit zu arbeiten
(
vgl. vorstehend E. 2.1
).
4.2
Bei
psychische
n
Erkrankungen
sind für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit systematisierte Indikatoren beachtlich, die - unter Berücksichtigung leistungs
hin
dernder
äusserer
Belastungsfaktoren einerseits und Kompensations
potentialen (Ressourcen) anderseits – erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungs
ver
mö
gen einzusc
hätzen (vgl. vorstehend E. 1.3
-4
).
Gemäss
altem Verfahrens
standard eingeholte Gutachten verlieren nicht per se ihren Beweiswert. Vielmehr ist im Rahmen einer gesamthaften Prüfung des Einzelfalls mit seinen spezifischen Gegebenheiten und den erhobenen Rügen entscheidend, ob ein
abschliessendes
Abstellen
auf die vorhandenen Beweisgrund
lagen vor Bundesrecht standhält (BGE 141 V 281 E. 8; Urteil des Bundesgerichts 9C_790/2017 vom 24. Januar 2018 E. 2.1.1). Die juristische Anspruchsprüfung ist in jedem Fall Aufgabe des Rechtsanwenders (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_154/2016 vom 19. Oktober 2016 E. 4.1).
4.3
Im Rahmen der Beurteilung des funktionellen Schweregrades einer Gesund
heits
schädigung müssen Funktionseinschränkungen, die auf eine Gesundheits
schädi
gung zurückzuführen sind, von denjenigen abgegrenzt werden, die nicht auf einen Gesundheitsschaden zurückzuführen sind, namentlich von psycho
sozialen Belastungsfaktoren
(vgl. vorstehend E. 1.5)
.
Dr.
B._
diagnostizierte in seinem Gutachten vom
1.
August 2017
(vgl. vor
stehend E. 3.5)
eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1)
,
sowie akzentuierte Persönlichkeitszüge mit emotional instabiler Färbung und leitete daraus in der angestammten Tätigkeit im Kinder
hort von November 2013 bis November 2015 eine Arbeitsunfähigkeit von 50
%
und ab November 2015 eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
ab, wobei er im Hin
blick auf die
Ausführungen von
Dr.
C._
(vgl. vorstehend E. 3.1
3
)
wohl Novem
ber 2014 gemeint haben dürfte.
Bereits in der Darlegung der Ausgangslage für das Gutachten führte
Dr.
B._
aus, dass die Beschwerdeführerin während Jahren unter starken psychosozialen Belastungen gelitten habe, indem ein Sohn delinquent und der andere ein Schul- und Berufsverweigerer geworden sei (vgl.
Urk.
7/55 S. 2
Ziff.
1.1).
D
ie
Zunahme der Arbeitsunfähigkeit ab November 2014 auf 100
%
begründete
Dr.
B._
durch die Probleme mit dem delinquenten älteren Sohn und dem schulverweigernden jüngeren Sohn.
Die seit Herbst 2016 bestehende Arbeitsfähigkeit von 60
%
befand er dann wiederum als
mit dem Auszug des jüngeren Sohnes aus der Wohnung
im Zusammenhang stehend
.
Eine hinrei
chende Abgrenzung des tatsächlichen Krankheitsgeschehens zu den aus invali
denversicherungsrechtlicher Sicht unbeachtlichen psychosozialen Belastungsfak
toren fand
demnach
nicht statt.
Auch der psychiatrische Befund von
Dr.
B._
lässt kein
e verlässlichen Rück
schlüsse zu. S
o berichtete er einerseits davon, dass die Versicherte fast immer präzise ze
itliche Angaben
habe
machen können und
sich während de
r
gesamten
zwei Stunden dauernden Exploration
weder Ermüdungserscheinungen noch
Ein
schränkungen der Konzentration oder der Aufmerksamkeit hätten fests
tellen lassen, dennoch ging er davon aus, dass die gesamte Psychopathologie bei erhöhtem Arbeitspensum zu Einschränkungen der Konzentration, der Aufmerk
samkeit, zur Überforderung und Müdigkeit führe
(
vgl. vorstehend E. 3.5
).
Was den Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder –
resistenz
beziehungs
weise den Verlauf und den Ausgang von Therapien als wichtige Schweregrad
indikatoren anbelangt,
besteht hier insofern ein unklares Bild, als dass, tro
tz bis
lang ausbleibenden Erfolg
s
der Behandlung bei
Dr.
C._
und de
s
geäusser
ten
Eindruck
s
der Beschwerdeführerin, dass sie bei
Dr.
C._
nicht
weiter komme
(vgl.
Urk.
7/55 S. 10 oben),
Dr.
B._
dennoch eine gute Prognose stellte (vgl.
Urk.
7/55 S.
23
lit
. f
)
.
Vorliegend ist der Beschwerdegegnerin zwar beizupflichten, dass
die Beschwer
de
führerin durchaus einen zumindest im eigenen Haushalt funktionierenden Tagesablauf schilderte (vgl.
Urk.
7/55 S. 10 f.
Ziff.
3.2.6) und
,
wie auch
Dr.
B._
festhielt, über positive Ressourcen verfügt (vgl.
Urk.
7/55 S. 20 oben).
Jedoch kann die Belastungssituation
im
eigenen
Haushalt nicht mit der
jeni
gen
bei Ausführung einer Erwerbstätigkeit in
einem Hort verglichen werden.
Be
i den
nur unzureichenden Ausführungen
von
Dr.
B._
zu den
krankheitsbe
dingten
Funktionseinschränkungen
lässt sich
vorliegend
nicht einfach durch Aufzählen der positiven Ressourcen ein aus invalidenver
siche
rungsrechtlicher Sicht bedeutsamer Gesundheitsschaden verneinen. So liegen durchaus auch ressourcenhemmende Aspekte vor, welch
e
entsprechend zu würdigen sind.
Zusammenfassend lässt das Gutachten von
Dr.
B._
keine verlässlichen
Rückschlüsse auf die Schwere und das
Ausmass
des Krankheitsgeschehens
und damit
keine schlüssige Überprüfung der tatsächlich noch vorhandenen Leistungs
fähigkeit
der Beschwerdeführerin
anhand der
Standardindikatoren
zu.
Es
kann
jedoch
vorliegend auch nicht unbese
hen auf die Ausführungen des
behandelnden
Psychiaters
Dr.
C._
(vgl. vorstehend E. 3.1-3 und E. 3.7)
abgestellt werden. So gilt es hinsichtlich
seiner
Ausführungen zu berücksichtigen, dass
seine
auftra
gsrechtliche Vertrauensstellung
als hausarztähnlich bezeichnet werden muss, weshalb hier eine gewisse Zurückhaltung bei der Würdigung
seiner
Berichte angebracht ist (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/cc).
Auch das Kurzguta
chten von
Dr.
E._
vom Januar 2017
(vgl. vorstehend E. 3.4)
lässt die erforder
liche Prüfung der noch vorhandenen Leistungsfähigkeit der Beschwerde
führerin anhand von Standardindikatoren nicht zu.
4.4
Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen,
besonders
wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
). Gemäss stän
diger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Ver
fahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwierige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der
ent
scheidrele
vante
Sachverhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2).
4.5
Vorliegend ergibt sich, dass ein
abschliessender
materieller Entscheid gestützt auf die vorhandenen medizinischen Akten nicht möglich ist. Die vorhandenen medi
zi
nischen Unterlagen erlauben, wie dargelegt, keine zuverlässige Beurteilung der Arbeitsfähigkeit
der Beschwerdeführerin
im nunmehr anzuwendenden struk
tu
rierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281. Mangels genügender und nach
vollziehbarer Angaben zu den
gemäss
der Rechtsprechung zu beachtenden Ind
i
katoren erweist sich
eine Beur
teilung der Restarbeitsfähigkeit beziehungs
weise des tatsächlich noch erreichbaren restlichen Leistungsver
mögens der Beschwerdeführerin im rentenrelevanten Zeitraum ab
Juli 2016
anhand der Indi
katoren im Sinne der Rechtsprechung vorliegend als unmöglich.
Weiter ist hinsichtlich der von der Beschwerdegegnerin vorzunehmenden Sach
ver
ha
ltsabklärung zu bemängeln, dass
es
bei zuletzt von der Beschwerdeführerin lediglich im Umfang von 25
%
ausgeübter Erwerbstätigkeit
(vgl.
Urk.
7/25
Ziff.
2.9)
sowie der bisherigen Erwerbsbiographie
(vgl.
Urk.
7/24,
Urk.
7/55 S. 8 f.
Ziff.
3.2.3)
als unwahrscheinlich erscheint, dass
sie
im Gesundheitsfall einer 100%igen Erwerbstätigkeit nachgehen würde. Abklärungen
hinsichtlich
der Statusfrage
unterblieben jedoch
genauso wie
solche betreffend allfällige
Ein
s
chränkungen im Haushaltsbereich.
Damit fehlen wichtige Angaben zur
Be
rech
nung des Invaliditätsgrades
.
Die angefochtene Verfügung vom 22. Juni 2018
(Urk. 2) ist folglich aufzuheben und die Sache zur Vornahme weiterer Abklärungen im Sinne der Erwägungen und zu erneutem Entscheid über den Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
5.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens
aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr.
7
00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.