Decision ID: b40d26b1-663b-4928-beba-ad1f69649a10
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1963 geborene
X._
meldete sich
am
14. Oktober 2009 zum Bezug von Leistungen
(berufliche Integration, Rente)
der Eidgenössischen Inva
lidenversicherung (IV) an
(Urk. 8/
6
)
. Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, traf daraufhin erwerbliche, berufliche sowie medizinische Abklärungen und zog – wiederholt
- die Akten der Schweizerischen Unfallver
sicherungsanstalt (SUVA) bei.
Am 10. Februar 2010 teilte sie dem Versicherten mit, dass sich berufliche Eingliederungsmassnahmen aufgrund des aktuellen, noch instabilen Gesundheitszustandes als unmöglich erwiesen (Urk. 8/19).
A
m 16. Mai 2012
erteilte sie
Kostengutsprache für ein Belastbarkeitstraining in der
Y._
vom 21. Mai bis 19. August 2012
(Urk
. 8/37), während dessen Dauer s
i
e
in der Folge Taggelder ausrichtete (Verfügung vom 15. Juni 2012, Urk. 8/45).
Unter Hinweis darauf, dass keine Steigerung der Präsenz bezie
hungsweise der Leistung habe festgestellt werden können und die Zwischenziele deutlich nicht erreicht worden seien, verfügte
si
e
am 16. August 2012 die Been
digung der Integrationsmassnahme per 19. August 2012 (Urk. 8/54).
Nac
hdem sie mit Verfügungen vom 1.
März 2013 (
Urk.
8/84 und Urk.
8/86) für die Peri
ode vom 21.
bis 30.
Juni 2012 zu viel ausgerichtete Taggelder in der H
öhe von Fr.
1
‘443.75 und Fr.
3‘937.50 zurückgefordert hatte, sprach die IV-Stelle dem Versicherten
– i
n
Bestätigung ihres Vorbescheids vom 11. Dezember 2012 (Urk. 8/64) – mit Verfügungen vom 13. März 2013 (Urk. 2/1-2) für die Zeit vom 1.
April 2010
bis 30. Juni 2012 eine auf einem Invaliditätsgrad von 100 % be
ruhende Rente zu.
1.2
Die SUVA
hatte im Zusammenhang mit einem vom Versicherten am 19. Januar 2009 erlittenen Unfall
(Sturz vom Fahrrad)
Taggeld- und Heilbehandlungsleis
tungen erbracht. Nach einer beruflichen Standortbestimmung in der Rehaklinik
Z._
am 26. März
2012 (Urk. 8/48 S. 21 ff.)
sprach sie ihm
mit Verfügung vom 3. Juli 2012 eine Entschädigung fü
r eine Integritätseinbusse von 25
%
(vgl. Urk. 8/80 S. 2)
und
mit
Verfügung vom 3. Dezember 2012 (Urk. 8/60 S. 2 ff.)
mit Wirkung ab 1. September 2012 eine auf einem Erwerbsunfähigkeitsgrad von 11
% basierende Invalidenrente zu.
Die gegen die Rentenverfügung erhobene Einsprache wies sie am
13. Februar 2013
ab
(Urk. 8/80)
.
2.
Gegen die Verfügung
en
der IV-Stelle vom
13. März 201
3
(Urk. 2
/1-2
) liess
X._
am
18. April
2013 mit folgenden Anträgen Beschwerde erhe
ben (Urk. 1 S. 2):
„1.
In Aufhebung der angefochtenen Verfügung vom 13. März 2013 sei dem Beschwerdeführer eine ganze Invalidenrente auch nach Ende Juni 2012 auszurichten.
2.
Dem Beschwerdeführer sei eine angemessene Parteientschädigung zu
zu
sprechen.“
Die IV-Stelle schloss am 23. Mai 2013 auf Abweisung der Beschwerde (vgl. Beschwerdeantwort, Urk. 7), was dem Beschwerdeführer am 27. Mai 2013 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 9).
Mit Schreiben vom
29. August 2014
(Urk. 17) gab sie ihren Verzicht
auf eine Stellungnahme zum vom Beschwerdeführer mit Eingabe vom 17. Juli 2014 (Urk. 13) eingereichten Bericht der Uniklinik
A._
, Orthopädie, vom 8. Juli 2014 (Urk. 17)
bekannt
. Dem Beschwerdeführer wurde am 1. September 2014 eine entsprechende Mitteilung gemacht (Urk. 18).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen ist, soweit für die Entscheidfindung erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen ein
zugehen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [
ATSG
]
).
Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1
des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung [
IVG
]
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 Prozent arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit
Art.
28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog
enanntes
Invalidenein
kommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könn
te, wenn sie n
icht invalid geworden wäre (sogenanntes
Valideneinkom
men). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkom
mensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des Einkommens
ver
gleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.4
Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leistung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung. Letztere setzt voraus, dass Revisionsgründe (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen) vorliegen, wobei der Zeitpunkt der Aufhebung oder Herabsetzung nach Massgabe des analog anwendbaren (AHI 1998 S. 121 E. 1b mit Hinweisen)
Art.
88a
der Ver
ordnuung über die Invalidenversicherung (
IVV
)
festzusetzen ist (vgl. BGE 121 V 264 E. 6b/dd mit Hinweis). Ob eine für den Rentenanspruch erhebliche Ände
rung des Invaliditätsgrades eingetreten und damit der für die Befristung oder Abstufung erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Ver
gleich des Sachverhalts im Zeitpunkt der Rentenzusprechung oder des Renten
beginns mit demjenigen zur Zeit der Aufhebung beziehungsweise Herabsetzung der Rente (BGE 125 V 413 E. 2d am Ende, 369 E. 2, 113 V 273 E. 1a, 109 V 262 E. 4a, je mit Hinweisen; vgl. BGE 130 V 343 E. 3.5). Spricht die Verwaltung der versicherten Person eine befristete Rente zu und wird beschwerdeweise einzig die Befristung der Leistungen angefochten, hat dies nicht eine Einschränkung
des Gegenstandes des Rechtsmittelverfahrens in dem Sinne zur Folge, dass die unbestritten gebliebenen Bezugszeiten von der Beurteilung ausgeklammert blei
ben (BGE 125 V 413 f. E. 2d mit Hinweisen). Die gerichtliche Prüfung hat viel
mehr den Rentenanspruch für den gesamten verfügungsweise geregelten Zeit
raum und damit sowohl die Zusprechung als auch die Aufhebung der Rente zu erfassen (Urteil des Bundesgerichts I 526/06 vom 31. Oktober 2006 E. 2.3 mit Hinweisen).
2.
2.1
Die IV-Stelle begründete die Zusprache der befristeten Rente damit, dass
es
dem Beschwerdeführer nach Ablauf des Wartejahrs am 19. Januar 2010
noch nicht wieder zumutbar gewesen sei, einer
Erwerbstätigkeit
nachzugehen,
weshalb er
unter Berücksichtigung der Anmeldung
vom 1
5.
Oktober 2009
ab
April
2010
Anspruch auf eine ganze Rente habe. Angesichts der während des
dreimona
ti
gen Belastbarkeitstrainings ab
16. Mai 2012
ausgerichteten
Taggeldzahlungen
und der
nach
Abschluss der beruflichen Eingliederung
(bereits seit 16. Juni 2012)
wieder
bestandenen
100%
igen
Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepass
ten Tätigkeit beziehungsweise des Invaliditätsgrades von 10 % ab diesem Zeit
punkt
ende der Rentenanspruch am 30. Juni 2012 (Urk. 2/
1 S. 3 ff.
, Urk. 7).
2.2
Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt, die IV
Stelle habe sich bei der Beurteilung seines Rentenanspruchs im Wesentlichen auf die Akten der SUVA gestützt. Er leide indes nicht nur an Unfallfolgen, son
dern
(in
Form einer praktischen Gebrauchsunfähigkeit des rechten Arms, eines Zervikalsyndroms, generalisierter Rückenschmerzen sowie Empfindungsstörun
gen und Schmerzen im linken Bein
)
auch a
n Gesundheitsbeeinträchtigungen, die im Anschluss an den Unfall aufgetreten seien
, und
sei weiterhin – auch in einer leidensangepassten Tätigkeit - zu 100 % arbeitsunfähig (Urk. 1 S. 3).
3.
3.1
Dr. med.
B._
, Fachärztin FMH für Rheumatologie und Innere Medizin, Manuelle Medizin, stellte im November 2009 folgende Diagnosen mit Auswir
kung auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 8/15 S. 2):
Posttraumatisches Impingement rechts
subtotale flächige artikulärseitige Partialruptur Supraspinatussehne rechts
Bizepstendinopathie rechts
Seit einem am 19. Januar 2009 erlittenen Sturz auf die rechte Schulter bestehe ein Bewegungsschmerz (Urk. 8/15 S. 3).
3.2
Dr. med.
C._
, Facharzt FMH für Allgemeine Medizin, diagnostizierte am 11. November 2009 eine Supraspinatusruptur rechts sowie eine – sich nicht auf die Arbeitsfähigkeit auswirkende – Hypertonie (Urk. 8/16 S. 1). Seit 6. August 2009 bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (Urk. 8/16 S. 2). Allenfalls lasse
sich die Arbeitsfähigkeit mittels eines
o
perativen Eingriff
s verbessern
(Urk. 8/16 S. 3).
3.3
Das Arthro-MRI der rechten Schulter vom 27. September 2010 ergab eine kleine artikularseitige Partialruptur der Supraspinatussehne von 1 cm Grösse
, die noch
als normale postoperative Veränderung
interpretiert werden könne
. Es bestehe eine nur geringe Fettgewebsimbibierung des Rotatorenintervalls; das Ligamen
tum coracohumeral sei nicht verdickt (vgl. Bericht Uniklinik
A._
, Radiolo
gie, vom 27. September 2010; Urk. 8/26 S. 50).
3.4
Dr. med.
D._
, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatolo
gie, Kreisarzt der SUVA, gelangte in seiner Beurteilung vom 5. April 2011 gestützt auf die am 1. April 2011 erhobenen Befunde
z
um Schluss, dass der Beschwerdeführer, der im Rahmen der Untersuchung ein massives Schon- und Demonstrationsverhalten gezeigt habe, mindestens noch in der Lage sei, leichte bis mittelschwere Tätigkeiten (maximal
10 bis 15 kg)
bis Schulterhöhe und mit einer Auslenkung bis 1,5fache Unterarmlänge auszuüben. Überkopftätigkeiten mit ganz leichter Belastung seien nur selten und repetitive Kraftanstrengungen mit dem dominanten rechten Arm sowie Tätigkeiten, die zu heftigen Erschütte
rungen und Vibrationen des rechten Armes führten, gar nicht mehr zumutbar (Urk 8/26 S. 37).
3.5
Dr. med.
E._
, Facharzt FMH für Neurologie, diagnostizierte am 30. Mai 2011 eine weitgehende Blockade der Beweglichkeit im rechten Schultergelenk
ohne Hinweise für eine neurogene Ursache
bei Status nach Sturz auf die rechte Seite
am 19. Januar 2009 (Urk. 8/26 S. 2). Die blockierte Beweglichkeit im rechten Schultergelenk lasse sich neurologisch nicht erklären. Die EGM-Unter
suchung der Schulter- und Armmuskeln rechts habe einen normalen Befund ohne Anhaltspunkte für eine Schädigung eines peripheren Nervs ergeben (Urk. 8/26 S. 3). Einzig im Status seien die C6-Reflexe am rechten Arm (Bi
zeps
sehnenreflex und Radialisperiostreflex
)
leich
t
abgeschwächt, was höchstens eine leichte Beeinträchtigung der Wurzel C6 rechts erklären lasse. Eine relevante Läsion dieser Wurzel liege indes nicht vor (Urk. 8/26 S. 4).
3.
6
Am 16. März 2
012 wurde der Beschwerdeführer
erneut
vom SUVA-Kreisarzt
Dr.
D._
untersucht. In seiner gleichentags verfassten Beurteilung
(Urk. 8/31
S. 7-31)
hielt dieser fest,
der Verlauf nach dem operativen Eingriff vom 15. März 2010 (Rekonstruktion der Rotatorenmanschette, Bizepstenotomie, Acromioplastik) sei stark protrahiert gewesen
.
Die
anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung vom 30. Juli 2010 gezeigte massive Funktions- und Bewegungs
einschränkung der rechten Schulter
habe sich dabei
medizinisch nicht erklären lassen (Urk. 8/31 S. 16 f.).
Das in der Folge durchgeführte Arthro-MRI
der rechten Schulter
(vgl. Ur. 8/26 S. 50)
habe lediglich eine kleine artikulärseitige Partialruptur der Supraspi
n
atussehne ergeben,
welche
vom zuständigen Radio
logen als noch vereinbar mit normalen postoperativen Veränderungen betrach
tet worden sei. Auch die fehlende Verfettung der Muskulatur habe darauf hin
gedeutet, dass die rechte Schulter keine erhebliche Funktionsstörung aufweise.
Im Rahmen der kreisärztlichen Untersuchung vom 1. April 2011 habe der Beschwerdeführer dann ein erhebliches Schon- und Demonstrationsverhalten gezeigt, wobei
die angegebene massive Funktionsstörung der dominanten rech
ten Hand keine Entsprechung in der Muskulierung gehabt habe. Eine daraufhin veranlasste neurologische Untersuchung
habe eine mögliche leichte Beeinträch
tigung der Wurzel C6 rechts, indes keine relevante Läsion dieser Wurzel ergeben
(vgl. Urk. 8/26 S. 2 ff.)
. Die Unfallkausalität dieses Befundes sei nicht etabliert. Nach einer erneuten Schulterarthroskopie sei aufgrund der Biopsien ein chro
nischer Infekt mit einem Proprionibacterium festgestellt worden. Trotz korrekter ant
i
biotischer Behandlung während sechs Monaten habe keine Verbesserung resultiert. Gemäss dem Beschwerdeführer hätten sich die Beschwerden gar eher verschlechtert.
Dieser habe im Rahmen der Untersuchung eine praktisch funkti
onslose rechte Hand und bei der aktiven Bewegungsprüfung eine massivste Einsteifu
ng der rechten Schulter gezeigt; in Anbetracht der Tatsache, dass weder die letzte Arthroskopie noch die aktuelle Untersuchung Anhaltspunkte für eine erhebliche Frozen shoulder ergeben hätten, lasse sich das Ausmass der demons
trierten Bewegungseinschränkung medizinisch nicht erklären (Urk. 8/
31 S. 17)
. Hinzuweisen sei in diesem Zusammenhang auch auf weitere starke Diskrepan
zen, etwa das Fehlen mazerierter Haut in der rechten Axilla;
eine
dauernde
Be
wegungseinschränkung, wie sie der Beschwerdeführer angebe,
gehe in der Regel mit Hau
tprobleme
n einher
. Es bestünden weder erhebliche muskuläre Defizite am rechten Arm noch eine deutliche Schwellung von Unterarm und Hand rechts; am Oberarm sei eine leichte Schwellung medizinisch indes gut erklärbar. Objektivierbar sei auch eine Hypotrophie von Supra- und Infraspinatus auf der rechten Seite.
Trotz Zweifel an der gezeigten massiven Bewegungseinschrän
kung m
ü
ss
e
im Rahmen der Zumutbarkeitsbeurteilung eine eingeschränkte Schulterbeweglichkeit berücksichtigt werden. Die Belastba
r
keit der Hand sei indes – bei normaler Muskulierung und normaler Beweglichkeit von Ellbogen
und Handgelenk sowie normaler Umwendbeweglichkeit – rein theoretisch zu beurteilen. Am am 1. April 2011 formulierten Zumutbarkeitsprofil (vgl. Urk. 8/
26 S. 37
) könne festgehalten werden (Urk. 8/31 S. 18).
3.
7
Im Rahmen der beruflichen Standortbestimmung vom 26. März 2012 gelangten die zuständigen Fachpersonen der Rehaklinik
Z._
zum Schluss, dass ange
sichts der Diskrepanz zwischen den medizinischen Daten und den vom Beschwerdeführer, der sich als faktisch einarmig präsentiert habe, gezeigten Einschränkungen eine berufliche Abklärung unter kontrollierten Bedingungen indiziert sei (vgl. Bericht vom 10. April 2012, Urk. 8/48 S. 23).
3.
8
In seiner am 28. März 2012 gestützt auf die Akten verfassten Stellungnahme (Urk. 8/62 S. 7-9) gelangte Dr. med.
F._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, Arzt des Regionalärztlichen Dienstes (RAD) der IV, zum Schluss,
dass der Beschwerdeführer einen
– nun stabilen -
rein unfallbedingten Gesundheitsschaden aufweise. Eine leidensangepasste Tätigkeit sei ihm ab 16. März 2012 wieder zumutbar. Allerdings sei ein schrittweiser beruflicher Wiedereinstieg angezeigt mit einer 40%igen Arbeitsfähigkeit während der ersten vier Wochen (Stundenpräsenz 50 %, Leistungsminderung 10 %), einer 60%igen Arbeitsfähigkeit für die folgenden vier Wochen (Stunde
n
präsenz 80 %, Leis
tungsminderung 20 %) und einer 80%igen Arbeitsfähigkeit für weitere vier Wochen (Stundenpräsenz 100 %, Leistungsminderung 20 %)
. Nach
dieser
drei
monatigen Einstiegsphase
sei dann
wieder von einer
vollen
Arbeitsfähigkeit in eine
r Verweistätigkeit auszugehen
.
3.
9
Da
s
in der Folge ab dem 21. Mai 2012 in der
Y._
durchgeführte Belast
barkeitstraining wurde am 19. August 2012 beendet (vgl. Urk. 8/54). Im Juni habe der Beschwerdeführer, der über starke Schmerzen in der rechten Seite, zunehmende Kopfschmerzen, starke Müdigkeit und Konzentrationsprobleme berichtet habe
, wegen grösserer gesundheitlicher Schwierigkeiten nur mit Mühe am Arbeitstraining teilnehmen können; vom 29. Juni bis 6. Juli 2012 sei er krankgeschrieben gewesen. Im Juli
2012
habe er dann gro
sse Probleme gehabt, die Präsenz
zeit von drei (statt anfänglich zwei) Stunden einzuhalten (
vgl. Be
richt vom 31. Juli 2012,
Urk. 8/51).
3.
10
Die Ärzte des Stadtspitals
G._
, Chirurgische Klinik,
stellten am
27. August 2012
folgende Diagnosen mit Auswirkung
auf die Arbeitsfähigkeit (Urk.
8/55 S. 6):
Status nach Schulterinfekt rechts, Proprioni species, Streptococcus vi
r
idans mit/bei
m
assivsten Schulterschmerzen
rechts und weitgehend afunktion
al
er Schulter
Status nach Rotatorenmanschettenläsion (Supraspinatus rechts sowie Bizeps-Tendinopathie)
Status nach Schulterarthroskopie, Rotatorenmanschettennaht, Bizeps
tenotomie, vordere
r
Acromioplastik am 15. März 2010 (auswärts)
a
ktuell Partialruptur des Supraspinatus articularseiti
g
aktuell cuff capture subacromial
aktuell vernarbtes vorderes Kompartiment
Status nach sechs Monaten Antibiose mit Tavanic und Rimactan
Status nach Re-Schulterarthroskopie rechts, Bacteriologien, Lösung cuff capture, partielle Arthrolyse im vorderen Kompartiment am 3. August 2011
Status nach frustraner postoperativer Physiotherapie
Status nach Antibiotikumwechsel auf Dalacin und Rimactan
Status nach Abschluss der Antibiose
Die Re-Schulterarthroskopie und die Antibiose hätten kaum einen Erfolg ge
bracht. Angesichts des Fehlens guter Therapiealternativen sei der Behand
lungs
abschluss erfolgt. Die bisherige Tätigkeit sei dem Beschwerdeführer nicht mehr zumutbar (Urk. 8/55 S. 7). Seit
dem 10. Mai 2012
sei dieser
wieder in der Lage, vollzeitlich einer leidensangepassten Tätigkeit (ohne Arbeiten über Kopf, mit rechtsseitigem Heben und Tragen von Lasten höchstens von 1 kg und bis Brust
höhe, ohne Arbeiten auf Leitern oder Gerüsten) nachzugehen (Urk. 8/55 S. 4).
3.
11
Dr.
C._
stellte am 11. September 2012 nachstehende Diagnose mit Auswir
kung auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 8/56 S. 1):
Frozen S
houlder rechts, seit 19. Januar 2009
Schulterinfekt rechts 2011
Rotatorennaht (Operation) rechts 2010
Keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hätten folgende Diagnosen:
Hämorrhoiden
Hypertonie
Zervikalsyndrom, bestehend seit 2009
Rezidivierende Nierensteine beidseits, seit 1983
Fussschmerzen, Rückenschmerzen, seit 2010
Der Beschwerdeführer mache selbständig Übungen und nehme Schmerzmittel ein; ansonsten werde keine Behandlung mehr durchgeführt. Seit dem 6. August 2009 bestehe sowohl in der angestammten als auch in einer behinderungsange
passten Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (Urk. 8/56 S. 2 und S. 4).
3.
1
2
In seiner abschliessenden Stellungnahme vom 3. Oktober 2012 (Urk. 8/62 S. 11) hielt der RAD-Arzt Dr.
F._
fest, nach Kenntnisnahme der neuen medizinischen Berichte könne an der Arbeitsfähigkeit
sbeurteilung
vom 28. März 2012 (Urk. 8/62 S.
9) festgehalten werden.
3.1
3
Dr.
C._
gab am 31. Dezember 2012 an, der Beschwerdeführer könne seinen rechten Arm seit dem Unfall vom 19. Januar 2009 nicht mehr benutzen und daher auch nicht mehr arbeiten. Angesichts der dauernden 100%igen Arbeits
unfähigkeit sei ihm eine volle Invalidenrente zuzusprechen (Urk. 8/69).
3.1
4
Der Physiotherapeut
H._
diagnostizierte in seinem Verlaufsbericht vom 29. Januar 2013 (Urk. 3) einen Status nach SAS und RM-Naht
r
echts am 15. März 201
0.
Es bestünden folgende Hauptprobleme:
Frozen Shoulder Symptomatik
Eingeschränkte Beweglichkeit der rechten Schulter
Massive Schmerzsymptomatik
Deutliche Kraftminderung
Sensibilitätsprobleme im Bereich lateraler Oberarm rechts
Folgebeschwerden HWS, BWS bis thorakolumbaler Übergang (Kompen
sation/Ausweichmuster) mit Kopfschmerzen
Schwellung des rechten Arms
Infolge
der
Einschränkung
en
deutlich depressive Tendenzen
Die nach der Schulteroperation im Jahr 2010
durchgeführte
Physiotherapie sei im Mai 2012 wegen der damals begonnen beruflichen Wiedereingliederung
beendet
worden
(Urk. 3 S. 1). Bei Behandlungsabschluss habe der Beschwerde
führer nach wie vor starke Schmerzen in der Schulter gehabt, und die Beweg
lichkeit sei erheblich eingeschränkt gewesen. Zudem sei der Arm deutlich gestaut und geschwollen gewesen, und am lateralen Oberarm hätten Empfin
dungsstörungen bestanden. Kompensatorisch seien danach auch Beschwerden im thorakolumbalen Bereich und in der Nackenmuskulatur aufgetreten. Der Beschwerdeführer habe langsam die Motivation und den Willen verloren, da ihm von verschiedener Seite vorgeworfen worden sei, zu simulieren. Als Folge seien gegen Ende der Therapie leicht depressive Tendenzen feststellbar gewesen. Im Rahmen der Physiotherapie habe sich der Beschwerdeführer sehr kooperativ gezeigt; es sei davon auszugehen, dass die Schmerzen real und nicht nur simu
liert seien (Urk. 3 S. 2).
3.1
5
Gestützt auf die Ergebnisse ihrer ambulanten Untersuchung vom 7. Juli 2014 stellten die Ärzte der Uniklinik
A._
, Orthopädie, in ihrem Bericht vom 8. Juli 2014 folgende Diagnosen (Urk. 14 S. 1):
Verdacht auf persistierende Infektion mit/bei
Status nach Schulterinfekt rechts (Propioni Species, Strepto
c
o
cc
us viridans) mit/bei
Schulterarthroskopie rechts, Bakteriologie, Lösung Cuff Kuchar, parti
elle Arthrolyse im vorderen Kompartiment am 3. August 2011
Status nach Schulterarthroskopie, Rotatorenmanschettennaht,
Bizeps
tenotomie, vorderer Akromioplastik am 15. März 2010
Status nach sechsmonatiger Antibiose, August 2011 bis Februar 2012, mit Tavanic und Rimactan
Es bestehe eine hochgradig afunktionelle Schulter mit massiven Dauerschmer
zen in Ruhe. Der Verdacht auf eine persistierende Infektion sei sicherlich noch gegeben.
Es seien daher eine Schulterpunktion und ein erneutes Arthro-MRI vorgesehen. Die Indikation für eine weitere Revision sei mit äusserster Vorsicht zu stellen, da ungewiss sei, ob dadurch eine substanzielle Verbesserung der Gesamtsituation erreicht werden könne (Urk. 14 S. 2).
4.
4.1
Aus den zitierten medizinischen Berichten geht übereinstimmend hervor, dass der Beschwerdeführer infolge des Unfalls vom 19. Januar 2009 an – sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirkenden – somatischen Beschwerden leidet. Zwar wies der von 2010 bis 2012 behandelnde Physiotherapeut auf
das zusätzliche
Vorhan
densein
„depressiver
Tendenzen“ hin
(vgl. Bericht vom 29. Januar 2013, Urk. 3)
,
eine psychische Störung
mit
Krankheitswert ist mangels entsprechender An
haltspunkte in den medizinischen und auch den weiteren Akten indes nicht an
zunehmen.
Auch
auf
ein
en
nebst
den Unfallfolgen bestehende
n
, das Leis
tungs
vermögen beeinträchtigenden
Gesundheitsschaden
gibt es in den Arztbe
richten keinen Hinweis
.
Bei den
vom Beschwerdeführer
diesbezüglich ange
führten Beschwerden (praktische Gebrauchsunfähigkeit des rechten Arms, Zervikalsyn
drom, generalisierte Rückenschmerzen, Empfindungsstörungen und Schmerzen im linken Bein [Urk. 1 S. 3]) handelt es sich
, abgesehen von den in keinem Arztbericht dokumentierten Beinbeschwerden,
durchwegs um (Spät-)Folgen des am 19. Januar 2009 erlittenen Sturzes, welche
, soweit sie sich auf die Arbeitsfä
higkeit auswirken,
im Rahmen der Beurteilung des Rentenanspruchs von der SUVA (und in der Folge auch von der IV-Stelle) vollumfänglich berücksichtigt wurden (
vgl. hiezu insbesondere Berichte des
SUVA-
Kreisarztes Dr.
D._
vom 5. April 2011 [Urk. 8/26 S. 31-38] und
vom 16. März 2012 [Urk. 8/31
S. 7
19
];
betreffend die Leistungspflicht des Unfallversicherers für Spätfolgen vgl. BGE 118 V 293 E. 2c in fine).
4.2
Was die Auswirkungen der rechtsseitigen Schulterverletzung beziehungsweise der damit im Zusammenhang stehenden Beschwerden auf die Arbeitsfähigkeit anbelangt,
ist gestützt auf die – auf den Ergebnissen dreier fundierter Untersu
chungen beruhende und in Kenntnis der Akten ergangene – überzeugende Be
urteilung des SUVA-Kreisarztes Dr.
D._
(Urk. 8/26
S. 37,
Urk. 8/31 S. 16 f.
)
sowie
die – damit übereinstimmende
n
– Einschätzung
en
des RAD-Arztes Dr.
F._
(Urk. 8/62 S. 7-9 und S. 11)
und der Ärzte des Stadtspitals
G._
(Urk. 8/55 S. 4)
davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer
nach einer vorübergehenden 100%igen Arbeitsunfähigkeit mittlerweile
wieder in der Lage ist,
vollzeitlich
einer leidensangepassten Tätigkeit nachzugehen. Daran vermö
gen die vom 11. September 2012 (Urk. 8/56) und vom 31. Dezember 2012 (Urk. 8/69)
datierenden Berichte
des Hausarztes Dr.
C._
, der dem Beschwer
de
führer – unter Hinweis darauf, dass dieser den rechten Arm seit dem fragli
chen Unfall nicht mehr benutzen und daher auch nicht mehr arbeiten könne - eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in jeglicher Tätigkeit attestierte, nichts zu ändern. Einerseits geht aus den weiteren Akten einhellig hervor, dass der Be
schwerdeführer (der
jedenfalls im September 2011 noch regelmässig
ein Auto lenkt
e
[Urk. 8/27 S.
7-10
]) aufgrund der objektivierbaren Befunde
grundsätzlich
durchaus in der Lage ist, seinen rechten Arm und seine rechte Hand einzusetzen und dies – angesichts
der Muskulatur in diesem Bereich, des Fehlens von Haut
problemen und der normalen Beweglichkeit sowohl von Ellbogen als auch Handgelenk (Urk. 8/31 S. 16 ff.)
– im Alltag wohl auch tu
t
.
Andererseits
wäre
selbst eine
funktionelle Einarmigkeit
kein Grund für eine
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in qu
antitativer Hinsicht
.
Rechtsprechungsgemäss ist nämlich davon auszugehen,
dass der ausgeglichene Arbeitsmarkt für Personen, welche funktionell als Einarmige zu betrachten sind
, selbst wenn sie überdies
nur noch leichte Arbeiten verrichten können, genügend realistische Betätigungsmöglich
keiten bietet. Zu denken ist etwa an einfache Überwachungs-, Prüf- und Kon
trolltätigkeiten sowie an die Bedienung und Überwachung von (halb-) automa
tischen Maschinen oder Produktionseinheiten, die nicht den Einsatz beider Arme und beider Hände voraussetzen (vgl. Urteil
des Bundesgerichts
8C_100/2012 vom 29. März 2012 E. 3.4
mit Hinweisen).
Da auch Schmerzen an sich noch kein Grund sind
für eine Arbeitsunfähigkeit (Urk. 1 S. 3), ging die IV
Stelle zu Recht davon aus, dass de
m
Beschwerdeführer
- nach einer stufen
wei
sen Leistungssteigerung während drei Monaten -
eine leidensangepasste Tätig
keit
ab 16. Juni 2012
wieder vollzeitlich zumutbar sei (Urk. 2
/1-2
).
Eine
allfäl
lige
(
noch vor Erlass der angefochtenen Verfügungen vom
13. März 2013 [
Urk. 2/1-2
]
; zur zeitlichen Grenze der Überprüfungsbefugnis vgl. BGE 130
V 445
E. 1.2 mit Hinweisen)
eingetretene erneute Infektion (Urk. 14) würde
sich - wenn überhaupt - jedenfalls nur kurzzeitig auf die Arbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit auswirken
; für die
Zumutbarkeitsbeurteilung
ist diese – bei un
ver
änderten Befunden
und weiterhin geklagten massiven rechtsseitigen Schul
terschmerzen
– am 8. Juli 2014 von den Ärzten der Uniklinik
A._
erhobene Verdachtsdiagnose
daher
vorliegend
nicht von Bedeutung.
4.3
Nach dem Unfall vom 19. Januar 20
09
unterzog sich der Beschwerdeführer im Laufe der Zeit zweimal einer Schulterarthroskopie
und – wegen eines Schulter
infekts –
von August 2011 bis Februar 2012 einer
antibiotischen Behandlung
(vgl. Urk. 14 S. 1)
. Für die Dauer dieses Heilbehandlungsprozesses
, während dessen noch mit einer wesentlichen Verbesserung des Gesundheitszustandes zu rechnen war und die SUVA Taggelder ausrichtete,
ist demnach
von einer
100%
igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen.
Dass die
IV-Stelle unter Berücksich
tigung der am 14. Oktober 2009 erfolgten Anmeldung (Urk. 8/6) mit Wirkung ab 1. April 2010
(vgl. Art. 29 Abs. 1 IVG)
eine auf einem Invaliditätsgrad von
100 % basierende ganze Rente zu
sprach, ist daher nicht zu beanstanden
.
Nach
dem spätestens ab Mitte März 2012 von einem stabilen Gesundheitszustand auszugehen war
(vgl. etwa Urk. 8/31 S. 5, Urk. 8/62 S. 9)
, richtete die IV-Stelle dem Beschwerdeführer w
ährend der beruflichen Eingliederung in der
Y._
vom 21. Mai bis 19. August 2012 Taggelder aus, weshalb für diesen Zeitraum kein Rentenanspruch besteht (vgl. Art.
43
Abs. 2 IVG).
Im Zeitpunkt des Abschlusses der beruflichen Massnahme bestand wieder eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit (Urk.
8/62 S.
9 und S. 11, Urk. 8/26 S. 37, Urk. 8/31 S. 18, Urk. 8/55 S. 4
).
Bei der Ermittlung des Invali
ditätsgrades
für die Zeit
nach Wiedererlangen der vollen Arbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit
ging die IV-Stelle gestützt auf d
en
vor Eintritt des Gesundheitsschadens zuletzt
erzielten Lohn
(Urk.
8/11 S. 1
)
und unter Berück
sichtigung der bis 2012 eingetretenen Nominallohnentwicklung von einem Valideneinkommen von Fr. 62‘138.
--
aus
(Urk. 2/1 S. 4).
Bei der Berechnung des Invalideneinkommens von Fr.
56‘155.--
stellte sie auf d
ie Tabellenlöhne
der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE)
,
Zentralwert für mit einfachen und repetitiven Aufgaben
(
Anforderungsniveau 4
)
beschäftigte Männer
,
ab und gelangte so – unter Gewährung eines (
angesichts der bestehenden Einschrän
kungen
[Urk. 8/62 S. 9]
als
angemessen
erscheinenden) leidensbedingten Abzugs von 10 % - zu einem
10
%
igen und damit rentenausschliessenden Inva
liditätsgrad
.
Die Befristung der Rente ist demnach grundsätzlich zu Recht erfolgt.
4.4
Die Beschwerde ist demnach abzuweisen.
5.
Gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen abweichend von Art. 61 lit. a ATSG vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streit
wert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Entsprechend dem
Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten in Höhe von Fr.
8
00.-- dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.