Decision ID: 3f2d1360-46c3-45cc-b78b-17e6ae1dea3b
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1967, war von Oktober 2009 bis Januar 2012 zu
60 % als Hilfsköchin/Reinigerin im Restaurant
Y._
tätig, wo
bei der
letzte Arbeitstag am 20. Januar 2012 war (Urk. 5/9/8-9)
.
Unter Hin
weis auf
eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren meldete sich
die Versicherte
am 21. Februar 2013 bei der Invali
denversicherung zum
Leistungsbezug an (Urk.
5
/8). Die
Sozialver
sicherungs
anstalt
des Kantons Zürich,
IV-Stelle, klärte die medizinische und er
werbliche Situation ab, zog Akten der
Krankentaggeldversicherung bei (Urk.
5
/16-17, Urk.
5
/24, Urk.
5
/30) und holte bei
der
Z._ AG
ein
poly
dis
ziplinäres
Gutachten ein, das am 30. Juni 2014 erstattet wurde (Urk. 5/34).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Urk.
5
/36-46) verneinte die IV-Stelle
mit Verfügung vom 5. Januar 2015 einen Rentenanspruch der Versi
cher
ten (Urk. 5/47).
1.2
Die von der Versicherten dagegen
am
29. Januar 2015 erhobene
Beschwerde
(
Urk.
5/51/3-8)
wurde vom hiesigen Gericht im Verfahren IV.2015.00124 mit Urteil vom 1
3.
Mai 2015 in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochte
ne
Verfügung aufgehoben und die
Sache
an die IV-Stelle zurückgewiesen wurde
, damit diese nach erfolgter Abklärung neu verfüge (
Urk.
5/53).
1.3
Die IV-Stelle klärte in der Folge die medizinische und er
werbliche Situation erneut ab,
führte eine Abklärung der beeinträchtigen Arbeitsfähigkeit in Be
ruf und Haushalt bei der Versicherten zu Hause durch (Urk. 5/76)
und holte bei
der
A._
AG
ein
poly
dis
ziplinäres
Gutachten ein
, das am 1
8.
April 2016
erstattet wurde (Urk. 5
/72
).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Urk.
5
/
78-87
) verneinte die IV-Stelle
mit
Verfügung vom 2
4.
Oktober 2016
einen Rentenanspruch der Versi
cher
ten (Urk. 5
/88 =
Urk.
2
).
2.
Die Versicherte erhob am
15. November 2016
Beschwerde (
Urk.
1)
gegen die Verfü
gung vom 24. Oktober 2016 (Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzu
heben und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, ihr eine ganze Rente zuzusprechen, even
tuell seien die Akten an die Beschwerdegegnerin zurück
zuweisen zu einer erneuten Prüfung des Anspruchs (S. 2).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 9.
Januar
201
7
(Urk.
4
) die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde der Beschwerdeführerin am
12
.
Janu
ar 2017
zur Kenntnis gebracht (Urk.
6
).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze
oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den All
g
emeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge
sundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver
bleibende
ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung
des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliess
lich die Folgen der ge
sund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er
werbsunfähigkeit liegt
zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu be
tätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1.3
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise
wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von
Art.
4
Abs.
1
IVG in Verbindung mit
Art.
8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich
nicht als rele
vant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die ver
sicherte Person
bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leis
tungsfähigkeit zu ver
werten, abwenden könnte; das Mass des
Forderba
ren
wird dabei weitgehend ob
jektiv bestimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem
Umfang die Ausübung
einer Erwerbstätigkeit auf dem ausgegliche
nen Arbeits
markt mit der psychi
schen
Beeinträchtigung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur soweit zu einer Erwerbsunfä
higkeit (
Art.
7 ATSG), als angenommen werden
kann, die Verwertung der Ar
beitsfähigkeit (
Art.
6 ATSG) sei der versicherten Per
son
sozial-praktisch nicht mehr zu
mut
bar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
1
.4
Gemäss der mit BGE 130 V 352 begründeten und seither stetig weiter ent
wickelten Rechtsprechung vermochten eine fachärztlich (psychiatrisch) diag
nos
tizierte
somatoforme
Schmerzstörung und vergleichbare psychosoma
tische
Leiden (BGE 140 V 8 E. 2.2.1.3) in der Regel keine lang dauernde, zu einer Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG führende Arbeitsunfähigkeit zu bewirken. Vielmehr bestand die Vermutung, dass solche Beschwerdebilder oder ihre Folgen mit einer zumutbaren Willensanstrengung überwindbar seien und nur bestimmte Umstände, welche die Schmerzbewältigung intensiv und konstant behindern, den Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess unzumut
bar machten, weil die versicherte Person alsdann nicht über die für den Um
gang mit den Schmerzen notwendigen Ressourcen verfügt (zur Entstehungs
geschichte dieser Praxis: BGE 135 V 201 E.
7.1.2;
Urteil des Bundesgerichtes 9C_739/2014 vom 30. November 2015 E. 2.1
).
Ob ein solcher Ausnahmefall vorlag, entschied sich im Einzelfall anhand verschiedener Kriterien (so ge
nannte „Foerster-Kriterien“, vgl. BGE 130 V 352, BGE 131 V 39 E. 1.2, BGE 139 V 547 E. 3.2.3).
Mit BGE 141 V 281 hat das Bundesgericht die Überwindbarkeitsvermutung aufgegeben und das bisherige Regel-/Ausnahme-Modell durch
einen struktu
rierten normativen
Prüfungsraster ersetzt. In dessen Rahmen wird im Regel
fall anhand von auf den funktionellen Schweregrad bezogenen
Standardindi
ka
toren
das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen ergebnisoffen und
sym
metrisch beurteilt, indem gleichermassen den äusseren
Belastungsfak
toren
wie den vorhandenen Ressourcen Rechnung getragen wird (BGE 141 V 574 E. 4.2 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 9C_534/2015 vom 1. März 2016 E. 2.2 mit Hinweisen). Die Anerkennung eines rentenbegründenden
Inva
liditätsgrades
ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der
medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzel
fall
anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumin
dest
) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es daran, hat die Folgen der Beweislosigkeit nach wie vor die materiell beweisbelastete versicherte Person zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; BGE 141 V 547 E. 2; Urteil des Bundesgerichts 8C_28/2016 vom 15. April 2016 E. 3.2).
Die Durchführung eines strukturierten Beweisverfahrens nach dem darge
leg
ten Prüfungsraster erübrigt sich rechtsprechungsgemäss, wenn
Ausschluss
gründe
vorliegen, etwa wenn die Leistungseinschränkung überwiegend auf Aggravation oder einer ähnlichen Erscheinung beruht, welche die Annahme einer gesundheitlichen Beeinträchtigung von vornherein ausschliessen (BGE 141 V 281 E. 2.2; vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_549/2015 vom 29. Janu
ar 2016 E. 4.1 und 9C_899/2014 vom 29. Juni 2015 E. 4).
Für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei Vorliegen einer anhaltenden
somatoformen
Schmerzstörung
oder eines damit vergleichbaren psychoso
ma
tischen Leidens (BGE 141 V 281 E. 4.2)
sind Indikatoren beachtlich, die das Bundesgericht wie folgt systematisiert hat
(
BGE 141 V 281 E. 4.3.1):
Kategorie „funktioneller Schweregrad"
Komplex „Gesundheitsschädigung"
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder –
resistenz
Komorbiditäten
Komplex „Persönlichkeit" (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res
sourcen)
Komplex „Sozialer Kontext"
Kategorie „Konsistenz" (Gesichtspunkte des Verhaltens)
gleichmässige Einschränkung des
Aktivitätenniveaus
in allen ver
gleich
baren Lebensbereichen
behandlungs- und eingliederung
sanamnestisch ausgewiesener
Lei
dens
druck
Diese
Standardindikatoren erlauben - unter Berücksichtigung
leistungs
hin
dernder
äusserer
Belastungsfaktoren einerseits und
Kompensations
poten
zia
len
(Ressourcen) anderseits - das tatsächlich erreichbare Leistungs
ver
mögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 3.4-3.6 und E. 4.1; Urteil des Bundes
ge
richts 9C_534/2015 vom 1. März 2016 E. 2.2.1).
Beweisrechtlich entscheidend ist der Aspekt der Kon
sistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4):
Der Indikator einer
gleichmässigen
Einschränkung des Aktivitäts
nive
aus in allen vergleichbaren Lebensbereichen zielt auf die Frage ab, ob die diskutierte Einschränkung in Beruf und Erwerb (bzw. bei Nichterwerbstätigen im Aufgabenbereich) einerseits und in den sonstigen Lebensbereichen (z.B. Freizeitgestaltung) anderseits gleich ausgeprägt ist. Dabei ist das bisherige
Kriterium des sozialen Rückzugs (wiederum) so zu fassen, dass neben Hin
weisen auf Einschränkungen auch Ressourcen erschlossen werden; umge
kehrt
kann ein krankheitsbedingter Rückzug aber auch Ressourcen zusätzlich ver
mindern. Soweit
erhebbar
, empfiehlt sich auch ein Vergleich mit dem Niveau sozialer Aktivität vor Eintritt der Gesundheitsschädigung. Das
Aktivitäts
niveau
der versicherten Person ist stets im Verhältnis zur geltend gemachten Arbeitsunfähigkeit zu sehen (BGE 141 V 281 E. 4.4.1; vgl. Urteil des Bundes
gerichts 9C_296/2016 vom 29. Juni 2016 E. 4.1.1).
Die Inanspruchnahme von therapeutischen Optionen, das
heisst
das
Ausmass
, in welchem Behandlungen wahrgenommen oder eben vernachlässigt werden, weist (ergänzend zum Gesichtspunkt Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz unter dem Komplex "Gesundheitsschädigung") auf den tat
säch
lichen Leidensdruck hin. Dies gilt allerdings nur, solange das betreffende Verhalten nicht durch das laufende Versicherungsverfahren beeinflusst ist. Nicht auf fehlenden Leidensdruck zu
schliessen
ist, wenn die Nichtinan
spruch
nahme einer empfohlenen und zugänglichen Therapie oder die schlecht
e Compliance klarerweise auf eine (unabwendbare) Unfähigkeit zur
Krankheits
einsicht
zurückzuführen ist. In ähnlicher Weise zu berücksichtigen ist das Verhalten der versicherten Person im Rahmen der beruflichen (Selbst-) Ein
glie
derung. Inkonsistentes Verhalten ist auch hier ein Indiz dafür, die geltend gemachte Einschränkung sei anders begründet als durch eine versicherte
Gesundheitsbeeinträchtigung (BGE 141 V 281 E. 4.4.2; vgl. Urteil des Bun
des
gerichts 9C_296/20
16 vom 29. Juni 2016 E. 4.1.2).
1.5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medi
zinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in ihrer Verfügung vom
24
.
Oktober 2016
(Urk
. 2) gestützt auf ihre Abklärungen, insbesondere das
A._
-Gut
achten
sowie die Abklärung vor Ort,
davon aus,
dass die Beschwerdeführerin als zu 73
%
erwerbstätig und zu 27
%
im Haushalt tätig zu qualifizieren
sei
.
Im Haushalt sei sie aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen
zu
6.3
%
eingeschränkt. Gemäss der medizinischen Beurteilung bestehe seit min
destens Ende 2012 wieder eine 80%ige Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit als Hilfsköchin/Reinigerin bei vollschichtigem Pensum
. Demnach liege der Invaliditätsgrad unter 40
%
, weshalb kein Rentenanspruch bestehe (S. 2).
2.2
Die Beschwerdeführerin stellte sich
demgegenüber auf den Standpunkt (Urk. 1),
dass sie seit Januar 2012 nicht mehr berufstätig sei. Zunächst sei sie
wegen so
matischen Leiden, dann ab Januar 2013 aus psychischen Gründen z
u
100 % ar
beitsunfähig erklärt worden (S. 2). Die im Auftrag einer privaten Ve
r
sicherung durchgeführte Begutachtung durch Dr.
B._
bestätige die Befunde der behandelnden Psychiaterin (S. 3).
Sowohl d
as
Z._
-Gut
ach
ten
wie auch das Gutachten der
A._
kämen hingegen
zu einem diametral entgegengesetzten Schluss
(S. 5 f.)
.
Es sei auf die Berichte der be
handelnden
Fachärztin und das Gutachten von Dr.
B._
abzustellen (S.
6
).
Ausser
dem
sei die Anwendung der gemischten Methode bei der Beur
teilung des Leistungsanspruches diskriminierend. Für die Bestimmung des IV-Grades sei von ihrer Arbeitsunfähigkeit als Erwerbstätige auszugehen (S. 6).
2.3
Strittig und zu prüfen ist, ob und in welchem Ausmass die Beschwerdeführe
rin
in der Arbeitsfähigkeit eingeschränkt ist beziehungsweise ob ein Anspruch auf ein
e Invalidenrente besteht.
3.
Im Rückweisungsurteil des hiesigen Gerichts vom 13. Mai 2015 (Urk. 5/53) wurden die bislang ergangenen medizinischen Berichte und Gutachten als nicht genügend beweiswertig beurteilt, weshalb auf eine erneute Wiedergabe verzichtet werden kann.
Es
wurde unter anderem ausgeführt,
dass
das Gutachten von Dr.
med.
B._
, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie
(
Urk.
5/
30
)
,
und das
Z._
-Gutachten (
Urk. 5/34
) erheb
lich voneinander
divergieren würden
und bezüglich der Diagnosen und der Arbeits
fähig
keit zu wesentlich anderen Beurteilungen
kämen
, obwohl die Begut
achtungen der Be
schwerdeführerin lediglich wenige Wochen auseinander l
ä
gen.
Aus dem Gutachten von
Dr.
B._
gehe nicht klar hervor,
gestützt auf welche Befunde sie die Diagnose einer komple
xen post
traumatischen
Belastungs
störung
ableite
, zumal sie keine weiteren Ausführungen zu den Kriterien
gemäss
ICD-10 F43.1 gemacht habe.
Ebenso wenig
habe
Dr.
B._
die typischen
und zur Klassifizierung notwendi
ge
n
Merk
male
genannt
.
Auch a
us den übrigen Akten
gehe
nicht klar hervor, wie die Diag
no
se der posttrau
ma
tischen Belastungsstörung
zustande
gekom
men sei
,
zumal d
ie Schilderungen
bezüglich der Diagnose einer post
trauma
tischen
Belastungsstörung
insgesamt eher unbestimmt
geblieben seien
.
Die
Z._
-Gutachter hätten sodann, trotz ihrer abweichenden Meinung zum Gesundheitszustand und zur Arbeitsfähig
keit der Beschwerdeführerin in kei
ner Weise Bezug zu den Ausfüh
rungen und Beurteilungen der behandelnden Psychiaterin Dr.
C._
und dem
Gut
achten von Dr.
B._
genommen
, was angesichts des Umstandes, dass ihnen de
ren
Berichte bekannt gewesen seien, zu erwarten gewesen wäre.
Nachvollziehbare und begründete Ausfüh
rungen zur abweichenden Einschätz
ung habe der psychiatrische Gutachter
nicht
gemacht, was
den Beweiswert des
Z._
-Gutachtens entscheidend her
ab
gesetzt habe
.
Die
genannte, nicht schlüssige und sich widersprechende medizinische Akten
lage
habe
nach dem Gesagten keine verläss
liche Beurteilung der Arbeits
fä
hig
keit der Beschwerdeführerin sowohl in einer leidensangepassten Tätigkeit als auch in der angestammten Tätigkeit
erlaubt, weshalb
eine
Gesamtbe
trach
tung
des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit der Beschwer
de
führerin ins
besondere aus psychiatrischer Sicht, welche die aktuellen Ein
schränkungen der Beschwerdeführerin
berücksichtige, erforderlich sei
.
Dabei
werde
auch die
Qualifikation der Beschwerdeführerin als Voll- oder Teiler
werbstätige zu prüfen und festzulegen sein
(vgl. E. 4 des Urteils)
.
4.
4.1
Die Ärzte der
A._
AG erstatteten ihr polydisziplinäres Gutachten am 1
8.
April 2016 (
Urk.
5/72) gestützt auf die Akten sowie die Untersuchungen in den Fachrichtungen Rheumatologie, Psychiatrie, Allgemeine Innere Medi
zin und Neurologie.
Sie nannten folgende Diagnosen mit Einschränkung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit (S. 82
Ziff.
8.1.1):
c
hronifiziertes
Ganzkörperschmerzsyndrom
Cervicobrachialgie
links
Segmentdegeneration C5/6 mit
Osteochondrose
,
Unkoverte
bral
spondylose
und
Diskusprotrusion
C5/6 ohne
Neuro
kompression
c
ervicogener
Schwindel und teils
cervicogene
Kopfschmerzen
p
seudolumboradikuläres
Syndrom rechts
Diskushernie L5/S1 mit Kompression S1 rechts
rezessal
und
Deviation S2 rechts im Duralsack (MRI LWS 2
7.
Januar
2012)
Sakralblock mit
Kenacort
80 mg
1.
Februar
2012
e
pidurale
Infiltration L4/5 mit
Kenacort
80 mg 0
6.
März
2012
Mikrodiskektomie L5/S1 von rechts,
Sequesterentfernung
/
Neurolyse
S
1 links
4.
Mai
2012 bei
lumboradikulärem
Reiz-
und sensorischem Ausfallsyndrom S1 rechts
Narbige Veränderungen
epidural
und Diskushernie L4/5 ohne
Neurokompression (MRI 2
4.
September
2012)
Osteochondrose
und
Spondylarthrose
L5/S1 ohne
Neurokompression (MRI 2
3.
September
2015)
Parästhesie L5/S1 rechts
m
uskuläre
Dekonditionierung
Schmerzausweitung
r
ezidivierende depressive Störungen, gegenwärtig leichte depressive Episode (
ICD-10
F33.0)
a
nhaltende
somatoforme
Schmerzstörung (
ICD-10
F45.4)
Als Diagnosen ohne wesentliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit nannten sie die folgenden (S. 82
Ziff.
8.1.2):
l
inksbetontes
costoclavikuläres
Irritationssyndrom Plexus
brachialis
chronischer Spannungskopfschmerz und Verdacht auf
Medikamenten
übergebrauchsk
opfschmerz
g
astrooesophageale
Refluxkrankheit
(E
rstdiagnose
Februar 2012
)
a
xiale
Hiatushernie
erosive
Antrumgastritis
leichte Reflux-
Oesophagitis
Grad l
unklare Leukozytose
, kontrollbedürftig
Übergewicht (BMI 27.2 kg/m2)
Nikotinkonsum
aktenanamnestisch dreimonatliche
parenterale Eisensubstitutionen
bei
Hypermenorrhoe
Die Gutachter führten aus,
dass
sich
im
all
gemeinen
internistischen Status
ein
Übergewicht der
49jährigen
Beschwerdeführerin
(BMI 27.2 kg/m2)
ge
zeigt
habe
. Vorgängig
sei
eine
gastroösophageale
Refluxkrankheit
bekannt gewe
se
n.
Im Labor
sei
eine ätiologisch unklare Leukozytose
bei normaler
Blutsen
kungs
reaktion
und normalem CRP
aufgefallen
. Bei
aktenanamnes
tisch
drei
m
o
natlich durchgeführten
parente
rale
n
Eisensubstitutionsbehand
lungen
bei
Hypermenorrhoe
seien
aktuell ein normales Hämoglobin und eine normale
Erythrozytenzahl
nachgewiesen
worden
(S.
86 oben)
.
Im rheumatol
ogischen Status
habe die Beschwerdeführerin
panvertebrale
Druck
dolenzen
, weiter aber auch diffuse
Druckdolenzen
im Bereich der ganzen linken Kopf- und Gesichtshälfte, in der dorsalen Schultergürtelregion links, diffus im ganzen linken Arm sowie am medialen Beckenkamm links
beklagt
. Die
mult
ilokulären
Druckdolenzen
hätten
nicht auf
myotendinoti
sche
Strukturen eingegrenzt werden
können
. Die von der
Beschwerdeführerin
geschilderten diffusen Sensibilitätsstörungen im rechten Bein
hätten
nicht einem Nervensegment oder dem Ausbreit
ungsgebiet eines peripheren Ner
v
s zugeordnet werden
können
. Es
hätten
sich keine Hinweise für ei
ne
radi
kuläre
Reiz- oder motori
sche
Ausfallsymptomatik
gezeigt. Es habe
eine Dis
krepanz
zwisc
hen den von der Versicherten ge
schilderten, subjektiv invali
disie
ren
de
n
muskuloskelettalen
Beschwerden mit
multilokulären
Druckdolen
zen
und den objektivierbaren pathologischen klinischen Befunden
bestanden
. Es
hätten
sich auch Hinweise für ein nicht organisches Krankheitsverhalten
gezeigt
. D
ie vorgängig und aktuell nachge
wiesenen degenerativen Verän
derungen
(Segmentdegenerat
ionen C5/6 und L5/S1) hätten
die geschilderten Beschwer
den
der
Beschwerdeführerin
höchstens teilweise zu erklären
verm
o
cht
. Die Selbsteins
chätzung der körperlichen Leistungsfähigkeit
sei
nicht mit der Aus
führung einer Berufstätigkeit vereinbar
gewesen
,
habe
aber aus rheumato
logischer Sicht nicht mit den objektivierbaren pathologischen kli
nischen und radiologischen Befunden erklärt werden
können
(S. 86 Mitte)
.
Aus neurologischer Sicht
seien
die linksseitigen
Cervicobrachialgien
und
lum
boischialgiformen
Beschwerden als
pseudoradikulär
interpretiert
worden
. Es
hätten
sich aus neurologischer Sicht keine
radikulären
Reiz- oder senso
motorischen Ausfallsymptome
gezeigt
. Die von der
Beschwerdeführerin
geschilderten Schwindelzustände
seien
als überwiegend wahrscheinlich
cervi
cogen
interpretiert worden
. Weiter
hätten
sich Hinweise für das Vor
liegen eines linksbetonten
costoclavikulären
Irritationssyndroms des Plexus
brachi
alis
gezeigt
. Als weitere Diagnose
sei
ein
chronischer Spannungs
kopf
schmer
z mit Verdacht auf
Ü
berlagerung durch einen
Medikamentenüberge
brauchs-Kopfschmerz
aufgeführt worden
(S. 86 unten)
.
Aus somatischer Sicht s
eien
die früher attestierten 100%igen Arbeitsunfähig
keiten vom
4.
November
2011 bis 2
2.
November 2011 sowie vom
3.
Mai
2012
bis 1
2.
August
2012 und die 50%ige
Arbeitsunfahigkeit
vom 1
3.
August
201
2 bis 2
3.
Dezember
2012 nachvollziehbar. Die durch den behandelnden Haus
arzt attestierte dauerhafte 100%ige
Arbeitsunfähigkeit lasse
sich aus soma
tischer Sicht nicht begründen. Bei
vollschichtigem Arbeitspensum könne
eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit aus somatischer Sicht von höchstens 20% begründet werden, bedingt durch verm
ehrte und über das
betriebs
üb
lic
he
Mass hinausgehende Pausen. Langdauernde Tätigkeiten über Kopfhöhe
sollten aufgrund des
costoclavikulären
Irritationssyndroms ver
mieden werden.
Die Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit von 20% bei
voll
s
chichtigem
Arbeits
pen
sum
bestehe
aus somatischer Sicht sowohl in den zu
letzt ausgeführten Tätigkeiten als auch in anderen körperlichen l
eichten bis gelegentlich mittel
schweren, wechselbelastenden beruflichen Tätigkeiten ohne l
angdauernde Arbeiten mit den Ar
men über Kopfhöhe. Es könn
t
en aus somatischer Sicht auch keine Therapien empfohlen werden, von welchen eine wesentliche Ver
besserung der
Arbeitsfähigkeit zu erwarten
wären
. Bezüglich des
costoclavi
kulären
Irritationssyn
droms des Plexus
brachialis
seien physi
otherapeutische Mass
nahmen zu empfehlen.
Cos
toclavikuläre
Engpasssyn
drome
w
i
e
sen eine
gute Therapierbarkeit durch Physiotherapie auf. Aus neurologischer Sicht w
erde
eine Neuordnung der Schmerztherapie insbeson
dere auch im Hinblick auf die chronischen Kopfschm
erzen empfohlen. Aus internisti
scher Sicht
sei
die festge
stellte Leukozytose kontrollbedü
rftig.
Zu
dem werde
aus allgemein-internistischer Sicht eine Nikotinabstinenz emp
fohlen. Aufgrund der bereits deutlich feststellbaren
Chronifizierungszeichen
sei
aus somatischer Sicht mit einer ungünstigen Prognose zu rechnen
(S. 86 f.)
.
Aus psychiatrischer Sicht werde
aufgrund der rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig leichte depressive Episode, und der anhaltenden
so
ma
toformen
Schmerzstörung eine Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin von
20% attestiert. Retrospektiv k
önne
a
us psychiatrischer Sicht von ei
ner
Ar
beits
unfähigkeit zwischen 0 und 20% ab mind
estens Juni 2012
ausgegan
gen werden (ausgenommen stationäre b
eziehungsweise
teilstationäre
Be
hand
lungs
phasen
).
Aus psychiatrischer Sicht werde
eine Motivation der Ver
sicher
ten für
eine berufliche Wiedereingliede
rung em
pfohlen (S. 87).
Hinsichtlich d
er Diskussion bezüglich der frü
her
gestellten psychiatrischen Diagnosen und der früheren Einschätzungen der
Arbeitsfähigkeit aus psy
chia
trischer Sicht
führte der psychiatrische Gutachter
Folgendes
aus
:
D
ie
Aus
sage
im Bericht
der behandelnden Therapeutin
Dr.
C._
vom April 2013
, wonach sich sämtliche Di
agnosen schleichend nach dem erlittenen Trauma durch die Ermordung des Bruders akzentuiert hätten, könne einerseits nach
vollzogen werden, da ein solches Ereignis (Mord) sicherlich einen gravie
renden Einschnitt in einem Le
ben darstelle könne. Andererseits seien die für die posttraumatische
Belas
tungsstörung
relevanten Zeitkriterien nach ICD-10 nicht erfüllt.
Weiter werde eine
postpartale
Depression nach der Geburt der Tochter 2007 und eine fol
gende Therapie beschrieben. Die Ermordung der Therapeutin werde als kurz nach der Therapie angegeben. Diese zeitliche Angabe stehe im Widerspruch zu anderen Angaben. Die Beschwerdeführerin gebe an, rund 8 Monate in Be
handlung bei der Therapeutin gewesen zu sein. Danach sei in Abschluss der Behandlung erfolgt. Die Therapeutin sei gemäss
verschiedenen Angaben zirka Ende 2010 ermordet worden. Dazwischen habe gemäss der Beschwer
deführerin kein Kontakt mehr bestanden.
Im Zuge der Ermittlungen der Poli
zei sei die Beschwerdeführerin dann befragt worden, was sie als damals be
lastende Situation beschrieben habe. Eine depressive Symptomatik werde als mittelgradig angegeben. Warum die Tätigkeit als Küchenhilfe nicht mehr zumutbar sei, werde nicht näher ausgeführt und sei aus gutachterlicher Sicht nicht nachvollziehbar (S. 45 unten).
Zum Bericht von
Dr.
C._
vom Juni 2013 führte der Gutachter aus, dass
die mathematischen Angaben hinsicht
lich einer Arbeitsunfähigkeit über 100
%
nicht nachvollzogen werden könn
ten. Die als mit überwiegender Wahr
schei
n
lichkeit für die psychische Symp
tomatik als ursächlich
angegebenen soma
tischen Symptome
seien von der ambulanten Psychiaterin nicht begründet worden. Ebenso könnte angenom
men werden, dass die Nicht-Arbeitstätigkeit der Beschwerdeführerin ursäch
lich für die psychische Symptomatik sei, zum
Beispiel mitbedingt durch eine reduzierte Tagesstruktur und reduzierte
n
Selbst
wert
, da keine Tätigkeit und kein eigenes Einkommen vorhanden sei (S. 47).
Zum Bericht von
Dr.
C._
vom November 2013 wird von Seiten des Gut
achters angemerkt, dass diag
nostisch neue Diagnosen angeführt würden, unter
anderem eine Hypochond
rie
nach ärztlichem Kunstfehler. Um welche Art eines ärztlichen Kunstfehlers es sich handle, bleibe vage (ärztliche Fehl
diagnose). Unter der Anamnese werde auf traumatisierende Verlusterlebnisse in der Kindheit und eine schwere Gewaltmisshandlung in der Kindheit durch eine Lehrperson hinge
wiesen und das
s
diese Teil der Therapie seien. Zudem
würden weitere Trau
matisierungen i
m Erwachsenenalter angegeben. Es
wer
de eine Verbesserung der depressiven Symptomatik und der Ängste beschrieben, jedoch werde hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit darauf nicht weiter einge
gangen. Als Be
merkung werde abschliessend angeführt, dass die IV mit einer Berentung entlastend wirken könnte, insbesondere um einen zermürbenden
Rechts
kampf
zu vermeiden. Diese Bemerkung lasse aus gutachterlicher Sicht nicht auf eine ausgeprägte Wiedereingliederungsmotivation von Seite
n
der
Behand
lerin
schliessen, trotz angegebener Verbesserung der depressiven und Angst-Symptomatik (S. 49).
Zum Gutachten von
Dr.
B._
vom April 2014 führte der psychia
trische Gutachter aus, dass eine detaillierte und ausführli
che Herleitung der Diagnosen nicht erfolgt sei. Es fehle auch eine genaue Auseinandersetzung mit Diagnosekriterien und widersprüchlichen Fakten. Auch die (spätere) ge
richt
lich festgestellte diagnostische
Zeitkriteriumsprob
lematik
für die posttrau
matische Belastungsstörung nach ICD-10 finde keine Erwähnung und Beach
tung, wäre aber von fachärztlicher Seite klar im Zuge der Diagnosefindung zu diskutieren (S. 52). Hinsichtlich der Diagnose von Zwangsgedanken und Handlungen gemischt beschreibe die Gutachterin zwar Abweichungen zur Be
schreibung von der ambulanten
Behandlerin
und den Angaben der Be
schwer
deführerin während der Begutachtung, gehe jedoch auf diese Diskre
panzen im weiteren Verlauf des Gutachtens nicht mehr ein, so dass aus aktu
eller gutachterlicher Sicht die Diagnose bezie
hungsweise Diagnosestellung hinterfragt werden müsse. Hinsi
chtlich der 100%igen Arbeits
fähigkeit
von unter
anderem
h
ausärztlicher Seite
verweise die Gutachterin auf die neuen Diagnose(n) durch die neu hinzugezogene Psy
chiaterin. Jedoch beschreibe
Dr.
D._
in seinem Bericht vom Dezember 2012 bereits einige psy
chiatrische Diagnosen und habe trotzdem eine 100%ige Arbeitsfähigkeit fest
gestellt.
Gleichzeitig äussere die Gutachterin, dass unter Ausschöpfung aller möglichen Integrationsmassnahmen möglich
erweise in den nächsten 6 bis 12
Monaten zumindest eine teilweise Arbeits
fähigkeit in einer
leidensange
pass
ten
Tätigkeit erreicht werden könne und dass in jedem Fall eine Kombination
von medizinischen und beruflichen Massnahmen erfolgen sollte. Als erschwe
rend
für eine Wiederaufnahme der Arbeit würden als nichtmedizinische Gründe die
Fremdsprachigkeit
und der tiefe Bildungsstand der Beschwerde
führerin angeführt. Prognostisch werde mittel- bis langfristig nicht von einer Arbeitsfähigkeit über 50
%
ausgegan
gen (S. 53).
Zum
Z._
-
Gutachten
vom Juni 2014
führte der psy
chiatrische Gutachter
aus, dass sich der Gutachter ausführlich gezeigt habe, insbesondere in der psy
chopathologischen Exploration der Symptomatik.
Für die
Diagno
sestellung
bleibe der Gutachter in seinen Ausführungen kürzer. Die Ableh
nung der Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung erfolge vom Gutachter primär aufgrund fehlender diagnostisch relevanter
Symptomkrite
rien
, die er in seiner psychopathologischen Exploration darstelle. Die weite
ren gutachter
lichen Beschreibungen seien aus gutachterlicher Sicht in sich stimmig, kongruent und nachvollziehbar, trotz der gegensätzlichen vorhan
denen Vor
berichte. Die festgestellte Arbeitsfähigkeit beziehungsweise –
unfä
higkeit
sei aus gutachterlicher Sicht passend zu den beschriebenen Diagnosen und Symptomen dargestellt, auch wenn dabei wiederum gegensätzliche Be
richte und Einschätzungen vorhanden seien. Eine Wahrheitsfindung oder Bewer
tung erfolge zu diesem Zeitpunkt des Guta
chtens nicht
(S. 60)
.
Auffäl
lig sei in der Zusammenschau der Berichte, dass medikamentös konstant eine psychiatrische Medikation mit
Trittico
und
Cymbalta
erfolge. Teil
weise werde eine mangelnde Compliance bei der Beschwerdeführerin
beschrie
ben (niedri
ger Medikamentenspiegel). Hinsichtlich der oft als ausge
prägt beschriebenen Psychopathologie stelle sich jedoch die Frage, wieso keine Veränderung der Medikation erfolgt sei beziehungsweise wieso die Beschwerdeführerin an
scheinend trotz subjektivem Leidensdruck die Medi
kation nicht immer oder ausreichend dosiert einnehme.
Im Zuge einer Schadenminderungspflicht auch als therapeutische Zielsetzung ergäben sich somit Defizite (S. 61).
4.2
Hinsichtlich der Diagnose einer
somatoformen
Schmerzstörung nahm der psychiatrische Gutachter zu den massgeblichen Indikatoren (vgl. vorstehend E. 1.4) wie folgt Stellung (S. 64 f. des Gutachtens): In Bezug auf den sozialen Kontext lebe die Versicherte tendenziell isoliert in ihrem Familienverband, wofür ihre mangelnden Deutschkenntnisse und ihr tiefes Bildungsniveau ursächlich seien. Die krankheitsbedingten Symptome spielten für die soziale Interaktion nur eine kleine Rolle. Wenngleich die Schmerzsymptomatik ab und an Auswirkungen auf das Familienleben habe, sei die Versicherte grund
sätzlich mit einer lebenspraktischen und muttersprachlich kommunikativen Kompetenz ausgestattet und könne diese auch wieder aktivieren. Hinsichtlich der Behandlung und Eingliederung erfolge die Medikation nicht lege
artis
und es ergebe sich der naheliegende und begründbare Verdacht, dass die bisherige psychiatrische Therapie darauf ausgelegt sei, die Versicherte als krank zu beurteilen und als nicht mehr arbeitsfähig einzuschätzen. Es be
stehe zudem leider keine ressourcenorientierte Handlungsebene, in der die Versicherte motiviert werde, in einen Arbeitsprozess einzusteigen, obwohl ein solcher von verschiedenster Stelle mehrfach empfohlen worden sei. Zur Konsistenz hielt der psychiatrische Gutachter fest, dass die Angaben der Versicherten in sich selbst nur bedingt kongruent seien. So werde vielfach in der Exploration keine ausgeprägte Symptomatik beschrieben. Auch fänden sich Hinweise auf eine mangelnde Compliance und niedrige
Medika
men
ten
spiegel
. Dies unterstreiche die Diskrepanz zwischen geschildertem Leiden und den nur geringen Anstrengungen, dieses Leiden zu überwinden. Weiter fänden sich Hinweise auf Aggravation und es sei unklar, weshalb bisher, obwohl empfohlen, keine Arbeitsversuche unternommen worden seien.
4.3
Zusammenfassend bestehe
aus polydiszip
linärer Sicht in
weitestgehender
Übereinstimmung zum Vorgutachten des
Z._
eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit von 20
%
bei voll
schichtigem Arbeitspensum. Es
hätten
sich weder aus somatischer noch psychiatrischer Sicht Diskrepanzen hin
sichtlich der Diagnosen noch relevante Divergenzen der Einschätzung der
Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin aus somatischer/psychiatrischer Si
cht
ergeben (S. 87)
.
In der zuletzt ausgeführten Tätigkeit als Küchenhilfe besteh
e
aus
polydis
zipli
närer
Sicht ein
e
Ar
beitsunfähigkeit der
Beschwerdeführerin
von 20
%
(20%ige Leistungsminderung bei vollschichtigem Arbeitspensum).
Aus
poly
disziplinärer
Sicht sei
von einer 20%igen Arbeitsfähigkeit ab mind
estens
Ende 2012 auszugehen.
Die zuvor attestierten 100%igen
Arbeitsunfä
hig
kei
ten vom
4.
April
2011 bis
22 November
2011 und
vo
m
3.
Februar
2012
bis 1
2.
August
2012 und die 50%
ige Arbeitsunfähigkeit vo
m
1
3.
August
2012
bis 2
3.
Dezember 2012 seien
aus somatischer Sicht
n
achvollziehbar
(S. 87 f.)
.
4.
4
Am 1
8.
Mai 2016
(Urk. 5/74)
nahmen die Gutachter der
A._
AG Stellung zu Rück
fragen des RAD und führten aus, dass sich aus rheumatolo
gischer Sicht Hinweise für ein nichtorganisches Krankheitsverhalten und eine Selbstlimitierung der körperlichen Leistungsbereitschaft gefunden hätten. Aus rheumatologischer Sicht sei eine reduzierte Arbeitsfähigkeit der Be
schwerdeführerin in körperlich leichten bis gelegentlich mittelschweren, wechselbelastenden beruflichen Tätigkeiten von 20
%
zu begründen mit der muskulären
Dekonditionierung
.
Aus neurologischer Sicht sollten aufgrund des linksbetonten
costoclaviculä
ren
Irritationssyndroms des Plexus
brachialis
längere Arbeiten in maximal abduzierter Armstellung beidseits vermieden werden. Eine quantitative Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit könne aus neurologischer Sicht weder auf
grund des vermuteten linksbetonten
costoclaviculären
Irritationssyndroms des Plexus
brachialis
, durch die aus neurologischer Sicht als
pseudoradikulär
interpretierten Armschmerzen noch durch die Mischkopfschmerzen mit Spannungskopfschmerzen mit psychosomatischem Hintergrund und Kopf
schmerz
Chronifizierung
durch Dauergebrauch herkömmlicher Analgetika begründet werden (S. 1).
Aus psychiatrischer Sicht sei eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 20
%
aufgrund der rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig leichte depressive Episode, attestiert worden. Im Mini-ICF-App habe eine mehrheit
lich nur leichte Beeinträchtigung der Beschwerdeführerin eruiert werden können.
Der psychiatrische Gutachter habe über zeitweilig angedeutete Angstaffekte berichtet, welche den psychopathologischen Befund aber nicht nachhaltig geprägt h
ätt
e
n
. Zwänge und Phobien von Alltagsrelevanz hätten sich nicht eruieren lassen. Es seien auch keine Hinweise auf Flashbacks, Intru
sionen, Traumata bezogene Albträume oder Hyper-
Arousals
gefunden
worden. Aufgrund der gestellten Diagnosen einer chroni
schen
Schmerzstö
rung
mit somatischen und psychischen Faktoren habe der psychiatrische Gutachter keine Relevanz in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit der Beschwerde
führerin attestiert.
Aus psychiatrischer Sicht seien eine rezidivierende depressive Störung und eine anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung diagnostiziert. Die funktio
nellen Einschränkungen von 20
%
seien durch die Symptome dieser Diag
nosen (kumulativ) mitbedingt, die sich auch teils in der leichten Beeinträch
tigung im Mini-ICF wiederfänden. Hinsichtlich der quantitativen (zeitlichen) Auswirkung zeige sich ein langjähriger chronischer beziehungsweise rezidi
vierender Verlauf
, der zeitlich prognostisch als eher ungünstig einzuschätzen sei. Versicherungsfremde Faktoren wie niedriges Bildungsniveau und Ausbil
dungsstand, sowie die geringen Deutschkenntnisse seien in der 20%igen Einschränkung klarerweise nicht miteinbezogen worden (S. 2).
4.5
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, RAD, nahm am
6.
Juni 2016 Stellung (
Urk.
5/77/3-4) und führte aus,
dass sich
gemäss
Antwortschreiben der Gutachter unter Verweis auf das Mini-ICF Rating eine geringe Einschränkung im psychischen Bereich ergebe. Aus polydisziplinärer Sicht sei von einer 20%igen Arbeitsunfähigkeit ab mindes
tens Ende 2012 auszugehen.
4.6
Die zuständige Abklärungsperson führte am 1
1.
Juli 2016 bei der Beschwer
de
führerin zu Hause eine Haushaltabklärung an Ort und Stelle durch, quali
fizierte sie als zu 73 % im
Er
werbsbereich
und zu 27 % im Haus
halt tätig und ermittelte eine Einschrän
kung von 6.3 % im Haushalt (Urk. 6/105).
Die Beschwerdeführerin habe anlässlich des Gesprächs ausgeführt, dass sich keine Veränderung ergeben habe im Gesundheitszustand seit der Begutach
tung. Die Schmerzen seien täglich vorhanden, jedoch in wechselnder Inten
sität. Sie regle aus diesem Grund die Schmerzmitteleinnahme situativ und selbstbestimmt. Sie gehe zweimal in der Woche in die Physiotherapie und habe wöchentliche Konsultationen bei der Psychiaterin (S. 2).
5.
5.1
Die Beschwerdegegnerin
stellte
zur Begründung des Gesundheitszustandes un
d der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin
auf das Gutachten der
A._
AG vom April 2016 (vgl. vorstehend E. 4.1
-4.3
) ab.
Die
Beschwerdeführer
in
machte geltend,
es sei vielmehr auf das Gutachten von
Dr.
B._
sowie die Beurteilung durch die behandelnde Psychia
terin
Dr.
C._
abzu
stellen.
Nachdem das hiesige Gericht diese Berichte im Urteil vom 13. Mai 2015 als nicht genügend beweiswertig beurteilt hat, ist darauf nicht weiter einzugehen.
5
.2
Die Würdigung der mediz
inischen Akten ergibt, dass das
Gutach
ten
des
A._
AG
vom
1
8.
April 2016
(vgl. vorstehend E.
4
.1
-4.3
) für die Beant
wortung der ge
stellten Fragen umfassend ist. Es beruht auf den für die strit
tigen Belange umfassenden und allseitigen Untersuchungen und berück
sich
tigt die vo
n
der
Be
schwerdeführer
in
geklagten Beschwerden in ange
messener Weise. Sodann wurde es in Kenntnis der und
insbesondere auch
in
ger
ünd
licher
Ausei
nandersetzung mit den
Vorakten
erstellt und trägt der kon
kreten medizini
schen Situation Rechnung. So machte
n
die Gutach
ter
da
rauf auf
merk
sam, dass
das Ausmass der somatischen Beschwerden nicht
hin
reichend
durch die nachgewiesenen degenerativen Veränderungen erklärt werden könne
und auch keine Hinweise für eine
radikuläre
Reiz- oder moto
rische
Aus
fal
l
symp
tomatik
vorliegen würden.
Sie zeigten vielmehr auf, dass
sich Hinweise für ein nichtorganisches Krankheitsverhalten sowie eine
Selbst
limitierung
der körperlichen Leistungsbereitschaft gefunden hätten (
Urk.
5/74 S.
1).
Weiter legten die Gutachter in nachvollziehbarer Weise dar, dass
in psychischer Hinsicht eine mehrheitlich nur leichte Beeinträchtigung der
Beschwerdefüh
rerin habe eruiert werden können. So seien weder Zwänge noch
Phobien von Alltagrelevanz feststellbar gewesen, und auch Hinweise auf Flashbacks, Intrusionen, auf Traumata bezogene Albträume oder Hyper-
Arousals
hätten keine gefunden werden können (
Urk.
5/72 S.
62 f.)
.
Die Gutachter bezogen
sodann ausdrücklich Stellung zu den ab
weichenden Einschätzungen durch
di
e behandelnden Ärzte sowie insbesondere auch zum abweichenden psychi
atri
schen Gutachten von
Dr.
B._
. D
as Gutach
ten leuchtet in der Dar
legung der medizinischen Zusammenhänge ein und die vor
genommenen Schlussfolgerungen zu Gesundheitszustand und Arbeits
fähig
keit werden aus
führlich begründet. So zeigte
n
die Gutachter auf, dass
die Beschwerde
führerin
längere Arbeiten über Kopfhöhe aufgrund des
cos
toclavikulären
Irrita
tionssyndroms
vermeiden sollte, sie ansonsten jedoch in körperlichen leich
ten bis gelegentlich mittelschweren, wechselbelastenden beruflichen Tätigkei
ten ohne langdauernde Arbeiten mit den Armen über Kopfhöhe zu 80
%
ausüben könne (S. 86).
Überdies be
gründete
n
sie
ein
lässlich und sorg
fältig, dass
die funktionellen Einschränkungen von 20
%
aus somatischer Sicht durch die Symptomatik der Diagnosen einer rezidi
vierenden depressi
ven Störung und einer anhaltenden
somatoformen
Schmerz
störung
kumula
tiv mitbedingt seien, die sich auch teils in der leich
ten Beein
trächtigung im Mini-ICF wiederfänden (
Urk.
5/74 S.
2).
Hierzu ist aus recht
licher Sicht jedoch festzuhalten, dass sich in Anbetracht der vom psychia
trischen Gut
achter dargelegten Indikatoren (vgl. vorstehend E.
4.2) die
soma
to
forme
Schmerz
s
törung
nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit invali
di
sierend auswirkt (vgl. vorstehend E. 1.4).
Das Gutachten erfüllt damit die praxisgemässen Kriterien an den Beweiswert
eines medizinischen Berichtes (vgl. vorstehend E.
1.4) vollumfäng
lich, so da
ss für die
Entscheidfindung
darauf abgestellt werden kann
.
5
.3
In der Beschwerde wurde sodann eingewandt, dass die Qualität eines Gut
achtens auch vom (zeitlichen) Aufwand des (psychiatrischen) Gutachters abhänge
(
Urk.
1 S. 4)
.
Der Hinweis der Beschwerdeführerin auf die ihres Erachtens mit 1 1⁄2 Stunden zu kurze Untersuchungsdauer ist entgegen ihrer Ansicht nicht stichhaltig, gilt doch
gegenteils
, dass nicht die Dauer der Abklärung entscheidend ist, son
dern ihre Qualität. So komm
t
es r
echtsprechung
sgemäss
für den Aussagege
halt eines medizinischen Gutachtens grundsätzlich nicht auf die Dauer der Untersuchung an; massgebend ist in erster Linie, ob die Expertise inhaltlich vollständig und im Ergebnis schlüssig ist (Urteil
e des Bundesgerichts 9C_676/2009 vom 1
7.
Dezember 2009 E. 3,
9C_55/2009 vom
1.
April 2009 E.
3.3
,
I 1094/06
vom 1
4.
November 2007 E. 3.1.1).
B
emerkenswert ist in diesem Zusammenhang insbesondere, in welchem Umfang und welchem
Detail
lierungsgrad
der psychiatrische Gut
achter die Angaben der Beschwer
defüh
rerin dargelegt hat (vorstehend E. 4.
1
)
, s
chon dies allein spricht deutlich ge
gen die Begründetheit der von ihr erhobenen Kritik.
5
.
4
Soweit die Beschwerdeführerin geltend machte, der medizinische Sachverhalt sei nicht umfassend abgeklärt, und es seien deshalb weitere Abklärungen zu tref
fen, vermag dies nicht zu überzeugen.
Sowohl der psychische als auch der physische Gesundheitszustand der
Be-schwer
deführerin
wurden in den Beurteilungen gebührend berücksichtigt und es kann auf das anhand der Befunderhebung erstellte Zumutbarkeitsprofil und die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit abgestellt werden. Die Beschwer
deführerin vermochte ausserdem nicht weiter darzutun, inwiefern die Ak
ten
lage unzutref
fend beziehungsweise unvollständig ist. Die vorliegenden medi
zinischen Akten erweisen sich als ausreichend, weshalb auf weitere Ab
klä
rungen verzichtet wer
den kann.
Die Einwände der Beschwerdeführerin in Bezug auf die medizinischen Abklä
run
gen sind nach dem Gesagten
unbehelflich
.
Die gegenüber dem Gutachten erhobenen Einwände erweisen sich somit als nicht geeignet, um dieses in Frage zu stellen.
5
.
5
Zusammenfassend ist
der medizinische Sachverhalt dahingehend
als
erstellt
zu betrachten
, dass für Tätigkeiten, welche dem im Gutachten formulierten Anforderungsprofi
l entsprechen
wie auch für die angestammte Tätigkeit als Küchenhilfe
(vorstehend E.
4.1
), eine Arbeitsfähigkeit von 80 %
seit mindes
tens Ende 2012
besteht.
5
.
6
B
etreffend die beschwerdeweisen Ausführun
gen zur gemischten Methode
ist mit der Beschwerdegegnerin
darauf hinzuweisen, dass
diese vorliegend wei
terhin anwendbar ist
(vgl. das zur Publikation vorgesehene
Urteil 9F_8/2016 vom 2
0.
Dezember 2016
E. 4.1, E. 4.4).
Im Übrigen würde angesichts einer Arbeitsfähigkeit von 80 % in der angestammten Tätigkeit
selbst bei einer Qualifikation als zu 100
%
Erwerbstätige kein rentenbegründender
Invalidi
täts
grad
erreicht
.
Nach dem Gesagten hat die Beschwerdegegnerin zu Recht den Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung ver
neint.
Die angefochtene Verfügung vom 2
4.
Oktober 2016 erweist sich somit als rech
tens und ist zu bestätigen, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
6.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Ver
sicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichts
kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert fest
zulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 800.-- anzusetzen. Entspre
chend
dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwer
deführerin aufzu
erlegen.