Decision ID: bdb2909a-84b3-5dc3-a265-d1875290025c
Year: 2016
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ meldete sich am 25. Januar 2005 zum Bezug von Leistungen der
Invalidenversicherung bei der IV-Stelle des Kantons St. Gallen an (IV-act. 1). Nach
Durchführung der erforderlichen Abklärungen (IV-act. 1 - 90), im Rahmen derer die
Versicherte zweimal polydisziplinär begutachtet worden war (Gutachten der
Medizinischen Abklärungsstelle [MEDAS] am Universitätsspital Basel vom 24. Oktober
2006, IV-act. 35, und Gutachten des Ärztlichen Begutachtungsinstituts [ABI] Basel vom
11. Juni 2008, IV-act. 72), lehnte die IV-Stelle mit einer Verfügung vom 28. November
2008 einen Rentenanspruch der Versicherten (bei einem Invaliditätsgrad von 30%) ab
(IV-act. 90). Die gegen diese Verfügung erhobene Beschwerde der Versicherten wurde
vom Versicherungsgericht St. Gallen mit einem Entscheid vom 16. November 2010, IV
2009/11, abgewiesen (IV-act. 108). Für den Sachverhalt ist im Übrigen auf den
erwähnten Gerichtsentscheid zu verweisen.
A.b Am 18. Oktober 2011 meldete sich die Versicherte erneut zum Leistungsbezug an
und machte eine Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes im Vergleich zu früher
geltend (IV-act. 112). Gemäss einem Bericht der psychiatrischen Klinik B._ vom 8.
Juli 2011 war die Versicherte vom 18. Mai bis 24. Juni 2011 in stationärer Behandlung
gewesen. Als Diagnose wurde u.a. eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig
schwere Episode mit psychotischen Symptomen, genannt. Zur Anamnese hatten die
Ärzte festgehalten, dass es bei der Versicherten seit dem Unfall (vom 25. Januar 2004)
und der Operation wegen der Subarachnoidalblutung im Jahr 2004 zu einer
zunehmenden depressiven Entwicklung, einem körperlichen Verfall, Ängsten und
allgemeiner Unsicherheit sowie anschliessend einer psychophysischen Erschöpfung
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gekommen sei. Im Januar 2010 sei eine schwere depressive Dekompensation mit
psychotischen Symptomen (Stimmenhören) aufgetreten, die sich unter
medikamentöser Behandlung (Abilify und Zyprexa) bis Sommer 2010 wieder
zurückgebildet habe. Seitdem fühle sich die Versicherte weiterhin schwer depressiv,
lust- und antriebslos sowie körperlich und geistig erschöpft. Während der stationären
Behandlung sei versucht worden, die medikamentöse Therapie der depressiven
Störung zu optimieren. Die Versicherte habe im Verlauf etwas lebhafter gewirkt. Die
Stimmung scheine sich verbessert zu haben. Eine allfällige nachhaltige Verbesserung
von Stimmung und Antrieb werde sich erst in der gewohnten häuslichen Umgebung
der Versicherten beurteilen lassen. Es bestehe weiterhin und wahrscheinlich
längerfristig eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 113).
A.c Am 21. Oktober 2011 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, dass weitere Belege
als Nachweis für eine relevante Änderung des rechtserheblichen Sachverhalts seit der
Rentenabweisung einzureichen seien, damit auf die Neuanmeldung vom 18. Oktober
2011 eingetreten werden könne (IV-act. 114). Daraufhin reichte die Versicherte einen
Bericht der Klinik C._ vom 8. November 2011 ein. Der behandelnde Arzt, Dr. med.
D._, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, gab als Diagnose eine rezidivierende
depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische Symptome, an.
Er hielt fest, dass sich der psychische Zustand der Versicherten in den letzten zwei
Jahren trotz der therapeutischen Massnahmen stets verschlechtert habe. Seit dem
Ausbruch der psychotischen Symptome im Januar 2010 sei eine entsprechende
neuroleptische Therapie eingesetzt worden. Diese habe einerseits zur intermittierenden
Rückbildung der produktiven psychotischen Symptome geführt, habe jedoch
andererseits die Versicherte zusätzlich verunsichert und die depressive Symptomatik
anhaltend verstärkt. Die Versicherte sei aufgrund der depressiven Symptomatik
weiterhin zu 100% arbeitsunfähig (IV-act. 116). Auf Veranlassung der IV-Stelle reichte
Dr. D._ am 30. Januar 2012 einen Verlaufsbericht ein. Darin gab er eine
Verschlechterung des Gesundheitszustands der Versicherten an und führte aus, dass
die Versicherte schon im Dezember 2008 unter einer mittelgradigen depressiven
Symptomatik gelitten habe, und dass seit mindestens Januar 2009 praktisch von einer
anhaltenden schweren depressiven Symptomatik ausgegangen werden könne (leichte
Stimmungsaufhellungen nur tageweise). Die stationäre Behandlung in der Klinik B._
habe kaum zu einer Verbesserung der depressiven Symptomatik geführt. Erst unter
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konsequenter Weiterführung der neuroleptischen Behandlung (Abilify und Risperdal) sei
es seit dem Klinikaustritt zu einer Rückbildung der depressiven Symptome gekommen.
Die Versicherte leide durch die depressive Störung bedingt unter einer anhaltend
reduzierten psychischen Belastbarkeit, einer reduzierten geistigen Flexibilität aufgrund
der formalen Denkstörungen, einer stark reduzierten Konzentrationsfähigkeit, einer
ausgeprägt reduzierten Ausdauer, ausgeprägten Antriebsstörungen sowie Störungen
der Psychomotorik. Im Jahr 2008 habe bei der Versicherten aufgrund der
mittelgradigen depressiven Symptomatik eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden.
Seit Januar 2009 könne eindeutig eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert werden.
Die depressive Störung habe einen chronischen Verlauf angenommen. Unter
therapeutischen Massnahmen sei mit einer intermittierenden Beruhigung des
Zustandes der Versicherten auf niedrigem Niveau zu rechnen. Eine nachhaltige
Verbesserung ihres psychischen Zustandes und damit eine Verbesserung der
Arbeitsfähigkeit seien nicht mehr zu erwarten (IV-act. 121).
A.d Der Regionale Ärztliche Dienst der IV-Stelle (RAD) hielt am 8. Februar 2012 fest,
dass zur Abklärung, ob sich der somatische Gesundheitszustand der Versicherten
gegenüber dem ABI-Gutachten vom 11. Juni 2008 verändert habe, ein Verlaufsbericht
beim Hausarzt Dr. med. E._, Facharzt für Allgemeinmedizin FMH, einzuholen sei (IV-
act. 122). In seinem Bericht vom 20. Juli 2012 nannte Dr. E._ folgende Diagnosen:
den Status nach Aneurysmablutung der A. carotis interna rechts 08/2004 mit
Craniotomie und Aneurysmaklipping (Zagreb), mit postoperativer Hemiparese links, mit
chronisch persistierenden Kopfschmerzen, Schwindel und Gangunsicherheit und mit
Tinnitus links, ein chronisches cervikocephales Schmerzsyndrom bei Status nach
HWS-Distorsionstrauma am 25. Januar 2004 und mit Spondylosis C5/6 und C6/7, ein
chronisches lumbovertebrogenes und lumboradikuläres Schmerzsyndrom mit
medianer und paramedianer Diskushernie L4/L5 links, eine mittelschwere depressive
Episode sowie einen Verdacht auf eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung. Auf
die Frage nach dem aktuellen Befund verwies Dr. E._ auf die Diagnosen und hielt
fest, dass keine neuen Abklärungsberichte vorlägen. Die Versicherte befinde sich in
regelmässiger psychiatrischer Behandlung, weshalb die psychiatrische Beurteilung
sehr wichtig sei. Aufgrund der kombinierten körperlichen und psychischen
Einschränkungen sei die Versicherte in der bisherigen Tätigkeit seit dem 25. Januar
2004 zu 100% arbeitsunfähig (IV-act. 142).
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A.e Auf Veranlassung des RAD (vgl. Stellungnahme vom 18. Oktober 2012, IV-act.
148) wurde die Versicherte im Februar/März 2013 durch das Begutachtungszentrum
(BEGAZ) Baselland polydisziplinär untersucht und begutachtet (Disziplinen: Allgemeine
innere Medizin, Neurologie, Psychiatrie, Ophthalmologie und Otorhinolaryngologie). Im
entsprechenden Gutachten vom 29. April 2013 (IV-act. 159) wurden als Diagnosen mit
Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig
mittelgradige Episode, eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung mit regressiver
Selbstlimitierung und ängstlicher Fehlverarbeitung von Beschwerden bei einfach
strukturierter Persönlichkeit, ein leichtes, etwas linksbetontes Cervicalsyndrom, ein
leichtes Lumbovertebralsyndrom, einen Status nach Subarachnoidalblutung
vorwiegend rechts im Juli 2004, eine pantonale kombinierte Schwerhörigkeit rechts
sowie einen Verdacht auf zervikogen-proprioceptive Schwindelsymptomatik (IV-act.
159-55). Nach der fachärztlich psychiatrischen Beurteilung liege bei der Versicherten
gesichert eine rezidivierende depressive Störung vor, offenbar episodisch mit
psychotischen Symptomen, wobei gegenwärtig lediglich eine mittelgradige depressive
Episode ausgemacht werden könne. Gleichzeitig bestehe bei der Versicherten eine
ausgesprochene, ängstlich gefärbte Schmerzverarbeitungsstörung im Sinne einer
anhaltenden somatoformen Schmerzstörung mit Regressionstendenz, Selbstlimitierung
und Aufgabe jeglicher Sozialkompetenz. Die Versicherte zeige aus psychischen
Gründen eine erschwerte Fähigkeit im Umgang mit dem Unfall vom 25. Januar 2004,
den Restsymptomen und der durchgemachten Hirnoperation wenige Monate nach
dem Unfall. Eine traumatische Störung aufgrund der Hirnoperation liege aber sicher
nicht vor. Dass gesamthaft eine leicht organisch bedingte zusätzliche Einschränkung
der kognitiven Leistungsfähigkeit gegeben sei, könne zwar nicht ganz ausgeschlossen
werden, die Einschränkung dürfte jedoch stark psychisch überlagert sein. Die
Versicherte sei vermindert belastbar, vermindert stressbelastungsfähig und verfüge
über ein vermindertes Durchhaltevermögen. Die depressive Symptomatik habe sich
gegenüber 2008 verschlechtert. Es könne von einer Verschlechterung des psychischen
Gesundheitszustandes im Sinn einer Verstärkung und Chronifizierung der Depressivität
ab 2011 ausgegangen werden, welche eine zusätzliche Arbeitsunfähigkeit aus
psychiatrischer Sicht rechtfertige. Der Versicherten wären jedoch noch Anstrengungen
zumutbar, sich mit ihren depressiven Anteilen und den regressiven
Verhaltensauffälligkeiten auseinanderzusetzen und sich teilzeitlich wieder beruflich
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einzulassen, wobei sie nur in Tätigkeiten eingesetzt werden könne, in denen sie nicht
unter Zeitdruck und Hektik arbeiten müsse. Die psychotischen Dekompensationen
träten offenbar nur episodisch auf und könnten durch Medikamente wieder
kompensiert werden, weswegen der neuesten Entwicklung am 18. März 2013
(Schreiben von Dr. D._ vom 20. März 2013) noch keine Zunahme der
Arbeitsunfähigkeit über die Zeit beigemessen werden könne. In der zuletzt ausgeübten
Tätigkeit in einer Stickerei sei die Versicherte seit November 2011 voll arbeitsunfähig.
Eine solche Tätigkeit mit Überwachung von Maschinen, die auch Konzentration
erfordere, sei der Versicherten nicht mehr zumutbar. In einer einfachen,
überschaubaren und repetitiven Hilfsarbeitertätigkeit ohne Akkordarbeit und ohne
Fliessbandarbeit, z.B. auch im Reinigungsdienst, könne die Versicherte noch vier
Stunden täglich (50%) ohne Verminderung des Rendements eingesetzt werden, sofern
die psychotische Auslenkung am 18. März 2013 durch Abilify wieder habe kompensiert
werden können (IV-act. 159-57). Zu der vom psychiatrischen Gutachter erwähnten
Entwicklung vom 18. März 2013 hatte Dr. D._ am 20. März 2013 festgehalten, dass
er die Versicherte am 18. März 2013 notfallmässig gesehen habe. Die Versicherte sei in
Begleitung ihres Ehemannes gekommen, welcher über zunehmende innere Unruhe,
Verfolgungs- und Beobachtungswahnideen bei seiner Ehefrau berichtet habe. Die
Versicherte habe sehr verunsichert gewirkt und sich von den Wahninhalten nicht
distanzieren können. Sie habe in psychopathologischer Hinsicht weiterhin im formalen
Denken verlangsamt und abgehackt gewirkt, sei im Affekt schwer deprimiert und
innerlich unruhig gewesen. Der Antrieb sei deutlich vermindert und die Versicherte
motorisch wenig lebhaft gewesen. Aufgrund der erneuten psychotischen
Dekompensation habe er die Abilify-Dosis von 10 mg auf 20 mg erhöht (IV-act. 159-
106). In somatischer Hinsicht führte der neurologische Gutachter des BEGAZ aus, dass
die Diagnose einer HWS-Distorsion am 25. Januar 2004 nicht mit Sicherheit gestellt
werden könne, da die Angaben der Versicherten zum Unfallhergang variierten. Die
klinischen Befunde eines leichten, etwas linksbetonten Cervicalsyndroms sowie eines
leichten Lumbovertebralsyndroms hätten beide keine relevante
Funktionseinschränkung oder radikuläre Reiz- oder Ausfallsymptomatik zur Folge. Die
beklagte Inkontinenzproblematik liesse sich aus neurologischer Sicht allein nicht
erklären. Die Einschränkung der Kraft im Bereich des linken Arms und des linken
Beines könne, genauso wie wiederholt in der Vergangenheit, auch aktuell nicht
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objektiviert werden. Hingegen habe betreffend Sensibilitätsdefizite im Bereich der
linken Körperseite auch aktuell ein links wieder etwas abgeschwächter Cornealreflex
bestanden, so dass diese Sensibilitätsdefizite durchaus und am ehesten als Folge der
stattgefundenen Subarachnoidalblutung im Juli 2004 gewertet werden könnten.
Diesbezüglich seien ohne weiteres auch neuropsychologische Folgedefizite denkbar,
wobei diese - falls vorhanden - höchstens in leichtem Ausmass bestünden. Die zuletzt
ausgeübte Tätigkeit in der "Strickerei" sei der Versicherten aus neurologischer Sicht
weiterhin zumutbar, wobei vermehrt Pausen gewährt werden sollten, so dass eine
Arbeitsfähigkeit von 80 - 90% resultiere. Zumutbar seien der Versicherten körperlich
leichte bis selten mittelschwere Tätigkeiten, rückenadaptiert ohne repetitive Arbeiten
über Schulterhöhe, im Kauern und Bücken und unter Zugbelastung. Ausgeschlossen
seien Tätigkeiten mit Absturzgefahr sowie Arbeiten im Dunkeln. Weiter ausgeschlossen
seien Tätigkeiten, die eine durchschnittliche intellektuelle Anforderung überstiegen.
Schliesslich seien Arbeiten, welche ein völlig intaktes Gehör erforderten ebenfalls nicht
zumutbar (IV-act. 159-58 ff.). Der otorhinolaryngologische Gutachter hielt fest, dass
durch die bei der Versicherten vorliegenden pantonalen kombinierten Schwerhörigkeit
rechts sowie der leichtgradigen Hochtonschallempfindungsschwerhörigkeit links
zurzeit eine auditive Einschränkung der Arbeitsfähigkeit gegeben sei, so dass
Tätigkeiten, welche hohe Anforderungen an das Gehör stellten, ungeeignet seien.
Weiter sollten Tätigkeiten unter erhöhtem Störlärm, mit möglicher Akzentuierung der
auditiven Schwierigkeiten sowie Tätigkeiten, welche ein intaktes Richtungshören
voraussetzten, gemieden werden. In Anbetracht der intermittierenden
Drehschwindelbeschwerden mit Verdacht auf eine zervikogen-proprioceptive
Schwindelsymptomatik sollten sturzgefährdende Tätigkeiten mit Eigen- oder
Fremdgefährdung sowie Tätigkeiten mit häufigen Kopfrotationsbewegungen vermieden
werden. Schliesslich sei auch das berufsmässige Führen eines Kraftfahrzeuges
ungeeignet (IV-act. 159-60 f.). Die ophthalmologische Gutachterin führte aus, dass sie
bei der Versicherten einen altersentsprechenden Status normalis bis auf eine gering
kompensierte Exophorie mit altersentsprechender Presyopie festgestellt habe. Aus
augenärztlicher Sicht liege eine volle Arbeitsfähigkeit vor (IV-act. 159-61).
Gesamtmedizinisch sind die Gutachter zum Schluss gekommen, dass sich der
Gesundheitszustand der Versicherten seit November 2011 aus psychiatrischer Sicht
verschlechtert habe. Die zuletzt ausgeübte Tätigkeit in einer Stickerei sei der
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Versicherten seit November 2011 nicht mehr zumutbar. Hingegen seien ihr einfache,
überschaubare und repetitive Hilfsarbeiten ohne Akkordarbeit, ohne Fliessbandarbeit
und unter Berücksichtigung der in den fachärztlichen Teilgutachten aufgeführten
qualitativen Einschränkungen vier Stunden täglich (50% eines Vollzeitpensums)
zumutbar, sofern die psychotische Auslenkung am 18. März 2013 durch Abilify wieder
habe kompensiert werden können (IV-act. 159-61).
A.f In einer Stellungnahme vom 19. Juli 2013 hielt der Rechtsdienst der IV-Stelle fest,
dass aufgrund des psychischen Beschwerdebildes der Versicherten die vom
psychiatrischen Gutachter attestierte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 50%
entsprechend der mit BGE 130 V 352 begründeten Rechtsprechung in rechtlicher
Hinsicht zu überprüfen sei. Auch wenn vorliegend von einer rezidivierenden
depressiven Störung auszugehen sei, habe sie letztlich unter versicherungsrechtlichen
Aspekten keinen invalidisierenden Charakter, denn nach der Aktenlage (insbesondere
den beiden polydisziplinären Vorgutachten) sei davon auszugehen, dass die depressive
Störung im (engen) Zusammenhang mit dem Schmerzleiden stehe. Die Depression als
allfällige psychische Komorbidität bewirke dadurch keine relevante Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit. Die invalidisierende Wirkung der somatoformen Schmerzstörung
müsste sich daher aus den weiteren (Förster-)Kriterien ergeben. Eine erhebliche
körperliche Begleiterkrankung liege nicht vor. Da die Versicherte über intakte
Beziehungen innerhalb der Familie verfüge, sei ein sozialer Rückzug in allen Belangen
des Lebens auszuschliessen. Sodann bestünden keine Anzeichen für einen primären
Krankheitsgewinn. Zwar liege ein mehrjähriger Krankheitsverlauf mit unbefriedigenden
Behandlungsergebnissen vor, aber immerhin hätten die Gutachter die Fortführung der
psychiatrischen Behandlung empfohlen. Da die nach der Rechtsprechung
erforderlichen Kriterien nicht in genügender Weise vorlägen, um die Schmerzstörung
als invalidisierend anzusehen, bestehe in rechtlicher Hinsicht kein Raum für die
Annahme einer mit psychischen Leiden begründeten (teilweisen) Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit. Für die Invaliditätsbemessung sei daher von einer 100%igen
Arbeitsfähigkeit der Versicherten in einer somatisch angepassten Tätigkeit auszugehen
(IV-act. 164).
A.g Mit einem Vorbescheid vom 6. September 2013 stellte die IV-Stelle die Abweisung
des Rentengesuchs der Versicherten in Aussicht. Zur Begründung gab sie die
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Stellungnahme des Rechtsdienstes vom 19. Juli 2013 wieder und hielt ergänzend fest,
dass auch die vom neurologischen Gutachter attestierte Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit von 10 - 20% wegen eines vermehrten Pausenbedarfs in rechtlicher
Hinsicht nicht zu berücksichtigen sei, da im Teilgutachten keine beträchtlichen
organischen Befunde erwähnt worden seien, die eine erhebliche Einschränkung
erklären könnten. Ausgehend von der vollen Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in
angepassten Tätigkeiten ergebe der Einkommensvergleich keine Erwerbseinbusse und
damit einen Invaliditätsgrad von 0% (IV-act. 166). Gegen diesen Vorbescheid liess die
Versicherte am 7. Oktober 2013 Einwand erheben. Der Rechtsvertreter beantragte die
Ausrichtung einer mindestens halben Rente und führte aus, dass bei der Versicherten
im Zeitpunkt der letzten Verfügung bereits ein Invaliditätsgrad von 37% bestanden
habe. In der Zwischenzeit habe sich die medizinische Situation verschlimmert, was aus
dem BEGAZ-Gutachten vom 29. April 2013 eindeutig hervorgehe. Der Beurteilung der
Gutachter in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit der Versicherten sei zu folgen (IV-act. 167).
Mit einer Verfügung vom 2. Dezember 2013 wies die IV-Stelle einen Rentenanspruch
der Versicherten ab. Zu den Einwänden des Rechtsvertreters führte sie aus, dass es
sich bei den vorliegend zu prüfenden Fragen nach der zumutbaren Willensanstrengung,
der Erheblichkeit der psychischen Komorbidität und der Intensität der weiteren
Kriterien um Rechtsfragen handle. Es könne sich daher die Konstellation ergeben, in
der von einer anderen als der gutachterlich attestierten Arbeitsfähigkeit auszugehen
sei, ohne dass in Bezug auf den Beweiswert des Gutachtens Einschränkungen
bestünden (IV-act. 169).
B.
B.a Gegen diese Verfügung richtet sich die vorliegende Beschwerde der Versicherten
(nachfolgend Beschwerdeführerin), vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. K. Glavas,
vom 9. Januar 2014. Die Beschwerdeführerin beantragt die Aufhebung der
angefochtenen Verfügung und die Ausrichtung einer mindestens halben Rente ab
spätestens 19. November 2012. Zur Begründung führt der Rechtsvertreter aus, dass
mit dem BEGAZ-Gutachten vom 29. April 2013 definitiv erstellt sei, dass sich der
medizinische Zustand der Beschwerdeführerin - zumindest aus psychiatrischer Sicht -
im Vergleich zum letzten rentenabweisenden Entscheid, bei dem ein Invaliditätsgrad
von 37% ermittelt worden sei, verschlechtert habe. Aus diesem Grund sei nicht
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schlüssig, wie die Beschwerdegegnerin nun auf einen Invaliditätsgrad von 0% komme.
Das Problem bestehe darin, dass bei der Beschwerdeführerin nach dem Sturz in der
Badewanne im Jahr 2004 eine HWS-Distorsion diagnostiziert worden sei. Es habe
jedoch weder initial noch nachfolgend ein sogenanntes Schleudertrauma vorgelegen.
Aufgrund des erlittenen Aufschlags mit dem Kopf sei auf jeden Fall von einem
Schädelhirntrauma auszugehen. In der Folge habe die Beschwerdeführerin einen
Hirninsult erlitten, von welchem sie sich offensichtlich bis heute nicht erholt habe.
Darauf wiesen die eindeutigen Befunde in der neuesten Begutachtung hin. Die
Versuche der Beschwerdegegnerin, die Beschwerdeführerin als “PÄUSBONOG-
Patientin“ darzustellen seien untauglich. Kein Mediziner habe im vorliegenden Fall
sogenannte syndromale Beschwerden ohne objektivierte Grundlage thematisiert. Nicht
einmal die Beschwerdegegnerin spreche von syndromalen Beschwerden. Bei der
Beschwerdeführerin lägen umfangreiche somatische Diagnosen wie die
Rückenbeschwerden, das linksbetonte Cervikalsyndrom mit der Hirninsultproblematik,
die kombinierte Schwerhörigkeit und der cervikogen betonte Schwindel vor, auf deren
Grundlage sich eine Depression entwickelt habe. Demnach handle es sich nicht um
syndromale Beschwerden, sondern um somatische Leiden, die von einer
rezidivierenden depressiven Störung begleitet würden. Da in medizinischer Hinsicht
keine syndromalen Beschwerden bestätigt worden seien, fehle die Basis für eine
diesbezügliche juristische Überprüfung. Die (dennoch) vorgenommene Überprüfung in
rechtlicher Hinsicht sei ungenügend bzw. falsch. Die Behauptung, dass bei der
Beschwerdeführerin keine somatischen Korrelate bestünden, sei spätestens durch das
neueste Gutachten widerlegt worden. Die somatischen Beschwerden wie die
Rückenbeschwerden, die Schwerhörigkeit oder die Folgen des Hirninsultes seien
objektivierbar und nicht willentlich überwindbar. Die Behauptung, dass soziale
Beziehungen mit dem Kontakt zum Ehemann und zu den Kindern vorhanden seien, sei
dürftig. Der Krankheitsverlauf ziehe sich über zehn Jahre hinweg und eine Besserung
sei nicht eingetreten. Die Gutachter hätten eine Chronifizierung und sogar eine
Verschlimmerung des Leidens bestätigt. Der Beschwerdeführerin sei es allein deshalb
nicht möglich, ein rentenausschliessendes Einkommen zu verdienen (act. G 1).
B.b Die Beschwerdegegnerin beantragt am 3. März 2014 die Abweisung der
Beschwerde. Zur Begründung hält sie fest, dass gemäss den Feststellungen der
BEGAZ-Gutachter bei der Beschwerdeführerin keine ausgeprägten neurologischen
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Defizite erkennbar und die objektivierbaren organischen Befunde lediglich leichtgradig
ausgeprägt gewesen seien. Die Experten der somatischen Fachrichtungen vermochten
die von der Beschwerdeführerin angegebenen Beschwerden weder radiologisch noch
klinisch hinreichend zu erklären. Aufgrund der gutachterlichen
Untersuchungsergebnisse stehe fest, dass der im Januar 2004 erlittene Sturz in der
Badewanne sowie die im Juli 2004 operativ behandelte Subarachnoidalblutung bei der
Beschwerdeführerin keine organisch-strukturellen Schädigungen hinterlassen hätten.
Unter diesen Umständen lasse sich rechtlich eine quantitative Einschränkung der
Leistungsfähigkeit infolge eines körperlichen (bzw. hirnorganischen) Leidens nicht
begründen. Rechtsprechungsgemäss müssten die subjektiven Schmerzangaben im
Rahmen der sozialversicherungsrechtlichen Leistungsprüfung mit Blick auf die sich
stellenden Beweisschwierigkeiten durch damit korrelierende, fachärztlich schlüssig
feststellbare Befunde hinreichend erklärbar sein. Eine nach Verletzungen der
Halswirbelsäule auftretende, längerdauernde Beschwerdeproblematik sei aus den
gleichen Gründen nach den zur anhaltenden somatoformen Schmerzstörung
entwickelten Grundsätzen zu beurteilen. Der psychiatrische BEGAZ-Gutachter habe
eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode, und eine
anhaltende somatoforme Schmerzstörung diagnostiziert und eine 50%ige
Arbeitsunfähigkeit attestiert. Auch wenn von einer rezidivierenden depressiven Störung
auszugehen sei, habe sie letztlich unter versicherungsrechtlichen Aspekten keinen
invalidisierenden Charakter, denn nach der Aktenlage sei davon auszugehen, dass die
depressive Störung im (engen) Zusammenhang mit dem Schmerzleiden stehe. Zudem
seien leichte bis höchstens mittelschwere Störungen aus dem depressiven
Formenkreis therapierbar. Die Depression als allfällige psychische Komorbidität
bewirke demnach keine relevante Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Die
invalidisierende Wirkung der somatoformen Schmerzstörung müsste sich daher aus
den weiteren Kriterien ergeben, was vorliegend nicht der Fall sei. Es lägen keine
erhebliche körperliche Begleiterkrankung, kein sozialer Rückzug in allen Belangen des
Lebens und auch keine Anzeichen auf einen primären Krankheitsgewinn vor. Zwar
bestehe ein mehrjähriger Krankheitsverlauf mit unbefriedigenden
Behandlungsergebnissen, aber immerhin hätten die Gutachter die Fortführung der
psychiatrischen Behandlung empfohlen. Damit sei das Kriterium des Scheiterns einer
konsequent durchgeführten Behandlung nicht (hinreichend) erfüllt. Die
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Gesamtwürdigung ergebe, dass die nach der Rechtsprechung erforderlichen Kriterien
nicht in genügender Weise erfüllt seien, um die Schmerzstörung als unüberwindbar
anzusehen. Zusammenfassend sei das BEGAZ-Gutachten in medizinischer Hinsicht
beweiskräftig. Rechtlich sei die im November 2011 eingetretene Verschlechterung des
psychischen Zustands der Beschwerdeführerin jedoch unbeachtlich (act. G 4).
B.c Mit einer Replik vom 6. Mai 2014 hält die Beschwerdeführerin an ihren
Beschwerdeanträgen fest. Der Rechtsvertreter macht ergänzend u.a. geltend, dass die
gesamtmedizinische Arbeitsfähigkeitsschätzung der BEGAZ-Gutachter unter dem
Vorbehalt gestanden habe, dass die psychotische Auslenkung der Beschwerdeführerin
vom 18. März 2013 durch Abilify wieder habe kompensiert werden können. Diese
Bedingung sei vorliegend nicht erfüllt. Aus diesem Grund sei es überhaupt schon
fraglich, ob die Beschwerdeführerin die gutachterlich attestierte 50%ige
Arbeitsfähigkeit einhalten könne. Im Weiteren seien im Gutachten in Bezug auf die
letzte Tätigkeit der Beschwerdeführerin die Worte “Stickerei“ und “Strickerei“
verwechselt worden. Diese Ungereimtheit sei seitens des Gerichts genauer zu prüfen
(act. G 8).
B.d Mit einer Eingabe vom 12. Mai 2014 verzichtet die Beschwerdegegnerin auf die
Einreichung einer Duplik (act. G 10).
B.e Am 9. Dezember 2015 reicht der Rechtsvertreter einen Bericht von Dr. med. F._,
Fachärztin FMH für Neurologie, vom 14. Oktober 2015 ein und führt dazu aus, dass der
von Dr. F._ erhobene dringende Verdacht auf strukturelle Epilepsie mit komplex-
fokalen Anfällen bisher nicht thematisiert worden sei. Diese medizinische Problematik
müsse genauer abgeklärt werden, zumal der Verdacht aufkomme, dass die
Beschwerdeführerin schon seit Jahren daran leide, und dass einzelne Mediziner die
Auswirkungen fälschlicherweise als Symptomausweitung gedeutet hätten (act. G 12).
In ihrem Bericht hatte Dr. F._ festgehalten, dass die Beschwerdeführerin
anamnestisch seit längerer Zeit rezidivierende Phasen von Kraftlosigkeit mit leichtem
Schwindel und Übelkeit habe. Zusätzlich komme es während dieser Zustände häufig zu
Urinverlust sowie Zucken/Zittern eines Beines. Es bestehe der dringende Verdacht,
dass eine strukturelle Epilepsie vorliege. Das Standard-EEG (vom 7. Oktober 2015) sei
pathologisch mit Hinweisen auf eine erhöhte cerebrale Erregbarkeit. Bei den von der
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Beschwerdeführerin beschriebenen Zuständen dürfte es sich mit grosser
Wahrscheinlichkeit um komplex-fokale Anfälle handeln. Es bestehe ein Status nach
Subarachnoidalblutung. Im Schädel-CT-Befund vom 22. September 2014 werde ein
corticaler und subcorticaler Defekt rechts temporo-polar beschrieben (act. G 12.1).
B.f Die Beschwerdegegnerin verzichtet auf die Einreichung einer Stellungnahme zur
Eingabe der Beschwerdeführerin (act. G 13).

Erwägungen
1.
1.1 Ist eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrads verweigert bzw. ein
Rentengesuch abgewiesen worden, so wird eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn
die Voraussetzungen des Eintretens auf ein Rentenrevisionsgesuch (analog) erfüllt sind,
d.h. wenn mit der Neuanmeldung glaubhaft gemacht wird, dass eine
anspruchserhebliche Änderung des Invaliditätsgrads eingetreten ist (Art. 87 Abs. 3
i.V.m. Abs. 2 der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]).
Entgegen dem Wortlaut der genannten Verordnungsbestimmung ist nicht direkt eine
Veränderung des Invaliditätsgrads glaubhaft zu machen. Es genügt, wenn eine
Veränderung eines für die Invaliditätsbemessung relevanten Sachverhaltselements
(i.d.R. des Arbeitsfähigkeitsgrads) glaubhaft gemacht wird und daraus eine
leistungsrelevante Veränderung des Invaliditätsgrads resultieren kann. Das
Glaubhaftmachen stellt niedrigere Beweisanforderungen als der im Sozial
versicherungsrecht im Allgemeinen massgebende Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit. Es genügt, dass für den geltend gemachten rechtserheblichen
Sachumstand wenigstens gewisse Anhaltspunkte bestehen, auch wenn durchaus noch
mit der Möglichkeit zu rechnen ist, bei eingehender Abklärung werde sich die
behauptete Sachverhaltsänderung (bzw. Sachlage) nicht erstellen lassen (Urteil des
Bundesgerichts vom 8. Juli 2011, 9C_236/2011).
1.2 Bei der rentenablehnenden Verfügung vom 28. November 2008 hat sich die
Beschwerdegegnerin aus medizinischer Sicht im Wesentlichen auf die polydisziplinären
Gutachten der MEDAS am Universitätsspital Basel vom 24. Oktober 2006 und des ABI
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vom 11. Juni 2008 gestützt (vgl. IV-act. 35 und 72) und ist von einer 70%igen
Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in leidensadaptierten Tätigkeiten ausgegangen
(vgl. IV-act. 90). In beiden Gutachten ist aus psychiatrischer Sicht als Diagnose eine
leichte depressive Episode genannt und eine sich daraus ergebende 20%ige
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit attestiert worden (vgl. IV-act. 35-19, 72-12). Im
Rahmen der Neuanmeldung vom 18. Oktober 2011 hat die Beschwerdeführerin einen
Bericht der psychiatrischen Klinik B._ vom 8. Juli 2011 (vgl. IV-act. 113) und einen
Bericht ihres behandelnden Psychiaters Dr. D._ vom 8. November 2011 (vgl. IV-act.
116) eingereicht. Den Berichten ist übereinstimmend die Diagnose einer rezidivierenden
depressiven Störung, gegenwärtig schwere Episode, sowie die Einschätzung einer
vollen Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin zu entnehmen. Dr. D._ hat
festgehalten, dass sich der psychische Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin in
den letzten zwei Jahren stets und anhaltend verschlechtert habe (vgl. IV-act. 116). Mit
den erwähnten Berichten hat die Beschwerdeführerin eine Verschlechterung ihres
Gesundheitszustandes bzw. ihres Arbeitsfähigkeitsgrades im Vergleich zur
rentenabweisenden Verfügung vom 28. November 2008 glaubhaft gemacht. Die
Beschwerdegegnerin ist somit zu Recht auf die Neuanmeldung eingetreten.
2.
2.1 Streitig und zu prüfen ist im Folgenden der Anspruch der Beschwerdeführerin auf
eine Rente der Invalidenversicherung.
2.2 Nach Art. 28 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG;
SR 831.20) besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte
Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens
zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% besteht ein
Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein
Anspruch auf eine Viertelsrente. Gemäss Art. 16 des Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) ist zur Bemessung
des Invaliditätsgrades das Einkommen, das die versicherte Person nach dem Eintritt
der Invalidität und nach der Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung zu setzen zum
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Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre
(Valideneinkommen).
2.3 Das ausschlaggebende Element der Bemessung des zumutbaren
Invalideneinkommens – und damit indirekt des Invaliditätsgrades – ist grundsätzlich der
Grad der verbliebenen Arbeitsfähigkeit, so dass dessen Ermittlung normalerweise den
ersten Schritt bei der Erhebung des massgeblichen Sachverhalts bildet. Um den Grad
der Arbeitsunfähigkeit, der Erwerbsunfähigkeit und der Invalidität bemessen zu können,
sind Verwaltung und Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe der
ärztlichen Sachverständigen ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu
Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die
versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen). Hinsichtlich
des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der
Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der
medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten
begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a).
3.
3.1 Zu klären ist im Folgenden die Frage, ob die medizinische Aktenlage eine
rechtsgenügliche Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin erlaubt. Die
Beschwerdegegnerin hat sich in rein medizinischer Hinsicht auf das Gutachten des
BEGAZ vom 29. April 2013 gestützt.
3.2 In somatischer Hinsicht ist die Beschwerdeführerin in den Fachdisziplinen
Neurologie, Ophthalmologie und Otorhinolaryngologie begutachtet worden. Aus
ophthalmologischer und otorhinolaryngologischer Sicht haben keine Befunde erhoben
werden können, welche zu einer quantitativen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit der
Beschwerdeführerin führen würden. Der otorhinolaryngologische Gutachter hat
aufgrund der bei der Beschwerdeführerin festgestellten pantonalen kombinierten
Schwerhörigkeit rechts sowie der leichtgradigen Hochtonschallempfindlichkeit links
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gewisse qualitative Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit attestiert (vgl. IV-act. 159-60
f.). Der neurologische Gutachter hat als objektivierbare Befunde ein leichtes, etwas
linksbetontes Cervikalsyndrom und ein leichtes Lumbovertebralsyndrom, beide ohne
relevante und sichere Funktionseinschränkungen und ohne radikuläre Reiz- und
Ausfallsymptomatik genannt. Im Weiteren hat er festgehalten, dass betreffend
Sensibilitätsdefizite im Bereich der linken Körperseite wieder ein links etwas
abgeschwächter Cornealreflex bestanden habe, so dass diese Sensibilitätsdefizite
durchaus und am ehesten als Folge der stattgefundenen Subarachnoidalblutung im Juli
2004 gewertet werden könnten. Diesbezüglich seien ohne weiteres auch
neuropsychologische Folgedefizite denkbar. Aufgrund des klinisch-
verhaltensneurologischen Eindrucks dürften solche Defizite - falls vorhanden -
höchstens in leichtem Ausmass bestehen (vgl. IV-act. 159-82 f.). Zur Arbeitsfähigkeit
der Beschwerdeführerin hat der neurologische Gutachter ausgeführt, dass körperlich
leichte bis selten mittelschwere Tätigkeiten, rückenadaptiert und ohne repetitive
Arbeiten über Schulterhöhe, im Kauern, Bücken sowie unter Zugbelastung zumutbar
seien. Die zuletzt ausgeübte Tätigkeit in einer “Strickerei“ sei aus rein neurologischer
Sicht weiterhin zumutbar, sofern die qualitativen Einschränkungen berücksichtigt
werden könnten. Vermehrte Pausen sollten dabei gewährt werden, so dass eine
Arbeitsfähigkeit im Rahmen von 80 - 90% resultiere (vgl. IV-act. 159-83). Die
Einschätzung des Gutachters ist wohl so zu interpretieren, dass der vermehrte
Pausenbedarf, welcher eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 10 - 20% zur Folge
hat, nur in der zuletzt ausgeübten, nicht jedoch in einer ideal leidensangepassten
Tätigkeit besteht. Dafür spricht auch, dass die neurologisch attestierte quantitative
Einschränkung in der Gesamtbeurteilung der Arbeitsfähigkeit in leidensadaptierten
Tätigkeiten keine Erwähnung findet (vgl. IV-act. 159-61). Dass der neurologische
Gutachter den letzten Arbeitsort der Beschwerdeführerin fälschlicherweise als
“Strickerei“ statt als “Stickerei“ bezeichnet hat (vgl. IV-act. 159-83), dürfte keinen
Einfluss auf die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit gehabt haben. Da es für die
Invaliditätsbemessung vorliegend ohnehin auf die Arbeitsfähigkeit in einer
leidensadaptierten Tätigkeit ankommt, kann eine weitergehende Prüfung dieser vom
Rechtsvertreter vorgebrachten Ungereimtheit unterbleiben. Der interdisziplinären
Gesamtbeurteilung ist indirekt zu entnehmen, dass die somatischen Befunde sich nur
in qualitativer Hinsicht einschränkend auf die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin
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in einer leidensadaptierten Tätigkeit auswirken. Angesichts der von den somatischen
Gutachern erhobenen nur diskreten, objektivierbaren Befunde ist diese
Schlussfolgerung nachvollziehbar und überzeugend. Hinzu kommt, dass die
Beurteilung des somatischen Gesundheitszustandes im Wesentlichen mit den beiden
Vorgutachten vom 11. Juni 2008 und 24. Oktober 2006 übereinstimmt. Im Rahmen der
Vorbegutachtungen hatten bei vergleichbarem Gesundheitszustand der
Beschwerdeführerin auch keine erheblichen, objektivierbaren Befunde erhoben werden
können (vgl. IV-act. 35, 72).
3.3 Im Beschwerdeverfahren hat der Rechtsvertreter einen Bericht von Dr. F._ vom
14. Oktober 2015 eingereicht und geltend gemacht, dass der von Dr. F._ erhobene
Verdacht auf eine bei der Beschwerdeführerin vorliegende strukturelle Epilepsie mit
komplex-fokalen Anfällen weiter abgeklärt werden müsse, zumal diese Problematik
möglicherweise schon seit Jahren bestanden habe (vgl. act. G 12). Obwohl der Bericht
von Dr. F._ erst lange nach Erlass der angefochtenen Verfügung vom 2. Dezember
2013 erstellt worden ist, könnte er aufgrund des vom Rechtsvertreter hergestellten
Vergangenheitsbezugs auch für die vorliegend zu beurteilende Zeit bis zum Erlass der
Verfügung von Bedeutung sein, weshalb er in die Beurteilung miteinzubeziehen ist. Dr.
F._ hat festgehalten, dass der dringende Verdacht auf das Vorliegen einer
strukturellen Epilepsie bestehe. Das Standard-EGG sei pathologisch mit Hinweisen auf
eine erhöhte cerebrale Erregbarkeit. Gemäss dem Bericht hat das EEG vom 7. Oktober
2015 gelegentlich epilepsieverdächtige bis - einmalig - epilepsietypische
Graphoelemente ergeben. Weiter hat Dr. F._ ausgeführt, dass es sich bei den von
der Beschwerdeführerin geschilderten rezidivierenden Zuständen mit Kraftlosigkeit,
Schwindel, Übelkeit, verlangsamter Reaktion beim Sprechen, häufigem Urinverlust
sowie Zucken/Zittern eines Beines mit grosser Wahrscheinlichkeit um komplex-fokale
Anfälle handle (vgl. act. G 12.1). Dem Bericht ist auch zu entnehmen, dass eine
neurologische Untersuchung durch Dr. med. G._ im November 2010 einen
unauffälligen EEG-Befund ergeben hatte. Auch der neurologische Gutachter des
BEGAZ hat den (in den vorliegenden Akten nicht enthaltenen) Bericht von Dr. G._
vom November 2010 berücksichtigt. Gemäss der Aktenwiedergabe des Gutachters
hatte Dr. G._ festgehalten, dass die Beschwerdeführerin über paroxysmale
Störungen mit Leergefühl im Kopf und einige Minuten dauernden Lücken, Vibrieren im
Kopf sowie das Hören von Geräuschen und Stimmen klage. Dem Ehemann sei
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aufgefallen, dass die Beschwerdeführerin etwa ein- bis zweimal pro Monat auf eine
Frage nicht antworte und einfach wie gewohnt dasitze. Zuckungen, Automatismen oder
eindeutige Bewusstseinsveränderungen habe die Beschwerdeführerin auf Nachfrage
verneint. Bei der klinischen Untersuchung hätten sich mit Ausnahme der
Gefühlsstörungen auf der linken Körperseite keine konsistenten Ausfälle gezeigt. Das
Vorliegen eines zerebralen Anfallleidens sei sehr unwahrscheinlich (vgl. IV-act. 159-76).
Aus dem Bericht von Dr. G._ geht hervor, dass die Beschwerdeführerin bereits
damals über vergleichbare Zustände geklagt hat. Jedoch ist ein zerebrales Anfallleiden
von Dr. G._ als sehr unwahrscheinlich bezeichnet worden, was angesichts des
unauffälligen EEG-Befunds nachvollziehbar ist. Den vorliegenden Akten sind keine
Hinweise zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin seit der neurologischen
Untersuchung im November 2010 nochmals über paroxysmale Störungen geklagt
hätte. Im Bericht der Klinik B._ ist festgehalten worden, dass sich während der
stationären Behandlung keine akut behandlungsbedürftigen somatischen Krankheiten
gezeigt hätten (vgl. IV-act. 113-3). Weiter haben weder der behandelnde Psychiater Dr.
D._ noch der Hausarzt Dr. E._ darüber berichtet, dass die Beschwerdeführerin
anfallsartige Leiden beklagt hätte (vgl. IV-act. 116, 121, 142). Schliesslich hat die
Beschwerdeführerin auch anlässlich der neurologischen Begutachtung durch das
BEGAZ im März 2013 keine anfallsartigen Zustände beklagt. Vordergründig hat sie
Nervosität, Nacken- und Kopfschmerzen, Inkontinenz und Gedächtnisprobleme
angegeben (vgl. IV-act. 159-68). Der neurologische Gutachter hat die
Beschwerdeführerin umfassend untersucht und seine Beurteilung in Kenntnis der
Vorakten, insbesondere des Berichts von Dr. G._ sowie der Schädel-CT-Befunde,
vorgenommen. Hinweise auf das Vorliegen einer strukturellen Epilepsie hat es jedoch
keine gegeben. Vor diesem Hintergrund ist überwiegend wahrscheinlich davon
auszugehen, dass im Zeitraum bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung kein
„Anfallsleiden“ wie eine strukturelle Epilepsie vorgelegen hat. Selbst wenn dies der Fall
gewesen wäre, sind im zu beurteilenden Zeitraum keine Auswirkungen dieser
Erkrankung ersichtlich, die eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit der
Beschwerdeführerin hätten begründen können. Sollte sich zeigen, dass bei der
Beschwerdeführerin tatsächlich eine strukturelle Epilepsie vorliegt, so wäre eine
dadurch bedingte allfällige Verschlechterung des Gesundheitszustandes jedenfalls erst
nach Erlass der vorliegend angefochtenen Verfügung anzunehmen.
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3.4 Zusammengefasst kann in somatischer Hinsicht auf das Gutachten des BEGAZ
sowie die der Beschwerdeführerin darin attestierte volle Arbeitsfähigkeit in
leidensadaptierten Tätigkeiten, d.h. Tätigkeiten, bei denen die von den somatischen
Fachdisziplinen angegebenen qualitativen Einschränkungen berücksichtigt werden,
abgestellt werden.
3.5 In psychischer Hinsicht hat der Gutachter des BEGAZ als
arbeitsfähigkeitsrelevante Diagnosen eine rezidivierende depressive Störung,
gegenwärtig mittelgradige Episode, sowie eine anhaltende somatoforme
Schmerzstörung mit regressiver Selbstlimitierung und ängstlicher Fehlverarbeitung von
Beschwerden bei einfach strukturierter Persönlichkeit angegeben (vgl. IV-act. 159). Im
Vergleich zu den beiden Vorgutachten von 2008 und 2006, gemäss welchen bei der
Beschwerdeführerin nur eine leichte depressive Episode und eine sich daraus
ergebende 20%ige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestanden hatte (vgl. IV-act.
35-18 f., 72-10 ff.), hat sich der psychische Gesundheitszustand der
Beschwerdeführerin laut Gutachten im Verlauf verschlechtert. Der psychiatrische
Gutachter hat ausgeführt, es sei ab 2011 zu einer Verstärkung und Chronifizierung der
Depressivität gekommen, welche eine (im Vergleich zum Vorgutachten) zusätzliche
Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer Sicht rechtfertige. In der zuletzt ausgeübten
Tätigkeit in einer Stickerei sei die Beschwerdeführerin seit November 2011 voll
arbeitsunfähig. Eine solche Tätigkeit mit der Überwachung von Maschinen, die auch
Konzentration erfordere, sei ihr nicht mehr zumutbar. Einfache, überschaubare und
repetitive Hilfsarbeitertätigkeiten ohne Akkord- und Fliessbandarbeit, z.B. im
Reinigungsdienst, seien der Beschwerdeführerin noch vier Stunden täglich ohne
Verminderung des Rendements zumutbar (vgl. IV-act. 159-95 ff.). Die vom Gutachter
im Vergleich zum Vorgutachten von 2008 angegebene Verschlechterung des
psychischen Gesundheitszustandes, insbesondere des depressiven Zustandsbilds,
lässt sich auch den medizinischen Vorberichten entnehmen. So hatte der behandelnde
Psychiater Dr. D._ am 8. November 2011 als Diagnose eine rezidivierende depressive
Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische Symptome, angegeben und
berichtet, dass sich der psychische Zustand der Beschwerdeführerin in den letzten
zwei Jahren stets verschlechtert habe. Wegen eines Ausbruchs psychotischer
Symptome im Januar 2010 sei eine neuroleptische Therapie eingesetzt worden, welche
einerseits zur intermittierenden Rückbildung der psychotischen Symptome geführt,
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andererseits aber die depressive Symptomatik anhaltend verstärkt habe (vgl. IV-act.
116). Vom 18. Mai bis 24. Juni 2011 war die Beschwerdeführerin wegen der schweren
depressiven Episode in stationärer Behandlung in der Klinik B._ gewesen. Die Ärzte
hatten im Austrittsbericht vom 8. Juli 2011 eine weiterhin und wahrscheinlich
längerfristig bestehende 100%ige Arbeitsunfähigkeit angegeben (vgl. IV-act. 113-2).
Zur Frage, ob die Beschwerdeführerin zu diesem Zeitpunkt unter psychotischen
Symptomen gelitten hatte oder nicht, gibt es in den Akten widersprüchliche Angaben.
Im Bericht vom 8. Juli 2011 hatten die Ärzte der Klinik B._ in der Beurteilung von
einer schweren depressiven Episode ohne psychotische Symptome gesprochen (vgl.
IV-act. 113-3), während sie im Verlaufsbericht vom 12. April 2012 angegeben hatten,
dass die Beschwerdeführerin beim Klinikeintritt im Mai 2011 eine schwere depressive
Dekompensation mit psychotischen Symptomen (Stimmenhören) gezeigt habe (vgl. IV-
act. 136-3). Dr. D._ hatte im Verlaufsbericht vom 30. Januar 2012 weiterhin die
Diagnose einer intermittierend schweren depressiven Episode mit psychotischen
Symptomen im Rahmen der rezidivierenden depressiven Störung sowie eine volle
Arbeitsunfähigkeit angegeben. Zum Verlauf hatte er festgehalten, dass bereits seit
Januar 2009 von praktisch einer anhaltenden schweren depressiven Symptomatik und
einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit ausgegangen werden könne (vgl. IV-act. 121-2).
3.6 Der psychiatrische Gutachter des BEGAZ hat abweichend von den Berichten der
Klinik B._ und von Dr. D._ im Zeitpunkt der Begutachtung am 23. März 2013
aufgrund seiner erhobenen Befunde nur eine mittelgradige depressive Episode im
Rahmen der rezidivierenden depressiven Störung feststellen können. Da der Gutachter
zu den psychiatrischen Vorberichten keine Stellung genommen hat, ist nicht klar, ob er
von einer Verbesserung des psychischen Gesundheitszustandes der
Beschwerdeführerin gegenüber der letzten Beurteilung von Dr. D._ ausgegangen ist
oder ob er den im Wesentlichen gleichen medizinischen Sachverhalt lediglich anders
beurteilt hat. Für letztere Annahme spräche, dass der psychiatrische Gutachter die
Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in leidensadaptierten Tätigkeiten seit
November 2011 offenbar durchgehend auf 50% geschätzt hat (vgl. IV-act. 159-96).
Darauf kann nicht ohne weiteres abgestellt werden, denn auch die Ärzte der Klinik
B._ und Dr. D._ haben ausführliche Befunderhebungen durchgeführt und ihre
Beurteilungen gestützt darauf nachvollziehbar begründet (vgl. IV-act. 113-2, 121-2). Es
erscheint somit durchaus plausibel, dass die Beschwerdeführerin zeitweise unter einer
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schweren depressiven Episode gelitten hat, welche rückblickend eine wohl höhere als
die vom psychiatrischen Gutachter attestierte Arbeitsunfähigkeit zur Folge hätte. Im
Weiteren hat der psychiatrische Gutachter auch nicht nachvollziehbar begründet,
weshalb er erst ab November 2011 von einer anhaltenden Verschlechterung des
psychischen Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin ausgeht, zumal die
Beschwerdeführerin bereits im Mai 2011 wegen einer schweren depressiven Episode
stationär behandelt worden ist und sich der psychische Gesundheitszustand laut Dr.
D._ seitdem nicht relevant verbessert hat. Dr. D._ hat im Bericht vom 30. Januar
2012 sogar festgehalten, dass mindestens seit Januar 2009 praktisch von einer
anhaltenden schweren depressiven Episode und einer vollen Arbeitsunfähigkeit der
Beschwerdeführerin ausgegangen werden könne (vgl. IV-act. 121-2). Vorliegend ist zu
berücksichtigen, dass sich die Beschwerdeführerin erst im Oktober 2011 wieder bei
der Beschwerdegegnerin angemeldet hat. Gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG entsteht ein
Rentenanspruch frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung
des Leistungsanspruchs, d.h. vorliegend frühestens ab März 2012. Erforderlich für den
Rentenanspruch ist u.a. dass während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch
eine durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit von mindestens 40% (in der zuletzt
ausgeübten Tätigkeit) vorgelegen hat (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG). Ausgehend davon
ist vorliegend der Verlauf der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin seit März 2011
von Bedeutung und müsste sich gestützt auf die vorliegenden Akten mit dem
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit beurteilen lassen. Dies ist wie
bereits ausgeführt nicht der Fall, da sich der psychiatrische Gutachter zum Beginn und
zum Verlauf der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin bis zum Zeitpunkt der
Begutachtung ungenügend geäussert hat. Auf die eher oberflächlich erscheinende
Aussage von Dr. D._, wonach bei der Beschwerdeführerin seit mindestens Januar
2009 eine anhaltende schwere depressive Symptomatik mit einer vollen
Arbeitsunfähigkeit angenommen werden könne (vgl. IV-act. 121-2), kann auch nicht
abgestellt werden, da es insbesondere an einer nachvollziehbaren Begründung für die
Verschlechterung im Vergleich zum ABI-Gutachten von 2008 fehlt und auch keine
konkreten Befunde genannt worden sind, welche eine volle Arbeitsunfähigkeit seit
Januar 2009 erklären würden. In retrospektiver Hinsicht lässt sich die Arbeitsfähigkeit
der Beschwerdeführerin aus psychiatrischer Sicht folglich nicht mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit beurteilen.
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3.7 Aus der Gesamtbeurteilung des BEGAZ-Gutachtens vom 29. April 2013 ist zu
entnehmen, dass bei der Beschwerdeführerin am 18. März 2013 erneut eine
psychotische Dekompensation aufgetreten und sie notfallmässig bei Dr. D._ in
Behandlung gewesen war. Den entsprechenden Bericht vom 20. März 2013 (vgl. IV-
act. 159-106) hat Dr. D._ den Gutachtern des BEGAZ nachträglich zugestellt. Die
Gutachter haben den Bericht im Aktenauszug wiedergegeben und festgehalten, dass
allen Fachgutachtern sämtliche Berichte vollumfänglich zur Verfügung gestanden
hätten (vgl. IV-act. 159-17). Ob der psychiatrische Gutachter jedoch bereits im
Zeitpunkt seiner Begutachtung Kenntnisse von der neuesten Entwicklung gehabt hatte,
ist fraglich, da er im psychiatrischen Fachgutachten keinerlei Bezug darauf genommen
hat (vgl. IV-act. 159-85 ff.). Im Rahmen der Gesamtbeurteilung hat der psychiatrische
Gutachter zum Bericht von Dr. D._ kurz Stellung genommen und ausgeführt, dass
bei der Beschwerdeführerin die psychotischen Dekompensationen offenbar nur
episodisch aufträten und durch Medikamente wieder kompensiert werden könnten,
weswegen der neuesten Entwicklung am 18. März 2013 noch keine Zunahme der
Arbeitsunfähigkeit über die Zeit beigemessen werden könne. Seine Einschätzung einer
50%igen Arbeitsfähigkeit in leidensadaptierten Tätigkeiten hat der psychiatrische
Gutachter neu unter die Bedingung gestellt, dass die psychotische Auslenkung am 18.
März 2013 (zwischenzeitlich) wieder durch Abilify habe kompensiert werden können
(vgl. IV-act. 159-33). Dieser Vorbehalt ist entsprechend auch in die interdisziplinäre
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit aufgenommen worden (vgl. IV-act. 159-61). In der
Folge hat es die Beschwerdegegnerin jedoch unterlassen, abzuklären, ob und ab
welchem Zeitpunkt die medikamentöse Behandlung mit Abilify tatsächlich gewirkt hat.
In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass solche Phasen von psychotischen
Dekompensationen bei der Beschwerdeführerin lange anhalten können. So haben die
Ärzte der Klinik B._ in der Anamnese festgehalten, dass sich die im Januar 2010
aufgetretene schwere depressive Dekompensation mit paranoid-halluzinatorischen
Symptomen erst im Sommer 2010 zurückgebildet habe (vgl. IV-act. 136-3). Vor diesem
Hintergrund ist nicht auszuschliessen, dass die am 18. März 2013 aufgetretene
psychotische Dekompensation eine längerdauernde Verschlechterung des
Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin und damit auch eine höhere
Arbeitsunfähigkeit begründet haben könnte. Auf die Arbeitsfähigkeitsschätzung des
psychiatrischen Gutachters kann somit nicht abgestellt werden, da der
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Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin zum Zeitpunkt der Begutachtung instabil
gewesen ist. Die Beschwerdegegnerin hätte vor Erlass der angefochtenen Verfügung
beim behandelnden Psychiater Dr. D._ Auskünfte zum Behandlungsverlauf einholen
und die Angelegenheit allenfalls nochmals dem psychiatrischen BEGAZ-Gutachter
unterbreiten müssen, damit dieser den Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit
der Beschwerdeführerin erneut hätte beurteilen können.
3.8 Zusammengefasst zeigt sich, dass die medizinische Aktenlage keine
rechtsgenügliche Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin aus
psychiatrischer Sicht zulässt. Einerseits ist der Verlauf der Arbeitsfähigkeit seit dem
vorliegend massgeblichen Zeitpunkt ab März 2011 (vgl. E. 3.6) bis zum
Begutachtungszeitpunkt im März 2013 unklar, andererseits lässt sich auch der Verlauf
der Arbeitsfähigkeit seit der Begutachtung bis zum Erlass der angefochtenen
Verfügung am 2. Dezember 2013 nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
beurteilen. Die Angelegenheit ist folglich zur Vornahme von ergänzenden medizinischen
Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Sinnvollerweise ist die
Sache erneut dem psychiatrischen Gutachter des BEGAZ zu unterbreiten, welcher sich
- unter Einbezug und Würdigung der Berichte der behandelnden Ärzte - zum Verlauf
des psychischen Gesundheitszustandes bzw. der Arbeitsfähigkeit der
Beschwerdeführerin von März 2011 bis Dezember 2013 zu äussern hat.
4.
4.1 Die Beschwerdegegnerin hat die vom psychiatrischen Gutachter des BEGAZ
attestierte 50%ige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin als in
rechtlicher Hinsicht unbeachtlich qualifiziert und ist von einer 100%igen
Arbeitsfähigkeit in somatisch angepassten Tätigkeiten ausgegangen. Sie hat sich dabei
auf die mit BGE 130 V 352 begründete Rechtsprechung des Bundesgerichts zu den
somatoformen Schmerzstörungen berufen und geltend gemacht, dass die depressive
Störung als allfällige psychische Komorbidität keine relevante Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit bewirke, da nach der Aktenlage (insbesondere den beiden
polydisziplinären Vorgutachten von 2008 und 2006) davon auszugehen sei, dass die
depressive Störung im (engen) Zusammenhang mit dem Schmerzleiden stehe. Zudem
seien auch die weiteren (Förster-)Kriterien nicht in genügender Weise erfüllt, um eine
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invalidisierende Wirkung der somatoformen Schmerzstörung annehmen zu können (vgl.
IV-act. 164).
4.2 Die Ansicht der Beschwerdegegnerin kann insbesondere im Hinblick auf die mit
dem Bundesgerichtsentscheid vom 3. Juni 2015, BGE 141 V 281 ff., neu eingeführten
Praxis nicht aufrechterhalten werden. Neu begründet die Diagnose einer anhaltenden
somatoformen Schmerzstörung und von vergleichbaren psychosomatischen Leiden
keine Überwindbarkeitsvermutung mehr. An die Stelle des Regel-/Ausnahmemodells
mit der Prüfung der Förster-Kriterien hat gemäss neuer Praxis ein strukturiertes
Beweisverfahren zu treten. In dessen Rahmen ist das tatsächlich erreichbare
Leistungsvermögen der versicherten Person in einer Gesamtbetrachtung
einzelfallgerecht und ergebnisoffen zu beurteilen. Diese Bewertung erfolgt anhand
eines Katalogs von Indikatoren, welche die massgeblichen Aspekte psychosomatischer
Leiden umfassen. Schematisch können diese Indikatoren folgendermassen dargestellt
werden (vgl. BGE 141 V 297 f., E. 4.1.3):
I Funktioneller Schweregrad
1. Komplex “Gesundheitsschädigung“
1.1. Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde
1.2. Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz
1.3. Komorbiditäten
2. Komplex “Persönlichkeit“: Persönlichkeitsdiagnostik
(Persönlichkeitsstruktur,Persönlichkeitsentwicklung und -störungen, persönliche
Ressourcen)
3. Komplex “Sozialer Kontext“
3.1. Abgrenzung psychosozialer und soziokultureller Faktoren
3.2. Eruierung der Ressourcen anhand des sozialen Umfelds
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II Konsistenzprüfung (Gesichtspunkte des Verhaltens)
1. Gleichmässige Einschränkung des Aktivitätsniveaus in allen vergleichbaren
Lebensbereichen
2. Behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidensdruck (bzw.
Inanspruchnahme von therapeutischen Optionen)
4.3 Das Erfordernis einer Gesamtbetrachtung gilt grundsätzlich unabhängig davon, wie
es um den Zusammenhang zwischen dem Schmerzsyndrom und der Komorbidität
bestellt ist. Daher verliert beispielsweise eine Depression nicht mehr allein wegen ihrer
(allfälligen) medizinischen Konnexität zum Schmerzleiden jegliche Bedeutung als
potentiell ressourcenhemmender Faktor (BGE 141 V 300 f. E. 4.3.1.3). Demnach ist die
Frage, ob die bei der Beschwerdeführerin vorliegende depressive Störung - wie es die
Beschwerdegegnerin vorbringt - als Reaktion auf die Schmerzstörung zu deuten ist
oder ob sie eine selbständige Erkrankung darstellt, im Licht der neuen Praxis nicht
mehr relevant. Der Vollständigkeit halber ist jedoch darauf hinzuweisen, dass gemäss
den Ausführungen des psychiatrischen BEGAZ-Gutachters die depressive Störung bei
der Beschwerdeführerin als arbeitsfähigkeitseinschränkende Diagnose klar im
Vordergrund steht, was bei dem vorliegenden Schweregrad der Depression (mittel- bis
allenfalls sogar schwergradig) nachvollziehbar ist. Auch die Arbeitsunfähigkeit der
Beschwerdeführerin hat der Gutachter in erster Linie mit den Auswirkungen der
depressiven Störung begründet. Wenn eine - sich auf ein klinisch festgestelltes
depressives Leiden zurückzuführende - gutachterlich bescheinigte Arbeitsunfähigkeit
vorliegt, könnte die Beschwerdegegnerin diese Einschränkung selbst unter Geltung der
altrechtlichen bundesgerichtlichen Praxis nicht einfach mit dem Hinweis auf das
gleichzeitige Vorliegen einer somatoformen Schmerzstörung als
invalidenversicherungsrechtlich unbeachtlich erklären. Im Sinne einer
Gesamtbetrachtung, wie es auch von der neuen Praxis des Bundesgerichts
vorgesehen ist, hat der psychiatrische Gutachter festgehalten, dass der
Beschwerdeführerin noch Anstrengungen zumutbar seien, sich mit ihren depressiven
Anteilen und den regressiven Verhaltensauffälligkeiten auseinanderzusetzen und sich
teilzeitlich, namentlich zu 50%, wieder beruflich einzulassen (vgl. IV-act. 159-95). Im
Rahmen der erforderlichen ergänzenden medizinischen Abklärungen aus
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 26/27
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St.Galler Gerichte
psychiatrischer Sicht wird der psychiatrische BEGAZ-Gutachter seine Beurteilung und
Arbeitsfähigkeitsschätzung noch ausführlicher, namentlich unter Berücksichtigung der
mit BGE 141 V 281 ff. eingeführten Indikatoren, zu begründen haben.
5.
5.1 Gestützt auf die vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung
der angefochtenen Verfügung vom 2. Dezember 2013 teilweise gutzuheissen und die
Angelegenheit zur ergänzenden medizinischen Abklärung im Sinn der Erwägungen und
entsprechender neuer Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
5.2 Nach Art. 69 Abs. 1 IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die
Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen
Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand
und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt.
Die Rückweisung zur Neubeurteilung gilt praxisgemäss als volles Obsiegen (BGE 132 V
235 E. 6). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint in der vorliegend zu
beurteilenden Angelegenheit angemessen. Die unterliegende Beschwerdegegnerin hat
die gesamte Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen. Der von der
Beschwerdeführerin geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist ihr
zurückzuerstatten.
5.3 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei
Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom
Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der
Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In
der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach
Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.--. Für einen
durchschnittlichen Vertretungsaufwand, wie es die vorliegende Angelegenheit erfordert
hat, erscheint eine praxisgemäss pauschale Parteientschädigung von Fr. 3'500.--
(inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) als angemessen. Die Beschwerdegegnerin
hat somit dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- (inklusive
Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.