Decision ID: 2b5db9df-f366-5168-b036-1446f1a51f8f
Year: 2019
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass der Beschwerdeführer am 8. Oktober 2019 in der Schweiz um Asyl
nachsuchte (elektronische Akten des SEM [SEM-act.] 1),
dass die Vorinstanz am 15. Oktober 2019 die Personalien des Beschwer-
deführers aufnahm und ihm am 18. Oktober 2019 rechtliches Gehör ge-
währte zur Zuständigkeit Frankreichs für die Behandlung seines Asylge-
suchs, zur beabsichtigten Wegweisung dorthin und zu seiner gesundheitli-
chen Verfassung (SEM-act. 11 und 14),
dass die Vorinstanz mit Verfügung vom 28. Oktober 2019 – eröffnet am
30. Oktober 2019 – in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG (SR
142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat, die Wegweisung aus der Schweiz
nach Frankreich anordnete und den Beschwerdeführer aufforderte, die
Schweiz spätestens am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen,
dass sie gleichzeitig auf die einer allfälligen Beschwerde von Gesetzes we-
gen fehlenden aufschiebenden Wirkung hinwies und die Aushändigung der
editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis an den Beschwerde-
führer veranlasste (SEM-act. 21 und 24),
dass der Beschwerdeführer am 6. November 2019 mit einer Rechtsmitte-
leingabe an das Bundesverwaltungsgericht gelangte und darin die Aufhe-
bung der vorinstanzlichen Verfügung beantragte,
dass er ferner die Begehren stellte, es sei ihm Flüchtlingseigenschaft zu-
zuerkennen und Asyl zu gewähren, (eventualiter) die Unzulässigkeit, Un-
zumutbarkeit und Unmöglichkeit des Wegweisungsvollzugs festzustellen
und eine vorläufige Aufnahme anzuordnen,
dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht um Verzicht auf die Erhebung ei-
nes Kostenvorschusses, um Gewährung der unentgeltlichen Prozessfüh-
rung sowie der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung und um Gewährung
der aufschiebenden Wirkung ersuchte (Akten des Bundesverwaltungsge-
richts [BVGer-act.] 1),
dass der Instruktionsrichter mit superprovisorischer Massnahme vom
7. November 2019 den Vollzug der Überstellung einstweilen aussetzte
(BVGer-act. 2),
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dass ebenfalls am 7. November 2019 die vorinstanzlichen Akten dem Bun-
desverwaltungsgericht in elektronischer Form vorlagen (vgl. Art. 109 Abs. 3
AsylG),

und zieht in Erwägung,
dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der Re-
gel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-
gen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31‒33
VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),
dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-
men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein
schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-
rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105
AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),
dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde – mit
nachstehender Einschränkung – einzutreten ist (Art. 108 Abs. 3 AsylG und
Art. 52 Abs. 1 VwVG),
dass sich die Beschwerde gegen einen Nichteintretensentscheid im Sinne
von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG richtet und deshalb lediglich zu prüfen ist,
ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl.
BVGE 2017 VI/5 E. 3.1 m.w.H.),
dass demgegenüber Fragen der Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft
und der Gewährung von Asyl, aber auch der Anordnung einer vorläufigen
Aufnahme wegen Vollzugshindernissen im erstinstanzlichen Verfahren
nicht zu prüfen waren und auch nicht zum Thema des Beschwerdeverfah-
rens gemacht werden können, weshalb auf die entsprechenden Rechtsbe-
gehren nicht einzutreten ist,
dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher
Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-
ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich,
wie nachfolgend aufgezeigt wird, um eine solche handelt, weshalb das Ur-
teil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),
dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-
zichtet wurde,
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dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich
Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und
unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt
werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),
dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asylsu-
chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des
Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a
Abs. 1 Bst. b AsylG),
dass diesbezüglich die Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen
Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien
und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung ei-
nes von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mit-
gliedstaat gestellten Antrags auf internationalen Schutz zuständig ist,
(nachfolgend: Dublin-III-VO) zur Anwendung kommt,
dass gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO jeder Asylantrag von einem einzi-
gen Mitgliedstaat geprüft wird, der nach den Kriterien des Kapitels III
(Art. 8–15 Dublin-III-VO) als zuständiger Staat bestimmt wird (vgl. auch
Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO),
dass das Verfahren zur Bestimmung des zuständigen Mitgliedstaates ein-
geleitet wird, sobald in einem Mitgliedstaat erstmals ein Asylantrag gestellt
wird (Art. 20 Abs. 1 Dublin-III-VO),
dass im Fall eines sogenannten Aufnahmeverfahrens (engl.: take charge)
die in Kapitel III (Art. 8–15 Dublin-III-VO) genannten Kriterien in der dort
aufgeführten Rangfolge (Prinzip der Hierarchie der Zuständigkeitskriterien;
vgl. Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO) anzuwenden sind, und dabei von der Situ-
ation in demjenigen Zeitpunkt auszugehen ist, in dem der Asylsuchende
erstmals einen Antrag in einem Mitgliedstaat gestellt hat (Art. 7 Abs. 2 Dub-
lin-III-VO),
dass im Rahmen eines Wiederaufnahmeverfahrens (engl.: take back)
demgegenüber grundsätzlich keine (erneute) Zuständigkeitsprüfung nach
Kapitel III stattfindet (vgl. EUGH [Grosse Kammer] vom 2. April 2019,
H. und R., C-582/17 und C-583/17, EU:C:2019:280, Rn. 61, 67, 80, 84;
BVGE 2017 VI/5 E. 6.2 und 8.2.1 m.w.H.),
dass der Beschwerdeführer gemäss einem Abgleich seiner Fingerabdrü-
cke mit der «Eurodac»-Datenbank am 16. Dezember 2010 und am
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22. März 2019 in Frankreich Asylgesuche eingereicht hatte (SEM-act. 7,8
und 12),
dass der gemäss der Dublin-III-VO zuständige Mitgliedstaat verpflichtet ist,
einen Drittstaatenangehörigen oder Staatenlosen, dessen Antrag abge-
lehnt wurde und der in einem anderen Mitgliedstaat einen Antrag gestellt
hat oder der sich im Hoheitsgebiet eines anderen Mitgliedstaats ohne Auf-
enthaltstitel aufhält, nach Massgabe der Artikel 23, 24, 25 und 29 wieder
aufzunehmen (Art. 18 Abs. 1 Bst. d Dublin-III-VO),
dass das SEM die französischen Behörden am 21. Oktober 2019 um Wie-
deraufnahme des Beschwerdeführers gestützt auf Art. 18 Abs. 1 Bst. d
Dublin-III-VO ersuchte (SEM-act. 16),
dass die französischen Behörden dem Gesuch um Wiederaufnahme des
Beschwerdeführers gestützt auf Art. 18 Abs. 1 Bst. d Dublin-III-VO am
28. Oktober 2019 zustimmten (SEM-act. 20),
dass die grundsätzliche Zuständigkeit Frankreichs somit gegeben ist, was
auch der Beschwerdeführer nicht bestreitet,
dass gemäss Art. 3 Abs. 2 Sätze 2 und 3 Dublin-III-VO der die Zuständig-
keit prüfende Mitgliedstaat für die Durchführung des Asylverfahrens zu-
ständig wird, falls es sich als unmöglich erweist, einen Antragsteller in den
eigentlich zuständigen Mitgliedstaat zu überstellen, weil es wesentliche
Gründe für die Annahme gibt, dass das Asylverfahren und die Aufnahme-
bedingungen für Antragsteller in jenem Mitgliedstaat systemische
Schwachstellen aufweisen, die eine Gefahr einer unmenschlichen oder
entwürdigenden Behandlung im Sinne von Artikel 4 der Charta der Grund-
rechte der Europäischen Union (ABl. C 364/1 vom 18.12.2000) mit sich
bringen, und nach den Regeln der Dublin-III-VO kein anderer zuständiger
Mitgliedstaat bestimmt werden kann,
dass es keine wesentlichen Gründe für die Annahme gibt, das Asylverfah-
ren und die Aufnahmebedingungen für Antragsteller in Frankreich würden
systemische Schwachstellen aufweisen, die eine Gefahr einer unmensch-
lichen oder entwürdigenden Behandlung im Sinne des Artikels 4 der EU-
Grundrechtecharta mit sich bringen,
dass folglich gegenüber Frankreich eine Anwendung von Art. 3 Abs. 2
Satz 2 Dublin-III-VO nicht gerechtfertigt ist, wie das Bundesverwaltungsge-
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richt in seiner Rechtsprechung wiederholt festgehalten hat (vgl. etwa Ur-
teile des Bundesverwaltungsgerichts F-5525/2019 vom 29. Oktober 2019
E. 6.2 oder F-5296/2019 vom 16. Oktober 2019 E. 5.2),
dass sodann jeder Mitgliedstaat abweichend von Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-
VO beschliessen kann, einen bei ihm von einem Drittstaatsangehörigen
oder Staatenlosen gestellten Antrag auf internationalen Schutz zu prüfen,
auch wenn er nach den in dieser Verordnung festgelegten Kriterien nicht
für die Prüfung zuständig ist (Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dublin-III-VO; sog.
Selbsteintrittsrecht),
dass Art. 29a Abs. 3 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 (AsylV 1,
SR 142.311) das Selbsteintrittsrecht landesrechtlich konkretisiert und es
ins pflichtgemässe Ermessen des SEM legt, ein Gesuch aus humanitären
Gründen auch dann zu behandeln, wenn die Prüfung ergeben hat, dass
ein anderer Staat zuständig ist,
dass indessen auf die Ausübung des Selbsteintrittsrechts ein einklagbarer
Anspruch besteht, wenn die Überstellung des Antragstellers in den an sich
zuständigen Mitgliedstaat übergeordnetes Recht, namentlich eine Norm
des Völkerrechts verletzen würde (vgl. BVGE 2010/45 E. 7.2; ferner Urteil
des BVGer F-3457/2019 vom 11.7.2019 E. 4.4, je m.H.),
dass der Beschwerdeführer in seiner Rechtsmitteleingabe gegen eine
Überstellung nach Frankreich einwendet, er wirke auf Aussenstehende
sehr auffällig, verwirrt und habe am 14. November 2019 «einen weiteren
Arzttermin», der abgewartet werden sollte,
dass im angefochtenen Entscheid nichts über Verwirrungszustände oder
psychische Probleme stehe,
dass Frankreich Signatarstaat der EMRK, des Übereinkommens vom
10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche
oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und des Ab-
kommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK,
SR 0.142.30) sowie des Zusatzprotokolls der FK vom 31. Januar 1967 (SR
0.142.301) ist und seinen diesbezüglichen völkerrechtlichen Verpflichtun-
gen nachkommt,
dass auch davon ausgegangen werden darf, der französische Staat aner-
kenne und schütze die Rechte, die sich für Schutzsuchende aus den Richt-
linien des Europäischen Parlaments und des Rates 2013/32/EU vom
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26. Juni 2013 zu gemeinsamen Verfahren für die Zuerkennung und Aber-
kennung des internationalen Schutzes (sog. Verfahrensrichtlinie) sowie
2013/33/EU vom 26. Juni 2013 zur Festlegung von Normen für die Auf-
nahme von Personen, die internationalen Schutz beantragen (sog. Aufnah-
merichtlinie) ergeben,
dass zwar die Vermutung, Frankreich halte seine völkerrechtlichen Ver-
pflichtungen ein, insbesondere mit Blick auf Art. 3 EMRK im Einzelfall wi-
derlegt werden kann, es hierfür aber konkreter und ernsthafter Hinweise
bedarf, die gegebenenfalls vom Betroffenen glaubhaft darzutun sind (vgl.
BVGE 2010/45 E. 7.4 f.; Urteil des BVGer D-5698/2017 vom 6.3.2018
E. 5.3.1),
dass der Beschwerdeführer mit seinen knappen und unzureichend sub-
stantiierten Vorbringen kein konkretes und ernsthaftes Risiko dafür dartun
konnte, die französischen Behörden würden sich weigern, ihn wieder auf-
zunehmen, seinen Antrag auf internationalen Schutz unter Einhaltung der
Regeln der Verfahrensrichtlinie zu prüfen, oder ihm dauerhaft die ihm ge-
mäss Aufnahmerichtlinie zustehenden minimalen Lebensbedingungen vor-
enthalten,
dass die von ihm beschwerdeweise erhobenen Einwände in einem gewis-
sen Widerspruch zu seinen Äusserungen im erstinstanzlichen Verfahren
und dem Ergebnis der dort getätigten medizinischen Abklärungen stehen,
dass der Beschwerdeführer im persönlichen Gespräch bei der Vorinstanz
am 18. Oktober 2019 – nach gesundheitlichen Beeinträchtigungen gefragt
– unter Vorlage eines Arztberichts vom 10. Oktober 2019 und eines Labor-
berichts vom 14. Oktober 2019 geltend machte, er leide an Hepatitis B,
wobei die Krankheit in Frankreich erst im Januar 2019 diagnostiziert wor-
den sei,
dass er in Frankreich die notwendigen Medikamente nicht bezahlt bekom-
men habe,
dass dieser Einwand schon deshalb nicht überzeugt, weil der Beschwer-
deführer in Frankreich – nach jahrelangem illegalem Aufenthalt – erst am
22. März 2019 ein neues Asylgesuch stellte und gegenüber den Behörden
nicht erwähnt haben will, dass er an Hepatitis B leide (SEM-act. 14),
dass der Beschwerdeführer – aus den in der Schweiz durchgeführten me-
dizinischen Abklärungen zu schliessen – tatsächlich an einer chronischen
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Hepatitis B leidet und der Verdacht auf eine restriktive Ventilationsstörung
besteht (SEM-act. 15),
dass den vorinstanzlichen Akten andererseits keine Hinweise auf eine psy-
chische Erkrankung zu entnehmen sind und gestützt auf den blossen Ein-
wand auch kein Anlass besteht, im Beschwerdeverfahren weitere Abklä-
rungen zu veranlassen,
dass im erstinstanzlichen Verfahren zu Recht nicht auf schwerwiegende
Beeinträchtigungen und entsprechende Dringlichkeit zu deren Behandlung
geschlossen wurde und auch aufgrund der Beschwerde nicht von solchen
auszugehen ist,
dass Frankreich über eine ausreichende medizinische Infrastruktur verfügt
und gemäss Art. 19 Abs. 1 der Aufnahmerichtlinie verpflichtet ist, dem Be-
schwerdeführer die erforderliche medizinische Versorgung, welche zumin-
dest die Notversorgung und die unbedingt erforderliche Behandlung von
Krankheiten und schweren psychischen Störungen umfasst, zu gewähren
(vgl. bspw. Urteil des BVGer F-6910/2018 vom 13. Dezember 2018 S. 8),
dass kein Grund zur Befürchtung besteht, Frankreich könnte dem Be-
schwerdeführer die erforderliche medizinische Versorgung künftig verwei-
gern,
dass im Übrigen die schweizerischen Behörden, die mit dem Vollzug der
Wegweisung beauftragt sind, bei der Organisation der konkreten Überstel-
lung allfälligen gesundheitlichen Beeinträchtigungen Rechnung zu tragen
und die französischen Behörden darüber vorgängig in geeigneter Weise zu
informieren hätten (vgl. Art. 31 f. Dublin-III-VO),
dass der Beschwerdeführer – sollten ihm die ihm nach der Aufnahmericht-
linie zustehenden Aufnahmebedingungen tatsächlich zeitweise vorenthal-
ten werden – die Möglichkeit hätte, diese gegenüber den französischen
Behörden nötigenfalls auf dem Rechtsweg einzufordern (Art. 26 Aufnah-
merichtlinie),
dass gestützt auf vorstehende Erwägungen kein konkretes und ernsthaftes
Risiko dafür anzunehmen ist, die Überstellung des Beschwerdeführers
nach Frankreich könnte gegen Art. 3 EMRK oder andere völkerrechtliche
Verpflichtungen der Schweiz oder gegen Landesrecht verstossen,
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dass demnach kein Grund für eine Anwendung der Ermessensklauseln
von Art. 17 Dublin-III-VO besteht und die Dublin-III-VO den Schutzsuchen-
den im Übrigen kein Recht einräumt, den ihren Antrag prüfenden Staat sel-
ber auszuwählen (vgl. BVGE 2010/45 E. 8.3),
dass das SEM demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b
AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist und
– weil der Beschwerdeführer in der Schweiz nicht im Besitz einer gültigen
Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung ist – in Anwendung von
Art. 44 AsylG die Überstellung nach Frankreich angeordnet hat (Art. 32
Bst. a AsylV 1),
dass die Beschwerde aus diesen Gründen abzuweisen ist, soweit darauf
eingetreten werden kann, und die Verfügung des SEM zu bestätigen ist,
dass das Beschwerdeverfahren mit vorliegendem Urteil abgeschlossen ist,
weshalb sich die Anträge auf Gewährung der aufschiebenden Wirkung so-
wie um Verzicht auf Erhebung eines Kostenvorschusses als gegenstands-
los erweisen,
dass der am 7. November 2019 angeordnete Vollzugsstopp mit dem vor-
liegenden Urteil dahinfällt,
dass die mit der Beschwerde gestellten Gesuche um Gewährung der un-
entgeltlichen Prozessführung und Rechtsverbeiständung abzuweisen sind,
da die Begehren – wie sich aus den vorstehenden Erwägungen ergibt – als
aussichtlos zu bezeichnen waren, weshalb die Voraussetzungen von
Art. 65 Abs. 1 VwVG nicht erfüllt sind,
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 750.- (Art. 1 -
3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-
gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem
Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).
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