Decision ID: 1321509e-9dd6-4b32-b7fc-3bd51c2869df
Year: 2014
Language: de
Court: CH_BSTG
Chamber: CH_BSTG_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: penal_law

Die Beschwerdekammer hält fest, dass:
- die Bundesanwaltschaft mit Verfügung vom 20. November 2014 die gegen
B. wegen des Verdachts des Betrugs, eventualiter der Veruntreuung, und
der Geldwäscherei im Teil-Sachverhalts- und Vorwurfsbereich "Anlagebe-
trügereien / Anschlussgeldwäscherei" geführte Strafuntersuchung definitiv
einstellte (act. 1.1);
- der (vormals) Mitbeschuldigte A. mit Beschwerde vom 15. Dezember 2014
beantragt, die Bundesanwaltschaft sei anzuweisen, die Einstellungsverfü-
gung aufzuheben und unter Berücksichtigung des Rechtsgrundsatzes in
dubio pro duriore den Beschuldigten B. in einem gemeinsamen, fairen Ver-
fahren mit den anderen Beschuldigten vor das ordentliche Gericht zu brin-
gen, damit dieses rechtskonform entscheiden könne (act. 1).

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass:
- die Parteien die Einstellungsverfügung der Bundesanwaltschaft innert zehn
Tagen bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts anfechten
können (Art. 322 Abs. 2 StPO i.V.m. Art. 37 Abs. 1 StBOG);
- jede Partei, die ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder
Änderung des angefochtenen Entscheides hat, ein Rechtsmittel ergreifen
kann (Art. 382 Abs. 1 StPO);
- die Beschwerdeführung mit anderen Worten auf Seiten des Beschwerde-
führers eine Beschwer voraussetzt (siehe GUIDON, Die Beschwerde ge-
mäss Schweizerischer Strafprozessordnung, Berner Diss., Zürich/St. Gal-
len 2011, N. 232 m.w.H.);
- es an einer solchen Beschwer fehlt, wenn ein Beschuldigter mit einem Ent-
scheid bezüglich einer mitbeschuldigten Person nicht einverstanden ist
(SCHMID, Handbuch des schweizerischen Strafprozessrechts, 2. Aufl., Zü-
rich/St. Gallen 2013, N. 1461);
- die Ausführungen des Beschwerdeführers, er sei insofern beschwert, als
ihn die Einstellung der Möglichkeit beraube, sich gegen die von B. gegen
ihn erhobenen Vorwürfe – zumindest in einer Konfrontationseinvernahme –
zu wehren, nicht zu überzeugen vermögen;
- 3 -
- eine solche Einvernahme von B. gegebenenfalls auch als Zeuge oder Aus-
kunftsperson durchgeführt werden kann;
- sich die Beschwerde nach dem Gesagten als offensichtlich unzulässig er-
weist, weshalb auf diese ohne Durchführung eines Schriftenwechsels nicht
einzutreten ist (Art. 390 Abs. 2 StPO e contrario);
- bei diesem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführer die Gerichts-
gebühr zu tragen hat (Art. 428 Abs. 1 StPO);
- diese vorliegend auf Fr. 200.-- festzusetzen ist (Art. 73 StBOG i.V.m. Art. 5
und 8 Abs. 1 des Reglements des Bundesstrafgerichts vom 31. Au-
gust 2010 über die Kosten, Gebühren und Entschädigungen in Bundes-
strafverfahren [BStKR; SR 173.713.162]);
- 4 -