Decision ID: ca1dcc2e-fcfc-4ad0-beca-60cd54094bbb
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Die 1979 geborene
X._
hatte
sich am 1
1.
Februar 2005 bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich
, IV-Stelle, zum Rentenbezug an
gemeldet
(
Urk.
7/2).
Nach
medizinische
n
und erwerbliche
n
Abklärungen wies
die IV-Stelle
das Leistungsbegehren mit Verfügung vom 28. Oktober 2005 unter Hinweis auf einen rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von 16
%
ab (
Urk.
7/23).
Am 3
0.
April 2011 meldete sich die Versicherte erneut zum Leistungsbezug an (
Urk.
7/30). In der Folge klärte die Verwaltung die medizinischen und erwerbli
chen Verhältnisse abermals ab und liess die Versicherte von den
Dres
. med.
Z._
, Fachärztin FMH für Allgemeine Innere Medizin und Rheumatologie, und
A._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, begutachten
(i
nternistisch-rheumatologische
Expertise
vom 1
4.
April 2012 [Urk.
7/54] und psychiatrisches Gutachten mit interdisziplinärer Zusammenfassung
vom 2
5.
Mai 2012 [Urk. 7/56]). Zusätzlich führte sie eine Abklärung
vor
Ort durch (
Haus
haltabklärungsbericht
vom 2
5.
September 2012 [
Urk.
7/62]). Nach durchge
führ
tem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
7/64) verneinte die IV-Stelle den
Leistungs
an
spruch
von
X._
– nun aufgrund eines Invaliditätsgrads von 3
%
seit April 2011 respektive von 21
%
seit Mai 2012 – mit
Verfügung vom 4
.
Dezember
2012
(
Urk.
7/69
=
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob die Versicherte mit Eingabe vom
1
9.
Januar 2013 Beschwerde und beantragte die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die
Zusprache
einer
Rente der Invalidenversicherung;
eventuell
seien berufliche Massnahmen zu gewähren und
subeventuell
seien weitere
fachärztliche
Expertisen
einzuholen
(
Urk.
1). Mit Beschwerdeantwort vom 1
1.
Februar 2013 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
6). Am 1
4.
Februar 2013 wurde der Beschwer
deführerin das Doppel der Beschwerdeantwort zugestellt (
Urk.
8).
3.
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, so
weit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge
sundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver
bleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine
E
werbs
unfähigkeit
liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwind
bar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (
IVG
)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 Prozent arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent besteht Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
War eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert worden und ist die Verwaltung auf eine Neuanmeldung
eingetreten (Art. 87 Abs. 3 der
Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV]), so ist im
Beschwerdeverfah
ren
zu prüfen, ob im Sinne von
Art.
17 ATSG eine für den Rentenanspruch relevante Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten ist (BGE 117 V 198 E. 3a mit Hinweis).
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bundesgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revisi
onsgrund
im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Ein
spracheentscheid
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E.
3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hinweisen).
1.4
Sowohl im Rahmen einer erstmaligen Prüfu
ng des Rentenanspruchs (
Art.
29 und
Art.
43 ATSG) als auch anlässlich einer Rentenrevision (
Art.
17 ATSG) stellt sich die Frage nach der in den drei Absätzen von
Art.
28a
IVG
normierten Invalidität
s
bemessungsmethode. Die Statusfrage, ob die versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig zu betrachten ist, was je zur Anwendung einer anderen Methode der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich, ge
mischte Methode, Betätigungsvergleich) Anlass gibt, bestimmt sich aufgrund der Prüfung, was die versicherte Person bei im Übrigen unveränderten Umstän
den täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde.
Massgebend
für diese Beurteilung ist die gesamte persönliche, famili
äre, berufliche und sozi
ale Situation. Ein starker
Indizwert
kommt dabei jener Tätigkeit zu, welche bei Eintritt der invalidisierenden gesundheitlichen Beein
trächtigung tatsächlich ausgeübt wurde, vor allem bei sonst im Wesentlichen unveränderten Verhält
nissen bis zur Entstehung des Rentenanspruchs
(Urteil des Bundesgerichts 8C_35/2011 vom 2
4.
Mai 2011 E. 3.2).
Die hypothetische Frage nach der im Gesundheitsfall ausgeübten Tätigkeit beur
teilt sich nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der
Verwaltungs
verfügung
bzw. bis zum Zeitpunkt des Beginns des Rentenanspruchs entwickelt haben, wobei für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausge
übten (Teil-)Erwerbstätigkeit oder Nichterwerbstätigkeit der im
Sozialversiche
rungsrecht
übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erforder
lich ist
(vgl.
zitiertes Urteil des Bundesgerichts vom 2
4.
Mai 2011 E. 3.3)
.
1.5
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im
Be
schwerdefall
das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.6
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu
stellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorlie
gen einander widersprechender medizinischer Be
richte den Prozess nicht erledi
gen, ohne das gesamte Beweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gut
achtens ist im Lichte dieser Grundsätze ent
scheidend, ob es für die Beantwor
tung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt
was vor allem bei psychischen Fehlent
wicklungen nö
tig ist
, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer
Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversi
cherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutach
ten,
3.
Aufl. 1994, S. 24 f.).
1.
7
Für den Beweiswert eines Berichtes über die Abklärung im Haushalt einer versi
cherten Person sind - analog zur Rechtsprechung betreffend die Beweiskraft von Arztberichten (BGE 125 V 351 E. 3a mit Hinweis) - verschiedene Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis von den örtlichen und räumlichen Verhält
nissen sowie den aus den medizinischen Diagnosen sich ergebenden Beein
trächtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Angaben der versicher
ten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext schliesslich muss plausibel, be
grün
det und angemessen detailliert bezüglich der einzelnen Einschränkungen sein und in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Abklärungsbericht voll beweiskräftig (AHI 2003 S. 218 E. 2.3.2 [in BGE 129 V 67 nicht veröffentlichte Erwägung]; Urteil des Bundesgerichts I 733/03 vom
6.
April 2004 E. 5.1.2; vgl. auch BGE 130 V 61 E.
6.2 und 128 V 93 f. E. 4 betreffend Abklärungsberichte im Zusammenhang mit der Hauspflege und Hilflosigkeit). Diese Beweiswürdigungskriterien sind nicht nur für die im Abklärungsbericht enthaltenen Angaben zu Art und Umfang der Behinderung im Haushalt massgebend, sondern gelten analog für je
nen Teil eines Abklärungsberichts, der den mutmasslichen Umfang der erwerb
lichen Tätigkeit von teilerwerbstätigen Versicherten mit häuslichem Auf
gabenbereich im Gesundheitsfall betrifft (Urteil des Bundesgerichts I 236/06 vom 19. Juni 2006 E. 3.2).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die abermalige Verneinung des
Leistungs
anspruchs
– unter Hinweis auf den Haushaltsabklärungsbericht vom 2
5.
September 2012 (
Urk.
7/62) – damit, die Beschwerdeführerin sei seit April 2011 im Aufgabenbereich Haushalt zu 3
%
eingeschränkt. Im Mai 2012 habe sich ihr Gesundheitszustand verschlechtert, weshalb ab diesem Zeitpunkt eine Einschränkung von 21
%
bestehe. Da die Versicherte neu als Nichterwerbstätige zu qualifizieren sei, entspreche die festgestellte Behinderung im Haushalt dem Invaliditätsgrad. Ein Anspruch auf eine Invalidenrente bestehe daher nicht (Urk. 2).
2.2
Die Beschwerdeführerin stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt, der
B
e
richt von
Dr.
med.
B._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie,
vom 1
4.
Oktober 2011
belege
eine
– auch unter entsprechender psychothera
peutischer und medikamentöser Behandlung –
erfolgte
Chronifizierung
ihres Gesundheitszustands
beziehungsweise
eine fehlende Besserung ihrer psychi
schen Leiden
. Die Einschätzung des behandelnden Psychiaters
schmälere den
Beweiswert des
von der Beschwerdegegnerin eingeholten
Gutachtens
,
und es sei a
ngesichts des abklärungsbedürftigen medizinischen Sachverhalts ein
Gerichts
gutachten
einzuholen
(
Urk.
1 S. 5 ff.).
Die von der Abklärungsperson festgehal
tene Einschränkung
von 21
%
im Aufgabenbereich Haushalt
e
ntspreche ausser
dem
nicht den Tatsachen
.
Sofern das hiesige Gericht
d
en Anspruch auf eine Invalidenrente verneine
n sollte
, seien ihr aufgrund
ihrer psychischen Beschwer
den
Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung zu gewähren (
Urk.
1
S. 8).
3.
3.1
3.1.1
Der Verfügung vom 2
8.
Oktober 2005 (
Urk.
7/23) lagen im Wesentlichen fol
gende medizinische Berichte zugrunde:
Dr.
med.
C._
, Fachärztin FMH für Physikalische Medizin und Rehabilitation,
nannte
am
4.
April 2005 (
Urk.
7/9)
nachstehende
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 1):
Schmerzpersistenz bei Status nach chirurgischer Hüftluxation rechts am 1
4.
Januar 2004 bei
Hüftimpingement
beidseits, rechts mehr als links
Status nach
Pfannenrandtrimmung
und Tenotomie
iliopsoas
, ver
mehr
ter lateraler und
anteriorer
Überdachung sowie etwas verspätetem Offset des
anterolater
alen
Kopf-Schenkelhals-Übergang
s
Per
i
trochantä
re
Schmerzen bei Insuffizienz der
Hüftabduktorenmuskula
tur
Dem Status nach
Osteosynthesematerialentfernung
rechts mass sie keinen Ein
fluss auf die Arbeitsfähigkeit bei (S. 1). Sie attestierte seit Januar 2004 bis auf
Weiteres
eine vollständige Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit
(S.
1) und hielt die Versicherte in angepasstem Rahmen für halbtags arbeitsfähig (S. 4).
3.1.2
Die an der
D._
tätigen Ärzte diagnostizierten am 1
0.
Mai 2005
(
Urk.
7/1
0
/3-6
) einen Status nach einer chirurgischen Hüftl
uxation rechts am 14. Januar 2004 bei
Hüfti
mpingement
beidseits (rechts mehr als links [S.
3
]). Betreffend
das Leistungsvermögen attestierten sie
der Beschwerdeführerin einerseits eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in der bisherigen wie auch in e
iner an
gepassten Tätigkeit (S. 2
). Andererseits führten sie aus, die Beschwerdeführerin sei seit dem operativen Eingri
ff zu 100
%
arbeitsunfähig (S. 3
f.).
3.1.3
Dr.
med.
E._
, Facharzt FMH für Radio-Onkologie / Strahlentherapie, stellte am 1
1.
Juni 2005 die gleichen Diagnosen wie
Dr.
C._
und bescheinigte ebenfalls eine 50%ige Arbeitsfähigk
e
it in einer leidensangepassten Tätigkeit (Urk. 7/12/1-4).
3.1.4
Nachdem sie die Beschwerdeführerin vom 2
1.
September bis
4.
Oktober 2004 stationär behandelt hatten, stellten die Ärzte der
F._
im
Aus
trittsbericht
vom 2
6.
Oktober 2004 (
Urk.
7/13/2-5)
folgende
Diagnosen
(S.
1)
:
Status nach
Osteosynthesematerialentfernung
April 2004 Trochanter rechts bei störenden Schrauben bei
Status nach chirurgischer Hüftluxation rechts, Pfannenrandtrimmung 10 bis 15 Uhr, Taillierung Kopf-/Schenkelhals-Übergang Tenotomie
Iliopsoas
am 1
4.
Januar 2004 bei
Hüfti
mpingement
beidseits, rechts mehr wie links
vermehrter lateraler und
anteriorer
Überd
achung sowie etwas ver
spätetem O
ffset
des
anterolateralen
Kopf-/Schenkelhals-Übergang
s
per
trochantären
Schmerzen bei Insuffizienz der
Hüftabduktoren
muskulatur
Sie attestierten vom 2
1.
September bis 1
8.
Oktober 2004 eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
(S. 2).
3.1.5
In seiner aufgrund der Akten verfassten Stellungnahme vom 2
3.
September 2005 gelangte
Dr.
med.
G._
, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin, vom Regionalen Ärztlichen Dienst
der IV-Stelle
zum Schluss, in Übereinstim
mung mit der Beurteilung durch die Ärzte der
D._
bestehe in einer leidensangepassten Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsfähigkeit (
Urk.
7/21 S. 3).
3.2
3.2.1
Im Zeitpunkt des Erlasses der
angefochtenen
Verfügung vom
4.
Dezember 2012 (
Urk.
2) präsentierte sich der medizinische Sachverhalt wie folgt:
Die Ärzte des
H._
, Institut für Rheumaklinik und Institut für Physikalische Medizin,
stellten
am
9.
Juni 2009 (
Urk.
7/40/1-3) folgende Diagnosen (S. 1):
1.
Generalisiertes Weichteilschmerzsyndrom
keine Hinweise auf entzündliche
Arthropathie
Vitamin-D-Mangel
2.
Chronische Hüftschmerzen beidseits
Status nach chirurgischer Hüftluxation rechts und
Pfannenrand
trimmung
bei
Hüftimpingement
beidseits am 1
4.
Januar 2004, rechts mehr als links
Status nach
Osteosynthesematerialentfernung
Trochanter rechts am 3
0.
April 2004
3.
Status nach einseitiger Ovarektomie 2007 bei Ovarialzysten
4.
Anamnestisch Status nach
Urticaria
factitia
2003
5.
Anamnestisch Penicillin-Allergie
Die betreff
enden Ärzte führten aus, die am
1
4.
Januar 2004 durchgeführte rechts
seitige Pfannenrandtrimmung habe nicht zu einer Beschwerdebesserung, sondern zu einer Zunahme der Beschwerden geführt. Vor zwei Jahren sei es zu einer Generalisierung der Schmerzen in den Extremitäten und im Rücken ge
kommen. In der aktuellen Untersuchung würden sich keine Hinweise auf eine
entzündliche
Arthropathie
finden. Anhaltspunkte für eine rheumatoide Arthritis würden auch keine bestehen (S. 2).
3.2.2
Die am Spital
I._
tätige
Dr.
med.
J._
, Fachärztin FMH für Allge
meine Innere Medizin und Pneumologie, nannte am 2
3.
Mai 2011 als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine
obstruktive Ventilationsstörung, wobei es sich wahrscheinlich um ein Asthma bronchiale handle.
Zusätzlich leide die Beschwerdeführerin vermutlich unter einer leichten chronisch obstruktiven Lungenkrankheit (COPD).
Der Adipositas mass sie keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bei. Sie attestierte aus pulmonaler Sicht
eine 100%ige
Arbeits
fä
higke
it (
Urk.
7/44/1-5
S. 3 f.).
3.2.3
Der die Beschwerdeführerin seit
6.
April 2011 behandelnde
Psychiater
Dr.
B._
stellte am 1
4.
Oktober 2011 (
Urk.
7/46) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 1):
Mittelgradige bis schwere depressive Episode (ICD-10 F32.1/32.2)
Agoraphobie mit Panikstörung (ICD-10 F40.01)
Zwangshandlungen (ICD-10 F
42.1)
De
r Nikotinabhängigkeit (ICD-10 F
17.2) mass er keinen Einfluss auf die Arbeits
fähigkeit bei (S. 1).
Er berichtete von einer bewusstseinsklaren, zu allen Qualitäten orientierten Be
schwerdeführerin. Sie sei im Kontakt freundlich und offen gewesen.
Aufmerk
sam
keitsstörungen
habe er keine beobachten können. Der Affekt sei gedrückt gewesen und
die Versicherte
habe traurig und hoffnungslos gewirkt.
Sie habe ein vermindertes Selbstwertgefühl und es habe ein sozialer Rückzug stattgefun
den. Sie leide unter Einschlaf- und Durchschlafstörungen und ihr Appetit sei vermindert.
Die Beschwerdeführerin
habe
zudem
agoraphobische Ängste und Panikattacken
sowie Waschzwänge geschildert (S. 3 f.). Er attestierte für sämtli
che Tätigkeiten eine vollständige Arbeitsunfähigkeit seit sicherlich April 2011 (S. 4).
3.2.4
Dr.
med.
K._
, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin, nannte am 6. Dezember 2011 (
Urk.
7/48/2-4)
nachstehende
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 1):
Coxalgien
beidseits bei
Status nach chirurgischer Hüftluxation rechts bei
Hüftimpingement
beidseits, rechts mehr als links
Status nach
Pfannenrandtrimmung
und Tenotomie
am
Iliopsoas
, ver
mehrter lateraler und
anteriorer
Überdachung sowie etwas verspäte
tem
O
ffset
des
anterolaterale
n
Kopf-/Schenkelhals-Übergang
s
per
trochantä
re
Schmerzen bei Insuffizienz der
Hüftabduktorenmus
kulatur
Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mindestens mittel
schwere depressive Episode
Schmerzverarbeitungsstörung
Verdacht auf Polyarthritis
Asthma bronchiale
Generalisiertes Weichteilschmerzsyndrom
Den folgenden Diagnosen
(Penicillin-Allergie, Status nach Urtikaria
factitia
,
Status nach einseitiger Ovarektomie 2007 bei Ovarialzysten
,
Refluxösophagitis
[
Gastroesophageal
Reflux
Disease
;
GERD], Adipositas und Nikotinabusus) m
ass er keinen Einfluss
auf die Arbeitsfähigkeit bei (S.1).
Seinem Bericht kann entnommen werden, dass die Depression und die Schmer
zen jegliche Arbeit verunmöglichen (S. 2).
3.2.5
Gestützt auf die Ergebnisse der rheumatologischen und psychiatrischen Untersu
chung stellten die Gutachter
Z._
und
A._
am 2
5.
Mai 2012 (
Urk.
7/56) folgende
,
sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirkende Diagnosen (S. 9):
Kongenitale rechtsbetonte vermehrte laterale und
anteriore
Überdachung beider Hüftgelenke mit etwas verspätetem Offset des
anterolateralen
Kopf-/Schenkelhals-Übergangs mit beidseitigem
Impingement
und
Status nach chirurgischer Hüftluxation rechts am 1
4.
Januar 2004 mit Pfannenrandtrimmung,
Taillierung am Kopf-/Schenkelhals-Übergang und Tenotomie am
Iliopsoas
-Muskel mit
operativer Entfernung des
Osteosynthesematerials
am 3
0.
April 2004 mit unauffälligem Limbus rechts (MRI Februar 2012)
d
iskreter beginnender
Coxarthrose
rechts mit
Ansatztendinose
am Trochanter
major
(Computertomographie April 2012) ohne Aktivi
tät in der Szintigraphie (April 2012)
Leichte depressive Episode mit somatischen Symptomen (ICD-10 F32.01)
Als ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit beurteilten sie die
folgenden Diagno
sen (S. 9):
Nikotinabusus (ICD-10 F17.1) mit
Obstruktiver Ventilationsstörung (Erstdiagnose Oktober 2010) und
wahrscheinlich Asthma bronchiale zusätzlich auch leichte chronisch obstruktive Lungenkrankheit mit
Normalisierung der Lungenfunktion mit
inhalativer
Therapie
(April 2011)
ausgedehnten chronischen Schmerzen
Adipositas Grad I (BMI 33.1 kg/m
2
)
Vitamin D-Mangel (Erstdiagnose Mai 2009), damals 32
nmol
/l, jetzt 26
nmol
/l
leichter Anämie mit Eisenmangel, Hämoglobin 114 g/l, mittleres
korpus
kuläres
Volumen (MCV) normal,
Ferritin
13
μ
g/l
Dr.
Z._
berichtete in ihrem rheumatologischen Fachgutachten
(Urk. 7/54/1-43)
, die Beschwerdeführerin sei mit einer
rechtsbetonten,
etwa
s
vermehrten Überdachung der
beiden
Hüftgelenke un
d einem etwas verspäteten
Offse
t des
anterolateralen
Kopf- und Schenkelhals-
Übergangs geboren
worden. Es habe sich ein
rechtsbetontes
Impingem
ent
beider Hüftgelenke entwickelt
, wesha
lb sie 2004 am rechten Hüftgelenk behandelt worden sei. In der klini
schen Untersuchung habe eine leicht eingeschränkte Beweglichkeit der beiden Hüftgelenke und der Lendenwirbelsäule in der Lateralflexion beobachte
t
werden können.
Ansonsten sei die Adipositas Grad I der wesentlichste Befund gewesen.
Die im April 2012 durchgeführte Ganzkörper-Skelettszintigraphie habe keine aktiven entzündlichen oder degenerativen Veränderungen gezeigt. In der Blut
untersuchung seien auch der Rheumafaktor, die
Anticitrullin
-Antikörper und die
antinukle
ä
ren
Antikörper im normalen Bereich gewesen.
Eine entzündliche rheumatische
Erkrankung könne aufgrund der klinischen Befunde und der Laborabklärungen ausgeschlossen werden. Von den von der Beschwerdeführerin angegebenen (Schmerz-)Medikamenten würden sich keine Spuren in ihrem Blut respektive Urin finden (S. 37 f.). Aus rheumatologischer Sicht lasse sich mit Ausnahme von besonders hüftbelastendenden Tätigkeiten keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit begründen (S.
40).
Dem psychiatrischen Teilgutachten von
Dr.
A._
(
Urk.
7/56)
kann entnom
men werden,
dass die Beschwerdeführerin ihre Lebensg
eschichte fliessend und genau
schilder
te
, was auf unauffällige mnestische Funktionen hindeute
t
e
.
Im Affekt sei sie
leicht bedrückt, verängstigt und verunsichert
gewesen.
Der affek
tive Rapport habe wiederum gut hergestellt werden können
. Antrieb und Moto
rik seinen unauffällig gewesen (S. 6).
B
ei der Beschwerdeführerin
hätten
aufgrund der anamnestischen Angaben keine Hinweise
für die Bildung einer Persönlichkeitsstörung
bestanden
. Ihre Kindheit sei ohne gravierende trauma
tische Ereignisse verlaufen und im Erwachsenenalter sei sie über Jahre den sozialen Anforderungen gewachsen gewesen, habe jahrelang eine konstante Arbeitsleistung erbracht und die Verantwortung ihren Kindern gegenüber wahr
genommen. Sie habe
– so
Dr.
A._
weiter
–
angesichts der glaubhaft geschil
derten anamnestischen Anga
ben mit massiven Nebenwirkungen
auf die
anti
depressive
Behandlung reagiert, weshalb sich die medikamentöse Behandlung ihrer psychischen Beschwerden in den letzten Monaten auf das
Anxiolytikum
Lexotanil
beschränkt habe.
Die im Verlauf des Jahres 2011 diagnostizierte mit
telgradige bis schwere depressive Episode
habe anlässlich der aktuellen Unter
suchung nicht mehr beobachtet werden können
,
und die Beschwerdeführerin
habe einzig noch Symptome einer leichten depressiven Episode gezeigt. Aus psychiatrischer Sicht bestehe daher
seit Mai 2012
keine Arbeitsunfähigkeit.
Vor dem Hintergrund der im April bis Dezember 2011 aufgetretenen mittelgradigen bis schweren depressiven Episode müsse für diese Zeit – in Übereinstimmung mit dem behandelnden Psychiater – eine vollständige Arbeitsunfähigkeit
in der angestammten wie auch
in
einer adaptierten Tätigkeit
bestätigt werden. Auf
grund des kontinuierlichen Rückgangs der depressiven Symptomatik sei von Januar bis April 2012 von einer 50%igen Arbeits
un
fähigkeit
für jegliche Tätig
keiten
auszugehen
(S. 7 f.).
Zur Frage de
s
Leistungsvermögens
führten die beteiligten Spezialärzte zusam
menfassend aus,
aus interdisziplinärer Sicht sei die Beschwerdeführerin von April bis Dezember 2011 vollständig arbeitsunfähig gewesen und von Januar bis April 2012 habe eine 50%ige Arbeitsfähigkeit – wiederum für angestammte
und
adaptierte Tätigkeiten – bestanden. Seit Mai 2012 sei die Versicherte zu 100
%
arbeitsfähig (
Urk.
7/56 S. 10).
4.
4.1
4.1.1
Im Vergleich zur ursprünglichen Rentenverfügung
(Urk.
7/23) nahm die
Beschwer
degegnerin
im Rahmen
der angefochtenen Verfügung (
Urk.
2) eine
Status
änderung
vor und qualifizierte die Beschwerdeführerin
neu
als
N
ichter
werbstätig
e
. Sie begründete dies
vor dem Hintergrund des
Haushaltabklärungs
bericht
s
vom 25. September 2012 damit, die
Versicherte
habe nach der
Renten
ablehnung
und daher im Wissen darum, dass eine Restarbeitsfähigkeit bestehe, keine Arbeitsbemühungen unternommen. Nach dem
zwischenzeitlich erfolgten
Wegzug
ihrer
Eltern sei die Kinderbetreuung nicht mehr geregelt und ein an
derweitiges Betreuungskonzept von der Beschwerdeführerin nicht geprüft wor
den (
Urk.
7/62 S. 3).
4.
1.
2
Eine gesundheitliche Beeinträchtigung der Beschwerdeführerin ist seit dem opera
tiven Eingriff an d
er Hüfte vo
m 1
4.
Januar 2004 aktenkundig (
Urk.
7/12 S. 20). Die Beschwerdegegnerin ging in der Folge lediglich in einer
behinde
rungsangepassten
Tätigkeit
von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit aus (
Urk.
7/21 S. 3 und
Urk.
7/23). Zur Beantwortung der
weiteren
Frage, in welchem Ausmass die Beschwerdeführerin als Gesunde
mutmasslich
erwerbstätig wäre, fällt ins Gewicht, dass die Beschwerdeführerin seit März 2002 voll ausserhäuslich bei der
L._
tätig war und von November 2001 bis Februar 2002 ein Arbeitspensum von knapp 90
%
ausübte (
Urk.
7/11 S. 2). Vor Eintritt des Gesundheitsschadens
hatte sie einen Sohn im Alter von sieben Jahren zu betreuen (
M._
, geb. 28. März 1996 [
Urk.
7/6]). Unter diesen Umständen scheint es keineswegs aus
geschlossen, dass sie im Gesundheitsfall auch nach
der Geburt der
Ende 2012 sechsj
ährig
gewordenen
Tochter (
N._
,
geb. 7. Dezember 2006) voll- oder teilzeitlich erwerbstätig geblieben wäre, zu
mal
der Sohn Ende 2012 bereits 16
Jahre alt
war
.
Hie
für
spr
echen
auch die angespannten finanziellen Verhältnisse der Familie (vgl.
Urk.
7/39 und
Urk.
7/54/1-43 S. 2 f.). Der Beschwerdegegnerin kann
daher
nicht gefolgt werden, wenn sie allein aufgrund de
s
Umstandes
, dass die Beschwerdeführerin nach ihrer gesundheitsbedingten Aufgabe ihrer Tätig
keit bei der
L._
keine Arbeitsbemühungen mehr unternahm, auf einen Statuswechsel schloss. Nicht
massgebend
ist zudem, dass die Eltern der Be
schwerdeführerin infolge ihres Umzugs keine dauerhaften Betreuungsaufgaben mehr wahrnehmen können, zumal sich die Abklärungsperson nicht nach einem aktuellen Betreuungskonzept erkundigte. Im Übrigen ist nicht aktenkundig, dass die Beschwerdeführerin
anlässlich der Abklärung vor Ort
nach ihrer im
Gesund
heitsfall
mutmasslich
ausgeübten Tät
igkeit
b
efragt
worden wäre
.
4.1.3
Nach dem Gesagten
erscheint die
von der Beschwerdegegnerin vorgenommene
Qualifikation als fraglich
und es lässt sich
der
Status der Beschwerdeführerin
gestützt auf die Akten
nicht ab
schliessend festlegen (
zur
medizinischen Situa
tion
E. 4.2
nachfolgend). Die Beschwerdegegnerin
wird
zur
Klärung der
Status
frage
weitere Abklärungen
hinsichtlich der gesamten Situation (vgl. E. 1.5
hie
vor
)
–
unter Einschluss
einer persönlichen Befragung der Beschwerdeführerin
–
vornehmen.
4.2
4.2.1
Weitere Unklarheiten bestehen sodann in Bezug auf die
medizinischen Stellung
nahmen zur
Arbeitsfähigkeit.
Dr.
K._
brachte der Beschwerdegegnerin am 1
9.
Juli 2012 die am 2
1.
Mai 2012 durchgeführte Diskushernien-Operation zur Kenntnis (
Urk.
7/59). Die Ärzte der
D._
führten
hiezu
aus, die Beschwerdeführerin berichte über Schmerzen im Nacken mit Ausstrahlung in die Schulter, den lateralen Ober- und den radialen Unterarm bis in den Dau
men rechts. Der Daumen sei seit A
nfang Mai taub. Die zehn Tage vor der Operation durchgeführte Infiltration habe keine dauerhafte Besserung gebracht, weshalb die Beschwerdeführerin die Durchführung des operativen Eingriffs wünsche (
Urk.
7/59 S. 2 f.).
4.2
.2
Im Rahmen der Leistungsprüfung ist der Operationsbericht vom 2
3.
Mai 2012 (
Urk.
7/59 S. 4) unberücksichtigt geblieben. Die Beschwerdegegnerin unterliess es, bei den behandelnden Ärzten nachzufragen, ob und gegebenenfalls inwie
weit der chirurgische Eingriff und dessen Folgen Auswirkungen auf die
Arbeitsfähigkeit der Beschw
erdeführerin zeitig
t
en
.
Eine Beurteilung der zusätzli
chen
– in
der Begutachtung durch die
Dres
.
Z._
und
A._
nicht be
rücksichtigten
–
objektivierbaren Befunde
betreffend die Rückenproblematik
durch den Regionalen Ärztlichen Dienst erfolgte
ebenfalls
nicht (vgl.
Urk.
7/
63 S. 5).
Damit kam die Beschwerdegegnerin ihrer in
Art.
43
Abs.
1
ATSG festge
schrieb
enen Untersuchungspflicht nicht nach
.
Hiefür
genügt
e
auch
nicht, dass die Abklärungsperson von den neuen Beschwerden anlässlich der Abklärung
vor
Ort erstmals Kenntnis nahm (
Urk.
7/62 S. 1
; vgl. E. 1.7
hievor
).
Unter diesen Umständen vermag das Gutachten der
Dres
.
Z._
und
A._
vom 1
4.
April respektive 2
5.
Mai 2012 (
Urk.
7/54/1-43 und
Urk.
7/56) kein umfassendes Bild über den Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin im massgebenden Zeitpunkt des Erlasses
der angefochtenen Verfügung abzu
geben.
4.
2
.3
Weitere
Abklärungen drängen sich auch
vor dem Hintergrund
der durch Dr.
A._
aus psychischer Sicht
b
escheinigten Arbeitsunfähig
keit
(
Urk.
7/54 S.
8 und
S.
10) auf. Er attestierte für die Zeit von Anfang April 2011 bis Ende April 2012 – und damit während 13 Monaten – eine mindestens 50%ige Ar
beitsunfähigkeit
, was
die Frage nach einem allfälligen
befristeten
Rentenan
spruch
aufwirft.
5.
Zusammenfassend
besteht aufgrund der
vorliegenden
Akten weder
hinreichende Klarheit über den
Status der Beschwerdeführerin noch
über deren
Gesundheits
zustand
beziehungsweise die
allfällig daraus resultierende
Arbeits
(
un
)
fähigkeit
(
respektive Einschränkung im Hausha
lt
)
. Di
e angefochtene Verfügung vom 4.
Dez
ember 2012 ist daher aufzuheben
und
es rechtfertigt sich bei dieser G
e
mengelage
an zu klärenden Aspekten,
die Sache an die Beschwerdegegnerin
zurückzuweisen, damit diese die notwendigen Abklärungen vornehme und her
nach über den Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Invalidenrente neu entscheide.
In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen.
6.
6.1
Die Kosten des Verfahrens sind auf
Fr.
600.-- festzulegen und, da die
Rückwei
sung
an die Verwaltung nach ständiger Rechtsprechung als vollständiges Obsie
gen gilt (vgl. etwa Urteil des damaligen Eidgenössischen Versicherungsgerichts U 199/02 vom 1
0.
Februar 2004 E. 6, mit Hinweis auf BGE 110 V 57 E. 3a; SVR 1999 IV Nr. 10 S. 28 E. 3), ausgangsgemäss von der Beschwerdegegnerin zu tragen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG
).
6.2
Bei diesem Ausgang des Verfahrens
ist der Beschwerdeführerin
gestützt auf Art.
61
lit
. g ATSG in Verbindung mit
§
34
Abs.
1 und 3 des Gesetzes über das Soz
ialversicherungsgericht
(
GSVGer
)
eine Prozessentschädigung
zuzusprechen
. Diese ist unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwie
rigkeit des Prozesses auf
Fr.
500
.-- (inklusive Mehrwertsteuer und Barauslagen) festzusetzen.