Decision ID: 5beffc32-f77c-40de-afe8-7a4fbda303d3
Year: 2012
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Entscheid Versicherungsgericht, 05.11.2012 Art. 64a Abs. 6 KVG, Art. 27 Abs. 1 und 2 ATSG sowie Art. 64a Abs. 1 KVG, Art. 90 KVV, 105b KVV in der bis Ende 2011 gültig gewesenen Fassung.Prämienausstände in der obligatorischen Krankenversicherung. Aufklärungs- und Beratungspflicht. Beginn Verzugszinspflicht (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 5. November 2012, KV 2012/3).Vizepräsident Joachim Huber, Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider, Versicherungsrichter Martin Rutishauser; a.o. Gerichtsschreiberin Nataša StankovićEntscheid vom 5. November 2012in SachenA._,Beschwerdeführer,gegenCSS Versicherung AG, Recht & Compliance, Tribschenstrasse 21, Postfach 2568, 6002 Luzern,Beschwerdegegnerin,betreffendForderungSachverhalt:
A.
Mit Entscheid vom 12. August 2010 wies das Versicherungsgericht des Kantons
St. Gallen (KV 2010/4) die Beschwerde von A._ vom 4. März 2010, mit welcher er die
Aufhebung des Einspracheentscheids der Beschwerdegegenerin vom 26. Februar 2010
beantragt hatte, in dem Sinn ab, dass er verpflichtet wurde, der CSS Versicherung AG
(nachfolgend CSS) den Betrag von Fr. 2'816.60 (Prämien von Fr. 2'736.60 für die
Monate Juli bis Dezember 2009 und Mahngebühr von Fr. 80.--) zuzüglich Zins zu 5%
auf den ausstehenden Prämien ab 15. September 2009 zu bezahlen. Sodann hielt das
Gericht insbesondere fest, in diesem Umfang werde der Rechtsvorschlag in der
betreffenden Betreibung des Betreibungsamts B._ aufgehoben und der CSS
definitive Rechtsöffnung erteilt.
B.
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B.a Mit Schreiben vom 29. Oktober 2010 kündigte A._ seine eigene
Krankenversicherung sowie diejenige seiner Ehefrau und der drei Kinder (per 31.
Dezember 2010 (act. G 1.2 sowie G 3.1 Beleg 3). Mit Schreiben vom 3. Dezember 2010
bestätigte die CSS die Kündigung unter Vorbehalt der Begleichung allfälliger
Zahlungsausstände sowie des Eingangs einer Versicherungsbestätigung der neuen
Krankenversicherung (act. G 3.1 Beleg 4).
B.b Mit Prämienabrechnung vom 16. Dezember 2010, 8. Januar 2011, 5. Februar 2011
sowie 5. März 2011 stellte die CSS die Prämien gemäss Bundesgesetz über die
Krankenversicherung (KVG; SR 832.10) der Monate Januar bis April 2011 in Höhe von
monatlich jeweils insgesamt Fr. 534.65 (die monatlichen Prämien für das Jahr 2011
betrugen für den Ehemann Fr. 157.95, für die Ehefrau Fr. 170.15, für die drei Kinder je
Fr. 68.85, act. G 3.1 Beleg 2) in Rechnung (act. G 6.2). Nachdem die Zahlung des
jeweils offenen monatlichen Betrags nach Ablauf der jeweiligen Zahlungsfrist ausblieb,
liess die CSS dem Versicherten am 19. Februar 2011, 19. März 2011, 23. April 2011
sowie 21. Mai 2011 jeweils eine Zahlungserinnerung zukommen (act. G 6.2). Mit
Mahnungen vom 19. März 2011, 23. April 2011, 21. Mai 2011 sowie 18. Juni 2011
ersuchte die CSS den Versicherten – unter Ansetzung einer jeweiligen Zahlungsfrist
sowie Einschluss einer jeweiligen Mahngebühr von Fr. 10.-- – erneut um Überweisung
der Prämienforderung für die besagten Monate (act. G 6.2). Auf die Folgen bei Nichter
füllung wurde mit dem Hinweis auf die teilweise wiedergegebenen Inhalte von Art. 64a
KVG aufmerksam gemacht (act. G 6.2).
B.c In der Zwischenzeit hatte die CSS am 24. Februar 2011 dem Versicherten
mitgeteilt, dass bei ihr per 31. Dezember 2010 noch Zahlungsausstände bestehen
würden, weshalb die Kündigung der obligatorischen Krankenpflegeversicherung nicht
akzeptiert werden könne und die Versicherungsdeckung bei der CSS aufrechterhalten
bleibe (act. G 3.1 Beleg 5).
B.d Am 30. Juli 2011 stellte die CSS beim Betreibungsamt B._ das
Betreibungsbegehren gegen A._ über den Betrag von Fr. 2'138.60 (Prämien für die
Monate Januar bis April 2011) nebst Zins zu 5% ab 16. März 2011, zuzüglich Fr. 80.--
Mahnspesen (act. G 3.1 Beleg 6). Gegen den in der Betreibung Nr. 100'664 am
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15. August 2011 zugestellten Zahlungsbefehl wurde am 19. August 2011 Rechts
vorschlag erhoben (act. G 3.1 Beleg 7).
B.e Mit Verfügung vom 28. September 2011 hob die CSS den Rechtsvorschlag auf
und forderte den Versicherten auf, den Betrag von Fr. 2'349.-- (Prämien für die Monate
Januar bis April 2011 im Umfang von Fr. 2'138.60 und Fr. 80.-- Mahnspesen nebst 5%
Zins ab 16. März 2011, welcher sich im Verfügungszeitpunkt auf Fr. 57.40 belaufe,
sowie Betreibungskosten in der Höhe von Fr. 73.--) zu begleichen (act. G 3.1 Beleg 8).
Gegen diese Verfügung zur Beseitigung des Rechtsvorschlags und Erteilung der
Rechtsöffnung opponierte A._ mit Schreiben vom 29. Oktober 2011 (act. G 3.1 Beleg
9).
B.f Mit Entscheid vom 23. Februar 2012 wies die CSS die Einsprache des
Versicherten ab und bestätigte ihre Rechtsöffnungsverfügung vom 28. September 2011
(act. G 1.1 sowie G 3.1 Beleg 11).
B.g Gegen diesen Einspracheentscheid der CSS richtet sich die am 14. März 2012
vom Beschwerdeführer erhobene Beschwerde (act. G 1) mit den sinngemässen
Anträgen, der Einspracheentscheid vom 23. Februar 2012 sei aufzuheben und die
Einsprache vom 29. Oktober 2011 gegen die Verfügung vom 28. September 2011 sei
gutzuheissen. Zur Begründung werden der Versicherungswechsel der Familie A._ per
31. Dezember 2010 angeführt und die schriftliche Bestätigung der CSS, die zugestellte
Kündigung vom 29. Oktober 2010 erhalten zu haben.
B.h Mit Beschwerdeantwort vom 30. März 2012 (act. G 3) beantragt die
Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde vom 14. März 2012 unter
Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Beschwerdeführers. Die Behauptung
des Versicherten, er und seine Familie seien seit dem 1. Januar 2011 nicht mehr bei der
CSS obligatorisch krankenversichert, sei bereits im Einspracheverfahren genügend
widerlegt worden, weshalb vollumfänglich auf die ins Recht gelegten Akten verwiesen
werde.
B.i Die dem Beschwerdeführer mit Schreiben des Versicherungsgerichts vom 2. April
2012 gewährte Frist zur Akteneinsicht liess dieser unbenützt verstreichen.
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B.j Auf Aufforderung des Versicherungsgerichts reichte die Beschwerdegegenerin mit
Schreiben vom 7. August 2012 nachstehende Unterlagen zu den Akten: Entscheid des
Versicherungsgerichts St. Gallen vom 12. August 2010 i.S. A._ gegen CSS
Versicherung betreffend Forderung (KV 2010/4), diverse Zahlungserinnerungen und
Mahnungen betreffend KVG-Prämien von Januar bis April 2011 sowie das Reglement
der CSS für die Versicherungen nach KVG. Betreffend die mit rechtkräftigem Entscheid
des Versicherungsgerichts vom 12. August 2010 festgestellten im Urteilszeitpunkt
ausstehenden KVG-Prämien von Juli bis Dezember 2009 führt die CSS aus, dass jene
auch heute noch offen seien, weshalb ein Wechsel des Versicherers per Ende 2010
nicht möglich gewesen sei. Im Übrigen liege ihr keine Mitteilung des neuen
Versicherers (Nachversicherungsbestätigung) vor; dies lasse den Schluss zu, dass der
Versichererwechsel per 1. Januar 2011 nicht nur aufgrund der Prämienausstände,
sondern auch mangels Vorliegens dieser Bestätigung nicht stattgefunden haben könne
(act. G 5 und G 6 - 6.1.3).
B.k Diese von der Beschwerdegegenerin ins Recht gelegten Unterlagen wurden dem
Beschwerdeführer in Kopie zur Kenntnisnahme zugestellt (act. G 7). Gleichzeitig
forderte das Gericht ihn auf, falls vorhanden, Belege betreffend Begleichung dieser von
der Beschwerdegegnerin geltend gemachten Zahlungsrückstände (Zeitraum: Juli bis
Dezember 2009) einzureichen. Mit Schreiben vom 4. Oktober 2012 reichte der
Beschwerdeführer eine Stellungnahme sowie die folgenden Unterlagen ins Recht: zwei
Schreiben des Sozialamts B._ vom 2. Februar 2011 respektive 21. Oktober 2010 die
Übernahme von Krankenkassen-Prämien und Kostenbeteiligungen betreffend,
Zahlungsbestätigung der Post (über einen Betrag von Fr. 2'417.-- zu Gunsten der CSS,
einbezahlt am 3. Januar 2011), Pfändungsankündigung des Gemeindeammannamts
und Betreibungsamts C._ vom 17. September 2012 (CSS gegen A._ über den
Gesamtbetrag von Fr. 1'069.30 nebst Zins zu 5 Prozent ab 16. Dezember 2011,
zuzüglich Fr. 80.-- Spesen und Fr. 118.-- Rechtsöffnungskosten, Betreibung
Nr. 78'661). Im Übrigen beantragte der Beschwerdeführer sinngemäss die Sistierung
des vorliegenden Verfahrens, weil er mit verschiedenen Stellen in dieser Angelegenheit
in Kontakt stehe (act. G 11).
B.l Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie den Inhalt der

weiteren Akten wird – soweit urteilsrelevant – in den nachfolgenden Erwägungen
eingegangen.
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Erwägungen:
1.
1.1 Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens bilden offene Prämienforderungen
aus der obligatorischen Krankenpflegeversicherung des Beschwerdeführers und seiner
Familie für die Zeit von Januar bis April 2011, wie sie mit Zahlungsbefehl vom
11. August 2011 seitens der Beschwerdegegnerin geltend gemacht wurden, und an
welchen sie mit Verfügung vom 28. September 2011 sowie im angefochtenen
Einspracheentscheid festhielt.
1.2 Ebenfalls umstritten und vorab zu prüfen ist der Weiterbestand der obligatorischen
Krankenpflege- beziehungsweise Grundversicherung der Familie A._ bei der
Beschwerdegegnerin über den 31. Dezember 2010 hinaus.
2.
2.1 Das KVG basiert auf dem Prinzip der Individualversicherung. Mit dem Beitritt einer
Person zur obligatorischen Krankenpflegeversicherung ist nur sie allein versichert;
diese ist nicht als Familienversicherung konzipiert und kennt keine "Kollektiv"-Verträge
für Familien (vgl. Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar
2007: Sozialversicherungsrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts] vom 4. Juli 2003,
K 137/02, E. 4.1 sowie Gebhard Eugster, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum
KVG, 2010, Rz 2 zu Art. 3 [nachfolgend zitiert als Rechtsprechung] und Gebhard
Eugster, Krankenversicherung, S. 406, Rz 16 f., in: Schweizerisches
Bundesverwaltungsrecht, Band XIV, Soziale Sicherheit, Hrsg. Ulrich Meyer, 2. Aufl.
2007 [nachfolgend zitiert als Krankenversicherung]). Auch die Kündigung des Vertrags
zur obligatorischen Krankenpflegeversicherung ist durch die versicherte Person selbst
(oder ihre gesetzliche Vertretung) vorzunehmen (vgl. Eugster, Rechtsprechung, a.a.O.,
Rz 3 zu Art. 3).
2.2 Aus dem Prinzip der Individualversicherung resultiert auch eine individuelle Pflicht
der versicherten Person auf Zahlung der Prämien und allfälliger Kostenbeteiligungen
(vgl. Eugster, Krankenversicherung, a.a.O., S. 406, Rz 16 am Ende). Dem Prinzip der
Individualversicherung entspricht auch, dass bei einer Kündigung nur diejenige Person
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nicht aus dem obligatorischen Krankenpflegeversicherungs-Vertrag entlassen werden
kann, die mit Prämien und/oder Kostenbeteiligungen sowie allfälligen
Kostenentschädigungen säumig ist (vgl. Eugster, Krankenversicherung, a.a.O., S. 440
Rz 131, mit dem Beispiel, dass Eltern, die nur die Prämien für ihre Kinder nicht bezahlt
haben, den Versicherer trotzdem wechseln können, nicht aber ihre Kinder).
2.3 Gemäss Art. 7 Abs. 1 und 2 KVG in Verbindung mit Art. 94 Abs. 2 der Verordnung
über die Krankenversicherung (KVV; SR 832.102) kann eine versicherte Person unter
Einhaltung der gesetzlichen Kündigungsfrist den Versicherer auf das Ende eines
Kalenderjahrs wechseln. Säumige Versicherte können laut Art. 64a Abs. 6 KVG den
Versicherer nicht wechseln, solange sie die ausstehenden Prämien,
Kostenbeteiligungen, Verzugszinse und Betreibungskosten nicht vollständig bezahlt
haben. Das Versicherungsverhältnis beim bisherigen Versicherer endet zudem gemäss
Art. 7 Abs. 5 KVG erst, wenn ihm der neue Versicherer mitgeteilt hat, dass die
betreffende Person bei ihm ohne Unterbrechung des Versicherungsschutzes versichert
ist. Unterlässt der neue Versicherer diese Mitteilung, so hat er der versicherten Person
den daraus entstandenen Schaden zu ersetzen, insbesondere eine allfällige
Prämiendifferenz. Sobald der bisherige Versicherer die Mitteilung erhalten hat,
informiert er die betroffene Person, ab welchem Zeitpunkt sie nicht mehr bei ihm
versichert ist.
3.
3.1 Unbestritten ist, dass die Familie A._ bei der CSS im Rahmen der
obligatorischen Krankenpflege jedenfalls bis zum 31. Dezember 2010 versichert war,
wobei ausschliesslich der Beschwerdeführer als Schuldner der Prämien für alle
Familienmitglieder auftrat. Mit Schreiben vom 29. Oktober 2010 kündigte er alle
Verträge der Familienmitglieder A._ betreffend die obligatorische
Krankenpflegeversicherung per 31. Dezember 2010 (vgl. act. G 1.2 sowie G 3.1 Beleg
3). Ob er dabei mit Bezug auf seine Ehefrau dem Prinzip der Individualversicherung
(vgl. E. 2.2 oben) ausreichend Rechnung trug, kann anhand der Akten nicht beurteilt
werden, weil das Kündigungsschreiben keine Unterschriften enthält. Wie es sich damit
genau verhält, kann indessen offen bleiben, da das Versicherungsverhältnis, wie sich
zeigen wird, ohnehin weiter bestehen bleibt.
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3.2 In seinem rechtskräftigen Entscheid vom 12. August 2010 hielt das
Versicherungsgericht fest, der Beschwerdeführer habe der CSS den Betrag von
Fr. 2'816.60 (Prämien von Fr. 2'736.60 für die Monate Juli bis Dezember 2009 sowie
Mahngebühren von Fr. 80.--) zuzüglich Zins zu 5 Prozent auf den ausstehenden
Prämien ab 15. September 2009 zu bezahlen und der CSS werde definitive
Rechtsöffnung erteilt. Im Schreiben vom 7. August 2012 erklärte die CSS, dass diese
KVG-Prämien bis dato noch ausstehend seien (act. G 6). Ob diese Zahlungsausstände
bis heute noch offen sind, geht aus den Unterlagen der Beschwerdegegnerin allerdings
nicht hervor. Der Beschwerdeführer hielt in seiner Eingabe vom 4. Oktober 2012 fest,
nachdem im Oktober 2009 die Kündigung eingereicht worden sei, habe sich
herausgestellt, dass Prämienforderungen (für 5 Monate) noch ausstehend gewesen
seien; diese seien in der Folge beglichen worden, was der eingereichten
Zahlungsbestätigung der Post über einen Betrag von Fr. 2'417.-- zu Gunsten der CSS,
einbezahlt am 3. Januar 2011, zu entnehmen sei (act. G 11). Demzufolge bestätigt der
Beschwerdeführer und belegt mit Einreichung der besagten Zahlungsbestätigung der
Post – die ausstehenden Prämien sind am 3. Januar 2011 beglichen worden –, dass
zumindest per 31. Dezember 2010 ein Prämienausstand im Sinn von Art. 64a Abs. 6
KVG bestanden hat. Ob es sich dabei um die von der Beschwerdegegnerin geltend
gemachten Zahlungsausstände handelt, kann dabei offen gelassen werden.
3.3 In formeller Hinsicht fehlt zudem die Bestätigung (Nachversicherungsbestätigung)
eines neuen Versicherers an die CSS betreffend nahtlose Weiterversicherung der
Familie A._ gemäss Art. 7 Abs. 5 Satz 1 KVG (act. G 6). Die Voraussetzungen für
einen Kassenwechsel waren mithin bis Ende 2010 nicht gegeben.
3.4
3.4.1 Des Weiteren ist darüber zu befinden, ob die Beschwerdegegnerin ihrer von
Eugster (Krankenversicherung, a.a.O., S. 440 Rz 133) postulierten Pflicht zur
rechtzeitigen Erinnerung an allfällige Ausstände nach einer Kündigung der
Grundversicherung so nachgekommen ist, dass deren Begleichung noch innerhalb der
Kündigungsfrist möglich gewesen wäre, oder ob sie ihre Aufklärungs- und
Beratungspflicht gemäss Art. 27 Abs. 1 und 2 des Bundesgesetzes über den
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Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) verletzt hat (vgl. auch
BGE 131 V 480 E. 5 und Eugster, Krankenversicherung, a.a.O., S. 808 f. Rz 1190).
3.4.2 Dem seitens der CSS eingereichten Bestätigungsschreiben vom 3.
Dezember 2010 betreffend die Kündigung des Beschwerdeführers vom 29. Oktober
2010 ist zu entnehmen, dass darauf hingewiesen wurde, dass versicherte Personen,
welche die ausstehenden Prämien bis zum Ablauf der Kündigungsfrist nicht vollständig
bezahlt haben, den Versicherer nicht vor dem nächstmöglichen gesetzlichen
Kündigungstermin wechseln können (act. G 3.1 Beleg 4). Auf dem seitens des
Beschwerdeführers zu den Akten gereichten selben Bestätigungsschreiben fehlt zwar
dieser Hinweis (act. G 1.2/2 ff.), allerdings geht insbesondere aus act. G 1.2/3 hervor,
dass es sich beim eingereichten Schreiben um eine Kopie handelt und jene Stelle auf
dem Original, an welcher der besagte Hinweis stand, abgedeckt wurde (act. G 3.1
Beleg 4). Somit bestand für den Beschwerdeführer infolge des Verweises auf die
einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen im Bestätigungsschreiben des CSS vom 3.
Dezember 2010 die Möglichkeit, die Zahlungsausstände noch vor dem Ablauf der
Kündigungsfrist zu begleichen. Folglich ist die
Beschwerdegegnerin ihrer Aufklärungs- und Beratungspflicht nachgekommen.
3.5 Vor dem Hintergrund obiger Erwägungen ist mithin festzuhalten, dass der
Beschwerdeführer und seine Familienangehörigen per Ende 2010 die Voraussetzungen
für die Entlassung aus der obligatorischen Krankenpflegeversicherung bei der CSS
nicht erfüllten, weshalb die Beschwerdegegenerin der Familie A._ auf dieses Datum
hin den Wechsel der obligatorischen Krankenpflegeversicherung verweigern konnte.
Die Kündigung der bisherigen Versicherungsverträge per 31. Dezember 2008 ist
demnach nicht wirksam geworden, weswegen die obligatorische
Krankenpflegeversicherung aller Mitglieder der Familie A._ weiter besteht.
4.
Wie eingangs erwähnt, bilden ebenfalls die seitens der CSS geltend gemachten
offenen Prämienforderungen aus der obligatorischen Krankenpflegeversicherung des
Beschwerdeführers, seiner Ehefrau sowie der drei Kinder für die Zeit von Januar bis
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April 2011 zuzüglich Verzugszinsen, Mahnspesen sowie Betreibungskosten den
vorliegenden Streitgegenstand. Demnach ist im Nachstehenden der Bestand der in
Betreibung gesetzten Prämienausstände zu prüfen sowie über die Frage zu befinden,
ob die Aufhebung des Rechtsvorschlags im Zusammenhang mit der Einforderung
dieser Prämien zu Recht ergangen ist.
5.
Der Abschluss der Krankenpflegeversicherung gehört zu den laufenden Bedürfnissen
der Familie im Sinn von Art. 166 Abs. 1 des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs (ZGB;
SR 210). Für die Prämien haften die Ehegatten solidarisch. Dies hat zur Folge, dass
jeder der Ehegatten für die gesamte Forderung belangt werden kann (Urteil des
Bundesgerichts K 4/07 vom 26. November 2007 E. 4.1 ff.; Art. 144 Abs. 1 des
Bundesgesetzes betreffend die Ergänzung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches
(Fünfter Teil: Obligationenrecht) [OR; SR 220]). Die Eltern haben gemeinsam für den
gebührenden Unterhalt der Familie zu sorgen. Sie haben insbesondere auch für den
Unterhalt der Kinder aufzukommen (Art. 276 Abs. 1 ZGB). Dazu gehört auch die
Bezahlung von Beiträgen an die Sozialversicherungen (BGE 125 V 435 E. 3b S. 436).
Demzufolge ist es zulässig, dass vorliegend die Beschwerdegegnerin beim
Beschwerdeführer die Prämien für die ganze Familie einfordert.
6.
Am 1. Januar 2012 traten diverse neue Bestimmungen im KVG und in der KVV in Kraft.
Von dieser Revision waren die hier einschlägigen Art. 64a KVG und Art. 105b KVV
ebenfalls betroffen. Auf den vorliegenden Sachverhalt betreffend die Prämienausstände
von Januar bis April 2011 sind jedoch aufgrund der allgemeinen intertemporalrecht
lichen Regeln, gemäss welchen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend
sind, die bei Verwirklichung des zu Rechtsfolgen führenden Sachverhalts galten,
Art. 64a KVG in der Fassung vom 1. Januar 2006 und Art. 105b KVV in derjenigen vom
1. August 2007 anwendbar. Nachfolgend werden daher alle Bestimmungen vom KVG
und KVV in der bis 31. Dezember 2011 gültig gewesenen Fassung zitiert.
7.
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7.1 Nach Art. 90 KVV sind die Prämien im Voraus und in der Regel monatlich zu
bezahlen. Bezahlt die versicherte Person fällige Prämien nicht, so hat der Versicherer
sie schriftlich zu mahnen, ihr eine Nachfrist von 30 Tagen einzuräumen und sie auf die
Folgen des Zahlungsverzugs hinzuweisen (Art. 64a Abs. 1 KVG). Der Versicherer muss
unbezahlte fällige Prämien und Kostenbeteiligungen im Rahmen der obligatorischen
Krankenpflegeversicherung, nachdem er mindestens einmal an diese Ausstände
erinnert hatte, getrennt von allfälligen anderen Zahlungsausständen spätestens drei
Monate ab Fälligkeit schriftlich mahnen. Mit der Mahnung muss er der versicherten
Person eine Frist von 30 Tagen zur nachträglichen Erfüllung ansetzen und sie auf die
Folgen der Nichtbezahlung hinweisen (Art. 105b Abs. 1 KVV). Bezahlt die versicherte
Person innerhalb der angesetzten Frist nicht, so muss der Versicherer die Forderung
innerhalb von weiteren vier Monaten getrennt von allfälligen anderen
Zahlungsausständen in Betreibung setzen (Art. 105b Abs. 2 KVV). Bei den Fristen von
Art. 105b KVV handelt es sich um Ordnungsvorschriften, deren Nichteinhaltung weder
den Anspruch auf die Ausstände noch auf den der betreibungsrechtlichen
Durchsetzung verwirken lässt. Der Krankenversicherer muss nach unbenütztem Ablauf
der Frist auch nicht das Mahnverfahren wiederholen. Er kann das eingeleitete
Betreibungsverfahren gleichwohl fortsetzen. Die einzige Konsequenz ist, dass die
Sanktionsfolgen von Art. 64a Abs. 2 KVG nicht eintreten können (vgl. Eugster,
Krankenversicherung, a.a.O., S. 747 f. Rz 1028; unveröffentlichtes Bundesgerichtsurteil
9C_786/2008 vom 31. Oktober 2008, E. 3.2). Bezahlt die versicherte Person trotz
Mahnung nicht und wurde im Betreibungsverfahren ein Fortsetzungsbegehren bereits
gestellt, so schiebt der Versicherer die Übernahme der Kosten für die Leistungen auf,
bis die ausstehenden Prämien, Kostenbeteiligungen, Verzugszinse und
Betreibungskosten vollständig bezahlt sind (Art. 64a Abs. 2 Satz 1 KVG).
7.2 Den Versicherungspolicen vom 5. Oktober 2010 ist zu entnehmen (act. G 3.1
Beleg 2), dass für die Mitglieder der Familie A._ für das Jahr 2011 jeweils eine
Monatsprämie von insgesamt Fr. 534.65 geschuldet war. Die seitens des
Beschwerdeführers nachgereichten Unterlagen vermögen nichts am Bestand der
Forderung zu ändern, betreffen doch insbesondere die beiden ins Recht gelegten
Schreiben des Sozialamts B._ vom 21. Oktober 2010 respektive 2. Februar 2011
lediglich die Übernahme von Prämien in Bezug auf den Zeitraum vom 1. November
2007 bis 31. Dezember 2008 respektive vom 1. Januar bis 30. Juni 2009 und mithin
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nicht den vorliegend interessierenden Zeitraum vom Januar bis April 2011. Sodann
lässt sich aus der Pfändungsankündigung des Gemeindeammannamts und
Betreibungsamts C._ vom 17. September 2012 (CSS gegen A._ über den
Gesamtbetrag von Fr. 1'069.30 nebst Zins zu 5 Prozent ab 16. Dezember 2011,
zuzüglich Fr. 80.-- Spesen und Fr. 118.-- Rechtsöffnungskosten, Betreibung
Nr. 78'661) sowie der Zahlungsbestätigung der Post über einen Betrag von Fr. 2'417.--
zu Gunsten der CSS, einbezahlt am 3. Januar 2011, nichts zu Gunsten des
Beschwerdeführers ableiten. Mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ist davon
auszugehen – insbesondere infolge der Angabe des Beschwerdeführers, nach der
Einreichung der Kündigung im Oktober 2009 habe sich herausgestellt, dass "noch 5
Monate offen seien" (act. G 11) –, dass es sich bei den in der Zahlungsbestätigung der
Post aufgeführten Beträgen um Monatsprämien (in der Höhe von Fr. 481.40 respektive
Fr. 491.40) handelt, welche schon von ihrer Höhe wegen nicht aktuell sein können und
demnach bereits vor dem Einzahlungsdatum vom 3. Januar 2011 ausstehend waren
und somit den hier interessierenden Zeitraum folglich nicht tangieren
7.3 Gemäss Art. 14.1 des Reglements der Beschwerdegegnerin für die
Versicherungen nach KVG, Ausgabe 01.2010 (nachfolgend AVB) ist die versicherte
Person verpflichtet, die ihrer Versicherung und Einteilung entsprechenden Prämien
gemäss Police im Voraus zu entrichten (act. G 6.3). Bei einem monatlichen
Zahlungsintervall werden die Prämien somit am letzten Tag des Monats fällig, der
demjenigen vorhergeht, für den die Prämien zu entrichten sind, und zwar unabhängig
von der Zustellung einer Rechnung.
7.4 Nachdem die Beschwerdegegnerin mit Schreiben vom 19. Februar 2011, 19. März
2011, 23. April 2011 sowie 21. Mai 2011 an die Ausstände vom Januar bis April 2011
erinnert hatte, machte sie den Beschwerdeführer mit Mahnungen vom 19. März 2011,
23. April 2011, 21. Mai 2011 sowie 18. Juni 2011 auf die ausstehenden
Prämienzahlungen aufmerksam und setze ihm eine Zahlungsfrist bis zum 7. April 2011,
12. Mai 2011, 9. Juni 2011 respektive 7. Juli 2011 an. Auf die Folgen bei Nichterfüllung
wurde in den Mahnungen mit dem Hinweis auf den auszugsweise wiedergegebenen
Inhalt von Art. 64a KVG aufmerksam gemacht (act. G 6.2). Zwar erfolgten die jeweiligen
Mahnungen innert der in Art. 105b Abs. 1 KVV geforderten Frist von drei Monaten ab
Fälligkeit, jedoch wurde anstelle von 30 Tagen jeweils eine zu kurze Zahlungsfrist
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angesetzt. Wie bereits erwähnt, handelt es sich gemäss Urteil des Bundesgerichts
9C_786/2008 vom 31. Oktober 2008 E. 3.2 bei den Fristen von Art. 105b KVV um reine
Ordnungsvorschriften, bei deren Nichteinhaltung weder der Anspruch auf die
Ausstände noch jener auf die betreibungsrechtliche Durchsetzung verwirkt.
7.5 Die entsprechende Betreibung erfolgte rund einen Monat nach der in der
Mahnung vom 18. Juni 2011 angesetzten Zahlungsfrist bis 7. Juli 2011 (act. G 6.2). Die
Voraussetzungen des Mahn- beziehungsweise Betreibungsverfahrens sind mithin
erfüllt.
8.
8.1
8.1.1 Für fällige Beitragsforderungen sind gemäss Art. 26 Abs. 1 ATSG Verzugs
zinsen zu leisten. Der Satz für den Verzugszins auf fälligen Prämien beträgt 5% im Jahr
(Art. 105a KVV). Ein Verzugszins ist in Bezug auf fällige KVG-Forderungen grundsätzlich
auch für geringe Beträge und kurzfristige Ausstände geschuldet (RKUV 2004 463
E. 5.3.4).
8.1.2 Im Nachgang zu den jeweils erfolglos gebliebenen Mahnungen, setzte die
Beschwerdegegnerin die Prämienbeträge betreffend die Monate Januar bis April 2011
von insgesamt Fr. 2'138.60, nebst Zins zu 5% ab 16. März 2011, zuzüglich Fr. 80.--
Mahnspesen am 11. August 2011 in Betreibung (act. G 3.1 Beleg 7). Die
Beschwerdegegnerin geht von periodisch anfallenden Forderungen aus und greift für
die Berechnung des Verzugszinses auf den mittleren Verfall zurück (vgl. BGE 131 III 12
E. 9.5 S. 25; act. G 1.1 sowie G 3.1 Beleg 11). Aus dem Wortlaut von Art. 26 Abs. 1
ATSG und Art. 105a KVV geht klar hervor, dass Verzugszins ab Fälligkeit zu leisten ist.
Eine vom Krankenversicherer in der Prämienrechnung beziehungsweise Mahnung
gewährte Zahlungsfrist ist daher nicht massgeblich. Für die Festsetzung der
Verzugszinsen kann von einer monatlichen Prämienzahlung ausgegangen werden. Die
Prämien sind somit jeweils am letzten Tag des Monats fällig, der demjenigen
vorhergeht, für den die Prämien zu entrichten sind. Basierend darauf ergibt sich als
mittlerer Verfall der 15. Februar 2011 (die Beschwerdegegnerin ermittelte den 16. März
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2011). Grundsätzlich handelt es sich bei der Vorverlegung des mittleren Verfalls um
eine reformatio in peius. Angesichts der Geringfügigkeit der Verschlechterung (etwa Fr.
9.20) wird jedoch darauf verzichtet, diese dem Beschwerdeführer gemäss Art. 61 lit. d
ATSG anzuzeigen und ihm Gelegenheit zur Stellungnahme beziehungsweise zum
Beschwerderückzug zu geben, da nicht anzunehmen ist, dass er aufgrund dieser
geringfügigen Verschlechterung die Beschwerde zurückziehen würde. Aus Gründen der
Prozessökonomie und Verhältnismässigkeit erscheint daher ein Verzicht auf die
Anzeige gerechtfertigt.
8.2 Die Erhebung angemessener Mahngebühren und Umtriebsspesen beim Verzug in
der Zahlung von Prämien und Kostenbeteiligungen ist unter der Voraussetzung der
schuldhaften Verursachung der (bei rechtzeitiger Zahlung unnötigen) Aufwendungen
durch die versicherte Person im Bereich des KVG zulässig, sofern der
Krankenversicherer in seinen allgemeinen Bestimmungen über die Rechte und Pflichten
der Versicherten eine entsprechende Regelung vorsieht (BGE 125 V 277 E. 2c/bb). Eine
Regelung zur Erhebung von Mahn- und Betreibungskosten nach Ablauf der
angesetzten Zahlungsfrist findet sich in Art. 14 Ziff. 3 AVB (act. G 6.3) der
Beschwerdegegnerin, ohne dass dort jedoch deren Höhe festgelegt wäre (vgl. dazu
auch Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 8. Juli 2008,
KV 2007/18 E. 4.4). Für die Beurteilung der Angemessenheit ist in solchen Fällen das
Kostendeckungs- oder Äquivalenzprinzip anzuwenden (Eugster, Krankenversicherung,
a.a.O., S. 753 Rz 1045). Angesichts der Tatsache, dass der Beschwerdeführer trotz
Zahlungserinnerung und Mahnung die Bezahlung der geschuldeten Prämienbeträge
unterliess und damit in schuldhafter Weise Aufwendungen verursachte, die bei
rechtzeitiger Zahlung nicht eingetreten wären, lässt sich die Höhe der Mahngebühr von
Fr. 80.-- nicht beanstanden. Die Mahnspesen sind demgemäss zu Recht verfügt
worden.
8.3 Die Betreibungskosten von Fr. 73.-- sind von Gesetzes wegen geschuldet (Art. 68
des Bundesgesetzes über Schuldbetreibung und Konkurs [SchKG; SR 281.1]) und vom
Schuldner bei erfolgreicher Betreibung zusätzlich zum Betrag, der dem Gläubiger
zugesprochen wurde, zu bezahlen (RKUV 2003 226). Entsprechend sind sie nicht in die
Rechtsöffnung einzubeziehen.
9.
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9.1 Zusammenfassend vermögen die Vorbringen des Beschwerdeführers nichts am
Bestand und der Durchsetzbarkeit der ausstehenden Prämienforderungen zu ändern.
Die CSS war nach dem Gesagten somit befugt, mit Verfügung über den Bestand ihrer
Forderungen gegenüber dem Beschwerdeführer zu entscheiden und den im
Betreibungsverfahren erhobenen Rechtsvorschlag analog zu Art. 79 Abs. 1 SchKG zu
beseitigen (vgl. BGE 121 V 109 E. 2; Art. 54 Abs. 2 ATSG).
10.
10.1Die Beschwerde ist demnach abzuweisen und der Beschwerdeführer zu
verpflichten, der Beschwerdegegnerin den Betrag von Fr. 2'218.60 (Prämien von
Fr. 2'138.60 für die Monate Januar bis April 2011 und Mahnspesen von Fr. 80.--)
zuzüglich Verzugszins von 5 % ab 15. Februar 2011 zu bezahlen. In diesem Umfang ist
in der Betreibung Nr. 110'664 des Betreibungsamts B._ definitive Rechtsöffnung zu
erteilen. Bei diesem Ergebnis drängt sich eine nichtsubstantiiert begründete
Verfahrenssistierung, wie vom Beschwerdeführer gewünscht, nicht auf.
10.2 Nach Art. 61 lit. a ATSG ist das Verfahren vor dem kantonalen
Versicherungsgericht für die Parteien kostenlos.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP