Decision ID: f9c295ff-0c46-4358-b6c9-ca5c971599cf
Year: 2012
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Fürsprecher Marco Büchel, LL.M., c/o K & B Rechtsanwälte,
Freudenbergstrasse 24, Postfach 213, 9240 Uzwil,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
Rente
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Sachverhalt:
A.
A.a A._ meldete sich am 15. Dezember 2000 zum Bezug von IV-Leistungen
(Berufsberatung, Umschulung, Rente) an (IV-act. 2). Dr. med. B._, Arzt für Allgemeine
Medizin FMH, berichtete am 20. März 2001 (IV-act. 11), der Versicherte leide an einem
chronischen lumbovertebralen Schmerzsyndrom mit rezidivierenden Beschwerden
beidseits rechtsbetont, an einer Periarthropathia genu bds. und an einer PHS
tendinopathica rechts. Ihm seien nur noch administrative Arbeiten im Betrieb zumutbar.
Die IV-Stelle bewilligte am 13. September 2001 eine Umschulung in der Form einer
CAD-Grundschulung (IV-act. 20). Der Versicherte absolvierte diese Grundschulung. Der
Berufsberater der IV-Stelle sah anschliessend keine Möglichkeit, die Umschulung in
einem Betrieb der freien Wirtschaft fortzusetzen, weil der Versicherte nicht motiviert sei
(IV-act. 28). Im Rahmen einer Prüfung des Rentenbegehrens erfolgte im Dezember
2002 eine Begutachtung in der MEDAS Basel. Im Gutachten vom 5. Februar 2003 (IV-
act. 36) wurde aus rheumatologischer Sicht eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit für
körperlich leichte und nicht rückenbelastende Arbeiten angegeben. Der psychiatrische
Sachverständige ging aufgrund einer Anpassungsstörung mit vorwiegender
Beeinträchtigung anderer Gefühle von einer Arbeitsunfähigkeit von maximal 25% aus.
Am 7. Mai 2003 wies die IV-Stelle das Rentenbegehren des Versicherten ab, da sich
der Invaliditätsgrad auf lediglich 36,55% belief (IV-act. 44). Der Rechtsdienst der IV-
Stelle empfahl am 8. Juli 2003, dem Versicherten nochmals eine Chance zu eröffnen,
sich im CAD-Bereich einzuarbeiten. Dazu sei die Abweisung des Rentenbegehrens zu
widerrufen (IV-act. 56). Am 10. Juli 2003 widerrief die IV-Stelle die inzwischen
einspracheweise angefochtene Rentenabweisung (IV-act. 61). Eine anschliessende
BEFAS-Abklärung ergab, dass eine Umschulung im CAD/AVOR-Bereich inklusive
zahlenmässig ausgerichtete Büroarbeiten durchaus erfolgversprechend war (IV-act.
75). Die IV-Stelle bewilligte eine Umschulung im CAD und Abrechnungsbereich vom 1.
März 2004 bis 28. Februar 2006 (IV-act. 83) bzw. bis 28. Februar 2007 (IV-act. 101). Der
Berufsberater der IV-Stelle hielt am 26. Februar 2007 fest (IV-act. 117), die fachliche
Ausbildung habe zu einer verwertbaren Erwerbsfähigkeit und Vermittelbarkeit des
Versicherten als CAD-Zeichner im Hochbau geführt. Dieser betrachte sich selbst aber
nur zu höchstens 40% arbeitsfähig. Bevor weitere berufliche Massnahmen ins Auge
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gefasst werden könnten, müsse die Rentenfrage geklärt werden. Sollte die
Arbeitsfähigkeit im neuen Beruf bei 50% oder höher liegen, komme eine länger
dauernde Einarbeitung an einem konkreten Arbeitsplatz in Frage. Gemäss dem
Ausbildner der C._ lägen die Verdienstmöglichkeiten eines CAD-Zeichners/
Hochbauzeichners bei Fr. 65'000.--. Der Versicherte sei fähig, alle Funktionen eines
Hochbauzeichners auszuführen.
A.b Die asim in Basel hielt in ihrem Gutachten vom 7. August 2008 fest (IV-act. 135),
der Versicherte leide insbesondere an einer leichten bis mittelschweren depressiven
Episode, an einem chronischen Zervikalsyndrom und an einem chronischen
Lumbovertebralsyndrom. Weder beim Zervikal- noch beim Lumbovertebralsyndrom
bestünden Hinweise auf eine radikuläre Symptomatik. Es sei weiterhin von einer
verminderten Belastbarkeit des Achsenskeletts und der unteren Extremitäten
auszugehen. Dies entspreche der Vorbeurteilung von 2003. Aus rheumatologischer
Sicht sei von einer vollen Leistungsfähigkeit des Versicherten als CAD-Zeichner
auszugehen. Es sei nicht einzusehen, warum im Verlauf der Ausbildung eine
zunehmende Einschränkung der Leistungsfähigkeit eingetreten sei. Aus psychiatrischer
Sicht habe sich die Diagnose geändert. Die leicht- bis mittelgradige Depression setze
die Leistungsfähigkeit um ca. 30% herab. Der Versicherte habe angegeben, er nehme
regelmässig Remeron und Efexor ein, aber der Serumspiegel sei deutlich
subtherapeutisch gewesen, was möglicherweise am kürzlich erfolgten
Medikamentenwechsel gelegen habe. Rein theoretisch sei von einer adäquaten
antidepressiven Behandlung und einer erfolgreichen beruflichen Integration eine
Besserung der psychischen Störung zu erwarten. Bei einem adäquaten
antidepressiven Medikamentenspiegel würde die Arbeitsfähigkeit 75% betragen. Die
eigentliche Ursache der Arbeitsunfähigkeit seien eine Verminderung der Flexibilität und
ein vermehrter Pausenbedarf. Die Tätigkeit, in die der Versicherte umgeschult worden
sei, sei optimal behinderungsadaptiert. Dr. med. D._ vom RAD empfahl am 17.
Oktober 2008, von einer Arbeitsfähigkeit von 70% auszugehen (IV-act. 139). Die IV-
Stelle verglich ein Valideneinkommen 2008 des Versicherten als Plattenleger von Fr.
66'040.-- mit einem zumutbaren Invalideneinkommen als CAD-Zeichner von Fr.
54'238.-- und ermittelte so einen Invaliditätsgrad von 17,87% (IV-act. 140). Mit einem
Vorbescheid vom 24. Oktober 2008 teilte sie dem Versicherten mit (IV-act. 142), sie
beabsichtige, sein Rentenbegehren abzuweisen. Der Versicherte liess am 24.
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November 2008 einwenden (IV-act. 143), er sei zu 100% invalid. Dazu verwies er auf
einen Bericht von Dr. B._ vom 2. November 2008 (IV-act. 145), laut dem er in seiner
Arbeitsfähigkeit massiv eingeschränkt war, und auf eine Verfügung des RAV vom 28.
Oktober 2008 (IV-act. 146), mit der ihm krankheitsbedingt die Vermittlungsfähigkeit
abgesprochen worden war.
A.c Dr. med. E._, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, führte in einem
von der IV-Stelle in Auftrag gegebenen Bericht vom 21. Januar 2009 aus (IV-act. 150),
der Versicherte sei aufgrund einer mittel- bis schwergradigen Depression nicht
arbeitsfähig. Er habe die Behandlung nach sechs Sitzungen am 11. März 2008
abgebrochen. Die IV-Stelle nahm einen korrigierten Einkommensvergleich vor (IV-act.
152). Sie stellte ein Valideneinkommen von Fr. 60'432.-- (durchschnittlicher Lohn 1997
bis 1999 gemäss den Einträgen im individuellen Beitragskonto, nominallohnangepasst
bis 2008) einem zumutbaren Invalideneinkommen von Fr. 48'750.-- (Arbeitsfähigkeit
75%) gegenüber, was einen Invaliditätsgrad von 26,62% ergab. Mit einer Verfügung
vom 13. Februar 2009 wies sie das Rentengesuch ab (IV-act. 52). In der dagegen
erhobenen Beschwerde (IV-act. 158) liess der Versicherte insbesondere geltend
machen, die im Gutachten vorgeschlagene, erneute psychiatrische Begutachtung habe
nicht stattgefunden. Die IV-Stelle widerrief die Verfügung am 27. April 2009 (IV-act.
162). Dr. B._ berichtete am 15. Mai 2009 (IV-act. 169), der Verlauf sei gekennzeichnet
durch wiederholte Attacken von lumbovertebralen Beschwerden mit Blockierungsbild
und ausgeprägtem muskulärem Hartspann lumbovertebral. Ein anhaltender Reizhusten
sei in pneumologischer Abklärung. Ausserdem sei wieder eine psychiatrische
Behandlung eingeleitet worden. Am 25. Mai 2009 gab Dr. B._ telephonisch an (IV-
act. 171), der Reizhusten sei kein Thema mehr. Dr. E._ teilte am 26. Mai 2009 mit (IV-
act. 172), neben der mittel- bis schwergradigen depressiven Episode bestehe eine
anhaltende somatoforme Schmerzstörung. Seit 2008 sei der Versicherte deswegen
vollständig arbeitsunfähig. Er ermüde schnell, sei ständig in einer Problemtrance, kaum
belastbar, irritiert sowie völlig fixiert auf die Schmerzproblematik und deshalb im
Konzentrationsvermögen eingeschränkt. Alle therapeutischen Bemühungen
versandeten am maladaptiven Copingstil des Versicherten.
A.d Die asim gab in ihrem Verlaufsgutachten vom 28. Dezember 2009 (IV-act. 182)
folgende Diagnosen an: Schwerer, dekompensierter Tinnitus links mehr als rechts,
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leichte bis mittelgradige depressive Episode, chronisches Zervikalsyndrom (ohne
neurologische Ausfälle), chronisches Lumbovertebralsyndrom, anamnestisch
Rotatorenmanschettenläsion rechts, anamnestisch sonographisch degenerativ
veränderte Supraspinatussehne, klinischer Verdacht auf Retropatellararthrose, St. n.
partieller Ruptur des vorderen Kreuzbandes, alte Läsion des medialen Meniskus links,
Riss am medialen Meniskushinterhorn rechts und - ohne Einfluss auf die
Arbeitsfähigkeit - chronische Schmerzstörung mit psychischen und somatischen
Faktoren sowie leichtgradige Schwerhörigkeit links, etwas ausgeprägter rechts. In ihrer
Beurteilung hielten die Sachverständigen der asim fest, bei der klinischen
Untersuchung des Bewegungsapparats hätten sich Befunde ergeben, die mit dem
Abklärungsergebnis 2008 vergleichbar seien. Die allgemeine Belastbarkeit sei
vermindert, aber eine sitzende, wechselbelastende, mit Pausenmöglichkeit versehene
Tätigkeit sei durchaus noch möglich. Aus psychiatrischer Sicht hätten sich eine leicht
vermehrte Reizbarkeit und ein leichtes bis maximal mittelschweres depressives
Syndrom erheben lassen. Der Befund sei wenig verschieden von den beiden
Vorgutachten. Auch aus psychiatrischer Sicht seien gewisse Tendenzen der
Symptomamplifizierung unübersehbar gewesen. Subjektiv habe sich der Zustand
verschlechtert, objektiv sei er aber unverändert. Die Therapieempfehlungen im
Gutachten von 2008 seien nur rudimentär umgesetzt worden. Insbesondere sei nie ein
therapeutisches Drugmonitoring durchgeführt worden. Die aktuelle Spiegelbestimmung
der Antidepressiva habe nach wie vor keinen ausreichenden Serumspiegel ergeben, so
dass zu vermuten sei, dass sich der Versicherte in seinem sozialen Umfeld weitgehend
als invalid positioniert habe. Weitere Gründe für eine ausbleibende objektive
Verbesserung seien der maladaptive Copingstil, eine aktuell nicht greifende ambulante
und zu niedrigfrequente psychiatrische Therapie sowie eine wahrscheinlich
ungenügende Medikamenteneinnahme. Der Verlauf weise auf ein gewisses
Rentenbegehren hin. Nach wie vor sei nicht schlüssig, weshalb die anfangs
erfolgreiche Umschulung am Ende zunehmend schwieriger geworden sei.
Abschliessend wurde festgehalten, der Versicherte sei in einer angepassten Tätigkeit
nach wie vor zu 70% arbeitsfähig. Das zumutbare Tätigkeitsprofil habe sich nur
insofern verändert, als nun auf eine lärmarme Umgebung (Einzelbüro) zu achten sei.
Zur Umsetzung der Arbeitsfähigkeit von 70% sei ein Pensum von 80% notwendig,
damit die notwendigen Pausen eingelegt werden könnten. Die IV-Stelle verglich ein
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Valideneinkommen von Fr. 66'757.-- mit einem zumutbaren Invalideneinkommen von
Fr. 45'500.-- und ermittelte sie einen Invaliditätsgrad von 31,84% (IV-act. 184). Mit
einem Vorbescheid vom 27. Januar 2010 teilte sie dem Versicherten mit, dass sie
beabsichtige, sein Rentenbegehren abzuweisen (IV-act. 183). Der Versicherte liess am
16. Februar 2010 (IV-act. 189) einwenden, der Ausbildner während seiner Umschulung
sei von einer Arbeitsfähigkeit von 40% ausgegangen. Damit sei nachgewiesen, dass
die medizinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit von 70% nicht richtig sei. Die
Einschränkung am Knie sei bei der Arbeitsfähigkeitsschätzung durch die asim nicht
berücksichtigt worden. Deshalb sei die medizinische Abklärung zu ergänzen. Beim
Einkommensvergleich hätte ein zusätzlicher Abzug von 25% erfolgen müssen. Mit einer
Verfügung vom 22. März 2010 wies die IV-Stelle das Rentenbegehren des Versicherten
ab (IV-act. 191).
B.
B.a Der Versicherte liess am 27. April 2010 Beschwerde erheben und die Zusprache
einer ganzen Invalidenrente beantragen (act. G 1). Sein Rechtsvertreter machte
geltend, der Gesundheitszustand habe sich seit der Begutachtung von 2008
verschlechtert. Deshalb müsse gestützt auf die Einschätzung von Dr. E._ von einer
Arbeitsunfähigkeit von 100% ausgegangen werden. Die Einschränkungen, die durch
die Kniebeschwerden verursacht seien (kein Kauern, Knien, Tragen von Lasten über 10
kg, Gehen in unebenem Gelände, längeres Stehen, Besteigen von Leitern, Gerüsten,
Treppen usw. mehr möglich), hätten bei der Arbeitsfähigkeitsschätzung durch die
Sachverständigen der asim keine Berücksichtigung gefunden. Ein Orthopäde hätte
beigezogen werden müssen. Die Arbeitsfähigkeit sei somit unzureichend abgeklärt
worden. Das Valideneinkommen betrage Fr. 72'284.--. Bei der Bemessung des
Invalideneinkommens müsse von einem Jahreseinkommen von Fr. 45'500.-
ausgegangen werden. Das entspreche bei einem Arbeitsfähigkeitsgrad von 40% einem
zumutbaren Invalideneinkommen von Fr. 18'200.--. Der Invaliditätsgrad belaufe sich
somit auf 74,8%. Aus einem Valideneinkommen von Fr. 66'757.-- und einem
Invalideneinkommen von Fr. 34'125.-- (Fr. 45'500.-- abzüglich 25%) resultiere ein
Invaliditätsgrad von 48,9%.
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B.b Die Beschwerdegegnerin beantragte am 8. Juni 2010 die Abweisung der
Beschwerde (act. G 4). Sie betrachtete das Ergebnis der Begutachtung durch die asim
als grundsätzlich überzeugend, wobei allerdings nicht von einer relevanten
Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden dürfe, weil eine anhaltende somatoforme
Schmerzstörung oder ihre Folgen vermutungsweise durch eine zumutbare
Willensanstrengung überwunden werden könne. Das gelte auch für leicht- bis
mittelgradige depressive Episoden. Die Knieprobleme seien in die medizinische
Beurteilung eingeflossen. Der Beschwerdeführer habe gemäss den Einträgen in seinem
individuellen Beitragskonto für 1997 bis 1999 im Durchschnitt Fr. 59'092.-- verdient.
Angepasst an die Nominallohnentwicklung ergebe das einen Betrag von Fr. 66'757.--
für 2008. Gemäss den Angaben der C._ lägen die Verdienstchancen des
Beschwerdeführers als CAD-Zeichner bei Fr. 65'000.--. Da der Beschwerdeführer gut
Deutsch spreche, bestehe keine Notwendigkeit, einen entsprechend begründeten
Abzug von diesem Lohn vorzunehmen. Dasselbe gelte für angebliche andere Nachteile.
Insbesondere sei kein Teilzeitnachteil ausgewiesen.
B.c Der Beschwerdeführer beharrte am 29. Juni 2010 darauf, dass zur Beurteilung der
Knieprobleme ein orthopädischer Sachverständiger hätte beigezogen werden müssen
(act. G 6). Gemäss einer computertomographischen Abklärung vom Mai 2010
bestünden im Übrigen auf der Höhe L4/5 eine medio-links-laterale Protrusion und auf
der Höhe L5/S1 eine diskrete, kleinvolumige medio-rechts-laterale Protrusion. Dies
erkläre die Rückenschmerzen. Ein zusätzlicher Abzug sei zwingend notwendig, denn es
bestehe ein gesundheitliches Handicap (Kurzabsenzen, Arztbesuche, Probleme mit
Schulter, Rücken, Knie und Tinnitus).
B.d Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine Duplik (act. G 8).
B.e Der Beschwerdeführer liess am 7. Oktober 2010 ausführen (act. G 10), ein Bericht
des Kantonsspitals F._ vom 16. September 2010 dokumentiere deutlich den
Fortschritt der Degeneration der HWS und der LWS.
B.f Die Beschwerdegegnerin verzichtete am 14. Oktober 2010 auf eine
Stellungnahme zu dieser nachträglichen Eingabe (act. G 12).

Erwägungen:
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1.
Die Erwerbsunfähigkeit ist der durch eine Gesundheitsbeeinträchtigung verursachte
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende Verlust der
Erwerbsmöglichkeiten (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Dementsprechend kann die
Invaliditätsbemessung erst erfolgen, nachdem die medizinische Behandlung und
allfällige Eingliederungsmassnahmen durchgeführt worden sind (Art. 16 ATSG). In
diesen Gesetzesbestimmungen wird ausdrücklich auf die rentenspezifische
Ausprägung der Schadenminderungspflicht, nämlich auf den Grundsatz "Eingliederung
vor Rente", Bezug genommen. Dieser Grundsatz "ist ein allgemeines, durch das
Gesetz [...] und die Rechtsprechung zum Ausdruck gebrachtes Prinzip, wonach eine
Selbsteingliederung bzw. eine durch eine Sozialversicherung übernommene
Eingliederung zu erfolgen hat, bevor allenfalls eine Rente beansprucht werden
kann" (U. Kieser, ATSG-Kommentar, 2. A., Vorbemerkungen N. 47). Eine "definitive"
und damit rentenbegründende Invalidität kann also erst vorliegen, wenn von (weiteren)
Eingliederungsmassnahmen keine "Schadenminderung", d.h. keine Reduktion der
drohenden behinderungsbedingten Erwerbseinbusse (mehr) erwartet werden kann.
Deshalb ist eine Rentenverfügung rechtswidrig, die sich auf einen "Invaliditätsgrad"
abstützt, der durch Eingliederungsmassnahmen noch vermindert werden könnte. Die
rentenspezifische Schadenminderungspflicht bzw. der Grundsatz "Eingliederung vor
Rente" beinhaltet nicht nur die berufliche, sondern auch die medizinische Eingliederung
(die auch durch einen anderen Sozialversicherungsträger geleistet werden kann). Der
Beschwerdeführer verlangt die Zusprache einer Invalidenrente. Damit unterstellt er,
dass von einer weiteren medizinischen Behandlung keine Verbesserung seiner
Arbeitsfähigkeit mehr zu erwarten sei und dass die beruflichen
Eingliederungsmöglichkeiten erschöpft seien, zusammenfassend also dass dem
Grundsatz "Eingliederung vor Rente" vollumfänglich Rechnung getragen sei. Derselben
Meinung scheint die Beschwerdegegnerin zu sein, hat sie doch eine "definitive"
Invaliditätsbemessung mittels eines Einkommensvergleichs nach Art. 16 ATSG
vorgenommen. Die Akten vermögen diese Auffassung nicht zu stützen. Im Gutachten
der asim vom 28. Dezember 2009 (vgl. IV-act. 182) ist ausdrücklich darauf hingewiesen
worden, dass die psychiatrische und/oder psychopharmakologische Behandlung bis
dahin unzureichend gewesen sei. Die Arbeitsfähigkeitsschätzung (70%) beruht deshalb
auf einem Gesundheitszustand, der möglicherweise noch verbessert werden könnte,
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womit die Arbeitsfähigkeit allenfalls auf über 70% ansteigen würde. Auch in Bezug auf
die berufliche Eingliederung besteht noch ein Verbesserungspotential. Der
Beschwerdeführer ist nämlich bisher nur "gleichwertig" umgeschult worden, d.h. er hat
einen behinderungsadaptierten Beruf (CAD-Zeichner) erlernt, dessen Lohnpotential in
etwa demjenigen der früheren Erwerbstätigkeit (Plattenleger) entspricht. Angesichts der
auch im neuen Beruf eingeschränkten Arbeitsfähigkeit wäre es naheliegend gewesen,
den Beschwerdeführer gleichzeitig auch höherwertig umzuschulen, um so durch ein
höheres Lohnniveau bzw. durch ein entsprechend höher ausfallendes
Invalideneinkommen die Arbeitsunfähigkeit (30%) im Rahmen des
Einkommensvergleichs zu kompensieren. Der Beschwerdeführer ist zwar diesbezüglich
nie berufsberaterisch abgeklärt worden, aber aufgrund seiner begonnenen
akademischen Ausbildung in seinem Herkunftsland (vgl. IV-act. 13-7/9) kann - trotz der
kritischen Bemerkungen im BEFAS-Bericht vom 8. März 2008 (vgl. IV-act. 75-6/13) -
nicht von vornherein ausgeschlossen werden, dass er einer höherwertigen Ausbildung
gewachsen wäre. Der Grundsatz "Eingliederung vor Rente" in der dargestellten Form
kann im vorliegenden Fall nur dann zur Anwendung kommen, wenn der
Einkommensvergleich anhand der aktuellen Situation eine behinderungsbedingte
Erwerbseinbusse von 40% oder mehr liefern sollte. Entgegen der Auffassung der
Parteien käme es dann nämlich nicht zu einer Rentenzusprache, sondern zu einer
Rückweisung an die Beschwerdegegnerin, damit sie - mittels einer medizinischen und/
oder beruflichen Eingliederung - dem Grundsatz "Eingliederung vor Rente" Rechnung
trage.
2.
Gemäss Art. 16 ATSG ist zur Bestimmung des Invaliditätsgrades das Einkommen, das
die versicherte Person nach dem Eintritt der Invalidität und nach der Durchführung der
medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte
(Invalideneinkommen), in Beziehung zu setzen zum Erwerbseinkommen, das sie
erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der
Beschwerdeführer hat die Umschulung am 28. Februar 2007 abgeschlossen. Zu
diesem Zeitpunkt ist das Wartejahr längst erfüllt gewesen, da der Beschwerdeführer in
seinem Beruf als Plattenleger seit dem Jahr 2000 zu 100% arbeitsunfähig gewesen ist.
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Nach dem auf den vorliegenden Fall weiter anwendbaren aArt. 29 Abs. 1 lit. b IVG (vgl.
die beiden IV-Rundschreiben Nr. 253 und Nr. 300 des Bundesamtes für
Sozialversicherungen sowie die dort genannten Bundesgerichtsurteile) ist deshalb
entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin eine Rentenberechtigung ab März
2007 und nicht erst ab März 2008 zu prüfen.
2.1 Die G._ hat angegeben, sie habe den Beschwerdeführer als Plattenleger
beschäftigt (vgl. IV-act. 10). Gemäss den ärztlichen Berichten (vgl. IV-act. 11-1/5 und
13-7/9) war der Beschwerdeführer gleichzeitig auch mit der Buchhaltung und mit der
Geschäftsführung der G._ befasst. Seine Erwerbstätigkeit bestand also nicht nur aus
der handwerklichen Tätigkeit, er war auch administrativ tätig. Die G._ ist zwar einige
Zeit nach seinem Ausscheiden liquidiert worden, aber es wäre dem Beschwerdeführer
möglich gewesen, eine vergleichbare Erwerbstätigkeit im Rahmen einem neu zu
gründenden Unternehmen auszuüben oder als Arbeitnehmer in der gleichen Form in
einem etablierten Betrieb tätig zu sein. Die Validenkarriere besteht deshalb in einer
Weiterführung der bisherigen Erwerbstätigkeit. Der Beschwerdeführer hat nicht geltend
gemacht, dass der ihm von der G._ ausgerichtete Lohn zu tief gewesen sei. Die
Beschwerdegegnerin hat deshalb zur Bemessung des Valideneinkommens zu Recht
auf diesen Lohn abgestellt. Nun hat der vom Beschwerdeführer bezogene Lohn aber
von Jahr zu Jahr stark geschwankt, wie die Eintragungen im individuellen
Beitragskonto (vgl. IV-act. 151) zeigen. Deshalb hat die Beschwerdegegnerin - zu
Recht - nicht auf den Lohn eines Jahres, sondern auf den Durchschnitt der drei Jahre
vor dem Eintritt der Arbeitsunfähigkeit abgestellt. Der Beschwerdeführer hat in den
Jahren 1997 bis 1999 Fr. 57'323.--, Fr. 63'493.-- und Fr. 59'513.-- verdient. Da das
Lohnniveau des Jahres 2007 massgebend ist, muss das Valideneinkommen anhand
des Durchschnitts der nominallohnangepassten Lohnbeträge ermittelt werden. Aus
dem Lohn des Jahres 1997 ergibt sich ein bis 2007 nominallohnangepasstes
Einkommen von Fr. 64'162.--, aus demjenigen des Jahres 1998 ein Einkommen von Fr.
70'798.-- und aus demjenigen des Jahres 1999 ein Einkommen von Fr. 66'677.-- (vgl.
die Tabelle T1.05 im Anhang zu den vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen
Lohnentwicklungen). Der Durchschnitt dieser Einkommen beträgt Fr. 67'212.--. Dieser
Betrag ist als Valideneinkommen in den Einkommensvergleich einzusetzen.
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2.2 Der Beschwerdeführer ist erfolgreich zum CAD-Zeichner/Hochbauzeichner
umgeschult worden. Vom Können und Wissen her ist er in der Lage, diesen Beruf
auszuüben. Seine (vorläufige) Invalidenkarriere besteht also in einer Erwerbstätigkeit als
CAD-Zeichner/Hochbauzeichner und zwar unabhängig davon, ob er tatsächlich
arbeitet. Der mögliche Verdienst eines CAD-Zeichners/Hochbauzeichners beträgt
gemäss den überzeugenden Angaben des Ausbildners der C._ Fr. 65'000.-- (vgl. IV-
act. 117-3/3). Die Beschwerdegegnerin ist gestützt auf die Einschätzung im Rahmen
der Begutachtungen durch die asim von 2008 und 2009 (vgl. IV-act. 135 und 182) von
einem Arbeitsfähigkeitsgrad des Beschwerdeführers in dieser behinderungsadaptierten
Erwerbstätigkeit von 70% ausgegangen. Diese Einschätzung hatte ihre Ursache in der
leicht- bis mittelgradigen Depression bzw. der dadurch verminderten Stresstoleranz,
Umstellungsfähigkeit, emotionalen Belastbarkeit und Tagesmüdigkeit sowie - im
Umfang von 10% - gleichzeitig im Tinnitus. Der Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers betrachtet demgegenüber die vom behandelnden Psychiater Dr.
E._ angegebene vollständige Arbeitsunfähigkeit (aufgrund einer mittelgradigen bis
schweren depressiven Episode) als überwiegend wahrscheinlich richtig. Diese
Arbeitsfähigkeitsschätzung weicht stark von derjenigen des psychiatrischen
Sachverständigen der asim ab. In den Berichten von Dr. E._ (vgl. insbesondere IV-
act. 172) fehlt jeder Hinweis darauf, dass dieser bei der Behandlung des
Beschwerdeführers auf Indizien für eine Verdeutlichungs- bzw. Aggravationstendenz
geachtet hätte. Das ist aufgrund der rein therapeutischen Begegnung mit dem
Beschwerdeführer verständlich, mindert aber die Überzeugungskraft der
Arbeitsfähigkeitsschätzung erheblich. Es fehlt nämlich die für die
Arbeitsfähigkeitsschätzung unerlässliche Objektivität. Dr. E._ hat die vom
Beschwerdeführer in den Behandlungssituationen gezeigte Beeinträchtigung zu
Unrecht als in ihrem Schweregrad objektiv vorhanden qualifiziert. Seine
Arbeitsfähigkeitsschätzung vermag deshalb nicht zu überzeugen und sie vermag auch
keine ernsthaften Zweifel an derjenigen der asim zu wecken. Der Tinnitus ist vom
entsprechenden Sachverständigen der asim als sehr schwer eingestuft worden. Er hat
neben einer rein qualitativen (Bedürfnis nach einer lärmarmen Arbeitsumgebung) auch
eine quantitative Einschränkung zur Folge, nämlich eine Reduktion der täglichen
Arbeitszeit um 10%, damit zusätzliche Erholungspausen eingeschaltet werden können.
Auch diese Einschätzung im Gutachten der asim überzeugt. Die Arbeitsunfähigkeit von
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10% geht allerdings in der durch die Beeinträchtigung der psychischen Gesundheit
bewirkten Arbeitsunfähigkeit von 30% auf, weil auch diese sich zu einem erheblichen
Teil in einem Bedarf nach Erholungspausen äussert, die somit einen "doppelten" Effekt
haben. In beiden Gutachten der asim wird eine die Kniegelenke betreffende Diagnose
angegeben. Bei der Begutachtung des Jahres 2008 hat sich ein rheumatologischer
Sachverständiger mit der Beeinträchtigung der Kniegelenke auseinandergesetzt. Bei
der Begutachtung von 2009 ist das unterblieben, da sich diesbezüglich keine
Veränderung des Gesundheitszustands ergeben hatte. Dass nur ein orthopädischer
Sachverständiger in der Lage gewesen wäre, diese Gesundheitsbeeinträchtigung
korrekt zu diagnostizieren und in bezug auf die daraus allenfalls resultierende
Arbeitsunfähigkeit einzuschätzen, wie der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers
behauptet, ist nicht zutreffend. Es steht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit fest,
dass die Kniebeschwerden in einer entsprechend angepassten Erwerbstätigkeit keinen
Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit haben. Nötigenfalls wäre einem Bedarf nach einem
beliebigen Wechseln der Arbeitsposition durch geeignete ergonomische Vorkehren in
der Arbeitsumgebung (z.B. durch einen höhenverstellbaren Schreibtisch) Rechnung zu
tragen. Die von der HWS und der LWS ausgehenden Beschwerden sind gemäss den
beiden Gutachten der asim von 2008 und 2009 nicht geeignet, in einer entsprechend
leidensangepassten Erwerbstätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit zu bewirken. Der Bericht
des Kantonsspitals F._ vom 16. September 2010 (vgl. act. G 10.1) vermag entgegen
der Auffassung des Beschwerdeführers nicht nachzuweisen, dass die
Arbeitsfähigkeitsschätzung der asim falsch wäre. Die Ergebnisse der MRT-
Untersuchung weisen nur für die Nervenwurzel L5 und S1 eine Kompression nach.
Dabei handelt es sich um einen schon lange bestehenden Befund, so dass davon
auszugehen ist, dass er bereits Gegenstand der Abklärungen durch die asim gebildet
hat. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers beweist der Bericht des
Kantonsspitals also nicht, dass die Arbeitsfähigkeitsschätzung der asim falsch wäre,
weil diese die Folgen der Rückenbeschwerden nicht oder unzureichend berücksichtigt
hätte. Die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in der vollumfänglich
leidensadaptierten bzw. -adaptierbaren Tätigkeit als CAD-Zeichner/Hochbauzeichner
beträgt somit überwiegend wahrscheinlich 70%.
2.3 Der Ausbildner der C._ hat sich bei seinen Lohnangaben (vgl. IV-act. 117-3/3)
nicht auf die Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers, sondern auf einen
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durchschnittlichen gesunden Arbeitnehmer bezogen. Damit stellt sich - wie bei einer
Ermittlung des zumutbaren Invalideneinkommens anhand der Lohnstrukturerhebungen
des Bundesamtes für Statistik - die Frage, ob der Beschwerdeführer in der Lage wäre,
dasselbe Einkommen wie ein gesunder CAD-Zeichner/Hochbauzeichner zu verdienen.
Diese Frage ist zu verneinen, denn die verschiedenen Gesundheitsbeeinträchtigungen
haben auch hier indirekt Konkurrenznachteile zur Folge, die durch einen
entsprechenden Minderlohn kompensiert werden müssten, um die Konkurrenzfähigkeit
des Beschwerdeführers zu erhalten. Zu diesen Nachteilen gehören insbesondere der
überproportionale Lohnnachteil bei Teilzeitarbeit (dessen betriebswirtschaftlichen
Ursachen auch hier vorhanden sind), die fehlende Berufserfahrung bzw. der
Dienstaltersnachteil, die Unfähigkeit, Überstunden zu leisten bzw. den
Beschäftigungsgrad auf über 70% anzuheben, die Gefahr überdurchschnittlicher
Krankheitsabsenzen und die Notwendigkeit besonderer Rücksichtnahme seitens der
Vorgesetzten und der Arbeitskollegen. Diese mannigfaltigen, erheblichen
Konkurrenznachteile gegenüber gesunden CAD-Zeichnern/Hochbauzeichnern
rechtfertigen einen Abzug, wobei 15% als angemessen erscheinen. Damit resultiert ein
zumutbares Invalideneinkommen von Fr. 38'675.--. Die Erwerbseinbusse von Fr.
28'537.-- entspricht einem Invaliditätsgrad von 42%. Das bedeutet, dass die
Beschwerdegegnerin dem Grundsatz "Eingliederung vor Rente" nicht ausreichend
nachgekommen ist, indem sie den Beschwerdeführer nicht an seine Mitwirkungspflicht
erinnert und zu einer konsequenten Therapie veranlasst und insbesondere indem sie
ihm nur eine Umschulung in einen gleichwertigen Beruf ermöglicht hat. Sie hätte die
Fähigkeit für eine höherwertige Umschulung genauer prüfen müssen, um es dem
Beschwerdeführer gegebenenfalls zu ermöglichen, die auch in einer adaptierten
Erwerbstätigkeit bestehende Arbeitsunfähigkeit von 30% durch ein höheres
Lohnniveau so weit zu kompensieren, dass der Invaliditätsgrad jedenfalls weniger als
40% betragen hätte. Die angefochtene Verfügung ist deshalb aufzuheben und die
Sache ist zur Weiterführung der medizinischen und beruflichen Eingliederung an die
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
3.
Demgemäss ist die Beschwerde dahingehend gutzuheissen, dass die angefochtene
Verfügung aufgehoben und die Sache zur Weiterführung der Eingliederung an die
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Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird. Dieser Verfahrensausgang ist in Bezug auf
die Verfahrenskosten als vollumfängliches Obsiegen des Beschwerdeführers zu werten.
Dieser hat deshalb gegenüber der Beschwerdegegnerin einen Anspruch auf eine
Parteientschädigung. Deren Höhe bestimmt sich nach der Bedeutung der Streitsache
und nach der Schwierigkeit des Prozesses (Art. 61 lit. g ATSG). Unter Berücksichtigung
dieser Kriterien erscheint eine Parteientschädigung von Fr. 3500.-- (inklusive
Barauslagen und Mehrwertsteuer) als angemessen. Das Beschwerdeverfahren in IV-
Sachen ist kostenpflichtig. Die Höhe der Gerichtsgebühr richtet sich nach dem
Verfahrensaufwand (Art. 69 Abs. 1 IVG). Dieser rechtfertigt eine Gebühr von Fr.
600.--, die von der unterliegenden Beschwerdegegnerin zu bezahlen ist. Demzufolge
ist dem Beschwerdeführer der in gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss
zurückzuerstatten.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP