Decision ID: 17355c2b-c65e-4fc6-ac7f-d8e321b52150
Year: 2020
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A._ meldete sich am 23. Januar 2014 (Posteingangsdatum unbekannt) wegen
gesundheitlichen Beeinträchtigungen, die er bei einem Unfall am 26. August 2013
erlittenen hatte (Polyblessé), zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung (IV)
an. Für weiterführende Angaben verwies er auf die Akten der SUVA (IV-act. 2). Gemäss
den Berichten des Z._ vom 26. August 2013 (Fremdakten-act. 8-70) und des Y._
vom 20. September 2013 (Fremdakten-act. 1-63) war der Versicherte am 26. August
2013 zunächst im Z._ notfallmässig behandelt und anschliessend in das Y._ verlegt
worden. Die Fachärzte der Klinik für Unfallchirurgie des Y._ hatten folgende
Diagnosen erhoben: Polytrauma (ISS 34, PKW-Unfall) am 26.08.2013, paralytischer
Ileus (ED 02.09.2013), Bakteriämie mit 4/4 Bk positiv auf Enterobacter cloacae (ED
06.09.2013), Asthma bronchiale, Status nach Gastric Banding (für ausführliche
Diagnosen vgl. Fremdakten-act. 1-63 f.). Vom 20. September 2013 bis 16. Oktober
2013 hatte sich der Versicherte in der L._ aufgehalten. Im Austrittsbericht vom
24. Oktober 2013 hatten die Fachärzte festgehalten (Fremdakten-act. 1-94), die
stationäre Reha sei im Wesentlichen komplikationslos verlaufen. Bei Austritt hätten
folgende Probleme bestanden: Leicht eingeschränkte Gesamtbelastbarkeit,
Fussgängermobilität, rückläufige Funktionseinschränkung im rechten Handgelenk
(dominante Seite), Impfungen Post-Splenektomie gemäss Impfschema. Die Diagnosen
hatten jenen im Bericht des Y._ vom 20. September 2013 entsprochen. Zusätzlich
hatten die Fachärzte eine kombinierte Schwerhörigkeit rechts bei einem Verdacht auf
eine vorbestehende Otosklerose mit einer Akzentuierung durch den Unfall (ED
14.10.2013 Dr. B._) diagnostiziert (zum Bericht von Dr. med. B._, Facharzt FMH
für Hals-, Nasen-, Ohrenerkrankungen, vom 15. Oktober 2013 vgl. Fremdakten-act.
1-103). Am 16. Januar 2014 hatten die Fachärzte der Klinik für Unfallchirurgie des Y._
A.a.
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berichtet (Fremdakten-act. 3-45), neu habe sich eine Bauchwandhernie im Bereich der
Laparatomienarbenhernie paramedian links gezeigt. Die Handgelenksschmerzen seien
höchstwahrscheinlich Arthrose bedingt. Der Versicherte sei im angestammten Beruf
weiterhin zu 100% arbeitsunfähig.
Am 13. Februar 2014 erstattete die C._ AG einen Arbeitgeberbericht (IV-act. 5).
Sie gab an, der Versicherte sei seit dem 1. Juni 2012 in der Haustüren-, Türen- und
Fensterproduktion und in der Montage tätig. Dr. med. D._ vom Regionalen Ärztlichen
Dienst (RAD) notierte am 24. Februar 2014 (IV-act. 20), bei der Arbeit bei der C._ AG
sei von einer körperlich schweren Arbeit auszugehen.
A.b.
Am 1. April 2014 bestätigte ein SUVA-Mitarbeitender dem Versicherten die
Ausrichtung eines Taggeldes auf der Basis einer 40%igen Arbeitsunfähigkeit gültig ab
3. März 2014 (Fremdakten-act. 3-21). Er hielt fest, der Versicherte habe an diesem
Datum die Arbeit bei der C._ AG wieder aufgenommen.
A.c.
Der Hausarzt Dr. med. E._, Allgemeine Medizin, attestierte dem Versicherten am
9. April 2014 wegen Asthmaanfällen vom 7. bis 13. April 2014 eine 100%ige
Arbeitsunfähigkeit (Fremdakten-act. 3-20, 3-15).
A.d.
Am 21. Mai 2014 wurde der Versicherte durch Dr. med. F._, ORL, Hals- und
Gesichtschirurgie, einer Operation am rechten Ohr (transkanaläre Stapedotomie)
unterzogen (Fremdakten-act. 8-92). Die Diagnose hatte auf eine kombinierte
Schwerhörigkeit bei einer Otosklerose rechts gelautet. Am 28. Mai 2014 attestierte
Dr. F._ eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit für den Zeitraum vom 21. Mai 2014 bis
6. Juni 2014 (Fremdakten-act. 3-7). Am 24. Juni 2014 berichtete Dr. F._
(Fremdakten-act. 8-88), in der Untersuchung vom 13. Juni 2014 habe sich das
Hörvermögen deutlich verbessert gezeigt.
A.e.
Am 22. August 2014 teilte ein SUVA-Mitarbeitender dem Versicherten mit
(Fremdakten-act. 8-59), vereinbarungsgemäss sei die Arbeitsfähigkeit ab 1. September
2014 auf 80% festgelegt worden.
A.f.
Der Hausarzt Dr. E._ berichtete am 26. August 2014 (Fremdakten-act. 8-50), im
April 2014 habe sich das Asthma erheblich verschlechtert. Er habe den Versicherten an
A.g.
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die Klinik für Pneumologie des Z._ überwiesen. Am 21. August 2014 hatte eine
Fachärztin der Klinik für Pneumologie des Z._ angegeben (Fremdakten-act. 8-51), die
Spiroergometrie habe eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit bei pulmonal
ventilatorischer Einschränkung bei aktuell schwerer obstruktiver Ventilationsstörung
gezeigt. Verglichen mit der Untersuchung vom 26. Mai 2014 (vgl. dazu Fremdakten-act.
8-93) habe das FEV1 signifikant abgenommen, so dass von einem Asthma bronchiale
respektive einem Overlap-Syndrom aus COPD und Asthma (ACOS) auszugehen sei.
Die Fachärzte der Klinik für Unfallchirurgie des Y._ gaben am 4. September 2014
an (Fremdakten-act. 8-4), der Befund sei unauffällig gewesen. Am Abdomen habe sich
noch eine deutliche Narbenhernie gezeigt. Das Aufgebot in der viszeralchirurgischen
Sprechstunde werde in den nächsten Wochen erfolgen.
A.h.
Ein SUVA-Mitarbeitender notierte am 28. Oktober 2014 in einer Telefonnotiz
(Fremdakten-act. 8-3), der Versicherte habe per 1. Oktober 2014 seine Arbeitsfähigkeit
auf 100% steigern können. Er versuche, das volle Pensum einzuhalten, auch wenn es
wegen der Lungenproblematik nicht einfach sei.
A.i.
Am 27. November 2014 berichtete ein Facharzt der Klinik für Pneumologie des
Z._ (Fremdakten-act. 10-25), der Versicherte sei unter einer ausgebauten inhalativen
Therapie derzeit optimal eingestellt. Retrospektiv sei der tiefe Sauerstoffpuls in der
Spiroergometrie auffällig. Eine Echokardiographie wäre sinnvoll. Dr. E._ teilte am
9. März 2015 mit (Fremdakten-act. 10-18), die am 2. Dezember 2014 erfolgte
Echokardiographie sei unauffällig gewesen (vgl. dazu Fremdakten-act. 10-23). Eine
Dislokation des Magenbandes sei durch das Y._ am 10. Februar 2015 festgestellt
worden (vgl. dazu Fremdakten-act. 10-21). Fachärzte der Klinik für Unfallchirurgie des
Y._ gaben am 22. April 2015 an (Fremdakten-act. 10-5), bei insgesamt erfreulichem
Heilungsverlauf werde die traumatologische Behandlung abgeschlossen.
A.j.
Die IV-Stelle teilte dem Versicherten am 31. Juli 2015 mit (IV-act. 38), das
Begehren um berufliche Massnahmen und Rentenleistungen werde abgewiesen. Zur
Begründung gab sie an, der Versicherte arbeite seit Oktober 2014 wieder Vollzeit beim
bisherigen Arbeitgeber. Er sei damit rentenausschliessend eingegliedert.
A.k.
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Am 18. September 2015 berichtete der Hausarzt Dr. E._ (IV-act. 39), der
Versicherte habe wegen Bauchbeschwerden, Dyspnoe bei seit dem Unfall neu
aufgetretenem Asthma bronchiale und allgemeiner Leistungsminderung die frühere
Leistungsfähigkeit nicht mehr erreichen können. Die Kündigung sei erfolgt. Eine
schwere Arbeit wie die bisherige werde der Versicherte auch in Zukunft nicht mehr
ausüben können. Derzeit sei er zu 100% arbeitsunfähig.
A.l.
Am 30. November 2015 erstattete Prof. Dr. G._, Facharzt Pneumologie und
Allgemeine Innere Medizin, zuhanden der SUVA ein Gutachten (IV-act. 81). Die
Untersuchung hatte am 4. November 2015 stattgefunden. Als pneumologische
Diagnosen gab Prof. G._ ein Asthma COPD Overlap Syndrom (ACOS) bei
fortgesetztem Rauchen von Zigaretten (geschätzter kumulativer Nikotinabusus: 50PY)
und einen Status nach Thorax-Trauma im Rahmen eines Polytraumas am 26. August
2013 an. In der Beurteilung hielt er fest, der Versicherte leide unter einer
mittelschweren bis schweren, derzeit sehr schweren obstruktiven Ventilationsstörung.
Bereits vor dem Unfall vom 26. August 2013 habe eine obstruktive Lungenkrankheit
bestanden, deren wichtigster Faktor das Rauchen darstelle. Es bleibe offen, warum
sich das Ausmass der obstruktiven Ventilationsstörung seit den pneumologischen
Untersuchungen im Z._ im Sommer und Herbst 2014 deutlich verschlechtert habe. Er
gehe davon aus, dass die nicht konsequent durchgeführte inhalative Behandlung der
asthmatischen Komponente verantwortlich sei. Zudem habe der Versicherte das
Rauchen nicht eingestellt. Die Lungenerkrankung stehe nicht im Zusammenhang mit
dem Ereignis vom 26. August 2013. Aktuell bestehe eine pulmonal bedingte
medizinisch-theoretische Einschränkung von rund zwei Dritteln. Damit sei der
Versicherte für eine mittelschwere bis schwere praktische Tätigkeit zu 100% invalid.
Unter einer konsequent durchgeführten Behandlung sei vermutlich der Zustand, wie er
im Sommer und November 2014 dokumentiert worden sei, zu erreichen. Damals sei
der Versicherte 100% arbeitsfähig gewesen, habe pulmonal bedingt aber seine frühere
Leistung nicht mehr erbringen können, was mit einer funktionellen Einschränkung von
50% gut erklärbar sei. Einer Person mit einem permanent um rund 50% reduzierten
Erstsekundenvolumen sei eine schwere körperliche Arbeit nicht zumutbar.
A.m.
Am 15. Dezember 2015 (Posteingang: 16. Dezember 2015) liess der Versicherte
der IV-Stelle erneut eine IV-Anmeldung zukommen (IV-act. 53-55), nachdem eine
A.n.
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Sachbearbeiterin der IV-Stelle ihm am 23. September 2015 schriftlich (IV-act. 42) und
am 8. Oktober 2015 per E-Mail mitgeteilt hatte (IV-act. 43), der Fall sei mit der
Mitteilung vom 31. Juli 2015 abgeschlossen worden. Der Versicherte gab an, für ihn sei
der Fall nie abgeschlossen gewesen. Gemäss dem Gutachten von Prof. G._ liege
eine erhebliche Leistungseinschränkung vor. Er habe bis zum 15. Juli 2015 bei der
C._ AG gearbeitet. Seit Juli 2015 sei er zu 100% arbeitsunfähig. Als erlernten Beruf
gab er Maschinenschlosser an.
Der RAD-Arzt Dr. D._ notierte am 13. Januar 2016 (IV-act. 68), aufgrund des
Gutachtens von Prof. G._ sei davon auszugehen, dass auch derzeit wahrscheinlich
noch eine reduzierte Arbeitsfähigkeit bestehe. Dies müsste jedoch pneumologisch
geklärt werden.
A.o.
Der Hausarzt Dr. E._ teilte am 21. Januar 2016 mit (IV-act. 80), der Versicherte
sei ab dem 15. Juli 2015 bis aktuell zu 100% arbeitsunfähig.
A.p.
Am 11. Februar 2016 wurde der Versicherte in der Klinik für Viszeral- und
Transplantationschirurgie des Y._ einer komplexen Bauchdeckenrekonstruktion mit
einer gleichzeitigen Versorgung der symptomatischen Narbenhernie unterzogen.
Zudem wurde das Magenband entfernt (IV-act. 114).
A.q.
Am 14. Februar 2016 berichteten Fachärzte der Klinik für Pneumologie des Z._
(IV-act. 108), sie hätten in der Untersuchung vom 4. Februar 2016 folgende Diagnosen
attestiert: Fixiertes Asthma bronchiale mit schwerer bis mittelschwerer obstruktiver
Ventilationsstörung (DD Asthma-COPD-Overlap-Syndrom), Polytrauma bei
Verkehrsunfall 8/2013, Narben-Hernie, Adipositas WHO Grad I. Eine Arbeitsunfähigkeit
für schwere körperliche Arbeiten sei festgehalten worden. Spiroergometrisch habe sich
eine normale kardio-pulmonale Leistungsfähigkeit gefunden. Eine Spiroergometrie
wiederspiegle nur bedingt die realen Verhältnisse bei schwerer körperlicher Arbeit. Als
Ausdruck der pulmonalen Erkrankung sei die Atemreserve am Ende der Untersuchung
aufgebraucht gewesen. Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit bei schwerer
körperlicher Arbeit sei denkbar. Aktuell finde sich eine schwergradige obstruktive
Ventilationsstörung bei normaler CO-Diffusionskapazität. Unter einer Therapie mit
inhalativem Kortikosteroid, Sympathomimetikum, Anticholinergikum sowie einem
A.r.
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Leukotrienantagonist habe sich eine im langzeitigen Verlauf stabile Situation gezeigt.
Vordringlich zur besseren Kontrolle der Beschwerden sei ein Rauchstopp. Am
22. Februar 2016 sandte ein Mitarbeitender der Klinik für Pneumologie des Z._ der
IV-Stelle eine Kopie der Krankengeschichte des Versicherten (IV-act. 106). Darin
enthalten waren unter anderem ein Überweisungsschreiben von Dr. E._ vom 16. Mai
2014 (Dr. E._ hatte angegeben, der Versicherte habe sich vom Unfall vom 26. August
2013 sehr gut erholt und sei weitgehend beschwerdefrei; Anfang April 2014 habe sich
ein schweres Asthma bronchiale gezeigt; aktuell bestehe weiterhin eine relevante
Anstrengungsdyspnoe und in der Lungenfunktion eine schwere Obstruktion, IV-
act. 106-42), zwei Röntgenbilder der Lunge vom 9. April 2014 und 15. Mai 2014, die
Resultate von Lungenfunktionsprüfungen vom 26. Mai 2014, 5. September 2014,
23. Oktober 2014 und 10. November 2014 sowie von einer Spiroergometrie vom
18. August 2014.
Am 29. Februar 2016 berichteten Fachärzte der Klinik für Viszeral- und
Transplantationschirurgie des Y._ (IV-act. 115), der Versicherte werde am 1. März
2016 in gutem Allgemeinzustand, mit reizlosen Wundverhältnissen und gut
schmerzkompensiert nach Hause entlassen. Der RAD-Arzt Dr. D._ notierte am 15.
März 2016 (IV-act. 123), postoperativ bestehe für mindestens drei Monate ein instabiler
Gesundheitszustand. Die angestammte Tätigkeit dürfte auf Dauer für den Versicherten
nicht mehr zumutbar sein. Bei regelhaftem weiteren Verlauf sei zu erwarten, dass der
Versicherte in einer körperlich leichten Tätigkeit voll arbeitsfähig sein werde.
A.s.
Am 1. Juni 2016 erstattete der Hausarzt Dr. E._ einen Verlaufsbericht (IV-act.
137). Er gab an, der Gesundheitszustand sei stationär. Die Wunde nach der Operation
vom 11. Februar 2016 sei nach einer Wundheilungsstörung in der Zwischenzeit verheilt.
In den vergangenen Monaten habe das fixierte Asthma bronchiale im Vordergrund
gestanden. Dieses beeinträchtige den Versicherten in seinen täglichen Verrichtungen
bzw. in seiner Leistungsfähigkeit stark. Er legte folgende Unterlagen bei: Das
Gutachten von Prof. G._ vom 30. November 2015, den Bericht der Klinik für
Pneumologie des Z._ vom 14. Februar 2016 sowie zwei Berichte der Klinik für
Viszeral- und Transplantationschirurgie des Universitätsspitals Zürich vom 1. und
15. April 2016.
A.t.
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Am 3. Juni 2016 notierte der RAD-Arzt Dr. D._ (IV-act. 141), aufgrund der
vorliegenden medizinischen Unterlagen sei von einem derzeit stabilen
Gesundheitszustand des Versicherten auszugehen. Es bestehe
Eingliederungspotential. In einer körperlich sehr leichten Tätigkeit (wechselbelastend,
überwiegend sitzend, kein Heben und Tragen von Lasten über 5kg, keine
Zwangshaltungen, in guter Luft) bestehe eine 100%ige Arbeitsfähigkeit. Die bisher
ausgeübte Tätigkeit sei dem Versicherten nicht mehr zumutbar.
A.u.
Am 1. Juli 2016 stellte eine Ärztin der Klinik für Viszeral- und
Transplantationschirurgie des Y._ ein Zeugnis mit folgenden Angaben einer
Arbeitsunfähigkeit aus (IV-act. 149): 100% vom 19. Juni 2016 bis 3. Juli 2016 und 50%
vom 4. Juli 2016 bis 18. Juli 2016.
A.v.
Am 27. September 2016 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit (IV-act. 157), am
14. September 2016 hätten sie eine gemeinsame Zielvereinbarung getroffen. Die IV
übernehme als Frühinterventionsmassnahme die Kosten für eine PC-Grundlagen
Schulung und den Kauf eines Occasion PC.
A.w.
Die SUVA erliess am 24. November 2016 eine Verfügung (IV-act. 166). Sie sprach
dem Versicherten für die aus dem Unfall vom 26. August 2013 verbliebene
Beeinträchtigung eine IV-Rente (Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit von 14%) und
eine Integritätsentschädigung zu. Sie hielt fest, der Versicherte könne noch leichte bis
mittelschwere körperliche Tätigkeiten mit voller Leistung und mit Einhaltung der
betriebsüblichen Pausen verrichten. Das wiederholte Heben von schwersten Lasten sei
nicht zumutbar. Weitere Einschränkungen der noch zumutbaren Arbeitsfähigkeit
bestünden nicht.
A.x.
Am 21. Dezember 2016 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit (IV-act. 167), dass
kein Anspruch auf berufliche Massnahmen bestehe. Aus medizinischer Sicht bestehe
eine volle Arbeitsfähigkeit. Bei der Stellensuche werde er durch das zuständige RAV
unterstützt.
A.y.
Der Hausarzt Dr. E._ berichtete am 5. Januar 2017 (IV-act. 169), dem
Versicherten gehe es gut und er habe sich vom schweren Polytrauma erholt.
Diesbezüglich seien nur noch leichte Residuen vorhanden. Im Vordergrund stehe das
A.z.
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fixierte Asthma bronchiale. Eine schwere körperliche Arbeit könne der Versicherte nicht
mehr ausüben. Dieser sei seit dem 16. August 2016 beim RAV angemeldet und für
leichte bis mittelschwere Tätigkeiten zu 100% arbeitsfähig.
Prof. G._ teilte am 11. Januar 2017 unter Beilage des Gutachtens vom
30. November 2015 mit (IV-act. 171), er habe den Versicherten einmal im Rahmen der
Begutachtung für die SUVA untersucht. Ein Facharzt der Klinik für Pneumologie des
Z._ berichtete am 24. Februar 2017 (IV-act. 175), trotz übertherapeutischer
Dosierung von Medikamenten habe sich aktuell ein völlig unkontrolliertes Asthma und
parallel eine Verminderung des FEV1 um 500ml im Vergleich zum Februar 2016
gezeigt. Gemäss Angabe des Versicherten habe der Rauchstopp seit Dezember 2016
durchgehalten werden können. Da eine Adipositas ein Asthma komplizieren könne, sei
eine Gewichtsreduktion sehr empfohlen. Eine unbehandelte Schlafapnoe sei ebenfalls
als Asthma-komplizierender Faktor bekannt. Die Durchführung einer Polysomnographie
mit der Frage nach einer Schlafapnoe sei geplant. Jegliche inhalative Belastung (z.B.
Staub, Aerosole) sei unbedingt zu vermeiden. Als Diagnosen notierte er ein Difficult-to-
treat Asthma bronchiale, ein Polytrauma bei Verkehrsunfall 8/2013, eine Adipositas
WHO Grad II und eine Narben-Hernie.
A.aa.
Der RAD-Arzt H._ notierte am 8. Mai 2017 (IV-act. 180), im Einklang mit dem
Gutachten von Prof. G._ sei die angestammte Tätigkeit als Monteur für den
Versicherten zu schwer. Ausweislich der mehrfach ergometrisch gemessenen guten
"Lf" (wohl: Leistungsfähigkeit) bestehe eine ganztägige Arbeitsfähigkeit für Tätigkeiten
mit mindestens leichter körperlicher Arbeit (wie auch vom Hausarzt im Januar 2017
attestiert worden sei). Weitere Abklärungen seien nicht dringend angezeigt. Bezüglich
Hinweisen auf suboptimales Leistungsverhalten bzw. relevante Inkonsistenzen
verweise er auf das "Ga" (wohl: Gutachten).
A.ab.
Die IV-Stelle teilte dem Versicherten mit einem Vorbescheid vom 9. Mai 2017 mit
(IV-act. 183), sie beabsichtige das Rentenbegehren abzuweisen. Zur Begründung gab
sie an, das erste Gesuch sei am 31. Juli 2015 abgewiesen worden. Im Rahmen der
Wiederanmeldung hätten sie festgestellt, dass sich der Gesundheitszustand seit
diesem Zeitpunkt nicht erheblich verändert habe. Zwar könne in der angestammten
Tätigkeit heute eine vollständige Arbeitsunfähigkeit attestiert werden. In einer
A.ac.
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B.
adaptierten Tätigkeit bestehe jedoch weiterhin eine 100%ige Arbeitsfähigkeit. Dabei
seien die unfall- und die krankheitsbedingten Beeinträchtigungen berücksichtigt
worden. Die IV-Stelle stützte sich beim Valideneinkommen auf die letzte
Lohnabrechnung der C._ AG (Fr. 7'072.50 x 13 = Fr. 91'942.--) und beim
Invalideneinkommen auf den statistischen Zentralwert der Hilfsarbeiterlöhne des
Bundesamts für Statistik für das Jahr 2015 (Fr. 66'453.--). Aus dem
Einkommensvergleich resultierte ein IV-Grad von 28%.
Der Versicherte erhob dagegen einen Einwand (IV-act. 184). Er machte im
Wesentlichen geltend, eine 100%ige Arbeitsfähigkeit am konkreten Arbeitsplatz habe
nie vorgelegen. Mindestens für die rückwirkende Zeit, nach Ablauf des Wartejahrs,
sollte deshalb ein Rentenanspruch erfüllt sein. Aufgrund der durch Prof. G._
erhobenen Befunde sei ein Invalideneinkommen in der Höhe von Fr. 66'453.--
realitätsfremd. Mit einer Lungenvolumenreduktion von 50% seien funktionelle
Leistungseinschränkungen von 50% gut erklärbar. Das Invalideneinkommen müsste
deshalb nebst einem leidensbedingten Abzug mit einer mindestens weiteren zeitlichen
Einschränkung von insgesamt 50% bewertet werden.
A.ad.
Mit einer Verfügung vom 15. Juni 2017 (IV-act. 186) wies die IV-Stelle,
entsprechend dem Vorbescheid, das Begehren um eine Invalidenrente ab. Zum
Einwand hielt sie fest, die medizinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit werde durch den
IV-ärztlichen Dienst (RAD) überprüft und festgelegt. Dieser habe am 8. Mai 2017 zur
Arbeitsfähigkeit Stellung genommen und dargelegt, ausweislich der mehrfach
ergonomisch gemessenen guten Leistungsfähigkeit im Rahmen der
Lungenfunktionsprüfung bestehe zumindest in körperlich leichten Tätigkeiten eine
ganztägige Arbeitsfähigkeit. Mit einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in adaptierten
Tätigkeitsbereichen entfalle ein Teilzeit- und Leidensabzug.
A.ae.
Am 20. Juli 2017 erhob der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer) eine
Beschwerde gegen die Verfügung vom 15. Juni 2017 (act. G 1). Er beantragte die
Aufhebung der Verfügung und die Zusprache einer Rente. Ergänzend zu den
Einwänden im Vorbescheidverfahren machte der Beschwerdeführer geltend, nach
einem schweren Selbstunfall am 26. August 2013 verbleibe heute ein dauernder
B.a.
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erheblicher Schaden mit massiven wirtschaftlichen Folgen. Versuche zum
Wiedereinstieg am alten Arbeitsplatz seien aufgrund der schwachen Leistungsfähigkeit
(massive Lungenproblematik mit Leberlazeration und Milzentfernung) abgebrochen
worden. Die Entfernung der Milz und die multiplen Eingriffe zur Rekonstruktion der
Bauchwandhernien mit konsekutiven Funktionsstörungen hätten letztlich die
vermeintlich volle Arbeitsfähigkeit am 16. August 2016 nicht auf Dauer zugelassen.
Gemäss SUVA-Kreisarzt und dem Gutachten von Prof. G._ sei höchstens noch eine
leichte, wechselbelastende körperliche Tätigkeit zumutbar. Zudem sei eine zeitliche
und leistungsmässige Einschränkung ausgewiesen. Diese schlüssigen medizinischen
Folgerungen hätten bei der IV-Stelle (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) keinen
Anklang gefunden. Selbst für die Zeit vom 1. August 2014 (Ablauf Wartejahr) bis zum
31. August 2016 (Koordination mit SUVA-Abschluss/Rentenbeginn), wonach
nachweislich eine Arbeitsunfähigkeit vorgelegen habe, sei ein Rentenanspruch
abgelehnt worden. Obwohl die Beschwerdegegnerin in der Verfügung vom 15. Juni
2017 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit bestätigt habe,
habe sie beim Versuch der Ausübung der vollen Arbeitsfähigkeit im damaligen "nicht
geeigneten" Betrieb nicht interveniert und den Fall abgeschlossen. Das
Valideneinkommen sei nicht zu beanstanden. Das Invalideneinkommen sei dagegen
realitätsfremd. Zu beachten sei, dass der Gesundheitszustand heute schlechter sei als
im Zeitpunkt der Begutachtung. Die Beurteilung des RAD vom 8. Mai 2017 aufgrund
der Aktenlage und ohne aktuelle Untersuchung entbehre jeglicher Grundlage. Die
massive Lungenvolumenreduktion lasse selbst leichteste Aktivitäten ohne Ruhepausen
aufgrund der massiven Erschöpfung und der geringen Atmungsfähigkeit nicht zu. Im
Gutachten von Prof. G._ sei festgehalten worden, dass in einem zeitlichen und
leistungsmässigen Umfang eine medizinisch-theoretische Einschränkung von rund
zwei Dritteln bestehe. Für eine mittelschwere bis schwere Tätigkeit bestehe eine
100%ige Invalidität. Der Rückschluss der Beschwerdegegnerin, dass leichte Arbeiten
zu 100% ausführbar seien, sei ein Unsinn.
Am 8. August 2017 (Posteingang: 17. August 2017) reichte der Beschwerdeführer
folgende Unterlagen ein (act. G 3): Austrittsbericht der Klinik für Unfallchirurgie des
Y._ vom 20. September 2013, zwei Berichte der Klinik für Unfallchirurgie des Y._
vom 4. Oktober 2013 und 18. November 2013, Gutachten von Prof. G._ vom
B.b.
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30. November 2015, Operationsbericht der Klinik für Viszeral- und
Transplantationschirurgie des Y._ vom 11. Februar 2016, SUVA-Bericht vom 25. Mai
2016 und Bericht der Klinik für Pneumologie des J._ vom 12. Juli 2017. In letzterem
hatten die Fachärzte festgehalten, im Rahmen des Asthma bronchiale habe sich
weiterhin eine ungenügende Kontrolle gezeigt. Ob die Behandlung der Schlafapnoe die
Asthmakontrolle verbessere, bleibe abzuwarten. Zudem beantragte er die Bewilligung
der unentgeltlichen Prozessführung.
Die Beschwerdegegnerin beantragte am 29. September 2017 die Abweisung der
Beschwerde (act. G 7). Zur Begründung führte sie im Wesentlichen an, feststehe, dass
dem Beschwerdeführer mittelschwere bis schwere Tätigkeiten und somit auch seine
bisherige Tätigkeit nicht mehr zumutbar seien. Für eine Einschränkung in einer leichten
Tätigkeit bestehe aufgrund der medizinischen Aktenlage kein Hinweis. Bereits
Prof. G._ habe im Gutachten vom 30. November 2015 keine Einschränkung in einer
leichten Tätigkeit attestiert. Auch der Hausarzt Dr. E._ sei ab dem 16. August 2016
von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit für leichte bis mittelschwere Tätigkeiten
ausgegangen. Der RAD-Arzt Dr. H._, der über die Facharzttitel Pneumologie, Innere
Medizin und Arbeitsmedizin verfüge, habe auf die gute Leistungsfähigkeit bei den
ergometrischen Messungen hingewiesen und keine Einschränkungen in einer leichten
Tätigkeit erkennen können. Entgegen der Annahme des Beschwerdeführers seien seit
dem Gutachten vom 30. November 2015 auch aktuelle Berichte in Bezug auf das
pneumologische Leiden eingeholt worden. In diesen Berichten sei aber keine
Verschlechterung des Gesundheitszustands ausgewiesen. Der Umstand, dass dem
Beschwerdeführer nur eine leichte, wechselbelastende Tätigkeit zumutbar sei, bilde
auch bei eingeschränkter Leistungsfähigkeit kein Grund für einen leidensbedingten
Abzug. Der Tabellenlohn im Anforderungsniveau 4 umfasse nämlich bereits eine
Vielzahl von leichten und mittelschweren Tätigkeiten.
B.c.
Der Beschwerdeführer machte in der Replik vom 2. November 2017 ergänzend
geltend (act. G 10), die Anspruchsprüfung sei ab dem 1. August 2014 (auch für eine
befristete Zeit) vorzunehmen. Berufliche Massnahmen seien am 27. September 2016
gewährt worden, nachdem eine 100%ige Erwerbsunfähigkeit bestätigt worden sei.
Allein dies bestätige eine Anspruchsauslösung ab dem 1. August 2014. Gemäss einer
kreisärztlichen Untersuchung vom 16. September 2016 sei höchstens eine körperlich
B.d.
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Erwägungen
1.
Die Beschwerdegegnerin hat mit der angefochtenen Verfügung vom 15. Juni 2017
einen Rentenanspruch des Beschwerdeführers bei einem IV-Grad von 28% verneint.
Strittig ist somit, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Invalidenrente hat.
2.
leichte, wechselbelastende Tätigkeit zumutbar. Aufgrund der Atemnot und der
funktionellen reduzierten Leistungsfähigkeit sei mit der Wechselbelastung eine
Schonhaltung/Ruhepause zu verstehen. Für einen Tabellenlohnabzug genüge es, wenn
eine Person, die in ihrer letzten Tätigkeit eine körperlich schwere Tätigkeit verrichtet
habe, nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für körperlich leichtere Arbeiten
nunmehr beschränkt einsatzfähig sei und daher das durchschnittliche Lohnniveau als
gesunder Hilfsarbeiter in der Regel nicht mehr erreichen könne. Dies umso mehr, als
der Tabellenlohn im Anforderungsniveau 4 auch mittelschwere Tätigkeiten umfasse.
Unter Berücksichtigung einer leidensbedingten Einschränkung sei ein Abzug von
mindestens 20% gerechtfertigt. Der zeitliche Aspekt bezüglich Schonhaltung/
Ruhepausen müsste gutachterlich ebenso definiert werden.
Das Versicherungsgericht bewilligte am 14. November 2017 das Gesuch um die
unentgeltliche Rechtspflege (Befreiung von den Gerichtskosten) für das
Beschwerdeverfahren (act. G 11).
B.e.
Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine Duplik (act. G 13).B.f.
Am 12. Januar 2019 teilte der Beschwerdeführer mit, dass er seinen Aufenthalt
nach I._ verlegt habe (act. G 17). Am 4. Februar 2019 bezeichnete er eine
Zustelladresse in der Schweiz (act. G 19).
B.g.
Einen Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung haben Versicherte, die
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht
durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder
verbessern können, während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch
durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig gewesen sind und nach Ablauf dieses
2.1.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 14/21
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3.
Jahres zu mindestens 40% invalid sind (Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die
Invalidenversicherung, IVG, SR 831.20). Invalidität ist die voraussichtlich bleibende
oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG,
SR 830.1). Erwerbsunfähigkeit ist der durch eine Beeinträchtigung der körperlichen,
geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung
und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten
auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).
Gemäss Art. 28a Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 16 ATSG ist die Invalidität grundsätzlich
durch einen Einkommensvergleich zu ermitteln. Dabei wird das Erwerbseinkommen,
das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der
medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (zumutbares
Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Einkommen, das sie erzielen könnte,
wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen).
2.2.
Zu klären ist zunächst, wann sich der Beschwerdeführer zum Bezug der im
vorliegenden Verfahren zu beurteilenden Rente angemeldet hat. Der Zeitpunkt der
Anmeldung ist nämlich massgebend für den potentiellen Rentenbeginn (vgl. Art. 29
Abs. 1 IVG).
3.1.
Der Beschwerdeführer hat sich am 23. Januar 2014 zum Bezug von IV-Leistungen
angemeldet. Am 31. Juli 2015 hat die Beschwerdegegnerin den Anspruch des
Beschwerdeführers auf berufliche Massnahmen und Rentenleistungen mit der
Begründung, er sei seit Oktober 2014 wieder in einem vollen Pensum beim bisherigen
Arbeitgeber tätig und damit rentenausschliessend eingegliedert, in der Form einer
Mitteilung abgewiesen. Der Beschwerdeführer hat sich daraufhin – nach einer E-Mail-
Korrespondenz mit einer Sachbearbeiterin, welche ihm mitgeteilt hatte, der Fall sei mit
der Mitteilung vom 31. Juli 2015 abgeschlossen worden (vgl. IV-act. 42 ff.) – am
15. Dezember 2015 erneut zum Leistungsbezug angemeldet und festgehalten, der Fall
sei für ihn nie abgeschlossen gewesen. In der Verfügung vom 15. Juni 2017 hat die
Beschwerdegegnerin bestätigt, dass das erste Gesuch am 31. Juli 2015 abgewiesen
und der Rentenanspruch im Rahmen der Wiederanmeldung geprüft worden sei. Damit
stellt sich die Frage, ob es sich beim Schreiben vom 15. Dezember 2015 um eine
Neuanmeldung gehandelt hat, der Rentenanspruch also gestützt auf die Anmeldung
vom 23. Januar 2014 mit der Mitteilung vom 31. Juli 2015 rechtswirksam abgewiesen
3.2.
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worden war. Art. 74 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV, SR 831.201)
hält fest, dass eine Leistungszusprache ohne Verfügung (das heisst in der Form einer
Mitteilung) ergehen kann, wenn die Anspruchsvoraussetzungen offensichtlich erfüllt
sind und den Begehren der versicherten Person vollumfänglich entsprochen wird. Nach
der Auffassung des Bundesgerichts kann die versicherte Person – in analoger
Anwendung von Art. 51 Abs. 2 ATSG – bei einer zu Unrecht nicht in Verfügungsform,
sondern formlos mitgeteilten Verweigerung von Leistungen den Erlass einer
anfechtbaren Verfügung verlangen; die Frist für eine solche Intervention beträgt
mindestens ein Jahr (BGE 134 V 149, E. 5; Urteil des Bundesgerichts vom 11. Februar
2019, 8C_485/2018, E. 4). Vorliegend sind die Voraussetzungen zum Erlass einer
Mitteilung offenkundig nicht erfüllt gewesen. Des Weiteren hat der Beschwerdeführer
im Schreiben vom 15. Dezember 2015 und damit rund vier Monate nach dem Versand
der Mitteilung festgehalten, der Fall sei für ihn nie abgeschlossen gewesen. Spätestens
nach Erhalt des Schreibens vom 15. Dezember 2015, worin der Beschwerdeführer
unmissverständlich kundgetan hat, dass er mit der Ablehnung seines Begehrens nicht
einverstanden sei, hätte die Beschwerdegegnerin also eine anfechtbare Verfügung
erlassen müssen. Dies hat sie jedoch unterlassen. Die Abweisung des
Rentenbegehrens ist mit dem Erlass der Mitteilung vom 31. Juli 2015 somit nicht
rechtswirksam erfolgt. Daraus folgt, dass für den vorliegend zu beurteilenden
Rentenanspruch die Anmeldung vom 23. Januar 2014 massgebend ist und dass sich
die angefochtene Verfügung vom 15. Juni 2017 zu Unrecht auf die Würdigung des
Sachverhalts ab der "Wiederanmeldung" am 15. Dezember 2015 bezogen hat. Das
Versicherungsgericht hat deshalb bei der Beurteilung der Rechtmässigkeit der
Verfügung vom 15. Juni 2017 den Sachverhalt über den gesamten relevanten Zeitraum,
das heisst ab dem Zeitpunkt der Anmeldung vom 23. Januar 2014 (respektive dem
Unfall vom 26. August 2013) bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung, zu
würdigen.
ter
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4.
Um das zumutbare Invalideneinkommen ermitteln zu können, muss der
verbliebene Arbeitsfähigkeitsgrad des Beschwerdeführers mit dem Beweisgrad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit feststehen. Zu prüfen ist somit, ob seit der
Anmeldung vom 23. Januar 2014 bzw. dem Unfall vom 26. August 2013 eine
Arbeitsunfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit mit dem Beweisgrad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt ist.
4.1.
Der Beschwerdeführer ist vom 26. August 2013 bis 20. September 2013 im Y._
(Fremdakten-act. 1-63) und vom 20. September 2013 bis 16. Oktober 2013 in der X._
(Fremdakten-act. 1-94) hospitalisiert und damit arbeitsunfähig gewesen. Das Y._ hat
am 16. Januar 2014 eine weiterhin bestehende 100%ige Arbeitsunfähigkeit im
angestammten Beruf attestiert (Fremdakten-act. 3-45). Ab März 2014 hat der
Beschwerdeführer zu 60%, ab September 2014 zu 80% und ab Oktober 2014 zu
100% wieder bei seinem bisherigen Arbeitgeber gearbeitet (vgl. Fremdakten-act. 3-21,
8-59, 8-3). Für diesen Zeitraum sind den Akten folgende attestierte
Arbeitsunfähigkeiten zu entnehmen: Vom 7. bis 13. April 2014 eine 100%ige
Arbeitsunfähigkeit attestiert am 9. April 2014 durch Dr. E._ (Fremdakten-act. 3-20,
3-15), vom 21. Mai 2014 bis 6. Juni 2014 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert am
28. Mai 2014 durch Dr. F._ (Fremdakten-act. 3-7) und vom 5. Februar 2015 bis
13. Februar 2015 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert durch Dr. E._ (Datum
unbekannt, vgl. IV-act. 80). Prof. G._ hat im Gutachten vom 30. November 2015 (IV-
act. 81) festgehalten, der Beschwerdeführer sei für eine mittelschwere bis schwere
praktische Tätigkeit zu 100% invalid (gemeint wohl: arbeitsunfähig). Dr. E._ hat am
21. Januar 2016 eine seit dem 15. Juli 2015 bis aktuell bestehende 100%ige
Arbeitsunfähigkeit attestiert (IV-act. 80). Vom 10. Februar 2016 bis 1. März 2016 ist der
Beschwerdeführer im Y._ hospitalisiert und damit arbeitsunfähig gewesen (IV-
act. 115). Am 1. Juli 2016 hat eine Ärztin des Y._ vom 19. Juni 2016 bis 3. Juli 2016
eine 100%ige und vom 4. Juli 2016 bis 18. Juli 2016 eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit
attestiert (IV-act. 149). Am 5. Januar 2017 hat Dr. E._ eine seit dem 16. August 2016
bestehende 100%ige Arbeitsfähigkeit für leichte bis mittelschwere Tätigkeiten attestiert
(IV-act. 169).
4.1.1.
Zunächst ist festzustellen, dass das Wartejahr überwiegend wahrscheinlich am
31. Juli 2014 erfüllt gewesen ist. Für die Erfüllung des Wartejahrs ist nämlich
praxisgemäss die Arbeitsunfähigkeit am konkreten Arbeitsplatz massgebend. Da der
Beschwerdeführer nach dem Unfall vom 26. August 2013 bis Mitte Januar 2014 in
4.1.2.
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seinem bisherigen Beruf vollständig arbeitsunfähig gewesen ist und ab März 2014 bis
August 2014 nur zu 60% bei seinem bisherigen Arbeitgeber wieder gearbeitet hat, ist
es überwiegend wahrscheinlich, dass er auch im Februar 2014 zu mindestens 40%
arbeitsunfähig gewesen ist. Damit ist er mit dem Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit seit dem Unfallzeitpunkt ohne wesentlichen Unterbruch während
eines Jahres durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig gewesen (vgl. Art. 28
Abs. 1 lit. b IVG).
Für die Zeit nach Ablauf des Wartejahres verhält es sich wie folgt: Mit Ausnahme
des Hausarztes Dr. E._, welcher dem Beschwerdeführer am 5. Januar 2017 eine seit
dem 16. August 2016 bestehende vollständige Arbeitsfähigkeit in einer leichten bis
mittelschweren Tätigkeit attestiert hat, beziehen sich alle attestierten
Arbeitsunfähigkeiten der behandelnden Ärzte auf die Tätigkeit des Beschwerdeführers
am früheren Arbeitsplatz bei der C._ AG bzw. auf die angestammte Tätigkeit. Für die
Beurteilung der verbleibenden Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit sagen
diese Berichte somit nichts aus. Der RAD-Arzt Dr. D._ hat am 13. Januar 2016
notiert, aufgrund des Gutachtens von Prof. G._ vom 30. November 2015 sei davon
auszugehen, dass auch derzeit wahrscheinlich noch eine reduzierte Arbeitsfähigkeit
bestehe; dies müsste jedoch pneumologisch geklärt werden. Am 15. März 2016 hat er
festgehalten, infolge der Operation vom 11. Februar 2016 bestehe für mindestens drei
Monate ein instabiler Gesundheitszustand. Am 3. Juni 2016 hat er den
Gesundheitszustand als stabil beurteilt und notiert, in einer körperlich sehr leichten
Tätigkeit (wechselbelastend, überwiegend sitzend, kein Heben und Tragen von Lasten
über 5kg, keine Zwangshaltungen, in guter Luft) bestehe eine 100%ige Arbeitsfähigkeit.
Die bisher ausgeübte Tätigkeit sei dem Beschwerdeführer nicht mehr zumutbar. Am
8. Mai 2017 ist der RAD-Arzt H._ unter Berücksichtigung der mehrfach ergometrisch
gemessenen guten Leistungsfähigkeit zum Schluss gelangt, dass eine ganztägige
Arbeitsfähigkeit für Tätigkeiten mit mindestens leichter körperlicher Arbeit bestehe und
die angestammte Tätigkeit als Monteur – im Einklang mit dem Gutachten von
Prof. G._ – zu schwer sei. Anlässlich der Untersuchung in der Klinik für Pneumologie
des Z._ vom 20. Februar 2017 ist zwar keine Spiroergometrie durchgeführt worden
(im Bericht vom 24. Februar 2017 wird auf die am 4. Februar 2016 durchgeführte
Spiroergometrie verwiesen). Der RAD-Arzt H._ hat seine Beurteilung aber unter
Berücksichtigung des Berichts vom 24. Februar 2017 abgegeben. Er ist offenbar zum
Schluss gelangt, dass die im Bericht festgehaltenen Resultate zu keiner
Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit in einer körperlich leichten Tätigkeit führen
würden. Diese Würdigungen des RAD überzeugen. Entgegen der Ansicht des
4.1.3.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 18/21
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Beschwerdeführers liegt mit der pneumologischen Untersuchung vom 20. Februar
2017 eine aktuelle Untersuchung vor. Dass ein RAD-Arzt seine Beurteilung aufgrund
der Aktenlage vornimmt, ist üblich und nicht zu beanstanden. Der Bericht der Klinik für
Pneumologie des Z._ vom 12. Juli 2017 ist schliesslich nicht zu berücksichtigen.
Dieser bezieht sich nämlich auf die Untersuchung vom 7. Juli 2017 und damit auf den
Gesundheitszustand nach dem Erlass der Verfügung vom 15. Juni 2017. Selbst wenn
man den Bericht berücksichtigen würde, liesse sich diesem – aus der Sicht eines
medizinischen Laien – keine Verschlechterung des Gesundheitszustands entnehmen.
Gestützt auf die Würdigungen der RAD-Ärzte Dr. D._ und H._ und unter
Berücksichtigung der Tatsache, dass auch der Hausarzt Dr. E._ dem
Beschwerdeführer eine seit dem 16. August 2016 bestehende 100%ige Arbeitsfähigkeit
in einer leichten bis mittelschweren Tätigkeit attestiert und dazu festgehalten hat, der
Beschwerdeführer habe sich vom schweren Polytrauma erholt, diesbezüglich seien nur
noch leichte Residuen vorhanden und im Vordergrund stehe das fixierte Asthma
bronchiale, ist mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt,
dass der Beschwerdeführer seit Juni 2016 in einer körperlich sehr leichten Tätigkeit
bzw. seit August 2016 in einer körperlich mindestens leichten Tätigkeit vollständig
arbeitsfähig und dass ihm eine schwere körperliche Tätigkeit nicht mehr zumutbar
gewesen ist. Dabei sind – wie die Beschwerdegegnerin zu Recht festgehalten hat – die
unfall- und die krankheitsbedingten Gesundheitsbeeinträchtigungen berücksichtigt
worden. Der Beschwerdeführer hat geltend gemacht, in einem kreisärztlichen Bericht
vom 14. September 2016 (act. g 1) respektive in einer kreisärztlichen Untersuchung
vom 16. September 2016 (act. G 10) sei festgehalten worden, ihm sei höchstens noch
eine leichte, wechselbelastende körperliche Tätigkeit zumutbar. Die Akten enthalten
keinen Bericht einer kreisärztlichen Untersuchung vom September 2016. Selbst wenn
ein SUVA-Kreisarzt festgehalten haben sollte, dass höchstens noch eine körperlich
leichte, wechselbelastende Tätigkeit zumutbar sei, würde dies jedoch nichts daran
ändern, dass mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit in einer
adaptierten Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsfähigkeit besteht, da wie oben ausgeführt
dem Beschwerdeführer seit Juni 2016 körperlich sehr leichte bzw. seit August 2016
körperlich leichte Tätigkeiten zumutbar gewesen sind. Wechselbelastend bedeutet,
dass die Ausübung einer Tätigkeit unterschiedliche Positionen (Sitzen/Stehen/Gehen)
beinhaltet und nicht, wie der Beschwerdeführer geltend macht, dass eine
Schonhaltung oder vermehrte Ruhepausen erforderlich sind. Der Aspekt der
Wechselbelastung spielt für die Bestimmung des Arbeitsfähigkeitsgrads also keine
Rolle.
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Zu prüfen bleibt der verbliebene Arbeitsfähigkeitsgrad des Beschwerdeführers in
der Zeit nach Ablauf des Wartejahrs, das heisst ab 1. August 2014, bis zum Juni 2016.
Für diesen Zeitraum ist den Akten keine medizinisch-theoretische Einschätzung der
Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in einer adaptierten Tätigkeit zu entnehmen.
Die Akten enthalten zwar zahlreiche Arztberichte sowohl zur Behandlung der infolge
des Unfalls erlittenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen als auch zu den
krankheitsbedingten Lungenbeschwerden. Aus der Sicht eines medizinischen Laien ist
es jedoch nicht möglich, ohne eine entsprechende medizinisch-theoretische
Einschätzung eine rechtliche Würdigung der verbliebenen Arbeitsfähigkeit
vorzunehmen. Festzustellen bleibt, dass sich Prof. G._ im Gutachten vom
30. November 2015 nicht zur Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit geäussert
hat, sondern aufgrund des Lungenleidens lediglich eine schwere körperliche Tätigkeit
ausgeschlossen hat. Des Weiteren ist aufgrund der Aktenlage nicht beurteilbar, wie
lange der Beschwerdeführer nach der Operation vom 11. Februar 2016 arbeitsunfähig
gewesen ist. Der Hausarzt Dr. E._ hat am 1. Juni 2016 berichtet, die Wunde sei nach
einer Wundheilungsstörung in der Zwischenzeit verheilt. Möglicherweise hat somit
bereits vor dem 1. Juni 2016 wieder eine vollständige oder teilweise Arbeitsfähigkeit in
einer adaptierten Tätigkeit bestanden. Das in einem SUVA-Bericht vom 25. Mai 2016
erwähnte Arbeitsunfähigkeitszeugnis des Y._ (Bestätigung einer Arbeitsunfähigkeit
bis am 3. Juni 2016) liegt nicht bei den Akten. Im SUVA-Bericht wurde auch notiert,
dass am 6. Mai 2016 eine Kontrolle im Y._ stattgefunden habe und am 27. Mai 2016
die nächste Kontrolle geplant gewesen sei. Auch zu diesen Untersuchungen fehlen
Berichte. Zur Beurteilung der verbliebenen Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten
Tätigkeit in der Zeit nach Ablauf des Wartejahrs bis zum Juni 2016 ist die
Angelegenheit deshalb an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Sie hat hierzu bei
der SUVA die vollständigen Akten anzufordern. Sofern die dann bestehende Aktenlage
nicht ausreicht, die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in der fraglichen Zeit mit
dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu belegen, hat die
Beschwerdegegnerin bei den Ärzten, die den Beschwerdeführer damals behandelt
haben, ergänzende Abklärungen zu tätigen. Anschliessend sind die Akten dem RAD
oder einem zu beauftragenden medizinischen Sachverständigen zwecks Einschätzung
der medizinisch-theoretischen Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit
vorzulegen.
4.1.4.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer mit dem
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit seit Juni 2016 in einer körperlich
sehr leichten Tätigkeit bzw. seit August 2016 in einer körperlich mindestens leichten,
allenfalls wechselbelastenden Tätigkeit vollständig arbeitsfähig und dass ihm eine
4.2.
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5.
Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr.
1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint
in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Praxisgemäss ist die
Rückweisung an die Verwaltung zur weiteren Abklärung als volles Obsiegen des
Beschwerdeführers zu werten (vgl. BGE 132 V 235, E. 6.1). Dementsprechend ist die
Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- vollumfänglich der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.