Decision ID: d2ac5ee5-ac59-4f38-903a-62ede86902d7
Year: 2021
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1980, ist gelernte Pharma-Assistentin (Fähigkeitszeugnis vom 18. August 1999, Urk. 10/1/3)
und arbeitete
ab
September 2000
zunächst voll
zeitlich als Sachbearbeiterin im Leistungszentrum der
Y._
AG
(
Y._
;
Anstellungsvertrag vom 17. Juli 2000, Urk. 10/1/1
).
Sie war damals verheiratet
und wurde 2002 und 2005
Mutter
je einer Tochter
(vgl. Urk. 10/3).
Ab Sommer
2006 erlitt
X._
mehrmals eine
Episode mit kurzzeitigen Wort
findungsstörungen. Sie war deswegen vom 6. bis zum
10. und wiederum vom 11. bis zum
18. Oktober 2006 im Spital
Z._
hospitalisiert, und es wurde die D
i
agnose einer Epilepsie gestellt (Bericht des Spitals
Z._
vom 16. Oktober 2006, Urk. 10/9/22-24). In der Folge löste
X._
das Arbeitsverhältnis mit der
Y._
, wo sie zuletzt im Umfang von 50 % gearbeitet hatte, per Ende Mai 2008 auf
(K
ündigungsschreiben
vom 15. Mai 2008, Urk.
10/8/8; Arbeitszeugnis vom 31. Mai 2008, Urk. 10/8/9; Angaben
der
Y._
vom 1. Dezember 2010 im Fragebogen
für
Arbeitgebende
, Urk. 10/8/1-7
)
,
nachdem in den Jahren 2007 und 2008
weitere
epileptische Auren aufgetreten waren
und sie sich deswegen
in die Be
handlung von
Dr. med.
A._
, Fach
arzt für Neurologie,
begeben hatte
(Be
richte von Dr.
A._
vom 13.
Februar
2007 und vom 28.
Oktober
2009, Urk.
10/9/20-21
und Urk. 10/9/11-19).
Am 1. November
2009 trat
X._
eine Vollzeitstelle als Sachbearbeiterin in der Administration der
B._
AG an (Arbeitsvertrag vom 30. Okto
ber
2009, Urk. 10/1/2). Sie war auch in diesem Jahr weiterhin in Behandlung bei Dr.
A._
gewesen (vgl. Urk. 10/9/11-12
), und im August 2009 hatte sie wegen eines epileptischen Anfalls die Notfallstation des Spitals
Z._
aufgesucht (Bericht vom 16
. August 2009, Urk. 10/9/9-10).
1.2
Im November 2010 meldete sich
X._
unter Hinweis auf die Diagnose der Epilepsie bei der Invalidenversicherung an (Urk. 10/2). Die Sozialver
siche
rungs
anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
holte den Bericht von Dr.
A._
vom 25.
November
/7. Dezember
2010 ein (Urk. 10/9/1-6
mit dem Bericht vom 30. Juni 2010 zuhanden des Krankentaggeldversicherers
C._
Allgemeine
Versiche
rungs
-Gesellschaft AG [
C._
], Urk. 10/9/7-8), beschaffte die Angaben der
Y._
und der
B._
AG zu den Arbeitsverhältnissen (Urk. 10/8 und Urk. 10/5) und zog die Akten der
C._
bei (Urk
.
10/10).
Nachdem die IV-Stelle der Versicherten am 5. Januar 2011 mitgeteilt hatte, dass zurzeit keine beruflichen Eingliederungsmassnahmen möglich seien und der Ren
tenspruch geprüft werde (Urk. 10/12),
veranlasste sie deren
neurologisch-psy
chiatrische Begutachtung
in der Klinik
D._
(Mitteilung vom 11. Januar 2011, Urk. 10/14). Das Gutachten wurde am 25. Mai 2011 fertig
gestellt und von Dipl.-Psych. E._
, Psychologie und Neuropsychologi
e, Dr. med.
F._
, Fach
arzt für Psychiatrie und Psychotherapie
, und Prof. Dr.
med.
G._
, Fach
arzt für Neurologie, unterzeichnet (Urk. 10/18).
Im
Vorbe
scheidverfahren
(vgl. Urk.
10/20-35
)
holte di
e IV-Stelle
den Bericht von
Dr.
med.
H._
, Spezialarzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom
6.
Januar 2012 ein, bei dem die Ver
sicherte im Oktober 2011
mit einer Behandlung begonnen
hatte (Urk. 10/36
mit einer separaten Stellungnahme zum Gutachten
,
Urk. 10/37/1-3
; vgl. auch das
Schreiben von Dr.
H._
an die Re
c
htsvertreterin der Versicherten vom 13. Okto
ber 2011, Urk. 10/37/4-5
), und
liess die
G
utachter zur geltend gemachten Not
wendigkeit einer neuropsychologischen Untersuchung (vgl. Urk. 10/36/4) und zum Verdacht, der Psychiater habe an der Begutachtung nicht au
sreichend mit
gewirkt (vgl. Urk.
10/37
/1-3)
,
Stellung nehmen (Stellungnahme vo
m 19. Januar 2012, Urk.
10/39).
Die
B._
AG hatte das Arbeitsverhältnis mit der Versicherten unterdessen per Ende Juni 2011 aufgelöst (vgl. die Angabe der Rechtsvertreterin der Versicherten in der Eingabe vom 13. Oktober 2011 im
Vor
bescheidverfahren
, Urk. 10/33/2).
In der Folge liess die IV-Stelle
die Versicherte durch das
Institut I._
GmbH erneut begutachten, diesmal in den Disziplinen der Allge
meinen Inneren Medizin, der Psychiatrie, der Neurologie und der Neuropsy
cho
logie (Gutachten vom 6. Deze
m
be
r 2012, Urk. 10/54; Dr. med. J._
, Fach
arzt für Allgeme
ine Innere Medizin, Dr. med. K._
, Facharzt für Psychiatrie
und Psychotherapie, Dr. med. L._
, Facharzt für Neurologie, u
nd
lic
. phil. M._
, Psychologie und Neuropsychologie).
Unter Berücksichtigung der
Einwendungen von Dr.
H._
vom 17. Februar 2013 (Urk. 10/59) und
der
Ent
gegnungen des
I._
vom 4. Juli 2013 (Urk. 10/63) verneinte die IV-Stelle den Rentenanspruch der Versicherten mit Verfügung vom 18. Juli 2013
, da
ihr
die bisherige Tätigkeit
im Büro nach wie vor
zu 100 % zumut
bar sei
(Urk. 10/65; Feststellungsblatt in Urk. 10/64). Die Verfügung blieb unangefochten.
1.3
Mit Schreiben an die IV-Stelle vom 14. Januar 2020 liess
X._
, vertreten durch Rechtsanwältin Sandra
Esteves
Gonçalves
, das Gesuch um eine neue Prü
fung des Rentenanspruchs stellen und geltend machen, ihr Gesundheits
zu
stand habe sich seit Juli 2013 verschlechtert (Urk. 10/72). Als Belege liess sie einen
Bericht der
Klinik N._
, vom 20. Novem
ber
2019 über eine Konsultation vom 5. November
2019 einreichen (Urk. 10/71/1-5) und
ein Arbeits
unfähigkeitszeugnis des aktuell
behandelnden Dr. med.
O._
, Facharzt für Neurologie, vom 13. September 2019 (Urk. 10/71/6) sowie
ver
schie
dene Berichte
von Dr.
O._
über EEG-Befunde
(Elektroenzephalogramm
e
)
des Jahres 2019
beibringen
(Urk. 10/71/7-9).
Die IV-Stelle holte von der
Klink N._, Dr. med. P._
, den Bericht vom 3. April 2020 ein (Urk. 10/83/1-5) und eröffnete der Versicherten daraufhin mit Vorbescheid vom 16. April 2020, dass sie das Leistungsbegehren abzuweisen ge
denke, da
sich ihr Zustand seit Juli 2013 nicht verschlechtert habe und sie in der bisherigen Tätigkeit weiterhin voll arbeitsfähig sei (Urk. 10/85
; Feststellungsblatt
in Urk. 10/88
). Die Versicherte, neu vertreten durch Rechtsanwältin Annemarie Gurtner,
liess
mit Eingabe vom 30. April 2020 Einwendungen erheben (Urk. 10/
86). Mit Eingabe vom 4. Juni 2020 liess sie die Einwendungen ergänzen (Urk. 10/91) und
einen Bericht von Dr.
O._
mit Datum des
23. September 2019
und Kran
kengeschichte-Eintragungen der Jahre 2018 bis 2020
einreichen (Urk. 10/90). Nach Rücksprache m
i
t dem RAD-Arzt PD Dr. med. u
niv.
Q._
, Facharzt für Neurologie (Stellun
gnahme von PD Dr.
Q._
vom 13.
Juli 2020, Urk. 10/96/2-3)
,
holte die IV-Stelle
von Dr.
P._
der
Klink N._
die zusätzlichen Angaben
vom 4. August 2020
zum Verlauf
und zur Arbeitsfähigkeit
ein (Urk. 10/93/1-2) und
nahm von ihm den Bericht an Dr.
O._
vom 28. April 2020 zu einer Ver
laufs
kontrolle v
om 8. April 2020 entgegen (Urk.
10/93/3-6).
Nachdem
PD Dr.
Q._
am 1. Oktober 2020 nochmals Stellung genommen hatte (Urk
.
10/96/4)
und sich
die Versicherte mit Eingabe vom 23. Oktober 2020
zu den zusätzlichen Angaben von Dr.
P._
geäussert hatte (Urk. 10/95), entschied die IV-Stelle mit Verfügung vom 25. November 2020 im Sinne ihres Vorbescheids und verneinte den Anspruch der Versicherten auf eine Invalidenrente (Urk. 2 = Urk. 10/98; Feststellungsblatt in Urk. 10/96).
2.
Gegen diese Verfügung liess
X._
durch Rechtsanwältin Annemarie Gurtner
mit Eingabe vom 8 Januar 2021 Beschwerde erheben (Urk. 1) und beantragen, die Verfügung sei aufzuheben und die IV-Stelle sei zu verpflichten, ihr die gesetz
lichen Leistungen der Inv
alidenversicherung auszurichten,
insbesondere sei die IV-Stelle zu verpflichten, ihr nach Vornahme der notwendigen Abklärungen eine Invalide
nrente zuzusprechen (Urk. 1 S. 2
). Zudem liess sie in prozessualer Hinsicht das Gesuch um die unentgeltliche Prozessführung und um die Bestellung ihrer Anwältin zur unentgeltlichen Rechtsvertreterin stellen (Urk. 1 S. 2). Die IV-Stelle liess in der Beschwerdeantwort vom 8. Februar 2021 auf Abweisung der Be
schwerde schliessen (Urk. 8) und ihren Standpunkt mit einer weiteren Stellung
nahme von PD Dr.
Q._
vom 2. Februar 2021
untermauern
(Urk. 9). Nachdem die Beschwe
rdeführerin mit Eingabe vom 11.
Februar 2021 ihr Gesuch um die unent
geltliche Rechtspflege wegen Kostenübernahme durch eine Rechtsschutzver
si
cherung zurückgezogen hatte (Urk. 11), setzte das Gericht sie mit Verfügung vom 17. Februar 2021 von der Beschwerdeantwort und der Stellungnahme von
PD Dr.
Q._
in Kenntnis (Urk.
12).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des
Sozialversicherungsrechts [ATSG]). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Im Hinblick auf das Erfordernis in Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG hat das Bundes
gericht Leitlinien aufgestellt, die seit einem Grundsatzurteil des Jahres 2015 in spezifischen Standardindikatoren bestehen, anhand derer die Auswirkungen von
sogenannten
pathogenetisch
-ätiologisch unklaren
syndromalen
Beschwerde
bil
de
rn ohne nachweisbare organische Grundlage, insbesondere von somato
formen
Schmerzstörungen und vergleichbaren Leiden, zu ermitteln sind (BGE 141 V 281).
Sodann hat das Bundesgericht in zwei Grundsatzurteilen des Jahres 2017 die An
wendbarkeit dieser Standardindikatoren auf grundsätzlich sämtliche psychi
schen Erkrankungen ausgedehnt, insbesondere auch auf die depressiven Störungen, und hat damit nicht länger an der früheren Rechtsprechung fest
gehalten, wonach De
pressionen leicht- bis mittelgradiger Natur einzig dann als invalidisierend
e Krank
heiten in Betracht kommen
, wenn sie erwiesenermassen therapieresistent sind
(BGE 143 V 418 E. 7, 143 V 409 E. 4.4 und E. 4.5; vgl. die Zusammenfassung der früheren Rechtsprechung in BGE 143 V 409 E. 4.1).
Entscheidend ist somit unabhängig von der diagnostischen Einordnung einer psychischen Erkrankung, ob es gelingt, auf objektivierter Beurteilungsgrundlage den Beweis einer rechtlich relevanten Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit zu erbrin
gen, wobei die versicherte Person die materi
elle Beweislast trägt (vgl. BGE
143 V 409 E. 4.5.2 unter Hinweis auf BGE 141 V 281 E. 3.7.2; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3).
1.3
1.3.1
Gemäss Art. 28 Abs. 2
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
haben Versicherte Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 70 %, auf eine
Dreiviertelsrente
, wenn sie mindestens zu 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens
zu 50 % oder auf eine
Viertels
rente
, wenn sie mindestens zu 40 % invalid sind.
1.3.2
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG (in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG) aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sogenanntes Invalidenein
kommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sogenanntes
Valideneinkommen
).
Bei nicht erwerbstätigen Versicherten wird gestützt auf Art. 28a Abs. 2 IVG für die Bemessung der Invalidität darauf abgestellt, in welchem Masse sie unfähig sind, sich im nichterwerblichen Aufgabenbereich zu betätigen (sogenannter Betä
tigungsvergleich).
Nach Art. 28a Abs. 3 IVG wird bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig
sind, für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt (vgl. Satz 1). W
aren sie daneben auch in einem nichterwerblichen Aufgabenbereich tätig, namentlich im Haushalt, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach Art. 28a Abs. 2 IVG bestimmt (vgl. Satz 2). In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbs
tätigkeit und der Anteil der Tätigkeit im Aufgaben
bereich festzulegen und der Invaliditätsgrad entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (vgl. Satz 3; sogenannte gemischte Methode der Invaliditäts
bemessung).
1.3.3
Der Rentenanspruch entsteht nach Art. 28 Abs. 1 IVG frühestens in dem Zeit
punkt, in dem die versicherte Person während eines Jahres ohne wesentlichen
Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 40 % arbeitsunfähig war (
lit
. b), sofe
rn sie nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ist (
lit
. c). Zusätzlich kann der Rentenanspruch gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG nicht vor Ablauf von sechs Monaten nach der Geltendmachung entstehen.
Im Rahmen der gemischten Methode ist für die Bestimmung der Wartezeit und
des Rentenbeginn
s analog zur Rechtsprechung zur Ermittlung des Invaliditäts
grades auf den gewichteten Durchschnitt der Arbeitsunfähigkeit in beiden Teil
bereichen abzustellen (BGE 13
0 V 97 E
. 3.4).
1.4
1.4.1
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezü
gers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die
Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG
). Anlass zur Rentenrevision gibt rechtsprechungsgemäss jede wesentliche Ände
rung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditäts
grad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen (vgl. BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hin
weisen).
Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, so besteht nach der höchst
richterlichen Rechtsprechung keine Bindung mehr an das Mass der übrigen, unverändert gebliebenen Parameter, die dem vorangegangenen rechtskräftigen Entscheid zugrunde gelegt worden sind. Vielmehr ist der Rentenanspruch für die Zukunft
diesfalls
in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht frei und umfassend zu prüfen (vgl. BGE 141 V 9 E. 2.3, 117 V 198 E. 4b, je mit Hinweisen). Unerheblich unter revisionsrechtlichen Gesichtspunkten ist dagegen nach der Rechtsprechung die unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Sachverhaltes (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
Als zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung der Frage, ob sich der Invali
ditätsgrad im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG erheblich geändert hat, gilt die letzte rechtskräftige Verfügung, die auf einer materiellen Anspruchsprüfung
mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung
eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands) beruht (vgl.
BGE 133 V 108 E. 5 mit Hinweisen).
1.4.2
Die Grundsätze zur Rentenrevision gelten rechtsprechungsgemäss auch dort, wo sich eine versicherte Person, deren Rentenanspruch verneint worden ist, bei der
Invalidenversicherung erneut zum Rentenbezug anmeldet. Auch dort ist zu prüfen
, ob seit dem Erlass des rentenabweisenden Entscheids eine wesentliche Änderung
in den tatsächlichen Verhältnissen eingetreten ist (vgl. BGE 130 V 71 E. 3.1 und 3.2 mit Hinweisen; vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.4).
Des Weiteren ist auch im Falle einer Neuanmeldung die Frist nach Art. 29 Abs. 1
IVG abzuwarten, bevor der Rentenanspruch entsteht (BGE 142 V 547 E. 3; vgl
.
auch Kreisschreiben des Bundesamtes für Sozialversicherungen [BSV] über Inva
lidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung [KSIH],
Rz
2030).
1.5
Für die Beurteilung von Rechtsfragen, denen medizinische Sachverhalte zugrunde liegen, ist das Gericht auf Angaben und Unterlagen von medizinischen Fach
per
sonen, namentlich von Ärztinnen und Ärzten, angewiesen. Hinsichtlich des Be
weis
wertes eines Arztberichtes ist nach höchstrichterlicher Praxis entscheid
end, ob der Bericht für die stri
t
tigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Unter
suchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten oder der Expertin begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a).
2.
Strittig und zu prüfen ist, ob und gegebenenfalls ab welchem Zeitpunkt die Beschwerdeführerin
aufgrund ihrer neuen Anmeldung vom 14. Januar 2020
An
spruch auf Leistungen der Invalidenversicherung
hat
, namentlich auf eine Inva
lidenrente.
3.
3.1
Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass die Anspruchsprüfung nach der rechts
kräftigen
V
erneinung
des Anspruchs auf eine Invalidenrente
mit der
Verfüg
ung vom 18. Juli 2013 (Urk. 10/65
) zur Diskussion steht.
Gemäss den zutreffenden, übereinstimmenden
Überlegungen der Parteien (Urk. 1 S. 4, Urk. 2 S. 2)
stellt sich
daher
in einem ersten Schritt
die Frage nach
potentiell
rentenerheblichen Verän
derungen seit d
em Erlass der Verfügung vom 18. Juli 2013, und
bei Vorliegen derartiger Veränderungen stellt sich in einem zweiten Schritt die weitere Frage nach den Auswirkungen der festgestellten gesundheitlichen Beeinträchti
gungen auf die Arbeits-
und die Erwerbsfähigkeit.
3.2
3.2.1
Die Beschwerdegegnerin stützte sich beim Erlass der Verfügung vom 18. Juli 2013 auf das Gutachten des
I._
vom 6. Dezember 2012 (Urk. 10/
54).
3.2.2
Der Neurologe Dr.
L._
erhob neben der Befragung der Beschwerde
führerin einen allgemeinen neurologischen Status mit Er
mittlung
der gängigsten klinischen Parameter
und bezeichnete diese als unauffällig
(Urk.
10/54/17)
. Spe
zi
fische, auf die Epilepsie ausgerichtete Untersuchungen führte Dr.
L._
nicht durch;
er schloss sich der Di
agnose einer Epilepsie, wie
das Spital
Z._
und Dr.
A._
sie
in den Jahren 2006 bis 2009 gestellt hatten (Urk. 10/9/5, Urk.
10/9/8, Urk. 10/9/10,
Urk. 10/9/11
, Urk. 10/9/22)
und wie Prof. Dr.
G._
sie im Jahr 2011 bestätigt hatte (Urk. 10/18/14)
, jedoch an und charakterisierte
die
Epilepsie
als solche
mit partiellen und sekundär generalisierten An
fällen
(Urk.
10/54/17)
. Dabei
fragte er sich zwar,
ob Dr.
A._
die erhobenen und der Epilepsie zugeordneten EEG-Befunde (vgl.
Urk.
10/9/5-6, Urk.
10/9/11, Urk.
10/9/13-19 und Urk. 10/9/20
) hinreichend gegen Arte
fakte abgegrenzt habe (Urk. 10/54
/18), sah aber davon
ab, selbst ein EEG zu erstellen. Vielmehr wies er
lediglich auf die Möglichkeit einer stationären Untersuchung mit Langzeit-EEG hin, welche auch bei der Frage nach einem funktionellen, nicht organisch erklär
baren Hintergrund der Anfälle
hätte weiterhelfen können
(vgl. Urk.
10/54/18+19).
Die Frage nach einer
psychischen Komponente im Krankheitsgeschehen stand schon vor der Begutachtung durch das
I._
im Raum.
So hielt
Dr.
A._
in seinem Bericht an die Beschwerdegegnerin vom 7. Dezember 2010
und im vorange
gan
genen Bericht an die
C._
vom 30. Juni 2010
fest, die Beschwerdeführeri
n
sei depressiv verstimmt, ziemlich ängstlich und besorgt, und erachtete
die Epi
lepsie
für dieses psychische Zustandsbild als ursächlich; ausserdem bemerkte er gewisse kognitive Störungen,
die seiner Vermutung nach durch die Medikation
hätten beeinflusst sein können (Urk. 10/9/6 und Urk.
10/9/8).
Dementsprechend
befand
die Beschwerdegegnerin
es
für notwendig
, die Beschwerdeführerin nicht nur neurologisch, sondern auch psychiatrisch begutachten zu lassen
,
und
hielt
daran fest, nachdem sich herausgestellt hatte, dass der Psychiater Dr.
F._
im Rahmen der Begutachtung in der Klinik
D._
lediglich
supervidierend
mitgewirkt hatte (vgl. Urk. 10/39/6), der neu behandelnde Psychiater Dr.
H._
jedoch
eine
Angststörung
mit
histrionischen
Per
sönlichkeitszügen diagnostiziert
(
F41.0 und Z73.1
der Internationalen Klassifikation psychischer Störungen der Weltgesundheitsorganisation, ICD-10
;
Urk. 10/36/1) und zudem die Ergebnisse der psychologischen Testungen durch die Psychologin
E._
(vgl. Urk.
10/18/23-29) als
er
klärungsbedürftig bezeichnet hatte (Urk. 10/36/3).
Dr.
K._
des
I._
bestätigte alsdann die
diagnostische Einordnung durch
Dr.
H._
im Wesentlichen, indem er
die Diagnose Angst und depressive Stö
rung
gemischt, wiederum mit
histrionischen
Persönlichkeitszügen
,
aufführte (ICD10 F41.2 und Z73.1; Urk. 10/54/14).
3.2.3
Was die Arbeitsfähigkeit
sbeurteilung im Gutachten des
I._
anbelangt, so mass
Dr.
L._
der neurologischen Diagnose
der Epilepsie
keine Auswir
kun
gen
auf die Arbeitsfähigkeit in einer Bürotätigkeit zu (Urk. 10/54/18), Dr.
K._
qua
lifizierte die psychiatrischen Diagnosen ebenfalls nicht als solche mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 10/54/14) und der Neuropsychologe
lic
. phil.
M._
kon
s
tatierte zwar deutlich unterdurchschnittliche Leistungen, leitete daraus je
doch
keine neuropsychologische Diagnose und dementsprechend auch keine Be
ein
träc
h
tigung in der Arbeitsfähigkeit ab
, sondern vermerkte eine deutliche Selbst
limi
tie
rung mit dem Potential zur Leistungssteigerung
(Urk.
10/54/21-22)
. Schliesslich ergab auch die internistische Untersuchung durch Dr.
J._
keine
Befunde, die als relevant
für die Arbeitsfähigkei
t erschienen (vgl. Urk.
10/54/9-10).
In Würdigung dieser Beurteilungen in den einzelnen Disziplinen gelangten die Gutachter
des
I._
in der Gesamtbeurteilung zum Schluss, aus polydisziplinärer Sicht bestehe eine 100%ige Arbeits- und Leistungsfähigkeit
für körperlich leichte und mittelschwere
, adaptierte Tätigkeiten, wozu auch die bisher verrichteten Büro
tätigkeiten und der erlernte Beruf der Ph
arma-Assistentin gehörten (Urk.
10/54/23).
Diese Schlussfolgerung war
ausschlaggebend für die Renten
ab
wei
sung mit der Verfügung
vom
18. Juli 2013 (Urk. 10/65);
n
eben der Begrün
dung dieser Verfügung (Urk. 10/65/2)
zeigt dies auch eine
Stellungnahme der RAD-Ärztin Dr. med.
R._
vom 1. Februar 2013
(Urk. 10/64/3).
3.3
3.3.1
Anders als die Verfügung vom 18. Juli 2013
,
basiert die
vorliegend angefochtene
Verfügung vom 25. November 2020
auf keiner
polydisziplinäre
n
Beurteilung
, sondern
lediglich
auf der
Beurteilung durch die behandelnden Neurolog
en Dr.
O._
und Dr.
P._
der
Klink N._
.
Dr.
O._
, der an d
erselben Praxisadresse tätig war wie schon
Dr.
A._
, führte in den Jahren 2018 und 201
9 mehrmals EEG-Untersuchungen durch, deren Ergeb
nisse er in den Krankengeschichte-Eintragungen dieser Jahre darstellte
; zugleich protokollierte er darin
die vorgekehrten therapeutischen Massnahmen
,
wie insbe
sonde
re die Medikation
(Urk. 10/90). D
iese Aufzeichnungen sowie auch die Be
funde in den eingereichten separaten Berichte
n
(Urk. 10/71/7-9) erlauben
indessen
dem medizinischen Laien nicht, ausreichende Erkenntnisse zum Krankheits
ver
lauf seit dem Erlass der Verfügung vom 18. Juli 2013 zu gewinnen.
Denn der Schwerpunkt d
er Aufzeichnungen
von Dr.
O._
liegt
in
der Beschreibung der EEG-Messresultate unter Verwendung der einsc
hlägigen Fachbegriffe («linksbe
tonte Verlangsamungen mit Theta-Aktivität», «intermittierend auftretende Sharp-
Waves
als Hinweis auf
iktale
Aktivität», «Spike-Wave-Muster», «Spike-Wave-Komplexe»
, «Alpha-Grundaktivität»
)
; o
hne interpretierende Ausführungen er
schliesst sich dem
medizinischen
Laien jedoch nicht, wie sich die festgestellten Auffälligkeiten
manifestieren und die Lebensführung beeinflussen
.
Die Angaben von Dr.
O._
ermöglichen demnach
allein
schon
keine zuverlässige Aus
sage darüber
, wieweit die erhobenen
Befunde
überhaupt
auf eine Veränderung seit dem Jahr 2013 beziehungsweise seit der Begutachtung durch das
I._
hinweisen
. Dies gilt umso mehr, als Dr.
L._
nach dem vorstehend Dargelegten
die Interp
retation der damals aktuell gewesenen
EEG-Befunde durch
Dr.
A._
zwar in Frage gestellt
, sie aber nicht näher dis
kutiert
und von einer erneuten
EEG-Untersuchung abgesehen hatte.
Dr.
P._
der
Klink N._
sodann liess Anfang November 2019 zwar ein noc
h
maliges EEG erstellen und beschrieb auch den
zugehörigen
Befund, den er als pathologisch bezeichnete (Urk. 10/71/2). Auch er stellte
jedoch
die Auswir
kungen dieses Befundes i
n seinen
Bericht
en
vom 20. November 2019
und vom 3. April 2020
nicht mit
der erf
orderlichen Ausführlichkeit dar. Es bleibt daher offen, was
die Feststellung
einer
«
symptomatischen therapieresistenten Epilepsie mit ein
fach
-
fokalen, komplex-fokal
en und sekundär generalisierten tonisch-klonischen An
fällen
bei kernspintomographischen Zeichen von multiplen,
nodulären
Hetero
topien
»
(Urk. 10/71/2
und Urk. 10/83/3
)
für den Alltag der Beschwerdeführerin bedeutet und ob sich daraus a
uf eine Veränder
ung seit 2013 schliessen lässt
.
Daran ändert nichts, dass die Beschwerdeführerin gegenüber
Dr.
P._
ausführte
,
s
eit
ihrer
Scheidung vor etwa
eineinhalb
Jahren
hätten sich
etwas vermehrte An
fäll
e gezeigt
(Urk. 10/71/1)
, da
genauere Angaben zur qualitativen Ausprä
gung dieser A
nfälle fehlen. Die Beschwerdeführerin erwähnte gegenüber
Dr.
P._
zwar B
ewusstseinsverluste b
eziehungsweise -störungen (Urk.
10/71/1)
, wogegen sie
ge
genüber Dr.
L._
des
I._
einen eigentlichen Bewusstseinsverlust verneint hatte (Urk. 10/54/16)
;
m
angels Zeitangaben
kann jedoch nicht beant
wortet werden,
ob diese unterschiedlichen Darstellungen
auf eine Veränderung im Laufe
der Zeit hindeuten oder ob es sich dabei lediglich um voneinander ab
weichende Schilderungen desselben Sachverhalts handelt.
Ebenfalls k
einen weite
r
führenden Aufschluss
hierzu
vermag d
er Bericht von Dr.
P._
vom 28. April 2020 über eine Verlauf
s
kontrolle vom 8.
April 20
20 zu geben (Urk. 10/93/3-6); der Bericht
äussert sich lediglich zum
- offenbar etwas
st
abi
lisierten
-
Verlauf seit der letzten Kontrolle von Anfang November 2019, und das Gleiche gilt für den Bericht vom 4. August 2020, in dem Dr.
P._
die Fragen der Beschwerdegegnerin beantwortete (Urk. 10/93/
1-2).
Schliesslich befasste sich auch der RAD-Arzt PD Dr.
Q._
in seinen Stellung
nahmen vom 13. Juli und vom 1.
Oktober
2020 sowie vom 2.
Februar
2021 (Urk.
10/96/2-4 und Urk. 9) nicht mit der Frage einer neurologischen Verände
rung seit 2013, sondern hauptsächlich mit der Frage der Einschränkungen in der Arbeitsfähigkeit.
3.3.2
Die Frage nach einer gesundheitlichen Veränderung könnte gegebenenfalls dann
offen bleiben
, wenn feststünde, dass die Beschwerdeführerin ungeachtet einer solchen Veränderung in ihrer Arbeitsfähigkeit nicht eingeschränkt wäre.
Davon ging die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung aus
(Urk. 2 S. 2) und stützte sich dabei auf
die Angabe
n
von Dr.
P._
in den Berichten vom 3.
April und vom 4. August 2020, w
onach sich aus
epileptologischer
Sicht keine quantitativen Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit, sondern nur die bei aktiver Epilepsie üblichen qualitativen Einschränkungen
ergäben, nämlich
keine Tätig
keiten an verletzungsträchtigen M
aschinen
und Geräten mit ungenügender Siche
rung sowie keine Tätigkeiten in ungeschützten Höhen, mit Führen von f
ü
hr
er
aus
weispflichtigen Fahrzeugen und mit alleiniger Verantwortung für
schutzbe
fo
h
lene
P
ersonen
(Urk. 10/83/3 und Urk. 10/93/
1
).
Diese Arbeitsfähigkeitsbeurteilung ist zwar nicht von vornherein
unplausibel
, sie lässt sich jedoch mangels Bezugnahme auf die konkreten Auswirk
ungen der erhobenen Befunde
nicht
rechtsgenüglich
nachvollziehen. Und auch
PD Dr.
Q._
lieferte in seinen Stellungnahmen vom 1. Oktober 2020 sowie vom 2. Februar 2021 (Urk. 10/96/4 und Urk. 9) keine fachlichen Erklärungen, welche
die Beurtei
lung von Dr.
P._
plausibilisieren würden
, sondern er verwies lediglich auf den Inhalt der Ausführungen von Dr.
O._
und Dr.
P._
.
3.3.3
Rückfragen bei Dr.
P._
und PD Dr.
Q._
, die sich auf das Fachgebiet der Neu
rologie beziehen, würden indessen ohnehin nicht ausreichen. Denn
angesichts dessen, dass
anlässlich
der Begutachtung durch das
I._
im Jahr 2013
neben der neurologischen Diagnose auch eine psychiatrische Diagnose
gestellt worden war
, wenn der Psychiater Dr.
K._
ihr auch keine Auswirkungen auf die Arbeits
fähigkeit zugeschrieben hatte, stellt sich neben der Frage nach dem neurolo
gi
sc
hen Verlauf auch die Frage nach dem Verlauf der psychischen Problematik. Hierzu
hat die Beschwerdegegnerin keinerlei Abklärungen
getätigt und insbe
sondere
n
icht nach psychiatrischen Behandlungen seit 2013 gefragt.
Es ist ferner auch nicht bekannt,
ob
Dr.
P._
dokum
entiert war über die gesamte Vorge
sc
hichte
,
da die Beschwerdeführerin vor d
em Termin von November 2019 seit dem Jahr 2006 nicht mehr in der
Klink N._
vorgespro
chen hatte (vgl. Urk. 10/83/2).
Unter diesen Umstände
n ist es für eine
zuverlässige Beurteilung des gesund
heitlichen Verlaufs seit dem Erlass der Verfügung vom 18. Juli 2013 und
für
eine zuverlässige Arbeitsfähigkeitsbeurteilung in der massgebenden Zeit ab der neuen Anmeldung unerlässlich, dass die Beschwerdeführerin erneut polydisziplinär be
gutachtet wird.
Dabei wird die Beschwerdegegnerin
im Hinblick auf den Erwerbs
status
auch der Frage nachzugehen haben, ob und in welchem Pensum die Be
schwerdeführerin, die seit dem Verlust ihrer Stelle bei der
B._
AG im Jahr 2011 keine namhaften E
rwerbseinkünfte mehr ausgewiesen hat (vgl. den
Auszug aus dem individuellen Konto vom 4. Februar 2020
, Urk. 10/74), bei guter Gesundheit berufstätig wäre und wie sich dabei ihre Scheidung ausgewirkt hat.
3.4
Damit ist die angefochtene Verfügung vom 25. November 2020 aufzuheben und die Sache ist an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie die erforder
lichen Abklärungen im Sinne der Erwägungen treffe und hernach über den Ren
ten
anspruch der Beschwerdeführerin neu verfüge. In diesem Sinne ist die Be
schwer
de gutzuheissen.
4.
Gestützt auf
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG ist das Verfahren für die
unterliegende Be
schwerdegegnerin kostenpflichtig. Die Kosten sind unter Berücksichtigung des g
esetzlichen Rahmens (Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.--) ermessensweise auf Fr. 600.--
festzusetzen.
5.
Nach Art. 61
lit
. g ATSG hat die obsiegende
beschwerdeführende
Person An
spruch
auf den vom Gericht festzusetzenden Ersatz der Parteikosten, die ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses zu bemessen sind; als weitere Bemessungskrite
rien nennen die ergänzenden kantonalen Vorschriften (§ 34
des Gesetzes über das Sozialversiche
rungsgericht [
GSVGer
]
sowie § 8 der Verordnung über die Gebüh
ren, Kosten und
Entschädigungen vor dem Sozialversicherungsgericht [
GebV
SVGer
]) den Zeitau
f
wand und die Barauslagen.
Unter Berücksichtigung dieser Kriterien rechtfertigt es sich, der Beschwerde
führerin eine
Prozessentschädigung von Fr. 2'300.--
(inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zuzusprechen.