Decision ID: 8745f031-752b-5de1-8188-2f59796d4fd2
Year: 2020
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1960, war bei der
VAUDOISE ALLGEMEINE,
Ver
sicherungs
-Gesellschaft AG
(nachstehend:
Vaudoise
) obligatorisch unfallversi
chert, als er am 2
8.
Dezember 2017 beim Skifahren stürzte (
Urk.
9/19/1) und sich an der linken Schulter verletzte (
Urk.
9/17
Ziff.
2).
Die
Vaudoise
verneinte mit Verfügung vom 1
1.
Oktober 2018 (
Urk.
9/9) ihre Leis
tungspflicht
ab Anfang Februar (S. 1 unten) beziehungsweise
ab 1
2.
März 2018 (S. 2 oben). Die dagegen vom Versicherten am 1
8.
Januar 2019 erhobene Ein
sprache (
Urk.
9/4/1-5) wies sie mit
Einspracheentscheid
vom
1.
März 2019 ab (
Urk.
9/1/1-5 =
Urk.
2).
2.
Gegen den
Einspracheentscheid
vom
1.
März 2019 (
Urk.
2) erhob der Versicherte am 1
0.
April 2019 Beschwerde mit den Anträgen (
Urk.
1 S. oben), dieser sei auf
zuheben (
Ziff.
1) und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, ihm die gesetz
lichen Leistungen auszurichten, ins
besondere auch nach Anfang Februar 2018 die Heilbehandlungskosten zu übernehmen und Taggelder auszurichten (
Ziff.
2).
Die
Vaudoise
beantragte mit Beschwerdeantwort vom 1
3.
Juni 2019 (
Urk.
8
/1
) die Abweisung der Beschwerde.
Am 2
1.
Oktober 2019 erstattete der Beschwerdeführer eine Replik (
Urk.
15) und am 1
9.
November 2019 erstattete die Beschwerdegegnerin eine Duplik (
Urk.
18), was dem Beschwerdeführer am 2
0.
November 2019 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
19).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss dem Bundesgesetz über die Unfallversicherung (UVG) setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausal
zusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammen
hangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Um
schreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht er
forderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitli
cher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit an
deren Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Per
son beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.2
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm ob
liegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Be
weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Mög
lichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsan
spruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.3
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursa
chen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vor
zustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr.
U 142 S.
75 E.
4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U
172/94 vom 26.
April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegen
den Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr.
U 363 S.
45; BGE
119 V 7 E. 3c/
aa
). Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchs
aufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die entsprechende Beweislast – anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr.
U 206 S.
328
f. E.
3b, 1992 Nr.
U 142 S. 76). Diese Beweisgrund
sätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten massgebend (Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11.
März 2014 E. 2.3.1 mit Hinweisen).
Mit dem Erreichen des Status quo sine
vel
ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der Status quo sine
vel
ante noch nicht wieder
erreicht
ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf Art. 36 Abs. 1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kos
tenvergütungen zu übernehmen, worunter auch die Heilbehandlungskosten nach
Art. 10 UVG fallen (Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11. März 2014 E. 2.3.2).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging im angefochtenen Entscheid (
Urk.
2) davon aus, die beim Beschwerdeführer diagnostizierte
Frozen
Shoulder
sei nicht
unfallkausal. Beim Unfall sei es zu einer Kontusion der linken Schulter gekommen; bei einer akuten schweren Verletzung hätte der Beschwerdeführer nicht drei Monate bis zum ersten Arztbesuch zugewartet. Deshalb sei der Beurteilung des sie beratenden Arztes zu folgen (S. 4).
2.2
Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt
(
Urk.
1), nicht er müsse die Unfallkausalität
beweisen
, sondern die Beschwerdegegnerin, die den Unfall als solchen anerkannt habe, den Wegfall der Unfallkausalität, was ih
r
nicht gelinge (S. 5 f
Ziff.
11 ff.). Er führte drei ärztlichen Beurteilungen an, in welchen die Unfallkausalität der
Frozen
Shoulder
bejaht werde (S. 6 ff.
Ziff.
14 ff.), denen lediglich die aus näher genannten Gründen nicht überzeugende Beur
teilung durch den beratenden Arzt der Beschwerdegegnerin gegenüberstehe (S. 8 f.
Ziff.
17
f.). An der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit von dessen Feststellungen bestünden mehr als geringe Zweifel, weshalb darauf nicht abgestützt werden dürfe (S. 10
Ziff.
20).
In der Replik (
Urk.
15) machte er ferner geltend, die zusammen mit der Be
schwerde eingereichte Stellungnahme des beratenden Arztes vom 1
0.
Juni 2019 (
Urk.
8/2) sei umfassender als
dessen
frühere Stellungnahmen, was erkennen lasse, dass die Beschwerdegegnerin den Sachverhalt als nicht vollständig abge
klärt betrachtet habe (S. 4
Ziff.
1.4). Dass
sie
ihm dessen Stellungnahme nicht unaufgefordert zur Kenntnis gebracht habe, verletze seinen Anspruch auf recht
liches Gehör (S. 4 f.
Ziff.
1.5)
2.3
Strittig und zu prüfen ist, ob zwischen den Beschwerden aufgrund einer
Frozen
Shoulder
im
Februar
/März 2018 und dem am 2
8.
Dezember 2017 erlittenen Un
fall ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht.
2.4
Die in der Replik erhobene formelle Rüge basiert auf der unzutreffenden An
nahme, die Beschwerdegegnerin habe in
Missacht
ung des
Devolutiveffekts
der erhobenen Beschwerde weitere (Sachverhalts-) Abklärungen getätigt. Davon kann nicht die Rede sein.
Der Beschwerdeführer hat mit der Beschwerde weitere ärztliche Stellungnahmen vom
9.
Dezember 2018 (
Urk.
3/4) und 2
4.
Januar 2019 (
Urk.
3/5) eingereicht. Dies hat die Beschwerdegegnerin veranlasst, ihrerseits den beratenden Arzt noch ein
mal Stellung nehmen zu lassen (
Urk.
8/2), was dem Beschwerdeführer sodann mit der Beschwerdeantwort zur Kenntnis gebracht wurde, worauf er dazu Stellung nehmen konnte und
dies
in seiner Replik auch getan hat.
Inwiefern verfahrensrechtliche Ansprüche des Beschwerdeführers beeinträchtigt worden sein sollten, erschliesst sich nicht
,
und die entsprechende Rüge erweist sich als unbegründet.
3.
3.1
Laut Bericht der Ärztinnen der Notfallorganisation des Kantonsspitals
Y._
vom
7.
November 2015 (
Urk.
9/11/2-3) über die gleichentags aufgrund einer Selbstzuweisung erfolgte Behandlung stürzte der Beschwerdeführer an die
sem Tag mit
dem
Fahrrad auf die linke Schulter. Als Diagnosen wurden genannt:
-
AC-Gelenksluxation Typ
Tossy
I Schulter links
-
Frozen
Shoulder
rechts
3.2
Am 2
8.
Dezember 2017
glitt der Beschwerdeführer
laut Unfallmeldung vom 1
2.
März 2018
mit den Skiern auf einer vereisten Fläche aus und stürzte vor allem auf den Schulter-/Armbereich (
Urk.
9/1
9
/1
Ziff.
3).
3.
3
Dr.
med.
Z._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, für Rheumato
logie sowie für Physikalische Medizin und Rehabilitation, führte im Arztzeugnis vom 1
9.
März 2018 (
Urk.
9/17) aus, die Erstbehandlung habe am 1
2.
März 2018 stattgefunden (
Ziff.
1).
Er gab folgende Angaben des Patienten wieder (
Ziff.
2): Aktuell Sturz beim Ski
fahren auf die (
adduzierte
) linke Schulter am 2
8.
Dezember 2017, sofort lokale stechende Schmerzen, keine Schwellung oder Hämatom, konnte wegen Schmer
zen nicht mehr links schlafen, seither stetige Schmerzzunahme, mehrmaliges Er
wachen in der Nacht, tagsüber Schmerzen bei Abduktion und beim Schürzengriff, subjektiv eingeschränkte Beweglichkeit.
Als Befund einer Sonografie vom 1
2.
März 2018 nannte er (
Ziff.
4): Wenig intra
artikulärer Erguss, leicht auch im Bereich der langen
Bizepssehne
, keine Bursitis,
keine traumatischen Veränderungen sichtbar,
Rotatorenmanschette
intakt, kleine ansatznahe Verkalkung an der
Subscapularissehne
, nicht
druckdolent
,
Supraspi
natussehne
intakt, keine traumatischen oder degenerativen Veränderungen.
Die Frage nach einer Arbeitsunfähigkeit verneinte er (
Ziff.
9).
3.4
In der Schadenmeldung vom 1
9.
März 2018
(
Urk.
9/16)
nannte
Dr.
Z._
als Di
agnose eine Kontusion linke Schulter und eine sekundäre
Frozen
Shoulder
(
Ziff.
4).
3.5
Im Zwischenbericht vom 2
0.
August 2018 (
Urk.
9/12/1-2) nannte
Dr.
Z._
als Diagnose eine
Frozen
Shoulder
links nach Sturz am 2
8.
Dezember 2017 (
Ziff.
1) und nannte als voraussichtliche Dauer der Behandlung total 12-18 Monate (Ziff. 3d).
3.6
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Chirurgie, erstattete am
5.
September 2018
gestützt auf die ihm überlassenen Akten eine Beurteilung zuhanden der Be
schwerdegegnerin
(
Urk.
9/10)
. Er nannte folgende Diagnosen (
Ziff.
1):
-
Status nach Kontusion linke Schulter 2
8.
Dezember 2017
-
aktuell
Frozen
Shoulder
links
-
Status nach
Frozen
Shoulder
rechts
Die Beschwerden stünden nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im Zu
sammenhang zum Ereignis vom 2
8.
Dezember 2017 (
Ziff.
4).
Der Status quo sine sei nach einer Kontusion nach 4-6 Wochen erreicht (
Ziff.
5). Gleiches gelte für die Dauer der unfallbedingten medizinischen Behandlung (Ziff. 6).
Als K
urzbeurteilung
führte er aus, die
F
rozen
Shoulder
sei s
eine
s Erachtens nicht unfallbedingt (
Ziff.
9):
Die Erstbehandlung der linken Schulter nach dem
Skisturz
habe
erst 9 1⁄2 Wochen
nach dem Ereignis statt
gefunden
. Bei einer akuten, schwe
ren Verletzung des
Schultergelenkes hätt
e
die
versicherte Person
sicher nicht so lange mit dem ersten Arztbesuch
zugewartet.
Eine unfallbedingte
F
rozen
Shoul
der
entwick
l
e sich innerhalb der nächsten
Wochen nach einem Unfallereignis.
Im
Sonogramm
w
ü
rden keine traumatischen Veränderungen beschrieben, ja sie
wür
den
sogar ausgeschlossen.
3.
7
Dr.
med.
B._
, Fachärztin für Chirurgie, erstattete
am
9.
Dezember 2018 eine als chirurgische Triage-Beurteilung bezeichnete Stellungnahme,
anzu
nehmenderweise
zuhanden des Beschwerdeführers
(
Urk.
9/4/6-7
=
Urk.
3/4
)
.
Sie führte aus, d
er Versicherte
sei
gemäss vorliegenden Unterlagen am 2
8.
De
zember
2017 beim Skifahren auf
vereister
Fläche gestürzt und auf die linke Schul
ter/Arm gefallen. Es
habe
keine Arbeitsunfähigkeit
resultiert.
Anlässlich
der Erst
konsultation am 1
2.
März 2018 sei eine
Schulterkontusion links mit sekundärer
Frozen
Shoulder
(Schultersteife)
diagnostiziert worden
. Aus der Vorgeschichte
sei
ein Zustand nach AC-Luxation
Tossy
l links
(= Zerrung der Bänder im Bereich des Schultereckgelenks; diese Verletzung heile definitionsgemäss folgenlos ab) im Jahr 2015
bekannt. Gemäss
vorliegendem Arztbericht aus dem
Y._
vom
7.
November
2015 (
vgl. vorstehend E. 3.1) sei
eine
Frozen
Shoulder
rechts doku
mentiert.
Die Sonographie der linken Schulter vom 1
2.
März
2018
habe
wenig intraartikulären Erguss, keine
Bursitis (Schle
i
mbeutelentzündung), keine trauma
tischen Veränderungen,
und eine intakte
Rotatorenmanschette
gezeigt.
Nebenbe
fundli
ch
sei
ein Diabetes mellitus bekannt
(S. 1 Mitte)
.
In den vorliegenden Dokumenten wunder
e
sich die ärztliche Seite, warum der Versicherte
bei den dokumentierten Beschwerden
nicht
früher einen Arzt aufge
sucht habe
. Die Unfallversicherung
habe
die Kausalität
der Beschwerden
verneint,
die Beurte
ilung des beratenden Arztes gehe
in Richtung
idiopathische
Frozen
Shoulder
,
Differentialdiagnose (
DD
)
in Zusammenhang mit dem Diabetes melli
tus.
Es
gebe
verschiedenste Ursachen, welche
zu
einer
Frozen
Shoulder
führ
t
en
. D
ie häufigste
sei
dabei die
idiopathische
,
bei diesen Patienten finde sich kein Grund für die Bewegungseinschränkung an der
Schulter. Auch Diabetes k
ö
nn
e
zu einer
Frozen
Shoulder
führen. Es brauch
e
weder ein Trauma noch
eine struk
turelle Läsion
. A
uch ohne Trauma k
önne
sich eine
Frozen
Shoulder
entwickeln
(S. 1)
.
Vorliegend
sei
aber ein Sturz auf die Schulter dokumentiert. Eine Kon
t
usion
könne
ebenfalls zu einer
Frozen
Shoulder
führen.
Im vorliegenden Fall
sei
die exakte Ursache, welche zu einer
Frozen
Shoulder
geführt ha
be
, nicht
offensicht
lich
,
auch auf der rechten Seite besteh
e
eine
Frozen
Shoulder
. Vielmehr
seien
verschiedene
Ursachen gemeinsam verantwortlich für diese Schultersteife. Da eine Schulterkontusion links
dokumentiert ist,
könne
auch bei verzögerter ärztli
cher Konsultation eine Unfall-Teilkausalität nicht
verneint werden
(S. 1 unten). Bezüglich der
Frozen
Shoulder
links sei überwiegend wahrscheinlich von einer Unfall-Teilkausalität auszugehen (S. 2 oben).
3.
8
Dr.
med.
C._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, berichtete am
2
4.
Januar 2019
über seine am 1
8.
De
zember 2019 (richtig: 2018) erfolgte Untersuchung des Beschwerdeführers
(
Urk.
9/3/3-4
=
Urk.
3/5
)
.
Er nannte als Diagnose eine posttraumatische
Frozen
Shoulder
links nach Sturz beim Skifahren am 2
8.
Dezember 2017 und als Nebendiagnosen einen Status
nach
Frozen
Shoulder
Behandlung rechts (S. 1 Mitte).
Der Patient sei am 2
8.
Dezember 2018 bei
m
Skifahren auf die linke Schulter im Sinne einer heftigen Schulterkontusion gestürzt, habe dies aber nicht umgehend gemeldet, da sich die Situation nach deutlichen Schmerzen dann gebessert habe. Nach wenigen Wochen aber habe sich eine
Frozen
Shoulder
Situation eingestellt, die sich trotz konservativer Therapie nur mässig gelöst habe (S. 1 unten).
Er
habe dem Patienten empfohlen momentan keine weiteren Therapien
durchzu
führen
,
zuzuwarten
und
Arthrotec
einzunehmen. Dieser werde
nun primär zu
warten,
über die Festtage
Arthrotec
einnehmen und sich nur melden, wenn sich die Situation nicht doch noch
langsam zu lösen beginne
. Auch auf der rechten Seite ha
be
sich die
Frozen
Shoulder
Situation
erst nach knapp
1 1⁄2
Jahren gelöst, was eigentlich der normalen Durchschnittsdauer der
Frozen
Shoulder
entspreche (S. 2 oben)
.
Die
Prognose
sei e
her gut
(S. 2 Mitte)
.
Aus s
einer Sicht steh
e
das Unfallereignis mit überwiegender Wahrscheinlichkeit mit der
Frozen
Shoulder
in Zusammenhang, da es immer wieder
ein auslösendes Ereignis brauche
,
in diesem Fall eine heftige Schulterkontusion
,
und
sich
dann mit einer Latenzzeit bei
zunehmenden Schmerzen auch eine zunehmende Ein
schränkung der Schulterfunktion
insbesondere der Rotation und
Ü
berkopfbewe
gungen erg
ebe
. Eine
Frozen
Shoulder
entwick
l
e
sich nicht unmittelbar nach dem Unfall, häufig besteh
e
eine Latenz von mehreren Wochen. Die
Schwere oder Hef
tigkeit des Traumas ha
be
nichts mit der Entwicklung einer
Frozen
Shoulder
zu tun, eine normale Schulterkontusion, die anfänglich nicht zwi
n
gend medizinisch behandelt
werden
müsse
, k
önne
sich zu einer
Frozen
Shoulder
entwickeln. In diesem Sinne stimm
t
en die
Aussagen von
Dr.
A._
so nicht. Oft s
eien
MR-mässig keine wesentlichen pathologischen
Veränderungen in einem Schultergelenk zu finden
, s
chon gar nicht in einem Ultraschall,
höchstens mit der Zeit die Schrump
fung der Kapsel
. A
lso
sei auch
dies kein Argument, das
dafür
spreche
, dass die
Frozen
Sh
oulder
nicht unfallbedingt wäre (S. 2
lit
. a).
Beim Beschwerdeführer bestünden
keinerlei degenerative Veränderungen oder
Entzündungszustände noch Ka
lk
einlagerungen im Schultergelenk. Das Auftreten von
idiopathischen
Frozen
Shoulder
Situation
en
,
mithin
ohne auslösendes Ereig
nis oder
Vorzustände im Schultergelenk
,
werde am häufigsten bei weiblichen Pa
tienten zwischen 40
und 60 Jahren gesehen (S. 2
lit
. b).
3.9
Dr.
A._
(vorstehend E. 3.
6
) nahm am
2
0.
Februar 2019
noch
ein
m
al Stellung
(
Urk.
8/2)
.
Er führte aus, im medizinischen Alltagsgebrauch und in der Literatur bestehe eine begriffliche Verwirrung (S. 1 unten). Der Begriff der
Frozen
Shoulder
werde häu
fig als Synonym zur
retraktiven
Kapsulitis
und zur primären Schultersteife ver
wendet (S. 1 f.). Hierbei handle es sich um das Auftreten einer Schultersteife ohne identifizierbare Ätiologie und ohne assoziierte Begleitpathologie. Sie sei streng abzugrenzen von einer sekundären
kapsulären
Schultersteife, wo ein auslösender Faktor, beispielsweise ein Trauma oder eine Erkrankung (Diabetes)
,
sehr wohl be
kannt sei. Die primäre
kapsuläre
Schultersteife sei eine
s
der häufigsten
musku
loskelettalen
Krankheitsbilder. Sie betreffe hauptsächlich Patienten zwischen 40 und
60
Jahren, mehr Frauen als Männer, und k
omme in 20
% der Fälle im Verlauf auch bilateral vor. Dies werde von
Dr.
B._
und
Dr.
C._
nicht bestritten (S. 2 oben).
Die Frage sei nun, ob
die
kapsuläre
Schultersteife beim Beschwerdeführer primär oder sekundär (mithin im Rahmen einer bekannten Ätiologie) sei. Insbesondere stelle sich die Frage, ob das Ereignis vom 2
8.
Dezember 2017 dafür verantwortlich sei.
Dr.
B._
(vgl. vorstehend E. 3.7
) gebe an, dass die Ursache der Schulter
steife nicht offensichtlich vorliege und mehrere Faktoren dafür verantwortlich seien. Da sich eine Schulterkontusion ereignet habe, könnte diese als Teilkausa
lität für die Schultersteife in Frage kommen, und sie komme zum Schluss, es sei überwiegend von einer Unfall-Teilkausalität auszugehen. Über die Latenz bezie
hungsweise Verzögerung zwischen auslösendem Ereignis und Auftreten der Schultersteife äussere sie sich nicht (S. 2 Mitte).
Dr.
C._
(vorstehend E. 3.8) habe ausgeführt, ein Zusammenhang zwischen dem Unfallereignis und der
Frozen
Shoulder
sei überwiegend wahrscheinlich, da es für diese immer wieder ein auslösendes Ereignis brauche. Wie der dargelegten Literatur zu entnehmen sei, stimme diese Aussage so nicht. Ein grosser Teil der
Frozen
Shoulder
oder eben der
kapsulären
Schultersteife trete als sogenannte pri
märe
kapsuläre
Schultersteife auch ohne auslösendes Ereignis auf.
Dr.
C._
führe diesen Sachverhalt nur für Frauen auf, das Krankheitsbild trete aber auch bei Männern und in 20
%
der Fälle auch beidseitig auf (S. 2 unten).
Dr.
C._
s Argumentation für eine posttraumatische Schultersteife liege einzig im angegebenen Trauma, welches nach einer gewissen Latenz eine Schultersteife
auslösen könne (S. 2 f.). Dies
bezüglich gehe er,
Dr.
A._
, mit
Dr.
C._
einig. Die Frage sei aber, wie gross die Latenz zwischen dem Ereignis und dem Auftreten der posttraumatischen, mithin sekundären Schultersteife sein dürfe (S. 3 oben).
Dazu finde sich in einer das
Chronic
Regional
Pain
Syndrome (CRPS) - das nicht leicht beispielsweise von einer
Frozen
Shoulder
abzugrenzen sei - betreffenden Publikation der Suva eine Antwort: Nach gestellter Diagnose (CRPS) gehe es hin
sichtlich Kausalität zu einem Unfallereignis zunächst darum, den Nachweis eines Körperschadens in der betroffenen Extremität zu führen. Sei diese Voraussetzung erfüllt, stelle sich die Frage, ob das CRPS in der entsprechenden Latenzzeit von 6-8 Wochen aufgetreten sei, und andere
Ätiologien
, insbesondere auch die idio
pathische Form, müssten ausgeschlossen sein (S. 3 Mitte).
Vorliegend habe die Zeit zwischen dem Ereignis (2
8.
Dezember 2017) und dem ersten Arztbesuch (1
2.
März 2018) 10 1⁄2 (nicht wie irrtümlich angegeben 9 1⁄2) Wochen betragen.
Zusammenfassend sprächen für ihn mit dem Alter, dem beidseitigen Auftreten und den seit 2015 immer wieder aufgetretenen Schulterschmerzen mehr Gründe gegen als für einen überwiegend wahrscheinlichen Kausalzusammenhang zwi
schen der Schulterkontusion vom 2
8.
Dezember 2017 und der am 1
2.
März 2018 diagnostizierten Schultersteife (S. 3 unten).
4.
4.1
Zu klären ist, ob zwischen der sich schmerzhaft manifestierenden Schultersteife, die den Beschwerdeführer am 1
2.
März 2018 zu einer ersten Arztkonsultation
veranlasste,
und dem Sturzereignis am 2
8.
Dezember 2017 ein natürlicher Kau
salzusammenhang besteht. Die
s
ist eine Tatfrage, die als solche aus medizinischer Sicht - beziehungsweise vorliegend in Würdigung der abgegebenen ärztlichen Stellungnahmen - zu beantworten ist (vgl. vorstehend E. 1.2).
4.2
Die beschwerdeweise aufgeworfene Frage der Beweislast stellt sich nicht. Die Be
schwerdegegnerin hat lediglich aufgrund der ihr eingereichten ärztlichen Zeug
nisse und ersichtlich ohne nähere inhaltliche Prüfung oder gar Feststellungen erste Leistungen - im Umfang von
Fr.
1'750.10 (
Urk.
3/3) - erbracht. Sie ist mithin davon ausgegangen, dass es sich beim Ereignis vom 2
8.
Dezember 2017 um einen Unfall gehandelt hat, was denn auch nicht
strittig
ist.
Im angefochtenen Entscheid bezeichnete sie die am 2
8.
Dezember 2017 erlittene Schulterkontusion als unfall
bedingt (
Urk.
2
Ziff.
2.4
Abs.
4)
. Daraus lässt sich nicht ableiten, sie habe bezüg
lich der im März 2018 festgestellten Beschwerden eine Unfallkausalität bejaht, für deren Wegfall sie jetzt beweisbelastet sei. Vielmehr hat sie bezüglich dieser Be
einträchtigung
en erstmals mit der Verfügung vom 1
1.
Oktober 2018 (
Urk.
9/9) und sodann mit dem angefochtenen Entscheid (verneinend) Stellung genommen.
Das angerufene Gericht beurteilt nun, ob die genannten Beschwerden mit über
wiegender Wahrscheinlichkeit mit dem erlittenen Unfall in einem natürlichen Kausalzusammenhang stehen.
4.3
Dr.
Z._
führte
im März 2018
aus
(vorstehen
d
E. 3.3), der Beschwerdeführer sei am 2
8.
Dezember 201
7
auf die linke Schulter gestürzt
,
und gab die Beschwerden wieder, welche der Beschwerdeführer anlässlich der Konsultation vom 1
2.
März 2018 angegeben hat. In der gleichzeitig eingereichten Schadenmeldung
nannte er als Diagnosen eine
Kontusion linke Schulter und eine sekundäre
Frozen
Shoul
der
(vorstehend E. 3.4) und im
August 2018
eine
Frozen
Shoulder
«nach Sturz am 2
8.
Dezember 2017»
(vorstehend E. 3.5)
.
Zur hier zu klärenden Frage, ob die
Fro
zen
Shoulder
nicht nur
nach
dem genannten Sturz aufgetreten sei, sondern durch diesen ursächlich erklärt werde, trägt dies nichts bei.
4.4
Dr.
B._
(vorstehend E. 3.7) führte im Dezember 2018 aus, es gebe ver
schiedenste Ursachen, welche zu einer
Frozen
Shoulder
führten. Die häufigste sei die idiopathische
Frozen
Shoulder
, bei welcher sich kein Grund für ihr Auftreten finde. Eine
Frozen
Shoulder
könne sich auch aufgrund eines Diabete
s
und auch ohne Trauma entwickeln.
Im vorliegenden Fall
, in welchem ein Sturz auf die Schulter und eine Schulterkontusion dokumentiert seien,
sei die exakte Ursache, welche zu einer
Frozen
Shoulder
geführt habe, nicht offensichtlich, auch auf der rechten Seite bestehe eine
Frozen
Shoulder
. Vielmehr seien verschiedene Ursa
chen gemeinsam verantwortlich für diese Schultersteife.
Angesichts der doku
mentierten Schulterkontusion lasse sich eine Unfall-Teilkausalität nicht vernei
nen, sondern sei überwiegend wahrscheinlich.
4.5
Dr.
C._
(vorstehend E. 3.8) nannte im Januar 2019
als Diagnose eine posttrau
matische
Frozen
Shoulder
links nach Sturz beim Skifahren am 2
8.
Dezember 201
7.
Gemäss den Angaben des Patienten hätten sich die nach einer
heftigen Schulterkontusion
aufgetretenen
deutlichen Schmerzen gebessert
. Sodann habe sich dann (aber) n
ach wenigen Wochen eine
Frozen
Shoulder
Situation einge
stellt
.
Seines Erachtens stehe das
Unfallereignis mit überwiegender Wahrschein
lichkeit mit der
Frozen
Shoulder
in Zusammenhang, da es immer ein auslösendes Ereignis
- hier
eine heftige Schulterkontusion
- brauche. Id
iopathische
Frozen
Shoulder
Situation
en
,
mithin solche
ohne auslösendes Ereignis oder Vorzustände im Schultergelenk
,
träten am häufigsten
bei weiblichen Patienten zwischen 40 und 60 Jahren
auf.
4.6
Dr.
A._
führte in seiner Stellungnahme im Februar 2019 (vorstehend E. 3.9), es sei zu unterscheiden zwischen primärer und sekundärer
Frozen
Shoulder
(oder Schultersteife). Bei der primären handle es sich
um eine
Schultersteife ohne iden
tifizierbare Ätiologie und ohne assoziierte Begleitpathologie
(mithin die von
Dr.
B._
als idiopathisch bezeichnete Schultersteife) und
sie
sei
eine
s
der häufigsten
muskuloskelettalen
Krankheitsbilder
, das häufiger - aber nicht nur
- bei Frauen und in 20
%
der Fälle auch beidseitig auftrete. Bei der
sekundären Schultersteife
sei
ein auslösender Faktor, beispielsweise ein Trauma oder eine Er
krankung (Diabetes)
, bekannt. Eine posttraumatische, mithin sekundäre Schulter
steife setze voraus, dass sie - analog dem CRPS - innert einer Latenzzeit von 6-8 Wochen nach dem
Trauma
aufgetreten sei und dass andere
Ätiologien
, insbeson
dere auch die idiopathische Form, ausgeschlossen seien
.
Vorliegend betrage die Latenz 10 1⁄2 Wochen. Ferner liessen auch das
Alter, d
as
beidseitige Auftreten und d
ie
seit 2015 immer wieder aufgetretenen Schulter
schmerzen
auf eine primäre, mithin idiopathische Schultersteife schliessen. Damit liege mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine sekundäre, durch das Trauma vom 2
8.
Dezember 2017 verursachte
Frozen
Shoulder
vor.
4.8
Dr.
B._
legte nachvollziehbar dar
(vorstehend E. 4.4)
, dass eine
Frozen
Shoulder
verschiedenste Ursachen haben kann, nämlich (am häufigsten) keine ersichtliche, oder eine krankhafte (etwa Diabetes), oder eine traumatische. Aus dem Umstand, dass der Beschwerdeführer eine Schulterkontusion erlitten hat, schloss sie sodann, diese stelle eine Teil-Ursache
, also eine von mehreren Ursa
chen,
dar. Dieser Schluss ist nicht nachvollziehbar
:
Das erlittene Trauma ist eine der möglichen Ursachen der
Frozen
Shoulder
und hätte als solche eine sekundäre Schultersteife bewirkt. In diesem Fall würde aber keine idiopathische Schulter
steife, deren Kennzeichen gerade ist, dass sie keine ersichtliche Ursache hat, vor
liegen
, denn entweder lässt sich eine Ursache benennen (sekundäre
Frozen
Shoul
der
), oder aber nicht (idiopathische, primäre
Frozen
Shoulder
)
.
Dass eine trauma
tische Verursachung eine von verschiedenen, sich ausschliessenden medizini
schen Erklärungen darstellt, qualifiziert sie nicht als Teil-Ursache, sondern als mögliche Ursache. Von ihr müsste feststehen, dass sie m
it überwiegender Wahr
scheinlichkeit
diejenige ist, die im konkreten Fall zutrifft. Solches ergibt sich aus den Darlegungen von
Dr.
B._
nicht, weshalb sie sich nicht zur Klärung der strittigen Frage eignen.
Die Stellungnahme von
Dr.
C._
(vorstehend E. 4.5)
sodann
erscheint ausge
sprochen widersprüchlich, indem er einerseits angab, für eine
Frozen
Shoulder
brauche es «immer» ein auslösendes Ereignis, sodann aber ausführte, mit welcher statistischen Häufigkeit eine idiopathische Schultersteife, also
eine solche
ohne auslösendes Ereignis, auftrete, wobei die Daten so ausgewählt erscheinen, als sollte suggeriert werden, dass die diesbezügliche Wahrscheinlichkeit gegen eine idiopathische
Frozen
Shoulder
beim Beschwerdeführer spreche
n
. Auch die Darle
gungen von
Dr.
C._
erlauben keine schlüssige Beurteilung.
Dr.
A._
(vorstehend E. 4.6) hat klargestellt, dass eine
Frozen
Shoulder
entweder eine primäre oder eine sekundäre Schultersteife ist. Häufiger ist die primäre, idi
opathische, für welche kennzeichnend ist, dass sie keine ersichtliche Ursache hat. Die sekundäre setzt voraus, dass keine primäre vorliegt und dass sie - bei trau
matischer Genese - innert einer Latenzzeit von 6-8 Wochen auftritt. Dies war beim Beschwerdeführer, der 10 1⁄2 Wochen nach der Schulterkontusion erstmals einen Arzt konsultierte, nicht der Fall
. Dazu kommt, dass schon 2015, als sich der Beschwerdeführer an der linken Schulter verletzt hatte, auf der gegenüberliegen
den rechten Seite eine
Frozen
Shoulder
diagnostiziert wurde (vorstehend E. 3.1). Aus insbesondere diesen Gründen gelangte
Dr.
A._
zum
überzeugenden
Schluss, dass von den möglichen medizinischen Erklärungen für die im März 2018 diagnostizierte
Frozen
Shoulder
nicht die Schulterkontusion vom 2
8.
De
zember 2017, sondern das Vorliegen einer primären, idiopathischen Schultersteife die überwiegend wahrscheinlichste ist.
4.9
Die
Frozen
Shoulder
ist mithin vorliegend keine Unfallfolge, und die Beschwer
degegnerin hat die Übernahme weiterer Behandlungskosten zu Recht abgelehnt.
Der angefochtene Entscheid erweist sich somit als rechtens, was zur Abweisung der dagegen erhobenen Beschwerde führt.