Decision ID: 2838eb42-672a-4722-972b-3c484db39bf6
Year: 2008
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1. Die 1924 geborene O._ meldete sich am 6. Januar 2007 zum Bezug von Leistungen (Hilfsmittel) der Eidgenössischen Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) an (vgl. Urk. 12/15). Mit Verfügung vom 18. Januar 2007 (Urk. 12/16 = Urk. 12/18) und - auf dagegen von der Versicherten erhobene Einsprache (Urk. 10/17) hin - auch mit Entscheid der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Ausgleichskasse, vom 22. Februar 2007 (Urk. 2), wurde der Anspruch von O._ auf einen Kostenbeitrag an einen Rollstuhl verneint.
2. Gegen den Einspracheentscheid der Ausgleichskasse vom 22. Februar 2007 (Urk. 2) erhob die Versicherte am 23. März 2007 (Urk. 1) beziehungsweise 11. April 2007 (Urk. 5) Beschwerde mit dem Begehren, es sei ihr ein Kostenbeitrag von Fr. 900.-- an einen Rollstuhl zuzusprechen. Nachdem die Ausgleichskasse mit Beschwerdeantwort vom 12. Juni 2007 (Urk. 11) auf Abweisung der Beschwerde geschlossen hatte, wurde der Schriftenwechsel mit Verfügung vom 14. Juni 2007 (Urk. 13) geschlossen.
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen ist, soweit für die Entscheidfindung erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen einzugehen.

Die Einzelrichterin zieht in Erwägung:
1. Da der Streitwert Fr. 20’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der Beschwerde in die einzelrichterliche Zuständigkeit (§ 11 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht).
2. Festzuhalten ist vorab, dass in diesem Verfahren bisher fälschlicherweise die IV-Stelle und nicht die - tatsächlich passivlegitimierte - Ausgleichskasse, deren Einspracheentscheid vom 22. Februar 2007 (Urk. 2) vorliegend auf seine Rechtmässigkeit hin zu überprüfen ist, als Beschwerdegegnerin bezeichnet wurde.
3.
3.1 Der Bundesrat bestimmt, unter welchen Voraussetzungen Bezügerinnen und Bezüger von Altersrenten mit Wohnsitz und gewöhnlichem Aufenthalt (Art. 13 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]) in der Schweiz, die für die Fortbewegung, für die Herstellung des Kontaktes mit der Umwelt oder für die Selbstsorge kostspieliger Geräte bedürfen, Anspruch auf Hilfsmittel haben (Art. 43
ter
Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenversicherung [AHVG]). Er bestimmt, in welchen Fällen Bezügerinnen und Bezüger von Altersrenten Anspruch auf Hilfsmittel für die Ausübung einer Erwerbstätigkeit oder der Tätigkeit in ihrem Aufgabenbereich haben (Art. 43
ter
Abs. 2 AHVG). Er bezeichnet die Hilfsmittel, welche die Versicherung abgibt oder an welche sie einen Kostenbeitrag gewährt; er regelt die Abgabe sowie das Verfahren und bestimmt, welche Vorschriften des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung anwendbar sind (Art. 43
ter
Abs. 3 AHVG). In Art. 66
ter
der Verordnung über die Alters- und Hinterlassenenverordnung (AHVV) delegierte der Bundesrat seine Kompetenz zur Regelung der Voraussetzungen für die Abgabe von Hilfsmitteln an Altersrentnerinnen und -rentner, zur Bestimmung der Art der abzugebenden Hilfsmittel sowie des Abgabeverfahrens an das Eidgenössische Departement des Innern. Dieses erliess die Verordnung über die Abgabe von Hilfsmitteln durch die Altersversicherung (HVA) mit anhangsweise aufgeführter Hilfsmittelliste.
3.2 Aus den Akten geht hervor, dass die Beschwerdeführerin sich in einem Heim aufhält und seit dem 1. Juli 2005 Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung schweren Grades der AHV hat (vgl. Urk. 12/13, Urk. 12/14). Aufgrund dieser Gegebenheiten gelangt Randziffer 9.51.4 HVA zur Anwendung, die bestimmt, dass Personen, die sich in einem Heim aufhalten und sich nicht ohne fremde Hilfe im Rollstuhl fortbewegen können beziehungsweise eine Hilflosenentschädigung schweren Grades beziehen, keinen Anspruch auf Übernahme der Mietkosten eines Rollstuhls haben. In Analogie zu dieser Bestimmung besteht unter den genannten Voraussetzungen auch kein Anspruch gegenüber der AHV auf Beteiligung an den Anschaffungskosten eines Rollstuhls. Der angefochtene Einspracheentscheid der Ausgleichskasse vom 22. Februar 2007 (Urk. 2) ist daher nicht zu beanstanden.
Was das Vorbringen betreffend Ungleichbehandlung von Heimbewohnern und anderen Versicherten betrifft (vgl. Urk. 5 S. 2), bleibt anzumerken, dass der Beschwerdeführerin vom Heim, in welchem sie lebt, unbestrittenermassen - wenn auch nicht für längere Ausflüge - ein Rollstuhl zur Verfügung gestellt wird (Urk. 5 S. 1).