Decision ID: 2db1428b-ff0e-4bea-bfcc-d477e74edd60
Year: 2021
Language: de
Court: BS_SVG
Chamber: BS_SVG_001
Canton: BS
Region: Northwestern_Switzerland
Law Area: social_law

Tatsachen
I.
a) Der 1963 geborene Beschwerdeführer ist gelernter Landschaftsgärtner und verfügt über diverse Zusatzausbildungen in der Sparte Gartenbau (vgl. IV-Akte 6). Er war zunächst selbstständigerwerbend und arbeitete später als Angestellter im Bereich Gartenbau/Landschaftsarchitektur. Seit Mai 2008 war er als Geschäftsführer der von ihm gegründeten B_ GmbH (vormals: C_ GmbH) tätig (vgl. den IK-Auszug [IV-Akte 8]; siehe auch den im Internet einsehbaren Auszug aus dem Handelsregister des Kantons Basel-Stadt).
b) Ab November 2014 war der Beschwerdeführer wegen einer sensomotorischen Lumboischialgie L5 mit Diskushernie in ärztlicher Behandlung (vgl. IV-Akte 9.9, S. 2 und 3). Vom 8. Dezember bis 12. Dezember 2014 war er in der Reha D_ hospitalisiert (vgl. IV-Akte 9.8, S. 2 f.). Ab März 2015 kamen psychische Beschwerden in Form einer längeren depressiven Reaktion hinzu. Er begab sich deswegen in Behandlung zu Dr. E_ (vgl. IV-Akte 26).
c) Im Mai 2015 meldete sich der Beschwerdeführer zum Leistungsbezug bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung an (vgl. IV-Akte 2). Die IV-Stelle Basel-Stadt traf in der Folge entsprechende Abklärungen. Insbesondere forderte sie die behandelnden Ärzte zur Berichterstattung auf (vgl. den Bericht von Dr. F_ vom 22. Juni 2016 [IV-Akte 24] und die Berichte von Dr. E_ vom 11. September 2016 [IV-Akte 26] und vom 16. Februar 2017 [IV-Akte 34]). Die Beschwerdegegnerin gab ausserdem eine Abklärung Selbstständigerwerbende in Auftrag, welche am 26. Januar 2017 durchgeführt wurde (vgl. den Abklärungsbericht vom 9. Februar 2017; IV-Akte 32). Danach legte sie das Dossier dem Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) vor, welcher eine Aktenbeurteilung vornahm (vgl. die Stellungnahme von Dr. G_ vom 15. September 2017; IV-Akte 37).
d) Gestützt auf diese Abklärungen gewährte die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren mit Verfügung vom 8. Mai 2018 eine Viertelrente vom 1. November 2015 bis 31. Dezember 2015, eine ganze Rente vom 1. Juli 2016 bis 31. Oktober 2016 und eine halbe Rente vom 1. November 2016 bis 31. Januar 2017. Für den Zeitraum vom 1. Januar 2016 bis 30. Juni 2016 sowie ab 1. Februar 2017 verneinte die Beschwerdegegnerin einen Rentenanspruch (vgl. IV-Akte 49).
e) Die hiergegen vom Beschwerdeführer erhobene Beschwerde (IV-Akte 52) hiess das Sozialversicherungsgericht Basel-Stadt mit Urteil vom 16. Januar 2019 (IV-Akte 64) in dem Sinne gut, als die Sache an die IV-Stelle zur Vornahme weiterer Medizinischer Abklärungen und zum anschliessenden Entscheid über den Rentenanspruch des Beschwerdeführers ab Februar 2017 zurückgewiesen wurde. In der Folge forderte die IV-Stelle zunächst die behandelnden Ärzte zur Berichterstattung auf (vgl. den Bericht von Dr. H_ vom 18. Oktober 2019, mit Beilagen; IV-Akte 74). Im Anschluss daran erteilte sie Dr. I_ und Dr. J_ einen Auftrag zur bidisziplinären (neurologisch-psychiatrischen) Begutachtung des Beschwerdeführers (neurologisches Gutachten Dr. I_ vom 9. Juli 2020 [IV-Akte 92], psychiatrisches Gutachten Dr. J_ vom 8. August 2020 [IV-Akte 91], Gesamtbeurteilung vom 12. August 2020 [IV-Akte 92, S. 24-26]). In der Folge äusserte sich der RAD am 22. September 2020 (IV-Akte 94).
f) Am 29. September 2020 (Postaufgabe 30. September 2020) erhob der Beschwerdeführer beim Sozialversicherungsgericht Rechtsverzögerungsbeschwerde (Verfahren IV 2020 123). Er beantragte, es sei die IV-Stelle zu verpflichten, ihm aufgrund einer "jahrelangen Verzögerung" seines Falles, Schadenersatz für die dadurch entstandene Belastung zu bezahlen (vgl. IV-Akte 95, S. 2).
g) Mit Vorbescheid vom 28. Oktober 2020 teilte die IV-Stelle dem Beschwerdeführer mit, man beabsichtige, ihm eine befristete (abgestufte) Rente zuzusprechen (November 2015 bis Dezember 2015 Viertelsrente; Juli 2016 bis Oktober 2016 ganze Rente; November 2016 bis April 2017 halbe Rente). Ab Mai 2017 werde man einen Rentenanspruch ablehnen (vgl. IV-Akte 99). Dazu äusserte sich der Beschwerdeführer am 4. November 2020 (vgl. IV-Akte 103). In der Folge holte die IV-Stelle bei Dr. E_ die Stellungnahme vom 21. November 2020 ein (vgl. IV-Akte 111). Daraufhin erliess die IV-Stelle am 14. Januar 2021 einen neuen Vorbescheid. Sie stellte jetzt die Zusprechung einer wie folgt abgestuften (befristeten) Rente in Aussicht: November 2015 bis Dezember 2015 Viertelsrente, Juli 2016 bis Oktober 2016 ganze Rente, November 2016 bis März 2018 halbe Rente; vgl. IV-Akte 117). Dazu äusserte sich der Beschwerdeführer am 4. November 2020. Er beantragte die Zusprechung höherer Rentenleistungen während einer längeren Dauer sowie deren Verzinsung ab 2016 (vgl. IV-Akte 118).
h) Mit Urteil vom 26. Januar 2021 wies das Sozialversicherungsgericht die Rechtsverzögerungsbeschwerde des Beschwerdeführers ab. Am 26. März 2021 erliess die IV-Stelle eine dem Vorbescheid vom 28. Oktober 2020 entsprechende Verfügung (vgl. IV-Akte 130).
II.
a) Gegen die Verfügung der IV-Stelle vom 26. März 2021 erhob der Beschwerdeführer am 12. April 2021 Beschwerde bei der IV-Stelle, welche zuständigkeitshalber dem Sozialversicherungsgericht zugestellt wurde (vgl. IV-Akte 134). Er beantragt im Wesentlichen die Ausrichtung höherer Rentenleistungen während einer längeren Zeitdauer. Ausserdem ersucht er um Zusprechung eines Schadenersatzes und um Verzinsung des Rentenanspruches.
b) Die IV-Stelle (Beschwerdegegnerin) schliesst mit Beschwerdeantwort vom 8. Juni 2021 auf Abweisung der Beschwerde.
c) Der Beschwerdeführer hält mit Replik vom 12. Juni 2021 an seiner Beschwerde fest.
d) Die Beschwerdegegnerin schliesst in ihrer Duplik vom 2. Juli 2021 weiterhin auf Abweisung der Beschwerde.
e) Mit Verfügung der Instruktionsrichterin vom 12. Juli 2021 wird dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Prozessführung bewilligt.
III.
Am 31. August 2021 findet die Beratung der Sache durch die Kammer des Sozialversicherungsgerichts statt.

Entscheidungsgründe
1.
1.1.
Das Sozialversicherungsgericht Basel-Stadt ist als einzige kantonale Instanz zuständig zum Entscheid über die vorliegende Streitigkeit (§ 82 Abs. 1 des Gesetzes vom 3. Juni 2015 betreffend die Organisation der Gerichte und der Staatsanwaltschaft [Gerichtsorganisationsgesetz/GOG]; SG 154.100). Die örtliche Zuständigkeit des angerufenen Gerichts ergibt sich aus Art. 69 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20).
1.2.
Da die Beschwerde rechtzeitig erhoben worden ist (Art. 60 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]) und auch die übrigen formellen Beschwerdevoraussetzungen erfüllt sind, ist darauf einzutreten.
2.
2.1.
Das Sozialversicherungsgericht Basel-Stadt hat in seinem Urteil vom 16. Januar 2019 (IV-Akte 64) klargestellt, für die Jahre 2015 und 2016 sei der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers gut dokumentiert und die diesbezüglich erfolgte RAD-Beurteilung (Stellungnahme Dr. G_ vom 15. September 2017; IV-Akte 37) stehe mit den vorliegenden ärztlichen Unterlagen in Einklang. Ausgehend von einer 40%igen Arbeitsunfähigkeit von November 2015 bis Dezember 2015, einer 30%igen Arbeitsunfähigkeit von Januar bis Juni 2016, einer 80%igen Arbeitsunfähigkeit von Juli 2016 bis August 2016, einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit von September 2016 bis Oktober 2016 und einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit von November 2016 bis Januar 2017, hat es die angefochtene Verfügung vom 8. Mai 2018 (IV-Akte 49) im Hinblick auf die zugesprochenen Rentenleistungen (Viertelrente vom 1. November 2015 bis 31. Dezember 2015, eine ganze Rente vom 1. Juli 2016 bis 31. Oktober 2016 und eine halbe Rente vom 1. November 2016 bis 31. Januar 2017) als korrekt qualifiziert (vgl. Erwägung 4.3. des Urteils). Weiteren Klärungsbedarf hat das Gericht jedoch in Bezug auf die Zeit ab Februar 2017 (in somatischer Hinsicht) für gegeben erachtet (vgl. Erwägung 4.4.2. des Urteils).
2.2.
Die Beschwerdegegnerin führt in ihrer Verfügung vom 26. März 2021 aus, gemäss den zwischenzeitlich getroffenen Abklärungen sei davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer (nach Ablauf des Wartejahres im November 2015) bis Dezember 2015 zu 40 % arbeitsunfähig gewesen sei. In der Zeit von Januar 2016 bis Juni 2016 habe eine 30%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden. Des Weiteren sei in Bezug auf die Zeit von Juli 2016 bis Oktober 2016 von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit und von November 2016 bis Dezember 2017 von einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen. Spätestens ab Januar 2018 habe schliesslich noch eine Arbeitsunfähigkeit von 35 % vorgelegen. Unter Berücksichtigung dieser medizinischen Ausgangslage sei die Zusprechung einer befristeten Rente (Viertelsrente von November 2015 bis Dezember 2015, ganze Rente von Juli 2016 bis Oktober 2016, halbe Rente von November 2016 bis März 2018) als rechtens anzusehen (vgl. auch die Beschwerdeantwort sowie die Duplik).
2.3.
Der Beschwerdeführer wendet hiergegen zur Hauptsache ein, er habe korrekterweise bis Mai 2019 einen Rentenanspruch. Ausserdem seien ihm Schadenersatz und Verzugszinsen zu gewähren (vgl. insb. die Beschwerde; siehe auch die Replik).
2.4.
Zu prüfen ist daher im Folgenden primär, ob die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 26. März 2021 zu Recht gestützt auf die vorliegenden Akten für die Zeit von November 2015 bis Dezember 2015 eine Viertelsrente, für die Zeit von Juli 2016 bis Oktober 2016 eine ganze Rente und für die Zeit von November 2016 bis März 2018 eine halbe Rente zugesprochen hat.
3.
3.1.
Anspruch auf eine Rente haben Versicherte, die u.a. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]) gewesen sind und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (Art. 28 Abs. 1 lit. b und c IVG).
3.2.
Bei einem IV-Grad von mindestens 40 % besteht ein Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem IV-Grad von mindestens 50 % ein Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem IV-Grad von mindestens 60 % ein Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und bei einem IV-Grad von mindestens 70 % ein Anspruch auf eine ganze Rente (vgl. Art. 28 Abs. 2 IVG). Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach der Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG.
3.3.
Für die rückwirkende Zusprechung einer abgestuften und/oder befristeten Invalidenrente finden die für die Rentenrevision geltenden Normen (Art. 17 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 88a der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung [
IVV
, SR 831.201]) analog Anwendung (BGE 133 V 263 E. 6.1; BGE 131 V 164, 165 E. 2.2), weil noch vor Erlass der ersten Rentenverfügung eine anspruchsbeeinflussende Änderung eingetreten ist mit der Folge, dass dann gleichzeitig die Änderung mitberücksichtigt wird. Wird rückwirkend eine abgestufte oder befristete Rente zugesprochen, sind einerseits der Zeitpunkt des Rentenbeginns und anderseits der in Anwendung der Dreimonatsfrist von Art. 88a IVV festzusetzende Zeitpunkt der Anspruchsänderung die massgebenden Vergleichszeitpunkte (vgl. u.a. das Urteil des Bundesgerichts 8C_678/2020 vom 10. Dezember 2020 E. 3.2).
4.
4.1.
4.1.1. Im Rahmen der Invaliditätsbemessung ist es Aufgabe der ärztlichen Fachperson, den Gesundheitszustand der versicherten Person zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten diese arbeitsunfähig ist. Des Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93, 99 f. E. 4).
4.1.2. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 134 V 231, 232 mit Hinweis auf BGE 125 V 351, 352 E. 3a).
4.1.3. Gutachten externer Spezialärzte, welche von Versicherungsträgern im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholt wurden und den Anforderungen der Rechtsprechung genügen, darf das Gericht vollen Beweiswert zuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 135 V 465, 470 E. 4.4; BGE 125 V 352, 353 E. 3b/bb). Aussagen von behandelnden Ärzten sind grundsätzlich mit Vorbehalt zu würdigen, da es einer Erfahrungstatsache entspricht, dass behandelnde Ärzte im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zugunsten ihrer Patienten aussagen (vgl. BGE 135 V 465, 470 E. 4.5 mit Hinweisen).
4.2.
4.2.1. Dr. J_ hielt im psychiatrischen Gutachten vom 8. August 2020 (IV-Akte 91) als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit fest: Rezidivierende depressive Störung mit gegenwärtig leichtgradiger Episode ohne somatisches Syndrom, ICD-10 F33.00. In der Liste der Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit führte er an: V.a. chronische Schmerzstörung mit körperlichen und psychischen Anteilen, ICD-10 F45.41 (vgl. S. 11 des Gutachtens).
4.2.2. Zur Begründung legte Dr. J_ dar, der Explorand hinterlasse während der aktuellen Untersuchung insgesamt nicht den Eindruck, unter andauernden schweren und quälenden Schmerzen zu leiden. Die Diagnose einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung, respektive einer chronischen Schmerzstörung mit körperlichen und psychischen Faktoren lasse sich nicht mit Sicherheit stellen. Dementsprechend lasse sich auch nicht mit Sicherheit eine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit begründen (vgl. S. 12 des Gutachtens). Es lasse sich die Diagnose einer rezidivierenden depressiven Störung mit chronischem Verlauf, gegenwärtig leichtgradige Episode ohne somatisches Syndrom stellen. Hinweise für das Vorliegen einer Persönlichkeitsstörung oder einer Störung aus dem Bereiche Angst, Zwang oder Dissoziation seien nicht zu erkennen (vgl. S. 14 des Gutachtens).
4.2.3. In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit führte Dr. J_ aus, der Explorand könne aktuell in der angestammten Tätigkeit sieben Stunden anwesend sein. Es bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 85 % (vgl. S. 16 f. des Gutachtens). Was den Verlauf angehe, so könnten aufgrund der unpräzisen Angaben des Exploranden und der fehlenden psychiatrischen Akten keine verlässlichen Aussagen gemacht werden. Die 15%ige Einschränkung habe dementsprechend seit dem Untersuchungsdatum (1. Juli 2020; vgl. S. 3 des Gutachtens) Gültigkeit. Gemäss dem Bericht von Herrn Dr. E_ habe früher eine 80%ige Arbeitsunfähigkeit vom 1. Juli 2016 bis zum 31. August 2016 und vom 1. September 2016 bis zum 30. September 2016 eine 100%ige und von Oktober 2016 bis Ende Januar 2017 eine 70%ige Arbeitsunfähigkeit vorgelegen. Seit Februar 2017 habe keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht mehr begründet werden können (vgl. S. 17 des Gutachtens).
4.2.4. Dr. I_ hielt im Gutachten vom 9. Juli 2020 (IV-Akte 92) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit fest: (1.) Mässig ausgeprägtes, linksseitiges Lumbovertebralsyndrom mit Sensibilitätsdefiziten entsprechend L5 links, ohne feststellbare motorische Ausfälle, ohne wesentliche Funktionseinschränkung, ohne aktuelle radikuläre Reizsymptomatik, anamnestisch aber rezidivierend, bei Diskushernie LS/S1 mit foraminaler Enge und Kompression der Wurzel L5 links; (2.) leichtes, unteres, linksbetontes Zervikalsyndrom mit leicht schmerzhafter Funktion, ohne damit verbundene neurologische Reiz- oder Ausfallssymptomatik. In der Liste der Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit führte Dr. I_ an: (1.) Status nach Schultertrauma links mit späterer Arthroseentwicklung anamnestisch; (2.) Status nach Bandläsionen im Bereich der Fussgelenke beidseits anamnestisch; (3.) Status nach Varizenoperationen links vor etwa zehn Jahren anamnestisch (vgl. S. 15 des Gutachtens).
4.2.5. In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit legte Dr. I_ dar, als Landschaftsarchitekt könne der Explorand heute acht Stunden pro Tag anwesend sein. Dabei sei die Leistung aber eingeschränkt. Es sei eine Wechselbelastung erforderlich. Sitzen oder Stehen über 30 Minuten seien nicht zumutbar. Der Explorand müsse immer wieder aufstehen und sich bewegen können, mithin die Arbeit damit unterbrechen. Er müsse sich zwischendurch auch hinlegen können. Der Pausenbedarf sei deutlich höher, inklusive längerer Mittagspause. Insgesamt könne die Einschränkung der Leistungsfähigkeit heute auf 30 % eingeschätzt werden. Ab Dezember 2014 sei der Explorand bis etwa Ende Februar 2015 vollständig arbeitsunfähig gewesen. Die danach attestierte Arbeitsfähigkeit von 40 % könne nachvollzogen werden, mit mehr oder weniger kontinuierlicher Steigerung auf etwa 60 % bis Mitte 2015. Seither und bis etwa Mitte 2019 könne die Arbeitsfähigkeit bei schwankenden Verlauf auf zwischen 60 % und 70 % eingeschätzt werden (phasenweise 60 % und phasenweise 70 %), wobei die genauen Zeiträume retrospektiv nicht mehr definiert werden könnten. Seit etwa Mitte 2019 könne von den heutigen Werten, mithin einer 70%igen Arbeitsfähigkeit, ausgegangen werden (vgl. S. 21 des Gutachtens).
4.2.6. Eine optimal angepasste Tätigkeit müsse folgenden Anforderungen genügen: Sie sei körperlich leicht und nur ausnahmsweise mittelschwer. Längere Zwangsstellungen der LWS, insbesondere Sitzen oder Stehen von mehr als etwa 30 Minuten seien nicht notwendig. Die Arbeitstätigkeit sei wechselbelastend. Torsionsbelastungen der Wirbelsäule seien nicht erforderlich. Auch sei erforderlich, dass sie nicht im Knien, kauernd oder vorneübergebeugt stattfinde. Auch gelte es zu beachten, dass ein deutlich höherer Pausenbedarf bestehe, inklusive einer längeren Mittagspause. Die Arbeitsfähigkeit und der Verlauf für eine solche Tätigkeit würde jener in der bisherigen Tätigkeit als Landschaftsarchitekt entsprechen (vgl. S. 22 des Gutachtens).
4.2.7. In der Konsensbeurteilung wurden diese Aussagen – insbesondere zum Verlauf der Arbeitsfähigkeit – aufgegriffen und klargestellt, eine additive Wirkung der Einschränkungen aus psychiatrischer/somatischer Sicht lasse sich nicht begründen (vgl. S. 26 des neurologischen Gutachtens).
4.3.
4.3.1. Auf das bidisziplinäre Gutachten von Dr. I_ und Dr. J_ kann abgestellt werden. Es erfüllt die Anforderungen an beweiskräftige medizinische Erhebungen (vgl. Erwägung 4.1. hiervor). Namentlich haben sich die Gutachter ausreichend mit den relevanten Vorakten befasst und ihre Einschätzung der Arbeitsfähigkeit in nachvollziehbarer Art und Weise begründet (vgl. die nachstehenden Ausführungen).
4.3.2. Insbesondere ist es als stimmig zu erachten, dass die Gutachter in Bezug auf die Zeit vor der Begutachtung prinzipiell die "echtzeitlichen" Einschätzungen der behandelnden Ärzte als massgebend erachteten und sich daher an diese anlehnen wollten (vgl. u.a. S. 21 des Gutachtens von Dr. I_ und S. 17 des Gutachtens von Dr. J_). Damit ist – was unbestritten ist (vgl. die Beschwerde) und sich auch mit den früheren Feststellungen des Sozialversicherungsgerichts (vgl. Erwägung 4.3. des Urteils vom 16. Januar 2019; IV-Akte 64, S. 7 f.) vereinbaren lässt – von November 2015 (Ablauf des Wartejahres) bis Dezember 2015 von einer 40%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen.
4.3.3. Bei Anlehnung an die ärztlichen Bescheinigungen ist von Januar 2016 bis Juni 2016 eine 30%ige Arbeitsunfähigkeit als ausgewiesen anzusehen, was vom Beschwerdeführer nicht infrage gestellt wird (vgl. implizit die Beschwerde). Schliesslich ist ab Juli 2016 bis August 2016 – der gutachterlichen Einschätzung folgend – eine 80%ige Arbeitsunfähigkeit und im September 2016 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit als gegeben zu erachten. Diese Einschätzung deckt sich auch mit den vom Sozialversicherungsgericht im Urteil vom 16. Januar 2019 (IV-Akte 64, S. 7 f.) gemachten Feststellungen.
4.3.4. Gemäss dem bidisziplinären Gutachten von Dr. J_ und Dr. I_ hat schliesslich von Oktober 2016 bis Ende Januar 2017 eine 70%ige Arbeitsunfähigkeit vorgelegen. Was den Monat Oktober 2016 angeht, so erachtet die Beschwerdegegnerin allerdings (wie im vorangegangenen Verfahren) eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit als ausgewiesen (vgl. die angefochtene Verfügung 26. März 2021; IV-Akte 130). Sie stützt sich dabei auf die Feststellungen des Sozialversicherungsgerichts (Urteil vom 16. Januar 2019; IV-Akte 64, S. 7 f.) sowie die "echtzeitlichen" medizinischen Unterlagen, was als richtig zu erachten ist. In Bezug auf die Zeit von November 2016 bis Januar 2017 hält die Beschwerdegegnerin schliesslich eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit für ausgewiesen (vgl. die Verfügung vom 26. März 2021; IV-Akte 130). Dem kann ebenfalls gefolgt werden. Es gibt keinen Grund, auf das Urteil des Sozialversicherungsgerichts vom 16. Januar 2019 zurückzukommen; denn dieses orientierte sich an den von Dr. E_ gegenüber der Taggeldversicherung "echtzeitlich" gemachten Angaben (vgl. das Attest vom 23. Januar 2017; IV-Akte 33, S. 2) und der darauf basierenden Einschätzung des RAD (vgl. IV-Akte 37, S. 4). Soweit der Beschwerdeführer (gestützt auf den im Vorbescheidverfahren eingereichten Bericht von Dr. E_ vom 2. September 2019 [IV-Akte 106, S. 7] und die Stellungnahme von Dr. E_ vom 21. November 2020 [IV-Akte 111]) insb. für November 2016 eine 70%ige Arbeitsunfähigkeit berücksichtigt haben möchte (vgl. die Beschwerde), kann ihm daher nicht gefolgt werden.
4.3.5. Gemäss dem bidisziplinären Gutachten von Dr. J_ und Dr. I_ hat ab Februar 2017 bis ca. Juni 2019 eine Arbeitsunfähigkeit von 35 % (Durchschnitt von 30 % und 40 %) vorgelegen und hernach noch eine 30%ige Arbeitsunfähigkeit (vgl. die Konsensbeurteilung; IV-Akte 92, S. 25 f.). Der Beschwerdeführer hat nunmehr im Vorbescheidverfahren die Bestätigung von Dr. E_ vom 2. September 2019 (IV-Akte 106, S. 7) eingereicht. Darin wurde ihm aus psychiatrischer Sicht ab März 2017 bis mindestens Ende Dezember 2017 eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit bescheinigt. Auf Nachfrage hin bestätigte Dr. E_ diese Angabe mit Stellungnahme vom 21. November 2020 (IV-Akte 111) und äusserte sich auch zu der mit dieser Einschätzung in Widerspruch stehenden Angabe im Bericht vom 5. März 2017 (IV-Akte 34, S. 2). Er wies darauf hin, die Arbeitsunfähigkeiten, welche er (auch) im Zeugnis an die Taggeldversicherung angegeben habe, seien jetzt (richtig) aufgelistet. Diese Aussagen von Dr. E_ wurden von der Beschwerdegegnerin berücksichtigt; sie erachtete auch für die Zeit ab März 2017 bis Dezember 2017 eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit als überwiegend wahrscheinlich und nahm erst ab Januar 2018 eine Arbeitsfähigkeit von 35 % an (vgl. die Verfügung vom 26. März 2021; IV-Akte 130). Dem kann gefolgt werden. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers (vgl. die Beschwerde) ist nicht bis Mai 2019 von einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen; insbesondere gilt es hier zu berücksichtigen, dass die Behandlung bei Dr. E_ im Dezember 2017 endete (vgl. IV-Akte 106, S. 7). Eine massgebliche weitere Arbeitsunfähigkeit ist daher nicht als überwiegend wahrscheinlich zu erachten, zumal sich Dr. E_ diesbezüglich auch sehr zurückhaltend äusserte. Ergänzend ist noch zu bemerken, dass der Beschwerdeführer offenbar per 15. November 2016 aus der Lohnausfallversicherung ausgesteuert war (vgl. das Schreiben der K_ vom 7. November 2016 [IV-Akte 28, S. 2]; siehe auch S. 4 des Abklärungsberichtes vom 9. Februar 2017 [IV-Akte 32, S. 4]) und sich in den vorliegenden Akten kein Zeugnis von Dr. E_ befindet, mit welchem dem Beschwerdeführer ab März 2017 "echtzeitlich" eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit bescheinigt wurde. Auch der Beschwerdeführer machte in der Vergangenheit keine entsprechende Arbeitsunfähigkeit geltend (vgl. IV-Akte 52, S. 2).
4.4.
Aus all dem ergibt sich, dass die Beschwerdegegnerin zu Recht von folgendem Verlauf der Arbeitsunfähigkeit ausgeht (vgl. IV-Akte 130): 40 % von November 2015 (Ablauf des Wartejahres) bis Dezember 2015; 30 % Januar 2016 bis Juni 2016; 80 % Juli 2016 bis August 2016; 100 % September 2016 bis Oktober 2016; 50 % November 2016 bis Januar 2017; 50 % März 2017 bis Dezember 2017, 35 % seit Januar 2018. Zu prüfen bleibt damit noch, wie es sich mit der erwerblichen Umsetzung der festgestellten Arbeitsunfähigkeit verhält.
5.
5.1.
Gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a IVG wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen).
5.2.
Der Beschwerdeführer beanstandet vorliegend die Berechnung des Valideneinkommens. Die Beschwerdegegnerin ermittelte dieses gestützt auf den Abklärungsbericht Selbstständigerwerbende vom 9. Februar 2017 (IV-Akte 32); sie berücksichtigte den darin ausgewiesenen Durchschnittslohn der Jahre 2009 bis 2013 von Fr. 55'362.-- (vgl. S. 4 des Berichtes), welchen sie an die Nominallohnentwicklung anpasste (vgl. IV-Akte 130, S. 7 f.). Der Beschwerdeführer moniert, es müsse mindestens von einem Lohn in der Höhe von Fr. 65'909.-- ausgegangen werden, was dem Durchschnitt der beiden Jahre vor Eintritt der Erkrankung entspreche (vgl. die Beschwerde; siehe auch die Eingabe vom 4. November 2020 [IV-Akte 118]). Dem kann jedoch nicht gefolgt werden (vgl. die nachstehenden Überlegungen).
5.3.
Bei der Ermittlung des Valideneinkommens ist in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Lohn anzuknüpfen, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre (BGE 139 V 28, 30 E. 3.3.2). Unter Berücksichtigung dieses Grundsatzes ist es daher nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin das Valideneinkommen unter Berücksichtigung der IK-Einträge der Jahre 2009 bis 2013 (vgl. IV-Akte 8) ermittelt hat. Dies entspricht der gängigen Praxis, die auch vom Bundesgericht geschützt wird (vgl. u.a. die Urteile des Bundesgerichts 8C_450/2020 vom 15. September 2020 E. 4.1.1. und 8C_618/2020 vom 3. Februar 2021 E. 5.2.2.). Gegen den vom Beschwerdeführer geltend gemachten Lohn spricht im Übrigen auch die Auskunft der Steuerverwaltung Basel-Stadt vom 26. Mai 2016 (IV-Akte 21). Gestützt auf diese liesse sich ebenfalls kein höherer Durchschnittslohn (Jahre 2010 bis 2013) errechnen. Wie es sich damit verhält, kann aber offengelassen werden, zumal eine exakte Berechnung der beiden Vergleichseinkommen entbehrlich ist (vgl. die nachstehenden Überlegungen).
5.4.
Lassen sich nämlich die fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermitteln, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte miteinander zu vergleichen. Wird eine Schätzung vorgenommen, so muss diese nicht unbedingt in einer ziffernmässigen Festlegung von Annäherungswerten bestehen. Vielmehr kann auch eine Gegenüberstellung blosser Prozentzahlen genügen. Das ohne Invalidität erzielbare hypothetische Erwerbseinkommen ist alsdann mit 100 % zu bewerten, während das Invalideneinkommen auf einen entsprechend kleineren Prozentsatz veranschlagt wird, so dass sich aus der Prozentdifferenz der Invaliditätsgrad ergibt (sogenannter Prozentvergleich; BGE 114 V 310, 312 f. E. 3a). Vorliegend ist dem Beschwerdeführer seine bisherige Tätigkeit aus medizinischer Sicht weiterhin zumutbar (vgl. S. 22 des Gutachtens von Dr. I_ [IV-Akte 92, S. 22]); es handelt sich mit anderen Worten um eine leidensangepasste Arbeit. Validen- und Invalideneinkommen sind daher auf der Basis desselben Lohnes zu bestimmen. Oder anders ausgedrückt: Bei dieser Ausgangslage entspricht der IV-Grad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit (vgl. dazu Erwägung 4.4. hiervor). Davon geht auch die Beschwerdegegnerin im Ergebnis aus.
5.5.
Damit ergeben sich folgende IV-Grade: 40 % von November 2015 bis Dezember 2015, 80 % von Juli 2016 bis August 2016, 100 % von September 2016 bis Oktober 2016, 50 % von November 2016 bis Januar 2017, 50 % von März 2017 bis Dezember 2017 und 35 % seit Januar 2018.
5.6.
Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer somit zu Recht mit Verfügung vom 26. März 2021 (IV-Akte 130) folgende Rente zugesprochen: Viertelsrente von November 2015 bis Dezember 2015, ganze Rente von Juli 2016 bis Oktober 2016 sowie halbe Rente von November 2016 bis März 2018 (Aufhebung nach einer dreimonatigen Frist der Verbesserung gemäss Art. 88a Abs. 1 Satz 2 IVV).
6.
6.1.
Der Beschwerdeführer beantragt überdies die Verurteilung der Beschwerdegegnerin zur Ausrichtung von Schadenersatz wegen der Rechtsverzögerung (vgl. die Beschwerde).
6.2.
Dem kann nicht gefolgt werden, zumal die Rechtsverzögerungsbeschwerde mit Urteil des Sozialversicherungsgerichts vom 26. Januar 2021 (Verfahren IV 2020 123) abgewiesen wurde. Das Gericht hatte klargestellt, mangels Rechtsverzögerung erübrige sich die Prüfung des Schadenersatzanspruches (vgl. Erwägung 3.4. des Urteils).
7.
7.1.
Schliesslich wird vom Beschwerdeführer die Verzinsung des Rentenanspruches ab 2016 verlangt (vgl. die Beschwerde).
7.2.
7.2.1. Gemäss Art. 26 Abs. 1 ATSG werden die Sozialversicherungen für ihre Leistungen nach Ablauf von 24 Monaten nach der Entstehung des Anspruchs, frühestens aber 12 Monate nach dessen Geltendmachung verzugszinspflichtig, sofern die versicherte Person ihrer Mitwirkungspflicht vollumfänglich nachgekommen ist. Keinen Anspruch auf Verzugszinsen haben gemäss Art. 26 Abs. 4 ATSG die berechtigte Person oder deren Erben, wenn die Nachzahlung an Dritte erfolgt (lit. a), Dritte, welche Vorschusszahlungen oder Vorleistungen nach Art. 22 Abs. 2 ATSG erbracht haben und denen Nachzahlungen abgetreten worden sind (lit. b), sowie andere Sozialversicherungen, welche Vorleistungen nach Art. 70 ATSG erbracht haben (lit. c).
7.2.2. Der genannte Abs. 4 von Art. 26 ATSG schliesst bei bestimmten Drittzahlungen der Nachzahlung einen Verzugszinsanspruch in doppelter Weise aus: So hat nach lit. a die anspruchsberechtigte Person ihrerseits keinen Verzugszinsanspruch, und nach lit. b und c steht ein Anspruch bei einer solchen Ausgangslage auch den betreffenden Dritten nicht zu. Von dieser Bestimmung erfasst werden sämtliche Vorschusszahlungen und Vorleistungen (Ueli
Kieser
,
ATSG
-Kommentar, 4. Aufl. 2020, Art. 26 N. 72). Die Nachzahlung an bevorschussende Dritte ist in Art. 85
bis
der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) für den Bereich der IV-Leistungen im Einklang mit Art. 22 ATSG (vgl. dazu Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG, ab 1. Januar 2007: Sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts] I 518/05 vom 14. August 2006 E. 2.1) näher geregelt. Danach können Arbeitgeber, Einrichtungen der beruflichen Vorsorge, Krankenversicherungen, öffentliche und private Fürsorgestellen oder Haftpflichtversicherungen mit Sitz in der Schweiz, welche im Hinblick auf eine Rente der Invalidenversicherung Vorschusszahlungen erbracht haben, verlangen, dass die Nachzahlung dieser Rente bis zur Höhe ihrer Vorschussleistung verrechnet und an sie ausbezahlt wird (Abs. 1). Die Nachzahlung der bevorschussenden Stelle darf dabei höchstens im Betrag der Vorschussleistung und für den Zeitraum, in welchem diese erbracht worden ist, ausbezahlt werden (Abs. 3). Die koordinationsrechtlichen Regelungen von Art. 22 ATSG und Art. 85
bis
IVV bezwecken die Vermeidung des Doppelbezugs von Leistungen der Invalidenversicherung und jenen von Dritten für denselben Zeitraum (Urteil I 518/05 E. 2.1; vgl. dazu auch BGE 136 V 381 E. 4.1 und 4.2; BGE 135 V 2 E. 2).
7.3.
In der Verfügung vom 26. März 2021 wird ein Verzugszins in der Höhe von Fr. 1'227.-- angeführt (vgl. die "Abrechnung"; IV-Akte 130, S. 2). Im Beschwerdeverfahren holte die Beschwerdegegnerin die Stellungnahme der Ausgleichskasse vom 3. Juni 2021 ein (vgl. IV-Akte 138). Diese beinhaltet unter anderem auch eine Neuberechnung des Verzugszinses. Es wird nunmehr noch von einem – im Vergleich zur Verfügung – geringeren Anspruch in der Höhe von Fr. 1'098.-- ausgegangen, jedoch auf eine Rückforderung verzichtet (vgl. IV-Akte 138, S. 3).
7.4.
Soweit in der Stellungnahme vom 3. Juni 2021 (IV-Akte 138) darauf hingewiesen wird, der Verzugszinsanspruch beginne per 1. Februar 2019 zu laufen, kann dem gefolgt werden; denn bis Januar 2017 wurde die Rente (inklusive Verzugszins) bereits ausbezahlt (vgl. die Verfügung vom 8. Mai 2018; IV-Akte 50). Auch den sonstigen Ausführungen der Ausgleichskasse kann gefolgt werden. Namentlich ist auch die angenommene Zeitdauer des Verzugszinses (1. Februar 2019 bis März 2021; 26 Monate) als richtig zu erachten. Es fällt zwar (in Bezug auf beide Verzugszinsberechnungen) auf, dass diese von einem Rentenanspruch des Beschwerdeführers ab November 2016 ausgehen (vgl. insb. S. 2 der Stellungnahme der Ausgleichskasse vom 3. Juni 2021 mit darin angeführter Nachzahlungsberechnung; IV-Akte 138, S. 3). Der Beschwerdeführer hat aber – wie dargetan wurde – für die Zeit ab November 2015 bis März 2018 einen Rentenanspruch (vgl. u.a. die Mitteilung resp. den Beschluss der Beschwerdegegnerin zu Handen der Ausgleichskasse vom 5. März 2021; IV-Akte 125). Am Ergebnis vermag dies aber nichts zu ändern; denn wird vom Gesamtrentenanspruch in der Höhe von Fr. 23'947.-- (Fr. 11'053.-- [Rente November 2015 bis Januar 2017] + Fr. 12'894.-- [Rente Februar 2017 bis März 2018
]
) die bezogene Rente für November 2015 bis Januar 2016 von Fr. 11'053.-- (vgl. IV-Akte 50, S. 2) subtrahiert, dann ergibt sich naturgemäss ebenfalls das von der Ausgleichskasse erwähnte Zwischentotal von Fr. 12'894.-- und damit auch dieselbe Nachzahlungssumme. Folglich lehnt die Beschwerdegegnerin zu Recht einen weiteren Verzinsungsanspruch des Beschwerdeführers ab.
8.
8.1.
Folglich ist die Beschwerde abzuweisen.
8.2.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer die ordentlichen Kosten, bestehend aus einer Gebühr von Fr. 800.--, zu tragen. Da ihm die unentgeltliche Prozessführung bewilligt worden ist, gehen diese Kosten zu Lasten des Staates.