Decision ID: aeabdfcb-1c96-4878-8e2c-51d7aef677c5
Year: 2021
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1960,
absolvierte
in seiner Heimat
eine Ausbildung zum Koch. Nach se
iner Einreise in die Schweiz ar
beitete er seit
dem Jahr
1986 als Hilfsmonteur im Bereich Tanksanierungen
, wobei er ab dem
2.
September 2002
arbeitsunfähig geschrieben war.
Am 1
3.
März 2003 meldete er sich unter Hinweis auf eine Diskushernie, Herzschmerzen, Probleme mit dem Hals und dem Atmen sowie Schmerzen im Knie erstmals bei der Invalidenversicherung zum Leistungs
bezug an (
Urk.
7/6).
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
führte in
der Folge medizinische und er
werbliche Abklärungen durch und ver
nein
te
ein
en Anspruch des Versicherten
auf eine Invalidenrente
mit
dem die Ver
fügung
vom 2
7.
Juli
2004 (
Urk.
7/39) bestätigende
n
Einspracheentscheid
vom
1
3.
Juli 2005
(
Urk.
7/69)
. Die dagegen erhobene Beschwerde (
Urk.
7/70
/5-9
) wies das Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
mit Urteil IV.2005.00850 vom 2
4.
August 2006
ab
(
Urk.
7/73)
.
1.2
Mit Anmeldung vom
3.
März 2012 (
Urk.
7/77) ersuchte der Versicherte aufgrund einer Diskusher
nie sowie eines kompletten Muske
labrisses im rechten Oberschen
kel erneut um Ausrichtung einer Invalidenrente. Zu diesem Zeitpunkt war er
seit
Februar 2006
bei der
Y._
AG
als
Spezi
albauisoleur
tätig (
Urk
.
7/90),
wobei d
ie Arbeitgeberin dieses Arbeitsverhältnis im Mai 2012
kündigte
(
Urk.
7
/160/33).
Die IV-Stell
e
klärte die erwerblichen und medizinischen Verhält
nisse ab und holte ein polydisziplinäres Gutachten in den Fachrichtungen Allge
meine Innere Medizin, Neurologie, Rheumatologie und Psychiatrie bei der
Z._
ein, das am 1
8.
Juni 2014 erstattet wurde (
Urk.
7/160). Mit Verfügung vom
9.
Dezember 2014
wies sie das Renten
begehren des Versicherten ab
(
Urk.
7/165).
Die dagegen erhobene Beschwerde wies das Sozialversicherungsgericht
mit Urteil IV.201
5.000056 vom 2
9.
Juli 20
16 ebenfalls ab (
Urk.
7/174). Dieses Urteil erwuchs unangefochten in Rechtskraft.
1.3
Am
6.
September 2016 stellte der Versicherte ein Zusatzgesuch um die Durch
füh
rung von Wiedereingliederungsmassnahmen (
Urk.
7/175). Nachdem die IV-Stelle zunächst Kostengutsprache für eine Arbeitsvermittlung plus «light» gewährt hatte (
Urk.
7/181), teilte sie
dem Versicherten am 1
9.
Juni 2017 mit, die Arbeitsver
mittlung werde abgebrochen, weitere berufliche Massnahmen seien zur
z
eit nicht möglich (
Urk.
7/192).
Darauf
hin
stellte die Stadt
A._
im Namen des Versicherten am
5.
Oktober 2017
Antrag auf Rentenprüfung
(
Urk.
7/197). Der Versicherte meldete sich ferner am
2
5.
Oktober 20
17
zum Bezug einer
Hilflosenentschädigung
an (
Urk.
7/199). Mit
Vorbescheid vom 2
8.
November 2017 stellte die IV-Stelle dem Versicherten in Aussicht, nicht auf sein Rentenbegehren einzutreten (
Urk.
7/206). Nachdem dieser dagegen
Einwand
erhoben hatte (
Urk.
7/208,
Urk.
7/212)
,
holte die IV-Stelle ein psychiatrisches Gutachten
bei
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Psy
chiatrie und Psychotherapie, ein (
Urk.
7/217), das
am
2
4.
August 2018 erstattet wurde
(
Urk.
7/221).
Mit
neuem
Vorbescheid
vom 1
9.
September
2018
stellte die IV-Stelle dem Versicherten die Abweisung seines Rentenbegehrens in Aussicht (
Urk.
7/223)
.
Nachdem dieser am 1
5.
November 2018 dagegen Einwand erhoben (
Urk.
7/227) und diesen am 1
9.
Dezember 20
18
unter Beilage einer versicherungs
medizinischen Beurteilung von
Dr.
med.
C._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie (
Urk.
7/229),
begründet hatte
(
Urk.
7/230), stellte die IV-Stelle am
2.
April 2019 Rückfragen an den Gutachter (
Urk.
7/231), die am 2
9.
April 2019 beantwortet wurden (
Urk.
7/233
)
. Im Rahmen der Gewährung des rechtlichen Gehörs (
Urk.
7/236) erfolgte am
5.
Juli 2019 eine Stellungnahme des
Versicherten
(
Urk.
7/244)
unter Hinweis auf die ergänzende medizinische Beurteilung von
Dr.
C._
(
Urk.
7/243)
. Mit Verfügung vom
5.
März 2020 wies die IV-Stell
e
das Rentenbegehren des Versicherten schliesslich wie angekündigt ab
(
Urk.
7/251 =
Urk.
2)
.
2
.
Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin Nadia Hirzel,
am
1.
April 2020 Beschwerde mit den Anträgen, es sei die Verfügung vom
5.
März
2020 aufzuheben und es seien ihm die gesetzlichen Leistungen, insbesondere eine ganze Invalidenrente, zuzusprechen
; eventualiter sei ein medizinisches Gutachten einzuholen
(
Urk.
1
S. 2
). Mit Beschwerdeantwort vom
6.
Mai 2020 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde
(Urk. 6)
, wovon dem Be
schwer
deführer mit Verfügung vom
1
2.
Mai 2020 Kenntnis erteilt wurde (
Urk.
8).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des
Sozialversicherungsrechts; ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende
ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege
artis
auf
die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose vo
r
aus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne Weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invali
dität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbs
fähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätio
logie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der ver
sicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 145 V 215 E. 5.3.2, 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.4
War eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert worden und ist die Verwaltung auf eine Neuanmeldung eingetreten (Art. 87 Abs. 3
der Verordnung über
die Invalidenversicherung; IVV
), so ist im Beschwerdeverfahren zu prüfen, ob im Sinne von Art. 17 ATSG eine für den Rentenanspruch relevante
Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten ist (BGE 117 V 198 E. 3a mit Hinweis).
Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, her
abgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich geblie
be
nem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Auf
ga
benbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Ferner kann ein Revisionsgrund unter Umständen auch in einer wesentlichen Änderung hin
sichtlich des für die Methodenwahl massgeblichen (hypothetischen) Sachverhalts bestehen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b, je mit Hin
wei
sen). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesent
li
chen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbe
acht
lich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen). Weder eine im Vergleich zu frü
heren ärztlichen Einschätzungen ungleich attestierte Arbeitsunfähigkeit noch eine unterschiedliche diagnostische Einordnung des geltend gemachten Leidens ge
nügt somit per se, um auf einen verbesserten oder verschlechterten Gesundheits
zustand zu schliessen; notwendig ist in diesem Zusammenhang vielmehr eine
veränderte Befundlage (Urteil des Bundesgerichts 8C_121/2021 vom 27. Mai 2021
E. 4.2.2 mit Hinweisen).
Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in recht
licher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
1.5
Versicherungsträger und das Sozialversicherungsgericht haben den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Sie haben alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuver
lässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere dürf
en sie bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu
geben, warum sie auf die eine und nicht auf die andere medizinische These ab
stellen (BGE 125 V 351 E. 3a).
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die
Abweisung des Rentenbegehrens
des Beschwerdeführers damit, dass
das veranlasste ärztliche Gutachten aus medizini
scher Sicht keine Veränderung des Sachverhalts seit der Verfügung vom
9.
Dezember 2014 erge
b
en habe.
Wie schon in den früheren Abklärungen hätten
keine Verhaltensauffälligkeiten festgestellt werden können, welche auf ein Krank
heitsbild aus dem schizophrenen Formenkreis hinwiesen.
Es best
ünden
weiterhin eine volle Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit und kein Anspruch auf eine Invalidenrente (
Urk.
2 S. 1
-2
).
2.2
Der Beschwerdeführer brachte dagegen
zusammen
ge
fass
t
vor,
gemäss den von ihm eingeholten Aktenbeurteilungen von
Dr.
C._
enthalte das Gutachten von
Dr.
B._
eine Vielzahl von
Widersprüche
n
, Unklarheiten u
nd Unvollständigkeiten
(
Urk.
1 S. 9). So zeige
Dr.
C._
insbesondere
auf, dass
sich
aus den Akten kon
krete Anhaltspunkte für eine Erkrankung aus dem schizophrenen
Formenkreis ergäben
, welche weder fundiert abgeklärt noch vertieft diskut
iert worden seien. Ferner halte
Dr.
B._
fest, es lägen zwei verschiedene seelische Störungen vor, die sich zwar überschneiden würden
,
aber ohne Schwierigkeiten nebeneinander bestehen könnten. Dies lasse sich gemäss
Dr.
C._
nicht bestätigen. Entweder leide jemand an einer Depression oder an einer artifiziellen Störung. Auf das Gutachten von
Dr.
B._
könne daher nicht abgestellt werden (
Urk.
1 S. 10).
2.3
Die Beschwerdegegnerin ist auf die Neuanmeldung des Bes
chwerdeführers vom
5.
Oktober 2017 (
Urk.
7/197
) eingetreten.
Es gilt somit zu prüfen, ob sich der Ge
sundheitszustand des Beschwerdeführers
im
massgeblichen
Zeitraum zwischen der
gerichtlich bestätigten
Verfügung vom
9.
Dezember 2014, mit welcher ein Anspruch auf eine Invalidenrente verneint worden war (
Urk.
7/165
,
Urk.
7/174
)
,
und der angefochtenen Verfügung vom
5.
März 2020 insoweit verschlechtert hat, dass nunmehr ein Anspruch auf eine Invalidenrente besteht.
3.
3.1
Zum Sachverhalt im Zeitpunkt der
rentenabweisende
n
Verfügung vom
9.
Dezem
ber 2014
(
Urk.
7/165) hielt das Sozialversicherungsgericht im Urteil IV.2015.000
56 fest, es könne in medizinischer Hinsicht auf das polydisziplinäre
Gutachten der
Z._
vom 1
8.
Juni 2014
(
Urk.
7/160)
abgestellt werden (E. 3.3 und 3.4). Darin diagnostizierten
die Gutachter
einen Zustand nach lumbaler spinaler Operation 2011
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
. Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit hielten sie eine rezidivierende depressive Störung, gegen
wärtig leichtgradige depressive Episode (ICD-10 F33.0), eine Adipositas (BMI
29 kg/m2), rezidivierende hämorrhoidale Beschwerden, eine
Bandlaxizität
des linken oberen Sprunggelenkes lateral, eine beschwerdefreie
Varikosis
ohne
Ödem
bildung
an beiden Unterschenkeln sowie einen Zustand nach Karpal
tunnel
operationen beidseits ohne Anhalt für ein behinderungsrelevantes
residuelles
ner
vales
Defizit fest. Körperlich schwere Arbeiten, wie sie zuletzt ausgeübt worden seien, schieden aufgrund des spinalen Defekts nach erfolgter lumbaler Operation auf Dauer zu 100 % aus. Es sei davon auszugehen, dass der objektive somatische Befund stationär sei und sich auch für eine
höhergradige
voran
gehende De
pres
sion kein ausreichender aktenkundiger Beleg ergebe, da die Aspekte einer be
wusstseinsnahen Aggravation offenbar von den Behandlern und
Vorbewertern
nicht ausreichend berücksichtigt worden seien. Aus psychiatrischer Sicht bestehe kein ausreichender Anhalt für eine Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit (E.
3.1)
.
Im Ergebnis
ging das Sozialversicherungsgericht
von einer uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit in körperlich leichten bis mittelschweren Tätigkeiten ohne häufige Zwangshaltungen der Lendenwirbelsäule, die entweder wechselbelastend sind oder rein sitzend au
sgeübt werden können, aus (E. 3.4)
.
3.2
3.2.1
Hinsichtlich der weiteren Entwicklung des medizinischen Sachverhalts
lässt sich den Akten
F
olgendes entnehmen:
Der Beschwerdeführer hielt sich vom
6.
Juli bis am
1.
August 2017 zur psy
cho
somatischen Rehabilitation im
Rehazentrum
D._
auf. Die behan
deln
den Ärzte
diagnostizierten
in psychiatrischer Hinsicht
eine chronische
Schmerz
störung mit psychischen und
somatischen Anteilen (ICD-10 F45.41) sowie eine anhaltende depressive
Störung mit mittel- bis
schwergradigen
rezidivierenden depressiven Episoden (
Urk.
7/194/1).
Sie legten dar, der Beschwerdeführer habe während seinem Aufenthalt verschiedene
Schmerzcopingstrategien
kennenlernen und teilweise auch anwenden sowie seine Ressourcen besser erkennen lernen können. Er habe im Verlauf gesprächiger und weniger depressiv gewirkt. Er sei vom
6.
Juli bis am 3
1.
August 2017 zu 100
%
arbeitsunfähig (
Urk.
7/194/5).
3.2.2
In seinem Bericht vom 1
6.
Januar 2018 stellte
der seit Mai 2012 behandelnde
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, die Dia
gno
sen einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig mittel
-
bis
schwer
gradige
depressive Episode (ICD-10 F33.1-2)
,
sowie einer chronischen Schmerz
störung mit psychischen und somatischen Anteilen (ICD-10 F45.41) mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (
Urk.
7/211/2). Er hielt fest,
der Verlauf sei durch
Schwankungen beziehungsweise immer wieder auftretende Krisen gekenn
zeich
net
.
Trotz diesem schwierigen und chronischen Verlauf und den belastenden Rah
men
bedingungen habe durch adäquate
Massnahmen
einer
anhaltenden Ver
schlech
terung entgegengewirkt werden können. Eine Erhöhung der Belastbarkeit habe
jedoch
nicht erreicht werden können. D
er Beschwerdeführer sei
seit Behandlungs
beginn
sowohl in der angestammten als auch
in
einer angepassten Tätigkeit arbeitsunfähig. Aufgrund der rezidivierenden depressiven Störung bestehe aus psychiatrischer Sicht eine Arbeitsunfä
higk
eit von mindestens 50
%
. Da
die
psy
chische und
die
kör
perliche Beeinträchtigung einschränke
nd wirk
t
e
n
,
sei
von eine
r minimen Restarbeitsfähigkeit von höchste
ns 20
%
auszugehen
(
Urk.
7/211/
4-
5). Gesamthaft
liege eine ungünstige
Entwicklung mit zunehmender Symptomfixie
rung und
Chronif
izierung
vor
. Die aktuell ängstlich-depressiv getönte Sympto
matik schränke die Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers massiv ein. Unter diesen Voraussetzungen sei eine Steigerung der Leistungs- und Arbeitsfähigkeit mittel- bis langfristig nicht zu erwarten (
Urk.
7/211/6).
Die belastende soziale Situation wirke sich negativ auf den psychischen Zustand aus, aber die
psycho-sozialen
Faktoren würden für das Vorliegen der psychischen Erkrankung mit erheblichem Krankheitswert nicht überwiegen (
Urk.
7/211/7).
3.2.3
Dr.
B._
stellte im psychiatrischen Gutachten vom
9.
Mai 2018 die Diagnose einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1)
,
sowie die Verdachtsdiagnose einer artifiziellen Störung (ICD-10 F68.1
;
Urk.
7/221/20
). Er hielt fest
,
der Beschwerdeführer habe in der aktuellen Untersuchung ein Bild schwerer psychischer und
kognitiver
Defizite mit einer paranoiden vorwurfsvollen Stimmung gezeichnet. Viele Aspekte seines täglichen Lebens beziehungsweise seiner Krankheitsentwicklung habe er allerdings nicht beantworten können und erkläre sie mit seinem angeblich schlechten Gedächtnis. Er könne sich nicht erinnern, sich nicht orientieren, sei vollständig auf die Unter
stützung seiner Ehefrau angewiesen. Andererseits fahre er offenbar immer noch zeitweise mit dem Auto, was angesichts seines Verhaltens in der Untersuchung kaum vorstellbar sei. Auch sei
n
Aufenthalt im
Rehazentrum
D._
sei offenbar ohne schwere Verhaltensauffälligkeiten verlaufen
(
Urk.
7/221/21 f.
)
. Ohne Zweifel sei
d
er
Beschwerdeführer
enorm angespannt. Auch sei
n
mürrisch-
vorwurfsvolles
-deprimiertes Verhalten sei zum Teil nachvollziehbar. Somit erfülle sein Verhalten die Kriterien einer depressiven Störung, die auch in den vergan
genen Jahren wiederholt diagnostiziert worden sei. Angesichts der von ihm ge
klagten Schlafstörung, de
s
geringen Antrieb
s
, de
s
Rückzug
s
von sozialen Kon
takten sowie de
r
subjektiv von ihm empfundenen kognitiven Einschränkungen bestehe wahrscheinlich eine mittelgradige Störung
(
Urk.
7/221/22)
.
Dr.
B._
führte weiter aus, m
an könne im Zusammenhang möglicher Aggra
va
tion und Verdeutlichung auch die Frage einer paranoiden Entwicklung
disku
-
tieren
. Schon i
n den vergangenen Jahren habe der Beschwerdeführer
sich von Behörden und Ärzten schlecht
behandelt
, nicht ernst genommen, insbesondere auch von seiner Ehefrau sogar gehasst
,
gefühlt. Abgesehen von der Frage, ob diese Angaben wahrheitsgemäss geäussert worden seien, habe er aber nicht den Eindruck, dass der Beschwerdeführer sich in eine par
anoide Welt zurückgezogen habe
(
Urk.
7/221/21 f.).
Wahrscheinlich bestehe eine überwiegende Tendenz, vor
handene Beschwerden zu
aggravieren
(
Urk.
7/221/24).
Die aktuelle Untersuchung sei von der verärgerten, vorwurfsvollen, abweisenden Haltung des Beschwerdeführers beziehungsweise seiner relativen Kontaktverwei
gerung geprägt gewesen, so dass es nur eingeschränkt möglich sei, eine ver
lässliche Antwort auf sein Leistungsvermögen beziehungsweise seine Arbeits
fähig
keit zu geben
(
Urk.
7/221/23)
.
Der B
eschwerdeführer leide weder an schwe
ren kognitiven, psychischen noch somatischen Einschrä
nkungen.
Er
sei in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit nicht mehr
arbeitsfähig
. Einfache körperliche Arbeiten, leicht bis mittelschwer, ohne Kundenkontakt und ohne Deutschkompetenzen, möglichst mit Kollegen, die mit ihm in seiner Muttersprache ko
mmunizieren, ohne Lärmbelastung und
in kleinen Gruppen sei
en
ihm indessen während acht Stunden täglich möglich.
Die Leistung sei aktuell durch die
depressive Sympto
matik eingeschränkt. In einem seinen Fähigkeiten entsprechenden beruflichen Umfeld mit der entsprechenden Anerkennung würde seine Depression aber wahr
scheinlich rasch remittieren. Nach einer dreimonatigen Einarbeitung müsste er zu einer uneingeschränkten Leistung in der Lage sein (
Urk.
7/221/25)
.
3.2.4
Dr.
med.
F._
, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie
,
und
der langjährige Psychotherapeut
lic
. phil.
G._
(
vgl.
Urk.
1 S.
6
, Urk. 7/211/1
)
hielten in ihrer
zu
Handen
der Rechtsvertreterin verfassten
Stel
lungnahme zum Gutachten vom 2
4.
August 2018 fest, beim Beschwerdeführer liege eine mittelgradige depressive Störung sowie eine chronische Schmerz
stö
rung mit somatischen und psychischen Faktoren vor, die je für sich genommen nur einen geringen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hätten, diese zusammen jedoch erheblich beeinträchtigen würden (
Urk.
3/4 S. 1). Beim Vorliegen einer Depression bestünden starke Störungen der Konzentration, der Aufmerksamkeit, der Kognition sowie der Merkfähigkeit und des Gedächtnisses, die psycho
pa
tho
logisch einer Demenz ähn
e
l
t
e
n
. Dies sei auch beim Beschwerdeführer der Fall. Er sei daher nicht in der Lage
,
sich zu konzentrieren und eine sinnvolle Tätigkeit auszuüben (
Urk.
3/4 S. 2).
3.2.5
Dr.
C._
kam in seiner
im Auftrag der Rechtsvertreterin erstatteten
Aktenbeur
teilung vom 1
9.
November 2018 zu
m
S
chluss, es sei
ein versicherungs
medizi
nischer Widerspruch in sich, dass
Dr.
B._
simultan
e
in «absichtliches Erzeugen»
von Symptomen feststelle und dennoch die Diagnose einer wiederkehrenden mittel
gradigen Depression stelle (
Urk.
7/229/3). Ferner
sei
der psychopatholo
gische Befund nicht vollständig, er bilde
also
nicht die AMDP Kriterien der Psy
chopathologie ab, zudem würden im objektiven Befund Mutmassungen festge
halten. Insofern erhelle sich anhand der objektiven Befunderhebung nicht, ob ein
e von
Dr.
B._
erwä
h
nte paranoide Entwicklung die massiven Verhaltensauf
fällig
keiten, die der Beschwerdeführer in der gutachterlichen Untersuchung ge
zeigt habe, erklären könnten. Ein weiterer Widerspruch finde sich in den Aus
führungen zur Arbeitsfähigkeit. Wenn in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit in ange
passter Tätigkeit festgestellt werde, dass die Leistung eingeschränkt sei,
widerspreche
die hernach beurteilte Arbeitsfähigkeit von 100
%
dieser gutachterlichen Einschät
zun
g klar und deutlich
. Eine behauptete depressive Erkrankung werde beim Beschwerdeführer, der bereits vorher bei beruflichen Wiedereingliederungsmass
nahmen aufgrund einer weiteren Verschlechterung des psychischen Gesundheits
zustandes gescheitert sei, auch sehr wahrscheinlich mit der entsprechenden Aner
kennung
nicht
rasch remittieren (
Urk.
7/229/4). Die
Expertise
von
Dr.
B._
ver
möge nach dem Dargelegten nicht zu überzeugen, so dass weitere diagnostische Abklärungen vorgenommen werden müssten.
Aufgrund
der vorläufigen Sichtung des Aktenmaterials könne mit grosser Wahrscheinlichkeit d
a
s Vorliegen von
psy
chiatrischen
Störungen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nachvollzogen werden. Es ergäben sich deutliche und wesentliche
Anhaltspunkte
auf eine dynamisch beziehungsweise episodisch verlaufende psychiatrische Erkrankung. Die vorläufige Aktenanalyse lege nahe, dass etwaig eine Erkrankung aus dem schizophrenen Formenkreis vorliege, wobei Symptome
erkennbar seien,
die dem paranoiden,
hebephrenen
und
katatonen
Spektrum einer solchen Erkrankung zugeordnet werden könnten (
Urk.
7/229/5).
3.2.6
In seiner Stellungnahme zu
r
Akten
beurteilung
von
Dr.
C._
hielt
Dr.
B._
am 2
9.
April 2019 fest,
beim Beschwerdeführer lägen zwei verschiedene seelische Störungen (beziehungsweise in einem Fall ein Verdacht) vor, die sich zwar über
schneiden würden
,
aber ohne Schwierigkeiten nebeneinander bestehen könnten (
Urk.
7/233/3).
Bei der Diagnose der
artifiziellen
Störung handle es sich um das Vortäuschen von Symptomen bei Fehlen einer gesicherten körperlichen oder psychischen Störung. Die Motivation für dieses Verhalten sei fast immer unklar und wahrscheinlich durch innerseelische Gründe bedingt. So sei - was die Be
ziehungsstörung betreffe - die Untersuchung
praktisch
von Anfang an von Wut, Enttäuschung und heftigen Vorwürfen des Beschwerdeführers gezeichnet gewe
sen.
In
der langjährigen Krankengeschichte
seien
Untersuchungen nicht zu seiner Zufriedenheit verlaufen und seine Anfragen wiederholt abgelehnt worden, was die
aktuelle Beziehungsko
n
stellation sicher mitgeprägt habe. Auf dieser Grund
lage sei auch sein demonstratives Verhalten zu verstehen
.
Es bestehe also eine deutliche innerseelische
,
nachvollziehbare Motivation für das aktuelle Verhalten in der Untersuchungssituation. Bei blosser Simulation einer Krankheit hingegen würden derartige Aspekte nicht od
er kaum nachweisbar sein
(
Urk.
7/233/2).
Für die depressive Störung hätten sich in der Untersuchung praktisch nur indirekte Hinweise ergeben. Zwar habe der Beschwerdeführer auf B
efragen zugegeben, dass seine
Stimmung schlecht sei,
er
sei aber ansonsten auf seinen körperlichen und geistigen Zustand konzentriert gewesen, die er beide als desolat habe zu kenn
zeichnen versuchen. Somit habe sich in Hinsicht auf die Depression auch keine Täuschungsabsicht feststellen lassen
(
Urk.
7/233/3)
.
Die Untersuchung und Befundung seien erschwert gewesen, insbesondere
wegen der genannten Beziehungsstörung und der mehrfachen expliziten Weigerung des Beschwerdeführers,
auf seine Fragen zu antworten.
Noch mehr als sonst bei psy
chiatrischen Untersuchungen habe daher die Notwendigkeit bestanden, den Ge
samtzusammenhang und indirekte A
nzeichen in ihrer Bedeutung her
auszuarbei
ten
,
um zu einem schlüssigen Ergebnis zu kommen. Er habe daher im Abschnitt Befund auf die erneute Wiedergabe eines ergebnislosen und nicht ausreichend vertrauenswürdigen Frage-Antwort-Spiels verzichtet
. An der Orientierungsfähig
keit des Beschwerdeführers bestünden seines Erachtens keine vernünftigen
Zweifel
.
Ferner
lägen
keine Umstände
vor
, die eine psychotische Genese der Störung annehmen liessen. Weder die Beziehungsfähigkeit, noch die Affektivität oder
die
Denk- und Wahrnehmungsfähigkeit seien in psychotischer Weise eingeschränkt gewe
sen. Der Beschwerdeführer
habe sich auf seine Weise stringent verhalten, um damit die Schwere seiner Störung beziehungsweise seiner Kränkung zu de
monstrieren. In seinen
Grundfunktionen sei er intakt gewesen,
also nicht einge
sponnen in seine
eigene Welt, beziehungsunfähig, inkohärent oder zerfahren im Denken, geschweige denn
hätten
produktive Symptome im Sinne von Gedanken- oder Wahrnehmungsverfälschungen
bestanden
(
Urk.
7/233/4).
Was die Arbeitsfähigkeit betreffe, habe er
eine qualitativ
,
aber nicht quantitativ eingeschränkte Leistungsfähigkeit beschrieben (
Urk.
7/233/5). Er halte an seiner Beurteilung unverändert fest (
Urk.
7/233/6).
3.2.7
Dr.
C._
entgegnete
am
4.
Juli 2019, dass gemäss den ICD-10
Kriterien
die Diagnose einer artifiziellen Störung bei Fehlen einer gesicherten Störung zu stellen sei. Wenn aber
Dr.
B._
in seinem Gutach
t
en eine wiederkehrende de
pressive Episode mittelgradiger Ausprägung festgestellt und damit eben gesichert habe, liege bereits das ICD-10-Eingangskriterium «Fehlen einer gesich
erte
n psychischen Störung» nicht vor, um die Diagnose einer artifiziellen Störung über
haupt diskutieren zu können. Entweder leide jemand an einer Depression oder an einer artifiziellen Störung (
Urk.
7/243/3). Die erst in der Gutachtensergänzung vom 2
9.
April 2019 aufgeführten Ergänzungen des psyc
hopathologischen Befun
des änderten
nichts daran, dass dieser im Gutachten nicht vollständig gewesen sei, nicht die AMDP-Kriterien abgebildet habe und subjektive Mutmassungen ent
halten habe, die von objektiven psychopathologischen Befunden hätten abge
grenzt werden müssen (
Urk.
7
/243/4). Auch die Gutachtensergänzung genüge nicht, di
e
versicherungsmedizinische Sachverhaltsaufklärung zu ermöglichen, so dass die Inhalte und Ausführungen in der St
e
llungnahme vom 1
9.
November 2018 weiterhin zu bestätigen seien (
Urk.
7/243/5).
4.
4.1
Vorab ist festzuhalten, dass zum somatischen Gesundheitszustand
des Beschwer
deführers
seit der Verfügung vom
9.
Dezember 2014 (
Urk.
7/165)
keine weiteren Abklärungen erfolgt sind. Angesichts der Tatsa
che, dass eine Veränderung
des somatischen Zustandes vom Beschwerdeführer nicht geltend gemacht wird und a
uch ansonsten keine Hinweise für
eine solche bestehen, ist vorliegend von einem
zum Vergleichszeitpunkt
unveränderten somatischen Gesundheitszu
stand auszu
gehen
.
4.2
In psychischer Hinsicht stützt sich die Beschwerdegegnerin auf das psychiatrische Gutachten von
Dr.
B._
vom
9.
Mai 2018
(
Urk.
7/221)
sowie dessen Ergänzung vom
2
9.
April 2019
(
Urk.
7/233).
Der Beschwerdeführer hält die
se
unter Hinweis auf die von ihm eingeholte
n
Aktenbeurteilungen
von
Dr.
C._
vom 1
9.
Novem
ber 2018 und
4.
Juli 2019
nicht
für beweiskräftig (
Urk.
1 S. 9 f.
).
Dr.
C._
bemängelte zunächst, der
psychopathologische Befund sei
von
Dr.
B._
nicht vollständig
entsprechend den Kriterien der Arbeitsgemeinschaft für Me
thodik und Dokumentation in der Psychiatrie (AMDP)
au
fgenommen worden (
Urk.
7/229/4). Insbesondere sei die Beurteilung der zeitlichen und örtlichen Orientierung nicht nachvollziehbar. Zudem
würden
Angaben zu
m Vorliegen von
Ic
h-Störungen
und Realitätsverkennungen
fehlen und der Befund enthalte
Mut
massungen, die keine objektiven Befunde darstellten
(
Urk.
7/229/3). Es
ist
dies
bezüglich zunächst
darauf hinzuweisen, dass die psychiatrische Exploration von der Natur der Sache her nicht ermessensfrei erfolgen kann und dem begut
ach
tenden Psychiater praktisch immer ein gewisser Spielraum bleibt, innerhalb dessen
verschiedene medizinisch-psychiatrische Interpretationen möglich, zulässig und zu respektieren sind, sofern der Experte lege
artis
vorgegangen ist (Urteil des Bundesgerichts 8C_629/2017 vom 28. November 2017 E. 4.3 mit Hinweis auf 8C_839/2013 vom 13. März 2014 E. 4.2.2.1).
Anders als die
Beurteilung
von
Dr.
C._
erfolgte jene
von
Dr.
B._
gestützt auf eine ausführliche
persönliche
Untersuchung
,
anlässlich derer sich der Beschwerdeführer zu den aus seiner Sicht bestehenden Problemen frei
äussern
konnte
(
Urk.
7/221/12 ff.)
, wobei die Anam
nese- und Befunderhebung durch die verärgerte, vorwurfsvolle und abweisende Haltung und die relative Kontaktverweigerung des Beschwerdeführers geprägt war
(
Urk.
7/221/23
,
Urk.
7/233/4
)
. Diesen Schwierigkeiten trug
Dr.
B._
bei der Beschreibung und Interpretation des Befundes Rechnung
und erläuterte in der Gutachtensergänzung vom 2
9.
April 2019,
der Beschwerdeführer habe direkte Fragen teilweise ignoriert und andere instrumentalisiert, um damit einen Krank
heitszustand zu demonstrieren
. Es habe
noch mehr als sonst bei psychiatrischen Untersuchungen die Notwendigkeit bestanden, den Gesamtzusammenhang und indirekte Anzeichen in ihrer Bedeutung herauszuarbeiten
, um zu einem schlüssi
gen Ergebnis zu kommen. Er habe daher auch im Abschnitt Befund
auf die
Wiedergabe eines ergebnislosen und nicht ausreichend vertrauenswürdigen Fra
ge-
Antwort-Spiel
s
verzichtet
(
Urk.
7/229/233/4).
Inwiefern er
vor de
m
Hintergrund der zumindest teilweise verweigerten Mitwirkung seitens des Beschwerdeführers
den der psychiatrischen Beurteilung inhärenten Ermessensspielraum über
schritten
haben sollte und nicht lege
artis
vorgegangen sein soll, ist nicht ersichtlich.
Im Weiteren
legte
Dr.
B._
dar, an der Orientierungsfähigkeit gebe es
entgegen dem vom Beschwerdeführer demonstrierten geistigen Versagen
(Verlust von Ver
stehen, Gedächtnis, Sprache)
aufgrund
dessen sonstigen Verhaltens in der Unter
suchung
und der erhaltenen Fähigkeit, sich im Alltag zurechtzufinden und Auto zu fahren,
keine vernünftigen Zweifel
. E
r
schloss
das Vorliegen von
Ich-Stö
run
gen beziehungsweise Realitätsverkennungen
mit überwiegender Wahrschein
lich
keit
a
us
unter Hinweis auf die erhobenen Diskrepanzen zwischen den behaupteten Einschränkungen und den tatsächlichen Fähigkeiten
(
Urk.
7/233/4)
, von denen im Sinne einer bewusstsein
s
nahen Aggravation bereits im
Z._
-Gutachten die Rede war (vorstehend E. 3.1)
.
Dr.
C._
liess
hingegen bei seiner Kritik am Gut
achten sowohl
die unzulängliche Kooperation des Beschwerdeführers
als auch sein
aggravatorische
s
Verhalten
gänzlich
ausser
Acht
.
Die von
Dr.
C._
erblickten
Unvollständigkeiten
hat
Dr.
B._
auf einleuchtende Weise ergänzt
und nachvollziehbar begründet, weshalb er neben de
r
depressiven
Erkrankung
kein
psychisches Krankheitsgeschehen ausmachen konnte
. So lässt sich denn auch
den Ausführungen
von
Dr.
C._
zur Gutachtensergänzung
vom
4.
Juli 2019
keine fundierte Begründung entnehmen, inwiefern der psychiatrische Befund trotz der Erläuterunge
n und Ergänzungen vom 2
9.
April 2019
weiterhin ungenügend sein soll
(vgl.
Urk.
7/243/4)
.
4.3
Dr.
C._
legte in seiner
Beurteilung
vom 1
9.
November 2018
weiter
dar,
be
züglich
der
vo
n
Dr.
B._
gestellten Diagnose
einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1)
,
sowie der Verdachts
diagnose einer artifiziellen Störung (
ICD-10 F68.1;
Urk.
7/221/20) liege ein ver
sicherungsmedizinischer Widerspruch vor (
Urk.
7/229/3).
Durch die Diagnose der depressiven Störung sei bereits das Eingangskriterium der ICD-10 Leitlinien für eine artifizielle Störung, nämlich das «Fehlen einer gesicherten psychischen Störung» beim Beschwerdeführer nicht erfüllt (
Urk.
7/243/3).
Dr.
B._
schilderte
diesbezüglich,
im Fall des Beschwerdeführers
liege
wohl
eine
Kombination von zwei sich zwar überschneidenden Diagnosen
vor
, die aber ohne Schwierigkeiten nebeneinander bestehen könn
t
en
.
D
er
Beschwerdeführer
habe anlässlich der Untersuchung ein
Bild schwerer psychischer und kognitiver Defi
zite
gezeichnet (
Urk.
7/221/21), wobei sein Verhalten weder mit einer schweren körperlichen noch psychischen Störung vereinbar sei und wahrscheinlich eine
überwiegende
Tendenz
bestehe
, vorhanden
e Beschwe
rden zu
aggravieren
(
Urk.
7/221/24).
In Bezug auf die hauptsächlich indirekt eruierten Hinweise für eine depressive Störung konnte er indessen keine Täuschungsabsicht feststellen (
Urk.
7/233/3). So erachtete er das
mürrisch-vorwurfsvolle-deprimierte Verhalten
für teilweise nachvollziehbar
und
hielt
unter Einbezug der Beurteilungen der behandelnden Ärzte
die
Kriterien einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig mittelgradige depressive Episode für erfüllt (
Urk.
7/221/22).
Diese Diagnose stimmt denn auch mit der entsprechenden Einschätzung durch die behandelnden Therapeutinnen im Nachgang zum Gutachten überein (vorstehend E. 3.2.4).
In
der Folge
diskutierte
Dr.
B._
mögliche Erklärungen für die darüber
hinaus gehende dargebotene Symptomatik
(
Urk.
7/221/24)
. Sein Schluss, dass
einerseits
aufgrund der beim Beschwerdeführer vorhandenen innerseelischen Komponente allenfalls nicht eine blosse Simulation, sondern eine artifizielle Störung diagnos
tiziert werden könnte
(
Urk.
7/233/3)
,
ist
aufgrund
der medizinischen Vorge
schichte
und dem Verhalten in der Untersuchungssituation nachvollziehbar
.
Dass es bei einer Verdachtsdiagnose blieb, ist
unproblematisch
angesichts der Tatsache, dass
rechtsprechungsgemäss
weder die Simulation von Symptomen noch die artifi
zielle Störung
oder ein sonstiges
aggravatorisches
Verhalten
geeignet sind, die
Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers in invalidenversicherungsrechtlich rele
vanter Weise
zu beeinflussen
. Damit steht im Einklang, dass
Dr.
B._
der arti
fiziellen Störung keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit beimass
.
Mit Blick auf die im vorliegenden Revisionsverfahren erforderlichen gesundheitlichen Verän
de
rungen bleibt
zudem
f
estzuhalten
, dass
allein
eine
im Vergleich zu früher
unter
schiedliche diagnostische Einordnung des geltend gemachten Leidens
von vornher
e
in nicht
genügt, um auf einen verbesserten oder verschlechterten G
e
sund
heitszustand zu schliessen. N
otwendig ist in diesem Zusammenhang viel
mehr eine veränderte Befundlage (Urteil des Bundesgerichts 9C_135/2021 vom 2
7.
April 2021 E. 2.1 mit Hinweisen
; vgl. dazu auch nachfolgend E. 5
)
. Eine solche ist den Ausführungen von Dr.
C._
nicht zu entnehmen, weshalb sich weitere Erörterungen zur seiner
Kritik an
der diagnostischen Einordnung
durch
Dr.
B._
erübrigen.
Ferner
boten die weiteren Umstände der Untersuchung gemäss
Dr.
B._
–
ent
gegen der
Darstellung
von
Dr.
C._
(
Urk.
7/229/
5) -
keinen Anlass
dafür
, eine psychotische Genese der Störung anzunehmen.
So hätten keine Hinweise dafür bestanden, dass der Beschwerdeführer sich in eine paranoide Welt zurückgezogen habe, er sei beziehungsfähig, nicht
inkohärent
oder zerfahren im Denken
,
ge
schwei
ge denn hätten produktive Symptome im Sinne von Gedanken- oder Wahr
nehmungsverfälschungen vorgelegen. Diese
diagnostische
Beurteilung
sti
mmt im Übrigen auch
mit der Beurteilung der
behandelnden Ärzte überein
, deren Berichte sich keinerlei Hinweise auf eine Störung im schizophren
en Formenkreis ent
nehmen lassen
(vgl.
Urk.
7/194,
Urk.
7/211)
.
Schliesslich
fällt auch ins Gewicht
, dass die Beurteilung des
Dr.
C._
bloss auf den Akten beruht und er
den
Beschwerdeführer
nie gesehen hat, was gerade im Rahmen einer psychiatrischen Begutachtung, wo dem Facharzt
wie gesagt
ein weiter Ermessensspielraum zukommt und der persönliche Eindruck sowie die klinische Untersuchung massgeblich sind, von grosser Bedeutung ist (vgl. dazu Urteil
des Bundesgerichts 8C_182/2020 vom 1
8.
Mai 2020 E.
5.4 mit Hinweisen).
Der
Beschwerdeführer
vermag
daher
durch den Verweis auf die Aktenbeurteilung von
Dr.
C._
, in der
dieser -
ohne diese konkret zu benennen
-
von gewichtigen Anzeichen für eine
Störung aus dem schizophrenen Formenkreis
ausgeht
(vgl.
Urk.
7/229/5
)
,
die überzeugende diagnostische Beurteilung von
Dr.
B._
nicht zu entkräften
.
4.4
Was schliesslich
den Vorwurf
einer widersprüchlichen Einschätzung der Arbeits
fähigkeit betrifft
(
Urk.
7/229/4)
,
erläuterte
Dr.
B._
in der Gutachtensergänzung, er habe eine qualitativ aber nicht quantitativ eingeschränkte Leistungsfähigkeit beschrieben
(
Urk.
7/233/5)
. In seiner Schlussfolgerung, dass der Beschwerde
füh
rer in einer an sein Leiden angepassten Tätigkeit dennoch zu 100
%
arbeitsfähig ist, ist daher kein Widerspruch zu erblicken.
4.5
Nach dem Gesagten
sind die Vorbringen
de
s
Beschwerdeführer
s
und die Beur
tei
lungen von
Dr.
C._
nicht geeignet,
das psychiatrische Gutachten
von
Dr.
B._
in Zweifel zu ziehen.
Insge
samt erfüllt die psychiatrische Expertise von
Dr.
B._
die vom Bundesgericht gestellten Anforderungen an ein beweiswertes ärztliches Gutachten (vgl. E. 1.5), es kann daher darauf abgestellt werden.
Zu klären bleibt, ob gestützt auf das Gutachten auf eine wesentliche Verschlechterung des Ge
sundheitszustandes des Beschwerdeführers im relevanten Zeitraum und somit auf einen Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG gesc
hlossen werden kann (vgl. E. 1.4
).
5.
5.1
Im Gutachten der
Z._
vom 1
8.
Juni 2014 -
worauf die
Verfügung vom
9.
Dezember 2014 basierte
- gingen die Gutachter
aufgrund eines Zustandes nach lumbaler spinaler Operation von einer Arbeitsfähigkeit von 0
%
für die bisherige Tätigkeit und von 100
%
für ein
e angepasste Tätigkeit aus.
In
psychiatrischer
Hinsicht
stellten sie
- bei einer bereits damals festgestellten bewusstseinsnahen
demonstrativen Darbietung von Einschränkungen und Beschwerden -
die Dia
gnose
einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig leichtgradige de
pres
sive Episode (ICD-10
F33.0)
, die
ohne namhaften Einfluss auf die Arbeits
fähigkeit
bleibe
(
Urk.
7/160/39).
Dr.
B._
stellte dagegen die Diagnose einer rezi
divieren
den depressiven Störung, gegenwärtig mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F33.1).
Damit hat sich die gestellte Diagnose zwar im Vergleich zu
m
Jahr 2014 verändert, jedoch
besteht zwischen ärztlich gestellter Diagnose und Arbeitsun
fähigkeit
rechtsprechungsgemäss
keine unmittelbare Korrelation (BGE 140 V 193 E. 3.1 mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts 9C_636/2018 vom 20. Dezember 2018 E. 6.4).
Massgebend
sind vielmehr die konkreten funktionellen Auswirkun
gen auf das Leistungsvermögen der betroffenen Person (Urteile des Bundesge
richts 9C_570/2018 vom 18. Februar
2019 E.
3.2.1 und 9C_851/2018 vom 23. Mai 2019 E. 4.1.4).
Diesbezüglich ging
Dr.
B._
wie bereits die Vorgutachter von einer Arbeitsfähigkeit von 100
%
in einer angepas
sten Tätigkeit aus (
Urk.
7/221/25
).
Diese Beurteilung ist aufgrund der geringen Ausprägung der von
Dr.
B._
als glaubhaft erachteten Befunde - hauptsächlich einem
mürrisch-vor
wurfsvollen-deprimierten Verhalten - nachvollziehbar und überzeugend.
Eine invalidenversicherungsrechtlich massgebliche Veränderung des psychischen Ge
sundheitszustandes ist damit nicht ausgewiesen.
Etwas
Anderes
lässt sich auch den Berichten der behandelnden Ärzte nicht entnehmen. So
postulierte
Dr.
E._
in seinem Bericht vom 1
6.
Januar 2018
einerseits
ohne weitere Begründung
eine Verschlechterung des Gesundheitszu
standes des Beschwerdeführers
(
Urk.
7/211/3)
,
erläu
t
erte indes im Widerspruch dazu, dass dank adäquater
Massnahmen
bis jetzt einer anhaltenden Verschlech
terung habe entgegengewirkt werden können (
Urk.
7/211/4). Er
diskutierte
auch
die sowohl von den Gutachtern der
Z._
als auch von
Dr.
B._
festgestellte
Tendenz zur
Aggravation nicht
. Seine Beurteilung der gesundheitlichen Situation des Beschwerdeführers ist daher nicht überzeugend.
Was die Stellungnahme von
Dr.
F._
und
lic
. phil.
G._
(
Urk.
3/4)
betrifft, ist festzuhalten, dass das Vorliegen der von ihnen diagnostizierten chronischen Schmerzstörung mit psy
chi
schen und somatischen Faktoren bereits im Gutachten der
Z._
verneint worden war
, mit welchem Umstand sie sich nicht auseinandersetzten
.
Ferner be
fassten sie sich nicht mit der Frage einer Veränderung des Gesundheitszustandes, so dass ihrem Bericht im vorliegenden Revisionsverfahren kein Beweiswert zuge
messen werden kann.
5.2
Nach dem Gesagten ist seit Erlass der Verfügung vom
9.
Dezember 2014, mit welcher der Anspruch des Beschwerdeführer
s
auf eine Invalidenrent
e verneint
worden war (
Urk.
7/165
), keine wesentliche Veränderung des Gesundheitszu
stands
des Beschwerdeführers ausgewiesen.
Da sich im relevanten Zeitraum beim Grad der Arbeitsunfähigkeit in angepasster Tätigkeit keine wesentliche Änderung erge
ben hat, erübrigt sich die Durchführung eines neuerlichen Einkommensvergleichs (Urteil des Bundesgerichts 8C_259/2014 vom 31. Juli 2014 E. 4).
Von weiteren
Beweismassnahmen
– wie etwa der beantragten Einholung eines
Gerichtsgut
achtens (
Urk.
1 S. 2
) – sind
sodann
keine anderen
entscheidrelevanten
Erkennt
nisse zu erwarten, weshalb davon abzusehen ist (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 136 I 229 E. 5.3, 124 V 90 E. 4b, 122 V 157 E. 1d).
Demnach hat die Beschwerdegegnerin das Gesuch des Beschwerdeführers um Ausricht
ung einer Invalidenrente vom
5.
Oktober 2017
mit de
r angefochtenen Verfügung vom
5.
März 2020
zu Recht abgewiesen (Urk. 2). Die Beschwerde ist daher abzuweisen.
6
.
Gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten über die Bewilligung oder Verweigerung von Leistungen der Invalidenversicherung vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Abweichung von
Art.
61
lit
. a ATSG in der hier anwendbaren, bis am 3
1.
Dezember 2020 in Kraft gewesenen Fassung (
Art.
83 ATSG) kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von
Fr.
200.-- bis
Fr.
1'000.-- zu bemessen und vorliegend auf
Fr.
700.-- festzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie dem unterliegende
n Beschwerdeführer aufzuerlegen.