Decision ID: 3f322b63-c683-49e6-864c-641980cb0717
Year: 2017
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ wurde im Oktober 2012 zum Bezug von Leistungen der
Invalidenversicherung angemeldet (IV-act. 13). Der kinder- und jugendpsychiatrische
Dienst (KJPD) des Kantons Zürich berichtete am 8. Oktober 2012 (IV-act. 14), der
Versicherte leide an einem frühkindlichen Autismus. Er müsse autismusspezifisch und
ganzheitlich therapiert werden. Mit den Eltern seien bereits die in der Schweiz
möglichen Therapien diskutiert worden. Am 8. November 2012 berichtete der KJPD
des Kantons Zürich (IV-act. 25), der Versicherte benötige eine kinderpsychiatrische
Begleitung und Psychotherapie respektive eine autismusorientierte Verhaltenstherapie.
Am 15. Februar 2013 notierte Prof. Dr. B._ vom IV-internen regionalen ärztlichen
Dienst (RAD), der Versicherte leide am Geburtsgebrechen Ziff. 405 Anh. GgV und er
benötige eine Psychotherapie zur Behandlung dieses Geburtsgebrechens (IV-act. 30).
Am 7. März 2013 teilte die IV-Stelle den Eltern des Versicherten mit (IV-act. 33), dass
sie die im Zeitraum vom 8. Oktober 2012 bis zum 31. Oktober 2017 anfallenden Kosten
der für die Behandlung des Geburtsgebrechens Ziff. 405 Anh. GgV notwendigen
medizinischen Massnahmen übernehmen werde. Als Durchführungsstellen nannte sie
den KJPD sowie den Kinderarzt Dr. med. C._.
A.b Die Eltern des Versicherten wiesen die IV-Stelle am 14. März 2013 darauf hin (IV-
act. 35), dass sie beschlossen hätten, eine „ABA-Therapie“ (applied behaviour analysis)
durchführen zu lassen. Der KJPD könne diese Therapie aus Kapazitätsgründen nicht
durchführen, weshalb eine andere Stelle mit der Therapie habe beauftragt werden
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müssen. Nach einer Abklärung vom 22. November 2012 habe die aaa autismus
approach am 17. Januar 2013 mit der Therapie begonnen. Den Eltern des Versicherten
sei in Aussicht gestellt worden, dass die IV-Stelle die Therapiekosten übernehmen
würde, wenn die Therapie unter der Leitung des KJPD durchgeführt würde. Mit Hinweis
auf „die Gleichberechtigung“ ersuchten die Eltern die IV-Stelle, die Kosten der Therapie
zu übernehmen, obwohl diese nicht unter der Leitung des KJPD durchgeführt werde.
Schon am 12. März 2013 hatte eine Abklärung zur Bemessung der Hilflosigkeit des
Versicherten in der Wohnung seiner Eltern stattgefunden. Die Abklärungsbeauftragte
der IV-Stelle hielt in ihrem Bericht unter anderem fest (IV-act. 36–1 ff.), die ABA-
Therapie nehme etwa 27–30 Stunden pro Woche in Anspruch und werde von der
Mutter des Versicherten und vier Therapeuten durchgeführt. Da die ABA-Therapie aber
nicht wissenschaftlich anerkannt sei, könne der dafür anfallende zeitliche Aufwand
nicht berücksichtigt werden. Hierzu bemerkte der Vater des Versicherten: „Nennen Sie
mir bitte eine Therapieform, welche mehr Erfolge als die ABA-Therapie verspricht. In
USA, Deutschland, Norwegen hat diese Therapieform Erfolge“. In ihrer Stellungnahme
notierte die Abklärungsperson (IV-act. 36–6), gemäss zwei Entscheiden des
Bundesgerichtes aus den Jahren 2004 und 2007 treffe die Invalidenversicherung keine
Leistungspflicht für die ABA-Therapie, da die Therapieform nicht wissenschaftlich
anerkannt sei. Aus diesem Grund könne der Zeitaufwand für die Therapie zuhause
nicht berücksichtigt werden. Am 27. März 2013 wies die IV-Stelle die Eltern des
Versicherten darauf hin (IV-act. 38), dass die ABA-Therapie gemäss dem Urteil des
Bundesgerichtes I 15/07 vom 28. November 2007 nicht als eine wissenschaftlich
anerkannte Therapie gelte, weshalb die Invalidenversicherung dafür keine
Leistungspflicht treffe. Das Schreiben enthielt keinen Hinweis auf die Möglichkeit, eine
anfechtbare Verfügung zu verlangen.
A.c Am 22. April 2013 liessen die Eltern des Versicherten geltend machen, sie seien
mit der Verweigerung einer Kostengutsprache für die ABA-Therapie nicht
einverstanden (IV-act. 45). Am 28. April 2013 antwortete die IV-Stelle (IV-act. 46),
mittlerweile werde die Wirksamkeit der ABA-Therapie unter den Autismusexperten
kaum mehr angezweifelt. Diese Therapie habe sich zur Standard-Therapie bei einem
frühkindlichen Autismus etabliert. Aufgrund dieser Entwicklung habe das Bundesamt
für Sozialversicherungen ein Rundschreiben (IV-Rundschreiben Nr. 325) erlassen, laut
dem die Kosten einer solchen Therapie unter bestimmten Voraussetzungen von der
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Invalidenversicherung vergütet werden könnten. Unter anderem müsse die
Intensivbehandlung von einem von fünf Zentren durchgeführt werden, mit dem das
Bundesamt für Sozialversicherungen eine Vereinbarung unterzeichnet habe (Dispositif
d’intervention précoce en autisme Genève, Autismuszentrum Muttenz, Gehörlosen-
und Sprachheilschuhe Riehen, Autismuszentrum Sorengo und KJPD des Kantons
Zürich). Die Fallpauschalen würden allerdings erst ab dem 1. Januar 2014 vergütet. Im
Mai 2015 berichtete die aaa autismus approach (IV-act. 74), die
Kooperationsbereitschaft des Versicherten habe gesteigert werden können. Die
Kommunikationsfähigkeit sei weiterhin stark eingeschränkt. Der Versicherte habe nur
sehr geringe Fortschritte gemacht. Momentan stehe die weitere Förderung der
Kommunikationsfähigkeit im Vordergrund. Der Versicherte werde auch das zweite
Kindergartenjahr im Regelkindergarten der Wohngemeinde absolvieren können. Der
Kinderarzt Dr. med. C._ berichtete am 2. Mai 2015 (IV-act. 75), die weitere
Entwicklung des Gesundheitszustandes des Versicherten sei von der begleitenden
Therapie abhängig. Am 15. Oktober 2015 liessen die Eltern des Versicherten geltend
machen (IV-act. 97), eine Verweigerung der Kostenvergütung für die lege artis
durchgeführte Therapie würde das Rechtsgleichheitsgebot verletzen und wäre nicht
sachgerecht, da die Therapieform unabhängig vom Leistungserbringer anerkannt sei.
Laut einem beigelegten ausführlichen Therapiebericht der aaa autismus approach
hatten nicht nur die Kooperationsbereitschaft, sondern auch die visuelle
Wahrnehmung, die motorische Imitation sowie die Spiel- und sozialen Fähigkeiten des
Versicherten verbessert werden können. Dieser hatte sich gut in den Regelkindergarten
integrieren können. Die Verbesserung der Kommunikationsfähigkeit stellte immer noch
das wichtigste Therapieziel dar. Mit einem Vorbescheid vom 27. Oktober 2015
kündigte die IV-Stelle den Eltern des Versicherten die Abweisung des Begehrens um
die Kostenvergütung der ABA-Therapie an (IV-act. 100). Zur Begründung führte sie aus,
die Voraussetzungen für eine Kostenübernahme gemäss dem IV-Rundschreiben Nr.
325 seien nicht erfüllt. Am 4. Januar 2016 verfügte die IV-Stelle entsprechend (IV-act.
101).
B.
B.a Dagegen liess der Versicherte (nachfolgend: der Beschwerdeführer) am 4. Februar
2016 eine Beschwerde erheben (act. G 1). Seine Rechtsvertreterin beantragte die
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Aufhebung der Verfügung vom 4. Januar 2016 und die Vergütung der Kosten für die
ABA-Therapie. Zur Begründung führte sie aus, die Wirksamkeit der ABA-Therapie
werde heute kaum mehr angezweifelt. Das habe auch das Bundesamt für
Sozialversicherungen mittlerweile eingeräumt. Das entsprechende IV-Rundschreiben
Nr. 325 vom 23. Dezember 2013 äussere sich allerdings nicht dazu, wie in Bezug auf
Therapien vorzugehen sei, die vor dem 23. Dezember 2013 eingeleitet worden seien. In
casu werde die Therapie lege artis durchgeführt. Die im Rundschreiben vorgesehene
Beschränkung auf fünf Durchführungsstellen sei gesetzwidrig und sachlich nicht
gerechtfertigt. Sie verletze das Rechtsgleichheitsgebot.
B.b Die Beschwerdegegnerin beantragte am 24. Mai 2016 die Abweisung der
Beschwerde (act. G 6). Zur Begründung führte sie aus, das IV-Rundschreiben Nr. 325
sei am 4. Februar 2016 durch das IV-Rundschreiben Nr. 344 ersetzt worden, mit dem
eine sechste Durchführungsstelle als Leistungserbringer anerkannt worden sei. Die aaa
autismus approach hätte sich ebenfalls um eine Anerkennung bemühen können.
B.c Der Beschwerdeführer liess am 29. Juni 2016 an seinen Anträgen festhalten (act.
G 10). Die Beschwerdegegnerin hielt am 22. August 2016 ebenfalls an ihrem Antrag
fest (act. G 12).

Erwägungen
1.
Laut dem Art. 13 Abs. 1 IVG hat eine versicherte Person bis zur Vollendung des 20.
Altersjahres einen Anspruch auf die zur Behandlung eines Geburtsgebrechens
notwendigen medizinischen Massnahmen, wozu insbesondere die Behandlung zählt,
die vom Arzt selbst oder auf seine Anordnung durch medizinische Hilfspersonen
vorgenommen wird (Art. 14 Abs. 1 lit. a IVG). Der Beschwerdeführer leidet gemäss der
verbindlichen Mitteilung vom 7. März 2013 an einem eine Leistungspflicht der
Invalidenversicherung begründenden Geburtsgebrechen. Da er auch die übrigen
Voraussetzungen des Art. 13 Abs. 1 IVG erfüllt, hat er einen Anspruch auf sämtliche zur
Behandlung des Geburtsgebrechens Ziff. 405 Anh. GgV notwendigen medizinischen
Massnahmen, also auch auf die inzwischen als wissenschaftlich anerkannte ABA-
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Therapie. Die Vergütung der Kosten einer bestimmten medizinischen Massnahme setzt
aber zusätzlich voraus, dass der Leistungserbringer von der Invalidenversicherung als
eine sogenannte Durchführungsstelle anerkannt worden ist. Da die aaa autismus
approach in der verbindlichen Mitteilung vom 7. März 2013 noch nicht als
Durchführungsstelle anerkannt worden war, hat die Beschwerdegegnerin in einem
separaten Verwaltungsverfahren prüfen müssen, ob diese Anerkennung erfolgen
könne. Dieses Verfahren ist mit der angefochtenen Verfügung abgeschlossen worden.
Der Gegenstand dieses Beschwerdeverfahrens, der durch den Gegenstand der
angefochtenen Verfügung definiert wird, beschränkt sich also auf die Beantwortung der
Frage, ob die aaa autismus approach als Durchführungsstelle anerkannt werden kann.
2.
2.1 Die Aufsichtsbehörde der Beschwerdegegnerin, das Bundesamt für
Sozialversicherungen, hat – gestützt auf eine Stellungnahme der Schweizerischen
Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie (SGKJPP) vom
August 2013 – im IV-Rundschreiben Nr. 325 eine Beschränkung der
Durchführungsstellen für ABA-Therapien auf fünf Zentren in der Schweiz vorgesehen.
Das jenes IV-Rundschreiben ersetzende IV-Rundschreiben Nr. 344 lässt neu auch die
Anerkennung einer sechsten Durchführungsstelle zu. Die ursprüngliche Beschränkung
der potentiellen Durchführungsstellen dürfte ihre Grundlage in der Stellungnahme der
SGKJPP vom August 2013 finden, laut der „die wissenschaftlichen Befunde für die
Wirksamkeit der in den fünf Zentren durchgeführten Frühinterventionen“ als eindeutig
qualifiziert worden sind. Offenbar ist das Bundesamt für Sozialversicherungen davon
ausgegangen, mit dieser Bestätigung der SGKJPP könne die Anerkennung eines der
fünf (mittlerweile sechs) Zentren als Durchführungsstelle für eine ABA-Therapie im
konkreten Einzelfall ohne Weiteres begründet werden. Nicht anders lässt es sich
nämlich erklären, dass es den IV-Stellen verbindlich vorgeschrieben hat, jedes der fünf
respektive sechs Zentren im konkreten Einzelfall ohne Weiteres als Durchführungsstelle
zu anerkennen. Ob sich die entsprechende Fiktion, jedes der fünf beziehungsweise
sechs Zentren sei eine geeignete Durchführungsstelle für eine ABA-Therapie, allein mit
der Stellungnahme der SGKJPP vom August 2013 begründen lässt, erscheint als
fraglich, ist für die Beurteilung der angefochtenen Verfügung aber nicht relevant. Das
Bundesamt für Sozialversicherungen ist nämlich noch einen Schritt weiter gegangen
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und hat im Umkehrschluss (e contrario) eine zweite Fiktion aufgestellt, die besagt, dass
es keine weitere Durchführungsstelle für eine ABA-Therapie geben könne. Die IV-
Rundschreiben Nr. 325 und Nr. 344 sehen nämlich keine Möglichkeit vor, im konkreten
Einzelfall einen weiteren Leistungserbringer als Durchführungsstelle für eine ABA-
Therapie anzuerkennen. Damit wird den IV-Stellen im Einzelfall eine
Sachverhaltsabklärung bezüglich der Frage, ob ein bestimmter Leistungsträger eine
geeignete Durchführungsstelle für eine ABA-Therapie sei, untersagt, denn gemäss den
IV-Rundschreiben Nr. 325 und Nr. 344 muss jene Frage, wenn die Therapie in einem
der fünf beziehungsweise sechs Zentren durchgeführt wird, ohne Weiteres bejaht und
andernfalls – ebenfalls ohne Weiteres – verneint werden. Weder die eine noch die
andere Fiktion findet eine Grundlage im Gesetz, denn der Art. 13 IVG und der Art. 14
IVG sehen keine generelle Beschränkung der möglichen Leistungserbringer respektive
Durchführungsstellen vor. Wie bezüglich aller anderen medizinischen Massnahmen
auch gilt hinsichtlich der ABA-Therapie, dass im konkreten Einzelfall mittels einer
umfassenden Sachverhaltsabklärung ermittelt werden muss, ob ein bestimmter
Leistungserbringer die Voraussetzungen für die Anerkennung als Durchführungsstelle
erfüllt. Die Art. 13 f. IVG erlauben also keine Einschränkung der Untersuchungspflicht
(Art. 43 Abs. 1 ATSG), wie sie das Bundesamt für Sozialversicherungen in seinen IV-
Rundschreiben Nr. 325 und Nr. 344 vorgesehen hat. Die Beschränkung der möglichen
Durchführungsstellen auf die fünf respektive sechs erwähnten Zentren in jenen IV-
Rundschreiben lässt sich folglich weder mit den Art. 13 f. IVG noch mit dem Art. 43
Abs. 1 ATSG vereinbaren und muss deshalb als gesetzwidrig qualifiziert werden. Das
bedeutet, dass die Frage, ob die aaa autismus approach als Durchführungsstelle für
eine ABA-Therapie anerkannt werden kann, gestützt auf einen umfassend ermittelten
Sachverhalt zu beantworten ist. Da keine entsprechende Sachverhaltsabklärung
stattgefunden hat, erlauben die vorhandenen Akten keine Würdigung des
Sachverhaltes. Die angefochtene Verfügung beruht folglich auf einem unzureichend
abgeklärten Sachverhalt, weshalb sie als rechtswidrig aufzuheben ist.
2.2 Die Beschwerdegegnerin wird anhand einer sorgfältigen Sachverhaltsabklärung zu
ermitteln haben, ob die aaa autismus approach als Durchführungsstelle anerkannt
werden kann und ob auch die übrigen Voraussetzungen für eine Kostengutsprache
erfüllt sind. Entgegen der offenbar vom RAD vertretenen Ansicht kann es nicht die
Sache des Beschwerdeführers sein, die Erfüllung der Anspruchsvoraussetzungen zu
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beweisen, denn im Sozialversicherungsrecht gilt die Untersuchungspflicht (Art. 43 Abs.
1 ATSG). Sollten die ergänzenden Abklärungen ergeben, dass die
Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind, wird die Beschwerdegegnerin folgendes zu
beachten haben: Die gesetzliche Regelung lässt weder eine pauschale
Kostenvergütung noch eine Beschränkung der Kostengutsprache zu, denn laut den Art.
13 f. IVG sind die effektiv anfallenden Kosten der zur Behandlung eines
Geburtsgebrechens notwendigen medizinischen Massnahmen vollumfänglich von der
Invalidenversicherung zu vergüten. Die Pauschalierung der Kostengutsprache in den
IV-Rundschreiben Nr. 325 und Nr. 344 erweist sich vor diesem Hintergrund ebenfalls
als gesetzwidrig (vgl. das Urteil des Bundesgerichtes 9C_270/2016, 9C_299/2016 vom
13. Februar 2017, E. 4.4).
3.
Die Aufhebung einer angefochtenen Verfügung und die Rückweisung der Sache an die
Verwaltung zur Durchführung weiterer Abklärungen und zum anschliessenden Erlass
einer neuen Verfügung gilt rechtsprechungsgemäss hinsichtlich der Kosten- und
Entschädigungsfolgen als ein vollständiges Obsiegen der beschwerdeführenden Partei.
Folglich sind die angesichts des durchschnittlichen Verfahrensaufwandes auf 600
Franken festzusetzenden Gerichtskosten der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Dem
Beschwerdeführer wird der von ihm geleistete Kostenvorschuss von 600 Franken
selbstverständlich zurückerstattet. Die Beschwerdegegnerin hat dem
Beschwerdeführer eine Parteientschädigung auszurichten. Der Vertretungsaufwand ist
als deutlich unterdurchschnittlich zu qualifizieren, denn die Rechtsvertreterin des
Beschwerdeführers musste nur verhältnismässig wenige Akten studieren und der
Rechtsstreit hat sich auf eine isolierte Rechtsfrage beschränkt. Das rechtfertigt es, die
Parteientschädigung auf 2'500 Franken (einschliesslich Barauslagen und
Mehrwertsteuer) festzusetzen.