Decision ID: 541fd373-d192-4e90-9c22-8d74e2abd906
Year: 2012
Language: de
Court: CH_BGer
Chamber: CH_BGer_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: public_law

Sachverhalt:
A. Der Präsident II des Bezirksgerichts Zofingen verurteilte X._ am 15. Juni 2010 wegen einfacher Verletzung der Verkehrsregeln durch ungenügende Aufmerksamkeit zu einer Busse von Fr. 200.-- und zur Bezahlung eines Schadenersatzbetrags von Fr. 861.75 an den Privatkläger Y._. Die Berufung von X._ gegen dieses Urteil blieb ebenso erfolglos wie die anschliessend beim Bundesgericht eingereichte Beschwerde in Strafsachen. Diese wurde vom Bundesgericht mit Urteil 6B_256/2011 vom 31. August 2011 abgewiesen, soweit darauf einzutreten war.
Ein erstes Revisionsgesuch von X._ gegen dieses Urteil wies das Bundesgericht mit Urteil 6F_14/2011 vom 24. November 2011 ab. Ein zweites Revisionsgesuch wurde am 1. März 2012 abgewiesen, soweit darauf einzutreten war (Verfahren 6F_20/2011).
B. Am 12. Juli 2010 hatte X._ eine Strafanzeige gegen Y._ wegen Widerhandlungen gegen das SVG eingereicht und als Privatkläger eine Schadenersatzforderung von Fr. 3'030.95 erhoben. Mit Verfügung vom 11. Januar 2011 sistierte die Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm die Strafuntersuchung gegen Y._ bis zum Abschluss des Strafverfahrens gegen X._.
Am 23. Juli 2011 reichte X._ gegen die Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm eine Rechtsverweigerungsbeschwerde ein. Er beantragte, es sei zu prüfen, ob ein Beleg über einen bei Y._ vorgenommenen Alkohol-Atemlufttest vorhanden sei bzw. ob ein solcher Test durchgeführt worden sei, und die Fahrfähigkeit von Y._ im Unfallzeitpunkt sei zu klären, insbesondere unter Beizug der Unterlagen des Spitals Zofingen. Die Beschwerdekammer in Strafsachen des Obergerichts des Kantons Aargau wies die Beschwerde mit Entscheid vom 11. August 2011 ab, soweit sie darauf eintrat.
C. Gegen diesen Entscheid gelangte X._ am 20. September 2011 mit Beschwerde in Strafsachen an das Bundesgericht. Dieses trat auf die Beschwerde mit Urteil 1B_432/2011 vom 20. September 2012 nicht ein, weil der Beschwerdeführer nicht als Privatkläger im Sinne von Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 BGG zur Beschwerde berechtigt sei.
D. Mit einem Erläuterungsgesuch vom 2. Oktober 2012 ersucht X._ das Bundesgericht um Erläuterung und Klarstellung, dass - wenn Indizien für ein unkorrektes, allenfalls gar strafbares Verhalten seitens der Behörden gegeben seien - das Urteil 1B_432/2011 vom 20. September 2012 keine Gültigkeit habe und dann Abklärungen gemacht werden müssten.

Erwägungen:
1. Ist das Dispositiv eines bundesgerichtlichen Entscheids unklar, unvollständig oder zweideutig, stehen seine Bestimmungen untereinander oder mit der Begründung im Widerspruch oder enthält es Redaktions- oder Rechnungsfehler, so nimmt das Bundesgericht auf schriftliches Gesuch einer Partei oder von Amtes wegen die Erläuterung oder Berichtigung vor (Art. 129 Abs. 1 BGG).
Diese gesetzlichen Voraussetzungen für eine Erläuterung oder Berichtigung des bundesgerichtlichen Urteils 1B_432/2011 vom 20. September 2012 liegen offensichtlich nicht vor. Dem genannten Urteil lag eine Streitigkeit zugrunde über den Zeitpunkt von Beweisabnahmen im Strafverfahren gegen Y._ zur Klärung von dessen Fahrfähigkeit zur Zeit des Unfalls. Diesbezüglich verneinte das Bundesgericht die Beschwerdelegitimation von X._ gestützt auf Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 BGG. Nachdem auf die Beschwerde aus diesem Grund nicht eingetreten werden konnte, war die vom Gesuchsteller mit seinem Erläuterungsbegehren gestellte Frage, welchen Einfluss Indizien für ein unkorrektes, allenfalls gar strafbares Verhalten seitens der Behörden auf seine Stellung im Strafverfahren haben, nicht zu prüfen. Die Frage kann auch nicht im Rahmen eines Erläuterungsgesuchs beantwortet werden. Auf das Gesuch ist somit nicht einzutreten.
2. Die Gerichtskosten sind dem unterliegenden Gesuchsteller aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Eine Parteientschädigung ist nicht geschuldet (Art. 68 BGG).