Decision ID: 39e1bcc4-3ec3-5dd6-8eb9-96e03d7e622b
Year: 2020
Language: de
Court: SG_VWEK
Chamber: SG_VWEK_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt:
A.- X erwarb den Führerausweis der Kategorie B am 16. Mai 2017. Am 20. Februar
2018 wurde er von der Stadtpolizei St. Gallen kontrolliert. Er trug vier Gramm Kokain
auf sich, welches er eigenen Angaben zufolge auf einer öffentlichen Toilette gefunden
und an sich genommen habe, um es zu verkaufen. Zudem gab er an, monatlich
Marihuana zu konsumieren. Das Strassenverkehrsamt St. Gallen erhielt Kenntnis von
diesem Vorfall und eröffnete am 6. März 2018 ein Administrativmassnahmeverfahren.
Mit Verfügung vom 28. März 2018 ordnete es eine verkehrsmedizinische Untersuchung
an, welcher sich X am 5. September 2018 beim Institut für Rechtsmedizin am
Kantonsspital St. Gallen (IRM) unterzog. Im verkehrsmedizinischen Gutachten vom
16. Oktober 2018 wurde die Fahreignung verneint. Die Untersuchungsergebnisse
sprachen für eine Einnahme von MDMA (Methylendioxymetamphetamin, Ecstasy) und
Methylphenidat (Wirkstoff des Medikaments Ritalin). Die Urinprobenkontrollen auf
Cannabis waren negativ. Der Verkehrsmediziner ging von einem zumindest
phasenweise fortgesetzten Drogenmissbrauch und einer ungenügenden Bereitschaft
aus, als Führerausweisinhaber eine Drogenabstinenz sowie eine Abstinenz von
psychotrop wirksamen und verschreibungspflichtigen Medikamenten einzuhalten. Mit
Verfügung vom 17. Oktober 2018 entzog das Strassenverkehrsamt X den
Führerausweis vorsorglich und mit Verfügung vom 7. November 2018 auf unbestimmte
Zeit. Als Bedingung für die Aufhebung des Führerausweisentzugs wurden eine
kontrollierte und fachlich betreute Drogenabstinenz (Arzt und Beratungsstelle) von
mindestens sechs Monaten und eine positiv lautende verkehrsmedizinische
Kontrolluntersuchung vorgeschrieben.
B.- Am 6. Juni 2019 liess sich X erneut am IRM verkehrsmedizinisch untersuchen. Im
verkehrsmedizinischen Gutachten vom 12. August 2019 wurde die Fahreignung unter
Auflagen bejaht. X sei es gelungen, seit mindestens Mitte Dezember 2018 keine Drogen
mehr zu konsumieren. Das nachgewiesene Methylphenidat werde inzwischen ärztlich
kontrolliert abgegeben. Die Urinprobenkontrollen auf Cannabis seien negativ. Mit
Verfügung vom 23. August 2019 hob das Strassenverkehrsamt den
Führerausweisentzug vom 7. November 2018 auf und verband den Führerausweis mit
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Auflagen (vollständige, kontrollierte Drogenabstinenz inkl. Cannabis und CBD,
Auflagenkontrolle inkl. Haaranalyse alle sechs Monate am IRM, erste Kontrolle im
Dezember 2019, Gültigkeit der Auflagen auf unbestimmte Zeit).
C.- Bei der ersten Verlaufskontrolle vom 2. Dezember 2019 wurden in der Haarprobe
von X 360 pg/mg MDMA und 19 pg/mg Methylendioxyamphetamin (MDA; einerseits
Abbaustoff von MDMA, andererseits Substanz, die als solche missbräuchlich
eingenommen wird) nachgewiesen. Im verkehrsmedizinischen Bericht zur
Verlaufskontrolle vom 7. Januar 2020 wurde die Fahreignung deshalb verneint. Das
Strassenverkehrsamt entzog X den Führerausweis mit Verfügung vom 8. Januar 2020
vorsorglich. Dagegen erhob er mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 15. Januar
2020 Rekurs bei der Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen (VRK).
Nachdem er den Rekurs am 6. Februar 2020 wieder zurückgezogen hatte, wurde
dieser mit Verfügung vom 7. Februar 2020 als erledigt abgeschrieben. Mit Verfügung
vom 12. Februar 2020 entzog das Strassenverkehrsamt X den Führerausweis auf
unbestimmte Zeit. Als Bedingung für die Aufhebung wurden eine kontrollierte und
fachlich betreute Drogenabstinenz (Arzt und Beratungsstelle) von mindestens sechs
Monaten sowie eine positiv lautende verkehrsmedizinische Kontrolluntersuchung
verlangt. Einem allfälligen Rekurs wurde die aufschiebende Wirkung entzogen.
D.- Gegen die Verfügung des Strassenverkehrsamts vom 12. Februar 2020 erhob X mit
Eingabe seines Rechtsvertreters vom 27. Februar 2020 Rekurs bei der VRK und
beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben, und es sei festzustellen, dass
kein Konsum von Betäubungsmitteln habe nachgewiesen werden können und er seit
dem 23. August 2019 als drogenabstinent gelte, unter Kosten- und
Entschädigungsfolge. Mit Vernehmlassung vom 23. März 2020 beantragte das
Strassenverkehrsamt die Abweisung des Rekurses. Dazu nahm der Rechtsvertreter
von X mit Eingabe vom 26. März 2020 Stellung und reichte gleichzeitig eine
Honorarnote ein.
Auf die Ausführungen zur Begründung der Anträge wird, soweit erforderlich, in den
Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:
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1.- Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die VRK ist zum
Sach-entscheid zuständig. Die Befugnis zur Rechtsmittelerhebung ist gegeben. Der
Rekurs vom 27. Februar 2020 ist rechtzeitig eingereicht worden und erfüllt in formeller
und inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen Anforderungen (Art. 41 lit. g , 45, 47 und 48
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt: VRP). Auf den
Rekurs ist einzutreten.
2.- Im Rekurs ist umstritten, ob die Vorinstanz den Führerausweis auf Probe zu Recht
wegen Missachtung der Abstinenzauflage auf unbestimmte Zeit entzogen hat.
a) Der auf unbestimmte Zeit entzogene Lernfahr- oder Führerausweis kann bedingt und
unter Auflagen wiedererteilt werden, wenn eine allfällige gesetzliche oder verfügte
Sperrfrist abgelaufen ist und die betroffene Person die Behebung des Mangels
nachweist, der die Fahreignung ausgeschlossen hat (Art. 17 Abs. 3 des
Strassenverkehrsgesetzes [SR 741.01, abgekürzt: SVG]). Missachtet die betroffene
Person die Auflagen oder missbraucht sie in anderer Weise das in sie gesetzte
Vertrauen, so ist der Ausweis wieder zu entziehen (Abs. 5). Die Verletzung einer
Abstinenzauflage führt ohne weitere Zwischenschritte zwingend zum erneuten
Führerausweisentzug (vgl. Weissenberger, Kommentar SVG und OBG, 2. Aufl. 2015,
Art. 17 SVG N 27).
b) Die Vorinstanz begründete ihre Verfügung im Wesentlichen mit dem
verkehrsmedizinischen Bericht des IRM zur Verlaufskontrolle vom 7. Januar 2020.
Danach fiel die Analyse der am 2. Dezember 2019 abgenommenen Kopfhaarprobe
positiv auf MDMA und dessen Abbaustoff MDA aus. MDMA wurde in einer
Konzentration von 360 pg/mg und MDA in einer solchen von 19 pg/mg nachgewiesen.
Hinsichtlich der Haaranalyse auf Drogen führte der Gutachter aus, dass das Resultat im
Widerspruch zu den Angaben des Rekurrenten, wonach eine Drogenabstinenz
konsequent eingehalten worden sei, stehe. Die Gefahr eines Vorfalls im
Strassenverkehr sei aufgrund der insgesamt instabilen Situation erhöht, weshalb die
Fahreignung verneint werden müsse. Die Vorinstanz erwog in der angefochtenen
Verfügung, dass aufgrund der Haaranalyse vom 2. Dezember 2019 feststehe, dass die
geforderte Drogenabstinenz nicht eingehalten worden sei. Das Untersuchungsergebnis
spreche für eine Einnahme von MDMA. Der Wert liege über dem Cut-off-Wert (200 pg/
bis
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mg), weshalb ein Konsum bewiesen sei. Eine Verunreinigung der Haare schliesse sie
aus. Es sei davon auszugehen, dass die Suchtproblematik nicht überwunden sei bzw.
eine neue Problematik vorliege, weshalb der Führerausweis auf unbestimmte Zeit zu
entziehen sei.
Der Rekurrent macht demgegenüber geltend, er habe zu keinem Zeitpunkt (bewusst)
Betäubungsmittel im Allgemeinen, noch MDMA im Speziellen konsumiert. Vielmehr sei
es ihm ein Anliegen, die vom Strassenverkehrsamt gestellten Auflagen zu erfüllen, sich
von Betäubungsmitteln gänzlich loszusagen und ein geordnetes Leben zu führen. Wie
die Urinproben belegen würden, habe er den Konsum von Cannabis gänzlich
eingestellt. In der Haarprobe seien 360 pg/mg MDMA und 19 pg/mg MDA
nachgewiesen worden. Damit ein Konsum als nachgewiesen gelte, sei ein
Überschreiten der Nachweisgrenze notwendig. Bei MDMA und dessen Metabolit MDA
betrage der Cut-off-Wert jeweils 200 pg/mg. Damit sei zwar erstellt, dass sich an den
Haaren MDMA befunden habe, nicht aber ein Konsum der Substanz, weil der Wert des
Metaboliten MDA deutlich zu tief sei. Damit ein Konsum als erstellt gelte, müsse MDA
in einer Menge von 200 pg/mg und somit in einer zehnmal grösseren Menge
nachgewiesen werden. Somit sei schlicht unklar, wie das MDMA in die Haare gelangt
sei. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass es durch ein Shampoo, an der
Arbeitsstelle (Aprés-Ski-Bar in Y), im Ausgang oder gar während des Waschvorgangs
beim IRM in die Haare gelangt sei. Die Gefahr und die Möglichkeit einer externen
Kontamination sei sodann auch wissenschaftlich belegt. Gemäss einer Studie aus dem
Jahr 2016 an der Universität Zürich könne eine externe Kontamination von Haaren
jederzeit stattfinden. Die Wahrscheinlichkeit einer Luftkontamination sei relativ hoch,
weshalb für den Nachweis des Konsums auch ein Metabolit ausgewiesen sein müsse,
der den Cut-off-Wert überschreite. Deshalb könne vorliegend kein Konsum von MDMA
nachgewiesen werden und es sei weiterhin davon auszugehen, dass die vormalige
Suchtproblematik klar überwunden sei bzw. keine neue Problematik vorliege. Die
Voraussetzungen für einen Sicherungsentzug seien nicht gegeben, weshalb der
Führerausweis wieder auszuhändigen sei.
c) Zur Kontrolle der Abstinenz von Drogen, wie zum Beispiel Kokain, Heroin,
Amphetamin und Ecstasy, erweist sich die Haaranalyse als sehr geeignet. Selbst bei
regelmässigen negativen Urinproben-Abstinenzkontrollen bringt die Haaranalyse
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bisweilen überraschende Befunde zutage, indem trotz Abstinenzbeteuerung
Drogenkonsum nachgewiesen wird. Bei der Kontinuität des chronologischen
Konsumverhaltens, der Zuverlässigkeit der Aussagekraft und nicht zuletzt dem
Ausschluss allfälliger manipulativer Handlungen ist die Drogen-Haaranalyse bei der
Abstinenzprüfung der regelmässigen Urinproben-Kontrolle weit überlegen (vgl.
B. Liniger in: R. Schaffhauser, Jahrbuch zum Strassenverkehrsrecht 2007, S. 40). Bei
der Analyse wird mit sogenannten Cut-off-Werten gearbeitet. Diese werden allgemein
in zweierlei Hinsicht verwendet: Einerseits zum Ausschluss analytisch unsicherer
Ergebnisse, d.h. zur Vermeidung falsch-positiver Resultate. In diesem Sinne werden bei
chromatographisch-spektroskopischen Verfahren Nachweis- oder
Bestimmungsgrenzen verwendet. Andererseits dienen sie bei sicher nachgewiesener
Konzentration zur Abgrenzung von für die Fragestellung irrelevanten Werten, z.B. durch
einmaligen oder Probierkonsum. Bei einmaligem oder vereinzeltem Substanzkonsum
innerhalb eines längeren Zeitraumes liegt die Konzentration im Haar unterhalb der
Nachweisgrenze und ergibt somit einen negativen Befund (M. R. Baumgartner,
Nachweis des Konsums von psychotropen Substanzen und Alkohol mittels
Haaranalyse, in: Therapeutische Umschau 2011, S. 272, im Internet abrufbar unter:
www.irm.uzh.ch/downloads).
Der Cut-off-Wert von MDMA liegt gemäss der Schweizerischen Gesellschaft für
Rechtsmedizin [SGRM] bei 200 pg/mg (vgl. SGRM, Arbeitsgruppe Haaranalytik,
Bestimmung von Drogen und Medikamenten in Haarproben, Version 2017, Anhang).
Die im Haar des Rekurrenten gemessene MDMA-Konzentration lag mit 360 pg/mg
somit klar über dem von der SGRM definierten Cut-off-Wert, womit ein
Substanzkonsum grundsätzlich nachgewiesen ist und sich die Frage einer allfälligen
Kontamination der Haare mit MDMA von aussen nicht mehr stellt. Daran ändert auch
die Ansicht des Rekurrenten, wonach eine solche jederzeit stattfinden könne, nichts.
Abgesehen davon beruft sich der Rechtsvertreter auf ein nicht einschlägiges Zitat.
Fabian/Baumgartner/Koller (Sinn und Unsinn von Haaranalysen, Swiss Medical Forum
2016) führen zwar aus, dass eine externe Kontamination von Haaren prinzipiell jederzeit
stattfinden könne, und zwar über die Luft, Wasser (Leitungswasser, Regenwasser,
Badewasser usw.) und Kosmetika. Diese Aussage bezieht sich jedoch nicht auf die
etablierte Drogen-, Medikamenten- oder Alkohol-Haaranalytik, sondern auf die
Haarmineralanalyse, womit in den Haaren Metallbelastungen bzw.
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Spurenelementversorgungen abgeklärt werden sollen. Bei einer Haarmineralanalyse
gibt es im Vergleich zur Haaranalytik weitreichende Einschränkungen in der
Aussagekraft (S. 470 f.). Da in der Haarprobe des Rekurrenten auch MDA, ein
Abbaustoff von MDMA nachgewiesen wurde, fällt eine Kontamination von aussen
ausser Betracht. Bei MDA handelt es sich um einen nicht hydrolytisch gebildeten
Metaboliten von MDMA, welcher den eindeutigen Beweis für die systemische Herkunft
des MDMA liefert (vgl. Pragst/Sachs, Die Haarprobe als Untersuchungsmatrix zur
toxikologischen Fahreignungsdiagnostik, in: Aktuelle Beiträge zur Forensischen und
Klinischen Toxikologie, Bad Vilbel 2008, S. 93 f., im Internet abrufbar unter:
www.gtfch.org). Entgegen der Ansicht des Rekurrenten muss bei einem Metaboliten
der Cut-off-Wert nicht überschritten sein. Insbesondere ergibt sich dies nicht aus dem
von ihm zitierten Schrifttum (SGRM, a.a.O., S. 8). Für eine solche Notwendigkeit
sprechen sich auch Fabian/Baumgartner/Koller (a.a.O., S. 469) nicht aus. Vielmehr
könnten die Metaboliten-Verhältnisse zur Bestätigung der Substanzeinnahme und zur
Differenzierung zwischen Einlagerung nach Inkorporation und externer Kontamination
herangezogen werden. Die Konzentration von Metaboliten ist viel geringer als diejenige
der Droge selbst. Für Metaboliten wird deshalb üblicherweise kein Cut-off-Wert
angegeben (vgl. Pragst/Sachs, a.a.O., S. 93). Dass die SGRM einen Cut-off-Wert für
MDA festlegte, liegt daran, dass MDA bisweilen auch eigenständig als Droge
konsumiert wird (vgl. act. 7). Der Cut-off-Wert von MDA muss nur dann überschritten
sein, wenn ein Nachweis des Konsums von MDA als Droge zur Diskussion steht;
darum geht es hier aber nicht: dem Rekurrenten wird der Konsum von MDMA
vorgeworfen. Aufgrund der festgestellten Konzentration von 360 pg/mg MDMA und des
nachgewiesenen MDA, als Metaboliten von MDMA, ist die Auffassung des
Verkehrsmediziners, die Resultate der Haaranalyse sprächen für einen Konsum von
MDMA, nachvollziehbar und überzeugend.
d) Damit ergibt sich, dass dem Rekurrenten ein Verstoss gegen die
Drogenabstinenzauflage anzulasten ist. Aus dem verkehrsmedizinischen Bericht des
IRM zur Verlaufskontrolle vom 7. Januar 2020 ergibt sich, dass er im Zeitraum von
ca. Ende Juni bis Anfang Dezember 2019 MDMA konsumierte. Der Rekurrent hat die
Suchtproblematik somit nicht überwunden. Daran ändert nichts, dass er den Konsum
von Cannabis nachweislich einstellte. Die Aussage, wonach er keine Betäubungsmittel
mehr konsumiert habe und die Haare von aussen mit MDMA kontaminiert worden
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seien, ist als Schutzbehauptung und suchttypische Verleugnungshaltung zu werten.
Die Vorinstanz entzog ihm den Führerausweis deshalb zu Recht auf unbestimmte Zeit
(Art. 16d Abs. 1 lit. b und Art. 17 Abs. 5 SVG). Dementsprechend ist der Rekurs
abzuweisen.
3.- Die Massnahme des Sicherungsentzugs soll sicherstellen, dass der Rekurrent zum
Schutz der Sicherheit der übrigen Verkehrsteilnehmer vom Strassenverkehr
ferngehalten wird. Dieser Zweck wäre gefährdet, wenn der Rekurrent während eines
Rechtsmittelverfahrens als Motorfahrzeugführer zum Strassenverkehr zugelassen
würde. Einer allfälligen Beschwerde ist deshalb die vom Gesetz vorgesehene
aufschiebende Wirkung zu entziehen (Art. 64 in Verbindung mit Art. 51 VRP).
4.- Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten dem Rekurrenten
aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr von Fr. 1'000.– erscheint
angemessen (vgl. Art. 7 Ziff. 122 der Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Der
Kostenvorschuss von Fr. 1'000.– ist damit zu verrechnen.
Bei diesem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf Entschädigung der
ausseramtlichen Kosten (Art. 98 VRP).