Decision ID: 53e32cc2-20c2-4a7e-8473-9b62478807e3
Year: 2020
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Der 1961 geborene
X._
war seit September 1992 bei der
Y._
AG als
Isoleur
-Vorarbeiter
angestellt und in diesem Rahmen bei der Suva obligatorisch gegen Unfälle versichert
(
Urk.
7/1)
.
Daneben übte der Versicherte seit Juni 2007 bei der Stadt
Z._
eine Nebenerwerbstätigkeit in der Reini
gung
aus und war in diesem Rahmen bei der Allianz Suisse obligatorisch gegen Unfälle versichert (Urk. 7/22, Urk. 7/27).
Gemäss Schadenmeldung vom 10. April 2013
fiel
er am 9. April 2013 bei Abbrucharbeiten
eines
Flachdachbelages durch
ein Loch
in das Gebäudeinnere (Urk. 7/1
, vgl. Urk. 7/42
).
Dabei zog er sich
eine
zweitgradig
offene
Pilon
tibiale
Fraktur rechts, eine
Fibulakopftrümmerfraktur
rechts und
ein stumpfes
Thoraxtrauma
mit bilateralen Lungenkontusionen
zu
(
Urk. 7/13).
D
er Versicherte
war
bis am 7. Juni 2013 im Universitätsspital
A._
hospitalisiert
, wo
verschiedene op
erative Eingriffe durchgeführt
wurden
(Austrittsbericht vom 7. Juni 2013
,
Urk. 7/11
)
.
V
om 7. Juni bis am
13. September 2013
absolvierte
er
eine stationäre Rehabilitation
in der Rehaklinik
B._
(
Aus
trittsbericht vom 17. September 2013
,
Urk. 7/
46
).
Die Suva erbrachte die gesetz
lichen Leistungen
(Urk. 7/31, Urk. 7/48, Urk. 7/122,
Urk. 7/157, Urk. 7/175,
Urk. 7/182,
Urk. 7/329)
.
Am 15. Juni 2015
trat
der Versicherte eine von der
So
zialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
zugesprochene
Poten
zial
abklärung bei der
Arbeitsintegration
C._
an
, welche
am 26. Juni 2015
vorzeitig beendet wurde (Bericht Potenzialabklärung vom 8. Juli 2015
,
Urk. 7/214 S. 4-7).
Am 2
1.
Juni 2016 fand eine kreisärztliche Untersuchung statt (Urk. 7/152).
Mit Schreiben vom 23. Juni 2016 setzte die Suva den
Beschwerde
führer
über die Einstellung der Taggelder per 30. September 2016 in Kenntnis (
Urk. 7/254) und sprach
ihm
mit
Verfügung vom 6. Oktober 2016 eine Invali
denrente von 31 % sowie eine Integritätsentschädigung für eine Integritätsein
busse von 25 % zu (Urk. 7/278). Dagegen erhob der Versicherte am 7. November 2016 Einsprache (Urk. 7/287).
Die IV-Stelle sprach dem Versicherten mit
Verfü
gung vom
29. März 2017
eine ganze Rente der Invalidenversicherung
ab dem 1. April 2014
zu (Urk. 7/
330
).
Im Rahmen des
Einspracheverfahrens
tätigte die Suva weitere
medizinischen Abklärungen (Urk. 7/299, Urk. 7/303, Urk. 7/305, Urk. 7/310, Urk. 7/316, Urk. 7/326, Urk. 7/342)
.
M
it
Einspracheentscheid
vom 19. Dezember 2018
wurde die
vom Versicherten gegenüber der Verfügung der Suva vom 6. Oktober 2016 erhobene
Einsprache abgewiesen (Urk. 2 = Urk. 7/343).
2.
Dagegen erhob der
Versicherte
am 1. Februar 2019 Beschwerde und beantragte, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und
es sei
ihm mit Wirkung ab 1. Ok
tober 2016 eine seiner unfallbedingten Erwerbsunfähigkeit entsprechende Inva
lidenrente zuzusprechen, mindestens aber eine Rente für einen Invaliditätsgrad von 66 %. Zudem beantragte er die
Zusprache
einer Integritätsentschädigung für einen erlittenen Integritätsschaden von mindestens 30 %. Eventuell sei die Sache zur ergänzenden medizinischen Sachverhaltsfeststellung an die Suva zurückzu
weisen (Urk. 1 S. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom 12. März 2019 schloss die
Be
schwerdegegnerin
auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 6), worüber der
Be
schwerdeführer
mit Verfügung vom 13. März 2019 in Kenntnis gesetzt wurde (Urk. 8).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b). Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebro
chen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Über
gangsbestimmungen).
Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am
9. April 2013
ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall An
wendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Gemäss
Art.
6 UVG werden – soweit das Gesetz nichts
anderes
bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufs
krankheiten gewährt (
Abs.
1). Der Bundesrat kann Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen (
Abs.
2). Aus
serdem erbringt die Versicherung ihre Leistungen bei Schädigungen, die den Ver
unfallten bei der Heilbehandlung zugefügt werden (
Abs.
3).
Eine Leistungsp
f
licht des Unfallversicherers setzt voraus, dass zwischen d
e
m
U
nfallerei
gnis und dem
eingetretenen Gesu
n
d
hei
t
sschad
en ein natürlicher und ein
adäquater Kausalzu
sammenhang besteht (BGE 12
9
V 177).
1.3
Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweckmäs
sige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art. 6
des
Bundesgesetz
es
über den Allgemeinen Teil des Sozial
versicherungsrechts
, ATSG
), so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu
.
Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 % invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG
[in der ab 1. Juli 2001 geltenden Fassung]
). Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortset
zung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszu
standes erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der In
validenversicherung (IV) abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG).
1.4
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Für die Bestimmung des In
validitätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die ver
sicherte Person nach Eintritt der unfallbedingten Invalidität und nach Durchführung allfälliger Ein
gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).
1.5
Die Bemessung der Integritätsentschädigung richtet sich laut Art. 25 Abs. 1 UVG nach der Schwere des Integritätsschadens. Diese beurteilt sich nach dem medizi
nischen Befund. Bei gleichem medizinischem Befund ist der Integritätsschaden für alle Versicherten gleich; er wird abstrakt und egalitär bemessen. Die Integri
tätsentschädigung der Unfallversicherung unterscheidet sich daher von der pri
vatrechtlichen Genugtuung, mit welcher der immaterielle Nachteil individuell un
ter Würdigung der besonderen Umstände bemessen wird. Es lassen sich im Ge
gensatz zur Bemessung der Genugtuungssumme im Zivilrecht (vgl. BGE 112 II 131 E. 2) ähnliche Unfallfolgen miteinander vergleichen und auf medizinischer Grundlage allgemein gültige Regeln zur Bemessung des Integritätsschadens auf
stellen; spezielle Behinderungen der Betroffenen durch den Integritätsschaden bleiben dabei unberücksichtigt. Die Bemessung des Integritätsschadens hängt so
mit nicht von den besonderen Umständen des Einzelfalles ab; auch geht es bei ihr nicht um die Schätzung erlittener Unbill, sondern um die medizinisch-theo
retische Ermittlung der Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Integri
tät, wobei subjektive Faktoren ausser Acht zu lassen sind (BGE 115 V 147 E. 1, 113 V 218 E. 4b mit Hinweisen; RKUV 2001 Nr. U 445 S. 555 ff.).
Im Anhang 3 zur UVV hat der Bundesrat Richtlinien für die Bemessung der In
tegritätsschäden aufgestellt und in einer als gesetzmässig erkannten, nicht ab
schliessenden Skala (BGE 124 V 29 E. 1b mit Hinweisen) wichtige und typische Schäden prozentual gewichtet (RKUV 2004 Nr. U 514 S. 416). Für die darin ge
nannten Integritätsschäden entspricht die Entschädigung im Regelfall dem ange
gebenen Prozentsatz des Höchstbetrages des versicherten Verdienstes (
Ziff.
1
Abs.
1). Die Entschädigung für spezielle oder nicht aufgeführte Integritätsschäden wird nach dem Grad der Schwere vom Skalenwert abgeleitet (
Ziff.
1
Abs.
2). In
tegritätsschäden, die gemäss der Skala 5 % nicht erreichen, geben keinen An
spruch auf Entschädigung (
Ziff.
1
Abs.
3). Die völlige Gebrauchsunfähigkeit eines Organs wird dem Verlust gleichgestellt; bei teilweisem Verlust und teilweiser Ge
brauchsunfähigkeit wird der Integritätsschaden entsprechend geringer, wobei die Entschädigung jedoch ganz entfällt, wenn der Integritätsschaden weniger als 5 % des Höchstbetrages des versicherten Verdienstes ergäbe (
Ziff.
2).
1.6
Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versiche
rungsinterner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig er
scheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/
ee
). Das Anstellungsverhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Versiche
rungsträger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangen
heit schliessen (BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4). Soll ein Versicherungs
fall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungs
internen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzuneh
men (BGE 142
V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7
).
2.
2.1
Die
Beschwerdegegnerin
stellte sich in ihrem Entscheid insbesondere auf den Standpunkt, gestützt auf die kreisärztliche
n
Beurteilung
en
von Dr.
med.
D._
, Facharzt für Chirurgie,
vom
2
1.
Juni und
5.
Dezember 2016
könnten le
diglich die unfallbedingten Beschwerden im Ber
eich des rechten Unterschenkels beziehungsweise
Fusses, nicht aber die unfallfremden Beeinträchtigungen be
rücksichtigt werden (Urk. 2 S. 8).
Aus medizinischer Sicht seien dem
Beschwer
deführer
körperlich leichte, sitzende Tätigkeiten mit der Möglichkeit, bedarfsweise die Position frei zu wählen und mit nur ausnahmsweise gehen
den
und
stehenden Tätigkeiten, zu 100 % zumutbar. Bei inzwischen längerer Absenz vom Arbeits
markt soll
t
e jedoch eine stufenweise Wiedereingliederung erfolgen mit zunächst
50 %, welche innerhalb von drei Monaten kontinuierlich bis zu einem vollen Pensum gesteigert werden könne (Urk. 2 S. 10).
Eine Gegenüberstellung von Va
liden- und Invalideneinkommen ergebe eine Erwerbsunfähigkeit von 31 % (Urk. 2 S. 15). Gemäss der kreisärztlichen Beurteilung von Dr.
D._
vom 28. Juli 2016 sei die Integritätseinbusse mit 25 % zu bemessen
(Urk. 2 S. 17
-19
, Urk. 6
)
.
2.2
Dagegen brachte
der
Beschwerdeführer
im Wesentlichen
vor, auf die Einschät
zungen des Kreisarztes vom 21. Juni 2016, respektive vom 5. Dezember 2016 und vom 7. Dezember 2018 könne nicht abgestellt werden,
da diese
die unfallbeding
ten Beschwerden nicht umfassend berücksichtigen, die beklagten Beschwerden nicht adäquat in die Beurteilung einbeziehen und sich mit den anderslautenden medizinischen Akten nicht fundiert auseinandersetzen würden. Die Darlegungen des Kreisarztes zum medizinischen Sachverhalt würden nicht einleuchten und seine Schlussfolgerungen seien, insbesondere auf dem Hintergrund der verschie
denen,
anderslautenden
medizinischen Beurteilungen, nicht nachvollziehbar und nicht schlüssig
(Urk. 1 S. 3).
Es stehe fest, dass dem
Beschwerdeführer
eine über
wiegend sitzende Tätigkeit mit Möglichkeit zu Positionswechseln zur Schmer
zentlastung nur noch medizinisch-theoretisch und nur im Umfang eines Kleinst
pensums möglich sei (Urk. 1 S. 9). Damit stehe fest, dass der
Beschwerdeführer
kein Invalideneinkommen erwirtschaften könne und sein Invaliditätsgrad ent
sprechend 100 % betrage (Urk. 1 S. 10). Selbst wenn von einer Restarbeitsfähig
keit in leidensangepasster Tätigkeit von allerhöchstens 50 % auszugehen wäre, würde ein Invaliditätsgrad von 66 % resultieren. Bei der Bemessung der Integri
tätsentschädigung habe der Kreisarzt
verschiedene Faktoren unberücksichtigt ge
lassen, weshalb die von ihm festgelegte Integritätseinbusse zu tief ausfalle. Die nicht berücksichtigten Integritätsschäden würden die Erhöhung der Entschädi
gung um mindestens 5 % auf 30 % rechtfertigen, zumal allein die Situation am rechten Fuss einen solchen Wert rechtfertigen würde (Urk. 1 S. 11).
2.3
Nicht im Streite steht zwischen den Parteien, dass die Beschwerdegegnerin den Fall zu Recht per 30. September 2016 abgeschlossen hat. Dagegen ist streitig und zu prüfen, welche gesundheitlichen Störungen bei der Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit als unfallkausal zu berücksichtigen sind und wie
hoch
letztere ausfällt.
3.
3.1
Die
Beschwerdegegnerin
stützte ihren Entscheid insbesondere auf
den Bericht
von Dr.
D._
über die kreisärztliche Abschlussuntersuchung vom 21. Juni 201
6.
Da
rin wurde folgende Diagnose gestellt (Urk. 7/252
S. 7
):
-
Status nach Sturz von einem Dach aus 8 m Höhe am 9. April 2013 mit
zweitgradiger
offener distaler Unterschenkelfraktur, Versorgung primär mit gelenksübergreifendem Fixateur externe
oberes Sprunggelenk
(
OSG
)
rechts und VAC-Anlage am 9. April 201
3.
Offene Reposition, Plattenoste
osynthese (9-Loch-Rekoplatte Fibula, 9-Loch
anterolaterale
LC-Plattenosteosynthese, 8-Loch-Drittelrohrplatte und 4-Loch-Minifrag
mentplatte Tibia rechts),
allogene
Spongiosaanlagerung
, Hoffmann II Fi
xateur externe-Neuanlage (sprunggelenksüberbrückend) am 17. April 2013.
-
Status nach
Débridement
und Defektdeckung mit freier
Latissismus
dorsi
-Lappenplastik von links und Deckung mit Spalthaut vom Oberschenkel links am 23. Mai 2013.
-
Status nach Lappenhebung, Dekortikation und Defektauffüllung distale Tibia rechts mit
autologer
Spongiosa und
Allograft
bei
Delayed
union
am 6. November 2013.
-
Chronische, jetzt ruhende Osteomyelitis distaler Unterschenkel rechts.
-
Konservative Therapie einer dislozierten
Fibulakopftrümmerfraktur
rechts.
-
Status nach bilateralen segmentalen Lungenembolien in die Unterlappen beidseits.
-
Status nach generalisiertem Hautexanthem bei Verdacht auf Medikamen
tenunverträglichkeit.
Subjektiv würden belastungsabhängige Schmerzen, Wärmegefühl, Anschwellen im Fussbereich, Taubheitsgefühl im Bereich der linken
Thoraxseite
, verminderte Kraft im rechten Fuss und Bewegungseinschränkung im Sprunggelenk persistie
ren. Objektiv würden sich reizlose Weichteile, keine
Ödembildung
, eine muskuläre Hypotrophie im Bereich des rechten Unterschenkels, eine Spitzfussstellung von 10 Grad rechtsseitig und bildgebend im CT vom 29. Mai 2016
, eine
progrediente Konsolidierung multipler
Spong
iosafragmente
bei
jedoch weiterhin bestehenden
Kortikalisunterbrüchen
, somit noch keiner vollständigen knöchernen Konsolida
tion entsprechend, finden. Aufgrund der Angaben des
Beschwerdeführer
s und seiner Ehefrau
zu
rezidivierend auftretender plötzlicher Kraftlosigkeit im rechten Bein
s
e
i
der Hausarzt des
Beschwerdeführer
s
zu bitten, den Beschwerdeführer
zu einer neurologischen
Konsiliaruntersuchung
zu überweisen und die Befunde dann zur Verfügung zu stellen. Durch aktive weitere Massnahmen sei keine wesentliche Verbesserung mehr zu erwarten, die weitere Konsolidation könne nur spontan erfolgen, die Indikation zu weiteren operativen Eingriffen müsse im Hinblick auf die Osteomyelitis mit grosser Zurückhaltung gestellt werden, dies auch in Bezug auf eine
Arthrodese
, welche
betreffend
das obere Sprunggelenk und die beste
hende Spitzfussstellung sicherlich indiziert wäre. Somit bleibe aktuell nur die or
thopädische Schuhversorgung um diese Defizite auszugleichen. Auch bei voll
ständiger knöcherner Konsolidation wäre keine wesentliche Steigerung der Be
lastbarkeit des rechten Beines mehr möglich. Die Tätigkeit als Dachdecker sei nicht mehr zumutbar. Aus medizinischer Sicht möglich wären körperlich leichte, sitzende Tätigkeiten mit
der
Möglichkeit bedarfsweise die Position frei zu wählen mit nur ausnahmsweise gehend
en
und
stehenden Tätigkeiten. Eine solche Tätig
keit könne jedoch zu 100 % durchgeführt werden. Bei inzwischen längerer Ab
senz vom Arbeitsmarkt sollte jedoch eine stufenweise Wiedereingliederung erfol
gen mit zunächst
einer 50
%
-
Tätigkeit, welche innerhalb von 3 Monaten konti
nuierlich bis zu einem vollen Pensum gesteigert werden könne (Urk. 7/252 S. 7-8).
Bezüglich der angegebenen Rückenbeschwerden des
Beschwerdeführer
s werde die Administration gebeten, den Befund des MRI der LWS vom 20. August 2012 anzufordern zum Vergleich, ob sich im aktuellen MRI irgendwelche Veränderun
gen ergeben
hätten. Rein klinisch würden lediglich muskuläre Verspannungen bestehen. Bezüglich einer allfälligen Integritätsentschädigung könne erst nach Erhalt des neurologischen Befundes Stellung genommen werden (Urk. 7/252 S. 8).
Nach Vorlage des angef
orderten MRI-Befundes der LWS vom
August 2012
(
Urk.
7/258)
ergänzte Dr.
D._
am 19. Juli 2016, an der Wirbelsäule würden le
diglich degenerative Veränderungen und keine unfallbedingten strukturellen Lä
sionen bestehen
. Es seien keine
wesentlichen Unterschiede zu
m
MRI vom 26. Mai 2016 auszumachen, lediglich eine Facettengel
e
nksarthrose sei im aktuellen MRI als aktiviert beurteilt, dies jedoch ebenfalls nicht unfallbedingt (Urk. 7/259).
3.2
Dr. med.
E._
, Facharzt
FMH für Neurologie, berichtete am 19. Juli 2016 über
eine
vom
Beschwerdeführer
beklagte Sensibilitätsstörung
im Bereich der Unterschenkelfraktur sowie im Fuss und auch im Bereich der
Latissimus
dorsi
Lappenplastik links, beides sei mit dem Trauma beziehungsweise der Operation nachvollziehbar. In diesen Bereichen würden sich auch Areale mit
Dysästhesien
und Schmerzen befinden, welche neuropathisch anmuteten. In diesem Sinne sei der Versuch einer Therapie mit
Lyrica
sicher eine sinnvolle Variante. Er habe sich erlaubt, das Medikament nun deutlich zu erhöhen. Dass sich an den Defiziten etwas Wesentliches verändern lasse, halte er für unwahrscheinlich. Alternativme
dizinisch könnte eine Neuraltherapie überlegt werden, welche bei neuropathisch anmutenden lokalen Beschwerden durchaus
ihre
Berechtigung habe (Urk. 7/262).
3.3
Am 3. März 2
017 wurde von Prof. Dr. med.
F._
, Facharzt FMH für
Nuklearmedizin und Radiologie, eine 3-Phasen Skelettszintigraphie und ein SPECT/CT des rechten Fusses durchgeführt. Dabei wurde eine
aspektmässig
aus
geprägt aktivierte sekundäre OSG-Arthrose
tibialseitig
/Übergang zum lateralen
Malleolus
OSG rechts festgestellt. Zudem deutliche Umbauzonen mit
Osteopenie
ca. 5 cm
oberhalb des OSG-Gelenkspalts laterale
Corticalis
der Tibia rechts ohne hier entzündliche Aktivität
(Diff
erentialdiagnose: geringe
Pseud
arthrosenbil
dung
). Es wurde auf eine auffallend verminderte Ein
flussphase/Frühphase im Be
reich
der unteren Extremität rechts im Vergleich zur Gegenseite, in der Spätphase aber symmetrisch insbesondere Kniegelenk/Hüftgelenke (Differentialdiagnose: Inaktivität/nicht belastet)
,
hingewiesen. Ferner würden noch
geringgradig
Um
bauzonen im Bereiche der Plattenosteosynthese medial und proximal Tibia rechts bestehen (Urk. 7/326).
3.4
Am 8. Juni 2017 wurde im
A._
eine klinisch-radiologische Verlaufskontrolle durchgeführt. Es habe sich am OSG rechts keine Rötung, keine Schwellung und keine Überwärmung gezeigt. Die Lappen seien vital, es bestünde keine
Druckdo
lenz
über den
ossären
Strukturen,
der
ROM Sprunggelenk
sei
deutlich schmerz
haft und eingeschränkt,
auch liege ein
axialer Stauchungsschmerz
vor
. Es hätten sich stationäre Verhältnisse gezeigt. Klinisch ergebe sich kein Hinweis auf ein erneutes Aufflammen der vormals beschriebenen Osteomyelitis (Urk. 7/335).
Anlässlich einer weiteren klinisch-radiologischen Verlaufskontrolle
am
A._
vom 12
. Dezember 2017 berichtet
e
der
Beschwerdeführer
, dass seine Beschwerden deutlich nachgelassen hätten. Allerdings habe er noch diskrete Schmerzen im Be
reich des rechten Sprunggelenks, weshalb er regelmässig
Dafalgan
und bei Bedarf auch
Mefenacid
einnehme. Es wurde keine Rötung, keine Überwärmung und keine Schwellung am rechten Unterschenkel festgestellt. Es bestehe eine
Druck
dolenz
im Bereich der
Tibiakante
sowie über dem Grosszehen-Grundgelenk. Die übrige Palpation sei unauffällig, kein axialer Stauchungsschmerz. Es sei von ei
nem regelrechten Heilungsverlauf auszugehen. Klinisch hätten sich keine Zeichen eines akuten, infektiösen Geschehens gezeigt. Mit den orthopädischen Massschu
hen, dem
Arthrodeseschuh
rechts und einer Gehhilfe links sei der
Beschwerde
führer
gut in der Lage, sich fortzubewegen. Klinisch bestehe kein Anhalt für eine Entzündung. Konventionell-radiologisch zeige sich das
Osteosynthesematerial
intakt und in situ
(Urk. 7/336).
3.5
I
n seiner kreisärztlichen Stellungnahme vom 7. Dezember 2018
hielt
Dr.
D._
fest
,
dass sich
in den seit der kreisärztlichen Untersuchung vom 21. Juni 2016 eingegangenen Berichten (klinische Untersuchungen und Bildgebung) keine neuen Befunde finden
würden
, die dem formulierten Zumutbarkeitsprofil wider
sprechen würden. Auch im Bericht des
A._
vom 10. Dezember 2016 werde eine Umschulung auf leichte körperliche Tätigkeiten empfohlen, das Zumutbarkeits
profil entspreche dem voll und ganz. Dass zunehmende
arthrotische
Veränderun
gen im OSG auftreten würden, ändere nichts an der Zumutbarkeit, da diese Funk
tionseinschränkung bereits berücksichtigt worden sei (Urk. 7/342).
4.
4.1
Die
Beschwerdegegnerin
stützte sich
in medizinischer Hinsicht
auf die Einschät
zung durch den Kreisarzt Dr.
D._
vom 21. Juni 201
6 (vgl. E. 3.1), wonach kör
perlich leichte, sitzende Tätigkeiten mit
der
Möglichkeit bedarfsweise die Position frei zu wählen mit nur ausnahmsweise gehend
en
und
stehenden Tätigkeiten
,
zu 100 % möglich seien.
4.2
Der kreisärztliche Untersuchungsbericht vom 21. Juni 2016 wurde von einem Facharzt für Chirurgie erstattet, beruht auf allseitigen Untersuchungen des
Be
schwerdeführer
s (Urk. 7/252 S. 5-7), berücksichtigt auch die von ihm geklagten Beschwerden (Urk. 7/252 S. 5), wurde in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) ab
gegeben (Urk. 7/252 S.
1-5), leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusam
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein und die Schlussfolgerungen des Experten wurden begründet (Urk. 7/252 S. 7-8). Damit erfüllt der kreisärztliche Untersuchungsbericht vom 21. Juni 2016 die formellen Voraussetzungen an eine beweiskräftige
Entscheidgrundlage
(vgl. E. 1.6).
Im Bestreben um eine vollständige medizinische Aktenlage forderte Dr.
D._
den Befund des MRI aus dem August 2012 an und initiierte eine neurologische Un
tersuchung (E. 3.1).
Mit Stellungnahme
vom 7. Dezember 2018 bestätigte
er
so
dann, dass seine Einschätzung vom 21. Juni 2016 auch unter Berücksichtigung der neuen medizinischen Akten
nach wie vor gültig sei (E. 3.5
).
4.3
Vorwegzunehmen ist, dass – sofern wie vorliegend keine Anzeichen für
eine
Pa
thologie im psychiatrischen Bereich
bestehen
– der Unfallversicherer nur für or
ganisch objektiv ausgewiesene Unfallfolgen einzustehen hat.
Die Rechtsprechung umschreibt den Begriff der organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolge wie folgt:
Objektivierbar sind Untersuchungsergebnisse, die reproduzierbar und von der Person des Untersuchenden und den Angaben des Patienten unabhängig sind. Von organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen kann somit erst dann ge
sprochen werden, wenn die erhobenen Befunde mit apparativen/bildgebenden Abklärungen bestätigt wurden und die hie
r
bei angewendeten Untersuchungsme
thoden wissenschaftlich anerkannt sind (
BGE 138 V 248 E. 5.1 mit Hinweisen
).
4.4
4.4.1
Der Beschwerdeführer erachtet die kreisärztliche Beurteilung
von Dr.
D._
als nicht beweiskräftig (E. 2.2).
4.4
.2
Dr.
D._
berücksichtigte bei der Definition des Belastungsprofils ausschliesslich die Verletzung am rechten Fuss beziehungsweise Unterschenkel (vgl. E. 3.1).
Da
hingegen erachtete der Beschwerdeführer verschiedene weitere Beschwerdekom
plexe als unfallkausal und damit im Rahmen der Zumutbarkeitsbeurteilung zu berücksichtigen: Er leide auch an der linken
Thoraxseite
an Schmerzen und Ge
fühlsstörungen, wo ihm Muskelgewebe entnommen worden sei. Zudem
würden
schmerzhafte Stellen an der Hüfte
bestehen
, wo Knochenmaterial entnommen worden sei
,
und
er leide an
Beschwerden aufgrund der andauernden Fehlbelas
tung, respektive des andauernden Stockgebrauchs (Urk. 1 S. 7).
Dr.
D._
waren die
vom
Beschwerdeführer
geäusserten
Beschwerden
an der lin
ken
Thoraxseite
und an der Hüfte bekannt (Urk. 7/252 S. 5-6).
In seiner im Rah
men des
Einspracheverfahrens
erstatteten Beurteilung vom 5. Dezember 2016 be
gründete er einlässlich und nachvollziehbar, weshalb die Beschwerden nicht in Zusammenhang zu der
Latiss
i
mus
dorsi
-Plastik stehen würden und deshalb keine Unfallkausalität bestehe (Urk. 7/303 S. 6). Auch die Einschätzung von Dr.
E._
vom 19. Juli 2016 (E. 3.2) vermag daran nichts zu ändern, zumal er die Schmerzen nur als «neuropathisch anmutend» bezeichnete.
Objektiviert werden konnte diesbezüglich lediglich eine
Tendinopathie
(Urk. 7/291
, Urk. 7/304, Urk. 7/305
), welche sich – ihrer degenerativen Natur wegen (
Urk. 7/303 S. 6
, Urk. 7/316 S. 6
, vgl. auch
Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch, 259. Aufl., S.
1640
) – gegen eine Unfallkausalität ausspricht.
Inwiefern sich aus den vom
Beschwerdeführer
präsentierten Beschwerden an der Hüfte eine im Be
lastungsprofil unberücksichtigte Einschränkung der Funktionalität ergeben soll (vgl. Urk. 1 S. 7), erhellt sich auch vor dem Hintergrund der anlässlich der Unter
suchung vom 21. Juni 2016 erhobenen uneingeschränkte
n
Beweglichkeit (Urk. 7/252 S. 6) nicht.
Der
Beschwerdeführer
bringt vor
,
an – kreisärztlich unberücksichtigten – Be
schwerden aufgrund der andauernden Fehlbelastung respektive des andauernden Stockgebrauchs zu leiden
(Urk. 1 S. 7)
. Seinen
beschwerdeweisen
Vorbringen lässt sich
jedoch
nicht entnehmen,
inwiefern er in diesem Zusammenhang eine im Belastungsprofil unberücksichtigte Einschränkung der Funktionalität als ge
geben
erachtet
.
Sodann hat sich Dr.
D._
ausführlich
mit der
Thematik
von funk
tionellen Auswirkungen einer allfälligen Fehlbelastung – entgegen dem Vorbrin
gen des
Beschwerdeführer
s auch durch Stockgebrauch –
befasst und
solche
nach
vollziehbar verneint (Urk. 7/303 S. 6).
Zudem ist darauf hinzuweisen, dass dem
Beschwerdeführer
b
ereits im Bericht des
A._
vom 7. Juli 2014 empfohlen
wurde
, die Unterarmgehstütze rechts abzutrainieren (Urk. 7/139). Danach wurde er von den Ärzten des
A._
wiederholt dazu
angehalten
, den Unterarmgehstock wegzu
lassen (Ur
k. 7/191, vgl. auch Urk. 7/218). Dass der
Beschwerdeführer
den Geh
stock trotz
fehlender medizinischer Indikation
weiterhin konstant
eingesetzt hat, würde sich
sodann
ohnehin
gegen eine Unfallkausalität
allfälliger
durch eine Fehlbelastung bewirkten Beschwerden aussprechen
.
Aus dem Gesagten ergibt sich, dass Dr.
D._
korrekterweise nur die Beschwerden am Unterschenkel beziehung
sweise am Fuss als unfallkausal respektive funktio
nell einschränkend berücksichtigte
.
4.
4.3
Folgt man den Ausführungen des
Beschwerdeführer
s, so wurde den belastungs
unabhängigen Dauerschmerzen
in der kreisärztlichen Beurteilung
ungerechtfer
tigterweise
keine
Rechnung getragen (Urk. 1 S. 3 ff.). Dr.
D._
berücksichtigte bei seiner Beurteilung die Angabe des
Beschwerdeführer
s, wonach er immer wie
der Schmerzen habe,
erachtete
aber ausschliesslich belastungsabhängige Schmer
zen
als einschränkend
(Urk. 7/252 S. 5 und S. 7).
Der
Beschwerdeführer
erachtet die geltend gemachten Dauerschmerzen als
an
hand der medizinischen Akten objektivierbar. Den Akten lassen sich verschiedene Berichte entnehmen, welche Dauerschmerzen des
Beschwerdeführer
s festhalten (
vgl.
E. 3.2,
Urk.
7/227, Urk. 7/242,
Urk. 7/321
). Die betreffenden Berichte geben aber lediglich die subjektive Schmerzsituation des
Beschwerdeführer
s wieder.
Der Einschätzung des Neurologen, Dr.
E._
, wonach Areale mit
Dysästhesien
und Schmerzen bestünden, welche neuropathisch anmuteten (vgl. E. 3.2)
,
kommt
k
ein
ab
schliessender
Charakter zu
und
fehlt es
an einer auf objektiven Befunden beruhenden Begründung, um gestützt darauf ein
somatisches
Korrelat für Dau
er
schmerzen annehmen zu können.
Auch die
Osteomyelitis
s
tellt kein objektives Korrelat für
Dauerschmerzen dar, zumal diese anerkanntermassen (vgl. Urk. 1 S. 4) ruhend ist und sich keine kon
kreten Hinweise für ein Aufflammen derselben ergeben haben
(vgl. E. 3.4)
.
Der
Möglichkeit einer Exazerbation (Urk. 1 S. 4)
fehlt es an Relevanz in Bezug auf die vorliegend zu beurteilende Schmerzsituation.
Der Beschwerdeführer führt die Dauerschmerzen auch auf eine sehr aktive Arth
rose im OSG zurück (Urk. 1 S. 5).
Dem
von ihm angerufenen
Bericht
zur
am 3. März 2017 durchgeführten 3-Phasen Skelettszintigraphie und SPECT/CT des rechten Fusses
lässt sich eine ausgeprägt aktivierte sekundäre OSG-Arthrose
tibi
alseitig
/Übergang zum lateralen
Malleo
lus
OSG rechts entnehmen (E. 3.3
).
Bereits im Bericht des
A._
vom 7. Juli 2014 wurde – basierend auf eine
r derzeit
aktuelle
n
Bildgebung – von einer ernsthaften posttraumatischen Arthrose im oberen Sprunggelenk berichtet (Urk. 7/139). Auf die posttraumatische OSG-Arthrose wurde sodann auch im Bericht des
A._
vom 14. Januar 2016 hingewiesen (Urk.
7/227)
.
Die beiden letzten
Berichte lagen Dr.
D._
bei seiner
kreisärztlichen Beurteilung vom 21. Juni 2016 vor (Urk. 7/252 S. 3-4), er berücksichtigte
die OSG-Arthrose
sodann auch bei der Schätzung der Integritätseinbusse (
Urk. 7/266 S. 3,
Urk. 7/303 S. 7).
Wie auch die vorberichtenden Ärzte führte Dr.
D._
die geäusserten Dauerschmerzen nicht auf die OSG-Arthrose zurück.
Entgegen der Behauptung des
Beschwerdeführer
s bezeichnete Prof.
Dr.
F._
die Arthrose in seinem Bericht vom 3. März 2017 nicht als Schmerzursache, sondern hielt diese lediglich als bildgebend a
usgewiesenen Befund fest (E. 3.3
).
Der
Telefonnotiz vom 30. Mai 2017
lässt sich
– losgelöst von
jeglicher medizinischen Begründung
– lediglich
entnehmen
, dass
PD Dr. med.
G._
, Facharzt FMH für Chirurgie
sowie für
Orthopädische Chirurgie
und Traumatologie des Bewegungs
apparates,
der Arthrose ursächliche Wirkung bezüglich der
generellen
Schmerzsymptomatik beimisst, jedoch nicht
, dass er diese
als Ursache für belas
tungs
un
abhängige Dauerschmerzen
erachtet
(Urk. 3/2).
Mit Blick auf die medizi
nische Aktenlage ist
damit nicht erstellt
, dass die
OSG-
Arthrose über die im Be
lastungsprofil berücksichtigten belastungsabhängigen Beschwerden
hinaus
zu weiteren funktionellen Einschränkungen führt
.
Soweit der
Beschwerdeführer
die Dauerschmerzen auf einen Umbauprozess in der traumatisierten Unterschenkelknochenzone zurückführt (Urk. 1 S. 6), ist ihm ent
gegenzuhalten, dass Dr.
D._
in seiner Beurteilung vom 21. Juni 2016 von einer progredienten Konsolidierung multipler
Spongiosafragmente
mit weiterhin beste
henden
Kortikalisunterbrüchen
und somit
ebenfalls von
keiner vollständigen knöchernen Konsolidation ausgegangen ist
(Urk. 7/252 S. 7, vgl. auch Urk. 7/266 S. 1
).
Auch bei vollständiger knöcherner Konsolidation werde keine
wesentliche Steigerung der Belastbarkeit des rechten Beines mehr möglich sein (Urk. 7/252 S. 8). Dass der lang andauernde Umbauprozess mit bis heute fehlender vollstän
dige
r
knöcherne
r
Konsolidierung – wie vom
Beschwerdeführer
behauptet (Urk. 1 S. 6) – eine Ursache der Dauerschmerzen darstellen soll,
findet keine Bestätigung in den
medizinischen
Akten
.
Die Ärzte wiesen verschiedentlich auf
eine Schwellung
beziehungsweise eine Schwellungsneigung
am OSG
hin
(vgl.
Urk. 7/163 S. 4,
Urk. 7/242 S. 3,
Urk. 7/308 S. 2)
. Anlässlich der Konsultationen
am
A._
vom 1. Dezember 2016 und vom 9. Juni 2017 wurden
jedoch
keine Rötung, keine Schwellung und keine Überwärmung des rechten OSG festgestellt (Urk. 7/306, Urk. 7/335).
Entgegen de
m
Vorbringen
des
Beschwerdeführer
s (Urk. 1 S. 6) besteht sodann auch kein Anhalt zur Annahme, dass langes Sitzen eine Schwellung beziehungsweise eine Durchblutungsstörung begünstigen würde.
S
o wurde im Austrittsbericht der Rehaklinik
B._
vom 24. November 2014
zwar eine Schwell
ungs
neigung fest
gehalten, zur Schonung des rechten Unterschenkels aber explizit eine ausschlies
send sitzende Tätigkeit empfohlen (Urk. 7/163 S. 3). Auch im Bericht des
A._
vom 24. Mai 201
6
wurde – trotz festgestellter
leichtgradiger Schwellung –
eine Arbeitstätigkeit in sitzender Position mit leichter, wechselnder körperlicher Be
lastung in einem niedrigen Arbeitspensum als theoretisch möglich bezeichnet (Urk. 7/242 S. 3).
Damit besteht nur schon keine Grundlage zur Annahme, dass das kreisärztliche Belastungsprofil mit einer mehrheitlich sitzenden Tätigkeit die Entstehung einer Schwellung begünstigt. Fer
ner ist nicht belegt, inwiefern
gele
gentlich auftretende Schwellungen und
allfällige
damit zusammenhängende Durchblutungsstörungen für Dauerschmerzen verantwortlich sein sollen
, zumal keiner der berichtenden Ärzte die Schwellung oder Durchblutungsstörungen als Schmerzursache n
annte
.
Ferner ist darauf hinzuweisen, dass der
Beschwerdeführer
gegenüber
Dr.
G._
am 8. Dezember 2016 ausschliesslich belastungs- und bewegungsabhän
gige Schmerzen
schilderte
(Urk. 7/308). Im Bericht des
A._
vom
10. Dezember 2016
ist
nur
von belastungsabhängigen Schmerzen
die Rede
(Urk. 7/306).
Auch i
m Bericht des
A._
vom 9. Juni 2017
werden
ausschliesslich belastungsa
bhän
gige
Beschwerden
erwähnt
, derentwegen auch die tägliche Einnahme von Anal
getika erfolge (Urk. 7/335). Anlässlic
h der Untersuchung am
A._
vom 12
. De
zember 2017 berichtete der
Beschwerdeführer
gar
von einem deutlichen Nachlassen der Beschwerden, und nur noch von diskreten Schmerzen im rechten Sprungge
lenk (
Urk.
7/336
).
Aus dem Gesagten ergibt sich, dass
d
ie diesbezüglichen Einwände des
Beschwer
deführer
s keine Zweifel an der kreisärztlichen Beurteilung zu erwecken
vermö
gen
.
4.5
Der Beschwerdeführer
stützt sich zur Begründung seines Standpunkts, wonach ihm keine oder nur noch eine zeitlich stark reduzierte Leistungsfähigkeit zuzu
muten sei, auf den Bericht des
A._
vom 24. Mai 2016 (Urk. 7/242), das Schreiben von
Dr. med.
H._
, Facharzt FMH für
Nephrologie und für Allgemeine
Innere Medizin,
vom 29. Juni 2016 (Urk. 3/3) sowie auf
den
Bericht
zur
Poten
z
ialabklärung
der
C._
vom
8. Juli 2015
(
Urk. 7/214
S. 4-7
;
Urk. 1 S. 8).
Der Einschätzung des
A._
sowie dem Schreiben von
Dr.
H._
sind keine objektiven Befunde
zu entnehmen
, welche im Rahmen der kreisärztlichen Beurteilung unbe
rücksichtigt blieben.
Ferner lassen die beiden Einschätzungen eine medizinisch nachvollziehbare Begründung vermissen und es lässt sich daraus nicht erschlies
sen, weshalb auch in einer angepassten leichten Tätigkeit funktionelle Einschrän
kungen bestehen
sollten
.
Daneben darf der Erfahrungstatsache
Rechnung getra
gen werden,
wonach
behandelnd
e
Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftrags
rechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientin
nen und Patienten aussagen (BGE 135 V 4
65 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc), womit
sich
die
betreffenden Einschätzungen
insgesamt als nicht geeignet erweisen,
die kreisärztliche Beurteilung von Dr.
D._
in Zweifel zu ziehen.
Auch der
Bericht
zur Potenz
ialabklärung vom
8. Juli 2015
(Urk.
7/214
S. 4-7
)
vermag
die Beurteilung von Dr.
D._
nicht in Zweifel zu ziehen. Denn nach der Rechtsprechung ist die Frage nach den noch zumutbaren Tätigkeiten und Arbeitsleistungen nach Massgabe der objektiv feststellbaren Gesundheits
schädigung in erster Linie durch die Ärzte und nicht durch die Eingliederungs
fachleute auf der Grundlage der von ihnen erhobenen, subjektiven Arbeitsleis
tung zu beantworten (Urteil des Bundesgerichts 8C_802/2017 vom 21. Februar 2018 E. 5.1.1 mit Hinweisen).
Zudem konnte die Arbeitsleistung des Beschwerde
führers aufgrund der verkürzten Dauer der beruflichen Massnahme bei frühzeiti
gem Abbruch nicht abschliessend eingeschätzt werden (
Urk.
7/214 S. 7), zumal die Einschätzung der Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers im Bericht der
C._
vom
8.
Juli 2015 in zeitlicher Hinsicht für die Beurteilung im Zeitpunkt der Rentenprüfung per
1.
Oktober 2016 ohnehin nur bedingt Bedeutung beizumessen wäre.
4.6
Zusammengefasst vermögen weder die Einwände des
Beschwerdeführer
s
noch die sonstigen medizinischen Unterlagen den kreisärztlichen Untersuchungsbericht vom 21.
Juni 2016 in Zweifel zu ziehen. Auch drängen sich aufgrund der abwei
chenden Einschätzung der Restarbeitsfähigkeit des Regionalen Ärztlichen Diens
tes der IV-Stelle, welche Grundlage der Invaliditätsschätzung letzterer bildete (vgl.
Urk.
7/330 S. 3), keine weiterführenden Abklärungen auf
, besteht doch im gegenseitigen Verhältnis zwischen Invaliden- und Unfallversicherung keine Bin
dungswirkung der Invaliditätsschätzung des einen Versicherers für den jeweils anderen Sozialversicherungszweig (BGE 133 V 549 E. 6.1
). Zudem lässt das von der IV-Stelle definierte Anforderungsprofil mit unter anderem Einschränkungen hinsichtlich Arbeiten über Kopf darauf schliessen, dass darin auch nicht unfall
kausale Beschwerden Berücksichtigung fanden. Bezeichnenderweise liess denn auch der Beschwerdefü
hrer hierzu nichts vorbringen.
Damit ist auf die betref
fende Beurteilung von Dr.
D._
abzustellen und
mit Bezug auf den unfallbe
dingten Gesundheitsschaden
von einer uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit des
Beschwerdeführer
s in einer körperlich leichten, sitzenden Tätigkeiten mit der Möglichkeit bedarfsweise die Position frei zu wähl
en mit nur ausnahmsweise ge
henden
und
stehenden Tätigkeiten
ab Ende September 2016
auszugehen (vgl. E. 3.1)
.
5.
5.1
Die erwerblichen Auswirkungen der eingeschränkten Arbeitsfähigkeit sind an
hand eines Einkommensvergleichs zu
bestimmen
(E. 1.4).
5.2
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validen
einkommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein
lichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung an
gepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnah
men müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt s
ein (BGE 139 V 28 E. 3.3.2, 135 V 58 E. 3.1,
134 V 322 E. 4.1).
Die
Beschwerdegegnerin
stützte sich für die Berechnung des
Valideneinkommen
s
auf die Angaben der früheren Arbeitgeberin
nen
und ging für das Jahr 2016 von einem
Einkommen von
insgesamt
Fr. 97'408.-- aus (Urk. 2 S. 14, Urk. 7/256 S. 2, Urk. 7/267). Dieses Vorgehen ist nicht zu beanstanden und wurde denn auch vom
Beschwerdeführer
nicht bestritten (vgl. Urk. 1 S. 11).
5.3
Für die Festsetzung des trotz Gesundheitsschädigung
zumutbarerweise
noch rea
lisierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) ist nach der Rechtsprechung pri
mär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versi
cherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstä
tigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbliebene Arbeitsfähigkeit in zumut
barer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Ar
beitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tat
sächlich erzielte Verdienst als Invalide
nlohn (BGE 139 V 592 E. 2.3;
135 V 297 E.
5.2; 129 V 472 E. 4.2.1; 126 V 75 E. 3b/aa).
Der
Beschwerdeführer
geht derzeit keiner Erwerbstätigkeit mehr nach. Dass die
Beschwerdegegnerin
zur Ermittlung des hypothetischen Invalideneinkommens
zu Recht
auf
Stellenprofile der Dokumentation der Arbeitsplätze
(DAP) abstellte
,
blieb von Seiten des
Beschwerdeführer
s dem Grundsatz nach unbestritten (Urk. 1 S.
9-11)
und steht
im Einklang mit der Rechtsprechung (
BGE 129 V 472 E. 4;
Urteil des Bundesgerichts 8C_800/2017 vom 21. Juni 2018 E. 4.1 mit Hinweisen).
Die Einwände des
Beschwerdeführer
s
gegen
die
konkrete
n
DAP-Stellenprofile (Urk. 1 S. 9-10)
lassen unberücksichtigt, dass
ihm
eine angepasste Tätigkeit ge
mäss dem kreisärztlichen Belastungsprofil vollumfä
nglich zumutbar ist (vgl. E. 4.6
). Nicht zu hören ist folglich sein Vorbringen, wonach bei einigen der aus
gewählten Stellenprofile keine Teilzeitarbeit möglich sei. Entgegen seiner An
nahme bilden weder das Erfordernis von Entlastungspausen noch die Möglich
keit, den Fuss hochlagern zu können, Bestandteile des medizinischen
Belastungs
profils.
Auch spricht sich
dieses
nicht gegen die Zumutbarkeit aus, kurze Geh
strecken ohne Hilfsmittel zurückzulegen und selten leichte Gegenstände von 5-10 kg bis Lendenhöhe zu tragen
(E. 4.6
)
. Inwiefern es dem
Beschwerdeführer
ohne Weiterbildung nicht möglich sein soll,
die bei DAP-Nr.
3512 vorausgesetzte «Leichte PC-Arbeit zum Eingeben der Daten» (Urk. 7/269 S. 25) auszuüben,
ist
unklar
.
Mit einer
Anlehre
ist eine in der Regel kurz dauernde Einarbeitung in den neuen Arbeitsbereich gemeint, womit entgegen den Ausführungen
des
Beschwer
deführers
sichergestellt ist, dass in den ausgewählten DAP-Stellenprofilen keine Stellen enthalten sind, welche eine höhere berufliche Qualifikation beziehungs
weise eine Umschulung erfordern (Urteil des Bundesgerichts 8C_215/2015 vom 17. November 2015 E. 4.7.2).
Somit erweisen sich die Einwände
des
Beschwerdeführers
gegen die
von der
Be
schwerdegegnerin
ausgewählten DAP-Stellenprofile
als nicht stichhaltig. Auch die übrigen formellen Anforder
ungen betreffend
die Verwendung der DAP (BGE 139 V 592 E. 6) sind erfüllt. Da das von der
Beschwerdegegnerin
eingesetzte
Va
lideneinkommen
ebenfalls nicht zu beanstanden ist
(
E. 5.2)
, ist die Invaliditäts
bemessung insgesamt zutreffend, das heisst es besteht ein
Anspruch auf eine Rente für einen
Invaliditätsgrad von 31 % (Urk. 2 S. 15).
Diesbezüglich ist die Beschwerde abzuweisen.
Anzumerken ist, dass die Rente aufgrund der ab
1.
April 2014 zugesprochenen Rente der Invalidenversicherung (
Urk.
7/330) als Komple
mentärrente gemäss
Art.
20
Abs.
2 UVG auszurichten ist.
6.
Hinsichtlich der Integritätsentschädigung bleibt festzuhalten, dass gestützt auf die in allen Teilen nachvollziehbare Beurteilung von Dr.
D._
vom 28. Juli 2016 (Urk. 7/266) eine radiologisch nachweisbare
OSG-Arthrose besteht und der
Be
schwerdeführer
durch belastungsabhängige Schmerzen
funktionell
beeinträchtigt
ist
. Dr.
D._
stützte sich bei seiner Schätzung direkt auf den Anhang 3 der UVV (Art. 36 Abs. 2 UVG) und orientierte sich an dem darin mit einer Integritätsein
busse von 50 % bemessenen Verlust eines Beines oberhalb des Kniegelenks.
Er
erachtete den
Beschwerdeführer
als im Quervergleich dazu deutlich
bessergestellt
,
da
er nach wie vor auf beiden Beinen stehen und mit beiden Beinen gehen könne, weshalb er den Integritätsschaden auf die Hälfte einer kompletten Amputation schätzte (Urk. 7/266 S. 2
, Urk. 7/303 S. 7)
.
Die von Dr.
D._
abgegebene Schät
zung des Integritätsschadens wurde, soweit ersichtlich, von keiner medizinischen Fachperson angezweifelt, womit auch keine Zweifel an der Zuverlässigkeit der
Schätzung bestehen (Urteil des Bundesgerichts 8C_541/2012 vom 31. Oktober 2013 E. 4.1 und 4.2).
Ein Vergleich mit der Suva-Tabelle 5 (Integritätsschaden bei Arthrosen), welche bei schweren OSG-Arthrosen einen Schaden von 15-30
%
postuliert, bestätigt die Einschätzung von
Dr.
D._
denn auch. Soweit der Be
schwerdeführer dagegen vorbringt, seine Dauerschmerzen seien von
Dr.
D._
nicht berücksichtigt worden (
Urk.
1 S. 11), ist er auf E. 4.4.3 zu verweisen. Was die beschränkte Belastbarkeit des rechten Beines aufgrund der nicht vollständigen Konsolidierung des Knochens anbelangt (
Urk.
1 S. 11) und die angeblich bleiben
den unfallkausalen Einschränkungen im Bereich Hüfte und Rücken gilt
das unter E. 4.4.2 Erwogene. In Bezug auf die Fehlstellung des Fusses mit einem Spitzfuss von 10 % (
Urk.
1 S. 11) ist zu berücksichtigen, dass die Suva-Tabelle 2 (Integri
tätsschaden bei Funktionsstörungen an den unteren Extremitäten) einen Schaden bei einem Spitzfuss nur im Falle der Steifheit des Sprunggelenkes und des Mit
telfusses vorsieht.
Damit ist nicht zu beanstanden, dass die
Beschwerdegegnerin
dem
Beschwerdeführer
eine Integritätsentschädigung für eine Integritätseinbusse von 25 % zugesprochen hat.
7.
Demzufolge ist die Beschwerde vollumfänglich abzuweisen.