Decision ID: 61f2fae7-25bd-5487-8761-f65688cdcba3
Year: 2018
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ bezog seit längerem eine Ergänzungsleistung (EL) zu seiner ganzen IV-
Rente. Diese Ergänzungsleistung beruhte ab dem 1. Januar 2015 auf einer
Anspruchsberechnung für den Versicherten und für seine Ehefrau. Sie belief sich mit
der direkt an den Krankenversicherer auszubezahlenden Prämienpauschale auf Fr.
2'525.-- (act. G 4.2/48). Am 16. März 2015 erfuhr die EL-Durchführungsstelle, dass die
Ehefrau des Beschwerdeführers am 3. März 2015 nach C._ gezogen war (act. G
4.1/42). Daraufhin erliess sie am 18. März 2015 eine Verfügung, mit welcher sie die
laufende Ergänzungsleistung ab dem 1. April 2015 dahingehend anpasste, dass sie die
Ehefrau aus der Berechnung nahm. Als alleinstehende Person hatte der Versicherte ab
dem 1. April 2015 einen Anspruch auf eine monatliche Ergänzungsleistung von Fr.
1'320.-- (act. G 4.1/40).
A.b Im Fragebogen zur periodischen Überprüfung der Ergänzungsleistung gab der
Versicherte am 15. November 2015 an, er lebe mit seiner neuen Lebensgefährtin und
bald auch mit seinem Kind in einem Haushalt; er bezahle wie bisher einen Mietzins in
Höhe von Fr. 1'000.-- (act. G 4.1/33). Seine Lebensgefährtin gebar im November 2015
die gemeinsame Tochter D._ (act. G 4.1/32). Am 11. Dezember 2015 sprach die IV-
Stelle dem Versicherten mit Wirkung ab dem 1. November 2015 eine ausserordentliche
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Kinderrente von monatlich Fr. 627.-- zu (act. G 4.1/29). Am 21. Dezember 2015 setzte
die EL-Durchführungsstelle den EL-Anspruch des Versicherten ab dem 1. Januar 2016
auf monatlich Fr. 1'335.-- fest, wobei sie den Versicherten nach wie vor als
alleinstehend betrachtete (act. G 4.1/28). Bereits am 7. Dezember 2015 hatte sie den
Versicherten aber gebeten, ihr den Unterhaltsvertrag für die Tochter D._ zuzustellen
(act. G 4.1/30). Der Versicherte teilte der zuständigen AHV-Zweigstelle im Dezember
2015 mit, er und seine Lebensgefährtin hätten das gemeinsame Sorgerecht sowie eine
gemeinsame Wohnung, weshalb er für den Unterhalt seiner Tochter aufkommen werde
(act. G 4.1/24 S. 4). Am 3. Februar 2016 informierte der Versicherte die EL-
Durchführungsstelle darüber, dass er mit seiner Lebensgefährtin und der gemeinsamen
Tochter "per Ende März 2016" umziehen werde (act. G 4.1/23 S. 4). Dem ab dem 1.
April 2016 gültigen Mietvertrag war zu entnehmen, dass sich der Bruttomietzins (ohne
Radio/TV-Gebühren) auf monatlich Fr. 1'350.-- belief (act. G 4.1/23 S. 2). Gemäss dem
Ausländerausweis war die Lebensgefährtin des Versicherten am 8. April 2015 in die
Schweiz eingereist (act. G 4.1/21 S. 5).
A.c Die EL-Durchführungsstelle nahm eine rückwirkende Neuberechnung der
Ergänzungsleistung vor, die mit dem 1. April 2015 einsetzte (act. G 4.1/15). Dabei
qualifizierte die EL-Durchführungsstelle den Versicherten immer noch als alleinstehend,
berücksichtigte aber als Folge des Zusammenzugs mit der neuen Lebensgefährtin im
April 2015 nur noch die Hälfte des Mietzinses. Somit resultierte ab April 2015 ein
monatlicher EL-Anspruch von Fr. 820.--. Weil der Versicherte ab dem 1. November
2015 für seine Tochter D._ eine Kinderrente der IV erhielt, bezog die EL-
Durchführungsstelle D._ ab diesem Zeitpunkt in die Anspruchsberechnung ein. Auf
der Ausgabenseite berücksichtigte sie deshalb neu eine Prämienpauschale
Krankenversicherung für ein Kind und einen Lebensbedarf für eine alleinstehende
Person mit einem Kind. Ausserdem reduzierte sie den Mietzins nur noch um 1/3, da sie
davon ausging, dass seit November 2015 drei Personen im gleichen Haushalt wohnten,
von denen aber nur zwei in die Anspruchsberechnung einzubeziehen waren. Auf der
Einnahmenseite rechnete sie die Kinderrente von D._ an und sie erhöhte den
Freibetrag für das anrechenbare Erwerbseinkommen (act. G 4.1/14). Die
Anspruchsberechnung ab dem 1. Januar 2016, die ursprünglich in einer reinen
Betragsanpassung der Prämienpauschale für die Krankenversicherung bestanden hatte
(act. G 4.1/26), wurde nun aufgrund der Tochter des Beschwerdeführers in Bezug auf
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die im November 2015 angepassten Berechnungspositionen korrigiert (act. G 4.1/13 S.
2). Der monatliche EL-Anspruch betrug dadurch ab dem 1. Januar 2016 nur noch Fr.
1'330.--. Ab dem 1. April 2016 trug die EL-Durchführungsstelle dann auch der mit dem
Wohnungswechsel verbundenen Mietzinserhöhung auf Fr. 16'200.-- Rechnung (act. G
4.1/12). Da die Lebensgefährtin nicht in die Anspruchsberechnung einzubeziehen war,
belief sich der abzugsfähige Mietzins auf Fr. 10'800.--. Der monatliche EL-Anspruch
stieg somit ab dem 1. April 2016 auf Fr. 1'564.--. Diese Neuberechnung ergab, dass
der Versicherte von April 2015 bis Oktober 2015 monatlich Fr. 500.-- und von
November 2015 bis März 2016 monatlich Fr. 93.-- zu viel bezogen hatte. Der
unrechtmässige Bezug belief sich insgesamt auf Fr. 3'965.--. Von April 2016 bis Juni
2016 waren dem Versicherten aufgrund der verspäteten Berücksichtigung des höheren
Mietzinses monatlich Fr. 141.-- zu wenig ausgerichtet worden. Daraus resultierte eine
Nachzahlung von Fr. 423.-- (act. G 4.1/16 S. 2). Die EL-Durchführungsstelle
verrechnete diese Nachzahlung mit der Rückforderung und forderte dementsprechend
Fr. 3'542.-- zurück. Die entsprechende Verfügung erging am 23. Juni 2016 (act. G
4.1/16).
A.d Gegen diese Verfügung liess der Versicherte am 12. Juli 2016 bzw. am 28. Juli
2016 eine Einsprache erheben und geltend machen, seine Lebensgefährtin habe weder
während der Schwangerschaft noch seit der Geburt der Tochter arbeiten können,
weshalb sie sich nie einen jährlichen Anteil am Mietzins in Höhe von Fr. 4'000.-- (bzw.
Fr. 5'400.--) habe leisten können. Die Wohnung koste, unabhängig davon ob er alleine
oder mit seiner Lebensgefährtin und seiner Tochter darin wohne, gleichviel. Ausserdem
sei nicht nachvollziehbar, weshalb die Nachzahlung für die Monate November und
Dezember 2015 erst jetzt erfolge und wie er, am Existenzminimum lebend, die
Rückforderung begleichen solle. Ihm stünde vielmehr eine höhere monatliche
Ergänzungsleistung zu (act. G 4.1/7, 11). Mit einem Einspracheentscheid vom 21.
Oktober 2016 wies die EL-Durchführungsstelle die Einsprache des Versicherten ab. Zur
Begründung führte sie aus, dass die Tochter ab November 2015 in die
Anspruchsberechnung einzubeziehen gewesen sei, die nicht mit dem Versicherten
verheiratete Kindesmutter hingegen nicht. Deshalb habe der Mietzins um den
Mietzinsanteil der Lebensgefährtin des Versicherten, nach dem Grundsatz einer
Mietzinsaufteilung nach Köpfen auf einen Drittel des Gesamtmietzinses, reduziert
werden müssen. Dass die Lebensgefährtin finanziell nichts zur Miete beitragen könne,
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dürfe nicht berücksichtigt werden, weil es mit dem Zweck der EL als persönliche
Bedarfsleistung nicht zu vereinbaren wäre, wenn der nicht in die Anspruchsberechnung
einbezogenen Lebensgefährtin indirekt über die EL und damit zu Lasten der
Steuerzahler das unentgeltliche Wohnen in der gemeinsamen Wohnung finanziert
würde. Auch eine indirekte Abgeltung von Betreuungsleistungen der Lebensgefährtin
gegenüber der gemeinsamen Tochter über die Nichtanrechnung eines Mietzinsanteils
sei unzulässig. Somit seien die formell rechtskräftigen Verfügungen vom 18. März 2015
und vom 21. Dezember 2015 in Bezug auf den ab April 2015 angerechneten Mietzins
sowie hinsichtlich des ab November 2015 unterlassenen Einbezugs der Tochter D._
in die Anspruchsberechnung im wiedererwägungsrechtlichen Sinn zweifellos unrichtig
(act. G 4.1/2).
B.
B.a Am 16. November 2016 liess der Versicherte (nachfolgend Beschwerdeführer)
gegen den Einspracheentscheid vom 21. Oktober 2016 eine Beschwerde erheben.
Darin liess er sinngemäss die Aufhebung des Einspracheentscheides beantragen. Zur
Begründung liess er ausführen, seine Lebensgefährtin könne keine Arbeit finden, da sie
keine Ausbildung habe und da das Geld nicht für eine Betreuung der Tochter in einer
Kinderkrippe reiche. Deshalb könne er die Rückforderung unmöglich begleichen (act. G
1).
B.b Die EL-Durchführungsstelle (nachfolgend Beschwerdegegnerin) beantragte am 30.
November 2016 die Abweisung der Beschwerde. Sie verwies zur Begründung auf die
Erwägungen im Einspracheentscheid (act. G 4).
B.c Am 16. Oktober 2017 wies das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen den
Beschwerdeführer darauf hin, dass das Gericht möglicherweise keine
Mietzinsaufteilung nach Köpfen vornehmen und deshalb im Ergebnis einen niedrigeren
Mietzinsanteil für die Tochter des Beschwerdeführers berücksichtigen werde, was zu
einer Verminderung des EL-Anspruchs und zu einer Erhöhung der Rückforderung
führen könnte (act. G 8).
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B.d Der Beschwerdeführer liess zu dieser reformatio in peius-Androhung am 2. und
am 22. November 2017 dahingehend Stellung nehmen, dass der Umzug vor eineinhalb
Jahren nötig gewesen sei, damit sich seine Tochter gut entwickeln könne. Er bezahle
den Grossteil des Mietzinses, weil die Kindesmutter rund um die Uhr für die
gemeinsame Tochter da sei und deshalb nicht arbeiten könne. Sie lebten am
Existenzminimum und eine Kürzung der EL wäre verheerend (act. G 9, 11).

Erwägungen
1.
1.1 Mit der Verfügung vom 23. Juni 2016 bzw. dem Einspracheentscheid vom 21.
Oktober 2016 hat die Beschwerdegegnerin die seit dem 1. April 2015 unrechtmässig
bezogenen Ergänzungsleistungen in Höhe von Fr. 3'965.-- zurückgefordert und für
April bis Juni 2016 eine Nachzahlung von Ergänzungsleistungen in Höhe von Fr. 423.--
angeordnet (act. G 4.1/6, 18). Die vom 1. April 2015 bis 30. Juni 2016 ausgerichteten
Ergänzungsleistungen haben sich auf die formell rechtskräftigen Verfügungen vom 18.
März 2015, vom 11. Dezember 2015 und vom 21. Dezember 2015 gestützt. Sie haben
folglich nicht ohne Weiteres zurückgefordert werden können, da dem die verbindlichen
Leistungszusprachen in den genannten Verfügungen entgegengestanden haben. Die
von der Beschwerdegegnerin verfügte Rückforderung und Nachzahlung hat deshalb
die vorgängige rückwirkende Korrektur dieser Verfügungen vorausgesetzt. Im
angefochtenen Einspracheentscheid vom 21. Oktober 2016 hat die
Beschwerdegegnerin denn auch erklärt, die Verfügungen vom 18. März 2015 und vom
21. Dezember 2015 seien im wiedererwägungsrechtlichen Sinn zweifellos unrichtig
gewesen.
1.2 Gemäss Art. 53 Abs. 2 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts (SR 830.1; ATSG) kann der Versicherungsträger auf formell
rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese
zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Die
Beschwerdegegnerin hat im Rahmen der periodischen Überprüfung der
Ergänzungsleistung erfahren, dass die Lebensgefährtin des Beschwerdeführers seit
dem 8. April 2015 in der Schweiz bzw. beim Beschwerdeführer lebte (act. G 4.1/21,
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33). Sachverhaltsveränderungen, die im Laufe eines Kalendermonats erfolgen, werden
praxisgemäss erst ab dem Folgemonat revisionsrechtlich berücksichtigt (vgl. Art. 17
Abs. 2 ATSG i.V.m. Art. 25 der Verordnung über die Ergänzungsleistungen zur Alters-,
Hinterlassenen- und Invalidenversicherung [SR 831.301; ELV]). Weil die
Lebensgefährtin gemäss ihrem Ausländerausweis erst am 8. April 2015 in die Schweiz
eingereist ist, ist die massgebliche Sachverhaltsveränderung also nach dem 1. April
2015 eingetreten. Somit hätte die Beschwerdegegnerin die entsprechende
Mietzinsaufteilung erst ab Mai 2015 vornehmen dürfen. Die Wiedererwägung der
Verfügung vom 18. März 2015 per 1. April 2015 ist somit unrechtmässig gewesen und
deshalb aufzuheben. Stattdessen hätte die Beschwerdegegnerin eine rückwirkende
Revision per 1. Mai 2015 vornehmen müssen. Allerdings stellt sich die Frage, ob eine
solche revisionsweise Herabsetzung der Ergänzungsleistung zulässig gewesen ist.
1.3 Gemäss Art. 17 Abs. 2 ATSG kann eine formell rechtskräftig zugesprochene
Dauerleistung erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben werden, wenn sich der ihr zu
Grunde liegende Sachverhalt nachträglich erheblich verändert hat. Eine Änderung der
jährlichen Ergänzungsleistung kann nach Art. 25 Abs. 1 lit. c ELV beim Eintritt einer
voraussichtlich längere Zeit dauernden Verminderung oder Erhöhung der vom
Bundesgesetz über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und
Invalidenversicherung (SR 831.30; ELG) anerkannten Ausgaben und anrechenbaren
Einnahmen erfolgen. Die neue Verfügung hat dabei spätestens ab dem Beginn des
Monats zu wirken, der auf sie folgt, wobei bei einer Verletzung der Meldepflicht eine
rückwirkende Revision vorbehalten bleibt (Art. 25 Abs. 2 lit. c ELV).
1.3.1 Zunächst ist zu prüfen, ob sich der zugrunde liegende Sachverhalt im
konkreten Fall nachträglich verändert hat. Die jährliche Ergänzungsleistung entspricht
dem Betrag, um den die anerkannten Ausgaben die anrechenbaren Einnahmen
übersteigen (Art. 9 Abs. 1 ELG). Wird eine Wohnung auch von Personen bewohnt, die
nicht in die EL-Berechnung eingeschlossen sind, ist der Mietzins auf die einzelnen
Personen aufzuteilen, wobei die Mietzinsanteile der Personen, die nicht in die EL-
Berechnung eingeschlossen sind, bei der Berechnung der jährlichen
Ergänzungsleistungen ausser Betracht gelassen werden (vgl. Art. 16 ELV). Die neue
Lebensgefährtin des Beschwerdeführers lebt offenbar seit dem 8. April 2015 in dessen
Wohnung (vgl. act. G 4.1/21 und E 1.2). Da sie nicht mit dem Beschwerdeführer
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verheiratet gewesen ist, hat sie nicht in die EL-Berechnung einbezogen werden dürfen.
Der Zweck des Art. 16c ELV besteht nämlich darin, die effektiven Wohnkosten der
nicht in die Anspruchsberechnung einbezogenen Personen, die unentgeltlich in
derselben Wohnung wie der EL-Bezüger leben, auszuscheiden, damit die
Ergänzungsleistungen nicht auch für Mietanteile von Personen aufkommen müssen,
welche nicht in die EL-Berechnung eingeschlossen sind (RALPH JÖHL,
Ergänzungsleistungen zur AHV/IV, in: Schweizerisches Sozialversicherungsrecht, Band
XIV Soziale Sicherheit, 3. Aufl. 2016, Rz 69). Deshalb ist eine Mietzinsaufteilung
unabhängig davon, ob die Lebensgefährtin des Beschwerdeführers finanziell etwas zur
Miete hat beitragen können, vorzunehmen. Insbesondere ist es irrelevant, ob die
Lebensgefährtin des Beschwerdeführers mit der Betreuung der gemeinsamen Tochter
betraut und deshalb nicht in der Lage gewesen ist, ein Einkommen zu erzielen. Auch
eine indirekte Abgeltung von durch nicht in die EL-Berechnung einbezogenen Personen
erbrachten Betreuungsleistungen durch die Übernahme der Wohnkosten dieser
Personen ist nicht zulässig. Ab dem auf den Einzug der Lebensgefährtin folgenden
Monat (Mai 2015) hat daher eine Mietzinsaufteilung vorgenommen werden müssen.
Weil eine solche in der Regel nach Köpfen vorzunehmen und davon auszugehen ist,
dass zwei in einer Beziehung lebende Personen wie der Beschwerdeführer und seine
Lebensgefährtin eine Wohnung gleich intensiv nutzen und untereinander aufteilen, hat
die Beschwerdegegnerin grundsätzlich zu Recht nur noch den hälftigen Mietzins als
Ausgabe in der Anspruchsberechnung berücksichtigt.
1.3.2 Weiter stellt sich die Frage, ob die Ergänzungsleistung tatsächlich rückwirkend
(per Mai 2015) hat herabgesetzt werden dürfen. Gemäss Art. 25 Abs. 2 lit. c ELV ist
eine rückwirkende Revision nämlich nur beim Vorliegen einer Meldepflichtverletzung
möglich. Eine solche liegt vor, wenn ein EL-Bezüger der kantonalen
Durchführungsstelle von einer Änderung der persönlichen und von einer ins Gewicht
fallenden Änderung der wirtschaftlichen Verhältnisse nicht unverzüglich Mitteilung
gemacht hat (vgl. Art. 24 ELV). Da der Beschwerdeführer der Beschwerdegegnerin erst
im Rahmen der periodischen Überprüfung der Ergänzungsleistung im November 2015
mitgeteilt hat, dass seine neue Lebensgefährtin seit dem 8. April 2015 bei ihm lebe (act.
G 4.1/21, 33), hat er für die Zeit von Mai bis November 2015 seine Pflicht verletzt, diese
Änderung unverzüglich zu melden, so dass die Herabsetzung rückwirkend hat erfolgen
müssen. Insgesamt ist der EL-Anspruch des Beschwerdeführers also gestützt auf Art.
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17 Abs. 2 ATSG i.V.m. Art. 25 Abs. 1 lit. c ELV und gemäss den vorliegenden Akten
rückwirkend ab dem 1. Mai 2015 anzupassen, indem nur noch der hälftige Mietzins als
Ausgabe in der EL-Berechnung zu berücksichtigen ist.
2.
2.1 Mit der angefochtenen Verfügung vom 23. Juni 2016 hat die Beschwerdegegnerin
ausserdem die Ergänzungsleistung ab dem 1. November 2015 angepasst, weil die
Tochter des Beschwerdeführers im November 2015 auf die Welt gekommen ist.
Gemäss Art. 25 Abs. 2 lit. a ELV sind die jährlichen Ergänzungsleistungen bei
Veränderungen der Personengemeinschaft ohne einen Einfluss auf die Rente auf den
Beginn des der Veränderung folgenden Monats und bei Veränderungen der
Personengemeinschaft mit einem Einfluss auf die Rente auf den Beginn des neuen
Rentenanspruchs anzupassen. Weil in Bezug auf die Anpassung der
Anspruchsberechnung also nicht die Geburt des Kindes selbst, sondern die damit
verbundene Veränderung der einzelnen Berechnungspositionen massgeblich ist, ist für
jede Berechnungsposition separat zu prüfen, auf welchen Zeitpunkt eine
entsprechende Veränderung nach Art. 25 Abs. 2 lit. a ELV zu berücksichtigen ist. Die
Veränderungen, die sich aufgrund der Geburt von D._ in Bezug auf die
Ausgabenposten "Miete", "Lebensbedarf", "IPV-Pauschale" und
"Erwerbseinkommen" (bzw. der darunter fallende Freibetrag) ergeben haben, führen
deshalb auf "den Beginn des der Veränderung folgenden Monats", also per Dezember
2015, zu einer Anpassung. Der mit D._s Geburt ab dem 1. November 2015
entstandene IV-Kinderrentenanspruch (act. G 4.1/29) betrifft den Einnahmeposten
"Renten". Gemäss Art. 25 Abs. 2 lit. a ELV ist die Kinderrente deshalb "ab dem Beginn
des neuen Rentenanspruchs", also bereits per 1. November 2015, anzurechnen. Um
korrekt auf die mit der Geburt von D._ zusammenhängenden Veränderungen zu
reagieren, ist eine Revision gemäss Art. 17 Abs. 2 ATSG somit per 1. November 2015
zur Berücksichtigung der neuen Kinderrente und per 1. Dezember 2015 zur
Berücksichtigung der Veränderungen der Berechnungspositionen "IPV-Pauschale",
"Mietzins", "Lebensbedarf" und "Erwerbseinkommen" (bzw. den darunter fallenden
Freibetrag) vorzunehmen.
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2.2 Im Rahmen der Revision per 1. November 2015 ist auf der Einnahmenseite neu die
Kinderrente der Tochter in Höhe von jährlich Fr. 7'524.-- zu berücksichtigen (act. G
4.1/29, vgl. auch act. G 4.1/15). Bei der Revision per 1. Dezember 2015 ist auf der
Einnahmenseite der Freibetrag für das Erwerbseinkommen unter der Berücksichtigung
des Art. 11 Abs. 1 lit. a ELV auf Fr. 1'500.-- zu erhöhen. Auf der Ausgabenseite ist
gemäss Art. 2 lit. b der Verordnung des EDI über die Durchschnittsprämien 2015 der
Krankenpflegeversicherung für die Berechnung der Ergänzungsleistungen
vorgesehenen Prämienpauschale für Kinder in der Prämienregion 2 in E._ für die
Tochter des Beschwerdeführers eine Prämienpauschale in Höhe von Fr. 1'056.--
anzurechnen. Ausserdem ist der Lebensbedarf gemäss Art. 10 Abs. 1 lit. a Ziff. 1 und 3
ELG auf Fr. 29'370.-- zu erhöhen.
2.2.1 Vom Mietzins hat die Beschwerdegegnerin mit der Geburt der Tochter des
Beschwerdeführers zwei Drittel in der Anspruchsberechnung berücksichtigt (act. G
4.1/15). Zu prüfen bleibt, ob diese Mietzinsaufteilung rechtmässig ist. Eine
Mietzinsaufteilung ist nötig, wenn nicht in die EL-Berechnung einbezogene Personen
mit EL-Bezügern in einem Haushalt wohnen (vgl. Art. 16c ELV). Indem ab dem 18.
November 2015 (bzw. möglicherweise erst später) auch die in die EL-Berechnung
einzubeziehende Tochter des Beschwerdeführers im Haushalt gewohnt hat, hat diese
also ab dem 1. Dezember 2015 bei der Mietzinsaufteilung als weiterer "Teiler"
berücksichtigt werden müssen. Die Beschwerdegegnerin hat dies getan, indem sie
abermals eine Mietzinsaufteilung nach Köpfen vorgenommen und zwei Drittel des
Mietzinses in der Anspruchsberechnung berücksichtigt hat. Laut Art. 16c ELV hat die
Aufteilung der Wohnkosten grundsätzlich zu gleichen Teilen zu erfolgen. Gemäss den
Erläuterungen des Bundesamtes für Sozialversicherungen (BSV) zur Änderung der ELV
auf den 1. Januar 1998 soll der Mietzins nach Köpfen und nicht nach der Anzahl der
bewohnten Zimmer oder der genutzten Wohnfläche aufgeteilt werden (JÖHL, a.a.O., Rz
71 mit Hinweisen; vgl. auch die Wegleitung über die Ergänzungsleistungen zur AHV
und IV [WEL], Rz 3231.03). Laut dem Bundesgericht kommt es also "allein auf das
gemeinsame Bewohnen" an (Urteil des Bundesgerichts vom 17. Juni 2016,
9C_178/2016, E 3.2). Das Versicherungsgericht St. Gallen hat in der Vergangenheit
eine Mietzinsaufteilung nach Köpfen bei einer Familie mit einem Säugling als nicht
überzeugend erachtet und stattdessen auf die Intensität der Wohnungsnutzung durch
die verschiedenen Bewohner abgestellt (vgl. Entscheid des Versicherungsgerichts vom
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26. August 2009, EL, 2009/10, E. 5.3; Entscheid des Versicherungsgerichts vom 17.
September 2012, EL 2011/29, E. 4.5). Dass dies korrekt ist, zeigt etwa das Beispiel
eines WG-Bewohners, der beruflich sehr eingespannt ist und daher kein eigenes
Zimmer hat, sondern auf dem Sofa im tagsüber gemeinschaftlich genutzten
Wohnzimmer nächtigt, während die anderen WG-Bewohner jeweils ein eigenes Zimmer
haben, tagsüber zuhause sind und die Wohnung dementsprechend intensiv nutzen.
Wäre der beruflich eingespannte Mitbewohner ein wirtschaftlich denkender Mensch,
wäre er aufgrund der weit unterdurchschnittlichen Intensität, mit der er die Wohnung
(mit-) nutzt, sicher nicht bereit, einer Aufteilung des Mietzinses nach Köpfen
zuzustimmen. Die Aufteilung nach Köpfen dient der Verwaltung vielmehr in erster Linie
dazu, den Abklärungsaufwand so gering wie möglich zu halten. Beachtet man jedoch,
dass alle anderen Einnahmen- und Ausgabenpositionen in der EL-Berechnung so
"präzise" wie nur möglich berücksichtigt werden, zeigt sich die Ungenauigkeit einer
"über den Daumen gepeilten" Mietzinsaufteilung nach Köpfen, die die Realität oft nicht
einmal ansatzweise widerspiegelt, besonders deutlich. Ein Verzicht auf eine sorgfältige
Sachverhaltsabklärung und somit ein Festhalten am Grundsatz der Mietzinsaufteilung
nach Köpfen lässt sich deshalb umso weniger unter Hinweis auf den geringeren
Abklärungsaufwand rechtfertigen, je mehr Indizien für eine ungleiche Nutzung
bestehen. Weil Art. 16c Abs. 2 ELV lediglich "grundsätzlich" eine Aufteilung zu gleichen
Teilen vorsieht und somit nur eine widerlegbare Tatsachenvermutung und keine
normative Teilungsregel aufstellt, die unabhängig von der konkreten
Sachverhaltskonstellation zur Anwendung gelangen müsste, ist eine Aufteilung nach
der Nutzungsintensität der Bewohner einer Wohnung in Fällen, in denen eine Aufteilung
nach Köpfen zu einem realitätsfernen Ergebnis führen würde, denn auch durchaus
möglich (JÖHL, a.a.O., Rz 71). Bestehen also Indizien für eine ungleiche Nutzung oder
wird dies im Verwaltungsverfahren behauptet, müssen entsprechende Abklärungen
erfolgen.
2.2.2 Im vorliegenden Fall ist demnach zu prüfen, inwieweit die Tochter des
Beschwerdeführers ab dem 1. Dezember 2015 exklusiv Wohnraum zur Verfügung
gehabt (z.B. eigenes Kinderzimmer) und wie intensiv sie die Gemeinschaftsräume
genutzt hat (z.B. Aufenthalt im Wohnraum). In den bereits genannten Urteilen des
Versicherungsgerichts St. Gallen aus den Jahren 2009 und 2012 ist das Gericht jeweils
zum Schluss gekommen, ein Säugling brauche zu Beginn seines Lebens nicht viel
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Platz, sodass sich nach seiner Geburt an der Nutzungsaufteilung der Wohnung kaum
etwas ändere und deshalb bis zur Vollendung des ersten Lebensjahres des Kindes
keine Mietzinsaufteilung vorzunehmen sei. An dieser Praxis kann nicht festgehalten
werden. Nach der allgemeinen Lebenserfahrung benötigen Kinder zwar in den ersten
Lebensmonaten in der Regel kein eigenes Schlafzimmer, weil sie bei den Eltern im
Zimmer schlafen können oder in einem Zimmer untergebracht werden können, das
nicht ausschliesslich als Kinderzimmer, sondern beispielsweise zusätzlich von den
Eltern als Büro o.ä. genutzt wird. Dennoch benötigt auch ein Säugling einen Schlafplatz
und Schränke, in denen seine Kleider, Windeln, Esswaren etc. untergebracht werden.
Ausserdem muss für einen Säugling, obwohl er sich noch nicht frei bewegen kann, eine
Nutzung der Gemeinschaftsräume einer Wohnung berücksichtigt werden. Diese
Nutzung äussert sich in der Regel indirekt, indem der jeweilige, die entsprechende
Tätigkeit (z.B. baden oder ggf. Essen zubereiten) gemeinsam mit dem bzw. für den
Säugling ausführende Elternteil die Räume zum Zwecke der Versorgung des Säuglings
nutzt. Wie intensiv eine Wohnung durch einen Säugling genutzt wird, ist stark
einzelfallabhängig. So wird es Familien geben, in denen ein Säugling nicht nur ein
eigenes Schlafzimmer hat, sondern auch in anderen, früher durch die Eltern
gemeinschaftlich genutzten Räumen mehr Platz einnimmt als die Eltern selbst, indem
beispielsweise diverse Schränke mit Sachen des Säuglings belegt sind. Ebenso ist es
jedoch denkbar, dass ein Säugling im Bett der Eltern schläft und auch ansonsten kaum
Raum in der Wohnung beansprucht, weil seine Eltern nur wenig Zubehör für ihn
benötigen (keine Fläschchen und kein Milchpulver, weil er gestillt wird, keine Windeln,
da er "abgehalten" wird, nur wenige Kleider, Tragetuch statt Kinderwagen, der
irgendwo Platz wegnehmen würde etc.). In den Fällen, in denen nicht in die EL-
Berechnung einbezogene Säuglinge bzw. Kinder im selben Haushalt leben wie die EL-
beziehende Person oder in jenen, in denen neben den in die Anspruchsberechnung
einbezogenen Säuglingen bzw. Kindern noch andere nicht in die
Anspruchsberechnung einbezogene Personen im Haushalt leben, besteht also immer
ein Abklärungsbedarf in Bezug auf die Nutzungsintensität, während ein Abweichen von
der Mietzinsaufteilung nach Köpfen in Fällen, in denen ausschliesslich Erwachsenen
zusammenleben wohl eher die Ausnahme bleibt (vgl. E 2.2.1). Der Beschwerdeführer
und seine Lebenspartnerin haben in einer 3-Zimmerwohnung gelebt. Es ist nicht
bekannt, wie die Räume der Wohnung ab der Geburt der Tochter im November 2015
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aufgeteilt gewesen sind und wie intensiv die Nutzung der neugeborenen Tochter des
Beschwerdeführers dabei unter der Berücksichtigung der Allein- und der Mitbenutzung
der Räume gewesen ist. Der für die Beantwortung der Frage, wie die Mietzinsaufteilung
gemäss Art. 16c ELV im konkreten Fall vorzunehmen ist, massgebliche Sachverhalt ist
somit nicht vollständig abgeklärt worden. Die Beschwerdegegnerin wird das
nachzuholen haben, indem sie herauszufinden hat, wie hoch die Nutzungsintensität
des Säuglings im konkreten Fall während der einzelnen Entwicklungsphasen (nur
liegen, kriechen, aufstehen und gehen) gewesen ist.
3.
3.1 Weil zu Unrecht eine Wiedererwägung der Verfügung vom 18. März 2015
stattgefunden hat und weil der angefochtene Einspracheentscheid vom 21. Oktober
2016 ausserdem in Verletzung der Untersuchungspflicht (Art. 43 Abs. 1 ATSG)
ergangen ist, ist er als rechtswidrig aufzuheben. Die Beschwerdegegnerin hat gemäss
den Erwägungen eine rückwirkende abgestufte Revision gemäss Art. 17 Abs. 2 ATSG
i.V.m. Art. 25 Abs. 2 lit. a und b ELV per 1. Mai 2015, 1. November 2015, 1. Dezember
2015, 1. Januar 2016 und 1. April 2016 vorzunehmen. Dafür hat sie in Erfahrung zu
bringen, wie intensiv die Tochter des Beschwerdeführers ab dem 1. November 2011 im
Vergleich zu ihren Eltern die Wohnung genutzt hat. Anschliessend hat die
Beschwerdegegnerin ab dem 1. Dezember 2015 eine dieser Nutzungsintensität
entsprechende Mietzinsaufteilung vorzunehmen und die Ergänzungsleistung
anzupassen. Im Sinne eines obiter dictum ist anzumerken, dass die
Beschwerdegegnerin eine neue Mietzinsaufteilung wird vornehmen müssen, sobald
sich die Intensität der Nutzung des Wohnraums durch die Tochter des
Beschwerdeführers verändert. Das könnte erstmals dann der Fall sein, wenn D._
beginnt, sich selbstständig fortzubewegen.
3.2 In Bezug auf den sich aus der rückwirkenden Anpassung der Ergänzungsleistung
ergebenen Rückforderungsanspruch ist im Sinne eines weiteren obiter dictum
festzuhalten, dass der Rückforderungsanspruch gemäss Art. 25 Abs. 2 ATSG mit dem
Ablauf eines Jahres, nachdem die Versicherungseinrichtung davon Kenntnis erhalten
hat, und spätestens mit dem Ablauf von fünf Jahren nach der Entrichtung der einzelnen
Leistung erlischt. Nach der aktuellen Rechtsprechung beginnt die relative einjährige
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 14/14
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St.Galler Gerichte
Verwirkungsfrist des Art. 25 Abs. 2 ATSG erst mit dem Erlass der Korrekturverfügung
zu laufen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 3. Januar 2017, 9C_567/2016, E 6.2.1
und den Entscheid des Versicherungsgerichts St. Gallen vom 16. November 2016, IV
2014/559, E 2.2). Indem die Beschwerdegegnerin die Rückforderungsverfügung am
selben Tag erlassen hat wie die Korrekturverfügung, hat sie die relative einjährige
Verwirkungsfrist im Umfang der gesamten verfügten Rückforderung von Fr. 3'965.--
gewahrt (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 3. Januar 2017, 9C_567/2016, E 6.2.1 und
den Entscheid des Versicherungsgerichts St. Gallen vom 16. November 2016, IV
2014/559, E 2.2).
4.
Zusammenfassend ist der angefochtene Einspracheentscheid vom 21. Oktober 2016
als rechtswidrig aufzuheben und die Sache ist zur weiteren Sachverhaltsabklärung und
zur Verfügung im Sinne der Erwägungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).