Decision ID: 29bae878-e07c-45b5-a679-9a4e1bf1b93e
Year: 2017
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Entscheid Versicherungsgericht, 24.04.2017 Art. 43 Abs. 2 ATSG, Art. 9 Abs. 1 ELG. Bevor der Anspruch auf jährliche Ergänzungsleistungen berechnet werden kann, muss der massgebliche Sachverhalt mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein. Insbesondere muss für die Ermittlung des anrechenbaren Vermögens vor der erbrechtlichen eine fiktive güterrechtliche Auseinandersetzung vorgenommen werden (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 24. April 2017, EL 2015/34).
Entscheid vom 24. April 2017
Besetzung
Vizepräsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen
Karin Huber-Studerus und Marie Löhrer; Gerichtsschreiberin
Annemarie Haase
Geschäftsnr.
EL 2015/34
Parteien
A._,
Beschwerdeführerin,
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St.Galler Gerichte
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Jürg Jakob,
rohner thurnherr wiget & partner, Rosenbergstrasse 42b,
9000 St. Gallen,
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen, Ausgleichskasse, Brauerstrasse
54, Postfach, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
Gegenstand
Ergänzungsleistung zur AHV
Sachverhalt
A.
A.a A._ liess sich am 9. Juli 2014 durch ihren generalbevollmächtigten Sohn B._
(EL-act. 56) zum Bezug von Ergänzungsleistungen zu ihrer AHV-Rente anmelden. Im
Anmeldeformular liess sie angeben, dass sie ein Vermögen in Höhe von Fr. 103'352.--,
jedoch kein Grundeigentum besitze, Zinsen in Höhe von jährlich Fr. 213.-- erhalte und
seit dem 21. März 2013 im Altersheim C._ in D._ lebe (EL-act. 51 f.). Ihrer
Steuererklärung für das Jahr 2013 war zu entnehmen, dass sie am 1. Juni 2013 zwei
Liegenschaften in D._ verkauft hatte. Die Liegenschaft E war mit einer Hypothek in
Höhe von Fr. 44'500.-- belastet gewesen, hatte gemäss der Schätzung vom 9. März
2006 einen Steuerwert von Fr. 324'000.-- sowie einen Eigenmietwert von Fr. 14'150.--
gehabt und im Jahr 2013 Erträge in Höhe von Fr. 2'229.-- eingebracht (EL-act. 22, 54
S. 18, 20). Die Liegenschaft F hatte gemäss der Schätzung vom 21. Februar 2008 einen
Steuerwert von Fr. 205'000.-- gehabt (EL-act. 54 S. 19).
A.b Am 4. und 14. November 2014 liess die Versicherte ergänzende Unterlagen,
darunter Kopien der Schätzungskataster der Liegenschaften und Akten betreffend die
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Erbschaft ihres verstorbenen Ehemannes, einreichen. Aus diesen Akten ergab sich u.a.,
dass der Ehemann der Versicherten dieser im Rahmen seiner letztwilligen Verfügung
die Nutzniessung am gesamten Nachlass inkl. Liegenschaften zugewendet hatte. Der
Sohn der Versicherten informierte darüber, dass diese die Liegenschaft E bis zum
Übertritt ins Altersheim noch selber bewohnt habe. Die Nutzniessung sei dann mit der
Vereinbarung vom 1. Juni 2013 gegen die Bezahlung des Barwertes in Höhe von Fr.
55'568.-- durch die Kinder der Versicherten und des Erblassers abgegolten und
aufgelöst worden. Dabei sei für die Liegenschaft F auf eine Barwertberechnung
verzichtet worden, da sie unbebaut gewesen sei und keinen Ertrag abgeworfen habe.
Für die Liegenschaft E sei der steuerliche Mietwert um 30% gekürzt worden;
Mieterträge seien keine eingegangen (EL-act. 41, 45 f., 48). Die Steuerveranlagung für
das Jahr 2013 bestätigte, dass die Versicherte Wertschriften und Guthaben in Höhe
von Fr. 103'352.-- besessen hatte (EL-act. 43, 51 S. 4). Dabei hatte sich das Vermögen
der Versicherten gemäss der Auskunft des Sohnes per Dezember 2013 im Vergleich
zum Vorjahr trotz der im Mai 2013 erfolgten Auskaufzahlung aufgrund der hohen
Ausgaben, insbesondere der Heimkosten, nicht massgeblich erhöht (EL-act. 36, vgl. für
Vermögensstand per Dezember 2012 EL-act. 54). Gemäss der Zins- und
Saldoausweise vom 1. Januar 2015 betrug das Vermögen der Versicherten per 31.
Dezember 2014 auf dem Privatkonto der Bank G._ Fr. 8'874.90 bei einem Habenzins
in Höhe von Fr. 4.20 und auf dem Sparkonto Fr. 43'549.52 bei einem Habenzins in
Höhe von Fr. 159.50 (EL-act. 35).
A.c Mit einer am 2. März 2015 erlassenen Verfügung verneinte die EL-
Durchführungsstelle einen EL-Anspruch der Versicherten. Zur Begründung führte sie
aus, dass die Versicherte neben dem erbrechtlichen auch einen güterrechtlichen
Anspruch habe und sich nach der Gegenüberstellung der Ausgaben und Einnahmen
ein Einnahmenüberschuss von Fr. 51'526.-- ergeben habe. Demnach berücksichtigte
die EL-Durchführungsstelle ab dem 1. Juli 2014 eine IPV-Pauschale in Höhe von Fr.
4'128.--, jährliche hypothetische Hypothekarzinsen von Fr. 918.--, einen pauschalen
Gebäudeunterhalt von jährlich Fr. 2'123.-- (20% vom Eigenmietwert) sowie Kosten für
den Heimaufenthalt in Höhe von insgesamt jährlich Fr. 65'392.-- als Ausgaben. Bei den
Einnahmen rechnete sie aufgrund des Sparguthabens von Fr. 103'352.-- sowie des
hypothetischen Grundeigentums im Wert von Fr. 396'750.-- (3/4 des jeweiligen
Verkehrswertes) abzüglich der Hypotheken von Fr. 33'375.-- (3/4 der Hypothek) ein
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hypothetisches Vermögen in Höhe von Fr. 85'845.-- sowie hypothetische
Vermögenserträge von Fr. 215.-- an. Zudem bezog sie den Eigenmietwert der
Liegenschaft E von Fr. 10'612.-- (3/4 des steuerlichen Eigenmietwertes) und die AHV-
und BVG-Renten in Höhe von jährlich Fr. 26'412.-- bzw. Fr. 1'003.-- ein. Aufgrund des
daraus resultierenden Einnahmenüberschusses in Höhe von Fr. 51'526.-- hatte die
Versicherte keinen Anspruch auf Ergänzungsleistungen. Dies galt auch ab dem 1.
Januar 2015, ab dem der Versicherten auf der Ausgabenseite eine erhöhte IPV-
Pauschale sowie höhere persönliche Auslagen und auf der Einnahmenseite ein
geringeres Vermögen, niedrigere Vermögenserträge sowie eine höhere AHV-Rente
angerechnet worden waren (EL-act. 28 ff.)
A.d Gegen diese Verfügung liess die Versicherte am 30. März 2015 eine Einsprache
erheben und beantragen, es seien lediglich die vorhandenen Barmittel als Vermögen
anzurechnen, da die Liegenschaften vollständig ins Eigentum der vier Kinder des
Ehemannes der Versicherten übergegangen und somit nie in ihrem Eigentum gewesen
seien. Zudem sei der Einbezug der ausgekauften Nutzung der Liegenschaft aus der
Berechnung zu entfernen (vgl. EL-act. 26). Am 19. Mai 2015 reichte der Sohn der
Versicherten Dokumente betreffend den Erbteilakt, die Testamentseröffnung und das
Nachlassinventar sowie eine Urkunde zum Grundbucheintrag nach dem Tod des
Ehemannes der Versicherten im Jahr 2001 ein (EL-act. 20 ff.).
A.e Mit einem Entscheid vom 24. August 2015 wies die EL-Durchführungsstelle die
Einsprache der Versicherten ab. Zur Begründung führte sie aus, dass für die
Versicherte nur der Anspruch aus güterrechtlicher Sicht massgebend sei, da sie
zufolge der Nutzniessung keine Erbin geworden sei. Eine güterrechtliche Teilung des
Eigentums habe jedoch bisher nicht stattgefunden. Da die Versicherte und ihr Ehemann
im ordentlichen Güterstand gelebt hätten, stehe der Versicherten die Hälfte des
Gesamtwertes der Errungenschaft ihres Ehemannes zu. In der Annahme, dass die
Liegenschaften E und F am 3. September 1964 mit Vermögenswerten aus der
Errungenschaft erworben worden seien, habe die Versicherte einen Anspruch auf die
Hälfte des Wertes der beiden Liegenschaften sowie auf die Hälfte des
Liegenschaftsertrags der Liegenschaft E. Somit seien ihr als Einnahmen ein
Grundeigentum von Fr. 264'500.-- sowie ein Eigenmietwert von Fr. 7'075.-- und als
Ausgaben Hypothekarzinsen von Fr. 612.-- und ein Gebäudeunterhalt von Fr. 1'415.--
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anzurechnen. In Bezug auf den Nutzniessungsauskauf sei bei der Berechnung des
Barwerts keine Mietzinsreduktion von 30% vorzunehmen, sodass sich der Barwert auf
Fr. 90'685.-- statt auf Fr. 55'568.-- belaufe. Da der Versicherten aus güterrechtlicher
Sicht die Hälfte der Liegenschaft zustehe, hätten die Kinder der Versicherten lediglich
die Hälfte des Barwertes bezahlen müssen (Fr. 45'342.50). Die darüber hinausgehend
bezahlten Fr. 10'226.-- seien unter der Position "Darlehen an Dritte" anzurechnen. Da
trotz der neu berechneten Positionen weiterhin ein Einnahmenüberschuss bestehe,
erweise sich die Verfügung vom 2. März 2015 im Ergebnis als korrekt (EL-act. 18).
B.
B.a Gegen diesen Einspracheentscheid der EL-Durchführungsstelle (nachfolgend
Beschwerdegegnerin) richtete sich die Beschwerde der Versicherten (nachfolgend
Beschwerdeführerin) vom 22. September 2015. Darin liess sie die Aufhebung des
Einspracheentscheids, die Ausrichtung der ihr nach den gesetzlichen Bestimmungen
zustehenden Ergänzungsleistungen ab dem 1. Juli 2014 sowie die Gewährung einer
30-tägigen Frist zur Einreichung einer ergänzenden Beschwerdebegründung ab
Zustellung der EL-Akten beantragen. Zur Begründung liess die Beschwerdeführerin
festhalten, dass eine güterrechtliche Auseinandersetzung beim Ableben ihres
Ehemanns in der Tat unterblieben und nun nachzuholen sei, wobei auch das
bewegliche Vermögen des Ehemannes zu berücksichtigen sei. Die hälftige Zuweisung
des Liegenschaftswertes sei dabei nicht gerechtfertigt, da die Liegenschaften E und F
nicht in vollem Umfang mit Errungen¬schaftsvermögen erworben worden seien. Soweit
ihr nicht Vermögenswerte im Umfang der hälftigen Errungenschaft ausgerichtet worden
seien und soweit sie diese nicht gegenüber ihren Kindern eingefordert habe, handle es
sich um einen Vermögensverzicht. Werde der Beschwerdeführerin kein
Liegenschaftsanteil in der EL-Berechnung zugewiesen, so müsse im Gegenzug der
Barwert der Nutzniessung für deren Auskauf in vollem Umfang berücksichtigt werden.
Die daraus resultierende Differenz, die seitens der Beschwerdeführerin gegenüber ihren
Kindern nicht eingefordert worden sei, sei wiederum als Verzichtsvermögen zu
qualifizieren (act. G 1).
B.b Am 29. Oktober 2015 liess die Beschwerdeführerin ihre Beschwerdeergänzung
einreichen und beantragen, ihr sei mit Wirkung ab dem 1. Juli 2014 eine
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Ergänzungsleistung von monatlich Fr. 1'925.-- und ab dem 1. Januar 2015 von
monatlich Fr. 3'014.-- auszurichten. Dazu liess sie die durch die Beschwerdegegnerin
vorgenommene güterrechtliche Auseinandersetzung beanstanden und erklären, dass in
Anbetracht der vorliegenden Liegenschaftskaufverträge nur die unbebaute
Liegenschaft F in vollem Umfang dem Errungenschaftsvermögen des Erblassers
zuzuschlagen sei. Die Liegenschaft E hingegen sei in Form einer gemischten
Schenkung übertragen worden, wobei von einer Aufteilung von 64,5% Errungenschaft
zu 35,5% Eigengut auszugehen sei. Dementsprechend seien auch die
Grundpfandschulden aufzuteilen. Unter Berücksichtigung des amtlichen Verkehrswerts
der beiden Liegenschaften per Todestag vom 12. Juni 2001 habe die
Beschwerdeführerin nach Abzug der Todesfallkosten und Vergabungen vom
Nettovermögen gemäss Nachlassinventar per 12. Juni 2001 gegenüber ihrem Ehemann
einen obligatorischen güterrechtlichen Anspruch auf Fr. 203'645.25. Da jedoch
lediglich das bewegliche Vermögen des Ehemannes abzüglich der Vergabungen und
Todesfallkosten, also Fr. 84'083.--, an die Beschwerdeführerin übergegangen sei,
müsse ihr in Bezug auf den Restanspruch auf Errungenschaft ab dem Zeitpunkt der
Fälligkeit ein Verzichtsvermögen angerechnet werden. Aufgrund eines jährlichen
Abzugs von Fr. 10'000.-- existiere dieses jedoch ab Januar 2014 nicht mehr. In Bezug
auf die erbrechtliche Auseinandersetzung sei festzuhalten, dass die
Beschwerdeführerin als Nutzniesserin des gesamten Nachlasses keine Erbin und somit
nie Eigentümerin der Liegenschaften E und F geworden sei. Sie habe ausserdem
keinen Rechtsanspruch auf die Übertragung des hälftigen Miteigentumsanteils
besessen. Vielmehr seien beide Liegenschaften gemäss dem eigenhändigen Testament
des Erblassers an die Nachkommen übertragen worden. Da der Beschwerdeführerin
somit kein Liegenschaftsanteil in der EL-Berechnung zugewiesen werden dürfe, müsse
im Gegenzug dafür der Barwert der Nutzniessung bei deren Auskauf im vollen Umfang
Berücksichtigung finden. In Anlehnung an die Berechnung des Kantonalen Steueramts
vom 3. Mai 2013 - jedoch ohne Mietzinsabzug - ergebe sich ein kapitalisierter Barwert
von Fr. 83'697.50. Indem die Nachkommen der Beschwerdeführerin dieser zwecks
Auskauf lediglich einen Betrag von Fr. 55'568.-- überwiesen hätten, sei die sich daraus
zu Gunsten der Beschwerdeführerin ergebende Differenz ab dem 3. Mai 2013 als
Vermögensverzicht zu qualifizieren. Zusammenfassend seien also im Rahmen der
Berechnungen der Ergänzungsleistungen der Jahre 2014 und 2015 sämtliche im
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Zusammenhang mit der Liegenschaft stehenden Positionen zu eliminieren, während die
übrigen Parameter der Ergänzungsleistungsberechnung der Beschwerdegegnerin
unbestritten seien (act. G 4).
B.c In ihrer Beschwerdeantwort vom 20. November 2015 erklärte die
Beschwerdegegnerin, dass sich der Wert der Liegenschaft E seit dem Kauf am 5. Mai
1965 (Fr. 31'000.--) bis zum Jahr 1996 (Fr. 358'000.--) beträchtlich vermehrt habe und
dass die Beschwerdeführerin nicht nachgewiesen habe, dass der Mehrwert der
Liegenschaft lediglich Investitionen aus dem Eigengut zuzuschreiben sei. Der
prozentualen Aufteilung des Liegenschaftswertes in Eigengut und Errungenschaft
könne daher nicht gefolgt werden. Die im Einspracheentscheid vorgenommenen
Berechnungen in Bezug auf Hypothekarzinsen, Gebäudeunterhalt, Eigenmietwert,
Grundeigentum und übrige Schulden seien daher nach wie vor grundsätzlich nicht zu
beanstanden (act. G 6).
B.d Am 21. Dezember 2015 ging die Replik der Beschwerdeführerin ein, in der diese
ausführen liess, dass der Erblasser die Liegenschaft E im Frühsommer 1965 in einem
sehr guten Zustand erworben habe, nachdem noch gewisse Umbau- und
Sanierungsarbeiten vorgenommen worden seien. Der Ehemann und die
Beschwerdeführerin selbst hätten jedoch zwischen dem Kauf der Liegenschaft und
dem Todestag des Ehemannes im Jahr 2001 keinerlei wertvermehrende Aufwendungen
getätigt und sich einzig auf den Unterhalt der Liegenschaft und auf werterhaltende
Ersatzinvestitionen konzentriert. Die Wertvermehrung der Liegenschaft basiere somit
ausschliesslich auf konjunkturellen Faktoren bzw. der massgeblichen Wertsteigerung
schweizerischer Liegenschaften in der 70er bis anfangs der 90er Jahre, was sich
anhand der Liegenschaftsschätzungen vom 9. September 1976 und 26. Juni 1986
sowie dem Index der Schweizerischen Nationalbank für Eigentumswohnungen und
Einfamilienhäuser nachweisen lasse (act. G 8).
B.e Die Beschwerdegegnerin verzichtete am 5. Januar 2016 auf eine Duplik und hielt
an ihren Ausführungen in der Beschwerdeantwort vollumfänglich fest (act. G 10).

Erwägungen
1.
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Die jährliche Ergänzungsleistung entspricht dem Betrag, um den die anerkannten
Ausgaben die anrechenbaren Einnahmen übersteigen (Art. 9 Abs. 1 des
Bundesgesetzes über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und
Invalidenversicherung [SR 831.30; ELG]). Als anrechenbare Einnahmen sind dabei unter
anderem gemäss Art. 11 Abs. 1 lit. b und c ELG i.V.m. Art. 3 Abs. 2 des St. Galler
Ergänzungsleistungsgesetzes (sGS 351.5; ELG/SG) Einkünfte aus beweglichem und
unbeweglichem Vermögen, bei im Heim lebenden Personen ein Fünftel des
Reinvermögens, soweit es bei alleinstehenden Personen Fr. 37'500.-- übersteigt sowie
gemäss lit. g Einkünfte und Vermögenswerte, auf die verzichtet worden ist,
anzurechnen. Im vorliegenden Beschwerdeverfahren sind der anrechenbare
Vermögensverzehr, der Vermögensertrag sowie ein allfälliger Vermögensverzicht strittig
(act. G 1, 4, EL-act. 16 ff.). Weiter sind die übrigen Positionen der EL-Berechnung zu
überprüfen.
2.
2.1 Der Ehemann der Beschwerdeführerin ist im Jahr 2001 verstorben und hat diese
gemäss seiner letztwilligen Verfügung von Todes wegen als Nutzniesserin am
gesamten Nachlass eingesetzt (EL-act. 24 S. 3). Wird die Ehe durch den Tod eines
Ehegatten aufgelöst, geht die güterrechtliche Auseinandersetzung der erbrechtlichen
voraus (JEAN NICOLAS DRUEY, Grundriss des Erbrechts, 5. Auflage 2002, §5 Rz 48).
Es ist unbestritten, dass nach dem Tod des Ehemannes der Beschwerdeführerin im
Jahr 2001 keine güterrechtliche Auseinandersetzung vorgenommen worden ist (act. G
1, 4, EL-act. 17). Die Beschwerdeführerin und ihr Ehemann haben gemäss dem
Testament im ordentlichen Güterstand nach Art. 181 des Schweizerischen
Zivilgesetzbuches (SR 210; ZGB) mit Errungenschaftsbeteiligung gelebt (Art. 196 ff.
ZGB, EL-act. 24). Der Beschwerdeführerin hätte somit die Hälfte des Gesamtwertes
der Errungenschaft (Vorschlag) ihres Ehemannes zugestanden (Art. 215 ZGB). Die
andere Hälfte der Errungenschaft sowie das gesamte Eigengut des Ehemannes hätten
den Nachlass gebildet und der Beschwerdeführerin - gemäss letztwilliger Verfügung -
zur Nutzniessung zur Verfügung gestanden. Es besteht daher die Möglichkeit, dass die
Beschwerdeführerin im Sinne von Art. 11 Abs. 1 lit. g ELG auf ihren güterrechtlichen
Anspruch verzichtet hat, indem sie nicht auf der Vornahme einer güterrechtlichen
Auseinandersetzung bestanden hat. Um ermitteln zu können, wie hoch das für die
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Berechnung der Ergänzungsleistungen relevante Vermögen der Beschwerdeführerin ist
bzw. ob der Beschwerdeführerin allenfalls ein Verzichtsvermögen angerechnet werden
muss, ist zunächst eine fiktive güterrechtliche Auseinandersetzung für das Jahr 2001
(Todesjahr des Ehemannes) vorzunehmen.
2.1.1 Im Rahmen einer güterrechtlichen Auseinandersetzung ist es zunächst
erforderlich, das Vermögen von Mann und Frau zu trennen, um daraufhin den
Vorschlag unter Berücksichtigung allfälliger Mehrwertanteile bestimmen zu können
(HEINZ HAUSHEER/ THOMAS GEISER/REGINA E. AEBI-MÜLLER, Das Familienrecht
des Schweizerischen Zivilgesetzbuches, 4. Auflage 2010, Rz 12.172 f.). Im
vorliegenden Fall ist auf die Vermögenswerte zum Todeszeitpunkt des Ehemannes der
Beschwerdeführerin am 12. Juni 2001 abzustellen (vgl. Art. 214 ZGB), da die
güterrechtliche Auseinandersetzung fiktiv rückwirkend auf diesen Zeitpunkt
vorzunehmen ist. Im Vermögen des Ehemannes haben sich die zwei Liegenschaften E
(Verkehrswert Fr. 358'000.--) und F (Verkehrswert Fr. 121'000.--), Grundpfandschulden
in Höhe von Fr. 44'500.-- sowie ein Guthaben in Höhe von Fr. 100'023.-- befunden
(act. G 4.1.4, 19.1, EL-act. 22). Laut dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin
haben deren Vermögensverhältnisse zum Todeszeitpunkt des Ehemannes nicht in
Erfahrung gebracht werden können (act. G 4). Auch die durch das Gericht eingeholten
Steuerunterlagen aus den Jahren 2001, 2002 und 2003 haben keine entsprechenden
Erkenntnisse hervorbringen können (vgl. G 18 f.). Da jedoch anhand der vorliegenden
Akten überwiegend wahrscheinlich das gesamte Vermögen des Ehepaares im Jahr
2001 bekannt ist und da die beiden Liegenschaften und das Barvermögen dem
Ehemann gehört haben, kann davon ausgegangen werden, dass die Ehefrau kein
Vermögen besessen hat.
2.1.2 Gemäss Art. 210 ZGB i.V.m Art. 215 Abs. 1 ZGB hätte die Beschwerdeführerin
im Rahmen der Errungenschaftsbeteiligung einen Anspruch auf die Hälfte der
Errungenschaft im Sinne einer geldwerten Forderung und nicht auf die Zuweisung des
hälftigen Eigentums an den Liegenschaften gehabt. Aus den mit der
Beschwerdeergänzung eingereichten Kaufverträgen für die Liegenschaften E und F
geht hervor, dass der Ehemann der Beschwerdeführerin die Liegenschaften E und F im
Jahr 1964 bzw. 1965 von seiner Mutter erworben hatte (act. G 4 ff.). Die Liegenschaft E
hat im Jahr 1965 einen Verkehrswert von Fr. 31'000.-- gehabt. Der Ehemann der
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Beschwerdeführerin hat die Liegenschaft jedoch für Fr. 20'000.-- von seiner Mutter
erworben. Davon hat er Fr. 10'000.-- auf ein Konto bei der Kantonalbank H._
einbezahlt, Fr. 4'500.-- seiner Schwester als Erbanteil ausbezahlt und bei den
restlichen Fr. 5'500.-- hat es sich um ein Darlehen bei der Mutter des Ehemannes
gehandelt (act. G 4.1.1). Gemäss Art. 198 Abs. 2 ZGB wären dabei der
schenkungsweise erlassene Betrag in Höhe von Fr. 11'000.-- und somit 35,5% der
Liegenschaft E dem Eigengut des Ehemannes zuzuweisen. Woraus die restlichen Mittel
zum Kauf der Liegenschaft E stammten, bleibt anhand der vorhandenen Akten ebenso
ungeklärt wie die Frage, ob die Mutter des Ehemannes das Darlehen in Höhe von Fr.
5'500.-- eingefordert hat oder nicht. Die vorliegend offenen Fragen betreffen jedoch
einen Sachverhalt, der bereits mehr als fünfzig Jahre zurückliegt. Zudem hat der
Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin selber ausgeführt, dass der Nachweis des
Darlehensverzichts im Erbgang der Mutter des Ehemannes nicht schlüssig erbracht
werden könne. Im Rahmen einer antizipierten Beweiswürdigung ist also auf
entsprechende, in Erfüllung des Untersuchungsgrundsatzes durchzuführende
Ermittlungen zu verzichten, da diese erfahrungsgemäss aufgrund der lange
zurückliegenden Sachverhalte keine neuen Erkenntnisse bringen würden. Somit ist
diesbezüglich von einer Beweislosigkeit zu Lasten der Beschwerdeführerin
auszugehen, indem das Vermögen des Ehemannes, welches nicht als Eigengut
ausgewiesen werden kann, als Errungenschaft anzusehen ist (vgl. Art. 200 Abs. 3
ZGB). Dies gilt auch für die Liegenschaft F, die der Ehemann im Jahr 1964 zum
damaligen Verkehrswert von Fr. 3'000.-- erworben hatte (act. G 4.1.2). Hinsichtlich der
Wertsteigerung der Liegenschaften hat die Beschwerdeführerin in ihrer Replik
nachvollziehbar darlegen können, dass diese einzig auf konjunkturelle Faktoren und
nicht auf etwaige bauliche wertsteigernde Investitionen der Beschwerdeführerin und
ihres Ehemannes zurückzuführen ist. Somit wären im Zeitpunkt der güterrechtlichen
Auseinandersetzung 64,5% der Liegenschaft E sowie der gesamte Wert der
Liegenschaft F der Errungenschaft zuzurechnen. Da im Todesjahr des Ehemannes
keine Schätzungen vorgenommen worden sind, sind die aus der Schätzung im Jahr
1996 hervorgehenden Verkehrswerte der Liegenschaften, die auch im Nachlassinventar
Eingang gefunden haben, zu berücksichtigen (vgl. act. G 4.1.3. f.). Die
Beschwerdeführerin hätte demnach bei der güterrechtlichen Auseinandersetzung einen
Anspruch auf 32,25% des Wertes der Liegenschaft E (da lediglich 64,5% des
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Liegenschaftswertes Errungenschaft sind [Verkehrswert 1996 Fr. 358'000.-- - Hypothek
Fr. 44'500.--] x 0,3225 = Fr. 101'104.--), auf 1⁄2 des Wertes der Liegenschaft F (Fr.
121'000.-- x 0,5 = Fr. 60'500.--) sowie auf 1⁄2 des liquiden Vermögens ihres Ehemannes
(Fr. 100'023.-- x 0,5 = Fr. 50'011.50) gehabt. Der güterrechtliche Anspruch der Ehefrau
hätte sich somit auf insgesamt Fr. 211'615.50 belaufen.
2.2 Die Beschwerdeführerin hat beim Tod ihres Mannes auf einen Teil ihres Anspruchs
aus Güterrecht verzichtet. Sie hat nämlich nur das liquide Vermögen ihres Ehemannes
in Höhe von Fr. 100'023.-- erhalten. Da sie von diesem Barvermögen die
Todesfallkosten und Vergabungen in Höhe von insgesamt Fr. 15'940.-- bezahlt hat (EL-
act. 22), sind ihr effektiv nur Fr. 84'083.-- geblieben. Indem die Beschwerdeführerin
also nach dem Tod ihres Ehemannes anstelle ihres gesamten güterrechtlichen
Anspruchs in Höhe von Fr. 211'615.50 lediglich Fr. 84'083.-- erhalten hat, hat sie auf
Fr. 127'532.50 verzichtet. Gemäss Art. 17a ELV ist der anzurechnende Betrag von
Vermögenswerten, auf die verzichtet worden ist, jährlich um Fr. 10'000.-- zu
vermindern, wobei der Wert des Vermögens im Zeitpunkt des Verzichtes unverändert
auf den 1. Januar des auf den Verzicht folgenden Jahres zu übertragen ist. Für die
Berechnung der jährlichen Ergänzungsleistungen ist der verminderte Betrag am 1.
Januar des Bezugsjahres massgebend. Da der Verzicht im Jahr 2001 stattgefunden hat
und das Verzichtsvermögen unverändert auf das Jahr 2002 hat übertragen werden
müssen, haben bis 2014 Fr. 120'000.-- abgezogen werden müssen. Ab dem 1. Januar
bzw. 1. Juli 2014 ist der Beschwerdeführerin daher noch ein hypothetisches Vermögen
aus dem Verzicht auf einen güterrechtlichen Anspruch in Höhe von Fr. 7'532.--
anzurechnen. In Bezug auf ihren erbrechtlichen Anspruch hat im Jahr 2001 hingegen
kein Verzicht vorgelegen, da die der Beschwerdeführerin testamentarisch eingeräumte
Nutzniessung am gesamten Nachlass gestützt auf Art. 473 ZGB an die Stelle des
gesetzlichen Erbrechts hat treten dürfen.
3.
3.1 Weiter ist zu untersuchen, ob die Beschwerdeführerin allenfalls im Rahmen ihres
Nutzniessungsauskaufs im Jahr 2013 auf Vermögen verzichtet hat. Gemäss der
letztwilligen Verfügung des Ehemannes vom 2. Februar 1975 ist die
Beschwerdeführerin als Nutzniesserin am gesamten Nachlass einzusetzen gewesen
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(EL-act. 24 S. 3). Die Nutzniessung ist wesensgemäss ein Hybrid: Der Eigentümer (in
diesem Fall die Kinder der Beschwerdeführerin) hat nichts vom Eigentum, während der
Nutzniesser fremdes Eigentum geniesst, darüber aber nicht verfügen darf (CHRISTOPH
NERTZ, Die Verfügungsfreiheit, Art. 473, in: Praxiskommentar Erbrecht, Daniel Abt/
Thomas Weibel [Hrsg.], 2. Auflage, Rz 5). Die Beschwerdeführerin hat mit der
Nutzniessung kein Eigentum am Nachlass ihres Ehemannes (insbesondere an den
Anteilen der Liegenschaften E und F) erworben, sondern hat dieses lediglich nutzen
dürfen. Da sie jedoch am 22. März 2013 in ein Heim gezogen ist, hat sie sich den
Barwert der Nutzniessung am 1. Juni 2013 ausbezahlen lassen (EL-act. 46 S. 8, 51 S.
11). Dabei ist zu Recht lediglich der Barwert der Nutzniessung an der Liegenschaft E
berechnet worden, da die Liegenschaft F als unbebautes Grundstück keinen Ertrag
abgeworfen hat. Für die Berechnung des Barwertes der Nutzniessung sind die
Schätzungen aus dem Jahr des Nutzniessungsauskaufs 2013 massgebend. Damit
beträgt der Verkehrswert der Liegenschaft E Fr. 324'000.-- und der Mietwert Fr.
14'150.--. Von letzterem sind Unterhaltskosten in Höhe von Fr. 2'830.-- (20% des
angerechneten Mietwertes) sowie Hypothekarzinsen von Fr. 1'223.80 (2,75% von der
Hypothek in Höhe von Fr. 44'500.--) abzuziehen (EL-act. 48, 54 S. 10). Eine Reduktion
des Mietwertes infolge einer allfälligen Selbstnutzung ist in Übereinstimmung mit der
bundesgerichtlichen Praxis aufgrund der Gleichbehandlung von Personen, die ihre
Liegenschaft vermietet haben und Personen, die diese selber bewohnen, nicht
vorzunehmen (vgl. BGE 138 V 17). Aufgrund des Gesagten ergibt sich ein jährlicher
Nutzniessungswert von Fr. 10'096.20. Dieser ist, da die Beschwerdeführerin im Jahr
2013 82 Jahre alt gewesen ist, gemäss der Tafel M1x und M1y (sofort beginnende,
lebenslängliche Rente) von STAUFFER/SCHAETZLE/WEBER (6. Auflage 2013,
wiedergegeben im St. Galler Steuerbuch Art 135 Nr. 3, https://www.steuern.sg.ch/) mit
dem Barwertfaktor von 9.12 zu multiplizieren, woraus sich ein kapitalisierter Barwert
von Fr. 92'077.35 ergibt. Indem die Nachkommen der Beschwerdeführerin dieser
jedoch nur Fr. 55'568.-- ausbezahlt haben und aufgrund der Aussagen des
Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin davon auszugehen ist, dass diese die
Differenz von Fr. 36'509.35 nie eingefordert hat, besteht diesbezüglich seit dem 3. Mai
2013 ein zusätzlicher Vermögensverzicht (vgl. act. G 4, EL-act. 46 S. 9). Gemäss Art.
17a ELV ist der anzurechnende Betrag von Vermögenswerten, auf die verzichtet
worden ist, jährlich um Fr. 10'000.-- zu vermindern, wobei der Wert des Vermögens im
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Zeitpunkt des Verzichtes unverändert auf den 1. Januar des auf den Verzicht folgenden
Jahres zu übertragen ist. Da das Verzichtsvermögen in Höhe von Fr. 36'509.-- ab
diesem Zeitpunkt anzurechnen ist und gemäss Art. 17a Abs. 2 ELV unverändert auf
den 1. Januar 2014 zu übertragen ist, ist der Beschwerdeführerin ab dem 1. Juli 2014
insgesamt ein Vermögensverzicht in Höhe von Fr. 44'041.-- (36'509.-- + Fr. 7'532.--,
vgl. E.2.2) anzurechnen. Ab dem 1. Januar 2015 ist dieser Betrag gemäss Art. 17a Abs.
1 ELV um Fr. 10'000.-- zu reduzieren, sodass ihr nur noch Fr. 34'041.-- anzurechnen
sind.
3.2 Indem die Beschwerdeführerin im Jahr 2014 noch über ein zusätzliches Vermögen
von Fr. 44'041.-- bzw. im Jahr 2015 über Fr. 34'041.-- hätte verfügen und dieses auch
zinstragend hätte anlegen können, ist ihr neben dem jeweiligen Verzichtsvermögen
auch ein entsprechender hypothetischer Vermögensertrag anzurechnen. Gemäss der
aktuellen EL-Wegleitung beträgt der für die Vermögenserträge in den EL-
Berechnungen der Jahre 2014 und 2015 relevante Zinssatz 0,4% (vgl. dazu:
Wegleitung über die Ergänzungsleistungen zur AHV und IV [WEL], gültig ab 01.04.2011;
Stand: 01.01.2016, Rz 3482.10 f.). Damit ist der Beschwerdeführerin für das Jahr 2014
ein hypothetischer Vermögensertrag von Fr. 176.-- und für das Jahr 2015 von Fr. 136.--
anzurechnen.
4.
4.1 Zusammenfassend ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen. Demnach ist der
Einspracheentscheid vom 24. August 2015 aufzuheben und die Sache der
Beschwerdegegnerin zur neuen Berechnung und Verfügung unter Berücksichtigung
eines Verzichtsvermögens von Fr. 44'041.-- im Jahr 2014 und von Fr. 34'041.-- im Jahr
2015 sowie eines hypothetischen Vermögensertrags von Fr. 176.-- im Jahr 2014 und
Fr. 136.-- im Jahr 2015 zurückzuweisen.
4.2 Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).
4.3 Bei diesem Verfahrensausgang hat die Beschwerdeführerin einen Anspruch auf
eine volle Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG). Der Rechtsvertreter hat um die
Zusprechung einer Parteientschädigung in Höhe von Fr. 3'500.-- zuzüglich
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Barauslagen und Mehrwertsteuer ersucht (act. G 8). Da der Vertretungsaufwand
angesichts der Komplexität der Rechtsfragen des Verfahrens, des zweiten
Schriftenwechsels sowie der Tatsache, dass alte Aktenstücke haben eingeholt werden
müssen, als überdurchschnittlich zu qualifizieren ist, kann dem Ersuchen des
Rechtsvertreters nachgekommen werden. Die Beschwerdegegnerin hat die
Beschwerdeführerin demnach mit Fr. 3'931.20 (Fr. 3'500 + 4% Barauslagen + 8%
Mehrwertsteuer) zu entschädigen.