Decision ID: 2031fe19-13fc-5ef2-8e33-3f4f8eca5a98
Year: 2009
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass der Beschwerdeführer, eigenen Angaben zufolge ein  von Gambia mit letztem Wohnsitz in B._, seinen  im Juni 2009 verliess und am 5. Juli 2009 in die Schweiz , wo er am 6. Juli 2009 um Asyl nachsuchte,
dass das BFM mit - am selben Tag eröffneter - Verfügung vom 19.  2009 auf das Asylgesuch in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) nicht eintrat, die Wegweisung aus der Schweiz verfügte und den Beschwerdeführer - unter Androhung von Zwangsmitteln im Unterlassungsfall - , die Schweiz am Tag nach Eintritt der Rechtskraft zu verlassen,
dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 21. August 2009 () gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht  erhob und dabei sinngemäss die Aufhebung der  Verfügung beantragte,
dass die vorinstanzlichen Akten am 24. August 2009 beim  eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),
dass der Beschwerdeführer beim Bundesverwaltungsgericht am 25. August 2009 eine Beschwereergänzung einreichte, der eine  der Länderanalyse über die Menschenrechtssituation in Gambia der Schweizerischen Flüchtlingshilfe (SFH) vom 13. Juli 2009 sowie ein Internetausdruck eines vierseitigen Amnesty International Report 2009 über Gambia beilagen,

und zieht in Erwägung,
dass nach Einsicht in die Akten auf die Beschwerde einzutreten und diese in Anwendung des AsylG, der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 über Verfahrensfragen (AsylV 1, SR 142.311), des  vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das  (VGG, SR 173.32), des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG, SR 173.110), des  vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20), des Reglements vom 21. Februar 2008
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über die Kosten und Entschädigungen vor dem  (VGKE, SR 173.320.2) zu beurteilen ist,
dass auf ein Asylgesuch nicht eingetreten wird, wenn Asylsuchende den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG),
dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn  glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die  festgestellt wird (Art. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG) oder sich auf Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur  der Flüchtlingseigenschaft oder eines  nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),
dass der Beschwerdeführer anlässlich der Kurzbefragung im  Altstätten vom 16. Juli 2009, im Rahmen des ihm am 27. Juli 2009 gewährten rechtlichen Gehörs sowie der Anhörung zu den  vom 7. August 2009 zur Begründung des Asylgesuchs im  geltend machte, er sei homosexuell und habe in Gambia einen niederländischen Partner gehabt,
dass anfangs 2009 ein von der Polizei festgenommener homosexueller Freund dieser gegenüber angegeben habe, er (der Beschwerdeführer) habe ihn zu dieser Lebensweise gebracht,
dass die Polizei deshalb ab März 2009 mehrmals zum Haus seines Onkels, bei dem er aufgewachsen sei, gekommen sei und nach ihm gesucht habe,
dass er sich jeweils habe verstecken können und der Onkel der Polizei gesagt habe, er habe ihn schon länger nicht mehr gesehen,
dass sein Onkel ihm Geld gegeben habe und ihm geraten habe, das Land zu verlassen,
dass er am 23. Juni 2009 von C._ nach D._ und von dort mit einem Boot nach E._ gefahren sei, von wo er nach F._ in Senegal weiter gereist sei,
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dass dort ein Mann namens G._ kennen gelernt habe, welcher für ihn die Weiterreise organisiert habe,
dass er am 27. Juni 2009 am Hafen ein Boot bestiegen habe und nach einer einwöchigen Fahrt an die Küste von H._ (Spanien) gelangt sei, wo er an Land geschwommen sei,
dass er dort einen Mann getroffen habe, der ihn mit nach Hause  und ihm ein Bahnbillet gekauft habe, und er in der Folge über ihm unbekannte Orte in die Schweiz gereist sei,
dass der Beschwerdeführer bei der Einreichung des Asylgesuches schriftlich aufgefordert wurde, innert 48 Stunden ein Reise- oder  einzureichen,
dass das BFM in der angefochtenen Verfügung - nach Prüfung der  durch das Gericht - überzeugend dargelegt hat, weshalb die  für einen Nichteintretensentscheid gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG gegeben sind,
dass der Beschwerdeführer bis heute keine Identitätsdokumente  hat,
dass das BFM in der angefochtenen Verfügung und zutreffend  hat, für das Nichteinreichen von Reise- oder Identitätspapieren würden keine entschuldbaren Gründe vorliegen,
dass der Beschwerdeführer insbesondere keine Angaben über Länder und Ortschaften machen konnte, die er auf der Bahnreise von H._ (Spanien) bis in die Schweiz passiert hat, und erklärte, er sei nie in eine Identitätskontrolle geraten und habe bis Lausanne nicht umsteigen müssen,
dass diese Angaben realitätsfremd sind und - wie das BFM unter  zu Recht feststellt - den Schluss nahe legen, der  sei anders als angegeben in die Schweiz gelangt und versuche, die wahren Umstände zu seinem Reiseweg zu verheimlichen,
dass er auch nicht offenlegen wolle, mit welchen Reisepapieren er in die Schweiz gereist sei,
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dass die Prüfung der Akten ergibt, dass das BFM die Anforderungen an Art. 3 und 7 AsylG zu Recht als nicht erfüllt erachtet hat,
dass das BFM zu Recht feststellte, der Beschwerdeführer habe  den Namen seines langjährigen niederländischen Freundes keine übereinstimmenden Angaben gemacht, weil er bei der Erstbefragung ausgesagt habe, den Namen seines Freundes nicht zu kennen,  er anlässlich der Anhörung in der Lage gewesen sei, dessen  Namen zu nennen (vgl. act. A9 S. 9 Frage und Antwort 70),
dass sich der diesbezügliche Einwand des Beschwerdeführers in  Beschwerdeergänzung, er habe nie gesagt, nur die ersten drei Buchstaben seines Freundes zu kennen, sondern diesen einfach nur „Van” genannt (vgl. Beschwerdeergänzung S. 3), als tatsachenwidrig erweist (vgl. act. A1 S. 6 unten),
dass die Vorinstanz ferner zutreffend feststellte, es sei nicht , dass er weder den Namen jenes Freundes habe nennen , der von der Polizei verhaftet worden sein soll, noch habe  können, wie oft die Polizei zu Hause nach ihm gesucht habe,
dass der Einwand des Beschwerdeführers, wonach er den Namen des verhafteten Freundes deswegen nicht gekannt habe, weil die Polizei ihm diesen aus Sicherheitsgründen verschwiegen habe (vgl.  S. 3), nicht zu überzeugen vermag, behauptete er doch anlässlich seiner Erstbefragung, er habe den Namen des  Freundes wie diejenigen weiterer Freunde vom Strand gar nie gekannt (vgl. act. A1 S. 6),
dass das BFM weiter ausführte, auch die Behauptung des , die gambische Regierung würde ihn zusätzlich in  suchen, sei realitätsfremd,
dass die Vorinstanz schliesslich festhielt, bei den Vorbringen des  handle es sich um ein Konstrukt, was aus der  seiner Antworten und den unverbindlichen Allgemeinplätzen, die er zu Protokoll gegeben habe, hervorgehe,
dass seinen Ausführungen denn auch jede persönliche Betroffenheit abgehe und diese in keiner Weise den Eindruck erweckten, dass er das Geschilderte tatsächlich erlebt habe,
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dass sich die Erwägungen des BFM aufgrund der protokollierten  des Beschwerdeführers als zutreffend erweisen,
dass daran - zufolge der Unglaubhaftigkeit der Asylvorbringen - auch die der Beschwerdeergänzung beigefügten allgemeinen Berichte des SFH und von Amnesty International zu Gambia nichts ändern können,
dass zur Vermeidung weiterer Wiederholungen auf die zutreffenden  in der angefochtenen Verfügung zu verweisen und  ist, dass das BFM in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG in Verbindung mit Art. 32 Abs. 3 AsylG zu Recht auf das  nicht eingetreten ist, ohne zusätzliche Abklärungen zur  der Flüchtlingseigenschaft oder eines  zu treffen,
dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die  aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein  auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht  wurde,
dass aus den Akten und den Ausführungen in der Beschwerde keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer in Gambia drohen könnte,
dass auch sonst nicht ersichtlich ist, inwiefern das BFM den Vollzug der Wegweisung in Verletzung der landes- und völkerrechtlichen  der Schweiz zu Unrecht als zulässig bezeichnet haben könnte (Art. 83 Abs. 3 AuG),
dass weder die allgemeine Lage in Gambia noch individuelle Gründe auf eine konkrete Gefährdung des Beschwerdeführers im Falle einer Rückkehr in den Heimatstaat schliessen lassen,
dass dem jungen - offenbar gesunden - Beschwerdeführer, der über eine schulische Bildung verfügt (vgl. act. A1/12 S. 2), in der Lage ist, sich in Gambia eine wirtschaftliche Existenzgrundlage aufzubauen, zu-
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mal ihn dort sein Onkel, bei dem er aufgewachsen ist (vgl. act. A9/18 S. 3 f., A1/12 S. 3), wird unterstützen können,
dass sich der Vollzug der Wegweisung mithin nicht als unzumutbar ,
dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den  schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse  (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),
dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist, darzutun, inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die offensichtlich unbegründete Beschwerde mit summarischer Begründung im  Verfahren mit Zustimmung eines zweiten Richters  ist,
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.-- dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind.
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