Decision ID: 1ab4130a-b437-4bc8-9f87-80a5c1bce2ff
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
Der deutsche Staatsangehörige
X._
, geboren 1965, arbeitete
von
1.
Februar 2009
bis 3
1.
Juli 2011 (letzter effektiver Arbeitstag: 3
0.
August 2010)
bei der
Firma Y._
und wurde
als Anlage- und App
a
ratebauer
bei der
Firma Z._
Schweiz ein
gesetzt (
Urk.
9/1,
Urk.
9/97,
Urk.
9/140);
in dieser Eigenschaft
war er
bei der Schweizerischen Unfallver
sicherungsanstalt (SUVA) gegen die Folgen von Un
fällen versichert
(
Urk.
9/1)
.
Am 3
0.
August 2010
war
er in der
Montage
w
erkstatt
der
Firma Z._
Schweiz tätig
. Beim Übersteigen eines Podestes hielt sich der Versicherte mit der linken Hand
a
n einem Apparat fest. Das Podest kippte zur Seite und der linke Arm wurde hochgerissen (Urk.
9/1
,
Urk.
9/10
,
Urk.
9/22
).
Der Versicherte
suchte am selben Tag die
Ärzte der
Firma A._
auf
(
Urk.
9/8-9,
Urk.
9/13)
.
Diese
veran
lass
ten im Medizinisch Radiologischen Institut die
CT- und
Arthro
-
MR
I
-
Un
tersu
chung
des linken
Schultergelenks
vom 2.
September 20
10
, bei welcher sich
ein Status nach erstmaliger
Schulterluxation mit frischer Hill-Sachs-Läsion zeigte
(
Urk.
9/14). Die SUVA er
brachte Heilbehandlung
s-
und Taggeld
leistungen
(
Urk.
9/
15).
Die weitere Behandlung erfolgte durch
Dr.
med.
B._
, leiten
-
der Arzt Traumatologie,
Spital C._
, welcher dem Versicherten
eine 100%ige
Arbeitsunfähigkeit
vom
9.
September bis 2
1.
November 2010 und eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit vom 2
2.
November bis
5.
Dezember 2010
attestierte und
Physiotherapie verordnete (Urk. 9/20, Urk. 9/22
, Urk. 9/24
,
Urk.
9/29,
U
rk.
9/37
).
X._
begab sich
für die Schulteroperation vom 2
6.
Januar 2011
in eine Klinik in
Berlin (
Urk.
9/76).
In der Folge veranlasste die SUVA die Unter
suchung in der Orthopädie am See
vom 2
6.
Mai 2011
(
Urk.
9/101,
Urk.
9/
1
10
).
Der Versicherte absolvierte vom 2
8.
Juni bis
9. September
2011 eine stationäre Rehabilitation in Berlin (
Urk.
9/115, Urk.
9/132
, Urk.
9/135
,
Urk.
9/150
).
Am 2
0.
Oktober 2011 nahm der
SUVA-Kreisarzt Stellung (
Urk.
9/160).
Gestützt auf
diese Stellungnahme
teilte die SUVA
dem Versicherten
mit Schreiben vom
1.
Dezember 2011 mit, dass s
ie ihre
Taggeldleistungen per 1
5.
Dezember 2011
einstellen werde
(Urk. 9/162).
1.2
Ab 8. Dezember 2011 übernahm Dr. med.
D._
, FMH für orthopädische Chirurgie, die Be
handlung des
Versicherten
(Urk. 9/178, Urk. 9/194, Urk. 9/196, Urk. 9/204).
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, bei welcher sich
X._
zum Leistung
s
bezug angemeldet hatte, gewährte i
h
m Kostengutsprache f
ür die Umschulung zum technischen Kaufmann vom 1
3.
Februar 2012 bis 1
0.
Oktober 2013 (
Urk.
9/182).
Der SUVA-Kreisarzt
untersuchte den Versicherten am 1
9.
Juli 2013 (
Urk.
9/209). Gestützt auf die Empfehlung ihres Kreisarztes veranlasste die SUVA die Ab
klä
rung durch
Dr.
med.
E._
, Neurologie FMH
, vom 2
6.
August 2013
(
Urk.
9/
219
)
.
Von 1
6.
Oktober
bis 2
0.
November
2013
befand sich der Ver
si
cherte zur stationären Reha
bilitation in der Rehaklinik
F._
und erhielt
von der SUVA während dieser Zeit
wieder
Taggeld
leistungen
(
Urk.
9/
257
,
Urk.
9/274
)
.
Am
8.
Januar 2014 fand die kreisärztliche Abschlussuntersuchung statt (Urk. 9/279).
Mit Schreiben vom 13.
Januar 2014 teilte die SUVA dem Versicherten mit, dass sie die Heilbehandlungsleistungen einstelle, da von einer weiteren Behandlung keine n
amhafte Verbesserung des Gesund
heitszustandes
mehr zu erwarten sei
(
Urk.
9/280).
Am 1
1.
Februar 2014 erliess d
ie SUVA
eine Verfügung, mit welcher sie den Anspruch des Versicherten auf eine Invaliden
rente und eine Integritätsentschädigung ver
n
einte (Urk. 9/288).
Dagegen erhob
X._
am
3.
März 2014 Einsprache
(
Urk.
9/297)
.
Er
meldete der SUVA m
it Eingabe vom 1
3.
März 2014 einen Rückfall (
Urk.
9/301).
Mit Ent
scheid vom 26. März 2014 wies die
SUVA die Einsprache ab (
Urk.
2). Im Rah
men ihrer medizinischen Abklärungen
zum gemeldeten Rückfall
veranlasste die SUVA die Unter
suchung bei
Dr.
med.
G._
, Fachärztin für Neurolo
gie
, vom 2
8.
April 2014 (Urk. 9/317).
2.
Gegen den Einspracheentscheid vom 2
6.
März 2014
erhob
X._
am 2
3.
April
2014 Beschwerde und beantragte sinngemäss, in Aufhebung des angefochtenen Entscheids vom 2
6.
März 2014 sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten,
für die Folgen des Unfallereignisses vom 3
0.
August 2010
weiter
hin
Versicherungsl
eistungen zu erbringen
, namentlich sei ihm eine
Integritäts
entschädigung
auszurichten
(
Urk.
1
). In prozessualer Hinsicht beantragte er die Einholung eines Gerichtsgutachtens (
Urk.
1 S. 4).
Mit Beschwerdeantwort vom
3.
Juli 2014 beantragte die Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde (
Urk.
8, unter Beilage ihrer Akten [
Urk.
9/1-341
]), worüber der Beschwerdeführer mit Schreiben vom
7.
Juli 2014 in Kenntnis ge
setzt wurde (
Urk.
10).
Der Beschwerdeführer liess sich mit Eingabe vom 1
6.
Juli 2014 (
Urk.
11) ver
nehmen und reichte mit Eingabe vom 2
8.
August 2014 (
Urk.
13)
den
Bericht von PD
Dr.
med.
H._
, Facharzt FMH für Orthopädische Chi
rurgie,
vom 1
1.
Juli 2014 (
Urk.
14/1
-2
) und
weitere Unter
lagen
(
Urk.
14/
3
-5) ein. Der Beschwerdegegnerin wurde jeweils eine Kopie der Eingaben und der
aufgelegten Unterlagen
zugestellt (
Urk.
12,
Urk.
15).
Der Beschwerdeführer reichte am 27. No
vember 2014 eine weitere
Eingabe ein (
Urk.
16,
Urk.
17), was der
Beschwerde
gegnerin
mit Mitteilung vom
1.
Dezember 2014 zur Kenntnis gebracht wurde
(
Urk.
18
).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
4.
Zu ergänzen ist, dass
die IV-Stelle am 2
7.
Januar 2014 den Abschluss der
berufli
chen M
assnahmen
verfügte
(
Urk.
9/287)
.
Die vom Beschwerdeführer
dagegen
am
20
.
Fe
bruar 2014
erhobene Be
schwerde ist Gegenstand des Prozes
ses
Nr. IV.2014.00
218 und wurde mit Urteil heutigen Datums
abgewiesen
.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss
Art.
6 des Bundesgesetz
es
über die Unfallversicherung (UVG) werden – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die Versicherungs
leistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten ge
währt (
Abs.
1). Der Bundesrat kann Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen (
Abs.
2). Ausserdem erbringt die Versi
cherung ihre Leistungen bei Schädigungen, die den Verun
fallten bei der Heilbe
handlung zugefügt werden (
Abs.
3).
1.2
Nach
Art.
10
Abs.
1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweckmäs
sige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig (
Art.
6
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [
ATSG
]
), so steht ihr gemäss
Art.
16
Abs.
1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 Prozent invalid (
Art.
8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (
Art.
18
Abs.
1
UVG
). Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztli
chen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invaliden
versicherung abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbe
hand
lung und die Taggeldleistungen dahin (
Art.
19
Abs.
1 UVG).
1.3
Erleidet der Versicherte durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat er Anspruch auf angemessene Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG). Die Entschädigung
wird mit der Invalidenrente festgesetzt oder, falls kein Rentenanspruch besteht, bei der Beendigung der ärztlichen Behandlung gewährt (Art. 24 Abs. 2 UVG).
1.4
1.4.1
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt zunächst voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem einge
tretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzu
sammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusam
men
hangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Um
schreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzu
sammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die allei
nige oder unmittelbare Ursache gesund
heit
licher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht wegge
dacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesund
heitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwal
tung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm oblie
genden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglich
keit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungs
anspruches
nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.4.2
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adä
quater Kau
salzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem ge
wöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebens
erfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Er
folges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129
V
177 E. 3.2, 405 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
Bei objektiv ausgewiesenen organischen Unfallfolgen deckt sich die adäquate, d.h. rechtser
hebliche Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 134 V 109 E. 2.1).
1.5
Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird gemäss
Art.
16
ATSG
das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und all
fälliger Eingliede
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum
Er
werbseinkom
men
, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre.
1.6
1.6.1
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf all
seitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden be
rück
sichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Ex
pertise begründet sind (BGE 125
V
351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
1.6.2
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unpar
teilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im
Sozialversiche
rungsrecht
zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gut
achterin allerdings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U 356
S.
572; BGE 122 V 157 E. 1c; vgl. auch 123 V 331 E. 1c).
2.
2.
1
Die Beschwerdegegnerin führte im angefochtenen Einspracheentscheid vom 26. März 2014
im Wesentlichen
aus, dass der Beschwerdeführer gemäss Ver
fü
gung der IV-Stelle vom 2
7.
Januar 2014 die Umschulung zum technischen Kaufma
nn mit dem Diplomzeugnis erfolg
reich abgeschlossen und sich
dadurch
ausreichende beru
fliche Kenntnisse angeeignet habe
, welche ihn zur Ausübung dieses Berufes befähigen würden (
Urk.
2 S. 3).
Die Eingliederungsmassnahmen der Eidg
enössischen
Invalidenversicherung seien
mithin
abgeschlossen.
Sodann sei der Endzustand erreicht.
Kreisarzt
Dr.
I._
halte in seinem Bericht vom 8. Januar 2014 fest, dass von weiteren Behandlungen keine Verbesserung mehr
erwartet werden könne. Sowohl
Dr.
I._
als auch die Ärzte der Rehaklinik
F._
würden die Ausübung einer angepassten Tätigkeit auf dem allge
mei
nen Arbeits
markt als zu 100
%
zumutbar ansehen. In diesem Sinne könne von weiteren medizinischen Massnahmen keine namhafte Verbesserung des Ge
sundheitszustand
s mehr erwartet werden, und der Fallabschuss sei nicht zu früh erfolgt (
Urk.
2 S. 4)
. Am mit Verfügung vom 1
1.
Februar 2014 gestützt auf die kreisärztliche Beurteilung von
Dr.
I._
vom
8.
Januar 2014 und der Ärzte der Rehaklinik
F._
vom 1
9.
November 2013
f
ormulierten
Zumutbarkeits
profil
sei festzuhalten. Beim Einkommensvergleich (
Valideneinkommen
:
Fr.
76‘154.--, Invalideneinkommen:
Fr.
71‘995.65) resultiere eine
Erwerbsein
busse
von
Fr.
4‘158.
--
beziehungsweise
von
rund 5,5
%
, womit kein Anspruch auf
eine
Invaliden
rente bestehe (
Urk.
2 S. 7).
Eine dauernde und erhebliche Schädi
gung der kör
perlichen oder geistigen Integrität könne ausgeschlossen werden. Die Aus
richtung einer Integritätsentschädigung sei daher zu Recht abgelehnt worden (
Urk.
2 S. 8).
2.
2
Der Beschwerdeführer bringt demgegenüber im Wesentlichen vor, es obliege alleine der Beschwerdegegnerin eine Behandlung und ausführliche Untersu
chung des
unfallgeschädigten
Schultergürtels vorzunehmen
(
Urk.
1 S. 2). In den Untersuchungsberichten werde von einer nicht nennenswerten Besserung aus
gegangen
,
und gemäss der Rehaklinik
F._
sei ihm die Tätigkeit im er
lern
ten Beruf als Anlagemechaniker
und Schweisser nicht mehr zumutbar (Urk. 1
S.
3).
Die Beschwerdegegnerin nehme bezüglich der Eingliederung auf die
IV-Stelle Bezug. Sie habe jedoch keine Kenntnis von der Zielvereinbarung zwi
schen ihm und der IV-Stelle gehabt. Als Ziele der beruflichen Einglie
derungs
massnahmen sei ein Arbeitsplatz im ersten Arbeitsmarkt sowie der Be
rufsab
schluss als technischer Kaufmann festgelegt worden.
Die
Beschwerdegeg
nerin
spreche von einem gleichwertigen Abschluss und de
m
Erlangen von aus
rei
chenden Kenntnissen durch ein Zwischenzeugnis. Dies sei aber nie Bestand
teil der Zielvereinbarung gewesen (
Urk.
1 S. 3). Als Beschwerden bestünden die im Austrittsbericht der Rehaklinik
F._
genannten ruhe-, bewegungs- und belastungsverstärkte
n
Schmerzen und das Reibegefühl links, eine
einge
schränkte Schulterbeweglichkeit links, ein rezidivierendes Taubheitsgefühl im linken Arm nach Belastung, ein Schulterblattschmerz links sowie eine
Durch
schlafstörung
. Ferner würden die Fehlstellung des linken Schulterbeins, die Fehlstellung des Schulterblattes sowie ein Schulterschiefstand links seit dem Unfall Probleme bereiten (
Urk.
1 S. 4). Es sei ein Gutachten eines unabhängigen medizinischen Sachverständigen einzuholen sowie zu prüfen, ob die
Beschwer
degegnerin
eine Entschädigung auszurichten habe (
Urk.
1 S. 4-5).
Mit Eingabe vom 2
8.
August 2014 bringt er überdies vor, aufgrund des Berichtes von PD
Dr.
H._
vom 1
1.
Juli 2014
sei davon auszugehen, dass die Heilbe
handlung noch nicht abgeschlossen
sei
(
Urk.
13 S. 1).
3.
3.1
3.1.
1
Die bildgebenden
Untersuchungen
im Medizinisch Radiolo
gischen Institut vom 2. September 20
10
zeigten einen
Status nach
antero
-inferiorer
Schulterlu
xation
mit frischer Hill-Sachs-Läsion
.
Das
MRI
zeigte einen
Verdacht auf eine i
nferiore
ossäre
Bankart-Läsion
,
welcher computertomographisch nicht habe bestätigt werden
konnte.
Eine
eindeutige
Läsion der
Ro
tatorenmanschette
konnte nicht nachgewiesen werden, sodann fand sich
wenig Flüssigkeit in der Bursa
subdeltoidea
(Urk. 9/14).
3.1.
2
Dr.
B._
diagnostizierte
am 1
0.
September 2010
eine erstmalige
traumati
sche Schulterluxation links (
Urk.
9/22 S. 1) und veranlasste eine konservative Behandlung mittels Physiotherapie (
Urk.
9/22 S. 2).
3.1.
3
Prof. Dr.
med.
J._
, Arzt für Chirurgie, Unfallchirurgie und Ortho
pädie
,
Berlin
,
attestierte dem Beschwerdeführer wegen einer
Schulterinstabi
lität
links eine Arbeitsunfähigkeit vom 22. November 2010 bis 10. Januar 2011 (Urk. 9/41).
Am 2
6.
Januar 2011 wurde
in einer Berliner Klinik
eine
Schultera
rthros
kopie
durchgeführt. Dem Entlassungsbericht vom
31. Januar 2011
ist
die
Dia
gno
se therapierefraktäre Schultersteife mit sekundärer Bursitis
suba
cro
mialis
bei Zustand nach primärtraumatischer Schulterluxation links zu ent
nehmen (Urk.
9/76
S. 2
).
3.1.4
Im Bericht vom 2
8.
April 2011 diagnostizierte Prof.
Dr.
med.
K._
,
Arzt
an der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie,
Spital L._ in
Ber
lin, eine stattgehabte Schulterluxation
sowie eine
frozen
shoulder
(Urk. 9/107
S.
1
).
Dem Bericht der Ärzte des
Spitals L._
zur Untersuchung vom 9. Mai 2011 ist zu entnehmen, dass sich klinisch weiterhin ein
bewegungs
ein
schränkendes
Schultergelenk in allen Ebenen zeige. Die aktuelle MRT-Unter
su
chung zeige keinen operationswürdigen Befund. Es bestehe eine dezente vent
rale Labrumläsion. Die
Rotatorenmanschette
sei intakt. Zusätzlich fände sich eine
Bizepssehnentendinitis
.
Pathomorphologische
Erklärungen für die
Be
we
gungseinschränkungen
seien nicht zu eruieren (
Urk.
9/11
1
S. 2).
3.1.5
Dr. med.
M._
, Facharzt f
ür orthopädische Chirurgie FMH,
stellte nach der Untersuchung vom 26. Mai 2011 die Diagnose posttraumatische
f
ro
zen
s
houlder
nach Schulterluxation links und Status nach Kapselrelease und Inter
vall-Sanierung am 26. Januar 201
1.
Die Ursache der Beschwerdesym
p
tomatik müsse auf das (Unfall-)Ereignis zurückgeführt werden. Die physiothera
peu
ti
schen Massnahme
n
seien unbedingt weiterzuführen. Hierbei sei auf eine ausrei
chende Analgesie zu achten. Ergänzend sei sicherlich eine intraartikuläre Infiltration mittels Steroiden zu überdenken, um letztlich die Mobilisation der Schulter zu verbessern. Operative Massnahmen seien zum aktuellen Zeitpunkt eher kontraindiziert, im weiteren Verlauf müsse jedoch nochmals entschieden werden, ob die
Bicepssehne
operativ versorgt werden müsste. Aufgrund der aus
geprägten Bewegungseinschränkungen und der Schmerzhaftigkeit sei jedoch weit
er
hin von ei
ner 100%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen (Urk. 9/110 S. 3).
3.1.6
Nach der Untersuchung in der Klinik für Neurologie des
Spitals L._
vom 1
9.
Juli 2011 hielt
Dr.
med.
N._
fest, dass der Befund mit einer Läsion der
Axillarisafferenz
links vereinbar sei (
Urk.
9/131).
Im Bericht zur stationären Rehabilitation vom 28. Juni bis 9. September 2011 im
Spital L._
wurde eine adhäsive
Kap
sulitis
nach Kapselrelease vom 2
6.
Januar 2011 diagnostiziert (
Urk.
9/150
S. 1
).
Im Rahmen der
Schul
ter
reha
bilitation
habe
eine deutliche Verbesserung der Beweglichkeit un
d
eine Schmerzreduktion erreicht werden können. Das Bewegungsausmass sei zwi
schenzeitlich sehr schwankend gewesen. Die Kraft habe sich gesteigert (Urk. 9/150 S. 3).
3.1.7
SUVA-Kreisarzt Dr. med.
O._
, Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation FMH, formulierte am 21. Oktober 2011 das folgende
Zumut
barkeitsprofil
: „Mittelschwere Tätigkeiten ganztags ohne Überkopfarbeiten. Keine Tätigkeiten, bei welchen Schläge und Vibrationen auf das linke Schulter
gelenk übertragen werden. Keine Tätigkeiten, welche mit ruckartigen
Kraftein
wirkungen
auf das linke Schultergelenk einhergehen.“ Er hielt weiter fest, dass es bei den zuletzt benannten Bewegungsumfangsmassen und fehlenden Hin
weisen für eine relevante Instabilität keine Aspekte gebe, welche eine
Integri
tätsentschädigung
erfordern würden (Urk. 9/160).
3.1.8
Dr.
D._
stellte
i
n den
Bericht
en
vom
2
8. Dezember 2011
, 2
5.
Juni 2012
und
29. Oktober 2012
die Diagnosen
Schulter
luxation
links vom 3
0.
August 2010 sowie
arthroskopische
Arthrolyse
wegen Schultersteife vom 2
6.
Januar 20
11 (
Urk.
9/178
,
Urk.
9/194
,
Urk.
9/196
)
.
Im Bericht vom 2
2.
Mai 2013 diagnosti
zierte sie überdies eine posttraumatische
frozen
shoulder
links (
Urk.
9/204).
3.1.9
Nach der Untersuchung des Beschwerdeführers vom 19. Juli 2013 diag
nosti
zierte
SUVA-Kreisarzt
Dr.
med.
I._
, Facharzt für Chirurgie FMH,
ein Hochreissen des linken Arms durch ein kippendes Podest am 3
0.
August 2010 mit Schulterluxation links, posttraumatischer
frozen
shoulder
, einem Status nach
arthros
k
opischer
Arthrolyse
mit partieller
Rotatorenintervall
resektion
, Kap
selrelease und
subakromialer
Bursektomie
,
Axillaris
-Läsion nach forcierter Un
tersuchung des linken
Schulergelenks
in der O
rthopädie am See so
wie eine per
sistierende Bewegungseinschränkung des linken Schultergelenks
(Urk. 9/209
S. 6
).
3.1.10
Gemäss der Beurteilung
des Neurologen
Dr.
E._
konnten bei seiner Untersu
chung des Beschwerdeführers vom 28. August 2013 keine eindeutigen
unfallbe
dingten
(oder iatrogene
n
) neurologischen Schädigungen nachgewiesen werden. Aufgrund der durchgeführten klinischen-neurologischen Untersuchung handle es sich um persistierende, belastungsabhängige Schmerzen und eine
Bewe
gungsein
schrän
kung
des linken Schultergelenks bei Status nach
anterior
-infe
riorer
Schul
terluxation
mit frischer Hill-Sachs-Läsion am 30. August 201
0.
Eine zu
sätzliche funktionelle Komponente (zumindest der
Bewegungsein
schrän
kung
) erscheine möglich
(Urk.
9/219
S. 2
).
3.1.11
Dr. med.
P._
, Arzt für Orthopädie
in
Berlin, diagno
stizierte am 14. Oktober 2013 einen Zustand nach posttraumatischer
Schulter
luxation
links sowie einen Zustand nach Schulterarthroskopie links. Es bestehe eine schmerzhafte Instabilität mit mangelhafter Zentrierung im
Gleno
humeral
gelenk
sowie eine Atrophie beim Supra- und
Infraspinatus
(Urk. 3/14).
3.1.12
Dem Austrittsbericht der Rehaklinik
F._
vom 19. November 2013 ist
als somatische Beurteilung
zu entnehmen, dass
sich kernspintomographisch ein kleines Ganglion am
posterioren
Labrum neu gebildet habe, bei ansonsten im Wesentlichen unverändertem Befund im Vergleich mit den Voraufnahmen. Die
Rotatorenmanschette
s
ei intakt. Hinweise für eine
Kapsulitits
fänden sich nicht. Im Rahmen der Physiotherapie habe sich der Verdacht auf eine mechanische Behinderung der Schulter-Anteversion im Bereich des AC-Gelenks
gestellt
. Durch passive Unterstützung (durch den Physiotherapeuten) der Bewegung im
Bereich der Klavikula sei dem Beschwerdeführer die aktive Bewegung flüssig und ohne Blockierung gelungen. Bei häufiger Wiederholung dieses Manövers sei es zu einer Schmerzzunahme im Arm gekommen. Diese Beobachtungen würden eher zu einer kernspintomographisch gesicherten, geringen
AC-Gelenksarthrose und
leichtgradiger
Bursitis
acromialis
, als zu dem neu ge
bilde
ten kleinen Ganglion am
posterioren
Labrum
passen
(
Urk.
9/257 S. 3).
Dem
Beschwerdeführer
sei
die angestammte berufliche Tätigkeit als
Anlage
mecha
niker
/Schweisser nicht
mehr zumutbar, da die Anfor
derungen dieser schweren, schulterbelastenden Tätigkeit zu hoch seien. Die Tätigkeit als tech
ni
scher Kaufmann sei dem Beschwerdeführer ganztags zumutbar. In anderen beruflichen Tätigkeiten könne der Beschwerdeführer ganztags eine mittel
schwere Arbeit
, jedoch
ohne Tätigkeiten mit dem linken Arm über Brusthöhe, Tätigkeiten, bei welchen Schläge und Vibrationen auf das linke Schultergelenk übertragen werden, Tätigkeiten, welche mit ruckartigen Krafteinwirkungen auf das linke Schultergelenk einhergehen sowie ohne Ersteigen von Leitern und Ge
rüsten (wegen möglicherweise eingeschränkter Haltefunktion)
,
verrichten
(Urk. 9/257
S. 2
).
3.1.13
Im Bericht zur kreisärztlichen Abschlussuntersuchung vom 8. Januar 2014 diag
nostizierte Dr.
I._
eine Distorsion des linken Schultergelenks am 30. August 2010 mit Status nach Schulterluxation links, Status nach posttraumatischer
f
ro
zen
s
houlder
sowie Status nach
artroskopischer
Arthrolyse
mit partieller
Ro
ta
tionsintervallresektion
, Kapselrelease und
subakromialer
Bursektomie
. Ab dem Untersuchungstag (8. Januar 2014) bestehe wieder eine 100%ige Arbeits
fähig
keit als technischer Kaufmann. Auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt bestehe das folgende Zumutbarkeitsprofil: Mittelschwere Arbeiten ganztags, ohne Arbeiten mit dem linken Arm über Brusthöhe, ohne Tätigkeiten an schlagenden, stossen
den und vibrierenden
Maschinen
für den linken Arm und ohne das Besteigen von Leitern und Gerüsten wegen der erhöhten Absturzgefahr. Als
Gewichtsli
miten
bestünden für den linken Arm körpernah 20
kg bis Hüfthöhe und 8 kg bis Brusthöhe. Die jetzt noch vorhandenen Be
schwerden im Bereich des linken Schultergelenks seien nicht mehr im gezeigten Ausmass unfallkausal (Urk. 9/279 S. 7).
3.1.14
Die Neurologin
Dr.
G._
diagnostizierte nach der Untersuchung des Be
schwer
deführers vom 3
1.
März 2014 eine sensible
Ulnarisneuropathie
links
(
Urk.
9/315 S. 2)
und führte aus, dass ein Zusammenhang der
Ulnarisneuropa
thie
mit der erlittenen linksseitigen Schulterluxation wegen der zeitlichen Latenz nicht hergestellt werden
könne
. Die klinische Untersuchung zeige eine leichte Hypotrophie des linken M.
deltoideus
. Sichere neurogene Paresen der
Schulter
gürtelmuskulatur
zeigten sich
aber
nicht. Die
Bewegungseinschränkun
gen
der Schulter dürften hauptsächlich
arthrogen
verursacht sein
(
Urk.
9/
315
S.
3).
Sie untersuchte den Beschwerdeführer am
28. April 2014
erneut
und hielt fest, dass d
ie neurophysiologische Untersuchung keine Hinweise auf eine anhaltende
N.
axillaris
-Läsion
ergebe
(Urk. 9/317 S. 1).
3.1.
15
PD Dr.
H._
stellte nach der Untersuchung des Beschwerdeführers vom 11. Juli 2014 die Diagnose
schmerzhaft
eingeschränkte Schulterfunktion links (Urk. 14/1 S. 1). Er wies darauf hin, dass das aktuelle
Arthro
-MRI der Schulter links eine intakte
Rotatorenmanschette
und
Bicepsanker
gezeigt habe. Das
Glenohumeralgelenk
sei zentriert. Eine echte Pathologie sei nicht sichtbar. Der
Infraspinatus
zeige
eine
geringgradige
Verfettung
(Urk. 14/1 S. 2).
3.2
3.2.1
Zu prüfen ist vorab, ob die Beschwerdegegnerin mit der Leistungseinstellung den Fall zu Recht
per
13. Januar 2014
abgeschlossen hat.
3.2.2
Zum Zeitpunkt des Fallabschlusses ist festzuhalten, dass ein Versicherer – so
fern allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abge
schlossen sind – die Heilbehandlung (und das Taggeld) nur so lange zu gewäh
ren hat, als von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann (BGE 134 V 109 E. 4.1 mit weiteren Hinweisen). Was unter einer namhaften Besserung des Ge
sundheitszustandes der versicherten Person zu verstehen ist, umschreibt das Gesetz nicht näher. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist dies namentlich nach Massgabe der zu erwartenden
Steigerung oder Wieder
her
stel
lung der Arbeitsfähigkeit, soweit unfallbedingt beeinträchtigt, zu bestimmen
.
Dabei muss die durch weitere Heilbehandlungen zu erwartende Besserung ins Gewicht fallen. Unbedeutende Verbesserungen genügen nicht
(BGE 134 V 109 E. 4.3
mit weiteren Hinweisen
).
Ein Anspruch auf weitere medizinische Be
handlung besteht nur, wenn damit eine erhebliche Besserung des Gesundheits
zustandes erreicht werden kann. Hingegen verleihen weder eine weit entfernte Möglichkeit eines positiven Resultats einer Fortsetzung der ärztlichen Be
hand
lung noch ein von weiteren Massnahmen zu erwartender geringfügiger thera
peutischer Fortschritt Anspruch auf deren Durchführung (Urteile des Bun
desge
richts 8C_956/2009 vom 9. März 2010 E. 4.1.2 und 8C_970/2012 vom 31. Juli 2013 E. 2.3 mit Hinweis). Der Fallabschluss durch die Unfallversiche
rung bedingt nicht, dass eine medizinische Behandlung nicht länger erforderlich ist (Urteil des Bundesgerichts 8C_738/2011 vom 3. Februar 2012 E. 6 mit Hinweis).
Dr.
P._
sprach
am 1
4.
Oktober
2013 von einer – durch weitere Behandlung noch zu erzielenden – Verbesserung der Sensomotorik der Schulter sowie von
Koordination und Stabilisation (
Urk.
3/14).
Im Austrittsbericht
der
Rehaklinik
F._
vom 19. November 2013
empfehlen
deren Ärzte
bezüglich
des medizi
nischen
Pro
ze
dere
eine Serie ambulante Physiotherapie einmal pro Woche mit an
schliessen
dem selbständigen Training in einem Fitnesscenter sowie der Fort
führung einer Ausdauersportart (
Urk.
9/257 S. 2).
Gemäss den Ärzten der Rehaklinik
F._
ist dem Beschwerdeführer aus unfallkausaler Sicht
eine
Tätigkeit als
t
echnischer Kaufmann sowie eine mittelschwere Arbeit gemäss dem von ihnen formulierten Zumutbarkeitsprofil (Urk. 9/257 S. 2) ganztags zu
mutbar (
Urk.
9/257 S. 2).
Nach der
kreisärztlichen Untersuchung
vom
8.
Januar 2014 attestierte
Dr.
I._
dem Beschwerdeführer eine 100%ige Arbeitsfähigkeit als
t
echnischer Kaufmann sowie in einer Verweis
ungstätigkeit (Urk. 9/279 S. 7) und sah den
medizinischen
Endzustand als erreicht an (Urk. 9/279 S. 8).
Dr.
D._
verordnete dem Beschwerdeführer Physiotherapie
und bezeichnete i
m Arztbericht vom 22.
Mai 2013 den Zustand des Beschwerdeführers als stationär
(
Urk.
9/204)
.
Der Neurologe
Dr.
E._
h
ielt
dafür, dass eindeutige
unfallbe
dingte
Schädigung
en
nicht nach
gewiesen werden könnt
en (Urk. 9/219 S. 2).
Im Bericht vom 2
9.
April 2013 weist die Neurologin
Dr.
G._
insbesondere darauf hin, dass sich die motorische Funktion de
r
linken
N.
axillaris
-Läsion weitgehend beziehungsweise vollständig erholt habe (
Urk.
9/317 S. 1).
Gemäss
Dr.
G._
liegt keine neurogen bedingte Einschränkung der Armabduktion aufgrund einer anhaltenden
N.
axillaris
-Läsion vor. Die
Be
wegungseinschrän
kung
und Schmerzen der linken Schulter seien
arthrogen
verursacht (Urk. 9/317 S. 1).
Damit ist davon auszugehen, dass keine unfallbedingte Behandlung von neurologischen Beschwerden notwendig ist.
Zu
r
Überprüfung der vom Beschwerdeführer beschriebenen Blockade im Gelenk oberhalb des Schlüssel
beins empfahl
Dr.
G._
eine Untersuchung durch PD
Dr.
H._
(
Urk.
9/317 S. 2).
PD Dr.
H._
, auf welchen sich der Beschwerdeführer im vorliegenden Ver
fahren beruft (
Urk.
13 S. 1)
,
empfahl in seinem Bericht vom 11.
Juli 2014 lediglich weitere Untersuchungen durch die Neurologin
Dr.
G._
zum Aus
schluss eine
r
theoretisch möglichen Affektion des
N.
supras
c
apularis
sowie eine Revisionsarthroskopie (
Urk.
14/1
S.
2). Er at
tes
tierte dem Beschwerdeführer aber weder eine Arbeitsunfähigkeit noch hat er medizinische Behandlungsmassnahmen vorgeschlagen.
Hierbei ist
ferner z
u berück
sich
tigen,
dass der Neuro
loge
Dr.
E._
bei seiner klinischen und
elektro
physiologischen
Unter
suchung des Be
schwerdeführers vom 2
6.
August 2013 keine Hinweise auf eine fassbare Schädigung des
N.
supras
capularis
gefunden hat (
Urk.
9/219 S. 2).
Nachdem die untersuchenden und be
handelnden Ärzte entweder von einen stationären Gesundheitszustand
sprechen und keine
konkreten Empfehlungen für eine weitere medizinische Be
handlung formuliert haben
oder
dem
Beschwerdeführer eine
100%ige Arbeits
fähigkeit in einer Ver
weisungstätigkeit
attestiert haben,
ist
von einer Fort
setzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Ge
sund
heits
zustandes mehr zu erwarten und
vom Endzustand im Sinne von
Art.
19
Abs.
1 UVG aus
zugehen.
3.2.3
Dem Beschwerdeführer wurden Eingliederungsmassnahmen der Ei
d
genössischen Invalidenversicherung in der Form einer Umschulung zum
t
echnischen Kauf
mann, welche der Beschwerdeführer vom
1
3.
Februar 2012
bis
1
0.
Oktober 2013
absolvierte, gewährt (
Urk. 9/182
). Wie eingangs festgehalten, wurde die Beschwerde des Beschwerdeführers gegen die Verfügung der IV-Stelle
am 27. Januar 2014
, mit welcher diese die Umschulung für ab
ge
schlossen erklärte, vom hiesigen Gerich
t mit Urteil heutigen Datums ab
gewiesen. In diesem Ver
fahren
brachte
die IV-Stelle
vor, dass der Beschwerde
führer
Anspruch auf Arbeitsvermittlung im Sinne von
Art.
18 des Bundesgesetzes über die Invaliden
versicherung (IVG)
habe
.
Darüber
hat
te
das hiesige Gericht
im Prozess Nr. IV.2014.00218
mangels Anfechtungsgegenstand
indes
nicht entsch
ie
den.
Eingliederungsmassnahmen der Eidgenössischen Invalidenversicherung waren im Zeitpunkt des Fallabschlusses
per
13. Januar 2014
somit keine mehr pen
dent.
Selbst wenn die IV-Stelle dem Beschwerdeführer noch Arbeitsvermitt
lung im Sinne von
Art.
18 IVG gewähren sollte
,
müsste
die Beschwerdegegnerin
dies
bei ihrer
Rentenprüfung
nicht berücksichtigen
, denn diese Massnahme ist nicht geeignet, den
– vorliegend mangels unfallbedingter Invalidität zu vernei
nenden (vgl. E. 3.
3
.
2
nach
stehend) –
Anspruch auf eine
Invalidenrente der Unfallver
sicherung
zu beeinflussen
(
vgl.
Urteil des Bundesgerichts 8C_86/2014 vom 24. Juni 2014 E.
5.3.2 mit weiteren Hinweisen,
Urteil
des
Sozialversiche
rungsgerichts
des Kantons Zürich
UV.2012.00178
vom
21.
Oktober 2013
E. 4
)
.
Nach dem Gesagten ist mithin nicht zu beanstanden, dass die
Beschwerdegeg
nerin
den
Fall per
13. Januar 2014
a
bgeschlossen hat.
3.3
3.3.1
Zu prüfen bleibt der Anspruch auf Rente und Integritätsentschädigung.
Bei den CT- und
Arthro
-MRI-Untersuchungen im Medizinisc
h Radiolo
gischen Institut vom 2. September 20
10
fanden sich keine
ossä
ren
Läsionen und kein Nachweis für eine
Läsion der
Rotatorenmanschette
(Urk. 9/14
, U
rk.
9/22).
Das von
PD
Dr.
H._
veranlasste
Arthro
-MRI der
linken
Schulter
zeigte
eine intakte
Rotatoren
manschette
und
einen intakten
Bicepsanker
sowie ein
zentrierte
s
Glenohumeralgelenk
.
Gemäss PD
Dr.
H._
war
aufgrund dieser
bildge
benden
Untersuchung
keine
echte Pathologie sichtbar
(
Urk.
14/1 S. 2)
.
Gemäss
PD
Dr.
H._
liegt
bloss
eine unklare schmerzhafte
Bewegungsein
schränkung
der linken Schulter
vor
(
Urk.
14/1 S. 2)
.
D
ie vom Beschwerdeführer geklagten
Fehlstellung
en
des linken Schulterbeins
und
Schulterblattes sowie
der
Schulterschiefstand links (Urk. 1 S. 4)
werden von PD
Dr.
H._
nicht erwähnt, sind von ihm mithin nicht festgestellt worden
.
Dieser Arzt attestierte
dem Beschwerdeführer
auch
keine Arbeitsunfähigkeit.
Der Beschwerdeführer weist
ferner
auf die im Austrittsbericht der Rehaklinik
F._
vom
19
.
November 2013
aufgeführten
„
Probleme bei Austritt
“
aus der
stationären Rehabilitation hin (
Urk.
1
S. 4
, vgl.
Urk.
9/257 S. 2). Sofern und soweit die Ärzte der Rehakli
nik
F._
diesen Einschränkungen
allerdings
Auswirkungen auf
seine
Arbeitsfähigkeit beige
messen haben,
sind sie beim im Austrittsbericht
formu
lierten
Zumutbar
keitsprofil
berücksichtigt worden.
Des Weitern kann der Beschwer
deführer auch aus dem
von ihm aufgelegten Bericht der Klinik für Neurologie des
Spitals L._
vom 20. Juli 2011
, wo davon die Rede ist, dass der Unter
suchungsbefund mit einer Läsion der
Axillarisafferenz
links vereinbar sei
(Urk.
3/10 =
Urk.
9/
131
)
, nicht
s
zu seinen Gunsten ableiten. Gemäss
Bericht von
Dr.
G._
vom 2
9.
April 2014
besteht keine N.
axillaris
-Läsion
mehr (Urk.
9/317).
Diesem Bericht sind keine neurologischen Befunde mit Aus
wirkun
gen auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers zu entneh
men (Urk. 9/317).
Zu
r vom Beschwerdeführer
eingereichten
f
achchirurgischen Stellungnahme vom
3.
Februar 2014
(
Urk.
17)
ist schliesslich festz
uhalten, dass sich diese
auf den Austrittsbericht der Rehaklinik
F._
vom 19.
November
2013
(
Urk.
9/257)
stützt, mithin keine
neuen
Befunde nennt, und dass die dorti
gen Ausführungen zum Grad der Behinderung für das vorliegende Ver
fahren nicht massgebend sind, weil der Grad der Behinde
rung nach deutschem Recht nicht
mit einer Invalidität nach Schweizer Recht (
Art.
8 ATSG) gleich
gestellt werden kann.
Die Vorbringen des Be
schwerdeführers vermögen
somit
keine Zweifel an den Zumutbarkeitsprofilen der Ärzte der Rehaklinik
F._
vom 19. November 2013
(
Urk.
9/257 S. 2)
und von Kreisarzt
Dr.
I._
vom 8. Januar 2014
(Urk. 9/279 S. 7)
, welche gestützt auf Untersuchungen des Beschwerdeführers sowie in Kenntnis der
Vorakten
und
unter
Berücksichtigung der geklagten Be
schwerden formuliert wu
rden und zu überzeugen vermögen, zu begründen.
Die Beschwerdegegnerin hat zu Recht auf diese
s
Zumutbarkeitspro
fil
abgestellt.
Damit können weitere Abklärungen zum medizinischen Sachver
halt unter
bleiben.
3.
3.2
In erwerblicher Hinsicht ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin hinsichtlich des Verdienstes des Beschwerdeführers im früheren Beruf als An
lage- und Apparatebauer
auf
die
Lohn
angaben
der
letzten Arbeitgeberin
des Beschwerdeführers
abgestellt hat
(
Urk.
9/276-277)
und gestützt darauf von einem hypo
thetischen
Valideneinkommen
von
Fr.
76‘154.-- (
Fr.
5‘858.-- x 13
) ausgegangen ist (Urk. 2 S. 7)
.
Hinsichtlich des hypothetischen Invalideneinkommens
ist
auf einen
Tabellen
l
o
hn
gemäss der Lohnstrukturerhebung (
LSE
) des Bundesamtes für Statistik
ab
zustellen
.
Gemäss den Zumutbarkeitsprofilen der Ä
rzte der Rehaklinik
F._
und von
Dr.
I._
ist dem Beschwerdeführer eine
Tätig
keit als technischer Kaufmann ganztags zumutbar
(Urk. 9/257 S. 2,
Urk. 9/279 S. 7)
.
D
er Beschwer
deführer
hat
die im Anschluss an die Umschu
lungs
massnahmen der
IV-Stelle
absolvierte
eidgenössische Berufsprüfung zum
t
ech
nischen Kaufmann nicht bestanden
, jedoch
die Ausbildung an der Schule
Q._
mit dem Diplom
T
echnische
r
Kaufmann NKS abge
schlossen
(Urk. 9/287). D
amit
hat er die
für die Anwendung des Anforderungsniveaus 3 notwendigen Berufs- und Fachkennt
nisse erlangt
. Es rechtfertigt sich
, auf den
Tabellenlohn gemäss
LSE
2010 TA1
Ziff. 74 (sonstige freiberufliche, wissenschaftliche und technische Tätigkeiten) im
Anfor
derungsniveau
3/Männer vo
n
Fr. 6‘016.-- abzustellen.
Die
Be
rück
sich
tigung der Nominallohnentwicklung von
2150
Punkten im Jahr
2010
auf
2204
Punkte im Jahr
2013 sowie der im Jahr 2013 im Sektor 3: Erbringung von frei
beruflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienst
leistungen
geltenden betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit von 41
.
5 Stun
den (Die Volks
wirt
schaft 11-2014, Tabelle B9.2 und B10.3, S. 88 f.)
führt
zu
ein
em hypothetischen
Invalidenein
kommen 2013 von Fr.
76‘780.39
.
Beim
Einkommensvergleich resultiert
k
eine
Erwerbseinbusse
beziehungsweise kein
e unfallbedingte
Invalidität
, womit kein Anspruch auf eine Invalidenrente
der Beschwerdegegnerin
besteht
(vgl.
Art.
18
Abs.
1 UVG). Im Ergebnis hat die Beschwerdegegnerin
den
Rentenan
spruch des Beschwerdeführers somit zu Recht verneint.
3.
3.3
Nachdem auch die übrigen untersuchenden und behandelnden Ärzte
keine
n Integritäts
schaden festgestellt haben, ist es
schliesslich
nicht zu be
an
standen, dass die Beschwerdegegnerin auf die Stellungnahme ihres Kreisarztes vom 21. Okto
ber 2011 abgestellt hat, wonach kein Integritätsschaden bestehe
(
Urk. 9/160
)
.
Damit erweist sich auch die Ablehnung
einer
Integritätsent
schädi
gung
als rechtens
.
4.
Diese Erwägungen führen zur Abweisung der Beschwerde.