Decision ID: 109ebe94-1318-4f3a-8cee-496234350f4f
Year: 2014
Language: de
Court: BL_SG
Chamber: BL_SG_001
Canton: BL
Region: Northwestern_Switzerland
Law Area: public_law

Sachverhalt:
1. Mit Veranlagungsverfügung der Staatssteuer 2011 vom 21. Februar 2013 wurde der
Steuerwert der Namenaktien der C. AG seitens der Steuerverwaltung auf Fr. 21‘240.-- je Aktie
festgesetzt.
2. Mit Eingabe vom 19. März 2013 erhob die Vertreterin mit dem Begehren, es sei von
einem Wert je Aktie von Fr. 9‘040.-- auszugehen, Einsprache. Zur Begründung machte sie
geltend, die Aktien könnten nur firmenintern übertragen werden. Sie müssten bei Firmenaustritt
zu dem Preis angeboten werden, welcher durch die Generalversammlung festgesetzt werde.
Entsprechende Verkäufe hätten in den Jahren 2008, 2010 und 2011 stattgefunden. Es sei im
Sinne der Firmengründer, dass sich auch in Zukunft Mitarbeiter am Unternehmen beteiligen
könnten. Für die Nachfolge der beiden Firmengründer sei eine Geschäftsleitung ins Leben
gerufen, die das Unternehmen im gleichen Sinne weiterführen solle. Sowohl die Mitglieder der
Geschäftsleitung wie auch andere langjährige Mitarbeiter hätten sich in den vergangenen
Jahren so zu einem angemessenen Aktienpreis am Unternehmen beteiligen können. Es werde
Substanz und nicht Ertrag gekauft. Das interne Bewertungsmodell (Substanzwert) solle den
Weiterbestand des Unternehmens sichern. Die zu starke Gewichtung des Ertragswertes würde
im vorliegenden Fall zu einem nicht sachgerechten bzw. zu hohen Vermögenssteuerwert
führen, was gegen den Grundsatz der Besteuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit
verstosse.
3. Mit Einsprache-Entscheid vom 16. Januar 2014 wies die Steuerverwaltung die
Einsprache ab. Zur Begründung führte sie aus, privatrechtliche Verträge wie beispielsweise
Aktionärsbindungsverträge (ABV)‚ welche die Übertragbarkeit der Wertpapiere beeinträchtigten,
seien für die Bewertung unbeachtlich. ABV hätten auf den inneren Wert der Gesellschaft als
Ganzes und damit auch auf den Vermögenssteuerwert keinen Einfluss. Schliesslich könnten
ABV jederzeit durch eine entsprechende Vereinbarung wieder aufgelöst werden. Freiwillig
eingegangene Verpflichtungen seien bei der Ermittlung des Verkehrswertes nicht zu
berücksichtigen.
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4. Mit Rekurs vom 14. Februar 2014 erhob die Vertreterin mit dem sinngemässen
Begehren, es sei für die Besteuerung der Aktien der C. AG von einem Preis von Fr. 9‘040.-- je
Aktie auszugehen, Rekurs. Zur Begründung brachte sie vor, die Steuerverwaltung stütze sich
bei ihrem Entscheid auf den Kommentar der Schweizerischen Steuerkonferenz (SSK) zum
Kreisschreiben Nr. 28 (KS Nr. 28). Es dürfe nicht vergessen werden, dass es sich beim KS Nr.
28 nicht um ein Gesetz handle, sondern vielmehr um eine Wegleitung, die im Rahmen der
Vermögenssteuer eine in der Schweiz einheitliche Bewertung von inländischen Wertpapieren,
die nicht an der Börse gehandelt würden, ermöglichen solle. Im Kommentar werde festgehalten,
die Schätzungsgrundlagen seien so zu wählen, dass das Ergebnis der wirtschaftlichen
Wirklichkeit möglichst nahe komme. Vorliegend lägen ganz konkrete Aktienverkäufe unter
Mitarbeitenden zu Preisen gemäss Beschluss der Generalversammlung vor. Nicht jeder
Veräusserungspreis gehe einer Formelbewertung vor. Voraussetzung einer steuerlich
relevanten Preisbildung sei, dass tatsächlich ein Marktpreis gebildet werde und nicht andere
Umstände die freie Preisbildung beeinflussen würden. Dies sei vorliegend der Fall, auch wenn
dieser Markt nur intern sei. Der Marktpreis werde von den Aktionären jeweils basierend auf der
Methode des Substanzwertes vorgenommen. Die Preisbildung sei transparent. Die Aktienwerte
würden schon seit Jahren nach dieser Methode ermittelt. Es liege daher eine gewisse
Regelmässigkeit vor. Einer der Firmengründer habe seinem Sohn im Rahmen der
Nachfolgeregelung einen Teil seiner Aktien geschenkt. Wäre diese Aktienübertragung
entgeltlich erfolgt, hätte sie zu den gleichen Bedingungen stattfinden müssen wie bei den
anderen Verkäufen.
5. Mit Vernehmlassung vom 14. März 2014 beantragte die Steuerverwaltung die
Abweisung des Rekurses. Zur Begründung führte sie aus, bei nichtkotierten Wertpapieren sei
der innere Wert als Verkehrswert anzuwenden. Der auf diese Weise ermittelte Wert müsse nicht
zwangsläufig mit dem tatsächlichen Verkaufswert der Aktie übereinstimmen. Dies deshalb, weil
das ausserbörslich gehandelte Wertpapier nicht das Ergebnis eines Zusammenspiels von
Angebot und Nachfrage darstelle. Der innere Wert einer Aktie bestimme sich nicht gestützt auf
den Verkaufspreis, sondern aufgrund einer systematisch vorgenommenen Bewertung oder
Einschätzung.
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6. Anlässlich der heutigen Verhandlung hielten die Parteien an ihren Anträgen fest. Die
Frage, ob die Aktienbewertungen seitens der Steuerverwaltung dem Grundsatz nach korrekt
vorgenommen worden seien, wurde von der Vertreterin der Pflichtigen bejaht.

Das Steuergericht zieht in Erwägung:
1. Das Steuergericht ist gemäss § 124 des Gesetzes über die Staats- und
Gemeindesteuern (Steuergesetz) vom 7. Februar 1974 (StG) zur Beurteilung des vorliegenden
Rekurses zuständig. Gemäss § 129 Abs. 2 StG werden Rekurse, deren umstrittener
Steuerbetrag wie im vorliegenden Fall Fr. 8'000.-- pro Steuerjahr nicht übersteigt, vom
Präsidenten und zwei Richterinnen und Richtern des Steuergerichts beurteilt. Da die in
formeller Hinsicht an einen Rekurs zu stellenden Anforderungen erfüllt sind, ist ohne weitere
Ausführungen darauf einzutreten.
2. Vorliegend unterliegt der Beurteilung, ob der Vermögenssteuerwert der Namenaktien
der C. AG seitens der Steuerverwaltung zu Recht auf Fr. 21‘240.-- festgelegt worden ist.
a) Gemäss Art. 13 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Harmonisierung der
direkten Steuern der Kantone und Gemeinden vom 14. Dezember 1990 (StHG) unterliegt der
Vermögenssteuer das gesamte Reinvermögen. Dabei wird das Vermögen gemäss § 42 Abs. 1
StG zum Verkehrswert bewertet. Als Verkehrswert für kotierte oder regelmässig vor- oder
ausserbörslich gehandelte Wertpapiere gilt gemäss § 46 Abs. 1 StG der Kurswert. Für nicht
kotierte und nicht regelmässig vor- oder ausserbörslich gehandelte Wertpapiere ist der
Verkehrswert zu schätzen (Abs. 2). Als Kurswert für Wertpapiere mit regelmässiger Notierung
gilt gemäss § 15 des Dekrets zum Steuergesetz vom 19. Februar 2009 der Schlusskurs des
letzten Börsentages des Monats Dezember. Bei fehlenden Kursen wird auf den letzten
verfügbaren Kurs abgestellt. Diese Kurse gelten als Steuerwert am 31. Dezember der
jeweiligen Steuerperiode. Für die Schätzung des Verkehrswertes der nicht regelmässig vor-
oder ausserbörslich gehandelten Wertpapiere sind in der Regel die im entsprechenden
Kreisschreiben der Schweizerischen Steuerkonferenz aufgestellten Bewertungsrichtlinien
anzuwenden (§ 15 Abs. 2 Dekret StG).
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b) Unter dem Verkehrswert ist im Steuerrecht der Wert zu verstehen, der einem
Vermögensgegenstand bei der Veräusserung im gewöhnlichen Geschäftsverkehr beigemessen
wird. Bei nicht kotierten Wertpapieren, für welche offizielle Kursnotierungen fehlen oder die
nicht oder nur selten gehandelt werden, ist der Verkehrswert aufgrund derjenigen
Schätzungsgrundlagen zu ermitteln, welche die zuverlässigste Wertermittlung gestatten.
Entsprechende Richtlinien enthielt zunächst die von der Konferenz staatlicher Steuerbeamter
und der Eidgenössischen Steuerverwaltung herausgegebene "Wegleitung zur Bewertung von
Wertpapieren ohne Kurswert für die Vermögenssteuer" (Ausgabe 1995; Archiv für
Schweizerisches Abgaberecht [ASA] Bd. 65, S. 872 ff., mit Änderung per 1. Januar 1999). In
jüngerer Zeit wurde diese Wegleitung in das bereits oben erwähnte entsprechende KS Nr. 28
der SSK, welche die Rolle der Konferenz staatlicher Steuerbeamter übernommen hat, integriert
(Version KS Nr. 28 vom 21. August 2006, für die Steuerperioden 2006 und 2007 und Version
vom 28. August 2008, gültig ab dem 1. Januar 2008; vgl. www.steuerkonferenz.ch). Schliesslich
hat die Schweizerische Steuerkonferenz am 16. Dezember 2010 auch einen Kommentar zum
Kreisschreiben Nr. 28 veröffentlicht (vgl. Entscheid des Steuergerichtshofs des Kantons
Freiburg vom 25. Juli 2011 607 2009-34, E. 2b).
c) Die Wegleitung bezweckt, im Lichte der Steuerharmonisierung zwischen den
Kantonen betreffend die Vermögenssteuer, eine in der Schweiz einheitliche Bewertung von
inländischen und ausländischen Wertpapieren, die an keiner Börse gehandelt werden (vgl. KS
Nr. 28, Rz. 1). Die Berechnung des Verkehrswertes erfolgt durch den Sitzkanton der zu
bewertenden Gesellschaft. Den in der Wegleitung formulierten Grundsätzen liegt allgemein der
Gedanke zugrunde, dass der Verkehrswert erfahrungsgemäss vom bisherigen und zu
erwartenden Ertrag in Form von Dividenden und anderen Gewinnanteilen sowie von der
Ertragskraft der Gesellschaft abhängt und durch weitere Faktoren beeinflusst wird, wie
beispielsweise durch das Vermögen der Gesellschaft (Kapital, Reserven), die Liquidität der
Unternehmung, Stabilität des Geschäftsbetriebes usw. Für die Bewertung ist jedoch nach Art
der Unternehmungen zu unterscheiden. Die Wegleitung stützt sich insbesondere auf ein
Gutachten, das eine von der Schutzorganisation der privaten Aktiengesellschaften beauftragte
Expertenkommission erarbeitet hat und welches auch in der Lehre und Praxis überwiegend
zustimmend aufgenommen worden ist (vgl. Der Steuerentscheid [StE] 1997, B 22.2 Nr. 13, E. 3;
StE 2010, B 93.4 Nr. 6, E. 3).
d) Die in der Schweiz bekannte Mittelwertmethode (Praktikermethode) errechnet
den Unternehmenswert aus einem gewichteten Mittel von Substanzwert und Ertragswert (vgl.
http://www.steuerkonferenz.ch/
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KS Nr. 28, Rz. 34). Obschon die Diversifikation der Methoden grundsätzlich positiv angesehen
wird, ist unklar, wie der Substanz- und der Ertragswert präzise zu gewichten sind.
Problematisch ist ferner die Vernachlässigung immaterieller Vermögenswerte. Das
beschriebene Verfahren kommt vor allem bei Kleinunternehmen in der Schweiz aufgrund seiner
einfachen Umsetzbarkeit und der hohen Akzeptanz zur Anwendung (vgl. Der Schweizer
Treuhänder, 9/2009, S. 605; ausführlich: Carl Helbling, Unternehmensbewertung und Steuern,
9. A. Düsseldorf 1998, S. 132 und S. 167).
3. Ein Abweichen von einer schematischen Bewertung nicht kotierter Wertpapiere ist im
Einzelfall zwar möglich, aber nur dann, wenn eine bessere Erkenntnis des Verkehrswertes dies
gebietet (vgl. StE 1988, B 72.13.22 Nr. 10, E. 2c; StE 2010, B 93.4 Nr. 6, E. 3b ff.), umso mehr,
als, wie bereits weiter oben erwähnt, das basellandschaftliche Dekret auf die
Bewertungsrichtlinien und damit auf das KS Nr. 28 verweist.
a) Die Vertreterin der Rekurrenten führt aus, die Aktien der C. AG könnten nur
firmenintern übertragen werden. Sie müssten bei Firmenaustritt zu dem Preis angeboten
werden, welcher durch die Generalversammlung festgesetzt werde. Die Preisbildung sei
transparent. Die Bewertung sei lediglich aufgrund des Substanzwertes vorzunehmen. Die
Steuerverwaltung hält dafür, privatrechtliche Verträge wie ABV‚ welche die Übertragbarkeit der
Wertpapiere beeinträchtigten, seien für die Bewertung unbeachtlich. ABV hätten auf den
inneren Wert der Gesellschaft als Ganzes und damit auch auf den Vermögenssteuerwert
keinen Einfluss. Schliesslich könnten ABV jederzeit durch eine entsprechende Vereinbarung
wieder aufgelöst werden.
b) Das KS Nr. 28 geht vom Grundsatz aus, dass privatrechtliche Verträge wie
beispielsweise ABV, welche die Übertragbarkeit der Wertpapiere beeinträchtigen würden, für
die Bewertung unbeachtlich sind (vgl. KS Nr. 28, Rz. 2). ABV sind in der Praxis häufig.
Dasselbe gilt für die im vorliegenden Fall geltenden Vinkulierungsklauseln. Daraus kann
deshalb noch nicht abgeleitet werden, dass es sich um einen derart speziellen Einzelfall
handelt, in welchem von den Bewertungsrichtlinien abzuweichen ist.
c) Hat eine massgebliche Handänderung unter unabhängigen Dritten stattgefunden,
gilt als Verkehrswert der entsprechende Kaufpreis (vgl. KS Nr. 28, Rz. 2).
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d) Der Begriff „massgeblich“ wird im Steuerrecht nicht einheitlich verwendet. Der
Sinn und Zweck dieses Begriffs besteht darin zu unterstreichen, dass ein erzielter
Handänderungspreis nur dann zu berücksichtigen ist, wenn sich daraus ein vertretbarer,
plausibler Verkehrswert herleiten lässt. Das bedeutet nichts anderes, als dass ein
Handänderungspreis einzelfallbezogen beurteilt werden muss. Aus diesem Grunde wird auch
bewusst darauf verzichtet, den Begriff „massgeblich“ prozentual zu quantifizieren. Im Sinne
einer Faustregel kann in quantitativer Hinsicht aber davon ausgegangen werden, dass ein
Transaktionsvolumen von 10 % p.a. als massgeblich betrachtet werden kann (vgl. Kommentar
zu KS Nr. 28, Rz. 2, Begriff der massgeblichen Handänderung). Vorliegend haben seit dem
Jahr 2008 jeweils 1, 2 oder 3 von insgesamt 210 Namenaktien der C. AG käuflich die Hand
gewechselt. Es handelt sich dabei um unbedeutende Transaktionen. Zu einer massgeblichen
Handänderung im Sinne der hiervor zitierten Praxis ist es damit jedenfalls nicht gekommen.
e) Nicht jeder Veräusserungspreis geht einer Formelbewertung vor. Voraussetzung
einer steuerlich relevanten Preisbildung ist, dass tatsächlich ein Marktpreis gebildet wird und
nicht andere Umstände die freie Preisbildung beeinflussen. Ein Aktienverkauf vom Vater an den
Sohn kann nicht als unter unabhängigen Dritten erfolgt betrachtet werden. Es darf jedoch
vermutet werden, dass der Vater seinem bereits im Geschäft tätigen Sohn die Aktien nicht zu
einem überhöhten Preis verkaufen würde. Aus diesem Grunde kann auch eine solche
Handänderung durchaus für die Ermittlung des steuerlich massgebenden Verkehrswerts
berücksichtigt werden. Die gleiche Überlegung ist bei Aktienverkäufen anzustellen, die im
Rahmen einer familieninternen Nachfolgeplanung erfolgen (vgl. Kommentar zu KS Nr. 28, Rz.
2, Handänderung unter unabhängigen Dritten, mit weiteren Hinweisen). Vorliegend hat einer
der Firmengründer seinem Sohn, dem Rekurrenten, im Rahmen der Nachfolgeregelung einen
Teil seiner Aktien, nämlich 44, geschenkt. Der Vertreter der Rekurrenten macht geltend, für den
Fall, dass diese Aktienübertragung entgeltlich erfolgt wäre, hätte sie zu den gleichen
Bedingungen stattfinden müssen wie die anderen Verkäufe seit dem Jahr 2008. In quantitativer
Hinsicht liegt zwar grundsätzlich eine massgebliche Handänderung vor. Eine Schenkung bzw.
ein hypothetischer Kaufpreis kann für die Ermittlung des steuerlich massgebenden
Verkehrswerts indes, da gar kein Marktpreis gebildet wird, nicht genügen. Wenn schon müsste
ein konkreter Kaufpreis vorliegen. Da dies nicht der Fall ist, kann auch offen bleiben, ob die
Handänderung unter unabhängigen Dritten erfolgt ist.
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f) Aus alledem folgt, dass keine massgebliche Handänderung unter unabhängigen
Dritten stattgefunden und die Steuerverwaltung deshalb zwecks Bewertung der Aktien der C.
AG zu Recht auf das KS Nr. 28 abgestellt hat.
4. Der Verkehrswert der Namenaktien der C. AG wurde seitens der Steuerverwaltung auf
Fr. 21‘240.-- festgelegt.
a) Für die Vermögenssteuer der Steuerperiode (n) ist grundsätzlich der
Verkehrswert des Wertpapiers per 31. Dezember (n) massgebend (vgl. KS Nr. 28, Rz. 1). Die
Berechnung des Verkehrswerts von nichtkotierten Wertpapieren per Ende Steuerperiode (n)
verlangt in der Regel die Jahresrechnung (n) der zu bewertenden Gesellschaft. Im Zeitpunkt der
Veranlagung der natürlichen Person ist die notwendige Jahresrechnung der zu bewertenden
Gesellschaft meistens noch ausstehend. Um das Veranlagungsverfahren nicht zu verzögern,
kann auf den Verkehrswert für die Steuerperiode (n-1) abgestellt werden, sofern die
Gesellschaft im Geschäftsjahr (n) keine wesentlichen Veränderungen erfahren hat (vgl. KS Nr.
28, Rz. 4). Grundsätzlich ist der Verkehrswert am Ende der Steuerperiode oder der
Steuerpflicht massgebend (Art. 66 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Harmonisierung der
direkten Steuern der Kantone und Gemeinden [StHG] vom 14. Dezember 1990). Die
Verwendung des Vorjahreswertes stellt zwar ein praxistaugliches Mittel zur Beschleunigung des
Veranlagungsverfahrens dar, widerspricht jedoch im Grundsatz den gesetzlichen
Bestimmungen. Der Entscheid, ob in einem Kanton bei der Veranlagung von natürlichen
Personen üblicherweise auf den Vorjahressteuerwert abgestellt wird, ist daher ausschliesslich
Sache dieses Kantons. Die in der Wegleitung enthaltene Regelung kann nur unter der streng
verstandenen Voraussetzung einer fehlenden wesentlichen Veränderung gerade noch als
gesetzeskonforme „Praktikerlösung“ hingenommen werden, ist doch von Gesetzes wegen
klarerweise auf den Wert per Ende Steuerperiode und gerade nicht auf Vorjahreswerte
abzustellen (vgl. Kommentar zu KS Nr. 28, Rz. 4, Verwendung des Vorjahreswertes, mit
weiteren Hinweisen).
b) Gemäss Praxis der Steuerverwaltung haben die Aktionäre die Wahl zwischen
dem Steuerwert per 31. Dezember des aktuellen und dem des Vorjahres bzw. die
Steuerverwaltung setzt von Amtes wegen den für die Pflichtigen günstigeren Steuerwert ein.
Per Ende 2011 belief sich der Steuerwert auf Fr. 30‘280.--, per Ende 2010 auf Fr. 21‘240.--.
Beide Berechnungen erfolgten in Übereinstimmung mit dem KS Nr. 28. Sie werden seitens der
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Rekurrenten dem Grundsatz nach denn auch nicht bestritten. Das praxisgemässe Abstellen auf
den Vorjahreswert bzw. auf den für die Pflichtigen günstigeren Wert, in casu Fr. 21‘240.--, ist im
Lichte der hiervor zitierten Praxis nicht zu beanstanden.
Der Rekurs erweist sich damit als unbegründet und ist abzuweisen.
5. Ausgangsgemäss sind den Rekurrenten Verfahrenskosten in Höhe von Fr. 800.--
aufzuerlegen (§ 130 StG i.V.m. § 20 Abs. 1 und 3 des Gesetzes über die Verfassungs- und
Verwaltungsprozessordnung [VPO] vom 16. Dezember 1993).
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