Decision ID: 3ca34bee-94d2-4e18-92a2-3705acf00f5b
Year: 2009
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
C._,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Jürg Senn, Ulrichstrasse 14, 8032 Zürich,
gegen
Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358,
6002 Luzern,
Beschwerdegegnerin,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Urs Glaus, Oberer Graben 44, Postfach,
9001 St. Gallen,
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betreffend
Invalidenrente und Integritätsentschädigung
Sachverhalt:
A.
C._ war als Filialleiterin bei der A._ angestellt und dadurch bei der Suva
unfallversichert, als sie am 10. Januar 2005 beim Skifahren stürzte (UV-act. 1, 10.2). Dr.
med. B._, Spezialarzt Orthopädische Chirurgie FMH, diagnostizierte im Bericht vom
2. Dezember 2005 eine Synovalitis eine inkomplette Supraspinatussehnenruptur und
ein posttraumatisches Impingement der rechten Schulter mit Bursitis subacromialis
(UV-act. 6.5). Der Hausarzt Dr. med. D._, Arzt für Allgemeine Medizin, bestätigte am
22. Februar 2006 einen Status nach Operation der rechten Schulter am 1. Dezember
2005 (UV-act. 9.1). Die Suva erbrachte die gesetzlichen Leistungen. Nach
Durchführung von weiteren Abklärungen eröffnete sie der Versicherten mit Verfügung
vom 14. Juli 2007 den Anspruch auf eine Invalidenrente ab 1. August 2007 auf der
Basis einer Erwerbsunfähigkeit von 21% und eines versicherten Jahresverdienstes von
Fr. 63'591.--. Im Weiteren wurde ihr eine Integritätsentschädigung auf der Basis eines
Integritätsschadens von 5% zugesprochen (UV-act. 96). Die gegen diese Verfügung
erhobene Einsprache (UV-act. 103) wies die Suva mit Einspracheentscheid vom 30.
Januar 2008 ab.
B.
B.a Gegen diesen Einspracheentscheid liess die Versicherte durch Rechtsanwalt
lic. iur. Jürg Senn, Zürich, mit Eingabe vom 3. März 2008 Beschwerde erheben mit dem
Antrag, der Entscheid sei insoweit aufzuheben, als der Beschwerdeführerin eine
Invalidenrente gestützt auf einen Invaliditätsgrad von lediglich 21% und eine
Integritätsentschädigung von lediglich 5% zugesprochen werde, und die
Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, der Beschwerdeführerin - allenfalls nach
Durchführung weiterer Abklärungen - eine höhere Invalidenrente und eine höhere
Integritätsentschädigung zuzusprechen. Zur Begründung legte der Rechtsvertreter
unter anderem dar, bezüglich seiner Einschätzung der Zumutbarkeit einer
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vollschichtigen Tätigkeit bleibe der Kreisarzt Dr. med. E._, Facharzt FMH für
Chirurgie, speziell Allgemein- und Unfallchirurgie, in der Beurteilung vom 6. Juli 2007
sehr unklar. Eine Begründung enthalte die Notiz nicht, eine Auseinandersetzung mit
den Vorakten ebenso wenig. Das (auf ein 100%-Pensum aufgerechnete)
Valideneinkommen von Fr. 65'000.-- (13 x Fr. 4'500.-- [90%] = Fr. 58'500.--) treffe nicht
zu. Einerseits seien die Überstunden vergessen gegangen, welche die
Beschwerdeführerin ohne die Unfallfolgen geleistet hätte. Anderseits hätten die
Angestellten, welche nicht von Unfallfolgen betroffen gewesen seien, in den Jahren
2005 bis 2007 Lohnerhöhungen erhalten. Auch wenn im Weiteren von einer
Invalidentätigkeit von 100% ausgegangen werden könnte - was bestritten werde -, so
erweise sich die Ermittlung des Invalideneinkommens als offensichtlich zu hoch. Auch
wenn nach der jüngsten Rechtsprechung eine Kontrollrechnung mittels LSE nicht mehr
unbedingt als erforderlich erachtet werde, so zeige eine solche Kontrollrechnung doch
auf, dass vorliegend DAP-Blätter ausgewählt worden seien, welche alle über dem
Durchschnittsverdienst für Hilfsarbeiten liegen würden. Es seien von vornherein Löhne
ausgesucht worden, welche geeignet gewesen seien, den Durchschnitt der
Hilfstätigkeiten gemäss LSE nach oben zu heben, um den Invaliditätsgrad möglichst
tief zu halten. Dieses Vorgehen sei umso bedenklicher, als der Durchschnitt der
Durchschnittslöhne gemäss den DAP-Blättern unter dem Durchschnitt der für die
Beschwerdeführerin herausgearbeiteten Löhne gelegen habe. Bei diesem Vorgehen
werde dann nicht einmal ein Abzug für die Behinderung vorgenommen. Unter solchen
Voraussetzungen sei eine rechtsgleiche Behandlung nicht gewährleistet. Mit der
Einführung von DAP-Blättern habe die Beschwerdegegnerin den Invaliditätsgrad
minimieren wollen.
B.b In der Beschwerdeantwort vom 3. Juni 2008 beantragte Rechtsanwalt Dr. Urs
Glaus, St. Gallen, für die Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde. Zur
Begründung verwies der Rechtsvertreter auf die Darlegungen im angefochtenen
Entscheid und führte unter anderem aus, die Schulterproblematik der
Beschwerdeführerin bestehe nach Lage der Akten zumindest teilweise aus
degenerativen Veränderungen. Die Zumutbarkeitsbeurteilung durch Dr. med. F._,
FMH für Sport- und Unfallchirurgie, vom 11. September 2007 sei in diversen Punkten
zu beanstanden. Die Beurteilungen der Suva-Ärzte Dr. E._ und Dr. med. G._,
Facharzt für Chirurgie FMH, sei aufgrund der Akten nachvollziehbar, differenziert
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begründet und schlüssig. Es sei folglich von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit der
Beschwerdeführerin in einer ihrem Leiden adaptierten Tätigkeit auszugehen.
Hinsichtlich der Bemessung des Valideneinkommens sei davon auszugehen, dass die
ehemalige Arbeitgeberin bei ihren Angaben eine allfällige Lohnerhöhung berücksichtigt
und die dauernde Notwendigkeit von Überstunden erwähnt hätte. Es liege somit an der
Beschwerdeführerin darzulegen, dass sie mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine
Lohnerhöhung erhalten hätte. Dass einzelne Angestellte eine Lohnerhöhung erhalten
hätten, lasse noch bei weitem nicht darauf schliessen, dass es sich im Fall der
Beschwerdeführerin ebenfalls so zugetragen hätte. Die Beschwerdeführerin habe den
Beweis dafür zu liefern, dass Überstunden auch tatsächlich geleistet worden wären.
Diesen Beweis sei sie schuldig geblieben. Hinsichtlich der Bemessung des
Invalideneinkommens sei eine "Kontrollrechnung" mit LSE nicht nötig, wenn die DAP
den Anforderungen gemäss Rechtsprechung genügen würden, was hier zutreffe. Die
Auswahl der beigezogenen DAP-Blätter sei ins Ermessen der Beschwerdegegnerin
gestellt, wobei grössere Abweichungen vom Durchschnitt zu begründen seien. Der
Durchschnittslohn der verwendeten DAP liege vorliegend 3.3% über dem Durchschnitt
der anderen vergleichbaren DAP. Eine grosse Abweichung liege somit nicht vor. Die
Abweichung sei zudem auch begründet. Den Akten lasse sich nicht entnehmen, dass
die Beschwerdeführerin die Anforderungsprofile der DAP nicht würde erfüllen können.
Des Weiteren sei nicht ersichtlich, weshalb der Beschwerdeführerin eine Hilfsarbeit in
der Industrie nicht zumutbar sein sollte. Eine Integritätsentschädigung von 20% bei
einer Beweglichkeitseinschränkung der Schulter von 20% erscheine nicht
nachvollziehbar.
B.c Mit Replik vom 19. November 2008 hielt der Rechtsvertreter der
Beschwerdeführerin fest, die zwischenzeitlich geführten Vergleichsverhandlungen mit
der Beschwerdegegnerin seien gescheitert. Im Übrigen bestätigte er seinen Antrag und
seine Ausführungen.
B.d In der Duplik vom 22. Dezember 2008 hielt der Rechtsvertreter der
Beschwerdegegnerin an seinem Standpunkt fest.

Erwägungen:
1.
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Streitig sind vorliegend die Bemessung der Invalidität der Beschwerdeführerin und des
Integritätsschadens. Die Beschwerdegegnerin legte im angefochtenen Entscheid die
rechtlichen Grundlagen der Invaliditätsbemessung (Erw. 1a) und der Festlegung der
Integritätsentschädigung (Erw. 2a) zutreffend dar. Darauf ist zu verweisen.
2.
2.1 Kreisarzt Dr. med. H._, Orthopädische Chirurgie FMH, kam gestützt auf eine
Untersuchung der Beschwerdeführerin vom 13. April 2006 zum Schluss, eine
gelegentliche Wiederaufnahme der Arbeit erachte er als zumutbar, allenfalls unter
Ausklammerung der Tätigkeiten, welche Armhaltungen über Brust- oder Schulterhöhe
verlangen würden. Für eine solchermassen adaptierte Tätigkeit erachte er eine
Arbeitsfähigkeit von 50% ab 1. Juni 2006 als gegeben. Aus dem Verlauf werde sich
dann allenfalls die Möglichkeit einer Steigerung der Arbeitsfähigkeit ergeben (UV-act.
13). Dr. B._ berichtete am 9. Mai 2006, es würden belastungsabhängige Schmerzen
in der rechten Schulter sowie bei Arbeiten über der Horizontalen persistieren. Die Dauer
der Behandlung sei nicht absehbar. Ab 1. Mai 2006 liege eine Arbeitsfähigkeit von 50%
vor (UV-act. 18.2). Die Arbeitgeberin löste das Arbeitsverhältnis mit der
Beschwerdeführerin auf Ende Oktober 2006 auf (UV-act. 21.3, 29). Dr. med. I._,
Orthopädie am Rosenberg, berichtete am 13. Juli 2006 über eine Hospitalisation der
Beschwerdeführerin zur Durchführung einer Arthroskopie (UV-act. 26). Am 16.
November 2006 bestätigte der Arzt eine (volle) Arbeitsunfähigkeit in einem manuellen
Beruf. Rein theoretisch sei in einer administrativen Tätigkeit mit Bewegungen ohne
Belastungen, unterhalb der Horizontalen, eine 50%ige Arbeitsfähigkeit wohl möglich
(UV-act. 42). Dementsprechend richtete die Beschwerdegegnerin ab 13. November
2006 ein Taggeld auf der Basis einer Arbeitsfähigkeit von 50% aus (UV-act. 42, 44). Der
Chiropraktor Dr. J._ diagnostizierte am 17. Januar 2007 neben dem Status nach
Schulteroperation ein lumbospondylogenes und zervikothorakales Schmerzsyndrom
(UV-act. 52). Eine kreisärztliche Untersuchung ergab gemäss Bericht von Dr. E._ vom
30. Januar 2007 unter anderem, dass es der Beschwerdeführerin nach der zweiten
Operation von der Bewegung her schlechter als vorher und von Seiten der Schmerzen
unverändert gehe. Es bestünden gewisse Zeichen für ein Impingement, aber nicht
konklusiv. Anhaltspunkte für eine Sehneninsuffizienz oder eine Muskelatrophie
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bestünden nicht. Es sei ein MRI anzumelden zur Verlaufsbeurteilung (UV-act. 57). Am
8. Februar 2007 wurde ein Arthro-MRI der rechten Schulter erstellt (UV-act. 59).
2.2 In der Folge empfahl Dr. I._ im Bericht vom 12. März 2007 die Weiterführung
der konservativen Therapie. Weitere operative bzw. orthopädische Massnahmen hätten
im Moment keinen Sinn. Bezüglich Arbeitsfähigkeit verweise er auf den Bericht an die
Beschwerdegegnerin bzw. von der Beschwerdegegnerin. Diesbezüglich habe sich
nichts geändert (UV-act. 62). Mit den vorgeschlagenen Massnahmen erklärte sich der
Kreisarzt einverstanden (UV-act. 62 unten und 63). Im Austrittsbericht der Reha-Klinik
Walenstadtberg vom 10. April 2007 wurden als Diagnosen neben den
Schulterschmerzen rechts das Schmerzsyndrom im Rücken vermerkt und die
Arbeitsfähigkeit für leichtere Tätigkeiten mit 50% angegeben (UV-act. 65). Auf den
30. April 2007 reiste die Beschwerdeführerin nach Slowenien aus (UV-act. 70). Am 6.
Juli 2007 gab Kreisarzt Dr. E._ bekannt, auf eine Abschlussuntersuchung könne
aufgrund der kreisärztlichen Untersuchung vom Januar 2007 und des Berichts der
Reha-Klinik Walenstadtberg verzichtet werden. Dort würden sich die
Schulterbeweglichkeits-Befunde zeigen. Die MRI-Untersuchung vom Februar 2007
habe eine subacromiale Reizung gezeigt. Bei Beschwerdepersistenz sei allenfalls eine
Infiltration subacromial durchzuführen. Sodann sei eine Salbentherapie anzuwenden.
Weitere Behandlungsmassnahmen seien, abgesehen von einem Analgetikum in
Reserve, nicht notwendig. Hinsichtlich der rechten Schulter seien repetitive
Überkopfarbeiten zu vermeiden. Das Heben und Tragen von Gewichten von 2 1⁄2 kg bis
Kopfhöhe und von 5 kg bis Lendenhöhe körpernah sei vollschichtig zumutbar, 1 kg
gelegentlich auch über Kopf. Wiederholte ausladende Bewegungen und das Aussetzen
des rechten Arms an hämmernde und vibrierende Einflüsse seien zu vermeiden (UV-
act. 88).
2.3 Im Gutachten zuhanden des Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin vom
11. September 2007 führte Dr. F._ unter anderem aus, objektiv zeige sich bei der
klinischen Untersuchung eine freie Beweglichkeit (der Schulter), jedoch mit deutlich
schmerzhaftem Bogen. Lediglich die Innenrotation sei ca. 20% eingeschränkt. Die
Impingement-Zeichen seien positiv. Es bestünden deutliche Myogelosen im
Schultergürtelbereich dorsal, rechts mehr als links. Zu diagnostizieren sei ein
persistierendes Schmerzsyndrom Schulter rechts. Arbeiten über Kopf seien nicht
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möglich. Hingegen seien leichte Arbeiten mit Einsatz der rechten Extremität unterhalb
der Horizontalen zumutbar, da in dieser Position das Schultergelenk deutlich weniger
belastet werde. Allerdings seien repetitive Manipulationen, auch verbunden mit
längerem Sitzen, zu vermeiden. Auch Manipulationen von Gegenständen über 2 kg
seien zu vermeiden. Bei entsprechend angepasster Tätigkeit sei eine Arbeitsfähigkeit
von 50% möglich. Eine ärztliche Fehlbehandlung liege nicht vor (act. G 1.3). In der
ärztlichen Beurteilung vom 7. Mai 2008 kam Suva-Arzt Dr. G._ unter anderem zum
Schluss, die Beschwerdeführerin habe sich am 10. Januar 2005 eine Kontusion der
rechten dominanten Schulter zugezogen. Das Ereignis sei mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit nicht geeignet gewesen, eine Partialruptur der Supraspinatussehne
zu verursachen, wohl aber eine vorbestehende, bis anhin stumme, degenerative
Veränderung an der Rotatorenmanschette manifest werden zu lassen und allenfalls
auch eine Bursitis zu verursachen. Die Beschwerdeführerin sei zum Unfallzeitpunkt in
einem Alter (45 Jahre) gewesen, in dem sich solche Sehnenteilrisse zunehmend auch
ohne Unfallereignis ausbilden und auch zunehmend zu manifestieren beginnen würden.
Eine Fehlbehandlung habe nicht vorgelegen. Dr. F._ leite aus den von ihm erhobenen
klinischen Befunden die Diagnose eines persistierenden Schmerzsyndroms Schulter
rechts nach zweimaligem operativen Eingriff wegen posttraumatischem Impingement
mit Partialruptur der Supraspinatussehne und Bicepstendinitis ab, ohne eine
strukturelle Schädigung als Ursache für die von der Patientin beklagten Schmerzen zu
benennen. Insbesondere diskutiere Dr. F._ auch nicht, inwieweit degenerative
Veränderungen der HWS - die Beschwerdeführerin sei wegen Nackenbeschwerden in
hausärztlicher und rheumatologischer Behandlung gewesen - zumindest
mitverantwortlich für die Beschwerden seien, könnten doch solche einen sogenannten
"refered pain" in der Schulter verursachen. Die von Dr. F._ erwähnten Myogelosen
am Schultergürtel dorsal würden nicht einer strukturellen Schädigung, sondern einem
funktionellen Zustand der betroffenen Muskulatur entsprechen. Solche Myogelosen
würden sich bei praktisch jedem Probanden finden lassen. Eine erneute
Befunderhebung auch durch den gleichen Untersucher könne schon wenige Stunden
und erst recht einige Tage nach der Erstuntersuchung ein völlig anderes Bild ergeben.
Die Aussage von Dr. F._, wonach Arbeiten über Kopf nicht möglich seien, stehe im
Widerspruch zur Aussage der Beschwerdeführerin, dass sie Wäsche hängen könne -
allerdings verbunden mit Schmerzen - und auch zu der von ihm festgestellten freien
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Schulterbeweglichkeit. Er (Dr. G._) teile die Beurteilung des Kreisarztes, wonach
repetitive Überkopfarbeiten zu vermeiden seien. Bezüglich Heben und Tragen von
Gewichten sei Dr. F._ zum Schluss gekommen, dass Gewichte über 2 kg zu
vermeiden seien. Dies sei kaum mit den alltäglichen Lebensverrichtungen vereinbar.
Die Beurteilung des Kreisarztes sei diesbezüglich differenzierter ausgefallen und
nachvollziehbar. Dass Dr. F._ sämtliche repetitiven Manipulationen, auch verbunden
mit längerem Sitzen, als zu vermeiden beurteilt habe, sei seines Erachtens wenig
verständlich. Auch repetitive Tätigkeiten auf Tischhöhe, solange sie keine
grossräumigen Bewegungen im rechten Schultergelenk verlangen würden, seien seines
(Dr. G._) Erachtens vollschichtig zumutbar, insbesondere solche, bei denen die
Unterarme zwischendurch abgestützt werden könnten. Bei der richtigen Wahl der
Sitzhöhe könnten solche Tätigkeiten weitgehend mit hängendem Arm ausgeführt
werden. Eine Einschränkung der Sitzdauer lasse sich bei der Beschwerdeführerin
allenfalls mit den unfallfremden Rückenbeschwerden begründen, nicht aber mit den
Schulterbeschwerden. Weshalb Dr. F._ zum Schluss gekommen sei, bei
entsprechend angepasster Tätigkeit sei eine Arbeitsfähigkeit von 50% möglich, sei
nicht nachvollziehbar. Dr. F._ begründe dies auch nicht. Allein aufgrund der
strukturellen Unfallfolgen an der rechten Schulter sei der Beschwerdeführerin sowohl
eine wechselbelastende wie eine rein sitzend, stehend oder gehend zu verrichtende
Tätigkeit zumutbar. Ein gelegentlicher Einsatz der rechten dominanten Hand über Kopf
sei ihr ebenfalls zumutbar, einschliesslich gelegentliches Anheben eines Gewichtes von
1 kg über Kopfniveau hinaus. Grossräumige Bewegungen im rechten Schultergelenk
mit Handeinsatz über Tischniveau seien nur selten zumutbar. Körpernahes Tragen und
Heben bis Lendenhöhe (Gürtelhöhe) von Gewichten bis 7.5 kg sei zumutbar, da dabei
der subacromiale Raum tendenziell erweitert und so dem residuellen Impingement
entgegengewirkt werde. Auch nicht repetitives Heben von Gewichten bis 2.5 kg bis
Schulterhöhe sei zumutbar. Nicht zumutbar seien das Arbeiten auf Leitern und mit
Geräten, welche Vibrationen oder Schläge auf den rechten Arm auslösen würden.
Tätigkeiten, welche die erwähnten Einschränkungen berücksichtigen würden, seien der
Beschwerdeführerin allein unter Berücksichtigung der Unfallfolgen an der rechten
Schulter vollschichtig und mit vollem Rendement zumutbar (vgl. UV-act. 107 S. 8-14).
3.
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3.1 Abzuklären ist, von welcher zumutbaren Arbeitsfähigkeit unter Berücksichtigung
der Unfallfolgen als Grundlage für die ab 1. August 2007 laufende Rente auszugehen
ist. Es liegen mehrere spezialärztliche (orthopädische oder unfallchirurgische)
Einschätzungen vor, welche nicht ohne weiteres miteinander in Einklang zu bringen
sind. Kreisarzt Dr. H._ erachtete ab 1. Juni 2006 eine Arbeitsfähigkeit von 50% als
gegeben und machte eine allfällige Steigerung derselben vom Verlauf abhängig (UV-
act. 13). Dr. B._ bescheinigte ab 1. Mai 2006 ebenfalls eine 50%ige Arbeitsfähigkeit
(UV-act. 18.2). Auch Dr. I._ taxierte die Arbeitsfähigkeit im Bericht vom 16. November
2006 mit 50%, wobei er hierfür eine Tätigkeit mit Bewegungen ohne Belastungen
unterhalb der Horizontalen voraussetzte (UV-act. 42). Der Kreisarzt Dr. E._ erklärte
sich mit dieser Taxierung am 23. November 2006 einverstanden (UV-act. 43). Auch
Dr. J._ erachtete eine Arbeitsfähigkeit von 50% als zumutbar, wobei er allerdings
nicht zwischen unfallbedingten und unfallfremden Leiden unterschied (UV-act. 52). Am
29. Januar 2007 fand eine kreisärztliche Untersuchung durch Dr. E._ statt, aufgrund
welcher der Arzt unter anderem festhielt, objektiv bestehe im Vergleich zur
Untersuchung beim Kreisarztkollegen in Zürich (Dr. H._) heute eine etwas schlechtere
Beweglichkeit (UV-act. 57 S. 3). Zur Arbeitsfähigkeit nahm Dr. E._ wohl deshalb nicht
Stellung, da auf seine Veranlassung noch ein MRI durchzuführen war (UV-act. 57).
Nach Vorliegen des MRI-Ergebnisses (UV-act. 59) bestätigte Dr. I._ am 12. März
2007 seine frühere Arbeitsfähigkeits-Taxation von 50% (UV-act. 62). Von Seiten der
Reha-Klinik Walenstadtberg wurde am 10. April 2007 ebenfalls eine 50%ige
Arbeitsfähigkeit für leichtere Tätigkeiten vermerkt, ohne allerdings zwischen
unfallbedingten (Schulter) und rückenbedingten Ursachen der Einschränkung zu
unterscheiden (vgl. UV-act. 65). In der Folge ging die Beschwerdegegnerin im Mai 2007
weiterhin von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit aus (UV-act. 73). Gut einen Monat später
taxierte Kreisarzt Dr. E._ die Arbeitsfähigkeit insofern als nicht (mehr) eingeschränkt,
als er die vollschichtige Zumutbarkeit einer Tätigkeit unter Beachtung von bestimmten
bewegungs- und gewichtsmässigen Einschränkungen bestätigte. Den Verzicht auf eine
Untersuchung begründete Dr. E._ mit dem Hinweis auf die Ergebnisse der
kreisärztlichen Untersuchung vom Januar 2007 und den Bericht der Reha-Klinik
Walenstadtberg (UV-act. 88). In dem letztgenannten Bericht war nun jedoch wie
erwähnt - wenn auch nicht differenziert nach Ursachen - von einer 50%igen
Arbeitsfähigkeit ausgegangen worden. Die kreisärztliche Untersuchung vom Januar
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2007 hatte sodann wie dargelegt objektiv eher eine Verschlechterung im Vergleich zur
früheren Untersuchung durch Dr. H._ (dieser hatte eine Arbeitsfähigkeit von 50%
bestätigt) gezeigt. Diese "Kehrtwende" im kreisärztlichen Bericht vom 6. Juli 2007
hinsichtlich der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit erscheint mit Blick auf diese
Gegebenheiten nicht ohne weiteres nachvollziehbar, zumal der Kreisarzt ausdrücklich
auf eine Abschlussuntersuchung verzichtete und zudem auch keine gesundheitliche
Veränderung (Verbesserung) hinsichtlich der Schulterproblematik aktenmässig
dokumentiert war. Mit den Vorakten setzte sich der Kreisarzt nicht explizit auseinander
(UV-act. 88). Die Aufnahmen des MRI vom 1. Mai 2006 (vgl. UV-act. 17.1) standen ihm
soweit ersichtlich nicht zur Verfügung (vgl. UV-act. 87). Dr. F._, der die
Beschwerdeführerin persönlich untersuchte, schätzte im Gutachten vom 11.
September 2007 die Arbeitsfähigkeit - wie sämtliche Berichterstatter vor dem letzten
Kreisarztbericht - auf 50% (act. G 1.3). Diesbezüglich lässt sich zwar der ausführlich
begründete Einwand von Dr. G._, dass Dr. F._ bei seiner Einschätzung die im Alter
der Beschwerdeführerin zunehmend auftretenden Degenerationen bzw.
krankheitsbedingten Einschränkungen an der Schulter und auch den Einfluss von
konkret bestehenden degenerativen Veränderungen der HWS nicht berücksichtigt
habe, nicht ohne weiteres von der Hand weisen. Aufgrund der im Gerichtsverfahren
nachgeschobenen, anhand der Akten (ohne Untersuch) und der medizinischen Literatur
erstellten Begründung von Dr. G._ kann dennoch nicht abschliessend entschieden
werden, in welcher Weise allfällige degenerative Veränderungen an der Schulter -
soweit effektiv von solchen ausgegangen werden müsste - zu gewichten wären. Dabei
ist zu beachten, dass krankheitsbedingte Degenerationen nicht nur statistisch bezogen
auf das Alter der Beschwerdeführerin im Unfallzeitpunkt, sondern tatsächlich im
Einzelfall vorliegen müssten. Nicht klar ist auch, ob, und wenn ja in welchem Umfang,
unfallfremde HWS-Probleme hineinspielen und mit der Schulterproblematik ein
untrennbares Ganzes ergeben. Uneinigkeiten bestehen bei Dr. G._ und Dr. F._ im
Weiteren hinsichtlich der Auswirkungen der bestehenden Einschränkungen auf einzelne
Bewegungsabläufe. Dr. G._ erachtete zum einen insbesondere solche Tätigkeiten als
vollschichtig zumutbar, bei denen die Unterarme zwischendurch abgestützt werden
könnten. Zum anderen legte er im gleichen Absatz dar, bei richtiger Wahl der Sitzhöhe
könnten solche Tätigkeiten weitgehend mit hängendem Arm ausgeführt werden. Ob
der Arm nun abgestützt oder hängen gelassen werden soll und wie dies an einem
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Arbeitsplatz praktisch aussehen könnte, erscheint nicht klar. Bei dieser Aktenlage lässt
sich zur zumutbaren Arbeitsfähigkeit - unter alleiniger Berücksichtigung der
Unfallfolgen und Ausserachtlassung der Auswirkungen von allfälligen
krankheitsbedingten Degenerationen an Schulter und HWS - keine abschliessende
Aussage machen. Mehr Klarheit liesse sich überwiegend wahrscheinlich auch nicht
durch eine Vorlage des Berichts von Dr. G._ zur Stellungnahme bei Dr. F._
erreichen, zumal die Erhebungen durch Dr. F._ Befunde an der HWS nicht
beinhalteten (vgl. act. G 1.3 S. 3f) und er somit keine ganzheitliche Aussage zum HWS/
Schulter-Bereich machen könnte. Auch wäre mit Blick auf die erheblich voneinander
abweichenden Schätzungen eine Annäherung der Standpunkte eher nicht zu erwarten.
Unter diesen Umständen drängt sich eine erneute spezialärztliche Begutachtung der
Beschwerdeführerin zur Abklärung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit im oben erwähnten
Sinn auf. Zur Festlegung des Invalideneinkommens (auf der Basis von DAP- oder LSE-
Zahlen; vgl. act. G 1 S. 7-10) ist bei dieser Sachlage nicht näher einzugehen. Immerhin
ist festzuhalten, dass vor einer allfälligen Verwendung der in Frage stehenden DAP-
Zahlen der Einwand der Beschwerdeführerin, wonach eine telefonische Rückfrage
ergeben habe, dass Bewerber mit gesundheitlichen Behinderungen an den
entsprechenden Arbeitsstellen nicht eingestellt würden (act. G 1 S. 8), noch zu prüfen
wäre.
3.2 Die Beschwerdegegnerin legte den versicherten Verdienst von Fr. 63'591.-- auf
der Basis der Lohnabrechnungen der Arbeitgeberin fest (UV-act. 33). Diese
Abrechnungen enthalten auch die Entschädigung von Mehrarbeit, soweit eine solche
geleistet wurde (vgl. UV-act. 32/1, 32/4 bis 32/18). Auf diesen von der
Beschwerdegegnerin ermittelten Betrag ist unbestrittenermassen abzustellen.
Für die Ermittlung des Einkommens, welches die versicherte Person ohne Invalidität
erzielen könnte (Valideneinkommen), ist entscheidend, was sie im Zeitpunkt des
frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten,
nötigenfalls der Teuerung und der realen Lohnentwicklung angepassten Verdienst
angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne
Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 129 V 222 Erw. 4.3 mit Hinweisen).
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Überstundenentschädigungen können bei der Bemessung des Valideneinkommens
berücksichtigt werden, wenn es sich um Entgelt mit Lohncharakter und nicht um
Spesenentschädigungen handelt. Massgebend ist, ob die versicherte Person mit dem
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit aufgrund ihrer konkreten
erwerblichen Situation und ihres tatsächlichen Arbeitseinsatzes vor dem Unfall
weiterhin ein Zusatzeinkommen zufolge Überstundenarbeit hätte erzielen können; die
blosse Möglichkeit dazu genügt nicht (Urteil des Bundesgerichts vom 16. Oktober 2006
i/S. P. [I 262/06] Erw. 4).
Konkret stützte sich die Beschwerdegegnerin für die Ermittlung des
Valideneinkommens von Fr. 65'000.-- (Pensum von 100%) auf Angaben der
Arbeitgeberin, welche den Lohn 2007 für ein 90%-Pensum mit Fr. 58'500.--
bekanntgab (13 x Fr. 4'500.-- Grundlohn bei 39.6 Wochenstunden; UV-act. 77).
Allfällige Überstunden blieben ausser Betracht. Der Standpunkt der
Beschwerdegegnerin, wonach die Entschädigung der Mehrarbeit in die Ermittlung des
Valideneinkommens eingeflossen seien (act. G 25 S. 4 mit Hinweis auf UV-act. 33), trifft
nicht zu. Die Mehrarbeit wurde vielmehr einzig beim versichertenVerdienst
berücksichtigt (vgl. vorangehende Darlegungen). Allein der Umstand, dass der von der
Arbeitgeberin deklarierte Lohn rechtsprechungsgemäss auf ein 100%-Pensum
umgerechnet wurde, bildet entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin
(Einspracheentscheid S. 5 Mitte) für sich allein keinen Grund für einen Verzicht auf die
Berücksichtigung von Überstunden, zumal auch Personen mit einem 100%-Pensum
unter Umständen regelmässige Überstundenarbeit leisten. Ausgewiesen ist vorliegend
wie erwähnt, dass die Beschwerdeführerin vor dem Unfall über das 90%-Pensum
hinaus Mehrarbeit leistete und hierfür auch entschädigt wurde. Aufgrund der Akten
lässt sich allerdings die Frage, ob die Beschwerdeführerin mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit weiterhin ein regelmässiges Zusatzeinkommen zufolge
Überstundenarbeit hätte erzielen können, nicht beantworten. Dies wird die
Beschwerdegegnerin bei der ehemaligen Arbeitgeberin noch zu klären haben (vgl. Art.
43 Abs. 1 ATSG). Gleichzeitig wird bei der Arbeitgeberin anzufragen sein, ob die
Beschwerdeführerin - wie sie geltend machen lässt (act. G 1 S. 6f) - ohne Unfall eine
Lohnerhöhung erhalten hätte.
4.
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4.1 Den Integritätsschaden schätzte Dr. E._ auf 5%. Zur Begründung führte er mit
Hinweis auf Suva-Tabelle 1 aus, dass eine Schulterbeweglichkeit bis 30 Grad über der
Horizontale 10% ergebe. Die Patientin erreiche Werte darüber, wobei er aufgrund der
Ermüdbarkeit und Kraftverminderung den Wert von 5% als geschuldet und
gerechtfertigt erachte, was auch mit dem Übergang einer leichten PHS mit 0% in eine
mässige mit 10% vergleichbar wäre oder der Tabelle 5 mit Übergang in eine schwere
AC-Gelenksarthrose oder Gelenksresektion entsprechen würde; das sei aufgrund des
Impingements ebenfalls vergleichbar (UV-act. 89). Dr. F._ legte im Gutachten vom
11. September 2007 dar, ein Integritätsschaden müsse für eine mässige bis schwere
Form einer Periarthrosis humeroscapularis mit 20% veranschlagt werden (act. G 1.3
S. 4). Dr. G._ hielt sodann im Bericht vom 7. Mai 2008 fest, bei der
Beschwerdeführerin verbleibe ein residuelles subacromiales Impingementsyndrom mit
gemäss Dr. F._ freier Beweglichkeit, aber deutlich schmerzhaftem Bogen; einzig die
Innenrotation sei um ca. 20 Grad eingeschränkt. Dies entspreche wohl einem
dauernden und erheblichen Integritätsschaden. Ursächlich an diesem seien jedoch die
degenerativen Veränderungen, wie sie im Alter der Beschwerdeführerin im
Unfallzeitpunkt (45 Jahre) typisch seien, zu 50%. Bei freier Beweglichkeit im
Schultergelenk, abgesehen von einer 20%igen Einschränkung der Innenrotation, sei
von Seiten der Beweglichkeit kein Integritätsschaden geschuldet, so dass bei der
Beschwerdeführerin die Position einer mässig schweren Form einer Periarthrosis
humeroscapularis (PHS) zur Anwendung komme, weshalb er den Integritätsschaden
auf brutto 10% (Tabelle 1.2), netto 5% schätze. Ein Integritätsschaden von 20% sei
nicht ausgewiesen. Dieser Wert wäre im Fall einer schweren Omarthrose geschuldet
(Tabelle 5.2). Eine solche liege jedoch konkret nicht vor. Zudem habe Dr. F._ nicht
berücksichtigt, dass für den an der rechten Schulter bestehenden Integritätsschaden
degenerative Veränderungen zu 50% ursächlich seien (UV-act. 107 S. 14).
4.2 Wie ausgeführt lässt sich die Frage, inwiefern sich degenerative
(krankheitsbedingte) Aspekte an der Schulter und an der HWS auf das Leiden und die
Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin auswirken, aufgrund der Akten nicht
abschliessend beantworten. Damit ist auch unbeantwortet geblieben, ob und wenn ja,
in welchem Umfang, die von Dr. G._ bei der Integritätsschadenschätzung (mit einem
Anteil von 50%) berücksichtigten Degenerationen einzubeziehen sind. Auch die
Aktenbeurteilung des Kreisarztes Dr. E._ erlaubt keinen abschliessenden Entscheid.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 14/14
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St.Galler Gerichte
Dr. F._ begründete seine Einschätzung nur sehr rudimentär (act. G 1.3 S. 4 unten), so
dass darauf nicht abgestellt werden kann. Diese Umstände bedingen eine erneute
spezialärztliche Schätzung des Integritätsschadens.
5.
Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung des
Einspracheentscheids vom 30. Januar 2008 teilweise gutzuheissen und die
Angelegenheit zur Veranlassung einer spezialärztlichen Begutachtung und zur
Abklärung des Valideneinkommens (Überstunden, Lohnerhöhung) und Neuschätzung
des Integritätsschadens sowie zu entsprechender Neuverfügung der Invalidenrente und
der Integritätsentschädigung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Die Beschwerdeführerin hat
bei diesem Verfahrensausgang Anspruch auf Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG).
Es rechtfertigt sich, diese auf pauschal Fr. 4'000.-- (einschliesslich Barauslagen und
Mehrwertsteuer) festzulegen.
D
emgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG