Decision ID: 9bc68d0c-f4cc-5814-b881-2cc19a1a87fd
Year: 2009
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Mit Schreiben vom 4. Juli 2008 reichte R._ H._, Fachstelle Obstbau, Landwirtschaftliches Zentrum S._, namens der  H._ AG, N._, ein Kollektivgesuch für  (Holunder) beim Bundesamt für Landwirtschaft BLW (Vorinstanz) ein. Dieser Produzentengruppe gehören auch H._ und K._ G._ (Beschwerdeführer) an, welche im April 2006 über eine Fläche von rund 2 ha innovative Holunderkulturen angepflanzt hatten. Am 5. September 2008 teilte das Bundesamt für Landwirtschaft BLW den Beschwerdeführern mit, ihre Beitragsgesuche müssten wegen Verspätung abgewiesen werden, doch machte es sie auf die Möglichkeit aufmerksam, eine anfechtbare Verfügung zu . Hiervon machten diese in der Folge Gebrauch.
B. Mit Verfügung vom 17. Oktober 2008 verweigerte die Vorinstanz die verlangten Beiträge. Zur Begründung machte es geltend, gemäss Art. 9c Abs. 3 der Obst- und Gemüseverordnung müsse die Pflanzung  von höchstens 18 Monaten nach Einreichung des Gesuchs . Aus dieser Bestimmung sei zu schliessen, dass ein Gesuch grundsätzlich vor der Pflanzung einzureichen sei. In der Praxis würde jedoch eine nachträgliche Gesuchseinreichung noch bis Ende des  Kalenderjahres akzeptiert werden. Nachdem das Gesuch für die im April 2006 erfolgten Pflanzungen erst im Juli 2008 gestellt  sei, erweise sich das Gesuch als klar verspätet. Weil auch kein Grund zur Wiederherstellung der versäumten Frist ersichtlich sei,  es mit der Abweisung des Beitragsgesuchs sein Bewenden haben.
C. Gegen diese Verfügung erhoben die Beschwerdeführer am 19.  2008 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht und , die Verfügung unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Vorinstanz aufzuheben und diese gleichzeitig anzuweisen, das Beitragsgesuch gutzuheissen. Zur Begründung brachten die  vor, aus Art. 9c Abs. 3 der Obst- und  lasse sich keine Befristung für die Einreichung eines Gesuchs ableiten, und zwar unabhängig davon, ob dieses vor oder nach der Pflanzung eingereicht werde. Sinn und Zweck dieser Bestimmung sei einzig, sicherzustellen, dass bei einmal gesprochenen Beiträgen die
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Pflanzung auch innert nützlicher Frist erfolge. Im Gegensatz dazu  sich in anderen Erlassen klare Befristungen, so in der , der Öko-Qualitätsverordnung, der  und der Ackerbaubeitragsverordnung.
D. Mit Vernehmlassung vom 10. Dezember 2008 hielt die Vorinstanz an ihrem Antrag auf Abweisung der Beschwerde fest.
E. Am 23. Dezember 2008 reichten die Beschwerdeführer eine  Eingabe ein, in welcher sie an ihren Anträgen festhielten.
F. Am 16. Januar 2009 nahm die Vorinstanz Stellung zur Eingabe vom 23. Dezember 2008 der Beschwerdeführer und hielt an ihren Anträgen fest.
G. Mit Instruktionsverfügung vom 19. Februar 2009 unterbreitete das  den Beschwerdeführern, dem  Zentrum St. Gallen und der Vorinstanz verschiedene Fragen.
H. Mit Antwortschreiben vom 11. März 2009 führte Herr R._ H._, Fachstelle Obstbau des Landwirtschaftlichen Zentrums S._ aus, die Beschwerdeführer hätten innerhalb der  Zeit kein schriftliches Beitragsgesuch, sondern lediglich über Herrn C._ S._, H._ AG, ein mündliches () Gesuch eingereicht. Er könne jedoch nicht mehr sagen, wann er erfahren habe, dass die Beschwerdeführer Holunder angepflanzt hätten und Beiträge beanspruchen würden.
Mit Schreiben vom 13. März 2009 hielt auch die Vorinstanz an ihren Anträgen fest.
Mit Schreiben vom 20. März 2009 führten sodann die  aus, sie seien mit den fraglichen Holunderkulturen Teil der  H._ AG, weshalb sie bereits vor den  mit C._ S._, Verwaltungsratspräsident der H._ AG, die Beitragsfrage besprochen hätten. Herr S._ habe, soweit sie betreffend, für die gesamte Produzentengruppe
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H._ AG bereits Ende 2005/Anfangs 2006 beim  Zentrum S._ bzw. bei R._ H._ mündlich ein Beitragsgesuch gestellt
Mit Eingabe vom 27. April 2009 führte schliesslich Herr S._ aus, er habe das fragliche Gesuch bei Herrn H._ vom  Zentrum S._ gegen Ende des Jahres 2005,  anfangs 2006 telefonisch gestellt, damit dieser es bei der  hätte einreichen können.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1. Das Bundesverwaltungsgericht prüft von Amtes wegen und mit freier Kognition, ob die Prozessvoraussetzungen vorliegen und ob auf eine Beschwerde einzutreten ist (BVGE 2007/6 E. 1 S. 45).
1.1 Die angefochtene Verfügung der Vorinstanz vom 17. Oktober 2008 stützt sich auf die Landwirtschaftsgesetzgebung des Bundes,  auf die Verordnung vom 7. Dezember 1998 über Massnahmen zu Gunsten des Obst- und Gemüsemarktes (Obst- und , SR 916.131.11). Sie stellt somit eine Verfügung im Sinne von Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das  dar (VwVG, SR 172.021). Das  beurteilt gemäss Art. 31 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverwaltungsgericht (VGG, SR 132.32) in Verbindung mit Art. 166 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 29. April 1998 über die Landwirtschaft (Landwirtschaftsgesetz, LwG; SR 910.1) Beschwerden gegen solche Verfügungen. Eine Ausnahme, was das Sachgebiet , ist in casu nicht gegeben (Art. 32 VGG).
1.2 Die Beschwerdeführer haben am vorinstanzlichen Verfahren  und sind durch die angefochtene Verfügung besonders . Sie haben zudem ein schutzwürdiges Interesse an deren  oder Änderung, weshalb sie zur Beschwerde legitimiert sind (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Eingabefrist und -form sind gewahrt (Art. 50 und Art. 52 Abs. 1 VwVG), der Kostenvorschuss wurde fristgemäss  (Art. 63 Abs. 4 VwVG) und die übrigen  liegen ebenfalls vor (Art. 46 ff. VwVG).
Auf die Verwaltungsbeschwerde ist daher einzutreten.
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2. 2.1 Nach Art. 58 Abs. 2 LwG kann der Bund gemeinschaftliche  von Produzenten und Produzentinnen zur Anpassung der Produktion von Früchten und Gemüsen an die Erfordernisse der  mit Beiträgen unterstützen. Gestützt auf Art. 10, 177 Abs. 1 und 185 Abs. 3 des LwG hat der Bundesrat die Obst- und Gemüseverordnung erlassen. In Art. 9a ff. der Obst- und Gemüseverordnung werden die Beiträge für im Rahmen von Produzentengruppen koordinierte  in den Jahren 2004 bis 2011 geregelt.
Beiträge erhalten Bewirtschafter, die gemäss Art. 9c innovative  pflanzen und diese Pflanzungen im Rahmen von  koordinieren (Art. 9a Abs. 1 lit. a der Obst- und ). Reichen Bewirtschafterinnen oder Bewirtschafter ein  für Flächen ein, die grösser sind als 1 ha, haben sie die  nicht im Rahmen einer Produzentengruppe zu koordinieren (Art. 9a Abs. 1 Abs. 2 Obst- und Gemüseverordnung). Die Pflanzung muss innerhalb von höchstens 18 Monaten nach Einreichung des  erfolgen (Art. 9c Abs. 3 Obst- und Gemüseverordnung). Keine Beiträge werden gewährt, wenn das Gesuch einer Produzentengruppe für Umstellungsflächen von weniger als 1 ha gestellt wurde.
2.2 Die Vorinstanz hat eine Anleitung für die Gesuchseingabe im  aufgeschaltet (http://www.blw.admin.ch/themen/index.html ;  für Umstellung und Pflanzung von innovativen Kulturen, Anleitung für die Gesuchseingabe, besucht am 30. Juni 2009). In Ziff. 2.1 wird den Gesuchstellern empfohlen, sich für die Projektplanung wie auch für Fragen zu den einzelnen Dokumenten an die kantonale  resp. an die obstbauliche Beratungsstelle des Kantons zu . Ziff. 2.2 sieht vor, dass je Produzentengruppe ein Koordinator zu bestimmen ist, welcher gegenüber der Vorinstanz für eventuelle  Fragen als Kontaktperson zur Verfügung zu stehen hat. Die  Person kann sowohl Produzent als auch Berater (z.B. beim  oder an kant. Obststellen usw.) sein.
3. Vorliegend ist unbestritten und wird von der Vorinstanz ausdrücklich anerkannt, dass die materiellen Voraussetzungen zur  erfüllt sind. Umstritten ist indessen, ob das Beitragsgesuch  eingereicht wurde bzw. ob die Vorinstanz die Beiträge wegen  verspäteten Gesuchseinreichung zu Recht verweigert hat.
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http://www.blw.admin.ch/themen/index.html
Aus den Akten ergibt sich, dass die Beschwerdeführer zusammen mit fünf anderen Obstbauern in der Produzentengruppe H._ AG (im Folgenden: Produzentengruppe) zusammengeschlossen sind,  Verwaltungsratspräsident C._ S._ ist (vgl. , Beschwerdebeilage 1). Nach übereinstimmender Darstellung der Beschwerdeführer sowie von C._ S._ und R._ H._, die von der Vorinstanz nicht bestritten wird und glaubhaft wirkt, reichte Herr S._ Ende 2005/Anfang 2006 bei R._ H._, zuständiger Sachbearbeiter der Fachstelle Obstbau im Landwirtschaftlichen Zentrum S._, welches zum  des Kantons S._ gehört, ein mündliches „Beitragsgesuch“ ein. Gemäss Eingabe der Beschwerdeführer vom 23. Dezember 2008 und der dieser beigelegten Rechnung vom 18. April 2006 erfolgte die Einpflanzung der fraglichen Holunderkulturen am 7. und 8. April 2006. Gemäss Eingabe der Beschwerdeführer vom 20. März 2009 hätten die Beschwerdeführer im Mai 2006 dem  des Kantons S._ das „Formular Flächenerhebung“ für das Jahr 2006 eingereicht, in welchem die Holunderkulturen  worden seien. Im November 2006 habe J._ W._ vom Landwirtschaftsamt des Kantons S._ den Beschwerdeführer H._ G._ telefonisch auf die Möglichkeit eines  für die Holunderkulturen aufmerksam gemacht, worauf dieser auf das bereits im Kanton S._ laufende Beitragsverfahren  habe. Auch diese, unbestritten gebliebene Darstellung wirkt glaubhaft, so dass sie das Gericht als erwiesen erachtet. Im Jahr 2007 wurde der Kanton S._ auf seinem gesamten Gebiet von einer starken Feuerbrand-Epidemie heimgesucht, was gerichtsnotorisch ist (vgl. BVGE 2008/32). Am 4. Juli 2008 reichte R._ H._ bei der Vorinstanz ein förmliches (schriftliches) Gesuch um Beiträge für die fraglichen Holunderkulturen ein, welches auch von den  unterzeichnet wurde. Mit Schreiben vom 5. September 2008 machte die Vorinstanz die Beschwerdeführer darauf aufmerksam, dass dieses Gesuch verspätet und der Anspruch auf Beiträge deshalb  sei, was sie mit Verfügung vom 17. Oktober 2008 bestätigte.
4. Art. 9c der Obst- und Gemüseverordnung (vgl. E. 2.1) enthält im  zu anderen einschlägigen Erlassen des Landwirtschaftsrechts oder vergleichbarer Rechtsgebiete keine Vorschriften, nach denen sich die Frist zur Einreichung eines Beitragsgesuchs (auf Tage) genau  liesse. Hierauf weisen auch die Beschwerdeführer mit Recht
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hin (vgl. ihre Aufstellung von Rechtsnormen auf Seite 5 und 6 ihrer  vom 19. November 2008).
4.1 Die Vorinstanz als landwirtschaftliche Fachbehörde des Bundes legt Art. 9c Abs. 3 Obst- und Gemüseverordnung so aus, dass  grundsätzlich vor der Bepflanzung einzureichen sind, aber eine nachträgliche Einreichung innerhalb des Kalenderjahres noch akzeptiert wird. Unter diesen Umständen wäre diese Frist im  Fall am 31. Dezember 2006 abgelaufen gewesen und die Gesuchseinreichung am 4. Juli 2008 in der Tat verspätet erfolgt.
4.2 Die Auffassung der Vorinstanz ergibt sich aber nicht zwingend aus der zitierten Bestimmung, welche hierzu schweigt, und noch weniger musste sie daher den betroffenen Landwirten und Produzenten  sein. Andere Informationsquellen, welche sich die  allenfalls entgegenhalten lassen müssten, nennt die  nicht und sind auch für das Gericht nicht ersichtlich (vgl. insb. die genannte Anleitung zur Gesucheingabe der Vorinstanz). Geht man mit der Vorinstanz davon aus, dass Beitragsgesuche vernünftigerweise nicht zu jedem beliebigen Zeitpunkt eingereicht werden können, bietet sich als nahe liegende zeitliche Beschränkung die in der fraglichen  in vergleichbarem Sinnzusammenhang genannte Frist von 18 Monaten an. Danach muss die Pflanzung innerhalb von höchstens 18 Monaten nach Einreichung des Gesuchs erfolgen. Erachtet es die Vorinstanz nach dem Gesagten auf Grund dieser Vorschrift als , dass ein Beitragsgesuch auch nach der Pflanzung eingereicht wird, muss sie mangels klarerer zeitlicher Bestimmungen auch in  Fall eine Frist von 18 Monaten für die Gesuchseinreichung . Da die fraglichen Kulturen am 7. und 8. April 2006 gepflanzt wurden, hätte das Gesuch bis 8. Oktober 2007 eingereicht werden dürfen, und muss die Gesuchseinreichung am 4. Juli 2008 dann aber gleichwohl als verspätet bezeichnet werden.
4.3 R._ H._ ist zuständiger Sachbearbeiter der  Obstbau im Landwirtschaftlichen Zentrum des  des Kantons S._. Im Rahmen des -Verfahrens wirkte er für die Produzentengruppe und damit auch für die Beschwerdeführer als Koordinator. Diese Möglichkeit der  von Angehörigen einer landwirtschaftlichen Fachbehörde ist in Ziffer 2.2 der Anleitung der Vorinstanz für die Gesuchseingabe  vorgesehen (vgl. oben E. 2.2). In seiner Eingabe vom 11.
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März 2009 an das Gericht (wie bereits in der Gesuchseingabe an die Vorinstanz) weist er auf den Umstand, von Mai 2007 bis Juni 2008  der Feuerbrand-Epidemie im Kanton S._ hoffnungslos überlastet gewesen zu sein, weshalb er das Gesuch nicht früher habe einreichen können. Hierzu listet er die monatlich geleisteten  auf. Die Vorinstanz hält dem entgegen, dass bei ihr kein Gesuch im Sinne von Art. 24 VwVG zur Wiederherstellung der versäumten Frist eingegangen sei.
4.4 Wie erwähnt, ist es gerichtsnotorisch, dass im Jahr 2007 eine -Epidemie bisher nicht bekannten Ausmasses den Kanton S._ auf seinem gesamten Gebiet heimsuchte, was zeitweise zu notstandsähnlichen Verhältnissen führte. Die Ausführungen von Herrn H._ hierzu und namentlich zu der langen und intensiven  Arbeitsbelastung als Fachperson im Bereich Obstbau  dem Gericht als glaubhaft. Es ist für das Gericht auch , dass infolge der Berechnung der Abfindungs- und  diese Arbeitsbelastung bis Ende Juni 2008 andauerte. Nachdem das Hindernis, welches zur Säumnis führte, Ende Juni 2008 weggefallen war, erfolgte die Gesuchseinreichung am 4. Juli 2008 innerhalb der 30-tägigen Frist von Art. 24 VwVG.
Freilich reichte Herr H._ nicht ein förmliches  ein, sondern liess der Vorinstanz zusammen mit dem  Beitragsgesuch ein Begleitschreiben zukommen, in  er sich für die „Verzögerung“ entschuldigte und diese näher . In diesem Begleitschreiben lässt sich somit nach Auffassung des Gerichts ein formgültiges Wiedereinsetzungsgesuch erblicken, welches sich nach dem Gesagten und in Ansehung der besonderen Umstände dieses Falls insgesamt als hinreichend begründet erweist. Die Vorinstanz hätte es daher gutheissen, das Beitragsgesuch  behandeln und gegebenenfalls die beantragten Beiträge gewähren müssen. Dies ist jedoch nicht geschehen. Damit erweist sich die , welche solches verlangt, als begründet, weshalb der  Entscheid als rechtsfehlerhaft aufzuheben ist.
4.5 Zum gleichen Ergebnis führt auch die Überlegung, dass die  Herrn H als Mitglied der zuständigen kantonalen  ihr Vertrauen schenken durften. Dies gilt umso mehr, als die Vorinstanz selber eine solche Mitwirkung von Behördenmitgliedern bei der Einreichung von Beitragsgesuchen in der erwähnten Anleitung
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ausdrücklich empfiehlt, und die oben wiedergegebenen Vorschriften der Obst- und Gemüseverordnung keine klaren Vorschriften über  zu beachtende Fristen bei der Gesuchseinreichung enthalten, die geeignet wären, den guten Glauben der Beschwerdeführer zu . Weil eine kantonale Fachbehörde mit Vollzugsfunktionen im  Lebensbereich mitgewirkt hat, kann auch nicht gesagt werden, das von der Vorinstanz geltend gemachte öffentliche Interesse am richtigen Vollzug der Obst- und Gemüseverordnung sei insgesamt  ungenügend wahrgenommen, dass es den Gutglaubensschutz der Beschwerdeführer überwiege (vgl. BGE 129 II 125 ff E. 3.4; ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 5. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2006, Rz. 622 ff., insbesondere 665 ff.).
5. 5.1 Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet in der Sache selbst oder weist diese ausnahmsweise mit verbindlichen Weisungen an die Vorinstanz zurück (Art. 61 Abs. 1 VwVG). Als reformatorisches  gestattet die Beschwerde der Rechtsmittelinstanz, über die  hinaus in der Sache selbst abschliessend zu entscheiden, also das streitige Rechtsverhältnis zu regeln. Damit wird  das Verfahren abgekürzt, indem sich nicht nochmals die  und allenfalls erneut die Rechtsmittelinstanz mit der Sache  muss.
Ein reformatorischer Entscheid ist jedoch unzulässig, wenn Fragen erstmals zu entscheiden sind, welche die Vorinstanz bei ihrem  aufgrund der von ihr eingenommenen Rechtsauffassung nicht geprüft hat und bezüglich derer ein Beurteilungs- oder ein  der Vorinstanz zu respektieren ist. Zudem ist der  durch die mit den Verhältnissen besser vertraute oder über  Fachkenntnisse verfügende Vorinstanz abzuklären, welche das ihr zustehende Ermessen auszuschöpfen hat (vgl. Urteile des  B-5196/2008 vom 11. Dezember 2008 E. 5 und B-7084/2007 vom 20. Mai 2008 E. 4).
5.2 Vorliegend hat sich die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung vom 10. Dezember 2008 einlässlich zum zuzusprechenden Beitrag . Danach ist nicht von einer bepflanzten Fläche von 20'300 m2 (Beitragsgesuch) oder 22'300 m2 (Beschwerdeschrift) auszugehen, sondern von einer solchen von 22'050 m2 (5x3 m multipliziert mit 1470 Pflanzen). Diese Berechnung ist in Anbetracht des Beitragsgesuchs
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nachvollziehbar (vgl. Beilage 1 zur Vernehmlassung). Weil 30 % des Standardobstanlagewertes für eine Holunderkultur CHF 9'000.-- und nicht CHF 8'000.-- pro ha ergeben, resultiert ein Unterstützungsbeitrag von Fr. 19'845.--. Damit erweist sich die Sache als spruchreif, weshalb eine Rückweisung unterbleiben kann und in Gutheissung der  der angefochtene Entscheid aufzuheben und den  für das Jahr 2006 ein Betrag von Fr. 19'845.-- für die  der Holunderkulturen zuzusprechen ist.
6. Obsiegenden Parteien sind keine Verfahrenskosten aufzuerlegen. Die Beschwerdeführer haben somit keine amtlichen Kosten zu tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Vorinstanzen oder beschwerdeführenden und  Bundesbehörden werden keine Verfahrenskosten auferlegt (Art. 63 Abs. 2 VwVG). Der Entscheid ergeht somit kostenfrei.
7. Als obsiegende Partei haben die Beschwerdeführer Anspruch auf eine Parteientschädigung für die ihnen erwachsenen notwendigen Kosten (Art. 7 Abs. 1 des Reglements über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht vom 21. Februar 2008 [VGKE, SR 173.320.2]). Das Anwaltshonorar ist nach dem notwendigen  des Vertreters zu bemessen und beträgt ohne Mehrwertsteuer mindestens Fr. 200.--, höchstens jedoch Fr. 400.-- pro Stunde (Art. 10 VGKE). Die Parteientschädigung ist aufgrund der eingereichten  festzusetzen. Wird, wie vorliegend, keine Kostennote , setzt das Gericht die Entschädigung selber unter  der Akten und des geschätzten Aufwands fest (Art. 14 Abs. 2 VGKE). Eine Entschädigung von Fr. 4'000.-- inkl. Mehrwertsteuer  als angemessen.