Decision ID: 4236ffb0-5614-5707-bf7f-d6a26b478647
Year: 2013
Language: de
Court: SG_VG
Chamber: SG_VG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ X.Y. (geb. 16. November 1967) stammt aus Serbien. Er hielt sich erstmals 1989 als
Saisonnier in der Schweiz auf. 1990 heiratete er die aus Mazedonien stammende, in
der Schweiz niederlassungsberechtigte A.Y. (geb. 26. April 1959). 1991 erhielt er eine
Aufenthaltsbewilligung (act. 10/Akten des Migrationsamtes 13). Seit 1996 ist er
niederlassungsberechtigt. Die aus der Ehe mit A.Y. hervorgegangenen Kinder F.Y.
(geb. 28. Januar 1994) und G.Y. (geb. 23. Juli 1998) sind ebenfalls in der Schweiz
niederlassungsberechtigt. Sie wurden im Jahr 2003 fremdplatziert. Die Ehefrau
erstattete mehrfach Strafanzeigen gegen X.Y., die am 12. Mai 1993 und am 18. März
2005 zu strafrechtlichen Verurteilungen wegen Tätlichkeiten zu einer Busse von CHF
250.00 und zu zwei Wochen Haft führten (act. 10/Akten des Migrationsamtes 314-316
und 392). X.Y. ging verschiedenen, mehrheitlich temporären Erwerbstätigkeiten nach
und war zeitweise arbeitslos. Am 7. Oktober 2003, am 17. Dezember 2003 und am 3.
Oktober 2006 wurde er wegen Widerhandlungen gegen das Transportgesetz mit
CHF 60.00, CHF 240.00 und CHF 160.00 sowie am 18. November 2005 wegen
Nichttragens der Sicherheitsgurte mit CHF 160.00 gebüsst (vgl. act.10/Akten des
Migrationsamtes 172-173, 179-180, 326 und 384). Zudem wurde er zu bedingten
Gefängnisstrafen von drei Wochen (am 1. Oktober 1998 wegen Erleichterung des
rechtswidrigen Aufenthaltes durch Beherbergung in der Schweiz und der versuchten
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Erleichterung der rechtswidrigen Ausreise von der Schweiz nach Deutschland, act. 10/
Akten des Migrationsamtes 130-131), zehn Tagen (zusammen mit einer Busse von
CHF 200.00 am 10. April 2002 wegen Zechprellerei und Verstössen gegen das
Strassenverkehrsgesetz, act. 10/Akten des Migrationsamtes 394 und 395) und 15
Monaten (am 1. Juli 2004 wegen bandenmässigen Diebstahls, mehrfacher
Sachbeschädigung und mehrfachen Hausfriedensbruches, act. 10/Akten des
Migrationsamtes 207-220, 366-379) verurteilt.
Am 25. Januar 2006 - während des hängigen Scheidungsverfahrens, welches am 21.
März 2006 mit einem Scheidungsurteil abgeschlossen wurde (act. 10/Akten des
Migrationsamtes 351-354) – übergoss ihn seine Ehefrau im Schlaf mit zwei Litern
heissen Öls (vgl. act. 10/Akten des Migrationsamtes 391). X.Y. erlitt schwere
Verbrennungen, welche gegen 40 Eingriffe – letztmals im Februar 2013 am linken Auge
– erforderlich machten, und wird psychiatrisch-psychotherapeutisch und
medikamentös behandelt (vgl. act. 10/Akten des Migrationsamtes 41, 73-76; act. 10/
Rekursakten 3, Beilagen Nr. 3 - 12). Er ist nicht mehr erwerbstätig und bezieht
Taggelder der SUVA. Die Abklärungen zu Bestand und Höhe seiner
sozialversicherungsrechtlichen Ansprüche sind noch nicht abgeschlossen (vgl. act. 14,
Beilage 4 zum Schreiben des Beschwerdeführers vom 7. Mai 2013).
B./ X.Y. heiratete am 7. Dezember 2007 S.T. (geb. 12. März 1965), die aus Kroatien
stammt und der im Jahr 2008 im Rahmen des Familiennachzugs eine
Aufenthaltsbewilligung, letztmals verlängert bis 15. November 2011, erteilt wurde (vgl.
act. 355-360 des Migrationsamtes). Sie ist einzige Gesellschafterin und
Geschäftsführerin der Q. GmbH, welche in den Bereichen Sicherheit, Wohnungs- und
Gebäudereinigung sowie Malerarbeiten, Hauswartungen und Umzüge tätig ist, und
sorgt für den Lebensunterhalt der Eheleute (act. 10/Akten des Migrationsamtes 105
und 106).
Am 15. Juni 2011 wurde X.Y. wegen schwerer Widerhandlung gegen das
Betäubungsmittelgesetz und gegen das Ausländergesetz – er war innerhalb einer
Organisation, welche Heroin im Mehrkilogrammbereich verkaufte, für die Beschaffung
von Wohnungen der "Läufer" zuständig und als Chauffeur tätig – zu einer
Freiheitsstrafe von zwei Jahren, bedingt erlassen bei einer Probezeit von zwei Jahren
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und zu einer Geldstrafe von dreissig Tagessätzen zu je CHF 30.00 verurteilt (act. 10/
Akten des Migrationsamtes 664-675).
C./ Das Migrationsamt widerrief am 1. Dezember 2011 die Niederlassungsbewilligung
von X.Y. und wies ihn an, die Schweiz bis 12. Februar 2012 zu verlassen (act. 10/Akten
des Migrationsamtes 647-656). Das Sicherheits- und Justizdepartement wies den
dagegen erhobenen Rekurs am 25. Oktober 2012 ab, auferlegte X.Y. die
Entscheidgebühr von CHF 1'000.00 und wies sein Begehren um Ersatz der
ausseramtlichen Kosten ab. Der Entscheid war von der Vorsteherin des
Gesundheitsdepartements unterzeichnet, da der Vorsteher des Sicherheits- und
Justizdepartements, der sein Amt am 1. Juni 2012 angetreten hatte, in seiner früheren
anwaltlichen Tätigkeit X.Y. vertreten hatte.
D./ X.Y. (nachfolgend Beschwerdeführer) erhob durch seine damalige Rechtsvertreterin
gegen den am 29. Oktober 2012 versandten Rekursentscheid des Sicherheits- und
Justizdepartements (nachfolgend Vorinstanz) mit Eingabe vom 14. November 2012
Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem Rechtsbegehren, unter Kosten- und
Entschädigungsfolge sei der angefochtene Entscheid aufzuheben und vom Widerruf
der Niederlassungsbewilligung abzusehen, eventuell unter Androhung des Widerrufs
der Niederlassungsbewilligung eine Verwarnung auszusprechen. Die Vorinstanz
verzichtete am 3. Dezember 2012 auf eine Vernehmlassung und beantragte, die
Beschwerde sei unter Kostenfolge abzuweisen. Auf die Ausführungen zur Begründung
der Anträge wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Am 25. April 2013 wurden dem neuen Rechtsvertreter des Beschwerdeführers die
Akten zugestellt. Am 7. Mai 2013 ersuchte er um Zulassung einer weiteren
Stellungnahme und reichte zusätzliche Beweismittel ein. Die Vorinstanz verzichtete am
16. Mai 2013 auf eine Stellungnahme und hielt an ihrem Antrag fest. Am 21. Mai 2013
hielt der Präsident des Verwaltungsgerichts fest, dem Ersuchen, eine weitere
Stellungnahme einreichen zu können, werde nicht entsprochen.

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. (...).
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2. Mit Präsidialverfügung vom 21. Mai 2013 wurde dem Ersuchen des
Beschwerdeführers um Zulassung einer weiteren Stellungnahme vom 7. Mai 2013 nicht
stattgegeben, da sich der Beschwerdeführer im vorliegenden Verfahren bereits
hinreichend habe äussern können und seitens der Vorinstanz weder neue Vorbringen
noch neue Akten eingebracht worden seien. Aus Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art.
53 Abs. 1 VRP ergibt sich diesbezüglich, dass im Beschwerdeverfahren grundsätzlich
nur ein einfacher Schriftenwechsel stattfindet. Einen zweiten Schriftenwechsel sieht
das VRP nicht vor (VerwGE B 2012/9 vom 7. Dezember 2011 E. 2.2. mit Hinweis,
abrufbar unter www.gerichte.sg.ch; Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im
Kanton St. Gallen, 2. Aufl. 2003, Rz. 949). Zur Wahrung des rechtlichen Gehörs im
Sinne von Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung (SR 101, abgekürzt BV) wird eine
zweite Eingabe der Beschwerdeführer allerdings immer dann zugelassen, wenn in der
Vernehmlassung eine Schlechterstellung der Beschwerdeführer beantragt wird, wenn
in der Vernehmlassung neue, bisher nicht erörterte prozessuale Vorfragen aufgeworfen
oder wenn von den Beschwerdebeteiligten neue tatsächliche und rechtliche
Behauptungen vorgebracht werden, die für die Beurteilung der Streitsache von
erheblichem Einfluss sind (VerwGE vom 13. Dezember 1991 i.S. B. & G. AG und
Mitbeteiligte, E. 1b mit Hinweisen; Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 951 mit Hinweisen).
Der Beschwerdeführer begründet sein Ersuchen implizit damit, dass er einen
Anwaltswechsel vorgenommen habe und seinem neuen Vertreter mit Schreiben vom
25. April 2013 die Verfahrensakten zur Einsichtnahme zugestellt worden seien. Die
Vorinstanz verzichtete ihrerseits auf eine Vernehmlassung zur Beschwerdeschrift sowie
auch zum Schreiben des Beschwerdeführers vom 7. Mai 2013 (act. 16, Schreiben der
Vorinstanz vom 16. Mai 2013). Vor diesem Hintergrund und mit Blick auf den Umstand,
dass sich auch aus den Verfahrensakten keine neuen Tatsachen oder
Rechtsstandpunkte ergaben, die einen zweiten Schriftenwechsel erfordert hätten,
verletzt die Nichtzulassung eines zweiten Schriftenwechsels im vorliegenden Fall das
verfassungsmässige Recht auf rechtliches Gehör des Beschwerdeführers nicht. Dem
Beschwerdeführer wurde im Laufe des Verfahrens bereits hinreichend Gelegenheit
geboten, zu sämtlichen Akten und vorinstanzlichen Vorbringen Stellung zu beziehen
(vgl. dazu auch BGer 2C_306/2008 vom 12. November 2008 E. 2.1). Ein Wechsel des
Rechtsvertreters allein löst keinen Anspruch auf einen weiteren Schriftenwechsel aus.
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3. In materieller Hinsicht richtet sich die Beschwerde gegen den Widerruf der
Niederlassungsbewilligung des Beschwerdeführers.
3.1. Nach Art. 63 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 62 Ingress und lit. b des
Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer (Ausländergesetz; SR 142.20,
abgekürzt AuG) kann die Niederlassungsbewilligung von Ausländern, die sich seit mehr
als 15 Jahren ununterbrochen und ordnungsgemäss in der Schweiz aufgehalten haben,
widerrufen werden, wenn sie zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe verurteilt wurden.
Das Erfordernis der "Längerfristigkeit", wie es die bundesgerichtliche Rechtsprechung
umschreibt (vgl. BGer 2C_11/2013 vom 25. März 2013 E. 2.1 mit Hinweis auf BGE 135
II 377 E. 4.1 und 137 II 297 E. 2), ist mit den rechtskräftigen Verurteilungen des
Beschwerdeführers vom 1. Juli 2004 zu einer bedingten Gefängnisstrafe von 15
Monaten wegen bandenmässigen Diebstahls, mehrfacher Sachbeschädigung und
mehrfachen Hausfriedensbruchs sowie vom 15. Juni 2011 zu einer bedingten
Freiheitsstrafe von zwei Jahren wegen schwerer Widerhandlung gegen das
Betäubungsmittelgesetz, der Gehilfenschaft dazu sowie der Förderung der
rechtswidrigen Einreise und der mehrfachen Förderung des rechtswidrigen Aufenthalts
erfüllt. Auch in der Beschwerde wird deshalb zu Recht davon ausgegangen, der
Beschwerdeführer habe den Widerrufsgrund gemäss Art. 63 Abs. 2 in Verbindung mit
Art. 62 Ingress und lit. b AuG erfüllt.
3.2. Sowohl Art. 63 Abs. 2 als auch Art. 62 Ingress und lit. b AuG sind als "Kann"-
Bestimmung formuliert und räumen der zuständigen Behörde einen gewissen
Ermessensspielraum ein. Zu prüfen ist dementsprechend die Verhältnismässigkeit der
Massnahme.
3.2.1. Im Rahmen der Ermessensausübung hat die zuständige Behörde aufgrund des
Landesrechts gemäss Art. 96 Abs. 1 AuG in jedem Fall eine Interessenabwägung
vorzunehmen, wobei sie die öffentlichen Interessen und die persönlichen Verhältnisse
sowie den Grad der Integration der Ausländerinnen und Ausländer zu berücksichtigen
hat. Dabei fallen namentlich die Schwere des Verschuldens, die Dauer der bisherigen
Anwesenheit sowie die dem Betroffenen und seiner Familie drohenden Nachteile in
Betracht (vgl. BGE 135 II 377 E. 4.3 mit Hinweisen).
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An die Schwere des Verschuldens sind umso strengere Anforderungen zu stellen, je
länger der Betroffene in der Schweiz gelebt hat. Neben dem strafrechtlichen
Verschulden sind insbesondere die Art und Schwere der Straftat(en), die durch die
Straftat verletzten Rechtsgüter, die Art und Umstände der Tatbegehung (einfache oder
mehrfache Delinquenz) sowie das Verhalten nach der Tat zu berücksichtigen (vgl. BGE
139 I 19 E. 2.2.1). Dem strafrechtlichen Resozialisierungsgedanken ist zwar im Rahmen
der umfassenden Interessenabwägung Rechnung zu tragen. Die Prognose über das
Wohlverhalten ist jedoch nicht ausschlaggebend, weil aus der Sicht der
Ausländerbehörden das Interesse der öffentlichen Ordnung und Sicherheit im
Vordergrund steht. Aus ausländerrechtlicher Sicht ist das Risiko eines Rückfalls umso
weniger hinzunehmen, je schwerer die Tat wiegt, welche die ausländische Person
begangen hat (vgl. S. Hunziker, in: Caroni/Gächter/Thurnherr [Hrsg.], Stämpflis
Handkommentar, Bern 2010, N 12 zu Art. 63 mit Hinweisen auf die bundesgerichtliche
Rechtsprechung). Im Zusammenhang mit Gewaltdelikten muss selbst ein relativ
geringes Restrisiko nicht hingenommen werden (vgl. BGer 2C_733/2012 vom
24. Januar 2013 E. 3.2.4 mit Hinweisen). Zudem verfolgt das Bundesgericht im
Zusammenhang mit Drogenhandel ausländerrechtlich eine strenge Praxis (vgl. BGer
2C_109/2012 vom 12. Dezember 2012 E. 3.2.1 mit Hinweis auf BGE 129 II 215 E. 6 und
7 sowie BGE 125 II 521 E. 4a/aa). Was das Interesse an der Fernhaltung betrifft, darf
bei ausländischen Personen, die nicht unter das Abkommen vom 21. Juni 1999
zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen
Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten anderseits über die Freizügigkeit (SR
0.142.112.681, abgekürzt FZA) fallen, im Rahmen der Interessenabwägung auch
generalpräventiven Gesichtspunkten Rechnung getragen werden (vgl. BGer
2C_932/2011 vom 7. Juni 2012 E. 3.2 mit Hinweisen auf weitere Rechtsprechung).
3.2.2. Gemäss den Ausführungen zum Verschulden des Beschwerdeführers im
angefochtenen
Entscheid, die auf den Sachdarstellungen des Kreisgerichts St. Gallen beruhen (vgl.
act. 10/Akten des Migrationsamtes 603-591), kam der Beschwerdeführer ungefähr im
Jahr 2005 mit I.K. und L.M. in Kontakt. I.K. war bereits in dieser Zeit für eine aus
Serbien stammende Heroinhändlergruppierung aktiv, die im Umkreis von St. Gallen
erhebliche Mengen an Betäubungsmitteln absetzte, und gründete nach einem
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Zerwürfnis innerhalb der Tätergruppierung eine eigene im Heroinhandel tätige
Gruppierung. Dem Beschwerdeführer kam im Rahmen dieser Gruppierung ab 2008 die
Aufgabe zu, Unterkünfte für die "Läufer" und "Zellenchefs" zu organisieren. Daneben
erfüllte er weitere Aufgaben für I.K. und dessen Heroinhändlergruppe, transportierte
namentlich Mitglieder der Gruppierung illegal über die Grenze, stellte ihnen anlässlich
einer längeren Ferienabwesenheit von ihm und seiner Frau seine eigene Wohnung zur
Verfügung und bewahrte 1`050 Gramm Heroin für sie auf. Zudem war der
Beschwerdeführer auch für einen weiteren Heroinhändlerkreis tätig und organisierte für
Personen aus diesem Kreis Unterkünfte.
Das Kreisgericht St. Gallen ging – wie die Vorinstanz korrekt ausführt (vgl. act. 2,
Entscheid E3b/bb) – in seinem Entscheid vom 15. Juni 2011 davon aus, dass der
Beschwerdeführer in der Organisation um I.K. die Funktion eines Dienstleisters
eingenommen habe. Indem er darüber hinaus auch noch einen Drogentransport
durchgeführt habe, habe er sich zusätzlich als reiner Drogenkurier betätigt. In seiner
Funktion als Dienstleister habe er über einen Zeitraum von mehr als einem Jahr eine
Vielzahl unterschiedlichster logistischer und organisatorischer Dienstleistungen zumeist
im Auftrag von I.K. ausgeführt. Dabei habe er die Organisation gut kennen gelernt.
Ebenso sei er über die hohen Absatzmengen der gesamten Gruppierung gut informiert
gewesen. Auch wenn die Hemmschwelle eines Gehilfen üblicherweise tiefer liege als
bei der Abwicklung von konkreten Geschäften, wiege das Verschulden des
Beschwerdeführers schwer. Er habe in umfassender Kenntnis des Ausmasses die
Tätigkeit des ausserordentlich gut organisierten Drogenhandels massgeblich
unterstützt. Im Sinne einer Stabsfunktion, die direkt I.K., dem Chef der
Gesamtorganisation, unterstellt gewesen sei, sei er mit der Führungsriege der
Gruppierung in engem Kontakt gestanden. Straferhöhend berücksichtigte das
Kreisgericht das Vorliegen von mehreren strafbaren Handlungen, strafmindernd das
Geständnis des Beschwerdeführers, welcher zwar während des gesamten Verfahrens
widersprüchliche Angaben vorgebracht, insgesamt aber den überwiegenden Teil seiner
Delikte gestanden habe. Sein kooperatives Verhalten sowie die von ihm an den Tag
gelegte Einsicht und Reue führten zu einer deutlichen Minderung der Strafe. Zudem
seien die gesundheitlichen Probleme des Beschwerdeführers bei der Strafzumessung
zu berücksichtigen. Die schweren psychischen und körperlichen Beschwerden des
Beschwerdeführers würden zwar nicht die Einsichts- und Steuerungsfähigkeit
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beeinträchtigen, rechtfertigten jedoch eine strafmindernde Berücksichtigung im
Rahmen der Strafzumessung, weil ihn der Strafvollzug besonders hart treffe.
Angesichts der geschilderten Art und des Umfanges der begangenen Delikte sowie
verhängten Strafe stufte die Vorinstanz das Verschulden des Beschwerdeführers in
ausländerrechtlicher Hinsicht als schwer ein. Gemäss ständiger Rechtsprechung des
Bundesgerichts bestehe ein erhebliches öffentliches Interesse an der Fernhaltung
ausländischer Drogendelinquenten und somit im gegebenen Fall am Widerruf der
Niederlassungsbewilligung und an der Wegweisung des Beschwerdeführers (mit
Verweis auf BGer 2C_957/ 2011 vom 4. Juli 2012 E. 2.3).
Der Beschwerdeführer wendet in diesem Zusammenhang ein, dass er
zugegebenermassen gegen das Betäubungsmittelgesetz verstossen, jedoch keine
selbständigen Handlungen vorgenommen habe. Er habe in untergeordneter Stellung
die Tätigkeit der Drogenhandelsorganisation gefördert und sei nicht direkt an den
Erträgen der Heroinverkäufe beteiligt gewesen. Er habe sich daneben geständig
gezeigt und während des Strafverfahrens ein kooperatives Verhalten sowie Einsicht
und Reue an den Tag gelegt. Darüber hinaus sei er nicht einschlägig vorbestraft und
habe sich seit seiner Entlassung aus der Untersuchungshaft wohl verhalten.
Entsprechend sei das Kreisgericht St. Gallen auch nicht von einer negativen
Legalprognose ausgegangen. Aufgrund der untergeordneten Rolle des
Beschwerdeführers in der Heroinhändlerorganisation sei der vorliegend zur Beurteilung
stehende Fall namentlich auch nicht mit dem von der Vorinstanz zu ihren Gunsten
zitierten Bundesgerichtsentscheid 2C_957/2011 vom 4. Juli 2012 zu vergleichen.
Vielmehr enthalte der aufgeführte Entscheid gute Argumente, weshalb ein Widerruf der
Niederlassungsbewilligung im vorliegenden Fall als nicht verhältnismässig zu
qualifizieren sei.
Dem ist entgegenzuhalten, dass die Vorinstanz zutreffend festgestellt hat, dass
Ausgangspunkt und Massstab der fremdenpolizeilichen Güterabwägung in erster Linie
die Schwere des Verschuldens ist, welches sich in der Dauer der Freiheitsstrafe
niederschlägt. Sie hat zudem mit überzeugender Begründung dargelegt, dass die vom
Beschwerdeführer begangenen Straftaten und seine Schuld als schwer zu erachten
seien – auch wenn er teilweise "nur" Gehilfe im qualifizierten Heroinhandel gewesen
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sei. Mit seinen Handlungen nahm der Beschwerdeführer eine Gefahr für die Gesundheit
vieler Menschen in Kauf. Denn wenn der Beschwerdeführer auch nur ausnahmsweise
direkt mit Betäubungsmitteln in Kontakt kam und nicht selbst als Drogendealer in
Erscheinung trat, ermöglichte er mit seinem Tun während mehrerer Jahre überhaupt
erst den eigentlichen Drogenhandel. Er brachte als serbischer Staatsangehöriger mit
Niederlassungsbewilligung die notwendigen Voraussetzungen mit, die den mehrheitlich
illegal anwesenden Verkäufern bzw. "Läufern" fehlte. Entsprechend war die von ihm im
Rahmen der Heroinhändlergruppierung übernommene Rolle – im Gegensatz zu jener
der ständig wechselnden "Läufer" - auch nicht einfach austauschbar. Der
Beschwerdeführer verübte die Taten sodann im vollen Bewusstsein um die Tätigkeiten
des Drogenhändlerrings, die Art, wie die Drogen verkauft wurden, sowie die Menge
selbiger. Davon zeugt auch die Höhe der vom Strafrichter verhängten Strafe, welche im
ausländerrechtlichen Verfahren als Massstab für die Schwere des Verschuldens
heranzuziehen ist. Wie die Vorinstanz korrekt ausführt, fällt darüber hinaus bei der
ausländerrechtlichen Beurteilung der Tat zu Lasten des Beschwerdeführers
erschwerend ins Gewicht, dass das Bundesgericht bei schwerwiegenden
Drogendelikten eine strenge Praxis verfolgt. Gemäss ständiger Rechtsprechung
besteht ein erhebliches öffentliches Interesse an der Fernhaltung ausländischer
Delinquenten im Bereich Drogenhandel (BGer 2A.582/2006 vom 26. Februar 2007
E. 3.4 und 3.5; vgl. BGE 125 II 521 E. 4a/aa und E. 4a/bb). Der Verweis der Vorinstanz
auf die diesbezügliche im von ihr zitierten Entscheid vom 4. Juli 2012
(BGer 2C_957/2011 vom 4. Juli 2012 E. 2.3) wiedergegebene Rechtsprechung des
Bundesgerichts ist somit nicht zu beanstanden. Dass die den zitierten Entscheiden
zugrundeliegenden Sachverhalte nicht identisch mit dem vorliegenden sind, ändert
mitunter nichts an der vom Bundesgericht in dieser Frage vertretenen strengen
Grundhaltung in Zusammenhang mit Drogendelikten der vorliegenden Art.
Der vom Beschwerdeführer zu seinen Gunsten angeführte Entscheid vom 9. November
2005 (BGer 2A.422/2005 vom 9. November 2005) kann wiederum entgegen der
Ausführungen des Beschwerdeführers nicht tel quel auf den vorliegend zu
beurteilenden Sachverhalt bezogen werden, konnte dem delinquenten Ausländer im
fraglichen Entscheid doch positiv angerechnet werden, dass er nicht vorbestraft war,
seit Jahren einer geordneten Arbeit nachging, in Bezug auf die Tat nur als beschränkt
eingeweihter Drogenkurier sowie auf Druck hin tätig wurde und sich seit der Tat
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wohlverhalten hatte. Abgesehen von letzterem Punkt treffen diese im Rahmen der
Verhältnismässigkeitsprüfung positiv zu wertenden Umstände allesamt nicht auf den
Beschwerdeführer zu. So war der Beschwerdeführer bereits mehrfach vorbestraft. Die
Vorinstanz führt diesbezüglich zutreffend aus, dass angesichts der vom
Beschwerdeführer begangenen Straftaten und deren Schwere berechtigte Zweifel
daran bestehen, ob der Beschwerdeführer tatsächlich – wie von ihm behauptet – in
Zukunft ein straffreies Leben führen könne. Bereits vor seinem Unfall im Jahr 2006 ging
der Beschwerdeführer daneben während Jahren keiner geregelten Erwerbstätigkeit
mehr nach. Von einer gelungenen beruflichen Integration des Beschwerdeführers kann
somit ebenfalls nicht gesprochen werden. Dieser Umstand ist neben der Verschuldung
beträchtlichen Ausmasses des Beschwerdeführers (vgl. unten S. 15 Ziff. 4.2.2.) unter
dem sicherheitspolizeilichen Aspekt der Gefahrenabwehr mit zu berücksichtigen.
Nichts zu seinen Gunsten ableiten kann der Beschwerdeführer des Weiteren aus
seinem Verhalten in der Zeit nach der (letzten) Tat. So kommt einem Wohlverhalten in
Unfreiheit, während der strafrechtlichen Probezeit oder unter dem Druck eines
hängigen Bewilligungsverfahrens im Zusammenhang mit der Frage, ob eine
Wegweisung gerechtfertigt sei, nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nur
untergeordnete Bedeutung zu (vgl. Zünd/Hugi Yar, Aufenthaltsbeendende
Massnahmen im schweizerischen Ausländerrecht, insbesondere unter dem Aspekt des
Privat- und Familienlebens, in: EuGRZ 40/2013 S. 1 ff., S. 13 mit Hinweisen). Die
Tatsache, dass sich der Beschwerdeführer seit seiner Verurteilung wohlverhalten hat,
wie auch seine Ausführungen dahingehend, dass er seine Taten zutiefst bereue und
gewillt sei, sich mit den Gründen seiner Straftaten auseinanderzusetzen, wobei ihn die
psychiatrische Behandlung dabei unterstützen werde, sich künftig wohl zu verhalten
(vgl. act. 1, Beschwerde Ziff. III/19), sind somit nicht geeignet, den Widerruf der
Niederlassungsbewilligung im vorliegenden Fall als unverhältnismässig erscheinen zu
lassen. Dies gilt umso mehr, als mit Blick auf das bisherige Verhalten des
Beschwerdeführers begründete Zweifel an dem von ihm behaupteten inneren Wandel
angezeigt scheinen. So haben auch die vorangehenden Verurteilungen den
Beschwerdeführer offensichtlich nicht zu einem Umdenken bewegen können, und
befand sich der Beschwerdeführer im Zeitpunkt der Verübung der letzten Straftat
bereits seit Jahren in psychiatrischer Behandlung. Von einer erneuten Delinquenz
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abgehalten haben ihn aber weder seine Vortaten und die damit verbundenen
Sanktionen noch die laufende Betreuung durch einen Psychiater.
Der Beschwerdeführer verkennt sodann mit seinem Einwand, die Tatsache, dass das
Kreisgericht St. Gallen nicht von einer negativen Legalprognose ausgegangen sei,
spreche gewichtig für ihn (vgl. act. 1, Beschwerde Ziff. III/36), den Unterschied
zwischen der fremdenpolizeilichen und der strafrechtlichen Beurteilung des
Sachverhalts. So steht beim Entscheid über die Wegweisung das allgemeine Interesse
an der Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit im Vordergrund und
weniger der bei der strafrechtlichen Beurteilung wichtige Resozialisierungsgedanke und
die Prognose über das künftige Wohlverhalten (BGE 125 II 105 E. 2c). Zwar spielt der
Gesichtspunkt der Rückfallgefahr auch bei der Beurteilung von Wegweisungen eine
Rolle; es kommt ihm jedoch, wie bereits ausgeführt wurde, ausserhalb des
Geltungsbereichs des Freizügigkeitsabkommens keine vorrangige Bedeutung zu. Eine
günstige Prognose hinsichtlich der Resozialisierungschancen schliesst deshalb eine
Wegweisung noch nicht aus (BGer 2C_282/2008 vom 11. Juli 2008 E. 3.2; BGE 130 II
176 E. 4.2- 4.4; 125 II 521 E. 4a/bb).
Auch wenn sich der Beschwerdeführer reumütig zeigt und ihm von Seiten des
Strafrichters eine positive Legalprognose zugestanden wurde, muss bei ihm
ausländerrechtlich weiterhin von einer hohen Rückfallgefahr ausgegangen werden, was
ein hohes öffentliches Interesse an seiner Wegweisung aus der Schweiz begründet.
Zudem hat der Beschwerdeführer Schulden beträchtlichen Umfanges angehäuft und
war seit seiner Einreise in die Schweiz immer wieder von der Sozialhilfe abhängig. Wie
dem Entscheid der Vorinstanz sowie den Akten entnommen werden kann (act. 2,
Entscheid E. 3c/dd; act. 10/Akten des Migrationsamtes 266-270, 340 und 341,
609-614), lagen gegen den Beschwerdeführer gemäss Auszug des
Betreibungsregisters vom 12. Dezember 2007 offene Verlustscheine von total CHF
79`488.35 vor. Darüber hinaus musste der Beschwerdeführer von Dezember 1990 bis
März 1992 mit Unterbruch sowie von April 2004 bis November 2008 vom Sozialamt der
Stadt St. Gallen für seinen Lebensunterhalt unterstützt werden. Der offene
Schuldensaldo gegenüber dem Sozialamt betrug per 26. August 2011 rund CHF
53`300.00 netto. Für die Jahre 2002, 2003, 2008, 2009 und 2010 wurden vom
Sozialamt ausserdem neun Verlustscheine der Krankenkasse in Höhe von total
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CHF 7`723.50 für ihn bezahlt. Auch die Kosten der Fremdplatzierung seiner beiden
Töchter wurden fernerhin über Jahre vom Sozialamt finanziert. Die vorliegende
Sozialhilfeabhängigkeit und Schuldenanhäufung lassen sich dabei kaum – wie vom
Beschwerdeführer vorgebracht – damit entschuldigen, dass diese direkt mit dem
erlittenen Unfall in Zusammenhang stehen würden (act. 1, Beschwerde Ziff. III/20). Der
Beschwerdeführer musste nämlich schon vor dem Unfall über weite Strecken von der
Sozialhilfe unterstützt werden und hatte gemäss Auszug des Betreibungsregisters vom
20. Oktober 2004 bereits rund ein Jahr vor seinem Unfall offene Verlustscheine von
total CHF 55`549.85 zu verantworten.
Die über Jahre hinweg bestehende Abhängigkeit des Beschwerdeführers von der
öffentlichen Wohlfahrt und die Enttäuschung seiner Gläubiger verstärkt das öffentliche
Interesse an seiner Wegweisung aus der Schweiz, weshalb der Schluss der Vorinstanz,
an der Fernhaltung des Beschwerdeführers bestehe ein gewichtiges ordnungs- und
sicherheitspolizeiliches Interesse, nicht zu beanstanden ist.
3.2.3. Die gegenläufigen privaten Interessen des Beschwerdeführers am Verbleib in der
Schweiz fallen demgegenüber - wie die Vorinstanz zu Recht ausgeführt hat - weniger
ins Gewicht. Gegen eine Wegweisung des Beschwerdeführers spricht zwar – wie auch
die Vorinstanz ausführt (vgl. act. 2, Entscheid E. 3c/aa) – der Umstand, dass der
Beschwerdeführer, welcher im Familiennachzug in die Schweiz kam, im Zeitpunkt des
angefochtenen Entscheides bereits seit über 20 Jahren und damit den grösseren Teil
seines Lebens hier weilt. Er ist jedoch kein Ausländer der zweiten Generation. Trotz
langer Aufenthaltsdauer kann auch nicht von einer besonders guten Integration des
Beschwerdeführers und schon gar nicht von einer Verwurzelung in der Schweiz
gesprochen werden. Etwas Gegenteiliges kann selbst der Beschwerdeschrift des
Beschwerdeführers nicht entnommen werden. In sozialer Hinsicht lässt der
Beschwerdeführer keine Verbundenheit mit der schweizerischen Gesellschaft
erkennen. In diesem Zusammenhang fällt auf, dass der Beschwerdeführer die grosse
Mehrheit der während der letzten Jahre von ihm begangenen Straftaten mit aus der
ehemaligen Republik Jugoslawien stammenden Kollegen bzw. Bekannten beging und
keine Hinweise auf einen schweizerischen Bekanntenkreis ersichtlich sind. Die
Beziehungen zu seinen in der Schweiz lebenden Familienangehörigen, insbesondere zu
seinen beiden Töchtern und seiner Ehefrau, vermochten ihn nicht davon abzuhalten,
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immer wieder Delikte zu begehen. Im Übrigen ist davon auszugehen, dass ihm Kultur
und Gepflogenheiten seines Heimatlandes bestens vertraut sind. Der
Beschwerdeführer kam erst im Alter von 23 Jahren in die Schweiz. Entsprechend ist
dem Vorbringen der Vorinstanz, der Beschwerdeführer habe seine prägenden Kinder-
und Jugendjahre in seinem Heimatland verbracht, sei mit den Sitten und Gebräuchen
in seinem Heimatland vertraut und beherrsche die dortige Sprache (vgl. act. 2,
Entscheid E. 3c/aa), beizupflichten. Der Beschwerdeführer hat in seinem Heimatland
eine Ausbildung als Metalldreher mit selbständiger Geschäftsführungsbewilligung
absolviert (vgl. act. 10/Akten des Migrationsamtes 73), Militärdienst geleistet und ist im
Anschluss in den Polizeidienst der ehemaligen Republik Jugoslawien eingetreten. Es ist
zudem davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer in den letzten Jahren
wiederholt und für längere Zeit zu Urlaubszwecken in sein Heimatland zurückkehrte
und dort weiterhin familiäre Kontakte pflegte. In diesem Sinn führte auch die Tochter
des Beschwerdeführers, F.Y., anlässlich einer polizeilichen Befragung am 22.
September 2004 aus, dass sie in Jugoslawien Haustiere halten dürfe (vgl. act. 10/Akten
des Migrationsamtes 256). Der Beschwerdeführer selbst gab im Rahmen des
polizeilichen Ermittlungsverfahrens an, während des Zeitraumes vom 25. Dezember
2009 bis 28. Januar 2010 Ferien in Serbien verbracht zu haben (vgl. act. 10/Akten des
Migrationsamtes 603-591). Auch im Sommer 2008 muss er Ferien in seinem
Heimatland verbracht haben, gab er doch am 25. Juli 2008 gegenüber der Stadtpolizei
St. Gallen zu Protokoll, dass ihm sein Ausländerausweis in Serbien gestohlen worden
sei (act. 10/Akten des Migrationsamtes 398). Darüber hinaus kann aus dem Vorbringen
des Beschwerdeführers im Rahmen der Beschwerdeschrift, es könne nicht davon
ausgegangen werden, dass ein anderes Familienmitglied in seinem Heimatland die
pflegerische Tätigkeit der Ehefrau übernehmen würde, geschlossen werden, dass auch
heute noch Familienmitglieder des Beschwerdeführers in seinem Heimatland leben
(act. 1, Beschwerde Ziff. III/30). Dem Beschwerdeführer ist vor diesem Hintergrund
zuzumuten, in sein Heimatland zurückzukehren.
An der Zumutbarkeit einer Wegweisung in sein Heimatland vermag sodann nach
Ansicht der Vorinstanz auch der gegenwärtige Gesundheitszustand des
Beschwerdeführers nichts zu ändern (vgl. act. 2, Entscheid E. 3c/bb). Der
Beschwerdeführer leidet gemäss der zu den Akten gegebenen ärztlichen Zeugnisse
bzw. Beurteilungen von Dr. med. O.P. sowie Dr. med. N.R. seit seinem Unfall im Jahr
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2006 an einem Trauma (vgl. act. 10/Rekursakten 3, Beilagen Nr. 3 - 12). Er sei
psychisch nicht stabil, leide an Schmerzen sowie Vergesslichkeit resp. einer
Konzentrationsschwäche, habe Ängste und Panikattacken. Gemäss eigenen Aussagen,
hat sich sein Zustand seit Anfang des Jahres 2012 nur minim verbessert. Die
Vorinstanz hat diesbezüglich dargelegt, dass die Argumentation des
Beschwerdeführers, aufgrund seiner physischen und psychischen Erkrankungen sei
eine Wegweisung weder zumut- noch verantwortbar, nicht überzeuge – haben die
gesundheitlichen Probleme den Beschwerdeführer doch auch nicht daran gehindert,
schwere kriminelle Handlungen in der Schweiz zu begehen. Zudem könne er seine
gesundheitlichen Probleme auch in seinem Heimatland behandeln lassen und von dort
aus das laufende IV-Verfahren abwarten.
Der Beschwerdeführer vertritt dagegen den Standpunkt, dass eine Wegweisung in das
Herkunftsland für ihn einen massiven Einschnitt in das gewohnte Leben bedeuten
würde, welcher sich erfahrungsgemäss sehr wahrscheinlich äusserst ungünstig auf
seine psychische Konstitution auswirken würde (act. 1, Beschwerde Ziff. III/18). Nicht in
hinreichend begründeter Weise bringt er dabei vor, inwiefern die vorgenannten
Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz unrichtig sein sollen. Zu Recht bestreitet der
Beschwerdeführer namentlich nicht, dass eine Behandlung seiner Leiden in seinem
Heimatland möglich sei. Im Rahmen eines Urteils des Bundesverwaltungsgerichts vom
22. August 2012 wird in diesem Zusammenhang denn auch ausgeführt, dass in Serbien
unter der Leitung des psychiatrischen Zentrums der Universitätsklinik Belgrad und des
Instituts für Psychiatrie, die mit den über das Land verteilten Referenzkliniken von Novi
Sad, Nis und Kragujevac verbunden seien, praktisch flächendeckend alle gängigen
Behandlungsformen angeboten werden könnten, wobei sich die psychiatrische
Versorgung mittlerweile an westeuropäische Standards herangearbeitet habe (BVGer
E-3152/2009 vom 22. August 2012 E. Cc). Auf Grund der aktuellen Erkenntnislage zur
medizinischen Versorgung in Serbien (vgl. auch BVGer E-2968/2012 vom 16. April
2013 E. 6.3.1. mit Hinweis) ist mit anderen Worten davon auszugehen, dass die
psychischen Erkrankungen des Beschwerdeführers in seinem Heimatland behandelbar
sind. Dem Beschwerdeführer ist folglich auch mit Blick auf seinen Gesundheitszustand
zuzumuten, in sein Heimatland auszureisen (vgl. BGE 137 II 305 E. 4.3;
BGer 2D_27/2012 vom 11. Juli 2012 E. 3.2) Dies gilt umso mehr, als er im Laufe der
letzten Jahre wohl durchaus regelmässig während mehreren Wochen sein Heimatland
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besuchte und in dieser Zeit offenbar nicht auf eine medizinische Behandlung in der
Schweiz angewiesen war (vgl. BGer 2C_268/2013 vom 21. Juni 2013 E. 3.3 ff., E. 3.6).
An dieser Beurteilung vermag auch das dem Gericht mit Schreiben vom 7. Mai 2013
als Novum eingereichte ärztliche Zeugnis vom 11. Februar 2013 nichts zu ändern (vgl.
act. 14, Schreiben vom 7. Mai 2013). Das beigegebene Gutachten der Augenklinik des
Universitätsspitals Zürich wäre im Grundsatz im Verfahren vor Verwaltungsgericht
überhaupt nicht zu beachten, nachdem es erst nach Abschluss des Rekursverfahrens
ausgestellt worden ist (sog. "echte Noven"; vgl. Art. 61 Abs. 3 VRP; Cavelti/Vögeli,
a.a.O., Rz. 642). Im Ausländerrecht indessen hat das Bundesgericht ausdrücklich
festgehalten, dass das Verwaltungsgericht auf den Sachverhalt im Zeitpunkt des
Entscheides abzustellen hat (BGE 128 II 149; Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 645). Aus dem
Gutachten geht allerdings nichts anderes hervor, als dass der Beschwerdeführer sein
linkes Auge mehrmals täglich mit Nasensalbe behandeln muss und eine intensive
Befeuchtungstherapie durchzuführen ist. Die nächste Nachkontrolle habe zudem erst
drei bis vier Monate später stattfinden müssen. Aus dem ärztlichen Zeugnis kann
demgemäss nicht auf eine aus gesundheitlichen Gründen anzunehmende
Unzumutbarkeit der Wegweisung des Beschwerdeführers geschlossen werden – dürfte
es ihm doch ohne weiteres möglich und zumutbar sein, auch in seinem Heimatland
vierteljährlich einen Augenspezialisten aufzusuchen und Nasensalbe zu erwerben.
Der Umstand, dass die sozialversicherungsrechtlichen Ansprüche des
Beschwerdeführers seit dem Unfallereignis im Jahr 2006 noch nicht geklärt sind bzw.
dass davon auszugehen sei, er werde zukünftig sowohl von der Invalidenversicherung
wie auch der Unfallversicherung Leistungen beziehen (vgl. act. 1, Beschwerde Ziff. III/
21), führt auch nicht dazu, dass der Widerruf der Niederlassungsbewilligung als
unverhältnismässig zu qualifizieren wäre. Abgesehen davon, dass dem
Beschwerdeführer eine allfällige IV-Rente nach Serbien überwiesen würde, kann – wie
auch die Vorinstanz korrekt anbringt (act. 2, Entscheid E. 3c/bb) – das (fast immer
gegebene) Interesse, die besseren wirtschaftlichen Verhältnisse in der Schweiz bzw.
die hiesigen Sozialleistungen nutzen zu können, für die Abwägung der Interessen nicht
entscheidend sein (BGer 2C_364/2010 vom 23. September 2010 E. 2.2.8; vgl. auch
VerwGE 2012/230 vom 9. Oktober 2013 E. 10.5, abrufbar unter www.gerichte.sg.ch).
Neben seinem allfälligen Anspruch auf Überweisung von Leistungen der
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schweizerischen Invalidenversicherung kann der Beschwerdeführer überdies auch in
Serbien Sozialhilfeleistungen beziehen, sollte er auch zukünftig keiner Erwerbstätigkeit
nachgehen können und nicht über ausreichend finanzielle Mittel zur Bestreitung des
Lebensunterhalts verfügen (vgl. BVGer E-5959/2009 vom 19. November 2012 E. 5.4.4.1
mit Hinweis auf R. Mattern, Serbien: Soziale Situation vertriebener Personen, SFH-
Länderanalyse, Bern, 28. Februar 2011, Ziff. 1.2). Dem Beschwerdeführer könnte daher
– entgegen seiner Vorbringen im Rahmen der Beschwerdeschrift (vgl. act. 1,
Beschwerde Ziff. III/29 f.) – eine Rückkehr in sein Heimatland auch ohne seine Ehefrau
zugemutet werden, da sein finanzielles Auskommen bzw. seine Betreuung selbst in
diesem Fall gewährleistet wären. Eine weitergehende (finanzielle) Unterstützung des
Beschwerdeführers wäre u.U. auch durch seine in der Schweiz verbliebenen
Familienmitglieder möglich. In Anbetracht der Tatsache, dass der Beschwerdeführer
nach seinem Unfall trotz attestierter Arbeitsunfähigkeit während mehrerer Jahre
innerhalb einer Heroinhändlergruppierung als Chauffeur fungierte und Wohnungen
vermittelte, dürfte es dem Beschwerdeführer sodann möglich sein, in seinem
Heimatland in gewissem Umfang einer Erwerbstätigkeit nachzugehen, sollte sein
Einkommen nicht ausreichen, seinen Lebensunterhalt zu bestreiten.
3.2.4. Zu prüfen bleiben die Auswirkungen des angefochtenen Entscheids auf die
familiären Beziehungen des Beschwerdeführers, d.h. ob die Trennung von einer
bestimmten in der Schweiz lebenden Person, zu welcher ein besonderes
Näheverhältnis besteht, eine besondere Härte für den Beschwerdeführer bedeuten
würde. Art. 8 Ziff. 1 EMRK und der insoweit gleichbedeutende Art. 13 BV gewährleisten
in diesem Zusammenhang das Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens. Hat
ein Ausländer nahe Verwandte mit einem gefestigten Anwesenheitsrecht in der
Schweiz und besteht zu ihnen eine intakte Beziehung, die tatsächlich gelebt wird, so
kann das Recht auf Privat- und Familienleben verletzt sein, wenn ihm die Anwesenheit
in der Schweiz untersagt und damit das Zusammenleben mit seiner Familie vereitelt
wird (vgl. BGE 135 I 143 E. 1.3.1).Das Bundesgericht hat dabei als familiäre Beziehung,
welche gestützt auf Art. 8 EMRK einen Anspruch auf eine fremdenpolizeiliche
Bewilligung bzw. deren Verlängerung verschaffen könnte, vor allem die Beziehung
zwischen Ehegatten sowie zwischen Eltern und minderjährigen Kindern anerkannt,
welche im gemeinsamen Haushalt leben. Anspruch auf fremdenpolizeiliche
Bewilligungen ausserhalb der Kernfamilie, d.h. beispielsweise im Verhältnis eines
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Ausländers gegenüber seinem mündigen Kind, besteht hingegen nur, wenn ein
besonderes Abhängigkeitsverhältnis vorliegt (BGE 129 II 11 E. 2; 120 Ib 257 E. 1d). Bei
Eltern und ihren nicht im gemeinsamen Haushalt lebenden minderjährigen Kindern
kann der nicht sorgeberechtigte Elternteil die familiäre Beziehung wiederum von
Vornherein nur in einem beschränkten Rahmen, nämlich innerhalb des ihm
eingeräumten Besuchsrechts, ausüben (vgl. BGE 120 Ib 257 E. 1d).
Wie die Vorinstanz mit Hinweis auf und unter Wiedergabe der herrschenden Lehre und
Rechtsprechung zur Frage der Verletzung des Rechts des Beschwerdeführers auf
Achtung des Privat- und Familienlebens zutreffend ausführt (vgl. act. 2, Entscheid
E. 3c/ff), verfügen im gegebenen Fall aus dem näheren familiären Umfeld des
Beschwerdeführers lediglich seine beiden Töchter aus erster Ehe, F.Y. und G.Y., über
ein gefestigtes Anwesenheitsrecht in der Schweiz. Nachdem die mündige Tochter des
Beschwerdeführers, F.Y., jedoch in keinem besonderen Abhängigkeitsverhältnis zu
ihrem Vater steht und zur minderjährigen Tochter, G.Y., offensichtlich keine in
wirtschaftlicher und affektiver Hinsicht besonders enge Beziehung besteht, kann sich
der Beschwerdeführer im gegebenen Fall nicht auf Art. 8 EMRK (sowie Art. 13 BV)
berufen. Davon abgesehen, hat sich der Beschwerdeführer in der Schweiz auch nicht
tadellos verhalten, was in dieser Konstellation ebenfalls eine unabdingbare
Voraussetzung dafür wäre, auf den Widerruf des Aufenthaltsrechts zu verzichten (BGer
2C_406/2012 vom 22. Oktober 2012 E. 4.2 mit Hinweisen). Der Beschwerdeführer führt
diesbezüglich denn auch selbst aus, dass er die Beziehung zu seinen Töchtern, welche
zuvor problembelastet gewesen sei, habe verbessern und intensivieren können,
weshalb eine Ausreise des Vaters für sie ein weiterer Schicksalsschlag wäre, der ihre
Beziehung unverhältnismässig erschweren würde (vgl. act. 1, Beschwerde Ziff. III/27).
Anders als noch in der Begründung des Rekurses vom 16. Januar 2012 beruft sich der
Beschwerdeführer jedoch wohl mit Blick auf die vorerwähnten zutreffenden
Ausführungen der Vorinstanz im Rahmen des angefochtenen Entscheids (vgl. act. 2,
Entscheid E. 3c/ff) nicht mehr auf den Schutz von Art. 8 EMRK (bzw. Art. 13 Abs. 1 BV).
Der Beschwerdeführer legt mitunter nicht näher dar, wie er die Beziehung zu seinen
Kindern konkret pflegt und ob bzw. inwiefern der nach Art. 8 EMRK geforderte Grad an
Intensität der Beziehungsnähe vorliegend erreicht sein sollte. Seine Behauptung, eine
Ausreise wäre für seine Töchter ein weiterer Schicksalsschlag und würde die
Beziehung zwischen ihnen und dem Beschwerdeführer unverhältnismässig
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erschweren, ändert nichts daran, dass sich der Beschwerdeführer nicht mit Erfolg
darauf berufen kann, Art. 8 Ziff. 1 EMRK und Art. 13 Abs. 1 BV würden verletzt, wenn
ihm das Recht auf Anwesenheit in der Schweiz untersagt werde. Die familiären
Beziehungen in der Schweiz hielten den Beschwerdeführer denn auch nicht von seiner
Straffälligkeit ab. Es ist unter diesen Umständen nicht erforderlich, dass er sich im
gleichen Land wie seine Töchter aufhält. Eine räumliche Trennung von den beiden
Töchtern, mit denen er vor rund zwölf Jahren zuletzt zusammen in einem Haushalt
gelebt hat, würde keinen ungerechtfertigten Einschnitt in die Beziehung bewirken. Der
Kontakt zwischen ihnen kann brieflich und wohl auch über elektronische
Kommunikationsmittel sowie im Rahmen von gegenseitigen Besuchsaufenthalten
gepflegt werden (vgl. BGer 2C_205/2013 vom 7. März 2013 E. 3.2.2).
Entgegen des vom Beschwerdeführer vertretenen Standpunktes (vgl. act. 1,
Beschwerde Ziff. III/27) spielt es sodann auch keine Rolle und wurde von der
Vorinstanz daher zu Recht nicht in ihre Beurteilung mit einbezogen, weshalb es zu einer
Fremdplatzierung der Kinder des Beschwerdeführers kam bzw. weshalb das Verhältnis
zwischen dem Beschwerdeführer und seinen Kindern nicht als intakt im Sinne von Art.
8 EMRK bezeichnet werden kann. Fakt ist, dass sich das Verhältnis zwischen dem
Beschwerdeführer und seinen Kindern klarerweise nicht durch den in Zusammenhang
mit der Anwendung von Art. 8 EMRK geforderten Grad an Beziehungsnähe
auszeichnet.
Was die Ehefrau des Beschwerdeführers anbelangt, ist die Vorinstanz davon
ausgegangen, dass es selbiger angesichts ihrer kurzen Aufenthaltsdauer zugemutet
werden könne, mit Ablauf ihrer Aufenthaltsbewilligung gemeinsam mit dem
Beschwerdeführer nach Serbien auszureisen (vgl. act. 2, Entscheid E. 3c/ee). Ob der
Ehefrau des Beschwerdeführers eine Ausreise tatsächlich zugemutet werden kann,
kann an dieser Stelle letztlich offen bleiben und gilt es im Verfahren Nr. B 2012/243 zu
beurteilen. Unter Vorbehalt ihrer rechtskräftigen Wegweisung aus der Schweiz steht es
der Ehefrau des Beschwerdeführers selbstverständlich frei, ob sie in der Schweiz
verbleiben oder ihrem Ehemann nach Serbien folgen will. Zudem würde selbst unter
der Annahme der Unzumutbarkeit der Ausreise für die Ehefrau des Beschwerdeführers
der Widerruf seiner Niederlassungsbewilligung nicht ohne weiteres unzulässig.
Angesichts der Schwere der vom Beschwerdeführer begangenen Straftat im Bereich
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des Heroinhandels und mit Blick auf seine konkreten Lebensumstände wäre eine
Wegweisung des Beschwerdeführers nämlich selbst für den Fall, dass seine Ehefrau
über ein gefestigtes Anwesenheitsrecht in der Schweiz verfügen sollte, nach Art. 8
Ziff. 2 EMRK gerechtfertigt und verhältnismässig (vgl. BGer 2C_475/2009 vom 26.
Januar 2010 E. 3.2 mit Hinweis, BGer 2C_634/2011 vom 27. Juni 2012 E. 4.2.2).
3.3. Bei einer Gesamtbetrachtung des bisherigen Verhaltens des Beschwerdeführers
und seiner persönlichen Umstände muss nach dem Gesagten davon ausgegangen
werden, dass seine weitere ständige Anwesenheit in der Schweiz eine unzumutbare
Beeinträchtigung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung darstellen würde. Deshalb
verstösst die Einstufung des Widerrufs der Niederlassungsbewilligung des
Beschwerdeführers als verhältnismässig vorliegend weder gegen Bundesrecht noch
gegen die EMRK. Selbst wenn er sich in seinem Heimatland ein neues Beziehungsnetz
aufbauen müsste und die Rückkehr zweifellos mit wirtschaftlichen und persönlichen
Schwierigkeiten verbunden ist, kann ihm die Rückkehr nach Serbien zugemutet
werden. Die entsprechenden Nachteile hat er sich mit seinem Verhalten selbst gesetzt
und nunmehr zu verantworten. Entgegen der Ausführungen des Beschwerdeführers hat
die Vorinstanz sodann seine gegenläufigen Interessen sorgfältig und eingehend
geprüft. Dass sie im Rahmen der Abwägung zum Schluss kam, das Interesse an der
Wegweisung überwiege das Interesse des Beschwerdeführers am Verbleib in der
Schweiz, ist nicht zu beanstanden.
4. Die vom Rechtsvertreter des Beschwerdeführers in der Eingabe vom 14. November
2012 gestellten Beweisanträge (Befragungen der Kinder des Beschwerdeführers F.Y.
und G.Y., eventuell ergänzende Abklärungen zur Integration des Beschwerdeführers
und seiner Ehefrau, eventuell Einholung eines weiteren Gutachtens über den
Gesundheitszustand des Beschwerdeführers) sind nicht geeignet, neue erhebliche
Tatsachen hervorzubringen, die zu einem anderen Schluss führen würden. Auf weitere
Abklärungen kann daher verzichtet werden (vgl. Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 622).
Auch ein zusätzliches ärztliches Gutachten des Beschwerdeführers ist – nachdem die
Behandlungsbedürftigkeit ausgewiesen ist – nicht einzuholen.
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5. Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, dass im vorliegenden Fall auch das
Aussprechen einer Verwarnung ausreichen würde und beantragt im Sinne eines
Eventualantrags, dass eine Verwarnung auszusprechen und der Widerruf der
Niederlassungsbewilligung lediglich anzudrohen sei (Ziff. 3). Nachdem jedoch das
öffentliche Interesse an der Fernhaltung des Beschwerdeführers dessen privates
Interesse an einem weiteren Verbleib in der Schweiz klarerweise überwiegt, genügt eine
Verwarnung – wie vom Beschwerdeführer beantragt – im vorliegenden Fall nicht. Sie
müsste insbesondere angesichts der kriminellen Vergangenheit des
Beschwerdeführers als zwecklos angesehen werden. Bereits das Verfahren zur
Erlangung der Niederlassungsbewilligung hätte dem Beschwerdeführer eine Lehre sein
müssen, wurde sein Gesuch doch zunächst abgewiesen und stattdessen seine
Aufenthaltsbewilligung um ein Jahr verlängert; dies unter der Auflage, dass er sich in
jeder Beziehung klaglos verhält und intensiv um eine Arbeitsstelle bemüht (vgl. act. 10/
Akten des Migrationsamtes 63 und 64). Erst auf Intervention der damaligen
Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers wurde ihm die Niederlassungsbewilligung am
9. Mai 1996 erteilt (vgl. act. 10/Akten des Migrationsamtes 69). Der Entscheid der
Vorinstanz ist daher auch in diesem Punkt zu schützen.
6. (...).
Demnach hat das Verwaltungsgericht