Decision ID: a7805dc9-58ff-4d6a-85f9-a5d274a19aed
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
,
geboren 1955 und
ohne Beru
fsausbildung, war zuletzt ab 1.
Januar 2005 als Chauffeur
beziehungsweise Fleischlieferant
bei der
Y._
angestellt, wobei er ab Januar 2006 krankgeschrieben war
und ihm nach Ablauf der Sperrfri
st gekündigt wurde (Urk.
8/10). Im Januar 2007 meldete er sich wegen Rückenschmerzen, Bluthochdruck und Herzproblemen bei der Inva
lidenversicherung zum Rentenbezug an (Urk.
8/1, Urk.
8/7). Die
Sozialversi
cherungsanstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle, sprach
ihm
mit Verfügung vom 18.
Dezember 2007 (Urk.
8/41)
gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 100 %
eine ga
nze Rente
ab 1. Januar 2007
zu und bestätigte
dies
im Zuge eine
r
amtli
chen R
entenr
evision
mit Mitteilung vo
m 15. Dezember 2008 (Urk. 8/48).
1.
2
Im Dezember 2011 leitete die IV-Stelle
wiederum
ein
R
evision
sverfahren
ein (Urk.
8/55).
In
dessen Verlauf
gab sie bei
m
Z._
ein
polydisziplinär
es Gutachten in Auftrag, welches a
m 24.
August 2012 erstattet wurde (
Urk.
8/68/1-35; vgl. auch Teilgutachten Psychiatrie [Urk.
8/68/36-43], Orthopädie [Urk.
8/
68/44-51] und Kardiologie [Urk.
8/68/
52-58]).
Ab März 2013
führte die IV-Stelle
eine
Eingliederungsberatung durch (
Ver
laufsprotokoll
vom 25. September 2013 [Urk. 8/92]) und gewährte dem Versi
cherten im Rahmen einer Integrationsmassnahme Kostengutsprache
für eine Potenz
ialabklärung bei der
A._
(Mitteilung vom 16. August 2013 [Urk. 8/83]), welche vom 19. August bis 13. September 2013 stattfand (Bericht vom 12. September 2013 [Urk. 8/90]).
Im Anschluss daran schloss die IV-Stelle
ihre
beruflichen Eingliederungsbemühungen mangels sub
jektiver Eingliederun
gsfähigkeit
des Versicherten
ab (
Mitteilung vom 23. Sep
tember 2013 [
Urk.
8/91]).
Sodann stellte sie
diesem
mit Vorbescheid vom 17. Dezember 2013 (Urk. 8/102) die Herabsetzung der
ganzen Rente auf eine halbe Rente
in Aussicht
und verfügte – nach Prüfung der am 13. Januar und 14. März 2014 erhobenen Einwände (Urk. 8/105, Urk. 8/110) – am 23. April 2014 (Urk. 2) in diesem Sinne.
2.
Hiergegen erhob
X._
am 20. Mai 2014 Beschwerde (Urk.
1) und beantragte, die angefochtene Verfügung
vom 23. April 2014
sei aufzuheben und ihm sei weiterhin eine ganze Invalidenrente zu gewähren. Eventualiter sei die Sache zur Ergänzung der medizinischen Abklärungen, insbesondere zur An
ordnung einer Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit
(EFL)
, und zu neuem Entscheid an die
IV-Stelle
zurückzuweisen.
Subeventualiter
sei ihm eine
Dreiviertelsrente
zuzusprechen.
Die IV-Stelle schloss in ihrer Beschwerdeantwort vom 24.
Juni 2014 (Urk.
7) auf Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer am 25.
Juni 2014 (Urk.
9) zur Kenntnis gebracht wurde.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge
sundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver
bleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er
werbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2
des
Bundesgesetz
es
über
die Invalidenversicherung [IVG]
).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ei
nander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.
4
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen).
Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich ge
blie
bener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bundesgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkun
gen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesundheitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revisionsgrund im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar.
Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Ände
rung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Einspracheentscheid
, welche oder welcher auf einer mate
ri
ellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer
Sachverhaltsabklä
rung
, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hinweisen).
1.
5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin
begründete die Rentenherabsetzung damit
,
dass
laut
Z._
-Gutachten vom 24. August 2012 seit März 2012
von
eine
r
Arbeitsfä
higkeit von 50 % für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Chauffeur
wie auch
für eine angepasste, körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeit in wechselnd ge
hender, stehender und sitzender Position ohne regelmässige Überkopfarbeiten
auszugehen
sei
.
Es bestehe keine Veranlassung, nicht auf das Gutachten abzu
stellen und weitere Erhebungen
vorzunehmen
. Insbesondere
lägen
keine Hin
weise a
uf eine Veränderung des Gesundheitszustandes bis zum Erlass der an
gefochten
en Verfügung vom 23. April 2014
vor
.
Sodann
sei eine EFL nicht er
forderlich. Das
Ergebnis der Po
tenzialabklärung
habe sie
beachtet
.
Somit sei der Beschwerdeführer in der Lage, einen Lohn zu erwirtschaften, welcher 55 % un
ter dem
Valideneinkommen
liege (Urk. 2, Urk. 7).
2.2
Dagegen
brachte
der Beschwerdeführer
unter
Hin
weis auf seinen
im
Vorbe
scheid
verfahren
erhobenen
Einwand vom 14. März 2014 (Urk. 8/110)
vor
,
es gebe von Seiten der linken Hüfte, der Halswirbelsäule (HWS) und seines psy
chischen Leidens durchaus Hinweise auf eine Verschlechterung des Gesund
heitszustandes seit der Begutachtung, weshalb das
Z._
-Gutachten nicht mehr aktuell sei und sich eine EFL aufgedrängt hätte. Auch sei das Ergebnis der Potenzialabklärung, mithin
das aus objektiven Gründen verneinte
Eingliede
rungspotenzial
, nicht berücksichtigt worden. Überdies sei im
Z._
-Gutachten eine wesentliche Verbesserung des Gesundheitszustandes nicht wirklich ausge
wiesen. Es scheine sich vielmehr zum grossen Teil um eine andere Beurteilung weitgehend gleicher Befunde zu handeln. Dementsprechend sei der bisherige Rentenanspruch unverändert zu bestätigen
(Urk. 1 S. 4 ff.)
.
3.
Streitig und zu prüfen ist die Herabsetzung der bisher ausgerichteten ganzen Rente auf eine halbe Rente, wobei namentlich in Frage steht, ob
sich der Ge
sundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers verändert ha
ben und wie sich eine etwaige Veränderung in erwerblicher Hinsicht auswirkt. Dabei
sind
unbestrittenermassen
die bei Erlass der angefochtenen Verfügung vom 23. April 2014 (Urk. 2) vorherrschenden Verhältnisse mit der Situation im
Zeitpunkt der
am 18. Dezember 2007 (Urk. 8/41) erfolgten
Rentenzusprache
zu vergleichen. Die Mitteilung vom 15. Dezember 2008 (Urk. 8/48)
ist als
zeitlicher Referenzpunkt
nicht massgebend
, da damals –
gestützt auf die Berichte der be
handelnden Ärzte vom 14. Oktober (Urk. 8/44/7) und 1. Dezember 2008 (Urk. 8/46/7-8) mit Deklaration von unveränderten Verhältnissen –
mit gerin
gem Abklärungsaufwand der Verwaltung und lediglich summarischer Begrün
dung
der
bisherige
Rentenanspruch
bes
tätigt wurde.
4
.
4
.1
4
.1.1
Die rentenzusprechende Verfügung vom 18.
Dezember 2007 (Urk.
8/41)
beruht
e
im Wesentlichen auf
den
folgenden Arztberichten:
4
.1.2
De
r
den Beschwerdeführer
ab April 2006 behandelnde Dr.
med.
B._
, Spe
zialarzt FMH für Rheumatologie und Physikalische Medizin, nannte im Bericht vom 5.
März 2007 (Urk.
11/12/5-6) die folgenden Diagnosen:
Chronisches
lumbospondylogenes
Syndrom links
bei/mit
degenerativen Veränderungen betont Diskushernie L4/L5 mit Einen
gung des
Recessus
lateralis
links,
Spondylarthrose
der unteren
Len
denwirbelsäule
(
LWS
)
D
ysstatik
bei Adipositas
Rezidivierendes
cervicovertebrales
bis
spo
ndyl
o
genes
Syndrom links bei/mit
myofa
s
zialer
Komponente
Hypertensive
Kardiomyopathie
leicht eingeschränkte linksventrikuläre
Funktion
,
Ejektionsfraktion (EF)
55
%
(
Ventrikulographie
5/2004)
Er
erklärte, der Beschwerdeführer könne die
bisherige Tätigkeit als Chauffeur-Lieferant einer Grossmetzgerei (m
it Hantieren von Lasten von 30 bis
40 Kilo
gramm)
nicht mehr ausüben.
In einer
behinderungsangepasste
n
Tätigkeit mit geringerer Gewichtsbelastung und der Möglichkeit zur Wechselbelastung
sei er
allerdings
zu
100
% arbeitsfähig
(vgl. auch Bericht vom 20.
April 2006
[
Urk.
8/13/4-6 S.
3 unten
]
).
4
.1.3
Auch die Ärzte des
C._
(Bericht vom 16.
November 2006 [Urk.
8/13/13-20 S.
3]), des
D._
(Bericht vom 11. Oktober 2006 [Urk.
8/13/7-10 S.
4]) und der
E._
(Be
richt vom 6.
Juni 2007 [Urk.
8/22/7-9 S.
3])
erachteten eine
Verweisungstätig
keit
als zumutbar
.
4
.1.4
Dr.
med.
F._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie,
stellte
im Bericht vom 23./29.
Juni 2007 (
Urk.
8/23/1-4,
Urk.
8/23/11-14) auf seinem Fachgebiet
die Diagnose
eine
r
rezidivierend
en
depressive
n
Störung, gegenwärtig schwere Episode (ICD-10 F33.2)
und
befand
, der
seit November 2006 bei ihm in Behandlung stehende
Beschwerdeführer werde mit grosser Wahrscheinlichkeit auf dem freien Arbeitsmarkt längerfristig zu 100
% arbeitsunfähig bleiben.
4
.1.5
Dr.
med.
G._
,
Praktischer Arzt
,
erklärte
in
der
Aktenbeurteilung des Regio
nalen Ä
rztlichen Dienstes (RAD) vom 5.
Juli 2007 (
Urk.
8/24 S.
4)
, für die zuletzt ausgeübte T
ätigkeit liege
seit Januar 2006
eine Arbeitsunfähigkeit von 100
% vor.
Die orthopädischen Leiden und Defizite stünden der Ausübung einer behinderungsangepassten Tätigkeit mit der Möglichkeit zur Wechselbelastung nicht entgegen.
Allerdings bestehe aufgrund de
r
schweren
psychischen
Erkran
kung
auch für
eine
angepasste Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit.
4
.2
4
.2.1
Im a
ktuelle
n
, im Dezember 2011 (
Urk.
8/55) eingeleitete
n
Revisionsverfahren
ergingen di
e folgenden Arztb
erichte
:
4
.2.2
Der Rheumatologe Dr.
B._
führte
am 27.
Februar 2012 (Urk.
8/58/6)
aus
, seines Wissens beziehe der Beschwerdeführer eine 100
%-Rente wegen
sein
er psychischen Erkrankung.
Von
somatischer
Seite
sei in einer angepassten Tätig
keit zumindest eine Teilarbeitsfähigkeit gegeben, wobei er
für eine möglichst umfassende Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit aus somatischer Sicht
ein Gut
achten mit
EFL
empfehle.
4
.2.3
Der behandelnde Psychiater Dr.
F._
erklärte am 6. März 2012 (Urk. 8/59), seit dem letzten Ber
icht vom 1. Dezember 2009 (
Urk. 8/46/7-8) habe der Be
schwerdeführer weiterhin unter rezidivierenden mittelschweren bis schweren depressiven Episoden gelitten. Er benötige aufgrund seiner Erkrankung zuneh
mend mehr Unterstützung bei der Erledigung alltäglicher und
administrativer
Angelegenheiten. Zwischenzeitlich sei es
jedoch gelungen, dass der Beschwer
deführer wieder vermehrt am familiären Leben teilnehmen könne. Es sei diesem auch sehr wichtig, dass es ihm gelinge, Zeit mit seiner Enkelin zu verbringen. Dr.
F._
schloss diagnostisch auf
eine rezidivierende Störung, gegenwärtig mittel
schwere Episode (ICD-10 F33.1)
,
und attestierte
d
e
m
zuletzt am 21. De
zember 2011 bei ihm vorstellig gewesene
n
Beschwerdeführer
eine Arbeitsfähig
keit (wohl: Arbeitsunfähigkeit) von über 80 % bis auf weiteres.
4
.2.4
Dr.
med.
H._
, Facharzt für Innere Medizin un
d Kardiolog
i
e,
hielt
am 20.
März 2012
fest
, rein kardial bedingt könne er aktuell k
eine Invalidität erkennen (Urk.
8/62).
4
.2.5
Im
Z._
-Gutachten vom 24. August 2012 (Urk. 8/68/1-35)
,
beruh
end
auf all
ge
mein-internistischen, psychiatrischen, orthopädischen und
kardiologischen Untersuchungen, stellten die involvierten Fachärzte die
folgenden Diagnosen (S.
32):
Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit:
Chronisches
lumbospondylogenes
Syndrom
bildgebend deutliche
präsacrale
Spondylarthrose
keine
Radikulopathie
Chronisch rezidivierendes
cervicovertebrales
bis
spondylogenes
Syndrom mit linksseitiger
myofaszialer
Komponente
keine
Radikulopathie
Status nach Sprunggelenks-Pronationstrauma (November 2011)
Status nach Drucknekrose durch Gips am rechten Aussenknöchel
Status nach Thiersch-Transplantation rechter Aussenknöchel (29. No
vember 2011)
einwandfreie Wundheilung
residuelle
schmerzhafte
Tendoligamentopathie
Rezidivierende depressive Störung, aktuell
leichtgradig
(ICD-10 F33.0)
Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit:
Hypertensive
Kardiomyopathie
Koronarographie
2001 und 5/2004 mit identischem Befund: leicht ein
geschränkte EF um 55 %, Wandunregelmässigkeiten ohne Stenose der Koronararterien
Echo 16. August 2012: Normale
linksventrikuläre Ejektionsfraktion
(LVEF)
von 57 %, linksventrikuläre Hypertrophie, geringe
apikosep
tale
Hypokinese. Leichte
Mitralinsuffizienz
, diskrete diastolische Dys
funktion, leicht dilatierter linker Vorhof
Kardiovaskuläre Risikofaktoren:
Nikotinabusus
,
Dyslipidämie
, Adipositas
Verdacht auf
Claudicatio
intermittens links
In der Zusa
mmenfassung und Beurteilung (S. 33
f.)
konstatierten
die
Z._
-Gutachter
, von kardiologischer Seite
liege
keine relevante Einschränku
ng der Arbeitsfähigkeit vor
. Aus orthopädischer Sicht könne der Beschwerdeführer keine körperlich schweren Tätigkeit
en mit Heben von Lasten über zehn
Kilo
gramm sowie Tätigkeiten mit häufigem Bücken und Überkopfarbeiten mehr ausführen. Leichte bis mittelschwere, wechselweise teils sitzende, teils stehende Tätigkeiten seien ihm aber mit einer Einschränkung der L
eistungsfähigkeit von 30
% möglich. Die psychiatrische Evaluation habe ergeben, dass es im Vergleich zu den Voruntersuchungen
– mit grosser Wahrscheinlichkeit per März 2012 –
zu einer Verbesserung der gesundheitlichen Situation gekommen sei
. Entspre
chend den Überlegungen im psychiatrischen Fachgutachten
(mit Attestierung
einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von höchstens 50 % wegen geringer Ressourcen und verminderter Belastbarkeit
bei wechselhaftem und labilem Ver
lauf mit zeitweisen mittelgradigen depressiven Episoden
,
vgl. Fachgutachten Psychiatrie
von Dr. med.
I._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 16. August 2012 [Urk. 8/68/36-43
S.
6
f.
]
) liege
aufgrund der erho
benen Befunde aktuell lediglich eine
leichtgradige
depressive Störung
vor
.
Ge
samtmedizinisch
sei es somit zu einer Besserung der gesundheitlichen Situation gekommen. Seit März 2012 seien dem Beschwerdeführer leichte bis mittel
schwere Tätigkeiten gemäss dem
von
Dr. med.
J._
, Facharzt für orthopä
dische Chirurgie, im Fachgutachten vom 17. August 2012 (Urk. 8/68/44-51 S. 7 f.)
formulie
rten Belastbarkeitsprofil zu 50
% möglich.
Der Beschwerdeführer stufe sich jedoch als voll arbeitsunfähig ei
n
.
4
.2.6
Im Juli und August 201
3
wurde der Beschwerdeführer a
uf
Zuweisung
von
Dr.
B._
(Urk.
8/95/1-2) zwecks Einholung einer Zweitmeinung
mehrmals ambulant
in der Kli
nik für Rheumatologie des K._
untersucht
.
Im
Bericht vom 22. August 2013 (Urk. 8/89)
erklärten die mit ihm befassten Ärzte, die geklagten Beschwerden im Schulter- und Nackenbereich seien
bei klinisch fehlenden Hinweisen auf eine
radikuläre
Ursache
im Rahmen eines
zervikospondylogenen
Schmerzsyndroms links mehr als rechts
zu inter
pretieren und mittels aktiver Therapie der entsprechenden Muskulatur zu be
handeln. Sodann sei in der Erstuntersuchung vom 1. Juli 201
3
eine massive Einschränkung der Beweglichkeit der linken Hüfte festgestellt worden
, worauf bei
Coxarthrose
links am 11. Juli 2013 eine BV-gesteuerte
Hüftgelenksinfiltra
tion
stattgefunden habe.
In der Folge habe der Beschwerdeführer a
nlässlich der letzten Kontrolle vom 21. August 2013 über keinerlei Beschwerden im Bereich des linken Beins mehr berichtet.
4
.2.7
Dr.
F._
hielt am 3. Dezember 2013 (Urk. 8/96/1-12) fest, seit dem letzten Bericht vom März 2012
(E. 4.2.3 hiervor)
habe sich das psychische Zustandsbild des Beschwerdeführers weiter verschlechtert. Dieser habe in den Jahren 2012 und 2013 häufiger unter mittelschweren bis schweren depressiven Episoden ge
litten, welche zunehmend therapieresistent gewesen seien. Im laufenden Jahr habe sich der Beschwerdeführer wiederholt notfallmässig gemeldet, weil er seine Situation, bedingt durch die depressiven Episoden und die Schmerzen, kaum habe aushalten können. Es sei ihm auch nicht mehr möglich gewesen, regel
mässig am Familienleben teilzunehmen und sich um seine Enkelin zu kümmern. Bei der Verrichtung alltäglicher und administrativer Angelegenheiten benötige der Beschwerdeführer immer mehr Unterstützung. Dr.
F._
ging weiterhin
(vgl. E. 4.2.3 hiervor)
von einer
rezidivierenden depressiven Störung, gegenwär
tig
mittelschwere Epi
sode (ICD-10 F33.1), aus
und attestierte dem Beschwerde
führer f
ür
die
zuletzt ausgeübte Tätigkeit
eine Arbeitsunfähigkeit von 90
% bis auf weiteres.
4
.2.8
Der
Rheumatologe
Dr.
B._
berichtete am
15.
November 2013 (
Urk.
8/94)
,
aus rein rheumatologischer Sicht sollte eine leichte A
rbeitsfähigkeit gegeben sein, wobei zur genauen Evaluation eine EFL notwendig wäre.
5
.
5
.1
Das
Z._
-Gutachten
vom
24.
August 2012 (E.
4
.2.5
hiervor)
entspricht den praxisgemässen Anforderungen an eine beweiskräftige medizinisc
he
Entschei
dungsgrundlage
(
E.
1.
5
hiervor).
Es
berücksichtigt die relevanten medizinischen
Vorakten
ebenso wie die geklagten
Beschwerden
und beruht auf eingehenden fachärztlichen
,
mithin allgemein
-
internistischen, psychiatrischen, orthopädi
schen und kardiologischen Untersuchungen. Sodann beantwortet es die Frage nach den vorhandenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen und deren Auswir
kungen auf die Arbeitsfähigkeit
des Beschwerdeführers
umfassend, wobei die gezogenen Schlussfolgerungen nachvollziehbar begründet und in sich schlüssig sind. Anhand der Aktenlage ergeben sich keine Anhaltspunkte dafür, dass die Sachverständigen
entscheidwesentliche
Tatsachen nicht berücksichtigt hätten oder nicht lege
artis
vorgegangen wären. Demzufolge kann für die
Entscheid
findung
auf
ihre
Expertise abgestellt werden.
5
.2
5.2.1
Entgegen de
m
nicht
substanziiert
begründeten Standpunkt
des Beschwerdefüh
rers (Urk. 1 S. 8)
handelt es sich bei der Expertise des
Z._
vom 24. August
2012
nicht
lediglich
um
eine andere Beurteilung eines im Wesentlichen unver
ändert gebliebenen
Sachverhaltes, was
im Rahmen der Rentenrevision unbe
achtlich wäre
(E. 1.4 hiervor)
. Vielmehr
steht
– wie von der Beschwerdegegnerin
ver
nehmlassungsweise
richtig
festgehalten (Urk. 7 S. 2 Mitte) –
gestützt auf das
fragliche
Gutachten
verlässlich
fest
, dass sich
die
gesundheitlichen Verhältnisse
seit der
Rentenzusprache
vom 18. Dezember 2007 in
verschiedener
Hinsicht
re
visionsrechtlich
relevant
verändert ha
ben
.
5.2.2
Zum einen
ist es in orthopädischer Hinsicht zu einer weiteren Verschlechterung gekommen
in
dem Sinne, als
die
Leistungsfähigkeit
des Beschwerdeführers
in einer
– weiterhin vollzeitlich zumutbaren – körperlich leichten bis mittel
schweren wechselbelastenden Tätigkeit ohne Überkopfarbeiten nun um 30 % gemindert ist.
Eine
darüber hinausgehende
somatisch bedingte Einschrän
kung
des beruflichen Leistungsvermögens
ist anhand der
vorliegenden
Akten
jedoch
nicht belegt und ergibt sich insbesondere auch nicht aus de
m
kurzen Bericht
von Dr.
B._
vom 27. Februar 2012 (E. 4.2.2 hiervor).
5.2.3
Zum anderen
hat sich
die
psychische
Situation
des Beschwerdeführers seit der
Rentenzusprache
insoweit
verbessert
, als
w
ährend im Jahr 2007
noch
eine schwere Depression diagnostiziert wurde (E. 4.1.4
und E. 4.1.5
hiervor),
nun gutachterlich von
eine
r
leichte
n
depressive
n
Symptomatik im Rahmen einer rezidivierenden Störung (ICD-10 F33.0)
die Rede ist,
mit
allerdings
zeitweisen mitte
lschweren depressiven Episoden.
In diesem Zusammenhang kann auf
das psychiatrische
Fach
gutachten von Dr.
I._
vom 16. August 2012 (Urk. 8/68/36-43
S. 5 ff.
) verwiesen werden,
in welchem
der
Z._
-
Gutachter
seine
Einschätzung
anhand der von ihm erhobenen objektiven Befunde
nach
vollziehbar und schlüssig
begründete
,
sich
auch
mit de
m
in Bezug auf die Schwere des psychischen Leidens und des
sen Auswirkungen auf die Arbeitsfä
higkeit abweichenden Standpunkt
des be
handelnden Psychiaters auseinander
setzte
und de
m
von diesem geschilderten wechselhaften und labilen Verlauf Rechnung
trug
.
Hinsichtlich der
festgestellten
Verbesse
rung hielt
Dr.
I._
zutreffend
fest
(S. 7 oben)
, dass
nun
selbst
der behandelnde
Dr.
F._
– nach vormals
attestierte
m
schwere
m
d
epressi
ve
m
Zustand
–
von einem
solchen mit
telschwerer Ausprägung ausgehe und zwischenzeitlich
gar auch
nur
leichte bis mittelschwere affektive Beeinträchtigungen beschrieben habe.
Aus der Be
richt
erstattung von Dr.
F._
erhellt denn auch, dass die Einschränkungen des Konzentrations- und Auffassungsvermögens, der Anpassungsfähigkeit und der Belastbarkeit
in der Zeit nach der
Rentenzusprache
abnahmen (vgl. Urk. 8/23/4, Urk. 8/59/4, Urk. 8/96/4).
Damit einhergehend
bezifferte der be
handelnde Psy
chiater
in den Berichten vom 6. März 2012 und 3.
Dezember 2013
(E. 4.2.3 und E. 4.2.7 hiervor)
– nachdem er initial eine Arbeitsfähigkeit gänzlich ausge
schlossen hatte (
E. 4.1.4 hiervor
), die Arbeitsunfä
higkeit mit 80 respektive 90
%
, was ebenfalls eine
– wenn auch nur geringfügige – Verb
esse
rung
bedeutet
. Die
se
kommt auch dadurch zum Ausdruck
, dass der Beschwer
deführer
gemäss eigener Darstellung
wieder
einige soziale Kontakte pflegt
und zwei- bis dreimal
pro Monat seine
n
früheren Arbeitsplatz
auf
sucht (
vgl.
Z._
-Gutachten S. 14 oben und S.
1
5 unten
),
wogegen
ihm
in der Zeit
der
Rentenzusprache
Treffen mit Kollegen nicht möglich waren (
vgl.
Bericht
von Dr.
F._
vom 23./29. Juni 2007
[Urk. 8/23/11-14
S. 2
f.
]
).
Überdies sucht der Beschwerdefüh
rer eigenen Angaben zufolge (vgl. Teilgutachten Psychiatrie S. 2 oben)
Dr.
F._
nur rund
alle zwei bis drei
Monate
,
je nach Bedarf
,
auf, was
nicht für einen erheblichen Leidensdruck respektive gegen ein gravierendes psychi
sches Leiden spricht
.
5
.3
5.3.1
Soweit
der Beschwerdeführer
geltend
machte
, dass sich sein
Gesundheitszustand
in der Zeit nach
der Begutachtung
im
Z._
vom August 2012
verschlechtert habe, kann ihm
ebenfalls nicht
beigepflichtet werden.
5.3.2
Namentlich
ergibt sich eine relevante Verschlechterung
des somatischen Gesund
heitszustandes
nicht aus dem
von ihm
angerufenen
Bericht des
K._
vom 22. August 2013
(
E.
4.2.6
hiervor).
In der Tat
mag die Bew
eglichkeit der linken Hüfte bei – bereits im
Erstanmel
dungsverfahren
aktenkundiger (vgl.
etwa
Bericht
e
des
K._
vom 14.
März 2006 [Urk. 8/11/7-9 S.
1]
und der
E._
vom 6. Juni 2007 [Urk. 8/22/7-9 S. 1]
) –
Coxarthrose
links anfangs Juli 2013
stärker
einge
schränkt gewesen
zu
sein, jedoch
war
der Beschwerdeführer nach
der
infiltrati
ve
n
Behandlung vom 11. Juli 2013 beschwerdefrei (E. 3.2.6 hiervor). Dass es danach wie
vom Beschwerdeführer
(Urk. 1 S. 5 oben)
behauptet
zu einer erneu
ten Zunahme der
Hüftb
eschwerden
mit anhaltender Einschränkung der Ar
beitsfähigkeit
gekommen sein
soll,
ist
anhand
de
r
Akten nicht
erwiesen
.
Des Weiteren
hat auch der orthopädische Sachverständige des
Z._
in seinem Teilgutachten vom 17. August 2012 (Urk. 8/68/44-51
S. 3 f. und S. 7 unten
)
eine
endgradig
eingeschränkte
HWS-Beweglichkeit festgestellt
und diesem Um
stand insbesondere
mit dem Ausschluss repetitiver Überkopfarbeiten vom
Zu
mutbarkeitsprofil
Rechnung getragen
.
Inwiefern
seine
Beurteilung unzutreffend sein soll,
ist nicht ersichtlich und wurde auch vom
Beschwerdeführer nicht dar
gelegt
.
Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers (Urk. 8/110 S. 2 unten) ist schliesslich auch der kurzen
Verlautbarung von Dr.
B._
vom 15. November 2013 (E. 4.2.8 hiervor) nichts abzugewinne
n und bestehen keine Anhaltspunkte für
eine
gesundheitliche
Verschlechterung aus kardiologischer Sicht.
5.3.3
Dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers im Nachgang zur
Explo
ration
im
Z._
vom August 2012 in psychischer Hinsicht massgebend verschlechterte, ist anhand des
Berichts von Dr.
F._
vom 3. Dezember 2013 (E.
4
.2.7 hiervor) nicht erstell
t. Der behandelnde Psychiater sprach darin zwar von einer Verschlechterung seit dem letzten Bericht vom 6. März 2012 (E. 3.2.3 hiervor), im Widerspruch dazu hielt er
indes
gleichzeitig auch fest, dass die seither verordnete antidepressive Medikation mit
Sertralin
zu einer leichten Verbesserung der depressiven Episoden geführt habe (S. 3 oben). Insbesondere aber ging
Dr.
F._
diagnostisch
anfangs Dezember
2013 – wie bereits im März 2012 – weiterhin von einem mittelgradigen depressiven Geschehen und einer
nahezu unveränderten Arbeitsunfähigkeit (90 % statt vormals 80 %), mit
hin von einem seit seinem Vorbericht im Wesentlichen unverändert
geblieb
en
en
psychischen Gesundheitszustand aus.
5
.
4
5.4.1
Im Weiteren
monierte
d
er
Beschwerdeführer
(Urk. 1 S. 6 f.),
die
Beschwerdegeg
ne
rin
habe
bei ihrem Rentenentscheid
dem Ergebnis
der Potenzialabklärung nicht gebührend
Rechnung getragen
.
5.4.2
Obwohl die
abschliessende
Beurteilung der sich aus einem Gesundheitsschaden ergebenden funktionellen Leistungsfähigkeit in der Hauptsache den Ärzten und nicht den Fachleuten der Berufsberatung respektive beruflichen Eingliederung obliegt, ist einer konkret leistungsorientierten beruflichen Abklärung mit Blick auf die
rechtsprechungsgemäss
enge, sich gegenseitig ergänzende Zusammenar
beit zwischen der Ärzteschaft und Berufsberatung nicht jegliche Aussagekraft für die Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit abzusprechen (vgl. Urteil des Bun
desgerichts
9C_833/2007 vom 4. Juli 2008 E.
3.3.2).
5.4.3
Wie dem Bericht
der
A._
vom 12. September 2013 (Urk. 8/90) zu entnehmen ist, erbrachte der Beschwerdeführer im Rahmen der Potenzialabklärung vom 19. August bis 13. September 2013 sowohl qualitativ als auch quantitativ ungenügende Leistungen
, weshalb
das
Eingliederungspo
tenzial
„aus praktischer Sicht“ verneint wurde.
Namentlich
bekundete
er
bei der Demontage
von PC-Komponenten (interne Festplatten, Disketten- und DVD-Laufwerke, Laptops usw.) mittels Handwerkzeug
s
(Schraubenzieher) und der an
schliessenden Ablage der Werkstoffe (Metall, Leiterplatten, Shredder
-M
ateri
a
l, Kunststoff
usw.) Mühe, die zu lösenden Schrauben zu finden
und
zu
lockern
sowie
hernach
die
Einzelteile den verschiedenen Recyclingboxen zuzuordnen
.
Daher
musste
er den Inhalt oft nachsortieren und
blieb
das Ergebnis trotz mehrmaliger Instruktion dürftig. Sodann lehnte er einen Wechsel in den Ar
beitsbereich Textil/Papier ab
mit der Begründung
,
es fehle
ihm
an
feinmotori
schen
Fähigkeiten
.
Eine
derart tief
e
Leistungsfähigkeit
ist
im Lichte der medizi
nischen Aktenlage
nicht nachvollziehbar.
Allerdings beruht der
Bericht haupt
sächlich auf
den
subjektiven Angaben des
Beschwerdeführers
und
dem von ihm gezeigten Verhalten
während der Abklärung. Eine Auseinandersetzung mit der Frage der Leistungsbereitschaft enthält der Bericht nicht. Dies wäre jedoch mit Blick auf die
in den Akten dokumentierte Überzeugung des Beschwerdeführers, nicht arbeiten zu können (Urk. 8/68/43
, Urk. 8/90, Urk. 8/92 S. 3
), erforderlich
gewesen.
Eine solche Wiedergabe der subjektiv gezeigten Leistung vermag die Aussagekraft eines beweiskräftigen Gutachtens – wie das hier vorliegende –
nicht in Frage zu stellen. Im Übrigen wurden die beobachteten Einschränkungen
teilweise
(geringe Ressourcen, verminderte Belastbarkeit, erhöhter Pausenbedarf, eingeschränkte Konzentrationsfähigkeit, psychomotorische Einschränkungen)
im Rahmen de
s
psychiatrischen
Fachgutachten
s
des
Z._
(S. 6 f.)
berücksich
tigt
.
5
.
5
Zum Umstand, dass keine
EFL
durchgeführt wurde, ist
festzuhalten
, dass eine
solche praxisgemäss
allenfalls in Betracht zu ziehen ist, wenn sich die beteilig
ten Fachärzte ausser Stande sehen, eine zuverlässige Einschätzung des
leis
tungsmässig
Machbaren vorzunehmen, und deshalb eine konkrete leistungs
orientierte berufliche Abklärung als zweckmässigste Ma
ssnahme ausdrücklich empfehlen (Urteil des Bundesgerichts
9C_730/2014
vom 1. Dezember 2014 E. 2.3).
Es trifft
mit dem Beschwerdeführer (Urk. 1 S.
6) zwar zu, dass der behandelnde Rheumatologe Dr.
B._
im
Bericht
vom
15. November 2013 (
E. 4.2.8 hiervor
; vgl. auch Bericht vom
27. Februar 2012 [E. 4.2.2
hiervor
]
) die Durchführung ei
ner EFL als notwendig erachtete.
Während
er offenbar die Arbeitsfähigkeit nicht hinreichend
zuverlässig einschätzen konnte,
sahen d
ie
Z._
-Gutachter
–
auf deren Arbeitsfähigkeitseinschät
zung vorliegend abzustellen ist –
keine
n
Anlass
für
entsprechende
Weiterungen
. Ein solcher ergibt sich nach dem Ge
sagten (E.
5.3.2
hiervor) auch nicht aus dem Berich
t des
K._
vom 22. August 201
3.
Hinzu kommt, dass
eine EFL dort, wo die versicherte Person von einer tieferen als der ärztlich attestierten Arbeitsfähigkeit überzeugt ist
, nicht ange
zeigt ist
(Urteile des Bun
desgerichts 9C_512/2009 vom 25. November 2009 E.
5.3
und 8C_967/2010 vom 23. Februar 2011 E. 5.5).
5
.
6
Zusammengefasst
gibt es zu keiner Kritik Anlass
, dass die Beschwerdegegnerin im Rahmen der Rentenrevision
in medizinischer Hinsicht
auf
die Expertise des
Z._
abgestellt und auf weitere Abklärungsmassnahmen verzichtet hat
.
6
.
6
.1
Die Beschwerdegegnerin ermittelte
anhand der allgemeinen Methode des
Einkom
mensvergleichs
(E. 1.3 hiervor)
einen Invaliditätsgrad von 55
%. Dabei stellte sie einem anhand der Lohnangaben der
Y._
(Urk. 8/10)
mit Fr. 59‘818.40
bezifferten
Valideneinkommen
ein auf derselben Grundlage er
mitte
ltes Invalideneinkommen von Fr. 26‘918.30
gegenüber, wobei sie von einer hälftigen Restarbeitsfähigkeit ausging und eine
n leidensbedingten Abzug von 10
% gewährte.
6.2
6.2.1
Diese
s
Vorgehen wurde beschwerdeweise
– mit Ausnahme der Höhe des ge
währ
ten
Abzuges
(vgl. E. 6.
3
hernach)
nicht beanstandet, gibt
jedoch
zur Be
merkung Anlass, dass das Invalideneinkommen
praxisgemäss insbesondere an
hand der Tabellenlöhne der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) zu bemessen ist, wenn es – wie im Falle des Beschwerdeführers – an einem tat
sächlich erzielten Einkommen fehlt.
Dabei ist
bei Vorliegen
eines oder mehrerer der
von der Recht
sprechung
(BGE 126 V 75)
anerkannten Kriterien ein
höchs
tens
25%iger Abzug vom Tabellenlohn zu gewähren (vgl. dazu BGE 135 V 297 E. 5.2).
6.
2
.2
Vorliegend kann auf eine
Berechnung des Invalideneinkommens unter Verwen
dung
der
LSE-
Tabellenlöhne
verzichtet werden, da
ausgehend vom
Durch
schnittseinkommen für Männer im Anforderungsniveau 4
(Zentralwert von Fr. 4'901.--
gemäss LSE 2010, Tabelle TA1, Zeile "Total") ein
leicht
höheres
Invalideneinkommen und damit ein tieferer Invaliditätsgrad r
esultieren würde.
6
.
3
6.3.1
Zu prüfen bleibt
jedoch
die Höhe des von der Beschwerdegegnerin auf 10 % veranschlagten Abzuges. D
er
Beschwerdeführer
(Urk. 1 S. 8 f.) forderte einen solchen
in doppelter Höhe und begründet
e
dies mit der Teilzeitarbeit, den
ge
sundheitlich
Einschränkungen (Erfordernis von Positionswechseln und Pausen, Verzicht auf Heben und Tragen von schweren Lasten und auf Überkopfarbeiten) und seinem
fortgeschrittenen
Alter.
Dem stellte sich die Beschwerdegegnerin auch im vorliegenden Verfahren entgegen (Urk. 7 S. 2 f.).
6.3.
2
Dem Beschwerdeführer ist aus gesundheitlichen Gründen nur noch eine
teilzeit
li
che
Tätigkeit im Umfang von 50 % zumutbar. Rechtsprechungsgemäss gebietet sich deshalb
unter dem Titel Beschäftigungsgrad
ein leidensbedingter Abzug,
da
bei Männern statistisch gesehen Teilzeitarbeit vergleichsweise weniger gut
ent
löhnt
wird als eine Vollzeittätigkeit
(> 90 %), wobei
die
Lohneinbusse
im
An
forderungsniveau
4
bei einem Beschäftigungsgrad zwischen 50 und 74
%
knapp
10 % beträgt
(vgl. die nach dem Beschäftigungsgrad differenzierenden Tabellen T2* in der LSE
20
06 S.
16 und T6* in der LSE
20
04 S.
25; Urteil
e
des Bundesge
richts
Urteil 8C_604/2011 vom 2
3.
Januar 2012 E. 4.2.2 und
9C_796/2013 vom 28.
Januar 2014 E. 3.1.2
).
Hingegen
kann das vorgerückte Alter
des
im Verfügungszeitpunkt
59jährigen Beschwerdeführer
s
bei
der
Abzugsfrage
keine Berücksichtigung finden.
Denn
das Lebensalter
wirkt sich bei Männern
i
m
S
egment von 50 bis 64/65
Jahren
in
sämtlichen
LSE-Anforderungsniveaus lohnerhöhend aus (vgl. LSE 2010 Tabelle TA9, Urteil
des Bundesgerichts
8C_96/2014 vom 2
3.
Mai 2014 E. 6.3
).
Sodann dürften d
ie von den
Z._
-
Gutachtern formulierten Einschränkungen
in erwerblicher Hinsicht
nicht übermässig ins Gewicht fallen, da
der
Tab
ellen
lohn
im Anforderungsniveau
4 bereits eine Vielzahl von leichten und mittel
schweren Tätigkeiten umfasst
(Urteil des Bundesgerichts 8C_740/2014 vom 11. Februar 2015 E. 4.5)
.
Im Übrigen würde
ein allfälliger lohnmässiger
Nachteil dadurch aufgewogen, dass der Beschwerdeführer altersbedingt mit einem über
durchschnittlichen Lohn rechnen kann.
Anderweitige Umstände, die einen Abzug rechtfertigen könnten, sind nicht er
sichtlich
und wurden auch nicht geltend gemacht
. Insgesamt
bleibt es damit bei de
m von der Beschwerdegegnerin gewährten
10%igen
Abzug
und entsprechend dem von ihr ermittelten Invaliditätsgrad
von 55 %, welcher zum Bezug einer halben Rente berechtigt
.
7
.
Im
massgebenden
Zeitpunkt der renten
herabsetzen
den Verfügung (vgl.
das zur Publikation bestimmte
Urteil des Bun
desgerichts 8C_446/2014 vom 12.
Januar 2015
E. 4.2.1) vom 23. April 2014 (Urk.
2) hatte der
Beschwerdeführer das 55.
Altersjahr bereits zurückgelegt. Damit fällt er unter den vom Bundesgericht beso
nders geschützten Personenkreis
, bei welchem die Beschwerdegegnerin vor der Rentenanpassung die Frage der Zumutbarkeit der Selbsteingliederung zu prüfen
respektive
diesbezüglich Hilfeleistungen anzubieten hat
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_228/2010 E. 3.3 vom 26. April 2011)
.
Dieser Pflicht ist die Beschwerdegegnerin
hinreichend
nachgekommen, indem sie
dem Beschwerdeführer
Eingliederungsberatung
gewährte und im Rahmen einer Integrationsmassnahme die vierwöchige Potenzialabklärung
vom 19. August bis 13. September 2013
veranlasste.
Dass sie hernach
ihre
Einglie
derungsbemühungen
mit Mitteilu
ng vom 23. September 2013 (Urk.
8/91
)
ein
stellte,
ist mit Blick auf die
insbesondere
in der Potenzialabklärung (Urk.
8/90) und im A
bschlussgespräch vom 13.
Se
ptember 2
013 manifest gewordene feh
lende subjektive
Eingliederungs
bereitschaft
nicht zu beanstanden. Der (
bereits
im
Vorbescheidverfahren
anwaltlich vertretene) Beschwerdeführer hat im
Ver
waltungs
- wie auch im vorliegenden Verfahren nie zum Ausdruck gebracht, dass er auf
weitere
berufliche Massnahmen angewiesen sei und solche verlange.
Demzufolge
durfte d
ie Beschwerdegegnerin die Rente ohne
Weiterun
gen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_260/2014 vom
5.
September 2014 E. 5.2)
revi
sionsweise
herabsetzen.
8
.
Folglich
erweist sich die angefochtene Verfügung vom 23. April 2012 (Urk. 2) als rechtens, was zur
Abweisung der Beschwerde
führt.
9
.
Die G
erichtskosten im Sinne von Art. 69 Abs.
1
bis
IVG sind ermessensweise auf Fr.
8
00.-- festzusetzen und entsprechend
dem Ausgang des Verfahrens dem Beschwerdeführer
aufzuerlegen