Decision ID: ae7e9ae9-a12c-4034-b40a-76030539de2d
Year: 2004
Language: de
Court: SG_VGN
Chamber: SG_VGN_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ M.E., M., ist Eigentümer der Parzelle Grundbuch St.Fiden Nr. 0000, R-strasse 9, St.
Gallen. Das Grundstück ist mit einem Mehrfamilienhaus überbaut, welches eine
geschlossene Häuserzeile längs der R-strasse im Osten abschliesst. Nach dem
Zonenplan der Stadt St. Gallen vom 1. November 1980/6. bzw. 15. November 2001/9.
August 2002 liegt das Grundstück in der Wohn-Gewerbe-Zone, Bauklasse 4. Es
befindet sich überdies - mit Ausnahme des Vorlandes gegen die R-strasse - im
Geltungsbereich des Gestaltungsplans L./S. mit besonderen Vorschriften vom 20.
Januar 1995.
Am 27. Januar 2003 stellte die Baupolizei St. Gallen fest, dass die Grünflächen auf dem
Vorland gegen die R-strasse auf beiden Seiten des Hauseingangs entfernt und mit
Verbundsteinen belegt worden waren. Sodann war die Umfassungsmauer längs der R-
strasse abgebrochen worden. M.E. begründete dieses Vorgehen damit, er
beabsichtige, den neu gestalteten Vorplatz als Autoabstellfläche für sieben Fahrzeuge
zu nutzen. Am 28. Januar 2003 erliess die Baupolizei ein Benützungsverbot für die
Autoabstellfläche und forderte den Grundeigentümer auf, bis spätestens 7. Februar
2003 ein Baugesuch einzureichen.
Am 10. Februar 2003 reichte M.E. ein Baugesuch (Nr. 41'424) für die Schaffung von
sieben Autoabstellplätzen im südöstlichen Vorland der Liegenschaft R-strasse 9 ein.
Danach soll auf der Ostseite zudem eine Sockelmauer abgebrochen und je ein
Containerabstellplatz sowie ein Abstellplatz für Fahrräder geschaffen werden. Das
Baugesuch lag in der Zeit vom 13. bis 26. Februar 2003 öffentlich auf; es gingen keine
Einsprachen ein.
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Am 7. März 2003 wies die Baupolizeikommission St. Gallen das Baugesuch ab (Ziff. 1).
Sodann ordnete sie an, binnen 30 Tagen seit Rechtskraft dieser Verfügung sei ein
Korrekturgesuch einzureichen, welches die vollständige Entfernung der Verbundsteine,
die Wiederherstellung der Umfassungsmauer mit Gartenzaun entlang der R-strasse
sowie die ansprechende Begrünung der Vorlandflächen gemäss dem ursprünglichen
Zustand aufzeige. In der Folge seien die Rückbaumassnahmen binnen 30 Tagen seit
rechtskräftiger Bewilligung des Korrekturgesuchs auszuführen (Ziff. 2). Für den Fall der
Nichtbefolgung von Ziff. 2 wurde die Ersatzvornahme angedroht (Ziff. 3) und eine
Strafanzeige gemäss Art. 292 des Strafgesetzbuches (SR 311.0) vorbehalten (Ziff. 4).
Die Baupolizeikommission begründete diesen Entscheid im wesentlichen damit, die
Senkrechtparkfelder seien nur rund 4 m tief und würden somit die nach den Normen
der Vereinigung Schweizerischer Strassenfachleute (VSS-Norm Nr. 640 291)
erforderliche Mindesttiefe von 5 m um rund 1 m unterschreiten. Sodann könne die
Autoabstellfläche aus gestalterischen Gründen nicht bewilligt werden. Des weiteren
würde die Bewilligung gegen die Planungsidee des Gestaltungsplans verstossen.
Am 31. März 2003 erhob M.E. gegen den Beschluss der Baupolizeikommission vom 7.
März 2003 Rekurs beim Baudepartement. Er beantragte, der Entscheid sei aufzuheben
und die Baubewilligung sei zu erteilen. Am 16. Januar 2004 hiess das Baudepartement
den Rekurs teilweise gut, im übrigen wurde er abgewiesen. Der Entscheid wurde im
wesentlichen damit begründet, die Baupolizeikommission habe es aus Gründen der
Verkehrssicherheit zu Recht abgelehnt, die Parkplätze zu bewilligen. Deshalb falle auch
eine Bewilligung entsprechend des im Rahmen des Rekursverfahrens eingereichten
Plans mit sechs Autoabstellplätzen und Grünflächen ausser Betracht. Sodann sei nicht
zu beanstanden, dass dem Baugesuch für die Schaffung von sieben
Autoabstellplätzen, welches die vollständige Beseitigung der Grünfläche im
südöstlichen Vorland der Liegenschaft R-strasse 9 vorsehe, aus gestalterischen
Gründen nicht entsprochen worden sei. Art. 75bis Abs. 1 des Baugesetzes (sGS 731.1,
abgekürzt BauG) stehe indessen für sich allein der Schaffung von Autoabstellplätzen
am fraglichen Standort nicht entgegen. Der Rekurs sei aber insofern begründet, als
sich die Baupolizeikommission darauf berufe, die Bewilligung der Autoabstellplätze
verstosse gegen die Planungsidee des Gestaltungsplans L./S.. Sodann liege keine
offensichtliche Härte im Sinn von Art. 77 Abs. 1 lit. a BauG vor. Weil die angeordnete
Wiederherstellung über das Zulässige hinausgehe, werde Ziff. 2 des angefochtenen
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Beschlusses sodann wie folgt geändert: "Binnen 30 Tagen seit Rechtskraft dieser
Verfügung ist der Baupolizei ein Korrekturgesuch einzureichen, welches im Bereich des
südöstlichen Vorlandes eine Umgebungsgestaltung mit zwei bis drei Sträuchern oder
hochstämmigen Bäumen mit den entsprechenden Rabatten aufzeigt. Ueberdies hat
das Korrekurgesuch bauliche (z.B. Mäuerchen, Stellriemen, Poller) oder
gartengestalterische Massnahmen (Rabatten) aufzuzeigen, welche ein unbewilligtes
Parkieren von Motorfahrzeugen beidseits des Hauseingangs wirksam verhindern. Die
Rückbaumassnahmen sind in der Folge binnen 30 Tagen seit rechtskräftiger
Bewilligung des Korrektur-gesuches auszuführen."
B./ Am 3. Februar 2004 erhob M.E. gegen den Entscheid des Baudepartements vom
16. Januar 2004 Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Am 23. Februar 2004, innert
erstreckter Frist, stellte er die Rechtsbegehren, der Entscheid sei aufzuheben, soweit
der Rekurs damit abgewiesen werde (Ziff. 1). Dem Baugesuch sei im Umfang von
sechs Abstellplätzen mit den Auflagen zu entsprechen, dass auf diesen nur Kleinwagen
mit einer Länge von höchstens 4 m abgestellt werden und keine Fahrzeugteile in das
Trottoir hinein ragen dürfen und dass die Begrünung gemäss Plan vom 1. Juli 2003
realisiert werde (Ziff. 2). Eventuell sei die Streitsache zu neuer Entscheidung an die
Vorinstanz zurückzuweisen (Ziff. 3), unter Kosten- und Entschädigungsfolge.
Am 15. März 2004 beantragte das Baudepartement, die Beschwerde sei abzuweisen.
Auch die Baupolizeikommission hielt am 30. März 2004 dafür, der Beschwerde sei
keine Folge zu geben.
Das Verwaltungsgericht hat vor seinem Entscheid einen Augenschein durchgeführt. Die
Verfahrensbeteiligten wurden dazu eingeladen und erhielten Gelegenheit zur
Stellungnahme.
Anlässlich des Augenscheins gab der Architekt von M.E. zu Protokoll, die Vereinigung
Schweizerischer Strassenfachleute (VSS) werde bezüglich Parkfeldern für Kleinwagen
neue Richtlinien erlassen, die ab 1. Januar 2005 anwendbar seien. In der Folge wurde
das Verfahren ausgesetzt. Am 2. Dezember 2004 teilte der Präsident der
Expertenkommission, welche Richtlinien ausarbeitet, schliesslich mit, die
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Expertenkommission habe einen bereinigten Entwurf der SN 640 284 in die
Vernehmlassung geschickt.

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1./ Die Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1 des
Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). M.E. ist zur
Beschwerde legitimiert (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die
Beschwerdeeingaben vom 3. Februar und 23. Februar 2004 entsprechen zeitlich,
formal und inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit
Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP).
Auf die Beschwerde ist einzutreten.
2./ Die Vorinstanz macht geltend, der Beschwerdeführer beantrage einerseits die
Aufhebung des angefochtenen Entscheids, beantrage anderseits aber, das Baugesuch
sei im Umfang von sechs Autoabstellplätzen mit Begrünung zu bewilligen.
Streitgegenstand des Rekursverfahrens sei indessen die Abweisung des Baugesuchs
für sieben Autoabstellplätze ohne Begrünung gewesen. Der Beschwerdeführer habe im
Rahmen des Rekursverfahrens zwar einen Plan eingereicht, der sechs
Autoabstellplätze mit Bepflanzung vorsehe, und sich bereit erklärt, das Baugesuch
entsprechend diesem Plan abzuändern. Er habe indessen darauf verzichtet, das
Rechtsbegehren anzupassen, wonach der angefochtene Beschluss der
Baupolizeikommission aufzuheben und die nachgesuchte Bewilligung für sieben
Autoabstellplätze zu erteilen sei. Weil zudem im Beschwerdeverfahren nicht einmal
geltend gemacht werde, das ursprüngliche Baugesuch hätte bewilligt werden müssen,
sei die Beschwerde mindestens insofern abzuweisen, als dieses Begehren mit dem
angefochtenen Entscheid abgewiesen worden sei.
Streitgegenstand im Anfechtungsverfahren ist das durch Verfügung geregelte
Rechtsverhältnis, allerdings nur insoweit, als es noch umstritten ist (Cavelti/Vögeli,
Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, 2. Aufl., St. Gallen 2003, Rz. 478 mit
Hinweis auf F. Gygi, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl., Bern 1983, S. 44 und
46). Im Rekursverfahren ist eine Aenderung des Rechtsbegehrens sodann jederzeit
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möglich, soweit es reduziert oder fallen gelassen wird. Auch ist eine Aenderung des
tatsächlichen Fundaments zulässig (Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 640 mit Hinweis). Weiter
ist der Inhalt eines Antrags - soweit er sich nicht von selbst versteht - durch Auslegung
zu ermitteln. Hierbei ist neben dem Wortlaut auch die Begründung als Auslegungshilfe
heranzuziehen. Schliesslich soll die Auslegung des Antrags nach Treu und Glauben
erfolgen (Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 916).
Zutreffend ist, dass der Beschwerdeführer im Rekursverfahren den Antrag gestellt hat,
der erstinstanzliche Entscheid sei aufzuheben und die nachgesuchte Bewilligung sei zu
erteilen. Am 5. August 2003 hat er der Vorinstanz indessen einen Plan vom 1. Juli 2003
eingereicht, der sechs Autoabstellplätze mit Grünflächen vorsieht, und er hat sich bereit
erklärt, das Baugesuch entsprechend diesem Plan abzuändern bzw. zu reduzieren.
Die Vorinstanz hat den Rekurs im wesentlichen mit der Begründung abgewiesen, die
Baupolizeikommission habe es aus Gründen der Verkehrssicherheit zu Recht
abgelehnt, die Parkplätze zu bewilligen. Wie noch zu zeigen sein wird, kann die
Verkehrssicherheit indessen gewährleistet werden (vgl. Ziff. 3 hienach), weshalb die
Beschwerde teilweise zu schützen und der angefochtene Entscheid und derjenige der
Baupolizeikommission vom 7. März 2003 aufzuheben sind. Der Beschwerdeführer wird
der Baupolizeikommission deshalb ein Korrekturgesuch für sechs Autoabstellplätze mit
Grünflächen einzureichen haben.
3./ Der Beschwerdeführer hält dafür, entgegen der Annahme der Vorinstanz sei die
Verkehrssicherheit gewährleistet, wenn er auf dem Vorland seiner Liegenschaft sechs
Parkplätze für kurze Personenwagen erstelle und die Bewilligung mit den von ihm
beantragten Auflagen erteilt werde.
a) Nach Art. 78 Abs. 2 lit. d BauG sind Abstellflächen für Motorfahrzeuge
bewilligungspflichtig. Diese Massnahme dient insbesondere der Durchsetzung des in
Art. 75bis BauG festgelegten Schutzes der Grünflächen (vgl. ABl 1980, S. 1418). Die
Baubewilligung ist nach Art. 87 Abs. 1 BauG zu erteilen, wenn keine im öffentlichen
Recht begründeten Hindernisse vorliegen. Der Bewilligungszwang ist somit lediglich
eine formelle Baubeschränkung. Sind die gesetzlichen Voraussetzungen und
Bedingungen erfüllt, besteht ein Anspruch auf Erteilung der Baubewilligung (vgl. dazu
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P. Hänni, Planungs-, Bau- und besonderes Umweltschutzrecht, 4. Aufl., Bern 2002, S.
307 mit Hinweisen).
Nach Art. 87 Abs. 2 BauG kann die Baubewilligung mit einschränkenden Bedingungen
und Auflagen verbunden werden. Nebenbestimmungen ermöglichen, die durch eine
Verfügung begründeten verwaltungsrechtlichen Rechte und Pflichten entsprechend
den konkreten Umständen auszugestalten. Sie spielen bei der Erteilung von
Bewilligungen eine grosse Rolle. Nebenbestimmungen sind gerechtfertigt, falls die
Bewilligung verweigert werden müsste, wenn sie ohne Auflagen oder Bedingungen
erlassen würde. Auf diese Weise dient die Verbindung einer Verfügung mit einer
Nebenbestimmung dem Verhältnismässigkeitsprinzip (vgl. Häfelin/Müller, Allgemeines
Verwaltungsrecht, 4. Aufl., Zürich, Basel, Genf 2002, Rz. 902 und B. Heer, St.
Gallisches Bau- und Planungsrecht, Bern 2003, Rz. 869 mit Hinweis auf ein Urteil des
Bundesgerichts vom 15. August 1995 in ZBl 1996, S. 321 ff.). Nebenbestimmungen
bedürfen einer gesetzlichen Grundlage. Sie brauchen jedoch nicht ausdrücklich in
einem Rechtssatz vorgesehen zu sein; wo eine solche ausdrückliche gesetzliche
Grundlage fehlt, kann die Zulässigkeit der Nebenbestimmung aus dem mit dem Gesetz
verfolgten Zweck, aus einem mit der Hauptanordnung zusammenhängenden
öffentlichen Interesse hervorgehen (vgl. Häfelin/Müller, a.a.O., Rz. 918). Von
unverbindlichen Empfehlungen unterscheiden sich Auflagen dadurch, dass ihre
Einhaltung erzwungen werden kann; bei in Zusammenhang mit Bewilligungen
gemachten Auflagen bedeutet dies, dass Erstere bei Nichteinhaltung der Letzteren
entzogen werden dürfen (Kölz/Bosshart/Röhl, Kommentar zum
Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 2. Aufl., Zürich 1999, Rz. 41 zu §
19).
b) Nach Art. 100 Abs. 1 des Strassengesetzes (sGS 732.1, abgekürzt StrG) dürfen der
Bestand von Strassen und die Sicherheit ihrer Benützer nicht beeinträchtigt werden.
Diese Vorschrift umschreibt die allgemeine Pflicht zur Unterlassung von
Beeinträchtigungen vornehmlich ab anstossenden Grundstücken. Dem Anstösser sind
konkrete Rücksichts- und Unterlassungspflichten überbunden, die über zivilrechtliche
nachbarliche Bindungen hinausgehen (vgl. D. Gmür, in: G. Germann [Hrsg.],
Kurzkommentar zum st. gallischen Strassengesetz vom 12. Juni 1988, Neue Reihe,
Band 31, St. Gallen 1989, N 3 zu Art. 100 StrG mit Hinweis auf E. Zimmerlin, Baugesetz
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des Kantons Aargau, 2. Aufl., Aarau 1985, S. 171 N 1). Als mögliche Ursachen für
Beeinträchtigungen fallen neben Hauptbauten, Zufahrten und Zugängen zu Strassen
auch Parkplätze in Betracht (vgl. Gmür, a.a.O., N 6 zu Art. 100 StrG). Nach Art. 37 Abs.
2 des Strassenverkehrsgesetzes (SR 741.01, abgekürzt SVG) dürfen Fahrzeuge dort
nicht anhalten oder aufgestellt werden, wo sie den Verkehr behindern oder gefährden
könnten. Wo möglich sind sie auf Parkplätzen aufzustellen. Der Terminus "aufstellen"
im Sinn von Art. 37 Abs. 2 SVG bedeutet parkieren (vgl. R. Schaffhauser, Grundriss des
schweizerischen Strassenverkehrsrechts, 2. Aufl., Bern 2002, Rz. 807). Auch ist das
Trottoir, unter Vorbehalt von Ausnahmen, die der Bundesrat vorsehen kann, den
Fussgängern vorbehalten (Art. 43 Abs. 2 SVG). Sodann statuiert Art.79 Abs. 1 der
Signalisationsverordnung (SR 741.21, abgekürzt SSV) Parkbeschränkungen. Wo
Parkfelder gekennzeichnet sind, dürfen Fahrzeuge nur innerhalb dieser Felder parkiert
werden, und Parkfelder dürfen nur von den Fahrzeugen benützt werden, für die sie
grössenmässig bestimmt sind.
Nach der VSS-Norm Nr. 640.291 müssen Senkrechtparkfelder eine Mindesttiefe von 5
m aufweisen. Bei den VSS-Normen handelt es sich nicht um Rechtssätze, sondern um
Richtlinien, die allerdings ein anerkanntes Hilfsmittel bei der Abklärung der Frage
bilden, ob eine Anlage den Anforderungen der Verkehrssicherheit genügt (GVP 1990
Nr. 99). Ihre Anwendung im Einzelfall muss indessen dem Grundsatz der
Verhältnismässigkeit standhalten, weshalb sie einem Entscheid nicht ungeachtet der
konkreten Verhältnisse zugrunde gelegt werden dürfen (vgl. ZBl 80/1979, S. 223 f. und
BGE 94 I 141 mit Hinweisen).
c) Anlässlich seines Augenscheins konnte das Verwaltungsgericht feststellen, dass die
R-strasse eine verhältnismässig breite Strasse ist, die ohne weiteres auch im
Gegenverkehr befahren werden könnte. Sie ist indessen in ihrem westlichen Teilstück
bis zur Liegenschaft des Beschwerdeführers als Einbahnstrasse (zulässige
Fahrrichtung von West nach Ost) signalisiert und liegt innerhalb einer "Tempo-30-
Zone". Vor der Liegenschaft R-strasse 9 sind auf der Strasse zwei einzelne Parkfelder
als "Blaue Zone" markiert. Das Trottoir ist rund 2 m tief. Auf dem Vorland der
Liegenschaften R-strasse 1, 3, 5 und 7 befinden sich Autoabstellflächen für fünf, acht,
sieben und zehn Fahrzeuge. Es sind jeweils Senkrechtparkfelder markiert, die rund 4 m
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tief sind. Die Autoabstellplätze sind grösstenteils belegt und die Motorfahrzeuge ragen
teilweise bis zu rund 50 cm in das Trottoir hinein.
d) Unbestritten ist, dass die Parkfelder, die der Beschwerdeführer erstellen will, nur
rund 4 m tief sind und somit die Mindesttiefe, wie sie die VSS-Norm Nr. 640 291
vorsieht, um rund einen Meter unterschreiten. Der Beschwerdeführer beantragt denn
auch, die Abstellplätze seien mit der Auflage zu bewilligen, dass nur Kleinwagen mit
einer Länge von höchstens 4 m Metern abgestellt und keine Fahrzeugteile in das
Trottoir hinein ragen dürfen. Fest steht weiter, dass die Parkplätze auf den
benachbarten Liegenschaften, die ebenfalls nur rund 4 m tief sind, in den Jahren
1973/74 mit der Auflage bewilligt wurden, dass nur Kleinwagen abgestellt werden und
keine Fahrzeugteile in das Trottoir hinein ragen dürfen. Aktenkundig ist sodann, dass
die Beschwerdegegnerin, vorab auf Restflächen, spezielle Parkplätze für
Kleinfahrzeuge bewilligt, welche eine Tiefe von rund 3 m aufweisen und im Sinn von
Art. 48 Abs. 11 SSV signalisiert werden müssen. Nach dieser Vorschrift wird das
zutreffende Symbol auf dem entsprechenden Signal im blauen Feld oder auf einer
Zusatztafel angebracht, wenn eine Parkierungsfläche nur für bestimmte Fahrzeugarten
dient. Nicht in Frage gestellt wird des weiteren, dass die VSS-Normen die Tiefe dieser
Parkfelder nicht umschreiben und dass sie auf Empfehlung der Kleinfahrzeughersteller
auf 3 m festgelegt worden ist.
e) Nach Ansicht der Vorinstanz hat die Beschwerdegegnerin eine sachlich
gerechtfertigte Praxisänderung vorgenommen, weil es sich gezeigt habe, dass die
Auflage, wonach nur Kleinwagen abgestellt und keine Fahrzeugteile in das Trottoir
hinein ragen dürfen, auf den Parkplätzen der benachbarten Liegenschaften an der R-
strasse kaum eingehalten werde und ihre Durchsetzung schwierig sei. Sie begründet
dies damit, anlässlich des Augenscheins habe sich gezeigt, dass das Trottoir im
Bereich der angrenzenden Liegenschaften teilweise bis zur Hälfte durch überragende
Fahrzeugteile beansprucht worden sei. Somit bestehe ein polizeiwidriger Zustand. Dies
gelte unabhängig davon, ob es den Fussgängern trotzdem möglich sei, auf dem
Trottoir zu gehen und ungeachtet dessen, dass das Verkehrsaufkommen auf der R-
strasse gering und diese mit Tempo 30 und überdies bis zur Liegenschaft R-strasse 9
als Einbahnstrasse signalisiert sei. Es gehe um die Verkehrssicherheit, vornehmlich um
den Schutz der Fussgänger, die sich gegen eine Beschneidung des ihnen zur
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Verfügung stehenden Verkehrsraums selber kaum zur Wehr setzen könnten. Sodann
habe der Vertreter der Beschwerdegegnerin anlässlich des Augenscheins erklärt, nach
Rechtskraft des vorliegenden Entscheids werde gegen die widerrechtliche
Beanspruchung des Trottoirs durch auf den Nachbarliegenschaften parkierte
Fahrzeuge vorgegangen. Es sei deshalb recht- und verhältnismässig, wenn die
Beschwerdegegnerin den VSS-Normen offenkundig und erheblich widersprechende
Parkplätze im Bereich von öffentlichen Strassen und Wegen nicht mehr bewillige,
jedenfalls soweit ausschliesslich oder grossmehrheitlich solche Parkplätze geschaffen
werden sollen.
Der Beschwerdeführer stellt nicht in Abrede, dass die Fahrzeuge auf den
Nachbarliegenschaften zum Teil in den Bereich des Trottoirs hinein ragen. Er bestreitet
indessen, dass eine Auflage, wonach nur Kleinwagen abgestellt werden dürfen, unter
den gegebenen Umständen nur schwer durchsetzbar ist und dass ihr ohne
regelmässige polizeiliche Kontrollen und Interventionen keine Nachachtung verschafft
werden kann. Er gedenke, die Autoabstellplätze zu vermieten, und er sei bereit, der
Beschwerdegegnerin die Namen der Mieter bekannt zu geben.
aa) Es ist den Behörden unbenommen, eine bisher geübte Praxis zu ändern, wenn sie
zur Einsicht gelangen, dass eine andere Rechtsanwendung oder Ermessensbetätigung
dem Sinn des Gesetzes oder veränderten Verhältnissen besser entspricht. Eine solche
Praxisänderung muss sich jedoch auf ernsthafte sachliche Gründe stützen können, die
umso gewichtiger sein müssen, je länger die als nicht mehr richtig erkannte bisherige
Praxis befolgt wurde (vgl. BGE 127 I 52 mit Hinweisen und Häfelin/Müller, a.a.O., Rz.
509 ff.).
bb) Die Tatsache, dass ein Objekt nicht entsprechend den mit der Baubewilligung
verbundenen Nebenbestimmungen genutzt wird, stellt für sich allein keinen Grund dar,
keine derartigen Objekte mehr zu bewilligen. Der Grundsatz der Verhältnismässigkeit
gebietet, zu prüfen, ob mit einer anderen Ausgestaltung der Nebenbestimmungen dazu
beigetragen werden kann, die Gefahr eines polizeiwidrigen Zustands zu verhindern
oder doch erheblich zu mindern. Zu unterscheiden ist in diesem Zusammenhang
zwischen öffentlich zugänglichen Parkplätzen und solchen, die nur einem beschränkten
Personenkreis zur Verfügung stehen. Bei letzteren ist eine rechtswidrige Nutzung
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weniger zu befürchten, bzw. eine rechtmässige Nutzung kann, falls erforderlich, besser
durchgesetzt werden. Um zu verhindern, dass die Nutzung von weniger als 5 m tiefen
Autoabstellplätzen die Verkehrssicherheit gefährdet, kann die Baubewilligung deshalb
mit den Auflagen erteilt werden, dass die Parkfelder nicht öffentlich zugänglich
gemacht werden dürfen, bzw. dass sie je mit einer Absperrvorrichtung zu versehen
sind oder aber, dass die entsprechende Signalisierung nach Art. 48 Abs. 11 SSV
anzubringen ist. Sodann kann der Bewilligungsnehmer verpflichtet werden, die
Parkplätze nur dann zur Nutzung freizugeben, wenn vertraglich festgehalten wird, dass
ausschliesslich Kleinwagen von weniger als 4 m Länge gestattet sind. Weiter ist es
möglich, die Baubewilligung mit der Auflage zu versehen, dass der
Beschwerdegegnerin die Namen derjenigen Personen zur Kenntnis zu bringen sind,
denen die Nutzung der Parkfelder vertraglich überlassen wird. Im Gegensatz zur
Auffassung der Vorinstanz sind derartige Auflagen, die zum Teil auch in den Schreiben
der Baupolizei vom 24. Juli 2003 an die Eigentümer der Liegenschaften R-strasse 3, 5
und 7 (nicht aber R-strasse 1) zwecks Durchsetzung der Auflagen angeführt werden,
sachgerecht und geeignet, in ausreichendem Mass sicherzustellen, dass nur
Kleinwagen abgestellt werden und keine Fahrzeugteile in das Trottoir hinein ragen.
Dadurch kann einerseits verhindert werden, dass Unbefugte zu lange Fahrzeuge
abstellen, anderseits kann davon ausgegangen werden, dass niemand mit einem
Fahrzeug von über 4 m Länge einen Parkplatz mietet, wenn er weiss, dass dort sowohl
aufgrund des privatrechtlichen Rechtsverhältnisses als auch nach öffentlichem Recht
nur Kleinwagen abgestellt werden dürfen. Andernfalls begeht er eine
Vertragsverletzung und muss zudem damit rechnen, immer wieder mit Strafverfahren
konfrontiert zu werden. Zu berücksichtigen ist in diesem Zusammenhang sodann, dass
auf der Liste der Autos mit weniger als 4 m Länge, die der Beschwerdeführer im
Rahmen des Rekursverfahrens eingereicht hat, nicht weniger als 50 Wagenmodelle
verschiedener Anbieter aufgeführt sind und dass damit zu rechnen ist, dass das
Angebot an Kleinwagen noch zunimmt.
cc) Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers setzt die langfristige Einhaltung
zweckdienlicher Nebenbestimmungen indessen polizeiliche Kontrollen voraus und es
ist ihnen, falls erforderlich, durch die Einleitung straf- und verwaltungsrechtlicher
Verfahren zwangsweise Nachachtung zu verschaffen, in letzter Konsequenz mit dem
Widerruf der Baubewilligung. Die Vorinstanz beruft sich in diesem Zusammenhang
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sinngemäss auf einen Vollzugsnotstand der Beschwerdegegnerin. Sie hält dafür, die
rechtswidrige Nutzung der Parkplätze auf den Nachbargrundstücken zeige, dass der
Einhaltung von Auflagen schwer Nachachtung verschafft werden könne. Der Umstand,
dass den Behörden durch eine Nebenbestimmung ein gewisser Kontrollaufwand
erwächst, rechtfertigt es unter dem Gesichtspunkt der Verhältnismässigkeit indessen
nicht, vergleichbare Baugesuche grundsätzlich abzulehnen. Entgegen der Annahme
der Vorinstanz kann jedenfalls nicht von unzumutbaren Vollzugsschwierigkeiten
gesprochen werden, wenn fehlbare Benutzer eines Autoabstellplatzes von der Polizei
verzeigt werden müssen. Auch der Umstand, dass Parkfelder für Kleinfahrzeuge auf
dem Parkplatz eines Einkaufszentrums - so an der Bachstrasse gegenüber dem
Einkaufzentrum St. Fiden - möglicherweise weniger häufig mit grösseren Fahrzeugen
belegt werden, als solche von rund 4 m Tiefe, stellt für sich allein keinen Grund dar, von
einem Vollzugsnotstand zu sprechen. Diese Gefahr ist weitgehend gebannt, wenn die
Baubewilligung, wie dargelegt, mit zweckdienlichen Auflagen erteilt wird. Den Akten
kann sodann nicht entnommen werden, ob und wenn ja welche Vorkehrungen von
Seiten der Beschwerdegegnerin im Lauf der Jahre getroffen worden sind, um den
Auflagen bezüglich der Nutzung der Parkplätze auf den Liegenschaften, die an
diejenige des Beschwerdeführers grenzen, Nachachtung zu verschaffen. Aus dem
angefochtenen Entscheid und dem Augenscheinprotokoll vom 13. Juni 2003 geht
lediglich hervor, die Baupolizei habe den Auftrag erhalten, die widerrechtliche
Beanspruchung der Autoabstellflächen zu unterbinden. Es wird indessen darauf
hingewiesen, sie werde zu berücksichtigen haben, dass für die 1973/74 bewilligten
Parkplätze die Bestandesgarantie gelte, allerdings mit der Auflage, dort nur Kleinwagen
zu parkieren. Aus der Stellungnahme der Beschwerdegegnerin vom 30. März 2004
ergibt sich weiter, dass die Baupolizei mit Schreiben vom 24. Juli 2003 an die
Eigentümer der Liegenschaften R-strasse 3, 5 und 7 (nicht aber R-strasse 1) gelangt
ist, um ihnen die verfügten Auflagen in Erinnerung zu rufen. Auch hat sie am 26. August
2003 die Stadtpolizei um Mithilfe gebeten, den Auflagen durch vermehrte Kontrollen
Nachachtung zu verschaffen und dadurch, dass fehlbare Fahrzeuglenker gebüsst
werden. Weiter kann der Stellungnahme entnommen werden, dass rechtliche
Abklärungen im Gang sind, ob ein Widerruf der Baubewilligungen, die vor über dreissig
Jahren erteilt worden sind, denkbar ist. Abgesehen davon, dass das Ergebnis
polizeilicher Kontrollen, die seit August 2003 durchgeführt worden sind, nicht bekannt
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ist, macht die Beschwerdegegnerin in ihrer Stellungnahme vom 30. März 2004
indessen keine Angaben darüber, ob und wenn ja auf welche Weise im Lauf der Jahre
von seiten der Behörden (erfolglos) versucht worden ist, die vor über dreissig Jahren
verfügten Auflagen durchzusetzen, soweit sie nicht beachtet werden. Demzufolge fehlt
es am Nachweis, dass ein eigentlicher Vollzugsnotstand besteht, der eine
Praxisänderung bzw. die Verweigerung der Baubewilligung zu rechtfertigen vermöchte.
Vielmehr ist davon auszugehen, dass die Nutzung der Parkplätze auf den
Nachbargrundstücken, soweit sie den Baubewilligungen nicht entspricht, von Seiten
der Behörden während Jahren hingenommen worden ist. An dieser Beurteilung vermag
nichts zu ändern, dass entsprechend der Annahme der Vorinstanz denkbar ist, dass die
Auflage anfänglich durchwegs respektiert wurde und dass es vor dem 1. Mai 1989,
bevor die heutige Fassung von Art. 41 der Verkehrsregelverordnung (SR 741.11) in
Vollzug trat (ABl 1989/416), gestattet war, Fahrzeuge zum Halten oder Parkieren
ausnahmsweise ganz oder teilweise auf dem Trottoir abzustellen. Ebenso wenig fällt
ins Gewicht, dass die Vollzugsorgane nach Ansicht der Vorinstanz im Zusammenhang
mit der strafrechtlichen Ahndung der Inanspruchnahme eines Trottoirs durch
überragende Fahrzeugteile vor rechtliche Probleme gestellt sind.
4./ Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerde begründet ist, soweit geltend
gemacht wird, es stelle eine Rechtsverletzung dar, dem Baugesuch aus
strassenverkehrsrechtlichen Gründen nicht zu entsprechen. Demnach sind der
Rekursentscheid vom 16. Januar 2004 und der Beschluss der Baupolizeikommission
vom 7. März 2003 aufzuheben und die Angelegenheit ist an die Beschwerdegegnerin
zurückzuweisen. Diese wird aufgrund des einzureichenden Korrekturgesuchs und im
Sinn der Erwägungen darüber zu befinden haben, mit welchen Auflagen die
Baubewilligung zu erteilen ist.
a) Bei diesem Ausgang des Verfahrens obsiegt der Beschwerdeführer zu drei Vierteln.
Entsprechend sind ihm die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens zu einem
Viertel aufzuerlegen und der Beschwerdegegnerin zu drei Vierteln (Art. 95 Abs. 1 VRP).
Eine Entscheidgebühr von Fr. 4'000.-- ist angemessen (Ziff. 382 des
Gerichtskostentarifs, sGS 941.12). Demzufolge hat der Beschwerdeführer, unter
Verrechnung des Kostenvorschusses von Fr. 2'500.--, Fr. 1'000.-- zu bezahlen. Der
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Rest von Fr. 1'500.-- wird ihm zurückerstattet. Auf die Erhebung der Kosten von Fr.
3'000.-- bei der Beschwerdegegnerin wird verzichtet (Art. 95 Abs. 3 VRP).
Was die Kosten des Rekursverfahrens von Fr. 2'500.-- anbetrifft, hat der
Beschwerdeführer sodann einen Viertel, somit Fr. 625.-- zu tragen, während der
Beschwerdegegnerin drei Viertel, somit Fr. 1'875.-- auferlegt werden. Auf die Erhebung
der Kosten bei der Beschwerdegegnerin ist zu verzichten.
b) Der Beschwerdegegner hat Anspruch auf eine ausseramtliche Entschädigung (Art.
98 Abs. 1 und 2 und Art. 98bis VRP). Sein Rechtsvertreter hat keine Kostennote
eingereicht und die Vorinstanz hat die volle ausseramtliche Entschädigung für das
Rekursverfahren mit Fr. 2'800.-- festgesetzt. Ein Betrag von Fr. 6'000.-- (inkl.
Barauslagen, zuzüglich MWSt) für das Rekurs- und Beschwerdeverfahren erscheint
angemessen (Art. 22 Abs. 1 lit. a und c der Honorarordnung für Rechtsanwälte und
Rechtsagenten, sGS 963.75, abgekürzt HonO). Weil der Beschwerdeführer zu drei
Vierteln obsiegt hat, hat er Anspruch auf die Hälfte der vollen Entschädigung von Fr.
6'000.-- (GVP 1983 Nr. 56 und VerwGE vom 20. April 1999 i.S. E.M.; vgl. auch Cavelti/
Vögeli, a.a.O., Rz. 832). Die Beschwerdegegnerin hat ihn somit mit Fr. 3'000.--
ausseramtlich zu entschädigen.
Demnach hat das Verwaltungsgericht