Decision ID: 59dbc856-81ad-5ba0-83ce-27e8c94c1e3d
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._, geboren 1960, war von
Mai
20
04 bis April
20
11
als Mitarbeite
rin Kundendienst beziehungsweise
später
als
Filialleiterin in der
Y._
AG
tätig. D
anach
war sie
a
rbeitslos mit Zwischenverdienst und absolvierte Ende 2011 auf Kosten der Arbeitslosenversicherung einen
Kurs
des Z._
zur Pflegehel
ferin (vgl. Urk. 1 S. 3; Urk. 7/8;
Urk.
7/16).
Am 3. April 2012 erlitt die Versicherte als Beifahrerin einen Auffahrunfall (vgl. Urk. 7/11/138).
Unter Hinweis auf
ein
Schleuder
trauma
meldete sich
die Versicherte
am 21. März 2013 bei der Invalidenversi
cherung zum Leistungsbezug an (Urk. 7/4). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische und erwerbliche Situation ab, zog Akten der Suva bei (Urk. 7/11; Urk. 7/27) und holte bei der Stiftung
Medas
A._ ein polydisziplinäres Gutachten ein, das am 26. August 2014 erstattet wurde (Urk. 7/43/1-32).
Nach Einwänden gegen den Vorbescheid vom 3. November 2014 (vgl. Urk. 7/48;
Urk. 7/55; Urk. 7/59) holte die IV-Stelle weitere medizinische Akten ein und erliess am 29. Oktober 2015 einen neuen Vorbescheid (Urk. 7/70). Dazu nahm die Versicherte am 6. Januar 2016 Stellung (Urk. 7/74). In der Folge ver
neinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 9. März 2016 einen Rentenanspruch (Urk. 7/78 = Urk. 2)
2.
Die Versicherte erhob am
18. April 2016
Beschwerde
gegen die Verfügung vom 9. März 2016 (Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei ihr rück
wirkend eine angemessene Rente zuzusprechen (Urk. 1 S. 2 oben).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 23. Mai 2016 (Urk. 6) die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde der Beschwerdeführerin am 12. August 2016 zur Kenntnis gebracht (Urk. 8).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über
die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs
unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.3
Mit
BGE 141 V 281
hat das Bundesgericht seine bisherige Rechtsprechung zur Invaliditätsbemessung bei Schmerzstörungen ohne erkennbare organische Ursa
che und vergleichbaren psychosomatischen Leiden (BGE 130 V 352 u
nd anschliessende Urteile) ange
passt und festgehalten, dass
die
Invaliditätsbe
messung
stärker als bisher den Aspekt der funktionellen Auswirkungen zu berücksichtigen hat, was sich schon in den diagnostischen Anforderungen niederschlagen muss. Auf der Ebene der Arbeitsunfähigkeit bezweckte die durch BGE
130 V 352 begründete Rechtspre
chung die Sicherstellung eines gesetz
mässigen Versicherungsvollzuges mittels der Regel/Ausnahme-Vorgabe beziehungs
weise (seit E. 7.3 von BGE 130 V 396 und BGE 131 V 49) der
Über
windbarkeitsvermutung
. Deren Rechtsnatur kann offen bleiben. Denn an dieser Rechtsprechung ist nicht festzuh
alten. Das bishe
rige Regel/Ausnahme-Modell wird durch ein st
rukturiertes Beweisverfahren er
setzt. An der Rechtsprechung zu Art. 7 Abs. 2 ATSG – ausschliessliche Berücksichtigung der Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung und objektivierte Zumutbarkeitsprüfung bei mate
rieller Beweisl
ast der rentenansprechenden Per
son (Art. 7 Abs. 2 ATSG) – ändert sich dadurch
nichts. An die Stelle des bishe
rigen Kriterienkatalogs (bei anhal
tender somatoformer Schmerzstörung und vergleichbaren psychosomatischen Leiden) trete
n im Regelfall beachtliche Stan
dardindikatoren. Diese lassen sich in die Ka
tegorien Schweregrad und Konsis
tenz der funktionellen Auswirkungen einteilen. Auf den Begriff des primären Krankheitsgewinnes und die
Präpon
deranz
der psychiatrischen Komorbidität ist zu verzichten. Der Prüfungsraster ist rechtlich
er Natur. Recht und Medizin wir
ken sowohl bei der Formulierung der Standardindikatoren wie auch bei deren – rechtlich gebotener – Anwendung im Einzel
fall zusammen. Im Grunde konkre
tisieren die in E. 4 und 5 formulier
ten Beweisthemen und Vorgehensweisen für die Invaliditätsbemessung bei psycho
somatischen Leiden die gesetzgeberischen Anordnungen nach Art. 7 Abs. 2 ATSG. Die
Anerkennung eines rentenbegrün
denden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, w
enn die funktionellen Auswirkun
gen der medizinisch festgestell
ten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der
Standardin
dikatoren
schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahr
scheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt e
s da
ran, hat die
Folgen der
Beweis
losigkeit
nach wi
e vor die materiell beweisbelas
tete versicherte Person zu tragen (E. 6).
1.4
Für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei Vorliegen einer anhaltenden soma
to
formen Schmerzstörung oder eines damit vergleichbaren psychosomati
schen Leidens (BGE 141 V 281 E. 4.2) sind Indikatoren beachtlich, die das Bun
desgericht wie folgt systematisiert hat
(
BGE 141 V 281 E. 4.3.1):
-
Kategorie „funktioneller Schweregrad"
-
Komplex „Gesundheitsschädigung"
-
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde
-
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder –
resistenz
-
Komorbiditäten
-
Komplex „Persönlichkeit" (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res
sourcen)
-
Komplex „Sozialer Kontext"
-
Kategorie „Konsistenz" (Gesichtspunkte des Verhaltens)
-
gleichmässige Einschränkung des
Aktivitätenniveaus
in allen ver
gleich
baren Lebensbereichen
-
behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener
Lei
dens
druck
Diese
Standardindikatoren erlauben - unter Berücksichtigung
leistungshindern
der
äusserer
Belastungsfaktoren einerseits und Kompensationspotenzialen (Ressour
cen) anderseits - das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzu
schätzen (BGE 141 V 281 E. 3.4-3.6 und E. 4.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_534/2015 vom 1. März 2016 E. 2.2.1).
Beweisrechtlich entscheidend ist der Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4):
Der Indikator einer
gleichmässigen
Einschränkung des Aktivitätsniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen zielt auf die Frage ab, ob die diskutierte Einschränkung in Beruf und Erwerb (bzw. bei Nichterwerbstätigen im Aufga
benbereich) einerseits und in den sonstigen Lebensbereichen (z.B. Freizeitge
staltung) anderseits gleich ausgeprägt ist. Dabei ist das bisherige Kriterium des sozialen Rückzugs (wiederum) so zu fassen, dass neben
Hinweisen auf Ein
schränkungen auch Ressourcen erschlossen werden; umgekehrt kann ein
krank
heitsbedingter
Rückzug aber auch Ressourcen zusätzlich vermindern. Soweit
erhebbar
, empfiehlt sich auch ein Vergleich mit dem Niveau sozialer Aktivität vor Eintritt der Gesundheitsschädigung. Das Aktivitätsniveau der versicherten Person ist stets im Verhältnis zur geltend gemachten Arbeitsunfähigkeit zu sehen (BGE 141 V 281 E. 4.4.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_296/2016 vom 29. Juni 2016 E. 4.1.1).
Die Inanspruchnahme von therapeutischen Optionen, das
heisst
das
Ausmass
, in welchem Behandlungen wahrgenommen oder eben vernachlässigt werden, weist (ergänzend zum Gesichtspunkt Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz unter dem Komplex "Gesundheitsschädigung") auf den tatsächlichen Leidensdruck hin. Dies gilt allerdings nur, solange das betreffende Verhalten nicht durch das laufende Versicherungsverfahren beeinflusst ist. Nicht auf fehlenden Leidensdruck zu
schliessen
ist, wenn die Nichtinanspruchnahme einer empfohlenen und zugänglichen Therapie oder die schlechte Compliance
klarer
weise
auf eine (unabwendbare) Unfähigkeit zur Krankheitseinsicht zurückzu
führen ist. In ähnlicher Weise zu berücksichtigen ist das Verhalten der versi
cherten Person im Rahmen der beruflichen (Selbst-) Eingliederung. Inkonsistentes Verhalten ist auch hier ein Indiz dafür, die geltend gemachte Einschränkung sei anders begründet als durch eine versicherte
Gesund
heits
beein
trächtigung
(BGE 141 V 281 E. 4.4.2; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_296/2016 vom 29. Juni 2016 E. 4.1.2).
1.5
In Bezug auf mögliche psychische Komorbiditäten verliert eine depressive Proble
matik nicht bereits wegen einer medizinischen
Konnexität
zum Schmerz
leiden ihre Bedeutung als potentiell ressourcenhemmender Faktor
(BGE 141 V 281 E. 4.3.1.3). Bei Störungen im mittelgradigen Bereich ist indes die
invalidi
sierende Wirkung - weiterhin - besonders sorgfältig zu prüfen. Es darf nicht unbesehen darauf geschlossen werden, eine solche Störung vermöchte eine vor
aussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde (teilweise) Erwerbsunfä
higkeit zu bewirken und wäre damit
eine relevante Komorbidität
(
BGE 141 V 281
E. 4.3.1.3;
vgl. Urteile des Bundesgerichtes 9C_125/2015 vom 18
.
Novem
ber 2015 E.
7.2.1 mit Hinweis und 9C_168/2015 vom 1
3.
April 2016 E. 4.2).
Auch nach der Praxisänderung vom 3. Juni 2015 (BGE 141 V 281) gelten psychische Störungen der hier interessierenden Art nur als invalidisierend, wenn sie schwer und therapeutisch nicht (mehr)
angehbar
sind
, was namentlich bei noch nicht lange
chronifizierten
Krankheitsgeschehen voraussetzt, dass keine therapeuti
sche Option mehr und somit eine Behandlungsresistenz besteht
(
BGE 141 V 281
E. 4.3.1.2; v
gl. Urteile des Bund
esgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 2015 E. 5 und 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E.
7.2.1). An der
bundes
gerichtlichen
Praxis, wonach leichte bis höchstens mittelschwere Störungen aus dem depressiven Formenkreis in der Regel therapierbar sind und
invalidenversi
cherungsrechtlich
zu keiner Einschränkung der Arbeitsfähigkeit führen (vgl.
Urteile des Bund
esgerichtes 9C_836/2014 vom 23. März 2015 E. 3.1, 9C_474/2013 vom 20.
Februar 2014 E. 5.4, 9C_696/2012 vom 19.
Juni 2013 E.
4.3.2.1, 9C_250/201
2 vom 29. November 2012 E.
5, 9C_736/2011 vom 7.
Februar 2012 E. 4.2.2.1 sowie 9C_917/2012 E. 3.2 vom 14.
August 2013) hat
BGE 141 V 281
nichts geändert (vgl. Urteile des Bundesgerichtes 9C_125/2015 vom 1
8.
November 2015 E.
7.2.1 und 9C_168/2015 vom 13.
April 2016 E. 4.2 mit Hinweis).
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtes fallen leichte bis mittelgradige depressive Störungen, seien sie im Auftreten rezidivierend oder episodisch, einzig dann als invalidisierende Krankheiten in Betracht, wenn sie
erwiesener
massen
therapieresistent sind (statt vieler:
BGE 140 V 193
E.
3.3 mit Hinweis). Nur in einer solchen - seltenen, da nach gesicherter psychiatrischer Erfahrung Depressionen im Allgemeinen therapeutisch gut
angehbar
sind - gesetzlich ver
langten Konstellation ist den no
rmativen Anforderungen des Art. 7 Abs.
2 zweiter Satz ATSG für eine objektivierende Betrachtungs- und Prüfungsweise Genüge getan (
BGE 141 V 281
E. 3.7.1 bis 3.7.3
). Ein solcher Sachverhalt muss überwiegend
wahrscheinlich und darf nicht lediglich nicht
auszuschliessen
sein. Es kommt dazu, dass die Therapie in dem Sinne konsequent gewesen sein muss, dass die aus fachärztlicher Sicht indizierten zumutbaren (ambulanten und stati
onären) Behandlungsmöglichkeiten in kooperativer Weise optimal und nach
haltig ausgeschöpft wurden (
BGE 140 V 193
E. 3.3
;
BGE
137 V 64
E.
5.2 mit Hinweis; vgl. Urteile des Bun
desgerichts 9C_13/2016 vom 14. April 2016 E. 4.2 und 9C_89/2016 vom 12. Mai 2016 E.
4.1).
Ist eine mittelgradige depressive Episode eine
„
blosse
“
Begleiterscheinung (zum Beispiel Urteil des Bund
esgerichts 8C_689/2014 vom 19. Januar 2015 E. 3.4; vgl. auch Rahel Sager, Die bundesgerichtliche Rechtsprechung betreffend Depression, in: SZS 2015 308 ff., 312)
zu einer somatoformen Schmerzstörung oder einem vergleichbaren psychosoma
tischen Leiden (vgl. BGE 137 V 64 E.
4
.2
), beurteilt sich die Frage der invalidisierenden Wirkung der gesundheitli
chen Beeinträchtigungen nach der Schme
rzrechtsprechung (BGE 141 V 281; vgl. BGE 140 V 290 E.
3.3.2; vgl. Urteile des Bundesgeri
chts 8C_624/2015 vom 25. Januar 2015 E.
3.2.2 und 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E. 4.4).
Eine leichte depressive Episode stellt nach der Gerichtspraxis keine Komorbidi
tät von hinreichender Erheblichkeit im Sinne der früheren Rechtsprechung zu den unklaren
syndromalen
Beschwerdebildern dar. Sie ist auch grundsätzlich nicht geeignet, eine leistungsspezifische Invalidität zu begründen (Urteil des Bundesgerichts 9C_337/2015 vom 7. April 2016 E. 4.4.1 mit weiteren Hinwei
sen).
1.6
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob
die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Strittig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente,
insbesondere die Frage, ob das psychische Leiden der Beschwerdeführerin eine rechtlich rele
vante Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit
bewirkt
.
2.2
Die Beschwerdegegnerin führte zur Begründung der angefochtenen Verfügung (
Urk.
2) aus,
d
ie diagnostizierte reaktive, mittelgradige Depression sei ein vor
übergehendes und gut therapierbares Leiden. Die depressiven Symptome seien durch psychosoziale Faktoren verursacht, weshalb die mittelgradige Depression aus versicherungsrechtlicher Sicht ke
ine Wirkung auf die Arbeitsfä
higkeit
habe und nicht als ressourcenhemmende Begleiterkrankung zum psychosomatischen Leiden berücksichtigt werden könne. Bezüglich der diagno
sti
zierten somato
formen Schmerzstörung bestünden ausreichende Ressourcen, um von einer 100%igen Erwerbsfähigkeit auszugehen (
S. 2 oben).
2.3
Die Beschwerdeführerin hielt in der Beschwerde (Urk. 1) fest, Prof. Dr. B._ habe bestätigt, dass eine chronische, teils mittelschwere, teils schwere Depression vorliege, welche die Arbeitsfähigkeit in der angestammten wie auch in angepassten Tätigkeiten beeinträchtige (S. 5 Ziff. 8.1). Bezüglich der Arbeits
fähigkeit nach dem 5. Januar 2015 sei auf die nachfolgenden fachärztli
chen Berichte der C._ abzustellen (S. 7 oben). Entsprechend sei von einer 50%igen Arbeitsun
fähigkeit ab 12. August 2013 sowie von einer 100%igen Arbeitsun
fähigkeit ab 1. September 2013 in einer angestammten oder ange
passten Tätig
keit auszugehen (S. 7 unten). Aufgrund der SUVA-Akten bestehe sodann ab Unfalltag vom 3. April 2012 aufgrund der erlittenen HWS-Distorsion eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Laut Dr. D._ sei der medizinische Endzu
stand aus psychiatrischer Sicht seit Januar 2013 erreicht. So sei in jeglicher Tätigkeit seit dem Unfalltag eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen (S. 7 f.).
Die Beschwerdeführerin machte weiter geltend, sie habe sich seit August 2012 in vier Kliniken in stationärer und in zwei Kliniken in teilstationärer Behand
lung befunden, wobei es trotzdem nie zu einer anhaltenden Verbesserung gekommen sei. Das Leiden sei also mitnichten vorübergehend und gut
thera
pierbar
(S. 6 Ziff. 8.3). Die RAD-Ärztinnen seien sodann keine Psychiaterinnen und hätten sich nicht mit der Argumentation von Prof. B._ auseinander gesetzt (S. 8 f.). Sodann zählten depressive Störungen nicht zu den unklaren Beschwerdebildern. Entsprechend bestehe auch kein Anlass für eine „
Indikato
renprüfung
“ (S. 9 f.).
3.
3.1
Aus dem Bericht der Ärzte des Stadtspitals E._ über die ambulante Behandlung vom 3. April 2012 (Urk. 7/11/138) ergibt sich, dass die Beschwer
deführerin nach einem Auffahrunfall, welcher sich am gleichen Tag ereignet hatte, an Nackenschmerzen litt. Es wurde der Verdacht auf ein
kranio
-zervikales Beschleunigungstrauma Grad II nach QTF Klassifikation geäussert und der Beschwerdeführerin bis zum 10. April 2012 eine volle Arbeitsunfähigkeit attestiert.
3.2
Vom 9. August bis 13. September 2012 befand sich die Beschwerdeführerin in der Rehaklinik F._. Im entsprechenden Austrittsbericht
vom 10. September 20
12
(Urk.
7/11/47-54
) wurden folgende Hauptdiagnosen genannt (S. 1 Mitte)
:
-
HWS-Distorsion Quebec Task Force (QTF) II
-
Anpassungsstörung mit leichter
Deprimie
rtheit
und Besorgtheit gemischt
-
psychoso
ziale Belastung
Es sei eine m
ässige Symptomausweitung
beobachtet worden, die teilweise auf eine psychische Störung zurückzuführen sei
.
Das
Ausmass der demonstrierten physischen Einschränkungen lasse sich o
bjektiv nur zum Teil erklären (S. 2 oben).
Mindestens leichte bis mittelschwere Arbeiten seien
der Beschwerde
führerin
ganztags zumutbar.
Dies gelte
auch für die l
etzte Tätigkeit als
Reini
gungsmitarbeiterin
in der Textilbranche.
Im Verlauf der nächsten
ein bis zwei Monate sei
von
einer weiteren
Verbesserung auszugehen, so dass aus rein unfallkausaler Sicht alle Arbeiten wieder zumutbar sein sollten
(S. 2 Mitte)
. Die
Beschwerdeführerin
verfüge über viele Ressourcen. Die p
sychosoziale Belastung
könne
als Hindernis für
den
He
ilungsverlauf betrachtet werden (S. 3 Mitte; vgl. auch psychosomatisches Konsilium vom 19. Juni 2012 in Urk.
7/11/91-93
).
3.3
Dr. med. G._, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, nannte im Bericht vom 22. April 20
13
zuhanden der Beschwerdegegnerin (Urk.
7/
15/1-3) als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein
HWS-Distorsions
trauma
(Ziff. 1.1). Sie attestierte der Beschwerdeführerin eine 100
%
ige
Arbeits
unfähigkeit vom 3. April 2012 bis heute und gab an, dass eine
Wiederaufnahm
e der Tätigkeit im Ausmass von 50
%
ab sofort möglich sei (Ziff. 1.6; Ziff. 1.9).
3.4
Die Ärzte der Klinik
H._ AG berichteten am 25. September 20
13
(Urk. 7/24) über die
Hospitalisation
der Beschwerdeführerin
vom 1
2. August bis 23. September 2013 zur diagnostischen Abklärung. Sie nannten folgende psychiatrische Diagnosen (S. 1 Mitte):
-
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig
mittelgradige Episode mit somatischen
Symptomen (F33.11)
mit/bei
-
anhaltender somatoformer Schmerzstörung (F45.4)
Zum Befund wurde ausgeführt, die Beschwerdeführerin
berichte
über ausge
prägte Konzentrations- und Gedächtnisstörungen. Affektiv sei sie deutlich
herab
gestimmt
, traurig, gereizt und deprimiert. Sie sei freudlos und knapp schwingungsfähig bei deutlichem Antriebsverlust. Beklagt würden massive Durchschlafstörungen (S. 2 unten).
Für
die
Dauer der
Hospitalisation
wurde der Beschwerdeführerin eine 100
%
ige
Arbeitsunfähigkeit bescheinigt (S. 4 Mitte)
.
Dem Verlaufsb
ericht
der Ärzte der H._ vom
2
3. September 20
13
(Urk.
7/27/14-15
) ist zu entnehmen, dass
mittel- bis
langfristig angesichts des aktuellen, wenig befriedigenden Behandlungsstandes und des
Krankheitsver
laufs
keine
günstige Prognose
gestellt werden könne (S. 2 oben).
3.5
Aus dem
Verlaufsprotoko
ll Eingliederungsberatung vom 25. September 20
13
(Urk. 7/2
3
) ergibt sich, dass im Moment k
eine Eingliederungsmassnahmen mög
lich
seien
,
da
die Beschwerdeführerin
nach Austritt aus der Klinik
H._
nach wie vor voll arbeitsunfähig
sei
. S
ie habe unerträgliche Schmer
zen;
es sei ihr empfohlen worden, diese in einer Schmerzklinik zu behandeln
(S. 1 Mitte)
.
3.6
Im
Bericht
des Medizinischen Zentrums I._ vom 11. Dezember 20
13
(Urk.
7/30/5-8
) wurden im Wesentlichen die Diagnosen einer
r
ezidivierenden
depressive
n Störung, gegenwärtig
mittelgradige
r Episode (F33.11), mit somati
schem Syndrom
(Differentialdiagnose: somatoforme Schmerzstörung)
sowie eines
HWS-Distorsionstrauma
s genannt (S. 1 Mitte)
.
S
eit
dem 3. April 20
12
bestehe eine Arbeitsunfähigkeit (S. 3 oben)
.
Aufgrund
der zunehmenden
Beschwerde-Symptomatik sei
eine
tagesklinische Therapie indiziert
(S. 4 oben)
.
3.7
Dr. G._ attestierte der Beschwerdeführerin im Bericht vom
13. Januar 2014 zuhanden der Beschwerdegegnerin (Urk. 7/30/1-4) eine 100
%
ige
Arbeitsunfä
higkeit
vom 3. April 20
12 bis heute
(Ziff. 1.6)
.
A
ktuell
sei die
bisherige Tätigkeit nicht zumutbar
; es bestünden Konzentrationsstörungen, Schmerzen und eine rasche Ermüdbarkeit (Ziff. 1.7). Die Prognose sei offen (Ziff. 1.4)
.
3.8
Vom 24. April bis 20. Juni 20
14
befand sich die Beschwerdeführerin in der C._ in stationärer Behandlung
.
Dem Austrittsbericht vom 24. Juli 2014 (Urk.
7/53
) sind die Diagnosen einer r
ezidi
vierende
n
depressive
n
Störung, gegenwärt
ig mittelgradiger Episode, und einer chronischen
Schmerzstörung
mit somatischen und psychischen Faktoren zu entnehmen (S. 1)
.
Die Beschwerdeführerin wohne mit ihrem Exmann, dessen neuer Ehefrau und deren beiden Kindern zusammen. Bei nicht erfülltem Kinderwunsch habe sich ihr Exmann von ihr getrennt und sei eine neue Ehe eingegangen
(S. 2). Zum Befund wurde ausgeführt, die Stimmung sei gedrückt, der Affekt schwingungsfähig. Antrieb und Psychomotorik seien reduziert, das Ein- und Durchschlafen gestört. Die Beschwerdeführerin leide an Sinnestäu
schungen und Ängsten unter vielen Menschen (
S. 3
oben)
.
Bei der Beurteilung wurde festgehalten, dass
vor allem die belastende psychosoziale Situation im Vordergrund
stehe, welche sich möglicherweise durch die Äusserungen von somatischen Beschwerden besser ausdrücken liesse (S. 5 unten)
.
3.9
Das Gutachten der Ärzte der
Medas
A._
vom 2
6. August
2014 (
Urk. 7/43/1-32
) basierte auf einer internistischen, einer rheumatologischen und einer
psychiatrischen Untersuchung der Beschwerdeführerin vom 7. und 9. Juli 2014
(vgl. S. 1) sowie den vorhandenen Akten (vgl. S. 2 ff.). Darin werden keine Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit genannt, hingegen folgende Diagnosen ohne wesentliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (S. 2
8 Ziff. 6
.1):
-
mittelgradige depressive Episode, reaktive depressive Episode
-
anhaltende somatoforme Schmerzstörung
-
Störungen durch Opioide, Abhängigkeitssyndrom, gegenwärtiger
Sub
stanz
gebrauch
-
Status nach HWS-Distorsion QTF II bei Heckauffahrunfall am 3. April 2012
-
chronisches
zervikozephales
Syndrom mit/bei degenerativen Verände
run
gen der unteren HWS
-
chronische
myofasziale
Lumbalgien, anamnestisch ein Jahr nach dem
Dis
torsionstrauma
aufgetreten
-
Diabetes mellitus Typ 2, arterielle Hypertonie, Adipositas
Aus psychiatrischer Sicht wurde zum objektiven Befund ausgeführt, die Mimik und die Gestik seien etwas schwächer ausgeprägt als normal. Die Konzentration und die Aufmerksamkeit nähmen im Verlauf des Gesprächs etwas ab. Die
Grund
stimmung
sei betrübt, der affektive Rapport sei aber weitgehend herstell
bar. Der Antrieb sei eingeschränkt, die Psychomotorik etwas schwächer ausge
prägt als normal (S. 20 Ziff. 5.3.1). Die Beschwerdeführerin habe als Folge der Schmerzen und vor allem auch, weil sie nach dem Austritt aus der Rehaklinik F._ realisiert habe, dass sie wegen ihrer Schmerzen nicht mehr arbeiten könne, zunehmende depressive Symptome entwickelt (S. 21 Ziff. 5.4.1).
Bei der Beschwerdeführerin liege eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung vor und ausserdem eine mittelgradige depressive Episode (S. 27 Ziff. 5.11). Bei Letzterer handle es sich um eine reaktive depressive Episode, die durch die Schmerzen und durch verschiedene psychosoziale Faktoren verursacht worden sei und die Arbeitsfähigkeit daher aus versicherungsmedizinischer Sicht nicht einschränke (S. 24 Ziff. 5.4.5). Bei der Diskussion der Förster-Kriterien wurde ausgeführt, eine psychiatrische Komorbidität sei nicht gegeben, erfüllt sei einzig das Kriterium der Ausschöpfung der therapeutischen Möglichkeiten (S. 23 Ziff. 5.4.3). Die Beschwerdeführerin verfüge über einige Ressourcen; sie sei sozial gut integriert und freue sich auf die kommenden Ferien in ihrer Heimat, wo sie auch ihre in den USA lebende Schwester wieder sehe (S. 24 Ziff. 5.4.4
). Die somatoforme Schmerzstörung sei mittels einer
Willensan
strengung
überwindbar (S. 24
Ziff.
5.4.5).
Somit bestünden keine psychiatri
schen Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (S. 25 Ziff. 5.5.1). Die Arbeitsfähigkeit sei aus psychiatrischer Sicht nie eingeschränkt gewesen (S. 25 Ziff. 5.6.2 und 5.6.3.) Eine neuropsychologische Untersuchung sei nicht not
wendig (S. 27 Ziff. 5.11). Die Weiterführung der ambulanten psychiatrischen Behandlung und der Gabe von Medikamenten sei sinnvoll, jedoch nicht nötig, um die Arbeitsfähigkeit zu erhöhen, da diese nicht eingeschränkt sei (S. 25 f. Ziff. 5.7).
Im Rahmen der polydisziplinären Beurteilung wurde ausgeführt, dass sich die Beschwerden unter den stationären Behandlungen und längeren ambulanten Therapien subjektiv kaum verändert hätten. Somatisch sei weiterhin eine demonstrierte physische Einschränkung festzustellen. Die Halswirbelsäule werde mit stärkeren Einschränkungen
bewegt, die radiologisch und klinisch nicht nachvollziehbar seien (S. 29 Ziff. 6.2.3). Aus rheumatologischer Sicht seien
myofasziale
Befunde
nuchal
und lumbal bei altersgemässen degenerativen Ver
änderungen zu beschreiben. Eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit könne daraus und aus den klinischen Befunden nicht abgeleitet werden. Psychiatrisch werde die depressive Störung als mittelgradige depressive reaktive Episode beurteilt und in Anbetracht der bescheidenen und das Beschwerdeausmass nicht befriedigend erklärenden somatischen Befunde als anhaltende somatoforme Schmerzstörung bezeichnet. Polydisziplinär sei die Diskrepanz zwischen sub
jektivem Befinden und objektiven Befunden diskutiert worden. Es bestehe keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit für die letzte Tätigkeit (S. 30 oben). Die Arbeitsprognose sei getrübt durch viele soziale Faktoren:
Migrationsproblema
tik
, fehlende anerkannte Berufsausbildung, lang dauernde Arbeitsunfähigkeit, Selbstlimitierung, Alter, familiäre Faktoren und subjektive
Krankheitsüber
zeugungen
(S. 31 Ziff. 7.4).
3.10
Vom 1. September bis 12. Dezember 20
14
befand sich die Beschwerdeführerin wiederum in der C._ in stationärer Behandlung, nun am Standort K._
.
Im
entsprechenden Austrittsbericht vom 17. Dezember 2014 (Urk. 7/58)
wur
de
neben der Schmerzstörung
neu eine schwere depressive Episode mit psycho
tischen Symptomen (F32.3) diagnostiziert (S. 1 Mitte). Die Beschwerde
führerin
habe sich während des Aufenthaltes nur bedingt psychisch stabilis
ieren und aufbauen können. Trotz nicht vollständiger Freudlosigkeit sei von einer schweren depressiven Episode auszugehen, da zwei der drei A-Kriterien einer schweren depressiven Episode (gedrückte Stimmung und Verminderung des Antriebs, erhöhte Ermüdbarkeit) weiterhin deutlich fortbestünden. Ebenfalls hätten Schlafstörungen, verminderte Konzentration und Aufmerksamkeit, ver
mindertes Selbstwertgefühl, Gefühle von Wertlosigkeit, negative und pessi
mistische Zukunftsperspektiven sowie Gedankenkreisen weiterhin beobachtet werden können. Des Weiteren habe sie wiederholt von akustischen Halluzina
tionen berichtet. Auch
die k
örperliche Schmerzsymptomatik h
abe sich nur wenig verbessert (S. 4 unten). Sie b
rauche
eine
klare Tagesstruktur und soziale Kontaktmomente
(S. 6)
.
Dem Bericht der Ärzte der C._ zuhanden der
Beschwerdegegnerin vom 12. März 2015 (Urk. 7/60) ist zu entnehmen, dass seit dem 5. Januar 20
15
eine
Behandlung in der Tagesklinik
erfolgt (S. 1)
.
Als
Diagnosen mit Auswirkung auf
die Arbeitsfähigkeit wurden eine
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige
r
Episode (F33.1)
, eine chronische
Schmerzst
örung mit somati
schen und psychischen
Faktoren (F45.41)
sowie ein Status nach
Schmerzmittel
abhängigkeit
(F11.1) genannt (Ziff. 1.1)
.
Aktuell bestehe
eine
100%ige
Arbeits
unfähigkeit (S. 1)
.
Im Anschluss an eine IV-Wiedereingliederungsmassnahme könnte m
öglicherweise
wieder
eine
Teilarbeitsfähigkeit erreicht
werden
(Ziff. 1.9)
.
3.11
Am 29. April 2015 nahmen die Ärzte der
Medas
A._ Stellung
zu den nach Erstellung des Gutachtens eingegangen Berichten der
C._ (Urk.
7/63/1-5
)
.
Sie hielten fest, dass die rein medizinische
Beurteilung
anders sei
als die
im
Medas
-Gutachten
beschriebene vers
icherungsmedizinische
Beurteilung der
Arbeitsfähigkeit (S. 4 Mitte)
.
Aus rein medizinischer Sicht sei die Arbeitsfähig
keit der Beschwerdeführerin während der Zeit, in der eine mittelgradige depressive Episode vorgelegen habe, zu etwa 50 % eingeschränkt gewesen, vor allem wegen des verminderten Antriebs und der rasch abnehmenden Konzentra
tion und Aufmerksamkeit (S. 3 Mitte). Aus medizinischer Sicht bestehe mindes
tens seit dem 12. August 20
13 (
Eintritt in die
Kl
inik H._) bis am 31. August 2014 eine
50%ige
Arbeits
unfähigkeit. Anschliessend sei die Beschwer
deführerin
wegen der
schwergra
di
gen
depressiven Episode vom
1. September 20
14 bis
4. Januar 2015 zu 100
%
in der Arbeitsfähigkeit einge
schränkt gewesen, dann vom 5. Januar 2015 bis zumindest 12. März 20
1
5 (Datum Bericht C._) wieder zu 50
%
(S. 4 oben)
.
Soweit ihr durch die
C._
ab dem
5.
Januar 2015 eine 100%ige Arbeits
un
fähigkeit attestiert worden sei, sei dies aufgrund der nun wieder bestehenden mittel
gradigen depressiven Episode nicht
nachvollziehbar
(S.
2 unten)
.
Eine anhal
tende somatoforme
Schmerzstö
rung
schränke
die Arbeitsfähigkeit nur ein, wenn genügend Förster-Kriterien erfüllt seien.
Zu den Förster-Kriterien hätten die Ärzte der
C._
jedoch nicht Stellung genommen
(S. 3 oben)
.
Die depressive Episode sei durch die Schmerzen verursacht worden, aber auch durch verschiedene psychosoziale
Belastungs
faktoren
, wie die finanziellen Probleme und die unklare berufliche Zukunft (S. 4 Mitte). Es werde daran festgehalten, dass b
is zum
Zeitpunkt
der Untersuchung zum Gutachten
es sich um
eine rea
ktive depressive Episode handle (S. 4 unten)
.
Die
versicherungsmedizinische Beurteilung
werde
den Juristen
überlassen (S. 5)
.
3.12
RAD-Ärztin med.
pract
. L._, Fachärztin für Orthopädische Chirur
gie und Traumatologie des Bewegungsapparates, nahm am 12. August 2015 aufgrund der neuen Rechtsprechung eine
Prüfung der massgebenden Stan
dardindikatoren vor (Urk. 7/69/5-6).
3.13
Dem Austrittsbericht der Ärzte der C._ vom 14. Dezember 20
15
(Urk.
3
) betref
fend Behandlung in der Tagesklinik vom 5. Januar bis 2. November 2015 sind im Wesentlichen die Diagnosen einer r
ezidivierende
n
depressive
n
Störung, gegenwärtig mittelgra
diger Episode (F33.1), und einer chronischen
Schmerz
st
örung
mit somatischen und psychischen
Faktoren (F45.41)
zu entnehmen (S. 1 Mitte)
.
Die Beschwerdeführerin beschreibe, dass sie aktuell vor allem an der anhaltenden Schmerzproblematik (Schmerzen im Kopf und Nackenbereich) und in der Folge auch an depressiven Gefühlen und Gedanken leide (S. 2 oben).
Sie
habe im Laufe der
tagesklinischen
Beha
ndlung an Stabilität gewonnen. Die h
ier gewonnene Tagesstruktur sei
eine
grosse Unterstützung
gewesen (S. 5 Mitte)
.
3.14
Am 13. Januar 20
16
erfolgte eine p
syc
hiatrische Beurteilung
durch
Dr. med. D._
,
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,
Konsiliarpsychiater
der Suva
(Urk.
7/75
)
.
Dr. D._ führte aus, dass sich die Beschwerdeführerin schon vor dem Unfall in einer schwierigen Lebenssituation befunden habe. Aus
wirtschaftlichen Gründen habe sie nach der Immigration ihr Studium nicht fortsetzen können und ihre Ehe sei wegen Kinderlosigkeit gescheitert. Trotzdem sei sie stark an ihren Ex-Mann gebunden geblieben. Ihre a
ktenkundige
n
Äusserungen bezüglich des Zusammenlebens mit
dem
Ex-Mann und dessen neuer Familie
zeugten von einer
erheblich
en Z
wiespältig
keit dieser Situation
.
Nach der
Kündigung
sei auch eine finanzielle Abhängigkeit vom Ex-Mann ent
standen (S. 14 Mitte)
. Aufgrund der Aktenlage
sei
davon auszugehen, dass
es
nach
dem
Austritt aus
der
Rehaklinik
F._
zu eine
r erheblichen, anhalten
den
Verschlechterung
des psychischen Zustandes
gekommen sei
(S. 14 unten). Betreffend
stationäre Therapie der C._ im September 20
14 sei
die
gestellte Diagnose einer schweren depressiven Episode
aufgrund der im Austrittsbericht geschilderten Befunde nicht nachvollziehbar. Mit
über
wiegen
d
er
W
ahrschein
lich
keit sei davon auszugehen, dass die Beschwerde
führerin
auch
in dieser Zeit
mittelgradig
depressiv gewesen sei (S. 15 unten)
.
Eine
t
eil
stationäre
Behandlung in der Tagesklinik
C._ während rund zehn Monaten
habe nur zu einer leichten Verbesserung geführt
(S. 16 oben)
. In all den Jahren sei es nie zu eine
r nam
haften Besserung des psychischen
Zustandes gekommen
(S. 16 Mitte)
.
Der
End
zustand liege vor seit rund Januar
20
1
3.
Überwiegend wahr
scheinlich seien
die
Beschwerden dauerhaft
. Aus psychiatrischer Sicht sei eine ambulante psychiatri
sche Therapie weiterhin indiziert, bestehend aus psycho
therapeuti
schen Gesprächen und einer medikamentösen psychiatrischen Behandlung (S. 17)
.
4.
4.1
Zur Beurteilung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin ist auf das
Gutachten
der Ärzte der
Medas
A._ vom August 2014 (mit ergänzender Stellungnahme vom April 2015) abzustellen. Dieses
erfüllt die Anforderungen an eine beweiskräftige medizinische Entsche
idungsgrundlage (vgl. vorstehend E.
1.
6
). Die Gutachter gaben ihre Beurteilungen nach persönlicher Untersuchung der Beschwerdeführerin und in Kenntnis der
Vorakten
ab. Sie berücksichtigten die geklagten
Beschwerden und begründeten sowohl die gestellten Diagnosen als auch die bezüglich der Arbeitsfähigkeit gezogenen Schlussfolgerungen in nachvollziehbar begründeter Weise. Die Beweiswertigkeit des Gutachtens wurde von der Beschwerdeführerin denn auch nicht substantiiert in Frage gestellt.
Damit ist gestützt auf das Gutachten
der
Medas
A._
davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin in psychischer Hinsicht unter einer anhalten
den somatoformen Schmerzstörung und
einer
reaktiven
mittelgradigen depressiven Episode
leidet,
was sich im Wesentlichen auch mit den
diagnostischen Ein
schätzung
en in den übrigen medizinischen Berichten deckt. So diagnostizierten die Ärzte der H._ im September 2013 ebenfalls eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung sowie eine
rezidivierende depressive Störung
gegenwärtig mit
telgradiger Episode. Den Berichten der C._ sind die Diagnosen einer
rezidi
vierende
n
depressive
n
Störung
und einer
chronische
n
Schmerzstörung
mit somatischen und psychischen
Faktoren
zu entnehmen.
4.2
D
ie depressive Störung
hat sich vorliegend
im Anschluss an den Unfall und
im Zusammenhang mit den
daraufhin empfundenen somatischen Beschwerden entwickelt
. Dies deckt sich auch mit den eigenen Angaben der Beschwerde
führerin. So gab sie an, sie habe nach dem Austritt aus der Rehaklinik F._ realisiert, dass sie (wegen der Schmerzen) nicht mehr arbeiten könne und dadurch eine zunehmende Depression entwickelt. Daneben sei die depressive Symptomatik aber auch als Folge der Schmerzen anzusehen, die sich im weite
ren Verlauf verstärkt hätten (vgl. Urk. 7/43/1-32 S. 19 Mitte und S. 21 Mitte). Die Gutachter der
Medas
A._ hielten fest, dass bei der Beschwerdeführe
rin eine reaktive depressive Episode vorliege, die durch die Schmerzen und durch verschiedene psychosoziale Faktoren verursacht worden sei.
Aufgrund des ausgewiesenen Zusammenhangs zwischen den
schmerz
bedingten
Beschwer
den und der mittelgradigen Depression ist nicht von einer
sozial
versicherungs
rechtlich
relevanten
Einschränkung der Arbeits
fähig
keit im Sinne der Recht
sprechung auszugehen.
Zusammenfassend kann die depressive Erkrankung nicht als selbstständiges, vom Schmerzgeschehen losgelöstes, invalidisierendes Leiden angesehen werden
. Vielmehr handelt es sich um eine
Begleiterscheinung zum unklaren
Beschwer
debild
. Damit beurteilt sich die Frage der invalidisierenden Wirkung der gesundheitlichen Beeinträchtigungen der
Beschwerdeführerin
nach der soge
nannten Schmerzrechtsprechung
(vgl. E. 1.5)
.
4.3
Das Gutachten
der Ärzte der
Medas
A._
wurde im
August
2014 und dem
nach vor der Rechtsprechungsänderung von BGE 141 V 281 verfasst. Damit verliert es seinen Beweiswert indes nicht per se (vgl. BGE 141 V 281 E. 8).
Vor
liegend ist eine schlüssige Prüfung der massgebenden Stan
dardindikatoren (vorstehend E. 1
.4) gestützt auf das Gutachten
der
Medas
A._
sowie die übrigen medizinischen Akten möglich und eine weitere medizinische Abklärung dementsprechend nicht angezeigt.
4.4
Mit Bezug auf den ersten Indikator (
„
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde und Symptome")
ergibt sich aus dem Gutachten der
Medas
A._, dass die Beschwerdeführerin permanent an Nackenschmerzen und an Schmer
zen beidseits im Hinterkopf leide,
deren Intensität auf einer zehnstufigen visu
ellen Analogskala (VAS)
im Untersuchungszeitpunkt und meistens 8 bis 10 be
trage. In letzter Zeit habe sie fast täglich wieder andere Beschwerden, seit zirka einem Jahr seien auch lumbale Rückenschmerzen hinzu gekommen (Urk. 7/43/1-32 S. 15 f.). Zum Tagesablauf ist bekannt, dass die Beschwerde
führerin etwa um 7 Uhr aufstehe, einen Kaffee trinke, den Blutzucker messe, Insulin spritze und dann 20 bis 30 Minuten nach draussen gehe, um einen Spa
ziergang zu machen. Zu Hause lese sie etwas oder sehe fern. Das Mittag- und Abendessen nehme sie mit der Familie des Ex-Mannes ein. Nachmittags gehe sie nochmals spazieren. Sie habe einige Freundinnen, sehe diese aber wenig und telefoniere häufiger. Um 23.30 Uhr gehe sie zu Bett (Urk. 7/43/1-32 S. 13 f.). Allgemein möge sie nichts
mehr unternehmen, weder für sich noch mit den Kindern. Wegen der Schmerzen könne sie fast nichts mehr machen und damit einhergehend sei auch die psychische Stimmung oft schlecht (Urk. 7/43/1-32 S. 16 oben).
Daraus kann indessen nicht ohne weiteres auf eine rechtserheb
liche
Gesund
heits
schädigung
beziehungsweise
auf einen (bestimmten) funktionellen
Schwere
grad
der Störung geschlossen werden. Vielmehr sind das
Beschwerde
bild
ebenfalls mitprägende psychosoziale und soziokulturelle
Belastungsfakto
ren
, soweit sie unmittelbar (direkt) die Symptomatik beeinflussen, als nicht invalidisierende und damit nicht versicherte Umstände auszuscheiden (
Urteil des Bundesgerichts
9C_549/2015
E. 4.3 mit Verweis auf
BGE 141 V 281 E. 4.3.1.1 S.
298
). Diesbezüglich ist festzuhalten, dass die Ärzte der Rehaklinik F._ die psychosoziale Belastung als Hindernis für den Heilungsverlauf ansahen. Auch die Ärzte der C._ gaben an, dass die belastende psychosoziale Situation im Vordergrund stehe. Die Gutachter der
Medas
A._ führten aus, dass die depressive Episode durch die Schmerzen und verschiedene psychosoziale Fak
toren verursacht worden sei. Als soziale Faktoren führten sie die
Migrations
problematik
, die fehlende Anerkennung der Berufsausbildung, die lang dauernde Arbeitsunfähigkeit, die Selbstlimitierung, das Alter, familiäre Faktoren und subjektive Krankheitsüberzeugungen an. Zudem nannten sie in der Stellung
nahme vom April 2015 die finanziellen Probleme und die unklare beruf
liche Zukunft als psychosoziale Belastungsfaktoren. Dr. D._ hielt schliess
lich fest, dass sich die Beschwerdeführerin bereits vor dem Unfall in einer schwierigen Lebenssituation befunden habe, da sie ihr Studium nach der Immigration nicht habe fortsetzen können und ihre Ehe wegen Kinderlosigkeit gescheitert sei. Die vorliegenden psychosozialen Belastungsfaktoren
sprechen gegen das Vorliegen eines Krankheitsgeschehens, das im
invalidenversiche
rungsrechtlichen
Sinne als schwer zu bezeichnen ist.
Zum zweiten Indikator (
„
Behandlungserfolg oder -resistenz")
wurde im Gutach
ten ausgeführt, dass die
therapeutischen Möglichkeiten ausgeschöpft seien. Die Beschwerden hätten sich unter den stationären Behandlungen und längeren ambulanten Therapien subjektiv kaum verändert. Auch die nach dem Gutachten erfolgte tagesklinische Behandlung führte nur zu einer leichten Verbesserung. Aus dem Gutachten ergibt sich jedoch, dass die verordneten Medikamente nicht zuverlässig eingenommen werden (vgl. Urk. 7/43/1-32 S. 30 unten). Des Weite
ren ist davon auszugehen, dass (auch) die belastende psychosoziale Situation dem Behandlungserfolg entgegensteht.
Unter diesen Umständen kann nicht los
gelöst von direkt wi
rkenden psychosozialen Faktoren –
welche indess
en ausser Acht zu bleiben haben –
von einem definitiven Scheitern einer indizierten, lege
artis
und mit optimaler Kooperation durchgeführten Therapie gesprochen wer
den
(
Urteil des Bundesgerichts
9C_549/2015
E. 4.4 mit Verweis auf BGE 141 V 281 E. 4.3.1.2).
Eine massgebliche Komorbidität ist nicht ausgewiesen.
Den somatischen Diagno
sen (chronisches
zervikozephales
Syndrom mit degenerativen Verände
rungen der unteren HWS sowie chronische
myofasziale
Lumbalgien) kommt kein Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zu. Als psychische Begleiterkrankung ist die mittelgradige depressive Episode zu prüfen. Gemäss den
Gutachte
r
n
der
Medas
A._ handelt es sich um eine reaktive depressive Episode, die durch die Schmerzen und verschiedene psychosoziale Belastungsfaktoren ver
ursacht wurde. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung können nur Beschwer
den als Begleiterkrankungen rechtlich relevant sein, wenn ihnen eine eigenständige, invalidisierende Bedeutung zukommt. Ist dies nicht der Fall, werden sie allenfalls im Rahmen der Persönlichkeitsdiagnostik berücksichtigt (BGE 141 V 281 E. 4.3.1.3). Wie unter Erwägung 4.2 festgehalten, handelt es sich vorliegend bei der depressiven Episode nicht um ein
selbstständiges, inva
lidisierendes Leiden
.
Betreffend die Kategorien Persönlichkeit und sozialer Kontext ist festzuhalten, dass bei der Beschwerdeführerin im Wesentlichen eine betrübte
Grund
stimmung
, ein verminderter Antrieb sowie eine abnehmende Konzentration
und Aufmerksamkeit vorliegen. Den medizinischen Berichten ist zu entnehmen, dass sie über viele Ressourcen verfügt. So ist im Bericht der Ärzte der Rehaklinik F._ vom September 2012 von intellektuellen und sprachlichen Fähigkeiten, einer optimistischen Einstellung und Motivation die Rede (Urk. 7/11/47-54 S. 3 Mitte). Aus dem Gutachten der
Medas
ergibt sich, dass die Beschwerdeführerin sozial gut integriert sei und sich auf die kommenden Ferien in ihrer Heimat Kosovo freue, wo sie auch ihre in den USA lebende Schwester wieder sehe. Ein ausgeprägter sozialer Rückzug liegt nicht vor. Die Beschwerdeführerin lebt mit der Familie ihres Ex-Mannes zusammen und hat mit allen ein gutes Verhältnis. Sie nimmt das Mittag- und Abendessen mit der Familie des Ex-Mannes ein, macht täglich Spaziergänge und hat – hauptsächlich telefonischen – Kontakt mit Freundinnen.
4.5
Betreffend die Kategorie Konsistenz ist dem Gutachten
der
Medas
A._ zu entnehmen, dass
die Beschwerdeführerin
an permanenten Kopf- und
Nacken
schmerzen
leide (welche sie mit einer Schmerzintensität von 8 bis 10 auf der VAS angab) sowie an lumbalen Rückenschmerzen. Während der Befragung sei sie einmal kurz aufgestanden, das Aus- und Anziehen sei ohne Schonhaltung erfolgt (vgl. Urk. 7/43/1-32 S. 17 Mitte). Ihre Selbsteinschätzung der körperli
chen Fähigkeiten sei mit 19 von 200 möglichen Punkten sehr tief ausgefallen (Urk. 7/43/1-32 S. 18 Mitte). Die Beschwerdeführerin gehe täglich am Morgen und am Nachmittag spazieren, lese und sehe fern, fahre Bus und Tram (Urk. 7/43/1-32 S. 14 oben) und tätige auch Putzarbeiten (vgl. Urk. 7/43/1-32 S. 16 oben).
Diese Umstände sprechen für das Vorhandensein persönlicher Ressourcen.
Da die Beschwerdeführerin die verordneten Medikamente zumin
dest im Untersuchungszeitpunkt nicht zuverlässig
eingenommen hatte, erscheint schliesslich ein erheblicher Leidensdruck zumindest fraglich
.
4.6
Vor diesem Hintergrund
ist eine aus der anhaltenden somatoformen
Schmerz
stö
rung
resultierende invalidenversicherungsrechtlich massgebende Ein
schrän
kung der Arbeitsfähigkeit nicht überwiegend wahrscheinlich.
Da
die Beschwer
de
führerin auch aus somatischer Sicht weder in der angestammten noch in einer angepassten Tätigkeit in der Arbeitsfähigkeit
eingeschränkt ist
, hat die Beschwerdegegnerin zu Recht
einen Rentenanspruch verneint.
Die angefochtene Verfügung erweist sich somit als rechtens, was zur Abweisung der dagegen erhobenen Beschwerde führt.
5.
Die Verfahrenskosten gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG sind ermessensweise auf Fr.
900.-- anzusetzen und ausgangsgemäss der Beschwerdeführerin aufzuerle
gen.