Decision ID: 41e7e429-08f0-4cf5-a8fa-d960434fa96a
Year: 2010
Language: de
Court: CH_BSTG
Chamber: CH_BSTG_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: penal_law

Sachverhalt:
A. Die Bundesanwaltschaft führt seit dem 22. Oktober 2007 ein  Ermittlungsverfahren gegen A. wegen des Verdachts der  (Art. 305bis StGB).
B. Dieses Ermittlungsverfahren steht im Zusammenhang mit einem in den Niederlanden geführten Einziehungsverfahren gegen den wegen  an einer kriminellen Organisation sowie wegen  verurteilten E. und andere Personen, wobei der Verdacht besteht, dass dieser über die Geschäftsbeziehung zu A. Teile des Erlöses aus dem Betäubungsmittelhandel in die Schweiz verschoben hat. Aufgrund eines Rechtshilfeersuchens der Staatsanwaltschaft Zwolle vom 8. Mai 2008,  unter anderem A. sowie von ihm vertretene Schweizer Gesellschaften betraf, eröffnete die Bundesanwaltschaft ein Rechtshilfeverfahren und  dem niederländischen Ersuchen mit der Eintretens- und  vom 19. Mai 2008. Im Rahmen dieses Rechtshilfeverfahrens führte die Bundesanwaltschaft am 21. Mai 2008 sowohl in der  als auch in den Büroräumlichkeiten von A. Hausdurchsuchungen durch. Gleichentags nahm sie ebenfalls bei der F. AG, der Revisionsstelle der von A. betreuten Gesellschaften, eine Hausdurchsuchung vor.  dieser Hausdurchsuchungen wurden jeweils umfangreiche Akten und elektronische Daten sichergestellt. Mit Verfügung der Bundesanwaltschaft vom 26. November 2009 wurden einige dieser im Rechtshilfeverfahren  Unterlagen zu den Akten des gerichtspolizeilichen  gegen A. erkannt (act. 1.1).
C. Gegen diese Verfügung erhoben A. sowie die B. AG, die C. AG und die
D. AG, welche durch A. als alleiniges Verwaltungsratsmitglied mit  vertreten werden (act. 1.4-1.9), Beschwerde bei der I.  des Bundesstrafgerichts und stellen folgende Anträge (act. 1):
1. Die angefochtene Verfügung sei aufzuheben.
2. Eventualiter sei die Beschwerdegegnerin anzuweisen, über die gemäss Verfügung „zu
Akten des gerichtspolizeilichen Ermittlungsverfahrens erkannten“ Akten ein Siege-
lungsverfahren im Sinne von Art. 69 Abs. 3 und Art. 70 BStP durchzuführen.
3. Der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu gewähren.
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4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin.
D. Mit Verfügung vom 3. Dezember 2009 hiess der Präsident der I.  bzw. sein Vertreter das Gesuch um aufschiebende  gut (BP.2009.53-56, act. 2).
E. Die Bundesanwaltschaft beantragt in der Beschwerdeantwort vom 21. De-
zember 2009, die kostenfällige Abweisung der Beschwerde (act. 5).
Innert erstreckter Frist (act. 8) reichten A. und die drei von ihm vertretenen, Beschwerde führenden Gesellschaften am 25. Januar 2010 die  ein und halten an den Beschwerdebegehren vollumfänglich fest (act. 9).
Die Beschwerdereplik wurde der Bundesanwaltschaft am 29. Januar 2010 zur Kenntnis gebracht (act. 10).
F. Auf die Ausführungen der Parteien sowie die eingereichten Akten wird, so-
weit erforderlich, in den rechtlichen Erwägungen Bezug genommen.

Die I. Beschwerdekammer zieht in Erwägung:
1. 1.1 Die I. Beschwerdekammer prüft die Zulässigkeit der bei ihr eingereichten
Beschwerden von Amtes wegen und mit freier Kognition (vgl. BGE 122 IV 188 E. 1; 121 II 72 E. 1a; 120 Ib 27 E. 2; zuletzt im Entscheid des  BH.2010.5+7 vom 27. April 2010, E. 1.1).
1.2 Gegen Amtshandlungen und wegen Säumnis der Bundesanwaltschaft ist
die Beschwerde nach den Verfahrensvorschriften der Art. 214-219 BStP an die I. Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts zulässig (Art. 105bis Abs. 2 BStP i.V.m. Art. 28 Abs. 1 lit. a SGG und Art. 9 Abs. 2 des  vom 20. Juni 2006 für das Bundesstrafgericht; SR 173.710). Unter den Begriff der Amtshandlung fallen hierbei alle Akte, welche die  vorantreiben und auf diese Weise die Rechtsstellung des  berühren (Entscheid des Bundesstrafgerichts BB.2008.20 vom 20. Juni 2008, E. 1.2). Die Beschwerde steht den Parteien und einem jeden
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zu, der durch eine Verfügung oder durch die Säumnis einen  Nachteil erleidet (Art. 214 Abs. 2 BStP). Damit jemand zur  legitimiert ist, muss er einen Nachteil finanzieller, ideeller,  oder anderer Natur nachweisen. Der Nachteil muss zudem  und unmittelbar sein, weshalb der direkt durch die Massnahme  beschwerdeberechtigt ist. Vorausgesetzt wird mithin ein aktuelles  Rechtsschutzinteresse (TPF 2005 187 E. 2 S. 189; Entscheide des Bundesstrafgerichts BB.2009.86 vom 18. November 2009; BB.2009.33 vom 30. September 2009, E. 1.5.1; BK_B 064/04a vom 30. Juli 2004, E. 1.2 und 1.3, je m.w.H.). Ist die Beschwerde gegen eine Amtshandlung gerichtet, so ist sie innert fünf Tagen, nachdem der Beschwerdeführer von der Amtshandlung Kenntnis erhalten hat, schriftlich bei der I.  einzureichen (Art. 216 und 217 BStP).
1.3 Die vorliegende Beschwerde richtet sich einerseits gegen den durch die
Beschwerdegegnerin verfügten Aktenbeizug und enthält andererseits im Eventualantrag ein Siegelungsgesuch. Da die Eintretensvoraussetzungen in Bezug auf die beiden Rechtsbegehren unterschiedlich sind, werden  nachfolgend unter E. 1.3.1 und E. 1.3.2 separat geprüft.
1.3.1 1.3.1.1 Gegenstand der angefochtenen Verfügung bildet die Übernahme be-
stimmter Akten aus dem die Beschwerdeführer 1-4 betreffenden  in das gerichtspolizeiliche Ermittlungsverfahren gegen den  1 (act. 1.1). Der Beizug von Akten aus einem anderen  stellt eine Amtshandlung gemäss Art. 214 Abs. 1 BStP dar (vgl.  des Bundesstrafgerichts BB.2008.73 vom 21. November 2008, E. 1.2). Die fraglichen Dokumente, welche in der angefochtenen Verfügung mit den Asservaten-Nummern 9.30, 13.29, 13.31, 1.2, 1.3 und 1.5  werden (act. 1.1), lauten auf die G. AG (Asservaten-Nr. 13.29) sowie die Beschwerdeführerinnen 2-4 (Asservaten-Nrn. 9.30, 13.31, 1.2, 1.3 und 1.5). Letztere sind bezüglich der auf sie lautenden Akten zur  legitimiert, wobei sie vom Beschwerdeführer 1 in seiner Funktion als deren einziges Verwaltungsratsmitglied vertreten werden (act. 1.4-1.9). Die Rüge der Beschwerdeführer hinsichtlich des Beizugs von Akten der G. AG kann hingegen nicht gehört werden. Soweit sodann der  1 in seinem eigenen Namen gegen den Aktenbeizug Beschwerde führt, ist dieser entgegen seiner Ansicht nicht zur Beschwerdeführung , da er im Rahmen des Beizugs von Dokumenten, welche nicht ihm, sondern den besagten Gesellschaften gehören, als deren Organ nur  betroffen ist, selbst wenn er Beschuldigter im Verfahren ist (vgl.  des Bundesstrafgerichts BB.2009.33 vom 30. September 2009,
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E. 1.5.1, m.w.H.; BK_B 071/04 vom 12. Oktober 2004, E. 1 i.f.; BK_B 064/04a vom 30. Juli 2004, E. 1.3). Ein darüber hinaus gehender Nachteil im Sinne der vorgenannten Rechtsprechung ist seitens des  1 nicht ersichtlich, zumal es sich bei den beigezogenen Akten um Kopien handelt und die Originaldokumente diesem als Vertreter der betroffenen Gesellschaften sowie der Revisionsstelle bereits wieder ausgehändigt wurden. Die angefochtene Verfügung wurde von der  am 26. November 2009 erlassen (act. 1.1) und ging dem Verteidiger der Beschwerdeführer am darauf folgenden Tag mittels eingeschriebener Post zu (act. 1.2). Die Beschwerde wurde am 2.  2009 und damit fristgerecht eingereicht. Auf die im Übrigen formgerecht erhobene Beschwerde gegen den Aktenbeizug ist demnach einzutreten, jedoch einzig hinsichtlich der Beschwerdeführerinnen 2-4 sowie der -Nrn. 9.30, 13.31, 1.2, 1.3 und 1.5.
1.3.1.2 Soweit die Beschwerdeführer 1-4 eine Verletzung der Verfahrensrechte im (schweizerischen) Ermittlungsverfahren geltend machen und im  des vorliegenden Beschwerdeverfahrens nicht nur den Beizug der betreffenden Akten, sondern darüber hinaus auch deren Erhebung bzw. die entsprechenden – im Rahmen des Rechtshilfeverfahrens durchgeführten – Hausdurchsuchungen rügen, ist festzuhalten, dass die  längst durchgeführt wurden, weshalb mangels eines aktuellen  gegen die Anordnung und Durchführung der  kein ordentliches Rechtsmittel – insbesondere nicht die  Beschwerde – gegeben ist (TPF 2005 187 E. 2 S. 189 m.w.H). Die Voraussetzungen für eine ausnahmsweise Überprüfung der gerügten Rechtsverletzung trotz Fehlens eines aktuellen praktischen Interesses im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (BGE 118 IV 67 E. 1d; TPF 2006 283 E. 1.2) sind hier nicht gegeben. Zwar ist die rechtzeitige  Überprüfung im Einzelfall kaum je möglich, indessen fehlt es  – entgegen dem Vorbringen der Beschwerdeführer 1-4, wonach es hinsichtlich der Hausdurchsuchungen am Erfordernis des hinreichenden Tatverdachts gefehlt habe (act. 1, Ziff. 20; act. 9, Ziff. 22, 29-32) – am  hinreichenden öffentlichen Interesse (vgl. zum Ganzen TPF 2004 34 E. 2.2). Ebenso wenig besteht ein Feststellungsinteresse  der von den Beschwerdeführern geltend gemachten  der Hausdurchsuchungen. Auch besteht kein Anlass, diese unter aufsichtsrechtlichen Gesichtspunkten zu prüfen (anders im Entscheid des Bundesstrafgerichts BA.2005.9 vom 16. November 2005; zum Ganzen  des Bundesstrafgerichts BV.2009.30-32 vom 10. März 2010, E. 2.3; BB.2005.88 vom 7. Dezember 2006, E. 1.2.3, je m.w.H.) Auf die Beschwerde ist daher in diesem Punkt nicht einzutreten.
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1.3.2 Die Beschwerdeführer 1-4 beantragen eventualiter die Durchführung eines Siegelungsverfahrens über die gemäss angefochtener Verfügung zu den Akten des gerichtspolizeilichen Ermittlungsverfahrens erkannten  (act. 1, S. 2). Nach Art. 69 Abs. 3 BStP kann nur der Inhaber der Papiere gegen die Durchsuchung derselben Einsprache erheben mit der Folge, dass die Papiere versiegelt und verwahrt werden. Somit kommt lediglich dem Besitzer der Papiere das Recht zu, die Versiegelung der Akten zu , nicht aber dem Beschuldigten bzw. einer Person, die nicht  Besitzer ist (BGE 116 Ib 106 E. 2a/aa S. 110, 111 Ib 50 E. 3b S. 51; Urteil des Bundesgerichts 1S.28/2005 vom 27. September 2005, E. 2.4.2; Entscheide des Bundesstrafgerichts BE.2008.4 vom 26. Juni 2008, E. 1.1; BV.2005.20 vom 23. Juni 2004, E. 2.1.1). Ein Siegelungsrecht der  1-4 hinsichtlich der sich im Besitz der Revisionsstelle  und dort sichergestellten Akten (Asservaten-Nrn. 1.2, 1.3 und 1.5, vgl. oben B.) ist damit ausgeschlossen. Hingegen wurden die Akten mit der Asservaten-Nr. 9.30 in den Büroräumlichkeiten am Geschäftsdomizil der Beschwerdeführerinnen 2-4 sichergestellt (Akten BA, Rubrik 8.1, , S. 3). Zwar hat der Beschwerdeführer 1 seinen Privatwohnsitz am selben Domizil, aus der  ist jedoch ersichtlich, dass seine Wohnung in einem separaten  liegt und daher von den Büroräumlichkeiten klar abgetrennt ist (Akten BA, Rubrik 8.1, Vollzugsbericht vom 23. Mai 2008 zur Hausdurchsuchung, S. 2; Fotobericht, S. 6/7). Ähnlich verhält es sich mit dem Archivraum im Untergeschoss, wo die Unterlagen mit den Asservaten-Nrn. 13.29 und 13.31 sichergestellt wurden (Akten BA, Rubrik 8.1, , S. 6). Da aus dem Sicherstellungsverzeichnis (S. 5/6) hervorgeht, dass sich im Archiv ausschliesslich Geschäftsunterlagen befanden, kann dieser Raum und damit der Besitz der dort abgelegten Akten eindeutig den Beschwerdeführerinnen 2-4 zugeordnet werden. Insgesamt steht  den Beschwerdeführerinnen 2-4, wiederum vertreten durch den  1 als ihr Organ, die Befugnis zu, die Versiegelung der  9.30, 13.29 und 13.31 zu verlangen (vgl. Entscheid des  BE.2009.12-15 vom 9. November 2009, E. 1.3.1). Auf den  der Beschwerde ist daher einzutreten, jedoch lediglich in diesem genannten Umfang.
2. 2.1 Die Bestimmungen in Art. 214 ff. BStP haben nicht den Sinn, der I. Be-
schwerdekammer die Möglichkeit zu geben, auf Beschwerde gegen eine im Ermessen der Bundesanwaltschaft liegende Amtshandlung hin nach  freiem Ermessen zu prüfen, ob sich diese Handlung rechtfertige oder nicht. Es ist nicht Aufgabe der I. Beschwerdekammer, ihr Ermessen an die
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Stelle desjenigen der Bundesanwaltschaft zu setzen und ihr damit die  für die Führung der Untersuchung abzunehmen. Bei  gegen deren Amtshandlungen hat die I. Beschwerdekammer deshalb – soweit nicht Zwangsmassnahmen zur Diskussion stehen – nur zu entscheiden, ob die Bundesanwaltschaft die Grenze des zulässigen  überschritten habe (BGE 95 IV 45 E. 2 S. 47; TPF 2005 145 E. 2.1 S. 146; Entscheide des Bundesstrafgerichts BB.2005.4 vom 27.  2005, E. 2; BB.2005.26 vom 3. August 2005, E. 2.1, jeweils m.w.H.).
2.2 Soweit sich die vorliegende Beschwerde gegen den Beizug von Akten aus
dem Rechtshilfeverfahren in das gerichtspolizeiliche Ermittlungsverfahren gegen den Beschwerdeführer 1 richtet, betrifft diese keine  (vgl. Entscheide des Bundesstrafgerichts BB.2009.64 vom 17.  2009, E. 2.2; BB.2009.16 vom 24. April 2009, E. 2.2). Die Kognition der I. Beschwerdekammer ist dementsprechend auf Rechtsverletzungen und damit im Bereich des Ermessens auf qualifizierte Ermessensfehler wie Ermessensüberschreitung, -unterschreitung und -missbrauch beschränkt (TPF 2007 38 E. 2 S. 40 f.).
2.3 Im Rahmen des gerichtspolizeilichen Ermittlungsverfahrens nehmen die
Bundesanwaltschaft und die gerichtliche Polizei die zur Feststellung der Täterschaft und des wesentlichen Sachverhalts sowie die zur Sicherung der Tatspuren und Beweise erforderlichen Ermittlungshandlungen vor und treffen die unaufschiebbaren weiteren Massnahmen (Art. 101 Abs. 2 BStP). Das diesbezügliche Ermessen liegt dabei bei der Bundesanwaltschaft,  die Ermittlungen sowie die gerichtliche Polizei leitet (Art. 15 und Art. 17 Abs. 1 BStP). Entschliesst sich die Bundesanwaltschaft für einen Beizug von Akten aus einem anderen Verfahren, steht ihr ein Ermessen beim  zu, welche Akten sie zum Verfahren beiziehen will. Dieses findet  dort seine Grenzen, wo einerseits überwiegende  oder andererseits die fehlende Relevanz der fraglichen Akten für das betreffende Verfahren einem Aktenbeizug entgegenstehen (vgl.  des Bundesstrafgerichts BB.2009.16 vom 24. April 2009, E. 4.3; BB.2009.64 vom 17. November 2009, E. 3.4).
2.4 Die Beschwerdeführerinnen 2-4 machen hinsichtlich des Aktenbeizugs gel-
tend, es bestehe kein Sachzusammenhang zwischen den fraglichen  Dokumenten und den angeblichen Verdachtshandlungen im  Ermittlungsverfahren; zumindest werde von der  kein solcher begründet. Die Akten würden damit keine Verfahrensrelevanz aufweisen (act. 1, Ziff. 21; act. 9, Ziff. 40, 64).  Interessen, welche dem Aktenbeizug entgegenstehen könnten,
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werden von den Beschwerdeführerinnen 2-4 nicht geltend gemacht (siehe dazu auch E. 3.5 i.f.).
2.5 Das gerichtspolizeiliche Ermittlungsverfahren gegen den Beschwerdeführer
1 wird seit dem 22. Oktober 2007 wegen des Verdachts der Geldwäscherei (Art. 305bis StGB) geführt. Nach Massgabe dieser Bestimmung erfüllt den Tatbestand der Geldwäscherei, wer eine Handlung vornimmt, die geeignet ist, die Ermittlung der Herkunft, die Auffindung oder die Einziehung von Vermögenswerten zu vereiteln, die, wie er weiss oder annehmen muss, aus einem Verbrechen herrühren. Konkret wird der Beschwerdeführer 1 verdächtigt, den Gewinn, welcher der in den Niederlanden wegen  an einer kriminellen Organisation und Betäubungsmitteldelikte  E. illegal erlangt hat, über die geschäftlichen und finanziellen  zwischen E. und ihm bzw. den vom Beschwerdeführer 1  Gesellschaften in die Schweiz verbracht zu haben (act. 5, S. 3; act. 5.6, S. 1, Rechtsbelehrung). Der Beschwerdeführer 1 bestätigte anlässlich der Einvernahme vom 2. Februar 2009, seit ca. Ende 1988 geschäftliche  zu E. gepflegt zu haben (act. 5.6, S. 4, Z. 25-27).
Im Folgenden ist zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin die Akten aus dem Rechtshilfeverfahren zu Recht bzw. aufgrund einer gewissen Relevanz für das gerichtspolizeiliche Ermittlungsverfahren gegen den  1 in dasselbe beigezogen hat, oder ob sie dabei den ihr zustehenden Ermessensspielraum überschritten hat.
2.5.1 Asservaten-Nrn. 9.30: „Dauerordner D. AG Beginn 1990“, 13.31: „D. AG 1992-1994, nur Register F (3)“ und 1.2: „Dauerakten D. AG“
Zusammengefasst handelt es sich einerseits um Unterlagen über die  wie Statuten, Handelsregister- und SHAB-Auszüge, Dokumente der Revisionsstelle, Geschäftsberichte des Verwaltungsrates, Protokolle über ausserordentliche Generalversammlungen etc., welche es  erlauben, die involvierten Personen seit der Gründung dieser  festzustellen. Aus den betreffenden Unterlagen geht hervor, dass der Beschwerdeführer 1 einer der Gründer der D. AG war, zwischen 1993 und November 2005 als Direktor mit Einzelunterschrift für die D. AG tätig war und seitdem die Funktion als alleiniges Verwaltungsratsmitglied mit Einzelunterschrift inne hat (act. 1.8). Polizeilichen Ermittlungen zufolge steht die D. AG in direkter Verbindung mit in niederländischen  ausgehobenen Hanfplantagen (act. 5.5, S. 5, Ziff. 4.3). Obwohl nach der Aussage des Beschwerdeführers 1 heute die H. Inc., welche I. gehört, Aktionärin und wirtschaftlich Berechtigte an den Vermögenswerten der
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D. AG ist (act. 5.6, S. 15, Z. 4 ff.), war E. für eine gewisse Zeit ebenfalls  mindestens einer Aktie, was aus einer Erklärung vom 3. Mai 1991 hervorgeht (Akten BA, Kopie 1.2 D. AG, Teil 1, Fasz. 6).  übte der Beschwerdeführer 1 seine Funktionen für die D. AG seit jeher basierend auf einem für unbestimmte Zeit geltenden Treuhandvertrag  ihm und E. (für die D. AG) aus (Akten BA, Kopie 1.2 D. AG, Teil 1, Fasz. 6). Die weiteren Unterlagen, namentlich Jahresrechnungen , Buchhaltungsunterlagen für 1992-1994 sowie der Geschäftsjahre 2000-2006, diverse, auch aus früheren Zeiten stammende Verträge etc., geben zudem Auskunft über die Verbindungen zwischen der D. AG und  bzw. juristischen Personen, welche in das gerichtspolizeiliche  involviert sind, sowie über die getätigten Geschäfte der D. AG und damit über deren Geldfluss. Beispielsweise zeigen einige der Dokumente die anfänglichen Immobiliengeschäfte in Z. (Spanien) auf ( BA, Kopie 13.31 D. AG 1992-1994, Register F (3); Kopie 9.30  D. AG Beginn 1990, Fasz. Öffentliche Urkunden). Gemäss den  Ermittlungen im Jahr 2007 war die D. AG damals Eigentümerin verschiedener, dortiger Immobilien, welche von einem Partner von E.  wurden (act. 5.3, S. 2 i.f.). Derartige Immobiliengeschäfte in Z. bzw. damit in Zusammenhang stehende Transaktionen bilden unter anderem Bestandteil des Geldwäschereivorwurfs gegenüber dem Beschwerdeführer 1 (vgl. dessen Einvernahme vom 10. März 2009, act. 5.7, S. 3 f.).
Die Unterlagen zur D. AG weisen damit einen Bezug zu E. sowie zum  1 auf, welcher diese Gesellschaft bis anhin verwaltet und für diese sämtliche Geschäfte getätigt hat. Es besteht damit ein  Zusammenhang der vorliegenden Unterlagen – auch derjenigen in  auf die Jahre vor 2001 – zum gerichtspolizeilichen  gegen den Beschwerdeführer 1, weshalb der Beizug dieser Akten  erscheint. Die Beschwerdegegnerin hat damit ihr Ermessen nicht überschritten.
2.5.2 Asservaten-Nr. 1.3: „Dauerakten C. AG, nur Register 6“
Gemäss polizeilichen Ermittlungen steht die C. AG in direkter Verbindung mit in niederländischen Strafverfahren ausgehobenen Hanfplantagen (act. 5.5, S. 5, Ziff. 4.3) und ist damit auch mit dem in diesem  verurteilten E. vernetzt. Aus dem Handelsregisterauszug der C. AG ist ersichtlich, dass der Beschwerdeführer 1 seit 1993 Direktor mit  dieser Gesellschaft war und seit November 2005 alleiniges  mit Einzelunterschrift ist (act. 1.6). Seine Befugnisse als Direktor sowie hinsichtlich bestimmter Leistungen für die C. AG ergeben
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sich ebenfalls aus einer Vereinbarung und einem Treuhandvertrag vom 8. Februar 1993 mit J. Inc. (Akten BA, Kopie 1.3 C. AG, Fasz. 6). In seiner Funktion tätigte der Beschwerdeführer 1 verschiedene Finanzgeschäfte betreffend die Vermögenswerte der C. AG, beispielsweise deren  aufgrund eines Aktienkaufvertrages bzw. eines „transfer of shares, assets & liabilities“ (Akten BA, Kopie 1.3 C. AG, Fasz. 6) an ebenfalls im gerichtspolizeilichen Ermittlungsverfahren involvierte Personen (J. Inc. und H. Inc., deren Aktionär in beiden Fällen I. ist).
Die C. AG bzw. deren Unterlagen stehen somit im Zusammenhang mit E. sowie dem Beschwerdeführer 1, welcher für die Ausführung der Geschäfte der C. AG zuständig war und ist. Damit besteht auch bezüglich dieser  ein hinreichender Bezug zum Geldwäschereivorwurf im  Ermittlungsverfahren. Die Beschwerdegegnerin hat folglich ihr  auch hier nicht überschritten.
2.5.3 Asservaten-Nr. 1.5: „Dauerakten B. AG“
Hierbei handelt es sich um Unterlagen über die B. AG (vormals K. AG) wie Statuten, Handelsregister- und SHAB-Auszüge, Dokumente der , Protokolle der Generalversammlungen etc. Daraus geht hervor, dass der Beschwerdeführer 1 bereits zu Zeiten der K. AG bzw. seit 1982 die Funktion als Direktor inne hatte. Nach der Sitzverlegung im Jahre 1991 war der Beschwerdeführer 1 bis November 2005 ebenfalls  Direktor, wonach er die Funktion als alleiniges  mit Einzelunterschrift übernahm (Akten BA, Kopie 1.5 B. AG, Fasz. 4; act. 1.4). Gemäss seiner Aussage hat der Beschwerdeführer 1 die B. AG verwaltet, währenddessen E. Inhaber der Gesellschaft war, bis  das Unternehmen im Jahre 2000 an I. verkaufte (act. 5.6, S. 4, Z. , 31-32, S. 16, Z. 9-10; act. 5.7, S. 2, Z. 14-18). Eine Handlungsvollmacht für die B. AG bestand für E. gemäss einer entsprechenden „power of “ bereits seit dem 4. Februar 1994 (Akten BA, Kopie 1.5 B. AG, Fasz. 6). Die restlichen Unterlagen, d.h. Jahresrechnungen 1991-2006, Verrechnungssteuerformulare 1992-2006, Steuererklärungen 2000-2006, Buchhaltungsunterlagen für die Geschäftsjahre 2000-2006 und diverse Verträge geben Aufschluss über die Vermögenssituation bzw. über  Geschäfte der B. AG. Hinweise auf (allfällige) Darlehensgeschäfte mit E. liefern insbesondere die Buchhaltungsunterlagen von 2000-2004, wo  auf dem Kontoblatt „2300 Darlehen“ handschriftlich „E.“ bzw. „ E.“ vermerkt ist (Akten BA, Kopie 1.5 B. AG, Fasz. 10).
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Auch bezüglich der B. AG ergibt sich aufgrund der Verbindungen zu E. und dem Beschwerdeführer 1, welcher diese Gesellschaft seit jeher verwaltet, ein genügender Sachzusammenhang zum Vorwurf der Geldwäscherei  denselben. Es liegt daher keine Ermessensüberschreitung seitens der Beschwerdegegnerin vor.
2.5.4 Nach dem Gesagten stehen die beigezogenen Akten mit den Asservaten-
Nummern 9.30, 13.31, 1.2, 1.3 und 1.5 aus dem Rechtshilfeverfahren  oder mittelbar mit dem Geldwäschereivorwurf gegenüber dem Beschwerdeführer 1 im gerichtspolizeilichen Ermittlungsverfahren in . Die Beschwerdegegnerin hat daher ihr Ermessen durch den verfügten Aktenbeizug nicht überschritten, weshalb die Beschwerde  abzuweisen ist.
3. 3.1 In Bezug auf das im Eventualantrag beantragte Siegelungsverfahren im
Sinne von Art. 69 Abs. 3 BStP (act. 1, S. 2), welches sich gegen die  der Papiere, mithin gegen eine Zwangsmassnahme (vgl. TPF 2007 96 E. 2 S. 97) richtet, erfolgt die diesbezügliche Prüfung  der I. Beschwerdekammer mit freier Kognition (TPF 2007 38 E. 2 S. 40).
3.2 Dem Inhaber von Papieren und Datenträgern ist wenn immer möglich Ge-
legenheit zu geben, sich vor der Durchsuchung über deren Inhalt . Erhebt er bzw. im Falle einer juristischen Person eines ihrer  Organe gegen die Durchsuchung Einsprache, so werden die  versiegelt und verwahrt. Mit der Siegelung entsteht ein suspensiv  Verwertungsverbot, das besteht, bis die zuständige gerichtliche Behörde auf Gesuch der Untersuchungsbehörde hin über die Zulässigkeit der Durchsuchung entschieden hat (Entscheid des Bundesstrafgerichts BE.2009.22 vom 23. Februar 2010, E. 1.2; BGE 114 Ib 357 E. 4) oder der bzw. die zur Einsprache Berechtigte – wie dies vorliegend geschehen ist – seine Zustimmung zur Entsiegelung erteilt.
3.3 An der rechtshilfeweise durchgeführten Hausdurchsuchung vom
21. Mai 2008 war der Beschwerdeführer 1 anwesend und wurde als  der Beschwerdeführerinnen 2-4 gestützt auf Art. 9 IRSG auf die , für das nationale Verfahren geltende Bestimmung von Art. 69 Abs. 3 BStP und damit auf die Siegelungsmöglichkeit aufmerksam gemacht (act. 1.13, S. 3 i.f.), welche er denn auch sogleich wahrnahm (Akten BA, Rubrik 8.1, Vollzugsbericht vom 23. Mai 2010 zur Hausdurchsuchung, S. 2
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i.f.). Am 4. Juni 2008 erteilte der Beschwerdeführer 1 als Organ der  Gesellschaften jedoch die Zustimmung zur Entsiegelung (Akten BA, Rubrik 13.1, EV vom 4. Juni 2008 bzw. Entsiegelung, S. 2, insbesondere Z. 24 ff.), worauf die Beschwerdegegnerin zusammen mit demselben die Durchsuchung der Dokumente (darunter auch die Asservaten-Nrn. 9.30, 13.29 und 13.31) vornahm (Akten BA, Rubrik 13.1, EV vom 4. Juni 2008 bzw. Triage).
3.4 Die Beschwerdeführer bringen vor, dass das Einverständnis zur  lediglich auf die Rechtshilfe beschränkt gewesen sei; dem  1 als Beschuldigtem und den Beschwerdeführerinnen 2-4 sei im Ermittlungsverfahren die Möglichkeit einer Einsprache verwehrt und somit nie Gelegenheit gegeben worden, sich im Sinne von Art. 69 Abs. 3 BStP vor der Durchsuchung der Akten über ihren Inhalt auszusprechen bzw. die Siegelung zu verlangen (act. 1, Ziff. 23-27; act. 9, Ziff. 42-45, 71).
3.5 Der Ansicht der Beschwerdeführerinnen 2-4 ist entgegen zu halten, dass
sich hinsichtlich der konkreten Rechtslage des Beschwerdeführers 1 im Rechtshilfeverfahren sowie im nationalen, gerichtspolizeilichen  keinerlei Unterschiede ergeben: Dieser ist auch anlässlich der rechtshilfeweise durchgeführten Einvernahmen als Beschuldigter  des Tatbestandes der Geldwäscherei (Art. 305bis StGB)  und belehrt worden (Akten BA, Rubrik 13.1, EV des  1 vom 21. Mai 2008, S. 1/2, vom 23. Mai 2008, S. 1, vom 4. Ju- ni 2008, jeweils S. 1; act. 5.6, S. 1/2; act. 5.7, S. 1/2), haben doch die  im Rechtshilfeverfahren, vorliegend die , nach dem in Strafsachen massgebenden Verfahrensrecht und damit gleich wie im nationalen Strafverfahren zu erfolgen (Art. 12 Abs. 1 und Art. 80a Abs. 2 IRSG). Zum Zeitpunkt der Einwilligung in die Entsiegelung und der anschliessenden Durchsicht der Unterlagen bestand hinsichtlich des Deliktsvorwurfs, der Stellung des Beschwerdeführers 1 als , seiner Rechtsbelehrung bzw. seiner daraus resultierenden Rechte,  des Aussageverweigerungsrechts, bereits eine mit der im  Ermittlungsverfahren identische Rechtslage. Der  1 hat sich folglich seine Zustimmung zur Entsiegelung  des Rechtshilfeverfahrens auch im gerichtspolizeilichen  zurechnen zu lassen. Auch wurden allfällige Geheimnisse im Zeitpunkt der Entsiegelung bzw. der anschliessenden Durchsuchung der Papiere bereits offenbart. Die Siegelung bezweckt den Schutz eines  oder anderweitiger, schützenswerter  wie beispielsweise Privatgeheimnisse oder Geschäftsgeheimnisse (TPF 2007 96 E. 2 und 4.2 S. 97 f.; Entscheid des Bundesstrafgerichts
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BE.2009.11 vom 2. September 2009). Erst nach geduldeter Durchsuchung die Siegelung zu verlangen, widerspricht dem Zweck dieses Instituts bzw. vermag diesen gar nicht mehr zu erfüllen (Entscheid des  BA.2005.9 vom 16. November 2009, E. 4.1; BGE 114 Ib 357 E. 4). Darüber hinaus machten die Beschwerdeführerinnen 2-4 bzw. der  1 als ihr Vertreter weder im Rahmen des  noch in den Eingaben des vorliegenden Beschwerdeverfahrens  schützenswertes Geheimhaltungsinteresse geltend.
3.6 Aufgrund der vorangehenden Ausführungen ist der Eventualantrag auf die Durchführung eines Siegelungsverfahrens im gerichtspolizeilichen  abzuweisen.
4. Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde in allen Punkten als , weshalb diese abzuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist.
5. Bei diesem Ausgang des Verfahrens haben die Beschwerdeführer 1-4 als unterliegende Parteien die Kosten zu tragen, und zwar zu gleichen Teilen sowie unter solidarischer Haftung (Art. 245 Abs. 1 BStP i.V.m. Art. 66 Abs. 1 und 5 BGG). Die Gerichtsgebühr für den vorliegenden Entscheid sowie das Nebenverfahren betreffend aufschiebende Wirkung (BP.2009.53-56) ist auf Fr. 1'500.-- festzusetzen (Art. 245 Abs. 2 BStP i.V.m. Art. 3 des Reglements vom 11. Februar 2004 über die  vor dem Bundesstrafgericht; SR 173.711.32) und mit dem  Kostenvorschusses in gleicher Höhe zu verrechnen.
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