Decision ID: 8533c418-1a29-4334-8782-3e5f9bd937e8
Year: 2022
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1981 geborene
X._
hat eine Ausbildung zum Kaufmann absolviert. Ab Januar 2006 war er bei zwei verschiedenen
Arbeitgebern in einem Teilzeit
pensum als EDV-Angestellter beziehungsweise Sachbearbeiter in der Buchhal
tung tätig. Zudem gründete er
Anfang 2006
die
Y._ GmbH
(vgl. Handels
registerauszug,
Urk.
16)
und beabsichtigte, sich ab September 2009 vollständig seiner selbständigen Erwerbstätigkeit zu widmen (Urk. 8/6, 8/8, 8/12 f. und 8/38/3). Unter Hinweis auf eine akute myeloische Leukämie
(AML)
meldete er sich am
2.
Dezember 2009 (Eingang
bei de
r
IV-Stelle
am
29. April 2010
; vgl. Akten
verzeichnis zu Urk. 8)
bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 8/6). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, sprach ihm nach medizinischen und erwerblichen Abklärungen mit Verfügungen vom 16. Juli 2012 von Oktober 2010 bis Januar 2011 eine halbe und von Februar 2011 bis April 2012 eine ganze Rente der Invalidenversicherung zu (Urk.
8/45,
8/51, 8/58). Ab Mai 2012 war der Versicherte w
ieder zu 100 %
bei der
Y._ GmbH
erwerbs
tätig (vgl. Urk. 8/43 f.).
1.2
Am 1
8
. September 2017 meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf die Folgen der Krebserkrankung erneut bei der Inva
lidenversicherung zum Leistungs
bezug an (Urk. 8/68). Nachdem die IV-Stelle wiederum medizinische und erwerb
liche Abklärungen getätigt hatte, wies sie das Leistungsbegehren mit Verfügung vom 7. September 2018 sowohl in Bezug auf einen Rentenanspruch als auch
auf
berufliche Massnahmen ab (Urk. 8/92). Die dagegen vom Versicherten am 1. Oktober 2018 erhobene Beschwerde (Urk. 8/97/3) hiess das Sozialversiche
rungs
gericht des Kantons Zürich
–
den übereinstimmenden Parteianträgen folgend
–
mit Urteil IV.2018.00855 vom 21. Februar 2019 in dem Sinne gut, als es die angefochtene Verfügung aufhob und die Sache an die IV-Stelle zurückwies, damit diese nach ergänzenden Abklärungen über den Leistungsanspruch neu ver
füge (Urk. 8/101).
1.3
Im Rahmen der Umsetzung des unangefochten gebliebenen Urteils holte die IV
Stelle zunächst Ber
ichte der behandelnden Ärzte
(Urk. 8/110/3
-10
, 8/111/2
14
und 8/118) sowie einen Auszug aus dem individuellen Konto (IK-Auszug, Urk. 8/115) ein. Zudem gab sie bei der Ärztliches Begutachtungsinstitut GmbH
(
Z._
)
, Basel, ein polydisziplinäres Gutachten in Auftrag (vgl. Urk. 8/123), welches am 14. September 2020 vorgelegt wurde (
Z._
-Gutachten, Urk. 8
/128
). Nach Ein
gang
der Beitrags
abrechnungen
der
zuständigen
Ausgleichskasse
und
der
Vor
sor
geeinrichtung
(
Urk.
8/132
-141) sowie der
Buchhaltungsunterlagen
betreffend die
Y._ GmbH
(Urk. 8
/1
4
3
-150
) kündigte die IV-Stelle
dem Versicherten
mit Vorbescheid vom 7. Dezember 2020 die Abweisung des Leistungsbegehrens an (Urk. 8
/152
). Tags darauf erhob d
ies
er dagegen in schriftlicher Form Einwand (Urk. 8
/154
).
Am
23. Januar 2021 erhob
er
beim hiesigen Gericht
Rechtsverzöge
rungs
beschwerde mit dem sinngemässen Rechtsbegehren, die
IV-Stelle
sei anzu
weisen, umgehend über seinen Leistungsanspruch zu verfügen (Urk.
8/157/3-6
; Prozess Nr.
IV.2021.00051
).
Nachdem
jene
mit Verfügung vom
3.
März 2021 während laufendem Beschwerdeverfahren den Rentenanspruch des Ve
rsicherten verneint hatte (Urk.
2 =
Urk.
8/159), s
chrieb das Gericht den Prozess IV.2021.00051 mit Verfügung vom 2
2.
März 2021 als gegenstandslos geworden ab (
Urk.
8/165).
2.
Gegen die Verfügung der IV-Stelle vom
3.
März 2021
erhob
X._
am
16.
April 2021 Beschwerde mit folgenden Rechtsbegehren (
Urk.
1 S. 1):
«
1.
Es sei die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom
3.
März 2021
insofern aufzuheben, als d
as festzustellen sei, dass der
Invaliditäts
grad des Beschwerdeführers mindestens 40
%
betrage und
somit
Anspruch auf eine Invalidenrente bestehe.
2.
Es sei festzustellen, dass COVID-19 die Unternehmung des
Beschwerdeführers im Jahr 2020 nicht negativ beeinflusst hat.
3.
Es sei festzustellen, dass
der Beschwerdeführer in seiner
selb
ständigen Tätigkeit kein re
ntenausschliessendes Einkommen
mehr
erzielen kann.
4.
Unter Kosten- und Entschädigungs
folgen zulasten der
Beschwerde
gegnerin
.
»
Mit Beschwerdeantwort vom 2
3.
Juni 2021 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
7), worauf der Beschwerdeführer mit Replik vom 2
6.
Juli 2021 (Eingangsdatum) an seinen Rechtsbegehren festhielt (
Urk.
11). Die Beschwerdegegnerin teilte mit Eingabe vom 1
0.
August 2021 mit, auf das Einrei
chen einer Duplik zu verzichten (
Urk.
14), worüber der Beschwerdeführer mit Ver
fügung vom 1
1.
August 2021 in Kenntnis gesetzt wurde (
Urk.
15).
Das Gericht hat von Amtes wegen den Internetauszug aus dem Handelsregister des Kantons Zürich betreffend die
Y._ GmbH
als
Urk.
16 zu den Akten genommen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.
1
Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden
versicherung (IVV) in Kraft getreten.
In zeitlicher Hinsicht sind
–
vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege
lungen
–
grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da ferner das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung eines Falles in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung beziehungsweise des
streitigen Einspracheentscheids eingetretenen Sachverhalt abstellt (BGE 144 V 210 E. 4.3.1, 132 V 215 E. 3.1.1, je mit Hinweisen), sind vorliegend die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nach
folgend auch in dieser Fassung zitiert werden.
1
.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurtei
lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
IVG
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier
telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.4
War eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert worden und ist die Verwaltung auf eine Neuanmeldung eingetreten (Art. 87 Abs. 3
IVV
), so ist im Beschwerdeverfahren zu prüfen, ob im Sinne von Art. 17 ATSG eine für den Rentenanspruch relevante Änderung des Invalidi
tätsgrades eingetreten ist (BGE
117 V 198 E. 3a mit Hinweis).
Anlass zur Rentenrevision
nach
Art.
17
Abs.
1 ATSG
gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheits
zustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebenem Gesund
heitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Aufgabe
nbereich von Bedeutung (BGE 141
V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3).
Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in recht
licher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE
141 V 9 E. 2.3; Urteil des Bundesgerichts 8C_144/2021 vom 27. Mai 2021 E. 2.3, je mit Hinweisen).
1.5
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Der Einkommensver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts
grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2, 128 V 29 E. 1).
1.6
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Zudem muss der Arzt über die notwendigen fachlichen Qualifikationen ver
fügen. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich weder die Herkunft eines
Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a; Urteil des Bundesgerichts 8C_225/2021 vom 1
0.
Juni 2021 E. 3.2, je mit Hinweisen).
2.
2.1
In der angefochtenen Verfügung vom
3.
März 2021
erwog
die Beschwerde
gegnerin
zusammengefasst
, dem Beschwerdeführer
sei
die Ausübung seiner bisherigen Tätigkeit als Selb
st
ändigerwerbender gemäss medizinischer Beurtei
lung seit M
ai
2017
in einem 60%-Pensum möglich
.
Ohne gesundheitliche Ein
schränkungen könnte er einen Gewinn beziehungsweise ein Einkommen von
Fr.
81'599.89 erzielen. Gemäss den Buchhaltungsunterlagen habe sich der Gewinn im Jahr 2019 auf
Fr.
54'227.50 belaufen.
Die Betriebsergebnisse des Jahres 2020 könnten nicht herangezogen werden, da es sich um das «COVID19-Jahr» handle, welches keine Gewinneinbrüche aus rein medizinischen Gründen ausweise.
Bei einem Invaliditätsgrad von 33
%
bestehe kein Anspruch auf eine Invalidenrente (
Urk.
2 S. 2).
2.2
Demgegenüber machte der Beschwerdeführer in seiner Beschwerdeschrift vom 16. April 2021 im Wesentlichen geltend, ihm sei es gemäss Beurteilung des
Z._
zumutbar, ein Arbeitsverhältnis in einem 60%-Pensum einzugehen
, womit sich der Invaliditätsgrad auf 40
%
belaufen würde. Folglich hätte er Anspruch auf eine Viertelsrente (
Urk.
1 S. 4).
Inzwischen liege das Ergebnis des Geschäftsjahres 2020 vor; es
habe
ein Gewinn von
Fr.
1'852.32 resultiert.
Unter Berücksichtigung der Abrechnung der Ausgleichskasse über
Fr.
38'000.-- betrage sein Einkommen im Jahr 2020 folglich
Fr.
39'852.32, was einen Invaliditätsgrad von 51
%
zur Folge habe. Er könne somit entgegen der Behauptung der Beschwerdegegnerin kein renten
ausschliessendes Einkommen mehr erzielen. Die seit 2016 anhaltende negative wirtschaftliche Entwicklung habe sich fortgesetzt und eine Verbesserung der wirtschaftlichen Situation sei nicht zu erwarten (
Urk.
1 S. 5).
2.3
In ihrer Beschwerdeantwort vom 2
3.
Juni 2021
hielt
die Beschwerdegegnerin
am Invaliditätsgrad von 33
%
fest. Seit Mai 2017 bestehe eine
st
Z
._
le, reduzierte Arbeits- respektive Leistungsfähigkeit von 60
%
. Ursächlich für den sich konti
nuierlich verschlechternden Geschäftsverlauf seien invaliditätsfremde struktu
relle Gründe
(Gesetzesänderungen, Konkurrenz mit Margeneinbruch
,
zeitlicher Aufwand für die Weiterbildung),
welche bei der Ermittlung des Invaliditätsgrades ausser Acht zu bleiben hätten
(
Urk.
7 S. 2).
Die Schlussabrechnung der Aus
gleichskasse vom
8.
Dezember 2020 über den AHV-pflichtigen Lohn im Betrag von
Fr.
38'000.-- ändere nichts an dieser B
eurteilung, da sich die rein gesund
heitlich bedingte Auswirkung
auf die Erwerbsfähigkeit nicht ermitteln lasse.
Mit Blick auf eine ähnlich gelagerte Sachverhaltskonstellation im Urteil des Bu
ndes
gerichts 9C_780/2016 vom 3.
Oktober 2017 seien daher die Statistiklöhne 2016 heranzuziehen. Unter Berücksichtigung des 60%igen Restarbeitsvermögens, der Anpassung an den Nominallohnindex bis 2017 (Zeitpunkt des Revisionsgesuchs) sowie eines leidensbedingten Abzuges von 10
%
resultiere ein hypothetisches Inva
li
deneinkommen von
Fr.
61'842.1
0.
Die Gegenüberstellung mit dem Validen
einkommen von
Fr.
81'599.90 ergebe einen Invaliditätsgrad von gerundet 24
%
, weshalb an der verfügten Leistungsablehnung festgehalten werde (
Urk.
7 S. 2 f.).
2.4
Mit Replik vom 2
6.
Juli 2021 (Eingangsdatum)
betonte der Beschwerdeführer insbesondere, dass entgegen der Argumentation der Beschwerdegegnerin sehr wohl ein Zusammenhang zwischen dem abnehmenden Erwerbseinkommen und den krankheitsbedingten Einschränkungen bestanden habe (
Urk.
11 S. 1). Des Wei
teren
gelange d
ie
in der Beschwerdeantwort neu angewendete Berechnungs
methode
nicht zur Anwendung, da
diese
kein
en
Bestandteil der angefochtenen Verfügung
bilde
.
Die Beschwerdegegnerin halte ausdrücklich am Einkommens
vergleich, wie er in der angefochtenen Verfügung vorgenommen worden sei, fest.
Strittig sei dabei nur, welches Jahreseinkommen (2019 oder 2020) als Berech
nungsgrundlage für das Invalideneinkommen heranzuziehen sei. Er halte daran fest, dass sich dieses auf
Fr.
39'852.32 belaufe, was einen Invaliditätsgrad von 51
%
ergebe (
Urk.
11 S. 2 f.).
3.
3.1
In medizinischer Hinsicht basiert die angefochtene Verfügung primär auf dem polydisziplinären
Z._
-Gutachten vom 1
4.
September 2020 (
Urk.
8/128), welches die Beschwerdegegnerin in Auftrag gegeben hatte, n
achdem das Rückweisungs
urteil IV.2018.00855 des hiesigen Gerichts vom 21. Februar 2019 (
Urk.
8/101) unangefochten in Rechtskraft erwachsen war
.
Dem Gutachten lassen sich
im Wesent
lichen
folgende Diagnosen mit
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit entnehmen (
Urk.
8/128/8):
-
akute myeloische Leukämie (ICD-10 C92.0)
-
Erstdiagnose 2009
-
Zustand nach zweimaligem Rezidiv mit Manifestationen eines
Myelosarkoms
-
Zustand nach zweimaliger intensiver Chemotherapie
-
Zustand nach zweimaliger allogener Blutstammzelltransplantation
-
Zustand nach palliativ intendierter
hypomethylierender
Chemotherapie
-
Zustand nach mehreren Bestrahlungen einschliesslich Ganzkörper
bestrahlung
-
chronische Graft-versus-Host-Erkrankung
mit kutaner Beteiligung (ICD-10 T86.03)
-
chronisches
thorakolumbospondylogenes
Schmerzsyndrom (ICD-10 M54.5)
-
chronisches
zervikospondylogenes
Schmerzsyndrom (ICD-10 M53.1)
-
Funktions- und Belastungsdefizit rechte Schulter (ICD-10 M75.9).
Ein Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit wurde demgegenüber in Bezug auf
die eben
falls diagnostizierte
Radiodermatitis (ICD-10 L58.1) verneint (
Urk.
8/128/9).
Im interdisziplinären Konsens äusserten sich die
Z._
-Gutachter dahingehend, dass sich aktuell vor allem die aus onkologischer und dermatologischer Sicht gestellte Diagnose einer chronischen Graft-versus-Host-Erkrankung
mit kutaner Beteiligung einschränkend auf die Arbeitsfähigkeit auswirke. Im Vordergrund stünden dabei vor allem
sklerodermiforme
Veränderungen im Nacken- und oberen Rückenbereich rechts über den implantierten Schrauben und Stäben. Diese seien ausgeprägt und
für den
Beschwerdeführer beeinträchtigen
d
, indem sie vor
allem bei längeren sitzenden Tätigkeiten in einer Position zu starken Ver
span
nungen und Schmerzen führen
würden
.
Die Diagnosen eines chronischen
thora
kolumbospondylogenen
und chronischen
spondylogenen
Schmerzsyndroms sowie eines Funktions- und Belastungsdefizits der rechten Schulter hätten keine Auswirkungen auf eine angepasste, körperlich leichte und wechselbelastende Tätigkeit.
Ungeeignet seien aufgrund der objektivierbaren Veränderungen an der Haut und am Bewegungsapparat körperlich mittelschwere und schwere Tätig
keiten sowie solche, die mit der Einnahme von wirbelsäulenbelastenden Zwangs
haltungen oder belastenden Arbeiten mit dem rechten Arm
–
insbesondere über der Horizontalen
–
einhergingen. Die Durchhaltefähigkeit sei aufgrund der Graft-versus-Host-Erkrankung reduziert; es
bestehe auch ein erhöhter Pausenbedarf. Aufgrund der Sicca-Problematik der Augen sei ausserdem längere ausschliess
liche Bildschirmarbeit für den Beschwerdeführer ungünstig (Urk. 8/128/9)
.
In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit gelangten die medizinischen Sachverständigen zum Schluss, dass für die
(leidensangepasste)
angestammte Tätigkeit als Selbstän
digerwerbender im Onlinehandel für Autozubehör oder auch als Betriebswirt
schafter eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 60
%
bestehe. Dies sei seit Mai 2017 der Fall; zuvor habe ab Februar 2017 eine volle Arbeitsunfähigkeit vorge
legen.
Für
optimal
leidensadaptierte Tätigkeiten
sei von
derselben Beurteilung aus
zugehen
(
Urk.
8/128/10).
3.2
Beide Parteien stellen das
Z._
-Gutachten
–
namentl
ich die
darin enthaltene
Ein
schätzung
der Arbeitsfähigkeit
–
nicht in Frage (vgl.
Urk.
1 S. 4,
Urk.
2 S.
1 f. und
Urk.
7 S. 1).
Überdies empfahl
Dr.
med.
A._
, Praktische Ärztin, vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD)
in ihrer Stellungnahme vom
6.
Oktober 2020 aus versicherungsmedizinischer Sicht, die Beurteilung
durch die
Gutachter zu übernehmen (
Urk.
8/151/6)
.
Es bestehen keine triftigen Gründe, dieser Empfeh
lung nicht zu folgen. Die Gutachter haben in umfassender Kenntnis der relevan
ten Vorakten (vgl.
Urk.
8/128/14-20)
und unter Berücksichtigung
der in den ein
zelnen fachärztlichen Untersuchungen erhobenen Befunde
in nachvollziehbarer und schlüssiger Weise dargelegt, weshalb d
ie Leistungsfähigkeit des
Beschwerde
führer
s
aus somatischen Gründen
–
in erster Linie aufgrund der Auswirkungen der chronischen Graft-versus-Host-Erkrankung
auf die Durchhaltefähigkeit und den Pausenbedarf
–
selbst für leidensadaptierte Tätigkeiten
eingeschränkt ist (
Urk.
8/128/9 f.,
8/128/
48 f. und 8/128/52-54).
Im Rahmen der psychiatrischen Begutachtung
fanden sich keine Anhaltspunkte für eine psychiatrische Störung, weswegen in dieser Hinsicht auch keine Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit attestiert wurde (
Urk.
8/128/32 f.).
Insgesamt
vermag das polydisziplinäre
Z._
-Gut
achten vom 1
4.
September 2020 somit
vorbehaltlos
zu überzeugen; ihm kommt
mithin
volle Beweiskraft zu (vgl. vorstehende E
. 1.6
).
In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit kann vor diesem Hintergrund
festgehalten werden, dass von Februar bis und mit April 2017 eine 100%ige Arbeitsunfähig
keit für
jegliche
Erwerbstätigkeit vorlag. D
iese ist
dadurch
begründet, da
ss
der Beschwerdeführer in diesem Zeitraum an einer
Pericarditis
constrictiva
und einem nachfolgenden
Systemic
Inflammatory
Response Syndrome (SIRS) mit unklarem Fokus litt (
Urk.
8/111/10-14,
8/128/26
).
Seit
Mai 2017 ist sodann mit überwie
gender Wahrscheinlichkeit
eine
dauerhafte
60%ige
Arbeitsfähig
keit
sowohl für die angestammte als auch für jede andere leidensangepasste Tätigkeit
ausge
wiesen
(
Urk.
8/128/10).
Dies stellt eine wesentliche gesundheitliche Verschlechterung gegenüber den Verhältnissen dar, wie sie sich gemäss Verfügungen vom 1
6.
Juli 2012 im Mai 2012 zeig
t
en, als de
m
Beschwerdeführer
eine 100%ige Arbeitsfähigkeit
zuzu
muten war
und er in diesem Umfang seine Erwerbstätigkeit wieder aufnahm
(
Urk.
8/43
-45
). Damit ist ein Revisionsgrund fraglos gegeben
und der
Renten
anspruch umfassend
neu z
u prüfen
.
4.
4.1
Auf der Grundlage der obigen Erkenntnisse
sind
die erwerblichen Auswirkungen zu prüfen.
In diesem Zusammenhang ist vorab festzuhalten,
dass
Geschäftsführer einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung
zwar
in der Regel
als unselbständig Erwerbende
zu qualifizieren
sind
. D
er Beschwerdeführer
ist
gemäss Handels
registerauszug der
Y._ GmbH
(
Urk.
16
) seit März 2015 einzelzeichnungs
berechtigter Gesellschafter und Geschäftsführer des genannten Unternehmens
, wobei er
zudem
seit 2015
über
sämtliche
Stammanteile verfügt
.
Gemäss
seinen
Ausführungen gegenüber der Beschwerdegegnerin vom
8.
November 2020
ist er
darüber hinaus
seit
November
2014 der einzige Angestellte der
Y._ GmbH
(Urk. 8/132/1).
Da der Beschwerdeführer in Anbetracht dieser
Gegebenheiten
einen massgeblichen Einfluss auf die Geschäftspolitik und
entwick
lung
und namentlich auf die
Höhe
seines
Lohnes
wie auch
auf die
Aufteilung des Gehaltes
sowie
des Gewinnanteils
und dessen Ausschüttung
aus
übt,
kann g
emäss Praxis des Bundesgerichts
für die Ermittlung des Invaliditäts
grades nicht allein auf den IK-Auszug
beziehungsweise
den
Betriebsgewinn
abgestellt werden. Ein solches Vorgehen würde, abgesehen von der damit offen
sichtlich gegebenen Gefahr, dass der Grad der finanziellen Einbusse selber beein
flusst werden könnte, eine klare Ungleichbehandlung zu jenen Selbständig
erwerbenden (Inhaber eines
Einzel
unter
nehmens) schaffen, die nicht die Möglich
keit haben, über dazwischen geschaltete juristische Personen Gewinne zu horten oder als Dividende auszu
schütten
(Urteil des Bundesgerichts 8C_450/2020 vom 15.
September 2020 E.
4.2.3
; vgl. auch Rz 3028.1 und 3028.2 des Kreisschreibens des Bundesamtes für Sozialversicherungen über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invaliden
versicherung [KSIH], gültig ab
1.
Januar 2015, Stand
1.
Januar 2021)
.
Dem Vorbringen des Beschwerdeführers, sein im Jahr 2020
verabgabtes
Einkom
men von
Fr.
38'000.--
, zuzüglich die Gewinnausschüttung von Fr.
1'852.32, mit
hin
Fr.
39'8
5
2.32 sei als Invalideneinkommen heranzuziehen (
Urk.
1 S. 5), kann vor diesem Hintergrund nicht gefolgt werden.
Der Beschwerdeführer scheint auch zu verkennen, dass das Gericht nicht an die verfügungsweise festgelegten Ein
kommensparameter gebunden ist
und
nicht nur noch über die Frage, ob das Jahres
einkommen 2019 oder 2020 massgebend ist (
Urk.
11 S. 2 f.), zu entscheiden hat. Vielmehr hat das Gericht umfassende Kognition und im Rahmen des Unter
suchungsgrundsatzes die Vergleichseinkommen
wie auch die
anwendbare
Berech
nungsmethode
frei zu prüfen und zu ermitteln.
4.2
4.2.1
Die Parteien sind übereinstimmend der Auffassung, dass
ein Einkommens
vergleich durchzuführen ist (vgl. vorstehende E. 2.1-2.4).
Dem ist beizupflichten (vgl. vorstehende E. 1.
5
).
Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen ziffern
mässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie nach Massgabe der im Ein
zelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewonnenen Annäherungs
werte miteinander zu vergleichen. Wird eine Schätzung vorgenommen, so muss diese nicht unbedingt in einer ziffernmässigen Festlegung von Annäherungs
werten bestehen. Vielmehr kann auch eine Gegenüberstellung blosser Prozent
zahlen genügen. Das ohne Invalidität erzielbare hypothetische Erwerbsein
kom
men ist alsdann mit 100 % zu bewerten, während das Invalideneinkommen auf einen entsprechend kleineren Prozentsatz veranschlagt wird, so dass sich aus der Prozentdifferenz der Invaliditätsgrad ergibt (sog. Prozentvergleich). Der Pro
zent
vergleich bietet sich
somit namentlich an, wenn Validen- und Invaliden
einkom
men ausgehend vom gleichen Tabellenlohn zu berechnen sind. Diesfalls erübrigt sich deren genaue Ermittlung: Der Invaliditätsgrad entspricht dem Grad der Arbeitsunfähigkeit, dies unter Berücksichtigung eines allfälligen Abzugs vom Tabellenlohn (Urteil des Bundesgerichts 9C_478/2021 vom 1
1.
November 2021 E.
5.2.1 mit Hinweisen).
4.2.2
Bei der Festsetzung des Valideneinkommens ist nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung auch ein beruflicher Aufstieg im Gesundheitsfall zu berück
sich
ti
gen, den eine versicherte Person normalerweise vollzogen hätte; dazu ist allerdings erforderlich, dass konkrete Anhaltspunkte dafür bestehen, dass ohne gesund
heitliche Beeinträchtigung ein beruflicher Aufstieg und ein entsprechend höheres Einkommen tatsächlich realisiert worden wären. Blosse Absichtserklä
rungen genügen nicht. Die Absicht, beruflich weiterzukommen, muss durch konkrete Schritte wie Kursbesuche, Aufnahme eines Studiums, Ablegung von Prüfungen usw. kundgetan worden sein. Die theoretisch vorhandenen beruflichen Entwicklungs- oder Aufstiegsmöglichkeiten sind nur dann zu berücksichtigen, wenn sie mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eingetreten wären (BGE 145 V
141 E. 5.2.1, Urteil des Bundesgerichts 9C_316/2020 vom 6. Oktober 2020 E. 3.1).
4.3
4.3.1
A
ufgrund
de
s
Z._
-Gutachtens
ist seit Februar 2017
sowohl für die angestammte Tätigkeit als auch für andere leidensangepasste Tätigkeiten
dauerhaft
eine min
destens 40%ige Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen, womit das Wartejahr im Sinne von
Art.
28
Abs.
1 lit. b IVG im Februar 2018 erfüllt war. Der Renten
anspruch entsteht jedoch frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltend
machung des Leistungsanspruchs (
Art.
29
Abs.
1 IVG). Da sich der Beschwerde
führer am
1
8.
September 2017 erneut bei der Invalidenversicherung angemeldet hat (
Urk.
8/68), bildet der
1.
März 2018 den Zeitpunkt des frühest
möglichen Rentenbeginns.
Die Verhältnisse zu diesem Zeitpunkt sind auch für den Einkom
mensvergleich massgebend,
wobei Validen- und Invalidenein
kommen auf zeit
iden
tischer Grundlage zu erheben und allfällige rentenwirksame Änderungen der
Vergleichseinkommen bis zum Verfügungserlass zu berücksich
tigen sind (BGE 143 V 295 E. 4.1.3, 129 V 222 E. 4.1 und E. 4.2, 128 V 174).
4.3.2
Der Beschwerdeführer absolvierte bereits ab 2017 eine Weiterbildung zum eidge
nössisch diplomierten Betriebswirtschafter, wobei er
–
gemäss
seinen unbestritten gebliebenen
Angaben
–
anlässlich
der Begutachtung durch das
Z._
im Juni/Juli 2020 (vgl.
Urk.
8/128/5) bereits alle Prüfungen abgeschlossen und nur noch die Masterarbeit zu verfassen hatte, um das Studium abzuschliessen (
Urk.
8/128/7 f., 8/128/30).
Er
teilte zudem mit, bereits Bewerbungsgespräche für eine Teilzeit
beschäftigung als Buchhalter geführt zu haben (
Urk.
8/128/46).
D
ie Absicht des
Beschwerdeführer
s, sich beruflich weiterzuentwickeln, manifestierte sich
dem
nach
über mehrere Jahre
mit konkreten Schritten
.
Des Weiteren
sind keine Hin
weise dafür ersichtlich, dass
die berufliche Neuorientierung
unmittelbar auf die Erkrankung
zurückzuführen wäre;
i
m Gegenteil ist
aufgrund der gegebenen Umstände
überwiegend wahrscheinlich, dass der Beschwerdeführer
die Weiter
bildung auch im Gesundheitsfall absolviert hätte. So bestand
für ihn
zum einen aus gesundheitlichen Gründen kein Anlass,
seine bisherige Tätigkeit als Geschäfts
führer der
Y._ GmbH
aufzugeben,
da
diese auch seitens der
Z._
-Gutachter als leidensadaptiert eingestuft wurde (Urk.
8/128/10)
.
Zum anderen
wies
er
wiederholt darauf hin, dass
sein Online
handel
im Bereich Autozubehör
namentlich aufgrund
geänderter gesetzlicher Grundlagen sowie verstärkter Kon
kurrenz nicht mehr rentabel sei. Er lebe
von den Reserven des Unternehmens
und beabsichtige, das Geschäft aufzugeben
(
Urk.
8/89, 8/108, 8/128/7 f., 8/128/24, 8/128/30 und 8/132).
Auch die Beschwerdegegnerin ging davon aus, dass
invali
di
täts
fremde strukturelle Gründe für den
sich kontinuierlich ver
schlechternde
n
Geschäftsverlauf
ursächlich seien
(
Urk.
7 S. 2).
Vor diesem Hintergrund ist
der vom Beschwerdeführer durchlaufenen beruflichen Weiterentwicklung in Nachachtung der bundesgerichtlichen Praxis (vgl. vorste
hende E. 4.2.2) und
entgegen der von der Beschwerdegegnerin vertretenen Sicht
weise (vgl.
Urk.
7 S
.
2 f.) nicht nur
im Rahmen der F
estsetzung
des Invaliden
einkommens Rechnung zu tragen. Vielmehr ist sie auch bei der
Ermittlung
des
Valide
neinkommens zu berücksichtigen
.
Der
Beschwerdeführer
könnte
im Gesund
heitsfall mit Blick auf die
Tabellenwerte der
Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik
als diplomierter
B
etriebswirtschafter
mit über
wiegender
Wahrscheinlichkeit einen höheren Verdienst erzielen
als in Ausübung seiner bisherigen Tätigkeit als Geschäftsführer der
Y._ GmbH
mit Einnahmen von höchstens
Fr.
80'000.--
(im Jahr 2015) beziehungsweise von durchschnittlich
Fr.
68'000.--
pro Jahr
([
Fr.
75'000.-- + Fr. 80'000.
+
Fr.
60'000.-- +
Fr.
60'000.-
+
Fr.
65'000.--] : 5)
in den fünf Jahren vor Eintritt de
r gesundheit
lichen Ver
schlechterung im Jahr 2017
(vgl. Urk.
8/115 [IK-Auszug]
sowie
Urk.
7 S. 2 f.).
Da vorliegend indes beide Vergleichseinkommen ausgehend vom gleichen Tabellen
lohn zu berechnen sind, erübrigt sich deren genaue Ermittlung. Der Inva
lidi
täts
grad entspricht dem Grad der Arbeitsunfähigkeit und beträgt im konkreten Fall somit 40
%
, weshalb dem Beschwerdeführer ab März 2018
–
dem Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns
–
eine Viertelsrente der Invalidenversiche
rung zusteht (vgl. vorstehende E. 1.3).
Es kann
im Übrigen
dahingestellt
bleiben
, ob allenfalls ein leidensbedingter Abzug vom Invalideneinkommen zu gewähren ist (vgl. BGE
135 V 297 E. 5.2, 134 V 322 E. 5.2 und 126 V 75 E. 5b/
aa
-cc)
. Die Beschwerdegegnerin legte diesen in ihrer Beschwerdeantwort auf 10
%
fest (U
rk.
7 S. 3). Ein höherer Abzug
wurde weder
vom
Beschw
erdeführer
geltend gemacht
noch wäre er angesichts der konkreten Gegebenheiten
gerechtfertigt
.
Im Falle der
Gewährung des 10%igen Abzugs würde ein Invaliditätsgrad von 46
%
resultieren, welcher keinen höheren Rentenanspruch als denjenigen auf eine Vier
telsrente zur Folge hätte (vgl.
Art.
28
Abs.
2 IVG).
5.
Nach dem Gesagten hat die Beschwerdegegnerin
den Rentenanspruch des Beschwerdeführers zu Unrecht verneint.
Dieser hat
ab
März 2018 Anspruch auf eine Viertelsrente der Invalidenversicherung, weshalb die angefochtene Verfü
gung vom
3.
März 2021
(
Urk.
2)
in teilweiser Gutheissung der Beschwerde auf
zuheben ist.
Soweit der Beschwerdeführer im Übrigen festgestellt haben will, dass COVID-19 sein Unternehmen im Jahr 20
20 nicht negativ beeinflusst habe
und er in seiner selbständigen Tätigkeit kein rentenausschliessendes Einkommen mehr erzielen k
önne
(
Urk.
1 S. 1), ist darauf mangels eines schutzwürdigen Feststellungs
inte
resses nicht einzutreten.
6
.
6.1
Das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kanto
nalen Versicherungsgericht ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Ver
fahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG). Im vorliegenden Verfahren sind sie
ermessensweise auf Fr.
700.--
anzusetzen und ausgangsgemäss
der
unterliegen
den
Beschwerdegegnerin
aufzuerlegen.
6.2
Dem
Beschwerdeführer
ist keine Prozessentschädigung zuzusprechen, da
sein
Arbeits
aufwand und
seine
Umtriebe im vorliegenden Verfahren nicht den Rahmen dessen überschritten, was der Einzelne zumutbarerweise nebenbei zur Besorgung seiner persönlichen Angelegenheiten auf sich zu nehmen hat (BGE
129 V 113 E. 4 mit Hinweisen; vgl. auch BGE 144 V 280 E. 8.2.2; Urteil des Bundesgerichts 9C_340/2012 vom 8. Juni 2012 E. 3.1).