Decision ID: 6b3b2faa-6ae3-4a1a-a2f9-e07be7aa421e
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Die 1963 geborene
X._
unterzog sich am 1
4.
Dezember 2012 bei
Dr.
med.
Y._
, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und für Chirurgie,
von der
Z._
eine
r
Knie
gelenks
arthroskopie rechts
mit
partielle
r
laterale
r
Meniskektomie
(Operationsbericht,
Urk.
7/M2). A
m
7.
Januar 2013
rutschte
X._
im Stand
auf einer Rolltreppe aus
und
schlug
dabei
mit
dem rechten Knie auf
. Mit Unfallmeldung vom 1
0.
Juni 2013 setzte
sie
die Unfal
l
versiche
rung Stadt Zürich
, bei welcher sie durch ihre Anstellung bei der
Stadtpolizei Zürich obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert war,
hie
rüber
in Kenntnis (
Urk.
7/G1). Nachdem die Unfallversicherung Stadt Zürich
eine Stel
lungnahme ihres beratenden Arztes
Dr.
med.
A._
, Facharzt FMH
für O
r
thopädische Chirurgie, eingeholt hatte (
Urk.
7/M8),
verfügte sie am 1
1.
Juli 2013, dass sie betreffend das Ereignis vom
7.
Januar 2013 bis 3
0.
Juni 2013 Leistungen erbringe (
Urk.
7/G7). Dagegen erhob die SWICA Kranken
versiche
rung AG, bei welcher
X._
krankenversichert war, Einsprache (vor
sorg
li
che Einsprache vom 2
4.
Juli 2013,
Urk.
7/J1, und Einsprache vom
2
9.
August 2013,
Urk.
7/J3). Mit
Einspracheentscheid
vom 1
2.
Februar 2014 wies
die Un
fallversicherung Stadt Zürich die Einsprache ab (
Urk.
2).
2.
Mit Eingabe vom 1
1.
März 2014 erhob die SWICA Krankenversicherung AG Be
schwerde und beantragte,
die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, auch nach
dem 3
0.
Juni 2013 Leistungen betreffend die Kniebeschwerden von
X._
zu erbringen (
Urk.
1). Die Beschwerdegegnerin beantragte mit
Beschwer
deant
wort
vom 2
4.
März 2014 die Abweisung der Beschwerde (
Urk.
6). Mit Verfügung vom 2
7.
März 2014 wurde
X._
zum Prozess beigeladen
(
Urk.
8). Sie
reichte in der Folge innert der mit Verfügung vom 2
7.
März 2014 angesetzten Frist keine Stellungnahme ein,
was den Parteien am 2
6.
Mai 2014 mitgeteilt wurde (
Urk.
10).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin über den 3
0.
Juni 2013
hinaus
Leistungen
betreffend
das rechte Knie der Beigeladenen zu erbringen hat
.
2.
2.1
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss
Bundesgesetz über die
Unfallversicherung (UVG) setzt unter anderem voraus, dass zwischen dem
Unfall
er
eignis
und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natür
licher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kau
sal
zusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
densein der ein
getre
tene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Ent
sprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzu
sammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereig
nis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht wegge
dacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesund
heitlichen Störung
ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
wal
tung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm oblie
genden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen
Beweis
grad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglich
keit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungs
anspruches
nicht (BGE 129 V 177 E.
3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit
Hinweisen).
2.2
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder über
haupt
erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursa
chen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber der
jenige
Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften
Vor
zustandes
auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine),
erreicht ist (RKUV 1992 Nr. U 142 S.
75 E.
4b mit Hinweisen; nicht
publiziertes Urteil des Bundesgerichts U 172/94 vom 2
6.
April
1995). Das Dahin
fallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines
Ge
sund
heitsschadens
muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen
Beweis
grad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr. U 363
S.
45; BGE 119 V 7 E.
3c/
aa
).
Die
blosse
Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlen
der
ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht.
Da es sich
hiebei
um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die entsprechende Beweislast
–
anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzu
sam
menhang gegeben ist
–
nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfall
versicherer (RKUV 1994 Nr. U 206 S.
328 f. E.
3b, 1992 Nr. U 142 S. 76).
Diese Beweisgrundsätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rück
fällen und
Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten
massgebend
(
Urteil des Bun
des
gerichts 8C_637/2013 vom 1
1.
März 2014 E.
2.3.1 mit Hinweisen).
Mit dem Erreichen des
status
quo sine
vel
ante entfällt eine Teilursächlichkeit
für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der
status
quo sine
vel
ante
noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf
Art.
36
Abs.
1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und
Kos
tenvergütungen
zu übernehmen, worunter auch die Heilbehandlungskosten nach
Art.
10 UVG fallen
(Urteil des Bundesgerichts 8C_637/20
13 vom 1
1.
März 2014 E. 2.3.2).
3.
3.1
Am 1
0.
Dezember 2012 wurde in der Klinik
B._
ein MR des rechten Knies
der Beigeladenen erstellt. Gemäss Beurteilung von PD
Dr.
med.
C._
, Facharzt FMH für Radiologe, zeigte der laterale Meniskus in der Pars
intermedia
, auslaufend in d
a
s Vorderhorn eine kompl
exe Rissbildung. Zu
dem war
eine Abtragung der knorpligen Gelenkfläche im Bereich des
Tibiapla
teaus
lateral sowie in der lateralen
Fazette
retropatell
a
r sichtbar. Weiter ergab
en
sich ein
Ganglion dorsal des hinteres Kreuzbandes sowie eine kleine Baker-Zyste (
Urk.
7/M4).
3.2
Am 1
4.
Dezember 2012 nahm
Dr.
Y._
bei diagnostizierter
Meniskusvorder
horn
- und
Korpusläsion
rechtes Kniegelenk
eine Knie
gelenks
arthroskopie
rechts
mit
partielle
r
laterale
r
Meniskektomie
vor
(Operationsbericht,
Urk.
7/M2).
3.3
Da die Beigeladene über persistierende Beschwerden klagte, welche gemäss ih
ren
Angaben erst nach dem Ereignis vom
7.
Januar 2013 aufgetreten seien (vgl. Aus
zug aus der
von Dr.
Y._
erfassten
Krankengeschichte,
Urk.
7/M1), wurde
n
am
7.
Juni 2013 eine Röntgenaufnahme sowie ein MRI
des rechten
Kniegelenk
s
erstellt. Gemäss
Dr.
med.
D._
, Facharzt FMH für Radiologie, zeig
t
e
n
sich eine
kom
plexe Ruptur des lateralen Meniskus, eine
Chondropathie
Grad IV laterales Kompartiment sowie eine
Chondropathie
Grad III-IV
femoropatell
a
r
. Zudem war ein Erguss im proximalen
tibiofibularen
Gelenk sichtbar.
Weiter
zeigte
n
sich
ein
mukoid
degeneriertes und/oder chronisch
überlastetes vorderes Kreuzband
,
ein
e
Distension
des hinteren Kreuzbandes, ein Erguss, eine
Synovitis
sowie
eine Ba
ker-Zyste. Freie Gelenkskörper lagen nicht vor (
Urk.
7/M5).
3.4
Dr.
Y._
hielt betreffend das MRI vom
7.
Juni 2013
am 1
1.
Juni 2013 i
n der
Krankengeschichte der Bei
geladenen
fest, dass
der
Befund mit der Anamnese eines
Sturzes im Januar 2013 als richtungsweisende Verschlechterung der
vor
bestehenden
Schädigung im lateralen Kompartiment interpretiert werden
könne
(
Urk.
7/M1).
A
m
2.
Juli 2013
nahm er
eine Kni
e
gelenksarthroskopie rechts mit
Débridement
, medial zuklappende
r
suprakondyläre
r
Varisationsosteotomie
und
Tomofix
-Osteosynthese vor (Operationsbericht, U
rk.
7/M6
,
und Austrittsbericht vom
6.
Juli 2013,
Urk.
7/M
7
)
.
3.5
Dr.
A._
erklärte mit Stellungnahme
zuhanden der Beschwerdegegnerin
vom
1
0.
Juli 2013, bereits bei der Arthroskopie vom 1
4.
Dezember 2012 habe das Knie
gelenk der Beigeladenen eine laterale Gonarthrose aufgewiesen. Es lägen keine Hinweise vor, dass es durch den Unfall vom
7.
Januar 2013 zu einer rich
tungsgebenden Verschlimmerung gekommen sei. Er schlage vor, nach dem 3
0.
Juni
2013 keine Leistungen mehr zu erbringen
(
Urk.
7/M8).
3.6
PD
Dr.
med.
E._
, Facharzt FMH für Chirurgie, beratender Arzt der Beschwerdeführerin, erklärte mit Stellungnahme vom
2.
August 2013,
die
arthros
kopische
Operation im Dezember 2012 sei bei eine
m bereits erheblich geschädigten
lateralen Gelenkkompartiment mit komplexer Meniskusruptur, allerdings nur im Vorderhorn und
Korpusbereich
und bei begleitenden nicht auf den
subchondralen
Knochen reichenden
Knorpelsch
äden im lateralen
Tibiapla
teau
und retropatell
a
r lateral erfolgt.
Die Operation sei indiziert gewesen und in korrektem Umfang durchgeführt worden. Etwas mehr als zwei Wochen nach dieser Operation sei ein auf diese We
i
se behandeltes Kniegelenk
vermehrt an
fällig auf Überbelastungen und vor allem Distorsionsmechanismen in Folge her
abgesetzte
r reflektorischer Muskelreaktion. Es sei deshalb glaubhaft, dass der im Januar 2013 erfolgte Unfallmechanismus zur vollständigen Ruptur des late
ralen Meniskusrestes und zur weiteren Knorpelschädigung im lateralen
Gelenk
kom
partiment
geführt habe. Entsprechend seien auch die Angaben der Beigela
de
nen, welche betone, dass eine erneute Knieproblematik erst nach diesem Trauma aufgetreten sei und in der Folge angedauert habe, so dass sie sich schliesslich zu
einer
Reoperation
im Juli 2013 entschlossen habe. Seiner Ansicht nach sei des
halb die Beurteilung durch
Dr.
Y._
zu unterstützen mit der Festhaltung, dass
der Sturz im Januar 2013 auf der Rolltreppe als richtungs
weisende Ver
schlech
terung der vorbestehenden Schädigung im Kniegelenk rechts interpretiert werden
könne (
Urk.
7/J3).
3.7
Nachdem
Dr.
A._
die Beigeladene am
1
6.
Januar 2014
in seiner Sprech
stunde gesehen
hatte, erklärte er mit Bericht
an die Beschwerdegegnerin
vom
2
0.
Januar
2014 (
Urk.
7/M11), rezidivierende Er
güsse nach der Arthroskopie eines
degenerativ veränderten Kniegelenkes seien häufig. Handle es sich um einen
Schaden des lateralen Kompartimentes, seien rezidivierende Ergüsse fast die Regel.
Dies bedeutete, dass
auch ohne
Unfall
folge
rezid
ivierende Ergüsse im Knie
gelenk
der Beigeladenen zu erwarten ge
wesen
wären
. Eine langsame Progre
dien
z des Leidens,
das heisst ein
Fortschrei
ten der lateralen Gonarthrose
,
sei somit sehr wahrscheinlich. Die
Knorpelverän
derungen
im ersten MRI, der Beschrieb der Knorpelveränderung anlässlich der Arthroskopie und die
Knorpelverän
de
rungen
, welche sich im zweiten MRI zeig
ten, sprächen von einer langsamen Progredienz des Leidens, welches nicht durch einen Schlag derartig massiv
habe verschlechtert
werden könne
n
, dass eine sich anbahnende Korrekturosteo
tom
ie nun plötzlich durch den
Unfallversi
cherer
zu übernehmen
wäre. Zusätzlich sei festzuhalten, dass
der
Sturz
auf
der Rolltreppe die Kriterien
für die S
innfälligkeit
ein
es
Vorfalles nicht erfülle. Es sei zu einem Kontusions
-
und nicht zu einem Distorsionstrauma gekommen. Die Terminierung per 3
0.
Juni 2013 mit der Defi
ni
tion des Status quo ante sei zu bestätigen (
Urk.
7/M11).
4.
4.1
4.1.1
Die Beschwerdegegnerin stützte ihre Leistungseinstellung per 3
0.
Juni 2013
im
Wesentlichen
auf die Berichte von
Dr.
A._
vom 1
0.
Juli 2013 (E. 3.5) un
d vom
2
0.
Januar 2014 (E. 3.7).
4.1.2
Die Rechtsprechung geht in Bezug auf die Würdigung von ärztlichen Berichten,
welche
ein
Unfallversicher
er
im Administrativverfahren einholt, seit je davon aus,
dass d
er
Unfallversicher
er
, solange
er
in einem konkreten Fall noch nicht Pro
zess
partei ist, als Verwaltungsorgan dem Gesetzesvollzug dient. Wenn die beauf
t
ragten Ärzte und Ärztinnen zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, darf das Gericht in seiner Beweiswürdigung auch solchen
Berichten
folgen, solange nicht
konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (vgl. BGE 10
4 V 209 E. c; RKUV 1991 Nr. U 133 S. 312).
4.1.3
Insbesondere der Bericht von
Dr.
A._
vom 2
0.
Januar 2014 erfüllt die recht
sprechungsgemässen Anforderungen an
beweistaugliche ärztliche Berichte.
Dr.
A._
begründet
e
in diesem Bericht i
n nachvollziehbarer Weise, dass mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nach dem 3
0.
Juni 2013 keine Folgen des Ereignisses vom
7.
Januar 2013
mehr
vorlagen (vgl. E. 3.7).
4.2
PD
Dr.
E._
ging
in seiner Stellungnahme vom
2.
August 2013
(E. 3.6)
im Gegensatz zu
Dr.
A._
davon aus,
dass die von der Beigeladenen nach dem 3
0.
Juni 2013 noch geklagten Beschwerden und somit insbesondere auch die
Operation
vom
2.
Juli 2013 in einem natürlichen Kausalzusammenhang mit dem
geltend gemachten Ereignis vom
7.
Januar 2013 stünden. Zur Begründung führt
e
PD
Dr.
E._
im Wesentlichen – wie ausgeführt
-
an,
dass kurz nach der
arthros
kopischen
Operation vom Dezember 2012 das Kniegelenk der Beigela
denen vermehrt anfällig auf Überbelastungen und vor allem auf
Distor
sions
mechanismen
in Folge herabgesetzter reflektorischer Muskelreakti
on
ge
wesen
sei, weshalb glaubhaft sei, dass der im Januar 2013 erfolgte
Unfallme
chanismus
zur vollständigen Ruptur des lateralen Meniskusrestes und zur wei
teren
Knor
pel
schädigung
im later
al
en Gelenkkompartiment geführt habe
.
Hierbei gilt es zu beachten, dass gemäss MRI vom
7.
Juni 2013 tatsächlich eine komplexe Ruptur des lateralen
Mensikus
festgestellt wurde (vgl. E. 3.3). Gemäss
Operationsbericht vom
2.
Juli 2013 (
Urk.
7/M6
; E.
3.4
) wurde in der Folge je
doch
keine Behandlung des
Mensikus
vorgenommen.
Vielmehr
führte
Dr.
Y._
im
Operationsbericht als Diagnose lediglich
"
laterale Gonarthrose bei leichte
m
Genu
valgum
rechts
"
an
und nahm dementsprechend ein
D
é
bridement
, eine
Varisa
tionsosteotomie
und eine
Tomofix
-Osteosynthese vor
. Er erwähnte zudem auch, dass der
Restmenis
kusrandsaum
stabil und ohne neuen Riss sei. Nachdem keine Hinweise vorlie
gen, dass die Beschwerden
der Beigeladenen durch die Operation
nicht
erfolg
reich behandelt worden wären, kann davon ausgegangen
werden
, dass
eine allfällige
Meniskusreruptur
, sofern eine solche überhaupt vorgelegen h
a
tte, weder die Beschwerden der Beigeladenen verursacht h
a
tte noch Indika
tion für die Opera
tion vom
2.
Juli 2013 gewesen
war.
Betreffend d
ie
Knorpelschädigung im lateralen Gelenkkompartiment erläutert
e
PD
Dr.
E._
nicht näher, weshalb die seit dem MRI vom 1
0.
Dezember 2012 aufgetretenen Veränderungen unfallbedingt und nicht krankheitsbedingt seien. Dies wäre angesichts des erheblichen krankhaften Vorzustandes für die
Nach
voll
ziehbarkeit
seines Berichts
jedoch
Voraussetzung gewesen.
Nach dem Gesagten vermag der Bericht von PD
Dr.
E._
vom
2.
August 2013
die Einschätzung von
Dr.
A._
, dass spätestens ab dem
1.
Juli 2013 keine
durch das geltend gemachte Ereignis vom
7.
Januar 2013 verursach
t
en Be
ein
trächtigungen
mehr vorlagen
, nicht in Frage zu stellen.
4.3
Dr.
Y._
hielt mit Eintrag in der Krankengeschichte der Beigeladenen vom 1
1.
Dezember 2013 fest, dass der Befund des MRI mit der Anamnese eines Stur
zes im Januar 2013 als richtungsweisende Verschlechterung der vorbestehenden Schädigung im lateralen Kompartiment interpretiert werden könne (E.
3.
4
). Da
Dr.
Y._
diese
– als blosse Möglichkeit formulier
t
e -
Einschätzung ni
cht weite
r begründete, ist sie
nicht nachvoll
ziehbar.
4.4
Nach dem Gesagten ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin ab
dem
1.
Juli 2013 keine Leistungen mehr erbrachte. Die Beschwerde erweist sich dem
entsprechend als unbegründet und ist abzuweisen.