Decision ID: a3c8ed97-49b4-5ac1-831f-785218a8d0c4
Year: 2007
Language: de
Court: SG_VG
Chamber: SG_VG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ F.H., P., ist Eigentümer der Parzelle Nr. 0000, S., A.. Nach dem
Landwirtschaftszonenplan der Politischen Gemeinde A. vom 9. März 1994 befindet sich
das Grundstück in der Landwirtschaftszone. Es umfasst rund 3,7 ha Wiese und 1 ha
Wald. Auf der Parzelle befinden sich ein Wohnhaus (Vers.-Nr. 000) und ein im Jahr
1998 erstelltes Mehrzweckgebäude (Vers.-Nr. 000). Das Planungsamt (heute: Amt für
Raumentwicklung, ARE) hat am 2. Dezember 1997 die eingereichten Unterlagen
verbindlich erklärt und festgestellt, dieses Gebäude entspreche der Nutzungszone. Im
Untergeschoss sei Raum für landwirtschaftliche Maschinen und Geräte vorgesehen
und im Erdgeschoss seien ein Schafstall für 40 Mutterschafe, ein Hühner- bzw.
Kleintierstall sowie ein Heuabladetenn geplant. Sodann solle das Obergeschoss als
Heu- und Strohlagerraum dienen. Im weiteren werde der Güllenlagerraum vergrössert.
Am 16. Januar 1998 erteilte der Gemeinderat A. die Baubewilligung. Die Ehefrau von
F.H., B.H., bewirtschaftet den Betrieb.
Nach den unbestritten gebliebenen Feststellungen der Vorinstanz wird das
Mehrzweckgebäude nicht entsprechend den Vorgaben genutzt, die dem Entscheid des
Planungsamtes vom 2. Dezember 1997 zu Grunde lagen. Die Schafboxen dienen als
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Pferdeboxen und auf dem 20 m2 grossen Mistlagerplatz werden Schafe untergebracht.
Am 1. Mai 2005 (Stichtag) wurden zwei Zuchtstuten, zwei Fohlen, 19 Schafe über ein
Jahr, ein Widder und 8 Lämmer gezählt.
B./ Am 12. Oktober 2005 reichte F.H. ein Baugesuch für ein weiteres
Mehrzweckgebäude ein. Nach den Plänen ist beabsichtigt, das bestehende
Mehrzweckgebäude (Vers.-Nr. 000) mit einem Anbau (13,7 m x 12,5 m) zu erweitern. Im
Erdgeschoss sind vier Pferdeboxen, eine Remise mit Abladetenn sowie je ein
Futtermittel- und ein Abstellraum vorgesehen. Im Untergeschoss sind weitere vier
Räume (Remise/Materiallager) geplant. Im Obergeschoss soll zusätzlicher
Heulagerraum geschaffen werden. Auf der Ostseite des Neubaus sollen eine
Jauchegrube sowie ein weiterer Raum (Benzin/Kleingeräte) mit darüber liegender
Abfohlboxe, überdachtem Waschplatz und Mistlagerplatz entstehen. Das Baugesuch
lag vom 10. bis 23. November 2005 öffentlich auf, und es wurden keine Einsprachen
erhoben.
Am 27. Januar 2006 verweigerte das ARE die Zustimmung zur Baubewilligung im Sinn
der Erwägungen (Ziff. 1) und forderte die zuständige Gemeindebehörde auf, den
Gesuchsteller anzuhalten, ein nachträgliches Baugesuch für die Stallungen und die
Überdachung des Mistlagerplatzes einzureichen, wenn sich dieser nicht bereit erkläre,
die Bauten und Anlagen innert drei Monaten ab Eröffnung der Verfügung dem
bewilligten Zweck zuzuführen (Ziff. 2). Die Zustimmung zum Anbau wurde im
Wesentlichen mit der Begründung verweigert, es handle sich um Hobby-Landwirtschaft
und um einen Betrieb, der voraussichtlich längerfristig keine Zukunft habe. Die
Betriebsleiterin erwirtschafte keinen Ertrag und das Futterpotential lasse eine
Aufstockung der Zahl der Tiere über das im Jahr 1997 bewilligte Mass nicht zu. Sodann
stellte das ARE fest, bei der bereits vollzogenen Zweckänderung des Mistlagerplatzes
mit Überdachung für die Schafhaltung und der Umnutzung des Schafstalls als
Pferdestall handle es sich um baubewilligungspflichtige Änderungen.
Am 7. Februar 2006 entschied der Gemeinderat A. folgendes:
"1. Die Zustimmung zum Bauvorhaben wird im Sinn der Erwägungen verweigert.
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2. Der Gesuchsteller hat innert einem Monat nach Rechtskraft dieses Entscheides ein
Baugesuch für die nicht bewilligten Umnutzungen (Zweckänderung des
Mistlagerplatzes mit Überdachung für die Schafhaltung und der Umnutzung des
Schafstalls als Pferdestall) gemäss Erwägungen einzureichen. Sollte dies nicht
erfolgen, sind die nicht bewilligten Einrichtungen zu entfernen und wieder der
bewilligten Zweckbestimmung zuzuführen und zwar innert drei Monaten nach
Rechtskraft dieser Verfügung.
3. Es wird eine Frist für den Abbruch der Grundmauern der ehemaligen Scheune
Assek.-Nr. 000 innerhalb von drei Monaten nach Rechtskraft dieses Entscheides
angesetzt.
4. Gleichzeitig wird die Ersatzvornahme angedroht, sollte die Wiederherstellung des
rechtmässigen Zustandes nicht innert der Frist gemäss Ziffer 3 dieses Entscheides
erfolgen. Die noch erforderlichen Massnahmen werden dann auf Kosten von H.F., S.,
A., ergriffen und durch einen Dritten ausgeführt (Ersatzvornahme).
..."
C./ Gegen den Entscheid des Gemeinderates A. vom 7. Februar 2006 erhob F.H. am
28. Februar 2006 Rekurs bei der Regierung. Er stellte sinngemäss die Rechtsbegehren,
Ziff. 1 bis 4 des angefochtenen Entscheids seien aufzuheben und das Baugesuch sei
zu bewilligen.
Die Regierung wies den Rekurs am 12. Dezember 2006 ab, soweit sie darauf eintrat.
D./ Am 10. Januar 2007 erhoben F.H. und B.H. gegen den Entscheid der Regierung
vom 12. Dezember 2006 Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Sie stellen folgende
Anträge:
"1. Die Beschwerde ist nach Erhalt zu sistieren. Die Aufhebung der Sistierung erfolgt
nach Eingang des Entscheides betreffs wiedererwägungsweiser Verhandlung mit den
vorinstanzlichen Behörden.
2. Auf die Einforderung eines Kostenvorschusses sei zu verzichten. Eventuell sei dieser
nur zu leisten, wenn die Beschwerde nach der Sistierung weiterzuführen sei.
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Ist nach der Sistierung materiell über die Beschwerde zu entscheiden, werden folgende
Anträge gestellt:
3. Die Baubewilligung sei zu erteilen.
4. Unter Kostenfolge."
Am 12. Januar 2007 wies der Präsident des Verwaltungsgerichts das
Sistierungsgesuch und das Gesuch um Verzicht auf einen Kostenvorschuss ab und
forderte F.H. auf, bis 31. Januar 2007 einen Kostenvorschuss von Fr. 3'000.-- zu leisten
und die Beschwerde mit einem materiellen Antrag, einer Darstellung des Sachverhalts
und einer Begründung zu ergänzen.
Am 27. Januar 2007 wurde die Beschwerde ergänzt. Es wurden folgende mit "Anträge"
bezeichnete Begehren gestellt:
"1. Es soll ein Beschwerdeverfahren durchgeführt werden, in dem alle Parteien
anlässlich eines Augenscheines die baulichen Möglichkeiten ausloten können. Das Amt
für Raumentwicklung ARE soll, gemäss unserer Meinung auf seinen Fehlentscheid,
zurückkommen können, und mit uns einen allfälligen Kompromiss suchen. Es sind viele
Ihrer Behauptungen unvollständig, nicht begründet oder einfach nicht wahr.
2. Als ausgewiesene Fachpersonen sollen der Architekt Herr Eisenhut Engelburg, und
ein Vertreter der Schw. Bauernverbandes in Brugg zugelassen werden, als fachliche
Unterstützung des Gerichtes und der Beschwerdeführer.
3. Es soll uns die Baubewilligung für eine Stallerweiterung für die Schaf- und
Pferdezucht mit der nötigen Infrastruktur erteilt werden.
4. Die Behauptung, dass unsere Rahmenbedingungen aufgrund der derzeitigen
betrieblichen Strukturen nicht eingehalten sind, sollen bewiesen werden, da uns noch
niemand darauf aufmerksam gemacht hat.
5. Die Beschwerdeführer sollen für die Aufwendungen entschädigt werden, da es sich
beim ablehnenden Baubescheid, sowie um die Entscheide der Regierung eindeutig um
Fehlentscheide handelt."
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Am 5. Februar 2007 beantragte die Regierung, die Beschwerde sei abzuweisen, soweit
darauf eingetreten werden könne. Auch der Gemeinderat A. hielt am 13. Februar 2007
dafür, der Beschwerde sei keine Folge zu geben, soweit sie an die Hand genommen
werden könne.
Am 25. Februar 2007 reichten F.H. und B.H. eine weitere Eingabe ein und stellten
zusätzliche Begehren.

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. Die Sachurteilsvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen:
1.1. Das Verwaltungsgericht ist sachlich zuständig (Art. 59bis Abs. 1 des Gesetzes über
die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Sodann entsprechen die
Eingaben vom 10. Januar 2007, 27. Januar 2007 und 25. Februar 2007 unter Vorbehalt
von Ziff. 1.3. hienach zeitlich, formal und inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen
(Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP).
1.2. Nach Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP ist zur Beschwerde
berechtigt, wer an der Änderung oder Aufhebung der Verfügung oder des Entscheides
ein eigenes schutzwürdiges Interesse dartut. Nach der Praxis des Verwaltungsgerichts
setzt die Teilnahme am Rechtsmittelverfahren unter anderem voraus, dass der
Rechtsuchende mit seinem Rechtsbegehren nicht oder nicht vollständig
durchgedrungen bzw. dass er formell beschwert ist. Er muss sich somit am
vorinstanzlichen Verfahren beteiligt haben (vgl. Cavelti/Vögeli,
Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, St. Gallen 2003, Rz. 403 mit
Hinweisen und Rz. 404 mit Hinweis auf GVP 1998 Nr. 87 und VGE vom 20. August
2002 i.S. A. AG). Es ist einem Rechtsuchenden demnach grundsätzlich verwehrt, sich
erst in einem späteren Rechtsmittelverfahren zu beteiligen (vgl. Cavelti/Vögeli, a.a.O.,
Rz. 404 mit Hinweis auf BGE 120 II 7; F. Gygi, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl.,
Bern 1983, S. 155).
F.H. hat das Verfahren anhängig gemacht und gegen den Entscheid des Gemeinderats
A. vom 7. Februar 2006 Rekurs bei der Regierung erhoben. Dementsprechend hat die
Regierung seinen Rekurs am 12. Dezember 2006 abgewiesen. Die Beschwerdeeingabe
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vom 10. Januar 2007, ihre Ergänzung vom 27. Januar 2007 und die Stellungnahme
vom 25. Februar 2007 sind indessen auch von B.H. als Bewirtschafterin des Betriebs
unterschrieben worden. Weil B.H. am Verfahren bisher nicht beteiligt war, ist sie zur
Beschwerde nicht zuzulassen.
1.3. Streitgegenstand im Beschwerdeverfahren ist ein durch Entscheid geregeltes
Rechtsverhältnis, soweit es noch umstritten ist (vgl. Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 478 ff.).
Der Antrag bestimmt den Streitgegenstand und ist formelles Gültigkeitserfordernis.
Eine Änderung des Antrags ist nur während der Rechtsmittelfrist zulässig. Innerhalb der
Frist zur Ergänzung der Beschwerde ist eine Änderung dann statthaft, wenn sich die
Fristansetzung ausdrücklich auch auf den Antrag bezieht (vgl. Cavelti/Vögeli, a.a.O.,
Rz. 919).
F.H. ist mit Präsidialverfügung vom 12. Januar 2007 u.a. aufgefordert worden, die
Beschwerde durch einen materiellen Antrag zu ergänzen. Er ist dieser Aufforderung am
27. Januar 2007 insofern nachgekommen, als er mit "Anträge" bezeichnete Begehren
gestellt hat. F.H. ist zur Beschwerde legitimiert, soweit er sinngemäss beantragt, der
angefochtene Entscheid sei unter Kostenfolge aufzuheben und die Baubewilligung für
die Erweiterung des Mehrzweckgebäudes sei zu erteilen (Anträge Ziff. 3 und 5). Auf die
Beschwerde nicht eingetreten werden kann indessen, soweit er das Begehren stellt,
anlässlich eines Augenscheins seien die baulichen Möglichkeiten auszuloten bzw. das
ARE sei aufzufordern einen Kompromiss zu suchen (Antrag Ziff. 1). Auch das
Begehren, "Die Behauptung, dass unsere Rahmenbedingungen aufgrund der
derzeitigen betrieblichen Strukturen nicht eingehalten sind, sollen bewiesen werden, da
uns noch niemand darauf aufmerksam gemacht hat" (Antrag Ziff. 4), ist kein
Beschwerdeantrag. Am 25. Februar 2007 hat F.H. sodann weitere mit "Anträge"
bezeichnete Begehren gestellt, obschon er nur aufgefordert worden war, zu neuen
tatsächlichen und rechtlichen Argumenten der anderen Verfahrensbeteiligten Stellung
zu nehmen. Diese Vorbringen erweisen sich deshalb ebenfalls als unzulässig.
1.4. Wie der Antrag ist die Begründung der Beschwerde Gültigkeitserfordernis. Der
Beschwerdeführer hat zumindest in groben Zügen aufzuzeigen, weshalb der
angefochtene Entscheid seiner Meinung nach unrichtig ist (vgl. Cavelti/Vögeli, a.a.O.,
Rz. 921 mit Hinweisen).
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Die Vorinstanz ist auf den Rekurs von F.H. mangels Begründung nicht eingetreten,
soweit er die Aufhebung von Ziff. 2 bis 4 des Entscheids des Gemeinderats A. vom 7.
Februar 2006 beantragt hatte. Im Rahmen des Beschwerdeverfahrens bringt er nichts
vor, das darauf schliessen lässt, er sei der Meinung, die Vorinstanz wäre gehalten
gewesen, den Rekurs diesbezüglich zu behandeln. Demzufolge kann auf die
Beschwerde auch in dieser Hinsicht nicht eingetreten werden.
1.5. Zusammenfassend ergibt sich, dass auf die Beschwerde von F.H. im Sinn der
Erwägungen einzutreten ist. Die Beschwerde von B.H. kann nicht an die Hand
genommen werden.
2. Der Beschwerdeführer beantragt, Herr Eisenhut, Architekt aus Engelburg, und ein
Vertreter des Schweizerischen Bauernverbandes seien als Fachpersonen beizuziehen
(Antrag Ziff. 2).
Der Anspruch auf rechtliches Gehör gebietet, dass rechtzeitig und formrichtig
angebotene Beweismittel abzunehmen sind, es sei denn, diese betreffen eine nicht
erhebliche Tatsache oder seien offensichtlich untauglich, über die streitige Tatsache
Beweis zu erbringen (vgl. BGE 124 I 242 E. 2; 117 Ia 268 E. 4b).
Im vorliegenden Fall ergeben sich die rechtserheblichen Tatsachen aus den Akten,
weshalb auf den Beizug von Fachpersonen verzichtet werden kann.
3. Streitig ist, ob das Bauvorhaben dem Zweck der Landwirtschaftszone entspricht und
deshalb ordentlich bewilligt werden kann.
3.1. Nach Art. 22 Abs. 2 lit. a des Bundesgesetzes über die Raumplanung (SR 700,
abgekürzt RPG) setzt die Erteilung einer Bewilligung voraus, dass die Bauten und
Anlagen dem Zweck der jeweiligen Nutzungszone entsprechen. In der
Landwirtschaftszone zonenkonform sind nach Art. 16a Abs. 1 RPG Bauten und
Anlagen, die zur landwirtschaftlichen Bewirtschaftung oder für den produzierenden
Gartenbau nötig sind (vgl. auch Art. 20 Abs. 2 des Baugesetzes, sGS 731.1).
3.1.1. In der Landwirtschaftszone zonenkonform sind nach Art. 34 Abs. 1 erster Satzteil
der Raumplanungsverordnung (SR 700.1, abgekürzt RPV) Bauten und Anlagen und
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somit auch Ökonomiegebäude, wenn sie der bodenabhängigen Bewirtschaftung
dienen. Für die Beurteilung der Zonenkonformität nach dieser Vorschrift ist somit nicht
das "Produktemodell" massgebend, sondern das "Produktionsmodell". Zonenkonform
sind Bauten und Anlagen für die Produktion verwertbarer Erzeugnisse aus Pflanzenbau
und Nutztierhaltung. Ist die betriebliche Notwendigkeit für ein Ökonomiegebäude
gegeben, so ist eine gewisse Betriebsreserve zonenkonform, wenn ein erhöhter Bedarf
absehbar ist (vgl. B. Heer, St. Gallisches Bau- und Planungsrecht, Bern 2003, Rz. 404
mit Hinweis).
3.1.2. Nach Art. 34 Abs. 4 RPV darf die Bewilligung nur erteilt werden, wenn die Baute
oder Anlage für die in Frage stehende Bewirtschaftung nötig ist (lit. a).
Ökonomiegebäude sind zonenkonform, wenn sie nach den Massstäben vernünftiger
bäuerlicher Betriebsführung und örtlich herrschender Betriebsformen zur
landwirtschaftlichen (bodenabhängigen) Produktion in der gewählten Sparte
unmittelbar benötigt werden (vgl. P. Hänni, Planungs-, Bau- und besonderes
Umweltschutzrecht, 4. Aufl., Bern 2002, S. 174 mit Hinweis auf BGE 117 Ib 279).
Bauten und Anlagen für die Tierhaltung können nur als zonenkonform bewilligt werden,
wenn der Landwirtschaftsbetrieb über eine ausreichende eigene Futterbasis verfügt
und die Tiere nicht überwiegend mit zugekauften Futtermitteln ernährt werden. Je nach
Art der Nutzung muss ein angemessener, jedenfalls überwiegender Anteil
betriebseigener Futtermittel verfügbar sein (vgl. BGE 117 Ib 279). Sodann dürfen der
Baute oder Anlage am vorgesehenen Standort keine überwiegenden Interessen
entgegenstehen (Art. 34 Abs. 4 lit. b RPV). Lenkender Massstab der in Art. 34 Abs. 4 lit.
b RPV verankerten Interessenabwägung bilden namentlich die Ziele und Grundsätze
der Raumplanung gemäss Art. 1 und 3 RPG. Mit raumplanerischen Massnahmen sollen
unter anderem die natürlichen Lebensgrundlagen geschützt, das soziale,
wirtschaftliche und kulturelle Leben in den einzelnen Landesteilen gefördert und die
ausreichende Versorgungsbasis des Landes gesichert werden. Dabei ist darauf zu
achten, dass die Landschaft geschont, die Landwirtschaft über genügende Flächen
geeigneten Kulturlandes verfügt und naturnahe Landschaften und Erholungsräume
erhalten bleiben. Diesen Zielsetzungen dient auch die Sicherung der Existenzfähigkeit
landwirtschaftlicher Betriebe (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 22. Januar 2003, 1A.
154/2002, in: ZBl 105/2004 S. 110 mit Hinweis auf BGE 117 Ib 270 E. 4b/bb). Sodann
muss der Betrieb gemäss Art. 34 Abs. 4 lit. c RPV voraussichtlich länger bestehen
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können. Mit dieser Vorgabe soll sichergestellt werden, dass in der Landwirtschaftszone
keine un-nötigen neuen Bauten und Anlagen bewilligt werden, die bereits nach kurzer
Zeit wieder leer stehen (vgl. Hänni, a.a.O., S. 175 mit Hinweis).
3.1.3. Bauten und Anlagen für die Freizeitlandwirtschaft sind nach Art. 34 Abs. 5 RPV
ausdrücklich nicht zonenkonform.
Freizeitlandwirtschaft ist ein unbestimmter Rechtsbegriff. Unbestimmte Rechtsbegriffe
sind dadurch gekennzeichnet, dass die Umschreibung des Tatbestands unbestimmt
ist. Die betreffende Norm bedient sich Worten, die - aus sich heraus - keinen
genügenden Aufschluss darüber geben, ob ein bestimmter Sachverhalt noch unter den
Normtatbestand fällt oder nicht. Die nähere Bestimmung eines unbestimmten
Rechtsbegriffs wird als Rechtsfrage angesehen. Das in der Kognition grundsätzlich auf
die Rechtskontrolle beschränkte Verwaltungsgericht ist somit befugt, die
Konkretisierung durch die Vorinstanz frei zu überprüfen. Nach der Praxis des
Verwaltungsgerichts darf einer vertretbaren Auslegung eines unbestimmten Begriffs
durch die Verwaltung bzw. durch die Vorinstanz die Anerkennung indessen nicht
versagt werden (Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 724 und 725 mit Hinweisen).
Die Frage, ob Bauten und Anlagen nicht Haupt- oder Nebenerwerbsbetrieben dienen,
sondern der Freizeitlandwirtschaft, lässt sich nach den Richtlinien des Bundesamtes für
Raumentwicklung zur RPV (S. 32) im Einzelfall auf Grund verschiedener Indikatoren
feststellen. Danach fehlt es im Fall einer Freizeitlandwirtschaft beispielsweise an der
Gewinn- bzw. Ertragsorientierung. Ein Indiz dafür, dass Hobby-Landwirtschaft
betrieben wird, kann auch im Umstand gesehen werden, dass gewisse
Mindestgrössen, etwa jene, die zum Bezug von Direktzahlungen berechtigt, nicht
erreicht werden. Für die Beantwortung der Frage, ob im konkreten Fall
Freizeitlandwirtschaft vorliege, kann unter Umständen auch auf den auf dem Betrieb
bestehenden Arbeitsbedarf - bemessen in Standard-Arbeitskräften oder Standard-
Arbeitstagen - abgestellt werden. Auf die Setzung starrer Grenzwerte ist jedoch
bewusst verzichtet worden, damit einzelfallgerechte Lösungen möglich bleiben.
Auch nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist bei der Beurteilung, ob es sich
um einen Betrieb von zonenwidriger Freizeitlandwirtschaft oder einen zonenkonformen
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landwirtschaftlichen Haupt- oder Nebenerwerbsbetrieb handelt, auf den jeweiligen
Einzelfall abzustellen. Die landwirtschaftliche Bewirtschaftung im Sinn von Art. 16a
RPG unterscheidet sich von der Freizeitlandwirtschaft insbesondere durch einen
dauernden, auf Wirtschaftlichkeit ausgerichteten oder organisierten Einsatz von Kapital
und Arbeitskraft in einem wirtschaftlich bedeutenden Umfang (vgl. Urteil 1A.64/2006
vom 7. November 2006, das ein Projekt im Kanton St. Gallen betrifft, mit Hinweis auf
Urteil 1A.256/2005 vom 20. März 2006 und auf die Wegleitung "Pferd und
Raumplanung" des Bundesamtes für Raumentwicklung, Bern 2003, S. 9).
Sodann hat das Bundesgericht im erwähnten Urteil vom 7. November 2006 unter
Hinweis auf das Urteil 1A.134/2002 vom 17. Juli 2003, publiziert in ZBl 106/2005 S. 158
ff., und das Urteil 1A.256/2005 vom 10. März 2006 erwogen, für die Bejahung eines
landwirtschaftlichen Betriebs sei der Arbeits- und Zeitaufwand nicht allein
ausschlaggebend. Der zeitliche Aufwand für Freizeitbeschäftigungen könne
beträchtlich sein, ohne dass bereits eine berufliche Tätigkeit vorliege. Auch die
Tatsache, dass der Betrieb die Anforderungen für Direktzahlungen erfülle, lasse weder
darauf schliessen, dass der Betrieb längerfristig bestehen könne, noch darauf, dass ein
dauernder, auf Wirtschaftlichkeit gerichteter und organisierter Einsatz von Kapital und
Arbeit in einem wirtschaftlich bedeutenden Umfang geleistet werde. Sodann könne ein
jährliches Einkommen von Fr. 16'317.-- (inkl. Direktzahlungen) aus Tierhaltung kaum als
existenzsichernd bezeichnet werden. Selbst wenn davon ausgegangen werde, dass
der Betrieb momentan ein Einkommen generiere, das als gewinnorientiert zu
bezeichnen wäre, sei damit nicht belegt, dass der Betrieb im Sinn von Art. 34 Abs. 4 lit.
c RPV voraussichtlich länger bestehen könne. In diesem Zusammenhang hat das
Bundesgericht weiter ausgeführt, eine Absichtserklärung, wonach die 19-jährige
Tochter des Gesuchstellers bestrebt sei, den Generationenwechsel sicherzustellen,
und wonach ein Landwirt andernfalls bereit sei, das Anwesen in Pacht zu nehmen,
genüge nicht, um den Nachweis einer längerfristigen Existenzfähigkeit zu erbringen. Zu
berücksichtigen sei ferner, dass der Gesuchsteller mit Erreichen des 65. Altersjahrs
gemäss Art. 19 der Verordnung über die Direktzahlungen (SR 910.13, abgekürzt DZV)
keine Direktzahlungen mehr erhalte.
In der Botschaft zu einer Teilrevision des RPG vom 2. Dezember 2005, die auch
Erleichterungen für die hobbymässige Tierhaltung in der Landwirtschaftszone
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beinhaltet, wird festgehalten, als hobbymässig seien Tierhaltungen anzusehen, welche
nicht auf die Erzielung eines Erwerbseinkommens ausgerichtet seien, sondern durch
die Eigentümerinnen und Eigentümer der Tiere aus Liebhaberei ausgeübt würden und
der Freizeitgestaltung dienten (vgl. BBl 2005/7114).
3.1.4. Der Beschwerdeführer vertritt den Standpunkt, im Gegensatz zur Auffassung der
Vorinstanz könne nicht von Hobby-Landwirtschaft gesprochen werden, weil die
Investitionen, mit denen er ein zweites Mehrzweckgebäude erstellen wolle, darauf
ausgerichtet seien, einen grösseren Betriebsgewinn zu erwirtschaften. Die
Preissenkungen für landwirtschaftliche Produkte zwinge die Bauernfamilien zur
Nischenproduktion. Zudem verlange die Landwirtschaftsgesetzgebung, dass auf
eigenes Risiko produziert werde. Aus diesem Grund seien Durststrecken unvermeidbar
und Gewinn müsse sofort wieder in den Betrieb investiert werden, damit noch
effizienter gearbeitet werden könne. Somit könne zur Zeit kein steuerbarer Gewinn
erzielt werden. In Zukunft, wenn die Landwirtschaft etwas weniger reguliert sei, werde
dies indessen möglich sein. Es gehe nicht an, unternehmerisch denkende Landwirte
auszumerzen.
Der Beschwerdeführer plant, im erweiterten Mehrzweckgebäude in vier Boxen und
einer Abfohlboxe etwas mehr Pferde als heute zu halten und zu züchten. Den
bestehenden Gebäudeteil will er offenbar gemäss den Vorgaben des Entscheids des
Planungsamtes vom 2. Dezember 1997 nutzen, indem der dort Schafe züchtet (40
Mutterschafe) und Hühner und andere Kleintiere hält. Die Vorinstanz hat erwogen,
damit lasse sich trotz Direktzahlungen im Betrag von rund Fr. 12'000.-- kein ins
Gewicht fallendes Erwerbseinkommen erzielen. Der Beschwerdeführer macht zwar
geltend, im Jahr 2006 hätten die Einnahmen mit dem Eigenverbrauch rund Fr. 19'000.--
betragen und die Investitionen, die er tätigen wolle, seien zukunftsgerichtet und
gewinnorientiert. Er verzichtet indessen darauf, nachvollziehbare Betriebsdaten und
andere Unterlagen einzureichen, um die Bewilligungsfähigkeit seines Projekts bzw. die
längerfristige Existenzfähigkeit des Betriebs zu belegen (vgl. dazu Urteil des
Bundesgerichts vom 7. November 2006 i.S. A.B., 1A.64/2006). Die nicht näher
begründete Behauptung, die etwas erweiterte Zucht von Freibergerpferden werde es in
Zukunft ermöglichen, ein ins Gewicht fallendes Erwerbseinkommen zu erzielen, lässt
für sich allein nicht darauf schliessen, der Betrieb könne in der vom Beschwerdeführer
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geplanten Art voraussichtlich längerfristig bestehen; auch die Wegleitung "Pferd und
Raumplanung" des Bundesamtes für Raumentwicklung verlangt unter dem Titel
"Merkmale landwirtschaftlicher Pferdezucht" u.a., dass in einem Betriebskonzept
darzulegen ist, wie der Betriebszweig "Pferdezucht" in den bestehenden
Landwirtschaftsbetrieb integriert wird. Unbestritten geblieben ist sodann, dass die
Bewirtschafterin, B.H., in acht Jahren das 65. Altersjahr erreichen und damit den
Anspruch auf Direktzahlungen verlieren wird (vgl. Art. 19 Abs. 1 DZV). Ohne diese
Beiträge werden längerfristig somit noch weit weniger Einnahmen erzielt als dies heute
der Fall ist. Der Beschwerdeführer behauptet zwar, Direktzahlungen würden auch nach
diesem Zeitpunkt entrichtet, weil seine im Jahr 1974 geborene Tochter, die nach
eigenen Angaben gelernte Hauswirtschafterin ist, die erforderliche landwirtschaftliche
Aus- bzw. Weiterbildung nachholen und den Betrieb übernehmen werde (vgl. dazu Art.
2 DZV), vorausgesetzt die erforderliche Infrastruktur stehe zur Verfügung. Abgesehen
davon, dass mit der Betriebsübernahme durch die Tochter des Beschwerdeführers
nicht auf die längerfristige wirtschaftliche Rentabilität des Betriebs geschlossen werden
könnte, ist eine solche Absichtserklärung, wie dargelegt, nicht geeignet, den Nachweis
zu erbringen, es werde ein Generationenwechsel stattfinden.
3.2. Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, der angefochtene Entscheid sei
aufzuheben und die Baubewilligung sei zu erteilen, weil es andernfalls nicht möglich
sei, die Tiere entsprechend den Vorgaben der Tierschutzgesetzgebung zu halten. Seit
dem Jahr 1998 würden die Schafe im Sinn einer Notlösung auf dem Mistlagerplatz
untergebracht und es sei ihm ein Anliegen, den Tieren bessere Haltungsbedingungen
zu bieten. Die prekären Platzverhältnisse hätten zudem dazu geführt, dass der
Schafbestand erheblich habe reduziert werden müssen, was zu finanziellen Einbussen
geführt habe. Deshalb habe man sich für ein zweites Nischenprodukt, die Pferdezucht,
entschieden.
Zutreffend ist, dass Nutztiere, so auch Pferde und Schafe, entsprechend den Vorgaben
der eidgenössischen Tierschutzgesetzgebung zu halten sind. Dazu gehören die
Vorschriften, die der Bundesrat über das Halten von Tieren, namentlich über
Mindestabmessungen, Beschaffenheit, Belichtung und Belüftung der Unterkünfte,
Belegungsdichte bei Gruppenhaltung sowie Anbindevorrichtungen erlassen hat (vgl.
die Vorschriften der Tierschutzverordnung, SR 455.1). Der Beschwerdeführer bestreitet
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nicht, dass die räumlichen Verhältnisse, wie sie heute bestehen, bei weitem nicht
ausreichen, um gleichzeitig Schafe und Pferde zu züchten. Dies bedeutet indessen
nicht, dass er selber bestimmen kann, wie viele Schafe und Pferde er
(tierschutzkonform) in der Landwirtschaftszone halten und züchten will bzw. dass die
dazu erforderlichen Bauten und Anlagen als zonenkonform zu bewilligen sind. Vielmehr
hat der Beschwerdeführer den tierschutzrechtlichen Vorgaben dadurch Rechnung zu
tragen, dass er das bestehende Mehrzeckgebäude dem verbindlich erklärten
Projektplan "Grundrisse/Schnitt A-A" vom 22. April 1997 entsprechend für die Haltung
von 40 Mutterschafen mit ihren Lämmern sowie für Hühner und andere Kleintiere nutzt
und auf die Pferdezucht verzichtet.
3.3. Der Beschwerdeführer beruft sich weiter darauf, es treffe nicht zu, dass das
Futterpotenzial seines Betriebs nicht ausreiche, um mehr und andere Tiere zu
halten, als dem Entscheid des Planungsamtes vom 2. Dezember 1997 zu Grunde
liegen. Die Vorinstanz hat die Frage offen gelassen, ob der Betrieb auch dann als
bodenabhängig bezeichnen werden kann, wenn neben der Schafzucht (40
Mutterschafe mit Lämmern) auch Pferdezucht (zwei Zuchtstuten mit mindestens zwei
Fohlen und Jungpferden) betrieben wird. Zu bedenken ist in diesem Zusammenhang
immerhin, dass der Betrieb nach der Darstellung des ARE über ein
Trockensubstanzpotential (TS-Potential) von rund 300 q verfügt, dass 40 Mutterschafe
und 35 Lämmer bereits einen Bedarf von rund 400 q TS haben und dass sich dieser
Bedarf mit der Pferdehaltung erhöht (vgl. die TS-Bedarfswerte in der Vollzugshilfe
"Deckungsbeitrags- und Trockensubstanzkriterium nach Art. 36 RPV" des
Bundesamtes für Raumentwicklung). Somit ist zu bezweifeln, ob die vom
Beschwerdeführer geplante Tierhaltung als bodenabhängig im Sinn von Art. 34 Abs. 4
lit. a RPV bezeichnet werden könnte.
4. Zusammenfassend ergibt sich somit, dass das Projekt des Beschwerdeführers dem
Zweck der Landwirtschaftszone nicht entspricht und dass eine ordentliche
Baubewilligung nach Art. 22 Abs. 2 RPG zu Recht nicht erteilt worden ist. Insofern
erweist sich die Beschwerde als unbegründet. Zu prüfen ist weiter, ob eine
Ausnahmebewilligung hätte erteilt werden müssen.
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Nach Art. 24 Abs. 1 RPG können abweichend von Art. 22 Abs. 2 lit. a RPG
Bewilligungen erteilt werden, Bauten und Anlagen zu errichten oder ihren Zweck zu
ändern, wenn: der Zweck der Bauten und Anlagen einen Standort ausserhalb der
Bauzonen erfordert (lit. a); keine überwiegenden öffentlichen Interessen
entgegenstehen (lit. b). Nicht zonenkonforme Bauten sind erlaubt, wenn sie
standortgebunden sind. Positive Standortgebundenheit bedeutet Angewiesensein auf
eine bestimmte Lage. Standortgebundenheit kann technischer oder
betriebswirtschaftlicher Natur sein; sie kann sich auch aus der Bodenbeschaffenheit
ergeben (vgl. Heer, a.a.O., Rz. 426 mit Hinweisen). An die Standortgebundenheit sind
strenge Anforderungen zu stellen, um der Zersiedelung der Landschaft
entgegenzuwirken. Sie muss einem aktuellen und tatsächlichen Bedarf entsprechen
und fehlt, wenn sie im Hinblick auf eine künftige, sich nur möglicherweise realisierende
Situation behauptet wird (vgl. Hänni, a.a.O., S. 208 mit Hinweis auf die
bundesgerichtliche Rechtsprechung).
Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung stimmt der Begriff der
Zonenkonformität im Wesentlichen mit demjenigen der Standortgebundenheit im Sinn
von Art. 24 Abs. 1 RPG überein (vgl. BGE 125 II 281, 121 II 310). Eine Baute, die der
hobbymässigen Landwirtschaft und damit auch der hobbymässigen Pferdezucht dient,
ist ausserhalb der Bauzone nicht standortgebunden (vgl. Urteil des Bundesgerichts
vom 28. März 1994, 1A.90/1993, publiziert in ZBl 96/1995 S. 178 ff. mit Hinweisen auf
die Rechtsprechung). Demgegenüber hat das Bundesgericht im erwähnten Urteil den
Pferdestall für die hobbymässige Pferdehaltung im Rahmen eines
Landwirtschaftsbetriebs als standortgebunden im Sinn von Art. 24 Abs. 1 RPG bzw. als
in der Landwirtschaftszone zonenkonform betrachtet. Im vorliegenden Fall liegt
indessen, wie ausgeführt, Hobby-Landwirtschaft vor und die geplante Erweiterung des
Mehrzweckgebäudes soll der hobbymässigen Pferdezucht dienen. Die Vorinstanz hat
die Standortgebundenheit des Projekts in Übereinstimmung mit der
bundesgerichtlichen Rechtsprechung deshalb zu Recht verneint. Eine
Ausnahmebewilligung nach Art. 24 RPG fällt ausser Betracht.
5. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerde von F.H. abzuweisen ist,
soweit darauf eingetreten werden kann und dass auf die Beschwerde von B.H. nicht
eingetreten werden kann. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend sind die
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amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens den Beschwerdeführern aufzuerlegen
(Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr von Fr. 3'000.-- (inkl. die Kosten für die
Präsidialverfügung vom 12. Januar 2007) ist angemessen (Ziff. 381 und 382 des
Gerichtskostentarifs, sGS 941.12). Sie wird mit dem geleisteten Kostenvorschuss in
gleicher Höhe verrechnet.
Ausseramtliche Entschädigungen sind nicht zuzusprechen (Art. 98 Abs. 1 in
Verbindung mit Art. 98bis VRP).