Decision ID: 587b851b-d6ee-424b-ab26-ad953c38e26b
Year: 2019
Language: de
Court: CH_BSTG
Chamber: CH_BSTG_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: penal_law

Der Referent hält fest, dass:
- die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft unter der Verfahrensnummer WK1 16 224 etc. gegen A. ein Strafverfahren führt wegen des Verdachts des  und weiterer Delikte (vgl. BG.2019.9, act. 1.1, S. 1);
- sie am 27. Februar 2019 nachfolgende Verfügung erliess (BG.2019.9,
act. 1.1):
1. Der Antrag von A. vom 15. November 2018, erneut gestellt am 5. Februar 2019, auf Über-
weisung des vorliegenden Strafverfahrens (inklusive der Strafanzeige von A. gegen B. vom
28. August 2017) an die Behörden des Kantons Basel-Stadt wird abgewiesen.
2. Das Verfahren verbleibt unter dem Vorbehalt neuer Erkenntnisse, die die Überprüfung der
Zuständigkeit erforderlich machen würden, in der Zuständigkeit der Staatsanwaltschaft Basel-
Landschaft.
- A. dagegen am 11. März 2019 bei der Beschwerdekammer des Bundesstraf-
gerichts Beschwerde erhob und beantragte, die angefochtene Verfügung sei vollumfänglich aufzuheben und es sei das im Kanton Basel-Landschaft  Strafverfahren gegen den Beschwerdeführer (WK1 16 224) mit dem Strafverfahren gegen B. (WK1 17 168) zu vereinen und die  Basel-Stadt auch für das Strafverfahren gegen den Beschwerdeführer für zuständig zu erklären (BG.2019.9, act. 1);
- er unter dem Titel «Verfahrensanträge» u.a. verlangt, der Beschwerde sei
die aufschiebende Wirkung zuzuerkennen und es seien die beiden hängigen Strafverfahren bei der Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft (WK1 17 168 und WK1 17 168 [gemeint sind damit wohl WK1 16 224 und WK1 17 168]) zu sistieren und bis zum Entscheid der Beschwerdeinstanz weitere  zu unterlassen (BG.2019.9, act. 1, S. 2);
- die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft diesbezüglich beantragt, das  um Erteilung der aufschiebenden Wirkung sei abzuweisen, soweit  einzutreten sei, und auf das Gesuch um Sistierung sei nicht einzutreten (BG.2019.9, act. 3, S. 13);
- sich die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt nicht zu diesen Verfahrensanträgen äusserte (BG.2019.9, act. 4);
- A. mit Replik vom 15. April 2019 an den Rechtsbegehren in seiner  festhält (BG.2019.9, act. 7).
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Der Referent zieht in Erwägung, dass:
- der Beschwerde, abweichende Bestimmungen der StPO oder Anordnungen der Verfahrensleitung der Beschwerdekammer vorbehalten, keine  Wirkung zukommt (Art. 387 StPO);
- die Verfahrensleitung der Beschwerdekammer gegebenenfalls die  und unaufschiebbaren verfahrensleitenden und vorsorglichen  trifft (Art. 388 StPO);
- der Verfahrensleitung bei ihren diesbezüglichen Entscheiden ein weiter  zusteht, sie dabei aber sicherzustellen hat, dass ihr  das Beschwerderecht nicht seines Inhalts beraubt und insbesondere den Rechtsstreit nicht gegenstandslos werden lässt (Urteil des  1B_271/2013 vom 3. Oktober 2013 E. 2.1);
- der Gesuchsteller zur Begründung seines Gesuchs darlegen muss, dass er ohne Gewährung der aufschiebenden Wirkung einen nicht wieder  bzw. zumindest einen nur schwer wieder gutzumachenden Nachteil zu erleiden droht (vgl. u.a. die Verfügungen des Bundesstrafgerichts BP.2017.42 vom 23. August 2017; BP.2016.29 vom 4. Mai 2016; BP.2014.56 vom 15. Oktober 2014 m.w.H.);
- mit der angefochtenen Verfügung die Zuständigkeit zur Führung der gegen
den Gesuchsteller geführten Untersuchung bei der Staatsanwaltschaft -Landschaft verbleibt, weshalb nicht erkennbar wird, wie der gewünschte Suspensiveffekt überhaupt eine Auswirkung im Sinne der  entfalten soll;
- der Gesuchsteller sich zur Begründung seines Gesuchs pauschal auf die Verfahrensökonomie beruft (BG.2019.9, act. 1, Rz. 25), dabei aber nicht  macht, dass er selber ohne Gewährung der aufschiebenden Wirkung einen nicht wieder gutzumachenden bzw. zumindest einen nur schwer  gutzumachenden Nachteil zu erleiden droht;
- ihm durch die Weiterführung der gegen ihn gerichteten Untersuchung durch
die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft während dem laufenden  keinerlei Nachteile erwachsen, zumal entsprechende Untersuchungshandlungen auch dann gültig bleiben, wenn die  nachfolgend einen anderen Kanton als zuständig erklären sollte (SCHMID/JOSITSCH, Praxiskommentar, 3. Aufl. 2018, Art. 40 StPO N. 6a);
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- für die beantragte Sistierung der Strafuntersuchung von Gesetzes wegen die
Staatsanwaltschaft zuständig ist (Art. 314 Abs. 1 StPO);
- die Verfahrensanträge demnach abzuweisen sind, soweit auf diese  einzutreten ist;
- die Kosten dieser Verfügung bei der Hauptsache verbleiben;
- die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft darum ersuchte, im Falle der  einer Replik durch die Beschwerdekammer die Möglichkeit zur Duplik zu erhalten (BG.2019.9, act. 3, S. 14);
- die beiden Gesuchsgegner dementsprechend aufzufordern sind, eine  Beschwerdeduplik einzureichen;
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