Decision ID: f0d1f972-3358-411e-bac2-93de59cd88ba
Year: 2021
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A._ (nachfolgend: Versicherte) meldete sich am 22. Oktober 2014 bei der IV-
Stelle des Kantons St. Gallen (nachfolgend: IV-Stelle) für berufliche Massnahmen und
Rentenleistungen an (IV-act. 1). Sie hatte sich damals bei der B._ AG in einem
langjährigen Anstellungsverhältnis als Pflegefachfrau in einem Pensum von 80 %
befunden (vgl. IV-act. 1 S. 5 und 26 S. 1 ff.). Aufgrund eines im Mai 2014 entdeckten
Mammakarzinoms links mit anschliessender Operation und adjuvanter Radiotherapie
(vgl. IV-act. 14 S. 8 ff.) war die Versicherte jedoch von ihrem Hausarzt Dr. med. C._,
Allgemeine Innere Medizin FMH, vom 25. Mai bis 30. September 2014 zu 100 %
krankgeschrieben worden. Ab dem 1. Oktober 2014 hatte sie ihre Tätigkeit wieder zu
50 % aufgenommen. Ab dem 16. Oktober 2014 war sie von Dr. C._ wiederum zu 75
% arbeitsunfähig befunden worden (IV-act. 9 S. 1). In einem Bericht vom 3. November
2014 nannte Dr. C._ als Diagnosen ein duktales Mammakarzinom in situ links sowie
eine Fibromyalgie. Weiter hielt er fest, dass in Absprache mit der Arbeitgeberin und der
Taggeldversicherung eine langsame stufenweise Eingliederung mit dem Ziel der
Erlangung der vollen Arbeitsfähigkeit erfolge. Ab dem 16. Oktober 2014 habe die
Arbeitsunfähigkeit 75 % betragen, was bis auf weiteres gelte (IV-act. 9 S. 1 f.). Am 26.
November 2014 berichtete Dr. med. D._, Gastroenterologie FMH, über eine bei der
Versicherten aufgrund abdominaler Beschwerden am 20. November 2014
durchgeführte Gastroskopie. Er hielt in seiner Beurteilung fest, dass sich wie bereits bei
einer Untersuchung im Jahr 1999 eine mässige chronische Helicobacter positive
A.a.
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Gastritits gezeigt habe, wobei im Bulbus duodeni neu auch eine leichte Entzündung,
jedoch kein Ulkus zu sehen sei. Die Veränderungen dürften vor allem in einem
Zusammenhang zur Schmerzmitteleinnahme stehen. Dr. D._ empfahl eine
Helicobacter-Eradikation und eine medikamentöse Stuhlregulierung. Er denke, dass die
abdominalen Beschwerden nicht nur einer Dyspepsie, sondern vor allem auch einem
Colon irritabile zuzuordnen seien mit chronischem Bloating und Verstopfung (IV-act. 14
S. 6 f.). In einem Verlaufsbericht vom 7. Januar 2015 gab Dr. C._ an, dass die
Arbeitsunfähigkeit unverändert sei. Die Versicherte leide an Müdigkeit und Adynamie
sowie an Schmerzen bei schweren körperlichen Tätigkeiten. Die Arbeit im Pflegeberuf
sei aufgrund der körperlichen Belastung ungünstig. In den Vordergrund träten immer
mehr allgemeine Beschwerden seitens des Bewegungsapparates (IV-act. 14 S.1 ff.).
Vom 24. Februar bis 4. März 2015 war die Versicherte im Spital E._ hospitalisiert. Im
Austrittsbericht vom 13. März 2015 hielten die behandelnden Ärzte fest, dass die
Versicherte von Dr. med. F._, Fachärztin für Gynäkologie/Geburtshilfe, zugewiesen
worden sei, nachdem sie seit dem Spätherbst über zunehmende abdominale
Schmerzen linksbetont, Schmerzen in der Steissbeinregion sowie über eine Pollakisurie
berichtet habe. Bei bekanntem Uterus myomatosus seien mit der Versicherten mehrere
Verfahren besprochen worden. Wegen eines ausladenden, blumenkohlartig
verbreiterten Corpus uteri sei schliesslich der Entschluss zu einer abdominalen
Hysterektomie gefasst worden, die am 25. Februar 2015 durchgeführt worden sei.
Intraoperativ sei es zu einer verstärkten Blutung gekommen. Am 4. März 2015 sei die
Versicherte in gutem Allgemeinzustand entlassen worden. Eine Nachkontrolle sei
geplant (IV-act. 32 S. 6 f.).
Anlässlich eines Assessmentgesprächs mit einer Eingliederungsverantwortlichen
der IV-Stelle vom 2. April 2015 gab die Versicherte an, dass sie nach der
Krebsdiagnose und der Bestrahlung ihre Tätigkeit ab Oktober 2014 wieder in einem
Pensum von 50 % aufgenommen habe, ein solches jedoch nur wenige Tage habe
durchhalten können, weshalb es auf 25 % reduziert worden sei. Dieses kleine Pensum
habe sie bis zum 24. Februar 2015 durchgehalten. Das Problem bei der
Arbeitsaufnahme sei gewesen, dass ihren Einschränkungen zu wenig Rechnung
getragen worden sei. Sie sei bald wieder in der Pflege eingesetzt worden, obwohl sie
nach der Brustoperation noch unter ziehenden Schmerzen in Brust und Arm sowie
A.b.
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unter grosser Müdigkeit, teils auch unter Schwindel und Übelkeit gelitten habe. Am 25.
Februar 2015 sei bei ihr die Gebärmutter entfernt worden. Die Operation sei notwendig
geworden, da sie grosse, aber gutartige Myome gehabt habe. Aufgrund bereits
vorhandener Verklebungen und vorhandenem Narbengewebe habe sie bei der
Operation viel Blut verloren. Seit dieser Operation sei sie wieder zu 100 %
arbeitsunfähig. Sie könne sich nicht vorstellen, in absehbarer Zeit wieder arbeiten zu
können. Aufgrund ihres schlechten physischen und psychischen Befindens wolle Dr.
med. G._, Fachärztin FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, einen Aufenthalt in
der Klinik H._ in die Wege leiten (IV-act. 29). Mit Mitteilung vom 8. Mai 2015 wies die
IV-Stelle das Leistungsbegehren um berufliche Massnahmen ab, da sich die
Versicherte subjektiv nicht in der Lage fühle, an Eingliederungsmassnahmen
teilzunehmen, und keine Unterstützung in Form von beruflichen Massnahmen wünsche
(IV-act. 31). Am 19. Mai 2015 teilte die Versicherte der IV-Stelle mit, mit dem Schreiben
vom 8. Mai 2015 nicht einverstanden zu sein. Sie sei von Dr. G._ aufgrund ihres
psychischen Zustandes seit dem 13. April 2015 bis zum 31. Mai 2015 zu 100 %
krankgeschrieben. In Zukunft möchte sie wieder arbeiten und die Massnahmen dann
gerne in Anspruch nehmen (IV-act. 33). Am 21. Mai 2015 trat die Versicherte eine
stationäre psychosomatische Rehabilitation in der Klinik H._ an (IV-act. 45 S. 1).
Aufgrund des Einwandes der Versicherten vom 19. Mai 2015 nahm die IV-Stelle
telefonischen Kontakt mit ihr auf. Im Rahmen des Telefongesprächs zeigte sich, dass
die Versicherte die Mitteilung vom 8. Mai 2015 missverstanden hatte. Nachdem die IV-
Stelle der Versicherten erklärt hatte, dass das Schreiben vom 8. Mai 2015 lediglich die
beruflichen Massnahmen betreffe, war die Versicherte damit einverstanden, zumal sie
sich in einem Rehabilitationsaufenthalt befand und sich somit als nicht arbeitsfähig
erachtete. Die IV-Stelle wies die Versicherte darauf hin, dass sie sich jederzeit melden
könne, wenn sich ihr Gesundheitszustand sowie ihr subjektives Empfinden verbessert
hätten. Berufliche Massnahmen könnten dann erneut geprüft werden (IV-act. 37).
Am 4. Juli 2015 endete der Rehabilitationsaufenthalt der Versicherten in der Klinik
H._. Im Austrittsbericht wurden als Diagnosen eine mittelgradige depressive Episode,
eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung, ein Zustand nach einer Mamma-
Operation 2014, ein Zustand nach einer Hyperektomie 2015 sowie eine Lumbago
genannt (IV-act. 45 S. 1). Weiter wurde im Bericht festgehalten, das Ziel der
A.c.
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Versicherten sei es bei Eintritt gewesen, Strategien zu erlernen, um möglichst schnell
wieder arbeiten zu können. Die zuständige Therapeutin habe das Ziel in dieser Hinsicht
nicht unterstützen können. Aus psychotherapeutischer Sicht sei es hilfreich, die
Entschleunigung zu fördern, die Selbstwahrnehmung und Selbstfürsorge zu schulen
sowie nährende Aktivitäten und Ressourcen zu fördern, um die Arbeitsfähigkeit
langfristig zumindest teilweise wiederherstellen zu können. Die Versicherte sei mit einer
komplexen und schweren Erschöpfungssymptomatik in die Klinik gekommen, die auch
auf dem Hintergrund der Persönlichkeitsneigung zum Perfektionismus und zu
Verantwortungsübernahme gegründet habe. Zudem habe sich die Versicherte nach
zwei Operationen nicht ausreichend erholen können. Nach einer erschwerten
Eingewöhnungsphase habe sich die Versicherte auf der körperlichen Ebene
zunehmend Erleichterung verschaffen sowie partiell revitalisieren können. Aufgrund der
Komplexität und Schwere sowie der somatischen Mitbedingtheit des
Beschwerdebildes seien zwei Anträge auf Verlängerung des Rehabilitationsaufenthaltes
gestellt worden, die gewährt worden seien. Während der ersten Verlängerungszeit sei
es zu einem schweren Rezidiv aufgrund äusserer Ereignisse in der Familie mit stark
schambehaftetem Inhalt gekommen. Nach der Bearbeitung dieser Krise und dem
Aufbau von Abgrenzungsstrategien seien in einem nächsten Schritt eine Analyse der
Rückenbeschwerden vorgenommen und ein Umgang damit zu erlernen versucht
worden. Im Vergleich zum Eintritt habe die Versicherte bei Austritt ein deutlich helleres
Stimmungsbild, leicht verbesserte kognitive Funktionen, eine wiedergewonnene
Konzentrationsfähigkeit sowie eine verminderte Ängstlichkeit gezeigt. Noch immer
bestünden jedoch mittelgradige Einbussen in den Bereichen der raschen kognitiven
Erregbarkeit und der Affektlabilität (IV-act. 45; vgl. ferner IV-act. 54 S. 6 f.).
In einem bei der IV-Stelle am 23. Juli 2015 eingegangenen Bericht nannte Dr.
G._ als Diagnosen eine mittelgradige depressive Episode, eine anhaltende
somatoforme Schmerzstörung sowie eine Persönlichkeit mit perfektionistischen Zügen.
Sodann erklärte sie, dass diese Diagnosen wahrscheinlich seit mindestens Sommer
2014 bestünden. Weiter hielt sie fest, dass nach Veränderungen des Arbeitsplatzes
bereits drei Jahre zuvor leichte Erschöpfungssymptome und Gefühle der inneren
Anspannung aufgetreten seien, jedoch seien damals die Kriterien für die Diagnose einer
Depression vermutlich noch nicht erfüllt und die Versicherte nicht arbeitsunfähig
A.d.
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gewesen. Nach der Krebsdiagnose im Jahr 2014 und der operativen Entfernung der
Gebärmutter anfangs 2015 seien starke Ängste, eine Somatisierungsneigung sowie
eine grosse Sorge um die eigene Leistungsfähigkeit aufgetreten. Nach der
erfolgreichen somatischen Nachsorge des Mammakarzinoms sei es emotional bis zum
aktuellen Zeitpunkt zu einem Tief gekommen mit starker innerer Unruhe, Traurigkeit,
massiver Lustlosigkeit mit zugleich vorhandener Getriebenheit und zu multiplen
körperlichen und psychosomatischen Beschwerden. Die Versicherte sei seit dem 2.
April 2015 bei ihr in Therapie. Zuvor sei sie in der gleichen Praxis durch eine Kollegin
betreut worden. Aufgrund deren Mutterschaftsurlaubs sei es zum Therapeutenwechsel
gekommen. Bei der Übernahme der Versicherten im April 2015 sei bereits nach dem
ersten Gespräch deutlich geworden, dass diese für eine ambulante Behandlung zu
schwer beeinträchtigt sei, weshalb sie ihr die psychosomatische stationäre Behandlung
in der Klink H._ dringend empfohlen habe. Der Erfolg der stationären Behandlung
bestehe darin, dass die Versicherte etwas weniger sprunghaft im Denken sei, nach
aussen diskret ruhiger geworden sei, die Krankheitseinsicht etwas erhöht sei und die
Versicherte für die ambulante Behandlung motiviert sei. Sie sei jedoch seit dem 25.
Februar 2015 bis zum aktuellen Zeitpunkt zu 100 % arbeitsunfähig. Die angestammte
Tätigkeit sei zwar aus psychiatrischer Sicht grundsätzlich noch zumutbar, jedoch sei es
noch zu früh, einen zeitlichen Rahmen festzulegen. Aktuell könnte die Versicherte nur
an zwei Tagen für jeweils zwei bis drei Stunden in einem geschützten Rahmen arbeiten.
Sie brauche ein Umfeld, in dem sie lernen könne, langsamer zu arbeiten und sich mehr
abzugrenzen. Am _ 2015 habe die Versicherte mit ihrer Arbeitgeberin ein Gespräch,
um einen Arbeitswiedereinstieg in einem tiefen Pensum zu besprechen (IV-act. 41). In
einem Telefonat vom 19. August 2015 teilte die Versicherte der IV-Stelle mit, dass sie
seit dem 17. August 2015 bei ihrer bisherigen Arbeitgeberin immer an einem Tag pro
Woche für drei Stunden in der (...) arbeite (IV-act. 43). In einer Stellungnahme vom 25.
September 2015 beurteilte der RAD den Austrittsbericht der Klinik H._ als
weitgehend schlüssig. Er belege leichte bis vorwiegend mittelgradige
Funktionsbeeinträchtigungen gemäss ICF bei den Diagnosen einer mittelgradigen
depressiven Episode sowie einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung. Vom
25. Februar bis 16. August 2015 habe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden. Seit
dem 17. August 2015 habe sich der Gesundheitszustand verbessert und die
Versicherte verfüge wieder über die Ressourcen für eine Arbeitsaufnahme. Auch wenn
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sie dabei erst ein niedriges Pensum in einer adaptierten Tätigkeit aufgenommen habe,
sei theoretisch anzunehmen, dass auch im angestammten Beruf im gleichen Umfang
einfache Aufgaben möglich seien. Theoretisch sei gar von einer höheren
Arbeitsfähigkeit auszugehen. Eine Nachfrage bei Dr. G._ erscheine sinnvoll (IV-
act. 47 S. 2 f.). Am 26. Oktober 2015 berichtete Dr. G._, dass die erfolgte
Arbeitsaufnahme als Pflegefachfrau bei der ehemaligen Arbeitgeberin aufgrund
körperlicher Beschwerden (anamnestisch Nervenreizung L4/L5/S1; vgl. dazu den
Bericht zur MRT-Untersuchung vom 11. September 2015, IV-act. 54 S. 8) habe sistiert
werden müssen. Während des gesamten Arbeitseinsatzes habe sich aber auch
psychisch eine geringe Belastbarkeit bemerkbar gemacht, die sich unter anderem in
einer raschen Erschöpfung, einer inneren Unruhe und in Schweissausbrüchen mit
Angst vor Ohnmacht gezeigt habe. Die Versicherte habe Kritik für ihr langsames
Arbeiten erfahren. Aus psychiatrischer Sicht sei sie noch immer zu 100 %
arbeitsunfähig. In angepasster Tätigkeit liege ebenfalls keine Arbeitsfähigkeit vor. Im
Haushalt bestehe insofern eine leichte bis mittelgradige Einschränkung, als die
Versicherte einen erheblichen Teil ihrer Haushaltsarbeiten gar nicht mehr verrichte oder
frühzeitig abbrechen müsse. Dr. G._ empfahl eine Verlaufsbeurteilung der
Arbeitsfähigkeit im Februar 2016, da sie therapeutisches Potential feststellte (IV-
act. 49). In einem Bericht vom 14. März 2016 gab Dr. G._ an, dass sich der
Gesundheitszustand bei gleich gebliebenen Diagnosen verbessert habe. Die
Arbeitsstelle sei per Ende 2015 gekündigt worden. Die angestammte Tätigkeit sei der
Versicherten langfristig gesehen zwar noch zumutbar, jedoch nur in angepasster Form.
Bei zukünftigem Arbeiten im angestammten Beruf seien wenig zeitlicher Druck und eine
geringe körperliche Belastung sehr wichtig. Wenn sich diese Anpassungen umsetzen
liessen, wäre eine Arbeitsfähigkeit von 50 % nach einem erfolgreichen Belastungs- und
Aufbautraining denkbar (IV-act. 52). Mit Schreiben vom 15. März 2016 teilte die
Versicherte der IV-Stelle mit, dass sich ihr gesundheitlicher Zustand in den letzten
Wochen etwas stabilisiert habe und sie gerne die Unterstützung der IV-Stelle im
Rahmen von Eingliederungsmassnahmen in Anspruch nehmen möchte (IV-act. 53). Am
19. März 2016 berichtete Dr. C._, die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit
sei wegen der Fibromyalgie eingeschränkt. Ideal wäre eine Arbeitsstelle ohne körperlich
belastende Tätigkeiten und ohne die Notwendigkeit, Gewichte und Lasten zu heben
sowie mit der Möglichkeit, die Körperposition zu variieren. Die Frage nach der
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Arbeitsfähigkeit in einer solchen Tätigkeit könne er nicht konklusiv beantworten (IV-
act. 54 S. 2 ff.). In einer Stellungnahme vom 8. Juni 2016 erachtete der RAD der
Versicherten im Rahmen von Eingliederungsmassnahmen eine halbtägige Präsenz in
rückenadaptierten Tätigkeiten als zumutbar (IV-act. 56). Ab dem 2. August 2016 nahm
die Versicherte an einem über das regionale Arbeitsvermittlungszentrum (RAV)
organisierten Einsatzprogramm in einem Pensum von 20 % teil (vgl. IV-act. 61 S. 1).
Am 20. September 2016 fand am Arbeitsplatz der Versicherten ein
Assessmentgespräch mit der Eingliederungsverantwortlichen der IV-Stelle statt,
anlässlich welchem die Versicherte erklärte, sich ein 20 % übersteigendes Pensum
nicht vorstellen zu können. Sie leide unter Kopfschmerzen, Rückenschmerzen,
Gelenkschmerzen (v.a. auch der Handgelenke), sei andauernd müde, habe
Schwierigkeiten, am Morgen aufzustehen, und leide unter Ängsten sowie einer
Depression verbunden mit eingeschränkter Konzentration. Die feinhandwerkliche
Tätigkeit im Einsatzprogramm habe zu verstärkten Schmerzen in den Handgelenken
geführt. Sie wolle aber versuchen, das Einsatzprogramm zu beenden. Die
Tagesstruktur und die sozialen Kontakte täten ihr gut. Eigentlich wisse sie nicht, was
sie tun oder denken solle. Sie halte sich an die Weisungen der Ärztin (IV-act. 61). In
einem Schreiben vom 9. November 2016 wies die IV-Stelle die Versicherte auf ihre
Mitwirkungspflichten hin und forderte sie auf, bis spätestens 25. November 2016 eine
persönliche Erklärung abzugeben, wonach sie bereit sei, an den beruflichen
Eingliederungsmassnahmen im Rahmen der aktuell medizinisch zumutbaren
Präsenzzeit von mindestens 50 % aktiv mitzuwirken (IV-act. 64). Mit Schreiben vom 14.
November 2016 erklärte die Versicherte, dass sie trotz ihrer Schmerzen versuchen
werde, im Rahmen einer Präsenzzeit von 50 % aktiv mitzuwirken. Sie würde das
Pensum gerne am Nachmittag antreten (IV-act. 65). Am _ Januar 2017 berichteten die
behandelnden Ärzte der Klinik für Rheumatologie des KSSG über die gleichentags
erfolgte Vorstellung der Versicherten. Als Hauptdiagnosen nannten sie ein chronisches
multilokuläres Schmerzsyndrom, Gebershagen Stadium III (Erstmanifestation
mindestens 2006) mit gemischt nozizeptiv-neuropathisch erweiterten Schmerzarealen,
welche die bekannten degenerativen Prozesse überschritten, und
Fibromyalgieschmerzpunkten, ein lumbospondylogenes Syndrom beidseits,
Schulterschmerzen links unklarer Ätiologie, eine Polyarthrose (Röntgen Mai 2012:
Fingerendgelenksarthrosen beidseits, Grosszehengrund-gelenksarthrose beidseits und
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aktenanamnestisch Gonarthrose rechts) sowie eine substituierte Hypovitaminose.
Weiter hielten sie fest, die Versicherte habe sich erneut vorgestellt, nachdem sie bereits
im Jahr 2012 bei ihnen behandelt worden sei. Hinsichtlich des multilokulären
Schmerzsyndroms habe sich zwischenzeitlich kein neuer Aspekt ergeben, die Intensität
der Beschwerden habe aber zugenommen. Schmerzen bestünden weiterhin am
ganzen Körper. Wegen Kopfschmerzen sei die Versicherte auch neurologisch vorstellig
geworden inklusive Bildgebung. Anamnestisch sei der Schmerz als
Halswirbelsäulenschmerz interpretiert worden. Zwei Berichte von Notfallvorstellungen
in Z._ lägen vor, jedoch ohne Neubefunde. Insgesamt bestünden die Schmerzen seit
über zehn Jahren. Die Versicherte werde zur multimodalen Schmerztherapie
aufgeboten (IV-act. 71 S. 6 ff.; vgl. ferner IV-act. 71 S. 1 ff.). In einem
Assessmentgespräch vom 9. Januar 2017 erklärte die Versicherte, dass sie seit
November 2016 an unerträglich starken Kopfschmerzen leide. Über die Festtage habe
sie notfallmässig hospitalisiert werden müssen. Die Abklärungen hätten ergeben, dass
sie an einem beidseitigen Bandscheibenvorfall des siebten Halswirbels leide. Als sie in
die Schweiz zurückgekehrt sei, habe sie die Bilder den Rheumatologen des KSSG
gezeigt, die sich dafür jedoch nicht interessiert hätten. Die am Gespräch ebenfalls
anwesende Dr. G._ erklärte, dass eine Integrationsmassnahme, wie sie besprochen
worden sei, in der aktuellen Situation kaum durchgeführt werden könne. Vielmehr sei
der stationäre Aufenthalt in der Schmerzklinik angezeigt. Die mit der Versicherten
erarbeitete Arbeitsbiographie habe ergeben, dass sie sehr lange unter hoher
emotionaler Beteiligung gearbeitet habe und sich sehr stark mit ihrer Tätigkeit
identifiziert habe. Auch durch die körperliche Belastung habe sie viele Jahre unter
Daueranspannung gearbeitet. Dabei habe sie die eigenen Grenzen überschritten. Die
somatoforme Schmerzstörung sei ein Ausdruck dieser übermässigen Beanspruchung.
Die Eingliederungsverantwortliche hielt sodann fest, dass die Schmerzempfindung im
Vordergrund stehe. Spürbar sei auch eine Enttäuschung der fehlenden Wertschätzung
des geleisteten Einsatzes als Pflegefachfrau. Eine Frage der Motivation sei es
grundsätzlich nicht. Die Erschöpfung und die überlagerte Schmerzproblematik seien
nachvollziehbar (IV-act. 70). Vom _ bis _ 2017 nahm die Versicherte in der (...) des
KSSG an einer multimodalen Schmerztherapie teil. Im Austrittsbericht wurde zusätzlich
zu den bereits im Bericht vom _ Januar 2017 genannten Diagnosen die Diagnose
eines chronischen Schmerzsyndroms mit psychischen und somatischen Faktoren
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gestellt (IV-act. 73 S. 2 ff.). In einem bei der IV-Stelle am 18. Mai 2017 eingegangen
Bericht hielt Dr. G._ fest, dass die Belastbarkeit der Versicherten im
Trainingsprogramm des RAV sehr gering gewesen und eine Verschlechterung der
körperlichen Beschwerden eingetreten sei, sodass es zu einem stationären Aufenthalt
im Schmerzzentrum des KSSG gekommen sei. Aktuell sei die Versicherte eher auf die
körperlichen Beschwerden fixiert. Eine empfohlene erneute psychosomatische
Behandlung in der Rehaklinik H._ sei von der Krankenversicherung abgelehnt
worden. Zudem sei die Versicherte durch einen erneuten bösartigen Befund psychisch
erheblich belastet (IV-act. 78). Am 13. Juni 2017 berichtete Dr. F._, dass sich der
Gesundheitszustand der Versicherten verschlechtert habe. Es sei zu einem Rezidiv des
Mammakarzinoms und damit im Mai 2017 zu einer erneuten Zuweisung ans KSSG
gekommen. Aktuell sei die Versicherte nicht arbeitsfähig (IV-act. 81).
Mit Mitteilung vom 27. Juni 2017 erklärte die IV-Stelle der Versicherten, dass das
Leistungsbegehren um berufliche Massnahmen abgewiesen werde, da sich ihr
Gesundheitszustand verschlechtert habe und medizinische Behandlungsmassnahmen
im Vordergrund stünden (IV-act. 84).
A.e.
Am _ Oktober 2017 berichtete PD Dr. med. I._, Brustzentrum, KSSG, von einer
weiteren Brustoperation am _ Juli 2017. Bei der letzten ambulanten Kontrolle vom _
August 2017 habe sich postoperativ noch eine deutliche Einschränkung gezeigt,
weshalb bis zum 31. August 2017 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert worden
sei. Eine Nachbehandlung erfolge durch die Klinik für Hand-, Plastische und
Wiederherstellungschirurgie des KSSG. Aufgrund der komplexen plastisch-
chirurgischen Brustrekonstruktion inklusive Bauchoperation ergebe sich postoperativ in
den nächsten sechs bis acht Wochen eine Einschränkung der körperlichen
Leistungsfähigkeit. Die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit betrage ab dem
1. September 2017 maximal 30 %, allenfalls sei sie später auf 50 % steigerbar. Auch
bestehe dabei eine verminderte Leistungsfähigkeit. Durch eine gestielte Lappenplastik
ergebe sich eine Schwächung der Bauchdecke mit allenfalls reduzierter Belastbarkeit
und einem erhöhten Risiko einer Hernienbildung trotz Netzeinlage. Auch in einer
leidensangepassten Tätigkeit sei ab dem 1. September 2017 eine 30%ige
Arbeitsfähigkeit gegeben. Durch eine Physiotherapie mit Bewegungstherapie und eine
Stärkung der Bauchdecke könne mittelfristig allenfalls eine Verbesserung der
A.f.
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Arbeitsfähigkeit erzielt werden (IV-act. 91). In einem bei der IV-Stelle am 1. Dezember
2017 eingegangenen Bericht nannte Dr. med. J._, Klinik für Hand-, Plastische- und
Wiederherstellungschirurgie, KSSG, als Diagnosen mit Auswirkung auf die
Arbeitsfähigkeit ein Mamakarzinom links (Erstdiagnose 2014, Rezidiv 2017), ein
chronisches Schmerzsyndrom, ein panvertebrales Syndrom sowie eine Polyarthrose.
Die Versicherte sei bis zum _ Juli 2017 stationär behandelt worden. Die Brust sei
symmetrisch, die Narben seien bei der letzten Kontrolle noch nicht vollständig stabil
gewesen. Bis zum 30. Juli 2017 habe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden. Von
Seiten des Mammakarzinoms ergäben sich nun keine Einschränkungen bezüglich der
Arbeit mehr. Für die Beschränkung der Arbeitsfähigkeit bzw. für die Anerkennung einer
IV-Rente sei das Mammakarzinom sicherlich nicht massgebend. Führend sei das
Schmerzsyndrom (IV-act. 93). Dr. G._ berichtete am 4. Dezember 2017 über den
Fortbestand einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit. Durch die erneute Mammateilresektion
und plastische Operation seien wieder Schmerzen aufgetreten und es sei in
nachvollziehbarer Weise zu vermehrten Ängsten gekommen (IV-act. 94).
Am 18. Juni 2018 erstattete die medizinische Abklärungsstelle (MEDAS) Zentrum
für Medizinische Begutachtung (ZMB), im Auftrag der IV-Stelle ein polydisziplinäres
(psychiatrisches, allgemeinmedizinisches, rheumatologisches, orthopädisches bzw.
handchirurgisches und onkologisches) Gutachten (IV-act. 111 S. 1 ff.). In ihrer
interdisziplinären Beurteilung nannten die beteiligten Gutachter als Diagnosen mit
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein duktales Karzinom in situ links, ein chronisches
multilokuläres Schmerzsyndrom, ein chronisches zervikales, zum Teil zervico-cephales
und lumbales Schmerzsyndrom, akzentuierte Persönlichkeitszüge mit zwanghaft
perfektionistischen und emotional instabilen Anteilen, psychische und
Verhaltensfaktoren im Sinne einer Krankheitsverarbeitungsstörung bei Problemen am
Bewegungsapparat und Mammatumor sowie Angst und depressive Störung gemischt
(IV-act. 111 S. 11 f.). Sodann kamen die Gutachter zum Schluss, dass die
angestammte Tätigkeit als Pflegefachfrau der Versicherten nicht mehr zumutbar sei (IV-
act. 111 S. 16 ff.). In einer den Leiden optimal angepassten Tätigkeit ergebe sich
aufgrund der psychischen Beeinträchtigung eine Rendement-Verminderung von 20 %
(IV-act. 111 S. 18 i.V.m. S. 16).
A.g.
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B.
C.
Mit Vorbescheid vom 17. Oktober 2018 stellte die IV-Stelle der Versicherten die
Ablehnung des Rentenbegehrens bei einem Invaliditätsgrad von 38 % in Aussicht. Zur
Begründung führte sie im Wesentlichen an, die Versicherte wäre als Gesunde zu 20 %
im Haushalt und zu 80 % im Beruf tätig. Während im Erwerbsbereich gestützt auf die
gutachterliche Einschätzung von einer 20%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen sei, sei
im Haushalt keine Einschränkung anzunehmen (IV-act. 124).
B.a.
Gegen diesen Vorbescheid liess die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt lic.
iur. utr. M. Imfeld, St. Gallen, am 31. Oktober 2018 Einwand erheben. Sie machte
geltend, aufgrund der lang andauernden gesundheitlichen Probleme nur in einem
Pensum von 80 % gearbeitet zu haben. Als Gesunde hätte sie gerne ein Pensum von
100 % wahrgenommen (vgl. IV-act. 125 S. 1). In der Folge liess die IV-Stelle der
Versicherten einen Fragebogen als Grundlage für eine allfällige Haushaltsabklärung
zukommen (vgl. IV-act. 129), welchen diese am 21. Januar 2019 ausgefüllt retournierte
(vgl. IV-act. 132 f.). Nachdem die Abteilung Recht der Sozialversicherungsanstalt (SVA)
St. Gallen am 10. April 2019 zur Statusfrage Stellung genommen hatte (vgl. IV-
act. 136), wies die IV-Stelle das Rentenbegehren mit Verfügung vom 11. April 2019 ab.
Zur Statusfrage führte sie aus, die Versicherte habe bereits vor der erstmaligen
Dokumentation der Beschwerden in einem Pensum von 80 % gearbeitet. Das
reduzierte Pensum lasse sich auch nicht durch die Kinderbetreuung erklären. Die
Versicherte habe bereits vor der Geburt des ersten Kindes in einem Pensum von 80 %
gearbeitet (IV-act. 137).
B.b.
Gegen diese Verfügung liess die weiterhin durch Rechtsanwalt Imfeld vertretene
Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführerin) am 27. Mai 2019 Beschwerde erheben
(act. G 1). Sie liess beantragen, die Verfügung der IV-Stelle (nachfolgend:
Beschwerdegegnerin) vom 11. April 2019 sei aufzuheben und ihr sei mindestens eine
halbe IV-Rente zuzusprechen. Eventualiter sei die Verfügung aufzuheben und die
Beschwerdegegnerin mit weiteren Abklärungen, insbesondere einer
Haushaltsabklärung zu beauftragen; alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen.
Weiter liess die Beschwerdeführerin die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege
C.a.
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Erwägungen
1.
Vorliegend strittig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine
Invalidenrente.
2.
Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung haben Versicherte, die ihre
Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch
zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern
können, während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich
mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind und nach Ablauf dieses Jahres zu
mindestens 40 % invalid sind (Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die
Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf
eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person mindestens zu 70 %, auf eine
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad
von mindestens 50 % besteht ein Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem
Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein Anspruch auf eine Viertelsrente. Als
Invalidität gilt laut Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) die voraussichtlich bleibende oder längere
Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist der
durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit
verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze
unter Einschluss der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung für das Verfahren vor
Versicherungsgericht beantragen (act. G 1 S. 2).
In ihrer Beschwerdeantwort vom 29. Juli 2019 beantragte die
Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde (act. G 6).
C.b.
Am 5. August 2019 liess die Beschwerdeführerin infolge einer Kostengutsprache
durch ihre Rechtsschutzversicherung das von ihr gestellte Gesuch um unentgeltliche
Prozessführung zurückziehen (act. G 7).
C.c.
In ihrer Replik vom 4. September 2019 liess die Beschwerdeführerin an den in der
Beschwerde gestellten Rechtsbegehren festhalten (act. G 10). Die
Beschwerdegegnerin verzichtete auf die Erstattung einer Duplik (act. G 11).
C.d.
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oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden
ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Die Invalidität ist bei im
Gesundheitsfall Vollzeiterwerbstätigen durch einen Einkommensvergleich zu ermitteln
(Art. 16 ATSG). Wenn eine versicherte Person auch ohne die
Gesundheitsbeeinträchtigung nicht voll, sondern nur teilerwerbstätig gewesen wäre, ist
der Invaliditätsgrad gemäss der langjährigen Praxis des Bundesgerichts nicht anhand
eines reinen Einkommensvergleichs (vgl. Art. 16 ATSG), sondern anhand der
sogenannten gemischten Methode zu berechnen. Hierbei ist der Anteil der
Erwerbstätigkeit und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der
Invaliditätsgrad in beiden Bereichen zu bemessen (vgl. Art. 28a Abs. 3 IVG; BGE 141 V
21 E. 3.2). Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder
als nichterwerbstätig einzustufen ist, ergibt sich gemäss der bundesgerichtlichen
Rechtsprechung aus der Prüfung, was die Person bei im Übrigen unveränderten
Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde (Urteil des
Bundesgerichts vom 17. April 2019, 8C_820/2018, E. 3.2). Massgebend sind die
Verhältnisse, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben,
wobei für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten
Erwerbstätigkeit der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich ist (Urteil des Bundesgerichts vom 11.
August 2016, 9C_179/2016, E. 4.2.1 mit Hinweisen).
3.
Die Anmeldung der Beschwerdeführerin ist bei der Beschwerdegegnerin am 22.
Oktober 2014 eingegangen (IV-act. 1 S. 1). Der früheste Beginn eines allfälligen
Rentenanspruchs im Sinne von Art. 29 Abs. 1 und 3 IVG fällt somit auf den 1. April
2015. Das Wartejahr gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG ist zu diesem Zeitpunkt allerdings
noch nicht verstrichen gewesen, da die Arbeitsunfähigkeit gemäss der IV-Anmeldung
der Beschwerdeführerin erst am 25. Mai 2014 eingetreten ist (vgl. IV-act. 1 S. 3). Unter
Berücksichtigung des Wartejahres fällt der frühestmögliche Rentenbeginn somit auf
den 1. Mai 2015 (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b i.V.m. 29 Abs. 3 IVG). Für die Statusfrage ist
somit entscheidend, ob die Beschwerdeführerin als Gesunde im Zeitraum vom 1. Mai
2015 bis zum Verfügungszeitpunkt vom 11. April 2019 (vgl. IV-act. 139) überwiegend
wahrscheinlich vollzeit- oder teilzeiterwerbstätig gewesen wäre.
3.1.
Im vorliegenden Fall ist die von der Beschwerdegegnerin vorgenommene
Einstufung der Beschwerdeführerin als im Gesundheitsfall Teilzeiterwerbstätige nicht zu
beanstanden. Die Beschwerdeführerin hat den Beruf als Pflegefachfrau gemäss den
Angaben ihrer ehemaligen Arbeitgeberin nämlich seit 19_ in einem Pensum von 80 %
3.2.
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4.
ausgeübt (vgl. IV-act. 26 S. 2). Folglich hat sie dieses Pensum bereits vor der Geburt
ihrer Kinder innegehabt (zu den Jahrgängen der Kinder vgl. IV-act. 1 S. 2), sodass nicht
anzunehmen ist, die Reduktion des Pensums sei aus familiären Gründen erfolgt. Darauf
beruft sich die Beschwerdeführerin denn auch nicht explizit. Vielmehr macht sie in ihren
Rechtsschriften in erster Linie geltend, sie habe aufgrund der schon seit Jahren
bestehenden gesundheitlichen Probleme in keinem höheren Pensum gearbeitet
(vgl. act. G 1 und 10). Zwar kann der Aktenlage entnommen werden, dass die
Beschwerdeführerin bereits im Jahr 2006 an Schmerzen am Bewegungsapparat
gelitten hatte (vgl. IV-act. 111 S. 11 und 74 S. 1), nicht aber, dass bereits im Jahr 19_
gesundheitliche Gründe für die Aufnahme eines reduzierten Pensums verantwortlich
gewesen sind. Folglich ist anzunehmen, dass sich die Beschwerdeführerin unabhängig
allfälliger gesundheitlicher Beschwerden für ein Pensum von 80 % entschieden hatte.
Selbstverständlich kann nicht ausgeschlossen werden, dass andere Lebensumstände
wie die von der Beschwerdeführerin behauptete Frühpensionierung des Ehemannes
(vgl. act. G 10 S. 3) im Gesundheitsfall doch irgendwann zu einer Steigerung des
Pensums geführt hätten. Dies ist aber aufgrund der bisherigen beruflichen Karriere
sowie der von der Beschwerdeführerin im Fragebogen vom 16. Januar 2019
gemachten Aussage, wonach sie als Gesunde mindestens 80 % arbeiten würde
(vgl. IV-act. 132 S. 1), nicht überwiegend wahrscheinlich. Nach dem Gesagten ist die
Beschwerdeführerin als im Gesundheitsfall Teilzeiterwerbstätige (80 %
Erwerbstätigkeit, 20 % Hausfrau) einzustufen.
Hinsichtlich des Erwerbsteils (Gewichtung 80 %) stützt sich die
Beschwerdegegnerin zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in
erster Linie auf das ZMB-Gutachten vom 18. Juni 2018 (vgl. IV-act. 137). Der
interdisziplinären gutachterlichen Arbeitsfähigkeitsschätzung folgend (vgl. IV-act. 111
S. 16 ff.) ist die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung von einer
100%igen Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Pflegefachfrau sowie
von einer 20%igen Arbeitsunfähigkeit in optimal leidensangepassten Tätigkeiten
ausgegangen (vgl. IV-act. 137 S. 1). Die Beschwerdeführerin hat sinngemäss ebenfalls
auf die gutachterlich attestierte medizinische Arbeitsunfähigkeit von 20 % abgestellt
und diese nicht kritisiert (vgl. act. G 1 und 10). Das interdisziplinäre Gutachten der ZMB
ist unter Berücksichtigung der seitens der Beschwerdeführerin geklagten Leiden sowie
der Vorakten erstellt worden. Weiter sind keine Anhaltspunkte dafür vorhanden, dass
im Gutachten objektiv wesentliche Aspekte nicht berücksichtigt worden wären.
Überdies haben die Sachverständigen ihre Einschätzung unter Berücksichtigung der
4.1.
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von der Rechtsprechung aufgestellten Standardindikatoren abgegeben (vgl. IV-
act. 111). Anhand der im Gutachten dargelegten Diagnosen (vgl. IV-act. 111 S. 11 f.)
und unter Berücksichtigung des gutachterlich definierten Anforderungsprofils (vgl. IV-
act. 111 S. 16 ff.) ist die gutachterlich attestierte 20%ige Arbeitsunfähigkeit in
leidensangepassten Tätigkeiten sodann nachvollziehbar, sodass mit den Parteien
darauf abgestellt werden kann. Nicht nachvollziehbar ist jedoch, dass die
Sachverständigen diese Einschränkung der Leistungsfähigkeit ab dem
"Gutachtensdatum" attestieren (vgl. IV-act. 111 S. 16). Gemeint haben dürften sie
vielmehr, dass die Einschätzung ab dem gutachterlichen Untersuchungszeitpunkt
Gültigkeit hat. Da die Gutachter die Einschränkung der Leistungsfähigkeit aus
psychischen Gründen attestiert haben (vgl. IV-act. 111 S. 18), ist auf den 19. März
2018, das Datum der psychiatrischen Untersuchung (vgl. IV-act. 111 S. 2), abzustellen.
Demnach ist ab dem 19. März 2018 eine 20%ige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in
optimal leidensangepassten Tätigkeiten anzunehmen.
4.2.
Retrospektiv haben die Gutachter keine Einschätzung der Arbeitsfähigkeit
abgegeben (vgl. dazu insbesondere IV-act. 111 S. 16) bzw. sich höchstens punktuell
dazu geäussert (vgl. IV-act. 111 S. 16 ff.). Da der frühestmögliche Zeitpunkt des
Rentenbeginns auf den 1. Mai 2015 fällt (vgl. E. 3.1), fehlt für die Zeit vom 1. Mai 2015
bis zum 18. März 2018 eine gutachterliche Einschätzung der Arbeitsfähigkeit als
Grundlage zur Beurteilung des Rentenanspruchs. Folglich ist zu prüfen, ob sich die
Arbeitsfähigkeit retrospektiv gestützt auf die übrige medizinische Aktenlage
überwiegend wahrscheinlich erstellen lässt.
4.2.1.
Vom 24. Februar bis 4. März 2015 ist die Beschwerdeführerin zur Durchführung
einer abdominalen Hysterektomie im Spital E._ hospitalisiert gewesen (vgl. IV-act. 32
S. 6 f.), sodass für diesen Zeitraum sicherlich von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit
auszugehen ist. Neben einer allenfalls über den 4. März 2015 hinausgehenden
Erholungsphase aus somatischer Sicht scheint es in diesem Zeitraum auch zu einer
psychischen Dekompensation der Beschwerdeführerin gekommen zu sein, was vor
dem Hintergrund der im Mai 2014 gestellten Krebsdiagnose mit anschliessender
operativer und radiotherapeutischer Behandlung (vgl. IV-act. 14 S. 8 ff.) und der
ziemlich nahtlos daran anschliessenden abdominalen Beschwerden (vgl. IV-act. 14 S. 6
f., 14 S. 1 ff. und 32 S. 6 f.), die anfangs 2015 schliesslich zu einer operativen
Entfernung der Gebärmutter geführt haben (vgl. IV-act. 32 S. 6 f.), gut nachvollziehbar
ist. Dr. G._ hat denn auch einleuchtend beschrieben, dass bei der
4.2.2.
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Beschwerdeführerin nach der Krebsdiagnose im Jahr 2014 und der operativen
Entfernung der Gebärmutter anfangs 2015 starke Ängste, eine Somatisierungsneigung
sowie eine grosse Sorge um die eigene Leistungsfähigkeit aufgetreten seien. Nach der
erfolgreichen somatischen Nachsorge des Mammakarzinoms sei es emotional zu
einem Tief gekommen mit starker innerer Unruhe, Traurigkeit, massiver Lustlosigkeit
mit zugleich vorhandener Getriebenheit sowie zu multiplen körperlichen und
psychosomatischen Beschwerden. Bei der Übernahme der Patientin im April 2015
habe sich bereits nach der ersten Sitzung gezeigt, dass sie für eine ambulante
Behandlung zu schwer beeinträchtigt sei, weshalb sie, die Psychiaterin, ihr dringend
eine stationäre Behandlung in der Klinik H._ empfohlen habe (vgl. IV-act. 41 S. 2).
Eine solche hat die Beschwerdeführerin bereits am 21. Mai 2015 angetreten. Dem
Austrittsbericht ist zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin mit einer komplexen
und schweren Erschöpfungssymptomatik in die Klinik gekommen sei, die auch auf dem
Hintergrund der Persönlichkeitsneigung zum Perfektionismus und zu
Verantwortungsübernahme gegründet habe. Zudem habe sich die Beschwerdeführerin
nach den zwei Operationen nicht ausreichend erholen können. Aufgrund der
Komplexität und Schwere sowie der somatischen Mitbedingtheit des
Beschwerdebildes sind zwei Verlängerungsanträge für den Aufenthalt in der Klinik
H._ gutgeheissen worden, sodass die Beschwerdeführerin die Klinik erst am 4. Juli
2015 verlassen hat (vgl. IV-act. 45). Bis zu diesem Zeitpunkt ist aufgrund der im
Austrittsbericht enthaltenen Angaben, namentlich auch der darin gestellten Diagnose
einer mittelgradigen depressiven Episode (vgl. IV-act. 45 S. 1) sowie der bis zum 11.
Juli 2015 attestierten 100 %igen Arbeitsunfähigkeit (vgl. IV-act. 45 S. 4), der Aussagen
von Dr. G._ zur Schwere des Krankheitsbildes bei Eintritt in den
Rehabilitationsaufenthalt (vgl. IV-act. 41) sowie des Umstandes, dass ein stationärer
Aufenthalt in der Regel naturgemäss keine Arbeitstätigkeit ermöglicht, von einer
100%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen. Auch der RAD hat in seiner Stellungnahme
vom 25. September 2015 die Angaben im Austrittsbericht der Klinik H._ als
weitgehend schlüssig beurteilt (vgl. IV-act. 47 S. 2). Nach dem Austritt aus der Klinik
H._ scheint sich die Beschwerdeführerin entsprechend den Angaben von Dr. G._
psychisch etwas stabilisiert zu haben (vgl. IV-act. 41), sodass sie ab dem 17. August
2015 bei der Arbeitgeberin auch an einem Tag pro Woche für drei Stunden eine
adaptierte Tätigkeit hat aufnehmen können (vgl. IV-act. 43). Dementsprechend hat der
RAD in seiner Stellungnahme vom 25. September 2015 eine 100%ige
Arbeitsunfähigkeit bis zum 16. August 2015 angenommen. Ab dem 17. August 2015 ist
er von einer theoretisch sogar höheren Arbeitsfähigkeit ausgegangen, als dem
tatsächlichen Pensum entsprochen hätte (vgl. IV-act. 47 S. 3). In einem Verlaufsbericht
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von Oktober 2015 hat Dr. G._ der Beschwerdeführerin zwar noch immer eine
100%ge Arbeitsunfähigkeit attestiert, jedoch für das Scheitern des Arbeitsversuchs bei
der Arbeitgeberin in erster Linie körperliche Beschwerden angegeben (vgl. IV-act. 49).
Eine vollständige Arbeitsunfähigkeit ist ab dem 17. August 2015 somit zumindest aus
psychischen Gründen nicht richtig nachvollziehbar. In einem Bericht vom 14. März
2016 ist Dr. G._ von einem verbesserten Zustand ausgegangen und hat in einer
leidensangepassten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 50 % grundsätzlich als möglich
erachtet (IV-act. 52). Dazu passend hat die Beschwerdeführerin in einem Schreiben
vom 15. März 2016 die Durchführung beruflicher Massnahmen gewünscht (IV-act. 53).
Folglich ist anzunehmen, dass sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin
ab Mitte August 2015 verbessert hatte und spätestens ab Mitte März 2016 eine 50%ige
Arbeitsfähigkeit vorhanden gewesen ist. Da sich die seitens Dr. G._ nach dem 16.
August 2015 zunächst weiterhin attestierte 100%ige Arbeitsunfähigkeit nicht schlüssig
nachvollziehen lässt, die Beschwerdeführerin bereits ab dem 17. August 2015
vorübergehend zumindest in einem kleinen Pensum arbeitstätig gewesen ist und der
RAD bereits ab dem 17. August 2015 eine höhere Arbeitsfähigkeit für möglich gehalten
hat, rechtfertigt es sich, bereits ab dem 17. August 2015 eine 50%ige Arbeitsfähigkeit
anzunehmen. Diese medizinisch-theoretische 50%ige Arbeitsfähigkeit passt zu der
vom RAD am 8. Juni 2016 angenommenen zumutbaren halbtägigen Präsenzzeit
(vgl. IV-act. 56) sowie zur ab dem 2. August 2016 erfolgten Teilnahme der
Beschwerdeführerin an einem über das RAV organisierten Einsatzprogramm (vgl. IV-
act. 61 S. 1). Auch wenn die Beschwerdeführerin sich damals zunächst nur zu 20 %
einsatzfähig gesehen hat (vgl. IV-act. 61 S. 1 ff.), lässt sich eine höhere als die 50%ige
Arbeitsunfähigkeit in diesem Zeitraum nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
begründen. In einem Schreiben vom 14. November 2016 hat sich die
Beschwerdeführerin grundsätzlich auch bereit erklärt, in einem höheren Pensum an
den beruflichen Eingliederungsmassnahmen mitzuwirken, mithin hat sie ein höheres
Pensum nicht von vornherein als unmöglich erachtet (vgl. IV-act. 64 f.). Ende 2016
scheint sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin dann allerdings wieder
verschlechtert zu haben. Über die Festtage scheint es aufgrund starker Kopfschmerzen
zu zwei notfallmässigen Vorstellungen der Beschwerdeführerin gekommen zu sein
(vgl. IV-act. 70 und 71 S. 6 ff.). Dr. G._ hat die Schmerzproblematik dadurch erklärt,
dass die Beschwerdeführerin sehr lange unter hoher emotionaler Beteiligung und unter
körperlicher Belastung gearbeitet habe und sich dabei stark mit ihrer Tätigkeit
identifiziert habe. Dabei habe sie die eigenen Grenzen überschritten. Die
Schmerzstörung sei Ausdruck dieser übermässigen Beanspruchung (vgl. IV-act. 70
S. 2). Vom _ bis _ 2017 ist es sodann zu einem stationären Aufenthalt in einem
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Schmerzzentrum gekommen (vgl. IV-act. 73 S. 2 ff.; vgl. ferner IV-act. 78). Spätestens
im Mai 2017 hat sich der Verdacht auf einen erneuten bösartigen Befund ergeben
(vgl. IV-act. 78 S. 2), der sich schliesslich als Rezidiv des Mammakarzinoms bestätigt
hat (vgl. IV-act. 81). Aus diesem Grund ist der Beschwerdeführerin auch seitens Dr.
F._ in einem Bericht vom 13. Juni 2017 erneut eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit
attestiert worden (IV-act. 81 S. 1). Aufgrund der seitens der Beschwerdeführerin Ende
des Jahres 2016 beklagten verstärkten Schmerzen mit notfallmässiger Vorstellung im
Ausland vom 23. Dezember 2016 (vgl. IV-act. 71 S. 7), der stationären Schmerztherapie
anfangs des Jahres 2017 sowie des im Frühling 2017 erneut entdeckten Rezidivs des
Mammakarzinoms ist ab dem 23. Dezember 2016 wieder eine 100%ige
Arbeitsunfähigkeit anzunehmen. Dr. I._ vom Brustzentrum des KSSG hat der
Beschwerdeführerin aufgrund des Rezidivs des Mammakarzinoms und der dadurch
notwendigen operativen Behandlung bis zum 31. August 2017 eine 100%ige
Arbeitsunfähigkeit attestiert. Ab dem 1. September 2017 hat er die Arbeitsfähigkeit
aufgrund der operativen Folgen mit 30 % steigerbar angegeben. Die weitere
Behandlung erfolge in der Klinik für Hand-, Plastische- und
Wiederherstellungschirurgie, sodass diese Ansprechpartnerin für weitere Fragen sei
(IV-act. 91). Der onkologische Gutachter der ZMB ist für die angestammte Tätigkeit in
Anlehnung an die Berichterstattung des KSSG bis Ende August 2017 von einer
vollständigen Arbeitsunfähigkeit ausgegangen, während er ab September 2017 einen
Einstieg in die Arbeitstätigkeit mit einem Pensum von 30 % steigerbar für möglich
gehalten hat (vgl. IV-act. 111 S. 17), wobei er für leidensangepasste Tätigkeiten im
Zeitpunkt der Begutachtung keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit mehr attestiert
hat (vgl. IV-act. 111 S. 18). Wie sich die Leistungsfähigkeit nach dem vom _ bis _ Juli
2017 erfolgten stationären Aufenthalt in der Klinik für Hand-, Plastische- und
Wiederherstellungschirurgie des KSSG (vgl. IV-act. 91 S. 2) entwickelt hat, lässt sich
nicht mehr genau rekonstruieren. In einem bei der Beschwerdegegnerin am 1.
Dezember 2017 eingegangenen Bericht hat Dr. J._ ausgeführt, dass die
Beschwerdeführerin bis zum _ Juli 2017 stationär behandelt worden sei. Von Seiten
des Mammakarzinoms ergäben sich keine Einschränkungen bezüglich der Arbeit mehr.
Für die Beschränkung der Arbeitsfähigkeit bzw. für die Anerkennung einer IV-Rente sei
das Mammakarzinom sicher nicht massgebend. Führend sei das Schmerzsyndrom,
einschränkend sei sicherlich die Rückenproblematik (IV-act. 93). Folglich ist
anzunehmen, dass spätestens ab Dezember 2017 aus onkologischer Sicht und der
infolge des diagnostizierten Mammakarzinoms durchgeführten plastischen Chirurgie
keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in optimal leidensangepassten Tätigkeiten
mehr vorhanden gewesen ist, sodass ab Dezember 2017 von der gutachterlich
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attestierten 20%igen Arbeitsunfähigkeit für optimal leidensangepasste Tätigkeiten
auszugehen ist (vgl. IV-act. 111 S. 2 und S. 16 ff.).
Zusammenfassend ist gestützt auf die medizinische Aktenlage zwischen 1. Mai
(frühester Beginn des Rentenanspruchs) und 16. August 2015 von einer 100%igen
Arbeitsunfähigkeit, vom 17. August 2015 bis 22. Dezember 2016 von einer 50%igen
Arbeitsunfähigkeit, vom 23. Dezember 2016 bis 30. November 2017 wiederum von
einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit und ab 1. Dezember 2017 von einer 20%igen
Arbeitsunfähigkeit auszugehen.
4.2.3.
4.3.
Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades im Erwerbsbereich wird das
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das
sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG). Entscheidend
für den Einkommensvergleich sind grundsätzlich die Verhältnisse im Zeitpunkt des
Beginns des Rentenanspruchs (vgl. BGE 129 V 222). Vorliegend ist somit das Jahr
2015 massgebend (vgl. E. 3.1)
4.3.1.
Für das Valideneinkommen ist entscheidend, was die versicherte Person
aufgrund ihrer beruflichen Fähigkeiten und ihrer persönlichen Umstände nach dem
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit im massgebenden Zeitpunkt des
allfälligen Rentenbeginns hätte verdienen können, wenn sie nicht invalid geworden
wäre (Art. 16 ATSG; BGE 135 V 59 E. 3.1 und 139 V 30 E. 3.3.2, je mit Hinweisen).
Ausgehend von den Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin der Beschwerdeführerin
(vgl. IV-act. 26 S. 2) hat die Beschwerdegegnerin hochgerechnet auf ein Pensum von
100 % (vgl. Art. 27 Abs. 3 lit. a der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV;
SR 831.201]) für das Jahr 2015 ein Valideneinkommen von jährlich Fr. 82'646.--
ermittelt (vgl. IV-act. 137 S. 2), was nicht zu beanstanden ist. Auch die
Beschwerdeführerin hat am errechneten Valideneinkommen keine Kritik geübt
(vgl. act. G 1 und 10).
4.3.2.
bis
Für die Ermittlung des Invalideneinkommens hat die Beschwerdegegnerin
sodann zu Recht auf den Medianlohn der schweizerischen Lohstrukturerhebung des
Bundesamtes für Statistik (LSE) für die im Kompetenzniveau 1 beschäftigten Frauen
abgestellt, da keine Umschulung durchgeführt worden ist und die Beschwerdeführerin
4.3.3.
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in ihrem angestammten Beruf nicht mehr tätig sein kann. Den LSE-Werten folgend
ergibt sich unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung bis ins Jahr 2015 für
ein Pensum von 100 % (bei einer betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit von 41.7
Stunden) ein Jahreseinkommen von Fr. 54'055.-- (vgl. Anhang 2 der von der
Informationsstelle AHV/IV herausgegebenen Gesetzesausgabe "Invalidenversicherung,
Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts", Ausgabe 2019). Zuzustimmen ist der
Beschwerdeführerin darin, dass sie aufgrund des gutachterlich festgelegten
Adaptionsprofils mit multiplen Einschränkungen sowie ihrer psychischen
Beeinträchtigungen ihre Erwerbsfähigkeit auch auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur
mit unterdurchschnittlichem Erfolg wird verwerten können (vgl. act. G 1 S. 6 und 10
S. 3 und 5 f.). Denn sie bedarf aufgrund ihrer zahlreichen Einschränkungen einer
erhöhten Rücksichtnahme im Betrieb und sie ist nicht gleich flexibel wie andere
Arbeitnehmende einsetzbar. Beispielsweise wird es ihr kaum möglich sein, kurzfristig
Überstunden zu leisten oder an einem anderen Arbeitsplatz eingesetzt zu werden.
Daher ist ein Tabellenlohnabzug von 10 % angezeigt. Gründe, die, wie von der
Beschwerdeführerin gefordert (vgl. act. G 10 S. 5 f.), einen 10 % übersteigenden
Tabellenlohnabzug rechtfertigen, sind jedoch nicht ersichtlich. Unter Berücksichtigung
eines 10%igen Tabellenlohnabzugs ergibt sich als Basis für das Invalideneinkommen
der Betrag von Fr. 48'649.50 (Fr. 54'055.-- / 100 x 90). Angepasst an die ab Dezember
2017 anzunehmende Arbeitsfähigkeit von 80 % ergibt sich ein Invalideneinkommen von
Fr. 38'919.60 (Fr. 48'649.50 / 100 x 80). Bei einer Arbeitsfähigkeit von 50 % resultiert
ein Invalideneinkommen von Fr. 24'324.75 (Fr. 48'649.50.-- / 100 x 50) und bei einer
Arbeitsunfähigkeit von 100 % ein Invalideneinkommen von Fr. 0.-- (Fr. 48'649.50 / 100
x 0).
In den Zeiträumen vom 1. Mai bis 16. August 2015 sowie 23. Dezember 2016 bis
30. November 2017, in denen von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen ist,
ergibt sich eine Erwerbseinbusse von Fr. 82'646.-- und damit für den Erwerbsbereich
ein Teilinvaliditätsgrad von 100 % (82'646.00 x 100 / 82'646.00). In der Zeit vom 17.
August 2015 bis 22. Dezember 2016 resultiert in der Annahme einer 50%igen
Arbeitsunfähigkeit eine Erwerbseinbusse von Fr. 58'321.25 (Fr. 82'646.-- minus
Fr. 24'324.75) und damit ein Teilinvaliditätsgrad für den Erwerbsbereich von gerundet
71 % (58'321.25 x 100 / 82'646.00). Stellt man dem Valideneinkommen von Fr.
82'646.-- das für den Zeitraum ab Dezember 2017 ermittelte Invalideneinkommen von
Fr. 38'919.60 gegenüber, resultiert eine Erwerbseinbusse von Fr. 43'726.40 und ein
Invaliditätsgrad von gerundet 53 % (43'726.40 x 100 / 82'646.00).
4.4.
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5.
Die für den Teilbereich Erwerb errechneten Invaliditätsgrade sind schliesslich
entsprechend dem für den Erwerbsbereich anzunehmenden Pensum zu gewichten. Bei
einer Gewichtung des Erwerbsbereichs von 80 % und einem Teilinvaliditätsgrad im
Erwerbsbereich von 100 % ergibt sich für die Zeit vom 1. Mai bis 16. August 2015 und
vom 23. Dezember 2016 bis 30. November 2017 ein gewichteter Teilinvaliditätsgrad
von 80 % (80 x 100 / 100). Bei einer Gewichtung des Erwerbsbereichs von 80 % und
einem Teilinvaliditätsgrad im Erwerbsbereich von 71 %, wie er für den Zeitraum vom
17. August 2015 bis 22. Dezember 2016 anzunehmen ist, resultiert ein gewichteter
Teilinvaliditätsgrad von gerundet 57 % (80 x 71 / 100). Bei einem Teilinvaliditätsgrad im
Erwerbsbereich von 53 %, wie er ab Dezember 2017 anzunehmen ist, ergibt sich ein
gewichteter Teilinvaliditätsgrad von gerundet 42 % (80 x 53 / 100).
4.5.
Hinsichtlich des Haushaltsbereichs nimmt die Beschwerdegegnerin keine
Einschränkungen an, da die Beschwerdeführerin anlässlich der Begutachtung ein
hohes Aktivitätsniveau geschildert habe und im Fragebogen vom 16. Januar 2019
(vgl. IV-act. 132) angegeben habe, den Haushalt selbständig erledigen zu können. Für
die der Beschwerdeführerin nicht mehr möglichen Tätigkeiten greife zudem die
Schadenminderungspflicht des pensionierten Ehemannes, der die Beschwerdeführerin
unterstützen könne (vgl. IV-act. 136 f.). Demgegenüber ist die Beschwerdeführerin der
Ansicht, dass die Beschwerdegegnerin gesundheitliche Einschränkungen mit
Auswirkung auf den Haushaltsbereich nicht ohne Abklärung verneinen könne. Vielmehr
sei anzunehmen, dass sich die gesundheitlichen Einschränkungen im Haushalt
zumindest in gleicher Weise wie im Erwerbsbereich auswirkten. Der Haushalt umfasse
viele ähnlich gelagerte Tätigkeiten wie der Pflegeberuf, die gerade nicht mehr möglich
seien. Überdies könne die Beschwerdegegnerin nicht auf die Mithilfe des aus
gesundheitlichen Gründen frühpensionierten Ehemannes sowie der bereits
ausgezogenen bzw. nur vorübergehend wieder eingezogenen Kinder abstellen
(vgl. act. G 1 und 10).
5.1.
Der Beschwerdeführerin ist darin zuzustimmen, dass die Haushaltstätigkeit
offensichtlich auch schwerere körperliche Arbeiten umfasst, die ihr aufgrund des
gutachterlich attestierten Adaptionsprofils nicht zumutbar sind (zum Adaptionsprofil
vgl. IV-act. 111 S. 16 ff.). Mit anderen Worten handelt es sich bei der Haushaltstätigkeit
eben gerade nicht um eine optimal angepasste Tätigkeit. Andererseits wird die
Beschwerdeführerin im Haushalt, anders als bei einer Berufstätigkeit, bei gewissen
nicht angepassten Tätigkeiten auf die Mithilfe des Ehemannes zählen können, wie sie
dies im Fragebogen auch angegeben hat (vgl. IV-act. 132). Allerdings geht aus dem
5.2.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 23/25
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St.Galler Gerichte
6.
Zusammenfassend resultiert bei der Anwendung der gemischten Methode für den
Fragebogen hervor, dass die Beschwerdeführerin nicht nur auf die Mithilfe des
Ehemannes, sondern auch auf diejenige anderer Personen, wie Freundinnen,
angewiesen ist (vgl. IV-act. 132 S. 6). Dem Ehemann dürften somit wohl nicht sämtliche
Tätigkeiten zumutbar oder möglich sein, sodass die Einschränkungen der
Beschwerdeführerin auch im Haushaltsbereich ins Gewicht fallen. Folglich kann sich
die Beschwerdegegnerin jedenfalls nicht ausschliesslich auf die
Schadenminderungspflicht des Ehemannes berufen (vgl. act. G 1 S. 5 f. und 10 S. 4 f.).
Vielmehr ist der Beschwerdeführerin zu folgen, wonach ihr auch im Haushaltsbereich
zumindest die gutachterlich attestierte Einschränkung von 20 % zuzugestehen ist
(vgl. act. G 1 S. 5 f. und 10 S. 4 f.). Bei einer Gewichtung des Haushaltsbereichs von 20
% und einem Teilinvaliditätsgrad von 20 % ergibt sich für den Bereich Haushalt ein
gewichteter Teilinvaliditätsgrad von 4 % (20 x 20 / 100).
In den Zeiträumen vom 1. Mai bis 16. August 2015 und vom 23. Dezember 2016
bis 30. November 2017, in denen von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit und einem
Teilinvaliditätsgrad von 80 % im Erwerbsbereich auszugehen ist, hat die Einschränkung
im Haushaltsbereich zwar vermutlich sogar noch höher gelegen, was vorliegend jedoch
offenbleiben kann. Denn in diesen Zeiträumen beträgt der Gesamtinvaliditätsgrad
selbst bei der Annahme einer bloss 20%igen Einschränkung im Haushalt jedenfalls
über 80 %, weshalb ein Anspruch auf eine ganze Rente besteht. Auch für den Zeitraum
vom 17. August 2015 bis 22. Dezember 2016, in welchem im Erwerbsbereich eine
50%ige Arbeitsunfähigkeit und ein Teilinvaliditätsgrad von 57 % anzunehmen ist,
könnte im Haushaltsbereich möglicherweise eine 20 % übersteigende Einschränkung
bestanden haben. Da jedoch mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen
ist, dass in der Haushaltsarbeit keine höhere Einschränkung wie in der Erwerbsarbeit
bestanden hat - ermöglicht die Haushaltstätigkeit doch zumeist eine flexiblere
Zeiteinteilung wie die Erwerbsarbeit -, braucht die genaue Einschränkung im
Haushaltsbereich auch für diesen Zeitraum nicht ermittelt zu werden. Denn die
Annahme einer bloss 20%igen Einschränkung im Haushaltsbereich führt im Zeitraum
vom 17. August 2015 bis 22. Dezember 2016 bereits zu einem Gesamtinvaliditätsgrad
von über 60 % (57 % + 4 %) und somit zu einem Anspruch auf eine Dreiviertelsrente,
während selbst die Annahme einer 50%igen Einschränkung im Haushaltsbereich den
Rentenanspruch in diesem Zeitraum nicht erhöhen würde (Teilinvaliditätsgrad Erwerb
von 57 % + Teilinvaliditätsgrad Haushalt von 10 % = Gesamtinvaliditätsgrad von 67
%).
5.3.
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Zeitraum vom 1. Mai bis 16. August 2015 ein Gesamtinvaliditätsgrad von über 80 %
und somit ein Anspruch auf eine ganze Rente. Für den Zeitraum vom 17. August 2015
bis zum 22. Dezember 2016 resultiert ein Gesamtinvaliditätsgrad von über 60 %,
jedoch unter 70 %, und somit ein Anspruch auf eine Dreiviertelsrente, wobei die ganze
Rente aufgrund der Übergangsfrist von Art. 88a IVV jedoch noch bis zum 30.
November 2015 auszurichten ist. Im Zeitraum vom 23. Dezember 2016 bis 30.
November 2017 ist wiederum ein Invaliditätsgrad von über 80 % ausgewiesen.
Aufgrund der Übergangsfrist beginnt der Anspruch auf die ganze Rente jedoch nicht
bereits am 23. Dezember 2016, sondern erst am 1. April 2017, endet jedoch auch nicht
bereits am 30. November 2017, sondern erst am 28. Februar 2018. Ab dem 1. März
2018 besteht bei einem Gesamtinvaliditätsgrad von abgerundet 46 % (4 % + 42 %)
noch ein Anspruch auf eine Viertelsrente.
7.