Decision ID: 864d86b2-c4fa-5ea9-b0c7-2c1068252d8e
Year: 2014
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Simon Kehl, Poststrasse 22, Postfach 118,
9410 Heiden,
gegen
Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach
4358, 6002 Luzern,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
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Versicherungsleistungen
Sachverhalt:
A.
A.a A._ (nachfolgend: Versicherter) war seit 1. Dezember 2006 zu 100% bei der
B._ AG als LKW-Chauffeur arbeitstätig und dadurch bei der Schweizerischen
Unfallversicherungsanstalt (nachfolgend: Suva) obligatorisch gegen die Folgen von
Unfällen versichert (Suva-act. 9). Er hatte eine Anlehre als Metzgereigehilfe absolviert
(IV-act. 6). Am 20. April 2008 stürzte er mit dem Motorrad und zog sich mehrere
Verletzungen zu (Suva-act. 1, 4, 6, 135). Dr. med. D._, Allgemeine Medizin FMH
bescheinigte dem Versicherten eine Arbeitsunfähigkeit zu 100% ab Unfalldatum (Suva-
act. 9, 43, 55, 64, 69). Gemäss Beurteilung des Kreisarztes Dr. med. E._, Facharzt
FMH für Chirurgie, speziell Allgemein- und Unfallchirurgie, vom 2. September 2008
(Suva-act. 20) bestanden eine LWK 3-Vorderkanten-Abrissfraktur, eine BWK 12-Fraktur
und eine Contusio spinalis. Dr. E._ erwartete in den folgenden ein bis zwei Monaten
eine deutliche Besserung und empfahl dann eine neurologische Kontrolle im
Kantonsspital St. Gallen (KSSG) mit Objektivierung allfälliger Residuen. Erst dann
könne die Stellungnahme zur beruflichen Prognose erfolgen. Für leichte Tätigkeiten sei
der Versicherte heute einsatzfähig.
A.b Am 1. Dezember 2008 meldete sich der Versicherte bei der IV-Stelle des Kantons
St. Gallen zum Bezug von Invalidenleistungen an (IV-act. 3). Die B._ AG kündigte das
Arbeitsverhältnis mit dem Versicherten auf den 28. Februar 2009 (Suva-act. 35).
A.c Bei einer Untersuchung vom 7. Januar 2009 in der Klinik für Neurologie des KSSG
wurde eine Rehabilitation, einerseits für ein "Auftrainieren", andererseits zur Abklärung
der Restarbeitsfähigkeit, empfohlen (Suva-act. 37). Vom 3. Februar bis 1. Mai 2009 hielt
sich der Versicherte stationär in der Rehaklinik Bellikon auf (Suva-act. 41, 49). Bei der
ehemaligen Arbeitgeberin konnte der Versicherte im August und Oktober 2009
tageweise bei einem Kollegen im LKW mitfahren mit dem Ziel, ihn allmählich wieder an
die beruflichen Belastungen zu gewöhnen (Suva-act. 61, 68, 72).
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A.d Nach einer ambulanten neurologischen Re-Evaluation vom 10. November 2009
(Suva-act. 74) empfahlen die Ärzte der Rehaklinik Bellikon eine rückenschonende,
wechselbelastende, leichte bis selten mittelschwere angepasste Tätigkeit. Eine
ganztägige Präsenz sei möglich, die Präsenzzeit sei ca. halbschichtig zu beginnen und
sukzessive zu steigern. Das Risiko einer übermässigen Belastung sei aufgrund eines
Status nach inkompletter Querschnittverletzung nach Sinterungsfraktur von BWK 12
als LKW-Chauffeur sehr hoch. Zusätzlich sei der Versicherte nicht geeignet für
Arbeiten, bei denen die Wirbelsäule Vibrationen ausgesetzt sei, wie beispielsweise als
LKW-Fahrer. Gemäss neuropsychologischem Bericht vom 10. November 2009 (Suva-
act. 75) war die Fahreignung für das Lenken von motorisierten Fahrzeugen zu privaten
Zwecken aus neuropsychologischer Sicht äusserst fraglich, die Fahreignung als LKW-
Chauffeur klar nicht gegeben. Der Arbeitsversuch bei der ehemaligen Arbeitgeberin
wurde daraufhin abgebrochen (vgl. Suva-act. 141).
A.e Am 11. März 2010 schlug Dr. med. F._, praktische Ärztin FMH, Universität
Zürich, Institut für Rechtsmedizin, nach verkehrsmedizinischer Begutachtung des Ver
sicherten am 9. Februar 2010 (Suva-act. 101) vor, dass dem Versicherten ein
Lernfahrausweis erteilt werden solle, wobei Fahrten nur mit einem konzessionierten
Fahrlehrer durchgeführt werden dürften und eine ärztlich begleitete Kontrollfahrt
durchzuführen sei. Aufgrund der beschriebenen Symptome mit Schwindel und
vermehrten Schmerzen im Rückenbereich bei Fahrten mit einem Lastwagen sei die
Fahreignung mit den beschriebenen neuropsychologischen Defiziten für diese
Kategorie aktuell nicht gegeben.
A.f Vom 7. Juni 2010 bis 2. Juli 2010 wurde eine berufliche Abklärung in der
Rehaklinik Bellikon durchgeführt (Suva-act. 115, 124). Eine am 29. Juni 2010
durchgeführte Kontrollfahrt mit einem Experten des Strassenverkehrsamts St. Gallen
absolvierte der Versicherte erfolgreich, sodass ihm der Führerausweis für
Personenwagen wieder erteilt wurde (Suva-act. 121f.).
A.g Am 4. Februar 2011 wurde eine kreisärztliche Abschlussuntersuchung
vorgenommen (Suva-act. 150). Sie ergab eine verbliebene diskrete Belastungs- und
Bewegungseinschränkung bei leichter Keildeformation von LWK3 und BWK12. Die
Unfallfolgen seien dauernd und erheblich und begründeten eine
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Integritätsentschädigung, so Dr. E._. Betreffend medizinischer Zumutbarkeit aus
Unfallfolgen bestehe vom Rücken her eine Einschränkung für das Aussetzen an
Vibrationen, das Heben und Tragen von über mittelschweren Gewichten. Günstig seien
Tätigkeiten in Wechselpositionen, vollschichtig mit Gewichtsbelastungen von ca. 10 kg
am Boden und 15 kg auf Tischhöhe. Die Integritätsentschädigung schätzte Dr. E._
auf 7.5% (Suva-act. 149). Die Suva beauftragte am 2. März 2011 die externe
Stellenvermittlung G._ GmbH mit der beruflichen Eingliederung des Versicherten
(Suva-act. 156ff., 161, 167f., 170) und richtete weiterhin Taggelder aus (Suva-act. 163).
Der Versicherte konnte ab 1. Juni 2011 einen befristeten Einsatz zu 50% im Bereich
Fleischverarbeitung/Verkauf der H._ AG beginnen (Suva-act. 170f., 176, 178, 182,
189). Per 31. Dezember 2011 beendete die Arbeitgeberin den Arbeitsversuch wegen
ungenügender Leistungen des Versicherten (vgl. Suva-act. 189, 191, 193). Die
Arbeitsvermittlung wurde ebenfalls beendet und die Suva kündigte die Einstellung der
Taggeldzahlungen auf Ende Januar 2012 an (Suva-act. 194ff.; siehe auch Schreiben
der Suva vom 20. Januar 2012, Suva-act. 197). Dr. med. I._, Chiropraktor, erachtete
im Bericht vom 15. Februar 2012 nach 17 Behandlungen seit Oktober 2011 eine
Arbeitsfähigkeit zu 50% als "angebracht" (Suva-act. 202).
A.h Mit Verfügung vom 27. März 2012 sprach die Suva dem Versicherten ab 1. Februar
2012 eine Invalidenrente von monatlich Fr. 658.05, gestützt auf einen Invaliditätsgrad
von 16%, sowie eine Integritätsentschädigung von Fr. 9'450.--, gründend auf eine
Integritätseinbusse von 7,5%, zu (Suva-act. 212). Die gegen diese Verfügung erhobene
Einsprache vom 10. Mai 2012 (Suva-act. 216) wurde mit Einspracheentscheid vom
10. Oktober 2012 (act. G 1.2; Suva-act. 221) abgewiesen.
B.
B.a Mit Beschwerde vom 14. November 2012 (act. G 1) liess der Versicherte durch
Rechtsanwalt lic. iur. Simon Kehl, Heiden, beantragen, der Einspracheentscheid vom
10. Oktober 2012 sowie die Verfügung vom 27. März 2012 seien aufzuheben und die
Beschwerdegegnerin sei anzuweisen, dem Beschwerdeführer eine höhere
Übergangsrente und eine höhere Integritätsentschädigung auszurichten; unter Kosten-
und Entschädigungsfolgen. Zudem liess er den Beizug der IV-Akten sowie die
Durchführung einer mündlichen Verhandlung beantragen. Der Beschwerdeführer habe
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sich durch die Arbeit als Lastwagenchauffeur und den selbständigen Betrieb einer
kleinen Lohnmetzgerei trotz einer sehr schwierigen Ausgangslage mit Einschränkungen
durch ADHS und Legasthenie in bewundernswerter Weise eine Nische geschaffen.
Aufgrund der Folgen des Motorradunfalls vom 20. April 2008 könne er unfallbedingt
sowohl die Tätigkeit als Hilfsmetzger wie auch diejenige als Lastwagenchauffeur nicht
mehr ausüben. Eine berufliche Eingliederung bei der H._ AG sei aufgrund eines
falschen Arbeitsplatzprofils gescheitert. Mangels Alternativen führe der
Beschwerdeführer aktuell wieder – bei entsprechendem Arbeitsanfall und sporadisch
im Taglohn – einen Lastwagen für die Genossenschaft J._. Die von der
Beschwerdegegnerin zugesprochene Integritätsentschädigung von 7,5% sei zu tief
bemessen. Bei der Bemessung der Übergangsrente seien krankhafte Vorzustände zu
berücksichtigen, wenn sich diese erst zum aktuellen Zeitpunkt und aufgrund der
Unfallfolgen auswirkten. Es sei daher auf das tatsächlich noch erzielte Einkommen
abzustellen. Mit der Beschwerde liess der Versicherte ein von ihm in Auftrag
gegebenes Gutachten vom 4. Juni 2012 (act. G 1.4) einreichen. Darin hatte Dr. med.
K._, Spezialarzt FMH für Orthopädische Chirurgie die Arbeitsfähigkeit des
Versicherten in den bisherigen Tätigkeiten als angelernter Hilfsmetzger und als
Lastwagenfahrer als nicht mehr gegeben bezeichnet. Für den Schaden an der
Wirbelsäule sei eine Integritätseinbusse von 25% anzunehmen.
B.b Am 7. Februar 2013 liess der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers dem Ver
sicherungsgericht die von der Beschwerdegegnerin verlangten MRI-Bilder der Uniklinik
Balgrist zukommen, die der Beschwerdegegnerin am 11. Februar 2013 zur
Kenntnisnahme zugestellt wurden (act. G 9f.).
B.c Mit Beschwerdeantwort vom 25. April 2013 (act. G 13) beantragte die
Beschwerdegegnerin, die Beschwerde vom 14. November 2012 sei abzuweisen und
der Einspracheentscheid vom 10. Oktober 2012 zu bestätigen. Zur Begründung führte
sie im Wesentlichen an, gestützt auf die neurologische und orthopädische Beurteilung
vom 12. März 2013 (Suva-act. 237) von PD Dr. med. L._, Facharzt für Orthopädische
Chirurgie FMH, und Dr. med. M._, Fachärztin für Neurologie FMH, sei am
kreisärztlichen Zumutbarkeitsprofil festzuhalten. Bei der Legasthenie und der
neuropsychologisch eingeschränkten Bildungsfähigkeit des Beschwerdeführers handle
es sich um vorbestandene, unfallfremde Aspekte, die bei der Bestimmung der
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unfallbedingten Invalidität ausser Acht zu bleiben hätten. Unfallkausale
neuropsychologische Einschränkungen lägen unbestrittenermassen nicht vor. In
Anbetracht der neuen Tatsache, dass die neurologische Untersuchung bei Dr. N._
keinerlei neurologische Defizite zutage gebracht habe, müsse der kreisärztlich
geschätzte Prozentsatz von 7,5% sogar als überhöht und grosszügig bezeichnet
werden.
B.d Mit Replik vom 9. Juli 2013 (act. G 17) und Duplik vom 20. August 2013 (act. G 19)
hielten die Parteien an ihren jeweiligen Anträgen fest.
B.e Am 5. September 2013 wurde der Beschwerdeführer vom Gericht über den Beizug
der IV-Akten orientiert (act. G 20). Hierzu nahm er am 30. September 2013 Stellung
(act. G 23) und reichte unter anderem den Vorbescheid der IV-Stelle des Kantons
St. Gallen vom 6. August 2013 (act. G 23.1) ein, wonach das Leistungsbegehren um
berufliche Massnahmen abgewiesen worden war.
B.f Der Antrag um Durchführung einer mündlichen Verhandlung mit Befragung des
Beschwerdeführers zum Sachverhalt und zu seiner Person wurde am 16. September
2013 dahingehend abgeändert, dass der Rechtsvertreter einer Parteibefragung des
Beschwerdeführers den Vorzug geben würde. Diese wurde am 19. Dezember 2013
durchgeführt (act. G 25ff.). Mit Schreiben vom 20. Dezember 2013 (act. G 27) und vom
31. Januar 2014 (act. G 30) stellte die Beschwerdegegnerin den Antrag, das Protokoll
über die Gerichtssitzung vom 19. Dezember 2013 sei wegen formeller Mängel aus dem
Recht zu weisen und bei der gerichtlichen Beweiswürdigung unberücksichtigt zu
lassen.
B.g Auf die weiteren Vorbringen der Parteien wird, soweit entscheidwesentlich, im
Rahmen der Erwägungen eingegangen.
B.h Gegen eine Verfügung der IV-Stelle des Kantons St. Gallen vom 4. November
2013, in der diese einen Anspruch des Beschwerdeführers auf berufliche Massnahmen
abgewiesen hatte, hatte der Beschwerdeführer am 5. Dezember 2013 Beschwerde
erheben lassen. Die IV-Stelle widerrief diese Verfügung am 24. Februar 2014 pendente
lite (act. 6.1 im Verfahren IV 2013/610).
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Erwägungen:
1.
Zunächst ist zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin den Grundsatz des
Devolutiveffekts verletzt hat, als sie am 12. März 2013 eine neurologische und
orthopädische Beurteilung durch PD Dr. L._ und Dr. M._ erstellen liess (Suva-
act. 237). Der Beschwerde kommt als ordentlichem Rechtsmittel Devolutiveffekt zu. Die
Behandlung der Angelegenheit geht mit Einreichung der Beschwerde auf die
Beschwerdeinstanz über. Insoweit ist es dem Versicherungsträger grundsätzlich
verwehrt, nach Einreichung der Beschwerde weitere oder zusätzliche Abklärungen
vorzunehmen. Nach der Rechtsprechung sind lediglich punktuelle Abklärungen (wie
z.B. Einholen von Bestätigungen oder Rückfragen) zugelassen (Ueli Kieser, ATSG-
Kommentar, 2. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2009, N 73 zu Art. 61). Eine Ausnahme vom
Prinzip des Devolutiveffekts gilt im Beschwerdeverfahren insofern, als der
Versicherungsträger den angefochtenen Einspracheentscheid bis zu seiner
Vernehmlassung in Wiedererwägung ziehen kann (Art. 53 Abs. 3 des Bundesgesetzes
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, [ATSG; SR 830.1]; Kieser,
a.a.O., N 74 zu Art. 61 und N 46 ff. zu Art. 53). Wegleitende Gesichtspunkte für die
Beantwortung der Frage, was im kantonalen Verfahren noch zulässiges
Verwaltungshandeln darstellt, bilden die inhaltliche Bedeutung der
Sachverhaltsvervollständigung für die (Streit-)Sache und die zeitliche Intensität
allfälliger weiterer Abklärungsmassnahmen (BGE 127 V 228 E. 2b/bb). Vorliegend gab
insbesondere das mit der Beschwerde eingereichte Gutachten von Dr. K._ vom
4. Juni 2012 Anlass zu weiteren Abklärungen seitens der Beschwerdegegnerin. Mit der
neurologischen und orthopädischen Beurteilung vom 12. März 2013 wurde vor allem
ein Vergleich zu den kreisärztlichen Beurteilungen vom 4. und 7. Februar 2011 von Dr.
E._ gezogen. An dieser Vorgehensweise ist nichts auszusetzen, zumal der
Beschwerdegegnerin das auf den 4. Juni 2012 datierende Gutachten von Dr. K._ mit
der Beschwerde vom 14. November 2012 erstmals vorgelegt wurde und sie davor
keine Gelegenheit hatte, sich dazu zu äussern oder darauf gründend Abklärungen zu
tätigen. Zur sinnvollen Antragsstellung im Gerichtsverfahren war die
Beschwerdegegnerin gehalten, medizinische Rückfragen zu stellen. Der Devolutiveffekt
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ist folglich nicht als verletzt zu betrachten und die neurologische und orthopädische
Beurteilung vom 12. März 2013 in die Beurteilung miteinzubeziehen.
2.
2.1 Vorliegend hat die Beschwerdegegnerin gestützt auf Art. 18 ff. des Bundesgesetzes
über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) eine Invalidenrente basierend auf einem
Invaliditätsgrad von 16% zugesprochen. Die rechtlichen Grundlagen für diese
Bemessung hat sie zutreffend wiedergegeben (E. 1 lit. a bis d des angefochtenen
Einspracheentscheids). Darauf wird verwiesen. Zu ergänzen ist, dass der
Rentenanspruch gemäss Art. 19 Abs. 1 UVG entsteht, wenn von der Fortsetzung der
ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands des
Versicherten mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der
Invalidenversicherung abgeschlossen sind. Der Bundesrat erlässt gemäss Art. 19
Abs. 3 UVG nähere Vorschriften über die Entstehung des Rentenanspruchs, wenn von
der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des
Gesundheitszustands mehr zu erwarten ist, der Entscheid der IV über berufliche
Eingliederung jedoch erst später gefällt wird. Diesem Auftrag ist der Verordnungsgeber
mit Regelung der sog. Übergangsrente in Art. 30 der Verordnung über die
Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) nachgekommen (vgl. auch BGE 116 V 246
E. 2b). Nach dessen Abs. 1 gilt Folgendes: Ist von der Fortsetzung der ärztlichen
Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands des Versicherten
mehr zu erwarten, wird jedoch der Entscheid der IV über die berufliche Eingliederung
erst später gefällt, so wird vom Abschluss der ärztlichen Behandlung an
vorübergehend eine Rente ausgerichtet; diese wird aufgrund der in diesem Zeitpunkt
bestehenden Erwerbsunfähigkeit festgesetzt. Der Anspruch erlischt beim Beginn des
Anspruchs auf ein Taggeld der IV (Art. 30 Abs. 1 lit. a UVV), mit dem negativen
Entscheid der IV über die berufliche Eingliederung (Art. 30 Abs. 1 lit. b UVV) oder mit
der Festsetzung der definitiven Rente (Art. 30 Abs. 1 lit. c UVV).
2.2 In der Verfügung vom 27. März 2012 wollte die Beschwerdegegnerin offensichtlich
eine definitive Rente und keine Übergangsrente zusprechen. Im Einspracheentscheid
hielt sie demgegenüber unter Hinweis auf einen Vorbescheid der IV vom 20. April 2012
fest, dass der definitive Entscheid der IV über berufliche Massnahmen offenbar immer
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noch ausstehend sei. Daher sei die von ihr zugesprochene Rente als Übergangsrente
im Sinn von Art. 30 UVV anzusehen (E. 5.b). Dies ist zutreffend und wird vom
Beschwerdeführer nicht beanstandet. Im Rahmen des vorliegenden Verfahrens ist
folglich über den Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Übergangsrente im Sinn
von Art. 30 UVV zu entscheiden.
3.
3.1 Der Beschwerdeführer kritisiert unter Hinweis auf die Stellungnahme von Dr. K._
das von der Beschwerdegegnerin bzw. ihrem Kreisarzt formulierte Zumutbarkeitsprofil.
3.1.1 Im MRI der Uniklinik Balgrist vom 23. April 2012 wurden – gemäss Wiedergabe im
Gutachten von Dr. K._ – keine Kompressionen neurogener Strukturen sichtbar.
Multisegmental wurden leichte degenerative Veränderungen mit Hauptbefund auf Höhe
LWK4 bis SWK1 festgestellt. Eine substantielle Fehlhaltung nach
Deckplattenimpressionsfraktur an BWK12 und LWK3 wurde verneint (vgl. act. G 1.4 S.
9). Die von der Beschwerdegegnerin im Beschwerdeverfahren angefragten Ärzte des
Kompetenzzentrums Versicherungsmedizin der Suva, der orthopädische Chirurg PD
Dr. L._ und die Neurologin Dr. M._, haben in ihrer Aktenbeurteilung vom 12. März
2013 nachvollziehbar darauf hingewiesen, dass die anamnestischen Angaben in den
Berichten von Dr. E._ und Dr. K._ in Lokalisation und Ausmass der beklagten
Beschwerden keine wesentlichen Diskrepanzen aufweisen (vgl. Suva-act. 237 S. 2 f.).
In der Zumutbarkeitsbeurteilung weichen die beiden Ärzte jedoch erheblich
voneinander ab.
3.1.2 Dr. E._ formulierte im Rahmen seiner Abschlussuntersuchung vom
4. Februar 2011 betreffend Zumutbarkeit eine Einschränkung für das Aussetzen an
Vibrationen und für das Heben und Tragen von über mittelschweren Gewichten. Bei
Wechselhaltung erachtete er Tätigkeiten vollumfänglich für zumutbar, sofern am Boden
Gewichte von nicht mehr als 10 kg und auf Tischhöhe von 15 kg gehandhabt werden
müssten (Suva-act. 150). Der Beschwerdeführer sieht darin einen "krassen
Widerspruch" zur Feststellung des Kreisarztes, dass geringe Ruheschmerzen, aber
zunehmende Schmerzen bei Beanspruchung und Belastung bestünden. In seinem
Bericht hatte der Kreisarzt die subjektiven Angaben des Beschwerdeführers
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wiedergegeben, wonach die Beschwerden im Rückenbereich in Ruhe leicht vorhanden
seien und sich bei Belastung verstärkten. Bezugnehmend auf die objektiven Befunde
hielt Dr. E._ fest, beim Versicherten bestehe eine leichte muskuläre Schwäche am
rechten Bein bei sonst negativem Lasègue und Bragard-Zeichen mit guter
Beweglichkeit und ohne Anhaltspunkte für Nervenirritation. Die Veränderungen am
rechten Bein sah der Kreisarzt im Rahmen des degenerativen Wirbelsäulenleidens bei
der gefundenen Pathologie auf Höhe LWK5/SWK1. Zudem wies er auf die aus dem
Unfall verbliebene Keildeformation LWK3 und BWK12 hin. Ansonsten bestehe eine
gute Konsolidation und die Funktion der Wirbelsäule sei gut. Widersprüche können in
diesem Bericht nicht gefunden werden. Der Kreisarzt hat die subjektiven
Schmerzangaben des Versicherten abgefragt und protokolliert, seine
Schlussfolgerungen und die Zumutbarkeitsbeurteilung aber – lege artis – gestützt auf
die objektiven Befunde und klinischen Erhebungen vorgenommen.
3.1.3 Dr. K._ hat sich auf den Standpunkt gestellt, das von Dr. E._ umschriebene
Anforderungsprofil gehe völlig an der Realität vorbei. Im Zusammenhang mit dem
Arbeitsversuch (bei der H._ AG) habe der Versicherte glaubhaft erzählt, dass die
Belastung vom Hantieren mit 3 kg schweren Fleischstücken 400mal am Tag nicht
gegangen sei. Auch längeres Sitzen, wie es für einen LKW-Fahrer angezeigt sei, liege
nicht mehr drin (S. 11). Der Beschwerdeführer lässt in der Beschwerde geltend
machen, dass beim Arbeitsversuch das Arbeitsplatzprofil falsch gewesen sei.
Offenkundig war die Belastung tatsächlich ungeeignet bzw. zu einseitig, wodurch die
Schmerzen nach Angabe des Beschwerdeführers exazerbierten. Eine
Wechselbelastung ohne nennenswerte Konfrontation mit Lasten war beim
Arbeitsversuch offenbar nicht gewährleistet. Der Beschwerdeführer musste die Arbeit
nach Angabe des Arbeitsgebers vollumfänglich stehend verrichten und konnte nur
zwischendurch für kurze Zeit Entlastungspositionen einnehmen (vgl. Suva-act. 189).
Aus dem Arbeitsversuch, der nicht zu einer Festanstellung bzw. Wiedereingliederung
des Beschwerdeführers geführt hat, kann jedenfalls – entgegen der offenbar von Dr.
K._ vertretenen Auffassung – nicht darauf geschlossen werden, dass das von Dr.
E._ skizzierte Arbeitsplatzprofil bzw. seine Zumutbarkeitsbeurteilung unzutreffend
seien. Dr. K._ umschrieb eine geeignete Tätigkeit für den Beschwerdeführer wie folgt:
teils sitzend, teils stehend ohne repetitives Gewichtheben bis höchstens 5 kg
körpernahe eher selten und eine Sitzdauer in Kontinuität von höchstens 45-60 Minuten
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und mit der Möglichkeit, danach genügend Pausenzeit zu haben, um den Rücken im
Stehen oder Liegen für 10-15 Minuten zu entlasten. Ideal wäre eine Tätigkeit im KV-
Betrieb. Aufgrund des klar ausgewiesenen ADHS und der Legasthenie-Problematik sei
eine solche KV-Tätigkeit nicht möglich. Wegen der reduzierten Leistungsfähigkeit und
der benötigten vermehrten Pausen sei höchstens noch ein Pensum von 50% möglich.
Die vom Beschwerdeführer favorisierte Tätigkeit als Kipperfahrer werde aufgrund der
eingeschränkten Sitzfähigkeit und der nötigen Pausenzeiten nur mit einem 50%-
Pensum realisiert werden können (S. 11). Diese letztgenannte Angabe von Dr. K._
lässt darauf schliessen, dass er bei der attestierten Reduktion der Arbeitsfähigkeit um
50% nicht von einem ideal adaptierten Arbeitsplatz ausgegangen ist. Sogar die von
ihm als nicht optimal geeignet bezeichnete Tätigkeit als Kipperfahrer (langes Sitzen,
Schaukeln und Vibrationen) erachtete er als grundsätzlich zu 50% möglich.
Offenkundig würde der Beschwerdeführer in einer Tätigkeit, in der er zwischen Sitzen,
Stehen und Gehen flexibel je nach Bedarf wechseln könnte, eine 50% klar
übersteigende Arbeitsfähigkeit aufweisen. Insgesamt erscheint es als gerechtfertigt, auf
die Einschätzung von Dr. E._ abzustellen (vgl. diesbezüglich auch die Stellungnahme
von PD Dr. L._, Suva-act. 237 S. 8). Zur mit jener des Kreisarztes weitgehend
übereinstimmenden Zumutbarkeitsbeurteilung gelangten im Übrigen auch die Ärzte der
Rehaklinik Bellikon im Rahmen der Re-Evaluation vom 10. November 2009 nach dem
stationären Aufenthalt vom 3. Februar bis 1. Mai 2009 (leichte bis selten mittelschwere
angepasste Tätigkeit, ganztägige Präsenz sei möglich; Suva-act. 74).
3.1.4 Die vom Versicherten veranlasste neurologische Untersuchung vom 21. März
2012 im nerv! zentrum für neurologie, Zürich, ergab keine Hinweise auf neurologische
Ausfälle (act. G 1.4.1), sodass sich weitere Ausführungen hierzu erübrigen.
3.2
3.2.1 Der Beschwerdeführer stellt sich unter Hinweis auf Art. 36 Abs. 2 UVG auf den
Standpunkt, dass sich die unbestrittenermassen unfallfremden (neuro-)kognitiven
Defizite erst in Kombination mit den Unfallfolgen auf die Arbeitsfähigkeit auswirken und
zu berücksichtigen seien. Art. 36 UVG trägt den Gliederungstitel "Zusammentreffen
verschiedener Schadensursachen". Abs. 2 sieht die angemessene Kürzung von
Invalidenrenten, Integritätsentschädigungen und Hinterlassenenrenten vor, wenn die
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Gesundheitsschädigung oder der Tod nur teilweise Folge eines Unfalls ist.
Gesundheitsschädigungen vor dem Unfall, die zu keiner Verminderung der
Erwerbsfähigkeit geführt haben, werden nach Abs. 2 Satz 2 dabei nicht berücksichtigt.
3.2.2 Vorliegend geht es nicht um die Frage, ob wegen unfallfremder Vorschädigung
eine Leistungskürzung zu erfolgen hat. Insofern bleibt für eine direkte Anwendung von
Art. 36 Abs. 2 Satz 2 UVG jedenfalls kein Raum. Der Beschwerdeführer dürfte wohl
implizit die Ansicht vertreten, dass wegen des sich vor dem Unfall nicht auswirkenden
Vorzustands (kognitive Einschränkungen) in Kombination mit der unfallbedingten
Minderbelastbarkeit der Wirbelsäule die Restarbeitsfähigkeit nicht mehr verwertet
werden kann und dies – abgeleitet aus einer analogen Anwendung von Art. 36 Abs. 2
Satz 2 UVG – von der Unfallversicherung vollumfänglich auszugleichen sei. Der
Beschwerdeführer betont, dass es ihm weder möglich noch zumutbar sei, sich im
Rahmen der Selbsteingliederung beruflich neu zu orientieren. Zwar liegt auf der Hand,
dass durch die zumindest teilweise auf den Unfall zurückzuführende somatische
Schmerzproblematik das Spektrum der für den Beschwerdeführer möglichen
Arbeitstätigkeiten nochmals erheblich kleiner geworden ist und die kognitiven
Einschränkungen diesbezüglich zusätzlich ungünstig sind. Dass die Arbeitsfähigkeit
des Beschwerdeführers in einer optimal adaptierten Tätigkeit nicht mehr verwertbar
wäre, kann vorliegend beim zu unterstellenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt aber nicht
angenommen werden. Der Beschwerdeführer hat bei der aktuellen, real existierenden
Arbeitsmarktlage bei der Wiedereingliederung nachvollziehbarerweise erhebliche
Schwierigkeiten. Dies hat für die in der Unfallversicherung relevante Frage der
Verwertbarkeit der Arbeitsfähigkeit auf dem – in Abgrenzung zum Risiko der
Arbeitslosigkeit – ausgeglichenen Arbeitsmarkt aber keine Bedeutung. Im Weiteren ist
grundsätzlich unbestritten, dass mit Blick auf Art. 6 Satz 2 ATSG nicht massgebend
sein kann, ob der Beschwerdeführer in seinen angestammten Tätigkeiten als LKW-
Chauffeur oder angelernter Metzger weiterhin arbeitsfähig ist, sondern dass er sich
auch andere Tätigkeiten anrechnen lassen muss. Wie der Beschwerdeführer selbst
einräumt, sind allfällige Ansprüche auf berufliche Massnahmen nicht gegenüber der
Beschwerdegegnerin geltend zu machen, sondern von der Invalidenversicherung zu
prüfen.
4.
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4.1 Die Beschwerdegegnerin hat sich bei der Invaliditätsbemessung auf fünf
Arbeitsplätze aus der von ihr erhobenen Dokumentation von Arbeitsplätzen (DAP)
gestützt. In der Beschwerdeantwort betont sie, sie habe nur intellektuell anspruchslose
Hilfstätigkeiten gewählt, die keinerlei Vorkenntnisse voraussetzen und den
Beschwerdeführer aus neuropsychologischer Sicht keinesfalls überfordern würden.
Gestützt auf die ausgewählten DAP-Profile hat die Beschwerdegegnerin ein
Invalideneinkommen von Fr. 55'438.-- berechnet (Basis 2012), was verglichen mit dem
Valideneinkommen von Fr. 66'300.--eine unfallbedingte Erwerbseinbusse von 16.38%
ergeben hat. Die fünf ausgewählten Arbeitsplatzprofile umfassen die Tätigkeiten
Hilfsmagaziner, Mitarbeiter Hochregallager, Staplerfahrer, Speditionsarbeiter und
Lagerangestellter (Suva-act. 207). Ob diese Auswahl tatsächlich nur geeignete
Tätigkeiten beinhaltet, erscheint fraglich. So dürfte etwa die Tätigkeit des
Staplerfahrers (DAP-Nr. 11058) in Bezug auf die Anforderungen an die
Wechselbelastung nur mässig geeignet sein. Zudem ist gemäss DAP-Erfassungsblatt
bei dieser Tätigkeit das Einschalten von Pausen mit Blick auf den Arbeitsablauf nicht
möglich (Suva-act. 207 S. 16), was beim Beschwerdeführer wohl ebenfalls ungünstig
sein dürfte.
4.2 Genügen die von der Suva verwendeten Arbeitsplatzprofile im Einzelfall den
Anforderungen der Rechtsprechung nicht (dazu zusammenfassend etwa BGE 139 V
592 E. 6.3), hat das Gericht die Sache gegebenenfalls an die Suva zurückzuweisen
oder an Stelle des DAP-Lohnvergleichs einen Tabellenlohnvergleich gestützt auf die
Schweizerische Lohnstrukturerhebung (LSE) vorzunehmen (siehe auch BGE 129 V 472
E. 4.7.2). Vorliegend kann offen bleiben, ob die von der Beschwerdegegnerin
verwendeten DAP-Arbeitsplätze hinreichend beweistauglich sind, wie sich nachfolgend
ergibt. Zieht man nämlich die Werte LSE bei (vgl. dazu etwa BGE 129 V 472, 135 V
297, 139 V 592) und stellt auf die Tabelle TA1, Anforderungsniveau 4 (einfache und
repetitive Tätigkeiten), Männer, ab, so beläuft sich der statistische Jahreslohn bei einer
wöchentlichen durchschnittlichen Normalarbeitszeit von 41.6 Stunden auf Fr. 61'414.--
(LSE 2010), was für das Jahr 2012 angepasst an die Nominallohnentwicklung (Index
Männer 2010: 2151, 2012: 2188) Fr. 62'470.-- ergibt. Damit übersteigt der
Durchschnittslohn nach LSE jenen gemäss der von der Beschwerdegegnerin
beigezogenen DAP-Profile um über 12%. Zwar wäre die Gewährung eines Abzugs vom
Tabellenlohn angezeigt (vgl. BGE 126 V 75), erscheint der Beschwerdeführer
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insbesondere aufgrund seiner kognitiven Beeinträchtigungen verglichen mit gesunden
Konkurrenten doch eingeschränkt, was sich auf sein zumutbarerweise erzielbares
Einkommen auswirken dürfte. Den Abzug aber in einer Höhe festzusetzen, der im
Ergebnis zu einem Überschreiten des von der Beschwerdegegnerin berechneten
Invaliditätsgrads von 16% führen würde, erscheint den Umständen gesamthaft (auch in
Berücksichtigung des noch nicht fortgeschrittenen Alters des Beschwerdeführers und
der Tatsache, dass er zumutbarerweise eine ideal adaptierte Tätigkeit vollzeitlich
ausüben kann) aber nicht angebracht. Somit ist zusammenfassend festzuhalten, dass
die Beschwerdegegnerin die Invaliditätsbemessung nicht rechtsfehlerhaft
vorgenommen hat. Der Invaliditätsgrad von 16% und die darauf gestützte
Rentenzusprache sind nicht zu beanstanden. Auch gegen den Rentenbeginn per
1. Februar 2012 (Fallabschluss und Ende des Taggeldanspruchs, siehe auch E. 5 des
angefochtenen Einspracheentscheids) ist nichts einzuwenden; diesbezüglich hat der
Beschwerdeführer in der Beschwerde denn auch keine Beanstandungen mehr
vorgebracht.
5.
5.1 Zu prüfen bleibt die Höhe des Anspruchs des Beschwerdeführers auf eine
Integritätsentschädigung. Die Beschwerdegegner hat die rechtlichen Grundlagen dafür
im angefochtenen Einspracheentscheid zutreffend wiedergegeben (E. 6 a-d). Darauf
wird verwiesen.
5.2 Dr. E._ hat in seiner Beurteilung vom 7. Februar 2011 (Suva-act. 149)
festgehalten, im Rahmen der unfallkausalen Frakturen LWK3 und BWK12 verbleibe
eine diskrete Belastungs- und Bewegungseinschränkung bei leichter Keildeformation
der beiden Wirbelkörper. Unfallfremd beständen ein degeneratives Wirbelsäulenleiden
mit sequestrierter Diskushernie L5/S1 und ischialgieforme Beschwerden mit leichter
muskulärer Schwäche. Er setzte die Integritätsentschädigung auf 7.5% fest. Dazu zog
er Tabelle 7 (Integritätsschaden bei Wirbelsäulenaffektionen) des von der
medizinischen Abteilung der Suva entwickelten Feinrasters zur bundesrätlichen Skala
der Integritätsentschädigung (Anhang 3 der UVV) bei. Der Versicherte habe geringe
Ruheschmerzen, seltene Funktionsstörung, zunehmend Schmerzen bei
Beanspruchung und Belastung. Daher erachtete der Kreisarzt auf der
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Schmerzfunktionsskala 0 (keine nennenswerten Schmerzen, geringe, seltene
Funktionsstörung vor allem bei starker Belastung) bis + (mässige
Beanspruchungsschmerzen, in Ruhe selten oder keine, gute und rasche Erholung [1-2
Tage]) für massgebend und gelangte betreffend Deformität für Ziffer 1 (Frakturen LWS/
BWS/HWS) zu 5% Integritätsschaden. Zusätzlich nahm er eine Erhöhung um 2.5% vor
unter Hinweis auf Ziffer 4 (Sparte bleibende neurologische Ausfälle). Dr. K._ kritisierte
die kreisärztliche Einschätzung des Integritätsschadens in seinem Bericht vom 4. Juni
2012 als eindeutig zu tief. Das aktuelle MRI zeige die Aufhebung der Lordose der LWS,
es bestehe eine unnatürliche Streckhaltung, diese werde gefördert durch die
Lordosierung der beiden frakturierten Wirbelkörper LWK3 und BWK12. Dr. K._
möchte gestützt auf Tabelle 7 Ziffer 1 Zeile 2 (10-20°), Sparte ++ (geringe
Dauerschmerzen, bei Belastung verstärkt, auch in Ruhe) von einem Integritätsschaden
von 20% ausgehen und für die bleibenden neurologischen Ausfälle zusätzlich 5%
anerkannt wissen (act. G 1.4).
5.3 Im Rahmen der kreisärztlichen Abschlussuntersuchung hatte der Beschwerdeführer
angegeben, zweimal wöchentlich Krafttraining zu machen. Wenn er fest belaste,
verspüre er im Rücken Beschwerden, und zwar oben mehr als unten. Bei Belastung
nähmen die Schmerzen zu, etwa auf das Doppelte der normalen geringen
Ruheschmerzen (wobei nicht protokolliert ist, auf welche Körperregion diese Angabe
bezogen ist). Dann erholten sie sich am besten beim Liegen so innerhalb von zwei
Stunden (Suva-act. 150 S. 2). Dr. K._ hielt fest, der Versicherte klage über
Schmerzen auf Höhe BWK, die dann kreisförmig nach vorne zögen. Die
Rückenschmerzen nähmen bei längerem Sitzen klar zu, sodass der Versicherte
abliegen müsse. Der Gutachter ging gestützt auf die Angaben des Beschwerdeführers
von einer Sitzdauer von gut einer Stunde aus (act. G 1.4 S. 6, 11). Hinweise auf das
Vorhandensein von auch in Ruhe vorhandenen Dauerschmerzen, die eine Einordnung
unter ++ der Schmerzfunktionsskala der Tabelle 7 rechtfertigen würden, finden sich im
Bericht von Dr. K._ nicht. In den übrigen Akten wurden die Schmerzen im
Wesentlichen nur unter Belastung erwähnt und auf die gute Erholung bei Einnahme von
Entlastungsstellungen hingewiesen (vgl. etwa Suva-act. 103 S. 1 i.V.m. 133 S. 1, 131 S.
1). Folglich erscheint eine Einordnung auf der Schmerzfunktionsskala unter + eher
angemessen als unter ++. Zum zweiten Parameter der Tabelle 7, der Deformität, führte
PD Dr. L._ am 12. März 2013 aus, es müsse jeweils der Winkel zwischen den an
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Deck- und Grundplatte eines Wirbelkörpers angelegten Tangenten gemessen werden.
Die anhand der Bildgebung vom 23. April 2012 gemessenen Werte seien
demgegenüber über mehrere Wirbelkörper hinweg erhoben worden. Er wiederholte die
Messung von Dr. E._ (vgl. auch die Darstellung auf S. 4 von Suva-act. 237) und
gelangte zu im Wesentlichen übereinstimmenden Ergebnissen (LWK3: Winkel von 6°
statt wie Dr. E._ 8°; BWK12 Winkel von 8° statt wie Dr. E._ 6°). Einzeln betrachtet
beläuft sich die Deformität folglich auf jeweils unter 10° und zusammen auf 14°. Bei
Schmerzfunktionsskala + und Deformität zwischen 10° und 20° ist die
Integritätseinbusse in der Spannweite zwischen 5 und 10% festzulegen. Insgesamt ist
bei den vorliegenden Werten nicht zu beanstanden, dass der Kreisarzt in
Berücksichtigung der an den beiden Wirbelkörpern persistierenden Schäden von 5%
Integritätsschaden ausgegangen ist.
5.4 Dr. E._ begründete die Erhöhung um 2.5% mit einem Hinweis auf Ziffer 4 der
Tabelle 7 (Sparte bleibende neurologische Ausfälle), womit er die Folgen der Contusio
spinalis mit den Sensibilitätserscheinungen berücksichtigen wollte. Im
Einspracheentscheid wurde diesbezüglich festgehalten, eine Erhöhung des Grundwerts
im Rahmen von Ziffer 4 der Suva-Tabelle 7 sei grundsätzlich nur bei einem Status nach
Laminektomie und Spondylodese erforderlich und daher als grosszügig zu betrachten.
Dieser Ansicht ist entgegen zu halten, dass Ziffer 4 drei Zeilen enthält: "Laminektomie
und Spondylodese Erhöhung um +5 – 15%", "bleibende neurol. Ausfälle Erhöhung um
+5 – 15%" sowie "besonders starke funkt. Einschränkungen Erhöhung um +5 – 20%".
Dies legt den Schluss nahe, dass die Erhöhung bei bleibenden neurologischen
Ausfällen stets erfolgen soll und nicht zusätzlich eine Laminektomie oder
Spondylodese vorliegen muss. Der Kreisarzt erachtete beim Beschwerdeführer eine
Erhöhung wegen neurologischer Ausfälle als angezeigt, wobei er offenbar
Sensibilitätsstörungen an den Oberschenkeln aussenseitig und im unteren
Stammbereich berücksichtigen wollte (vgl. Suva-act. 150 S. 3). Dr. N._ hielt
anamnestisch fest, es sei zu einer Abnahme der sensiblen Querschnitts-Symptomatik
gekommen, es persistierten jedoch Missempfindungen im Rumpfbereich und an der
Aussenseite der Oberschenkel. Objektivieren liessen sich diese offenbar nicht; die von
Dr. N._ vorgenommenen klinischen neurologischen Untersuchungsbefunde ergaben
unter Berücksichtigung der elektrophysiologischen Diagnostik eine normale Funktion
des zentralen und peripheren Nervensystems. Das Vorliegen neurologischer Ausfälle
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wurde verneint (act. G 1.4.1). Die von der Beschwerdegegnerin in der
Beschwerdeantwort geäusserten Ansicht, ein neurologischer Integritätsschaden von
2.5% müsse vor diesem Hintergrund als überhöht und grosszügig bezeichnet werden,
lässt sich nicht ohne weiteres von der Hand weisen. Zu beachten ist jedoch auch, dass
sich die Suva-interne Neurologin Dr. M._ in Kenntnis der Erhebungen von Dr. N._
in ihrer Beurteilung vom 12. März 2013 (Suva-act. 237 S. 8) dem Kreisarzt anschloss
und eine Erhöhung des Integritätsschadens um 2.5% wegen bleibender neurologischer
Ausfälle als angezeigt erachtete. Folglich drängt es sich – dem Ermessensspielraum bei
der Festsetzung des Integritätsschadens Rechnung tragend – nicht auf, die
Integritätsentschädigung auf 5% zu reduzieren; was die Beschwerdegegnerin im
Übrigen auch nicht beantragt. Insgesamt ist die Integritätsentschädigung von 7.5%
nicht zu beanstanden.
6.
6.1 Gemäss den vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen.
Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).
6.2 Bei diesem Verfahrensausgang erübrigt es sich, näher auf die formalen
Beanstandungen der Beschwerdegegnerin im Zusammenhang mit der vom Gericht am
19. Dezember 2013 durchgeführten mündlichen Befragung des Beschwerdeführers
einzugehen (vgl. act. G 27, 30), zumal die im Rahmen der Befragung gemachten
Aussagen betreffend Beweisrelevanz unbedeutend sind und entsprechend nicht in die
Beweiswürdigung des Gerichts eingeflossen sind.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht