Decision ID: b0ced8d9-8a56-523f-a573-209edd4baaa6
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Der 1956 geborene
X._
, Vater einer 1993 geborenen Tochter, ohne abgeschlossene Berufsausbildung, angelernter Schleifer/Werkzeugmacher, arbeitete zuletzt
seit
1997 als Schleifer bei der
Y._
, im Vollpensum
, wobei er ab dem 1
1.
April 2012 krank geschrieben war
(Urk. 9/2/
3-
4,
Urk.
9/8
,
Urk.
9/8
und
Urk.
9/11
). Am
8.
Oktober 2012 (Eingangs
datum) meldete er sich unter Hinweis auf einen Herzinfarkt, Asthma sowie eine Depressio
n bei der Sozialversicherungsan
stalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Bez
ug von Leistungen der Invaliden
versicherung an (Urk. 9/2
; vgl.
Urk.
9/16 [Anmeldung vom 1
9.
Dezember 2012 für Hilfsmittel/Hörgerät wegen einer seit ca. zwei Jahren bestehenden Hörbehinderung]
).
D
ie
IV-Stelle
zog
einen Auszug aus seinem individuellen Konto (Urk. 9/8) bei, holte einen Bericht
der Arbeitgeberin (
Urk.
9/11) sowie Berichte der behandelnden Ärzte (Urk. 9/9
10,
Urk.
9/21,
Urk.
9/29 und
Urk. 9/37) ein und prüfte
Arbeitsplatz
er
hal
tungs
massnahmen
(
Urk.
9/13).
Am 1
4.
März
2013
leistete sie
Kostengut
spra
che
für eine beidseitige Hörgeräteversorgung (
Urk.
9/23).
In der Folge liess die IV-Stelle bei der
MEDAS Z._
ein interdisziplinäres Gutachten erstellen, welches am 30. Juli 2014 erstattet wurde (Urk. 9/50). Gestützt darauf verneinte die IV-Stelle nach durch
geführtem
Vorbescheidverfahren
(Vorbescheid vom 31. März 2015 [Urk. 9/54], Einwand vom
9.
April 2015 [Urk. 9/58]) mit Verfügung vom
7.
Juli 2015 einen Rentenanspruch (
Urk.
2 [= Urk. 9/64
]
).
2.
Dagegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom
7.
August 2015 Beschwerde und stellte die nachfolgenden Anträge (
Urk.
1 S. 2):
„1.
Es sei die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom
7.
Juli 2015 aufzuheben und dem Beschwerdeführer unter Eventualabfolge mit Wirkung ab
8.
Okto
ber 2012 eine ganze Rente, eine
Dreiviertelsrente
, eine halbe Rente be
ziehungs
weise e
ine
Viertelsrente
zuzusprechen.
2.
Eventualiter sei die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom
7.
Juli 2015 auf
zuheben und die Sache zur weiteren medizinischen Abklärung und erneu
ten Beurteilung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.“
In prozessualer Hinsicht ersuchte der Beschwerdeführer um Gewährung der
unent
geltlichen Prozessführung und Bestellung von Rechtsanwalt Ralph
Straessle
als unentgeltlichen Rechtsvertreter (Urk. 1).
Mit Beschwerdeantwort vom 27. August 2015 beantragte die IV-Stelle Abwei
sung der Beschwerde (Urk. 8), was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom
9.
September 2015 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 10).
Mit Eingabe vom 1
7.
Mai 2016 (
Urk.
12) legte der Beschwerdefüh
rer weitere
Arzt
berichte
auf
(
Urk.
13), was der Beschwerdegegnerin
am
2
5.
Mai 2016 mit
geteilt wurde (Urk. 14).
3.
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, so
weit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
1.1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
[ATSG]). Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG]
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie kör
perliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen
Ge
sundheitsschadens
und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als rele
vant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Per
son bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des
Forderbaren
wird dabei weit
gehend objektiv be
stimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Er
werbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychi
schen Beein
trächtigung vereinbar ist. Ein psychischer
Gesundheits
schaden
führt also nur so
weit zu einer Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), als ange
nommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (Art. 6 ATSG) sei der versi
cherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
1.1.3
Zur Annahme der Invalidität nach
Art.
8 ATSG ist – auch bei psychischen Erkran
kungen – in jedem Fall ein medizinisches Substrat unabdingbar, das (fach-)ärztlicher
seits schlüssig festgestellt wird und nachgewiesenermassen die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Je stärker psychosozi
ale und soziokulturelle Faktoren wie beispielsweise Sorge um die Familie oder Zukunftsängste (etwa ein drohender finanzieller Notstand) im Einzelfall in den Vordergrund treten und das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss eine fachärztlich festgestellte psychische Störung von Krankheitswert vor
handen sein. Das bedeutet, dass das klinische Beschwerdebild nicht einzig in Beeinträchtigungen, welche von den belastenden soziokultu
rellen Faktoren herrühren, bestehen darf, sondern davon psychiatrisch zu unter
scheidende Befunde zu umfassen hat, zum Beispiel eine von depressiven
Ver
stimmungs
zu
ständen
klar unterscheidbare andauernde Depression im
fachmedi
zinischen
Sinne oder einen damit vergleichbaren psychischen Leidenszustand. Solche von der soziokulturellen Belastungssituation zu unterscheidende und in diesem Sinne verselbständigte psychische Störungen mit Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit sind unabdingbar, damit überhaupt von Invali
dität gesprochen werden kann. Wo die begutachtende Person dagegen im Wesentlichen nur Befunde erhebt, welche in den psychosozialen und soziokul
tu
rellen Umständen ihre hinreichende Erklärung finden, gleichsam in ihnen auf
gehen, ist kein invalidisierender psychischer Gesundheitsschaden gegeben (BGE 127 V 294 E.
5a; Urteil des Bundesgerichts 8C_730/2008 vom 23. März 2009 E.
2).
Wenn und soweit psychosoziale und soziokulturelle Faktoren zu einer eigentli
chen Beeinträchtigung der psychischen Integrität führen, indem sie einen ver
selbständigten Gesundheitsschaden aufrechterhalten oder den Wir
kungs
grad seiner – unabhängig von den invaliditätsfremden Elementen be
stehen
den – Fol
gen verschlimmern, können sie sich mittelbar
invaliditätsbe
gründend
auswirken (Urteil des Bundesgerichts 9C_537/2011 vom 2
8.
Juni 2012 E. 3.2 mit Hin
wei
sen).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine
ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog
.
Invalidenein
kommen
), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erz
ielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Ein
kommensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypothetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz
der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des
Ein
kommens
vergleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.4
Das trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigung
zumutbarerweise
erzielbare
Ein
kommen ist bezogen auf einen ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu ermitteln, wobei an die Konkretisierung von Arbeitsgelegenheiten und
Verdienst
aus
sichten
keine
übermässigen
Anforderungen zu stellen s
ind (Urteil
des Bundes
gerichts
9C_830/2007 vom 29.
Juli 2008 E. 5.1). Das fortgeschrittene Alter wird, ob
gleich an sich ein invaliditätsfremder Faktor, in der Rechtsprechung als Krite
rium anerkannt, welches zusammen mit weiteren persönlichen und beruf
lichen Gegebenheiten dazu führen kann, dass die einer versicherten Person verbliebene Resterwerbsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt
realisti
scher
weise
nicht mehr nachgefragt wird, und dass ihr deren Verwertung auch gestützt auf die Selbsteingliederungslast nicht mehr zumutbar ist. Fehlt es an einer wirt
schaftlich verwertbaren Resterwerbsfähigkeit, liegt eine vollständige Erwerbs
unfähigkeit vor, die einen Anspruch auf eine ganze Invalidenrente begründet. Der Einfluss des Lebensalters auf die Möglichkeit, das verbliebene Leistungs
vermögen auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, lässt sich nicht nach einer allgemeinen Regel bemessen, sondern hängt von den Umständen des Einzelfalls ab.
Massgebend
können die Art und Beschaffenheit des
Gesund
heits
schadens
und seiner Folgen, der absehbare Umstellungs- und
Einarbei
tungs
aufwand
und in diesem Zusammenhang auch Persönlichkeits
struktur, vorhan
dene Begabungen und Fertigkeiten, Ausbildung, beruflicher Wer
de
gang oder An
wend
barkeit von Berufserfahrung aus dem angestammten Bereich sein (BGE 138 V 457 E. 3.1 mit Hinweisen). Somit hängt die Verwertbarkeit nicht zuletzt davon ab, welcher Zeitraum der versicherten Person für eine berufliche Tätig
keit und vor allem auch für einen allfälligen Berufswechsel noch zur Ver
fügung steht (BGE 138 V 457 E. 3.2; vgl. Urteil des Bundesgerichtes 9C_416/2016 vom 1
4.
Oktober 2016 E. 4).
Nach
BGE
138 V 457 E. 3.4 steht die medizinische Zumutbarkeit einer (Teil-) Erwerbs
tätigkeit fest, sobald die medizinischen Unterlagen diesbezüglich eine zuverlässige Sachverhaltsfeststellung erlauben (vgl. Urteil des Bundesgerichtes 9C_416/2016 vom 1
4.
Oktober 2016 E. 5.1).
1.5
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen fest
zu
stellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vor
liegen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erle
digen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu
ge
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gut
achtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beant
wor
tung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychischen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nach
voll
ziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicher
heiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebenenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozial
ver
siche
rung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann
Fredenhagen
, Das ärztliche Gut
achten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).
1.6
Im Rahmen der freien Beweiswürdigung (
Art.
61
lit
. c ATSG) darf sich die Ver
waltung - und im Streitfall das Gericht - weder über die (den
beweis
rechtlichen
Anforderungen genügenden) medizinischen Tatsachenfest
stellungen hinweg
setzen noch sich die ärztlichen Einschätzungen und Schlussfolgerungen zur
(Rest-) Arbeitsfähigkeit unbesehen ihrer konkreten
sozialversicherungs
rechtli
chen
Relevanz und Tragweite zu eigen machen. Die medizinischen
Fachper
so
nen
und die Organe der Rechtsanwendung prüfen die Arbeitsfähigkeit je aus ihrer Sicht (BGE 141 V 281 E. 5.2.1; BGE 140 V 193 E. 3; vgl. Urteil des Bundes
gerichts 8C_342/2015 vom 1
0.
November 2015 E. 1.2). Aus rechtlicher Sicht kann von einer medizinischen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit abge
wichen werden, ohne dass sie ihren Beweiswert verliert (vgl. statt vieler: zur Publikation vorgesehenes Urteil des Bundesgerichts 8C_676/2015 vom
7.
Juli 2016 E. 6.1 mit Hinweisen).
1.7
Für die richterliche Beurteilung eines Falles sind grundsätzlich die tatsächlichen Verhältnisse zur Zeit des Abschlusses des Verwaltungsverfahrens massgebend. Tatsachen, die sich erst später verwirklichen, sind jedoch insoweit zu berück
sichtigen, als sie mit dem Streitgegenstand in engem Sachzusammenhang stehen und geeignet sind, die Beurteilung im Zeitpunkt des
Entscheiderlasses
zu beein
flussen (BGE 121 V 362 E. 1b; 99 V 98).
2.
2.1
Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung hat.
2.2
Die Beschwerdegegnerin erwog im angefochtenen Entscheid, gemäss ihren
Abklä
rungen liege kein relevanter Gesundheitsschaden von erheblicher Aus
prä
gung, Schwere und Dauer vor. Die immer wieder vorgekommenen De
pressionen seien durch verschiedene gescheiterte Situationen im Leben (wie
zum Beispiel Migrationshintergrund, abgebrochene Lehre, verschiedene be
gonne
ne und wieder abgebrochene Erwerbstätigkeiten, Verlust des Vorgesetzten und Lehrmeisters, verschiedene Todesfälle in der Familie, Scheidung und diverse Erkrankungen) hervorgerufen worden. Bei diesen Lebensumständen handle es sich um psy
chosoziale Faktoren, welche nicht IV
relevant seien. Die
A._
berichte am
7.
und 1
3.
Mai 2015 über eine Gefässstenose, welche mit einem Stent versorgt worden sei. Es werde erwähnt, dass keine
Abgangs
stenose
mehr nachweisbar sei. Dank dieser erfolgreichen Intervention liege kein relevanter (somatischer) Gesundheitsschaden vor (
Urk.
2).
2.3
Der Beschwerdeführer brachte dagegen vor, dass die Aussage der
Beschwerde
gegnerin
, wonach bezüglich der Gefässstenose kein relevanter
Gesundheits
scha
den
mehr vorliege, nicht den Tatsachen entspreche. Es sei festzustellen, dass sich einerseits die aktuellen Berichte und Gutachten für eine Arbeitsun
fähigkeit aussprächen. Anderseits könne festgehalten werden, dass die
Beschwer
de
gegne
rin
den Sachverhalt, welchen sie ihrer Verfügung zugrunde gelegt habe, nicht hinreichend abgeklärt habe (
Urk.
1 S. 4-7). Was die psy
chiatri
schen Störungen betreffe, so habe er über die Jahre hinweg immer wieder
kehrende depressive Phasen. Die derzeitige Phase dauere mittlerweile drei Jahre an und, abgesehen von Schwankungen in der Intensität, liessen sich auch heute keine grossen Ver
änderungen für die Zukunft absehen. Werde nun diese innere Tatsache rein durch bestimmte Lebensumstände begründet, dann werde diese Einschätzung dem Krankheitsbild nicht gerecht (
Urk.
1 S. 7).
3.
3.
1
Der Hausarzt des Beschwerdeführers,
Dr.
med.
B._
, FMH Allgemein
medi
zin, nannte in seinem Bericht a
n die Beschwerdegegnerin vom 7.
No
vember 2012 als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit: „F32.2, 2012, Myokardinfarkt 09/98, PTCA/Stent bei KHK 09/98,
obliterierende
Arterio
pathie
, PTA-Stent A,
iliaca
comm
.
bds
06/09.“ Aufgrund der Depression sei der Beschwerdeführer seit dem 1
1.
April 2012 nicht arbeitsfähig. Die Pro
gnose sei offen. Kardial sei der Beschwerdeführer stabil. Es sei eine stationäre Behandlung d
er Depression geplant (
Urk.
9/9
; vgl.
Urk.
9/7/2 und
Urk.
9/7/4).
3.2
Dr.
med.
C._
, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, nannte in ihrem Bericht an die Beschwerdegegnerin vom
8.
November 2012 als
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (1)
eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode (ICD-10 F33.2)
, (2) eine koronare
Eingefäss
er
krankung
sowie eine
obliterierende
Arteriopathie
. Die erste
Konsultation bei ihr habe am 4.
September 2012 stattgefunden. Der Beschwerdeführer sei in einem schwer depressive
n
Zustand mit latenten Suizidgedanken gewesen. Es habe eine akute Belastung durch den Suizid seiner Ehefrau im Sommer 2012 bestan
den. Angesichts des Zustandes habe sie dem Beschwerdeführer schon bei der ersten Konsultation dazu geraten, sich eine stationäre Behandlung zu über
legen. Er sei in der Folge am 2
6.
Oktober 2012 in die psychiatrische
D._
einge
treten. Danach müsse der Zustand neu beurteilt werden. Er sei bis auf weiteres zu 100
%
arbeitsunfähig (
Urk.
9/10).
3.3
Die Ärzte der
D._
, Privatklinik für Psychiatrie und Psycho
thera
pie
,
nannten
in ihrem Bericht an die Beschwerdegegnerin vom 1
2.
März 2013 (Eingangsdatum) als psy
chia
trische Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1)
sowie eine Persönlichkeitsakzentuierung (kombiniert
anankastisch
-paranoid,
ICD-10 Z73.1)
. Als somatische Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit führten sie Krankheiten des Kreislaufsystems in der
Eigen
anam
nese
(Z86.7), Asthma bronchiale (J45), alter Myokardinfarkt (I25.22),
atherosklerotische
Herz
krankheit (I25.11),
Atherosklerose
der Extremitäten (I70.2), kombinierter beid
seitiger Hörverlust durch Schalleitungs- und
Schall
empfindungs
störung
(H90.6) sowie sonstige Rückenbeschwerden,
Lumbosakral
bereich
(M54.87) an. Der Beschwer
deführer habe
vom 2
6.
Oktober 2012 bis
9.
Januar 2013 in stationärer und
hernach bis anfangs April 2013
in teilstationärer Behandlung i
n der psy
chiatrischen
D._
gestanden
.
In seiner bisherigen Tätigkeit als Werk
zeugmacher sei er seit dem 2
6.
Oktober bis 1
2.
April 2013 zu 100
%
arbeitsun
fähig. Psychiatrisch wirkten sich eine deutlich verminderte Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit, Konzentrations- und
Aufmerksam
keits
defizite
und eine Beeinträchtigung des Kurzzeitgedächtnisses auf die Arbeits
fähigkeit aus. Soma
tisch seien dem Beschwerdeführer wegen
Beinlängen
differenz
und koronarer Herzkrankheit keine stehenden Tätigkeiten möglich. Es bestehe eine verminderte Leistungsfähigkeit: Auch im Rahmen der Symptome der Grunderkrankung sowie der Medikation kein Bedienen von gefährlichen Maschinen. Eine Klärung der Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit sei nach ab
geschlossener
teilsta
tionärer
und tagesklinischer Behandlung möglich (
Urk.
9/29
; vgl.
Austrittsbe
richt
der psychiatrischen
D._
vom 2
7.
März 2013,
Urk.
9/21
).
3.4
Im Bericht des
E._
a
n die Beschwerdegegnerin vom 6. Januar 2014 wurden eine
rezidivierende depressive
Störung, anamnestisch seit 1991, gegenwärtig leichte Episode (ICD-10 F33.0)
, und im Übrigen die glei
chen Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit genannt wie im Bericht der psychiatrischen
D._
vom 1
2.
März 2013 (
Urk.
9/37/2; vgl. E. 3.3).
Der Beschwerdeführer stehe seit März 2013 im
E._
in ambulanter Behandlung. Mit der Behandlung habe eine leichte Besse
rung des Antriebs, der Alltags- und Handlungskompetenzen bei regel
mässiger Therapieteilnahme mit wenig Absenzen
erreicht
werden können. Ange
sichts des im Behandlungsverlauf präsentierten psychischen
Zustands
bildes
mit sehr star
ken Einschränkungen der Leistungsfähigkeit, erhöhter
Ermüd
barkeit, Störungen des Antriebes, Beeinträchtigungen der Aufmerk
samkeit und der Kognition, wel
che durch die Schwerhörigkeit und die von ihm angegebenen wieder
holten Gleichgewichtsstörungen sowie
Angst
sympto
matik
mit sozialem Rückzug zusätzlich reduziert werde, sei ein
chroni
fizierter
Verlauf mit erhebli
cher Beschwerdesymptomatik festzuhalten, weshalb der Beschwerde
führer aus psy
chiatrischer Sicht als voll arbeitsunfähig eingeschätzt werde
(Urk. 9/37/1)
.
3.5
Im polydisziplinären Gutachten der
MEDAS Z._
vom 3
0.
Juli 2014
(Urk. 9/50) wurden im Rahmen der interdisziplinären Beurteilung folgende Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit genannt (
Urk.
9/50/18):
rezidivierende depressive Störung (ICD-10 F33), gegenwärtig zumindest mittelgradigen Ausmasses, zeitweise auch leichteren Ausmasses, zum Teil aber auch schweren Ausmasses, kombiniert mit teilweise wahn
haf
ten Elementen oder einer paranoiden Persönlichkeit sowie soma
tischer Komorbidität, bestehend mindestens seit April 2012
zervikospondylogenes
Syndrom mit Multietagendegeneration C4-C7,
ossären
Einengungen der
Foramina
C6/7, Diskushernie C6/7 mit Kom
pression der Wurzel C6 links
Sodann wurden folgende Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit aufgeführt (
Urk.
9/50/18):
Coxarthrose
beidseits, links mehr als rechts
Beinlängendifferenz mit Verkürzung links
koronare, periphere und
hypertensive
Herzkrankheit
Status nach inferiorem
Myocardinfarkt
1998
Periphere arterielle Verschlusskrankheit Unterschenkel links (PAVK US) beidseits mit Stent-Einlage 1998
Status nach
Bakerzystenoperation
, Meniskusoperation 2011
pantonale Schwerhörigkeit beidseits, degenerativen Ursprungs 2013
Asthma bronchiale
Prostata-Hyperplasie
Aus der rheumatologischen Einschätzung ergebe sich eine leichte bis mittel
gradige Reduktion der mechanischen Belastbarkeit vor allem der oberen Abschnitte des Achsenskelettes, namentlich für Arbeitstätigkeiten auf oder über Schulterhöhe, für Arbeitstätigkeit mit chronischer Vorneigehaltung des Nackens mit und ohne gleichzeitige Halsrotation sowie für Arbeitstätigkeiten, welche oberhalb des Blickfeldes stattfinden müssten. Dies führe bei einer aus rheuma
tologischer Sicht bestehenden Arbeitsfähigkeit von 8 Stunden pro Tag zu einer
dekonditionierungsbedingten
Leistungsminderung von maximal 15
%
. Diese Leistungsminderung sei medizinisch-theoretisch durch ein entsprechendes kreislaufaktivierendes Training und durch ein Kraftausdauertraining für die Schulter- und Beckengürtelmuskelgruppen sowie die Rumpfstabilisatoren korri
gier
bar (
Urk.
9/50/19). Im psychiatrischen Teilgutachten würden keine
arbeits
platz
bezogenen
Ressourcen gesehen, ebenfalls würden in der Persönlichkeits
struktur des Beschwerdeführers keine Ressourcen erkannt. Es könnten auch keine Qualitäten wie zielgerichtetes Verhalten, Handeln, Ehrgeiz, Ausdauer erkannt werden. So werde gegenwärtig kein positives Leistungsbild auf dem ersten Arbeitsmarkt erkannt (
Urk.
9/50/20; vgl.
Urk.
9/50/39). Zusammen
fassend könne aus interdisziplinärer Sicht gesehen werden, dass eine rezidi
vierende, latente depressive Situation bereits seit Jahren bestehen könne. Diese
hätte allerdings noch nicht zu einer die Arbeitsfähigkeit vermindernden De
kompen
sation geführt. Das Entstehen der in den Vorberichten immer wieder beschriebenen paranoid-
anankastischen
Persönlichkeitsstruktur könne auch in der „
broken
home
" Situation des Beschwerdeführers mit mangelnder Akzeptanz, Opferrolle, gestörter Entwicklung des Selbstvertrauens, Perspektivenlosigkeit etc. gesehen werden. In diesen Teufelskreis von Depression,
Persönlichkeits
zü
gen
sowie -verhalten könnten auch die geschilderten
klaustro
- und
agorapho
ben
Züge eingereiht werden. Mit dem Weggang des früheren Lehr
meisters als wichtigste stabilisierende Bezugsperson sei das labile psychische System des Beschwerdeführers kollabiert und habe bisher trotz adäquater Behand
lung und kooperativem aber teilnahmslos wirkenden Mitarbeiten des Beschwerdeführers nicht wiederhergestellt werden
können
. So müsse leider die Prognose als unsi
cher bezeichnet werden. Es könne aber empfohlen werden, das bisherige Behandlungskonzept mit tagesstrukturierender Klinik zwei Tage die Woche, der medikamentösen Therapie sowie der Anmeldung für eine geschützte Tätigkeit beizubehalten. Eine Neubeurteilung der Situation könne in zwei Jahren erfolgen (Urk. 9/50/21). Die medizinischen Massnahmen seien mit der medikamentösen Therapie sowie zurzeit Tagesklinikbehandlung weitgehend ausgeschöpft (Urk. 9/50/23).
Zu den qualitativen und quantitativen Beeinträchtigungen wurde im Rahmen der interdisziplinären Beurteilung bemerkt, dass auf der psychischen Ebene eine starke Einschränkung der Leistungsfähigkeit mit erhöhter Ermüdbarkeit, Ver
min
derung des Antriebs, Beeinträchtigung der Aufmerksamkeit und Kon
zentra
tion sowie der Kognition bestehe. Dies bewirke eine medizinisch begrün
dete Arbeitsunfähigkeit von 100
%
. Auf der somatischen Ebene ergäben Nacken
verspannungen und die Einschränkung vor allem der Rotation der HWS eine
dekonditionierungsbedingte
Leistungsminderung von 15
%
. Die korrigierte Beinlängendifferenz sowie der Status nach Meniskusrevision und
Bakerzysten
-Operationen ergäben keine Einschränkung der medizinisch-theoretischen Arbeits
fähigkeit. Ebenso bestehe bei koronarer und
hypertensiver
Herzkrankheit sowie PAVK zurzeit keine arbeitsrelevante Beeinträchtigung (
Urk.
9/50/21). Die Summe der psychiatrisch bedingten Beeinträchtigungen lasse eine Reintegration des Beschwerdeführers in den bisherigen Arbeitsplatz als unwahrscheinlich erscheinen, da er den Leistungsanforderungen nicht gewachsen sei. Die Arbeits
unfähigkeit sei auf die Depression zurückzuführen. Sie bestehe seit dem 1
2.
April 201
2.
Andere (angepasste) Tätigkeiten seien dem Beschwerdeführer nicht zumutbar. Es wäre höchstens eine Arbeit in einer geschützten Werkstätte mit einfachen manuellen Tätigkeiten, stressfreien Abläufen und vertrauensvoller Bezugsperson möglich (
Urk.
9/50/22-23).
3.6
Gemäss den - vom Beschwerdeführer im Rahmen des
Vorbescheidverfahrens
ein
gereichten - Berichten des
F._
vom
4.
Mai 2015 sowie der
A._
vom
7.
und 13. Mai 2015 haben wegen „Hustenanfällen seit zwei Jahren mit zähflüssigem Schleim, Hustensynkopen und Schwindel“ getätigte weitere Abklärungen unter anderem zur Diagnose einer hochgradigen
Arteria
carotis
interna
(ACI) -
Ab
gangsstenose
links geführt. Diese konnte offenbar am
7.
Mai 2015 mittels einer
Stenteinlage
und
perkutane
r
transluminale
r
Angioplastie
(PTA) behoben werden (9/62).
3.7
Laut dem - mit der Beschwerde eingereichten - Bericht von
Dr.
med.
Rudenz
G._
, Facharzt
FMH für Neurologie, vom 2
6.
Juni
2015
(Urk. 3/4)
hat die
neuroangiologische
Untersuchung vom Vortag eine schwere
extrakranielle
Athero
matose
mit
rechtsseitig
leichtgradiger
, links
langstreckig
bis 50
%
steno
sierender
Intima-Media-Wandverdickung der
Communes
, rechts 25
%
steno
sieren
dem
Karotisbifurkationsprozess
mit 25%iger Interna-Abgangsstenose (lokaler
Stenosegrad
, ECST)
,
links proximal des Stents leicht
stenosierendem
Karotisbifur
kationsprozess
, mit vollständiger Ausschaltung einer vormals 70%igen Interna-Abgangsstenose (lokaler
Stenosegrad
, ECST), mit nun suffi
zi
enter
hämodynamischer
Versorgung des linksseitigen Media-Territoriums (kein pathologisches Flussprofil mehr), links neu hochgradiger
Externa-Ab
gangs
ste
no
se
in Stent-Bereich, symptomatisch mit
Claudicatio
masticatoria
links, links leichter zentraler
Subclaviastenose
(und leichter Stenose der
Arteria
thyreoidea
inferior) als weitere mögliche Quellen eines
cervikalen
Strömungs
geräusches
links,
nebenbefundlich
rechts
Vertebralishypop
lasie
(
hämodyna
misch
irrelevant) gezeigt
(Urk. 3/4 S. 2)
. Auf Nachfrage hin habe der Beschwer
deführer berichtet, dass bei ihm eine IV-Berentung abgelehnt worden sei. Dies erscheine aus neu
rologischer Optik nicht nachvollziehbar, da es sich beim Beschwerde
führer um einen Gefäss-Hochrisikopatienten handle, welcher offen
bar zusätzlich an schweren psychiatrischen Störungen (Phobien, Angst
zustände) leide und offen
sichtlich weder arbeitsfähig noch vermittlungsfähig sei
(Urk. 3/4 S. 3)
.
3.8
M
ed.
pract
. H._
, Praktischer Arzt und Facharzt FMH für Urologie, hielt im – ebenfalls mit der Beschwerde eingereichten - Bericht vom 2
9.
Juli 2015 als Diagnosen unter anderem im Wesentlichen fest, er halte den Beschwerdeführer insbesondere aufgrund der weiterhin häufig auftretenden ausgeprägten Schwindelzustände für nicht fähig, einer geregelten Tätigkeit nachzugehen. Sämtliche – im Bericht einzeln aufgezählten – Herz-Kreislauf-Di
agnosen sowie der lange Krankheitsverlauf hätten insbesondere in den letzten Monaten zu einer deutlichen Verschlechterung der psychischen Situation geführt, so dass auch diesbezüglich von einer deutlich eingeschränkten Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden müsse (
Urk.
3/6; vgl. auch
Urk.
13).
4.
4.1
4.1.1
Vorwegzunehmen ist, dass aufgrund der am
8.
Oktober 2012 erfolgten Anmel
dung zum Leistungsbezug (vgl. Sachverhalt Ziffer 1.) ein Rentenanspruch des Beschwerdeführers (frühestens) am
1.
April 2013 entstehen könnte (
Art.
29
Abs.
1 und 3 IVG).
4.1.2
Wie eingangs erwähnt, setzt ein Anspruch auf eine Rente voraus, dass die ver
sicherte Person während eines Jahres ohne
w
esentlichen Unterbruch zu min
destens 40
%
arbeitsunfähig gewesen und nach Ablauf dieses Jahres zu min
destens 40
%
invalid ist (vgl. E. 1.2). Die durchschnittliche Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit während eines Jahres und die nach Ablauf der Wartezeit beste
hende Erwerbsunfähigkeit müssen kumulativ und in der für die einzelnen
Ren
tenabstufungen
erforderlichen Mindesthöhe gegeben sein, damit eine Rente im entsprechenden Umfang zugesprochen werden kann (vgl. Urteil des Bundes
ge
richtes 9C_942/2015 vom 1
8.
Februar 2016 E. 3.1 mit Hinweisen.).
4.1.3
Bei gegebenem Rentenanspruch ist eine allfällige Veränderung des Gesundheits
zustandes nach Massgabe vom
Art.
88a der Verordnung über die Invalidenver
sicherung (IVV) zu berücksichtigen. Das gilt auch dann, wenn bei einer
chroni
fizierten
depressiven Störung eine Schwankung im Schweregrad
krank
heits
typisch
ist (vgl. Urteil des Bundesgerichtes 9C_746/2015 vom 21.
Dezember 2015
E. 4.3.1 mit Hinweis).
4.2
Das Gutachten der
MEDAS Z._
vom 3
0.
Juli 2014 (
Urk.
9/50), auf welchem die angefochtene Verfügung im Wesentlichen gründet, basiert auf internistischen, rheumatologischen (inklusive radiologischen) und psychiatri
schen Untersuchungen und wurde in Kenntnis der
Vorakten
erstattet.
4.3
4.3.1
Der internistische Gutachter hat detaillierte Angaben zur Anamnese gemacht und einen – auch das Herz-Kreislaufsystem umfassenden – internistischen „Status
präsens
“ erhoben (
Urk.
9/50/9-14). Der Anamnese ist dabei zu ent
nehmen, dass der Beschwerdeführer anlässlich der internistischen Begut
achtung im Mai 2014 unter anderem angegeben hatte, er verspüre beim Treppensteigen Atemnot und Druck. Nach zwei bis drei Treppen müsse er eine Pause einschal
ten. Beim Aufrichten sowie bei
Reklination
bestünden
Schwindel
erscheinungen
. Der Husten werde als würgend, ohne Auswurf beschrieben. Gelegent
lich habe er geschwollene Knöchel, Hände und Füsse (Urk. 9/50/12). Sodann hat der Beschwerdeführer offenbar anlässlich der allgemein-inter
nistischen Untersu
chung beim Schluckakt über ein Globus-Würgen geklagt (
Urk.
9/50/13). Der internistische Gutachter stellte seinerseits fest, dass der Beschwerdeführer nach der allgemein-internistischen Untersuchung erschöpft gewirkt habe (Urk. 9/50/14). Im Rahmen der Gesamtbeurteilung – eine separate internistische Beurteilung liegt nicht vor – haben sich die Gutachter weder mit diesen Anga
ben zur aktuellen Befindlichkeit des Beschwerdeführers noch mit den betreffen
den Angaben in den
Vorakten
auseinandergesetzt. Dies wäre aber erforderlich gewesen. Aus dem Protokoll über das am 2
2.
Oktober 2012 mit dem Beschwer
deführer durchgeführte Standortgespräch geht nämlich hervor, dass er vor der Krankschreibung im April 2012 von seiner damaligen Arbeitgeberin wegen dreier Ohnmachtsanfälle zum Arzt geschickt worden war (
Urk.
9/6/2). Gemäss deren Angaben im Fragebogen für
Arbeitgebende
vom 1
6.
November 2012 hatte sodann ein Arbeitsversuch im August 2012 abgebrochen werden müssen, da das Unfallrisiko – die bisherige Tätigkeit als Werkzeugschleifer des Beschwerdeführers beinhaltete namentlich auch Arbeiten an Maschinen – zu gross gewesen sei (
Urk.
9/11/14). Im Weiteren wurde im Bericht der
D._
vom 1
2.
März 2013 ausdrücklich darauf hingewiesen, dass der Beschwerdeführer im Rahmen der Symptome der Grunderkrankung sowie der Medikation keine gefährlichen Maschinen bedienen könne (vgl. E.
3.3).
4.3.2
Der rheumatologische Gutachter beschränkte sich in seinem rheumatologischen Teilgutachten vom 1
1.
Juni 2014 - ebenfalls - auf die Beurteilung der aktuellen Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers. Er kam zum Schluss, dass der Beschwer
deführer in einer der reduzierten Belastbarkeit der oberen Abschnitte
des Achsenskelettes Rechnung tragenden angepassten Tätigkeit während
8 Stun
den am Tag arbeitsfähig sei, wobei eine
dekonditionierungsbedingte
Leistungs
minderung
von ca. 15
%
bestehe. Diese Leistungsminderung sei durch ein ent
sprechendes kreislaufaktivierendes Training (sofern aus
internmedizini
scher
Sicht hierzu keine Kontraindikationen bestünden) und durch ein
Kraft-Kraft
ausdauertraining
für die Schulter- und Beckengürtelmuskelgruppen sowie die Rumpfstabilisatoren korrigierbar (Urk. 9/50/46).
Im Rahmen der Gesamtbeurteilung wurde die vom rheumatologischen Gutachter aufgeworfene Frage nach allfälligen Kontraindikationen bezüglich eines
kreis
laufaktivierenden
Trainings nicht thematisiert (Urk. 9/50/19), was mit Blick auf die besagten Angaben zur Befindlichkeit des Beschwerdeführers im Zeitpunkt der Begutachtung aber erforderlich gewesen wäre. Es kann daher nicht einfach davon ausgegangen werden, dass im Zeitpunkt der Begutachtung aus somati
scher Sicht eine behebbare und damit bloss vorübergehende
Leistungsminde
rung
in angepasster Tätigkeit bestand. Ausserdem hat der rheumatologische
Gutachter keine Angaben zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in bishe
riger Tätigkeit gemacht.
4.3.3
Es ergibt sich somit, dass das MEDAS-Gutachten keine zuverlässige Grundlage zur Beurteilung des somatischen Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers darstellt.
4.3.4
Hinzu kommt, dass aufgrund der fachärztlichen Angaben in den vom Beschwer
deführer im Rahmen des Vorbescheid- und Beschwerdeverfahrens eingereichten Berichten (vgl. E. 3.6-7) Grund zur Annahme besteht, dass sich die kardiale Situation nach der Begutachtung im Sommer 2014 bis zum massgeblichen Zeit
punkt der angefochtenen Verfügung (Juli 2015) erheblich verschlechtert haben könnte. So stellte der Hausarzt offenbar bereits im Dezember 2014 eine hoch
gradige Interna-Abgangsstenose links fest (
Urk.
13 S. 2). Diese konnte zwar im Mai 2015 mittels PTA und
Stenteinlage
behoben werden. Die damals wie auch im Juni 2015 durchgeführten Untersuchungen zeigten aber neu unter anderem auch eine hochgradige Abgangsstenose
externa
links (vgl. E. 3.6-7). Sodann bestanden laut den Berichten von
Dr.
G._
vom 26. Juni 2015 und von
Dr.
H._
vom 2
9.
Juli 2015 (vgl. E. 3.8) weiterhin Schwindelerscheinungen (vgl. E. 3.7-8).
4.4
4.4.1
Laut der – im Rahmen der Gesamtbeurteilung übernommenen – Beurteilung im psychiatrischen Teilgutachten vom 1
1.
Juni 2014 (
Urk.
9/50/40) leidet der Beschwerdeführer unter einer
rezidivierende
n
depressive
n
Störung (ICD-10 F33), gegenwärtig zumindest mittelgradigen Ausmasses, zeitweise auch leichteren Aus
masses, zum Teil aber auch schweren Ausmasses, kombiniert mit teilweise wahnhaften Elementen oder einer paranoiden Persönlichkeit
sowie somatischer Komorbidität
. Diese Beurteilung steht mit den in den
Vorakten
sowie im psy
chiatrischen Teilgutachten vom 1
1.
Juni 2014 erhobenen Befunden in Einklang und erscheint überzeugend.
Umstritten und zu prüfen ist, ob aufgrund dieser Diagnose auf einen invalidi
sierenden psychischen Gesundheitsschaden geschlossen werden kann (vgl. E.
1.6).
4.4.2
In den
k
linisch-diagnostische
n
Leitlinien der Internationalen Klassifikation psy
chischer Gesundheitsstörungen der Weltgesundheitsorganisation, ICD-10 Kapitel V (F),
Dilling
/
Mombour
/Schmidt (Herausgeber),
9. Auflage, Bern 2014, S. 169 f., werden unter F32 die depressiven Episoden (leicht-, mittel-,
schwergradig
) und unter F33 die rezidivierenden Störungen umschrieben.
Bei einer rezidivierenden depressiven Störung gemäss ICD-10 F33 handelt es sich gemäss den genannten
Leitlinien um eine Störung, die durch wiederholte (leichte, mittelgradige oder schwere) depressive Episoden charakterisiert ist. Die einzelnen Episoden dauern zwischen drei und zwölf Monaten. Die Besserung zwischen den einzelnen Epi
soden ist dabei im Allgemeinen vollständig, wobei nur (aber immerhin) eine Minderheit von Patienten eine anhaltende Depression entwickelt (für welche ebenfalls die Kategorie F33 verwendet werden sollte; vgl. ICD-10 Kapitel V [F], a.a.O., S. 176 f.).
Leicht bis höchstens mittelgradig schwere Störungen aus dem depressiven
For
menkreis
sind in der Regel therapierbar. Nach der Rechtsprechung setzt die Annahme einer invalidisierenden Wirkung bei solchen Störungen voraus, dass eine konsequente Depressionstherapie befolgt wird, deren Scheitern das Leiden als resistent ausweist. Fehlt es daran, ist in der Regel keine invalidisierende Wirkung des Gesundheitszustandes anzunehmen (statt vieler: Urteil des Bun
desgerichtes 8C_131/2016 vom 1
4.
Juli 2016 E. 5.3.1 mit Hinweis).
4.4.3
Gemäss den Vorberichten bestand ab April 2012 (vgl. E. 3.1 und E. 3.2) zunächst eine mittelschwere bis schwere und im September 2012 eine schwere depressive Episode. Im März 2013 wurde ein mittelgradiges (E. 3.3), im Januar 2014 ein
leichtgradiges
(vgl. E. 3.4) und im Juni 2014 (psychiatrische Begut
achtung) ein „mindestens“ mittelgradiges depressives Zustandsbild beschrieben (vgl. E. 3.5). Seit September 2012 stand der Beschwerdeführer in fachärztlicher Behandlung (zunächst ambulant bei Dr.
C._
, vom 2
6.
Oktober 2012 bis
9.
Januar 2013 stationär sowie vom 14. Februar bis 2
8.
März 2103 teilstationär in der
D._
, anschliessend bis zur Begutachtung ambulant im
E._
), wobei im Zeitpunkt der Begutachtung ein Behandlungskonzept mit tagesstrukturierender Klinik an zwei Nachmittagen pro Woche sowie medikamentöser Therapie (
Venlafaxin
250mg und
Quetiapin
350mg) bestand (
Urk.
9/50/32; vgl. E. 3.2-4). Eine vollständige Remission der depressiven Symptomatik trat gemäss Aktenlage im genannten Zeitraum nicht ein und ist laut dem psychiatrischen Gutachter auch bei Fortführung der – von ihm als grundsätzlich adäquat bezeichneten – Behandlung nicht zu erwarten.
4.4.4
Zwar steht ausser Frage, dass psychosoziale Belastungsfaktoren bei der Entste
hung und Aufrechterhaltung der aktenkundigen depressiven Symptomatik des Beschwerdeführers eine wichtige Rolle spielten. Davon, dass das klinische Beschwerdebild einzig in Beeinträchtigungen besteht, welche von den belasten
den psychosozialen Faktoren herrühren, kann jedoch nicht die Rede sein. Die aktenkundigen Befunde weisen vielmehr eine von einem depressiven Ver
stimmungszustand klar unterscheidbare andauernde Depression schwankenden Ausmasses im fachmedizinischen Sinn aus. Der psychiatrische Gutachter hat
denn auch ausdrücklich darauf hingewiesen, dass er von einer echten „Major Depression“ im Sinne depressiver Episoden der Kategorie F33 ausgehe; natürlich bestünden auch reaktive Anteile, dies aber im Sinne von Auslöser und nicht im Sinne von Ursachen (
Urk.
9/50/40). Entgegen der Auffassung der
Beschwerde
gegnerin
liegt daher auch aus rechtlicher Sicht ein potentiell relevantes psychi
sches Leiden vor.
4.4.5
Eine andere Frage ist, ob die diagnostizierte rezidivierende depressive Störung
wie sowohl von den behandelnden Fachärzten als auch den Gutachtern postu
liert
aus invalidenversicherungsrechtlicher Sicht eine seit April 2012 bis zur Verfügung vom
7.
Juli 2015 anhaltende 100%ige Arbeitsunfähigkeit sowohl in bisheriger als auch in angepasster Tätigkeit zu begründen vermag.
Dazu ist zu bemerken, dass zwar bei einer – andauernden – schweren depressi
ven Symptomatik in der Regel ohne
Weiteres
auf eine vollständige Arbeitsunfä
higkeit geschlossen werden kann. Vorliegend wurde ein schweres depressive
s
Zustandsbild aber erstmals im September 2012 fachärztlich festgestellt (vgl. E.
3.2). Laut Austrittsbericht der psychiatrischen
D._
vom 2
7.
März 2013 bestand sodann damals
nurmehr
eine mittelgradige und laut Bericht des
E._
vom
6.
Januar 2014 sogar
nurmehr
eine leichte depressive Symptomatik, wobei eine Verbesserung des Zustandsbildes offenbar bereits im Oktober 2013 zu bemerken gewesen war (vgl.
Urk.
9/29 und E. 3.4).
Wurde – wie hier – eine mittelgradige resp.
leichtgradige
depressive Symptoma
tik fachärztlich festgestellt und dauert diese trotz grundsätzlich adäquater Behandlung an, so lässt dies zwar auf eine invalidenversicherungsrechtlich relevante Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit schliessen. Eine gänzliche Arbeitsunfähigkeit lässt sich damit aber nicht ohne Weiteres begründen, zumal gemäss der Beurteilung sämtlicher mit dem Beschwerdeführer befassten Fach
ärzte daneben kein weiteres invalidisiere
ndes psychisches Leiden bestand
(vgl. E. 3.3-5; zur fehlenden invalidisierenden Wirkung von Z-Diagnosen vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichtes 8C_131/2016 vom 1
4.
Juli 2016 E. 5.2 mit Hinweisen). Die Angaben in den genannten Berichten vom 1
2.
und 2
9.
März 2013 sowie vom
6.
Januar 2014 lassen denn auch darauf schliessen, dass die behandelnden Fachärzte ihren Beurteilungen den (somatischen und psychi
schen) Gesamtbefund zugrunde gelegt haben. Zudem scheint auch die schwierige psychosoziale Belastungssituation in die Beurteilung miteingeflossen zu sein. Schliesslich dürften sie als behandelnde Ärzte auch zu einer wohl
wollenden Beurteilung geneigt (gewesen) sein. Gegen die Annahme einer ab März 2013 weiterhin andauernden 100%igen Arbeitsunfähigkeit spricht schliesslich insbesondere auch die laut Bericht des
E._
vom
6.
Januar 2014
„vom Versicherten postulierte und praktizierte
Fahrfähig
keit
“
(
Urk.
9/37/1
; vgl.
Urk. 9/50/35).
Der psychiatrische Gutachter hielt zur (aktuellen) Arbeitsfähigkeit des Beschwer
deführers fest, dass er – der Gutachter - keine arbeitsplatzbezogenen Ressourcen sähe, es aktuell leider nicht vorstellbar sei, eine Tätigkeit des ersten Arbeitsmarktes so anzupassen, dass hier eine geldwerte Leistung erbracht wer
den könnte, und dass die Prognose aus psychiatrischer Sicht angesichts redu
zierter Ressourcen, des Alters sowie des ungünstigen Verlaufs in den letzten drei Jahren trotz im Wesentlichen adäquater Therapie nicht nur günstig sei. Die Arbeitsfähigkeit in Bezug auf eine Verweistätigkeit sollte jedoch nach Ablauf von zwei Jahren nochmals geprüft werden. Kurz und mittelfristig sei aufgrund erheblicher psychiatrischer Erkrankung keine geldwerte Arbeitsleistung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu erzielen (
Urk.
9/50/39-41).
Dazu ist
festzuhalten
, dass der psychiatrische Gutachter zwar ein „mindestens“ mittelschweres depressives Zustandsbild feststellte. Auch er geht aber nicht - mehr - von einer schweren depressiven Symptomatik aus. Die von ihm erhobe
nen Befunde lassen denn auch nicht auf das Vorliegen einer solchen schliessen (
Urk.
9/50/33-35). Bei seiner Einschätzung der psychisch bedingten Arbeitsun
fähigkeit mit 100 % scheint der psychiatrische Gutachter sodann ins
besondere auch das Alter des Beschwerdeführers mitberücksichtigt zu haben, welches bei der Bestimmung der (medizinisch-theoretischen)
Restarbeitsfähig
keit
jedoch ausser Acht zu lassen ist (vgl. aber E. 5).
Was schliesslich den Verlauf nach der Begutachtung betrifft, hielt
Dr.
H._
im genannten Bericht vom 2
9.
Juli 2015 (vgl. E. 3.8) zwar fest, dass sich mit der somatischen auch die psychische Situation deutlich verschlechtert habe. Man
gels konkreter Befunde und da
Dr.
H._
als Facharzt für Urologie nicht beru
fen ist, den psychischen Gesundheitszustand sowie dessen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit zu beurteilen, vermag – auch – dieser Bericht keine psy
chisch bedingte gänzliche Arbeitsunfähigkeit zu belegen.
4.4.6
In psychischer Hinsicht weisen die vorliegenden medizinischen Akten demnach nur (aber immerhin) auf eine invalidenversicherungsrechtlich grundsätzlich relevante Arbeitsunfähigkeit unterschiedlichen Ausmasses seit April 2012 hin, wobei sich dieses aber mangels einer konkreten, den gesamten relevanten Zeit
raum umfassenden fachärztlichen Stellungnahme nicht genau feststellen lässt.
4.
5
Es ergibt sich somit, dass sich aufgrund der vorliegenden Akten der somatische Gesundheitszustand sowie dessen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit im relevanten Zeitraum nicht zuverlässig beurteilen lassen. Auch in psychischer
Hinsicht lassen die vorliegenden Akten eine abschliessende Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers nicht zu.
Angesichts des sich aus den Akten ergebenden (somatischen und psychischen) Gesamtbefundes kann immerhin festgehalten werden, dass im Zeitpunkt des
frühest
möglichen Rentenbeginns (April 2013; vgl. E. 4.1) die durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers in bisheriger Tätigkeit im vorange
gangenen Jahr mindestens 70
%
betragen haben dürfte. Abgesehen davon, dass die Zumutbarkeit der bisherigen Tätigkeit angesichts der gemäss Aktenlage bereits damals bestehenden und seither persistierenden Schwindelerscheinungen als höchst fraglich erscheint, lag gemäss den Vorberichten seit April 2012 eine mittelschwere resp. (zumindest ab September 2012) eine schwere depressive Symptomatik vor und hielt sich der Beschwerdeführer vom 26. Oktober 2012 bis Ende März 2013 stationär resp. teilstationär in der
D._
auf
(vgl. E. 3.3-4).
Im Weiteren besteht nach dem Gesagten Grund zur Annahme, dass nach Ablauf des Wartejahres - auch - in einer angepassten Tätigkeit anhaltende, nicht nur psychisch, sondern auch somatisch bedingte quantitative und qualitative Ein
schränkungen bestanden haben könnten. Dies gilt insbesondere auch für die Zeit nach der Begutachtung bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung.
4.
6
Eine rentenbegründende Invalidität erscheint daher überwiegend wahrscheinlich gegeben (vgl. E. 4.1). Zur Bestimmung des Ausmasses der – medizinisch-theo
retischen – Restarbeitsfähigkeit resp. des Invaliditätsgrades im massgeblichen Zeitraum wäre jedoch eine Ergänzung des medizinischen Sachverhaltes erfor
derlich. Von einer Rückweisung der Sache zur Vornahme ergänzender medizi
nischer Abklärungen ist aufgrund der nachfolgenden Erwägungen jedoch abzusehen.
5.
5.1
Wie eingangs dargelegt, ist für die Frage der Rentenberechtigung die Verwert
bar
keit der Restarbeitsfähigkeit in dem Zeitpunkt massgebend, in wel
chem die medizinische Zumutbarkeit einer (Teil-)Erwerbstätigkeit feststeht (BGE 138 V 457; vgl. E. 1.4). Bei Vornahme ergänzender medizinischer Abklärungen wäre dies vorliegend voraussichtlich im Verlauf des Jahres 2017 der Fall.
5.2
Der Beschwerdeführer wird im August 2017 61 Jahre alt. Er ist von Beruf
ange
lern
ter Werkzeugmacher
(3 Lehrjahre ohne Abschluss), hat kurze Zeit als
Taxi
chauffeur
gearbeitet und ein Restaurant betrieben,
welches jedoch Konkurs ging. S
eit März 1997
war er bis zur Krankschreibung im April 2012 für die glei
che
Arbeitgeber
in
als Werkzeugschleifer
tätig, wobei diese das Arbeitsverhältnis
inzwischen aufgelöst hat (
Urk.
9/29/7 und
Urk.
9/58). Beim Beschwerdeführer liegt nach dem Gesagten nebst der
offenbar progredienten
Herzkrankheit sowie weiteren somatischen Leiden eine rezidivierende depressive Störung mit teilweise wahnhaften oder paranoiden Elementen vor, welche sich nach der Beurteilung sämtlicher mit dem Beschwerdeführer befassten Ärzte auf die Arbeitsfähigkeit auswirkt(e). In sozialer Hinsicht bestehen laut dem Gutachten der
MEDAS Z._
eine reduzierte Fähigkeit, sich an Regeln und Routinen anzupassen und sich in Organisationsabläufe einzufügen, sowie ein verminder
tes Strukturierungsvermögen (
Urk.
9/50/22). Unter diesen Umständen ist auch unter Berücksichtigung
der relativ hohen Hürden, welche das Bundesgericht für die Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit älterer Menschen entwickelt ha
t
(
vgl. Urteil des Bundesgerichtes
8C_345/2013 vom 10. September 2013, E
. 4.3), anzunehmen, dass die Arbeitskraft des Beschwerdeführers jedenfalls in dem Zeitpunkt, in welchem die Restarbeitsfähigkeit zuverlässig beurteilt werden könnte, nicht mehr nachgefragt würde, weshalb die Restarbeitsfähigkeit nicht mehr verwertbar wäre.
5.3
Die Beschwerdegegnerin hat demnach ab dem
1.
April 2013 (vgl. E. 4.1 und E. 4.7) Anspruch auf eine ganze Rente der Invalidenversicherung (vgl. E. 1.4). Dies führt zur teilweisen Gutheissung der Beschwerde. Im Übrigen (Anspruch auf eine Rente vom
1.
Oktober 2012 bis 3
1.
März 2013) ist sie abzuweisen.
6
.
6
.1
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen
(Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 600.-- anzusetzen.
Da der Beschwerdeführer nur marginal unterliegt, rechtfertigt es sich, die Kosten vollumfänglich der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
6
.2
Der anwaltlich vertretene Beschwerdeführer hat gestützt auf Art. 61
lit
. g ATSG in Verbindung mit § 34 Abs. 1 und 3 des Gesetzes über das
Sozialversi
che
rungsgericht
Anspruch auf eine Prozessentschädigung
,
wobei
diese
ohne Rück
sicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses zu bemessen und
antragsgemäss (vgl.
Urk.
15)
auf
Fr.
3‘0
5
1.85
(inkl. Barauslagen
und Mehrwertsteuer) festzusetzen ist. Eine Reduktion ist nicht vorzunehmen, da der Beschwerdeführer nur marginal unter
liegt und der beantragte frühere Rentenbeginn
den Prozessaufwand nicht wesentlich beeinflusst hat
.
6.
3
Das Gesuch des Beschwerdeführers um
Bewilligung der unentgeltlichen Rechts
pflege erweist sich damit als
gegenstandslos.