Decision ID: 98b477b9-378e-47d8-aeb0-3fe0dc0d8b6a
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Der 1971 geborene
X._
,
gelernter
Zimmermann,
wanderte 2011 in die Dominikanische Republik aus. 2014 hielt er sich
vorübergehend
in
der Schweiz auf
, um mit temporären Arbeitstätigkeiten Einkommen zu erzielen
.
Ab
dem 1
5.
Mai 2014
war er
unter anderem
als Service-Angestellter
bei der
Z._
an
gestellt und dadurch bei der AXA
Winterthur
(heute: AXA Ver
s
icherungen AG, kurz: AXA)
obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert
.
Am 2
3.
September 2014 stürzte
er
kopfüber
vom Fahrrad
(vgl. Unfall
meldung vom
4.
November 2014,
Urk.
8/
A1)
.
Daraufhin wurde er von Kollegen ins
A._
verbracht, wo er v
om 2
3.
Septem
ber bis
2.
Oktober 2014
hospitalisiert
war
.
Die erstbehandelnden Ärzte diag
nostizierten
radiologisch und computertomographisch
multiple Frakturen im Bereich der Hals- und
Brustwirbelkörper
(HWK/BWK
)
sowie in der rechten Hand
. Kopfschmerzen habe der Versicherte verneint
. Die
Frakturen
an der Hand
wurden
operativ
und die
HWK
-
Verletzungen
konservativ
(Halskragen, Physio- und Ergotherapie)
behandelt. Ausserdem wurde
dem
Versicherte
n
eine
100
%
ige
A
rb
eitsunfähig
keit attestiert
(
Austrittsbericht vom
7.
Oktober 2014,
Urk.
9/
M1
; Operationsbericht vom 2
7.
September 2014,
Urk.
9/
M12
)
.
Die
AXA
anerkannte den Schadensfall und erbrachte
die gesetzlichen Leis
tungen
.
Das zufolge persistierender HWS-Beschwerden
(vgl. Verlaufsbericht des
A._
vom
7.
Januar 2015,
Urk.
9/
M23)
im
A._
durchgeführte MRI vom 1
8.
Feb
ruar 2015
ergab
vollständig konsolidierte
Frakturen
(
Urk.
9/
M20/1,
Urk.
9/
M24
).
Im März
2015 wurde das
Osteosynthesematerial
an der rechten Hand entfernt.
Der beurteilende Radiologe des
A._
notierte eine progrediente Konsolidation (Bericht vom 1
7.
März 2015,
Urk.
9/
M27).
Ab
April 2015 konnte der Versicherte seine Hand im Alltag problemlos
wieder
einsetzen
(
vgl. Bericht der behandelnden Ergotherapeutin vom 1
7.
April 2015,
Urk.
9/
M21). Demgegenüber beklagte
er
persistierende Beschwerden
im Bereich der HWS mit begleitenden Kopfschmerzen (
Urk.
9/
M23,
Urk.
9/
M20)
.
Der behandelnde Hausarzt
Dr.
med.
B._
, Facharzt FMH für Allgemeine Medizin, diagnostizierte ein chronisches Schulter-Nacken-Kopfschmerz-Syndrom (
Urk.
9/
M25).
Im
Juni 2015
kehrte der Versicherte
in die Karibik zurück
, wo die HWS-Beschwerden
bis Dezember 2015
weiterhin mittels Physiotherapie
und Massagen
behandelt wurden (
Urk.
9/
M27,
Urk.
9/
M29). Im weiteren Ver
lau
f veranlasste die AXA
das rheumatologische Gutachten von
Dr.
med.
C._
, Facharzt FMH für Rheumatologie und Innere Medizin, vom
2
2.
Febru
ar 2016
(
Urk.
9/
M/30).
Gestützt darauf
stellte
sie
dem Versicherten
die
Einstellung der bisher erbrachten Versicherungsleistungen per 1
1.
Juni 2016 in Aussicht
(
Urk.
8/A
77). Mit Schreiben vom 1
8.
April 2016 teilte der Versicherte der AXA mit, er sei
mit der Leistungseinstellung nicht einver
standen. Insbesondere
leide er anhaltend an migräneartigen Kopfschmerzen, welche noch nicht abgeklärt worden seien (
Urk.
8/
A81/1).
Daraufhin holte die AXA das n
eurologische Konsilium von
Dr.
med.
D._
, Facha
rzt FMH für Neurologie, vom
7.
Juni 2016
ein
(
Urk.
9/
M31
).
Dr.
D._
kam
zum Schluss, aus neurologischer Sicht bestünden keine objektivierbaren Befunde, welche die beklagten Beschwerden erklären liessen.
Am
1.
Juli 2016 gab
Dr.
med.
E._
, Facharzt FMH für Neurologie und beratender Arzt der AXA, eine medizinische Stellungnahme ab (Urk.
9/
M32).
Mit Verfügung vom 1
1.
Juli 2016 stellte die AXA ihre Versicherungsleistungen per 1
1.
Juni 2016 ein. Gleichzeitig verneinte sie einen Rentenanspruch
des Versicherten
und
sprach
ihm
für
den verbleibenden Integritätsschaden
eine Integritäts
entschä
di
gung
in Höhe von
7.5
%
zu (
Urk.
8/
A88).
Die am
5.
September 2016 dage
gen erhobene Einsprache (
Urk.
8/
A89/2) wie
s
die AXA n
ach
Beizug
d
er bera
tenden ärztlichen Stellungnahme von
Dr.
med.
F._
, Facharzt FMH für Physikalische Medizin und Rehabilitation spez. Rheumaerkrankungen,
vom 3
1.
März 2017
(
Urk.
8/
M33) mit
Einspracheentscheid
vom 1
2.
Mai 2017 ab (
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob
X._
am 1
9.
Juni
2017 Beschwerde und bean
tragte, es sei der angefochtene Entscheid aufzuheben und
ihm
unter Berücksich
tigung eines leidensbedingten Abzugs in der Höhe von 10
%
eine Rente
auf der Basis eines Invaliditätsgrades von 10
%
sowie eine Integritäts
ent
schä
digung auf der Basis eine
r Integritätseinbusse
von 10
%
auszurichten. Even
tualiter seien weitere Abklärungen bei einem
Traumatologen
vorzunehmen
(
Urk.
1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom
23.
August 2017
schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerd
e (
Urk.
7
)
, was dem Beschwer
deführer am 2
4.
August
2017 zur Ken
ntnis gebracht wurde (
Urk.
10
).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September
2015 beziehungsweise am 9. Novem
ber 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundesge
setzes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen,
die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat
(vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).
Der hier zu be
urteilende Unfall hat sich am
2
3.
September 2014
ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Nach
Art.
10
Abs.
1 UVG hat die versicherte P
erson Anspruch auf die zweck
mäs
sige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig (
Art.
6 des Allgemeinen Teils des Sozialversicherungs
gesetzes [ATSG]), so steht ihr gemäss
Art.
16
Abs.
1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10
%
invalid (
Art.
8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (
Art.
18
Abs.
1 UVG [in der ab
1.
Juli 2001 geltenden Fassung]). Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes er
wartet werden kann und allfällige Einglie
derungsmassnahmen der Invaliden
versicherung (IV) abgeschlossen sind. Mit dem
Rentenbeginn fallen die Heilbe
handlung und die Taggeldleistungen dahin (
Art.
19
Abs.
1 UVG).
1
.3
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird da
s Erwerbseinkommen, das die ver
sicherte Person nach Eintritt der unfallbedingten Invalidität und nach Durchführung allfälliger Ein
glie
derungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).
1.4
Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau er
mittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt. Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte miteinander zu vergleichen. Wird eine Schät
zung vorgenommen, so muss diese nicht unbedingt in einer ziffernmässigen Fest
legung von Annäherungswerten bestehen. Vielmehr kann auch eine Gegenüber
stellung blosser Prozentzahlen genügen. Das ohne Invalidität erzielbare hypothetische Erwerbseinkommen ist alsdann mit 100
%
zu bewerten, während das Invalideneinkommen auf einen entsprechend kleineren Prozentsatz veranschlagt wird, so dass sich aus der Prozentdifferenz der Invaliditätsgrad ergibt (so genannter Prozentvergleich; BGE 128 V 29 E. 1, 114 V 310 E. 3a mit Hinweisen; AHI 2000 S. 309 E. 1a mit Hinweisen).
1.5
Für die Invaliditätsbemessung bei Erwerbstätigen mit Wohnsitz im Ausland sind die beiden Vergleichseinkommen, Validen- und Invalideneinkommen, grundsät
zlich bezogen auf denselben Arbeitsmarkt zu ermitteln. Aufgrund der theo
retischen und abstrakten Natur des Begriffs der ausgeglichenen Arbeitsmarktlage im Sinne von
Art.
16 ATSG ist es bedeutungslos, dass die versicherte Person im Ausland wohnt. Anderseits gestatten die Unterschiede in den Lohnniveaus und den Lebenshaltungskosten zwischen den Ländern nicht einen objektiven Ver
gleich der in Frage
stehenden Einkommen über die Grenzen hinweg (BGE 137 V 20 E. 5.2.3.2).
1
.6
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vor
akten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin erwog im angefocht
enen
Einspracheentscheid
im Wes
ent
lichen,
gestützt auf die medizinische Aktenlage sei aufgrund des seit Monaten unveränderten Gesundheitszustand
s
von weiteren medizinischen Massnahmen keine
namhafte Verbesserung zu erwarten. In einer angepassten Verweistätigkeit sei der Beschwerdeführer voll arbeitsfäh
ig. Aus dem Einkommensvergleich
resul
tiere unter Berücksichtigung eines leidensbedingten Abzuges von 5
%
ein ren
ten
ausschliessender Invalid
itätsgrad von 5
%
.
Gestützt auf die
Tabelle 7 (Integri
tätsschaden bei Wirbelsäulenaffektionen) der Suva
sei vorliegend ein schmerz
bedingter Integritätsschaden von 7.5
%
gerechtfertigt. Insbesondere bestehe ohne medizinische Anhaltspunkte für eine künftige Verschlimmerung nicht auto
ma
tisch ein Anspruch auf den maximalen Tabellenwert von 10
%
(
Urk.
2).
2.2
Dagegen wandte der Beschwerdeführer im Wesentlichen ein, noch immer würden i
h
n täglich Verkrampfungen im Nacken, häufig einhergehend mit Kopfschmerzen, belasten. Er sei selbst für angepasste Tätigkeiten nicht zu 100
%
arbeitsfähig. Ausserdem habe die Beschwerdegegnerin seinen Gesundheitszustand zu wenig abgeklärt (
Urk.
1).
2.3
Au
fgrund der medizinischen Akten
ausgewiesen
und unbestritten ist, dass
der Endzustand erreicht ist (vgl.
Urk.
1,
Urk.
9/
M30 S. 26
,
Urk.
9/
M31 S. 3
) und eine wesentliche Verbesserung des Gesundheitszu
standes durch medizinische Mass
-
nah
men nicht mehr zu erwarten is
t. Strittig und zu prüfen bleiben
ein allfälliger Rentenanspruch
sowie die Höhe
der
Integrität
s
entschädigung.
3.
3.1
Dem Austrittsbericht des
A._
betreffend die
Hospitalisation
vom 2
3.
September bis
2.
Oktober
2014 sind folgende Di
agnosen zu entnehmen (
Urk.
9/
M1
):
-
Stabile Fle
xions-Distraktionsverletzung C
6/7
-
Fraktur Lamina HWK 7 rechts mit Einstrahlung in das Facettengelenk
-
Fraktur
Processus
spinosus
HWK 6
-
Ruptur des vorderen und hinteren Längsbandes sowie
Lig
.
flavums
als auch der intra
s
pinalen
Ligamante
C 4/5 und
C5/6
-
Riss
Anulus
fibrosus
C6/7 und
Diskusprotrusion
-
Links- und kaudal betonte Keilimpressionsfraktur BWK 4
-
Wenig disloziert
e
Sternumfraktur
Übergang
Manubrium
/Korpus
-
Nicht dislozierte Rippenserienfraktur Costa II - V rechts dorsal
-
Dislozierte, nach
palmar
abge
kippte
subcapitale
Os metacarpal
e V-Fraktur rechts
-
Dislozierte Fraktur Basis Os metacarpale III/IV rechts
Der Beschwerdeführer habe unmittelbar nach dem Velosturz ohne Helm starke Schmerzen über dem Brustbein sowie im Bereich der rechten Hand verspürt. Übelkeit, Erbrechen und Kopfschmerzen habe er indes verneint. Bei unauffälligem Verlauf
habe
der Beschwerdeführer schmerzkompensiert und mit reizlosen
Wun
den in die ambulan
te Behandlung entlassen werden
können
(
Urk.
9/M
1
S. 2 f.).
3.2
Das
zufolge persistierender HWS-Beschwerden durchgeführte
MRI
der HWS vom 1
8.
Februar 2015 beurteilten die Radiologen des
A._
im Wesentlichen
wie folgt
(
Urk.
9/M24)
:
-
Ehemalige Fraktur der Massa
lateralis
von HWK 7 rechts sowie der Lamina links aktuell nicht mehr abgrenzbar, am ehesten vollständig konsolidiert
.
-
Pseud
arthrose
der gering dislozierten Fraktur des
Processus
spinosus
von HWK 6
.
-
Vollständige
Regredienz
des ehemaligen Weichteilödems interspinal
.
-
Dorsales Ligament nun durchgehend mit geringen narbigen Verände
rungen
.
-
Keine Myelopathie, keine
Myelonkompre
ssion
, keine Neurokom
pressio
nen
.
3.3
Mit Arztbericht vom 2
1.
Juli 2015 diagnostizierte der seit dem 3
0.
März 2015 nachbehandelnde
Dr.
B._
ein chronisches Schulter-Nacken-Schmerz-Syn
drom mit persistierenden somatischen und
psychosomatischen Unfallfolgen;
im Vordergrund
stünden
rezidivierende Ko
pfschmerzen und Schlafstörungen (unter Medikation nur teilweise geringer empfunden). Aktuell nehme der Beschwer
de
führer keine Medikamente ein. Gegenwärtig seien nur körperlich leichte Arbeiten in sehr begrenzten zeitlichen Verhältnissen möglich. So beklage der Beschwerde
führer bereits nach geringen Belastungen Kopfschmerzen, vermehrte Müdigkeit und Konzentrationsstörungen (
Urk.
9/
M25, vgl. auch
Verlaufsbericht vom
8.
Okto
ber
2015, worin er dem Beschwerdeführer anhaltend eine 100%ige Arbeits
unfähigkeit attestierte,
Urk.
9/M29).
3.4
Im rheumatologischen Gutachten vom 2
2.
Februar 2016
stellte
Dr.
C._
folgende Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (
Urk.
9/
M30 S. 16 f.)
-
Chronisches
zervikovertebrales
und
zervikozephales
Syndrom seit dem Sturz vom Mountainbike mit multiplen Frakturen am 2
3.
September
20
14 bei/mit
-
stabiler Flexions-/Distraktionsverletzung C6/C7
-
Fraktur Lamina HWK 7 rechts mit Einstrahlung in das
Facettengelenk
-
Fraktur
Processus
spinosus
HWK 6
-
Ruptur des vorderen und hinteren Längsbandes sowie Ligamentum
flavum
als auch der intraspinalen Ligamente C4/C5 und C5/C6
-
Riss
Anulus
fibrosus
C6/C7 und
Diskusprotrusion
-
links und kaudal betonter minime Keilimpressionsfraktur BWK4 (5°)
-
wenig dislozierter
Sternumfraktur
Übergang
Manubrium
/Korpus
-
nicht dislozierter Rippenserienfraktur
Costae
II -V rechts dorsal
-
dislozierter, nach
palmar
abgekippter
subcapitaler
Os metacarpale V-Fraktur rechts
-
Status nach
endomedullärer
Schraubenosteosynthese Os
metacarpale V rechts am 2
7.
September 2014 (
A._
)
-
Status nach OSME am 0
4.
März
20
15 (
A._
)
-
dislozierter Fraktur Basis Os metacarpale 111/IV rechts
-
Status nach offener Reposition und Plattenosteosynthese Os metacarpale III und IV am 2
7.
September 2014 (
A._
)
-
Status nach OSME am 0
4.
März 2015 (
A._
)
-
Status nach konservativer Behandlung der Verletzungen an der HWS, der BWS, des Sternums und der Rippen
-
Status nach Langzeitphysiotherapie und Ergotherapie bis Dezember 2015
-
Fehlform
der BWS (Hyperkyphose) mit
Protraktion
des Kopfes
-
leichtgradige Bewegungseinschränkung der HWS vor allem für die Extension und für die Rotation in Extensionsstellung beidseits (KSA 2/16 cm)
-
myofaszialem
Schmerzsyndrom im S
chulter-Nacken-Bereich
bds
. Mit
haubenförmiger
Ausstrahlung in den Hinterkopf un
d intermittierender
migränoider
Cephalea
-
kernspintomografischer Konsolidation der Fr
akturen (MRI HWS 18.02.2015, RX Hand
rechts 17.03.2015)
Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit notierte er den Verdacht
auf arterielle Hypertonie
und eine
A
dipositas (BMI 31,4 kg/m
2
,
Urk.
9/
M30 S. 17
)
.
Der Beschwerdeführer habe
nach eigenen Angaben keine
wesentlichen Beschwer
den
an der rechten Hand. Auch im Bereich der BWS habe er bis auf ein gele
gentliches Klemmgefühl paraventral keine Beschwerden mehr. Die HWS-Beschwerden seien deu
tlich besser geworden. Auch
verspüre er keine wesentliche Bewegungseinschrän
kun
g der HWS.
Allerdings bestünden nach wie vor Schmer
zen/Verspannungen im Schulter/Nacken-Bereich mit
haubenförmiger
Ausstrah
lung in den Hinterkopf und
migränoiden
Schmerzattacken ca. ein- bis dreimal die Woche. Diese Schmerzattacken würden durch Ruhe und Liegen relativ rasch abklingen. Schmerzverstärkend seien vor allem längeres Stehen und Sitzen bzw. Tätigkeiten am
PC. Schmerzlindernd sei
auch
eine Wechselbelastung. Die Schmerz
intensität betrage in einer Skala von 1-10
aktuell 4
(
Urk.
9/
M30 S.
10, S.
18,
S.
20)
.
In d
er klinischen Untersuchung sei
eine Bewegungseinschränkung der HWS
,
vor alle
m für die Extension und
beidseitige Rotation in Extensionsstellung
,
auf
ge
fallen. Diese sei
endphasig
schmerzhaft
. D
ie beidseitige Seitneigung betrage
30°, die Ro
tation in Neutralstellung
beidseits
70° ohne
Endphasenschmerz
. Weiter notierte
Dr.
C._
Druckdolenz
en
lumbal sowie im Bereich der HWS
und mus
kuläre
Verspannung
en
im Schulter-Nacken-Bereich
.
Die Sternum- und Ripp
en
serienfraktur rechts
seien
abgeheilt
und
auf Kompression indolent
.
Die
rechte Hand zeige keine Funktionseinschränkung und sei altersentsprechend beweglich. I
m beruflichen Alltag
könne sie wieder normal eingesetzt werden.
Die
BWS zeige zwar eine Hyperkyphose. Diese habe indes
schon vor dem Unfall
bestanden. Aus Unfallsicht könne
die BWK 4-Fraktur als problemlos abgeheilt betrachtet werden.
So gebe der Beschwerdeführer
auch nur selten Schmerzen im BWS-Bereich an (VAS - 3, aktuell 0
)
.
Damit
bestehe
lediglich im Bereich der HWS eine
leichte Funktionseinschränkung
. Diese
sei
überwiegend wahrscheinlich unfallkausal
(
Urk.
9/
M30 S. 13, S. 18 f.
, S. 22 ff.
)
Dr.
C._
kam zum Schluss, der Beschwerdeführer sei hinsichtlich einer wechsel
belastenden Tätigkeit, ohne länger dauernde Überkopfarbeiten mit Extension der HWS, ohne rasche Rotationsbewegungen der HWS in Extensionsstellung, ohne Sitzen und Stehen an Ort üb
er drei Stunden pro Arbeitstag und
ohne regelmässiges Besteigen von Leitern zu 100
%
arbeitsfähig. Auch eine Tätigkeit als Barkeeper und Maurer sei in diesem Umfang zumutbar (
Urk.
9/
M30 S. 24 f
f
.). Aus medizinischer Sicht
sei weder durch Physiotherapie noch Massagen eine weitere Verbesserung des Gesundheitszustandes zu erwarten. Demgegenüber sei bei einer langsamen Steigerung der Arbeitstätigkeit über einen Zeitraum von vier Monaten von einer Adaption und dementsprechend Verminderung der muskulären Ver
spannungen sowie leichten HWS-Einschränkungen auszugehen
(
Urk.
9/
M30 S.
24 ff.)
.
3.5
Im neurologischen Konsilium vom
7.
Juni 2014 diagnostizierte
Dr.
D._
ein chronisches Kopfweh nach HWS-Trauma, phänomenologisch
vom Spannungstyp (ICHD-II 5.6.2). Die in den Akten vorzufindende Bezeichnung als «
migränoides
Kopfweh» sei unzutreffend. Das Kopfweh sei nicht objektivierbar
.
Anlässlich der klinischen Untersuchung hätten sich keine strukturellen Läsionen an zentralen oder peripheren Nervenstrukturen als Folge des Fahrradsturzes ergeben. Eine traumatische Hirnverletzung habe nicht vorgelegen. Neurologische Ausfälle seien in den medizinischen Akten
ebenso wenig
dokumentiert worden. Vielmehr seien die
geschilderten Schmerzen auf einen
myofaszialen
Mechanismus zurückzuführen. Bei Spannungskopfschmerzen könne es temporär und kurzandauernd zu einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit infolge erhöhter Schmerzintensität kommen. Eine länger dauernde Arbeitsunfähigkeit resultiere daraus aber nicht (
Urk.
9/
M31 S. 4 f.).
3.6
Mit beratender Stellungnahme vom
1.
Juli 2016 hielt
Versicherungsarzt
Dr.
E._
fest, insgesamt zeige sich ein sehr erfreulicher Verlauf.
Residuell
bestünden lediglich unspezifische Schmerzen, welche sich bei Belastung verstärkten. Über
einstimmend mit
den
Dres
.
C._
und
D._
sei nicht von einer bleibenden Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit auszugehen.
Demgegenüber sei a
uf
grund der Residualschmerzen
eine Integritätseinbusse zu bejahen. D
iese sei gestützt auf die Suva-
Tabelle 7 mit 5-10
% zu beziffern (
Urk.
9/
M32 S. 2 f.).
3.7
Dr.
F._
kam in seiner Stellungnahme
vom 3
1.
März 2017 zum Schluss,
d
ie Frakturen C6, C7 und Th4
seien
z
war ausgeheilt und konsolidiert, trotzdem seien
die strukturellen Verhältnisse nicht mehr wie vor
dem Sturz mit dem Fahrrad.
Vielmehr hinterlasse der Verletzungskomplex im
zervikothorakalen
Übergang vereinzelte, kleinere Strukturveränderungen, die radiologisch nachweisbar seien (verändertes Alignement C5/6, Keilform von BWK4). Diese Veränderungen seien zwar gering und einzeln betrachtet ohne bedeutende
Relevanz.
In der Summe seien sie allerdings beschwerdeerkläre
nd und belastungseinschränkend
,
soweit es
sich dabei nicht um die neurologisch beurteilten Spannungskopfschmerzen handle
.
Mithin
bestehe
eine bleibende funktionelle Einschränkung mit entsprechender Verschlechterung der Statik
im Sinne einer richtunggebenden
Ver
schlimmerung eines Vorzustands (
hyperkyphotische
Fehlform
der oberen Brustwirbelsäule)
. Diese wirke
sich auf die Arbeitsfähigkeit
des Beschwerdeführers aus
;
in
seiner
angestammten Tätigkeit als
Maurer
sei er
schätzungsweise um
10
%
e
in
ge
schränkt
. Letzteres
gelte
auch im Falle einer
der von
Dr.
C._
vorgeschlagenen
abgestuften
Wie
dereingliederung
. Dagegen sei
eine
angepasste berufliche
Tätig
keit wie beispielsweise als Barkeeper, bei der We
chselbelastungen möglich seien
und keine Gewichtsbelastung
en mit Lasten über 20 kg stattfä
nden, zumutbar
(
Urk.
9/M33 S. 3)
.
Aufgrund der
gutachterlich nachgewiesenen Funktionseinschränkungen des
zervikothorakalen
Übergangs
sei der
Integritätsschaden
unter
Einbezug der Summe
der Strukturveränderungen
gestützt auf
die Kategorie ++ (geringe Schmerzen, bei Bela
stung verstärkt, auch in Ruhe) der Suva Tabelle 7
vorliegend
auf 7.5
%
einzuschätzen
. Darin inbegriffen sei auch
der versicherungsneurologisch festge
stellte
Schaden
, da er im Rahmen der Einschätzung des Integritätsschadens anhand
der
genannten Tabelle mit dem
muskulos
kelettalen
Schaden identisch sei (
Urk.
9/
M33 S. 3 f.).
4.
4.1
Aus
den zitierten Arztberichten
der
Dres
.
C._
,
F._
,
E._
und
D._
, welche den in der Rechtspre
chung des Bundesgerichts entwickelten Anforderungen in allen Teilen genügend als beweiskräftig anzusehen
sind
und auf welche dah
er abzustellen ist (vgl. E. 1.7
), ergibt sich einhellig, dass der Beschwerdeführer auf
grund des Unfallereignisses vom 2
3.
September 2014
im Zeitpunkt des F
allab
schlusses per 1
1.
Juni 2016
an einer
posttraumatischen
Bewegungsein
schrän
kung d
er HWS
sowie
an
Spannungskopfschmerzen litt
. Ob
ersteres
auf
eine
bleibende
strukturelle Verschlimmerung eines krankhaften Vorzustandes
oder auf adaptierbare
myofasziale
Verspannungen z
urückzuführen
ist
,
k
ann offen
gelassen werden, da sich daraus keine arbeitsrelevant
en Einschränkungen mehr ergeben.
Die beurteilenden Fachärzte
kamen
übereinstimmend zum Schluss
, der Beschwer
deführer sei
in
einer
wechselbelastenden
T
ätigkeit
, ohne längeres Sitzen und Stehen an Ort (max. drei Stunden am Tag über einen Arbeitstag verteilt), ohne länger andauernde Überkopfarbeiten,
mit Lastenheben bis zu 20 kg und
ohne regelmässiges/häufiges Besteigen von Leitern
zu 100
%
arbeitsfähig
(
Urk.
9/
M31 S. 5,
Urk.
9/
M30 S. 24 ff.,
Urk.
9/
M32 S. 3,
Urk.
9/
M33 S. 3).
Dabei taxierten
sie
die
angestammte
Tätigkeit
des Beschwerdeführers
als Barkeeper
ausdrücklich als angepasst im Sinne des beschriebenen
medizinischen Belastungsprofils
.
Die über
zeugende Arbeitsfähigkeitsbeurteilung der genannten Fachärzte
vermag auch durch
die Arztbericht
e
des behandelnden Hausarztes
Dr.
B._
, worin dieser jeweils unbegründet
und damit nicht nachvollziehbar
eine 100%ige Arbeitsun
fähigkeit postulierte
(
Urk.
9/
M25,
Urk.
9/
M29
, vgl. auch
Urk.
9/
M30 S. 20
)
, nicht in Zweifel gezogen zu werden
.
Kommt hinzu, dass
das Geri
cht der Erfahrungs
tatsache Rech
nung zu tragen
hat
, dass behandelnde Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfä
llen eher zu Gunsten ihrer Pati
entinnen und Patienten aus
sagen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc).
Der Vollständigkeit halber ble
ibt
darauf hinzuweisen, dass die
seitens
Dr.
F._
festgestellte
Einschränkung
hinsichtlich einer Tätigkeit als Maurer
unbeachtlich ist
, da
es sich
doch hierbei
mit Blick auf die
Ausbildung und
Erwerbs
biographie
des Beschwerdeführers nicht um d
e
ssen
angestammte
Tätigkeit
handelt
(
vgl.
Urk.
9/
M30 S. 12; Aussendienstbericht vom
8.
April 2015,
Urk.
8/
A19; IK-Auszug vom 2
5.
September 2015,
Urk.
8/
A49
)
.
Daran
ändert auch der befristete Arbeits
vertrag mit
der
G._
, womit der Beschwerdeführer in der Schweiz
einmalig
einen Zwischenverdienst als Hilfsarbeiter erwirtschaftete
, nichts
(vgl.
Urk.
8/A7,
Urk.
8/A24/1,
Urk.
8/A40/2,
)
.
4.2
Die beschwerdewei
se geltend
gemachte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit zu
folge Verkrampfungen im Nacken mit einhergehenden Kopfschmerzen ist
nach dem Gesagten
aufgrund der Akten
medizinisch nicht
erstellt
.
Die
Dres
.
E._
und
D._
hielten
darüber hinaus
übereinstimmend fest, bei Spannungskopfschmerzen könne es kurzzeitig zu einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit kommen. Zu einer länger andauernden Arbeitsunfähigkeit komme es demgegen
über nicht (
Urk.
9/M
32 S. 2,
Urk.
9/
M31 S. 5).
4.3
In Würdigung der (hinreichend aufschlussreichen) medizinischen Aktenlage ist das Vorliegen
wesentlicher, arbeitsrelevanter Unfallfolgen
zum Zeitpunkt des Fall
abschlusses per 1
1.
Juni 2016 zu verneinen
und es liegen
auch
keine Anhaltspunkte dafür vor, dass weitere Abklärungen
zu
andere
n
Erkenntnisse
n
(antizipierte Beweiswürdigung; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_468/2007 vom
6.
Dezember 2006 E.
2.2 mit Hinweisen)
.
Insbesondere hielt
Dr.
F._
ausdrück
lich fest, aufgrund der stabilen
ossären
Verhältnissen, die in sich keine Beschwerden mehr verursach
t
en, bestehe keine Notwendigkeit einer zusätzlichen
traumatologischen
Beurteilung (
Urk.
9/
M33 S. 2).
5.
5.1
Das Arbeitsverhältnis mit der
Z._
war bis 2
7.
September 2014
befristet
(
Urk.
8/A25
).
Mitte Juni 2015 kehrte der Beschwerdeführer zurück
in die Dominikanische Republik
(
Urk.
M31 S. 11)
.
Da die angestammte Tätigkeit
des Beschwerdeführers als Barkeeper einer angepassten Verweistätigkeit entspricht
erübrigt sich ein ziffernmässiger Einkommensvergleich
auf der Basis von Tabel
len
werten und
kann eine Gegenüberstellung blosser Prozentzahlen
vorgenommen werden (vgl. E. 1.5
).
Unter Berücksichtigung
des von der Beschwerdegegnerin gewährten
leidens
be
dingten Abzuges von 5
%
resultiert daraus ein rentenausschliessender Invalidi
tätsgrad von 5
%
.
5.2
Der Beschwerdeführer stellte sich
demgegenüber
auf den Standpunkt
, es sei ihm ein leidensbe
dingter Abzug
in der Höhe
von
10
%
zu gewähren (
Urk.
1
S. 2
).
5.3
I
n Anbetracht des
medizinische
n
Anforderungs- und Belastungsprofil
s
lässt sich ein höherer
als der von der Beschwerdegegnerin gewährte
Abzug
von 5
%
nicht rechtfertigen.
D
ie beurteilenden Fachärzte
taxierten
selbst das
Heben und Tragen von Lasten
bis 20 kg
sowie
Hantieren in einer schweren
, grobma
nuellen
Tätigkeit
als angepasst und damit zumutbar
(vgl.
Urk.
9/M30 S. 24,
Urk.
9/M33 S. 3
). Demgegenüber lässt die
Rechtsprechung
insbesondere dann einen Abzug
zu
, wenn eine versicherte Person selbst im Rahmen körperlich leichter
T
ätigkeit
en
in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschrä
nkt ist (BGE 126 V 75 E. 5a/
bb
).
Im Übrigen
bestehen keine
rlei
Anhaltspunkte dafür, dass der Beschwerdeführer
die
ihm
verblieben
e
(100%ige)
Arbeitsfähigkeit
auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten
könnte
vgl.
(BGE 126 V 75 E. 5b/
aa
).
Schliesslich darf
das (kantonale) Sozialversicherungsgericht
sein Ermessen
n
ach ständiger Rechtsprechung, wenn es um die Beurteilung des Tabel
lenlohnabzuges gemäss BGE 126 V 75 geht, nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen; es muss sich auf Gegebenheiten ab
stützen können, welche seine abweichende Ermessensausübung als naheliegender erscheinen lassen (BGE 137 V 71 E. 5.2 und 126 V 75 E. 6).
Da die
Gewährung eines 5%igen Abzugs
nach dem Gesagten
als
eher
wohlwollend zu betrachten ist und
jedenfalls keine recht
sfehlerhafte
Ermessausübung
dar
stellt
(vgl. auch Urteil 8C_366/2013 E. 4.2 v
om 1
8.
Juni 2013) ergibt sich
kein Anlass zur gerichtlichen Korrektur.
6.
6
.
1
Schliesslich beantragte der Beschwerdeführer ei
ne Integritätsentschädigung ent
sprechend einer Integritätseinbusse von 10
%
(
Urk.
1
Ziff.
42).
6
.2
Nach Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine ange
messene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall eine dauernde erheb
liche Schädigung der körperlichen oder geistigen Integrität erleidet. Die Integritätsentschädigung wird in Form einer Kapitalleistung gewährt. Sie darf den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen und wird entsprechend der Schwere des Integritätsschadens abge
stuft (Art. 25 Abs. 1 UVG).
Gemäss Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung der Ent
schädigung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36 UVV Gebrauch gemacht. Abs. 1 dieser Vorschrift bestimmt, dass ein Integritätsschaden als dauernd gilt, wenn er voraussichtlich
während des ganzen Lebens minde
stens in gleichem Umfang besteht. Er ist erheblich, wenn die körperliche oder geistige Integrität, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt wird. Gemäss Abs. 2 gelten für die Bemessung der Integritätsentschädigung die Richtlinien des Anhanges
3.
Im Anhang 3 zur UVV hat der Bundesrat Richtlinien für die Bemessung der Integritätsschäden aufgestellt und in einer als gesetzmässig erkannten, nicht abschliessenden Skala (BGE 124 V 29 E. 1b mit Hinweisen) wichtige und typische Schäden prozentual gewichtet (RKUV 2004 Nr. U 514 S. 416). Für die darin ge
nannten Integritätsschäden entspricht die Entschädigung im Regelfall dem ange
gebenen Prozentsatz des Höchstbetrages des versicherten Verdienstes (Ziff. 1 Abs. 1). Die Entschädigung für spezielle oder nicht aufgeführte Integritätsschäden wird nach dem Grad der Schwere vom Skalenwert abgeleitet (Ziff. 1 Abs. 2). Inte
gritätsschäden, die gemäss der Skala 5 % nicht erreichen, geben keinen Anspruch auf Entschädigung (Ziff. 1 Abs. 3). Die völlige Gebrauchsunfähigkeit eines Organs wird dem Verlust gleichgestellt; bei teilweisem Verlust und teilweiser Gebrauchs-unfähigkeit wird der Integritätsschaden entsprechend geringer, wobei die Ent
schädigung jedoch ganz entfällt, wenn der Integritätsschaden weniger als
5
%
des
Höchstbetrages des versicherten Verdienstes ergäbe (Ziff. 2)
6.3
Die Medizinische Abteilung der Suva hat in Weiterentwicklung der
bundes
rät
lichen
Skala weitere Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form (sog. Fein
raster) erarbeitet. Diese von der Verwaltung herausgegebenen Tabellen stellen zwar keine Rechtssätze dar und sind für die Parteien nicht verbindlich, umso mehr als Ziff. 1 von Anhang 3 zur UVV bestimmt, dass der in der Skala ange
gebene Prozentsatz des Integritätsschadens für den «Regelfall» gilt, welcher im Einzelfall Abweichungen nach unten wie nach oben ermöglicht. Soweit sie jedoch lediglich Richtwerte enthalten, mit denen die G
leichbehandlung aller Versicher
ten gewährleistet werden soll, sind sie mit dem Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 29 E. 1c, 116 V 156 E. 3a).
6.4
Die Beurteilung des Integritätsschadens durch die Beschwerdegegnerin stützt sich auf die ärztlichen Beurteilungen der
Dres
.
E._
und
F._
. Diese legten ihrer Bemessung der Integritätsentschädigung die Suva-Tabelle 7 (Integritätsschaden bei Wirbelsäulenaffektionen) zu Grunde. Dr.
F._
führte konkretisierend aus, in dieser Tabelle würden die Frakturen der Wirbelsäule dann einem relevanten Integritätsschaden zugeordnet, wenn die Abweichung von der Norm 10 Grad und mehr betreffe. Spezialfälle seien nicht im Detail aufgelistet. Es werde aber darauf hingewiesen, dass die Einschätzung entsprechend der Funktionseinschränkung zu
erfolgen habe und die pathologisch anatomischen Veränderungen im Rönt
genbild eine untergeordnete Rolle spielten. Vorliegend sei aufgrund der
gut
ach
ter
lich
ausgewiesenen
Funktionseinschränkungen des
zervikot
horakalen
Über
gangs unter Berücksichtigung
der
summierten
St
rukturveränderungen
die Kate
gorie ++ (geringe Schmerzen, bei Belastung verstärkt, auch in Ruhe)
einschlägig. Damit ergebe sich eine Integritätseinbusse von 5-10 %, welche im konkreten Fall auf
7.5
%
einzuschätzen sei
.
Damit seien sowohl die Kopfschmerzen als auch die an der HWS konzentrierten Schmerzen berücksichtigt
(
Urk. 9/
M33 S. 3 f.
, Urk. 9/M32 S. 3
).
Vorliegend ergab sich anlässlich der rheumatologischen Begutachtung lediglich eine leichte HWS-Funktionseinschränkung. Entsprechend hat auch der Beschwer
deführer eine wesentliche Bewegungseinschränkung der HWS subjektiv verneint. Sodann skalierte er die Nackenschmerzen auf einer Skala von 0-10 anlässlich der Begutachtung aktuell bei 4, wobei eine Wechselbelastung und Liegen schmerzlin
dernd seien. Kopfschmerzen habe er nicht andauernd, sondern ein- bis dreimal pro Woche. Er müsse sich dann hinlegen. Nach einer Stunde seien die Schmerzen dann meist abgeklungen (Urk. 9/M30 S. 10, S. 19, S. 21). Bei dieser Sachlage ist die ärztliche Einschätzung des Integritätsschadens nicht zu beanstanden. Letz
teres gilt auch im Vergleich zur Skala des Anhangs 3 zur UVV, wonach sehr starke,
schmerzhafte Funktionseinschränkung
en
der Wirbelsäule
mit einer Inte
gritätseinbusse von 50 % gleichgesetzt werden. Insbesondere eröffnet die Ein
ordnung von Nichtlisten- und kombinierten Fällen dem Arzt einen grossen Ermessensspielraum, in welchen die Verwaltung bzw. das Sozialversiche
rungs
gericht nicht ohne Not bzw. nur dann eingreifen soll, wenn die unfallmedizi
nische Beurteilung im Hinblick auf die Liste im Anhang 3 zur UVV sachlich nicht gerechtfertigt ist und zu stossenden Ungleichheiten führen würde. Dies ist nach dem Gesagten vorliegend offensichtlich nicht der Fall.
7.
Nach dem Gesagten erweist sich der angefochtene
Einspracheentscheid
vom 12. Mai 2015 als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.