Decision ID: 58d60e16-ed77-5d3e-adf4-faecc9b45085
Year: 2013
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1951,
ist seit Mai 1990 als Schleifer bei der
Y._
in
Z._
tätig (
Urk.
7/14/1-2
Ziff.
1, 2.1 und 2.7).
E
r meldete sich
am 18. Januar 2011
wegen einer
Diskushernie
und Beschwerden im linken Arm
bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug (Rente) an (
Urk.
7/6
Ziff.
6.2
).
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, holte medizinische
Berichte (
Urk.
7/12,
Urk.
7/18),
einen Auszug aus dem individ
uel
len Konto (IK-Auszug,
Urk.
7/11)
und einen Arbeitgeberbericht (
Urk.
7/14)
ein.
Die IV-Stelle teilte dem Versicherten a
m 1. Juni 2011
mit, dass
weitere
Massnah
men zum Erhalt seines Arbeitsplatzes zurzeit nic
ht angezeigt seien (
Urk.
7/24). In
der Folge
holte sie
einen weiteren Arztbericht
(
Urk.
7/30)
ein
und verneinte n
ach
durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
7/34-41)
mit Verfü
gung vom 3. Januar 2012 (
Urk.
7/42 =
Urk.
2)
bei einem Invaliditätsgrad von 27
%
einen Rentenanspruch
.
2.
Gegen die Verfügung vom 3. Januar 2012 (
Urk.
2) erhob der Versicherte am
2.
Februar 2012 Beschwerde mit dem Antrag, es sei ihm rückwirkend ab Sep
tember 2011 eine Rente basierend auf einem Invaliditätsgrad von mindestens 50
%
zuzusprechen (
Urk.
1 S. 2 oben). Die IV-Stelle beantragte mit
Beschwerde
antwort
vom 1
2.
März 2012 die Abweisung der Beschwerde (
Urk.
6). Dieses Schreiben wurde dem Beschwerdeführer am 10. Mai 2012 zugestellt (
Urk.
8).
Am 21. Juni 2012 (
Urk.
9) reichte er dem Gericht ein Schreiben
des
Krankentag
geldversicherers
vom 20. Januar 2012 (
Urk.
10)
ein
. Die Beschwerdegegnerin verzichtete am 15. August 2012 auf ein
e Stellungnahme dazu (
Urk.
12), was dem Beschwerdeführer am 16. August 2012 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
13).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4
Abs.
1 des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7
Abs.
1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 Prozent arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Die seit dem 1. Januar 2004 massgeblichen Rentenabstufungen geben bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28
Abs.
2 IVG).
1.3
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
Strittig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Invaliden
rente hat
.
3.
3.1
Der Beschwerdeführer war vom 30. September bis 2
2.
Oktober 2010 in der
A._
hospitalisiert (
Urk.
7/30/7).
Dr.
med.
B._
, Assistenzarzt, und
Dr.
med.
C._
, Oberärztin
A._
, führten in einem Bericht vom 8. November 2010 (
Urk.
7/30/7-10) aus, der Beschwerdeführer berichte, dass er seit zwei bis drei Jahren an einem chronischen
zervikovertebralen
Schmerzsyndro
m
leide. Seit vier bis fünf Wochen bestehe ein verstärktes Schmerzsyndrom vom Nacken bis in den linken Arm
und
in den Zeige- und Mittelfinger links ausstrahlend
.
Ins
besondere b
ei
Reklination
des Kopfes
träten
Kribbelparästhesien
i
m Bereich des linken Armes auf
(S. 1 unten).
Der Eintritt in die Klinik sei zur diagnostischen Standortbestimmung und intensiven physiotherapeutischen Behandlung sowie Adaption der Schmerzmedikation bei
z
ervikoradikulärem
Schmerzsyndrom bei C7 links erfolgt (S. 3 oben).
Vom 30. September bis 31. Oktober 2010 habe eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % bestanden. Für den Wiederbeginn werde ein Arbeitspensum von 50
%
empfohlen. Aus medizinisch-
rheumatologischer
Sicht bestehe zum jetzigen Zeitpunkt eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
für beginnend mittelschwere Tä
tigkeiten. Aufgrund der Arbeitsplatzbeschreibung sei die Arbeit
des Beschwer
deführers
als mittelschwer mit möglichen Zwangshaltungen einz
ustufen (S. 3 unten).
3.2
Am 23. November 2010 wurde i
n der Rheumaklink und dem Institut für Physika
lische Medizin,
D._
, ein
Arbeitsassessment
durchgeführt.
Der Bericht vom 20. Dezember 2010 (
Urk.
7/12)
ist von
E._
, Ergo-/Physiotherapeut,
Dr.
med.
F._
, Assistenzarzt, und
Dr.
med.
G._
, Oberarzt
D._
, unterzeichnet (S. 4).
Sie
nannten
im Bericht
als
ar
beitsrelevante
Diagnose
ein
zervikoradikuläres
Reizsynd
rom bei C7 links seit März 2010
und als andere Diagnosen
ein rezidivierendes
thorakospondylogenes
Schmerzsyndrom rechts bei degenerativ veränderte
r
Brustwirbelsäule,
eine
arte
rielle Hypertonie
sowie
ein
Aortenaneurysma
(S. 2
Ziff.
1-2).
Weiter wurde im Bericht
ausgeführt
, die
arbeitsbezogen relevante
n
Probleme
bestünden
vor allem
in einer
gegenüber den Arbeitsanforderungen verminderte
n Schulter-
Armkraft
sowie in einer
verminderte
n
Belastbarkeit
beim
Heben über Schulterhöhe durch irritierbare
radikuläre
Beschwerden im linken Arm und der
linken
Hand.
Der Beschwerdeführer habe bei den Tests eine gute Leistungsbereitschaft gezeigt
(S. 2
Ziff.
3).
Bei dem 59-jä
hr
igen Patienten seien im
März 2010
linksseitig
Nackenschmerzen aufgetreten, ab August mit Ausstrahlung
in den linken Arm in die
2.
und
3. Finger.
R
eklination
des Kopfes sowie Rotation der Halswi
rb
elsäule nach rechts provozierten
S
chmerzen und verursach
ten
Parästhesien
im Vorderarm und den Fingern.
Im MRI der Halswirbelsäule vom 7. September 2010 zeige sich eine
Osteochondrose
mit
breitbasiger
und ins
Foramen
reichender Diskushernie bei C6/7 mit einer deutlichen
Duralschlauchkompression
und Beeinträchtigung der Wurzel bei C7 links.
Intensive Physiotherapie habe keine Besserung gebracht.
Trotz ausgebauter Analgesie und lokaler Infiltration während eines stationären Aufenthaltes in der
A._
persistierten
die Schmerzen
.
Der beigezogene Wirbelsäulenchirurg habe die Ausschö
pfung der konservativen Therapie
vor einer allfälligen Operation empfohlen.
In der klinischen Untersu
chung zeige sich eine Kyphose der Brustwirbelsäule mit prominentem
thorako
zervikalem
Übergang und einer Schmerzprovokation inklusive Ausstrahlung in den linken Arm bei
Reklination
und Rotation der Halswirbelsäule, insbesondere bei gleichzeitiger Kombination beide
r Bewegungen (S. 2 f.
Ziff.
4).
In der derzeitigen Tätigkeit als Werkzeug-Schleifer seien die Arbeit und die Ar
beitsbelastungen nicht anpassbar, was zu
kumulierenden Beschwerden im
Ta
gesverlauf
führe. Für diese Tätigkeit ergebe sich eine zumutbare Arbeitsfähigkeit von 40
%
(Präsenz halbtags mit vermehrten Pausen bei Beschwerdekumulation). Längerfristig sei in der bisherigen Tätigkeit mit einer gesteigerten Arbeitsfähig
keit zu rechnen. Ob dadurch eine volle Arbeitsfähigkeit erreicht werden könne, müss
e offen bleiben
. Eine mittelschwere Arbeit
(H
antieren mit Gewichten von 10 bis maximal 25 kg) sei ganz
tags,
das
Heben von Gewichten von der Taille bis zum Kopf mit einem Gewicht
bis
10 kg manchmal möglich. Daraus ergebe sich für eine angepasste Tätigkeit eine zumutbare Arbeitsfähigkeit von 100
%
(S. 3
Ziff.
5.1-5.2).
Nach Abklingen der momentanen
r
adikulären
Beschwerden sei
am bisherigen Arbeitsplatz nach Möglichkeit die
Gewichtslimite
einzuhalten. Für die bisherige Arbeit bestehe ab dem 25. Dezember 2010 eine Arbeitsfähig
keit von 40
%
(S. 4).
3.3
Der Beschwerdeführer ist seit November 2006 bei
Dr.
med.
H._
, Facharzt Innere Medizin FMH, speziell Rheumaerkrankungen,
in Behandlung (
Urk.
7/30/5
Ziff.
1.2).
Dr.
H._
stellte
in einem Bericht vom 28. Oktober 2011 (
Urk.
7/30/5-6)
folgende
Diagnosen (
Ziff.
1.1):
zervikoradikuläres
Reizsyn
drom bei C7 links seit März 2010
Diskushernie bei C6/7 mit Beeinträchtigung bei C7 links im MRI
CT
-
gesteuerte
Fazettengelenksinfiltration
bei C6/7 links im Oktober
2010
chronische Wurzelirritation bei C7 links im EMG
rezidivierendes
thorakospondylogenes
Schmerzsyndrom rechts
arterielle Hypertonie
Aortenaneurysma
Dr.
H._
führte weiter aus,
für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit
bestehe
seit dem 9. Januar 2011 bis auf
Weiteres
eine Arbeitsunfähigkeit von 50
%
(
Ziff.
1.6). Der Beschwerdeführer sei aufgrund der in den letzten Wochen wieder akut auf
getretenen Beschwerden beim Drehen im Nackenbereich und beim Heben von Lasten (Messer schleifen) eingeschränkt (
Ziff.
1.7).
Eingliederungsmassnahmen
seien begrenzt (
Ziff.
1.8).
Die
Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit
sei
dem Beschwerdeführer
mit einem Pensum von 50
%
möglich
(
Ziff.
1.9).
3
.4
Dr.
med.
I._
, Facharzt für
O
rthopädische Chirurgie und Traumatolo
gie, Regionalärztlicher Dienst der Beschwerdegegnerin (RAD), nahm am
2.
November 2011 zu den medizinischen Akten Stellung (
Urk.
7/33 S. 4 f.).
Er
führte aus
,
bei den gestellten Diagnosen liege seit dem 13. September 2010 ein relevanter Gesundheitsschaden vor, der die Arbeitsfähigkeit in der ange
stammten Tätigkeit beeinträchtige. Die Arztberichte seien schlüssig und weitge
hend deckungsgleich. In der bisherigen Tätigkeit habe vom 13. September bis 24. Dezember 2010 eine Arbeitsfähigkeit von 0
%
bestanden. Ab dem 25. De
zember 2010 bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 40
%
. In einer angepassten Tä
tigkeit mit Hantieren von Gewichten von 10 bis maximal 25 kg und einer
Be
lastungsreduktion
auf 10 kg für das Heben von Gewichten von der Taillen- auf Kopfhöhe habe vom 13. September bis 24. Dezember 2010 eine Arbe
itsfähigkeit von 0
%
bestanden und bestehe ab
dem 25. Dezember 2010 eine Arbeitsfähig
keit von 100
%
(S. 5).
3.5
Dr.
med.
J._
, Innere Medizin, Physikalische Medizin und Rehabi
litation, speziell Rheumaerkrankungen, führte in einem Schreiben an den Ärztlichen Dienst der Beschwerdegegnerin vom 16. November 2011 (
Urk.
7/36) aus, er habe den Beschwerdeführer erstmals
am 31. Oktober 2011 wegen eines sehr schmerzhaften
z
ervikoradikulären
Syndrom
s
bei C7 zufolge einer
forami
nalen
Diskushernie bei C6/7 links gesehen.
Diese
sei Ursache
einer
intensiven
Z
ervi
k
obrachialgie
mit Bewegungsblockierung der Halswirbelsäule,
Parästhesien
und
Hypästhesien
der
Dig
. II/III links. Der Beschwerdeführer sei am 10. Novem
ber 2011 auf Höhe C6/7
foraminal
links infiltriert worden, worauf es zu einem Rückgang der Armschmerzen um 20
%
gekommen sei.
Er
sei z
urzeit als
Mes
serschleifer
zu 100
%
arbeitsunfähig.
Der
arbeitswillige
Beschwerdeführer
habe um ein ärztliches Zeugnis mit einer Arbeitsunf
ähigkeit
einstweilen von 75 % für die Zeit vom 31. Oktober bis 30. November 2011 gebeten
. In vierzehn Tagen werde über eine weitere Infiltration oder eine Operation entschieden
. Nach
einer
Operation könne mit einer signifikanten Beschwerdefreiheit gerechnet werden
(vgl. auch den Bericht von
Dr.
J._
vom 6. Januar 2012,
Urk.
7/43).
3.6
Dr.
med.
K._
,
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie,
D._
, führte in einem Bericht vom 13. April 2011
(
Urk.
3/4) mit Verweis auf
eine
gleichen
tags erfolgte Untersuchung
aus, anamnestisch sei
es
1995 erstmalig
zu
depressi
ve
n
Symptome
n
nach dem gewaltsamen Tod
der
Mutter
des Beschwerdeführers
gekommen
. Seither seien rezidivierende depressive Symptome aufgetreten. Ge
genwärtig bestünden wieder Symptome einer leichten bis mittelgradigen de
pressiven Episode trotz
bestehender antidepressiver Behandlung mi
t
Citalopram
. Dadurch bedingt bestehe eine Einschränkung der Arb
eitsfähigkeit im Ausmass von 20
-30
%
.
Der Beschwerdeführer
berichte
über verschiedene Ängste im Zu
sammenhang
mit seiner Arbeit
, ausgeprägte Durchschlafstörungen,
Tagesmü
digkeit
und Antriebsprobleme
(S. 1).
4.
4.1
Die Fachpersonen des
D._
kamen
aufgrund eines
am 23. November 2010
durch
geführten
Arbeitsassessment
s
zum Ergebnis
, dass in der angestammten
Tätigkeit
des Beschwerdeführers
als Werkzeug-Schleifer
eine Arbeitsfähigkeit von
40
%
, in einer
angepassten,
mittelschweren
Tätigkeit
aber eine
zumutbare
Arbeitsfähigkeit von 100
%
besteht
(
vorstehend E. 3.2
).
Der Beschwerdeführer
b
estreitet
, dass
ihm eine
behin
derungsangepasste
Arbeit
zu 100
%
möglich
ist
(
Urk.
1 S. 4 unten).
4.2
Sowohl
Dr.
B._
und
Dr.
C._
,
A._
,
als auch die Ärzte des
D._
gingen
in ihrer Beurt
eilung
davon aus, dass dem Beschwerdeführer die angestammte Tätigkeit als Werkzeug-Schleifer nicht oder
bestenfalls
sehr
ein
geschränkt möglich ist
.
Dr.
B._
und
Dr.
C._
mach
t
en in ihrem Bericht
vom 8. November 2010
keine
Angaben
zu einer möglichen Arb
eitsfähigkeit in einer behinderu
ngsangepassten Tätigkeit
.
Ebenso bezog sich
Dr.
H._
in seinem
Bericht vom 28. Oktober 2011 einzig
auf die
derzeitige
Tätigkeit
des Beschwerdeführers
als Werkzeug-Schlei
fer
, für welche Tätigkeit
er
gar eine Arbeitsfähigkeit von 50
%
attestierte
(
vor
stehend E. 3.3
).
Die von
Dr.
J._
attestierte Arbeitsunfähigkeit von 100
%
betrifft sodann ebenfalls die angestammte Tätigkeit (
vorstehend E. 3.5
).
Als Er
gebnis des
Arbeitsassessment
s
im
D._
ist indes festzuhalten
, dass es sich
bei der derzeitigen Arbeit nicht
um eine behinderungsangepasste Tätigkei
t handelt.
Die Ärzte des
D._
wie
auch
der RAD der Beschwerdegegnerin
legten
gestützt auf
die
im
D._
durchgeführten Tests
aus medizinischer Sicht
einleuchtend und mit nachvollziehbarer Begründung
dar
, dass der Beschwerdeführer
trotz erheblicher Einschränkung in der angestammten
in einer
angepassten Tätigkeit
uneinge
schränkt arbeitsfähig ist.
4.3
Der Beschwerdeführer
brachte in der Beschwerde vor
, sein Gesundheitszustand habe sich seit
dem
Arbeitsassessment
im
D._
erheblich verschlechtert (
Urk.
1
S. 4 unten
).
Dr.
J._
berichtete am 16. November 2011 über eine im No
vember
2011 durchgeführte Infiltration, worauf die
geklagten
Armschmerzen vorübergehend um 20
%
zurückgegangen seien
. Weiter wies er auf die Mög
lichkeit einer Operation hin
(
vorstehend E. 3.5
)
, die offensichtlich bislang nicht stattgefunden hat
.
Eine massgebliche gesundhe
itliche Verschlechterung ist den Berichten
von
Dr.
J._
vom 16. November 2011 und vom 6. Januar 2012
jedoch
nicht zu entnehmen,
nachdem
der Beschwerdeführer
bereits
seit länge
rem an einem schmerzhaften
z
ervi
k
oradikulären
Syndrom bei C7 leidet.
Wie der
RAD in einer Stellungnahme vom 1. Dezember 2011 be
stätigte (
vorstehend
E. 3.4
)
,
werden
im Bericht
von
Dr.
J._
vom
16. November 2011 keine neuen Befunde
beschrieben
. D
ies gilt auch für
den
Bericht vom 6. Januar 2012 (
Urk.
7/43).
Der Beschwerdef
ührer brachte weiter vor, im Bericht
des
D._
sei unberücksich
tigt geblieben, dass
er an einem Herzleiden mit Aneurysma sowie an einer De
pressio
n samt Schlafapnoesyndrom leide
(
Urk.
1 S. 5 unten).
I
m Bericht des
D._
vom 20. Dezember 2010
ist
unter den Diagnosen aufgeführt
, dass
beim
Be
schwerdeführer
ein
Aortenaneurysma
besteht
(
vorstehend E. 3.2
).
Den
Ärzte
n
des
D._
war das erwähnte Herzleiden daher bekannt.
In den Berichten von
Dr.
H._
und
Dr.
J._
finden sich
sodann
keine Anhaltspunkte, dass der Beschwerdeführer
deswegen
oder
wegen
eines
Schlafapnoe-Syndrom
s
zusätz
lich
und massgeblich
in seiner Arbeitsfähig
keit eingeschränkt sein könnte (vgl.
vorstehend E. 3.3
).
4.
4
Dr.
K._
diagnostizierte im Bericht vom 13. April 2011 eine rezidivierende depressive Störung bei gegenwärtig leicht- bis mittelgradiger depressiver Epi
sode
, welche die Arbeitsfähigkeit
des Beschwerdeführers
um Umfang von
20-
30
% einschränke
(
vorstehend E. 3.6
).
Vorab stellen mittelgradige depressive Episoden in der Regel keine von depressi
ven Verstimmungszuständen klar unterscheidbare andauernde Depres
sion im Sinne eines verselbständigten Gesundheitsschadens dar, die es der be
troffenen Person verunmöglichte, die Folgen d
er Schmerzstörung zu überwin
den. Leichte bis höchstens mittelschwere psychische Störungen aus dem de
pressiven Formenkreis gelten auch grundsätzlich als therapeutisch
angehbar
(Urteil des Bundesgerichts 9C_266/2012 vom 29. August 2012, E. 4.3.2).
In Anbetracht des von
Dr.
K._
beschriebenen Befundes ist
nach der Recht
sprechung
nicht von einer psychischen Störung auszugehen, welche die Ar
beitsfähigkeit dauerhaft in relevantem Ausmass einschränken würde.
4.
5
Der medizinische Sachverhalt ist
demzufolge
dahingehend als erstellt zu erach
ten,
dass der Beschwerdeführer in einer behinderungsangepassten Tätigkeit zu 100
%
arbeitsfähig ist.
5.
5.1
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ei
nander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
Bei der Ermittlung des ohne invalidisierenden Gesundheitsschaden erzielbaren Einkommens (
Valideneinkommen
) ist entscheidend, was die versicherte Person aufgrund ihrer beruflichen Fähigkeit
en und persönlichen Umstände mit über
wiegender Wahrscheinlichkeit ohne den Gesundheitsschaden, aber sonst bei un
veränderten Verhältnissen verdienen würde (RKUV 1993 Nr. U 168 S. 100 E. 3b mit Hinweisen).
Da nach
empirischer Feststellung in der Regel die bisherige Tä
tigkeit im Gesundheitsfall weitergeführt worden wäre, ist Anknüpfungspunkt für die Bestimmung des
Valideneinkommens
grundsätzlich der zuletzt erzielte, der Teuerung sowie der realen Einkommensentwicklung angepasste Verdienst (RKUV 1993 Nr. U 168 S. 101 E. 3b am Ende, ZAK 1990 S. 519 E. 3c).
5.2
Nach dem Bericht der
Y._
vom 17. Februar
2011
hätte
der Be
schwerdeführer
zum Zeitpunkt des
Berichtes
als Werkzeug-Schleifer
Fr.
76‘296.-- pro Jahr verdienen
können
(
Urk.
7/14/2
Ziff.
2.10).
Da davon auszugehen ist, dass
er
im Gesundheitsfall
unverändert
mit einem vollen Arbeitspensum
als Werkzeug-Schleifer
arbeiten würde
, ist das
Valideneinkommen
mit
Fr.
76‘296.-- zu veranschlagen.
5.3
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-er
werblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, na
mentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge
nommen hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen
Lohnstrukturerhebun
gen
(LSE) herangezogen werden (BGE 126 V 75 f. E. 3b/
aa
und
bb
, vgl. auch BGE 129 V 472 E. 4.2.1). Für die Invaliditätsbemessung wird praxisgemäss auf die standardisierten Bruttolöhne (Tabellengruppe A) abgestellt (BGE 129 V 472 E. 4.2.1 mit Hinweis), wobei jeweils vom so genannten Zentralwert (Median) auszugehen ist. Bei der Anwendung der Tabellengruppe A gilt es ausserdem zu berücksichtigen, dass ihr generell eine Arbeitszeit von 40 Wochenstunden zu
grunde liegt, weshalb der massgebliche Tabellenlohn auf die entsprechende
be
triebsübliche
Wochenarbeitszeit aufzurechnen ist (BGE 129 V 472 E. 4.3.2, 126 V 75 f. E. 3b/
bb
, 124 V 321 E. 3b/
aa
; AHI 2000 S. 81 E. 2a).
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durchschnitts
werten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kürzen. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass versicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwer
arbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten
nurmehr
beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ur
sprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Recht
sprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszuge
hörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhalts
punkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen ver
werten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu
schätzen
und insgesamt auf höchstens 25
% des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75). Dabei ist zu beachten, dass allfällige bereits bei der Parallelisierung der
Vergleichsein
kommen
mitverantwortliche invaliditätsfremde Faktoren im Rahmen des soge
nannten Leidensabzuges nicht nochmals berücksichtigt werden dürfen (BGE 134 V 322 E. 5.2).
5.4
Nach dem Bericht des
D._
vom 2
0.
Dezember 2010 ist
dem Beschwerdeführer
eine
mittelschwere Tätigkeit
(
Hantieren mit Gewichten von 10 bis maximal 25 kg
)
ganztags
zumutbar
,
wobei das Heben von
Gewichten bis 10 kg von der Taille bis zum Kopf
(manchmal)
möglich
ist
(
vorstehend E. 3.2
). Wie die
Be
schwerdegegnerin
in der angefochtenen Verfügung feststellte (
Urk.
2 S. 2 oben),
sind
dem Beschwerdeführer
damit
leichte Montagearbeiten, leichte
Verpa
ckungs
-, Kontroll- oder
Überwachungstätigkeiten
möglich
.
Nachdem der Be
schwerdeführer mit einem reduzierten Pensum
weiterhin
in der angestammten Tätigkeit
als Werkezug-Schleifer arbeitet, ist d
as Invalideneinkommen anhand von Tabellenlöhne
n
zu bestimmen
.
Da
bei
kann
auf den mittleren Monatslohn
abgestellt werden
, den Männer im Durchschnitt aller Wirtschaftszweige in ein
fachen und repetitiven Tätigkeiten im Jahr 2010 erzielten, welcher
Fr.
4‘901.-- betrug
(LSE 2010, S. 26 Tabelle TA1). Die Beschwerdegegnerin nahm
vom
Ta
bellenlohn
einen Abzug von 10
% vor (
Urk.
7/32). Bei
m
genannten Abzug
hat
auch das Alter des Beschwerdeführers als mitberücksichtigt
zu
gelten.
Der vor
genommene Abzug erweist sich als angemessen und ist nicht zu beanstanden.
Umgerechnet auf ein Jahr, angepasst an die wöchentliche Arbeitszeit von
41.7 Stunden im Jahr 2011 (Die Volkswirtschaft, 6-2013, S. 90 Tabelle B9.2) ergibt sich bei einer Nominallohnentwicklung von 1
%
im Jahr 2011 (Die Volkswirt
schaft, a.a.O., S. 91 Tabelle B10.2) ein Invalideneinkommen von
Fr.
55‘732.--
(
Fr.
4‘901.-- x
12 :
40 x
41.7 x 0.9 x 1.01).
5.5
Bei einem
Valideneinkommen
von
Fr.
76‘296.-- und einem
Invalideneinkom
men
von
Fr.
55‘732.-- resultiert eine Erwerbseinbusse von
Fr.
20‘564.-- bezie
hungsweise ein Invaliditätsgrad von rund 27
%
.
Der Beschwerdeführer reichte am 2
1.
Juni 2012 (
Urk.
9) ein Schreiben der Helsa
na
Versicherungen AG (nachfolgend: Helsana)
vom 2
0.
Januar 2012 be
treffend Anpassung
der Krankentaggeldleistungen
ein. Die Helsana erklärte da
rin, sie schliesse sich
der Feststellung und
dem Entscheid der Invalidenversi
cherung an
, wonach der Beschwerdeführer in der angestammten Tätigkeit zu 40
%
arbeitsfähig
sei,
und richte ein reduziertes Taggeld in Höhe von 60
%
aus (
Urk.
10). Nachdem
gestützt auf die medizinischen Abklärung
en
für
eine
behin
derungsangepasste
Tätigkeit von einer
zumutbaren
Ar
beitsfähigkeit von 100
%
auszugehen ist
,
womit ein Invaliditätsgrad von 27
%
resultiert,
vermag der Be
schwerdeführer
aus dem Schreiben des Krankentaggeldversicherers
nichts zu seinen Gunst
en abzuleiten.
Bei einem Invalidität
sgrad von 27
%
, wie von der Beschwerdegegnerin ermittelt,
besteht
kein Rentenanspruch. Dementsprechend ist die angefochtene Verfügung zu bestätigen und die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen.
6.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig.
Die Gerichtskosten sind nach dem
Verfahrens
aufwand
und unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG). Vorliegend sind die Kosten auf
Fr.
600.-- anzusetzen und dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen.