Decision ID: 00d575d1-4caa-488e-a1cc-4119cef61d57
Year: 2021
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Der 1963 geborene
X._
war seit Juli 1999 bei der
Y._
,
Z._
, als
Wagenwascher
angestellt und in diesem Rahmen bei der Suva obligatorisch gegen die Folgen von Berufs-
und Nichtberufsunfällen versichert. Gemäss Bagatellunfallmeldung vom 19. Dezem
ber 2017
machte
er am 14. August 2017 bei Wartungsarbeiten der Waschanlage einen Fehltritt und
zog
sich dabei eine
Prellung der Schulter zu
(Urk. 8/1).
Die medizinische Erstvorstellung erfolgte am
23. August 201
7
bei Dr.
med.
A._
, Facharzt FM
H für Allgemeine Innere Medizin (Urk. 8/15)
. Am 22.
November 2017
wurde
ein MRI
der linken Schulter
erstellt
(
Urk. 8/
19
). Nachdem der Versicherte
den Ereignisher
gang k
onkretisiert
(Urk. 8/12
/1-2) und
die Suva Berichte der behandelnden Ärzte eingeholt hatte
(Urk. 8/9-10, Urk. 8
/15)
, legte sie die Akten Kr
eisarzt Dr. med.
B._
, Facharzt FMH für Orthopädie und Traumatologie des Bewegungsapparates
,
vor
, der
am 23. Mai 2018
bejahte
, dass die geltend gemachten Beschwerden an der Schulter links auf das Ereignis vom 14. August 2017 z
urückzuführen seien (Urk. 8/20).
D
ie Suva
erklärte sich daraufhin
bereit, die Heilbehandlungskosten auch weiterhin (vgl. Urk. 8/2) zu übernehmen
(Urk. 8/23
).
Hernach
holte
die Suva weitere
medizini
sche Berichte ein
(Urk. 8/
26, Urk. 8/33, Urk. 8/35
-36) und legte das Dossier Kreis
arzt Dr. med. C._
, Facharzt FMH für Orthopädie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vor (Stellungnahme vom 3. Januar 2019 [Urk. 8/40]). Mit Schreiben vom 16. Januar 2019 informierte die Suva de
n Versicherten da
rüber, dass sie den Fall, was die Unfallfolgen anbelange, per 18. Januar 2019
abschliesse und den Anspruch auf weitere Versicheru
ngsleistungen ablehne (Urk. 8
/47
).
Nach erneuter Vorlage an
Kreisarzt Dr.
C._
(Stellungnahme vom
20. März 2019 [Urk. 8/61]), schloss die Suva den Fall mit Verfügung vom 25. März
2019 per 18. Januar 2019 ab (Urk. 8/63).
Dagegen erhob der Versicherte am 1. April 2019 Einsprache (Urk. 8/65). Mit Schreiben vom 19. Juni 2019 zog die Suva ihre Verfügung vom 25. März 2019 infolge Notwendigkeit weiterer Sach
verhaltsabklärungen zurück (Urk. 8/70).
Am 11. Juli 2019 klärte die Suva die Umstände und den Hergang des Ereignisses vom 14. August 2017 am Arbeitsort des Versicherten ab (Abklärungsbericht vom 11. Juli 2019 [Urk. 8/71]), woraufhin Dr.
C._
am 19. August 2019 eine weitere kreisärztliche Stellungnahme er
stattete (Urk. 8/74).
Mit Verfügung vom 22. August 2019 schloss die Suva den Fall per 18. Januar 2019 ab und ve
rneinte ein
en Anspruch auf weitere Versi
che
rungsleistungen (Urk. 8/75).
Die dagegen erhobene Einsprache vom 9. September 2019 (Urk. 8/79) wies die Suva mit
Einspracheentscheid
vom 7. November 2019 ab
und entzog einer dagegen erhobenen Beschwerde die aufschiebende Wirkung
(Urk. 2 = Urk. 8/82).
2.
Dagegen erhob der Versicherte am 27. November 2019 Beschwerde und bean
tragte, der
Einspracheentscheid
vom 7. November 2019 sei aufzuheben und es seien ihm die gesetzlichen und allfälligen vertraglichen Ansprüche auszurichten. Eventualiter beantragte der
Beschwerdeführer
die Rückweisung der Sache unter Anweisung der Einholung eines fachorthopädischen Gutachtens bei einem exter
nen Schulterspezialisten (Urk. 1 S. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom 21. Januar 2020 schloss die Suva auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 7), worüber der
Beschwerdeführer
am 23. Januar 2020 in Kenntnis gesetzt wurde (Urk. 9).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b). Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebro
chen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Über
gangsbestimmungen).
Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am
14. August 2017
ereignet, weshalb die
ab dem 1. Januar 2017
gültig
en Normen
auf den vorliegenden Fall Anwen
dung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Ein Unfall ist gemäss Art. 4
des
Bundesgesetz
es
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG)
die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende
Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körpe
r, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesund
heit oder den Tod zur Folge hat.
1.3
Gemäss Art. 6 UVG werden – soweit das Gesetz nichts
anderes
bestimmt – die
Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufs
kran
k
heiten gewährt (Abs. 1). Die Versicherung erbringt ihre Leistungen auch bei fol
genden Körperschädigungen, sofern sie nicht vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind (Abs. 2): Knochenbrüche (
lit
. a), Verrenkungen von Gelenken (
lit
. b), Meniskusrisse (
lit
. c), Muskelrisse (
lit
. d), Muskelzerrungen
(
lit
. e), Sehnenrisse (
lit
. f), Bandläsionen (
lit
. g) und Trommelfellverletzungen (
lit
. h).
Ausserdem erbringt die Versicherung ihre Leistungen für Schädigungen, die der verunfallten Person bei der Heilbehandlung zugefügt werden (Abs. 3).
1.4
1.4.1
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva
lidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhanden
sein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausal
zusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg
gedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
an
spruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.4.2
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursa
chen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige
Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vor
zustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr.
U 142 S.
75 E.
4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U
172/94 vom 26.
April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwie
gen
den Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr.
U 363 S.
45; BGE
119 V 7 E. 3c/
aa
). Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchs
aufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die entsprechende Beweislast – anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr.
U 206 S.
328
f. E.
3b, 1992 Nr.
U 142 S. 76). Diese Beweis
grundsätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten massgebend (Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11.
März 2014 E. 2.3.1 mit Hinweisen).
Mit dem Erreichen des Status quo sine
vel
ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der Status quo sine
vel
ante
noch nicht wieder
erreicht
ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf Art. 36 Abs. 1
UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kosten
vergütungen zu übernehmen, worunter auch die Heilbehandlungskosten nach Art. 10 UVG fallen (Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11. März 2014 E. 2.3.2).
1.4.3
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausal
zusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adä
quate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 402 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
1.5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versiche
rungsinterner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erschei
nen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/
ee
). Das An
stellungsverhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Versicherungs
träger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangenheit schliessen (BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4). Soll ein Versicherungsfall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsin
ternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).
2.
2.1
Die
Beschwerdegegnerin
begründete ihren Entscheid
gestützt auf die Einschät
zung ihres Kreisarztes Dr.
C._
damit,
dass die vom
Beschwerdeführer
ge
klagten Beschwerden nicht mehr als kausal zum Unfall vom 14. August 2017 einzustufen seien.
D
as Ereignis vom 14. August 2017
sei
nach derzeitigem
Wis
sensstand nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit geeignet, die bildge
bend
dargestellten Pathologien innert drei Monaten herbeizuführen, sodass über
wie
gend wahrscheinlich ein erheblicher Vorzustand im Bereich des linken Schul
ter
gelenks in stummer oder manifester Weise vorgelegen habe. Überwiegend wahr
scheinlich unfallkausal seien die im Verlauf geklagten
Kapsulitisbe
schwer
den
. Durch das Ereignis mit einer Zerrung des Bindegewebes sei es zu einer vorüber
gehenden Verschlimmerung des Vorzustandes gekommen. Nach derzeitigem Wis
sensstand sei der Gesundheitszustand des Schultergelenks nach
Kapsulitis
innert einem Jahr in jenem Zustand, in welchem er auch
ohne
das
Ereignis gewesen wäre.
D
er Status quo sine
sei
somit spätest
ens nach 1 Jahr erreicht worden
(Urk. 2 S. 5-7
, Urk. 7
).
2.2
Dahingegen vertritt der Beschwerdeführer den Standpunkt,
d
ie Indizienlage spr
eche
vorliegend
klar für eine traumatische Genese und nicht für eine degene
rative Verursachung, wozu auch eine richtungsgebende Verschlimmerung zu zähle
n sei.
Ein möglicher, wenn auch bestrittener Vorzustand, vermöge an der (Teil-)Kausalität nichts zu ändern. Im Zentrum der Beschwerden würden nicht das
subakromiale
Impingement
, sondern die Verletzung der
Rotatorenmanschette
stehen, welche Dr.
C._
nicht in seine Überlegungen miteinbezogen habe.
Zusammenfassend sei festzuhalten, dass die
Supraspinatussehnenruptur
mit Par
tial
ruptur der
Infraspinatussehne
und der
Subscapularissehne
und SLAP-Läsion
mit Ruptur der langen
Bizepssehne
als kausale Folge
n
zum Unfall vom 14. August 2017 zu qualifizieren sei
en
. Es gebe keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass die vor
liegenden Sehnenrupturen nur zu vorübergehen
d
en Beschwerden geführt hätt
en
– zumal die Rupturen bereits am 23. Mai 2018 als unfallkausal beurteilt worden seien.
Damit sei der Status quo ante nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erreicht, eine mögliche Teilkausalität sodann bei Weitem nicht entfallen, weshalb die
Beschwerdegegnerin
nach wie vor leis
tungspflichtig sei
(Urk. 1 S. 7
ff.).
3.
3.1
Dr. med. D._
, Facharzt FMH für Radiologie,
erstellte
am 22. Novem
ber 201
7
ein MRI der linken Schulter
. Er führte aus, e
s bestehe eine grossflächige zentrale und
anteriore
tra
n
smurale
Ruptur der
Supraspinatussehne
mit wenig
residuellen
Faserzügen dorsal. Die
Supraspinatussehne
weise hier eine starke
Tendinose
-Komponente auf
.
Es
bestünden eine Bursitis
subacromialis
,
eine
hyper
trophe AC-Gelenksar
throse sowie ein
Humeruskopfhochstand
. Die vorbe
schrie
be
nen Veränderungen seien problemlos mit dem klinischen Bild eines
suba
kro
mialen
Impingements
vereinbar. Ferner bestehe eine Partialruptur der
Infra
spina
tussehne
mit ausgeprägter
Tendinopathie
sowie eine Luxation
der
Bizeps
sehne
. Eine
Omarthrose
,
eine
SLAP-Läsion sowie ein Verdacht auf
eine
Kapsulitis
seien ebenfalls gegeben. Es bestünden multiple Geröllzysten in der
anterioren
, lateralen und dorsalen
Humeruskopfzirkumferenz
. Ferner eine At
rophie der
Rotatoren
manschetten
m
uskulat
ur
unter Betonung des
Musculus
S
upraspinatus
,
I
n
fraspi
natus
,
Subscapularis
mit fettiger Degeneration wie beschrieben
(Urk. 8/19).
3.2
Dr.
med. E._
, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates,
stellte
in seinem
Sprechstundenbericht
vom 8
. Dezember 2017
folgende Diagnosen
(Urk. 8/26):
-
Traumatische Ruptur
Supraspinatussehne
, Partialruptur
Infraspinatus
sehne
, SLAP-Läsion und Luxation
Bizepssehne
links nach Trauma 14. August 2017
-
AC Gelenksarthrose
-
Lumbovertebralsyndrom
-
Hyperkeratotisches
rhagadiformes
Ekzem
-
Atopische
Diathese
Der
Beschwerdeführer
leide an einer Ruptur der
Supraspinatussehne
mit aus
geprägter
Tendinose
. Zudem best
ünden
eine Teilruptur der
Infraspinatussehne
und weiterhin ein
supracromialis
Impingement
sowie eine SLAP-Läsion. Die
Bizepssehne
scheine luxiert. Zudem bestünden fettige Degenerationen der Mus
kulatur mindestens Grad 2; zum Teil Grad
3.
Aufgrund dieser Darlegungen sei ein konservatives Vorgehen im Prinzip nicht erfolgsversprechend
. Es werde eine Defilee-Erweiterung mittels
Acromionaufrichtung
, AC-Gelenksresektion und dem Versuch der Doppelung der
Rotatorenmanschette
empfohlen. Sollte dies aufgrund der Retraktion oder der Degeneration nicht gelingen
,
wäre ein
Deltoidlappen
durchzuführen. Der
Beschwerdeführer
wünsche aufgrund der beruflichen Situa
tion mit der Operation noch abzuwarten (Urk. 8/26).
3.3
In seinem
Sprechstundenbericht
vom 18. Januar 2018 bestätigte
Dr.
E._
die in seinem Vorbericht
vom 8. Dezember 2017
gestellten Diagnosen. Die zusätz
liche Röntgenuntersuchung habe eine AC-Gelenksarthrose bestätigt sowie eine zystische Aufrauhung im
Tuberculum
majus
gezeigt. Die konservative Therapie habe leider nicht den gewünschten Erfolg erzielt. Der
Beschwerdeführer
wünsche ein
proaktives Vorgehen bezüglich Operation. Es werde nach Rücksprache mit Dr.
F._
die gleiche Operation wie auf der Gegensei
te durchgeführt, nämlich eine De
fil
e
e-Erweiterung und
Acromionaufrichteosteoto
mie
, AC-Gelenksresektion
,
trans
ossäre
Reinsertion
der
rupturierten
Rotatorenmanschette
mit Doppelung derselben sowie Entfernung des
Bicepssehnen
-Stumpfes intraartikulär rechts
(Urk. 8/10).
3.4
Dr. med.
G._
, Facharzt FMH für Radiologie, führte am 15. November 2018 ein MRI der linken Schulter durch. In seiner Beurteilung hielt er eine be
kannte ausgeprägte
transmurale
Rotatorenmanschettenruptur
der
Supraspinatus
sehne
fest, die im Vergleich
zur
Voruntersuchung vom 22. November 2017 zu
genommen habe. Aktuell sei eine Retraktion der Sehnenanteile bis auf Höhe des
Glenoids
erkennbar. Ferner verwies er auf eine Partialruptur der
Infraspinatus
-
und
Subscapularissehne
mit ausgeprägter
Tendinose
sowie einen
Humerus
kopf
hochstand
. Die vorbeschriebenen Veränderungen seien mit dem klinischen Bild eines
subakromialen
Impingements
vereinbar. Im Verlauf sei es zu einer zuneh
menden fettigen Atrophie der
Rotatorenmanschettenmus
kulatur
gekommen. Ferner
bestünden
eine Ruptur der langen
Bizepssehne
, eine SLAP-Läsion mit Einriss am
posterioren
inferioren Labrum, eine
Omarthrose
sowie ein Verdacht auf
Kapsulitis
adhesiva
(Urk. 8/36).
3.5
Nach Kenntnisnahme des MRIs vom 15. November 2018 stellte
Dr.
E._
in
seinem gleichentags erstatteten
Sprechstundenbericht folgende Diagnosen (Urk. 8/35):
-
Transmurale
Rotatorenmanschettenruptur
der
Supraspinatussehne
,
Infra
spina
tussehne
und
Subscapularissehne
mit ausgeprägter
Tendinose
und
Retraktion der Sehnenanteile mit fettiger A
t
rophie
supraspinatus
Grad 3,
Infraspinatus
Grad 2 und
Subscapularis
Grad 3 links
-
Omarthrose
links
Es sei zu einer ausgeprägten Progredienz der Befunde gekommen. Im Prinzip handle es sich um eine irreparable
Rotatorenmanschettenruptur
mit
Omarthrose
, welche eigentlich eine inverse Schultertotalprothese rechtfertigen würde.
Der
Beschwerdeführer
müsse jedoch noch körperlich arbeitsfähig bleiben, weshalb die Option der Cup-
Arthroplastik
und Deltalappen-Plastik zur Überbrückung der Retraktion zu prüfen sei (Urk. 8/35).
3.6
Dr.
C._
führte in seiner kreisärztlichen Beurteilung
vom 3. Januar 2019
aus, beim Ereignis habe es sich um eine
Kapsulitis
gehandelt. Der
status
quo ante nach
Kapsulitis
sei im natürlichen Verlauf nach einem Jahr
–
vorliegend somit am 14. August 2018
–
erreicht, weshalb der
darüber hinaus bestehende
Gesundheits
schaden nicht mehr mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Unfall zu
rückzuführen sei. Aufgrund der von Dr.
E._
in seinem Bericht vom 15. November 2018 gestellten Diagnosen sei auf einen Vorzustand zu schliessen
(Urk. 8/40).
3.7
In seinem Sprechstundenbericht vom 9. Januar 2019 wiederholte
Dr.
E._
die in seinem Bericht vom 15. November 2018 gestellten Diagnosen. Für den 23. Januar 2019 sei
en
eine Deltalappenplastik nach
Acromion-Aufrichteosteoto
mie
und
Bizepssehnentenodese
sowie AC-Gelenksresektion links geplant. Es sei festzuhalten, dass
die
Ruptur
traumatischer Genese
(n
achweislich nach einem Trauma vom 14. August 201
7
) sei
.
Vor diesem Unfall sei der Beschwerdeführer komplett beschwerdefrei gewesen und habe auch nie über Schulterschmerzen links geklagt
(Urk. 8/45
/2-3
).
3.8
Dr.
C._
hielt
in
seiner kreisärztlichen Beurteilung
vom 19. August 2019
fest
,
aus der Sachverhaltsdarstellung lasse sich der Verlauf des Ereignisses exakt fest
stellen und biomechanisch beurteilen
.
Mit der
drei Monate nach dem Unfall
ereignis veranlasste
n
Bildgebung der linken Schulter
werde eine erhebliche
Atro
phie des
M
usculus
S
upraspinatus
mit einer fettigen Degeneration Grad II bei
transmuraler
Supraspinatussehnenruptur
, eine Atrophie des
Musculus
I
nfraspina
tus
mit einer fettigen Degeneration Grad
II-III und einer Atrophie des
Musculus
S
ubscapularis
mit fettiger Degeneration Grad III nach
Goutallier
dargestellt. Zu
sätzlich
hätten
sich bildgebend eine
Omarthrose
, eine SLAP-Läsion, ein Ver
dacht auf
Kapsulitis
sowie multiple Geröllzysten an den
anterioren
lateralen und dor
salen
H
umeruskopfzirkumferenzen
dargestellt
. Gesamthaft ergebe dies das Bild eines degenerativen Verschleissleidens im Bereich des linken Schultergelenks.
Somit liege auch für den Laien schlüssig nachvollziehbar
ein
sekundäre
s
Impin
gementsyndrom
vor, wie von Dr.
A._
korrekt attestiert. Nach derzeitigem Wissensstand sei da
s Ereignis vom 14. August 2017
nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit geeignet, die bildgebend dargestellten Pathologien innert drei
er Monate
herbeizuführen, sodass überwiegend wahrscheinlich ein erheb
li
cher Vorzustand im Bereich des linken Schultergelenks in stummer oder mani
fester Weise vorgelegen habe. Die ein Jahr später erneut durchgeführte Bild
gebung dokumentiere die Verschlechterung des degenerativen Verschleissleidens im Rahmen der natürlichen Progredienz. Im vorliegenden Fall bestehe zwischen dem Festhalten und den im Verlauf bildgebend dargestellten erheblichen Patho
logien kein überwiegend wahrscheinlicher Kausalzusammenhang.
Überwiegend wahrscheinlich unfallkausal seien die im Verlauf geklagten
Kapsulitisbe
schwer
den
.
D
urch das
Ereignis mit
Zerrung des Bindegewebes sei es zu einer vorüber
gehenden Verschlimmerung des Vorzustandes gekommen. Nach derzeitigem medi
zinischen Wissen
s
stand sei der Gesundheitszustand des Schultergelenks nach
Kapsulitis
innert einem Jahr in jenem Zust
and, in welchem er auch ohne das
Ereignis gewesen wäre, der Status quo sine sei somit spätestens nach einem Jahr erreicht
gewes
en
(Urk. 8/74).
3.9
Dr.
E._
stellte in seinem
Sprechstundenbericht vom 16. Oktober 2019
–
die linke Schulter betreffend
–
folgende Diagnosen (Urk. 3/15):
-
Grosse ausgeprägte
transmurale
Rotatorenmanschetten
Ruptur
Supraspi
natussehne
,
Infraspinatussehne
und Partialruptur
Subscapularissehne
mit jeweils Retraktion der Sehnenanteile der
Supraspinatussehne
bis auf Höhe
Glenoid
.
Humeruskopfhochstand
. Fettige Atrophie der
Rotatorenman
schettenmuskulatur
, Ruptur der langen
Bizepssehne
, SLAP-Läsion, Einriss
posteriorer
inferiorer Labrum.
-
Omarthrose
-
Kapsulitis
adhäsiva
Der
Beschwerdeführer
habe über eine deutliche Schmerzzunahme in den letzten zwei Wochen berichtet. Die Befunde seien unverändert.
Die einzige Möglichkeit bestehe in der Impla
ntation einer inversen Schultert
otalprothese. Bezüglich der versicherungstechnischen Angelegenheit sei festzuhalten, dass der
Beschwerde
führer
vor dem Unfall beschwerdefrei gewesen sei. Es liege klar eine posttrau
matische Situation vor, welche durch den Unf
all ausgelöst worden sei (Urk. 3
/
15).
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin anerkannte hinsichtlich des Ereignisses vom
14. August 2017
grundsätzlich ihre Leistungspflicht (
Urk. 8/2,
Urk.
8/23
). Strittig und zu prüfen ist jedoch, ob
sie
ihre Leistungen zu Recht mit der Begründung, die be
stehenden Beschwerden seien nicht mehr unfallbedingt, per
18. Januar 2019
ein
gestellt hat.
4.2
Die
Beschwerdegegnerin
stützte sich im angefochtenen Entscheid vom 7. Novem
ber 2019 auf die Beurteilung ihres Kreisarztes Dr.
C._
vom 19. August 2019
(
vgl.
Urk. 2 S. 5-7)
.
Der betreffende Bericht wurde von einem Facharzt erstattet
. A
ls Unfallmediziner
ist es zudem
gerade die Aufgabe von Dr.
C._
,
den Ursache-/Wirkungszusammenhang zwischen einem Unfallereignis und einer vor
handenen (somatischen) Gesundheitsstörung zu klären und namentlich dazu Stel
lung zu nehmen, ob ein bestimmtes Unfallgeschehen nach unfallmedizinischer Erfahr
ung physiologisch geeignet war –
allenfalls als blosse Teilursache, aber mit
üb
erwiegender Wahrscheinlichkeit –
,
zur fraglichen Gesundheitsstörung zu füh
ren
(Urteil des Bundesgerichts 8C_855/2018
vom 14. März 2019 E. 6.2.2).
Die Beur
teilung von Dr.
C._
ist für die streitigen Belange umfassend, wurde in Kenntnis der relevanten
Vorakten
erstellt
(Urk. 8/74/1-3)
, leuchtet in der Darle
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medi
zinischen Situation ein und enthält eine nachvollziehbar begründete Schlussfol
gerung (Urk. 8/74
/4-5
).
A
us der Stellungnahme von
Dr.
C._
ergibt sich
, dass
bildgeb
end deutliche Hinweise auf ein degeneratives Verschleissleiden im Bereich des linken Schultergelenks
ersichtlich
sind. In Einklang dazu lassen sich
bereits
dem radiologischen Befund von Dr.
D._
vom 22. November 2017 eine starke
Tendinose
-Komponente der
Supraspinatussehne
, eine hypertrophe AC-Gelenks
arthrose
, eine ausgeprägte
Tendinopathie
der
Infraspinatussehne
, eine
Omar
thros
e
,
eine SLAP-Läsion,
multiple Geröllzysten in der
anterioren
, lateralen und dorsalen
Humeruskopfzirkumferenz
sowie fettige Degenerationen
der
Muskulatur
entneh
men
, wozu Dr.
D._
ausführte, die Veränderungen seien problemlos mit dem klinischen Bild eines
subakromialen
Impingements
vereinbar
(E. 3.1).
Dass Dr.
G._
gestützt auf sein am 15. November 2018 durchgeführtes MRI eine Zu
nahme der
Rotatorenmanschettenruptur
der
Supraspinatussehne
mit einer zuneh
menden fettigen Atrophie der
Rotatorenmanschettenmuskulatur
beschrieb (E. 3.4),
erklärte
Dr.
C._
nachvollziehbar mit der natürlichen Progredienz des degenerativen Verschleissleidens (E. 3.8). Vor diesem Hintergrund erweist es sich als schlüssig, dass
Dr.
C._
die
strukturellen
Schädigungen
an der
Rotatoren
manschette
als
durch degenerative Veränderungen verursacht
erachtete
und da
mit auf einen Vorzustand zurückführte
.
Sodann legte er nachvollziehbar dar,
dass
eine traumatische Zerrung
des Bindegewebes
lediglich eine vorübergehende Ver
schlimmerung des Vorzustandes bewirkt habe
, welche spätestens nach einem Jahr wieder abgeklungen ist
(E. 3.8)
.
Treten im Anschluss an einen Unfall Beschwerden auf (die zuvor nicht bestanden) und ist aber davon auszugehen, dass durch den Unfall lediglich ein (zuvor stummer) Vorzustand aktiviert, nicht aber verursacht worden ist, so hat der Unfallversicherer nur Leistungen für das unmittelbar im Zusammenhang mit dem Unfall stehende Schmerzsyndrom gemäss Art. 36 Abs. 1 UVG zu erbringen und es entfällt be
i Erreichen des Status quo sine
vel
ante eine Teilursächlichkeit für die noch b
estehenden Beschwerden (Urteile
des Bundes
gerichts 8C_816/2009 vom 21. Mai 2010 E. 4.3, 8C_181/2009 vom 30. September 2009 E. 5.4 f., 8C_326/2008 vom 24. Juni 2008 E. 3.2 und 4
). Es ist daher
gestützt auf
die
versicherungsmedizinische Akten
beurteilung
von
Dr.
C._
vom
19. August 2019
erstellt
, dass
die unfallbedingten Verletzungen spätestens nach
einem Jahr
abgeheilt
waren
. Danach sind die geklagten Beschwerden au
f den Vorzustand zurückzuführen
(vgl. E. 1.
4
.2).
4.3
An dieser Sachlage vermag auch die Einschätzung von Dr.
E._
nichts zu ändern
. So verwies
auch Dr.
E._
bereits in seinem Bericht vom 8. Dezember 2017 auf eine ausgeprägte
Tendinose
sowie ausgeprägte
fettige
Degenerationen der Muskulatur
an der linken Schulter (E. 3.2). N
ach
Vornahme
einer zusätzlichen Röntgenuntersuchung
bestätigte er
in seinem Bericht vom 18. Januar 2018
so
dann
eine AC-Gelenksarthrose
und schloss neu zusätzlich auf
eine zystische Auf
rauhung im
Tuberculum
majus
(E. 3.3).
Auch die von Dr.
E._
in seinen Folgeberichten gestellten Diagnosen (E. 3.5, E. 3.7, E. 3.9) lassen gemäss
nach
vollziehbarer Beurteilung von
Dr.
C._
a
uf einen degenerativen Vorzustand schliessen (E. 3.6, E. 3.8).
Für seine
Behauptung,
es liege eine
traumatische Ruptur (E. 3.2, E. 3.7) respektive klar eine
posttraumatische Situation
vor (E. 3.9)
,
liefert
Dr.
E._
keine Begründung
. Seiner Beurteilung mangelt es an einer
Erklä
rung dafür
, inwiefern trotz Vorliegens der bildgebend ausgewiesenen degenera
tiven Befunde und im Gegensatz zur Einschätzung von Dr.
C._
, wonach das fragliche Unfallereignis nicht geeignet gewesen sei, innerhalb dreier Monate die bildgebend dargestell
ten Pathologien – mit sekundärem
Imping
e
ment
syndrom
– zu ver
ursachen
(E. 3.9),
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht von einem
massgeblichen degenerativen Vorzustand auszugehen
ist
. Ebenso wird darin nicht
schlüssig aufgezeigt, weshalb die kreisärztliche Annahme eines regelhaften Ab
klingens
der
Kapsulitis
im Rahmen des natürlichen Reparaturmechanismus innert
einem Jahr
im vorliegenden Fall anzuzweifeln und von einer richtunggebenden Verschlimmerung der Schulterbeschwerden auszugehen wäre.
Da die
Einschät
zung
von Dr.
E._
auch daneben keine nachvollziehba
re Begründung für das
Vorliegen einer
nach dem 14
. August 2018 bestehenden
Unfall(teil)
kausalität
beinhaltet,
vermag sie die Einschätzung des
Kreisarztes
nicht umzustossen
.
Viel
mehr scheint seine Begründung der Unfallk
ausalität auf der
alleinigen
Argumen
tation
«
post
hoc ergo
propter
hoc»
zu beruhen,
welcher praxisgemäss beweisrecht
lich keine Aussagekraft zukommt (vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgericht 8C_13/2016 vom 1
3.
Mai 2016 E. 4.2 mit Hinweisen).
Nichts für sich zu gewinnen vermag der
Beschwerdeführer
mit dem Verweis auf die kreisärztliche Stellungnahme von Dr.
B._
vom 23. Mai 2018 (Urk. 1 S. 9
Rn
21). So bestätigte Dr.
B._
darin
lediglich eine
Unfallkausalität
der zu diesem Zeitpunkt
(23. Mai 2018)
bestehenden
Beschwerden (Urk. 8/20), was der
Annah
me eines Erreichens des
status
quo
sine
per
14
. August 2018 nicht entgegensteht.
Bezüglich der Frage, ob die strukturellen Schädigungen der
Rotatorenmanschette
traumatisch oder degenerativ verursacht wurden
,
respektive, ob ein massgeb
li
cher degenerativer Vorzustand bestand,
lassen sich
der
unbegründete
n
Stellung
nahme
von Dr.
B._
keine Erkenntnisse entnehmen
.
Als ebenfa
lls unbegründet erweist sich das
Vorbringen
des
Beschwerdeführers,
die MR-tomographische Interpretation von Dr.
C._
sei schlechthin nicht haltbar und vor all
em nicht evidenzbasiert (Urk. 1 S. 13
Rn
33). Eine Beurteilung von
Prof.
Dr.
med.
H._
–
worauf
sich
der Beschwerdeführer zur Untermauerung se
iner Behaup
tung stützt (vgl. Urk. 1 S. 13
Rn
33)
–
findet sich nicht bei den Akten
und auch daneben besteht keine
fach
ärztliche Beurteilung, welche die Interpretation der bildgebenden Befunde durch Dr.
C._
in Frage stellen würde
.
Ferner
erweist sich die Behauptung des
Beschwerdeführer
s, wonach vorliegend radiologisch kein
Humeruskopfhochstand
nachgewiesen sei, als aktenwidrig (E. 3.1, E. 3.4, vgl. auch E. 3.9).
Sodann trifft es –
mit Blick auf das Dargelegte (vgl. davor E. 4.2)
–
entgegen der Annahme des
Beschwerdeführer
s (Urk. 1 S. 8
Rn
17) nicht zu, dass neben der ausgemachten Arthrose des Schulter
gelenks sowie der beginnenden
G
lenohumeralgelenksarthrose
keine weiteren Anzeichen für eine degenerative Verschleisserscheinung vorgelegen
hätten
.
Soweit der
Beschwerdeführer
eine nach wie vor bestehende Unfallkausalität mit dem Unfallmechanismus begründet (vgl. Urk. 1 S. 7 f.
Rn
15
-18
,
Urk. 1 S. 11
Rn
27
, Urk. 1 S. 12 f.
Rn
30-32
), vermag dies nichts daran zu ändern, dass es vorliegend an einem medizinischen
B
ild mangelt, um mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit auf eine traumatische Verursachung
respektive eine richtungs
ge
bende Verschlimmerung
der strukturellen Schäden an der
Rotatorenmanschette
schliessen zu können.
Anzumerken bleibt, dass Dr.
C._
über den unbestritte
nen (vgl.
Urk. 1 S. 4
und 10
, Urk. 2 S. 2, Urk. 8/71)
Ereignishergang informiert war
und
e
r diesem im Rahmen seiner
medizinische
m
Beurteilung
Rechnung ge
tragen
hat
(Urk. 8/74/3-4).
Fachärztlich begründete Einschätzungen, die gestützt auf den Unfallhergang zu einem anderen Ergebnis gelangen, sind nicht akten
kundig.
Nach dem Gesagten sind Zweifel an der medizinischen Beurteilung von Dr.
C._
nicht angebracht, weshalb in antizipierter Beweiswürdigung auf weitere medizinische Abklärungen
–
insbesondere auch auf das
Einhol
en
eines fachorthopädischen Gutachtens bei einem externen Schu
lterspezialisten (Urk. 1 S. 2) –
zu verzichten ist (BGE 127 V 491 E. 1b mit Hinweisen).
4.4
Da
die über den
18. Januar 2019
hinaus geklagten Beschwerden vorwiegend, das heisst als zu mehr als 50
%
auf Abnützung zurückzuführen sind, entfällt die Prüfung einer Listenverletzung nach
Art.
6
Abs.
2 UVG ohne weiteres (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C
_22/2019 vom 24.
September 2019 E. 9.2)
5.
Der angefochtene
Einspracheents
cheid
vom 7. November 2019 (Urk. 2)
erweist sich damit als rechtens, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.