Decision ID: d501b7f6-966f-560f-be94-bd56e280c3b0
Year: 2022
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A.
A.a Der schweizerische Staatsbürger A._ (nachfolgend: Versicher-
ter oder Beschwerdeführer) wurde (...) 1960 geboren. Er legte in der
Schweiz von 1978 bis 2015 eine Gesamtversicherungszeit von 456 Mona-
ten zurück. Nach einer Ausbildung als Tiefbauzeichner, Maurer, Bauführer
und Ausbildungsleiter war er letztmalig von Juni 2013 bis Dezember 2015
als Senior Projektleiter (...) beschäftigt. Dafür wurde er mit einem Brutto-
jahreseinkommen von Fr. 149'000.- entlöhnt (vorinstanzliche Akten [act.]
11, 20, 45).
A.b Der dreifache Vater meldete sich - inzwischen ohne Erwerb in Thailand
wohnhaft - am 1. Oktober 2019 bei der schweizerischen Invalidenversiche-
rung (IV) für berufliche Integration / Rente an, nachdem er 2015 ein Burn-
out und 2016 einen Herzinfarkt erlitten hatte. 2017 folgte eine Scheidung
und 2018 ein Beinbruch (act. 11 ff.).
A.c Der Versicherte wurde am 1. März 2021 in einem thailändischen Spital
psychiatrisch und kardiologisch abgeklärt (vgl. act. 47, 71, 74). Die RAD-
Allgemeinmedizinerin und die RAD-Psychiaterin erachteten den Versicher-
ten in der Folge in der letztmaligen Tätigkeit als Senior Projektleiter nicht
als beeinträchtigt. Trotz einem Status nach Herzinfarkt (wahrscheinlich im
Juli 2016), Adipositas (130 kg / 188 cm), arterieller Hypertonie, einem Sta-
tus nach embolischem Verschluss der rechten Kniekehle (vor Juli 2014)
und einem Status nach «Tibiafx» links mit Plattenosteosynthese (2018)
wurde die Arbeitsunfähigkeit diesbezüglich mit 0 % angegeben (act. 77 f.).
A.d Die Vorinstanz verneinte mit Verfügung vom 19. August 2021 einen
Anspruch auf eine Invalidenrente und wies das Leistungsbegehren ab. Sie
führte aus, in der angestammten Tätigkeit als Senior Projektleiter bestehe
ebenso wenig wie in einer anderen körperlich leichten Tätigkeit eine rele-
vante Einschränkung. Somit liege keine Invalidität vor, die einen Renten-
anspruch zu begründen vermöge (act. 91; vgl. auch act. 81, 84 ff.).
B.
B.a Der Versicherte erhob am 21. September 2021, vertreten durch den
Rechtsanwalt Stephan Weber, Beschwerde beim Bundesverwaltungsge-
richt (BVGer). Er beantragte die Aufhebung der angefochtenen Verfügung
und die Ausrichtung einer ganzen Invalidenrente. Eventualiter beantragte
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er, die Sache sei zur weiteren medizinischen Abklärung im Rahmen einer
polydisziplinären Begutachtung und zur Neuverfügung an die Vorinstanz
zurückzuweisen (BVGer act. 1).
B.b Die Vorinstanz beantragte mit Vernehmlassung vom 27. Oktober 2021
die Abweisung der Beschwerde und die Bestätigung der angefochtenen
Verfügung (BVGer act. 3).
B.c Der Versicherte verwies mit Replik vom 10. Januar 2022 vollumfäng-
lich auf die Ausführungen in der Beschwerde (BVGer act. 5).
B.d Der Instruktionsrichter hiess mit Zwischenverfügung vom 1. Februar
2022 das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung gut.
Dem Beschwerdeführer wurde Rechtsanwalt Stephan Weber als amtlich
bestellter Anwalt beigeordnet. Zugleich schloss der Instruktionsrichter den
Schriftenwechsel ab (BVGer act. 6).
B.e Auf die weiteren Ausführungen der Parteien sowie die eingereichten
Unterlagen wird – soweit für die Entscheidfindung erforderlich – in den
nachfolgenden Erwägungen näher eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
Das Bundesverwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden Be-
schwerde zuständig (Art. 31, 32 und 33 Bst. d VGG; Art. 69 Abs. 1 Bst. b
IVG [SR 831.20]). Der Beschwerdeführer ist als Adressat der angefochte-
nen Verfügung durch diese besonders berührt und hat ein schutzwürdiges
Interesse an deren Aufhebung oder Abänderung, weshalb er zur Erhebung
der Beschwerde legitimiert ist (Art. 59 ATSG [SR 830.1]; Art. 48 Abs. 1
VwVG). Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist einzu-
treten (Art. 60 ATSG; Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG; BVGer act.
6).
2.
2.1 Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht
einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens,
die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen
Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG).
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Seite 4
2.2 Das Bundesverwaltungsgericht ist gemäss dem Grundsatz der Rechts-
anwendung von Amtes wegen nicht an die Begründung der Begehren der
Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Es kann die Beschwerde auch
aus anderen als den geltend gemachten Gründen gutheissen oder den an-
gefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer Begründung bestätigen, die
von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. BVGE 2013/46 E. 3.2).
2.3 Nach ständiger Rechtsprechung beschränkt sich die Prüfung des So-
zialversicherungsgerichts auf die Verhältnisse, wie sie sich bis zum Erlass
der angefochtenen Verwaltungsverfügung entwickelt haben (vgl. Urteil des
BGer 8C_489/2016 vom 29. November 2016 E. 5.2 m.H. auf BGE 132 V
215 E. 3.1.1; 130 V 138 E. 2.1; 121 V 362 E. 1b). Tatsachen, die jenen
Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand ei-
ner neuen Verwaltungsverfügung sein (BGE 121 V 362 E. 1b).
2.4 Der Beschwerdeführer ist Schweizer Staatsbürger mit Wohnsitz in
Thailand. Zwischen der Schweiz und Thailand besteht kein Staatsvertrag
über Leistungen der Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung.
Somit ist schweizerisches Recht massgebend.
2.5 In zeitlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze mass-
geblich, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes
Geltung haben (BGE 143 V 446 E. 3.3; 139 V 335 E. 6.2; 138 V 475 E. 3.1).
Deshalb finden die Vorschriften Anwendung, die spätestens beim Erlass
der Verfügung vom 19. August 2021 in Kraft standen; weiter aber auch Vor-
schriften, die zu jenem Zeitpunkt bereits ausser Kraft getreten waren, die
aber für die Beurteilung allenfalls früher entstandener Leistungsansprüche
von Belang sind.
3.
Zum Anspruch auf eine schweizerische Invalidenrente und den Abklärun-
gen, die in diesem Zusammenhang vorzunehmen sind, ist Folgendes vor-
auszuschicken:
3.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde
ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Invalidi-
tät kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4
Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körper-
lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zu-
mutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teil-
weise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden
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Seite 5
ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des
Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der
gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä-
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar
ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchti-
gung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte,
volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich
zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tä-
tigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6
ATSG).
3.2 Anspruch auf eine Invalidenrente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG
Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgaben-
bereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (Bst. a), während
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens
40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (Bst. b) und nach Ablauf
dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (Bst. c). Bei
einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Viertelsrente, bei mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei mindestens
60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei mindestens 70 % auf eine ganze
Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). Beträgt der Invaliditätsgrad weniger als 50 %,
so werden die entsprechenden Renten nur an Versicherte ausbezahlt, die
ihren Wohnsitz und ihren gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der
Schweiz oder in einem Mitgliedstaat der EU haben (Art. 29 Abs. 4 IVG;
Art. 7 VO [EG] 883/2004; vgl. BGE 130 V 253 E. 2.3 und E. 3.1).
3.3 Bei der Beurteilung der Arbeits(un)fähigkeit stützen sich die Verwaltung
und – im Beschwerdefall – das Gericht auf Unterlagen, die von ärztlichen
und gegebenenfalls auch anderen Fachleuten zur Verfügung zu stellen
sind. Ärztliche Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und
dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tä-
tigkeiten die versicherte Person arbeitsfähig ist. Hinsichtlich des Beweis-
wertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Be-
lange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die ge-
klagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese)
abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammen-
hänge sowie der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss-
folgerungen der Expertinnen und Experten begründet sind (BGE 134 V 231
E. 5.1; 125 V 351 E. 3a). Eine begutachtende medizinische Fachperson
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muss über die notwendigen fachlichen Qualifikationen verfügen (Urteil des
BGer 9C_555/2017 vom 22. November 2017 E. 3.1 mit Hinweisen).
3.4 Zwar gilt für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsver-
fahren der Grundsatz der freien Beweiswürdigung, doch hat die Rechtspre-
chung in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gut-
achten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufgestellt (vgl. BGE 125 V 351
E. 3b). So kommt den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten
Gutachten von externen Spezialärzten, welche aufgrund eingehender Be-
obachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht
erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen
gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zu, solange nicht
konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (vgl.
BGE 137 V 210 E. 2.2.2, BGE 135 V 465 E. 4.4, BGE 125 V 351 E. 3b/bb).
Berichte behandelnder Ärzte sind aufgrund deren auftragsrechtlichen Ver-
trauensstellung zum Patienten mit Vorbehalt zu würdigen. Dies gilt für den
allgemein praktizierenden Hausarzt wie den behandelnden Spezialarzt
(Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts I 655/05 vom 20. März
2006 E. 5.4 m.H. auf BGE 125 V 351 E. 3b/cc). Allerdings dürfen auch die
potentiellen Stärken der Berichte behandelnder Ärzte nicht vergessen wer-
den, namentlich wenn sie wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher
Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Be-
gutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (Urteil des BGer
9C_24/2008 vom 27. Mai 2008 E. 2.3.2 m.H.). Den Berichten und Gutach-
ten versicherungsinterner Ärzte kommt ebenfalls Beweiswert zu, sofern sie
als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich wider-
spruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen.
Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem Anstellungsverhältnis
zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivi-
tät und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Um-
stände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung ob-
jektiv als begründet erscheinen lassen (BGE 135 V 465 E. 4.4 m.H. auf 125
V 351 E. 3b/ee).
3.5 Die Stellungnahmen des RAD oder des medizinischen Dienstes der
IVSTA, welche nicht auf eigenen Untersuchungen beruhen, können wie
Aktengutachten beweiskräftig sein, sofern ein lückenloser Befund vorliegt
und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche Beurteilung eines an sich
feststehenden medizinischen Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztli-
che Befassung mit der versicherten Person in den Hintergrund rückt (vgl.
Urteile des BGer 9C_524/2017 vom 21. März 2018 E. 5.1; 9C_28/2015
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vom 8. Juni 2015 E. 3.2; 9C_196/2014 vom 18. Juni 2014 E. 5.1.1; je mit
Hinweisen). Die Aufgabe der versicherungsinternen Fachpersonen besteht
insbesondere darin, aus medizinischer Sicht – gewissermassen als Hilfe-
stellung für die medizinischen Laien in Verwaltung und Gerichten, welche
in der Folge über den Leistungsanspruch zu entscheiden haben – den
medizinischen Sachverhalt zusammenzufassen und versicherungsmedizi-
nisch zu würdigen (vgl. SVR 2009 IV Nr. 50 [Urteil 8C_756/2008] E. 4.4 mit
Hinweis; Urteil des BGer 9C_692/2014 vom 22. Januar 2015 E. 3.3). Sie
haben die vorhandenen Befunde aus medizinischer Sicht zu würdigen,
wozu namentlich auch gehört, bei widersprüchlichen medizinischen Akten
eine Wertung vorzunehmen und zu beurteilen, ob auf die eine oder die an-
dere Ansicht abzustellen oder aber eine zusätzliche Untersuchung vorzu-
nehmen ist (BGE 142 V 58 E. 5.1). Enthalten die Akten für die streitigen
Belange keine beweistauglichen Unterlagen, kann die Stellungnahme ei-
ner versicherungsinternen Fachperson in der Regel keine abschliessende
Beurteilungsgrundlage bilden, sondern nur zu weitergehenden Abklärun-
gen Anlass geben (vgl. Urteil des BGer 9C_58/2011 vom 25. März 2011
E. 3.3).
3.6 Geht es um psychische Erkrankungen sind für die Beurteilung der Ar-
beitsfähigkeit systematisierte Indikatoren beachtlich, die – unter Berück-
sichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und
Kompensationspotentialen (Ressourcen) anderseits – erlauben, das tat-
sächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281
E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1; 143 V 418 E. 6 ff.). Ausgangspunkt der Prüfung
und damit erste Voraussetzung bildet eine psychiatrische, lege artis ge-
stellte Diagnose (vgl. BGE 141 V 281 E. 2.1; 143 V 418 E. 6 und E. 8.1).
Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit erwähnten Indikatoren hat das
Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.1.3): Kategorie
«funktioneller Schweregrad» (E. 4.3) mit den Komplexen «Gesundheits-
schädigung» (Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde und Symp-
tome; Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz; Komorbidi-
täten [E. 4.3.1]), «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsentwicklung und -struk-
tur, grundlegende psychische Funktionen [E. 4.3.2]) und «sozialer Kon-
text» (E. 4.3.3) sowie Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhal-
tens [E. 4.4]) mit den Faktoren gleichmässige Einschränkung des Aktivitä-
tenniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen (E. 4.4.1) und be-
handlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens-
druck (E. 4.4.2).
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Seite 8
3.7 Laut Art. 43 Abs. 1 ATSG hat der Versicherungsträger (und gemäss
Art. 61 lit. c ATSG auch das Sozialversicherungsgericht) den rechtserheb-
lichen Sachverhalt nach dem Untersuchungsgrundsatz abzuklären, und
zwar richtig und vollständig, so dass gestützt darauf die Verfügung über die
jeweils in Frage stehende Leistung ergehen kann (Art. 49 ATSG; BGE 136
V 376 E. 4.1.1 S. 377). Die Untersuchungspflicht dauert so lange, bis über
die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen
hinreichende Klarheit besteht. Der Untersuchungsgrundsatz weist enge
Bezüge zum - auf Verwaltungs- und Gerichtsstufe geltenden - Grundsatz
der freien Beweiswürdigung auf. Führen die im Rahmen des Unter-
suchungsgrundsatzes von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen
den Versicherungsträger oder das Gericht bei umfassender, sorgfältiger,
objektiver und inhaltsbezogener Beweiswürdigung (BGE 132 V 393 E. 4.1
S. 400) zur Überzeugung, ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend
wahrscheinlich (BGE 126 V 353 E. 5b S. 360; 125 V 193 E. 2 S. 195, je mit
Hinweisen) zu betrachten und es könnten weitere Beweismassnahmen an
diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr ändern, so liegt im Verzicht
auf die Abnahme weiterer Beweise keine Verletzung des Anspruchs auf
rechtliches Gehör (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 134 I 140 E. 5.3
S. 148; 124 V 90 E. 4b S. 94). Bleiben jedoch erhebliche Zweifel an Voll-
ständigkeit und / oder Richtigkeit der bisher getroffenen Tatsachenfeststel-
lung bestehen, ist weiter zu ermitteln, soweit von zusätzlichen Abklärungs-
massnahmen noch neue wesentliche Erkenntnisse zu erwarten sind (Urteil
des BGer 8C_616/2013 vom 28. Januar 2014 E. 2.1 mit Hinweisen).
4.
Anfechtungsobjekt und damit Begrenzung des Streitgegenstandes des
vorliegenden Beschwerdeverfahrens (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.1) bildet die
Verfügung vom 19. August 2021. Streitig und vom Bundesverwaltungsge-
richt zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine schwei-
zerische Invalidenrente.
4.1 Der RAD-Allgemeinmedizinerin und der RAD-Psychiaterin zufolge ist
der Versicherten in der letztmaligen Tätigkeit als Senior Projektleiter nicht
beeinträchtigt. Trotz einem Status nach Herzinfarkt (wahrscheinlich im Juli
2016), Adipositas (130 kg / 188 cm), arterieller Hypertonie, einem Status
nach embolischem Verschluss der rechten Kniekehle (vor Juli 2014) und
einem Status nach «Tibiafx» links mit Plattenosteosynthese (2018) wurde
die Arbeitsunfähigkeit diesbezüglich mit 0 % angegeben (act. 77 f.). Beide
RAD-Ärztinnen stützten sich bei der Beurteilung ausschliesslich auf die Ak-
ten, zur Hauptsache auf den psychiatrischen und kardiologischen Bericht
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C-4207/2021
Seite 9
thailändischer Ärzte vom 1. März 2021 (act. 74), und nahmen selber keine
eigene Untersuchung des Versicherten vor. Die Begründung fiel sowohl bei
der RAD-Allgemeinmedizinerin als auch bei der RAD-Psychiaterin knapp
aus. Nach der Rechtsprechung ist es dem Sozialversicherungsgericht nicht
verwehrt, einzig oder im Wesentlichen gestützt auf Berichte versicherungs-
interner medizinischer Fachpersonen zu entscheiden. In solchen Fällen
sind an die Beweiswürdigung jedoch strenge Anforderungen in dem Sinne
zu stellen, dass bei auch nur geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und
Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen ergänzende Abklärungen vor-
zunehmen sind (BGE 139 V 225 E. 5.2; 135 V 465; 122 V 157 E. 1d).
4.2 Der psychiatrische und kardiologische Bericht, der auf einer Untersu-
chung in einem thailändischen Spital am 1. März 2021 beruht, ist nicht als
(voll) beweiskräftig zu qualifizieren (act. 74). Der Arztbericht hat nur rudi-
mentären Charakter und ist für die streitigen Belange weder umfassend
noch ausreichend, was im Übrigen auch für sämtliche anderen Unterlagen
im aktuellen Dossier gilt. Es handelt sich nach schweizerischem Standard
nicht um ein eigentliches Gutachten mit vertiefter Darstellung der Untersu-
chungsbefunde und begründeten Schlussfolgerungen. Im psychiatrischen
Bericht fehlt insbesondere eine Bezugnahme auf die beachtlichen syste-
matisierten Indikatoren (vgl. die Erwägung 3.6). Auch eine Diskussion der
geltend gemachten schweren Depression und des kritischen Alkoholkon-
sums fand nicht statt (vgl. BVGer act. 1, Seite 11). Aufgrund der strengen
Anforderungen bestehen (nicht bloss geringe) Zweifel an der Zuverlässig-
keit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen. Nachdem die Akten
für die streitigen Belange keine beweistauglichen Unterlagen enthalten,
können die beiden Stellungnahmen der versicherungsinternen RAD-Ärzt-
innen keine abschliessende Beurteilungsgrundlage bilden, sondern nur zu
weitergehenden Abklärungen Anlass geben (vgl. act. 77 f.). Eine Berentung
allein aufgrund der aktenkundigen Arztberichte scheidet im vorliegenden
Fall jedenfalls aus.
4.3 Hinzu kommt, dass der Versicherte von den thailändischen Ärzten für
eine Tätigkeit im Büro nur halbtags arbeitsfähig bzw. dafür sogar zu «100
% unfit» eingestuft wurde (act. 74, Seite 8, 11). Damit wurde die Arbeitsfä-
higkeit von den thailändischen Ärzten, die den Versicherten im Gegensatz
zu den RAD-Ärztinnen selber untersucht haben, doch erheblich anders und
schlechter eingeschätzt. Diese Diskrepanz nährt die ohnehin bestehenden
Zweifel zusätzlich. Ob der Versicherte in einer Bürotätigkeit nun zu 0, zu
50 oder zu 100 % arbeitsfähig ist, kann nicht zuverlässig bestimmt werden.
C-4207/2021
Seite 10
Schliesslich fand bislang keine vertiefte Auseinandersetzung mit der letzt-
maligen, vermutlich anspruchsvollen und gut bezahlten Tätigkeit als Senior
Projektleiter statt. Auch der «Fragebogen für Arbeitgebende» gibt keinen
Aufschluss über die konkreten Aufgaben (act. 20). Nachdem der Versi-
cherte 2015 - also noch vor dem Herzinfarkt 2016 - in ein Burnout geriet,
ist die Zumutbarkeit dieser Tätigkeit nicht vorschnell anzunehmen. Es ist
denkbar, dass dem Versicherten nur noch eine weniger verantwortungs-
volle (und entsprechend tiefer entlöhnte) Tätigkeit im Büro zugemutet wer-
den kann. Somit muss offengelassen werden, welches Invalideneinkom-
men mit dem Valideneinkommen von Fr. 149'000.- zu vergleichen ist.
5.
Nach dem Gesagten lassen sich Gesundheitszustand und Arbeitsfähigkeit
aufgrund der Aktenlage nicht zuverlässig beurteilen. Die angefochtene Ver-
fügung ist aufzuheben. Nachdem die vorhandenen Akten für die streitigen
Belange keine beweistauglichen Unterlagen enthalten, besteht Anlass zu
weitergehenden Abklärungen. Zum weiteren Vorgehen ist Folgendes zu er-
wägen:
5.1 Der Beweis über sozialversicherungsrechtliche Ansprüche ist schwer-
gewichtig auf Stufe des Administrativverfahrens zu führen (BGE 137 V 210
E. 2.2.2), auch wenn das Gericht reformatorisch entscheiden kann (Art. 61
VwVG). Nach bundesgerichtlicher Praxis ist ein Verfahren jedenfalls zu-
rückzuweisen, wenn die Ergänzung eines Gutachtens oder aber die not-
wendige Erhebung einer bisher völlig ungeklärten Frage ansteht (BGE 137
V 210 E. 4.4.1.4). Da Gesundheitszustand und Arbeitsfähigkeit des Be-
schwerdeführers als zweifelhaft und somit ungeklärt gelten müssen, ist die
vorliegende Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen. Würde eine gravie-
rend mangelhafte Sachverhaltsabklärung im Verwaltungsverfahren stets
durch die Einholung eines Gerichtsgutachtens im Beschwerdeverfahren
korrigiert, bestünde die konkrete Gefahr der unerwünschten Verlagerung
der den Durchführungsorganen vom Gesetz übertragenen Pflicht zur Ab-
klärung des rechtserheblichen medizinischen Sachverhalts auf das Gericht
mit entsprechender zeitlicher und personeller Inanspruchnahme der Res-
sourcen (BGE 137 V 210 E. 4.2; Urteil des BVGer C-1358/2014 vom 11.
Dezember 2015 E. 5). Die Verwaltung soll zudem nicht dazu verleitet wer-
den, das Gericht die eigentliche Abklärungsarbeit machen zu lassen (vgl.
dazu MIRIAM LENDFERS, Sachverständige im Verwaltungsverfahren, in: Ueli
Kieser/Miriam Lendfers [Hrsg.], Jahrbuch zum Sozialversicherungsrecht
2016, S. 187; Urteil des BVGer C-2907/2018).
C-4207/2021
Seite 11
5.2 Um eine vollständige und umfassende Beurteilung des Gesundheits-
zustands und der Arbeitsfähigkeit zu ermöglichen, erscheint die Durchfüh-
rung einer interdisziplinären medizinischen Begutachtung unumgänglich.
Die medizinische Aktenlage ist hierfür vorgängig zu aktualisieren, sodass
der Verlauf bis zum Zeitpunkt der Begutachtung möglichst lückenlos beur-
teilt werden kann. Soweit der Beschwerdeführer über medizinische Unter-
lagen verfügt, die der Vorinstanz noch nicht zugänglich gemacht wurden,
sind ihr diese umgehend zur Verfügung zu stellen. Zu nennen sind hier
namentlich allfällige Unterlagen zur früheren Psychotherapie (2014). Die
Vorinstanz hat den Gutachtern sämtliche medizinischen Unterlagen zu-
gänglich zu machen, wobei die Unterlagen in thailändischer Sprache ins
Deutsche zu übersetzen sind. Angezeigt erscheint eine Begutachtung in
den Fachdisziplinen Kardiologie / Innere Medizin, Orthopädie und Psychia-
trie. Ob neben den genannten Fachdisziplinen noch weitere Spezialisten
beigezogen werden, ist dem pflichtgemessen Ermessen der Gutachter zu
überlassen, zumal es primär ihre Aufgabe ist, aufgrund der konkreten Fra-
gestellung über die erforderlichen Untersuchungen zu befinden (vgl. dazu
Urteil des BGer 8C_124/2008 vom 17. Oktober 2008 E. 6.3.1). Im Falle
einer psychiatrischen Erkrankung wie der geltend gemachten schweren
Depression wäre ein strukturiertes Beweisverfahren nach BGE 141 V 281
durchzuführen (BGE 143 V 409; BGE 143 V 418; vgl. BVGer act. 1, Seite
11).
5.3 Mit der interdisziplinären Begutachtung kann sichergestellt werden,
dass alle relevanten Gesundheitsschädigungen erfasst und die daraus je-
weils abgeleiteten Einflüsse auf die Arbeitsfähigkeit würdigend in einem
Gesamtergebnis ausgedrückt werden (vgl. dazu SVR 2008 IV Nr. 15 S. 44,
E. 2.1; Urteil des BVGer C-2713/2015 vom 13. Oktober 2016 E. 5.1). Die
anstehende Begutachtung hat in der Schweiz zu erfolgen, zumal die Ab-
klärungsstelle mit den Grundsätzen der schweizerischen Versicherungs-
medizin vertraut sein muss. Die psychiatrische Exploration hat antrags-
gemäss in deutscher Sprache zu erfolgen (vgl. BVGer act. 1, Seite 11 mit
den entsprechenden Einwänden gegen die durchgeführte psychiatrische
Untersuchung in einem thailändischen Spital am 1. März 2021). Vertieft zu
prüfen sind namentlich die Zumutbarkeit der letztmaligen, vermutlich an-
spruchsvollen und gut bezahlten Tätigkeit als Senior Projektleiter sowie der
Zuschnitt einer allfälligen Verweistätigkeit. Dem Beschwerdeführer ist das
rechtliche Gehör zu gewähren und es ist ihm Gelegenheit zu geben, Zu-
satzfragen zu stellen (BGE 137 V 210 E. 3.4.2.9). Die Gutachterauswahl
erfolgt bei polydisziplinären Begutachtungen in der Schweiz nach dem Zu-
https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/clir/http/index.php?lang=de&type=show_document&page=1&from_date=&to_date=&from_year=1954&to_year=2019&sort=relevance&insertion_date=&from_date_push=&top_subcollection_clir=bge&query_words=&part=all&de_fr=&de_it=&fr_de=&fr_it=&it_de=&it_fr=&orig=&translation=&rank=0&highlight_docid=atf%3A%2F%2F141-V-281%3Ade&number_of_ranks=0&azaclir=clir#page281 http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=8C_690%2F2014&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F137-V-210%3Ade&number_of_ranks=0#page210
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fallsprinzip (vgl. dazu BGE 139 V 349 E. 5.2.1), was im Interesse der Ver-
fahrensbeteiligten liegt. Auf der Grundlage des interdisziplinären Gutach-
tens hat die Vorinstanz erneut über den Rentenanspruch des Beschwerde-
führers zu befinden. Sein Invaliditätsgrad ist im Rahmen eines Einkom-
mensvergleichs zu bemessen.
6.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich der Rentenanspruch des Be-
schwerdeführers aufgrund der bestehenden Aktenlage nicht mit überwie-
gender Wahrscheinlichkeit beurteilen lässt. Die Beschwerde wird daher in-
soweit gutgeheissen, als die angefochtene Verfügung aufgehoben und die
Sache zur weiteren Abklärung und Neubeurteilung im Sinne der Erwägung
5 an die Vorinstanz zurückgewiesen wird.
7.
Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige Par-
teientschädigung.
7.1 Die Verfahrenskosten sind in der Regel der unterliegenden Partei auf-
zuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Die Rückweisung der Sache an die Vor-
instanz zu ergänzenden Abklärungen gilt praxisgemäss als vollständiges
Obsiegen der beschwerdeführenden Partei (vgl. BGE 132 V 215 E. 6, Urteil
BGer 9C_868/2013 vom 24. März 2014 E. 6). Dem Beschwerdeführer sind
keine Verfahrenskosten aufzuerlegen (vgl. BVGer act. 6). Der Vorinstanz
als unterliegende Partei werden keine Verfahrenskosten auferlegt (Art. 63
Abs. 2 VwVG). Im Ergebnis werden keine Verfahrenskosten erhoben.
7.2 Der obsiegende, durch Rechtsanwalt Stephan Weber vertretene Be-
schwerdeführer hat gemäss Art. 64 Abs. 1 VwVG in Verbindung mit Art. 7
ff. des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-
gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) An-
spruch auf eine Parteientschädigung zu Lasten der Verwaltung. Rechtsan-
walt Stephan Weber reichte am 2. Februar 2022 eine Kostennote ein, die
bis auf den Betrag von Fr. 130.- für Fotokopien nachvollziehbar ist (BVGer
act. 7). Soweit ersichtlich wurde nur die angefochtene Verfügung kopiert,
was mit einem Betrag von Fr. 2.- abzugelten ist (vgl. Art. 11 Abs. 4 VGKE).
Inklusive Auslagen, aber ohne Mehrwertsteuer resultiert eine Parteient-
schädigung von Fr. 2’017.90 (vgl. zur Mehrwertsteuer Art. 1 Abs. 2 Bst. a
MWSTG [SR 641.20] i.V.m. Art. 8 Abs. 1 MWSTG und Art. 9 Abs. 1 Bst. c
VGKE). Die Parteientschädigung ist von der Vorinstanz nach Eintritt der
Rechtskraft des vorliegenden Urteils zu leisten.
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7.3 Anzumerken bleibt, dass die mit Zwischenverfügung vom 1. Februar
2022 bewilligte unentgeltliche Verbeiständung bei diesem Verfahrensaus-
gang nicht zum Tragen kommt (BVGer act. 6). Das amtliche Honorar für
die unentgeltliche Verbeiständung ist subsidiärer Natur und tritt hinter dem
Anspruch auf die Parteientschädigung zurück.
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