Decision ID: ffc78445-6b18-4e3b-8544-c09676fe5769
Year: 2011
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführerin,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
Rentenrevision
Sachverhalt:
A.
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A._ meldete sich am 11. Oktober 2005 zum Bezug von IV-Leistungen an. Sie gab an,
sie habe 1998 bis 2004 selbständig ein Lebensmittelgeschäft geführt. Seit Juli 2005 sei
sie in einem Tankstellenshop angestellt (IV-act. 1). Dr. med. B._, Allgemeinmedizin
FMH, berichtete der IV-Stelle am 14. November 2005, er habe bei der Versicherten
folgende Diagnosen erhoben: St. n. Hallux valgus Op. Fuss links mit deutlichen
Restbeschwerden und St. n. Op. Schulter rechts. Vom 1. bis 15. November 2004 sei
die Versicherte zu 50% und vom 16. November 2004 bis 1. Mai 2005 zu 100%
arbeitsunfähig gewesen. Seither bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 50%. Seitens der
Schulteroperation habe die Versicherte keine Beschwerden mehr. Seitens der
Halluxoperation liege ein schlechtes Resultat vor. Es sei eine erneute Operation
vorgeschlagen worden. Das Leiden werde durch die Reoperation höchstwahrscheinlich
gebessert. Ansonsten müsste ein Spezialschuh angefertigt werden. In jedem Fall
müsste eine volle Arbeitsfähigkeit möglich sein. Die Versicherte sei zu 50%
arbeitsunfähig, weil sie im Tankstellenshop stehend arbeite. In einer sitzenden Tätigkeit
wäre die Versicherte zu 100% arbeitsfähig (IV-act. 22). Die C._AG teilte der IV-Stelle
am 23. Januar 2006 mit, sie habe die Versicherte vom 1. Juli 2005 bis 31. März 2006
als Aushilfe beschäftigt. Der Stundenlohn habe (inklusive Ferienentschädigung von
8,33%) Fr. 20.85 betragen (IV-act. 26). In einem "Abklärungsbericht
Selbständigerwerbende" vom 16. Juni 2006 wurde festgehalten, die Versicherte habe
angegeben, dass trotz einer Reoperation am Fuss keine Besserung eingetreten sei.
Das Sitzen mache ihr aber keine Mühe. Neu hätten sich psychische Probleme
eingestellt, weil ihr die Stelle im Tankstellenshop abrupt gekündigt worden sei. Die
rechte Schulter sei wieder voll funktionsfähig, allerdings bei stark reduziertem
Kraftvermögen (nur noch Gewichte bis 10 kg). Auch in der Zeit vom 12. März bis 31.
Oktober 2004 habe eine Arbeitsunfähigkeit von 50% bestanden. Im
Lebensmittelgeschäft habe bis zur Geschäftsaufgabe im Oktober 2004 eine (anhand
eines Betätigungsvergleichs ermittelte) Einschränkung von 53,3% bestanden (IV-act.
30). Dr. med. D._ und med. prakt. E._ von der Fachstelle für Sozialpsychiatrie und
Psychotherapie stellten der Versicherten am 19. Juni und 7. Juli 2006 eine
Arbeitsunfähigkeitsbestätigung (100%) mit Wirkung ab 19. Juni 2006 aus (IV-act. 32).
Dr. B._ berichtete am 14. Juli 2006, der Gesundheitszustand habe sich seit dem
letzten Bericht verbessert. Es bestehe ein Status nach dreimaliger Operation bei Hallux
valgus. Die Versicherte sei seit dem 1. Juni 2006 zu 50% arbeitsfähig. Dies sollte im
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Verlauf auf 100% gesteigert werden können. Eine sitzende Tätigkeit sei zu 100%
zumutbar (IV-act. 33). Dr. med. F._ und G._ von der Fachstelle für Sozialpsychiatrie
und Psychotherapie berichteten der IV-Stelle am 21. Juli 2006, die Versicherte leide an
einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode. Seit
dem 19. Juni 2006 bestehe eine vollständige Arbeitsunfähigkeit. Der
Gesundheitszustand sei besserungsfähig. Eine weitere ambulante psychiatrische und
psychotherapeutische Behandlung sei indiziert. Das depressive Zustandsbild habe sich
im Verlauf der Behandlung leicht gebessert. Es sei jedoch mit der aktuellen familiären
Überlastung verflochten. Aktuell bestehe sicher eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Die
Situation sollte in sechs Monaten erneut abgeklärt werden. Auf die Frage, wie sich die
gesundheitliche Störung bei der bisherigen Tätigkeit auswirke, gaben die beiden
Fachpersonen an, die Versicherte sei unruhig, rat- und hoffnungslos. Sie grüble und sei
inhaltlich auf die Situation mit ihrem Sohn eingeengt. Ihr Antrieb sei gehemmt und sie
zeige ein depressives Zustandsbild. Sie sei mit der familiären Situation zunehmend
überfordert (IV-act. 34). Der zuständige Arzt des RAD hielt am 10. Oktober 2006 fest,
die psychiatrischen Angaben und Befunde seien plausibel. Eine Tätigkeit sei der
Versicherten derzeit nicht zumutbar. Der Gesundheitszustand sei aber besserungsfähig
und sollte deshalb vor Ablauf von zwei Jahren überprüft werden (IV-act. 35). Die IV-
Stelle ging von einem Valideneinkommen im Jahr 2006 aus, das sie anhand der
Durchschnittseinkommen aus dem – längst aufgelösten – Lebensmittelgeschäft
ermittelt hatte. Dieses Einkommen belief sich auf Fr. 38'466.-. Da das zumutbare
Invalideneinkommen als Folge des Arbeitsunfähigkeitsgrads von 100% auf jeden Fall
mit 0% einzusetzen war, waren sowohl die Höhe des Valideneinkommens als auch der
Betrag des Ausgangseinkommens zur Ermittlung des zumutbaren
Invalideneinkommens irrelevant (IV-act. 36). Mit einer Verfügung vom 15. Februar 2007
sprach die IV-Stelle der Versicherten rückwirkend ab November 2005 eine halbe und
rückwirkend ab April 2006 eine ganze Invalidenrente zu (IV-act. 42/43).
B.
Die Versicherte füllte am 4. Februar 2008 den ihr von der IV-Stelle zugestellten
Fragebogen für die Rentenrevision aus. Darin gab sie an, ihr Gesundheitszustand sei
gleich geblieben (IV-act. 51). Dr. B._ berichtete am 10. März 2008, die frühere
Diagnose sei unverändert. Hinzugekommen seien ein St. n. Peritumorektomie der
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Leber, eine aktuell chronisch rezidivierende Bursitis troch. rechts und ein St. n. CTS-
Op. rechts 2007. Er führte dazu aus, bezüglich des rechten Fusses sei die Versicherte
nach der Operation nun beschwerdefrei. Die oben erwähnten Diagnosen führten nicht
unbedingt zu einer Arbeitsunfähigkeit. Die Versicherte fühle sich psychisch immer noch
sehr schlecht und absolut nicht arbeitsfähig. Sie sei sehr aufgeregt. Die
Arbeitsunfähigkeit sei vor allem psychisch begründet. Bezüglich der Festlegung der
Arbeitsunfähigkeit müsste eine psychiatrische Begutachtung erfolgen. Seines Wissens
habe die Versicherte die (psychotherapeutische) Behandlung sistiert. Er behandle sie
mit Deanxit (IV-act. 56). Dr. med. H._ vom RAD wies am 9. Mai 2008 darauf hin, dass
man von einem Abklingen der mittelschweren depressiven Episode ausgehen könne.
Er empfahl eine bidisziplinäre orthopädisch-psychiatrische Begutachtung. Angesichts
der für eine mittelgradige depressive Episode inadäquaten Therapie mit Deanxit dürfe
man davon ausgehen, dass sich die Depression zumindest teilweise zurückgebildet
habe. Den Gutachtern sei die Zusatzfrage zu stellen, ob sich die depressive Störung im
Vergleich zum Referenzjahr 2006 zurückgebildet oder zumindest verringert habe, und
wenn ja, wie sich dies auf die Arbeitsunfähigkeit auswirke (IV-act. 57). Dr. med. I._,
Facharzt für Psychiatrie und Neurologie, berichtete in seinem psychiatrischen
Teilgutachten vom 1. August 2008, es bestehe weiterhin eine mittelgradige depressive
Episode. Im Vordergrund stünden depressive Verstimmungen mit Affektlabilität,
Stimmungsaufhellung bei Ablenkung, psychomotorischer Unruhe, wiederholten
Unruhezuständen mit Zittern, Antriebsminderung und Schlafstörungen. Hinzu komme
eine multiple chronische Schmerzsymptomatik vor allem im Hüftbereich bds., im
Kniebereich bds. und im Schulterbereich links, wobei aus psychiatrischer Sicht auch
eine gestörte Schmerzverarbeitung und Schmerzbewältigung auf der Grundlage der
depressiven Störung angenommen werden könne. Zudem bestünden Störungen im
sozialen Bereich mit sozialem Rückzug. Die Fachstelle für Sozialpsychiatrie und
Psychotherapie habe damals ab 19. Juni 2006 als Folge einer rezidivierenden
depressiven Störung mit mittelgradiger Diagnose eine Arbeitsunfähigkeit von 100%
attestiert. Inzwischen sei aus psychiatrischer Sicht weiterhin eine mittelgradige
depressive Episode zu erheben. Diese habe in der bisher ausgeübten Tätigkeit eine
Arbeitsunfähigkeit von 60% zur Folge. Nachdem im Verlauf seit 2006 eine allmähliche
Besserung des psychischen Zustandsbildes mit Anpassung anzunehmen sei, könne
seit der Rentenrevision (Februar 2008) von diesem Grad an Arbeitsunfähigkeit
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ausgegangen werden. Bei einer psychiatrischen und psychotherapeutischen
Behandlung und einer ausreichenden antidepressiven Medikation wäre eine weitere
Besserung zu erwarten. Geistig leichte Tätigkeiten, die keine erhöhte Konzentration
erforderten, die nicht unter überdurchschnittlichem Zeitdruck ausgeübt werden
müssten, die keine erhöhte Verantwortung beinhalteten und die keine häufigen
Kundenkontakte mit sich brächten, könnten von der Versicherten an 8 Std. täglich
ausgeübt werden, wobei die Leistungsfähigkeit um 45% eingeschränkt sei (IV-act. 65).
Der Orthopäde Dr. med. J._ berichtete im Gutachten vom 12. Juni/5. August 2008,
die Versicherte leide an einer hypertrophen Spondylarthrose L4/5 und L5/S1 mit
Osteochondrose und Diskusprotrusion sowie Osteochondrose L3/4 mit
Diskusprotrusion und mässiger Foraminaleinengung L3/4 bds., L4 rechtsbetont und
geringer auch L5/S1 rechtsbetont und möglicher Wurzelirritation L3 bds. sowie L4 und
L5 rechts, an einem Rezidivhallux valgus links bei St. n. dreimaliger Voroperation und
verkürztem erstem Strahl sowie beginnender Grosszehengrundgelenksarthrose und
Senk-/Spreizfuss, an einem Hallux valgus rechts bei Senk-/Spreizfuss und
Grosszehengelenksarthrose, an einer rezidivierenden depressiven Störung,
gegenwärtig mittelgradige depressive Episode bestehend seit 2006, an einer arteriellen
Hypertonie und an einer Penicillinallergie. Er führte dazu aus, die Hüftschmerzen bds.
könnten bei unauffälligem klinischen und radiologischen Befund nicht nachvollzogen
werden. Am ehesten seien die Beschwerden im Rahmen der degenerativen LWS-
Veränderungen zu interpretieren. Die Restbeschwerden in der Grosszehe rechts
könnten auf die radiologisch nachgewiesene Grosszehenarthrose zurückgeführt
werden. Körperlich leichte Tätigkeiten in temperierten Räumen, die abwechslungsweise
sitzend und stehend ausgeübt werden könnten, ohne dass dabei regelmässig
inklinierte, reklinierte oder rotierte Körperhaltungen eingenommen oder Gegenstände
über 5 kg gehoben oder getragen werden müssten und die auch nicht mit häufigem
Gehen auf unebenem Boden verbunden seien, könnten bei voller Stundenpräsenz zu
90% zugemutet werden. Die Gesamtbeurteilung durch die beiden Gutachter ergab eine
Arbeitsunfähigkeit der Versicherten von 45% für körperlich und psychisch adaptierte
Tätigkeiten (IV-act. 64). Dr. H._ vom RAD qualifizierte dieses Abklärungsergebnis am
4. November 2008 als überzeugend (IV-act. 66/67).
C.
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Bei ihrem Einkommensvergleich stellte die IV-Stelle sowohl für das Valideneinkommen
als auch für das Ausgangseinkommen zur Ermittlung des zumutbaren
Invalideneinkommens auf den Durchschnittslohn der Hilfsarbeiterinnen ab. Dadurch
reduzierte sich der Einkommensvergleich de facto auf einen Prozentvergleich (vgl.
Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz
über die Invalidenversicherung, bearbeitet von Ulrich Meyer, 2.A., S. 298). Mit einem
Vorbescheid vom 2. April 2009 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, dass sie
beabsichtige, die laufende ganze Invalidenrente auf eine halbe Rente herabzusetzen,
da sich der Gesundheitszustand aus rein psychiatrischer Sicht allmählich so weit
verbessert habe, dass sie nun bei voller Stundenpräsenz, aber einer auf 55%
reduzierten Leistung einer behinderungsangepassten Erwerbstätigkeit nachgehen
könne, was einem Invaliditätsgrad von 51% entspreche (IV-act. 72). Die Versicherte
wandte am 16. April 2009 ein, ihr Gesundheitszustand habe sich eher verschlechtert.
Die Arthrose in allen grossen Gelenken und die Rückenbeschwerden lösten sehr starke
Schmerzen aus. Ihre Psyche sei auch sehr stark angeschlagen. Sie könne deshalb
selten ohne Schlaf- und Schmerzmittel schlafen (IV-act. 73). Dieser Stellungnahme lag
ein Bericht von Dr. B._ vom 14. April 2009 bei, in dem dieser ausgeführt hatte,
somatisch betrachtet habe sich eine Verschlechterung eingestellt. Die Versicherte leide
zunehmend unter multiplen Gelenksbeschwerden (Rücken, Knie- und Hüftgelenke).
Dr. B._ hatte seinem Bericht verschiedene andere medizinische Berichte beigelegt.
Das Spital Grabs hatte am 7. Dezember 2007 über eine chronische Bursitis
trochanterica links berichtet und angegeben, von der verschriebenen Behandlung sei
eine Besserung zu erwarten. Andernfalls wäre eine operative Bursektomie in Betracht
zu ziehen (IV-act. 75-1/4 und 2/4). Am 17. März 2008 hatte das Spital Grabs dann
angegeben, es bestehe nur noch eine diskrete Druckdolenz an der Bursa trochanterica
links. Stattdessen habe die Versicherte nun eine stärkere Druckdolenz am Pes
anserinus beider Kniegelenke angegeben. Das Spital hatte weiter ausgeführt,
anamnestisch lägen wandernde Schmerzen vor, für die möglicherweise eine
rheumatologische Erkrankung mit fibromyalgischen Ansatztendinosen verantwortlich
sei (IV-act. 75-3/4 und 4/4). Dr. med. K._, FMH Physikalische Medizin und
Rehabilitation, hatte am 30. April 2008 berichtet, die Hauptproblematik seien die
Schmerzen entlang des linken Beins. Diese Schmerzen seien lumbospondylogener
Genese und hätten durch eine Infiltration fast vollständig beseitigt werden können. Da
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die Infiltration keine endgültige Lösung sei, habe sie der Versicherten eine
mobilisierende Physiotherapie verordnet. Die Beschwerden in der linken Schulter seien
ebenfalls degenerativer Natur (generalisierte Arthrose). Da diese Beschwerden
momentan stark abgenommen hätten, habe sie keine Therapie empfohlen. Bei einer
Zunahme der Beschwerden kämen eine Steroidapplikation und eine Physiotherapie in
Frage (IV-act. 78). Am 11. September 2008 hatte Dr. K._ angegeben, im Juli habe
sich die Versicherte wegen plötzlich erneut auftretender Schmerzen in der Schulter,
den Hüften und den Knien gemeldet. Bei einem längeren Gespräch sei die schwere
psychische Erkrankung des Sohns zum Vorschein gekommen, die das Leben der
Versicherten und ebenso deren Psyche wesentlich mitbeeinflusse. Eine Behandlung
mit Tilux habe zu einer wesentlichen Besserung der Gelenkschmerzen geführt. Die
Beschwerden in der linken Hüfte hätten durch eine Steroidinfiltration restlos behoben
werden können. Sie habe der Versicherten einen Psychiater empfohlen (IV-act. 77).
Dr. B._ hatte auch den Bericht der Klinik Stephanshorn betreffend eine MRI-
Abklärung vom 25. Juni 2008 an den Gutachter Dr. J._ eingereicht (IV-act. 76).
Dr. H._ vom RAD stellte am 29. Mai 2009 fest, die eingereichten Unterlagen
vermöchten keine Verschlechterung des Gesundheitszustands zu belegen. Die beiden
Berichte des Spitals Grabs und der Bericht von Dr. K._ stammten aus der Zeit vor
der Begutachtung; sie seien inhaltlich vom Gutachter ebenso berücksichtigt worden
wie der MRI-Befund. Es sei an der attestierten Arbeitsfähigkeit von 55% festzuhalten
(IV-act. 79). Mit einer Verfügung vom 25. Juni 2009 setzte die IV-Stelle die laufende
ganze Invalidenrente per 1. August 2009 auf eine halbe Rente herab (IV-act. 85). In der
Verfügungsbegründung führte sie aus, die eingereichten medizinischen Unterlagen
vermöchten keine Verschlechterung des Gesundheitszustands zu bestätigen (IV-act.
80).
D.
Die Versicherte liess am 23. Juli 2009 Beschwerde erheben und sinngemäss die
Weiterausrichtung der bisherigen ganzen Invalidenrente beantragen. Begründet wurde
dies mit dem Vorwurf, dass nicht alle Fakten ermittelt worden seien. Sie sei nämlich
seit vielen Jahren nervlich überlastet und heute ein "Nervenwrack", weshalb ihr keine
Tätigkeit mehr zumutbar sei. Sie sei einverstanden mit allfälligen Abklärungen neutraler
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Ärzte bzw. mit der Zustellung zusätzlicher Unterlagen, aber man könne sich diesen
Aufwand sparen (act. G1).
E.
Die Beschwerdegegnerin beantragte am 22. Oktober 2009 die Abweisung der
Beschwerde. Zur Begründung machte sie geltend, das bidisziplinäre Gutachten
entspreche den von der Rechtsprechung entwickelten Anforderungen. Die
Beschwerdeführerin habe keine Arztberichte oder andere Beweismittel eingereicht,
welche die Diagnosestellung oder die Arbeitsfähigkeitsschätzung in Frage stellen
würden. Falls die Revisionsverfügung nicht als solche bestätigt werden könne, sei eine
Wiedererwägung ex nunc vorzunehmen, da die ursprüngliche Rentenverfügung
zweifellos unrichtig gewesen sei. Die Sachverhaltsabklärung sei nämlich unvollständig
gewesen (act. G6).
F.
Die Beschwerdeführerin reichte am 13. November 2009 eine Bestätigung von Dr. med.
L._ ein, laut der sie seit dem 1. März 2009 zu 100% arbeitsunfähig sei (act. G8.1). Sie
legte auch einen Bericht von Dr. B._ vom 9. November 2009 bei, laut dem sie aus
rheumatologischer Sicht an verschiedenen Beschwerden vor allem des Rückens leide,
die weder durch Medikamente noch durch eine Physiotherapie gebessert werden
könnten (act. G8.2). In einem Bericht vom 11. November 2009 führte der Psychiater Dr.
L._ aus, er behandle die Beschwerdeführerin seit dem 15. Juni 2009. Deren Situation
sei komplex und tragisch. Die Berentung zu 100% sei fragwürdig gewesen. Die
Beschwerdeführerin neige zu Vermeidung. Das sei ihre Lebensstrategie. Als Folge der
Ausrichtung einer ganzen Invalidenrente habe sie keinen Antrieb mehr gehabt, sich zu
verändern. Deshalb sei eine mögliche Verbesserung des Leistungsvermögens
verschleppt worden. Die 100%ige Berentung bedeute für die Beschwerdeführerin:
Weiter im dysfunktionalen Muster bis zum tragischen Ruin! Die Beschwerdeführerin
habe eine narzisstische Problematik. Sie habe sich daran orientiert, ihre Aufgaben zu
erledigen. Daraus habe sie ersatzweise ihre Befriedigung geholt. Seit einigen Jahren
gehe die Rechnung aber nicht mehr auf. Die gesundheitlichen Probleme hätten ihre
Fähigkeit, alles im Griff zu haben, eingeschränkt. Seit der angedrohten Rentenkürzung
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laufe sie Sturm. Mit dem Berufsleben habe sie abgeschlossen. An einer Psychotherapie
habe sie kein Interesse. Erst jetzt unter Druck zeige sie ein Interesse an einer
Veränderung ihrer Situation. Hier könne die Psychotherapie helfen. Die therapeutischen
Massnahmen sollten mit Massnahmen zur Reintegration in den Arbeitsmarkt verknüpft
werden. Da die Beschwerdeführerin an einer Tablettensucht leide, sei ihr empfohlen
worden, ihre Medikamente umzustellen. Wenn sie diese Empfehlung umsetzen könnte,
würden sich die Beschwerden wie Erschöpflichkeit, Weinerlichkeit,
Konzentrationsmangel und Tendenz zum Rückzug auflösen. Dr. L._ gab folgende
Diagnosen an: Medikamentenabhängigkeit bei narzisstischer Persönlichkeitsstörung
und neurotisch depressives Zustandsbild mit Somatisierung (act. G12).
G.
Die Beschwerdegegnerin verzichtete am 1. Dezember 2009 auf eine materielle
Stellungnahme (act. G15).

Erwägungen:
1.
Gemäss Art. 17 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) ist eine Invalidenrente für die Zukunft zu
erhöhen, herabzusetzen oder aufzuheben, wenn sich der Invaliditätsgrad erheblich
ändert.
1.1 Die mit der Verfügung vom 15. Februar 2006 zugesprochene ganze Invalidenrente
beruhte auf einem Invaliditätsgrad von 100%. Dieser Invaliditätsgrad stützte sich auf
eine Arbeitsunfähigkeit von 100%, die auf eine rezidivierende depressive Störung,
mittelgradige Episode, zurückzuführen war. Im Rahmen des Rentenrevisionsverfahrens
hat Dr. I._ am 1. August 2008 zwar ebenfalls wieder die Diagnose einer
rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode, angegeben.
Aber er hat gleichzeitig eine im Verlauf seit 2006 eingetretene allmähliche Verbesserung
festgestellt, welche die Arbeitsunfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit von 100% auf
nun 45% hat sinken lassen. Als Zeitpunkt des Eintritts der aktuellen Arbeitsunfähigkeit
von 45% hat er den Februar 2008 angenommen. Dr. I._ hat weiter ausgeführt, in den
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vergangenen zwei Jahren hätten sich keine wesentlichen exogenen Belastungen und
Probleme erheben lassen. Die Beschwerdeführerin habe offenbar kein Bedürfnis nach
einer längeren psychiatrischen oder psychotherapeutischen Behandlung gehabt und
die antidepressive Medikation sei gering dosiert gewesen. Bei der vorliegenden
depressiven Episode sei eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit
aus psychiatrischer Sicht schwer nachvollziehbar. Dr. H._ vom RAD hat dieses
Abklärungs-ergebnis als plausibel qualifiziert. Dr. L._ hat in seinem Bericht vom 11.
November 2009 nichts geltend gemacht, das die Beweiskraft des Gutachtens von Dr.
I._ erschüttern würde. Er hat zwar die "damalige 100% Berentung als fragwürdig"
bezeichnet. Das hat er aber nicht auf die Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin
bezogen. Vielmehr hat er die Ausrichtung einer ganzen Invalidenrente als therapeutisch
kontraproduktiv betrachtet: Die Beschwerdeführerin habe durch die Gewährung einer
ganzen Invalidenrente keinen Antrieb mehr gehabt, sich zu verändern, wodurch eine
mögliche Verbesserung des Leistungsvermögens (und damit wohl auch der
Arbeitsfähigkeit) verschleppt worden sei. Mit der nun drohenden Rentenkürzung habe
sich die therapeutische Situation verändert. Unter Druck zeige die Beschwerdeführerin
nämlich ein Interesse an einer Veränderung ihrer Situation. Durch die drohende
Rentenkürzung sei der Beschwerdeführerin also der Einstieg in eine psychiatrisch-
psychotherapeutische Behandlung ermöglicht worden. Dr. L._ hat keine
Arbeitsfähigkeitsschätzung abgegeben. Seine auf die therapeutischen Konsequenzen
der Rentenherabsetzung beschränkten Ausführungen sind unabhängig von der
aktuellen Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin gewesen. Sie sind deshalb nicht
geeignet, die Beweiskraft des Gutachtens von Dr. I._ zu erschüttern. Allenfalls hat
der Zusprache einer ganzen Invalidenrente mit der Verfügung vom 15. Februar 2006
eine Missachtung der Schadenminderungspflicht zugrunde gelegen, weil die
Beschwerdeführerin unter Androhung einer Rentenverweigerung hätte aufgefordert
werden müssen, sich ernsthaft auf eine Therapie einzulassen, aber das ist im
vorliegenden Revisionszusammenhang nicht mehr von Interesse. Gestützt auf das
Gutachten von Dr. I._ steht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit fest, dass die Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin bis
Februar 2008 von 100% auf 45% gesunken ist.
2. Gemäss Art. 16 ATSG ist das Einkommen, das die versicherte Person nach dem
Eintritt der Invalidität und nach der Durchführung der medizinischen Behandlung und
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allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei
ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung
zu setzen zum Erwerbseinkommen, das die versicherte Person erzielen könnte, wenn
sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen).
2.1 Die Beschwerdeführerin hat anlässlich der Abklärung an Ort und Stelle vom 2.
Juni 2006 angegeben, sie habe von 1998 bis 2004 ein eigenes Lebensmittelgeschäft
geführt. Wegen der Schulter- und Fussbeschwerden habe sie immer weniger manuelle
Arbeiten selbst erledigen können. Das Sitzen an der Kasse habe in dem kleinen
Quartierladen nichts gebracht. Deshalb habe sie sich dann entschlossen, das Geschäft
zu veräussern. Später sei sie als Angestellte in einem Tankstellenshop tätig gewesen.
Die Beschwerdegegnerin ist bei der ursprünglichen Rentenzusprache zu Recht davon
ausgegangen, dass die Validenkarriere (d.h. die hypothetische Erwerbstätigkeit, die
noch ausgeübt würde, wenn die versicherte Person keine Gesundheitsbeeinträchtigung
erlitten hätte) die selbständige Erwerbstätigkeit im konkreten Lebensmittelgeschäft
gewesen sei. Dementsprechend hat sie das Valideneinkommen anhand des in den
Jahren vor dem Eintritt der Gesundheitsbeeinträchtigung erzielten Reingewinns
bemessen. Sie hat den Betrag von Fr. 38'466.- als Valideneinkommen in den
Einkommensvergleich 2006 eingesetzt. Bei dem im Revisionsverfahren angestellten
Einkommensvergleich hat sie das Valideneinkommen anhand des Durchschnittslohns
der Hilfsarbeiterinnen ermittelt. Damit hat sie die Validenkarriere ausgewechselt, d.h.
sie muss davon ausgegangen sein, dass die Beschwerdeführerin im Jahr 2008 selbst
dann nicht mehr im eigenen Lebensmittelgeschäft, sondern als Hilfsarbeiterin tätig
gewesen wäre, wenn sie weiterhin gesund geblieben wäre. Die Akten enthalten nun
aber keinen Hinweis darauf, dass die Beschwerdeführerin im hypothetischen
"Gesundheitsfall" ihren Laden aufgegeben und eine Stelle als Hilfsarbeiterin angetreten
hätte. Die Beschwerdegegnerin hat diesen Wechsel in der Validenkarriere denn auch
gar nicht begründet. Da sich also in Bezug auf die Validenkarriere keine Veränderung
ergeben hat, muss entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin auch im
vorliegenden Revisionsverfahren von einer Validenkarriere der Beschwerdeführerin als
Selbständigerwerbende im eigenen Lebensmittelgeschäft/Quartierladen ausgegangen
werden. Der Bemessung des Valideneinkommens ist deshalb der bei der erstmaligen
Rentenzusprache berücksichtigte Betrag zugrunde zu legen. Allerdings ist dabei der
Teuerung Rechnung zu tragen, wobei naturgemäss nicht auf die
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Nominallohnentwicklung abgestellt werden kann. Am naheliegendsten ist eine
Anhebung des Valideneinkommens anhand des Landesindexes der
Konsumentenpreise. Dieser ist gemäss den Angaben des Bundesamtes für Statistik
(http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/05/02/blank/key/
jahresdurchschnit-te.html, Abfrage vom 9. Juni 2011) von 100,5 im Jahr 2006 auf 103,7
im Jahr 2008 angestiegen. Das Valideneinkommen 2008 beläuft sich somit auf Fr.
39'691.-.
2.2 In Bezug auf die zumutbare Invalidenkarriere hat die Beschwerdegegnerin bei der
ursprünglichen Rentenzusprache für eine beschränkte Zeit eine weitere Ausübung der
selbständigen Erwerbstätigkeit im eigenen Lebensmittelgeschäft, aber mit einem
Beschäftigungsgrad von nur noch 50% angenommen, weil die Beschwerdeführerin so
optimal eingegliedert gewesen sei. Für die Zeit ab dem 13. Januar 2006 hat die
Beschwerdegegnerin dann keine zumutbare Invalidenkarriere mehr bestimmen können,
weil die Beschwerdeführerin in sämtlichen in Frage kommenden Erwerbstätigkeiten zu
100% arbeitsunfähig gewesen ist. In Bezug auf die im Revisionsverfahren
massgebende zumutbare Invalidenkarriere besteht deshalb, anders als bei der
Validenkarriere, keine Bindung an die ursprüngliche Rentenzusprache, denn die
teilweise Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit stellt eine relevante
Sachverhaltsveränderung dar, die ein Abstellen auf den im Revisionszeitpunkt aktuellen
Sachverhalt erfordert. Eine Rückkehr in die selbständige Erwerbstätigkeit im Rahmen
eines Quartierladens oder eines anderen kleinen Detailhandelsgeschäfts ist nicht
plausibel, u.a. da es sich dabei im Hinblick auf die Art der psychischen
Beeinträchtigung nicht um eine adaptierte Erwerbstätigkeit handeln würde. Die
Beschwerdeführerin verfügt nicht über eine qualifizierte Berufsausbildung. Sie ist - trotz
der Erfahrung als Selbständigerwerbende im Detailhandel - als Hilfsarbeiterin zu
qualifizieren. Dabei ist sie nicht auf eine Tätigkeit in der Branche Detailhandel
beschränkt. Sie kann vielmehr in allen Branchen eine adaptierte Hilfsarbeit ausüben.
Die Beschwerdegegnerin hat deshalb das zumutbare Invalideneinkommen zu Recht
anhand des Durchschnittslohns der Hilfsarbeiterinnen aller Branchen ermittelt.
2.3 Allerdings ist dieser Durchschnittslohn weitaus höher als das Valideneinkommen
aus der hypothetisch weitergeführten selbständigen Erwerbstätigkeit im eigenen
Lebensmittelgeschäft. Stellte man in dieser Situation direkt auf den Durchschnittslohn
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der Hilfsarbeiterinnen ab, würde zum Nachteil der Beschwerdeführerin ein IV-fremder
Umstand in die Invaliditätsbemessung hineingetragen, nämlich die Tatsache, dass die
Beschwerdeführerin bis zum Eintritt der Gesundheitsbeeinträchtigung und
hypothetisch darüber hinaus vor allem aufgrund der lokalen wirtschaftlichen
Verhältnisse (Kundenzahl, Konkurrenzsituation, nachteilige Kostenstruktur für
Kleinbetriebe usw.) nicht in der Lage gewesen ist, einen Reingewinn zu erzielen, der
dem Durchschnittslohn der Hilfsarbeiterinnen entsprochen oder diesen sogar
überschritten hätte. Die Beschwerdeführerin hat also offenkundig nicht freiwillig einen
unter dem Durchschnittslohn der Hilfsarbeiterinnen liegenden Reingewinn erzielt. Unter
diesen Umständen kann dem Sinn und Zweck der Invalidenrente, als
Versicherungsleistung die weggefallene "Validität" zu ersetzen, nur dadurch korrekt
Rechnung getragen werden, dass das zumutbare Invalideneinkommen ausgehend von
einem Einkommen ermittelt wird, das betragsmässig dem Valideneinkommen (Fr.
39'691.-) entspricht. Bei einem Arbeitsfähigkeitsgrad von 55% resultiert aus einem
Ausgangseinkommen von Fr. 39'691.- ein Betrag von Fr. 21'830.-. Die Reduktion des
Ausgangseinkommens zur Ermittlung des zumutbaren Invalideneinkommens auf Fr.
39'691.- ändert nichts daran, dass es sich um einen Lohn handelt, den eine gesunde
Person erzielen könnte. Das zeigt sich darin, dass der Ausschluss IV-fremder Faktoren
an sich auch mittels einer Erhöhung des Valideneinkommens auf den
Durchschnittslohn der Hilfsarbeiterinnen hätte erfolgen können (was sich allerdings mit
der - hypothetischen - Validenkarriere nicht gedeckt hätte). Die indirekt
behinderungsbedingten Wettbewerbsnachteile der Beschwerdeführerin gegenüber
gesunden Konkurrentinnen für eine adaptierte Arbeitsstelle mit einem
Beschäftigungsgrad von 55% müssen deshalb auch hier in einem zusätzlichen Abzug
ihren Ausdruck finden. Die Beschwerdeführerin weist für einen potentiellen Arbeitgeber
einige derartige Nachteile auf (Gefahr überdurchschnittlicher Krankheitsabsenzen,
keine Überstunden, Bindung an einen bestimmten adaptierten Arbeitsplatz,
Notwendigkeit besonderer Rücksichtnahme in persönlicher und organisatorischer
Hinsicht usw.). Diese Nachteile rechtfertigen praxisgemäss einen zusätzlichen Abzug
von 10% von Fr. 21'830.-. Das ergibt ein zumutbares Invalideneinkommen von Fr.
19'647.-. Die Erwerbseinbusse von Fr. 20'044.- entspricht einem Invaliditätsgrad von
aufgerundet 51%. Die Beschwerdegegnerin hat also zu Recht die laufende ganze auf
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 14/14
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St.Galler Gerichte
eine halbe Invalidenrente herabgesetzt. Die angefochtene Verfügung erweist sich im
Ergebnis als rechtmässig.
Demnach ist die Beschwerde abzuweisen. Das Beschwerdeverfahren in IV-Sachen ist
kostenpflichtig (Art. 69 Abs. 1 IVG). Die Gerichtsgebühr ist von der unterliegenden
Beschwerdeführerin zu bezahlen. Angesichts des durchschnittlichen
Verfahrensaufwands erweist sich eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.- als angemessen.
Diese Gebühr ist durch den von der Beschwerdeführerin geleisteten Kostenvorschuss
gedeckt.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP