Decision ID: b46a9686-be9a-44cc-a97e-121fddb487de
Year: 2013
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwältin Evelyne Angehrn, Oberer Graben 44, 9000 St. Gallen,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
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Rentenrevision (Einstellung)
Sachverhalt:
A.
A._ wurde nach seiner Anmeldung vom 30. Januar/18. Februar 2004 für
Berufsberatung und Arbeitsvermittlung schliesslich für die Zeit ab dem 1. November
2003 eine Viertelsrente und ab dem 1. August 2006 eine ganze Rente gemäss Art. 43
Abs. 1 IVG (als Witwer der geschiedenen Gattin) zugesprochen (vgl. Urteil des
Versicherungsgerichts vom 18. April 2008 und Einspracheentscheid vom 2. November
2006, act. 161 und act. 113). Das Medizinische Zentrum Römerhof (MZR) hatte in
einem Gutachten vom 10. Juni 2005 folgende (Haupt-)Diagnosen festgehalten:
(erstens) chronifiziertes lumbovertebrales Schmerzsyndrom bei Chondrose L5/S1 mit
Symptomausweitung, (zweitens) anhaltende somatoforme Schmerzstörung und
(drittens) leichte depressive Episode ohne somatisches Syndrom. Für körperliche
Schwerarbeit sei der Versicherte wegen seiner Konstitution nicht geeignet. Leichtere
Arbeiten in wechselnden Positionen seien ihm zu 70 % möglich. Die diesbezügliche
Verminderung der Arbeitsfähigkeit beruhe auf den psychiatrischen Befunden und der
daraus resultierenden verminderten Belastbarkeit (act. 33 ff.). Am 3. Mai 2006 (act. 92)
hatte sich die Begutachtungsstelle mit Einwänden des behandelnden
Psychoanalytikers vom 15. Dezember 2005 (act. 73-2 f.; Leiden nicht IV-fremd,
indirekte Traumatisierung durch familiäre Kriegsverluste von Bedeutung, fehlende
Bindungsfähigkeit des Versicherten für Therapiebündnis, Notwendigkeit der Einnahme
von Antidepressiva, Suchtproblem) auseinandergesetzt.
B.
B.a Im Rahmen eines am 30. März 2009 (act. 145) eröffneten Revisionsverfahrens
(Anpassungsverfahrens) erstattete das MZR am 24. April 2010 ein weiteres Gutachten
(act. 203). Eine Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit bestehe nicht. Ohne
Einfluss seien (im Wesentlichen) ein chronisches, zunehmend generalisiertes
panvertebrales Schmerzsyndrom, eine chronische Raucherbronchitis, eine
Benzodiazepinabhängigkeit, ein Status nach Alkoholabhängigkeit, Probleme in
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Verbindung mit Berufstätigkeit und Arbeitslosigkeit, Probleme in Verbindung mit
Wohnbedingungen und ökonomischen Verhältnissen und Probleme in der Beziehung
zur Partnerin. Der Versicherte sei weder aus internistischer noch aus rheumatologischer
oder psychiatrischer Sicht in der Arbeitsfähigkeit eingeschränkt. Rein somatisch
gesehen habe auch früher keine Einschränkung bestanden; die Arbeitsunfähigkeit für
körperliche Schwerarbeit aufgrund der Konstitution sei IV-fremd. Aktuell sei keine
psychiatrische Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit mehr zu stellen, so dass
von einer Verbesserung des psychischen Gesundheitszustands auszugehen sei. - Die
Verfügung vom 15. Juli 2010 (act. 221), mit welcher die Sozialversicherungsanstalt/IV-
Stelle des Kantons St. Gallen die Rente des Versicherten auf das Ende des der
Zustellung der Verfügung folgenden Monats einstellte, hob das Versicherungsgericht
des Kantons St. Gallen am 8. April 2011 (act. 238) in teilweiser Gutheissung einer
erhobenen Beschwerde auf und wies die Sache zur ergänzenden medizinischen
Abklärung zurück. Es sei fraglich, ob das Ausserachtlassen als IV-fremd bezeichneter
Faktoren und der Suchtmittelabhängigkeit gerechtfertigt gewesen sei. Den Gutachtern
hätten ausserdem zwei medizinische Berichte (der Psychiatrischen Klinik Wil vom
5. März 2007 und von Dr. phil. B._, Facharzt für Anästhesiologie, vom 1. Juli 2008)
nicht vorgelegen. Ferner bestünden Zweifel, ob der Versicherte bei der psychiatrischen
Exploration ausreichend begutachtungsfähig gewesen sei.
B.b Die MEDAS Ostschweiz erstattete am 26. Januar 2012 (act. 250) das daraufhin
beiihr in Auftrag gegebene Gutachten. Eine die zumutbare Arbeitsfähigkeit ein
schränkende Diagnose des Versicherten liege nicht vor. Ohne wesentliche Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit seien ein chronifiziertes lumbovertebrales Schmerz
syndrom mit/bei leichter Fehlhaltung und mässigen Abnützungserscheinungen des
untersten Bewegungssegmentes L5/S1, eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit
emotional instabilen, narzisstischen wie auch dissozialen Zügen, wahrscheinlich ein
fortgesetzter Aethylabusus (CDT [Carbohydrat-defizientes Transferrin] aktuell erhöht),
eine chronische COPD bei massivem Nikotinabusus und ein Status nach
Benzodiazepinabhängigkeit. Die Arbeitsfähigkeit für leichte bis mittelschwere
Tätigkeiten sei nicht wesentlich eingeschränkt, und zwar spätestens ab dem Zeitpunkt
der Begutachtung, hingegen sei jene für körperlich schwere Tätigkeiten wegen des
Rückenschmerzes und der Lungenerkrankung eingeschränkt. Psychiatrisch gesehen
ideal wäre eine Arbeitsstelle mit wenig sozialen Kontakten und eigenem Arbeitsbereich.
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B.c Der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) der Invalidenversicherung hielt am 1. Februar
2012 (act. 251) dafür, der Gesundheitszustand des Versicherten habe sich seit Juni
2005 verbessert (keine Benzodiazepinabhängigkeit, keine depressive Störung und
keine somatoforme Schmerzstörung mehr, dafür kombinierte Persönlichkeitsstörung,
die aber - wie die Suchtproblematik - ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit sei).
B.d Mit Schreiben vom 22. Februar 2012 (act. 257) teilte die Sozialversicherungs
anstalt/IV-
Stelle der Rechtsvertreterin des Versicherten mit, somatoforme Schmerzstörungen und
ähnliche medizinische Sachverhalte würden nach heutigem Recht keinen Anspruch auf
Ausrichtung einer IV-Rente mehr begründen. Die IV-Stellen seien mit der IV-Revision 6a
beauftragt worden, die laufenden Renten zu überprüfen. Es werde Unterstützung beim
Wiedereinstieg ins Berufsleben angeboten. Wenn der Versicherte an
Eingliederungsmassnahmen teilnehme, profitiere er bis zu deren Abschluss bzw.
längstens für zwei Jahre vom Anspruch auf Weiterzahlung der bisherigen
Rentenleistungen. Er sei ersucht, einen beigelegten Anmeldetalon auszufüllen und
einzureichen.
B.e Am 23. Februar 2012 (act. 255 f.) stellte die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle
der Rechtsvertreterin des Versicherten die Aufhebung dessen Rente in Aussicht. Der
Invaliditätsgrad liege bei 11 %. Der Anspruch sei gemäss der Schlussbestimmung der
Änderung des IVG vom 18. März 2011 überprüft worden. Der Gesundheitszustand des
Versicherten habe sich seit Juni 2005 verbessert.
B.f Die Rechtsvertreterin des Versicherten erhob am 30. März 2012 (act. 258) Einwand
und hielt (zum Schreiben vom 22. Februar 2012) fest, es könne, so lange kein
rechtskräftiger Entscheid hierüber vorliege, noch nicht beurteilt werden, ob die Rente
zu Recht eingestellt werden solle und Eingliederungsmassnahmen angezeigt seien.
Stattdessen sei der Gesundheitszustand des Versicherten erneut interdisziplinär
abzuklären, eventualiter sei ihm weiterhin eine Viertelsrente zu gewähren. Es dränge
sich eine neue Beurteilung der rheumatologischen Situation auf, da eine vertiefte
Auseinandersetzung mit den somatischen Befunden im Gutachten vom 26. Januar
2012 nicht stattgefunden habe. Auch das psychiatrische Teilgutachten vermöge nicht
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vollständig zu überzeugen. Es fehle eine Auseinandersetzung mit den für die
Ausrichtung der Rente im Jahr 2005 relevanten medizinischen Beurteilungen. Zwar
werde eine andere Diagnose gestellt, doch entsprächen die beschriebenen
Einschränkungen einander. Es stelle sich die Frage, ob nicht lediglich eine andere
Beurteilung eines im Wesentlichen gleichen Sachverhalts vorliege, was eine Revision
nicht rechtfertigen würde. Nicht nachvollziehbar sei auch, weshalb der Beurteilung
einer fraglichen Suchtproblematik nicht genauer nachgegangen worden sei. Auch aus
psychiatrischer Sicht dränge sich daher eine Neubegutachtung auf. Eine solche habe
sich auch mit der Entwicklung des Gesundheitszustands seit der Begutachtung von
2005 auseinanderzusetzen. Ohne Neubegutachtung sei weiterhin eine Viertelsrente
auszurichten, da mit dem Gutachten nicht erstellt sei, dass sich der
Gesundheitszustand des Versicherten verbessert habe.
B.g Mit Verfügung vom 25. Mai 2012 (act. 264) hob die Sozialversicherungsanstalt/IV-
Stelle den Rentenanspruch des Versicherten auf. Es liege ein medizinischer
Revisionsgrund vor, da sich der Gesundheitszustand seit Juni 2005 verbessert habe
und der Invaliditätsgrad noch 11 % ausmache. Einer Beschwerde wurde die
aufschiebende Wirkung entzogen.
C.
Gegen diese Verfügung richtet sich die von Rechtsanwältin Evelyne Angehrn für den
Betroffenen am 28. Juni 2012 erhobene Beschwerde. Die Rechtsvertreterin des Be
schwerdeführers beantragt, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und die Be
schwerdegegnerin sei anzuweisen, den Gesundheitszustand umfassend abzuklären
und gestützt auf die Abklärungen neu zu entscheiden, eventualiter sei dem Be
schwerdeführer weiterhin eine Viertelsrente zu gewähren. Für die Beurteilung, ob eine
Besserung eingetreten sei, sei der Gesundheitszustand nicht genügend abgeklärt.
Sollte das Gericht zum Schluss gelangen, dass der Sachverhalt genügend abgeklärt
sei, handle es sich nach den Akten um eine abweichende Beurteilung desselben
Sachverhalts. Ein Bericht über die Begutachtung der somatischen Beeinträchtigungen
liege nicht vor. Die Begutachtung sei auf die psychiatrischen Befunde konzentriert und
nicht umfassend gewesen. Da sich bereits das zweite Gutachten als ungenügend
erweise, sei zu prüfen, ob das Gutachten mit einem klaren Auftrag vom Gericht
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angeordnet werden müsse. Unklar sei ferner, ob sich der Gesundheitszustand aus
psychiatrischer Sicht tatsächlich verbessert habe. Das Gutachten äussere sich zwar zu
den Beurteilungen von Dr. B._ und des Vorgutachtens, aber nicht zu den für die
Ausrichtung der Rente im Jahr 2005 relevanten medizinischen Beurteilungen. Lese man
die der neuen Diagnose zugrunde liegende Beschreibung der Einschränkungen, so
entspreche sie der Beschreibung für die Diagnosen im Gutachten vom Juni 2005. Es
stehe derzeit noch ein Bericht des behandelnden Arztes aus. - Ein solcher Bericht
wurde innert Frist nicht erhältlich gemacht (vgl. Schreiben der Rechtsvertreterin des
Beschwerdeführers vom 14. November 2012).
D.
In ihrer Beschwerdeantwort vom 17. Januar 2013 beantragt die Beschwerdegegnerin
die Abweisung der Beschwerde. Die laufende Rente bei einem Invaliditätsgrad von
41 % sei dem Beschwerdeführer infolge eines psychischen Leidens zugesprochen
worden. Ein die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigender somatischer Befund habe nicht
vorgelegen. Die Beurteilung des somatischen Zustands im MZR-Verlaufsgutachten
vom April 2010 sei im Gerichtsentscheid vom April 2011 nicht in Frage gestellt worden.
Es hätten sich diesbezüglich keine Hinweise auf eine relevante Veränderung ergeben.
Auch bei der MEDAS-Begutachtung vom Herbst 2011 hätten solche Hinweise gefehlt.
Der Hauptgutachter habe sich auf die Erhebung des internistisch-rheumatologischen
Status unter Berücksichtigung des im März 2010 angefertigten Röntgenbilds der LWS
gestützt. Da der erfahrene Gutachter keine Anzeichen auf eine Verschlechterung
gefunden habe, habe keine Notwendigkeit bestanden, rheumatologisch vertieft
abzuklären und zusätzliches bildgebendes Material anzufertigen. Es stehe mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit fest, dass sich die somatischen Befunde seit 2006
nicht wesentlich verändert hätten und der Beschwerdeführer aus somatischer Sicht für
angepasste Verweistätigkeiten voll arbeitsfähig sei. Der psychiatrische Gutachter der
MEDAS habe der gestellten Diagnose keine quantitative Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit zugemessen. Eine angepasste Tätigkeit (d.h. eine solche, die er
mehrheitlich allein ausüben könne und bei der er wenig Kontakte zu anderen
Mitarbeitern habe) sei dem Beschwerdeführer (uneingeschränkt) zumutbar. Die leichte
depressive Episode, welche ehemals die Arbeitsfähigkeit zu 20 bis 30 % eingeschränkt
habe, habe im Revisionszeitpunkt nicht mehr bestanden, wie der erhobene
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psychopathologische Befund zeige. Deshalb sei von einer revisionserheblichen
Verbesserung des psychischen Zustands und einer vollen Arbeitsfähigkeit des
Beschwerdeführers in einer adaptierten Tätigkeit auszugehen. Hieran vermöchte selbst
nichts zu ändern, wenn anzunehmen wäre, dass der Beschwerdeführer seit längerem
eine die Arbeitsfähigkeit in quantitativer Hinsicht nicht beeinträchtigende
Persönlichkeitsstörung habe und die 2005 diagnostizierte somatoforme
Schmerzstörung anzuzweifeln wäre. Auch der RAD habe eine solche relevante
Verbesserung bestätigt. Der Beschwerdeführer sei in einem begutachtungsfähigen
Zustand gewesen. Er sei in der Lage, die verbesserte Arbeitsfähigkeit auf dem Weg der
Selbsteingliederung erwerblich zu verwerten. Aufgrund der Arbeitsfähigkeit von 100 %
in adaptierten Erwerbstätigkeiten stehe fest, dass der Invaliditätsgrad im
Revisionszeitpunkt deutlich unter die anspruchsbegründende Schwelle zu liegen
komme.
E.
Mit Replik vom 11. März 2013 hält die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers daran
fest, dass nicht verständlich sei, weshalb kein umfassendes Gutachten auch mit Blick
auf die somatischen Einschränkungen in Auftrag gegeben worden sei, da doch gerade
auch diese Frage für das Versicherungsgericht massgeblicher Grund für die
Rückweisung gewesen sei. Es könne nicht genügen, wenn bei einer durch das Gericht
veranlassten Neubegutachtung das alte, als ungenügend betrachtete Gutachten als
einzige Grundlage diene.
F.
Die Beschwerdegegnerin hat am 21./25. März 2013 auf die Erstattung einer Duplik
verzichtet.

Erwägungen:
1.
1.1 Mit der angefochtenen Verfügung vom 25. Mai 2012 hat die Beschwerdegegnerin
den Anspruch des Beschwerdeführers auf eine ganze Rente (bei einem Invaliditätsgrad
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von 41 %) für die Zukunft eingestellt. Die Verfügung bildet den Abschluss eines im
März 2009 aufgenommenen Anpassungsverfahrens, das nach Auffassung der
Beschwerdegegnerin eine Verbesserung des Gesundheitszustands des
Beschwerdeführers aufgezeigt hat (Invaliditätsgrad neu 11 %). Die
Beschwerdegegnerin begründet die Verfügung aber auch damit, dass sie den
Rentenanspruch gestützt auf die Schlussbestimmung der Änderung des IVG vom
18. März 2011 überprüft habe.
1.2 Bevor eine Rente revisionsweise aufgehoben werden kann, muss geprüft werden,
ob die Verwertbarkeit der wiedererlangten Arbeitsfähigkeit auf einem ausgeglichenen
Arbeitsmarkt gegeben sei oder ob es hierzu vorerst beruflicher Massnahmen bedürfe
(vgl. Bundesgerichtsentscheid i/S S. vom 28. April 2008, 9C_720/07). Sowohl die
Rentenfrage als auch die Frage eines allfälligen Anspruchs auf berufliche Massnahmen
bilden vorliegend demnach Anfechtungsgegenstand.
2.
2.1 Erwerbsunfähigkeit ist nach Art. 7 ATSG der durch Beeinträchtigung der körper
lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Be
handlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbs
möglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Abs. 1).
Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die
Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsun
fähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist
(Abs. 2).
2.2 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn
die versicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn
sie mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 %
besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens
40 % Anspruch auf eine Viertelsrente.
2.3 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers
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erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft
entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur
Rentenrevision gibt nach der Rechtsprechung jede wesentliche Änderung in den
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den
Rentenanspruch zu beeinflussen (BGE 130 V 349 f. E. 3.5). Eine bloss unterschiedliche
Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhaltes stellt dagegen
praxisgemäss keine revisionsbegründende Änderung dar (BGE 112 V 372 E. 2b;
SVR 1996 IV Nr. 70 S. 203). Ob eine revisionsbegründende Änderung eingetreten ist,
beurteilt sich nach einer neuen Rechtsprechung durch Vergleich des Sachverhalts, wie
er im Zeitpunkt der letzten (der versicherten Person eröffneten) rechtskräftigen
Verfügung bestand, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit
rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines
Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen
Auswirkungen des Gesundheitszustands) beruht (BGE 133 V 108), mit demjenigen zur
Zeit der streitigen Neubeurteilung (BGE 130 V 351 E. 3.5.2; BGE 125 V 369 E. 2).
2.4 Nach lit. a der Schlussbestimmungen der Änderung des IVG vom 18. März 2011
werden Renten, die bei pathogenetisch-ätiologisch unklaren syndromalen
Beschwerdebildern ohne nachweisbare organische Grundlage gesprochen wurden,
innerhalb von drei Jahren nach Inkrafttreten dieser Änderung überprüft. Sind die
Voraussetzungen nach Art. 7 ATSG nicht erfüllt, so wird die Rente herabgesetzt oder
aufgehoben, auch wenn die Voraussetzungen von Art. 17 Abs. 1 ATSG nicht erfüllt sind
(Abs. 1). Abs. 1 findet keine Anwendung auf Personen, die im Zeitpunkt des
Inkrafttretens dieser Änderung das 55. Altersjahr zurückgelegt haben oder im
Zeitpunkt, in dem die Überprüfung eingeleitet wird, seit mehr als 15 Jahren eine Rente
der Invalidenversicherung beziehen (Abs. 4). Wird die Rente herabgesetzt oder
aufgehoben, so hat die Bezügerin oder der Bezüger Anspruch auf Massnahmen zur
Wiedereingliederung nach Art. 8a (Abs. 2). Werden Massnahmen zur
Wiedereingliederung nach Art. 8a durchgeführt, so wird die Rente bis zum Abschluss
der Massnahmen weiter ausgerichtet, längstens aber während zwei Jahren ab dem
Zeitpunkt der Aufhebung oder Herabsetzung (Abs. 3).
3.
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Bei Erlass des gerichtlich beurteilten, die Rente (bei einem Invaliditätsgrad von 41 %)
zusprechenden Einspracheentscheids im November 2006 hat die Beschwerdegegnerin
auf das Ergebnis des Gutachtens vom Juni 2005 (mit ergänzender Auskunft vom 3. Mai
2006) abgestellt. Danach war dem Beschwerdeführer aufgrund seiner Konstitution
(wohl infolge des chronifizierten lumbovertebralen Schmerzsyndroms bei Chondrose
L5/S1) körperliche Schwerarbeit nicht zumutbar. In angepassten (in wechselnden
Positionen auszuübenden) leichteren Tätigkeiten bestand eine psychiatrisch
begründete Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers von 30 %. Ursache war eine
leichte depressive Episode ohne somatisches Syndrom (gemäss act. 92-2) gewesen.
Im Gutachten (act. 33) war allerdings auch eine anhaltende somatoforme
Schmerzstörung als Hauptdiagnose bezeichnet worden.
4.
4.1 Die Beschwerdegegnerin geht in ihrer angefochtenen Verfügung von einer
Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in adaptierter Tätigkeit von 100 % aus und
stützt sich dabei auf das Gutachten der MEDAS vom 26. Januar 2012. Danach besteht
für körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeiten keine wesentliche Einschränkung
der Arbeitsfähigkeit. Körperlich schwere Tätigkeiten würden für den Beschwerdeführer
jedoch entfallen. Darin stimmen die Gutachter mit dem Ergebnis der Begutachtung
vom Juni 2005 (nicht aber mit jenem von 2010) überein. Was die Arbeitsfähigkeit für
eine adaptierte Tätigkeit betrifft, bestätigte das Gutachten mit 100 % das Ergebnis der
Begutachtung vom April 2010. Somatisch gesehen war auch schon im Jahr 2005
hierfür von einer vollen Arbeitsfähigkeit ausgegangen worden.
4.2 Der Beschwerdeführer lässt beanstanden, eine vertiefte Auseinandersetzung mit
den rheumatologischen Befunden habe nicht stattgefunden. Das MEDAS-Gutachten
vom Januar 2012 wurde, wie aus ihm hervorgeht, auf der Grundlage der Vorakten
erstattet. Es wurden Untersuchungsbefunde vom August 2011 (Thorax-Bild und
Spirometrie) beigezogen, Laborbefunde erhoben, ein PACT-Test gemacht sowie
Anamnese und geklagte Beschwerden erfragt. Konsiliarisch erfolgte eine
psychiatrische Untersuchung. Der Beschwerdeführer wurde ausserdem klinisch
untersucht. Hauptgutachter war ein Facharzt für Innere Medizin/Rheumatologie FMH.
Die Aufnahme der objektiven (klinischen) Befunde vom 31. Oktober 2011 erfolgte
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demnach fachärztlich. Dem Rheumatologen standen dabei die Röntgenbefunde des
MZR vom 23. März 2010 der LWS zur Verfügung. Auf das Erstellen neuerer Bilder
wurde verzichtet, was angesichts des Umstands, dass der Beschwerdeführer keine
wesentliche Änderung der Schmerzausbreitung und -intensität (zumindest in den
vergangenen zweieinhalb Jahren) festgestellt hatte, nicht zu beanstanden ist. Dass die
rheumatologische Abklärung ungenügend gewesen wäre, dafür findet sich kein
Anhaltspunkt. Es muss auch nicht angenommen werden, dass gewisse Leiden mit der
rechtlichen Annahme einer Invaliditätsfremdheit ausser Acht gelassen worden wären.
Unter somatischem Gesichtspunkt kann nach der Aktenlage von einem im
Wesentlichen unveränderten Zustand des Beschwerdeführers ausgegangen werden.
4.3 Die psychiatrische Einschätzung im Gutachten vom Januar 2012 gelangte zum
Ergebnis, dass eine die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigende Diagnose nicht zu stellen
sei. Der Beschwerdeführer weise eine kombinierte Persönlichkeitsstörung auf, fraglich
bstehe eine Suchtproblematik. Zu dieser Einschätzung gelangte der (Teil-)Gutachter
aufgrund einer Befragung mit Ermittlung der Anamnese und einer Erhebung des
Befundes. Er erwähnte die Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung, die
von Dr. B._ gestellt worden sei, und eine emotional instabile Persönlichkeit, welche
schon die Psychiatrische Klinik C._ als Differentialdiagnose erwogen habe. Es kann
davon ausgegangen werden, dass das Gutachten in Kenntnis der Aktenlage ergangen
ist.
4.4 Der Beschwerdeführer lässt einwenden, das Gutachten habe sich nicht zu den für
die Zusprechung der Rente massgeblichen Diagnosen aus dem Jahr 2005 geäussert.
Die Arbeitsunfähigkeit war damals wie erwähnt auf eine leichte depressive Episode
ohne somatisches Syndrom (und eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung)
zurückgeführt worden. Eine ausdrückliche Auseinandersetzung mit den erwähnten
Diagnosen wurde im Gutachten vom Januar 2012 nicht beschrieben. Es wurde jedoch
der beim Beschwerdeführer erhobene Status wiedergegeben. Danach war eine etwas
subaggressiv geprägte, aber nicht wesentlich herabgesetzte Grundstimmung vorge
funden worden. Der affektive Rapport sei herstellbar, die Schwingungsfähigkeit
erhalten gewesen. Der Beschwerdeführer sei psychomotorisch etwas angespannt
gewesen. Eine depressive Erkrankung wurde nicht festgestellt. Es findet sich kein
Anhaltspunkt, dass dies unzutreffend sein könnte. Daher ist anzunehmen, dass das die
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Verminderung der Arbeitsfähigkeit ursprünglich begründende Leiden im Lauf der Zeit
weggefallen ist. - Zur somatoformen Schmerzstörung äusserte sich der psychiatrische
Gutachter von 2012 ebenfalls nicht. In Bezug auf die Beurteilung des damaligen
Gesundheitszustands schadet dies der Stichhaltigkeit nicht. Im Gutachten vom April
2010 hingegen war dargelegt worden, nach damaligen versicherungsmedizinischen
Kriterien liege eine solche Störung nicht vor, zumal nach wie vor eine
Symptomausweitung mit demonstrativer Schmerzbekundung und einem ganz
erheblichen bewusstseinsnahen Faktor bestehe. Eine deutliche Selbstlimitierung
spreche völlig gegen die bei einer somatoformen Schmerzstörung gemäss den
Leitlinien vorhandene unbewusste Konfliktproblematik. Dem Beschwerdeführer sei
unter Aufbietung von Willenskräften eine körperlich leichtere Tätigkeit in Überwindung
der Beschwerden vollumfänglich zumutbar.
4.5 Von einer Benzodiazepinabhängigkeit war gemäss dem Gutachten von 2012 nicht
mehr auszugehen, solche Stoffe waren nicht mehr nachweisbar, jedoch wurde
aufgrund eines erhöhten CDT eine (Alkohol-)Suchtproblematik für möglich gehalten.
Der diagnostizierte wahrscheinlich fortgesetzte Aethylabusus wurde aber als
Nebendiagnose bezeichnet. Anlass für ergänzende Abklärungen erscheinen
diesbezüglich nicht erforderlich.
4.6 Es kann demnach davon ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführer zurzeit
der jüngsten Begutachtung für eine adaptierte Tätigkeit auch unter psychiatrischem
Aspekt voll arbeitsfähig war. Berichte mit abweichenden Ergebnissen zur Einschätzung
der Arbeitsfähigkeit liegen aus dieser Zeit nicht vor. Ein Bericht von Dr. B._ wurde
nicht mehr eingeholt oder beigebracht. Das Ergebnis des Gutachtens vom Januar 2012
beruht aber auf umfassenden Grundlagen und überzeugt, so dass darauf abgestellt
werden kann.
4.7 Dass die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers psychiatrisch gesehen nicht be
einträchtigt sei, hatte im Übrigen bereits das Gutachten vom April 2010 festgehalten.
Diagnostisch waren damals allerdings eine Benzodiazepinabhängigkeit, ein Status
nach Alkoholabhängigkeit sowie Probleme in Verbindung mit Berufstätigkeit und
Arbeitslosigkeit, mit Wohnbedingungen und ökonomischen Verhältnissen sowie in der
Beziehung zur Partnerin benannt worden. Auf jenes Gutachten war gemäss dem
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Entscheid des Versicherungsgerichts vom 8. April 2011 allerdings nicht abzustellen,
weil nicht ausgeschlossen werden konnte, dass relevante Faktoren zu Unrecht als IV-
fremd betrachtet und ausgeschieden worden sein könnten und dass das Ergebnis nicht
ausreichend stichhaltig sein könnte, weil erhebliche Vorakten nicht bekannt waren und
Zweifel an der damaligen Begutachtungsfähigkeit bestanden.
5.
5.1 Nach Auffassung des Beschwerdeführers ist bei der gegebenen Aktenlage eine
andere Beurteilung eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Sachverhalts - und
nicht eine Veränderung des Sachverhalts - ausgewiesen. Der psychiatrische Gutachter
hatte im Gutachten vom Januar 2012 festgehalten, er gehe zurzeit davon aus, dass der
Beschwerdeführer schon seit dem jungen Erwachsenenalter unter Problemen gelitten
habe, die sich weiterentwickelt hätten, und dass nun eine kombinierte
Persönlichkeitsstörung bestehe. An anderer Stelle gab er an, es handle sich um einen
gleichen Sachverhalt wie in den Vorgutachten, der aber aufgrund einer erweiterten
Exploration zu einer deutlich anderen Beurteilung geführt habe. Schon die
Psychiatrische Klinik habe differentialdiagnostisch an eine emotional instabile
Persönlichkeit gedacht (act. 250-14 unten). Die Berichte der Psychiatrischen Klinik vom
5. März 2007 und von Dr. B._ vom 1. Juli 2008 lassen indessen zunächst annehmen,
dass es nach der ersten Begutachtung im Jahr 2005 zu einer zumindest
vorübergehenden Verschlechterung des psychischen Gesundheitszustands des
Beschwerdeführers (mit in der Folge längerem Klinikaufenthalt) gekommen ist: Die
Klinik hatte am 5. März 2007 (act. 219-24 ff.) nach stationärem Aufenthalt des
Beschwerdeführers vom 27. November bis 22. Dezember 2006 und vom 9. Januar bis
1. März 2007 von einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig mittelgradige
Episode, einer Störung durch Alkohol, Abhängigkeitssyndrom, gegenwärtig abstinent,
aber in beschützender Umgebung, und von Schmerzen im Bewegungsapparat nach
Unfällen und Überbeanspruchung des Körpers auf dem Hintergrund einer emotional
instabilen Persönlichkeitsstörung vom impulsiven Typus bei gering organisiertem
Strukturniveau, berichtet. Dr. B._ hatte den Beschwerdeführer in einem Bericht an
dessen damalige Rechtsvertreterin vom 1. Juli 2008 (act. 219-22 f.) für zu 100 %
arbeitsunfähig gehalten. Er stellte bereits die Einschätzung des Gutachtens von 2005 in
Frage; seither sei ausserdem eine symptomatische Verschlechterung eingetreten. Weil
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(auch beim Invaliditätsgrad von nur 41 %) Anspruch auf eine ganze Rente bestand, war
die Auswirkung einer solche Verschlechterung nicht im Einzelnen relevant.
5.2 Ein Vergleich der jeweils im Juni 2005 und im April 2010 gutachterlich erhobenen
psychiatrischen Befunde deutet auf eine spätere gewisse Verbesserung des Gesund
heitszustands hin. Auch Dr. B._ hatte im Bericht vom 7. August 2009 beschrieben,
der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers sei weiterhin instabil, doch scheine
tendenziell eine gewisse psychische Stabilisierung eingetreten zu sein, und hatte
erstmals eine Arbeitsfähigkeit von 30 % in geschütztem Rahmen für möglich gehalten.
5.3 Im Gutachten vom April 2010, auf das allerdings wie erwähnt nicht abgestellt
werden konnte, war im Vergleich zu 2005 ebenfalls eine Verbesserung des psychischen
Gesundheitszustands insofern angenommen worden, als eine leichte reaktiv bedingte
depressive Begleitsymptomatik zwar noch vorhanden, von einer affektiven Erkrankung
aber nicht mehr auszugehen sei. Auch gemäss dem zusätzlich veranlassten Gutachten
vom Januar 2012 war keine depressive Störung mehr festzustellen gewesen. Für einen
unterschiedlichen Sachverhalt ergeben sich auch bei einem Vergleich der je
beschriebenen Befunde Anhaltspunkte (etwa: Affektivität etwas gereizt und deprimiert,
Suizidgedanken, Hinweis auf Antidepressivum). In Bezug auf dieses Leiden, das für die
ursprüngliche Arbeitsfähigkeitsschätzung (gemäss der Ergänzung vom 3. Mai 2006
sogar ausschliesslich) wesentlich war, kann somit eine Veränderung im Vergleich zu
dem bei der Rentenzusprechung beurteilten Sachverhalt angenommen werden.
6.
6.1 In erwerblicher Hinsicht ist zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer nach
Angaben in der Anmeldung im Ausland eine dreijährige Anlehre als Koch gemacht
hatte. Er war gemäss Arbeitgeberbescheinigung (act. 19) ab April 2000 über ein
Personalvermittlungsbüro in der Industrie angestellt gewesen und dort sukzessiv an
verschiedenen Arbeitsplätzen angelernt worden. Aufgrund der guten Leistungen hatte
er ab Januar 2001 eine Festanstellung erhalten. Im Jahr 2001 hatte er Fr. 62'877.41
(also etwa 10 % mehr als der Durchschnitt der Löhne für einfache und repetitive
Tätigkeiten von damals Fr. 56'883.--) und im Jahr 2002 Fr. 54'200.13 Einkommen
erzielt. Im Gutachten vom Januar 2012 wird eine Arbeitsstelle als ideal bezeichnet, an
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welcher der Beschwerdeführer wenig soziale Kontakte hat und seine eigene Arbeit
ausüben kann. Dieses Kriterium schränkt seine Auswahl eines angepassten
Arbeitsplatzes ein, schliesst ihn vom ausgeglichenen Arbeitsmarkt aber nicht aus.
Angesichts der vollen Arbeitsfähigkeit in einer solchen Tätigkeit ergibt sich, dass kein
rentenbegründender Invaliditätsgrad mehr vorliegt.
6.2 Es kann angenommen werden, dass die nunmehr volle Arbeitsfähigkeit grund
sätzlich ohne weiteres rentenausschliessend verwertbar ist und der Beschwerdeführer
hierfür nicht beruflicher Massnahmen bedarf. Wenn auch zu beachten ist, dass es im
Verfügungszeitpunkt rund fünfeinhalb Jahre her war, dass dem Beschwerdeführer eine
ganze Rente zugesprochen worden war, und rund zehn Jahre, dass er aus dem
Arbeitsprozess ausgeschieden ist, war er doch zu nicht mehr als 30 % in seiner
Arbeitsfähigkeit eingeschränkt gewesen. Zur rentenausschliessenden Verwertung der
Arbeitsfähigkeit an einer Stelle mit einfachen und repetitiven Tätigkeiten benötigt er
keiner weiterer Massnahmen; allfällige berufliche Massnahmen (etwa im Sinn von
Arbeitsvermittlung) richten sich jedenfalls nicht mehr auf eine Eliminierung eines
Rentenanspruchs. Ob allenfalls ein Anspruch auf berufliche Massnahmen besteht, kann
vorliegend dahingestellt bleiben. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer
jedenfalls im Zusammenhang mit lit. a der Schlussbestimmungen der Änderung
vom 18. März 2011 Unterstützung beim Wiedereinstieg ins Berufsleben angeboten
(act. 257).
6.3 Im Mai 2012 hatte die massgebliche Verbesserung des Gesundheitszustands
mindestens drei Monate angedauert (vgl. Art. 88a Abs. 1 IVV), so dass die in der
angefochtenen Verfügung auf den ersten Tag des zweiten Monats nach Zustellung der
Verfügung (vgl. Art. 88 Abs. 2 lit. a IVV) erfolgte Einstellung der Rente nicht zu
beanstanden ist.
7.
7.1 Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen.
7.2 Nach Art. 69 Abs. 1 IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die
Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Ver
bis
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sicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand
und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 200 bis 1000 Franken festgelegt. Eine
Entscheidgebühr von Fr. 600.-- erscheint vorliegend angemessen. Nach Art. 95 Abs. 1
VRP hat in Streitigkeiten jener Beteiligte die Kosten zu tragen, dessen Begehren ganz
oder teilweise abgewiesen werden. Demnach hat der unterliegende Beschwerdeführer
die Gerichtskosten gesamthaft zu tragen. Mit dem geleisteten Kostenvorschuss in
gleicher Höhe ist die geschuldete Gerichtsgebühr getilgt.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39