Decision ID: 6d87cf46-da79-5dc9-bf6f-8f641a048e00
Year: 2019
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A.
A.a Die Erstinstanz teilte dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom
29. Oktober 2018 mit, dass sein Zulassungsgesuch vom 17. Oktober 2018
zur Berufsprüfung für Immobilienbewirtschafter 2019 abgelehnt werde. Sie
begründete die Ablehnung mit mangelnder Praxis in einem Beruf der Im-
mobilienwirtschaft, weil seine bisherige Tätigkeit seit 2014 nur zu 50% an-
gerechnet werden könne und die erforderlichen 3 Jahre Praxis nicht er-
reicht würden. Im Rahmen der Begründung hielt die Erstinstanz zudem
fest, unter den gegebenen Voraussetzungen würde der Beschwerdeführer
die Zulassung zur Berufsprüfung für Immobilienbewirtschafter frühestens
für die Prüfung 2022 erhalten.
A.b Gegen diesen Entscheid erhob der Beschwerdeführer am 11. Novem-
ber 2018 Beschwerde bei der Vorinstanz und beantragte, er sei zur Berufs-
prüfung für Immobilienbewirtschafter 2019 bzw. spätestens 2020 zuzulas-
sen. Er machte geltend, dass er Jahrgang (...) sei und neben der von der
Erstinstanz lediglich zu 50% angerechneten Berufspraxis ab 2014 weitere
Fachpraxis in seinem Arbeitsleben vorweisen könne. Gleichzeitig reichte
er ein Arbeitszeugnis seines früheren Arbeitgebers ein, das 18 Jahre Be-
rufspraxis in der Immobilienbewirtschaftung von 1994 bis 2011 belege.
A.c Die Erstinstanz stellte sich vor der Vorinstanz in der Stellungnahme
vom 7. Dezember 2018 auf den Standpunkt, die Beschwerde sei abzuwei-
sen. Der Hinweis in der Beschwerdeschrift, dass der Beschwerdeführer
von 1994 bis 2011 in der Immobilienbewirtschaftung gearbeitet habe bzw.
das entsprechende Zeugnis des früheren Arbeitgebers habe bei der An-
meldung zur Berufsprüfung für Immobilienbewirtschafter 2019 gefehlt. Es
liege am Kandidaten, sich termingerecht und mit einem vollständigen An-
meldedossier an die Prüfung anzumelden.
A.d Mit Schreiben vom 11. Dezember 2018 teilte die Erstinstanz dem Be-
schwerdeführer mit, weil der Entscheid über die Beschwerde gegen die
abgelehnte Zulassung noch ausstehend sei, erhalte er zurzeit nur die pro-
visorische Zulassung zur Berufsprüfung für Immobilienbewirtschafter 2019.
Im Schreiben wird zudem Folgendes aufgeführt:
"Bitte nehmen Sie zur Kenntnis, dass
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- Sie, wenn der Entscheid [der Vorinstanz] bis zum Prüfungszeitpunkt
noch hängig ist, die Prüfungen absolvieren müssen. Rücktritte sind ge-
mäss Pkt. 4.2 der geltenden Prüfungsordnung möglich.
- wenn der Entscheid [der Vorinstanz] erst nach der Prüfung vorliegt und
positiv ist, die von Ihnen geschriebene Prüfungen korrigiert und benotet
werden.
- wenn der Entscheid [der Vorinstanz] erst nach der Prüfung vorliegt und
negativ ist, wir Ihnen die Prüfungsgebühr vollständig zurückerstatten und
die von Ihnen geschriebenen Prüfungen vernichten. In diesem Fall gilt
die Teilnahme nicht als Prüfungsversuch."
A.e Am 13. Dezember 2018 wies die Vorinstanz die Erstinstanz unter Ver-
weis auf die Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts, wonach No-
ven im Beschwerdeverfahren zu berücksichtigen seien, darauf hin, dass
der Inhalt des Arbeitszeugnisses des früheren Arbeitsgebers von 1994 bis
2011 in die Stellungnahme vom 7. Dezember 2018 nicht eingeflossen sei.
Die Vorinstanz bat die Erstinstanz, dies nachzuholen, damit der rechtser-
hebliche Sachverhalt festgestellt werden könne. Die Vorinstanz ersuchte
die Erstinstanz darum, falls sie an der Nichtzulassung des Beschwerdefüh-
rers zur Berufsprüfung für Immobilienbewirtschafter 2019 festhalte, der
Vorinstanz bis 25. Januar 2019 "einen Bericht" zukommen zu lassen.
A.f Mit Schreiben vom 21. Dezember 2018 wendete sich der Beschwerde-
führer an die Erstinstanz. Er hielt fest, der Entscheid betreffend provisori-
sche Zulassung zur Berufsprüfung für Immobilienbewirtschafter 2019 vom
11. Dezember 2018 sei so nicht akzeptabel. Das Schreiben habe er aus-
serdem erst am 20. Dezember 2018 erhalten. Dies sei viel zu spät um so-
gar einer nicht provisorischen Zulassung "mit Überzeugung zu entspre-
chen". Seit der Mitteilung der Nichtzulassung sei er in einer schlechten ge-
sundheitlichen Verfassung und nun in ärztlicher Behandlung. Dennoch
lasse er der Erstinstanz bis zum 31. Dezember 2018 Zeit, ihm eine nicht
provisorische Zulassung zur Berufsprüfung für Immobilienbewirtschafter zu
gewähren.
A.g Das Schreiben der Erstinstanz vom 29. Januar 2019, welches der Be-
schwerdeführer gemäss Zustellnachweis am 6. Februar 2019 am Post-
schalter abgeholt hat, war mit "Provisorische Zulassung zur BP Immobili-
enbewirtschaftung 2019" betitelt. Im Schreiben wurde Folgendes festge-
halten: "Hiermit erhalten Sie die definitive Zulassung zur Berufsprüfung Im-
mobilienbewirtschaftung 2019". Daneben werden die Prüfungsdaten
12. und 13. Februar 2019 für die schriftliche Prüfung und 4. bis 7. März
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2019 für die mündliche Prüfung genannt. Unter der Überschrift "Allgemeine
Informationen" wird darauf hingewiesen, dass Mutationen zu melden seien,
nur Kandidaten zugelassen würden, welche die Gebühr fristgerecht be-
zahlt hätten und der Beschwerdeführer gemäss Anmeldeunterlagen für
kein Fach ein Dispensationsgesuch gestellt habe.
A.h Am 1. Februar 2019 teilte der Beschwerdeführer der Erstinstanz mit,
dass er auf sein Schreiben vom 21. Dezember 2018 leider keine Antwort
und keine definitive Prüfungszulassung erhalten habe. Er stelle fest, dass
er trotzdem im Prüfungsprogramm 2019 eingetragen sei. Das sei von ihm
so nicht bewilligt worden und man solle ihn entfernen, da er die Prüfung
nicht antreten könne und werde.
A.i Im Schreiben vom 26. Februar 2019 an die Vorinstanz hielt der Be-
schwerdeführer fest, er habe bisher keinen Beschwerdeentscheid erhalten,
obschon dieser gemäss telefonischer Auskunft vom 12. Februar 2019
schon länger vorhanden sei, anscheinend, weil die Erstinstanz die "Prü-
fungssperre" aufgrund fehlender Berufsjahre zurückgezogen habe. Er bitte
um einen definitiven schriftlichen Entscheid bzw. Information bis 8. März
2019.
A.j Die im vorliegenden Verfahren angefochtene Verfügung der Vorinstanz
vom 15. März 2019 wurde dem Beschwerdeführer gleichentags einge-
schrieben zugestellt. Das Schreiben wurde mit dem Vermerk "Nicht abge-
holt" am 25. März 2019 an die Vorinstanz retourniert und später nochmals
an den Beschwerdeführer zugestellt.
Mit Verfügung vom 15. März 2019 schrieb die Vorinstanz die vom Be-
schwerdeführer am 11. November 2018 eingereichte Beschwerde gegen
die Nichtzulassung zur Berufsprüfung für Immobilienbewirtschafter 2019
als gegenstandlos ab. Die Vorinstanz stellte fest, der Beschwerdeführer sei
mit Schreiben vom 11. Dezember 2018 von der Erstinstanz provisorisch
zur Berufsprüfung für Immobilienbewirtschafter 2019 zugelassen worden.
Mit Schreiben der Erstinstanz vom 29. Januar 2019 sei der Beschwerde-
führer zur Berufsprüfung für Immobilienbewirtschafter 2019 zugelassen
worden.
Die Vorinstanz legte ihrer Verfügung vom 15. März 2019 das Schreiben der
Erstinstanz vom 29. Januar 2019 bei, welches bei ihr am 7. März 2019
eingegangen ist. Jenes Schreiben der Erstinstanz vom 29. Januar 2019 ist
mit "Zulassung zur BP Immobilienbewirtschaftung 2019" betitelt. Im Text
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des Schreibens wird Folgendes ausgeführt: "Hiermit erhalten Sie die defi-
nitive Zulassung zur Berufsprüfung Immobilienbewirtschaftung 2019". Da-
neben werden die Prüfungsdaten 12. und 13. Februar 2019 für die schrift-
liche Prüfung und 4. bis 7. März 2019 für die mündliche Prüfung genannt.
Unter der Überschrift "Allgemeine Informationen" wird darauf hingewiesen,
dass detaillierte Informationen zum Prüfungsablauf ca. 30 Tage vor Prü-
fungsstart zugestellt würden, Befangenheiten bei der mündlichen Prüfung
umgehend zu melden seien, Mutationen zu melden seien, Gesuche um
Nachteilsausgleich bis 16. Januar 2019 einzureichen seien, eine Rech-
nung beiliege, die Prüfungsgebühr bis spätestens 27. Dezember 2018 mit
dem beiliegenden Einzahlungsschein unabhängig vom Urteil des SBFI ein-
bezahlt werden müsse, nur Kandidaten zugelassen würden, welche die
Gebühr fristgerecht bezahlt hätten und der Beschwerdeführer gemäss An-
meldeunterlagen für kein Fach ein Dispensationsgesuch gestellt habe.
A.k Mit Schreiben vom 24. März 2019 an die Vorinstanz machte der Be-
schwerdeführer geltend, es sei bei ihm noch kein Beschwerdeentscheid
eingetroffen. Weil er die Prüfung für Immobilienbewirtschafter 2019 nicht
wie geplant und von seinem Arbeitgeber "vorgeschrieben" habe ausüben
können, habe er einen Schaden in 6-stelliger Höhe.
A.l Im Schreiben vom 4. April 2019 an die Vorinstanz stellte der Beschwer-
deführer unter anderem fest, dass er die Verfügung vom 15. März 2019 am
28. März 2019 erhalten habe.
B.
Gegen den Abschreibungsentscheid der Vorinstanz vom 15. März 2019
führt der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 12. April 2019 Beschwerde
an das Bundesverwaltungsgericht. Er verlangt die definitive Prüfungszu-
lassung zur Berufsprüfung für Immobilienbewirtschafter 2020. Zudem solle
seine Nichtteilnahme an der Prüfung 2019 nicht als Prüfungsversuch gel-
ten. Darüber hinaus sei er mit mindestens Fr. 59'000.– zu entschädigen.
Dazu macht er einen "entsprechenden Schadenersatz und Genugtuung"
geltend, welche das Gericht festzulegen habe.
Zur Begründung bringt er im Wesentlichen vor, mit Schreiben vom 29. Ja-
nuar 2019 habe er (wiederum) nur eine provisorische Zulassung zur Be-
rufsprüfung für Immobilienbewirtschafter 2019 erhalten. Die Vorinstanz
habe von der Erstinstanz eine andere Fassung des Schreibens vom 29. Ja-
nuar 2019 zugestellt bekommen, nämlich eine definitive Zulassung. Diese
Vorgehensweise habe bei ihm zu einem grossen Schaden geführt.
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Die Nichtteilnahme an der Prüfung 2019 dürfe nicht als Prüfungsversuch
gelten, da er sich von der Teilnahme unter den für die provisorische Zulas-
sung gestellten Bedingungen frühzeitig entschuldigt habe. Seine Anmel-
dung habe auf einer definitiven Prüfungszulassung bzw. auf einer fairen
provisorischen Zulassung beruht. Der Beschwerdeführer macht darüber
hinaus unter Verweis auf eine entsprechende Vereinbarung mit dem dama-
ligen Arbeitgeber geltend, bei einer definitiven Prüfungszulassung (auch
bei Nichtbestehen) hätte er von diesem bis zu seiner Freistellung am
30. Juni 2019 eine monatliche Lohnerhöhung von Fr. 1'500.–, eine Prämie
und Reisespesen von Fr. 35'000.– und die von ihm vorausbezahlten Schul-
gebühren von Fr. 15'000.–, insgesamt Fr. 59'000.–, erhalten.
C.
Am 7. Juni 2019 liess sich die Vorinstanz vernehmen und reichte die Vorak-
ten ein. Sie beantragt die Abweisung der Beschwerde. Sie stellt sich auf
den Standpunkt, die Erstinstanz hätte ihr am 7. März 2019 die an den Be-
schwerdeführer zugestellte Verfügung vom 29. Januar 2019 eingereicht,
wonach dieser definitiv zur Berufsprüfung für Immobilienbewirtschafter
2019 zugelassen worden sei. Dementsprechend habe sie die hängige Be-
schwerde am 15. März 2019 als gegenstandslos abgeschrieben.
D.
Mit Vernehmlassung vom 28. Juni 2019 verlangt die Erstinstanz die Abwei-
sung der Beschwerde, soweit darauf eingetreten werden könne. Zur Be-
gründung führt sie an, der Beschwerdeführer sei mit Verfügung vom 29. Ja-
nuar 2019 definitiv zur Berufsprüfung für Immobilienbewirtschafter 2019
zugelassen worden. Dem ursprünglichen Begehren des Beschwerdefüh-
rers – und nur dieses könne Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bil-
den – sei vollumfänglich entsprochen worden. Der Beschwerdeführer habe
demnach kein Rechtsschutzinteresse am vorliegenden Beschwerdever-
fahren. Das fehlende Rechtsschutzinteresse zeige sich auch darin, dass
der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 1. Februar 2019 mitgeteilt habe,
dass er nicht zur Prüfung 2019 antreten werde.
In der Folge sei der Beschwerdeführer auch nicht zur Berufsprüfung für
Immobilienbewirtschafter 2019 erschienen. Die Abmeldung sei nach Auf-
fassung der Erstinstanz aber zu spät erfolgt. Ob dies als Prüfungsversuch
zu werten sei, bilde jedoch nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens.
Ebenso wenig würden Entschädigungsfragen Gegenstand des vorliegen-
den Verfahrens bilden.
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Seite 7
E.
Mit Schreiben vom 10. Juli 2019 hält der Beschwerdeführer fest, die
Vorinstanzen seien auf die zwei verschieden lautenden Schreiben vom
29. Januar 2019 nicht eingegangen. Er habe nur dasjenige Schreiben vom
29. Januar 2019 mit der provisorischen Zulassung erhalten, was den Aus-
schlag gab, dass er nicht zur Prüfung angetreten sei.
F.
Mit Stellungnahme vom 26. September 2019 (Poststempel: 1. Oktober
2019) stellt sich die Erstinstanz auf den Standpunkt, mit Schreiben vom
29. Januar 2019 habe der Beschwerdeführer definitiv zur Prüfung 2019 zu-
gelassen werden sollen. Im Rahmen einer internen Untersuchung habe die
Erstinstanz festgestellt, dass der Beschwerdeführer tatsächlich eine an-
dere Version des Schreibens vom 29. Januar 2019 als die Vorinstanz er-
halten habe. Zudem wurde festgestellt, dass bei der Erstinstanz nur dieje-
nige Version des Schreibens vom 29. Januar 2019 vorliege, welche die
Vorinstanz erhalten habe. Die Erstinstanz könne sich den Fehler nur so
erklären, dass im Rahmen der Erstellung der Verfügung mehrere (Vor-)Ver-
sionen gedruckt worden seien und versehentlich das falsche Dokument
eingepackt und versandt worden sei.
Die Erstinstanz führt zudem aus, provisorische Zulassungsverfügungen
würden ausgestellt, wenn ein Kandidat aufgrund einer verfügten Nichtzu-
lassung zu einer Prüfung eine Beschwerde an die Vorinstanz einreiche. Die
Erstinstanz gehe in einem solchen Fall davon aus, dass der betroffene Be-
schwerdeführer an der Prüfung teilnehmen wolle, ansonsten eine Be-
schwerde gegen den Entscheid eher unwahrscheinlich erscheine. Der Be-
schwerdeführer hätte sich bis 11. Januar 2019 ohne Kostenfolge von der
Berufsprüfung für Immobilienbewirtschafter 2019 abmelden können. Seine
Abmeldung mit dem Schreiben vom 1. Februar 2019 sei zu spät erfolgt.
Überdies habe die durch den Beschwerdeführer am 1. Februar 2019 er-
folgte Abmeldung nichts mit dem fehlerhaften Schreiben vom 29. Januar
2019 zu tun. Dieses Schreiben vom 29. Januar 2019 habe der Beschwer-
deführer gemäss Sendungsnachweis nämlich erst am 6. Februar 2019 am
Postschalter abgeholt.
Schliesslich weist die Erstinstanz darauf hin, dass dem Beschwerdeführer
am 1. April 2019 die Verfügung über das Nicht-Bestehen der Berufsprüfung
für Immobilienbewirtschafter 2019 zugestellt worden sei.
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G.
Mit unaufgeforderter Stellungnahme vom 21. Oktober 2019 beantragt der
Beschwerdeführer unter anderem, er sei zur Berufsprüfung für Immobilien-
bewirtschafter 2021 zuzulassen und die Erstinstanz habe sich an den Kos-
ten für die "Prüfungsrepetition" zu beteiligen. Der Beschwerdeführer betont
in diesem Zusammenhang nochmals, dass das bei ihm eingegangene
Schreiben der Erstinstanz vom 29. Januar 2019 eine provisorische Prü-
fungszulassung enthalten habe und er nichts von der definitiven Prüfungs-
zulassung habe wissen können. Daneben äussert der Beschwerdeführer
die Ansicht, dass die Eingabe der Erstinstanz vom 26. September 2019 mit
Poststempel vom 1. Oktober 2019 aus dem Recht zu weisen sei, weil das
Bundesverwaltungsgericht dafür lediglich eine Einreichungsfrist bis zum
27. September 2019 angesetzt habe.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1. Ob die Prozessvoraussetzungen vorliegen und auf eine Beschwerde
einzutreten ist, hat die entscheidende Instanz von Amtes wegen und mit
freier Kognition zu prüfen (vgl. BVGE 2007/6 E. 1, m.w.H.).
1.1 Anfechtungsobjekt im Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht
bildet einzig der vorinstanzliche Entscheid. Das Anfechtungsobjekt bildet
den Rahmen, welcher den möglichen Umfang des Streitgegenstandes be-
grenzt (vgl. BGE 133 II 35 E. 2; ANDRÉ MOSER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ
KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsgericht, 2. Aufl.,
2013, Rz. 2.7). Streitgegenstand ist das Rechtsverhältnis, das Gegenstand
der angefochtenen Verfügung bildet, soweit es im Streit liegt. Streitgegen-
stand des Beschwerdeverfahrens kann somit nur sein, was Gegenstand
des vorinstanzlichen Verfahrens war oder hätte sein sollen. Im Laufe des
Rechtsmittelverfahrens kann sich der Streitgegenstand verengen bzw. um
nicht mehr strittige Punkte reduzieren, grundsätzlich jedoch nicht erweitern
oder inhaltlich verändern (vgl. BGE 136 II 457 E. 4.2). Fragen, über welche
die Vorinstanz nicht entschieden hat, darf die obere Instanz nicht beurtei-
len, weil sie ansonsten in die funktionelle Zuständigkeit der Vorinstanz ein-
greifen würde (vgl. ANDRÉ MOSER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER,
a.a.O., Rz. 2.208).
1.2 In der Beschwerde vom 12. April 2019 verlangt der Beschwerdeführer
die definitive Prüfungszulassung zur Berufsprüfung für Immobilienbewirt-
schafter 2020 sowie dass seine Nichtteilnahme an der Prüfung 2019 nicht
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als Prüfungsversuch zu werten sei. Daneben beantragt er Schadenersatz
in der Höhe von Fr. 59'000.– und eine Genugtuung, deren Höhe das Ge-
richt festzulegen habe.
Diese drei Anträge betreffend Prüfungszulassung 2020, Wertung der Nicht-
teilnahme an der Prüfung 2019 als Prüfungsversuch und Schadener-
satz/Genugtuung bildeten nicht Gegenstand des vorliegend angefochte-
nen Entscheids der Vorinstanz vom 15. März 2019. In diesem Entscheid
ging es um die Zulassung zur Berufsprüfung für Immobilienbewirtschafter
2019. Die Vorinstanz hatte über die Beschwerde des Beschwerdeführers
zu entscheiden, mit welcher er die von der Erstinstanz am 29. Oktober
2018 verfügte Nichtzulassung zur Berufsprüfung für Immobilienbewirt-
schafter 2019 anfocht, für die er sich am 17. Oktober 2018 angemeldet
hatte. Die Vorinstanz erwog im angefochtenen Entscheid vom 15. März
2019 mit Blick auf die Prüfungszulassung zur Berufsprüfung für Immobili-
enbewirtschafter 2019, dass der Beschwerdeführer mit Schreiben der Erst-
instanz vom 29. Januar 2019 (definitiv) zur Berufsprüfung für Immobilien-
bewirtschafter 2019 zugelassen worden sei und schrieb das Verfahren als
gegenstandslos ab.
Soweit das Begehren um die Prüfungszulassung 2020 betroffen ist, sind
die folgenden Hinweise anzubringen. Der Beschwerdeführer hat bereits im
Rahmen der Beschwerde an die Vorinstanz das Begehren gestellt, er sei
zur Berufsprüfung für Immobilienbewirtschafter "2019 bzw. spätestens
2020" zuzulassen. Die Vorinstanz hat sich zum Antrag betreffend die Prü-
fungszulassung 2020 nicht geäussert, sondern das Verfahren als gegen-
standslos abgeschrieben. Wenn der Standpunkt vertreten würde, die Prü-
fungszulassung 2020 hätte Gegenstand der vorinstanzlichen Verfügung
vom 15. März 2019 sein sollen, würde dies im Resultat für den Beschwer-
deführer keine Änderung mit sich bringen. Die Vorinstanz hätte auf den
Antrag betreffend die Prüfungszulassung 2020 mangels Anfechtungsobjekt
nicht eintreten dürfen. Die Erstinstanz hat nämlich, wie bereits erwähnt, mit
der Verfügung vom 29. Oktober 2018 nur entschieden, den Beschwerde-
führer nicht zur Berufsprüfung für Immobilienbewirtschafter 2019 zuzulas-
sen, für welche sich der Beschwerdeführer am 17. Oktober 2018 angemel-
det habe. An der Tragweite der Verfügung vom 29. Oktober 2018 ändert
sich im Übrigen auch nicht deshalb etwas, weil die Erstinstanz in deren
Begründung festgehalten hat, unter den gegebenen Voraussetzungen sei
der Beschwerdeführer frühestens 2022 zur Prüfung zuzulassen. Diese In-
formation gab lediglich die Einschätzung der Erstinstanz nach dem dama-
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ligen Wissensstand wieder. Damit hat die Erstinstanz jedoch keinen Ent-
scheid über eine mögliche Zulassung des Beschwerdeführers für eine in
einem späteren Jahr stattfindende Berufsprüfung für Immobilienbewirt-
schafter gefällt, zumal sie sich in ihrem Entscheid vom 29. Oktober 2018
ausdrücklich auf die Anmeldung des Beschwerdeführers vom 17. Oktober
2018 zur Berufsprüfung für Immobilienbewirtschafter im Jahr 2019 bezo-
gen hat. Wollte der Beschwerdeführer an der Berufsprüfung für Immobili-
enbewirtschafter 2020 teilnehmen, müsste er sich im dafür vorgesehenen
Verfahren bei der Erstinstanz anmelden. Nach dem Gesagten ist auf den
Antrag des Beschwerdeführers, er sei zur Berufsprüfung für Immobilienbe-
wirtschafter 2020 zuzulassen, nicht einzutreten.
Hinsichtlich der Frage der Wertung der Nichtteilnahme des Beschwerde-
führers an der Berufsprüfung für Immobilienbewirtschafter 2019 als Prü-
fungsversuch gilt Folgendes anzumerken. Die Erstinstanz hält in den Stel-
lungnahmen an das Bundesverwaltungsgericht vom 28. Juni 2019 und
vom 26. September 2019, welche entgegen der Ansicht des Beschwerde-
führers zu berücksichtigen ist (Art. 32 Abs. 2 VwVG), fest, der Beschwer-
deführer habe sich ihrer Auffassung nach nicht rechtzeitig bis zum 11. Ja-
nuar 2019 von der Berufsprüfung für Immobilienbewirtschafter 2019 abge-
meldet. Aus den eingereichten Akten ergibt sich, dass der Beschwerdefüh-
rer im Schreiben vom 21. Dezember 2018 an die Erstinstanz festhielt, er
akzeptiere den Entscheid bzw. die Bedingungen betreffend die provisori-
sche Zulassung zur Berufsprüfung für Immobilienbewirtschafter 2019 nicht
und er verlange eine definitive Zulassung bis 31. Dezember 2018. Eine sol-
che hat der Beschwerdeführer in der Folge in keinem Zeitpunkt erhalten.
Die Erstinstanz hat sich erst wieder mit Schreiben vom 29. Januar 2019 an
den Beschwerdeführer gewandt. In der Version des Schreibens vom
29. Januar 2019, welche der Beschwerdeführer gemäss eingereichten Ak-
ten erhalten hat, wird in der Überschrift erneut von einer provisorischen
Zulassung und nicht von einer definitiven Zulassung gesprochen.
Selbst wenn diejenige Version des Schreibens vom 29. Januar 2019 be-
rücksichtigt würde, die eine definitive Prüfungszulassung enthält und wel-
che die Vorinstanz erhalten hat, wäre die definitive Zulassung zur Berufs-
prüfung für Immobilienbewirtschafter 2019 erst mit dem besagten Schrei-
ben vom 29. Januar 2019 erfolgt. Eine gemäss Erstinstanz rechtzeitige Ab-
meldung bis 11. Januar 2019 wäre also infolge des Zeitablaufs von vorne-
herein ausgeschlossen. Dieser Wiederspruch ist im Übrigen auch im
Schreiben vom 29. Januar 2019 selber ersichtlich. In der Version, welche
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die Vorinstanz erhalten hat (die "definitive Zulassung"), wird unter den all-
gemeinen Informationen ausgeführt, eine Rechnung liege bei, die Prü-
fungsgebühr müsse bis spätestens 27. Dezember 2018 unabhängig vom
Urteil des SBFI einbezahlt werden und es würden nur Kandidaten zugelas-
sen, welche die Gebühr fristgerecht bezahlt hätten. Die Einzahlung der
Prüfungsgebühren bis 27. Dezember 2018 hätte am 29. Januar 2019 of-
fensichtlich nicht mehr fristgerecht erfolgen können.
Nach dem Gesagten durfte die Erstinstanz kaum von der Teilnahme des
Beschwerdeführers an der Berufsprüfung für Immobilienbewirtschafter
2019 ausgehen. Insofern erscheint es mehr als fraglich, ob das gemäss
ihrer eigenen Aussage angeblich am 1. April 2019 verfügte Nicht-Bestehen
der Berufsprüfung für Immobilienbewirtschafter 2019 rechtens ist und die
Nichtteilnahme des Beschwerdeführers als Prüfungsversuch gewertet wer-
den dürfte. Es bleibt jedoch dabei, dass die Wertung der Nichtteilnahme
des Beschwerdeführers an der Prüfung 2019 als Prüfungsversuch nicht
Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens vor dem Bundesverwal-
tungsgericht ist. Auf den diesbezüglichen Antrag des Beschwerdeführers
kann im vorliegenden Verfahren daher nicht eingetreten werden.
Der Beschwerdeführer macht aufgrund der zwei verschieden lautenden
Schreiben vom 29. Januar 2019 ausserdem einen Anspruch auf Schaden-
ersatz und Genugtuung geltend. Nach Art. 1 der Verordnung vom 30. De-
zember 1958 zum Verantwortlichkeitsgesetz (SR 170.321) sind die Begeh-
ren auf Schadenersatz oder Genugtuung, die auf Grund des Verantwort-
lichkeitsgesetzes gegenüber dem Bund erhoben werden, dem Eidgenössi-
schen Finanzdepartement einzureichen. Der vom Beschwerdeführer gel-
tend gemachte Anspruch auf Schadenersatz und Genugtuung ist nicht
Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens und auf den entsprechen-
den Antrag ist nicht einzutreten.
1.3 Der Beschwerdeführer hat seine Rechtsbegehren im Rahmen der un-
aufgeforderten Stellungnahme vom 21. Oktober 2019 ergänzt. Er bean-
tragt darin neu zusätzlich die Zulassung zur Berufsprüfung für Immobilien-
bewirtschafter 2021 und eine Kostenbeteiligung der Erstinstanz an der
"Prüfungsrepetition". Im Vergleich zu den im Rahmen der Beschwerde vom
12. April 2019 gestellten Anträge stellen die erstmals in der Stellungnahme
vom 21. Oktober 2019 vorgebrachten Rechtsbegehren betreffend die Prü-
fungszulassung 2021 und die Kostenbeteiligung an der "Prüfungsrepeti-
tion" eine unzulässige Erweiterung des Streitgegenstands dar, weshalb da-
rauf nicht einzutreten ist. Im Übrigen waren die Prüfungszulassung 2021
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und eine Kostenbeteiligung der Erstinstanz an der "Prüfungsrepetition" oh-
nehin nicht Gegenstand des vorliegend angefochtenen Entscheids der
Vorinstanz vom 15. März 2019, weshalb auch aus diesem Grund auf die
entsprechenden Anträge nicht einzutreten wäre.
1.4 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass auf die Beschwerde nicht ein-
zutreten ist.
2.
Entsprechend dem Verfahrensausgang hat der Beschwerdeführer die Ver-
fahrenskosten zu tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG sowie Art. 1 ff. des Regle-
ments vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor
dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Diese werden mit
Blick auf den Verfahrensaufwand und die Schwierigkeit der Streitsache auf
Fr. 600.– festgesetzt (Art. 63 Abs. 4bis VwVG, Art. 2 Abs. 1 VGKE). Dieser
Betrag ist dem von ihm geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe von
Fr. 1'200.– zu entnehmen. Der Restbetrag von Fr. 600.– ist dem Beschwer-
deführer aus der Gerichtskasse zurückzuerstatten.
Ausgangsgemäss ist auch keine Parteientschädigung zuzusprechen
(Art. 64 Abs. 1 VwVG, Art. 7 Abs. 1 und 3 VGKE).
3.
Vorliegend geht es um die Frage nach der Zulassung des Beschwerdefüh-
rers zur Berufsprüfung für Immobilienbewirtschafter 2019. Ursprung des
Verfahrens war die Bewertung der Berufsjahre des Beschwerdeführers
durch die Erstinstanz. Die Beschwerde an das Bundesgericht ist ausge-
schlossen gegen Entscheide über das Ergebnis von Prüfungen und ande-
ren Fähigkeitsbewertungen (Art. 83 Bst. t des Bundesgerichtsgesetzes
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Im Umkehrschluss ist Art. 83 lit. t
BGG grundsätzlich nicht angesprochen, soweit es – wie hier – um die
Zulassung zu einer Prüfung geht (vgl. Urteil des BGer 2C_345/2014 vom
23. September 2014 E. 1.3.3). Nach der bundesgerichtlichen Rechtspre-
chung fallen unter Art. 83 Bst. t jedoch nicht nur Prüfungsergebnisse im
eigentlichen Sinn, sondern alle Entscheide, die auf einer Bewertung der
intellektuellen oder physischen Fähigkeiten eines Kandidaten beruhen.
Auch Beschwerden gegen die Entscheide, bei denen es um die Bewertung
von Berufserfahrung ging, wurden bereits als unzulässig beurteilt (vgl. Ur-
teile des BGer 2C_417/2011 vom 13. Januar 2012 E. 1.3; 2C_136/2009
vom 16. Juni 2009). Ob gegen das vorliegende Urteil die Beschwerde an
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das Bundesgericht möglich ist oder nicht, ist indessen nicht durch das Bun-
desverwaltungsgericht, sondern gegebenenfalls durch das Bundesgericht
zu entscheiden.
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