Decision ID: 9344774e-743f-47ff-a09a-59bc7d6f8db1
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren
1963,
meldete sich am
1.
Dezember 2010
(Eingangsdatum) bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
zum Leistungsbezug an (
Urk.
10/5
). Die IV-Stelle nahm beruflich-erwerbliche und medizinische Abklärungen vor
und sprach dem Versicherten n
ach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
mit Verfügung
en
vom
3.
U
nd
25.
September 2014 (
Urk.
2/1-3) mit Wirkung ab
1.
Oktober 2011 eine ganze Rente in der Höhe von
monatlich
Fr.
1‘149.-- (
bis 3
1.
Dezember 2012) bzw. Fr.
1’159.-- (ab
1.
Januar 2013) zu, wobei sie
der Rente
die Skala
25 zugrunde leg
te.
2.
Dagegen erhob der Versicherte am
6.
Oktober 2014 Beschwerde und beantragte, es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, die Invalidenrente mindestens auf Grundlage der Rentenskala 30 auszurichten (
Urk.
1). Die
Beschwerdegegne
rin
beantragte mit Beschwerdeantwort vom 1
8.
November 2014
(
Urk.
8)
die Aufhebung der angefochtenen Verfügunge
n und die Rückweisung der Sache
zu weiteren Abklärungen
. Sie verwies dabei
auf die Stellungnahme der
Aus
gleichskasse
des
Schweizerische
n
Baumeisterverband
s
(SBV)
vom 1
1.
November 2014
(
Urk.
9)
, worin diese
erklärt hatte
,
dass
inzwischen noch
Erwerbseinkom
men
auf einem anderen, nicht verketteten
individuellen Konto
bei
der
SVA Zürich ermittelt worden sei
en
, so dass in Kürze die neue Datenbasis vorliegen werde und eine Neuberechnung erfolgen könne.
Mit Verfügungen vom
8.
und 2
4.
Dezember 2014
, welche die Verfügungen vom
3.
und 2
5.
September 2014 ersetzten,
sprach die
Beschwerdegegnerin
dem
Beschwerdeführer
sodann mit Wirkung ab
1.
Oktober 2011 eine ganze Rente in der Höhe von monatlich
Fr.
1‘276.--
(bis 3
1.
Dezember 2012) bzw.
Fr.
1‘287.--
(ab
1.
Januar 2013) zu, wobei sie der Rente nun
di
e Skala 28 zugrunde legte (
Urk.
21/1-3).
Mit Stel
lungnahme vom 2
7.
Januar 2015 hielt der Beschwerdeführer
an seinem beschwerdeweise gestellten Antrag grundsätzlich fest
(
Urk.
14). Die
Beschwer
degegnerin
teilte mit Stellungnahme vom 2
6.
März 2015 mit, dass
sie
den Antrag auf Rückweis
ung
auf einen Antrag auf Abweisung abändere (
Urk.
19). Dies wurde dem Beschwerdefü
hrer am
3
1.
März 2015 angezeigt (
Urk.
22
).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Nach
Art.
36
Abs.
2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sind für die Berechnung der ordentlichen Invalidenrenten die Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Alters- und
Hinterlassenenversicher
ung
(AHVG)
sinngemäss
anwendbar.
Der Bundesrat kann er
gänzende Vorschriften erlassen.
1.2
Die ordentlichen Renten der AHV und IV gelangen als Vollrenten oder
Teilren
ten
zur Ausrichtung, wobei Anspruch auf die volle Rente besteht, wenn die Beitragsdauer vollständig ist (
Art.
29
Abs.
2 AHVG). Die Beitragsdauer ist voll
ständig, wenn eine Person gleich viele Beitragsjahre aufweist wie ihr Jahrgang (
Art.
29
ter
Abs.
1 AHVG), wobei gemäss
Art.
29
ter
Abs.
2 AHVG als Beitragsjahre Zeiten gelten, in welchen eine Person Beiträge geleistet hat (
lit
. a), in welchen der Ehegatte gemäss Artikel 3 Absatz 3 AHVG mindestens den doppelten Min
destbeitrag entrichtet hat (
lit
. b) oder für die Erziehungs- oder Betreuungsgut
schriften angerechnet werden können (
lit
. c). Bei unvollständiger Beitragsdauer besteht Anspruch auf eine Teilrente, entsprechend dem gerundeten Verhältnis zwischen den vollen Beitragsjahren der versicherten Person und denjenigen ihres Jahrganges (
Art.
38
Abs.
2 AHVG).
1.3
Ein volles Beitragsjahr liegt vor, wenn eine Person insgesamt länger als elf Monate im Sinne von
Art.
1a oder 2 AHVG versichert war und während dieser Zeit den Mindestbeitrag bezahlt hat oder Beitragszeiten im Sinne von
Art.
29
ter
Abs.
2
lit
. b und c AHVG aufweist (
Art.
50 der Verordnung über die Alters- und
Hinterlassenenversicherung
, AHVV). Nach
Art.
1a
Abs.
1 AHVG sind unter anderen die natürlichen Personen mit Wohnsitz in der Schweiz (
lit
. a) oder die natürlichen Personen, die in der Schweiz eine Erwerbstätigkeit ausüben (
lit
. b), versichert.
1.
4
Für jede beitragspflichtige versicherte Person werden individuelle Konten geführt, in welche die für die Berechnung der ordentlichen Renten erforderli
chen Angaben eingetragen werden (
Art.
30
ter
AHVG und
Art.
135 ff. AHVV).
Die Eintragung in das individuelle Konto eines Versicherten erfolgt in der Regel einmal jährlich (
Art.
139
Abs.
1 AHVV). Hierfür hat der Arbeitgeber der
Aus
gleichskasse
periodisch über die abgezogenen und selbst geschuldeten Beiträge abzurechnen und die erforderlichen Angaben für die Führung der individuellen Konten der Arbeitnehmer zu machen (
Art.
51
Abs.
3 AHVG,
Art.
36
Abs.
1 AHVV). Die Eintragung ins IK umfasst gemäss
Art.
140
Abs.
1 AHVV insbeson
dere das Beitragsjahr und die Beitragsdauer in Monaten (
lit
. d, in der seit
1.
Januar 1979 geltenden Fassung) sowie die J
ahreseinkommen in Franken (
lit
.
e). Laut der vom Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) herausgegebenen Wegleitung über Versicherungsausweis und individuelles
Konto (WL VA/IK),
Rz
. 95 (in der ab
1.
Januar 1985 gültig gewesenen Fassung) bzw.
Rz
2317 (in der ab
1.
Januar 2010 geltenden Fassung), wird die Beitragsdauer mit den Zah
len derjenigen Monate eingetragen, in denen die dem aufzuzeichnenden Ein
kommen entsprechende Beitragsdauer begonnen und geendet hat. Bei der
Ren
tenberechnung
zählen daher angebrochene Beitragsmonate als volle Monate (vgl.
Rz
4204 der vom BSV herausgegebenen Wegleitung über die Renten [RWL], gültig ab
1.
Januar 2003; vgl. auch ZAK 1982 S. 373 E. 3a). Zu beach
ten bleibt indes, dass die einzutragende Beitragsdauer bei
Arbeitnehmenden
der Dauer der Erwerbstätigkeit innerhalb eines Kalenderjahrs, für die ein Lohn aus
gerichtet wurde, entspricht (WL VA/IK,
Rz
94 in der ab
1.
Januar 1985 gültig gewesenen Fassung; vgl. auch
Rz
2316 der WL VA/IK in der seit
1.
Januar 2010 geltenden Fassung).
1.5
Laut
Art.
141 AHVV hat die versicherte Person das Recht, bei jeder
Ausgleichs
kasse
, die für sie ein individuelles Konto führt, einen Auszug über die darin gemachten Eintragungen unter Angabe allfälliger Arbeitgeber zu verlangen (
Abs.
1). Sie kann überdies bei der für den Beitragsbezug zuständigen oder einer andern Ausgleichskasse Auszüge aus sämtlichen bei den einzelnen
Ausgleichs
kassen
für sie geführten individuellen Konten verlangen (
Abs.
1
bis
). Versicherte Personen, welche die Richtigkeit einer Eintragung nicht anerkennen, können innert 30 Tagen seit Zustellung des Kontenauszuges bei der Ausgleichskasse eine Berichtigung verlangen, worüber die Ausgleichskasse mit Verfügung ent
scheidet (
Abs.
2). Wird kein Kontenauszug oder keine Berichtigung verlangt, oder wird das Berichtigungsbegehren abgelehnt, so kann bei Eintritt des Versi
cherungsfalles die Berichtigung von Eintragungen im individuellen Konto nur verlangt werden, soweit deren Unrichtigkeit offenkundig ist oder dafür der volle Beweis erbracht wird (
Abs.
3). Das gilt nicht nur für unrichtige, sondern auch für unvollständige Eintragungen im individuellen Konto, wie beispiels
weise die Nichtregistrierung tatsächlich geleisteter Zahlungen. Diese
Kontenbe
reinigung
erstreckt sich alsdann auf die gesamte Beitragsdauer der versicherten Person, betrifft also auch jene Beitragsjahre, für welche gemäss
Art.
16
Abs.
1 AHVG jede Nachzahlung von Beiträgen ausgeschlossen ist
(BGE 117 V 261
E.
3a mit Hinweisen).
1.
6
Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne der
Beweisfüh
rungslast
begriffsnotwendig aus, da es Sache d
es Sozialversicherungsgerichts
oder der
verfügen
den Verwaltungsstelle
ist, für die Zusammentragung des Beweismaterials besorgt zu sein (BGE 115 V 111 E. 3d/
bb
; Maurer,
Sozialversi
cherungsrecht
, Bd. I, 2. unveränderte Aufl., Bern 1983, S. 438
Ziff.
7a). Im Sozial
versicherungsprozess tragen mithin die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu
Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachver
halt Rechte ableiten
wollte
(BGE 115 V 133 E. 8a
). Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des
Untersuchungs
grundsatzes
aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrschein
lichkeit für sich hat, der Wirklich
keit zu entsprechen (BGE 117 V 261 E. 3b
).
Der laut
Art.
141
Abs.
3 AHVV erforderliche volle Beweis ist nach den üblichen Beweisführungs- und Beweislastgrundsätzen der im Sozialversicherungsrecht geltenden Untersuchungsmaxime zu leisten. Dabei kommt allerdings der
Mit
wirkungspflicht
des Betroffenen erhöhtes Gewicht zu, indem er von sich aus alles ihm Zumutbare zu unternehmen hat, um die Verwaltung oder den Richter in der Beschaffung des Beweismaterial
s zu unterstützen (BGE 117 V 26
1
E.
3d
).
1.7
Der Beschwerdeführer ist portugiesischer Staatsangehöriger (
Urk.
10/5 S. 1), weshalb grundsätzlich auch das Abkommen vom 2
1.
Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Gemein
schaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit (FZA) sowie aufgrund des Verweises in
Art.
8 dessen Anhang II („Koordinierung der Sys
teme der sozialen Sicherheit“) und die gemäss dieser Bestimmung anwendbare Verordnung (EG) Nr. 883/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 2
9.
April 2004 zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit sowie die dazugehörige Ausführungsverordnung (EG) Nr. 987/2009 vom 1
6.
September 2009 (für die Schweiz beide seit
1.
April 2012 in Kraft) zu beachten sind. Gestützt auf
Art.
46
Abs.
1 in Verbindung mit
Art.
52
Abs.
1 Bst. a und
Abs.
4 Bst. i der VO 883/2004 sowie in Verbindung mit Anhang VIII Teil 1 werden jedoch die Renten der Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung auto
nom berechnet, das heisst allein nach den schweizerischen Rechtsvorschriften. Eine Anrechnung allfälliger, in Portugal oder anderen EU-Mitgliedstaaten zurückgelegten Beitragszeiten für die Rentenberechnung, bei feststehendem Anspruch nach innerstaatlichem Recht (Erfüllung der Mindestbeitragszeit), ist ausgeschlossen.
2.
2.1
Die
Zusprache
einer ganzen Rente mit Wirkung ab
1.
Oktober 2011 ist
vorlie
gend
unum
stritten. Streitig und zu prüfen ist ein
zig die der Rentenberechnung zugrunde
gelegte Anzahl
der
Beitragsjahre
bzw. welche Beitragszeiten in den Kalenderjahren 1987 bis 1989
zu berücksichtigen sind.
Der Beschwerdeführer besitzt seit Januar 2000 die Niederlassungsbewilligung (
Urk.
10/6) und hat seither Wohnsitz in der Schweiz (vgl. auch
Urk.
10/5 S. 3). Vormals war er jeweils infolge saisonaler Anstellungen als Erwerbstätiger versi
chert und beitragspflichtig gewesen. Demzufolge sind in den genannten Kalen
derjahren 1987 bis 1989 die Beitragszeiten anhand der Erwerbszeiten zu bestimmen (vgl. E. 1.3 und E. 1.4).
2.2
Die Beschwerdegegnerin ging im Rahmen der
Rentenzusprache
vom
8.
bzw. 24.
Dezember 2014
(
Urk.
21/1-3, vgl. auch
Urk.
20
)
gestützt auf die Angaben im
neueren
Auszug aus dem individuellen Konto (IK-Auszug)
des Beschwerde
führers
von einer
Beitragsdauer
von 17 Jahren
und 9 Monaten
aus
, was
bei 27 Beitragsjahren des Jahrgangs 1963
des Beschwerdeführers
eine Beitragsdauer von
62,96
%
(17 : 27)
erg
ab
und zur
Anwendung
der Rentenskala 28
führt
e
(
vgl.
Art.
52
Abs.
1 AHVV).
Was die Kalenderjahre 1987 bis 1989 betrifft, geht aus dem in der Stellung
nahme der Ausgleichskasse SBV vom 1
8.
März 2015 enthaltenen IK-Auszug
hervor, dass
der
Beschwerdeführer
damals bei der
Y._
ange
stellt war und ein beitragspflichtiges Einkommen erzi
elte, und zwar in folgen
den Monaten
(
Urk.
20 S. 2
;
vgl.
in Klammern
die Angaben
gemäss
den
damali
gen
AHV-Abrechnung
en
der Arbeitgeberin zu Händen der AK SBV
,
Urk.
20 S.
6-8
)
:
0
6.
bis 11.
1987
(11.0
6.
bis 19.11.1987)
= 6 Monate
0
5.
bis 10.
1988
(
02.0
5.
bis 31.10.1988)
= 6 Monate
0
5.
bis 10.
1989 (
09.0
5.
bis 31.10.1989)
= 6 Monate
Für diese drei Kalenderj
ahre
resultieren
gemäss
IK-Auszug daher
18
Beitragsmonate
.
2.
3
Der
vom Beschwerdeführer eingereichten Anstellungsbestätigung der
Y._
vom
1
7.
Oktober 2012
ist
demgegenüber
zu entnehmen
, dass sein
damalige
r
Arbeitsvertrag
als Bauarbeiter (Saisonnier)
in der Abteilung
Sportbeläge
in den Kalenderjahren 1987 bis 1989 wie folgt befristet gewesen sei (
Urk.
3/6):
11.0
5.
bis
19
.11.19
87
= 7 Monate
02.0
5.
bis 03.11.1988
= 7 Monate
09.0
5.
bis 07.11.1989
= 7 Monate
Gemäss
dieser
Anstellungsbestätigung war der Beschwerdeführer
in den drei Kalenderjahren 1987 bis 1989 somit während insgesamt 21 Beitragsmonaten
bei der
Y._
angestellt.
Wenn man diese drei zusätzlichen Monate zur Beitragszeit von 17 Jahren und 9 Monaten
gemäss
IK-Auszug hin
zurechnen könnte
,
käme man auf 18 Beitragsjahre, was
bei 27
Beitragsjahren des Jahrgangs 1963 des Beschwerdeführe
rs eine Beitragsdauer von 66,67
%
(18 : 27)
ergäbe. Dies würde zur
Anwendung
der Rentenskala 30 führen
(vgl.
Art.
52
Abs.
1 AHVV).
3.
3.1
Ausweislich der Akten hat der Beschwerdeführer vor Eintritt des Versicherungs
falles im Oktober 2011
keine
Berichtigung
der Eintragungen in seinem indivi
duellen Konto
verlangt
, sondern einen entsprechenden
(
sinngemässen
)
Antrag
erst im Rahmen der vorliegenden Beschwerdeerhebung vom
6.
Oktober 2014
(
Urk.
1)
gestellt.
Eine allfällige
Berichtigung
der
Eintragung
en
in seinem
indivi
duellen Konto
kann
daher
nur dann vorgenommen werden,
soweit
deren Unrichtigkeit offenkundig ist oder dafür der volle Beweis erbracht wird
(vgl.
E.
1.3
).
3.2
Wie unter E. 2.2-3 dargelegt, weichen die Angaben zur
Vertragsdauer
des Beschwerdeführers
in den Kalenderjahren 1987 bis 1989
in der
Anstellungsbe
stätigung der
Y._
vom
1
7.
Oktober 2012
von der
Beitrags
dauer
gemäss
IK-Aus
zug ab, währenddessen die betreffenden Angaben für die Kalenderjahre 1986 und 1990 bis 199
3
im Übrigen übereinstimmen (vgl.
Urk.
3/6,
Urk.
10/65 und
Urk.
20 S. 2
und S. 5
).
Hierzu ist festzuhalten, dass die damaligen echtzeitlichen Angaben der Arbeitgeberin über die effektive Beschäftigungs- und Lohnzahlungsdauer, wie sie auch Eingang in die IK des Beschwerdeführers fanden, höheres Gewicht beizumessen ist, als den Angaben über die „Vertragsdauer“ aus dem Jahre 2012, zumal die (allenfalls vorgängig) vereinbarte Vertragsdauer auch nicht der effektiven Beschäftigungsdauer ent
sprechen musste.
Es
sind
auch keine Lohnabrechnungen,
Lohnausweise
oder anderweitige Unterlagen
der
Y._
aktenkundig, welche diesbe
züglich Klarheit schaffen könnten.
3.3
Von einer offenkundigen
Unrichtigkeit der Eintragungen im
individuellen Konto
des Beschwerdeführers
o
der eine
m vollen Beweis
für der
en
Unrichtigkeit
ka
nn
vorliegend
somit
zwar
nicht gesprochen werden. Andererseits
kann
auf
grund der
Anstellungsbestätigung
der
Y._
vom 17.
Oktober 2012
mit den
darin enthaltenen exakten Angaben zur
Vertragsdauer
des Beschwerdeführers
aber
doch
nicht gänzlich ausgeschlossen werden,
dass
d
ie Eintragungen im
IK-Auszug
unrichtig
bzw. unvollständig sein könnten
,
weil die damaligen Lohnabrechnungen der Arbeitgeberin einen f
alschen Beginn (1987
: Juni statt Mai) bz
w. ein falsches Ende (1988/89:
31. Oktober statt
3.
bzw.
7.
November) der Erwerbstätigkeit enthielten
. Unter diesen Umständen sind weitere Abklärungen
angezeigt, zumal angesichts der Tatsache, dass die
Y._
im Oktober 2012 eine detaillierte Anstellungsbestätigung erstellen konnte, kein Grund zur Annahme besteht, dass die fraglichen
Lohn
unterlagen
nicht mehr erhältlich gemacht werden können. Solches wurde denn auch von keiner Seite geltend gemacht. Sollten indes keine echtzeitlichen Lohnbescheinigungen über die effektive Dauer der Beschäftigung in den Jahre 1987, 1988 und 1989 mehr vorhanden sein, muss es bei der im IK eingetrage
nen Beitragsdauer, welche sich auf die damalige Lohnabrechnung der
Y._
stützt, sein Bewenden haben.
Die Verfügungen
vom
8.
und 2
4.
Dezember 2014
(
Urk.
21/1-3)
sind daher aufzu
heben
,
und die Sache
ist
an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie die Lohnunterlagen der
Y._
des fraglichen Zeit
raums 1987 bis 1989 einhole
,
gege
benenfalls eine Berichtigung der Eintragun
gen im
individuellen Konto
veranlasse
sowie die Rente neu berechne
und
danach
erneut über die dem Beschwerdeführer zustehende Invalidenrente ver
füge.
In diesem Sinne ist die Beschwerde
gutzuheissen
.
4.
4.1
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69
Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 600.-- anzusetzen.
Ausgangsgemäss
sind sie der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
4.2
Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal
tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb der
anwaltlich
vertretene Beschwerdeführer Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat. Diese ist gestützt auf Art. 61
lit
. g
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
in Verbindung mit § 34 Abs. 1 und 3
des Gesetzes über das
Sozialversicherungs
gericht
unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwie
rigkeit des Prozesses auf Fr.
900.--
(inklusive Barauslagen und
MWSt
) festzu
setzen.