Decision ID: 4f2e841b-a085-5068-93db-257d24ad383f
Year: 2008
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
R._
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Felix Schmid, Oberer Graben 42, 9000 St. Gallen,
gegen
Zürich Versicherungs-Gesellschaft, Generaldirektion Schweiz, Postfach, 8085 Zürich,
Beschwerdegegnerin,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Eugen Mätzler, Poststrasse 23, 9001 St. Gallen,
betreffend
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Taggeldleistungen
Sachverhalt:
A.
A.a Der 1950 geborene R._ war im technischen Dienst der A._ tätig und bei der
Zürich Versicherungs-Gesellschaft obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und
Nichtberufsunfällen versichert, als er am 25. Oktober 2003 mit seinem Roller auf
Glatteis ausrutschte und sich eine proximale intraartikuläre Tibiafraktur rechts mit
Unterschenkelkompartiment und multiple Riss-Quetsch-Wunden am Ober- und
Unterschenkel rechts zuzog, die im Kantonsspital St. Gallen operativ versorgt wurden
(UV act. ZM 1 bis 7). Am 6. Dezember 2003 wurde er aus dem Spital entlassen (UV act.
ZM 10). Vom 8. Dezember 2003 bis 10. Januar 2004 hielt sich der Versicherte zur sta
tionären Rehabilitation in der Klinik Valens auf (UV act. ZM 14). Es bestand bis 7. März
2004 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit. Ab 8. März bis 13. April 2004 konnte er seine
Arbeit wieder zu 50% ausführen. Wegen einer am 14. April 2004 erlittenen
Kniegelenksdistorsion attestierte Hausarzt Dr. med. B._, vom 14. bis 18. April 2004
wieder eine volle Arbeitsunfähigkeit. Danach war der Versicherte wieder zu 50%
arbeitsfähig (UV act. ZM 17). Gemäss Bericht des Kantonsspitals St. Gallen vom 26.
Juli 2004 bestand ein protrahierter Heilungsverlauf bei Wundheilungsstörung und
erneutem Distorsionstrauma. Ab 7. Juni 2004 wurde eine Arbeitsunfähigkeit von 25%
bestätigt (UV act. ZM 20). Nach verschiedenen Untersuchungen am 8. und 28. Juli
2004 sowie am 16. September 2004 und am 2. Februar 2005 berichtete Dr. med.
C._, Orthopädie am Rosenberg, am 10. Februar 2005, in den letzten sechs Monaten
sei es weder klinisch bezüglich der Beschwerden noch radiologisch bezüglich des
Durchbaus der Fraktur zu einer Besserung gekommen. Die Fraktur sei immer noch
nicht durchbaut, was auch die starken Beschwerden verursache. Mit einer
nochmaligen Operation müsse daher gerechnet werden. Der Versicherte sei auch
während des viermonatigen Aufenthalts in Afrika von Oktober 2004 bis Januar 2005
50% arbeitsfähig gewesen (UV act. ZM 24). Nachdem sich anhand eines
Computertomogramms gezeigt hatte, dass sich im Frakturbereich eine atrophe
Pseudarthrose gebildet hatte, wurde während des stationären Aufenthalts in der Klinik
am Rosenberg vom 3. bis 12. März 2005 eine Osteosynthese und eine
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Spongiosaplastik vom Becken rechts durchgeführt. Ab 1. Juni 2005 konnte der
Versicherte seine Tätigkeit wieder mit einem Pensum von 50% aufnehmen. Die
Schmerzen hatten gemäss Bericht von Dr. C._ vom 4. Juli 2005 deutlich
nachgelassen und der Durchbau der Fraktur sei im Gang (UV act. ZM 34). Am 15. Juli
2005 erklärte Dr. C._, der Versicherte verspüre mit und ohne Belastung noch
gelegentlich Schmerzen im rechten Unterschenkel. Etwa in einem Jahr sei die
Metallentfernung vorgesehen. Weitere Therapien seien nicht notwendig. Die
Arbeitsfähigkeit betrage zurzeit 50%. Sie habe bisher wegen der
belastungsunabhängigen Schmerzen nicht erhöht werden können. Im Verlauf der
nächsten Monate sei aber eine Erhöhung auf 100% zu erwarten. Sollte dies bis Ende
2005 nicht erreicht werden, müsste über eine angepasste Tätigkeit diskutiert werden
(UV act. ZM 35). Weil die Zürich ab August 2005 keine ärztliche Bestätigung der
Arbeitsunfähigkeit hatte, richtete sie ab 1. August 2005 kein Taggeld mehr aus. Sie
hatte erfahren, dass sich der Versicherte in Afrika aufhalte (UV act. 62).
A.b Am 31. Mai 2006 meldete sich der Versicherte bei der Zürich zurück und gab an,
die Behandlung bei Dr. C._ wieder aufgenommen zu haben. Er sei weiterhin 50%
arbeitsunfähig (UV act. 63). Dr. C._ berichtete am 7. Juni 2006, der Versicherte habe
sich am 31. Mai 2006 wieder bei ihm in der Sprechstunde gemeldet. Es habe
Schmerzen im rechten Unterschenkel und hinke. Die Narben seien reizlos. Da die
Pseudarthrose nun vollständig durchbaut sei, könne die Metallentfernung stattfinden.
Momentan bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 50% als Hauswart. Nach der Operation
sei eine vollständige Arbeitsunfähigkeit während ungefähr vier Wochen zu erwarten (UV
act. ZM 36; vgl. auch Bericht Dr. C._ vom 8. Juni 2006, UV act. ZM 37). Am 30. Juni
2006 führte Dr. C._ die Metallentfernung durch. Der Versicherte war deswegen bis
14. August 2006 voll arbeitsunfähig. Anschliessend konnte er die Arbeitsfähigkeit
schrittweise erhöhen. Ab 1. Oktober 2006 bestand gemäss Bericht von Dr. C._ vom
27. September 2006 eine Arbeitsfähigkeit von 100%. Dr. C._ teilte sodann mit, der
Versicherte nehme ab Oktober 2006 unbezahlten Urlaub und fahre für mehrere Monate
nach Afrika (UV act. ZM 43).
B.
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Mit Verfügung vom 25. Oktober 2006 lehnte die Zürich eine Leistungspflicht für den
Zeitraum zwischen August 2005 und Mai 2006 ab. Der Versicherte habe vom 13.
August 2005 bis 18. Mai 2006 beim Arbeitgeber unbezahlten Urlaub bezogen und sei
für eine private Hilfsorganisation in Afrika karitativ tätig gewesen. Zwischen Juni 2005
und Juni 2006 habe er in der Schweiz nicht in ärztlicher Behandlung gestanden. Dr.
C._ habe rückwirkend eine Arbeitsunfähigkeit von 50% für schwere Arbeiten
attestiert. Konkrete Angaben zu dieser Einschätzung würden indessen fehlen, sie sei
daher nicht nachvollziehbar. Für leichte Tätigkeiten habe Dr. C._ rückwirkend eine
100%ige Arbeitsfähigkeit bestätigt. Der Versicherte habe während seines karitativen
Aufenthalts in Afrika keine Verdiensteinbusse erlitten. Es sei ihr nicht möglich, für die
Zeit in Afrika Taggelder zu erbringen. Die dagegen erhobene Einsprache vom 9.
November 2006 hiess die Zürich mit Entscheid vom 21. Dezember 2006 teilweise gut
und sprach dem Versicherten Taggelder für die Zeiten vom 1. bis 12. August 2005 und
vom 19. bis 31. Mai 2006 zu. Für die dazwischen liegende Zeit (Auslandaufenthalt) hielt
sie an der Ablehnung der Leistungspflicht fest.
C.
Mit Beschwerde vom 27. März 2007 beantragte Rechtsanwalt Dr. iur. Felix Schmid,
St. Gallen, für den Versicherten Aufhebung des Einspracheentscheids und Ausrichtung
der Taggeldleistungen für die Zeit vom 13. August 2005 bis 18. Mai 2006. Dr. C._
habe im Gutachten vom 10. Februar 2005 (UV act. ZM 24) bezüglich der
angestammten Tätigkeit des Beschwerdeführers im technischen Dienst eine
durchgehende Arbeitsfähigkeit von 50% attestiert und erwähnt, es könne nur durch
eine erneute Operation mit Osteosynthese eine Verbesserung erwartet werden. Vor der
Begutachtung durch Dr. C._ habe sich der Beschwerdeführer bereits einmal während
vier Monaten in Afrika aufgehalten. Dr. C._ habe dazu ausgeführt, es habe gehofft
werden können, dass dank der flexibleren Arbeitsbelastung in Afrika eine
Beschwerdereduktion eintrete, wozu es aber nicht gekommen sei. Der
Beschwerdeführer sei auch während jenes Aufenthalts in Afrika 50% arbeitsfähig
gewesen. Im März 2005 sei dann eine erneute Operation durchgeführt worden. Danach
habe wieder eine 50%ige Arbeitsfähigkeit im angestammten Beruf bestanden. Im
Bericht vom 15. Juli 2005 habe Dr. C._ für die nächsten Monate die Wiederaufnahme
der Tätigkeit in vollem Umfang in Aussicht gestellt. Am 31. Mai 2006 sei Dr. C._ bis
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zur operativen Metallentfernung von einer Arbeitsfähigkeit von 50% ausgegangen. Seit
1. Oktober 2006 bestehe nun wieder eine Arbeitsfähigkeit von 100%. Dr. C._ habe
hinsichtlich des Aufenthalts des Beschwerdeführers in Afrika bis Mai 2006 festgehalten,
dass es deswegen nicht zu einer Verzögerung der Heilung gekommen sei. Da er das
Bein dort besser habe schonen können, habe sich der Aufenthalt sogar positiv auf den
Heilungsprozess ausgewirkt. Angesichts der Umstände sei dem Beschwerdeführer das
Ausweichen auf eine leichtere Arbeit gemäss übereinstimmender Ansicht nicht
zumutbar gewesen. Die Arbeitsfähigkeit sei daher anhand seiner bisherigen Tätigkeit zu
bemessen. Bei der von der Beschwerdegegnerin hinsichtlich des Kriteriums einer
kausalen Verdiensteinbusse zitierten Rechtsprechung handle es sich um die
Beurteilung eines Einzelfalls, die vorliegend nicht anwendbar sei, weil hier keine
Kündigung, keine Auszeit oder gar vorzeitige Pensionierung vorgesehen gewesen sei.
Der Beschwerdeführer sei ununterbrochen als technischer Mitarbeiter bei der gleichen
Arbeitgeberin angestellt gewesen. Da der Aufenthalt Ende 2004/Anfang 2005 in Afrika
der Heilung förderlich gewesen sei, sei der Taggeldanspruch für jene Zeit nie in Frage
gestellt worden. Auch vor und nach dem Aufenthalt vom Sommer 2005 bis Mitte 2006
habe Dr. C._ eine Arbeitsfähigkeit von 50% attestiert. Der Beschwerdeführer sei
davon ausgegangen, dass ihm die Taggelder auch während des zweiten karitativen
Einsatzes in Afrika ausgerichtet würden. Er habe während dieser Zeit lediglich eine
berufliche Auszeit genommen und dabei einzig darauf verzichtet, die verbliebene
Arbeitsfähigkeit von 50% zu verwerten. Die Arbeitsunfähigkeit von 50% sei Folge des
Unfalls und nicht des Afrika-Aufenthalts. Es sei ihm innerhalb dieser Arbeitsunfähigkeit
nicht möglich oder zumutbar gewesen, seine Arbeitskraft in der angestammten oder
einer angepassten Tätigkeit zu verwerten. Im Afrika-Aufenthalt liege weder ein Status
quo sine, noch ein Status quo ante. Es bestehe auch keine unfallfremde Ursache,
welche den Taggeldanspruch gegenüber der Beschwerdegegnerin entfallen lasse. Der
Taggeldanspruch sei nach richtiger Auslegung des Kreisschreibens Nr. 20 des
Bundesamtes für Gesundheit vom 15. Februar 2006 grundsätzlich unabhängig vom
Erwerbsausfall während der Zeitspanne der Arbeitsunfähigkeit zu berechnen.
D.
In der Beschwerdeantwort vom 14. Mai 2007 beantragt Rechtsanwalt Dr. Eugen
Mätzler, St. Gallen, für die Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde. Aus dem
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als BGE 130 V 35 veröffentlichten höchstrichterlichen Entscheid gehe klar hervor, dass
der Anspruch auf Taggeldleistungen einen Verdienstausfall voraussetze. Mit dem
Taggeld seien die wirtschaftlichen Folgen eines Schadenfalls zu decken. Ohne
wirtschaftlichen Schaden würde die Ausrichtung von Taggeldern zu einem
Versicherungsgewinn führen, was mit dem sozialversicherungsrechtlichen
Überentschädigungsverbot nicht vereinbar sei. Der Beschwerdeführer mache zu Recht
nicht geltend, dass er den unbezahlten Urlaub für die karitative Tätigkeit in Afrika als
Folge des Unfalls bezogen habe oder ohne den Unfall keinen unbezahlten Urlaub
genommen hätte. Der Verdienstausfall während dieses Aufenthalts sei somit nicht
unfallbedingt. Daraus, dass der Beschwerdeführer bereits ab Ende 2004 einen
viermonatigen Aufenthalt in Afrika verbracht habe, könne er nichts zu seinen Gunsten
ableiten. Die Beschwerdegegnerin behalte sich in diesem Zusammenhang die Prüfung
einer Rückforderung vor. Bei den aus BGE 130 V 35 zitierten Erwägungen gehe es
nicht um eine Bemessungsregel, sondern um eine Anspruchsvoraussetzung. Das
höchste Versicherungsgericht habe darin nämlich nicht das Prinzip der abstrakten
Berechnung des Taggeldes abgeschafft, sondern äussere sich zur
Anspruchsvoraussetzung der Verdiensteinbusse.
E.
Der Beschwerdeführer hält replicando an seinen Begehren fest. Vorwegzunehmen sei,
dass sich die vom Bundesgericht in BGE 130 V 35 angesprochene Verdiensteinbusse
auf den Zeitpunkt der Anspruchserhebung beziehe. Das Entstehen eines
Taggeldanspruchs werde in diesem Urteil bei einem Versicherten verneint, der im
Zeitpunkt des Eintretens des versicherten Ereignisses bereits pensioniert gewesen sei
und somit keinen Vermögensschaden bzw. keine Verdiensteinbusse erlitten habe. Dies
sei vorliegend anders. Der einmal entstandene Anspruch erlösche gemäss Art. 16 Abs.
2 UVG erst mit dem Wiedererlangen der vollen Arbeitsfähigkeit, dem Beginn einer
Rente oder dem Tod des Versicherten. Eine andere anspruchsaufhebende Tatsache als
die ab 1. Oktober 2006 wieder erlangte volle Arbeitsfähigkeit sei von der
Beschwerdegegnerin nicht geltend gemacht worden. Eine Verletzung der
Schadenminderungspflicht könne dem Beschwerdeführer nicht vorgeworfen werden.
Die Beweislast einer den Anspruch aufhebenden Tatsache habe übrigens die
Beschwerdegegnerin zu tragen. Der Beschwerdeführer sei im Gegensatz zum
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Sachverhalt in BGE 130 V 35 im Unfallzeitpunkt erwerbstätig gewesen und sei es auch
heute noch. Die ärztlich festgestellte Arbeitsunfähigkeit von 50% im bisherigen Bereich
sei deshalb hinreichend anspruchsbegründend. Wegen des Unfalls sei der
Beschwerdeführer vom 13. August 2005 bis 18. Mai 2006 nicht in der Lage gewesen,
einer Vollzeittätigkeit zu 100% nachzugehen und zwar unabhängig, was er während der
fraglichen Zeit effektiv getan oder nicht getan habe. Er sei deshalb während dieser Zeit
als arbeitsunfähig zu betrachten. Es sei ihm als Folge des Unfalls ein Verdienstausfall
von 50% erwachsen. Der Beschwerdeführer habe seine Arbeitstätigkeit weder
dauerhaft reduziert noch aufgegeben. Aus den Ausführungen von Dr. C._ gehe
sodann hervor, dass der Aufenthalt in Afrika dem Heilungsverlauf zuträglich gewesen
sei. Zudem habe bereits der Afrika-Aufenthalt im Jahr 2004 zu einer Besserung des
Gesundheitszustandes geführt. Es sei daher davon auszugehen, dass der
Beschwerdeführer den Aufenthalt von August 2005 bis Mai 2006 deshalb durchführte,
weil er durch die Unfallfolgen in seiner angestammten Tätigkeit derart behindert
gewesen sei, dass eine Vollzeittätigkeit ausgeschlossen gewesen sei. Die Zusprechung
der geschuldeten Taggelder hätte für den Beschwerdeführer keinen
Versicherungsgewinn zur Folge. Er habe während der fraglichen Zeit keine Leistungen
von andern Sozialversicherungen bezogen. Die Einstellung der Taggeldleistungen ab
August 2005 sei nicht aufgrund des unbezahlten Urlaubs, sondern wegen der
fehlenden Arztzeugnisse erfolgt. Der Beschwerdeführer sei in guten Treuen davon
ausgegangen, dass er auch während des unbezahlten Urlaubs Anspruch auf das
Taggeld habe. Aufgrund des Verhaltens der Beschwerdegegnerin habe er davon
ausgehen dürfen, dass er auch bei einem zweiten Aufenthalt in Afrika Unfalltaggelder
erhalte. Die Leistungseinstellung stelle demnach ein Handeln wider Treu und Glauben
dar.
F.
Die Beschwerdegegnerin hält in der Duplik vom 20. Juli 2007 am Antrag auf Abweisung
der Beschwerde fest. Sie bringt unter anderem vor, aus der Vorgeschichte ergebe sich,
dass von einem unfallbedingten Aufenthalt in Afrika keine Rede sein könne. Sodann sei
der Beschwerdeführer bereits vor dem Aufenthalt von Ende 2004 darauf aufmerksam
gemacht worden, dass weitere Leistungen im Hinblick auf den Auslandaufenthalt
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fraglich seien. Eine Zusicherung, für den nun fraglichen Aufenthalt
Versicherungsleistungen zu erbringen, sei den Akten nicht zu entnehmen.

Erwägungen:
1.
Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer während des vom 13. August 2005
bis 18. Mai 2006 dauernden Aufenthalts in Afrika Anspruch auf Taggelder der
Beschwerdegegnerin für seine teilweise Arbeitsunfähigkeit im angestammten Beruf hat.
Nicht strittig ist, dass die Beschwerdegegnerin grundsätzlich für die Folgen des Unfalls
vom 25. Oktober 2003 Leistungen - insbesondere Taggelder - zu erbringen hat. Die
Kausalitätsfrage stellt sich vorliegend somit in Bezug auf den Zusammenhang von
Unfallereignis und Körperschaden nicht. Sodann steht fest, dass der Beschwerdeführer
während der Dauer des Ausland-Aufenthalts keine anderen
Sozialversicherungsleistungen bezog und für seine karitative Tätigkeit keinen Lohn
erhielt. Eine Überentschädigung träte folglich auch dann nicht ein, wenn dem
Beschwerdeführer das Taggeld für den geltend gemachten Zeitraum ausgerichtet
würde. Aufgrund der Arztberichte von Dr. C._ vom 10. Februar 2005 (UV act. ZM 24)
und vom 8. Juni 2006 (UV act. ZM 37) ist sodann davon auszugehen, dass es sich bei
der in Afrika unentgeltlich ausgeübten Tätigkeit um eine zumutbare Beschäftigung
handelte. Der Beschwerdeführer hatte gegenüber Dr. C._ berichtet, er könne sich die
Arbeit dort flexibler einteilen als bei der Arbeit im technischen Dienst. Wegen der weit
besseren Möglichkeit, das Bein zu schonen, äusserte auch Dr. C._ bezüglich des
ersten, von Oktober 2004 bis Januar 2005 dauernden Aufenthalts die Erwartung, dass
eine Besserung der Beschwerden eintreten könnte, und er geht auch wegen des
neuerlichen und vorliegend fraglichen Aufenthalts in Afrika und der dabei ausgeübten
Tätigkeit von keiner Verschlechterung der Unfallfolgen aus. Streitig und zu prüfen ist,
unter welchen Voraussetzungen eine versicherte Person Anspruch auf Taggelder der
Unfallversicherung hat, wenn sie sich für mehrere Monate im Ausland aufhält und dort
einer nicht erwerblichen, hinsichtlich der Unfallfolgen aber zumutbaren Beschäftigung
nachgeht. In diesem Zusammenhang stellt sich die entscheidende Frage, ob für den
Anspruch auf Taggelder neben der ärztlich attestierten Arbeitsunfähigkeit auch die
Voraussetzung eines unfallbedingten Verdienstausfalls erfüllt sein muss, wie dies die
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Beschwerdegegnerin geltend macht oder ob es, wie dies der Beschwerdeführer
vorbringt, bei einmal attestierter Arbeitsunfähigkeit bis zur Wiedererlangung der vollen
Arbeitsfähigkeit beim Anspruch auf das darauf entfallende Taggeld bleibt, ungeachtet
wie der Versicherte die verbleibende Arbeitsfähigkeit nutzt.
2.
2.1 Gemäss Art. 16 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (SR 832.20, UVG)
hat eine versicherte Person, die infolge eines Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig
ist, Anspruch auf ein Taggeld. Der Anspruch auf Taggeld entsteht am dritten Tag nach
dem Unfalltag. Er erlischt mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit, mit dem
Beginn einer Rente oder mit dem Tod des Versicherten (Art. 16 Abs. 2 UVG). Art. 6 des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (SR 830.1,
ATSG) definiert Arbeitsunfähigkeit als die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen
oder geistigen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen
Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1); bei langer Dauer wird
auch die zumutbare Tätigkeit in einem andern Beruf oder Aufgabenbereich
berücksichtigt (Satz 2). Die Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit gründet auf Tatsachen
bezüglich des durch den Unfall bedingten Gesundheitszustandes und des funktionellen
Leistungsvermögens, welche Gegenstand der Beweiserhebung sind. Dabei sind die
erhobenen Beweismittel, insbesondere die eingeholten medizinischen Gutachten, frei,
das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln und ohne Bindung an die
Auffassung der Parteien zu prüfen (Art. 61 lit. c ATSG; BGE 125 V 352 Erw. 3a, 122 V
160 Erw. 1c mit Hinweisen. Im Sozialversicherungsrecht gilt der Beweisgrad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit. Dies bedeutet, ein Sachverhalt gilt dann als
überwiegend wahrscheinlich, wenn für seine Existenz auf Grund der verfügbaren
Anhaltspunkte eindeutig mehr spricht als für die Verwirklichung abweichender
Tatsachen. Das Gericht folgt somit jener Sachverhaltsdarstellung, welche es, vor dem
Hindergrund der gesamten Aktenlage betrachtet, von allen möglichen
Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar
Art. 43 Rz 23 mit Hinweisen).
2.2 Der Grad der Arbeitsunfähigkeit wird solange unter Berücksichtigung der bisherigen
Tätigkeit festgesetzt, als von der versicherten Person vernünftigerweise nicht verlangt
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werden kann, dass sie ihre restliche Arbeitsfähigkeit anderweitig einsetzt. Bei lang
dauernder Arbeitsunfähigkeit im angestammten Beruf - oder sobald klar wird, dass die
Wiederaufnahme der bisher ausgeübten Tätigkeit nicht mehr in Frage kommt - sind
nach Ablauf einer gewissen Anpassungszeit auch zumutbare Tätigkeiten in einem
andern Beruf zu berücksichtigen (BGE 130 V 345 Erw. 3.1, 115 V 133 Erw. 2; Urteil des
Bundesgerichts vom 23. Oktober 2003, I 392/02 Erw. 4.2.2; Ulrich Meyer-Blaser, Der
Rechtsbegriff der Arbeitsunfähigkeit und seine Bedeutung in der Sozialversicherung, in:
Schmerz und Arbeitsunfähigkeit, St. Gallen 2003 S. 33 und S. 38 ff.).
2.3 Die Arbeitsunfähigkeit muss gemäss Art. 6 ATSG - wie erwähnt - durch eine
Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit bedingt sein. Um vom
Unfallversicherer Leistungen beanspruchen zu können, muss die Beeinträchtigung
zudem unfallbedingt sein. Es wird eine kausale Beziehung zwischen der durch den
Unfall beeinträchtigen Gesundheit und der Unfähigkeit, zumutbare Arbeit zu leisten,
hergestellt. Dieses kausale Erfordernis bezweckt, die Sozialversicherungsträger vor
Leistungen für Arbeitsaussetzungen zu bewahren, die ihren Grund nicht im
beeinträchtigten Gesundheitszustand der versicherten Person finden, sondern in einer
davon zu unterscheidenden inneren Motivation oder äusseren Umständen. Schliessen
solche Gründe die Ausübung einer Arbeitsleistung für sich allein genommen aus,
unterbrechen sie den gesetzlich geforderten Zusammenhang zwischen einer allfällig
bestehenden gesundheitlichen Beeinträchtigung und der Arbeitsaussetzung; denn
diesfalls ist die Beschäftigungslosigkeit nicht durch den Gesundheitsschaden, sondern
durch andere Gründe verursacht. Handelt es sich dagegen nur um mitwirkende
Gründe, bleibt der Kausalzusammenhang zwischen gesundheitlicher Schädigung und
fehlender Arbeitsausübung erhalten (Meyer-Blaser, a.a.O., S. 42).
3.
Die Beschwerdegegnerin hat einen Anspruch des Beschwerdeführers auf
Taggeldleistungen während des neunmonatigen Aufenthalts in Afrika verneint, weil er
während dieser Zeit in der Schweiz nicht in ärztlicher Behandlung gestanden habe.
Zudem habe Dr. C._ ihn für leichte körperliche Arbeit rückwirkend als voll arbeitsfähig
bezeichnet. Im Wesentlichen begründet sie aber die Leistungsablehnung damit, dass
der Auslandaufenthalt im Rahmen eines unbezahlten Urlaubs stattgefunden und der
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Beschwerdeführer somit keinen Verdienstausfall erlitten habe. Dem hält der
Beschwerdeführer im Wesentlichen entgegen, Dr. C._ habe ihn vor und nach dem
Aufenthalt im angestammten Beruf als nur 50% arbeitsfähig gehalten. Da es ihm nicht
zumutbar gewesen sei, eine andere körperlich leichtere Erwerbstätigkeit aufzunehmen,
habe er weiterhin Anspruch auf ein Taggeld bei einer Arbeitsunfähigkeit von 50%. Das
Vorliegen eines Verdienstausfalls sei nicht Bedingung für den Anspruch auf Taggelder.
4.
4.1 Im von beiden Parteien zitierten und mit unterschiedlichen Schlussfolgerungen
interpretierten BGE 130 V 35 hat das höchste Versicherungsgericht im Wesentlichen
ausgeführt, der Taggeldanspruch setze eine durch das versicherte Ereignis verursachte
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit mit entsprechender Verdiensteinbusse voraus.
Versicherte, die zwar (medizinisch-theoretisch) in der Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt
seien, jedoch keine Verdiensteinbusse erlitten, seien nicht anspruchsberechtigt. Im
Urteil wird zusätzlich darauf hingewiesen, dass die Bemessungsregeln in Art. 17 Abs. 1
UVG und Art. 22 Abs. 3 UVV erst zur Anwendung gelangen, wenn die
Anspruchsvoraussetzungen für das Taggeld im Sinn von Art. 16 Abs. 1 UVG erfüllt
sind. Daraus schloss das Gericht, dass der Leistungsansprecher, der während der
Nachdeckungsfrist einen Unfall mit nachfolgender Arbeitsunfähigkeit erlitten hatte,
wegen der vorzeitigen Pensionierung keine Verdiensteinbusse erleide und somit keinen
Anspruch auf Taggelder habe.
4.2 Dieses Urteil ist von Ueli Kieser in einer in der Zeitschrift AJP 2004 S. 189
veröffentlichten Stellungnahme kritisiert worden. Er führt unter anderem aus, für die
Bestimmung der Taggeldleistungen müsse gemäss Art. 15 Abs. 1 UVG auf den vor
dem Unfall erzielten Verdienst abgestellt werden. Der versicherte Verdienst ändere sich
nicht, wenn die versicherte Person nach dem Unfallereignis die versicherte Tätigkeit
aufgebe oder verliere. Denn das Inkrafttreten des Unfallversicherungsgesetzes habe
den Wechsel von der konkreten zur abstrakten Berechnungsmethode mit sich
gebracht; deshalb wirke sich ein allfälliger Lohnrückgang während der unfallbedingten
Arbeitsunfähigkeit im Unterschied zum KUVG nicht zum Nachteil des Versicherten aus.
Im Gegenzug würden auch hypothetische Lohnerhöhungen oder das Hinzutreten neuer
Erwerbsverhältnisse bei der Taggeldbemessung grundsätzlich nicht berücksichtigt.
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Würde der Auffassung des Eidgenössischen Versicherungsgerichts gefolgt, würde
gemäss den Ausführungen von Kieser genau diejenige Situation eintreten, die mit der
Schaffung des UVG vermieden werden sollte: Die versicherte Person müsste
nachweisen, dass sie ohne Unfall auch weiterhin erwerbstätig gewesen wäre bzw. dass
sie wiederum eine Tätigkeit aufgenommen bzw. Ersatzeinkünfte erzielt hätte.
4.3 Dieser Stellungnahme ist für den vorliegenden Fall insoweit zu folgen, als die Höhe
des Taggeldes des Beschwerdeführers aufgrund des nach Art. 15 Abs. 1 UVG in
Verbindung mit Art. 22 UVV ermittelten versicherten Verdienstes zu bestimmen ist, was
vorliegend denn auch nicht strittig ist. Es stellt sich auch nicht die Frage, ob der
Beschwerdeführer ohne Unfall während des fraglichen Zeitraums seines Aufenthalts in
Afrika in der Schweiz andere sozialversicherungsrechtliche Ersatzeinkünfte hätte
erhalten können oder einer anderen Erwerbstätigkeit nachgegangen wäre. Beides ist
aufgrund seiner Tätigkeit in Afrika vorliegend ohne weiteres auszuschliessen.
4.4 Wie der Beschwerdeführer sodann ausführt, verfügte er während des unbezahlten
Urlaubs über die Zusicherung der Arbeitgeberin, danach wieder bei ihr tätig sein zu
können. Wegen seiner karitativen Beschäftigung in Afrika hat er aber auch im Rahmen
der Restarbeitsfähigkeit keine Arbeit im angestammten Beruf geleistet und damit
freiwillig keinen Lohn bezogen. In diesem Sinn unterscheidet sich der vorliegende
Sachverhalt tatsächlich von demjenigen, der dem als BGE 130 V 35 veröffentlichten
Urteil zugrunde lag. Dennoch drängt sich im vorliegenden Fall - wie zu zeigen sein wird
- keine davon grundlegend abweichende Beurteilung auf.
5.
5.1 Taggelder sind dem Grundsatz nach dazu bestimmt, die Verdiensteinbusse und
den Ausfall an Ersatzeinkünften ganz oder teilweise auszugleichen, die durch den
Versicherungsfall entstanden sind (vgl. Alfred Maurer, Schweizerisches
Unfallversicherungsrecht, 2. Auflage, 1989, S. 321). Der Anspruch auf Taggelder des
Unfallversicherers setzt daher neben einer medizinisch bestätigten Arbeitsunfähigkeit
eine unfallkausale Verdiensteinbusse voraus. Ist mindestens eine dieser
Voraussetzungen nicht erfüllt, kann der Anspruch nicht nur im Sinn von Art. 16 Abs. 2
UVG völlig erlöschen, sondern nach dem Grundsatz "in majore minus" auch für einen
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bestimmten Zeitraum unterbrochen werden. Vorliegend fehlt es für den fraglichen
Zeitraum vom 13. August 2005 bis 18. Mai 2006 aus vom Beschwerdeführer zu
vertretenden Gründen einerseits an echtzeitlichen ärztlichen Bestätigungen einer
relevanten Arbeitsunfähigkeit. Dr. C._ schliesst nach der Rückkehr des
Beschwerdeführers in die Schweiz einfach aufgrund des aktuellen Zustands
rückwirkend auf die Verhältnisse während der vorangehenden Monate, während er im
Bericht vom 15. Juli 2005 noch in Aussicht gestellt hatte, dass der Beschwerdeführer
im Verlauf der nächsten Monate auch für die körperlich offenbar belastendere Tätigkeit
im technischen Dienst wieder vollständig arbeitsfähig werden würde. In der Regel
werden rückwirkend ausgestellten Arbeitsunfähigkeits-Bestätigungen von den
Versicherern nicht, oder nur mit grösster Zurückhaltung akzeptiert. Andererseits ist mit
der Beschwerdegegnerin davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer in der
fraglichen Zeit selbst bei Anerkennung einer durchgehenden 50%igen
Arbeitsunfähigkeit für die Tätigkeit als Mitarbeiter im technischen Dienst keinen
unfallkausalen Verdienstausfall erlitten hat. Als Bezüger eines unbezahlten Urlaubs hat
er in Kauf genommen, für diese Zeit ohne Einkommen aus der beruflichen Tätigkeit zu
sein, weshalb er auch keinen Anspruch auf den in Form von Taggeldern
auszurichtenden Einkommensersatz für unfallbedingt nicht leistbare Berufstätigkeit
erheben kann.
5.2 Aufgrund der vorhandenen Akten bestehen sodann keine Anhaltspunkte dafür,
dass der Beschwerdeführer die Tätigkeit in Afrika allein oder überwiegend wegen der
Unfallfolgen aufgenommen haben soll, wie er dies in der Replik geltend macht.
Lediglich der Umstand, dass er seine angestammte Tätigkeit noch eine gewisse Zeit
nicht in vollem Umfang ausführen konnte, hätte ihn mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit nicht dazu veranlasst, für neun Monate auf mindestens die Hälfte
seines weiterhin erzielbaren Erwerbseinkommens zu verzichten. Im Übrigen scheint der
Aufenthalt in Afrika bereits seit längerem geplant gewesen zu sein. Gemäss
Inspektorenbericht vom 23. Mai 2005 beabsichtigte der Beschwerdeführer einen
erneuten Aufenthalt von August 2005 bis Februar 2006 und ging dabei selbst vom
baldigen Eintritt einer 100%igen Arbeitsfähigkeit aus (UV act. zwischen act. 53 und 54).
5.3 Dass ihm für die aus arbeitsvertragsrechtlicher Sicht grundsätzlich
entschädigungspflichtige Tätigkeit in Afrika keine Vergütung ausgerichtet wurde und
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der Beschwerdeführer deshalb einen Verdienstausfall erlitt, begründet keinen Anspruch
auf Leistungen der Unfallversicherung. Zum einen ist diese Verdiensteinbusse nicht
unfallbedingt und zum andern könnte die Unfallversicherung bei anderer
Betrachtungsweise über die Pflicht zur Ausrichtung von Taggeldern indirekt zur
Teilfinanzierung solcher - an sich wertvoller - Projekte herangezogen werden, obwohl
dies nicht Teil ihrer im Gesetz definierten Aufgaben ist. Wenn der Beschwerdeführer
sich zu dieser Unterstützung entschieden hat, ist dies seine Angelegenheit. Die
Unfallversicherung hat dafür nicht einzustehen.
6.
6.1 Die ungenügende oder fehlende Wahrnehmung der Beratungspflicht nach Art. 27
Abs. 2 ATSG kommt gemäss konstanter Rechtsprechung (BGE 131 V 481 Erw. 5) einer
falsch erteilten Auskunft des Versicherungsträgers gleich. Dieser hat in Nachachtung
des Vertrauensprinzips hierfür einzustehen, sofern sämtliche Voraussetzungen des
öffentlich-rechtlichen Vertrauensschutzes (dazu BGE 131 V 480 f. Erw. 5, 127 I 36
Erw. 3a, 126 II Erw. 3a; RKUV 2000 Nr. KV 126 S. 223; zu Art. 4 Abs. 1 aBV ergangene,
weiterhin geltende Rechtsprechung: BGE 121 V 66 Erw. 2a mit Hinweisen) erfüllt sind.
6.2 Insoweit der Beschwerdeführer geltend macht, er habe nach Treu und Glauben
davon ausgehen dürfen, dass er auch für seinen zweiten Aufenthalt in Afrika Taggelder
erhalten werde, fehlt es an der Voraussetzung einer verbindlichen Zusicherung der
Beschwerdegegnerin. Wollte man die Absichtsankündigung des Beschwerdeführers im
Instruktorenbericht vom 23. Mai 2005 als Anlass für die Beschwerdegegnerin
bezeichnen, den Beschwerdeführer über seine diesbezüglichen Rechte und Pflichten
aufzuklären, müsste auch berücksichtigt werden, dass er im gleichen Gespräch die
Überzeugung äusserte, bis dahin wieder 100% arbeitsfähig zu sein. Unter diesen
Umständen bestand für die Beschwerdegegnerin kein hinreichender Anlass dazu, den
Beschwerdeführer über die rein hypothetischen Konsequenzen dieses Planes auf die
Leistungspflicht zu informieren. Aufgrund der vorhandenen Akten hatte der
Beschwerdeführer den Entscheid zu einem weiteren Aufenthalt in Afrika sodann nicht
aufgrund einer falschen Auskunft, sondern unabhängig davon bereits einige Zeit vorher
getroffen. Um aus der Leistungserbringung während des ersten Aufenthalts in Afrika
auf einen Anspruch für die vorliegend fragliche Zeitperiode zu schliessen, fehlt es
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sodann auch an einem einheitlichen Sachverhalt. Abgesehen von der unterschiedlichen
Dauer der beiden Aufenthalte, bestand zur Zeit des ersten Aufenthalts ein labiler
gesundheitlicher Zustand; die Heilung kam nicht ordentlich voran und bedurfte
schliesslich des im März 2005 durchgeführten zusätzlichen operativen Eingriffs. Ganz
anders im Frühsommer 2005: Es durfte gemäss der Beurteilung von Dr. C._ in
absehbarer Zeit mit einer vollständigen Heilung gerechnet werden. Die noch
durchzuführende Metallentfernung bildete lediglich den Abschluss der eingetretenen
Genesung. Ein schutzwürdiger Anspruch auf eine vom materiellen Recht abweichende
Behandlung ist somit vorliegend nicht gegeben.
7.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer vom 13. August 2005
bis 18. Mai 2006 keine unfallbedingte Verdiensteinbusse erlitt und daher während
dieser Zeit keinen Anspruch auf Taggelder der Unfallversicherung hat, weshalb die
Beschwerdegegnerin während der Dauer dieser Beschäftigung zu Recht keine
Taggeldleistungen erbrachte.
8.
Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. Gerichtskosten
sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).
Demgemäss hat das Versicherungsgericht