Decision ID: d0acfd58-a7f1-4a4e-aaed-fa172b75f4c7
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
Gegen
X._
, geboren 1959, setzte die SWICA Krankenversicherung AG (nachfolgend:
Swica
) die Forderungssumme von Fr.
544.70
(zuzüglich Zins zu 5 % seit
7. März 2010
, Fr.
30.--
Mahnspesen
,
Fr. 95.-- Inkassogebühren
und Fr. 129.-- bisherige Betreibungskosten
) in Betrei
bung (Urk. 8/
11
). Als
Forde
rungs
grund
wur
den Prämien KVG vom 1.
Dezember 2009 bis 28. Februar 2010
genannt. Den gegen den Zahlungsbefehl in der Betreibung Nummer
Y._
des Betrei
bungsamtes
Z._
vom
30. September 2013
am
18. Oktober 2013
erhobenen Rechtsvor
schlag des Versi
cherten (Urk.
8/10
) beseitigte die
Swica
mit Verfügung vom
11. November 2013
im
Betrag von Fr.
544.70 (zuzüglich Zins zu 5 % seit 7. März 2010, Fr. 30.
Mahnspesen, Fr. 95.-- Inkassogebühren und Fr.
206
.-- bisherige Betreibungskosten;
Urk. 8/5).
1.2
Gegen
den Versicherten
setzte die
Swica
die Forderungssumme von
Fr.
331.40
(zuzüglich Zins zu 5
%
seit
1. Juni
2010,
Fr.
30.-- Mahnspesen,
Fr.
95.--
In
kassogebühren
und
Fr.
94
.-- bisherige Betreibungskosten) in Betreibung (
Urk. 8/15). Als Forderungs
grund wurden Prämien KVG vom 1.
März bis
30. April
2010 genannt. Den gegen den Zahlungsbefehl
in der Betreibung Nummer
A._
des Betreibungsamtes
Z._
vom 30. September 20
13 am 18. Ok
tober 2013 erhobene
Rechtsvorschlag des Versi
cherten (
Urk.
8/14
) beseitigte die
Swica
mit Verfügung vom 11. November 2013 für den Betrag von Fr.
331.40
(zuzüglich Zins zu 5
%
seit
1. Juni
2010,
Fr.
30. Mahnspesen, Fr.
95.--
Inkas
sogebühren
und
Fr.
162
.-- bishe
rige Betreibungskosten; Urk. 8/13
).
Die vom Ver
sicherten am
10. Dezember 2013 (
Urk.
8/8) gegen die Verfügungen vom 11. November 2013 (
Urk.
8/9,
Urk.
8/13)
erhobene
n
Einsprache
n
wies die
Swica
mit
Einsprache
entscheid
vom
30. Juni 2014 (Urk. 2 = Urk. 8/1
) ab.
2.
Gegen den
Einsprache
entscheid
vom 30. Juni 2014 (Urk. 2)
erhob der Versi
cherte am
26. Juli 2014
Beschwerde
und beantragte sinngemäss, der angefoch
tene
Einspracheentscheid
sei aufzuheben, die Einträge im Betreibungsregister seien zu löschen, es sei die
Swica
zu verpflichten, ihm einen zu viel bezahlten Betrag von
Fr.
553.-- zurückzuzahlen und es sei zu prüfen, ob die
Swica
Fristen verpasst habe, insbesondere für die Einsprache vom 21. März 2011 und ob die verpasste Frist durch ein
e
nochmalige Betreibung umgangen worden sei (
Urk.
1 S. 1).
Mit Beschwerdeantwort vom
3. September 2014 (
Urk.
7)
beantragte die
Swica
die Ab
wei
sung der Beschwerde
(S. 2). Eine Kopie dieser Eingabe wurde dem Versicherten am 16. Oktober 2014 zugestellt (
Urk.
14).
Die Einzelrichterin

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Da der Streitwert Fr. 20’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der Be
schwer
de in die einzelrichterliche Zuständigkeit (§ 11 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht).
1.2
Gemäss Art. 3 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG) muss sich jede Person mit Wohnsitz in der Schweiz innert drei Monaten nach
der
Wohnsitznahme
oder der Geburt in der Schweiz für Krankenpflege versi
chern
oder von ihrem gesetzlichen Vertreter bezie
hungsweise ihrer gesetzlichen Ver
treterin versichern lassen.
1.3
Mangels einer anderslautenden Abrede wird die Prämie gemäss dem
Vorauszah
lungsgebot
von Art. 90
der Verordnung über die Krankenversicherung (KVV)
am ersten Tag des Monats, für welchen die Prämie geschuldet ist, fällig und muss spätestens an diesem Tag entrichtet wer
den. Ge
mäss Art. 105a KVV be
trägt der
Satz für den Verzugszins auf fälligen Prämien nach Artikel 26 Absatz 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversiche
rungs
rechts
(
ATSG)
5 Prozent im Jahr.
1.4
Gemäss Art. 64a Abs. 1 KVG hat der Versicherer die versicherte Person schrift
lich zu mahnen, ihr eine Nachfrist von dreissig Tagen einzuräumen und sie auf die Fol
gen des Zahlungsverzuges hinzuweisen, wenn sie die fälligen Prämien
oder Kostenbeteiligungen nicht bezahlt. Art. 64a Abs. 5 KVG räumt dem Bun
des
rat die Kompetenz ein, die Einzelheiten des Prämieninkassos, des
Mahnver
fah
rens
und der Folgen des Zahlungsverzugs regeln. Art. 105a KVV bestimmt, dass der Satz für den Verzugs
zins auf fälligen Prämien nach Arti
kel 26 Absatz 1 ATSG 5 Prozent im Jahr be
trägt. Gemäss Art. 105b KVV muss der Versicherer unbezahlte fällige Prämien und Kostenbeteiligungen im Rahmen der obligato
ri
schen
Krankenpflegeversi
cherung
, nachdem er mindestens einmal an diese Aus
stände erinnert hatte, ge
trennt von allfälligen anderen Zahlungsausständen spä
testens drei Monate ab Fälligkeit schriftlich mahnen. Mit der Mahnung muss er der versicherten Person eine Frist von 30 Tagen zur nachträglichen Erfüllung ansetzen und sie auf die Folgen der Nichtbezahlung hinweisen (Abs. 1). Bezahlt die versicherte Person innerhalb der angesetzten Frist nicht, so muss der Versi
cherer die Forderung innerhalb von weiteren vier Monaten getrennt von allfäl
li
gen anderen
Zah
lungsausständen
in Betreibung setzen (Abs. 2). Verschuldet die versicherte Person Aufwendungen, die bei rechtzeitiger Zahlung nicht ent
stan
den wären, so kann der Versicherer angemessene Bearbeitungsgebühren er
heben,
sofern er in seinen allgemeinen Bestimmungen über die Rechte und Pflichten der Versi
cherten eine entsprechende Regelung vorsieht (Abs. 3).
Nach der Rechtsprechung kann ein Vollstreckungsverfahren nur dann eingelei
tet
wer
den, wenn die versicherte Person vorgängig zur Bezahlung der fälligen Prä
mien und Kostenbeteiligungen gemahnt wurde. Mit der Mahnung muss der ver
sicherten Person sodann zwingend eine Nachfrist von dreissig Tagen ange
setzt werden und es muss auf die Folgen des Zahlungsverzugs aufmerksam ge
macht werden (BGE 131 V 147 E. 6).
1.5
Nach der Rechtsprechung kann ein Gläubiger, der ohne vorgängigen
Rechtsöff
nungstitel
die Betreibung eingeleitet und danach auf Rechtsvorschlag hin nach Massgabe des Art. 79 SchKG auf dem Wege des ordentlichen Prozesses einen
definitiven
Rechtsöff
nungstitel
erlangt hat, direkt die Fortsetzung der Betrei
bung
verlangen, ohne dass er das
Rechtsöffnungs
verfahren
nach Art. 80 SchKG zu durchlaufen hätte.
Gleiches gilt, wenn ein Entscheid im Sinne von Art. 79 SchKG von einer Be
hör
d
e
oder einem Verwaltungsgericht des Bundes bezie
hungsweise desjenigen Kantons
stammt, in welchem die Betreibung angehoben worden ist
(BGE 107 III 60 E. 2a mit Hinweisen). Betrifft die Betreibung eine im öffent
lichen
Recht be
gründete Forderung, über die eine Verwaltungsbehörde zu befinden hat,
so ist unter dem Betreten des ordentlichen Prozesswegs gemäss Art. 79 SchKG
die Geltendmach
ung der Forderung vor dieser Behörde zu ver
stehen (BGE 75 III 44
mit Hin
wei
sen). Auf dem Gebiete der Sozialversicherung ist dabei die erstin
stanzlich ver
fügende Verwaltungsbehörde, das kantonale Versicherungsgericht bezieh
ungs
weise das Bundesgericht ordentlicher Richter im Sinne von Art. 79 SchKG, der zum materiellen Entscheid über die Aufhe
bung des Rechtsvorschlags zuständig ist.
Aus dem Gesagten ergibt sich für die Krankenkassen, dass sie für ihre Geldfor
de
rungen gemäss allgemeinem betreibungsrechtlichem Grundsatz auch ohne rechts
kräftigen Rechtsöffnungstitel die Betreibung einleiten, im Falle des Rechts
vorschlags nachträglich eine formelle Verfügung erlassen und nach Ein
tritt der Rechtskraft derselben die Betreibung fortsetzen können. Voraussetzung für eine direkte Fortsetzung der Betreibung ohne Durchlaufen des
Rechtsöffnungsver
fahrens
nach Art. 80 SchKG ist allerdings, dass das Dispositiv der
Verwal
tungs
verfügung
mit Bestimmtheit auf die
hängige
Betreibung Bezug nimmt und den Rechtsvorschlag ausdrücklich als aufgehoben erklärt, sei es vollumfänglich oder
in einer bestimmten Höhe. Die Verwaltungsbehörde hat demnach in ihrer Ver
fügung nicht bloss einen sozialversicherungsrechtlichen Sachentscheid über die Verpflichtung des Versicherten zu einer Geldzahlung zu fällen, sondern gleich
zeitig auch als Rechtsöffnungsinstanz über die Aufhebung des Rechtsvorschlags
zu befinden (BGE 119 V 329 E. 2b mit Hinweisen; vgl. auch BGE 121 V 109 E.
2).
1.6
Verändert der Schuldner seinen Wohnsitz nachdem ihm die Pfändung angekün
digt worden ist, so wird die Betreibung gemäss Art. 53 SchKG am bisherigen Ort fortgesetzt.
Daraus ergibt sich e
contrario
, dass während des
Einleitungsverfah
rens
,
unter Einschluss des Rechtsöffnungsverfahrens
,
der allgemeine
Betrei
bungsort
veränderlich ist (BGE 115 II 30 E. 2 und BGE 112 III 11 E. 2).
2.
2.1
Vom Beschwerdeführer wird nicht bestritten
,
im vorliegend streitigen Zeitraum
vom 1. Dezember 2009 bis 30. April
2010
bei der Beschwerdegegnerin obligato
risch krankenversichert gewesen zu sein (Urk. 1).
Es ist daher davon auszugehen, dass der
Be
schwer
deführer während
dieses
Zeit
raums
bei der
Beschwerde
gegne
rin
krankenversichert war.
2.2
Den Akten ist zu entnehmen, dass die Beschwerdegegnerin dem Beschwerde
führer am
18. Juni 2013 eine Zusammenstellung sämtlicher ab 1. Januar 2008 aufgelaufenen Prämienforderungen und Kostenbeteiligungen und
sämtlicher von ihm ab 1. Januar 2008 geleisteter
Zahlungen zustellte (
Urk.
8/6 = Urk.
3/16). Vom Beschwerdeführer werden die darin aufgeführten Forderungen für Prämien und Kostenbeteiligungen sowie die darin enthaltene Liste der von ihm geleisteten Zahlungen nicht explizit bestritten. Der Beschwerdeführer
bringt vielmehr
in allgemeiner Weise
vor
, das
s er die streitigen Prämienforderungen beglichen habe (
Urk.
1 S. 2).
2.3
Mit Mahnung vom 21. Dezember 2012
(
Letzte Zahlungsaufforderung;
Urk.
8/12
) forderte die Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführer zur Bezahlung
der aus
stehenden Prämien für die Zeit vom 1. Dezember 2009 bis 28. Februar 2010 im Betrag
von
Fr.
795.80 (inklusive Verzugszins) bis 25. Januar 2013
auf.
2.4
Mit Mahnung vom 21. Dezember 2012 (Letzte Zahlungsaufforderung;
Urk.
8/16) forderte die Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführer zur Bezahlung der aus
stehenden Prämien für die Zeit vom 1. März bis 30. April 2010 im Betrag von
Fr.
528.80 (inklusive Verzugszins) bis 25. Januar 2013 auf.
2.5
In
masslicher
Hin
sicht
werden
die in Betreibung gesetzte
n
Forderung
en
vom Be
schwerdeführer nicht be
stritten.
Der Beschwerdeführer bestreitet insbesondere nicht die Richtigkeit der Aufstellung zu den von ihm geleisteten Zahlungen
in
der
Zusammenstellung der Beschwerdegegnerin
vom 18. Juni 2013 (
Urk.
3/16)
.
Aus diesem Grunde sowie a
uf Grund der Akten, insbesondere derjenigen der
In
kassoabteilung
der Beschwerdegegnerin (Urk. 13/1-5)
,
erscheint eine Bezahlung der streitigen Prämienforderungen
für
die Zeit vom 1. Dezember 2009 bis 30. April
2010
durch den Beschwerdeführer daher nicht mit dem massgebenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlich als erstellt.
3.
3.1
Gemäss Art.
14
Abs.
1
der vorliegend anwendbaren
„
Allgemeinen
Versiche
-
rungsbe
din
g
ungen
für Versicherungen nach KVG
“, Ausgabe
2009
, der Beschwerdegegnerin (AVB;
Urk.
11/41) sind die versicherten Personen ver
pflichtet, der Beschwerdegegnerin die monatlichen Prä
mien im Voraus zu ent
richten.
In Art. 14
Abs.
2 AVB wird die Beschwerdegegnerin sodann ermächtigt,
Mahnspesen und Inkassogebühren für durch Rückstände in der Prämienzahlung und der Kostenbeteiligung verursachte Umtriebe und Verwaltungskosten zu er
heben.
3.2
Bei Einleitung der Betreibung
en
betreffend die Prämien für die Zeit vom
1. De
zember 2009 bis 28. Februar 2010 (
Urk.
8/11) und für die Zeit vom 1. März bis 30. April 2010 (
Urk.
8/15) am 23. September 2013
waren diese Prämien bereits fällig gewesen. Den Akten ist sodann zu entnehmen, dass die
Beschwer
degeg
nerin
den Beschwerdeführer für die Entrichtung dieser Prämien
am 21. Dezem
ber 2012 (
Urk.
8/12,
Urk.
8/16)
mahnte. Dabei hat sie ihm
je
eine Nachfrist
bis 25. Januar 2013
angesetz
t und ihn je
auf die Folgen der Nichtbe
zahlung auf
merksam gemacht.
Die Beschwerdegegnerin hat die ausstehende
Prämienschul
d
en
im Betrag von
Fr. Fr.
544.70 (
Urk.
8/11) und von
Fr.
331.40 (
Urk.
8/15)
daher zu Recht am
23. September 2013
in Betreibung gesetzt.
3.3
Eine Rechtsgrundlage für die eingeforderten Mahnspesen
und Inkassogebühren
besteht vorliegend in der erwähnen Bestimmung von
Art. 14
Abs.
2 AVB
.
Die eingeforder
ten
Mahnspesen im Betrag von
je
Fr. 30.-- und die
Inkassogebühren
im Betrag von
je
Fr.
95
.-- erscheinen von ihrer Höhe her zudem als angemessen und nicht als missbräuchlich.
3.4
Gemäss Art. 26 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 105a KVV und Art. 7 Abs. 1 der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV) ist für fällige Prämienforderungen ein Verzugszins von 5 % geschuldet.
Nach der Rechtsprechung
sind
unter „Beiträge“ im Sinne von Art. 26 Abs. 1 ATSG
unter anderem die Prämien im Bereich des KVG zu subsumieren. Die
Be
schwerde
gegnerin
verpflichtete den Beschwerdeführer im
Einsprache
entscheid
vom
30. Juni
2014
(Urk. 2) auf der ausstehenden Prämienforderung einen Ver
zugszins von 5 % ab
7. März 2010 (
Urk.
8/11) beziehungsweise ab 1. Juni 2010 (
Urk.
8/15)
bezahlen. Dies ist nach Gesagtem nicht zu beanstanden.
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin hat in der Verfügung vom
11. November 2013 betref
fend die Prämien vom 1. Dezember 2009 bis 28. Februar 2010 (
Urk.
8/9) und in dem diese bestätigenden
Einspracheentscheid
vom 30. Juni 2014 (
Urk.
2)
den Rechtsvorschlag im Betrag von
Fr.
875.70
(
Fr.
544.70
Prämien, Fr.
30.-- Mahnspesen
,
Fr.
95
.--
Inkassogebühren
und Fr.
206
.
Betreibungskosten)
, zu
züglich Zins von 5
%
seit 7. März 2010 auf
Fr.
544.70,
aufgehoben.
In der Verfügung vom 11. November 2013 betreffend die Prämien vom 1. März bis 30. April 2010
(
Urk.
8/13) und in dem diese bestätigenden
Einspracheent
scheid
vom 30. Juni 2014 (
Urk.
2) hat die Beschwerdegegnerin den Rechtsvor
schlag im Betrag von
Fr.
618.40 (
Fr.
331.40 Prämien, Fr. 30.-- Mahnspesen,
Fr.
95.-- Inkassogebühren und Fr. 162.
Betreibungskosten), zuzüglich Zins von 5
%
seit 1. Juni 2010 auf
Fr.
331.40, aufgehoben.
4.2
Die Betreibungskosten sind vom Schuldner von Gesetzes wegen geschuldet (Art. 68 Abs. 1
des Bundesgesetzes über Schuldbetreibung und Konkurs
, SchKG). Der
Gläubiger
ist
von Gesetzes wegen be
rechtigt, diese Kosten von den Zahlungen des Schuldners vorab zu erheben (
Art.
68
Abs.
2 SchKG
)
.
Eine Recht
söffnung braucht dafür nicht er
teilt zu
werden (RKUV 2003 Nr. KV 251 S.
226; Urteile des
Bundesgerichts
K 154/04
vom 1
8.
März 2005
E
. 4.1
,
K 79/02
vom 1
2.
Februar 2003
und
B 21/02
vom 1
1.
Dezember 2002)
.
4.3
Nach Gesagtem war die Beschwerdegegnerin daher nicht berechtigt, für die
Betrei
bungskosten
in den Beträgen
von
Fr.
206
.--
und
Fr.
162.--
die
Rechtsöff
n
ung
zu gewähren. Denn die Betreibungskosten bilden
nicht Gegenstand des
Rechtsöffnungsverfahrens, weshalb
dafür keine Rechtsöffnung zu erteilen
ist
.
5.
Demzufolge ist der angefochtene
Einspracheentscheid
vom
3
0.
Juni
2014 in teilweiser Gutheissung der Beschwerde insoweit aufzuheben, als dass darin die Rechtsöffnung
in der Betreibung Nr.
Y._
des Betreibungsamtes
Z._
in einem
Fr.
544.70 (zuzüglich Zins von 5
%
seit
7.
März 2010, Fr. 30.-- Mahnspesen und
Fr.
95.-- Inkassogebühren),
übers
teigenden Umfang gewährt wurde, und als dass darin die Rechtsöffnung in der Betreibung Nr.
A._
des Betreibungsamtes
Z._
in einem
Fr.
331.40
(zuzüglich Zins von 5
%
seit
1.
Juni 2010,
Fr. 30.-- Mahnspesen
und
Fr.
95.-- Inkassogebühren)
übersteigen
den Umfang gewährt wurde.
Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen.