Decision ID: 1124c04b-5223-4991-a543-60ef001c554d
Year: 2022
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1968 geborene
X._
bezog
als Kind und Jugendlicher
von der Invalidenversicherung zahlreiche Leistungen aufgrund von verschiedenen Geburtsgebrechen, darunter medizinische Massnahmen und Sonderschulung (
Urk.
9/1, 9/95).
1988
schloss er
eine
Anlehre
zum Holzbearbeiter ab
und war danach vorwiegend als
Hauswart und in der Unterhaltsreinigung tätig
(
Urk.
9/2 f., 9/10 und 9/35).
Am 2
3.
Juli 2009 meldete er sich unter Hinweis auf ein
Tricho
-
Rhino
-
Phalangeales
-Syndrom Typ 1 bei der Invalidenversicherung zum Leis
tungsbezug an (
Urk.
9/3). Nach erwerblichen und medizinischen Abklärungen (vgl.
Urk.
9/7/9, 9/8, 9/10, 9/12/3-13 und 9/15/2-5) verneinte die Sozialversiche
rungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, mit Schreiben vom
9.
Dezember 2009 den Anspruch auf berufliche Eingliederungsmassnahmen (
Urk.
9/20) und in der Folge mit Verfügung vom 8. Februar 2010 auch denjenigen auf eine Invaliden
rente (
Urk.
9/25). Dieser Entscheid blieb unangefochten.
1.2
Nach erfolgter Früherfassung
nach attestierter Arbeitsunfähigkeit
im Juli und August 2018
(vgl.
Urk.
9/30/2, 9/30/3,
9/32,
9/34,
9/36)
und nachdem er
im
Oktober 2018 die Anstellung als Hauswa
rt bei der Y._
AG verloren hatte (
Urk.
9/52/10),
meldete sich der Versicherte am 1
1.
April 2019
unter Hinweis auf
das
Geburtsgebrechen sowie
weitere
körperliche Beschwerden erneut zum Leistungsbezug an, wobei er um die Zusprechung beruflicher Einglie
derungsmassnahmen ersuchte (
Urk.
9/39 f.).
Die IV-S
telle holte
insbesondere Berichte der behandelnden Ärzte ein (Urk. 9/56-58, 9/60) und nahm Rücksprache mit
Dr.
med. Z._
, Facharzt für Chirurgie sowie Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD;
Urk.
9/61).
Am 2
2.
Januar 2020 wurde der Versicherte in der Klinik
A._
neuropsychologi
sch untersucht (Bericht vom 29.
Januar 2020,
Urk.
9/66).
Im weiteren Verlauf erteilte die IV-Stelle zweimalig Kostengut
sprache für Arbeits
vermittlung P
lus (Urk. 9/69, 9/77)
und sprach dem Versicherten
ab dem 1
8.
Mai 2020
Taggelder zu (
Urk.
9/79).
Per
1.
Oktober 2020 konnte dieser
bei B._
eine
befristete
Anstellung als Technische Aushilfe
in einem 60%-Pensum antreten
(
Urk.
9/88, 9/90), worauf die IV-Stelle
die beruflichen Massnahmen mit Schreiben vom
4.
N
ovember 2020 per 30.
September 2020 abbrach (
Urk.
9/91).
Nach Eingang einer Stellungnahme des RAD-Arztes
Dr.
Z._
vom 1
3.
Februar 2020 (
Urk.
9/93) stellte sie dem Versicherten sodann mit Vorbescheid vom 2
4.
Novem
ber 2020 die Zuspr
echung
einer
Viertelsrente
ab dem
1.
Oktober 2020 in Aussicht (
Urk.
9/97).
Dieses Dokument liess sie am 1
7.
Dezember 2020 au
ch
der
Swisscanto
Sammelstiftung der Kantonalbanken
zukommen (
Urk.
9/104), welche dagegen am
5.
Januar und ergänzend am 1
1.
Februar 2021 Einwand erhob (
Urk.
9/107, 9/110). Am 2
2.
April 2021 verfügte die IV-Stelle im angekündigten Sinne (
Urk.
2 = Urk.
9/114 [Begründung] und
Urk.
9/122).
2.
Dagegen erhob die
Swisscanto
Sammelstiftung der Kantonalbanken am 1
9.
Mai 2021 Beschwerde mit dem Rechtsbegehren,
die angefochtene Verfügung sei auf
zuheben und die Sache sei an die IV-Stelle zurückzuweisen
,
damit diese auf die im
Vorbescheidverfahren
erhobenen Einwände eingehe und neu verfüge. Even
tualiter seien die Verfügung aufzuheben und der Beginn der einjährigen Warte
zeit sowie der Rente neu festzulegen (
Urk.
1 S. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 2
4.
September 2021 beantragte die Beschwerdegegnerin die teilweise Gutheis
sung der Beschwerde im Sinne einer Rückweisung zur weiteren Abklärung des medizinischen Sachverhalts (
Urk.
8). Mit Verfügung vom
5.
Oktober
2021 wurde X._
zum Prozess beigeladen (
Urk.
10), welcher sich
vertreten durch Rechtsanwältin Aurelia Jenny
mit Stellungnahme vom 2
4.
November 2021 dem Antrag der Beschwerdegegnerin anschloss (
Urk.
13).
Mit Verfügung vom 2
9.
November 2021 wurde der Beschwerdeführerin
Frist angesetzt
,
um
zu den Eingaben der anderen Verfahrensparteien Stellung zu nehmen
,
mit der Androhung, dass
von einem Verzicht ausgegangen werde, falls
innert Frist keine Stellungnahme eingereicht werde
(
Urk.
15).
Die angesetzte Frist zur Stellung
nahme lief ungenutzt ab.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes
über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden
versicherung (IVV) in Kraft getreten.
In zeitlicher Hinsicht sind
vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege
lungen
grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da ferner das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung eines Falles in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung beziehungsweise des streitigen
Einspracheentscheids
eingetretenen Sachverhalt abstellt (BGE 144 V 210 E. 4.3.1, 132 V 215 E. 3.1.1, je mit Hinweisen), sind vorliegend die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nach
folgend auch in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurtei
lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des
Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc)
.
1.5
Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen,
besonders
wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
).
Bei ungenügenden Abklärungen durch den Versicherungsträger holt die Beschwerdeinstanz im Regelfall ein Gerichtsgutachten ein, wenn sie einen (im Verwaltungsverfahren anderweitig erhobenen) medizinischen Sachverhalt über
haupt für gutachterlich abklärungsbedürftig hält oder wenn eine Administrativ
expertise in einem rechtserheblichen Punkt nicht beweiskräftig ist. Die betref
fende Beweiserhebung erfolgt alsdann vor der – anschliessend reformatorisch entscheidenden – Beschwerdeinstanz selber statt über eine Rückweisung an die Verwaltung. Eine Rückweisung an den Versicherungsträger bleibt hingegen mög
lich, wenn sie allein in der notwendigen Erhebung einer bisher vollständig unge
klärten Frage begründet ist. Ausserdem bleibt es dem kantonalen Gericht (unter dem Aspekt der Verfahrensgarantien
) unbenommen, eine Sache zurückzuweisen, wenn lediglich eine Klarstellung, Präzisierung oder Ergänzung von gutachter
lichen Ausführungen erforderlich ist (B
GE 139 V 99 E. 1.1, 137 V 210
E. 4.4.1.4 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 9C_354/2020 vom 8. September 2020 E. 2.1)
.
2.
2
.1
Vorab zu prüfen ist, ob die angefochtene Verfügung vom 2
2.
April 2021 (
Urk.
2) eine Bindungswirkung für die Beschwerdeführerin entfaltet,
ihr
damit ein schüt
zenswertes Interesse an der Aufhebung oder Änderung derselben zukommt und sie demzufolge beschwerdelegitimiert ist.
2.2
2.2.1
Zur Beschwerde ist berechtigt, wer durch die angefochtene Verfügung oder den
Einspracheentscheid
berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat (Art. 59 ATSG). Entsprechend dem Grundsatz der Einheit des Verfahrens dürfen an die Beschwerdebefugnis auf kantonaler Ebene
nicht strengere Anforderungen gestellt werden, als sie Art. 89 Abs. 1
des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht (BGG)
für die Legitimation im Verfahren vor dem Bundesgericht vorsieht. Wer im
letztinstanzlichen
Verfahren beschwerdebefugt ist, muss im erstinstanzlichen Beschwerdeverfahren ebenfalls zum Weiterzug berechtigt sein. Daher sind die Legitimationsvoraussetzungen gemäss Art. 89 Abs. 1
des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG)
sowie die hierzu ergan
gene Praxis auch für das kantonale Rechtsmittelverfahren massgebend (BGE 131 V 298 E. 2, 130 V 560 E. 3.2). Namentlich ist der Begriff des schutzwürdigen Interesses gemäss Art. 59 ATSG gleich auszulegen wie derjenige nach Art. 89 Abs. 1
lit
. c BGG für das bundesgerichtliche Beschwerdeverfahren (BGE 133 V 188 E. 4.1 mit Hinweis). Die Rechtsprechung betrachtet als schutzwürdiges Inte
resse im Sinne von Art. 89 Abs. 1
lit
. c BGG jedes praktische oder rechtliche Interesse, welches eine von einem Entscheid betroffene Person an dessen Ände
rung oder Aufhebung geltend machen kann. Das schutzwürdige Interesse besteht somit im praktischen Nutzen, den die Gutheissung der Beschwerde dem
Ent
scheidadressaten
verschaffen würde, oder – anders ausgedrückt – im Umstand, einen Nachteil wirtschaftlicher, ideeller, materieller oder anderweitiger Natur zu vermeiden, welchen der angefochtene Entscheid mit sich bringen würde. Das rechtliche oder auch bloss tatsächliche Interesse braucht somit mit dem Interesse, das durch die von der
beschwerdeführenden
Person als verletzt bezeichnete Norm geschützt wird, nicht übereinzustimmen. Immerhin wird verlangt, dass die Person durch den angefochtenen Entscheid stärker als jedermann betroffen sei und in einer besonderen, beachtenswerten, nahen Bezie
hung zur Streitsache stehe (BGE
133 V 188 E. 4.3.1 mit Hinweisen; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_751/2018 vom 6. Mai 2019 E. 3.1 f.).
2
.2
.2
Besondere Bedeutung kommt dem Legitimationserfordernis zu, wenn nicht der Verfügungsadressat im materiellen Sinn, sondern ein Dritter (Drittbeschwerde
füh
rer) den Entscheid anficht (BGE 127 V 80 E.
3a/
aa
mit Hinweisen). Hier haben die Legitimationsanforderungen die Funktion, die
Popularbeschwerde
auszu
schliessen, weshalb bei der Bejahung der Beschwerdebefugnis von Drittbeschwer
deführern Zurückhaltung geboten ist. Erforderlich ist ein spezifisches Rechts
schutzinteresse, welches nur bejaht wird, wenn der Dritte ein unmittelbares und konkretes Interesse an der Aufhebung oder Änderung der Verfügung hat oder eine spezifische, besonders nahe Beziehung zur Streitsache für sich in Anspruch nehmen kann. Das allgemeine Interesse an der richtigen Auslegung und Durch
setz
ung
des
Bundesrechts genügt nicht (BGE 133 V 188 E.
4.3.3 mit Hinweisen).
2
.
2.
3
Ein Entscheid der IV-Stelle oder - im Beschwerdefall - des kantonalen Sozial
versicherungsgerichts (
Art.
57 ATSG
) respektive
des Bundesgerichts ist für eine
Einrichtung der beruflichen Vorsorge verbindlich, sofern sie in das invaliden
versicherungsrechtliche Verfahren einbezogen wurde, die konkrete Fragestellung für die Beurteilung des Rentenanspruchs gegenüber der Invalidenversicherung entscheidend war und die invalidenversicherungsrechtliche Betrachtungsweise aufgrund einer gesamthaften Prüfung der Akten nicht als offensichtlich unhalt
bar erscheint. Diese Bindungswirkung findet ihre positivr
echtliche Grundlage in den Art. 23, 24 Abs. 1 und 26 Abs.
1
des Bundesgesetzes über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG)
, welche an die Regelung des IVG anknüpfen oder diese übernehmen
(BGE
143 V 434 E
.
2.2 mit Hinwei
sen).
2
.3
Die Beschwerdeführerin wurde ins
Vorbescheidverfahren
einbezogen (vgl. Urk.
9/104, 9/107 und 9/110
) und ihr wurde der Rentenentscheid eröffnet (U
rk.
2). Der Rentenanspruch entsteht frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach dessen Geltendmachung (
Art.
29
Abs.
1 IVG) und setzt voraus, dass die versicherte Person während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durch
schnittlich mindestens 40
%
in der angestammten Tätigkeit
arbeitsunfähig gewe
sen ist (
Art.
28
Abs.
1
lit
.
b IVG). Der
Versicherte
hatte sich am
1
1.
April 2019
zum Leistungsbezug angemeldet (Urk.
9/39
)
; die das Wartejahr eröffnende
Arbeitsunfähigkeit legte die Beschwerdegegnerin auf den
4.
August 2018 fest (
Urk.
2 S. 3,
Urk.
9/95/3
). Mithin erfolgte die Anmeldung des Versicherten nicht verspätet (vgl.
Urk.
9/95/3
) und er stand im fraglichen Zeitraum in einem Vorsorgeverhältnis mit der Beschwerdeführerin (
vgl.
Urk.
3/2 f.; Austritt per 1. Oktober 2018).
Damit kommt der Invaliditätsbemessung
und d
er
Festlegung des Rentenbeginns durch die
IV-Stelle Bindungswirkung für die Beschwerdeführerin zu,
weshalb
deren
Beschwerdelegitimation
vorliegend zu bejahen ist.
Dies
wird
im Übrigen
auch weder von
der Beschwerdegegnerin
noch vom
Beigeladenen
in Frage gestellt.
3.
3.1
In der angefochtenen Verfügung vom 2
2.
April 2021 hielt die Beschwerde
gegnerin zusammengefasst fest,
den Beigeladenen
nach seiner Anmeldung mit Eingliederungsmassnahmen in Form eines Arbeitsversuchs bei der Wiedereinglie
derung unterstützt zu haben. Es bestehe kein Rentenanspruch, solange Einglie
derungsmassnahmen absolviert und Taggelder beansprucht würden. Da der
Beigeladene
bis zum 3
0.
September 2020 Taggelder bezogen habe, sei der Rentenanspruch ab Oktober 2020 geprüft worden. Seit diesem Datum arbeite er
i
n einem 60%-Pensum als T
echnische Aushilfe; die ausgewiesene Arbeitsun
fähigkeit von 40
%
begründe somit den Invaliditätsgrad. Der Beginn der Warte
zeit sei
aufgrund der Stellungnahme des ärztlichen Dienstes vom 13. Februar 2020 auf den
4.
August 2018 festgelegt worden. Der Einwand der Beschwerde
führerin ändere nichts an dieser Einschätzung. Der Beigeladene habe ab dem
1.
Oktober 2020 Anspruch auf eine
Viertelsrente
(
Urk.
2 S. 3).
3.2
In ihrer Beschwerdeschrift vom 1
9.
Mai 2021 rügte die Beschwerdeführerin in erster Linie
eine Verletzung des rechtlichen Gehörs, da die Beschwerdegegnerin nicht auf
ihre
im
Vorbescheidverfahren
erhobenen Einwände
gegen die Fest
stellung, dass seit dem
4.
August 2018 eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestehe, eingegangen sei. Die Verletzung müsse als schwerwiegend angesehen werden und sei
im konkreten Fall
keiner Heilung zugänglich.
Sie führe unge
achtet der Erfolgsaussichten der Beschwerde in der Sache selbst zur Aufhebung der angefochtenen Verfügung.
In materieller Hinsicht werde vollumfänglich auf die gegen den Vorbescheid erhobenen Einwände verwiesen. Aufgrund seines Geburtsgebrechens sei der Versicherte stets gleich eingeschränkt gewesen und habe trotz seiner degenerativen Erkrankungen an Hüfte und Knie auch nach dem
4.
August 2018 noch seine bisherige Leistung erbringen können. Der vom ärzt
lichen Dienst auf dieses Datum festgesetzte und von der IV-Stelle als Beginn des Wartejahres übernommene Zeitpunkt sei unbewiesen und damit willkürlich (
Urk.
1 S. 2 f.).
3.3
Mit Beschwerdeantwort vom 2
4.
September 2021 erachtete die Beschwerde
gegnerin eine Rückweisung zur weiteren Abklärung für unumgänglich. Zur Begründung führte sie aus, die rentenzusprechende Verfügung basiere auf medi
zinischen Unterlagen, die den rechtsprechungsgemässen A
nforderungen, um als beweistaugliche Grundlage für eine rechtmässige Beurteilung der Invalidität zu dienen, nicht genügten. Insbesondere fehle eine rechtsgenügende Beurteilung des Gesundheitsschadens
des Versicherten sowie seiner
Arbeitsfähigkeit in angepass
ten Tätigkeiten (U
rk.
6).
3.4
Mit Stellungnahme vom 2
4.
November 2021 liess sich der Beigeladene dahin
gehend vernehmen, dass er sich dem Antrag der Beschwerdegegnerin anschliesse und eine umfassende Abklärung seiner Ansprüche auf berufliche Massnahmen und Rente unterstütze (
Urk.
13).
4
.
4
.1
Die Beschwerdegegnerin hat dem Versicherten
auf der Grundlage eines
Invalidi
tätsgrad
es
von 40
%
eine
Viertelsrente
ab
1.
Oktober 2020 zugesprochen.
Aus
d
em Feststellungsblatt
geht hervor
, dass sich ihre Beurteilung in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen auf den Bericht der Universitätsklinik
C._
vom 1
7.
Juni 2019 (
Urk.
9/60), den neuropsychologischen Untersuchungsbericht der Klinik
A._
vom 2
9.
Januar 2020 (
Urk.
9/66) sowie die RAD-Stellungnahme vom 1
3.
Februar 2020 (
Urk.
9/93) stützte.
Es wurde festgehalten, dass nur schon in Anbetracht des
Intelligenzquotienten des Versicherten ohne weitere Abklä
run
gen eine
Viertelsrente
zugesprochen werden könne (
Urk.
9/95/2 f.).
4.2
4.2.1
Dem Bericht der Universitätsklinik
C._
vom 1
7.
Juni 2019 sind folgende Diagnosen zu entnehmen (
Urk.
9/60/1):
-
Varusgonarthrose
beidseits
-
Coxarthrose
beidseits bei Morbus
Perthes
beidseits, rechts fortge
schrit
tener
-
zusätzlich Beinlängenverkürzung links.
Trotz dieser radiologisch ausgewiesenen Diagnosen sei der Versicherte klinisch beschwerdefrei; entsprechend seien keine Interventionen notwendig. Sobald die Schmerzen wieder aufträten, könnte zunächst zwei Mal pro Jahr eine Infiltration durchgeführt werden, bevor
ein Ersatz für das jeweilig betroffene Gelenk ange
strebt werden könn
t
e (
Urk.
9/60/2).
4.2.2
Im Rahmen der neuropsychologischen Untersuchung in der Klinik
A._
habe gemäss Bericht vom 2
9.
Januar 2020 eine leichte Intelligenzminderung (ICD-10 F70.0; Gesamt-Intelligenzquotient 65) festgestellt werden können.
Der Versi
cherte habe ein deutlich reduziertes allgemeines kognitives Leistungsvermögen gezeigt. Ausser in den mnestischen Funktionen hätten sich funktionsübergreifend überwiegend auffällige bis beeinträchtigte Testleistungen ergeben. Das Sprach
verständnis habe leicht reduziert gewirkt, bei einfacher und wenig eloquenter Spontansprache. Die Leistungsvalidierung sei unauffällig gewesen. Relative Stärken hatten sich in den mnestischen Funktionen, den Lesefertigkeiten, der visuellen Diskriminationsgeschwindigkeit, der verbal-semantischen
Fluenz
und der selektiven Aufmerksamkeit finden lassen.
Sowohl die Asphyxie bei der Geburt als auch die zu vermutende Mutation des TPRS1-Gens im Zusammenhang mit einer
tricho-rhino-phalangealen
Dysplasie kämen als verursachende Faktoren der Intelligenzminderung in Frage (
Urk.
9/66/5).
Sowohl die leichte Intelligenzminderung als auch das vorwiegend auffällige bis beeinträchtigte neurokognitive Leistungsprofil wirkten sich limitierend auf die Arbeitsfähigkeit und die
arbeitsmarktliche
Vermittlungsfähigkeit des Versicher
ten aus. Womöglich habe das Anforderungsprofil seines letzten Arbeitsplatzes
vor der berichteten Umstrukturierung einem geschützten Arbeitsplatz entspro
chen.
Ratsam sei
die Evaluation des Rentenanspruchs sowie die Prüfung der Rest
arbeitsfähigkeit durch die I
nvalidenversicherung
. Hinsichtlich einer allfälligen beruflichen Wiedereingliederung
werde ein Arbeitsplatz mit vorwiegend vorstrukturierten und repetitiven Anforderungen empfohlen (
Urk.
9/66/6).
4.2.3
Der RAD-Arzt
Dr.
Z._
hielt in seiner Stellungnahme vom 1
3.
Februar 2020 fest, die Ausübung der bisherigen Tätigkeit als Hauswart sei dem Versicherten seit dem
4.
August 2018 nicht mehr möglich.
So sei
en
die Geh- und Stehfähigkeit aufgrund der Knie- und Hüftarthrosen eingeschränkt. Insbesondere das Besteigen von Leitern, häufiges Treppensteigen und Arbeiten in gebückter Haltung seien nicht zumutbar.
Demgegenüber sei eine wechselbelastende,
überwiegend
im S
itzen, gelegentlich
im ebenerdigen
Gehen oder Stehen auszuübende Tätigkeit
medizinisch-theoretisch
in einem vollen Pensum möglich.
Zu beachten sei des Weiteren die Intelligenzminderung, weswegen das Lerntempo vermindert und die Lernfähigkeit für komplexere Inhalte nicht gegeben seien
.
Es sollte sich um leichte, einfache und gut vorstrukturierte Tätigkeiten ohne Zeit- und Termindruck sowie ausreichende Fremdkontrolle handeln (
Urk.
9/93/1).
4
.3
Der Beschwerdegegnerin
ist insofern beizupflichten, als ein Intelligenzquotient von unter 70 gemäss bundesgerichtlicher Praxis in der Regel zu einer vermin
derten Arbeitsfähigkeit führt. Allerdings ist auch
diesfalls
stets eine objektive Beschreibung der Auswirkungen der festgestellten Intelligenzminderung
auf das Verhalten der versicherten Person, die berufliche Tätigkeit, die normalen Verrich
tungen des täglichen Lebens und das soziale Umfeld erforderlich. Zudem kommt es nicht auf die Höhe des Intelligenzquotienten an, sondern
es
ist immer der Gesamtheit der gesundheitlichen Beeinträchtigungen Rechnung zu tragen (Urteil
e des Bundesgerichts 9C_5/2021 vom
6.
Mai 2021 E. 3.3 und 9C_601/2019 vom
7.
Januar 2020 E. 3.5.2, je mit Hinweisen).
Vor diesem Hintergrund vermag die
Argumentation
der B
eschwerdegegnerin, wonach nur schon angesichts de
s Intel
ligenzquotienten des Versicherten
eine
Viertelsrente
zugesprochen werden könne (
Urk.
9/95/3), nicht zu überzeugen.
Die angenommene 40%ige Arbeitsunfähigkeit findet keine Stütze in den medizi
nischen Unterlagen
, insbesondere weder im neuropsychologischen Unter
suchungsbericht der Klinik
A._
(
Urk.
9/66) noch in der Aktenbeurteilung des RAD (
Urk.
9/93)
.
Letzterer gelangte vielmehr zur Auffassung, dem Versicherten sei es möglich, eine
r
leidensadaptierte
n
Tätigkeit in einem vollen Arbeitspensum
nachzugehen.
Es ist jedoch fraglich, ob dabei die mit der Intelligenzminderung einhergehenden Einschränkungen hinreichend Berücksichtigung fanden
, zumal sich die Beurteilung von
Dr.
Z._
insoweit als fachfremd erweist. Ausserdem
mangelt es an der rechtsprechungsgemäss geforderten
objektiven Beschreibung der Auswirkungen der Intelligenzminderung
, da
der RAD
einzig
auf
die Lern
fähigkeit respektive das Lerntempo
Bezug
nahm
.
Ausser Acht blieben schliesslich
die im Rahmen der Arbeitsvermittlung Plus
bei einem Arbeitsversuch mit hand
werklichem Einsatz
gewonnenen Erkenntnisse.
So wurde seitens des involvierten Arbeitgebers nicht nur auf einen fehlenden Lernfortschritt, sondern auch auf
Schwierigkeiten beim
selbständigen Arbeiten und den
damit einhergehenden
sehr hohen Betreuungsaufwand des Werkstattleiters hingewiesen
, so dass es schwierig sei, den Versicherten zum Nutzen des Unternehmens einzusetzen
(
Urk.
9/92/2).
In
der RAD-S
tellungnahme
wird
darüber hinaus nicht
hinreichend begründet
, weshalb dem Versicherten die angestammte Tätigkeit als Hauswa
rt ab dem 4.
August 2018
(dauerhaft)
nicht mehr zumutbar gewesen sein sollte.
M
ed.
pract
.
D._
, Praktischer Arzt,
hatte ihm
zwar
vom 1
9.
J
uli bis 24.
August 2018 eine krankheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit attestiert (U
rk.
9/30/2 f.).
Er hielt überdies am 2
4.
September 2018 fest, dem Versicherten sei «aktuell» eine leidens
angepasste Tätigkeit ganztags zumutbar
, die
bisherige berufliche T
ätigkeit
hinge
gen nicht mehr
(
Urk.
9/38/3).
Dem Bericht der Universitätsklinik
C._
vom 1
7.
Juni 2019 kann
demgegenüber
entnommen werden, dass der Versicherte seit einer Hyaluronsäure-Infiltration in
da
s linke Knie vor ungefähr einem Jahr subjektiv beschwerdefrei sei und uneingeschränkt als Hauswart arbeite. Auch im Haushalt habe er keine Probleme und wünsche daher derzeit keine weitere Inter
vention (
Urk.
9/60/1).
Andererseits bestand die Tätigkeit als Hauswart auch aus Treppensteigen mit Gewichten und vielem Stehen, was Mühe bereitete (Urk.
9/36/2), sodann beurteilte die Orthopädin
Dr.
med. E._
schon im Mai 2018 die
gesundheitliche Situation
mit
der
auch noch vorhandenen
schweren
Coxarthrose
rechts mit Hüftkopfnekrose dahingehend, dass eigentlich die Indika
tion für eine Implantation einer
Hüfttotalendoprothese
bestehen würde, darauf
wurde
jedoch aufgrund des komplizierten Eingriffs und weil der
Versicherte
noch keine Beschwerden in der Hüfte hatte
,
verzichtet (Urk.
9/30
/1
).
In somatischer Hinsicht bestehen vor diesem Hintergrund ebenfalls Unklarheiten in Bezug auf den Verlauf der Arbeitsfähigkeit
in der langjährig ausgeübten Tätigkeit als Hauswart
,
was un
ter anderem für die Anspruchsvoraussetzung des Wartejahres nach
Art.
28
Abs.
1
lit
. b IVG
(vgl. vorstehende E. 1.3)
von Relevanz
ist.
Diese Arbeitsfähigkeit wird näher abzuklären sein. Dabei gilt es zu berück
sichtigen, dass
als
arbeitsunfähig
gilt
,
wer
infolge eines Gesundheitsschadens
die
bisherige Tätigkeit nicht mehr, nur noch beschränkt oder nur unter der Gefahr,
den
Gesundheitszustand zu verschlimmern, ausüben
kann
. Diese Konkretisie
rungen des Begriffs der Arbeitsunfähigkeit, wie sie vor dem Inkrafttreten des
ATSG gegolten haben, sind auch für die Auslegung von
Art.
6 ATSG weiterhin
massgebend
(BGE 130 V 343 E. 3.1).
4.4
Gesamthaft
bestehen zumindest geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der RAD-Stellungnahme, weshalb darauf nicht abgestellt werden kann (vgl.
BGE 145 V 97 E. 8.5, 142 V 58 E. 5.1 mit Hinweisen)
und auch die übrigen Akten klären die massgeblichen Fragen nicht abschliessend
.
In Anbe
tracht des geltenden Untersuchungsgrundsatzes (
Art.
43 Abs. 1 ATSG) erweisen sich weitere medizinische Abklärungen für unumgänglich, damit über de
n
Leis
tungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein
lichkeit entschieden werden kann (
vgl.
Urteil des Bundesgerichts 9C_721/2019 vom 27. Mai 2020 E. 3 mit Hinweisen).
5
.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich die medizinische Aktenlage für eine abschliessende Beurteilung der Arbeitsfähigkeit
des Beigeladenen
und damit des Invaliditätsgrades als unzulänglich erweist. Folglich ist die angefochtene Verfü
gung vom
2
2.
April 2021
(Urk. 2)
entsprechend dem Antrag der Beschwerde
gegnerin sowie des
Beigeladenen
aufzuheben und die Sache ist an die Beschwer
degegnerin zurückzuweisen, damit diese nach ergänzender Abklärung im Sinne der obigen Erwägungen eine neue Beurteilung vornehme und sodann über den Leistungsanspruch neu verfüge.
Bei diesem Verfahrensausgang kann dahingestellt bleiben, ob
wie beschwerde
weise geltend gemacht (
Urk.
1 S. 2 f.)
eine der Heilung
nicht zugängliche Verletzung der Begründungspflicht als Teilgehalt
des
rechtlichen Gehörs
vorliegt, da auch in diesem Fall die
Aufhebung des angefochtenen Entscheids samt
Rück
weisung der Sache an die Beschwerdegegnerin die Rechtsfolge wäre.
Nichts
destotrotz bleibt an dieser Stelle zu betonen,
dass sich die Beschwerdegegnerin im Laufe des weiteren Verwaltungsverfahrens
rechtsgenüglich
mit den
Einwän
den
der
Verfahrensbeteiligten
auseinanderzusetzen
haben wird.
6.
6.1
Das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kanto
nalen Versicherungsgericht ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG). Im vorliegenden Verfahren sind sie ermessensweise auf Fr.
700.-- anzusetzen. Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und neuen
Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 210 E. 7.1, 137 V 57 E. 2.2), weshalb die Gerichtskosten der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen sind.
6.2
6.2.1
Mit Beschwerde vom 1
9.
Mai 2021 stellte die Beschwerdeführerin das Rechts
begehren «Unter o/e Kostenfolge zu Lasten der Beschwerdegegnerin» und bean
tragte damit
nebst der Auferlegung der Gerichtskosten an die Gegenpartei auch
die Zusprechung einer Parteientschädigung (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2A.220/2004 vom 1
5.
November 2004 E. 4).
Der Beschwerde führenden (obsiegenden) Person wird zwar gemäss
Art.
61
lit
. g ATSG grundsätzlich ein Anspruch auf Parteientschädigung zuerkannt.
Im sozial
versicherungsrechtlichen Verfahren darf obsiegenden Behörden oder mit
öffent
lichrechtlichen
Aufgaben betrauten Organisationen in der Regel
jedoch
keine Parteientschädigung zugesprochen werden.
Das hat grundsätzlich auch für die Trägerinnen oder Versicherer der beruflichen Vorsorge
gemäss BVG zu gelten (BGE 128 V 124 E. 5b mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts 9C_159
/2019 vom 31. Oktober 2019 E. 8).
Die Beschwerdeführerin hat daher keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung.
6.2.2
Der ebenfalls obsiegende, anwaltlich vertretene Beigeladene hat Anspruch auf eine P
rozessentschädigung, die sich gemäss
§
34
Abs.
1
GSVGer
nach der Bedeu
tung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsie
gens, jedoch ohne Rücksicht auf den Streitwert
bemisst
(
§
34
Abs.
3
GSVGer
).
Unter Berücksichtigung dieser Kriterien ist diese
ermessensweise auf
Fr.
500.—
(inkl. Barauslagen und
MWSt
)
festzusetzen
und der unterliegenden Beschwerde
gegnerin aufzuerlegen
, da eine Rückweisung an die Verwaltung zur ergänzenden Abklärung als gänzliches Obsiegen gilt.