Decision ID: 04ecf3e9-53e8-4669-96cb-77de93cbe863
Year: 2011
Language: de
Court: CH_BSTG
Chamber: CH_BSTG_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: penal_law

Sachverhalt:
A. Interpol Bukarest ersuchte mit Meldung vom 22. April 2009 um  des am 29. Juli 1989 geborenen rumänischen Staatsbürgers A. zwecks Auslieferung an Rumänien (act. 3.1). Diese Meldung erfolgte gestützt auf den Haftbefehl des Bezirksgerichts von Buftea vom 20. Januar 2009 in Verbindung mit dem Urteil desselben Gerichts vom 5. November 2008, mit welchem A. zu einem Jahr und sechs Monaten Freiheitsstrafe wegen  verurteilt worden war (act. 3.6).
B. Das Bundesamt für Justiz (nachfolgend „BJ“) erliess am 30.  2010 eine Haftanordnung (act. 3.2) Gleichentags wurde A.  und in provisorische Auslieferungshaft versetzt. Anlässlich seiner  durch das Untersuchungsrichteramt Chur vom 31.  2010 erklärte er, mit einer vereinfachten Auslieferung nicht  zu sein (act. 3.3). Am 3. Januar 2011 erliess das BJ einen  gegen A., welcher ihm am 4. Januar 2011 eröffnet wurde (act. 3.4). Dieser Entscheid blieb unangefochten.
C. Das rumänische Justizministerium beantragte mit Schreiben vom 12. Janu-
ar 2011 (vorab per Fax) formell die Auslieferung von A. für die ihm im  des Bezirksgerichts Buftea zur Last gelegten Taten (act. 3.6). Mit Faxschreiben vom 20. Januar 2011 ersuchte das BJ das rumänische  um Zustellung der geltenden rumänischen  (act 3.5). Mit Schreiben vom 24. Januar 2011 (vorab per Fax) reichte dieses die ersuchten Bestimmungen nach (act. 3.8).
D. Anlässlich der Einvernahme vom 21. Januar 2011 konnte sich A. zum Aus-
lieferungsersuchen äussern und gab zu Protokoll, sich nach wie vor einer vereinfachten Auslieferung zu widersetzen (3.7). Dazu nahm er mit  vom 10. Februar 2011 auch schriftlich Stellung (act. 3.12).
E. Mit Faxschreiben vom 1. Februar 2011 ersuchte das BJ die rumänischen
Behörden um Beantwortung verschiedener Fragen betreffend die  einzelner Verfahrensrechte im Rahmen des gegen A. in Rumänien  Strafverfahrens (act. 3.9). Die diesbezügliche Stellungnahme ging am 9. Februar 2011 ein (act. 3.10). Das BJ ersuchte daraufhin das rumäni-
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sche Justizministerium um eine förmliche Garantieerklärung (act. 3.11), welche mit Schreiben vom 14. Februar 2011 (vorab per Fax) einging (act. 3.13). Das BJ stellte A. die zuletzt eingegangenen  Akten zu (act. 3.14), wozu er mit Schreiben vom 21. Februar 2011  nahm (act. 3.15).
F. Am 28. Februar 2011 erliess das BJ einen Auslieferungsentscheid, verfügte
die Auslieferung von A. für die dem Auslieferungsersuchen zugrunde  Straftat und bewilligte ihm die unentgeltliche Rechtspflege (act. 1.2).
G. Gegen die Auslieferung führt A. mit Eingabe vom 25. März 2011 Be-
schwerde bei der II. Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts und stellt folgende Anträge (act. 1):
„1. Der Auslieferungsentscheid des Bundesamtes für Justiz vom 28. Februar 2011 sei auf-
zuheben.
2. Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen.
3. A. sei die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren und es sei ihm ein amtlicher Vertre-
ter in der Person von RA lic. iur. Mauro Lardi zu bestellen.
4. Unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge (zzgl. MwSt) für das erstinstanzli-
che Verfahren und für das Beschwerdeverfahren.“
Das BJ beantragt in seiner Beschwerdeantwort vom 6. April 2011 die Ab-
weisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei (act. 3). Innert  Frist hält der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 26. April 2011 an den gestellten Rechtsbegehren fest (act. 6), worüber das BJ am 27.  2011 in Kenntnis gesetzt wurde (act. 7).

Die II. Beschwerdekammer zieht in Erwägung:
1. Für den Auslieferungsverkehr und die vorläufige Auslieferungshaft  der Schweiz und Rumänien sind primär das Europäische  vom 13. Dezember 1957 (EAUe; SR 0.353.1), das zu diesem Übereinkommen am 15. Oktober 1975 ergangene erste Zusatz-
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protokoll (1. ZP; SR 0.353.11) sowie das am 17. März 1978 ergangene zweite Zusatzprotokoll (2. ZP; SR 0.353.12) massgebend.
Wo Übereinkommen und Zusatzprotokolle nichts anderes bestimmen,  auf das Verfahren der Auslieferung und der vorläufigen  ausschliesslich das Recht des ersuchten Staates Anwendung (Art. 22 EAUe), vorliegend also das Bundesgesetz vom 20. März 1981 über  Rechtshilfe in Strafsachen (IRSG; SR 351.1) und die Verordnung vom 24. Februar 1982 über internationale Rechtshilfe in Strafsachen (IRSV; SR 351.11; Art. 1 Abs. 1 lit. a IRSG; BGE 132 II 81 E. 1.1; 130 II 337 E. 1, je m.w.H.). Das innerstaatliche Recht gelangt nach dem Günstigkeitsprinzip auch dann zur Anwendung, wenn dieses geringere  an die Auslieferung stellt (BGE 129 II 462 E. 1.1 S. 464).  bleibt die Wahrung der Menschenrechte (vgl. BGE 135 IV 212 E. 2.3 S. 215; 123 II 595 E. 7c S. 616 ff., je m.w.H.).
2. Gegen Auslieferungsentscheide des BJ kann innert 30 Tagen seit der Er-
öffnung des Entscheids bei der II. Beschwerdekammer des  Beschwerde geführt werden (Art. 55 Abs. 3 i.V.m. Art. 25 Abs. 1 IRSG; Art. 37 Abs. 2 lit. a Ziff. 1 des Bundesgesetzes vom 19. März 2010 über die Organisation der Strafbehörden des Bundes,  [StBOG; SR 173.71]; Art. 19 Abs. 2 des  für das Bundesstrafgericht vom 31. August 2010,  BStGer [BStGerOR; SR 173.713.161]). Der  vom 28. Februar 2011 wurde mit Eingabe vom 25. März 2011  angefochten. Auf die Beschwerde ist damit einzutreten.
3. 3.1 Der Beschwerdeführer macht die Verletzung seines Anspruchs auf rechtli-
ches Gehör geltend. Er sieht diese Verletzung darin, dass der  in dessen Entscheid die Rüge, wonach die Auslieferung nur nach eingehender Prüfung der notwendigen Voraussetzungen (besondere  der Urteilsfähigkeit im Prozess und separater Strafvollzug betreffend Minderjähriger) möglich sei, überhaupt nicht behandelt und lediglich auf zwei Urteile des Bundesgerichts verwiesen habe (act. 1, N. 5 f.).
3.2 3.2.1 Nach Massgabe des EAUe sind die Vertragsparteien grundsätzlich ver-
pflichtet, einander Personen auszuliefern, die von den Justizbehörden des ersuchenden Staates wegen einer strafbaren Handlung verfolgt oder zur
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Vollstreckung einer Strafe oder einer sichernden Massnahme gesucht  (Art. 1 EAUe). Auszuliefern ist wegen Handlungen, die sowohl nach dem Recht des ersuchenden als auch nach dem des ersuchten Staates mit einer Freiheitsstrafe oder die Freiheit beschränkenden sichernden  im Höchstmass von mindestens einem Jahr oder mit einer  Strafe bedroht sind (Art. 2 Ziff. 1 EAUe; vgl. auch Art. 35 Abs. 1 lit. a IRSG). Die beidseitige Strafbarkeit setzt voraus, dass der im Ersuchen  Sachverhalt die objektiven Tatbestandsmerkmale einer  Strafbestimmung erfüllt. Besondere Schuldformen und  werden nicht berücksichtigt (Art. 35 Abs. 2 IRSG). Bei der Prüfung der beidseitigen Strafbarkeit ist das BJ an die  im Ersuchen gebunden. Es hat weder Tat- noch Schuldfragen zu prüfen und grundsätzlich auch keine Beweiswürdigung vorzunehmen, es sei denn die Sachverhaltsdarstellung im Rechtshilfeersuchen enthalte  Fehler, Lücken oder Widersprüche (BGE 132 II 81 E. 2.1 S. 85; 125 II 250 E. 5b S. 257, je m.w.H.).
3.2.2 Der Grundsatz des rechtlichen Gehörs als persönlichkeitsbezogenes Mit-
wirkungsrecht verlangt unter anderem, dass die Behörde die Vorbringen des vom Entscheid in seiner Rechtsstellung Betroffenen auch tatsächlich hört, sorgfältig und ernsthaft prüft und in der Entscheidfindung . Daraus folgt die grundsätzliche Pflicht der Behörden, ihren Entscheid zu begründen. Es müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt , von denen sich die Behörde leiten liess und auf welche sich ihr  stützt. Die Behörde muss sich indessen nicht ausdrücklich mit jeder tatbeständlichen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand , sondern kann sich auf die für den Entscheid wesentlichen  beschränken (BGE 112 Ia 107 E. 2b S. 109 f.). Die Behörde hat in der Begründung ihres Entscheids diejenigen Argumente aufzuführen, welche tatsächlich ihrem Entscheid zugrunde liegen. Die Begründung des Entscheids muss so abgefasst sein, dass der Betroffene ihn  sachgerecht anfechten kann (BGE 126 I 97 E. 2b S. 102 f. m.w.H.; Entscheide des Bundesstrafgerichts RR.2007.55 vom 5. Juli 2007, E. 4.1; RR.2008.144 vom 19. August 2008, E. 4).
3.3 Nach dem im Auslieferungsersuchen dargelegten Sachverhalt wird dem
Beschwerdeführer vorgeworfen, am 1. Oktober 2005 in Z. (Rumänien)  mit zwei weiteren Personen die Scheibe eines Fahrzeuges  und eine Herren- sowie eine Damentasche im Gesamtwert von RON 7'600.-- – umgerechnet aktuell rund CHF 2'335.-- (www.oanda.com) – entwendet zu haben. Nach schweizerischem Recht kann dieser  ohne weiteres unter den Tatbestand des Diebstahls im Sinne von
http://www.oanda.com)
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Art. 139 StGB sowie der Sachbeschädigung laut Art. 144 StGB subsumiert werden. Wie der Beschwerdegegner in seinem Auslieferungsentscheid  bemerkt, sind die Voraussetzungen von Art. 2 Ziff. 1 EAUe auch unter Berücksichtigung des Bundesgesetzes über das Jugendstrafrecht (Jugendstrafgesetz, JStG; SR 311.1) erfüllt (vgl. act. 1.2, Ziff. II. 4.2).
Der Vorinstanz kann nicht vorgeworfen werden, sie hätte ihre Begrün-
dungspflicht verletzt und den Anspruch des Beschwerdeführers auf  Gehör nicht berücksichtigt. In ihrem Entscheid fehlt kein wesentliches Argument, weshalb die Auslieferung an Rumänien zu bewilligen ist. Der Beschwerdegegner führt namentlich aus, weshalb er davon ausgeht, dass Rumänien dem Beschwerdeführer ein faires Verfahren im Sinne der EMRK und des UNO-Paktes II gewährleisten werde und er deshalb Art. 3 des 2. ZP als erfüllt ansieht. Das Recht auf ein faires Verfahren enthält auch die Unschuldsvermutung, wonach jede Person, welche einer Straftat angeklagt ist, bis zum gesetzlichen Beweis ihrer Schuld als unschuldig gilt (Art. 6 Abs. 2 EMRK). Der Rechtshilferichter hat keine Schuldfragen zu prüfen, wozu auch die Urteilsfähigkeit zum Tatzeitpunkt zählt (vgl. Entscheid des Bundesstrafgerichts RR.2007.27 vom 10. April 2007, E. 5.1). Indem der Beschwerdegegner dargelegt hat, weshalb er von der Durchführung eines fairen Verfahrens im Sinne der EMRK und des UNO-Paktes II ausgeht – und worin nach dem Gesagten laut Art. 6 Abs. 2 EMRK auch die Frage der Schuld- bzw. Urteilsfähigkeit zu klären ist – hat er der  Genüge getan. Er musste nicht noch explizit auf die Rüge eingehen, wonach das Strafverfahren nur völkerrechtskonform sei, wenn die  des Beschwerdeführers geprüft werde. Zur Untermauerung ihrer Argumente verweist die Vorinstanz sodann auf ein Urteil des , worin die Rechtslage in Rumänien beurteilt wurde. Daran ist nichts zu beanstanden. Bezüglich der erwähnten UN-Kinderrechtskonvention  diese auf den Entscheid, Rechtshilfe zu leisten, keinen Einfluss (vgl. nachfolgend E. 4), weshalb sich die Vorinstanz damit auch nicht  musste. Eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör liegt nach dem Gesagten nicht vor, die diesbezügliche Rüge ist .
4. 4.1 Des Weiteren wendet der Beschwerdeführer ein, dem Auslieferungsersu-
chen liege ein Abwesenheitsurteil zugrunde, weshalb das Verfahren  werden müsse. Allerdings reiche die vom ersuchenden Staat  förmliche Zusicherung nicht aus, um zu garantieren, dass im neu durchzuführenden Strafverfahren Art. 14 Abs. 4 des UNO-Paktes II sowie
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Art. 37 lit. c des Übereinkommens über die Rechte des Kindes respektiert würden. Gestützt auf diese Bestimmungen habe Italien die Auslieferung von Minderjährigen (nicht nur im Falle des Beschwerdeführers) an  systematisch verweigert. Es sei nicht zu verstehen, weshalb die  völkerrechtlichen Bestimmungen in der Schweiz anders als in Italien ausgelegt werden sollten.
4.2 4.2.1 Gemäss Art. 9 Satz 2 EAUe kann die Auslieferung unter Berufung auf den
Grundsatz "ne bis in idem" abgelehnt werden, wenn die zuständigen  des ersuchten Staates entschieden haben, wegen derselben  kein Strafverfahren einzuleiten oder ein bereits eingeleitetes  einzustellen (vgl. auch Art. 2 des 1. ZP). Eine vormalige  der Auslieferung (aus anderen Gründen) hindert den ersuchenden Staat demgegenüber nicht, zu einem späteren Zeitpunkt von einem  oder auch demselben Staat erneut die Auslieferung zu verlangen (BGE 121 II 93 E. 3 S. 94; Urteil des Bundesgerichts 1A.13/2007 vom 9. März 2007, E. 2.1; Entscheide des Bundesstrafgerichts RR.2008.32 vom 10. April 2008, E. 3; RR.2007.53 vom 4. Mai 2007 E. 4.2.2).
4.2.2 Gestützt auf Art. 3 des 2. ZP zum EAUe kann die ersuchte Vertragspartei
die Auslieferung zur Vollstreckung eines Abwesenheitsurteils ablehnen, wenn nach ihrer Auffassung in dem diesem Urteil vorangegangenen  nicht die Mindestrechte der Verteidigung gewahrt worden sind, die anerkanntermassen jedem einer strafbaren Handlung Beschuldigten . Die Auslieferung wird jedoch bewilligt, wenn die ersuchende  eine als ausreichend erachtete Zusicherung gibt, der Person, um  Auslieferung ersucht wird, das Recht auf ein neues Gerichtsverfahren zu gewährleisten, in dem die Rechte der Verteidigung gewahrt werden (vgl. auch Art. 37 Abs. 2 IRSG). Nach der Praxis des Bundesgerichts und des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte sind  grundsätzlich zulässig, sofern der in Abwesenheit Verurteilte (auch nach Eintritt der Vollstreckungsverjährung) die Aufhebung des  und die Durchführung des ordentlichen Verfahrens () verlangen kann (Urteil des Bundesgerichts 1A.150/2002 vom 4. September 2002, E. 3; BGE 129 II 56 E. 6.2; 127 I 213 E. 3a; 126 I 36 E. 1a; 122 I 36 E. 2; 122 IV 344 E. 3c und 5c; 117 Ib 337 E. 5a-b, je m.w.H.).
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4.3 4.3.1 Der Umstand, dass Italien die Auslieferung des Beschwerdeführers abge-
lehnt hat, stellt nach dem Gesagten für die Schweiz kein  dar (vgl. supra E. 4.2.1).
4.3.2 Die rumänischen Behörden haben auf Aufforderung des Beschwerdegeg-
ners am 14. Februar 2011 eine formelle Zusicherung abgegeben, wonach der Beschwerdeführer bei seiner Auslieferung ein neues Gerichtsverfahren verlangen könne, worin die durch die EMRK und den UNO-Pakt II  Rechte gewährleistet würden (act. 3.13). Diese Erklärung erweist sich als glaubwürdig und ausreichend, die Bedingungen gemäss Art. 3 des 2. ZP zur Auslieferung eines in Abwesenheit Verurteilen sind demnach . Ausserdem wird bei einem Staat wie Rumänien, welcher die EMRK als auch den UNO-Pakt II ratifiziert (und Mitglied der EU ist), die Beachtung der darin statuierten Garantien auch ohne explizite Zusicherung vermutet (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1A.30/2001 vom 2. April 2001, E. 5b;  des Bundesstrafgerichts RR.2010.224 vom 11. November 2010, E. 3.2). Sodann kann auf das vom Beschwerdegegner erwähnte Urteil des Bundesgerichts verwiesen werden, worin es sich zur Rechtslage in  bereits früher geäussert und festgehalten hat, „que le droit  à un nouveau jugement en cas de condamnation par défaut est  ancré dans l’ordre juridique de l’Etat requérant“ (Urteil des  1A.58/2006 vom 12. April 2006, E. 5.2).
Der Einwand, wonach Rumänien Art. 37 lit. c des Übereinkommens vom
20. November 1989 über die Rechte des Kindes (UN-; SR 0.107) nicht respektieren würde, ist befremdlich. Die  legt die Rechte der Kinder fest. Gemäss der  haben Kinder – definiert als bis 18-Jährige (Art. 1) – ein Recht , angemessen versorgt, gefördert und geschützt zu werden und sich am gesellschaftlichen Leben zu beteiligen. Jedes Kind, dem die Freiheit  ist, ist von Erwachsenen zu trennen (vgl. Art. 37 lit. c ). Der heute 22-jährige Beschwerdeführer ist kein Kind mehr im Sinne der UN-Kinderrechtskonvention und kann sich folglich nicht auf die vorgenannten Bestimmungen berufen. Nach der  des volljährigen Beschwerdeführers hätte sein Strafvollzug – bei einer allfälligen Verurteilung – unter Minderjährigen zu erfolgen. Ein solches  kann eindeutig nicht Ziel der UN-Kinderrechtskonvention sein. Nach dem Gesagten erweisen sich die diesbezüglichen Rügen als unbegründet.
4.4 Kann der Beschwerdeführer die Wiederaufnahme der Gerichtsverfahren
verlangen, welche in seiner Abwesenheit zu seiner Verurteilung führten,
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braucht nicht weiter geprüft werden, ob in jenen Verfahren die  der Verteidigung gewahrt worden waren (Entscheid des  RR.2009.336 vom 11. März 2010, E. 4.4).
5. Andere Auslieferungshindernisse werden weder geltend gemacht noch sind solche ersichtlich. Die Auslieferung an Rumänien ist zulässig.
6. 6.1 Die II. Beschwerdekammer befreit eine Partei, welche nicht über die erfor-
derlichen Mittel verfügt, auf Antrag von der Bezahlung der , sofern ihr Begehren nicht aussichtslos erscheint (Art. 65 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 39 Abs. 2 lit. b StBOG) und bestellt dieser einen Anwalt, wenn es zur Wahrung ihrer Rechte notwendig erscheint (Art. 65 Abs. 2 VwVG i.V.m. Art. 39 Abs. 2 lit. b StBOG). Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung sind Prozessbegehren als aussichtslos anzusehen, wenn die  beträchtlich geringer erscheinen als die Verlustgefahren und die deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden können. Dagegen gilt ein Begehren nicht als aussichtslos, wenn sich Gewinnaussichten und  ungefähr die Waage halten oder jene nur wenig geringer sind als diese. Massgebend ist, ob eine Partei, die über die nötigen finanziellen  verfügt, sich bei vernünftiger Überlegung zu einem Prozess  würde. Ob im Einzelfall genügende Erfolgsaussichten bestehen,  sich nach den Verhältnissen zurzeit, zu der das Gesuch um  Rechtspflege gestellt wird (BGE 129 I 129 E. 2.3.1; 128 I 225 E. 2.5.3; 124 I 304 E. 2c).
6.2 Die Auslieferung des Beschwerdeführers an Rumänien ist offensichtlich zu-
lässig, und seine Begehren müssen als aussichtslos bezeichnet werden. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung ist somit abzuweisen. Der vermutungsweise schwierigen finanziellen Situation kann aber gemäss Art. 5 des Reglements des Bundesstrafgerichts vom 31. August 2010 über die Kosten, Gebühren und Entschädigungen in  (BStKR; SR 173.713.162) i.V.m. Art. 63 Abs. 4bis VwVG mit einer reduzierten Gerichtsgebühr Rechnung getragen werden.
6.3 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer die Ge-
richtskosten selber zu tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 39 Abs. 2 lit. b StBOG). Für die Berechnung der Gerichtsgebühren gelangt das BStKR i.V.m. Art. 63 Abs. 5 VwVG zur Anwendung. Unter Berücksichtigung
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aller Umstände ist die Gerichtsgebühr vorliegend auf Fr. 1'500.-- .
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