Decision ID: 06fb2214-6b37-441e-bf54-10480371f584
Year: 2017
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ (nachfolgend Versicherter bzw. Beschwerdeführer), war seit dem 20. April
2008 bei der B._ (nachfolgend Arbeitgeberin), als Koch tätig und dadurch bei der
Suva unfallversichert, als er sich am 18. Oktober 2010 beim Anheben und Hantieren
eines mit Eis gefüllten Kübels am linken Oberarm und an der Schulter verletzte (UV-act.
1, 7, 11, 14). Die Erstbehandlung fand durch Dr. med. C._, Facharzt für Innere
Medizin FMH, statt, welcher den Versicherten gleichentags an die Zentrale
Notfallabteilung des Kantonsspitals St. Gallen (nachfolgend KSSG) überwies (UV-act.
17). Im Arztbericht vom 20. Oktober 2010 diagnostizierten die Spitalärzte Dr. med.
D._ und Dr. med. E._ eine nicht dislozierte Tuberculum majus Fraktur links (DD:
alte Fraktur) und den Verdacht auf eine Supraspinatussehnenläsion links (UV-act. 7, 10,
11).
A.b Am 27. Oktober 2010 erfolgte die Unfallmeldung an die Suva (UV-act. 1). Im
Arztzeugnis vom 8. November 2010 erhob Dr. C._ als Befund eine schmerzbedingt
praktisch vollständig aufgehobene Beweglichkeit in der Schulter (DD über Acromion)
und diagnostizierte eine Abrissfraktur des Tuberculum majus links (UV-act. 12). Im
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Arztbericht vom 25. November 2010 diagnostizierten Dr. med. F._, Oberarzt mbF,
und Dr. med. G._, Leitender Arzt, Klinik für Orthopädische Chirurgie, KSSG,
basierend auf einer Arthro-MRI Untersuchung eine Tendinitis der langen Bicepssehne
mit Pulleyläsion und eine Partialruptur der Subscapularissehne (UV-act. 15). Mit
Schreiben vom 14. Januar 2011 sprach die Suva dem Versicherten für die Folgen des
Berufsunfalls vom 18. Oktober 2010 Versicherungsleistungen (Taggelder,
Heilbehandlung) zu (UV-act. 18 ff.).
A.c Im Februar 2011 nahm der Versicherte seine bisherige Arbeit zu 50% wieder auf,
wobei er bei schweren Arbeiten auf die Unterstützung von Arbeitskollegen angewiesen
war (UV-act. 33). Der Arbeitsversuch scheiterte im März wegen zunehmender
Schmerzen und der Unmöglichkeit, den linken Arm bei der Arbeit als Koch adäquat
gebrauchen zu können (UV-act. 46). Die Arbeitgeberin kündigte dem Versicherten
daraufhin per 30. Juni 2011 (UV-act. 47, 61, 62).
A.d Im Arztbericht vom 9. Mai 2011 diagnostizierte Dr. med. H._, Facharzt für
Neurologie sowie Psychiatrie und Psychotherapie, beim Versicherten u.a. eine
rezidivierende depressive Störung, aktuell mittelschwergradige bis schwergradige
depressive Episode. Aus psychiatrischer Sicht ging er von einer 100%igen
Arbeitsunfähigkeit aus (UV-act. 45). Im Arztbericht vom 8. Juni 2011 diagnostizierten
Dr. med. Z._, Dr. F._ und Dr. G._, Klinik für Orthopädische Chirurgie, KSSG, eine
Partialruptur der Supraspinatussehne sowie eine Bizepstendinitis mit Pulleyläsion an
der linken Schulter (UV-act. 52). Am 27. Juni 2011 wurde beim Versicherten im KSSG
eine arthroskopische Rotatorenmanschettennaht, eine Arthroskopie sowie eine
subacromiale Dekompression der linken Schulter durchgeführt (UV-act. 65, 67). In
Arztberichten vom 25. Oktober und 30. November 2011 erklärte Dr. med. I._,
Fachärztin für Innere Medizin FMH, dass der Versicherte trotz regelmässigem
Analgetika-Konsum immer noch Schmerzen insbesondere bei Belastungen habe.
Zudem leide er auch an einer Depression (UV-act. 85, 95). Im Arztbericht vom 8.
Dezember 2011 diagnostizierte Dr. med. G._, Facharzt für Orthopädische Chirurgie
und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, Orthopädie J._,
Restbeschwerden (DD: Reruptur) bei Status nach arthroskopischer
Rotatorenmanschettenrekonstruktion links 06/11 und schätzte die aktuelle
Arbeitsfähigkeit auf 0% (UV-act. 99).
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A.e Am 15. Dezember 2011 wurde der Versicherte von Kreisarzt Dr. med. K._,
Facharzt für Chirurgie FHM, untersucht. Es bestehe objektiv noch eine
Bewegungseinschränkung der linken Schulter, vor allem bei Abduktion, weniger bei
Anteversion und eine mässige Tendinopathie der Subraspinatussehne und begleitende
Bursitis subacromialis/subdeltoidea linksseitig. Er empfahl die Weiterführung der
Physiotherapie. Für eine leichte bis höchstens mittelschwere körperliche Tätigkeit mit
gesamthaft reduziertem Armeinsatz links ohne Notwendigkeit des Hebens und Tragens
von Gewichten über Hüfthöhe, ausnahmsweise auch bis Brusthöhe, linksseitig und
ohne Notwendigkeit von Über-Kopf-Arbeiten bestehe ab dem 19. Dezember 2011 eine
50% und ab Januar 2012 eine 100%ige Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen
Arbeitsmarkt (UV-act. 103).
A.f Mit Schreiben vom 27. Dezember 2011 teilte die Suva dem Versicherten mit, dass
ab dem 19. Dezember 2012 (gemeint wohl: 2011) das Taggeld zu 50% ausgerichtet
werde. Ab dem 1. Januar 2012 entfalle dann das Taggeld (UV-act. 104). Am 7. März
2012 verlangte der Versicherte telefonisch eine anfechtbare Verfügung (UV-act. 110)
und am 9. März 2012 eine Bestätigung für die Arbeitslosenkasse, dass er seit dem 1.
Januar 2012 keine Taggelder mehr erhalte (UV-act. 111). Am 22. März 2012 verlangte
er die anfechtbare Verfügung auch noch schriftlich (UV-act. 113).
A.g Vom 21. Februar bis 23. März 2012 war der Versicherte in der Klinik L._
hospitalisiert. Diagnostiziert wurde u.a. eine rezidivierende depressive Störung,
gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10: F33.1), und ein Status nach
Schulteroperation links 2011, bei Zustand nach Unfall (UV-act. 173-14).
A.h Mit Verfügung vom 4. April 2012 stellte die Suva die Taggeldleistungen per 2.
Januar 2012 ein, da der Versicherte ab dem 1. Januar 2012 für eine leichte bis
höchstens mittelschwere Tätigkeit mit gesamthaft reduziertem Armeinsatz links ohne
Notwendigkeit des Hebens oder Tragens von Gewichten über Hüfthöhe linksseitig
sowie Über-Kopf-Arbeiten zu 100% arbeitsfähig sei (UV-act. 115).
A.i Am 15. Oktober 2012 begann ein auf drei Monate angesetzter, durch die IV-Stelle
St. Gallen (nachfolgend IV-Stelle) organisierter Arbeitsversuch als Koch (UV-act. 128,
136). Mit Arztbericht vom 5. November 2012 berichteten Dr. med. M._ und Dr. med.
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N._, Klinik für Orthopädische Chirurgie, KSSG, über die Nachkontrolle des
Versicherten am 30. Oktober 2012. Die Ärzte empfahlen die Durchführung einer
nochmaligen Schulterarthroskopie für eine Bizepssehnen-Tenotomie, Reacromioplastik
und gegebenenfalls Rotatorenmanschetten-Rekonstruktion (UV-act. 127, vgl. auch UV-
act. 135). Am 17. Dezember 2012 wurde beim Versicherten im KSSG eine Schulter-
Arthroskopie links mit Bizepstenotomie und subacromialer Dekompression links
durchgeführt (UV-act. 139 f.). Die Orthopädieärzte des KSSG attestierten dem
Versicherten eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bis 12. März 2013 (UV-act. 142, 144,
145).
A.j Im August 2013 trat der Versicherte eine aus eigner Initiative gefundene Stelle als
Koch in einem Alterswohn- und Pflegeheim mit einem 60%-Pensum verteilt auf drei
Arbeitstage an (UV-act. 173-25, 32, 47, UV-act. 191).
A.k Im Konsiliarbericht vom 21. Januar 2014 stellte Dr. med. O._, Facharzt für
Psychiatrie und Psychotherapie FMH, die Diagnosen anhaltende, in diesem Sinne
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradig (ICD-10: F33.1),
chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10:
F45.1) und chronisches Schmerzsyndrom (UV-act. 173-22).
A.l Im Arztbericht vom 10. März 2014 bestätigte Dr. med. P._, Facharzt für
Radiologie FMH, Klinik Q._, basierend auf einer Arthro-MRI Untersuchung der
rechten Schulter, eine Rotatorenmanschettenruptur mit Ansatzriss des ventralen
Drittels der Supraspinatussehne, zusätzlich im mittleren Sehnendrittel, in Faserrichtung,
längs verlaufender weiterer Einriss und keine assoziierte Atrophie des Musculus
supraspinatus sowie eine leichte AC-Gelenksarthrose und ein Typ I Acromion (UV-act.
173-23).
A.m Am 22. April 2014 wurde der Versicherte im Auftrag der IV-Stelle von der
Medizinischen Abklärungsstelle, St. Gallen (nachfolgend Medas Ostschweiz),
begutachtet. Das Gutachten von Dr. med. R._, Fachärztin für Orthopädische
Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, und med. prakt. S._,
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 5. Juni 2014 wurde der Suva auf ihre
Anfrage hin am 29. Mai 2015 zugestellt (UV-act. 173). Im psychiatrischen Teilgutachten
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diagnostizierte med. prakt. S._ eine rezidivierende depressive Störung, welche
aktuell remittiert sei (ICD-10: F33.4), sowie akzentuierte leistungsorientierte
Persönlichkeitszüge (ICD-10: Z73.1). Er empfahl eine ambulante psychiatrische oder
psychologische Behandlung und die Abgabe von Medikamenten, um eine erneute
depressive Episode zu verhindern. Aus psychiatrischer Sicht sei die Arbeitsfähigkeit
nicht eingeschränkt, weshalb der Versicherte seine aktuelle Tätigkeit als Koch (60%-
Pensum) auch in Vollzeit ausüben könnte (UV-act. 173-38 ff.). In orthopädischer
Hinsicht diagnostizierte Dr. R._ mit Einschränkung der Arbeitsfähigkeit insbesondere
ein Impingementsyndrom Schultergelenk rechts bei Supraspinatussehnenruptur im
ventralen Ansatz und mittleren Sehnendrittel und eine leichtgradige AC-Gelenkarthrose
rechts (UV-act. 173-42). Hinsichtlich der angestammten Tätigkeit als Koch sei der
Versicherte durch den ständigen Armeinsatz rechts und links handicapiert. Er könne
schwere Töpfe und Pfannen nicht über Hüfthöhe heben und aktuell keine Tätigkeiten
über Kopf dauerhaft durchführen. Die geklagten Beschwerden seien somatisch
erklärbar. Es liege keine Schmerzausweitung vor (UV-act. 173-45). In der zuletzt
ausgeübten Tätigkeit sei der Versicherte aus rein orthopädischer Sicht seit 18. Oktober
2010 zu 0%, in einer adaptierten Tätigkeit ab 26. April 2013 zu 100% arbeitsfähig (UV-
act. 173-47). In Frage käme eine leichte bis mittelschwere Arbeit ohne ständigen
Armeinsatz beidseits, ohne Überkopfarbeiten rechts bzw. ohne ständiges schweres
Heben und Tragen von Lasten über 10 kg (UV-act. 173-47).
A.n Mit Schreiben vom 3. Juli 2015 teilte die IV-Stelle dem Versicherten die Ablehnung
des Leistungsbegehrens um berufliche Massnahmen mit (UV-act. 182). Mit Verfügung
vom 31. Juli 2015 lehnte die IV-Stelle den Anspruch auf eine Rente der
Invalidenversicherung ab. Begründet wurde dies damit, dass der Versicherte in der
aktuellen Tätigkeit als Koch mit dem 60%-Pensum seine Restarbeitsfähigkeit nicht voll
ausschöpfe, denn es bestehe in einer körperlich leichten, wechselbelastenden Tätigkeit
eine 100%ige Arbeitsfähigkeit. Gemäss dem anwendbaren Tabellenlohn (LSE) für
Hilfsarbeiter könnte er Fr. 61'776.- pro Jahr verdienen. Da die Erwerbseinbusse Fr.
5'574.- bzw. 8% betrage und damit der Invaliditätsgrad unter 40% liege, bestehe kein
Rentenanspruch (UV-act. 187).
A.o Am 25. August 2015 wurde der Versicherte kreisärztlich untersucht. Im
Untersuchungsbericht erklärte Kreisarzt Dr. med. T._: "Die Unfallfolgen an der linken
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Schulter erreichen die Erheblichkeitsgrenze zur Ausrichtung einer
Integritätsentschädigung knapp, unter Berücksichtigung, dass wiederholt
Umwendbewegungen und Über-Kopf-Tätigkeiten, vor allem belastende Bewegungen
Beschwerden verursachen. Entsprechend ist für die medizinische Zumutbarkeit für die
Tätigkeit als Koch und auf dem Allgemeinen Arbeitsmarkt in Betracht zu ziehen, dass
der Patient eingeschränkt ist für die genannten wiederholten Über-Kopf-Tätigkeiten,
welche gewichtsabhängig auch mal für leichte selten möglich sind. Mit dem linken Arm
sollten auch wiederholt belastende Umwendbewegungen des Vorderarms als auch das
Heben und Tragen für über ca. 8 kg - 10 kg auf manchmal eingeschränkt bleiben. In
einer adaptierten Tätigkeit ist der Patient vollschichtig einsatzfähig." (UV-act. 189).
A.p Mit Verfügung vom 6. Oktober 2015 verneinte die Suva den Anspruch des
Versicherten auf eine Invalidenrente, da keine seitens der Unfallversicherung
massgebliche Erwerbsunfähigkeit bestehe, und sprach dem Versicherten eine
Integritätsentschädigung von Fr. 6'300.- aufgrund einer Integritätseinbusse von 5% zu
(UV-act. 198). Beim Validenlohn ging die Suva vom letzten Verdienst von Fr. 70'282.-
aus. Den Invalidenlohn von Fr. 65'827.- bestimmte die Suva anhand von fünf
ausgewählten Arbeitsplatzprofilen (DAP-Profile) aus insgesamt 633 relevanten
Arbeitsplatzprofilen (UV-act. 196).
B.
Die gegen die Verfügung vom 6. Oktober 2015 erhobene Einsprache vom 14. Oktober
2015 (UV-act. 199) wies die Suva mit Einspracheentscheid vom 27. Oktober 2015 ab
(act. G 1.3).
C.
C.a Gegen den Einspracheentscheid erhob der Versicherte vertreten durch
Rechtsanwalt Dr. iur. Ronald Pedergnana, St. Gallen, am 9. November 2015
Beschwerde mit folgenden Rechtsbegehren (act. G 1): Die Verfügung vom 6. Oktober
2015 sei aufzuheben. Es sei eine Rente zu sprechen. Unter Kosten- und
Entschädigungsfolge zulasten der Vorinstanz. Zur Begründung wurde insbesondere
ausgeführt, dass sich der Beschwerdeführer selbst wieder eingegliedert habe. Er
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arbeite in einer leidensangepassten Tätigkeit als Koch in einem Alterswohn- und
Pflegeheim mit einem Pensum von 60%. Gerügt wurde insbesondere, dass die
Beschwerdegegnerin bei der Rentenprüfung auf das Einkommen von fünf DAP-Profilen
abgestellt habe. Hinzu komme, dass drei der Tätigkeiten für den Beschwerdeführer
ungeeignet seien und der Durchschnittslohn der fünf ausgewählten DAP-Profile rund
8% über dem Durchschnittslohn der 633 relevanten DAP-Profile liege.
C.b In der Beschwerdeantwort vom 14. Dezember 2015 beantragte die
Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde vom 9. November 2015 - soweit
darauf einzutreten sei - und die Bestätigung des Einspracheentscheids vom 27.
Oktober 2015 (act. G 3). Zur Begründung wurde in formell-rechtlicher Hinsicht
angeführt, dass der Beschwerdeführer in der Beschwerde vom 9. November 2015 die
Verfügung vom 6. Oktober 2015 und nicht den Einspracheentscheid vom 27. Oktober
2015 angefochten habe, weshalb auf die Beschwerde nicht einzutreten sei (act. G 3 S.
3). Im Weiteren wird vorgebracht, dass die Einwände des Beschwerdeführers gegen
die ausgewählten DAP-Profile unberücksichtigt bleiben müssten, da solche Einwände
bereits im Einspracheverfahren hätten vorgetragen werden müssen (act. G 3 S. 4 f.). In
materiell-rechtlicher Hinsicht wird geltend gemacht, dass der Beschwerdeführer mit der
angetretenen Arbeitsstelle als Koch (60%-Pensum) seine verbliebene Arbeitsfähigkeit
nicht voll ausschöpfe, weshalb diese Tätigkeit für die Bemessung des Invalidenlohns
nicht als Anknüpfungspunkt dienen könne. Dem Beschwerdeführer sei es zwar
unbenommen, im Rahmen einer Teilzeitbeschäftigung von 60% als Koch arbeitstätig zu
sein, der dabei erzielte Lohn könne aber im Rahmen der Invaliditätsbemessung nicht
als Invalidenlohn angerechnet werden, weil der Beschwerdeführer mit dieser Tätigkeit
die verbliebene Arbeitsfähigkeit nicht voll ausschöpfe. Zu den ausgewählten DAP-
Profilen wird angeführt, dass es sich um Hilfsarbeiten handle, welche dem
Beschwerdeführer alle zumutbar seien. Obwohl der Durchschnittslohn aller relevanten
DAP-Profile rund 8% unter dem der fünf ausgewählten DAP-Profile liege, könne der
Beschwerdeführer daraus nichts zu seinen Gunsten ableiten (act. G3 S. 5 ff.).
C.c In der Replik vom 21. Dezember 2015 hielt der Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers unverändert an seinen Rechtsbegehren fest (act. G 5). Mit Verweis
auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung, dass beim Einkommensvergleich für das
Invalideneinkommen in erster Linie auf den nach Eintritt der Invalidität tatsächlich
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erzielten Verdienst abzustellen sei, wurde verlangt, dass der aktuelle Verdienst als Koch
im Alterswohn- und Pflegeheim zu berücksichtigen sei.
C.d In der Duplik vom 29. Januar 2016 erneuerte die Beschwerdegegnerin ihren Antrag
auf Abweisung der Beschwerde (act. G 7).

Erwägungen
1.
Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet der Einspracheentscheid
vom 27. Oktober 2015 (act. G 1.3).
2.
Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die
Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung
(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur
Änderung vom 25. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die
sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem
Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. Vorliegend finden daher
die bis 31. Dezember 2016 gültigen Bestimmungen Anwendung.
3.
3.1 Vorerst zu prüfen ist der formelle Einwand gegen die Beschwerde. So verlangt die
Beschwerdegegnerin, nicht auf die Beschwerde einzutreten, da sich das
Rechtsbegehren nicht gegen den Einspracheentscheid vom 27. Oktober 2015, sondern
gegen die Verfügung vom 6. Oktober 2015 richte, diese aber durch den
Einspracheentscheid abgelöst worden sei und daher gar nicht mehr angefochten
werden könne (vgl. act. G 3 S. 2 f.).
3.2 In der Verfügung vom 6. Oktober 2015 erklärte die Beschwerdegegnerin aufgrund
des ermittelten unfallbedingten Invaliditätsgrades: "Wir können daher ab dem 1.5.2014
keine Invalidenrente ausrichten." (UV-act. 198-2). Der Beschwerdeführer stellte
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daraufhin in der Einsprache vom 14. Oktober 2015 folgendes Rechtsbegehren: "Die
Verfügung vom 6. Oktober 2015 sei aufzuheben. Es sei eine Rente zu sprechen. Unter
Kosten- und Entschädigungsfolge." (UV-act. 199). Ziffer 1 des Dispositiv des
Einspracheentscheids vom 27. Oktober 2015 lautet wie folgt: "Die Einsprache wird
abgewiesen." Das Rechtsbegehren der Beschwerde vom 9. November 2015 wurde
darauf wie folgt formuliert: "Die Verfügung vom 6. Oktober 2015 sei aufzuheben. Es sei
eine Rente zu sprechen. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der
Vorinstanz." (act. G 1).
3.3 Hinsichtlich der Beschwerdeschrift vom 9. November 2015 ist festzustellen, dass
sich das Anfechtungsobjekt aus der ersten Seite der Beschwerdeschrift und aus den
Ausführungen in der Beschwerdeschrift ergibt. So steht auf der ersten Seite der
Beschwerdeschrift geschrieben, dass "Beschwerde" erhoben wird "betreffend
Verfügung vom 6. Oktober 2015 Einspracheentscheid vom 27. Oktober 2015".
Demzufolge wurde Beschwerde in Sinne von Art. 56 Abs. 1 ATSG (auch) gegen den
Einspracheentscheid vom 27. Oktober 2015 erhoben. Ein Nichteintreten auf die
Beschwerde gestützt auf die Formulierung des ersten Satzes des Rechtsbegehrens
wäre folglich überspitzt formalistisch, zumal der Streitgegenstand - der Anspruch auf
eine Invalidenrente - stets der Gleiche war und sich dieser unmissverständlich aus dem
zweiten Satz des Rechtsbegehren "Es sei eine Rente zuzusprechen." ergibt. Auf die
Beschwerde ist deshalb einzutreten. Dennoch wäre von einem Rechtsanwalt zu
erwarten, dass er die Rechtsbegehren in einer Weise formuliert, die keine Frage
bezüglich des Eintretens zulassen.
4.
Streitig und zu prüfen ist nachfolgend der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine
Invalidenrente.
4.1 Ist der Versicherte infolge des Unfalls zu mindestens 10 Prozent invalid (Art. 8 des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR
830.1]), so hat er Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 des Bundesgesetzes
über die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]).
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4.2 Zur Bestimmung des Invaliditätsgrades wird gemäss Art. 16 ATSG das
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der unfallbedingten
Invalidität und nach Durchführung allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen
könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen).
4.3 Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der
Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die
urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln
sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig
davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die
verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs
gestatten.
5.
5.1 Um das von der versicherten Person ohne Gesundheitsschaden hypothetisch
erzielbare Valideneinkommen zu bestimmen, ist entscheidend, was diese im Zeitpunkt
des frühestmöglichen Rentenbeginns überwiegend wahrscheinlich als Gesunde
tatsächlich verdienen würde, und nicht, was sie bestenfalls verdienen könnte. Dabei
wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen
Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da erfahrungsgemäss die
bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen
von diesem Grundsatz müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein
(BGE 135 V 297 E. 5.1; 134 V 322 E. 4.1; 129 V 222 E. 4.3.1; vgl. auch BGE 139 V 28 E.
3.3.2; 135 V 58 E. 3.1).
5.2 Bezüglich der Festsetzung des Validenlohns stützte sich die Beschwerdegegnerin
auf die Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin vom 11. September 2015 ab.
Demgemäss hätte der Beschwerdeführer als Koch im Jahr 2014 ohne den Unfall einen
monatlichen Bruttolohn von Fr. 4'950.-, zuzüglich einen 13. Monatslohn von Fr. 4'950.-,
einer jährlichen Zulage von Fr. 5'432.- und einer anwartschaftlichen M-Partizipation von
Fr. 500.-, insgesamt Fr. 70'282.-, erhalten (act. G 1.3 S. 9; UV-act. 195). Da die Höhe
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des Validenlohns unbestritten ist und keine Ermittlungsfehler ersichtlich sind, ist
nachfolgend von einem Validenlohn von Fr. 70'282.- auszugehen.
6.
Bei der Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung primär von
der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person
aktuell steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der -
kumulativ - besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist,
dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und
erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als
Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Erst
wenn kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben ist, namentlich
weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder
jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so
können nach der Rechtsprechung entweder Tabellenlöhne gemäss den vom
Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE)
oder die Lohnangaben aus der Dokumentation von Arbeitsplätzen der Suva (sog. DAP-
Zahlen) herangezogen werden (BGE 129 V 475 E. 4.2.1 mit Hinweisen; vgl. auch BGE
139 V 592). Nachfolgend ist daher zu prüfen, ob bei der Rentenberechnung hinsichtlich
des Invalidenlohnes auf den aktuellen Verdienst abzustellen ist bzw. die
Voraussetzungen dafür gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung vorliegend erfüllt
sind.
6.1
6.1.1 Zu prüfen ist insbesondere, ob der Beschwerdeführer die ihm verbleibende
Arbeitsfähigkeit mit seiner 60%igen Anstellung als Koch im Alterswohn- und
Pflegeheim U._ in zumutbarer Weise voll ausschöpft. Bezüglich Arbeitsfähigkeit
geben das bidisziplinäre Gutachten der Medas Ostschweiz vom 5. Juni 2014 (UV-act.
173) sowie der kreisärztliche Untersuchungsbericht vom 26. August 2015 (UV-act. 189)
schlüssig Auskunft. Gemäss Medas-Gutachten kann der Beschwerdeführer in seiner
angestammten Tätigkeit als Koch keine schweren Töpfe und Pfannen mehr über
Hüfthöhe heben und aktuell keine Tätigkeiten über Kopf dauerhaft durchführen (UV-act.
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173-45). In einer adaptierten Tätigkeit sei er jedoch zu 100% arbeitsfähig. In Frage
käme eine leichte bis mittelschwere Arbeit ohne ständigen Armeinsatz beidseits, ohne
Überkopfarbeiten rechts bzw. ohne ständiges schweres Heben und Tragen von Lasten
(UV-act. 173-47). Gemäss kreisärztlichem Bericht ist der Beschwerdeführer in Bezug
auf die Tätigkeit als Koch wie auch auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt hinsichtlich
wiederholten Über-Kopf-Tätigkeiten, wobei diese bei leichten Arbeiten auch teils
möglich sind, eingeschränkt. So sollten wiederholt belastende Umwendbewegungen
des linken Vorderarms und auch das Heben und Tragen von Gewichten über ca. 8 bis
10 kg nur manchmal vorkommen. In einer adaptierten Tätigkeit erachtete der Kreisarzt
den Beschwerdeführer als vollschichtig einsatzfähig (UV-act. 189).
6.1.2 Aus dem kreisärztlichen Bericht ergibt sich zwar keine eindeutige
Arbeitsfähigkeitsschätzung in Bezug auf die Tätigkeit als Koch; gestützt auf die
funktionalen Beschreibungen bzw. negativen Anforderungsprofile ist jedoch zu folgern,
dass die Tätigkeit als Koch grundsätzlich nicht leidensangepasst bzw. der
Beschwerdeführer in diesem Bereich beträchtlich eingeschränkt ist. In adaptierter
Tätigkeit ist von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen. Diese Einschätzungen
überzeugen aufgrund der genannten Beeinträchtigungen im Bereich der rechten
Schulter, des rechten Oberarmes und der trotz zweimaliger Operation noch
verbliebenen Beschwerden im Bereich des linken Oberarms und der linken Schulter.
Auch deckt sich diese Einschätzung des Kreisarztes mit den orthopädischen
Beurteilungen im MEDAS-Gutachten vom 5. Juni 2014 (UV-act. 173-47).
6.1.3 Mit der Möglichkeit, leidensadaptiert 100% zu arbeiten, nützt der
Beschwerdeführer mit der aktuellen 60%igen Anstellung als Koch seine
Restarbeitsfähigkeit nicht gänzlich aus. Auf dem hypothetischen ausgeglichenen
Arbeitsmarkt kann der Beschwerdeführer ein höheres Einkommen erzielen, zumal keine
Gründe ersichtlich sind, die gegen einen Stellenwechsel sprechen (Urteil des
Bundesgerichts vom 19. August 2011, 8C_237/2011, E. 2.3). In diesem
Zusammenhang ist von Relevanz, dass der Beschwerdeführer zwar vor und nach der
Gesundheitsschädigung im Koch- bzw. Gastronomiebereich gearbeitet hat. Diese
Tätigkeiten hat er indes nicht als gelernter Koch im Sinne des hier geltenden
Berufsbilds ausgeübt. Konkrete Anhaltspunkte dafür sind weder ersichtlich (UV-act.
173-25) noch werden solche geltend gemacht. Der Beschwerdeführer hat schon vor
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seinem Unfall immer spezifische oder nicht speziell qualifizierte Küchen- und
Gastronomiearbeit, mithin als Hilfsarbeiten zu qualifizierende Tätigkeiten, ausgeübt. Es
ist ihm damit zumutbar, auch in Zukunft seinen Einschränkungen angepasste
Hilfsarbeiten im Umfang von 100% auszuüben. Bezüglich Verwertbarkeit der
Restarbeitsfähigkeit ist darauf hinzuweisen, dass auf dem hypothetischen,
ausgeglichenen Arbeitsmarkt Hilfsarbeiten grundsätzlich altersunabhängig nachgefragt
werden (Urteil des Bundesgerichts vom 19. November 2010, 8C_657/2010, E. 5.2.3 mit
Hinweisen). Damit ist nicht auf das tatsächlich erzielte Einkommen abzustellen und die
Prüfung der weiteren Voraussetzungen gemäss vorstehender E. 6 kann unterbleiben.
6.2 Die Ermittlung des Invalideneinkommens gestützt auf DAP-Profile hat sich auf
mindestens fünf zumutbare Arbeitsplätze zu stützen. Zusätzlich sind Angaben zu
machen über die Gesamtzahl der aufgrund der gegebenen Behinderung in Frage
kommenden dokumentierten Arbeitsplätze, über den Höchst- und den Tiefstlohn sowie
über den Durchschnittslohn der dem jeweils verwendeten Behinderungsprofil
entsprechenden Gruppe. Damit soll die Überprüfung des Auswahlermessens
ermöglicht werden, und zwar in dem Sinne, dass die Kenntnis der Gesamtzahl der dem
verwendeten Behinderungsprofil entsprechenden Arbeitsplätze sowie des Höchst-,
Tiefst- und Durchschnittslohnes im Bereich des Suchergebnisses eine zuverlässige
Beurteilung der von der Suva verwendeten DAP-Löhne hinsichtlich ihrer
Repräsentativität erlaubt. Das rechtliche Gehör ist dadurch zu wahren, dass die Suva
die für die Invaliditätsbemessung im konkreten Fall herangezogenen DAP-Profile mit
den erwähnten zusätzlichen Angaben auflegt und die versicherte Person Gelegenheit
hat, sich dazu zu äussern. Allfällige Einwendungen der versicherten Person bezüglich
des Auswahlermessens und der Repräsentativität der DAP-Blätter im Einzelfall sind
grundsätzlich im Einspracheverfahren zu erheben, damit sich die Suva im
Einspracheentscheid damit auseinandersetzen kann. Ist die Suva nicht in der Lage, im
Einzelfall den erwähnten Anforderungen zu genügen, kann im Bestreitungsfall nicht auf
den DAP-Lohnvergleich abgestellt werden; die Suva hat diesfalls im
Einspracheentscheid die Invalidität aufgrund der LSE-Löhne zu ermitteln. Im
Beschwerdeverfahren ist es Sache des angerufenen Gerichts, die Rechtskonformität
der DAP-Invaliditätsbemessung zu prüfen, gegebenenfalls die Sache an den
Versicherer zurückzuweisen oder an Stelle des DAP-Lohnvergleichs einen
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Tabellenlohnvergleich gestützt auf die LSE vorzunehmen (BGE 139 V 595 f. E. 6.3; vgl.
ferner BGE 129 V 472).
6.2.1 Der Beschwerdeführer liess im Einspracheverfahren zwar nicht ausdrücklich
die Anwendbarkeit der DAP-Zahlen rügen; durch seinen Hinweis darauf, dass
bezüglich Invalideneinkommen auf das aktuelle Einkommen abzustellen sei, bringt er
jedoch zum Ausdruck, dass die DAP-Zahlen als bestritten gelten. Konkret trägt der
Beschwerdeführer im Beschwerdeverfahren vor, dass der Durchschnittswert der fünf
DAP-Profile 8% über dem gesamten Durchschnitt aller DAP-Stellen liege, was über
den rechtsprechungsgemäss in einem anderen Fall hingenommenen 4% liege. Aus
diesem Grund könne nicht auf die DAP-Zahlen abgestellt werden. Auch sei nicht
nachvollziehbar, weshalb die Beschwerdegegnerin ausgerechnet diese fünf Jobprofile
gewählt habe. Weiter sei nicht hinreichend geklärt, ob die Profile für den
Beschwerdeführer auf Grund seiner gesundheitlichen Beschwerden überhaupt in Frage
kommen (act. G 1 S. 5).
6.2.2 Der Umstand, dass der Durchschnittwert der fünf DAP-Arbeitsplätze 8% über
dem Durchschnittswert aller DAP-Stellen liegt, führt nicht dazu, dass nicht auf die
erhobenen Zahlen abgestellt werden kann (Urteil des Bundesgerichts vom 26. April
2007, U 594/06, E. 2.4). Dies lässt sich auch aus dem vom Beschwerdeführer zitierten
Bundesgerichturteil vom 26. Juni 2008, 8C_72/2008, E. 5.3, nicht ableiten. Darin wird
keine prozentuale Obergrenze bezüglich Abweichen vom Durchschnittswert gesetzt.
6.2.3 Indessen ist von Relevanz, dass vier der fünf DAP-Profile ausdrücklich
Beidhändigkeit erfordern (UV-act. 196-28, 32, 36, 40). Eine dem Beschwerdeführer
angepasste Tätigkeit darf indes keinen ständigen beidseitigen Armeinsatz und
wiederholt belastende Umwendbewegungen des linken Unterarms beinhalten (vgl.
vorstehende E. 6.1.1). Während diese Anforderung an den Arbeitsplatz bei den DAP-
Profilen 9955 und 402130 aufgrund der Arbeitsplatzbeschreibungen (UV-act. 196-38,
42) als erfüllt angenommen werden kann, lassen die Beschreibungen der zwei weiteren
DAP-Profile, welche Beidhändigkeit erfordern, diesen Schluss nicht zu (UV-act. 196-30
[Zufräsen, Zuschneiden, Zuschleifen von Holz-Schalungselementen an der
Hobelmaschine; Hobeln, Fräsen, Ablängen der Holzelemente; Zusammenbauen der
Schalungselemente mit Nagelpistole; Wegschlagen und Neubelegen der Schalttafel],
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196-34 [Stanzen von Metallteilen an einer Maschine]) bzw. lässt sich dies ohne weitere
Informationen bzw. Abklärungen nicht hinreichend zuverlässig feststellen. Insgesamt ist
festzuhalten, dass aufgrund der knappen und unpräzisen Tätigkeitsbeschriebe in den
verwendeten Profilen betreffend die Belastungen insbesondere der linken oberen
Extremität nicht unbesehen auf das von der Suva verwendete Invalideneinkommen
abgestellt werden kann. Eine Rückweisung erübrigt sich, nachdem auch auf die
Tabellenlöhne der LSE abgestützt werden kann (vgl. vorstehende E. 6.2; vgl. ferner
BGE 139 V 595 f. E. 6.3).
6.2.4 In Anbetracht der Kenntnisse und Fähigkeiten des Beschwerdeführers und der
im MEDAS-Gutachten sowie im kreisärztlichen Untersuchungsbericht genannten zu
berücksichtigenden gesundheitlichen Einschränkungen ist auch mit Verweis auf die
Ausführungen gemäss vorstehender E. 6.1.3 vom Lohn eines Hilfsarbeiters
auszugehen. Der Totalwert für den gesamten privaten Sektor gemäss LSE-Tabelle TA1
Sektor 1 für Männer betrug im Jahr 2014 bei 100%iger Tätigkeit Fr. 66‘453.-. Zu prüfen
bleibt, ob von diesem Tabellenlohn ein Abzug vorzunehmen ist. Mit dem
Tabellenlohnabzug ist zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte
Personen, die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu
voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren arbeitnehmenden Personen
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb mit unterdurchschnittlichen Lohnansätzen
rechnen müssen. Sodann wird dem Umstand Rechnung getragen, dass weitere
persönliche und berufliche Merkmale einer versicherten Person wie Alter, Dauer der
Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie
Beschäftigungsgrad, Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 129 V 481
E. 4.2.3). Ein Abzug vom Tabellenlohn ist angezeigt, nachdem das Spektrum an
zumutbaren Verweistätigkeiten wegen des Erfordernisses eines nicht ständigen
Armeinsatzes auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt als ausserordentlicher
Umstand anzusehen ist, der nicht bereits bei der Leistungsfähigkeit als limitierender
Faktor berücksichtigt worden ist. Es kommt hinzu, dass ein potenzieller Arbeitgeber bei
der Bemessung des Lohns dem Umstand Rechnung tragen wird, dass der
Beschwerdeführer auch bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten eingeschränkt ist. Bereits
das Risiko einer unterdurchschnittlichen Arbeitsleistung wird bei einer wirtschaftlichen
Betrachtungsweise als zusätzlicher Lohnaufwand qualifiziert und durch die Ausrichtung
eines entsprechend tieferen Lohns kompensiert werden. Ein Abzug ist damit auch
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aufgrund dieses indirekt behinderungsbedingten Nachteils des Beschwerdeführers
gegenüber einem gesunden Mitarbeiter angezeigt. Nachdem jedoch die bestehenden
lohnsenkenden Faktoren nicht besonders ausgeprägt sind, rechtfertigt sich ein Abzug
von 10%. Damit resultiert ein Invalideneinkommen von Fr. 59‘808.-.
6.3 Ausgehend von einem Valideneinkommen von Fr. 70'282.- und einem
Invalideneinkommen von Fr. 59‘808.- hat sich das jährliche Einkommen des
Beschwerdeführers um Fr. 10‘474.- vermindert. Dies entspricht einem Invaliditätsgrad
von 15%. Da der Invaliditätsgrad über 10% liegt, hat der Beschwerdeführer Anspruch
auf eine Invalidenrente nach dem Bundesgesetz über die Unfallversicherung (vgl.
vorstehende E. 4.1).
7.
7.1 Nach dem Gesagten ist in Gutheissung der Beschwerde der angefochtene
Einspracheentscheid vom 27. Oktober 2015 aufzuheben und dem Beschwerdeführer
ab 1. Mai 2014 eine unbefristete Invalidenrente entsprechend einem 15%igen
Invaliditätsgrad zuzusprechen. Zur Festsetzung und Ausrichtung der Rentenleistung ist
die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
7.2 Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).
7.3 Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer einen Anspruch auf eine
Parteientschädigung für die Kosten der Vertretung und Prozessführung (Art. 61 lit. g
ATSG). Die Parteientschädigung ist vom Gericht ermessensweise festzusetzen, wobei
insbesondere der Bedeutung der Streitsache und dem Aufwand Rechnung zu tragen
ist. In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach
Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten (HonO;
sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.- bis Fr. 12'000.-. Eine Parteientschädigung von Fr.
4‘000.- (einschliesslich Mehrwertsteuer und Barauslagen) erscheint vorliegend als
angemessen.