Decision ID: 8753784b-856a-4919-aaa8-f8f220905fe7
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren
1974
,
gelernter
kaufmännischer Angestellter,
war zuletzt bei der
Y._
als NIS-Spezialist tätig. Am 3. November 2009 meldete sich der Versicherte
bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
unter Hinweis auf eine Unfallverletzung an der linken Hand
zum Leistungsbezug an (Urk. 7/2).
Die IV-Stelle zog die Akten des Unfallversicherers
, Helsana,
bei (Urk. 7/5, Urk. 7/7, Urk. 7/10) und tätigte berufliche und medizinische Abklärungen (Urk. 7/8-9, Urk. 7/12, Urk. 7/17).
Im September 2010 liess
die Helsana
den Versicherten in der
Z._
begutachten
(Gutachten vom 10. Januar 2011, Urk. 7/21). Nach Durch
füh
rung eines pe
rsönlichen Gesprächs
(vgl. Urk. 7/35/3, Urk. 7/38)
teilte die IV-Stelle dem Beschwerdeführer am 10. Oktober 2011 mit, die Arbeitsplatz
er
hal
tung werde abgeschlossen, da er sich nicht in der Lage fühle, einer geregelten Arbeit nachzugehen (Urk. 7/34).
1.2
Im April 2012 liess die Helsana
ihre
beratenden
Ärzte
zu den Akten Stellung nehmen (Urk. 7/61/11-20
, Urk. 3/7) und den Versicherten in der Folge
vom 2
1.
Mai bis 2
8.
Juni 2012 sowie
am
6.
und
9.
Juli 2012 observieren (vgl. Urk. 3/8
-
9).
Im Dezember 2012 wurde der Versicherte im Auftrag seiner damaligen Rechtsvertreterin von
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Chirurgie sowie Handchirurgie FMH,
fachärztlich untersucht und beurteilt. Gestützt auf diese
Beurteilung
vom 16. Januar 2013 (
Urk.
7/64)
beantragte
der Versicherte
bei der IV-Stelle
berufliche Massnahmen (Urk. 7/65).
Am 22. Mai 2013
ver
fasste
Dr. med.
B._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, im Auftrag der Helsana eine weitere Aktenbeurteilung
(Urk. 7/72)
.
Am 2.
Oktober 2013 erteilte die IV-Stelle dem Versicherten Kostengutsprache für ei
n Belastbarkeitstraining vom 2. Dezember
2013 bis 28.
Februar
2014 (Urk. 7/81
, vgl. auch Urk. 7/95
, Urk. 7/104, Urk. 7/108
).
1.
3
Mit Verfügung vom 4. November 2013 stellte die Helsana
ihre Taggeld
leis
tungen per 31.
Oktober 2012 ein und verneinte einen Anspruch auf eine Inva
lidenrente sowie eine Integritätsentschädigung (Urk. 7/106
/6-7
).
Mit Zwischenverfügung vom 21. März 2014
ordnete
die IV-Stelle eine polydiszi
plinäre medizinische Begutachtung des Versicherten
an
(Urk. 7/109, vgl. U
rk. 7/98
, Urk. 7/102
).
Am
16.
März 2014
schloss die IV-Stelle
zudem
die beruflichen Eingliederungsmassnahmen
ab
(Urk. 7/110).
Im Juni 2014 wurde der Versicherte durch die Abklärungsstelle
C._
begutachtet
. Gestützt auf das polydisziplinäre Gut
ach
ten vom 1. Oktober 2014 (Urk. 7/116) stellte die
IV-Stelle dem Versicherten mit Vorbescheid vom 22. Oktober 2014 die Ablehnung des Leistungsbe
geh
rens in Aussicht (Urk. 7/120). Dagegen erhob der Versicherte am 29. Oktober 2014 Einwand (Urk. 7/121) und
reichte
mit Einwandbegründung vom 2
0.
Februar 2015
weitere Berichte sowie ein
e neue
Beurteilung
von
Dr.
A._
vom 7. Januar 2015
zu den Akten
(Urk. 7/130, Urk. 7/131-133)
, wozu die
C._
-Gutachter a
m 5. August 2015 Stellung
nahmen
(Urk. 7/141).
Mit Schreiben vom 12.
November 2015 (Urk. 7/146) gab die IV-Stelle dem Ver
sicherten Gelegenheit,
nachträglich Ergänzungsfragen an die Gutachter
zu
richten
, n
ac
hdem er
diesbezüglich
eine
Verletzung des rechtlichen Gehörs gerügt hatte
(Urk. 7/143, Urk. 7/145).
In der Folge liess sich der Versicherte nach mehrmaliger Fristerstreckung mit Schreiben vom 1. Februar 2016 ver
nehmen und verzichtete auf die Einreichung weitere
r
Fragen
(Urk. 7/151)
. Mit Verfügung vom 22. Februar 2016 wies die IV-Stelle das Leistungs
begeh
ren gemäss Vorbescheid ab (Urk. 2).
2.
Dagegen erhob der Versicherte am
11. April 2016
Beschwerde und bean
tragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und
es seien ihm die geset
zlichen Leistungen nach IVG, namentlich eine Invalidenrente, zuzu
sprechen
.
Eventualiter sei durch das Gericht ein polydisziplinäres Gutachten einzuholen.
In prozessualer Hinsicht ersuchte er um
Durchführung eines zweiten Schriftenwechsels sowie einer öffentlichen Verhandlung
(Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom
12. Mai 2016
schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk.
6
, unter Beilage ihrer Akten, Urk.
7
/1-
154),
was dem Beschwerdeführer am 13. Mai 2016 zur Kenntnis gebracht wurde. Gleichzeitig teilte das Gericht dem Beschwerdeführer mit,
dass
ein zweiter Schriftenwechsel nicht als erforderlich erachtet werde (Urk. 8).
In der Folge zog das Gericht die Akten des Strassenverkehrsamtes
Zürich
(Urk. 9
-11) sowie die Unterlagen des
D._
über die verkehrs
medi
zinische Abklärung vom 18. April 2013
(Urk.
12-16
)
bei. Diese wurden de
n
Parteien
zur Kenntnis gebracht (Urk. 18
und Urk. 23
).
Am
19. September 2017
fand am Sozialversicherungsgericht eine öffentliche Verhandlung statt (vgl.
Urk. 22
, Protokoll S. 5 ff.
).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien sowie die eingereichten Unterlagen wird, so
weit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen einge
gangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesge
setzes über die Invalidenversicherung, IVG
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit ver
ursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verblei
bende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier
telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertels
rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.
3
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen fest
zu
stellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beur
teilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es
beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess
nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe
anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person ausein
ander setzt – was vor allem bei psychischen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinandersetzung mit den Vorakten abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizini
schen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende
Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beant
wor
tung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegebenenfalls deut
lich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; der
selbe in: Hermann Fredenhagen, Das ärztliche Gutachten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin erwog in der angefochtenen Verfügung,
das
C._
-
Gutachten vom 1. Oktober 2014 beruhe auf eigenen Untersuchungen
, er
schei
ne
schlüssig und
umfassend und berücksichtige die gesamte Aktenlage, weshalb darauf abgestellt werde
n könne
. Gemäss Gutachten sei von
k
einem Gesundheitsschaden
mit Relevanz auf die Arbeitsfähigkeit
auszugehen.
Die Gutachter hätten die Diagnose eines CRPS nicht verneint, sondern dessen Ausprägung kritisch überprüft und versicherungsmedizinisch korrekt einge
ordnet.
Von der nachträglich eingeräumten Möglichkeit, Rückfragen an den Gutachter zu stellen,
habe der Beschwerdeführer
kein
en
Gebrauch gemacht
(Urk. 2).
2.2
Der Beschwerdeführer machte seinerseits im Wesentlichen geltend,
die Gut
achter
hätten sich nicht mit allen relevanten Vorakten auseinandergesetzt
und das Gutachten sei offensichtlich unvollständig
.
Dem Gutachten sei kein detailliertes Aktenverzeichnis zu entnehmen. Die Gutachter
hätten sich
weder mit allen
Aktengutachten
noch mit den Beobachtungen der Observation oder den Abklärungsergebnissen der beruflichen Massnahme befasst
. Damit seien die Anforderungen an eine rechtsprechungsgemässe Expertise nicht erfüllt
(Urk. 1 S. 15
f.
)
.
D
ie Konsensbeurteilung
bestehe
sodann
im Wesentlichen aus Zitaten aus dem Gutachten
von
Dr.
B._
. Weiter
hätten sich die Gutachter
nicht
näher
mit dem
schlüssigen
Gutach
ten des Facharztes
Dr.
A._
ausein
an
dergesetzt (Urk. 1 S. 17).
Schliesslich stelle das Vorgehen der Beschwer
de
geg
nerin, dem Beschwerdeführer nicht vorgängig die Möglichkeit einzu
räu
men, seinerseits Ergä
nzungsfragen zu stellen, einen
nicht heilbaren Verfahrens
fehler dar
. Deshalb sei
auch die Stellungnahme der Gutachter vom August 2015 nicht zum Beweis heranzuziehen. Da der Beschwerdeführer gemäss Gut
achten von
Dr.
A._
in seiner Arbeitsfähigkeit
zwischen 50-60 % einge
schränkt sei, bestehe ein Anspruch auf Leist
ungen der Invalidenversicherung (Urk. 1 S. 21).
3.
3.1
Im ersten Arztzeugnis vom 6. Oktober 2009 hielt
Dr.
med.
E._
, Fachärztin für
Allgemeinmedizin
FMH, fest, der Beschwerdeführer habe
anlässlich der Konsultation vom 2
7.
Mai 2009
nicht von einem Unfall berichtet. Er habe vielmehr angegeben, dass er seit etwa zwei bis drei Wochen Schmerzen in der linken Hand habe und die Schmerzen bei
m
Bewe
gen der Finger aufträten. Bei de
r klinischen Untersuchung hätten
keine Rötung und keine Überwärmung festgestellt werden können
. Es bestehe der Verdacht auf Überlastungsschmerzen der linken Hand und Finger bei funk
tioneller Einhändigkeit (Urk. 7/5/29).
3.2
Im September 2010
wurde der Beschwerdeführer in der
Z._
begut
achtet
. Die Ärzte
nannten im Gutachten vom 10. Januar 2011 (Urk. 7/21)
im Wesentlichen ein k
omplexes regionales Schmerzsyndrom
der linken Hand
, nicht typisierbar (Erstmanifes
tation Mai 2009), a
namnestisch St
atus nach
Hand
gelenkskontusion links
im Mai 2009, u
lnarseitig kommunizierend
e TFCC-Läsion Handgelenk links
sowie a
ngeborene Aplasie Dig.
II
-V Hand rechts
.
Bei der sorgfältigen Rekonstruktion des zu beurteilenden Falles
falle
besonders in der
Anfangsphase eine Diskrepanz bei der Schilderung des Auslösers der Beschwerden auf. Fakt
sei
jedoch, dass der
Beschwerdeführer
anlässlic
h der Begutachtung den Unfallme
chanismus einer stumpfen Kontu
sion des linken
Handgelenkes mehrmals bestätig
t
hab
e.
Der
Hergang
sei aus medizini
scher Sicht mit überwiegender Wahrscheinlichkei
t geeignet, die erhobene Diagno
se auszulösen. Es
bestünden
heftige Beschwerden, welche disproportional zum auslösenden Ereignis
aufgetreten seien
. Dies
sei
ein chara
kteristisches Merkmal für ein komplexes regionales Schmerzsyndrom.
D
ie subjektiven Beschwerden
hätten
mit Ausnahme von trophischen Verän
de
rungen objektiviert werden
können (Urk. 7/21/31)
.
3.
3
Vom 1
5.
b
is 2
2.
März 2011
erfolgte ein stationärer Opioid-Entzug in der Klinik
für Neurologie des
F._
,
vgl. Urk. 7/24/4-5).
3.
4
Im April 2012 nahm Prof. Dr.
G._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie
des Bewegungsapparates FMH,
als beratender Arzt der Helsana zu den Akten Stellung (Urk. 7/61/11-20). Er führte aus
, auf
grund der angeborenen Fehlbildung der rechten Hand bestehe ein zusätz
liches Erschwernis bezüglich Umsetzung einer vorhandenen Arbeitsfähigkeit. Wäre
nicht der Defektzustand der rechten Hand, bestünde beim Beschwer
de
führer eine funktionelle Einhändigkeit mit einer Arbeitsfähigkeit für ein angepasstes Tätigkeitsprofil von etwa 75 %. Es sei anzumerken, dass der immer wieder
erwähnte Cannabis-Abusus zu psychisch-relevanten Sympto
men führen
könne.
3.5
Im Arztbericht vom 11. Mai 2012 hielten die Ärzte der Rheumaklinik des
F._
(Urk. 7/61/4-9) fest,
klinisch gebe es zwar keine sicheren Anhaltspunkte für ein akutes CRPS II, latent sei es aber weiterhin vorhanden und bei höherer Belastung sei ein Aufflackern der Symptomatik zu erwarten. Der Beschwerdeführer habe bei den Tests eine mässige Leistungsbereitschaft gezeigt. Die demonstrierte und funktionelle Belastbarkeit sei nur minimal gewesen. Bei zwei Tests sei eine Selbstlimitierung festgestellt und es seien vier Inkonsistenzpunkte beobachtet worden. In
folge Selbstlimitierung und Inkonsistenz
en
seien die R
esultate
der
Test
s für die
B
eurteilung der zumut
baren
Belastbarkeit
deshalb
nur teilweise verwertbar.
3.
6
Am 1
4.
Mai 2012
(Urk. 3/7)
berichtete
Dr.
med.
H._
, beratender A
rzt der Helsana und Facharzt für Allgemeine Medizin FMH, die Situation sei unklar und die Angaben
des Beschwerdeführers
seien zum Teil wider
sprüchlich.
Auch das Gutachten der
Z._
sei nicht in allen Punkten befriedigend. Insbesondere würden die Begleitumstände nicht
mit
einbe
zo
gen, wie insbesondere, dass der Beschwerdeführer trotz der angeborenen Aplasie von Finger II-V der rechten Hand und einer vollständig funktions
losen linken Hand seinen Alltag ohne externe Hilfe von Spitex und Haus
pflege meistern könne. Auffällig sei zudem, dass er zielführende diagnos
ti
sche Abklärungen ablehne und sich bei den Untersuchungen selbst limitiere, wobei sich zum Teil inkonstante Resultate ergäben. Eine 100%ige Arbeitsun
fähigkeit sei aufgrund der vielen Widersprüchlichkeiten in Frage zu stellen
, weshalb
eine Observation hilfreich
wäre
.
3.
7
In den Ermittlungsberichten vom
8.
und 1
8.
Juli 2012 (Urk. 3/8) über die
Obser
vation vom
2
1.
Mai bis 2
8.
Juni 2012
,
wurde festgehalten,
der Beschwer
deführer habe völlig selbständig gewirkt. Er habe während der Observation zwei verschiedene Verhalten an den Tag gelegt. Immer
,
wenn er sich alleine gewähnt habe, habe
er im Umgang mit der linken Hand keinerlei Schon
hal
tung gezeigt. Sobald er mit anderen Leuten zusammengetroffen sei, habe er
die
linke Hand sichtbar schonend eingesetzt. Während der zweiten Obser
vation am
9.
Juli 2012 habe der Beschwerdeführer seinen linken Arm und seine linke Hand ganz normal eingesetzt, auch für feinmotorische Tätig
keiten. Eine sichtbare Schonhaltung sei keine zu
sehen gewesen. Später in der Öffentlichkeit habe er seinen linken Arm praktisch gar nicht mehr benutzt.
3.
8
Mit Bericht vom 4. Oktober 2012 nahm
Dr.
med.
I._
, Ver
trau
ensarzt
der Helsana
und Facharzt für Rechtsmedizin FMH, zum Observa
tions
material Stellung (Urk. 3/10).
Er hielt im Wesentlichen fest, b
ei der
medizinischen Untersuchung mit detaillierter Befunderhebung im Herbst 2010
habe
die Funktion der linken Hand angeblich schmerzbedingt nur ansatz
weise geprüft werden
könne
n
. Zumindest subjektiv besteh
e eine
völlige Gebrauchsu
nfähigkeit der Hand. Die Videoaufnahmen zeigte
n nun aber ein anderes Bild, speziell wenn sich der
Beschwerdeführer völlig unbeobachtet fühle
. Hier
seien
alle relevanten Handfunktionen erhalten, ohne dass irgend
welche Zeichen eines erheblichen Schmerzerlebens vorhanden
seien
. Aus dem Observationsprotokoll
ergäben
sich sogar Hinweise, dass die linke Hand Kraftbelastun
gen ausgesetzt werden könne
. Es erg
ä
ben sich somit Hinweise, dass der
Beschwerdeführer
zumindest medizinisch-theoretisch
diese erhal
tenen Handfunktionen,
allenfalls weiterhin unterstützt durch die getragene Manschette
,
auch bei einem
Lebenserwerb einsetzen könn
e. Auffällig
sei
der deutlich verminderte Funktionsumfang der linken Hand, wenn sich der
Be
schwerdeführer
in Gesellschaft anderer Menschen befinde. Abgesehen von beispielsweise
dem
Übergeben
eines gefüllten Glases an eine weitere Person oder
dem
schwungvolle
n
Türöffne
n
wirk
e
der Einsatz der linken Hand stereo
typ und fast wie ein Spiegelbild der missgebildeten rechten Hand. Es
ergebe
sich aus
den Beobachtung
en
und auch aus den Akten der Verdacht, dass diese Verhaltensänderung mit stark verminderter Hand- und Armfunk
tion zumindest ihren Ursprung im willensnahen Bereich haben könnte.
3.
9
Im Auftrag der damaligen Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers erstatte
te
Dr.
A._
am 1
6.
Januar 2013
(
Urk.
7/64)
ein
e
handchirurgische
Beurteilung
.
Er diagnostizierte im Wesentlichen ei
nen Status nach
Kontusion Ne
rvus media
nus Handgelenk links
mit konsekutivem, posttraumatischem CRPS
,
eine TFCC-Läsion Handgelenk links unfallbedingt sowie eine angeborene Symbrachydaktylie mit Aphalangie Dig.
II
-V und Daumen-Hypoplasie Hand rechts.
Dr.
A._
hielt fest, die Diagnose CRPS könne
vo
llumfänglich bestätigt werden.
Sämtliche erforderliche
n
Kriterien
seien
erfüllt.
Im Verlauf ha
be
sich das CRPS in den letzten
zweieinhalb
Jahren zusätzl
ich verstärkt und aus
ge
breitet und
sei
langfristig und unbehandelt auf dem besten Weg zur Aus
bildung
eines oberen Quadranten-Syndroms.
Die mot
orischen und neurologi
schen Störu
ngen
seien
komplex und wirk
t
en sich erheblich einschränkend beim Gebrauch der l
inken, dominanten Hand
aus.
Die e
inzelnen Symptome
hätten
durch die akt
uellen Befunderhebungen objekti
viert werden
können
.
In den
anlässlich der Observation angefertigten
Videoaufnahmen hätten weder
kraftbetonte Belastungen noch anhaltende Repetitiv-Bewegungen mit o
der ohne Belastung zur Darstell
ung gebracht werden
können
.
D
ie Aufnahmen
seien ebenso wenig schlüssig
im Hinblick auf eine umfassende Bewert
ung einer funktionellen Störung.
Die Videobeobachtungen zeig
t
en lediglich einen unbedeutenden Teil der funktionellen Einschränkungen, hingegen nicht wes
entliche Fa
ktoren, welche durch die Allody
nie und die ko
mplexen neuro
logischen Defizite
bestimmt
würden
.
Die vorliegenden Videoauf
n
ahmen
seien
somit nicht geeignet, die Funktionalität einer geschädigten Hand oder Finger zu erfassen
(Urk. 7/64/14)
.
Die
zumutbare Resta
rbeitsfähigkeit
sei
auf 40
% bis maximal 50
% bei ganztägiger Ausübung
unter Einberechnung schmerz
bedingter Arbeitspausen zu schätzen
. Allenfalls
könne
der unregelmässige,
den unterschiedlichen Schmerzzuständen angepasste Bedarf respektive Kon
sum
der zahlreichen Medikamente einen weiteren
leistungsmindernden Ein
fluss ausüben. Dieser
sei
nur sehr schwierig einzuschätzen
(Urk. 7/64/16)
.
3.
10
In der Aktenbeurteilung vom 2
2.
Mai 2013 (Urk. 7/72) hielt
Dr.
B._
zu
han
den der Helsana fest,
e
ntgegen der Ansicht von
Dr.
A._
zeige sich in den
Videoa
ufnahmen, dass de
r 3-Punkt-Spitzgriff möglich
sei
. Auch sehe man, dass die Feinmotorik unbeeinträchtigt sei. Der Beschwerdeführer bediene elektronische Kleingeräte ohne jede Mühe und seine Fingerfertigkeit sei dabei beidseits schnell und geschickt
(Urk. 7/72/24)
. Es erstaune, dass
Dr.
A._
angesichts der von ihm festgestellten Allodynie keine Zweifel über den Sinn des Tragens einer relativ engen Unterarmmanschette gekommen seien. Über
raschend sei auch, dass der Gutachter die im Video offensichtlich fehlende
unbewusste, schmerzbedingte Vernachlässigung der linken Hand, die in einem
schmerzhaften CRPS-Stadium recht typisch
sei
, anscheinend nicht bem
erkt habe. Die Videobeobachtungen
könn
t
e
n
auch nicht einfach mit typischen Fluktuationen beim CRPS relativiert werden.
Dr.
A._
habe
z
u wesentlichen
Punkten, nament
lich zur grobmotorischen Gebrauchsfähigkeit der linken Hand
, zur Feinmotorik, zur Koordination mit der Gegenhand und zu den feh
lenden Schmerzäusserungen,
Angaben gemacht, die bei
der
Betrachtung der
Videos nicht nachvollzogen wer
den könn
ten
,
oder
aber
diese nicht erörtert.
Eine detaillierte Diskussion der Diagnose
sei
müssig, da das Vorlie
gen eines CRPS nicht bestritten
werde
.
Das CRPS wirke sich in einer Ver
weistätigkeit jedoch nicht einschränkend aus (Urk. 7/25-26).
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin stützte sich in medizinischer Hinsicht im Wesent
lichen auf das Gutachten der
C._
vom 1.
Oktober 2014 (Urk. 7/116). Die Gutachter nannten als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine a
ngeborene Aplasie Dig.
II
-V
der rechten
Hand (Symbrachydaktylie, Typ Aphalangie) sowie
eine
Dysmelie des rechten Arms
. Ohne Auswirkungen auf
die Arbeitsfähigkeit bestünden insbesondere ein komplexes regionales Schmerz
syndrom der linken Hand unklarer Ausprägung und Behinde
rungs
relevanz
, ein s
chädlicher Gebrauch von Opioiden
(ICD-10
F11.22
) sowie ein sc
hädlicher Gebrauch von Cannabinoiden
(ICD-10
F12.1
, Urk. 7/116/51-52)
.
4.2
Der internistische Gutachter hielt fest, der
erhobene Befund
sei
regelrecht
gewesen und es
besteh
e
kein Anhalt für eine die Arbeitsfähigkeit ein
schrän
kende eigenständige internistische Erkrankung. Die Schmerzbehandlung werde
aktuell unter Annahme eines CRPS nicht leitlinienkonform durchgeführt
, da
Opioide in der Behandlung eines CRPS keinen
Stellenwert hätten.
Die rekla
mierten
Beschwerden,
wie Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, Konzentrations
störungen, Vergesslichkeit und visuelle Sensationen
,
seien
im Kontext des Opioid
-F
ehlgebrauchs verstehbar. Die tägliche Oxycontin
-D
osis entspr
eche
einem Dosisäquivalent von 80-
100mg Morphium pro 24
Stunden und der
Beschwerdeführer nehme
zusätzlich regelmässig Oxycodon
-T
ropfen.
Damit
besteh
e
ein dringender schrittweiser Ent
giftungs- und Entwöhnungsbedarf
. Auch der Nikotin- und Cannabiskonsum s
ei zu sistieren
. Die Bestätigung einer Fahrtauglichkeit
sei
schon angesichts der massiven
Opioid-F
ehlmedi
kation nicht nachvollziehbar, die Fahrerlaubnis
sei
vielmehr bis zu einem vollständigen und kontrollierten Entzug zu sistieren. Anzumerken
sei
, dass das Steuern eines
Motorfahrzeugs
mit Schaltgetriebe mit der reklamierten Funktionseinschränkung in keiner Weise vereinbar
sei (Urk. 7/116/23-24)
.
4.3
Der neurologische Gutachter führte aus, im klinischen Befund zeig
e sich eine konn
atale Dysmelie des rechten Arms.
In der sensiblen Prüfung
sei
für das Versorgungsgebiet des linken Nervus medianus eine sensible Störung ange
geben
worden
und das Tinel-Zeichen über dem Retinaculum flexorum
sei
positiv
gewesen
. Ausreichend sichere oder wahrscheinliche Anhaltspunkte für eine assoziierte motorische Störung im Sinne atrophierender Paresen
hätten sich nicht ergeben
. Der übrige
Befund habe
geringgradige vegetative Störungen im Bereich der linken Hand
gezeigt.
Das anamnestisch berichtete Führen eines Kraftfahrzeugs mit Schaltgetriebe
sei
mit der reklami
erten massiven Schmerzsymptomati
k im Bereich der linken Hand nicht vereinbar,
zumal bei einem Fahrzeug mit Schaltgetriebe beide Hände sicher eingesetzt werden müss
t
en. Dies und die Diskrepanz zwischen der anamnestisch rekla
mierten aktuellen Schmerzintensität sowie dem weitgehend unbeeinträch
tigten klinischen Eindruck
sowie
die Diskrepanz zwischen der reklamierten Einsetzbarkeit der linken Hand
und
der Beobachtung der spontanen Motorik spr
ä
chen für eine zumindest anteilig wesentliche bewusstseinsnahe demon
strative Darbietung von Einschränkungen und Beschwerden
. Dies sei
in der Gesamtbewertung kritisch zu berücksichtigen
. Die Medikamentenanamnese spreche
für einen gravierenden
und p
otentiell suchtinduzierenden
Fehlge
brauch von Opioid- und Nicht-Opioid-Analgetika. Angesichts der Medikation
sei
die berichtete Symptomatik differentialätiologisch ebenso gut auch im Kontext einer Alibilisierung des Schmerzmittelfehlgebrauchs einzuordnen, vor einer kontrollierten Entgiftung und Entwöhnung
könne
also bereits aus diesem Grund gar keine langfristige Arbeitsunfähigkeit attestier
t werden. Deshalb seien
die aktenkundigen anderslautenden Bewertungen mangelhaft und zu verwerfen. Angesichts des
aktuell
erhobenen Befunds k
önne
somit keine über die konnatale Dysmelie des rechten Arms hinausgehende Gesund
heitsstörung mit dauerhaftem und namhaftem Einfluss auf die Arbeits
fähig
keit mit der gebotenen Wahrscheinlichkeit attestiert werden.
Zusammen
fassend
ergebe
sich somit auf neurologischem Gebiet kein ausreichender Anhalt für eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in einer der Dysmelie des recht
en Arms angepassten Tätigkeit (Urk. 7/116/30-31).
4.4
Der orthopädische Gutachter hielt fest,
der Beschwerdeführer habe ange
ge
ben, er habe
Dauerschmerzen in der linken H
a
n
d
mit Ausstrahlung zum Unterarm
und
weiter in die linke Schulter-Nackenregion ziehend. Er habe einerseits Taubheits- und andererseits Schmerzzustände in den beschriebenen Regionen. Die Schmerzen seien 24
Stunden
vorhanden (Urk.
7
/116/32
)
. Der Gut
achter führte aus,
d
ie klinische Untersuchung
habe
allenfalls leichtgra
dige objektive Hinweise auf ein CRPS
betreffend
die linke Hand
erbracht. E
rhebliche trophische Störungen
hätten
sich nicht objektivieren
lassen
. Die klinische Untersuchung
sei
von lokalen Schmerzangaben
betreffend
die linke Hand und den linken
Arm dominier
t
gewesen
, wobei die spontane Mobilität hierfür kein ausreichendes Korrelat
gezeigt habe. Auch sei
das Führen eines
Motorfahrzeuges
mit der dargebotenen Einschränkung nicht plausibel, so dass eine erhebliche Diskrepanz besteh
e
.
Für die erlernte und angestammte Tätigkeit im Verkauf und Bankgewerbe
sei
der
Beschwerdeführer
trotz der ange
borenen Schädigung des rechten Arms zuvor uneingeschränkt
arbeits
fähig gewesen.
Die jetzige Störung der linken Hand
sei
hinsichtlich der Aus
prägung nicht ausreichend wahrscheinlich als namhaft einschränkend anzu
sehen
. D
ie in der klinischen Untersuchung dargebotenen schmerzhaften Ein
schränkungen implizier
t
en einen nahezu vollständigen Funktionsverlust, was sich jedoch in der anamnestischen Alltagsaktivität nicht abbilden
lasse. Vielmehr sei der Beschwerdeführer
sogar in der Lage, einen
Personenwagen
mit Schaltgetriebe zu führen, was mit den hier demonstrierten Einschrän
kungen nicht vereinbar
sei
. Eine demonstrative Darbietung von Einschrän
kungen und Beschwerden
sei
also wahrscheinlich. Es besteh
e
kein ausrei
chen
der Anhalt für eine Minderung der Arbeitsfähigkeit in der letzten sowie jeder vergle
ichbaren Tätigkeit (Urk. 7/116/38-39).
4.5
Der psychiatrische Gutachter führte aus, der Beschwerdeführer fühle sich seit dem
Arbeitsunfall im Jahr 2009 beeinträchtigt. So
habe er angegeben
, dass er durch multiple diagnostische und therapeutische Massnahmen psychisch belastet worden sei. Aktuell
habe er
eine subjektiv empfundene Konzen
tra
tions
verminderung und Tagesmüdigkeit sowie Einschränkungen des Kurz
zeit
gedächtnisses, massive Schlafstörungen und eine Nachdenklichkeit bezo
gen auf seine gesundheitliche und finanzielle Zukunft
beklagt
. Im aktuellen und psychopathologischen Befund
habe
ledi
glich eine initiale Gereiztheit
impo
niert
,
welche im Gespräch nach kurzer Zeit und Erklärung der Notwen
digkeit diverser Fragen in eine kooperative adäquate Grundhaltung
gewech
selt habe. Ansonsten habe
sich ein regelrechter Befund
gezeigt
. Die vom
Beschwerdeführer aufgeführte Nachdenklichkeit und empfundene Ungerech
tig
keit, mitunter auch vorhandene Gereiztheit
,
seien
aus fachärztlicher Sicht als psychische Reakt
i
onsformen, welche nicht das Ausmass einer pathologi
schen Abweichung
oder einer
Krankheit erreich
t
en, einzuordnen. Im Vor
dergrund
stünden
offensichtlich Müdigkeit, Erschöpfbarkeit, kognitive Ein
schränkungen und Schlafstörungen. Diese Einschränkungen
seien
am ehesten Folge der Opiatmedikation und nicht im Sinne einer eigenständigen psy
chi
schen Erkrankung zu werten. Diagnostisch
sei
von ein
er Opiatabhängig
keit
auszugehen. Ein sporadischer THC-Missbrauch dürfte zu einer weiteren Akzen
tuierung dieser Symptome führen
. Vor dem Hintergrund
des
l
aut anam
nestischen Angaben nur geringen analgetischen Effektes der Opiat
medi
kation
sei
ein kontrollierter Entzug dringend zu empfehlen. Zusammen
fassend erg
ä
ben sich somit keine Hinweise für eine über die Opiatab
hän
gigkeit hinausgehende psychische Störung von Krankheitswert. Die opiatin
duzierten Beeinträchtigungen
seien
über eine therapeutische Massnahme reversibel. Damit erg
ebe
sich keine dauerhafte Einschränkung der Arbeitsfähig
keit von Seiten des psychiatrischen Fachgebiets. Hinweise für eine somatoforme
Schmerz
störung erg
äbe
n sich ebenfalls nicht, da kein ungelöster dysfunk
tional fehlverarbeiteter seelischer Konflikt erkennbar
sei
. Ebenso
seien
die diagnostischen Kriterien einer depressiven Episode nicht erfüllt,
da
keine tiefe Traurigkeit, kein Antriebs- und kein Interessenverlust vor
lägen (Urk. 7/116/45-46)
.
4.6
D
ie Gutachter
hielten in der Konsensbeurteilung zusammenfassend fest,
die Arbeitsfähigkeit des
Beschwerdeführers
in der zuletzt ausgeübten
sowie
einer anderen, körperlich leichten, wechselbelastend oder überwiegend sitzend aus
geübten Tätigkeit
sei
per sofort
nicht als hinreichend wahrscheinlich gemin
dert anzusehen
. Es bestehe eine
Arbeitsfähigkeit
von
100
% bei
einem
Pen
sum und Rendement
von
100
%
(Urk. 7/116/47
, Urk. 7/116/52
)
.
Hinsichtlich der Bewertung des Obse
rv
ationsergebnisses
schlossen sich die Gutachter
der
gutachterlichen
Einschätzung
von
Dr.
B._
vollumfänglich an. Wesentlich
sei
, dass die Alltagbeobachtung offenkundig keine den anamnestisch rekla
mierten Einschränkungen entsprechende Behinderung
beziehungsweise
Funk
tions
minderu
ng zeig
e
, was sich auch mit den
aktuellen
klinischen Beob
achtungen und Erwägungen einer Diskrepanz zwischen reklamierten und tatsächlich objektivierbaren Einschränkungen deck
e
. Bereits das Führen eines
Fahrzeugs
mit Schaltgetriebe
sei
mit der anamnestisch vorgetragenen Schmerz- und Funktionsbeeinträchtigung nicht i
n Einklang zu bringen. Das Observ
ationsergebnis bestätig
e
also die klinischen Zweifel
(Urk. 7/116/49)
. Richtigerweise
werde
in dem Vorgutachten auch darauf hingewiesen, dass die Diagnose eines CRPS gar nicht in Abrede gestellt w
erde
, sondern viel
mehr in der versicherungsmedizinischen Bewertung auf deren behinde
rungsrelevanten Effekt abzuheben
sei
.
In den aktenkundigen Erwägungen weit
gehend unberücksichtigt geblieben
sei
der Aspekt des gravierenden Schmerz
mittelfehlgebrauchs einschliesslich von potentiell suchtinduzierenden Opioide
n, so dass die reklamierte Symptomatik zumindest anteilig wesentlich differenzialätiologisch zumindest ebenso gut auch im Kontext einer Alibili
sierung des (iatrogen beförderten) Suchtmittelkonsums verstanden werden
könne.
Die anderslautenden Vorbewertungen
würden
vorrangig auf den sub
jektiven Beschwerdeangaben
fussen
und
hätten
eine Plausibilitätsprüfung anhand der klinischen Verhaltensbeobachtung und den zumindest ebenso gut wahrscheinlichen und differenziell
zu erwägenden Effekt des
O
pioid-K
onsums unzureichend
respektive gar nicht berücksichtigt. Sie seien
mithin
versicherungsmedizinisch nicht haltbar
. Auffällig
sei
vor allem, dass auch in den Vorberichten keine gravierenden objektiven Zeichen
eines CRPS beschrie
ben würden und
die Bewertungen von
Dr.
A._
vorrangig auf den
subjek
tiven Angaben bei den Sensibilitätsprüfungen fuss
t
en
.
Letztlich
müsse
nochmals darauf hingewiesen werden, dass bereits aktenkundig eine Inkon
sistenz hinsichtlich der Unfallbeschreibung berichtet und ein namhaftes Trauma gar nicht zeitnah belegt worden
sei
(Urk. 7/116/50)
.
I
m Rahmen von medizinischen Massnahmen sei
eine Analget
ika-Entgiftung und –Ent
wöh
nung
n
otwendig. Die Mitarbeit des
Beschwerdeführers
sei
dabei medizinisch gut zumutbar und steh
e
in seinem Gesundheitsinteresse (Urk. 7/116/52).
4.7
Im Rahmen des Einwandverfahrens reichte der Beschwerdeführer unter anderem eine Stellungnahme seines Hausarztes vom 2.
Dezember 2014
(Urk. 7/131) ein. Dieser hielt fest,
d
ie Opiate seien stets auf ärztlichen Rat verschrieben worden. Dass daraus eine gewisse
Abhängigkeit
entstanden sei, sei
nicht zu bestreiten, d
iese sei jedoch von ärztlicher Seite verursacht und als Nebenwirkung der Therapie aufzufassen und
nicht
durch
den
Beschwer
deführer gewünscht.
Dass die Therapie nicht leitliniengerecht sei, könne dem Beschwerdeführer ebenfalls nicht zur Last gelegt werden.
4.8
Am 7.
Januar 2015 erstatte
te
Dr.
A._
im Auftrag des Beschwerdeführers e
in
e
weitere
Beurteilung
(Urk. 7/133), worin er
unter anderem
festhielt, dass seit der Untersuchung im Dezember 2012 bezüglich medizinischer Befunder
hebung keine signifikante Veränderung festzustellen sei.
Anamnestisch werde eine Verstärkung von Ruheschmerz und Schmerzattacken angegeben (Urk. 7/133/25).
Hinsichtlich des Gutachtens der
C._
notierte Dr.
A._
,
e
ntgegen der Angaben im internistischen Gutachten werde in den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie die Therapie mit Opioiden explizit au
f
geführt und das CRPS als Zielgruppe einer vier bis 12-wöchigen Schmerztherapie mit opioidhaltigen Analgetika aufgelistet, weshalb die Therapie leitlinienkonform sei. Die Fahrtauglichkeit solle von den ärztlichen Experten im vollen Wissen um die Medikation ausgestellt worden sein. Der rechts vom Führersitz liegende Hebel zum Schaltgetriebe und die Hand
bremse könn
t
e
n
mühelos mit der rechten Hand bedient werden. Die linke Hand könne unter Einsatz des Kleinfingerstahls und Hohlhandteile ausser
halb der Allodynie-Zone das Steuerrad bedienen. Die während den letzten drei Jahren nach Angaben des Beschwerdeführers gefahrenen etwa 400 Kilo
meter seien Ausdruck der hohen Eigenverantwortung und Selbstkontrolle
(Urk. 7/133/26-2
8
)
.
Die Restarbeitsfähigkeit sei unverändert auf 40 bis maxi
mal 50 % einzuschätzen (
Urk.
7/133/35).
4.9
In der Stellungnahme vom 5. August 2015 (Urk. 7/141) hielten die Gutachter fest, der Beschwerdeführer sei gründlich untersucht und befragt und die Beob
achtungen der Gutachter seien schlüssig beschrieben
sowie
begründet worden. Ein CRPS sei nicht negiert, sondern hinsichtlich dessen Ausprägung versicherungsmedizinisch korrekt eingeordnet worden. Dabei stünden die objektiven Befunde auch in
guter
Übereinstimmung mit den sich aus der Observation ergebenden Daten.
Die Angaben bezüglich der Empfehlungen zum Einsatz von Opioiden seien irreführend und falsch. Die langfristige Ver
ordnung ohne Dokumentation und trotz angegebener fehlender Wirksamkeit sei leitlinienwidrig.
Es gelinge
Dr.
A._
nicht,
den Widerspruch zwischen den subjektiven Klage
n
sowie den reklamierten Einschränkungen
und den objek
tiven Befunden
sowie
dem Observationsergebnis auf
zu
lösen.
5.
5.1
In formeller Hinsicht rügte der Beschwerdeführer
, ihm sei hinsichtlich der
ergänzenden Fragestellungen an die
Gutachter (vgl. E. 4.9) vorgängig nicht
die Möglichkeit eingeräumt worden, seinerseits
Zusatzfragen
zu stellen (E. 2.2
)
. Diesbezüglich
ist anzumerken, dass
zum einen
die Beschwerde
geg
nerin
den Gutachtern
ihrerseits
keine Ergänzungsfragen gestellt, sondern ihnen
den
vom Beschwerdeführer
aufgelegten Bericht des Dr.
A._
vom 7. Januar
2015, in welchem sich dieser insbesondere zum Gutachten der
C._
äusserte,
zur Stellungnahme
unterbreitet hatte (
vgl.
Urk. 7/135
).
Zum anderen wurde dem Beschwerdeführer die Möglichkeit eingeräumt, Zusatz
fragen zu stellen
(Urk. 7/146)
,
wo
von
er
in der Folge jedoch keinen Gebrauch machte
.
Eine
Verletzung des rechtlichen Gehörs
des Beschwerdeführers ist mithin nicht
ansatzweise zu erkennen.
5.2
Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers (E. 2.2) erfüllt d
as
polydis
zi
plinäre Gutachten der
C._
vom
1.
Oktober 2014 die
rechtsprechungs
gemäss erforderlichen Kriterien für beweiskräftige ärztliche Entscheidungs
grundlagen (vgl. E. 1.
3
). Es beruht auf fachärztlichen Untersuchungen und
wurde in Kenntnis der re
levanten Vorakten
abgegeben.
I
nwiefern
eine
Zusammen
fassung der fallrelevanten Vordokumente
als Aktenauszug
(Urk. 7/116/2-17)
anstelle eines Aktenverzeichnisses
die Beweiskraft des Gut
achtens schmälern sollte
– so der
Beschwerdeführer
-
ist nicht ersichtlich
.
Es bestehen vorliegend keine Anhaltspunkte dafür, dass das Gutachten gestützt auf eine unvollständige Aktenlage erstellt worden wäre.
Der blosse Umstand, dass nicht alle Akten
vollständig
zitiert w
e
rden
, lässt
ein
Gutachten
für sich
alleine nicht
mangelhaft erscheinen.
Dies umso weniger, als es
im alleinigen fachärztlichen Ermessen
der Gutachter steht, we
lche
B
erichte
im Rahmen des Gutachtens genannt werden
.
Soweit der Beschwerdeführer bemängelt, das Aktengutachten des Dr.
I._
habe den Gutachtern gar nicht vor
gelegen, womit ihnen entscheidrelevante Vorakten gefehlt hätten, zielt auch dieses Vorbringen ins Leere, befasst sich der genannte Bericht (E. 3.8) doch ausschliesslich mit den anlässlich der Observationen angefertigten Video
aufnahmen, welche vorliegend ohnehin nicht ausschlaggebend sind (E. 5.7). Im Übrigen erschloss sich den Gutachtern der Inhalt des als fehlend be
mängelten Berichts aus der Aktenbeurteilung des Dr.
B._
(Urk. 7/106/27-28; vgl. auch Urk. 7/116/14-17).
Im Weiteren ist nicht ersichtlich, dass die Untersuchungen und Befunderhebungen nicht lege artis vorgenommen worden wären.
Die Gutachter setzten sich
vielmehr
ausführlich mit der per
sönlichen, beruflichen und gesundheitlichen Entwicklung des Beschwerde
führers auseinander und nahmen zu früheren Beurteilungen Stellung
(Urk. 7/
116/47-50
). Die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden wurden
berücksichtigt und die Gutachter setzten sich mit diesen hinreichend ausein
ander. Die medizinischen Zusammenhänge und die medizinische Situation wurden einleuchtend dargelegt und die Diagnose
n
nachvollziehbar begrün
det. Entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers (E. 2.2) kann insoweit zur Entscheidfindung auf das Gutachten abgestellt werden.
5.
3
Dem Gutachten ist in Übereinstimmung mit den Vorakten die Diagnose eines komplexen regionalen Schmerzsyndroms (
Complex
regional pain syndrome,
CRPS)
der linken Hand
zu entnehmen (vgl. E. 4.
1
, E. 4.6
)
.
Strittig
sind die vom diagnostizierten
CRPS
ausgehenden funktionellen Einschränkungen und die daraus folgende Arbeitsunfähigkeit
des Beschwerdeführer
s
(vgl.
E. 2
).
5.
4
Die
C._
-Gutachter gelangten mit nachvollziehbarer Begründung
zum Schluss, dass ab Begutachtungszeitpunkt,
kein ausreichender Anhalt für eine Minderung der Arbeitsfähigkeit
des Beschwerdeführers
in der letzten sowie jeder vergleichbaren angepassten Tätigkeit bestehe
und somit
das CRPS nicht in versicherungsmedizinisch relevantem Masse ausgeprägt sei
. Sie legten
dabei einleuchtend
dar, dass zwischen
den anamnestisch
geklagten
und den tatsächlich objektivierbaren Einschränkungen eine
erhebliche
Diskrepanz bestehe
(E.
4.6, E.
4.9).
So
berichtete der neurologische Gutachter über
eine Diskrepanz zwischen der reklamierten Einsetzbarkeit der linken Hand sowie der spontanen Motorik des Beschwerdeführers und hielt
einen klinisch weit
gehend unbeeinträchtigten Eindruck
fest
(E. 4.5).
D
er orthopädische Gut
achter konnte keine
erheblichen
trophischen Störungen
objektivieren
und
legte dar
, dass die spontane Mobilität
der linken Hand und des linken Arms
für die lokalen Schmerzangaben kein ausreichendes Korrelat gezeigt habe (E. 4.4).
Die
se
gutachter
liche
Einschätzung
wird
durch die Aktenbeurteilung von Dr.
B._
sowie
das
Observations
material
gestützt
(E.
3.7, E.
3.
10
) und steh
t
im Wesentlichen auch mit der Einschätzung der Dres.
H._
und
I._
im Einklang (E. 3.
6
, E. 3.
8
).
Nicht zuletzt
ging auch
Dr.
A._
nicht von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit
des Beschwerdeführers
aus, sondern erachtete
eine leichte Tätigkeit
im Rahmen von 40 % bis maximal 50 % bei ganztägiger Präsenz
als
zumutbar
(E. 3.9, E. 4.8)
. Sodann führte auch
der Beschwerdeführer
selbst an, dass
unbelastete Bewegungen durchaus möglich
seien
(vgl. Urk. 7/133/14).
Die von den
Gutachter
n festgehaltene
demonstrative Darbietung der Einschränkungen und Beschwerden
stimmt schliesslich
insoweit mit den Vorakten
überein
, als
im Verlauf immer
wieder
von inkonsistenten Angaben
von Seiten des Beschwerdeführers
berichtet
wurde
(vgl. auch E.
3.2, E. 3.5)
.
5.
5
Was der Beschwerdeführer gegen das Gutachten anführt, vermag nicht zu überzeugen.
Die Gutachter legten
nachvollziehbar dar, dass
die
Steuerung eines geschalteten Motorfahrzeuges mit den geklagten Schmerzen
(
24 Stun
den anhaltende
Dauerschmerzen mit
abwechselnd
Taubheit
s
–
und Schmerz
zu
ständen, vgl. E. 4.4)
und
demonstrierten
Funktionsbeeinträchtigungen nich
t im Einklang steht.
Insbesondere kann der Beschwerdeführer aus der Bestä
tigung seiner Fahrtüchtigkeit (Urk.
7/133
, vgl. auch
Urk.
9-16
) sowie aus der Aussage, dass er in den letzten drei Jahren
bloss
400 km gefahren sei, nichts zu seinen Gunsten ableiten.
Im Gegenteil
steh
t
die anlässlich der verkehrs
medizinischen Kontrolluntersuchung vom 18. April 2013 (vgl. Urk. 15/1)
bescheinigte
, uneingeschränkte Fahreignung
in einem
erheblichen
en
Wider
spruch
zu den
von
ihm
geltend gemachten schwerwiegenden Einschrän
kungen in
alltäglichen Lebensverrichtungen (zum Beispiel Haare zusammen
binden, Geschirr spülen
respektive „abwaschen“
; vgl. Urk. 7/116/42
, vgl. auch
Protokoll S. 6
)
.
Überdies
wiesen d
ie Gutachter
auf den
aktenkundigen (E. 3.3, E. 3.4, E. 3.5, E. 3.9, E. 4.7)
Schmerzmittelkonsum
des Beschwerdeführers
hin und
legten dar, dass die geklagten Schmerzen
ebenso
der
Rechtfertigung des
Schmerzmittelkonsums
dienen könnte. Diesbezüglich ist zumindest augen
fällig
, dass der Beschwerdeführer zur Dauer und
Häufigkeit
der Schmerzmit
tel
ein
nahme
keine sicheren Angaben machen konnte respektive wollte (vgl.
Urk. 7/116/18)
.
Wie
vom psychiatrischen Gutachter
ausgeführt, ist der
diagnostizierte schädliche Gebrauch von Opio
iden
sowie von Cannabinoiden (ICD-10 F 11.22,
F12.1)
allerdings invalidenversicherungsrechtlich nicht von
Relevanz, zumal keine darüber hinausgehende psychische Störung mit Krank
heitswert diagnostiziert werden konnte (vgl. E. 4.5).
5.
6
Soweit der Beschwerdeführer geltend machte
, das Gutachten der
C._
wider
spreche der
Arbeitsfähigkeitse
inschätzung
von
Dr.
A._
(E. 2.2)
, ist darauf hinzuweisen, dass das Gericht in
Bezug auf Berichte von behan
delnden Arztpersonen
der
Erfahrungstatsache
Rechnung tragen darf und soll
, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauens
stel
lung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc).
Wohl kann die einen längeren Zeitraum abdeckende und umfassende Behandlung oft wertvolle Erkenntnisse zeitigen; doch lässt es die unterschiedliche Natur von Behand
lungsauftrag de
r therapeutisch tätigen (Fach-)
Person einerseits und Begut
ach
tungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten ander
seits (BGE 124 I 170
E.
4
) nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichts
gut
achten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu
nehmen, wenn die behandelnden Arztpersonen bzw. Therapiekräfte zu anders
lautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die anderslautenden Einschät
zungen wichtige
–
und nicht rein subjektiver Interpretation entspringende
–
Aspekte benennen, die bei der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (Urteil
des Bundesgerichts
8C_677/2014 vom 29.
Oktober 2014 E. 7.2
mit Hinweisen, u.a. auf
SVR 2008 IV Nr
. 15 S. 43 E. 2.2.1 [I 514/06]
).
Solche Gesichtspunkte sind vorliegend nicht ersichtlich.
Insbeson
dere kann aus dem blossen Umstand, dass die
C._
-Gutachter
ihre Beur
teilung
teils nicht mit dem gleichen Detaillierungsgrad
ver
fassten
wie Dr.
A._
,
noch nicht geschlossen werden, dass die gutachterliche
Begutach
tung
nicht mit der gebotenen Sorgfalt vorgenommen w
orden wäre
.
Im Gegenteil wurde
der Beschwerdeführer umfassend internistisch, neurologisch, orthopädisch und
psychiatrisch untersucht.
Die Gutachter nahmen sodann entgegen dem Vor
bringen des Beschwerdeführers zu
den
Be
urteilung
en
von
Dr.
A._
Stel
lung und legten nachvollziehbar dar, dass diese im Wesentlichen auf den sub
jektiven Angaben des Beschwerdeführers beruht
en
und die erwähnten Inkon
sistenzen ausklammert
en
(E. 4.
6, E. 4.9
).
Schliesslich kann der Beschwer
de
führer
aus dem Umstand, dass sich die Gutachter nicht
zu den
Abklä
rung
sergebnissen
der
J._
(vgl. Urk. 7/108)
äusserten (vgl. Urk. 1 S. 16 f.)
, nichts zu seinen Gunsten ableiten
.
Zwar kann beruflichen Abklärungs
be
richten rechtsprechungsgemäss nicht ohne Weiteres jegliche Aussagekraft
abgesprochen werden (Urteil des Bundesgerichts 9C_833/
2007
vom 4. Juli 2008
E. 3.3.2)
;
d
ie abschliessende Beurteilung der sich aus einem Gesund
heitsschaden ergebenden funktionellen Leistungsfähigkeit o
bliegt jedoch grund
sätzlich der Facharztperson
(Urteil des Bundesgerichts 9C_624/2009 vom 7. Oktober 2009, E. 4.1.1).
5.7
Hinsichtlich der Observationsergebnisse ist ergänzend festzuhalten, dass sie zum einen eine untergeordnete Rolle spielen, indem sie lediglich die von den Gutachtern erhobenen Diskrepanzen zwischen dem objektivierbaren Verhal
ten des Beschwerdeführers und den von ihm geltend gemachten Einschrän
kungen bestätigten (vgl. E. 5.4), und sie zum anderen zwischen den Parteien nicht bestritten sind
(vgl.
Urk. 1 S. 16 und
Urk. 27),
weshalb im vorliegenden Fall auf die Frage der Rechtmässigkeit gemäss neuster bundesgerichtlicher Rechtsprechung (vgl. Urteil 9C_806/2016 des Bundesgerichtes vom 14. Juli 2017, E. 4 und E. 5) der vorliegend im öffentlichen Raum durchgeführten Observation nicht weiter einzugehen ist.
5.
8
Zusammenfassend ist
gestützt auf das Gutachten der
C._
mit dem im
Sozialversicherungsrecht geltenden Beweisgrad der überwiegenden Wahr
schein
lichkeit
davon auszugehen, dass
das CRPS den Beschwerdeführer nicht in invalidenversicherungsrechtlich relevantem Masse einschränkt und
er
in der angestammten und jeder
anderen
angepassten Tätigkeit zu 100 % arbeits
fähig ist
.
Aufgrund der beweiskräftigen medizinischen Aktenlage besteht entgegen der Auffassung de
s
Beschwerdeführer
s
(E. 2.2) sodann kein weiterer Abklärungsbedarf (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. Urteil des Bundesgerichtes 8C_468/2007 vom 6. Dezember 2006 E. 2.2 mit Hinweisen).
6
.
Die angefochtene Verfügung vom
22. Februar 2016
(Urk. 2) erweist sich als rechtens.
Die Beschwerde ist abzuweisen.
7
.
Die Kosten des Verfahrens gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG sind auf Fr.
1’0
00.-- festzusetzen und entsprechend dem Ausgang des Verfahrens de
m
unterlie
genden Beschwerdeführer aufzuerlegen.