Decision ID: f54324ec-d81d-4e17-8927-38b7ed8b74d9
Year: 2022
Language: de
Court: NW_OG
Chamber: NW_OG_001
Canton: NW
Region: Central_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt:
A.
Mit Eingabe vom 27. November 2021 reichte die A._ (Beschwerdeführerin) gegen den Ent-
scheid des Kantonsgerichts Nidwalden, Zivilabteilung/Einzelgericht SchK, vom 12. Oktober
2021, fristgerecht Beschwerde ein. Sie ersuchte darin auch um die Gewährung der unentgelt-
lichen Rechtspflege.
B.
Mit prozessleitender Verfügung vom 6. bzw. 28. Dezember 2021 wurde der Beschwerde die
aufschiebende Wirkung erteilt und das Verfahren sistiert bis zur Erledigung der bundesgericht-
lichen Verfahren 5D_195/2021 (BAZ 21 9) und 5D_196/2021 (BAZ 21 10), da der Ausgang
dieser beiden Verfahren Auswirkungen auf das vorliegende haben würde.
C.
Am 28. Februar 2022 hat das Bundesgericht in den vorgenannten Verfahren entschieden. Es
ist auf die Beschwerde der Beschwerdeführerin nicht eingetreten bzw. hat die Verfassungsbe-
schwerde abgewiesen.
Mit Schreiben vom 17. März 2022 wurde der Beschwerdeführerin die Möglichkeit eingeräumt,
ihre Beschwerde vor Obergericht innert 10 Tagen zurückzuziehen, wodurch die Sache mit
einer reduzierten Gerichtsgebühr von Fr. 50.00 abgeschrieben werden könnte. Sie liess sich
nicht vernehmen.
D.
Mit Verfügung vom 5. April 2022 wurde das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege (P 22 4)
abgewiesen und die Beschwerdeführerin aufgefordert, innert 10 Tagen einen Gerichtskosten-
vorschuss in Höhe von Fr. 400.00 zu leisten. Die Aufforderung erfolgte unter der Androhung,
dass im Falle der Nichtleistung innert Frist bzw. einer allfälligen kurzen Nachfrist auf die Be-
schwerde nicht eingetreten werde.
3 │ 5
Die Beschwerdeführerin leistete den Kostenvorschuss nicht, weshalb ihr mit Schreiben vom
27. April 2022 eine Nachfrist von 5 Tagen gesetzt wurde, unter Androhung des Nichteintretens
im Säumnisfall.
Der Kostenvorschuss wurde nicht geleistet.

Erwägungen:
1.
Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen einen Entscheid des Kantonsgerichts Nidwal-
den, Zivilabteilung/Einzelgericht SchK, betreffend definitive Rechtsöffnung. Gegen Rechtsöff-
nungsentscheide ist die Beschwerde nach Art. 319 ff. ZPO zulässig (Art. 309 lit. b Ziff. 3 i.V.m.
Art. 319 lit. a ZPO). Beschwerdeinstanz ist das Obergericht Nidwalden (Art. 27 GerG;
NG 261.1), das in Dreierbesetzung entscheidet (Art. 22 Ziff. 2 GerG).
2.
Das Gericht kann von der klagenden Partei einen Vorschuss bis zur Höhe der mutmasslichen
Gerichtskosten verlangen (Art. 98 ZPO). Wird der Vorschuss nicht innert angesetzter Frist
bzw. Nachfrist geleistet, tritt das Gericht auf eine Klage oder auf ein Gesuch nicht ein (Art. 101
Abs. 3 ZPO).
3.
Nachdem die Beschwerdeführerin den einverlangten Kostenvorschuss auch nicht innert der
gesetzten Nachfrist geleistet hat, ist auf die Beschwerde nicht einzutreten.
4.
4.1
Die Prozesskosten umfassen sowohl die Gerichtskosten als auch die Parteientschädigung
(Art. 95 Abs. 1 lit. a und b ZPO) und werden der unterliegenden Partei auferlegt (Art. 106
Abs. 1 ZPO).
4 │ 5
4.2
Das obere Gericht, an das eine betreibungsrechtliche Summarsache im Sinne von Art. 251
ZPO weitergezogen wird, kann für seinen Entscheid eine Gebühr erheben, die höchstens das
Anderthalbfache der für die Vorinstanz zulässigen Gebühr beträgt (Art. 61 Abs. 1 GebV
SchKG; SR 281.35). Der massgebliche erstinstanzliche Gebührenrahmen beträgt Fr. 50.00
bis Fr. 300.00, mithin maximal Fr. 450.00 zweitinstanzlich (Art. 48 GebV SchKG).
Die Gerichtskosten für den Entscheid bemessen sich nach Art. 61 i.V.m. Art. 48 GebV SchKG
und Art. 8 Abs. 1 Ziff. 3 PKoG und werden auf Fr. 300.00 festgesetzt. Nachdem die Beschwer-
deführerin vor Obergericht vollständig unterliegt, sind ihr ausgangsgemäss sämtliche Gerichts-
kosten aufzuerlegen. Sie hat diesen Betrag innert 30 Tagen der Gerichtskasse zu bezahlen.
Der Beschwerdegegnerin sind keine Aufwendungen angefallen, womit keine Parteientschädi-
gung zuzusprechen ist.
5 │ 5