Decision ID: 93199b7a-ba02-56e2-acd2-cf0d240bcee7
Year: 2009
Language: de
Court: SG_VG
Chamber: SG_VG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ Der am 3. Mai 1969 geborene T.I. ist Staatsangehöriger von Mazedonien. Am 9. Mai
2000 heiratete er in St. Gallen die am 19. September 1967 geborene Schweizer
Bürgerin R.F. Im Rahmen des Familiennachzugs zu seiner Ehefrau erhielt T.I. eine
Aufenthaltsbewilligung. Im Jahr 2003 trennten sich T.I. und seine Ehefrau R.F., wobei
sie am 15. Januar 2003 eine aussergerichtliche Trennungsvereinbarung abschlossen.
Am 14. Oktober 2005 erhielt T.I. die Niederlassungsbewilligung. Das Kreisgericht
Rorschach sprach am 30. Juni 2006 die Scheidung der Ehe von T.I. und R.F. aus.
Am 18. Juli 2006 heiratete T.I. in Mazedonien die am 4. Juli 1973 geborene B.S. Mit
dieser hat T.I. vier gemeinsame Kinder: S. (geb. 6. September 1991), T. (geb. 14. Juni
1993), E. (geb. 6. April 1996) sowie U. (geb. 31. Oktober 1998). B.S. ist zudem Mutter
des am 25. März 2003 geborenen Sohnes B. Die Ehe zwischen T.I. und B.S. wurde am
21. März 2007 durch das Amtsgericht Tetovo geschieden. Am 4. April 2007 heirateten
T.I. und B.S. in Mazedonien erneut. In der Folge stellte T.I. ein
Familiennachzugsgesuch für seine Ehefrau und die fünf Kinder.
Am 26. Juli 2007 heirateten R.F. und der am 14. August 1972 geborene bosnische
Staatsbürger J.H. in Bosnien und Herzegowina.
Mit Verfügung vom 8. September 2008 widerrief das Ausländeramt die
Niederlassungsbewilligung von T.I. mit der Begründung, er sei eine Scheinehe mit R.F.
eingegangen. Der Widerruf der Niederlassungsbewilligung sei verhältnismässig, und
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das hängige Familiennachzugsgesuch werde nach Rechtskraft des Widerrufs der
Niederlassungsbewilligung als gegenstandslos abgeschrieben.
B./ Gegen diese Verfügung erhob T.I. mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 23.
September 2008 Rekurs beim Sicherheits- und Justizdepartement mit dem Begehren,
die Verfügung des Ausländeramts vom 8. September 2008 sei aufzuheben, vom
Widerruf der Niederlassungsbewilligung sei abzusehen und diese sei statt dessen zu
verlängern. Mit Entscheid vom 8. Dezember 2008 wies das Sicherheits- und
Justizdepartement den Rekurs von T.I. ab. Es wies das Ausländeramt an, T.I. eine neue
Frist zur Ausreise anzusetzen. Zur Begründung erwog es im wesentlichen, T.I. sei die
Ehe mit R.F. nur eingegangen, um in Umgehung fremdenpolizeilicher Vorschriften eine
Niederlassungsbewilligung zu erlangen. Das Eingehen einer Scheinehe führe zu ihrem
Widerruf. Die Verfügung des Ausländeramts erweise sich deshalb als recht- und
verhältnismässig.
C./ T.I. erhob mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 22. Dezember 2008 und
Ergänzung vom 2. Februar 2009 Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem
Begehren, der Entscheid des Sicherheits- und Justizdepartements vom 8. Dezember
2008 sowie die Verfügung des Ausländeramts vom 8. September 2008 seien
vollumfänglich aufzuheben, von einem Widerruf der Niederlassungsbewilligung sei
abzusehen, und seine Niederlassungsbewilligung sei ordentlich zu verlängern, unter
Kosten- und Entschädigungsfolge. Zur Begründung führte er im wesentlichen an, die
behaupteten Indizien liessen nicht darauf schliessen, dass er und R.F. eine Ehe zur
Umgehung der fremdenpolizeilichen Vorschriften eingegangen seien. Es liege somit
keine Scheinehe vor. In bezug auf das Kind B. habe er keine wesentlichen Tatsachen
verschwiegen, und der Widerruf der Niederlassungsbewilligung wäre angesichts seiner
beruflichen und sozialen Integration unverhältnismässig.
Mit Vernehmlassung vom 5. Februar 2009 beantragte das Sicherheits- und
Justizdepartement die kostenpflichtige Abweisung der Beschwerde und verwies zur
Begründung auf den angefochtenen Entscheid.
T.I. legte mit Eingabe vom 19. August 2009 das Urteil des Amtsgerichts Gostivar vom
14. Juli 2009 ins Recht, wonach er nicht der leibliche Vater des Kindes B. sei. Darauf
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und auf die weiteren Vorbringen in der Beschwerde wird, soweit erforderlich, in den
nachstehenden Erwägungen eingegangen.

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Der
Beschwerdeführer ist zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 64 Abs. 1 in
Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerdeeingabe vom 22. Dezember 2008
sowie ihre Ergänzung vom 2. Februar 2009 entsprechen zeitlich, formal und inhaltlich
den gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und
Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP). Auf die Beschwerde ist einzutreten.
2. Der Beschwerdeführer beantragt, R.F. und er seien im Rahmen des
Beschwerdeverfahrens zum Vorwurf des Vorliegens einer Scheinehe zu befragen, und
es seien weitere Abklärungen in Mazedonien vorzunehmen. Das Verwaltungsgericht
verzichtet indes auf die Erhebung weiterer Beweise, da sich der Sachverhalt aus den
Verfahrensakten rechtsgenüglich ergibt. Im übrigen sind die vom Beschwerdeführer
beantragten Befragungen und Abklärungen nicht geeignet, um neue entscheidrelevante
Tatsachen hervorzubringen. So ist davon auszugehen, dass die Verfahrensbeteiligten
ihre Aussagen aufeinander abstimmen, was eine objektive Beurteilung des
Streitgegenstands schon von Beginn weg verunmöglichte. Der Beschwerdeführer ist
schliesslich darauf hinzuweisen, dass nur die von den Verfahrensbeteiligten
angebotenen und die leicht zugänglichen Beweise über erhebliche Tatsachen erhoben
werden, wenn zur Wahrung der öffentlichen Interessen keine besonderen
Beweiserhebungen notwendig sind (Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im
Kanton St. Gallen, St. Gallen 2003, Rz. 603). Im vorliegenden Fall sind keine
öffentlichen Interessen ersichtlich, die weitere Beweiserhebungen erfordern würden. Im
vorliegenden Fall berücksichtigt das Verwaltungsgericht deshalb nur die vom
Beschwerdeführer erbrachten Beweise.
Der Beschwerdeführer bringt zutreffend vor, das von ihm eingereichte
Familiennachzugsgesuch gehöre nicht zum Streitgegenstand. Nach Rechtskraft dieses
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Entscheids hat das Ausländeramt deshalb erstinstanzlich über das
Familiennachzugsgesuch zu entscheiden.
3. Streitgegenstand ist der Widerruf der Niederlassungsbewilligung des
Beschwerdeführers.
3.1. Gemäss Art. 42 des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer
(SR 142.20, abgekürzt AuG) haben ausländische Ehegatten von Schweizer Bürgern
Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung, wenn sie mit
diesen zusammenwohnen (Abs. 1). Nach einem ordnungsgemässen und
ununterbrochenen Aufenthalt von fünf Jahren haben die Ehegatten Anspruch auf
Erteilung der Niederlassungsbewilligung (Abs. 3). Gemäss Art. 51 Abs. 1 AuG erlöschen
die Ansprüche nach Art. 42 AuG, wenn sie rechtsmissbräuchlich geltend gemacht
werden, namentlich um Vorschriften des AuG und seiner Ausführungserlasse über die
Zulassung und den Aufenthalt zu umgehen (lit. a) sowie bei Vorliegen von
Widerrufsgründen nach Art. 63 AuG (lit. b). Gemäss Art. 63 Abs. 1 AuG kann die
Niederlassungsbewilligung widerrufen werden, wenn die Voraussetzungen nach Art. 62
lit. a oder b AuG erfüllt sind (lit. a), wenn der Ausländer in schwerwiegender Weise
gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung in der Schweiz oder im Ausland
verstossen hat oder diese gefährdet oder die innere oder die äussere Sicherheit
gefährdet (lit. b) oder wenn der Ausländer oder eine Person, für die er zu sorgen hat,
dauerhaft und in erheblichem Masse auf Sozialhilfe angewiesen ist (lit. c).
3.2. Der Ausländer ist verpflichtet, an der Feststellung des für die Anwendung des
Gesetzes massgebenden Sachverhalts mitzuwirken. Er muss insbesondere zutreffende
und vollständige Angaben über die für die Regelung des Aufenthalts wesentlichen
Tatsachen machen (Art. 90 lit. a AuG). Nach Art. 62 lit. a AuG kann die
Niederlassungsbewilligung widerrufen werden, wenn der Ausländer oder sein Vertreter
im Bewilligungsverfahren falsche Angaben macht oder wesentliche Tatsachen
verschwiegen hat. Dies gilt insbesondere für den Fall, dass sich nachträglich Indizien
ergeben, welche die mittlerweile aufgelöste Ehe, auf die sich der Ausländer für den
Erhalt der Niederlassungsbewilligung berufen hat, als Scheinehe oder als bloss aus
fremdenpolizeilichen Gründen aufrechterhaltene Ehe erscheinen lassen. Der Widerruf
der Niederlassungsbewilligung setzt voraus, dass der Betroffene wissentlich falsche
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Angaben gemacht oder Tatsachen verschwiegen hat, in der Absicht, gestützt darauf
den Aufenthalt oder die Niederlassung bewilligt zu erhalten (BGE 2C_243/2008 vom 18.
Juni 2008 E. 2.3.; BGE 2A.275/2005 vom 17. Oktober 2005 E. 2.1.; vgl. Weisungen und
Kreisschreiben des Bundesamtes für Migration, I. Ausländerbereich, Version 1.1.08,
Ziff. 3.4.6., publiziert in: www.bfm.admin.ch).
Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist der Nachweis, dass die Ehe zur
Umgehung der Vorschriften über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer
geschlossen wurde und nicht der Begründung einer Lebensgemeinschaft dient, in der
Regel nicht direkt, sondern nur durch Indizien zu erbringen (BGE 122 II 295 E. 2b;
VerwGE B 2008/190 vom 22. Januar 2009 E. 2.1.; VerwGE B 2008/140 vom 5.
November 2008 E. 4.2., publiziert in: www.gerichte.sg.ch). Einzelne Indizien vermögen
für sich allein den Nachweis einer Tatsache nicht zu erbringen. Je nach Art und Anzahl
können sie sich jedoch zum rechtsgenüglichen Beweis verdichten. Nach konstanter
verwaltungsgerichtlicher Rechtsprechung ist dabei nicht von wesentlicher Bedeutung,
ob die Indizien auch bei einer normalen Ehe vorliegen könnten. Entscheidend ist
vielmehr eine Gesamtbetrachtung sämtlicher vorliegender Tatumstände (VerwGE
B 2008/129 vom 14. Oktober 2008 E. 3.3.; VerwGE B 2007/127 vom 5. November 2007
E. 2.3., publiziert in: www.gerichte.sg.ch).
3.3. Der Beschwerdeführer rügt, die Vorinstanz habe zu Unrecht auf eine Scheinehe
zwischen ihm und R.F. geschlossen. Die Ehe sei gelebt worden und einzig aufgrund
der Alkoholprobleme von R.F. auseinandergegangen. Auch wenn er ohne die Ehe mit
dieser keine Aufenthaltsbewilligung erhalten hätte und zum Zeitpunkt der Heirat bereits
vier Kinder mit B.S. hatte, liege keine Scheinehe vor. Dass er B.S. 18 Tage nach der
Scheidung von R.F. geheiratet habe, sei ebenfalls kein Indiz für eine Scheinehe, dürfe
doch jedermann nach einer Scheidung wieder heiraten. In bezug auf das Kind B. habe
er keine wesentlichen Tatsachen verschwiegen. Seine Aussage, er beabsichtige in
nächster Zeit keine Heirat, sei auf den "Jetzt-Zustand" gerichtet gewesen, zumal er die
Frage missverstanden habe. R.F. habe sich mit ihren Aussagen in bezug auf das Essen
nach der Trauung, die Flitterwochen sowie die Ferien in Mazedonien offensichtlich
geirrt. Auch habe er an der Trauerfeier ihres Bruders nicht teilnehmen können, da ihm
sein Chef nicht frei gegeben habe. Angesichts seiner beruflichen und sozialen
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Integration wäre ein Widerruf der Niederlassungsbewilligung deshalb
unverhältnismässig.
3.4.
3.4.1. Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung entspricht es einem bekannten
Verhaltensmuster, dass ein Ausländer durch Heirat mit einer Schweizer Bürgerin eine
Aufenthaltsbewilligung erwirkt, sich nach Erhalt der Niederlassungsbewilligung von
dieser scheiden lässt, anschliessend eine Landsfrau heiratet und unter wissentlichem
Verheimlichen der konkreten familiären Verhältnisse ein Familiennachzugsgesuch stellt
für sie und die gemeinsamen aus dem Heimatland stammenden Kinder, die während
der Ehe mit der Schweizer Bürgerin geboren sind (BGE 2A.275/2005 vom 17. Oktober
2005 E. 4.2.). Auch im vorliegenden Fall liegt eine vergleichbare Konstellation vor. So
bestreitet der Beschwerdeführer zu Recht nicht, er habe nur aufgrund der Ehe mit R.F.
eine Niederlassungsbewilligung erhalten. Der Altersunterschied zwischen ihm und R.F.
ist zwar nur gering. Dies ändert jedoch nichts an seiner widersprüchlichen
Argumentation in bezug auf die Ehe mit R.F. Einerseits machte der Beschwerdeführer
an der Befragung vom 10. November 2006 geltend, er habe keine Partnerin und
gedenke in nächster Zeit auch nicht zu heiraten, obwohl er B.S. bereits am 18. Juli
2006 geheiratet hatte. Andererseits stellt er sich im Beschwerdeverfahren auf den
Standpunkt, diese Aussage sei auf den "Jetzt-Zustand" gerichtet gewesen und
schlösse eine spätere Heirat nicht aus. Angesichts der vier gemeinsamen Kinder mit
B.S. ist anzunehmen, dass der Beschwerdeführer vor der Ehe mit R.F. mit dieser eine
dauerhafte, eheähnliche Beziehung führte. Auch ist davon auszugehen, dass er diese
Beziehung auch während der Ehe zumindest teilweise weiterführte, anderenfalls er B.S.
wohl kaum nur 18 Tage nach der Scheidung von R.F. geheiratet hätte. Anlässlich der
Befragung bestritt der Beschwerdeführer diese Beziehung gegenüber dem
Ausländeramt und liess insbesondere auch die Heirat unerwähnt. Dieses wissentliche
Verheimlichen der konkreten familiären Verhältnisse ist, wie Vorinstanz und
Ausländeramt zutreffend festgestellt haben, ein gewichtiges Indiz für das Vorliegen
einer Scheinehe. Daran ändert auch nichts, dass der Beschwerdeführer gemäss Urteil
des Amtsgerichts Gostivar vom 14. Juli 2009 nicht der Vater des Kindes B. ist. Es ist
nicht nachvollziehbar, weshalb er seine Heirat mit B.S. hätte verheimlichen sollen,
wenn er keine Auswirkungen auf seinen Aufenthaltsstatus in der Schweiz fürchtete.
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Unter diesen Umständen ist deshalb auch sein Vorbringen unglaubwürdig, er habe die
Frage nach einer neuen Partnerin missverstanden. Schliesslich muss sich der
Beschwerdeführer die zwischen der Scheidung und der erneuten Heirat liegende Frist
von gerade einmal 18 Tagen entgegenhalten lassen. Sie spricht eindeutig gegen den
vom Beschwerdeführer ausgedrückten Willen, die eheliche Gemeinschaft mit R.F.
wiederaufzunehmen. Dies gilt um so mehr, als der Beschwerdeführer während der
gleichen Befragung sinngemäss ausführte, er sei nach der zweijährigen Trennungsfrist
zur Einwilligung in die Scheidung gezwungen worden. Wäre die Scheidung tatsächlich
gegen seinen Willen erfolgt, hätte er B.S. kaum innert weniger Tage geheiratet.
3.4.2. In bezug auf die Vorbringen, R.F. habe sich mit gewissen, an der Befragung vom
10. November 2006 getätigten Aussagen offensichtlich geirrt, äussert der
Beschwerdeführer lediglich Vermutungen, ohne dafür konkrete Beweise zu erbringen.
So legt er insbesondere nicht dar, weshalb ihre Aussagen tatsächlich unwahr sein
sollten. Allein gestützt auf die Behauptung, sie sei aufgrund ihres Alkohol- und
Medikamentenkonsums zeitweilig verwirrt gewesen und habe deshalb
widersprüchliche Aussagen gemacht, kann nicht auf die Unglaubwürdigkeit sämtlicher
Aussagen geschlossen werden. Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass Ehegatten
zumindest über bestimmte eheprägende Ereignisse übereinstimmende Angaben
machen können, sofern sie die eheliche Gemeinschaft auch tatsächlich leben. Die
unterschiedlichen Aussagen des Beschwerdeführers und von R.F. zu eheprägenden
Ereignissen wie Trauung, Flitterwochen und Ferien in Mazedonien, die offensichtliche
Widersprüche enthalten, sind deshalb als weitere gewichtige Indizien für das Vorliegen
einer Scheinehe zu werten.
3.4.4. Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung muss der Widerruf der
Niederlassungsbewilligung gemessen an den gesamten Umständen des Einzelfalls
verhältnismässig sein (BGE 135 II 9 E. 4.1. mit Hinweisen). Wie die Vorinstanz
zutreffend feststellte, hält sich der Beschwerdeführer erst seit neun Jahren in der
Schweiz auf. Den grössten Teil seines Lebens verbrachte er in Mazedonien, wo im
übrigen seine Ehefrau und die vier gemeinsamen Kinder leben. Auch spricht seine
Tätigkeit als Vorarbeiter im Bereich der Fassadenisolation nicht für eine besondere
berufliche Integration, die einen Verbleib in der Schweiz rechtfertigen könnte. An dieser
Feststellung vermag auch das Schreiben seines Arbeitgebers vom 14. Januar 2009
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nichts zu ändern, zumal der Beschwerdeführer selbst und sein Arbeitgeber
Gesellschafter der A. GmbH mit Stammanteilen in gleicher Höhe sind. Dem Schreiben
kann deshalb nur beschränkte Aussagekraft zukommen. Die Vorinstanz führte ebenfalls
zu Recht aus, der Beschwerdeführer habe mit dem Eingehen einer Scheinehe und dem
Verschweigen einer wesentlichen Tatsache Anlass zu schweren Klagen gegeben. Das
öffentliche Interesse am Widerruf der Niederlassungsbewilligung überwiegt deshalb
sein privates Interesse an einem Verbleib in der Schweiz. Die Rückkehr des
Beschwerdeführers ins Heimatland ist unter diesen Umständen recht- und
verhältnismässig, weshalb dessen Vorbringen unbegründet sind und die Beschwerde
abzuweisen ist.
3.5. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Vorinstanz aufgrund der vorhandenen
Indizien zu Recht das Vorliegen einer Scheinehe angenommen hat. Der Widerruf der
Niederlassungsbewilligung erweist sich unter den gegebenen Umständen als recht-
und verhältnismässig, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.
4. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
Entscheidgebühr von Fr. 2'000.-- ist angemessen (Art. 13, Ziff. 622 Gerichtskostentarif,
sGS 941.12). Sie ist mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu
verrechnen.
Ausseramtliche Kosten sind nicht zu entschädigen (Art. 98bis VRP).
Demnach hat das Verwaltungsgericht