Decision ID: 10d9bae3-4ec6-4de9-9815-1d5f93867905
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
Der am 1. April 1964 geborene
X._
arbeitete zuletzt von 1995 bis 2000 und wiederum ab 1. Januar 2001, nunmehr in einem Teilzeitpensum von 80
%
, als Servicemitarbeiter im Restaurant
Z._
in Zürich
(
Urk.
7/1/4
, 7/3/4 und
7/4
)
.
1.2
Am 8. November 2001 meldete er sich unter Hinweis auf eine Fibromyalgie bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbe
zug an
(
Urk.
7/1)
.
Die IV-Stelle
tätigte darauf erwerbliche
(
Urk.
7/3
, 7/8, 7/9
, 7/31 und
7/35
)
und medizinische
(
Urk.
7/5, 7/7
, 7/25 bis 7/27
und
7/46)
Abklärungen. Unter anderem holte sie eine polydisziplinäre Expertise der Medi
zinischen Abklärungsstelle am
Kantonsspital
A._
(MEDAS) vom 6.
Februar 2003 ein
(
Urk.
7/25 bis 7/27)
. Mit Verfügung vom
22. April 2004
verneinte die IV-Stelle einen Rentenanspruch
(
Urk.
7/61)
.
Dagegen liess der Versicherte Einsprache erheben
(
Urk.
7/66 und 7/71)
. Nebst weiteren Unterlagen wurden darauf
hin
zwei
von der IV-Stelle in Auftrag gege
bene
Gutachten,
ein
polydisziplinäres
Gutachten des
O._
(
O._
) vom 12. Dezember 2006 (
Urk.
7/105) samt Ergänzung vom
23. April 2007
(Urk. 7/114
)
und
ein psychiatrisches Gutachten von
Dr.
med.
B._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie,
vom 23. Januar 2008
(Urk. 7/120
/1 ff.
) samt Ergänzungen vom 3. Februar 2008
(
Urk.
7/120
/9 ff.
) und vom 3. August 2008 (
Urk.
7/127)
,
sowie
ein
von
X._
einge
reichte
s
Privatg
utachten
von
Dr.
med.
C._
, Fachärztin FMH für Psychiatrie und Psychotherapie,
vom 21. Januar 2008
(
Urk.
7/129)
zu den Akten genommen
. Schliesslich erstattete pract. med.
D._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie,
vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) am
10. Februar 2009
e
inen Untersuchungsbericht
(
Urk.
7/132)
. Gestü
tzt
auf den Letztgenannten
hielt die IV-Stelle mit Entscheid vom 11. Mai 2009 fest, dass ein Invaliditätsgrad von
100
%
ab 1. Mai 2002
bestehe
(
Urk.
7/139; vgl. auch
Fest
stellungsblatt für den B
eschluss vom 11. Mai 2009, Urk.
7/138
)
.
Darauf reichte d
ie
Pensionskasse des Versicherten, die
E._
Pensions
kasse
,
ein psychiatrisches Privatgutachten ihres V
ertrauensarztes
Dr.
med.
W.
F._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie,
vom 18.
November 2009 ein
(
Urk.
7/148) und
sprach
sich gegen die Ausrichtung einer ganzen Rente
aus
(
Urk.
7
/149)
. Auf Ersuchen der IV-Stelle
ergänzte
Dr.
F._
seine Expertise (vgl.
Urk.
7/151 und 7/153). In der Folge
setzte
die IV-Stelle ihre
n
Einspracheentscheid
vom 11. Mai 2009
um und sprach dem Versicherten
mit
Verfügungen vom 20. Januar 2010
ab
1. Mai 2002 eine ganze Invalidenrente zu
(
Urk.
7/159
, 7/161, 7/163
und
7/165)
.
1.3
Die von der
E._
Pensionskasse
da
gegen
erhobene
Beschwerde
(Urk. 7/166)
wies das Sozialversiche
rungsgericht mit Urteil vom 30.
September 2011 ab (Urk. 7/177).
Diesen Entscheid zog d
ie
E._
Pensionskasse
mit
Beschwerde
ans Bundesgericht
weiter
(vgl. Urk.
7/178), welches
am 18. April 2012
das sozialversicher
ungsgerichtliche Urteil vom 30.
September 2011, den Einsprache
entscheid der IV-Stelle vom 11.
Mai 2009 und deren Verfügungen vom 20. Januar 2010 auf
hob
und
die Sach
e
zu weiteren Abklärungen und neuem Entscheid an die IV-Stelle zurück
wies
(
Urk.
7/182)
.
1.4
Die IV-Stelle gab darauf
ein
bi
disziplinäres Gutachten in Auftrag
(vgl. Urk.
7/188 und 7/189)
, welches am 21. September 2012 von
Dr.
med.
G._
, Facharzt FMH für Psychiatrie
und Psychotherapie
, und
Dr.
med.
H._
, Fach
arzt FMH für
Innere Medizin und
Rheumatologie, erstattet wurde (Urk.
7/191). Mit Vorbescheid vom 28. März 2013 stellte die IV-Stelle
die Abweisung des Rentenbegehrens in Aussicht (Urk.
7/196).
Dagegen liess
X._
unter Einreichung eines Berichtes von
Dr.
med.
I._
, Facharzt FMH für Psy
chiatrie und Psychotherapie, vom 27. Februar 2013 (
Urk.
7/202)
Einwand erhe
ben (Urk.
7/203).
M
it Verfügung vom 11. Oktober 2013
verneinte die IV-Stelle einen Rentenanspruch (
Urk.
2 =
Urk.
7/206)
.
2.
Gegen diese Verfügung
erhob die Rechtsvertreterin von
X._
mit Ein
gabe vom 14. November 2013 Beschwerde
und
beantragte
im Wesentlichen
, es sei
dem Besch
w
erd
e
führer
ab 1.
Mai 2002 eine ganze, mindestens aber eine Dreiviertelsrente zuzusprechen; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin (
Urk.
1 S. 2).
Zusammen mit der Beschwerde
schrift
reichte
sie
einen weiteren
Bericht von
Dr.
I._
vom 28.
Oktober 2013
ein
(
Urk.
3)
. Die IV-Stelle schloss am
17. Dezember 2013
auf Abweisung der Beschwerde
(
Urk.
6)
.
Davon hat die Gegenpartei mit Schreiben vom 18. Dezember 2013 Kenntnis erhalten (
Urk.
8).
Auf die einzelnen Ausführungen in den Rechtsschriften und die neu einge
reichte Unterlage wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Zu beurteilen ist eine Rentenanmeldung vom 8. November 2001 und ein Sachver
halt, der sich bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 11. Oktober 2013 erstreckt.
Es sind daher die allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln heranzuziehen, gemäss welchen in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend sind, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbe
standes galten (BGE 130 V 446 Erw. 1.2 mit Hinweisen).
Am 1. Januar 2003 ist das Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozial
versicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 in Kraft getreten. Mit ihm sind zahlreiche Bestimmungen im Sozialversicherungsbereich geändert worden. Der materielle Anspruch auf eine Invalidenrente für die Zeit bis zum 31. Dezember 2002 ist aufgrund der damals gültig gewesenen und ab diesem Zeitpunkt nach den neuen Normen zu prüfen (BGE 130 V 446 E. 1.2, 127 V 467 E. 1). Für den Rentenanspruch ab dem 1. Januar 2004 sind im Weiteren die Än
derungen des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) und der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV), die im Zuge der 4. Revision der In
va
lidenver
si
cherung in Kraft getreten sind, zu beachten. Für den Rentenanspruch ab dem
1. Januar 2008 respektive ab dem 1. Januar 2012 gelten die im Rahmen der 5. respektive 6. IV-Revision teilweise erneut geänderten Normen des IVG und der IVV sowie die damit einhergehenden Anpassungen des ATSG.
Da sich hinsichtlich des gesetzlichen Invaliditätsbegriffes etc. keine materiellen Änderungen ergeben haben, werden im Folgenden die aktuell gültigen Normen zitiert, soweit nichts anderes vermerkt ist.
1.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4
Abs.
1
des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.
3
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4
Abs.
1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als rele
vant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Per
son bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv bestimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Erwerbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychi
schen Beeinträchtigung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur soweit zu einer Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (Art. 6 ATSG) sei der versi
cherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
2.
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin für
den Zeitraum vom
1. Mai
2001
(Beginn des Wartejahres nach Art. 29
Abs.
1 lit. b IVG in der hier massgebenden bis Ende 2003 gültig gewesenen Fassung)
bis zum 1
1.
Oktober 2013
zu Recht das Vorliegen
eine
s
invaliditätsrelevanten Gesundheitsschaden
s
und
damit
das Bestehen
eine
s
Rentenanspruch
s
des Beschwerdeführers verneint hat (vgl.
Urk.
1 S. 3 ff. und 2 S. 1 ff.).
3.
3.1
In
Nachachtung des bundesgerichtlichen Urteils vom
1
8.
April 2012
wurde ein
bidisziplinäre
s
Gutachten von
Dr.
G._
und
Dr.
H._
vom 21. September 2012
eingeholt. Dieses enthält die folgenden Diagnosen (
Urk.
7/191/8):
„
- mit langdauernder Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
1.
Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode und
Panikstörung, gemäss psychosomatisch-psychiatrischer Begutachtung von
Dr.
med.
G._
, Burgdorf
- ohne langdauernde Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
2.
Anhaltende somatoforme Schmerzstörung und Akzentuierung der
Persönlichkeit mit narzi
s
stischen Zügen, gemäss psychosomatisch-
psychiatrischer Begutachtung von
Dr.
med.
G._
, Burgdorf
3.
Chronisches, generalisiertes Schmerzsyndrom
- nicht ausreichend somatisch abstützbar
- primäres Fibromyalgie-Syndrom
- Panalgie
- diffuse Druckschmerzangabe
- multiple Besc
hwerden wie Schlafstörungen, Mü
digkeit,
Konzentrations-
störungen, Juckreiz, Sc
hmerzen im Brustkorb und Bauch, Atembesch-
werden, Schmerzen der Augen und Ohren, Schlafstörungen, Müdigkeit, traurige Verstimmungen, Lichtempfindlichkeit
4.
Nikotinkonsum von circa 25 pack years
5.
Gestörte Gluconeogenese
6.
Anamnestisch Reizmagen-Syndrom.
“
Gemäss Einschätzung der Gutachter
war die Arbeitsfähigkeit des Beschwerde
-
füh
rers aus rein somatisch-rheumatolgischer Sicht für die von ihm bisher in der Schweiz ausgeübten Tätigkeiten zu keinem Zeitpunkt einge
schränkt (
Urk.
7/191/17)
. Dies steht im Einklang mit dem
Gutachten
des
O._
(
O._
)
vom 1
2.
Dezember 2006
samt Ergänzung vom 23. April 2007
,
in
welchem
die Arbeitsfähigkeit des Beschwer
deführ
ers allein wegen psychiatrischer
Befunde als eingeschränkt erachtet
wurde
(vgl.
Urk.
7/105/25 ff.
und
7/114)
.
Lediglich
das Gutachten der Medizi
nischen Abklärungsstelle am Kantonsspital
A._
(MEDAS) vom 6. Februar 2003
attestiert d
em Beschwerdeführer – ohne die g
eklagte Beschwerdesymptomatik einer spezifischen pathologischen Veränderung oder einer rheumatologisch-ent
zündlichen Erkrankung zuordnen zu können – aus somatischer Sicht
eine
volle Arbeitsunfähigkeit als Servicemitarbeiter und eine
Arbeitsfähigkeit
in ange
passter Tätigkeit
von 100
%
(vgl.
Urk.
7/2
6/5 und
7/27/9 f.)
.
Weil diese Ein
schätzung nicht
mit einem
organischen
Korrelat
begründet wurde, ist auf die beiden erstgenannten Gutachten abzustellen
, gemäss welchen aus somatischer
Sicht
keine Arbeitsunfähigkeit besteht
.
3.2
Im psychiatrischen Teilgutachten
vom 2
1.
September 2012
hielt
Dr.
G._
fest, dass er anlässlich der Untersuchung des Beschwerdeführers ein depressives Zustandsbild
festgestellt habe
.
Da der Gutachter
Dr.
F._
im Jahr 2009 keine depressive Symptomatik
ausgemacht habe
,
sei
von einem phasenhaften Verlauf depressiver Episoden aus
zugehen
.
B
eim Beschwerdeführer
bestehe auch
eine familiäre Vorbelastung in Bezug auf Depressionen.
Diagnostisch sei
von einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode
(ICD-10: F. 33.1) auszugehen. Der Beginn der rezidivierenden depressiven Störung sei auf etwa 2003 festzulegen. Die aktuelle depressive Episode habe wahrscheinlich im Jahr 2010 begonnen (Urk. 7/191/54).
Anamnestisch leide der Beschwerdeführer seit dem Jahr 2011 unter zeitweise auftretenden panikartigen Angstzuständen, welche von einer subjektiven Atem
not ausgelöst würden und neben der panikartigen Angst zu Herzrasen führten. Diese Angstzustände hinderten den Beschwerdeführer jedoch offensichtlich nicht daran,
alleine
kurze Strecken mit dem Auto zu fahren oder
sich
ohne Begleitung mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Zürich zur Untersuchung nach Burgdorf zu
begeben
. Anlässlich der aktuellen klinischen Untersuchung
seien
keine panikartigen Angstsymptome feststell
bar gewesen
. Es sei diagnostisch von einer Panikstörung (ICD-10: F. 41.0), bestehend seit etwa 2011, auszuge
hen, wobei die diesbezügliche Symptomatik als nicht sehr ausgeprägt zu bewerten sei (
Urk.
7/191/5
4
).
Die vom
Beschwerdeführer beschriebenen Schmerzen in diversen Körperberei
chen
liessen sich
aus somatischer Sicht nicht vollständig und nicht ausreichend erklären. Aus psychiatrischer
Sicht sei als Erklärung für die
subjektiv als invali
disierend erlebten Schmerzen differentialdiagnostisch an eine somatoforme Schmerzstörung, an eine Symptomausweitung, an Sch
merzen im Rahmen anderer psychischer Erkrankungen oder an eine Simulation seitens des Beschwerdeführers zu denken (
Urk.
7/191/54
). Die somatisch nicht ausreichend erklärbaren
Schmerzsymptome
fluktuierten
in Bezug auf Intensität, Lokalisation und Schmerzcharakter
.
Im
Zeitpunkt
von deren
Entst
ehung
hätten
auch psychosoziale Belastungen bestanden
,
mangelnde Coping-Strategien im Um
gang mit einer nachlassenden körperlichen Leistungsfähigkeit in Verbindung mit einer narzis
s
tischen Persönlichkeitsakzentuierung, langdauernde Probleme in der Ehe auf
g
rund von Kinderlosigkeit, in der Folge Trennung von der Ehe
frau)
. Überdies bestehe
beim Beschwerdeführer eine ausgeprägte gedankliche Beschäftigung mit Krankheitsvorstellungen
. Es
könne
deshalb
aus psychiatri
scher Sicht die Diagnose einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung (ICD-10: F. 45:4), mindestens seit dem Jahr 2000 bestehend, gestellt werden.
D
ie Auffassung von
Dr.
F._
, wonach eine Somatisierungsstörung vorliege,
sei
nicht zu teilen
, da beim Beschwerdeführer im gesamten Verlauf die Schmerzsymptomatik immer klar im Vordergrund gestanden habe
(
Urk.
7/191/55).
Es fänden sich
auch
keine Hinweise für das Vorliegen einer Symptomausweitung oder einer Simulation. Das aktuelle Schonverhalten des Beschwerdeführers lasse sich im Sinne einer zunehmenden Verfestigung der Schmerzsymptomatik verstehen. Die depressiven Beschwerden würden das Ausmass der Schmerzsymptomatik nicht erklären, zumal die depressiven Beschwerden erst nach den S
chmerzen entstanden seien (Urk.
7/191/55).
Das soziale und berufliche Funktionsniveau des Beschwerdeführers sei in der Vergangenheit zu hoch gewesen, als dass sich die Diagnose einer Persönlich
keitsstörung rechtfertigen liesse. Es sei deswegen diagnostisch von einer Akzentuierung der Persönlichkeit mit narzisstischen Zügen (ICD-10: Z 73.1) auszugehen, welcher kein Einfluss auf die
Arbeitsfähigkeit zukomme (Urk.
7/191/56).
Dr.
G._
gelangte zum Schluss, auf
g
rund der rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode, und auf
g
rund der Panikstörung bestehe eine mittelgradige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (
Urk.
7/191/6
und 7/191/62
).
4.
4.1
Das interdisziplinäre Gutachten
von
Dr.
H._
und
Dr.
G._
vom 21.
September 2012 beruht auf rheumatologisch-internistischen und psychiat
rischen Untersuchungen
vom
6.
und 18. September 2012 (vgl. Urk.
7/191/2
, 7/191/6 und
7/191/4
). Es wurde in Kenntnis der umfangreichen medizinischen Vorakten erstellt und berücksichtigt die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden angemessen. Die gestellten Fragen beantwortet es umfassend. Überdies
setzt es sich detailliert mit anderslautenden Beurteilungen auseinander und begründet die eigene
einleuchtend und nachvollziehbar. Es kann deshalb darauf abgestellt werden (BGE 125 V 351 E. 3a).
4.2
Eine fachärztlich (psychiatrisch) diagnostizierte anhaltende somatoforme Schmerzstörung begründet als solche noch keine Invalidität. Vielmehr besteht eine Vermutung, dass die somatoforme Schmerzstörung oder ihre Folgen mit einer zumutbaren Willensanstrengung überwindbar sind. Bestimmte Umstände, welche die Schmerzbewältigung intensiv und konstant behindern, können den Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess unzumutbar machen, weil die versicherte Person alsdann nicht über die für den Umgang mit den Schmerzen notwendigen Ressourcen verfügt. Ob ein solcher Ausnahmefall vorliegt, entscheidet sich im Einzelfall anhand verschiedener Kriterien. Im Vordergrund steht die Feststellung einer psychischen Komorbidität von erheblicher Schwere, Intensität, Ausprä
gung und Dauer. Massgebend sein können auch weitere mit gewisser Intensität und Konstanz erfüllte Faktoren, so: chronische körperliche Begleiterkrankun
gen; ein mehrjähriger, chronifizierter Krankheitsverlauf mit unveränderter oder progredienter Symptomatik ohne längerdauernde Rückbildung; ein ausgewiese
ner sozialer Rückzug in allen Belangen des Lebens; ein verfestigter, therapeu
tisch nicht mehr beeinflussbarer innerseelischer Verlauf einer an sich miss
glückten, psychisch aber entlastenden Konfliktbewältigung (primärer Krank
heitsgewinn;
„
Flucht in die Krankheit"); ein
unbefriedigendes Behandlungser
gebnis
trotz konsequent durchgeführter ambulanter und/oder stationärer Behandlung (auch mit unterschiedlichem therapeutischem Ansatz) und
gescheiterte Rehabilitationsmassnahmen bei vorhandener Motivation und Eigenanstrengung (kooperative Haltung) der versicherten Person. Je mehr dieser Kriterien zutreffen und je ausgeprägter sich die entsprechenden Befunde dar
stellen, desto eher sind - ausnahmsweise - die Voraussetzungen für eine zumut
bare Willensanstrengung zu verneinen (BGE 130 V 352, 131 V 49 E. 1.2,
BGE 139 V 547 E. 3
).
In BGE 139 V 547 hat das Bundesgericht an dieser Rechtsprechung unter Ausei
nandersetzung mit der daran geübten Kritik festgehalten und auf die besondere Bedeutung einer fachgerechten Abklärung hingewiesen
(E. 9.1.3, E. 9.2.1). Ins
besondere erkannte das Bundesgericht,
dass sich die unklaren Beschwerden hinsichtlich ihrer invalidisierenden Folgen von anderen (psychischen) Leiden durch die mangelnde Objektivierbarkeit unterscheiden. Dabei hand
elt
es sich um ein sachliches Kriterium, das überprüft werden kann. Die hinreichende Objekti
vierbarkeit der gesundheitlichen Beeinträchtigung
wird
für Ansprüche auf
Sozi
alversicherungsleistungen seit jeher vorausgesetzt und ha
t
im Rahmen der 5.
IV-Re
vision auch Eingang in die Gesetzgebung gefunden (Art.
7 Abs.
2 ATSG). Von einer unbegründeten Schlechterstellung
beziehungsweise
einer Diskriminierung der betroffenen Versicherten in verfassungsmässigem Sinne
beziehungsweise
nach Massgabe der EMRK k
a
nn daher nicht gesprochen wer
den (Urteil des Bundesgerichts
8C_142/2013 vom 20.
November 2013 E. 4.2 mit Hinweis auf BGE 139 V 547 E. 5.6 in fine und
E.
5.7).
4.3
Gemäss dem
psychiatrischen Teilgutachten
von
Dr.
G._
vom 2
1.
September 2012
liegt
zur somatoformen Schmerzstörung
eine
Komorbidität mit einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode
(ICD-10: F 33.1)
, mit einer Panikstörung
(ICD-10: F 41.0)
, mit einer Akzentuierung der Persönlichkeit mit narzisstischen Zügen sowie mit einem schädlichen Gebrauch von Tabak vor (
Urk.
7/191/59).
Nach der Rechtsprechung werden leicht-mittelgradige Episoden einer Depres
sion und selbst mittelgradige depressive Episoden regelmässig nicht als von depressiven Verstimmungszuständen klar unterscheidbare andauernde Depres
sion im Sinne eines verselbständigten Gesundheitsschadens betrachtet, die es der betroffenen Person verunmöglichte, die Folgen der bestehenden Schmerz
problematik zu überwinden. Daran ändert nichts, wenn die depressive Episode vor dem Hintergrund einer rezidivierenden depressiven Störung diagnostiziert worden ist (Urteil des Bundesgerichts 8C_195/2004 vom 1
2.
Juni 2014 E. 4.4 mit zahlreichen Hinweisen).
Ebenso wenig stellt die
Diagnose der
Panikstörung (ICD-10: F 41.0), die einzig auf den anamnestischen Angaben des Beschwerde
führers
beruht (vgl.
Urk.
7/191/43 und 7/191/54),
einen komorbiden Gesund
heitsschaden im Sinne der Rechtsprechung dar, der es dem Beschwerdeführer ausnahmsweise verunmöglichte, in den Arbeitsprozess wieder einzusteigen (
Urteil des Bundesgerichts
8C_61/2010 vom 2
5.
Mai 2010
E.
2.3.2.2).
Dass
elbe gilt bezüglich der
Akzentuierung der Persönlichkeit mit narzisstischen Zügen und des schädlichen Gebrauchs von Tabak.
Eine
psychische Komorbidität von erheblicher Schwere, Intensität, Ausprägung und Dauer
, welche ausnahmsweise auf die Unzumutbarkeit einer willentlichen Schmerzüberwindung schliessen liesse, liegt
mit den gestellten Diagnosen somit
nicht vor
.
W
ährend des hier zu beurteilenden Zeitraumes
klagte der Beschwerdeführer
über
verschiedene
,
sich abwechselnde
diffuse
Schmerzen
im Bereich der Hals
wirbelsäule (
Urk.
7/5/5)
, im Arm-, Brust-, Schulter- und Nackenbereich, im Kopf,
in den Ohren,
im Hüft- und Beckenbereich und in den Beinen (
Urk.
7/25/2 f.
, 7/105/13
, 7/129/21
,
7/132/2
und 7/191/3
)
. Zum Teil konnte mit einer ent
sprechenden Behandlung
, namentlich mit dem Tragen eines Kragens, der Ein
nahme von Analgetika und Antidepressiva
eine Verbesserung
erzielt
werden (vgl.
Urk.
7/5/5,
7/7/7
und
7/25/6 f.
).
Ein
mehrjährige
r
, chronifizierte
r
Krank
heitsverlauf mit unveränderter oder progredienter Symptomatik o
hne länger
dauernde Rückbildung ist
aus den vorhandenen Akten
nicht ersichtlich.
Ebenso wenig eine
konsequent durchgeführte Behandlung der
beschriebenen Schmer
zen
, denen
kein organisches
Korrelat
gegenübersteht
. Vielmehr geht
aus den medizinischen Unterlagen
hervor, dass
mit Unterbrüchen
verschiedene medika
mentöse und
physiotherapeutische
Behandlungsversuche unternommen wurden
,
die
vereinzelt auch an der Compliance des Beschwerdeführers scheiterten
(
vgl.
Urk.
7/5/5, 7/25/7,
7/120/5
, 7/129/7 f., 7/129/14
und 7/191/3
)
.
E
ine durchge
hende psychiatrische Behandlung fand
ebenfalls
nicht statt
, wobei einige Behandlungsabbrüche auf Initiative des Beschwerdeführers erfolgten
(vgl. Urk. 7/129/18 f.
).
Dr.
G._
stellte
einen leichten sozialen Rückzug des Beschwerdeführers fest
(
Urk.
7/191/59).
Dies stimmt insofern mit der Darstellung in der Beschwerde
schrift überein,
als
der Beschwerdeführer nach wie vor
mit seiner Partnerin und den gemeinsamen Kindern
zusammen lebt
und der rege gepflegte Kontakt zu seinem Bruder wegen dessen Todes im Frühling 2012 abgebrochen ist
(
Urk.
1
S. 15)
.
G
emäss der Einschätzung von
Dr.
G._
liegt ferner
zwar
ein ver
-
festigter, aber durchaus therapierbarer Verlauf einer Konfliktbewältigung
vor
(
Urk.
7/191/59).
Auch wenn vereinzelte Kriterien in leichtem Grade erfüllt sind, sind diese nicht derart zu werten, dass sie die Schmerzüberwindung als unzumutbar erscheinen
liessen. Der somatoformen Schmerzstörung des Beschwerdeführers kommt invalidenversicherungsrechtlich
folglich
keine Relevanz zu.
4.4
Die Rechtsvertreterin des Besch
w
erdeführers macht geltend, die
diagnostizierte
depressive Störung sei
nicht nur als Begleiterscheinung der somatoformen Schmerzstörung, sondern als eigenständige Er
krankung zu beachten (
Urk.
1 S.
10 ff.). Hierzu gilt es zu bemerken, dass d
ie d
epressive Störung,
gegenwärtig
mittelgradige Episode
,
für sich allein
invalidenversicherungsrechtlich
keine
Einschränkung der A
r
beitsfähigkeit
zu begründen
vermag
, da sie therapierbar ist (
Urteil des Bundesgerichts
9C_474/2013 vom 20.
Februar
2014
E.
5
.
4
mit
zahlreichen
Hinweis
en).
In diesem Zusammenhang hat
Dr.
G._
auch aus
drücklich
festgehalten, dass das Behandlungspotenzial
noch nicht
optimal aus
geschöpft ist
(
Urk.
7/191/63)
.
Er empfahl zwar die Weiterführung der bereits etablierten ambulanten und psychiatrischen Behandlung.
Gleichzeitig
w
ies
er
aber auch
darauf hin, dass er nicht nachvollziehen könne, weshalb der Beschwerdeführer mit dem Medikament Ritalin, welches zur Behandlung von Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörungen bei Kindern und Jugendlichen zugelassen sei, behandelt werde. W
eder klinisch noch anamnes
tisch
habe er Hinweise für solche Beschwerden erheben können. Insbesondere habe auch eine Berücksichtigung der Biographie des Beschwerdeführers keine solchen ergeben. Gemäss den Angaben im Arzneimittelkompendium der Schweiz könne das Medikament Ritalin als unerwünschte Wirkungen unter anderem zu Schlaflosigkeit, Nervosität, Affektlabilität, Aggression, Unruhe, Angst, Depression und Reizbarkeit führen, so dass sich ein Teil der vom Beschwerdeführer beschriebenen Symptomatik auch damit erklären
liesse (Urk.
7/191/57
und 7/191/63 f.
).
Darüber hinaus stellte
Dr.
G._
die abendli
che Einnahme des
dual wirksame
n
Antidepressivum
s
Cymbalta
in Frage. D
ieses Medikament
könne
vor allem wegen seiner noradenergen Wirkung zu Schlaf
störungen führen,
insbesondere wenn es abends eingenommen werde
.
Er erachtete d
ie Einnahme eines eher sedierenden Antidepressivums
als eine
gute Alternative (
Urk.
7/191/60
und 7/191/63 f.
).
Aus der Erklärung von
Dr.
I._
vom 2
7.
Februar 2013, weshalb er Ritalin ve
r
ordnet
habe (
Urk.
3 S. 3 f. = 7/202), geht nichts hervor, woraus sich schliessen liesse, dass die depressive Symptomatik des Beschwerdeführers im
hier
relevan
ten Zeitraum optimal behandelt wurde.
Ebenso wenig vermag der
Verweis
der Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers
auf
einen Bericht von
Dr.
I._
vom 28.
Oktober 2013
,
gemäss welchem
der Beschwerdeführer das Antidepressivum
Cymbalta
nicht mehr abend
s, sondern neu morgens einnehme und dies zu keiner
Änderung
seines
Gesundheitszustandes
geführt habe, etwas in dieser Hinsicht zu bewirken (Urk.
1 S. 14 f. mit Hinweis auf
Urk.
3).
Gegen die An
nahme, die therapeutischen Möglichkeiten seien stets vollständig und optimal ausgeschöpft worden, ohne dass sich die depressive Symptomatik verbessert habe, sprechen auch die weiteren vorhandenen medizinische Unterlagen.
So ist dem psychiatrischen Teilgutachten
der Medizinischen Abklärungsstelle am Kantonsspital
A._
(MEDAS) vom 6. Januar 2003 zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer unter der vormals eingenommenen antidepressiven Medika
tion eine leichte Besserung der „Verspannungen“ sowie der psychischen Anspannung verspürt habe, weshalb eine konsequente antidepressive Medika
tion empfohlen werde. Da
er
auch die vormals durchgeführten psychotherapeu
tischen Gespräche als erleichternd empfunden
habe
, sollte
eine entsprechende
Behandlung, insbesondere mit kognitiver Restrukturierung
,
wieder aufgenom
men werden
. Die Behandlung
smöglichkeiten
sei
en
insgesamt noch nicht voll ausgeschöpft
(Urk.
7/25/6 f.).
Auch anlässlich seiner
Untersuchung
durch das
O._
berichtete der Beschwerdeführer, dass die psychiatrische Behandlung durch
Dr.
J._
und die Einnahme von Antidepressiva zu einer Besserung seines
Zustandes geführt hätten (Urk.
7/105/11).
Im
betreffenden Gutachten vom 12.
Dezember 2006 wurde die aktuelle medikamentöse T
herapie ebenfalls in Frage gestellt (Urk.
7/105/28).
Schliesslich ist auf die fremdanamnestischen Auskünfte im Gutachten von
Dr.
B._
vom 3.
August 2008
zu verweisen. Dan
ach habe der
vormals den Beschwerdeführer behandelnde
Psychiater
Dr.
med.
K._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie
,
erklärt, dass er
den Beschwerdeführer im Jahr 2003 kennen gelernt
habe
,
nachdem er ihm
von
Dr.
med.
L._
zur Behand
lung zugewiesen worden sei
. Der
Beschwerdeführer sei etwa drei M
al
bei ihm
erschienen, danach nicht mehr, weil er keine Notwendigkeit einer psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung
gesehen habe
. Er habe sich dann erneut im Jahr 2006 für eine Behandlung
bei ihm
gemeldet und sei in der Folge 24 Mal zu ihm gekommen. Im Jahr 2007 habe er den Beschwerdeführer lediglich ein
mal
gesehen (
Urk.
7/129/18).
Ferner gab der Beschwerdeführer selbst an, dass er die psychiatrische Behandlung bei
Dr.
M._
wegen eines Streits bezüglich eines
Z
eugnisses abgebro
chen habe (Urk.
7/105/11
und 7/105/22
).
Von einer regel
mässigen adäquaten medikamentösen und therapeutischen Behandlung der depressiven Symptomatik, welche überdies erfolglos geblieben ist, kann vor diesem Hintergrund keine Rede sein.
4.5
Zur Panikstörung bleibt zu bemerken, dass
Dr.
G._
die diesbezügliche Symp
tomatik als nicht sehr ausgeprägt bewertet
e
, z
umal der Beschwerdeführer ohne W
eiteres in der Lage ist, kurze Strecken sein Auto zu lenken und ohne Begleitung mit öffentlichen Verkehrsmitte
ln von Zürich zur Untersuchung nach
Burgdorf zu fahren (
Urk.
7/191/54).
Dieser Diagnose kann in invalidenversi
cherungs
rechtlicher Hinsicht
jedoch ohnehin keine Relevanz zukommen, da sie lediglich auf den subjektiven Schilderungen des Beschwerdeführers basiert.
4.6
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin zu Recht das Vorliegen eines invaliditätsrelevanten Gesundheitsschadens verneint und dem
entsprechend das Rentenbegehren abgewiesen hat. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.
5.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens
aufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 1‘000.-- festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 8
00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem unterliegenden Beschwerde
führer aufzuerlegen.