Decision ID: 2e759634-c9f7-44da-bbad-121e98f39dde
Year: 2015
Language: de
Court: SG_VGN
Chamber: SG_VGN_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A. A.A., B.B., C.C., D.D. und E.E. besuchten im Schuljahr 2012/13 die
5. Primarklasse in der Schule X. Mit Schreiben vom 31. Mai 2013 stellte die
Schulleiterin den Eltern dieser Schüler den Ausschluss ihrer Buben vom Klassenlager
(vom 10. bis 14. Juni 2013) in Aussicht. Diese Gruppe habe ein anderes Kind
schikaniert und ausgeschlossen, und die Beteiligten seien gegen dieses teilweise
handgreiflich geworden und hätten ihr Opfer angespuckt. Alle Eltern nahmen innert fünf
Tagen zu diesen Vorwürfen Stellung. Am 5. Juni 2013 beschloss der Schulrat, die fünf
Knaben vom Klassenlager auszuschliessen und derweil in einer anderen Klasse zu
beschulen. Alle seien daran beteiligt gewesen, als es gegen einen anderen Schüler der
Klasse zu Handgreiflichkeiten gekommen und dieser bespuckt worden sei. Der
Schulrat eröffnete seinen Entscheid den Eltern der betroffenen Schüler tags darauf
mittels separaten Verfügungen; allfälligen Rekursen entzog er die aufschiebende
Wirkung.
B. Mit gemeinsamer Eingabe ihres Vertreters (H.W.) erhoben die Eltern der
betroffenen Schüler am 12. Juni 2013 gegen die Verfügung des Schulrates Rekurs
beim Erziehungsrat. Sie beantragten im Wesentlichen, die streitige Verfügung
aufzuheben und festzustellen, dass die Voraussetzungen für den Entzug der
aufschiebenden Wirkung des Rekurses nicht gegeben gewesen seien. Am 1. Juli 2013
reichte der Vertreter unter anderem eine als «Protokoll» bezeichnete (eigene)
Darstellung eines Gesprächs vom 19. Juni 2013 zwischen den betroffenen fünf
Schülern und dem Schulpsychologen Y.P. der Kriseninterventionsgruppe nach. Der
Schulrat beantragte mit Stellungnahme vom 29. August 2013, den Rekurs abzuweisen.
Nachdem die verfahrensleitende Leiterin Abteilung Recht des Dienstes für Recht und
Personal des Bildungsdepartements den Schulpsychologen Y.P. telefonisch zu dessen
Krisenintervention befragt und eine Aktennotiz über dieses Gespräch angefertigt hatte,
reichte der Vertreter der Eltern ein weiteres selbst angefertigtes «Vernehmungs-
Protokoll» über die Interventionssitzung mit den Schülern ein. Hierzu und zu einer
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Replik gegen seine Stellungnahme liess sich der Schulrat, nunmehr vertreten durch die
Fachstelle Schulrecht GmbH, mit Eingabe vom 7. November 2013 erneut vernehmen.
Von den Rekurrenten ging daraufhin eine weitere Stellungnahme ein. Mit separaten,

hinsichtlich der Sachverhaltsfeststellung und der Erwägungen nahezu identischen
Entscheiden wies der Erziehungsrat die Rekurse am 19. Februar 2014 ab. Die
Rekursinstanz erachtete die verfügten Disziplinarmassnahmen als gesetz- und
verhältnismässig. Die betreffenden Schüler seien nicht zum ersten Mal an ähnlichen
Plagereien beteiligt gewesen. Schon Anfang Mai 2013 habe es unbestrittenermassen
einen ähnlichen Vorfall gegeben. In der besonderen, empfindlichen Konstellation eines
frischen Vorfalls unmittelbar vor dem Klassenlager hätten die Lehrpersonen einen
ordentlichen Unterricht bzw. das physische und psychische Wohlergehen der anderen
Lagerteilnehmer nicht oder zumindest nur unter massiv erschwerten Umständen
gewährleisten können. Angesichts dessen sei auch die aufschiebende Wirkung zu
Recht entzogen worden.
C. Mit fünf separaten, inhaltlich identischen Eingaben vom 11. März 2014 und
Ergänzungen vom 2. Mai 2014 erhoben die Eltern für die vom Lagerausschluss
betroffenen Schüler (Beschwerdeführer), nunmehr vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur.
Michael Manser, St. Gallen, Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Sie beantragten,
der Rekursentscheid sei – unter Kosten- und Entschädigungsfolge – aufzuheben sowie
festzustellen, dass die Schüler zu Unrecht vom Klassenlager ausgeschlossen worden
seien und dass der Schulrat die aufschiebende Wirkung zu Unrecht entzogen habe. Ein
Gesuch um Vereinigung der Verfahren wies der Präsident des Verwaltungsgerichts
zunächst ab, schloss indes die Erledigung durch einen gemeinsamen Entscheid in der
Sache nicht aus. Der Erziehungsrat (Vorinstanz) beantragte am 23. Mai 2014
Abweisung der Beschwerden unter Kostenfolge; zur Begründung verwies er auf die
angefochtenen Entscheide. Am 17. Juni 2014 beantragte der Schulrat für die Politische
Gemeinde X. (Beschwerdegegnerin) ebenfalls, die Beschwerden seien kostenpflichtig
abzuweisen. In der Sache liess er sich nicht vernehmen.
Auf die Vorbringen der Beschwerdeführer, die angefochtenen Entscheide und die
Akten wird – soweit erforderlich – in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.
Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
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1.
1.1. Beschwerden, die sich auf denselben Streitgegenstand beziehen und die
nämlichen Tatbestands- und Rechtsfragen aufwerfen, sind verfahrensrechtlich zu
vereinigen und durch einen einzigen Entscheid zu erledigen (GVP 1972 Nr. 30). Den
Beschwerdeführern wird dasselbe disziplinarisch zu ahndende Verhalten vorgeworfen,
die Rekursentscheide sind im wesentlichen identisch und die Beschwerden – soweit
ersichtlich – wortgleich. Es sind demnach praktisch identische Rekursentscheide aus
gleichen Gründen angefochten. Aus Sicht der Verfahrensökonomie drängt es sich
daher auf, die Beschwerdeverfahren B 2014/41, 2014/42, 2014/43, 2014/44 und
2014/45 zu vereinigen (vgl. auch Bertschi/Plüss, in: Griffel [Hrsg.], Kommentar zum
Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich [VRG], 3. Aufl. 2013, Vorbem. zu §§
4-31 VRG N 58 ff.).
1.2. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis
Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege; sGS 951.1, VRP). Als
gesetzliche Vertreter (vgl. Art. 304 Abs. 1 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches; SR
210) sind die Eltern der jeweiligen Beschwerdeführer zur Ergreifung des Rechtsmittels
sowohl in eigenem als auch in deren Namen grundsätzlich legitimiert (Art. 64 in
Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP; BGer 2C_433/2011 vom 1. Juni 2012 E. 1.2;
VerwGE B 2014/247 vom 30. Juni 2015 E. 1.2, www.gerichte.sg.ch).
1.3. Die Beschwerdeführer ersuchen hauptsächlich um Feststellung, dass ihr
Ausschluss vom Klassenlager nicht rechtens gewesen sei. Feststellungsbegehren sind
– obwohl deren Zulässigkeit im VRP nicht geregelt ist – nach der Praxis möglich, wenn
der Bestand, Nichtbestand oder Umfang individualisierter öffentlich-rechtlicher Rechte
und Pflichten Gegenstand des Begehrens ist, wenn der Betroffene ein aktuelles
(rechtliches oder tatsächliches) Interesse am Erlass einer Feststellungsverfügung oder
eines Feststellungsentscheids dartut und wenn die Verfügung bzw. der Entscheid
Rechtsfolgen und nicht nur theoretische Rechtsfragen zum Gegenstand hat (GVP 1982
Nrn. 35 und 76 mit Hinweisen und GVP 2008 Nr. 1; Cavelti/Vögeli,
Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, 2. Aufl. 2003, Rz. 559 ff. mit
Hinweisen). Ein Feststellungsanspruch besteht regelmässig dann nicht, wenn die
gesuchstellende Person in der betreffenden Angelegenheit ebenso gut, d.h. ohne
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unzumutbare Nachteile, eine Gestaltungsverfügung bzw. ein Gestaltungsurteil erwirken
kann. In diesem Sinn ist der Feststellungsanspruch subsidiär (Bosshart/Bertschi, in
Griffel [Hrsg.], Kommentar VRG, a.a.O., § 19 VRG N 26 mit Hinweisen).
Das Klassenlager hat längst ohne die Beschwerdeführer stattgefunden; die Teilnahme
kann deshalb nicht mehr erwirkt werden. Einem Gestaltungsbegehren würde das
schutzwürdige aktuelle Rechtsschutzinteresse abgehen. Ihr Interesse am
Feststellungsbegehren begründen die Beschwerdeführer mit dem Umstand, dass die
ausgesprochene Disziplinarmassnahme bei einer allfälligen späteren disziplinarischen
Sanktion durch die Volksschule im Rahmen der Verhältnismässigkeitsprüfung negativ
ins Gewicht fallen bzw. aufgrund der Vorbelastung zu härteren Disziplinarmassnahmen
gegriffen würde. Damit ist das Feststellungsinteresse im umschriebenen Sinn
ausgewiesen, und auf die Beschwerden ist insoweit einzutreten. Hingegen ist die
Frage, ob die Beschwerdegegnerin dem Rechtsmittel gegen die
Ausschlussverfügungen die aufschiebende Wirkung zu Recht entzogen hat, nur mehr
von theoretischem Interesse. Auf das Rechtsbegehren Ziff. 3 ist deshalb nicht
einzutreten.
1.4. Auf die in zeitlicher, formaler und inhaltlicher Hinsicht den gesetzlichen
Anforderungen entsprechenden Beschwerden ist unter diesem Vorbehalt einzutreten
(Art. 64 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP).
2.
2.1. Die Beschwerdeführer erheben mehrere formelle Rügen, die sich gegen das
Vorgehen der Beschwerdegegnerin richten und sich damit auf das erstinstanzliche
Verfahren beziehen. Diese Rügen wurden teilweise bereits im Rekursverfahren
erhoben. Im Beschwerdeverfahren dürfen sie deshalb nicht einfach wiederholt werden,
sondern es müsste im Rahmen der Beschwerdebegründung dargetan werden,
inwiefern die Vorinstanz diese Rügen nicht oder falsch behandelt hat. Ob die
Beschwerdebegründung diesen Anforderungen genügt und sich die Beschwerdeführer
mit dem angefochtenen Entscheid ausreichend auseinandergesetzt haben (vgl. z.B.
Ziff. 21 und 23 der Beschwerdebegründung), kann offen gelassen werden, da die
Rügen in materieller Hinsicht unbegründet sind.
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2.2. Die Beschwerdeführer machen zunächst geltend, die Beschwerdegegnerin
habe den Sachverhalt nicht genügend abgeklärt. Gleichzeitig anerkennen sie jedoch
den von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt als grösstenteils richtig. Diese hielt
für erstellt, dass es Anfang Mai 2013 zu einer Rangelei zwischen sechs Schülern
gekommen war, bei der Ohrfeigen ausgeteilt worden seien, und dass dabei eine
Gruppe von fünf Schülern – die heutigen Beschwerdeführer – einem einzelnen Schüler
– F.F. – gegenübergestanden sei. Weiter hätten diese fünf Schüler zugegeben, als
Drohung und aus Verachtung vor dem anderen Knaben auf den Boden gespuckt zu
haben, weil dieser ein Nacktfoto verschickt und auch gelogen habe. Die genauen
Abläufe könnten indes nicht mehr rekonstruiert werden (E. 8 des angefochtenen
Entscheids).
Die Vorbringen der Beschwerdeführer zielen nicht auf diese, sondern auf die
Sachverhaltsfeststellung der Beschwerdegegnerin ab. Sie haben im Rekursverfahren
diverse Sachverhaltsrügen erhoben und dem von der Beschwerdegegnerin der
Verfügung zu Grunde gelegten Sachverhalt verschiedene eigene Darstellungen
entgegengehalten. Im wesentlichen hat sich dadurch allerdings nichts geändert. Die
Beschwerdegegnerin legte den Beschwerdeführern nämlich insbesondere zur Last,
dass sie dabei gewesen seien, als einzelne Kinder aus einer Knabengruppe gegen
einen anderen Jungen aus dieser Klasse mehrmals handgreiflich geworden seien und
diesen auch angespuckt hätten. Weshalb die eine Sachverhaltsfeststellung mit
Mängeln belastet sein soll, während die im wesentlichen deckungsgleichen
Feststellungen der Vorinstanz mehr oder weniger zutreffend seien, ist nicht erkennbar.
Auf jeden Fall ist vor dem Hintergrund der umfangreichen und sorgfältigen
Sachverhaltsermittlungen der Vorinstanz auf die sich auf das Vorgehen der
Beschwerdegegnerin beziehenden Rügen nicht weiter einzugehen, zumal die
Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz nicht beanstandet wird.
2.3. Die Beschwerdeführer machen weiter geltend, die erstinstanzliche Verfügung
sei nicht ausreichend begründet gewesen. Insbesondere habe sich der Schulrat mit
den elterlichen Stellungnahmen nicht auseinandergesetzt und damit deren Anspruch
auf rechtliches Gehör verletzt. – Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung (SR 101, BV)
gewährt den Parteien Anspruch auf rechtliches Gehör. Aus diesem Anspruch leitet das
Bundesgericht in ständiger Rechtsprechung die Pflicht der Behörde ab, ihre
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Verfügungen und Entscheide zu begründen (vgl. statt vieler BGE 133 III 439 E. 3.3;
BGE 133 I 270 E. 3.1; BGE 129 I 232 E. 3.2; BGE 126 I 102 E. 2b; G. Steinmann, in: St.
Galler Kommentar, 2. Aufl. 2008, N 27 zu Art. 29 BV). Die Begründung muss so
abgefasst sein, dass der Betroffene den Entscheid oder die Verfügung gegebenenfalls
sachgerecht anfechten kann (BGE 133 III 439 E. 3.3; BGE 129 I 232 E. 3.2). Dies ist nur
möglich, wenn sowohl der Betroffene als auch die Rechtsmittelinstanz sich über die
Tragweite des Entscheids ein Bild machen können; in diesem Sinne müssen
wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde leiten
liess und auf welche sich ihr Entscheid stützt. Allerdings bedeutet dies nicht, dass sich
die Behörde ausdrücklich mit jeder tatbeständlichen Behauptung und jedem
rechtlichen Einwand auseinandersetzen muss; vielmehr kann sie sich auf die für den
Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken (BGE 133 I 270 E. 3.1).
Der Einwand der Beschwerdeführer ist unbegründet. Aus den erstinstanzlichen Akten –
namentlich aus der Stellungnahme des Beschwerdeführers E.E. vom 2. Juni 2013, der
unbestrittenermassen Hauptbeteiligter der Auseinandersetzung war – ergibt sich, dass
die den Verfügungen zugrunde liegenden Vorwürfe den Tatsachen entsprachen und
eingestanden wurden. Die Beschwerdegegnerin begründete die streitigen Verfügungen
im Wesentlichen mit genau diesem Sachverhalt. Dass dieser u.a. von E.E. bzw. von
seiner Mutter bestritten worden sei, wie die Beschwerdeführer heute behaupten, ist
aktenwidrig. Entgegen den Darlegungen der Beschwerdeführer ist nicht ersichtlich,
was die Beschwerdegegnerin vor Erlass der Verfügung noch zusätzlich hätte
überprüfen müssen. Sie zeigte die Überlegungen, von denen sie sich leiten liess, in
zureichender Weise auf und setzte sich somit auch mit den wesentlichen
Gesichtspunkten der elterlichen Stellungnahmen auseinander. Eine Verpflichtung, sich
mit jeder tatbeständlichen Behauptung zu befassen, besteht wie dargelegt nicht. Zum
besseren Verständnis des Streits ist die Stellungnahme von O.E. und E.E. nachfolgend
wiedergegeben (Dossier E.E., act. 13/11a/2):
«Ich war mit meinem Kollegen F.F. am Skypen. Er hat mir mitgeteilt, dass er aufs WC
müsse. Ich habe [gesagt], dass mich das nicht interessieren würde. Als er wieder vom
WC gekommen ist, hat er mir über Skype ein Foto von einem nackten Genitalbereich
geschickt (eher dunkelhäutiges Genitalteil). Nachdem ich dieses Foto erhalten habe,
habe ich meinen Computer abgeschalten und auch den ganzen restlichen Tag keinen
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Kontakt über Skype mit F.F. gehabt. Am nächsten Morgen hat mich F.F. in der Schule
gebeten, dass ich das Foto löschen soll. Das habe ich dann zu hause nach der Schule
auch gemacht (am Mittag). Am Nachmittag habe ich mich nicht mit F.F. unterhalten. Ich
habe ihn auch auf Skype blockiert und später gelöscht. Ich weiss nicht mehr, ob dass
an diesem Tag war, als ich das Foto gelöscht habe oder an einem anderen.
Am nächsten Morgen habe ich zu F.F. gesagt, dass er dumm und schwul wäre, wenn
er mir so Fotos schickt. F.F. hat dann behauptet, dass ich ihm dieses Foto geschickt
habe. Ich hab ihm dann gesagt, dass das nicht stimme und dass er mir das Foto
geschickt habe. Er hat wieder behauptet, dass ich ihm das Foto geschickt habe, und
so ist es hin und her gegangen und es ist ein Streit entstanden.
Ich habe dann meinen Kollegen in der Schule erzählt, dass F.F. mir so ein Foto
geschickt hat. Meine Kollegen (C.C., A.A., G.G., D.D., B.B.) haben dann alle gefunden,
dass F.F. dumm sei. Zuerst haben wir sechs unter uns dumm über F.F. geredet. Am
nächsten Tag hat F.F.s Mutter meine Mutter im Migros angesprochen. F.F.s Mutter hat
behauptet, dass ich das Foto an F.F. geschickt habe, und dass ihr Sohn überhaupt
nichts damit zu tun habe.
Am nächsten Tag habe ich F.F. eine Ohrfeige gegeben, weil seine Mutter mich
beschuldigt hat, das Foto geschickt zu haben. Meine anderen Kollegen haben
zugeschaut. Die Kollegen haben dann gesagt, dass F.F. Recht geschehe.
Ich weiss nicht mehr genau wann, ein oder mehrere Tage später, sind ich und alle
meine Kollegen zu F.F. gegangen (auf dem Schulhof) und haben ihn geohrfeigt. Das
haben wir auch so an anderen Tagen gemacht. Jemand hat dies gepetzt und Frau U.
[Anmerkung: die Klassenlehrerin] ist zu uns gekommen und hat gesagt, dass sie das
nicht gut findet und dass wir vom Lager ausgeschlossen werden könnten. Wir haben
ihm danach nichts mehr getan. Ich finde gemein, dass ich vom Klassenlager
ausgeschlossen werden soll, da nicht ich mit allem angefangen haben, sondern F.F..
Ich bin traurig, dass ich wegen allem beschuldigt werde und F.F. anscheinend keine
Strafe bekommt. Ich möchte mich bei F.F. entschuldigen, dass ich ihn so behandelt
habe.»
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2.4. Unbegründet ist auch der Vorwurf an die Beschwerdegegnerin, sie habe das
verfahrensentscheidende Gespräch zwischen dem Schulpsychologen Y.P.
(Kriseninterventionsgruppe) und den sanktionierten Schülern nicht protokolliert. Solche
Gespräche dienen erstens nicht zur Hauptsache der Wahrheitsfindung, sondern der
Krisenbewältigung; einem Protokoll käme daher von Vornherein nur eingeschränkter
Beweiswert zu. Zweitens fand das Mediationsgespräch offensichtlich nach Erlass der
streitigen Verfügungen statt, nämlich am 19. Juni 2013 (vgl. Doss. B 2014/45,
act. 13/14). Es ist deshalb auszuschliessen, dass die erst viel später darüber verfasste
vorinstanzliche Aktennotiz – worin auch der Schulpsychologe den von den
Beschwerdeführern als zutreffend anerkannten Sachverhalt bestätigt hat – bzw. die
Gesprächsinhalte anderweitig Eingang in die Verfügungen gefunden hätten. Die in
diesem Zusammenhang erhobenen Rügen sind nicht stichhaltig.
3.
3.1. Art. 19 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (SR
101, BV) gewährleistet einen Anspruch auf ausreichenden und unentgeltlichen
Grundschulunterricht. Bei sozialen Grundrechten, die wie Art. 19 BV Ansprüche auf
staatliche Leistungen begründen, stellt die Verfassung keine Schranken auf, sondern
nennt die Voraussetzungen, unter denen ein Anspruch gegeben ist. Nach Art. 62 BV
sorgen die für das Schulwesen zuständigen Kantone für den ausreichenden, allen
Kindern offen stehenden und an öffentlichen Schulen unentgeltlichen obligatorischen
Grundschulunterricht. Die Anforderungen, die Art. 19 BV an diesen Unterricht stellt
(«ausreichend»), belässt den Kantonen bei der Regelung des Grundschulwesens einen
erheblichen Gestaltungsspielraum. Der verfassungsmässige Anspruch wird dann
verletzt, wenn die Ausbildung eines Kindes in einem Masse eingeschränkt wird, dass
die angestrebte Chancengleichheit nicht mehr gewahrt ist, bzw. wenn das Kind
Lerninhalte nicht vermittelt erhält, die in der hiesigen Wertordnung als unverzichtbar
gelten. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sind einschränkende
Konkretisierungen durch den Gesetzgeber – darunter ausschliessende
Disziplinarmassnahmen – daran zu messen, ob sie mit diesem verfassungsmässigen
Mindestgehalt noch zu vereinbaren sind. Bei der Bestimmung dieses Gehalts können in
sinngemässer (Teil-) Anwendung von Art. 36 BV die Erfordernisse des überwiegenden
öffentlichen oder privaten Interesses (Abs. 2) sowie der Verhältnismässigkeit (Abs. 3)
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herangezogen werden. Analog zu den Freiheits- bzw. Abwehrrechten muss der
Kernbereich des Verfassungsanspruchs in jedem Fall gewahrt bleiben (BGE 129 I 12
E. 6.2 und 6.4; BGer 2C_446/2010 vom 16. September 2010 E. 5.2 f., in: ZBl 2011,
S. 471 ff, mit Bemerkungen von G. Biaggini; Kägi-Diener, in: Ehrenzeller/Schindler/
Schweizer/Vallender [Hrsg.], St. Galler Kommentar, 3. Aufl. 2014, N 36 zu Art. 19 BV;
Häfelin/Haller/Keller, Schweizerisches Bundesstaatsrecht, 8. Aufl. 2012, Rz. 926 ff.).
3.2. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer (vgl. Ziff. 24 der
Beschwerden) berührte der streitige Ausschluss aus dem Klassenlager ihren Anspruch
auf ausreichenden Grundschulunterricht nicht. Es ist unstreitig, dass die betroffenen
Schüler ordentlich unterrichtet wurden, während ihre Klassenkameradinnen und -
kameraden im Lager waren – wenn auch durch eine andere als die Klassenlehrperson.
Damit hat die von der Beschwerdegegnerin verfügte Ersatzmassnahme ohne weiteres
als «ausreichender» Grundschulunterricht zu gelten.
3.3. Nach Art. 54 des Volksschulgesetzes (sGS 213.1, VSG) haben sich
Schülerinnen und Schüler in Schule und Öffentlichkeit anständig und rücksichtsvoll zu
verhalten. Gegen Schülerinnen und Schüler, deren Verhalten zu Beanstandungen
Anlass gibt, können ein auswärtiger Schulbesuch oder andere erzieherisch sinnvolle
Disziplinarmassnahmen angeordnet werden (Art. 55 Abs. 1 VSG). Aus der
Gesetzessystematik der in den Art. 12 ff. der Verordnung über den Volksschulunterricht
(sGS 213.12, VVU) abschliessend bezeichneten Disziplinarmassnahmen ergibt sich ein
Stufenmodell, wobei zunächst die milderen Massnahmen (vgl. Art. 12 und 12bis VVU)
und erst danach die schwerwiegenderen Massnahmen (vgl. Art. 13 VVU) aufgezählt
werden. Der Ausschluss von einer mehrtägigen besonderen Veranstaltung ist eine vom
Schulrat zu verfügende Disziplinarmassnahme und gilt als «mittelschwer» (Art. 13
Abs. 1 lit. b VVU; GVP 2007 Nr. 112; J. Raschle, Schulrecht der Volksschule im Kanton
St. Gallen, 2. Aufl. 2008, S. 132).
3.4. Die Beschwerdeführer machen geltend, der Ausschluss vom Klassenlager sei
unverhältnismässig gewesen.
3.5. Auch diejenigen gesetzlich vorgesehenen Disziplinarmassnahmen, die das
Grundrecht auf ausreichenden Grundschulunterricht nicht berühren, haben dem
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Grundsatz der Verhältnismässigkeit zu folgen (vgl. Art. 5 Abs. 2 BV; GVP 2007 Nr. 112).
Dieser verlangt, dass eine behördliche Massnahme für das Erreichen eines im
übergeordneten öffentlichen Interesse liegenden Ziels geeignet, erforderlich und für
den Betroffenen zumutbar ist. Erforderlich ist eine vernünftige Zweck-Mittel-Relation
(BGE 129 I 12 E. 9 mit Hinweisen). Unter diesen Gesichtspunkten ist zu untersuchen,
ob der Lagerausschluss geeignet war, um den angestrebten Zweck zu erreichen.
Sodann musste der Eingriff erforderlich sein, denn nach Möglichkeit ist zunächst die
jeweils weniger einschneidende Massnahme zu wählen, es sei denn, der
Disziplinarverstoss sei so schwer, dass direkt eine weitergehende Massnahme
angezeigt ist (GVP 2007 Nr. 112). Auf jeden Fall musste die Disziplinarmassnahme im
Rahmen des für die Betroffenen Zumutbaren bleiben.
3.5.1. Das Disziplinarrecht der öffentlichen Volksschule bezweckt einerseits, die
Schulkinder zur Pflichterfüllung anzuhalten, damit deren verfassungsrechtlicher
Anspruch auf ausreichenden Grundschulunterricht erfüllt werden kann. Andererseits
zielt das Schülerdisziplinarrecht darauf ab, einen reibungslosen Schulbetrieb im
Interesse sämtlicher Beteiligter – Mitschülerinnen und Mitschüler, Lehrkräfte,
Öffentlichkeit etc. – zu gewähren (Raschle, a.a.O., S. 128). Weil die Schülerinnen und
Schüler der Volksschule zum Gemeinwesen in einer besonders engen
Rechtsbeziehung stehen (sog. Sonderstatusverhältnis) sind nicht nur
Disziplinarmassnahmen zulässig, die zum Ziel haben, einen geordneten Schulbetrieb
unmittelbar sicherzustellen; Disziplinarmassnahmen können auch präventiv-
erzieherische Zwecke verfolgen. Indessen dürfen sie nicht dazu dienen, schlechte
Leistungen zu ahnden (BGE 129 I 12 E. 8.3). In diesem Sinn durchdringt der
Erziehungs- und Bildungsauftrag – die Volksschule ist u.a. beauftragt, die Schülerinnen
und Schüler nach den Grundsätzen von Demokratie, Freiheit und sozialer Gerechtigkeit
im Rahmen des Rechtsstaates zu verantwortungsbewussten Menschen und Bürgern
zu erziehen (vgl. Art. 3 Abs. 3 VSG) – auch das Disziplinarrecht.
3.5.2. Hinsichtlich der Verhältnismässigkeit des Lagerausschlusses fällt nach der
vorinstanzlichen Auffassung in Betracht, dass sich die Beschwerdeführer bereits in der
Vergangenheit an ähnlichen Plagereien beteiligt hätten und dies bereits zu
Interventionen in der Klasse geführt habe. Die Beschwerdegegnerin sei verpflichtet,
den ordnungsgemässen Ablauf des Klassenlagers und das psychische und physische
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Wohlergehen der Lagerteilnehmer zu gewährleisten. In der besonderen, empfindlichen
Konstellation eines frischen Vorfalles vor Lagerbeginn wäre dies mit den fünf
ausgeschlossenen Schülern nicht oder nur unter massiv erschwerten Umständen
möglich gewesen. Das öffentliche Interesse (und das private der anderen Schüler) an
einem geordneten Lagerbetrieb überwiege das Interesse der Beschwerdeführer an
einer Lagerteilnahme (E. 8 des angefochtenen Entscheids).
3.5.3. Die Beschwerdeführer unterstreichen zunächst ihre privaten Interessen an der
Teilnahme am Klassenlager. Dieses wäre das «Jahreshighlight 2013» gewesen, worauf
sie sich das ganze Jahr über gefreut hätten. Es sei um mehr als die blosse Teilnahme
gegangen, sondern um Erlebnisse, Freundschaften und Anerkennung. Ihnen sei
verwehrt worden, durch gemeinsam Erlebtes das Gemeinschaftsgefühl zu stärken,
Nährboden für neue Freundschaften zu bilden und Unstimmigkeiten spielerisch zu
überwinden. Das Lager hätte die integrativen Kräfte der Kinder gefördert. Der
Ausschluss sei nicht geeignet und nicht erforderlich gewesen, weil es zwischen dem
Vorfall vom 7. Mai 2013 und der Kenntnisnahme durch die Klassenlehrerin zu keinen
weiteren Vorfällen mehr gekommen sei. Die Kinder hätten den Vorfall zu diesem
Zeitpunkt bereits geklärt gehabt. Von den anschliessend ausgeschlossenen Schülern
sei daher gar keine Gefahr für den ordnungsgemässen Betrieb des Klassenlagers mehr
ausgegangen. Gleich gut geeignete, jedoch mildere Massnahmen hätten etwa darin
bestanden, die Täter einen entschuldigenden Aufsatz verfassen zu lassen mit
Reflektion «warum man so verletzende Dinge getan hat». Um die Sicherheit zu
garantieren, hätten die Lagerverantwortlichen die sechs Beteiligten in den Spielgruppen
und Schlafräumen gezielt beobachten und überwachen können. Solche und ähnliche
Massnahmen wären milder und nachhaltiger gewesen. Zudem bestehe ein
Missverhältnis zwischen Eingriffszweck und Eingriffswirkung. Der Schulbetrieb sei
zwischen Vorfall und dessen Kenntnis bzw. Ausschluss vom Lager reibungslos
verlaufen. Das Lager selbst habe eine «evidente Stellung» im Leben der
Beschwerdeführer eingenommen. Im übrigen hätte die Abstrafung der Vorfälle
vorausgesetzt, dass alle sechs Beteiligten (also auch das Opfer F.F.) ausgeschlossen
worden wären. Nur die fünf Beschwerdeführer vom Schullager auszuschliessen, habe
nicht im pflichtgemässen Ermessen der Beschwerdegegnerin gelegen.
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3.6. Aus den unbestrittenen Feststellungen der Vorinstanz und den Akten ergibt
sich, dass es mit den Beschwerdeführern in disziplinarischer Hinsicht mehrmals zu
Anständen gekommen ist (Bst. B und I des angefochtenen Entscheids). Dies geht
insbesondere aus der Rekursvernehmlassung der Beschwerdegegnerin vom
7. November 2013 hervor. Diese hatte eingeräumt, dass nicht einzig der Vorfall auf dem
Pausenplatz mit F.F. Grund für den Ausschluss gewesen sei. Vielmehr sei bereits in der
Einladung zum rechtlichen Gehör darauf hingewiesen worden, dass die
Beschwerdeführer «sukzessive» andere Kinder, insbesondere ein Kind, schikaniert
hätten. Bereits in der 5. Klasse seien sie in derartige gravierende Vorfälle verwickelt
gewesen, von denen es offensichtlich eine lange Reihe ähnlicher gebe. Gleiches ergibt
sich aus den Ausschlussverfügungen, wonach die Schulsozialarbeiterin aufgrund des
Verhaltens einiger Kinder der betreffenden Klasse bereits einmal interveniert, den
Umgang miteinander thematisiert und Lösungsstrategien entwickelt habe. Eltern und
Kinder seien damals orientiert worden, dass bei einem erneuten Vorfall entsprechende
Konsequenzen gezogen würden.
Es steht fest, dass die Beschwerdeführer F.F. wegen seines (nota bene
ausserschulischen) Verhaltens mehrmals, d.h. an mehreren Tagen und bei
verschiedenen Gelegenheiten, auf dem Schulhof geohrfeigt und ihn an- bzw. vor ihm
auf den Boden gespuckt haben. Bereits zuvor haben sie sich als Gruppe gegen andere
Schüler zu ähnlichen systematischen Aggressionen hinreissen lassen. Das Verhalten
für sich mag zwar nicht so gravierend gewesen sein – immerhin handelte es sich aber
selbst in der Wahrnehmung der Beschwerdeführer um «so verletzende Dinge».
Erschwerend kommt aber hinzu, dass dieses Verhalten mit einer gewissen Systematik
an den Tag gelegt wurde und dass sich die Aggression einer ganzen Gruppe jeweils
gegen einzelne andere Schüler richtete. Dass bereits erfolgte Interventionen und die
Androhung von Konsequenzen nicht gefruchtet haben, lässt die Regelverstösse als so
schwer erscheinen, dass der Ausschluss aus dem Klassenlager eine verhältnismässige
Disziplinarmassnahme war: Der Ausschluss war für die geordnete Durchführung des
Lagers geeignet und angesichts der Schwere der Vorfälle erforderlich. Umso mehr gilt
dies mit Blick auf die zulässige Präventivwirkung der Disziplinarmassnahmen. Die
Beschwerdeführer mussten aufgrund ihres wiederkehrenden unerwünschten
Verhaltens damit rechnen, dass nun zu härteren Massnahmen gegriffen würde und
haben den sie zweifellos hart treffenden Ausschluss hoffentlich zum Anlass
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 15/15
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genommen, die ursächlichen Verhaltensweisen abzulegen. Im übrigen war der
Ausschluss auch zumutbar; die Beschwerdeführer haben eine dem Verhalten
angemessene Disziplinarstrafe empfangen, die das Verhältnis zwischen Zweck und
Wirkung nicht überstrapaziert hat. Die Beschwerde ist demnach abzuweisen, soweit
darauf eingetreten werden kann.
4. Bei diesem Verfahrensausgang sind die amtlichen Kosten der
Beschwerdeverfahren den Beschwerdeführern aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
angesichts der Verfahrensvereinigung reduzierte Entscheidgebühr von insgesamt
Fr. 3'500.-- ist angemessen (Art. 7 Ziff. 222 der Gerichtskostenverordnung; sGS
941.12). Davon bezahlt jeder Beschwerdeführer Fr. 700.--; der Restbetrag der
Kostenvorschüsse von Fr. 1'000.-- (je Fr. 300.--) ist ihnen zurückzuerstatten. Die
Begehren der Beschwerdeführer um Ersatz der ausseramtlichen Kosten sind
abzuweisen (Art. 98bis VRP). Die Vorinstanz und die Beschwerdegegnerin – beide
beantragten die Abweisung der Beschwerden «unter Kostenfolge», worin auch ein
Entschädigungsbegehren enthalten ist – haben praxisgemäss keinen Anspruch auf eine
ausseramtliche Entschädigung (Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 825 und 829).