Decision ID: 6df303e4-5be9-57d1-9862-31ce76168be3
Year: 2017
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ wurde am 26. Januar 2011 im Rahmen eines von der
Krankentaggeldversicherung veranlassten Case Managements des Zentrums für
Arbeitsmedizin, Ergonomie und Hygiene (AEH) bei der Invalidenversicherung (IV) zum
Leistungsbezug angemeldet (IV-act. 1; IV-act. 2-1).
A.b Im Rahmen einer konsiliarischen Abklärung durch Dr.med. B._, Neurologie FMH
(Bericht vom 24. September 2010, IV-act. 42-19 ff.), einer stationären Abklärung durch
das Departement Innere Medizin, Rheumatologie/Rehabilitation des Kantonsspitals St.
Gallen (KSSG) vom 10. bis 16. November 2010 (Bericht vom 18. November 2010, IV-
act. 42-12 ff.) und einer Rehabilitation im Zentrum C._ vom 22. November bis 19.
Dezember 2010 (Bericht vom 28. November 2010, IV-act. 77-48 f.) waren beim
Versicherten eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen
Faktoren (ICD-10-GM F45.41), eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10: F32.1),
ein leichtgradiges, rein sensibles Karpaltunnelsyndrom beidseits, links-betonte
beidseitige Arthralgien der Handgelenke mit (leichter) Synovitis, muskuläre
Verspannungen an HWS, Schultergürtel und Armen bei geringen degenerativen
Veränderungen der HWS, ein lumbovertebrales Schmerzsyndrom bei geringen
degenerativen Veränderungen der LWS sowie ein Status nach Handgelenksschmerzen
links (2000) bei nicht traumatisch bedingter Läsion des TFCC und Läsion des LT-
Ligaments diagnostiziert worden.
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A.c Gestützt auf die Angaben der Taggeldversicherung in der Anmeldung teilte die IV-
Stelle dem Versicherten am 21. März 2011 mit, aufgrund des Gesundheitszustandes
seien zurzeit keine Eingliederungsmassnahmen möglich; medizinische Massnahmen
stünden im Vordergrund (IV-act. 23).
A.d Vom 13. Juli 2011 bis 1. Februar 2012 wurde der Versicherte in der
psychiatrischen Tagesklinik für Erwachsene D._ behandelt. Dort wurden eine
chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10:
F45.41), eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10: F32.1) sowie der Verdacht auf
eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit narzisstischen, anankastischen und
ängstlich-vermeidenden Zügen (ICD-10: F61.0) diagnostiziert. Dr.med. E._,
Oberärztin Tagesklinik, berichtete über klaustrophobische Ängste, Affektarmut,
Störungen der Vitalgefühle, Deprimiertheit, Hoffnungslosigkeit, Gereiztheit,
Klagsamkeit, deutlich verminderten Antrieb, Zuflucht in der Schilderung körperlicher
Beschwerden, mangelnde Fürsorge und emotionale Vernachlässigung in der Kindheit,
Retraumatisierung durch Trennung von Ehefrau und Kind sowie sehr viel Misstrauen
und Enttäuschung. Das Konzentrationsvermögen, die Anpassungsfähigkeit und die
Belastbarkeit seien eingeschränkt. Der Versicherte leide unter Lärmempfindlichkeit und
Problemen mit der Stressbewältigung besonders im zwischenmenschlichen Bereich.
Daraus ergäben sich Missverständnisse und er ziehe sich zurück und verschliesse sich.
In der bisherigen Tätigkeit bestehe seit 25. Februar 2011 eine volle Arbeitsunfähigkeit;
die Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit sei durch einen Arbeitsversuch zu
beurteilen (Arztberichte vom 12. Oktober 2011, IV-act. 34, und vom 12. Dezember
2011, IV-act. 43; Austrittsbericht vom 20. Februar 2012, IV-act. 59).
A.e Im Auftrag der IV-Stelle wurde der Versicherte am 13. Juni 2012 durch Dr.med.
F._, FMH Rheumatologie und Innere Medizin, und Dr.med. G._, Psychiatrie und
Psychotherapie FMH, bidisziplinär begutachtet (Gutachten vom 3. Oktober 2012, IV-
act. 77). Der rheumatologische Gutachter erhob als Diagnosen mit Einfluss auf die
Arbeitsfähigkeit einerseits ein lumbospondylogenes und intermittierendes
cervicocephales Syndrom beidseits (ICD-10: M54.4, M53.0), andererseits einen
Handgelenksschmerz beidseitig. Der psychiatrische Gutachter diagnostizierte mit
Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit eine initial mindestens mittelgradige depressive
Episode mit somatischem Syndrom, aktuell leicht teilremittiert mit noch mittelgradiger
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Ausprägung (ICD-10: F32.11), sowie eine chronische Schmerzstörung mit somatischen
und psychischen Faktoren (ICD-10: F45.41), und ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
akzentuierte Persönlichkeitszüge mit vorwiegend narzisstischen Zügen (ICD-10: Z73.1).
Aus bidisziplinärer Sicht bestehe bedingt durch die psychiatrischen Diagnosen eine
Arbeitsfähigkeit von 50 % in einer körperlich leicht belastenden,
wirbelsäulenadaptierten Tätigkeit ohne Zwangsposition oder Haltungsmonotonien mit
Rückenbelastung.
A.f Die IV-Stelle übernahm am 28. Februar 2013 die Kosten für eine berufliche
Abklärung an der H._ vom 21. Januar bis 19. April 2013 (IV-act. 94). An der
Schlussbesprechung vom 19. April 2013, an der auch die
Eingliederungsverantwortliche der IV teilnahm (vgl. Verlaufsprotokoll, IV-act. 111-3),
gab der Versicherte an, er habe "wegen des Arztes und der IV" durchgehalten. Vier
Stunden am Stück arbeiten sei nicht möglich. Es gehe ihm sehr schlecht. Mehr als zwei
Stunden könne er nicht arbeiten. Der Schlussbericht vom 23. April 2013 hielt fest, die
medizinisch attestierte Arbeitsfähigkeit könne insbesondere im Gastro- oder
Dienstleistungsbereich (Vorbereitungstätigkeiten, Kontrollaufgaben, Botengänge etc.)
eingesetzt werden. Da die Beurteilung der Leistungsfähigkeit im Zusammenhang mit
der Leistungsbereitschaft stehe, sei es kaum möglich, eine realistische Einschätzung
abzugeben. Aufgrund der Fach- und Methodenkompetenzen könnte von einer
mässigen Leistungseinschränkung ausgegangen werden (IV-act. 106).
A.g Am 27. Juni 2013 wies die IV-Stelle das Begehren um berufliche Massnahmen ab,
da sich der Versicherte nicht in der Lage fühle, an Eingliederungsmassnahmen im
vorgegebenen Pensum mitzuwirken (IV-act. 114). Mit Vorbescheid vom 21. März 2014
stellte sie die Abweisung des Rentenbegehrens in Aussicht. Die depressive
Entwicklung werde einerseits aus der Schmerzproblematik und andererseits aus
ausgeprägten IV-rechtlich nicht relevanten psychosozialen Belastungsfaktoren
(Trennung von der Ehefrau, Unterhaltszahlungen) hergeleitet. Eine IV-rechtlich relevante
Komorbidität liege unter diesen Umständen nicht vor. Bei einer leichten bis
mittelschweren depressiven Episode oder bei somatoformen Schmerzstörungen sei
von der grundsätzlichen Fähigkeit zu einer Willensanstrengung auszugehen, die eine
vollumfängliche Überwindung der subjektiven Arbeitsunfähigkeitsüberzeugung erlaube
(IV-act. 118). Gegen den rentenabweisenden Vorbescheid liess der Versicherte am
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7./27. Mai 2014 Einwand erheben. Er leide an einer verselbständigten psychischen
Störung, die seine Arbeits- und Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtige. Der
psychiatrische Gutachter Dr. G._ habe seinen Befund im Wesentlichen nicht mit
psychosozialen und soziokulturellen Umständen erklärt. Ausserdem ergebe sich aus
dem Gutachten keineswegs, dass sich die depressive Entwicklung aus der
Schmerzproblematik herleiten würde. Es sei von einer IV-rechtlich relevanten Invalidität
auszugehen. Er möge die Arbeitsunfähigkeit bzw. sein Leiden selbst bei Aufbietung
allen guten Willens nicht zu überwinden. Gemäss Gutachten sei er aktiv sehr bemüht,
sein Leiden zu lindern und seine Gesundheit zu verbessern. Eine psychische
Komorbidität von erheblicher Schwere, Ausprägung und Dauer sei gegeben. Selbst bei
einem 50 %-Pensum sei er aufgrund seiner attestierten rheumatologischen
Beschwerden nicht in der Lage, einen gleich hohen Verdienst wie bei seiner früheren
Tätigkeit als Rundschleifer zu erzielen. Es sei von einem Invaliditätsgrad von
mindestens 70 % auszugehen, weshalb ab 1. Juli 2011 eine ganze Invalidenrente
zugesprochen werden müsse (IV-act. 121-1 ff.; IV-act. 125).
A.h Mit Verfügung vom 20. Juni 2014 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren
hinsichtlich Rente ab. Die Arbeitsfähigkeit werde nicht primär durch eine mittelgradige
depressive Episode, sondern durch das Schmerzgeschehen mit psychosozialen
Belastungsfaktoren eingeschränkt. Dr. G._ begründe einlässlich und überzeugend,
warum eine Überwindbarkeit der Schmerzen anzunehmen sei. Er leite daraus eine
Teilarbeitsfähigkeit ab. Aus rechtlicher Sicht sei die Überwindbarkeit aber nicht teilbar.
Es sei aus IV-rechtlicher Sicht zu vermuten, dass die Beschwerden vollständig
überwindbar seien. Die Annahme, aufgrund der rheumatologischen Beschwerden
könne er nicht dasselbe hohe Einkommen erzielen wie bis anhin, sei nicht korrekt. Es
habe sich bei der bisherigen um eine körperlich leichte Tätigkeit gehandelt (IV-act.
127).
B.
B.a Gegen die Verfügung vom 20. Juni 2014 lässt A._, vertreten durch Rechtsanwalt
lic.iur. Th. Zogg, am 20. August 2014 Beschwerde erheben. Er beantragt, die
angefochtene Verfügung sei unter Kosten- und Entschädigungsfolgen aufzuheben und
es sei ihm ab dem 1. Juni 2011 mindestens eine Dreiviertelsrente zuzusprechen. Weiter
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sei ihm für das Beschwerdeverfahren die unentgeltliche Rechtspflege und
Rechtsverbeiständung zu gewähren. Aus dem psychiatrischen Fachgutachten gehe
hervor, dass die Arbeitsunfähigkeit primär auf der mittelgradigen und bereits
chronifizierten depressiven Symptomatik beruhe. Der Beschwerdeführer leide an einer
verselbständigten psychischen Krankheit, einer andauernden Depression im
fachmedizinischen Sinne, welche seine Arbeits- und Erwerbsfähigkeit wesentlich
beeinträchtige. Der Konflikt mit seiner Ehefrau, der Verlust der Arbeitsstelle und der mit
hohem Selbstwert erlebten Stellung in der Familie habe zwar zur Intensivierung der
psychischen Symptomatik beigetragen. Die Ursache der depressiven Symptomatik
liege jedoch tiefer und reiche zurück bis in seine Kindheit. Der Beschwerdeführer habe
diverse Anstrengungen gemacht, um seinen Leidenszustand zu verbessern. Vorliegend
sei auch die chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren
IV-rechtlich relevant. Insbesondere bestehe eine psychische Komorbidität von
erheblicher Schwere, Ausprägung und Dauer, welche die Überwindbarkeit der
Schmerzen verunmögliche. Ein sozialer Rückzug habe stattgefunden, und auch seinen
früheren Freizeitaktivitäten gehe der Beschwerdeführer nicht mehr nach. Für das
Valideneinkommen sei auf den durchschnittlichen Jahreslohn von Fr. 84'180.-- in den
Jahren 2008 und 2009 abzustellen. Für das Invalideneinkommen sei vom Tabellenlohn
von Fr. 62'857.-- auszugehen. Der Beschwerdeführer könne nur teilzeitlich und an
einem Nischenarbeitsplatz eingesetzt werden, weshalb sich ein Tabellenlohnabzug von
15 % rechtfertige. Selbst wenn von einem Valideneinkommen von Fr. 70'201.--
ausgegangen werde, resultiere ein Invaliditätsgrad von 62 % und ein Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente - nach Ablauf des Wartejahrs - ab dem 1. Juni 2011, nachdem der
Beschwerdeführer bereits ab 1. Juni 2010 zu 100 % arbeitsunfähig gewesen sei (act. G
1).
B.b Mit Beschwerdeantwort vom 2. Oktober 2014 beantragt die Beschwerdegegnerin
die Abweisung der Beschwerde. Habe sich eine Depression aufgrund des
Schmerzgeschehens entwickelt, was vorliegend der Fall sei, sei diese
definitionsgemäss nicht eigenständig. Zudem liege nicht zusätzlich noch eine
chronische körperliche Begleiterkrankung vor; das somatische Gutachten habe bei
relativ geringen Befunden keinerlei Einschränkung der Arbeitsfähigkeit attestiert und
eine bewusstseinsnahe Komponente bis hin zur Aggravation für möglich gehalten. Die
lediglich aus psychiatrischer Sicht eingeschränkte Arbeitsfähigkeit von 50 % könne aus
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rechtlicher Sicht nicht übernommen werden. Der psychiatrische Gutachter weise die
Depression als therapeutisch angehbares, auch reaktives Geschehen auf bestimmte
belastende Lebensereignisse aus. Die zumutbaren Behandlungsmöglichkeiten könnten
noch besser ausgeschöpft werden. Selbst wenn es sich um eine eigenständige
Depression handeln würde, wäre in rechtlicher Hinsicht zu berücksichtigen, dass
leichte bis höchstens mittelschwere psychische Störungen depressiver Natur als im
Prinzip therapeutisch angehbar betrachtet würden. Gemäss den Angaben der
Gutachter liege eine massgebend durch psychosoziale Umstände mitverursachte
depressive Symptomatik vor. Vorgeschlagene Behandlungen (in einem
Schmerzzentrum, Ergo- und Physiotherapie) würden vom Beschwerdeführer gemäss
dem vom Beschwerdeführer eingereichten Arztbericht von Dr. I._ vom 15. August
2014 nicht gewünscht. Lediglich bei Bedarf nehme er Schmerzmittel ein. Demnach
erlebe der Beschwerdeführer seine Schmerzen sowie sein psychisches Leiden und die
damit einhergehenden Einschränkungen offenbar selber als nicht besonders schwer.
Somit sei umso mehr nicht von einem invalidisierenden Gesundheitsschaden
auszugehen und es seien keine beruflichen Massnahmen oder Rentenleistungen
geschuldet (act. G 5).
B.c Die Präsidentin bewilligt dem Beschwerdeführer am 22. Oktober 2014 die
unentgeltliche Rechtspflege (Befreiung von den Gerichtskosten und unentgeltliche
Rechtsverbeiständung; act. G 7).
B.d Der Beschwerdeführer reicht mit seiner Replik vom 17. Dezember 2014 einen
Bericht von Dr.med. J._, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, zu den
Akten. Danach leide er seit mehreren Jahren an einer sich der willentlichen Steuerung
entziehenden depressiven Störung bei/mit einer komplexen Persönlichkeitsstörung. Die
depressive Symptomatik sei bereits chronifiziert und therapieresistent. Es bestehe eine
mindestens 50 % bis 60 %ige Arbeitsunfähigkeit (act. G 11.1). Auch gestützt auf
diesen Arztbericht sei hauptsächlich die mittelgradig bis schwere depressive Episode
(und nicht die somatoforme Schmerzstörung) Ursache für die 50 %ige Verminderung
der Arbeitsfähigkeit. Die (im Bericht über die berufliche Abklärung in der H._ vom 23.
April 2013 [IV-act. 106] erwähnten) Persönlichkeitsmerkmale, welche eine Einschätzung
erschweren würden, seien Ausdruck der von Dr. J._ diagnostizierten
Persönlichkeitsstörung. Der Beschwerdeführer lehne lediglich eine erneute, bisher
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erfolglose Ergotherapie ab. Er habe tatsächlich diverse Anstrengungen unternommen,
seinen Leidenszustand zu verbessern. Der Beschwerdeführer habe seinen
Freundeskreis verloren und seine Hobbies weitgehend aufgegeben. Auch der Bericht
von Dr. J._ halte fest, dass die psychische Erkrankung im Zusammenhang mit den
aus der frühen Kindheit stammenden, fixierten, therapeutisch schwer angehbaren
innerseelischen Konflikten stehe. Die somatischen Befunde hätten gemäss Gutachten
ebenfalls Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. Die derzeitige Therapeutin stelle mehrere
psychiatrische Diagnosen, die eine Überwindung der mittelgradigen bis schweren
depressiven Störung verunmöglichten. Dem Beschwerdeführer sei von Dr. I._ die
Fortführung der ambulanten Behandlungsmassnahmen empfohlen worden, was er
umgesetzt habe. Im Rahmen dieser Therapie habe nun aber festgestellt werden
müssen, dass die depressive Störung mittlerweile chronifiziert und therapieresistent
geworden sei (act. G 11).
B.e Die Beschwerdegegnerin verzichtet auf eine Duplik (act. G 13).

Erwägungen
1.
1.1 Streitgegenstand bildet ein allfälliger Rentenanspruch des Beschwerdeführers.
Dabei ist vor allem umstritten, ob die medizinisch gutachterlich geschätzte
Arbeitsfähigkeit von 50 % aus invalidenversicherungsrechtlicher Sicht zu übernehmen
ist.
1.2 Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) umschreibt Invalidität als voraussichtlich
bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit.
Erwerbsunfähigkeit ist der durch die gesundheitliche Beeinträchtigung verursachte und
nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende Verlust der
Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt
(Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind
ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen.
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Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht
überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.3 Nach Art. 28 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR
831.20) besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person
mindestens zu 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie wenigstens zu 60 %, auf eine
halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 %, und auf eine Viertelsrente, wenn sie
mindestens zu 40 % invalid ist. Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum
Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre
(Valideneinkommen, Art. 16 ATSG).
1.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des
Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung
zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte
Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen; Urteil vom 1. Dezember
2015, 8C_586/2015, E. 2). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist
entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen
Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen
Zusammenhänge und der medizinischen Situation einleuchtet und ob die
Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen;
BGE 141 V 14 E. 6.3.1). Im Sinne einer Richtlinie ist den im Rahmen des
Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten, welche
aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die
Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen
gelangen, volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die
Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 227 E. 1.3.4; BGE 125 V 353 E. 3b/
bb).
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1.5 Im Sozialversicherungsrecht gilt der Untersuchungsgrundsatz. Verwaltung und
Sozialversicherungsgericht haben von sich aus für die richtige und vollständige
Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen (BGE 122 V 158 E. 1a).
Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob über den
streitigen Anspruch so oder anders zu entscheiden ist. In diesem Rahmen haben
Verwaltungsbehörden und das Sozialversicherungsgericht zusätzliche Abklärungen
stets dann vorzunehmen oder zu veranlassen, wenn hierzu aufgrund der
Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebenden Anhaltspunkte
hinreichender Anlass besteht (BGE 117 V 282 E. 4a). Im Sozialversicherungsrecht hat
das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht,
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse
Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht.
Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen
möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 360 E.
5b, 125 V 195 E. 2, je mit Hinweisen).
2.
2.1 Der psychiatrische Gutachter erhob eine umfassende Anamnese. Danach war die
Mutter weggegangen, als der Beschwerdeführer zwei Jahre alt gewesen war. Er sei
danach bei seiner Grossmutter und bei seiner Stiefmutter aufgewachsen. Sein Vater
habe seine Liebe nie erwidert, obwohl er immer darum gekämpft habe. Vor allem
wegen seiner Stiefmutter habe er eine schwere Kindheit gehabt. Er habe immer alles
tun müssen, schlechte Kleider bekommen, sich geschämt in die Schule zu gehen,
schwer arbeiten müssen, bereits mit 12 Jahren begonnen, auf dem Bau zu arbeiten,
mit 15 Jahren in die Fabrik gegangen. In der Schweiz habe er zunächst 13 1⁄2 Jahre bei
der Firma K._ in der Heizkörperprüfung gearbeitet. Diese Arbeit sei körperlich sehr
anstrengend gewesen, und er habe oft mit dünnen Handschuhen im Wasser arbeiten
müssen, worauf er die Handgelenksbeschwerden zurückführe. Von 2002 bis 2010 habe
er als Rundschleifer gearbeitet. Diese Arbeit sei körperlich einfach, aber wegen der
Eintönigkeit (Bedienen immer nur zweier Tasten) nervlich sehr belastend gewesen.
2006/2007 hätten die Eheschwierigkeiten begonnen mit ständigen Vorwürfen der
Ehefrau, dass er mehr Geld verdienen solle. Ab Ende 2008 habe er wegen Kurzarbeit
weniger verdient. 2009 sei die Ehefrau dann weggegangen und habe die _-jährige
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Tochter mitgenommen. Da er kein Geld habe, habe er zu ihr keinen Kontakt mehr. 2009
habe er seine aktuelle Partnerin kennengelernt, sie sei das einzig Positive in seinem
Leben. Die körperlichen Beschwerden, vor allem die Schmerzen in den Gelenken und
im Rücken, hätten schon seit mindestens zehn Jahren bestanden und sich mit dem
Streit und dem Auszug der Ehefrau verschlimmert. Er habe seit etwa 2008/2009 immer
schlechter schlafen können, sei innerlich unruhig, reizbar und nervös gewesen und
habe Schweissausbrüche gehabt. Die Behandlungen hätten zu einer Verbesserung des
Schlafs geführt, die Schmerzen hätten sich nicht wesentlich gebessert. Er sei von den
bisherigen Behandlungen enttäuscht und fühle sich nicht ernst genommen. Er fühle
sich körperlich und psychisch müde und leide am meisten unter dem Unverständnis
und dem Gefühl, wertlos zu sein. Er habe früher einen hohen Lohn und viele
Überstunden vorzuweisen gehabt und alles Mögliche unternommen, um für die Familie
ein höheres Einkommen zu erzielen (IV-act. 77-36 ff.). Der psychiatrische Gutachter
führte aus, es bestünden verschiedene somatische Diagnosen, die einen Teil der
Beschwerden erklärten, sie in ihrer lokalen Ausbreitung, Intensität und ungenügendem
Therapieresponse aber nicht ausreichend begründen könnten. Die Schmerzen riefen
einen deutlichen Leidensdruck hervor und schränkten den Beschwerdeführer in seiner
subjektiven Arbeitsfähigkeit am Arbeitsplatz und z.T. bei anderen Alltagsaktivitäten ein.
Der Beschwerdeführer sei sowohl um therapeutische Behandlung als auch um
körperliche Eigenaktivitäten bemüht. Aufgrund der Symptomatik, des Verlaufs, der
zahlreichen psychischen Belastungsfaktoren und der nicht ausreichenden Erklärung
der körperlichen Beschwerden durch die somatischen Diagnosen sei eine chronische
Schmerzstörung mit psychischen und körperlichen Faktoren (ICD-10: F45.41)
überwiegend wahrscheinlich. Zugleich bestehe eine seit 2010 sich vertiefende, aktuell
mittelgradige depressive Symptomatik mit deutlich reduzierter Stimmung und
eingeschränkter affektiver Schwingungsfähigkeit, deutlich erhöhter Reizbarkeit, innerer
Unruhe, Reduktion von Antrieb, Vitalgefühlen und Hedonie sowie initialen
Schlafstörungen. Die Kriterien gemäss ICD-10 für eine major depression seien erfüllt,
aktuell von mittelgradiger Ausprägung mit somatischem Syndrom. Im Verlauf sei es zu
einer komorbiden, sich auch wechselseitig verstärkenden Beschwerdesymptomatik
zwischen der depressiven Störung mit erhöhter Schmerzsensibilität sowie der
chronischen Schmerzstörung gekommen. Darüber hinaus bestehe eine belastende
Kindheit mit frühen Bindungstraumata, indem die Mutter die Familie verlassen habe
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und zur Stiefmutter eine konflikthafte Beziehung mit anhaltender emotionaler
Vernachlässigung, Entwertung und Anerkennungsdefizit bestanden habe. Der
Beschwerdeführer habe früh ein hohes Mass an Eigenverantwortung entwickelt und die
Gebote von Leistungsbereitschaft und Selbstverantwortung verinnerlicht. Diese seien
durch erfolgreiche Lebenserfahrungen (Migration in die Schweiz, Erlangung von
materiellem Wohlstand, Gründung einer Familie, dauerhafte berufliche Integration) in
ihrer persönlichen Sinnhaftigkeit bestätigt worden. Zur depressiven Dekompensation
habe entscheidend der sich 2006/2007 intensivierende, nach Angaben des
Beschwerdeführers um finanzielle Erwartungen kreisende und durch die (Ende) 2008
einsetzende Kurzarbeit zusätzlich vertiefte Konflikt mit seiner langjährigen Ehefrau
beigetragen. Der zunehmende Verlust seiner Stellung in der Familie mit schliesslichem
Verlassenwerden durch die Ehefrau, gewissermassen eine Retraumatisierung des
frühen Verlusts der Mutter, sei und werde bis aktuell erheblich kränkend erlebt
(worden). Das Ausmass der erlebten Emotionen der Kränkung, Minderwertigkeit und
Scham zeige Zeichen einer Persönlichkeitsakzentuierung, vorwiegend mit
narzisstischen Zügen. Die diagnostischen Kriterien einer Persönlichkeitsstörung seien
nicht sicher erfüllt bzw. ausreichend abgrenzbar. Es bestehe eine doch recht tragfähige
Krankheits- und Behandlungseinsicht mit regelmässigen psychiatrischen Kontakten
ohne Hinweise auf eine mangelnde Mitarbeit oder Adhärenz bezüglich der
Behandlungsziele und -instrumente einschliesslich der Medikamenteneinnahme (IV-act.
77-42 ff., zur Medikamenteneinnahme vgl. IV-act. 77-45). Aufgrund der mittelgradigen
depressiven Symptomatik sowie sekundär der chronischen Schmerzstörung bestehe
eine Einschränkung der emotionalen Belastbarkeit und damit auch der Arbeitsfähigkeit.
Im Haushalt übernehme der Beschwerdeführer nach eigenen Angaben ein
regelmässiges Mass von leichten Haushaltsaktivitäten und werde dabei wesentlich von
der Lebenspartnerin unterstützt und entlastet. Diesbezüglich bestünden keine sicheren
Hinweise auf ein problematisches, sekundär die Krankheit verstärkendes Verhalten
durch dysfunktionale Vermeidungs- und Schonmuster. Es bestünden zwar reduzierte,
aber doch aufrecht erhaltene soziale Kontakte auch ausserhalb des familiären
Rahmens. Weitere Ressourcen seien regelmässiges, meist zweimal tägliches
Spazierengehen, das Interesse an Nachrichten und Politik, die doch regelmässige
Tagesstruktur und eine seit 2010 fest etablierte, für den Beschwerdeführer sehr
wertvolle neue Partnerschaft. Trotz der anhaltenden depressiven und
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Schmerzsymptomatik sei eine Willensanstrengung weiterhin sicher vorhanden. Der
Beschwerdeführer sei aktiv sehr darum bemüht, sein Leiden zu lindern und seine
Gesundheit zu verbessern. Zahlreiche therapeutische Massnahmen seien von ihm
ausgeübt worden und würden auch weiterhin verfolgt. Auch eine gewisse Fähigkeit zur
Reintegration am Arbeitsplatz sei vorhanden (IV-act. 77-44). Unter Vorbehalt der
empfohlenen Beibehaltung bzw. Optimierung der therapeutischen Massnahmen
schätze er die mögliche Arbeitsfähigkeit auf 50 % (IV-act. 77-22, 45; zu den
Massnahmen vgl. IV-act. 77-24, 46). Die Einschränkung resultiere aus einer deutlich
reduzierten emotionalen Belastbarkeit mit vermehrter Ermüdbarkeit, reduzierter
Ausdauer, deutlich reduzierter Reizschwelle (Lärm, zwischenmenschliche Kontakte)
und aus einer deutlich reduzierten Anpassungsfähigkeit. Zusätzlich bestehe eine
reduzierte Ausdauer und Fähigkeit zur Sorgfaltsleistung (IV-act. 77-45).
2.2 Der rheumatologische Gutachter erhob keine die Arbeitsfähigkeit quantitativ
einschränkenden Befunde. Im Zusammenhang mit dem lumbospondylogenen und dem
intermittierenden cervicocephalen Syndrom erwähnte er unter anderem ein
Schonverhalten im Rahmen einer maladaptiven Schmerzverarbeitung, eine
Symptomausweitung bei psychosozialer Problemkonstellation und einen Verdacht auf
Malingering. Es seien zahlreiche nicht organische Zeichen bzw. Waddell-Zeichen
nachzuweisen, die vom Gutachter allerdings nicht konkret aufgezählt wurden. Das
elektrophysiologisch nur über Finger IV links nachweisbare Carpaltunnelsyndrom sei
rein sensibel bzw. klinisch nicht symptomatisch. Auffallend erscheine die zeitliche
Koinzidenz des Ausscheidens des Versicherten aus dem Arbeitsprozess mit Scheidung
und den Unterhaltspflichten für Ehegattin und Tochter. Der weiterhin schwelende Streit
über Unterhaltspflichten, die basierend auf einem vormals aufgrund massiver
Überstundenarbeit sehr hohen Monatsgehalts festgelegt worden seien, seien vom
Beschwerdeführer offen thematisiert worden. Eine bewusstseinsnahe Komponente
erscheine aufgrund des klinischen Eindrucks in der körperlichen Untersuchung
möglich. Eine diesbezüglich abschliessende Beurteilung müsse interdisziplinär
erfolgen. Aus rheumatologischer Sicht seien alle körperlich leicht bis mittelschwer
belastenden Tätigkeiten ohne schwere manuelle Belastung mit kräftigem Zupacken,
Hantieren mit schweren Lasten oder repetitiv feinmotorischer Überlastung der Hände
mit Möglichkeit zur Arbeit in wirbelsäulenadaptierten Wechselpositionen gehend,
sitzend, stehend und ohne schwere Hebe- und Tragbelastungen sowie ohne Arbeiten
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in langdauernd vornübergeneigten Körperhaltungen oder Zwangshaltungen rein sitzend
oder stehend in zeitlich vollem Pensum zumutbar (IV-act. 77-17 ff.). Aus Sicht der
rheumatologischen Fachdisziplin kann diesen Ausführungen lediglich entnommen
werden, dass der Gutachter die vom Beschwerdeführer geklagten Schmerzen für
organisch nicht (vollständig) erklärbar hält. Was die Handgelenksbeschwerden betrifft,
so konnte er diese nicht sicher einordnen (IV-act. 77-18). Die Schlussfolgerungen des
Rheumatologen auf seinem Fachgebiet scheinen plausibel zu sein. Sie sind auch
unbestritten. Soweit Dr. F._ jedoch darüber hinaus bewusstseinsnahe bzw. dem
Malingering nahestehende Hintergründe erwägt, gehören diese in den Rahmen der von
ihm ausdrücklich vorbehaltenen psychiatrischen Beurteilung. Diese bestätigte den
geäusserten Verdacht des Rheumatologen nicht; vielmehr stellten sich die
Beschwerden als Symptome vor allem einer Depression heraus (IV-act. 77-44).
Entsprechend nehmen die Gutachter interdisziplinär eine 50 %ige, psychiatrisch
bedingte Arbeitsunfähigkeit an. Die angegebenen Beschwerden wurden umfassend
abgeklärt und nachvollziehbar gewürdigt. Die psychiatrische Beurteilung beruht auf
einer detaillierten Anamnese und ist klinisch und testpsychologisch (IV-act. 77-22)
umfassend begründet. Mit dem RAD (Stellungnahme vom 15. Oktober 2012, IV-act. 78)
und insoweit unumstritten ist das Gutachten als beweistauglich zu werten. Die
Gutachter halten die geschätzte Arbeitsfähigkeit von 50 % allerdings erst ab 1. April
2012 für ausgewiesen. Für die vorherige Zeitspanne verweist der psychiatrische
Gutachter auf die nachvollziehbaren und kongruenten Angaben der Fachkollegen und
hält eine verminderte Arbeitsfähigkeit für zweifellos gegeben (IV-act. 77-45). RAD-Arzt
Dr.med. L._ folgte in seiner Stellungnahme vom 15. Oktober 2012 dieser
Einschätzung (IV-act. 78-1). Hausarzt Dr. I._ wies mit Arztbericht vom 3. Februar
2011 zuhanden des Krankentaggeldversicherers eine seit 7. Juni 2010 bestehende 100
%ige Arbeitsunfähigkeit aus; zuvor attestierte Dr.med. M._ eine 100%ige
Arbeitsunfähigkeit vom 1. Juni bis 5. Juni 2010 (Fremdakten, act. G 5.2, vgl. auch
Krankheitsanzeige Arbeitgeber/Krankentaggeldversicherung vom 20. Juli 2010,
Fremdakten act. G 5.2). Dr. E._ attestierte ab 25. Februar 2011 eine 100 %ige
Arbeitsunfähigkeit im Rahmen der ab 25. Februar 2011 erfolgten ambulanten und seit
13. Juli 2010 (bis 1. Februar 2012) durchgeführten tagesklinischen Behandlung
(Arztbericht vom 12. Oktober 2011, IV-act. 34, 59). Gemäss Arztbericht vom 12.
Dezember 2011 erachtete sie (damals) einen Arbeitsversuch auf dem freien
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Arbeitsmarkt für nicht möglich (IV-act. 43). Es ist daher vom 1. Juni 2010 bis zum 1.
April 2012 von einer 100 %igen und danach von einer 50 %igen Arbeitsunfähigkeit
auszugehen.
3.
3.1 Die Beschwerdegegnerin bringt vor, aus invalidenversicherungsrechtlicher Sicht
könne nicht auf die von den Gutachtern geschätzte Arbeitsunfähigkeit von 50%
abgestellt werden.
3.2 Aus dem Gutachten geht hervor, dass die Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer
Sicht in erster Linie durch die depressiven Symptome und lediglich sekundär durch die
chronische Schmerzstörung eingeschränkt ist (IV-act. 77-44). Die depressive Störung
ist somit nicht lediglich Begleiterscheinung der somatoformen Schmerzstörung,
sondern gegenüber dieser verselbständigt und entsprechend fachärztlich
diagnostiziert. Insoweit liegt kein ausschliesslich syndromales Leiden vor und ist in
erster Linie nicht die Rechtsprechung zu pathologisch-ätiologisch unklaren
Beschwerdebildern, sondern jene zu psychischen Leiden anwendbar (vgl. Urteil des
Bundesgerichts vom 13. April 2016, 9C_168/2015, E. 3.3).
3.3
3.3.1 Grundsätzlich bedarf es nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung für die
Annahme eines invalidisierenden Gesundheitsschadens einer fachärztlichen, lege artis
auf die Vorgaben eines Klassifikationssystems abgestützten Diagnose (Urteil des
Bundesgerichts vom 30. März 2011, 9C_1041/2010, E. 5.1 mit Hinweisen). Zu
beachten gilt es sodann den finalen Charakter der Invalidenversicherung. Dies
bedeutet, dass bei der Leistungsprüfung nicht nach der Art und Genese eines die
Erwerbsunfähigkeit verursachenden Gesundheitsschadens gefragt wird. Der
Gesundheitszustand ist folglich immer gesamtheitlich zu betrachten. Selbst eine
Erwerbsunfähigkeit, deren psychogene krankhafte Grundlage (auch) durch eine
soziokulturelle Überforderung bzw. psychosoziale Umstände verursacht worden ist,
fällt in den Geltungsbereich der Invalidenversicherung, vorausgesetzt es handelt sich
um ein verselbstständigtes psychisches Leiden. Eine rentenbegründende Invalidität
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kann damit nicht allein mit dem Hinweis auf das Vorhandensein soziokultureller oder
psychosozialer Belastungsfaktoren verneint werden (Urteil des Bundesgerichts vom 29.
April 2014, 8C_830/2013, E. 5.2.3 mit Hinweisen auf Rechtsprechung und Literatur;
Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 21. Dezember 2016,
IV 2014/565, E. 3.2.1). Der Umstand allein, dass solche Umstände bei der Entstehung
einer selbständigen Gesundheitsschädigung eine wichtige Rolle spielten, diese
aufrecht erhalten oder verschlimmern, tangiert deren Anspruchserheblichkeit nicht.
Keine invalidisierende Gesundheitsschädigung ist lediglich gegeben, wenn der
medizinische Gutachter im Wesentlichen nur Befunde erhebt, welche in den
psychosozialen und soziokulturellen Belastungen aufgehen (Urteile des Bundesgerichts
vom 7. Januar 2015, 9C_140/2014, E. 3.3, mit Verweis auf BGE 127 V 294 E. 5a S. 299,
und vom 28. Juni 2012, 9C_537/2011, E. 3.2, mit weiteren Verweisen).
3.3.2 Der psychiatrische Gutachter führte in diesem Zusammenhang aus, nebst
einer chronischen Schmerzstörung mit psychischen und körperlichen Faktoren bestehe
eine seit 2010 sich vertiefende, aktuell mittelgradige depressive Symptomatik. Die
diagnostischen Kriterien gemäss ICD-10 für eine major depression seien erfüllt. Im
Verlauf sei es zu einer komorbiden, sich auch wechselseitig verstärkenden
Beschwerdesymptomatik zwischen der depressiven Störung mit somatischem
Syndrom und dabei erhöhter Schmerzsensibilität (einerseits) sowie der chronischen
Schmerzstörung (andererseits) gekommen. Zur depressiven Dekompensation habe
entscheidend der sich seit 2006/7 intensivierende Konflikt mit der langjährigen Ehefrau
wegen nach seinen Aussagen finanziellen Erwartungen ihrerseits beigetragen; diese
seien durch die 2008 einsetzende Kurzarbeit zusätzlich vertieft worden (IV-act. 77-43
f.). Gemäss Auszug aus dem individuellen Konto (IK) musste der Beschwerdeführer
zwischen 2008 und 2009 eine Einkommenseinbusse von rund Fr. 20'000.-- in Kauf
nehmen (IV-act. 18-3), was seine Schilderung plausibel erscheinen lässt. Der
psychiatrische Gutachter diagnostiziert eine major depression mit somatischem
Syndrom im Sinne der ICD-Klassifizierung und nimmt dabei auf die vorhandenen
Belastungsfaktoren Bezug. Schon dies legt nahe, dass nach seiner Auffassung nicht
bloss Auswirkungen der Belastung vorliegen, sondern ein selbständiger
Gesundheitsschaden, der die Diagnosemerkmale einer Depression erfüllt. Er würdigt
zudem die psychosozialen Belastungsfaktoren in dem Sinne, dass sie bei
vorbestehenden Beschwerden (Schmerzen) depressive Symptome ausgelöst bzw.
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verschlimmert haben. Dies erscheint nachvollziehbar, denn der Beschwerdeführer gab
anlässlich der psychiatrischen Begutachtung an, unter den körperlichen Beschwerden,
vor allem Gelenks und Rückenschmerzen, leide er schon seit mindestens zehn Jahren
(IV-act. 77-40). Bis zum Jahr 2002 habe er eine körperlich sehr anstrengende Arbeit als
Prüfer von Heizkörpern verrichtet, auf welche er die Schmerzen der Handgelenke
zurückführe. Er habe alles unternommen, um für seine Familie ein höheres Einkommen
zu erzielen, Überstunden gearbeitet (IV-act. 77-37, 39; vgl. auch Assessmentbericht
vom 9. Februar 2011, Fremdakten act. 5.2, S. 5). Richtig schlimm sei es dann
geworden durch den anhaltenden Streit und die Auseinandersetzung sowie später den
Auszug seiner Ehefrau (IV-act. 77-40). In Anbetracht des finalen Charakters der
Invalidenversicherung, der fachärztlich lege artis gestellten Diagnose und der bereits
durch die Gutachter erfolgten Berücksichtigung vorhandener psychosozialer
Belastungsfaktoren bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit ist auf diese abzustellen
und es kann offen bleiben, ob bzw. inwieweit die Überarbeitung während seiner
früheren Tätigkeit in Arbon und inwieweit der Streit mit der Ehefrau zur Intensivierung
der Beschwerden bzw. zur Arbeitsunfähigkeit führten.
3.3.3 Die invalidisierende Wirkung einer mittelgradigen Depression setzt gemäss
bisheriger bundesgerichtlicher Rechtsprechung weiter voraus, dass eine konsequente
Depressionstherapie befolgt wird, deren Scheitern das Leiden als resistent ausweist
(Urteil vom 17. Juli 2013, 9C_902/2012, E. 4.1, mit Hinweis auf BGE 137 V 64 und Urteil
9C_210/2012 vom 9. Juli 2012 E. 3.1). Indes hat das Bundesgericht neuerdings betont,
dass in der Invalidenversicherung die Therapierbarkeit eines somatischen oder
psychischen Leidens selbst bei grundsätzlich guter Prognose einen (allenfalls
befristeten) Rentenanspruch nicht von vornherein ausschliesse. Einer allfälligen
Verbesserung des Gesundheitszustands sei durch eine Rentenrevision zu begegnen
(Urteile des Bundesgerichts vom 19. Juni 2013, 9C_947/2012, E. 3.2.1, vom 2.
September 2014, 9C_395/2014, E. 4.5, und vom 29. August 2014, 8C_148/2014 E. 3.1
mit Hinweis auf das Urteil vom 17. Juni 2014, 8C_56/2014, E. 4.1). Dies entspricht auch
dem Willen des historischen Gesetzgebers und dem Sinn und Zweck der
Invalidenversicherung (vgl. dazu Urteil des Versicherungsgerichts vom 21. Dezember
2016, IV 2014/565, E. 3.3.2). Würde im Übrigen der Behandelbarkeit wesentlicher
Einfluss auf den invalidisierenden Charakter eines depressiven Leidens zugestanden,
so würde dies einen rückwirkend befristeten Rentenanspruch für ein depressives
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Leiden, wie er etwa im Urteil des Bundesgerichts vom 3. September 2014,
9C_292/2014, E. 3.2 anerkannt wurde, ausschliessen (Urteil des Versicherungsgerichts
vom 21. Dezember 2016, IV 2014/565, E. 3.3.2). Ohnehin vermag nach Art. 8 Abs. 1
ATSG nicht nur eine bleibende, sondern auch eine länger dauernde Erwerbsunfähigkeit
eine Invalidität zu begründen. Schliesslich ist die (im Übrigen gemäss Rechtsprechung
ohne weitere Begründung nur für depressive Erkrankungen geltende Annahme, leichte
bis mittelschwere Depressionen seien behandelbar, auch in medizinischer Hinsicht
fragwürdig und im Einzelfall zu beurteilen (U. HOFFMANN-RICHTER, Psychische
Beeinträchtigungen in der Rechtsprechung, in: U. Kieser [Hrsg.],
Sozialversicherungsrechtstagung 2015, Zürich/St.Gallen 2016, S. 78; vgl. auch Urteil
des Versicherungsgerichts vom 3. November 2016, IV 2013/523, E. 2.4.5, mit Verweis
auch auf HABERI.MEYER/VENZLAFF, Affektive Störungen, in: Foerster/Dressing
[Hrsg.], Psychiatrische Begutachtung, 5. Auflage, München 2009, S. 190, 193). Der
psychiatrische Gutachter kam vorliegend anhand der Akten nachvollziehbar und
ausdrücklich zum Schluss, dass der Beschwerdeführer sich stets um Therapien
bemüht habe (IV-act. 77-44). Zusammenfassend ist somit auch aus
invalidenversicherungsrechtlicher Sicht von der gutachterlich geschätzten
Arbeitsunfähigkeit auszugehen.
4.
4.1 Bei einer 100 %igen Arbeitsunfähigkeit ab 1. Juni 2010 (vgl. E. 2.2) war das
Wartejahr gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG am 31. Mai 2011 erfüllt. Da sich der
Beschwerdeführer am 26. Januar 2011 zum Leistungsbezug anmeldete, besteht
gegebenenfalls ein Rentenanspruch ab 1. Juli 2011 (Art. 29 Abs. 1 und 3 IVG). Die
Gutachter erklären ihre geschätzte Arbeitsfähigkeit von 50 % ab 1. April 2012 als
massgeblich; zuvor ist von einer Arbeitsunfähigkeit von 100 % auszugehen (vgl. E. 2.2).
Gestützt auf Art. 88a Abs. 1 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; SR
831.201) ist für den Rentenanspruch bis zum 30. Juni 2012 von einer 100 %igen
Arbeitsunfähigkeit auszugehen. Ausschlaggebend für den Einkommensvergleich ist das
Jahr 2011 (BGE 129 V 222).
4.2 Gemäss IK-Auszug erzielte der Beschwerdeführer im Jahr 2007 ein Einkommen
von Fr. 90'768.--, 2008 von Fr. 93'834.-- und 2009, nach Einführung der Kurzarbeit,
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von lediglich noch Fr. 74'524.--. Einerseits ist ein Andauern der Kurzarbeit nicht
nachgewiesen, andererseits ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer am
bisherigen Arbeitsplatz aus wirtschaftlichen Gründen nicht mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit weiterhin im bisherigen Ausmass hätte Überstunden leisten können.
Aufgrund dessen rechtfertigt es sich, für die Bemessung des Valideneinkommens auf
den Dreijahresdurchschnitt der Jahre 2007 bis 2009 abzustellen. Dieser beträgt unter
Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung (Bundesamt für Statistik [BFS],
Lohnentwicklung 2014, T39, Index Männer 2007: 2047, 2008: 2092, 2009: 2136, 2011:
2171) Fr. 89'796.-- ([Fr. 96'266.-- + Fr. 97'377.-- + Fr. 75'745.--] : 3). Für das
Invalideneinkommen ist auf den Durchschnittslohn gemäss Lohnstrukturerhebung/
Lohnentwicklung 2011 abzustellen. Dieser betrug für das Jahr 2011,
Anforderungsniveau 4, Männer, Fr. 61'910.-- (Informationsstelle AHV/IV, IV, Ausgabe
2015, Bern 2015). Bei einer Arbeitsfähigkeit von 50 % beläuft er sich auf Fr. 30'955.-- .
Gemäss rheumatologischem Gutachten besteht eine (allenfalls) leicht verminderte
Belastbarkeit bezüglich Heben, Tragen und manueller Belastungen (IV-act. 77-19).
Einschränkungen solcher Art sind im Tabellenlohn gemäss LSE Anforderungsniveau 4
mitberücksichtigt (Urteil des Bundesgerichts vom 23. Dezember 2014, 9C_630/2014, E.
2.1 mit weiteren Verweisen). Aus psychiatrischer Sicht besteht aufgrund der
depressiven Symptomatik sowie sekundär der chronischen Schmerzstörung eine
Einschränkung der emotionalen Belastbarkeit und damit auch der Arbeitsfähigkeit (IV-
act. 77-21). Weitere Einschränkungen, die sich in der quantitativen Schätzung der
Arbeitsfähigkeit nicht niedergeschlagen hätten, bestehen nicht. Alle Faktoren, welche
die Arbeitsfähigkeit einschränken, sind somit in der Arbeitsfähigkeitsschätzung
berücksichtigt und können deshalb nicht nochmals zur Begründung eines
Tabellenlohnabzuges herangezogen werden (vgl. Urteil vom 22. Januar 2015,
9C_846/2014, E. 4.1.1, mit weiteren Verweisen). Es ist daher ab 1. April 2012 von
einem Invalideneinkommen von Fr. 30'955.-- auszugehen. Bei einem
Valideneinkommen von Fr. 89'796.-- resultiert ein Invaliditätsgrad von 65,5 %. Der
Beschwerdeführer hat somit ab 1. Juli 2011 Anspruch auf eine ganze Rente und ab 1.
Juli 2012 auf eine Dreiviertelsrente.
5.
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5.1 In Gutheissung der Beschwerde ist die Verfügung vom 20. Juni 2014 aufzuheben
und dem Beschwerdeführer mit Wirkung ab 1. Juli 2011 eine ganze Rente und ab 1.
Juli 2012 eine Dreiviertelsrente zuzusprechen. Zur Festsetzung und Ausrichtung der
Rentenleistung ist die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
5.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr.
1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint
als angemessen. Die Beschwerdegegnerin hat ausgangsgemäss die gesamte
Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen.
5.3 Bei diesem Verfahrensausgang hat der Beschwerdeführer Anspruch auf eine
Parteientschädigung. Diese ist vom Gericht ermessensweise festzusetzen, wobei
insbesondere der Bedeutung der Streitsache und dem Aufwand Rechnung zu tragen
ist (Art. 61 lit. g ATSG; vgl. auch Art. 98 ff. VRP/SG, sGS 951.1). In der vorliegenden
Streitsache erscheint eine Parteientschädigung von pauschal Fr. 3'500.--
(einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) angemessen. Die Festlegung einer
Entschädigung aus unentgeltlicher Rechtsverbeiständung erübrigt sich bei diesem
Prozessausgang.