Decision ID: e3e3f744-bbde-4d27-9d95-e3ee32b60c0d
Year: 2018
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ (nachfolgende Versicherte bzw. Beschwerdeführerin), kaufmännische
Angestellte mit EFZ, arbeitete seit dem 7. August 2000 als Mitarbeiterin Administration
für die B._, Regionalstelle C._ (IV-act. 1, 2, 6-1, 10-2 f.).
A.b Im Arztbericht des Departements Innere Medizin, Rheumatologie und
Rehabilitation des Kantonsspitals St. Gallen (nachfolgend KSSG) vom 1. September
2010 diagnostizierten Dr. med. D._, Dr. med. E._ und Prof. Dr. med. F._
Muskelschmerzen wechselnder Lokalisation und allgemeine Kraftlosigkeit unklarer
Ätiologie, eine Hypothyreose sowie Asthma seit ca. 10 Jahren. Die Ursache der
wechselnden Muskelschmerzen war den Ärzten unklar (IV-act. 11-12 f.).
A.c Gemäss Arztbericht vom 7. August 2013 von Dr. med. G._, Facharzt für
Rheumatologie, Rheumatologie H._, berichtete die Versicherte bei ihrer
Erstvorstellung am 22. Juli 2013 über Schmerzen im Nackenbereich auf der linken
Seite sowie im Bereich der Endgelenke der Finger. Die Beschwerden in den Fingern
würden seit zirka einem Jahr schubweise auftreten. Konstante Schmerzen habe sie im
DIP III rechts. Im Bereich der Hände erhob der Facharzt eine eindeutige
Heberdenarthrose mit zum Teil druckdolenten Fingerendgelenken und auch
Heberdenknoten. Die linksseitigen Nackenbeschwerden seien vorwiegend myofaszial
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bedingt bei ungünstiger Statik der Halswirbelsäule und leichten degenerativen
Veränderungen (IV-act. 11-6 ff.).
A.d Im Arztbericht des Departements Innere Medizin, Klinik für Rheumatologie des
KSSG vom 29. Juli 2015 diagnostizierten Dr. med. I._, Dr. med. J._ und Prof. Dr.
med. F._ insbesondere ein panvertebrales myofasziales und spondylogenes
Syndrom (ED 2010), DD fibromyalgisches Syndrom, eine intermittierende
symptomatische Fingerpolyarthrose (ED 07/10) sowie eine Hypoferritinämie unklarer
Ätiologie, DD Eisenverlustsyndrom, Malabsorption. Im Weiteren erklärten sie, dass die
Untersuchungen keinen Anhalt für eine systemische, entzündliche Erkrankung aus dem
rheumatologischen Formenkreis ergeben hätten. Die seit Jahren bestehenden
multilokulären wechselnden mylagischen Schmerzen seien am ehesten im Rahmen
einer dekonditionierten Rumpf- und Extremitätenmuskulatur zu interpretieren. Diese sei
vermutlich getriggert durch die symptomatische Fingerpolyarthrose (IV-act. 11-18 ff.).
A.e Am 17. Mai 2016 wurde durch Dr. med. K._, Facharzt für Handchirurgie FMH
sowie Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH,
das vorderste Gelenk des rechten Mittelfingers der Versicherten versteift (IV-act.
11-16). Gleichentags meldete sich die Versicherte zum Bezug von Leistungen bei der
Invalidenversicherung an (IV-act. 1).
A.f Im Arztbericht vom 2. Juni 2016 diagnostizierte Dr. K._ einen Status nach
Arthrodese DIP-Gelenk Dig III Hand rechts am 17. Mai 2016 mit stark vermehrtem
Schmerzempfinden mit/bei Fibromyalgie. Der Facharzt ging zwei Wochen nach der
Operation davon aus, dass bei Belastungen noch etwa sechs Wochen Schmerzen
auftreten würden. Für wenig belastende Tätigkeiten sei ab dann durchaus eine gewisse
Arbeitsleistung möglich (IV-act. 11-16). Im Arztbericht vom 25. Juni 2016
diagnostizierte Dr. med. L._, Allgemeine Innere Medizin FMH, mit Einfluss auf die
Arbeitsfähigkeit ein panvertebrales myofasziales und spondylogenes Syndrom ED
2010, eine intermittierende symptomatische Fingerpolyarthrose ED 2010 sowie einen
Status nach Arthrodese Endglied Dig III Hand rechts am 17. Juni 2016 und ohne
Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit eine substituierte Hypothyreose sowie eine atopische
Diathese. Der Arzt erachtete die bisherige Tätigkeit als Sekretärin im Umfang von 30%
bzw. von 2 bis 4 Stunden pro Tag als zumutbar. Dabei bestehe eine verminderte
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Leistungsfähigkeit von ca. 50%. In einer behinderungsangepassten
wechselbelastenden Tätigkeit schätzte er die Leistungsfähigkeit auf 30% (IV-act. 11-1
bis 5).
A.g Am 27. Juli 2016 schätzte die RAD-Ärztin Dr. med. M._ die Arbeitsfähigkeit auf
50% (4 Stunden pro Tag; IV-act. 13). Am 17. August 2016 erklärte die Ärztin, dass die
Versicherte beim Bedienen der PC-Tastatur und in den Fingerfertigkeiten bzw.
bezüglich der Leistungsfähigkeit (Tempo) etwas eingeschränkt sei (IV-act. 14).
A.h Am 16. September 2016 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, dass kein
Anspruch auf berufliche Massnahmen und Rentenleistungen bestehe, da sie in ihrer
bisherigen Tätigkeit im ursprünglichen Rahmen uneingeschränkt leistungsfähig sei (IV-
act. 17). Mit Schreiben vom 26. September 2016 verlangte die Versicherte eine
beschwerdefähige Verfügung. Zur Begründung brachte sie insbesondere vor, dass sich
die Fingerpolyarthrose in den letzten beiden Jahren sehr verschlechtert habe. Die
verknorpelten und entzündeten Fingergelenke würden sie bei der Arbeit einschränken.
Wegen der Schmerzen habe sie Anfang Oktober 2010 das Arbeitspensum von 60% auf
50% gesenkt. Aktuell könne sie ihre Büroarbeiten gesundheitsbedingt nicht mehr
alleine bewältigen (IV-act. 18 f.). Mit Verfügung vom 6. Oktober 2016 lehnte die IV-
Stelle den Anspruch auf berufliche Massnahmen und Rentenleistungen ab (IV-act. 20).
B.
B.a Gegen die Verfügung vom 6. Oktober 2016 richtet sich die vorliegende
Beschwerde vom 7. November (act. G 1) und Beschwerdeergänzung vom 28.
November 2016 (act. G 4). Die Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt Dr.
iur. Roland Pedergnana, St. Gallen, beantragt: 1. Die Verfügung vom 6. Oktober 2016
sei aufzuheben. 2. Es sei eine volle, eventualiter eine halbe oder Dreiviertel-
Invalidenrente zu leisten. 3. Eventualiter sei ein unabhängiges rheumatologisches
Gutachten in Auftrag zu geben. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der
Beschwerdegegnerin. Die anfänglich beantragte unentgeltliche Rechtspflege wurde in
der Beschwerdeergänzung zurückgezogen. Zur Begründung der Rechtsbegehren wird
insbesondere vorgebracht, dass das rechtliche Gehör nicht gewährt und der
Sachverhalt ungenügend abgeklärt worden seien. Die Beschwerdeführerin habe stets
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beabsichtigt gehabt, ihr Arbeitspensum zu erhöhen. Im September 2008 habe sie
dieses auf 60% erhöhen können. Die Arbeitgeberin habe zudem eine weitere Erhöhung
des Arbeitspensums in Aussicht gestellt. Gesundheitsbedingt habe sie ihr
Arbeitspensum per 1. Oktober 2010 wieder auf 50% reduzieren müssen. Beim
Valideneinkommen sei von Fr. 84'500.- (entsprechend einem 100%-Pensum)
auszugehen. Im Weiteren wird mit Verweis auf den RAD-Bericht ausgeführt, dass es
bei den Fingern nicht nur um die Gewichtsbelastung, sondern auch um die bei jeder
Bewegung auftretenden Schmerzen gehe. Sie könne deswegen nicht einer
Vollzeitstelle in der angestammten oder in einer anderen manuellen Tätigkeit
nachgehen. Ihre Arbeitsunfähigkeit betrage 70%.
B.b Die IV-Stelle (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) beantragt in der
Beschwerdeantwort vom 7. Dezember 2016 die Abweisung der Beschwerde (act. G 7).
Eingestanden wird, das rechtliche Gehör der Beschwerdeführerin verletzt zu haben, da
in der angefochtenen Verfügung nicht auf die Einwände gemäss Schreiben vom 26.
September 2016 eingegangen worden sei. Die Verletzung des rechtlichen Gehörs sei
aber geheilt, denn es handle sich nur um eine leichte Verletzung, weil es lediglich um
die Würdigung von bereits bekannten Tatsachen gehe und in der Beschwerdeantwort
dazu Stellung genommen werde. Zur Erwerbstätigkeit der Beschwerdeführerin wird
ausgeführt, dass sie seit dem Jahr 2000 mit Ausnahme der Jahre 2009 und 2010 in
einem 50%-Pensum gearbeitet habe. Da ihr einziges Kind bereits im 20_ 16-jährig
geworden sei, habe die Beschwerdeführerin nichts gehindert, eine Vollzeittätigkeit
auszuüben. Dies habe sie jedoch nie getan. In den Arztberichten des Jahrs 2010 seien
auch keine invalidisierenden Gesundheitsschäden attestiert worden. Folglich habe die
Beschwerdeführerin aus invaliditätsfremden Gründen ihr Arbeitspensum nicht über
50% gesteigert. Da sie einen Einpersonenhaushalt führe, erfordere dies keinen
grösseren Aufwand als derjenige einer alleinstehenden Person mit einem vollen
Arbeitspensum, weshalb bei der Bemessung des Invaliditätsgrades ihr Haushalt nicht
zu berücksichtigen und ausschliesslich ein Einkommensvergleich durchzuführen sei.
Da der Beschwerdeführerin ihre Erwerbstätigkeit weiterhin im gleichen Ausmass
zumutbar sei und die Arbeitgeberin im Arbeitgeberfragebogen attestiert habe, dass die
Arbeitsleistung dem erzielten Einkommen entspreche, betrage das Validen- und das
Invalideneinkommen jeweils Fr. 42'250.- (50%-Pensum). Da keine
Einkommensminderung vorliege, bestehe auch kein Anspruch auf eine IV-Rente.
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B.c In der Replik vom 13. Februar 2017 wird unverändert an den Rechtsbegehren
gemäss Beschwerde vom 7. November 2016 festgehalten (act. G 11). Ausgeführt wird,
dass die Beschwerdeführerin ihr Pensum rein aus gesundheitlichen Gründen ab dem 1.
Oktober 2010 auf 50% reduziert habe. Aktuell sei sie dem 50%-Pensum bloss etwa zur
Hälfte gewachsen, weshalb fraglich sei, ob sie weiterhin angestellt bleiben könne. Im
Weiteren wird geltend gemacht, dass die Arbeitgeberin im Mai 2016 zu optimistisch
angegeben habe, dass die Arbeitsleistung dem angegebenen Lohn entspreche, denn
gemäss dem Schreiben der Arbeitgeberin vom 7. Januar 2017 (vgl. act. G 11.1)
erbringe die Beschwerdeführerin nur etwa die Hälfte der Arbeitsleistung ihres 50%-
Pensums.
B.d Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf die Einreichung einer Duplik (vgl. act. G
12 f.).

Erwägungen
1.
Streitig und zu prüfen ist die Frage, ob die Beschwerdeführerin einen Anspruch auf
berufliche Massnahmen (Art. 15 ff. des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung
[IVG; SR 831.20]) und Rente (Art. 28 IVG) hat.
2.
2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder
teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen
Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 [ATSG; SR 830.1]). Die
Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und
Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf
dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für
die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen
der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit
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liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2
ATSG).
2.2 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a. ihre
Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch
zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern
können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich
mindestens 40% arbeitsunfähig gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu
mindestens 40% invalid sind. Ein Anspruch auf eine ganze Invalidenrente besteht,
wenn die versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente,
wenn sie wenigstens zu 60% invalid ist. Liegt ein Invaliditätsgrad von mindestens 50%
vor, so besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von
mindestens 40% auf eine Viertelsrente (vgl. Art. 28 Abs. 2 IVG).
2.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im
Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des
Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung
zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte
Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige
Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten
Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen).
2.4 Invalide oder von einer Invalidität bedrohte Versicherte haben nach Art. 8 Abs. 1
IVG Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen soweit diese notwendig und geeignet
sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen,
wiederherzustellen, zu erhalten oder zu verbessern, und die Voraussetzungen für den
Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind. Der Anspruch auf
Eingliederungsmassnahmen besteht unabhängig von der Ausübung einer
Erwerbstätigkeit vor Eintritt der Invalidität. Bei der Festlegung der Massnahmen ist die
gesamte noch zu erwartende Dauer des Erwerbslebens zu berücksichtigen (Art. 8 Abs.
1bis IVG). Die versicherte Person hat in der Regel nur Anspruch auf die dem jeweiligen
Eingliederungszweck angemessenen, notwendigen Massnahmen, nicht aber auf die
nach den gegebenen Umständen bestmöglichen Vorkehren. Das Gesetz will die
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Eingliederung lediglich so weit sicherstellen, als diese im Einzelfall notwendig, aber
auch genügend ist (BGE 132 V 225 E. 4.3.1). Die Eingliederungsmassnahmen bestehen
unter anderem in Massnahmen beruflicher Art (Berufsberatung, erstmalige berufliche
Ausbildung, Umschulung und Arbeitsvermittlung, Art. 8 Abs. 3 lit. b IVG).
2.5 Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt
der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben die Versicherungsträger und
das Sozialversicherungsgericht die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche
Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Hinsichtlich des
Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden
ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der
medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten
begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen).
3.
3.1 Vorab ist auf die Rüge einer Verletzung des Anspruchs auf das rechtliches Gehör
resp. einer Verletzung der Begründungspflicht in der angefochtenen Verfügung vom 6.
Oktober 2016 einzugehen.
3.2 Die Beschwerdegegnerin gestand in der Beschwerdeantwort vom 7. Dezember
2016 ein, das rechtliche Gehör der Beschwerdeführerin verletzt zu haben, da sie in der
angefochtenen Verfügung nicht auf die Einwände im Schreiben vom 26. September
2016 eingegangen sei. Diese Verletzung sei aber geheilt, denn es handle sich nur um
eine leichte Verletzung, weil es lediglich um die Würdigung von bereits bekannten
Tatsachen gehe, und nun in der Beschwerdeantwort dazu Stellung genommen werde
(act. G 7-2).
3.3 Festzustellen ist, dass die Verfügung vom 6. Oktober 2016 (IV-act. 20) inhaltlich
identisch ist mit der Mitteilung an die Beschwerdeführerin vom 16. September 2016
(IV-act. 17). Eine Auseinandersetzung mit den Einwänden der Beschwerdeführerin in
der Eingabe vom 26. September 2016 fand in der Verfügung vom 6. Oktober 2016
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nicht statt. Damit verletzte die Beschwerdegegnerin den aus dem rechtlichen Gehör
nach Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft
vom 18. April 1999 (BV; SR 101), nach Art. 42 i.V.m. Art. 49 Abs. 3 ATSG und nach Art.
6 Ziff. 1 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK;
SR 0.101) abgeleiteten Anspruch auf die Auseinandersetzung mit Einwänden und die
Pflicht zur Begründung eines Entscheides (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 4.
Februar 2014, 9C_670/2013, E. 3.1 und 3.3, vom 18. September 2007, 5A_368/2007,
E. 2 und vom 20. April 2010, 9C_215/2010, E. 3 sowie BGE 135 V 353 E. 5.3). Da eine
Auseinandersetzung mit den Einwänden unterblieb, war es der Beschwerdeführerin
nicht ausreichend möglich, die Verfügung nachzuvollziehen und den
Anfechtungsentscheid in Kenntnis der Begründung durch die Beschwerdegegnerin zu
treffen und auch sachgerecht anzufechten (vgl. BGE 134 I 83 E. 4.1; 133 III 439 E. 3.3;
124 V 180 E. 1a).
3.4 Zu prüfen bleibt, ob - wie von der Beschwerdegegnerin geltend gemacht, -
dennoch ausnahmsweise von einer Heilung der Gehörsverletzung ausgegangen
werden kann.
3.4.1 Nach Auffassung des Gerichts stellt die fehlende Auseinandersetzung mit den
Einwänden der Beschwerdeführerin in der Verfügung vom 6. Oktober 2016 eine
Verletzung des rechtlichen Gehörs dar, zumal im Schreiben der Beschwerdegegnerin
vom 16. September 2016 darauf hingewiesen wurde, dass das Gesuch um eine
beschwerdefähige Verfügung kurz zu begründen sei. Unverständlich ist daher, dass die
Beschwerdegegnerin es unterlassen hat, auf die substantiierten Einwände einzugehen.
3.4.2 Dennoch rechtfertigt es sich, da der Sachverhalt zum Zeitpunkt der Mitteilung
vom 16. September 2016 bereits feststand, die Beschwerdegegnerin sich in der
Beschwerdeantwort mit den Einwänden der Beschwerdeführerin auseinandersetzte,
die Beschwerdeführerin in der Replik dazu angemessen Stellung beziehen konnte und
als Hauptrechtsbegehren nicht die Rückweisung der Sache an die
Beschwerdegegnerin zwecks Gewährung des rechtlichen Gehörs und anschliessender
Neuverfügung, sondern eine Rente bzw. eventualiter weitere medizinische
Untersuchungen verlangte, von einer Heilung des verletzten Gehörsanspruchs
auszugehen, zumal die Verletzung des Gehörsanspruchs vorliegend nicht besonders
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schwer wiegt und dem Versicherungsgericht die uneingeschränkte Kognition in
rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht zusteht (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 20.
April 2012, 9C_774/2011, insb. E. 2: BGE 132 V 387 E. 5.1, 127 V 437 E. 3d/aa, 126 I
71, 126 V 132 E. 2b).
3.4.3 Die Gehörsverletzung führt demnach vorliegend nicht zu einer Rückweisung,
doch wird ihr im Rahmen der Entschädigungsfolgen Rechnung zu tragen sein (siehe
Erwägungen 6.2 ff.).
4.
Nachfolgend ist - dem Grundsatz Eingliederung vor Rente entsprechend - der
Anspruch der Beschwerdeführerin auf berufliche Massnahmen (Art. 15 ff. IVG) zuerst zu
prüfen.
4.1 Die Beschwerdeführerin hat sich am 17. Mai 2016 angemeldet für Leistungen der
Invalidenversicherung ("Berufliche Integration/Rente", IV-act. 1). Die
Beschwerdegegnerin hat den Anspruch auf berufliche Massnahmen in der Verfügung
vom 6. Oktober 2016 abgelehnt mit der Begründung, die Beschwerdeführerin sei in
ihrer bisherigen Tätigkeit im ursprünglichen Rahmen uneingeschränkt leistungsfähig
(IV-act. 20). Festzustellen ist, dass die Beschwerdeführerin weder vor Verfügungserlass
noch in ihren Rechtsbegehren einen Anspruch auf konkrete Eingliederungs- bzw.
berufliche Massnahmen geltend gemacht hat. Lediglich in der Begründung der
Beschwerde wurde das Fazit gezogen, dass ein Anspruch auf
Eingliederungsmassnahmen bzw. eine Rente bestehe, ohne jedoch hinsichtlich der
verlangten Eingliederungsmassnahmen konkreter zu werden (act. G 1 insb. G 1-10).
4.2 Gemäss Art. 17 Abs. 1 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf Umschulung
auf eine neue Erwerbstätigkeit, wenn die Umschulung infolge Invalidität notwendig ist
und dadurch die Erwerbsfähigkeit voraussichtlich erhalten oder verbessert werden
kann. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung liegt eine
umschulungsspezifische Invalidität vor, wenn eine versicherte Person wegen einer
Gesundheitsbeeinträchtigung in den bisher ausgeübten und ihr ohne zusätzliche
berufliche Ausbildung offenstehenden noch zumutbaren Erwerbstätigkeiten eine
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bleibende oder längere Zeit dauernde Erwerbseinbusse von etwa 20 % erleidet, wobei
sich die Erwerbseinbusse an dem vor Eintritt des Gesundheitsschadens erzielten
Erwerbseinkommen bemisst (ULRICH MEYER/MARCO REICHMUTH, Rechtsprechung
des Bundesgerichts zum IVG, 3. A., Zürich 2014, S. 201, mit weiteren Hinweisen).
4.3 Da die Beschwerdeführerin eine kaufmännische Lehre mit EFZ absolviert hat und
in den letzten Jahren sowie aktuell in ihrem erlernten Beruf tätig ist, besteht zum
jetzigen Zeitpunkt kein Erfordernis, berufliche Eingliederungsmassnahmen wie eine
Umschulung auf einen anderen Beruf (auch nicht vorsorglich) in Betracht zu ziehen,
zumal es im Bedarfsfall andere Arbeitsstellen bzw. Tätigkeiten geben dürfte, bei
welchen die Beschwerdeführerin ihre qualifizierte kaufmännische Ausbildung und
Berufserfahrung trotz allfälligen Einschränkungen durch die Fingerbeschwerden in etwa
gleichbleibend wirtschaftlich verwerten kann. Insbesondere ist auch nicht ersichtlich,
welche anderen Berufstätigkeiten ihrer gesundheitlichen Situation besser entsprechen
beziehungsweise ihre Arbeitsfähigkeit erhöhen würden. Festzuhalten ist daher, dass die
Abweisung des Anspruchs auf beruflichen Massnahmen in der Verfügung vom 6.
Oktober 2016 zu Recht erfolgt ist. Die Beschwerde ist in diesem Punkt deshalb
abzuweisen.
5.
Zu prüfen ist nachfolgend der Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung (Art.
28 ff. IVG).
5.1 Die Beschwerdeführerin macht geltend, dass bei der Bestimmung des
Valideneinkommens nicht vom aktuellen Arbeitspensum von 50% bzw. dem damit
erzielten Verdienst von Fr. 42'250.-, sondern vom Verdienst bei einer vollzeitlichen
Anstellung (100% Pensum, Fr. 84'500.-) auszugehen sei. Begründet wird dies
insbesondere damit, dass die Beschwerdeführerin seit längerer Zeit beabsichtigt habe,
ihr Arbeitspensum auf 100% zu erhöhen, betriebsbedingt jedoch nur eine Erhöhung auf
60% ab dem 1. September 2008 möglich gewesen sei. Die Arbeitgeberin habe ihr eine
spätere Erhöhung des Arbeitspensums in Aussicht gestellt. Dazu sei es nicht
gekommen, denn sie habe aus gesundheitlichen Gründen ihr Arbeitspensum per 1.
Oktober 2010 auf 50% reduzieren müssen. Zum Invalideneinkommen erklärt die
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Beschwerdeführerin, dass sie im 50%-Pensum aktuell nur etwa die Hälfte der
geforderten Leistung erbringe (vgl. act. G 1-9 ff.).
5.2 Die Beschwerdegegnerin geht von einem Valideneinkommen entsprechend dem
aktuell erzielten Verdienst (50%iges Arbeitspensum) von Fr. 42'250.- aus. Zur
Begründung wird angeführt, dass die Beschwerdeführerin seit dem Jahr 2000 mit
Ausnahme der Jahre 2009 und 2010 stets in einem 50%-Pensum gearbeitet habe. Da
ihr einziges Kind im Jahr 20_ bereits 16-jährig gewesen sei, hätte sie bereits dazumal
einer Vollzeiterwerbstätigkeit nachgehen können, habe dies aber nicht getan. Deshalb
sei davon auszugehen, dass sie aus invaliditätsfremden Gründen auf ein höheres als
das 50%ige Arbeitspensum verzichtet habe. Da die Beschwerdeführerin einen
Einpersonenhaushalt führe, erfordere dies keinen grösseren Aufwand als derjenige
einer alleinstehenden Person mit einem vollen Erwerbspensum, weshalb bei der
Bemessung des Invaliditätsgrades der Haushalt nicht zu berücksichtigen und
ausschliesslich ein Einkommensvergleich durchzuführen sei. Zum Invalideneinkommen
bzw. zum IV-Grad wird erklärt, dass die Beschwerdeführerin keinen Erwerbsausfall
erlitten habe, zumindest kein rentenanspruchsbegründender Erwerbsausfall von
mindestens 40% vorliege. Zudem habe die Arbeitgeberin im Arbeitgeberfragebogen
vom 26. Mai 2016 (vgl. IV-act. 6-4) bescheinigt, dass der angegebene Lohn der
Arbeitsleistung entspreche. Es bestehe deshalb kein Anspruch auf eine IV-Rente (act.
G 7).
5.3
5.3.1 Festzustellen ist, dass der Nachweis, dass von einem höheren
Valideneinkommen entsprechend einem 100%igen Arbeitspensum ausgegangen
werden müsste, nicht rechtsgenüglich erbracht werden kann. So liegen insbesondere
keine konkreten Abmachungen zwischen der Arbeitgeberin und der
Beschwerdeführerin zur Erhöhung des Arbeitspensums auf einen bestimmten Termin
hin vor. Die Arbeitgeberin erklärte im Schreiben vom 4. Januar 2017 lediglich, dass
beim Stellenantritt im Jahr 2000 der Beschwerdeführerin in Aussicht gestellt worden
sei, zu einem späteren Zeitpunkt ihr Pensum um 20 bis 30% zu erhöhen (act. G 11.1).
Eine solche Aussage ist sowohl zeitlich als auch hinsichtlich der Höhe des
Arbeitspensums zu wenig konkret, als dass bei der Bestimmung des
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Valideneinkommens darauf abgestellt werden könnte. So bestand gemäss der
Arbeitgeberin denn auch erst im Jahr 2014, also 14 Jahre nach Stellenantritt die
betriebliche Möglichkeit das Pensum auf 80% zu erhöhen. Hätte die
Beschwerdeführerin ernsthaft beabsichtigt, ein volles Arbeitspensum wahrzunehmen,
so hätte sie in den Jahren 2000 bis 2010 ausreichend Zeit gehabt, entweder eine
zusätzliche Teilzeitstelle oder eine Vollzeitstelle zu suchen bzw. sich zumindest zur
Arbeitsvermittlung anzumelden. Zudem muss aufgrund der Aktenlage mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass die
Beschwerdeführerin als Gesunde ihr Arbeitspensum bei 60% belassen bzw. zumindest
aber nicht über 80% erhöht hätte.
5.3.2 Wie nachfolgende Erwägung 5.4 zum Invalideneinkommen zeigt, erübrigen sich
weitere Abklärungen zum Valideneinkommen, da selbst im Fall einer (wohl
hypothetischen) Erhöhung des Arbeitspensums auf 80% (50% plus max. 30%; vgl. act.
G 11.1) die Einkommensminderung nur rund 38% ([80% - 50%] / 80%) beträgt und
damit unter der Schwelle von 40% liegt, welche für den Anspruch auf eine Rente der
Invalidenversicherung erforderlich ist.
5.4
5.4.1 Der Einwand der Beschwerdeführerin, dass sie gesundheitsbedingt aktuell nur
die Hälfte der Arbeitsleistung (des 50%-Pensum) erbringen könne (vgl. auch Schreiben
der Arbeitgeberin vom 4. Januar 2017, act. G 11.1), ist insofern unbehelflich, als die
geltend gemachte Leistungsminderung bezogen auf den hier zu beurteilenden
Zeitpunkt (Erlasses der rentenabweisenden Verfügung am 6. Oktober 2016) bisher
keinen Einfluss auf das Erwerbseinkommen (Invalideneinkommen) hatte. Zudem
bestätigte die Arbeitgeberin noch am 26. Mai 2016 im Arbeitgeberfragebogen, dass die
Arbeitsleistung der Beschwerdeführerin dem Lohn entspreche, ohne diesbezüglich
einen Vorbehalt anzubringen (vgl. IV-act. 6-4). Aus der Aussage der Arbeitgeberin im
Schreiben vom 4. Januar 2017 (act. G 11.1): "Im Oktober wurde ersichtlich, dass A._
[...] nicht mehr in der Lage ist, die geforderte Leistung zu erbringen." ist zu schliessen,
dass die Beschwerdeführerin bis Oktober 2016 dem 50%igen Arbeitspensum
entsprechende Leistungen in etwa erbrachte und die geltend gemachte
Leistungsminderung sich folglich erst auf die Zeit nach Erlass der Verfügung vom 6.
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Oktober 2016 bezieht. Infolgedessen ist die geltend gemachte Leistungsminderung bei
der vorliegenden Rentenanspruchsprüfung unbeachtlich.
5.4.2 Im Weiteren führte die Beschwerdeführerin als Nachweis der teilweisen
Arbeitsfähigkeit den Bericht ihres Hausarztes Dr. L._ vom 25. Juni 2016 an. Dieser
attestierte einerseits ab ca. 2010 bis heute eine medizinisch begründete
Arbeitsunfähigkeit für die aktuelle Tätigkeit als Sekretärin von 50% (IV-act. 11-2) und
andererseits erachtete er die bisherige Tätigkeit aktuell nur noch in einem zeitlichen
Rahmen von 30% (zwei bis vier Stunden pro Tag) bei einer um 50% verminderten
Leistungsfähigkeit als zumutbar. Diese widersprüchliche ärztliche Einschätzung vermag
nicht zu überzeugen, zumal im Jahr 2010 (gesundheitsbedingt) das Arbeitspensum
lediglich von 60% um 10% auf 50% gesenkt wurde, was einer prozentualen Reduktion
von 17% entspricht. Aus den weiteren Arztberichten des Jahres 2010 ergeben sich
auch keine Rückschlüsse bzw. Anhaltspunkte auf eine allfällige (höhere) Minderung der
Arbeitsfähigkeit. Hätte diese wie von Dr. L._ attestiert 50% betragen, so wäre die
verminderte Arbeitsfähigkeit in den weiteren Arztberichten des Jahres 2010 sicherlich
thematisiert worden (vgl. IV-act. 11-8 bis 13). Dass im Juni 2016 die
Beschwerdeführerin pro Tag nur noch fähig gewesen sein soll, eine Leistung zu
erbringen, welche eine gesunde Person in 1,25 Stunden erbringt (30% von 8,4 Stunden
und davon wegen Leistungsminderung nur 50%), vermag gleichfalls nicht zu
überzeugen, denn die Beschwerdeführerin arbeitete gemäss dem
Arbeitgeberfragebogen vom 26. Mai 2016 4.2 Stunden pro Tag, wobei - wie bereits
zuvor erwähnt - die Leistung dem Lohn entsprochen haben soll (vgl. IV-act. 6-2 und
11-3). Die Einschätzung der RAD-Ärztin Dr. M._ vom 27. Juli 2016 (IV-act. 13), dass
die Beschwerdeführerin vier Stunden pro Tag arbeiten könne, wobei sie bei der
Bedienung der PC-Tastatur und den Fingerfertigkeiten eingeschränkt sei, ist in
Anbetracht der Aussagen der Arbeitgeberin überzeugend.
5.5
5.5.1 Es ist daher im Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit davon
auszugehen, dass bezogen auf das Teilzeitpensum und zum Zeitpunkt des Erlasses
der Verfügung vom 6. Oktober 2016 keine derart erheblichen Einschränkungen
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vorlagen, welche eine rentenanspruchsberechtigende Erwerbsminderung von
zumindest 40% zu begründen vermögen.
5.5.2 Bei dieser Ausgangslage erübrigen sich denn auch weitere medizinische
Abklärungen. Der Eventualantrag der Beschwerdeführerin, ein unabhängiges
rheumatologisches Gutachten in Auftrag zu geben, wird daher abgelehnt.
6.
6.1 Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde vom 6. Oktober 2016
bezüglich der Hauptbegehren (Invalidenrente und weitere medizinische Abklärungen)
abzuweisen.
6.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig.
6.3 Grundsätzlich hat die beschwerdeführende Person Anspruch auf Ersatz der
Parteikosten, wenn sie obsiegt. Trotz Unterliegens in der Sache kann der
Beschwerdeführerin im Rahmen von Art. 61 lit. g ATSG eine Parteientschädigung
zugesprochen werden, soweit die Beschwerdegegnerin die Kosten verursacht hat.
Dieser allgemeine Rechtsgrundsatz, wonach jene Partei für die Kosten des Verfahrens
aufzukommen hat, welche es bewirkt hat, gelangt auch bei der Verletzung des
Anspruchs auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) und der daraus abgeleiteten
Verpflichtung zur Entscheidbegründung (BGE 136 I 184 E. 2.2.1; 136 I 229 E. 5.2) zur
Anwendung. Dabei ist massgebend, dass der Partei Kosten entstehen, die ihr ohne die
Verletzung der Begründungspflicht nicht entstanden wären (BGE 133 I 234 E. 3; Urteile
des Bundesgerichts vom 4. Februar 2014, 9C_670/2013, vom 30. März 2013,
9C_68/2012, E. 3.1 und vom 9. Juli 2010, 9C_429/2010, E. 2.2). Zwar ist nicht von
vornherein auszuschliessen, dass die Beschwerdeführerin auch gegen eine genügend
begründete, anspruchsverneinende Verfügung Beschwerde geführt hätte (vgl. Urteil
9C_429/2010 vom 9. Juli 2010 E. 2.3). Anderseits steht dies nicht mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit fest, zumal eine überzeugende Begründung möglich gewesen wäre
(vgl. Erwägung 3.4.3), zudem war die Beschwerdeführerin gezwungen, Beschwerde zu
erheben, um (nachträglich) überhaupt einen - rechtsgenüglich begründeten - Entscheid
über ihr Begehren zu erlangen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 18. März 2010,
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9C_363/2009 E. 3.3). Daher ist nicht die Beschwerdeführerin, sondern die
Beschwerdegegnerin und für das vorinstanzliche Verfahren kostenpflichtig. In diesem
Punkt ist die Beschwerde begründet. Die Parteientschädigung wird vom
Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der
Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In
der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art.
22 Abs. 1 lit. b HonO (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.- bis Fr. 12'000.-. Der Bedeutung
der Streitsache und dem notwendigen Aufwand angemessen erscheint deshalb mit
Blick auf vergleichbare Fälle (vgl. etwa den Entscheid des Versicherungsgerichts des
Kantons St. Gallen vom 15. Juni 2011, IV 2009/294) eine Parteientschädigung von
pauschal Fr. 3'500.- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer). Folglich hat die
Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung von Fr. 3'500.-
zu bezahlen.
6.4 Die Gerichtskosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom
Streitwert im Rahmen von Fr. 200.- bis Fr. 1‘000.- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG).
Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.- erscheint in der vorliegend zu beurteilenden
Angelegenheit als angemessen. Wie in Erwägung 6.3 dargelegt, hat die
Beschwerdegegnerin mit ihrem Verhalten (Nichtgewährung des rechtlichen Gehörs) die
Beschwerdeführerin gezwungen, Beschwerde zu erheben, um einen rechtsgenüglich
begründeten Entscheid über ihr Begehren zu erlangen. Folglich hat
Beschwerdegegnerin trotz Obsiegen in der Hauptsache die Gerichtsgebühr von Fr.
600.- zu tragen. Der Beschwerdeführerin ist der Kostenvorschuss von Fr. 600.-
zurückzuerstatten.