Decision ID: 921b5b41-cc66-4263-bcb9-8fd4d42bcfd4
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
Die 1964 geborene
und als Lebensmittelverkäuferin ausgebildete
X._
war
von 1987 bis April 1998 bei der
Y._
beziehungsweise
deren
Rechtsnachfol
gerin
,
der
Firma Z._
,
tätig. Ab Mai 1998 bis
Ende November 2006 und vom 11. April
2007
bis 31.
August 2007
war sie
als Verkäuferin bei einem Tankstellenshop
angestellt
(
Urk. 7/3/4 f.,
Urk. 7/7 und Urk. 7/8/2)
. Am 30. Mai 2008 meldete sie sich wegen
Rückenb
eschwerden bei der
Sozialversicherungs
anstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Bezug von Leistungen der Invaliden
versicherung an (Urk. 7/3). Die IV-Stelle klärte die erwerblichen und medizini
schen Verhältnisse ab
und kündigte mit Vorbescheid vom 25. Mai 2009 an, das Leistungsbegehren abzuweisen, da der Invaliditätsgrad unter 40 % liege (Urk. 7/24). Mit Schreiben vom 30. Mai 2009 richtete sich die Versicherte mit dem Einwand an die IV-Stelle, es sei ein operativer Eingriff für den 21. Juli 2009 geplant. Eine Beurteilung der Situation sei erst nach diesem Eingriff mög
lich (Urk. 7/26).
1.2
Die IV-Stelle teilte der Versicherten am 5. Juni 2009 mit, dass das
Einwandver
fahren
sistiert werde, bis der Eingriff durchgeführt worden sei (Urk. 7/27).
Der operative Eingriff fand am 2
1.
Juli 2009 statt. Danach
klärte die IV-Stelle die medizinischen Verhältnisse erneut ab (Urk. 7/29 ff.). Mit Schreiben vom 7. April 2010 wies die IV-Stelle die Versicherte auf die Schadenminderungspflicht hin. Die Abklärungen hätten ergeben, dass die Erwerbsfähigkeit mit einer rheuma
tologischen Behandlung wesentlich verbessert werden könne. Die Versicherte werde daher zur Umsetzung dieser Massnahme aufgefordert. Während
der
Durchführung der Massnahme werde das Abklärungsverfahren sistiert und kein Entscheid bezüglich eines allfälligen IV-Rentenanspruches gefällt (Urk. 7/33).
Mit Schreiben vom 23. April 2010 teilte der behandelnde Arzt
der IV-Stelle mit, die Versicherte unterziehe sich einer
intensiven rheumatologischen Behandlung
und zwar
bereits seit einem Jahr vor der Rückenoperation und auch
nach dieser
(Urk. 7/35). Am 15. Oktober 2010 teilte die Versicherte der IV-Stelle mit, dass eine weitere Operation
am Rücken
geplant sei (Urk. 7/37).
1.3
Nach der
zweiten
Operation klärte die IV-Stelle die erwerblichen und medizini
schen Verhältnisse wiederum ab (Urk. 7/41 f.) und veranlasste eine
Haushaltab
klärung
, welche am 2. August 2011 bei der Versicherten zu Hause vorgenom
men wurde und eine Einschrän
kung von 21.5
%
im Haushalt ergab
(Urk. 7/44)
.
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Urk. 7/47
ff.
) sprach die
IV-Stelle der Versicherten mit
Verfügung vom 29.
Mai 2013 eine
abgestufte Invaliden
rente zu, d.h. eine
Viertelsrente
vom
1. Juli 2009
bis zum 31. Oktober 2009 und
jeweils eine
ganze Rente vom
1. Novemb
er 2009 bis
zum
30. Juni 2010 und vom
1. November 2010 bis
zum
31. Mai
201
1.
Im Übrigen
verneinte
sie
einen Rentenanspruch
(
Urk. 2 [=
Urk. 7/67 ff.
]
).
2.
Gegen
die Verfügung
vom 29. Mai 2013
erhob die Versicherte mit Eingabe vom 27. Juni 2013 Beschwerde beim Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich und stellte den folgenden Antrag:
Die Verfügung
der IV-Stelle Züri
ch vom 29. Mai 2013 sei zu ändern
.
E
s sei
von einem Wartezeitbeginn ab 1. Mai 1998 und einem auf der Grundlage des damals bei der
Firma Z._
bei einem vollen Pensum erzielten und an die heutigen Lohnverhältnisse angepassten hypothetischen
Validenlohnes
der Versicherten ab November 2008
auszugehen. Der Versicher
ten sei
ab diesem Zeitpunkt eine
unbe
fristet
e, eine
Viertelsrente
übersteigende,
Rente zuzusprechen und
nach Ende Mai 2011 weiterhin eine
unbefristete
Rente.
In prozessualer Hinsicht beantragte die Beschwerdeführerin für den Fall, dass von einem Wartezeitbeginn im August 2007 ausgegangen werde, die Beiladung der in diesem Zeitpunkt zuständigen Pensionskasse
des Tankstellenshops
(Urk. 1 S. 2)
.
Mit Beschwerde
antwort vom 2. September 2013 (Urk. 6) schloss die
IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde. Am 6. September 2013 wurde der Beschwerdeführerin das Doppel dieser Eingabe zugestellt (Urk. 8).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG]). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Die Wartezeit im Sinne
Art.
28
Abs.
1
lit
. b IVG gilt in jenem Zeitpunkt als eröff
net, in welchem eine deutliche Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit ein
getreten ist. Als erheblich in diesem Sinne gilt bereits eine Arbeitsunfähigkeit von 20 % (AHI 1998 S. 124 E. 3c; Urteil des Bundesgerichts I 10/05 vom 14. Juni 2005 E. 2.1.1 in
fine
mit Hinweisen). Unter relevanter Arbeitsunfähig
keit im Sinne dieser Bestimmung ist eine Einbusse an funktionellem Leistungs
vermögen im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zu verstehen. Das heisst, es muss arbeitsrechtlich in Erscheinung treten, dass die versicherte Person an Leistungsvermögen eingebüsst hat, so etwa durch einen Abfall der Leistungen mit entsprechender Feststellung oder gar Ermahnung des Arbeitsgebers oder durch gehäufte, aus dem Rahmen fallende gesundheitlich bedingte Arbeitsaus
fälle. Mit anderen Worten: Die Leistungseinbusse muss in aller Regel dem sei
nerzeitigen Arbeitgeber aufgefallen sein. Eine erst nach Jahren rückwirkend festgelegte medizinisch-theoretische Arbeitsunfähigkeit genügt nicht. Umge
kehrt ist eine in der beruflichen Tätigkeit im Vergleich zu einer gesunden Per
son tatsächlich nur reduziert erbrachte Leistung für sich allein gesehen in aller Regel ebenso wenig ausreichend für die Bejahung einer Arbeitsunfähigkeit im Sinne des Gesetzes. Vielmehr bedarf es dazu regelmässig zusätzlich einer (über
zeugenden) medizinischen Einschätzung, die
ordentlicherweise
echtzeitlicher Natur ist. Der Zeitpunkt des Eintritts der Arbeitsunfähigkeit muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein
lichkeit nachgewiesen sein. Dieser Nachweis darf nicht durch nachträgliche erwerbliche oder medizinische Annahmen und spekulative Überlegungen ersetzt
werden (Urteil des Bundesgerichts 8C_204/2012 vom 1
9.
Juli 2012 E. 3.2
m.w.H
.).
1.4
Ein wesentlicher Unterbruch der Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Artikel 28
Abs.
1
lit
. b IVG liegt gemäss Art. 29
ter
der Verordnung über die Invalidenversi
cherung (IVV) vor, wenn die versicherte Person an mindestens 30 aufeinander
folgenden Tagen voll arbeitsfähig war. Tritt nach einem wesentlichen
Unter
bruch
eine Arbeitsunfähigkeit (von wenigstens 20 %) ein, so beginnt die Warte
zeit neu zu laufen, ohne Anrechnung der bis zum Unterbruch bereits zurückge
legten Perioden von Arbeitsunfähigkei
t (Urteile des Bundesgerichts I
392/05 und I
420/05 vom 24. August 2006, E. 4.2).
1.5
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.6
Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig einzustufen ist, führt je zur Anwendung einer anderen Methode der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich,
Betätigungsver
gleich
, gemischte Methode) und ergibt sich aus der Prüfung, was die Person bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beein
trächtigung bestünde. Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbstä
tigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch, das heisst ohne
Gesundheitsscha
den
, aber bei sonst gleichen Verhältnissen, erwerbstätig wäre (
Art.
27
bis
IVV). Die gemischte Methode bezweckt damit eine möglichst wirklichkeitsgerechte Bemessung des Invaliditätsgrades (BGE 133 V 504 E. 3.3 mit Hinweisen).
Die Statusfrage beurteilt sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben. Dabei sind die kon
krete Situation und die Vorbringen der versicherten Person nach Massgabe der allgemeinen Lebenserfahrung zu würdigen. Für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Er
werbs
tätigkeit ist der im Sozial
versicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich (
BGE 137 V 334
E. 3.2,
130 V 393
E. 3.3,
125 V 146
E. 2c, je mit Hinweisen).
Bei im Haushalt tätigen Versicherten im Besonderen (vgl.
Art.
27 IVV) sind die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigun
gen und Begabungen zu berücksichtigen (Urteil des Bundesgerichts 9C_915/2012 vom 1
5.
Mai 2013 mit Hinweisen auf BGE 133 V 504 E. 3.3).
Bei der Bestimmung der im konkreten Fall anwendbaren
Invaliditätsbemessungs
methode
und damit der Beantwortung der entscheiden
den Statusfrage handelt es sich um eine hypothetische Beurteilung, die auch hypothetische
Willensentschei
dungen
der versicherten Person berücksichtigen muss. Dies gilt auch für die Frage, in welchem
Ausmass
die versicherte Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung erwerbstätig wäre. Diese inneren Tatsa
chen sind indessen einer direkten Beweisführung nicht zugänglich und müssen in aller Regel aus
äusseren
Indizien erschlossen werden. Die Beurteilung hypo
thetischer Geschehensabläufe ist eine Tatfrage, soweit sie auf Beweiswürdigung beruht, selbst wenn darin auch Schlussfolgerungen aus der allgemeinen Lebenserfahrung mitberücksichtigt werden. Rechtsfragen sind hingegen Folge
rungen, die
ausschliesslich
- losgelöst vom konkreten Sachverhalt - auf die all
gemeine Lebenserfahrung gestützt werden oder die Frage, ob aus festgestellten Indizien mit Recht auf bestimmte Rechtsfolgen geschlossen worden ist (vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_287/2013 vom 8.
November 2013 E. 3.5 und 8C_511/2013 vom 3
0.
Dezember 2013, je mit Hinweisen).
1.7
Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind, wird für diesen Teil die Invalidität nach
Art.
16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufga
benbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach
Art.
28a
Abs.
2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (
Art.
28a
Abs.
3 IVG; gemischte Methode der Invaliditätsbemessung).
Nach der Gerichts- und Verwaltungspraxis wird zunächst der Anteil der Erwerbs
tätigkeit und derjenige der Tätigkeit im Aufgabenbereich (so unter anderem im Haushalt) ermittelt; die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung erwerbstätig wäre, beurteilt sich mit Rücksicht auf die gesamten Umstände, so die persönlichen, familiären, sozi
alen und erwerblichen Verhältnisse. Im Rahmen der gemischten Methode bestimmt sich die Invalidität dadurch, dass im Erwerbsbereich ein Einkommens- und im Aufgabenbereich ein Betätigungsvergleich vorgenommen wird, wobei sich die Gesamtinvalidität aus der Addierung der in beiden Bereichen ermittel
ten und gewichteten
Teilinvaliditäten
ergibt (BGE 130 V 393 E. 3.3 mit Hin
weisen; vgl. BGE 134 V 9).
1.
8
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durchschnitts
werten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kürzen. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass versicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwer
arbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten
nurmehr
beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ursprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Recht
sprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszuge
hörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhalts
punkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen ver
werten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25
%
des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75). Dabei ist zu beachten, dass allfällige bereits bei der Parallelisierung der
Vergleichsein
kommen
mitverantwortliche invaliditätsfremde Faktoren im Rahmen des soge
nannten Leidensabzuges nicht nochmals berücksichtigt werden dürfen (BGE 134 V 322 E. 5.2).
1.
9
Gemäss
Art.
88a
Abs.
1 IVV ist bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen
,
die
anspruchsbeein
flussende
Änderung für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berück
sichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedau
ert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird. Die hierzu notwendige Prognose unterliegt dabei dem im Sozialversicherungsrecht üblichen
Beweis
grad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 119 V 7 E. 3c/
aa
mit Hin
weisen).
Nach der bundesgerichtlichen Praxis zu
Art.
88a
Abs.
1 IVV ist eine Rente bei Wegfall der Invalidität im Normalfall erst nach Ablauf von drei Monaten seit dem Eintritt der anspruchserheblichen Veränderung aufzuheben (BGE 119 V 98 E. 4a, Urteil des Bundesgerichts I 569/06 vom 20. November 2006 E. 3.3).
1.
10
Wurde die Rente nach Verminderung des Invaliditätsgrades aufgehoben, erreicht dieser jedoch in den folgenden drei Jahren wegen einer auf dasselbe Leiden zurückzuführenden Arbeitsunfähigkeit erneut ein rentenbegründendes Ausmass, so werden gemäss
Art.
29
bis
IVV bei der Berechnung der Wartezeit nach
Art.
28
Abs.
1
lit
. b IVG früher zurückgelegte Zeiten angerechnet.
2.
2.1
Die IV-Stelle hielt im
angefochtenen Entscheid
(Urk. 2/
1-
3
, insbesondere Urk. 2/3
) fest
,
die Beschwerdeführerin sei seit dem 1. August 2007 in ihrer Arbeitsfähigkeit erheblich eingeschränkt. Zu diesem Zeitpunkt beginne auch die einjährige Wartezeit. Die Abklärungen hätten ergeben, dass die Beschwerde
führerin ohne Gesundheitsschaden weiterhin
der Tätigkeit als Verkäuferin in einem Tankstellenshop
zu
einem Pensum von 73
% nachgehen würde
. Als Basis würden die im Jahr 2004 tatsächlich geleisteten durchschnittlichen
Wochenar
beitsstunden
von 30.9 Arbeitsstunden (im Vergleich zu einem Vollpensum von 42.5 Wochenarbeitsstunden) dienen. Es werde angenommen, dass die
daraufhin
erfolgte
Reduktion des Arbeitspensums
aus gesundheitl
ichen Gründen vorge
nommen worden
sei. Die restlichen 27 % entfielen in den Aufgabenbereich, in welchem die Beschwerdeführerin gemäss Haushaltabklärung zu 22 % einge
schränkt sei.
Auszugehen sei von einem
Valideneinkommen
von
Fr. 39‘054.-- im Jahr 2008,
Fr. 39‘874.-- im Jahr 2009, Fr. 40‘312.-- im Jahr 2010 und Fr. 40‘756.-- im Jahr 201
1.
Aus ärztlicher Sicht sei der Beschwerdeführerin nach Ablauf der einjährigen Wartezeit per 1. August 2008 und auch weiterhin eine ihrer Behinderung ange
passte Tätigkeit zu 75 % zumutbar
gewesen
. Bei Verwertung dieser 75%igen Restarbeitsfähigkeit beziehungsweise bei der Ausübung einer
behinderungsan
gepassten
Tätigkeit wie beispielsweise Call-Center Mitarbeiterin,
Datatypistin
oder Sachbearbeiterin
hätte
die Beschwerdeführerin ein Jahreseinkommen von Fr. 38‘526.-- (Zentralwert für das Jahr 2008, Anforderungsprofil 4) erzielen
können
.
Entsprechend dem
Anteil
an
der Erwerbstätigkeit
von
lediglich 73 %
habe das
Invalideneinkommen
damit
Fr. 37‘498.--
betragen, was
eine
r
Ein
schränkung von 4 % im Erwerbsbereich
entspreche
. Unter Berücksichtigung der
22%igen Einschränkung im Haushal
tbereich
ergebe sich
ein
Gesamti
nvaliditäts
grad
von 9 %. Damit sei nach Ablauf des Wartejahres kein
Rentenanspruch begründet
.
Am 21. Juli 2009 sei die Beschwerdeführerin operiert worden. Danach sei
ihr
keinerlei Erwerbstätigkeit mehr zumutbar gewesen, was zu einer Einschränkung im Erwerbsbereich von 100 % geführt habe. Unter Berücksichtigung der 22%igen Einschränkung im Haushaltbereich
ergebe
sich ein ge
samter
Invalidi
tätsgrad
von 79
%.
Ab Juli 2009 bestehe
ein Anspruch auf eine
Viertelsrente
und ab dem 1. November 2009
(frühestens drei Monate nach der Verschlechte
rung)
auf eine ganze Rente.
Ab dem 1. April 2010 sei der Beschwerdeführerin wieder eine ihrer Behinderung angepasste Tätigkeit zu 60 % zumutbar gewesen. Bei Verwertung dieser 60%igen Restarbeitsfähigkeit beziehungsweise bei der Ausübung einer
behin
derungsangepassten
Tätigkeit wie beispielsweise Call-Center Mitarbeiterin,
Datatypistin
oder Sachbearbeiterin hätte die Beschwerdeführerin ein
Invaliden
einkommen
von Fr. 31‘814.-- (Zentralwert für das Jahr 2010,
Anforderungspro
fil
4) erzielen können, was einer Einschränkung von 21 % im Erwerbsbereich entspreche. Unter Berücksichtigung der 22%igen Einschränkung im
Haushalt
bereich
ergebe
sich ein ge
samter Invaliditätsgrad von 21
%.
Per 1. Juli 2010 (dreimonatige Frist) sei die Rente deshalb wieder aufzuheben.
Am 15. November 2010 sei die Beschwerdeführerin nochmals operiert worden. Danach sei ihr wiederum keine Erwerbstätigkeit zumutbar gewesen. Bei einem Invaliditätsgrad von 79 % lebe die ehemalige ganze Invalidenrente mit Wirkung ab dem 1. November 2010 wieder auf.
Seit dem 1. März 2011 sei der Beschwerdeführerin wieder eine
behinderungsan
gepasste
Tätigkeit zu 50 % zumutbar. Bei Verwertung dieser 50%igen
Restar
beitsfähigkeit
beziehungsweise bei der Ausübung einer
behinderungsangepass
ten
Tätigkeit wie beispielsweise Call-Center Mitarbeiterin,
Datatypistin
oder Sachbearbeiterin könnte die Beschwerdeführerin ein Invalideneinkommen von Fr. 26‘803.-- (Zentralwert für das Jahr 2010, Anforderungsprofil 4) erzielen, was einer Einschränkung von 34 % im Erwerbsbereich entspreche. Es resultiere ein gesamter Invaliditä
tsgrad von 31 %, weshalb
die bisherige Rente aufzuheben sei. Per
1. Juni 2011 (dreimonatige Frist)
bestehe
kein Anspruch
mehr
auf
eine Invalidenrente
.
Der Einwand, es sei von einem früheren Wartezeitbeginn und einem früheren Rentenbeginn sowie einem fortdauernden Rentenanspruch auszugehen
,
unter der Annahme einer Vollzeiterwerbstätigkeit der Beschwerdeführerin, sei geprüft worden. Es sei jedoch nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ausgewiesen,
dass die Beschwerdeführerin
ihr Arbeitspensum beim Stellenwechsel im Jahr 1998 aus gesundheitlich
en Gründen reduziert habe
.
Es könne auch angenom
men werden, dass die Beschwerdeführerin das 100%ige Arbeitspensum bei der
Y._
mindestens teilweise aus privaten Gründen herabgesetzt habe, weil sie im Jahr 1999 geheiratet habe und so ab diesem Zeitpunkt „offiziell“ eine
Doppel
verdienerin
geworden sei.
Überdies
sei
nicht davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin
gegenwärtig
bei voller Gesundheit vollzeitlich
erwerbs
tätig
wäre.
2.2
Demgegenüber
brachte
die Beschwerdeführerin
im Wesentlichen
vor
,
sie
sei während ihrer Tätigkeit bei der
Firma Z._
als Sortiererin
mehrfach monatelang wegen Operationen und
Rekonvaleszenzen
arbeitsunfähig
gewesen. Sie habe sich daher im Jahr 1998 aus gesundheitlichen Gründen gezwungen gesehen, diese Stelle zu
kündigen. Sie habe danach eine
Stelle bei einem Tankstellenshop
mit
Wechsel
belastung
angenommen (Urk. 1 S. 3). Die aus gesundheitlichen Gründen vorge
nommene
Pensumsreduktion
im Jahr 1998 sei sowohl für den Beginn der War
tezeit von Bedeutun
g als auch für die Statusfrage
(Urk. 1 S. 5). Die Wartezeit beginne am 1. Mai 1998, da
bereits
ab diesem Zeitpunkt von einer mindestens 20%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen sei.
Ausgehend vom Ablauf der Warte
zeit noch in den 90er Jahren und von einer verspäteten Anmeldung
sei
von einem Rentenbeginn ab November 2008 auszugehen
(Urk. 1 S. 6
f.
)
.
Die Tätig
keit bei der
Z._
sei sehr anstrengend gewesen mit sich häufig wiederholenden Bewegungen. Aufgrund neuer Maschinen seien die Anforderungen an die
Fein
motorik
zusätzlich gestiegen.
Sie
habe sich den Anforderungen aus gesundheit
lichen Gründen nicht mehr gewachsen gefühlt, was sie anlässlich der
Haus
haltabklärung
auch zum Ausdruck gebracht habe. Gemäss Aussagen der ersten Stunde
habe sie
vor der Kündigung bei der
Firma Z._
die finanzielle Situation mit ihrem Ehemann besprochen und sich entschieden, liebe
r
mit weniger Geld aus
zukommen
,
als noch kränker zu werden. Dies zeige, dass
sie
zu 100 % weiterge
arbeitet hätte, wenn die gesundheitlichen Probleme nicht über die Jahre immer mehr zugenommen hätten.
Die IV-Stelle treffe diskriminierende Annahmen zur Berufstätigkeit von Frauen nach der Heirat und verletze damit Art. 8 BV und Ar
t. 14 EMRK (Urk. 1 S. 7 f.). Ihre
langjährige Krankheitsgeschichte habe zu wenig Beachtung gefunden. Als Gesunde hätte sie die langjährig ausgeübte und gut bezahlte Stelle bei der
Firma Z._
nicht aufgegeben, um eine schlechter bezahlte Stelle an einer Tankstelle anzunehmen. Nur die Hoffnung, eine leichtere,
wech
selbelastende
Stelle würde sie gesundheitlich entlasten, habe
sie
zu diesem Schritt bewogen (Urk. 1 S. 9). Die nach dem Ausscheiden aus de
r
Firma Z._
ausgeübten
Pensen
hätten keine Relevanz, da diese
Berufstätigkeiten bereits mit krankheitsbedingten Einschränkungen hätten ausgeübt werden müssen (Urk. 1 S. 10). Es sei bei der Bemessung des
Valideneinkommens
auf den besseren und bei einem vollen Pensum bei der
Firma Z._
erzielten Lohn abzustellen, welcher der Nominallohnentwicklung anzupassen sei. Beim Invalideneinkommen sei zudem ein Leidensabzug angezeigt. Im ersten Vorbescheid habe die IV-Stelle noch einen solchen von 10 % vorgenommen. Es seien nicht nur die
Rückenbeschwer
den
, sondern auch die Einschränkungen
in den Extremitäten zu berücksichti
gen. Die Fei
nmotorik sei auch in angepasst
en leichteren Tätigkeiten erheblich eingeschränkt. Die in den Verfügungen der IV-Stelle als angepasst bezeichneten Tätigkeiten seien der Beschwerdeführerin auch nach der Handoperation im Jahr 2011 nicht ohne zusätzliche Einschränkungen zumutbar. Dr.
A._
halte die Arbeit als
Callcentermitarbeiterin
,
Datatypistin
und Sachbearbeiterin zwar als angepasst; eine Leistungsfähigkeit für diese Tätigkeiten bestehe aber nur dann zu 50 %, wenn sie über den ganzen Tag verteilt mit Pausen ausgeübt werden könnten. Dieser Umstand führe zu einem erheblichen Lohnabzug. Es sei ein maximaler leidensbedingter Abzug von 25 % gerechtfertigt
(Urk. 1 S. 11
f
f.).
3.
3.1
Der behandelnde Arzt der Beschwerdeführerin, Dr. med. J.
A._
, Facharzt FMH
für
Rheumatologie, erstattete seinen
ersten
Bericht am 23. Juni 200
8.
Darin führte er die folgenden Diagnosen mit
Auswirkung
auf die Arbeitsfähigkeit auf (Urk. 7/9/7):
Intermittierendes, belastungsinduziertes
lumbospondylogenes
Syndrom links, bestehend seit 1990
Degenerativ bedingte Spinalstenose L4/5,
Osteochondrosen
L1-L4 mit kleiner rechtsmedianer Diskushernie L1/L2 sowie
breitbasige
, dorsale
Diskusprotrusion
im Segment L3/L
4.
Ausgeprägte
Spondylarthrosen
mit Maximum L4/L5
Retrospondylolisthesis
L2 auf L3 um 7 mm, L3 auf L4 um 7 mm
Als Diagnose ohne
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
nannte Dr.
A._
eine arterielle Hypertonie sowie Adipositas.
Dr.
A._
führte in seinem Bericht aus,
für die bisherige Tätigkeit in stehender Position als Verkäuferin in der Brotabteilung einer Tankstelle (60-70%) bestehe eine 75%ige Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin seit dem 1. August 200
7.
Ihr sei aus rheumatologischer Sicht eine wechselbelastende, vorwiegend leichte Tätigkeit, mit Vermeidung von Arbeiten über Kopfhöhe und in der
Vornüberneigung
, zu mehr als 75 %
zumutbar (Urk. 7/9
/7 f.
).
In seinem Bericht vom 27. August 2008 präzisierte
Dr.
A._
,
dass
nicht abschliessend beurteilt werden könne, ob eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer adapti
er
t
en Tätigkeit bestehe. Es sei
aber aufgrund der
Notwendigkeit von
Pau
sen
im Arbeitsablauf
an
zunehmen
, dass eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit bis zu 100 % nicht realisierbar werde (Urk. 7/11/3).
3.
2
Im Bericht des
Spitals E._
vom 9. Dezember 2008
wurde die fol
gende Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit aufgeführt (Urk. 7/15/11):
Chronisches
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom rechts mit/bei
s
ensorischem Ausfallsyndrom L5 rechts
Verdacht auf
lumboradikuläres
Reizsyndrom L3 rechts
degenerativ bedingter Spinalstenose L4/5,
Osteochondrose
L1 bis L4 mit rechtsmedialer Diskushernie L1/2, sowie mit einer
breitbasigen
, dorsalen
Diskusprotrusion
im Segment L3/4 mit
rezessalen
Einengun
gen und Kompression der Nervenwurzel L3, ausgeprägte
Spondylar
throsen
mit Maximum L4/5 beidseits,
Retrospondylolisthesis
L2 auf L3 um 7 mm, L3 auf L4 um 7 mm (MRI vom 11.04.08)
Grössenprogredienz des
grossen
nach intraspinal reichenden
Spondylo
phyt
en
ausgehen
d vom
Prozessus
articularis
inferior von LWK
5 rechts mit Einengung des Spinalkanal
s und Verlagerung des Duralsack
s und der S1-Wurzel nach ventral (MRI vom 31. Oktober 2008)
Status nach Sakralblock 04/08, CT-EDA L4/5 05/08 und 06/08
Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
wurde
nebst der arte
riellen Hypertonie (ED 2002) und der Adipositas auch eine
Refluxkrankheit
bei bekannter
Hiatushernie
und
PPi
-Dauer
therapie genannt.
Der Beschwerdeführerin
wurde ab dem 18. September 2008 eine 100%ige Arbeitsunfäh
igkeit
in der bisherigen Tätigkeit
attestiert
. Zur Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit enthält der Bericht keine Angaben
(Urk. 7/15/13
f.).
3.
3
Nach einer
am
2
1. Juli 2009 durchgeführten
mikrochirurgischen Dekompression L3/L4 und L4/L5
von
rechts
bei Spinalkanalstenosen in dieser Höhe
attestierte Dr. med.
C._
, Facharzt FMH für Neurochirurgie, der Beschwerdeführerin
in seinen Berichten vom 28. Juli 2009 und vom 20. Dezember 2009
eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %
vom 20. Juli
2009
bis zum 23. August 2009
(Urk. 7/29
/1 ff. und Urk. 7/29/6).
3.
4
Dr.
A._
erstattete am 27. Februar 2010 einen weiteren Bericht und führte darin die folgenden Diagnosen mit
Auswirkung
auf die Arbeitsfähigkeit auf
(Urk. 7/32/6
):
Rezidivierendes
Lumbovertebralsyndrom
Status nach mikrochirurgischer Dekompression L3/L4 und L4/L5 von rechts am 21. Juli 2009 wegen einem intermittierenden,
belastungsin
duzierten
lumbospondylogenen
Syndrom beidseits (bestehend seit 1990)
Degenerativ bedingte Spinalstenose L4/5,
Osteochondrosen
L1-L4 mit kleiner rechtsmedianer DH L1/L2 sowie
breitbasige
, dorsale
Diskusprotrusion
im Segment L3/L4, ausgeprägte
Spondylarth
rosen
mit Maximum L4/L5
Retrospondyloli
s
thesis
L2 auf L3 um 7 mm, L3 auf L4 um 7 mm
Als Diagnose
ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte Dr.
A._
zusätzlich zu den bisher bekannten Diagnosen (vgl. E. 3.2) eine
Ringbandspal
tung
des Flexor
pollicis
longus
beidseits, rechts am 13.08.09, links am 01.10.09
.
Dr.
A._
attestierte der Beschwerdeführerin ab dem 1. April 2010 eine Arbeits
un
fähigkeit
in der bisherigen Tätigkeit von 75 % und eine Arbeitsfähigkeit
von etwa 50-60
%
in einer adaptierten Tätigkeit
, wobei die Möglichkeit bestehen sollte, Pausen einzulegen
(Urk. 7/32/6 f.).
In seinem Bericht vom 23. April 2010 hielt
Dr.
A._
präzisierend fest, es sei von einem stationären Verlauf auszugehen. Es sei der Beschwerdeführerin eine der Behinderung angepasste Tätigkeit von etwa 50 % zuzumuten (Urk. 7/35/1).
3.
5
Vom 1
4.
bis zum 20. November 2010 war die Beschwerdeführerin im
Spital E._
hospitalisiert für eine zweite Rückenoperation (Dekompression des Segmentes L3/L4
von rechts und
instrumentierte,
interkor
porelle
Fusion mit PEEK-Cages und Fixateur intern
e
), welche
am 1
5. November 2010 von
Dr.
C._
durchgeführt wurde (
Urk. 7/41/7 ff.).
Im Austrittsbericht vom 23. November 2010 wurden die folgenden Diagnosen gestellt (Urk. 7/41/9):
Progrediente Segmentdegeneration L3/L4 mit
Retrolisthesis
und
Foramens
tenosen
L3 beidseits rechts betont mit
:
Status nach Dekompression L3/L4 und L4/L5 von rechts am 21.07.2009
Ausgeprägte Degeneration der gesamten LWS mit zunehmender
Hypo
mobilität
der Segmente L1/L2 und L2/L3
Als Nebendiagnosen wurden die folgenden aufgeführt:
Arterielle
Hypertonie
Herzrhythmusstörungen, behandelt mit
Atenolol
Refluxösophagitis
Status nach
Sakraldermoidsyndrom
fünf operative Eingriffe
Status nach Karpaltunnel-
Syndrom Operation beidseits
Fibromyalgie
3.6
Dr.
A._
erstattete am
12. März 2011
einen neuen Bericht und führte als zusätzli
che Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (E. 3.2 und 3.4) eine
m
ikrozytäre
hyperchrome
Anämie auf. Ausserdem
attestierte
er
der
Beschwerdeführerin
ab dem 1. März 2011 in der bisherigen Tätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit von 75 % und in einer adaptierten Tätigkeit eine Arbeitsfä
higkeit von 50 %
. Der Beschwerdeführerin sei eine vorwiegend leichte Tätigkeit mit Wechselbelastung unter Vermeidung von Arbeiten über dem Kopf und in der
Vornüberneigung
sowie Gehen in die Hocke zumutbar
(Urk. 7/41/5 f.)
.
4.
4.1
Die vorstehend genannten Diagnosen blieben unbestritten und sind aufgrund der ärztlichen Berichte ausgewiesen.
Unbestritten blieben auch die attestierten Arbeitsfähigkeiten.
Entsprechend
den
Berichte
n
ist von
den
folgenden
Arbeits
fähigkeiten beziehungsweise
Einschränkung
en
der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin auszugehen:
1.
August 2007 bis
1
9.
Juli 2009
: 75
%
-100%
ige Arbeitsunfähigkeit in bisheri
ger Tätigkeit und
75%
ige Arbeitsfähigkeit
in adaptierter Tätigkeit
2
0.
Juli 2009
bis Ende
März 2010: 1
00
%ige Arbeitsunfähigkeit
für sämtliche Tätigkeiten
1.
April
2010 bis 13. November 2010: 75
%
ige Arbeitsunfähigkeit
in bis
heri
ger Tätigkeit, 50
%
ige Arbeitsfähigkeit
in adaptierter Tätigkeit
1
4.
November
2010 bis Ende
Februar 2011: 100
%ige Arbeitsunfähigkeit
für sämtliche Tätigkeiten
ab
1.
März 2011: 75
%
ige Arbeitsunfähigkeit
in bisheriger Tätigkeit, 50
%
ige
Arbeitsfähigkeit
in adaptierter Tätigkeit
4.2
Die
Beschwerdeführerin
war
bei der
Firma Z._
bis Ende April 1998
vollzeitlich tätig
und arbeitete
danach
in einem
Tankstellenshop,
zuletzt während 5 Stunden pro Tag
und an 5 Arbeitstagen pro Woche
(Urk. 7/8/3).
Es blieb strittig
,
ob der Stel
lenwechsel von der
Firma Z._
zum Tankstellenshop aus gesundheitlichen Gründen
erfolgte
und
ob dieser
Stellenwechsel mit einer
Pensumsreduktion
einherging
.
D
ie Beantwortung dieser Fragen
ist
sowohl für den Beginn der Wartezeit als auch für die Statusfrage von Bedeutung.
4.2.1
Die
Beschwerdeführerin
verw
ies
in ihrer Beschwerde an das
Sozialversicherungs
gericht
unter anderem
auf ihre
„Aussage
n
der ersten Stunde
“ (vgl. auch E. 2.2)
.
Im Bereich des Sozialversicherungsrechts stellen die Gerichte in der Regel praxisgemäss auf diese Aussagen
ab. Ihnen kommt
in beweismässiger Hinsicht grösseres Gewicht zu als späteren Darstellungen, die bewusst oder unbewusst von nachträglichen Überlegungen
versicherungsrecht
licher
oder anderer Art beeinflusst sein können (BGE 121 V 47
Erw
. 1a, 115
V
143
Erw
. 8c mit Hinweis).
Die Aussagen der ersten Stunde sind
hier
deshalb, soweit relevant, wiederzugeben:
Die Beschwerdeführerin gab anlässlich der Haushaltabklärung an,
sie
leide seit 2004 an zunehmenden Rückenschmerzen.
Deswegen
könne sie seit 2004/2005 keine lange dauernden (verharrenden) Arbeiten
mehr
ausführen (Urk. 7/44/2). Sie
habe seit dem Lehrabschluss
stets
vollzeitlich gearbeitet
, bis sie das Pensum aufgrund der Rückenproblemati
k habe herabsetzen müssen. Bei der Firma
B._
und
bei der
Y._
habe sie stets eine 100%ige Arbeitstätigkeit ausgeübt
. Die
Y._
habe eine Neustrukturierung vorgenommen und die Briefsortierung von Handarbeit auf Maschinenarbeit umgestellt. Sie habe gemäss eigener Meinung die Voraus
setzu
ngen nicht mehr erfüllt
, sich nicht einmal „testen“ lassen
und
die Stelle gekündigt
. Ihr sei auch klar gewesen, dass sie wieder eine Stelle mit einem 100%igen Pensum suchen müsse
(Urk. 7/44/3).
Die Beschwerdeführerin gab
weiter
an,
daraufhin
eine
Tätigkeit
in einem
Tank
stellenshop
aufgenommen
zu haben
,
und betonte
gegenüber der
Abklärungs
person
, dort
bis 2004 stets vollzeitlich gearbeitet
zu haben
und zwar in zwei Schichten (05.30-14.00 Uhr und 14.00-22.00 Uhr, also insgesamt 8 Stunden).
Das Pensum
ihrer
Tätigkeit im
Tankstellenshop
habe sie
im
Jahr 2005
wegen den Rückenschmerzen reduziert.
Sie habe sich mit dem Vorgesetzten a
uf eine Arbeitszeit von 6
Stunden geeinigt. Einige Monate später habe ihr Vorgesetzter
die Arbeitszeit auf 5
Stunden reduziert mit der Begründung, sie könne die Arbeit auch in dieser Zeit erledigen. Ihrer Meinung nach habe es sich jedoch um eine Sparmassnahme gehandelt
.
Die Beschwerdeführerin gab an, sie
habe die finanzielle Situation mi
t ihrem Ehemann besprochen und
entschieden, dass sie lieber mit weniger Geld lebe als „wirklich“ krank zu werden. Auf jeden Fall hätte sie ganz sicher mit einem 100%igen Pensum weitergearbeitet, hätte sie keine Probleme bekommen
(Urk. 7/44/
3 f.
).
4.2.2
Eine Gegenüberstellung der
„
Aussagen
der ersten Stunde“
auf der einen Seite
und
der
Vorbringen
in der Beschwerde
auf der anderen Seite offenbart
gewisse
Widersprüche: Während die Beschwerdeführerin
anlässlich der
Haushaltabklä
rung
behauptet
e
, beim
Tankstellenshop
im Jahr 1998 eine Vollzeittätigkeit auf
genommen zu haben und das Pensum erst im Jahr 2005 reduziert zu haben, bringt
sie in ihrer Beschwerde an das Sozialversicherungsgericht vor,
1998 beim Stellenwechsel
von
der
Firma Z._
zum
Tankstellenshop
das
Pensum aus gesundheitli
chen Gründen
um mindestens 20 % reduziert
zu haben
(Urk. 1 S. 6)
.
Aus den Akten lässt sich
eine
im Jahr 2005
beziehungsweise im Jahr 2006
vorge
nommene Reduktion des Arbeitspensums
auf
etwa 5
Arbeitsstunden pro Tag
nachvollziehen, allerdings nicht ausgehend von einem Vollzeitpensum.
Gemäss
dem vom Inhaber des Tankstellenshops ausgefüllten
Fragebogen beträgt die allgemeine Arbeitszeit 42,5 Stunden pro Woche (Urk. 7/8/3).
Gemäss den
„
Salärblättern
“
arbeitete die Beschwerdeführerin im Jahr 2004 durchschnittlich rund 121 Stunden pro Monat
(Urk. 7/8/11)
, was
etwa
30.25
Stunden pro Woche
oder
etwa
6 Stunden pro Tag
entsprach
.
Die Beschwerdeführerin arbeitete im Jahr 2004 also
-
entgegen ihrer eigenen Aussage
-
bereits
in einem r
eduzierten Pensum von etwa 71 %.
Im Jahr 2005 war die Beschwerdeführerin im Oktober zu 100 % krankgeschrieben
(Urk. 7/8/4)
. In den übrigen Monaten
des Jahres 2005
arbeitete sie durchschnittlich
etwa
108 Stunden pro Monat
(Urk. 7/8/12), was etwa 27 Stunden pro Woche
oder 5 1⁄2 Stunden pro Tag
und einem
Arbeits
pensum
von 63 %
entsprach
.
Im Jahr 2006 (vom
Januar bis zur Kündigung per Ende November) arbeitete die Beschwerdeführerin durchschnittlich rund 100 Stunden pro Monat, was etwa 25 Stunden pro Woche
oder 5 Stunden pro Tag und einem Arbeitspensum von etwa 59 %
entsprach.
4.2.3
Gemäss dem IK-Auszug vom 3. Mai 2011 (Urk. 8/42/1 f.) erzielte die Beschwerde
führerin während ihrer Tätigkeit bei
m
Tankstellenshop
in
den Jah
ren 1999 bis 2004
die folgenden Einkommen: Fr. 33‘538.-- (1999), Fr. 27‘689.-- (2000), Fr. 30‘058.-- (
2001), Fr. 32‘395.-- (2002),
Fr. 34‘565.--
(2003)
und 36‘822.-- (2004)
. Die
Einkommen
in den Jahren 1999 bis 2003
können ange
sichts der Höhe des
Lohnes im Jahr 2004
für ein 71
%-Pensum
(inkl. Gratifika
tion von Fr. 2‘000.--)
kaum für ein
Pensum von mehr als 71
% und
höchst unwahrscheinlich
für ein
100 %-Pensum ausgerichtet worden sein. Es ergibt sich zudem aus den Akten, dass die Beschwerdeführerin gegenüber
Dr. med.
D._
bereits
im Jahr 2003
angegeben hatte
, als Verkäuferin in einem 70 %-Pensum zu arbeiten, wobei keine Arbeitsunfähigkeit
bestehe
.
Dies ist
sei
nem Bericht
vom 17. Juni 2003 zu entnehmen
(
Urk. 7/10/10
[
Sozialanamnese
]).
Es ist
daher
von einem Arbeitspensum
der Beschwerdeführerin beim
Tankstel
lenshop
von
etwa
70 %
bis
Ende
2004 auszugehen.
Der Stell
enwechsel im Jahr 1998 ging demzufolge
mit einer
Pensumsreduktion
einher.
4.2.4
Ob der
Stellenwechsel und die
Pensumsreduktion
im Jahr 1998
aus gesundheitli
chen Gründen erfolgten, kann nur aus
äusseren
Indizien erschlossen werden.
Es liegen
keine ärztlichen Atteste über eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
der Beschwerdeführerin
aus dieser Zeit
vor
.
Mangels medizini
scher Einschätzung echtzeitlicher Natur
ist
auf die Angaben der Beschwerde
führerin
und die aus späteren Jahren stammenden ärztlichen Berichte
abzustel
len.
Die Beschwerdeführerin meldete sich im Jahr 2008 unter Hinweis auf
Rücken
beschwerden
(
Scoliose
, Scheuermann, Bandscheibenvorfall und Wirbelgleiten) zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an (Urk. 7/3/6). Auch wenn
bereits
im Jahr
1990 Rückenprobleme
auftraten
(Urk. 7/10/9), ist nicht
davon auszugehen, dass diese
bereits
vor dem Jahr 200
4
zu einer
relevanten
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit führten
.
Die Beschwerdeführerin gab
anlässlich der Haushaltabklärung an, seit 2004 an den „zunehmenden Rücken
schmerzen“ zu leiden (Urk. 7/44/2).
Gemäss Anmeldung
befand
sie sich
ausser
dem
seit 2003 w
egen den Rückenschmerzen bei ihrer Hausärztin
in Behandlung
(Urk. 7/3/6)
.
Ebenso wie die Rückenprobleme
lassen auch die übrigen gesundheitlichen Beschwerden, welche
gemäss Akten
vor dem Jahr 1998 auftraten,
nicht auf eine (dauerhafte) Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit
schliessen.
I
m Jahr 1986 unterzog sich
die Beschwerdeführerin einer
Karpaltunneloperation
an beiden Händen
(
Urk.
7/10/13
).
Gemäss eigenen Angaben konnte
sie
die Tätigkeit bei der
Firma Z._
dank den
Karpaltunneloperationen
aufnehmen (Urk. 1 S. 2 f.). Spätere Beschwerden im Zusammenhang mit einem Karpaltunnelsyndrom
wurden weder vorgebracht, noch
sind
solche
belegt.
Im
Jahr 1990 kam es zur Bestrah
lung des linken Ellbogens
wegen einer
Epicondylitis
humeri
(Urk. 7/10/12)
, im Jahr
1996 zur Operation (Urk. 7/10/10).
Danach
hatte die Beschwerdeführerin gemäss Arztbericht des
Spitals E._
vom 2. Juni 2003 keine Schmerzen mehr im linken Ellbogen
(Urk. 7/10/12). Erst im Jahr 2005 trat erneut eine
Epicondylitis
links auf (Urk. 7/10/8).
Weitere gesundheitliche Beschwerden können entweder zeitlich nicht
genau
eingeordnet werden
oder
sind erst
nach 1998
dokumentiert
:
Aus den ärztlichen Berichten ergibt sich
beispielsweise
nicht, wann „mehrere kleine Operationen infolge der Polyarthritis“ (Urk. 7/10/12)
, fünf
Sakralder
moidoperationen
und eine
Hamörrhoidaloperation
(Urk. 7/15/7, Urk. 7/15/12, Urk. 7/29/6
, Urk. 7/32/13 f.
, Urk. 7/41/9
)
durchgeführt wurden – wobei zu bemerken ist, dass sich die Beschwerden, welche
Anlass
zu den Operationen
gaben
, höchst unwahrscheinlich invalidisierend
auswirkten
. S
chmerzen im rechten Ellbogen aufgrund einer
Epicondylitis
humeri
traten
im Jahr 2002
auf (Urk. 7/10/10,
Urk.
7/10/12
).
Wegen einer Schultergelenkentzündung (
Peri
arthropathia
humeroscapularis
tendopathica
) rechts wurde die Beschwerdefüh
rerin
i
m Jahr 2003
behandelt (Urk. 7/10/10). Schmerzen im linken Knie traten im Jahr 2009 auf (Urk. 7/32/9).
Probleme mit den Sehnenscheiden traten wie
derholt oder mehrmals auf. Wann die Operation der Tendovaginitis de
Quervain
beidseitig (Urk. 7/10/10) erfolgte, ergibt sich nicht aus den Akten. Belegt ist eine Ringbandspaltung des Flexor
pollicis
longus
(des langen Daumenbeugers) beidseits im Jahr 2009 (Urk. 7/32/6 und Urk. 7/32/8).
Im Jahr 2010 wurde eine
Ar
h
rythmie
des Herzens festgestellt (Urk. 7/34/5).
Im Sinne der vorstehenden Erwägungen
lässt sich aus den
vorhandenen ärztli
chen Berichte
n
nicht
auf eine
relevante
Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit der
Beschwerdeführerin beim
Stellenwechsel
im Jahr 1998
schliessen
.
D
ies erklärt auch, weshalb
die Beschwerdeführerin
anlässlich der Haushaltabklärung
d
en Stellenwechsel
(noch)
nicht mit gesundheitlichen Einschränkungen
begrün
dete
. Sie gab
stattdessen
an,
nach der Umstellung der manuellen auf die maschinelle Briefsortierung
die Voraussetzungen für die Stelle nicht mehr erfüllt zu haben
(Urk. 7/44/3)
. Diese Aussage
ist wohl eher
dahingehend
zu interpretieren,
dass
sie
sich
mit der Umstellung aus arbeitstechnischer Sicht überfordert
fühlte
.
Die Beschwerdeführerin sagte anlässlich der Haushaltabklärung weiter aus, ihr sei nach der Kündigung bei der
Firma Z._
klar gewesen, dass sie wieder eine Stelle mit einem 100%igen Pensum suchen müsse (Urk. 7/44/3).
E
ntsprechende
Such
bemühungen
hat
sie indes keine
nach
gewiesen
.
Schliesslich
ist darauf hinzuweisen, dass d
ie Gründe für eine
Teilzeiterwerbstä
tigkeit
mannigfach sein
können
.
So ist denkbar, dass die Beschwerdeführerin mehr Zeit für den Schrebergarten
, welchen sie im Dezember 2007 aus gesund
heitlichen Gründen aufgeben musste
(vgl. Urk. 7/44/2), aufwenden wollte.
Dass die Beschwerdeführerin ihr Arbeitspensum
im Mai 1998 (vgl. IK-Auszug, Urk. 7/7/2)
im Hinblick auf die Eheschliessung
am 11. November
1999 redu
zierte, kann
ferner
auch
nicht
gänzlich
a
usgeschlossen werden
.
Entgegen dem Vorbringen der Beschwerdeführerin
handelt es sich dabei um keine diskrimi
nierende Annahme zur Berufstätigkeit von Frauen. Es ist ebenso gut vorstellbar, dass ein Mann sein Arbeitspensum im Hinblick auf eine Eheschliessung oder nach
einer
Eheschliessung
reduziert
.
4.2.
5
Nach dem Gesagten
ist
nicht
davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin
ihre Stelle bei der
Firma Z._
im Jahr 1998 aus gesundheitlichen Gründen kündigte und deshalb
die Tätigkeit beim
Tankstellenshop
mit
einem
reduzierten Pensum
aufnahm
.
Mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit
ist anzunehmen
, dass die Beschwerdeführerin auch ohne gesundheitliche Beeinträchtigung weiterhi
n in einem Teilzeitpensum von 71
% erwerbstätig
und daneben im Aufgabenbereich Haushalt tätig
wäre.
4.3
4.3.1
Da nicht
von einem gesundheitlich bedingten Stellenwechsel im Jahr 1998 auszu
gehen ist, führte dieser Zeitpunkt
auch
nicht zur Eröffnung der Wartezeit.
Die Beschwerdeführerin
kündigte
erst die
Stelle bei
m Tankstellenshop
aus gesundheitlichen Gründen
per 30. November 2006 (Urk. 7/8/2 und Urk. 7/8/10)
.
Dieselbe
Tätigkeit
nahm sie
am
10. April 2007
für ein paar Monate
mit
einem Pensum von
5
Arbeitsstunden pro Tag
wieder
auf
(Urk. 7/8
/2
). Wie die Beschwerdeführerin selbst aussagte, erfolgte die Reduktion des Arbeitspensums von 6 auf 5 Arbeitsstunden pro Tag im Rahmen einer Sparmassnahme von Sei
ten ihres Vorgesetzten
(Urk. 7/44/4)
. Gesundheitliche Gründe für diese Reduk
tion
lagen
folglich
keine
vor
.
Die
Beschwerdeführerin
war
somit
nach dem 10. April 2007 wieder während mehr als 30 aufeinanderfolgenden Tagen
voll
,
d.h.
entsprechend ihrem bisherigen Beschäftigungsgrad
,
arbeitsfähig. Dies führte zu einem wesentlichen Unterbruch einer allfällig bestehenden früheren Arbeits
unfähigkeit. Erst ab dem 1. August 2007 wurde der Beschwerdeführerin eine 75%ige Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit und eine 75%ige Arbeitsfähigkeit in einer der Behinderung angepassten Tätigkeit attestiert (Urk. 7/9/7).
Für die Eröffnung der einjährigen Wartezeit genügt eine Arbeits
unfähigkeit von 20
%
(Urteile des Bundesgerichts 9C_757/2010 vom 24.
November 2010, E. 4.1; 8C_652/2011 vom
5.
Dezember 2011, E. 3.2, je mit Hinweisen).
Die Wartezeit begann somit am 1. August 2007 zu laufen
und zwar
ohne Anrechnung bereits zurückgelegter Perioden von Arbeitsunfähigkeit (E. 1.3).
4.3.2
Die Beschwerdeführerin beantragte die Beiladung der Pensionskasse
Swisslife
für den Fall, dass von einem Wartezeitbeginn im August 2007 ausgegangen werde (Urk. 1 S. 2
und S. 6
).
Der
Swisslife
wurde die Verfügung der
IV-Stelle eröffnet (Urk. 2/1-3)
;
sie wäre ebenfalls
beschwerdebefugt gewesen.
Entspre
chend ist nicht zu sehen, weshalb eine Beiladung erforderlich wäre.
5.
5.1
Da die Beschwerdeführerin als teilerwerbstätige Person mit einem ausser
häusli
chen Erwerbspensum von 71
% zu qualifizieren ist (vgl. E. 4.2.5), kommt die gemischte Methode
bei der Invaliditätsbemessung zur Anwendung.
5.2
Als hypothetisches
Valideneinkommen
gilt das Einkommen, das die ver
sicherte Person unter Berücksichtigung der gesamten Umstände überwiegend wahr
scheinlich erzielen würde, wenn sie nicht invalid geworde
n wäre (BGE 129
V
222 E. 4.3.1)
.
Abzustellen ist
somit
auf das Einkommen, welches die Beschwer
deführerin
in ihrer letzten Tätigkeit im
Tankstellenshop
erwirtschaftete.
Im Übrigen ist darauf hinzuweisen, dass
selbst dann
nicht
auf das
frühere
Ein
kommen bei der
Firma Z._
abzustellen
wäre
,
wenn der Stellenwechsel
im Jahr 1998
tatsächlich
aus gesundheitlichen Gründ
en erfolgt
e
.
Seit 1998
nahm die
Firma Z._
mehrere Umstrukturierungen vor
;
u
nter anderem wurde
eine automatisierte
Briefsortierung eingeführt,
was
zur
Reduktion einer
Vielzahl von
Arbeitsplätze
n
führte
. Es
kann
deshalb nicht davon aus
gegangen werden
, dass
die Beschwer
deführerin
heute noch in der Briefsortierung tätig wäre
.
Im Jahr 2006 verdiente die Beschwerdeführerin
im Tankstellenshop
Fr. 24.50 brutto pro Stunde
(vgl. Urk. 7/8/13)
.
Sie
hätte im Jahr 2006
bei einem 71
%
igen Arbeitsp
ensum
somit ei
n Jahreseinkommen von Fr. 3
5‘574
.-- (Fr. 24.50 x
121
Stunden pro Monat
x
12 Monate
) erzielt
.
Dieses Einkommen ist für die Bestim
mung des
Valideneinkommens
an die
in den massgebenden Jahren geltende
Nominallohnentwicklung anzupassen (
Indexstand 2386 [2006], 2499 [2008], 2579 [2010] und 2604 [2011], vgl. die Volkswirtschaft 4-2014 S. 91, Tabelle B 10.3).
Im Jahr 2008
betrug
das
Valideneinkommen
unter Berücksichtigung der
Nomi
nallohnentwicklung
Fr.
37‘259.--
, im Jahr 2010 Fr.
38‘452.
--
und im Jahr 2011 Fr.
38
‘
824.
--
.
5.3
Für die Bestimmung de
r Invalideneinkommen in den massgebenden Jahren
sind die Tabellenlöhne ge
mäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch heraus
gegebenen
Lohnstruk
turer
hebungen
(LSE) heranzuziehen.
Angesichts der Aus
bildung der Beschwerdeführerin ist
auf den Lohn für Hilfsarbeiten (Zentralwert),
Anforderungsniveau 4,
abzustellen
.
Dr.
A._
bestätigte
in seinem – von der Beschwerdeführerin
bei der IV-Stelle
im
Vorbescheidverfahren
eingereichten – Schreiben vom 1.
Februar 2012
,
dass die Arbeit als
Callcentermitarbeiterin
,
Datatypistin
und Sachbearbeiterin eine der Behinderung angepasste
, optimale Tätigkeit darstelle
.
Die Einschränkungen
in den Extremitäten waren Dr.
A._
bekannt
(Urk. 7/57/6
f.,
Ziff.
4.b, 5.b und 6.b
).
Vor dem Hintergrund des eingeschränkten möglichen Tätigkeitsspektrums
rechtfertigt sich
ein
leidensbe
dingter
Abzug vom Tabellenlohn von 10 %
.
Der Umstand, dass
die Beschwerdeführerin
das ihr zumutbare Arbeitspensum von 50 % nur über einen ganzen Tag verteilt und mit Pausen ausüben kann, führt nicht zu einem zusätzlichen Abzug (vgl.
Urteil des Bundesgerichts 9C_796/2013 vom 28. Januar 2014 E. 3.1.2 mit Hinweisen
).
5.3.1
Der Beschwerdeführerin wurde für die bisherige Tätigkeit
(BGE 130 V 99 E. 3.2)
eine 75%ige Arbeitsunfähigkeit seit dem 1. August 2007 attestiert.
Damit bestand
für die Dauer des
Wartejahres
bis zum
1. August 2008 eine durch
schnittliche Arbeitsunfähigkeit von
mindestens
40 %.
Der Beschwerdeführerin
war
n
ach Ablauf der Wartezeit am 1. August 2008
weiterhin
eine 75%ige Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit
zumutbar
.
Es ist
von einem monatlichen Einkommen von F
r. 4‘116.-- auszugehen (LSE 2008, S. 11
, Tabelle TA1, TOTAL, Anforderungsniveau 4), welches
an die
betriebsübli
che
Wochenarbeitszeit von 41,6 Stunden anzupassen und
auf ein Jahresein
kommen
bei einem 71
%-Pensum hochzurechnen ist. Es resultiert ein Jahres
einkommen von Fr.
36‘471
.-- (Fr.
4‘116
.
--
:
40 x 41,6
x 12 x 0.7
1
).
Nach Vor
nahme des leidensbedingten Abzuges in der Höhe von 10 % beträgt das
Invali
deneinkommen
Fr.
32‘824
.-- (Fr.
36‘471
.--
x 0.9
0).
Bei einem Vergleich des
Valideneinkommens
von
Fr. 37‘259.--
mit dem
Invaliden
einkommen
von
Fr.
32‘824
.--
ist eine Erwerbseinbusse von Fr.
4‘435
.-- auszumachen, was einer Einschrän
kung im Erwerbsbereich von
11,9
%
entspricht.
Im Haushaltbereich beträgt die Einschränkung gemäss Haushaltabklärung
21.5 % (vgl. Urk. 7/44
ff.)
. Bei einer Aufteilung der Tätigk
eiten Erwerb und Haushalt von 71 % und 29
% ergeben sich ein Teilinvaliditätsgrad im Erwerbsbereich von
8.45
%
(
11,9
% x 71
%)
und ein Teilinvaliditätsgrad im Haushaltbereich von
6.
24
%
(21.5
% x 29
%). Bei einem
Gesamtinvaliditätsgrad von
14.7
%, gerun
det
1
5
%
,
besteht kein Rentenanspruch.
Davon abgesehen wären der Beschwer
deführerin aufgrund ihrer Anmeldung Ende Mai 2008 (Urk. 7/3/1) frühestens
ab dem 1. November 2008 (Art. 29 Abs. 1 und 3 IVG)
Leistungen auszurichten.
5.3.2
Die Beschwerdeführerin war ab dem
20. Juli 2009
zu 100 % arbeitsunfähig.
Die Einschränkung im Erwerbsbereich beträgt damit 100 %.
Im Haushaltbereich beträgt die Einschränkung gemäss Haushaltabklärung 2
1.5
%
(vgl. Urk. 7/44
ff.)
. Bei einer Aufteilung der Tätigkeiten Erwerb und Hausha
lt von 71 % und 29
% ergeben sich ein Teilinvaliditätsgrad im Erwerbsbereich von
71
% (
100
%
x 71 %
) und ein Teilinvaliditätsgrad im Haushaltbereich von 6.
24
% (
21.5
% x
29
%).
Es besteht ein
Gesamtinvaliditätsgrad von
77.24
%
,
gerundet 77
%
.
Bei einer durchschnittlichen Arbeitsunfähigkeit von mehr als 70 % seit dem 1. August 2007 entsteht ab dem 1. Juli 2009 ein Anspruch auf eine ganze Rente.
5.3.3
Ab dem
1.
April 2010 wurde der Beschwerdeführerin eine
50
%ige Arbeitsfähig
keit in adaptierter Tätigkeit attestiert.
Auszugehen
ist von einem monatlichen Einkommen von Fr. 4‘225
.--
(LSE 2010
, S. 26, Tabelle TA1, TOTAL,
Anforde
rungsniveau
4), welches
an die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41,6 Stunden pro Woche anzupassen und
auf
ein Jahreseinkommen bei einem 50
%-Pensum hochzurechnen ist.
Es resultiert ein
Jahreseinkommen
von
Fr.
26‘364.--
.
Nach Vornahme des leidensbedingten Abzuges in der Höhe von 10 % beträgt das Invalideneinkommen Fr.
23‘728
.-- (Fr.
26‘364
.-- x 0.90). Bei einem Vergleich des
Valideneinkommens
von Fr. 38‘452.-- mit dem
Invaliden
einkommen
von Fr.
23‘728
.-- ist eine Erwerbseinbusse von Fr.
14‘724
.-- aus
zumachen, was einer Einschränkung im Erwerbsbereich von
38.29
% entspricht. Im Haushaltbereich beträgt die Einschränkung gemäss Haushaltabklärung 21.5 % (vgl. Urk. 7/44 ff.). Bei einer Aufteilung der Tätigkeiten Erwerb und Haushalt von 71 % und 29 % ergeben sich ein Teilinvaliditätsgrad im
Erwerbs
bereich
von
27.19
%
(
38.29
% x 71 %) und ein Teilinvaliditätsgrad im
Haus
haltbereich
von 6.24 % (21.5 % x 29 %). Bei einem Gesamtinvaliditätsgrad von
33.43
%, gerundet
3
3
%, besteht kein Rentenanspruch.
Die Aufhebung der zuvor zugesprochenen ganzen Rente erfolgt
gemäss
Art.
88a
Abs.
1 IVV (vgl. E. 1.9
) nach drei Monaten und somit per 1. Juli 2010.
5.3.4
Die Beschwerdeführerin war ab dem 14. November 2010 für eine zweite
Rücken
operation
hospitalisiert. Ab diesem Zeitpunkt bestand erneut eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit.
Die Einschränkung im Erwerbsbereich beträgt damit 100 %. Im Haushaltbereich beträgt die Einschränkung gemäss
Haus
haltabklärung
21.5 % (vgl. Urk. 7/44 ff.). Bei einer Aufteilung der Tätigkeiten Erwerb und Haushalt von 71 % und 29 % ergeben sich ein Teilinvaliditätsgrad im Erwerbsbereich von 71 % (100 % x 71 %) und ein Teilinvaliditätsgrad im Haushaltbereich von 6.24 % (21.5 % x 29 %). Bei einem Gesamtinvaliditätsgrad von 77.24 %, gerundet 77 %, besteht ein
Anspruch auf eine ganze Rente.
Gemäss
Art.
29
bis
IVV (vgl. E. 1.10
) besteht dieser
Anspruch ab
dem 1.
November 2010.
5.3.5
Ab dem
1.
März 2011 wurde der Beschwerdeführerin
wieder
eine 50%ige Arbeits
fähigkeit in adaptierter Tätigkeit attestiert. Auszugehen ist von einem monatlichen Eink
ommen von Fr. 4‘225.-- (LSE 2010
, S. 26, Tabelle TA1, TOTAL, Anforderungsniveau 4),
welches unter Berücksichti
gung der durch
schnittlichen Arbeitszeit im Jahr 2011 von 41,7 Stunden pro Woche (Die
Volkswirtschaft, 4-2014, Tabelle B 9.2, A-S) sowie der
Nominal
lohnentwicklung
bis ins Jahr 2011
(Indexstand 2579 [2010] auf 2604 [2011])
auf ein Jahresein
kommen bei einem
50
%-Pensum hochzurechnen ist. Es resultiert ein Jahres
einkommen von Fr.
26‘684
.-- (Fr. 4‘225
.-- x
6 :
40 x 41.7 : 2579 x 2604
).
Nach Vornahme des leidensbedingten Abzuges in der Höhe von 10 % beträgt das Invalideneinkommen Fr. 24‘016.-- (Fr. 26‘684.-- x 0.90). Bei einem Vergleich des
Valideneinkommens
von Fr. 38‘824.-- mit dem
Invaliden
einkommen
von Fr. 24‘016.-- ist eine Erwerbseinbusse von Fr. 14‘808.-- auszumachen, was einer Einschränkung im Erwerbsbereich von 38.14 % entspricht. Im Haushaltbereich beträgt die Einschränkung gemäss Haushaltabklärung 21.5 % (vgl. Urk. 7/44 ff.). Bei einer Aufteilung der Tätigkeiten Erwerb und Haushalt von 71 % und 29 % ergeben sich ein Teilinvaliditätsgrad im Erwerbsbereich von 27.08 % (38.14 % x 71 %) und ein Teilinvaliditätsgrad im Haushaltbereich von 6.24 % (21.5 % x 29 %). Bei einem Gesamtinvaliditätsgrad von 33.32 %, gerun
det 33 %, besteht kein Rentenanspruch.
Die Aufhebung der zuvor zugesproche
nen ganzen Rente erfolgt gemäss
Art.
88a Abs.
1 IVV (vgl. E. 1.9
) nach drei Monaten und somit per
1. Juni 2011
.
5.4
Die
angefochtene Verfügung
vom 29. Mai 2013
ist daher i
n teilweiser Gutheis
sung der Beschwerde
aufzuheben
.
Es ist
festzustellen, dass die Beschwerdefüh
rerin vom
1.
Juli 2009
bis
zum 30. Juni 2010 Anspruch auf eine ganze Rente hat. Der Anspruch auf eine ganze Rente ab dem 1. November 2010 bis zum 31. Mai 2011 ist zu bestätigen.
Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen.
6.
6.1
Bei diesem Ausgang des Verfa
hrens sind die Gerichtskosten zu 3/4 der Beschwer
deführerin und zu 1/4 der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen
.
Die
Ver
fahrenskosten
sind auf Fr. 800.-- festzusetzen
(Art. 69 Abs. 1
bis
IVG)
.
6.2
Nach der Rechtsprechung des
Bundesgerichts hat die
Beschwerdeführer
in
bei teil
weisem Obsiegen Anspruch auf eine reduzierte
Parteientschädigung. Eine um 3/4
gekürzt
e Prozessentschädigung von
Fr.
5
00
.-- (inkl. Mehrwertsteuer und Barauslagen) erscheint vorliegend als angemessen.