Decision ID: dea218c5-231f-4c1d-9571-d04865123acb
Year: 2005
Language: de
Court: SG_VGN
Chamber: SG_VGN_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ R.B., geboren 1966, pakistanischer Staatsangehöriger, reiste am 21. Mai 1997 in
die Schweiz ein und stellte ein Asylgesuch. Mangels Glaubwürdigkeit und mangels
Asylrelevanz wurde dieses mit Verfügung vom 9. April 1998 erstinstanzlich durch das
Bundesamt für Flüchtlinge (abgekürzt BFF, heute: Bundesamt für Migration, abgekürzt
BFM) abgewiesen. Die dagegen erhobene Beschwerde wurde mit Urteil der
Schweizerischen Asylrekurskommission vom 2. Juli 1998 rechtskräftig abgewiesen. In
der Folge verliess R.B. am 3. September 1998 die Schweiz.
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Nach erneuter Einreise in die Schweiz stellte R.B. am 19. Oktober 1998 ein zweites
Asylgesuch. Das BFF trat mit Verfügung vom 12. Februar 1999 auf das Gesuch nicht
ein und verwies R.B. des Landes. Diese Verfügung erwuchs in Rechtskraft. Am 22.
Februar 1999 verfügte das Bundesamt für Ausländerfragen (abgekürzt BFA; heute:
BFM) gegen R.B. eine Einreisesperre bis 2. März 2002. R.B. wurde am 2. März 1999
nach Pakistan ausgeschafft.
Am 19. März 1999 gaben sich in Islamabad/Pakistan R.B. und E.A., geborene K.,
geboren 1951, auf der Schweizer Botschaft das Eheversprechen. Das BFA sistierte
daraufhin die am 27. April 1999 verhängte Einreisesperre gegenüber R.B. zwecks
Vorbereitung der Heirat. Am 22. Januar 2000 reiste R.B. erneut in die Schweiz ein und
heiratete E.A. am 26. April 2000 in St. Gallen. Gestützt auf diese Heirat verfügte das
BFA am 29. Mai 2000 wiedererwägungsweise die Aufhebung der Einreisesperre mit
sofortiger Wirkung. Des weiteren erhielt R.B. vom Ausländeramt eine
Jahresaufenthaltsbewilligung im Rahmen des Familiennachzugs zum Verbleib bei
seiner Ehegattin aufgrund der Heirat mit einer Schweizer Staatsangehörigen. Diese
Aufenthaltsbewilligung wurde jährlich verlängert.
Am 25. Februar 2004 verstarb E.B.
Mit Verfügung vom 6. September 2004 widerrief das Ausländeramt die
Aufenthaltsbewilligung von R.B. Zur Begründung hielt es im wesentlichen fest, dass
R.B. lediglich gestützt auf die Ehe mit E.B. eine Aufenthaltsbewilligung erhalten habe.
Nachdem die Ehe durch deren Tod aufgelöst worden sei und zu diesem Zeitpunkt noch
nicht fünf Jahre andauerte, fehle gemäss konstanter kantonaler Praxis das Erfordernis,
dass R.B. auch nach der Auflösung der Ehe in der Schweiz verbleiben könnte. Der
zweijährige Aufenthalt von R.B. als Asylbewerber könne nicht angerechnet werden, da
er damals nicht über eine ordentliche Aufenthaltsbewilligung verfügt habe und die
Schweiz wieder habe verlassen müssen. Auch seien im vorliegenden Fall keine
Umstände gemäss Weisungen des BFA gegeben, welche eine Verlängerung der
Aufenthaltsbewilligung trotz Auflösung der ehelichen Gemeinschaft rechtfertigen
würden.
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B./ Gegen die Verfügung des Ausländeramtes erhob R.B. am 21. September 2004
Rekurs beim Justiz- und Polizeidepartement und beantragte deren Aufhebung. Dabei
wurde geltend gemacht, dass das Ausländeramt im Rahmen seines pflichtgemässen
Ermessens eine Verlängerung und Wiedererteilung der Aufenthaltsbewilligung hätte
gewähren können und dass es, mangels Berücksichtigung der konkreten Umstände,
sein Ermessen in pflichtwidriger Weise verletzt habe. Unter Berücksichtigung des
Verhältnismässigkeitsgrundsatzes und der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zu Art.
8 Ziff. 1 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (SR
0.101, abgekürzt EMRK) hätte im vorliegenden Fall das Ausländeramt bei
pflichtgemässem Ermessen die Aufenthaltsbewilligung erneut erteilen müssen. So habe
die vorliegende Ehe knapp vier Jahre gedauert und liege damit relativ nahe an der
einen Rechtsanspruch auslösenden Fünfjahresfrist. Zudem habe sich R.B. während
seines Aufenthaltes in der Schweiz gut integriert, habe zu keinen Klagen Anlass
gegeben, die deutsche Sprache erlernt, sei erwerbstätig und habe nicht nur die
eheliche Beziehung, sondern auch den Kontakt mit weiteren Familienangehörigen der
Ehefrau gepflegt. Insbesondere kümmere er sich auch nach dem Tod seiner Ehefrau
weiterhin um deren Sohn, der trotz seiner mittlerweile 20 Jahre noch sehr stark auf
Unterstützung angewiesen sei.
Mit Entscheid vom 23. März 2005 wies das Justiz- und Polizeidepartement den Rekurs
ab. Es erwog im wesentlichen, dass die Beziehung von R.B. zu den beiden volljährigen
Kindern seiner verstorbenen Ehefrau nicht derart intensiv sei, dass sie einen
Anwesenheitsanspruch im Sinne von Art. 8 Ziff. 1 EMRK auszulösen vermöchte. So sei
aus den Akten ersichtlich, dass R.B. nach dem Tod seiner Ehefrau aus der
gemeinsamen Wohnung ausgezogen sei, der Sohn seiner verstorbenen Ehefrau
hingegen nicht, was im Hinblick auf die geltend gemachte besonders enge Beziehung
und benötigte Unterstützung des Sohnes nicht schlüssig sei. Des weiteren werde auch
nicht dargelegt, worin die besonders intensive Beziehung zu den beiden volljährigen
Kindern bestehe. Auch unter dem Gesichtspunkt von Ziff. 654 der Weisungen des
BFM, wonach, um Härtefälle zu vermeiden, die Aufenthaltsbewilligung eines Ehegatten
eines Schweizers nach Auflösung der Ehe verlängert werden kann, könne vorliegend
nichts zugunsten von R.B. abgeleitet werden, weshalb sich der Widerruf der
Aufenthaltsbewilligung als recht- und verhältnismässig erweise.
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C./ Mit Eingabe vom 14. April 2005 erhob R.B. gegen den Entscheid des Justiz- und
Polizeidepartements vom 23. März 2005 Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Er
beantragt die Aufhebung des angefochtenen Entscheids sowie die Verlängerung der
Aufenthaltsbewilligung, unter Kosten- und Entschädigungsfolge. In der
Beschwerdeergänzung vom 11. Mai 2005 macht er im wesentlichen geltend, dass der
angefochtene Entscheid des Justiz- und Polizeidepartements zu Unrecht einen auf Art.
8 EMRK gestützten Anspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung verneine
und zudem den bei Ermessensentscheiden nach Art. 4 des Bundesgesetzes über
Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer (SR 142.20, abgekürzt ANAG)
anwendbaren Grundsatz der Verhältnismässigkeit verletze, wodurch ein Härtefall
geschaffen werde. So sei insbesondere aus den Schreiben der Kinder der verstorbenen
Ehefrau die besonders intensive Beziehung ersichtlich. Auch würden die beispielhaft
geschilderten Kontakte und Beziehungen von R.B. zu den beiden Kindern seiner
verstorbenen Ehefrau eine Intensität aufweisen, die über das gewöhnliche Mass beim
gegebenen Verwandtschaftsgrad hinausgehe. Des weiteren wird gerügt, dass sich der
angefochtene Entscheid mit den in der Rekursbegründung gemachten Vorbringen
zuwenig auseinandersetze, weshalb der Begründungspflicht nicht ausreichend Genüge
getan werde. Die mangelnde Berücksichtigung der guten Integration von R.B., seiner
Arbeitstätigkeit und seiner Kontakte zu anderen Schweizerinnen und Schweizern
zusammen mit einer falschen Berechnung der gesamten Aufenthaltsdauer in der
Schweiz führe bei abschlägigem Entscheid zu einem Härtefall.
Das Justiz- und Polizeidepartement beantragt in der Vernehmlassung vom 24. Mai
2005 die Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolgen.

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Der
Beschwerdeführer ist zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 64 Abs. 1 in
Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Eingaben vom 14. April und 11. Mai 2005
entsprechen zeitlich, formal und inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 Abs.
1 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP). Auf die Beschwerde
ist einzutreten.
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2./ Strittig ist zunächst die Frage, ob die Vorinstanz und das Ausländeramt zu Unrecht
einen auf Art. 8 Ziff. 1 EMRK gestützten Anspruch auf Verlängerung der
Aufenthaltsbewilligung verneint haben.
a) Nach Art. 7 Abs. 1 ANAG hat der ausländische Ehegatte einer Schweizer Bürgerin
Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung. Nach einem
ordnungsgemässen und ununterbrochenen Aufenthalt von fünf Jahren hat er Anspruch
auf die Niederlassungsbewilligung.
Nach Art. 9 Abs. 1 lit. a ANAG erlischt die Aufenthaltsbewilligung mit dem Ablauf der
Bewilligungsfrist, sofern diese nicht verlängert worden ist. Nach Art. 9 Abs. 2 lit. b
ANAG kann die Aufenthaltsbewilligung widerrufen werden, wenn eine mit ihr
verbundene Bedingung nicht erfüllt wird oder wenn das Verhalten des Ausländers
Anlass zu schweren Klagen gibt.
Wird eine Ehe aufgelöst, um derentwillen eine Aufenthaltsbewilligung erteilt wurde, so
ist der Widerruf bzw. die Nichtverlängerung der Bewilligung infolge Wegfalls der mit der
Erteilung verbundenen Bedingung grundsätzlich zulässig. Dabei spielt es keine Rolle,
ob die Ehe durch Scheidung oder Tod aufgelöst wird (VerwGE vom 31. Mai 2005 i.S.
Z.B.; GVP 1998 Nr. 22; BGE 120 Ib 20 ff.).
b) Die am 26. April 2000 geschlossene Ehe wurde infolge des Todes der Ehefrau des
Beschwerdeführers am 25. Februar 2004 aufgelöst, womit ein Anspruch auf
Verlängerung bzw. Wiedererteilung der Aufenthaltsbewilligung nach Art. 7 Abs. 1 ANAG
entfallen ist.
c) Der Beschwerdeführer macht nun geltend, ihm käme, gestützt auf das in Art. 8 Ziff. 1
EMRK verankerte Recht auf Privatleben, ein selbständiger Anspruch auf Verlängerung
bzw. Wiedererteilung der Aufenthaltsbewilligung zu.
Dem von Art. 8 Ziff. 1 EMRK umfassten Recht auf Privatleben kann in
ausländerrechtlichen Fällen grundsätzlich eine (selbständige) Auffangfunktion
gegenüber dem engeren Schutzbereich des Rechts auf Achtung des Familienlebens
zukommen, wenn qualifizierte Familienbande nicht oder nicht mehr bestehen. Das
Bundesgericht hat diesbezüglich aber festgehalten, aus dem Recht auf Achtung des
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Privatlebens geradezu ein Anwesenheitsrecht abzuleiten, fiele höchstens dann in
Betracht, wenn besonders intensive private Beziehungen in Frage stünden, wobei es
bis anhin nur ganz ausnahmsweise einen derartigen Anspruch anerkannt hat
(unveröffentlichter BGE 2A.105/2001 vom 26. Juni 2001, E. 4d). Nach der
Rechtsprechung bedarf es besonders intensiver, über eine normale Integration
hinausgehender privater Bindungen gesellschaftlicher oder beruflicher Natur bzw.
entsprechender vertiefter sozialer Beziehungen zum ausserfamiliären bzw.
ausserhäuslichen Bereich (BGE 130 II 286).
Im vorliegenden Fall weilt der Beschwerdeführer gemäss den Akten seit knapp 5 1⁄2
Jahren in der Schweiz (ohne Asylverfahren), was nach der Rechtsprechung des
Bundesgerichts jedoch nicht genügt, um aus dem Recht auf Achtung des Privatlebens
Ansprüche abzuleiten (vgl. BGE 126 II 385 betreffend eine Aufenthaltsdauer von neun
Jahren). Während dieser Zeit intensivierten sich seine Beziehungen zu den beiden
volljährigen Kindern seiner verstorbenen Ehefrau. Gemäss Akten trifft er den Sohn
regelmässig und die Tochter sowie deren Kinder v.a. anlässlich von Festen, Ausflügen,
gemeinsamen Friedhofsbesuchen etc. Auch ist ersichtlich, dass er losen Kontakt zu
einer Bekannten seiner verstorbenen Ehefrau unterhält und einer geregelten Arbeit
nachgeht. Diese Umstände vermögen aber nicht darzutun, dass der Beschwerdeführer
in besonders intensiven, aussergewöhnlichen Beziehungen zur Schweiz bzw. zum
familiären und ausserfamiliären Umfeld stehen würde. Seine Beziehungen zu den
Kindern seiner verstorbenen Ehefrau wuchsen im Rahmen seiner ehelichen Beziehung
zu E.B., was durchaus üblich ist. Auch dass sich diese Beziehungen in der Zeit nach
dem Tod der Mutter noch intensivierten, vermag angesichts der unglücklichen
Umstände nicht aussergewöhnlich erscheinen. Vielmehr muss festgestellt werden,
dass diese Beziehungen die gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung geforderte
überdurchschnittliche Intensität nicht aufweisen und dass der Beschwerdeführer
darüber hinaus zudem keine weiteren Beziehungen, welche dem Erfordernis gerecht
würden, darlegen konnte. Wie vom Beschwerdeführer ausgeführt, besucht er
regelmässig das Grab seiner verstorbenen Ehefrau. Die Einreise in ein Land zum
Besuch von Familiengräbern fällt zwar unter den Schutzbereich von Art. 8 Ziff. 1 EMRK,
doch wird dem Beschwerdeführer durch den Widerruf der Aufenthaltsbewilligung der
Besuch des Grabes nicht verunmöglicht. Ein Anwesenheitsrecht lediglich zum Zweck
eines häufigeren Besuchs der Gräber verleiht Art. 8 Ziff. 1 EMRK gemäss
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bundesgerichtlicher Rechtsprechung nicht (Urteil 2A.105/2001 vom 26. Juni 2001).
Somit besteht, gestützt auf Art. 8 Ziff. 1 EMRK, kein selbständiger Anspruch auf eine
Verlängerung bzw. Wiedererteilung der Aufenthaltsbewilligung, weshalb der Widerruf
grundsätzlich zulässig ist.
3./ Des weiteren wird vom Beschwerdeführer vorgebracht, dass der Widerruf der
Aufenthaltsbewilligung den bei Ermessensentscheiden nach Art. 4 ANAG anwendbaren
Grundsatz der Verhältnismässigkeit verletze, wodurch ein Härtefall geschaffen werde.
a) Das Verwaltungsgericht übt lediglich eine Rechtskontrolle aus (Art. 61 Abs. 1 und 2
VRP). Im Streitfall kann somit nur geprüft werden, ob die Verwaltung ihr Ermessen
überschritten oder missbraucht hat und damit rechtswidrig handelte, als sie die
Aufenthaltsbewilligung widerrief. Das Verwaltungsgericht hat den Ermessenspielraum
der Verwaltung zu respektieren, wenn diese bei ihrem Entscheid von sachlichen und
vernünftigen Überlegungen ausging, die im Einklang mit Sinn und Zweck des Gesetzes
stehen (VerwGE vom 19. Februar 2004 i.S. E.K.).
Gemäss Art. 4 ANAG entscheidet die Behörde, im Rahmen der gesetzlichen
Vorschriften und der Verträge mit dem Ausland, nach freiem Ermessen über die
Bewilligung von Aufenthalt und Niederlassung. In diesem Zusammenhang kann die
Aufenthaltsbewilligung, namentlich zur Vermeidung von Härtefällen, auch nach der
Auflösung der Ehe verlängert werden. Massgeblich sind dabei gemäss den Weisungen
des BFM die Dauer der Anwesenheit in der Schweiz, persönliche Beziehungen zur
Schweiz, die berufliche Situation, die Wirtschafts- und Arbeitsmarktlage, persönliches
Verhalten und Integrationsgrad, ferner die Umstände, die zur Auflösung der Ehe geführt
haben.
Nach der ständigen und durch das Verwaltungsgericht bestätigten Praxis des
Ausländeramts wird bei einer Dauer der ehelichen Gemeinschaft von fünf Jahren und
mehr eine Jahresaufenthaltsbewilligung in der Regel nicht mehr widerrufen (vgl.
VerwGE vom 31. Mai 2005 i.S. Z.R.).
b) Die eheliche Gemeinschaft zwischen dem Beschwerdeführer und E.B. dauerte
knapp vier Jahre. Der Beschwerdeführer hält sich, wie bereits ausgeführt, seit knapp 5
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1⁄2 Jahren in der Schweiz auf. Nicht zu helfen vermag der Einwand des
Beschwerdeführers, dass er sich bereits in den Jahren 1997 bis 1999 zeitweise in der
Schweiz aufgehalten und seinen Lebensmittelpunkt in der Schweiz begründet habe.
Nachdem sein erstes Asylgesuch abgelehnt wurde, verliess er die Schweiz wieder.
Nach der Ablehnung des zweiten Asylgesuchs wurde er ausgeschafft. Es kann deshalb
nicht davon die Rede sein, dass er bereits in den Jahren 1997-1999 seinen
Lebensmittelpunkt in der Schweiz begründet hat. Wie die Vorinstanz zutreffend
ausführt, verbrachte der Beschwerdeführer den grössten Teil seines Lebens,
insbesondere seine Kindheit und seine Jugend, im Heimatland. Zurzeit ist er als
Betriebsmitarbeiter erwerbstätig. Aufgrund der Wirtschafts- und Arbeitsmarktlage
ergeben sich daraus keine Gründe, die eine Wiedererteilung der Bewilligung nahe
legen. Andere als die zu den Kindern seiner verstorbenen Ehefrau bestehenden
persönlichen Beziehungen werden vom Beschwerdeführer nicht aufgeführt. Der
Beschwerdeführer hat sich in der Schweiz klaglos verhalten, dies darf aber
grundsätzlich von jedem Ausländer, der sich in der Schweiz aufhält, erwartet werden.
Schliesslich sind beim Entscheid über die Nichtverlängerung der
Aufenthaltsbewilligung die Umstände, die zur Auflösung der ehelichen Gemeinschaft
geführt haben, zu berücksichtigen. Dies bedeutet aber nicht, dass beim Tod eines
Ehegatten eine Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung generell zu gewähren ist. Der
genannte Grundsatz kommt im wesentlichen dann zur Anwendung, wenn ein Ehegatte
gegen den andern Gewalt ausübt und die eheliche Gemeinschaft aus diesem Grund
beendet wird (VerwGE vom 16. März 2004 i.S. M.G., zurzeit auf: www.gerichte.sg.ch).
Fraglos führte der Tod der Ehefrau zu einem schmerzlichen Verlust, doch vermag der
Beschwerdeführer darüber hinaus nicht darzulegen, dass dadurch ein Härtefall
begründet worden sei, der sich von andern gleichartigen Fällen unterscheidet. Die
diesbezüglichen vorinstanzlichen Erwägungen erweisen sich als zutreffend. Eine
Verletzung der Begründungspflicht liegt nicht vor.
c) Zusammenfassend ergibt sich aus den vorstehenden Erwägungen, dass in der
Nichtverlängerung resp. Nichtwie-dererteilung der Aufenthaltsbewilligung des
Beschwerdeführers keine Rechtsverletzung bzw. kein Ermessensmissbrauch erblickt
werden kann. Folglich ist die Beschwerde abzuweisen.
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4./ Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
Entscheidgebühr von Fr. 2'000.-- ist angemessen (Ziff. 382 Gerichtskostentarif, sGS
941.12). Sie ist mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu verrechnen.
Ausseramtliche Kosten sind nicht zu entschädigen (Art. 98bis VRP).