Decision ID: a4634db3-0863-461d-b626-a1fe1cf97347
Year: 2020
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Die 1963 geborene
X._
war seit August 2006 beim Verein
Y._
angestellt und über den Arbeitgeber bei der
Elips
Versicherungen AG gegen die Folgen von Unfällen versichert.
Mit «Bagatell
unfall-Mel
dung U
VG»
liess
die Versicherte am 2
0.
Januar 2018
der
Elips
Versi
cherung
en AG
mitteilen
, dass sie am 1
5.
Dezember
201
7 auf dem Heimweg von der
Y._
ausgerutscht und umgefallen sei
und sich an den
Knie
n und am
Rücken
, links und rechts,
Verletzungen zugezogen habe (
Urk.
8/
2/17 S. 1
).
Am 16
.
Februar 2018
wurde der
Elips
Versicherungen AG ein Koste
ngut
sprache
ge
such für eine am
6.
März 2018
stattfindende Knie-Arthroskopie und
Teilmenis
kektomie
medi
al rechts eingereicht (
Urk.
8/5
). Die
Elips
Versicherungen AG legte
die Akten
ihrem Vertrauensarzt
Dr.
med.
Z._
, Facharzt Allgemeine Innere Medizin, zur Beurteilung vor. Nach dessen Stellungna
hme vom 1
9.
März 2018 (
Urk.
8/2/12
) teilte sie der Versicherten am
1
0.
April 2019
(
Urk.
8/
2/11)
mi
t, dass sie für den Unfall vom 1
5.
Dezember 2017
keine weiteren Versicherungs
leis
tungen erbringen werde.
Auf
Ersuchen der Versicherten (
Urk.
8/2
/10)
hin,
erliess sie am
8.
Mai 2018
(
Urk.
8/2
/
8
) eine entsprechende Verfügung. Da
ge
gen
erhob
die Versicherte am
4.
Juni 2018
(
Urk.
8/
2/
8)
vorsorglich und am
6.
Juli 2018
(
Urk.
8/2/4)
begründet
Einsprache
.
Mit
Einspracheentscheid
vom
2.
September 2019
wies die
Elips
Versicherungen AG
die Einsprache
ab (
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob die Versicherte am
3.
Oktober 2019
Beschwerde mit den folgen
den Anträgen (Urk. 1 S. 2):
«1.
Es seien die Verfügung vom
8.
Mai 2018 sowie der
Einspracheentscheid
vom
2.
September 2019 aufzuheben und es sei die Beschwerdegegnerin zu
verpflichten, der Beschwerdeführerin die gesetzlichen Leistungen
(insbe
son
dere Taggeld-, Renten- und Heilungskostenleistungen sowie
Integritätsentschädigung) über den
8.
Februar 2018 hinaus zu erbringen;
2.
Eventuell:
Es seien die Verfügung vom
8.
Mai 2018 sowie der
Ein
spra
cheentscheid
vom
2.
September 2019 aufzuheben und es sei die Sache zur weiteren Abklärung (insbesondere Einholung eines medizinischen Gutach
tens eines aussenstehenden Facharztes für Orthopädische Chirurgie, spez. Kniechirurgie, zur Frage der Unfallkausalität der im MRI vom
8.
Januar 2018 bildgebend objektivierten Beschwerden am Knie rechts) und neuen Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
3.
alles unter Entschädigungsfolge (zuzüglich Mehrwertsteuer) zulasten der
Beschwerdegegnerin.»
Die
Elips
Versicherungen AG schloss
in ihrer Beschwerdeantwort vom 29
.
Oktober 2019
(Urk.
7) auf Abweisung der Beschwerde. Hier
von
wurde
der Beschwerdeführerin am
31
.
Oktober 2019
(Urk.
9
) Kenntnis gegeben
und
ihr
wurden
die vollständigen Akten der Beschwerdeg
egnerin zur Einsicht zugestellt
.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss Art. 6
des
Bundesgesetz
es
über die Unfallversicherung (UVG)
werden – soweit das Gesetz nichts
anderes
bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (Abs. 1). Die Versicherung erbringt ihre Leistungen auch
bei folgenden
Körperschädigungen, sofern sie nicht vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind (Abs. 2): Knochenbrüche (
lit
. a), Verrenkungen von Gelenken (
lit
. b), Meniskus
risse (
lit
. c), Muskelrisse (
lit
. d), Muskelzerrungen (
lit
. e), Sehnenrisse (
lit
. f), Band
läsionen (
lit
. g) und Trommelfellverletzungen (
lit
. h). Ausserdem erbringt die Ver
sicherung ihre Leistungen für Schädigungen, die der verunfallten Person bei der Heilbehandlung zugefügt werden (Abs. 3).
1.2
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natür
lichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Ent
sprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzu
sammenhangs nicht erforderlich, dass e
in Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen
ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Beding
ungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg
gedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.3
Bei einem fehlenden natürlichen Kausalzusammenhang zwischen einem Unfall
ereignis im Sinne von
Art.
4 ATSG und einer Listenverletzung nach
Art.
6
Abs.
2 UVG erübrigt sich eine Prüfung der Leistungspflicht nach
Art.
6
Abs.
2 UVG, jedenfalls solange kein anderes initiales Ereignis als Verletzungsursache in Frage kommt (BGE 146 V 51 E. 9.2).
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursa
chen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr.
U 142 S.
75 E.
4b mit Hinweisen; nicht publi
ziertes Urteil des Bundesgerichts U
172/94 vom 26.
April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheits
scha
dens muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der über
wiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr.
U 363 S.
45; BGE
119 V 7 E. 3c/
aa
). Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die entsprechende Beweislast – anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzu
sam
menhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfall
versicherer (RKUV 1994 Nr.
U 206 S.
328
f. E.
3b, 1992 Nr.
U 142 S. 76). Diese Beweisgrundsätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spät
folgen und sind für sämtliche Leistungsarten massgebend (Urteil des Bundesge
richts 8C_637/2013 vom 11.
März 2014 E. 2.3.1 mit Hinweisen).
Mit dem Erreichen des Status quo sine
vel
ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der Status quo sine
vel
ante noch nicht wieder
erreicht
ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf Art. 36 Abs. 1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kostenvergütungen zu übernehmen, worunter auch die Heilbehandlungskosten nach Art. 10 UVG fallen (Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11. März 2014 E. 2.3.2).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
Bei E
ntscheiden gestützt auf versicherungsinterne ärztliche Beurteilungen, die im Wesentlichen oder ausschliesslich aus dem Verfahren vor dem Sozialversiche
rungsträger stammen, sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssig
keit der ärztlichen Feststellungen, ist eine versiche
rungsexterne medizinische Begut
achtung anzuordnen (vgl. BGE 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin
hielt
in ihrem
Ei
nspracheentscheid
vom
2.
September 2019
fest
(
Urk.
2
S. 1 f.)
, dass
bereits
mit Urteil vom
6.
März 2019 eine Be
schwerde ab
gewiesen worden sei
, weil gestützt auf die medizinische Beurteilung
die erhobenen Befunde allesamt degenerativ bedingt gewesen seien. Es werde nun geltend gemacht, dass am 1
5.
Dezember 2017 ein weiterer Unfall stattgefunden habe.
Dabei
habe sich
die Beschwerdeführerin
am
8.
Januar 2018 beim Ortho
päden PD
Dr.
med.
A._
vorgestellt.
Im Bericht über die MRI-Untersuchung vom
8.
Januar 2018 sei
jedoch
nichts von einem Sturz festgehalten und
die Schadenmel
dung sei erst am 2
0.
Januar 2018 erfolgt.
Auch der angegebene Ereig
ni
s
mechanismus sei nicht geeignet
eine erneute isolierte Innenmeniskusschädi
gung zu verursachen und es sei nicht nachvollziehbar, dass der mediale Rest
meniskus bei einer Kniekontusion am lateralen Kniegelenk auf diese Art geschä
digt worden sein soll. Was die MRI Untersuchung ohne Ereignisnennung als Untersuchungsindikation zu Tage
gefördert habe
,
entspre
che
einer
fortschreiten
den Veränderung des aufgrund von degenerativen Veränderungen
voroperierten Meniskus
. Somit könne es allenfalls zu einer lateralen Kniekontusion im Sinn einer möglichen vorübergehenden Verschlimmerung gekommen sein. Solche ein
fachen Kniekontusionen seien innerhalb von wenigen Wochen ohne Folgen aus
geheilt und eine maximale Behandlungsdauer von sechs bis acht Wochen wären nachvollziehbar.
F
ür eine körperliche Tätigkeit
könne
für maximal eine Woche
eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
attestiert werden, während für geistige
Tätig
keit, wie bei der Beschwerdeführerin als Lehrerin,
kein
e Arbeitsunfähigkeit aus
gewiesen sei.
Im Verfahren ergänzte sie (
Urk.
7),
i
nsofern die Beschwerdeführerin
seit dem 28.
Februar 2018 wegen lumbalen Schmerzen links betreut werde, könne auf
grund der Latenz zwischen Behandl
ungsbeginn und Ereignis vom 15.
Dezember
2017 ein natürlicher Kausalzusammenhang nicht mit überwiegender Wahr
schei
n
lichkeit angenommen werden
und gemäss den
bildgebenden Abklärungen
könnten
diese auch
nicht auf eine unfallbedingte strukturelle Läsion zurückzu
geführt werden
(S. 4 f.)
. Der geänderte
Bericht von
PD
Dr.
A._
sei
nach Erlass des angefochtenen
Einsprachee
ntscheides
auf Wunsch der
Beschwerdeführerin
abge
ändert
worden
(S. 6)
. Dieser
stelle einzig auf
ihre
Angaben
ab
und
selbst darin seien keine Schmerzen im lumbalen Bereich festgehalten.
Zudem seien a
uch die
Heilungskosten
lediglich
im Zusammenhang mit den geklagten Beschwerden am rechten Knie ausgerichtet worden
(S. 7)
.
2.2
Dem hielt die Beschwerdeführerin entgegen (
Urk.
1
S. 3
f.
),
sie sei am Freitag 15
.
Dezember 2017 auf dem Heimweg zu Fuss von d
er
Y._
gestürzt. Am Mittwoch
2
0.
Dezember 2017 habe sie sich beim Sekretariat von
Dr.
A._
gemeldet
,
welcher sie sogleich zu einer MRI-Untersuchung ins
B._
zuge
wiesen habe.
Das MRI
habe am erstmöglichen Termin nach den
Weihnachts
feier
tagen, am Montag
,
8.
Januar 2018 durchgeführt werden können. Gleichentags habe auch eine persönliche Untersuchung
bei
Dr.
A._
stattgefunden.
Die
Beschwerdegegnerin
habe das Unfallereignis vom 15.
Dezember 2017 als Unfall und insbesondere auch die dadurch erlittenen Verletzungen am rechten Knie sowie am Rücken als Unfallfolgen anerkannt und zunächst auch die gesetzlichen Leistungen in Form von Heilungskostenleistungen erbracht. Sie habe die Leis
tungen jedoch zu Unrecht per
8.
Februar 2018 mangels natürlicher Kausalität eingestellt, da in diesem Zeitpunkt der Status quo sine nicht erreicht gewesen sei
(S.
4.
f)
. Die Beschwerdegegnerin habe dabei einzig auf die Aktenbeurteilung von
Dr.
Z._
abgestellt, welcher
sie weder untersucht noch persönlich befragt habe. Wie beim Vorunfall vom 2
5.
November 2016
habe der Arzt versucht
,
vermeint
liche Ungereimtheiten aufzudecken und
den
geschilderten Unfallhergang mit biomechanischen
Überlegungen,
zu welchen er fachlich
nicht kompetent sei, ins
L
ächerliche zu ziehen (S
.
6).
Dr.
A._
habe jedoch die Knieverletzung recht
s als klar unfallbedingt beurteilt und dazu
im Februar 2018
eine
Rearthroskopie
mit erweiterter
Teilmeniskektomie
medial des rechten Kniegelenkes
vorgeschla
gen
. Die Operation habe jedoch nicht wie geplant vorgenommen werden können, weil die Beschwerdegegnerin zu Unrecht die Kostengutsprache dafür verweigert
habe.
Eine Operation zulasten der grundsätzlich vorleistungspflichtigen Kranken
kasse sei
auch
nicht möglich, weil die zuständige Krankenkasse
Dr.
A._
aufgrund des gewählten Versicherungsmodells nicht als Operateur akzeptiere. Dazu komme, dass sie inzwischen auch an so starken unfallbedingten lumbalen Schmerzen links leide, dass sie sich am 2
8.
Februar 2018 zu
Dr.
C._
in Be
handlung begeben
habe
und die eigentlich notwendige Knieoperation bis auf weiteres
habe
zurückstellen müssen
(S. 7)
. Gemäss
Dr.
C._
sei die Unfall
kausalität dieser Beschwerden ganz klar gegeben (S. 8). Der medizinische End
zustand
sei
weder bez
üglich der Knie- noch bezüglich
der Rückenverletzung erreich
t
und die Beschwerdegegnerin über den
8.
Februar 2018 hinaus leistungs
pflichtig. Allenfalls sei ein
medizinisches
Gutachten zur Frage der Unfallkau
salität der im MRI vom
8.
Januar 2018 bildgebend objektivierten Beschwerden
zu veranlassen und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen (S. 10 f.).
3.
3.1
Im Bericht des
Instituts
D._
über die Magnetresonanz
tomografie (MRI) des rechten Kniegelenks nativ vom
8.
Jan
uar 2018 (
Urk.
8/2/17 S. 5) führte
der zustä
ndige Radiologe unter Klinik
die
folgende
n
Frage
n auf
:
«
Zu
stand Gelenk
?
Meniskus?
Bänder
?
Knorpelsitu
ation?
»
.
Unter Befunde
hielt
er
fest
,
zum Vergleich liege die Voruntersuchung vom
31.
Mai 2017 vor
. Verglichen zur
Voruntersuchung
bestehe eine deutliche Verkürzung der Pars
inte
r
m
edia
und des
Hinterhorns
des medialen Meniskus ver
mutlich bei zwischenzeitlich
er
Teil
meniskektomie
. Im medialen
Hinterhorn
zeige sich ein
entsprechend breiter De
fekt
mit anschliessend feinem radi
ärem Riss bis knapp in
die Basis.
Der Übergang
zur medialen hinteren Meniskuswurzel sei signalalteriert mit feinen Einrissen. Die Pars
interm
edia
des mediale
n Meniskus subluxiere mit feinem schrägem Riss. Das mediale Vorderhorn sei verkürzt
aber morphologisch sonst nor
mal.
Es zeigten sich ein intakter lateraler Meniskus, mä
ssige
Knorpelschäden medial
femorotibial
(leicht progredient). Der Knorpel lateral
fe
morotibial
sei gering geschädigt und es zeigten sich leichte Knorpelschäden
femoropatellar
. Es bestehe w
enig Gelenks
erguss,
die
Kreuz- und Seitenbänder
s
eien intakt und es zeige sich eine k
leine Baker-Zyste von wenigen Millimeter
Durchmesser.
Es bestünden Inseln blutbil
dende
n
Knochenmarks im distal
en Femur
und in der proximalen Tibia ohne eigentliche
bone
bruise
.
Die d
istale
Quadrizepssehne
,
das
Ligamentum
patellae
, die
Pes
anserinus
Sehnen und der
Tractus
Iliotibi
alis
seien
unauf
fällig.
Unter Beurteilung stellte der Radiologe fest
: Verglichen
mit
Mai 2017 bestehe zwischenzeitlich vermutlich
eine
TME
(
Teilmeniskektomie
)
des medialen Menis
kus und entsprechend deutlich
zeige sich die Verkleinerung des medialen Menis
ku
s mit grossem Defekt des
Hinterhorns
. Feine Einrisse liessen sich in der sub
luxierten Pars
intermedia
des medialen Meniskus sowie im
Hinterhorn
bis in die hintere Meniskuswurzel finden. Es zeigten sich eine progrediente mässige, media
le
femo
rotibiale
Arthrose, eine leichte Arthrose
femoropatell
a
r
und minimal lateral
femo
rotibial
sowie wenig Gelenkserguss.
3.2
PD
Dr.
med.
A._
, Orthopädische Chiru
rgie und Traumatologie des Be
we
gungsapparates
,
nannte
im Bericht über
eine weitere Verlaufskontrolle
vom
8.
Januar 2018 (
Urk.
8/2/17 S. 2-3
)
die Diagnosen
Status
nach Sturz und Knie
distorsion rechts vor zwei Wochen bei Status nach
arthroskopischer
medialer
Teilmeniskektomie
r
echts vom
6.
September 2017,
Status nach Kni
edistorsion lin
ks vom 25.
November
2016 und Status nach VKB-Ersatzplastik
und medialer Menis
kusresektion 200
6.
Zum Verlauf hielt er fest, die Beschwerdeführerin komme zur
Besprechung nach zwischenzeitlich erfolgter MRI-Untersuchung des rechten Knie
gelenkes. Die erneute Anamnese zeige, dass die Patientin im November einen starken Knieschmerz im Rahmen einer Knieverdrehung rechts gespürt habe. Sie zeige auf den
posteromedialen
Kniegelenkspalt des rechten Kniegelenkes. Zwi
schenzeitlich
bestünden
vor allem bei Kniebeuge Schmerzen in diesem Bereich.
Als
Befunde
hielt
der Arzt
fest
, es bestehe eine deutlich positive mediale bis
posteromediale
Meniskussymptomatik im rechten Kniegelenk ohne
sonstige Auf
fälligkeiten. Unter
Beurteilung und Procedere führte er aus, die Beschwerde
führerin zeige deutliche Anhaltspunkte für eine
Rezidivläsion
des Innenmeniskus mit positiver Meniskussymptomatik mit deutlichem Leidensdruck. Es werde eine
Rearthroskopie
mit erweiterter
Teilmeniskektomie
medial des rechten Kniegelen
kes bes
prochen und dieser
Eingriff
werde
zeitnah geplant.
3.3
In der von der Beschwerdeführerin unterzeichneten Bagatellunfall-Meldung UVG vom 2
0.
Januar 2018 wurde Folgendes
festgehalten: Schadendatum: 15.
Dezem
ber 2017 17:30 Uhr. Sachverhalt (Unfallbeschreibung): Zu Fuss auf d
em Heimweg von der
Y._
b
eim Schritt vom Randstein auf die Strasse bin ich aus
gerutscht (sehr wahrscheinlich wegen kleinen Steinchen). Bei Rückwärtsfallen auf den Randstein geriet der rechte Fuss in die linke Kniekehle, sodass ich unter
anderem auf mein rechtes angewinkeltes Knie und auf mein Gesäss und Rücken fiel. Erstbehandelnder Arzt: PD
Dr.
med.
A._
(vgl.
Urk.
8/2/17 S. 1
; vgl. auch die Angaben vom
2.
März 2018,
Urk.
8/14
).
3.4
Dr.
Z._
hielt in seiner Aktenbeurteilung vom
1
9.
März
2018
(
Urk.
8/
2/12
S.
2
f.
) fest,
die
Beschwerdeführerin
habe bereits früher eine Knieschädigung beidseits
geltend gemacht, die
am 2
5.
November 2016 stattgefunden
habe.
Er habe
damals
die
Meniskushinterhornläsion
als eindeutig degenerativ gewertet.
Die Beschwerdeführerin sei
danach
augenscheinlich
am
6.
September 2017 von
PD
Dr.
A._
am rechten Knie
operiert worden.
Am
8.
Januar 2018 habe der Radiologe PD
Dr.
med.
E._
vom
Institut
D._
PD
Dr.
A._
mitgeteilt, dass
eine native MRI-Untersuchung des rechten
Kniegelenks durchgeführt worden sei. In der Unter
suchungsindikation sei kein Ereignis festgehalten und es sei lediglich die Frage nach dem Zustand des Knies gestellt worden (S. 3).
Am
8.
Januar 2018 habe PD
Dr.
med.
A._
einen
Konsultationsbericht verfasst und
darin
sei aufgeführt, dass die Beschwerdeführerin im November, das Jahr sei nicht angegeben
,
einen starken Knieschmerz im Rahmen einer Knieverdrehung rechts verspürt habe. Dabei habe sich der Orthopäde vermutlich auf das Ereignis vom 2
5.
November 2016 bezogen, da in den Akten von einer Knieverdrehung (rechts) im November 2017 nirgends etwas festgehalten
sei. Als Diagnose habe der Orthopäde dann einen Sturz nach Kniedistorsion rechts vor 2 Wochen, also um den 2
5.
Dezember 2017 herum festgehalten (S. 3 f.). In der später nachgereichten Schadenmeldung werde
dann
der 1
5.
Dezember 2017 als Datum des rubrizierten Ereignisses ange
geben.
PD
Dr.
A._
beurteile dabei, dass
sich deutliche Anhaltspunkte für eine
Rezidivläsion
des Innenmeniskus bei positiver Meniskussymptomatik mit deutlichem Leidensdruck
zeigten
. Der Radiologe habe aber entgeg
en dem Ortho
päden kein Knochenm
arködem beschrieben und vielmehr Inseln blutbildenden Knochenmarks im distalen Femur und in der proximalen Tibia, aber kein
Bone
Bruise
gefunden. Dabei würden Knochenmarkinseln von Orthopäden sehr häufig mit einer
Bone
Bruise
verwechselt.
Im Fragebogen, welcher die Beschwerde
füh
rerin a
m
2.
März 2018
ausgefüllt habe, sei aufgeführt, dass
sie
am 2
0.
Dezember
2017 erstmals einen Arzt oder ein Spital aufgesucht
habe
.
Ein Arztbericht mit Konsultationsdatum 2
0.
Dezember 2017 liege indes nicht vor (S. 4).
Zum Unfallhergang habe die Beschwerdeführerin angegeben, dass
sie
ausge
rut
scht und nach hinten gefallen sei. Dabei sei der rechte Fuss in die linke Kniekehle geraten. Sodann wolle sie auf den Rücken, das Gesäss sowie auf das rechte Knie gestürzt sein. Winkle m
an das rechte Knie an und bringe
den rech
ten Fuss in die linke Kniekehle
und lasse man sich dabei nach hinten fallen, würden das Gesäss und oder der Rücken die grösste Energie des Sturzes auffangen. Um sich gleich
zeitig noch das rechte Knie, was nur seitlich (lateral) möglich sei, prellen zu können, müsse der Körper gestreckt sein, das heisse, die Hüfte dürfe nicht flektiert
sein. Denn sonst würde sowohl das rechte als auch das linke Knie den Boden nicht berühren können. Zudem müsse die rechte Hüfte stark nach aussen rotiert werden, damit die Knieaussenseite auf den Boden aufschlagen könne. Aus biome
chanischer Sicht sei es darum nicht nachvollziehbar, dass es bei diesem Ereig
nisablauf zu einer dermassen heftigen lateralen Kniekontusion nicht Distorsion gekommen sein soll, dass gar der voroperierte mediale Meniskus die in der MRI-Untersuchung aufgezeigte fortschreitende Schädigung erlitten haben könnte. Es sei auch augenfällig, dass gegenüber den behandelnden Ärzten nichts von Be
schwerden an Gesäss oder dem Rücken berichtet worden sei, wenngleich die grösste Energie beim von ihr geschilderten Sturzablauf durch Gesäss und oder Rücken absorbiert werde, was gegen eine aussergewöhnlich grosse Energieein
wirkung durch
den Sturz spreche. Es müsse aber
noch auf
die diversen weiteren Ungereimtheiten hingewiesen werden und es stelle sich die Frage, weshalb die Beschwerdeführerin nicht direkt nach dem Sturzereignis ihrer Arbeitgeberin das Ereignis gemeldet habe
(S. 6 f.)
. Es könne allenfalls zu einer lateralen Kniekon
tusion im Sinn einer möglichen vorübergehenden Verschlimmerung gekommen sein. Solche einfachen Kniekontusionen heilten innerhalb von wenigen Wochen ohne Folgen aus. Eine maximale Behandlungsdauer von sechs bis acht Wochen wäre nachvollziehbar und eine Arbeitsunfähigkeit
zu 100
%
für eine körperliche Tätigkeit für maximal eine Woche ausgewiesen. Bei einer geistigen Tätigkeit sei keine Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen (S. 7)
.
Die in der erwähnten MRI-Unter
suchung beschriebenen Defekte seien nicht durch das rubrizierte Ereignis ent
standen, sondern seien als fortschreitende Abnützung zu betrachten (S. 7).
3.5
Im Bericht
des
Instituts
D._
übe
r das
MRI
Becken und MRI Lendenwirbelsäule (LWS
) nativ vom
1
8.
Mai 2018 (
Urk.
3/3/8
S. 9-10)
führte der zuständige Radiologe aus, es bestünden ödematöse Bandscheiben assoziierte Wirbelkörperveränderungen L5/S1 paramedian links als mögliches Schmerz
kor
relat
sowie m
ehrsegmentale leichte bis mässige degenerative Veränderungen lum
bal ohne substanzielle
Stenosierung
und ohne Kompression neurogener Struk
turen sowie eine geringe unspezifische Reizung des ISG rechts ohne spezi
fische postentzündliche Veränderungen.
3.6
Dr.
C._
,
Fachchiropraktor
SCG, ECU berichtete am 1
9.
August
2018 (
Urk.
8/2/2)
,
die Beschwerdeführerin
stehe
aktuell in seiner Behandlung
bei
der
Diagnose eines akuten
lumbovertebrale
n
Schmerzsyndrom
s
links bei Status nach Sturz im Dezember 201
7.
Als Therapien nannte der
Chiropraktor
Physiotherapie und
chiropraktische
Ma
ss
nahmen inklusive aktive Rehabilitationsmassnahmen. Die Konsultationen erfolgten im Abstand
von
zwei bis drei Wochen. Die Dauer der
Behandlung sei nicht absehbar. Es bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 100
%
seit 1
4.
Juli 2018.
4.
4.1
Laut Angaben der Beschwerdeführerin
in ihrer Unfallmeldung vom 2
0.
Januar 2018 (
Urk.
8/2/17 S.1)
rutschte sie
am 1
5.
Dezember 2017
auf dem Heimweg
aus
,
wobei ihr beim
Rückwärtsfallen der rechte Fuss in die linke Kniekehle
geraten und sie
auf das
rech
te angewinkelte
Knie
,
auf
s
Gesäss und
auf den Rücken gefallen sei
.
Als erstbehandelnde
n
Arzt führte sie PD
Dr.
A._
auf
,
wobei kein
e Angaben zum
Datum
der
Erstbehandlung
erfolgten
.
Insofern
die Beschwer
deführerin
später
angab
(vgl.
Urk.
8/2/14)
, dass sie
nach dem Ereignis
erstmals
am 2
0.
Dezember
2017 einen A
rzt oder
ein
Spital aufgesucht habe
(vgl.
Urk.
8/2/14),
ist dies nicht belegt
(vgl. dazu auch
Urk.
8/8)
.
Auch die beschwer
deweise erfolgte Präzisierung, es sei am Mittwoch, 20. Dezember 2017
,
ein Tele
fonat mit dem Sekretariat von
PD Dr.
A._
erfolgt, welcher sie für den
8.
Januar 2018
sogleich
einer MRI-Untersuchung zugewiesen habe
(
Urk.
1 S. 4)
, wird durch
den eingereichten Mailverkehr, welcher diesbezüglich nur Ausfüh
rungen der Beschwerdeführerin selbst enthält (
vgl.
Urk.
3/5a), nicht belegt.
Auch
ergeben sich
keine Anhaltspunkte, dass z
eitnah zum Ereignis Arbeitsun
fähigkeiten attestiert wurden. Der erste
medizinische
Bericht nach dem geltend gemachten Ereignis vom
15.
Dezember 2017 ist damit das
MRI vom
8.
Januar 2018 (E. 3.1
)
, welches
vorgängig
der
Sprechstunde bei
PD
Dr.
A._
vom 8.
Januar 2018
(E. 3.2)
erstellt wurde
.
Dabei fällt auf,
wie
der Vertrauensarzt der Beschwerdegegnerin
Dr.
Z._
in diesem Zusammenhang zu
Recht festg
ehalten hat
, dass
das MRI des rechten Kniegelenks vom 8. Januar 2018 im Hinblick auf die Fragestellung nach dem Zustand der Gelenke,
des
Meniskus,
der
Bänder
und
der
Knorpelsituation
und nicht mit der Fragestellung nach einem traumatischen Ereignis erstellt
wurde
.
Auch sonst
sind darin
keine
Hinweis
e
auf ein statt
ge
habtes
traumatisches
Ereignis vom 15.
Dezember 2017
enthalten
.
Die diesbe
züglichen Angaben von PD
Dr.
A._
in sei
nem Erstbericht vom 8.
Januar 2018
(
Urk.
8/2/17 S. 2)
, welcher einerseits auf eine «Knieverdrehung rechts im November
»
und anderseits auf
«
eine
Kniedistorsion rechts vor zwei Wochen
»
hinwies
,
sind
im Hinblick auf
ein
Ereignisdatum
vom 15.
Dezember 2017
unklar
.
Insofern PD
Dr.
A._
seinen Bericht
vom 8.
Januar 2018 später, nach
B
ekanntwerden, dass eine Kostengutsprache für die vorgesehene Operation abge
lehnt werde (vgl.
Urk.
8/2/11), ein erstes Mal bezüglich Verlauf (Dezember statt
November [
Urk.
8/2/6]),
und ein zweites Mal im Bericht,
der
im Beschwerde
ver
fahren eingereicht wurde
,
bezüglich
Verteiler abänderte (Unfall vom 1
5.
Dezem
ber 2017 [
Urk.
3/3/5b S. 2]),
entspricht
dies
einer
nachträglich
en
Abänderung
einer
Urkunde
.
Die
Berichterstattung von
PD
Dr.
A._
ist
jedenfalls
nicht geeignet
eine Kausalität zwischen
d
em
geltend gemachten Sturzereignis am 1
5.
Dezember 2017 und der im MRI vom
8.
Januar 2018 gesehenen Kniepatho
logie zu belegen,
zumal
das rechte Knie bereits vorgeschädigt
war
und durch PD
Dr.
A._
bereits am 6.
September 2017 (
Urk.
8/3/18)
operiert
worden war
.
4.2
Damit ist festzustellen
, dass nach dem geltend gemachten Ereignis vom 1
5.
Dezember 2017
die Beschwerdeführerin erst a
m 8.
Januar 2018 einen Arzt aufsuchte. Die bildgebenden Untersuchungen
am rechten Knie
standen dabei nicht im Zusammenhang mit
der Frage nach
möglichen Frakturen
aufgrund eines
traumatischen
Ereignis
ses, sondern betrafen die Frage nach dem allgemeinen Zustand
des rechten Knies
, was
auch
mit Blick
darauf
, dass die Beschwerde
führerin rund vier Monate zuvor am rechten Knie operiert w
orden war
, nicht aussergewöhnlich
war
.
Dr.
Z._
hat unter Bezug
nahme auf die MRI-Untersuchung vom
8.
Januar 2018
sodann
nachvollziehbar dar
gelegt, dass einerseits
aufgrund des
geltend gemach
te
n
Sturzereignis
ses
und
des beschriebenen Hergangs eine
laterale Kniekontusion am
rechten
voroperierten
Knie
und keine Distorsion zu postulieren ist. Anderseits wurde auch plausibel aufgezeigt, dass ein solches Ereignis
zufolge fehlender und erheblicher Begleitverletzungen an Rücken und Gesäss
von
der Gewalteinwirkung her
kaum
geeignet war
,
die
im
MRI
dargestellte
fortschreitende Pathologie
zu bewirken
.
E
twas A
nderes
kann auch nicht durch
andere
zeitnah zum Ereignis vom 1
5.
Dezember 2017
erstellte Arztberichte
belegt werden, nachdem die Be
schwerdeführerin das Ereignis erst mehr als ein
en
Monat später am 2
0.
Januar 2018 bei ihrer Arbeitgeberin meldete und keine anderen Arztberichte beigebracht werden können
.
Dr.
Z._
beurteilte die Problematik in nachvollziehbarer
W
eise als degenerativ.
Beim als beratenden Arzt der Unfallversicherung tätigen
Dr.
Z._
ist ungeachtet seines Facharzttitels von
grundsätzlich
ausreichenden Fachkenntnissen auszugehen (vgl.
bezüglich der Kreisärzte der Suva: Urteil
des Bundesgerichts
8C_316
/2019 vom 2
4.
Oktober 2019 E. 5.4
). Widersprechende ärztliche Berichte liegen keine vor, sodass
auch aus diesem Grund kein Anlass für ergänzende Abklärungen besteht (vgl.
Urk.
1 S.
11).
Auch der späteren
Berichterstattung
des
Chiropraktors
Dr.
C._
ist diesbezüg
lich nichts
zu entnehmen (E. 3.5 hiervor)
,
behandelte er doch
die Beschwer
deführerin offenbar im Zusammenhang mit einer Rück
en
problematik
erst
seit
2
8.
Februar 2018 (
Urk.
3/7)
und
attestierte Arbeitsunfähigkeiten ab
Juni 2018 (
Urk.
8/2/5)
.
Dazu ist festzuhalten, dass
im Nachgang zum Unfallereignis keine
Rückenbeschwerden
belegt sind und die Beschwerdeführerin solche auch im Fragebogen vom
2.
März 2018, nach der Behandlungsaufnahme bei
Chiropraktor
Dr.
C._
am 2
8.
Februar 2018, im Zusammenhang mit dem Unfallereignis nicht
(
explizit
) erwähnte
.
Die
Ansicht
von
Dr.
C._
,
wonach
die lumbalen Be
schwerden im Zusammenhang mit dem Ereignis vo
m 15.
Dezember 2017
st
ün
den
, wird einzig damit begründet, dass vorher nie solche Be
schwerden bestanden hätten. W
ie die Beschwerdegeg
nerin
aber
in diesem Zusammenhang zu Recht festgehalten hat,
kann
na
ch ständiger Rechtsprechung die Formel "
post
hoc, ergo
propter
hoc" - nach deren Bedeutung eine gesundheitliche Schädigung schon dann als durch
den Unfall verursacht gilt, weil
sie nach diesem aufgetreten ist - nicht als Beweis betrachtet werden und erlaubt nicht, einen natürlichen Kausal
zusammenhang mit der im Unfallversicherungsrecht geforderten überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachzuweisen (BGE 119
V 335 E. 2b/
bb
; Urteil des Bun
des
gerichts
8C_6/2009 vom 3
0.
Juli
2009 E.
3)
.
Eine traumatische Genese der Rückenbeschwerden wurde denn auch im
MRI Be
cken und MRI LWS
vom 1
8.
Mai 2018 (
Urk.
3/8 S. 9-10)
nicht beschrieben und
in diesem Zusammenhang
wurden
lediglich
degenerative Veränderungen
als
mögliches Schmerzkorrelat auf
geführt
. Bei erheblichem Vorzustand ist damit weder aufgrund des
Unfallhergangs
noch aufgrund
des Verlaufs die Problematik am
rechten Knie
und im Bereich der LWS
eine
r
richtungsgebenden
traumatische
n Genese im Zusammenhang mit einem Ereignis vom 1
5.
Dezember 2017 zuz
uschreiben
, weshalb die Beschwerdegeg
ne
rin diesbezüglich zu Recht eine höchstens vorüb
ergehende Problematik anerkannt hat
.
4.3
Zusammenfassend
stellt
mit
Bezug auf die im Vordergrund stehende Problematik am rechten Knie und damit einhergehend
mit Bezug auf
das Gesuch um Kosten
gutsprache für
eine
Rearthroskopie
die medizinische Beurteilung von Dr.
Z._
, an deren Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit kein Zweifel besteht, eine tragfähige Grundlage für die Beantwortung der strittigen Kausalitätsfrage dar. Ausschlag
gebend ist dabei in erster Linie die Erkenntnis, dass eine durch das Geschehnis vom
1
5.
Dezember 2017
im MRI vom
8.
Januar 2018 zur Darstellung
gelangte V
er
letzung
am Restmeniskus
nicht mit dem ma
ss
gebenden Beweisgrad der überwie
genden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 353 E. 5b mit Hinweisen) erstellt ist. Das Ereignis war höchstens geeignet,
die
bereits vorbestehende Knieproblematik
nach der O
peration
am
6.
September 2017
vorübergehend zu verschlimmern; eine richtunggebende Verschlimmerung ist durch die Akten nicht belegt. Dabei ist es – soweit die geltend gemachten Beschwerden am rechten Kn
ie ursächlich dem
Ereignis vom 1
5.
Dezember 2017
(und nicht dem Vorzustand) zugeschrieben wer
den können – nicht zu beanstanden, dass der Status quo sine s
pätestens
sechs bis acht Wochen
nach dem Ereignis als erreicht betrachtet wurde, wobei
auch be
gründet ist, dass in einer geistigen Tätigkeit, wie jene
r
als Lehrerin,
keine
unfall
bedingten
Arbeitsunfähigkeiten zu attestieren
sind
.
Begründete Anhaltspunkte, welche eine Terminierung des Status quo sine auf einen späteren Zeitpunkt als sachlich gerechtfertigt erscheinen liessen, sind nicht greifbar.
Insofern die Beschwerdegegnerin schliesslich neben den Verletzungen am rechten Knie auch Verletzungen am Rücken geltend machte, ist
aufgrund der vorste
henden Ausführungen (E. 4.2) und
nachdem
insbesondere
die Bildgebung
ledig
lich degenerative Veränderungen als mögliches Schmerzkorrelat auf
zeigte auch nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin diesbezüglich keine weiteren Abklärungen tätigte.
4.4
Bei der gegebenen medizinischen Aktenlage ist der
entscheidrelevante
Sachver
halt namentlich im Hinblick auf die strittige Frag
e der Unfallkausalität der
persistierenden rechts
seitigen Kniebeschwerden
und der Rückenbeschwerden
hin
rei
chend geklärt. Auf beweismässige Wei
terungen kann verzichtet werden, da mit Bezug auf das Ereignis vom 1
5.
Dezember 2017 bei aktenkundiger Bildgebung vom
8.
Januar 2018
sowie
mit Bezug auf die Rückenproblematik aufgrund der Bildgebung vom
1
8.
Mai 2018
keine zusätzlichen Erkenntnisse erwartet werden
können
(antizipierte Beweiswürdigung; vgl. BGE 122 V 157 E. 1d).
5.
Zusammenfassend hat die Beschwerdegegnerin ihre weitergehende Leistungs
pflicht zu Recht verneint. Dementsprechend ist der angefochtene
Einspracheent
scheid
vom
2.
September 2019
(Urk. 2) nicht zu beanstanden, was zur Abweisung der Beschwerde führt.