Decision ID: e6a75fe4-ad50-4dc7-b299-ad5a3d8b208f
Year: 2021
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
1.1.1
X._
, geboren 1954, war
ab
dem
1.
Juni 2009 in einem Vollzeitpen
sum als Schlosser/Monteur bei der
Y._
AG angestellt und als solcher bei der Suva obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Am 1
4.
April 2015 rutschte er beim Drehen eines Werkstücks an der Werkbank mit der Hand ab und brach sich das rechte Handgelenk (
Urk.
8/1). Die Suva, die am 2
2.
April 2015 über das Ereignis in Kenntnis gesetzt worden war, richtete Taggeld
er
aus und übernahm die Heilungskosten (
Urk.
8/2).
Nachdem die kreisärztliche Untersuchung vom 1
8.
Juli 2016 ergeben hatte, dass von weiteren Therapien keine wesentliche Besserung des Gesundheitszustandes mehr zu erwarten sei (
Urk.
8/125),
orientierte die Suva den Versicherten
mit Schreiben vom 2
2.
Juli 2016
über
den Fallabschluss per 3
1.
August 2016 (
Urk.
8/127).
Mit Verfügung vom 3
1.
August 2016 verneinte die Suva
sodann
den Anspruch des Versicherten auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung (
Urk.
8/146),
wogegen dieser am
8.
September 2016 Einsprache erhob
und um Erstreckung der Frist zur Nachreichung einer allfälligen Begründung ersuchte
(
Urk.
8/153
/1-2
).
Die
seitens der
Suva
zuletzt am 1. Dezember 2016 bis am 3
1.
Januar 2017
erstreckte Frist (Urk. 8/154, Ur
k.
8/158,
Urk.
8/162)
liess
der Versicherte unbenutzt verstreichen.
Auf die telefonische Information vom 2
3.
Januar 2017
hin
über einen in Aussicht genommenen Eingriff
,
stellte die Suva die Prüfung ihrer Zuständigkeit für die Operation und die erneute Behandlung in Aussicht (
Urk.
8/167).
Am 2
5.
Januar 2017
erteilte
sie
Kostengutsprache
für eine
Sauvé
Kapandji
Operation DRUG rechts (
Urk.
8/169
)
, die am 3
1.
Januar 2017 in der
Klinik Z._
durchgeführt wurde (
Urk.
8/179)
.
Nach
der
am
1
2.
Mai 2017
erfolgten
Rückfallmeldung per
3
1.
Januar 2017 (
Urk.
8/197) richtete
sie
mit Wirkung ab 3
1.
Januar 2017
erneut Taggel
d
er
aus und übernahm weitere Heilungskosten (
Urk.
8
/200). U
nter anderem hielt sich der Versicherte vom 2
1.
Februar
bis am 1
5.
März 2018 zur stationären Rehabilitation in der Rehaklinik
A._
auf (
Urk.
8/278)
. Mit Mitteilung vom
1
9.
April 2018
zog die Suva die Verfügung vom 3
1.
August 2016 mit der Begrün
dung, dass der medizinische Endzustand in diesem Zeitpunkt noch nicht erreicht gewesen sei, zurück
(
Urk.
8/291).
1.1.2
Nachdem die Suva dem Versicherten am 3
0.
November 2018 eine
rückwirkende
Korrektur des Taggeldan
satzes mitgeteilt
(
Urk.
8/335)
und ihm
offenbar
am
3.
Dezember 2018
Fr.
42'280.80
nach
bezahlt hatte (
vgl.
Urk.
8/3
51/1
), forderte sie m
it Verfügung vom 1
4.
Dezember 2018
aufgrund eines Rechnungsfehlers
Fr.
49'588.90 an
zu viel
ausgerichteten Taggeldleistungen zurück (
Urk.
8/340).
Diese
Verfügung
hob sie
mit
Verfügung vom 1
8.
Januar 201
9
wieder auf und reduzierte den
Rückforderungsbetrag
aufgrund eines erneuten Rechnungsfehlers
auf
Fr.
23'816.
40
(
Urk.
8/351), wogegen der Versicherte am 1
4.
Februar 2019 Einsprache erhob (
Urk.
8/359).
1.1.3
A
m 1
4.
Mai 2019
erfolgte die kreisärztliche Abschlussuntersuchung
(
Urk.
8/379)
, worauf die Suva den Versicherten
mit
Mitteilung vom 2
9.
Mai 2019 über den Fallabschluss per 3
0.
Juni 2019
orientierte
(
Urk.
8/381)
.
Mit
V
erfügung vom 1
2.
August 2019 sprach sie dem Versicherten eine Invalidenrente
bei eine
r Erwerbsunfähigkeit
von
13
%
zu
(
Urk.
8/396),
wogegen der Versicherte am
1
3.
September 2019 Einsprache erhob
(
Urk.
8/405), die er am
1
0.
Dezember 2019
ergänzte
(
Urk.
8/413).
1.1.4
Mit
Einspracheentscheid
vom 1
8.
Februar 2020 wies die Suva die Einsprache gegen die Verfügung vom 1
8.
Januar 20
19
ab und hielt an der Rückforderung von
Fr.
23'816.40 fest (
Urk.
8/418
=
Urk.
2
)
.
Am
2
0.
Februar 2020
wies sie ferner die Einsprache
gegen die Verfügung vom 1
2.
August 2019
betreffend Invaliden
rente
ab
(
Urk.
8/420 =
Urk.
9/1
)
.
1.2
1.2.1
Der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt Alexander
R.
Lecki
, erhob am 2
0.
März 2020 Beschwerde gegen den
Einspracheentscheid
vom 1
8.
Februar 2020 mit dem Antrag, es sei der angefochtene Entscheid sowie die Verfügung vom 1
8.
Januar 2019 aufzuheben und es sei von der Rückzahlung der Summe von
Fr.
23'816.-- abzusehen (
Urk.
1).
Das entsprechende Verfahren wurde unter der Prozessnummer UV.2020.00061 angelegt.
1.2.2
Am 2
3.
März 2020 erhob der Versicherte
Beschwerde gegen den
Einspracheent
scheid
vom 2
0.
Februar 2020 und beantragte, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und die Sache mit der Weisung
,
eine neue kreisärztliche Unter
suchung durchzuführen
,
an die Be
schwerdegegnerin zurückzuweisen
; eventuali
ter sei der Entscheid aufzuheben und es sei festzuhalten, dass der medizinische Endzustand nicht erreicht sei und die Kurzfristlei
s
tungen weiterhin auszurichten
seien
; sub-eventualiter sei der Entscheid aufzuheben und es sei festzustellen, dass der leidensbedingte Abzug 25
%
betrage (
Urk.
9/1).
Diese
m
Verfahren wurde
die
Prozessnummer UV.2020.00064
beigegeben
.
1.2.3
Mit Beschwerdeantworten vom 1
8.
Juni 2020 schloss die Beschwerdegegnerin
in den jeweiligen Verfahren
auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
7,
Urk.
9/7).
Darüber wurde der Beschwerdeführer mit Verfügung vom
2.
Juli 2020 orientiert,
gleichzeitig
wurden die beiden Verfahren unter der Prozessnummer UV.2020.00061 vereinigt und der Prozess Nr. UV.2020.00064 als dadurch erledigt abgeschrieben (
Urk.
10).
2
.
2
.1
Mit Verfügung vom 2
0.
Februar 2020 sprach die Suva dem Versicherten schliess
lich eine Integritätsentschädigung
für einen Schaden
von 10
%
zu (
Urk.
8/419). Die dagegen vom Versicherten am 1
9.
März 2020 erhobene Einsp
rache (
Urk.
8/424) wies sie
mit
Einspracheentscheid
vom
5.
Ju
ni 2020 ab (
Urk.
8/439 =
Urk.
2
im Prozess UV.2020.00160
).
2
.2
Auch hiergegen
erhob der Versicherte
am
3.
Juli 2020
Beschwerde mit dem Antrag
,
es sei der angefochtene Entscheid und damit auch die am 2
0.
Februar 2020 in Sachen Integritätsentschädigung erlassene Verfügung aufzuheben und dem Beschwerdeführer eine Integritätsentschädigun
g
für einen Schaden
von 40
%
zuzusprechen (
Urk.
1
im Prozess UV.2020.00160
). Mit Beschwerdeantwort vom 1
4.
Oktober 2020 schloss die Beschwerdegegnerin
auf Abweisung
der Beschwerde (
Urk.
8
im Prozess UV.2020.00160
), wovon dem Beschwerde
führer mit Verfügung vom
9.
November 2020 Kenntnis erteilt wurde
(
Urk.
10
im Prozess UV.2020.00160
).
Dieses Verfahren wurde unter der Prozess-Nummer UV.2020.00160 angelegt.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
Da den
Beschwerden im Wesentlichen derselbe Sachverhalt zu Grunde liegt, das gleiche Rechtsgebiet betroffen ist und die Parteien identisch sin
d, ist der Prozess UV.2020.00160
mit dem vo
rliegenden Prozess UV.2020.00061 (bereits vereinigt mit UV.2020.00064)
zu vereinigen und unter dieser Prozessnummer weiterzu
füh
ren. Das Verfahren UV.2020.00160
ist als dadurch erledigt abzuschreiben; dessen Akten werden im vorli
egenden Prozess als
Urk.
14/0-13
geführt.
2.
2.1
Am 1. Januar 2017 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt verwirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b). Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).
Der hier zu be
urteilende Unfall hat sich am 1
4.
April 2015
ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
2.2
Gemäss
Art.
6 UVG werden – soweit das Gesetz nichts
anderes
bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufs
krankheiten gewährt (
Abs.
1). Der Bundesrat kann Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen (
Abs.
2). Ausserdem erbringt die Versicherung ihre Leistungen bei Schädigungen, die den Verunfallten bei der Heilbehandlung zugefügt werden (
Abs.
3).
2.3
Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/
ee
).
Das Anstellungsverhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Versiche
rungsträger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangen
heit schliessen (BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4). Soll ein Versicherungsfall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärun
gen vorzunehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).
3
.
3
.1
Strittig und zu prüfen ist zunächst die Rechtmässigkeit der am
1
8.
Januar 2019
verfügten Rückforderung, die dem
Einspracheentscheid
vom 1
8.
Februar 2020 (
Urk.
2)
zu Grunde lag.
3
.
2
Die Beschwerdegegnerin begründete ihren
Entscheid vom 1
8.
Februar 2020
damit, dass sie den Taggeldansatz in ihrem Schre
iben vom 2
5.
April 2015 auf Fr.
142.50 pro Kalendertag festgesetzt habe. In Bezug auf die Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers ab dem 3
1.
Januar 2017 sei sie von einem Rückfall ausgegangen und der Taggeld
ansatz sei dabei auf Fr.
114.90 reduziert worden (
Urk.
2 S. 4). Diese Reduktion sei im Entscheid vom 3
0.
November 2018 rückgän
gig gemacht worden, wobei fälschlicherweise von einem Taggeldansatz von
Fr.
178.10 ausgegangen worden sei und dem Beschwerdeführer zusätzliche Tag
geldleistungen von
Fr.
42'280.80 nachbezahlt worden
seien
. Dieser Fehler sei
kurz darauf entdeckt worden und sie habe mit der angefochtenen Verfügung ausgehend vom richtigen Taggeldansatz von
Fr.
142.50 die Differenz zum falschen Taggeldansatz von Fr. 178.10 zurückgefordert. Diese betrage für die massgebliche Periode vom 3
1.
Januar 2017 bis am 3
0.
November 2018 F
r.
23'816.40
,
weshalb zweifelsfrei feststehe, dass sie gegenüber dem Beschwer
deführer Anspruch auf Rückzahlung dieses Betrages habe (
Urk.
2 S. 5).
In der Verfügung vom 1
8.
Januar 2019 habe sie eine Korrektur ihrer vorab erlassenen Verfügung vom 1
4.
Dezember 2018 vorgenommen, woraus erkennbar werde, dass sie erst nach Erlass dieser Verfügung zum ersten Mal
habe
gewahr werden können, dass diese möglicherweise fehlerhaft gewesen sei.
Die
einjährige Verwirkungsfrist
sei
damals
in
keiner Weise abgelaufen gewesen
(
Urk.
2 S. 6)
. Soweit der Beschwerdeführer vorb
r
inge, dass ihr die Grundlagen für die Berechnung bereits am 3
1.
Januar 2017 vorgelegen hätten
,
könne dem nicht beige
pflichtet werden, da nicht das erstmalige unricht
ig
e
Handeln für den Beginn der Verwirkungsfrist massgeblich sei
,
sondern j
en
er Tag, an welche
m
der Versicherer zu einem späteren Zeitpunkt bei der ihm gebotenen und zumutbaren Aufmerk
samkeit den Fehler hätte erkenn
en
müssen. Dieser Zeitpunkt sei jedoch erst nach Erlass der fehlerhaften Verfügung vom 1
4.
Dezember 2018 gegeben gewesen. Das gestellte Gesuch um Erlass der Rückforderung werde sodann nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Entscheides geprüft (
Urk.
2 S. 7).
3
.
3
Der Beschwerdeführer brachte gegen den Entscheid vom 1
8.
Februar 2020 vor, die richtige Berechnung des Taggeldes gehöre zu den fundamentalen Aufgaben der Beschwerdegegnerin beziehungsweise zum Grundwissen deren Mitarbeiter. Die Berechnungsgrundlagen für die Berechnung des Taggeldes ab dem 3
1.
Januar 2017 seien bereits im dam
aligen Zeitpunkt vorgelegen und die Beschwerdegeg
nerin habe es in der Folge versäumt,
be
i der Berechnung der Taggeldleis
tungen
den gesetzlich vorgeschriebenen Abzug von 20
%
zu beachten. Eine Berufung auf Rechtsunkenntnis sei ihr dabei nicht möglich. Entsprechend sei die einjährige Verwirkungsfrist spätestens im Februar 2018 abgelaufen und der Rückforde
rungsanspruch am
1
4.
Dezember 2018 beziehungswei
se am 1
8.
Januar 2019 klar verwirkt ge
w
esen (
Urk.
1 S. 5 f.). Unabhängig des Gesagten könne er sich vorlie
gend auf den Vertrauensschutz berufen.
Die Verfügung vom 3
0.
November 2018 stelle eine genügende Vertrauensgrundlage dar, wobei er von dieser Kenntnis genommen habe und sich habe darauf verlassen dürfen, dass die Beschwerdegeg
nerin bei der Berechnung des Tagessatzes korrekt vorgegangen sei. Er habe die Leistungen zur Bestreitung seines Lebensunterhaltes verwendet, weshalb auch eine Vertrauensbetätigung zu bejahen sei. Auch die
Kausalität
zwischen Vertrauen und Vertrauensbetätigung sei gegeben, da er darauf vertraut habe
,
das
s
ihm die Taggelder zust
ünden
und er diese für seine Lebenshaltungskosten benutzen dürfe. Ferner sei kein überwiegendes öffentliches Interesse erkennbar, das private Interesse überwiege mit Blick darauf, dass es sich um sein einziges Einkommen seit dem Unfall im Jahr 2015 handle, klar
(
Urk.
1 S. 7).
3
.
4
In der Beschwerdeantwort vom 1
8.
Juni 2020 ergänzte die Beschwerdegegnerin
im Wesentlichen
, soweit der Beschwerdeführer geltend mache, vorliegend greife der Vertrauensschutz, stehe dies klarerweise im Zusammenhang mit dem in
Art.
25
Abs.
1 Satz 2 ATSG
geregelten
Erlass der Rückforderung bei Bejahung des guten Glaubens und einer grossen Härte. Mangels Rechtskraft des vorliegen
den Entscheids sei noch nicht über das Erlassgesuch entschieden worden, weshalb es diesbezüglich an einem gültigen Anfechtungsgegenstand mangle und auf die Beschwerde in diesem Punkt nicht einzutreten sei (
Urk.
7 S. 2
).
4.
4.1
4.1.1
Nach Art. 25 ATSG sind
unrechtmässig
bezogene Leistungen zurückzuerstatten. Wer Leistungen in gutem Glauben empfangen hat, muss sie nicht zurückerstatten, wenn eine
grosse
Härte vorliegt (Abs. 1). Der Rückforderungsanspruch erlischt mit dem Ablauf eines Jahres, nachdem die Versicherungseinrichtung davon Kenntnis erhalten hat, spätestens aber mit dem Ablauf von fünf Jahren nach der Entrichtung der einzelnen Leistung (Abs. 2 Satz 1
in der hier anwendbaren, bis am 3
1.
Dezember 2020 in Kraft gewesenen Version
).
Die relative Frist läuft ab Kenntnisnahme des Rückforderungsanspruchs durch den Versicherungsträger. Dabei ist nicht eine tatsächliche Kenntnisnahme verlangt, sondern die Rechtsprechung bezeichnet es als ausreichend, dass der
Versicherungsträger bei Beachtung der zumutbaren Aufmerksamkeit hätte erkennen müssen, dass die Voraussetzungen fü
r eine Rückerstattung bestehen.
Fristauslösend ist dabei nicht das erstmalige unrichtige Handeln des Durchfüh
rungsorgans und die daran anknüpfende
unrechtmässige
Leistungsausrichtung. Vielmehr ist auf jenen Tag abzustellen, an dem die Verwaltung später – etwa aufgrund eines zusätzlichen Indizes – bei Beachtung der gebotenen und ihr zumutbaren Aufmerksamkeit sich hinsichtlich ihres Fehlers hätte Rechenschaft geben und erkennen müssen, dass die Voraussetzungen für eine Rückforderung gegeben sind (Urteil des Bundesgerichts 9C_132/2018 vom 14. Mai 2018 E. 3.2 mit Hinweisen, vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 8C_90/2018 vom 13. August 2018 E. 4.4 und Ueli
Kieser
, ATSG-Kommentar, 4. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2020, N 85 zu Art. 25).
4.1.2
Art.
25
Abs.
1 ATSG knüpft die Rückerstattungspflicht an einen
unrechtmässigen
Bezug der Leistung. Die
Unrechtmässigkeit
einer bereits bezogenen Leistung kann sich beispielsweise aus der Wiedererwägung oder der Revision der leistungszu
sprechenden Verfügung ergeben, wobei die Korrektur rückwirkend erfolgen muss. Bei Leistungen, welche durch formlose Entscheide zugesprochen wurden, sind Rückforderungen ebenso möglich wie bei verfügungsweise festgesetzten Leistun
gen (vgl. Ueli
Kieser
, ATSG-Kommentar,
4.
Auflage, Zürich
2020
, N 14 ff. zu
Art.
25).
4
.2
Es ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer ab dem 3
1.
Januar 2017 Anspruch auf Taggeldzahlungen mit einem Taggeldansatz von
Fr.
142.50 hatte, die Beschwerdegegnerin ihm indes aufgrund der Annahme, dass es sich um einen Rückfall handle, zunächst ein Taggeld von
Fr.
114.90 auszahlte (vgl.
Urk.
8/200). Weiter ist nicht bestritten, dass die Beschwerdegegnerin mit Schreiben vom 3
0.
November 2018 eine Korrektur der Taggeldhöhe vornahm (
Urk.
8/335) und dem Beschwerdeführer für die Periode vom 3
1.
Januar 2017 bis am 3
0.
November 2018 Taggelder in der Höhe von
Fr.
42’280.80 nachzahlte wobei sie fälschlicher
weise von einem Taggeldansatz von
Fr.
178.10 statt
von
Fr.
142.50
(
Fr.
178.10 x 80
%
)
ausging. Die Parteien sind sich somit grundsätzlich einig, dass die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer Taggeldleistungen in der Höhe von
Fr.
23'816.40
zweifellos
zu
Unrecht im Sinne von
Art.
53
Abs.
2 ATSG
ausge
richtet hat,
weshalb sie
grundsätzlich zurückzuerstatten sind (vgl.
Urk.
1 S. 4 f.)
, zumal es sich um einen Betrag von erheblicher Bedeutung handelt
.
Der Beschwerdeführer macht indessen geltend, auf eine Rückforderung sei gestützt auf den aus dem Grundsatz von Treu und Glauben abgeleiteten Vertrauensschutz zu verzichten.
4
.3
Der Grundsatz von Treu und Glauben wird im Bereich der Rückerstattung unrechtmässig bezogener Leistungen durch
Art.
25
Abs.
1 Satz 2 ATSG konkre
tisiert, wonach, wer Leistungen in gutem Glauben empfangen hat, sie nicht zurückerstatten muss, wenn eine grosse Härte vorliegt. Diese Voraussetzungen sind allerdings in einem besonderen Erlassverfahren (
Art.
4 der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSV), und nicht im vorlie
genden Verfahren zu prüfen. Eine solche - letztlich dem Legalitätsprinzip dienende (L
ocher
/
G
ächter
, Grundriss des Sozialversicherungsrechts,
4.
Aufl. 2014,
§
43
Rz
. 3) - Ordnung kann im Rahmen der Rechtsanwendung nicht generell aus Gründen des Vertrauensschutzes übergangen werden. Im vorliegen
den Verfahren könnten höchstens zusätzliche, besondere Vertrauensschutztatbe
stände massgebend sein, welche schon das Entstehen der Rückforderungsschuld als solche in Frage stellen könnten (Urteil
e
des Bundesgerichts 8C_792/2015
E. 3.2.2
und
C 264/05 vom 2
5.
Januar 2006 E. 2.1).
Gemäss Rechtsprechung (BGE 143 V 95 E. 3.6.2) kann nach dem in Art. 9 der Bundesverfassung (BV) verankerten Grundsatz von Treu und Glauben eine unrichtige Auskunft, welche eine Behörde dem Bürger erteilt, unter gewissen Umständen Rechtswirkungen entfalten.
Voraussetzung dafür ist, dass
es sich
(a)
um eine vorbehaltslose
Auskunft der Behörden handelt, (b)
die Auskunft sich auf eine konkrete, den Bürger be
rührende Angelegenheit bezieht, (c)
die Amtsstelle, welche die Auskunft gegeben hat, dafür zuständig war oder der Bürger sie aus zureichenden Gründen a
ls zuständig betrachten durfte, (d)
der Bürger die Unrich
tigkeit der Auskunft nicht ohne
Weiteres hat erkennen können, (e)
der Bürger im Vertrauen hierauf nicht ohne Nachteile rückgängig zu machende Dispositio
nen getroffen hat;
(f)
die Rechtslage zur Zeit der Verwirklichung noch die gleiche ist wie im Zeitpunkt der Auskunftserte
ilung und (g)
das Interesse an der richtigen Durchsetzung des objektiven Rechts dasjenige am Vertrauensschutz nicht überwiegt.
Vertrauensschutz setzt nicht zwingend eine unrichtige Auskunft oder Verfügung voraus; er lässt sich auch aus einer blossen behördlichen Zusicherung und sonstigem, bestimmte Erwartungen begründendem Verhalten der Behörden herleiten. Unterbleibt eine Auskunft entgegen gesetzlicher Vorschrift (vgl. Art. 27 ATSG) oder obwohl sie nach den im Einzelfall gegebenen Umständen geboten war, hat die Rechtsprechung dies der Erteilung einer unrichtigen Auskunft glei
chgestellt (BGE 131 V 472 E. 5).
4
.4
Das Vorliegen eines solchen besonderen Vertrauensschutztatbestand
s
kann vorliegend ohne Weiteres verneint werden, da der Beschwerdeführer
nicht substantiiert dargetan
hat
, inwiefern
er
im Vertrauen auf die Richtigkeit der Verfügung Dispositionen getroffen hat, die nicht ohne Nachteil rückgängig gemacht werden können (Voraussetzung e)
.
Denn der blosse Verbrauch von Geld
mitteln zur Bestreitung des Lebensunterhaltes kann nicht als Disposition gelten (ARV 2009 Nr. 5 S. 86, Urteil des Bundesgerichts 8C_796/2007; 1999 Nr. 40
S. 235, Urteil des Bundesgerichts C 284/97; Urteil des Bundesgerichts 9C_56/2011 E. 5.2; Urteil des Bundesgerichts C 27/01 vom
7.
Mai 2001 E. 3c/cc).
Daran ändert auch nichts, dass es sich bei den Taggeldleistungen um das einzige Einkommen des Beschwerdeführers handelte.
Der Aspekt
,
ob eine Rückzahlung den Beschwer
deführer in finanzielle Schwierigkeiten bringen würde, ist erst und nur bei der Behandlung des Erlassgesuchs unter dem Titel der
grossen
Härte in Erwägung zu ziehen (ARV 1999 Nr. 40 S. 238).
4
.5
Weiter brachte der Beschwerdeführer vor, der Rückforderungsanspruch sei am 1
4.
Dezember 2018 - dem Zeitpunkt der ersten, später aufgehobenen Rückforde
rungsverfügung - beziehungsweise im Verfügungszeitpunkt am 1
8.
Januar 2019 bereits verwirkt gewesen (
Urk.
1 S. 6).
Obwohl es zutrifft, dass der Beschwerdegegnerin grundsätzlich die Berechnungs
grundlagen für das Taggeld bereits am 3
1.
Januar 2017 vorlagen, konnte die einjährige Verwirkungsfrist entgegen dem Beschwerdeführer nicht bereits in diesem Zeitpunkt zu laufen beginnen, da der Beschwerdegegnerin damals der zur Auszahlung der zu hohen Taggeldleistungen führende Fehler - nämlich die Annahme eines Taggeldansatzes von
Fr.
178.10 statt
Fr.
142.50 - noch gar nicht unterlaufen war
.
D
aher
lag
en
mangels Ausrichtung einer zu einer Rückforderung berechtigenden Leistung die Voraussetzungen für eine Rückerstattung noch gar nicht vor. Das
erstmalige unrichtige Handeln der Beschwerdegegnerin und die daran anknüpfende
unrechtmässige
Leistungsausrichtung
erfolgte vielmehr erst mit der Mitteilung vom 3
0.
November 2019 betreffend Neuberechnung der Tag
geldleistungen und der darauffolgenden Auszahlung von
Fr.
42'280.80, weshalb
die Beschwerdegegnerin auch erst nach diesem Zeitpunkt erkennen konnte, dass die Rückforderungsvoraussetzungen erfüllt sind.
Somit konnte die einjährige Verwirkungsfrist frühestens am 3
0.
November 2019 zu laufen beginnen. Wann dies genau der Fall war, mithin wann die Beschwer
degegnerin den Fehler bei Beachtung der gebotenen Aufmerksamkeit hätte erkennen müssen, kann indessen
offen bleiben
, da die Rückforderungsverfügung vom 1
8.
Januar 2020 jedenfalls innerhalb eines Jahres seit dem unrichtigen Handeln der Beschwerdegegnerin am 3
0.
November 2019 er
ging
. Der Rückforde
rungsanspruch war somit im Verfügungszeitpunkt noch nicht verwirkt.
In
masslicher
Hinsicht blieben die Rückforderungen unbestritten, und es sind keine Anhaltspunkte ersichtlich, die auf eine unrichtige Ermittlung des Rückfo
r
derungsbetrages hindeuten.
Die Beschwerdegegnerin hat somit zu Recht Taggeld
leistungen in der Höhe von
Fr.
23'816.40 vom Beschwerdeführer zurückgefordert.
5.
5.1
Den
Einspracheentscheid
vom 2
0.
Februar 2020
betreffend Einstellung der Tag
gelder und
Zusprache
der Invalidenrente
begründete die
Beschwerdegegnerin damit, dass
die Kreisärztin anlässlich der Un
tersuchung vom 1
4.
Mai 2019
zum Schluss gekommen sei, dem Beschwerdeführer sei zwar die angestammte Tätig
keit als Metallbauschlosser unfallbedingt nicht mehr zumutbar, auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt seien
ihm
indessen
angepasste Tätigkeiten
ohne zeit
liche Einschränkung
möglich.
Auf diese Einschätzung sei abzustellen (
Urk.
9/2
S. 8). Von
einer namhaften
Besserung des unfallbedingt
en Gesundheitszustandes
sei sodann
überwiegend wahr
scheinlich
nicht mehr
auszugehen
. Die Einwendung
des Beschwerdeführers,
aufgrund se
iner neusten Untersuchung bestünden
aus fachärztlicher Sicht nach wie vor verschiedene Therapieoptionen, welche eine
Verbesserung des Gesundhei
tszustandes versprächen, führe
ins Leere, da einer
seits der behandelnde Handchirurg gegenüber einem neuerlichen Eingriff se
hr zurückhaltend sei und
der Versicherte selbst keine Therapie mehr vornehmen
wolle
. Andererseits hätten sämtliche bisher d
urchgeführten Behandlungsmass
nah
men zu keinerlei Verbesserung des Gesundheitszustandes geführt, weshalb nicht einzusehen sei, inwiefern ein neuerlicher Eingriff oder eine Infiltration noch zu wesentlichen Verbesserungen führen sollte. Es stehe somit fest, dass der End
zustand am 3
0.
Juni 2019 erreicht gewesen sei, die Rentenfrage sei daher per
1.
Juli 2019 zu prüfen (
Urk.
9/2 S. 10 f.).
Die Beschwerdegegnerin ermittelte
das Invalideneinkommen gestützt auf die Lohnstrukturerhebung (LSE) 201
6.
Dazu führte sie aus, g
emäss
der bundesge
richtlichen Rechtsprechung
seien
genügend
realistische
Arbeitsmöglichkeiten
für Personen
zu finden
, die funktionell als Einarmige zu betrachten seien und über
dies nur leichte Arbeiten verrichten könnten
, so dass der
Beschwerdeführer
seine Restarbeitsfähigkeit
verwerten könne. Fer
ner sei
ein
leidensbedingter Abzug von 15
%
gewährt worden, was sich gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung nicht beanstanden lasse (
Urk.
9/2 S. 12). Vergleiche man das so ermittelte Invalideneinkommen von
Fr.
57'581.55 mit dem
ausgehend vom zuletzt bei der
Y._
AG erzielten Lohn bemessene
Valideneinkommen
von
Fr.
66'300.--, resultiere eine unfallbedingte Erwerbseinbu
s
se von
Fr.
8'718.45 und damit ein Invaliditätsgrad von gerundet 13
%
(
Urk.
9/2 S. 13).
5
.2
Der Beschwerdeführer brachte dagegen vor,
aufgrund einer Untersuch
ung im Universitätsspital B._
sei davon auszugehen, dass nach wie vor Therapieop
tionen bestünden. Die kreisärztliche Zumutbarkeitsbeurteilung sei daher nicht mehr haltbar und eine neue kreisärztliche Untersuchung sei unumgängli
ch
(
Urk.
9/1 S
. 8). Mit Blick auf das Gesagte
treffe die Feststellung, der medizinisch-therapeutische Endzustand sei spätestens am 3
0.
Juni 2019 erreicht gewesen
,
nicht zu, weshalb die Kurzfristleistungen zu U
nrecht auf diesen Zeitpunkt
einge
stellt worden seien (
Urk.
9/1 S. 8). Ferner könne er die rechte, dominante Hand nicht als
Zudienhand
verwenden,
sondern lediglich als Hilfshand
. Die
von der Beschwerdegegnerin zitierte bundesgerichtliche Rechtsprechung betreffend
die Verwertbarkeit
der Arbeitskraft von Personen, die funktionell als Einarmige zu
betrachten
seien, verfange hier daher nicht.
Gestützt darauf
und da die Beschwer
degegnerin zudem vergessen habe, in ihre Würdigung mit einzubeziehen, dass er an einem
chronifizierten
Schmerzsyndrom leide, sei davon auszugehen, dass die verbliebene Restarbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nicht mehr nachgefragt sei (
Urk.
9/1 S. 9). Aus dem gleichen Grund
–
sowie
da
er während
sein
em gesamten
Berufsleben mit einem Beschäftigungsgrad von 100
%
als erfahrener Facharbeiter tätig gewesen sei und nur wenige Jahre vor dem Erreichen des Rentenalters während der Arbeit einen gravierenden Arbeits
unfall erlitten und aufgrund der dadurch erlittenen Verletzung praktisch aus dem Arbeitsleben ausgeschieden sei
-
sei vorliegend von einem leidensbedingten Abzug von 25
%
auszugehen (
Urk.
9/1 S. 10).
6.
6.1
Der Beschwerdeführer wurde nach dem Unfall vom 1
4.
April 2015 von seinem Hausarzt auf die chirurgische N
otfallstation des Spitals C._
überwiesen, wo eine distale intraartikuläre Radiusfraktur rechts-dominant diagnostiziert und eine
Ruhigstellung im Unterarmgips für insgesamt sechs
Wochen
angeordnet wurde (
Urk.
8/10/1).
6
.2
Dr.
med. D._
, Facharzt für Handchirurgie, hielt am 2
4.
Juni 2015 fest, nach der Ruhigstellung habe sich zunächst eine Sensibilitätsminderung der Finger gezeigt, diese sei jedoch klar rückläufig (
Urk.
8/16/3). In der Folge berich
tete er jeweils von einer sich verschlechternden Schmerzsituation mit einem massiven Schmerzbild diffuser und eher neuropathischer
Art.
O
bwohl die Budapest-Kriterien nicht voll erfüllt seien
, sei
von einer dystrophen Reaktion im Sinne eines C
R
PS Typ I auszugehen (
Urk.
8/25/2,
Urk.
8/28/2,
Urk.
8/35/2). Ab dem 3
0.
September 2015 beschrieb
Dr.
D._
eine deutliche Verbesserung der dystrophen Reaktion (
Urk.
8/50/3,
Urk.
8/60/2), es liege jedoch ein globales Schmerzproblem mit Schonung des gesamten Armes vor (
Urk.
8/71/2).
6
.3
Anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung vom
4.
Dezember 2015 hielt
Dr.
med. E._
, Facharzt für orthopädische Chirurgie, eine
mässiggradig
ausgeprägte Bewegungseinschränkung des rechten Handgelenkes in alle Bewegungsrichtungen ohne neurologische Ausfallerscheinungen fest, wobei die Beschwerden vom Beschwerdeführer als stark angegeben würden. Im Röntgenbild zeige sich ferner eine beginnende Arthrose, die jedoch wohl nicht die Ursache der Schmerzen sei (
Urk.
8/72/4)
.
6
.4
Am 2
1.
Januar 2016 führte
Dr.
med. F._
, Facharzt für Neurologie, aus, es lägen keine eindeutigen Hinweise für ein C
R
PS vor, das akute Karpaltunnel
syndrom nach der Gipsentfernung habe sich beruhigt. Die sensible
Medianus
schädigung
sei ferner deutlich
regredient
, die aktuellen Schmerzen könnten weder durch eine
Medianusproblematik
noch durch die Läsion eines anderen peripheren Nervs erklärt werden (
Urk.
8/87/2).
6
.5
Der Beschwerdeführer begab sich zur Einholung einer Zweit
meinung in die Klinik Z._
, wo
Dr.
med.
G._
, Facharzt für Handchirurgie, am
4.
April 2016 ein erhebliches
ulno-carpales
Impaktionssyndrom
und eine Arthrose im distalen
Radioulnargelenk
festhielt und die Durchführung eines Prozederes nach
Sauvée-Kapandji
vorschlug. Er attestierte dem Beschwerdeführer eine nach wie vor bestehende 100%ige Arbeitsunfähigkeit, ohne chirurgische Korrektur sei kaum mit einer Steigerung zu rechnen (
Urk.
8/100/2).
6
.6
Bei einer weiteren kreisärztlichen Untersuchung am 1
8.
Juli 2016 kam
Dr.
E._
zum Schluss, seit der Untersuchung vom
4.
Dezember 2015 sei keine relevante Veränderung des Gesundheitszustandes eingetreten. Es sei daher vom medizi
nischen Endzustand auszugehen (
Urk.
8/125/4).
Als Metallbauschlosser sei der Beschwerdeführer unfallbedingt auf Dauer nicht mehr arbeitsfähig. Leichte
Tätigkeiten seien ganztags möglich.
Ferner hielt er den von
Dr.
G._
empfohlenen Eingriff nicht für erfolgsversprechend
, er werde zu keiner Änderung der Zumutbarkeit führen
(
Urk.
8/125/5).
6
.7
Mit Bericht vom 1
1.
Januar 2017 stellte
Dr.
G._
bei Diagnose eines erheblichen
Ulna-Impaktionssyndrom
s
sowie einer im distalen
Radioulnargelenk
durch das ehemals ausgebrochene
uln
a
dorsale
Radiusfragment bestehende
n
Inkongruenz erneut die Indikation für ein Prozedere nach
Sauv
é
e-Kapandji
(
Urk.
8/166/2). Diese Operation wurde am 3
1.
Januar 2017 in der
Klinik Z._
durchgeführt und verlief problemlos (
Urk.
8/179,
Urk.
8/184/1).
Bei den in der Folge durchgeführten Kontrolluntersuchungen hielt
Dr.
G._
weiterhin bestehende
ulnocarpale
Handgelenkschmerzen auch in Ruhe fest, die er zunächst mit grosser Wahrscheinlichkeit der etwas mobilen proxima
len
Ulna
zuschrieb (
Urk.
8/193/1,
Urk.
8/205/2). Die Schmerzen im Bereich der distalen
Ulna
hätten sodann anlässlich der Untersuchung vom
6.
September 2017 eher wieder zugenommen, wobei das Schmerzsyndrom schwierig einzuordnen sei, am ehesten bestehe eine Reizung des
Nervus
Ulnaris
(
Urk.
8/222/2). Ein C
R
PS bestehe nicht (
Urk.
8/231/2). Dieser Zustand habe sich bei
den
Untersuchungen am 1
6.
Oktober und 1
1.
Dezember 2017 unverändert gezeigt, wobei es durchaus auch möglich sei, dass die radiocarpale Arthrose am Schmerzbild mitbeteiligt sei (
Urk.
8/239/1,
Urk.
8/252/2).
Am 1
6.
Januar
2018 hielt
Dr.
G._
schliesslich fest, der Grund für das Schmerzsyndrom bleibe weiterhin offen
. A
us handchirurgischer Sicht seien die Beschwerden
behoben
, welche auf das
Ulna-Impaktionssyndrom
zurückzuführen seien
. D
ementsprechend sei von handchirurgischer Seite kein weiterer Beitrag möglich, insbesondere auch deshalb, weil die durchgeführten Infiltrationen im Bereich des Hauptschmerzpunktes keine vollumfängliche Schmerzfreiheit gebracht hätten (
Urk.
8/262/2).
6
.8
Der Beschwerdeführer hielt sich vom 2
1.
Februar bis am 1
5.
März 2018 zur
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit
in der Rehaklinik
A._
auf (
Urk.
8/278/1).
Die Schmerzsituation stehe im Vordergrund und es könne kein Umgang mit den Schmerzen erreicht werden (
Urk.
8/278/5). Als Metallbauschlosser bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Wegen der bevorstehenden Operation wurde die Zumutbarkeit einer Verweistätigkeit nicht festgelegt (
Urk.
8/278/3).
6.9
Anlässlich einer
Konsiliarsprechstunde
am
8.
März 2018 stellte PD
Dr.
med.
H._
, Stellvertretender Klinikdirektor der Klinik für plastische Chirurgie und Handchirurgie des
Universitätsspitals B._
, eine hochgra
dige Instabilität des proximalen
Ulnastumpfes
fest, aufgrund derer der Beschwer
deführer seine Hand
nicht benützen könne. Die einzige Lösung dafür sei eine
Scheker
Prothese, die den
Ulnastumpf
wieder mit dem Radius verbinde (
Urk.
8/279/1).
Nachdem am
5.
September 2018
die
Implantation einer
Scheker
-Prothese durge
führt worden war, hielten die behandelnden Ärzte der Klinik für plastische Chi
rurgie und Handchirurgie des B._
im Austrittsbericht vom 1
1.
September 2018 einen komplikationslosen postoperativen Verlauf fest (
Urk.
8/323/1 f.).
Anlässlich der nachfolgenden Kontrolluntersuchung berichtete der Beschwerde
führer gemäss
Dr.
med. I._
, Oberarzt an der Klinik für plastische Chirur
gie und Handchirurgie des B._
, von einem Schnapp-Phänomen
,
welches mit ausgeprägten Schmerzen verbunden sei
,
sowie von Schmerzen bei der Pro- und Supination. Dies sei gut mit einer schnappenden ECU-Sehne über der Prothese erklärbar.
Zweieinhalb
Monate nach der Operation sei er sehr zurückhaltend
,
eine neue Operation durchzuführen
;
eine Stabilisation der Sehne vorzunehmen
,
wäre kein kleiner Eingriff. Eine bessere Option wäre seiner Ansicht nach eher eine ECU-Tenotomie (
Urk.
8/353/2).
Am 2
5.
Januar 2019 hielt
Dr.
I._
sodann eine fast vollständige Beschwer
defreiheit mit Schiene bei weiterhin bestehendem Schnapp-Phänomen ohne Schiene fest. Nach Diskussion der Behandlungsoptionen -
a
kzeptieren der Situation, Infiltration oder ECU-Tenotomie - habe sich der Beschwerdeführer für eine Infiltration entschieden, diese sei zwei Tage später problemlos durchgeführt worden (
Urk.
8/356/2,
Urk.
8/357). In der Folge sei der Beschwerdeführer drei Tage fast beschwerdefrei gewesen, danach seien die Schmerzen zunehmend stärker geworden (
Urk.
8/365/2). Auch die darauf eingeleitete Iontophorese-Therapie habe keine Besserung gebracht (
Urk.
8/372/1).
6
.10
Anlässlich der kreisärztlichen Abschlussuntersuchung vom 1
4.
Mai 2019 diag
nostizierte med.
pract
. J._
, Fachärztin für Chirurgie, ein
chronifiziertes
Schmerzsyndrom mit erheblicher Selbstlimitierung
. E
s zeige sich ein protrahierter und frustrierender Verlauf nach einer im Grunde einfachen distalen, zwar intraartikulären, jedoch
undislozierten
Radiusfraktur rechts von nun über vier Jahren
. I
m subjektiven Befinden des Beschwerdeführers
habe es
nie - weder durch diverse Infiltrationen noch die beiden Operationen - eine Verbesserung gegeben. Bemerkenswert und überaus auffallend sei das Agieren des Versicherten mit seiner Frau
;
es sei davon auszugehen, dass ein erheblicher sekundärer Krank
heitsgewinn vorliege, indem er von ihr umsorgt und umhegt werde. Ferner finde sich eine erhebliche und schon früh im Fallverlauf erkennbare Selbstlimitierung. Zudem bestätige sich die erhebliche Diskrepanz zwischen den objektivierbaren Befunden und den beklagten subjektiven Beschwerden und Einschränkungen, die
bereits früher dokumentiert worden sei (
Urk.
8/379/10 f.). Von einer weiteren Behandlung könne nicht mehr mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine namhafte
B
esserung erwartet werden. Der Fallabschluss sei zu empfehlen, da der medizinische Endzustand erreicht worden sei (
Urk.
8/379/12).
6
.11
Dr.
K._
,
L
eitender Oberarzt Handchirurgie an der
Klinik Z._
, stellte am
5.
November 2019 die Diagnose eines chronischen Schmerzsyndroms der Hand, des Handgelenks sowie des Unterarms rechts und legte dar, die Schmerz
situation habe sich mit jeder operativen Intervention beziehungsweise Infiltration zunehmend verschlechtert. Aktuell könne das Handgelenk weder aktiv noch passiv mobilisiert werden. Aus handchirurgischer Sicht könne dem Beschwerde
führer nichts angeboten werden, er empfehle die Vorstellung in einem interdis
ziplinären Schmerzzentrum (
Urk.
8/412/1 f.).
7
.
7
.1
Strittig ist zunächst, ob die Beschwerdegegnerin die vorübergehenden Leistungen zu Recht per 3
0.
Juni 2019 einstellte.
Nach Gesetz und Rechtsprechung ist der Fall unter Einstellung der vorübergehen
den Leistungen und Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung der ärzt
lichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungs
massnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind (vgl. Art. 19 Abs. 1, Art. 24 Abs. 2 UVG; BGE 144 V 354 E. 4.1 mit Hinweisen; Urteil des Bundesge
richts 8C_527/2020 vom 2. November 2020 E. 4.1 mit Hinweisen).
Ob eine namhafte Besserung noch möglich ist, bestimmt sich insbesondere nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeits
fähigkeit, soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist. Die Verwendung des Begriffes «namhaft» in Art. 19 Abs. 1 UVG verdeutlicht demnach, dass die durch weitere (zweckmässige) Heilbehandlung im Sinne von Art. 10 Abs. 1 UVG erhoffte Besserung ins Gewicht fallen muss. Weder eine weit entfernte Möglich
keit eines positiven Resultats einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung
,
noch ein von weiteren Massnahmen – wie etwa einer Badekur – zu erwartender geringfügiger therapeutischer Fortschritt verleihen Anspruch auf deren Durch
führung. In diesem Zusammenhang muss der Gesundheitszustand der versicher
ten Person prognostisch und nicht aufgrund retrospektiver Feststellungen beurteilt werden (Urteil des Bundesgerichts 8C_64/2021 vom 14. April 2021 E. 3.2 mit Hinweisen, insbesondere auf BGE 134 V 109 E. 4.3). Grundlage für die
Beurteilung dieser Rechtsfrage bilden in erster Linie die ärzt
lichen Auskünfte zu den therapeutischen Möglichkeiten und der Krankheitsent
wicklung, die in der Regel unter dem Begriff Prognose erfasst werden (Urteil des Bundesgerichts 8C_44/2021 vom 5. März 2021 E. 5.2 mit Hinweisen).
7
.2
Die Beschwerdegegnerin stützt
e
sich zur Begründung der Einstellung der
Tag
geld- und Heilbehandlungsleistungen auf die kreisärztliche Beurteilung von
med.
pract
.
J._
vom 1
4.
Mai 201
9.
Basierend auf einer umfassenden Untersuchung (
Urk.
8/379/9 f.) und unter Einbezug der medizinischen
Vora
kten
(
Urk.
8/379/1 ff.) kam
med.
pract
.
J._
zum Schluss, dass von einer weiteren Behandlung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
k
eine namhafte Besserung des unfallbeding
ten Gesundheitszustandes
mehr
erwartet werden könne und
er
empfahl, den Fall abzuschliessen (
Urk.
8/379/12). Der Beschwerdeführer brachte dagegen vor, gemäss
den behandelnden Ärzten des B._
bestünden weitere Therapieoptionen, die Einschätzung von
med.
pract
.
J._
sei daher nicht mehr haltbar und eine neue kreisärztliche Untersuchung sei unumgänglich (
Urk.
9/1
S. 8).
7
.3
Dazu ist zunächst auszuführen, dass die vom Beschwerdeführer angerufenen Berichte von
Dr.
I._ vom Universitätsspital B._
im Zeitpunkt der kreis
ärztlichen Untersuchung vom 1
4.
Mai 2019 bereits vorlagen und
med.
pract
.
J._
diese in ihrer Beurteilung berücksichtigte (
Urk.
8/379/7 f.). Dennoch kam sie zum Schluss, dass der medizinische Endzustand erreicht sei (
Urk.
8/379/12). Dass sich die gesundheitliche Situation des Beschwerdeführers seit diesem Zeitpunkt massgeblich verändert habe oder neue medizinische Erkenntnisse vorlägen, die zu einer Änderung der kreisärztlichen Stellungnahme führen könnten, wurde vom Beschwerdeführer nicht dargetan und ergibt sich auch nicht aus den Akten. Insbesondere beschrieb
Dr.
K._
im einzigen seither
er
gangenen Bericht weiterhin eine chronische Schmerzsituation
. Auch
er
konnte dem Beschwerde
führer keine Behandlungsoptionen anbieten (
Urk.
8/412/2). Für eine weitere kreisärztliche Untersuchung bestand und besteht somit kein Anlass, zumal davon keine anderen
entscheidrelevanten
Erkenntnisse zu erwarten sind (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 124 V 90 E. 4b, 122 V 157 E. 1d, 136 I 229 E. 5.3). Dass die Beschwerdegegnerin unter diesen Umständen auf eine erneute kreisärztliche Beurteilung verzichtet hat, ist nicht zu beanstanden
;
eine fehlerhafte beziehungs
weise unvollständige Sachverhaltsabklärung ist nicht ersichtlich.
7
.4
Massgeblich
für die Einstellung der Leistungen für Heilungskosten und der Taggelder ist, ob mit der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch eine
massge
bliche
Besserung des Gesundheitszustandes erzielt werden kann (
Art.
19
Abs.
1 UVG).
Gemäss
der bundesgerichtlichen Rechtsprechung muss eine namhafte Besserung indes nicht nur möglich, sondern nach dem im Sozial
versicherungs
recht üblichen Beweisgrad überwiegend wahrscheinlich sein (Urteil des Bundes
gerichts 8C_346/2010 vom 21. Juli 2010 E. 2.2).
Vorliegend schlugen die behandelnden Ärzt
e des Universitätsspitals B._
zwar noch Therapieoptionen wie eine erneute Operation oder eine Infiltration vor und diskutierten diese mit dem Beschwerdeführer
. Allerdings gaben sie
k
eine klare Empfehlung für eine der Behandlungen
ab, sondern hielten
auch das Akzeptieren der aktuellen Situation
für eine
gleichwertige Möglichkeit (
Urk.
8/356,
Urk.
8/372).
Med.
pract
.
J._
legte diesbezüglich überzeugend dar, es sei vor der Indikationsstellung für ein operatives Vorgehen zu berücksichtigen, dass eine
chronifizierte
Problematik vorliege und der Beschwerdeführer von den bisher durchgeführten zwei Operationen sowie den diversen Infiltrationen gemäss seinem eigenen Empfinden nie habe profitieren können (
Urk.
8/379/12). Es lägen diverse unfallfremde Rehabilitationshindernisse wie ein erheblicher sekundärer Krankheitsgewinn und eine erhebliche Selbstlimitierung vor (
Urk.
8/379/11).
Den Berichten von
Dr.
I._
ist
keine
Auseinandersetzung mit dem bisherigen erfolglosen Therapieverlauf
trotz verschiedenen Behandlungsmassnahmen
zu entnehmen
. Insbesondere
begründete
er nicht
, inwiefern die angebotene erneute Operation anders als alle bisherigen Behandlungsversuche und trotz dieser Rehabilitationshindernisse zu einer massgeblichen Verbesserung der Schmerz
situation
und der Arbeitsfähigkeit
führen sollte.
Eine überwiegende Wahrschein
lichkeit einer namhaften Besserung durch die Fortsetzung der ärztlichen Behandlung
kann aufgrund der
Berichte von
Dr.
I._
somit nicht
ange
nommen werden. Obschon eine prospektive Beurteilung geboten ist, bleibt immerhin anzumerken, dass
die vorgeschlagene Infiltration sowie eine Iontophorese-Therapie inzwischen durchgeführt
wurden und
zu keiner nach
haltigen Verbesserung der Schmerzsituation führten (
Urk.
8/365/2).
Sodann
sahen sich
auch die weiteren behandelnden Handchirurgen
Dr.
G._
laut
Bericht vom 1
5.
Oktober 2018 und
Dr.
K._
laut
Bericht vom
5.
November 2019
nicht mehr in der Lage,
dem Beschwerdeführer aus hand
chirurgischer Sicht
eine Behandlung anzubieten
(
Urk.
8/262/2,
Urk.
8/412/2).
Die Einschätzungen der behandelnden Ärzte
geben
somit
keine Indizien, die gegen die Zuverlässigkeit
der
Beurteilung von
med.
pract
.
J._
sprechen würden
. Demnach ist
der Fallabschluss per 3
0.
Juni 2019 zu Recht erfolgt.
8
.
8
.1
Zu prüfen ist weiter der Anspruch auf eine Invalidenrente.
Wird die versicherte Person infolge eines Unfalles zu mindestens 10 % invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente, sofern sich der Unfall vor Erreichen des ordentlichen Rentenalters ereignet hat (Art. 18 Abs. 1 UVG). Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Zur Bestimmung des Invaliditätsgrades wird gemäss Art. 16 ATSG das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der (unfallbedingten) Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworde
n wäre (sog.
Valideneinkommen
).
8
.2
Kreisärztin m
ed.
pract
.
J._
hielt
in ihrem Abschlussbericht
bezüglich den noch zumutbaren Tätigkeiten fest,
der Beschwerdeführer sehe sich für keine Tätigkeit arbeitsfähig. Generell müsse auf eine medizinisch-theoretische Beurteilung
anhand
objektiver Befunde abgestellt werden, insbesondere da ein CRPS nie habe bestätigt werden können und auch heute die Budapest-Kriterien nicht erfüllt sein. D
ie bisherige Tätigkeit als Metallbauschlosser sei unfallbedingt nicht mehr möglich. Auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt sei
dem Beschwerdeführer
indessen eine sehr leichte bis leichte Tätigkeit ganztags zumutbar, wobei repetitive Belas
tungen sowie Stoss- und Vibrationsbelastungen der rechten oberen Extremität aus dem Tätigkeitsprofil auszuschliessen seien. Manuelle Arbeiten mit der rechten Hand seien nur eingeschränkt möglich, die rechte Hand sei als Hilfshand einsetz
bar. Zudem seien nur Arbeiten in normal temperierten Räumen zumutbar ohne Arbeiten in Umgebungstemperaturen von unter 15° Celsius (
Urk.
8/379/12).
Angesichts der Tatsache, dass
sich
die
unfallbedingten
Beschwerden des Beschwerdeführers
zweifelsfrei
auf die rechte
Extremität
beschränken und
med.
pract
.
J._
sämtliche die rechte Hand übermässig belastende
n
Tätigkeiten aus dem Zumutbarkeitsprofil ausschloss, ist die kreisärztliche Zumutbarkeitsbeurtei
lung schlüssig und nachvollziehbar und es kann darauf abgestellt werden, was auch
seitens des
Beschwerdeführer
s
grundsätzlich unbestritten blieb.
8
.3
Der Beschwerdeführer machte indessen geltend, er könne die ihm attestierte Rest
arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nicht mehr verwerten (
Urk.
9/1 S. 9).
Wie von der Beschwerdegegnerin korrekt ausgeführt, stellen die faktische
Ein
händigkeit
oder die Beschränkung der dominanten Hand als
blosse
Zudien
hand
zwar praxisgemäss Tatbestände einer erheblich erschwerten Verwertbarkeit der
Arbeitsfähigkeit dar, doch hat die Rechtsprechung wiederholt bestätigt, dass auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt
durchaus
genügend realistische Betätigungs
möglichkeiten für Personen bestehen, die funktionell als Einarmige zu betrachten sind und überdies nur noch leichte Arbeit verrichten können. Zu denken ist etwa an einfache Überwachungs-, Prüf- und Kontrolltätigkeiten sowie an die Bedienung und Überwachung von (halb-) automatischen Maschinen oder Produktionseinheiten, die keinen Einsatz von rechtem Arm und rechter Hand voraussetzen (Urteil
e
des Bundesgericht
s 8C_462/2020 vom 2
7.
August 2020
E. 5.1,
8C_628/2017 vom 12. Januar 2018 E. 6.4 und 8C_622/2016 vom 21. Dezember 2016
E. 5.2.2 mit weiteren Hinweisen
).
Der Beschwerdeführer brachte dagegen vor,
diese Rechtsprechung
gehe regel
mässig von einer
Zudienhand
, begrifflich also von einer der andern Hand zwar untergeordneten, jedoch dennoch aktiven Hand aus. Dagegen könne er seine rechte - dominante - Hand lediglich als Hilfshand einsetzen, was sich einem Totalverlust annähere (
Urk.
9/1 S. 9). Allerdings ist
nicht ersichtlich
,
inwiefern die zitierte höchstgerichtliche Rechtsprechung nicht einschlägig sein soll
, sind doch die vom Bundesgericht angeführten Einsatzmöglichkeiten allesamt ohne Einsatz der beeinträchtigten Extremität möglich. Ferner ist zu berücksichtigen, dass die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers von
med.
pract
.
J._
aufgrund von medizinisch-theoretischen Überlegungen erfolgte, da die geltend gemachten Beschwerden objektiv nicht nachvollziehbar
sind
und eine erhebliche Selbstlimi
tierung besteh
t
(
Urk.
8/379/12). Für die Beurteilung der Verwertbarkeit der Arbeitsfähigkeit ist mithin nicht auf die subjektiven Angaben des Beschwerde
führers, sondern auf die objektivierbaren Befunde abzustellen
. Diese lassen
gemäss
med.
pract
.
J._
eine eingeschränkte Verwendung der rechten Hand für manuelle Arbeiten zu, so dass nicht von einer fast vollumfänglichen Gebrauchs
unfähigkeit der rechten Hand ausgegangen werden kann. Dass der Beschwerde
führer an einem
chronifizierten
Schmerzsyndrom leidet, erschwert sodann die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit nicht zusätzlich, da dieses ebenfalls dessen rechte Hand betrifft.
Es ist somit von der Verwertbarkeit der Restarbeits
fähigkeit des Beschwerdeführers auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt auszu
gehen und zu prüfen, welche erwerblichen Auswirkungen sich daraus ergeben.
8
.4
Beim in der Folge durchgeführten
Einkommen
svergleich stellte die Beschwerde
gegnerin
für das
Valideneinkommen
auf den vom Arbeitgeber angegebenen
, ohne das Unfallfallereignis erzielten
Lohn
von monatlich Fr. 5'100.--
(vgl.
Urk.
8/388)
und
für das
Invalideneinkommen auf
den Tabellenlohn
von
Fr.
5'340.--
der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung 2016 (TA1_tirage_skill_level, nach Wirtschaftszweigen, Kompetenzniveau und Geschlecht, Kompetenzniveau 1,
Zentralwert, herausgegeben vom Bundesamt für Statistik) ab
, den sie an die betriebsübliche Arbeitszeit und die Nominallohnentwicklung anpasste
(
Urk.
9/2 S. 11 ff.)
. Diese Berechnung
sgrundlagen
wurde
n
vom Beschwerdeführer
richtigerweise nich
t in Frage gestellt
.
Indes brachte er
unter Hinweis auf seine langjährige Tätigkeit als Facharbeiter (Schlosser/Monteur) und sein Ausscheiden aus dem Berufsleben
infolge des Arbeitsunfalles
kurz vor Erreichen des Renten
alters
vor, der von der Beschwerdegegnerin gewährte Leidensabzug von 15
%
sei auf 25
%
zu erhöhen (
Urk.
9/
1 S. 10).
Wie die Beschwerdegegnerin richtig ausführte, hat das Bundesgericht in Fällen funktioneller
Einarmigkeit
oder
Einhändigkeit
des Öfteren leidensbedingte Abzüge von 10-15
%
als angemessen erachtet (
vgl.
etwa
Urteil des Bundes
gerichts
9C_783/2015 vom 7. April 2016 E. 4.6 mit Hinweis).
Allerdings hat e
s
die Vornahme eines leidensbedingten Abzugs
auch schon als
ungerechtfertigt erachtet (
Urteil des Bundesgerichts
8C_383/2020 vom 2
1.
September 2020
E. 4.2.2).
Dass das Bundesgericht
mit Blick auf die
Definition des Beschwerde
führers von einer
Zudienhand
und nicht von einer Hilfshand ausgegangen
wäre
, ist auch in diesem Zusammenhang nicht ersichtlich
. F
erner ist - wie bereits ausgeführt - nicht von den subjektiv geltend gemachten Einschränkungen, sondern von einem objektivierten medizinisch-theoretischen Zumutbarkeitsprofil auszugehen, das den Beschwerdeführer deutlich weniger als vorgebracht einschränkt (vgl. E.
8
.3), was einen höheren Leidensabzug nicht als
angezeigt
erscheinen lässt. Weiter ist b
ei Heranziehen des statistischen Durchschnittslohns für Hilfsarbeitertätigkeiten
praxisgemäss
auch der Faktor der fehlenden Dienstjahre (Urteile
des Bundes
gerichts
8C_35/2019 vom
2.
Juli 2019 E. 6.3; 8C_49/2018 vom
8.
November 2018 E. 6.2.2.2; 8C_653/2016 vom 1
6.
Januar 2017 E. 5.2)
sowie des fortgeschrittenen Alters des Beschwerdeführers
(BGE 146 V 16 E. 7.2.1 mit Hinweisen)
zu vernach
lässigen
, soweit das Merkmal Alter in der obligatorischen Unfallversicherung überhaupt einen Abzug vom Tabellenlohn rechtfertigen kann (vgl. Urteil
des Bundesgerichts
8C_587/2019
vom 3
0.
Oktober 2019 E
.
7.3).
Damit besteht keine Veranlassung, in die
Ermessensausübung der Beschwerdegegnerin
einzugreifen
.
Nach dem Gesagten erweist sich die
Berechnung des Invaliditätsgrads von 15
%
und die gestützt darauf gewährte Invalidenrente in der gleichen Höhe somit als korrekt.
9
.
9
.1
Die Beschwerdegegnerin begründete den Entscheid vom
5.
Juni 2020
betreffend Integritätsentschädigung
damit, dass kein Anlass dafür bestehe, von der schlüssig un
d widerspruchsfrei begründeten Eins
chätzung
von
Kreisärztin
Dr.
J._
, dass die Integritätsentschädigung gestützt auf die Suva-Tabelle 5 «Integritätsschaden bei Arthrosen» auf 10
%
festzulegen sei, abzuweichen. Medizinische Berichte, welche dieser widersprächen, lägen keine vor und für eine erneute kreisärztliche Unter
suchung bestehe kein Anlass (
Urk.
14/2/6 f.)
.
9
.2
Der Beschwerdeführer brachte dagegen vor, indem die Beschwerdegegnerin lediglich von einer Arthrose ausgehe, habe sie eine unrichtige Tatsachenfest
stellung getroffen. Die rechte Hand sei starr und lediglich als Stützhand zu gebrauchen. Die Situation stelle sich mithin gleich dar, als ob er seine rechte Hand verloren habe, den einzigen Unterschied würden die starken Schmerzen bilden (
Urk.
14/1 S. 4 f.)
.
Die Beurteilung habe daher aufgrund der Suva Tabelle 5 «Integritätsschaden bei einfachen oder kombinierten Finger-, Hand- u
nd Armver
lusten
»
zu erfolgen
und
es sei
eine Integritätsentschädigung
für einen Schaden
von 40
%
geschuldet.
Selbst wenn man eine andere Auffassung vertreten würde, könne im vorliegenden Fall nicht von eine
r mässigen Arthrose ausgegangen
werden, vielmehr
müsse gestützt auf den Wert für eine schwere Arthrose eine
Integritätsentschädigung
für einen Schaden
von 25
%
zugesprochen werden (
Urk.
14/1 S. 5).
9
.3
Die Beschwerdegegnerin ergänzte in der Beschwerdeantwort
im Wesentlichen
, die Kreisärztin
habe
nachvollziehbar begründet, dass mit Sicherheit keine fortge
schrittene
arthrotische
Situation vorliege und unter Berücksichtigung einer gewissen Bewegungseinschränkung ein Integritäts
schaden
von 10
%
anzuneh
men sei. Diese Situation sei keinesfalls mit dem Totalverlust der Extremität gleichzusetzen. Allein die subjektive Wahrnehmung des Beschwerdeführers
,
wonach die rechte Hand unbrauchbar sei, vermöge keine
Einarmigkeit
zu begrün
den,
zumal den Akten zu entnehmen sei
, dass das vom Beschwerdeführer demonstrierte Ausmass der Beschwe
rden nicht erklärbar sei (
Urk.
14
/8 S. 2 f.). Die vom Beschwerdeführer
bei
gebrachte Beurteilung von
Dr.
K._
beruhe lediglich auf den Angaben des Beschwerdeführers
;
eine umfassende Unter
suchung sei aufgrund der behaupteten Schmerzen nicht möglich gewesen, der Beschwerdeführer könne daher daraus nichts zu
seinen Gunsten ableiten (
Urk.
14
/8 S. 3).
10
.
10
.1
Erleidet die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat sie Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG). Die Integritätsentschädigung wird in Form einer Kapitalleistung gewährt. Sie darf den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen und wird entsprechend der Schwere des Integritätsschadens abgestuft (Art. 25 Abs. 1 UVG).
Nach Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung der Entschädigung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36 UVV Gebrauch gemacht. Abs. 1 bestimmt, dass ein Integritätsschaden als dauernd gilt, wenn er voraussichtlich während des ganzen Lebens mindestens in gleichem Umfang besteht; er ist erheblich, wenn die körperliche, geistige oder psychische Integrität, unabhängig von der Erwerbs
fähigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt wird. Gemäss Abs. 2 gelten für die Bemessung der Integritätsentschädigung die Richtlinien des Anhangs
3.
Fallen mehrere körperliche, geistige oder psychische Integritätsschäden aus einem oder mehreren Unfällen zusammen, so wird die Integritätsentschädigung nach der gesamten Beeinträchtigung festgesetzt. Die Gesamtentschädigung darf den Höchstbetrag des versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen und bereits nach dem Gesetz bezogene Entschädigungen werden prozentual angerechnet (Abs. 3). Voraussehbare Verschlimmerungen des Integritätsschadens werden angemessen berücksichtigt. Revisionen sind nur im Ausnahmefall möglich, wenn die Verschlimmerung von grosser Tragweite ist und nicht voraussehbar war (Abs. 4).
10
.2
Zum Integritätsschaden führte
med.
pract
.
J._
am
2
1.
Mai 2019
aus, die Beur
teilung erfolge anhand der Suva Tabelle 5, «Integritätsschaden bei Arthrosen». Hier sei die
Ulnaköpfchenresektion
, die beim Beschwerdeführer vorliege, mit 5
%
angegeben, der prothetische Ersatz im
Ulnaköpfchenbereich
sei in der Tabelle nicht vorgesehen. Bildgebend zeige sich eine
Scheker
-Prothese in situ, ohne Hinweis auf Lockerung
,
sowie eine gewisse Konturirregularität im Bereich der radiokarpalen Handgelenksfläche, insgesamt jedoch mit Sicherheit keine fortge
schrittene
arthrotische
Situation. Unter Berücksichtigung einer gewissen Bewegungseinschränkung, wobei die vom Beschwerdeführer demonstrierte Bewegungseinschränkung in keiner Weise nachvollziehbar sei und mit den objektivierbaren Befunden nicht korreliere, dürfe hier eine Integritätsentschädi
gung von 10
%
angenommen werden (
Urk.
8/380/1).
10
.3
Die Beurteilung des Integritätsschadens bildet rechtsprechungsgemäss eine Tat
frage, die von einem Mediziner zu beantworten ist (Urteile des Bundesgerichts 8C_76/2013 vom 2
3.
Juli 2013 E. 3.4.1 und U 344/01 vom 1
1.
September 2002
E. 6, je mit Hinweisen). Eine die Ansicht des Beschwerdeführers
stützende
, der Kreisärztin widersprechende ärztliche Einschätzung der Integritätseinbusse ist indes nicht aktenkundig. Insbesondere beruhte die Beurteilung von
Dr.
K._
vom
5.
November 2019 -
wie von der Besch
werdegegnerin richtig dargelegt -
lediglich auf den Schmerzangaben des Beschwerdeführers, eine objektive Unter
suchung der Bewegungseinschränkung war nicht durchführbar (vgl.
Urk.
8/412).
Da die subjektive Wahrnehmung wie gesagt nicht mit den objektiven Befunden korreliert, erweist sich dieser Bericht
als ungeeignet,
auch nur geringe Zweifel an der
Einschätzung von med.
pract
.
J._
erwecken
, dass die Bewegungseinschrän
kung objektiv in keiner Weise nachvollziehbar sei. Entgegen dem Beschwerde
führer besteht daher kein Anlass, von Tabelle 3 «Integritätsschaden bei einfachen oder kombinierten Finger-, Hand- und Armverlusten» auszugehen, da keine mit einem Verlust der Hand gleichzusetzende Situation nachgewiesen ist. Dass sich
med.
pract
.
J._
bei ihrer Beurteilung an der Suva Tabelle 5 (Integritätsschäden bei Arthrosen) orientiert hat, ist sodann angesichts der Tatsache, dass
sie der
beim Beschwerdeführer vorliegende
Ulnaköpfchenresektion
Rechnung trägt
, überzeu
gend. Dies gilt auch für die Berücksichtigung des Wertes für eine
mässiggradige
Arthrose, da gemäss med.
pract
.
J._
mit Sicherheit nicht von einer fortge
schrittenen
Arthrosesituation
auszugehen ist.
Die ohne medizinische Grundlage geäusserte Ansicht des Beschwerdeführers, es sei von einer schweren Arthrose auszugehen, vermag daran nichts zu ändern (
Urk.
1 S. 10.). Nach dem Gesagten ist die Höhe der gestützt auf die medizinische Beurteilung von med.
pract
.
J._
zugesprochenen Integritätsentschädigung nicht zu beanstanden.
11
.
Nach dem Gesagten sind die Beschwerden gegen die
Einspracheentscheide
vom 1
8.
Februar 2020
betreffend Rückforderung von Taggeldleistungen (
Urk.
2), vom 2
0.
Februar 2020 betreffend Rentenanspruch (
Urk.
9/2) sowie vom
5.
Juni 2020 betreffend Integritätsentschädigung (
Urk.
14/2) abzuweisen.