Decision ID: 4135d27d-73df-4a93-a137-a4bc561996af
Year: 2013
Language: de
Court: ZH_VG
Chamber: ZH_VG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: public_law

hat sich ergeben:
I.
A ersuchte die Spitaldirektion des Spitals B mit Schreiben vom 4. Februar 2013 bezüglich seiner im Jahr 2008 verstorbenen Ehefrau um "Herausgabe der gesamten im Spital B aufliegenden, fallspezifischen Patientendokumentation" inklusive dreier im Gesuch bezeichneter Proben. Dieses Begehren wiederholte er mit Schreiben an die Spitaldirektion vom 17. April 2013. Mit Schreiben vom 2. Mai 2013 antwortete die Spitaldirektion, für die Entbindung der Spitalärzte von der Schweigepflicht müsse A ein Interesse an der Einsichtnahme geltend machen und dieses begründen. Er werde daher gebeten, der Spitaldirektion seine Motive für sein Akteneinsichtsgesuch anzugeben.
II.
Darauf rekurrierte A mit Eingabe vom 20. Mai 2013 bei der Gesundheitsdirektion und beantragte, die Gesundheitsdirektion möge das Spital B dazu anhalten, seinem Antrag auf Herausgabe der Patientendokumentation nachzukommen; gegebenenfalls möge die Gesundheitsdirektion alle nachgesuchten Unterlagen bis zum letztinstanzlichen Urteil "einsichern lassen". Die Gesundheitsdirektion trat auf den Rekurs mit Verfügung vom 27. Mai 2013 nicht ein.
III.
Dagegen gelangte A mit Eingabe vom 17. Juni 2013 an das Verwaltungsgericht und wiederholte seine Rekursanträge. Die Gesundheitsdirektion beantragte am 28. Juni 2013, die Beschwerde sei abzuweisen bzw. auf diese sei nicht einzutreten, und die Spitaldirektion verzichtete am 14. August 2013 auf eine Beschwerdeantwort. A wiederholte seine Anträge mit Eingabe vom 21. August 2013 erneut. Die Spitaldirektion liess sich dazu nicht mehr vernehmen.
Die Kammer

erwägt:
1.
Das Verwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde gemäss § 41 Abs. 1 in Verbindung mit § 19 Abs. 1 lit. a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zuständig. Da auch die übrigen Prozessvoraussetzungen erfüllt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.
2.
Die Vorinstanz erwog, der Beschwerdegegner habe das Verfahren mit Schreiben vom 2. Mai 2013 innert zulässiger Frist an
h
and genommen und werde dieses weiterhin hängige Verfahren fortführen, wenn der Beschwerdeführer die notwendigen Angaben gemacht habe, auf die er im genannten Schreiben hingewiesen worden sei. Demzufolge sei keine Rechtsverweigerung ersichtlich. Sodann weise das Schreiben des Beschwerdegegners den Beschwerdeführer lediglich auf das formelle Vorgehen bei einem Gesuch um Einsicht in die Krankengeschichte und auf die Begründungspflicht hin; es regle somit weder ein Rechtsverhältnis in verbindlicher Weise
,
noch begründe es unmittelbar vollstreckbare Rechte oder Pflichten des Beschwerdeführers.
Daraus schloss die Vorinstanz sinngemäss, das Schreiben vom 2. Mai 2013 sei keine anfechtbare Anordnung im Sinn von § 19 Abs. 1 lit. a VRG. Der Beschwerdeführer
werde die Möglichkeit haben, eine nach Verfahrensabschluss erlassene Verfügung des Beschwerdegegners mit Rekurs anzufechten. Zudem sei die Sicherstellung von Akten bisher nicht beantragt worden, weshalb dies nicht Gegenstand des Rekursverfahrens sein könne. Daher sei auf den Rekurs nicht einzutreten.
3.
3.1
Mit anfechtbaren Anordnungen im Sinn von § 19 und § 41 VRG sind Verfügungen gemeint. Die Verfügung ist ein individueller, an den Einzelnen gerichteter Hoheitsakt, durch den eine konkrete verwaltungsrechtliche Rechtsbeziehung rechtsgestaltend oder feststellend in verbindlicher und erzwingbarer Weise geregelt wird (Alfred Kölz/Jürg Bosshart/Martin Röhl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 2. A., Zürich 1999, Vorbem. zu §§ 4–31 N. 11 f. mit Hinweisen).
Abzustellen ist dabei allein auf den
materiellen Verfügungsbegriff; die f
ehlende Verfügungsform bedeutet mit anderen Worten nicht, dass keine Verfügung vorliegt (vgl. VGr, 11. Mai 2005, PB.2005.00002, E. 4.2;
Alfred Kölz/Isabelle Häner/Martin Bertschi, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 3. A., Zürich 2013, N. 888
).
Verfügung
s
charakter weisen indessen nur Vorgänge auf, mit denen die Behörde Rechtswirkungen anstrebt (Jürg Bickel/Magnus Oeschger/Andreas Stöckli, Die verfahrensfreie Verfügung. Ein Beitrag zu einem übersehenen Konzept des VwVG, ZBl 110/2009, S. 593 ff., S. 596).
3.2
Die Rechtsnatur des Schreibens des Beschwerdegegners vom 2. Mai 2013 ist unklar. Aus der Abfassung in Form eines Briefs kann
zwar
nicht abgeleitet werden, dass keine Verfügung vorliegt. Gegen die Qualifikation als Verfügung spricht jedoch die Tatsache, dass keine Konsequenzen angedroht wurden für den Fall der fehlenden oder ungenügenden Begründung des Interesses des Beschwerdeführers an der Einsichtnahme in die bzw.
an der