Decision ID: 525362dd-b6f0-54f2-a3a0-fb8ca7995e49
Year: 2011
Language: de
Court: SG_VG
Chamber: SG_VG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ Die Beschwerdeführer G. und J. B., F. B. und G. S. sind Eigentümer der
Grundstücke Nrn. 000a, 000b und 00c (Grundbuch X.) am V.-T.-Weg in X. Der V.-
T.-Weg wurde gemäss rechtskräftigem Strassenplan der Stadt X. als
Gemeindestrasse dritter Klasse eingeteilt.
B./ Am 3. Dezember 2008 genehmigte der Stadtrat X. den Teilstrassenplan "V.-T.-
Weg (Nr. 000), Gemeindestrasse 3. Klasse, Neubau". Dieser Teilstrassenplan
verlängert den bestehenden V.-T.-Weg um etwa dreissig Meter und sieht in der
Mitte der Strassenverlängerung einen Wendeplatz vor. Mit dieser Verlängerung
sollen die hinterliegenden noch unüberbauten Grundstücke erschlossen werden.
Dieser Teilstrassenplan wurde vom 23. Dezember 2008 bis 22. Januar 2009
öffentlich aufgelegt. G. und J. B., F. B. und G. S. erhoben Einsprache gegen den
Teilstrassenplan. Die Einsprache richtete sich gegen die Klassierung der
Verlängerung des V.-T.-Wegs als Gemeindestrasse dritter Klasse. Der Stadtrat X.
wies die Einsprachen mit Entscheid vom 8. April 2009 ab.
C./ Mit Eingabe ihres Rechtsvertreters vom 7. Mai 2009 erhoben G. und J. B., F. B.
und G. S. gegen den Einspracheentscheid Rekurs beim Baudepartement mit den
Anträgen, der Entscheid des Stadtrats X. vom 8. April 2009 sei kosten- und
entschädigungspflichtig aufzuheben; es sei der bestehende V.-T.-Weg mit dessen
Verlängerung gemäss rechtskräftigem Strassenbauprojekt als Gemeindestrasse
zweiter Klasse einzuteilen; und im Übrigen sei die Streitsache zur Entscheidung
auf Übertragung der Strasse ins Eigentum der politischen Gemeinde an den
Stadtrat X. zurückzuweisen. Der Rekurs wurde im Wesentlichen damit begründet,
dass durch die Verlängerung des V.-T.-Wegs zusätzlich zu den vier bestehenden
Wohneinheiten weitere Grundstücke mit insgesamt zehn Wohneinheiten
erschlossen würden. Damit erschliesse der verlängerte V.-T.-Weg neu vierzehn
Wohneinheiten. Dies rechtfertige eine Einteilung des verlängerten V.-T.-Wegs als
Gemeindestrasse zweiter Klasse.
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Nach der Eingabe des Stadtrats X. vom 3. Juli 2009 mit dem Antrag auf
Abweisung des Rekurses fand am 25. September 2009 unter Anwesenheit der
Beteiligten ein Augenschein statt. Dabei beauftragte das kantonale Tiefbauamt
den Vertreter der Stadt X. damit, die mögliche Anzahl der zu erschliessenden
Wohneinheiten zu überprüfen, da die Zahl der durch den V.-T.-Weg gesamthaft
erschlossenen Wohneinheiten umstritten war. Die Stadt X. teilte am 1. Oktober
2009 per E-Mail mit, dass am V.-T.-Weg voraussichtlich etwa dreizehn
Wohneinheiten realisierbar seien. Mit Schreiben vom 24. November 2009 erhielten
alle Beteiligten das Augenscheinprotokoll samt einer vorläufigen rechtlichen
Beurteilung durch das Tiefbauamt. Der Teilstrassenplan erschliesse gemäss
strittigem Vorhaben lediglich neun oder zehn Wohneinheiten. Daher erweise sich
die Einteilung des verlängerten V.-T.-Wegs als Gemeindestrasse dritter Klasse als
korrekt.
Am 4. Dezember 2009 reichte A. A. ein Baugesuch samt Situationsplan der
"2. Bauetappe Einfamilienhäuser V.-T.-Weg 0a, 0b und 0b" bei der Stadt X. ein.
Das Projekt sieht eine neue Parzellierung der Grundstücke vor: So wird die
Grenze zwischen den Grundstücken Nrn. 000d und 000e nach Norden ungefähr in
die Mitte des verlängerten V.-T.-Wegs verschoben. Ausserdem werden die
Grundstücke Nrn. 000e und 000f neu aufgeteilt. Damit werde für alle neuen
Grundstücke eine einwandfreie Erschliessung ab dem V.-T.-Weg gewährleistet.
Mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 13. Januar 2010 nahm der Stadtrat X.
Stellung zum Augenscheinprotokoll und machte im Wesentlichen geltend, dass
die zuständigen Amtsstellen der Stadt geprüft hätten, ob der Teilstrassenplan im
Hinblick auf die Erschliessung der Grundstücke Nrn. 000f und 000d überarbeitet
werden müsse. Damit sei aber zuzuwarten, bis für die genannten Grundstücke
sowie für das Grundstück Nr. 000g ein konkretes Bauprojekt vorliege. Bei den
Grundstücken Nrn. 000d und 000g sei zu berücksichtigen, dass sie auch von
Süden her über die V.-T.-Strasse erschlossen werden könnten, was sich dann
auch auf die Verlängerung des V.-T.-Wegs auswirken könne.
Mit Schreiben ihres Rechtsvertreters vom 7. Dezember 2009 und 16. Februar 2010
hielten G. und J. B., F. B. und G. S. am Rekurs fest und nahmen zum
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Augenscheinprotokoll Stellung. Darin wiesen sie unter anderem darauf hin, dass
in der Zeit vom 22. Dezember 2009 bis 4. Januar 2010 das Bauprojekt und
Baugesuch für die "2. Bauetappe Einfamilienhäuser V.-T.-Weg 0a, 0b und 0c" zur
öffentlichen Auflage gebracht und nicht wegen ungenügender Erschliessung
zurückgewiesen worden sei. Angesichts der von A. A. beabsichtigten Änderung
der Grenze zwischen den Parzellen Nrn. 000e und 000d werde auch die Parzelle
Nr. 000d erschlossen. Eine Erschliessung der Grundstücke Nrn. 000d und 000g
mit einer Zufahrt ab der unterhalb und südseits liegenden V.-T.-Strasse sei nach
der gesamten bisherigen Planung des Grundeigentümers mit an Sicherheit
grenzender Wahrscheinlich auszuschliessen.
Der Stadtrat X. beantragte mit Schreiben vom 12. März 2010 erneut die Ablehnung
des Rekurses und brachte im Wesentlichen vor, es treffe zu, dass ein Baugesuch
für die Einfamilienhäuser V.-T.-Weg 0a, 0b und 0c bei der Baukommission
anhängig sei. Die im Situationsplan der "2. Bauetappe Einfamilienhäuser V.-T.-
Weg 0a, 0b und 0c" vorgesehene Änderung der Grundstücksgrenzen sei
allerdings grundbuchlich noch nicht vollzogen.
Am 21. April 2010 wurde die im Baugesuch von A. A. vom 4. Dezember 2009
vorgesehene Parzellierung der Grundstücke Nrn. 000e und 000f resp. 000h sowie
die Verschiebung der Grenze zwischen den Grundstücken Nrn. 000e und 000d
grundbuchlich vollzogen. Damit entstanden neu die Grundstücke Nrn. 000i und
000h, die östlich vom Grundstück Nr. 000e liegen und einen Teil der Gesamtfläche
der Parzelle Nr. 000f beanspruchen.
Mit Entscheid vom 30. Dezember 2010 lehnte das Baudepartement den Rekurs
kostenpflichtig ab. Zur Begründung wurde im Wesentlichen vorgebracht, dass
durch den angefochtenen Teilstrassenplan die schon bestehenden vier Häuser
auf den Grundstücken Nrn. 000c, 000a, 000b und 000j, die neu erstellten Häuser
auf den Grundstücken Nrn. 000k und 000l, das unüberbaute Grundstück Nr. 000g
und zusätzlich durch die Verlängerung des V.-T.-Wegs das Grundstück Nr. 000e
erschlossen würden. Damit würden bei einer möglichen Überbauung der
Grundstücke Nrn. 000g und 000e insgesamt neun bis zehn ständig bewohnte
Wohneinheiten erschlossen. Falls sich die Anzahl der Wohneinheiten durch die
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Änderung der Grundstückgrenzen oder die Erschliessung weiterer Grundstücke
über den V.-T.-Weg auf über zehn erhöhen würde, sei eine Umklassierung in eine
Gemeindestrasse zweiter Klasse geboten. Solange aber offen sei, wie die
Erschliessung der Grundstücke Nrn. 000g und 000d erfolge, sei die Klassierung
des verlängerten V.-T.-Wegs als Gemeindestrasse dritter Klasse rechtmässig.
Mit Eingaben ihres Rechtsvertreters vom 17. Januar 2011 und 14. Februar 2011
erheben G. und J. B., F. B. und G. S. Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit
den Anträgen, der Rekursentscheid des Baudepartements Nr. 81/2010 vom
30. Dezember 2010 sei kosten- und entschädigungspflichtig aufzuheben; und es
sei die Streitsache zur Einteilung des V.-T.-Wegs mit dessen Verlängerung
gemäss rechtskräftigem Strassenbauprojekt als Gemeindestrasse zweiter Klasse
an die Erstinstanz zurückzuweisen. Als Begründung wird im Wesentlichen
vorgebracht, dass das Baudepartement seine Feststellungen zur Anzahl
Wohneinheiten, die durch den V.-T.-Weg erschlossen würden, nicht unter den ihm
im Zeitpunkt des Entscheides bekannt gewesenen Verhältnissen vorgenommen
und deren Veränderungen durch das Baugesuch von A. A. für die drei
Einfamilienhäuser nicht berücksichtigt habe.
Das Baudepartement liess sich mit Eingabe vom 4. März 2011 zur Beschwerde
vernehmen und beantragt deren Abweisung. Als Begründung wird im
Wesentlichen vorgebracht, dass die Anzahl der erschlossenen ständig bewohnten
Wohneinheiten zur Zeit des angefochtenen Entscheids des Stadtrates für die
Klassierung des V.-T.-Wegs massgebend sei. Der Stadtrat X. nahm mit Eingabe
seines Rechtsvertreters vom 28. März 2011 zur Beschwerde Stellung und
beantragt deren kosten- und entschädigungspflichtige Abweisung. Dabei wird
hauptsächlich geltend gemacht, dass die Anzahl der durch eine Strasse
erschlossenen ständig bewohnten Wohneinheiten ein wichtiges, jedoch nicht
alleiniges Kritierium für die Abgrenzung zwischen Gemeindestrassen zweiter und
dritter Klasse sei und dass nur die rechtlich zur Erstellung bewilligten
Wohneinheiten, mit deren umgehenden Realisierung zu rechnen sei, zu
berücksichtigen seien.
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Nach mehrmaliger Fristerstreckung nahmen G. und J. B., F. B. und G. S. mit
Eingabe ihres Rechtsvertreters vom 25. Mai 2011 zu den Vernehmlassungen des
Baudepartements und des Stadtrats X. Stellung. Sie halten dabei an der
Gutheissung der Beschwerde fest und reichten die Pläne und Unterlagen zum
Baugesuch von A. A. vom 4. Dezember 2009 betreffend "2. Bauetappe
Einfamilienhäuser, V.-T.-Weg 0a, 0b, 0c" auf den Parzellen Nrn. 000e, 000i und
000h ein. Im Weiteren äussert sich der Rechtsvertreter mehrheitlich zu den
Vorbringen der Beschwerdegegnerin in ihrer Eingabe vom 28. März 2011.
Die zusätzliche Eingabe des Rechtsvertreters von G. und J. B., F. B. und G. S. vom
25. Mai 2011 wurden dem Stadtrat X. zur Stellungnahme unterbreitet. Mit Eingabe
seines Rechtsvertreters vom 1. Juni 2011 beantragt der Stadtrat X., die Eingabe
vom 25. Mai 2011 aus dem Recht zu weisen.
Auf die weiteren von den Verfahrensbeteiligten vorgebrachten Ausführungen
wird, soweit wesentlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. (...).
2. Die Beschwerdegegnerin verlangt, dass die Eingabe der Beschwerdeführer
vom 25. Mai 2011 aus dem Recht zu weisen sei, da diese eine eigentliche Replik
darstelle und keiner der aufgegriffenen Punkte in der Eingabe vom 25. Mai 2011
tatsächlich neu sei.
2.1. Aus Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 53 Abs. 1 VRP ergibt sich, dass im
Beschwerdeverfahren grundsätzlich nur ein einfacher Schriftenwechsel
stattfindet. Einen zweiten Schriftenwechsel sieht das VRP nicht vor (VerwGE vom
13. Dezember 1991 i.S. B. & G. AG und Mitbeteiligte, E. 1b mit Hinweis; U. P.
Cavelti/Th. Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen – dargestellt
an den Verfahren vor dem Verwaltungsgericht, 2. Aufl., St. Gallen 2003, Rz. 949).
Zur Wahrung des rechtlichen Gehörs wird eine zweite Eingabe der
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Beschwerdeführer zugelassen, wenn in der Vernehmlassung eine
Schlechterstellung der Beschwerdeführer beantragt wird, wenn in der
Vernehmlassung neue, bisher nicht erörterte prozessuale Vorfragen aufgeworfen
oder wenn von den Beschwerdebeteiligten neue tatsächliche und rechtliche
Behauptungen vorgebracht werden, die für die Beurteilung der Streitsache von
erheblichem Einfluss sind. Die zweite Eingabe hat sich indessen sachlich auf
diejenigen Umstände zu beschränken, die sie rechtfertigen und es können keine
neuen Beschwerdegründe nachgeschoben werden (VerwGE vom 13. Dezember
1991 i.S. B. & G. AG und Mitbeteiligte, E. 1b mit Hinweisen; Cavelti/Vögeli, a.a.O.,
Rz. 951 mit Hinweisen).
2.2. Die kantonale Rechtsprechung zum Recht auf Replik hat den Anspruch auf
rechtliches Gehör gemäss Art. 6 Ziff. 1 der Europäischen
Menschenrechtskonvention (SR 0.101, abgekürzt EMRK) und Art. 29 Abs. 2 der
Bundesverfassung (SR 101) zu berücksichtigen. Nach der Rechtsprechung des
Bundesgerichts in Anlehnung an die Praxis des Europäischen Gerichtshofs für
Menschenrechte sind die Gerichte in sämtlichen Rechtsbereichen verpflichtet,
jede ihnen eingereichte Stellungnahme den Beteiligten zur Kenntnis zu bringen
und diesen Gelegenheit zu geben, dazu Stellung zu nehmen (BGE 133 I 104 E. 4.6;
133 I 99 E. 2.1). Dies gilt unabhängig davon, ob eine Vernehmlassung oder
Stellungnahme neue Tatsachen oder Argumente enthält und ob sie das Gericht
tatsächlich zu beeinflussen vermögen (BGE 133 I 102 und 103 f. E. 4.3 und 4.5).
Das Bundesgericht anerkennt mit anderen Worten ein bedingungsloses
Replikrecht (G. Steinmann, St. Galler Kommentar zur schweizerischen
Bundesverfassung, 2. Aufl., Zürich/St. Gallen und Zürich/ Basel/Genf 2008, Rz. 25
zu Art. 29). Ausgeschlossen sind indessen nach Ablauf der Beschwerdefrist
Anträge und Rügen, die bereits in der Beschwerdeeingabe hätten erhoben
werden können, ausser die Vernehmlassungen hätten erst hierzu Anlass gegeben
(BGE 132 I 47 E. 3.3.4; 131 I 311 E. 3.5).
2.3. Die Beschwerdeführer gehen in der zusätzlichen Eingabe vom 25. Mai 2011
auf die Äusserungen der Beschwerdegegnerin in deren Vernehmlassung vom
28. März 2011 ein. Soweit ersichtlich, enthält die zusätzliche Eingabe des
Rechtsvertreters der Beschwerdeführer vom 25. Mai 2011 keine Anträge und
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Rügen gegen den Entscheid der Vorinstanz, die bereits in der Eingabe vom
14. Februar 2011 hätten erhoben werden können, sondern beschränkt sich
mehrheitlich auf Ausführungen zu den Vorbringen der Beschwerdegegnerin. Eine
solche (unaufgefordert) eingereichte Stellungnahme der Beschwerdeführer zu
den Vernehmlassungen der Vorinstanz und der Beschwerdegegnerin kann
grundsätzlich nicht ohne Verletzung der EMRK aus dem Recht gewiesen werden
(U. Meyer, Basler Kommentar zum Bundesgerichtsgesetz, Basel 2008, N 24 zu
Art. 102).
2.4. Auch nicht aus dem Recht zu weisen sind die als Beilage zur zusätzlichen
Eingabe vom 25. Mai 2011 eingereichten Akten des Baugesuches von A. A. vom 4.
Dezember 2009. Den diesbezüglichen Beweisantrag haben die Beschwerdeführer
bereits in der Beschwerdeergänzung vom 14. Februar 2011 unter Ziff. 3 von
"Formelles" gestellt. Die Beschwerdeführer haben aufgrund der angeblichen
Verweigerungshaltung der Beschwerdegegnerin die entsprechenden Pläne und
Unterlagen zum Baugesuch selbst dem Verwaltungsgericht zugestellt. Das
Verwaltungsgericht kann aufgrund von gestellten Beweisanträgen die
entsprechenden Unterlagen einfordern. Indem dies die Beschwerdeführer
vorwegnehmen, kann ihnen dies nicht zum Nachteil angerechnet werden. Daher
sind die mit Eingabe vom 25. Mai 2011 eingereichten Unterlagen im
Beschwerdeverfahren vor dem Verwaltungsgericht zu berücksichtigen, soweit sie
sich auf den gestellten Beweisantrag vom 14. Februar 2011 abstützen lassen.
3. Die Beschwerdeführer stellen in der Eingabe vom 14. Februar 2011 den Antrag,
dass sämtliche Vorakten des bei der Baukommission anhängigen Baugesuches
von A. A. zur Überbauung der Grundstücke Nrn. 000e, 000i und 000h für das
Beschwerdeverfahren beigezogen werden. Mit Eingabe vom 25. Mai 2011 reichten
die Beschwerdeführer die Pläne und Unterlagen zum fraglichen Baugesuch ein.
Aufgrund der Sistierung des Baubewilligungsverfahrens wurde über dieses
Gesuch von A. A. noch kein materieller Entscheid gefällt. Daher ist mit der
Einreichung der Unterlagen zum Baugesuch der drei Einfamilienhäuser auf den
Parzellen Nrn. 000e, 000i und 000h der Beweisantrag der Beschwerdeführer
hinfällig geworden und der Beizug weiterer Akten erübrigt sich für die
Entscheidung der vorliegenden Beschwerde.
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4. Die Beschwerdeführer machen im Wesentlichen geltend, dass die Vorinstanz
bei der Berechnung der Anzahl der durch den V.-T.-Weg erschlossenen
Wohneinheiten die zu erwartenden Bauten resp. Wohneinheiten auf den
Grundstücken Nrn. 000d und 000g sowie das Baugesuch von A. A. für drei
Einfamilienhäuser auf den Parzellen Nrn. 000e, 000i und 000h nicht berücksichtigt
habe. Bevor der Frage nachgegangen wird, auf welchen Sachverhalt beim
Entscheid über die Klassifikation der fraglichen Strasse abzustellen ist bzw.
inwieweit auch noch nicht realisierte künftige Bauten als ständig bewohnte
Wohneinheiten zu betrachten sind, ist vorab zu klären, wie sich die
Gemeindestrassen zweiter Klasse von denjenigen der dritten Klasse abgrenzen
und inwieweit dabei ein kommunaler Kriterienkatalog zu berücksichtigen ist.
4.1. Der Erlass und die Änderung eines Gemeindestrassenplans untersteht dem
Planverfahren nach Art. 39 ff. StrG, d.h. einem Auflage- und
Rechtsmittelverfahren, in welchem die Betroffenen ihre Interessen geltend
machen können. Dies gilt gemäss Art. 45 Abs. 1 lit. c StrG auch für die Einteilung
und Umteilung von Gemeindestrassen in Klassen. Art. 8 StrG hält die drei Klassen
von Gemeindestrassen fest. Gemeindestrassen erster Klasse dienen dem
örtlichen und überörtlichen Verkehr. Sie stehen dem allgemeinen
Motorfahrzeugverkehr offen (Art. 8 Abs. 1 StrG). Gemeindestrassen zweiter
Klasse dienen der Groberschliessung des Baugebiets und der Erschliessung
grösserer Siedlungsgebiete ausserhalb des Baugebiets. Sie stehen in der Regel
dem allgemeinen Motorfahrzeugverkehr offen (Art. 8 Abs. 2 StrG).
Gemeindestrassen dritter Klasse dienen der übrigen Erschliessung sowie der
Land- und Forstwirtschaft. Sie stehen dem allgemeinen Motorfahrzeugverkehr
nicht offen (Art. 8 Abs. 3 StrG). Gemeindestrassen dritter Klasse sind die
niedrigste Kategorie öffentlicher Strassen und eine Auffangklasse. Alle
öffentlichen Strassen, die nicht zwingend einer höheren Klasse zuzuordnen sind,
gehören folglich zu den Gemeindestrassen dritter Klasse (VerwGE B 2004/91 vom
10. Mai 2005 E. 4a.bb, in: www.gerichte.sg.ch, mit Hinweis auf G. Germann,
Kurzkommentar zum st. gallischen Strassengesetz vom 12. Juni 1988, St. Gallen
1989, N 16 zu Art. 8).
http://www.gerichte.sg.ch/
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4.2. Die Gemeindestrassen zweiter Klasse dienen wie erwähnt der
Groberschliessung des Baugebietes. Unter Groberschliessung ist die Versorgung
eines zu überbauenden Gebietes mit den Hauptsträngen der
Erschliessungsanlagen zu verstehen, namentlich Wasser-, Energieversorgungs-
und Abwasserleitungen sowie Strassen und Wegen, die unmittelbar dem zu
erschliessenden Gebiet dienen. Die Feinerschliessung umfasst demgegenüber
den Anschluss der einzelnen Grundstücke an die Hauptstränge der
Erschliessungsanlagen mit Einschluss von öffentlich zugänglichen
Quartierstrassen und öffentlichen Leitungen. Die Zugänge, Zufahrten und
Zuleitungen auf den Baugrundstücken selbst zählen indessen nicht mehr zur
Feinerschliessung. Die Beschwerdegegnerin bringt vor, dass der V.-T.-Weg als
relativ kurze Stichstrasse (114 Meter) ohne jede Verzweigung nicht der
Groberschliessung diene, sondern der Feinerschliessung. Dabei verkennt die
Beschwerdegegnerin, dass sich der Begriff "Groberschliessung" des Art. 8 Abs. 2
StrG nicht mit dem allgemeinen Verständnis und dem Begriff gemäss Wohnbau-
und Eigentumsförderungsgesetz (SR 843) deckt, sondern weitergeht. Die
Groberschliessung im Sinne von Art. 8 Abs. 2 StrG erfasst nicht nur die
Hauptstränge der Erschliessung, sondern grundsätzlich auch die
Quartierstrassen, wenn es darum geht, eine "grössere Zahl von Häusern" bzw.
Wohneinheiten zu erschliessen (VerwGE vom 13. Dezember 1991 i.S. B & G AG
und Mitbeteiligte, E. 4c.aa mit Hinweis auf Germann, a.a.O., Rz. 9 zu Art. 8; GVP
2001 Nr. 98). Die genaue Anzahl der Wohneinheiten lässt sich dem Gesetzestext
nicht entnehmen. Zur Abgrenzung zwischen Gemeindestrassen zweiter und
dritter Klasse zieht die Rechtsprechung als wichtiges, jedoch nicht alleiniges
Kriterium die Anzahl der durch eine Strasse erschlossenen ständig bewohnten
Wohneinheiten herbei (GVP 1992 Nr. 43 mit Hinweisen). Nach Ansicht des
Verwaltungsgerichts erweist sich der Beizug des Kreisschreibens über den
Vollzug des Strassengesetzes vom 22. November 1988 (ABl 1988, S. 2747 ff., 2749,
abgekürzt Kreisschreiben StrG), wonach Strassen innerhalb des Baugebietes, die
mehr als zehn ständig bewohnte Häuser erschliessen, als Gemeindestrassen
zweiter Klasse einzuteilen seien, als sachgerecht (GVP 1992 Nr. 43). Daraus lässt
sich der Schluss ziehen, dass Gemeindestrassen dritter Klasse demgegenüber in
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der Regel höchstens zehn ständig bewohnte Häuser erschliessen, wie dies auch
die Vorinstanz richtig festhielt.
4.3. Nachfolgend ist zu prüfen, ob es sich angesichts der Funktion einer Strasse
auch rechtfertigt, die Erschliessung von zehn oder mehr ständig bewohnten
Wohneinheiten als Gemeindestrasse dritter Klasse zu betrachten, insbesondere
wenn dies ein kommunaler Kriterienkatalog so vorsieht.
4.3.1. Die Beschwerdegegnerin macht geltend, dass es rechtlich nicht haltbar sei,
dass eine Umklassierung in eine Gemeindestrasse zweiter Klasse geboten sei,
wenn sich die Anzahl der erschlossenen Wohneinheiten auf über zehn erhöhe. Die
Klassierung einer konkreten Strasse erfolge ausschliesslich aufgrund einer
Gesamtbeurteilung mehrerer Kriterien, die den gesetzlichen Vorgaben von Art. 8
StrG zu entsprechen hätten. Rechtsanwendende Behörde sei dabei in erster
Instanz die Gemeinde. Damit stehe ihr bei der Gesetzesauslegung auch ein
Ermessensspielraum zu, der als Autonomiebereich geschützt sei. Der Kanton
könne gegen die Handhabung dieses Ermessens nur einschreiten, wenn diese
ausserhalb des gesetzlichen Rahmens liege. Angesichts der
auslegungsbedürftigen Vorgaben von Art. 8 StrG sei die Beschwerdegegnerin
gerade gezwungen, für die Klassierung der grossen Zahl von Strassen und
Wegen einen eigenen verfeinerten Kriterienkatalog aufzustellen. Nach dem
Kriterienkatalog der Beschwerdegegnerin wären selbst bei der Erschliessung von
mehr als acht Häusern über den V.-T.-Weg noch vier der fünf Kriterien erfüllt, und
der Kriterienkatalog verlange die Einteilung als Gemeindestrasse dritter Klasse,
wenn drei der fünf Kriterien (untergeordnete Erschliessungsstrasse im Baugebiet,
nur eine Bautiefe erschlossen, weniger als acht bewohnte Häuser erschlossen,
Stichstrasse, nicht dem allgemeinen Motorfahrzeugverkehr dienend) erfüllt seien.
Nach der Ansicht der Vorinstanz und der Beschwerdeführer sei hingegen für die
Beurteilung der Klassierung einer Gemeindestrasse in die zweite oder dritte
Klasse das Kreisschreiben StrG massgebend und nicht eigene Kriterien der
Gemeinde, die den Richtlinien im Kreisschreiben StrG (Anzahl ständig bewohnter
Wohneinheiten) widersprechen würden bzw. mit der kantonalen Rechtsprechung
und Praxis nicht vereinbar seien.
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4.3.2. Das Strassengesetz gesteht den Gemeinden bei der Festlegung des
Gemeindestrassenplans Autonomie zu. Der kantonale Erlass enthält aber
allgemeine Kriterien dazu und der Strassenplan bedarf der Genehmigung durch
das kantonale Baudepartement. Ob eine Gemeindestrasse als eine der zweiten
oder dritten Klasse eingestuft werden soll, beurteilt sich im Rahmen von Art. 8
StrG, der einzelne Klassierungskriterien als unbestimmte Rechtsbegriffe des
kantonalen Rechts enthält (VerwGE B 2009/30 vom 3. Dezember 2009 E. 4.2, in:
www.gerichte.sg.ch). Auch die Materialien zum StrG lassen darauf schliessen,
dass die Verdeutlichung der Einteilungskriterien durch die gesetzesanwendenden
Behörden im Zusammenhang mit der Ausarbeitung der Gemeindestrassenpläne
erfolgen solle, zumal auch bei der Gesetzesberatung eine genaue Festlegung der
Zahl der ständig bewohnten Wohneinheiten unterblieb. Massgebend ist aber in
erster Linie der "Wille" des Gesetzgebers (GVP 2001 Nr. 98 mit Hinweis auf
Germann, a.a.O., Rz. 11 zu Art. 8). Auch wenn im Rahmen der Beratungen keine
Festlegung der Zahl der ständig bewohnten Wohneinheiten erfolgte, wurde als
Richtlinie für Strassen innerhalb des Baugebietes die Zahl von etwa zehn ständig
bewohnten Wohneinheiten genannt. Dies hält auch das Kreisschreiben StrG als
Kriterium für die Abgrenzung zwischen Gemeindestrassen zweiter und dritter
Klasse fest (GVP 2001 Nr. 98). Die Materialien zum StrG und die Rechtsprechung
des Verwaltungsgerichts zeigen indessen auch auf, dass die Abgrenzung nach
der Anzahl der ständig bewohnten Wohneinheiten lediglich ein Gesichtspunkt für
die Einteilung der Gemeindestrassen ist. Insbesondere ist dann eine Strasse als
Gemeindestrasse zweiter Klasse einzuteilen, wenn die Funktion oder das
Verkehrsaufkommen eine solche Einteilung verlangt, auch wenn weniger als etwa
zehn ständig bewohnte Häuser erschlossen werden (GVP 2001 Nr. 98 mit
Hinweisen; GVP 1992 Nr. 43 mit Hinweis auf Germann, a.a.O., Rz. 14 zu Art. 8). In
solchen Fällen hat die Gemeindestrasse in erster Linie nicht eine Erschliessungs-,
sondern eine Verbindungsfunktion, und das Verkehrsaufkommen muss mehr als
etwa zehn ständig bewohnten Häusern entsprechen (Germann, a.a.O., Rz. 14 zu
Art. 8 mit Hinweisen). Auch andere Gründe können eine andere Einteilung
erforderlich machen (GVP 2001 Nr. 98). Daraus wird ersichtlich, dass sich die
Einteilung einer Strasse nach den tatsächlichen Verhältnissen und der
Zweckbestimmung richtet. Es ist auf die tatsächliche oder geplante Funktion
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einer Strasse abzustellen (GVP 1992 Nr. 43; VerwGE B 2004/91 vom 10. Mai 2005
E. 4a.bb, in: www.gerichte.sg.ch, je mit Hinweis auf Germann, a.a.O., N 1 zu
Art. 8). Die anderen Kriterien gelangen insbesondere dann zur Anwendung, wenn
eine Strasse mit weniger als zehn erschlossenen Wohneinheiten einer
Gemeindestrasse zweiter Klasse zugeteilt werden soll. Unter diesem Aspekt ist
auch der kommunale Kriterienkatalog der Beschwerdegegnerin auszulegen. Er
spielt unter Berücksichtigung des gesetzgeberischen Willens insbesondere dort
eine Rolle, wo Strassen mit weniger als zehn erschlossenen Wohneinheiten
aufgrund ihrer Funktion (z.B. infolge des Durchgangsverkehrs oder des
Ausbaustandards) als Gemeindestrasse zweiter Klasse eingestuft werden sollen.
Gemeindeautonomie besteht somit im Bereich der Gemeindestrassen dritter
Klasse, d.h. bei Strassen mit weniger als zehn Wohneinheiten, soweit die
Vorgaben des StrG sowie des Kreisschreibens StrG beachtet werden. In diesem
Rahmen kann die Gemeinde einen kommunalen Kriterienkatalog aufstellen.
4.3.3. Aufgrund des Gesagten erfüllen Quartierstrassen, die für mehrere
Wohneinheiten Erschliessungfunktion übernehmen, zumeist die Voraussetzungen
für eine Einteilung als Gemeindestrasse zweiter Klasse. Daraus folgt, dass
Strassen innerhalb der Bauzone in der Regel als Gemeindestrassen zweiter und in
seltenen Fällen ausnahmsweise als Gemeindestrassen dritter Klasse einzuteilen
sind. Zwar dienen auch die Gemeindestrassen dritter Klasse der Erschliessung,
jedoch nur der untergeordneten (GVP 2001 Nr. 98). Darin zeigt sich, dass im
Regelfall Strassen innerhalb der Bauzone, die zehn oder mehr ständig bewohnte
Wohneinheiten erschliessen, als Gemeindestrasse zweiter Klasse gemäss Art. 8
Abs. 2 StrG zu betrachten sind. Nur eine solche Betrachtungsweise dient der
Durchsetzung einer im ganzen Kanton einheitlichen Klassifikation von Strassen.
4.3.4. Kein Argument für die Massgeblichkeit des kommunalen Kriterienkatalogs
ist sodann, dass dieser gemäss Art. 13 Abs. 2 StrG vom Kanton als rechtmässig
anerkannt worden ist. Der kommunale Kriterienkatalog stellt nämlich keinen
Rechtssatz dar, und zudem genehmigt der Kanton im Rahmen von Art. 13 Abs. 2
StrG lediglich den Gemeindestrassenplan und nicht auch einen kommunalen
Kriterienkatalog.
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4.3.5. Ebenfalls kein Grund gegen eine Einstufung als Gemeindestrasse zweiter
Klasse ist das Aufkommen von keinem oder nur von wenig Durchgangsverkehr.
Hinsichtlich des Verkehrs hält nämlich das Kreisschreiben StrG als Abgrenzung
zwischen Gemeindestrassen zweiter und dritter Klasse fest, dass beide in der
Regel nur Anlieger-, Ziel- und Quellverkehr haben, aber die Gemeindestrasse
zweiter Klasse allenfalls noch geringen Durchgangsverkehr aufweist. Dies
bedeutet nicht, dass die Gemeindestrassen zweiter Klasse zwingend
Durchgangsverkehr aufweisen müssen. Auch eine Beschränkung des
allgemeinen Motorfahrzeugverkehrs schliesst eine Einstufung als
Gemeindestrasse zweiter Klasse nicht per se aus, da die Art. 8 StrG und das
Kreisschreiben StrG lediglich statuieren, dass Gemeindestrassen zweiter Klasse
in der Regel keine Beschränkung für den allgemeinen Motorfahrzeugverkehr
haben (vgl. Germann, a.a.O., Rz. 15 zu Art. 8).
4.3.6. Zusammengefasst lässt sich festhalten, dass die Vorinstanz zu Recht der
Ansicht ist, dass eine Strasse innerhalb der Bauzone, die mehr als zehn
Wohneinheiten erschliesst, im Regelfall als Gemeindestrasse zweiter Klasse
einzuteilen ist. Andere Kriterien für die Einordnung einer Gemeindestrasse in die
zweite oder dritte Klasse spielen insbesondere dann eine Rolle, wenn weniger als
etwas mehr als zehn ständig bewohnte Wohneinheiten durch die fragliche
Strasse erschlossen werden.
4.4. Gemäss dem angefochtenen Entscheid und der Vernehmlassung der
Vorinstanz sei für die Klassifikation des verlängerten V.-T.-Wegs die Anzahl der
erschlossenen ständig bewohnten Wohneinheiten zur Zeit des angefochtenen
Entscheids der Beschwerdegegnerin massgebend. Effektiv erschlossen seien
damals bloss sechs Wohneinheiten auf den Parzellen Nrn. 000b, 000j, 000c, 000a,
000k und 000l gewesen. Die Parzellen Nr. 000d und 000f seien auch heute noch
nicht erschlossen, da der V.-T.-Weg nicht bis auf diese Grundstücke führe. Bei
einer möglichen Überbauung der Grundstücke Nrn. 000g und 000e mit insgesamt
drei bis vier Wohneinheiten würde der V.-T.-Weg neun bis zehn ständig bewohnte
Wohneinheiten erschliessen. Zudem sei es realistisch, dass durch die
Erschliessung weiterer Grundstücke über den V.-T.-Weg in Zukunft
voraussichtlich dreizehn Wohneinheiten realisierbar seien. Zum Zeitpunkt des
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angefochtenen Entscheids der Beschwerdeführerin und auch zum jetzigen
Zeitpunkt sei noch offen, wie viele weitere Wohneinheiten dereinst durch den V.-
T.-Weg erschlossen werden könnten. Daher erweise sich die Einteilung des V.-T.-
Wegs als Gemeindestrasse dritter Klasse als korrekt.
4.4.1. Die Beschwerdeführer machen indessen geltend, dass die Vorinstanz die
relevanten tatsächlichen Verhältnisse in Bezug auf die Anzahl der durch den
verlängerten V.-T.-Weg erschlossenen Wohneinheiten einerseits unzutreffend und
andererseits infolge der Ausserachtlassung der möglichen und geplanten
Überbauung der Grundstücke am V.-T.-Weg unvollständig festgestellt habe. Die
Vorinstanz habe erstens die Tatsachen übergangen, dass entsprechend dem im
Verlaufe des Rekursverfahrens eingereichten Baugesuch für drei weitere
Einfamilienhäuser am V.-T.-Weg von der ursprünglichen Parzelle Nr. 000f der
südliche Teil abparzelliert und dieser Teil zusammen mit dem Grundstück
Nr. 000e in die bereits vor dem angefochtenen Entscheid neu gebildeten
Grundstücke Nr. 000e, 000i und 000h aufparzelliert worden sei. Zweitens sei auch
das Grundstück Nr. 000d durch die Verschiebung der nördlichen Grenze auf die
Mitte des zur Verlängerung geplanten V.-T.-Wegs verschoben worden, sodass
das Grundstück Nr. 000d gleich wie das Grundstück Nr. 000g nordseits
unmittelbar an den verlängerten V.-T.-Weg anschliesse. Entgegen den
Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz würden durch den verlängerten V.-T.-
Weg auch das Grundstück Nr. 000d mit mindestens zwei bis drei Wohneinheiten
und mittelbar über die Privatzufahrt die Grundstücke Nr. 000i und 000h mit je
einem Einfamilienhaus erschlossen, total somit dreizehn bis fünfzehn
Wohneinheiten.
4.4.2. Die Beschwerdegegnerin stellt sich wie die Vorinstanz auf den Standpunkt,
dass der V.-T.-Weg im Zeitpunkt des Entscheids der Beschwerdegegnerin
lediglich der Erschliessung von sechs Wohneinheiten gedient habe. Auch im
Zeitpunkt des Entscheids der Vorinstanz habe sich die massgebliche Situation
nicht geändert. Zwar sei die im Baugesuch von A. A. vorgesehene Parzellierung
der Grundstücke Nrn. 000e und 000h sowie die Verschiebung der Grenze
zwischen den Grundstücken Nrn. 000e und 000d seit dem 21. April 2010
grundbuchlich vollzogen, aber dass diese Änderung im Entscheid der
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Beschwerdegegnerin und demjenigen der Vorinstanz nicht berücksichtigt worden
sei, könne der Vorinstanz und der Beschwerdegegnerin nicht vorgeworfen
werden.
4.5. Aufgrund der Rüge der Beschwerdeführer stellt sich die Frage, inwiefern die
durch das Baugesuch von A. A. "2. Bauetappe Einfamilienhäuser V.-T.-Weg 0a,
0b, 0c" geplanten Wohneinheiten auf den Grundstücken Nrn. 000e, 000i und 000h
sowie allfällige realisierbare Bauprojekte auf den Grundstücken Nrn. 000g und
000d bei der Einteilung des V.-T.-Wegs in eine gemäss Art. 8 StrG vorgesehene
Klasse für Gemeindestrassen zu berücksichtigen sind. Damit machen die
Beschwerdeführer geltend, der angefochtene Entscheide beruhe auf einem
unrichtig oder unvollständig festgestellten Sachverhalt (Art. 61 Abs. 2 VRP).
4.5.1. Das Verwaltungsgericht überprüft die Feststellungen des Sachverhalts
durch die Vorinstanz grundsätzlich frei. Es ist somit weder an die Art und den
Umfang der Beweiserhebungen noch an die Beweiswürdigung der Vorinstanz
gebunden. Die Überprüfung des Sachverhalts ist demnach nicht nur auf Willkür
beschränkt. Als zulässig wird eine gewisse Beschränkung der Kognition erachtet,
wenn die Natur der Streitsache einer uneingeschränkten Überprüfung Grenzen
setzt oder wenn die verfügende Behörde über spezielle Fachkenntnisse oder eine
spezielle Nähe zu den örtlichen Verhältnissen verfügt, welche die
Überprüfungsinstanz nicht im gleichen Umfang verfügbar machen kann (VerwGE
vom 15. November 2005 E. 3a, in: www.gerichte.sg.ch; vgl. Cavelti/Vögeli, a.a.O.,
Rz. 631 f.).
4.5.2. Im Verwaltungsverfahren gilt grundsätzlich gemäss Art. 12 VRP die
Untersuchungsmaxime. Die Verwaltungsbehörden, wozu auch die Vorinstanz
gehört, haben den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen richtig und
vollständig zu ermitteln und die Beweise zu erheben (VerwGE vom 15. November
2005 E. 3b, in: www.gerichte.sg.ch; vgl. Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 589 mit
Hinweisen). Sind zur Wahrung des öffentlichen Interesses keine besonderen
Erhebungen nötig, so sind gemäss Art. 12 Abs. 2 VRP nur die von den Beteiligten
angebotenen und leicht zugänglichen Beweise über erhebliche Tatsachen
abzunehmen. Die Verfahrensbeteiligten haben demgegenüber das Recht auf
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Abnahme der von ihnen angebotenen und erheblichen Beweise. Sie können
gemäss Art. 19 VRP bis zum Abschluss des Verfahrens neue Begehren stellen und
sich auf neue Tatsachen, Beweismittel und Vorschriften berufen. Nach Art. 21
Abs. 2 VRP fasst die Behörde ihren Beschluss aufgrund des Sachverhalts und der
massgeblichen Vorschriften. Hinsichtlich des Sachverhalts ist daher für den
Entscheid von Verwaltungsbehörden und Rekursinstanzen (Art. 46 Abs. 3 und
Art. 58 VRP) die tatsächliche Lage zum Zeitpunkt des Entscheids massgebend
(GVP 2000 Nr. 3). Dies bedeutet, dass für die Vorinstanz der Sachverhalt im
Zeitpunkt des Entscheides massgebend war und dass sie allfällige
Veränderungen der tatsächlichen Lage seit dem Entscheid der
Beschwerdegegnerin hätte berücksichtigen müssen.
4.5.3. Das Baugesuch von A. A. für die drei weiteren Einfamilienhäuser auf den
Parzellen 000e, 000i und 000h wurde während des Verfahrens vor der Vorinstanz
am 4. Dezember 2009 bei der Beschwerdegegnerin eingereicht. Der dazugehörige
Situationsplan wurde am 1. Dezember 2009 der Vorinstanz als neue Tatsache
durch A. A. unterbreitet, der die zusätzlichen Einfamilienhäuser und ihre allfällige
Erschliessung über den V.-T.-Weg aufzeigt. Einen vergrösserten, aber
inhaltsgleichen Situationsplan reichten die Beschwerdeführer der Vorinstanz mit
Eingabe vom 16. Februar 2010 ein. Die Vorinstanz war daher im Bilde über den
Bau möglicher zusätzlicher Einfamilienhäuser und ihrer allfällig möglichen
Erschliessung über den V.-T.-Weg. Weitere Details aus den dazugehörigen
Unterlagen des Baubewilligungsverfahrens hätte die Vorinstanz mittels eines
Amtsberichts bei der Beschwerdegegnerin einholen können. Der Sachverhalt
über das Baugesuch A. A. vom 4. Dezember 2009 wäre also ohne weiteres
erstellbar gewesen. Die Vorinstanz hätte daher ihrem Entscheid die tatsächliche
Faktenlage zum Urteilszeitpunkt zugrunde legen müssen, wozu auch die
Berücksichtigung des Baugesuchs von A. A. gehört. Soweit sich die Vorinstanz
ausschliesslich auf die tatsächliche Lage zum Zeitpunkt des Entscheids der
Beschwerdegegnerin abstützt, verletzt sie die Untersuchungsmaxime und die
Art. 19 und 21 VRP.
4.5.4. Im Weiteren ist zu prüfen, ob zur tatsächlichen Lage im Zeitpunkt des
angefochtenen Entscheids der Vorinstanz auch noch nicht realisierte Bauprojekte
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zählen resp. inwieweit solche im Zeitpunkt des Entscheids noch nicht konkret
erschlossene Parzellen bei der Klassifikation des V.-T.-Wegs zu beachten sind.
Die Vorinstanz beurteilte es unter Berücksichtigung möglicher Bauprojekte auf
den Parzellen Nrn. 000g und 000d sowie aufgrund des Baugesuchs "2. Bauetappe
Einfamilienhäuser, V.-T.-Weg 7, 9, 13" für die Parzellen Nrn. 000e, 000i und 000h
als realistisch, dass sich die Anzahl der erschlossenen Wohneinheiten auf
mindestens dreizehn Wohneinheiten erhöhen könnte, was sie aber infolge der
offenen Realisierung bei der Anzahl der durch den V.-T.-Weg erschlossenen
Wohneinheiten nicht berücksichtigte.
Für das Bauprojekt von A. A. "2. Bauetappe Einfamilienhäuser, V.-T.-Weg 7, 9, 13"
auf den Parzellen Nrn. 000e, 000i und 000h ist seit dem 4. Dezember 2009 ein
Baugesuch für drei Wohneinheiten hängig und das dazugehörige
Auflageverfahren wurde bereits in der Zeit vom 22. Dezember 2009 bis 4. Januar
2010 durchgeführt. Sodann wurden am 21. April 2010 die dazugehörigen
Ausscheidungen von Grundstücken und Bereinigungen der Grundstücksgrenzen
grundbuchlich vorgenommen. Im Zeitpunkt des Entscheids der Vorinstanz waren
also die neuen Grundstücke Nr. 000i und 000h sowie die neuen
Grundstücksgrenzen der Parzellen Nr. 000e, 000d und 000f bereits eruierbar resp.
zumindest aus dem Grundbuch ersichtlich. Gemäss dem Situationsplan für das
Bauprojekt auf den Parzellen Nrn. 000e, 000i und 000h erfolgt die Erschliessung
von zwei der neuen Einfamilienhäuser über eine Privatstrasse, die zum V.-T.-Weg
führt.
Die Erschliessung dieser drei geplanten Einfamilienhäuser über den V.-T.-Weg
erscheint aus den Darlegungen des Bauprojekts und den Eingaben der
Beschwerdeführer nicht als völlig abwegig und nicht realisierbar, auch wenn dazu
allenfalls eine erneute Revision des Teilstrassenplans "V.-T.-Weg" erforderlich
sein sollte. Hinzu kommt, dass sich aus dem Protokollauszug über die Sitzung
des Stadtrates der Beschwerdegegnerin vom 3. Dezember 2008 ergibt, dass mit
der Verlängerung des V.-T.-Wegs die Parzellen Nr. 000l, 000f, 000e und 000d
zusätzlich erschlossen würden, die allesamt A. A. gehören würden. Damit würden
nach Ansicht des Stadtrates neun bis maximal vierzehn Wohneinheiten durch den
V.-T.-Weg erschlossen (S. 1 und 3). Der Stadtrat hat anschliessend in der gleichen
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Sitzung das Strassenprojekt "Verlängerung V.-T.-Weg" zur Erschliessung der
Grundstücke Nrn. 000l, 000f, 000e und 000d genehmigt (S. 5). Auch der Entscheid
des Stadtrats der Beschwerdegegnerin hält fest, dass die Verlängerung des V.-T.-
Wegs die Grundstücke Nrn. 000l, 000f, 000e und 000d erschliessen solle. Die
Beschwerdegegnerin bezweckte also mit der Verlängerung des V.-T.-Wegs unter
anderem die Erschliessung der Grundstücke Nr. 000f und 000d, aus denen
zusammen mit dem ebenfalls über den verlängerten V.-T.-Weg erschlossenen
Grundstück Nr. 000e infolge von Neuparzellierungen die "neuen" Grundstücke
Nrn. 000e, 000i und 000h entstanden sind, auf denen das Bauprojekt "2.
Bauetappe Einfamilienhäuser V.-T.-Weg 0a, 0b, 0c" verwirklicht werden soll. Die
geplante Erschliessungsfunktion der Verlängerung des V.-T.-Wegs erfasst daher
die Grundstücke Nrn. 000l, 000f, 000e, 000d und damit auch die neu entstandenen
Grundstücke Nrn. 000i und 000h.
Es besteht somit ein realisierbares Projekt für die Grundstücke Nrn. 000e, 000i
und 000h, das bereits öffentlich aufgelegt wurde und dessen Erschliessung selbst
nach dem Willen der Beschwerdegegnerin über die Verlängerung des V.-T.-Wegs
erfolgen sollte. Diesen Aspekt hat die Vorinstanz bei der Berechnung der Anzahl
durch den V.-T.-Weg erschlossenen Wohneinheiten zu Unrecht vernachlässigt.
Als unbehelflich erweist sich der Einwand der Beschwerdegegnerin, dass bei
einer erstmaligen Klassifikation von Strassen bzw. bei der Klassifikation neu
erstellter Strassen auf deren geplante Erschliessungsfunktion abzustellen sei und
die Klassifikation insoweit vorausschauenden Charakter habe. Anders verhalte es
sich bei der Umklassierung einer bestehenden Strasse. Gemäss Art. 14 StrG
werde die Einteilung von Strassen geändert, "wenn Bedeutung oder
Zweckbestimmung es erfordert". Diese Voraussetzung sei erst erfüllt, wenn die
Änderung tatsächlich eingetreten sei oder deren Eintritt unmittelbar bevorstehe.
Der Beschwerdegegnerin ist zu entgegen, dass die Abstützung auf das
tatsächliche Eintreten einer Änderung die Frage nach der Notwendigkeit einer
Änderung der Einteilung der Strassen gemäss Art. 14 Abs. 1 StrG betrifft.
Vorliegend ergibt sich indessen die Notwendigkeit der Überprüfung der
Klassifikation des V.-T.-Wegs aus seiner geplanten Verlängerung und der damit
verbundenen Anpassung des entsprechenden Teilstrassenplans. Damit wird auch
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der Zweck der bisherigen Erschliessungsfunktion des V.-T.-Wegs – wie bereits
erwähnt – auf die Grundstücke Nrn. 000l, 000f, 000e und 000d erweitert. Die
Zweckbestimmung des V.-T.-Wegs ändert sich also aufgrund der neuen Planung
und allenfalls weiterer Baugesuche (vgl. Germann, a.a.O., Rz. 1 zu Art. 14). Aus
diesem Grund sind vorliegend die Voraussetzungen für eine Überprüfung der
Einteilung des V.-T.-Wegs gegeben, und es ist von der tatsächlichen und
geplanten Erschliessungsfunktion dieser Strasse auszugehen. Dabei hat - wie die
Beschwerdegegnerin hinsichtlich der erstmaligen Klassifikation festhält - die
Klassifikation der Strassen gemäss Art. 8 StrG vorausschauenden Charakter.
Deshalb sind bevorstehende Bauprojekte im Sinne der geplanten
Erschliessungsfunktion und der vorausschauenden Klassifikation bei der
Einteilung einer neu verlängerten Strasse zu berücksichtigen.
Als widersprüchlich resp. treuwidrig erweist sich sodann das Vorbringen der
Beschwerdegegnerin, wonach die Voraussetzungen für eine Änderung der
Einteilung der Strassen erst gegeben seien, wenn die Erstellung weiterer
Wohneinheiten rechtlich bewilligt sei oder der Erteilung der nachgesuchten
Baubewilligung nach erfolgter Auflage und interner Prüfung keinerlei Hindernisse
mehr im Wege stehen würden und mit der umgehenden Realisierung des
Bauvorhabens zu rechnen sei. Erstens fand über das Baugesuch von A. A. "2.
Bauetappe Einfamilienhäuser V.-T.-Weg 0a, 0b, 0c" auf den Parzellen Nrn. 000e,
000i und 000h bereits ein Auflageverfahren statt. Zweitens konnte die Erstellung
dieser Wohneinheiten deswegen noch nicht rechtlich bewilligt werden, weil die
Beschwerdegegnerin das Verfahren selbst sistiert hat. Daher kann sie sich nicht
darauf berufen, dass das Bauprojekt noch nicht rechtlich bewilligt sei.
Zu den sechs bereits bestehenden resp. sich im Bau befindlichen Wohneinheiten
kommen also noch die drei Wohneinheiten der geplanten und bereits öffentlich
aufgelegten Einfamilienhäuser auf den Parzellen Nrn. 000e, 000i und 000h hinzu.
Damit wird der V.-T.-Weg voraussichtlich nach Abschluss des
Baubewilligungsverfahrens über das Baugesuch von A. A. neun Wohneinheiten
erschliessen. Dies hätte aufgrund der geplanten Erschliessungsfunktion des
verlängerten V.-T.-Wegs bereits im Zeitpunkt des Entscheids der Vorinstanz bei
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der Berechnung der Anzahl erschlossener Wohneinheiten berücksichtigt werden
müssen.
4.5.5. Sodann stellt sich die Frage, inwiefern auch allfällige künftige
Wohneinheiten auf den Parzellen Nrn. 000g und 000d, für die gemäss den Akten
noch kein Baubewilligungsgesuch eingereicht wurde, bei der Berechnung der
durch den V.-T.-Weg erschlossenen Wohneinheiten zu berücksichtigen sind.
Diesbezüglich stellen sich die Beschwerdeführer auf den Standpunkt, dass es
eine heute feststehende Tatsache sei, dass der verlängerte V.-T.-Weg mit
Sicherheit der Erschliessung künftiger Wohneinheiten auf den Grundstücken
Nrn. 000g und 000d dienen werde. Es sei angesichts der topografischen
Verhältnisse dieser Grundstücke und der Strassenverhältnisse der V.-T.-Strasse
keine realisierbare Möglichkeit, die Bauten auf den Parzellen Nrn. 000g und 000d
derart mit einer ausschliesslichen Zufahrt für alle Wohneinheiten ab der V.-T.-
Strasse zu erstellen, dass diese nicht der Erschliessungsfunktion des
verlängerten V.-T.-Wegs zugerechnet werden müssten.
Die Beschwerdegegnerin erwidert demgegenüber, dass es ungewiss sei, wann
eine Überbauung der südlich des verlängerten V.-T.-Wegs gelegenen
Grundstücke Nr. 000g und 000d realisiert werden solle. Es sei auch offen, ob die
Erschliessung dieser Grundstücke von Norden (über den V.-T.-Weg) oder von
Süden (ab der V.-T.-Strasse) erfolgen werde, da beide Möglichkeiten bestehen
würden, und weder die Topografie noch die Strassensituation eine Erschliessung
von Süden her von vornherein ausschliessen würden.
Wie bereits ausgeführt, ist bei der Klassifikation von Strassen auf die tatsächliche
und/oder geplante Funktion einer Strasse abzustellen. Die geplante Funktion
einer Strasse ergibt sich aus dem Erschliessungszweck und der objektiven
Verwendbarkeit der Strasse als Erschliessungsstrasse. Dabei hat die
Klassifikation einer Strasse vorausschauenden Charakter. Dies hat zur Folge,
dass bei der Klassifikation bereits geplante Wohneinheiten auf den fraglichen
Grundstücken zu berücksichtigen sind. Es kann aus verfahrensökonomischen
Gründen und aus Gründen der Rechtssicherheit nicht angehen, bei der
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Klassifikation einer Strasse aufgrund einer Änderung des Teilstrassenplans
infolge einer Strassenverlängerung nur bereits genehmigte Bauprojekte zu
berücksichtigen. Dies hätte nämlich zur Folge, dass unter Umständen die
Klassifikation gemäss Art. 8 StrG fast jährlich angepasst und allenfalls die
Unterhaltspflicht neu geregelt werden müsste. Infolge der Strassenverlängerung
ist nämlich mit der baldigen Überbauung weiterer Parzellen zu rechnen, da sich
sämtliche fraglichen Parzellen (zum Beispiel die Grundstücke Nrn. 000g und
000d), die vom (verlängerten) V.-T.-Weg erschlossen werden könnten, in der
Wohnzone WE/W2a des örtlichen Zonenplans befinden.
Vorliegend ist auch zu berücksichtigen, dass – wie bereits bei Erw. 4.5.4 erörtert –
der Zweck der Verlängerung des V.-T.-Wegs darin besteht, weitere Grundstücke
resp. Wohneinheiten über den V.-T.-Weg zu erschliessen. Das Grundstück
Nr. 000g kann bereits heute ohne Verlängerung der Strasse über den V.-T.-Weg
erschlossen werden, auch wenn momentan noch die konkrete Ausgestaltung der
Erschliessung offen ist. Gemäss dem Willen des Stadtrates im Beschluss vom 3.
Dezember 2008 soll künftig die Parzelle Nr. 000d durch die Verlängerung des V.-
T.-Wegs erschlossen werden. Um dies zu verwirklichen, wurden vom Eigentümer
der Grundstücke Nr. 000g, 000d, 000e und 000f die für das Baugesuch vom
4. Dezember 2009 "2. Bauetappe Einfamilienhäuser V.-T.-Weg 0a, 0b, 0c"
erforderlichen Grenzbereinigungen und Ausscheidungen neuer Grundstücke
grundbuchlich vorgenommen. Dabei wurde unter anderem das Grundstück
Nr. 000d vergrössert, sodass es grundsätzlich über die Verlängerung des V.-T.-
Wegs erschlossen werden könnte. Es ist also nicht ausgeschlossen, dass in
naher Zukunft auf den Parzellen Nrn. 000d und 000g mehrere Wohneinheiten über
den V.-T.-Weg erschlossen werden.
Aufgrund des vorausschauenden Charakters der Klassifikation einer Strasse
müssen somit Wohneinheiten, die in naher Zukunft absehbar realisiert werden
können, bereits bei der Anzahl der erschlossenen Wohneinheiten mitgezählt
werden, insbesondere wenn die Verlängerung der Strasse der Erschliessung der
fraglichen Grundstücke dient und allesamt sich im Baugebiet gemäss örtlichem
Zonenplan befinden. Beim unbestimmten Rechtsbegriff "in naher Zukunft" ist
eine mittelfristige Perspektive einzunehmen, die deutlich weniger als zehn Jahre
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betragen muss, da andernfalls die gesetzliche Überprüfungsmöglichkeit nach
Ablauf der Zehnjahresfrist gemäss Art. 14 Abs. 3 StrG in Verbindung mit Art. 33
Abs. 1 des Gesetzes über die Raumplanung und das öffentliche Baurecht (sGS
731.1) obsolet werden würde. Zudem ist erforderlich, dass konkrete oder
realistische Anhaltspunkte für eine mögliche Überbauung mit einer bestimmten
Anzahl von nachher ständig bewohnten Wohneinheiten bestehen. Ein
Baubewilligungsverfahren muss indessen noch nicht eingeleitet worden sein,
sofern sich die fraglichen Parzellen im Baugebiet befinden und eine Erschliessung
über die fragliche Strasse als realistisch erscheint.
Die Vorinstanz hätte nach dem Gesagten bei der Beurteilung der Anzahl der durch
den V.-T.-Weg erschlossenen Wohneinheiten auch die möglichen Wohneinheiten
auf den Grundstücken Nrn. 000g und 000d berücksichtigen müssen, da
mittelfristig damit zu rechnen ist, dass eine Überbauung darauf realisiert wird und
die Erschliessung - wie ursprünglich vom Stadtrat geplant - über den V.-T.-Weg
erfolgen wird.
4.6. Zusammengefasst erweist sich der Entscheid der Vorinstanz insofern als
rechtswidrig, als bei der Berechnung der Anzahl der durch den V.-T.-Weg
erschlossenen Wohneinheiten auf den Zeitpunkt des Entscheids der
Beschwerdegegnerin abgestellt wurde und nachfolgende Änderungen der
tatsächlichen Lage bis zum Rekursentscheid nicht berücksichtigt wurden. Damit
hat die Vorinstanz gegen den Untersuchungsgrundsatz und das Prinzip der
Massgeblichkeit des Sachverhalts im Zeitpunkt des Entscheids verstossen. Bei
der Berechnung der Anzahl erschlossener Wohneinheiten sind künftig
realisierbare Einheiten zu berücksichtigen, soweit deren Grundstücke über die
fragliche Strasse, also den V.-T.-Weg erschlossen werden können. Bis heute
bestehen resp. entstehen nach der Ansicht des Verwaltungsgerichts sechs
Wohneinheiten auf den Parzellen Nrn. 000b, 000j, 000c, 000a, 000k und 000l und
auf den Parzellen Nrn. 000e, 000i und 000h ist ein Baugesuch für drei weitere
Einfamilienhäuser eingereicht worden, die ebenfalls gemäss dem Baugesuch und
der geplanten Funktion der Verlängerung des V.-T.-Wegs gemäss dem Beschluss
des Stadtrates vom 3. Dezember 2008 über den V.-T.-Weg erschlossen werden
sollen. Die dafür erforderlichen Neuparzellierungen wurden grundbuchlich bereits
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vorgenommen. Daher werden künftig mindestens neun Wohneinheiten über den
V.-T.-Weg erschlossen. Zudem ist damit zu rechnen, dass mittelfristig auf den
Parzellen Nrn. 000g und 000d mehrere Wohneinheiten realisiert werden, zumal
sich diese Parzellen bereits in der Wohnzone WE/W2a des örtlichen Zonenplans
befinden. Auch die Vorinstanz sowie der Stadtrat im Beschluss vom 3. Dezember
2008 gehen von der realistischen Möglichkeit aus, dass durch den V.-T.-Weg bis
zu dreizehn oder vierzehn Wohneinheiten realisiert werden könnten. Mittelfristig
werden daher realistischerweise durch den V.-T.-Weg weit mehr als zehn ständig
bewohnte Wohneinheiten erschlossen. Dies rechtfertigt infolge des
vorausschauenden Charakters der Klassifikation von Strassen bereits heute die
Einteilung des V.-T.-Wegs in die zweite Klasse der Gemeindestrassen gemäss
Art. 8 Abs. 2 StrG. Damit wird die Gemeindeautonomie der Beschwerdegegnerin
nicht verletzt, da sich der Anwendungsbereich eines kommunalen
Kriterienkatalogs auf Gemeindestrassen dritter Klasse beschränkt, die weniger
als zehn ständig bewohnte Wohneinheiten erschliessen, soweit die Vorgaben des
StrG und des Kreisschreiben StrG beachtet werden. Zu berücksichtigen ist
zudem, dass auch Strassen mit weniger als zehn erschlossenen Wohneinheiten
bereits aufgrund ihrer Funktion oder des Verkehrsaufkommens als
Gemeindestrasse zweiter Klasse eingestuft werden können.
Gemäss konstanter Rechtsprechung kann das Verwaltungsgericht in
sachgemässer Anwendung von Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 56 Abs. 2
VRP eine Rückweisung an die erstverfügende Behörde, also die
Beschwerdegegnerin, vornehmen (vgl. Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 1034 mit
Hinweisen auf die Rechtsprechung). Die Beschwerdegegnerin hat in einem neuen
Entscheid im Sinne der Erwägungen den V.-T.-Weg der zweiten Klasse der
Gemeindestrassen gemäss Art. 8 Abs. 2 StrG zuzuweisen.
Angesichts der Rückweisung der Sache an die Beschwerdegegnerin erübrigt sich
ein Entscheid über den Eventualantrag der Beschwerdeführer, wonach die
Streitsache zur Einteilung des V.-T.-Wegs mit dessen Verlängerung im Zeitpunkt
einer feststehenden Erschliessung der Grundstücke Nrn. 000g und 000d über den
V.-T.-Weg an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen sei.
5. (...).
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Demnach hat das Verwaltungsgericht