Decision ID: 911cfb2b-60a2-5ee3-8b1f-8e4c35910fbd
Year: 2010
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. A.a A._, geboren (...) 1942, Staatsangehöriger des Kosovo (nachfolgend Versicherter oder Beschwerdeführer), arbeitete 1973 und 1974 als Saisonier bei einer Bauunternehmung in W._, danach von 1975 bis 1988 oder 1989 als Saisonier bei einem  in V._ und entrichtete in dieser Zeit Beiträge an die Schweizerische Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (AHV/IV; act. SAK/40, 44-47).
A.b Am 22. Oktober 2007 reichte er über den Versicherungsträger in Prishtina bei der Schweizerischen Ausgleichskasse (SAK) ein Gesuch um Ausrichtung einer Altersrente ein (Eingang SAK: 15. November 2007; act. SAK/18-21).
A.c Am 23. Januar 2008 verfügte die SAK die Ausrichtung einer  Altersrente mit Wirkung ab 1. September 2007, basierend auf einem anrechenbaren Jahreseinkommen von Fr. 68'952.-, einer Beitragsdauer von 12 Jahren und 4 Monaten (Beiträge von 1973 bis 1988) und einer Rentenskala von 12 (auf 44 Versicherungsjahre  Jahrgangs; act. SAK/56-59).
A.d Mit Eingabe vom 14. Februar 2008 erhob der Versicherte bei der SAK Einspruch gegen diese Verfügung und begründete diesen damit, dass er bereits mit Schreiben vom 17. September 2007 und 7. Januar 2008 die SAK um Ausrichtung einer einmaligen Abfindung ersucht habe und zudem das Jahr 1999 (recte: 1989) nicht berücksichtigt  sei (act. SAK/67-68).
A.e Mit Einspracheentscheid vom 20. Mai 2008 wies die SAK die  ab und bestätigte ihre Verfügung vom 23. Januar 2008 (act. SAK/82-84). Zur Begründung führte sie aus, dass der Versicherte  auf eine Teilrente habe, die mehr als einen Zehntel der  Altersrente betrage, weshalb er gestützt auf Art. 7 lit. a des  vom 8. Juni 1962 zwischen der Schweizerischen  und der Föderativen Volksrepublik Jugoslawien über  (SR 0.831.109.818.1; nachfolgend ) keinen Anspruch auf einmalige Abfindung habe; es  auch kein Wahlrecht. Weitere Abklärungen bei der zuständigen
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Kasse hätten zudem die behauptete Beschäftigung im Jahre 1989 nicht bestätigen können.
B. B.a Gegen diesen Entscheid erhob A._ am 27. Juni 2008 (Datum Postaufgabe) Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht und rügte, ihm sei entgegen seines ursprünglichen Rentenantrags  einmalige Abfindung ausgerichtet worden (act. 1).
B.b In ihrer Vernehmlassung vom 13. August 2008 beantragte die  die Abweisung der Beschwerde sowie die Bestätigung des  vom 20. Mai 2008 und führte mit Bezug auf Art. 7 lit. a des Sozialversicherungsabkommens aus, der Beschwerdeführer habe mit einer Teilrente von Fr. 564.- weder Anspruch auf Ausrichtung einer einmaligen Abfindung noch ein Wahlrecht zwischen der  Abfindung und der Rentenzahlung (act. 3).
B.c Mit eingeschriebener Zwischenverfügung vom 2. September 2008 gab das Bundesverwaltungsgericht dem Beschwerdeführer , zur Vernehmlassung der Vorinstanz Stellung zu nehmen (act. 5). Innert angesetzter Frist wurde keine Replik eingereicht. Somit schloss das Bundesverwaltungsgericht den Schriftenwechsel am 31. Oktober 2008 ab (act. 6).

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) in Verbindung mit Art. 85bis Abs. 1 des  vom 20. Dezember 1946 über die Alters- und  (AHVG, SR 831.10) beurteilt das  Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des  vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), sofern wie hier keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 VGG genannten Behörden. Dazu gehören nach Art. 33 Bst. d VGG Verfügungen  AHV-Renten von Personen mit Wohnsitz im Ausland (Art. 62 AHVG).
1.2 Aufgrund von Art. 3 Bst. dbis VwVG findet das VwVG keine  in Sozialversicherungssachen, soweit das Bundesgesetz vom
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6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des  (ATSG, SR 830.1) anwendbar ist. Dies trifft hier zu, da gemäss Art. 1 Abs. 1 AHVG die Bestimmungen des ATSG auf die im ersten Teil geregelte Alters- und Hinterlassenenversicherung anwendbar sind,  das AHVG nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG , was hier nicht der Fall ist.
1.3 Der Beschwerdeführer ist durch den angefochtenen  berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung, so dass er im Sinne von Art. 59 ATSG  ist.
1.4 Die Beschwerde wurde im Übrigen form- und fristgerecht  (Art. 52 VwVG, Art. 60 Abs. 1 ATSG), weshalb darauf einzutreten ist.
2. 2.1 Der Beschwerdeführer ist gemäss den eingereichten  (act. SAK 6-15) Staatsangehöriger des Kosovo. Somit ist  zu klären, welches Recht anwendbar ist.
2.2 Nach dem Zerfall der Föderativen Volksrepublik Jugoslawien  zunächst die Bestimmungen des Abkommens zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Föderativen  Jugoslawien über Sozialversicherung vom 8. Juni 1962 (SR 0.831.109.818.1; nachfolgend: Abkommen) für alle Staatsangehörigen des ehemaligen Jugoslawiens anwendbar (BGE 126 V 203 E. 2b mit weiteren Hinweisen). Zwischenzeitlich hat die Schweiz mit  des ehemaligen Jugoslawiens (Kroatien, Slowenien, ), nicht aber mit Serbien oder dem im Jahre 2008 als Staat  Kosovo, neue Abkommen über Soziale Sicherheit . Vorliegend findet demnach das obgenannte Abkommen, das für den Kosovo per 1. April 2010 gekündigt worden ist, .
Nach dessen Art. 2 stehen die Staatsangehörigen der Vertragsstaaten unter anderem in ihren Rechten und Pflichten aus der schweizerischen Bundesgesetzgebung über die Alters- und Hinterlassenenversicherung einander gleich, soweit nichts anderes bestimmt ist. Bestimmungen, die hinsichtlich der Voraussetzungen des Anspruchs auf eine  Hinterlassenenrente sowie der anwendbaren  von dem in Art. 2 des Abkommens aufgestellten
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Grundsatz der Gleichstellung abweichen, finden sich weder im  selbst noch in anderen zwischenstaatlichen Verträgen. Gemäss Art. 4 des Abkommens ist grundsätzlich die Gesetzgebung desjenigen Vertragsstaates anwendbar, auf dessen Gebiet die für die  massgebende Beschäftigung ausgeübt wird (bzw. ausgeübt ). Vorliegend bestimmen sich Verfahren und die Prüfung der  von schweizerischen Hinterlassenenrenten nach dem internen schweizerischen Recht, insbesondere dem AHVG und der Verordnung über die Alters- und Hinterlassenenversicherung vom 31. Oktober 1947 (AHVV, SR 831.101), soweit das Abkommen und weitere, für die hier betroffenen Staaten verbindliche,  Verträge keine Abweichungen davon vorsehen.
3. 3.1 Die Beschwerdeführenden können im Rahmen des  die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des  oder der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts sowie die Unangemessenheit des Entscheids rügen (Art. 49 VwVG).
3.2 Gemäss Art. 29 Abs. 1 AHVG haben Personen Anspruch auf eine ordentliche Alters- und Hinterlassenenrente, denen für mindestens ein volles Jahr Einkommen, Erziehungs- oder Betreuungsgutschriften  werden können, oder ihre Hinterlassenen.
3.3 Hat ein Staatsangehöriger der Sozialistischen Föderativen  Jugoslawien, der sich nicht in der Schweiz aufhält, Anspruch auf eine ordentliche Teilrente, die höchstens einen Zehntel der  ordentlichen Vollrente beträgt, so wird ihm an Stelle der  eine Abfindung in der Höhe des Barwertes der geschuldeten Rente gewährt. Beträgt die ordentliche Teilrente mehr als einen , aber höchstens einen Fünftel der entsprechenden ordentlichen Vollrente, so kann er zwischen der Ausrichtung der Rente oder einer Abfindung wählen. Diese Wahl ist bei der Anmeldung zum  zu treffen, falls der Berechtigte sich ausserhalb der Schweiz  (Art. 7 Bst. a des Sozialversicherungsabkommens).
4. Im vorliegenden Verfahren ist streitig und vom  zu prüfen, ob die SAK den Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Altersrente der schweizerischen Alters- und  zu Recht verneint hat.
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4.1 Unbestritten ist vorliegend, dass der Beschwerdeführer mit  des 65. Altersjahres am 8. August 2007 Anspruch auf eine  hat und er die Voraussetzung der Mindestbeitragsdauer von einem Jahr (vgl. E. 3.2) erfüllt. Der Beschwerdeführer rügt , ihm sei entgegen seines ursprünglichen Rentenantrags keine einmalige Abfindung ausgerichtet worden.
4.2 Die monatliche Teilrente des Beschwerdeführers beträgt gemäss Rentenskala 12 und einem massgebenden durchschnittlichen  von Fr. 68'952.- ab dem 1. September 2007 Fr. 564.- (act. SAK/49-52, 56-59). Die massgebenden ordentlichen Vollrenten  Rentenskala 44 (für den Jahrgang 1942, vgl. Bundesamt für  [BSV], Rententabelle 2007 S. 7) belaufen sich im Jahre 2007 auf Fr. 2'069.- (vgl. BSV, Rententabelle 2007 S. 18). Die monatliche Teilrente des Beschwerdeführers beträgt also 27.26 % der entsprechenden ordentlichen Vollrente und somit mehr als einen  der entsprechenden ordentlichen Vollrente, der (bis zu einem ) einen Anspruch auf einmalige Abfindung geben würde, und auch mehr als einen Fünftel der entsprechenden ordentlichen Vollrente, der (bis zu einem Fünftel) dem Beschwerdeführer ein Wahlrecht auf  Abfindung oder Auszahlung der ordentlichen Teilrente geben würde (vgl. E. 3.3). Da der Beschwerdeführer eine Teilrente erhält, die beide der genannten Schwellenwerte deutlich übersteigt, ist – wie die Vorinstanz zu Recht geschlossen hat – die Ausrichtung einer  an Stelle der ordentlichen Teilrente ausgeschlossen. Das  des Beschwerdeführers ist deshalb abzuweisen.
5. Das Begehren des nicht anwaltlich vertretenen Beschwerdeführers könnte sinngemäss subsidiär dahingehend verstanden werden, dass er an Stelle der einmaligen Abfindung eine Rückvergütung der  AHV-Beiträge verlangt. Eine solche Rückvergütung kommt gemäss Art. 18 Abs. 3 AHVG allerdings nur für Ausländer bzw. deren  in Frage, mit deren Heimatstaat keine zwischenstaatliche  besteht. Da vorliegend (noch) eine anwendbare  Vereinbarung zwischen der Schweiz und dem Heimatstaat des Beschwerdeführers besteht, ergibt sich aus Art. 18 Abs. 3 AHVG kein Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Rückvergütung der . Auch das Abkommen selbst sieht keine Möglichkeit zur  der Beiträge vor.
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Somit wäre auch ein Begehren des Beschwerdeführers um  der AHV-Beiträge abzuweisen.
6. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschwerde sowohl  des Antrags auf Ausrichtung einer einmaligen Abfindung als auch der subsidiären Rückvergütung der Beiträge abzuweisen und der Einspracheentscheid der SAK vom 20. Mai 2008 zu bestätigen ist. Die Beschwerde ist daher im einzelrichterlichen Verfahren gemäss Art. 23 Abs. 2 VGG in Verbindung mit Art. 85bis Abs. 3 AHVG abzuweisen.
7. 7.1 Das Verfahren ist für die Parteien kostenlos (Art. 85bis Abs. 2 AHVG), sodass keine Verfahrenskosten zu erheben sind.
7.2 Dem Beschwerdeführer ist keine Parteientschädigung  (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario). Als Bundesbehörde hat die SAK keinen Anspruch auf Parteientschädigung (Art. 7 Abs. 3 VGKE). Es ist daher keine Parteientschädigung zuzusprechen.