Decision ID: 0d5fdd40-ef92-41b3-9b39-c1248586aadb
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren
1988
, war seit
dem
1.
August 2005
als Lehrling bei der
Y._
in
Z._
angestellt und damit bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) versichert, als
er
sich am
3.
März 2008
bei
einem Treppensturz an der linken Schulter verletzte
(
Urk.
7/1
).
Am 1
7.
November 2008 rutschte er erneut aus und stürzte mit der Schulter auf ein Geländer (
Urk.
11/2).
Der Fall wurde bei voller Arbeitsfähigkeit des Versi
cherten ab dem 3
0.
November 2008 und Abschluss der ärztlichen Behandlung am
5.
März
2009 abgeschlossen
.
1.2
Am
3.
Oktober 2012 meldete der Versicherte einen Rückfall zum Unfall vom 3.
März 2008 (
Urk.
7
/3).
Nach
getätigten
Abklärungen
verneinte die SUVA mit Verfügung vom 2
2.
Mai 2013 ihre Leistungspflicht
für die als Rückfall gemeldeten Schulterbeschwerden links (
Urk.
7
/60).
Die vom
Versicherten am
2
7.
Mai 2013
erhobene Einsprache (Urk.
7
/61) wies die SUVA am
1.
Juli 2013
ab (Urk.
7/
64
= Urk. 2).
2.
Der
Versicherte erhob am 2
1.
Juli 2013
Beschwerde (Urk. 1) gegen den
Ein
sprache
entscheid
vom
1.
Juli 2013
(Urk. 2) und beantragte
sinngemäss
, dieser sei aufzuheben und die SUVA sei zu verpflichten, die gesetzlichen Leistungen im Zusammenhang mit den erneuten Schulterbeschwerden zu erbringen.
Mit Beschwerdeantwort vom
1
6.
September 2013
(Urk.
7
) beantragte die SUVA die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde dem
Beschwerdeführer am 1
0.
Oktober 2013
zur Kenntnis gebracht (Urk.
12
).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss
Art.
6 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) werden
soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt - die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (
Abs.
1). Der Bundesrat kann Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen (
Abs.
2). Ausserdem erbringt die Versi
cherung ihre Leistungen bei
Schädigungen, die den Verunfallten bei der Heilbe
handlung zugefügt werden (
Abs.
3).
1.2
Nach Art. 10 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) hat die versicherte Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung ihrer Un
fall
folgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG), so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens
10 Prozent invalid
(Art. 8 ATSG), so hat sie An
spruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG).
1.3
Die Versicherungsleistungen werden auch für Rückfälle und Spätfolgen gewährt (
Art.
11 der Verordnung über die Unfallversicherung; UVV). Bei einem Rückfall handelt es sich um das Wiederaufflackern einer vermeintlich geheilten Krank
heit, so dass es zu ärztlicher Behandlung, möglicherweise sogar zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt; von Spätfolgen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe längerer Zeit organische oder auch psychische Veränderungen bewirkt, die zu einem anders gearteten Krankheitsbild führen können (BGE 118 V 293 E. 2c mit Hinweisen).
Rückfälle und Spätfolgen schliessen sich begrifflich an ein bestehendes
Unfaller
eignis
an. Entsprechend können sie eine Leistungspflicht der Unfallver
sicherung nur auslösen, wenn zwischen den erneut geltend gemachten Be
schwerden und der seinerzeit beim versicherten Unfall erlittenen
Gesund
heitsschädigung
ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht (BGE 118 V 293 E. 2c in
fine
).
1.4
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt zunächst voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sin
ne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Um
stände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als einge
treten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entspre
chend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürli
chen Kau
salzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schä
digende Ereignis zu
sammen mit anderen Bedingungen die kör
perliche oder geistige Integrität der versicherten Person beein
trächtigt hat, der Unfall mit an
dern Worten nicht wegge
dacht werden kann, ohne dass auch die ein
getretene gesund
heitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 406 E. 4.3.1, 123 V 45 E. 2b, 119 V 335 E. 1, 118 V 289 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesund
heitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang be
steht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im
Be
schwerdefall
das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden
Be
weis
würdigung
nach dem im Sozialversicherungsrecht übli
chen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungs
anspruches
nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinwei
sen).
1.
5
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder über
haupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U 172/94 vom 26. April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen
Beweis
grad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 45; BGE 119 V 7 E. 3c/
aa
). Da es sich hierbei um eine
anspruchs
aufhebende
Tatfrage handelt, liegt aber die entsprechende Beweislast - anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzu
sammen
hang gegeben ist - nicht bei der versicherten Person, sondern beim
Unfallversi
cherer
(RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 f. E. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 76).
1.6
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kau
salzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem ge
wöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebens
erfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Er
folges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 405 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
1.
7
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unpar
teilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im
Sozialversiche
rungsrecht
zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gut
achterin allerdings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U 356 S. 572; BGE 122 V 157 E. 1c; vgl. auch 123 V 331 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging im angefochtenen Entscheid (
Urk.
2)
gestützt auf die Ausführungen von
Dr.
A._
davon aus,
dass sich der Beschwerdeführer beim Snowboarden im Jahre 2003 eine Schulterluxation links zugezogen habe. Dieser Unfall sei ursächlich für die Instabilität im linken Schultergelenk und somit für die weiteren Luxationen bis Subluxationen gewesen, für die kein adä
quates Trauma vorliege. Es sei deshalb davon auszugehen, dass die
rückfall
weise
gemeldeten Schulterbeschwerden links nicht mit der erforderlichen über
wiegenden Wahrscheinlichkeit auf den Unfall vom
3.
März 2008 oder den Unfall vom 1
7.
November 2008 zurückzuführen sei
en
(S. 6 f.).
2.2
Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber beschwerdeweise (
Urk.
1) auf den Standpunkt,
der erneute Schadenfall stehe ursächlich mit
jenem
vom 3.
März 2008 in Zusammenhang.
Nach den Behandlungen habe sich sein Gesundheitszustand so weit gebessert, dass er bis zum erneuten Ausbruch der Schmerzen am 3
0.
September 2012 schmerzfrei habe arbeiten können. Auf
grund der erneuten Schmerzen sei am 1
1.
Dezember 2012 eine Operation erfolgt.
2.3
Strittig und
zu prüfen ist
, ob die
Schulterbeschwerden
im Sinne eines Rückfalls
des Beschwerdeführers
ab
August
2012
in
rechtsgenüglichem
Zusammenhang mit dem Unfallereignis
vom 3
.
März 2008 oder 1
7.
November 2008
stehen
und der Beschwerdeführer somit Anspruch auf Versicherungsleistungen hat
.
3.
3.1
Die Ärzte des
Spitals
B._
berichteten am
9.
Februar 2003 (Urk.
7
/4
9/1),
nannte
n
als Diagnose eine Grünholz-Fraktur des distale
n
Radius links
und führte
n
aus,
der Beschwerdeführer
sei beim Snowboarden auf die Hand gestürzt. Dabei habe er sich ein Hyperextensionstrauma und eine schmerzhafte Bewegungseinschränkung zugezogen.
Es werde für zwei Wochen eine volare
Unterarm-Gipsschiene angelegt.
3.2
Mittels Magnet-Resonanz-
Arthrographie
des linken Schultergelenks vom
3.
Juni 2005 konnte eine alte Hill-Sachs-Läsion, ein ausgedehnter Einriss des Labrums
glenoidale
mit Beteiligung des
superioren
Anteils im Sinne einer SLAP-Läsion mit Beteiligung des
Bizepssehnenankers
und Partialruptur der Sehne des
Caput
longum
musculus
biceps
sowie eine 8 mm grosse Zyste im Bereich des dorsalen Labrums festgestellt werden (
Urk.
7
/49/19).
3.3
Dr.
med.
C._
, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie, berichtete am
6.
Juli 2005 (
Urk.
7
/49/17-18)
, nannte als Diagnose eine vordere
Schulterinsta
bilität
links bei
ventrocranialem
Limbus- und
Bizepsankerschadens
sowie eine konstitutionelle Hypermobilität
und führte aus,
dass der Beschwerdeführer Mitte April 2005 beim Einsteigen in einen Zug ausgerutscht sei und der linke Arm in eine Abwehrbewegung in Aussenrotation Elevation geraten sei. Möglicherweise habe er sich irgendwo festhalten wollen, habe dann aber gleichzeitig gegen eine
Geländerstange
geschlagen. Der Beschwerdeführer habe sofort Schmerzen, aber kein vollständiges Ausrenkgefühl gespürt.
3
.4
Dr.
med.
D._
, Leitender Arzt,
Spital E._
, Klinik für Ortho
päd
ische Chirurgie, berichtete am 2
2.
Januar
2009 (
Urk.
7
/49/1
5-16
) und nannte als Diagnosen eine habituelle Schulterinstabilität links bei Verdacht auf multidirektionale,
leichtgradige
Hyperlaxität
sowie ein
en
Status nach Erst-Lu
xation der Schulter links 200
3.
Er führte aus,
dass es Mitte April 2005 bei einem Treppensturz und einer Reflexbewegung der linken oberen Extremität zu einem erstmaligen Subluxationsereignis der linken Schulter gekommen sei.
In der Folge habe der Beschwerdeführer eine leichte Instabilität verspürt. Die entspre
chenden Abklärungen hätten eine
Limbusverletzung
ventro
-kranial ergeben.
Unter physiotherapeutischer Behandlung habe der Beschwerdeführer wieder einen ordentlichen Zustand erreicht, ohne allerdings jemals wieder ein absolut stabiles Gefühl erlangt zu haben.
Am
6.
März 2009 führte
Dr.
D._
aus
(
Urk.
7
/49/14)
, die am 3
0.
Januar 2009 durchgeführte
Arthro
-MR-Untersuchung
habe eine ausgedehnte Bankart-Läsion mit einem kleinen umschriebenen
ossären
Anteil ergeben. Eine klare Hill-Sachs-Läsion habe sich nicht dokumentieren lassen. Die
Rotatorenmanschette
sei unauf
fällig und die Kapsel insgesamt etwas weit. Die dokumentierten Befunde
korrelierten sehr gut mit der Klinik.
Therapeutisch könne dem Beschwerdeführer nur eine Stabilisation angeboten werden. Ein solche
s chirurgisches Vorgehen sei dem Beschwerdeführer
aufgezeichnet worden.
Am
9.
August 2012 führte
Dr.
D._
aus (
Urk.
7
/12/1), bereits im Jahre 2009 habe eine symptomatische Schulterinstabilität bestanden, bei welcher die Indi
kation für eine Stabilisation habe gestellt werden können. Der Beschwerdeführer habe damals allerdings keine Behandlung gewünscht. Mittlerweile komme es praktisch wöchentlich zu Spontanluxationen
,
insbesondere bei Abduktions- und Aussenrotationsbewegungen des linken Arms.
Am 1
1.
September 2012 führte
Dr.
D._
aus (
Urk.
7
/13
/2
),
die CT-Untersuchung der linken Schulter des Beschwerdeführers habe die vermutete
anteroinferiore
Glenoiddestruktion
bestätigt. Eine reine Weichteilrekonstruktion sei in dieser Situation nicht mehr möglich
. Als bestmögliche Therapieoption bleibe das
Latarjet
-Procedere. Der Beschwerdeführer wünsche aufgrund des hohen
Lei
densdruckes
dieses Vorgehen. Es sei für den
4.
Dezember 2012 ein
Operations
termin
reserviert worden.
3.5
Dr.
med.
F._
, Fachärztin FMH für Allgemeine Innere Medizin, berich
tete am 1
7.
Sept
ember 2012 (
Urk.
7
/49/7-12) und diagnostizierte eine habituelle Schulterinstabilität links bei Verdacht auf multidirektionale,
leichtgradige
Hyperlaxizität
, eine ausgedehnte Bankart-Läsion mit kleinem umschriebenem
ossären
Anteil gemäss MRI von Januar 2009 sowie eine
antero
-inferiore
Glenoiddestruktion
gemäss CT von August 201
2.
Als Ursache für die 100%ige Arbeitsunfähigkeit gab sie Krankheit an.
3.6
Dr.
D._
berichtete am 1
2.
Dezember 2012 (
Urk.
7
/18-19)
über die
Hospitalisa
tion
des Beschwerdeführers vom 1
1.
bis 1
2.
Dezember 2012 sowie die erfolgte offene Schulterstabilisation (
Lata
rjet
modifiziert).
3.7
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Chirurgie FMH, SUVA-Kreisarzt,
nahm am
8.
Februar 2013 (
Urk.
7
/31) Stellung und führte aus,
dass es sich bei den aktuellen Schulterbeschwerden des Beschwerdeführers um einen Rückfall zum Unfallereignis vo
n 2003 handle und die Beschwerdegegnerin nur für die Opera
tion vom 1
1.
Dezember 2012 aufzukommen habe, wenn der Beschwerdeführer zum Zeitpunkt der Erstluxation im Jahr 2003 bei ihr versichert gewesen sei.
A
m 1
5.
April 2013 (
Urk.
7
/52)
führte
Dr.
A._
aus,
der Beschwerdeführer habe sich 2003 beim Snowboarden eine Schulterluxation links zugezogen. Dies sei eindeutig durch das MRI von Juni 2005, welches eine alte Hill-Sachs-Defor
mierung am
Humeruskopf
gezeigt habe, belegt. Ausserdem sei der Sturz derart gewesen, dass sich der Beschwerdeführer zusätzlich eine Grünholzfraktur am
distalen Radius zugezogen habe. Dieser Unfall sei ursächlich für die Instabilität im linken Schultergelenk und somit auch für die weiteren zirka sechs Luxa
tionen bis Subluxationen, für die kein adäquates Trauma vorliege. Zusammen
fassend sei die Beschwerdegegnerin für die Stabilisationsoperation nicht
leis
tungspflichtig
, da der Unfall von 2003 ursächlich für die Instabilität des linken Schultergelenkes gewesen sei.
Die danach folgenden Subluxationen bis Luxa
tionen seien Folge der Gelenkinstabilität nach der Luxation von 2003.
4.
4.1
Die Verwaltung als verfügende Instanz und
im
Be
schwe
r
defall
das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen über
zeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abwei
chendes vorsieht, nach dem
Be
weisgrad
der über
wiegenden Wahr
scheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglich
keit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanfor
derungen nicht. Das Gericht folgt vielmehr jener
Sachver
halts
darstel
lung
, die es von allen möglichen
Ge
schehensabläu
fen
als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 353 E. 5b S.
360 mit Hinweisen; vgl. BGE 130 III 321 E. 3.2 und 3.3 S. 324 f.).
4.2
Zur Beurteilung der Kausalitätsfrage stützte sich die Beschwerdegegnerin auf die medizinische Einschätzung durch SUVA-Kreisarzt
Dr.
A._
ab.
Die Würdigung der medizinischen Akten ergibt, dass die ärztlichen Beurteilun
gen
durch
SUVA-Kreisarzt
Dr.
A._
(vorstehend E. 3.7) die medizinischen
Vor
akten
ebenso wie die geklagten Beschwerden des Beschwerdeführers berücksichtigen. Ausserdem leuchten die Darlegung der medizinischen Befunde sowie deren Beurteilung ein und die Schlussfolgerungen sind nachvollziehbar begründet.
Sodann wurden die Beurteilungen in Kenntnis der und in Auseinan
dersetzung mit den
Vorakten
erstellt und tragen der konkreten medizinischen Situation Rechnung.
So machte der Versicherungsmediziner darauf aufmerk
sam, dass
es sich bei den Schulterschmerzen des Beschwerdeführers über
wiegend wahrscheinlich um einen Rückfall zum Unfallereignis von 2003 handle.
Er legte ausserdem plausibel dar, dass
sich die im Jahre 2003 bei
m
Snowboarden zugezogene Schulterluxation links eindeutig durch das MRI von Juni 2005 belegen lasse.
Der Versicherungsmediziner zeigte zudem in nachvoll
ziehbarer Weise auf, dass
der Sturz im Jahre 2003 derart gewesen sei, dass sich der Beschwerdeführer zusätzlich eine Grünholzfraktur am distalen Radius zuge
zogen habe.
Weiter bezog er ausdrücklich Stellung zu
r Ursächlichkeit dieses Unfalls im Jahre 2003 bezüglich der Instabilität des linken Schultergelenks.
Seine Beurteilung leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge ein und die vorgenommenen Schlussfolgerungen zu Gesundheitszustand und Arbeitsfähigkeit werden ausführlich begründet. So zeigte d
er
Versicherungsme
diziner
in nachvollziehbarer Weise auf, dass
der Unfall von 2003 auch für die weiteren Luxationen und Subluxationen ursächlich sei und begründete schliess
lich
einlässlich und sorgfältig, dass
für diese weiteren Luxationen und
Subluxa
tionen
nach 2003 kein adäquates Trauma vorliege.
Die Beurteilungen sind nach dem Gesagten
für die Beantwortung
der gestellten Frage umfassend und
erfüllen damit die
praxisgemässen
Kriterien (vgl. vorste
hend E. 1.
7
) vollumfänglich, so dass für die
Entscheidfindung
und insbesondere die Einschätzung der
Kausalität
darauf abgestellt werden kann.
Zudem wird die Beurteilung des
Versicherungsmediziner
s
Dr.
A._
durch die
Bericht
e von
Dr.
C._
(vgl. vorstehend E. 3.3) und
Dr.
D._
(vgl. vorstehend E.
3.4 und E. 3.6)
gestützt; so gingen auch diese davon aus, dass
beim Beschwerdeführer bereits vor seinen Unfällen vom
3. März 2008 oder 17.
No
vember 2008 eine Schulterinstabilität links vorgelegen habe.
Dr.
D._
machte im Bericht vom 2
2.
Januar 2009 sodann ausdrücklich darauf aufmerk
sam, dass der Beschwerdeführer unter physiotherapeutischer Behandlung zwar wieder einen ordentlichen Zustand erreicht habe, jedoch ohne jemals wieder ein absolut stabiles Gefühl erlangt zu haben (vgl. vorstehend E.
3.4).
4.3
Dem Standpunkt
des
Beschwerdeführer
s
,
wonach die Beschwerdegegnerin
ihm die Leistungen
verweigere
, weil er sich anlässlich des Unfalls von 2008 nicht einer Stabilitätsoperation habe unterziehen wollen
(
Urk.
1)
,
kann
nicht
gefolgt
werden
, zumal die Beschwerdegegnerin eine derartige Begrün
dung mit keinem Wort erwähnte
.
Ausserdem
kann in Bezug auf einen allfälli
gen Rückfall nichts aus der Anerkennung
des natürlichen Kausalzusammen
hangs beim Grundfall
abgeleitet werden. Auch vor diesem Hintergrund ist an der Beurteilung
durch
Dr.
A._
festzuhalten und mit ihm davon auszugehen, dass die rückfallweise gemeldeten Schulterbeschwerden links nicht mit der erforderlichen überwiegenden Wahrscheinlichkeit
auf die Unfä
ll
e
vom
3.
März 2008
oder 1
7.
November 2008 zurü
ckzuführen sind, womit kein natürlic
her Kausalzusammenhang besteht. Vielmehr sind die als Rückfall gemeldeten Beschwerden überwiegend wahrscheinlich auf den Unfall im Jahre 2003 zurückzuführen, wobei es sich bei diesem Unfall nicht um ein durch die Beschwerdegegnerin versichertes Ereignis handelt und
diese zu Recht eine Leistungspflicht verneint hat.
4.4
Auch s
oweit
der Beschwerdeführer geltend machte, der medizinische Sachver
halt sei nicht umfassend abgeklärt, und es seie
n deshalb weitere Abklärungen
in die Wege zu leiten, vermag dies nach dem Gesagten nicht zu überzeugen.
Der physische
Gesundheitszustan
d
wurde in den Beurteilungen gebührend berück
sichtigt. Der Beschwerdeführer vermochte sodann nicht weiter darzutun, inwiefern die Aktenlage unzutreffend beziehungsweise unvollständig ist. Da der Sachverhalt nach dem Gesagten durch weitreichende medizinische Ein
schätzungen abgeklärt wurde, erweisen sich die vorliegenden medizinischen Akten als ausrei
chend. Auf weitere Abklärungen kann deshalb verzichtet wer
den.
4.5
Zusammenfassend
steht gestützt auf
die überzeugende, nachvollziehbare und ausführlich begründete Einschätzung von SUVA-Kreisarzt
Dr.
A._
fest, dass
die als Rückfall gemeldeten Schulterbeschwerden links
mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit in einem Kausalzusammen
hang zum
Unfall
ereignis
von 2003 stehen, so dass die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht zu Recht verneint hat.