Decision ID: 3e76d849-8880-52ef-b61e-8fe275a34d7f
Year: 2016
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ meldete sich über die Krankentaggeldversicherung am 8. Mai 2009 bei der
Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an (IV-act. 4). Die Versicherte arbeitete
seit 2. Januar 1974 als Mitarbeiterin in der Optikproduktion bei der B._ AG seit Eintritt
vollzeitlich (40 Std./Woche) und ab 16. Februar 2009 20 Std./Woche (50 %; IV-act. 15).
A.b Im Auftrag der IV-Stelle wurde die Versicherte internistisch-rheumatologisch
(Dr.med. C._, FMH Innere Medizin, speziell Rheumaerkrankungen) und psychiatrisch
(Dr.med. D._, FMH Psychiatrie und Psychotherapie) begutachtet (Gutachten vom 15.
Februar 2010, IV-act. 30). Die Gutachter diagnostizierten mit Einfluss auf die
Arbeitsfähigkeit eine generalisierte Schmerzstörung, mit objektiv fassbaren Befunden
nicht erklärt, ein leichtgradiges spondylogenes Cervicalsyndrom (ICD-10: M50.3,
M47.8), ein geringgradiges lumbospondylogenes Schmerzsyndrom (ICD-10: M51.3,
M47.8) sowie eine leichtgradige Retropatellärarthrose bds. (ICD-10: M17.0) (IV-act.
30-10). Die Gutachter kamen zum Schluss, gesamthaft könne der Versicherten die
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bisherige Arbeit mit vermehrten Kurzpausen, allenfalls verkürzter Arbeitszeit, im
Ausmass von 80 % weiterhin zugemutet werden. Die Arbeit sei leicht und dem
Beschwerdebild als leidensadaptierte Tätigkeit angemessen (IV-act. 30-11).
A.c Die IV-Stelle teilte der Versicherten am 23. Juli 2010 mit, sie könne wieder ihrer
früheren Tätigkeit im angepassten Rahmen bei ihrem bisherigen Arbeitgeber
nachgehen; der Arbeitsplatzerhalt sei erfolgreich abgeschlossen (IV-act. 40).
A.d Nach entsprechendem Vorbescheidverfahren (IV-act. 43 und 44) wies die IV-Stelle
mit Verfügung vom 22. Oktober 2010 das Leistungsbegehren um Rente ab (IV-act. 48).
Diese Verfügung hob das Versicherungsgericht mit Entscheid vom 28. November 2012
in teilweiser Gutheissung einer Beschwerde vom 23. November 2010 (IV-act. 62-2 ff.)
auf und wies die Angelegenheit zur ergänzenden medizinischen Abklärung an die IV-
Stelle zurück (IV-act. 77; Verfahren IV 2010/457). Das Versicherungsgericht erwog, eine
neu festgestellte hypertensive bzw. valvuläre Herzkrankheit und die geltend gemachte
Erschöpfung seien weiter abzuklären (E. 2.2.2, IV-act. 77-9).
A.e Dr.med. E._, FMH Innere Medizin, hielt im Arztbericht vom 15. Februar 2013 als
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine rheumatoide Arthritis (ED
2000), nicht destruierend, ein obstruktives Schlaf-Apnoe-Syndrom, schwergradig (ED
2011), ohne CPAP-Behandlung, sowie eine Lumboischialgie rechts mit degenerativen
Wirbelsäulenveränderungen und rechts-foraminaler Diskushernie 11/04 rechts (MRI
vom 25. November 2008) und ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit u.a. eine
hypertensive und valvuläre Herzkrankheit sowie den Verdacht auf ein
Fibromyalgiesyndrom fest. Die Versicherte übe eine Arbeit aus, die Konzentration und
Fingerfertigkeit verlange. Seit vier Jahren habe sie einen 50 %-Arbeitsvertrag, weil sie
ermüdungs- und schmerzbedingt nicht im Stande sei, das volle Pensum zu leisten.
Wechselbelastende leichte Tätigkeiten bei nicht zu hohem Arbeitstempo seien im
Umfang von 50 % zumutbar. Rein stehende oder rein sitzende Tätigkeiten, längeres
Gehen (über 15 Minuten) oder regelmässiges Treppensteigen seien langfristig nicht
mehr zumutbar (IV-act. 82-1 ff.).
A.f Die behandelnden Ärzte des Departementes Innere Medizin, Rheumatologie/
Rehabilitation des Kantonsspitals St.Gallen (KSSG) führten in Arztberichten vom 25.
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März 2013 (IV-act. 86) bzw. vom 16. April 2013 (IV-act. 87) aus, mit Auswirkung auf die
Arbeitsfähigkeit bestehe eine rheumatoide Arthritis, Osteoporose und Fibromyalgie. Die
Arbeitsunfähigkeit könne nur durch eine Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit
(EFL) bestimmt werden.
A.g Die Versicherte wurde in der Folge am Swiss Medical Assessment- and Business-
Center (SMAB AG), Bern, polydisziplinär begutachtet bzw. untersucht (allgem. Innere
Medizin: Dr.med. F._, Facharzt für Innere Medizin FMH; Kardiologie: Dr.med. G._,
Facharzt Kardiologie FMH; Pneumologie: Dr.med. H._, Facharzt für Pneumologie
FMH; Psychiatrie und Psychotherapie: Dr.med. I._, Facharzt für Psychiatrie und
Psychotherapie FMH; Rheumatologie: Dr.med. J._, Facharzt für Rheumatologie FMH;
Gutachten vom 23. Dezember 2013, Untersuchungen am 15. November, 21. November
und 12. Dezember 2013; IV-act. 99; IV-act. 100). Als Diagnosen mit Auswirkung auf die
Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit hielten sie ein chronifiziertes
lumbospondylogenes Schmerzsyndrom infolge Multietagendegeneration Th11 bis L5,
ohne radikuläre Kompression und ohne Hinweise auf ein Syndrom des engen
Spinalkanals, ein schweres obstruktives Schlafapnoesyndrom sowie eine
Rheumafaktor knapp positive, Anti-CCP-Autoantikörper negative Arthritis, klinisch
derzeit ruhig, fest. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit
diagnostizierten sie unter anderem eine hypertensive und valvuläre Herzkrankheit, eine
bilaterale femorotibiale Arthrose und beginnende Fingerpolyarthrose (Heberden-
Arthrose; IV-act. 102-23). In der bisherigen Tätigkeit bestehe seit Februar 2009 eine 50
%ige Arbeitsfähigkeit. Eine adaptierte Tätigkeit könne seither bei voller Präsenz mit
einer Leistungsminderung von 20 % (Arbeitsfähigkeit 80 %) ausgeführt werden (IV-act.
102-26).
A.h Der RAD nahm am 13. Januar 2013 Stellung, auf das SMAB-Gutachten könne
uneingeschränkt abgestellt werden (IV-act. 104). Hierauf stellte die IV-Stelle der
Versicherten mit Vorbescheid vom 6. Februar 2014 in Aussicht, das Rentenbegehren
abzuweisen. Sie hätte vor Erreichen des AHV-Alters auf dem freien Arbeitsmarkt eine
leidensadaptierte Stelle versehen können, z.B. im Bereich der Kontrolle und
Überwachungsfunktionen (IV-act. 108). Am 25. März 2014 verfügte die IV-Stelle
entsprechend (IV-act. 109).
B.
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B.a Gegen die Verfügung vom 25. März 2014 lässt A._, vertreten durch
Rechtsanwalt A. Fäh, am 12. Mai 2014 Beschwerde erheben. Sie beantragt, die
angefochtene Verfügung sei unter Kosten- und Entschädigungsfolge aufzuheben. Es
sei ihr eine halbe Rente zuzusprechen (act. G 1). In der Beschwerdeergänzung vom 6.
Juni 2014 führt der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin aus, die Gutachter gingen
von einer Arbeitsfähigkeit von 50 % aus, was von der Beschwerdegegnerin nicht
bestritten werde. Das pneumologische Teilgutachten komme zum Schluss, dass die
Beschwerdeführerin aufgrund ihres nicht behandelbaren, schwergradigen obstruktiven
Schlafapnoesyndroms in ihrer Leistungsfähigkeit zu 40 % bis 50 % eingeschränkt sei.
Die Unverträglichkeit der CPAP-Maske und der Mangel an durchführbaren, auf die
Beschwerdeführerin zugeschnittenen Therapieoptionen dürften ihr nicht angelastet
werden. Die umfangreiche Leistungseinbusse sei bei der Beurteilung der
Arbeitsfähigkeit zu berücksichtigen. Die (bisherige) Tätigkeit sei nur mässig gut
angepasst und nur noch während vier Stunden pro Tag zuzumuten gewesen. Die
Eingliederungsberater seien von einer Arbeitsfähigkeit von 80 % ausgegangen. Diese
Einschätzung sei in Anbetracht der Gutachtens vom 23. Dezember 2013 nicht korrekt,
da die Arbeitsfähigkeit maximal 50 % betragen habe. Entsprechend sei der
Beschwerdeführerin nicht anzulasten, dass sie sich nicht nach einer Tätigkeit gemäss
Vorgaben der IV umgesehen habe. Die Beschwerdeführerin habe demnach
rückwirkend Anspruch auf eine halbe Rente im Zeitraum vom 16. Februar 2009 bis
Ende Juli 2013 (act. G 4).
B.b Die Beschwerdegegnerin beantragt mit Beschwerdeantwort vom 19. August 2014
die Abweisung der Beschwerde. Die Gutachter seien zum Schluss gekommen, dass
die Beschwerdeführerin eine Verweistätigkeit bei voller Präsenz mit einer
Leistungsminderung von 20 % ausführen könne. Dabei seien auch die
pneumologischen Einschränkungen berücksichtigt worden. Die Beschwerdeführerin
unterliege der Selbsteingliederungspflicht. Ausser der subjektiv angegebenen
Intoleranz seien keine Gründe ersichtlich, weshalb sich die Beschwerdeführerin nicht
behandeln lassen könnte. Es könne somit auf die 80 %ige Arbeitsfähigkeit in einer
adaptierten Tätigkeit abgestellt werden (act. G 6).
B.c Die Beschwerdeführerin verzichtet am 3. Oktober 2014 auf eine Replik (act. G 8).

Erwägungen
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1.
1.1 Umstritten und zu beurteilen ist, ob der mittlerweile pensionierten
Beschwerdeführerin eine bis zum Eintritt des ordentlichen Rentenalters befristete Rente
der Invalidenversicherung zusteht.
1.2 Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) umschreibt Invalidität als voraussichtlich
bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit.
Erwerbsunfähigkeit ist der durch die gesundheitliche Beeinträchtigung verursachte und
nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende Verlust der
Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt
(Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind
ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen.
Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht
überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
2.
Nach Art. 28 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR
831.20) besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person
mindestens zu 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie wenigstens zu 60 %, auf eine
halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 %, und auf eine Viertelsrente, wenn sie
mindestens zu 40 % invalid ist. Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum
Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre
(Valideneinkommen, Art. 16 ATSG).
2.1 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des
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Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung
zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte
Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen; Urteil vom 1. Dezember
2015, 8C_586/2015, E. 2). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist
entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen
Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen
Zusammenhänge und der medizinischen Situation einleuchtet und ob die
Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen;
BGE 141 V 14 E. 6.3.1). Im Sinne einer Richtlinie ist den im Rahmen des
Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten, welche
aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die
Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen
gelangen, volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die
Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 227 E. 1.3.4; BGE 125 V 353 E. 3b/
bb).
2.2 Im Sozialversicherungsrecht gilt der Untersuchungsgrundsatz. Verwaltung und
Sozialversicherungsgericht haben von sich aus für die richtige und vollständige
Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen (BGE 122 V 158 E. 1a).
Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob über den
streitigen Anspruch so oder anders zu entscheiden ist. In diesem Rahmen haben
Verwaltungsbehörden und das Sozialversicherungsgericht zusätzliche Abklärungen
stets dann vorzunehmen oder zu veranlassen, wenn hierzu aufgrund der
Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebenden Anhaltspunkte
hinreichender Anlass besteht (BGE 117 V 282 E. 4a). Im Sozialversicherungsrecht hat
das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht,
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse
Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht.
Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen
möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 360 E.
5b, 125 V 195 E. 2, je mit Hinweisen).
3.
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Zunächst ist darüber zu befinden, ob auf das Gutachten der SMAB AG vom 23.
Dezember 2013 abgestellt werden kann.
3.1 Dr. C._ nannte im internistisch/rheumatologischen Teilgutachten vom 15.
Februar 2010 als die Arbeitsfähigkeit einschränkende Diagnosen eine generelle
Schmerzstörung, die mit objektiv fassbaren Befunden nicht erklärbar sei, ein
leichtgradiges bzw. gering¬gradiges cervikospondylogenes und lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom sowie eine leichtgradige Retropatellärarthrose. Eine vermutete
rheumatoide Polyarthritis sei weder diagnostizierbar noch völlig auszuschliessen (IV-
act. 30-7, 9). Im SMAB-Gutachten vom 23. Dezember 2013 wurden
rheumatologischerseits mit Relevanz für die Arbeitsfähigkeit in der zuletzt ausgeübten
Tätigkeit ein chronifiziertes lumbospondylogenes Schmerzsyndrom ohne radikuläre
Kompression und ohne Hinweis auf ein Syndrom des engen Spinalkanals und eine sich
klinisch derzeit ruhig verhaltende rheumatoide Polyarthritis diagnostiziert. Ohne
Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit wurden ein myofasciales
Schmerzsyndrom der rechten Schulter und eine bilaterale femorotibiale Arthrose und
beginnende Fingerpolyarthrose gefunden (IV-act. 102-44). Es hält ausdrücklich fest,
dass sich rheumatologisch am klinischen Bild seit der Begutachtung 2010 wenig
geändert habe (IV-act. 102-26), und die lumbale-vertebrospinale Kernspintomografie
vom 16. Februar 2013 ergab gemäss dem Radiologen Dr.med. K._ gegenüber der
Voruntersuchung vom 25. November 2008 nahezu stationäre Befunde (IV-act. 82-35).
Dr. C._ hatte ausgeführt, in Kombination aller Befunde seien rezidivierende
Beschwerdeschübe des Stammskelettes sowie beider Kniegelenke nachvollziehbar. Im
Ausmass bedingten sie jedoch keine andauernde Arbeitsunfähigkeit. In der
leidensadaptierten, vorwiegend sitzend ausgeübten leichten Tätigkeit als Kitterin sei
höchstens eine 20 %ige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit durch vermehrte Pausen
anzunehmen (IV-act. 30-8 f.). Im rheumatologischen SMAB-Gutachten legte Dr. J._
dar, rheumatologisch sei die Belastbarkeit des Achsenskelettes mittelgradig und der
peripheren Gelenke leicht(gradig) eingeschränkt. Die bisherige Tätigkeit sei der
Beschwerdeführerin in einem zeitlichen Rahmen von vier Stunden täglich zuzumuten,
ohne zusätzliche rheumatologisch begründbare Leistungsminderung. Die angestammte
Tätigkeit entspreche biomechanisch keiner dem Rücken angepassten Tätigkeit, weil sie
in monotoner sitzender Position mit repetitiven Bewegungen des rechten Beines
(Bedienung eines Pedals, dadurch axiale Stosswirkung und Kippbewegung des
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Beckens) auszuführen sei. Die Einschätzung einer zumutbaren Arbeitsfähigkeit von 80
% durch den Vorgutachter sei aufgrund der erheblichen degenerativen Veränderungen
und der zu erwartenden Zunahme lokaler Beschwerden bei forcierter (unter Zeitdruck
stattfindender) mechanischer Belastung kaum mehr realisierbar (IV-act. 102-45 f.). Das
SMAB-Gutachten beruht auf einer ausführlichen Beschreibung der Arbeitstätigkeit
durch die Beschwerdeführerin mit Foto (IV-act. 102-15 f., 73) und begründet gestützt
darauf nachvollziehbar, weshalb die Arbeit der Beschwerdeführerin nicht (optimal)
adaptiert war. Somit ist für die bisherige Tätigkeit von einer 50 %igen
Arbeitsunfähigkeit seit Februar 2009 auszugehen (vgl. IV-act. 102-26). Die
Beschwerdegegnerin macht denn auch nicht (mehr) geltend, der Beschwerdeführerin
wäre am bisherigen Arbeitsplatz ein höheres Arbeitspensum zumutbar gewesen.
Hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten (körperlich leichten,
wechselbelastenden) Tätigkeit kommen beide Gutachten zum übereinstimmenden
Ergebnis, dass diese um 20 % eingeschränkt sei.
3.2 Die Beschwerdeführerin trägt dagegen im Wesentlichen vor, aufgrund des
schweren obstruktiven Schlafapnoesyndroms betrage die Arbeitsunfähigkeit auch in
adaptierten Tätigkeiten 40 % bis 50 %. Gemäss Bericht des Interdisziplinären
Zentrums für Schlafmedizin des KSSG vom 24. November 2011 wurde im Juli 2011 ein
schwergradiges obstruktives Schlafapnoesyndrom diagnostiziert. Der Bericht hält fest,
die Beschwerdeführerin sei am 20. Oktober 2011 auf das CPAP-Gerät eingeschult
worden und habe seither das Gerät nie benutzt (komplette Nichtbenutzung). Sie habe
aufgrund der sie sehr stark störenden Maske sowie des Geräusches nicht einschlafen
können und könne sich nicht vorstellen, die Therapie fortzusetzen bzw. überhaupt
einzuleiten. Das Gerät sei an die Lungenliga zurückgegeben worden. Die
Beschwerdeführerin habe auch alternative Therapieversuche
(Unterkieferprotrusionsschiene, Rucksack zur Vermeidung der Rückenlage und
operative Massnahmen) abgelehnt (IV-act. 82-29 f.). Der pneumologische Gutachter
führte aus, aufgrund des nicht behandelten schwergradigen obstruktiven
Schlafapnoesyndroms bestehe eine Leistungsminderung von 40 % bis 50 %. Bei einer
effektiven Behandlung könne aus pneumologischer Sicht keine Reduktion der
Leistungsfähigkeit attestiert werden (IV-act. 102-52). Interdisziplinär wurde dazu
festgehalten, die anamnestischen Angaben der Beschwerdeführerin liessen den
Leidensdruck eher gering erscheinen. Werde in häuslicher Umgebung vermehrte
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Müdigkeit angegeben, erscheine diese bei Aktivitäten und ausserhäuslich überwindbar
zu sein. Es bestünden keine medizinischen Kontraindikationen für eine unmittelbare
Wiederaufnahme der CPAP-Behandlung, so dass auch aus pneumologischer Sicht
nicht von einer relevanten Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden
könne (IV-act. 102-25).
3.3 Aus dem Bericht des Interdisziplinären Zentrums für Schlafmedizin des KSSG geht
hervor, dass die Beschwerdeführerin die CPAP-Behandlung nicht über eine Dauer
ausprobierte, die es ihr überhaupt ermöglicht hätte, sich daran zu gewöhnen, obwohl
ihr dringend zur Behandlung geraten wurde und sie auch alle anderen Massnahmen
ablehnte. Dies widerlegt die Aussage von Dr. E._, wonach die CPAP-Therapie
Monate nach der Einschulung habe abgesetzt werden müssen (Arztbericht vom 13.
Februar 2013, IV-act. 82-2). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung gilt die
CPAP-Therapie grundsätzlich als zumutbar (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 13. Juli
2015, 8C_249/2015, E. 4.2). Jedenfalls ist vorliegend nicht erstellt, dass die
Beschwerdeführerin die Therapie aus invalidenversicherungsrechtlich relevanten
medizinischen Gründen nicht toleriert hätte. Es wäre ihr zuzumuten gewesen, das
Gerät vorerst zumindest stundenweise oder während einzelner Nächte zu benutzen
und so zu versuchen, langsam damit zurecht zu kommen. Diese Obliegenheit zur
Schadenminderung bzw. die Behandlung des Schlafapnoesyndroms kann von der
Beschwerdeführerin indes erst ab der Einschulung am 20. Oktober 2011 verlangt
werden, da erst mit der erhärteten Diagnose die spezifische Behandlungsmöglichkeit
feststand. Bis zu diesem Zeitpunkt ist von der vom pneumologischen Gutachter
attestierten Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 40 % bis 50 % bei unbehandeltem
Schlafapnoesyndrom auszugehen. Gemäss SMAB-Gutachten bestanden die
gesundheitlichen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit seit November 2008 (IV-act.
102-30), ohne dass das Schlafapnoesyndrom hiervon ausgenommen wurde. Dies steht
im Einklang mit den Angaben im Arztbericht der Klinik L._ vom 3. Juni 2009, wo
Müdigkeit und Erschöpfung, Zittern am ganzen Körper und Stürze ohne
Bewusstseinsverlust erwähnt sind (IV-act. 12-2).
3.4 Zusammenfassend beruht das SMAB-Gutachten vom 23. Dezember 2013 auf
umfassenden Untersuchungen, berücksichtigt die geklagten Beschwerden und ist
bezüglich Diagnosestellung und Schätzung der Arbeitsfähigkeit nachvollziehbar und
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schlüssig. Zwar würdigt es nicht, dass Dr. E._ der Beschwerdeführerin eine 50 %ige
Arbeitsunfähigkeit auch für wechselbelastende leichte, also adaptierte Tätigkeiten
attestiert. Im Arztbericht vom 15. Februar 2013 führt der Hausarzt zur Begründung der
Arbeitsunfähigkeit auch Müdigkeit, Erschöpfung und Konzentrationsstörungen an (IV-
act. 82-4). Dass er die Arbeitsunfähigkeit in adaptierter Tätigkeit höher einschätzt als
die Ärzte des SMAB, ist mit Blick auf die auch vom pneumologischen Gutachter
diskutierte Arbeitsunfähigkeit von 40 % bis 50 % darauf zurückzuführen, dass er die
Auswirkungen des schwergradigen obstruktiven Schlafapnoesyndroms berücksichtigt,
was - wie ausgeführt (E. 3.3) - ab Oktober 2011 nicht mehr medizinisch begründet
erscheint. Mit dem RAD (Stellungnahme vom 13. Januar 2013, IV-act. 104) ist
grundsätzlich auf das Gutachten abzustellen. Wie dargelegt (E. 3.3), ist in Abweichung
zur interdisziplinären Beurteilung von einer 40 %- bis 50 %igen bis Oktober 2011 und
erst ab diesem Zeitpunkt von einer 20 %igen Arbeitsunfähigkeit in adaptierter Tätigkeit
auszugehen.
3.5 Der zu berechnende Rentenanspruch entstand bei einer Anmeldung am 8. Mai
2009 mit Beendigung des Wartejahres im November 2009 (Eintritt der
Arbeitsunfähigkeit im November 2008, IV-act. 102-30; Art. 28 Abs. 1 lit. b und Art. 29
Abs. 1 und 3 IVG). Von Februar 2009 bis Oktober 2011 betrug die Arbeitsunfähigkeit
nach dem Gesagten in einer adaptierten Tätigkeit 40 % bis 50 % (E. 3.3 f.), wobei
praxisgemäss der Durchschnittwert von 45 % massgebend ist (Urteil des
Bundesgerichts vom 4. Juni 2013, 9C_730/2012, E. 4.2; U. MEYER/M. REICHMUTH,
Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 3. Aufl., Zürich 2014, Art. 28a N 267).
Im hier massgeblichen Jahr 2009 (BGE 129 V 222) hätte die Beschwerdeführerin
ausgehend vom Einkommen im Jahr 2007 gemäss IK-Auszug im Jahr 2009 ein
Valideneinkommen von Fr. 57'976.-- (Bundesamt für Statistik [BFS], Lohnentwicklung
2014, T39: Fr. 55'750.--: 2454 x 2552) erzielt. Das Invalideneinkommen in einer zu 55
% ausübbaren Verweistätigkeit hätte noch ohne Tabellenlohnabzug maximal Fr.
28'851.-- betragen (BFS, Lohnstrukturerhebung [LSE] 2008 und
Nominallohnindexierung 2009, Durchschnittswert Anforderungsniveau 4, Frauen
[Informationsstelle AHV/IV, IV 2015, Anhang 2]: Fr. 52'457.-- x 0,55). Somit hätte sich,
wenn die Beschwerdeführerin ihre bisherige Tätigkeit im 50 %-Pensum aufgegeben
und eine besser adaptierte Tätigkeit im Umfang von 55 % aufgenommen hätte, bei
einem Invaliditätsgrad von 50,2 % ebenfalls ein Anspruch auf eine halbe Rente
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ergeben. Es ist deshalb in diesem Zusammenhang nicht von Bedeutung, dass die
Beschwerdeführerin an ihrem angestammten Arbeitsplatz blieb. Mit dem 50 % Pensum
schöpfte sie dabei ihre Restarbeitsfähigkeit aus. Die Beschwerdeführerin hat daher
jedenfalls einen befristeten Anspruch auf eine halbe Rente. In Anwendung von Art. 88a
der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) dauerte er bis zum
31. Januar 2012. Die Beschwerdeführerin hat somit vom 1. November 2009 bis 31.
Januar 2012 Anspruch auf eine halbe Rente.
4.
4.1 Die Beschwerdeführerin vollendete am _ Juli 2013 das 64. Altersjahr und bezieht
seit 1. August 2013 eine ordentliche Altersrente (Art. 21 Abs. 1 lit. b des
Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG; SR 831.10;
IV-act. 102-3). Es bleibt daher zu prüfen, ob ihr auch für die Zeit vom 1. Februar 2012
bis 31. Juli 2013 eine Rente zusteht. Die Beschwerdegegnerin verneint dies, da sie in
adaptierter Tätigkeit zu 80 % arbeitsfähig gewesen sei und somit ein
rentenausschliessendes Einkommen hätte erzielen können (vgl. angefochtene
Verfügung, IV-act. 109).
4.2 Bevor die versicherte Person Leistungen verlangt, hat sie aufgrund der
Schadenminderungspflicht alles ihr zumutbare selber vorzukehren, um die Folgen der
Invalidität bestmöglich zu mindern. Ein Rentenanspruch ist zu verneinen, wenn sie
selbst ohne Eingliederungsmassnahmen, nötigenfalls mit einem Berufswechsel,
zumutbarerweise in der Lage ist, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu
erzielen. Für die Auslegung des unbestimmten Rechtsbegriffs der zumutbaren Tätigkeit
sind die gesamten subjektiven und objektiven Gegebenheiten des Einzelfalls zu
berücksichtigen. Im Vordergrund stehen bei den subjektiven Umständen die
verbliebene Leistungsfähigkeit sowie die weiteren persönlichen Verhältnisse, wie Alter,
berufliche Stellung, Verwurzelung am Wohnort etc.. Bei den objektiven Umständen sind
insbesondere der ausgeglichene Arbeitsmarkt und die noch zu erwartende
Aktivitätsdauer massgeblich (Urteil des Bundesgerichts vom 7. April 2015,
9C_357/2014, 9C_364/2014, E. 2.3.1; vgl auch Urteil des Eidgenössischen
Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: Sozialrechtliche Abteilungen des
Bundesgerichts] vom 23. Dezember 2004 [I 316/04], Erw. 2.2). Nachdem der
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inzwischen pensionierten Beschwerdeführerin unbestrittenermassen medizinisch nicht
zugemutet werden konnte, ihr Arbeitspensum bei der B._ AG zu erhöhen, ist anhand
dieser Kriterien zu prüfen, ob es ihr zuzumuten gewesen wäre, ihre 50 %-Stelle
zugunsten einer (besser) adaptierten 80 %-Stelle aufzugeben.
4.3 Das Gutachten vom 15. Februar 2010 attestierte der Beschwerdeführerin in ihrer
angestammten Tätigkeit sowie für adaptierte Tätigkeiten eine Arbeitsfähigkeit von 80
%. Die daraufhin ergangene Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 22. Oktober
2010 (IV-act. 48) wurde aufgehoben, und das Versicherungsgericht ordnete weitere
medizinische Abklärungen an (IV-act. 77). Seit 1. August 2013 bezieht die
Beschwerdeführerin eine ordentliche Altersrente (E. 4.1). Das Gutachten vom 23.
Dezember 2013 ergab, dass der bis zur Pensionierung innegehabte Arbeitsplatz nicht
ausreichend adaptiert war und die Beschwerdeführerin in einer besser angepassten
Tätigkeit mit einer Arbeitsfähigkeit von 80 % ein höheres, allenfalls
rentenausschliessendes Einkommen hätte erzielen können. Wie sich nachträglich
hinausstellte, war es der Beschwerdeführerin einerseits medizinisch nicht zumutbar, ihr
Pensum von 50 % auf 80 % aufzustocken. Andererseits hatte sie aber bis zur
Erstattung des SMAB-Gutachtens auch keine Veranlassung, eine andere, besser
adaptierte Stelle zu suchen, denn ihr Arbeitsplatz wurde bis zu diesem Zeitpunkt als
adaptiert betrachtet, wie aus dem Protokoll des Eingliederungsverantwortlichen vom
13. Juli 2010 hervorgeht (IV-act. 38). Entsprechend war ihr am 23. Juli 2010 mitgeteilt
worden, die Arbeitsvermittlung sei erfolgreich abgeschlossen worden, da sie wieder
ihrer früheren Tätigkeit bei ihrem bisherigen Arbeitgeber im angepassten Rahmen
nachgehen könne (IV-act. 40). Die Selbsteingliederungspflicht, eine (besser) adaptierte
Stelle in einem 80 %-Pensum zu suchen, lässt sich erst aus dem Gutachten vom 23.
Dezember 2013 herleiten. Zusammenfassend war es der Beschwerdeführerin somit
weder zumutbar, ihr Pensum zu erhöhen, noch hatte sie vor Erreichen des
Pensionsalters Anlass, die langjährig ausgeübte Tätigkeit aufzugeben und eine andere
Stelle zu suchen. Schliesslich verdiente die Beschwerdeführerin an ihrer letzten Stelle
überdurchschnittlich (so beispielsweise im Jahr 2007 Fr. 55'750.-- [IV-act. 8-1]
gegenüber dem Durchschnittwert gemäss Lohnstrukturerhebung (LSE) des
Bundesamtes für Statistik (BFS), Anforderungsniveau 4, 2006 mit
Nominallohnindexierung 2007 von Fr. 51'047.-- [Informationsstelle AHV/IV,
Invalidenversicherung 2015, Anhang 2]). Die Annahme einer adaptierten 80 %-Stelle
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 14/15
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anstelle der bisherigen 50 %-Stelle hätte mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht
zu einer entsprechenden Steigerung des Einkommens geführt. Insgesamt erscheint die
Zumutbarkeit, die seit 1974 innegehabte Stelle aufzugeben, nicht gegeben. Damit ist
für die Invaliditätsbemessung davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin mit
ihrer 50 %-Tätigkeit bei der B._ AG die ihr zumutbare Leistungsfähigkeit auch dann
noch voll ausschöpfte, als ab November 2011 in adaptierter Tätigkeit ohne Rücksicht
auf die pneumologische Einschränkung eine Arbeitsfähigkeit von 80 % bestand. Da sie
im Gesundheitsfall die bisherige Arbeit weiterhin vollzeitlich hätte ausüben können, hat
sie auch nach dem 1. Februar 2012 Anspruch auf eine halbe Rente. Der Anspruch
endet mit der Pensionierung Ende Juli 2013 (vgl. E. 3.5).
5.
5.1 In Gutheissung der Beschwerde ist die Verfügung vom 25. März 2014 aufzuheben
und der Beschwerdeführerin mit Wirkung ab 1. November 2009 bis 31. Juli 2013 eine
halbe Rente zuzusprechen. Zur Festsetzung und Ausrichtung der Rentenleistung ist die
Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
5.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr.
1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint
als angemessen. Die Beschwerdegegnerin hat ausgangsgemäss die gesamte
Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen. Der von der Beschwerdeführerin geleistete
Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist ihr zurückzuerstatten.
5.3 Bei diesem Verfahrensausgang hat die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine
Parteientschädigung. Diese ist vom Gericht ermessensweise festzusetzen, wobei
insbesondere der Bedeutung der Streitsache und dem Aufwand Rechnung zu tragen
ist (Art. 61 lit. g ATSG; vgl. auch Art. 98 ff. VRP/SG, sGS 951.1). In der vorliegenden
Streitsache erscheint mit Blick auf den unterdurchschnittlichen Aufwand eine
Parteientschädigung von pauschal Fr. 3'000.-- (einschliesslich Barauslagen und
Mehrwertsteuer) angemessen.