Decision ID: 6fcf2d76-0b76-4475-9d79-5aa2275bc197
Year: 2021
Language: de
Court: GR_VG
Chamber: GR_VG_004
Canton: GR
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

I. Sachverhalt:
1. Mit Veranlagungsverfügung vom 28. September 2020 (Nr. C._)
erhob die Gemeinde B._ von A._ für das Kalenderjahr
2020 eine Gäste- und Tourismustaxe für dessen 4-Zimmer-Wohnung in
B._ als Jahrespauschale in Höhe von CHF 976.--.
2. Die von A._ gegen die Veranlagungsverfügung vom 28.
September 2020 betreffend Gäste- und Tourismustaxen erhobene
Einsprache vom 12. Oktober 2020 wurde von der Gemeinde B._
mit Einspracheentscheid vom 11. November 2021 betreffend Gäste- und
Tourismustaxen abgewiesen.
3. Mit Eingabe vom 29. November 2021 gelangte A._ an das
Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden und beantragte eine
Fristerstreckung bis November 2022 für eine allfällige Beschwerde gegen
den Einspracheentscheid der Gemeinde B._ vom 11. November
2021 betreffend Gäste- und Tourismustaxen.
4. Mit Schreiben vom 30. November 2021 wies der zuständige
Instruktionsrichter A._ darauf hin, dass die gesetzliche
Beschwerdefrist nicht erstreckbar sei und eine allfällige Beschwerde innert
der laufenden Rechtsmittelfrist einzureichen sei.
5. Mit E-Mail Nachricht vom 2. Dezember 2021 an das Verwaltungsgericht
des Kantons Graubünden hielt A._ an seinem Antrag auf
Fristerstreckung fest und übermittelte ein Schreiben der Gemeinde
B._, in welchem diese betreffend die Beschwerdeerhebung auf
die Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden
verwiesen hatte.
6. Der zuständige Instruktionsrichter wies mit Schreiben vom 3. Dezember
2021 erneut auf die massgeblichen Gesetzesbestimmungen hin und
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machte A._ namentlich darauf aufmerksam, dass dieser innert
der Beschwerdefrist eine Beschwerde mit kurzer Begründung einreichen
und diese anschliessend im Verfahren erweitern könne.
7. Innert der Beschwerdefrist (und bis heute) liess A._ dem Gericht
keine neuen Eingaben zukommen.

II. Das Gericht zieht in Erwägung:
1. Ist ein Rechtsmittel offensichtlich unzulässig oder offensichtlich begründet
oder unbegründet entscheidet die oder der zuständige Vorsitzende in
einzelrichterlicher Kompetenz (Art. 43 Abs. 3 lit. b des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege [VRG; BR 370.100]). Bei der vorliegenden
Eingabe vom 29. November 2021 handelt es sich – wie nachfolgend
gezeigt wird – um ein offensichtlich unzulässiges Rechtsmittel, weswegen
das angerufene Verwaltungsgericht in einzelrichterlicher Kompetenz
entscheidet.
2. Nach Art. 38 VRG sind Rechtsschriften in einer Amtssprache abzufassen
und haben das Rechtsbegehren, den Sachverhalt und eine Begründung
zu enthalten (Abs. 1). Sie sind zu unterzeichnen und im Doppel unter
Beilage der verfügbaren Beweismittel und des angefochtenen Entscheids
einzureichen. Weitere Beweismittel sind genau zu bezeichnen (Abs. 2).
Genügt eine Eingabe den gesetzlichen Erfordernissen nicht oder ist sie in
unziemlicher Form abgefasst, unleserlich oder unnötig umfangreich, wird
eine angemessene Frist zur Behebung des Mangels angesetzt mit der
Androhung, dass auf die Eingabe sonst nicht eingetreten werde (Abs. 3).
3. Im vorliegenden Fall beantragte A._ mit Eingabe vom 29.
November 2021 eine Erstreckung der Beschwerdefrist bis Ende
November 2022. Zur Begründung führte er an, dass er Zeit brauche, um
zu analysieren, ob eine Beschwerde einzureichen sei. Er unterliess es
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dabei, einen Antrag in der Sache zu stellen. Mit Instruktionshandlungen
vom 30. November 2021 sowie vom 3. Dezember 2021 wurde A._
vom Instruktionsrichter darauf hingewiesen, dass die gesetzliche
Beschwerdefrist von 30 Tagen gemäss Art. 9 Abs. 1 VRG bzw. Art. 29 des
Gesetzes über die Gemeinde- und Kirchensteuern (GKStG; BR 720.200)
nicht erstreckbar ist und eine allfällige Beschwerde innert der zum
damaligen Zeitpunkt noch laufenden Rechtsmittelfrist zu erfolgen habe.
Von der aufgezeigten Möglichkeit, eine Beschwerde mit kurzer
Begründung fristgerecht einzureichen und eine ausführliche Begründung
nachzuliefern, machte A._ keinen Gebrauch. Die Eingabe vom
29. November 2021 kann nach dem Gesagten nicht als Beschwerde
entgegengenommen werden, zumal A._ selbst davon ausgeht,
dass es sich bei dieser nicht um eine Beschwerde handelt. Auf diese ist
damit nicht einzutreten.
4. Die Kosten dieses Nichteintretensentscheides gehen zulasten des
Beschwerdeführers (Art. 72 Abs. 1 VRG). Aufgrund des geringen
Verfahrensaufwands für den Einzelrichter wird die Staatsgebühr auf CHF
200.-- festgesetzt.