Decision ID: b3c752a3-85fe-5e4c-b58f-483cdcff0063
Year: 2007
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

C. Mit Beschwerde vom 19. April 2006 an die Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) liessen die Beschwerdeführer durch ihren Rechtsvertreter im Wesentlichen die Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung und die Anordnung der vorläufigen Aufnahme der Beschwerdeführer beantragen. Eventualiter sei das Verfahren zu weiteren Sachverhaltsabklärungen und zur Neuentscheidung an die Vorinstanz .
D. Mit Zwischenverfügung vom 26. April 2006 vereinigte die ARK die Verfahren N _, N _, N _ sowie N _ und stellte fest, die Beschwerden bezögen sich ausschliesslich auf den Wegweisungsvollzug, und verzichtete auf die Zahlung eines Kostenvorschusses.
E. Das Bundesamt hielt in der Vernehmlassung vom 10. Mai 2006 an seinen  fest und beantragte die Abweisung der Beschwerde. Diese Stellungnahme wurde den Beschwerdeführern am 17. Mai 2006 ohne Replikrecht zur Kenntnis .
F. Mit Beschluss vom 28. November 2006 trennte die ARK das Verfahren des  mit seiner Familie eingereisten Beschwerdeführers N._ (N _) von demjenigen seiner Familie und schrieb die Beschwerde im einzelrichterlichen Verfahren als durch Rückzug gegenstandslos geworden ab, nachdem der Beschwerdeführer wegen seines mutmasslichen Anspruchs auf einen  in Deutschland durch seinen Rechtsvertreter den Rückzug seiner  erklärt hatte.
G. Gemäss der am 16. April 2007 vom _ Kantons O._ gefaxten Trauungsmitteilung hat E._ am 10. April 2007 den in der Schweiz vorläufig aufgenommenen P._ (N _) geheiratet.
H. Mit Schreiben vom 20. April 2007 informierte der zuständige Instruktionsrichter des Bundesverwaltungsgerichtes die Beschwerdeführer über die am 1. Januar 2007 erfolgte Übernahme des bei der ARK anhängigen Verfahrens durch das Bundesverwaltungsgericht. Gleichzeitig setzte er den Beschwerdeführern eine Frist zur Einreichung einer Kostennote des Rechtsvertreters bis zum 7. Mai 2007 und kündigte an, bei Nichteinreichung einer Kostennote werde im Falle der Gewährung einer Parteientschädigung der entsprechende Aufwand geschätzt und der vorgesehene Mindeststundenansatz angewandt.
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I. Die Beschwerdeführer reichten innerhalb der Frist keine Kostennote zu den Akten.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021), sofern keine Ausnahme nach Art. 32 vorliegt. Als Vorinstanzen  die in Art. 33 und 34 VGG genannten Behörden. Dazu gehören Verfügungen des BFM gestützt auf das Asylgesetz vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31); das Bundesverwaltungsgericht entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG, Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
1.2 Das Bundesverwaltungsgericht übernimmt, sofern es zuständig ist, am 1. Januar 2007 die Beurteilung der bei der ARK hängig gewesenen Rechtsmittel. Das neue Verfahrensrecht ist anwendbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 VGG).
1.3 Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder  Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die  gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
1.4 Die Beschwerde ist form- und fristgerecht eingereicht; die Beschwerdeführer sind legitimiert (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 und 50 ff. VwVG). Auf die Beschwerde ist mithin einzutreten.
1.5 Die vorliegende Beschwerde richtet sich einzig gegen den angeordneten . Die Ziffern 1 (Asylgesuch und Flüchtlingseigenschaft) der  der angefochtenen Verfügungen sind demzufolge mangels Anfechtung in Rechtskraft erwachsen. Auch die Wegweisungen als solche (Ziffern 3 der  Verfügungen) sind damit grundsätzlich nicht mehr zu überprüfen.
2. Der Antrag der Beschwerdeführer, die angefochtenen Verfügungen zu weiterer Sachverhaltsabklärung und materieller Neuentscheidung zurückzuweisen, ist , da die Vorinstanz weder den Sachverhalt unvollständig erstellt, noch ihre Begründungspflicht verletzt hat. Der Anspruch auf Ermittlung des relevanten Sachverhaltes erfolgt aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör. Vorliegend ist der Entscheid der Vorinstanz rechtsgenüglich begründet. Mit der materiellen  des Sachverhaltes hat sich die Beschwerdeinstanz im Rahmen der  Überprüfung der vorinstanzlichen Verfügung auseinanderzusetzen.
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3. Gemäss Art. 44 Abs. 2 AsylG regelt das Bundesamtes das Anwesenheitsverhältnis eines abgewiesenen Asylsuchenden nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist.
Der Vollzug der Wegweisung ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche  der Schweiz einer Weiterreise des Ausländers in seinen Heimat-, - oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 14a Abs. 3 des Bundesgesetzes über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer [ANAG, SR 142.20]); insbesondere darf niemand in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwungen werden, in dem sein Leib, sein Leben oder seine Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet sind oder in dem die Gefahr besteht, dass er zur Ausreise in ein solches Land gezwungen wird (Art. 5 Abs. 1 AsylG); weiter darf gemäss Art. 3 EMRK niemand der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung ausgesetzt werden. Der Vollzug der Wegweisung kann insbesondere nicht zumutbar sein, wenn er für den Ausländer eine konkrete Gefährdung darstellt (Art. 14a Abs. 4 ANAG). Schliesslich ist der Vollzug der Wegweisung nicht möglich, wenn der Ausländer weder in den Herkunfts- oder in den Heimatstaat noch in einen Drittstaat verbracht werden kann (Art. 14a Abs. 2 ANAG). Diese Bedingungen für einen Verzicht auf den Vollzug der Wegweisung (Unzulässigkeit, Unzumutbarkeit, Unmöglichkeit) sind alternativer Natur: Sobald eine von ihnen erfüllt ist, ist der Vollzug der Wegweisung als undurchführbar zu betrachten und die weitere Anwesenheit in der Schweiz gemäss den Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme zu regeln (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission / EMARK 2006 Nr. 6 E. 4.2. S. 54 f., 2001 Nr. 1 E. 6a S. 2).
4. Der Vollzug der Wegweisung kann insbesondere nicht zumutbar sein, wenn er für die ausländische Person eine konkrete Gefährdung darstellt (Art. 14a Abs. 4 ANAG). Damit wird zum Ausdruck gebracht, dass aus humanitären Gründen, nicht in Erfüllung völkerrechtlicher Pflichten der Schweiz, insbesondere dann auf den Vollzug der Wegweisung zu verzichten ist, wenn die Rückkehr in den Heimat- oder Herkunftsstaat für die betroffene Person eine konkrete Gefährdung bedeutet. Eine solche Gefährdung kann angesichts der im Heimatstaat herrschenden allgemeinen politischen Lage, die sich durch Krieg, Bürgerkrieg oder durch eine Situation  Gewalt kennzeichnet, oder aufgrund anderer Gefahrenmomente, wie beispielsweise einer notwendigen medizinischen Behandlung, angenommen  (vgl. EMARK 1998 Nr. 25 E. 3d S. 223; Botschaft zum AVB, BBl 1990 II 668).
5.
5.1 Das Bundesamt führte in seinen ablehnenden Entscheiden aus, der  sei zumutbar. Die allgemeine politische Lage spreche nicht gegen die . Allerdings könne die Wahrscheinlichkeit einer konkreten Gefährdung für serbischsprachige Roma, zu deren Ethnie die Gesuchsteller gehörten,  der Enklaven im Norden des Kosovo nicht ausgeschlossen werden. Die Be-
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schwerdeführer hätten jedoch ihren letzten Wohnsitz in G._, Pejë, gehabt, weshalb eine Wegweisung in den Kosovo zum heutigen Zeitpunkt nicht zumutbar sei. Allerdings bestehe eine innerstaatliche Aufenthaltsalternative in H._, Montenegro, wo die Beschwerdeführer über einen Bekanntenkreis verfügten. Ausserdem liege H._ in einer aufstrebenden Ferienregion Montenegros, es fänden sich zahl-reiche Reise- und Hotelhinweise für die Region. Es sei davon auszugehen, dass es den Beschwerdeführern möglich sein werde, dort Arbeitsstellen im Tourismus- oder Hotelbereich zu finden, wobei ihnen die in Deutschland erworbenen Sprach-kenntnisse zugute kämen. Zudem sei eine medizinische Betreuung der Be-schwerdeführerin, sollte diese auch nach der Rückkehr noch von Nöten sein, ge-währleistet.
5.2 In ihren Beschwerdeschriften machten die Beschwerdeführer dagegen geltend, sie würden als Angehörige der Roma im Kosovo und ebenso in Serbien und in  grundsätzlich diskriminiert, und sie seien ohne staatlichen Schutz  gewaltsamen Übergriffen ausgesetzt. Auch sei es zwecklos, bei  Vorfällen eine polizeiliche Anzeige zu erstatten. Vor diesem Hintergrund sei die psychische Erkrankung der Beschwerdeführerin zu beachten, belegt durch den bei der Vorinstanz eingereichten ärztlichen Bericht. Bei einer Rückkehr drohe sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin weiter zu verschlechtern. Eine wirksame medizinische Behandlung der Beschwerdeführerin sei aufgrund der zu erwartenden Übergriffe nicht möglich. Höchstwahrscheinlich seien angesichts der Erkrankung bei Rückkehr selbstgefährdende oder fremdgefährdende Handlungen der Beschwerdeführerin im Sinne eines "real risk" nach Art. 3 EMRK zu erwarten, ebenso körperliche Übergriffe auf die kranke Beschwerdeführerin. Nach Ansicht des Rechtsvertreters trage die bisherige Rechtsprechung nicht der besonderen Gefährdung der Roma, insbesondere Erkrankter sowie Frauen und Kinder, in den Balkanländern Rechnung.
6. Es bleibt zu prüfen, ob sich eine Rückkehr der Beschwerdeführer in den Kosovo als zumutbar erweist. Der Vollzug kann gemäss Art. 14a Abs. 4 ANAG  nicht zumutbar sein, wenn er für den Ausländer eine konkrete Gefährdung darstellt. Diese Bestimmung ist als "Kann-Vorschrift" formuliert, um deutlich zu , dass die Schweiz nicht in Erfüllung völkerrechtlicher Ansprüche, sondern aus humanitären Gründen handelt.
6.1 Die allgemeine Lage der Minderheiten im Kosovo wird laufend beobachtet und beurteilt. Am 17. und 18. März 2004 wurde der Kosovo von grösseren Unruhen erschüttert: albanischstämmige Kosovaren griffen Angehörige von Minderheiten an, plünderten und brandschatzten deren Häuser und zerstörten Orte religiöser Andacht. Von den Übergriffen waren in erster Linie Serben, daneben aber auch Roma, Ashkali und Ägypter betroffen. Die meisten Beobachter gehen von einer konzertierten Aktion aus, die sich gezielt gegen Angehörige von Minderheiten richtete und deren Vertreibung aus dem Kosovo bezweckte (EMARK 2005 Nr. 9).
6.2 Seither hat sich die Situation wieder stabilisiert. Angehörige der serbischsprachi-
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gen Roma sind aber nach wie vor - zum Teil massiven - Diskriminierungen . Vor diesem Hintergrund und angesichts der schwierigen ökonomischen und sozialen Situation dieser Minderheiten im Kosovo wird der Vollzug der  von serbischsprachigen Roma, welche vor ihrer Ausreise ihren letzten  nicht im Norden des Kosovos verzeichnet haben, zurzeit immer noch als nicht zumutbar im Sinne von Art. 14a Abs. 4 ANAG erachtet, es sei denn, es liegt eine innerstaatliche Aufenthaltsalternative vor, weshalb ihnen der Vollzug der  in ein anderes Gebiet von Serbien zugemutet werden könnte. Diesbezüglich ist auf die relativ hohen Anforderungen an die Zumutbarkeit einer innerstaatlichen Aufenthaltsalternative zu verweisen (vgl. EMARK 1996 Nr. 2 S.14, 2001 Nrn. 1 und 13).
6.3 Die Beschwerdeführer haben die serbische Staatszugehörigkeit mit letztem  Serbien betreffend in G._, Pejë, wo sie bis zu ihrer Ausreise nach Deutschland im Jahr 1999 gelebt haben (vgl. E-5845/2006, act. A2, S.1, 2). Dieser Ort befindet sich im westlichen Teil des Kosovo. Ihre Zugehörigkeit zu der Gruppe der Roma können die Beschwerdeführer durch die Mitgliederausweise der -eine und entsprechende Bestätigungsschreiben belegen (vgl. E-5845/2006, act. A1, Beweismittel 1-3, 7). Daraus kann geschlossen werden, dass die Beschwerde-führer als serbischsprachige Roma zu einer nach wie vor gefährdeten Minderheit im Kosovo gehören, weshalb eine Rückkehr für sie in ihre Heimatregion im Kosovo nicht zumutbar erscheint.
6.4 Es stellt sich damit die Frage, ob eine zumutbare innerstaatliche  vorliegt. Dabei sind im Rahmen einer Gesamtwürdigung sämtliche Faktoren zu berücksichtigen, welche für beziehungsweise gegen die Zumutbarkeit des  sprechen. In Betracht zu ziehen sind dabei insbesondere das Bestehen eines sozialen oder verwandtschaftlichen Beziehungsnetzes. Weiter sind das Alter, die berufliche Ausbildung, der Gesundheitszustand und die  wirtschaftliche Lebensgrundlage zu berücksichtigen.
Da sich die Republik Montenegro am 3. Juni 2006 für unabhängig erklärte, die Staatenunion "Serbien und Montenegro" aufgelöst wurde und die Republik Serbien diese unter Umbenennung in "Republik Serbien" allein fortsetzte, kann als " Aufenthaltsalternative" nicht auf die Republik Montenegro abgestellt werden. Ohnehin verfängt die Argumentation der Vorinstanz hinsichtlich  als Aufenthaltsalternative schon wegen des fehlenden sozialen und  Beziehungsnetztes nicht. Es leben keine Angehörigen der  in Montenegro; nur ein Freund und ehemaliger Wohnungsvermieter lebt dort, und er hat die Familie aus Angst vor eigener Gefährdung weggeschickt.  kann zudem nicht als letzter Wohnsitz bezeichnet werden, da sich die  Familie dort lediglich ein Zimmer bei ihrem Gastgeber teilte, um von dort aus ihre Rückkehr in den Kosovo vorzubereiten. Wie die Beschwerdeführer und ihre Kinder in den Befragungen ausführten, hatten sie während ihres letzten Aufenthaltes kaum Kontakt zur Nachbarschaft und hielten sich aus Angst vor An-
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feindungen weitestgehend im Haus versteckt (vgl. E-5845/2006, act. A2, S.5; A9, S. 4).
In Serbien leben keine Angehörige der Beschwerdeführer (vgl. E-5845/2006 act. A12, S. 5; A16, S. 4). Das soziale und verwandtschaftliche Beziehungsnetz  sich vorwiegend zum einen auf entfernte Verwandte, die in der im Westen des Kosovo gelegenen Gemeinde Pe (beziehungsweise Pejë) leben und denć Kontakt zu den Beschwerdeführern abgebrochen haben (vgl. E-5845/2006 act. A12, S. 5), zum anderen auf nahe Angehörige der Beschwerdeführer in  und in der Schweiz (vgl. E-5845/2006 act. A12, S. 6; A16, S. 4).
Zwar könnten ihre Verwandten in Deutschland und in der Schweiz die  finanziell unterstützen. Auch sind die Beschwerdeführer nicht , konnten Kosten von 15'000 € für die Ausreise tragen (vgl. E-5845/2006 act. A12, S. 10). Zudem verfügt der Beschwerdeführer über grosse Berufserfahrung: er war als Tischler, Musiker, Polizist und in der Landwirtschaft im Kosovo tätig (vgl. E-5845/2006 act. A12, S. 5). Der Beschwerdeführer und teilweise auch die Kinder haben in Deutschland gearbeitet (vgl. E-5845/2006 act. A12, S. 6, 10; E-5844/2006 act. A2, S. 2; E-5843/2006 act. A2, S. 2). Die Beschwerdeführer verfügen zudem über Deutsch- und teilweise auch Englischkenntnisse (vgl. E-5845/2006 act. A1, S. 2; A2, S. 2; A4, S. 2; E-5844/2006 act. A2, S. 2; E-5843/2006 act. A 2, S. 2; E-5842/2006 act. A2, S. 2).
Entscheidend ist aber, dass die Familie nie einen Wohnsitz in Serbien hatte, und es als nicht realistisch erscheint, dass sie angesichts der schlechten  Lage in Serbien an einem für sie unbekannten Ort als intern Vertriebene ein Auskommen finden würde, zumal sie ihre Grundstücke im Kosovo nicht nutzen kann und ihre Häuser zerstört sind. Zu berücksichtigen ist auch, dass es sich um eine Familie mit vier Kindern handelt, von denen eines noch minderjährig ist. Zudem leidet die Ehefrau des Beschwerdeführers an posttraumatischen Belastungsstörungen. Dies ergibt sich zum einen aus dem bei der Vorinstanz eingereichten ärztlichen Attest der Diplompsychologin Q._ in S._(D) vom 21. Juli 2005. Die Störungen sind auf persönlich erlittene Misshandlungen und auf an ihren Familienangehörigen verübte zurückzuführen. Die Beschwerdeführerin befand sich während des Aufenthaltes in Deutschland in psychotherapeutischer Behandlung mit medikamentöser Therapie, und sie leidet nach wie vor an starken psychischen Problemen (vgl. E-5845/2006 act. A12, S. 18; E-5843/2006 act. A2, S. 5). Zwar sind in Serbien Behandlungsmöglichkeiten und Einrichtungen für traumatisierte Menschen vorhanden, und eine Therapie könnte durch die Angehörigen im europäischen Ausland finanziert werden, aber es ist höchst zweifelhaft, ob der traumatisierten Beschwerdeführerin in Serbien, wo sie nie gelebt hat, das für einen Therapieerfolg notwenige Gefühl der Sicherheit  werden kann.
Eine umfassende Aktenprüfung ergibt daher, dass das Vorliegen einer zumutbaren innerstaatlichen Aufenthaltsalternative vorliegend zu verneinen ist.
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7. Der Wegweisungsvollzug der Beschwerdeführer in ihren Heimatstaat ist als nicht zumutbar zu erachten. Sie sind daher - da sich aus den Akten keine Hinweise auf Umstände ergeben, welche hinsichtlich einer Anwendung von Art. 14a Abs. 6 ANAG relevant sein könnten - im Sinne von Art. 14a Abs. 1 ANAG vorläufig .
8. Insgesamt ist festzuhalten, dass das BFM den Vollzug der Wegweisung zu  als zumutbar erachtet hat. Nach den obenstehenden Erwägungen sind die Beschwerden gutzuheissen und die Ziffern 4 und 5 der vorinstanzlichen  vom 20. März 2006 aufzuheben. Das BFM wird angewiesen, die  in der Schweiz wegen Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges vorläufig aufzunehmen (vgl. Art. 44 Abs. 2 AsylG und Art. 14 Abs. 1 und 4 ANAG).
9. Bei diesem Ausgang sind keine Kosten zu erheben.
10. Den obsiegenden und vertretenen Beschwerdeführern ist eine Entschädigung für die ihnen notwendigerweise erwachsenen Parteikosten zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG sowie Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 7 Abs. 1 des Reglements über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht vom 11. Dezember 2006 [VGKE, SR 173.320.2]). Die Beschwerdeführer reichten  trotz entsprechender Aufforderung keine Kostennote zu den Akten, weshalb der angefallene notwendige Vertretungsaufwand abzuschätzen und von Amtes  festzusetzen ist (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 14 Abs. 2 VGKE). Nach zuverlässiger Abschätzung der notwendigen Parteikosten ist die  unter Berücksichtigung der massgeblichen Bemessungsfaktoren (vgl. Art. 8 ff. VGKE) für alle Verfahren auf insgesamt Fr. 800.-- festzusetzen.
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