Decision ID: 1f168576-0fd7-489a-85be-e7036e88f56d
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren
1968
, meldete sich am
1
5.
Dezember 2005
unter Hinweis auf
Rücken
beschwerden
und einen im Oktober 2005 erlittenen Hirn
schlag
bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk.
11/3
). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, sprach ihr mit Verfü
gung vom
1
5.
Januar 2008
bei einem Invaliditätsgrad von
50 %
eine
halbe
Rente ab
1.
Oktober 2006
zu (Urk.
11/33;
Urk.
11/35
).
1.2
Nach Eingang eines am
1
4.
Januar 2011
ausgefüllten Revisionsfragebogens (Urk.
11/38
)
, in welchem eine Verschlechterung des Gesundheitszustand
e
s seit August 2008 geltend gemacht wurde,
holte die IV-Stelle
einen medizinischen Bericht (
Urk.
11/40) ein und teilte der Versicherten a
m 2
9.
Juni 2011 mit, der Rentenanspruc
h sei unverändert (
Urk.
11/47).
1.3
Am 2
3.
Januar 2014 stellte die Versicherte ein Revisionsgesuch wegen
Hüftbe
schwerden
(
Urk.
11/50
)
.
In der Folge
holte die IV-Stelle
einen Bericht
bei der
Y._
ein (
Urk.
11/51) und
wies das Rentenerhöhungsgesuch
n
ach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
11/53
;
Urk.
11/56
)
mit Verfügung vom
3.
Juli
2014 ab (
Urk.
11/60
=
Urk.
2).
Am
7.
August 2014 ging bei der IV-Stelle – wie von der Versicherten in Aus
sicht gestellt (vgl.
Urk.
11/56) – ein
Bericht
von
Dr.
med. Z._
, Fach
arzt für Chirurgie,
vom
4.
August 2014 (
Urk.
11/61 =
Urk.
1/1)
ein.
Die IV
Stelle hielt mit Schreiben vom 1
6.
September 2014
(
Urk.
11/63) fest, der medizinische
Bericht vom
4.
August 2014 ändere nichts an
ihr
er Verfügung
vom
3.
Juli
2014
und fragte die Versicherte an,
ob dieser als Beschwerde
zu behandeln
sei
.
2.
Mit Eingaben vom
4.
August 2014 (überwiesener Arztbericht,
Urk.
1/1) und vom
2.
Oktober 2014 (überwiesene E-Mail,
Urk.
1/2; unterzeichnete Fassung, Urk. 8)
erhob die
Versicherte Beschwerde
gegen die Verfügung vom
3.
Juli 2014
(Urk.
2) und beantragte
sinngemäss
, diese sei aufzuheben und
ihr
Erhöhungs
gesuch
sei gutzuheissen
(
Urk.
1
/2).
Die IV-Stelle
ersuchte
mit Beschwerdeantwort vom
2
0.
November 2014
(Urk.
10
)
um
Abweisung der Beschwerde. Dies wurde der Beschwerdeführerin am
2
2.
April 2015
zur Kenntnis gebracht (
Urk.
12
).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die massgebenden rechtlichen Grundlagen, insbesondere betreffend die
Inva
lidi
tätsbemessung
(
Art.
16 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG) und den Rentenanspruch (
Art.
28 des Bundes
gesetzes über die Invalidenversicherung, IVG), sind im angefochtenen Entscheid zutreffend wiedergegeben (
Urk.
2 S. 1). Darauf kann, mit den nach
stehenden Ergänzungen, verwiesen werden.
1.2
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revi
sionsgrund
im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar.
Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines
Einkom
mensvergleichs
(bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands) beruht; vorbehalten bleibt die Recht
sprechung zur Wiedererwägung und prozessualen Revision (BGE 134 V 131 E. 3 und 133 V 108 E. 5.4 mit Hinweis). Nach der bundesgerichtlichen Rechtspre
chung ist eine Verfügung verzichtbar, wenn bei einer von Amtes wegen durch
geführten Revision keine leistungsbeeinflussende Änderung der Verhältnisse festgestellt wurde (
Art.
74
ter
lit
. f
der Verordnung
über die Invalidenversiche
rung
,
IVV) und die bisherige Invalidenrente daher weiter ausgerichtet wird. Wird auf entsprechende Mitteilung hin keine Verfügung verlangt (
Art.
74
quater
IVV), ist jene in Bezug auf den Vergleichszeitpunkt einer (ordentlichen) rechts
kräftigen Verfügung gleichzustellen (Urteile des Bundesgerichts 9C_771/2009 vom 10. September 2010 E. 2.2 und 9C_586/2010 vom 15. Oktober 2010 E. 2.2 mit Hin
weisen).
1.3
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Strittig ist die revisionsweise Erhöhung der bis anhin ausgerichteten halben Rente, wobei namentlich zu prüfen ist, ob sich der Gesundheitszustand de
r Beschwerdeführerin
wesentlich verschlechtert hat respektive sich die für die Invaliditätsbemessung massgebende Arbeitsfähigkeit verändert hat. Für die Beurteilung der Frage, ob eine anspruchserhebliche Änderung eingetreten ist, wird der Sachverhalt zur Zeit der strittigen Verfügung (
Juli
2014) verglichen mit dem Sachverhalt, wie er im Zeitpunkt der letzten Rentenrevision (
Mitteilung vom Juni 2011,
Urk.
11/47)
bestanden hat.
2.2
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (
Urk.
2) davon aus, dass
keine Veränderung des Gesundheitszustandes zu objektivieren sei. Der Arztbericht vom 1
3.
Mai 2014 weise bekannte medizinische Sachverhalte im Zusammenhang mit den Hüftbeschwerden aus (S. 2 oben).
2.3
Die Beschwerdeführerin
macht
e in ihrer Beschwerde (
Urk.
1
/2
)
geltend
,
es befremde sie, dass der ärztliche Dienst eine Beurteilung nur anhand medizini
scher Berichte – ohne eigene Untersuchung und ohne persönliches Gespräch – vornehme. Zudem führte sie aus, dass sie am 1
1.
November 2014 einen erneu
ten Eingriff, eine HWS-Diskektomie, vor sich habe; sie rechne mit einem Ausfall von mindestens zwei bis drei Monaten.
3.
3.1
Die ursprüngliche
Rentenzusprache
stützte sich
im Wesentlichen
auf das
poly
dis
zip
linäre
Gutachten der Ärzte des A._
vom 2
5.
Juni 2007 (
Urk.
11/24).
Darin wurden folgende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit genannt (S. 18):
p
anvertebrales,
zurzeit
zerv
ikalbetontes
Schmerzsyndrom
mit/bei
Fehlform
der Wirbelsäule
Status nach dorsaler
Spondylodese
L5/S1 am 2.12.2003
Status nach Metallentfernung
am 26.01.
2005
Status nach
Respondylodese
L5/S1 im Juni
2006
Osteochondrosen
C3/C4 und C4/C5
allgemeiner
Bandlaxität
und Hypermobilität nach verschiedenen
Weichteileingriffen in den peripheren Gelenk
en
persistierende
Hemianopsie rechts
mit/bei
Status nach
zerebrovaskulärem
Insult
im
posterioren
Stromgebiet
(para
doxe Embolie bei offenem
Foramen
ovale)
am
5.10.2005
Die Gutachter führten aus, aktuell bestünden vor allem Nacken
schmerzen (mit Ausstrahlung in den linken Hinterkopf sowie Schmerzausstrahlungen in den linken Arm), die seit dem Hirnschlag deutlich zugenommen hätten, da die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer Hemianopsie den Kopf häufig schräg halten müsse, um diese Störung zu kompensieren
. Die Stehstörung betreffe vor allem das rechte Gesichtsfeld beider Augen und behindere
sie
beim Lesen sowie beim Fixieren von Gegenständen, was sie in ihrer Tätigkeit als Arztsekretärin ein
schränke (S. 19 f.).
Zusammenfassend sei die Beschwerdeführerin
wegen
ihre
r
Beschwerden am Bewegungsapparat sowie der
zusätzlichen
Sehstörung
für die Tätigkeit
als Arztsekretärin
zu 50 % arbeitsunfähig
.
Sie habe sich mit ihren Beschwerden optimal arrangiert und gehe vernünftig und positiv mit ihren Behinderungen und Einschränkungen um. Eine psychiatrische Komorbidität liege nicht vor (S. 21 unten).
Die Beschwerdeführerin
könne aufgrund ihrer rheumatologischen und neurologischen Problematik
nicht mehr als
zweimal zwei
Stunden
Schreibarbeiten am Computer
verrichten.
F
ür
behinderungsange
passte
, körperlich leichte
,
wechselbelastende Tätigkeiten ohne
rückenunergono
mische
Zwangshaltungen und ohne
die
Notwendigkeit
,
längere Zeit am Stück (bis maximal
zwei
St
un
den) zu lesen oder zu schreiben
, bestehe eine 100%ige Arbeitsfähigkeit
(
S.
22
Ziff.
2).
3.2
Dr.
med. B._
, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, Regionaler Ärztlicher Dienst (
RAD
), führte in ihrer Stellungnahme
vom 1
6.
Juli
2007 (
Urk. 11/28/4) aus, auf das
A._
-Gutachten könne abgestellt werden.
Bei der Beschwerdeführerin sei eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit in ihrer bisherigen Tätigkeit ausgewiesen. Das
Tätigkeitsprofil
als
Arztsekretärin entspreche auch einer behinderungsangepassten Tätigkeit.
3.3
Vor diesem Hintergrund ermittelte die Beschwerdegegnerin aufgrund eines
Pro
zentvergleichs
einen Invaliditätsgrad von 50 % und sprach der Beschwerde
führerin ab
1.
Oktober 2006 eine halbe Rente zu (
Urk.
11/33
, Urk. 11/35
).
4.
4.1
I
m Rahmen des im
Januar 2011
eingeleiteten Revisionsverfahrens
gingen fol
gende
Berichte
ein
:
4.2
Dr.
med.
Z._
,
Facharzt für Chirurgie,
Klinik
C._
,
nannte im Bericht
vom 2
4.
Januar
2011
zuhanden der Beschwerdegegnerin
(
Urk.
11/40)
folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (
Ziff.
1.1):
chronische
I
nstabilität
des rechten oberen Sprunggelenkes
bei Status nach mehreren Operationen
Arthr
ose
des
rechte
n
oberen Sprunggelenkes, bestehend
seit 2010
Status nach
Spongi
osa
plastik
des
linke
n
oberen Sprunggelenkes
2008
Status nach
Naht
der
Supraspinatussehne
links 2009
Coxarthrose
rechtes Hüftgelenk
Dr.
Z._
gab an, dass die Beschwerdeführerin
seit August 2008
bei ihm in Behandlung stehe
(
Ziff.
1.2).
Er attestierte der Beschwerdeführerin f
ür
die
letzte Tätigkeit
eine 100
%
ige Arbeitsunfähigkeit vom 2
5.
Mai bis
7.
September 2010 sowie eine
25
%
ige Arbeitsunfähigkeit
seit
8.
September
2010 bis auf weiteres (Ziff.
1.6).
Als Einschränkungen nannte er eine v
erminderte Belastb
arkeit des rechten Beines, einschliesslich
rechte Hüfte, rechtes
oberes Sprunggelenk
mit Schwellungstendenz.
N
ach längerem Sitzen und Gehen
träten Schmerzen auf
.
Die b
isherige Tätigkeit
sei aus medizinischer Sicht noch vier bis fünf
Stunden pro
Tag zumutbar (
Ziff.
1.7).
Zu
m
Zumutbarkeitsprofil
gab
Dr.
Z._
unter anderem an, dass rein sitzende, rein stehende, wechselbelastende sowie
vor
wiegend im
Gehen ausgeübte Tätigkeiten
für fünf
Stunden pro
Tag
möglich seien
(
Urk.
11/40/5).
Es sei mit
einer
Verschlechterung
der Befunde im rechten oberen Sprunggelenk
und
einer
Progredienz de
r Beschwerden
der rechten Hüfte
zu rechnen (Ziff.
1.4).
4.3
RAD
-Arzt
Dr.
med.
D._
, Facharzt für Innere Medizin,
hielt mit Stellungnahme
vom 1
8.
Juni
2011 (
Urk.
11/46/2) fest, u
nter Berücksichti
gung
der weiteren Diagnosen (gemäss
A._
-
Gutachten vom 2
5.
Juni 2007) sei
gesamthaft weiterhin
eine
50%ige Arbeitsfähigkeit
plausibel.
Zum
Profil
gab er an, es seien
leichte wechselbelastende Tätigkeiten
zumutbar,
ohne
rücken
unergonomische
Zwangshaltungen
und Entlastung des rechten Bei
nes
.
4.4
Entsprechend teilte die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin am 2
9.
Juni 2011 mit, dass sie weiterhin Anspruch auf die bisherige Invalidenrente habe (
Urk.
11/47).
4.5
Dr.
med.
E._
,
Facharzt für
Neuro
chirurgie
,
F._
,
nannte im Bericht
vom 2
4.
Juni
2011
zuhanden der Beschwerdegegnerin
(
Urk. 11/48) – welcher verspätet respektive erst
nach Erlass der
rentenbestäti
genden
Mitteilung
ein
gegangen ist
und somit nicht berücksichtigt wurde
–
im Wesentlichen die bekannten
Diagnosen
(
Ziff.
1.1)
.
Dr.
E._
attestierte der Beschwerdeführerin eine etwa 30
%
ige
A
rbeitsunfähigkeit
für
die
zuletzt ausge
übte Tätigkeit (Z
iff
.
1.6). Vorwiegend wegen der Sehstörung
bestehe
keine Mög
lichkeit
,
lange in gleicher Stellung zu verharren
(
Ziff.
1.7)
.
Zu
m
Zumutbarkeits
profil
gab
Dr.
E._
an, es seien (n
ur noch) wechselbelastende Tätigkeiten zumutba
r
,
im Umfang von zwei bis drei Stunden pro Tag
,
mit
einer Leistung von
30
% (gemeint
ist wohl
e
ntsprechend einem Pensum von 30 %;
Urk.
11/48/4)
.
5.
5.1
Die im
Zusammen
hang mit dem Revisionsgesuch vom 2
3.
Januar
2014
einge
gan
genen Berichte ergeben über den Gesundheitszustand der Beschwer
de
führerin folgendes Bild:
5.2
Im Bericht der Ärzte der
Y._
vom 2
5.
April 2013 (
Urk.
11/4
9/3-4) über die
Untersuchung vom 3
1.
Dezember
2012
wurden folgende Diagnosen genannt (S. 1 Mitte):
artikulärer
Hüftschmerz beidseits im Sinne eines
Hüftimpingements
mit zusätzlicher
Iliopsoassehnenreizung
links
Tendinitis der Hüftabduktoren beidseits
Status nach Offset-Korrektur links Juli 2011 (
fecit
Dr.
Z._
, vgl.
Urk.
11/49/6)
Status nach
Bursektomie
links
Juli 2012
Aktuell beklage die Beschwerdeführerin Restbeschwerden im
anterolateralen
und lateralen Hüftbereich zusammen mit einem Schnappen. Rechts bestünden ebenfalls ähnliche Beschwerden (S. 1 unten).
5.3
A
m 2
5.
Februar 2014
berichteten die Ärzte der
Y._
(
Urk.
11/51
/3-
4
=
Urk.
11/49/1
-2
) über die
Untersuchu
ng vom 2
5.
Januar 201
3.
Seit der letzten Konsultation im Dezember 2012 hätten sich keine Besserungen eingestellt. Vielmehr seien die Schmerzen nun progredient.
Die Beschwerdeführerin könne
ihrer beruflichen Tätigkeit noch nachgehen (S. 1 unten).
Angesichts der MRI-Befunde und der Beschwerdesymptomatik bestehe d
erzeit keine Notwendigkeit
einer erneuten
arthroskopischen
Optimierung des Hüftgelenk
e
s.
Empfohlen werde eine
Intensivierung
der
p
hysio
therapeutischen Massnahmen
zur Kräfti
gung und Dehnung der Muskulatur (S. 2).
5.4
RAD
-
Arzt
Dr.
D._
hielt mit Stellungnahme vom 2
5.
März 2014 (Urk.
11
/52/2) fest, dass k
eine Veränderung des Gesundheits
schaden
s
zu objek
tivieren sei
.
Es bestehe w
eiterhin
eine 50%ige
Arbeitsfähigkeit für die zuletzt ausgeübte und
für eine
adaptierte Tätigkeit entsprechend
dem RAD-
Profil vom 1
8.
Juni 2011
.
5.5
Im Rahmen des
Vorbescheidverfahrens
wurde ein weiterer Bericht der Ärzte der
Y._
vom 1
3.
Mai 2014 (
Urk.
11/58) eingereicht. Darin wurde aus
geführt,
die Beschwerdeführerin berichte über eine Zunahme der
Schmerzen in den Hüften beidseits.
Die
P
hysiotherapie habe sie sistiert und eine
Spritze habe sie bis dato nicht gewollt.
Der
Hüftbefund
sei
unverändert im Vergleich zum Dezember 2012
(S. 1 unten)
. Weiterhin
würden eine Gewichtsreduktion, eine
intensive Physiotherapie und eine Infiltration empfohlen (S. 2)
.
5.6
Dr.
med. G._
, Praktische Ärztin, RAD, führte mit Stellungnahme
vom 3
0.
Juni
20
14 (
Urk.
11/59/2) aus, der Bericht der
Y._
weise
bekannte med
izinische
Sachverhalt
e
im Zusammenhang mit
den
Hüftbeschwer
den
aus
.
Es sei
an
der
RAD
-Stellungnahme
vom 2
5.
März 2014
festzuhalten.
5.7
Dr.
Z._
,
Klinik
C._
, nannte mit Bericht
vom
4.
August 2014
(über die Untersuchung vom
9.
Juli 2014)
zuhanden der Beschwerdegegnerin
(
Urk.
11/6
1) folgende
D
iagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (
Ziff.
1.1)
:
Arthrose
des linken oberen und unteren Sprunggelenkes
Status nach
zweimaliger
Supraspinatussehnen-Ref
ixation
links 2009
Status nach Reko
nstruktion des lateralen Bandapparates des rechten obe
ren Sprunggelenkes 2010
Status nach Faszien-Revision der linken Hüfte 2012
Status
nach Hüftgelenksarthroskopie und Schenkelhalstaillierung 2011 bei
stehender
Coxarthrose
links
Status nach Kniegelenksverletzung links vom
Februar 2014 (mit Meniskus
riss sowie
Seiten- und Kreuzbandruptu
r)
Dr.
Z._
attestierte der Beschwerdeführerin eine 100
%
ige Arbeitsunfähigkeit
als
medizinische Praxisassistenti
n vom
7.
Februar bis
6.
April
2014 wegen
de
s
linken
Kniegelenk
s
(
Ziff.
1.6).
Als Einschränkungen wurden eine
v
erminderte Belastbarkeit
des linken
Kniegelenk
es
,
der
linke
n
Schulter und beide
r
Hüftge
lenke
genannt. Die b
isherige Tätigkeit
sei
ab sofort
zwei bis drei Stunden pro
Tag zumutbar mit
dem in der Beilage genannten
Belastungsprofil
(Ziff.
1.7).
Im beiliegenden
Tätigkeitsprofil
(
Urk.
11/61/5) gab
Dr.
Z._
an, dass
rein sitzende
wie auch
wechselbelaste
nde Tätigkeiten
(
ab sofort
)
während
vier
Stun
den pro
Tag zumutbar seien
.
5.8
RAD
-Ärztin
Dr.
G._
führte in der Stellungnahme vom 2
7.
August 2014 (Urk. 11/66/1) aus, dass aus versicherungsmedizinischer Sicht neu eine seit Februar 2014 vorliegende Knieverletzung ausgewiesen sei. Es handle sich um eine l
atente Verschlechterung des Gesundheitszustan
des.
5.9
Am
10
.
September
2014 (
Urk.
11/66/2) gab
Dr.
G._
an,
a
b
dem
7.
April 2014
bestehe eine
50%
ige Arbeitsfähigkeit
in einer
angepasst
en Tätigkeit
(
beginnend mit
zwei bis drei Stunden pro
Tag bis längstens Juli 2014
)
. Diese Beurteilung werde durch
das
Tätigkeitsprofil von
Dr.
Z._
vom
4.
August 2014
gestützt.
6.
6.
1
Anlässlich der Revision
im Jahr
2011
wurden
neu
die Diagnosen
einer
Arthrose des rechten oberen Sprunggelenkes
und
einer
Coxarthrose
des rechten
Hüftge
lenk
e
s
genannt.
Zudem wurde eine chronische Instabilität des rechten oberen Sprunggelenkes erwähnt, welche jedoch gemäss den Angaben von Dr.
Z._
behandelt
werden konnte. In Bezug auf die
Supraspinatussehne
nnaht
links
habe
nach
zwei Operationen
Beschwerdefreiheit erreicht
werden
können
(
Urk.
11
/40
Ziff.
1.4
).
Dr.
Z._
ging
von einer Arbeitsunfähigkeit von 25
%
– mithin einer 75%igen Arbeitsfähigkeit –
seit
September
2010
aus
.
Die bisherige Tätigkeit als Arztsekretärin
sei ihr im Ausmass von vier bis fünf Stunden pro
Tag
zumutbar.
Zu den behinderungsangepassten Tätigkeiten gab
Dr.
Z._
an, dass rein sitzende, rein stehende, wechselbelastende sowie vorwiegend im Gehen ausge
übte Tätigkeiten für fünf Stunden pro Tag möglich seien (
entsprechend einer
Arbeitsfähigkeit von
ungefähr 60 %
)
.
Angesichts des Berichts von
Dr.
Z._
ging
RAD-Arzt
Dr.
D._
- unter zusätzlicher Berücksichtigung der bereits bekannten Rückenprobl
ematik
und
der
Sehstörung
- weiterhin
von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit
für leichte wechsel
belastende Tätigkeiten
(ohne
rückenunergonomische
Zwangshaltungen und Entlastung des rechten Beines
)
aus,
worunter er offenbar auch
die
Tätigkeit als Arztsekretä
rin subsumierte
.
Demgegenüber
attestierte
Dr.
E._
der Beschwerdeführerin
wohl
eine
tiefere (Rest-)Arbeitsfähigkeit
;
zwar gab er eine etwa 30%ige Arbeitsunfähigkeit an,
hielt indessen lediglich wechselbelastende Tätigkeiten im Ausmass von zwei bis drei Stunden pro Tag für zumutbar.
Dr.
E._
nannte jedoch keine Befunde und
begründete die verminderte Leistungsfähigkeit nicht
näher
.
S
ein Bericht blieb indes
sen
unberücksichtigt, da
er
verspätet
eingereicht wurde
.
6.
2
Im
aktuellen
Revisionsverfahren und auch beschwerdeweise macht
e
die Beschwer
deführer
in
vor allem eine Verschlechterung
aufgrund
der
Hüft
be
schwerd
en
geltend.
Die Ärzte der
Y._
nannten neu einen
artiku
lären
Hüftschmerz beidseits und eine Tendinitis der Hüftabduktoren beidseits. Offenbar wurde die Beschwerdeführerin seit der letzten Revision zweimalig an der linken Hüfte operiert.
Während
Dr.
Z._
im
Jahr
2011 noch v
on
Beschwerden im rechten Hüftgelenk
und entsprechend
auch von
einer
vermin
de
rten Belastbarkeit rechtsseitig sprach
(
was wiederum im RAD
Be
lastungsprofil vom 1
8.
Juni
2011 Niederschlag fand)
,
gab
er i
m aktuellsten Bericht
vom August 2014
eine verminderte
Belastbarkeit nunmehr beider Hüftgelenke
an. Zudem nannte
Dr.
Z._
neu eine Arthrose des linken Sprunggelenkes und einen Status nach Kniegelenksverletzung links und ging von einer verminderten Belastbarkeit
des linken Kniegelenkes und der linken Schulter aus
.
Vor diesem Hintergrund
hat
sich der Gesundheitszustand
der Beschwerdeführerin
seit
der letzten Rentenrevision
im
Juni 2011 verschlechtert.
Damit bleibt zu prüfen, ob sich auch die Arbeitsfähigkeit verändert hat.
6.3
Der Hüftspezialist der
Y._
äusserte sich nicht näher zur Arbeitsfä
higkeit, gab jedoch im Februar 2014 an, dass die Beschwerdeführerin ihrer beruflichen Tätigkeit noch nachgehen könne. Dies deutet darauf hin, dass auf
grund der verschlechterten Hüftproblematik keine wesentliche zusätzliche Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit resultierte.
Dr.
Z._
beziffert
e
die Arbeitsfä
higkeit
der Beschwerdeführerin
als Arztsekretärin
im August 2014 nur noch auf zwei bis drei Stunden pro Tag
(
dies im Unterschied zum Januar 2011, als er noch
von
einer Arbeitsfähigkeit von
vier bis fünf Stunden
pro Tag
ausgegangen war
)
.
Gleichzeitig
gab
er
zum
Zumutbarkeitsprofil
respektive den
behinderungs
angepassten
Tätigkeiten
an, dass die Beschwerdeführerin rein sitzende und wechselbelastende Tätigkeiten während vie
r Stunden pro Tag ausüben könne, was
im Wesentlichen
einer
50%ige
n
Arbeitsfähigkeit
entspricht
.
Mangels abweichender Angaben ist davon auszugehen, dass die
bisherige
Tätigkeit
der Beschwerdeführerin
als Arztsekretärin zu den leichten und wechselbelastenden Tätigkeiten gehört
und ihr diese somit weiterhin im Umfang von
etwa
50 % zumutbar ist
.
Zu bemerken ist, dass es
wegen der Knieprobleme und der
Hüft
eingriffe
wohl
zu vorübergehenden höheren Arbeitsunfähigkeiten kam.
Nach dem Gesagten ist
jedoch
nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin
nach wie vor von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit
der Beschwerdeführerin
in der bisherigen Tätigkeit ausging.
6.
4
Für die richterliche Beurteilung eines Falles sind grundsätzlich die tatsächlichen Verhältnisse zur Zeit des Abschlusses des Verwaltungsverfahrens massgebend. Tatsachen, die sich erst später verwirklichen, sind jedoch insoweit zu berück
sichtigen, als sie mit dem Streitgegenstand in engem Sach
zusammenhang ste
hen und geeignet sind, die Beurteilung im Zeitpunkt des
Entscheiderlasses
zu beeinflussen (BGE 121 V 362 E. 1b; 99 V 98).
Mit Verfügung vom
3.
Juli 2014
wurde das Verwaltungsverfahren abgeschlos
sen.
In Bezug auf die
für November 2014 vorgesehene
Rückenoperation
und die damit verbundene Arbeitsunfähigkeit
ist festzuhalten, dass diese nicht den vor
liegend massgebenden Zeitraum
betrifft
. Zudem rechnet
e
offenbar
auch die Beschwerdeführerin
lediglich
mit einem kurzfristigen Ausfall von zwei bis drei Monaten.
B
ei einem längeren Ausfall oder weitergehenden Beschwerden
stünde
es der Beschwerdeführerin jedoch offen, sich
wieder bei de
r
Beschwerdegegne
rin
zu melden.
6.
5
Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass sich der Gesundheitszustand
der Beschwerdeführerin
seit
der letzten Rentenrevision
im
Juni 2011 zwar verändert hat, jedoch in Bezug auf die für die Invaliditätsbemessung massgebende Arbeitsfähigkeit keine Änderung eingetreten ist. Damit erübrigt sich ein
Ein
kommensvergleich
.
Demnach ist der angefochtene Entscheid nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde ist abzuweisen.
7.
Die Kosten gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG sind ermessensweise auf
Fr.
6
00
.-- fest
zusetzen und ausgangsgemäss de
r
Beschwerdeführer
in
aufzuerlegen.