Decision ID: a7b994cf-16ef-47a2-a439-c30c6866e88e
Year: 2014
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Eliano Mussato, Bellevuestrasse 1b, Postfach,
9401 Rorschach,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 2/8
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
betreffend
Rente
Sachverhalt:
A.
A.a A._, Jahrgang 19_, meldete sich im Dezember 2007 bei derIV-Stelle wegen
Rücken- und Hüftbeschwerden (generalisiertes Schmerzsyndrom) zum Bezug von
Invalidenleistungen an (act. G 10.1.1). Dr. med. B._, FMH Rheumatologie, gab am 17.
Januar 2008 gegenüber dem Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) in einem
Telefongespräch als Diagnosen ein Panvertebralsyndrom cervikal und lumbal-(betont)
mit umfangreichen, mehretagen MRI-Befunden der HWS und LWS sowie eine
beginnende Coxarthrose links an. Sie attestierte dem Versicherten für adaptierte
Tätigkeiten mit körperlich leichten bis gelegentlich mittelschweren Arbeiten in
Wechselpositionen eine Arbeitsfähigkeit von 50%, gemäss RAD steigerbar auf 100%
(act. G 10.1.9 und 24). Seine Arbeitsstelle war ihm wegen internen Umstrukturierungen
per 31. Dezember 2006 gekündigt worden (act. G 10.1.16-20).
A.b Gemäss Auskunft des Regionalen Arbeitsvermittlungszentrums (RAV) C._ vom
10. Oktober 2008 war der Versicherte vom 18. Juni bis 23. Oktober 2007 im
Einsatzprogramm Sohomet gemeldet, aber durchwegs krank gemeldet; der Versicherte
habe sich deswegen per 30. September 2007 auch beim RAV abgemeldet (act.
G 10.1.25). Nachdem der Versicherte mitteilte, er sei weiterhin krank, schloss die IV-
Stelle die Arbeitsvermittlung durch Mitteilung vom 11. Februar 2009 ab (act. G 10.1.28).
A.c Am 8. September 2009 wurde der Versicherte im ABI Basel internistisch/
allgemeinmedizinisch, psychiatrisch und orthopädisch untersucht und begutachtet. Mit
Gutachten vom 12. November 2009 kamen die Experten zum Schluss, dass der
Versicherte adaptiert zu 100% arbeitsfähig und in der angestammten Tätigkeit zu
100% arbeitsunfähig sei. In der psychiatrischen Beurteilung hielt Dr. med. D._, FMH
Psychiatrie und Psychotherapie, eine Somatisierungsstörung ohne Einfluss auf die
Arbeitsfähigkeit fest (act. G 10.1.39-11). Für den Psychiater standen körperliche
Probleme im Vordergrund. Zudem befürchte der Versicherte, keine Stelle mehr zu
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 3/8
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
finden (act. G 10.1.39-10). Der Internist Dr. med. E._ erwähnte, der Versicherte lebe
ausschliesslich von Erspartem, nachdem keine Arbeitslosen- und Krankentaggelder
mehr fliessen würden (act. G 10.1.39-7). Auf Grund der orthopädischen Untersuchung
dokumentierte Dr. med. F._, FMH Orthopädische Chirurgie, zwar ein auffälliges
Schmerzgebaren, er stellte jedoch auch Beschwielungen der Handflächen sowie 4 von
5 Waddell-Zeichen fest (act. G 10.1.39-17 und 19). Insgesamt wurde eine erhebliche
Diskrepanz zwischen der gutachterlichen und der Selbsteinschätzung des Versicherten
festgehalten, da dieser sich in einer körperlich leichten Tätigkeit nur noch während 2 - 3
Stunden pro Tag für arbeitsfähig hielt (act. G 10.1.39-21).
A.d Mit Vorbescheid vom 27. November 2009 kündigte die IV-Stelle dem Versicherten
gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 0% eine Rentenablehnung an (act. G 10.1.44).
Dagegen erhob der Versicherte am 9. März 2010 Einwand, den er damit begründete, es
sei eine gesundheitliche Verschlechterung eingetreten (act. G 10.1.45 und 52). Gemäss
dem Bericht von Dr. med. G._, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie vom 7.
März 2010 (vgl. act. G 10.1.52-3ff.), habe sich seit der Begutachtung ein schweres
depressives Zustandsbild mit kombinierter Persönlichkeitsstörung, generalisierter
Angststörung und Somatisierungsstörung entwickelt. Die sich daraus ergebende
Arbeitsunfähigkeit in Höhe von 70% könne trotz medikamentöser
Behandlungsmöglichkeit nicht verringert werden (act. G 10.1.52-1f.).
A.e Die IV-Stelle veranlasste am 4. August 2010 eine Verlaufsbegutachtung im ABI
Basel durch Dr. D._, die am 26. Oktober 2010 durchgeführt wurde (act. G 10.1.56).
Der Gutachter kam im Gutachten vom 9. November 2010 zum Schluss, dass sich der
Gesundheitszustand des Versicherten seit Januar 2010, nach dem Einstellen der
Arbeitslosentaggelder im Dezember 2009, verschlechtert habe. Der Versicherte leide
neben der Somatisierungsstörung nun an einer mittelgradigen depressiven Episode
und sei seither zu 50% arbeitsunfähig. Den weiteren Diagnosen von Dr. G._
widersprach Dr. D._. Die depressive Störung sei wirtschaftlich bedingt. Es sei davon
auszugehen, dass sie sich wesentlich bessern würde, wenn eine Lösung für die
wirtschaftlichen Schwierigkeiten gefunden würde (act. G 10.1.67). Der RAD-Arzt
Dr. med. H._ folgte dieser Beurteilung und setzte die nächste Revision in einem Jahr
an (act. G 10.1.69).
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 4/8
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
A.f Mit Vorbescheid vom 23. November 2011 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit,
sie werde das Leistungsbegehren abweisen (act. G 10.1.74). Entsprechend verfügte sie
am 27. Januar 2012. Zur Begründung hielt sie fest, dass die mittelgradig depressive
Episode für sich allein betrachtet keinen invalidisierenden Gesundheitsschaden
darstelle. Sie bestehe allein auf Grund der finanziellen Schwierigkeiten und könne sich
bei einem Wegfall dieser Belastungsfaktoren verbessern (act. G 10.1.75).
B.
B.a Gegen diese Verfügung richten sich die vorliegende Beschwerde vom 28. Februar
2012 sowie die Beschwerdeergänzung vom 24. Mai 2012 mit dem Begehren um
Aufhebung der angefochtenen Verfügung und Zusprache einer ganzen Invalidenrente.
Eventualiter sei die Angelegenheit zur Neubeurteilung an die Beschwerdegegnerin
zurückzuweisen; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen. Der Beschwerdeführer
begründete die Beschwerde damit, dass die Ausführungen des ABI in hohem Masse
widersprüchlich seien. Zum einen gehe es von einer derartigen Verschlechterung des
psychischen Zustands aus, dass die ursprünglich angenommene Arbeitsfähigkeit von
100% auf 50% reduziert werde. Zum anderen stelle es aber die genau gleiche
Diagnose wie die Spezialisten in der Zeit vor der wesentlichen Verschlechterung. Das
ABI sei daher dabei zu behaften, dass sich die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers
von 100% auf 50% reduziert habe. Zudem sei auf Grund des Widerspruchs
offensichtlich, dass mittlerweile gemäss dem Bericht von Dr. G._ vom 7. März 2010
von einer schweren psychischen Störung in Form eines schweren depressiven
Zustandsbildes auszugehen sei (act. G 1, G 8).
B.b Mit Beschwerdeantwort vom 17. August 2012 beantragte die Beschwerdegegnerin
eine Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung hielt sie im Wesentlichen fest, dass
die von Dr. G._ gestellten Diagnosen nicht plausibel seien. Dagegen würden die
beiden ABI-Gutachten in Bezug auf den medizinischen Sachverhalt überzeugen. Da
ausschliesslich ausgeprägte psychosoziale Faktoren das Beschwerdebild bestimmten,
liege mit der diagnostizierten mittelgradigen depressiven Episode kein invalidisierender
psychischer Gesundheitsschaden vor (act. G 10).
B.c Die Parteien haben auf einen zweiten Schriftenwechsel verzichtet (act. G 16).
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 5/8
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte

Erwägungen:
1.
Streitig und zu prüfen ist vorliegend, ob die Beschwerdegegnerin den Anspruch des
Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente zu Recht abgewiesen hat.
2.
2.1 Unter Invalidität wird die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde
ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit verstanden (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]).
Erwerbsunfähigkeit ist dabei der durch eine Beeinträchtigung der körperlichen,
geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung
und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten
auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).
2.2 Es besteht ein Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte
Person mindestens zu 70%, und auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu
60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% besteht ein Anspruch
auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein Anspruch
auf eine Viertelsrente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
3.
3.1 Streitig ist einzig der Gesundheitszustand in psychiatrischer Hinsicht und dessen
invalidenversicherungsrechtliche Auswirkung. Der Beschwerdeführer war während der
Zeit vom 26. August bis 14. Oktober 2009 viermal in psychiatrischer Behandlung im
Psychiatrie-Zentrum Rheintal. Danach brach er die Behandlung ab. Laut dem
behandelnden Psychiater Dr. med. I._ hatte der Beschwerdeführer eine
Psychopharmakotherapie anlässlich der Erstkonsultation abgelehnt. Im Bericht vom 23.
März 2010 diagnostizierte Dr. I._ eine Anpassungsstörung sowie Angst- und
depressive Reaktion gemischt (ICD-10 F43.22; act. G 10.1.67-8f., 10.1.67-20). Im ABI-
Gutachten vom 12. November 2009 hatte Dr. D._ ausser einer
Somatisierungsstörung (ICD-10 F45), die ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit sei,
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 6/8
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
keine weitere psychiatrische Diagnose gestellt (act. G 10.1.39-11). Am 1. März 2010
wurde der Beschwerdeführer sodann durch den Psychiater Dr. G._ untersucht.
Dieser ging davon aus, dass sich ein schweres depressives Zustandsbild (ICD-10
F32.2), zunehmend seit Herbst 2009, entwickelt habe, eine kombinierte
Persönlichkeitsstörung mit passiv-aggressiven, narzisstischen und misstrauischen
Anteilen (ICD-10 F61.0), bestehend seit Adoleszenz, eine generalisierte Angststörung
(ICD-10 F41.1), seit mindestens zehn Jahren und in der Intensität zunehmend, und eine
Somatisierungsstörung (ICD-10 F45.0) gegeben seien. Auf Grund mangelnden
Intellekts und fehlender Introspektionsfähigkeit des Beschwerdeführers sei eine
Psychotherapie jedoch sinnlos. Es bleibe nur die medikamentöse Einstellung, mit
Cipralex sei dieser seit November 2009 behandelt, jedoch ohne sichtbaren Erfolg. Die
medikamentöse Behandlung habe auch keinen nennenswerten Einfluss auf die
Arbeitsfähigkeit, welche zu mindestens 70% eingeschränkt sei (act. G 10.1.52-4). Diese
Beurteilung eines praktisch unveränderbar bleibenden psychischen
Gesundheitszustands erscheint nicht nachvollziehbar; es fehlt auch eine Beurteilung
der Arbeitsfähigkeit im zeitlichen Verlauf, so dass offen bleibt, wieweit es sich um eine
andere Beurteilung als diejenige im ABI-Gutachten vom 12. November 2009 handelt
und wieweit Dr. G._ eine Verschlechterung der bisher attestierten Arbeitsfähigkeit
annimmt. Dr. D._ schloss im ABI-Verlaufsgutachten vom 9. November 2010 das
Vorliegen einer schweren depressiven Störung überzeugend aus, weil der
Beschwerdeführer durchaus in der Lage sei, einigen Alltagsaktivitäten nachzugehen, er
unternehme Spaziergänge und sehe fern. Zudem habe er nach wie vor eine gute
Beziehung zu seinen Familienangehörigen. Auch mit weiteren von Dr. G._ gestellten
Diagnosen erklärte sich Dr. D._ nicht einverstanden. Eine Persönlichkeitsstörung
mache sich definitionsgemäss bei Eintritt ins Erwachsenenalter bemerkbar und
schränke sowohl die privaten Beziehungen als auch die beruflichen Fähigkeiten massiv
ein. Da der Beschwerdeführer demgegenüber während Jahren in der Lage gewesen
sei, in der Schweiz zu arbeiten und dabei keine grösseren Schwierigkeiten gehabt
habe, bestünden keine Hinweise, dass er vor dem Eintritt der wirtschaftlichen
Schwierigkeiten in seinen privaten Beziehungen oder in seinen beruflichen
Möglichkeiten durch psychopathologische Symptome eingeschränkt gewesen sei.
Schliesslich sei er zwar ängstlich geworden, vor allem, weil er nicht wisse, wie sein
Leben weitergehen werde, da er über keine Einkünfte mehr verfüge. Diese ängstlichen
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 7/8
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
Verstimmungen seien schon im August 2009 festgestellt, jedoch im Rahmen der
Somatisierungsstörung gesehen worden. Eine eigentliche Angststörung könne nicht
diagnostiziert werden. Der Beschwerdeführer sei im Alltag nicht durch Ängste
eingeschränkt. Die Ängste bezögen sich ausschliesslich auf die ungewisse
wirtschaftliche Situation. Sie seien somit zu einem grossen Teil adäquat und
begründeten nicht die Diagnose einer Angststörung (act. G 10.1.67-5 bis 7). Dr. D._
nennt im Verlaufsgutachten neu als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
eine mittelgradig depressive Episode (ICD-10 F32.1) und eine Somatisierungsstörung
(ICD-10 F45). Das psychiatrische Zustandsbild habe sich verschlechtert. Mit dem
Wegfall der Zahlungen der Arbeitslosenkasse Ende 2009 könne ab Januar 2010 wegen
der depressiven Episode eine Arbeitsunfähigkeit von 50% attestiert werden (act.
G 10.1.67-6).
3.2 Angesichts dieser gutachterlich attestierten Diagnosen einer mittelgradigen
depressiven Episode (ICD-10 F32.1) und einer Somatisierungsstörung (ICD-10 F45) ist
zu prüfen, ob erstere Diagnose im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung
einen verselbstständigten Gesundheitsschaden bildet, der dem Beschwerdeführer
verunmöglicht, die Folgen der bestehenden Schmerzproblematik zu überwinden. Dafür
fehlen ausreichende Anhaltspunkte. Vorliegend geht aus dem Gutachten hervor, dass
das Beschwerdebild des Beschwerdeführers vorwiegend von grundsätzlich
invaliditätsfremden und daher auszuklammernden (BGE 127 V 299 E. 5a)
psychosozialen Belastungsfaktoren geprägt wird. So gibt Dr. D._ als Hauptgrund
seiner Diagnose lediglich die schwierige finanzielle Situation an, welche den
Beschwerdeführer sehr belaste. Vom Sozialamt erhalte er keine Unterstützung, weil er
ein Dreifamilienhaus besitze, in dem er und zwei seiner Kinder mit ihren Familien
lebten. Er wolle das Haus nicht verkaufen, weil seine Kinder Renovationsarbeiten
geleistet hätten, gleichzeitig seien seine Söhne aber auch nicht bereit, ihm das Haus
abzukaufen. Seine Stimmung sei herabgesetzt, er könne sich nicht mehr freuen, zeige
einen sozialen Rückzug und sei psychisch vermindert belastbar. Die wirtschaftlichen
Sorgen würden ihn belasten und ihn auch am Schlafen hindern. Auf Grund dieser
Umstände geht Dr. D._ davon aus, dass sich die depressive Störung wesentlich
bessern würde, wenn eine Lösung für die wirtschaftlichen Schwierigkeiten gefunden
würde. Er rät denn auch nicht zur psychiatrischen Behandlung, sondern sieht eine
Möglichkeit zur Lösung in der Zuhilfenahme einer Sozialberatung (act. G 10.1.67-5).
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 8/8
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
Gestützt auf diese nachvollziehbare Beurteilung von Dr. D._ ist somit darauf
abzustellen, dass ausgeprägte psychosoziale Faktoren das Beschwerdebild
bestimmen.
3.3 Sodann sind auch keine anderweitigen Umstände dargetan oder ersichtlich, die in
genügender Intensität und Konstanz gesamthaft den Schluss auf eine nicht mit
zumutbarer Willensanstrengung überwindbare Schmerzproblematik und somit deren
invalidisierenden Charakter gestatteten (vgl. dazu die Kriterien im Detail in: BGE 137 V
66 f. E. 4.1). Die von Dr. D._ diagnostizierte mittelgradig depressive Episode bildet
daher keinen invalidisierenden Gesundheitsschaden. Im Übrigen ist von weiteren
medizinischen Abklärungen abzusehen, da hievon keine neuen Erkenntnisse zu
erwarten sind (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 137 V 69 E. 5.2, 136 I 236 E. 5.3).
4.
Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen. Das Beschwerdeverfahren ist
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom
Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG).
Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint in der vorliegend zu beurteilenden
Angelegenheit als angemessen. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend ist sie
vollumfänglich dem Beschwerdeführer aufzuerlegen. Der von ihm geleistete
Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist ihm daran anzurechnen. Ausgangsgemäss hat der
Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP