Decision ID: d1c32c66-651e-4e20-92c9-8cd7c57fa1e8
Year: 2012
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Entscheid Versicherungsgericht, 19.06.2012 Art. 14 Abs. 1 lit. a AVIG. Befreiung von der Beitragszeit wegen Ausbildungstätigkeit. Zeitlicher Einsatz für die Ausbildungstätigkeit plausibel überprüfbar. Befreiungsgrund bejaht (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 19. Juni 2012, AVI 2011/74).Vizepräsidentin Marie-Theres Rüegg Haltinner, Versicherungsrichterin Marie Löhrer, a.o. Versicherungsrichter Christian Zingg; a.o. Gerichtsschreiber Martin HorniEntscheid vom 19. Juni 2012in SachenA._,Beschwerdeführer,vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Rainer Niedermann, St. Leonhard-Strasse 20, Postfach, 9001 St. Gallen,gegenKantonale Arbeitslosenkasse, Davidstrasse 21, 9001 St. Gallen,Beschwerdegegnerin,betreffendArbeitslosenentschädigung (Beitragszeitbefreiung, AusbildungSachverhalt:
A.
A.a A._, dipl. Masch.-Ing. ETH, war vom 16. November 2004 bis 10. März 2011 als
Doktorand an der ETH immatrikuliert (act. G 5.1/20). Am 25. Februar 2011 meldete er
sich beim RAV St. Gallen zur Arbeitsvermittlung an (act. G 5.1/18). Der
Arbeitgeberbescheinigung ist zu entnehmen, dass der Versicherte zuletzt als
Entwicklungs- und Berechnungsingenieur bei der B._ in einem unbefristeten
Anstellungsverhältnis vom 1. Oktober 2002 bis 31. Januar 2010 im Umfang von 41.5
Wochenstunden beschäftigt gewesen war (act. G 5.1/1). Am 16. Oktober 2009
kündigte der Versicherte das Arbeitsverhältnis per 31. Januar 2010 zwecks
Fertigstellung seiner Dissertation.
A.b Am 15. April 2011 verfügte die Kantonale Arbeitslosenkasse St. Gallen, dass der
Versicherte mangels Erfüllens der Beitragszeit und mangels Vorliegens eines
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Befreiungsgrunds keinen Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung habe
(act. G 5.1/24).
B.
B.a Dagegen erhob der Versicherte am 17. Mai 2011 Einsprache. Er brachte vor, die
Vollbeschäftigung zwecks Fertigstellung seiner Dissertation im Zeitraum vom
1. Februar 2010 bis 23. Februar 2011 sei mittels eingereichter Bestätigung des
Arbeitsaufwandes des Doktorvaters Prof. Dr.-Ing. C._ sowie anhand des Deckblatts
und des Inhaltsverzeichnisses der Dissertation nunmehr überprüfbar, weshalb ein
Anspruch auf Taggeldleistungen der Arbeitslosenversicherung ausgewiesen sei
(act. G 5.1/29).
B.b Mit Entscheid vom 20. Juli 2011 wies die Kantonale Arbeitslosenkasse St. Gallen
die Einsprache vom 17. Mai 2011 ab. Der Versicherte habe sich zeitlich neu orientieren
müssen, um die Doktorarbeit innerhalb der reglementarischen Beschränkung der
Doktoratsdauer an der ETH von sechs Jahren fertigstellen zu können. Die Erstellung
der Doktorarbeit wäre auch neben einer Teilzeit- oder sogar einer Vollzeitstelle möglich
gewesen. Gemäss der Arbeitgeberbescheinigung der B._ sei der Versicherte neben
seinen Aufwänden für die Erstellung der Dissertation bereits einer vollzeitlichen
Erwerbstätigkeit nachgegangen. Aufgrund mehrerer interner Umstrukturierungen
innerhalb des Betriebes der Arbeitgeberin sei dann die für die Dissertation zur
Verfügung stehende Zeit reduziert gewesen. Obwohl der Versicherte in der Folge seine
Arbeit habe intensivieren müssen, hätte es dem Versicherten objektiv möglich sein
müssen, in einem Teilpensum weiterzuarbeiten, zumal es sich um ein
berufsbegleitendes Doktorat gehandelt habe (act. G 5.1/32).
C.
C.a Gegen den Einspracheentscheid vom 20. Juli 2011 richtet sich die vorliegende
Beschwerde vom 14. September 2011. Der Beschwerdeführer, vertreten durch lic. iur.
Rainer Niedermann, Rechtsanwalt, lässt beantragen, der Einspracheentscheid vom
20. Juli 2011 sei aufzuheben und dem Beschwerdeführer seien die gesetzlichen
Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung zu erbringen. Es sei ihm während der
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Fertigstellung seiner Doktorarbeit im Zeitraum vom 1. Februar 2010 bis 23. Februar
2011 objektiv unmöglich gewesen, daneben einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Die
Fertigstellung der Dissertation sei somit als Befreiungsgrund von Art. 14 Abs. 1 lit. a
AVIG zu qualifizieren (act. G 1).
C.b Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 21. November
2011 Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung verweist sie auf ihre Ausführungen
im Einspracheentscheid vom 20. Juli 2011. Zudem handle es sich beim vorliegend zu
beurteilenden Sachverhalt um eine Grundsatzfrage, zu der sich die Rechtsprechung
bisher nicht geäussert habe (act. G 5).
C.c Mit Replik vom 5. Dezember 2011 reicht der Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers die Honorarnote ein. Er empfiehlt die Übernahme sämtlicher
Kosten durch die Beschwerdegegnerin auch für den Fall des Unterliegens, da es sich
hier um ein wegweisendes Präjudiz für künftig unbestimmt viele Fälle handle (act. G 7).

Erwägungen:
1.
1.1 Zu den Voraussetzungen des Anspruchs auf Arbeitslosenentschädigung gehört
gemäss Art. 8 Abs. 1 lit. e des Bundesgesetzes über die obligatorische
Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG; SR 837.0) unter
anderem, dass die versicherte Person die Beitragszeit erfüllt hat oder von der Erfüllung
der Beitragszeit befreit ist. Nach Art. 13 Abs. 1 AVIG hat die Beitragszeit erfüllt, wer
innerhalb der zweijährigen Rahmenfrist für die Beitragszeit (Art. 9 Abs. 3 AVIG) während
mindestens zwölf Monaten eine beitragspflichtige Beschäftigung ausgeübt hat.
1.2 Von der Erfüllung der Beitragspflicht ist gemäss Art. 14 Abs. 1 AVIG befreit, wer
innerhalb der Rahmenfrist (Art. 9 Abs. 3 AVIG) während insgesamt mehr als zwölf
Monaten unter anderem wegen einer Schulausbildung, Umschulung oder
Weiterbildung (lit. a) nicht in einem Arbeitsverhältnis stand und deshalb die Beitragszeit
nicht erfüllen konnte. Zwischen der Nichterfüllung der Beitragszeit und dem
Befreiungsgrund bedarf es eines Kausalzusammenhangs. Das Hindernis muss, um
kausal für die fehlende Beitragszeit zu sein, während mehr als zwölf Monaten
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bestanden haben. Denn bei kürzerer Verhinderung bleibt der versicherten Person
während der zweijährigen Rahmenfrist genügend Zeit, um eine ausreichende
beitragspflichtige Beschäftigung auszuüben. Rechtsprechungsgemäss liegt die
Kausalität zwischen der Ausbildungstätigkeit und der Nichterfüllung der Beitragszeit
nur vor, wenn es der versicherten Person aufgrund der Schulausbildung, Umschulung
oder Weiterbildung nicht möglich oder zumutbar war, die Beitragspflicht zu erfüllen
(BGE 121 V 342 f. E. 5b). Da mit einer Teilzeitarbeit bereits die Beitragspflicht erfüllt
werden kann (vgl. Art. 11 Abs. 4 der Verordnung über die obligatorische
Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung [AVIV; SR 837.02]), muss die
Schulausbildung, Umschulung oder Weiterbildung nicht bloss einer Vollzeitarbeit,
sondern auch einer Teilzeitarbeit entgegenstehen. Jede objektive Möglichkeit, einer
voll- oder teilzeitlichen Erwerbstätigkeit nachzugehen, schliesst deshalb eine Berufung
auf den Befreiungstatbestand von Art. 14 Abs. 1 lit. a AVIG aus. Der Befreiungsgrund
von Art. 14 Abs. 1 lit. a AVIG ist auch dann nicht anwendbar, wenn der zeitliche Einsatz
für die Ausbildungstätigkeit nicht überprüft werden kann (Gabriela Riemer-Kafka,
Bildung, Ausbildung und Weiterbildung aus sozialversicherungsrechtlicher Sicht, in:
SZS 2004, S. 221).
2.
Streitig ist die Frage, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht den Anspruch des
Beschwerdeführers auf Arbeitslosenentschädigung wegen fehlender
Beitragszeiterfüllung bzw. wegen fehlenden Befreiungsgrundes verneint hat.
Unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer, der sein Arbeitsverhältnis bei der B._
auf den 31. Januar 2010 gekündigt hat, innerhalb der für ihn massgebenden
Rahmenfrist für die Beitragszeit vom 25. Februar 2009 bis 24. Februar 2011 keine
beitragspflichtige Beschäftigung von mindestens zwölf Monaten ausgeübt und somit
die Beitragszeit nicht erfüllt hat. Zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer aufgrund des
geltend gemachten Doktoratsstudiums von der Erfüllung der Beitragszeit im Sinn von
Art. 14 Abs. 1 lit. a AVIG befreit ist.
2.1 Der Beschwerdeführer arbeitete seit 16. November 2004 an seiner
Doktoratsarbeit (act. G 5.1/24). Während der Dauer vom 1. Oktober 2002 bis
31. Januar 2010 war er als Entwicklungs- und Berechnungsingenieur bei der B._ zu
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einem 100%-Pensum angestellt (act. G 5.1/1). Gemäss Bestätigung von Dr. D._,
Leiter Entwicklung B._, vom 8. September 2011 wurde vereinbart, dass der
Beschwerdeführer 50% seiner Arbeitszeit für die Dissertation einsetzen dürfe (act.
G 1.1/3). Die Beschwerdegegnerin schliesst aus dieser Beschäftigung, dass es dem
Beschwerdeführer möglich gewesen wäre, sein Doktorat bis zum Abschluss so zu
organisieren, dass er in einem Teilzeitpensum hätte weiterarbeiten können; das
Doktorat sei denn auch als berufsbegleitend bezeichnet worden.
2.2 Der Beschwerdeführer macht geltend, dass er die Stelle habe kündigen müssen,
weil er aufgrund interner Umstrukturierungen im Jahr 2009 innerhalb des Betriebs
einige vormalige Aufgaben des Leiters Entwicklung habe übernehmen müssen und
damit nur noch etwa 10% der Arbeitszeit für die Dissertation zur Verfügung gestanden
habe. In der Folge wäre der Abschluss der Dissertation innerhalb der
reglementarischen Beschränkung der Doktoratsdauer von sechs Jahren "erheblich
gefährdet" gewesen. Eine Nebenbeschäftigung während der Fertigstellung der
Doktoratsarbeit im Zeitraum vom 1. Februar 2010 bis 23. Februar 2011 sei nicht
möglich gewesen. Vorliegend handle es sich schliesslich um eine Industriedissertation,
welche nicht in den Labors an einem Lehrstuhl der ETH, sondern in einer Forschungs-
und Entwicklungsabteilung in der Industrie erarbeitet werde. Die Erstellung einer
Industriedissertation bestehe zum grossen Teil darin, zuerst und meistens über einen
langen Zeitraum hinweg in einer Forschungs- und Entwicklungsabteilung der Industrie
mit Experimenten und Versuchsbauten Messdaten zu gewinnen, die anschliessend
statistisch aufbereitet, mathematisch modelliert und abschliessend in einer
Dissertationsschrift präsentiert werden müssen (act. G 1 Ziff. 16).
2.3 Unbestrittenermassen ist die Erlangung des Doktoratsdiploms an der ETH auf
eine konkrete berufliche Ausbildung ausgerichtet und erfolgt nach einem rechtlich bzw.
faktisch geordneten Ablauf (vgl. Doktoratsverordnung ETH Zürich; SR 414.133.1).
Hinsichtlich der erforderlichen Überprüfbarkeit bestehen hingegen Schwierigkeiten,
zumal die Erstellung des Forschungsplans und die Abfassung der Doktorarbeit von der
doktorierenden Person zu einem bedeutenden Teil individuell organisiert werden (vgl.
auch hinsichtlich Vorbereitung auf die Anwaltsprüfung die Urteile des Bundesgerichts
8C_318/2011 vom 5. März 2012, E. 6.1, und 8C_312/2008 vom 9. April 2009, E. 5.1
und 6.1). Diesbezüglich ist gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung kein strikter
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Nachweis zu verlangen. Vielmehr ist einzelfallweise zu prüfen, ob sich der benötigte
Zeitaufwand nach objektiv zu beurteilenden Kriterien tatsächlich rechtfertigen lässt.
Vorliegend handelte es sich um ein Dissertationsprojekt, dessen Grundlagen vom
Beschwerdeführer in einem Industriebetrieb erarbeitet wurden. Wie Prof. Dr.-Ing. C._
(Betreuer ETH) und Dr. D._ (Betreuer und Koreferent) bestätigen, kam es im Lauf der
Doktorarbeit zu mehreren unvorhersehbaren Umstrukturierungen, welche insbesondere
zu einer erheblichen Reduktion der für die Dissertation zur Verfügung stehenden Zeit
führten. Um der reglementarischen Beschränkung der Doktoratsdauer auf sechs Jahre
Rechnung zu tragen, unterstützten daher die Doktoratsbetreuer den Plan des
Beschwerdeführers, die noch anstehenden Arbeiten für die Fertigstellung der
Dissertation im Vollzeitstudium durchzuführen. Im Schreiben von Dr. D._, Leiter
Entwicklung B._, vom 8. September 2011 sind die einzelnen Punkte des
Restarbeitspakets denn auch detailliert aufgeführt (act. G 1.1/3). Obwohl es sich bei
den Zeitangaben um Schätzwerte im Nachhinein handelt, ist der benötigte zeitliche
Aufwand bezüglich der einzelnen Punkte des Restarbeitspakets glaubhaft und
nachvollziehbar dargelegt. Auch der Bestätigung des Doktorvaters Prof. Dr.-Ing. C._
vom 2. Mai 2011 ist der benötigte zeitliche Aufwand klar und eindeutig zu entnehmen
(act. G 5.1/28). Deshalb ist vorliegend das Erfordernis der Überprüfbarkeit der
Ausbildung als erfüllt zu betrachten.
2.4 Obwohl der Beschwerdeführer bereits während mehrerer Jahre neben der
Erstellung der Doktoratsarbeit tatsächlich eine Vollzeiterwerbstätigkeit ausgeübt hat, ist
angesichts der von den Betreuern Prof. Dr.-Ing. C._ und Dr. D._ bestätigten
ausserordentlichen Umstände und des Zeitbedarfs für die Schlussphase der
Dissertation (vgl. E. 2.3) ausgewiesen, dass dem Beschwerdeführer im Zeitraum vom
1. Februar 2010 bis 23. Februar 2011 selbst ein Teilerwerb objektiv nicht zumutbar
gewesen ist. Demnach ist bezüglich der Erfüllung der Beitragszeit ein Befreiungsgrund
im Sinne von Art. 14 Abs. 1 lit. a AVIG gegeben, weshalb die Beschwerdegegnerin zu
Unrecht den Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung wegen fehlender
Anspruchsvoraussetzung von Art. 8 Abs. 1 lit. e AVIG verneint hat.
3.
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3.1 Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde teilweise
gutzuheissen, der Einspracheentscheid vom 20. Juli 2011 aufzuheben und die Sache
zur Prüfung der übrigen Anspruchsvoraussetzungen an die Beschwerdegegnerin
zurückzuweisen.
3.2 Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a des Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]).
3.3 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer Anspruch auf
Ersatz der Parteikosten, wobei sich in Anbetracht des Obsiegens in der streitigen Frage
des Befreiungsgrundes eine ungekürzte Parteientschädigung rechtfertigt. Die
Parteikosten werden nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit
des Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt
das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO (sGS 963.75)
pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.--. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers
beantragt für die Vertretung vor Versicherungsgericht eine Parteientschädigung von Fr.
3'063.55 (einschliesslich Mehrwertsteuer und Barauslagen). Mit Blick auf die Praxis des
Versicherungsgerichts erscheint eine Entschädigung in diesem Umfang als
angemessen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP