Decision ID: 3e3858e4-49d6-5078-ab1f-101331b76637
Year: 2021
Language: de
Court: FR_TC
Chamber: FR_TC_001
Canton: FR
Region: Espace_Mittelland
Law Area: civil_law

Sachverhalt
A. B._, geb. 2000, ist die volljährige Tochter von C._ und D._.
Am 29. September 2020 reichte B._ beim Präsidenten des Zivilgerichts des Seebezirks (nachstehend: der Präsident) namentlich ein Schlichtungsgesuch betreffend Unterhalt ein und am 23. November 2020 wurde die Klagebewilligung erteilt (Dossier 10 2020 564, act. 1 f. und 9).
In der Folge reichte B._ am 2. Februar 2021 beim Präsidenten eine Unterhaltsklage ein. Gleichzeitig stellte sie ein Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen. Sie beantragte namentlich, dass A._ zu verpflichten sei, an ihren Unterhalt rückwirkend ab dem 1. Juni 2020 und bis zum Ende der ersten ordentlichen Ausbildung monatliche Beiträge von CHF 3'200.- nebst allfälliger Kinder-, Familien- und Ausbildungszulagen zu bezahlen (act. 1 ff.).
Mit Gesuchsantwort vom 26. April 2021 beantragte A._, dass auf das Gesuch nicht  bzw. dieses abzuweisen sei. Eventualiter sei festzustellen, dass er an den Unterhalt von B._ bis zum Ende der ersten ordentlichen Ausbildung einen monatlichen Betrag von CHF 1'330.- zu bezahlen hat (act. 15 f.).
B. Mit Entscheid vom 12. Juli 2021 hiess der Präsident das Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen teilweise gut. A._ wurde verpflichtet, B._ unter Abzug der bereits geleisteten Unterhaltszahlungen rückwirkend ab 1. Juni 2020 und bis zum Abschluss einer angemessenen Ausbildung i.S.v. Art. 277 Abs. 2 ZGB monatliche Unterhaltsbeiträge von CHF 2'445.80 zu bezahlen. Allfällige an A._ ausgerichtete Kinder-, Familien- oder  sind in den genannten Unterhaltsbeiträgen nicht enthalten und somit zusätzlich geschuldet.
C. Gegen diesen Entscheid erhob A._ am 30. Juli 2021 Berufung. Er beantragt, dass er unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu verpflichten sei, B._ unter Abzug der bereits geleisteten Unterhaltszahlungen rückwirkend ab dem 1. Juni 2020 und bis zum Abschluss einer angemessenen Ausbildung i.S.v. Art. 277 Abs. 2 ZGB monatliche Unterhaltsbeiträge von CHF 2'072.35 zu bezahlen. An ihn ausgerichtete Ausbildungszulagen für B._ seien zusätzlich zu den genannten monatlichen Unterhaltsbeiträgen geschuldet. Der rückwirkend seit dem 1. Juni 2020 zu bezahlende Betrag von CHF 16'977.- sei in vier Tranchen erstmals CHF 4'977.- per 1. November 2021 und danach je CHF 4'000.- per 1. Januar 2022, 1. April 2022 und 1. Juli 2022, zusätzlich zum monatlichen Unterhaltsbeitrag und den für B._ ausgerichteten Ausbildungszulagen zu überweisen.
B._ schloss mit Berufungsantwort vom 6. September 2021 auf teilweise Gutheissung der Berufung. Der angefochtene Entscheid sei dahingehend abzuändern, dass allfällige an A._ ausgerichtete Kinder-, Familien- oder Ausbildungszulagen in den genannten Unterhaltsbeiträgen inbegriffen sind. Im Übrigen sei die Berufung abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Die Prozesskosten seien A._, evtl. dem Staat Freiburg aufzuerlegen. Gleichzeitig beantragt sie, dass A._ ihr zur Deckung der Prozesskosten einen Prozesskostenvorschuss von CHF 3'000.-, subsidiär einen Prozesskostenbeitrag von CHF 3'000.- zu bezahlen habe. Eventualiter sei ihr im Berufungsverfahren die vollständige unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren. Die Prozesskosten seien A._ aufzuerlegen.
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A._ nahm am 21. September 2021 Stellung zum Gesuch um Leistung eines  bzw. Prozesskostenbeitrages, eventualiter um unentgeltliche Rechtspflege. Er beantragt, dass ein allfälliger zu leistender Vorschuss auf CHF 2'000.- zu begrenzen sei.

Erwägungen
1.
1.1. Gemäss Art. 308 Abs. 1 Bst. b und Abs. 2 ZPO sind erstinstanzliche Entscheide über  Massnahmen mit Berufung anfechtbar, sofern der Streitwert der zuletzt aufrechterhaltenen Rechtsbegehren in vermögensrechtlichen Angelegenheiten mindestens CHF 10‘000.- beträgt. Der Streitwert wird durch die Rechtsbegehren bestimmt.
Die Berufungsbeklagte verlangte vor erster Instanz, dass der Berufungskläger zur Leistung von Unterhaltsbeiträgen in der Höhe von CHF 3'200.- zzgl. Kinder- Familien- und Ausbildungszulagen zu verpflichten sei, während der Berufungskläger beantragte, dass auf das Gesuch nicht einzutreten bzw. dieses abzuweisen sei. Die Streitwertgrenze von CHF 10'000.- für die Berufung ist damit erreicht. Hingegen ist die Streitwertgrenze von CHF 30'000.- für eine Beschwerde in Zivilsachen beim Bundesgericht nicht erreicht (Art. 51 und 74 BGG).
1.2. Auf vorsorgliche Massnahmen ist das summarische Verfahren anwendbar (Art. 248 Bst. d ZPO). Für Fragen betreffend den Kindesunterhalt erforscht das Gericht den Sacherhalt von Amtes wegen und entscheidet ohne Bindung an die Parteianträge (Untersuchungs- und Offizialmaxime, Art. 296 Abs. 1 und 3 ZPO). Diese Bestimmung ist auch auf volljährige Kinder anwendbar (Urteil KG FR 101 2019 196 vom 5. März 2020 E. 1.2, in FZR 2020 33).
1.3. Die Berufungsfrist beträgt 10 Tage (Art. 314 Abs. 1 ZPO). Der begründete Entscheid wurde dem Berufungskläger am 20. Juli 2021 zugestellt. Die am 30. Juli 2021 eingereichte Berufung  somit fristgerecht.
1.4. Die Berufung ist schriftlich bei der Rechtsmittelinstanz einzureichen und muss eine  enthalten (Art. 311 Abs. 1 ZPO). Die Rechtsbegehren sind im Lichte der Begründung  (BGE 137 III 617 E. 6.2 m.H.). Vorliegend geht aus der Berufungsschrift hervor, dass der Berufungskläger für die Zeit vom 1. Juni 2020 bis 31. August 2020 nicht Unterhaltsbeiträge von CHF 2'072.35 zzgl. Ausbildungs[- und Arbeitgeber]zulagen, sondern von CHF 1'137.35 zzgl. - und Arbeitgeberzulagen beantragt. Die Berufungsschrift ist darüber hinaus begründet, weshalb darauf einzutreten ist.
1.5. Mit der Berufung kann sowohl die unrichtige Rechtsanwendung wie auch die unrichtige  des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO).
1.6. Gemäss Art. 316 Abs. 1 ZPO kann die Rechtsmittelinstanz eine Verhandlung durchführen oder aufgrund der Akten entscheiden. Vorliegend befinden sich die zur Entscheidung nötigen  in den Akten, weshalb auf eine Verhandlung verzichtet wird.
1.7. Gemäss BGE 144 III 349 E. 4.2.1 sind bei der vorliegend anwendbaren uneingeschränkten Untersuchungsmaxime neue Tatsachen und Beweismittel ohne Weiteres zu berücksichtigen.  ist mangels Bindung des Gerichts an die Rechtsbegehren der Parteien betreffend den Kindesun-
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terhalt eine allfällige Klageänderung des Berufungsklägers zulässig (Urteile KG FR 101 2018 22 vom 18. September 2018 E. 1.6; 101 2018 60 vom 16. November 2018 E. 1.3.2).
2.
2.1. Der Berufungskläger rügt, dass der Bedarf der Berufungsbeklagten falsch festgestellt worden sei. Vom Bedarf seien die Ausbildungs- und Arbeitgeberzulagen von insgesamt CHF 373.45 . Weiter könnten die monatlichen Semestergebühren von CHF 135.- erst ab Semesterbeginn, d.h. ab September 2020, berücksichtigt werden. Ausserdem habe die Berufungsbeklagte in den Monaten Juni, Juli und August 2020 wechselweise bei den Eltern ihres Freundes und bei ihrer Tante gewohnt. Da sich die Berufungsbeklagte bisher geweigert habe, einen Mietvertrag einzureichen, könne dies von ihr auch nicht bestritten werden. Ebenso sei von ihr nie geltend gemacht worden, dass ihr für die Zeit in der sie bei den obgenannten Personen wohnte, Mietkosten angefallen sind. Vom Bedarf für die Monate Juni, Juli und August 2020 sei daher jeweils auch die Miete von CHF 800.- abzuziehen.
Die Berufungsbeklagte bringt dagegen vor, dass der Berufungskläger nach wie vor keine klare Auskunft darüber gebe, welche Familien- und Arbeitgeberzulagen er seit Juni 2020 erhalten bzw. überhaupt beantragt hat. Es sei daher festzuhalten, dass im Unterhaltsbeitrag die Familien- und Arbeitgeberzulagen inbegriffen seien, um sicherzustellen, dass der Bedarf durch die Familien- und Arbeitgeberzulagen und den Unterhaltsbeitrag vollständig gedeckt sei.
2.2. Gemäss Art. 285a Abs. 1 ZGB sind Familienzulagen, die dem unterhaltspflichtigen Elternteil ausgerichtet werden, zusätzlich zum Unterhaltsbeitrag zu zahlen. Damit gilt der . Es handelt sich bei dieser Bestimmung in erster Linie um eine Anweisung an das , die erwähnten Sozialleistungen bei der Bemessung des Unterhaltsbeitrags vorweg  (BGE 128 III 305 E. 4b). Nicht gemeint ist, dass der gebührende Unterhalt vollends über den familienrechtlichen Unterhalt finanziert wird und die Familienzulagen bzw. die  gleichsam "extra" geschuldet sind. Vielmehr soll gewährleistet sein, dass der , dem diese Sozialleistungen entrichtet werden, diese nicht für sich behält, sondern dem Kind zukommen lässt, für dessen Unterhalt sie bestimmt sind (Urteil BGer 5A_730/2020 vom 21. Juni 2021 E. 5.3.2.2.2).
2.3. Die Vorinstanz legte den Bedarf der Berufungsbeklagten ab dem 1. Juni 2020 auf CHF 2'445.80 fest (Grundbetrag: CHF 1'100.-, Miete: CHF 800.-, KVG-Prämie: CHF 318.80, Mobilitätskosten: CHF 62.-, Studiengebühren: CHF 135.-, Hausrat- und : CHF 30.-).
Die Berufungsbeklagte bestreitet nicht, dass ihr für die Zeit von Juni bis August 2020 gar keine Wohnkosten angefallen sind. Solche ergeben sich auch nicht aus den Akten (vgl. namentlich das Sozialhilfebudget für Juli 2020, act. 4/10). Für Juni bis August 2020 sind demnach keine Wohnkosten zu berücksichtigen. Zudem ist dem Berufungskläger beizupflichten, dass die monatlichen  von CHF 135.- erst ab Semesterbeginn, d.h. ab September 2020, berücksichtigt werden können.
Der Bedarf der Berufungsbeklagten beläuft sich demnach von Juni bis August 2020 auf CHF 1'510.80 (CHF 2'445.80 - CHF 800.- - CHF 135.-) und ab September 2021 auf CHF 2'445.80. Davon sind grundsätzlich die Familien- und Arbeitgeberzulagen abzuziehen. Aus den Akten geht hervor, dass dem Berufungskläger ab September 2020 Ausbildungszulagen von CHF 290.- ausgerichtet werden (Dossier 10 2020 564, act.11; Berufungsbeilagen 2 und 4). Im Juni 2020 erhielt
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er zusätzlich Arbeitgeberzulagen von CHF 83.45. Nicht nachgewiesen ist demnach, ob er auch für die Monate Juni bis August 2020 die Ausbildungszulagen erhielt und ob er ab Juli 2020 weiterhin die Arbeitgeberzulagen erhält. Da dies strittig ist und es sich zurzeit um vorsorgliche Massnahmen handelt, rechtfertigt es sich ausnahmsweise, die Familien- und Arbeitgeberzulagen nicht vom Bedarf abzuziehen, sondern festzuhalten, dass diese bereits im geschuldeten Unterhaltsbeitrag enthalten sind. Ausserdem ist im Dispositiv zu präzisieren, dass auch die Arbeitgeberzulagen inbegriffen sind. Hingegen handelt es sich sowohl bei den Kinder- als auch bei den Ausbildungszulagen um  (vgl. Art. 3 Abs. 1 und 2 FamZG).
Der vom Berufungskläger an die Berufungsbeklagte geschuldete Unterhaltsbeitrag beläuft sich demnach von Juni bis August 2020 auf CHF 1'510.- (gerundet) und ab September 2020 auf CHF 2'445.- (gerundet), wobei die Familien- und Arbeitgeberzulagen inbegriffen sind.
3.
3.1. Der Berufungskläger macht weiter geltend, dass er vom gesamten Bedarf der  von CHF 33'882.- für die Zeit vom 1. September 2020 bis 31. August 2021 bereits CHF 16'905.- überwiesen habe. Es verbleibe somit ein offener Betrag von CHF 16'977.-. Es sei wenig sinnvoll, den ganzen Betrag von CHF 16'977.- auf einmal geltend zu machen. Er verfüge nicht einfach so über eine solche Reserve und habe neben den monatlichen Zahlungen von CHF 2'072.35 (plus Ausbildungszulagen) an die Berufungsbeklagte eine Familie zu ernähren. Keine gerichtlich festgelegten vernünftigen Zahlungsmodalitäten würden schlussendlich nur zu einer Betreibung, der anschliessenden Rechtsöffnung und schliesslich zu einem Verlustschein führen. Dadurch werde die Justiz zusätzlich mit einem weiteren Verfahren belastet, er mache unnötige Schulden und die  habe am Ende den ihr zustehenden Betrag nicht schneller auf ihrem Konto. Deshalb werde beantragt, den offenen Betrag von CHF 16'977.- in vier Tranchen zu überweisen. Eine erste Tranche per 1. November 2021 à CHF 4'977.-, und drei weitere Tranchen à CHF 4'000.- per 1. Januar 2022, 1. April 2022 und 1. Juli 2022.
Die Berufungsbeklagte bringt dagegen vor, dass der Berufungskläger die erfolgten Zahlungen zu belegen habe. Sie anerkenne indessen Zahlungen von insgesamt CHF 14'680.- (CHF 4'040.- + [8 x CHF 1'330.-]) per 31. August 2021. Sie müsse die Schulden beim Sozialdienst zurückzahlen, die sich infolge der anfänglichen Weigerung des Berufungsklägers, überhaupt einen Unterhaltsbeitrag zu bezahlen, angehäuft haben. Seine auch weiterhin mangelnde Zahlungsbereitschaft zeige sich auch darin, dass er auch für den Monat August 2021 wieder nur CHF 1'330.- überwiesen habe. Bei gutem Wille sei der Berufungskläger durchaus in der Lage, die ausstehenden Unterhaltsbeiträge auf einmal zu bezahlen. Ausserdem sei die Festlegung der Zahlungsmodalitäten nicht Sache der Rechtsmittelinstanz.
3.2. Aus dem Gesetz ergibt sich kein Anspruch auf Ratenzahlung für ausstehende . Daran ändert nichts, wenn eine allfällige Betreibung zu einem Verlustschein führen würde. Ausserdem zeigt der Berufungskläger auch nicht substanziiert auf, dass er nicht in der Lage ist, die ausstehenden Unterhaltsbeiträge zu bezahlen.
Weiter geht aus den Akten hervor, dass der Berufungskläger vom 1. Dezember 2020 bis 30. Juli 2021 Unterhaltsbeiträge von CHF 14'680.- bezahlt hat (CHF 4'040.- + [8 x CHF 1'330.-];  5). Die Berufungsbeklagte anerkennt zudem, dass er auch die angekündigte Überweisung von CHF 1'330.- im Monat August 2021 getätigt hat. Ausserdem hat er die Krankenkassenprämie für das Jahr 2020 bereits am 30. Dezember 2019 im Voraus bezahlt (Berufungsbeilage 6), was von der Berufungsbeklagten nicht substanziiert bestritten wird. Dies allerdings bei einer Prämie von
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CHF 276.80, während die Prämie ab dem 1. Juli 2020 CHF 318.80 beträgt (act. 4/13). Der Berufungskläger belegt nicht, dass er die Differenz nachbezahlt hätte (vgl. auch das Sozialhilfebudget für den Monat Juli 2020 bzw. die darin aufgeführten KVG-Prämien für Juli bis Dezember 2020; act. 4/10). Es sind ihm daher nur die bezahlten CHF 276.80 für die Zeit von Juni bis Dezember 2020 anzurechnen, d.h. insgesamt CHF 1’937.60. Es ist damit von Amtes wegen festzuhalten, dass der Berufungskläger bereits Unterhaltsbeiträge von insgesamt CHF 17'947.60 geleistet hat, was an die ausstehenden Unterhaltsbeiträge anzurechnen ist (vgl. hierzu BGE 138 III 583 E. 6.1; 135 III 315 E. 2.4 f.; je m.H.). Dies mangels Bindung an die Parteianträge auch ohne ausdrücklichen Antrag der Parteien (vgl. vorstehend E. 1.2). Die Berufung ist somit teilweise gutzuheissen.
4.
4.1. Die Berufungsbeklagte beantragt schliesslich für das Berufungsverfahren einen , subsidiär einen Prozesskostenbeitrag von CHF 3'000.-. Sie sei mittellos, während der Berufungskläger finanziell leistungsfähig sei.
Der Berufungskläger führt dagegen aus, dass der zu leistende Vorschuss, im Falle der Gutheissung des Gesuches, maximal CHF 2'000.- zu betragen habe. Dies werde mitunter auch dadurch , dass er nächste Woche den Betrag von CHF 2'231.60 (Differenz zu CHF 2’445.80 für die  Aug. – Sept. 21) überweisen werde. Ebenfalls werde er ab Oktober jeweils monatlich CHF 2'445.80 überweisen.
4.2. Die elterliche Unterhaltspflicht nach Art. 277 Abs. 2 ZGB umfasst grundsätzlich auch die Prozesskosten. Im Anfangsstadium eines Verfahrens hat das Kind Anspruch auf einen  durch die Eltern. Nach Massgabe von Art. 303 ZPO kann der Richter für die Dauer des Prozesses vorsorgliche Massnahmen treffen. Zu diesen Massnahmen zählt auch die Anordnung an den beklagten Elternteil, dem Kind im Hinblick auf dessen Unterhaltsklage einen  zu leisten (Urteil BGer 5A_362/2017 vom 24. Oktober 2017 E. 2.1 m.H.). Die  dienen grundsätzlich dazu, die laufenden Bedürfnisse des Gläubigers zu befriedigen und nicht, wie die provisio ad litem, die Prozesskosten zu bezahlen. Die Zusprechung eines  kann sich demnach unabhängig vom Unterhaltsbeitrag rechtfertigen (Urteil BGer 5A_85/2017 vom 19. Juni 2017 E. 7.1.3).
4.3. Vorliegend ist grundsätzlich unbestritten, dass die Berufungsbeklagte mittellos ist, ihre Rechtsbegehren nicht aussichtslos sind, der Beizug eines Rechtsbeistandes notwendig und der Berufungskläger finanziell leistungsfähig ist. Der Umstand, dass er der Berufungsbeklagten bereits Unterhaltsbeiträge bezahlt bzw. bezahlen wird, ändert grundsätzlich nichts an ihrem Anspruch auf einen Prozesskostenvorschuss. Dieser vermag ohnehin die Auslagen der Berufungsbeklagten von CHF 2'720.80 nicht zu decken (Grundbetrag inkl. 25% zivilprozessualer Zuschlag: CHF 1'375.-, Miete: CHF 800.-, KVG-Prämie: CHF 318.80, Mobilitätskosten: CHF 62.-, Studiengebühren: CHF 135.-, Hausrat- und Privathaftpflichtversicherung: CHF 30.-). Hingegen begründet die Berufungsbeklagte die Höhe des beantragten Betrages von CHF 3'000.- nicht. Berücksichtigt man namentlich Art, Schwierigkeit und Umfang des Verfahrens sowie die notwendige Arbeit des Anwalts, das Interesse und die wirtschaftlichen Verhältnisse der Parteien, so erscheint ein Betrag von CHF 2'000.-, inkl. Gerichtskosten, angemessener. Der Berufungskläger ist demnach zu verpflichten, der Berufungsbeklagten einen Prozesskostenvorschuss von CHF 2'000.- für das Berufungsverfahren zu bezahlen. Die Frage der Rückerstattung (BGE 146 III 203 E. 6) wird dem Endentscheid vorbehalten.
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5.
5.1. Die Parteien bringen schliesslich vor, dass die Kosten des Berufungsverfahrens dem Staat Freiburg aufzuerlegen seien, da der Überlegungsfehler, die Familienzulagen über den ermittelten familienrechtlichen Bedarf hinaus zuzusprechen, alleine der Vorinstanz anzurechnen sei.
5.2. Die Prozesskosten werden der unterliegenden Partei auferlegt. Bei Nichteintreten und bei Klagerückzug gilt die klagende Partei, bei Anerkennung der Klage die beklagte Partei als . Hat keine Partei vollständig obsiegt, so werden die Prozesskosten nach dem Ausgang des Verfahrens verteilt (Art. 106 Abs. 1 und 2 ZPO). In familienrechtlichen Verfahren kann das Gericht von den Verteilungsgrundsätzen abweichen und die Prozesskosten nach Ermessen verteilen (Art. 107 Abs. 1 Bst. c ZPO). Das Gericht kann Gerichtskosten, die weder eine Partei noch Dritte  haben, aus Billigkeitsgründen dem Kanton auferlegen (Art. 107 Abs. 2 ZPO). Diese  bietet keine Grundlage dafür, einen Kanton zur Tragung einer Parteientschädigung zu verpflichten (BGE 140 III 385 E. 4.1 m.H.).
5.3. Vorliegend wird die Berufung teilweise gutgeheissen. Dabei war zwar unstrittig, dass die Familien- und Arbeitgeberzulagen nicht zusätzlich zum Bedarf der Berufungsbeklagten  sind, und wurde dies auch von keiner Partei im erstinstanzlichen Verfahren so beantragt.  war die Höhe der Familien- und Arbeitgeberzulagen strittig. Ausserdem hatte das  nicht nur die Familien- und Arbeitgeberzulagen zum Gegenstand, sondern auch die , Studiengebühren, Ratenzahlung und Feststellung der bereits geleisteten . Es rechtfertigt sich daher höchstens ein kleiner Abzug von den Gerichtskosten. Diese sind pauschal auf CHF 1’200.- festzusetzen (Art. 96 ZPO i.V.m. Art. 19 des Justizreglements vom 30. November 2010 [JR; SGF 130.11]) und vom geleisteten Vorschuss des Berufungsklägers zu beziehen. Davon gehen CHF 200.- zu Lasten des Staates. Die restlichen Gerichtskosten von CHF 1'000.- sind den Parteien je hälftig aufzuerlegen. Die Berufungsbeklagte hat dem Berufungskläger demnach CHF 500.- zu erstatten und der Staat schuldet ihm CHF 200.-. Die Parteikosten sind wettzuschlagen.
5.4. Die Prozesskosten des erstinstanzlichen Verfahrens wurden dem Endentscheid vorbehalten, was nicht zu beanstanden ist (Art. 104 Abs. 3 und Art. 318 Abs. 3 ZPO).