Decision ID: 1ad7fcb1-952a-45e1-9ffb-423e1be78457
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_VG
Chamber: ZH_VG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: public_law

hat sich ergeben:
hat sich ergeben:
I. Die Baudirektion des Kantons Zürich eröffnete mit Ausschreibung vom 16. Januar 2015 ein selektives Submissionsverfahren für die Lieferung, Installation und Qualifizierung von drei Ansatzbehältern (Los 1) und zwei Medienpanels (Los 2) im Zusammenhang mit der Ausstattung des neuen Standorts der Kantonsapotheke. Innert Frist gingen vier Teilnahmeanträge für jeweils beide Lose ein. Am 21. April 2015 entschied die Baudirektion des Kantons Zürich nach Prüfung der Eignung, die A AG, die B GmbH sowie die C GmbH zur Abgabe eines Angebots zuzulassen.
Alle drei präqualifizierten Anbieterinnen reichten in der Folge ein Angebot ein. Die A AG offerierte die Ansatzbehälter für Fr. 340'094.30 und die Medienpanel für Fr. 253'837.15 (alle Preise jeweils netto exkl. MWST). Die B GmbH bot die Ansatzbehälter zum Preis von € 274'322.- und die Medienpanel für € 425'678.-. Das Angebot der C GmbH lautet über € 292'521.- (Ansatzbehälter) und € 374'401.- (Medienpanel).
Am 20. September 2015 wurde der A AG per E-Mail mitgeteilt, dass sie nicht mit der Lieferung der Ansatzbehälter und Medienpanel beauftragt werde. Laut Zuschlagsverfügung vom 21. September 2015 wurde der Zuschlag zum Gesamtbetrag von Fr. 311'081.15 (Ansatzbehälter) und Fr. 482'718.85 (Medienpanel) an die B GmbH in Deutschland erteilt.
II.
Dagegen gelangte die A AG mit Beschwerde vom 29. September 2015 an das Verwaltungsgericht und beantragte, die Vergabe zu überprüfen. Innert erstreckter Frist reichte die Baudirektion des Kantons Zürich am 22. Oktober 2015 ihre Beschwerdeantwort ein und beantragte, die Beschwerde vollumfänglich abzuweisen und den Zuschlag an die B GmbH zu bestätigen, unter Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdeführerin. Sie beantragte weiter, ihre Akten nur zu eröffnen, soweit sie den tatsächlichen Sachverhalt des Submissionsverfahrens betreffen und daran kein Geheimhaltungsinteresse bestehe. Gleichzeitig teilte sie mit, zwischenzeitlich mit der B GmbH die Werkverträge abgeschlossen zu haben.
Mit Präsidialverfügung vom 27. Oktober 2015 wurde der A AG von Amtes wegen teilweise Einsicht in die Akten gewährt. Gleichentags wurde die B GmbH aufgefordert, dem Gericht ein Zustelldomizil oder einen Vertreter in der Schweiz zu bezeichnen. Dieser Aufforderung kam sie am 4. November 2015 nach und teilte gleichzeitig mit, auf eine Beschwerdeantwort zu verzichten.
Die A AG wiederholte in ihrer Replik vom 5. November 2015 den gestellten Antrag. Sodann stellte sie ein Schadenersatzbegehren im Gesamtbetrag von Fr. 114'393.- (exkl. MWST) und beantragte eine Entschädigung für ihre Aufwendungen. Mit Duplik vom 20. November 2015 beantragte die Baudirektion des Kantons Zürich, die Beschwerde vollumfänglich abzuweisen soweit darauf einzutreten sei und hielt im Übrigen an den gestellten Anträgen fest.
Am 26. November 2015 reichte die Baudirektion des Kantons Zürich – wie in ihrer Beschwerdeantwort vom 22. Oktober 2015 angekündigt – die unterzeichneten Werkverträge nach. Gleichentags teilte die A AG mit, an ihrer Beschwerde festzuhalten und reichte am 5. Januar 2015 weitere Beilagen ein. Die Baudirektion des Kantons Zürich nahm am 18. Januar 2015 unter Festhalten an den gestellten Begehren erneut Stellung.

Die Kammer erwägt:
Die Kammer erwägt:
1. Vergabeentscheide kantonaler und kommunaler Auftraggebender können unmittelbar mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht weitergezogen werden (RB 1999 Nr. 27 = BEZ 1999 Nr. 13 = ZBl 100/1999, S. 372). Auf das Beschwerdeverfahren gelangen die Art. 15 ff. der Interkantonalen Vereinbarung über das öffentliche Beschaffungswesen vom 15. März 2001 (IVöB) sowie die §§ 2 ff. des Gesetzes über den Beitritt zur revidierten Interkantonalen Vereinbarung über das öffentliche Beschaffungswesen vom 15. September 2003 (IVöB-BeitrittsG) zur Anwendung.
1. Vergabeentscheide kantonaler und kommunaler Auftraggebender können unmittelbar mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht weitergezogen werden (RB 1999 Nr. 27 = BEZ 1999 Nr. 13 = ZBl 100/1999, S. 372). Auf das Beschwerdeverfahren gelangen die Art. 15 ff. der Interkantonalen Vereinbarung über das öffentliche Beschaffungswesen vom 15. März 2001 (IVöB) sowie die §§ 2 ff. des Gesetzes über den Beitritt zur revidierten Interkantonalen Vereinbarung über das öffentliche Beschaffungswesen vom 15. September 2003 (IVöB-BeitrittsG) zur Anwendung.
2. 2.1 Nicht berücksichtigte Anbietende sind zur Beschwerde gegen einen Vergabeentscheid legitimiert, wenn sie bei deren Gutheissung eine realistische Chance haben, mit dem eigenen Angebot zum Zug zu kommen, oder wenn die Gutheissung der Beschwerde zu einer Wiederholung des Submissionsverfahrens führt, in welchem sie ein neues Angebot einreichen können; andernfalls fehlt ihnen das schutzwürdige Interesse an der Beschwerdeführung (RB 1999 Nr. 18 = BEZ 1999 Nr. 11; § 21 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]).
2.2 Das Angebot der Zuschlagsempfängerin wurde mit insgesamt 1'000 (Ansatzbehälter) bzw. 710 Punkten (Medienpanel) und das Angebot der drittplatzierten Beschwerdeführerin mit 837,5 (Ansatzbehälter) bzw. 700 Punkten (Medienpanel) bewertet. Letztere rügt das Vorgehen des Beschwerdegegners bei der Vergabe. Sie bringt im Wesentlichen vor, nachdem sie mündlich erfahren habe, auf Platz 1 gesetzt worden zu sein, habe sie per E-Mail eine Absage erhalten und sei um eine Bestätigung gebeten worden, dass sie auf eine Einsprache verzichte. Zudem habe sie auch auf Nachfrage hin weder das Offertöffnungsprotokoll noch eine offizielle Absage oder die Zuschlagsverfügung erhalten und es seien Datierungen geändert worden. Sodann beanstandet sie die Bewertung ihres Angebots in mehrfacher Hinsicht. Würde sie mit ihren Rügen durchdringen, hätte sie eine realistische Chance, eine Wiederholung des Verfahrens zu erreichen.
Dass eine Zuschlagserteilung an die Beschwerdeführerin infolge des zulässigen Vertragsschlusses mit der Mitbeteiligten nicht mehr möglich ist, ändert an ihrer Legitimation nichts, zumal die Submissionsbeschwerde auch dafür zur Verfügung steht, nach Vertragsschluss die Rechtswidrigkeit einer Zuschlagsverfügung feststellen zu lassen (Art. 18 Abs. 2 IVöB in Verbindung mit § 3 Abs. 1 IVöB-BeitrittsG). Wer legitimiert ist, den Zuschlagsentscheid anzufechten, behält den Anspruch auf Überprüfung der Rechtmässigkeit des Zuschlags auch dann, wenn dieser infolge Vertragsabschlusses nicht mehr aufgehoben werden kann. Ein dahingehendes Eventualbegehren gilt als im Begehren um Aufhebung des Zuschlags sinngemäss mitenthalten (BGE 132 I 86 E. 3.2). Ihre Legitimation ist daher zu bejahen. Die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen sind ebenfalls erfüllt.
Dass eine Zuschlagserteilung an die Beschwerdeführerin infolge des zulässigen Vertragsschlusses mit der Mitbeteiligten nicht mehr möglich ist, ändert an ihrer Legitimation nichts, zumal die Submissionsbeschwerde auch dafür zur Verfügung steht, nach Vertragsschluss die Rechtswidrigkeit einer Zuschlagsverfügung feststellen zu lassen (Art. 18 Abs. 2 IVöB in Verbindung mit § 3 Abs. 1 IVöB-BeitrittsG). Wer legitimiert ist, den Zuschlagsentscheid anzufechten, behält den Anspruch auf Überprüfung der Rechtmässigkeit des Zuschlags auch dann, wenn dieser infolge Vertragsabschlusses nicht mehr aufgehoben werden kann. Ein dahingehendes Eventualbegehren gilt als im Begehren um Aufhebung des Zuschlags sinngemäss mitenthalten (BGE 132 I 86 E. 3.2). Ihre Legitimation ist daher zu bejahen. Die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen sind ebenfalls erfüllt.