Decision ID: e4aca130-9b90-46a1-ba23-c3a116c9e97a
Year: 2014
Language: de
Court: BS_APG
Chamber: BS_APG_001
Canton: BS
Region: Northwestern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
Im Verfahren EL.2013.3 wies das Sozialversicherungsgericht Basel-Stadt eine Beschwerde des A_ gegen einen Einspracheentscheid des Amts für Sozialbeiträge vom 17. April 2013 am 15. Oktober 2013 ab. Das Bundesgericht trat mit Urteil vom 5. März 2014 auf die Beschwerde des A_ nicht ein und wies sein Revisionsgesuch mit Urteil vom 29. April 2014 und das Gesuch um Wiederherstellung der Frist ab. Ein weiteres dem Bundesgericht am 28. Mai 2014 eingereichtes Revisionsgesuch hat A_ am 15. August 2014 zurückgezogen. A_ wandte sich am 15. September 2014 im Verfahren EL.2013.3 erneut an das Sozialversicherungsgericht u.a. mit dem Antrag, ihm die Frist wiederherzustellen. Der Präsident des Sozialversicherungsgerichts teilte A_ mit Verfügung vom 26. September 2014 mit, dass das Urteil des Sozialversicherungsgerichts vom 15. Oktober 2013 in Rechtskraft erwachsen und damit einer erneuten Beurteilung durch das Sozialversicherungsgericht entzogen sei; weitere Eingaben des Beschwerdeführers in dieser Sache würden daher nicht mehr bearbeitet werden.
A_ erklärte am 4. November 2014 beim Appellationsgericht als Verwaltungsgericht „Anmeldung=Rekurs“ und reichte am 17. November 2014 eine vom 24. November 2014 datierte weitere als „Rekurs“ bezeichnete Eingabe ein. Darin stellt er keinen ausdrücklichen Antrag und er begründet seinen Rekurs auch nicht. Aus den Beilagen wird ersichtlich, dass sich sein Rekurs wohl gegen die Verfügung des Sozialversicherungsgerichts vom 26. September 2014 im Verfahren EL.2013.3 richtet.

Erwägungen
1.
Die am 4. und am 17. November 2014 dem Appellationsgericht eingereichten Eingaben des A_ richten sich gegen die Verfügung des Sozialversicherungsgerichts vom 26. September 2014, mit der festgestellt wird, dass das Urteil des Sozialversicherungsgerichts vom 15. Oktober 2013 in Rechtskraft erwachsen sei und dass weitere Eingaben des Beschwerdeführers in der vorliegenden Angelegenheit nicht mehr bearbeitet würden. A_ hat seine Eingaben vom 4. und 17. November 2014 an das Appellationsgericht gerichtet. A_ hat sich in der Zeit davor, nämlich am 7. März 2014, am 18. und am 28. Mai 2014, bereits an das Bundesgericht gewendet mit einer Beschwerde und zwei Revisionsgesuchen. Es ist daher davon auszugehen, dass er seine Eingaben vom 4. und 17. November 2014 bewusst und nicht irrtümlicherweise an das Appellationsgericht gerichtet hat, um einen Entscheid des Appellationsgerichts zu erwirken. Damit ist von einer Weiterleitung an das Bundesgericht abzusehen.
2. Gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) bestellt jeder Kanton ein Versicherungsgericht als einzige Instanz zur Beurteilung von Beschwerden aus dem Bereich der Sozialversicherung. Gegen deren Entscheide kann nach Art. 62 Abs. 1 ATSG Beschwerde an das Bundesgericht erhoben werden. Ebenso kann gestützt auf Art. 61 lit. a ATSG beim Bundesgericht eine Rechtsverzögerung oder Rechtsverweigerung geltend gemacht werden (Freivogel, in: Neues Handbuch des Staats- und Verwaltungsrechts des Kantons Basel-Stadt, Basel 2008, S. 406). Gleichzeitig bestimmen § 56g und § 71 Abs. 1 Ziff. 4 und Abs. 2 Gerichtsorganisationsgesetz (GOG; SG 154.100), dass das Appellationsgericht als oberstes kantonales Gericht die Aufsicht über das kantonale Versicherungsgericht ausübt. Da dem Bundesrecht gegenüber entgegenstehendem kantonalen Recht Vorrang zukommt, muss davon ausgegangen werden, dass für Aufsichtsbeschwerden gegenüber dem Sozialversicherungsgericht ausschliesslich das Bundesgericht zuständig ist. Entsprechend hat das Bundesgericht in einem vergleichbar gelagerten Fall seine Zuständigkeit bejaht und sich mit der Angelegenheit befasst (DG.2014.16; Schreiben des Bundesgerichts vom 7. November 2014). Das Appellationsgericht ist daher weder für Rechtsmittel gegen Entscheide des Sozialversicherungsgerichts noch für gegen das Sozialversicherungsgericht gerichtete Rechtsverzögerungsbeschwerden zuständig. Demgemäss tritt das Appellationsgericht auf die vorliegende Aufsichtsbeschwerde nicht ein.
3. Auf die Erhebung von Kosten wird umständehalber verzichtet.