Decision ID: 94358a46-65ca-44af-9181-d0adf7120ca4
Year: 2019
Language: de
Court: GR_VG
Chamber: GR_VG_003
Canton: GR
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: social_law

Sachverhalt.
15. Am 3. November 2017 teilte die IV-Stelle A._ mit, dass kein Anspruch
auf Umschulungsmassnahmen bestehe, da die Voraussetzung dafür
(dauernder, invaliditätsbedingter Minderverdienst mindestens 20 % bei
zumutbarer Tätigkeit) nicht erfüllt sei. Es könne schriftlich eine
beschwerdefähige Verfügung der IV-Stelle in dieser Sache verlangt
werden. Von dieser Möglichkeit machte A._ keinen Gebrauch.
16. Mit Verfügung vom 19. Dezember 2017 verneinte die IV-Stelle erneut einen
Anspruch von A._ auf eine Invalidenrente. Zur Begründung wurde
festgehalten, dass A._ als Hilfsarbeiter auf dem Bau nicht mehr
arbeitsfähig sei. Eine leichte bis maximal mittelschwere,
wechselbelastende Tätigkeit sei aus medizinischer Sicht seit Ablauf des
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Wartejahrs im September 2016 zu 100 % möglich. Der
Einkommensvergleich 2017 habe keine Erwerbseinbusse ergeben, womit
der IV-Grad 0 % betrage. Ob eine Ersatztätigkeit ausgeübt werde, sei für
die Bemessung der Invalidität unerheblich.
17. Dagegen erhob A._ (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 3. Januar
2018 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden mit
dem sinngemässen Antrag, die angefochtene Verfügung betreffend
Rentenverweigerung sei aufzuheben. Zur Begründung brachte er vor, dass
er erhebliche gesundheitliche Probleme habe (Rückenoperation 2001 4 +
5 Halswirbel; Lungenflügel links entfernt worden; Probleme mit
Bauchspeicheldrüse und Leber). Kürzlich habe er wieder ein MRI machen
müssen, dabei sei herausgekommen, dass er eine Diskushernie habe. So
könne er sicher nicht mehr arbeiten; das sage auch sein Hausarzt. Der
Beschwerdeführer reichte einen MRI-Bericht vom 18. Dezember 2017 des
Radiologen Dr. med. G._ ein.
18. Mit Vernehmlassung vom 24. Januar 2018 beantragte die IV-Stelle
(hiernach: Beschwerdegegnerin) die kostenfällige Abweisung der
Beschwerde. Begründend wurde vorgebracht, die Frage nach dem
Rentenanspruch ab dem 1. April 2016 sei gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG zu
beantworten, wobei der bis zum Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung
vom 19. Dezember 2017 sich verwirklichte Sachverhalt massgebend sei.
Der vom Beschwerdeführer eingereichte MRI-Bericht vom 18. Dezember
2017 vermöge das ABI-Gutachten vom 11. September 2017 und die RAD-
Schlussbeurteilung vom 27. Oktober 2017 nicht in Frage zu stellen. Dies
gelte umso mehr, als der MRI-Bericht zur hier interessierenden Frage der
Arbeitsfähigkeit (in einer behinderungsgeeigneten Tätigkeit) gar nicht
Stellung genommen habe. Daran könne auch die kurzfristige und daher IV-
rechtlich nicht relevante Arbeitsunfähigkeit wegen gastroenterologischer
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Beschwerden im Juli/August 2016 (Hospitalisation vom 23. bis 25. Juli
2016) nichts ändern.
Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften sowie
auf den angefochtenen Entscheid wird, soweit erforderlich, im Rahmen der
nachfolgenden Erwägungen noch näher eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:
1.1. Nach Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die
Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) sind Verfügungen der kantonalen
IV-Stellen direkt vor dem Versicherungsgericht am Ort der IV-Stelle
anfechtbar. Die Verfügung der IV-Stelle des Kantons Graubünden vom 19.
Dezember 2017 stellt somit ein taugliches Anfechtungsobjekt für ein
Verfahren vor dem Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden dar. Die
sachliche Zuständigkeit ergibt sich aus Art. 57 des Bundesgesetzes über
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) in
Verbindung mit Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100). Als Adressat der
angefochtenen Verfügung ist der Beschwerdeführer berührt und weist ein
schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung auf (Art. 59
ATSG). Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde
ist somit einzutreten.
1.2. Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer ab dem 1. April 2016
gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG (6 Monate nach erfolgter Anmeldung am 17.
Oktober 2015) Anspruch auf eine Invalidenrente hat. Im Streit liegt dabei
insbesondere die Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit. Unbestritten und
anhand der Akten ausgewiesen ist, dass der Beschwerdeführer in der
angestammten Tätigkeit zu 100 % arbeitsunfähig ist. Zu prüfen ist
nachfolgend somit, ob die Beschwerdegegnerin betreffend Verneinung des
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Rentenanspruchs zu Recht auf das ABI-Gutachten vom 11. September
2017 abgestellt hat oder dieses durch die übrige medizinische Aktenlage in
Frage gestellt wird. Dabei ist der Sachverhalt bis zum Zeitpunkt des
Erlasses der angefochtenen Verfügung (hier: 19. Dezember 2017)
massgebend (vgl. BGE 132 V 215 E.3.1.1, 129 V 1 E.1.2).
2.1. Als Invalidität gilt die durch einen körperlichen oder geistigen
Gesundheitsschaden verursachte, voraussichtlich bleibende oder längere
Zeit dauernde Erwerbsunfähigkeit (vgl. Art. 8 ATSG i.V.m. Art. 4 IVG). Bei
erwerbstätigen Versicherten erfolgt die Ermittlung der Invalidität in der
Regel nach der Methode des Einkommensvergleichs (Art. 16 ATSG; Art.
28a Abs. 1 IVG). Bei dieser Methode wird das gegenwärtig trotz
Behinderung noch zumutbare Erwerbseinkommen mit jenem ohne
Behinderung verglichen, wobei die daraus resultierende Differenz in
Prozenten den Invaliditätsgrad (IV-Grad) ergibt. Ist eine versicherte Person
danach mindestens 40 % invalid, so hat sie Anspruch auf eine
Viertelsrente, bei mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei mindestens
60 % auf eine Dreiviertelsrente und ab 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28
Abs. 2 IVG). Für die Festsetzung des IV-Grads kommt es in erster Linie auf
die wirtschaftliche Erwerbsunfähigkeit und nicht auf die medizinisch-
theoretische Arbeitsunfähigkeit an (PVG 2005 Nr. 11, 1982 Nr. 80; BGE
132 V 395 E.2.1). Ohne zuverlässige und beweistaugliche Festlegung der
graduellen Arbeitsfähigkeit durch die Ärzte und Spezialisten ist eine seriöse
und sachgerechte Ermittlung der Erwerbsunfähigkeit (IV-Grad) jedoch zum
Voraus gar nicht möglich (BGE 125 V 26 E.4, 122 V 160 f. E.1c, 115 V 134
E.2).
2.2. Um beurteilen zu können, in welchem Umfang und bezüglich welcher
Tätigkeiten einem Versicherten noch oder überhaupt eine Erwerbstätigkeit
zugemutet werden kann, sind die Verwaltung und das im Beschwerdefall
angerufene Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und
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gegebenenfalls andere Fachleute zur Verfügung stellen. Dabei können sich
die IV-Stellen und im Streitfall die Sozialversicherungsgerichte auf die
Regionalen Ärztlichen Dienste (Art. 59 Abs. 2bis Satz 1 IVG), auf die
Berichte der behandelnden Ärztinnen und Ärzte oder auf externe
medizinische Sachverständige abstützen (Art. 59 Abs. 3 IVG). Die Aufgabe
des Arztes besteht darin, den Gesundheitszustand zu beurteilen und −
wenn nötig − seine Entwicklung im Laufe der Zeit zu beschreiben, d.h. mit
den Mitteln fachgerechter ärztlicher Untersuchung unter Berücksichtigung
der subjektiven Beschwerden Befunde zu erheben und gestützt darauf eine
Diagnose zu stellen. Hiermit erfüllt der Arzt seine genuine Aufgabe, wofür
die Verwaltung und im Streitfall das Gericht nicht kompetent sind.
2.3. Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweismittel zu
würdigen sind. Für das gesamte Verwaltungs- und
Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt der Grundsatz der freien
Beweiswürdigung. Danach haben Versicherungsträger und
Sozialversicherungsgerichte die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an
förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen.
Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Gericht alle
Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen
und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine
zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten.
Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen
Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial
zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht
auf die andere medizinische These abstellt (BGE 125 V 351 E.3a).
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen
Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt,
in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der
Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der
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medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des
Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E.5.1, 125 V 351 E.3a).
Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die
Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder
in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE
125 V 351 E.3a, 122 V 157 E.1c). Dennoch hat es die Rechtsprechung mit
dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar erachtet, in
Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten
Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (BGE 125 V 351 E.3b, 118
V 286 E.1b, 112 V 30 E.1a). Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens
eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten, welche aufgrund
eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in
die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu
schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Beweiswürdigung volle
Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die
Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 E.1.3.4,
125 V 351 E.3b/bb). In Bezug auf Berichte von Hausärzten darf und soll
der Richter auch der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass
Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche
Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten
aussagen (BGE 135 V 465 E.4.3.2, 4.4 und 4.5, 125 V 351 E.3a und 3b).
Sodann kommt auch Berichten/Gutachten versicherungsinterner Ärzte
Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar
begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre
Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in
einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht
schon auf mangelnde Objektivität oder Befangenheit schliessen. Es bedarf
vielmehr besonderer Umstände, die das Misstrauen in die Unparteilichkeit
der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf
die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im
Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des
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Gutachters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 351
E.3b, 122 V 157 E.1c). Bestehen auch bloss geringe Zweifel an der
Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen
Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE
135 V 465 E.4.3.2 und 4.4; Urteil des Bundesgerichtes 8C_245/2011 vom
25. August 2011 E.5.3).
3.1. In der angefochtenen Verfügung vom 19. Dezember 2017, mit welcher ein
Rentenanspruch des Beschwerdeführers verneint wurde, stellte die
Beschwerdegegnerin auf eine 100%ige Arbeitsfähigkeit des
Beschwerdeführers in einer adaptierten Tätigkeit ab. Sie stützte sich dabei
insbesondere auf das externe polydisziplinäre Gutachten des ABI Basel
vom 11. September 2017 – welches auf persönlichen Untersuchungen
(allgemeininternistisch, psychiatrisch, orthopädisch, gastroenterologisch
und pneumologisch) des Beschwerdeführers beruhte und sämtliche
Vorakten berücksichtigte (vgl. IV-act. 68 S. 2-11) – sowie auf den internen
RAD-Schlussbericht vom 27. Oktober 2017 von Dr. med. E._ (IV-act.
74 S. 11) ab. Der Beschwerdeführer bringt in seiner Beschwerde hingegen
einzig den MRI-Bericht vom 18. Dezember 2017 des Radiologen Dr. med.
G._ (vgl. beschwerdeführerische Akten [Bf-act.] 1) für seinen
Standpunkt vor, und er macht geltend, dass er aufgrund seiner
gesundheitlichen Probleme (Rückenleiden; für Atmung nur ein
Lungenflügel sowie Funktionseinschränkungen bezüglich
Bauchspeicheldrüse/Leber; vgl. Beschwerdeschrift) sicherlich gar nicht
mehr arbeitsfähig sei.
Für die Streitentscheidung über den Gesundheitszustand bzw. die
Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers ab dem 1. April 2016 bis zur
angefochtenen Verfügung vom 19. Dezember 2017 sind somit folgende
Beweismittel/materiell aussagekräftigen Arztdokumente von Bedeutung:
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3.1.1. Im polydisziplinären ABI-Gutachten vom 11. September 2017 wurde zur
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit aus allgemeininternistischer Sicht
festgehalten, dass der Status des Beschwerdeführers unauffällig sei. Es
habe keine Diagnose gestellt werden können, welche nicht bereits in den
weiteren Teilgutachten berücksichtigt worden wäre. Aus
allgemeininternistischer Sicht bestehe eine volle Arbeits- und
Leistungsfähigkeit (IV-act. 68 S. 13). Aus psychiatrischer Sicht wurden
keine Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit gestellt. In einer
angepassten Tätigkeit (wie Hausabwart) bestehe keine
Arbeitseinschränkung (IV-act. 68 S. 16). Aus psychiatrischer Sicht könnten
irreversible Gesundheitsstörungen aufgrund der früheren Alkoholsucht
verneint werden (IV-act. 68 S. 17). Aus orthopädischer Sicht wurden mit
Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit chronische Schulterschmerzen links, ein
chronisch zervikovertebrales Schmerzsyndrom (Schulter-Nacken-Kopf),
ein Status nach Diskektomie HWK 5/6 und Cage-Spondylodese
(Wirbelsäulenstabilisierung 2001) und klinisch moderate degenerative
Veränderungen Knie beidseits diagnostiziert (IV-act. 68 S. 22). Zur
Arbeitsfähigkeit aus orthopädischer Sicht wurde festgehalten, dass
körperlich leichte bis höchstens mittelschwere Aktivitäten, wo eine Hebe-
und Traglimite von 5 kg nur ausnahmsweise und von 10 kg nicht
überschritten werden und keine Zwangshaltungen des Kopfes oder der
unteren Extremitäten und keine Bewegungen des linken Armes oberhalb
der horizontalen oder hinter der Körperebene vorkämen, uneingeschränkt
möglich seien. Für entsprechend adaptierte berufliche Tätigkeiten bestehe
somit eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 100 % (IV-act. 68 S. 24).
Aus heutiger Sicht sei nicht erkennbar, dass die Arbeits- und
Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers von Seiten des
Bewegungsapparates in den letzten Jahren zumindest für Tätigkeiten
gemäss dem formulierten Belastungsprofil jemals während längerer Zeit
relevant eingeschränkt gewesen sei. Anhand eigener Befunde könne diese
Einschätzung seit dem Zeitpunkt der eigenen Untersuchungen (ABI 2002)
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definitiv bestätigt werden (IV-act. 68 S. 25). Aus gastroenterologischer
Sicht bestehe keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Die aktuelle
Beurteilung beziehe sich auf die Zeit seit September 2016. In den 12
Monaten zuvor sei der Beschwerdeführer mehrfach hospitalisiert und
behandelt worden und in dieser Zeit meist zwischen 50 % und 100 %
arbeitsunfähig gewesen (IV-act. 68 S. 27). Aus pneumologischer Sicht
wurden ein mässig differenziertes Adenokarzinom der Lunge im linken
Unterlappen sowie ein chronischer Nikotinabusus diagnostiziert. Als
therapeutische Konsequenz sei eine Lobektomie des linken
Lungenunterlappens erfolgt (IV-act. 68 S. 28). Anhaltspunkte für ein
Tumorrezidiv hätten sich radiologisch im Juli 2017 nicht finden lassen.
Aufgrund der Anamnese und lungenfunktionellen Befunde liege eine
Ateminvalidität der Klasse 1, d.h. ein Impairment von 10 %, vor. Für den
angestammten Beruf als Bauarbeiter bzw. schwere körperliche Arbeiten
bestehe eine Arbeitsunfähigkeit. Aus rein pneumologischer Sicht liege für
vorwiegend leichte körperliche Arbeiten hingegen keine Arbeitsunfähigkeit
vor (IV-act. 68 S. 29). Die Gesamtbeurteilung (Konklusion) dieses
Gutachtens wurde durch den interdisziplinären Konsens mit den
unterzeichnenden Fachärzten erarbeitet (IV-act. 68 S. 30).
Zusammengefasst wurde dabei festgehalten, dass beim Beschwerdeführer
keine zumutbare Arbeitsfähigkeit für die frühere Tätigkeit auf dem Bau
ebenso wie für andere körperlich regelmässig mittelschwer bis schwer
belastende berufliche Tätigkeiten bestehe. Für körperlich leichte bis
intermittierend mittelschwere, angepasste Tätigkeiten bestehe eine
Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 100 % (IV-act. 68 S. 32).
3.1.2. Mit RAD-Abschlussbeurteilung vom 27. Oktober 2017 hielt die RAD-Ärztin
Dr. med. E._ fest, dass es sich beim Beschwerdeführer um einen
heute 58-jährigen ungelernter Mann handle, der zuletzt als Hilfsarbeiter auf
dem Bau bis 2000 tätig und danach in einem Hilfsprogramm bis 2004
beschäftig gewesen sei. Die Abklärungen nach der ersten Anmeldung bei
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der IV-Stelle hätten wegen Beschwerden des Bewegungsapparats zur
Annahme einer 100 % Arbeitsunfähigkeit als Hilfsarbeiter auf dem Bau
sowie einer 80 % Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit geführt. Im
Rahmen der aktuellen Anmeldung hätten sich Hinweise auf eine schwere
Erkrankung der inneren Organe im Jahr 2016 ergeben. Deshalb sei erneut
ein interdisziplinäres Gutachten zur Überprüfung der Arbeitsfähigkeit in
Auftrag gegeben worden. Zum Zeitpunkt der Abklärung seien diese soweit
als möglich erfolgreich behandelt worden. Ein bösartiger Lugentumor gelte
nach operativer Entfernung als geheilt; eine chronische Entzündung der
Bauchspeicheldrüse im Kontext der aktenkundigen jahrzehntelangen
Alkoholkrankheit sei abgeklungen, diesbezüglich bestehe wegen einer
Abstinenz, die seit zwei Jahren strikte durchgehalten werde, eine relativ
gute Prognose; ebenso bezüglich Gallenkoliken nach Entfernung der
Gallenblase. Die Gutachter bestätigten, dass vom September 2015 bis
September 2016 vorübergehend eine 50%ige Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit auch in angepasster Tätigkeit bestanden habe – resp. eine
100%ige Arbeitsunfähigkeit in den Zeiten der stationären Behandlungen.
Als andauernde Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit hätten nach wie vor
degenerative Schäden der HWS, Verletzungsfolgen der linken Schulter
sowie in geringerem Ausmass degenerative Veränderungen beider Knie
bestanden. Die Gutachter hätten bestätigt, dass die angestammte Tätigkeit
weiterhin nicht mehr zuzumuten sei; in angepasster Tätigkeit sei eine volle
Arbeitsfähigkeit ab September 2016 bestätigt worden. Der
Gesundheitszustand seit den letzten Abklärungen sei verändert; zum
damaligen Zeitpunkt hätten noch Alkoholabhängigkeit (von den Gutachtern
damals als Diagnose mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit aufgeführt)
sowie eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ebenfalls als
Diagnose mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit) bestanden. Beide
Diagnosen würden jetzt nicht mehr bestehen. Der Anspruch auf Leistungen
müsse demnach auf dieser Basis überprüft werden (IV-act. 74 S. 11-12).
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3.1.3. Im vom Beschwerdeführer im vorliegenden Verfahren eingereichten
Bericht vom 18. Dezember 2017 über die MRI-Untersuchung der
Lendenwirbelsäule bei Indikation Schmerzsyndrom L5/S1 und der Frage
nach einer Diskushernie wurden unter anderem im Bereich L5/S1 eine
mässige Verschmälerung der Bandscheibe bei Osteochondrose und eine
breitbasige mediane Diskushernie mit Ausbreitung mediolateral beidseits,
eine kleine Synovialzyste am rechten Gelenk mit einer S1-Kompression im
Rezessus lateralis sowie ein leicht eingeengter Spinalkanal festgestellt. Im
Bereich L4/5 zeigte sich eine normal hohe Bandscheibe, keine Protrusion
oder Diskushernie, degenerativ veränderte Zwischenwirbelgelenke sowie
auf Höhe L1-4 mässige Spondylarthrosen, aber keine Einengungen in den
einzelnen Neuroforamina oder im Spinalkanal. Der Radiologe Dr. med.
G._ kam in seiner Beurteilung zum Schluss, dass im Vergleich mit der
Untersuchung von 2012 die damalige Protrusion grösser geworden sei und
jetzt einer Diskushernie entspreche. Zugleich habe die Spondylarthrose mit
Vergrösserung von Ligamenta flava beidseits zugenommen. Neu
aufgetreten sei zudem eine Synovialzyste medial am rechten Gelenk L5/S1
mit Wurzelkompression S1. Eine mässige Kompression der S1-Wurzel
links sei aufgrund der Hernie feststellbar. Auf der Höhe L1-5 sei sonst keine
Änderung im Vergleich mit der Voruntersuchung im 2012 ersichtlich. Es
bestehe aber eine mässige quere Einengung im Spinalkanal auf Höhe L4/5.
(IV-act. 76 S. 3 sowie Bf-act. 1).
3.2. In Würdigung der soeben zitierten medizinischen Akten ist das
streitberufene Gericht zur Überzeugung gelangt, dass die Beurteilungen
und Schlussfolgerungen im polydisziplinären ABI-Gutachten vom 11.
September 2017 (sowie die damit übereinstimmenden Ausführungen und
Erläuterungen im RAD-Schlussbericht vom 27. Oktober 2017) umfassend,
in sich widerspruchsfrei und einleuchtend ausgefallen sind. Hiernach steht
zweifelslos fest, dass der Beschwerdeführer in einer adaptierten Tätigkeit
(z.B. als Hauswart) zumindest seit September 2016 uneingeschränkt
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einsatz- und leistungsfähig ist und somit eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in
einer entsprechend angepassten Tätigkeit besteht. Dieser Nachweis wurde
anhand des ABI-Gutachtens (2017) bezüglich sämtlicher vom
Beschwerdeführer geklagten Beschwerden und Einschränkungen erbracht
und im Einzelnen auch plausibel und nachvollziehbar begründet. Im RAD-
Schlussbericht (2017) wurden diese Angaben sodann noch in den
Gesamtkontext der bisherigen Behandlungen gestellt und überzeugend
dargelegt, weshalb seit September 2016 in adaptierter Tätigkeit von einer
vollen Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers auszugehen sei. Die
dagegen vom Beschwerdeführer lediglich aufgrund des kurzgefassten
Berichts vom 18. Dezember 2017 über die MRI-Untersuchung der
Lendenwirbelsäule vorgebrachten Argumente – wonach die dort
festgestellte Diskushernie eine künftige Arbeitsfähigkeit bestimmt
ausschliesse und er daher rentenberichtigt sein müsse – vermögen die
ausführlichen, umfassenden und einleuchtenden Einschätzungen der
Experten des ABI wie auch der berufserfahrenen RAD-Ärztin denn auch
nicht zu erschüttern. Dies gilt hier umso mehr, als der Radiologe Dr. med.
G._ in seinem – zuhanden des Hausarztes des Beschwerdeführers –
erstellten MRI-Bericht mit keinem Wort zur verbliebenen Arbeits- und
Leistungsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit Stellung bezog und somit
insbesondere die fachärztliche Beurteilung aus orthopädischer Sicht im
ABI-Gutachten (IV-act. 68 S. 22-25) nicht in Zweifel zu ziehen vermag.
Unter Berücksichtigung des im orthopädischen ABI-Teilgutachten
formulierten Belastungsprofils sind körperlich leichte bis höchstens
mittelschwere Aktivitäten, wenn eine Hebe- und Traglimite von 5 kg nur
ausnahmsweise und von 10 kg nicht überschritten wird, keine
Zwangshaltungen des Kopfes oder der unteren Extremitäten und keine
Bewegungen des linken Arms oberhalb der Horizontalen oder hinter der
Körperebene vorkommen, uneingeschränkt möglich. Für entsprechend
berufliche Tätigkeiten besteht folglich eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit
von 100 % (IV-act. 68 S. 24). Eine adaptierte Tätigkeit, die auf diese
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Besonderheiten gebührend Rücksicht nimmt, kann somit noch ganztägig in
einem vollen Arbeitspensum bewältigt werden. Dem ist hier umso mehr
zuzustimmen, als im ABI-Gutachten alle geklagten Leiden des
Beschwerdeführers gemäss den den Gutachtern zur Verfügung
gestandenen medizinischen Unterlagen (vgl. IV-act. 68 Ziffer 2 S. 3 ff.) und
den eigenen Angaben des Beschwerdeführers gegenüber den Experten
berücksichtigt wurden. So berichtete der Beschwerdeführer im Rahmen der
orthopädischen Untersuchung, dass bereits seit einiger Zeit keine
spezifischen Behandlungen des Bewegungsapparates mehr stattfänden
und er in seinem Alltag regelmässig körperlich moderat belastenden
Aktivitäten nachgehe (u.a. Haushaltsführung, Gartenarbeiten,
Hauswarttätigkeit [vgl. IV-act. 68 S. 20]). An der attestierten 100%igen
Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in leidensangepasster Tätigkeit
gibt es daher nichts auszusetzen. Weitere medizinische Dokumente, die
das schlüssige ABI-Gutachten in Frage stellen könnten, liegen nicht vor
und werden vom Beschwerdeführer auch nicht eingereicht. Dem
polydisziplinären ABI-Gutachten kommt somit volle Beweiskraft zu (s.
vorne E.2.3) und die Beschwerdegegnerin hat zu Recht darauf abgestellt.
4.1. Zu prüfen bleibt damit die Bemessung des Invaliditätsgrads nach der
Methode des Einkommensvergleichs gemäss Art. 28a Abs. 1 IVG i.V.m.
Art. 16 ATSG. Danach sind das mutmassliche Validen- und
Invalideneinkommen miteinander zu vergleichen und aus der
betragsmässigen Differenz der rentenrelevante Invaliditätsgrad zu
ermitteln (vgl. UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf
2015, Art. 16 ATSG, N 10 ff., S. 228 ff.; HANS-ULRICH STAUFFER/BASILE
CARDINAUX [Hrsg.], in: ULRICH MEYER/MARCO REICHMUTH, Rechtsprechung
des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 3. Aufl.,
Zürich/Basel/Genf 2014, Art. 28a, N. 13 ff., S. 315 ff.; BGE 141 V 290 E.4,
131 V 51 E.5.1.2, 128 V 29 E.1).
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4.1.1. Für die Festlegung des mutmasslichen Valideneinkommens ist
entscheidend, was der Beschwerdeführer im Zeitpunkt des
frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunder verdient hätte. Dabei wird
in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und realen
Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, weil es
empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne
Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre (BGE 135 V 297 E.5.1). Die
Beschwerdegegnerin führte in der angefochtenen Verfügung vom 19.
Dezember 2017 aus, dass der Beschwerdeführer ohne gesundheitliche
Beschwerden heute auf dem Bau unter Berücksichtigung der
Einkommensentwicklung ein Jahreseinkommen von insgesamt Fr.
65'612.15 erzielen könnte (vgl. IV-act. 72 S. 1 und 73 S. 1). Laut
Eigenangaben des Beschwerdeführers in der ersten IV-Anmeldung vom
19. Juni 2001 vermochte er zuletzt (1997-2000) als gesunder Bauarbeiter
ein Monatseinkommen von Fr. 4'500.-- (IV-act. 1 S. 4) und demnach
umgerechnet auf ein Jahr (x 12) ein Jahreseinkommen von 54'000.-- zu
erzielen. In der längst rechtskräftigen Verfügung vom 18. Dezember 2006
(vgl. IV-act. 29 S. 2 samt Berechnungsblatt IV-act. 28 S. 5) ging die
Beschwerdegegnerin – teuerungsbereinigt – von einem
Valideneinkommen von Fr. 58'085.15 aus. Auf dieser Grundlage und unter
Berücksichtigung der Lohnentwicklung bis 2017 ermittelte die
Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung vom 19. Dezember
2017 nunmehr ein Valideneinkommen von Fr. 65'612.15 per 2017 (vgl. IV-
act. 72 S. 1), was korrekt und nicht zu beanstanden ist und zu Recht vom
Beschwerdeführer auch nicht in Frage gestellt wird.
4.1.2. Das Invalideneinkommen bezeichnet umgekehrt das trotz
Gesundheitsschadens zumutbarerweise noch erzielbare
Erwerbseinkommen, welches laut Art. 16 ATSG einzusetzen und dem
Valideneinkommen gegenüberzustellen ist. Auch beim
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Invalideneinkommen handelt es sich begrifflich um eine hypothetische
Tatsache, weil das tatsächlich erzielbare Erwerbseinkommen nur dann
massgebend ist, wenn es der zumutbaren und einwandfrei attestierten
Arbeitsfähigkeit bestmöglich verwertbaren Leistung entspricht (vgl.
MEYER/REICHMUTH, a.a.O., Art. 28a, N. 76 f. S. 336). Vorliegend ist für die
Ermittlung des Invalideneinkommens von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit
in adaptierter Tätigkeit auszugehen (vgl. vorne E.3.2). Hat die versicherte
Person nach Eintritt der gesundheitlichen Beeinträchtigung noch überhaupt
keine oder jedenfalls keine ihr zumutbare neue Erwerbstätigkeit
aufgenommen, so ist für die Ermittlung des Invalideneinkommens auf die
Tabellenlöhne der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) für die in
Frage kommenden Berufstätigkeiten abzustellen (MEYER/ REICHMUTH,
a.a.O., Art. 28a, N. 47 f. S. 326 und N. 55 sowie 56 S. 329; BGE 124 V 321
E.3d.aa). Die Berechnung des Invalideneinkommens in der angefochtenen
Verfügung basiert korrekterweise auf der im Zeitpunkt der angefochtenen
Verfügung aktuellen LSE 2014 (vgl. zur Anwendbarkeit der jeweils
aktuellsten veröffentlichten Tabellen u.a. Urteil des Bundesgerichts
9C_414/2017 vom 21. September 2017 E.4.2). Gemäss Tabelle (TA 1) der
LSE 2014 betrug der monatliche Bruttolohn (Medianwert) im
Kompetenzniveau 1 (für einfache Tätigkeiten körperlicher oder
handwerklicher Art) im privaten Sektor für Männer im Jahr 2014 Fr. 5'312.--
(IV-act. 72 S. 2). Auf der Basis einer üblichen durchschnittlichen Arbeitszeit
von 41.7 Wochenstunden und unter Berücksichtigung der Lohnentwicklung
in den Jahren 2015 von 0.3674 % und 2016/2017 von je 1 % (analog der
Indexierung des Valideneinkommens [vgl. IV-act. 72 S. 1]) ergibt sich somit
bei einer Leistungsfähigkeit von 100 % ein Invalideneinkommen per 2017
von total Fr. 68'037.85 (bestehend aus: Fr. 5'312.-- : 40 x 41.7 x 12 x
1.003674 x 1.01 x 1.01). Dieses Invalideneinkommen stimmt mit den
Zahlenangaben in der angefochtenen Verfügung vom 19. Dezember 2017
(vgl. IV-act. 73 S. 1 f.) überein, weshalb für das streitberufene Gericht auch
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keine Veranlassung für eine Korrektur des massgebenden
Invalideneinkommens besteht.
4.2. Werden das Valideneinkommen von Fr. 65'612.15 und das
Invalideneinkommen von Fr. 68'037.85 einander gegenübergestellt, ergibt
sich rechnerisch ein Invaliditätsgrad von 0 % (da keine Erwerbseinbusse),
was selbstredend nicht zum Bezug einer Invalidenrente nach Art. 28 Abs.
2 IVG (Mindest-IV-Grad 40 %) berechtigt.
4.3. Es bleibt darauf hinzuweisen, dass sich der Beschwerdeführer, sollte sich
sein Gesundheitszustand wesentlich verschlechtern, erneut bei der
Beschwerdegegnerin zum Leistungsbezug anmelden kann
(Neuanmeldung).
5.1. Die angefochtene Verfügung vom 19. Dezember 2017 ist somit rechtens,
was zu ihrer Bestätigung und zur Abweisung der dagegen erhobenen
Beschwerde vom 3. Januar 2018 führt.
5.2. Nach Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren – in Abweichung
von Art. 61 lit. a ATSG – bei Streitigkeiten um die Bewilligung,
Verweigerung oder Änderung von Leistungen der Invalidenversicherung
vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten
werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im
Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Aufgrund des Ausgangs
des Verfahrens rechtfertigt es sich hier, dem unterliegenden
Beschwerdeführer die Gerichtskosten von Fr. 700.-- zu überbinden (vgl.
dazu auch Kostenregelung gemäss Art. 73 Abs. 1 VRG).