Decision ID: 8dd1ec17-414a-46fe-92b2-b3fcd648c68f
Year: 2016
Language: de
Court: SG_VGN
Chamber: SG_VGN_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A.
Das Ehepaar A.Y. und B.Y., geb. 1937 und 1939, deklarierte in der Steuererklärung
2011 ein steuerbares Einkommen von Fr. 77‘793.-- und ein steuerbares Vermögen von
Fr. 10‘383‘588.--. Die Steuerveranlagungsbehörde setzte in der
Veranlagungsberechnung vom 10. Juli 2013 das steuerbare Einkommen auf Fr.
253‘300.-- und das steuerbare Vermögen auf Fr. 15‘730‘000.-- fest. Die Differenz zu
den deklarierten Werten ergab sich unter anderem deshalb, weil die
Veranlagungsbehörde Darlehensschulden des Ehepaars gegenüber den drei
gemeinsamen Kindern von insgesamt Fr. 6‘000‘000.-- sowie die daraus resultierenden
Schuldzinsen nicht zum Abzug zuliess. Im Einspracheentscheid vom 19. März 2014
bestätigte das kantonale Steueramt die nicht gegebene Abzugsfähigkeit der Darlehen
beim Vermögen und der Schuldzinsen beim Einkommen (act. G 7/6 1b). Den gegen
diesen Entscheid erhobenen Rekurs (act. G 7/1) wies die
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Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen mit Entscheid vom 16.
Dezember 2014 ab (act. G 2).
B.
a.
Mit Eingabe vom 2. Februar 2015 erhob Rechtsanwalt Dr. Hanspeter Geiser, St. Gallen,
für A.Y. und B.Y. gegen den Rekursentscheid Beschwerde mit den Anträgen, der
Entscheid sei aufzuheben und es sei festzustellen, dass die gegenüber den drei
Kindern bestehenden Darlehensschulden von je Fr. 2‘000‘000.-- vom steuerbaren
Vermögen abzuziehen seien; unter Kosten- und Entschädigungsfolge (act. G 1).
b.
In der Vernehmlassung vom 12. Februar 2015 beantragte die Vorinstanz Abweisung der

Beschwerde. Zur Begründung verwies sie auf die Erwägungen des angefochtenen
Entscheids (act. G 6). Der Beschwerdegegner beantragte in seiner Vernehmlassung
vom 9. März 2015 Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung verwies er auf die
Darlegungen des angefochtenen Entscheids und nahm ergänzend zur Beschwerde
Stellung (act. G 9).
c.
Auf die Darlegungen der Verfahrensbeteiligten in den Eingaben des vorliegenden
Verfahrens wird, soweit für den Entscheid relevant, in den nachstehenden Erwägungen
eingegangen.
Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1.
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Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 196 Abs. 1 des
Steuergesetzes, StG [sGS 811.1]; Art. 59 Abs. 1 des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege, VRP [sGS 951.1]). Die Beschwerdeführer sind zur
Beschwerde legitimiert, und die Beschwerdeeingabe vom 2. Februar 2015 entspricht
zeitlich, formal und inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen (Art. 196 Abs. 1 StG und
Art. 161 StG in Verbindung mit Art. 64 und Art. 48 Abs. 1 VRP). Auf die Beschwerde ist
grundsätzlich - mit nachstehendem Vorbehalt - einzutreten.
Die Beschwerdeführer beantragen die Feststellung, dass die gegenüber den Kindern
bestehenden Darlehensschulden vom steuerbaren Vermögen abzuziehen seien (act. G
1). Feststellungsansprüche gelten praxisgemäss als subsidiär. Sie bestehen dann nicht,
wenn die gesuchstellende Person in der betreffenden Angelegenheit ebenso gut ein
Gestaltungsurteil erwirken kann (BGE 137 II 199 E. 6.5 mit Hinweisen). Konkret ist nicht
ersichtlich, was sich die Beschwerdeführer vom separaten Feststellungsbegehren
erhoffen bzw. was nicht bereits das beantragte Gestaltungsurteil bewirken kann. Auf
das Begehren ist daher nicht einzutreten.
2.
2.1.
Nach Art. 45 Abs. 1 lit. a und Art. 62 StG können Schuldzinsen von den steuerbaren
Einkünften und Schulden vom steuerbaren Vermögen abgezogen werden. Gemäss Art.
9 Abs. 2 lit. a des Steuerharmonisierungsgesetzes (StHG; SR 642.14) gelten als
allgemeine Abzüge unter anderem die privaten Schuldzinsen im Umfang des nach Art.
7 StHG steuerbaren Vermögensertrages sowie weiterer 50'000 Franken. Dieser
Regelung entspricht auch Art. 33 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die direkte
Bundessteuer vom 14. Dezember 1990 (DBG; SR 642.11). Die kantonalrechtliche
Regelung der Abzugsfähigkeit von Schuldzinsen stimmt demnach mit dem
Steuerharmonisierungsgesetz überein und ist der direkten Bundessteuer angeglichen.
Dementsprechend rechtfertigt es sich, zur Beurteilung der Streitigkeit auch die Lehre
und die Rechtsprechung zum DBG zu konsultieren. Streitig ist im Beschwerdeverfahren
ausschliesslich die Frage, ob die von den Beschwerdeführern als Schulden
ausgewiesenen Darlehen ihrer Kinder steuerlich anzuerkennen sind oder ob eine
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Steuerumgehung vorliegt, welche eine Zurechnung der Darlehen zum Vermögen der
Beschwerdeführer rechtfertigt (zum Prüfungsgegenstand vgl. auch nachstehende E.
3.2). Gemäss Schenkungs- und Darlehensverträgen vom 20. November 2011 (act. G
7/2/3 bis 7/2/5) schenkten die Beschwerdeführer ihren drei Kindern je 3 Mio. Franken
(Ziff. 1). Die Fälligkeit der Beträge wurde auf den 15. Dezember 2011 festgelegt (Ziff. 2),
wobei die Abgeltung in der Weise vereinbart wurde, dass jedes beschenkte Kind den
Beschwerdeführern per 16. Dezember 2011 ein mit 1.5% p.a. zu verzinsendes
Darlehen von 2 Mio. Franken gewährte. Der Zins wurde erstmals per 31. Dezember
2012 fällig (Ziff. 3 und 4). Die Parteien vereinbarten eine feste Darlehenslaufzeit von 5
Jahren; eine Kündigungsmöglichkeit nach Ablauf der festen Laufzeit unter Einhaltung
einer sechsmonatigen Frist war nur für die Beschwerdeführer, nicht jedoch für die
beschenkten Darlehensgeber vorgesehen (Ziff. 5). Zwei der drei Verträge enthielten
Spezialbestimmungen dahingehend, dass zum einen eine monatliche
Studienunterstützung für ein Kind per Ende 2011 dahinfiel (act. G 7/2/3 Ziff. 6) und zum
anderen ein lombardgesichertes Hypothekendarlehen zur nächsten Fälligkeit vom
betreffenden Schenkungsempfänger und Darlehensgeber zu liquidieren war (act. G
7/2/5). Nach Lage der Akten erfolgte somit eine Überweisung per 15. Dezember 2011
an die drei Kinder von je 1 Mio. Franken.
2.2.
2.2.1.
Nach der Rechtsprechung liegt eine Steuerumgehung vor, wenn die von den
Beteiligten gewählte Rechtsgestaltung ungewöhnlich, sachwidrig oder absonderlich,
jedenfalls den wirtschaftlichen Gegebenheiten völlig unangemessen erscheint, wenn
anzunehmen ist, dass diese Wahl missbräuchlich lediglich deshalb getroffen worden
ist, um Steuern einzusparen, welche bei sachgemässer Ordnung der Verhältnisse
geschuldet wären, und wenn das gewählte Vorgehen tatsächlich zu einer erheblichen
Steuerersparnis führen würde, sofern es von den Steuerbehörden hingenommen würde
(BGE 131 II 627 E. 5.2 f.; Zigerlig/Oertli/Hofmann, Das st. gallische Steuerrecht, 7. Aufl.
2014, VIII. Rz. 4 f.; VerwGE B 2005/196 vom 21. März 2006 [www.gerichte.sg.ch und
SGE 2006 Nr. 5]; vgl. ferner auch SGE 2006 Nr. 18, GVP 1998 Nr. 35 und GVP 1996
Nr. 16 mit Hinweisen). In BGE 138 II 239 bestätigte das Bundesgericht die erwähnten
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Kriterien. Zwar sei mit der neueren Lehre festzustellen, dass Steuerumgehung nur in
ausserordentlichen Situationen in Frage komme, d.h. wenn trotz Heranziehung des
Normsinnes als Auslegungsschranke eine Besteuerung oder eine Steuerbefreiung nicht
möglich sei, das Gesetz also angewendet werden könne, das Ergebnis aber aufgrund
der konkreten Ausgestaltung des Sachverhalts in hohem Masse als stossend erscheine
bzw. einer Willkür gleichkäme. Werde das Vorliegen einer Steuerumgehung mit dieser
Gewichtung geprüft, so stellten die genannten Kriterien einen tauglichen Prüfraster für
die Abgrenzung von der steuerlich zu akzeptierenden Steuervermeidung dar. Was die
Beurteilung der gewählten Rechtsgestaltung, das sog. objektive Element, betreffe, sei
daher das Gewicht auf die völlige Unangemessenheit zu legen. Für die Annahme einer
Steuerumgehung müsse somit eine Sachverhaltsgestaltung vorliegen, die - wenn man
von den steuerlichen Aspekten absehe - jenseits des wirtschaftlich Vernünftigen liege.
Das sog. subjektive Element spiele insofern eine entscheidende Rolle, als die Annahme
einer Steuerumgehung ausgeschlossen bleibe, wenn andere als blosse
Steuerersparnisgründe bei der Rechtsgestaltung eine relevante Rolle spielen würden.
Was schliesslich das sog. effektive Element anbelange, sei zu beachten, dass der
Steuerpflichtige grundsätzlich frei sei, wie er seine Rechtsverhältnisse gestalten wolle,
und dass bei rechtsmissbräuchlicher Gestaltung dann eingegriffen werden solle, wenn
diese andernfalls tatsächlich Wirkung entfalten würde. Ob die Voraussetzungen für die
Annahme einer Steuerumgehung erfüllt seien, sei aufgrund der konkreten Umstände
des Einzelfalls zu prüfen. Werde eine Steuerumgehung bejaht, sei der Besteuerung die
Rechtsgestaltung zugrunde zu legen, die sachgemäss gewesen wäre, um den
erstrebten wirtschaftlichen Zweck zu erreichen (BGE 138 II 239 E. 4.1 m.H.).
2.2.2.
Im Urteil B 2005/196, a.a.O., wertete das Verwaltungsgericht als Hinweis für eine
ungewöhnliche, den wirtschaftlichen Gegebenheiten unangemessene Ausgestaltung
die Tatsache, dass die von den Eltern geltend gemachten Schenkungen zwischen 1983
und 1994 in den Wertschriftenverzeichnissen nicht deklariert worden waren, die
Verfügungsmöglichkeit der Kinder über die gewährten Darlehen nicht nachgewiesen
wurde und die an die Kinder ausgerichteten Schuldzinsen über den üblichen
Marktzinsen lagen sowie die Tatsache, dass aufgrund der Vermögenssituation der
Eltern eine Auszahlung der aufgezinsten Schenkungen nicht ohne weiteres möglich
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gewesen wäre. Aufgrund der gewählten zivilrechtlichen Gestaltung hatten die Eltern
nach Auffassung des Verwaltungsgerichts die Möglichkeit, einen Teil ihrer Einkünfte auf
die Kinder zu übertragen und diese Zuwendungen von den Steuern abzuziehen,
konnten aber dennoch über die entsprechenden Mittel verfügen. Zudem ging das
Verwaltungsgericht davon aus, dass durch dieses Vorgehen die Steuerprogression
gebrochen und damit eine Steuerersparnis realisiert werden konnte. Daraus folgerte es,
dass die Eltern den wesentlichen wirtschaftlichen Nutzen, den ihnen der vermiedene
steuerbare Tatbestand gebracht hätte, trotz dessen Vermeidung erreichen konnten und
damit die Voraussetzungen für eine Steuerumgehung erfüllt waren (Urteil B 2005/196,
a.a.O. [SGE 2006 Nr. 5]).
2.3.
Die Vorinstanz führte im angefochtenen Entscheid unter anderem aus, die
Ungewöhnlichkeit des von den Beschwerdeführern getätigten Geschäfts sei vor allem
darin zu erblicken, dass die geschenkten Geldbeträge sogleich wieder als Darlehen zur
Verfügung gestellt worden seien. Eine effektive Vermögensverschiebung habe nicht
stattgefunden. Der Umstand, dass die Beschwerdeführer verzinsbare Darlehen
aufgenommen hätten, obwohl sie ohne die Schenkung über dieses Vermögen hätten
verfügen können, spreche für die Ungewöhnlichkeit des Geschäfts. Es liege eine
ungewöhnliche Rechtsgestaltung vor. Es möge durchaus sein, dass beim Abschluss
der Verträge für die Beschwerdeführer die Erbschafts- und Schenkungssteuerinitiative
im Vordergrund gestanden habe. Vorliegend seien die Schenkungs- und
Darlehensverträge jedoch nur im Hinblick auf die Einkommens- und Vermögenssteuer
zu bewerten. Wie diese bei einer Annahme der Initiative bezüglich Erbschafts- und
Schenkungssteuer qualifiziert würden, sei offen und nicht Gegenstand des
vorliegenden Verfahrens. Die von den Beschwerdeführern gewählte zivilrechtliche
Gestaltung habe zur Folge, dass ihnen die Verfügungsgewalt über das verschenkte
Vermögen grösstenteils erhalten bleibe und sie diese Zuwendungen gleichzeitig vom
steuerbaren Vermögen in Abzug bringen könnten. Damit könnten sie einen
wirtschaftlichen Nutzen aus einem Vermögen ziehen, dass sie eigentlich versteuern
müssten, welches aber durch die ungewöhnliche Konstruktion nicht von der
Vermögenssteuer erfasst werde. Fest stehe auch, dass eine Steuerersparnis einträte,
würde das zivilrechtlich gewählte Vorgehen steuerlich anerkannt. Die
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Beschwerdeführer könnten ein tieferes Vermögen versteuern, wenn die den Kindern
zugewendeten Vermögenswerte nicht ihrem eigenen Vermögen zugerechnet würden
(act. G 2/1 S. 7 f.).
2.4.
Die Beschwerdeführer wenden unter anderem ein, die Erwägungen im vorinstanzlichen
Entscheid seien oberflächlich, würden auf ihre Hauptargumente nicht eingehen und
den Eindruck erwecken, dass die Vorinstanz voreingenommen gewesen sei und sich
die Sache möglichst leicht gemacht habe. Sie habe bundesgerichtliche Feststellungen
wörtlich übernommen, ohne dies offenzulegen. Damit habe sie gegen die
Begründungspflicht verstossen. Ihre Feststellungen seien sodann teilweise nicht nur
widersprüchlich, sondern geradezu unverständlich. Die vorinstanzliche Begründung für
das Vorliegen einer ungewöhnlichen Rechtsgestaltung könne in keiner Weise tragen.
Die Beschwerdeführer hätten die Schenkungen an ihre Kinder im Hinblick auf die
mögliche Einführung einer Bundesnachlasssteuer gemacht. Die Unterstellung des
Motivs der Steuerersparnis im Bereich der Vermögenssteuer sei unhaltbar. Wenn die
Vorinstanz (in act. G 2 S. 7 E. 6b) anführe, die Absicht der Beschwerdeführer zur
Steuerersparnis komme darin zum Ausdruck, dass sie Rekurs (gegen den
Einspracheentscheid) erhoben hätten, so müsse sie sich fragen lassen, wofür es denn
noch Rechtsmittelinstanzen brauche. Die tatsächlichen Motive der Beschwerdeführer
seien im vorinstanzlichen Entscheid übergangen worden. Das Urteil 2C_393/2008 vom
19. November 2008 tauge als Präjudiz für den Entscheid in vorliegender
Beschwerdesache in keinem Fall. Der Fall der Beschwerdeführer unterscheide sich von
den Sachverhalten, welche bisher von den Gerichten beurteilt worden seien. Weder
seien nicht abzugsfähige Unterhaltszahlungen in abzugsfähige Schuldzinsen
umgewandelt worden, noch seien irgendwelche Freibeträge bei der Vermögenssteuer
ausgenützt worden. Die Schenkung von 1 Mio. Franken, welche von den Kindern den
Eltern nicht als Darlehen zur Verfügung gestellt worden sei, liege weit ausserhalb der
Relevanz von irgendwelchen Freibeträgen der Kinder im Bereich der Vermögenssteuer.
Einziges Motiv für die am 20. November 2011 erfolgten Schenkungen von je 3 Mio.
Franken sei gewesen, die Schenkungen noch vor der in der Initiative über eine
Bundesnachlasssteuer vorgesehenen Rückwirkungsfrist für die Erfassung von
Schenkungen (31. Dezember 2011) zu vollziehen. Bei den von jedem Kind als Darlehen
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gewährten 2 Mio. Franken sei es einzig darum gegangen, den Kindern eine
marktmässige Verzinsung zukommen zu lassen und sie damit von den mit den
Wertschriften verbundenen Risiken abzuschirmen. Zudem hätten sich die
Beschwerdeführer vorbehalten wollen, ob sie den Kindern die Liquidität (aus dem
Verkauf der Wertschriften) bereits vor Ablauf von fünf Jahren zur Verfügung stellen
wollten oder nicht. Dabei handle es nicht um eine ungewöhnliche Rechtsgestaltung.
Die wirtschaftliche und zivilrechtliche Betrachtungsweise seien vorliegend
deckungsgleich. Unabhängig davon, dass die Kinder die Mittel für die
Darlehensgewährung durch eine Schenkung der Eltern erhalten hätten, liege auch
wirtschaftlich eine Darlehensgewährung von den Kindern an die Eltern vor. Der in der
Schweiz ansässige Sohn habe das Darlehen als Guthaben gegenüber seinen Eltern
steuerlich deklariert. Die Tatsache, dass die USA keine Vermögenssteuer kennen
würden und deshalb von den beiden anderen Kindern nur die Zinseinkünfte steuerlich
deklariert werden müssten, sei für den vorliegenden Fall unerheblich (act. G 1).
3.
3.1.
Die Beschwerdeführer rügen in formeller Hinsicht, die Vorinstanz habe gegen die
Begründungspflicht verstossen, indem sie im angefochtenen Entscheid (act. G 2 S.
4-6) die Erwägung 4.1 von BGE 138 II 239 wörtlich übernommen habe, ohne dies
offenzulegen. Dies zeige, dass die Vorinstanz voreingenommen gewesen sei und sich
mit den wesentlichen Argumenten gar nicht auseinandergesetzt habe. Mit diesem
verdeckten Vorgehen habe die Vorinstanz krass gegen ihre Verpflichtung als
unabhängige Rechtsschutzbehörde, insbesondere ihre Begründungspflicht,
verstossen. Dem Antrag auf Aufhebung des angefochtenen Entscheids sei bereits aus
diesem Grund stattzugeben (act. G 1 S. 3-5). - Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung
(SR 101, BV) gewährt den Parteien Anspruch auf rechtliches Gehör. Aus diesem
Anspruch leitet das Bundesgericht in ständiger Rechtsprechung die Pflicht der
Behörden ab, ihre Verfügungen und Entscheide zu begründen (vgl. statt vieler BGE 133
III 439 E. 3.3; BGE 133 I 270 E. 3.1; BGE 129 I 236 E. 3.2; BGE 126 I 102 E. 2b; G.
Steinmann, in: St. Galler Kommentar, 3. Aufl. 2014, Rz. 49 zu Art. 29 BV). Die
Begründung muss so abgefasst sein, dass der Betroffene den Entscheid
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gegebenenfalls sachgerecht anfechten kann (BGE 133 III 439 E. 3.3; BGE 129 I 232 E.
3.2). Dies ist nur möglich, wenn sowohl der Betroffene als auch die Rechtsmittelinstanz
sich über die Tragweite des Entscheids ein Bild machen können; in diesem Sinne
müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die
Behörde leiten liess und auf welche sich ihr Entscheid stützt. Allerdings bedeutet dies
nicht, dass sich die Behörde ausdrücklich mit jeder tatbeständlichen Behauptung und
jedem rechtlichen Einwand auseinandersetzen muss; vielmehr kann sie sich auf die für
den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken (BGE 133 I 270 E. 3.1). - Die
Vorinstanz begründete den angefochtenen Entscheid im Wesentlichen mit dem
Hinweis auf die einschlägigen rechtlichen Grundlagen und den massgebenden
Sachverhalt. Sie zeigte die Überlegungen, von denen sie sich leiten liess, in
zureichender Weise auf und setzte sich mit den wesentlichen Gesichtspunkten
auseinander. Zutreffend ist, dass sie auf S. 5 und 6 ihres Entscheids Erwägungen aus
BGE 138 II 239 E. 4.1 wörtlich übernahm, ohne dies an der betreffenden Stelle explizit
zu deklarieren. Auf S. 5 des vorinstanzlichen Entscheids findet sich zwar der Hinweis
„bestätigt in BGE 138 II 239 E. 4.1“; danach folgen jedoch weitere Textübernahmen
aus dem erwähnten Urteil. Dass eine Quellenangabe trotz wörtlicher Übernahme der im
Bundesgerichtsurteil zitierten Literaturstellen und Gerichtsurteile nach den Erwägungen
auf S. 5 unten und S. 6 oben des vorinstanzlichen Entscheids fehlt, erscheint zwar
formal nicht ganz korrekt, indem dem Leser unter Umständen der Eindruck vermittelt
wird, der Autor des Entscheids habe die von ihm angeführten Quellen selbst
zusammengestellt. Ein eigentlicher Begründungsmangel im oben erwähnten Sinn lässt
sich jedoch daraus nicht ableiten.
3.2.
Vorliegend ist unbestritten, dass sich die Beschwerdeführer für die von ihnen
ausgewiesenen Schulden bei ihren Kindern im Jahr 2011 vertraglich verpflichteten.
Anhaltspunkte dafür, dass die gewählten Rechtsbeziehungen lediglich simuliert und
nicht tatsächlich gewollt sind (vgl. dazu Richner/Frei/Kaufmann/Meuter,
Handkommentar zum DBG, 2. Aufl. 2009, Rz. 42 VB zu Art. 109-121 DBG), liegen nicht
vor. Der Zins wurde erstmals per 31. Dezember 2012 fällig (act. G 7/2/3 bis 7/2/5 Ziff.
4). In dem hier einzig streitigen Jahr 2011 wurden Zinsen weder fällig noch wurden
(nicht fällige) Zinsen tatsächlich bezahlt (vgl. act. G 1 S. 6 Mitte). Dies blieb auch von
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Seiten der Beschwerdeführer unbestritten (vgl. act. G 1 S. 12). Der im angefochtenen
Entscheid und von den Beschwerdeführern selbst diskutierte Umstand, ob Zinsen zum
Kapital geschlagen oder tatsächlich bezahlt wurden (act. G 2 S. G 1 S. 6), muss daher,
soweit es nur um die Zahlungsmodalität bzw. den Zahlungsvollzug der Zinsen geht, in
diesem Verfahren ausser Betracht bleiben. Hingegen ist die Tatsache als solche, dass
eine Verzinslichkeit der Darlehen vertraglich vereinbart wurde, als ein für den Entscheid
wesentlicher Aspekt in die nachstehende Würdigung einzubeziehen. Zu prüfen ist
dabei, ob der von den Beschwerdeführern geltend gemachte Abzug der Darlehen vom
steuerbaren Vermögen eine Steuerumgehung darstellt und deshalb gestützt auf Art. 2
Abs. 2 ZGB auch gegen den Wortlaut von Art. 62 StG einer Besteuerung unterliegt.
Aufgrund der von den Beschwerdeführern gewählten Kombination von Schenkungen
und Darlehen (vorstehende E. 2.1) besteht für sie die Möglichkeit, kontinuierlich einen
Teil ihrer Einkünfte bzw. liquid gewordenen Geldanlagen den Kindern zu übertragen
und die Zinsen des verbleibenden Darlehens (ab 2012) vom steuerbaren Einkommen
abzuziehen. Gleichzeitig verfügen sie faktisch aufgrund der teilweisen Hingabe der
Schenkungen als Darlehen über die entsprechenden flüssigen Mittel. Damit können die
Beschwerdeführer den wirtschaftlichen Nutzen, den ihnen die verschenkten Beträge
bringen würden, trotz der Schenkungen teilweise nach wie vor realisieren. Der
Gesetzgeber hat auf eine Besteuerung der privaten Schulden und die darauf
entrichteten Schuldzinsen verzichtet, weil er davon ausging, dass diese zu einer
Schmälerung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des Steuerpflichtigen führen
(Zigerlig/Oertli/Hofmann, a.a.O., II. Rz. 732). Es entspricht dagegen nicht der Absicht
des Gesetzgebers, dass Steuerpflichtige ihren Kindern - über die zulässigen
Sozialabzüge hinaus - vom Einkommen abzugsfähige Beträge zukommen lassen und
die an die Nachkommen ausgerichteten Schenkungen vom Vermögen abziehen
können, ohne dass zugleich auf die Verfügungsmöglichkeit über das entsprechende
Vermögen verzichtet wird. Ein Indiz dafür, dass das von den Beschwerdeführern
gewählte Vorgehen eine Ausnützung einer beabsichtigten Steuerersparnis darstellt,
bildet die Ungewöhnlichkeit der vorliegenden zivilrechtlichen Konstruktion. Zwar ist es
nicht ungewöhnlich, wenn Eltern ihren Kindern Erbvorbezüge als Schenkungen
ausrichten. Auch das Aufnehmen eines von den Kindern gewährten Darlehens durch
die Eltern kann weder als sachwidrig noch als absonderlich bezeichnet worden. Als
ungewöhnlich muss jedoch gelten, wenn die Eltern ihren Kindern einerseits
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Schenkungen ausrichten, andererseits zum gleichen Zeitpunkt bei diesen wiederum
verzinsliche Darlehen in einem Teilbetrag der Schenkung aufnehmen (vgl. SGE 2006
Nr. 5; VerwGE B 2008/17 vom 3. April 2008, E. 3.4.1 zweiter Absatz [nicht publiziert]).
Insoweit ist die Voraussetzung der ungewöhnlichen Rechtsgestaltung in Bezug auf die
Darlehen, die im Anschluss an die unentgeltliche Zuwendung der Beschwerdeführer an
ihre Kinder aufgenommen wurden, als erfüllt anzusehen.
Im Übrigen ist festzuhalten, dass die Kinder den am 15. Dezember 2011 eingeräumten
Rechtsanspruch betreffend die Verfügung über 3 Mio. Franken im Betrag von 2 Mio.
Franken lediglich einen Tag innehatten, zumal sie am 16. Dezember 2011 den Eltern in
dieser Höhe ein Darlehen gewährten, welches sie selbst nach Ablauf der festen
Vertragslaufzeit nicht kündigen konnten (vgl. im Einzelnen vorstehende E. 2.1). Bei
diesem Sachverhalt erscheint bereits der Schenkungswille mit Bezug auf die 2 Mio.
Franken in Frage gestellt.
3.3.
3.3.1.
Eine Besteuerung der zum Abzug gebrachten Schulden und Schuldzinsen ist wie
dargelegt nur dann gerechtfertigt, wenn sich das ungewöhnliche Vorgehen der
Beschwerdeführer auch als missbräuchlich erweist bzw. wenn nicht auch andere als
blosse Steuerersparnisgründe bei der Rechtsgestaltung eine relevante Rolle spielen
(vgl. vorstehende E. 2.2.1). Grundsätzlich tragen die Veranlagungsbehörden die
Beweislast für das Vorliegen sämtlicher objektiver und subjektiver Voraussetzungen der
Steuerumgehung. An den Nachweis der Umgehungsabsicht sind allerdings keine allzu
strengen Anforderungen zu stellen. Er ist erbracht, wenn für die von der
steuerpflichtigen Person getroffene ungewöhnliche bzw. sachwidrige Rechtswahl kein
anderes Motiv als dasjenige der Steuerersparnis erkennbar ist (Richner/Frei/Kaufmann/
Meuter, a.a.O., Rz. 48 VB zu Art. 109-121 DBG). - Die Vorinstanz führte unter anderem
aus, dass eine effektive Vermögensverschiebung zwischen den Beschwerdeführern
und ihren Kindern nicht stattgefunden habe. Bei den Darlehen handle es sich
dementsprechend nicht um Einkünfte der Kinder, sondern um Schenkungen der Eltern
(act. G 2 S. 7 Mitte). Wenn die Beschwerdeführer den letzten Satz als unverständlich
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bezeichnen (act. G 1 S. 5), so ist festzuhalten, dass dessen Formulierung insofern nicht
zutrifft, als es sich bei den Darlehen zum vornherein nicht um Einkünfte der Kinder
handeln kann. Der Sinn des Satzes ergibt sich jedoch aus dem Kontext: Die von den
Beschwerdeführern gewählte Vorgehensweise führt zu einer Kombination von zwei
gegenläufigen Geschäften. Zum einen richteten die Beschwerdeführer an ihre Kinder
Schenkungen aus und verzichteten damit teilweise auf ihr Vermögen. Gleichzeitig
nahmen sie bei den Beschenkten in einem Teilbetrag (2/3) der ausgerichteten
Zuwendungen Darlehen auf und sicherten sich dadurch in diesem Umfang weiterhin
die Verfügungsbefugnis über die verschenkten Beträge. Von den Beschwerdeführern
wird vorgebracht, dass dieses Vorgehen im Hinblick auf die Erbschafts- und
Schenkungssteuerinitiative und deren rückwirkend auf den 1. Januar 2012
vorgesehene Inkraftsetzung gewählt worden sei. Die Vorinstanz habe dieses Argument
ohne jegliche Begründung übergangen (act. G 1 S. 8 f.).
3.3.2.
Grundsätzlich ist jedermann frei, sich wirtschaftlich so zu betätigen, dass eine
möglichst geringe Steuerlast anfällt. Das Steuerrecht erlaubt es der steuerpflichtigen
Person, durch Planung die Höhe der Steuerbelastung zu beeinflussen (vgl. Richner/
Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., Rz. 37 VB zu Art. 109-121 mit Hinweisen). Wird jedoch
bei der Steuerplanung ein allzu ausgefallener Sachverhalt konstruiert, der - wenn auf
die zivilrechtlich gewählten Formen abgestellt wird - an sich die Voraussetzungen der
Steuerbarkeit durch Ausnützung einer unbeabsichtigten Unvollständigkeit der
Rechtsordnung nicht erfüllt, wirtschaftlich indessen mit dem steuerbaren gleich ist, so
gilt die Reizschwelle zur unzulässigen Steuerersparnis als überschritten. Ob ein solcher
Missbrauch vorliegt, ist stets aufgrund der konkreten Umstände zu prüfen (Richner/
Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., Rz. 38 VB zu Art. 109-121 DBG mit Hinweisen).
Vorliegend stellt die Planung des Nachlasses durch die Beschwerdeführer als solche
keine missbräuchliche Steuerumgehung dar. Für die gewählte Kombination von
Schenkungen an die Kinder mit anschliessender Darlehensgewährung an die Eltern in
einem erheblichen Teilbetrag der Schenkungen sind jedoch andere als blosse
Steuerersparnisgründe - ob nun bezogen auf die Einkommens- und Vermögenssteuern
oder auf im Zeitpunkt der Rechtsgestaltung (November 2011) in Aussicht gestandene
(künftige) Nachlasssteuern - konkret nicht ersichtlich. Mit anderen Worten liegen auch
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dem Wunsch der Vermeidung von drohenden Nachlasssteuern rein steuerliche
Überlegungen zugrunde. Unter diesen Umständen ist davon auszugehen, dass die
Nachlassplanung lediglich in der Absicht erfolgte, Steuern einzusparen. Die von den
Beschwerdeführern implizit angeführte zeitliche Perspektive der Vermögensanlage
(Liquidation von Wertschriften zu einem von ihnen gewählten, günstigen Zeitpunkt
innerhalb der festen Laufzeit des Darlehens) vermag für sich allein nicht zureichend zu
erklären, dass sie bei ihren Kindern verzinsbare Darlehen aufgenommen haben, obwohl
sie vor der Schenkung zinsfrei über das Vermögen hätten verfügen können. Sie erklärt
insbesondere nicht, wieso den Kindern nicht direkt - durch Übertragung von
Wertschriften - Zuwendungen gemacht werden konnten. Für das Vorgehen findet sich
auch dann keine ausserhalb von steuerlichen Überlegungen liegende Erklärung, wenn
davon ausgegangen wird, dass die Beschwerdeführer ihre Kinder so weit wie möglich
finanziell unterstützen bzw. ihnen Erbvorbezüge zukommen lassen wollten. Sie hätten
dies zum einen direkt durch finanzielle - allerdings steuerlich nicht absetzbare -
Zuwendungen erreichen können. Die Kombination von Schenkung und Darlehen
jedoch ermöglicht den Beschwerdeführern, den Kindern abzugsfähige Beträge
zukommen zu lassen, obwohl die Voraussetzungen für einen Sozialabzug nicht erfüllt
waren.
3.4.
Die Beschwerdeführer bringen vor, dem Antrag auf Anerkennung der Darlehensschuld
der Beschwerdeführer gegenüber den zwei in den USA lebenden Kindern sei auch
stattzugeben, um einen künftigen Verstoss gegen Art. 10 des
Doppelbesteuerungsabkommens (DBA) Schweiz-USA (SR 0.672.933.61) zu verhindern.
Nach dieser Bestimmung seien Zinsen, welche eine in den USA ansässige Person
erhalte, nur in den USA steuerpflichtig. Die beiden Kinder hätten die ihnen ab 2012
ausgerichteten Zinsen in den USA deklariert und versteuert. Wenn nun in der Schweiz
diese Zinsen nicht zum Abzug zugelassen würden, könnte nicht damit gerechnet
werden, dass die US-Steuerbehörde diese Qualifikation übernehme. Durch die
Besteuerung der Darlehenszinsen in der Schweiz (bei den Beschwerdeführern) würde
sich ein Verstoss gegen Art. 10 des DBA Schweiz-USA ergeben. Im Weiteren habe der
in der Schweiz ansässige Sohn sein Darlehensguthaben und die dafür erhaltenen
Zinsen im Kanton Zürich deklariert und versteuert. Wenn nun im Steuerjahr 2011 bei
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den Beschwerdeführern das Darlehen und in den Folgejahren auch die Zinszahlungen
steuerlich aufgerechnet würden, führte dies zumindest zu einer wirtschaftlichen
(interkantonalen) Doppelbesteuerung (act. G 1 S. 14 f.).
Dazu ist zum einen festzuhalten, dass die Abzugsfähigkeit der Darlehenszinsen vom
steuerbaren Einkommen wie ausgeführt (vorstehende E. 3.2) nicht Gegenstand dieses
Verfahrens bildet. Auch auf die Einschätzung der Beschwerdeführer betreffend die
mutmassliche Nichtübernahme der schweizerischen Qualifikation durch die US-
Steuerbehörde kann, da nicht Verfahrensgegenstand, nicht weiter eingegangen
werden. Immerhin ist festzuhalten, dass rechtskräftige Entscheide, die in Verletzung
von DBA der Schweiz mit anderen Staaten ergangen sind, der Revision zugänglich sind
(Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., Rz. 32 zu Art. 147 DBA). Sodann würde auch
eine allfällige interkantonale Doppelbesteuerung einen Grund für eine Revision der
Steuerveranlagung des im Kanton Zürich ansässigen Sohnes darstellen (vgl. Richner/
Frei/Kaufmann/Meuter, Kommentar zum Zürcher Steuergesetz, 3. Aufl. 2013, Rz. 10 ff.
zu § 155; Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., Rz. 11 zu Art. 147 DBG; Zigerlig/
Oertli/Hofmann, a.a.O., VII. Rz. 116 und 119).
3.5.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass für die von den Beschwerdeführern gewählte
ungewöhnliche Kombination von gegenläufigen Geschäften kein sachlicher Grund -
ausser der möglichen Steuerersparnis - ersichtlich ist. Hieran vermag der Umstand
nichts zu ändern, dass lediglich ein Teil der Schenkungen in Darlehen umgewandelt
worden war. Das Vorgehen erweist sich deshalb als missbräuchlich im erwähnten Sinn,
so dass sich die von der Vorinstanz bestätigte Besteuerung der von den
Beschwerdeführern geltend gemachten Vermögens-Abzüge als gerechtfertigt erweist.
4.
Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf
einzutreten ist. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten von
den Beschwerdeführern zu tragen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr von
Fr. 2'000.-- erscheint angemessen (vgl. Art. 7 Ziff. 222 der Gerichtskostenverordnung,
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sGS 941.12); sie wird mit dem von den Beschwerdeführern geleisteten
Kostenvorschuss verrechnet.
Eine ausseramtliche Entschädigung ist nicht zuzusprechen. Die Beschwerdeführer sind
unterlegen und der Beschwerdegegner hat keinen Anspruch auf Kostenersatz (Art.
98bis VRP; Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen -
dargestellt an den Verfahren vor dem Verwaltungsgericht, 2. Aufl. 2003, Ziff. 825ff.);
letzter stellte auch keinen entsprechenden Antrag.