Decision ID: 35e41267-d78c-5527-8f65-df3a427aa209
Year: 2010
Language: de
Court: SG_VWEK
Chamber: SG_VWEK_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt:
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A.- X R (geb. 19. Juli 1947) ist als Bauingenieur selbständig, Y R als Primarlehrerin
unselbständig erwerbstätig. Sie wohnen im eigenen Einfamilienhaus in W. Für 2007
leistete X R Beiträge an die ASGA Pensionskasse von Fr. 82'756.30, davon
Fr. 12'130.80 als ordentliche oder Erhöhungsbeiträge und Fr. 70'625.50 als
Einkaufsbeiträge.
B.- Für 2007 deklarierten X und Y R ein steuerbares Einkommen von Fr. 91'525.--. Für
die berufliche Vorsorge verbuchte X R in der Erfolgsrechnung 2007 einen Aufwand von
Fr. 4'072.40. Sodann reduzierte er den im Geschäftsabschluss per 31. Dezember 2007
ausgewiesenen Unternehmensgewinn von Fr. 87'996.65 um Fr. 35'312.-- (50% der
Einkaufsbeiträge von Fr. 70'625.50) und ging dementsprechend von Einkünften aus der
selbständigen Erwerbstätigkeit von Fr. 52'684.-- aus. Bei den allgemeinen Abzügen
machte er zudem Beiträge an die berufliche Vorsorge von Fr. 41'378.-- (je 50% von
Fr. 70'625.50 und von Fr. 12'130.80) geltend. Damit ergaben sich insgesamt Abzüge
für die berufliche Vorsorge von Fr. 80'762.40. Die Veranlagungsbehörde erhöhte
einerseits die Einkünfte aus der selbständigen Tätigkeit um Fr. 35'312.-- und
berücksichtigte anderseits bei den Vorsorgebeiträgen einen Abzug von Fr. 29'248.--
nicht (Fr. 41'378.-- abzüglich ordentliche oder Erhöhungsbeiträge von Fr. 12'130.--).
Damit rechnete sie insgesamt Beiträge an die berufliche Vorsorge von Fr. 64'560.-- auf
und liess Fr. 16'202.40 zum Abzug zu (Fr. 4'072.40 gemäss Buchhaltung und
Fr. 12'130.-- ordentliche oder Erhöhungsbeiträge). Für die direkte Bundessteuer 2007
wurden X und Y R mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 150'000.-- veranlagt. Die
gegen diese Veranlagung erhobene Einsprache wies das kantonale Steueramt am
29. September 2009 ab.
C.- Gegen diesen Einsprache-Entscheid erhoben X und Y R durch ihre Vertreterin mit
Eingabe vom 29. Oktober 2009 Beschwerde bei der Verwaltungsrekurskommission mit
dem Antrag, unter Kosten- und Entschädigungsfolge sei der Einkaufsbeitrag von
Fr. 64'560.-- in die Pensionskasse zum Abzug zuzulassen.
Die Vorinstanz beantragte mit Vernehmlassung vom 16. Dezember 2009 die Abweisung
der Beschwerde unter Kostenfolge. Die Eidgenössische Steuerverwaltung verzichtete
stillschweigend auf eine Vernehmlassung. Zur vorinstanzlichen Vernehmlassung
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nahmen die Beschwerdeführer am 25. Februar 2010 unter Einreichung weiterer Akten
Stellung. Die Vorinstanz äusserte sich dazu am 12. März 2010.
Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten wird, soweit erforderlich, in den
Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:
1.- Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die
Verwaltungsrekurskommission ist zum Sachentscheid zuständig. Die Befugnis zur
Beschwerdeerhebung ist gegeben. Die Beschwerde vom 29. Oktober 2009 ist
rechtzeitig eingereicht worden. Sie erfüllt in formeller und inhaltlicher Hinsicht die
gesetzlichen Anforderungen (Art. 140 Abs. 2 Bundesgesetzes über die direkte
Bundessteuer, SR 642.11, abgekürzt: DBG; Art. 7 der Verordnung zum Bundesgesetz
über die direkte Bundessteuer, sGS 815.1; Art. 41 lit. h Ziff. 1 des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt: VRP). Auf die Beschwerde ist
einzutreten.
2.- Zwischen den Verfahrensbeteiligten ist unbestritten, dass die ordentlichen oder
Erhöhungsbeiträge des Beschwerdeführers an die Pensionskasse Fr. 12'130.80
betragen und bei der Ermittlung des steuerbaren Einkommens des Jahres 2007 im
Rahmen der allgemeinen Abzüge zu berücksichtigen sind. Unbestritten ist zudem die
Höhe der durch die Vorinstanz aufgerechneten Pensionskassenbeiträge von insgesamt
Fr. 64'560.--. Umstritten ist, ob diese Einkaufsbeiträge steuerlich anzuerkennen sind.
Vorab ist darauf hinzuweisen, dass für das Steuerjahr 2007 Beiträge des
Beschwerdeführers an die Pensionskasse von insgesamt Fr. 82'756.30, nämlich
Fr. 12'130.80 ordentliche oder Erhöhungsbeiträge und Fr. 70'625.50 Einkaufsbeiträge,
belegt sind (vgl. Bescheinigung der ASGA Pensionskasse über Vorsorgebeiträge,
act. 8-D2). Indem die Vorinstanz bei den steuerbaren Einkünften aus der selbständigen
Erwerbstätigkeit vom Unternehmensgewinn des Geschäftsjahrs 2007 ausgegangen ist,
hat sie Aufwendung für die berufliche Vorsorge von Fr. 4'072.40 (vgl. act. 8-C8, S. 3)
zum Abzug zugelassen. Darüber hinaus hat sie bei den allgemeinen Abzügen die
gesamten im Jahr 2007 geleisteten ordentlichen oder Erhöhungsbeiträge gemäss
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Bescheinigung der ASGA Pensionskasse über Vorsorgebeiträge vom 23. Januar 2008
von Fr. 12'130.80 (vgl. act. 8-D2) berücksichtigt. Der Beschwerdeführer hat
demgegenüber die im Jahr 2007 an die Pensionskasse geleisteten Beiträge von
Fr. 82'756.30 lediglich im Umfang von Fr. 80'762.40 zum Abzug geltend gemacht.
b) Der Beschwerdeführer anerkennt, in den Jahren 2001-2006 nach einer Auszahlung
wegen Scheidung von Fr. 131'248.95 steuerlich anerkannte Einkäufe in die
Pensionskasse von insgesamt Fr. 175'000.-- geleistet zu haben. Nach diesen
Einkäufen weise der ab 1. Januar 2007 gültige Versicherungsausweis der ASGA
Pensionskasse einen maximal möglichen Einkauf von Fr. 70'686.-- aus. Gestützt darauf
habe er im Steuerjahr 2007 einen Einkauf von Fr. 70'625.50 vorgenommen.
Die Vorinstanz hält dem entgegen, bei einer Realverzinsung von max. 2% und einem
versicherten Lohn von Fr. 56'355.-- ergebe sich ein maximal mögliches Altersguthaben
im Alter 60 von Fr. 322'921.--. Das Guthaben per 31. Dezember 2006 betrage bereits
Fr. 427'733.--. Die Sparbeiträge für 2007 von Fr. 10'143.60 gemäss
Versicherungsausweis hätten genau 18% des versicherten Lohnes betragen. Der in der
Bescheinigung der Vorsorgebeiträge für 2007 bestätigte ordentliche Beitrag von
Fr. 12'130.80 stimme mit dem Jahresbeitrag gemäss Versicherungsausweis 2007
überein. Der Beschwerdeführer habe der Pensionskasse Jahreslöhne von Fr. 80'000.--
für 2007 und von Fr. 120'000.-- für 2008 gemeldet. Das in der beruflichen Vorsorge
versicherbare Einkommen der Selbständigerwerbenden dürfe das AHV-
beitragspflichtige Einkommen jedoch nicht übersteigen. Bei Selbständigerwerbenden
mit schwankenden Einkommen werde in der Praxis der Durchschnitt der letzten 5
Jahre herangezogen. Zwischen 2002 und 2006 habe beim Beschwerdeführer das
durchschnittliche selbständige Erwerbseinkommen Fr. 63'633.-- und das
durchschnittliche AHV-beitragspflichtige Einkommen Fr. 70'703.-- (Fr. 63'633.--/
90x100) betragen. Maximal hätten deshalb Fr. 70'703.-- versichert werden können. Bei
der Vorsorgelösung des Beschwerdeführers sei jedoch lediglich ein Einkommen von
Fr. 56'533.-- versichert. Dieses Einkommen sei nicht nur für die ordentlichen Beiträge,
sondern auch für die Einkaufsberechnung massgebend. Im Jahr 2007 habe somit keine
Einkaufslücke bestanden und der Einkauf von Fr. 70'625.50 sei nicht abzugsfähig.
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Die Beschwerdeführer führen dazu aus, dem gemeldeten Jahreslohn gemäss
Versicherungsausweis im Jahr 2007 von Fr. 80'000.-- stehe der AHV-Lohn von
Fr. 97'676.-- (Fr. 87'996.-- und bezahlte AHV-Beiträge von Fr. 9'680.--) gegenüber. Auf
dieser Basis sei die mögliche Einkaufssumme von Fr. 70'625.-- gemäss
Versicherungsausweis der ASGA berechnet worden. Bei Selbständigerwerbenden für
die Berechnung von Einlagen den Durchschnitt des Einkommens der letzten 5 Jahre
heranzuziehen, sei willkürlich, da beim Angestellten auf den Lohn des Jahres, in
welchem er die Einkaufsberechnung anfordere, abgestellt werde.
Die Vorinstanz entgegnet, die Einkaufssumme errechne sich nicht auf der Basis des
gemeldeten Jahreslohnes, sondern des versicherten Lohnes. Dieser sei sowohl für die
Höhe der ordentlichen Beiträge als auch für die Berechnung einer allfälligen
Einkaufslücke massgebend. Bei einem versicherten Lohn von Fr. 56'355.-- (Differenz
zwischen dem maximal anrechenbaren Lohn von Fr. 79'560.-- gemäss BVG und dem
Koordinationsabzug von Fr. 23'205.--) habe keine Einkaufsmöglichkeit bestanden.
Somit erübrige sich die Diskussion um die Berechnung des Durchschnitts der Einkünfte
der letzten 5 Jahre. Abgesehen davon sei bei Selbständigerwerbenden mit stark
schwankendem Einkommen und Aktionären, die ihre Lohnbezüge weitgehend frei
bestimmen könnten, sachlich eine Durchschnittsberechnung richtig. Nur so werde der
Einkaufsbedarf realistisch berechnet.
c) Gemäss Art. 33 Abs. 1 lit. d DBG werden von den Einkünften die gemäss Gesetz,
Statut oder Reglement geleisteten Einlagen, Prämien und Beiträge an die Alters-,
Hinterlassenen- und Invalidenversicherung und an Einrichtungen der beruflichen
Vorsorge abgezogen. Die Bestimmung richtet sich nach Art. 81 Abs. 2 des
Bundesgesetzes über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (SR
831.40, abgekürzt. BVG). Danach sind die von den Arbeitnehmern und
Selbständigerwerbenden an Vorsorgeeinrichtungen nach Gesetz oder
reglementarischen Bestimmungen geleisteten Beiträge bei den direkten Steuern des
Bundes, der Kantone und Gemeinden abziehbar. Diese Abzugsfähigkeit gilt für die
periodischen Beiträge genauso wie grundsätzlich für einmalige Einkaufsbeiträge, und
sie gilt gleichermassen für Beiträge an den obligatorischen und den
überobligatorischen Bereich (Urteil des Bundesgerichts 2A.408/2002 vom 13. Februar
2004, E. 2.1 mit Hinweisen). Auch Selbständigerwerbende können ihre Beiträge zum
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Abzug bringen, wobei sich die Abzugsfähigkeit des Arbeitgeberanteils nach Art. 27
Abs. 1 bzw. 2 lit. c DBG richtet, während der Arbeitnehmeranteil gestützt auf Art. 33
lit. d DBG abzugsfähig ist; im Zweifel wird hälftig aufgeteilt (vgl. Art. 44 BVG; Richner/
Frei/Kaufmann/Meuter, Handkommentar zum DBG, 2. Aufl. 2009, N 73 zu Art. 33 DBG).
Einkäufe dienen dem Versicherten zur Schliessung einer Beitragslücke in seiner
Vorsorge. Er kann dadurch den Ausgleich schaffen zwischen dem effektiv vorhandenen
Vorsorgekapital und dem maximalen Betrag, den er hätte ansparen können, falls er
über seine ganze berufliche Laufbahn hinweg (ab Alter 25, in manchen Fällen ab 18) bei
seiner jetzigen Vorsorgeeinrichtung gemäss dem bestehenden Vorsorgeplan und
aufgrund seines jetzigen versicherten Lohnes Beiträge einbezahlt hätte. Die
grundsätzliche steuerliche Abzugsfähigkeit von Einkaufsbeiträgen ist seit dem
Inkrafttreten des BVG unbestritten (vgl. Zigerlig/Jud, in: Kommentar zum
Schweizerischen Steuerrecht, Band I/2a, N 24 zu Art. 33 DBG). Gleich wie der Einkauf
von Beitragsjahren wird der Auskauf von Rentenkürzungen im Fall eines vorzeitigen
Rücktritts eines Versicherten behandelt (vgl. Maute/Steiner/Rufener, Steuern und
Versicherungen, 2. Aufl. 1999, S. 141). Steuerrechtlich abzugsberechtigt sind darüber
hinaus Beiträge für den Einkauf von Lohnerhöhungen und von im Rahmen einer
Scheidung übertragenen Austrittsleistungen (vgl. Richner/Frei/Kaufmann/Meuter,
a.a.O., N 81 zu Art. 33 DBG).
Hinsichtlich der Verteilung der Beweislast gilt im Steuerrecht die Grundregel, dass die
Veranlagungsbehörde die steuerbegründenden oder –erhöhenden Tatsachen
nachzuweisen hat, die steuerpflichtige Person dagegen jene Tatsachen, welche die
Steuerschuld mindern oder aufheben (vgl. Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N 77
zu Art. 123 DBG).
d) aa) Die Pensionskasse des Beschwerdeführers hat im Versicherungsausweis vom
3. Januar 2007 für das Jahr 2007 bei einem gemeldeten Jahreslohn von Fr. 80'000.--,
einem versicherten Lohn von Fr. 56'533.-- und einem Altersguthaben am 31. Dezember
2006 von Fr. 427'733.30 den maximal möglichen Einkauf auf Fr. 70'686.-- beziffert (vgl.
Versicherungsausweis vom 3. Januar 20007, act. 2/9). Aufgrund welcher Berechnung
dieser Betrag zustande kommt, kann anhand der vorliegenden Akten nicht
nachvollzogen werden. Trotz der Aufforderung vom 6. April 2009 im
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Veranlagungsverfahren (vgl. act. 8-B1), reichten die Steuerpflichtigen keine
"Einkaufsberechnung 2007 der Vorsorgeeinrichtung" ein. Weder im Einsprache- noch
im Beschwerdeverfahren wurde eine solche Berechnung nachgereicht. Unter diesen
Umständen ist die geltend gemachte Einkaufslücke von Fr. 70'686.-- nicht in einem
Mass nachgewiesen, welches eine Überprüfung auf die steuerrechtliche
Abzugsfähigkeit erlauben würde.
bb) In der Beschwerdeeingabe wird behelfsmässig auf eine Berechnung der maximal
möglichen Einkaufssumme durch die Pensionskasse per 1. Dezember 2005 abgestellt.
Diese Berechnung vom 18. November 2005 ging von einem koordinierten Lohn von
Fr. 80'000.-- und einem Altersguthaben von Fr. 362'719.-- aus (vgl. act. 2/11). Von der
Einkaufssumme von Fr. 154'398.-- werden sodann Einzahlungen von je Fr. 40'000.-- in
den Jahren 2005 und 2006 abgezogen, so dass für das Steuerjahr 2007 ein Einkauf
von Fr. 74'398.-- verbleibe.
Diese Berechnung ist in verschiedener Hinsicht nicht dazu geeignet, für das Jahr 2007
eine Lücke in der beruflichen Vorsorge des Beschwerdeführers in der Höhe des
getätigten Einkaufsbeitrags nachzuweisen. Sie geht von einem koordinierten Lohn von
Fr. 80'000.-- aus. Ob dieser auch dem vom Beschwerdeführer in jenem Zeitpunkt
tatsächlich versicherten Lohn entsprach, kann der Berechnung – anders als beim
Versicherungsausweis vom 3. Januar 2007, auf dem der versicherte Lohn ausdrücklich
mit Fr. 56'355.-- angegeben wird – nicht entnommen werden. Die Berechnung kann
insbesondere auf einer Anfrage des Beschwerdeführers zu den möglichen Einkäufen
bei einer Erhöhung des versicherten Lohnes beruhen. Abgesehen davon betrifft die
Berechnung die Verhältnisse im Jahr 2005.
cc) In der Stellungnahme zur vorinstanzlichen Vernehmlassung machen die
Beschwerdeführer geltend, die mögliche Einkaufssumme sei richtigerweise auf der
Basis des gemeldeten Jahreslohnes berechnet worden. Dass die Pensionskasse der
Berechnung der möglichen Einkaufssumme, wie sie im Versicherungsausweis vom
3. Januar 2007 angegeben wurde, tatsächlich den gemeldeten Jahreslohn von
Fr. 80'000.-- zugrunde gelegt hat, wird in der Beschwerde nicht nachgewiesen.
Abgesehen davon, würde dieses Vorgehen den vorsorgerechtlichen Regeln
widersprechen.
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Die Beiträge an die berufliche Vorsorge werden erhoben vom versicherten Lohn, der im
BVG als koordinierter Lohn bezeichnet wird (vgl. C. Helbling, Personalvorsorge und
BVG, 8. Aufl. 2006, S. 169). Davon geht auch das Reglement der Pensionskasse des
Beschwerdeführers aus. Gemäss Art. 15 Ziff. 4 des Reglements entspricht die maximal
mögliche Einkaufssumme dem maximalen Altersguthaben samt Zins, berechnet auf
dem aktuellen koordinierten Jahreslohn abzüglich dem effektiv vorhandenen
Altersguthaben (einschliesslich sämtlicher Freizügigkeitsguthaben aus früheren
Vorsorgeverhältnissen). Grundlage für die Festsetzung der Beiträge und Leistungen
bildet der koordinierte Lohn. Für die Berechnung des koordinierten Lohnes gelten die
vom Bundesrat festgesetzten Ansätze (Art. 16 Ziff. 4 des Reglements).
Gemäss Versicherungsausweis der ASGA vom 3. Januar 2007 betrug der versicherte
Lohn des Beschwerdeführers Fr. 56'355.--. Dieser Lohn entspricht dem maximalen
obligatorisch zu versichernden Jahreslohn, der sich aus dem AHV-pflichtigen Lohn von
Fr. 79'560.-- (vgl. Art. 8 Abs. 1 BVG) und dem Koordinationsabzug von Fr. 23'205.--
(vgl. Art. 5 der Verordnung über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und
Invalidenvorsorge, in der am 1. Januar 2007 in Kraft getretenen und bis 31. Dezember
2008 gültigen Fassung, AS 2006 S. 4159 f.) ergibt. Der vom Beschwerdeführer
gemeldete Lohn von Fr. 80'000.-- entsprach damit der Ausgangslage für die
Versicherung im Rahmen des BVG-Obligatoriums. Auf dem Lohn von Fr. 56'355.--
wurde für das Jahr 2007 auch der Sparbeitrag von Fr. 10'143.60 (18% des
koordinierten = versicherten Lohnes bei Personen ab 55; vgl. Ziff. 1 des Anhangs zum
Kassenreglement; act. 8-B2/B) ermittelt. Dafür, dass die Berechnung des möglichen
Einkaufs entgegen den vorsorgerechtlichen Vorgaben auf dem gemeldeten Jahreslohn
beruhte, bestehen keine Anhaltspunkte.
e) Die Berechnung, anhand welcher die Vorinstanz zum Schluss gekommen ist, die
Vorsorgelösung des Beschwerdeführers lasse im Jahr 2007 keinen Einkauf zu, ist mit
Blick auf die steuerrechtliche Praxis und Rechtsprechung nicht zu beanstanden. In der
Beschwerde wird auch nicht bestritten, dass sich das maximale Altersguthaben im
Alter 60 bei einem versicherten Lohn von Fr. 56'355.--, den vom Reglement
vorgesehenen Beiträgen sowie einer Lohnentwicklung von 2,3% und einer
Kapitalentwicklung von 4,3% (Realverzinsung 2%) auf Fr. 322'921.-- (vgl. act. 2/2)
beläuft.
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aa) Die Höhe des möglichen Nachkaufs richtet sich nach dem Altersguthaben, welches
der Versicherte bei lückenloser Zugehörigkeit zur Vorsorgeeinrichtung seit dem
reglementarisch festgesetzten Beginn der Beitragspflicht angespart hätte. Von diesem
wird dann das effektiv eingebrachte Altersguthaben in Abzug gebracht. Abgestellt wird
bei dieser Berechnung auf die aktuellen Lohnverhältnisse im Zeitpunkt des Nachkaufs.
Bei Beitragsprimatkassen ist zu berücksichtigen, dass die Altersguthaben nicht nur
durch die Beiträge von Arbeitnehmer und Arbeitgeber, sondern auch durch die
laufende Verzinsung geäufnet werden (Art. 15 Abs. 1 BVG). Anderseits entwickelt sich
durch Teuerung etc. auch der massgebende Lohn des Versicherten. Zur
Vorausberechnung der individuellen und kollektiven Auswirkungen der beruflichen
Vorsorge ging man deshalb davon aus, dass die jährliche Vermögensrendite gleich
hoch ist wie die jährliche Lohnentwicklung (sog. "goldene Regel"). Zur Berechnung der
Deckungslücke hinsichtlich des Nachkaufs in fehlendes Altersguthaben werden in
Anwendung der "goldenen Regel" deshalb lediglich die reglementarischen jährlichen
Altersgutschriften addiert und von dem so errechneten hypothetischen Altersguthaben
das bereits vorhandene Guthaben in Abzug gebracht (sog. Statische Methode). Die
Einberechnung einer Verzinsung bei der Anwendung der goldenen Regel entfällt
grundsätzlich (vgl. SGE 2005 Nr. 19).
Das Reglement der ASGA Pensionskasse sieht im Anhang zu Art. 14 Altersgutschriften
von 7% (25.-34. Altersjahr), 10% (35.-44. Altersjahr), 15% (45.-54. Altersjahr) und 18%
(ab 55. Altersjahr) des koordinierten, d.h. des versicherten Lohnes vor. Nach der
beschriebenen statischen Methode ergibt sich ein reglementarisches Altersguthaben
des Beschwerdeführers im Zeitpunkt des getätigten Nachkaufs (d.h. mit 60 Jahren) von
428% (10x7%, 10x10%, 10x15%, 6x18%) resp. Fr. 241'199.40 beim versicherten
Jahreslohn von Fr. 56'355.--.
bb) Die Vorinstanz hat demgegenüber ihrer Berechnung des Einkaufsbeitrags ein
Altersguthaben von 573.01% oder Fr. 322'921.-- zugrunde gelegt. Sie hat über die
ordentlichen Beiträge hinaus eine Lohnentwicklung von 2,3% und eine
Kapitalentwicklung von 4,3% berücksichtigt. Sie ist damit von einer Realverzinsung von
2% ausgegangen.
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Diese dynamische Berechnung trägt dem Umstand Rechnung, dass die im Rahmen
des Beitragsprimats ausgerichteten Leistungen oftmals über jenen liegen, die sich
aufgrund der statischen Methode ergeben würden. Dies ist darauf zurückzuführen,
dass viele Kassen trotz des Beitragsprimats ein bestimmtes Leistungsziel vorsehen,
d.h. nicht alleine auf die ordentlichen Beiträge abstellen. Erreicht werden soll dieses
Leistungsziel unter der Annahme, dass die Zinsentwicklung über der Lohnentwicklung
liege. Bei bestehendem Nachkaufsbedarf ergibt sich hierbei jedoch das Problem, dass
der Versicherte, um das Leistungsziel erreichen zu können, über die ordentlichen
Beiträge hinaus nachkaufen muss, weil sich im Rahmen des Beitragsprimats die Höhe
des Nachkaufs nach dem Altersguthaben richtet, welches der Versicherte bei
lückenloser Zugehörigkeit zur Vorsorgeeinrichtung seit dem reglementarisch
festgesetzten Beginn der Beitragspflicht angespart hätte. Nebst den ordentlichen
reglementarischen Beiträgen müsste er also zudem das durch die Verzinsung zu
äufnende Guthaben nachkaufen, um das Leistungsziel erreichen zu können. Ein fixes
Leistungsziel im Rahmen des Beitragsprimats erweist sich deshalb grundsätzlich als
systemwidrig. Weil die "goldene Regel" jedoch keine volkswirtschaftliche
Gesetzmässigkeit bedeutet und um eine Ungleichbehandlung hinsichtlich der
Nachkaufsregelung zwischen Beitrags- und Leistungsprimatkassen zu vermeiden,
rechtfertigt sich grundsätzlich eine Aufzinsung in begrenztem Umfang (vgl. SGE 2005
Nr. 19).
Nach der verwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung kann aufgrund von Berechnungen
im Zusammenhang mit der Veränderung des nominellen Bruttoinlandproduktes
hinsichtlich der Nachkaufsregelung von einer Realzinssatz von 1,5% ausgegangen
werden, weshalb es sich rechtfertige, bei der Beurteilung der Zulässigkeit von
Nachkäufen in fehlende Beitragsjahre generell eine Aufzinsung von 1,5% zu
berücksichtigen. Nach den internen Richtlinien der Vorinstanz ist höchstens mit einem
Realzins von 1% zu rechnen (vgl. StB 45 Nr. 13 Ziff. 3.1). Indem die Vorinstanz eine
Realverzinsung von 2% angenommen hat, ist sie zugunsten des Beschwerdeführers
sowohl von der verwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung als auch von ihren internen
Weisungen abgewichen. Selbst bei dieser grosszügigen Berechnung ergab sich
allerdings für den Beschwerdeführer lediglich ein maximal zulässiges Altersguthaben
von Fr. 322'291.-- oder 573.01% des versicherten Lohnes. Weil sich das tatsächlich
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vorhandene Altersguthaben bereits auf Fr. 427'733.30 oder 759% des versicherten
Lohnes von Fr. 56'355.-- belief, resultierte keine Deckungslücke.
cc) Eine über 1,5% liegende Verzinsung kann nach der verwaltungsgerichtlichen
Rechtsprechung nur massgebend sein, wenn im Einzelfall ein langfristig abweichende
Entwicklung zwischen den Löhnen und den Vermögensrenditen von über 1,5%
nachgewiesen wird (vgl. SGE 2005 Nr. 19). Mangels Offenlegung sämtlicher Parameter
der Berechnung der möglichen Einkaufssumme kann nicht beurteilt werden, ob im Fall
der Pensionskasse des Beschwerdeführers mit einer – markant – höheren
Realverzinsung gerechnet werden darf. Allein aus dem im Versicherungsausweis vom
3. Januar 2007 ausgewiesenen Saldo der Überschussgutschriften am 31. Dezember
2006 von Fr. 8'704.25 kann jedenfalls nicht darauf geschlossen werden.
f) Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde deshalb als unbegründet und ist
abzuweisen.
3.- Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die Kosten des Verfahrens den
Beschwerdeführern aufzuerlegen (Art. 144 Abs. 1 DBG). Eine Entscheidgebühr von
Fr. 1'000.-- ist angemessen (vgl. Art. 144 Abs. 5 DBG in Verbindung mit Art. 13
Ziff. 522 des Gerichtskostentarifs, sGS 941.12). Der geleistete Kostenvorschuss von
Fr. 600.-- ist zu verrechnen.