Decision ID: cbc2b6a5-6290-42fc-ae1a-ef298eeda986
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Die 1957 geborene
X._
hat eine Ausbildung zur Pharma-Assistentin abgeschlossen und war zuletzt von 1989 bis 2009 selbstständig als Geschäftsleiterin des
Y._
erwerbstätig (Urk. 8/15). Am 22. Mai 2001 wurde sie erstmals aufgrund eines Hirntumors operiert (Urk. 8/1/2). Zwei weitere Operationen folgten am 26. Januar 2006 (Urk. 8/57/40) und 8. November 2012 (Urk. 8/57/43). Am 11. Juli 2012 meldete sich die Versicherte unter Hinweis auf ein Meningeom am Tuber
culum sellae, einer Erblindung des linken Auges sowie teilweise nicht möglichem Aufenthalt in künstlich beleuchteten Räumen bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 8/4/6).
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, gewährte nach einem Standortgespräch (Urk. 8/8) Beratung und Unterstützung bei der Stel
len
suche (Urk. 8/14; Urk. 8/26). Es gelang jedoch innert angemessener Frist nicht, die Versicherte in den Arbeitsmarkt zu integrieren, weshalb die IV-Stelle die Arbeitsvermittlung am 13. Juli 2012 abschloss (Urk. 8/37). Sie holte in der Folge einen Auszug aus dem individuellen Konto der Versicherten (IK-Auszug; Urk. 8/2) sowie medizinische Unterlagen ein (Urk. 8/1; Urk. 8/40 f.; Urk. 8/45). Ferner wurde eine polydisziplinäre medizinische Untersuchung in Auftrag gegeben (Gutachten vom 19. Mai 2014; Urk. 8/57). Mit Vorbescheid vom 3. Juli 2014 teilte die IV-Stelle mit, dass sie gedenke, das Leistungsbe
gehren abzuweisen (Urk. 8/62). Dagegen erhob
X._
unter Beilage weiterer Arztberichte (Urk. 8/74) mit Eingabe vom 9. September 2014 Ein
sprache (richtig: Einwand; Urk. 8/67). Nach Eingang der Stellungnahme der Gutachter (Urk. 8/79) sowie des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD; Urk. 8/86/3) verfügte die IV-Stelle am 21. August 2015 im angekündigten Sinne (Urk. 8/87 = Urk. 2).
2.
Hiergegen erhob
X._
am 24. September 2015 Beschwerde und beantragte die Aufhebung der angefochtenen Verfügung sowie die Zusprache der ihr von Gesetzes wegen zustehenden Invalidenrente. In prozessualer Hinsicht ersuchte sie um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (Urk. 1 S. 2). Die IV-Stelle schloss in ihrer Beschwerdeantwort vom 26. Oktober 2015 (Urk. 7) auf Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin mit ge
richt
licher Verfügung vom 10. November 2015 (Urk. 9) zur Kenntnis gebracht wurde. Zugleich wurde das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung bewil
ligt.
Mit Replik vom 1. März 2016 änderte die B
eschwerdeführerin ihre Rechtsbe
gehren dahingehend, dass sie nun statt der Zusprache einer Invali
den
rente be
antragte, die Angelegenheit an die Beschwerdegegnerin zurück
zuweisen, damit diese nach ergänzend durchgeführten Abklärungen neu über den Rentenan
spruch entscheide (Urk. 13 S. 2). Mit Schreiben vom 30. März 2016 (Urk. 15) verzichtete die IV-Stelle auf das Einreichen einer Duplik.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]). Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundes
geset
zes über die Invalidenversicherung [IVG]). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verblei
bende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Be
tracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betät
i
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.
1.3
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Recht
spre
chungs
gemäss ist bei psychischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein see
lisches Leiden mit Krankheitswert besteht, welches die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenaus
schliessendes Erwerbs
einkommen zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG; BGE 139 V 547 E. 5; 131 V 49 E. 1.2; 130 V 352 E. 2.2.1; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 2015 E. 5 und 9C_125/2015 vom 18. Novem
ber 2015 E. 5.4.).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychiatrische Diagnose voraus (vgl. BGE 130 V 396; Urteile des Bundes
ge
richts 8C_616/2014 vom 25. Februar 2015 E. 5.3.3.3 und 9C_739/2014 vom 30. November 2015 E. 3.2). Eine fachärztlich festgestellte psychische Krank
heit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbe
sehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Es ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilen, ob und inwiefern der versicherten Person trotz ihres Leidens die Verwertung ihrer Rest
arbeits
fähigkeit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt noch sozial-praktisch zumutbar und für die Gesellschaft tragbar sei (BGE 141 V 281 E. 3.7.3; 136 V 279 E. 3.2.1; BGE 127 V 294 E. 4c; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 2015 E. 5 und 8C_731/2015 vom 18. April 2016 E. 4.1).
1.4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und ge
gebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beur
teilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätig
keiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Be
urteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medi
zinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medi
zi
nischen Situa
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die IV-Stelle hielt in der angefochtenen Verfügung gestützt auf das polydiszip
linäre Gutachten der Z._
GmbH fest, dass der Invaliditätsgrad 30 % betrage und somit kein Anspruch auf eine Invalidenrente bestehe. In Bezug auf die von der Beschwerde
führe
rin im Einwandverfahren eingereichten Unterlagen äusserte sich die IV-Stelle dahingehend, dass die von Dr. med.
A._
, Facharzt für Psychiat
rie und Psychotherapie, attestierte vollständige Arbeitsunfähigkeit aus psy
chiatrischen Gründen aus ärztlicher Sicht aufgrund der gestellten psychiat
rischen Diagnose und mit Blick auf die im Gutachten des
Z._
abge
klär
ten somatischen Beschwerden nicht nachvollzogen werden könne. Es lägen keine medizinischen Tatsachen vor, welche eine Verschlechterung des Gesundheits
zustandes begründen würden. Aus dem neuropsychologischen Bericht vom 25. November 2014 gehe zudem hervor, dass keine namhaften kognitiven Einschränkungen bestehen würden, weshalb eine zusätzliche neuropsycho
logische Abklärung nicht angezeigt sei (zum Ganzen Urk. 2 S. 2).
2.2
In ihrer Beschwerdeschrift vom 24. September 2015 machte die Versicherte geltend, dass sie mit der Einschätzung der noch vorhandenen Arbeits
fähig
keit nicht einverstanden sei. Sie leide an neuropsychologischen Defiziten, was denn auch durch Prof. Dr. med.
B._
, Facharzt für Neurologie, so festgestellt worden sei. Ebenso gehe aus dem Bericht der
C._
AG her
vor, dass die Beschwerdeführerin ein verlangsamtes Arbeitstempo auf
weise und im ersten Arbeitsmarkt nicht arbeitsfähig sei. Anlässlich der Begut
ach
tung durch die
Z._
sei keine neuropsychologische Begutachtung durch
ge
führt und die bei ihr vorliegenden psychischen Beeinträchtigungen seien nur ungenügend gewürdigt worden. Aus diesen Gründen scheine der Sachverhalt in medizinischer Hinsicht nur ungenügend abgeklärt worden zu sein (Urk. 1 S. 3 f.).
In ihrer Replik vom 1. März 2016 führte die Versicherte zusätzlich an, dass sie mit der Feststellung im Gutachten, wonach bloss eine leichte depressive Episode vorliege, nicht einverstanden sei. Es handle sich um eine mittel
gra
dige depressive Episode, bei der nicht von vornherein gesagt werden könne, dass diese die Arbeitsfähigkeit nicht beeinträchtige (Urteil des Bundesgerichts 9C_980/2010 vom 20. Juni 2011). Dass die Beschwerde
führerin durch ihre psychischen Beeinträchtigungen in ihrer Arbeitsfähigkeit gestört sei, werde vom behandelnden Arzt Dr.
A._
bestätigt. Ebenso sei die untersuchende Diplompsychologin
H._
zum Schluss gekommen, dass bei der Be
schwerdeführerin eine mittelgradige depressive Episode gemäss ICD-10 F.32.3 vorliege. Es sei zudem zumindest ein leichter Leistungsabfall zu be
obachten gewesen und das Arbeitstempo der Beschwerdeführerin sei deutlich ver
langsamt. Dabei handle es sich um objektiv feststellbare Befunde, welche auf die geklagte Konzentrations- sowie Affektbeeinträchtigung und die nicht mehr vorhandene Belastbarkeit schliessen liessen. Die psychiatri
sche Ein
schätzung im Gutachten der
Z._
sei daher nicht nachvollziehbar, weshalb nicht darauf abgestellt werden könne. Aufgrund des unvollständigen Sach
verhalts sei die Angelegenheit zur psychiatrischen Begutachtung an die Be
schwerdegegnerin zurückzuweisen, damit diese hiernach über den Renten
an
spruch neu befinde (zum Ganzen Urk. 13 S. 3 f.).
3.
3.1
Der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin lässt sich wie folgt zusam
menfassen:
Gemäss Schreiben von Prof. Dr.
D._
, Facharzt für Neurochirur
gie, vom 5. Juni 2001 (Urk. 8/1/3) wurde bei der Beschwerde
führerin ein Me
ningeom am Tuberculum sellae im Inneren des Canalis nervi optice, medial am Keilbeinflügel links, mit massiver Kompression des linken Sehnerven di
agnostiziert. Anlässlich der Operation vom 22. Mai 2001 erfolg
te eine Freile
gung und weitgehende Exstirpation des Tumors.
Nach weiteren Untersuchungen stellte Prof. Dr.
D._
am 25. Novem
ber 2004 sodann folgende Diagnosen (Urk. 8/1/11):
Status nach subtotaler, transkranieller Operation eines Meningeoms am Tuberculum sellae mit starker Adhäsion am Chiasma und beiden Sehnerven
Tumorrest am Processes clinoideus anterior links und im Innern des lin
ken Sehnerven Kanals. Kleines Meningeom an der Konvexität links parietal. Alle diese Tumoren haben sich seit der Operation radio
lo
gisch nicht vergrössert.
Arachnoidalzyste links temporal
Status nach Halswirbelsäulentrauma 1988
Osteochondrose der traumatisierten Halswirbelsäule, radikuläre Symp
tome im Bereich des Segmentes C8 rechts
3.2
Dem Schreiben des
E._
, Klinik für Radio-Onkologie, vom 18. Mai 2007 lassen sich folgende Diagnosen entnehmen (Urk. 8/1/17):
Meningeom Tuberculum sellae links, Erstdiagnose (ED) 5/01
Status nach Resektion 23. Mai 2001
Resttumor mit Tangierung des linken N. opticus und das Chiasma opti
cum bis an den rechten N. opticus
Grössenprogredienz im MRI 3/06
Status nach Totalresektion eines links peritooccipital gelegenen
Kon
vexitäts-Meningeom 1/06
3.3
PD Dr. med.
F._
, Neurochirurgie Klinik
O._
, untersuchte die Versicherte am 20. Februar 2013 nach einer weiteren Operation (vgl. Urk. 8/40/7). Die durchgeführte MRI-Untersuchung zeige einen regelrechten postoperativen Befund ohne Hinweise auf Rest- oder Rezidivtumor im Opera
tions
gebiet. Das linksseitige Tuberculum sellae Meningeom zeige sich unver
ändert. Die Versicherte habe sich abgesehen von einer leichten Hypästhesie im Bereich der Operationsnarbe gut erholt (Urk. 8/40/6).
3.4
Dr. med.
G._
, Fachärztin für Ophtalmologie, benannte in ihrem Bericht vom 20. August 2013 folgende Diagnosen (Urk. 8/45/1):
Tuberculum sellae Meningeom seit 05/01
Status nach Resektion 05/01
Status nach Radiotherapie 07
Status nach Exstirpation Konvexitätsmeningeom links 01/06
Status nach Exstirpation pariteales Meningeom rechts 11/12
In Bezug auf die bei der Versicherten vorliegenden körperlichen Einschrän
kungen wies Dr.
G._
auf das blinde linke Auge, das linksseitig eingeschränkte Gesichtsfeld sowie die reduzierte Stereopsis hin. Zur Arbeits
fähigkeit äusserte sie sich hingegen nicht konkret beziehungsweise machte eine Beurteilung von weiteren Abklärungen abhängig (Urk. 8/45/2 f.).
3.5
3.5.1
Dem polydisziplinären Gutachten der
Z._
vom 19. Mai 2014 können die fol
genden Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit entnommen werden (Urk. 8/57/22 f.):
Visusverminderung, fehlendes Ste
reosehen und eingeschränktes Ge
sichtsfeld links
komplette Optikusatrophie nach Meningeom links (ICD-10 H48.0)
anlagebedingte Fehlsichtigkeit beidseits (Hyperopie, Astig
ma
tis
mus) (ICD-10 H 50.0, H52.2)
Alterssichtigkeit beidseits (ICD-10 H52.5)
Aussenschielen links (ICD-10 H50.1)
chronische Benetzungsstörung beidseits (ICD-10 H19.3)
beginnende Linsentrübung beidseits (ICD-10 H25.0)
Meningeomatosis (ICD-10 D32.0)
Tuberculum sellae-Meningeom links
Status nach partieller Exstirpation mittels fronto-temporaler osteo
plastischer Kraniotomie am 22. Mai 2001
Status nach perkutaner Radiotherapie des Chiasma/N. opticus mit 54 Gy 03/07 bis 05/07
im Verlauf Befundkonstanz des Rest-Meningeoms mit Kompres
sions
wirkung auf den N. opticus und Ummauerung der Carotis (MRI 02/14)
residuell: Amaurosis links
Status nach Exstirpation eines Konvexitäts-Meningeoms parieto-ok
zipital links 01/06
Status nach Exstirpation eines hochparietalen postzentralen Menin
geoms rechts am 8. November 2012
3.5.2
Gemäss Gutachten haben hingegen folgende Diagnosen keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit der Versicherten (Urk. 8/57/24):
leichte depressive Episode (ICD-10 F32.0)
chronisches zervikovertebrales Schmerzsyndrom (ICD-10 M54.2)
radiologisch erhebliche degenerative Veränderungen HWK5/6/7 mit foraminaler Verengung links (MRI 22. August 2007)
weitgehend freie Beweglichkeit der HWS und deutliche Ver
span
nung des Trapezius
episodisches Spannungstyp-Kopfweh (ICD-10 G44.2)
Adipositas, BMI 30 kg/m2 (ICD-10 E66.0)
chronischer Nikotinabusus, circa 35 py (ICD-10 F17.1)
leicht erhöhte Entzündungsparameter unklarer Aetiologie (ICD-10 R79)
Differentialdiagnose (DD) bei interkurrentem Infekt
rezidivierende Episoden mit Schlechtsein und Unsicherheitsgefühl un
klarer Ursache
keine Anhaltspunkte für Epilepsie
3.5.3
Die Beurteilung der Gutachter in Bezug auf die
Arbeitsfähigkeit der Beschwer
de
führerin stellte sich sodann wie folgt dar (Urk. 8/57/25):
Aus ophtalmologischer Sicht finde sich eine Optikusatrophie am linken Auge, die praktisch zu einer Erblindung geführt habe. Am – funktionell letzten – rech
ten Auge bestehe eine beginnende Linsentrübung und eine chronische Benet
zungs
störung, die eine geringe Sehschärfenreduktion verursacht habe. Aufgrund der Monokelsituation bestehe kein Stereosehen. Ausserdem sei das Gesichtsfeld links fast komplett eingeschränkt. Aus ophtalmologischer Sicht bestehe dadurch eine 30%ige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit für alle in der freien Wirtschaft verwertbaren beruflichen Tätigkeiten mit durch
schnitt
licher Anforderung an die Sehfähigkeit, beispielsweise auch im angestamm
ten kaufmännischen Bereich. Aufgrund des fehlenden Stereosehens und der Gesichtsfeldeinschränkung seien potentiell gefährliche Arbeitsplätze für die Explorandin nicht geeignet. Durch eine spezifisch der Sehbehinderung ange
passte Tätigkeit mit entsprechenden Hilfen könnte eine leicht höhere Arbeits
fähigkeit von 80 % erreicht werden. Der erhöhte Pausenbedarf würde in ge
rin
gem Umfang bleiben.
Aus orthopädischer Sicht finde sich keine Diagnose mit Einfluss auf die Arbeits
fähigkeit. Die angestammte Tätigkeit sei der Explorandin trotz des chronischen zervikovertebralen Schmerzsyndroms aus gutachterlicher Sicht zumut
bar. Aufgrund der allgemeinen körperlichen Konstitution seien ledig
lich andauernd schwere Tätigkeiten für die Explorandin eher ungeeignet.
Aus neurologischer Sicht bestehe eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit durch die Sehverminderung links, welche ursprünglich durch die Meningeo
ma
tosis verursacht worden sei. Eine darüber hinausgehende Einschränkung bestehe aus neurologischer Sicht nicht.
Aus psychiatrischer Sicht liege keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit vor. Die leichte depressive Episode wirke sich nicht einschränkend auf die Arbeits
fähigkeit aus. Der Explorandin könne es aus psychiatrischer Sicht zuge
mutet werden, die nötige Willensanstrengung aufzubringen, um einer ihren körperli
chen Einschränkungen angepassten Tätigkeit ganztags und ohne Leistungs
einschränkung nachgehen zu können.
Auch aus allgemeininternistischer Sicht fänden sich keine weiteren Diag
no
sen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. Insgesamt könne somit aus poly
dis
ziplinärer Sicht eine Arbeits- respektive Leistungsfähigkeit von 70 % in der angestammten Tätigkeit festgestellt werden. Lediglich körperlich schwer be
lastende Tätigkeiten seien für die Explorandin nicht geeignet. In einer mit Sehhilfen unterstützten Tätigkeit könne die Arbeitsfähigkeit von 80 % er
reicht werden.
3.5.4
Ergänzend führten die Gutachter aus, dass es schwierig sei, die Arbeits
fähig
keit der Versicherten aufgrund der vorliegenden Unterlagen zu einem frühe
ren Zeitpunkt retrospektiv gesehen mit Sicherheit zu beurteilen. Die Ein
schät
zung der Arbeitsfähigkeit von 70-80 % gelte demnach mit Sicherheit ab dem Zeitpunkt der Untersuchung im April 2014 und sei wahrscheinlich seit Novem
ber 2012 anzunehmen. Höhergradig und länger dauernd sei die Ar
beits
fähigkeit in der Vergangenheit nicht eingeschränkt gewesen (Urk. 8/57/25). Im Haushalt bestehe ferner bei freier Zeiteinteilung und in ver
trauter Umgebung keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (Urk. 8/57/26). Im Vergleich zur Selbsteinschätzung der Versicherten, welche sich ein Arbeits
pen
sum von mindestens 50 % - je nach Arbeitsplatz eventuell auch von 100 % - vorstellen könne, bestünde schliesslich keine grosse Diskrepanz zur Einschät
zung der Gutachter (Urk. 8/57/26).
3.6
Dr. med.
A._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, be
nannte in seinem Bericht vom 27. Dezember 2014 nachstehende Diagno
sen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 8/74/1):
Rezidivierende depressive Störung, aktuell leichte bis mittelschwere Episode, in Abheilung, bestehend seit Kindheit (ICD-10 F33.11)
unklare organische Beeinträchtigung bei Status nach drei neuro
chirur
gischen Eingriffen und Status nach Nachbestrahlung, zu quan
tifizieren mittels neuropsychiatrischer Untersuchung
Meningeomatosis
Er führte sodann aus, dass
X._
aktuell gemäss Aussagen ihrer Angehörigen persönlichkeitsverändert sei. Zudem sei sie subjektiv sowie nach Aussagen der Angehörigen auch objektiv vermindert belastbar und in ihrer Konzentration eingeschränkt. Von der Belastbarkeit her habe sich ge
zeigt, dass die Versicherte nach einer Stunde Tätigkeit rasch ermüde und ihre Konzentration nachlasse (Urk. 8/74/1). Aufgrund der Befunde sei sie aus psychoorganischen Gründen nur noch circa 25-30 % erwerbsfähig. Für die zuletzt ausgeführte Tätigkeit als Pharma-Assistentin / Sachbearbeiterin be
stehe seit dem 29. August 2014 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit aus psychi
atrischen Gründen (Urk. 8/74/2). Mit einer Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit könne eher nicht - eventuell zu 50 % in angepasster Tätigkeit – gerechnet werden, was allerdings noch ungewiss sei (Urk. 8/74/3).
3.7
Diplompsychologin
H._
stellte mit Schreiben vom 25. Novem
ber 2014 die Diagnose mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1). Ausreichende klinische Anhaltspunkte für eine behinderungsrelevante, hirn
organisch bedingte kognitive Leistungsminderung gebe es hingegen nicht (Urk. 8/74/12). Der Befund basierte auf zwei psychometrischen Selbst
ein
schät
zungs
instrumenten, welche die Beschwerdeführerin selbst
ständig ausge
füllt habe (Urk. 8/74/10).
H._
gegenüber habe die Versicherte im Weiteren geäussert, dass ihre ansonsten als harmonisch beschriebene Partnerschaft durch den jetzigen Gesundheitszustand überschattet sei. Sie vernachlässige ferner zunehmend ihre sozialen Kontakte. Zusätzlich leide sie unter einem massiven Verlust an Selbstvertrauen und könne an manchen Tagen keine Kraft aufbringen, um ihren Alltag zu bewältigen. Dies löse in ihr enorme Ängste aus. Die Versi
cherte sei nach eigenen Angaben auch zunehmend zerstreut, vergesslich und schwermütig geworden (Urk. 8/74/10).
4.
4.1
Strittig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführerin eine Rente der Invali
den
versicherung zusteht beziehungsweise ob ergänzende medizinische Ab
klärungen vorzunehmen sind.
4.2
Zunächst ist auf die Beweiskraft des
Z._
-Gutachtens vom 19. Mai 2014 (vgl. E. 3.5) einzugehen. Dieses entspricht vorliegend in sämtlichen Punkten den praxisgemäss gestellten Anforderungen an den Beweiswert einer Expertise (vgl. E. 1.5). So basiert das Gutachten auf sorgfältigen ophtalmologischen, orthopädischen, neurologischen, psychiatrischen sowie allgemeininter
ni
sti
schen Untersuchungen. Es ist demnach für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend, gibt es doch detailliert Auskunft über die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin und berücksichtigt dabei die Vorakten sowie die von der Versicherten geklagten Beschwerden. Das Gutachten leuchtet ferner in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein. Dem
ge
mäss sind die Schlussfolgerungen der untersuchenden Experten in einer Weise begründet, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvoll
zie
hen kann. Es ist schlüssig und nachvollziehbar dargelegt worden, welche Befunde in welchem Ausmass einen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit der Versicherten haben. Auf das Gutachten kann somit ohne weiteres abgestellt werden (vgl. auch die Stellungnahme des RAD vom 23. Juni 2014; Urk. 8/72/3 f.).
4.3
Den Beweiswert des
Z._
-Gutachtens vermögen auch die von der Beschwerde
führerin geltend gemachten Einwände nicht zu schmälern. So stützt jene ihre Argumentation, dass die psychiatrische Einschätzung im Gut
achten nicht nachvollziehbar sei, massgeblich auf den Arztbericht von Dr.
A._
(vgl. E. 3.6) und die Stellungnahme von
H._
(vgl. E. 3.7) ab (Urk. 13 S. 3 f.).
Im Unterschied zum
Z._
-Gutachten hat Dr.
A._
bei der Beschwerde
führe
rin eine rezidivierende depressive Störung bei aktuell leichter bis mittel
gradi
ger Episode diagnostiziert, welche sich in Abheilung befinde (ICD-10 F33.11; Urk. 8/74/1). Hierzu ist zu bemerken, dass die Diagnose offenbar massgeblich auf den Aussagen von
X._
, welche sich wiederum auf solche ih
rer Angehörigen bezieht, basiert (Urk. 8/74/1). Hinzu kommt, dass der Arzt
be
richt in punkto Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin Widersprüche ent
hält. Zunächst wird die aufgrund der Befunde verbliebene Erwerbs
fähig
keit auf 30 % festgesetzt (Urk. 8/74/2 Ziff. 1.4), bei einer 100%igen Arbeits
un
fä
higkeit in der bisherigen Tätigkeit (Ziff. 1.6 f.), und schliesslich wird von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit gesprochen (Ziff. 1.9). Der Bericht von Dr.
A._
vermag das
Z._
-Gutachten vor diesem Hinter
grund klarerweise nicht in Zweifel zu ziehen, zumal auch noch hinzukommt, dass Dr.
A._
als behandelnder Arzt aufgrund seiner auftragsrechtlichen Ver
trauensstellung eher zugunsten der Versicherten aussagen wird (vgl. BGE 135 V 465 E. 4.5), weshalb seine Aussagen ohnehin mit gewissem Vorbehalt zu würdigen sind.
Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin überzeugt auch die Stellung
nahme der Diplompsychologin
H._
(Urk. 8/74/8) nicht. Ihrer Di
agnose einer mittelgradigen depressiven Episode (ICD-10 F32.1) liegt im Wesentlichen ebenfalls die subjektiv empfundene Beeinträchtigung der Ver
sicherten zugrunde. Die Diagnose stützt sich namentlich auf zwei psycho
metrische Selbsteinschätzungsinstrumente (SCL-90-R – Die Symptom-Check
liste und Beck Depressionsfragebogen BDI-II; Urk. 8/74/10). Auf dieser Basis und den wenigen objektiven Feststellungen etwa hinsichtlich des ver
lang
sam
ten Arbeitstempos sowie des leichten Leistungsabfalls (Urk. 8/74/8 f.) kann die gestellte Diagnose jedenfalls nicht schlüssig nachvollzogen werden.
Zusammenfassend vermögen die von der Beschwerdeführerin eingereichten Unterlagen somit keine Zweifel an der Beweiskraft des Gutachtens zu wecken. In Übereinstimmung mit jenem ist demnach von einer (mindestens) 70%igen Arbeitsfähigkeit der Versicherten auszugehen (vgl. E. 3.5.4). Der auf dieser Feststellung basierende Einkommensvergleich der IV-Stelle (Urk. 8/61/1) wurde von der Beschwerdeführerin nicht beanstandet. Es kann in diesem Zu
sammenhang auch offen gelassen werden, ob bei der Berechnung des Vali
den
einkommens allenfalls auf den IK-Auszug (Urk. 8/2) hätte abgestellt wer
den müssen, da der Invaliditätsgrad in diesem Fall infolge des geringen Ein
kommens der Versicherten noch deutlich tiefer - und damit zu ihren Un
gunsten - ausgefallen wäre. Im Übrigen bleibt festzuhalten, dass selbst in Anbetracht eines allenfalls diskutablen Leidensabzuges in Höhe von 10 % kein Invaliditätsgrad von mindestens 40 % resultieren würde, der einen An
spruch auf eine Invalidenrente zur Folge hätte.
4.4
Unabhängig von den obigen Erwägungen bleibt ergänzend anzufügen, dass selbst einer mittelgradigen depressiven Episode (ICD-10 F32.1) – wie sie von
H._
diagnostiziert wurde (vgl. E. 3.7) - grundsätzlich keine in
validisierende Wirkung zukommt. Nach der jüngeren bundesgerichtlichen Rechtsprechung fallen leichte bis mittelgradige depressive Störungen rezidi
vierender oder episodischer Natur einzig dann als invalidisierende Krankhei
ten in Betracht, wenn sie erwiesenermassen therapieresistent sind. Nur in dieser - seltenen, da nach gesicherter psychiatrischer Erfahrung Depressionen im Allgemeinen therapeutisch gut angehbar sind - gesetzlich verlangten Konstellation sei den normativen Anforderungen des Art. 7 Abs. 2 zweiter Satz ATSG für eine objektivierende Betrachtungs- und Prüfungsweise Ge
nüge getan. Ein solcher Sachverhalt müsse überwiegend wahrscheinlich und dürfe nicht lediglich nicht auszuschliessen sein. Zudem müsse die Therapie in dem Sinne konsequent gewesen sein, als die aus fachärztlicher Sicht indi
zierten zumutbaren (ambulanten und stationären) Behandlungsmöglichkeiten in kooperativer Weise optimal und nachhaltig ausgeschöpft worden sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_434/2016 und 9C_530/2016 vom 14. Oktober 2016 mit Hinweisen unter anderem auf BGE 140 V 193 E. 3.3).
Im vorliegenden Fall handelt es sich offenkundig um keine therapieresistente Depression. Einerseits stellt die Beschwerdeführerin selbst keine Behauptun
gen in diese Richtungen auf, andererseits lassen sich auch den medizinischen Unterlagen keine Hinweise auf eine Therapieresistenz entnehmen. Vielmehr sollen die psychischen Beschwerden laut Dr.
A._ weiterhin mit entspre
chenden Medikamenten behandelt werden (Urk. 8/74/2 Ziff. 1.5; vgl. auch Urk. 8/57/26 Ziff. 6.7). In Nachachtung der oben zitierten bundesgerichtli
chen Rechtsprechung ist aus diesen Gründen davon auszugehen, dass den psychischen Leiden der Beschwerdeführerin im konkreten Fall keine invali
disierende Wirkung zukommt. Entgegen der Auffassung der Versicherten (Urk. 13 S. 2 u. 4) besteht aufgrund der beweiskräftigen medizinischen Ak
ten
lage folglich auch kein weiterer Abklärungsbedarf (antizipierte Beweis
würdi
gung; vgl. Urteil des Bundesgerichtes 8C_468/2007 vom 6. Dezember 2007 E. 5.2.2 mit Hinweisen).
4.5
Zusammenfassend lässt sich demnach festhalten, dass die Beschwerdegegne
rin gestützt auf das polydisziplinäre
Z._
-Gutachten berechtigterweise den Anspruch der Versicherten auf eine Invalidenrente verneint hat. Mit Blick auf die psychischen Beschwerden liegt davon abgesehen aufgrund der Aktenlage ohnehin kein invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne des Gesetzes und der einschlägigen bundes
gerichtlichen Rechtsprechung vor, weshalb auf weitere medizinische Abklä
rungen verzichtet werden kann.
Die angefochtene Verfügung ist somit nicht zu beanstanden und die Be
schwerde demzufolge abzuweisen.
5.
5.1
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzule
gen (Art. 69 Abs. 1bis IVG) und auf Fr. 600.-- anzusetzen. Ausgangs
gemäss sind sie der Beschwerdeführerin aufzuerlegen.
5.2
Mit gerichtlicher Verfügung vom 10. Nove
mber 2015 (Urk. 9) wurde der Be
schwerdeführerin die unentgeltliche Prozessführung gewährt. Die ihr auf
er
legten Gerichtskosten sind demnach einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.
Kommt die Beschwerdeführerin künftig in günstige wirtschaftliche Ver
hält
nisse, so kann sie das Gericht zur Nachzahlung der Auslagen für die unent
geltliche Rechtspflege verpflichten (§ 16 Abs. 4 des Gesetzes über das Sozial
versicherungsgericht [GSVGer]).