Decision ID: feb36da1-7886-408d-a7c5-260326e280ac
Year: 2014
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Bettina Surber, Oberer Graben 44,
9000 St. Gallen,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
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betreffend
Rente
Sachverhalt:
A.
A.a A._ (nachfolgend Versicherter) meldete sich am 25. November 2002 zum Bezug
von IV-Leistungen an (IV-act. 1).
A.b Mit Bericht vom 2. Januar 2003 teilte Dr. med. B._ zu Handen der IV-Stelle mit,
der Versicherte leide an einem Asthma bronchiale und an einer Angstpsychose und sei
bei Psychiater Dr. med. C._ in Behandlung (IV-act. 11). Die Fachstelle für
Sozialpsychiatrie und Psychotherapie führte mit Bericht vom 11. September 2003 aus,
der Versicherte leide an einer andauernden Persönlichkeitsstörung nach
Extrembelastung (F 62.0). Der Versicherte habe Probleme mit Autoritäten bei der Arbeit
und überhaupt in der Gesellschaft. Er habe sich sozial gegenüber der Umgebung, aber
auch innerhalb der Familie zurückgezogen. Die krankheitsbedingte Verminderung der
Leistungsfähigkeit betrage auch in einer Arbeit, die selbstständig ausgeführt werden
könne, mehr als 50%. Das genaue Ausmass sei nicht bekannt (IV-act. 20). Mit
Verfügung vom 13. Mai 2004 sprach die IV-Stelle dem Versicherten rückwirkend ab 1.
November 2003 eine ganze Rente zu (IV-act. 36)
A.c Gegen diese Verfügung erhob die Versicherungskasse D._ am 11. Mai 2004
(richtig wohl 11. Juni 2004) Einsprache und beantragte die Abweisung des
Rentengesuchs (IV-act. 37). Die IV-Stelle hiess die Einsprache teilweise gut und hob die
Verfügung vom 13. Mai 2004 mit Entscheid vom 27. Oktober 2004 auf. Sie nahm in der
Folge das Verwaltungsverfahren wieder auf (IV-act. 53) und beauftragte am 15.
November 2004 das Psychiatriezentrum E._ in F._ mit der Abklärung der
Gesundheitsbeeinträchtigung des Versicherten (IV-act. 62). Dipl.-Psych. G._ und Dr.
med. H._ führten in ihrem Gutachten vom 3. März 2005 aus, die Schlafstörungen, die
Gereiztheit, die auslösenden Ereignisse für Flashbacks und das dazugehörige
Vermeidungsverhalten und Ausweichen in den Alkoholkonsum, um die Gefühle zu
dämpfen, seien die Symptome einer posttraumatischen Belastungsstörung. Die
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Merkmale einer späten, chronifizierten Folge von Extrembelastungen (feindliche oder
misstrauische Haltung der Welt gegenüber, sozialer Rückzug, Gefühl von Leere,
Hoffnungslosigkeit und ständigem Bedrohtsein) hätten gefehlt. Die Alkoholabhängigkeit
habe noch keine schädlichen Auswirkungen (keine kognitiven Beeinträchtigungen)
gezeitigt. In Bezug auf die Arbeitsunfähigkeit führten die Gutachter aus, die
psychischen Beeinträchtigungen bewirkten eine Arbeitsunfähigkeit von 30% (IV-act.
66). Mit Verfügung vom 25. Mai 2005 wies die IV-Stelle das Rentengesuch ab (IV-act.
73).
A.d Gegen diese Verfügung liess der Versicherte Einsprache erheben und die
Zusprache einer ganzen evtl. einer Teilrente der Invalidenversicherung beantragen (IV-
act. 77). Der Einsprache legte er einen Bericht der Fachstelle für Sozialpsychiatrie und
Psychotherapie vom gleichen Tag bei (IV-act. 78). Die IV-Stelle wies die Einsprache des
Versicherten mit Entscheid vom 13. Oktober 2005 ab (IV-act. 88).
A.e Gegen den ablehnenden Einspracheentscheid liess der Versicherte am 8.
November 2005 Beschwerde erheben und beantragen, es sei ihm eine ganze,
eventualiter eine halbe, subeventualiter eine Viertelsrente zuzusprechen. Zur
Begründung wurde u.a. ausgeführt, es liege unbestrittenermassen eine
posttraumatische Belastungsstörung (F 43.1) vor (IV-act. 92). Die IV-Stelle beantragte
am 21. November 2005 die Abweisung der Beschwerde (IV-act. 96). Mit Entscheid vom
7. Juli 2006 hiess das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen die Beschwerde
teilweise gut, hob den Einspracheentscheid vom 13. Oktober 2005 auf und wies die
Sache zur weiteren Abklärung, insbesondere zur Abklärung der
Eingliederungsmöglichkeiten und zur neuen Entscheidung an die Beschwerdegegnerin
zurück (IV-act. 103). Am 26. Juli 2006 gab die IV-Stelle die Abklärung beruflicher
Eingliederungsmöglichkeiten in Auftrag (IV-act. 105). Noch bevor die berufliche
Abklärung im Business House I._ am 31. August 2007 abgeschlossen war, sprach
die IV-Stelle dem Versicherten mit zwei Verfügungen vom 23. August 2007 ab dem 1.
November 2003 eine Viertelsrente der Invalidenversicherung zu (IV-act. 125/126).
A.f Vom 2. Juli 2007 bis zum 31. August 2007 nahm der Versicherte an einer durch
das RAV in Auftrag gegebenen beruflichen Abklärung im Business House I._ teil. Im
Abklärungsbericht vom 10. September 2007 wurde festgehalten, dass der Versicherte
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eine tägliche Arbeitspräsenz von 50% bei einer Leistungsfähigkeit von 20-30% erreicht
hatte (IV-act. 127). Gestützt auf diese Abklärungen stellte der Versicherte am 21.
November 2007 einen Antrag auf Rentenerhöhung (IV-act. 129). Mit Verfügung vom 7.
April 2008 trat die IV-Stelle auf das Revisionsgesuch vom 21. November 2007 nicht ein,
mit der Begründung, dass sich die tatsächlichen Verhältnisse seit der letzten Verfügung
nicht wesentlich verändert hätten (IV. act. 140).
A.g Im Rahmen der im Jahr 2009 vorgenommenen amtlichen Rentenrevision machte
der Versicherte am 5. August 2009 erneut eine Verschlechterung des
Gesundheitszustandes geltend (IV-act. 144). Die im Rahmen der Rentenrevision
eingeholten Verlaufsberichte von Dr. B._ (IV-act. 147) und dem Psychiatriezentrum
J._ (IV-act. 149) wurden dem RAD zur Stellungnahme unterbreitet. Dieser hielt am 10.
Dezember 2009 fest, eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes sei insgesamt
nicht plausibel nachvollziehbar (IV-act. 150). Mit Mitteilung vom 17. Dezember 2009
teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, dass sie bei der Überprüfung des
Invaliditätsgrades keine Änderung festgestellt hätten und deshalb weiterhin ein
Anspruch auf die bisherige Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von 41% bestehe
(IV-act. 153).
A.h Am 22. Juni 2010 ersuchte der Versicherte um Überprüfung der Rentenleistungen.
Als gesundheitliche Beeinträchtigung wurde ein mehrfacher Bruch am linken Arm
angegeben (IV-act. 155) und ein Bericht der chirurgischen Klinik des Spitals K._ vom
7. April 2010 beigelegt (IV-act. 156).
A.i Mit Vorbescheid vom 18. Mai 2012 stellte die IV-Stelle dem Versicherten vom 1.
Juli 2010 bis 31. Januar 2011 eine ganze Rente und ab dem 1. Februar 2011 eine
Viertelsrente in Aussicht (IV-act. 183).
A.j Gegen diesen Vorbescheid reichte der Versicherte, vertreten durch Ardelio Murer,
Unia Ostschweiz-Graubünden, Sektion St. Gallen-Appenzell, eine Einsprache ein (IV-
act. 184). Ebenfalls nahm Rechtsanwältin lic. iur. Bettina Surber, St. Gallen, als
Vertreterin des Versicherten mit Eingabe vom 25. Juni 2012 zum Vorbescheid Stellung
und reichte ergänzend einen Arztbericht der chirurgischen Klinik des Spitals K._ vom
11. Juni 2012 ein (IV-act. 191).
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A.k Mit Schreiben vom 11. Juli 2012 erklärte Ardelio Murer in Vertretung des
Versicherten den Rückzug der Einsprache gegen den Vorbescheid vom 18. Mai 2012
(IV-act. 194).
A.l Mit Verfügung vom 13. August 2012 hielt die IV-Stelle am Vorbescheid fest und
sprach dem Versicherten eine ganze Rente vom 1. Juli 2010 bis 31. Januar 2011 sowie
eine Viertelsrente ab dem 1. Februar 2011 zu (IV-act. 199)
B.
B.a Gegen die Verfügung vom 13. August 2012 liess der Versicherte durch seine
Rechtsanwältin mit Eingabe vom 17. September 2012 Beschwerde erheben und
beantragen, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zur
Neuabklärung an die IV-Stelle zurückzuweisen (act. G 1).
B.b Das gestellte Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wurde durch den
Beschwerdeführer mit Schreiben vom 7. Dezember 2012 zurückgezogen (act. G 10).
B.c Mit Beschwerdeantwort vom 23. Januar 2013 beantragte die Beschwerdegegnerin
die Abweisung der Beschwerde (act. G 13).
B.d Der Beschwerdeführer verzichtete auf die Einreichung einer Replik (act. G 21),
worauf den Parteien mit Schreiben vom 29. Mai 2013 der Abschluss des
Schriftenwechsels mitgeteilt wurde (act. G 22). Auf die Begründungen in den einzelnen
Rechtsschriften und die Ausführungen in den medizinischen Akten wird, soweit
erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:
1.
1.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, es sei zu einer wesentlichen Veränderung
des Gesundheitszustandes gekommen, insbesondere müsse festgestellt werden, dass
die Ärzte am Kantonsspital St. Gallen im Bericht vom 26. Juni 2012 eine bisher von der
IV-Stelle nicht berücksichtigte Diagnose einer Läsion des Nervus ulnaris stellten. Die
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Auswirkungen dieser neuen Diagnose auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers
müsse näher abgeklärt werden (vgl. Beschwerdeschrift vom 17. September 2012, S. 6
f.; act. G 1).
1.2 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer rentenbeziehenden Person erheblich, so wird
die Rente gemäss Art. 17 Abs. 1 ATSG von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die
Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben. Anlass zu einer
Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die
geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Ob
eine solche Änderung eingetreten ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts,
wie er im Zeitpunkt der ursprünglichen Rentenverfügung bestanden hat, mit
demjenigen zur Zeit der streitigen Revisionsverfügung (vgl. BGE 125 V 369 E. 2 mit
Hinweis). Nach der Rechtsprechung ist die Invalidenrente nicht nur bei einer
wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidierbar,
wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen
Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 349 E. 3.5). Eine bloss
unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts
stellt praxisgemäss keine revisionsbegründende Änderung dar (BGE 112 V 372 E. 2 mit
Hinweisen). Eine anspruchsbeeinflussende Änderung – zum Beispiel eine massgebliche
Verbesserung oder Verschlimmerung des Gesundheitszustandes – ist zu
berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert
hat (Art. 88a der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.20]). Den
zeitlichen Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung bildet
bei einer in Frage stehenden Rentenrevision die letzte rechtskräftige Verfügung, welche
auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer
Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines
Einkommensvergleichs beruht (vgl. BGE 133 V 108 Erw. 5.4).
1.3 Nach der Rentenzusprache am 23. August 2007 (IV-act. 126) hatte der
Beschwerdeführer bereits am 21. November 2007 einen Antrag auf Rentenerhöhung
gestellt (IV-act. 129). Auf dieses Revisionsgesuch trat die Beschwerdegegnerin mit
Verfügung vom 7. April 2008 nicht ein, mit der Begründung, die tatsächlichen
Verhältnisse hätten sich seit der letzten Verfügung nicht wesentlich verändert (IV-act.
140). Eine materielle Prüfung des Rentenanspruchs unterblieb somit. Im Rahmen der
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amtlichen Rentenrevision machte der Versicherte am 5. August 2009 erneut eine
Verschlechterung des Gesundheitszustandes geltend (IV-act. 144). Im Rahmen dieses
Revisionsverfahrens holte die Beschwerdegegnerin Verlaufsberichte bei Dr. B._ (IV-
act. 147) und dem Psychiatriezentrum J._ (IV-act. 149) ein und stellte diese
anschliessend zur Stellungnahme dem RAD zu (IV-act. 150). Die Beschwerdegegnerin
stützte sich im amtlichen Revisionsverfahren damit einzig auf die knappen
Verlaufsberichte, die keine abschliessende Beurteilung des Gesundheitszustandes
ermöglichen und die hierzu ergangenen Stellungnahmen des RAD. Eigene
Untersuchungen wurden durch den RAD nicht durchgeführt. Eine eingehende
materielle Prüfung des Rentenanspruches fand somit auch im Rahmen des amtlichen
Revisionsverfahrens nicht statt. Ausgangspunkt für die Beurteilung des
gesundheitlichen Verlaufs bildet im vorliegenden Revisionsverfahren somit die
ursprüngliche Rentenzusprache vom 23. August 2007 (IV-act. 126). Die Verfügung vom
7. April 2008 (IV-act. 140) und die Mitteilung vom 17. Dezember 2009 (IV-act. 153),
worin die bisherige Situation jeweils ohne umfassende Abklärungen bestätigt wurde,
sind demgegenüber für die Verlaufsbeurteilung nicht von Bedeutung.
1.4 Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt
der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben Versicherungsträger und
Sozialversicherungsgerichte die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche
Beweisregeln sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das
Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle
Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und
danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige
Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf es bei
einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen,
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es
auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des
Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden
ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der
medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten
begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder
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die Herkunft des Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag
gegebenen Stellungnahmen als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a mit
Hinweisen).
1.5 Fest steht, dass es in der Nacht vom 4./5. April 2010 zu einem mehrfachen Bruch
des linken Armes gekommen und dadurch eine Veränderung des medizinischen
Sachverhalts eingetreten ist. Das Eintreten auf das Revisionsbegehren vom 22. Juni
2010 (IV-act. 155) ist damit unbestritten. Die aufgrund der Verletzung aufgetretene
Veränderung berücksichtigte die Beschwerdegegnerin dahingehend, dass sie mit der
angefochtenen Verfügung dem Beschwerdeführer für den Zeitraum vom 1. Juli 2010
bis 31. Januar 2011 einen Anspruch auf eine ganze Rente zusprach. Dabei stützte sie
sich im Wesentlichen auf die Stellungnahme des RAD vom 10. Februar 2012 in der
dieser festhielt, von Seiten der Humerusfraktur dürfte kein relevanter Einfluss auf die
Arbeitsfähigkeit mehr ausgehen. Sie hätte lediglich zu einer vorübergehenden, aber
nicht dauerhaften wesentlichen Arbeitsunfähigkeit geführt (IV-act. 180). Der
Beschwerdeführer macht hingegen geltend, dass die Auswirkungen der
Humerusfraktur und insbesondere der mit Bericht vom 26. Juni 2012 diagnostizierten
Läsion des Nervus ulnaris noch nicht genügend abgeklärt seien.
2.
2.1 Im Bericht der chirurgischen Klinik des Spitals K._ vom 7. April 2010 hielt med.
prakt. L._ als Diagnosen eine komplexe Humerusschaftfraktur mit Frakturausläufer in
das Humero-Ulnargelenk links, eine Rissquetschwunde Augenbraue rechts, sowie eine
Schürfwunde Wange rechts fest. Als Nebendiagnosen führte sie eine psychotische
Störung, eine Depression sowie ein Asthma bronchiale an. Für den Zeitraum vom 4.
April 2010 bis zum 21. Mai 2010 attestierte sie dem Versicherten eine 100%-ige
Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 156). Der RAD hielt in seiner Stellungnahme vom 2. Juli 2010
hierzu fest, es liege ein neuer Gesundheitsschaden vor, der allerdings normalerweise
keine anhaltende und erhebliche Veränderung der Arbeitsfähigkeit nach sich ziehe (IV-
act. 157). Aufgrund dieser Aussagen lassen sich die langfristigen Auswirkungen der
erlittenen Humerusschaftfraktur auf die Arbeitsfähigkeit nicht beurteilen. Der Ausdruck
"normalerweise" zeigt deutlich, dass es sich bei der Feststellung des RAD keineswegs
um eine gesicherte Prognose handelte.
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2.2 Im von der IV-Stelle eingeholten Arztbericht vom 30. August 2010 (IV-act. 160/1-6)
führte Dr. B._ als Diagnosen das bestehende Asthma bronchiale, die seit Jahren
bestehende Depression sowie die neu eingetretene schwere Ellbogenfraktur an. In
seiner Prognose hielt er fest, dass mit deutlichen Restbeschwerden gerechnet werden
müsse. Es liege aktuell eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit vor. Im Weiteren verwies er
auf den Bericht der ambulanten Untersuchung des Versicherten vom 18. August 2010
durch Dr. med. M._, Kantonsspital St. Gallen, Klinik für orthopädische Chirurgie, vom
19. August 2010 (IV-act. 160/7 f.) und den Austrittsbericht der chirurgischen Klinik des
Spitals K._ vom 23. April 2010 (IV-act. 160/9 ff.). Auch diese Berichte lassen jedoch
keine genügende Prognose der bleibenden Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit zu,
da der Heilungsverlauf zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen war.
2.3 Mit Bericht vom 20. Oktober 2010 nahm zudem Dr. med. N._, Kantonsspital St.
Gallen, zum Gesundheitszustand des Versicherten Stellung. Er diagnostizierte einen
Status nach 10-Loch LCP-Plattenosteosynthese distaler Humerus links mit Chevron-
Osteotomie des Olecranon links am 5. April 2010 bei distaler Humerus
schaftspiralfraktur links. Im Vergleich zur letztmaligen Untersuchung stellte Dr. N._
eine gewisse Verbesserung der Ellbogenbeweglichkeit, eine freie Pro- und Supination,
eine Hyposensibilität im Bereich des Nervus ulnaris-Versorgungsgebiets sowie keine
wesentliche Druckdolenz fest. Weiter führte Dr. N._ aus, leichte körperliche
Tätigkeiten ohne Belastung des linken Ellenbogens seien vollumfänglich möglich (IV-
act. 163). Der RAD hielt in der Folge in seiner Stellungnahme vom 14. Dezember 2010
eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit angestammt und adaptiert ab Zeitpunkt der erlittenen
Oberarmfraktur links bis zur letzten orthopädischen Kontrolle im Kantonsspital St.
Gallen vom 13. Oktober 2010 sowie ab dem 14. Oktober 2010 eine volle
Arbeitsfähigkeit im Rahmen der bestehenden Rente für eine adaptierte, leichte
körperliche Tätigkeit ohne Belastung des linken Ellenbogens fest (IV-act. 169). Die den
Verfügungen vom 23. August 2007 (IV-act. 125/126) zugrunde liegende
leidensangepasste Tätigkeit enthielt lediglich psychisch bedingte Einschränkungen der
Leistungsfähigkeit. Die zusätzliche Einschränkung auf Tätigkeiten ohne Belastung des
linken Ellenbogens stellt damit eine Änderung der zumutbaren leidensangepassten
Tätigkeit des Beschwerdeführers dar. Es liegt damit eine zusätzliche Einschränkung vor
und es kann aufgrund der geänderten leidensangepassten Tätigkeit nicht ohne
weiteres vom gleichen Invaliditätsgrad wie in den Verfügungen vom 23. August 2007
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ausgegangen werden. Demzufolge kann dem RAD nicht gefolgt werden, wenn dieser
trotz geänderter leidensangepasster Tätigkeit ohne weitere Begründung von einer
vollen Arbeitsfähigkeit im Rahmen der bestehenden Rente ausging.
2.4 Anlässlich von sonographischen Untersuchungen des linken Ellenbogens am
11. und 15. April 2011 wurden Hinweise für eine leichte traumatische Schädigung des
linken Nervus ulnaris distal vom Sulcus ulnaris festgestellt. Einen Hinweis auf ein
Sulcus ulnaris-Syndrom finde sich auch sonographisch jedoch nicht. Einen Hinweis für
eine komprimierende Raumforderung des linken Nervus ulnaris finde sich ebenfalls
nicht. Weiter empfahlen Prof. Dr. med. N._ und Dr. med. O._ nach Entnahme des
Osteosynthesematerials eine Verlaufskontrolle in etwa sechs Monaten (IV-act. 176/6 f.).
Am 6. Mai 2011 fand im Spital P._, Klinik für Orthopädie, die Metallentfernung im
linken Ellenbogen statt (IV-act. 176/4 f.). Im von der IV-Stelle eingeholten
Verlaufsbericht vom 28. November 2011 hielt Dr. B._ fest, die Diagnosen hätten sich
nicht verändert. Er diagnostizierte eine chronische Depression und ein Status nach
komplexer Ellenbogenfraktur (IV-act. 176/1).
2.5 In einer erneuten Stellungnahme hielt der RAD am 10. Februar 2012 fest, von
Seiten der Humerusfraktur dürfte kein relevanter Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit mehr
ausgehen. Sie hätte nur zu einer vorübergehenden, aber nicht dauerhaften wesent
lichen Arbeitsunfähigkeit geführt. Somit sei davon auszugehen, dass die
Arbeitsfähigkeit adaptiert weiterhin bei 70% liege (IV-act. 180). Diese Beurteilung durch
den RAD lässt jedoch ausser Acht, dass anlässlich der sonographischen Untersuchung
vom 11. und 15. April 2011 eine leichte traumatische Schädigung des linken Nervus
ulnaris distal vom Sulcus ulnaris festgestellt wurde und Prof. Dr. N._ und Dr. O._
eine erneute Verlaufskontrolle (inkl. Elektrophysiologie und Nervensonographie) nach
Entnahme des Osteosynthesematerials empfahlen (IV-act. 177/6 f.). Eine
abschliessende Beurteilung der Auswirkungen der Humerusfraktur auf die
Arbeitsfähigkeit konnte zu diesem Zeitpunkt somit noch nicht erfolgen.
2.6 Im Arztbericht der chirurgischen Klinik des Spitals K._ vom 11. Juni 2012 führte
Dr. Q._ aus, es bestehe eine leichte Druckdolenz im sulcus ulnaris. Ein Tinel-
Phänomen könne nicht ausgelöst werden. Es liege eine nicht genau objektivierbare
Hyposensibilität am Kleinfinger und im Hypothenarbereich vor. Es liege keine
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wesentliche Atrophie der Handmuskulatur vor. Die Beweglichkeit des Ellbogengelenks
sei leicht eingeschränkt mit einer aktiven Flexion von 130° und einem Extensionsdefizit
von knapp 15°. Die auswärtigen Röntgenbilder würden eine in guter Stellung
konsolidierte Fraktur zeigen. Am Epicondylus medialis humeri bestehe eine alte, nicht
verheilte epicondyläre Fraktur. Es gebe keine Hinweise für posttraumatische Arthrosen.
Von Seiten des Knochens lägen eine konsolidierte Fraktur und noch persistierende
leichte Bewegungseinschränkungen im Sinne eines Extensionsdefizites vor. Die
neurologischen Beschwerden könnten nicht sicher objektiviert werden und er schlage
deshalb eine neurologische Abklärung mit Durchführung einer Ulnaris -
Elektroneurographie vor. Sollten sich dort pathologische Befunde ergeben, sei eine
Neurolyse und Vorverlagerung des Nervus ulnaris ins Auge zu fassen. Ansonsten sei
der Ellbogen voll belastungsfähig. Es könne auch ein Krafttraining zur Stärkung der
Oberarm- und Unterarmmuskulatur durchgeführt werden (IV-act. 191/3 ff.). Am 25. Juni
2012 wurde der Versicherte am Kantonsspital St. Gallen neurophysiologisch
untersucht. In ihrem Bericht vom 26. Juni 2012 hielten Prof. Dr. N._ und Dr. O._ als
Diagnosen eine Läsion des Nervus ulnaris am linken Unterarm bei komplexer
Humerusschaftfraktur mit Frakturausläufer ins Humero-Ulnargelenk am 5. April 2010,
ein Status nach 10-Loch-LCP-Plattenosteosynthese des distalen Humerus links mit
Chevron-Osteomie Olecranon links sowie einen dringenden Verdacht auf zusätzliche
Aggravation DD somatoforme Empfindungsstörung fest (IV-act. 193). Für die von Dr.
Q._ vermuteten neurologischen Beschwerden liegt somit mit der diagnostizierten
Läsion des Nervus ulnaris ein möglicher pathologischer Befund vor und es wäre eine
Neurolyse und Vorverlagerung des Nervus ulnaris ins Auge zu fassen. Eine Beurteilung
der Auswirkungen der ausgewiesenen neurologischen Beschwerden auf die
Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers erfolgte nicht.
2.7 Der Stellungnahme des RAD vom 10. Februar 2012, dass von Seiten der
Humerusfraktur kein relevanter Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit mehr ausgehen dürfte
(IV-act. 180), kann gemäss den voranstehenden Ausführungen somit nicht ohne
Weiteres gefolgt werden. Die Auswirkungen der von Prof. Dr. N._ und Dr. O._ in
ihrem Bericht vom 26. Juni 2012 erhobenen Diagnosen auf die Arbeitsfähigkeit des
Beschwerdeführers wurden nicht erhoben. Eine abschliessende Beurteilung der
verbleibenden Arbeitsfähigkeit kann damit nicht erfolgen. Es ist hierzu eine umfassende
Begutachtung einzuholen.
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3.
3.1 Mit Blick auf die gesamte medizinische Aktenlage ist festzustellen, dass den
psychisch bedingten Beeinträchtigungen für die Arbeitsunfähigkeit des
Beschwerdeführers ebenfalls eine entscheidende Bedeutung zukommt. Die dadurch
verursachte Arbeitsunfähigkeit ist die Grundlage für die mit den Verfügungen vom 23.
August 2007 zugesprochenen Viertelsrente. Zur Bestimmung einer allenfalls
eingetretenen Verschlechterung des psychischen Gesundheitszustandes ist als
Referenzzeitpunkt ebenfalls auf die letzte materielle Prüfung des Rentenanspruches
und damit auf die Verfügungen vom 23. August 2007 abzustellen (vgl. Erw. 1.3).
3.2 Der Beschwerdeführer stellte am 21. November 2007 einen Antrag auf
Rentenerhöhung (IV-act. 129). Dies begründete er damit, dass die vom 2. Juli 2007 bis
zum 31. August 2007 im Business House I._ durchgeführten Arbeitsabklärungen
ergeben hätten, dass er lediglich zu 20 bis 30% arbeitsfähig sei. In dem der
Beschwerdegegnerin eingereichten Bericht vom 28. Januar 2008 hielten R._,
Psychiatriepfleger, und Dr. med. S._, Oberarzt, beide Psychiatriezentrum J._, fest,
der Versicherte sei seit dem letzten Bericht aus dem Jahr 2003 viermal in stationärer
Behandlung in der Klinik T._ gewesen. Der Versicherte sei nach wie vor nicht in der
Lage, alltägliche Verpflichtungen gegenüber der Familie oder sonst wie wahrzunehmen.
Allgemein bestehe eine innere Unruhe und Angespanntheit. Diese äussere sich auch in
einer Art von Selbstgesprächen mit auffallender Gestik und Mimik, was für
Aussenstehende recht eigenartig wirke. Bei starker Ausprägung wirke dieser Zustand
auch psychotisch, insbesondere im Zusammenhang mit gelegentlichen paranoiden
Ängsten, welche durch Beobachtungen in der Umgebung ausgelöst werden könnten.
Körperlich bestehe ein Asthma bronchiale, welches teilweise mit den
Verschlechterungen des psychischen Allgemeinzustandes einhergehe. Eine
Veränderung des Zustandsbildes seit 2003 habe sich in Bezug auf den Alkoholabusus
ergeben. Der Patient trinke seit einigen Jahren praktisch nicht mehr. Das
psychopathologische Zustandsbild sei im Wesentlichen unverändert. Durch die
psychiatrische Behandlung habe seit April 2006 zumindest eine weitere stationäre
Behandlung vermieden werden können. Als Diagnosen hielten sie ein depressiv
gereiztes Syndrom bei Persönlichkeitsveränderung nach Extrembelastung (ICD-10 F
62.0) fest (IV-act. 132). Die neu eingereichten Unterlagen wurden dem RAD zur
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Stellungnahme unterbreitet. Dieser hielt am 13. Februar 2008 fest, Dr. S._ schildere
ein im Vergleich zum Gutachten vom 3. März 2005 im wesentlichen unverändertes
psychopathologisches Zustandsbild, wobei er überdies erwähne, dass der Versicherte
seit einigen Jahren praktisch nichts mehr trinke. Angesichts dieser Alkoholabstinenz
könne angenommen werden, dass sich der Gesundheitszustand im Vergleich zur
letzten Rentenverfügung de facto eher verbessert als verschlechtert habe. Bei der von
Dr. S._ vorgenommenen Einschätzung der Leistungsfähigkeit von 20 bis 30% handle
es sich um eine andere Beurteilung einer im Wesentlichen unveränderten, sogar etwas
verbesserten, medizinischen Sachlage (IV-act. 133). Im Rahmen der im Jahr 2009
vorgenommenen amtlichen Rentenrevision wurde von der Beschwerdegegnerin ein
Verlaufsbericht bei Dr. B._ eingeholt. Dieser bestätigte in seinem Bericht vom 8.
September 2009 eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes bei jedoch
unveränderter Diagnose (IV-act. 147). Ebenfalls wurde ein Verlaufsbericht des
Psychiatriezentrums J._ eingeholt. Dieses stellte in seinem Bericht vom 6. Oktober
2009 eine Änderung der Diagnose fest und erhob neu eine rezidivierende depressive
Störung, gegenwärtig leichte Episode ohne somatisches Syndrom (ICD F33.0) seit Mai
2006, eine Persönlichkeitsveränderung nach Extrembelastung (ICD-10 F62.0) seit Juli
2003 sowie ein Asthma bronchiale. Im Ergebnis wurde festgehalten, die
Arbeitsfähigkeit auf dem freien Markt sei nicht gegeben und die Prognosen
diesbezüglich seien ungünstig. Seit 2007 habe sich eine stetige Verschlechterung des
Gesundheitszustandes eingeschlichen, mit einer gewissen Stabilisierung auf tiefem
Niveau. Eine Arbeit in geschütztem Rahmen sei noch nicht ausprobiert worden und das
Gelingen scheine ungewiss. Es liege eine eher schlechte Prognose vor (IV-act. 149).
Die im Rahmen der Rentenrevision eingereichten Berichte wurden dem RAD zur
Stellungnahme unterbreitet. Dieser hielt am 10. Dezember 2009 fest, eine
Verschlechterung des Gesundheitszustandes sei insgesamt nicht plausibel
nachvollziehbar (IV-act. 150).
3.3 Der Beurteilung durch den RAD vom 10. Dezember 2009 kann nicht gefolgt
werden. Gerade im Verlaufsbericht des Psychiatriezentrums J._ vom 6. Oktober 2009
hielten die behandelnden Ärzte ausdrücklich fest, es habe sich seit 2007 eine stetige
Verschlechterung des Gesundheitszustandes eingeschlichen. Ebenfalls hielten sie eine
Änderung der Diagnosen fest (IV-act. 149). Einzig aufgrund der Tatsache, dass es in
Bezug auf den Alkoholabusus zu einer Stabilisierung gekommen war und davon
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ausgegangen werden konnte, dass der Beschwerdeführer zu diesem Zeitpunkt
abstinent lebte, kann nicht gleichzeitig davon ausgegangen werden, dass sich der
psychische Gesundheitszustand des Beschwerdeführers insgesamt verbessert hätte.
Die im Verlaufsbericht des Psychiatriezentrums J._ vom 1. Februar 2012 ausgeführte
Stabilisierung bezüglich der Persönlichkeitsveränderung bezog sich zudem auf den
Zeitraum seit 2009 (IV-act. 177). Wie voranstehend festgestellt ist der massgebende
Referenzzeitpunkt für eine eingetretene Änderung des Gesundheitszustandes jedoch
der Zeitpunkt der Verfügungen vom 23. August 2007 (Vgl. Erw. 1.3 und 3.1). Damit
spielt die Feststellung im Verlaufsbericht vom 6. Oktober 2009, es habe sich seit 2007
eine stetige Verschlechterung des Gesundheitszustands eingeschlichen, eine
entscheidende Rolle (IV-act. 149). Eine nachfolgend allenfalls eingetretene
Stabilisierung schliesst eine Verschlechterung gegenüber dem Zustand im Jahr 2007
nicht aus und ist für den Anspruch auf Neubeurteilung unerheblich.
3.4 Nach dem 23. August 2007 stützte sich die Beschwerdegegnerin jeweils auf
eingeholte Verlaufsberichte und die hierzu ergangenen Stellungnahmen des RAD. Eine
eingehende Begutachtung des Beschwerdeführers unterblieb hingegen. Zur Klärung
des psychischen Gesundheitszustandes und den diesbezüglichen Auswirkungen auf
die Arbeitsfähigkeit ist deshalb ebenfalls eine aktuelle Beurteilung einzuholen.
4.
4.1 Gestützt auf die vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung
der angefochtenen Verfügung vom 13. August 2012 gutzuheissen und die
Angelegenheit zur weiteren medizinischen Abklärung im Sinne der Erwägungen und
entsprechender neuer Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
4.2 Nach Art. 69 Abs. 1 IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um
die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Ver
sicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand
und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt.
Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint in der vorliegend zu beurteilenden
Angelegenheit angemessen. Die Rückweisung zur Neubeurteilung gilt praxisgemäss als
volles Obsiegen (BGE 132 V 235 E. 6). Die unterliegende Beschwerdegegnerin hat
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deshalb die gesamte Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen. Der vom
Beschwerdeführer geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist ihm zurückzuerstatten.
4.3 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei
Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom
Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der
Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen
(Art. 61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor
Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.--
bis Fr. 12'000.--. Im Hinblick auf die vergleichsweise knapp begründete
Beschwerdeschrift, die unterbliebene Beschwerdeergänzung sowie den Verzicht auf
die Replik durch den Beschwerdeführer, ist von einem leicht unterdurchschnittlichen
Vertretungsaufwand auszugehen. Eine pauschale Entschädigung von Fr. 2'500.--
(inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) erscheint dem Vertretungsaufwand
angemessen. Die Beschwerdegegnerin hat somit dem Beschwerdeführer eine
Parteientschädigung in der genannten Höhe zu bezahlen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP