Decision ID: 31190682-acf2-4e5b-8fcb-710a6093603d
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1958, meldete sich am 28. Januar 2002 (Urk. 9/1) bezie
hungsweise am 17. Juni 2002 (Urk. 9/10)
unter Hinweis auf
eine schwere
Funk
tionsbeeinträchtigung
der rechten Hand sowie Schmerzen im Nacken und Kopf bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Die
Sozialversicherungs
anstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle, sprach ihm
mit Verfügungen vom
9. No
vember und
3. Dezember 2004 (Urk. 9/63)
bei einem Invaliditätsgrad von
100 %
eine
ganze
Rente ab
1. Juli 2002, sodann bei einem Invaliditätsgrad von 46 % eine
Viertelsrente
ab 1. März 2003
(Urk. 9/64, Urk. 9/65) und bei einem
Invali
ditätsgrad
von wiederum 100 % eine ganze Rente ab 1. Juni 2004 zu (Urk. 9/66, Urk
.
9/62). M
it
Mitteilungen
vom
1. Februar 2007 (Urk. 9/74) und vom 23. März 2010 (Urk. 9/82) teilte die IV-Stelle dem
Versicherten mit, der
Rentenanspruch sei unverändert.
1.2
Nach Eingang eines am
20. März 2013
ausgefül
lten Revisionsfragebogens (Urk. 9/92
)
h
olte die IV-Stelle unter anderem bei
Dr.
med.
Y._
und Prof.
Dr.
Z._
ein
bi
disziplinäres
Gutachten ein, das am
18. De
zember 2013
erstattet wurde (Urk.
9/102, Urk. 9/106).
Im Rahmen des
Vorbe
scheidverfahren
s
(Urk. 9/
110
ff.
) teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, die Kosten für eine Potentialabklärung bei
A._
vom 31. August bis 27. Septem
ber 2015 zu übernehmen (Urk. 9/140). Mit Verfügung vom 28. Dezember 2015
teilte die IV-Stelle dem Versicherten
sodann
den Abschluss der beruflichen Ei
n
gliederung mit (Urk. 9/1
60 = Urk. 2) und m
it Verfügung vom 11. Januar 2016 setzte
die IV-Stelle die bisher ausgerichtete
ganze
Rente auf
eine halbe Rente herab (Urk. 9/162
= Urk.
10/
2).
2.
Der
Versicherte erhob am
3. Februar 2016
Beschwerde (Urk. 1)
gegen die Verfü
gung vom
28. Dezember 2015
(Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben
und
es sei
die IV-Stelle zu verpflichten, Integrationsmass
n
ahmen durchzuführen
(Urk. 1
S. 2
Ziff.
1
).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 31. März 2016 (Urk. 8
) die Abweisung der Beschwerde
, was
dem Beschwerdeführer am 20. Mai 2016 zur Kenntnis gebracht
wurde
(Urk. 11).
Am 11. Februar 2016 erhob der Versicherte sodann
im Verfahren IV.2016.00216
Beschwerde (Urk. 10/1) gegen die Verfügung vom 11. Januar 2016 (Urk. 10/2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei ihm weiterhin eine ganze
IV-Rente zuzusprechen
(S. 2
Ziff.
1)
, eventuell sei die Verfügung vom
11. Januar 2016 aufzuheben und es sei die IV-Stelle zu verpflichten, eine handchirurgische, rheumatologische, kardiologische und psychiatrische Begutachtung durchzu
führen und gestützt auf das Gutachten neu zu
entscheiden (S. 2
Ziff.
2)
,
sub
eventuell
sei die Verfügung vom 11. Januar 2016 aufzuheben und es sei ihm eine
Dreiviertelsrente
zuzusprechen (S. 2
Ziff.
3), subsubeventuell sei die Verfü
gung vom 11. Januar 2016 aufzuheben und es sei die IV-Stelle zu verpflichten, berufliche Massnahmen durchzuführen. Nach Durchführung der beruflichen Massnahmen sei über den Anspruch auf eine IV-Rente zu entscheiden (S. 2
Ziff.
4).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
31. März 2016
(Urk.
10/5) die Abwei
sung der Beschwerde
, was
dem Beschwerdeführer am 20. Mai 2016 zur Kenntnis gebracht
wurde
(Urk. 11).
Mit Gerichtsverfügung vom
20. Mai 2016
(Urk. 11)
wurde der Prozess Nr. IV.2016.00216 in Sachen der Parteien mit dem vorliegenden Prozess Nr. IV.2016.00183 vereinigt und unter dieser Prozessnummer weitergeführt.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG
).
Sie kann Folge von
Ge
burtsgebrechen
, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung; IVG)
.
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu be
tä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1.3
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von
Art.
4
Abs.
1 IVG in Verbindung mit
Art.
8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als rele
vant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person
bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu ver
werten, abwenden könnte; das Mass des
Forderbaren
wird dabei weitgehend objektiv bestimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung
einer Erwerbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychi
schen
Beeinträchtigung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur soweit zu einer Erwerbsunfähigkeit (
Art.
7 ATSG), als angenommen werden
kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (
Art.
6 ATSG) sei der versicherten Per
son
sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
1.4
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbe
zügers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 11. Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. Au
-
gust
2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der
Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revisi
onsgrund
im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Ein
spracheentscheid
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hinweisen).
1.5
Gemäss Art. 88a Abs. 1 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) ist bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im Auf
gabenbereich zu betätigen oder bei einer Verminderung der Hilflosigkeit, des invaliditätsbedingten Betreuungsaufwandes oder des Hilfebedarfs die
an
spruchsbeeinflussende
Änderung für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen wer
den kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird. Die hierzu not
wendige Prognose unterliegt dabei dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 119 V 7 E. 3c/
aa
mit Hinweisen).
Nach der bundesgerichtlichen Praxis zu Art. 88a Abs. 1 IVV ist eine Rente bei Wegfall der Invalidität im Normalfall erst nach Ablauf von drei Monaten seit dem Eintritt der anspruchserheblichen Veränderung aufzuheben (BGE 119 V 98 E. 4a, Urteil des Bundesgerichts I 569/06 vom 20. November 2006 E. 3.3).
1.6
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdeg
egnerin ging in ihrer Verfügung v
om 28. Dezember 2015
(Urk. 2) davon aus, dass n
ach
der
Herabsetzung der bisherigen ganzen auf eine halbe Rente mit dem Beschwerdeführer eine vierwöchige Potentialabklärung zwecks Erhebung des Eingliederungspotentials vereinbart worden
sei
. Aufgrund der subjektiven Einschätzung
des Gesundheitszustandes durch den Beschwerdefüh
rer
und seiner einseitigen Vereinnahmung durch seine Schmerzen seien die Ein
gliederungsmassnahmen nicht zweckmässig gewesen, weshalb sie eingestellt worden seien.
In der
Verfügung vom 11. Januar 2016
(Urk. 10/2)
vertrat
die Beschwerde
-
gegne
rin
gestützt auf
d
ie medizinischen Abklärungen
die Auffas
sung
,
dass sich der Gesundheitszustand
des Beschwerdeführers
ab Oktober 2013 wesentlich verbessert habe, indem der Beschwerdeführer seine rechte Hand wie
der vermehrt einsetzen könne. In einer optimal angepassten Tätigkeit sei ihm ein Pensum von 50 % zumutbar. Bei einem
Valideneinkommen
von Fr.
92‘841.55 im Jahr 2013 und einem Invalideneinkommen von Fr. 37‘839.10 (Anforderungsniveau 3, kein leidensbedingter Abzug) resultiere ein IV-Grad von 59 %.
2.2
Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt (Urk. 1),
aus dem Bericht der
A._
ergebe sich insgesamt
, dass er einsatzwillig gewe
sen sei und sich bemüht habe, aber offensichtlich wegen seiner
Gesundheitsbe
einträchtigung
nicht während vier Stunden, sondern lediglich während zweier Stunden am Tag habe eingesetzt werden können. Bei ihm liege eine erhebliche arbeitsmarktrechtliche Desintegration auf der Hand. Die IV-Stelle wäre ver
pflichtet gewesen, ihn hinreichend auf die berufliche Eingliederung vorzuberei
ten und weitergehende Massnahmen in die Wege zu leiten (Urk. 1 S. 9).
Er machte sodann geltend, dass es sich b
ei der Beurteilung von
Dr.
Y._
u
nd Prof.
Z._
um eine andere Beurteilung eines gleich gebliebenen bezie
hungsweise schlechter gewordenen Gesundheitszustandes
handle
. Weder aus handorthopädischer/rheumatologischer, noch aus psychiatrischer Sicht sei eine Verbesserung eingetreten, weshalb der Anspruch auf eine ganze Rente nach wie vor ausgewiesen sei (
Urk. 10/1
S. 11 oben). Selbst bei Annahme einer 50%ige
n
Arbeitsfähigkeit sei bei einem
Valideneinkommen
von Fr. 94‘591.-- im Jahr 2015 bei einem - unter Berücksichtigung eines 25%igen leidensbedingten Ab
zug
s
berechneten - Invalideneinkommen von Fr. 28‘379.-- und einem IV-Grad von 70 % der Anspruch auf eine ganze Rente nach wie vor ausgewiesen (
Urk. 10/1
S. 25 f.).
2.3
Streitig und zu prüfen
ist
, ob
die
Reduktion der
bisherigen
ganzen
Rente
auf eine halbe Rente
rechtens ist,
sowie der
Anspruch auf Durchführung von
In
tegrationsmassnahmen
.
Dabei bilde
n
die Verfügung
en vom 9. November/3. Dezember 2004 (Urk. 9/62 ff.) d
en zeitlichen Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Verände
rung bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung
en
vom
28. Dezember 2015 bzw.
11
.
Januar
201
6
(vgl. vorstehend E. 1.4
).
3.
3.1
Der erstmaligen
Leistungszusprache
lagen die folgenden medizinischen Berichte zu Grunde:
3.2
Die Ärzte der Rehaklinik
B._
berichteten am 2
2.
Mai 2003 (Urk. 9/22) über den stationären Aufenthalt des Beschwerdeführers vom 7. Mai bis 21. Mai 2003 und nannten folgende Diagnosen:
chronifiziertes
komplexes regionales Schmerzsyndrom (
CRPS
)
I des rech
ten Handgelenks sowie der gesamten Hand und der Finger radialbetont mit
myofaszialer
Ausweitung auf den gesamten Arm sowie Schultergür
tel-/Nackenbereich rechts
Major Depression mit betonten ängstlichen Anteilen
Kopfschmerz vom Spannungstyp
Sie führten aus,
dass der Beschwerdeführer für die bisherige angestammte Tätig
keit als Baumaschinenführer zu 100 % arbeitsunfähig sei, momentan auch aus psychiatrischen Gründen (S. 1). Die Prognose hinsichtlich der Handfunktion sei als eher ungünstig einzustufen. Aktuell könne die rechte Hand nur als Stützhand eingesetzt werden. Der Beschwerdeführer sei durch die chronische Schmerzsymptomatik in seiner gesamtpsychophysischen Leistungsfähigkeit deutlich eingeschränkt (S. 2).
3.3
Dr.
med.
C._
, SUVA-Kreisarzt, berichtete am 2
2.
Oktober 2003 über die k
reisärztliche Abschlussuntersuchung
vom gleichen Tag
(Urk. 9/26/2-4)
und
führte aus
,
dass der Beschwerdeführer psychisch einigermassen kompensiert wirke. Er trage eine Vorderarmhandgelenksmanschette rechts mit Klettver
schluss (S. 2). Kurz zusammengefasst handle es sich um einen Zustand nach ei
nem Sturz am 1
2.
Juli 2001 in eine Grube aus einer Höhe von 1.5 m mit Trau
matisierung einer bereits vorbestehenden alten
Skaphoidpseudoarthrose
und konsekutiver
diokarpaler
Arthrose
. Es habe sich ein
chronifizierte
s
CRPS I des rechten Handgelenks sowie der gesamten Hand und der Finger
radioalbetont
mit
myofaszialer
Ausweitung auf den gesamten Arm sowie Schultergürtel-/Nackenbereich rechts entwickelt. Anlässlich der z
w
eiten Rehabilitation vom
7. Mai bis 21. Mai 2003 sei aus psychiatrischer Sicht die D
iagnose einer Major-Depression
mit betonten ängstlichen Anteilen gestellt worden. Zudem bestün
den Kopfschmerzen vom Spannungstyp. Die anlässlich des
Rehabilitationsauf
enthaltes
in
B._
im Mai durchgeführten Therapieversuche hätten leider keinen Erfolg gebracht
(S. 3 oben)
.
Heute finde man an der rechten Hand nach einem längeren Hängenlassen ein verändertes Kolorit mit livider rötlicher Ver
färbung.
Palpatorisch
sei die rechte Hand kühler. Es bestehe auch eine leichte Schwellung mit vermehrt verstrichenem Hautrelief. Es lägen nach wie vor Zei
chen eines CRPS im Stadium I vor. Sowohl die Ellbogen- wie auch die
Schul
terfunktion
seien deutlich eingeschränkt (S. 3 Mitte).
Bereits anlässlich der letz
ten Konsultation an der
D._
Klinik am 25. November 2002 sei von einem Endzustand gesprochen worden. Dieser Einschätzung könne er sich anschlies
sen. Eine Aggravation liege nicht vor. Es seien sämtliche therapeutischen Mög
lichkeiten ausgeschöpft, den Zustand nennenswert zu verbessern
(S. 3 unten)
.
3.4
Dr.
med.
E._
,
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Rehakli
nik
B._
,
berichtete am
28. Mai 2004 (Urk. 9/53/28-31)
über die am
bulante psychiatrische Untersuchung vom gleichen Tag und
nannte folgende Diagnose:
weiterhin erheblich depressiver Zustand im Sinne einer sogenannten Ma
jor-Depression (depressive Episode, mittelgradig bis schwer,
ICD-10
F32.1 beziehungsweise
ICD-10
F32.2)
Er führte aus,
der Beschwerdeführer erscheine mit typisch depressivem Aspekt mit leicht gebeugter Körperhaltung, wenig Mimik, depressiv herabgestimmt, de
pressive Psychomotorik, innerlich unruhig und in depressiven Kognitionen ge
fangen wirkend.
Der Beschwerdeführer erwecke den Eindruck eines erheblichen Leidensdruckes und wirke auch schmerzgeplagt. Es bestehe ein
feinschlägiges
Zittern des rechten Unterarms. Eindrucksmässig bestehe von Seiten des
Leidens
zustandes
und der Depression her gegenüber der Voruntersuchung im Mail letzten Jahres jetzt sicher nicht
ein besserer
, eher ein schlechterer Zustand. Alles in allem wirke der Beschwerdeführer gegenüber vor einem Jahr eher depressiver und auch resignierter und
chronifizierter
(S. 1).
Es bestehe weiterhin ein sehr unbefriedigender Zustand, psychiatrisch seit der letzten Beurteilung im Mai 2003 keineswegs gebessert, sondern eher verschlechtert.
Man müsse angesichts des bisherigen Verlaufs und des aktuellen Zustandsbildes davon ausgehen, dass auf absehbare Zeit hin praktisch keine verwertbare Arbeitsfähigkeit auf dem gesamten freien Arbeitsmarkt gegeben sei. Die Begründung liege in der doch erheblichen Schwere des depressiven Zustandsbildes, das auch für Laien er
kennbar sei. D
er
Beschwerdeführer
sei
in diesem Zustand weder vermittelbar noch arbeitsfähig
(S. 3).
3.5
Dr.
F._
, Regionaler ärztlicher Dienst (RAD) der Beschwerdegegnerin, nahm am
2.
August 2004 Stellung (Urk. 9/58/5) und führte aus, dass es seit Beginn der psychiatrischen Behandlung im Herbst 2003 kontinuierlich zu einer
Chroni
fizierung
der depressiven Symptomatik gekommen sei, so dass ab Anfang 2004
,
s
pätestens ab März 2004 von einer nicht mehr zu verwertenden Rest-Arbeitsfä
higkeit ausgegangen werden müsse. Weitere Abklärungen seien momentan nicht nötig.
4.
4.1
Für die Zeit nach den ursprünglichen Verfügungen vom 9. November
/
3. De
-
zem
ber
2004 finden sich in den Akten die folgenden medizinischen Berichte:
4.2
Dr.
med.
C._
,
SUVA-Kreisarzt, berichtete am 23. August 2006 über die k
reisärztliche Abschlussuntersuchung
vom gleichen Tag
(Urk. 9/72/26-28)
und führte aus,
dass sich im Vergleich zu den Befunden am 2
2.
Oktober 2003 keine neuen Aspekte ergäben. Der Beschwerdeführer leide an einem Dauerschmerz tagsüber mit einer Intensität von 5 bis 6 auf einer Skala von 0 bis 10. Während der Nacht könne die Intensität die Stufe 10 erreichen. Nach längerem Hängen
lassen bestehe nach wie vor ein livides Kolorit.
Palpatorisch
sei die rechte Hand kühler. Das Hautrelief sei bei
leichter Schwellung verstrichen. Es lägen nach wie vor Zeichen eines CRPS im Stadium I vor. Der Faustschluss sei unvollkommen. Eine Kraftentwicklung liege nicht vor.
Aufgrund einer
myofaszialen
Auswei
tung bestehe eine mässige Einschränkung im Ellenbogengelenk und eine erheb
liche Einschränkung im Schultergelenk
. Nun über fünf Jahre nach dem
Unfall
ereignis
sei definitiv von einem Endzustand auszugehen
(S. 3).
4.3
Dr.
med.
G._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,
versiche
rungsmedizinischer
Dienst SUVA,
berichtete am
21. September 2006
über die psychiatrische Untersuchung vom 23. August 2006
(Urk. 9/72/8-16)
und führte aus, anhand des bisherigen Verlaufes sei festzustellen, dass beim Beschwerdeführer seit mindestens Dezember 2001 eine mittelgradige bis schwer ausgeprägte depressive Störung vorliege. Es handle sich eindeutig um eine er
hebliche Störung. Au
f
Grund des bisherigen Verlaufes und in Beachtung dessen, dass der Beschwerdeführer nicht nur stationär rehabilitativ behandelt worden sei, sondern seit Mai 2003 auch eine ambulante psychiatrisch-psychotherapeu
tische Behandlung wahrnehme, könne davon ausgegangen werden, dass die zur Verfügung stehenden Behandlungsmöglichkeiten im Wesentlichen ausgeschöpft
seien. Eine Besserung des psychischen Befindens des Beschwerdeführers sei, wie
Dr.
E._
2004 zu Recht festgehalten habe, denkbar. Sie sei, wie man inzwi
schen ergänzen könne, jedoch nicht wahrscheinlich. Es bestehe eine
erhebliche und wahrscheinlich dauerhafte Schmerz- und Funktionsstörung der rechten oberen Extremität und zugleich
auch eine
anhaltende mittelschwere bis schwere depressive Störung (S. 8)
.
4.4
Dr.
med.
Y._
, Fachärztin für Innere Medizin,
erstattete ihr internis
tisch-rheumatologisches Gutachten
vom 6. November 2013 (Urk. 9/102)
gestützt auf die Untersuchung vom 14. Oktober 2013, die Akten sowie die La
boruntersuchungen. Sie nannte folgende
Diagnose
n
mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (S. 57)
:
Status nach Traumatisierung einer vorbestehenden
Scaphoid
-Pseudo
arthrose rechts und einer vorbestehenden erheblichen radio
karpalen Arthrose rechts am 1
2.
Juli
2001 bei ein
em Sturz aus 1.5 Meter Höhe mit
konservativer Therapie und
passagerem CRPS I und
wahrscheinlicher Nekrose des proximalen Fragmentes mit unregelmässi
gem Gelenkspalt zum
Lunatum
und
Capitatum
und
zumindest teilweiser Überbrückung des radiokarpalen Gelenks bei sonst unauffälligen
ossären
Strukturen der rechten Hand (Röntgen Oktober 2013) und
beidseits normaler Knochendichte beider Vorderarme und
sogar etwas höherer Knochendichte des rechten Vorderarmes als
des linken Vorderarmes und
vier weitgehend symmetrische Armumfänge (rechts zu links) und
weitgehende Normalisierung der Umfangsdifferenzen der Arme
- gegenüber den Voruntersuchungen im Juli 2002, Mai 2003 und
August 2006
Als
Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit
nannte sie die Fol
genden (S. 57)
:
Nikotin-Abusus
zervikales bis
z
ervikospondylogenes
Syndrom rechts bei leichten degenera
tiven Veränderungen
(Röntgen Oktober 2013)
Ellbogen-Arthrosen beidseits
rechts mässige Arthrose in allen Kompartimente
links leichte Arthrose
humero
-radial beziehungsweise
humero-ulnar
mässige zentrale Osteoporose
Dr.
Y._
führte aus,
dass sich im Vergleich zu den Voruntersuchungen die Umfangsdifferenzen an den Armen angeglichen hätten. Von den vier an beiden Armen gemessenen Umfän
gen seien jetzt zwei rechts u
nd links gleich, einer sei
rechts einen halben Zentimeter grösser als links und einer sei rechts einen hal
ben Zentimeter kleiner als links. Eine seit zwölf Jahren vollständige
Gebrauchs
unfähigkeit
des rechten Armes könne daraus nicht abgeleitet werden
(S. 58 un
ten). Die Röntgenuntersuchungen beider Ellbogen hätten rechts eine mässige und links eine leichte Arthrose gezeigt. Da keine schwere Arthrose der Ellbogen vorhanden sei, bestehe keine Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit im Ellbogen-Bereich. Der Röntgenbefund im Bereich der rechten Hand habe sich gegenüber den Voruntersuchungen nicht wesentlich verändert. Die Messung der Knochendichte zeige eine mässige zentrale Osteoporose der LWS. Die
Knochen
dichte
beider Vorderarme sei normal. Der rechte Vorderarm weise sogar eine etwas höhere Knochendichte als der linke Vorderarm auf. Eine lang andauernde Schonung des rechten Armes gegenüber dem linken sei daher ausgeschlossen.
Die ausgedehnte Blutuntersuchung habe keinen wesentlichen Befund ergeben. In seinem Blut sei das Schmerzmittel
Mefenacid
im therapeutischen Bereich nachweisbar. Das Antidepressivum
Fluoxetin
sei nachweisbar, jedoch weit un
terhalb des therapeutischen Bereichs. Von den beiden Antidepressiva
Mirtazapin
und
Trazodon
fehle jede Spur in seinem Blut. Die vorhandenen Befunde würden das Ausmass seiner Beschwerden nicht erklären. Der Beschwerdeführer könne eine angepasste Tätigkeit zu 100 % beziehungsweise ganztags ausüben (S. 59).
Der Beschwerdeführer könne seine angestammte Tätigkeit bei der Firma
H._
seit dem Unfall vom 1
2.
Juli 2001 nicht mehr ausüben (S. 61).
Die Ar
beitsfähigkeit von 100 % in einer angepassten Tätigkeit gelte seit dem Datum dieser Untersuchung am 14. Oktober 2013.
In einer angepassten Tätigkeit sei er zu 100 % beziehungsweise ganztags arbeitsfähig bezogen auf ein Pensum von 100 %. Limitiert sei er durch die eingeschränkte Funktion des rechten Handge
lenks (S. 62).
Seit der letzten Rentenverfügung sei eine Verbesserung des Ge
sundheitszustands eingetreten. Offensichtlich setze er nun seinen rechten Arm beziehungsweise seine rechte Hand vermehrt ein (S. 64).
4.5
Prof.
Dr.
med.
Z._
, Facharzt für Neurologie und Facharzt für Psychi
atrie und Psychotherapie,
erstattete sein psychiatrisches Gutachten am
10.
Dezember
2013 (Urk. 9/106/2-26)
gestützt auf die Untersuchung des Be
schwerdeführers vom 9. Dezember 2013 sowie die Akten. Er nannte folgende Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 21):
chronische Depression
mittelgradiger Ausprägung (ICD-10 F34.8
)
Er führte aus,
dass die Aufmerksamkeit und die Konzentration des Beschwerde
führers während der zirka zweistündigen Exploration anfänglich gut gehalten, jedoch nach einer Stunde Explorationszeit zunehmend abfallen würden. Er könne dem Untersuchungsverlauf dann erschwert folgen. Die Grundstimmung
des Beschwerdeführers sei merkbar zum negativen
P
ol verschoben und die Schwingungsfähigkeit sei völlig aufgehoben. Der Beschwerdeführer sei im Grundaffekt leidend und wirke verunsichert. Bezüglich seiner Zukunftsaussich
ten wirke er resigniert, fast hoffnungslos. Das subjektive Schmerzerleben sei im affektiven Ausdruck
nachvollziehbar, es wirke nicht
dysthym
. Auf der
Verhal
tensebene
sei er depressiv-regressiv. Es fänden sich Hinweise auf einen teilwei
sen Interessenverlust und/oder eine reduzierte Freude am Leben (S. 18).
Bei der hiesigen Exploration
hätten im Affekt psychopathologische Auffälligkeiten be
standen, wobei die Grundstimmung zum negativen Pol verschoben gewesen sei. Die weiteren Hauptkriterien einer Depression hätten teilweise bestanden, näm
lich eine verminderte Fähigkeit Freude zu empfinden und eine Interesselosigkeit sowie eine Antriebsstörung.
Des Weiteren
hätten
ein vermindertes Selbstwert
erleben, eine mässige Konzentrationsstörung und ein
Libidoverlust
vorgelegen (S. 20). Im Vergleich zu den psychiatrischen Vorbefunden habe keine wesentli
che Veränderung des depressiven Bildes bestanden. Jedoch sei hier zu objekti
vieren gewesen, dass offenbar die Dreierkombination der Antidepressiva nicht nach den Angaben des Beschwerdeführers eingenommen worden seien. Es müsse also davon ausgegangen werden, dass die vorliegende chronische De
pression mittelgradiger Ausprägung gemäss ICD-10 F34.8 unzureichend thera
piert sei (S. 21).
Beim
Beschwerdeführer
liege
im Vergleich zu den Vorbefunden ein im Wesentlichen unveränderter psychopathologischer Befund vor
, der diag
nostisch unter Berücksichtigung des Quer- und Längsschnittverlaufes als
chro
nifizierte
, mittelgradige depressive Störung
einzuordnen sei (S. 22).
Aus psychi
atrisch-versicherungsmedizinischer Sicht lägen mittelgradige schwere
Fähig
keitsstörungen
vor, die eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit in der zuletzt ausgeüb
ten und in adaptierter Tätigkeit bedingten. Die Diskrepanz zu den vorherigen psychiatrischen Arbeitsfähigkeitsbeurteilungen liege darin, dass für eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit schwere Fähigkeitsstörungen zu fordern seien, wel
che nicht gegeben seien. Aus psychiatrischer Sicht sei eine Wiedereingliederung
in den Arbeitsprozess sinnvoll (S. 23).
4.6
Dr.
Y._
und
Prof
.
Z._
nannten in ihrer
b
idisziplinäre
n
Zusammenfas
sung vom 18. Dezember 2013 (Urk. 9/106/1)
folgende
Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit:
chronische Depression mittelgradiger Ausprägung (
ICD-10
F34.8)
Status nach Traumatisierung einer vorbestehenden
Scaphoid
-Pseudo
arthrose rechts und einer vorbestehenden erheblichen radiokarpalen Arthrose rechts am 1
2.
Juli
2001 bei einem Sturz aus 1.5 Meter Höhe
Sie führten aus,
dass
aus psychiatrischer Sicht
eine
50%
ige
Arbeitsun
fähigkeit
in jeglicher Tätigkeit
bestehe. A
us rheumatologischer Sicht
könne der Be
schwerdeführer eine
Tätigkeit mit Schonung der
rechten Hand (Lasten bis zu
5 k
g)
zu
100 % beziehungsweise ganztags
ausüben. A
us
bidisziplinärer
Sicht
könne der Beschwerdeführer eine
angepasste Tätigkeit zu 50 %
ausüben
, bezo
gen auf ein Pensum von 100 % ab
dem
14.
Oktober
2013
.
4.7
Dr.
med.
I._
, Facharzt für Chirurgie,
erstattete sein handchirurgisches Gutachten zuhanden des Beschwerdeführers am
14. Mai 2014 (Urk. 9/126)
ge
stützt auf die Akten sowie seine Untersuchung vom 1
2.
Mai 2014. Er nannte folgende
Diagnosen (S. 18
f.
):
k
omplex-regionales Schmerz-Syndrom Arm rechts (CRPS Typ I), posttrau
matisch, Budapester-Kriterien (2003) erfüllt
St. n. traumatisierter
Scaphoid
-
Pseudoa
rthrose
rechts (Ereignis vom 1
2.
Juli
2001/resp
ektive
2
2.
Januar
1999) mit beginnendem
carpalem
Kollaps
Er führte aus, dass d
er Zustand an der rechten oberen Extremität seit der Verfü
gung der SUVA vom 15. Juli 20
0
4 für eine ganze UVG-Rente und seit der letz
ten Rentenrevision durch die IV von 2010 weitgehend stationär geblieben
sei
. Keinesfalls sei bis heute eine Verbesserung festzustellen. Unverändert sei auch die Diagnose eines aktiven CRPS Typ I geblieben. Eine Verbesserung sei in kei
ner der einzelnen Beschwerdekategorien eingetreten. Eher müsse langfristig von einer Verschlechterung ausgegangen werden mit möglicher Ausbreitung der neurologischen Störungen bis hin zu einem oberen Quadranten-Syndrom (S. 31 f.).
Es bestehe nach wie vor, wie auch von den SUVA-Ärzten mehrfach be
schrieben, ein vollständiger funktioneller Ausfall der rechten oberen Extremität, folglich eine ausschliessliche Linkshändigkeit (
adominante
Seite) mit erhebli
chen zusätzlichen Einschränkungen bezüglich der verblei
benden Hilfshand
(S. 28 f.
).
4.8
Dr.
Y._
nahm am
20. August 2014
Stellung
(
Urk.
9/129
/2-3
)
und führte aus, sie habe keine Ursache ihre
Beurteilung des Gesundheitszustandes des Be
schwerdeführers und seiner Leistungsfähigkeit zu ändern
(S. 2)
.
5.
5.1
Strittig und zu prüfen ist, ob sich der Gesundheitszustand des Beschwerdefüh
rers im relevanten Zeitraum (vgl. E. 2.3 hiervor) verbessert und die sich dar
aus ergebende Arbeitsfähigkeit in der angestammten beziehungsweise einer ange
passten Tätigkeit erhöht hat.
Die ursprüngliche
Rentenzusprache
erfolgte vorwiegend gestützt auf die
mit der SUVA angenommene vollständige
Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer Sicht bei der Diagnose einer Major-Depression (vgl. Feststellungsblatt vom 28. Sep
tember 2004;
Urk.
9/58/5).
5.2
Gestützt auf die Akten ist
übereinstimmend davon auszugehen, dass dem Be
schwerdeführer seine angestammte Tätigkeit als Vorarbeiter im Strassen- und Tiefbau sowohl aus somatischer Sicht als auch aus psychiatrischer Sicht nicht mehr zumutbar ist (vgl. vorstehend E. 4.4-4.6).
Dr.
Y._
(vgl. vorstehend
E. 4.4)
ging hingegen
davon aus, dass dem Beschwerdeführer aus somatischer Sicht eine angepasste Tätigkeit mit Schonung der rechten Hand (Lasten bis zu
5 kg) zu 100 % zumutbar sei (vgl. vorstehend E. 4.4, E. 4.6).
Die Würdigung der Akten ergibt, dass
das Gutachten von
Dr.
Y._
den erfor
derlichen Kriterien für den Beweiswert einer Expertise (vgl. vorstehend
E. 1.6) entspricht. Der Beschwerdeführer wurde seinen geltend gemachten Be
schwerden entsprechend umfassend untersucht und abgeklärt. Das Gutachten berücksichtigt sodann die geltend gemachten Beschwerden in angemessener Weise und wurde in Kenntnis der und in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
erstellt.
So
dann sind die Darlegungen der medizinischen Zusammenhänge und die
Beurtei
lung der medizinischen Situation einleuchtend und die Schluss
folge
rung
en in der Expertise begründet.
Dr.
Y._
kam in ihrer
Gesamtbeurtei
lung
zum nachvollziehbaren Schluss, dass eine lang andauernde Schonung des rechten Armes gegenüber dem linken Arm ausgeschlossen sei
;
zudem habe
die ausgedehnte Blutuntersuchung keinen wesentlichen Befund ergeben.
Sie machte sodann darauf aufmerksam, dass
einzig das Schmerzmittel
Mefenacid
im thera
peutischen Bereich nachweisbar
sei
.
Dr.
Y._
führte weiter in nachvollzieh
barer Weise aus, dass die vorhandenen Befunde das Ausmass
de
r Beschwerden nicht erklären würden.
Der
Beschwerdeführer
sei in der Lage
eine angepasste Tätigkeit
mit Schonung der
rechten Hand (Lasten bis zu 5 k
g)
zu 100 % bezie
hungsweise ganztags aus
zuüben
.
Limitiert sei er durch die eingeschränkte F
unktion des rechten Handgelenks
.
Seit der letzten Rentenverfügung sei eine Verbesserung des Gesundheitszustands eingetreten
, zumal
er nun seinen rechten Arm beziehungsweise seine rechte Hand
offensichtlich
vermehrt ein
setze
(vgl. vorstehend E. 4.4, E. 4.6)
.
5.3
Soweit der Beschwerdeführer einwendet, es sei auf das Gutachten von
Dr.
I._
(vgl. vorstehend E. 4.7)
abzustellen
, wonach eine Verbesserung in keiner der einzelnen Beschwerdekategorien eingetreten sei,
vermag dies nicht zu überzeu
gen. So führte
Dr.
I._
lediglich in pauschaler Weise aus, dass nach wie vor ein vollständiger funktioneller Ausfall der rechten oberen Extremität und folglich
eine ausschliessliche Linkshändigkeit bestehe.
Seine Einschätzung
begründete
Dr.
I._
jedoch in keiner Weise und vermochte sie denn auch nicht mit entspre
chenden Befunden zu unterlegen. So
machte
Dr.
I._
keine Angaben zur
gerin
ge
n
Umfang-Differenz
sowie der gleichen Knochendichte beider Arme und wie diese mit einer langandauernden Schonung beziehungsweise
Gebrauchsunfä
higkeit
des rechten Armes in Zusammenhang zu bringen sind.
Zusammenfassend
liegen
nach dem Gesagten
keine ob
jektiv feststellbaren Gesichts
punkte vor, welche Zweifel am Gut
achten
von
Dr.
Y._
begründen würden. Weiter finden sich keine kon
kreten Anhalts
punkte, die ge
gen die Zu
verlässigkeit der Expertise sprechen und im Rahmen der
Begutach
tung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind
, weshalb auf diese abgestellt
werden kann.
Weitere Abklärungen in somatischer Hinsicht sind nicht nötig (antizipierte
Be
weiswürdigung
).
5.4
Ob in der Zwischenzeit auch in psychischer Hinsicht eine relevante Verbesse
rung des
Gesundheitszustand
es sowie der
Arbeitsfähigkeit des Beschwerdefüh
rers
eingetreten ist, erscheint aufgrund der Ausführungen des Gutachters
Dr.
Z._
(vgl. vorstehend E. 4.5)
zumindest
fraglich. So
ging
Dr.
Z._
in seiner Beurteilung zwar lediglich noch von einer chronischen Depression mittelgradiger Ausprägung aus, fü
gte
jedoch gleichzeitig a
n
, dass beim Be
schwerdeführer im Vergleich zu den Vorbefunden ein im Wesentlichen unver
änderter psychopathologischer Befund vorliege.
Dr.
Z._
machte darauf aufmerksam, dass im Vergleich zu den psychiatrischen Vorbefunden keine we
sentliche Veränderung des depressiven Bildes bestehe, jedoch vorliegend zu ob
jektivieren sei, dass offenbar die Dreierkombination der Antidepressiva nicht nach den Angaben des Beschwerdeführers eingenommen würden, womit die vorliegende chronische Depression mittelgradiger Ausprägung unzureichend therapiert sei.
Ob die
von
Dr.
Z._
attestierte und in der
bidisziplinären
Zusammenfassung (vgl. vorstehend E. 4.6) übernommene 50%ige Arbeitsfähig
keit in einer angepassten Tätigkeit ab dem 14. Oktober 2013
vorliegend
tat
sächlich
zutrifft, kann - wie nachfolgend aufgezeigt wird – offen gelassen wer
den.
W
eitere Ausführungen zum psychischen Gesundheitszustand des Be
schwerdeführers
erübrigen sich somit
.
6.
6.1
Es bleibt die Prüfung der erwerblichen Auswirkungen der angenommenen Ein
schränkungen vorzunehmen, wobei der Beschwerdeführer unbestrittenermassen
als zu 100 % Erwerbstätiger zu qualifizieren ist. Somit ist ein
Einkommensver
gleich
nach Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG vorzunehmen.
6.2
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validenein
kommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen
Einkom
mensentwicklung
angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfah
rung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortge
setzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweisen).
Der bei der Bemessung des Invalideneinkommens zu berücksichtigenden ausgegli
chenen Arbeitsmarktlage (Art. 16 ATSG) ist grundsätzlich auch bei der Festsetzung des
Validenlohnes
Rechnung zu tragen, wobei auf die Ergebnisse der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen
Lohnstruk
turerhebung
(LSE) abgestellt werden kann (Urteil des Bundesgerichts 9C_192/2014 vom 23. Septem
ber 2014 E. 3.2 mit Hinweisen).
6.3
Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei der Ermittlung des hypothetischen
Vali
deneinkommens
auf die Angaben der
H._
(vgl.
Urk.
9/9,
Urk.
9/53/14,
Urk.
9/60/2), wonach der Beschwerdeführer im Jahr 2002
Fr.
80‘630.—verdient hat und errechnete für das Jahr 2013 unter Berücksichti
gung der Nominallohnentwicklung einen Betrag von
rund
Fr.
92‘84
2
.
--
(vgl.
Urk.
9/162/11).
Das
Vorgehen der Beschwerdegegnerin zur Ermittlung des
Valideneinkommens
wurde vom Beschwerdeführer nicht
gerügt
und gibt aufgrund der Akten zu kei
nen Beanstandungen Anlass, so dass sich weitere Ausführungen erübrigen und von einem
Valideneinkommen
von
Fr.
92
'
84
2
.
--
ausgegangen werden kann.
6.4
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-er
werblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, na
mentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge
nommen hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen
Lohnstrukturerhebun
gen
(LSE) herangezogen werden (BGE 126 V 75 E. 3b/
aa
und
bb
, vgl. auch BGE 129 V 472 E. 4.2.1). Für die Invaliditätsbemessung wird praxisgemäss auf die standardisierten Bruttolöhne (Tabellengruppe A) abgestellt (BGE 129 V 472
E. 4.2.1 mit Hinweis), wobei jeweils vom sogenannten Zentralwert (Median) aus
zugehen ist. Bei der Anwendung der Tabellengruppe A gilt es ausserdem zu berücksichtigen, dass ihr generell eine Arbeitszeit von 40 Wochenstunden zu
grunde liegt, weshalb der massgebliche Tabellenlohn auf die entsprechende
be
triebsübliche
Wochenarbeitszeit aufzurechnen ist (BGE 129 V 472 E. 4.3.2, 126 V 75 E. 3b/
bb
, 124 V 321 E. 3b/
aa
; AHI 2000 S. 81 E. 2a).
6.5
Das Abstellen auf Löhne für Arbeiten mit Berufs- und Fachkenntnissen und somit das von der Beschwerdegegnerin in ihrer Verfügung (Urk.
10/2 S. 5 f.
) zur Anwendung gebrachte
Anforde
rungsniveau
3 erscheint als nicht sach
gerecht. Zwar hat der Beschwerdeführer
7 Jahre als Baumaschinenführer/Vorarbeiter im Strassen- und Tiefbau bei der
H._
gear
beitet
(vgl.
Urk.
9/1 S. 4;
Urk.
9/9), was jedoch nicht bedeutet, dass er diese Kenntnisse als Vorarbeiter in einer behinderungsangepassten Tätigkeit verwerten kann. Dies gilt umso mehr,
als
er
in der Schweiz keine Ausbildung absolviert hat.
Der Beschwerdeführer
verfügt diesbezüglich lediglich über eine 10-tägige Ausbildung mit
Tätigkeits
ausweis
des Ausbildungszentrums SBV (vgl.
Urk.
9/1 S. 4
Ziff.
6.2).
In seiner Heimat
J._
hatte der Beschwerdeführer von 1974 bis 1978 eine Ausbildung zum Maschinenmechaniker gemacht (vgl.
Urk.
9/1 S. 4
Ziff.
6.2).
Weiter steht ihm
angesichts der Zumutbarkeit einer
lediglich
5
0%igen
behinde
rungs
ange
passten
Tätigkeit
nicht
eine
sehr
breite
Palette von Tätigkeiten offen.
Um ein
hypothetisches Invalideneinkommen entspre
chend dem
LSE-Anforderungs
niveau
3 erzielen zu können, wie dies die
Be
schwerdegegnerin
nunmehr an
nahm,
müsste
der Beschwerdeführer
seine erworbenen Fach
kenntnisse weiterhin ver
werten können. Da
Baumaschinenführer/Vorarbeiter im Strassen- und Tiefbau
jedoch regelmässig nicht nur Überwachungs- und
Kon
troll
tätig
keiten
mit Scho
nung einer Hand (bis 5 kg)
wahr
nehmen, würde dies wiederum eine
r
körperlich schwere
n
Tä
tigkeit
entsprechen
, was dem Beschwerdeführer aufgrund der medi
zi
nischen Einschät
zung seiner
Restar
beitsfähigkeit
gerade nicht mehr möglich ist. Nach
dem der Be
schwerdeführer in einer anderen, körperlich leichteren Tä
tigkeit über keine
relevanten
Berufs- und Fach
kenntnisse ver
fügt, ist zur Be
messung des
Invali
deneinkommens
auf den
Zentralwert für einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art in sämtlichen Wirtschaftszweigen des pri
vaten Sektors abzustellen (LSE 2012, Tabelle TA1_tirage_skill_level,
Kompe
tenzniveau
1, Rubrik „Männer“).
6.6
Das im Jahr 2012 von Männern im Durchschnitt aller einfachen Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art erzielte Einkommen betrug pro Monat
Fr.
5‘210.-- (LSE 2012, Tabelle TA1_tirage_skill_level, Kompetenzniveau 1, Rubrik „Männer“), mithin
Fr.
62‘520.-- im Jahr
(
Fr.
5‘210.-- x 12)
.
Der durch
schnittlichen wöchentlichen Arbeitszeit von 41.7 Stunden im Jahr 2013
(
BFS - Statistik der betriebsüblichen Arbeitszeit (BUA)
, Total) sowie der
Nominallohn
entwicklung
von 0.
7
% für das Jahr 2013 angepasst, ergibt dies den Betrag von
Fr.
65‘6
33.34
(
Fr.
62‘
520.-- : 40 x 41.7 x 1.007
).
Auf das dem Beschwerdeführer angenommene zumutbare Pensum von 50 % umgerechnet, resultiert ein hypo
thetisches Invalideneinkommen von Fr. 32‘
81
7
.
--
.
6.7
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnitts
werten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kürzen
.
Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass ver
sicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwer
arbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Ar
beiten
nurmehr
beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ur
sprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Recht
spre
chung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszuge
hörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Aus
wir
kungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht
automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhalts
punkte dafü
r
bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale
ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeit
s
markt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen ver
werten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Ein
zelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25 % des
Ta
bel
lenlohnes
zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75). Dabei ist zu be
ach
ten, dass allfällige bereits bei der Parallelisierung der
Vergleichsein
kommen
mitverantwortliche invaliditätsfremde Faktoren im Rahmen des soge
nannten Leidensabzuges nicht nochmals berücksichtigt werden dürfen (BGE 134 V 322 E. 5.2).
Wurde bei der Festsetzung der Höhe des Abzugs vom Tabellenlohn ein Merkmal oder ein bestimmter Aspekt eines Merkmals zu Unrecht nicht berücksichtigt, ha
t die Beschwerdeinstanz
den Abzug gesamthaft neu zu schätzen. Es ist nicht von dem von der IV-Stelle vorgenommenen Abzug auszugehen und dieser ange
messen zu erhöhen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_796/2013 vom 28. Januar 2014
E
.
3
.
2 mit Hinweis auf
SVR 2011 IV Nr. 31 S. 90, 9C_728/2009 E. 4.1.2).
6.
8
Die Beschwerdegegnerin gewährte dem Beschwerdeführer keinen
be
hinderungs
bedingten
Abzug (Urk.
10/2 S. 5 f.
).
Dies vermag nicht zu überzeugen, zumal im Rahmen der ursprünglichen
Rentenzusprache
ein Abzug von 25
%
vorgenom
men worden war (
Urk.
9/60/2,
Urk.
9/62/10).
Der Beschwerdeführer ist aufgrund seiner gesundheitlichen Einschränkungen lediglich noch in
adäquaten, leichteren
Tätigkeiten
mit Schonung de
r
rechten
Hand
(bis 5 kg)
einsatzfähig. Weiter ist der Beschwerdeführer,
wenn anzuneh
men ist, dass ihm
die Aus
übung von
behinderungsangepassten Tätigkeiten
nur
im Umfang eines Beschäfti
gungsgrades
von 5
0
%
zuzumuten ist, auf Teilzeitar
beit angewiesen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass
teilzeitbeschäftigte
Männer
im Vergleich zu
Vollz
eit
angestellten
erfahrungsgemäss
überproportional tiefer
entlöhnt
w
erden (BGE 126 V 472 E. 4.2.3).
Dabei handelt es sich um einen
ein
kommensmindernden
Umstand,
welcher
ebenfalls
zu berücksichtigen ist.
In Würdigung sämt
licher Umstände erscheint
ein
Abzug von
jedenfalls
15
% im Lichte der Rechtsprechu
ng als angemessen.
Es ist demnach von einem Invalideneinkommen per 201
3
in der Höhe von rund Fr.
27
‘
894.
--
(
Fr. 32‘81
7
.
--
x 0.8
5
) auszugehen. Bei der Gegenüberstellung mit dem
Valideneinkommen
in der Höhe von rund Fr.
92
‘
84
2
.
--
re
sul
tiert ein
Inva
liditätsgrad
von
rund 70
%.
Bei diesem Ergebnis steht dem Beschwerdeführer somit
weiterhin
eine
ganze
Rente der Invalidenversiche
rung zu, weshalb die Beschwerde gutzuheissen ist.
Weitere Ausführungen
zum
Anspruch auf
berufliche Eingliederung beziehungs
weise
Integrationsmassnahmen erübrigen sich bei diesem Ausgang des Verfah
rens.
7.
7.1
Da e
s im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichts
kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert fest
zulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 800.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie de
r
unterliegenden Beschwerde
gegnerin
aufzu
erlegen.
7.2
Nach § 34 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialver
sicherungsgericht (
GSVGer
) hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der
Partei
kosten
. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens be
messen (§ 34 Abs. 3
GSVGer
). Vorliegend ist die Prozessentschädigung
beim mass
geblichen Stundena
nsatz von Fr. 220.--
auf Fr.
3
‘
8
00.-- (inkl. Barauslagen
und Mehrwertsteuer) festzulegen und von der
Beschwerde
gegnerin
zu bezahlen.