Decision ID: 19e3e5d4-cf56-4bb2-89d0-4d30b700060b
Year: 2015
Language: de
Court: GR_VG
Chamber: GR_VG_003
Canton: GR
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: social_law

observieren. Aufgrund der durch diese Sachverhaltserhebungen
gewonnenen Erkenntnisse hob die IV-Stelle die A._ zugesprochene
Rente mit Zwischenverfügung vom 16. Dezember 2013 per sofort auf. Mit
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Vorbescheid vom 13. März 2014 stellte sie alsdann die rückwirkende
Aufhebung der zugesprochenen Rente per 31. Juli 2012 in Aussicht. Die
von A._ dagegen erhobenen Einwände wies die IV-Stelle mit
Verfügung vom 25. Juli 2014 zurück. Zudem stellte sie fest, dass A._
seine Meldepflicht verletzt habe, weshalb die IV-Stelle die vom 1. August
bis 31. Dezember 2013 ausgerichteten Versicherungsleistungen
zurückfordern werde. Einer Beschwerde gegen diese Verfügung entzog
die IV-Stelle die aufschiebende Wirkung.
4. Nach Durchführung des Vorbescheidverfahrens verpflichtete die IV-Stelle
A._ mit Verfügung vom 15. August 2014 im Weiteren, die im
Zeitraum vom 1. August 2012 bis zum 31. Dezember 2013 ohne
Rechtsgrund bezogenen Versicherungsleistungen im Betrag von
Fr. 55'552.-- zurückzuerstatten.
5. Gegen die Verfügung vom 25. Juli 2014 (rückwirkende Aufhebung der
Rente) gelangte A._ (nachfolgend: Beschwerdeführer) am
11. September 2014 beschwerdeweise an das Verwaltungsgericht des
Kantons Graubünden (Verfahren S 14 124). In seiner Beschwerdeschrift
beantragte er, die Verfügung der Sozialversicherungsanstalt des Kantons
Graubünden vom 25. Juli 2014 sei aufzuheben und dem
Beschwerdeführer sei bei einem Invaliditätsgrad von 100 % weiterhin eine
ganze IV-Rente auszurichten. Eventualiter sei die Angelegenheit zur
neuen Beurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Im Übrigen sei
festzustellen, dass keine Verletzung der Meldepflicht vorliege. In formeller
Hinsicht beantragte der Beschwerdeführer die Wiederherstellung der
aufschiebenden Wirkung und die Gewährung der unentgeltlichen
Prozessführung mit Rechtsverbeiständung durch Rechtsanwalt MLaw
Dominik Sennhauser. Zur Begründung dieser Anträge führte der
Beschwerdeführer im Wesentlichen aus, das Gutachten des Instituts für
medizinische und ergonomische Abklärungen (IME) weise gravierende
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Widersprüche auf. Zum einen sei im Gutachten festgehalten, die
Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers lasse sich aufgrund einer
akuten Blockade nicht beurteilen. Zum anderen hätten die IME-Gutachter
aber ausgeführt, eine höhere Leistungsfähigkeit als die gezeigte sei dem
Beschwerdeführer möglich. Zudem attestiere das IME dem
Beschwerdeführer eine vollumfängliche Arbeitsunfähigkeit in der
angestammten Tätigkeit, bejahe jedoch eine Arbeitsfähigkeit im Umfang
von 60 % in einer angepassten Tätigkeit. Dies obwohl es die
Durchführung beruflicher Massnahmen nicht empfehle. Hinzu komme,
dass der behandelnde Hausarzt den Beschwerdeführer in einer
leidensangepassten Tätigkeit nur im Umfang von 20 % als arbeitsfähig
ansehe. Geradezu befremdlich sei auch der Umstand, dass der
begutachtende Rheumatologe, med. pract. B._, allein aufgrund der
Videobilder auf seine Beurteilung zurückgekommen sei und dem
Beschwerdeführer eine Leistungsfähigkeit von 80 % in einer
leidensadaptierten Tätigkeit bescheinigt habe. Dadurch sei belegt, dass
die dem IME-Gutachten zugrunde liegende Untersuchung weder
ausführlich noch vollständig sei. Die IV-Stelle habe den massgeblichen
Sachverhalt folglich unzureichend ermittelt, weshalb ein gerichtliches
Obergutachten zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers einzuholen
oder die Angelegenheit an die IV-Stelle zur Ergänzung des
massgeblichen Sachverhalts zurückzuweisen sei. Bezüglich der
Videoüberwachung sei sodann festzuhalten, dass die dokumentierten
Motorradfahrten, die deutlich weniger lang gedauert hätten als
angenommen, durchaus mit den vom Beschwerdeführer beklagten
Beschwerden vereinbar seien. Das vom Beschwerdeführer gefahrene
Motorrad sei zwar schwer, jedoch sehr weich gefedert. Ausserdem weise
es einen sehr tiefen Schwerpunkt auf, sodass sich das Motorrad beim
Losfahren ohne Mühe in die Fahrposition bewegen lasse. Im Weiteren
bestätige der Hausarzt des Beschwerdeführers, dass die
Rückenbelastung bei einer Motorradfahrt wesentlich geringer sei als bei
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einer Fahrradfahrt. Die dokumentierten Motorradfahrten liessen daher
ebenso wenig wie die festgestellten Autofahrten auf eine Arbeitsfähigkeit
von 80 % in einer leidensadaptierten Tätigkeit schliessen. Nicht
ausgewiesen sei schliesslich die behauptete Meldepflichtverletzung. Fakt
sei, dass es sich bei den von der IV-Stelle behaupteten unvollständigen
bzw. falschen Angaben um subjektive Wahrnehmungen des
Beschwerdeführers handle. Die Beurteilung der Leistungsfähigkeit des
Beschwerdeführers stimme im Übrigen mit jener des Hausarztes überein.
Unter diesen Umständen sei eine Meldepflichtverletzung seitens des
Beschwerdeführers nicht erstellt.
6. Gegen die Verfügung vom 15. August 2014 (Rückforderung) reichte der
Beschwerdeführer am 16. September 2014 Beschwerde beim
Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden ein mit dem Antrag, die
fragliche Verfügung sei aufzuheben und die IV-Stelle sei anzuweisen, auf
die Rückforderung der vom 1. August 2012 bis zum 31. Dezember 2013
erbrachten Versicherungsleistungen zu verzichten (Verfahren S 14 131).
Eventualiter sei das vorliegende Verfahren bis zum Vorliegen eines
rechtskräftigen Entscheids betreffend die Einstellung der Invalidenrente
zu sistieren. In formeller Hinsicht beantragte der Beschwerdeführer die
Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung und die Gewährung der
unentgeltlichen Prozessführung mit Rechtsvertretung durch Rechtsanwalt
MLaw Dominik Sennhauser. Zur Begründung dieser Anträge brachte der
Beschwerdeführer im Wesentlichen vor, gegenüber der IV-Stelle keine
Arbeitstätigkeit verschwiegen zu haben. Bei den von der IV-Stelle
behaupteten unvollständigen bzw. unwahren Angaben handle es sich um
subjektive Wahrnehmungen. Nur weil das IME zum Schluss gekommen
sei, dass der Beschwerdeführer in einer adaptierten Tätigkeit zu 80 %
arbeitsfähig sei, bedeute dies nicht, dass er seine gesundheitliche
Verfassung gegenüber der IV-Stelle falsch dargestellt habe. Es bestünde
zwischen dem Hausarzt des Beschwerdeführers und dem IME-Gutachter
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bezüglich des Krankheitsverlaufs sowie des Umfangs der Arbeitsfähigkeit
des Beschwerdeführers keine Einigkeit. Selbst wenn sich der
Gesundheitszustand des Beschwerdeführers ein bisschen verbessert
haben sollte, was bestritten werde, könne dem Beschwerdeführer unter
diesen Umständen keine Meldepflichtverletzung vorgeworfen werden. Da
der Beschwerdeführer folglich die ihm obliegende Meldepflicht nicht
verletzt habe, habe er der IV-Stelle die vom 1. August 2012 bis zum
31. Dezember 2013 bezogenen Versicherungsleistungen nicht
zurückzuerstatten.
7. Die IV-Stelle beantragte in der Vernehmlassung vom 2. Oktober 2014 die
Abweisung der vom Beschwerdeführer eingereichten Beschwerden S 14
124 und S 14 131. In formeller Hinsicht ersuchte sie das
Verwaltungsgericht einerseits, der Beschwerde im Verfahren S 14 124
(rückwirkende Aufhebung der IV-Rente) die aufschiebende Wirkung nicht
zu erteilen, andererseits die Beschwerden S 14 124 und S 14 131 in
einem einzigen Verfahren zu behandeln.
8. Mit prozessleitender Verfügung vom 6. Oktober 2014 lehnte die
zuständige Instruktionsrichterin das in der Beschwerdesache S 14 124
eingereichte Gesuch um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung
ab. In der Begründung dieser Verfügung wies sie überdies darauf hin,
dass der im Beschwerdeverfahren S 14 131 gestellte Antrag auf
Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung gegenstandslos sei,
nachdem der eingereichten Beschwerde von Gesetzes wegen
aufschiebende Wirkung zukomme und die IV-Stelle in der angefochtenen
Rückforderungsverfügung darauf verzichtet habe, einer allfälligen
Beschwerde diese Wirkung abzuerkennen. Zudem habe die IV-Stelle
angekündigt, einen Mahnstopp zu setzen.
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9. Am 13. Oktober 2014 reichte der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers
seine Honorarnote ein. Die IV-Stelle nahm dazu am 16. Oktober 2014
Stellung. Mit prozessleitender Verfügung vom 23. Februar 2015 forderte
die zuständige Instruktionsrichterin den Beschwerdeführer sodann auf,
weitere Unterlagen zu seiner Einkommens- und Vermögenssituation
einzureichen. Dieser Aufforderung kam der Beschwerdeführer mit
Schreiben vom 2. März 2015 nach.
Auf die weiteren Ausführungen der Parteien und die eingereichten
Beweismittel wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen
eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:
1. Mit Verfügung vom 25. Juli 2014 ist die IV-Stelle auf ihre vormalige
Rentenzusprache zurückgekommen und hat dem Beschwerdeführer
rückwirkend per 31. Juli 2012 den Rentenanspruch aberkannt. Auf der
Grundlage dieser Anordnung hat die IV-Stelle vom Beschwerdeführer in
der Folge mit Verfügung vom 15. August 2014 die vom 1. August 2012 bis
zum 31. Dezember 2013 ausgerichteten Versicherungsleistungen
zurückgefordert. Der Beschwerdeführer hat gegen diese beiden
Verfügungen Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons
Graubünden erhoben (Verfahren S 14 121 und S 14 131). In diesen
beiden Beschwerdeverfahren stehen sich dieselben Parteien gegenüber.
Ausserdem liegt den fraglichen Verfahren grundsätzlich derselbe
Sachverhalt zugrunde und besteht zwischen den zur Beurteilung
stehenden Rechtsfragen ein enger sachlicher Zusammenhang. Dies zeigt
sich nicht zuletzt darin, dass der Ausgang des Beschwerdeverfahrens
S 14 121 von entscheidender Bedeutung für das Beschwerdeverfahren
S 14 131 ist, beruht doch die Verfügung der IV-Stelle vom 15. August
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2014 auf der Feststellung, dass die IV-Stelle dem Beschwerdeführer vom
1. August 2012 bis zum 31. Dezember 2013 keine
Versicherungsleistungen schuldet, was die Folge der mit Verfügung vom
25. Juli 2014 rückwirkend per 31. Juli 2012 angeordneten
Rentenaufhebung ist. Wird die Beschwerde gegen die Verfügung der IV-
Stelle vom 25. Juli 2014 gutgeheissen, so zieht dieser
Verfahrensausgang unweigerlich die Gutheissung der gegen die
Verfügung vom 15. August 2014 erhobenen Beschwerde nach sich.
Dieser Abhängigkeit der Beschwerdeverfahren S 14 124 und S 14 131
kann das Verwaltungsgericht Rechnung tragen, indem es das
Beschwerdeverfahren S 14 131 bis zur Erledigung des
Beschwerdeverfahrens S 14 124 sistiert. Es hat aber auch die
Möglichkeit, die fraglichen Beschwerdeverfahren in Anwendung von Art. 6
lit. a VRG zu vereinigen und über die Beschwerden S 14 124 und S 14
131 in einem einzigen Urteil zu entscheiden (vgl. zum Ganzen: BGE 128
V 124 E.3; ANDREAS TRAUB, in: STEIGER-SACKMANN / MOSIMANN [Hrsg.],
Recht der Sozialen Sicherheit, Basel 2014, N. 5.67). Das letztgenannte
Vorgehen bietet den Vorteil, beide Beschwerdeverfahren schnellstmöglich
erledigen zu können, weshalb es gegenüber der Sistierung des
Beschwerdeverfahrens S 14 131 vorzuziehen ist. Demzufolge ist dem
Antrag der IV-Stelle, die Beschwerdeverfahren S 14 124 und S 14 131 zu
vereinigen, stattzugegeben. Damit entfällt der vom Beschwerdeführer
vorgebrachte Grund für die Sistierung des Beschwerdeverfahrens S 14
131, womit der entsprechende Antrag ohne weiteres abzuweisen ist.
2. Die Beschwerde S 14 124 richtet sich gegen die Verfügung der IV-Stelle
vom 25. Juli 2014, während sich die Beschwerde S 14 131 auf die
Verfügung der IV-Stelle vom 18. August 2014 bezieht. Diese
Anordnungen, die gemäss Bundesrecht der Beschwerde an das
Versicherungsgericht am Ort der IV-Stelle unterliegen, können beim
Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden angefochten werden (vgl.
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Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege [VRG;
BR 370.100] i.V.m. Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die
Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Demnach fällt die Beurteilung
der Beschwerden S 14 124 und S 14 131 in die Zuständigkeit des
angerufenen Gerichts. Als formeller und materieller Verfügungsadressat
ist der Beschwerdeführer von den angefochtenen Verfügungen
ausserdem unmittelbar betroffen und hat ein schutzwürdiges Interesse an
deren Aufhebung oder Abänderung. Folglich ist er zur
Beschwerdeführung berechtigt (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 59 des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Schliesslich hat der
Beschwerdeführer seine Beschwerden frist- und formgerecht beim
Verwaltungsgericht eingereicht (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 60 und
Art. 61 lit. b ATSG). Darauf ist demzufolge einzutreten.
3. Nachfolgend ist zunächst zu prüfen, ob die IV-Stelle in der Verfügung vom
25. Juli 2014 zu Recht auf ihre vormalige Rentenzusprache
zurückgekommen ist und die dem Beschwerdeführer zugesprochene
Rente rückwirkend per 31. Juli 2012 aufgehoben hat.
a) Nach Art. 28 Abs. 2 IVG haben Versicherte bei einem Invaliditätsgrad von
mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem
Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe
Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch
auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens
70 Prozent Anspruch auf eine ganze Rente. Bei erwerbstätigen
Versicherten ist der rentenbegründende Invaliditätsgrad aufgrund eines
Einkommensvergleichs zu bestimmen (Art. 28a Abs. 1 IVG in Verbindung
mit Art. 16 ATSG). Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die
versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der
medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen
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durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage
erzielen könnte (sogenanntes Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt
zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid
geworden wäre (sogenanntes Valideneinkommen). Der
Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die
beiden hypothetischen Erwerbseinkommen auf zeitidentischer Basis
ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenüber gestellt
werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad zu
bestimmen ist (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE
130 V 343 E.3.4.2, 128 V 29 E.1).
b) Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, wird die
Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft
entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 1 Abs. 1 IVG
i.V.m. Art. 17 Abs. 1 ATSG, Art. 88a und Art. 88bis der Verordnung über
die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]). Anlass für eine solche
Anpassung gibt jede Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die
geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu
beeinflussen. Die Invalidenrente ist daher nicht nur bei einer wesentlichen
Veränderung des Gesundheitszustandes, sondern etwa auch dann
revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen eines an sich
gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben
oder eine andere Art der Invaliditätsbemessung zur Anwendung gelangt
(BGE 130 V 343 E.3.5; Urteile des Bundesgerichts 8C_441/2012 vom
25. Juli 2013 E.3.1.1, 9C_261/2009 vom 11. Mai 2009 E.1.2, I 554/05
vom 3. Januar 2006 E.2.1, I 212/03 vom 28. August 2003 E.2.2.3).
Dagegen bildet die unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines
im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesundheitszustandes auf die
Arbeitsfähigkeit nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung für sich
allein genommen keinen Revisionsgrund (Urteil des Bundesgerichts
9C_552/2007 vom 17. Januar 2008 E.3.1.2; SVR 2004 IV Nr. 5 E.2).
- 11 -
c) Als Vergleichsbasis für die Beurteilung der Frage, ob bis zum Abschluss
des aktuellen Verwaltungsverfahrens eine anspruchserhebliche Änderung
des Invaliditätsgrades im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG eingetreten ist,
dient die letzte rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen
Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer
Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines
Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den
erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustandes) beruht (BGE 133
V 108 E.5; vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_646/2014 vom
17. Dezember 2014 E.2.2, 8C_441/2012 vom 25. Juli 2013 E.3.1.2,
9C_418/2010 vom 20. August 2011 E.3.1). Wird bei dieser
Gegenüberstellung festgestellt, dass der Invaliditätsgrad im zur
Beurteilung stehenden Zeitraum keine rechtserhebliche Änderung
erfahren hat, bleibt es beim bisherigen Rechtszustand (Urteil des
Bundesgerichts 8C_441/2012 vom 25. Juli 2013 E.3.1.3). Andernfalls ist
das Vorliegen eines Revisionsgrunds zu bejahen und die zugesprochene
Rente entsprechend der festgestellten Sachverhaltsveränderung
abzuändern (vgl. ULRICH MEYER/MARCO REICHMUTH, in:
STAUFFER/CARDINAUX [Hrsg.], Rechtsprechung des Bundesgerichts zum
Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung,
3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2014, Art. 30-31 N. 13).
4. a) Mit Verfügung vom 17. November 1994 sprach die IV-Stelle dem
Beschwerdeführer bei einem Invaliditätsgrad von 100 % mit Wirkung ab
dem 1. August 1994 eine ganze Rente zu. Ob sich der
rentenbegründende Invaliditätsgrad seit der fraglichen Rentenzusprache
verändert hat, prüfte die IV-Stelle erstmals im Rahmen des im Jahr 1995
von Amtes wegen eingeleiteten Revisionsverfahrens, das mit der
Mitteilung vom 7. September 1999 seinen Abschluss fand (Art. 51 ATSG
i.V.m. Art. 74ter lit. f IVV). Darin beschied die IV-Stelle dem
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Beschwerdeführer, bei der Überprüfung seines Invaliditätsgrads keine
Änderung festgestellt zu haben, die sich auf die zugesprochene Rente
auswirke (Original Akten der IV [altIV-act.] 99). Diese Anordnung beruhte
auf dem Gutachten der Medizinischen Abklärungsstelle (MEDAS)
Zentralschweiz vom 13. Mai 1998 (altIV-act. 87), dem Bericht der
Beruflichen Abklärungsstelle (BEFAS) Appisberg vom 8. Oktober 1998
(altIV-act. 93), dem psychiatrischen Verlaufsgutachten von Dr. med.
C._, Facharzt (FMH) für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 7. Juli
1999 (altIV-act. 97) sowie dem rheumatologischen Konsilium von Dr.
med. D._, FMH Physikalische Medizin und Rehabilitation, Spezielle
Rheumaerkrankungen, vom 16. April 1998 (altIV-act. 85). Diese
medizinischen Unterlagen ermöglichten eine zuverlässige Beurteilung des
Gesundheitszustands des Beschwerdeführers und dessen damaligem
funktionellen Leistungsvermögen. Der Mitteilung vom 7. September 1999
liegt somit eine rechtskonforme Sachverhaltsabklärung und
Beweiswürdigung zugrunde. Daran ändert die Tatsache nichts, dass die
IV-Stelle bei der Rentenprüfung auf die Durchführung eines
Einkommensvergleichs zur Bestimmung des rentenbegründenden
Invaliditätsgrads verzichtete, gelangte sie doch aufgrund der
medizinischen Akten zur Überzeugung, der Beschwerdeführer sei in
sämtlichen Tätigkeiten zu 100 % arbeitsunfähig. Die im Rahmen dieses
Revisionsverfahrens getätigten Sachverhaltsabklärungen genügen
folglich um die Mitteilung vom 7. September 1999 als Vergleichsbasis für
die strittige Rentenrevision heranzuziehen.
b) Im Oktober 2002 leitete die IV-Stelle abermals ein Revisionsverfahren ein,
das sie mit Mitteilung vom 21. August 2003 abschloss (altIV-act. 116).
Darin kam sie zum Schluss, keine Änderungen festgestellt zu haben, die
sich auf die Rente auswirkten. Es bestehe deshalb weiterhin Anspruch
auf die bisherige Invalidenrente (Invaliditätsgrad: 100 %). Diese
Verfügung beruhte auf dem Arztbericht des seinerzeitigen Hausarztes des
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Beschwerdeführers, Dr. med. E._, vom 2. Dezember 2012 (altIV-
act. 111) sowie jenem der Psychiater, med. pract. F._ und Dr. med.
G._, Psychiatrische Dienste Graubünden (PDGR), vom 6. August
2003 (IV-act. 115). In den fraglichen medizinischen Berichten wird der
Gesundheitszustand des Beschwerdeführers im Vergleich zur
Rentenzusprache als unverändert geschildert, ohne dass jedoch eine
eingehende Auseinandersetzung mit den vom Beschwerdeführer
beklagten Beschwerden erfolgt und diese einer kritischen Würdigung
unterzogen werden. Mit den Verfahrensbeteiligten ist unter diesen
Umständen davon auszugehen, dass die der Mitteilung vom 21. August
2003 zugrunde liegenden Sachverhaltsabklärungen nicht genügen, um
diese als Vergleichsbasis für die strittige Rentenrevision anzusehen.
Dasselbe gilt für die Mitteilung vom 5. Dezember 2006 (IV-act. 15), mit
welcher die IV-Stelle das im Oktober 2006 eingeleitete
Revisionsverfahren beendete und die sich einzig auf den Arztbericht des
Hausarztes des Beschwerdeführers, Dr. med. H._, vom 9. November
2006 stützt (IV-act. 11).
c) Ob die gesundheitliche Verfassung des Beschwerdeführers und, als
Folge davon, dessen Arbeitsfähigkeit, wie in der Verfügung vom 25. Juli
2014 angenommen, eine wesentliche Verbesserung erfahren haben,
beurteilt sich demnach durch den Vergleich des Sachverhalts, welcher
der Mitteilung vom 7. September 1999 zugrunde lag, mit jenem
Sachverhalt, der sich bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung am
25. Juli 2014 verwirklicht hat. Davon ausgehend ist anschliessend
zunächst zu untersuchen, auf welchem Sachverhalt die Mitteilung vom
7. September 1999 beruht. In der Folge wird der rechtserhebliche
Sachverhalt zu ermitteln sein, der sich bis zum Abschluss des
vorinstanzlichen Verfahrens zugetragen hat. Schliesslich wird durch
Gegenüberstellung dieser beiden Sachverhalte zu prüfen sein, ob die
massgeblichen Verhältnisse hiermit eine Änderung erfahren haben, die
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einen Revisionsgrund begründet und die IV-Stelle zur angefochtenen
Rentenaufhebung berechtigt hat.
5. In der Mitteilung vom 7. September 1999 teilte die IV-Stelle dem
Beschwerdeführer mit, keine Änderungen festgestellt zu haben, die sich
auf seinen Rentenanspruch auswirkten. Es bestehe deshalb weiterhin
Anspruch auf die bisherige Invalidenrente (Invaliditätsgrad: 100 %, altIV-
act. 99). Die dieser Beurteilung zugrunde liegende medizinische Situation
wird im Gutachten der MEDAS Zentralschweiz vom 13. Mai 1998
dahingehend zusammengefasst, dass der Beschwerdeführer an einer
schizotypen Störung (mit exzentrischem Verhalten, Anomalien des
Denkens und der Stimmung, Affektkühle und Anhedonie, soziale
Rückzugstendenz) sowie einem chronisches lumbospondylogenes
Syndrom ohne radikuläre Komponenten bei degenerativen
Bandscheibenveränderungen L3 und L5 (radiologisch) leide, welche
dessen Arbeitsfähigkeit wesentlich beeinträchtige. Deswegen sei der
Beschwerdeführer in seiner angestammten Tätigkeit als Strassenbauer,
aber auch als Spezialist für Bau-Abdichtung nicht mehr arbeitsfähig. Für
eine leichte Tätigkeit, mehrheitlich stehend/gehend zu verrichten, mit
Beschränkung der Hebe- und Tragbelastung auf 10 kg, bestehe eine
Arbeitsfähigkeit von 50 %. Limitierend wirkten sich diesbezüglich weniger
die rheumatologischen, als die psychischen Beschwerden aus.
Besonders wegen des jugendlichen Alters sei nochmals zu versuchen,
den Beschwerdeführer beruflich einzugliedern. Die reduzierte
Arbeitsunfähigkeit bestünde mutmasslich seit dem 5. Mai 1998, wobei seit
1988 vorübergehend, seit dem 20. August 1993 fortlaufend eine 100%ige
Arbeitsunfähigkeit attestiert worden sei. Die gesundheitliche Verfassung
des Beschwerdeführers sei stationär (altIV-act. 87, vgl. im Weiteren: das
psychiatrische Verlaufsgutachten von Dr. med. C._ vom 7. Juli 1999
[altIV-act. 97], das rheumatologische Konsil von Dr. med. D._ vom
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16. April 1998 [altIV-act. 85], der Bericht der BEFAS Appisberg vom
8. Oktober 1998 [altIV-act. 93]).
6. a) Um beurteilen zu können, ob sich die gesundheitliche Verfassung der
Beschwerdeführerin seit dem der Mitteilung vom 7. September 1999
zugrunde liegenden Gesundheitszustand in einer für den Rentenanspruch
massgeblichen Weise verändert hat, beauftragte die IV-Stelle das IME mit
der bidisziplinären Begutachtung des Beschwerdeführers und liess diesen
vom 16. August 2013 bis zum 17. September 2013 observieren. Die
Rechtsmässigkeit dieser Observation hat der Beschwerdeführer zu Recht
nicht bestritten (vgl. dazu BGE 137 I 327 m.w.H.). Am 2. Dezember 2013
hat die IV-Stelle den Beschwerdeführer überdies mit dem durch die
Observation gewonnenen Videomaterial konfrontiert und ihm Gelegenheit
geboten, sich zu den fraglichen Aufnahmen sowie den daraus gezogenen
Schlussfolgerungen zu äussern (IV-act. 83). Dass die IV-Stelle den
beigezogenen Gutachtern das Observationsmaterial, einschliesslich der
zugehörigen Berichte, vorgelegt und sie zur Stellungnahme aufgefordert
hat, ist unter diesen Umständen nicht zu beanstanden. Dies stellt der
Beschwerdeführer denn auch nicht in Abrede.
b) Der Beschwerdeführer erachtet jedoch die durch diese
Beweiserhebungen gewonnenen ärztlichen Stellungnahmen als nicht
beweiskräftig. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung hängt der
Beweiswert von ärztlichen Berichten und Gutachten davon ab, ob sie für
die strittigen Belange umfassend sind, auf allseitigen Untersuchungen
beruhen, die geklagten Beschwerden berücksichtigen, in Kenntnis der
Vorakten (Anamnese) abgegeben wurden, in der Beurteilung der
medizinischen Zusammenhänge und der medizinischen Situation
einleuchten und in den daraus gezogenen Schlussfolgerungen zu
überzeugen vermögen. Ausschlaggebend für den Beweiswert ärztlicher
Stellungnahmen ist folglich grundsätzlich weder die Herkunft eines
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Beweismittels noch dessen Bezeichnung als Bericht oder Gutachten (vgl.
BGE 134 V 231 E.5.1, 125 V 351 E.3a, 122 V 160 E.1c). Dennoch hat es
das Bundesgericht mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als
vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer
Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen.
Danach haben Gutachten versicherungsexterner Ärzte, wie jene des IME
und der von diesem beigezogenen Ärzte, vollen Beweiswert, wenn sie die
vorgenannten Anforderungen erfüllen und nicht konkrete Indizien gegen
deren Zuverlässigkeit sprechen. Nur wenn die Schlüssigkeit eines
solchen Gutachtens in wesentlichen Punkten als zweifelhaft erscheint,
sind ergänzende Beweisvorkehren in Betracht zu ziehen und nötigenfalls
anzuordnen (BGE 137 V 210 E.1.3.4, 135 V 465 E.4.4, 125 V 353
E.3b/bb; THOMAS FLÜCKIGER, in: STEIGER-SACKMANN/MOSIMANN [Hrsg.],
a.a.O., N. 4.149).
c) Im Folgenden sind das IME-Gutachten vom 12. April 2013 (IV-act. 54)
samt Bericht über die Evaluation der arbeitsbezogenen Leistungsfähigkeit
(EFL; IV-act. 55) sowie die Ergänzung zum IME-Gutachten vom 5. Feb-
ruar 2014 (IV-act. 101) auf ihren Beweiswert zu untersuchen.
aa) Das IME stützte seine Beurteilung vom 12. April 2013 auf die ihm von der IV-Stelle zur Verfügung gestellten Akten, zusätzlich angeforderten Berichte und Röntgenbefunde, die rheumatologische Befragung und Untersuchung durch med. pract. B._, FMH für Rheumatologie, FMH für Innere Medizin, Manuelle Medizin SAMM, zertifizierter Gutachter SIM, vom 21. Juni 2012, die rheumatologischen Nachuntersuchungen vom 9. August 2012 und 18. August 2012, die Evaluation der arbeitsbezogenen funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) des Beschwerdeführers vom 16. und 17. August 2012, die psychiatrische Untersuchung durch Dr. med. I._, FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, zertifizierter medizinischer Gutachter SIM, vom 29. August 2012, die telefonisch erhobene Zwischenanamnese vom 5. April 2013 und die interdisziplinäre Fallbesprechung zwischen den als Gutachter tätigen Fachärzten (IV-act. 54 S. 1). Auf der Grundlage dieser Unterlagen und erhobenen Befunde diagnostizierten die IME-Gutachter als Krankheit mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein chronisches lumbospondylogenes Schmerzsyndrom rechts (ICD-10: M 54.4, M 51.3, M 47.8) mit mehrsegmentalen Diskopathien und Spondylarthrosen ohne
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Hinweise auf Wurzelkompression oder segmentaler Instabilität, muskuläre Dysbalance mit myofascialer Schmerzkomponente mit einer begleitend auftretenden, ausgeprägten Verhaltensproblematik. Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit stellten sie ein dysfunktionales Schmerz- und Krankheitsbewältigungsverhalten mit erheblicher Symptomausweitung, idiopahtische Sprue mit aktuell anhaltender Krankheitsmanifestation (Differenzialdiagnose: atypischer Verlauf einer Zöliakie, ungenügend eingehaltene Zöliakie-Diät), ein rezidivierendes cervicovertebrales Schmerzsyndrom (muskuläre Dysbalance), anamnestisch rezidivierende Migräneanfälle, aktuell wenig ausgeprägt, chronischer Nikotinabusus und eine Lungenembolie unklarer Ätiologie 05/2004 fest (IV-act. 54 S. 35). Im Übrigen äusserten sie den Verdacht, dass der Beschwerdeführer an einer Verhaltensstörungen durch Alkohol, Abhängigkeitssyndrom (ICD-10: F 10.2), leide (IV-act. 54 S. 35).
In Bezug auf die rheumatologischen Befunde hielt med. pract. B._ erläuternd fest, das Verhalten des Exploranden in der EFL sei sehr auffällig gewesen. Auf der Grundlage der durchgeführten Tests liesse sich die Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers infolge Selbstlimitierung nicht festlegen. Es sei davon auszugehen, dass der Explorand bei gutem Effort leistungsfähiger sei als durch die Testergebnisse ausgewiesen. Die Beurteilung des Leistungsvermögens des Beschwerdeführers müsse sich deshalb primär auf medizinisch-theoretische Überlegungen stützen. Aufgrund der ausgeprägten Inkonsistenzen in den medizinischen Untersuchungen, den Widersprüchen in den anamnestischen Angaben sowie den eigenen Untersuchungsbefunden sei das Ausmass der vom Exploranden angegebenen Beschwerden schwer abschätzbar und die daraus resultierenden Einschränkungen liessen sich nicht sicher nachvollzeihen. Aus rheumatologischer Sicht sei der Beschwerdeführer in seiner angestammten Tätigkeit als Strassenbauer wie auch in jener als Fugenmonteur zu 100 % arbeitsunfähig. Für eine leichte wechselbelastende Tätigkeit bestehe indessen eine Arbeitsfähigkeit von 60 %. Bei Bedarf sollte dabei die Körperposition zwischen stehender, gehender und sitzender Arbeitsposition gewechselt werden (IV-act. 54 S. 50). Tätigkeiten, welche Zwangshaltungen der Wirbelsäule sowie Gewichtsbelastungen von über 10 kg bedingten, sollten vermieden werden. Dasselbe gelte für Tätigkeiten, die mit langen Gehstrecken und häufigem Treppensteigen verbunden seien. Zur Verringerung der Belastungen und zur Ermöglichung von Entlastungsphasen sollte das Arbeitspensum auf den Morgen und den Nachmittag verteilt werden (. 54 S. 50, 55).
Demzufolge habe sich die rheumatologische Verfassung des Beschwerdeführers seit der Rentenzusprache im Jahr 1994 wesentlich verbessert. Damals hätten radiologisch Hinweise auf diverse Wurzelkompressionen bestanden, welche aktuell nicht mehr vorhanden seien. Zudem erschienen aufgrund der fachärztlich-rheumatologischen
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Beurteilung die damaligen Beschwerden als etwas ausgeprägter als die aktuell vorhandenen (IV-act. 54 S. 55). Im Übrigen sei es medizinisch unwahrscheinlich, dass massive Rückenbeschwerden in unverändertem Ausmass seit 1994 bestanden hätten. In der Regel würden Rückenbeschwerden schwankend verlaufen und sich häufig zurückbilden. Insbesondere auch unter Berücksichtigung der anamnestischen Angaben mit Nachweis diverser körperlicher Tätigkeit (Ausbau Wohnung, Betrieb illegaler Hanfplantagen, Autohandel etc.) sei davon auszugehen, dass sich der rheumatologische Zustand des Beschwerdeführers im Vergleich zur Situation im Jahr 1994 verbessert habe. Dies stehe im Kontrast zur subjektiven Einschätzung des Beschwerdeführers und den beklagten Beeinträchtigungen. Die entsprechenden Angaben müssten jedoch aufgrund der ausgeprägten Widersprüche und Inkonsistenzen hinterfragt werden (IV-act. 54 S. 54). Bereits 1996 habe die Klinik Valens dem Beschwerdeführer im Übrigen eine 50%ige Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit attestiert. Im Gutachten der MEDAS Zentralschweiz vom 13. Mai 1998 werde sogar von einer 70%igen Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit ausgegangen (vgl. altIV-act. 87). Seither habe sich die massgebliche medizinische Situation nicht wesentlich verändert, weshalb eine anhaltende Teilarbeitsfähigkeit in dieser Grössenordnung als plausibel erscheine. Eine sichere Beurteilung dieser Arbeitsfähigkeit sei jedoch aus rheumatologischer Sicht nicht möglich. Aus rheumatologischer Sicht sei jedenfalls seit August 2012 eine 60%ige Arbeitsfähigkeit in einer leidensadaptierten Tätigkeit ausgewiesen. Berufliche Massnahmen würden aus rheumatologischer Sicht aufgrund der subjektiv anhaltenden vollständigen Arbeitsunfähigkeit zum jetzigen Zeitpunkt nicht empfohlen (IV-act. 54 S. 52).
Zur psychischen Verfassung führte Dr. med. I._ sodann aus, im Rahmen der Untersuchung hätten sich keine Hinweise gefunden für das Vorliegen einer organischen, einschliesslich einer symptomatischen psychischen Störung, einer Schizophrenie, einer schizotypen oder wahnhaften Störung (IV-act. 54 S. 51). Vor vielen Jahren sei wiederholt eine schizotype Störung diagnostiziert worden. Nun sei der Explorand aber seit Jahren psychopathologisch vollkommen unauffällig, was mehrmals in verschiedenen psychiatrischen Gutachten dokumentiert worden sei und sich auch anlässlich der aktuellen Untersuchung wieder gezeigt habe. Unter diesen Umständen könne an der Diagnose der schizotypen Störung nicht mehr festgehalten werden. In den beiden zuhanden des Strassenverkehrsamts Graubünden verfassten Gutachten der PDGR, Klinik Beverin, werde ein problematischer Alkoholkonsum beschrieben, diagnostiziert worden sei aber lediglich im ersten Gutachten (aus dem Jahr 2004) eine Cannabisabhängigkeit. Im zweiten Gutachten (aus dem Jahr 2008) werde keine Abhängigkeitserkrankung mehr festgestellt. Anlässlich der aktuellen Untersuchung seien die Urinproben auf die untersuchten Drogen negativ gewesen. Die CDT-Werte wiesen
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jedoch darauf hin, dass die Angaben des Exploranden zu seinem Alkoholkonsum unzutreffend seien. Dies allein liesse indessen eine sichere Diagnose nicht zu, weshalb keine Abhängigkeit, sondern der Verdacht auf Verhaltensstörungen durch Alkohol, Abhängigkeitssyndrom, zu diagnostizieren sei. Aus psychiatrischer Sicht sei die Arbeitsfähigkeit des Exploranden folglich nicht eingeschränkt.
Damit habe sich die psychische Verfassung des Beschwerdeführers seit der Rentenzusprache im Jahr 1998 wesentlich verbessert. Es liege keine andere Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Zustands vor (IV-act. 54 S. 109). Vor allem von Dr. med. C._ sei der Explorand zweimal ausführlich untersucht worden. Der bei diesen Gelegenheiten erhobene Psychostatus sei mit Auffälligkeiten dokumentiert. Im Vergleich dazu sei der Psychostatus des Beschwerdeführers in den zuhanden des Strassenverkehrsamts Graubünden in den Jahren 2004 und 2008 verfassten Gutachten sowie in der aktuellen Untersuchung unauffällig (. 54 S. 109). Demzufolge habe sich die psychische Verfassung des Beschwerdeführers in der Zwischenzeit wesentlich verbessert. Wann genau diese Verbesserung eingetreten sei, könne nicht mehr genau bestimmt werden. Sie habe sich jedoch jedenfalls zwischen 1999 und 2004 verwirklicht. Der Beschwerdeführer sei folglich seit 2004 aus psychischer Sicht nicht mehr in seiner Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt.
bb) An seiner Einschätzung hielt med. pract. B._ nach Kenntnisnahme des Observationsmaterials, einschliesslich des zugehörigen Observationsberichts und der Beurteilung der fraglichen Unterlagen durch den fallführenden RAD-Arzt, med. pract. K._, sowie dem Befragungsprotokoll der IV-Stelle vom 2. Dezember 2014 grundsätzlich fest. Ergänzend führte med. pract. B._ in der Stellungnahme vom 5. Februar 2014 aus, die beklagten Beschwerden sowie das Verhalten des Exploranden anlässlich der Untersuchung kontrastierten deutlich mit dem durch die Observation dokumentierten Schmerzverhalten (. 101 S. 2). In den Videoaufnahmen seien die in den  und physiotherapeutischen Untersuchungen demonstrierten Einschränkungen nicht erkennbar (IV-act. 101 S. 2). Aus gutachterlicher Sicht seien in den Video- und Ermittlungsakten keine konkreten körperlichen Einschränkungen erkennbar, welche die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in der angestammten Tätigkeit einschränkten. Es handle sich allerdings um eine Überwachung des Eingangsbereichs des Hauses. Deshalb sei eine Einsicht in die effektiven Alltagsaktivitäten des Exploranden nur teilweise möglich. In den Videoaufnahmen sei der Explorand ausserdem nicht beim Tragen oder Manipulieren schwerer Gegenstände zu sehen. Einmal sei freilich dokumentiert, wie der Beschwerdeführer vier Reifen trage. Gemäss dem Ermittlungsbericht seien solche Reifen maximal 15 kg schwer. Wiederholt seien sodann Bückbewegungen festgehalten. Dabei seien keine wesentlichen Einschränkungen sichtbar. Häufig sei ein leichtes
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Schonhinken nachweisbar (IV-act. 101 S. 2). Ein ausgeprägtes Hinken sowie eine deutliche Oberkörperprotraktion seien einzig am Nachmittag des 9. September und am Morgen des 11. September 2013 erkennbar. Insgesamt sei festzuhalten, dass aus dem Observationsmaterial zu folgern sei, dass Phasen mit deutlich verminderter Schmerzsymptomatik existierten, während denen dem Beschwerdeführer körperliche Aktivitäten möglich seien. Die vom Explorand berichtete Anzahl und Dauer der Beeinträchtigung könne in der Observation nicht nachgewiesen werden. Aus rheumatologischer Sicht sei weiterhin davon auszugehen, dass dem Exploranden mittelschwere und sehr schwere körperliche Tätigkeiten, wie die angestammte, nicht zumutbar seien. In einer angepassten Tätigkeit bestehe aus rheumatologischer Sicht hingegen eine Arbeitsfähigkeit von 80 %. Eine solche Tätigkeit sollte die Möglichkeit zur wechselbelastenden Tätigkeit beinhalten, bei Bedarf sollten dabei die Körperpositionen zwischen stehender, gehender oder sitzender Arbeitsposition gewechselt werden. Tätigkeiten, welche eine längere Zwangshaltung der Wirbelsäule bedingten, sollten vermieden werden, Gewichtsbelastungen von über 12.5 kg bis höchstens 15 kg sollten nur selten am Tag erforderlich sein, Gewichte über 15 kg seien zu vermeiden. Eine solche Tätigkeit sollte ganztags mit vermehrten Pausen im Rahmen von 20 % über den Tag verteilt, realisiert werden können. Aufgrund der Videodokumentation sei aus rheumatologischer Sicht folglich von einer grösseren zeitlichen Zumutbarkeit und von einer leicht grösseren gewichtsmässigen Zumutbarkeit der Belastungen in einer angepassten Tätigkeit auszugehen. In diesem Umfang sei der Beschwerdeführer seit August 2012 arbeitsfähig (IV-act. 101 S. 4).
d) Die vorangehend auszugsweise wiedergegebenen Ausführungen sind für
die strittigen Belange umfassend, berücksichtigen die vom
Beschwerdeführer geklagten Leiden und wurden in Kenntnis der Vorakten
sowie unter Berücksichtigung der im Rahmen der Observation gemachten
Beobachtungen erstellt. Zudem beruhen sie auf eingehenden
persönlichen Untersuchungen des Beschwerdeführers, einschliesslich
einer EFL. Schliesslich leuchten sie in der Darlegung der medizinischen
Zusammenhänge und der Beurteilung der medizinischen Situation ein.
Dies gilt insbesondere für die Stellungnahme vom 5. Februar 2014 (IV-
act. 101). Darin begründet med. pract. B._ sorgfältig und
überzeugend, weshalb er die funktionelle Leistungsfähigkeit des
Beschwerdeführers aufgrund des Observationsmaterials bei
gleichgebliebener somatischer Befundlage sowohl hinsichtlich der
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zeitlichen Verfügbarkeit als auch der Leistungsfähigkeit des
Beschwerdeführers als etwas höher einstuft als ursprünglich
angenommen. Die fragliche Beurteilung setzt sich mit allen relevanten
Aspekten auseinander, ist objektiv begründet, in sich schlüssig und
nachvollziehbar. In den Akten finden sich damit keine konkreten Indizien,
welche Zweifel an deren Zuverlässigkeit wecken. Dasselbe gilt für das
bidisziplinäre Gutachten vom 12. April 2013, soweit die IME-Gutachter
daran nach Kenntnisnahme des Observationsmaterials festhalten. Den
fraglichen ärztlichen Stellungnahmen der von der IV-Stelle beigezogenen
versicherungsexternen Gutachter ist folglich voller Beweiswert
zuzuerkennen.
e) Was der Beschwerdeführer gegen diese Betrachtungsweise anführt,
rechtfertigt keine andere Beurteilung. Soweit er behauptet, die von den
Gutachtern durchgeführten Untersuchungen müssten mangelhaft
gewesen sein, ansonsten sich med. pract. B._ in der Stellungnahme
vom 5. Februar 2014 nicht gezwungen gesehen hätte, auf seine
Beurteilung vom 12. April 2013 zurückzukommen und den
Beschwerdeführer entgegen seiner ursprünglichen Einschätzung in einer
leidensadaptierten Tätigkeit aus rheumatologischer Sicht als zu 80 %
arbeitsfähig einzustufen, kann ihm nicht gefolgt werden. Der
begutachtende Rheumatologe hat den Beschwerdeführer am 21. Juni
2012, am 9. August 2012 sowie am 18. August 2012 untersucht und
dessen Leistungsvermögen im Rahmen einer EFL evaluieren lassen.
Hiermit hat er die ihm als Gutachter zur Verfügung stehenden Mittel zur
Evaluation des Leistungsvermögens des Beschwerdeführers
ausgeschöpft. Die auf dieser Grundlage vorgenommene Einschätzung
der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers beruht jedoch immer auch in
erheblichem Masse auf den Angaben des Exploranden. Macht dieser, wie
vorliegend der Beschwerdeführer, falsche Angaben, so besteht eine hohe
Wahrscheinlichkeit, dass der Gutachter Art und Umfang der vorhandenen
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Beeinträchtigungen falsch einschätzt und sich deshalb nach Vorlage von
Observationsmaterial gezwungen sehen kann, auf seine ursprüngliche
Einschätzung zurückzukommen. Dies ist jedoch nicht bedingt durch eine
fehlerhafte Untersuchung, sondern auf die mangelhafte Kooperation des
Exploranden zurückzuführen. Das Gericht sieht sich daher nicht
veranlasst, an der Seriosität und Korrektheit der durchgeführten
Untersuchungen zu zweifeln, nur weil med. pract. B._ die
Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers nach Kenntnisnahme des
Observationsmaterials erhöht hat. Die dagegen erhobene Kritik erweist
sich somit als unbegründet.
aa) Ebenfalls ins Leere stösst der Einwand des Beschwerdeführers, das IME-
Gutachten vom 12. April 2013 sei insofern widersprüchlich, als im
Gutachten zunächst ausgeführt werde, die physische Leistungsfähigkeit
des Beschwerdeführers liesse sich aufgrund einer akuten Blockade nicht
beurteilen, zugleich aber zum Schluss gelange, der Beschwerdeführer
schöpfe sein Leistungspotential nicht aus. Zwar trifft es zu, dass med.
pract. B._ zunächst ausführte, der Beschwerdeführer gebe an, an
einer Rückenblockade zu leiden, weshalb er die gewünschten
Bewegungsabläufe frühzeitig abbrechen müsse. Er hielt aber im Weiteren
fest, der Beschwerdeführer habe während den EFL-Untersuchungen vom
16. und 17. August 2012 ein sehr auffälliges Schmerzverhalten gezeigt.
Der Umfang der beklagten Schmerzen, die beobachtete Inkonsistenz und
die fehlende Leistungsbereitschaft hätten gesamthaft auf eine erhebliche
Symptomausweitung schliessen lassen. Deshalb sei eine Beurteilung der
Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers aufgrund der Testresultate der
EFL nicht möglich (IV-act. 54 S. 43). Damit erläutert med. pract. B._
überzeugend, weshalb die Testresultate der ELF als Grundlage für die
Ermittlung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers nicht taugen und
er sich gezwungen sieht, die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers
aufgrund der erhobenen somatischen Befunde unter Berücksichtigung der
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gesamten Akten, einschliesslich der während den Untersuchungen und
der ELF gemachten Beobachtungen, primär medizinisch-theoretisch
festzulegen. Weder dieses Vorgehen noch die diesbezüglichen
Ausführungen von med. pract. B._ sind zu beanstanden.
bb) Dies umso weniger als sich diese Einschätzung mit jener der früheren
Gutachter deckt. So wurde bereits im Gutachten der MEDAS
Zentralschweiz vom 13. Mai 1998 (altIV-act. 87) sowie im
rheumatologischen Bericht vom 16. April 1998 (altIV-act. 85) festgehalten,
es bestünde eine Diskrepanz zwischen den geäusserten Beschwerden
und den feststellbaren Befunden. Es müsse zumindest von einer
Verdeutlichungstendenz des vorhandenen lumbospondylogenen
Syndroms ausgegangen werden. Die Handbeschwielung des
Beschwerdeführers lasse ausserdem an der behaupteten manuellen
Untätigkeit zweifeln (altIV-act. 87 S. 18). Werde nicht der subjektive
Leidenszustand als alleiniges Kriterium für die Beurteilung der
Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers herangezogen und die
somatische Begründbarkeit der geltend gemachten Beeinträchtigungen
mitberücksichtigt, sei der Beschwerdeführer in einer leidensadaptierten
Tätigkeit zu 70 % arbeitsfähig (altIV-act. 85 S 5, altIV-act. 87 S. 17).
Bereits die seinerzeitigen Gutachter stellten folglich deutliche Hinweise für
eine Schmerzverarbeitungsproblematik fest, weshalb sie die
Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers nicht allein aufgrund der
beklagten Beschwerden und demonstrierten Leistungsfähigkeit, sondern
primär medizinisch-theoretisch bestimmten.
cc) Die im IME-Gutachten vom 12. April 2013 sowie der Stellungnahme vom
5. Februar 2014 festgelegte Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers
divergiert freilich deutlich von der Einschätzung des Hausarztes des
Beschwerdeführers, Dr. med. H._, FMH Allgemeine Medizin (vgl.
Beilage des Beschwerdeführers [Bf-act.] 7). Zwar nimmt auch dieser an,
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die Rückenbeschwerden des Beschwerdeführers seien, seit er den
Beschwerdeführer behandle (2004), im Wesentlichen unverändert
geblieben, wobei die Häufigkeit der Exazerbationen in den vergangenen
Jahren zugenommen habe (vgl. dazu auch: Arztberichte vom
9. November 2006 [IV-act. 11] und 23. Januar 2012 [IV-act. 22]). Dr. med.
H._ erachtet den Beschwerdeführer indessen wegen der
Rückenbeschwerden nur mehr im Umfang von 10-20 % als arbeitsfähig
(Bf-act. 7). Bei der Würdigung dieser Einschätzung ist zu beachten, dass
der Beschwerdeführer Dr. med. H._ im Falle einer Exazerbation
seiner Rückenbeschwerden nicht aufsucht, sondern die akut
aufgetretenen Schmerzen mittels der ihm für diesen Zweck
verschriebenen Medikamente selber behandelt. Dr. med. H._ kann
die Häufigkeit und den Umfang der Rückenbeschwerden des
Beschwerdeführers folglich nur aufgrund der Schilderungen des
Beschwerdeführers beurteilen und diese über die bezogenen
Medikamente nachvollziehen. Seine Angaben beruhen damit in erster
Linie auf den subjektiven (Schmerz)Angaben des Beschwerdeführers,
denen nach der Einschätzung der Gutachter mit Zurückhaltung zu
begegnen ist, da sie sich nur teilweise durch korrelierende somatische
Befunde erklären lassen und der Beschwerdeführer erhebliche
Verdeutlichungstendenzen aufweist. Im Übrigen stand Dr. med. H._
zwar das Observationsmaterial zur Verfügung. Er hat dieses jedoch nur
rudimentär gesichert, weshalb er das darin abgebildete
Leistungsvermögen des Beschwerdeführers nur am Rande in seine
Beurteilung mit einbezogen hat. Soweit Dr. med. H._ in diesem
Zusammenhang im Übrigen festhält, die erhobenen rheumatologischen
Befunde würden das Motorradfahren nicht ausschliessen, ist darauf
hinzuweisen, dass der IME-Gutachter in seiner Stellungnahme vom
5. Februar 2014 nichts anderes behauptet. Er erachtet den darin
dokumentierten, abgesehen von einem leichten Schonhinken links,
normalen Bewegungsablauf indes als mit den angenommenen
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Beeinträchtigungen nicht vereinbar, weshalb er die Arbeitsfähigkeit des
Beschwerdeführers in einer leidensadaptierten Tätigkeit nach oben
korrigiert. Diese Einschätzung wird von med. pract. B._ objektiv und
überzeugend begründet und vom fallführenden RAD-Arzt, med. pract.
K._, in seiner Beurteilung vom 12. Februar 2014 als sehr
zurückhaltend eingestuft (IV-act. 123 13). Dabei schliesst der Gutachter
keineswegs aus, dass der Beschwerdeführer nach körperlich
anstrengenden Tätigkeiten unter starken Schmerzen leidet. Dem Auftrag
entsprechend beurteilt er dessen Arbeits- und Erwerbsfähigkeit aber nur
in einer leichten wechselbelastenden Tätigkeit, die den
Rückenbeschwerden des Beschwerdeführers angepasst ist und lässt den
Fall einer körperlichen Überforderung durch eine körperlich anstrengende
Tätigkeit ausser Betracht. Es besteht kein Anlass, die entsprechende
Einschätzung aufgrund der anderslautenden Stellungnahme von Dr. med.
H._ in Zweifel zu ziehen.
dd) Soweit sich Dr. med. H._ ausserdem zur psychischen Verfassung
des Beschwerdeführers und der hierdurch bedingten Beeinträchtigung der
Arbeitsfähigkeit äussert, ist vorab darauf hinzuweisen, dass Dr. med.
H._ im Arztbericht vom 18. Januar 2012 selber festgehalten hat, der
Beschwerdeführer sei in den letzten Jahren bei den Konsultationen
psychisch unauffällig gewesen (IV-act. 124 S. 10) und diese Einschätzung
im Schreiben vom 12. August 2014 bestätigt hat. Er gibt jedoch zu
bedenken, dass Dr. med. C._ den Beschwerdeführer am 5. Mai 1998
aus psychischer Sicht als zu 50 % arbeitsfähig eingestuft habe. Er habe
jedoch angemerkt, ein geeigneter Arbeitsplatz liesse sich allenfalls nur in
geschütztem Rahmen finden. Am 7. Juli 1999 sei er nach einer
abermaligen Untersuchung des Beschwerdeführers alsdann zur
Überzeugung gelangt, dem Exploranden sei aufgrund seiner psychischen
Verfassung eine stationäre Behandlung in einer BEFAS nicht zumutbar.
Deshalb solle die IV-Stelle nicht an der Durchführung einer beruflichen
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Abklärung festhalten und die dem Beschwerdeführer zugesprochene
Rente weiterhin ausrichten. In den vergangenen Jahren sei es dem
Beschwerdeführer aus psychischer Sicht recht gut gegangen. Dies jedoch
nur, weil äussere Stressfaktoren, wie von Dr. med. C._ empfohlen,
von ihm fern gehalten worden seien. Bei der Konfrontation mit dem
drohenden Entzug der IV-Rente habe der Beschwerdeführer mit einem
Suizidversuch reagiert. Folglich könne nicht von einer stabilen
psychischen Verfassung des Beschwerdeführers ausgegangen werden
(Bf-act. 7). Diese Argumentation vermag nicht zu überzeugen. Die
schizotype Störung, die beim Beschwerdeführer in den Jahren 1994 und
1998 diagnostiziert und 2003 bestätigt wurde, wird in der Internationalen
Klassifikation der psychischen Krankheit (ICD-10) dem schizophrenen
Spektrum zugeordnet. Diese Störung zeigt einen chronischen Verlauf mit
unterschiedlicher Intensität. Gelegentlich entwickelt sich eine eindeutige
Schizophrenie. Die schizotype Störung äussert sich in exzentrischem
Verhalten sowie Anomalien des Denkens und der Stimmung, die
schizophren wirken, obwohl nie eindeutige und charakteristische
schizophrene Symptome aufgetreten sind (http://www.icd-code.de/ >
schizotype Störung, besucht am 9. Juni 2015). Solche
Krankheitssymptome manifestieren sich im Alltag und führen zu
Handlungen, die selbst der medizinische Laie als höchst eigentümlich
empfindet. Wenn Dr. med. H._ den Beschwerdeführer in den
vergangenen Jahren als psychisch unauffällig empfunden hat, findet sich
darin die Einschätzung des begutachtenden Psychiaters, Dr. med.
I._, bestätigt, wonach der Beschwerdeführer seit 2004 nicht mehr an
einer schizotypen Störung leidet. Im Übrigen hat Dr. med. H._ dem
Beschwerdeführer ein uneingeschränktes Konzentrationsvermögen, ein
gutes Auffassungsvermögen und eine gute Anpassungsfähigkeit
bescheinigt und es mit dieser Begründung befürwortet, dass der
Beschwerdeführer seinen Führerausweis wiedererlangt. Sodann wird die
psychische Verfassung des Beschwerdeführers in den
http://www.icd-code.de/
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verkehrspsychologischen Gutachten aus den Jahren 2004 und 2008 nach
Auffassung des begutachtenden Psychiaters, Dr. med. I._, als
unauffällig beschrieben (vgl. psychiatrischen Teilgutachten vom
29. August 2012 [IV-act. 54 S. 92 f.]). Schliesslich vermochte dieser bei
der persönlichen Untersuchung des Beschwerdeführers keine Befunde zu
erheben, welche auf eine schizotype Störung hinweisen würden. Deshalb
ist er in Übereinstimmung mit den verkehrspsychologischen Gutachtern
zur Auffassung gelangt, dass der Beschwerdeführer nicht mehr an einer
schizotypen Störung leidet und auch an keiner anderen psychischen
Krankheit. Mit diesem Ergebnis stimmt überein, dass sich der
Beschwerdeführer seit 1998 bis zur verfügten vorläufigen
Rentenaufhebung nie mehr einer psychiatrischen Behandlung unterzogen
und sich gegenüber Dr. med. I._ als psychisch gesund bezeichnet
hat. Die gegenteilige Auffassung von Dr. med. H._ vermag dieses
Ergebnis nicht zu erschüttern.
ee) Sowohl in dieser Beziehung als auch hinsichtlich dessen Beurteilung der
Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers aus rheumatologischer Sicht ist
schliesslich zu beachten, dass Dr. med. H._ im Unterschied zu den
von der IV-Stelle beigezogenen IME-Gutachtern kein Facharzt ist und
sich dessen Therapieauftrag grundlegend von der Aufgabe eines
Gutachters unterscheidet, der gehalten ist, die Angaben des Exploranden
einer kritischen Würdigung zu unterziehen und auf allfällige Diskrepanzen
zwischen dem in der Untersuchungssituation gezeigten Verhalten sowie
dem geschilderten Alltagsverhalten hinzuweisen. Bei der Würdigung von
Berichten behandelnder Hausärzte ist nach der bundesgerichtlichen
Rechtsprechung im Weiteren der Erfahrungstatsache Rechnung zu
tragen, dass Hausärzte in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten
aussagen (BGE 135 V 465 E.4.5). Vor diesem Hintergrund sieht sich das
Verwaltungsgericht, nachdem Dr. med. H._, wie vorangehend
dargelegt, weder im Schreiben vom 12. August 2014 noch in den hiermit
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übereinstimmenden Arztberichten vom 9. November 2006 (IV-act. 11) und
23. Januar 2012 (IV-act. 22) wichtige – und nicht rein subjektive –
Aspekte benannt hat, die in der Begutachtung unerkannt oder
ungewürdigt geblieben sind, nicht veranlasst, an der Schlüssigkeit und
Richtigkeit des IME-Gutachten vom 12. April 2013 sowie der
Stellungnahme vom 5. Februar 2014 zu zweifeln.
f) In Würdigung der Akten gelangt das Verwaltungsgericht aus den
vorgenannten Gründen zum Schluss, dass der Beschwerdeführer seit
2004 mit der Wiedererlangung der vollständigen Arbeitsfähigkeit aus
psychischer Sicht in einer körperlich leichten, mehrheitlich stehend bis
gehend zu verrichtenden Arbeit mit Beschränkung der Hebe- und
Tragbelastung auf 10 kg zu 70 % arbeitsfähig ist (vgl. Gutachten der
MEDAS Zentralschweiz von Dr. med L._ und Dr. med. M._
[altIV-85 S. 17], rheumatologisches Konsilium von Dr. med. D._ vom
16. April 1998 [IV-act. 85 S.4 f.]). Freilich erachtet der begutachtende
Rheumatologe, med. pract. B._, diese Schlussfolgerung wegen der
hiermit verbundenen rückwirkenden Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des
Beschwerdeführers nur als plausibel, nicht jedoch als überwiegend
wahrscheinlich. Diese Beurteilung lässt indes ausser Acht, dass selbst Dr.
med. H._, der den Beschwerdeführer seit 2004 behandelt, dessen
Rückenbeschwerden, abgesehen von der konstatierten Zunahme der
Exazerbationen, als gleichgeblieben einstuft (vgl. Bf-act. 7). Unter diesen
Umständen erscheint es nicht zuletzt mit Blick auf die ab dem 1. August
2012 bestehende 80%ige Arbeitsfähigkeit als überwiegend
wahrscheinlich, dass der Beschwerdeführer aus rheumatologischer Sicht
seit 1998 in einer leidensadaptierten Tätigkeit zu 70 % arbeitsfähig ist.
Seit August 2012 ist der Beschwerdeführer sodann in einer leichten
wechselbelastenden Tätigkeit ganztags mit vermehrten Pausen im
Rahmen von 20 %, verteilt über den ganzen Tag, arbeitsfähig.
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g) Dass die Einholung eines Obergutachtens an diesem Ergebnis, das auf
einer eingehenden bidisziplinären Begutachtung des Beschwerdeführers
durch versicherungsexterne Gutachter, einschliesslich einer EFL, sowie
einer einmonatigen Standobservation beruht, etwas zu ändern vermag,
kann ausgeschlossen werden. Der Antrag des Beschwerdeführers, ein
Obergutachten einzuholen, ist deshalb in antizipierter Beweiswürdigung
abzuweisen (vgl. dazu statt vieler: Urteile des Bundesgerichts
8C_126/2013 vom 19. Juni 2013 E.4, 9C_309/2007 vom 5. September
2007 E.2.2.1; FLÜCKIGER, in: STEIGER-SACKMANN / MOSIMANN [Hrsg.], Recht
der Sozialen Sicherheit, a.a.O., N. 4.175). Dasselbe gilt für dessen
Antrag, seine behandelnde Psychologin, Dr. phil. N._, als Zeugin
einzuvernehmen. Soweit sich diese überhaupt zur gesundheitlichen
Verfassung des Beschwerdeführers im massgeblichen Zeitraum bis zum
Abschluss des vorinstanzlichen Verfahrens am 25. Juli 2014 äussern
kann, ist zu beachten, dass die Festlegung der Arbeitsfähigkeit nach der
bundesgerichtlichen Rechtsprechung grundsätzlich den Ärzten
vorbehalten ist. Angaben nicht-medizinischer Personen, wie Psychologen,
müssen deshalb – gleich wie das Ergebnis einer zulässigen Observation
– durch eine Arztperson beurteilt werden, bevor sie zur Beurteilung der
Arbeitsfähigkeit herangezogen werden können (Urteil des Bundesgerichts
8C_516/2014 vom 6. Januar 2015 E.9.2). Anstelle der begehrten
Einvernahme der behandelnden Psychologin des Beschwerdeführers als
Zeugin wäre daher zu erwägen, einen Bericht des Arztes einzuholen,
welcher den Beschwerdeführer nach seinem von Dr. med. H._ im
Schreiben vom 12. April 2014 erwähnten Suizidversuch behandelt hat (Bf-
act. 7 S. 4). Darauf kann im vorliegenden Fall jedoch verzichtet werden,
da in den Akten nichts auf eine voraussichtlich dauerhafte psychische
Erkrankung des Beschwerdeführers hindeutet und eine allfällige
anderslautende Beurteilung eines behandelnden Arztes nicht geeignet ist,
diese Überzeugung zu erschüttern. Sowohl auf die begehrte Einvernahme
von Dr. phil. N._ als auch auf jene eines allfälligen vorbehandelnden
- 30 -
Psychiaters ist deshalb in antizipierter Beweiswürdigung zu verzichten.
Hinsichtlich der im Weiteren beantragten Zulassung des
Beschwerdeführers zur Beweisaussage, um die Aktivitäten des
Beschwerdeführers während des Observationszeitraums ausserhalb des
durch die Standkamera einsehbaren Bereichs zu eruieren, ist vorderhand
klarzustellen, dass der IME-Gutachter ausschliesslich die durch die
Standobservation dokumentierten Handlungen des Beschwerdeführers,
einschliesslich der hierdurch sichtbar werdenden Bewegungsabläufe, in
die Beurteilung mit einbezogen hat. Wie lange der Beschwerdeführer im
Observationszeitraum mit dem Auto bzw. dem Motorrad gefahren sein
könnte, wusste der IME-Gutachter nicht und wurde von ihm bei der
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers nicht
berücksichtigt. Schliesslich hatte der Beschwerdeführer Gelegenheit,
seinen Tagesablauf in den zur Diskussion stehenden Tagen,
insbesondere die Fahrzeit mit den jeweiligen Pausen, in der
Beschwerdeschrift eingehend zu schildern. Unter diesen Umständen sind
von einer Beweisaussage des Beschwerdeführers keine neuen
Erkenntnisse zu erwarten. Der entsprechende Beweisantrag ist daher in
antizipierter Beweiswürdigung abzuweisen.
7. a) Demzufolge ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, dass der
Beschwerdeführer seit 2004 in einer leidensadaptierten Tätigkeit zu 70 %,
seit August 2012 ganztags mit vermehrten Pausen im Rahmen von 20 %,
verteilt über den ganzen Tag, zu 80 % arbeitsfähig ist. Demzufolge hat
sich die gesundheitliche Verfassung des Beschwerdeführers und, darauf
fussend, dessen Arbeitsfähigkeit seit der Mitteilung vom 7. September
1999 (vgl. E.5 hiervor) wesentlich verbessert. Folglich hat die IV-Stelle
das Vorliegen eines Revisionsgrundes in der Verfügung vom 25. Juli 2014
zu Recht bejaht und den Rentenanspruch des im Gesundheitsfall
vollzeitlich erwerbstätigen Beschwerdeführers aufgrund eines
Einkommensvergleichs (Art. 28a Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 16 ATSG) ohne
- 31 -
Bindung an vormaligen Entscheide neu festgelegt (vgl. statt vieler:
BGE 140 V 521 E.5).
b) Dabei hat die IV-Stelle das vom Beschwerdeführer im Gesundheitsfall als
gelernter Bauarbeiter erzielbare Valideneinkommen ausgehend von den
LSE-Tabellenlöhnen 2010, Anforderungsniveau 3, Baugewerbe,
männlich, unter Anpassung an die Nominallohnentwicklung ermittelt und
mit Fr. 74'414.65 beziffert. Dieses Vorgehen ist zu Recht unbeanstandet
geblieben und gibt zu keinen weiteren Ausführungen Anlass (vgl. statt
vieler: BGE 135 V 297 E.5.1). Strittig ist dagegen, welches
Invalideneinkommen der Beschwerdeführer seit 2004 unter Ausschöpfung
seiner Restarbeitsfähigkeit hätte erzielen können.
c) Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der
konkreten beruflich-erwerblichen Situation des Beschwerdeführers
auszugehen. Hat dieser, wie vorliegend, nach Eintritt des
Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihm an sich zumutbare
neue Erwerbstätigkeit aufgenommen, so ist das massgebliche
Invalideneinkommen nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung
entweder aufgrund der DAP-Zahlen (DAP = Dokumentation von
Arbeitsplätzen seitens der SUVA) oder der LSE-Tabellenlöhne zu
bestimmen (BGE 135 V 297 E.5.2, 126 V 75 3.b/aa, 117 V 18 E.2c/aa, je
mit Hinweisen). Im letztgenannten Fall ist praxisgemäss auf die
standardisierten Bruttolöhne (Tabellengruppe A) abzustellen, wobei
jeweils vom sogenannten Zentralwert (Median) auszugehen ist (BGE 129
V 472 E.4.2.1). Die entsprechenden Angaben sind in der Folge auf eine
durchschnittliche und betriebsübliche Arbeitszeit umzurechnen, weil die
LSE-Tabellenlöhne aus statistischen Gründen auf einer standardisierten
Arbeitszeit von 40 Wochenstunden beruhen (BGE 124 V 321 E.3b/bb).
Alsdann kann bisweilen ein leidensbedingter Abzug vorgenommen
werden, der im Regelfall mehr als 10 % und maximal 25 % beträgt (BGE
- 32 -
134 V 322 E.5 und 6, BGE 126 V 75 E.5b/aa; ULRICH MEYER/MARCO
REICHMUTH, in: STAUFFER/CARDINAUX [Hrsg.], Rechtsprechung des
Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die
Invalidenversicherung, 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2014, Art. 28a N. 104).
d) Die IV-Stelle hat das Invalideneinkommen des Beschwerdeführers auf der
Grundlage der LSE 2010, Anforderungsniveau 4, leichte und repetitive
Tätigkeit, bestimmt. Danach beträgt der standardisierte, monatliche
Bruttoverdienst von Männern (TA 1) in einer leichten und repetitiven
Tätigkeit (Anforderungsniveau 4) Fr. 4'901.--. Daraus ergibt sich auf der
Basis der durchschnittlichen Arbeitszeit im Jahr 2014 von 41.6 Stunden
unter Anpassung an die Nominallohnentwicklung bei einer 80%igen
Leistungsfähigkeit ein jährliches Bruttoeinkommen von Fr. 50'812.40 (vgl.
IV-act. 125). Dieses Invalideneinkommen hätte der Beschwerdeführer bei
Ausschöpfung seiner Restarbeitsfähigkeit seit August 2012 erzielen
können.
e) Der Beschwerdeführer hält dieser Auffassung entgegen, nicht in der Lage
zu sein, die ihm verbleibende Arbeitsfähigkeit auf dem Arbeitsmarkt zu
verwerten, da er in seiner angestammten Tätigkeit als Strassenbauer
arbeitsunfähig sei und über keine anderen Qualifikationen verfüge, die er
beruflich nutzbar machen könnte. Ausserdem sei ihm mit Wirkung ab dem
1. August 1994 und damit vor knapp 20 Jahren eine ganze Invalidenrente
zugesprochen worden, weshalb er seither keine Erwerbstätigkeit mehr
ausgeübt habe. Unter diesen Umständen sei auszuschliessen, dass er
ohne entsprechende Eingliederungsmassnahmen im Stande sei, eine
Erwerbstätigkeit zu finden und eine allfällige Restarbeitsfähigkeit zu
verwerten. Die Wiedereingliederung von Versicherten im fortgeschrittenen
Alter oder nach invaliditätsbedingtem langjährigem Fernbleiben von der
Arbeitswelt ist oft schwierig. Diesem Umstand Rechnung tragend muss
sich die IV-Stelle, sofern die versicherte Person das 55. Altersjahr
- 33 -
zurückgelegt oder die Rente mehr als 15 Jahre bezogen hat, vor der
Herabsetzung oder Aufhebung einer Invalidenrente vergewissern, ob sich
ein medizinisch-theoretisch wiedergewonnenes Leistungsvermögen ohne
weiteres in einem entsprechend tieferen Invaliditätsgrad niederschlägt
oder ob dafür ausnahmsweise eine erwerbsbezogene Abklärung und/oder
die Durchführung von Eingliederungsmassnahmen im Rechtssinne
erforderlich ist. Das bedeutet nicht, dass sich der Versicherte auf eine
Besitzstandesgarantie berufen kann, sondern lediglich seine Rente erst
nach Prüfung und Durchführung von Eingliederungsmassnahmen
einzustellen ist (Urteile des Bundesgerichts 9C_275/2014 vom 21. August
2014 E.4.3, 9C_363/2011 vom 31. Oktober 2011 E.3.1, 9C_228/2010
vom 26. April 2011 E.3.3-3.5; 9C_363/2011 vom 31. Oktober 2011
E.3.2.1). Für die Ermittlung der hierfür massgeblichen Eckwerte ist auf
den Zeitpunkt der rentenaufhebenden Verfügung respektive auf den darin
verfügten Zeitpunkt der Rentenaufhebung abzustellen (Urteil des
Bundesgerichts 8C_446/2014 vom 12. Januar 2015 E.4.2.1). Gerade bei
jüngeren Versicherten, die keine Anstalten getroffen haben, ihre
Restarbeitsfähigkeit zu verwerten, ist indes nach der bundesgerichtlichen
Rechtsprechung auch bei einem über 15 Jahre dauerndem Rentenbezug
ein Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen zu verneinen, wenn die
subjektive Bereitschaft, sich in den Arbeitsprozess zu integrieren, nicht
gegeben ist (Urteile des Bundesgerichts 9C_490/2014 vom 23. Januar
2015 E.5, 9C_726/2011 vom 1. Februar 2012 E. 5.2).
f) Der Beschwerdeführer bezog im Zeitpunkt der rückwirkenden
Rentenaufhebung mit Verfügung vom 25. Juli 2013 seit knapp 19 Jahren
eine Invalidenrente. Allerdings war er bei Erlass der Verfügung vom
25. Juli 2014 erst 45 Jahre alt und wäre seit dem Wegfall seiner
psychischen Krankheit im Jahr 2004 im Stande gewesen, eine
leidensadaptierte Tätigkeit mit einem Pensum von 70 % auszuüben (vgl.
E.6f hiervor). Der Beschwerdeführer hat jedoch nie versucht, diese
- 34 -
Restarbeitsfähigkeit zu verwerten und konnte auch im Rahmen des
vorliegenden Verfahrens nicht dazu bewegt werden, die Ausübung einer
Erwerbstätigkeit auch nur in Betracht zu ziehen. Denn bei ihm hat sich die
Überzeugung verfestigt, vollkommen arbeitsunfähig zu sein und selbst
körperlich leichte Arbeiten nur sporadisch ausüben zu können. Aufgrund
dieser ausgeprägten subjektiven Krankheits- und
Behinderungsüberzeugung erachten die IME-Gutachter
Eingliederungsmassnahmen als nicht durchführbar, weshalb sie der IV-
Stelle empfehlen, davon abzusehen (IV-act. 54 S. 52). Diese
Einschätzung der IME-Gutachter erscheint umso gewichtiger, als sich der
Beschwerdeführer bereits 1988 ohne hinreichenden Grund der
Umschulung zum Tiefbauzeichner widersetzte und die von der IV-Stelle
organisierte Lehrstelle nach wenigen Wochen aus fadenscheinigen
Gründen aufgab (altIV-act. 25, 26). Vor diesem Hintergrund ist es nicht zu
beanstanden, dass die IV-Stelle im vorliegenden Fall auf berufliche
Abklärungen sowie Eingliederungsmassnahmen verzichtet hat und direkt
von einer rentenherabsetzenden arbeitsmarktrechtlichen Verwertbarkeit
der Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers ausgegangen ist.
g) Infolgedessen gilt als erstellt, dass der Beschwerdeführer bei
Ausschöpfung seiner Restarbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen
Arbeitsmarkt seit August 2012 ein Invalideneinkommen von Fr. 50'812.40
hätte erzielen können. Wird dieser Verdienst dem Valideneinkommen des
Beschwerdeführers von Fr. 74'414.65 gegenübergestellt, so resultiert
daraus eine Einkommenseinbusse Fr. 23'902.20, was einem
Invaliditätsgrad von 32.00 % (31.70 %; vgl. 130 V 121 E.3) entspricht.
Demzufolge ist der Beschwerdeführer seit dem 1. August 2012 in der
Lage, ein rentenausschliessendes Einkommen zu generieren. Ihm steht
folglich keine Rente mehr zu (Art. 28 Abs. 2 IVG).
- 35 -
8. a) Zu prüfen bleibt, ob die IV-Stelle die dem Beschwerdeführer
zugesprochene Rente bei dieser Sachlage zu Recht rückwirkend per
31. Juli 2012 aufgehoben hat. Gemäss Art. 88bis Abs. 2 lit. b IVV darf die
IV-Stelle eine Rente rückwirkend (ex tunc) vom Eintritt der für den
Anspruch erheblichen Änderung aufheben, wenn die unrichtige
Ausrichtung einer Leistung darauf zurückzuführen ist, dass der Bezüger
sie unrechtmässig erwirkt hat oder er einer ihm obliegenden Meldepflicht
nicht nachgekommen ist. Gemäss Art. 77 IVV haben der Berechtigte oder
sein gesetzlicher Vertreter sowie Behörden oder Dritte, denen die
Leistung zukommt, jede für den Leistungsanspruch wesentliche
Änderung, namentlich eine solche des Gesundheitsschadens, der
Arbeits- und Erwerbsfähigkeit, des Zustandes der Hilflosigkeit sowie des
invaliditätsbedingten Betreuungsaufwandes, unverzüglich der IV-Stelle
anzuzeigen (vgl. ausserdem Art. 31 Abs.1 ATSG). Für den Tatbestand
der Meldepflichtverletzung ist ein schuldhaftes Verhalten erforderlich,
wobei nach ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung bereits leichte
Fahrlässigkeit genügt (BGE 118 V 214 E.2a, 112 V 97 E.2a, 110 V 180
E.3d). Erforderlich ist im Weiteren, dass zwischen der schuldhaften
Meldepflichtverletzung als zu sanktionierendem Verhalten und dem
unrechtmässigen Leistungsbezug (eingetretenem Schaden) ein
Kausalzusammenhang besteht. Daran fehlt es, wenn anzunehmen ist, die
geforderte Meldung hätte an der Ausrichtung der Leistung nichts geändert
(BGE 118 V 214 E.4, SVR 1995 IV Nr. 58; UELI KIESER, ATSG-
Kommentar, 2. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2009, Art. 25 N. 15).
b) Der Beschwerdeführer gab im Fragebogen für die Revision der
Invalidenrente / Hilflosenentschädigung vom 9. Oktober 2006 an, seine
gesundheitliche Verfassung sei gleichgeblieben und hielt fest, beim An-
/Auskleiden, beim Aufstehen /Absitzen /Abliegen (teilweise) sowie bei der
Fortbewegung (teilweise) auf Hilfe angewiesen zu sein (IV-act. 7 S. 2).
Am 19. Dezember 2011 erklärte er im Fragebogen für die Revision der
- 36 -
Invalidenrente / Hilflosenentschädigung, die Belastbarkeit seines Körpers
nehme ständig ab. Blockaden in der Wirbelsäule würden ihm teilweise
selbst aufrechtes Stehen verunmöglichen und träten in immer kürzeren
Intervallen auf (IV-act. 20 S. 1). Wegen dieser Beschwerden sei er auf
Hilfe beim An- /Auskleiden, Aufstehen /Absitzen /Abliegen sowie bei der
Fortbewegung angewiesen (IV-act. S. 2 f.). In diesem Sinne äusserte er
sich ebenfalls anlässlich des Evaluationsgesprächs vom 2. Dezember
2013. Danach verschlimmere sich seine gesundheitliche Verfassung seit
25 Jahren immer mehr und es käme immer häufiger zu Blockaden (IV-
act. 82 S. 1). Die Blockaden träten zwei bis fünf Mal pro Monat auf und
dauerten bis zu sechs Tage. Während diesen Phasen sei er auf die
Mithilfe seiner Ehefrau angewiesen, um sich anzuziehen (IV-act. 82 S. 2).
Er könne dann praktisch nur liegen und kaum mehr als 20 Minuten gehen,
wobei er sich zu Hause mit Krücken fortbewegen müsse (IV-act. 82 S. 3).
Er habe lange Zeit versucht, noch Fahrrad zu fahren, habe dies jedoch
wegen der Rückenbeschwerden aufgeben müssen. Jetzt könne er nur
mehr Spazierengehen (IV-act. 82 S. 4). Vom Boden bis zur Taille könne
er keine Lasten mehr heben. Von der Taille bis zur Kopfhöhe nur ganz
leichte Gegenstände, wie etwa eine Tasse (IV-act. 82 S. 4). Diese
Angaben stehen nach fachärztlicher Einschätzung im Widerspruch zu den
während der Standobservation gemachten Beobachtungen, worin der
Beschwerdeführer, abgesehen von einem geringfügigen Schonhinken,
einen normalen Bewegungsablauf zeigt, in der Lage ist, die Pneus mit
einem Gewicht von ca. 15 kg aus dem Fahrzeug zu laden, sie vor dem
Hauseingang abzustellen und sie über den Platz zu tragen (17.08.), ohne
Anzeichen körperlicher Einschränkungen auf ein schweres Motorrad
(vollgetankt ca. 600 kg) zu sitzen (18.08., 23.08. und 31.08.) und damit
loszufahren (vgl. dazu Ermittlungsbericht und Videoaufnahmen im
separaten Dossier). Daraus ist zu folgern, dass der Beschwerdeführer
seine Beschwerden und gesundheitlichen Beeinträchtigungen gegenüber
der IV-Stelle übertrieben dargestellt hat. Hätte er der IV-Stelle seinen
- 37 -
Tagesablauf korrekt geschildert, so hätte die IV-Stelle aufgrund der darin
zum Ausdruck kommenden verbesserten Leistungsfähigkeit des
Beschwerdeführers sogleich Rechnung tragen und die dem
Beschwerdeführer zugesprochene Rente an die veränderte Sachlage
anpassen können. Die IV-Stelle war demnach berechtigt, die
zugesprochene Rente rückwirkend auf den Zeitpunkt der ausgewiesenen,
voraussichtlich anhaltenden vollständigen Erwerbsfähigkeit des
Beschwerdeführers aufzuheben.
c) Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, vermag nicht zu
überzeugen. Zwar trifft es zu, dass sein Hausarzt, Dr. med. H._,
seine gesundheitliche Verfassung und, davon ausgehend, seine
Arbeitsfähigkeit seit 2004 im Wesentlichen als unverändert geblieben
ansieht. Die entsprechende Einschätzung beruht indessen primär auf den
subjektiven (Schmerz-)Angaben des Beschwerdeführers und lässt sich
nur teilweise auf die erhobenen somatischen Befunde zurückführen.
Diese Beurteilung widerspiegelt, wie vorangehend dargelegt (E.6e/cc-ee
hiervor), die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers indes nicht. Der
Beschwerdeführer war denn auch nicht gehalten, die IV-Stelle über die
entsprechende Einschätzung zu informieren. Hingegen hätte er die IV-
Stelle über seine im Alltag wiedergewonnenen Fähigkeiten informieren
müssen. Konkret wäre er gehalten gewesen, der IV-Stelle mitzuteilen,
dass er gelegentlich in der Lage sei, Lasten bis zu 15 kg zu tragen, mit
einem 600 kg schweren Motorrad umzugehen und sich, abgesehen von
einem leichten Schonhinken, weitgehend normal fortzubewegen. Diese
Schilderungen hätten die IV-Stelle veranlasst, ein Revisionsverfahren
einzuleiten, da solche Fähigkeiten einer deutlich über der angenommenen
funktionellen Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers liegende
Arbeitsfähigkeit entsprechen. Folglich hat der Beschwerdeführer seine
Meldepflicht gegenüber der IV-Stelle verletzt, weshalb diese berechtigt
- 38 -
war, die ihm zugesprochene Rente rückwirkend per 31. Juli 2012
aufzuheben.
9. Mit Verfügung vom 15. August 2014 hat die IV-Stelle den
Beschwerdeführer im Weiteren verpflichtet, die zu Unrecht bezogenen
Versicherungsleistungen im Betrag von Fr. 55'552.-- zurückzuerstatten.
Die Höhe der fraglichen Rückforderung entspricht den Rentenleistungen,
welche die IV-Stelle dem Beschwerdeführer vom 1. August 2012 bis zum
31. Dezember 2013 ausgerichtet hat (vgl. Bf-act. 2 im Verfahren S 14
131). Diese Versicherungsleistungen hat der Beschwerdeführer ohne
Rechtsgrund erhalten, da ihm seit dem 1. August 2012 keine Leistungen
der Invalidenversicherung mehr zustehen. Die IV-Stelle ist demnach
berechtigt, die fraglichen Versicherungsleistungen im Betrag von
Fr. 55'552.-- vom Beschwerdeführer gestützt auf Art. 25 Abs. 1 ATSG
i.V.m. Art. 2 und 3 der Verordnung über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts (ATSV; SR 830.11) zurückzufordern. Die
gegen diese Anordnung erhobene Beschwerde erweist sich folglich als
unbegründet. Hinzuweisen bleibt, dass der Beschwerdeführer bei der IV-
Stelle den Erlass dieser Rückforderung beantragen kann (Art. 25 Abs. 1
Satz 2 ATSG und Art. 4 sowie 5 ATSV). Sollte der Beschwerdeführer von
dieser Möglichkeit Gebrauch machen, wird die IV-Stelle über dieses
Erlassgesuch in Verfügungsform zu entscheiden haben (KIESER, a.a.O.,
Art. 25 N. 37).
10. Zusammenfassend kann damit festgehalten werden, dass sich die
gesundheitliche Verfassung des Beschwerdeführers seit der Mitteilung
vom 7. September 1999 und als Folge davon dessen Arbeitsfähigkeit
wesentlich verbessert hat, womit die IV-Stelle das Vorliegen eines
Revisionsgrundes in der Verfügung vom 25. Juli 2014 zu Recht bejaht
und den Rentenanspruch des Beschwerdeführers aufgrund der
veränderten Sachlage ohne Bindung an frühere Beurteilungen neu
- 39 -
festgelegt hat. Diese Prüfung führt zum Ergebnis, dass der
Beschwerdeführer seit dem 1. August 2012 in der Lage ist, ein
rentenausschliessendes Einkommen zu erzielen. Da der
Beschwerdeführer ausserdem seine Aufklärungs- und Meldepflicht
verletzt hat, war die IV-Stelle berechtigt, die dem Beschwerdeführer
zugesprochene Rente rückwirkend per 31. Juli 2012 aufzuheben und die
im Zeitraum vom 1. August 2012 bis zum 31. Dezember 2013 ohne
Rechtsgrundlage erbrachten Versicherungsleistungen im Betrag von
Fr. 55'552.-- zurückzufordern. Die entsprechenden Anordnungen
erweisen sich somit als rechtens, was zu deren Bestätigung und zur
Abweisung der dagegen erhobenen Beschwerden führt.
11. Weil es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung
von Leistungen der Invalidenversicherung geht, ist das Verfahren
kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG nach
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert zu bemessen.
Sie werden vorliegend ermessensweise auf Fr. 700.-- festgelegt und
entsprechend dem Verfahrensausgang dem Beschwerdeführer als
unterliegender Partei zur Bezahlung auferlegt (Art. 73 Abs. 1 VRG). Die
obsiegende IV-Stelle hat keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung
(Art. 61 lit. g ATSG e contrario).
12. Es bleibt das Gesuch des Beschwerdeführers um unentgeltliche
Prozessführung mit Rechtsvertretung durch Rechtanwalt MLaw Dominik
Sennhauser zu prüfen.
a) Nach Art. 29 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen
Eidgenossenschaft (BV; SR 101) hat jede Person, die nicht über die
erforderlichen Mittel verfügt, Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege,
wenn ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint. Soweit es zur
Wahrung ihrer Rechte notwendig ist, hat sie ausserdem Anspruch auf
- 40 -
unentgeltlichen Rechtsbeistand. Die unentgeltliche Rechtspflege
bezweckt, der bedürftigen Partei den Zugang zum Gericht und die
Wahrung ihrer Parteirechte zu ermöglichen. Sie soll sicherstellen, dass
jedermann unabhängig von seinen finanziellen Verhältnissen nicht
aussichtslose Streitsachen zur gerichtlichen Entscheidung bringen und
sich überdies im Prozess, sofern es sachlich geboten ist, durch einen
Anwalt vertreten lassen kann (BGE 135 I 1 E.7.1). Art. 61 lit. f ATSG
wiederholt dieses Recht auf unentgeltliche Rechtspflege explizit.
Aussichtslos ist ein Prozess, dessen Gewinnchancen beträchtlich
geringer sind als die Verlustgefahr und kaum als ernsthaft bezeichnet
werden können. Hingegen darf nicht von Aussichtslosigkeit ausgegangen
werden, wenn sich Gewinnaussichten und Verlustgefahr ungefähr die
Waage halten oder jene nur wenig geringer sind als diese. Massgebend
ist, ob eine Partei, die über die nötigen Mittel verfügt, sich bei vernünftiger
Überlegung zu einem Prozess entschliessen würde; eine Partei soll einen
Prozess, den sie auf eigene Rechnung und Gefahr nicht führen würde,
nicht allein deshalb anstrengen können, weil er nichts kostet (BGE 138 III
217 E.2.2.4; 129 I 129 E.2.3.1; 122 I 267 E.2b; KIESER, a.a.O., Art. 61
N. 102). Ob im Einzelfall genügende Erfolgsaussichten bestehen, beurteilt
sich aufgrund einer vorläufigen und summarischen Prüfung, wobei die
Verhältnisse im Zeitpunkt der Einreichung des Gesuchs massgebend sind
(BGE 129 I 129 E.2.3.1; ANDREAS TRAUB, in: STEIGER-SACKMANN /
MOSIMANN [Hrsg.], Recht der Sozialen Sicherheit, a.a.O., N. 5.202).
b) Die IV-Stelle hat in der Verfügung vom 25. Juli 2014 die dem
Beschwerdeführer einstmals zugesprochene ganze Rente rückwirkend
per 31. Juli 2012 aufgehoben und den Beschwerdeführer mit Verfügung
vom 15. August 2015 verpflichtet, der IV-Stelle Fr. 55'552.--
zurückzuzahlen. Der mit diesen Anordnungen verbundene Eingriff in die
Existenzgrundlage des Beschwerdeführers ist als erheblich zu betrachten,
zumal der Beschwerdeführer seit 1994 keiner Erwerbstätigkeit mehr
- 41 -
nachgegangen ist. Unter diesen Umständen erscheinen die Beschwerden
S 14 124 und S 14 131 nicht als offensichtlich mutwillig. Ebenso wenig
kann gesagt werden, dass die hiermit verbundenen Gewinnchancen von
vornherein als beträchtlich geringer einzustufen sind als die
entsprechende Verlustgefahr. Schliesslich erscheint die Vertretung durch
einen Rechtsanwalt angesichts der Schwierigkeit der zu beurteilenden
Sach- und Rechtsfragen und der fehlenden Rechtskenntnisse des
Beschwerdeführers durchaus als geboten. Fraglich ist hingegen, ob der
Beschwerdeführer bedürftig ist.
aa) Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung liegt die Grenze der
Bedürftigkeit im Sinne von Art. 61 lit. f ATSG höher als diejenige des
betreibungsrechtlichen Grundbedarfs, weshalb bei der Bestimmung des
prozessualen Notbedarfs nicht schematisch auf das betreibungsrechtliche
Existenzminimum abgestellt werden darf (SVR 2007 AHV Nr. 7 E.4.1.2.1).
Vielmehr ist die prozessuale Bedürftigkeit nach der bundesgerichtlichen
Rechtsprechung nach den Umständen des konkreten Einzelfalls und der
gesamten wirtschaftlichen Situation des Gesuchstellers im Zeitpunkt der
Einreichung des Gesuchs zu beurteilen. Dazu gehören zum einen die
finanziellen Verpflichtungen des Gesuchstellers in Form des erweiterten
betreibungsrechtlichen Existenzbedarfs, zum anderen dessen
Einkommens- und Vermögensverhältnisse. In diese Beurteilung ist bei
verheirateten Gesuchstellern das Einkommen und Vermögen des
Ehepartners mit einzubeziehen (BGE 115 Ia 193 E.3a, 108 Ia 9 E.3).
Ergibt sich aus dieser Gegenüberstellung zwischen dem massgeblichen
Grundbedarf und den zur Verfügung stehenden Finanzmittel ein
Überschuss, so ist dieser mit den zu erwartenden Gerichts- und
Anwaltskosten in Beziehung zu setzen. Dabei sollte es der monatliche
Überschuss dem Gesuchsteller ermöglichen, die Prozesskosten bei
weniger aufwendigen Prozessen innert eines Jahres, bei anderen innert
- 42 -
zweier Jahre zu tilgen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_253/2009 vom
11. Januar 2010 E.3, 9C_234/2008 vom 4. August 2008 E.4).
bb) Der Beschwerdeführer hat mit seinem Gesuch um Gewährung der
unentgeltlichen Rechtspflege die definitive Veranlagungsverfügung für die
Kantons- und Gemeindesteuer für das Jahr 2012 eingereicht. Danach
verfügt das Ehepaar nicht über ein steuerbares Vermögen. Es weist
jedoch in der zugehörigen Steuererklärung ein gemeinsames Vermögen
von Fr. 25'445.-- aus. Diesem steht indessen die angefochtene
Rückforderung der IV-Stelle in der Höhe von Fr. 55'552.-- gegenüber.
Ausserdem hat der Beschwerdeführer im vorliegenden Verfahren geltend
gemacht, das Vermögen von Fr. 25'445.-- zwischenzeitlich für den
Lebensunterhalt aufgebracht zu haben. Ob die vom Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers zum Beweis dieser Behauptung eingereichte
provisorische Steuerberechnung genügt, um diesen Sachverhalt als
erwiesen anzusehen, muss bezweifelt werden. Diese Frage kann jedoch
dahingestellt bleiben, da der Beschwerdeführer angesichts der diesem
Vermögen gegenüberstehenden Rückforderung der IV-Stelle so oder
anders als überschuldet einzustufen ist. In Bezug auf die
Einkommenssituation der Familie ist sodann zu beachten, dass die
Versicherung P._ ihre Rentenleistungen an den Beschwerdeführer
im Nachgang an die von der IV-Stelle verfügte Rentenaufhebung
eingestellt hat. Demzufolge stehen der Familie zur Bestreitung ihres
Existenzbedarfs nur mehr das Einkommen der Ehefrau des
Beschwerdeführers und der bescheidene Lehrlingslohn der gemeinsamen
Tochter zur Verfügung. Wie hoch der fragliche Lehrlingslohn ist, steht
nicht fest. Bekannt ist hingegen, dass die Ehefrau des Beschwerdeführers
laut der vom Anwalt des Beschwerdeführers eingereichten provisorischen
Steuerberechnung ein Jahreseinkommen, einschliesslich
Ausbildungszulagen, von Fr. 32'200.--, mithin Fr. 2'683.30 (Fr. 32'000.-- :
12) pro Monat, erzielt. Die entsprechenden Einkünfte zuzüglich des
- 43 -
Lehrlingslohns der gemeinsamen Tochter dürften kaum zur Deckung des
betreibungsrechtlichen Existenzminimums der Familie ausreichen.
Folglich ist die Bedürftigkeit des Beschwerdeführers ausgewiesen, womit
seinem Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung mit
Rechtsvertretung durch Rechtsanwalt MLaw Dominik Sennhauser
stattzugeben ist.
c) Die dem Beschwerdeführer auferlegten Verfahrenskosten im Betrag von
Fr. 700.-- sind demnach antragsgemäss von der Gerichtskasse zu
übernehmen.
d) Die Bemessung der Entschädigung des unentgeltlichen Rechtsvertreters
richtet sich, anders als im vorinstanzlichen Einspracheverfahren, nach
dem kantonalen Recht (KIESER, a.a.O. Art. 61 N. 106). Gemäss Art. 5
Abs. 1 der Verordnung über die Bemessung des Honorars der
Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte (HV; BR 310.250) ist dem
unentgeltlichen Rechtsbeistand für den berechtigten Aufwand der
unentgeltlichen Vertretung ein Honorar von Fr. 200.-- pro Stunde
zuzüglich der notwendigen Barauslagen und Mehrwertsteuer
auszurichten. Für die Bestimmung der Höhe des Anwaltshonorars hat das
Gericht die Wichtigkeit und Schwierigkeit der Streitsache, den Umfang der
Arbeitsleistung und den Zeitaufwand zu berücksichtigen. Als Grundsatz
gilt, dass die Parteientschädigung nur den objektiv erforderlichen
Vertretungsaufwand umfassen soll (Art. 61 lit. g ATSG; Urteil des
Bundesgerichts 9C_178/2011 vom 20. Mai 2011 E.3.4.1).
e) Die eingereichte Honorarnote umfasst die Bemühungen des
Rechtsvertreters des Beschwerdeführers in der Zeit vom 2. April bis zum
10. Oktober 2014. Dies obgleich die IV-Stelle die im
Beschwerdeverfahren S 14 124 angefochtene Verfügung erst am 25. Juli
2014 erlassen hat und diese dem Beschwerdeführer von dessen
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Rechtsvertreter am 28. Juli 2014 zur Kenntnis gebracht wurde. Im
vorliegenden Beschwerdeverfahren ist daher nur der ab dem 30. Juli
2014 geltend gemachte Arbeitsaufwand zu entschädigen, zumal die IV-
Stelle die im Weiteren angefochtene Verfügung erst am 15. August 2014
(S 14 131) erlassen hat. In einem solchen Fall wird die geforderte
Entschädigung im Regelfall berichtigt, indem das für den nicht
massgeblichen Zeitraum geforderte Honorar sowie die entsprechenden
Barauslagen in Abzug gebracht werden. Ein solches Vorgehen wäre im
vorliegenden Fall indes mit einem unangemessenen Arbeitsaufwand
verbunden. Denn der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers fordert eine
Entschädigung von Fr. 7'904.20, bestehend aus einem Honorar von
Fr. 6'755.--, Barauslagen von Fr. 577.80 (davon Fr. 387.80
mehrwertsteuerpflichtig) und einer Mehrwertsteuer von Fr. 571.40. In der
Übersichtstabelle zur detaillierten Honorarnote werden in
Übereinstimmung mit diesen Angaben ein Honorar von Fr. 6'755.35
(Fr. 6'170.35 + Fr. 600.-- [Honorar Praktikantin]) sowie gleichlautende
Barauslagen ausgewiesen. Das Honorar des Rechtsvertreters des
Beschwerdeführers wird indes mit einem Stundenansatz von Fr. 207.35
(Fr. 6'155.-- : 29.70 Stunden) berechnet, während der detaillierten
Honorarnote und der geforderten Entschädigung ein Stundenansatz von
Fr. 250.-- zugrunde liegt. Angesichts dieser divergierenden
Stundenansätze können die in der Honorarübersicht ausgewiesenen
29.70 Arbeitsstunden nicht dem effektiven Arbeitsaufwand des
Rechtsvertreters des Beschwerdeführers entsprechen. Im Übrigen enthält
die detaillierte Honorarnote etliche Aufwandpositionen, die in der geltend
gemachten Höhe nicht sachgerecht sind. Da das kantonale Gericht von
Bundesrechts wegen nicht an die geltend gemachten Honoraransprüche
gebunden ist (Urteil des Bundesgerichts 9C_178/2011 vom 20. Mai 2011
E.3.4.3), erscheint es unter diesen Umständen als angezeigt, die
ausseramtliche Entschädigung, losgelöst von den in sich
widersprüchlichen Angaben in der Honorarnote, ausgehend von einem
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Stundenansatz von Fr. 200.--ermessensweise pauschal auf Fr. 5'000.--,
inkl. Barauslagen und MWST, festzulegen. In diesem Umfang ist
Rechtsanwalt MLaw Dominik Sennhauser für seine Bemühungen in den
Beschwerdeverfahren S 14 124 und S 14 131 aus der Gerichtskasse zu
entschädigen.
f) Es gilt der Vorbehalt von Art. 77 VRG, wonach das Erlassene
(Gerichtskosten) und die Kosten der Rechtsvertretung zu erstatten sind,
wenn sich die Einkommens- oder Vermögensverhältnisse des
Beschwerdeführers dereinst verbessern und er dazu finanziell in der Lage
ist.