Decision ID: 7e2533bf-27cf-4b03-8044-4f5fa91716b1
Year: 2015
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Entscheid Versicherungsgericht, 21.07.2015 Art. 6 UVG: Verneinung eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfallereignis mit schweren Verbrennungen, insbesondere am Kopf, und verschiedenen, nachfolgend geltend gemachten Beschwerden; insbesondere Verneinung einer posttraumatischen BelastungsstörungArt. 18 Abs. 1 UVG: Verneinung eines Rentenanspruchs trotz Bejahung gewisser Unfallrestfolgen mangels Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit des Versicherten (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 21. Juli 2015, UV 2014/22).Entscheid vom 21. Juli 2015BesetzungVersicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichter Joachim Huber und Ralph Jöhl; Gerichtsschreiber Philipp GeertsenGeschäftsnr.UV 2014/22ParteienA._,Beschwerdeführer,vertreten durch Advokat lic. iur. Dieter Roth, Advokatur Gysin + Roth, Zeughausplatz 34, Postfach 375, 4410 Liestal,gegenSchweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 6002 Luzern,Beschwerdegegnerin,GegenstandVersicherungsleistungenSachverhalt
A.
A.a A._ (nachfolgend: Versicherter) war als Angestellter bei der B._ GmbH bei der
Suva gegen die Folgen von Unfällen versichert, als ihn seine damalige Ehefrau am 25.
Januar 2006 im Schlaf mit heissem Öl übergoss (Suva-act. 2, 5, 15). Nach einer
Primärversorgung im Kantonsspital St. Gallen (KSSG) wurde der Versicherte noch am
Unfalltag in die Klinik für Wiederherstellungschirurgie des Universitätsspitals Zürich
(USZ) verlegt, deren Ärzte eine Verbrennung von 33% der Körperoberfläche (KOF), II.
und III. Grades, diagnostizierten; ein Anteil von 26% II. Grades im Bereich Gesicht,
Hinterkopf, beide Arme und Hände, Thorax, Hals zirkulär, Unterschenkel rechts, Fuss
rechts, sowie ein Anteil von 7% III. Grades im Bereich Kopf lateral links, Oberarm
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lateral rechts, Fuss medial links. Nach mehreren Operationen im USZ (26. Januar 2006:
Eintrittsbad, Débridement; 28. Januar 2006: Spalthautbiopsie am rechten
Oberschenkel für Cell-Spray XP; 30. Januar 2006: tangentiale Exzision und
Spalthautdeckung am rechten Vorfuss, rechten Oberarm, linken Vorderarm,
Schulterbereich vorne beidseits, Hals links, Applikation von autologer Keratinozyten-
Suspension [Cell-Spray XP] am rechten Fuss, rechten Vorderarm und am Décolleté; 9.
Februar 2006: Restdefektdeckung am ventralen Thorax, Rekonstruktion der Helix am
linken Ohr links mit ungemeshter Spalthaut; 22. Februar 2006: Ektropiumkorrektur des
Unterlids links mit Vollhauttransplantat von supraklavikulär rechts,
Spalthauttransplantation temporo-parietal beidseits im Bereich der Concha am linken
Ohr und am Oberlid links) folgte am 2. März 2006 die Verlegung in die Rehaklinik
Bellikon zur Rehabilitation (Suva-act. 15, 20, 22, 24).
A.b Am 24. April 2006 fand in der Rehaklinik Bellikon ein psychosomatisches
Konsilium statt, wobei die Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung,
aktuell im Ausmass einer subsyndromalen Störung, gestellt wurde. Die Konsiliarärzte
stellten ausserdem eine noch massgebliche Beeinträchtigung durch
Bewegungseinschränkungen und Schmerzzustände im Rahmen der
Verbrennungswunden fest (Suva-act. 25). Am 26. April 2006 erfolgte der Klinikaustritt.
Im Austrittsbericht vom 8. Mai 2006 vermerkten die Ärzte lediglich noch am Kopf eine
ca. 12x4 cm messende Verschorfung. Die übrigen Hautstellen seien geschlossen. Von
Seiten der funktionellen Einschränkungen seien einerseits eine eingeschränkte
Schulterbeweglichkeit beidseits, hauptsächlich durch Narbenstränge bedingt, und
andererseits eine noch reduzierte allgemeine Kondition und Belastbarkeit zu erwähnen.
Ferner seien die lateralen 2/3 des linken unteren Augenlides von der Konjunktiva noch
etwas abgelöst, der Lidschluss sei jedoch vollständig möglich. Ab 27. April 2006 wurde
dem Versicherten sowohl in der angestammten Tätigkeit als Reiniger als auch für
andere berufliche Tätigkeiten, leichte bis mittelschwere Arbeiten, eine 50%-ige
Arbeitsfähigkeit ohne spezielle Einschränkungen attestiert (Suva-act. 24). Der
ehemalige Hausarzt des Versicherten, Dr. med. C._, Allgemeine Medizin, betrachtete
demgegenüber den Versicherten in seinem Bericht vom 7. Juni 2006 noch weitgehend
als nicht kompensiert für eine Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess (Suva-act.
31).
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A.c Inzwischen war der Versicherte wegen Ohrschmerzen und einer Otorrhoe links in
der HNO-Klinik, Hals- und Gesichtschirurgie, des KSSG vorstellig geworden, wo am
31. Mai und 1. Juni 2006 ambulante Untersuchungen stattgefunden hatten. Eine
Weitere erfolgte am 15. Juni 2006. Die untersuchenden Ärzte stellten bei der
Audiometrie eine kombinierte Schwerhörigkeit mit Schallleitungskomponente von 20
bis 30 dB sowie Hochtonabfall links und ohrmikroskopisch eine subtotale
Trommelfellperforation links fest. Ausserdem wurde eine Exazerbation einer
chronischen Otitis media simplex links erhoben (Suva-act. 32). Ebenfalls im Juni 2006
wurde beim Versicherten in der Klinik für Wiederherstellungschirurgie des USZ eine
Ektropium-Korrektur im Bereich des linken Unterlides vorgenommen (Suva-act. 44). Am
19. September 2006 folgte in der HNO-Klinik des KSSG die operative Behandlung der
Trommelfellperforation. Infolge einer Rezidiv-Perforation wurde am 2. April 2007 eine
weitere Operation mit zusätzlicher Narbenkorrektur präaurikulär links ausgeführt (Suva-
act. 49, 69).
A.d Schon seit dem 3. Oktober 2006 erfolgte beim Versicherten ausserdem eine
ambulante psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung bei Dr. med. D._,
Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, die in ihrem Bericht vom 27. Dezember
2006 die Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung als Folge eines
Traumas und eine Angststörung mit Panikattacken, Angst und Depression gemischt,
diagnostizierte (Suva-act. 60). Im anschliessenden Bericht vom 15. Oktober 2007
bestätigte bzw. vermerkte Dr. D._ die Diagnosen posttraumatische
Belastungsstörung, mittelgradige depressive Episode und Angststörung mit
Panikattacken. Der Versicherte leide an Schmerzen, Konzentrationsstörungen,
Vergesslichkeit, Bewegungseinschränkungen und Schwindelanfällen (Suva-act. 82).
A.e Am 19. November 2007 hielt Dr. med. E._, Facharzt FMH für Ohren-, Nasen-
und Halskrankheiten, Hals- und Gesichtschirurgie und Arbeitsmedizin, Abteilung
Arbeitsmedizin der Suva, auf Anfrage gegenüber der Suva fest, dass beim Versicherten
aktuell im otologischen Fachbereich kein messbarer Integritätsschaden bestehe (Suva-
act. 83).
A.f Mit Schreiben vom 21. Dezember 2007 teilte die Suva dem Versicherten mit, dass
sie ihm bis auf weiteres Taggeldleistungen basierend auf einer 100%-igen
Arbeitsunfähigkeit ausrichte (Suva-act. 87).
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A.g Am 22. Januar 2008 fand im Auftrag der Invalidenversicherung eine psychiatrische
Begutachtung des Versicherten durch Dr. med. F._, Spezialarzt Psychiatrie und
Psychotherapie, statt. Im Gutachten vom 23. Januar 2008 diagnostizierte dieser eine
posttraumatische Belastungsstörung am Abklingen und eine leichtgradige depressive
Episode (Suva-act. 101).
A.h Nachdem beim Versicherten in der HNO-Klinik des KSSG im Oktober 2007 und
am 10. April 2008 Rekonstruktionen einer narbigen Alopezie vorgenommen worden
waren (Suva-act. 98), folgte am 8. April 2009 in der Klinik für Hand-, Plastische- und
Wiederherstellungschirurgie des KSSG zur Narbenkorrektur und Haarverpflanzung die
Implantation zweier Gewebeexpander, welche nach etappenweisen Füllungen und
Drehung der Kopfhaut am 24. August 2009 wieder entfernt wurden (Suva-act. 120,
124, 126, 128 f., 141). Am 25. Februar 2011 wurden erneut zwei Gewebeexpander
implantiert (Suva-act. 191, 193). Bei deren Entfernung am 27. Juni 2011 wurden zudem
eine Narbenkorrektur parietal rechts und eine Transplantationslappenplastik fronto-
temporal links vorgenommen (Suva-act. 210).
A.i Auf Ersuchen der Suva vom 6. Oktober 2011 (Suva-act. 225) erstellte die HNO-
Klinik des KSSG am 20. Oktober 2011 ein neues Reintonaudiogramm und nahm zur
Ursache der Schwindelerscheinungen beim Versicherten Stellung (Suva-act. 231).
A.j Anlässlich einer ambulanten Kontrolluntersuchung vom 9. Januar 2012 in der
Klinik für Hand-, Plastische- und Wiederherstellungschirurgie des KSSG teilten deren
Ärzte dem Versicherten mit, dass sie ihm nach den bereits mehrfach vorgenommenen
Korrekturoperationen keine weitere korrigierende Operation mehr anbieten könnten;
insbesondere werde keine Möglichkeit mehr für eine erneute Gewebeaufdehnung
durch Implantation eines Gewebeexpanders gesehen (Suva-act. 244).
A.k Im Rahmen des Fallabschlusses durch die Suva hielt Dr. E._ am 6. März 2012
aus versicherungsmedizinisch-otologischer Sicht fest, dass kein messbarer
Integritätsschaden bezüglich des Gehörs bestehe. Die Unfallfolge am linken Ohr
bedinge eine mässiggradige Schallleitungsstörung, welche jedoch die
Erheblichkeitsgrenze deutlich nicht erreiche (Suva-act. 253).
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A.l Am 7. März 2012 wurde der Versicherte in der Augenklinik des USZ wegen
Beschwerden am linken Auge vorstellig. Die untersuchenden Ärzte stellten die
ophthalmologische Diagnose eines lateralen Lidwinkels mit papulöser, chronischer
Entzündung
(Suva-act. 265).
A.m Am 19. April und 20. November 2012 erfolgte im Auftrag der Suva eine
Begutachtung durch Dr. med. G._, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
FMH, Psychosomatische und Psychosoziale Medizin SAPPM. Dr. G._ erstattete das
entsprechende Gutachten am 8. Dezember 2012. Die Diagnose einer
posttraumatischen Belastungsstörung erachtete er als nicht nachvollziehbar. Beim
Versicherten bestünden Belastungen, die eine normalpsychologische
Belastungsreaktion begründeten. Das Profil dieser Belastungsreaktion übersteige nicht
das Ausmass des Erwartbaren. Es seien keine psychischen Symptome festzustellen,
die den Schwellenwert der Psychopathologie erreichten (Suva-act. 302).
A.n Bereits am 1. Mai und 22. Juni 2012 waren beim Versicherten im Auftrag der Suva
audiometrische Untersuchungen in der H._ AG, durchgeführt worden (Suva-act. 276,
288). Hinsichtlich Heilverlauf hatte der Versicherte der Suva derweil berichtet, dass
weiterhin regelmässige Gespräche mit Dr. D._ vorgesehen seien. Mit der linken
Kopfhälfte habe er einige Probleme. Er höre links praktisch nichts und habe mit dem
Augenlid Probleme. Ferner sei er nach wie vor sehr vergesslich und werde rasch
nervös. In unregelmässigen Abständen würden ausserdem Schwindelerscheinungen
auftreten. Sein Belastungsvermögen sei sehr von der Tagesform abhängig. Leider habe
sich sein Gesundheitszustand in den letzten Monaten nicht verbessert (Suva-act. 272).
Am 29. Juni 2012 wurde beim Versicherten eine Revision des lateralen Augenwinkels
links durchgeführt (Suva-act. 288)
A.o Am 30. April 2013 fand eine kreisärztliche Abschlussuntersuchung durch Dr. med.
I._, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des
Bewegungsapparates FMH, Suva, statt. Gestützt auf die gleichentags vorgelegte
kreisärztliche Beurteilung bezüglich Integritätsschaden, Arbeitsfähigkeit und allfälliger,
weiterer Behandlungsmassnahmen teilte die Suva dem Versicherten mit Schreiben
vom 7. Mai 2013 mit, dass die Heilkosten- und Taggeldleistungen mit dem 30. April
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2013 eingestellt würden. Die Einstellung betreffe insbesondere - gestützt auf das
Ergebnis der psychiatrischen Begutachtung - die psychiatrische wie medikamentöse
Behandlung bei Dr. D._. Sollten sich die somatischen Restfolgen vom 25. Januar
2006 erheblich verschlimmern, stehe dem Versicherten im Rahmen des
Rückfallmelderechts die Möglichkeit offen, sich wieder bei der Suva zu melden. Ab
dem Zeitpunkt des Fallabschlusses werde die Suva für die bleibenden Folgen des
Unfalls den Anspruch auf eine Invalidenrente prüfen. Der Anspruch auf eine
Integritätsentschädigung sei ausgewiesen (Suva-act. 339).
A.p In einer orthopädischen Beurteilung vom 15. Mai 2013 schätzte PD Dr. med. I._,
Facharzt für Orthopädische Chirurgie FMH, Abteilung Versicherungsmedizin der Suva,
den Integritätsschaden infolge kosmetischer Schäden gesamthaft auf 7.5%. Nicht
berücksichtigt waren dabei die Veränderungen im Bereich des linken Auges (Suva-act.
344). Die ophthalmologische Integritätsschadenschätzung erfolgte nach nochmaligen
Untersuchungen des Versicherten in der Augenklinik bzw. der Klinik für Plastische
Chirurgie und Handchirurgie des USZ (Suva-act. 363, 357) am 27. August 2013 durch
Dr. med. K._, Fachärztin für Ophthalmologie und Ophthalmochirurgie FMH, Abteilung
Versicherungsmedizin der Suva. Die Versicherungsmedizinerin verneinte einen
erheblichen Integritätsschaden von 5% (Suva-act. 367).
A.q Mit Verfügung vom 30. September 2013 lehnte die Suva einen Anspruch des Ver
sicherten auf eine Invalidenrente ab. Laut Ergebnis der psychiatrischen Begutachtung
bestünden keine Belastungen, die eine normal-psychologische Belastungsreaktion
begründen würden. Es seien keine psychischen Symptome festzustellen, die den
Stellenwert der Psychopathologie erreichen würden. Eine psychische Störung bestehe
nicht. Auch aus somatischer Sicht lägen gemäss der kreisärztlichen
Abschlussuntersuchung keine Beeinträchtigungen vor, welche eine
Erwerbsbehinderung begründen würden. Hinsichtlich Fallabschluss und
Rückfallmelderecht werde auf das Schreiben vom 7. Mai 2013 (vgl. Suva-act. 339)
hingewiesen. Der Integritätsschaden betrage 7.5%. Die hieraus berechnete
Integritätsentschädigung von Fr. 8'010.-- werde mit den damaligen
Vorschusszahlungen auf künftige Leistungen von insgesamt Fr. 20'000.-- (vgl. Suva-
act. 314) verrechnet. Es verbleibe ein Rückforderungsbetrag von Fr. 11'990.-- zu
Gunsten der Suva (Suva-act. 370).
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B.
B.a Gegen diese Verfügung liess der Versicherte durch seinen Rechtsvertreter,
Rechtsanwalt lic. iur. D. Roth, Liestal, am 31. Oktober 2013 mit folgenden Anträgen
Einsprache erheben: Die Verfügung der Suva vom 30. September 2013 sei in
Gutheissung der Einsprache aufzuheben und dem Versicherten seien die gesetzlichen
Leistungen auszurichten, namentlich eine seinem Grad der Erwerbsunfähigkeit
entsprechende Rente sowie eine angemessene Integritätsentschädigung. Folglich sei
auch die Verpflichtung zur Rückzahlung bereits bezogener Leistungen aufzuheben.
Dem Versicherten seien ausserdem für die bisherige Zeit seit dem Unfall die ihm
gemäss seinem versicherten Verdienst zustehenden Taggeldleistungen auszurichten.
Zur Begründung wurde im Wesentlichen angeführt, der Versicherte sei weder
körperlich noch psychisch imstande, einer vollzeitigen Erwerbstätigkeit nachzugehen,
stehe in regelmässiger ambulanter Behandlung und werde mit Medikamenten versorgt.
Nach Ansicht seiner behandelnden Ärzte sei er nach wie vor 100% arbeitsunfähig und
es würden aktuell Abklärungen in der L._ AG (nachfolgend: Klinik.L._), laufen. Als
Firmeninhaber und Reiniger hätte der Versicherte ein Jahreseinkommen von Fr.
48'000.-- erzielt. Entsprechend seien ihm die Taggeld- und Rentenzahlungen zu
berechnen und auszuzahlen (Suva-act. 373). Zusammen mit der Einsprache reichte der
Rechtsvertreter des Versicherten ein Arztzeugnis von Dr. D._ vom 11. Januar 2012,
einen Bericht über ein Vorgespräch des Versicherten mit den Ärzten der Klinik L._
vom 31. Juli 2013 sowie ein ärztliches Zeugnis des Hausarztes des Versicherten, Dr.
Dr. med. M._, vom 10. Januar 2012 ein (Suva-act. 376 f., 379).
B.b Mit Einspracheentscheid vom 21. Februar 2014 hiess die Suva die Einsprache des
Rechtsvertreters des Versicherten vom 31. Oktober 2013 insofern teilweise gut, als sie
die Rückforderungsanordnung infolge Verwirkung des Rückforderungsrechts aufhob.
Im Übrigen wies sie die Einsprache ab, soweit sie darauf eintrat (Suva-act. 384).
C.
C.a Gegen den Einspracheentscheid der Suva (nachfolgend: Beschwerdegegnerin)
erhob Rechtsanwalt Roth für den Versicherten (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 26.
März 2014 Beschwerde. Er beantragte, in Gutheissung der Beschwerde sei der
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Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 21. Februar 2014 aufzuheben und
dem Beschwerdeführer seien die gesetzlichen Leistungen auszurichten, namentlich
eine seinem Grad der Erwerbsunfähigkeit entsprechende Rente sowie eine
angemessene Integritätsentschädigung. Ausserdem seien dem Beschwerdeführer auch
für die bisherige Zeit seit dem Unfall die ihm gemäss seinem versicherten Verdienst
zustehenden Taggeldleistungen auszurichten, unter Kosten- und Entschädigungsfolge.
Für den Fall des Unterliegens sei dem Beschwerdeführer die unentgeltliche
Rechtspflege und Verbeiständung zu bewilligen (act. G 1). Zusammen mit der
Beschwerde reichte der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers einen Austrittsbericht
der zuständigen Psychologin und des zuständigen Arztes der Klinik L._ vom 17.
Januar 2014 betreffend eine Hospitalisation des Beschwerdeführers vom 17. Oktober
bis 17. Dezember 2013 ein (act. G 1.3).
C.b Mit Schreiben vom 1. April 2014 forderte das Versicherungsgericht den
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers erstmals auf, das Formular "Gesuch um
unentgeltliche Rechtspflege" auszufüllen und mit den aufgeführten Unterlagen
einzureichen. Gleichzeitig wurde eine Bestätigung eingefordert, dass der
Beschwerdeführer über keine Rechtsschutzversicherung verfüge und die Bezahlung
seines Rechtsvertreters nicht über eine Drittorganisation erfolge (act. G 2). Der
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ersuchte mehrmals um Fristerstreckung für die
Einreichung der obgenannten Unterlagen bzw. Bestätigungen (act. G 8, G 10, G 13),
liess jedoch innert den angesetzten Fristen nichts verlauten. Das Versicherungsgericht
verzichtete hierauf mit Schreiben vom 28. August 2014 auf eine weitere
Fristeinräumung. Es teilte dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers mit, dass das
Gesuch um unentgeltliche Rechtsverbeiständung im Rahmen der materiellen
Entscheidfindung aufgrund der dannzumal vorliegenden Akten beurteilt werde und
stellte die Ablehnung des Gesuchs in Aussicht, sollte sich die Aktenlage gleich
präsentieren wie "heute" (act. G 17). Auch im Anschluss an dieses Schreiben wurden
vom Rechtsvertreter des Beschwerdeführers keine Unterlagen beim
Versicherungsgericht eingereicht.
C.c Mit Beschwerdeantwort vom 16. Mai 2014 beantragte die Beschwerdegegnerin
die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei, und die Bestätigung des
angefochtenen Einspracheentscheids (act. G 6).
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C.d Mit Replik vom 25. August 2014 hielt der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers
an den gestellten Anträgen fest (act. G 15).
C.e Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf die Einreichung einer Duplik (act. G 18).
C.f Mit Schreiben vom 16. Januar 2015 reichte der Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers ein ärztliches Zeugnis und einen Austrittsbericht der zuständigen
Psychologin und des zuständigen Arztes der Klinik L._ vom 10. bzw. 24. Dezember
2014 ein; letzterer betraf eine weitere Hospitalisation des Beschwerdeführers vom 13.
November bis 10. Dezember 2014 (act. G 19.1 f.).
C.g Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie die weiteren
Ausführungen in den medizinischen Akten wird, soweit entscheidnotwendig, in den

nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Erwägungen:
1.
1.1 Anfechtungsgegenstand der vorliegenden Beschwerde bildet der
Einspracheentscheid vom 21. Februar 2014 (Suva-act. 384), dem die Verfügung vom
30. September 2013 (Suva-act. 370) zugrunde liegt. Darin prüfte die
Beschwerdegegnerin den Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente
und eine Integritätsentschädigung. Die Beschwerdegegnerin verneinte mangels die
Erwerbsunfähigkeit des Beschwerdeführers beeinträchtigender, unfallkausaler
somatischer und psychischer Gesundheitsstörungen einen Rentenanspruch. Anerkannt
wurde hingegen ein entschädigungspflichtiger Integritätsschaden von 7.5%.
Hinsichtlich Fallabschluss bzw. Dahinfallen der Heilkosten- und Taggeldleistungen
verwies die Beschwerdegegnerin auf ihr Schreiben vom 7. Mai 2013 (Suva-act. 339).
1.2 Auf das Rechtsbegehren in der Einsprache vom 31. Oktober 2013 (Suva-act. 373),
dem Beschwerdeführer seien auch für die bisherige Zeit seit dem Unfall die ihm
gemäss seinem versicherten Verdienst (Fr. 48'800.--) zustehenden Taggeldleistungen
auszurichten, ist die Beschwerdegegnerin im angefochtenen Einspracheentscheid
mangels Vorliegens eines Anfechtungsgegenstandes nicht eingetreten. Sie verwies auf
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ihr formloses Schreiben vom 27. November 2011 (Suva-act. 55), worin sie von einem
versicherten Jahresverdienst von Fr. 20'000.-- ausgegangen sei und den damals
bereits rechtlich vertretenen Beschwerdeführer auf die Möglichkeit hingewiesen habe,
eine anfechtbare Verfügung zu verlangen. Soweit der Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers in der Einsprache ein höheres Taggeld erlangen wollte, ist ihm
entgegen zu halten, dass die Höhe des Taggelds mit dem Schreiben vom 27.
November 2011 für die Verfahrensparteien verbindlich festgelegt worden ist (vgl. Urteil
des Bundesgerichts [bis 31. Dezember 2006 Eidgenössisches Versicherungsgericht,
EVG] vom 26. März 2008, 8C_738/2007, E. 6.3.2) und die Beschwerdegegnerin mithin
im angefochtenen Einspracheentscheid zu Recht auf das Rechtsbegehren nicht
eingetreten ist. Dieses Nichteintreten bildet Anfechtungsgegenstand des vorliegenden
Beschwerdeverfahrens. Es ist angesichts des verbindlichen Schreibens vom 27.
November 2011 rechtmässig erfolgt. Auf das auch im vorliegenden
Beschwerdeverfahren gestellte Rechtsbegehren um ein höheres Taggeld kann nicht
eingetreten werden.
1.3 Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bildet sodann
insbesondere das Rechtsverhältnis bzw. die Versicherungsleistung "Rente" mit all ihren
Tatbestandselementen (Rentenbeginn, versicherter Verdienst, Invaliditätsgrad). Die
Streitfrage des versicherten Verdienstes wäre immerhin zu prüfen, wenn das Gericht
zum Schluss käme, der Beschwerdeführer sei (im rentenbegründenden Ausmass)
invalid. Sie bildet Teil des Rechtsbegehrens, dem Beschwerdeführer sei eine
Invalidenrente zuzusprechen. Wie die nachfolgenden Erwägungen zeigen, besteht
jedoch kein Rentenanspruch des Beschwerdeführers, womit sich die Prüfung der Höhe
des versicherten Verdienstes letztlich erübrigt.
2.
2.1 Ist die versicherte Person infolge des Unfalls mindestens zu 10 Prozent invalid, so
hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die
Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]). Erleidet sie durch den Unfall eine dauernde
erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat
sie Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG). Der
Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine
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namhafte Besserung des Gesundheitszustandes des Versicherten mehr erwartet
werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV)
abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die
Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG). Für die Bejahung des medizinischen
Endzustands wird keine vollständige Schmerzfreiheit vorausgesetzt (BGE 134 V 112 ff.
E. 3 und 4; Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre Holzer, Rechtsprechung des
Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die
Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2012, S. 143, 145). Ebenfalls nicht
verlangt wird, dass eine ärztliche Behandlung nicht länger erforderlich ist (vgl. Urteil des
Bundesgerichts vom 4. November 2008, 8C_467/2008, E. 5.2.2.2). Die
Integritätsentschädigung wird mit der Invalidenrente festgesetzt oder, falls kein
Rentenanspruch besteht, bei der Beendigung der ärztlichen Behandlung gewährt (Art.
24 Abs. 2 UVG).
2.2 Angesichts der in Erwägung 2.1 angeführten gesetzlichen Bestimmungen bildet die
Unfallkausalität Anspruchsvoraussetzung für jegliche Leistungen der
Unfallversicherung. Eine Leistungspflicht des Unfallversicherers besteht demnach nur
für Gesundheitsschäden, die natürlich und adäquat kausal mit einem versicherten
Unfallereignis zusammenhängen (vgl. Art. 6 Abs. 1 UVG; BGE 129 V 1818 E. 3; Rumo-
Jungo/Holzer, a.a.O., S. 53 ff.). Aufgabe des Arztes ist es, den natürlichen
Kausalzusammenhang zu beurteilen, während es dem Gericht obliegt, die Frage nach
dem adäquaten Kausalzusammenhang zu beantworten (BGE 123 III 110). Bei
physischen Unfallfolgen spielt indessen die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der
aus dem natürlichen Kausalzusammenhang sich ergebenden Haftung des
Unfallversicherers praktisch keine Rolle (BGE 117 V 365 mit Hinweis; SVR 2000 Nr. 14
S. 45).
2.3 Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch
die beklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese)
abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Situation einleuchtet und
ob die Schlussfolgerungen des Experten oder der Expertin begründet sind.
Ausschlaggebend für den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich
weder dessen Herkunft noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag
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gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a). Den
Berichten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kann rechtsprechungsgemäss
gleichfalls Beweiswert beigemessen werden, sofern sie schlüssig erscheinen,
nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien
gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (RKUV 1991 Nr. U 133 S. 311 ff.). Auch das im
Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholte Gutachten von externen Spezialärzten,
die aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in
die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen
Ergebnissen gelangen, besitzt bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft, solange
nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V
351 E. 3b/bb).
3.
3.1 Vorab ist zu prüfen, welche gesundheitlichen Beeinträchtigungen als unfallkausal
zu betrachten und damit für die Festlegung der Ansprüche relevant sind. Laut Aussage
des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers in der Beschwerde vom 26. März 2014
leidet der Beschwerdeführer auch heute noch sehr unter körperlichen und psychischen
Unfallfolgen. Körperlich bzw. somatisch beklagte der Beschwerdeführer anlässlich der
kreisärztlichen Untersuchung vom 30. April 2013 ein Schwankgefühl mit
Schwindelerscheinungen beim Gehen, Belastungsschmerzen an der Aussenseite des
rechten Beins sowie Empfindungsstörungen an der linken Schädelhälfte mit Einschluss
der Stirn. Ausserdem hört er auf dem linken Ohr schlechter als auf dem rechten.
Zusätzlich leidet er an Konzentrationsstörungen und Vergesslichkeit und könne
deswegen keine Tätigkeit ohne Personenbegleitung ausüben (Suva-act. 338). In
psychischer Hinsicht verweist der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers
insbesondere auf das Untersuchungsergebnis der zuständigen Psychologin und des
zuständigen Arztes der Klinik L._ im Austrittsbericht vom 17. Januar 2014, welche die
Diagnosen einer posttraumatischen Belastungsstörung sowie einer rezidivierenden
depressiven Störung mit mittelgradiger Episode gestellt hätten. Die psychischen
Beschwerden seien durch das Unfallereignis vom 25. Januar 2006 verursacht worden
und die aktuellen Beschwerden und Behandlungen würden damit in engstem
Zusammenhang stehen (act. G 1.3).
3.2
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3.2.1 Anlässlich des Unfallereignisses vom 25. Januar 2006 erlitt der
Beschwerdeführer unbestrittenermassen schwere Verbrennungen (vgl. Sachverhalt lit.
A.a; Suva-act. 15), weshalb längere Zeit ein Behandlungsbedarf in plastisch-
rekonstruktiver Hinsicht, insbesondere auch für eine Korrektur der
verbrennungsbedingten Lücken der Kopfbehaarung, bestand (Suva-act. 338). Laut
orthopädischer Beurteilung von Dr. I._ vom 15. Mai 2013 verbleiben beim
Beschwerdeführer trotz der durchgeführten plastisch-rekonstruktiven Operationen
kosmetische Schäden in Form multipler Narbenbildungen im Bereich des Gesichts, des
linken Ohrs, des Haaransatzes, der linken Thoraxhälfte mit Einschluss des linken und
rechten Arms und ausserdem mehrere verheilte Hautentnahmestellen auf den
Streckseiten der Oberschenkel (Suva-act. 344). Unbestritten und in den medizinischen
Akten belegt ist sodann, dass beim Beschwerdeführer infolge des Unfalls trotz
Operationen des linken Auges (vgl. Suva-act. 22, 288) ein chronisch mazerierter
Augenwinkel sowie ein leicht inkompletter Lidschluss von 1 mm verblieben sind (Suva-
act. 324, 363, 367).
3.2.2 Laut medizinischen Akten kam es beim Unfall vom 25. Januar 2006
ausserdem zu einer Trommelfellperforation und im Verlauf zu einer Rezidivperforation.
Gehörprüfungen vom 2. April und 15. Juni 2006 ergaben eine deutliche
Schallleitungsschwerhörigkeit links und einen Hochtonsteilabfall beidseits, links mehr
als rechts (Suva-act. 32, 69). Am 19. September 2006 bzw. 3. April 2007 wurden die
beiden Trommelfellperforationen operativ behandelt (Suva-act. 49, 69). Am 4.
September 2007 wurde in der HNO-Klinik des KSSG ein aktuelles, postoperatives
Reintonaudiogramm erstellt. Im Arztbericht vom 21. September 2007 vermerkte der
behandelnde Arzt in Bezug auf das Gehör des Beschwerdeführers keine Diagnose.
Hingegen stellte er die Verdachtsdiagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung
bei Situation nach Körperverletzung (Suva-act. 80). Gestützt auf die dargelegte
Aktenlage nahm Dr. E._ am 19. November 2007 eine erste Beurteilung der
Gesundheitssituation des Beschwerdeführers aus ORL-ärztlicher Sicht vor. Er hielt fest,
dass der weitere Verlauf nach der Operation vom 3. April 2007 offensichtlich günstig
verlaufen und durch die zweite Ohroperation links die Situation gut habe saniert
werden können. Aktuell bestehe beim Beschwerdeführer im otologischen Fachbereich
kein messbarer Integritätsschaden. Eine abschliessende Beurteilung eines allfällig
verbliebenen Integritätsschadens bezüglich des Gehörs auf der linken Seite sollte
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jedoch erfahrungsgemäss nicht vor Ablauf von einem Jahr nach der Operation
erfolgen, da sich durch postoperative Vernarbungen innerhalb dieses Zeitraums noch
gewisse Veränderungen ergeben könnten (Suva-act. 83). Im Sinne der Ausführungen
von Dr. E._ erfolgte im Auftrag der Beschwerdegegnerin am 20. Oktober 2011 eine
Nachuntersuchung des Hörvermögens des Beschwerdeführers in der HNO-Klinik des
KSSG. Gleichzeitig wurden die von ihm beklagten Schwindelerscheinungen untersucht.
Im neu erstellten Reinton- und Sprachaudiogramm zeigte sich laut
Untersuchungsbericht vom 28. Oktober 2011 ein unklares Hörvermögen mit diversen
Diskrepanzen bei den erhobenen Befunden. Der im Rahmen des Sprachaudiogramms
durchgeführte Zahlentest und die Einsilberdiskrimination würden üblicherweise mit
dem Reintonaudiogramm korrelieren, was aber beim Beschwerdeführer nicht der Fall
sei. Somit sei eine Simulation nicht ausgeschlossen. Die Schwindelanfälle beschreibe
der Beschwerdeführer als über Sekunden andauernde Attacken. Er erlebe eine sich
bewegende Umgebung und sehe ein Flimmern. Anamnestisch und klinisch werde
jedoch kein Hinweis auf eine periphere vestibuläre Pathologie gesehen. Gestützt auf
diese Untersuchungsergebnisse stellten die Ärzte der HNO-Klinik des KSSG die
Diagnosen eines unklaren Schwindels und Hörvermögens (Suva-act. 231). In seiner
ärztlichen Beurteilung vom 6. März 2012 nahm Dr. E._ erneut zur Frage der
Unfallrestfolgen am linken Ohr des Beschwerdeführers Stellung. Aus den
Untersuchungsbefunden gehe hervor, dass bezüglich des Schwindels keine organisch-
strukturelle Läsion habe gefunden werden können. Bezüglich des Hörvermögens
hätten keine verlässlichen Daten erhoben werden können. Vielmehr hätten sich
Befunde feststellen lassen, welche auf eine starke funktionelle Überlagerung hinweisen
würden. Damit müsse am ehesten auf frühere Reintonaudiogramme abgestellt werden,
welche er bereits in seiner Beurteilung vom 19. November 2007 erwähnt habe (vgl.
Suva-act. 83). Aus versicherungsmedizinisch-otologischer Sicht könne somit
festgehalten werden, dass die Unfallfolge am linken Ohr eine mässiggradige
Schallleitungshörstörung bedinge, welche die Erheblichkeitsgrenze deutlich nicht
erreiche. Dies bedeute konkret, dass kein messbarer Integritätsschaden bezüglich des
Gehörs bestehe. Weitergehende diagnostische oder therapeutische Konsequenzen
würden sich nicht ergeben (Suva-act. 253). Am 10. Mai und 22. Juni 2012 erfolgten
abermals audiometrische Untersuchungen. Der Hörgeräteakustiker der H._ AG hielt
im Untersuchungsbericht vom 27. Juni 2012 fest, die vorliegenden Messungen würden
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auf eine psychogene Hörstörung hinweisen. Auf dem rechten Ohr werde eine
Schwerhörigkeit simuliert und recht aggraviert (Suva-act. 276). - Angesichts der
dargelegten medizinischen Aktenlage ist davon auszugehen, dass es für die
mässiggradige Schallleitungshörstörung bzw. mittelgradige Schwerhörigkeit beim
linken Ohr des Beschwerdeführers keine somatische Erklärung im Sinne einer
Spätfolge der erlittenen Unfallverletzung gibt. Sowohl die behandelnden und
untersuchenden Ärzte als auch Dr. E._ kommen übereinstimmend zu diesem
Schluss. Die Ursache des beklagten verminderten Hörvermögens wird von den Ärzten
bzw. Fachleuten - wenn auch unterschiedlich definiert (psychogene Hörstörung,
posttraumatische Belastungsstörung, Aggravation, funktionelle Überlagerung) - in einer
psychischen Komponente gesehen. Für das geklagte Schwindelgefühl konnte
gleichfalls keine somatische Ursache in Form einer organisch-strukturellen Läsion
gefunden werden. Die Frage, ob das verminderte Hörvermögen oder auch das
Schwindelgefühl allenfalls im Rahmen einer psychischen Gesundheitsstörung zu
berücksichtigen ist, wird nachfolgend noch zu prüfen sein. Zusammenfassend ist
jedoch festzuhalten, dass im Rahmen der Festlegung der strittigen Ansprüche
(Invalidenrente und Integritätsentschädigung) keine Unfallrestfolge in Form einer
somatischen Hörverminderung oder eines somatisch-otologisch bedingten
Schwindelgefühls zu berücksichtigen sein wird.
3.2.3 Am 30. April 2013 wurde der Beschwerdeführer persönlich durch den Kreisarzt
und Orthopäden Dr. I._ untersucht. Die Untersuchung beinhaltete insbesondere eine
umfassende Funktionsprüfung des Bewegungsapparates. Für die subjektiv vom
Beschwerdeführer geklagten Belastungsschmerzen im Bereich des rechten Beins
liessen sich keine entsprechenden Befunde erheben. Auf den Streckseiten der
Oberschenkel zeigten sich mehrere verheilte Hautentnahmestellen mit herabgesetzter
Sensibilität. Die Funktion sämtlicher Gelenke war nicht beeinträchtigt. Es fanden sich
keine Kontrakturen. Bei seitengleichen Umfangsmassen liess sich auch kein
übermässiges Schonverhalten objektivieren. Das gilt auch für die Schultern, bezüglich
welcher anfänglich noch eine eingeschränkte Beweglichkeit festgestellt worden war
(vgl. Suva-act. 24). Die vom Beschwerdeführer vorgetragenen Beschwerden
hinsichtlich Schwindelattacken und Gleichgewichtsunsicherheit liessen sich am
Untersuchungstag bei negativen spezifischen Tests nicht objektivieren. Dr. I._ stellte
demgemäss eine Diskrepanz zwischen den erhobenen Befunden und den subjektiv
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vorgetragenen Beschwerden und das Fehlen unfallbedingter
Funktionseinschränkungen fest. Zusammenfassend ist mithin festzuhalten, dass für die
vom Beschwerdeführer geklagten Belastungsschmerzen im Bereich seines rechten
Beins keine somatische Ursache erhoben werden konnte. Für seine Schwindelattacken
und Gleichgewichtsunsicherheit liess sich sodann auch aus orthopädischer Sicht keine
organische Ursache objektivieren. Dementsprechend kommt den fraglichen
Beschwerden bei der Invaliditätsbemessung und der Schätzung des
Integritätsschadens keine Bedeutung zu.
3.2.4 Die Notwendigkeit einer Abklärung der geltend gemachten
Konzentrationsstörungen und der Vergesslichkeit durch eine neuropsychologische
Untersuchung hält Dr. I._ bei fehlenden hirnorganischen Schäden für nicht indiziert.
Die medizinischen Akten enthalten keine Anhaltspunkte, welche seine
Schlussfolgerung in Frage stellen würden. Eine Traumatisierung des Hirns als
begleitende Verletzung bei erlittenen schweren Verbrennungen fällt mangels
grundsätzlichen Zusammenhangs ausser Betracht und ist damit ohne weitere
Aktenhinweise unwahrscheinlich. Ausserdem macht sich eine Unfallläsion im Regelfall
echtzeitlich bemerkbar, wird entsprechend ärztlich diagnostiziert oder zumindest
diskutiert. Im konkreten Fall sind jedoch in den medizinischen Akten keine
entsprechenden Hinweise zu finden. Der Beschwerdeführer beschrieb erstmals
während seines Rehabilitationsaufenthalts in der Rehaklinik Bellikon und nachfolgend
regelmässig eine Vergesslichkeit sowie Konzentrationsstörungen (vgl. u.a. Suva-act.
25, 60, 82, 101), ohne dass jemals die Diagnose einer organischen Hirnschädigung zur
Diskussion gestanden hätte. Selbst von Dr. D._ wurden die fraglichen Beschwerden
im Rahmen einer psychischen und nicht einer organischen Problematik gesehen (vgl.
Suva-act. 116, 132). Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich auch die vom
Beschwerdeführer angegebenen kognitiven Beschwerden nicht auf eine objektivierbare
organische Körperschädigung zurückführen lassen und demnach im Rahmen der
Invaliditätsbemessung und der Schätzung der Höhe des Integritätsschadens nicht
berücksichtigt werden können.
3.2.5 Dr. I._ stellte anlässlich seiner Untersuchung vom 30. April 2013 im Bereich
des Kraniums erhebliche Hautplastiken am Os frontale und parietale, links mehr als
rechts, fest. Auch wenn der Untersuchungsbericht keine weiteren Äusserungen dazu
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enthält, erscheinen damit die vom Beschwerdeführer angegebenen
Empfindungsstörungen an der linken Schädelhälfte mit Einschluss der Stirn
glaubwürdig und nachvollziehbar, dies zumal Dr. I._ auch bezüglich der multiplen
Hautentnahmestellen im Bereich der Oberschenkel eine herabgesetzte Sensibilität
erhob. Die fraglichen Beschwerden sind demnach mit dem Beweisgrad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit als natürlich kausale organische Unfallrestfolgen
anzuerkennen.
3.3 Zu prüfen bleibt, ob der Beschwerdeführer unter psychischen Unfallfolgen leidet.
3.3.1 Im Rahmen des Rehabilitationsaufenthalts in der Rehaklinik Bellikon vom 2.
März bis 26. April 2006 wurde der Beschwerdeführer erstmals nach dem Unfall
psychiatrisch untersucht. Gegenüber den untersuchenden Ärzten der psychiatrischen
Abteilung, N._, Oberarzt, Psychiater, und Dr. med. O._, Leitender Arzt, FMH
Psychiatrie und Psychotherapie, gab der Beschwerdeführer an, dass er besonders in
der Anfangsphase der Behandlung unter fürchterlichen Ängsten und Schreckzuständen
gelitten habe. Heute träume er noch etwa zwei- bis dreimal pro Woche vom Ereignis.
Auch tagsüber komme es noch zu plötzlichem Wiedererinnern und Nacherleben der
Situation (flash-back). Er sei schreckhafter geworden, habe sich von anderen Leuten
weitgehend zurückgezogen und er wolle vermehrt seine Ruhe haben. Aktuell belaste
ihn seine Notlage. Die untersuchenden Ärzte hielten fest, dass sich der
Beschwerdeführer nach einem aussergewöhnlich schweren Verbrennungsunfall
psychisch recht stabil gezeigt habe. Dennoch fänden sich deutliche Symptome einer
posttraumatischen Belastungsstörung, heute im Ausmass einer subsyndromalen
Störung (Suva-act. 25). Der damalige Hausarzt Dr. C._ stellte am 9. Juni 2006 fest,
dass sich im Gespräch mit dem Beschwerdeführer und in seinem Verhalten die
"dissoziative Situation und sein Verhalten" offensichtlich widerspiegle. Der
Beschwerdeführer beklage weitere und belastende Umstände, in denen er das
"Erschrecken und die Grausamkeit" von "Oelbegiessen seiner früheren
Lebenspartnerin" erlebe. Darüber hinaus bestünden ausgeprägte Schlafstörungen. Der
Beschwerdeführer halluziniere und beklage wahnhafte Verfolgungsstörungen und sei
sehr "nervös" (Suva-act. 31). In ihrem Verlaufsbericht vom 15. Oktober 2007 über die
begleitende Psychotherapie stellte die behandelnde Ärztin Dr. D._ die Diagnosen
posttraumatische Belastungsstörung, mittelgradige depressive Episode sowie
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Angststörung mit Panikattacken. Im gegenwärtigen Zustand sei der Beschwerdeführer
aus psychiatrischer Sicht zu 100% arbeitsunfähig (Suva-act. 82). Am 22. Januar 2008
wurde der Beschwerdeführer im Auftrag der Invalidenversicherung durch Dr. F._
exploriert. Im Explorationsbericht vom 23. Januar 2008 hielt er fest, der
Beschwerdeführer habe bereits zu Beginn des Gesprächs dazu geneigt, spontan über
das Vorgefallene zu sprechen, seine Opferrolle zu betonen sowie seine Sorgen, Ängste
usw. zum Ausdruck zu bringen. Die subjektiv empfundene Vergesslichkeit habe sich
nicht mit Sicherheit bestätigen lassen. Der Beschwerdeführer habe von einem
Müdigkeitsgefühl, von Lustlosigkeit, Ziellosigkeit sowie Ängstlichkeit mit depressiv
gefärbten Verstimmungen berichtet, die während der psychiatrischen Exploration
zeitweise zum Vorschein gekommen seien. Zu grossen affektiven Auslenkungen sei es
nicht gekommen, der Beschwerdeführer habe sich gut beherrschen können. Dr. F._
stellte die Diagnosen einer posttraumatischen Belastungsstörung am Abklingen und
einer leichtgradigen depressiven Episode. Die psychiatrische Behandlung habe den
Zustand deutlich verbessert. Die von Dr. D._ angeführten Beschwerden würden
gegenwärtig weniger stark zum Ausdruck kommen und die von ihr attestierte volle
Arbeitsunfähigkeit lasse sich gegenwärtig nicht mehr aufrecht erhalten. Aus
psychiatrischer Sicht lasse sich ab sofort eine Arbeitsunfähigkeit von 50% bestätigen
(Suva-act. 101). Dr. D._ bestätigte auch am 13. März 2009 die Diagnosen einer
posttraumatischen Belastungsstörung und einer Angststörung mit Panikattacken.
Zusätzlich führte sie die Diagnose "Angst und Depression gemischt" an. Der
Beschwerdeführer sei psychisch noch nicht in gutem und stabilem Zustand. Er sei oft
vergesslich, könne sich schlecht konzentrieren und im Gespräch verliere er oft den
Faden (Suva-act. 116). Am 7. Juli 2009 berichtete Dr. D._ über einen unveränderten
Zustand. Im Vordergrund stünden mittelschwere bis schwere Aufmerksamkeits- und
Konzentrationsstörungen und eine Gedächtnisstörung. Das Denken sei umständlich,
eingeengt und ideenflüchtig. Der Beschwerdeführer sei ratlos, hoffnungslos, gespannt
und affektiv inadäquat (Suva-act. 132). Am 24. Oktober 2009 schilderte der
Beschwerdeführer grosse Probleme mit seiner psychischen Verfassung. Er fühle sich
oft gestresst und nervös. Zudem sei er sehr vergesslich und habe einen
unregelmässigen Schlaf. Der Verkehrsunfall seiner (neuen) Ehefrau habe ihn belastet
(Suva-act. 145). Anfang Februar 2010 kam der Beschwerdeführer in
Untersuchungshaft, woraus er am 8. Oktober 2010 entlassen wurde (Suva-act. 160,
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172). Danach gab er an, einige Zeit zu brauchen, um sich wieder zu Recht zu finden. Er
könne sich schlecht konzentrieren und sei nervös (Suva-act. 172). Im November 2010
befand sich der Beschwerdeführer wegen Nierenbeschwerden im KSSG in stationärer
Behandlung (Suva-act. 178). Per 3. Januar 2011 wurde die Nierensteinbehandlung
abgeschlossen (Suva-act. 182). Dazwischen hatte Dr. D._ am 8. Dezember 2010
erklärt, dass die psychische Verfassung des Beschwerdeführers nach den
verschiedenen Erlebnissen (nun auch noch mit der Nierenerkrankung) schlecht sei
(Suva-act. 180). Am 22. Juni 2011 sprach der Beschwerdeführer von einer nach wie vor
schlechten Belastbarkeit. Er ertrage keinen Druck, sei oft nervös, unkonzentriert,
vergesslich und müde. Seine finanzielle Situation sei sehr schlecht und belaste ihn
stark. Die Gerichtsverhandlung sei abgeschlossen. Er müsse keine Haft antreten.
Allerdings seien ihm mehrere tausend Franken Gerichtskosten in Rechnung gestellt
worden. Er wisse nicht, wie er diese Forderung begleichen solle (Suva-act. 205). Im
Verlaufsbericht vom 9. Juni 2011 vermerkte Dr. D._ einen verschlechterten
Gesundheitszustand und eine unveränderte Diagnose (Suva-act. 209). Am 14.
September 2011 teilte sie der Beschwerdegegnerin mit, dass der psychische Zustand
des Beschwerdeführers sehr schlecht sei. Auch die sozialen Umstände seien
schwierig, nachdem sich der Beschwerdeführer eine neue Wohnung habe suchen
müssen (Suva-act. 217; vgl. auch den Bericht von Dr. D._ vom 7. Oktober 2011,
Suva-act. 227). Am 9. Dezember 2011 liess Dr. D._ vernehmen, dass der
Beschwerdeführer wegen des Entzugs der Aufenthaltsbewilligung in einer sehr
schlechten Verfassung zu sein scheine und suizidale Absichten bestünden (Suva-act.
236). Laut Angaben des Beschwerdeführers vom 9. Dezember 2011 wollte die
Fremdenpolizei seine Aufenthaltsbewilligung wegen seiner Schulden (rund Fr.
80'000.--) nicht verlängern. Der Aufenthalt werde auf 30 Tage befristet. Er sei sehr
unter Druck (Suva-act. 237). Die Ausreisefrist wurde in der Folge jedoch aufgehoben
(Suva-act. 239). Am 6. Januar 2012 berichtete der Beschwerdeführer über neue
Probleme. Wegen eines Delikts in seiner Heimat wolle man ihn per 14. Februar 2012
ausschaffen (Suva-act. 242). Am 19. Januar 2012 äusserte er, dass es ihm nach wie
vor sehr schlecht gehe und er wegen der Aufenthaltsbewilligung sehr viel Stress habe.
Man wolle ihn mit seiner Gattin abschieben. Dies sei zu viel gewesen, weshalb er sich
am 2. Januar 2012 wegen Herzbeschwerden für einige Tage ins KSSG begeben habe
(Suva-act. 245, vgl. Suva-act. 283). Auch am 14. Juni und 12. Oktober 2012
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bezeichnete der Beschwerdeführer seinen Gesundheitszustand als unverändert
schlecht. Gegen die Aufenthaltsbewilligung hatte der Beschwerdeführer Rekurs
eingelegt, weshalb er weiterhin über die Niederlassung C verfügte (Suva-act. 272, 294).
Der Beschwerdeführer hielt sich vom 17. Oktober bis 17. Dezember 2013 stationär in
der Klinik L._ auf. Im Austrittsbericht vom 17. Januar 2014 wurden die Diagnosen
einer posttraumatischen Belastungsstörung und einer rezidivierend depressiven
Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode, angeführt. Der Beschwerdeführer leide
unter Existenzangst und Perspektivlosigkeit. Bezüglich des traumatisierenden
Ereignisses bestünden Flashbacks sowie ein phasenweise intrusives Wiedererleben auf
verschiedenen sensorischen Ebenen. Es bestehe extremes Hyperarousal, extreme
Hypervigilanz sowie ein konstriktives Verhalten. Der Beschwerdeführer vermeide es,
über den Unfall zu sprechen, da es ihn zu sehr belaste. Es bestehe eine Veränderung
des Selbstbildes mit Gefühlen von ausgeliefert sein, Hilfslosigkeit, Scham und Verlust
von Zuversicht mit Gefühlen von Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung. Die kognitive
Funktionsfähigkeit des Beschwerdeführers wurde als eingeschränkt bezeichnet. Mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit bestehe ein Kausalzusammenhang des
Störungsbildes mit dem Verbrennungsereignis vom Januar 2006. Dies habe zu klinisch
bedeutsamen Leiden und zu einer erheblichen Beeinträchtigung des kognitiven und
sozialen Funktionsniveaus geführt. Eine neuropsychologische Testung hatte eine
mittelschwere neuropsychologische Funktionsstörung ergeben. Dem
Beschwerdeführer wurde bei Austritt eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit attestiert (Suva-
act. 387). Vom 13. November bis 10. Dezember 2014 hielt sich der Beschwerdeführer
für ein zweites Intervall stationärer störungsspezifischer und ätiologieorientierter
Traumatherapie in der Klinik L._ auf. Im Austrittsbericht vom 24. Dezember 2014
wurden die psychiatrischen Diagnosen einer posttraumatischen Belastungsstörung und
einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig schwere Episode, gestellt.
Durch desolate psychosoziale Umstände geschwächt, sei es zur Exazerbation der
Traumafolgestörung gekommen (act. G 19.1).
3.3.2 Gestützt auf die Diagnosen von Dr. D._, Dr. F._ und der zuständigen
Psychologin bzw. des zuständigen Arztes der Klinik L._ - posttraumatische
Belastungsstörung und depressive Störung und Angst - erachtet der Rechtsvertreter
des Beschwerdeführers die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers massgebend
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unfallkausal beeinträchtigt. Die Beschwerdegegnerin stellt demgegenüber auf das
Gutachten von Dr. G._ vom 8. Dezember 2012 ab (Suva-act. 302).
3.3.3 Dr. G._ verschaffte sich anlässlich seiner psychiatrischen Explorationen vom
19. April und 20. November 2012 nach einer lückenlos ermittelten und im Gutachten
dargestellten Anamnese einen persönlichen Eindruck hinsichtlich verschiedener, bei
der psychischen Befunderhebung massgebender kognitiver und nichtkognitiver
Bereiche. In sämtlichen Bereichen liessen sich intakte, normale, unauffällige, nicht
erkennbar beeinträchtigte oder keine Befunde erheben. Nachfolgend hielt Dr. G._ die
Ergebnisse seiner "zusätzlichen Erkundung" betreffend Straffälligkeit und drohender
Wegweisung des Beschwerdeführers aus der Schweiz wegen Schulden und
Sozialhilfeabhängigkeit fest und beurteilte die Biographie des Beschwerdeführers
sowie die psychiatrisch relevanten Aspekte im Verlauf seit dem Unfall. Im Weiteren
kommentierte Dr. G._ die Vordiagnosen von N._/Dr. O._, Dr. F._ und Dr. D._
"Posttraumatische Belastungsstörung - Depression - Angst", indem er diese
ausführlich definierte (Posttraumatische Belastungsstörung: A-, B-, C-Kriterium) und
anhand der von N._/Dr. O._, Dr. F._ und Dr. D._ beim Beschwerdeführer
erhobenen Befunde beurteilte.
3.3.4 Laut Dr. G._ fehlen in den Untersuchungsberichten von von N._/Dr. O._,
Dr. F._ und Dr. D._ Hinweise auf eine typische Psychopathologie der
posttraumatischen Belastungsstörung. Bei N._/Dr. O._ mangle es an Belegen für
eine korrekt gestellte Diagnose, bei Dr. F._ und Dr. D._ würden Belege dafür
gänzlich fehlen. Der Mangel an Befunden komme bei N._/Dr. O._ im Hinweis auf
eine "subsyndromale" Ausprägung der posttraumatischen Belastungsstörung zum
Ausdruck. Als subsyndromal qualifizierte psychische Krankheiten seien zu gering und/
oder zu kurz ausgeprägt, um die nach Zahl und/oder Dauer von Symptomen
(Diagnosekriterien) vereinbarte Schwelle operationalisierter Diagnosen (nach ICD-10
oder auch DSM-IV) zu erreichen, lägen also unter dieser Schwelle (vgl. dazu Urteil des
Bundesgerichts vom 21. März 2011, 8C_944/2010, E. 7.2.4). Dr. F._ stelle zwar die
Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung, doch finde sich in seiner
Beurteilung weder eine Begründung für die allenfalls primär klinisch manifeste noch für
die abklingende posttraumatische Belastungsstörung. Der von ihm dargestellte
psychopathologische Befund passe nirgends zur Diagnose einer posttraumatischen
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Belastungsstörung, sondern assoziiere andere diagnostische Zuordnungen. In einer Art
Zusammenfassung des Verlaufs würden dann die teils aus der Anamnese abgeleiteten,
teils in der Untersuchungssituation dargestellten Phänomene von Dr. F._ am ehesten
einer depressiven Entwicklung zugeordnet. Hinsichtlich der Berichte von Dr. D._
bemängelt Dr. G._ sodann die fehlende Herleitung der von ihr gestellten
Zusatzdiagnosen "Angststörung mit Panikattacken" sowie "Angst und Depression
gemischt" aus den klinischen Befunden und die formale Unkorrektheit der
gleichzeitigen Diagnose einer "Angststörung mit Panikattacken" und "Angst und
Depression gemischt". - Die von Dr. G._ angeführte Definition der Diagnose der
posttraumatischen Belastungsstörung sowie sein Kommentar zu den Zusatzdiagnosen
"Angststörung mit Panickattacken" sowie "Angst und Depression" lassen seine
einlässliche, vergleichende Auseinandersetzung mit den konkret von N._/Dr. C._,
Dr. F._ und Dr. D._ erhobenen Befunden ohne Weiteres nachvollziehen. Die
Widerlegung der fraglichen Diagnosen ist nachvollziehbar und überzeugend. Sie wird
insbesondere auch dadurch gestützt, dass Dr. G._ selber beim Beschwerdeführer
keine auffälligen psychischen Befunde zu erheben vermochte, von denen sich eine
psychopathologische Diagnose ableiten liesse. Die vom Beschwerdeführer und Dr.
D._ wiederholt beschriebenen und zentral aufgetretenen Beschwerden bzw. Befunde
Vergesslichkeit, Ängstlichkeit und Affektivitätsstörung wurden im Übrigen auch von Dr.
F._ nicht mit Sicherheit bzw. nur zeitweise vorkommend bestätigt. Die
Austrittsberichte der Psychologin und des Arztes der Klinik L._ vom 17. Januar und
24. Dezember 2014 (Suva-act. 387, act. G 19.1) vermögen die Erklärungen von Dr.
G._ nicht in Frage zu stellen, zumal darin keine Auseinandersetzung mit der
gutachterlichen Einschätzung vorgenommen wurde und fraglich ist, ob die dort
behandelnden medizinischen Fachpersonen überhaupt Kenntnis von der
gutachterlichen Beurteilung hatten. Wie gesagt, widerlegte der Gutachter die von der
Psychologin und dem Arzt der Klinik L._ gleichermassen gestellten Diagnosen einer
posttraumatischen Belastungsstörung und depressiven Störung. Eine schlüssige, der
gutachterlichen Beurteilung widersprechende Herleitung der fraglichen Diagnosen kann
auch den Austrittsberichten der Klinik L._ nicht entnommen werden. Vielmehr wird
darin gerade auf die massive Verschlechterung des Gesundheitszustands aufgrund
zunehmender Verunsicherung durch psychosoziale Begleitumstände und
Existenzängste hingewiesen. Die weitere Aussage, es sei dadurch zur Exazerbation der
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Traumafolgestörung gekommen, vermag nicht mehr zu überzeugen als die Annahme,
dass durch die "desolaten psychosozialen Umstände" die Kausalität von Beschwerden
zum Unfall vom 25. Januar 2006 unterbrochen bzw. verdrängt worden ist.
3.3.5 Laut Dr. G._ ist die Verneinung des Bestehens einer
psychotraumatologischen Störung im Sinne einer posttraumatischen
Belastungsstörung grundlegend damit zu begründen, dass der Verbrennungsunfall
vom 25. Januar 2006 als Belastung nicht mehr ins Gewicht falle. Der Gutachter
untermauert seine Feststellung schlüssig mit dem Hinweis auf relevante unfallfremde
psychosoziale Belastungen des Beschwerdeführers. Als massgeblich bezeichnet er
dessen Furcht, des Landes verwiesen zu werden. Diese sei insofern realitätsbezogen,
als die Lage des Beschwerdeführers in der Tat sehr ernst sei. Eine naheliegende
negative Verstärkung des Klageverhaltens könne bzw. müsse darin erblickt werden,
dass das Geltendmachen desolater gesundheitlicher Verhältnisse den
Beschwerdeführer vor der befürchteten Ausweisung schützen solle. Die Belastung
durch eine drohende Ausweisung und insofern auch eine existenzielle Gefährdung des
Beschwerdeführers möge Beschwerden verstärken. Eine tatsächliche Verschlimmerung
von Symptomen, die in der ersten Phase der Rehabilitationsbehandlung nicht oder
kaum vorhanden gewesen seien und am Ende der Behandlung in Bellikon als
geringfügig (subsyndromal) eingestuft worden seien, könne durchaus mit solchen
Belastungen in Verbindung gebracht werden. Es seien dies aber Belastungen, die an
der nun drohenden Ausweisung festzumachen seien und deren Vorgeschichte an sich
unfallfremde Phänomene betreffen würden, nämlich eine vor dem Unfall sich
kumulierende massive Verschuldung und die Folgen einer über Jahre hin zunehmenden
Delinquenz. - Die Belastungsfaktoren Furcht vor einer Ausweisung aus der Schweiz,
Verschuldung, existenzielle Gefährdung infolge wiederholter Delinquenz (vgl. dazu
Suva-act. 381) sind in den Akten mehrfach dokumentiert. Der von Dr. G._
hergestellte Zusammenhang zwischen diesen unfallfremden Phänomenen und den
geklagten gesundheitlichen Verhältnissen erscheint ohne Weiteres nachvollziehbar und
überzeugend. Die vom Beschwerdeführer gegenüber der Beschwerdegegnerin
abgegebenen Zustandsschilderungen (vgl. Erwägung 3.3.1) widerspiegeln im Verlauf
ausgeprägt die von Dr. G._ dargestellte, unfallfremde Belastungssituation. Der
Beschwerdeführer selbst stellte diese zunehmend in den Vordergrund, während der
Unfall von ihm kaum mehr thematisiert wurde.
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3.3.6 Dr. G._ stellt schliesslich beim Beschwerdeführer die Diagnose "Probleme
verbunden mit Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung, Z73, namentlich:
Belastung, nicht andernorts klassifizierbar, Z73.3, und normalpsychologische
Belastungsreaktion". Er erklärt, dass das Leiden des Beschwerdeführers angesichts
der Belastung keine Psychopathologie der Affektivität bedinge. Es bestünden
insbesondere keine depressionstypischen Veränderungen des Selbstbilds
(unangemessene Herabsetzung des Selbstwertgefühls, unangemessene Schuldgefühle
und Gefühle von Wertlosigkeit); eine depressive Störung liege nicht vor. Er stelle somit
beim Beschwerdeführer keine psychischen Symptome fest, die den Schwellenwert der
Psychopathologie erreichen würden. Es bestünden Belastungen, die eine
normalpsychologische Belastungsreaktion begründen würden. Das Profil dieser
Belastungsreaktion übersteige nicht das Ausmass des Erwartbaren. Eine psychische
Störung bestehe nicht. - Die von Dr. G._ gestellte Diagnose stimmt mit seinen
persönlich erhobenen, unauffälligen Befunden ohne Weiteres überein und wird, wie
bereits erwähnt, auch durch die Befunderhebung von Dr. F._ gestützt.
3.3.7 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass das Gutachten von Dr. G._ eine
sorgfältige, differenzierte und damit überzeugende Auseinandersetzung mit sämtlichen
Aspekten der durchgeführten psychiatrischen Exploration enthält. Die Widerlegung der
zentralen Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung sowie die
massgebenden unfallfremden psychosozialen Belastungen des Beschwerdeführers
fügen sich nachvollziehbar ineinander und lassen das Fortdauern psychischer
Unfallrestfolgen als überwiegend unwahrscheinlich erscheinen. Die Berücksichtigung
einer unfallkausalen psychischen Gesundheitsstörung fällt damit mit dem im
Sozialversicherungsrecht zur Anwendung gelangenden Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit (vgl. dazu BGE 120 V 37 E. 3c, Th. Locher, Grundriss des
Sozialversicherungsrechts, 3. Aufl. Bern 2003, S. 451 f.) ausser Betracht. Eine
psychische Gesundheitsstörung hätte überhaupt auch deshalb unberücksichtigt zu
bleiben, weil keine psychische Störung festzustellen war, welche den Schwellenwert
der Psychopathologie erreichte. Im Rahmen der Beweiswürdigung ist sodann von
Bedeutung, dass ein den Beweisanforderungen grundsätzlich genügendes
medizinisches Gutachten (BGE 125 V 351 f. E. 3a und n) – wie das vorliegende von Dr.
G._ – nicht in Frage gestellt werden kann und Anlass zu weiteren Abklärungen
besteht, wenn und sobald die behandelnden medizinischen Fachpersonen nachher zu
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einer unterschiedlichen Beurteilung gelangen oder an vorgängig geäusserten
abweichenden Auffassungen festhalten. Anders verhält es sich nur, wenn objektiv
feststellbare Gesichtspunkte vorgebracht werden, welche im Rahmen der
Begutachtung unerkannt geblieben waren und die geeignet sind, zu einer anderen
Beurteilung zu führen (Urteil des Bundesgerichts vom 29. Juli 2008, 9C_830/07, E. 4.3
mit Hinweisen). Solche Gesichtspunkte sind vorliegend weder dargetan noch
ersichtlich. Ferner kann eine psychiatrische Exploration von der Natur der Sache her
nicht ermessensfrei erfolgen. Sie eröffnet der begutachtenden psychiatrischen
Fachperson daher praktisch immer einen gewissen Spielraum, innerhalb dessen
verschiedene medizinisch-psychiatrische Interpretationen möglich, zulässig und zu
respektieren sind, sofern der Experte oder die Expertin lege artis vorgegangen ist (Urteil
des Bundesgerichts vom 5. März 2009, 8C_694/2008, E. 5.1.1). Vor diesem
Hintergrund kann die Frage offen gelassen werden, ob zwischen den geklagten
psychischen Beschwerden und dem Unfallereignis vom 25. Januar 2006 ein adäquater
Kausalzusammenhang besteht.
3.4 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass im Rahmen der nachfolgenden Prüfung
von Ansprüchen des Beschwerdeführers auf Leistungen der Beschwerdegegnerin
(Rentenanspruch, Höhe der Integritätsentschädigung) einzig die ästhetischen
Unfallrestfolgen, ein chronisch mazerierter Augenwinkel und ein leicht inkompletter
Lidschluss von 1mm sowie die vom Beschwerdeführer geklagten
Empfindungsstörungen an der linken Schädelhälfte mit Einschluss der Stirn
ausgewiesen und zu berücksichtigen sind.
4.
4.1 Hierbei ist zunächst streitig, ob per 30. April 2013 der sogenannte "Fallabschluss"
vorgenommen werden durfte bzw. per 1. Mai 2013 der Anspruch des
Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente wie auch auf eine Integritätsentschädigung
zu prüfen war. Indem die Kausalität zwischen dem Unfall und den geklagten
Beschwerden eine Anspruchsvoraussetzung auf Versicherungsleistungen des
Unfallversicherers bildet, gilt es auch die Frage des "Fallabschlusses" und damit die
Prüfung, ob von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung eine namhafte Besserung
des Gesundheitszustands erwartet werden kann (vgl. Art. 19 Abs. 1 UVG) nur in
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Berücksichtigung der unfallkausalen Gesundheitsschäden zu beantworten bzw.
vorzunehmen (vgl. Erwägung 2.1).
4.2 Mit Schreiben vom 14. Oktober 2009 teilte die Invalidenversicherung der
Beschwerdegegnerin mit, dass die Arbeitsvermittlung mangels subjektiver
Eingliederungsfähigkeit abgeschlossen sei (Suva-act. 143).
Eingliederungsmassnahmen der IV stehen damit dem Fallabschluss nicht entgegen.
4.3 Die Einstellung der vorübergehenden Leistungen (Taggelder und Heilkosten) per
30. April 2013 (Suva-act. 339) erfolgte gestützt auf die kreisärztliche Beurteilung,
welche an diesem Datum stattgefunden hatte. Dr. I._ hielt fest, es seien keine
notwendigen, unfallbedingten Behandlungsmassnahmen mehr erkennbar. Eine
neuropsychologische Untersuchung sei bei fehlenden hirnorganischen unfallbedingten
Schäden nicht indiziert (Suva-act. 338). Ein Fallabschluss per 30. April 2013 wird auch
durch die übrigen medizinischen Akten gestützt. So hielten die Ärzte des KSSG im
Bericht vom 10. Januar 2012 hinsichtlich der ästhetischen Unfallfolgen fest, dass dem
Beschwerdeführer nach mehreren durchgeführten Korrekturoperation kein weiterer
korrigierender Eingriff mehr angeboten werden könne (Suva-act. 244). Auch hinsichtlich
des chronisch mazerierten lateralen Augenwinkels links empfahlen die behandelnden
Ärzte der Augenklinik des USZ im Bericht vom 28. März 2013 keine weitere Operation.
Es werde lediglich zur regelmässigen Verwendung von befeuchtenden und pflegenden
Augentropfen/-Salben geraten, um Irritationen des Auges vorzubeugen (Suva-act. 363).
Der behandelnde Arzt der Klinik für Plastische Chirurgie und Handchirurgie des USZ
schloss sich dieser ophthalmologischen Beurteilung in seinem Bericht vom 3. Juli 2013
an. Die übrigen Hautverhältnisse seien funktionell und auch kosmetisch aus
verbrennungschirurgischer Sicht als gut zu beurteilen und bedürften keiner weiteren
Intervention (Suva-act. 357). Es wurde also offensichtlich auch hinsichtlich der
geklagten Empfindungsstörungen an der linken Schädelhälfte mit Einschluss der Stirn
keine weitere Behandlungsbedürftigkeit in Betracht gezogen. Der Vollständigkeit halber
ist zu erwähnen, dass es keine psychischen Unfallrestfolgen (mehr) zu berücksichtigen
gilt (vgl. vorstehende Erwägung 3.3.7). Insofern vermögen die späteren stationären
Aufenthalte in der Klinik L._ einem Fallabschluss per 30. April 2013 nicht entgegen zu
stehen. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin zu Recht
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per 1. Mai 2013 den Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente wie auch
auf eine Integritätsentschädigung geprüft hat.
5.
5.1 Zu prüfen ist sodann der Rentenanspruch des Beschwerdeführers. Der Grad der
für den Rentenanspruch massgebenden Invalidität ist gemäss Art. 16 ATSG durch
einen Einkommensvergleich zu ermitteln, bei dem das Einkommen, das die versicherte
Person nach dem Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen
Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare
Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in
Beziehung gesetzt wird zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie
nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Grundlage der Bemessung des
Invalideneinkommens bilden die Arbeitsfähigkeitsgradschätzung und die
Umschreibung der trotz der Gesundheitsbeeinträchtigung noch möglichen und
zumutbaren Tätigkeiten. Um das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit beurteilen zu können,
ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die
ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben.
Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und
dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die
versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen).
5.2 Während sich die Beschwerdegegnerin auf den Standpunkt stellt, der
Beschwerdeführer sei in seiner angestammten Tätigkeit als Reinigungsarbeiter wieder
voll arbeitsfähig, hält der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers dagegen, der
Beschwerdeführer sei nach wie vor arbeitsunfähig. Sowohl in der Beschwerde vom 26.
März 2014 (act. G 1) als auch in der Replik vom 25. August 2014 (act. G 15) sieht der
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers die Arbeitsfähigkeit insbesondere wegen
psychischer Unfallfolgen eingeschränkt. So gehe hauptsächlich aus dem
Austrittsbericht der Klinik L._ hervor, dass der Beschwerdeführer nach wie vor 100%
arbeitsunfähig sei. Wie in Erwägung 3.3 dargelegt, sind jedoch Auswirkungen
psychischer Beeinträchtigungen mangels natürlicher Kausalität und ohnehin fehlendem
Pathologiewert nicht zu berücksichtigen. Der Beruf des Reinigungsarbeiters fordert
insbesondere die Kraft und Beweglichkeit von Armen, Beinen und Rücken.
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Diesbezügliche Einschränkungen liegen jedoch beim Beschwerdeführer keine vor. Dr.
I._ bestätigte in seinem Untersuchungsbericht vom 30. April 2013, dass dem
Beschwerdeführer die Tätigkeit als Reiniger bei Fehlen unfallbedingter
Funktionseinschränkungen vollschichtig zumutbar sei. Ebenso wenig würden sich auf
dem allgemeinen Arbeitsmarkt aus somatischer Sicht Einschränkungen bezüglich der
Arbeitsfähigkeit ergeben (Suva-act. 338). Die zu berücksichtigenden unfallkausalen
somatischen Beeinträchtigungen (vgl. Erwägung 3.4) dürften die Arbeitsfähigkeit des
Beschwerdeführers in der angestammten Tätigkeit kaum einschränken. Eine
Einschränkung wäre in Anbetracht des körperlichen Anforderungsprofils eines
Reinigungsarbeiters in keiner Weise zu begründen und wird auch vom Rechtsvertreter
des Beschwerdeführers nicht geltend gemacht. Bereits am 13. Januar 2011 hatten die
behandelnden Ärzte der Klinik für Hand-, Plastische- und Wiederherstellungschirurgie
des KSSG nach abgeschlossener Wundheilung eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit als
möglich erachtet. Allenfalls sollte auf eine öffentliche Tätigkeit, bei der der
Beschwerdeführer den Blicken vieler Menschen ausgesetzt sei, verzichtet werden
(Suva-act. 351). Bei der Tätigkeit als Reiniger kommt jedoch ästhetischen
Überlegungen objektiv betrachtet keine massgebende Rolle zu.
5.3 Mangels unfallbedingter Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers in seiner
angestammten Tätigkeit als Reinigungsarbeiter führt der Vergleich von Invaliden- und
Valideneinkommen zu keiner Differenz und demnach auch zu keiner Erwerbsunfähigkeit
bzw. Invalidität (vgl. dazu Maurer, a.a.O., S. 350 ff.; BGE 15 V 133 E. 2). Kein anderes
Ergebnis resultiert, wenn bei der Bestimmung des Invalideneinkommens auf den
statistischen Hilfsarbeiterlohn abgestellt würde. Selbst wenn zugunsten des
Beschwerdeführers das von ihm für das Jahr 2006 geltend gemachte
Valideneinkommen von Fr. 48'000.-- (act. G 1, Rz 5) herangezogen würde, so läge
dieses unter dem Tabellenlohn im Jahr 2006 von Fr. 60'167.-- (vgl. Anhang 2:
Lohnentwicklung, IVG-Gesetzesausgabe, 2012) bzw. des entsprechenden
Invalideneinkommens.
6.
6.1 Zu prüfen bleibt die Höhe der Integritätsentschädigung. Die Beschwerdegegnerin
legte im angefochtenen Einspracheentscheid (Erwägung 5.b.) die rechtlichen
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Voraussetzungen der Bemessung von Integritätsentschädigungen zutreffend dar;
darauf ist zu verweisen.
6.2 Die von der Beschwerdegegnerin zugesprochene Integritätsentschädigung
basierend auf einem Integritätsschaden von insgesamt 7.5% stützt sich auf die
orthopädische Beurteilung von Dr. J._ vom 15. Mai 2013 ab (Suva-act. 344). Dr. J._
lehnt sich bei der Einschätzung des Integritätsschadens für die beim Beschwerdeführer
verbliebenen Verbrennungs- bzw. Operationsnarben im Gesicht und am Kopf an den
Anhang 3 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) sowie die
Suva-Tabelle 18 (Integritätsschaden bei Schädigung der Haut: Integritätsschaden bei
Dermatosen [lit. a] und Verbrennungsnarben der Haut [lit. b]) an. Diese sehen für den
Verlust einer Ohrmuschel einen Wert von 10%, für den Verlust einer Nase oder eine
Skalpierung einen solchen von 30% und für eine sehr schwere Entstellung des
Gesichts einen Wert von 50% vor. Dr. J._ schätzte den Integritätsschaden im Bereich
des Gesichts und des Kopfs etwa auf einen Zehntel einer schweren Entstellung, also
auf 5%. Die weiteren Veränderungen schätzte er auf insgesamt 2.5%, womit
gesamthaft ein Integritätsschaden von 7.5% resultierte. Hinsichtlich der von den
vorgenannten Tabellenwerten abgeleiteten Gesamtbewertung des
Versicherungsmediziners ist kein Ermessensfehler erkennbar. Demgemäss wird auch
beschwerdeweise nichts gegen die versicherungsmedizinische Einschätzung für die
kosmetischen Schäden vorgebracht.
6.3 Eine höhere Integritätsentschädigung ist nicht geschuldet.
6.3.1 Am 27. August 2013 schätzte Dr. K._ den Integritätsschaden aus
ophthalmologischer Sicht auf 0%. Als Befunde führte sie entsprechend dem
abschliessenden Untersuchungsbericht der Augenklinik des USZ vom 28. März 2013
(Suva-act. 363) einen Status nach Revision des lateralen Augenwinkels im Juni 2012
mit Granulom am Lidwinkel angedeutet, einen inkompletten Lidschluss von 1 mm,
insgesamt schöne Lidverhältnisse und einen Visus von 1.0 links an (Suva-act. 367). Die
Einschätzung von Dr. K._ basiert ebenfalls auf den Suva-Tabellen (Tabelle 11:
Integritätsschaden [IS] bei Augenverletzung), worin ein mangelhafter Lidschluss nur mit
starker Hornhautmitbeteiligung als erheblich (IS = 5%) gilt (6. Kosmetische Schäden).
Dass dies beim Beschwerdeführer nicht der Fall ist, stellt Dr. K._ angesichts der
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Untersuchungsergebnisse der Ärzte der Augenklinik des USZ zutreffend fest (Suva-act.
363). Laut ihnen und Dr. K._ ist ausserdem der Augenwinkel gut adaptiert, mit einer
guten Ober- und Unterlidstellung, es besteht keine schwere Entstellung im Gesicht
(gemeint ist damit das linke Auge) und der Visus beträgt 100%. Angesichts dieser
ärztlich erhobenen Sachlage besteht kein Anlass, die Festsetzung des
Integritätsschadens aus ophthalmologischer Sicht auf 0% in Frage zu stellen.
6.3.2 Wie in Erwägung 3.2.2 behandelt, kam es beim Unfall vom 25. Januar 2006 zu
einer Trommelfellperforation und im Verlauf zu einer Rezidivperforation. Nach deren
operativer Behandlung am 19. September 2006 bzw. 3. April 2007 (Suva-act. 49, 69)
liess sich von den untersuchenden Ärzten bzw. Fachleuten für die vom
Beschwerdeführer anhaltend geklagte Hörverminderung keine somatische Ursache in
Form einer organisch-strukturellen Läsion mehr objektivieren. Die Ursache wurde in
einer psychischen Komponente gesehen. Dr. E._ hielt sodann aus
versicherungsmedizinisch-otologischer Sicht in seiner ärztlichen Beurteilung vom 6.
März 2012 fest, dass die Unfallfolge am linken Ohr eine mässiggradige
Schallleitungshörstörung bedinge, welche die Erheblichkeitsgrenze deutlich nicht
erreiche. Der Versicherungsmediziner hielt dementsprechend schlüssig fest, dass kein
messbarer Integritätsschaden bezüglich des Gehörs bestehe (Suva-act. 253).
6.3.3 Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers führt denn auch in seinen
Rechtsschriften nicht konkret an, inwiefern die Höhe der Integritätsentschädigung
unzutreffend ist und einer anderen Einschätzung bedarf. Mit Bezug auf eine psychische
Komponente des Beschwerdeführers sowie Beschwerden, die von ihm psychisch
bedingt wahrgenommen werden, entfällt ein unfallbedingter Integritätsschaden
mangels Unfallkausalität bzw. Erreichens eines psychopathologischen Schwellenwerts.
6.4 Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde, soweit darauf
einzutreten ist, abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR
830.1]). Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine
Parteientschädigung. Der Antrag auf unentgeltliche Rechtsverbeiständung wird
abgewiesen, nachdem dem Versicherungsgericht die Unterlagen für die Prüfung des
Gesuchs nicht eingereicht worden sind (vgl. Sachverhalt Bstb. C.b). Der Staat kann
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mithin nicht verpflichtet werden, für die Kosten der Rechtsvertretung des
Beschwerdeführers aufzukommen.