Decision ID: 9e6a3f19-a994-5917-84d3-d1167fde294e
Year: 2021
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A.
A.a Der Beschwerdeführer gelangte gemäss eigenen Angaben am (...)
September 2018 in die Schweiz und reichte am (...) September 2018 ein
Asylgesuch ein. Am 7. September 2018 fand die Befragung zur Person
(BzP) statt. Das vorerst eingeleitete Dublin-Verfahren wurde am 19. Okto-
ber 2018 beendet. Am 17. Juli 2020 wurde der Beschwerdeführer vom
SEM einlässlich zu seinen Asylgründen angehört.
A.b Der Beschwerdeführer brachte im Wesentlichen vor, er sei pakistani-
scher Staatsangehöriger und ethnischer Paschtune. Er sei in B._
geboren und aufgewachsen. Des Weiteren habe er Politikwissenschaften
in der Stadt C._ studiert. Nach dem Studium sei er als (...)lehrer an
einer privaten Schule in C._ tätig gewesen. Gewohnt habe er bis im
Jahr 2017 im Dorf B._, wo das Leben von Problemen und Streitig-
keiten um Besitztümer geprägt gewesen sei.
A.c Zu den Asylgründen führte der Beschwerdeführer aus, dass die Cous-
ins seines Vaters ihm und seinen Eltern eines Tages die offene Feindschaft
erklärt und ihm gedroht hätten, sie würden seinem Grossvater das Land
wegnehmen und die Familie vernichten.
Im (...) 2017 hätten die Cousins seines Vaters seinen Grossvater bewaffnet
aufgesucht und zu nötigen versucht, sie als Erben einzusetzen, indem sie
den Grossvater gegen dessen Willen hätten zwingen wollen, die erforder-
lichen Dokumente zu unterschreiben. Daraufhin sei es zu einem Streit ge-
kommen, in welchem der Grossvater einem der bewaffneten Cousins das
Gewehr habe entreissen wollen. Ein anderer dieser bewaffneten Gruppe
habe daraufhin den Grossvater erschossen.
In der Folge sei er gemeinsam mit seinem Vater und seiner Mutter nach
D._ umgezogen, wo ein alter Freund des Vaters gewohnt habe. Die
Tätigkeit als (...)lehrer habe er in D._ nicht weiterverfolgen können.
Ausser zum Freund seines Vaters hätten sie keine Kontakte zur Dorfge-
meinschaft gepflegt. In D._ sei das Leben in Ordnung gewesen,
obwohl die Armee immer wieder Operationen durchgeführt und Check-
points errichtet habe und er während der Kontrollen respektlos behandelt,
geohrfeigt und geschlagen worden sei. Diese Zustände seien aber auszu-
halten gewesen, sie hätten sich gesagt, dass sie so wenigstens weit ent-
fernt von ihren Feinden seien.
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Seine Mutter habe für ihn in der Nachbarschaft eine Frau gefunden, mit
welcher er sich in der Folge verlobt habe. Die Familien der beiden Verlob-
ten hätten anschliessend den Kontakt gehalten.
Einige Zeit später sei es zu einer Operation der Armee gekommen. Die
Armeeangehörigen seien sehr aufgebracht gewesen und hätten ihn samt
seiner Familie zu einer Befragung mitgenommen, wo sie ihm erklärt hätten,
dass die Familie der Braut mit den Taliban in Kontakt stehe.
Sein Vater habe ihm gegenüber ausgeführt, dass die Taliban gefährliche
Leute seien und die Armee die Familie nicht in Ruhe lassen werde, wenn
er mit der Verlobten und deren Familie weiterhin in Kontakt stehe. Seine
Mutter habe daraufhin seine Verlobung aufgelöst, worauf die Familie der
Verlobten sehr wütend geworden sei. Diese habe seine Familie beschul-
digt, ihr Leben zerstört zu haben, und habe ihm gedroht, ihn zu töten. Seine
Familie habe aber nicht damit gerechnet, dass sie die Drohung wahrma-
chen werde, und habe normal weitergelebt.
Im (...), etwa einen Monat nach der Auflösung der Verlobung, hätten die
Taliban das Haus, in welchem er mit seiner Familie wohnhaft gewesen sei,
mit einer Rakete angegriffen, wobei sein Bruder getötet worden sei. Eben-
falls seien sämtliche Dokumente, die unter anderem seine Identität bele-
gen könnten, im Feuer verbrannt.
Nach dem Angriff hätten Personen in ziviler Kleidung sich alles angesehen
und Notizen gemacht. Er wisse nicht, ob es sich bei diesen Personen um
Armeeangehörige gehandelt habe. Die Eltern hätten aber mit diesen Per-
sonen gesprochen und ihnen erzählt, dass das Haus mit einer Rakete an-
gegriffen und zerstört worden sei. Seine Mutter und sein Vater hätten in der
Folge gemeinsam entschieden, dass er ausreisen solle, um in Sicherheit
zu sein.
Er sei sodann mit Autos und Minibussen aus Pakistan ausgereist und über
den Iran, die Türkei, Bulgarien, Serbien, Kroatien, Slowenien und Italien in
die Schweiz gelangt. Seine Reise habe ihn $ 12 000 gekostet.
A.d Er leide ferner an (...), welche er aktuell mit Antibiotika behandle.
A.e Beweismittel reichte er im vorinstanzliche Verfahren keine ein.
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Seite 4
B.
Mit Verfügung vom 14. August 2020 stellte das SEM fest, der Beschwer-
deführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, lehnte das Asylgesuch ab,
wies ihn aus der Schweiz weg und forderte ihn auf, die Schweiz und den
Schengen-Raum bis zum 9. Oktober 2020 zu verlassen. Der Kanton
E._ wurde mit dem Vollzug der Wegweisung beauftragt.
C.
Mit Eingabe vom 17. September 2020 erhob der Beschwerdeführer beim
Bundesverwaltungsgericht Beschwerde und beantragte, die Verfügung des
SEM sei aufzuheben, die Vorinstanz sei anzuweisen, die Flüchtlingseigen-
schaft des Beschwerdeführers anzuerkennen und es sei ihm Asyl zu ge-
währen. Eventualiter sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und die
Vorinstanz sei unter Feststellung der Unzulässigkeit oder Unzumutbarkeit
des Wegweisungsvollzugs anzuweisen, die vorläufige Aufnahme anzuord-
nen. Subeventualiter sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und die
Sache zur korrekten Feststellung des vollständigen rechterheblichen Sach-
verhaltes und zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Es
sei die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren und ein amtlicher
Rechtsbeistand einzusetzen. Der Beschwerde wurden eine Fürsorgeab-
hängigkeitserklärung sowie die Kopie der angefochtenen Verfügung beige-
legt.
D.
Mit Zwischenverfügung vom 23. September 2020 wies das Bundesverwal-
tungsgericht das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessfüh-
rung und um Beiordnung eines amtlichen Rechtsbeistands wegen festge-
stellter Aussichtslosigkeit der Rechtsbegehren ab und forderte einen Kos-
tenvorschuss von Fr. 750.– ein.
E.
Der Beschwerdeführer reichte mit Eingabe vom 8. Oktober 2020 unaufge-
fordert eine «Stellungnahme zur Zwischenverfügung des Bundesverfas-
sungsgerichts (sic!) vom 23. September 2020» nach und legte einen Kurz-
bericht der Hilfswerksvertretung sowie einen Polizeirapport vom 18. Feb-
ruar 2018 (in Urdu, nicht übersetzt) bei.
F.
Der erhobene Kostenvorschuss ging am 8. Oktober 2020 fristgereicht beim
Gericht ein.
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Seite 5

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 . Gemäss Art. 31 VGG ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurtei-
lung von Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG zuständig
und entscheidet auf dem Gebiet des Asyls in der Regel endgültig (Art. 83
Bst. d Ziff. 1 BGG; Art. 105 AsylG [SR 142.31]). Das Verfahren richtet sich
nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, soweit das AsylG nichts An-
deres bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG).
1.2 Am 1. März 2019 ist eine Teilrevision des AsylG in Kraft getreten
(AS 2016 3101); für das vorliegende Verfahren gilt das bisherige Recht
(vgl. Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur Änderung des AsylG vom
25. September 2015).
1.3 Am 1. Januar 2019 wurde das Ausländergesetz vom 16. Dezember
2005 (AuG) teilrevidiert (AS 2018 3171; SR 142.20) und in Ausländer- und
Integrationsgesetz (AIG) umbenannt. Der vorliegend anzuwendende Ge-
setzesartikel (Art. 83 Abs. 1–4) ist unverändert übernommen worden.
1.4 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht worden. Der
Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist
durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutz-
würdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Er ist
daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 und aArt. 108
Abs. 2 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf die Be-
schwerde ist einzutreten.
2.
Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen
richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-
länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5).
3.
Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher
Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-
ner zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachste-
hend aufgezeigt, handelt es sich um eine solche, weshalb das Urteil nur
summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG). Gestützt auf
Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf die Durchführung eines Schriftenwech-
sels verzichtet.
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Seite 6
4.
4.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-
sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im
Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-
tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer
politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-
gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3
Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung
des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen
unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 Abs. 2 AsylG).
4.2 Nach Lehre und Rechtsprechung erfüllt eine asylsuchende Person die
Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3 AsylG und Art. 1A des Abkom-
mens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR
0.142.30), wenn sie mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit und in absehbarer
Zukunft mit gutem Grund Nachteile von bestimmter Intensität befürchten
muss, die ihr gezielt und aufgrund bestimmter Verfolgungsmotive zugefügt
zu werden drohen und vor denen sie keinen ausreichenden staatlichen
Schutz erwarten kann (vgl. BVGE 2007/31 E. 5.2 f.; 2008/4 E. 5.2, jeweils
m.w.H.).
4.3 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen
oder zumindest glaubhaft machen (Art. 7 Abs. 1 AsylG). Das Bundesver-
waltungsgericht hat die Anforderungen an das Glaubhaftmachen der Vor-
bringen in verschiedenen Entscheiden dargelegt und folgt dabei ständiger
Praxis. Darauf kann hier verwiesen werden (vgl. BVGE 2015/3 E. 6.5.1
m.w.H.).
5.
5.1 Die Vorinstanz kam in der angefochtenen Verfügung zum Schluss, die
Vorbringen des Beschwerdeführers hielten den Anforderungen an Art. 3
AsylG nicht stand. Demzufolge erfülle er die Flüchtlingseigenschaft nicht
und sein Asylgesuch sei abzulehnen.
5.2 Zur Begründung hielt sie fest, anhand der Angaben des Beschwerde-
führers könne nicht abschliessend festgestellt werden, ob tatsächlich er
das Ziel des Anschlags in D._ gewesen sei. Demzufolge sei auch
unklar, aus welchem Grund die Täter den Anschlag auf den Bruder des
Beschwerdeführers verübt hätten. Auch wenn der Beschwerdeführer be-
reits vor dem Raketenangriff vom Onkel seiner Ex-Verlobten bedroht wor-
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den sei, könne daraus nicht eindeutig abgeleitet werden, dass der Rake-
tenangriff auf die Familie der Ex-Verlobten zurückzuführen sei. Demnach
ändere auch die Aussage des Freundes seines Vaters nichts, dass der An-
griff in Verbindung mit der Familie der Ex-Verlobten stehe.
Im Weiteren handle es sich bei den Vorbringen des Beschwerdeführers of-
fenkundig um Verfolgungen durch Dritte, welche lokal beschränkt und nicht
aus den in Art. 3 AsylG genannten Motiven erfolgt seien. Da die pakistani-
schen Behörden nach dem Raketenangriff Untersuchungen angestellt hät-
ten, sei der staatliche Schutzwille erwiesen und es wäre dem Beschwerde-
führer somit zuzumuten, diesen Schutz zu beanspruchen.
Die Vorinstanz führte weiter aus, dass sich die geltend gemachten Vorbrin-
gen auf die schlechte allgemeine Lage im Gebiet von F._ bezögen
und es sich dabei um lokal oder regional beschränkte Verfolgungsmass-
nahmen handle. Da der Beschwerdeführer sich diesen Verfolgungsmass-
nahmen durch einen Wegzug in ein anderes Gebiet entziehen könne, sei
er folglich nicht auf den Schutz der Schweiz angewiesen.
6.
6.1 Der Beschwerdeführer bringt in seiner Rechtsmitteleingabe im Wesent-
lichen den Sachverhalt nochmals vor und macht diesbezüglich teilweise
ergänzende, teilweise neue Ausführungen. So habe er im Februar 2018
erfahren, dass einer derjenigen Cousins seines Vaters, welcher seine Fa-
milie bedroht habe, umgebracht worden sei. Die in C._ verbliebene
Familie habe den Vater, den Bruder sowie ihn selber des Mordes an die-
sem Cousin bezichtigt und «im FIR» beschuldigt, wonach eine Einreise-
sperre gegen jene drei betreffend das C._-Gebiet verhängt worden
sei, die folglich eine Rückkehr nach B._ verunmögliche.
6.2 Er führt im Weiteren aus, dass ihm in Pakistan Verfolgung von zwei
verschiedenen Gefahrenquellen drohe. Einerseits hätten die Cousins sei-
nes Vaters ihm und seinen Eltern die offene Feindschaft aufgrund eines
Disputes betreffend das Erbe erklärt, andererseits würden ihn die Taliban
aufgrund der aufgelösten Verlobung aus Rache verfolgen. Diesbezüglich
führt er aus, dass der Raketenangriff auf das von ihm bewohnte Haus, bei
welchem auch sein Bruder getötet worden sei, gezielt gegen ihn gerichtet
gewesen sei.
6.3 Sodann bestreitet er die von der Vorinstanz festgestellte Schutzfähig-
keit und den Schutzwillen der heimatlichen Behörden, indem er in Frage
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stellt, ob die den Raketenangriff untersuchenden Personen staatlichen Un-
tersuchungsorganen angehört hätten oder nicht. Er betont im Weiteren,
weder er noch das SEM könne wissen, ob es sich bei den Personen, die
vor Ort Befragungen durchgeführt hätten, um Behördenmitglieder gehan-
delt habe. Dass es sich dabei um behördliche Untersuchungen gehandelt
habe, sei ohnehin in Frage zu stellen, da diese an einem anderen Ort, zu
einer anderen Zeit und im Zusammenhang mit einem gänzlich anderen
Sachverhalt erfolgt seien. Zudem könne die Vorinstanz aus der Untersu-
chung des Raketenangriffs nicht ableiten, dass auch ein staatlicher Schutz-
wille in Bezug auf den innerfamiliären Disput betreffend das Erbe vorhan-
den sei.
6.4 Er schliesst seine Beschwerde mit den Anmerkungen, die Vorinstanz
verletze Bundesrecht sowie ihre Begründungspflicht und nehme eine vor-
eingenommene und unvollständige Würdigung der geltend gemachten
Vorbringen und Fluchtgründe vor.
6.5 In seiner nachgereichten Eingabe vom 8. Oktober 2020 wiederholt er
grösstenteils seine Kritik an der rechtlichen Würdigung der Vorinstanz und
führt zusätzlich aus, dass der pakistanische Staat korrupt und damit der
staatliche Schutzwille und die Schutzfähigkeit nicht gewährleistet sei.
7.
7.1 Das Bundesverwaltungsgericht teilt die Einschätzung der Vorinstanz.
Zur Vermeidung von Wiederholungen kann auf die in jeder Hinsicht zutref-
fenden Erwägungen in der angefochtenen Verfügung verwiesen werden.
Ergänzend ist das Folgende festzuhalten:
7.2
7.2.1 Der Beschwerdeführer macht eine Verfolgung durch private Drittper-
sonen geltend. Die Flüchtlingseigenschaft setzt aber auch bei einer Verfol-
gung durch Dritte voraus, dass der geltend gemachten Verfolgung oder der
staatlichen Schutzverweigerung ein flüchtlingsrechtlich relevantes Motiv
gemäss Art. 3 Abs. 1 AsylG (Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu
einer bestimmten sozialen Gruppe, politische Anschauungen) zugrunde
liegt (vgl. Urteil des BVGer E-1635/2020 vom 6. August 2020 E. 6.2). Der
geltend gemachten Rache liegt offensichtlich kein Motiv gemäss Art. 3
AsylG zugrunde. Die Flüchtlingseigenschaft muss schon deshalb verneint
werden.
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Seite 9
7.2.2 Darüber hinaus ist, nach der sogenannten Schutztheorie (vgl. hierzu
Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommis-
sion [EMARK] 2006 Nr. 18), nicht-staatliche Verfolgung flüchtlingsrechtlich
nur dann relevant, wenn der Staat unfähig oder nicht willens ist, Schutz vor
einer solchen Verfolgung zu bieten. Eine Garantie für langfristigen indivi-
duellen Schutz der von nicht-staatlicher Verfolgung bedrohten Person kann
dabei nicht verlangt werden. So kann es keinem Staat gelingen, jederzeit
und überall die absolute Sicherheit seiner Bürgerinnen und Bürger zu ge-
währleisten. Hingegen muss der Staat eine funktionierende und effiziente
Schutzinfrastruktur zur Verfügung stellen. Zu denken ist an funktionierende
polizeiliche Einrichtungen und ein verlässliches Rechts- und Justizsystem.
Zudem muss die Inanspruchnahme des Schutzsystems der betroffenen
Person objektiv zugänglich und individuell zumutbar sein, was jeweils im
Rahmen einer Einzelfallprüfung unter Berücksichtigung des länderspezifi-
schen Kontextes zu beurteilen ist (vgl. BVGE 2011/51 E. 7.3 f. m.w.H.; Ur-
teile des BVGer E-5352/2017 vom 12. Februar 2019 E. 7.3.1 und E-
4446/2018 vom 23. Januar 2018 E. 6.2.1).
Nach konstanter Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts ist der
pakistanische Staat fähig und willens, Schutz vor Verfolgung Dritter zu bie-
ten und eine funktionierende sowie effiziente Schutzinfrastruktur zur Verfü-
gung zu stellen (vgl. hierzu die Urteile des BVGer D-6551/2018 vom
11. November 2020 E. 6.3; E-2517/2018 vom 11. Mai 2018 E. 6.2; E-
1266/2016 vom 25. April 2017 E. 5.3; E- 3844/2016 vom 11. Juli 2016 E. 5,
etwa bestätigt in E-2021/2020 vom 7. Mai 2020 E.6.2.1, E. 6.3).
Das Gericht teilt im Weiteren in Berücksichtigung der vorliegenden gesam-
ten Umstände die Auffassung des SEM, dass für den Beschwerdeführer
eine grundsätzliche innerstaatliche Fluchtalternative auf dem Staatsgebiet
Pakistans zur Verfügung gestanden wäre. Falls er sich bei einer Rückkehr
ins Gebiet von F._ nicht mehr sicher fühlen sollte, stünde ihm eine
solche weiterhin offen. Dies schliesst einen notwendigen Schutz eines
Drittstaates aus. Der sinngemässen Entgegnung in der Beschwerde, die
Verfolgung des Beschwerdeführers spiele sich in ganz Pakistan landesweit
(in flüchtlingsrechtlich relevantem Sinne) ab, fehlt es offenkundig an hinrei-
chender Substanziierung, Wahrscheinlichkeit und objektiver Nachvollzieh-
barkeit einer möglichen absehbaren konkreten flüchtlingsrechtlich relevan-
ten Verfolgungsgefahr (vgl. Urteil E-2517/2018 E. 6.4).
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Seite 10
Festzuhalten ist sodann, dass das SEM zu Recht feststellte, die pakistani-
schen Behörden hätten nach dem Raketenangriff Untersuchungen ange-
stellt, womit der staatliche Schutzwille erwiesen sei. Der Beschwerdeführer
stellt dies auf Beschwerdeebene in Frage, was aber nicht überzeugt. Es ist
nämlich nicht ersichtlich, wieso Personen, die keiner Behörde angehören
würden, Untersuchungshandlungen hinsichtlich des Angriffes tätigen soll-
ten. Auch wird beschwerdeseitig nicht ausgeführt, ob sich der Beschwer-
deführer bezüglich der untersuchenden Personen informiert und er die zum
Angriff angefertigten Dokumente bei diesen Personen eingefordert hat.
Ebenso unklar ist die Behauptung, dass die «behördliche Untersuchung»
an einem anderen Ort, zu einer anderen Zeit und in Zusammenhang zu
einem gänzlich anderen Sachverhalt erfolgt sei. Was der Beschwerdefüh-
rer mit dieser unsubstantiierten – erstmalig erwähnten – Behauptung meint,
erschliesst sich nicht und ist deshalb unbeachtlich.
7.2.3 Da es vorliegend und wie oben dargelegt bereits an einem flüchtlings-
rechtlich relevanten Motiv mangelt, kann an dieser Stelle offengelassen
werden, ob der Angriff gezielt dem Beschwerdeführer gegolten hat oder
nicht.
7.3 Sodann gilt festzuhalten, dass dem Polizeibericht (eingereicht in Urdu)
von vornherein nur ein geringer Beweiswert zukommt, da ein solches Do-
kument in Pakistan leicht käuflich erwerbbar ist. Zudem ist angesichts der
Datierung vom 18. Februar 2018 nicht nachvollziehbar, weshalb der Be-
schwerdeführer dieses Beweismittel nicht längst, jedenfalls aber vor Ab-
schluss des erstinstanzlichen Verfahrens, einreichen konnte. Im Weiteren
wurde der Polizeibericht ohne jegliche Erklärung, woher er stammt und wie
er beschafft werden konnte, zu den Akten gegeben. Es erstaunt diesbe-
züglich, wenn der Beschwerdeführer den Polizeibericht, gemäss eigenen
Angaben ausgestellt am 18. Februar 2018, zu den Akten geben kann, wo-
bei er bei der Anhörung ausgesagt hat, dass der Raketenangriff nach eige-
nen Angaben im Juli 2018 stattgefunden habe (SEM-Akte A23/24, F 87 f.)
und dabei sämtliche sich in seinem Besitze befindlichen Dokumente ver-
brannt seien (SEM-Akte A23/24, F13). Mit dem nachgereichten Dokument
kann der Beschwerdeführer somit nichts zu seinen Gunsten ableiten. Bei
dieser Sachlage erübrigt sich eine Übersetzung in eine Schweizer Amts-
sprache.
7.4 Der Beschwerdeführer rügt schliesslich eine Verletzung der Begrün-
dungspflicht. Weder substantiiert er diese aber hinreichend noch finden
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Seite 11
sich in den Akten entsprechende Hinweise darauf, so dass auf diese Rüge
nicht weiter eingegangen wird.
7.5 Nach dem Gesagten erübrigt es sich, auf die Ausführungen auf Be-
schwerdeebene noch weiter einzugehen, da sie an den Schlussfolgerun-
gen nichts zu ändern vermögen.
7.6 Zusammenfassend hat das SEM die Flüchtlingseigenschaft des Be-
schwerdeführers zu Recht verneint und sein Asylgesuch abgelehnt.
8.
8.1 Lehnt das SEM das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so
verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den
Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie
(Art. 44 AsylG).
8.2 Der Beschwerdeführer verfügt insbesondere weder über eine auslän-
derrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Ertei-
lung einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach ebenfalls zu Recht
angeordnet (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.).
9.
9.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder
nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den
gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG;
Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]).
Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss
Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei
der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu beweisen,
wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft
zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.).
9.2
9.2.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen
der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den
Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3
AIG).
So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-
gen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund
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Seite 12
nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Aus-
reise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl.
ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechts-
stellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]).
Gemäss Art. 25 Abs. 3 BV, Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember
1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedri-
gende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3
EMRK darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender
Strafe oder Behandlung unterworfen werden.
9.2.2 Die Vorinstanz wies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend da-
rauf hin, dass das Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulement nur
Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da es dem
Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefähr-
dung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann der in Art. 5 AsylG
verankerte Grundsatz der Nichtrückschiebung im vorliegenden Verfahren
keine Anwendung finden. Eine Rückkehr des Beschwerdeführers in den
Heimatstaat ist demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig.
Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen des Beschwerdeführers
noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall einer Aus-
schaffung in den Heimatstaat dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit ei-
ner nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung
ausgesetzt wäre. Gemäss der Praxis des Europäischen Gerichtshofes für
Menschenrechte (EGMR) sowie jener des UN-Anti-Folterausschusses
müsste der Beschwerdeführer eine konkrete Gefahr ("real risk") nachwei-
sen oder glaubhaft machen, dass ihm im Fall einer Rückschiebung Folter
oder unmenschliche Behandlung drohen würde (vgl. Urteil des EGMR
Saadi gegen Italien vom 28. Februar 2008, Grosse Kammer 37201/06,
§§ 124–127 m.w.H.). Bei allfälligen Behelligungen und Nachstellungen
durch Drittpersonen kann er sich sodann an die staatlichen Behörden wen-
den. Auch die allgemeine Menschenrechtssituation im Heimatstaat lässt
den Wegweisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt nicht als unzulässig er-
scheinen. Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung sowohl im
Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig.
9.3
9.3.1 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG kann der Vollzug für Ausländerinnen und
Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf-
E-4623/2020
Seite 13
grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und me-
dizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung
festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AIG – die vorläufige
Aufnahme zu gewähren.
9.3.2 In Pakistan herrscht nach konstanter Rechtsprechung, trotz teilweise
angespannter Lage, keine landesweite Situation allgemeiner Gewalt, die
zur Annahme führen müsste, jede dorthin zurückkehrende Person sei mit
erheblicher Wahrscheinlichkeit konkret gefährdet. Der Wegweisungsvoll-
zug ist daher nicht generell unzumutbar (vgl. dazu zuletzt die Urteile des
BVGer E-1535/2021 vom 30. April 2021 E. 8.4.2 und E-4446/2018 vom
29. August 2018 E. 8.3.1).
9.3.3 Wie die Vorinstanz zutreffend ausgeführt hat, sind auch keine indivi-
duellen Vollzugshindernisse gegeben. Der Beschwerdeführer verfügt über
eine langjährige Schulbildung, spricht mehrere Sprachen, hat einen Mas-
terabschluss in Politikwissenschaften, mehrjährige Berufserfahrung als
Englischlehrer an einer Privatschule in (...) C._ und lebte in wohl-
habenden Verhältnissen. Es ist davon auszugehen, dass er sich erneut
eine Existenz wird aufbauen können, zumal er in der Anhörung ausgesagt
hat, dass das Leben in D._ «ok» gewesen sei und er diese Zu-
stände ausgehalten habe. Falls er sich im ländlichen Teil von F._
nicht mehr sicher fühlen sollte, stünde ihm ferner – im Sinne einer inner-
staatlichen Aufenthaltsalternative – die Möglichkeit offen, in das ihm ver-
traute C._ zu ziehen, da solche (...) für potentiell Verfolgte aufgrund
der dortigen Anonymität mithin sicherer sind als ländliche Gebiete (vgl.
dazu Urteil des BVGer D-3383/2017 vom 20. Juli 2017).
Auf die Frage nach seinem medizinischen Zustand antwortete der Be-
schwerdeführer anlässlich der ersten Anhörung des SEM, er leide an (...),
seit er sich in der Schweiz befinde, würde es ihm allerdings bessergehen
(SEM-Akte A23/24, F5). Auf dem Unterschriftenblatt der Hilfswerkvertre-
tung wird durch ebendiese festgehalten, dass die geltend gemachten Vor-
fälle den Beschwerdeführer traumatisch belasten würden. Eine entspre-
chende Aussage vom Beschwerdeführer findet sich allerdings nicht im Pro-
tokoll der ersten Anhörung. In der Beschwerdeschrift betont der Beschwer-
deführer wiederum, dass er psychisch am absoluten Limit angelangt sei,
um dann in der Eingabe vom 8. Oktober 2020 seine behaupteten psychi-
schen Störungen zu beschreiben, namentlich (...). Der Beschwerdeführer
stellte in seiner Eingabe eine umfangreiche Diagnose bezüglich seiner
physischen und psychischen Gesundheit in Aussicht, wobei eine solche
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Eingabe bis heute nicht erfolgte. Die Glaubhaftmachung der psychischen
Beschwerden gelingt dem Beschwerdeführer mangels der von ihm in Aus-
sicht gestellten, aber nicht eingereichten Beweismittel, nicht.
Mit der Vorinstanz ist ferner festzustellen, dass die medizinische Versor-
gung in Pakistan grundsätzlich, und auch in Bezug auf die Behandlung der
vom Beschwerdeführer vorgebrachten (...), gewährleistet ist. Dass die me-
dizinische Versorgung dabei nicht dem in der Schweiz vorherrschenden
Standard entspricht, stellt kein Vollzugshindernis dar. Der Beschwerdefüh-
rer hat ausserdem die Möglichkeit, allfällige zusätzliche medizinische Hil-
feleistungen im Rahmen der individuellen Rückkehrhilfe (Art. 93 Abs. 1 Bst.
d AsylG) zu beantragen.
9.3.4 Nach dem Gesagten bestehen insgesamt keine konkreten Hinweise
dafür, dass der Beschwerdeführer bei einer Rückkehr nach Pakistan in eine
existenzielle Notlage geraten wird. Damit erweist sich der Wegweisungs-
vollzug als zumutbar.
9.4 Schliesslich obliegt es dem Beschwerdeführer, sich bei der zuständi-
gen Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr notwendigen Rei-
sedokumente zu beschaffen (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE
2008/34 E. 12), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu
bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AIG).
9.5 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu
Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der
vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG).
10.
Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung
Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-
wie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG) und – soweit diesbezüglich
überprüfbar – angemessen ist. Die Beschwerde ist abzuweisen.
11.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem
Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt
auf Fr. 750.– festzusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008
über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht
[VGKE, SR 173.320.2]). Der geleistete Kostenvorschuss in derselben
Höhe ist zur Begleichung der Verfahrenskosten zu verwenden.
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