Decision ID: 51893765-1567-550f-9fef-8732e9d28725
Year: 2010
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Der Beschwerdeführer verliess sein Heimatland eigenen Angaben gemäss am 27. August 2008 und gelangte gleichentags in die Schweiz, wo er am 1. September 2008 um Asyl nachsuchte.
A.a Bei der Erstbefragung, die am 9. September 2008 im Empfangs- und Verfahrenszentrum Vallorbe stattfand, sagte er aus, er sei B._ und habe in einer C._ gearbeitet. Seit 1985 sei er Mitglied der Sozialistischen Jemenitischen Partei (SYP). Er sei in seiner Region ab 2008 leitendes Mitglied der Partei gewesen. Da der Süden Jemens vom Norden dominiert werde, habe sich eine Fraktion der Partei dazu entschlossen, sich vom Norden zu trennen. Deshalb seien sie unter Druck geraten. Er sei dreimal festgenommen worden, letztmals am 3. August 2008, als er an seinem Arbeitsplatz verhaftet worden sei. Die Polizei habe zwei Sicherheitsleute zu ihm geschickt. Er sei in ein zwölf Kilometer entfernt gelegenes Camp gebracht worden, wo er Zeuge einer Hinrichtung geworden sei. Am selben Tag sei er auf den Polizeiposten von D._ gebracht worden, wo er am Abend freigelassen worden sei. Vorher habe er ein Dokument unterzeichnen müssen, in dem gestanden sei, dass er jegliche politische Aktivität einstelle. Man habe ihn zudem ein leeres Blatt unterzeichnen lassen. Da man ihm gedroht habe, er werde das gleiche Schicksal wie die getötete Person erleiden, habe er beschlossen, den Jemen zu verlassen. Zuvor sei er am 19. Juli 2008 festgenommen und bis zum 28. Juli 2008 festgehalten worden; die erste Festnahme habe sich am 14. Mai 2008 zugetragen, damals sei er während einer Woche in Haft gewesen. Zur Stützung seiner Aussagen gab der Beschwerdeführer drei polizeiliche Vorladungen vom 16. Mai 2008, 19. Juli 2008 und 3. August 2008 ab (act. A3/1 Ziffn. 1 - 3).
A.b Am 3. Juni 2009 wurde der Beschwerdeführer vom BFM zu seinen Asylgründen angehört. Er machte im Wesentlichen geltend, dass er vor seiner Ausreise vier Jahre lang als E._ in einer C._ gearbeitet habe. Er habe innerhalb der SYP einer Fraktion angehört, die die Trennung des Südens vom Norden Jemens verlangt habe. Er habe sich zum Verlassen seiner Heimat , weil er dreimal festgenommen und schliesslich mit dem Tod bedroht worden sei. Er sei jeweils von der Polizei festgenommen und
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zwei Wochen beziehungsweise fünf Tage beziehungsweise einige Stunden festgehalten worden. Man habe ihm bei der ersten  gesagt, er sei bei der Teilnahme an einer Demonstration von jemandem mit einem Mobiltelefon fotografiert worden. Das zweite und dritte Mal sei er wegen seiner Aktivitäten festgenommen worden. Der Beschwerdeführer gab weitere Beweismittel ab (Parteiausweis, drei Briefe der Partei, Internetartikel und Hotelrechnungen; vgl. act. A3/1, Ziffn. 4 - 9).
B. Das BFM stellte mit Verfügung vom 27. August 2009 fest, der  erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, und lehnte das Asylgesuch ab. Gleichzeitig verfügte es die Wegweisung aus der Schweiz und ordnete den Vollzug der Wegweisung an.
C. Mit Eingabe vom 27. September 2009 liess der Beschwerdeführer durch seine Rechtsvertreterin gegen diesen Entscheid beim  Beschwerde erheben und beantragen, die  Verfügung sei aufzuheben, seine Flüchtlingseigenschaft sei anzuerkennen und es sei sein Aufenthalt dementsprechend zu regeln. Es seien ihm keine Verfahrenskosten aufzuerlegen und eine  zuzusprechen. Auf die Erhebung eines Kostenvorschusses sei zu verzichten. Der Eingabe lagen mehrere Beweismittel bei (vgl. Beilagenverzeichnis, S. 5 der Eingabe).
D. Der Instruktionsrichter hiess das Gesuch um Gewährung der  Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) mit Verfügung vom 8. Oktober 2009 gut, und verzichtete auf die Erhebung eines Kostenvorschusses. Die Akten übermittelte er dem BFM die Beschwerde zwecks Einreichung einer Vernehmlassung.
E. In seiner Vernehmlassung vom 13. Oktober 2009 beantragte das BFM die Abweisung der Beschwerde. Das Bundesverwaltungsgericht setzte den Beschwerdeführer am14. Oktober 2009 von der Vernehmlassung in Kenntnis.
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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht  gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende  im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das  ist daher zuständig für die Beurteilung der  Beschwerde; es entscheidet auf dem Gebiet des Asyls  (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
1.2 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht; der  hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise . Er ist daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 108 AsylG sowie Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 und 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten.
2. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
3. 3.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl. Als Flüchtling wird eine ausländische Person anerkannt, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität,  zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung von Leib, Leben oder Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 AsylG).
3.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft  oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft ge-
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macht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender  für gegeben hält. Unglaubhaft sind insbesondere , die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder  auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG).
4. 4.1 Das BFM führte zur Begründung seiner Verfügung aus, der Beschwerdeführer habe unterschiedliche Angaben zur Dauer seiner Inhaftierungen gemacht. Bei der Anhörung habe er gesagt, lediglich die erste Festnahme sei wegen seiner Teilnahme an einer  erfolgt. Aus seinen Aussagen bei der Erstbefragung ergebe sich, dass die Demonstrationsteilnahme der Grund für seine zweite Festnahme gewesen sei. Sein Verhalten entspreche nicht demjenigen einer verfolgten Person. Erfahrungsgemäss versuchten Verfolgte den Verfolgerstaat bei der ersten sich bietenden Gelegenheit zu verlassen, der Beschwerdeführer habe aber dreimal polizeiliche Vorladungen . Seine Angabe, wonach die Polizei ihn bei der dritten Festnahme nach einigen Stunden wieder habe gehen lassen, mute vor dem Hintergrund der vorgängigen Festnahmen seltsam an. Die  Umtriebe seiner Parteifraktion stellten im Jemen eine  Straftat dar; unter einem solchen Verdacht stehende  könnten kaum mit einer raschen Freilassung rechnen. Ebenso realitätsfremd scheine seine Aussage, die Polizei habe ihn im August 2008 vor dem Gebäude seines Arbeitgebers festgenommen, weil sie kein Recht gehabt habe, in das Gebäude einzutreten. Auch die  über den streng bewachten Flughafen deute kaum auf ein Interesse der Polizei an seiner Person hin. Seine Aussagen seien  unsubstanziiert und wiesen einen dermassen einfachen Aufbau auf, dass sie ohne weiteres von jedermann erzählt werden könnte. Aufgrund der festgestellten Unglaubhaftigkeit der  könnten die eingereichten polizeilichen Vorladungen, bei denen es sich nicht um Haftbefehle handle, an der obigen  nichts ändern. Solche Dokumente seien im Heimatland des Beschwerdeführers käuflich. Es stelle sich zudem die Frage, weshalb er sich im Besitz dieser Dokumente befinde, sei doch davon , dass man ihm diese in der Haft abnehmen würde. Auch die Schreiben seiner Partei könnten seine Vorbringen nicht wirksam . Bezeichnenderweise habe er die vorhandenen Antworten der jemenitischen Behörden nicht eingereicht. Ferner sei festzustellen,
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dass weder der Parteiausweis noch die eingereichten Internetauszüge eine konkrete Verfolgung seiner Person darlegen könnten.
4.2 In der Beschwerde wird demgegenüber geltend gemacht, bei den Abweichungen in den Angaben des Beschwerdeführers zur Dauer der Inhaftierungen handle es sich nicht um Widersprüche in wesentlichen Punkten, zumal er die Daten der Festnahmen übereinstimmend  habe. Hinsichtlich der polizeilichen Vorladungen sei darauf hinzuweisen, dass er diesen nicht, wie vom BFM geltend gemacht, Folge geleistet habe, sondern von der Polizei zu Hause oder bei der Arbeitsstelle festgenommen worden sei. Die Umstände seiner dritten Festnahme seien für ihn bedrohlich gewesen. Er habe einer im Parlament vertretenen Partei angehört, die sich für ihn eingesetzt habe, was der Grund für die rasche Freilassung gewesen sein könne. Dass er an seinem Arbeitsort nicht von der Polizei festgenommen worden sei, liege daran, dass dieser im F._ gelegen habe, der von der G._ kontrolliert werde, die ihn auf Ersuchen der Polizei festgenommen habe. Da er nicht gesucht worden sei, habe er über den Flughafen ausreisen können. Er habe auf alle ihm gestellten Fragen detailliert geantwortet. Bei den Befragungen sei er nicht zu seinen Erlebnissen während der ersten beiden Inhaftierungen befragt worden. Schliesslich habe das BFM der aktuellen Situation im Jemen zu wenig Beachtung geschenkt. Die Bevölkerung sei unzufrieden und die Mitglieder der SYP spielten eine wichtige Rolle bei der Revolte gegen den dominierenden Norden.
5. 5.1 Glaubhaft sind die Vorbringen eines Asylsuchenden grundsätzlich dann, wenn sie genügend substanziiert, in sich schlüssig und plausibel sind; sie dürfen sich nicht in vagen Schilderungen erschöpfen, in wesentlichen Punkten nicht widersprüchlich sein oder der inneren Logik entbehren und auch nicht den Tatsachen oder der allgemeinen Erfahrung widersprechen. Darüber hinaus muss die gesuchstellende Person persönlich glaubwürdig erscheinen, was insbesondere dann nicht der Fall ist, wenn sie ihre Vorbringen auf gefälschte oder  Beweismittel abstützt, aber auch dann, wenn sie wichtige  unterdrückt oder bewusst falsch darstellt, im Laufe des  Vorbringen auswechselt, steigert oder unbegründet , mangelndes Interesse am Verfahren zeigt oder die nötige  verweigert. Glaubhaftmachung bedeutet ferner – im  zum strikten Beweis – ein reduziertes Beweismass und lässt
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durchaus Raum für gewisse Einwände und Zweifel an den Vorbringen des Gesuchstellers. Entscheidend ist, ob im Rahmen einer  die Gründe, die für die Richtigkeit der  des Asylsuchenden sprechen, überwiegen oder nicht. Dabei ist auf eine objektivierte Sichtweise abzustellen (vgl.  und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2005 Nr. 21 E. 6.1. S. 190 f.).
5.2 Das BFM weist in der angefochtenen Verfügung zutreffend darauf hin, dass der Beschwerdeführer anlässlich der beiden Befragungen nicht übereinstimmende Angaben zur jeweiligen Haftdauer gemacht habe. Hingegen hat er die Daten der geltend gemachten Festnahmen übereinstimmend genannt. Zu Unrecht hat sich das BFM auf den Standpunkt gestellt, der Beschwerdeführer habe den drei polizeilichen Vorladungen umgehend Folge geleistet, gab dieser doch nicht an, sich freiwillig bei der Polizei gemeldet zu haben, sondern von dieser  festgenommen worden zu sein (einmal zuhause, einmal in der Nähe des Arbeitsplatzes und einmal am Arbeitsplatz). Ob die Polizei den Beschwerdeführer – wie von ihm geltend gemacht – an seinem Arbeitsplatz nicht hat festnehmen dürfen, weil für das H._ eine andere Sicherheitsbehörde zuständig ist, kann mangels konkreter Informationen dazu nicht beurteilt werden. Insofern das BFM sich auf den Standpunkt stellt, Verfolgte verliessen den Verfolgerstaat in der Regel bei der ersten Gelegenheit, ist darauf hinzuweisen, dass diese Regelvermutung bei Personen, die politisch aktiv sind oder sich gar in Oppositionsparteien in einer Führungsposition befinden, nicht zwingend der Fall ist. In zahlreichen Staaten werden politisch Oppositionelle schikaniert, misshandelt und inhaftiert, ohne dass sie ihre politischen Aktivitäten umgehend einstellen oder das Land bereits nach dem ersten Übergriff verlassen. Aus der Tatsache, dass der  sein Heimatland legal verlassen konnte, lässt sich der Schluss ziehen, dass er zum Zeitpunkt seiner Ausreise mit  Wahrscheinlichkeit behördlich nicht gesucht wurde; dies hat der Beschwerdeführer indes auch nicht geltend gemacht. Andererseits schliesst allein die legale Ausreise nicht aus, dass der  mit den Sicherheitsbehörden Probleme haben könnte. Alsdann ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer seine Identität mittels eines Reisepasses und weiterer Identitätspapiere, an deren  seitens des BFM keine Zweifel geäussert wurden, belegen konnte. Er gab einen Parteiausweis ab, dessen Echtheit vom BFM ebenfalls nicht angezweifelt wurde. Zudem reichte er Kopien von
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mehreren Schreiben der SYP an die Sicherheitsbehörden ein, in denen sich die Partei für den Beschwerdeführer, der verschiedenen Schikanen ausgesetzt worden sei, einsetzt. Diese Schreiben sind individuell gestaltet und beziehen sich auf konkrete Ereignisse; sie heben sich durch ihre Gestaltung von oftmals eingereichten pauschalen Parteibestätigungen ab. Ob diese Schreiben echt  versendet worden sind, lässt sich aufgrund der  nicht beantworten. Ebenso wenig ist klar, ob die eingereichten polizeilichen Vorladungen authentisch oder gefälscht sind  käuflich erworben wurden.
5.3 In Würdigung der Aktenlage ist festzustellen, dass der bisher erhobene Sachverhalt eine abschliessende Beurteilung der Frage der Glaubhaftigkeit der vom Beschwerdeführer geltend gemachten  nicht erlaubt. Dazu bedarf es weiterer Abklärungen,  im Heimatland des Beschwerdeführers. Von besonderem Interesse wird dabei sein, ob seine Ausführungen hinsichtlich seiner beruflichen und politischen Tätigkeit bestätigt werden können. Des Weiteren ist von Bedeutung, ob die von ihm geltend gemachten Schikanen und Übergriffe, denen er durch die Sicherheitsbehörden ausgesetzt worden sei, objektivierbar sind. Nach Möglichkeit ist auch die Authentizität der polizeilichen Vorladungen und die vom  geltend gemachte Zuständigkeit für die Überwachung des H._ beziehungsweise die Zutrittsmöglichkeit der Polizei auf dasselbe abzuklären. Das Verfahren ist somit zur Abklärung des vollständigen rechtserheblichen Sachverhalts und zu neuem Entscheid an das BFM zurückzuweisen.
6. Zusammenfassend ergibt sich, dass das BFM den rechtserheblichen Sachverhalt unvollständig erhoben hat. Die Beschwerde ist  gutzuheissen, die angefochtene Verfügung vom 27. August 2009 aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an das BFM . Das BFM ist insbesondere anzuweisen, die vorstehend unter 5.3 erwähnten Sachverhaltsabklärungen zu tätigen.
7. 7.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind keine Kosten  (Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG).
7.2 Dem obsiegenden Beschwerdeführer ist in Anwendung von Art. 64 Abs. 1 VwVG und Art. 7 des Reglements vom 21. Februar 2008 über
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die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) zulasten der Vorinstanz eine  für die ihm erwachsenen notwendigen und  hohen Kosten zuzusprechen. Die Rechtsvertreterin hat mit der Beschwerde eine Kostennote eingereicht, in welcher der gesamte Aufwand mit Fr. 1'000.-- beziffert wird. Unter Berücksichtigung der massgebenden Berechnungsfaktoren (Art. 9-11 und 13 VGKE),  dies angemessen. Die Parteientschädigung ist somit auf Fr. 1'000.-- (inkl. Auslagen und allfälliger Mehrwertsteuer) festzusetzen und das BFM anzuweisen, dem Beschwerdeführer diesen Betrag als Parteientschädigung auszurichten.
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