Decision ID: c6acb502-b98f-4fec-9157-1c60955f59fa
Year: 2012
Language: de
Court: ZH_VG
Chamber: ZH_VG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: public_law

hat sich ergeben:
hat sich ergeben:
I. Am 8. August 2011 stellte der in der Justizvollzugsanstalt B inhaftierte A im Rahmen eines sogenannten "Hausbriefs" ein Gesuch. Darin beantragte er sinngemäss, vier Jonglierbälle, die er von einem Besucher erhalten hatte, in seiner Zelle behalten zu dürfen. Am 9. August 2011 hielt der zuständige Aufseher fest, das Gesuch könne nicht bewilligt werden. Am 16. August 2011 ersuchte A die Direktion der Justizvollzugsanstalt B (im Folgenden: Anstaltsdirektion) um Erteilung einer Jonglierballbewilligung.
II.
A. Am 23. September 2011 gelangte der Beschwerdeführer an die Direktion der Justiz und des Innern des Kantons Zürich (im Folgenden: Justizdirektion) und machte unter anderem geltend, dass eine unzulässige Rechtsverzögerung vorliege, da die Anstaltsdirektion über sein Jonglierballbewilligungsgesuch vom 16. August 2011 noch nicht entschieden habe.
B. Mit Vernehmlassung vom 10. Oktober 2011 beantragte das Amt für Justizvollzug des Kantons Zürich, auf die Rechtsverzögerungsbeschwerde sei nicht einzutreten, da kein zulässiges Rekursanfechtungsobjekt vorliege. Das angeblich am 16. August 2011 gestellte Jonglierballbewilligungsgesuch sei bei der Anstaltsdirektion nie eingetroffen. Das Amt habe der Anstaltsdirektion aber inzwischen eine Kopie des Gesuchs zugestellt. Die Anstaltsdirektion werde das Gesuch zu prüfen und im Fall eines abweisenden Entscheids eine rekursfähige Verfügung zu erlassen haben.
C. Am 11. Oktober 2011 liess die Anstaltsdirektion A eine "interne Mitteilung" zukommen. Darin erwog sie, dass sie nach wie vor daran festhalte, dass Jonglierbälle auf der Zelle nicht bewilligt werden könnten. Sie könne sich aber vorstellen, dem Gesuchsteller im Rahmen der abendlichen Freizeitaktivität "Kraftsport" vier Jonglierbälle zur Verfügung zu stellen. Eine Kopie der internen Mitteilung übermittelte die Anstaltsdirektion am 12. Oktober 2011 der Justizdirektion.
D. Mit Verfügung vom 26. Oktober 2011 schrieb die Justizdirektion das Rekursverfahren infolge Gegenstandslosigkeit ab. Zur Begründung führte sie an, dass die Anstaltsdirektion am 11. Oktober 2011 über das Jonglierballbewilligungsgesuch As entschieden habe, sodass dieser kein schutzwürdiges Interesse mehr an der Feststellung einer allfälligen Verfahrensverzögerung habe.
III.
Am 26. November 2011 gelangte A an das Verwaltungsgericht und beantragte, (1) der Bezug der Jonglierbälle sei zu bewilligen, (2) der Entscheid der Justizdirektion sei entsprechend abzuändern, (3) die allgemeinen Verfahrensgarantien (insbesondere die Führung eines parteiöffentlichen, fairen Verfahrens) seien zu gewähren, (4) die tatsächlichen Entscheidgrundlagen und Stellungnahmen seien vor der Entscheidung zu eröffnen, (5) die prozessuale Fürsorgepflicht sei zu berücksichtigen, insbesondere sei bei Unklarheiten der Beschwerde eine Korrekturmöglichkeit zu gewähren, (6) die Kosten- und Entschädigungsfolgen seien dem Staat anzulasten und (7) ihm sei eine angemessene Parteientschädigung zuzusprechen.
Das Verwaltungsgericht holte bei den Vorinstanzen die Akten ein und verzichtete auf die Durchführung eines Schriftenwechsels.

Der Einzelrichter erwägt:
Der Einzelrichter erwägt:
1. 1.1 Das Verwaltungsgericht ist gemäss § 41 Abs. 1 in Verbindung mit § 19 Abs. 1 lit. a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zur Beurteilung der Beschwerde zuständig. Die Behandlung von Beschwerden betreffend den Straf- und Massnahmenvollzug fällt in die einzelrichterliche Zuständigkeit, sofern kein Fall von grundsätzlicher Bedeutung vorliegt (§ 38b Abs. 1 lit. d Ziff. 2 und § 38b Abs. 2 VRG). Da dem vorliegenden Fall keine solche Bedeutung zukommt, ist er durch den Einzelrichter zu behandeln.
1.2 Weil sämtliche Prozessvoraussetzungen erfüllt sind, ist auf die Beschwerde grundsätzlich einzutreten. Gegenstand des vorliegenden Verfahrens kann allerdings einzig die Frage sein, ob die Vorinstanz das Rekursverfahren zu Recht oder zu Unrecht als gegenstandslos geworden abgeschrieben hat (vgl. RB 1999 Nr. 152). Auf die Beschwerde ist demnach insoweit nicht einzutreten, als der Beschwerdeführer Anträge stellte, die nicht im Zusammenhang mit der Gegenstandslosigkeit des Verfahrens bzw. mit der Frage der Legitimation zur Erhebung der Rechtsverzögerungsbeschwerde stehen. Nicht zu überprüfen ist insbesondere das Begehren des Beschwerdeführers um Erteilung einer Jonglierballbewilligung.
1.2 Weil sämtliche Prozessvoraussetzungen erfüllt sind, ist auf die Beschwerde grundsätzlich einzutreten. Gegenstand des vorliegenden Verfahrens kann allerdings einzig die Frage sein, ob die Vorinstanz das Rekursverfahren zu Recht oder zu Unrecht als gegenstandslos geworden abgeschrieben hat (vgl. RB 1999 Nr. 152). Auf die Beschwerde ist demnach insoweit nicht einzutreten, als der Beschwerdeführer Anträge stellte, die nicht im Zusammenhang mit der Gegenstandslosigkeit des Verfahrens bzw. mit der Frage der Legitimation zur Erhebung der Rechtsverzögerungsbeschwerde stehen. Nicht zu überprüfen ist insbesondere das Begehren des Beschwerdeführers um Erteilung einer Jonglierballbewilligung.
2. 2.1 Als gegenstandslos geworden kann das Verfahren abgeschrieben werden, wenn die streitbetroffene Verfügung durch Wiedererwägung, Widerruf, Zeitablauf, Untergang des Streitobjekts oder aus anderen Gründen nachträglich dahingefallen ist, oder wenn das Rechtsschutzinteresse nachträglich weggefallen ist (Alfred Kölz/Jürg Bosshart/Martin Röhl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 2. A., Zürich 1999, § 63 N. 3).
2.2 Im vorliegenden Fall schrieb die Vorinstanz das Verfahren am 26. Oktober 2011 als gegenstandslos geworden ab mit der Begründung, dass die Anstaltsdirektion inzwischen – mit Verfügung vom 11. Oktober 2011 – über das Jonglierballbewilligungsgesuch des Beschwerdeführers vom 16. August 2011 entschieden habe. Demnach fehle es dem Beschwerdeführer an einem aktuellen Rechtsschutzinteresse an der Beurteilung seiner Rechtsverzögerungsbeschwerde (Sachverhalt C und E. 2.2).