Decision ID: 0767591a-5f92-4916-acdc-db320f160126
Year: 2011
Language: de
Court: CH_BSTG
Chamber: CH_BSTG_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: penal_law

Die I. Beschwerdekammer hält fest, dass:
- die Eidgenössische Steuerverwaltung (nachfolgend „ESTV“) gegen B. und gegen die C. AG wegen des Verdachts der schweren  eine besondere Untersuchung im Sinne der Art. 190 ff. des  vom 14. Dezember 1990 über die direkte Bundessteuer (DBG; SR 642.11) führt;
- die ESTV im Rahmen dieser Untersuchung am 1. Juni 2006 Vermögens-
werte beschlagnahmte, die B. gehören oder an welchen dieser  berechtigt ist, darunter auch das auf die A. AG lautende Konto EUR Nr. 1 bei der Bank D.;
- die A. AG mehrmals, zuletzt mit Eingabe vom 28. Februar 2011 bei der
ESTV die sofortige Aufhebung dieser Kontosperre beantragte (act. 2.6), was Letztere mit Verfügung vom 15. März 2011 abwies (act. 2.1);
- die A. AG der ESTV am 19. März 2011 per Telefax eine mit „Antrag auf
Beschwerde“ bezeichnete Eingabe zugehen liess (act. 2.7);
- die A. AG der ESTV am 21. März 2011 das entsprechende Original mit  weiteren mit „Antrag auf Beschwerde“ bezeichneten Eingabe zugehen liess (act. 1);
- die ESTV diese Eingaben am 25. März 2011 zusammen mit ihrer Stellung-
nahme, in welcher sie hauptsächlich beantragt, auf die Beschwerde sei nicht einzutreten, eventualiter sei sie abzuweisen, der I.  des Bundesstrafgerichts übermittelte (act. 2);
- der A. AG am 7. April 2011 ein Doppel dieser Stellungnahme zur Kenntnis
gebracht worden ist (act. 3).

Die I. Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass:
- sich das Verfahren wegen des Verdachts schwerer Steuerwiderhandlungen gegenüber dem Täter, dem Gehilfen und dem Anstifter gemäss Art. 191 Abs. 1 DBG nach den Artikeln 19 – 50 VStrR richtet;
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- gegen Zwangsmassnahmen im Sinne der Art. 45 ff. VStrR und damit  Amtshandlungen bei der I. Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts Beschwerde geführt werden kann (Art. 26 Abs. 1 VStrR i.V.m. Art. 37 Abs. 2 lit. b StBOG und Art. 19 Abs. 1 des  vom 31. August 2010 für das Bundesstrafgericht [ BStGer, BStGerOR; SR 173.713.161]);
- die Beschwerde innert drei Tagen, nachdem der Beschwerdeführer von der
Amtshandlung Kenntnis erhalten hat, bei der zuständigen Behörde  mit Antrag und kurzer Begründung einzureichen ist (Art. 28 Abs. 3 VStrR);
- die Eingabe der Beschwerdeführerin vom 21. März 2011 (act. 1) zwar als
„Antrag auf Beschwerde“ bezeichnet ist, jedoch keinen eigentlichen  enthält;
- auf Grund der Umstände indessen angenommen werden muss, dass die
Beschwerdeführerin die Aufhebung der Beschlagnahme ihrer  beantragt;
- die Beschwerdeführerin zur Begründung ihrer Beschwerde lediglich pau-
schal die unrichtige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit der angefochtenen Verfügung geltend macht;
- sie sich dabei auf die teilweise Wiedergabe des Wortlauts des Art. 28
Abs. 2 VStrR beschränkt, ohne dabei auch nur im Geringsten anzugeben, welche Sachverhaltselemente falsch festgestellt worden bzw. welche Teile der angefochtenen Verfügung inwiefern unangemessen sein sollen;
- die vorliegende Beschwerdeschrift daher – selbst in Berücksichtigung des
Umstandes, dass es sich bei der Beschwerdeführerin nicht um eine  vertretene Partei handelt – den Mindestanforderungen von Art. 28 Abs. 3 VStrR klarerweise nicht genügt, weshalb auf sie nicht eingetreten werden kann;
- das VStrR für Beschwerden gegen Untersuchungshandlungen (Art. 26 ff.
VStrR) keine Möglichkeit der Nachfristansetzung zur Verbesserung der  – anders als zum Beispiel bei der Einsprache gegen den  (Art. 64 ff. VStrR; v. a. Art. 68 Abs. 3 VStrR) – vorsieht;
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- die Gerichtskosten bei diesem Ausgang des Verfahrens der  aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs. 1 BGG analog; vgl. den Beschluss des Bundesstrafgerichts BV.2011.2 vom 16. März 2011, E. 2);
- die Gerichtsgebühr vorliegend auf Fr. 200.-- festgesetzt wird (Art. 73
StBOG und Art. 5 und 8 Abs. 1 des Reglements des Bundesstrafgerichts vom 31. August 2010 über die Kosten, Gebühren und Entschädigungen in Bundesstrafverfahren [BStKR; SR 173.713.162]);
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