Decision ID: 300f5762-494f-4214-91d1-efd09eef0b4d
Year: 2019
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1958,
erlernte den
Beruf des Metallbau
schlos
sers und war mehrere Jahre
in diesem Bereich
tätig
. Später
arbeitete
er in ver
schiedenen Berufszweigen (Fassadenbau, Gastr
onomie) und machte sich selbstän
dig
.
Seit
2002
übt er
im Rahmen eines Beschäftigungsprogramms der Gemeinde
verschiedene Neben
jobs aus (z.B.
Vereinsabwart
)
,
zuletzt in der
Y._
(vgl.
Urk.
10/54 S. 4;
Urk.
10/131
,
Urk.
10/160
und
Urk.
10/172 S. 8).
Am
2.
Oktober 2010 (Eingangsdatum) meldete sich der Versicherte bei der Sozi
al
versicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, unter Hinweis auf
Arthrose im unteren Rücken, Asthma sowie Depressionen zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an (
Urk.
10/7). Die IV-Stelle nahm medizinische und erwerbliche Abklärungen vor und veranlasste eine
bidisziplinäre
Untersuchung
(inkl. psychiatrischer Begutachtung
durch
Dr.
med. Z._
, Psychiatrie und Psychotherapie FMH
)
im
A._
. Gestützt auf de
ss
en Einschätzung (
Urk.
10/54-55)
sprach
die IV-Stelle dem Versicherten
ab März 2008 bis Ende Mai 2008 eine
Viertelsrente
, ab Juni 2008 bis Ende September 2009 eine ganze Rente und ab Oktober 2009 bis Ende Dezember 2010 eine
Dreiviertelsrente
zu (vgl. Verfügung vom 12. September 2011;
Urk.
10/78).
Mit Mitteilung vom
1.
Juni 2012 gewährte sie dem Ver
sicher
ten ausserdem ein Arbeitstraining (
Urk.
10/98). Da der Versicherte aus gesund
heitlichen Gründen nicht in der Lage war, das Arbeitstraining weiter
zuführen, wurde die Arbeitsvermittlung mit Mitteilung vom
7.
September 2012 abgeschlos
sen
(
Urk.
10/103)
.
Auf die nächste Anmeldung im Februar 2014 (
Urk.
10/107) trat die IV-Stelle mit Verfügung vom
9.
Mai 2014 (
Urk.
10/116) mangels Glaubhaftmachung einer wesentlichen Veränderung der Verhältnisse seit der letzte
n Verfügung (12.
Sep
tember 2011) nicht ein.
1.2
Unter Beilage eines Berichts der behandelnden Psychologin an der
B._
(
Urk.
10/119) meldete sich der Versicherte am
6.
Mai 2015 (Eingangsdatum) erneut zum Bezug von Leistungen der Invaliden
ver
siche
rung an (
Urk.
10/120). Mit Vorbescheid vom 2
6.
Mai 2015 stellte die IV-Stelle in Aussicht, nicht auf das Leistungsbegehren einzutreten (
Urk.
10/121). Dagegen erhob der Versicherte am 2
3.
Juni 2015 (
Urk.
10/125) sowie ergänzend am 1
7.
Juli 2015 (
Urk.
10/128) Einwand.
In der Folge holte die IV-Stelle die Berichte der behandelnden Ärzte (
Urk.
10/157,
Urk.
10/160,
Urk.
10/162, Urk. 10/163) sowie einen Auszug aus dem Individuellen Konto des
Versicherten (IK-
Auszug,
Urk. 10/131
)
ein und veranlasste eine
bidisziplinäre
Untersuchung durch das
A._
, einschliesslich einer Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit sowie einer psychiatrischen Verlaufsbegutachtung durch
Dr.
Z._
(
Urk.
10/172,
Urk.
10/174). Gestützt darauf stellte die IV-Stelle mit Vorbescheid vom
7.
Sep
tember 2016 (
Urk.
10/187) ab November 2015 bis Ende März 2016 eine befristete ganze Invalidenrente in Aussicht und auferlegte dem Versicherten eine Schaden
minderungspflicht (vgl.
Schreiben vom
7.
September 2016;
Urk.
10/185).
Dage
gen erhob der Versicherte am 1
0.
Oktober 2016 (
Urk.
10/191) sowie ergänzend am 1
0.
November 2016 (
Urk.
10/196) Einwand
und reichte weitere Arztberichte zu den Akten (
Urk.
10/195 und Urk. 10/198), woraufhin die IV-Stelle Verlaufs
berichte der behandelnden Ärzte einholte (
Urk.
10/200 und
Urk.
10/201) und die Akten dem Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) zur Stellungnahme unterbreitete (vgl. Feststellungsblatt; Urk. 10/207). Mit Verfügung vom
7.
Dezember 2017 sprach die IV-Stelle dem Versicherten wie vorbeschieden eine befristete ganze Invalidenrente ab November 2015 bis Ende März 2016 zu (
Urk.
2)
.
2.
Hiergegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom
2
3.
Januar 2018
Beschwerde
und beantragte, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Be
schwer
de
gegnerin sei zu verpflichten, ihm ab November 2015 bis März 2016 eine ganze und ab April 2016 eine unbefristete halbe Inva
lidenrente auszurichten. In prozessualer Hinsicht beantragte er, es sei ein zweiter Schriftenwechsel anzu
ord
nen und es sei ihm die unentgeltliche Rechtspflege sowie die unent
geltliche
Rechtsverbeiständung
zu gewähren (
Urk.
1).
Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom
1.
März 2018
(Urk. 9
) auf Abweisung der Beschwerde. Mit Verfügung vom
5.
März
2018 wurde
dem Beschwerdeführer die Beschwerdeantwort zugestellt
und die unentgeltliche Rechtspflege sowie
Verbeiständgung
gewährt. Die Anordnung eines zweiten Schriftenwechsels hat das hiesige Gericht nicht für notwendig erachtet
(Urk.
11
).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts [ATSG]
). Sie kann Folge von Geburtsgebre
chen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
Bundesgesetz über
die Invaliden
versicherung [IVG]
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der kör
perlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumut
barer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein
trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Rechtsprechungsgemäss ist bei psychi
schen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein psychischer Gesundheitsschaden mit Krankheitswert besteht, welcher die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (vgl.
BGE 139 V 547
E. 5,
131 V 49
E. 1.2,
130 V 352
E. 2.2.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_125/2015 vom 1
8.
November 2015 E. 5.4).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege
artis
auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausge
wiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; vgl.
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
Mit BGE 143 V 418 entschied das Bundesgericht, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen für die Beurteilung d
er Arbeitsfähigkeit einem struk
turierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind (E. 6 und 7, Änderung der Rechtsprechung;
vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2 speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere Depressionen
).
Die für die Beurteilung der Arbeits
fähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindi
katoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1):
-
Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3)
-
Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1)
-
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)
-
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2)
-
Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)
-
Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res
sourcen, E. 4.3.2)
-
Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3)
-
Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4)
-
gleichmässige Einschränkung des
Aktivitätenniveaus
in allen vergleich
baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)
-
behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens
druck (E. 4.4.2)
Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 1
5.
März 2018 E. 7.4).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.4
Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leis
tung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung (BGE 125 V 413 E. 2d; Urteil des Bundesgerichts 8C_780/2007 vom 27. August 2008 E. 2.3; vgl. Meyer/
Reichmuth
, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Auflage 2014,
Rz
11 zu Art. 30–31 IVG). Rechtsprechungsgemäss bildet eine solche Ver
fügung insgesamt den Anfechtungs- und Streitgegenstand und unterliegt integral der gerichtlichen Prüfung, selbst wenn nur einzelne Punkte davon bestritten sind (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.2, 125 V 413 E. 2d; vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_440/2017 vom 25. Juni 2018 E. 5.1 [in BGE 144 V 153 nicht publiziert] und 9C_50/2011 vom 25. Mai 2011 E. 2.1).
Nach der Rechtsprechung sind bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten Invalidenrente die für die Rentenrevision geltenden Bestimmun
gen (Art. 17 ATSG in Verbindung mit Art. 88a
der
Verordnung über die Invali
denversicherung
[
IVV
]
) analog anzuwenden (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinwei
sen; Urteil des Bundesgerichts 9C_399/2016 vom 18. Januar 2017 E. 4.8.1). Ob eine für den Rentenanspruch erhebliche Änderung der tatsächlichen Verhältnisse eingetreten und damit der für die Abstufung oder Befristung erforderliche Revi
sionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts im Zeit
punkt des Rentenbeginns mit demjenigen im – nach Massgabe des analog anwendbaren Art. 88a Abs. 1 IVV festzusetzenden – Zeitpunkt der Anspruchsän
derung (vgl. BGE 125 V 413 E. 2d mit Hinweisen; vgl. statt vieler: Urteile des Bundesgerichts 8C_375/2017 vom 25. August 2017 E. 2.2 und 8C_350/2013 vom 5. Juli 2013 E. 2.2 mit Hinweis).
1.
5
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustel
len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beantwortung der gestell
ten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychi
schen
Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Aus
einandersetzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet, ob die Schlussfol
gerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegebenenfalls deut
lich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutachten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).
2.
2.1
In der angefochtenen Verfügung vom
7.
Dezember 2017 (
Urk.
2) hielt die Beschwerde
gegnerin fest,
medizinische Abklärungen hätten erg
eben, dass der Beschwerdeführer sechs Monate nach der Anmeldung,
im November 2015
, die Voraussetzungen für eine ganze Rente erfüllt habe
. Sein Gesund
heitszustand habe sich jedoch verbessert, sodass er ab Januar 2016 in einer angepassten Tätigkeit wieder zu 100 % arbeitsfähig sei.
Das psychische Leiden könne nicht berücksichtigt werden, da es noch behandel- und besserbar sei.
2.2
Demgegenüber machte der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde vom 23. Januar 2018 (
Urk.
1) zusammengefasst geltend,
die Beschwerdegegnerin wäre gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung dazu verpflichtet gewesen, in Bezug auf die psychischen Beschwerden ein
indikatorengeleitetes
Beweisverfahren anzuwenden.
Angesichts dessen, dass
ihm
der psychiatrische Gutachter seit Dezember 2013 auch in angepasster Tätigkeit eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert
hab
e, habe er
ab April 2016
zumindest Anspruch auf eine halbe Invali
den
rente.
3.
3.1
3.1.1
Zwecks integrativ psychiatrisch-psychotherapeutischer Behandlung war der Beschwerdeführer seit Oktober 2014 in ambulanter Behandlung im
B._
(im monatlichen Rhythmus)
. Bereits ein Jahr zuv
or, vom
5.
November 2013 bis 7.
Februar 2014, erfolgte eine teilstationäre Behandlung im
B._
.
Die behandeln
den
Fachpersonen diagnostizierten im Jahre 2013 eine emotional instabile Per
sönlichkeitsstörung: impulsiver Typ (ICD-10: F60.30), eine rezidivierende depres
sive Störung, gegenwärtig leichte Episode (ICD-10: F33.0), sowie eine psychische und Verhaltensstörung durch
Cannabinoide
: schädlicher Gebrauch (ICD-10: F12.1; vgl. Kurzaustrittsbericht vom
7.
Februar 2014 [Urk. 10/111]). Im Arztbe
richt vom 3
0.
April 2015 (
Urk.
10/119) skalierten sie die depressive Störung auf gegenwärtige mittelgradige Episode (ICD-10 F.33.1) und im Bericht vom 1
6.
Feb
ruar 2016 auf gegenwärtig mittelgradig bis schwere Episode (ICD-10 F33.1).
Die behandelnde
n Psychologe
n erachtete
n
den Beschwerdeführer im ersten Arbeits
markt
aufgrund des Konzentrationsmangels in Verbindung mit der reduzierten geistigen Ausdauer und
dem intensiven Gedankenreisen
als nicht arbeitsfähig. Er
würde
jedoch halbtags in einer Beschäftigungs
werkstätte der
Y._
arbeiten
(vgl. Arztbericht
e
vom 24.
Juni 2015 [
Urk.
10/127/8
] und vom 16. Feb
ruar 2016 [
Urk.
10/160]
).
3.1.2
Am
6.
Dezember 2013 wurde dem Beschwerdeführer eine Schraube
calcanear
ent
fernt. Ausserdem wurde ein
transtendinöses
Débridement
Achillessehnen
insertion des rechten Fusses mit einer
Refixation
durchgeführt (vgl. Austritts
bericht vom
7.
Dezember 2013 des
C._
;
Urk.
10/115).
Aufgrund einer progredienten Symptomatologie
der
beidseitigen Ischialgien mit einer letzt
hin deutlichen
Claudicatio
spinalis
-Symptomatik, welche durch neue bildgebende Befunde vom
9.
Juni 2015 nachvollziehbar erklärt und dokumentiert haben wer
den können, empfahl
Dr.
med. D._
, Oberarzt Rheuma
tologie und
muskuloskelettale
Rehabilitation, eine Dekompression an der
Lenden
wirbel
säule
(LWS)
und verwies den Beschwerdeführer an die Neurochirurgie (vgl. Arzt
berichte vom 1
9.
Juni 2015 [
Urk.
10/127/
6-7] und vom
6.
Juli 2015 [Urk.
10/157/7-9]). Die Operation wurde am 2
4.
September 2015 von
Dr.
med.
E._
, Oberarzt Neurochirurgie, durchgeführt (vgl. Operationsbericht vom 2
5.
Septem
ber 2015; Urk. 10/163).
Dieser berichtete, im Rahmen der
postoperativen Ver
laufs
kontrolle habe der Beschwerdeführer von rückläufigen Schmerzen berichtet und angegeben, mit dem Operationsergebnis zufrieden zu sein. Klinisch-neuro
logisch würden sich keine sensomotorischen Ausfälle zeigen. Insgesamt zeige sich ein rege
lrechter postoperativer Verlauf. Bei persistierenden Beschwerden im rech
ten Hüftgelenk sei eine orthopädische Abklärung jedoch sinnvoll
(vgl. Arztbericht vom
4.
März 2016;
Urk.
10/162/6).
3.
2
Im Auftrag der
Beschwerdegegnerin
begutachtete
Dr.
Z._
den Beschwerde
führer am
2.
Juni 2016 aus psychiatrischer Sicht (
Urk.
10/172). Ausserdem wurde er am
3.
und
4.
Dezember 2015 im
A._
untersucht und es wurde eine Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) erstellt (Urk. 10/174).
3.2
.1
Dr.
Z._
hielt fest, der Beschwerde
führer habe in psychopathologischer Hin
sicht eine eingeschränkte Konzentrationsdauer, formale Denkstörungen, eine Gedankeneinengung auf die fehlende Zukunftsperspektive, eine
Deprimiertheit
, eingeschränkte affektive Schwingungsfähigkeit und einen eingeschränkten Elan
vitae
sowie einen verminderten Antrieb und eine verlangsamte Psychomotorik aufgewiesen. Ergänzend mit den anamnestischen Angaben über intermittierende Einschlafstörungen, zirkadiane Tagesschwankungen in Form von Morgentiefs, rasche körperliche Ermüdung mit konsequent vermehrtem Erholungsbedarf und erheblichen Rückzugstendenzen könne gegenwärtig von einer mittelgradigen de
pressiven Episode
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
ausgegangen wer
den.
Der psychiatrische Begutachter konstatierte weiter, aufgrund der anamnestischen Angaben würden sich beim Beschwerdeführer keine Hinweise auf eine genetische Vulnerabilität oder Persönlichkeitsfaktoren für die Entwicklung psychiatrischer Erkrankungen ergeben.
Die Kindheit des Beschwerdeführers sei ohne gravierende traumatische Ereignisse verlaufen, womit sich bei ihm auch keine Hinweise auf die Bildung einer Persönlichkeitsstörung ergeben würden.
Die abgeschlossene Berufsausbildung schliesse sowohl Verhaltensstörungen als auch sonstige psy
chische Probleme mit Krankheitswert in der Kindheit, Pubertät und
im
frühen Erwachsenenalter aus. Er sei im Erwachsenenalter den sozialen Anforderungen jahrelang gewachsen gewesen und habe eine sehr konstante Arbeitsleistung er
bracht. Bei fehlenden Hinweisen auf ein anhaltend auffälliges Verhaltensmuster bezüglich Kognitionen, Wahrnehmungen und sozialer Interaktionen sowie feh
lenden Hinweisen auf anhaltende Störungen der Impulskontrolle seien beim Be
schwerdeführer prämorbide psychische Probleme mit Krankheitswert inklusive einer Persönlichkeitsstörung im Erwachsenenalter klar auszuschliessen. Es könne seit dem Frühjahr 2008 aktenmässig und anamnestisch vom Ausbruch einer de
pressiven Störung ausgegangen werden, die auf eine jahrelange Ausschöpfung seiner psychischen Ressourcen bei mehrfachen psychischen Belastungen und eine Selbstwertproblematik zurückzuführen seien.
Seit 2008 seien mehrere depressive Phasen in unterschiedlichem Ausmass der depressiven Symptomatik sowie eini
ge Remissions- oder Teilremissionsphasen dokumentiert, weshalb aus gegen
wärtiger Sicht doch von einer rezidivierenden depressiven Störung aus
gegangen werden könne
. Seit 2013 sei eine erhebliche Verschlechterung und
Teilchronifizierung
der
depressiven Störung anzunehmen. Gleichzeitig sei aufgrund der anamnes
ti
schen Angaben seit drei bis vier Jahren von einer iatrogenen Opioid-Abhängig
keit auszu
gehen, die bei fehlenden Hinweisen auf zusätzliche mnestische Defizite bei diagnostizierter mittelgradige
r
depressive
r
Symptomatik die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers ni
cht zusätzlich einschränke. Dr.
Z._
attestierte dem Beschwerdeführer aus psychiatrischer Sicht
sowohl in der bisherigen Tätigkeit wie auch im leidesangepassten Bereich
eine anhaltende 50%
ige Arbeitsunfähig
keit
seit Dezember 201
3.
Ausserdem wies er darauf hin, dass
der Beschwerdefüh
rer in einer fachgerechten psychiatrisch-psycho
thera
peu
tischen Behandlung stehe. Die bereits etablierte
neuroleptische
Behandlung könne mit einem antriebs
stei
gernden Antidepressivum ergänzt werden. Unter konsequenter Weiterführung der therapeutischen Massnahmen könne beim Beschwerdeführer von einer Erhal
tung der 50%igen Arbeitsfähigkeit aus
gegangen werden, eine weitere Verbesse
rung der bereits
teilchronifizierten
rezidivierenden depressiven Störung könne aber nicht mehr erwartet werden
(Urk.
10/172 S. 12f.).
3.2.2
Die begutachtenden Ärzte des
A._
nannten folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (
Urk.
10/174 S. 14):
-
Lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom rechts, intermittierend links
-
Aktenanamnestisch multisegmentale degenerative Veränderungen, vor allem
foraminale
Einengungen
-
Status nach Dekompression einer Spinalkanalstenose L3/4 am 24. Sep
tember 2015
-
Beklagte Restbeschwerden im Achillessehnen-/Fussbereich links bei Sta
tus nach
Achillessehnendébridement
/
Tubularisation
sowie zu
klappender
Calcaneusosteotomie
links am
2.
April 2009
-
Belastung
s
abhängig auftretende beklagte Achillesseh
n
enbeschwerden/ Fussbeschwerden rechts bei/mit
-
Status nach entlastender
Calcaneusosteotomie
rechts sowie
posterola
teralem
Achillesseh
n
endébridement
am 2
6.
Oktober 2012
-
Status nach lateraler Bandplastik beidseits vor Jahrzehnten
-
Obere und untere Sprunggelenk-Arthrosen beidseits, rechtsbetont mit ausgeprägter
Osteophytenbildung
-
Aktenanamnestisch Hohlfüsse beidseits
-
Aktenanamnestisch Knieschmerzen beidseits bei/mit
-
Leichter, medial betonte
r
Gonarthrose Knie rechts
-
Links bekannter komplexer Meniskusläsion medial und zusätzlich Ganglien
-
Chondromalazie
im medialen
Femurcondylus
bzw. fortgeschrittene mediale Gonarthrose links
Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit seien
die
chronisch venöse Insuffi
zienz Grad II auf der rechten Seite, die Hypercholesterinämie sowie das Asthma bronchiale.
Die Ärzte hielten fest, i
m Rahmen der Exploration im
A._
habe der Beschwerde
führer angegeben, die vorbestehenden, messerstichartigen Schmerzen im Rücken hätten sich mit der Operation im September 2015 ergeben. Die druckartigen Sen
sationen im Rücken seien jedoch nicht verschwunden. Er habe weiterhin Aus
strahlungen in die Beine - wechselseitig rechts und links sporadisch. Seine Geh
strecke betrage 60 Minuten mit einer Pause dazwischen. Daneben habe er Knie
schmerzen (in der Kniekehle und Kniescheibe)
, die insbesondere beim
Treppen
auf
- und
-
abgehen geh
be
hindernd seien.
Ausserdem habe
er
Schmerzen im Fuss-/Knöchel- und Fersen
bereich rechts mehr als links
(
Urk.
10/174 S. 11)
.
Die
begut
achtenden Ärzte
äusserte
n
, gegenüber der Vor
begutachtung im Jahr 2011 könne insgesamt keine Schmerz
intensivierung fest
gestellt werden.
Gemäss den Akten sei eine vorübergehende Verschlechterung
des gesundheitlichen Zustands des Beschwerde
führers ab dem 2
2.
Juli 2012 bis drei Monate nach der Rücken
opera
tion, sprich Ende 2015, hingegen ausgewiesen, wobei sich diese Verschlechterung auch funktionell und in Bezug auf eine Ar
beitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit ausgewirkt habe
(
Urk.
10/174 S.
13).
Ferner konstatierten die begutachtenden Ärzte, b
ei der Evaluation der funktio
nellen Leistungsbereitschaft habe der Beschwerde
führer eine schlechte Leistungs
bereitschaft gezeigt. Er habe sich weder am ersten noch am zweiten Testtag auch nur annährend bis an seine funktionellen Grenzen belasten lassen
(
Urk.
10/174 S. 13)
.
Die Beobachtungen bei den Tests würden auf eine deutliche Selbst
limitie
rung hinweisen. Ausserdem sei die Konsistenz bei den Tests schlecht ge
wesen. Die demonstrierte Belastbarkeit seit nur minimal. Infolge erheblicher Symptom
ausweitung, Selbstlimitierung und Inkonsistenz seien die Resultate der Belastbar
keitstests für die Beurteilung nicht verwertbar. Es sei da
von auszugehen, dass der Beschwerdeführer bei gutem
Effort
mehr leisten könne, als was er bei den Leis
tungstests gezeigt habe. Die Arbeitsfähigkeit sei entsprech
end medi
zinisch theo
retisch zu beurteilen (
Urk.
10/174 S. 15).
Demnach sei dem Beschwerde
führer die angestammte Tätigkeit als Metallbauschlosser nicht mehr zumutbar. In einer angepassten Tätigkeit sei
aus rein rheumatologisch-ortho
pädischer Sicht von einer wechselbelastenden rückenadaptierten Tätigkeit (mit Wechsel von Stehen, Gehen und Sitzen ca. halbstündlich) auszugehen. Eine solche wechselbelastende Tätigkeit trage den Fussproblemen, den oberen und unteren Sprunggelenkarth
rosen sowie den beklagten
Kniebeschwerden bzw. degenerativen Knieverände
rungen Rechnung.
Treppen- und Leitersteigen, Überkopfarbeiten und vorgeneig
tes Stehen seien manchmal zumutbar.
Da die degenerativen Veränderungen dem Beschwerdeführer über die Zeit hin etwas mehr Beschwerden bereiten können, sei
en
ihm (rückenbedingt) für die formulierte angepasste Tätigkeit zusätzliche Pausen von 2 Stunden pro Tag zuzusprechen, womit eine 75%ige Arbeitsfähigkeit resultiere
(
Urk.
10/174 S. 16)
.
3.2.3
Aus interdisziplinärer Sicht bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 50 % unter Berück
sichtigung des Belastungsprofils aus rheumatologisch-orthopädischer Sicht. Angesichts der benötigten vermehrten Pausen ergebe sich eine Arbeits
fähigkeit mit einer Präsenzzeit von 5 Stunden sowie einer Stunde Pause verteilt auf diese 5 Stunden (nebst einer üblichen Pause von 10 bis 15 Minuten pro
Halbtag
;
Urk.
10/174 S. 16).
3.3
Die Beschwerdegegnerin veranlasste eine aktenbasierte Einschätzung
durch den RAD. Im Rahmen derer wurde festgehalten, eine klassische (psychiatrische) The
rapie habe nicht stattgefunden und der Beschwerdeführer sei noch nicht austhe
rapiert. Vor dem Hintergrund der Schadenminderungspflicht sei eine Intensivie
rung der psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung mindes
tens alle zwei Wochen sowie eine Überprüfung der antidepressiven Medikation erforderlich (vgl. Feststellungsblatt;
Urk.
10/184 S. 6).
3.4
Aufgrund rezidivierender
und verstärkte
r
Probleme an verschiedenen Lokalisa
ti
onen
d
es Bewegungsapparates wurde der Beschwerdeführer
im Oktober 2016
erneut bei Dr.
D._
vorstellig.
Dieser konstatierte, beim Beschwerdeführer zeige sich ein
exacerbiertes
lumbo
spondylogenes
Schmerzsyndrom
lumbal-glu
teal
rechts mit zeitweise erneuter
ischialgiformer
Komponente bei vor
operierter LWS. Ausserdem sei die Schulter rechts bei einer Periarthritis
humeroscapularis
(PHS) schmerzhaft und auch im rechten Knie und der Ferse würden wieder rezidivierende Schmerzen zum Ausdruck kommen.
Dr.
D._
veranlasste eine bildgebende Übersichts
untersuchung mit Szintigraphie und SPECT der Wirbel
säule. Diese wurde am 12. Oktober 2016 durchgeführt und ergab eine aktivierte
Sp
o
ndylarthrose
der mittleren Halswirbelsäule links auf Höhe C3/C4, eine hoch aktive
Epikondylitis
humeroulnaris
auf der linken Seite sowie einen aktiven Ansatz der Achillessehne rechts.
Bis auf eine minimale Degenerationszone
femorotibial
medial links und retropatellar rechts gebe es jedoch keine
Arthrose
zeichen
(vgl. Arztbericht vom 1
3.
Oktober 2016;
Urk.
10/201/9f.).
Angesichts die
ser Probleme sowie einer hinzu
kommenden kardialen Symptomatik erachtete
Dr.
D._
den Beschwerde
führer rein somatisch betrachtet für nicht 50 %
arbeits
fähig (vgl. Arztbericht
e
vom 11.
Oktober 2016
,
Urk.
10/195
und vom 2
3.
März 2017,
Urk.
10/201
).
3.5
Vom 1
0.
November 2016 bis 1
2.
Januar 2017 war der Beschwerdeführer erneut in teilstationärer Behandlung im
B._
. Dabei
– so die Fachpersonen des
B._
– ha
be sich die depressive Sympto
matik, welche sich insbesondere in Konzentrations- und Gedächtnis
störungen, starkem Grübeln, Niedergeschlagenheit und Lebens
überdruss äussere, rückläufig gezeigt. In den psychotherapeutischen Gesprächen seien die Konfrontation und Klärung interpersoneller Schwierigkeiten (impulsive Durch
brüche),
Mentalisierungs
übungen
, Ressourcenaktivierung im Alltag und die zunehmende Ablösung von Leistungsorientierung bei gleichzeitiger Annäherung an Bindungs
orientierung sowie
die
Verbesserung der Emotionswahrnehmung von zentraler Bedeutung gewesen. In diagnostischer Hinsicht zeige sich eine mittel
gradige depressive Episode vor dem Hintergrund einer rezidivierenden depressi
ven Störung bei
zugrundeliegender
kombinierter Persönlichkeitsstörung mit emotional-instabilen (impulsiven) und narzisstischen Anteilen. Zur depressiven Dekompensation sei es in Situationen gekommen, in denen die Selbst
wert
proble
matik des Beschwerde
führers nicht mehr
durch
Leistung
habe kompensiert
wer
den können, insbesondere seit die körperliche Funktionsfähigkeit einge
schränkt gewesen sei. Defizite in der Emotions- und Bedürfnis
wahrnehmung und in der inter
personellen Funktionalität würden es dem Beschwerdeführer erschwe
ren, sich bindungsorientiert zu verhalten, was letztendlich
,
aus Scham bezüglich des persönlichen Scheiterns
,
in sozialem Rückzug resultiere
(vgl. Arztbericht vom
9.
Februar 2017; Urk. 10/198)
.
Hausarzt
Dr.
med.
F._
, Allgemein
me
dizin FMH, erachtete den Beschwerdeführer aufgrund
multilokulärer
Beschwer
den am Bewegungsapparat bei teilweise ausgeprägten degenerativen Verände
rungen sowie der chronischen psychischen Erkrankung auf dem Boden einer Per
sönlichkeitsstörung im ersten Arbeitsmarkt als nicht arbeitsfähig (vgl. Arztbericht vom
8.
März 2017;
Urk.
10/200).
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin stützte sich in ihrer angefochtenen Verfügung vom 7. Dezember 2017 (
Urk.
2) im Wesentlichen auf das psychiatrische Verlaufs
gut
achten von
Dr.
Z._
vom
7.
Juni 2016 (vgl. vorstehend E. 3.2.1) sowie das Gutachten der
A._
vom 1
3.
Juni 2016 inklusive der EFL (vgl. vorstehend E. 3.2.2).
Sowohl d
as
psychiatrische
Gutachten
von
Dr.
Z._
vom
7.
Juni 2016 (Urk.
10/172)
, welches
auf einer umfassenden psychiatrischen Untersuchung
basiert, als auch das Gutachten des
A._
vom 1
3.
Juni 2016 (
Urk.
10/174)
wurde
n
in Kenntnis und in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
(Anamnese) abge
geben (Urk. 10/172 S. 2-7
;
Urk.
10/174 S. 2-8
).
Die
Gutachter
haben
detaillierte und nach
vollziehbare Befunde und Diagnosen erhoben (Urk. 10/172 S. 10-11
; Urk. 10/174 S. 9-10
) und sich mit den vo
m
Beschwerdeführer geklagten Beschwerden auseinandergesetzt (Urk.
10/172 S. 9-10;
Urk.
10/174 S. 8-9
). Zudem wurden die medizinischen Zusammenhänge und die medizinische Situa
tion einleuchtend dargelegt und die Schlussfolgerung nach
voll
ziehbar begründet (Urk.
10/172
S.
11-15;
Urk.
10/174 S. 10-16
). Dem psychiatrischen Gutachten
und dem Gutachten des
A._
kommen
demnach grundsätzlich volle Beweiskraft zu (vgl. E.
1.
4
). Das ist unbe
stritten.
4.
2
Laut Gutachter
ist der Beschwerdeführer aus somatischer Sicht aufgrund eines erhöhten Pausenbedarfs bei vollzeitlicher Präsenz zu 25 % in seiner Leistungs
fä
higkeit eingeschränkt, mithin zu 75 % arbeitsfähig (vgl. E. 3.2.2). Das wird vom Beschwerdeführer nicht bestritten und ist angesichts der Tatsache, dass die von
Dr.
D._
erwähnten Einschränkungen des Bewegungsapparates (vgl. E. 3.4) von den Gutachtern im Rahmen eines Belastungsprofils und zusätzlichen Pausen berücksichtigt wurden (vgl. E. 3.2.2), auch nicht zu beanstanden.
Die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit basiert
ausserdem
auf der rezidivierenden depressiven Störung, welche im Verlauf seit Frühjahr 2008
chronifizierte
und in unterschiedlichem Ausmass der depressiven Symptomatik anhält, im Zeitpunkt der Begutachtung auf eine rezidivierende depressive Störung mittelschweren Gra
des eingeschätzt wird
(vgl. E. 3.2.1)
.
Die von den behandelnden Ärzten der
B._
erwähnte Persönlichkeitsstörung (vgl. E. 3.5) wurde von
Dr.
Z._
verneint
(vgl. E. 3.2.1)
. Angesichts dessen, dass es keine Hinweise auf eine Manifestierung der Erkrankung in der Kindheit oder Adoleszenz des Beschwerdeführers gibt und er über Jahre ohne auffälliges Verhaltensmuster seine Arbeitsleistung erbringen konnte, ist diese
diagnostische
Beurteilung
nachvollziehbar
.
Dr.
Z._
schätzte die depressions
bedingte Minderung der Arbeitsfähigkeit in der Längsschnitt
beur
teilung seit Dezember 2013 auf 50 %.
Entsprechend der mit Urteil des Bundesge
richts 8C_841/2016 vom 3
0.
November 2017 geänderten Recht
sprech
ung ist
die Beurteilung des tatsächlich erreichbaren Leistungs
vermögens
anhand des in BGE 141 V 281 auf
gestellten Katalogs von Indikatoren vorzunehmen (BGE 141 V 281 E. 4.3.1
; vgl. vorstehend
E. 1.
2
).
Das Gutachten von
Dr.
Z._
erging vor der Rechtsprechungsänderung.
D
as nach
alten materiell-rechtlichen Anfor
der
ungen ergangene Gutachten vom
7.
Juni 2016
verliert jedoch
nicht per se seinen Beweiswert. Zu prüfen ist, ob es - gegebenen
falls im Kontext mit weiteren fach
ärztlichen Berichten - eine schlüssige Beur
teil
ung im Lichte der mass
geblichen Indika
toren erlaubt (BGE 141 V 281 E. 8 S.
309
).
Im Rahmen der Beweiswürdi
gung obliegt es den Rechts
an
wendern zu überprüfen, ob in
concreto
ausschliess
lich funktionelle Ausfälle bei der medizi
nischen Ein
schätzung berück
sichtigt wurden und ob die Zumutbar
keitsbeurtei
lung auf einer objektivierten Grundlage erfolgte (BGE 141 V 281 E.
5.2.2;
Art.
7
Abs.
2 ATSG). Eine renten
begründende Invalidität ist nur dann anzunehmen, wenn funktionelle Auswirk
ungen medizi
nisch anhand der Indika
toren schlüssig und widerspruchs
frei fest
gestellt sind und somit den versiche
rungs
medizinischen Vorgaben Rechnung getragen wurde (BGE 141 V 281 E. 6 S.
307 f.; Urteil des Bundesgerichts 9C_126/201
8 vom 6. Juli 2018, E. 2.2.2).
4.3
4.3.1
Hinsichtlich des Komplexes der Gesundheitsschädigung
hielt
der psychiatrische Gutachter
eine
eingeschränkte Konzentrationsdauer, formale Denkstörungen,
eine
Gedankeneinengung auf die fehlende Zukunfts
perspektive,
eine
Deprimiert
heit
,
eine
eingeschränkte affektive Schwingungs
fähigkeit und
eine
einge
schränkte
Elan
vitae
sowie
einen
verminderten Antrieb und
eine
verlangsamte Psycho
motorik
fest. Im Zeitpunkt der Begutachtung präsentierte sich der Beschwerde
führer in einer
mittelgradige
n
Episode einer rezi
divierenden depre
ssi
ven Störung (ICD-10: F33.11; vgl.
E. 3.2.1)
, was auch
die
behandelnden Ärzte im
B._
so erkannten
(vgl. E.
3.5)
.
Die diagnoserelevanten Befunde erweisen sich daher als mittelgradig ausgeprägt.
Hinsichtlich des Therapieverlaufs
wies
der Gutachter darauf hin, dass
das Aus
mass der geschilderten psychischen Beschwerden mit der Inanspruchnahme der thera
peutischen Massnahmen übereinstimme (
Urk.
10/172 S. 15). D
er Beschwer
deführer
stehe
im
B._
in
einer fachgerechten
psychiatrisch-psycho
thera
peuti
schen
Behandlung
(vgl. E. 3.1.1;
E. 3.2.1
), wobei zwischendurch
auch
teilstatio
näre Aufenthalte respektive Behandlungen statt
gefunden
hätten
(vgl. E.
3.1.1 und E. 3.5).
Ausserdem erfolge eine pharmako
logische Behandlung (vgl.
Urk.
10/172 S. 10)
. Diesbezüglich empfehle er
eine Ergänzung der Psycho
pharmakotherapie mit einem antriebssteigernden Anti
depressivum morgens
, wobei eine die Arbeits
fähigkeit steigernde Verbesserung
auch dadurch
nicht zu erwarten sei
(Urk.
10/172 S. 13)
.
Angesichts dessen, dass der Beschwerdeführer in regel
mässi
ger psychiatrisch-psychothera
peutischer Behandlung steht, ist ein Leidens
druck ersichtlich.
Aufgrund
der Tatsache, dass der psychiatrische Gut
achter eine Anpassung der Psycho
pharmako
therapie für notwendig erachtete,
wenn gemäss
Dr.
Z._
auch
nur
zur
Erhaltung der 50%
igen Arbeitsfähigkeit,
und
vor dem Hintergrund, dass die behandelnden Ärzte auf eine rückläufige depressive Symp
tomatik infolge psycho
thera
peutischer Gespräche im Rahmen der teilstationären Behandlung hinwiesen (vgl. E. 3.5),
ist
die Möglichkeit einer
Verbesserung der depressiven Symptomatik nicht gänzlich auszu
schliessen
.
4.3.2
Hinsichtlich der Gesamtbetrachtung
der Wechselwirkungen und sonstigen Be
züge der psychischen Störung zu sämtlichen begleitenden krankheitswertigen Störungen (Indikator «Komorbiditäten») ist festzuhalten, dass Störungen unab
hängig von ihrer Diagnose bereits dann als rechtlich bedeutsame Komorbidität in Betracht fallen, wenn ihnen im konkreten Fall ressourcenhemmende Wirkung bei
zumessen ist (BGE 143 V 418 E. 8.1).
Eine Persönlichkeitsstörung wurde vom Gutachter ausdrücklich verneint (
Urk.
10/172 S. 12).
Indess
wird den
körperli
chen Beschwerden Einfluss auf
die Leistungsfähigkeit beigemessen.
4.3.3
Der Beschwerdeführer verfügt über sehr wenig soziale Kontakte. Im Rahmen der Begutachtung habe er angegeben,
abgesehen von seinem Sohn und seinen Geschwistern mit niemandem Kontakt zu pflegen. Von seinen Kollegen habe er sich zurückgezogen (
Urk.
10/172 S. 10).
Dr.
Z._
erkannte erhebliche Rück
zugstendenzen im Rahmen der Depression (
Urk.
10/172 S. 12).
Der Beschwerde
führer gab an, oft TV zu schauen und je nach Laune auch mal Musik zu hören. Ausserdem habe er angefangen Velo zu fahren, um nicht nur zu Hause zu weilen (
Urk.
10/172 S. 10).
Was die sozialen Aktivitäten betrifft, sind diese zwar
bis zu einem gewissen Grad
eingeschränkt, der Beschwerde
führer verfügt indessen über eine hohe Motivation zur beruflichen Wieder
eingliederung. So
äusserte
der Beschwerde
führer
gegenüber dem Gutachter, die Beschäftigung in der
Y._
tue ihm gut und lenke ihn von seinen Problemen ab. Er gehe gerne dorthin. Sitze er bloss zu Hause, fühle er sich schlechter. Deshalb sei sein Ziel, ganztätig im
Y._
zu arbeiten, gegenwärtig fühle er sich jedoch nicht in der Lage, mehr als 60 % an der Arbeitsstelle präsent zu sein (
Urk.
10/172 S. 9).
Im Übrigen ist der Beschwerde
führer in der Lage, seinen Alltag selbständig zu bewältigen.
Damit enthält der soziale Lebenskontext (Komplex
«
sozialer Kontext
»
; vgl. BGE
141
V
281 E. 4.3.3) durchaus Ressourcen, auf die
der Beschwerdeführer
zurückgreifen kann
.
Hinsichtlich des Gesichtspunkts
der
gleichmässige
n
Einschränkung des Aktivi
tätsniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen ist festzuhalten, dass aus dem Gutachten hervorgeht, dass
die erhobenen Untersuchungsbefunde mit den
anamnestischen Angaben bezüglich Aktivitätsniveaus des Beschwerdeführers übereinstimmen (
Urk.
10/172 S. 15), mithin auch die sozialen Aktivitäten mässig beeinträchtigt sind. Fest steht, dass der Beschwerdeführer zwar nur über wenige soziale Kontakte verfügt, dennoch gewissen Aktivitäten nachgehen kann.
4.4
Bei gesamthafter Betrachtung aller massgeblicher Indikatoren konnte der psychi
atrische Gutachter daher schlüssig darlegen, dass der Beschwerdeführer infolge der
chronifizierten
depressiven Störung mässig eingeschränkt ist, er indes auch über Ressourcen verfügt, die ihn befähigen sollten, auf dem ersten Arbeitsmarkt zu 50
%
einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Die gutachterlich attestierte Teilar
beitsunfähigkeit erscheint daher ausgewiesen. Auch wenn gewisse Hinweise darauf bestehen, dass das psychische Leiden sich durch Anpassung der Behand
lung verbessern liesse, schliesst dies per se nach neuster Rechtsprechung eine invalidenversicherungsrelev
ante Beeinträchtigung nicht aus.
5.
5.1
Der in der angefochtenen Rentenverfügung vom
7.
Dezember 2017 (
Urk.
2) dar
gelegte Einkommensvergleich wurde vom Beschwerdeführer nicht in Frage gestellt. Da die Beschwerdegegnerin jedoch davon ausging, dass der Beschwerde
führer - entgegen der gutachterlichen Einschätzung (vgl. E. 3.2.2) - in einer angepassten Tätigkeit aus somatischer Sicht 100 % arbeitsfähig sei,
bleibt zu prü
fen
, wie sich die gutachterlich attestie
rte 50
%ige Arbeitsfähigkeit in einer ange
passten Tätigkeit
in erwerblicher Hinsicht auswirkt.
5.2
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommens
ver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts
grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
5.3
5.3.1
Angesichts der Tatsache, dass der Beschwerdeführer seine selbständige Tätigkeit in der Metallbaubranche aus wirtschaftlichen Gründen aufgab und danach bei unterschiedlichen Arbeitgebern tätig war (vgl. IK-Auszug,
Urk.
10/131), ist nicht zu beanstanden, dass
sich
die Beschwerdegegnerin für die Berechnung des
Vali
deneinkommens
auf die Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch heraus
gegebenen Lohnstrukturerhe
bungen (LSE) abstützte.
Hierbei zog sie
das standardisierte monatliche Einkommen für männliche Arbeitskräfte von
Fr.
5'911.-- (LSE 2016, Tabelle TA1,
Ziff.
41-43,
Baugewerbe,
Kompetenzniveau 2, Männer) heran. Das standardisierte monatliche Einkommen von Fr. 5'911.-- ist unter Berücksichtigung der durchschnittlichen Arbeitszeit im Jahr 2016 von 41,
4
Stunden pro Woche (vgl. Bundesamt für Statistik, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, Q
30
) auf ein Jahreseinkommen von
Fr. 73'414.62
(
Fr.
5'911.-- x
12 :
40 x 41,
4
) hochzurechnen.
5.3.2
Angesichts dessen, dass dem Beschwerdeführer ab Januar 2016 eine angepasste Tätigkeit zu
50
% zumutbar war, ist ab diesem Zeitpunkt für die Bemessung des Invalideneinkommens ebenfalls auf Tabellenlöhne abzustellen. Da körperlich leichte Arbeiten nicht nur auf den Sektor 3 (Dienst
leistungen) beschränkt sind, kann das standardisierte monatliche Einkommen für männliche Hilfskräfte gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch her
ausgegebenen Lohnstruk
turerhebungen von Fr. 5'
340
.-- (LSE
2016
, TOTAL in der Tabelle TA1, Kompe
tenzniveau 1, Männer) heran
gezogen werden.
Das standardisierte monatliche Einkommen von Fr. 5'340.-- ist unter Berücksichtigung der durchschnittlichen Arbeitszeit im Jahr 2016 sowie einer Leistungseinschränkung von
50
% auf ein Jahreseinkommen von
Fr. 33'401.70
(
Fr.
5'340.-- x
12 :
40 x 41,7 x 0.
5
)
hochzu
rechnen
.
5.3.3
Wird das
Va
lideneinkommen
von Fr. 73'414.62
dem Invalideneinkommen gegen
übergestellt, resultiert eine E
rwerbseinbusse von Fr. 40'012.92
oder ein Invalidi
tätsg
rad von gerundet 55
%.
5.4
Aufgrund der aus somatischen Gründen bis Ende 2015 ausgewiesenen vollen Arbeitsunfähigkeit (E. 3.2.2) entstand sechs Monate nach der Anmeldung Anspruch auf eine ganze Rente. Die Verbesserung der Erwerbsfähigkeit ab Januar 2016 führt in Anwendung von Art. 88a Abs. 1 IVV ab 1. April 2016 zum Anspruch auf eine halbe Invalidenrente.
Damit erweist sich die Beschwerde als begründet. Die Verfügung vom 7. Dezem
ber 2017 ist insoweit aufzuheben, als sie ab 1. April 2016 einen Rentenanspruch verneint, und es ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer ab 1. April 2016 Anspruch auf eine halbe Invalidenrente hat.
6.
6.1
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 700.-- anzusetzen. Ausgangsgemäss sind sie der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
6.2
Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 61
lit
. g ATSG), welche praxisgemäss dem bestellten unentgeltlichen Rechtsbeistand direkt auszubezahlen ist.
Wird eine Entschädigung beansprucht, reicht die Partei dem Gericht vor dem En
dentscheid eine detaillierte Zusammenstellung über ihren Zeitaufwand und ihre Barauslagen ein. Im Unterlassungsfall setzt das Gericht die Entschädigung nach Ermessen fest (
§
8 in Verbindung mit
§
9 der Verordnung über die Gebühren, Kosten und Entschädigungen vor dem Sozialversicherungsgericht;
GebV
SVGer
). Trotz dem entsprechenden Hinweis in der gerichtlichen Verfügung vom
5. März 2018
(
Urk.
1
1
) hat der unentgeltliche Rechtsvertreter keine Kosten
note ein
gereicht. Seine Entschädigung ist daher von Amtes wegen festzusetzen. Unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses sowie
der Tatsache, dass Rechtsanwalt Jürg
Leimbacher
den Be
schwer
de
führer bereits im Verwaltungsverfahren vertreten hat und ihm die Akten somit weitge
hend bekannt waren, ist die ihm auszuzahlende Parteientschädigung auf
Fr. 1
‘
200
.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwert
steuer)
festzusetzen
.