Decision ID: 6bb771fd-843c-497d-a446-28b5d41db947
Year: 2015
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Roland Zahner, Studer Anwälte AG, Haupt-
strasse 11a, Postfach 2125, 8280 Kreuzlingen,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
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Beschwerdegegnerin,
betreffend
Rentenrevision (Einstellung 6a)
Sachverhalt:
A.
A.a A._ meldete sich am 6. Mai 2003 zum Bezug von Leistungen der
Invalidenversicherung an (IV-act. 1). Mit Verfügung vom 22. Januar 2004 sprach die IV-
Stelle des Kantons St. Gallen der Versicherten ab 1. März 2003 eine ganze IV-Rente
basierend auf einem Invaliditätsgrad von 100% zu (IV-act. 18 und 20). Dabei stützte sie
sich auf den Bericht von Dr. med. B._, FMH Allgemeine Medizin, vom 21. Mai 2003,
in welchem dieser mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit den Verdacht auf ein
Fibromyalgiesyndrom, differentialdiagnostisch somatoforme Schmerzstörung festhielt;
ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit hielt er multiple Angiolipome sowie ein
Leberhämangiom im Segment VII fest; die Versicherte sei wegen subjektiv
unerträglichen Schmerzen seit 13. März 2002 100% arbeitsunfähig (IV-act. 10). Dr.
med. C._, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, diagnostizierte im Bericht
vom 8. Juli 2003, ein Fibromyalgiesyndrom, eine Somatisierungsstörung (ICD-10:
F45.0) und eine histrionische Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F60.4); die Versicherte
sei zu 100% arbeitsunfähig. Wegen andauernder Unruhe und Agitiertheit durch multiple
Beschwerden und theatralischem Verhalten sei sie keinem Arbeitsumfeld zumutbar (IV-
act. 12).
A.b Mit Mitteilung vom 3. Juli 2006 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, dass bei
einer Überprüfung des Invaliditätsgrades keine Änderung festgestellt worden sei. Bei
einem Invaliditätsgrad von 100% bestehe weiterhin Anspruch auf die bisherige
Invalidenrente (IV-act. 48).
A.c Im Juli 2011 leitete die IV-Stelle eine Revision ein (IV-act. 51). Dr. B._ berichtete
am 19. Oktober 2011 über einen unveränderten Gesundheitszustand (IV-act. 56). Dr.
C._ ging im Bericht vom 28. Dezember 2012 unverändert von einer 100%igen
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Arbeitsunfähigkeit aus; er diagnostizierte zusätzlich eine rezidivierende depressive
Störung schwankenden Ausmasses (ICD-10: F33.11) seit ca. 2009, aktuell
mittelgradige Ausprägung (IV-act. 60).
A.d Im Auftrag der IV-Stelle wurde die Versicherte am 20. und 21. November 2011 im
Zentrum für Interdisziplinäre Medizinische Begutachtungen AG (ZIMB) untersucht. Im
Gutachten vom 10. Februar 2013 (ZIMB-Gutachten) wurde keine Diagnose mit Einfluss
auf die Arbeitsfähigkeit gestellt. Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit wurde ein
generalisiertes Schmerzsyndrom ohne organisches Korrelat im Sinne einer anhaltenden
somatoformen Schmerzstörung (ICD-10: F45.4), ein episodischer Kopfschmerz, nicht
sicher ätiologisch einordbar (Differenzialdiagnose: Spannungskopfschmerzen, Migräne,
medikamentös induzierte Kopfschmerzen, Clusterheadache), eine Hemihypästhesie
rechts ohne sichere organische Ursache (Differentialdiagnose: funktionell), eine
Lipomatosis cutis bei Status nach Exzision mehrerer kutaner Angiolipome sowie
Adipositas Grad I bei BMI von 31.4 kg/m und hypertonen Blutdruckwerten
diagnostiziert. Sowohl in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Metallarbeiterin bzw.
Reinigungskraft als auch in allen entsprechenden Verweistätigkeiten wurde ihr eine
uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit attestiert (IV-act. 72).
A.e Mit Vorbescheid vom 25. März 2013 stellte die IV-Stelle der Versicherten in
Aussicht, die Rente aufzuheben. Es habe ein pathogenetisch-ätiologisch unklares
syndromales Leiden ohne nachweisbare organische Grundlage zur Rentenzusprache
geführt. Den medizinischen Unterlagen seien keine objektivierbaren anatomischen
Befunde zu entnehmen, welche aus versicherungsmedizinischer Sicht eine dauerhafte
Arbeitsunfähigkeit begründen würden. Es würden auch keine Anhaltspunkte für eine
psychiatrische Komorbidität oder sonstige schweren Funktionseinschränkungen
vorliegen. Zudem würden keine weiteren Kriterien in erheblichem Ausmass vorliegen,
die eine Schmerzüberwindbarkeit in Frage stellen würden. Somit bestehe für die
Zukunft kein Anspruch mehr auf eine Invalidenrente (IV-act. 77). Mit Schreiben vom 26.
März 2013 bot die IV-Stelle der Versicherten Unterstützung beim Wiedereinstieg ins
Berufsleben an (IV-act. 78).
A.f Mit Einwand vom 25. April 2013 und nachgereichter Begründung vom 6. Mai 2013
beantragte die Versicherte die Aufhebung des Vorbescheids vom 25. März 2013. Es sei
2
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ihr die bisherige Rente weiterzugewähren. Eventualiter seien weitere medizinische
(psychiatrische) Abklärungen zu treffen. Subeventualiter seien ihr
Eingliederungsmassnahmen (Integrationsmassnahmen zur beruflichen Eingliederung,
Berufsberatung, Umschulung oder Arbeitsvermittlung) zu gewähren (IV-act. 82 und 84).
Die Versicherte legte einen Bericht von Dr. C._ vom 30. April 2013 bei, in welchem
dieser das ZIMB-Gutachten in diversen Punkten kritisierte (IV-act. 84-6 ff.).
A.g Mit Verfügung vom 17. Juli 2013 hielt die IV-Stelle am Vorbescheid vom 25. März
2013 fest und hob die Rente mit Beginn des zweiten Monats nach Zustellung der Ver
fügung auf (IV-act. 86).
B.
B.a Gegen diese Verfügung richtet sich die vorliegend zu beurteilende Beschwerde
vom 4. September 2013. Die Beschwerdeführerin beantragt unter Kosten- und
Entschädigungsfolge die Aufhebung der Verfügung vom 17. Juli 2013. Ihr sei weiterhin
eine ganze Rente der Invalidenversicherung auszurichten. Eventualiter sei die
Angelegenheit an die Beschwerdegegnerin zur weiteren Abklärung zurückzuweisen. Sie
begründet dies im Wesentlichen damit, dass massive Zweifel an der Seriosität und
Unabhängigkeit des federführenden Hauptgutachters, Dr. med. D._, bestünden.
Weiter macht sie diverse Mängel am ZIMB-Gutachten geltend (act. G 1). Der
Beschwerde war ein Bericht von Dr. C._ vom 14. August 2013 beigelegt (act. G 1.3).
B.b Mit Beschwerdeantwort vom 21. November 2013 beantragt die
Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Sie stellt sich auf den
Standpunkt, dass kein Anlass bestehe, von der Einschätzung der Gutachter
abzuweichen. Insbesondere der begutachtende Psychiater habe seine
Schlussfolgerungen in Kenntnis und nach ausführlicher Auseinandersetzung mit den
Angaben des behandelnden Psychiaters abgegeben (act. G 6).
B.c Mit Replik vom 13. Januar 2014 hält die Beschwerdeführerin vollumfänglich an der
Beschwerde fest (act. G 8). Die Beschwerdegegnerin verzichtete mit Schreiben vom
23. Januar 2014 auf die Einreichung einer Duplik (act. G 10).

Erwägungen:
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1.
Zwischen den Parteien ist die Renteneinstellung umstritten.
2.
2.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei der Rentenaufhebung einzig auf lit. a der
Schlussbestimmungen der Änderung vom 18. März 2011 des Bundesgesetzes über die
Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20, 6. IV-Revision), wonach Renten, die bei
pathogenetisch-ätiologisch unklaren syndromalen Beschwerdebildern ohne
nachweisbare organische Grundlage gesprochen wurden, innerhalb von drei Jahren
nach Inkrafttreten dieser Änderung unter dem Gesichtspunkt der seit BGE 130 V 352
verschärften Praxis neu überprüft werden. Sind die Voraussetzungen nach Art. 7 des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR
830.1; Erwerbsunfähigkeit) nicht erfüllt, so wird die Rente herabgesetzt oder
aufgehoben, auch wenn der Tatbestand von Art. 17 Abs. 1 ATSG nicht verwirklicht ist.
2.2 Nach BGE 140 V 197, E. 6.2.3 sind vom Anwendungsbereich von lit. a der
Schlussbestimmungen der 6. IV-Revision laufende Renten nur auszunehmen, wenn
und soweit sie auf erklärbaren Beschwerden beruhen. Lassen sich unklare
Beschwerden von erklärbaren Beschwerden trennen, können die
Schlussbestimmungen auf erstere Anwendung finden.
2.3 Ausgangspunkt für die Bemessung der Invalidität bildet die Frage, ob und in
welchem Ausmass es einer versicherten Person zumutbar ist, trotz ihres
Gesundheitsschadens ein Erwerbseinkommen zu erzielen. In Art. 7 Abs. 2 ATSG, der
mit der 5. IVG-Revision am 1. Januar 2008 in Kraft getreten ist, wird festgelegt, dass
eine Erwerbsunfähigkeit nur vorliegt, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar
ist. Damit wurde gesetzlich verankert, dass die Zumutbarkeit nicht nach dem
subjektiven Empfinden der versicherten Person, sondern nach objektiven
Gesichtspunkten zu beurteilen ist. Art. 7 Abs. 2 ATSG schreibt somit auf Gesetzesstufe
das Erfordernis der Objektivierbarkeit fest, was seit jeher galt (BGE 135 V 215 E. 7.3).
3.
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3.1 In einem ersten Schritt ist zu prüfen, ob die der Beschwerdeführerin
zugesprochenen Rentenleistungen auf einem pathogenetisch-ätiologisch unklaren
syndromalen Beschwerdebild ohne nachweisbare organische Grundlage gesprochen
wurden.
3.2 Die ursprüngliche Rentenzusprache (Verfügung vom 22. Januar 2004, IV-act. 18
und 20) stützte sich in medizinischer Hinsicht auf die Beurteilungen des Hausarztes Dr.
B._ und des behandelnden Psychiaters Dr. C._.
3.3 Im Arztbericht vom 21. Mai 2003 diagnostizierte Dr. B._ den Verdacht auf ein
Fibromyalgiesyndrom mit der Differentialdiagnose somatoforme Schmerzstörung. Er
berichtete, dass die Beschwerdeführerin von rasch zunehmenden Schmerzen vorerst
im Rücken-Nackenbereich, dann in Beinen und Armen, jetzt generalisiert berichte. Seit
der frühen Jugend würden multiple Lipome (histologisch Angiolipome) bestehen,
welche die Beschwerdeführerin sehr beunruhigen würden, sie reagiere praktisch
neurotisch darauf. Sie fühle sich seit Januar 2002 zu 100% arbeitsunfähig bedingt
durch schwere invalidisierende Schmerzen. Sie sei völlig überzeugt, die Schmerzen
seien direkte Folge ihrer multiplen subcutanen Lipome, welche jedoch diagnostiziert als
Angiolipome kaum einen Zusammenhang mit dem Krankheitsbild hätten. Aus
hausärztlicher Sicht scheine eine schwere Schmerzverarbeitungsstörung vorzuliegen,
dies bei einer neurotisch gefärbten Persönlichkeit (IV-act. 10-1 ff.).
3.4 Im Bericht vom 16. Mai 2003 gegenüber der Krankentaggeldversicherung hielt Dr.
C._ fest, die Beschwerdeführerin wiederhole die Darbietung körperlicher Symptome
in Verbindung mit hartnäckigen Forderungen nach medizinischen Untersuchungen trotz
wiederholter negativer Ergebnisse und Versicherung der Ärzte, dass die Symptome
nicht körperlich begründbar seien. Den Versuchen, die Möglichkeit einer psychischen
Ursache zu diskutieren, widersetze sie sich hartnäckig (IV-act. 12-7). Im Arztbericht
vom 8. Juli 2003 diagnostizierte Dr. C._ ein Fibromyalgiesyndrom, eine
Somatisierungsstörung (ICD-10: F45.0) und eine histrionische Persönlichkeitsstörung
(ICD-10: F60.4; IV-act. 12-1).
3.5 Entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführerin kommt eine Rentenrevision
gestützt auf lit. a der Schlussbestimmungen nicht nur dann zur Anwendung, wenn die
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Rente ausschliesslich aufgrund unklarer Beschwerden zugesprochen wurde. Vom
Anwendungsbereich sind nur laufende Renten auszunehmen, wenn und soweit sie auf
erklärbaren Beschwerden beruhen (vgl. BGE 140 V 197 E. 6.2).
3.6 Aus den genannten Arztberichten, auf welche sich die Rentenzusprache stützte
ergibt sich, dass die zu Grunde gelegte Arbeitsunfähigkeit auf einem
Fibromyalgiesyndrom, einer Somatisierungsstörung und einer histrionischen
Persönlichkeitsstörung beruhen. Sowohl Dr. B._ als auch Dr. C._ führten in ihren
Berichten aus, dass keine körperlich begründbaren Symptome vorliegen würden,
welche die dargestellten Beschwerden rechtfertigen würden. Damit ist der Tatbestand
von Abs. 1 lit. a der Schlussbestimmungen erfüllt. Die Beschwerdegegnerin hat die
Rentenleistungen der Beschwerdeführerin zu Recht einer Überprüfung im Sinne der
Schlussbestimmungen unterzogen.
4.
4.1 Die Aufhebung der Rentenleistung gemäss lit. a der Schlussbestimmungen setzt
weiter voraus, dass bei Erlass der angefochtenen Verfügung vom 17. Juli 2013 keine
rentenbegründende Invalidität bestanden hat.
4.2 Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens, so auch einer
anhaltenden somatoformen Schmerzstörung, setzt zunächst eine fachärztlich
(psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich anerkannten
Klassifikationssystem voraus. Wie jede andere psychische Beeinträchtigung begründet
indes auch eine diagnostizierte anhaltende somatoforme Schmerzstörung als solche
noch keine Invalidität. Vielmehr besteht nach der Auffassung des Bundesgerichts eine
Vermutung, dass die somatoforme Schmerzstörung oder ihre Folgen mit einer
zumutbaren Willensanstrengung überwindbar sind. Bestimmte Umstände, welche die
Schmerzbewältigung intensiv und konstant behindern, können den Wiedereinstieg in
den Arbeitsprozess unzumutbar machen, weil die versicherte Person alsdann nicht
über die für den Umgang mit den Schmerzen notwendigen Ressourcen verfügt. Ob ein
solcher Ausnahmefall vorliegt, entscheidet sich im Einzelfall anhand verschiedener
Kriterien. Im Vordergrund steht die Feststellung einer psychischen Komorbidität von
erheblicher Schwere, Ausprägung und Dauer. Massgebend sein können auch weitere
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Faktoren, so: chronische körperliche Begleiterkrankungen; ein mehrjähriger
chronifizierter Krankheitsverlauf mit unveränderter oder progredienter Symptomatik
ohne länger dauernde Rückbildung; ein sozialer Rückzug in allen Belangen des Lebens;
ein verfestigter, therapeutisch nicht mehr beeinflussbarer innerseelischer Verlauf einer
an sich missglückten, psychisch aber entlastenden Konfliktbewältigung (primärer
Krankheitsgewinn; "Flucht in die Krankheit"); das Scheitern einer konsequent
durchgeführten ambulanten oder stationären Behandlung (auch mit unterschiedlichem
therapeutischem Ansatz) trotz kooperativer Haltung der versicherten Person. Je mehr
dieser Kriterien zutreffen und je ausgeprägter sich die entsprechenden Befunde
darstellen, desto eher sind – ausnahmsweise – die Voraussetzungen für eine
zumutbare Willensanstrengung zu verneinen. Beruht die Leistungseinschränkung auf
Aggravation oder einer ähnlichen Konstellation, liegt regelmässig keine versicherte
Gesundheitsschädigung vor. Eine solche Ausgangslage ist etwa gegeben, wenn: eine
erhebliche Diskrepanz zwischen den geschilderten Schmerzen und dem gezeigten
Verhalten oder der Anamnese besteht; intensive Schmerzen angegeben werden, deren
Charakterisierung jedoch vage bleibt, keine medizinische Behandlung und Therapie in
Anspruch genommen wird; demonstrativ vorgetragene Klagen auf den
Sachverständigen unglaubwürdig wirken; schwere Einschränkungen im Alltag
behauptet werden, das psychosoziale Umfeld jedoch weitgehend intakt ist (BGE 131 V
49 E. 1.2).
4.3 In medizinischer Hinsicht stützt sich die Beschwerdegegnerin bei der
Renteneinstellung auf das ZIMB-Gutachten vom 10. Februar 2013 (IV-act. 72). Die
Beschwerdeführerin macht diverse Einwände gegen dieses Gutachten geltend und
stützt sich dabei insbesondere auf die Stellungnahmen von Dr. C._ vom 30. April
2013 (IV-act. 84-6 ff.) und vom 14. August 2013 (act. G 1.3).
4.3.1 Die Beschwerdeführerin bringt vor, dass massive Zweifel an der Seriosität
und (finanziellen) Unabhängigkeit des federführenden Hauptgutachters, Dr. med. D._
bestünden und das ZIMB-Gutachten deshalb aus dem Recht gewiesen werden müsse.
Im Zusammenhang mit der Tätigkeit von Dr. D._ als Leiter des MZR E._ sei eine
Anklage wegen Erstellung eines falschen Gutachtens erfolgt. Auch wenn Dr. D._ vom
strafrechtlichen Vorwurf der Urkundenfälschung freigesprochen worden sei, habe das
Verfahren gegen ihn klar zu Tage gefördert, wie sehr er seine Pflichten als Gutachter
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verletzt habe. Zudem habe Dr. D._ erhebliche Schulden, welche ihn von den IV-
Stellen als ausschliessliche oder hauptsächliche Auftraggeber abhängig machen
würden (act. G 1, S. 7 f.; G 8, S. 3 f.).
4.3.2 Das ZIMB mit Dr. D._ gehört zu den Gutachterstellen, welche mit dem
Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) eine Vereinbarung geschlossen haben und
an die die Aufträge für polydisziplinäre medizinische Gutachten nach dem
Zufallsprinzip vergeben werden (vgl. Art. 72 IVV). Die allgemeinen Einwände gegen
die Seriosität von Dr. D._ vermögen von daher kaum Zweifel am vorliegenden
Gutachten zu erwecken. Die Beschwerdeführerin hat überdies auch keine konkreten
Mängel am vorliegenden ZIMB-Gutachten geltend gemacht, welche im
Zusammenhang mit der Person des Hauptgutachters Dr. D._ stehen würden. Der
Umstand, dass im Gutachten von einer internistisch-rheumatologischen Beurteilung
gesprochen wird (vgl. IV-act. 72-37) obwohl Dr. D._ kein Rheumatologe ist, vermag
insoweit keinen Zweifel zu wecken, als im Vordergrund allein psychische
Beeinträchtigungen bestehen.
4.3.3 Was die geltend gemachte fehlende wirtschaftliche Unabhängigkeit des
ZIMB anbelangt, wird auf BGE 137 V 210 verwiesen. In diesem Grundsatzurteil hat das
Bundesgericht einlässlich und in Berücksichtigung aller in Betracht fallenden
Gesichtspunkte zur Beschaffung medizinischer Entscheidungsgrundlagen durch
externe Begutachtungsinstitute Stellung genommen und diese als verfassungs- und
konventionskonform erklärt. Allein die wirtschaftliche Abhängigkeit der Medizinischen
Abklärungsstellen von der Invalidenversicherung begründet danach keine Befangenheit
des betreffenden Instituts, weshalb die entsprechenden Vorbringen des
Beschwerdeführers unerheblich sind. Mit Blick auf BGE 137 V 210 erscheint die in der
Beschwerde geübte Kritik an der ZIMB und Dr. D._ unbegründet, zumal die pauschal
erhobenen Vorwürfe betreffend fehlende Objektivität des Hauptgutachters nicht
konkret belegt werden. Hieran ändert auch die angebliche Verschuldung von Dr. D._
nichts.
bis
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4.3.4 Weiter macht die Beschwerdeführerin geltend, dass das psychiatrische
Teilgutachten die vorher gestellten psychiatrischen Diagnosen zu wenig beachte. Die
Diagnose einer histrionischen Persönlichkeitsstörung sei ohne Auseinandersetzung
verworfen worden. Trotz 12 Punkten in der Hamilton-Skala sei keine leichte depressive
Störung diagnostiziert worden. Der Diagnose einer anhaltenden somatoformen
Schmerzstörung sei die einer Somatisierungsstörung vorzuziehen (act. G 1, S. 8; IV-
act. 84-6 f.).
4.3.5 Der psychiatrische Gutachter nimmt zu sämtlichen vorher gestellten
psychiatrischen Diagnosen Stellung (IV-act. 72-38). So wurde angeführt, dass die im
Bericht vom 28. Dezember 2011 von Dr. C._ diagnostizierte histrionische
Persönlichkeitsstörung anhand des Berichts nicht nachvollziehbar sei (IV-act. 72-38)
und es wurde im Gutachten auch keine entsprechende Diagnose gestellt; wohl hat der
Gutachter die von Dr. C._ diagnostizierte Persönlichkeitsstörung nicht weiter
diskutiert. Indessen bot dessen Bericht offenbar auch zu wenig Anhaltspunkte für diese
Störung. Es wäre zwar vorteilhaft gewesen, wenn der Gutachter ausgeführt hätte,
weshalb seiner Meinung nach keine solche Störung vorliegt. Allein daraus, dass der
Gutachter nicht angibt, dass die allgemeinen Diagnosekriterien nicht gegeben sind,
können sich noch keine erheblichen Zweifel an der gutachterlichen Beurteilung
begründen. Die von Dr. C._ im Bericht vom 16. Mai 2003 diagnostizierte
Somatisierungsstörung konnte der Gutachter nachvollziehen. Demgegenüber sei die im
Bericht vom 28. Dezember 2011 angeführte Somatisierungsstörung anhand der
Beschwerdeschilderung nicht mehr nachvollziehbar, die Schmerzcharakteristik sei
eher, wie auch im Gutachten, als somatoforme Schmerzstörung einzuordnen (IV-act.
72-31). Aus dieser leicht unterschiedlichen Einordnung der Diagnosen lassen sich von
vornherein keine Zweifel an der gutachterlichen Beurteilung begründen. Auch das
Vorliegen von 12 Punkten im durchgeführten Testverfahren nach der Hamilton
Depressionsskala steht den Aussagen des psychiatrischen Gutachters, dass dies
keiner depressiven Episode von Krankheitswert entspreche, nicht entgegen. Es gilt
zudem zu berücksichtigen, dass rechtsprechungsgemäss unter Beachtung der
Divergenz von medizinischem Behandlungs- und Abklärungsauftrag es nicht angehen
kann, eine medizinische Administrativ- oder Gerichtsexpertise stets dann in Frage zu
stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden
medizinischen Fachpersonen nachher zu unterschiedlichen Einschätzungen gelangen
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oder an solchen vorgängig geäusserten abweichenden Auffassungen festhalten.
Anders verhält es sich hingegen, wenn die behandelnden medizinischen Fachpersonen
objektiv feststellbare Gesichtspunkte vorbringen, die im Rahmen der Begutachtung
unerkannt geblieben und die geeignet sind, zu einer abweichenden Beurteilung zu
führen (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007:
Sozialrechtliche Abteilung des Bundesgerichts] vom 13. März 2006, I 676/05, E. 2.4 mit
Hinweisen). Weiter ist zu beachten, dass – behandelnde und begutachtende –
Psychiater, die mit der gleichen Person als Patientin oder Explorandin in verschiedenen
Zeitpunkten und Situationen konfrontiert, zu unterschiedlichen Beurteilungen der
psychischen Beeinträchtigungen und – invalidenversicherungsrechtlich entscheidend –
deren Schweregrades mitsamt den sich daraus ergebenden Einschränkungen der
Arbeitsfähigkeit gelangen können. Diese in der Natur der Sache begründete,
weitgehend fehlende Validierbarkeit ("Reliabilität") psychiatrischer Diagnosen kann
nicht automatisch zu Beweisweiterungen bei sich widersprechenden psychiatrischen
Berichten und Expertisen führen, wenn die gutachterliche Einschätzung die
Anforderungen an beweiskräftige Gutachten erfüllt (Urteil des Bundesgerichts vom 29.
September 2009, 9C_661/09, E. 3.2). Die Beschwerdegegnerin bringt vorliegend
jedoch keine objektiv feststellbaren Gesichtspunkte vor, die im Rahmen der
Begutachtung unerkannt geblieben sind. Aus der abweichenden Beurteilung von Dr.
C._ ist somit kein Mangel am ZIMB-Gutachten abzuleiten.
4.3.6 Weiter führt die Beschwerdeführerin aus, dass aufgrund der geschilderten
Kniebeschwerden eine orthopädische Beurteilung eines Facharztes zwingend
notwendig gewesen wäre (act. G 1, S. 10). Die objektiven Befunde bei der
Untersuchung des Bewegungsapparates haben keine Einschränkungen hervorgebracht
(IV-act. 72-17 f.). Auch aus der Röntgen-Untersuchung vom 20. November 2012 gehen
keine Auffälligkeiten hervor (vgl. IV-act. 72-19). Weiterführende orthopädische
Abklärungen waren unter diesen Umständen nicht angezeigt. Zudem erstaune gemäss
Beschwerdeführerin die Angabe, dass sie aus somatischer Sicht, d.h. "internistisch-
rheumatologischer und neurologischer Sicht" in ihrer Arbeitsfähigkeit nicht
eingeschränkt sei, obwohl offenkundig kein Rheumatologe an der Begutachtung
beteiligt gewesen sei (act. G 1, S. 10). Diese Angabe im Gutachten ist zwar nicht
nachvollziehbar, da kein rheumatologischer Gutachter beteiligt war, wirkt sich jedoch
nicht weiter auf die Beweistauglichkeit des Gutachtens aus, da es sich um eine
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einmalige Erwähnung handelt und nicht explizit rheumatologische Fragestellungen
behandelt wurden.
4.3.7 Die Beschwerdeführerin bringt weiter vor, dass die Auflistung der Akten im
Gutachten unvollständig sei. Wie die Beschwerdeführerin korrekt vorbringt (act. G 1,
S. 9), fehlt der IV-Arztbericht von Dr. C._ vom 28. Dezember 2011 (IV-act. 60) in der
Auflistung der Akten. Dass dieser Bericht aber dennoch Eingang ins ZIMB-Gutachten
gefunden hat, geht aus der Würdigung der vorliegenden Arztberichte hervor, wo explizit
auf den Bericht vom 28. Dezember 2011 von Dr. C._ Bezug genommen wird (IV-act.
72-38). Somit begründet dies keinen erheblichen Mangel am Gutachten.
4.3.8 Die Beschwerdeführerin bemängelt weiter, dass im Gutachten die Mitteilung
des Beschlusses zuhanden der Ausgleichskasse vom 1. September 2003 (IV-act. 17)
zitiert worden sei anstatt die tatsächliche Verfügung vom 22. Januar 2004 (IV-act. 20)
und dass der Invaliditätsgrad mit 13% angegeben worden sei (act. G 1, S. 9 f.). Bei der
Angabe des Invaliditätsgrades von 13% anstatt den korrekten 100% handelt es sich
offensichtlich um einen Schreibfehler, welcher keinen Einfluss auf das Gutachten hat.
Für das Gutachten ist es zudem nicht erheblich, ob die inhaltlich gleiche Mitteilung des
Beschlusses zuhanden der Ausgleichskasse oder die tatsächlich an die
Beschwerdeführerin verschickte Verfügung zitiert wurde.
4.3.9 Weiter würden massive Zweifel an der Befundung der Röntgenuntersuchung
vom 20. November 2012 bestehen. Während bei der zervikalen Kernspintomographie
vom 11. November 2010 "leichtgradige Bandscheibendegenerationen mit kleinen
Protrusionen HWK 4 bis HWK 6 festgestellt" worden seien, seien "heute" angeblich
keine degenerativen Veränderungen mehr sichtbar. Zudem habe der Hausarzt der
Beschwerdeführerin mitgeteilt, dass sie einen Bandscheibenschaden habe, welcher die
Rückenschmerzen im Kreuzbereich verursachen würde (act. G 1, S. 10). Die
unterschiedlichen Ergebnisse lassen sich möglicherweise auf die unterschiedlichen
angewendeten Verfahren zurückführen. So ist es möglich, dass bei der zervikalen
Kernspintomographie genauere Ergebnisse als bei der Röntgenuntersuchung erreicht
wurden. Diesbezüglich ist auch zu berücksichtigen, dass bei der zervikalen
Kernspintomographie lediglich eine leichtgradige Bandscheibendegeneration mit
kleinen Protrusionen HWK4 bis HWK6 ohne signifikante Duralschlauchimpression oder
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mechanische Nervenkompression festgestellt wurde (IV-act. 72-21). Diese bekannten
Untersuchungsergebnisse wurden von den Gutachtern mitberücksichtigt. Ein Mangel
an der Röntgen-Untersuchung oder am Gutachten wird daraus nicht ersichtlich.
4.3.10 Zudem sei die retrospektive gutachterliche Beurteilung klar nicht haltbar und
in sich offensichtlich widersprüchlich, wenn die Gutachter ihrerseits festhielten, es
könne mit überwiegender Wahrscheinlichkeit angenommen werden, die
Beschwerdeführerin sei auch früher nie längerfristig in ihrer Arbeitsfähigkeit
eingeschränkt gewesen, und andererseits anführten, dass die von "Dr. C._ im Bericht
vom 28. Dezember 2011" postulierte volle Arbeitsunfähigkeit nachvollziehbar sei (act. G
1, S. 11). Diese Aussagen im ZIMB-Gutachten bilden nicht zwingend einen
Widerspruch. So führten die Gutachter aus, dass die von Dr. C._ im Bericht vom 28.
Dezember 2011 diagnostizierte rezidivierende depressive Störung schwankenden
Ausmasses mit somatischem Syndrom, agitierten Charakters, derzeit mittelgradige
Ausprägung (ICD-10: F33.11), nicht nachvollziehbar sei. Es liege keine rezidivierende
depressive Störung vor, würden doch keine Phasen beschrieben, in denen während
mindestens 2 Monaten keine deutliche affektive Störung gegeben gewesen sei. Die von
Dr. C._ beschriebene depressive Symptomatik, die als mittelgradig einzustufen sei
und zu einer vollen Arbeitsunfähigkeit geführt habe, sei jedoch nachvollziehbar. Das
psychische Zustandsbild habe sich mittlerweile aber deutlich gebessert, so dass zum
Untersuchungszeitpunkt keine depressive Symptomatik mehr vorliege. Auch die
Beschwerdeführerin berichte, dass es ihr psychisch deutlich besser als früher gehe (IV-
act. 72-38). Damit kommen die Gutachter offensichtlich zum Schluss, dass die
Beschwerdeführerin für eine gewisse Zeit in der Arbeitsfähigkeit eingeschränkt
gewesen sei, dass diese Einschränkung jedoch nicht längerfristig bestanden habe.
Nachdem vorliegend nicht der retrospektive, sondern der aktuelle (Zeitpunkt der
Begutachtung bzw. Verfügungszeitpunkt) Gesundheitszustand für die Beantwortung
der IV-rechtlichen Fragen entscheidend ist, kann die retrospektive Beurteilung offen
bleiben.
4.3.11 Zusammenfassend bestehen keine erheblichen Zweifel an dem auf
umfassenden Untersuchungen beruhenden, in Kenntnis der vollständigen Aktenlage
und in Berücksichtigung des gesamten Leidensbildes ergangenen, nachvollziehbaren
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ZIMB-Gutachten vom 10. Februar 2013. Es besteht kein Bedarf für die Vornahme
weiterer medizinischer Abklärungen.
4.4 Gegen die gutachterliche Sichtweise wendet Dr. C._ ein, dass mit der
histrionischen Persönlichkeitsstörung eine psychische Komorbidität vorliege. Ferner
seien die Foerster-Kriterien teilweise erfüllt, es liege eine chronische Begleiterkrankung
(Lipomatosis cutis bei Status nach Exzision mehrerer kutaner Angiolipome) und ein
unbefriedigender Behandlungsverlauf trotz konsequent durchgeführter ambulanter und/
oder stationärer Behandlungsbemühungen vor (IV-act. 84-7).
4.4.1 Der psychiatrische Gutachter verneint das Bestehen einer psychischen
Komorbidität (IV-act 72-32). Dr. C._ stützte die psychische Komorbidität auf die
histrionische Persönlichkeitsstörung (IV-act. 84-7). Wie bereits aufgezeigt wurde, liegt
dem ZIMB-Gutachten folgend keine histrionische Persönlichkeitsstörung vor, somit ist
das Vorliegen einer psychischen Komorbidität zu verneinen.
4.4.2 Gemäss psychiatrischem Gutachter sei eine chronische Begleiterkrankung
und ein mehrjähriger Krankheitsverlauf bei unveränderter oder progredienter
Symptomatik ohne längerfristige Remission zu verneinen (IV-act. 72-32). Dr. C._ hält
dem entgegen, dass mit der Lipomatosis cutis bei Status nach Exzision mehrerer
kutaner Angiolipome eine chronische Begleiterkrankung vorliege (IV-act. 84-7). Die
Lipomatosis cutis wurde jedoch bei den Nebendiagnosen ohne Einfluss auf die
Arbeitsfähigkeit aufgeführt (IV-act. 72-32), womit nach der bundesgerichtlichen
Rechtsprechung das Vorliegen einer körperlichen Begleiterkrankung von erheblicher
Schwere, Intensität und Ausprägung zu verneinen ist (vgl. BGE 137 V 64 E. 5.2).
4.4.3 Der psychiatrische Gutachter verneint das Vorliegen des Kriteriums des
sozialen Rückzugs (IV-act. 72-32). Die Beschwerdeführerin habe oft Kontakt mit den
Familienangehören in F._ über Skype und treffe sich regelmässig mit Kolleginnen und
verbringe den Abend mit diesen (IV-act. 72-27). Das Kriterium ist daher nicht erfüllt.
4.4.4 Der psychiatrische Gutachter führte aus, dass es keine Hinweise für einen
primären Krankheitsgewinn, d.h. einen verfestigten, therapeutisch nicht mehr
angehbaren innerseelischen Verlauf einer an sich missglückten, psychisch aber
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entlastenden Konfliktbewältigung gebe (IV-act. 72-32). Dr. C._ äusserte sich nicht zu
diesem Kriterium. Das Vorliegen dieses Kriteriums ist auch nicht ersichtlich.
4.4.5 Gemäss dem psychiatrischen Gutachter liege ein unbefriedigender
Behandlungsverlauf trotz konsequent durchgeführter ambulanter und/oder stationärer
Behandlungsbemühungen vor und es gebe keine Hinweise für die fehlende Motivation
der Versicherten, so dass dieses Kriterium erfüllt sei (IV-act. 72-32). Auch gemäss Dr.
C._ sei dieses Kriterium erfüllt (IV-act. 84-7). Damit ist zwar ein Foerster-Kriterium
erfüllt, dies genügt jedoch vorliegend nicht um eine Unüberwindbarkeit der
somatoformen Schmerzstörung zu begründen.
4.5 Zusammenfassend ist eine Unüberwindbarkeit der somatoformen
Schmerzstörung zu verneinen. Es ist gestützt auf das beweistaugliche ZIMB-Gutachten
von einer uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin auszugehen.
Damit ist offensichtlich auch kein Rentenanspruch mehr gegeben.
5.
Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen. Das Beschwerdeverfahren ist
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom
Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG).
Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint in der vorliegend zu beurteilenden
Angelegenheit als angemessen. Der unterliegenden Beschwerdeführerin ist die
Gerichtsgebühr in der Höhe von Fr. 600.-- aufzuerlegen. Der geleistete
Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist ihr daran anzurechnen. Ausgangsgemäss hat die
Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP