Decision ID: a95ca2fb-93d6-453b-b7a2-3508523bb631
Year: 2010
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
L._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. Monika Brenner, Paradiesstrasse 4,
9030 Abtwil SG,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
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betreffend
Rente
Sachverhalt:
A.
A.a L._ meldete sich im August 2004 zum Leistungsbezug bei der
Invalidenversicherung an (IV-act. 6). Im Bericht vom 20. September 2004
diagnostizierte Dr. med. A._, Allgemeine Medizin FMH, beim Versicherten
therapieresistente lumbale Schmerzen bei Diskushernie L5/S1 und den Verdacht auf
eine periphere Polyneuropathie. In der Tätigkeit als Landwirt sei seit 13. Mai 2004 eine
Arbeitsunfähigkeit von 70 % gegeben (IV-act. 9). Nach Durchführung von weiteren
Abklärungen (IV-act. 33) teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit Verfügung vom 14.
Februar 2006 mit, zur Zeit seien berufliche Massnahmen nicht angezeigt, da in erster
Linie die Erwerbstätigkeit auf dem landwirtschaftlichen Hof Priorität habe. Das
Leistungsbegehren werde daher abgeschrieben (IV-act. 38). Mit Verfügung vom 16.
März 2006 sprach die IV-Stelle dem Versicherten eine Viertelsrente ab Februar 2005
auf der Basis eines IV-Grades von 40 % zu mit dem Hinweis, dass in der Tätigkeit als
Landwirt eine Einschränkung von 40 % ermittelt worden sei (IV-act. 43). Gegen diese
Verfügung liess der Versicherte durch Rechtsanwältin Dr. Monika Brenner, Abtwil, am
3. Mai bzw. 30. November 2006 Einsprache erheben (IV-act. 44, 72).
A.b Am 16. Juli 2007 teilte die IV-Stelle der Rechtsvertreterin des Versicherten den
Widerruf der Verfügung vom 16. März 2006 mit und stellte weitere Abklärungen in
Aussicht (IV-act. 127). Die Viertelsrente wurde weiterhin ausgerichtet (vgl. IV-act. 144).
Nach Durchführung einer medizinisch-rheumatologischen Begutachtung einschliesslich
EFL-Abklärung (IV-act. 142) eröffnete die IV-Stelle der Rechtsvertreterin mit
Vorbescheid vom 3. April 2008 die sofortige Renteneinstellung mit der Begründung,
dass in einer leidensadaptierten (leichten und mittelschweren) Tätigkeit eine 100 %ige
Arbeitsfähigkeit bestehe. Somit könne der Versicherte in etwa das gleiche
Erwerbseinkommen erzielen wie bisher (IV-act. 153). Nachdem die Rechtsvertreterin
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des Versicherten hierzu Stellung genommen hatte (IV-act. 160), erliess die IV-Stelle am
25. Juni 2008 eine Verfügung im Sinne des Vorbescheids (IV-act. 162).
B.
B.a Gegen diese Verfügung erhob die Rechtsvertreterin des Versicherten mit Eingabe
vom 1. September 2008 Beschwerde mit den Anträgen, die Verfügung sei aufzuheben
und es sei dem Versicherten eine IV-Rente zuzusprechen. Die prozentuale Höhe der
Rente könne erst nach erfolgtem Beweisverfahren beziffert werden. Eventualiter sei das
Verfahren zur Abklärung des IV-Grades an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
Zur Begründung liess der Beschwerdeführer ausführen, neben der Landwirtschaft habe
er ein Zügelunternehmen betrieben, für welches er bei Bedarf aushilfsweise Hilfskräfte
eingesetzt habe. Im Jahr 2003 habe er beschlossen, von der Milchviehhaltung auf die
extensivere Mutterkuhhaltung umzustellen. Diese sei zu Beginn des Jahres 2004 in
Angriff genommen worden. Damit habe unter anderem die Mitarbeit der Ehefrau auf
dem Hof ersetzt werden sollen, da diese ab 2003 einer Teilzeitarbeit nachgegangen sei
und diese habe ausbauen wollen. Für die Mitarbeit der Ehefrau sei kein separater Lohn
abgerechnet worden. Der Wert des Lohnes der Ehefrau sei daher vom Gesamtlohn in
Abzug zu bringen. Zwischen März 2006 und März 2008 habe sich der
Gesundheitszustand des Beschwerdeführers weiter verschlechtert. Er habe weitere
Operationen über sich ergehen lassen müssen, und ein weiterer Wirbel habe versteift
werden müssen. Wenn das von der Beschwerdegegnerin veranlasste
rheumatologische Gutachten (IV-act. 142) zum Schluss komme, dass der
Beschwerdeführer für leichte und mittelschwere Tätigkeiten arbeitsfähig sei, dann
müsse er auch für einen Teil der Tätigkeit als Landwirt arbeitsfähig sein. Die
Feststellung im Gutachten, dass der Beschwerdeführer einerseits als Landwirt zu 100
% arbeitsunfähig sei, für andere, leichte und mittelschwere Tätigkeiten jedoch zu 100
% arbeitsfähig, sei ein Widerspruch in sich. Prof. Dr. B._, Neurochirurgie FMH,
komme im Gutachten vom 13. Juli 2008 zum Schluss, dass ihm unter keinen
Umständen eine höhere Leistung als eine 50 %ige Arbeitsfähigkeit zuzumuten sei (act.
G 1.3). Bei einem stark schwankenden Einkommen wie jenem des Beschwerdeführers
sei es unerlässlich, drei bis fünf Jahresabschlüsse für die Bemessung des
Valideneinkommens heranzuziehen. Zur Berücksichtigung der Mitarbeit der Ehefrau
könne der Landwirtschaftserlös zudem noch um 10 % reduziert werden. In casu sei
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allerdings davon abzusehen. Werde ein effektives Einkommen in einer zumutbaren
Tätigkeit erzielt, so sei dieses für die Bemessung des Invalideneinkommens
heranzuziehen. Die Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers habe sich erstmals
Anfang des Jahres 2004 bemerkbar gemacht. Aufgrund des Rückenschadens sei es
ihm nicht mehr möglich gewesen, die Zügeltätigkeit, für welche er seine Landwirtschaft
auf Mutterkuhhaltung umgestellt habe, weiter auszubauen. Die Aufgabe der
Zügeltätigkeit sei invaliditätsbedingt erfolgt. Der Beschwerdeführer sei für diese
Tätigkeit zu 100 % arbeitsunfähig. Die heute vom Beschwerdeführer erledigte Arbeit
auf dem Hof könnte von einer gesunden Person ohne weiteres in Teilzeit erledigt
werden. Aufgrund seiner Behinderung sei der Beschwerdeführer bereits mit diesen
Arbeiten teilweise überfordert und müsse die Hilfe seiner Kinder und auch der Ehefrau
in Anspruch nehmen. Unter streng betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten (nach
Abzug der Erträge aus Umzügen und von Taggeldern) ergebe sich (für 2004 und 2005)
aus der landwirtschaftlichen Tätigkeit kein Einkommen mehr. Bei anderer Bewertung
der Abschreibungen könnte allenfalls von einem Invalideneinkommen von Fr. 10'000.--
ausgegangen werden. Aufgrund der Mithilfe der Ehefrau vorher und der heute
notwendigen Mithilfe der Söhne für gewisse Arbeiten sei davon auszugehen, dass
diese sich die Waage halten würden. Es sei daher bei beiden Einkommen auf eine Auf-
bzw. Abrechnung zu verzichten. Der Berufsberater habe dem Beschwerdeführer keine
adäquate (andere) Tätigkeit aufzeigen können. Aus der Diskussion mit dem
Berufsberater habe sich ergeben, dass die Tätigkeit auf dem eigenen Hof mit der
veränderten Tierhaltung dem Beschwerdeführer einen flexibleren Arbeitsplatz bieten
könne, wo er die Tätigkeiten seiner Behinderung und der Tagesform besser anpassen
könne, als dies bei den meisten anderen Tätigkeiten der Fall wäre. Nicht berücksichtigt
habe der Berufsberater in seinem Bericht das effektiv erzielte Invalideneinkommen. Der
Abklärungsbericht der landwirtschaftlichen Schule in C._ vom 7. November 2005 sei
zu ergänzen oder eventualiter neu zu verfassen: Der Beschwerdeführer habe nicht seit
Februar 2002 Rückenschmerzen, sondern seit Februar 2004. Der Betrieb sei nicht
2003/2004 auf Mutterkuhhaltung umgestellt worden, sondern 2004. Die Darstellung
über das Mass der Mitarbeit der Ehefrau im Landwirtschaftsbetrieb einerseits und im
Zügelbetrieb anderseits sei nicht korrekt. Entsprechend sei auch keine Bewertung der
Arbeitskraft vorgenommen worden. Die Vollzeitbeschäftigung der Ehefrau ausserhalb
des Hofes sei bereits früher geplant gewesen und sei 2003 teilweise und dann 2005
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voll umgesetzt worden. Von einem Rollentausch könne daher keine Rede sein. Der
Beschwerdeführer könne aufgrund seiner Behinderung die Nebenerwerbstätigkeit als
Zügelmann nicht mehr ausüben, und bedingt durch seine Behinderung könne er den
Hof mit seiner 40 %igen Arbeitsfähigkeit eben gerade bewältigen. Dementsprechend
werde auch der errechnete Zeitaufwand bestritten. Schliesslich ergebe sich nirgends
aus den Akten ein Hinweis darauf, wie der 40 %-Invaliditätsgrad errechnet worden sei.
B.b In der Beschwerdeantwort vom 14. November 2008 beantragte die
Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung führte sie unter
anderem aus, es treffe nicht zu, dass das rheumatologische Gutachten (IV-act. 142)
dem Beschwerdeführer als Landwirt eine volle Arbeitsunfähigkeit attestiere. Einzig für
körperlich schwere Tätigkeiten bestehe eine volle Arbeitsunfähigkeit. Von einer
widersprüchlichen Arbeitsfähigkeitsschätzung könne keine Rede sein. Es treffe auch
nicht zu, dass im Gutachten die Schmerzen des Beschwerdeführers ignoriert worden
seien. Im Gutachten sei die Schmerzmedikation berücksichtigt worden. Im Gegensatz
zum Bericht B._werde im rheumatologischen Gutachten nicht das Absetzen der
Medikamente, sondern eine Umstellung favorisiert. Die Schmerzen könnten nur
berücksichtigt werden, soweit ein entsprechendes somatisches Korrelat gegeben sei.
Die Arbeitsfähigkeitsschätzung im Bericht B._ sei nicht stichhaltig. Es sei davon
auszugehen, dass der Beschwerdeführer in einer körperlich leichten bis mittelschweren
Tätigkeit voll arbeitsfähig sei. Die gesundheitlichen Einschränkungen seien ab etwa
2004 aufgetreten. Aufgrund der Schwankungen könne für das Valideneinkommen auf
das durchschnittliche Einkommen gemäss IK der letzten vier Jahre abgestellt werden;
dieses betrage Fr. 51'275.--. Es sei unbestritten, dass der Beschwerdeführer als Bauer
aufgrund seiner Gesundheitsschädigung nur noch ein bescheidenes
Erwerbseinkommen in der Grössenordnung von Fr. 10'000.-- pro Jahr erzielen könne.
Weil er in einer adaptierten Tätigkeit voll arbeitsfähig sei und demnach ein deutlich
höheres Erwerbseinkommen als in der Tätigkeit als Landwirt erzielen könnte, sei es ihm
aufgrund der Selbsteingliederungspflicht zumutbar, in eine lukrativere Arbeit zu
wechseln und seine Tätigkeit als Bauer ganz aufzugeben. Das Invalideneinkommen sei
gestützt auf die Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik zu berechnen.
Ihm stünden eine Vielzahl von Stellen im Produktions- und Dienstleistungssektor offen.
Ein Leidensabzug komme nicht in Betracht.
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B.c Mit Replik vom 24. März 2009 bestätigte die Rechtsvertreterin des
Beschwerdeführers ihren Standpunkt (act. G 18). Am 10. Juni 2009 reichte sie eine
weitere Stellungnahme ein (act. G 22).

Erwägungen:
1.
Nach Art. 28 Abs. 1 IVG in der ab 1. Januar 2004 bis 31. Dezember 2007 gültig
gewesenen, hier anwendbaren Fassung besteht der Anspruch auf eine ganze
Invalidenrente, wenn die versicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad
von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem
Invaliditätsgrad von mindestens 40 % Anspruch auf eine Viertelsrente. Für die
Bestimmung des Invaliditätsgrades wird nach Art. 16 ATSG das Erwerbseinkommen,
das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der
medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte
(Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen
könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der
Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden
hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und
einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der
Invaliditätsgrad bestimmen lässt. Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen
ziffernmässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie nach Massgabe der im
Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte
miteinander zu vergleichen. Lassen sich die beiden hypothetischen
Erwerbseinkommmen nicht zuverlässig ermitteln oder schätzen, so ist in Anlehnung an
die spezifische Methode für Nichterwerbstätige (Art. 27 IVV) ein Betätigungsvergleich
anzustellen und der Invaliditätsgrad nach Massgabe der erwerblichen Auswirkungen
der verminderten Leistungsfähigkeit in der konkreten erwerblichen Situation zu
bestimmen. Der grundsätzliche Unterschied des ausserordentlichen
Bemessungsverfahrens zur spezifischen Methode besteht darin, dass die Invalidität
nicht unmittelbar nach Massgabe des Betätigungsvergleichs als solchem bemessen
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wird. Vielmehr ist zunächst anhand des Betätigungsvergleichs die leidensbedingte
Behinderung festzustellen; sodann ist diese im Hinblick auf ihre erwerbliche
Auswirkung zu gewichten. Eine bestimmte Einschränkung im funktionellen
Leistungsvermögen eines Erwerbstätigen kann zwar, braucht aber nicht
notwendigerweise eine Erwerbseinbusse gleichen Umfanges zur Folge zu haben (vgl.
Art. 4 Abs. 1 IVG; BGE 104 V 135; AHI 1998, 119; BGE 128 V 29).
2.
2.1 Im Abklärungsbericht Landwirtschaft des landwirtschaftlichen Zentrums C._ vom
7. November 2005 wurde unter anderem festgehalten, im Jahr 2004 sei der Betrieb des
Beschwerdeführers, den er neben einem Zügelunternehmen geführt habe, aus nicht
behinderungsbedingten Gründen auf Mutterkuhhaltung umgestellt worden. Für den
Beschwerdeführer sei die Weiterführung des praktisch eingerichteten Betriebes eine
angepasste Tätigkeit, zumal die Söhne in der Freizeit mithelfen würden. Der
Landwirtschaftsbetrieb biete für ihn mit zeitlich unterschiedlichen Rückenbeschwerden
einen flexibleren Arbeitsplatz als die meisten anderen Tätigkeiten im
Anstellungsverhältnis. Der Beschwerdeführer könne sich ausruhen, wenn die
Behinderung dies erfordere; Schwerarbeiten könnten zunehmend von den Söhnen
erledigt werden. Die Ehefrau, welche bis März 2003 im Landwirtschaftsbetrieb
mitgearbeitet und administrative Arbeiten mit dem Umzugsgeschäft übernommen
habe, habe im März 2003 eine 30 %-Anstellung angetreten und wolle diese im Mai
2005 auf 100 % aufstocken. Mit dieser Neuorganisation habe der Beschwerdeführer
den Nebenerwerb als Zügelmann "ausgewechselt" mit der auswärtigen Anstellung der
Ehefrau. Die Neuausrichtung des Landwirtschaftsbetriebs und Verlagerung des
Nebenerwerbs hätten zur Folge, dass der Beschwerdeführer neu weitgehend im
Landwirtschaftsbetrieb ausgelastet sei und der Nebenerwerb als Zügelmann nicht
mehr möglich wäre. Die Arbeitsunfähigkeit in der Landwirtschaft, die
arbeitswirtschaftlich gut eingerichtet sei, liege bei 40 %. Der geschätzte
behinderungsbedingte Erwerbsausfall liege ebenfalls bei mindestens 40 %. Der
Beschwerdeführer wolle den Landwirtschaftsbetrieb weiterführen und wenn möglich
noch ausbauen. Dazu habe er in den letzten 15 Jahren erhebliche Investitionen
getätigt. Die Nebenbeschäftigung als Zügelmann sei primär aus zeitlichen Gründen
nicht mehr möglich. Es sei die Zusprechung einer Teilrente zu prüfen (IV-act. 33). Dr.
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med. D._, Neurochirurgie FMH, bescheinigte in den Berichten vom 24. November
2006 und 9. Januar 2007 im Nachgang zu einer Wirbelsäulenoperation im November
2006 eine volle Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers vom 13. November 2006 bis
31. März 2007 (IV-act. 75, 100). Im Bericht vom 17. April 2007 bestätigte Dr. D._ die
volle Arbeitsunfähigkeit bis auf weiteres (IV-act. 109; act. G 1.2). Am 21. Mai 2007
berichtete der Arzt, die volle Arbeitsunfähigkeit bestehe seit 6. Mai 2004. Der
Gesundheitszustand sei besserungsfähig. Eine konservative Therapie stehe im
Vordergrund. Prognostisch sei der Beschwerdeführer im Beruf als Zügelunternehmer
(voraussichtlich) bleibend arbeitsunfähig. Als Bauer sei vielleicht eine 20-30 %ige
Tätigkeit möglich, wobei Trage- und Hebearbeiten möglichst zu vermeiden seien (IV-
act. 117).
2.2 Eine Begutachtung des Beschwerdeführers durch Dr. med. E._, Rheumatologie
FMH und Physikalische Medizin, und Dr. F._, Physikalische Medizin FMH, ergab
gemäss Bericht vom 17. Oktober 2007 die Diagnose mit Auswirkung auf die
Arbeitsfähigkeit eines chronischen lumbovertebralen und linksseitigen
lumbospondylogenen Schmerzsyndroms mit Zeichen eines Schonverhaltens, der
Symptomausweitung und des Verdeutlichungsverhaltens im Rahmen einer
Anpassungsstörung. Es fänden sich klare Hinweise für eine Symptomausweitung bzw.
für eine inadäquate Schmerzverarbeitung, welche im Rahmen der in der Rehaklinik
Rheinfelden diagnostizierten Anpassungsstörung gesehen werden müsse. Gerade die
Anpassungsstörung könne erklären, warum die Therapiemassnahmen keine relevante
Schmerzlinderung brächten. Die subjektiv hohen Schmerzen hätten auch zu einem
Schonverhalten geführt, obwohl die EFL im September 2007 eine ordentliche
Belastbarkeit der Wirbelsäule aufzeige. Unter Berücksichtigung der EFL bestehe
medizinisch-theoretisch eine volle Arbeitsfähigkeit für leichte bis höchstens
mittelschwere Tätigkeiten (IV-act. 142). Diesem Begutachtungsergebnis stimmte der
RAD am 3. Dezember 2007 zu und hielt fest, die vollständige Arbeitsunfähigkeit in einer
schweren Tätigkeit gelte spätestens ab Februar 2005, dem Datum der ersten
Diskushernien-Operation. Es sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit anzunehmen,
dass sich der Gesundheitszustand spätestens ab November 2006 (zweite Operation)
verschlechtert habe. Die Arbeitsfähigkeit als Landwirt lasse sich nur anhand eines
Betätigungsvergleiches ermitteln (IV-act. 143). Dr. D._ hielt in einem Schreiben vom
23. April 2008 fest, eine Arbeitsfähigkeit in einem angepassten Beruf sei vielleicht zu
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20-30 % möglich. Auch als Landwirt sollte eine Arbeitsfähigkeit von 20-30 % für
leichtere Tätigkeiten realistisch sein (IV-act. 160-3/5).
2.3 Prof. Dr. med. B._, Neurochirurgie FMH, kam im Untersuchungsbericht vom 13.
Juli 2008 unter anderem zum Schluss, im Gutachten E._/F._ sei nicht
berücksichtigt worden, dass der Beschwerdeführer tagtäglich auf eine recht massive
Schmerzmedikation angewiesen sei. Eine solche könne schon mittelfristig zu
gesundheitlichen Problemen führen. Sie sollte abgebaut werden, was unvermeidlich zu
einer zusätzlichen Minderung der körperlichen Belastbarkeit führen werde. Die
Weltliteratur bestätigte immer wieder, dass nach einer plurisegmentalen lumbalen
Wirbelversteifung (beim Beschwerdeführer seien zwei Wirbel versteift worden) nicht
mehr als 50 % der Patienten wieder arbeitsfähig werde, und nur bei leichten Berufen
mehr als 50 %. Weder die Arbeit als Zügelunternehmer noch diejenige als Landwirt
könne als körperlich leicht oder mittelschwer eingestuft werden. Die von den
Gutachtern bescheinigte volle Arbeitsfähigkeit für leichte bis mittelschwere Tätigkeiten
sei im konkreten Fall theoretisch bzw. vollständig realitätsfremd. Was könne der
Beschwerdeführer mit seiner minderbelastbaren Lendenwirbelsäule heute konkret
anderes machen, als mit Hilfe der Familie als Landwirt so viel wie für ihn erträglich zu
arbeiten. Es stelle sich die Frage, ob es gerechter und sozialer sei, wenn der
Beschwerdeführer arbeitslos und rückenkrank vergeblich eine inexistente Arbeitsstelle
suche. Anhand der Vorgeschichte und des heutigen Zustandes halte er (Prof. B._) es
für richtig, dass der Beschwerdeführer eine Arbeitsunfähigkeit für leichte und
mittelschwere Tätigkeiten von 50 % anerkannt erhalte (act. G 1.3). Dr.
D._bescheinigte im Bericht vom 13. Januar 2009 eine 50 %ige Arbeitsunfähigkeit des
Beschwerdeführers (act. G 18.1).
3.
3.1 Zu prüfen ist vorweg, ob dem Beschwerdeführer gegebenenfalls die Aufgabe
seiner selbständigen Tätigkeit als Landwirt zugemutet werden kann. Die
Rechtsprechung leitet die Pflicht der versicherten Person zur beruflichen
Neueingliederung aus dem Gebot der Schadenminderung ab. Die versicherte Person
soll alles ihr Zumutbare unternehmen, um die erwerblichen Folgen ihres
Gesundheitsschadens bestmöglich zu mindern. Die Frage, ob und gegebenenfalls
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welche berufliche Neueingliederung von einer versicherten Person im Rahmen ihrer
Pflicht zur Schadenminderung verlangt werden kann, beantwortet sich nach dem
Grundsatz der Zumutbarkeit, der als Teilgehalt im verfassungsmässigen Grundsatz der
Verhältnismässigkeit (Art. 5 Abs. 2 BV) enthalten ist (Thomas Locher, Grundriss des
Sozialversicherungsrechts, 3. Aufl., Bern 2003, § 4 Rz 26 ff.). Von der versicherten
Person kann daher nur eine berufliche Umstellung verlangt werden, die ihr unter
Berücksichtigung der gesamten objektiven und subjektiven Gegebenheiten des
Einzelfalles zumutbar ist, d.h. es darf sich nicht um realitätsfremde und in diesem Sinne
unmögliche oder unverhältnismässige Vorkehren handeln. Für die Beurteilung der
Zumutbarkeit eines Berufswechsels sind insbesondere das Alter der versicherten
Person, die Art und Dauer ihrer bisherigen Berufstätigkeit, deren selbständige oder
unselbständige Ausübung, die mit einer beruflichen Neueingliederung verbundene
Veränderung der sozialen Stellung der versicherten Person, ihre persönlichen und
familiären Verhältnisse sowie die entsprechend grössere oder geringere Flexibilität
hinsichtlich ihres Wohn- und Arbeitsortes massgebend. Ins Gewicht fällt auch die Art
und Dauer der beanspruchten Versicherungsleistungen sowie deren Kosten. Denn die
Anforderungen an die Schadenminderungspflicht sind zulässigerweise dort strenger,
wo eine erhöhte Inanspruchnahme der Sozialversicherung in Frage steht, wie dies
beispielsweise bei Rentenleistungen an relativ junge Versicherte der Fall ist, denen in
einer neuen beruflichen Tätigkeit noch eine lange Aktivitätsperiode verbleibt (vgl.
m.w.H. das Urteil des EVG vom 23. Dezember 2004 (I 316/04], Erw. 2.2).
3.2 Der Beschwerdeführer wuchs auf dem Landwirtschaftsbetrieb auf, den er nach
Absolvierung einer landwirtschaftlichen Berufsausbildung und nach Ausübung
verschiedener kurzzeitiger Anstellungen im Jahr 1981 vorerst pachtete und 1991 zur
Selbstbewirtschaftung von seinen Eltern kaufte. 1993 nahm er eine selbständige
Nebenerwerbstätigkeit (Zügelunternehmung) auf, welche er Mitte 2004 wegen
zunehmender Rückenbeschwerden aufgab (IV-act. 33-1/4). Im Zeitpunkt der
angefochtenen Verfügung (25. Juni 2008) und auch danach war er nach wie vor als
Landwirt tätig, also bereits seit rund 27 Jahren. Er war während der Dauer seines
Erwerbslebens praktisch nie als Arbeitnehmer im eigentlichen Sinn tätig. Seine Söhne
übernehmen im Betrieb in ihrer freien Zeit insbesondere auch die schwereren Arbeiten.
Der Betrieb bietet dem Beschwerdeführer die Möglichkeit, gesundheitlich bedingte
Ruhepausen einzuschalten; insofern ist ein flexibler Einsatz der Arbeitskraft möglich
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(IV-act. 33-2/4). Weiter fällt ins Gewicht, dass der Beschwerdeführer stets deutlich
überwiegend handwerkliche Tätigkeiten ausführte und in anderen, körperlich leichteren
Tätigkeitsfeldern kaum Berufserfahrung sammelte. Der Beschwerdeführer möchte den
Betrieb auch weiterführen und tätigte in den Jahren bis 2005 und auch danach
erhebliche Investitionen. Der Berichterstatter des Abklärungsberichts Landwirtschaft
vom 7. November 2005 kam dementsprechend zum Schluss, da der Beschwerdeführer
auf die Mithilfe der Kinder und bei Bedarf auf Nachbarhilfe zählen könne, sei die
landwirtschaftliche Tätigkeit als angepasst zu bezeichnen, vermutlich angepasster als
die meisten Tätigkeiten im Anstellungsverhältnis (IV-act. 33-3/4). Die Investitionen und
betrieblichen Umstellungen ermöglichen es dem Beschwerdeführer, die anstehenden
landwirtschaftlichen Arbeiten mit geringerem körperlichem Einsatz als bislang
auszuführen (vgl. dazu auch Bericht von G._, Agroberatungen, vom 2. Juni 2009; act.
G 22.1). Unter Würdigung der Gesamtsituation ist es dem knapp 50 Jahre alten
Beschwerdeführer nicht zumutbar, seinen Betrieb aufzugeben zugunsten einer
mehrjährigen Umschulung, deren Erfolg bei den vorliegenden Gegebenheiten
zweifelhaft wäre. Entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin (act. G 6 S. 5)
könnten dem Beschwerdeführer, der den Beruf als Landwirt erlernte (IV-act. 12) und
jahrelang ausübte, nicht einfach die LSE-Einkommen für ungelernte Tätigkeiten als
zumutbarerweise erzielbares Invalideneinkommen entgegengehalten werden, selbst
wenn die Aufgabe der Tätigkeit als Landwirt als zumutbar erachtet würde.
4.
4.1 Im Gutachten E._/F._ wurde für die Festlegung der Arbeitsfähigkeit in der
Tätigkeit als Landwirt auf den beiliegenden Ergonomiebericht verwiesen (IV-act.
142-6/19), in welchem für diese Tätigkeit eine ganztägige Zumutbarkeit mit
zusätzlichen Pausen von insgesamt zwei Stunden vermerkt wurde. Spezielle
Einschränkungen wurden für das Gehen in unebenem Gelände, das Hantieren mit
Harassen (Ernte von Früchten) über 15 kg und für repetitive Drehungen mit dem
Rücken bei verschiedenen körperlichen Tätigkeiten wie heuen, misten, zäunen und
Landschaftspflege angeführt (IV-act. 142-11/19), ohne diese Einschränkungen
allerdings näher zu quantifizieren. Die gutachterlich festgestellte, durch die
gesundheitlich bedingt notwendigen Pausen (zwei Stunden pro Tag) um etwa 20 %
reduzierte Arbeitsfähigkeit ist für sich allein als pauschale Feststellung nicht zureichend
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aussagekräftig für die Beurteilung der Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers als
Landwirt, zumal diese Tätigkeit aus sehr verschiedenartigen (und körperlich
verschieden schweren) Arbeiten besteht (vgl. auch act. G 1 S. 5). Dies macht eine
differenzierte und einzelfallbezogene Betrachtung erforderlich. So hielt denn auch der
RAD am 3. Dezember 2007 fest, die Arbeitsfähigkeit als Landwirt lasse sich nur anhand
eines Betätigungsvergleichs ermitteln (IV-act. 143). Hieran vermögen auch die früheren
Darlegungen und Ergebnisse des Abklärungsberichts Landwirtschaft vom 7. November
2005 mit einer geschätzten Arbeitsfähigkeit als Landwirt von 60 % (IV-act. 33) nichts zu
ändern, zumal im Nachgang zu diesem Bericht im November 2006 noch eine Operation
vorgenommen und sich unbestrittenermassen eine Verschlechterung des
Gesundheitszustands ergab (vgl. IV-act. 143).
4.2 Im rheumatologischen Gutachten vom 17. Oktober 2007 wurde dem
Beschwerdeführer eine volle Arbeitsfähigkeit für leichte bis höchstens mittelschwere
Tätigkeiten bescheinigt, wobei die Gutachter explizit darauf hinwiesen, dass aus
rheumatologischer Sicht nicht beurteilt werden könne, inwiefern die in der Rehaklinik
Rheinfelden diagnostizierte Anpassungsstörung eine Auswirkung auf die
Arbeitsfähigkeit habe. Die Gutachter sahen die von ihnen festgestellte
Symptomausweitung und inadäquate Schmerzarbeitung im Rahmen einer von der
Rehaklinik diagnostizierten Anpassungsstörung (IV-act. 142). Der Bericht der Rehaklinik
Rheinfelden vom 31. Januar 2006 (vgl. IV-act. 142-2/19) befindet sich nicht bei den IV-
Akten bzw. wurde von der Beschwerdegegnerin zur Entscheidfindung nicht
beigezogen.
Prof. B._ wies im Bericht vom 13. Juli 2008 hinsichtlich der Realisierbarkeit einer
Arbeitsfähigkeit sinngemäss im Wesentlichen auf arbeitsmarktliche Schwierigkeiten hin,
ohne jedoch zur gesundheitlichen Zumutbarkeit einer Ausübung von leichten bis
mittelschweren Arbeiten grundsätzlich Stellung zu beziehen. Seine Hinweise auf
allgemeine statistisch-medizinische Erfahrungswerte über die gesundheitliche Situation
nach Diskushernienoperationen bringen zwar hinsichtlich des hier streitigen Einzelfalles
keine direkt verwertbaren Erkenntnisse, und auch seine Schlussfolgerung einer
Arbeitsfähigkeit von 50 % in jeder Tätigkeit wurde nicht näher begründet. Immerhin ist
jedoch festzuhalten, dass nach Diskushernienoperationen sehr oft anhaltende
Beschwerden bestehen bleiben und dass die Ergebnisse der Behandlung des
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postoperativen so genannten "failed back surgery syndrome" oft nicht
zufriedenstellend sind (W. Miele/K. Fehr, Rheumatologie in Praxis und Klinik 2. A. 2000,
S. 1180). Dass nicht alle Klagen des Beschwerdeführers (somatisch) erklärbar sind,
vermag hieran nichts zu ändern. Der Ergonomiebericht führt (auf S. 6) lediglich die
Selbsteinschätzung des Beschwerdeführers zur Schmerzsituation und seiner
Leistungsfähigkeit auf und kommt zum Schluss, dass diese Einschätzung schlecht sei.
Zur tatsächlichen Schmerzsituation lässt sich hieraus nichts ableiten. Ob diesbezüglich
tatsächlich - wie im Gutachten E._/F._ angenommen - von einer
Anpassungsstörung auszugehen ist, erscheint vor dem geschilderten Hintergrund
zumindest in Frage gestellt, zumal von Seiten der Rehaklinik Rheinfelden gestützt auf
einen psychologischen Kurzbericht offenbar eine Anpassungsstörung lediglich
vermutet wurde (vgl. IV-act. 142 S. 2). Im vorliegenden Verfahren macht der
Beschwerdeführer überdies geltend, er könne schmerzbedingt während der Nacht nie
länger als zwei Stunden schlafen (act. G 18 S. 3).
Die versicherte Person hat sich unter dem Aspekt der ihr obliegenden
Schadenminderungspflicht im Rahmen des Zumutbaren medizinischen und sonstigen
Massnahmen zu unterziehen, die geeignet sind, die gesundheitliche Beeinträchtigung
oder deren nachteilige Folgen zu mildern oder zu beheben. Dazu gehört auch die
Medikamenteneinnahme (Hardy Landolt, Die Rechtsvorstellung der zumutbaren
Willensanstrengung im Sozialversicherungsrecht, in: Schaffhauser/Schlauri (Hrsg.),
Schmerz und Arbeitsunfähigkeit, St. Gallen 2003, 200). Gerade bei anhaltenden
Schmerzen erscheint der Einsatz von Schmerzmitteln beim Fehlen anderer
Behandlungsmöglichkeiten als unabdingbar. Es ist davon auszugehen, dass dem
Beschwerdeführer eine massvolle Bekämpfung der Schmerzen, wie sie bei ihm
auftreten, zumutbar ist (vgl. Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG;
seit 1. Januar 2007: sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts] vom 22. April
2005 [U 417/04]). Ob der Beschwerdeführer tatsächlich ein (mittelfristig gesundheitlich
schädliches) Übermass an Schmerzmitteln einnehmen muss, um die Schmerzen in
erträglichem Ausmass zu halten, lässt sich gestützt auf die Akten nicht abschliessend
beurteilen.
In Abweichung zu den vorerwähnten medizinischen Berichterstattern schätzte Dr.
D._ die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers auf 20-30 % (IV-act. 117, 160-3/5).
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Aufgrund dieser uneinheitlichen Aktenlage, welcher es nicht an unterschiedlichen
Arbeitsfähigkeitsschätzungen, jedoch an einer medizinischen Gesamtschau
insbesondere bezogen auf die Leistungsfähigkeit in der Tätigkeit als Landwirt mangelt,
erscheint die Arbeitsfähigkeit als Landwirt nicht zureichend abgeklärt.
5.
5.1 Nach dem in Erw. 3 Gesagten hat die Invaliditätsbemessung aufgrund der
tatsächlichen Verhältnisse zu erfolgen, wobei die Arbeitsfähigkeit des
Beschwerdeführers in seinem Betrieb - z.B. in Form einer Begutachtung durch den
RAD - noch abzuklären sein wird. Die Beschwerdegegnerin hat zur
Invaliditätsbemessung einen Einkommensvergleich vorgenommen, wobei sie von
einem Valideneinkommen als Landwirt von Fr. 57'690.-- ausging (IV-act. 149-2/2),
welches auf dem für das Jahr 2002 im individuellen Konto vermerkten Verdienst basiert
(IV-act. 17, 148). Das Landwirtschaftseinkommen unterlag im Verlauf der Jahre relativ
starken Schwankungen. So betrug es im Jahr 1995 Fr. 39'300.--, im Jahr 2000 Fr.
54'100.--, im Jahr darauf Fr. 49'100.-- und im Jahr 2002 Fr. 57'600.-- (IV-act. 17). Im
Weiteren ist zu beachten, dass in den Jahren der Bewirtschaftung des Betriebs durch
den Beschwerdeführer Familienmitglieder (insbesondere die Eltern, bis ca. 2003 auch
die Ehefrau und später die Söhne; vgl. IV-act. 33-2/4 und act. G 1 S. 2) mitarbeiteten
und deren Leistungen unbestrittenermassen nicht ausgeschieden bzw. keine separaten
Löhne abgerechnet wurden (vgl. IV-act. 160-2/5 oben und act. G 1 S. 2). Das
Einkommen aus der Mitarbeit von Angehörigen wäre vorweg festzulegen und in Abzug
zu bringen gewesen (ZAK 1962, 521). Der Beschwerdeführer lässt in diesem
Zusammenhang zudem ausführen, bei den Einkommen gemäss IK-Auszug handle es
sich um konsolidierte Jahreseinkommen aus der Landwirtschaft und dem Zügelbetrieb,
wobei sich das Einkommen aus Landwirtschaft nach Abzug des in der Buchhaltung
ausgewiesenen Nettoertrags des Zügelbetriebs ergebe (act. G 1 S. 6).
5.2 Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass der im IK ausgewiesene Nettoertrag aus
Landwirtschaft und Zügelbetrieb von verschiedenen, in ihrer Wirkung unabsehbaren
Faktoren - neben dem Gesundheitszustand des Beschwerdeführers etwa auch
wirtschaftliche und konjunkturelle Gegebenheiten oder die Höhe des
Abschreibungsbedarfs nach getätigten Investitionen - beeinflusst war bzw. ist.
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Insgesamt lässt sich jedenfalls keine zuverlässige Korrelation zwischen diesen
Beträgen und der auf dem eigenen Leistungsvermögen des Beschwerdeführers
beruhenden Wertschöpfung herstellen. Die Invaliditätsbemessung hat aus diesen
Gründen nach der Methode des ausserordentlichen Bemessungsverfahrens zu erfolgen
(vgl. LGVE 2004 Nr. 36, 326). Zunächst ist anhand des Betätigungsvergleichs die
leidensbedingte Behinderung festzustellen; sodann ist diese im Hinblick auf ihre
erwerbliche Auswirkung besonders zu gewichten (vgl. BGE 128 V 30f Erw. 1; AHI 1998
S. 119; BGE 104 V 136 E. 2c). Für die wirtschaftliche Gewichtung des
Betätigungsvergleichsergebnisses bietet sich an, den Wert der verschiedenen
Betätigungen im Verhältnis zueinander festzustellen und mit der Einschränkung im
jeweiligen Tätigkeitsbereich in Beziehung zu setzen. Dabei darf nicht auf die
Betriebsergebnisse abgestellt werden (BGE 128 V 29). Es ist eine einzelfallbezogene
Bewertung gefragt. Deshalb sind nach der Rechtsprechung zwar statistische Werte
heranzuziehen, doch ist dabei auf branchenübliche Einkommenswerte abzustellen,
nicht auf LSE-Tabellen. Der Invaliditätsgrad soll unter Berücksichtigung der
einzelfallbezogenen Kriterien wie Betriebsgrösse, Branche, Erfahrung des
Betriebsinhabers usw. ermittelt werden (vgl. Urteil des EVG vom 7. April 2004 i/S A. [I
202/03], Erw. 5.5).
5.3 Dem Abklärungsbericht Landwirtschaft vom 7. November 2005 mit einer pauschal
geschätzten Arbeitsfähigkeit als Landwirt von 60 % (IV-act. 33) liegt kein eigentlicher
Betätigungsvergleich zugrunde. Zudem ergab sich wie erwähnt im Nachgang zu
diesem Bericht im November 2006 eine erneute Rückenoperation und eine
Verschlechterung des Gesundheitszustands, weshalb auch der RAD die Vornahme
eines Betätigungsvergleichs vorschlug (vgl. IV-act. 143). Ein solcher wurde jedoch nicht
in die Wege geleitet. Die Beschwerdegegnerin wird einen Betätigungsvergleich vorweg
noch zu veranlassen haben. Dieser kann in der Folge Grundlage für die medizinische
Festlegung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in seinem Betrieb bilden.
Anschliessend wird das Ergebnis erwerblich zu gewichten sein.
6.
Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde in dem Sinn teilweise
gutzuheissen, dass die Verfügung vom 25. Juni 2008 aufgehoben und die Sache zur
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Vornahme eines Betätigungsvergleichs im Landwirtschaftsbetrieb des
Beschwerdeführers und zur medizinischen Abklärung der Arbeitsfähigkeit sowie zu
anschliessender Festlegung des IV-Grades an die Beschwerdegegnerin
zurückgewiesen wird. Die unterliegende Beschwerdegegnerin hat die Gerichtskosten
zu tragen. Diese bemessen sich nach dem Verfahrensaufwand (Art. 69 Abs. 1 IVG).
Dementsprechend erscheint eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- als angemessen. Dem
Beschwerdeführer ist der Kostenvorschuss zurückzuerstatten. Er hat bei diesem
Verfahrensausgang Anspruch auf Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG). Es
rechtfertigt sich, diese in Anbetracht der Umstände auf pauschal Fr. 3'500.--
(einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzulegen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG