Decision ID: 25e169c3-4115-474d-ae5f-d58895c91152
Year: 2013
Language: de
Court: GR_VG
Chamber: GR_VG_005
Canton: GR
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

der genaue Sachverhalt gründlich abgeklärt werden könne, ohne ein
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Präjudiz zu schaffen. Die Dringlichkeit der Umsetzung der Teilrevision des
Zonenplanes sei nicht nachweisbar.
8. Am 18. Februar 2013 verzichtete die Beschwerdegegnerin 2 auf die
Einreichung einer Duplik. Sie führte jedoch noch aus, sie habe den
Genehmigungsbeschluss der Regierung durchaus korrekt publiziert.
9. Die Beschwerdegegnerin 1 reichte keine Duplik ein.
10. Mit Schreiben vom 27. März 2013 lehnte der Instruktionsrichter die
Wiedererwägung der prozessleitenden Verfügung vom 4. Februar 2013
betreffend aufschiebende Wirkung und Dringlicherklärung ab.
11. Mit Schreiben vom 16. April 2013 (Datum Poststempel) teilte die
Beschwerdeführerin dem Gericht mit, dass möglicherweise Gespräche
zwischen der Beschwerdeführerin und der Beschwerdegegnerin 2 über
eine allfällige Einigung stattfinden würden. Der Instruktionsrichter forderte
daraufhin die Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 17. April 2013 auf,
dem Gericht bis spätestens 25. April 2013 ein begründetes
Sistierungsgesuch einzureichen, falls die Beschwerdeführerin oder die
anderen Verfahrensbeteiligten eine Sistierung des Beschwerdeverfahrens
beantragen möchten. Am 19. April 2013 (Datum Poststempel) teilte die
Beschwerdegegnerin 2 mit, sie würde einem allfälligen Sistierungsgesuch
der Beschwerdeführerin ablehnend gegenüber stehen und habe nach wie
vor ein sehr grosses Interesse daran, dass in der strittigen Angelegenheit
baldmöglichst ein Entscheid des Gerichts gefällt und den Parteien eröffnet
werde. Daher ersuche sie um Fortsetzung des Verfahrens. Zuhanden der
Beschwerdeführerin hielt sie noch fest, sie sei auch weiterhin für
konstruktive Gespräche offen. Am 23. April 2013 (Datum Poststempel)
schrieb die Beschwerdeführerin, sie habe vom Schreiben der
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Beschwerdegegnerin 2 vom 18. April 2013 Kenntnis genommen. Dieses
sei insofern widersprüchlich, als eine übliche Sistierungsfrist während
allfälligen Verhandlungen abgelehnt werde, gleichzeitig indessen
bekräftigt werde, sie sei für Verhandlungen offen. Die Beschwerdeführerin
warte immer noch auf eine offizielle Antwort/Einladung der
Beschwerdegegnerin 2, welche vom Bauamtschef im Anschluss an das
Sondierungsgespräch vom 12. April 2013 zugesagt worden sei. Von
Seiten der Regierung ging keine Mitteilung zum Sistierungsgesuch beim
Gericht ein. Mit Schreiben vom 29. April 2013 stellte der
Instruktionsrichter fest, dass die Beschwerdeführerin am 23. April 2013
kein Sistierungsgesuch gestellt habe, sondern lediglich das Schreiben der
Beschwerdegegnerin 2 vom 18. April 2013 zur Kenntnis genommen und
auf dessen Widersprüchlichkeit hingewiesen habe. Somit könne es, wie
vom Instruktionsrichter bereits im Schreiben vom 17. April 2013 mitgeteilt,
bei der Mitteilung bleiben, dass das Verfahren fortgesetzt werde. Selbst,
wenn die Beschwerdeführerin aber ein Sistierungsgesuch gestellt hätte,
müsste dieses abgewiesen werden, weil die Gemeinde klar zu verstehen
gegeben habe, dass keine Aussicht auf eine Einigung zwischen den
Parteien bestehe und sie grosses Interesse an einem baldigen Entscheid
in der Sache habe. Gestützt auf diese Sachlage und in Anbetracht der
Tatsache, dass das Verfahren mit prozessleitender Verfügung vom 4.
Februar 2013 für dringlich erklärt worden sei, und es somit nur schwer
nachvollziehbar wäre, aufgrund der vorliegenden Sachlage das Verfahren
sistieren zu wollen, bleibe es dabei, dass das vorliegende Verfahren
fortgesetzt werde.
Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in den Rechtsschriften sowie
im angefochtenen Entscheid wird, soweit erforderlich, in den
nachstehenden Erwägungen eingegangen.
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Das Gericht zieht in Erwägung:
1. a) Anfechtungsobjekt bildet der Entscheid der Beschwerdegegnerin 1 vom
30. Oktober 2012, mitgeteilt am 31. Oktober 2012, mit welchem in
teilweiser Gutheissung der Planungsbeschwerde der Beschwerdeführerin
vom 2. April 2012 die Genehmigung der beschlossenen
Baugesetzesrevision (Art. 38 BauG) der Beschwerdegegnerin 2 mit
folgender Auflage und folgenden Vorbehalten erteilt wurde:
„a) Die Bauherrschaft und die Baubehörde der Gemeinde B._ werden verpflichtet,
für die Projektierung resp. Prüfung der zur Diskussion stehenden Bauvorhaben in der
Wohn- und Gewerbezone „N._“ die kommunale Bauberatung gemäss Art. 4
BauG beizuziehen. Dabei wird ein Beizug der Denkmalpflege empfohlen.
b) Der Text der Fussnote zur Gebäudelänge (**) wird wie folgt angepasst (Anpassung
fett):
** Kann durch die Baubehörde auf maximal 100 m geändert werden, wenn dies aus betrieblichen Gründen erforderlich ist, einer zweckmässigen Ausnützung des
Grundstücks dient, eine gestalterisch vertretbare Lösung vorliegt und keine
überwiegenden Interessen entgegenstehen.
c) Im Text der Fussnote zur Gebäudehöhe (***) wird das Wort „Silos“ gestrichen.“
Im Übrigen wurde die Planungsbeschwerde abgewiesen. Zugleich wurde
die Ortsplanrevision der Beschwerdegegnerin 2, welche eine Teilrevision
des Baugesetzes (Art. 38 BauG) umfasst, unter der vorgenannten Auflage
und den genannten Vorbehalten genehmigt respektive bestätigt. In
formeller Hinsicht gilt es vorab die Legitimation der Beschwerdeführerin
zu prüfen. Materiell stellt sich die Frage, ob die Genehmigung der
Teilrevision des Baugesetzes (Art. 38) der Beschwerdegegnerin 2 unter
Auflage und Vorbehalten rechtmässig erfolgte.
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b) Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Beschwerdegegnerinnen 1
und 2 könnten aufgrund der teilweisen Gutheissung ihrer Beschwerde im
Entscheid vom 30. Oktober 2012 vorliegend nun nicht die Abweisung der
Beschwerde beantragen. Die Beschwerdeführerin verwechselt dabei die
Planungsbeschwerde des vorinstanzlichen Verfahrens an die Regierung
(Art. 101 des Raumplanungsgesetzes für den Kanton Graubünden [KRG;
BR 801.100]) mit der vorliegend zu beurteilenden
Verwaltungsgerichtsbeschwerde im Sinne von Art. 102 KRG. Das
Rechtsbegehren der Beschwerdegegnerinnen auf Abweisung bezieht sich
dabei auf die in der Beschwerde vom 28. November 2012 an das
Verwaltungsgericht erhobenen Rechtsbegehren der Beschwerdeführerin.
2. a) Vorab ist die Frage der Legitimation der Beschwerdeführerin zu klären.
Die Beschwerdegegnerin 2 rügt, mangels Legitimation sei nicht auf die
Beschwerde einzutreten und begründet dies damit, dass die
Liegenschaften der Beschwerdeführerin ca. 130 m vom Gebiet N._
entfernt lägen und sie keinen oder einen sehr eingeschränkten direkten
Sichtkontakt hätten. Zudem verlaufe ein Fluss dazwischen. Die
Beschwerdegegnerin 1 hat indessen die Beschwerdeführerin als
legitimiert betrachtet.
aa) Art. 33 Abs. 3 des Bundesgesetzes über die Raumplanung (RPG;
SR 700) lautet wie folgt:
Art. 33 Kantonales Recht 1. (...)
2. (...)
3. Es (das kantonale Recht) gewährleistet
a. die Legitimation mindestens im gleichen Umfang wie für die Beschwerde in
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht,
b. die volle Überprüfung durch wenigstens eine Beschwerdebehörde.
4. (...)
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Der Verweis im eben zitierten Artikel (lit. a) auf die Beschwerde in
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten betrifft seit dem Inkrafttreten des
Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) und des
Bundesgesetzes über das Bundesverwaltungsgericht (VGG; SR 173.32)
am 1. Januar 2007 die Legitimationsbestimmungen von Art. 89 BGG
i.V.m. Art. 111 Abs. 1 und 2 BGG. Damit gelten die
Legitimationserfordernisse, die Lehre und Rechtsprechung zu diesen
Vorschriften entwickelt haben, auch für das kantonale
Rechtsmittelverfahren, auf das Art. 33 RPG anwendbar ist (vgl.
AEMISEGGER/HAAG, Kommentar zum RPG, Zürich u.a. 2010, Art. 33 N. 53
mit weiteren Hinweisen). Die Legitimation zur Beschwerdeerhebung
gemäss Art. 50 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG;
BR 370.100) wie auch gemäss dem vorliegend analog anzuwendenden
Art. 101 Abs. 2 KRG muss folglich den Anforderungen der Legitimation
zur Beschwerdeerhebung gemäss Art. 89 Abs. 1 BGG genügen.
Das Bundesgericht umschreibt die Legitimation im Sinne von Art. 89
Abs. 1 BGG bezogen auf die erforderliche räumliche Nähe zu
Streitgegenstand bildenden Bauprojekten wie folgt (Urteil des
Bundesgerichts vom 16. Juli 2010 1C_236/2010, E. 1.3 und 1.4): „Zur
Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das
Bundesgericht ist gemäss Art. 89 Abs. 1 BGG berechtigt, wer vor der
Vorinstanz am Verfahren teilgenommen oder keine Möglichkeit zur
Teilnahme erhalten hat (lit. a), durch den angefochtenen Entscheid
besonders berührt ist (lit. b) und ein schutzwürdiges Interesse an dessen
Aufhebung oder Änderung besitzt (lit. c). Verlangt ist somit neben der
formellen Beschwer, dass der Beschwerdeführer über eine spezifische
Beziehungsnähe zur Streitsache verfügt und einen praktischen Nutzen
aus der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheids zieht.
Die Nähe der Beziehung zum Streitgegenstand muss bei Bauprojekten
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insbesondere in räumlicher Hinsicht gegeben sein. Ein schutzwürdiges
Interesse liegt vor, wenn die tatsächliche oder rechtliche Situation des
Beschwerdeführers durch den Ausgang des Verfahrens beeinflusst
werden kann (vgl. Botschaft vom 28. Februar 2001 zur Totalrevision der
Bundesrechtspflege, BBl 2001 S. 4236). Die Voraussetzungen von Art. 89
Abs. 1 lit. b und lit. c BGG hängen eng zusammen. Es kann insoweit an
die Grundsätze, die zur Legitimationspraxis bei der
Verwaltungsgerichtsbeschwerde nach Art. 103 lit. a OG entwickelt worden
sind, angeknüpft werden (BGE 133 II 400 E. 2.2 S. 404 f. mit Hinweisen).
Die Behauptung allein, jemand sei von den Folgen einer Baubewilligung
betroffen, genügt nicht, um die Beschwerdebefugnis zu begründen.
Vielmehr muss aufgrund des konkreten Sachverhalts das besondere
Berührtsein und das schutzwürdige Interesse glaubhaft erscheinen,
ansonsten stünde jedermann die Beschwerdeberechtigung zu, der eine
unzutreffende Behauptung aufstellt. Dies liefe im Ergebnis auf eine
unzulässige Popularbeschwerde hinaus. Ein Kriterium für die Beurteilung
der Beschwerdebefugnis eines Nachbarn ist die räumliche Nähe seines
Grundstücks zum umstrittenen Bauvorhaben, wobei es nicht auf abstrakt
bestimmte Distanzwerte ankommt. Das Beschwerderecht wird aber in der
Regel anerkannt, wenn die Liegenschaft des Nachbarn unmittelbar an
das Baugrundstück angrenzt oder allenfalls nur durch einen
Verkehrsträger davon getrennt wird (BGE 121 II 171 E. 2b S. 174 mit
Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 1A.98/1994 vom 28. März 1995 E.
2b, in: ZBl 96/1995 S. 528 f.; HEINZ AEMISEGGER/STEPHAN HAAG,
Kommentar zum RPG, Zürich 2010, Art. 33 N. 57 ff.).
Liegt diese besondere Beziehungsnähe in räumlicher Hinsicht vor,
braucht das Anfechtungsinteresse nicht mit dem Interesse
übereinzustimmen, das durch die von der beschwerdeführenden Person
als verletzt bezeichneten Normen geschützt wird (vgl. PETER KARLEN, Das
neue Bundesgerichtsgesetz, 2006, S. 52; BEUSCH/MOSER/KNEUBÜHLER,
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Ausgewählte prozessrechtliche Fragen im Verfahren vor dem
Bundesverwaltungsgericht, ZBl 2008 S. 15 f.). Der Nachbar kann mithin
die Überprüfung eines Bauvorhabens im Lichte all jener Rechtssätze
verlangen, die sich rechtlich oder tatsächlich in dem Sinne auf seine
Stellung auswirken, so dass ihm im Falle des Obsiegens ein praktischer
Nutzen entsteht. Nicht zulässig ist hingegen das Vorbringen von
Beschwerdegründen, mit denen einzig ein allgemeines öffentliches
Interesse an der richtigen Anwendung des Rechts verfolgt wird (BGE 133
II 249 E. 1.3.2 S. 253), ohne dass dem Beschwerdeführer im Falle des
Obsiegens ein Vorteil entsteht. Das Element des praktischen
tatsächlichen Nutzens bildet somit ein wichtiges Eintretenskriterium, mit
welchem ein "Ausufern" der Beschwerdemöglichkeiten verhindert werden
kann (HEINZ AEMISEGGER, Erste Erfahrungen mit dem
Bundesgerichtsgesetz, in: Jusletter vom 10. November 2008 N. 52 und
65, www.weblaw.ch, besucht am 14. Juli 2010).“
bb) Für das Verfahren vor Verwaltungsgericht gilt gemäss Art. 11 Abs. 1 VRG
die Untersuchungsmaxime, d.h. der Sachverhalt ist von Amtes wegen zu
ermitteln. Folglich muss auch das Vorliegen der Voraussetzungen der
Beschwerdelegitimation von Amtes wegen geprüft werden. Daraus folgt,
dass der Entscheid der Vorinstanz über das Vorliegen der
Voraussetzungen der Legitimation das Gericht nicht bindet. Richtig ist
hingegen, dass neben den Eigentümern benachbarter Liegenschaften
auch Stockwerkeigentümer, Baurechtsinhaber, Mieter und Pächter die
Legitimationsvoraussetzungen von Art. 89 Abs. 1 BGG erfüllen können
(AEMISEGGER/HAAG, a.a.O., Art. 33 N. 60). Diesbezüglich erfüllt folglich die
Beschwerdeführerin die Legitimationsvoraussetzungen. Ebenso hat sie
vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen. Fraglich ist indessen, ob
die Beschwerdeführerin durch den angefochtenen Entscheid besonders
berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder
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Änderung besitzt, in anderen Worten, ob die vorausgesetzte Nähe der
Beziehung zum Streitgegenstand in räumlicher Hinsicht gegeben ist. Dies
wird im Folgenden zu prüfen sein.
cc) Wie dargelegt stellt sich somit die Frage, ob das Kriterium der räumlichen
Nähe der Beschwerdeführerin zur von der Ortsplanungsrevision
betroffenen Wohn- und Gewerbezone vorliegend erfüllt ist. Unbestritten
befinden sich die Liegenschaften der Beschwerdeführerin ca. 130 m
entfernt vom in Frage stehenden Gebiet der betroffenen Wohn- und
Gewerbezone. Wie ein Überblick über die Rechtsprechung des
Bundesgerichts zur Legitimation von Dritten in Bezug auf die räumliche
Distanz der Liegenschaft des Beschwerdeführers zum Bauvorhaben
zeigt, verneinte das Bundesgericht die Beschwerdelegitimation bereits bei
einer räumlichen Nähe von 130 bis 200 m bei fehlender
Immissionszunahme (vgl. den Katalog in AEMISEGGER/HAAG, a.a.O., Art.
33 N. 58 ff.). Vorliegend wurde der Sichtkontakt zwischen den
Liegenschaften der Beschwerdeführerin und der Wohn- und
Gewerbezone nicht bestritten. Ebenfalls nicht generell ausgeschlossen
werden kann bei einer Wohn- und Gewerbezone eine
Immissionszunahme, womit das Gericht vorliegend zur Ansicht gelangt,
die Legitimationsvoraussetzungen, insbesondere die geforderte
Beziehungsnähe zum Streitgegenstand, seien erfüllt.
Zusammenfassend bleibt somit festzuhalten, dass die
Beschwerdeführerin vorliegend zur Beschwerde gegen die
Ortsplanungsrevision an das Verwaltungsgericht legitimiert und folglich
grundsätzlich darauf einzutreten ist.
b) Zur Rüge der Beschwerdeführerin, die Bevölkerung von B._ sei
mangels vollständiger Information bei der Abstimmung vom T._
betreffend Teilrevision der Ortsplanung getäuscht worden, bleibt
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festzuhalten, dass diese im Rahmen der Stimmrechtsbeschwerde (Art. 57
Abs. 1 lit. b VRG) vorzubringen gewesen wäre. Zur
Stimmrechtsbeschwerde legitimiert ist, wer im betreffenden Wahl- und
Abstimmungskreis stimmberechtigt ist (Art. 58 Abs. 2 VRG). Die
Beschwerdeführerin ist als Aktiengesellschaft nicht Trägerin der
politischen Rechte. Mangels Stimmberechtigung ist sie folglich auch nicht
zur Stimmrechtsbeschwerde legitimiert. Zudem wäre die zehntägige Frist
für die Einreichung der Stimmrechtsbeschwerde schon längst abgelaufen
(Art. 60 Abs. 2 VRG). Folglich kann auf dieses Vorbringen nicht
eingetreten werden.
3. a) Die Beschwerdeführerin beantragt, die Revision des Zonenplanes sei
unter verschiedenen Gesichtspunkten durch neutrale Fachleute zu
überprüfen. Dafür fehlt vorliegend indessen jegliche Veranlassung und,
wie die Beschwerdegegnerin 2 richtig dartut, auch eine gesetzliche
Grundlage. Vorliegend geht es um die Teilrevision der Ortsplanung,
welche eine Teiländerung der Grundordnung, umfasst. Konkret geht es
vorliegend lediglich um eine Änderung von Art. 38 BauG, welcher im
Rahmen der besonderen Bauvorschriften das Zonenschema regelt.
Gegenstand der Teilrevision der Ortsplanung ist lediglich eine
dahingehende Änderung von Art. 38 BauG, wonach die Gebäudelänge in
der Wohn- und Gewerbezone auf maximal 100 m geändert werden kann,
wenn dies aus betrieblichen Gründen erforderlich ist, einer
zweckmässigen Ausnützung des Grundstücks dient, eine gestalterisch
vertretbare Lösung vorliegt und keine überwiegenden öffentlichen
Interessen entgegenstehen. Zudem wird mit der Teilrevision des
Baugesetzes die Möglichkeit geschaffen, für einzelne notwendige
technische Anlagen eine Überschreitung der Gebäudehöhe von 10.5 m
zu bewilligen, wobei diese Änderung von der Beschwerdeführerin
ausdrücklich nicht bestritten wird. Wie die Beschwerdegegnerinnen 1 und
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2 richtig dartun, geht es vorliegend nicht um ein konkretes Bauprojekt,
welches im Baubewilligungsverfahren zu prüfen ist. Vorliegend handelt es
sich vielmehr um eine projektbezogene Revision des Baugesetzes,
welche lediglich die Wohn- und Gewerbezone der Beschwerdegegnerin 2
umfasst. Gemäss Zonenplan wird denn auch ersichtlich, dass sich im
Gemeindegebiet der Beschwerdegegnerin 2 lediglich die eine Wohn- und
Gewerbezone befindet, nämlich die Besagte im Gebiet N._. Auch
wenn es sich vorliegend um eine projektbezogene Anpassung des
Baugesetzes handelt, nämlich zugunsten geplanter Bauvorhaben in der
Zone „N._“, insbesondere Sanierung der Fernheizungsanlage der
Beschwerdegegnerin 2 sowie Erweiterung der Betriebsgebäude der
Holzhandel- und Sägereifirma C._ AG, so wird erst im
Baubewilligungsverfahren beurteilt, ob das konkret ausgearbeitete
Bauvorhaben den gemäss Art. 38 BauG einzuhaltenden Vorgaben
entspricht. Folglich kann auf den Antrag einer Überprüfung durch neutrale
Fachleute nicht eingetreten werden, ebenso auf das Vorbringen, die
einschlägige Korrespondenz der Beschwerdeführerin mit der Gemeinde
sei zu würdigen und es sei eine Entflechtung der komplizierten
Besitzesverhältnisse in der fraglichen Zone zu überprüfen.
b) Ebenfalls ins Baubewilligungsverfahren gehören sodann die Argumente
der Beschwerdeführerin, das Dorfbild sei mit der Zonenplanung nicht
gesichert, dabei würde insbesondere die Pufferzone „UNESCO
Weltkulturerbe Rhätische Bahn“ nach einer besonderen Prüfung
verlangen. Was effektiv gebaut wird ist anhand eines konkreten Projektes
bzw. des Baugesuchs im Rahmen des Baubewilligungsverfahrens zu
prüfen. Zweck des Baubewilligungsverfahrens ist es, festzustellen, ob das
Bauvorhaben mit den bau- und planungsrechtlichen Vorschriften
übereinstimmt (HÄNNI, Planungs-, Bau- und besonderes
Umweltschutzrecht, 5. Auflage, Bern 2008, S. 329 f. m.w.H.). In diesem
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Zusammenhang erfolgt denn auch die Ästhetikprüfung (Art. 73 KRG).
Diese ist gemäss Auflage der Regierung und damit über die
richtplanerischen Anforderungen hinausgehend obligatorisch vom
kommunalen Bauberater zu begleiten. Damit ist, wie die
Beschwerdegegnerin 2 richtig festhält und entgegen der Auffassung der
Beschwerdeführerin, die gebührende Rücksichtnahme auf das Orts- und
Landschaftsbild bei der vorliegend zu beurteilenden Ortsplanungsrevision
gewährleistet. Des Weiteren sind auch die Argumente der
Beschwerdeführerin, es werde Lagerfläche für Holz verringert und die
Einwohner würden von Lärm- und Feinstaubimmissionen betroffen, im
Baubewilligungsverfahren zu prüfen, zumal erst zu diesem Zeitpunkt
feststeht, was gebaut wird. Folglich kann vorliegend auf diese von der
Beschwerdeführerin vorgebrachten Rügen nicht eingetreten werden.
4. Sodann kann - wie die Beschwerdegegnerin 1 im angefochtenen
Entscheid richtig festhält - auf das Begehren der Beschwerdeführerin
bezüglich eines angeblichen Beschlusses des Gemeindevorstands zur
Ersetzung des Dorfbrunnens nicht eingetreten werden. So wären denn
auch die Ausführungen der Beschwerdeführerin im Zusammenhang mit
dem Dorfbrunnen nur für den Fall relevant, dass das geplante
Ausbauprojekt „N._“ zu einer Erhöhung der Lastwagenfrequenzen
führen würde und damit direkt für die Dorfbrunnenveränderung
ausschlaggebend wäre. Die Regierung legt, gestützt auf die gemeindliche
Vernehmlassung im Planungsbeschwerdeverfahren, aber glaubhaft dar,
dass der Lastwagenverkehr reduziert wird. Zur Begründung, dass die
Umsetzung des geplanten Erweiterungskonzepts eine Reduktion des
Lastwagenverkehrs mit sich bringe, führt die Beschwerdegegnerin im
angefochtenen Entscheid Folgendes aus: „Das bestehende Schnitzelsilo
reicht lediglich aus, um die Fernheizung zu Spitzenzeiten während zwei
Tagen zu befeuern. Das Sägereirestholz muss daher heute zum grossen
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Teil ausserhalb des Areals gelagert werden, bevor es gehackt und in der
Heizzentrale verfeuert werden kann. Diese Restholztransporte durch das
Dorf - jährlich rund 100 Fahrten je Richtung - würden durch den geplanten
Bau eines deutlich grösseren Silos zu rund 90 % wegfallen. Ferner muss
der Sägereibetreiber momentan aus Platzgründen einen Teil seiner
Weiterverarbeitung (z.B. Gitarrenbau) in O._ ausführen. Anstatt die
dafür benötigten 200 m3 eingeschnittenes Holz von der Sägerei nach
O._ und das Restholz wieder zurück zu transportieren, soll diese
Weiterverarbeitung inskünftig ebenfalls auf Parzelle Nr. Z.1._
erfolgen. Da die Ausbeute bei dieser speziellen Weiterverarbeitung nur
rund 12 bis 14 % beträgt, müssten dann nur rund 30 m3 Holz (d.h. die
fertigen Produkte) abtransportiert werden. In diesem Zusammenhang ist
der Vollständigkeit halber auch festzustellen, dass die Sägerei bis vor
rund 10 Jahren, als sie noch von der Gemeinde betrieben wurde, jährlich
etwa 3‘000 m3 Rundholz einschnitt. Der heutige private Betreiber
produziert vorwiegend Nischenprodukte und keine Massenware. Der
Einschnitt hat sich dadurch auf etwa 2‘500 m3 Rundholz pro Jahr
reduziert, mit einer entsprechenden Abnahme der notwendigen
Anlieferung. Eine quantitative Steigerung ist mit dem
Erweiterungskonzept nicht vorgesehen.“ Das Gericht erachtet diese
Argumentation als glaubhaft, stichhaltig und nachvollziehbar, weshalb
darauf abgestellt wird. Folglich ist nicht von einer Erhöhung des
Lastwagenverkehrs auszugehen, womit auch auf diese Rüge der
Beschwerdeführerin nicht eingetreten werden kann.
5. a) Die Beschwerdeführerin rügt weiter, es fehle der Nachweis, dass die
Überschreitung der Gebäudelänge von 30 m oder 45 m erforderlich sei.
b) Dem hält die Beschwerdegegnerin 2 entgegen, es stimme nicht, dass der
Sägereibetrieb im Rahmen der Ortsplanung den Beweis erbringen müsse,
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dass aus betrieblichen Gründen eine Überschreitung der zulässigen
Gebäudelänge erforderlich sei. Mit der Ortsplanungsrevision würden erst
die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass eine Erhöhung der
Gebäudelänge bewilligt werden könne. Ob die Voraussetzungen dafür
gegeben seien, sei im Baubewilligungsverfahren zu beurteilen.
c) Der im Rahmen der Teilrevision der Ortsplanung geänderte Art. 38 BauG
bestimmt, dass die Gebäudelänge von 30 respektive 45 m in der Wohn-
und Gewerbezone durch die Baubehörde auf maximal 100 m geändert
werden kann, wenn dies aus betrieblichen Gründen erforderlich ist, einer
zweckmässigen Ausnützung des Grundstücks dient, eine gestalterisch
vertretbare Lösung vorliegt und keine überwiegenden öffentlichen
Interessen entgegenstehen. Hinzu kommt die Auflage der Regierung
gemäss Genehmigungsbeschluss vom 30. Oktober 2012, mitgeteilt am
31. Oktober 2012, wonach die Bauherrschaft und die Baubehörde der
Beschwerdegegnerin 2 verpflichtet werden, für die Projektierung
respektive Prüfung der zur Diskussion stehenden Bauvorhaben in der
Wohn- und Gewerbezone „N._“ die kommunale Bauberatung
gemäss Art. 4 BauG beizuziehen, wobei ein Beizug der kantonalen
Denkmalpflege empfohlen wird. Entgegen der Auffassung der
Beschwerdeführerin ist der Nachweis, dass die Überschreitung von bisher
30 respektive 45 m erforderlich sei, nicht jetzt zu erbringen. Wie die
Beschwerdegegnerin 2 richtig darlegt, ist im Baubewilligungsverfahren zu
prüfen, ob die Gebäudelänge von 100 m beansprucht werden kann.
Damit kann auch auf diese Rüge der Beschwerdeführerin nicht
eingetreten werden. Anzumerken bleibt, dass die vorgesehene maximale
Gebäudelänge von 100 m im Gebiet der Wohn- und Gewerbezone unter
Berücksichtigung der projektbezogenen Revision des Baugesetzes sowie
unter den von der Beschwerdegegnerin 1erlassenen flankierenden
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Auflage und Vorbehalten als verhältnismässig erscheint und folglich nicht
zu beanstanden ist.
6. a) Die Beschwerdeführerin macht weiter geltend, die Gewichtslimiten in der
Q._ ab der Abzweigung P._ seien von der Gemeinde von 11 auf
32 t erhöht worden, ohne dass die Anwohner darüber angemessen
orientiert worden seien und dagegen hätten Einsprache erheben können.
b) Die Beschwerdegegnerin 2 rügt diese Behauptung der
Beschwerdeführerin als unzutreffend und belegt dies mit dem Auszug aus
dem Kantonsamtsblatt Nr. 39 vom 29. September 2011, S. 3391 (vgl.
act. BG2/Nr. 7). Des Weiteren macht sie geltend, die Aussage der
Beschwerdeführerin, wonach die Anpassung der Gewichtslimite nach der
Abstimmung über die vorliegend zu beurteilende Teilrevision der
Ortsplanung erfolgt sei, sei falsch. Sie legt dar, die beschlussfassende
Gemeindeversammlung habe am T._, und damit klar nach der
Anpassung des zulässigen Höchstgewichts stattgefunden.
c) Der Auszug aus dem Kantonsamtsblatt Nr. 39 vom 29. September 2011,
S. 3391 belegt eindeutig, dass die Erhöhung er Gewichtslimite in der
Q._ ab der Abzweigung P._ von der Gemeinde am 22.
September 2011, also vor der Abstimmung über die Teilrevision der
Ortsplanung vom T._, publiziert wurde. Die gegenteilige Behauptung
der Beschwerdeführerin erweist sich vor diesem Hintergrund als klar
aktenwidrig und falsch. Ebenso wurde der Genehmigungsbeschluss der
hier angefochtenen Teilrevision der Ortsplanung - entgegen der
gegenteiligen Behauptung der Beschwerdeführerin - von der
Beschwerdegegnerin 2 am 8. November 2012 publiziert (act. BG2/Nr. 8).
Damit stossen die von der Beschwerdeführerin aus ihren falschen
Behauptungen abgeleiteten Schlüsse ins Leere.
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7. Schliesslich macht die Beschwerdeführerin geltend, die Revision der
Zonenplanung sei weder dringend noch notwendig und die
Holzschnitzelheizung könne ja weiter betrieben werden. Die
Beschwerdeführerin übersieht dabei, dass das Verwaltungsgericht
lediglich die Rechtmässigkeit der hier angefochtenen Teilrevision der
Ortsplanung überprüft (Art. 102 Abs. 1 KRG i.V.m. Art. 51 Abs. 1 VRG),
nicht aber deren Zweckmässigkeit (vgl. HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN,
Allgemeines Verwaltungsrecht, 6. Auflage, Zürich 2010, Rz. 1930 f. und
1936 ff.). Die Beschwerde ist somit auch in diesem Punkt abzuweisen.
8. Zusammenfassend kann damit festgehalten werden, dass die vorliegende
Beschwerde abzuweisen ist, soweit darauf eingetreten werden kann.
9. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten gestützt auf
Art. 73 Abs. 1 VRG der Beschwerdeführerin aufzuerlegen. Aufgrund der
Tatsache, dass die Beschwerdegegnerinnen 1 und 2 lediglich in ihrem
amtlichen Wirkungskreis obsiegt haben, ist ihnen keine
Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 78 Abs. 2 VRG).