Decision ID: 08317049-1b47-5e04-a52d-73de160d9e5d
Year: 2009
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Die Beschwerdeführenden und ihre Kinder – türkische  kurdischer Ethnie mit letztem Wohnsitz in Z._ / Y._ / Provinz Maras – verliessen eigenen Angaben zufolge die Türkei am 4. September 2003 und gelangten über Mazedonien, Griechenland und weitere unbekannte Länder am 19. September 2003 in die Schweiz, wo sie am Tag darauf ein Asylgesuch stellten. Am 25.  2003 wurden sie in der Empfangsstelle X._ (neu: - und Verfahrenszentrum X._) summarisch zu ihren  befragt. Infolgedessen wurden sie am 26. September 2003 für die Dauer des Verfahrens dem Kanton W._ zugewiesen, wo sie am 27. Oktober 2003 durch die zuständigen kantonalen Behörden einlässlich befragt wurden.
Zur Begründung seines Gesuches machte der Beschwerdeführer im Wesentlichen geltend, nachdem er bereits früher von Soldaten und Mitgliedern der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) unter Druck gesetzt worden sei, seien am 15. Juni 2003 in der Nacht nach drei Jahren Unterbruch wieder bewaffnete PKK-Kämpfer bei ihnen zu Hause in einem kleinen Dorf in den Bergen aufgetaucht. Sie hätten Essen  und Propaganda für die Partei gemacht. Fünf Tage später, als er mit der Frau und den Kindern zu Hause gewesen sei, seien gegen Mittag beziehungsweise gegen zehn Uhr fünf Militärangehörige  und hätten ihn auf den Posten mitgenommen, wo er  und der PKK-Unterstützung beschuldigt worden sei. Sie hätten von ihm verlangt, mit ihnen zusammenzuarbeiten und Hinweise  auf den Gewinn aus dem Verkauf seines Anteils eines Ladens in V._ an einen Verwandten, welchen er aufgrund der  der Mafia und deren Zusammenarbeit mit der  getätigt habe. Nach zwei beziehungsweise drei bis vier Stunden sei er wieder freigelassen worden. Danach hätten sie alles verkauft und seien ausgereist. Zudem gab der Beschwerdeführer zu Protokoll, er sei bis zu deren Schliessung ein passives Mitglied der HADEP . Ausserdem sei sein Freund, dem er seinen Anteil des Ladens verkauft habe, danach von der Mafia und der Polizei bedroht worden und inzwischen nach England geflüchtet (A 21 S. 14). Ein neuer  dieses Ladens sei im Jahre 2002 – vermutlich von einer Spezial-
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einheit – erschossen worden, weshalb er befürchte, diese werde auf sie zurückkommen (A 21 S. 16).
Die Beschwerdeführerin und die beiden Söhne ihrerseits erklärten an den Befragungen, sie hätten die Türkei wegen der Probleme ihres Ehemannes beziehungsweise Vaters verlassen und selber nie  mit den heimatlichen Behörden gehabt. Auf eine Anhörung von E._ wurde verzichtet.
B. Am 3. und 24. März 2004 informierte Dr. med. F._ die kantonalen Behörden telefonisch über die Untersuchung betreffend die Krankheit der Kinder (Muskeldystrophie Duchenne). C._ wurde am 24. März 2004 diesbezüglich durch die kantonalen Behörden angehört.
C. Am 13. April 2004 reichte Dr. med. F._ – unter Beilage von zwei Berichten des Universitätsspitals U._ vom 2. Dezember 2003 und vom 2. März 2004 sowie eines Berichtes von Dr. med. G._ vom 3. November 2003 – drei ärztliche Berichte betreffend die Krankheit der Kinder ein.
D. Am 5. Juli 2004 ersuchte das BFF die Schweizerische Botschaft in Ankara um Abklärungen im Zusammenhang mit den medizinischen Behandlungsmöglichkeiten der Krankheit der Kinder. Die Botschaft  diese Anfrage am 5. Januar 2005.
E. Am 18. Februar 2005 wurde im Zusammenhang mit der Krankheit der Kinder ein Bericht des Therapieteams Auto Biologisches Lernen (ABL) vom 14. Februar 2005 eingereicht.
F. Mit Verfügung vom 14. März 2005 – eröffnet am 16. März 2005 –  das BFM die Asylgesuche der Beschwerdeführenden und deren Kinder ab und ordnete die Wegweisung sowie den Vollzug an.
G. Mit Eingabe vom 14. April 2005 (Poststempel) erhoben die Be-
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schwerdeführenden – handelnd durch ihre Rechtsvertreterin – gegen diesen Entscheid bei der Schweizerischen Asylrekurskommission (ARK) Beschwerde und beantragten die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Asylgewährung sowie eventualiter die Anordnung der vorläufigen Aufnahme. In formeller Hinsicht ersuchten sie um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das  (VwVG SR 172.021) und Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses. Mit der Beschwerde wurde unter anderem ein ärztlicher Bericht des Universitätsspitals U._ vom 31. März 2005, mehrere Schulberichte betreffend D._ und E._ sowie ein Schreiben von H._ eingereicht.
H. Mit Zwischenverfügung vom 9. Mai 2005 hiess der zuständige  das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen  gut und verzichtete auf die Erhebung eines Kostenvorschusses. Gleichzeitig forderte er die Beschwerdeführenden auf, den in Aussicht gestellten Bericht der Ergotherapeutin nachzureichen.
I. Am 10. Mai 2005 wurde der eingeforderte Bericht der Ergotherapeutin vom 21. April 2005 zu den Akten gereicht.
J. In seiner Vernehmlassung vom 20. Mai 2005 hielt das BFM an der angefochtenen Verfügung fest und beantragte die Abweisung der Beschwerde.
K. Mit Eingabe vom 7. Juni 2006 nahmen die Beschwerdeführenden zur Vernehmlassung des BFM schriftlich Stellung und reichten einen  Bericht des Regionalspitals T._ vom 27. April 2005  eines Unfalles, den D._ erlitten hatte, zu den Akten.
L. Mit Schreiben vom 8. Mai 2008 reichten die Beschwerdeführenden  ärztliche Berichte von Dr. med. F._ vom 2. Mai 2008 zu den Akten.
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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht  gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende  im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das  ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden  und entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
1.2 Das Bundesverwaltungsgericht hat am 1. Januar 2007 die  der bei der ARK hängigen Rechtsmittel übernommen. Das neue Verfahrensrecht ist anwendbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 VGG).
1.3 Die Beschwerde ist form- und fristgerecht eingereicht. Die  sind durch die angefochtene Verfügung berührt und haben ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung  Änderung. Die Beschwerdeführenden sind daher zur  der Beschwerde legitimiert (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 und 50 ff. VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten.
2. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
3.
3.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl. Als Flüchtling wird eine ausländische Person , wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen  ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte
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Nachteile gelten namentlich die Gefährdung von Leib, Leben oder  sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken; den frauenspezifischen Fluchtgründen ist Rechnung zu  (Art. 3 AsylG).
3.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft  oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender  für gegeben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich  sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG).
4.
4.1 In seinem Entscheid vom 14. März 2005 führte das BFM zur  im Wesentlichen aus, bei offensichtlich fehlender  könne darauf verzichtet werden, auf die  in den Vorbringen des Beschwerdeführers einzugehen. Es sei jedoch darauf hinzuweisen, dass es erstens grundsätzlich wenig  sei, dass ihn noch im Jahr 2003 bewaffnete PKK-Kämpfer oder allenfalls Provokateure der Kontraguerilla aufgesucht hätten. 1999 habe nämlich die PKK einseitig einen Waffenstillstand erklärt und bewaffnete Aktionen in der Türkei eingestellt. Dies habe eine  Verbesserung der Sicherheitslage in den kurdisch bevölkerten Teilen der Türkei zur Folge gehabt. Die Aussage des , er habe drei Jahre lang in Ruhe leben können, stimme mit  Entwicklung überein. Zweitens bestünden Ungereimtheiten in den Aussagen der Beschwerdeführenden zum Beispiel betreffend die  (nach zwei Stunden beziehungsweise nach einer Nacht) oder betreffend die Festnahme (es sei niemand anwesend gewesen beziehungsweise der Onkel sei anwesend gewesen) und somit Zweifel an der Asylbegründung insgesamt. Abgesehen davon, sei nicht von einer überwiegend wahrscheinlichen zukünftigen asylbeachtlichen  des Beschwerdeführers nach der angeblichen Festnahme auszugehen. Der Druck, dem er vor dem oben erwähnten  ausgesetzt worden sei, sei – wie dargelegt – längst gewichen und er habe bereits drei Jahre in Ruhe gelebt. Wie er angebe, habe er sich nie aktiv politisch betätigt, sei nie vor Gericht und nie inhaftiert gewesen. Nach der angeblichen Festnahme sei er innerhalb von
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Stunden freigelassen worden. Dies alles spreche dafür, dass gegen ihn nichts vorliege. Er habe selbst zu Protokoll gegeben, dass er „gesetzlich“ nicht gesucht werde. Dann räume er die Möglichkeit einer polizeilichen Suche nur vage ein („es könnte sein“). Des Weiteren sei zu bedenken, dass zwar die Nachfolgeorganisation der PKK, die Kongra-Gel, im Juni 2004 den Waffenstillstand aufgekündigt habe, dies aber nicht zu einem bewaffneten Konflikt des früheren Ausmasses  habe. Vielmehr hätten sich die Sicherheits- und die  insgesamt gebessert. Auch eine allfällige zukünftige  wegen der Probleme des Beschwerdeführers in V._ mit der „Mafia“ und den korrupten Polizisten sei nicht überwiegend wahrscheinlich. Schutzgelderpressungen durch die organisierte Kriminalität seien in der Türkei weit verbreitet. Korrupte Polizisten und Justizbeamte seien manchmal in kriminelle Strukturen eingebunden. Trotzdem seien die türkische Regierung und die türkischen Behörden grundsätzlich entschlossen, die Kriminalität zu bekämpfen. Somit könne man nicht von einer Schutzlosigkeit gegen kriminelle Übergriffe ausgehen. Ausserdem sei der Beschwerdeführer seit 1998 nicht mehr in V._ geschäftlich tätig und seine Mutmassung, der „mysteriöse“ Mord am Käufer seines Anteils könnte von einer „Spezialeinheit“ verübt worden sein, werde weder durch Fakten untermauert noch näher substanziiert. Zu den Aussagen der Beschwerdeführerin und der Kinder sei festzuhalten, dass diese weder gegen den türkischen Staat gerichtete Tätigkeiten noch staatliche Verfolgungsmassnahmen geltend machten. Allfällige Benachteiligungen der älteren Kinder in der Schule wegen ihrer kurdischen Abstammung seien keine Nachteile, die derart intensiv wären, dass sie das Leben in der Türkei verunmöglicht oder in unzumutbarer Weise erschwert hätten.
4.2 In seiner Beschwerde machte der Beschwerdeführer geltend, die Vorinstanz habe ausser Acht gelassen, dass beinahe täglich, sicher aber wöchentlich Kurden in der Türkei festgenommen, geschlagen und auch getötet würden, wobei davon auszugehen sei, dass der türkische Staat respektive die Sicherheitskräfte und der Geheimdienst . Es sei deshalb nachvollziehbar, weshalb er sich nach seiner Mitnahme durch die Sicherheitskräfte und der Aufforderung, für sie als Informant zu arbeiten, vor weiteren Übergriffen fürchte. Auch dem , dass er Mitglied der HADEP gewesen sei – diesbezüglich lege er ein Schreiben eines Verwandten bei –, habe die Vorinstanz nicht Rechnung getragen. Dies genüge im Zusammenhang mit den erlitte-
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nen und befürchteten Nachteilen durch die türkischen , um eine begründete Furcht vor einer zukünftigen asylrelevanten Verfolgung anzunehmen. Die einzelne Verfolgungsmassnahme sei zwar möglicherweise nicht genügend intensiv, um als asylrelevant  zu werden. Die Verfolgungsmassnahmen hätten sich aber im Laufe der Jahre kumuliert. Zudem sei auch die Staatlichkeit,  sowie die Aktualität der Verfolgung gegeben.
4.3 In ihrer Vernehmlassung hielt die Vorinstanz fest, der  eines gewissen H._ sage über den Beschwerdeführer nur aus, dass er im Dorf mit diesem in der HADEP tätig gewesen sei. Auffällig sei, dass H._ gemäss seiner Schilderung weitaus grössere Probleme gehabt habe als der Beschwerdeführer. Er wolle „viele Male“ inhaftiert worden sein, zum letzten Mal im Jahr 2004 für drei Monate. Gegen ihn sei ein Gerichtsverfahren hängig. Während er Gast bei seinem Sohn (in der Schweiz) sei, werde er im Heimatstaat gesucht. Da der Beschwerdeführer nie Vergleichbares geltend gemacht habe, könne man aus dem Schreiben keine konkreten Schlüsse auf ihn ziehen. Bemerkenswert sei ausserdem, dass H._ am 31. März 2005 geschrieben habe, er werde bis zum 18. April in der Schweiz sein. Folgerichtig sei er nicht als Asylbewerber registriert. Dies spreche , dass H._ für sich selbst nicht von einer Verfolgungssituation ausgehe, die ihn dazu zwingen würde, die Schweiz um Schutz zu .
4.4 In seiner Replik machte der Beschwerdeführer geltend, H._ sei tatsächlich sehr verfolgt in der Türkei, habe sich aber dafür entschieden, dorthin zurückzukehren, da er sich als alter Mann nicht mehr um sein Leben Gedanken mache. Dies sei seine persönliche Entscheidung und habe nichts damit zu tun, dass er (der Beschwerdeführer) demnach keine asylrelevante Verfolgung zu befürchten haben würde.
5.
5.1 Vorliegend kann – in Übereinstimmung mit der Vorinstanz – darauf verzichtet werden, auf allfällige Unglaubhaftigkeitselemente näher , da die Vorbringen des Beschwerdeführers – wie nachfolgend dargelegt – ohnehin nicht asylrelevant sind.
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5.2 Nach Lehre und Praxis ist für die Anerkennung der  erforderlich, dass die asylsuchende Person ernsthafte Nachteile von bestimmter Intensität erlitten hat, beziehungsweise  im Falle einer Rückkehr in den Heimatstaat mit beachtlicher  und in absehbarer Zukunft befürchten muss. Die  müssen der asylsuchenden Person gezielt und aufgrund  Verfolgungsmotive drohen oder zugefügt worden sein ( und Mitteilungen der Schweizerischen  [EMARK] 2005 Nr. 21 E. 7 S. 193).
5.3 Begründete Furcht vor Verfolgung im Sinne von Art. 3 Abs. 1 AsylG liegt vor, wenn ein konkreter Anlass zur Annahme besteht,  werde sich – aus der Sicht im Zeitpunkt der Ausreise – mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit und in absehbarer Zukunft . Es müssen damit hinreichende Anhaltspunkte für eine konkrete Bedrohung vorhanden sein, die bei jedem Menschen in vergleichbarer Lage Furcht vor Verfolgung und damit den Entschluss zur Flucht hervorrufen würden. Dabei hat die Beurteilung einerseits aufgrund einer objektivierten Betrachtungsweise zu erfolgen und ist andererseits durch das von der betroffenen Person bereits Erlebte und das Wissen um Konsequenzen in vergleichbaren Fällen zu ergänzen. Wer bereits Verfolgungsmassnahmen ausgesetzt war, hat objektive Gründe für eine ausgeprägtere (subjektive) Furcht.
5.4 Das BFM hat in der angefochtenen Verfügung ausführlich , weshalb sich aufgrund der Akten keine Anhaltspunkte für eine  Furcht des Beschwerdeführers vor asylrelevanten Nachteilen ergeben und vor diesem Hintergrund festgestellt, die Vorbringen des Beschwerdeführers würden den Anforderungen an die  gemäss Art. 3 AsylG nicht standhalten. Die  Erwägungen erweisen sich aufgrund der Akten als zutreffend, sodass zur Vermeidung von Wiederholungen auf die nicht zu  Ausführungen des BFM in der angefochtenen Verfügung verwiesen werden kann. An dieser Erkenntnis vermögen auch die  in der Beschwerde nichts zu ändern, zumal sich der  nicht in substanziierter und detaillierter Weise mit den Erwägungen der Vorinstanz auseinandersetzte, sondern sich  auf den Einwand beschränkte, das BFM habe der allgemeinen Situation der Kurden in der Türkei und seiner HADEP-Mitgliedschaft keine Rechnung getragen. Hinsichtlich der allgemeinen Situation der Kurden hat die ARK in ihrer – weiterhin zutreffenden – Recht-
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sprechung zur Lageentwicklung in der Türkei zwar festgehalten, angesichts der zugenommenen Intensität des türkisch-kurdischen Konflikts im Südosten der Türkei sei heute zwar zu erwarten, dass in absehbarer Zeit unverändert nicht nur etwa kurdische Personen  werden, die verdächtigt werden, terroristische Attentate verübt oder vorbereitet zu haben, sondern generell auch Personen, denen vorgeworfen werde, der PKK (beziehungsweise einer PKK-) anzugehören oder auch nur nahe zu stehen (EMARK 2005 Nr. 21). Aus dieser allgemeinen Situation vermag der  jedoch nichts zu seinen Gunsten abzuleiten, da sie eine individuelle und gezielte Verfolgung seinerseits nicht zu belegen . In Bezug auf die HADEP-Mitgliedschaft bleibt festzuhalten, dass das BFM diese in seiner Verfügung erwähnte, in den Erwägungen  nicht näher darauf einging. Dies konnte entgegen der Meinung des Beschwerdeführers jedoch auch unterbleiben, da er sich gemäss eigenen Angaben nie exponiert für die HADEP betätigte und  in seinem Asylgesuch aus dieser Mitgliedschaft auch keine konkreten Nachteile geltend machte, sondern diese erst an der  Anhörung und lediglich nebenbei – auf Nachfrage des Befragers – erwähnte. Die vom Beschwerdeführer geltend gemachte einmalige Verhaftung würde für sich alleine nicht ausreichen, um eine  Furcht vor Verfolgung zu rechtfertigen, zumal es keine Hinweise darauf gibt, dass dies der Anfang einer längeren Periode von  Verhaftungen und Folterungen gewesen wäre.
6. Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass die Vorbringen der  den Anforderungen an die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 AsylG nicht standhalten, da sie keine begründete Furcht vor zukünftiger Verfolgung haben. Aufgrund der fehlenden Asylrelevanz kann die Frage der Glaubhaftigkeit der Vorbringen offen bleiben. Das BFM hat demnach die Asylgesuche der Beschwerdeführenden zu Recht abgelehnt.
7.
7.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG).
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7.2 Die Beschwerdeführenden verfügen weder über eine  Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf  einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht  (Art. 44 Abs. 1 AsylG; EMARK 2001 Nr. 21).
8.
8.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich, so regelt das Bundesamt das  nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige  von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des  vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]).
8.2 Die drei Bedingungen für einen Verzicht auf den Vollzug der  (Unzulässigkeit, Unzumutbarkeit, Unmöglichkeit) sind  Natur: Sobald eine von ihnen erfüllt ist, ist der Vollzug der  als undurchführbar zu betrachten und die weitere  in der Schweiz gemäss den Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme zu regeln (vgl. die weiterhin zutreffende Praxis der ARK in EMARK 2006 Nr. 6 E. 4.2 S. 54f.). Gegen eine allfällige Aufhebung der vorläufigen Aufnahme durch die Vorinstanz steht den (ab- und ) Asylsuchenden wiederum die Beschwerde an das  offen (vgl. Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 44 Abs. 2 AsylG), wobei in jenem Verfahren sämtliche Vollzugshindernisse von Amtes wegen nach Massgabe der dannzumal herrschenden  (vgl. die weiterhin zutreffende Praxis der ARK in EMARK 1997 Nr. 27) von neuem zu prüfen sind.
9.
9.1 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Wegweisungsvollzug für Ausländerinnen und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie in  wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage im Heimat- oder Herkunftsstaat konkret gefährdet sind. Diese Bestimmung wird vor allem bei Gewaltflüchtlingen angewendet, das heisst Ausländerinnen und Ausländern, die mangels persönlicher  weder die Voraussetzungen der Flüchtlingseigenschaft noch jene des völkerrechtlichen Non-Refoulement-Prinzips erfüllen, jedoch wegen der Folgen von Krieg, Bürgerkrieg oder einer Situation  Gewalt nicht in ihren Heimatstaat zurückkehren können
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(EMARK 2003 Nr. 24 E. 5a S. 157, mit weiteren Hinweisen). Neben einer konkreten Gefährdung können aber auch andere Umstände im Heimat- oder Herkunftsstaat dazu führen, dass der Vollzug der Wegweisung – aus humanitären Überlegungen – nicht zumutbar ist. So kann sich der Wegweisungsvollzug gestützt auf Art. 83 Abs. 4 AuG auch aus medizinischen Gründen als unzumutbar erweisen, was aber grundsätzlich nur dann der Fall ist, wenn für die betroffene Person bei einer Rückkehr in ihre Heimat eine wesentliche medizinische  nicht erhältlich wäre. Der Umstand alleine, dass die  oder das medizinische Fachwissen im Heimatstaat nicht dasselbe Niveau aufweisen wie in der Schweiz, führt praxisgemäss nicht zur Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs. Hingegen können gesundheitliche Probleme, welche für sich allein betrachtet den  nicht bereits als unzumutbar erscheinen lassen,  mit weiteren humanitären Aspekten zur Feststellung der  des Wegweisungsvollzugs führen (vgl. zum Ganzen EMARK 2001 Nr. 16 E. 6b S. 123ff.; EMARK 2003 Nr. 24 E. 5a und 5b S. 157 f.). Wird eine konkrete Gefährdung festgestellt, ist – unter  von Art. 83 Abs. 7 AuG – die vorläufige Aufnahme zu gewähren (vgl. Botschaft zum Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer vom 8. März 2002, BBl 2002 3818).
9.2 Das Bundesverwaltungsgericht geht davon aus, dass die  Lage in der Türkei nicht durch Krieg, Bürgerkrieg oder durch eine Situation allgemeiner Gewalt gekennzeichnet ist, aufgrund derer die Zivilbevölkerung als konkret gefährdet bezeichnet werden müsste. Der Vollzug der Wegweisung ist unter diesen Umständen nicht generell als unzumutbar zu bezeichnen. Allerdings stammen die  aus dem Osten des Landes, wo sich die Spannungen zwischen der kurdischen Bevölkerung und den türkischen Sicherheitskräften eher intensiviert haben.
9.3 Die Beschwerdeführenden machen insbesondere geltend, die  Beschwerden der Kinder würden ein individuelles Vollzugshindernis bilden.
9.3.1 Den eingangs erwähnten ärztlichen Berichten und telefonischen Auskünften ist zu entnehmen, dass die Kinder an einer genetisch bedingten, fortschreitenden, unheilbaren Muskelschwundkrankheit (Gliedergürtel- oder Duchenne-Muskeldystrophie) leiden. Bei dieser Krankheit würden den Muskelzellwänden Struktureiweisskörper fehlen
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oder seien nicht funktionsfähig. Dadurch gingen betroffene  frühzeitig zugrunde und würden durch fehlerhafte Muskelzellen ersetzt. Dabei überwiege der Abbau den Neuzuwachs und es komme zu einer Muskelschwäche. Eine eigentliche Behandlung sei nicht , man könne nur mit Therapien die stetige Verschlechterung . Physio- und Ergotherapie würden den Verlauf der  vorübergehend positiv beeinflussen. Eiweisspräparate könnten allenfalls eine gewisse vorläufige Verbesserung herbeiführen. Alle drei kranken Kinder würden aber mit der Zeit auf einen Rollstuhl  sein. In Zukunft werde die Krankheit auch den Herzmuskel . Bei C._ erwögen einzelne Ärzte eine operative  der Achillessehne zur Verbesserung der Gehfähigkeit, doch sei die Familie davon nicht überzeugt, da eine solche Operation in der Türkei nur kurzfristigen Nutzen gehabt habe. Dreimonatliche  Kontrollen, jährliche fachärztliche neurologische Kontrollen, zweijährliche kardiologische Kontrollen und der Zugang zu einer  Physiotherapie und einer orthopädischen Chirurgie sowie die Versorgung mit den notwendigen Medikamenten zur Muskelstärkung müssten gewährleistet sein. Ohne Behandlung müsse mit einer  Zunahme der Behinderung gerechnet werden. Mit einer  Behandlung könne unter Umständen die durch die Krankheit verursachten Einschränkungen verbessert beziehungsweise  werden. Persönlich seien in der Türkei keine entsprechenden Spezialisten mit Erfahrung in Behandlung dieses Krankheitsbildes . Therapien in der Schweiz hätten bereits erste Verbesserungen bewirkt. So habe durch „Auto Biologisches Lernen“ viel erreicht  können und es sei im Bereiche der Spannungen eine Konstanz feststellbar und verschiedene Gewebe seien verheilt. Ohne , bei der die vorhandene Muskulatur aktiv genutzt und trainiert werde, würden die vorhandene Muskulatur abgenommen und sich die Defizite im kognitiven Bereich verstärkt haben, was Auswirkungen auf den Alltag, die Selbstständigkeit und den schulischen Bereich haben würde. Bei C._ und D._ seien im Jahre 2006 beidseitige Fusskorrekturenoperationen durchgeführt worden.
9.3.2 Die Vorinstanz führte in ihrem Entscheid aus, Abklärungen in der Türkei hätten ergeben, dass die Krankheit grundsätzlich an  Orten mit Physio- und/oder Ergotherapie angemessen  werden könne. Jeder Patient könne sich im Spital untersuchen lassen. Wenn es als nötig erachtet werde, könne die Behandlung  begonnen werden. In Maras, woher die Beschwerdefüh-
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renden stammten, sei eine Behandlung allerdings nicht möglich. Im Falle einer Rückkehr müsse mit einem Unterbruch der Behandlung von mindestens zwei bis drei Monaten gerechnet werden. Die Behandlung in der Schweiz sei besser. Wenn ein Elternteil in der Türkei angestellt sei, habe er eine vom Arbeitgeber garantierte Krankenversicherung, die auch die Behandlungskosten der Kinder decke. Arbeitslose hätten keine solche Versicherung, könnten aber die „grüne Karte“ bekommen, die zur kostenlosen Behandlung in staatlichen Spitälern berechtige. Diese Spitäler könnten Kranke auch zur Behandlung in  überweisen. Wenn die Familie selbst für die  aufkommen müsste, würde dies ungefähr 300 bis 400 Euro wöchentlich ausmachen.
Vor dem Hintergrund dieser Abklärungen hielt das BFM fest, auch wenn die Schwere der Krankheit nicht verkannt werden dürfe, sei für die nähere Zukunft von keiner extremen Gefährdung oder schwersten Pflegebedürftigkeit auszugehen. Die Behandlung in der Türkei sei grundsätzlich gewährleistet. In der Türkei habe der Beschwerdeführer gemäss eigenen Angaben eine private Versicherung abgeschlossen, welche für die Behandlung der Kinder aufgekommen sei. Ausserdem bestünden gemäss Auskunft der Botschaft auch  für Mittellose. Zudem könnten die Verwandten der  (zum Beispiel die Mutter und mehrere  und Halbgeschwister des Beschwerdeführers in Deutschland)  materiell unterstützen. Sie hätten zudem die Möglichkeit, in der Schweiz individuelle Rückkehrhilfe zu beantragen. Unter diesem  müsse bei einer sorgfältigen Vorbereitung der Rückkehr nicht von einem Behandlungsunterbruch von zwei bis drei Monaten  werden, wie von der Schweizerischen Botschaft angenommen werde.
9.3.3 In der Beschwerde wurde hingegen ausgeführt, die Familie lebe sehr abgelegen im Südosten der Türkei. Eine Niederlassung in einer grösseren Stadt sei aus finanziellen Gründen nicht möglich. Von ihrer Heimatregion aus, wo sie über eine minimale Lebensstruktur , könne keine medizinische Betreuung gewährleistet werden, da die nächste grössere Stadt nur nach mehreren Stunden beschwerlicher Reise erreichbar sei. Der Zugang zu spezialärztlicher Behandlung sei aber ohnehin erschwert, Physio- und Ergotherapie dürften kaum  sein. Die Privatversicherung hätten sie sich nicht mehr leisten  und ob er (der Beschwerdeführer) bei der Rückkehr eine Arbeit
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finden würde, sei unsicher. Somit sei die staatliche  nicht gewährleistet. Die grüne Karte könne zwar theoretisch  werden, oft werde diese aber – gerade an Menschen  Herkunft mit politischem Hintergrund – nur unter erschwerten Bedingungen ausgestellt. Es sei absehbar, dass sie die Kosten selber würden tragen müssen, was bei einer Höhe von 300 bis 400 Euro pro Woche unmöglich sei. Auch durch Verwandte im Ausland könne eine solche Last nicht getragen werde. Durch die Behinderung der Kinder würde zudem auch der Schulbesuch respektive eine weiterführende Ausbildung der Kinder in Frage gestellt. Die Schule befinde sich einige Kilometer vom Dorf entfernt, zur Zeit fahre kein Schulbus dorthin und die Kinder könnten sie unmöglich zu Fuss erreichen. In der Schweiz bestünden gute schulische Möglichkeiten, so könne D._ ab Sommer 2005 das Gymnasium besuchen.
9.3.4 Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass die medizinische Grundversorgung der Kinder in der Türkei gewährleistet wäre. Dass ein chirurgischer Eingriff unmittelbar bevorsteht oder sich in naher  unweigerlich aufdrängen würde, geht aus den ärztlichen Zeugnis nicht hervor, vielmehr wurde die von ärztlicher Seite empfohlenen Fusskorrekturoperationen, gemäss ärztlichem Zeugnis vom 2. Mai 2008 im Jahre 2006 in der Schweiz erfolgreich durchgeführt. Da die Krankheit als unheilbar gilt und lediglich eine Verschlechterung  werden kann, beschränkt sich die nötige medizinische  der Kinder somit auf regelmässige ärztliche Kontrollen, physio- und ergotherapeutische Behandlung und den Zugang zu  und medizinischen Hilfsmitteln (in Form von  und Rollstühlen). Nach den dem Bundesverwaltungsgericht vorliegenden Informationen – bestätigt durch die Botschaftsanfrage des BFM, wie sie oben ausgeführt wurde – ist dies in der Türkei, wenn auch nicht in der Heimatprovinz der Beschwerdeführenden (Maras), grundsätzlich gewährleistet. Eine medizinischen Behandlung konnte denn auch bisher offensichtlich erlangt werden. Gemäss Aussagen von C._ sei es zwar zu Unzulänglichkeiten bei der medizinischen Behandlung gekommen, beispielsweise Fehler bei der Operation, lange Wartezeiten, versprochene und nicht gelieferte Hilfsmittel oder verlorene Krankenakten. Zudem habe C._, gemäss ärztlichem Bericht von Dr. med. G._ erst in der Schweiz Stöcke erhalten, obwohl er zu diesem Zeitpunkt nicht mehr aufrecht habe stehen können (A 27 S. 15). Allein dass die Behandlungsmöglichkeiten in der Türkei nicht dem medizinischen Standard in der Schweiz entsprechen,
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macht den Vollzug indes noch nicht unzumutbar, zumal in casu nach dem Gesagten die Verschlechterung der gesundheitlichen Situation auch in der Schweiz höchstens verzögert nicht aber verhindert werden kann.
9.3.5 In diesen Zusammenhang ist jedoch auch darauf hinzuweisen, dass C._, D._ und E._ gemäss den ärztlichen Berichten mit grosser Wahrscheinlichkeit alle drei früher oder später auf den Rollstuhl angewiesen sein werden. Es erscheint daher eher fraglich, ob die Beschwerdeführenden in der Lage sein werden, sich eine Existenz aufzubauen, die die hohen gesundheitlichen und existenziellen Kosten decken könnten. Zwar hat der Beschwerdeführer einige Berufserfahrung sammeln können und besitzt einen Hof mit 170 Hektaren Land. Bereits vor der Ausreise sei er aber nicht mehr in der Lage gewesen, die teure private Krankenversicherung für die Kinder zu bezahlen und auf einen Rollstuhl für den ältesten Sohn hätten sie vergeblich gewartet. Glaubhaft ist auch, dass sich die Beschwerführenden bei der gegebenen Situation kaum leisten könnten, ihren Hof zu verlassen und sich in einer Stadt, wo die Infrastruktur für Behinderte wohl zweifellos besser wäre, niederzulassen. Ansgesichts dessen, dass die Verwandtschaft der Beschwerdeführenden schon eine an derselben Krankheit leidende Schwester der Beschwerdeführerin zu unterstützen haben und dass die Beschwerdeführenden gleich drei Kinder haben, welche der Pflege bedürfen, vermag denn auch der Verweis der Vorinstanz, auf das tragfähige Beziehungsnetz der Beschwerdeführenden im In- und Ausland kaum zu überzeugen, zumal bei der Verwandtschaft  auch nicht von besonders guten finanziellen Verhältnissen  werden kann.
9.3.6 Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass zwar die  Versorgung der Kinder in der Türkei grundsätzlich gewährleistet wäre, die Möglichkeit jedoch, dass sich die Familie mit den drei schwerkranken Kindern im Falle der Rückkehr eine genügende  schaffen könnte, scheint fraglich.
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9.4.1 Sind von einem allfälligen Wegweisungsvollzug Kinder betroffen, so bildet im Rahmen der Zumutbarkeitsprüfung das Kindeswohl einen Gesichtspunkt von gewichtiger Bedeutung. Dies ergibt sich nicht
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zuletzt aus einer völkerrechtskonformen Auslegung des Art. 83 Abs. 4 AuG im Licht von Art. 3 Abs. 1 der Konvention vom 20. November 1989 über die Rechte des Kindes (KRK, SR 0.107). Unter dem Aspekt des Kindeswohls sind demnach sämtliche Umstände einzubeziehen und zu würdigen, die im Hinblick auf eine Wegweisung wesentlich erscheinen. In Bezug auf das Kindeswohl können namentlich folgende Kriterien im Rahmen einer gesamtheitlichen Beurteilung von Bedeutung sein: Alter, Reife, Abhängigkeiten, Art (Nähe, Intensität, Tragfähigkeit) seiner , Eigenschaften seiner Bezugspersonen (insbesondere Unterstützungsbereitschaft und -fähigkeit), Stand und Prognose  Entwicklung/Ausbildung, Grad der erfolgten Integration bei einem längeren Aufenthalt in der Schweiz. Gerade letzterer Aspekt, die Dauer des Aufenthaltes in der Schweiz, ist im Hinblick auf die Prüfung der Chancen und Hindernisse einer Reintegration im Heimatland bei einem Kind als gewichtiger Faktor zu werten, da Kinder nicht ohne  Grund aus einem einmal vertrauten Umfeld wieder herausgerissen werden sollten. Dabei ist aus entwicklungspsychologischer Sicht nicht nur das unmittelbare persönliche Umfeld des Kindes (d.h. dessen Kernfamilie) zu berücksichtigen, sondern auch dessen übrige soziale Einbettung. Die Verwurzelung von Kindern in der Schweiz ist zwar bei der Beurteilung der Zumutbarkeit einer Rückkehr ins Heimatland eher von untergeordneter Bedeutung, sie kann aber eine reziproke Wirkung auf die Frage der Zumutbarkeit der Wegweisungsvollzugs haben,  eine starke Assimilierung in der Schweiz – und davon ist bei einem längeren Aufenthalt von Kindern auszugehen – eine  im Heimatstaat zur Folge haben kann, welche unter Umständen die Rückkehr dorthin als unzumutbar erscheinen lässt (vgl. die vom Bundesverwaltungsgericht übernommene Praxis der ARK: EMARK 2006 Nr. 11, E. 7.2.3. f., S. 126 ff.; 2006 Nr. 24, E. 6.2., S. 258 ff.; 2005 Nr. 6 E. 6. S. 55 ff., 1998 Nr. 31 E. 8c.ff.ccc S. 260 f., 1998 Nr. 13 S. 98 f. E. 5e.aa).
9.4.2 Die Beschwerdeführenden sind mit ihren damals acht, fünfzehn und sechzehn Jahre alten Kindern im September 2003 in die Schweiz eingereist. Die Familie hält sich seit nunmehr fünfeinhalb Jahren hier auf, weshalb C._ und D._ inzwischen volljährig geworden sind.
9.4.3 Aufgrund des Alters der heute dreizehjährigen E._ im Zeitpunkt der Einreise in die Schweiz ergibt sich, dass sie praktisch ihre gesamte bisherige schulische Ausbildung – bei ihrer Ankunft
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wurde sie in die zweite Primarklasse eingeschult – hier durchlaufen hat. Mit der Einschulung in der Schweiz hat sie sich zusehends an die schweizerische Lebensweise assimiliert beziehungsweise ist sie insbesondere durch den Besuch der Schule in erheblichem Mass durch das hiesige kulturelle und soziale Umfeld geprägt worden. Gemäss Bericht der Ergotherapeutin vom 21. April 2005 hatte sie bereits zu diesem Zeitpunkt einige Freunde gefunden. Somit ist heute davon auszugehen, dass sie – trotz ihrer durch die Behinderung bedingten starken Abhängigkeit von ihren Eltern – inzwischen ein eigenes persönliches Beziehungsnetz geschaffen hat. Demgegenüber wird sie kaum über die – namentlich schriftlichen – Kenntnisse ihrer Muttersprache verfügen, welche für eine erfolgreiche Eingliederung ins Schulsystem in der Heimat vorauszusetzen wären. Auch wird ihr aufgrund der langjährigen Abwesenheit kaum Kontakte zu anderen gleichaltrigen Menschen in ihrem Heimatland haben. Angesichts dessen sowie der kulturellen Differenzen zwischen der Schweiz und der Türkei wäre ihre Reintegration in der Heimat in erhöhtem Mass in Frage gestellt. Dies ist umso höher zu gewichten, als E._ durch ihre Behinderung umso grössere Schwierigkeiten hätte, sich in einem neuen Umfeld zurecht zu finden. Bei dieser Sachlage besteht für E._ somit die konkrete Gefahr, dass die mit einem Vollzug der Wegweisung verbundene Entwurzelung aus dem gewachsenen sozialen Umfeld in der Schweiz einerseits und die sich gleichzeitig abzeichnende Problematik einer Reintegration in die ihr weitgehend fremde Kultur und Umgebung im Heimatland andererseits zu starken Belastungen in ihrer weiteren Entwicklung führen würden, die mit dem Schutzanliegen des Kindeswohls nicht zu vereinbaren wären.
9.5 In Würdigung der gesamten Aktenlage und der vorstehenden  gelangt das Bundesverwaltungsgericht demnach zum Schluss, dass sich der Vollzug der Wegweisung inbesondere von E._ als nicht zumutbar im Sinne von Art. 83 Abs. 4 AuG erweist. Die Familie ist demnach zufolge Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges in der Schweiz vorläufig aufzunehmen.
9.6 Unter den gegebenen Umständen ist es auch den inzwischen  Brüdern C._ und D._ nicht zuzumuten, ohne ihre Familie in die Türkei zurückzureisen, zumal sie aufgrund ihrer körperlichen Behinderung zur Bewältigung einfacher Aufgaben des Alltags stark von ihren Eltern abhängig sind. Es liegt damit ohnehin auch ein „besonderes Abhängigkeitsverhältnis“ im Sinne der
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Rechtsprechung vor (vgl. dazu die weiterhin zutreffende Rechtsprechung der ARK in EMARK 1994 Nr. 9, EMARK 2000 Nr. 4, EMARK 2000 Nr. 21 und EMARK 2000 Nr. 27), das zum Einbezug in die vorläufige Aufnahme der übrigen Familienmitglieder führen würde.
9.7 Demnach ist festzustellen, dass die Beschwerdeführenden zufolge Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs in der Schweiz vorläufig aufzunehmen sind, zumal sich aus den Akten keine Hinweise auf das Vorliegen von Ausschlussgründen im Sinne von Art. 83 Abs. 7 AuG ergeben.
10. Zusammenfassend ergibt sich, dass das Bundesamt zu Unrecht  hat, der Vollzug der Wegweisung sei zumutbar. Die  ist daher gutzuheissen, soweit darin die Anordnung der vorläufigen Aufnahme beantragt wird. Die Verfügung der Vorinstanz vom 14. März 2005 ist betreffend die Ziffern 4 und 5 des Dispositivs aufzuheben. Das BFM ist anzuweisen, die Beschwerdeführenden und ihre Kinder in der Schweiz vorläufig aufzunehmen. Im Übrigen ist die Beschwerde .
11. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären den Beschwerdeführenden reduzierte Kosten aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG).  das mit der Beschwerde gestellte Gesuch um die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG mit Zwischenverfügung vom 9. Mai 2005 gutgeheissen wurde und  der Akten keine Gründe ersichtlich sind, um auf diesen  zurückzukommen, sind keine Kosten aufzuerlegen.
12. Teilweise obsiegende Parteien haben Anspruch auf eine reduzierte Parteientschädigung für die ihnen erwachsenen notwendigen und  hohen Kosten (Art. 64 Abs. 1 VwVG). Die  der Beschwerdeführenden hat es bisher unterlassen, eine Kostennote einzureichen. Auf eine entsprechende Nachforderung kann jedoch verzichtet werden, da sich der Aufwand für das  zuverlässig abschätzen lässt. Die von der Vorinstanz zu  Parteientschädigung ist demnach auf Fr. 800.-- (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen (Art. 14 des Reglements
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vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).
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