Decision ID: 99d9fdfb-02ef-43a3-a146-889f8d93c2d0
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Der 1955 geborene und
seit vielen Jahren
als selbständiger Wirt erwerbstätige
X._
meldete sich am
10. Februar 2012
bei der
Sozialversicherungs
anstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an
(Urk. 7/1)
. Nach Durchführung von Abklärungen in erwerblicher und medizinischer Hinsicht stellte die IV-Stelle mit Vorbescheid vom 11. Juni 2012 die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht (Urk. 7/23). Nach Eingang der Stellungnahme des Versicherten vom 27. August 2012 (Urk. 7/33) beauftragte sie
die MEDAS
Z._
mit einer polydisziplinären medi
zinischen Untersuchung (Urk. 7/43).
Am 5. Februar 2013 erstattete d
ie MEDAS ihr Gutachten (Urk. 7/49).
D
er Versicherte
nahm
am 4.
April 2013
dazu
Stellung (Urk. 7/53)
. Daraufhin wies
die IV-Stelle
m
it Verfügung vom 25. April 2013 das Leistungsbegehren ab (Urk. 2).
2.
Dagegen erhob
X._
am 27. Mai 2013 Beschwerde mit dem
Rechtsbe
gehren
um Zusprechung von mindestens einer
Viertelsrente
, eventualiter um Rückweisung der Sache an die Verwaltung zwecks ergänzender Abklärung des medizinischen Sachverhaltes und der zumutbaren Arbeitsleistung (Urk. 1 S. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom 9. Juli 2013 schloss die Verwaltung auf Abwei
sung der Beschwerde (Urk. 6), worüber der Beschwerdeführer am 23. Juli 2013 orientiert wurde (Urk. 8).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge
sund
heit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver
bleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er
werbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 Prozent arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent besteht Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit
Art.
28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
Der Einkommensvergleich hat auch bei
Selbständigerwerbenden
in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen zif
fernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt. Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte miteinander zu verglei
chen. Lassen sich die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen nicht zuver
lässig ermitteln oder schätzen, so ist in Anlehnung an die spezifische Methode für Nichterwerbstätige ein Betätigungsvergleich anzustellen und der
Invalidi
tätsgrad
nach Massgabe der erwerblichen Auswirkungen der verminderten Leistungsfähigkeit in der konkreten erwerblichen Situation zu bestimmen (aus
ser
ordentliches Bemessungsverfahren; BGE 128 V 29 f. E. 1; AHI 1998 S. 120 f. E. 1a und S. 252 E. 2b je mit Hinweisen).
1.4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im
Be
schwerdefall
das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist ent
scheidend, ob es für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderli
chen allseitigen Untersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berück
sichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person aus
einander setzt
was vor allem bei psychischen Fehlent
wicklungen nö
tig ist
, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu
räu
mende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer
Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutachten,
3.
Aufl. 1994, S. 24 f.).
2.
Die Beschwerdegegnerin begründet die Leistungsablehnung damit, dass eine gesundheitliche Beeinträchtigung mit einem Schmerzsyndrom unklarer Ursache ausgewiesen sei, welche jedoch einem in
validisierenden Gesundheitsscha
de
n
nicht gleich gesetzt werden könne, weshalb
es
dem Beschwerdeführer zumutbar sei, unter adäquater Schmerztherapie einer Berufstätigkeit nachzugehen
(Urk. 2 S. 1).
Demgegenüber stellt sich der Beschwerdeführer auf dem Standpunkt,
die
Be
schwer
degegnerin
habe den medizinisch
en
Sachverhalt nicht rechtsgenügend abgeklärt
(Urk. 1 S. 8, S. 12)
. Insbesondere fehle es an einer Abklärung
mittels Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL)
sowie einer grundsätzli
chen Abklärung der Zumutbarkeit einer
allfälligen
Restarbeitsfähigkeit. Weiter
sei es aus medizinischer Sicht erwiesen, dass die
lumbosakralen
Schmerzen organischer Natur seien (Urk. 1 S. 11). Seiner angestammten Tätigkeit als Wirt gehe er zu 50 % nach. Eine Erhöhung der Arbeitsfähigkeit sei ihm selbst in einer leidensangepassten Tätigkeit nicht zumutbar (Urk. 1 S. 12).
3.
3.1
Es steht
aufgrund der medizinischen Aktenlage
fest, dass der Beschwerdeführer
infolge eines Aneurysma
s
der Aorta
abdominalis
,
juxtarenal
, und einer
Aorten
klappensklerose
am 30. August und am 16. September 2011
im
A._
operiert
werden musste
(Urk. 7/8 S. 3 ff.). Vom 21. September bis zum 12. Oktober 2011 befand er sich in der Klinik
B._
zur Reha
bilitation (Urk. 7/8 S. 10 ff.).
3.2
Anlässlich der ersten
zwei postoperativen
Verlaufskontrolle
n
im
A._
, Medizinbereich Herz- Gefäss- Thorax
,
klagte der Beschwerdeführer laut
den
Bericht
en
vom
27. Oktober 2011 (Urk. 7/8
S. 15 f.
)
und vom 3. Februar 2012 (Urk. 7/10 S. 7 f.)
über
seit
dem ersten Eingriff
aufgetretene
Rücken
schmerzen
. Weiter
gab
er
an, a
nsonsten beschwerdefrei
zu sein
.
Die berichten
den Spitalärzte stellten folgende Diagnose
:
-
Status nach
-
viszeralem
Debranching
am 30.08.2011
-
EVAR mit Y-EAP und TAG und
Endodebranching
der Nierenarterien bei
juxtare
nalem
Aneurysma der Aorta
abdominalis
-
intraoperativer
Lyse
einer Thrombose der rechten Nierenarterie am 16.09.2011
Als Nebendiagnosen führten
s
ie die
Aortenklappensklerose
sowie einen
a
tr
i
o
ventrikulären
Block 1.
Grades
auf.
Sodann
gaben
sie arterielle Hypertonie Grad 2 (BMI
32), Diabetes Mellitus Typ 2 (insulinabhängig),
Hyperlipidämie
und
Nikotinabusus
als
Risikofaktoren
an
.
3.3
Der vom Beschwerdeführer wegen der Rückenschmerzen aufgesuchte Dr.
C._
, Facharzt für Rheumatologie und Innere Medizin, stellte im Bericht vom 4. Mai 2012 (Urk. 7/10 S. 1 ff.) folgende Diagnose
mit Auswirkung auf die Arbeitsfä
higkeit:
-
Chronisches
lumbovertebrales
Syndrom bei/mit
-
myofaszialen
Schmerzen der paravertebralen und
glutealen
Muskulatur links
-
kernspintomographisch altersentsprechende
n
Veränderungen mit annäh
e
r
nd norma
len Z
wischenwirbelräumen und mässiger
Spondylarthrose
L3 bis S1 (MRI vom 16.11.2011)
-
Status nach Operation eines
infrarenalen
Aortenaneurysmas
im August 2011
-
Verdacht auf Schmerzverarbeitungsstörung
Keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit mass er dagegen folgenden weiteren Diagnosen zu:
-
Adipositas
-
Status nach
Gichtarthropathie
1998
-
Status nach
zervikobrachialem
Syndrom bei Segmen
t
degeneration C5/C6 und C6/C7 (MRI vom 03.02.2010)
-
Beginnende zervikale Myelopathie bei spinaler Enge C5/C6
Weiter
führte Dr.
C._
aus
, vor
Einleitung der beruflichen
Wiedereingliederung sollten die im
A._
eingeleiteten Abklärungen abgewartet werden. Angesichts des praktisch altersentsprechenden MRI-Befundes vom 16. November 2011 sei von einer Besserung auszugehen. Sodann attestierte er eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % ab dem 29. August 2011, von 90 % ab dem 19. Oktober 2011 und von 80 % seit 14. Dezember 2011.
3.3
Im
Bericht
des
A._
, Rheumaklinik, vom 24. Mai 2012 (Urk. 7/16)
wurden
im Rahmen eines rheumatologischen Konsilium
s
im Wesent
lichen
die bisher genannten Diagnosen wiederholt
.
Weiter führten die berich
tenden Ärzte aus, in den bisher erfolgten Bildgebungen habe sich kein Korrelat zu den beklagten Schmerzen, insbesondere keine Frakturen und keine
Spondy
lodiszitis
ergeben
, weshalb die Beschwerden am ehesten als mechanisch statisch
zu beurteilen seien
. Durch die Rückenschmerzen bestehe eine verminderte körperliche Belastbarkeit
. Damit sei eine verminderte Leistungsfähigkeit von ma
xi
mal 20 % denkbar. Zwecks Beurteilung der Arbeitsfähigkeit empfahlen die Spitalärzte abschliessend eine EFL.
3.4
Prof. Dr. med.
D._
, Facharzt für Neurologie,
konnte
i
n dem vom
Krankentag
geld
versicherer
in Auftrag gegebenen
neurologischen
Gutachten vom 18. Juli 2012 (Urk. 7/29)
keinen ausreichenden Anhalt für eine behindernde Läsion am zentralen oder peripheren Nervensystem, der Wirbelsäule sowie der
paraver
te
b
ra
len
Strukturen ausmachen. Differenzialdiagnostisch bestehe ein lumba
les/
re
tro
peritonales
Schmerzsyndrom infol
ge der stattgehabten
Bauchaorten
ope
ration
(differentialdiagnostisch ischämischer Schmerz). Die vom Beschwerdeführer glaubhaft vorgetragenen lumbalen Schmerzen seien angesichts der stattgehab
ten abdominellen Operation differentialdiagnostisch im Rahmen einer lokalen Ischämie zu diskutieren. Der klinische Befund und die Anamnese sprächen nicht für eine spinale Genese. Eine zunächst fortdauernde Arbeitsunfähigkeit von 50 % für alle überwiegend gehend und stehen
d
auszuübenden
Tätigkeiten er
scheine angesichts des Schmerzsyndroms gerechtfertigt. In einer überwiegend sitzend
auszuübenden
Tätigkeit bestehe ab sofort eine 100%ige Arbeitsfähigkeit. Weiter empfahl Prof. Dr.
D._
eine gutachterliche Mitbeurteilung durch einen Gefässchirurgen (S. 9 ff.).
3.5
Im
Bericht
des
A._
, Rheumaklinik, Physiotherapie Ergo
the
rapie, vom 2. Oktober 2012 (Urk. 7/54 S. 2 ff.)
über das im September 2012 durchgeführte
Arbeitsassessment
wurden die bereits bekannten Diagnosen wie
derholt und
darüber hinaus diejenige einer depressiven Episode, gegenwärtig
leichtgradig
(ICD-10 F32.0)
,
gestellt. Weiter führten die das
Arbeitsassessment
durchführende
n
Fachleute aus, das
arbeitsbezogen
relevante Problem bestehe in einer
verminderte
n
Belastungstoleranz des Rückens bei langandauernden Tätig
keiten,
einer
allgemeine
n
Dekonditionierung
sowie einer
reduzierte
n
Belastbar
keit und Kraft der Beine
. Die
ergonomische
n
Arbeitstechniken
des Beschwerde
führers seien auf Grund der reduzierten Belastbarkeit der Knie suboptimal. Der eine
gute Leistungsbereitschaft
ohne
Selbstlimitierung
zeigende Beschwerde
führer führe als Wirt mit einem Geschäftspartner zusammen ein Restaurant. Er sei dabei als Allrounder tätig und mehrheitlich für das Administrative zustän
dig. Er arbeite jedoch auch als Koch und im Service. Die lumbalen Rücken
schmerzen verstärkten sich im Laufe des Tages, was jedoch auch von der Sch
w
ere der Arbeitstätigkeit abhängig sei
(S. 3).
Im aktuellen Status zeige sich eine Fehlstatik mit hochthorakaler
rechtskonve
xer
Kyphoskoliose
der Brustwirbelsäule sowie abdominal betontem Überge
wicht. Es bestehe eine Haltungsinsuffizienz mit vermehrter rechtskonvexer Skolio
se und Rückneigung. Zudem finde
sich eine lokale
Druckdolenz
der Wir
belsäule auf Höhe L5/S1 sowie eine Schmerzhaftigkeit an den Ansätzen des
Musculus
‘
erector
trunci
und des
Musculus
‘
latissi
m
us
dorsi
linksbetont. Die Beweglichkeit von Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule sei in allen Richtungen frei und nicht schmerzgenerierend. Der kursorische Neurostatus sei unauffällig. Zusammengefasst bestehe somit ein anhaltendes
Lumbovertebralsyndrom
nach Aneurysma-Operation mit ausgedehntem
Debra
nching
. In der rheumatologi
schen
Untersuchung
seien
eine Fehlstatik mit
Kyphoskoliose
und abdominalem Übergewicht sowie eine Haltungsinsuffizienz
auf
gefallen
. Entsprechend habe sich im EFL eine verminderte Belastungstoleranz des Rückens bei langandau
ernden Tätigkeiten, eine allgemeine
Dekonditionierung
und eine reduzierte Belastbarkeit und Kraft der Beine gezeigt (S. 4).
In der angestammten Tätigkeit als Koch und Inhaber eines Waldrestaurants
sei der Beschwerdeführer bezogen auf einen zwölfstündigen Arbeitstag bis maxi
mal sechs Stunden pro Tag aufgrund der allgemeinen
Dekonditionierung
, der reduzierten Belastungstoleranz des Rückens, der nachvollziehbaren vermehrten Schmerzen nach langandauernden Tätigkeiten und der anamnestisch vermehr
ten Müdigkeit, vermutlich aufgrund des Schmerzpflasters, arbeitsfähig. Dabei könne er maximal jeweils drei Stunden pro Tag an Ort
stehen
beziehungsweise stehen und gehen. Daraus ergebe sich eine zumutbare Arbeitsfähigkeit in der zuletzt ausgeübten Täti
gkeit von 50 % bezogen auf einen
zwölfstündigen Nor
malarbeitstag.
Mit geeigneten Rehabilitationsmassnahmen sei mittelfristig mit einer Verbesserung der Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit zu rechnen.
Ob eine volle Arbeitsfähigkeit erlangt werden könne, bleibe offen. Dies hänge insbesondere auch von der zugrundeliegenden Pathologie ab. Falls eine ischä
mische Pathologie nach
Debranching
den Beschwerden zugrunde liege, bleibe vorerst offen, inwieweit eine
Revaskularisation
durch ein entsprechendes Trai
ning erreicht werden könne. Inwiefern die leichte Depression auf die Arbeits
fähigkeit Einfluss habe, sei aus psychiatrischer Sicht zu evaluieren. Im Moment begründe sie keine über die aktuelle Arbeitsunfähigkeit hinausgehende Ein
schränkung.
In einer angepassten, wechselbelastenden Tätigkeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 75 % bezogen auf
einen achtstündigen Arbeitstag (S. 5).
3.6
Im MEDAS-
Gutachten vom 5. Februar 2013 (Urk. 7/49) wurden folgende
Diag
nosen
gestellt (S. 23 f.)
:
-
Anamnestisch chronisches
lumbovertebrales
Schmerzsyndrom, anamnestisch ohne Aus
strahlungen (ICD-10 M54.5)
-
MR-tomographisch
leichtgradige
degenerative Veränderungen der gesamten
Lenden
wi
rbelsäule
ohne sichtbare
Kompro
mittierung
neuraler Strukturen (M47.86)
-
Haltungsinsuffizienz bei stamm
betonter Adipositas mit muskulä
rer
Dysbalance
-
keine Anhaltspunkte für neurogene Ätiologie
-
aufgetreten im Anschluss an eine
Bauchaortenaneurysma
-Operation am 30.08.2011 (vis
zerale
s
Debranching
)
-
Juxtarenales
Bauchaortenaneurysma
(6,4 cm; ICD-10 I71.4)
-
Status nach
viszeral
em
Debranching
am 30.08.2011 (
Arteria
iliaca
externa
links auf
A
r
teria
mesenterica
superior
mittels VORTEX, auf AHP mittels konventioneller Anastomose)
-
Status nach
EVAR mit Y-EAP und TAG und
Endodebranching
der Nierenarterien mit in
traoperativer
Lyse
einer Thrombose der rechten
Nierenartherie
am 16.09.2011 (
A._
)
-
Regelrecht einheilende
endovaskuläre
Prothese mit
grössenregredientem
Aneurysma
sack
und üblicher lokalisierter in-
stent
Thrombosierung
, kein
Endoleak
, keine Hin
weise auf
de
novo
Periaortitis
-
ausgeprägte
Rektusdiastase
ohne Inkarzeration
-
kardiovaskuläre Risikofaktoren
-
Status nach massivem Nikotinkonsum (zirka 100
py
) bis 2010; metabolisches Syn
drom
-
metabolisches Syndrom
-
Adipositas (BMI 32 kg/m
2
; ICD-10 E66.0)
-
arterielle Hypertonie, medikamentös behandelt (ICD-10 I10)
-
Diabetes mellitus Typ ICD-10 (ICD-10 E11.7)
-
medikamentös behandelt
-
mässiggradig
eingestellt mit HbA1c-Wert von 7.2 % (Norm < 6.3 %)
-
distal-symmetrische sensible Polyneuropathie (ICD-10 G63.2),
whs
. diabetisch
-
Dyslipidämie
, medikamentös behandelt (ICD-10 E78.2)
-
Hyperurikämie
, asymptomatisch, unbehandelt (ICD-10 E79.0)
-
Bisher asymptomatische Kardiopathie
-
Aortenklappensklerose
-
ausgeprägte Verkalkungen im
linkskoronären
System zentral (CT vom 05.12.2012)
-
kardiovaskuläre Risikofaktoren
Weiter führten die Gutachter aus, der Beschwerdeführer habe vor allem über Rückenschmerzen geklagt und weitere Probleme verneint. Diesen
lumbover
tebra
len
Schmerzen könne keine neurogene Ätiologie zugeordnet werden. Ein
Zusammenhang mit dem am 30. August 2011 stattgehabte
n
Baucheingriff sei auf Grund der zeitlichen Zusammenhänge anzunehmen. Der Schmerz sei als organisch zu beurteilen, es fehlten jegliche Anhaltspunkte für eine funktionelle Ausweitung. Die Angaben des Beschwerdeführers seien, gerade auch im Verlauf, konsistent. Es erscheine fraglich, ob mit weiteren Untersuchungen eine Ursache noch gefunden werden könne. Bildgebend seien nur
leichtgradige
degenerative Veränderungen der gesamten Lendenwirbelsäule feststellbar. Es bestehe eine Haltungsinsuffizienz mit muskulärer
Dysbalance
bei stammbetonter Adipositas. Die Befunde seien insgesamt nur sehr
geringgradig
und könnten keine
höher
gradige
Einschränkung erklären. Hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit resultiere, dass diese nur für körperlich schwere Tätigkeiten eingeschränkt sei, welche der Beschwerdeführer allerdings nicht ausgeübt habe. Für körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeiten bestehe hingegen eine uneingeschränkte Arbeits- und Leistungsfähigkeit (S. 18, S. 24).
Aus
angiologischer
und
thoraxchirurgischer
Sicht sei von einem erfolgreichen Verlauf nach einer komplexen Operation auszugehen mit einer guten Erholung und Funktionsfähigkeit der
endovaskulären
Prothese. Es könne keine Erklärung für die subjektiv vom Beschwerdeführer angegebene Beschwerdesymptomatik festgestellt werden. Gegen eine ischämische Genese der Schmerzen, bedingt durch Abtrennung der lumbalen Gefässversorgung, spreche die Tatsache, dass der Lumbalschmerz schon unmittelbar nach dem ersten Eingriff am 30. August 2011 aufgetreten sei. Bei diesem Eingriff seien aber keine aus dem Aneurysma hervorgehenden
Lumbalartherien
unterbrochen worden, sondern lediglich eine arterielle
Umversorgung
der
Arteria
mesenterica
superior
(AMS) und
Arteria
hepatica
propria
(AHP) aus der
Arteria
iliaca
externa
links durchgeführt worden. Wäre das
lumbosakrale
Schmerzsyndrom auf die intraoperative Okklusion der lumbalen Gefässversorgung zurückzuführen, wie das von Prof.
Dr.
D._
im neurologischen Gutachten
vom 18. Juli 2012 (Urk. 7/29)
als mögliche Ursache vermutet worden sei, hätte der Schmerz erst nach dem EVAR-Eingriff am 16. September 2011 auftreten müssen. Es bleibe nun noch die Erwähnung eines „Katheters, der zu einem Hämatom geführt habe“, bei dem es sich retrospektiv am ehesten um den
Epiduralkatheter
handle, der im Operationsbericht vom 30. August 2011 erwähnt werde. Gemäss Bericht des
A._
, Klinik für Neurologie, vom 28. März 2012 (Urk. 7/15, insbes. S. 11) soll der Be
schwerdeführer anamnestisch erwähnt haben, dass an der Stelle, an der die
lumbosakralen
Rückenschmerzen empfunden würden, ein Katheter gelegen ha
be, der zu ei
nem Hämatom geführt habe. Das Hä
matom habe sich zurückge
bil
det, jedoch seien die Schmerzen unverändert geblieben. Solche Katheter wür
den aber für Operationen im
Abdominalbereich
auf Höhe Th10/11 und nicht im
Bereich der lumbalen Wirbelsäule platziert. Eine Magnetresonanztomographie der Wirbelsäule im November 2011 habe diesbezüglich auch kein pathologisch-anatomisches Korrelat zur Darstellung bringen können. Die zweite
Schmerz
kom
ponente
, die unter Gehbelastung auftrete und als unmittelbar unterhalb der Beckenkämme beidseits geschildert werde, entspreche nicht der üblichen Be
schreibung einer
glutealen
Ischämie. Zwar werde im Bericht des
A._
, Medizinbereich Herz-
Gefäss-
Thorax, über die am 3. Februar 2012 durchgeführte Computertomographie von Thorax und Abdomen (Urk. 7/10 S. 7 ff., insbes. S. 8) eine
Überstentung
der
Arteria
iliaca
interna
rechts geschildert. Die Schmerzen würden aber als symmetrisch beidseits un
mittelbar unterhalb des dorsalen Beckenkamms bilateral und weder rechts be
tont noch wirklich
gluteal
angegeben. Insgesamt könnten die empfundenen Schmerzen als anhaltendes
Lumbovertebralsyndrom
bezeichnet werden, bei dem weder anamnestisch, kli
nisch noch radiologisch eine vaskuläre oder neurogene Ursache nachweisbar sei. Folglich könne sowohl aus
angiologischer
wie auch aus
thoraxchirurgischer
Sicht keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestä
tigt werden (S. 22, S. 25).
Aus allgemeininternistischer Sicht stehe das metabolische Syndrom im Vorder
grund, welches zwar hinsichtlich kardiovaskulärer Risikofaktoren relevant sei, per se die Arbeitsfähigkeit jedoch nicht einschränke. Aus psychiatrischer Sicht könnten keine pathologischen Befunde erhoben werden. Es könne keine psychi
atrische Diagnose abgeleitet werden, welche die Arbeitsfähigkeit einschränke (S. 25).
Gestützt auf die erhobenen anamnestischen Angaben, die Untersuchungsbe
funde, die ihnen vorliegenden Dokumente sowie die früher attestierten Arbeits
unfähigkeiten kamen die MEDAS-Gutachter zum Schluss, dass ab August 2011 postoperativ für drei Monate eine volle und dann für ein bis drei Monate eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden habe. Danach könne keine Einschränkung mehr nachvollzogen werden
(S. 25)
.
4.
4.1
Das
MEDAS-Gutachten vom
5. Februar 2013 erfüllt
die
von der Rech
t
sprechung aufgestellten
Anforderungen an eine beweistaugliche beziehungsweise beweis
kräftige medizinische Entscheidungsgrundlage: Es beruht auf eingehenden
in
ter
nistischen, psychiatrischen,
orthopädischen, neurologischen
,
angiologischen
sowie herz- und
thoraxchirurgischen
Untersuchung
en
, berücksic
htigt die gekla
gten Beschwerden und
setzt sich
mit diesen und dem Verhalten des
Beschwer
deführers
auseinander
. Letzteres ist
gerade
angesichts
der weiterhin unklaren Ätiologie der Schmerzen
von Bedeutung
. Weiter
leuchtet
das MEDAS-Gutach
ten
in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge sowie in Bezug auf die gezogenen Schlussfolgerungen ein.
Die Gutachter setzen sich im Rahmen
ihrer
jeweiligen
Fachdisziplin sowie auch in der
interdiszipli
näre
n
Beurteilung mit den von den bisher involvierten Ärzten
zur Erklärung der Beschwerden
aufgestellten Hypothesen auseinander.
Insbesondere
verneinte der herz- und
thoraxchirurgische
Gutachter die von Prof. Dr.
D._
aufgeworfene Frage einer ischämischen Ursache der Schmerzen (vgl. Urk. 7/29 S. 10). Seine Begründung dafür ist klar und selbst für einen medizinischen Laien nachvoll
ziehbar (Urk. 7/49 S. 22). Damit bleibt die Genese der lumbalen Schmerzen weiterhin im Dunkel
n
, zumal
trotz allseitigen fachärztlichen Untersuchungen keine
organische
Ursache
ausgemacht werden konnte
und aus psychiatrischer Sicht keine
krankheitswertigen
Auffälligkeiten
festgestellt wurden
. Dieser Um
stand vermag
indessen den Beweiswert des Gutachtens nicht zu schmälern.
4.2
Gegen das MEDAS-Gutachten
vom 5. Februar 2013
wendet der Beschwerdefüh
rer ein, der psychiatrische Gutachter habe weder Tests durchgeführt noch das
Vorliegen einer anhaltenden
somatoformen
Schmerzstörung geprüft (Urk. 1 S. 9).
Dem ist zu entgegnen, dass
die Rechtsprechung solchen Testverfahren höchstens ergänzende Funktion zuerkennt, während die klinische Untersuchung mit
Anam
nese
erhebung
, Symptomerfassung und Verhaltensbeobachtung ent
schei
dend bleibt (
Bundesgerichtsurteil
8C_839/2013
vom 1
3.
März 2014
E. 4.2.2.1
)
.
Ins Leere stösst
weiter
die Kritik
,
trotz Kenntnis über das im September 2012 durchgeführte
Arbeitsassessment
seien beim
A._
keine Aus
künfte eingeholt worden (Urk. 1 S. 9),
denn
d
ie Notwendigkeit
fremdanam
nes
tischer
Auskünfte im Einzelfall
ist
in erster Linie eine Frage des medizini
schen Ermessens (Bundesgerichtsurteil
9C_939/2012 vom 5. September 2013 E. 2.2.1)
.
Vorliegend ist nicht ersichtlich, dass die gutachterlichen Schlussfol
ge
rungen auf einer diesbezüglich unzureichenden Grundlage beruh
t
en. Viel
mehr konnte
n
die MEDAS-
Gutachter neben der ausführlichen Anamnese auf umfang
reiche medizinische Unterlagen zurückgreifen, welche
den Verlauf der
ärztli
chen
Behandlungen und Abklärungen seit August 2011
umfassend
doku
men
tieren
.
W
eitere fremdanamnestische Abklärungen
drängten sich
nicht auf. Somit ist das MEDAS-Gutachten vom
5. Februar 2013
auch in dieser Hinsicht
nicht zu beanstanden
.
Darüber hinaus vermögen die anderslautenden Schlussfolgerungen im Bericht des
A._
vom 2. Oktober 2012 die Beweiskraft des MEDAS-Gutachtens nicht zu schmälern, zumal
die
das
Asse
ssment durchführenden Fachleute
auch die auf
die Adipositas und die
Dekondition
i
e
rung
zurückzufüh
rende Einschränkung
berücksichtigten
.
Dies ist im Rahmen einer
R
ehabilitati
onszwecken
dienenden Abklärung sinnvoll. Invalidenversicherungsrechtlich ist
eine Adipositas
jedoch r
echtsprechungsgemäss unter Berücksichtigung der be
sonderen Gegebenheiten des Einzelfalles nur dann als invalidisierend zu be
trachten, wenn sie für sich allein weder durch geeignete Behandlung noch durch zumutbare Gewichtsabnahme auf ein Mass reduziert werden kann, bei welchem das Übergewicht in Verbindung mit allfälligen Folgeschäden voraus
sichtlich keine rentenbegründende
n
Auswirkungen mehr auf die Leistungs
fähigkeit im Beruf oder im Aufgabenbereich hat (Bun
desgerichtsu
rteil
8C_496/2012 vom 19. September 2012 E.
2.2 mit Hinweisen). Trotz Übergewicht war der Beschwerdeführer in der Ausübung seiner Erwerbstätigkeit vor der Operation Ende August 2011 nie erheblich eingeschränkt.
Es
ist
weiter
anzu
nehmen, dass eine
effektive
Gewichtsreduktion
wie von den MEDAS-Gu
tach
tern empfohlen
(
Urk. 7/49 S. 25
)
möglich
wäre
. So
ist postoperativ ein (vorübergehender) Gewichtsverlust von 110
k
g auf 94
k
g
im Zeitpunkt der
Ent
lassung aus der Klinik
B._
im Oktober 2011 dokumentiert
(
Urk. 7/8 S. 7, S. 11,
Urk. 7/16 S. 2
;
vgl. auch
Urk. 7/29 S. 6 sowie
Urk. 7/49 S. 7).
Damit sind die Voraussetzungen der zitierten Rechtsprechung erfüllt, wes
halb die
MEDAS
-Gutachter die Auswirkungen der Adipositas zu Recht nicht in die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit miteinbezogen.
Gleiche
s
gilt Hinsichtlich der festgestellten
Dekonditionierung
.
Auch insofern ist die Beurteilung der Gut
achter einer 100%igen Arbeitsfähigkeit
in der angestammten Tätigkeit
nicht zu beanstanden.
4.3
Sodann
bringt der Beschwerdeführer gegen das MEDAS-Gutachten vom 5. Februar 2013 vor,
der orthopädische
und der neurologische
Gutachter
hätten
weder ein neues MRI der Lendenwirbelsäule durchführen lassen noch über das Bildmaterial des MRI vom 16. November 2011 verfügt und
für
ihre
Beurteilung
lediglich auf den entsprechenden medizinischen Bericht abgestellt (Urk. 1 S. 9
f.
).
Angesichts der von sämtli
chen damit konfrontierten Ärzte
als gering bezie
hungs
weise
altersentsprechend beurteilten Befunde dieser Untersuchung (Urk. 7/10 S. 5 f., S. 10 f., S. 14, Urk. 7/15 S. 11, Urk. 7/16 S. 2)
hatten die MEDAS-Gut
ach
ter keinen Anlass zu einer
Wiederholung der
bildgebenden Abklärun
g, wes
halb ihr Abstellen auf den
Untersuchungsbericht vom 16. November 2011 nicht zu beanstanden ist. Selbst der behandelnde Rheuma
tologe Dr.
C._
verneinte eine dauerhafte Arbeitsunfähigkeit infolge der
bild
gebend
ausgewiesenen eher leichten degenerativen Veränderungen
. Vielmehr
vermutete
er
eine psychische Überlagerung in Form einer
Schmerzverarbei
tungsstörung
(Urk.
7/10 S. 5 f.
).
4.4
Hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit als Geschäftsführer
und Allrounder
eines
Gastro
nomie
betriebs
ist zu berücksichtigen, dass
die Arbeit als Koch
in eine
r
modern eingerichteten
Küche höchstens mittelschwer
ist
.
L
aut eigenen
Angaben
anlässlich der Begutachtung in der MEDAS
erledigt der Beschwerdeführer in seinem
B
etrieb
hauptsächlich
(körperlich leichte)
administrative Tätigkeiten
und
hat
daneben
Allrounder-Funktion
, beziehungsweise
ist
nur als Aushilfe in der Küche
tätig (Urk. 7/49 S. 8
)
. Gegen die Einschätzung einer 100%igen Arbeits
fä
higkeit
durch die MEDAS-Gutachter
ist
entgegen der Meinung des Be
schwer
deführers (Urk. 1 S. 12)
nichts einzuwenden.
Zu einem weitgehend ähnlichen Schluss kamen auch die Ärzte des
A._
, als sie im Bericht vom 24. Mai 2012
anders als im Assessment-Bericht vom 2. Oktober 2012
(Urk. 7/54 S. 2 ff.)
wohl ohne Einbezug
jeglicher
rehabilitat
iver
Überlegungen
eine verminderte Leistungsfähigkeit von maximal 20 % attes
tierten (Urk. 7/16).
Zu Recht relativierten die
MEDAS
-
Gutachter die Arbeitsfähigkeitse
inschätzung von Prof. Dr.
D._
im Gutachten vom 18. Juli 2012 mit der Begründung, dass sie
auf
fachfremden Vermutungen beruhe (Urk. 7/49 S. 25). In der Tat ver
mochte der Neurologe keine in seinem Fachgebiet fallenden Befunde zur Begründung einer eingeschränkten Arbeitsfähigkeit zu nennen, weshalb er die gutachterliche Mitbeurteilung durch eine
n
Gefässchirurgen empfahl (Urk. 7/29 S. 10 f.)
.
4.5
Die Beschwerdegegnerin hat demzufolge zu Recht
auf das MEDAS-Gutachten vom 5. Februar 2013
abgestellt
. Mit dem
Ablauf der Wartezeit per Ende August 2012
war somit
kein
IV-
relevanter Gesundheitsschaden mehr ausgewiesen
, wes
halb
die rentenablehnende Verfügung vom
25. April 2013
nicht zu beanstanden ist (Art. 28 Abs. 1 IVG).
5.
Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr.
800
.-- festzulegen und ausgangsgemäss vom Beschwerdeführer zu tragen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG).