Decision ID: e48f8fe3-a0b6-44b3-b4e1-a502ac019cd4
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Rechtsanwalt
Dr.
Pierre Heusser
,
legitimierte sich mit Vollmacht vom
1. Juni 2010
(Urk. 6/
51
) als Rechtsvertreter von
X._
im damals laufenden
Beschwerdev
erfahren
gegen die
einen
Rentenanspruch der Versi
cherten verneinende Verfügung der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 29. März 2010
.
Nachdem das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich diese Beschwerde
mit Urteil IV.2010.00438 vom 31. Januar 2012 in dem Sinne teilweise gutgeheissen hatte, dass
es
die angefochtene Ver
fügung der IV-Stelle vom 29. März 2010 aufhob und die Sache zu weiteren Abklärungen
und hernach erneutem Entscheid
an die
IV-Stelle zurückwies (Urk. 6/61/9),
ersuchte
Rechtsanwalt
Dr.
Pierre
Heusser mit Eingabe vom
18. April 2012
um seine Bestellung als unentgeltlichen Rechtsvertreter der Versi
cherten
im Verwaltungsverfahren
(Urk. 6/67).
Mit Verfügung vom 5. Juni 2012 wies die IV-Stelle das Gesuch um unentgeltliche Rechtsvertretung ab (Urk. 6/70).
Dagegen erhob die Versicherte am
2.
Juli 2012 Beschwerde (Urk. 6/75/3-12), welche mit Urteil des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich IV.2012.
00709
vom
31. Oktober
2012
mit der Feststellung
gutgeheissen wurde
, dass der Versicherten Rechtsanwalt
Dr.
Pierre Heusser, Zürich, als unentgeltlicher Rechtsvertreter für das Verwaltungsverfahren
beizugeben sei
(Urk. 6/
82
/7
).
In Nachachtung
des Rückweisungsu
rteils vom 31. Januar 2012
in der Sache selber
holte die IV-Stelle
bei Dr.
med.
Y._
, Fachärztin für
Psychiatrie und Psycho
therapie
,
die ihr Gutachten vom 1. September 2009
ergänzende Stellungnahme
vom 15. Juli 2012
ein (Urk.
6
/76). Zudem
liess
sie das psychiat
rische Gutachten der
Z._
vom 26. März 2013
(Urk.
6
/98)
sowie
einen Auszug aus dem individuellen Konto der Versi
cher
ten erstellen (IK-Auszug, Urk. 6
/100)
und nahm den Bericht der behandeln
den Psychologin
lic
. phil.
A._
vom 8. Juni 2010 zu den Akten (Urk. 6/86)
.
Des Weiteren führte sie am 10.
September 2013 eine
Haushaltab
klärung
durch (Bericht vom 18. September 2013, Urk.
6
/110)
. Zudem erfolgten diverse
Stellungnahme
n
des
Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD
) und des Rechtsdienstes der IV-Stelle
(Urk. 6
/112/
2-8
).
Mit Eingabe vom 4. Februar 2014 äusserte sich die Versicherte zu den neu eingegangen
en
und erstellten
Akten
stücken (Urk. 6/107).
Mit Vorbescheid vom 6. Oktober 2014 stellte
die IV-Stelle
der Versicherten
erneut
die Verneinung ihres Anspruchs auf eine Invalidenrente in Aussicht (Urk.
6
/113). Hiergeg
en erhob die Versicherte am 30.
Oktober 2014 (Urk.
6
/114), ergänzt am 13. Januar 2015 (Urk.
6
/119), Einwand.
Am 2. Februar 2015 verfügte die IV-Stelle im angekündigten Sinn (Urk. 6/123).
Am 2
2.
Januar 2015 bestellte die IV-Stelle
Dr.
Pierre Heusser zum
unentgeltli
che
n
Rechtsvertret
er
(Urk. 6/121).
Nachdem
dieser
der IV-Stelle am
1. März 2015
eine detail
lierte Honorarrechnung eingereicht hatte (Urk. 6/
126-127
),
sprach die IV-Stelle
ihm für seine Bemü
hungen nach Kürzung des in der Honorarnote geltend gemachten
Vertre
tungs
aufwands
eine Entschädigung von Fr.
1‘946.70
zu (
inkl. Auslagenersatz und Mehrwertsteuer;
Urk. 6/1
30
= Urk. 2).
2.
Dagegen erhob Rechtsanwalt
Dr.
Pierre Heusser
mit Eingabe vom
15. April 2015
Beschwerde und beantragte die Aufhebung von Ziffer 2 der angefochtenen Verfügung und stattdessen die Zusprechung einer Entschädigung für seine Bemühungen von Fr.
2‘692.90
inklusive Auslagenersatz und Mehrwertsteuer (Urk. 1 S.
2
).
In der
Beschwerdeantwort vom
8
.
Mai
201
5
schloss
die IV-Stelle
auf
Abweisung der Beschwerde (Urk. 5), was dem Beschwerdeführer am
11. Mai 2015
mitgeteilt wurde (Urk. 7).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den
nachfolgenden
Erwägungen eingegangen.
Die Einzelrichterin

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Da der Streitwert Fr. 20’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der
Beschwerde
in
die einzelrichterliche Zuständigkeit (§ 11 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht;
GSVGer
).
1.2
Der Beschwerdeführer ist zur Anfechtung der ihm mit Verfügung vom 2
4
. M
ärz
201
5
in seiner Funktion als unentgeltlicher Rechtsvertreter zugesprochenen Entschädigung legitimiert (Urteil des Bundesgerichts 9C_337/2011 vom 24. Juni 2011, E. 3).
2.
2.1
Gemäss Art. 37 Abs. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozial
versicherungsrechts (ATSG) wird im Sozialversicherungsverfahren, wo die Verhältnisse es erfordern, der gesuchstellenden Person ein unentgeltlicher Rechtsbeistand bewilligt. Laut Art. 12a der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV) sind die Artikel 8-13 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun
desver
waltungsgericht (VGKE) sinn
gemäss auf die Anwaltskosten einer Partei anwendbar, welche die unentgeltli
che
Rechtsverbeiständung
geniesst. Die Kosten der Vertretung umfassen gemäss Art. 9 Abs. 1 VGKE das Anwalts
-
honorar (
lit
. a), den Ersatz von Auslagen,
na
mentlich die Kosten für das Kopieren von Schriftstücken, die Reise- und
Ver
pflegungskosten
,
Porti
und Telefonspesen (
lit
. b) sowie den Ersatz der Mehr
wertsteuer (
lit
. c). Das Anwaltshonorar wird nach dem notwendigen Zeitauf
wand des Vertreters oder der Vertreterin bemes
sen (Art. 10 Abs. 1 VGKE). Der Stundenansatz beträgt für Anwälte und Anwäl
tinnen mindestens 200 und höchstens 400 Franken (Art. 10 Abs. 2 VGKE).
2.2
Die Höhe der Entschädigung des unentgeltlichen Rechts
vertreters
im
Verwal
tungsverfahren
betrifft eine Ermessensfrage (Urteil des Bundesgerichts 8C_676/2010 vom 11. Februar 2011, E. 3). Gemäss § 18a Abs. 1
GSVGer
kön
nen mit der Beschwerde alle Mängel des Verfahrens und der angefochtenen An
ordnung geltend gemacht werden. Es kann nicht nur die unrichtige Anwendung des Rechts, sondern auch die Unangemessenheit gerügt werden. Das Sozialver
sicherungsgericht verfügt demnach über volle Kognition (Hurst
, in: Gesetz über das
Sozialversicherungs
gericht
des Kantons
Zürich, 2. Aufl., 2009, N 3
zu
§
18
a
GSVGer
).
3.
3.1
Der Beschwerdeführer machte mit der Kostennote vom
1. März 2015
für seine Bemühungen als unentgeltlicher Rechtsvertreter im Verwaltungsverfahren ab
21
.
Februa
r 2012 bis zum 2
4
.
Februar 2015
einen Zeitaufwand von
715 Minuten respektive 11
Stunden
und 55 Minuten
bei einem Stundenansatz von Fr. 200.-- sowie Barauslagen von Fr.
110.5
0 geltend, zuzüglich der Mehr
wert
steuer von 8 %, was gesamthaft Fr.
2
‘
692.90
ergeben hat (Urk. 6/
126-127
= Urk. 3
/3
).
3.2
Mit der Verfügung vom 2
4
. M
ärz
201
5
(Urk. 2) kürzte die IV-Stelle den
Vertre
tungsauf
wand
gemäss Kostennote und sprach dem Beschwerdeführer bei einem aner
kannten Zeitaufwand von
8,75 Stunden
à Fr. 200.-- pro Stunde zuzüglich einer Kleinspesenpauschale von 3 % und der Mehrwertsteuer von 8 % eine Entschädigung von Fr.
1‘946.70
zu. In der Begründung führte sie aus, sie erachte den geltend gemachten Gesamtaufwand als überhöht. Der An
spruch auf unentgeltliche Rechtsvertretung umfasse nicht generell alles, was für die best
mögliche Wahrung der Interessen einer vertretenen Person von Bedeu
tung sei, sondern nur die in einem kausalen Zusammenhang mit der Wahrung der Rechte
im
Vorbescheidverfahren
stehenden, notwendigen und verhältnis
mässigen Auf
wendungen.
Die unentgeltliche Rechtsvertretung werde ab
dem Rückweisungsentscheid des Sozialversicherungsgerichts
bis zum Erlass der materiellen Verfügung (2.
Februar
201
5
)
inklusive
Einsicht in diese gewährt. Die Aufwendung vom 2
4
.
Februar 2015 falle daher nicht mehr unter diesen Anspruch.
Des Weiteren sei die Notwendigkeit von Telefon/Korrespondenz nicht im vollen Umfang ein
sehbar. Namentlich sei die
Notwendigkeit
für die hochfrequente Korrespondenz mit der Mandantin nicht ersichtlich. E
b
enso wenig jene der Korrespondenz mit
lic
. phil.
A._
, sowie
der
Z._
.
Denn g
rundsätz
lich sei es die Aufgabe der IV-Stelle
, den Sachverhalt abzuklären
.
Ins
gesamt habe eine Kürzung um 190 Minuten zu erfolgen.
Mit den Kürzungen der
Aufwendungen für
die
Korrespondenz und
die
Telefo
nate reduzier
t
e
n
sich auch die Kosten für Porto, Kopien und Telefonge
bühren. Es sei praxisgemäss eine pauschale Vergütung von 3
%
anzuwenden
.
3.3
Der Beschwerdeführer beruft sich im Wesentlichen auf seinen effektiven Zeitauf
wand und seine effektiven Barauslagen.
Er wies darauf hin, dass das Verwaltungsverfahren nach der Rückweisung durch das
Sozialversicherungs
ge
richt
noch über drei Jahre gedauert habe beziehungsweise mit der angefochte
nen Verfügung der im Zeitraum von Februar 2012 bis Februar 2015 angefallene Aufwand entschädigt werde. Über diesen Zeitraum verteilt sei die Korrespon
denz keineswegs als hochfrequent oder intensiv zu bezeichnen und entspreche den Sorgfaltspflichten, welche er zu beachten habe
. Die diesbezügliche Begrün
dung der Beschwerdegegnerin sei zu pauschal ausgefallen
.
Die Kommunikation mit der Psychiatrie
-S
pitex sowie mit der behandelnden Psychologin sei not
wendig gewesen, um die neu eingeholten Gutachten aus medizinischer Sicht beurteilen zu können. Ferner macht er die Verletzung verschiedener verfas
sungsmässiger Recht
e
durch die
Beschwerde
gegnerin
geltend (Urk. 1).
4.
4.1
Bei der Frage, wie viele Stunden zu entschädigen sind, sind neben der Wichtig
keit der Streitsache und ihrer Schwierigkeit auch der Umfang der Arbeitsleis
tung und der Zeitaufwand des Rechtsvertreters zu berücksichtigen.
Rechtsan
walt
Dr.
Pierre Heusser
hatte sein Mandat am 1. Juni 2010 übernommen (Urk. 6/51).
Nach dem Rückweisungsurteil des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich IV.2010.00438 vom 31. Januar 2012 (Urk. 6/61) vertrat er die Beschwerdeführerin im Verwaltungsver
fahren.
Für das
hernach
bis zum Erlass der
materiellen
Verfügung
vom
2.
Februar
201
5
rund drei
Jahre dauernde
Ver
waltungsverfahren
hat
er
insgesamt
Aufwendungen von knapp 12
Stunden geltend gemacht. Aufgrund der Dauer des Verfahrens, des Umfangs der Akten sowie unter Berücksichtigung des Umstands, dass
die Beschwerdegegnerin aus juristischer Sicht nicht auf die im zuletzt eingeholten Gutachten der
Z._
vom 26. März 2013 vorgenommene Beurteilung abstellen
wollte
(vgl. die Stellung
nahme des Rechtsdienstes vom 7. August 2013 sowie jene der Kundenberatung vom 29. September 2014, Urk. 6/112/6-8),
erscheint der Aufwand gesamthaft gesehen
als
der Sache angemessen.
4.2
Bei der Beurteilung der Angemessenheit der einzelnen geltend gemachten
Auf
wandp
ositionen
ist zu berücksichtigen
, dass sich eine anwaltlic
he Mitwirkung im
Verwaltungs
ver
fahren
nur in Ausnahmefällen aufdrängt, wenn schwierig
e rechtliche oder tat
sächliche Fragen dies als notwendig erscheinen lassen (BGE 132 V 200 E. 4.1 mit Hinweisen).
Entsprechend sind auch
die einzelnen
Aufwand
posten
nur
zu entschä
digen, wenn sie notwendig waren;
nicht hinge
gen
,
wenn sie ledig
lich nützlich
beziehungsweise für eine be
stmögliche
Rechts
vertretung
wün
schenswe
rt waren
.
Liegt eine Honorarrechnung vor, bei der der gel
tend gemachte Aufwand als nicht gerechtfertigt erscheint, so erlaubt die
er
messensweise
Festsetzung der Entschädigu
ng eines unentgeltlichen Rechtsver
treters
grundsätzlich auch die Kürzung der Rechnung. Dies ist jedoch ausrei
chend zu begründen, entspricht es doch allgemeinen rechtsstaatlichen Prinzi
pien, insbesondere dem Grundsatz des rechtlichen Gehörs, dass die
Entschei
dungsgründe
dem Betroffenen bekannt sein müssen (vgl. auch das Urteil des Bundesgerichts 9C_284/2012 vom 18. Mai 2012, E. 5.3 und 6
)
.
Da der in der
Honorarnote
geltend gemachte und effektiv getätigte Aufwand der Sache
gesamthaft angemessen
ist
(vgl. vorstehende E. 4.1)
, sind
hohe Ansprüche
an die Begründung
der
Kürzung
einzelner Positionen
der Honorarnote
zu stellen
.
4.3
Im Laufe des Verwaltungsverfahrens wurden insbesondere das
Ergänzungs
gutach
ten
von
Dr.
Y._
vom 15. Juli 2012 (Urk. 6/76),
das Gutachten der
Z._
vom 26. März 2013 (Urk. 6/98)
sowie der
Haushaltabklärungsbericht vom 18. September
2013
(Urk. 6/110)
eingeholt. Es ist daher nachvollziehbar, dass der Beschwerdeführer seine Mandantin ab und zu auf den neusten Stand der Dinge zu setzen
oder mit ihr Rücksprache zu nehmen
hatte
.
Verteilt ü
ber die Dauer von drei Jahre
n
ist seine Korrespondenz mit ihr tatsächlich nicht als zu intensiv zu betrachten.
Zutreffend ist die Begründung der IV-Stelle, es sei ihre Aufgabe
,
den Sachver
halt abzuklären. Dies hat zur Folge, dass der unentgeltliche Rechtsvertreter sich
insbesondere
auch
bei Sachverhaltsabklärungen
auf den notwendigen Aufwand zu beschränken hat.
Wegen der langen Dauer des Verfahrens, in dessen Verlauf
zu berücksichtigende
Veränderungen eintreten können,
wegen der
versc
hiede
nen
eingeholten
Gutachten und Berichte
sowie angesichts des Fehlens von
eigenen
fundierten
medizinischen Fachkenntnissen
lag
die m
it der behandeln
den Psychologin
geführte Korrespondenz
in einem vertretbaren Rahmen respektive
ist
die
Kürzung
der dafür aufgewendeten Zeit
unangemessen.
Gleich verhält es sich bezüglich der
Korrespondenz mit
der Psychiatrie
-S
pitex
bezie
hungsweise
mit
Frau
B._
im Umfang von total 25 Minuten (Positionen
vom 13. März, 27. März und 10.
April 2013)
.
Immerhin hatte Frau
B._
den Bericht über die
psychosoziale lebenspraktische Abklärung
vom 20./23.
September 2010 verfasst
, welcher anlässlich des ersten Gerichtsverfahrens eine Rückweisung der Sache an die IV-Stelle zur Folge hatte (Urk. 6/61). Dass nach dem Vorliegen weiterer Abklärungsergebnisse im zeitlichen Umfang von weniger als einer halben Stunde auch mit ihr Rücksprache genommen wurde, ist daher
im Hin
blick auf eine sorgfältige Vertretung nicht zu beanstanden
.
D
as
1
0
-minütige
Telefonat
mit der
Z._
erfolgte am
21. Januar 2013, woraufhin der Beschwerde
führer am 23. Januar 2013 einen Brief der
Z._
erhielt (5 Minuten Aufwand) und die
Z._
am 24. Januar 2013 bei der IV-Stelle weitere Unterlagen anforderte (Urk. 6/85).
Die Korrespondenz mit der
Z._
macht
insgesamt mit 15 Minuten nur einen geringen
Anteil am gesamten
Aufwand
aus
und möglicherweise stellte der Beschwerdeführer dadurch sicher, dass sämtliche
Vorakten
berück
sichtigt wurden. Di
ese
Aufwand
posten sind
daher nicht zu kürzen.
4.
4
Das Verwaltungsverfahren wurde
mit der einen Rentenanspruch verneinenden Verfügung vom
2.
Februar 2015 beendet (Urk. 6/123). Zum Aufwand, welcher noch im Verwaltungsverfahren geltend gemacht werden kann, gehört
praxis
gemäss
das Studium der das Verfahren abschliessenden Verfügung und deren
kurze
Besprechung mit der Klientin.
Beim
Schreiben an die
IV-Stelle vom 24. Februar 2015 handelte es sich um ein Aktengesuch
, wobei der Beschwerde
führer sich insbesondere für die aktuelle Version des Feststellungsblatts interes
sierte (Urk. 6/124). Dieses dient dem Studium und der
Überprüfung
der materi
ellen Verfügung,
da daraus beispielsweise eine medizinische Stellungnahme zum Einwand seiner Klientin vom 13. Januar 2015 (Urk. 6/119)
hätte
ersichtlich sein könn
en
.
Eine solche kann durchaus massgebend sein für den Entscheid, ob sich ein Weiterzug
an das zuständige Gericht
lohnt. Da selbst
die
kurze
Abklä
rung und
Besprechung der Chancen eines Rechtsmittels
noch zum im
Verwal
tungsverfahren
zu entschädigenden Aufwand gehören (Urteil des
Sozialversi
cherungsgerichts
des Kantons Zürich
IV.
20
14.
00
791
vom 28. Oktober 2014,
E. 3.3
), rechtfertigt sich die Kürzung des in diesem Zusammenhang geltend
gemachten Aufwands nicht
, obwohl er nach dem Erlass der materiellen Verfü
gung getätigt wurde
.
4.
5
Ferner
kürzte
die IV-Stelle die
Aufwendungen für
Porti
und Kopien in Anwen
dung einer Kleinspesenpauschale von 3
%
ohne weitere Begründung (Urk. 2 S. 2).
D
ie anwendbare VGKE
sieht indes
sen
die Vergütung der Spesen mit einer Pauschale nur für Fälle vor, in denen besondere Verhältnisse dies rechtfertigen (
Art. 11 Abs. 3 VGKE)
.
Für Kopien
ist
im Übrigen
gar keine Pauschale, sondern eine Berechnung mit
50 Rappen pro Seite
vorgesehen (Art. 11
Abs.
4 VGKE)
. Handelt es sich somit
- wie vorliegend -
nicht um unangemessene Auslagen
und wird die Pauschalisierung nicht mit besonderen Verhältnissen gerechtfer
tigt
, so fällt eine Kürzung ausser Betracht
(vgl. auch das Urteil des
Sozialversi
cherungsgerichts
des Kantons Zürich
IV.2014.00791
vom 2
8.
Oktober 2014,
E. 3.5)
.
4.
6
Nach dem Gesagten
erweisen sich die in der Honorarnote
des Beschwerdefüh
rers
aufgeführten Zeitaufwände als angemessen und die durch die
Beschwerde
gegnerin
vorgenommenen Kürzungen als nicht nachvollziehbar. Die Beschwerde ist somit gutzuheissen und
dem Beschwerdeführer ist die von ihm
dargelegte
Entschädigung in der Höhe von
Fr.
2‘692.90
(inklusive Barauslagen in der Höhe von
Fr. 110.50
und
Mehrwertsteuer) durch die Beschwerdegegne
rin zu bezahlen
.
5.
5.1
Da vorliegend nicht die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen strit
tig ist, ist das Verfahren kostenlos (Art. 61
lit
. a ATSG in Verbindung mit Art. 69 Abs. 1
bis
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung; IVG).
5.2
Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Parteientschädigung (Urteil des Bundesgerichts 9C_334/2012 vom 30. Juli 2012, E. 3 mit Hinweisen). Diese ist nach Art. 61
lit
. g ATSG in Verbindung mit § 34
GSVGer
ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streit
sache und nach der Schwierigkeit des Prozesses zu bemessen.
Der Beschwerde
führer macht Aufwendungen von ins
ge
samt
fünf
Stunden
sowie eine
Kleinspe
senpauschale
von 3
%
(
entsprechend
Fr.
33.--
)
geltend (Urk. 1 S. 12), was angemessen erscheint.
Unter Berücksichtigung
des für
ab dem
1.
Januar 2015 getätigten
Aufwand
geltenden
Stundenansatzes von Fr. 220.-- ist dem Beschwerdeführer daher für das gerichtliche Verfahren eine Parteientschädigung von Fr. 1‘
223.65
(inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer)
zuzusprechen.