Decision ID: fa06c079-94c0-5158-a923-a4062d79b2ab
Year: 2016
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ (nachfolgend: Versicherte) war seit vielen Jahren leitender Angestellter
und Präsident des Verwaltungsrats der C._ AG. Mit Unfallbagatellmeldung vom 30.
November 2013 meldete er der Schweizerischen Mobiliar Versicherungsgesellschaft
AG (nachfolgend: Mobiliar), dass er sich während seiner Ferien in D._ am 31. Juli
2013 beim Fahrradfahren am linken Knie verletzt habe. Bei einem steilen Aufstieg habe
sich die Kette gelöst und er habe durchgetreten. Die Verletzung betreffe den Meniskus
und die Sehnen (UV-act. M1 S. 4). Eine Zusatzfrage der Mobiliar vom 19. November
2013, ob er bereits früher betreffend Beschwerden am linken Knie in Behandlung
gewesen sei, beantwortete der Versicherte am 26. November 2013 mit „Nein“. Zudem
erklärte er, dass die derzeitige Behandlung bei Dr. med. E._, St. Gallen, noch nicht
abgeschlossen sei (UV-act. 2). Die Erstbehandlung hatte am 20. September 2013
stattgefunden (UV-act. 21). Aufgrund der dorso-medialen Knieschmerzen links und bei
fraglicher dorso-medialer Meniskusläsion links wurde ein MRI durch Dr. med. F._,
Radiologie G._, veranlasst (UV-act. M1) und aufgrund der Achillodynie rechts
physiotherapeutische Behandlung verordnet (UV-act. 28).
A.b In der Stellungnahme vom 13. Januar 2014 kündigte die Mobiliar an, einen
Anspruch auf Leistungen der Unfallversicherung abzulehnen, da es gemäss ihrem
beratenden Arzt, Dr. med. H._, im Zusammenhang mit dem angegebenen Unfall zu
keinen neuen strukturellen Schäden gekommen sei. Es lägen erhebliche degenerativ
bedingte Veränderungen vor. Zudem müsse aufgrund des fehlenden vorderen
Kreuzbandes ein Vorzustand postuliert werden. Die Mobiliar sei aber bereit, die MRI-
Abklärung vom 20. September 2013 als Abklärungskosten zu übernehmen (UV-act. 4).
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Im Antwortschreiben vom 21. Januar 2014 brachte der Beschwerdeführer vor, beim
angegebenen Unfall habe sich durch die ruckartige Belastung wahrscheinlich ein
kleiner Meniskusriss ergeben, welcher die Schmerzen verursacht habe. Seit seinem 15.
Lebensjahr, in welchem er eine Knieoperation mit Meniskusentfernung gehabt habe, sei
er jedoch nie von Knieschmerzen betroffen oder aufgrund solcher Beschwerden in
ärztlicher Behandlung gewesen. Sodann habe er immer Sport betreiben können, wie
z.B. Bergsteigen, Tennisspielen und Skifahren. Die Fremddiagnose von Dr. H._ sei
ohne umfangreiche Anamnese und ohne, dass der Arzt das Knie gesehen hätte, erfolgt.
Dessen Ausführungen seien deshalb willkürlich (UV-act. 8).
A.c Mit Verfügung vom 3. Februar 2014 lehnte die Mobiliar einen Anspruch des
Versicherten auf Leistungen aus der Unfallversicherung ab. Sie hielt an der in ihrer
Stellungnahme vom 13. Januar 2014 angeführten Begründung fest (UV-act. 9 f.).
Dagegen erhob der Versicherte am 17. Februar 2014 Einsprache und machte im
Wesentlichen die gleichen Einwände wie im Schreiben vom 21. Januar 2014 (UV-act.
14).
A.d Mit Einspracheentscheid vom 16. Juni 2014 wies die Mobiliar die Einsprache ab.
Sie verneinte erneut die Existenz neuer struktureller, unfallbedingter Schädigungen.
Darüber hinaus stellte sie in Frage, ob mit dem Ereignis vom 31. Juli 2013 der
Unfallbegriff überhaupt erfüllt sei, da es zwar nichts Planmässiges sei, wenn einem die
Kette herausspringe, aber auch nichts derart Seltenes, womit man nicht zu rechnen
bräuchte. Ausserdem sei die blosse Einwendung des Versicherten, er sei zuvor
beschwerdefrei gewesen, nicht geeignet, an der Beurteilung des beratenden Arztes
begründete Zweifel zu erwecken, da gestützt auf die Regel „post hoc ergo propter hoc“
noch nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad auf einen Kausalzusammenhang
zwischen dem erhobenen Befund und dem Vorfall geschlossen werden könne (UV-act.
33).
B.
B.a Mit Beschwerde vom 7. Juli 2014 (Datum Postaufgabe) beantragt der
Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer), der Einspracheentscheid sei aufzuheben
und die Mobiliar (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) sei zur Zahlung der
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Arztrechnungen von Dr. E._ zu verpflichten. Er macht wiederum geltend, einen
unfallbedingten Knieschaden erlitten zu haben, für welchen die Unfallversicherung
leistungspflichtig sei. Weiter führt er an, Dr. E._ habe beim Besprechen des MRI-
Befundes erklärt, dass der Innenmeniskus mit grosser Sicherheit einen feinen Riss
habe, und empfohlen, gegebenenfalls eine Arthroskopie vorzunehmen. Ausserdem
hätten seine Kniebeschwerden gemäss Dr. E._ nichts mit der Operation vor 40
Jahren zu tun (Entfernung des Aussenmeniskus und fälschlicherweise eines kleinen
Knorpels). Dass er am 19. November 2013 die Frage, ob er bereits früher wegen
Beschwerden am linken Knie in Behandlung gewesen sei, verneint habe, sei ein
Missverständnis. Er habe die Frage nämlich in dem Sinne verstanden, ob er in den
letzten 10 bis 20 Jahren in Behandlung gewesen sei. Dies sei nicht der Fall gewesen. In
der Zwischenzeit sei das Knie übrigens wieder in Ordnung und er betreibe auch wieder
Sport (act. G1).
B.b Mit Beschwerdeantwort vom 30. September 2014 beantragt die
Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwältin Barbara Künzi-Egli, Muri bei
Bern, Abweisung der Beschwerde und hält daran fest, dass es in Übereinstimmung mit
dem MRI-Befund von Dr. F._ und dem Bericht von Dr. H._ im Nachgang zum
Ereignis vom 31. Juli 2013 zu keinen neuen unfallbedingten strukturellen Schäden im
linken Knie gekommen sei (act. G5).
B.c In der Replik vom 3. November 2014 (Datum Postaufgabe) hält der
Beschwerdeführer unverändert an seinen Anträgen fest. Zum Verlauf nach dem Vorfall
vom 31. Juli 2013 gibt er an, dass die medizinische Erstversorgung am Unfallort einzig
im Hotel möglich gewesen sei. Er sei dort provisorisch mit Verband und kühlenden
Eispackungen behandelt worden, da das Knie sehr geschwollen gewesen sei. Durch
Hochlagern des Knies und mittels Arnika-Umschlägen habe die Schwellung reduziert
werden können. Beim Erstbesuch bei Dr. E._ (am 20. September 2013) sei sie jedoch
immer noch leicht vorhanden gewesen (act. G7).
B.d Die Beschwerdeführerin hat keine Replik einreichen lassen. Der
Schriftenwechsel ist am 19. November 2014 abgeschlossen worden (act. G10).

Erwägungen
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1.
1.1 Die Beschwerdegegnerin legte im angefochtenen Einspracheentscheid vom 16.
Juni 2014 die rechtliche Voraussetzung des für eine Leistungspflicht des
Unfallversicherers nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung
(UVG; SR 832.20) zutreffend dar. Gleiches gilt in Bezug auf die Ausführungen über die
Voraussetzungen des natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen
dem Unfallereignis und dem Gesundheitsschaden (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit
Hinweisen). Darauf wird verwiesen (UV-act. 33). Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist
es, den natürlichen Kausalzusammenhang zu beurteilen, während es dem Gericht
obliegt, die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang zu beantworten (BGE
123 III 110, 112 V 30, PVG 1984 Nr. 82, 174). Bei physischen Unfallfolgen spielt
indessen die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der aus dem natürlichen
Kausalzusammenhang sich ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine
Rolle (BGE 117 V 364 mit Hinweisen; SVR 2000 Nr. 14 S. 45).
1.2 Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch
die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der
Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen
Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und
ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Fachperson begründet und
nachvollziehbar sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit
weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder
in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen
Inhalt (BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen). Den Berichten
versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte kann rechtsprechungsgemäss gleichfalls
Beweiswert beigemessen werden, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar
begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre
Zuverlässigkeit bestehen (BGE 135 V 467 ff. E. 4 und BGE 125 V 353 f. E. 3b/ee, je mit
Hinweisen). Auch eine ärztliche Beurteilung aufgrund der Akten, wie sie vorliegend von
Dr. H._ am 18. Dezember 2013 (UV-act. M2) erstellt wurde, ist nicht an sich
unzuverlässig, wenn die Akten ein vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf und
gegenwärtigen Status ergeben und diese Daten unbestritten sind. Voraussetzung ist
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ein lückenloser Untersuchungsbefund, damit der Experte imstande ist, sich aufgrund
der vorhandenen Unterlagen ein lückenloses Bild zu verschaffen (PVG 1996, 265 E. 3b;
RKUV 1988 Nr. U 56 S. 371).
1.3 Erachtet das Versicherungsgericht die rechtserheblichen tatsächlichen
Entscheidgrundlagen bei pflichtgemässer Beweiswürdigung als schlüssig, darf es den
Prozess ohne Weiterungen - insbesondere ohne Anordnung eines Gerichtsgutachtens -
abschliessen (vgl. BGE 135 V 469 E. 4.3.2 mit Hinweisen). Bestehen jedoch auch nur
geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit von Stellungnahmen
versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte, sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen
(BGE 135 V 471 E. 4.7).
2.
2.1 Für die Annahme unfallkausaler somatischer Restfolgen wird grundsätzlich eine
strukturelle Läsion bzw. eine schlecht verheilte strukturelle Läsion als objektivierbares
Korrelat verlangt. Objektivierbar sind Untersuchungsergebnisse, die reproduzierbar und
von der Person des Untersuchenden und den Angaben des Patienten unabhängig sind.
Eine manuelle ärztliche Untersuchung fördert klinische, nicht aber objektivierbare
organisch-strukturelle Ergebnisse zu Tage. Würde auf Ergebnisse klinischer
Untersuchungen abgestellt, so würde fast in allen Fällen ein organisches Substrat
namhaft gemacht. Folglich kann von objektiv ausgewiesenen organisch-strukturellen
Unfallfolgen erst dann gesprochen werden, wenn die erhobenen Befunde mit
apparativen/bildgebenden Abklärungen bestätigt werden und die dabei angewendeten
Untersuchungsmethoden wissenschaftlich anerkannt sind (vgl. BGE 134 V 121 E. 9,
134 V 232 E. 5.1 mit Hinweisen, 117 V 363 E. 5d/aa; SVR 2007 UV Nr. 25 S. 81 E. 5.4
mit Hinweisen [U 479/05]; Urteil des Bundesgerichts vom 7. August 2008,
8C_806/2007, E. 8.2 mit zahlreichen Hinweisen).
2.2 Im Rahmen der von Dr. E._ mit der Indikation von dorso-medialen
Knieschmerzen links und fraglicher dorso-medialer Meniskusläsion links veranlassten
MRI-Untersuchung des linken Knies vom 20. September 2013 hielt Dr. F._ in der
Beurteilung Folgendes fest: „Fehlende vordere Kreuzbandstruktur (DD: chronische
VKB-Ruptur; Bandaplasie); mukoide Degeneration des Aussenmeniskus vom Corpus
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bis zum Hinterhorn. Instabiler radiärer Lappenriss posterior am
Aussenmeniskushinterhorn mit Einschlagen eines Meniskusfragments nach medial
gegen die Notch; Residualzustand nach ausgedehnter medialer Teilmeniskektomie mit
lediglich noch leistenartig vorhandener Meniskussubstanz Höhe Corpus und Hinterhorn
ohne Rezidivriss; In einer Ausdehnung von 1.2 cm fortgeschrittene Chondropathie Grad
3 dorsal an der Belastungszone des lateralen Tibiaplateaus. Mässige flächenhafte
Chondropathie Grad 2 am Condylus lateralis. Kleiner, 0.6 x 0.3 cm messender
furchenförmiger Knorpeldefekt posterior am Condylus lateralis. In der Nähe des
Gelenksrandes; flächenhafte leichte bis mässige femoro-tibiale Chondropathie Grad
1-2 medial; leichte retropatelläre Chondropathie Grad 1 auf Firsthöhe; leichter
Reizzustand der medio-patellären Plica im superioren Ende. Verdacht auf ein 0.6 cm
H._es Enchondrom anterior im Fibulaköpfchen links.“ Aus dieser Beurteilung gehen
keine konkreten Anhaltspunkte hervor, die auf neue unfallbedingte strukturelle Schäden
hindeuten könnten. Auch im Befund hielt Dr. F._ weder im zentralen, lateralen,
medialen Kompartiment noch im Femoro-Patellargelenk strukturelle Läsionen oder
frische Risse fest, die möglicherweise auf ein Trauma zurückzuführen wären (UV-act.
M2).
2.3 Dr. H._ hielt in seiner Beurteilung vom 18. Dezember 2013 fest, es gehe aus
dem radiologischen Bericht von Dr. F._ vom 20. September 2013 hervor, dass der
Beschwerdeführer dorso-mediale Knieschmerzen links gehabt habe. Das vordere
Kreuzband fehle völlig und das Knie sei aufgrund dessen nicht optimal geführt. Auf der
Innenseite sei ein Zustand nach einer ausgedehnten medialen Teilmeniskektomie
festzustellen. Der Gelenkknorpel sei ausgedünnt, auf der Aussenseite bestehe ein
fortgeschrittener Knorpelschaden Grad 3, zudem ein kleinerer furchenförmiger
Knorpeldefekt hinten am Condylus lateralis. Es bestehe daher ein Vorzustand.
Hingegen sei es mit dem Ereignis vom 31. Juli 2013 zu keinen neuen unfallbedingten
strukturellen Schäden gekommen. Dazu fehlten Knochenmarksödeme, ebenso seien
keine Mikrofrakturen (Bonebruise) nachgewiesen. Dementsprechend handle es sich um
ereignisvorbestehende Knorpeldefekte, die auch mit dem Unfall vom 31. Juli 2013 nicht
reagiert hätten. Der Aussenmeniskus sei degenerativ bedingt verändert, medial bestehe
ein Zustand nach ausgedehnter Teilmeniskektomie. Das zusätzlich fehlende vordere
Kreuzband sei ebenfalls auf einen Vorzustand zurückzuführen. Zum Zeitpunkt des MRI
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könne nicht mehr von unfallbedingten Schäden ausgegangen werden. Anhand des MRI
sei daher von einem Status quo sine auszugehen (UV-act. M2).
2.4 Angesichts der Ausführungen in der Erwägung 2.3 verneinte Dr. H._ in seinem
Aktengutachten vom 18. Dezember 2013 (UV-act. M2) schlüssig und überzeugend das
Vorliegen einer unfallbedingten strukturellen Läsion im linken Knie des
Beschwerdeführers, indem er gestützt auf die Sachverhaltsschilderung des
Beschwerdeführers und die Ergebnisse der durchgeführten radiologischen
Untersuchung vom 20. September 2013 (UV-act. M1) die für die Beurteilung der
Unfallkausalität massgebenden Gegebenheiten aufnahm. So wies er zunächst auf
fehlende Anzeichen für eine neue strukturelle Läsion im radiologischen Befund hin und
diagnostizierte das Bestehen eines Vorzustandes. Die Ergebnisse des radiologischen
Befundes würden degenerative Veränderungen belegen, welche vor dem Unfallereignis
bereits bestanden hätten. Aufgrund der fehlenden strukturellen unfallbedingten
Läsionen in der Bildgebung sei eine Unfallkausalität bezüglich den beklagten
Knieschmerzen auszuschliessen, auszugehen sei von einen Status quo sine. Es
bestehen keine Indizien, welche gegen die Zuverlässigkeit dieser Beurteilung sprechen
würden. Der Umstand, dass Dr. H._ sie ausschliesslich aufgrund der Akten
abgegeben und den Beschwerdeführer nicht selbst untersucht hat, steht dem
Beweiswert seiner Beurteilung nicht entgegen (vgl. dazu BGE 125 V 351; Urteil des
Bundesgerichts vom 22. Dezember 2011 i.S. R. [8C_641/2011 E. 3.2.2]; RKUV 1988 Nr.
U 56 S. 371). Zusammenfassend ist mithin festzuhalten, dass der Beschwerdeführer
mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit weder eine klar
ausgewiesene neue Gesundheitsschädigung im Sinn einer strukturellen Veränderung
noch eine richtunggebende Verschlimmerung des degenerativen Vorzustands erlitten
hat.
3.
Weder im radiologischen Bericht von Dr. F._ noch im Aktengutachten von Dr. H._
sind ein frischer Riss oder eine strukturelle Läsion diagnostiziert bzw. findet sich ein
Hinweis für eine solche Verletzung. Dagegen sind vorbestehende und degenerative
Knorpeldefekte festgehalten und das Knie ist durch das fehlende vordere Kreuzband
und wegen der medialen Teilmeniskektomie nicht optimal geführt. Von daher ist es
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ohne weiteres nachvollziehbar, dass der Beschwerdeführer mit den sich im
längerfristigen zeitlichen Verlauf ergebenden degenerativen Veränderungen auch ohne
traumatisches Ereignis Beschwerden am linken Knie erleiden konnte. Entsprechend
hält auch die medizinische Literatur fest, dass bei chronischen Meniskusschäden der
unvermittelte, plötzliche starke Schmerz, meist bei einer unkoordinierten
Kniebewegung, etwa beim Aufstehen aus der Hocke oder nach einer
Schleuderbewegung, typisch sei. Das Knie sei sofort in einer Beugestellung blockiert
und könne nicht mehr gestreckt werden. Manchmal sei der Betroffene gehunfähig und
empfinde das Ereignis als Unfall, obwohl ein adäquates äusseres Unfallereignis in der
Regel jedoch fehle. Die akuten Schmerzen gingen in der Regel innerhalb von Tagen
oder Wochen zurück. In vielen Fällen würden die Symptome mit der Zeit wieder
vollständig verschwinden, auch ohne Behandlung ausser einer zeitweiligen Schonung
(Alfred M. Debrunner, Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. Bern 2002, S.
1058). Den Ausführungen des Beschwerdeführers zufolge (vgl. act. G1; G7) hat er am
31. Juli 2013, nachdem sich die Kette beim Fahrradfahren bei einem steilen Aufstieg
gelöst hatte, die Pedale durchgetreten. Dabei muss, weil kein Sturz oder dergleichen
geschildert wurde, die Wucht der Bewegung durch den Mechanismus der Pedale
plötzlich abgefangen und umgelenkt worden sein, was einer unkoordinierten
Kniebewegung bzw. einer Schleuderbewegung im Sinn der vorstehenden
Ausführungen entspricht. Auch habe er Schmerzen im Knie gehabt und das Bein
nachher nicht mehr bewegen können. Angaben zur Art der Knieblockade fehlen. Fest
steht jedoch, dass sich die Schmerzen und die Schwellung innerhalb weniger Wochen
bis zum Erstbesuch bei Dr. E._ am 20. September 2013 unter einer nur rudimentären
Behandlung mit Verband, kühlenden Eispackungen, Hochlagern des Knies und Arnika-
Umschlägen bereits stark gebessert hatten und weitgehend abgeklungen waren. Es ist
mithin davon auszugehen, dass der degenerative Vorzustand durch das Ereignis vom
31. Juli 2013 bloss vorübergehend verschlimmert wurde.
4.
Für den Einwand des Beschwerdeführers, Dr. E._ habe in der anschliessenden
Besprechung nach dem MRI am 20. September 2013 erklärt, der Innenmeniskus habe
mit grosser Sicherheit einen feinen Riss, und er habe empfohlen, eine Athroskopie
vorzunehmen, finden sich keine Belege in den Akten. Ein solcher Riss ist im MRI-
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Befund nicht ausgewiesen. Dort wird im medialen Kompartiment ein Residualzustand
nach ausgedehnter medialer Teilmeniskektomie mit nur noch leistenartiger
Meniskusrestsubstanz Höhe Corpus und Hinterhorn ohne Rezidivriss erwähnt (vgl.
Erwägung 2.2). Somit sind keine unfallbedingten strukturellen Läsionen oder Risse am
Innenmeniskus nachgewiesen. Der angeblich von Dr. E._ empfohlenen Athroskopie
hat sich der Beschwerdeführer nach eigener Darstellung nicht unterzogen (act. G1).
5.
Gemäss den vorstehenden Erwägungen konnte nicht mit dem Beweisgrad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen werden, dass der Beschwerdeführer
bedingt durch das Ereignis vom 31. Juli 2013 eine neue strukturelle Schädigung am
linken Knie erlitten hat. Vielmehr hat es sich um eine bloss vorübergehende
Verschlimmerung eines degenerativen Vorzustands gehandelt, was auch mit den
eigenen Aussagen des Beschwerdeführers in der Beschwerdeschrift vom 7. Juli 2014
übereinstimmt, gemäss welchen das Knie wieder in Ordnung sei und er wieder Sport
treibe. Da sich der Beschwerdeführer diesbezüglich keiner eigentlichen Behandlung
unterzogen hat und die Abklärungsmassnahmen im Zusammenhang mit dem MRI-
Befund übernommen wurden, kann aus der vorübergehenden Verschlimmerung kein
weiterer Anspruch auf Leistungen der Unfallversicherung abgeleitet werden. Die
Beschwerdegegnerin hat ihre Leistungspflicht aus der obligatorischen
Unfallversicherung somit zu Recht verneint. Die Beschwerde vom 7. Juli 2014 ist nach
dem Gesagten jedenfalls abzuweisen und der leistungsverweigernde
Einspracheentscheid vom 16. Juni 2014 nicht zu beanstanden. Gerichtskosten sind
keine zu erheben (Art. 61 lit. a des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]).