Decision ID: fe5a5d2b-e354-5300-9493-e58f83737a0e
Year: 2014
Language: de
Court: SG_VG
Chamber: SG_VG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ Das Sozialamt Rapperswil-Jona gewährte X.Y. ab 1. Januar 2013 finanzielle
Sozialhilfe in der Höhe von monatlich CHF 3'754.95. Nachdem es feststellte, dass auf
den Bankkonti von X.Y. und seiner Ehefrau A.Y. grössere Geldbeträge zu- und wieder
abgeflossen waren, verfügte es am 26. März 2013 eine Kürzung des Grundbedarfs um
zehn Prozent ab 1. Juni 2013 für zwölf Monate. Das dagegen erhobene Rechtsmittel
wies der Stadtrat Rapperswil-Jona am 13. Mai 2013 (Versand 16. Mai 2013) ab. Den
gegen diesen Beschluss erhobenen Rekurs vom 30. Mai 2013, der einzig von X.Y.
unterzeichnet war, wies das Departement des Innern am 25. November 2013 ab.
B./ X.Y. und A.Y. (nachfolgend Beschwerdeführer) wandten sich mit Eingabe vom 9.
Dezember 2013 (Postaufgabe 11.12.13) gegen den Rekursentscheid des Departements
des Innern (nachfolgend Vorinstanz) an das Verwaltungsgericht. Am 12. Dezember
2013 erhielten sie Gelegenheit, bis 20. Januar 2014 den angefochtenen Entscheid
einzureichen und ihre Beschwerde zu ergänzen. Nachdem sich aufgrund einer
Nachfrage des Sozialamtes ergeben hatte, dass der Rekursentscheid den
Beschwerdeführern am 26. November 2013 zugestellt worden war, erhielten sie am 18.
Dezember 2013 Gelegenheit, sich innert gleicher Frist auch zur Verspätung ihrer
Eingabe zu äussern. Am 16. Januar 2014 ergänzten sie die Beschwerde und erklärten
die Verspätung mit gesundheitlichen Schwierigkeiten. Die Vorinstanz stimmte am 22.
Januar 2014, die politische Gemeinde Rapperswil-Jona (nachfolgend
Beschwerdegegnerin) am 27. Januar 2014 einer Wiederherstellung der Beschwerdefrist
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nicht zu. Der Präsident des Verwaltungsgerichts behandelte die Eingabe der
Beschwerdeführer vom 16. Januar 2014 als Gesuch um Wiederherstellung der
Beschwerdefrist. Er wies das Gesuch am 6. Februar 2014 ab und trat auf die
Beschwerde nicht ein.
Am 17. Februar 2014 reichten die Beschwerdeführer zusätzliche Akten ein und
verlangten einen Entscheid des Gerichts. Auf die Einholung von Vernehmlassungen in
der Sache und der Vorakten wurde verzichtet. Die Vorinstanz hielt am 27. Februar 2014
an ihrer Auffassung fest und beantragte, es sei auf die Beschwerde nicht einzutreten.
Die Beschwerdegegnerin verzichtete stillschweigend auf eine weitere Stellungnahme.
Die Beschwerdeführer äusserten sich am 28. März 2014 abschliessend und reichten
weitere Unterlagen, insbesondere den Entscheid der Verwaltungsrekurskommission
vom 18. März 2014, mit welchem ihr Rekurs gegen die Verpflichtung zur
Rückerstattung von Sozialhilfeleistungen gutgeheissen worden war, und weitere
Arztzeugnisse zu den Akten.

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. Der Präsident des Verwaltungsgerichts stellte in der Verfügung vom 6. Februar 2014
fest, dass die am 11. Dezember 2013 der Post übergebene Beschwerde gegen den am
26. November 2013 zugestellten Rekursentscheid der Vorinstanz nach Ablauf der 14-
tägigen Rechtsmittelfrist und damit verspätet eingereicht wurde. Er wies das mit
gesundheitlichen Schwierigkeiten begründete sinngemässe Gesuch um
Wiederherstellung der gesetzlichen Frist ab und trat auf die Beschwerde nicht ein. Da
die Wiederherstellung der gesetzlichen Rechtsmittelfrist umstritten ist und die
Beschwerdeangelegenheit in die Zuständigkeit des Kollegialgerichts fällt, erhielten die
Beschwerdeführer entsprechend Art. 39bis Abs. 2 des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege (sGS 951.1, abgekürzt VRP) die Gelegenheit, innert 14 Tagen
mit einfacher schriftlicher Erklärung einen Entscheid des Gerichts zu verlangen. Davon
machten sie am 17. Februar 2014 fristgerecht Gebrauch. Der präsidiale
Nichteintretensentscheid fiel damit ohne Weiteres dahin (vgl. Cavelti/Vögeli,
Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, 2. Aufl. 2003, Rz. 1049).
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2. Das Verwaltungsgericht ist zum Entscheid in der Sache zuständig (Art. 59bis Abs. 1
VRP). X.Y., der Adressat des vorinstanzlichen Entscheides und von der Kürzung der
finanziellen Sozialhilfe durch das Sozialamt der Beschwerdegegnerin in schutzwürdigen
Interessen betroffen ist, ist zur Erhebung der Beschwerde befugt (Art. 64 in Verbindung
mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Ob dies auch für seine Ehefrau gilt, die sich am
Rekursverfahren nicht beteiligte und an die sich der angefochtene Entscheid deshalb
nicht richtete, kann offen bleiben, wenn auf ihre Beschwerde auch aus anderen
Gründen nicht einzutreten ist.
Der angefochtene Entscheid der Vorinstanz wurde dem Beschwerdeführer am 26.
November 2013 zugestellt (vgl. Sendungsverfolgung, act. 5.1). Die 14-tägige
Beschwerdefrist (Art. 64 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 VRP) begann am folgenden
Tag (Art. 30 Abs. 1 VRP in Verbindung mit Art. 142 Abs. 1 der Schweizerischen
Zivilprozessordnung, SR 272, abgekürzt ZPO), das heisst am 27. November 2013 zu
laufen und endete am 10. Dezember 2013. Eingaben müssen spätestens am letzten
Tag der Frist beim Gericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen
Post übergeben werden (Art. 30 Abs. 1 VRP in Verbindung mit Art. 143 Abs. 1 ZPO).
Die Beschwerdeerklärung wurde unbestrittenermassen erst am 11. Dezember 2013 der
Schweizerischen Post übergeben und ist damit verspätet.
3. Gemäss Art. 30bis VRP haben gesetzliche Fristen bei Nichtbeachtung
Verwirkungsfolge. Die Wiederherstellung der Frist kann angeordnet werden, wenn die
Partei glaubhaft macht, dass sie kein oder nur ein leichtes Verschulden trifft oder wenn
der Verfahrensgegner zustimmt (Art. 30ter Abs. 1 VRP in Verbindung mit Art. 148 Abs.
1 ZPO). Zuständig ist das Gericht, bei dem die Frist versäumt wurde. Die
Beschwerdegegnerin hat einer Wiederherstellung der Beschwerdefrist am 27. Januar
2014 nicht zugestimmt. Die Eingabe ist zwar einzig vom Stadtpräsidenten
unterzeichnet. Ob die ausdrückliche Verweigerung der Zustimmung zur
Wiederherstellung damit gültig ist (vgl. Art. 102 des Gemeindesgesetzes, sGS 151.2),
kann offen bleiben, da bei unbenütztem Ablauf der Frist davon auszugehen war, der
Wiederherstellung werde nicht zugestimmt (act. 11). Welche Wirkung der
vorinstanzlichen Verweigerung der Zustimmung zukommt, kann unter diesen
Umständen offen bleiben (vgl. dazu Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 1142).
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Krankheit kann ein zur Wiederherstellung einer Frist führendes unverschuldetes
beziehungsweise entschuldbares Hindernis sein, doch muss die Erkrankung derart
sein, dass die rechtsuchende Person oder ihre Vertretung durch sie davon abgehalten
wird, selber innert Frist zu handeln oder doch eine Drittperson mit der Vornahme der
Handlung zu beauftragen (vgl. BGer 9C_390/2009 vom 24. Juni 2009 E. 2, 5G_1/2013
vom 21. März 2013 E. 4.2 und 4.3). Eine Wiederherstellung der Frist wegen Krankheit
setzt voraus, dass die körperliche, geistige oder psychische Beeinträchtigung jegliches
auf die Fristwahrung gerichtetes Handeln wie etwa den Beizug eines (Ersatz-)Vertreters
verunmöglichte (vgl. BGer 9C_154/2010 vom 24. Februar 2010). Als
krankheitsbedingter Fristwiederherstellungsgrund gilt beispielsweise eine schwere
Lungenentzündung eines hospitalisierten Verfahrensbeteiligten oder eine schwere
nachoperative Blutung, die zu massiven zerebralen Veränderungen führt und den
Säumigen intellektuell so stark beeinträchtigt, dass er während der gesamten
Rechtsmittelfrist weder fähig ist, selber Beschwerde zu erheben, noch sich bewusst
werden kann, dass er jemanden mit der Interessenwahrung hätte betrauen sollen.
Keine Wiederherstellungsgründe sind hingegen beispielsweise ein immobilisierter
rechter Arm oder eine schwere Grippe. Auch eine Depression genügt grundsätzlich
nicht als Fristwiederherstellungsgrund (vgl. K. Plüss, in: A. Griffel [Hrsg.], Kommentar
zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 3. Aufl. 2014, N 62 zu § 12
VRG-ZH mit Hinweisen auf die Rechtsprechung). In zeitlicher Hinsicht muss die
Erkrankung am Ende der Frist liegen beziehungsweise sich mit dem Termin
überschneiden. Erkrankt die Partei hingegen eine gewisse Zeit vor Fristablauf
beziehungsweise dem Termin, ist sie in der Regel in der Lage, selber zu handeln oder
die Dienste eines Dritten in Anspruch zu nehmen (vgl. N. Gozzi, in: Basler Kommentar
ZPO, 2. Aufl. 2013, N 20 zu Art. 148 ZPO).
In den beigebrachten Unterlagen werden generelle gesundheitliche Beeinträchtigungen
des Beschwerdeführers beschrieben, welche die rechtzeitige Wahrnehmung seiner
Interessen – wie im Übrigen auch der weitere Verkehr mit den Behörden zeigt – nicht
ausschliesst. Besondere gesundheitliche Schwierigkeiten, welche es dem
Beschwerdeführer insbesondere gegen Ende der Beschwerdefrist verunmöglichten, die
Beschwerde rechtzeitig zu erheben, sind nicht belegt. Dafür, dass die geltend
gemachte medizinische Behandlung des Beschwerdeführers auf eine Notfallsituation
zurückzuführen war, bestehen keine Anhaltspunkte. Wenn der Beschwerdeführer - wie
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er darlegt – am 9. Dezember 2013 in der Lage war, der Einladung der Schulthess Klinik
vom 2. Dezember 2013 (act. 8) zu folgen und nach Zürich und nach den
Untersuchungen wieder an seinen Wohnort zu reisen, spricht nichts dagegen, dass er
auch in der Lage gewesen wäre, die vom gleichen Tag datierende Eingabe in einen
Briefkasten der Schweizerischen Post zu werfen. Gleichermassen wäre es ihm möglich
gewesen, die Eingabe mit eingeschriebenem Brief an einem Postschalter aufzugeben.
Unter diesen Umständen kann die gesetzliche Beschwerdefrist nicht wiederhergestellt
werden.
Die Beweismittel, welche der Beschwerdeführer dem Gericht zusammen mit der
Erklärung vom 17. Februar 2014 einreichte, vermögen an diesem Ergebnis nichts zu
ändern. Die Auszüge aus einem offenbar sehr ausführlichen medizinischen Gutachten
(act. 18.3) betreffen den Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin. Ein Datum ist
zudem nicht ersichtlich. Aus den Ausführungen ergibt sich lediglich, dass sie nach ihrer
Rückkehr aus Marokko, wohin sie im Juli 2013 vorübergehend zurückgekehrt war,
begutachtet wurde. Die zusammen mit der Eingabe vom 28. März 2014 vom
Beschwerdeführer eingereichten ärztlichen Zeugnisse des Schmerz-, Rheuma- und
Osteoporosezentrums Pfäffikon/SZ vom 6. Februar 2014 und von Dr. med. T. vom 28.
Februar 2014 beziehen sich nicht auf den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers
während der Beschwerdefrist (act. 23.2 und 23.15). Der Auszug aus einem Arztbericht
der Eidgenössischen Invalidenversicherung diagnostiziert eine rezidivierende
Depression seit mindestens November 2008 mit einer schweren Episode seit
mindestens November 2013. Aus dem Auszug wird das Datum des Berichts nicht
ersichtlich. Indessen kann aus der Angabe zum Datum der letzten Kontrolle – 17.
Januar 2014 – geschlossen werden, dass die Beschwerdefrist gegen den
vorinstanzlichen Entscheid vom 25. November 2013 in die Phase einer schweren
Depression des Beschwerdeführers fiel (act. 23.16). Das Vorliegen einer Depression
genügt grundsätzlich nicht als Fristwiederherstellungsgrund (vgl. BGer 8C_524/2012
vom 17. Oktober 2012 E. 3.1, 2C_716/2010 vom 25. Januar 2011 E. 2). Dies kann
selbst für eine schwere depressive Entwicklung gelten, die zwar aufgehellt ist, unter
welcher der Betroffene jedoch nach ärztlicher Beurteilung immer noch "massivst" leidet
(vgl. BGer 2A.566/2202 vom 9. Januar 2003 E. 2). Ob eine Frist wiederherzustellen ist,
ist in Würdigung der konkreten Umstände zu beurteilen. Die Depression des
Beschwerdeführers wird zwar als mindestens ab November 2013 schwer eingestuft. Da
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die depressive Störung indessen bereits seit mindestens November 2008 besteht und
der Beschwerdeführer seit dieser Zeit ambulant behandelt wird, ist davon auszugehen,
dass die Auswirkungen der Erkrankung auch während der Beschwerdefrist fachgerecht
medikamentös und mit Gesprächstherapie gemildert werden konnten. Der in
Rapperswil wohnhafte Beschwerdeführer war denn auch im fraglichen Zeitabschnitt in
der Lage, eine vom 2. Dezember 2013 datierende Klinikeinladung entgegenzunehmen,
zu verstehen und den auswärtigen Termin in der Schulthess Klinik in Zürich am 9.
Dezember 2013 einzuhalten. Die fristgerechte Abfassung der Beschwerde zeigt
sodann, dass er – was im Übrigen auch im Wiederherstellungsgesuch nicht anders
dargestellt wird - während der Beschwerdefrist zumindest zeitweise seine Positionen
und Argumente gedanklich klar und widerspruchsfrei erfassen und schriftlich festhalten
konnte. Auch unter Berücksichtigung der neuen Beweismittel ist die Verspätung damit
auf eine Nachlässigkeit des Beschwerdeführers zurückzuführen, welche eine
Wiederherstellung der Beschwerdefrist nicht zulässt.
Der allein vom Beschwerdeführer unterzeichnete Rekurs vom 30. März 2013 richtete
sich sowohl gegen die Kürzung als auch gegen die Rückerstattung der
Sozialhilfeleistungen. Anders als die Vorinstanz hat die Verwaltungsrekurskommission,
in deren Zuständigkeit die Beurteilung der Rückerstattung fiel, den Beschwerdeführer
mit dem Hinweis darauf, dass sich der Entscheid des Stadtrates vom 13. Mai 2013 an
die Eheleute richtete, aufgefordert, eine Vollmacht der Ehefrau oder ihr Einverständnis
mit der Rekurserhebung beizubringen (act. 23.13). Der Beschwerdeführer scheint
deshalb davon auszugehen, die Rekurserhebung vom 30. Mai 2013 bei der Vorinstanz
sei ungültig gewesen, weil sie nicht auch von seiner Ehefrau unterzeichnet worden ist.
Nach der unbestrittenen Darstellung des Sachverhalts im angefochtenen Entscheid
wurde die finanzielle Sozialhilfe einzig dem Beschwerdeführer gewährt. Dieses
Vorgehen steht im Einklang mit der Gesetzgebung. Sozialhilfe kann – wie aus Art. 18
Abs. 1 des Sozialhilfegesetzes (sGS 381.1, abgekürzt SHG) zu schliessen ist – einer
bedürftigen Person auch für ihre Familienangehörigen geleistet werden. Ob es unter
diesen Umständen genügt hätte, die Kürzung einzig dem Beschwerdeführer gegenüber
zu verfügen, kann indessen offen bleiben, da nach dem unbestrittenen Sachverhalt die
Kürzung beiden Eheleuten gegenüber verfügt wurde. Jedenfalls kann nicht davon
ausgegangen werden, die Verfügung leide an einem Mangel, der die von Amtes wegen
und jederzeit zu berücksichtigende Nichtigkeit zur Folge haben könnte. Hat die
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Vorinstanz den lediglich vom Ehemann erhobenen Rekurs - allenfalls zu Unrecht - in
der Sache behandelt, ohne auch eine Beschwerdeerklärung seiner Ehefrau zu
verlangen, ist dem Beschwerdeführer daraus ohnehin kein Nachteil entstanden.
4. Zusammenfassend ergibt sich, dass das Gesuch um Wiederherstellung der
Beschwerdefrist abzuweisen und auf die Beschwerde wegen Verspätung nicht
einzutreten ist. Ob die Ehefrau, welche nicht Adressatin des angefochtenen
Entscheides ist, zur Beschwerdeerhebung befugt wäre, kann unter diesen Umständen
offen bleiben.
5. Bei diesem Verfahrensausgang – das Nichteintreten auf die Beschwerde wegen
Verspätung haben die Beschwerdeführer zu vertreten – sind die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens den Beschwerdeführern aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
Entscheidgebühr von CHF 1'500 erscheint angemessen (Art. 7 Ziff. 222 der
Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Mit Rücksicht auf die Sozialhilfebedürftigkeit
der Beschwerdeführer ist auf die Erhebung zu verzichten (Art. 97 VRP).
Demnach hat das Verwaltungsgericht