Decision ID: 9761aedc-ac16-5514-9882-de0b9ab39612
Year: 2020
Language: de
Court: SG_VWEK
Chamber: SG_VWEK_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt:
A.- X erwarb den Führerausweis der Kategorie B am 29. Oktober 1976. Mit Verfügung
des Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamts vom 14. Dezember 2016 wurde ihr der
Führerausweis aufgrund einer Geschwindigkeitsüberschreitung für einen Monat
entzogen. Zudem ist sie mit einer Geschwindigkeitsüberschreitung im Jahr 2008
verzeichnet, welche ebenfalls einen einmonatigen Führerausweisentzug zur Folge
hatte.
B.- Anlässlich einer Polizeiintervention vom 25. Februar 2020 am Wohnort von X und
ihrem Partner wurde diese stark alkoholisiert angetroffen. Sie verweigerte eine
Atemalkoholmessung. X sowie ihr Partner bezichtigten sich gegenseitig, ein massives
Alkoholproblem zu haben. Von eigenen Problemen wollten sie nichts wissen. Da die
beiden in den vergangenen Jahren anlässlich diverser Polizeiinterventionen wiederholt
alkoholisiert angetroffen worden waren, erstattete die Polizei Meldung an das
Strassenverkehrsamt. Am 11. März 2020 orientierte das Strassenverkehrsamt X
darüber, dass vorgesehen sei, sie zu einer verkehrsmedizinischen Untersuchung
aufzubieten, und gewährte ihr das rechtliche Gehör. Mit Verfügung vom 26. März 2020
ordnete es eine verkehrsmedizinische Untersuchung beim Institut für Rechtsmedizin
(IRM) des Kantonsspitals St. Gallen an.
C.- Gegen die Verfügung des Strassenverkehrsamts vom 26. März 2020 erhob X mit
Eingabe ihrer Rechtsvertreterin vom 17. April 2020 Rekurs bei der
Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen (VRK). Sie stellte die Anträge,
die Verfügung vom 26. März 2020 sei aufzuheben und auf eine verkehrsmedizinische
Untersuchung sei zu verzichten; unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich
Mehrwertsteuer zu Lasten der Vorinstanz. Mit Vernehmlassung vom 5. Mai 2020
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beantragte die Vorinstanz die Abweisung des Rekurses. Am 13. Mai 2020 reichte die
Rechtsvertreterin der Rekurrentin ihre Kostennote ein.
Auf die Ausführungen im Rekurs wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen
eingegangen.

Erwägungen:
1.- Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die VRK ist zum
Sachentscheid zuständig. Die Befugnis zur Rekurserhebung ist gegeben. Der Rekurs
vom 17. April 2020 ist rechtzeitig eingereicht worden. Er erfüllt in formeller und
inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen Anforderungen (Art. 41 lit. g , 45, 47 und 48 des
Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt: VRP). Auf den
Rekurs ist einzutreten.
2.- Im Rekurs ist umstritten, ob die Voraussetzungen für eine verkehrsmedizinische
Untersuchung gegeben sind.
a) Anlass für die Anordnung der verkehrsmedizinischen Untersuchung war der
Polizeirapport vom 7. März 2020, wonach die Rekurrentin in den vergangenen Jahren
bei polizeilichen Interventionen wiederholt alkoholisiert angetroffen worden sei.
Gestützt darauf bestand bei der Vorinstanz der Verdacht, dass die Rekurrentin ein
schwerwiegendes Alkoholproblem haben könnte; deshalb würden Zweifel an ihrer
Fahreignung bestehen.
b) Die Rekurrentin hält dem entgegen, dass weder konkrete Anhaltspunkte für eine
Alkoholabhängigkeit noch ein Konnex zwischen den Informationen ausserhalb des
Strassenverkehrs und der Anordnung der verkehrsmedizinischen Untersuchung
vorliegen würden. Die Annahme der Vorinstanz, wonach ein schwerwiegendes
Alkoholproblem vorliegen könnte, beruhe einzig auf dem Amtsstellenbericht der
Kantonspolizei. Die Vorinstanz selbst habe keine weiteren Abklärungen vorgenommen.
Beim Einsatz der Polizei vom 25. Februar 2020 sei keine Atemalkoholmessung
durchgeführt worden. Bei der Einschätzung, die Rekurrentin sei "deutlich bzw. sehr
stark" alkoholisiert, handle es sich um eine subjektive Wahrnehmung der Polizisten. Es
würden keine objektiven Beweise vorliegen, wonach die Rekurrentin regelmässig
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alkoholisiert sein solle. Über die früheren Vorfälle würden keine Berichte vorliegen, es
habe sich nur um wenige Vorfälle gehandelt und die gemessenen Alkoholwerte hätten
deutlich unter 2,5 Gewichtspromille gelegen, welche gemäss Bundesgericht als
Schwelle für die Annahme einer Alkoholabhängigkeit gelte. Ein dreimaliger
Alkoholkonsum innerhalb eines Jahres stelle keinen Beweis für eine
Alkoholabhängigkeit dar. Zudem seien alle Vorfälle ausserhalb des Strassenverkehrs
erfolgt. Die Rekurrentin verfüge über einen ungetrübten automobilistischen Leumund
bezüglich Fahrens in angetrunkenem Zustand. Sie habe jahrelange Fahrpraxis und sei
noch nie unter Alkoholeinfluss gefahren. Dass bei der Rekurrentin trotz eher tiefen
Alkoholisierungen Ausfallerscheinungen ersichtlich gewesen seien, spreche zudem
gegen eine Alkoholgewöhnung.
c) Motorfahrzeugführer müssen nach Art. 14 Abs. 1 des Strassenverkehrsgesetzes
(SR 741.01, abgekürzt: SVG) über Fahreignung und Fahrkompetenz verfügen.
Fahreignung setzt unter anderem voraus, dass der Lenker frei von einer Sucht ist, die
das sichere Führen von Motorfahrzeugen beeinträchtigt (Art. 14 Abs. 2 lit. c SVG).
Ausweise und Bewilligungen sind zu entziehen, wenn festgestellt wird, dass die
gesetzlichen Voraussetzungen zur Erteilung nicht oder nicht mehr bestehen (Art. 16
Abs. 1 SVG). Art. 16d SVG regelt den Führerausweisentzug wegen fehlender
Fahreignung. Danach wird einer Person der Führerausweis unter anderem auf
unbestimmte Zeit entzogen, wenn sie an einer Sucht leidet, welche die Fahreignung
ausschliesst (Art. 16d Abs. 1 lit. b SVG), wie beispielsweise Alkohol-, Betäubungs- und
Arzneimittelabhängigkeit (vgl. Botschaft zur Änderung des Strassenverkehrsgesetzes
vom 31. März 1999, in: BBl 1999 S. 4462 ff., S. 4491). Weil der Sicherungsentzug tief in
den Persönlichkeitsbereich des Betroffenen eingreift, sind in jedem Fall und von Amtes
wegen die persönlichen Verhältnisse des Betroffenen genau abzuklären. Das Ausmass
der notwendigen behördlichen Nachforschungen, namentlich die Frage, ob ein
medizinisches Gutachten eingeholt werden soll, richtet sich nach den Umständen des
Einzelfalls und liegt im pflichtgemässen Ermessen der Entzugsbehörde
(Ph. Weissenberger, Kommentar SVG und OBG, 2. Aufl., Zürich/St. Gallen 2015,
Art. 16d N 3).
Gemäss Art. 15d Abs. 1 SVG wird eine Person einer Fahreignungsuntersuchung
unterzogen, wenn Zweifel an ihrer Fahreignung bestehen. Absatz 1 von Art. 15d SVG
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nennt in lit. a bis e beispielhaft die fünf wichtigsten Fälle, die Zweifel an der
Fahreignung begründen und deren Abklärung in der Regel obligatorisch machen. Es
handelt sich dabei um Fahren in angetrunkenem Zustand mit einer BAK von
1,6 Gewichtspromille oder mehr oder mit einer Atemalkoholkonzentration von 0,8 mg
Alkohol oder mehr pro Liter Atemluft (lit. a; in Kraft seit 1. Juli 2014), Fahren unter dem
Einfluss von Betäubungsmitteln oder Mitführen von Betäubungsmitteln, die die
Fahrfähigkeit stark beeinträchtigen oder ein hohes Abhängigkeitspotenzial aufweisen
(lit. b), Verkehrsregelverletzungen, die auf Rücksichtslosigkeit schliessen lassen (lit. c),
sowie die Meldung einer kantonalen IV-Stelle nach Art. 66c des Bundesgesetzes über
die Invalidenversicherung (lit. d) oder eines Arztes, dass eine Krankheit vorliege, die das
sichere Führen von Motorfahrzeugen ausschliesst (lit. e). Die Liste in Art. 15d Abs. 1
SVG ist nicht abschliessend (Urteil des Bundesgerichts [BGer] 1C_445/2012 vom
26. April 2013 E. 3.2; BBl 2010 S. 8500). Sofern kein Sondertatbestand nach Art. 15d
Abs. 1 lit. a bis e SVG vorliegt, kann eine Fahreignungsuntersuchung auch gestützt auf
die Generalklausel in Abs. 1 angeordnet werden. Anlass für die Abklärung der
Fahreignung können deshalb grundsätzlich alle Hinweise auf eine Einschränkung der
körperlichen oder geistigen Leistungsfähigkeit geben, und zwar unabhängig davon, ob
sie einen Bezug zum Strassenverkehr aufweisen oder nicht. Die Anordnung einer
verkehrsmedizinischen Untersuchung setzt also nicht zwingend voraus, dass der
Fahrzeugführer tatsächlich unter dem Einfluss von Alkohol oder Betäubungsmitteln
gefahren ist (vgl. BGer 1C_111/2015 vom 21. Mai 2015 E. 4.6, 1C_328/2013 vom
18. September 2013 E. 3.2, 1C_445/2012 vom 26. April 2013 E. 3.2). Bei einem
regelmässigen, nach den gesetzlichen Grenzwerten als übermässig geltenden
Alkoholkonsum ist davon auszugehen, dass der Konsument kaum je in der Lage ist,
ausreichend zwischen dem Suchtmittelkonsum und dem Strassenverkehr zu trennen
(Weissenberger, a.a.O., Art. 16d N 30). Die Dunkelziffer von Trunkenheitsfahrten ist
sehr hoch. Es ist anzunehmen, dass von 400 bis 600 Trunkenheitsfahrten nur eine
entdeckt wird (Bächli-Biétry, Zuverlässigkeit der Legalbewährungsprognose
verkehrspsychologischer Gutachten, in: Schaffhauser [Hrsg.], Jahrbuch zum
Strassenverkehrsrecht 2011, Bern 2011, S. 8). Nach der bundesgerichtlichen
Rechtsprechung sind die Anforderungen an die Anordnung einer
Fahreignungsuntersuchung nicht dieselben wie für den vorsorglichen
Führerausweisentzug. Während für den vorsorglichen Führerausweisentzug ernsthafte
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Zweifel an der Fahreignung vorausgesetzt sind, genügen für die
Fahreignungsuntersuchung hinreichende Anhaltspunkte (BGer 1C_384/2017 vom
7. März 2018 E. 2.2).
Die Polizei ist verpflichtet, das Strassenverkehrsamt zu benachrichtigen, wenn sie von
Tatsachen – wie beispielsweise von schwerer Krankheit oder Süchten – Kenntnis
erhält, die zur Verweigerung oder zum Entzug des Ausweises führen können (Art. 104
Abs. 1 SVG in Verbindung mit Art. 123 Abs. 3 der Verkehrszulassungsverordnung,
SR 741.51, abgekürzt: VZV).
d) Zu den Ausführungen der Rekurrentin ist vorab zu bemerken, dass die
bundesgerichtliche Rechtsprechung, wonach ein Verdacht auf eine Alkoholsucht ab
einer Blutalkoholkonzentration von 2,5 Gewichtspromille gegeben war, mit dem
Inkrafttreten von Art. 15d Abs. 1 lit. a SVG per 1. Juli 2014 obsolet wurde und somit
nicht mehr anwendbar ist. Seither ist – gestützt auf neuere wissenschaftliche
Erkenntnisse – wie bereits ausgeführt, die Anordnung einer verkehrsmedizinischen
Untersuchung bei Fahren in angetrunkenem Zustand bereits ab einer
Blutalkoholkonzentration von 1,6 Gewichtspromille oder einer
Atemalkoholkonzentration von 0,8 mg/l zwingend.
Sodann ist für die Anordnung einer verkehrsmedizinischen Untersuchung kein Beweis
für eine fehlende Fahreignung erforderlich. Es genügen dafür Zweifel an der
Fahreignung und ist gerade Sinn und Zweck der verkehrsmedizinischen Untersuchung,
Verdachtsgründe näher abzuklären und damit eine Entscheidgrundlage für allfällige
Massnahmen zu erhalten, die in einem zweiten Schritt zu verfügen wären. Die
Ausführungen der Rekurrentin, dass kein Beweis vorliege, laufen somit ins Leere.
Vorliegend stellt sich die Frage, ob hinreichende Anhaltspunkte für die Anordnung einer
verkehrsmedizinischen Untersuchung gegeben sind. Die durch die Vorinstanz
angeordnete Untersuchung stützt sich lediglich auf den Amtsstellenbericht der
Kantonspolizei vom 25. Februar 2020. Daraus geht hervor, dass die Polizei in den
vergangenen Jahren wiederholt an den Wohnort der Rekurrentin ausrücken musste.
Diese war teilweise stark alkoholisiert. Mehrmals verweigerte sie eine
Atemalkoholmessung. Zu berücksichtigen ist, dass die gemessenen Alkoholwerte
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(0,78 mg/l am 31. Oktober 2019; 0,2 mg/l am 20. Januar 2019; 1,15 mg/l am 16. Juli
2018 und 0,97 Gewichtspromille am 4. Juli 2015) die Schwelle von Art. 15d Abs. 1 lit. a
SVG nur einmal deutlich überschritten. Sodann waren die Vorfälle meistens abends
und standen nicht im Zusammenhang mit dem Strassenverkehr. Zudem ist wenig über
die Umstände der polizeilichen Interventionen bekannt. Der automobilistische Leumund
ist bisher, was Fahren unter Alkoholeinfluss betrifft, ungetrübt. Jedenfalls ist die
Rekurrentin nicht nachweislich unter Alkoholeinfluss gefahren.
Auf der anderen Seite aber ist die Häufigkeit des Beizugs der Polizei auffällig. Offenbar
kam es jeweils im Zusammenhang mit dem Alkoholkonsum zu Konflikten,
Lärmstörungen oder Gefährdungen, die dazu führten, dass die Polizei gerufen wurde.
Die Rekurrentin verweigerte die Atemalkoholmessungen wiederholt, weshalb nicht
festgestellt werden konnte, wie hoch die Alkoholisierungen in jenen Fällen waren. Am
25. Februar 2020 erschien sie als derart stark alkoholisiert, dass die Polizisten – die
solche Situationen aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit in der Regel einschätzen können
– es für notwendig hielten, die Rekurrentin dem Amtsarzt vorzuführen. Offenbar gingen
sie von einem selbstgefährdenden Zustand aus. Sodann erklärte der Lebenspartner der
Rekurrentin gegenüber der Polizei, dass sie täglich eine Flasche Schnaps konsumiere.
Die Polizei nimmt gemäss ihrem Bericht an, dass bei der Rekurrentin eine
Alkoholproblematik vorliege. Im Rahmen ihrer Meldepflicht sah sie sich schliesslich
nach zehn Vorfällen innerhalb von knapp fünf Jahren veranlasst, dem
Strassenverkehrsamt eine Meldung zu erstatten. Insgesamt liegen damit hinreichende
Anhaltspunkte für eine Alkoholproblematik vor. Unverhältnismässig wäre es, für die
Veranlassung einer verkehrsmedizinischen Untersuchung weiter abzuwarten, bis es
tatsächlich zu einem Vorfall im Zusammenhang mit dem Strassenverkehr kommt.
Das Interesse der Rekurrentin daran, dass keine Fahreignungsuntersuchung
durchgeführt wird, ist gegen das öffentliche Interesse an der Sicherheit der anderen
Verkehrsteilnehmer abzuwägen. Kommt der Gutachter in der verkehrsmedizinischen
Untersuchung zum Schluss, dass keine verkehrsrelevante Alkoholproblematik vorliegt,
so hat die Rekurrentin keinen Sicherungsentzug des Fahrausweises zu befürchten. Der
Eingriff wäre folglich relativ gering. Wird aber das Vorliegen einer verkehrsrelevanten
Alkoholproblematik bestätigt, so sind die anderen Verkehrsteilnehmer gefährdet und
müssen geschützt werden. Das öffentliche Interesse an der Sicherheit der anderen
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Verkehrsteilnehmer ist somit deutlich höher zu gewichten als das private Interesse der
Rekurrentin daran, keiner verkehrsmedizinischen Untersuchung unterzogen zu werden.
Die Anordnung der verkehrsmedizinischen Untersuchung durch die Vorinstanz
erscheint damit als verhältnismässig.
e) Zusammenfassend ergibt sich, dass hinreichende Anhaltspunkte dafür vorliegen,
dass bei der Rekurrentin eine verkehrsrelevante Alkoholproblematik gegeben sein
könnte. Die Vorinstanz hat somit zu Recht eine verkehrsmedizinische Untersuchung
angeordnet. Der Rekurs ist abzuweisen.
3.- Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten der Rekurrentin
aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr von Fr. 1'200.– erscheint
angemessen (vgl. Art. 7 Ziff. 122 der Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Der
Kostenvorschuss von Fr. 1'200.– ist damit zu verrechnen. Bei diesem
Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf Entschädigung der ausseramtlichen
Kosten (Art. 98 VRP).