Decision ID: 8f859b0b-f480-5358-a4dc-cdb5a849054a
Year: 2013
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Der 1982 geborene
X._
war
ab
7.
November 2007
als
Isolierer
tätig und in dieser Eigenschaft bei der Schweizerischen
Unfallversicherungsanstalt (SUV
A) gegen die Folgen von Unfällen versichert,
als er sich am 1
4.
Dezember 2007
eine Prellung des rechten Kniegelenks
mit
rotatorischer
Komponente
zu
zog (
Urk.
7/1
;
Urk.
7/4
).
Nachdem der erstbehandelnde Arzt eine Kniekontusion mit Verdacht auf Innenmeniskus- und Inne
nbandläsion genannt hatte (Urk. 7/5), zeigte die
am 1
9.
Dezember 2007 durchgeführte MRI
-Untersuchung
des rechten Kniege
lenks nur eine diskrete Kniekontusion, während die Menisken und Bänder intakt mit diskreter Vernarbung des medialen Seitenbandes als Zei
chen einer früheren Zerrung zur Darstellung kamen (
Urk.
7/3).
Bei persistieren
den Knieschmerzen (
Urk.
7/7) wurde am
8.
Februar 2008 im Spital
A._
eine Kniearthroskopie rechts mit
Shaving
des Hoffa-Fettkörpers und der
Plica
medio
patellaris
durch
geführt (
Urk.
7/11). Am
2
6.
November 2008
erfolgte eine v
or
dere
Kreuzbandplastik
(
Urk.
7/41).
Nach stationärer Rehabilitation
von
X._
vom
5.
Dezember 2008 bis zum
7.
Januar 2009 (
Urk.
7/46) sowie vo
m 5.
bis zum 27.
August 2009 (
Urk.
7/60)
wurde
n
am 3
0.
November 2009 bei Ausriss der
femoralen
Interferenzschraube
mittels
Kniearthroskopie ein
Shaving
der
Plica
mediopatellaris
durchgeführt
und die
R
este
der Interferenzschraube
ent
fernt. Am 20. April 2010 (
Urk.
7/81) schliesslich untersuchte SUVA-Kreisarzt
Dr.
med.
Y._
, Facharzt FMH für Chirurgie, den Versicherten.
An seiner
Einschätzung,
wonach
X._
eine angepasste Tätigkeit ganztags
zumutbar
sei (
Urk.
7/81/4),
hielt der Kreisarzt trotz Beschwerdepersistenz (
Urk.
7/96) fest und riet von weiteren operativen Ei
ngriffen ab (
Urk.
7/104). Am 4.
November 2010 (
Urk.
7/105) stellte die SUV
A ihre Taggeldleistungen per 1.
Dezember 2010 ein,
was sie - nach er
neuter Einschätzung der medizinischen Situation durch Kreisarzt
Dr.
Y._
vom 2
3.
Dezember 2010 (
Urk.
7/119) - mit Verfügung vom 1
0.
Januar 2011 (
Urk.
7/124) bestätigte.
Nachdem der Versi
cherte hiergegen am
8.
Februar 2011 (
Urk.
7/127) hatte Einsprache erheben lassen, nahm die SUVA ihre Verfügung am
8.
März 2011 (
Urk.
7/133) zurück und erbrachte weiterhin die gesetzlichen Versicherungsleistungen.
Mit Verfü
gung vom 2
1.
September 2011 (
Urk.
7/172) sprach die SUVA
X._
ab 1.
November 2011 eine Inva
lidenrente auf
grund einer Erwerbsunfähigkeit von 10
%
sowie bei einer
Integ
ritätseinbusse
von
10
%
eine Entschädigung von Fr.
10‘680.-- zu.
Die hiergegen am 2
4.
Okto
ber 2011 (
Urk.
7/175) erhobene Ein
sprache wies die SUVA am
5.
Dezember 2011 ab (
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob
X._
am 2
3.
Januar 2012 Beschwerde und beantragte die
Ausrichtung einer Rente von 22
%
sowie
die Zusprechung
einer
Integritätsent
schädigung
von mindestens 30
%
(
Urk.
1).
Mit Beschwerdeantwort vom 27.
Februar 2012 (
Urk.
6 unter Beilage ihrer Akten,
Urk.
7/1-181) schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwerdefüh
rer am
1.
März 2012 (
Urk.
8)
angezeigt
wurde.
3.
Auf die Vorbringen der Parteien sowie die eingereichten Unterlagen ist, soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen einzugehen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gestützt auf die kreisärztliche Beurteilung hielt die Beschwerdegegnerin im ange
fochtenen Entscheid dafür, dem Beschwerdeführer sei eine
wechselbelas
tende
Tätigkeit, bei welcher die zu hebenden Lasten auf 10 bis 15 kg limitiert seien, stehende bzw. gehende Positionen einen Drittel der Arbeitszeit nicht überstiegen,
kniende
sowie hockende Positionen und das Arbeiten auf Leitern und Gerüsten
vermie
den würden, ganztags möglich (
Urk.
2 S. 5-7). Angesichts der
damit offenstehenden
Tätigkeiten sei das Invalideneinkommen mittels
DAP-Profile auf
Fr.
60‘084.-- festzusetzen, was verglichen mit dem
Valideneinkom
men
von
Fr.
66‘502.-- zu einem Invaliditätsgrad von 9.65
%
führe (
Urk.
2 S. 9). Hinsichtlich der Integritätsentschädigung seien die Tabellen 5.2 und 6.2 zur Anwendung
zu bringen
, wonach eine mässige
Pangonarthrose
eine Entschädi
gung von 10 bis 30
%
, eine mässige sagittale Insta
bilität eine solche von 0 bis 5
% rechtfertige (
Urk.
2 S. 10). Unter B
erücksichtigung der relevanten
Unfall
r
estfolgen
sei die Beurteilung des Integritätsschadens durch
Dr.
Y._
auf 10
%
nicht zu beanstanden
(
Urk.
2 S. 11).
1.2
Demgegenüber beklagte der Beschwerdeführer unverändert starke Schmerzen am rechten Kniegelenk und machte geltend, er sei nach wie vor auf Gehstöcke angewiesen und in seiner gesamten Lebensführung stark beeinträchtigt. Bis zum jetzigen Zeitpunkt habe er sich nicht wieder ins Erwerbsleben eingliedern kön
nen, was er sich indes mit Unterstützung der Invalidenver
sicherung baldmög
lichst erhoffe
. Zur Festlegung des Invalideneinkommens habe die
Beschwerde
gegnerin
sodann
Arbeitsplatzprofile aus der Dokumentation Arbeitsplätze (
DAP
)
zugrunde gelegt, welche dem
Anforde
rungsprofil
einer wechselbelastenden Tätigkeit
nicht genügten, weshalb nicht darauf abgestellt werden könne
. Viel
mehr sei
en
das Invalideneinkommen mit
tels LSE festzusetzen und hiervon ein leidensbedingter Abzug von 20 Prozent in Anschlag zu bringen. Selbst wenn
- was seiner Ansicht nach nicht zutreffe -
von einer vollständigen Arbeitsfähig
keit aus
gegangen würde
,
betrage das damit erzielbare Invalideneinkommen maximal
Fr.
51‘761.--, was zu einem
Invalidi
tätsgrad
von 22
%
führe
(
Urk.
1
S.
2
-3
).
Weil schliesslich die aktuelle Abklärung im Spital
A._
eine mittel
schwere bis schwere Instabilität und
mithin
eine Verschlechterung gegenüber der kreisärztlichen Untersuchung vom 2
0.
April 2010 ergeben habe,
sei eine Integritätsentschädigung von mindestens 30
%
ausgewiesen (
Urk.
1 S. 3-4).
2.
2.1
Nach
Art.
10
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) hat die versicherte Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig (
Art.
6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungs
rechts
, ATSG), so steht ihr gemäss
Art.
16
Abs.
1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 Prozent invalid (
Art.
8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (
Art.
18
Abs.
1 UVG). Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann und allfällige Ein
gliederungsmassnahmen der Invaliden
versicherung abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehand
lung und die Taggeldleistungen dahin (
Art.
19
Abs.
1 UVG).
2.2
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allsei
tigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125
V
351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indi
zien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versiche
rungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befan
genheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Miss
trauen in die Unpar
teilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im
Sozialversiche
rungsrecht
zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gut
achterin allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 f. E. 3b/
ee
mit Hinweis).
3.
3.1
Während
die nach
dem
St
urzereignis vom 1
4.
Dezember 200
7 (
Urk.
7/1)
am 19. Dezember 2007 (
Urk.
7/3)
durchgeführte MRI-Untersuchung des rechten Kniegelenks nur eine diskrete Knochenkontusion
ergeben und die Menisken so
wie Bänder intakt mit lediglich diskreter Vernarbung des medialen Seitenbandes als Zeichen einer früheren Zerrung zur Darstellung gebracht hatte,
wurde bei Beschwerdepersistenz (
Urk.
7/8) am
8.
Februar 2008 (
Urk.
7/11) eine
Kniearth
roskopie
rechts mit
Shaving
des Hoffa-Fettkörpers und der hypertrophen
Plica
mediopatellaris
durchgeführt.
Gestützt auf die Beurteilung
von
Dr.
med.
Z._
, Leitender Arzt, Spital
A._
,
vom 2
9.
Mai 2008 (
Urk.
7/29)
,
wonach bei klarer Instabilität eine Kreuzbandrekonstruktion angezeigt sei,
erfolgte am 2
6.
November 2008 (
Operationsb
ericht des Spitals
A._
,
Urk.
7/41) eine vor
dere
Kreuzbandplastik
(VKB-Plastik)
mit anschliessender st
ationärer Rehabili
ta
tion
zur Verbesserung der funktionellen Belastbarkeit
vom 5.
Dezember 2008 bis zum 7.
Januar 2009 (Bericht
der
Rehaklinik
B._
vom 15.
Januar 2009,
Urk.
7/46)
. Weil nach kurzzeitiger Besserungstendenz ei
n Schmerzrezidiv zu verzeichnen
, aus chirurgischer Sicht ein Grund dafür jedoch nicht zu erkennen war (
Bericht
des
Spital
s
A._
vom 1
3.
Mai 2009,
Urk.
7/49), wurde der Be
schwerdeführer vom
5.
bis zum 27.
August 2009 erneut einer stationären Reha
bilitation zugeführt (Bericht der Rehaklinik
B._
vom
1.
September 2009,
Urk.
7/60).
Diese
ergab
, dass dem Beschwerdeführer
die bisherige Tätigkeit nicht mehr zumutbar, eine mittelschwere Arbeit demgegenüber ganztags möglich sei, sofern im Rahmen
der bei der
C._
erbetenen
orthopädischen Zwei
t
beurteilung
keine neuen Befunde erhoben würden, welche das
Beschwer
debild
erklärten
.
Das Vorliegen einer
psychische
n
Störung
mit Krankheitswert
verneinten die Ärzte der Rehaklinik
B._
(
Urk.
7/6
0
S. 2).
3.2
Anlässlich dieser am
3.
November 2009 in der
C._
(Bericht vom 9.
November 2009,
Urk.
7/64) durchgeführten Untersuchung
zeigte sich ein Ausriss der
femoralen
Interferenzschraube mit konsekutiver chronischer Insta
bilität der VKB-Ersatzplastik. Die Ärzte hielten dafür, die ausgerissene Schraube erkläre zwar nicht das vom Beschwerdeführ
er geklagte extreme Schmerzbild
,
je
doch durchaus einen Teil der Schmerzen und möglicherweise auch die rezidi
vierende Beschwerdelinderung durch Kniegelenksinfiltration.
Nachdem die
da
rauf
folgende Untersuchung
vom 2
4.
November 2009 (
Urk.
7/66)
die Indikation zu einer erneuten Arthroskopie mit
Débridement
und Entfernung der abgebro
chenen Schraube ergeben hatte
, w
urde am 3
0.
November 2009 (Urk.
7/70) mit
tels Kniearthroskopie ein
Shaving
der
Plica
mediopatellaris
durchgeführt
sowie die
femoralen
Interferenzschraubenreste
entfernt
. Der postoperative Verlauf gestaltete sich problemlos. Mit der Empfehlung einer Neubeurteilung
in weni
gen Wochen
durch die Beschwerdegegnerin attestierten die Ärzte bei
Klinikaus
tritt
(
2.
Dezember 2009)
eine vollständige Arbeitsunfähigkeit für drei Wo
chen (
Urk.
7/69 S. 2).
Am 1
2.
März 2010 (
Urk.
7/78) notierten sie, drei
Monate
nach der Operation
verspüre
der Beschwerdeführer noch gelegentliche Schmerzen beim Gehen und ein gelegentliches Instabilitätsgefühl. Die Beschwerden hätten sich seit der Operation um etwa 40
%
gebessert. Noch bestehe eine vollständige Arbeitsun
fähigkeit des Beschwerdeführers, welcher mit Hilfe der Gehstöcke zur Untersu
chung gekommen sei. An weiteren Therapien empfahlen
die Ärzte der
C._
die Infiltration des rechten Kniegelenks sowie die Fortführung der Phy
siotherapie zur Kräftigung und Stabilisierung.
3.3
Kreisarzt
Dr.
Y._
untersuchte
sodann
den Beschwerd
eführer am 2
0.
April 2010 (Urk.
7/81). Diesem präsentierte sich ein 193 cm grosser, 137
kg wiegen
der,
an zwei Stöcken gehender Beschwerdeführer, welcher stockfrei ein deutli
ches Hin
ken rechts mit verkürzter Standphase und verminderter Extension im rechten Kniegelenk
zeigte
.
Zehen- und Fersengang waren selbständig nicht möglich, der
Einbeinstand
rechts war nicht
ausführbar
.
Das
rechte Knie
gelenk
zeigte sich
reizlos mit nur wenig Erguss.
Während eine seitliche
Instabilität
nicht zu erheben
war, bezeichnete
Dr.
Y._
einen
Lachman
von
+ bis knapp ++ bei VKB
-Ersatzplastik
als nicht unüblich. Gegenüber der linken Seite ergab sich
ferner
beim rechten Kniegelenk
ein Flexionsdefizit von 20 Grad.
Dr.
Y._
hielt fest,
in Be
stätigung der bisherigen
ärztlichen
Beurteilung
en könne
das vorliegende
Be
schwerdebild
mit Blick auf die
klinischen
sowie die
am 30.
November 2009
arthroskopisch
erhobenen Befunde in diesem Ausmass nicht erklä
rt wer
den
. So wäre von der Injektion mit einem Lokalanästhetikum und
Kenacort
eine zumindest vorübergehende Schmerzlinderung zu erwarten gewe
sen.
Dr.
Y._
notierte im Weiteren, es
habe
sich
nicht der Eindruck einer Ag
gra
vation
manifestiert. Jedoch könnte auch seiner Meinung nach
ein
maladap
tives
Schmerzbewältigungsmuster vorliegen. Er habe
dem
Beschwerdeführer und dessen Ehefrau erklärt, dass die therapeutischen Optionen ausgeschöpft seien und der Beschwerdeführer lernen müsse, sich mit der Situation zu arran
gieren.
Aus dem von
Dr.
Y._
formulierten Zumutbarkeitsprofil ergibt sich
eine voll
ständige Arbeitsfähigkeit
für eine wechselbelastende Tätigkeit. Hierbei sol
l
die Dauer der stehenden beziehungsweise
gehenden Positionen einen Drittel der Arbeitszeit nicht überschreiten und falls möglich auf den ganzen Tag verteilt sein. Das Gewicht von zu hebenden Lasten ist auf 10 bis 15 kg
zu limitieren
.
Tätigkeiten in knienden oder hockenden Positionen sind unge
eignet und
Ar
beiten auf Leitern und Gerüsten
zu vermeiden
(
Urk.
7/81 S. 4).
3.4
Nach
einer
am
8.
Juli 2010 (
Urk.
7/96)
an der
C._
durchgeführte
n
Untersuchung
notierten deren Ärzte,
klinisch
habe sich
keine Veränderung
zum Letztbefund ergeben. Die Situation gestalte sich
als
sehr komplex. Zwischen dem klinischen Befund und der subjektiven Schmerzangabe bestehe eine Dis
krepanz. Die ausgesprochen gute und beinahe seitengleiche
Muskeltrophik
des Beschwerdeführers sei jedoch konstitutionell bedingt. Bis zur ergänzenden Be
urteilung
die Resultate
ein
er aktuellen
MRI
-Untersuchung vorlägen
, sei das Weitertragen der
Donjoy
-Schiene sowie das Fortführen der physiotherapeuti
schen Anwendungen
empfehlenswert
. Die Arbeitsunfähigkeit bestehe zu 100
%
fort.
Nach erneuter Untersuchung am 2
6.
August 2010 (Bericht vom
7.
Septem
ber 2010,
Urk.
7/97)
- die
an demselben Tag
angefertigte MRI-Bildgebung
(Urk.
7/100) visualisierte einen weitgehenden Normalbefund ohne Korrelat für die Beschwerden -
kamen die Ärzte der
C._
zum Schluss, im Hin
blick auf die Schmerzsituation und die
klinischen Befunde
würden sie eine er
neute VKB-Rekonstruktion in Erwägung ziehen,
wobei
jedoch
vorab
die Durchfüh
rung
von Stressaufnahmen beider Kniegelenke zur Befun
dverifizierung emp
fohlen sei
.
3.5
Zu
den aktuellen
Beurteilung
en
und Bildgebung Stellung nehmend, notierte Kreisarzt
Dr.
Y._
am
3.
November 2010 (
Urk.
7/104), anlässlich der
kreisärzt
lichen
Untersuchung vom 2
0.
April 2010 habe der Beschwerdeführer stockfrei einen äusserst pathologischen Barfussgang demonstriert, welcher aufgrund der objektivierbaren Befunde und bildgebenden Diagnostik schlichtweg nicht nach
vollziehbar sei. Die zuvor durchgeführten stationären Massnahmen hätten sich alle als erfolglos erwiesen, in einem früheren Bericht sei von einer erhe
b
lichen Symptomausweitung die Rede und
das Ausmass der demonstrierten physischen Einschränkungen habe sich mit den objektivierbaren pathologischen Befunden der klinischen Untersuchung und bildgebenden Abklärungen sowie Diagnosen aus somatischer Sicht nur ungenügend erklären lassen. Damit seien die Vo
raussetzungen
für eine erneute
Operation nicht gegeben, weshalb er empfehle, auf weitere Eingriffe zu verzichten. Die therapeutischen Massnahmen seien, wie bereits im Bericht vom
2
0.
April 2010 festgehalten, ausgeschöpft
,
und die ge
nannte Zumutbarkeitsbeurteilung
habe nicht
an
Gültigkeit
verloren
.
3.6
Nach durchgeführten Stressaufnahmen beider Kniegelenke notierten die Ärzte der
C._
am
3.
November 2010 (
Urk.
7/107), es bestehe keine
nen
nenswerte
vermehrte sagit
t
ale Translation bei stabilem Kniegelenk. Die Lage des Transplantates erscheine korrekt. Sie erklärten, die Instabilität
des Kniegelenks
sei im Rahmen einer Pseud
o
instabilität bei schlechter
Propriozeption
zu sehen. Aus orthopädischer Sicht bestehe daher kein Anhaltspunkt für
eine
Verbesse
rung der Situation mittels Operation, was sie dem Beschwerdeführer
detailliert
erläutert hätten
.
Die Durchführung
von
Physiotherapie mit Stabilitäts
-
und
Propriozeptionsübungen
sei
demgegenüber unverändert
empfohlen.
Abschlies
send äusserten die Ärzte
die nochmalige Bitte um allfällige Umschulung des Beschwerdeführers durch die Beschwerdegegnerin.
3.7
Mit B
ericht vom 1
7.
Dezember 2010 (
Urk.
7/11
7) macht
Dr.
med.
D._
, Facharzt FMH für Innere Medizin, FA für Psychosomatische und psychosoziale Medizin APPM, aktenkundig,
dass
der Beschwerdeführer -
wenn überhaupt
,
dann
sei Gehen nur über wenige Meter möglich - noch immer an zwei Stöcken
gehe
.
Dr.
D._
bezeichnete die Beweglichkeit des rechten Kniegelenks als gut; eine Schwellung oder ein Gelenkserguss seien klinisch nicht zu erkennen. Beim Gehen ohne Stöcke zeige der Beschwerdeführer ein starkes Schmerz- und Schonhinken im rechten Bein.
3.8
Am 2
3.
Dezember 2010 (
Urk.
7/119) nahm
Dr.
Y._
wiederum Stellung zu den
neu aufgelegten
ärztlichen Berichten. Mit Blick auf die um 20 Grad verbesserte Flexion und die geprüfte Stabilität sowie angesichts dessen, dass
Dr.
D._
we
der eine Schwellung noch ein
en
Gelenkserguss habe
erheben können, bestehe
nach wie vor
keinerlei Anlass, auf die mit Bericht vom 2
0.
April 2010 um
schriebene Zumutbarkeitsbeurteilung zurückzukommen.
3.9
Nach erneuter Untersuchung des Beschwerdeführers am 1
0.
Februar 2011 in der
C._
(
Urk.
7/130) bezeichneten deren Ärzte die Situation als im Wesentlichen unverändert. Der Beschwerdeführer gehe
noch immer
an zwei Stöcken mit
aufgesetzter
Donjoy
-Schiene.
Er leide weiterhin an einem
Instabi
litätsgefühl
, an Schmerzen beim Gehen sowie
an
einer Schwellungsneigung. Ein Ruheschmerz bestehe demgegenüber nicht. Dem Beschwerdeführer sei noch einmal anhand der Spannungsaufnahmen, der MRI-Dokumentation sowie der CTs dargelegt worden, dass die Position der Kanäle korrekt sei und das Trans
plantat - wenn auch etwas
elongiert
- klinisch einen harten Anschlag aufweise.
Wenn auch für den Beschwerdeführer die Schmerzen mehr als die Instabilität im Vordergrund stünden, so
hätten
weder
ein Meniskusriss noch wesentliche Knorpelschäden visualisiert werden können.
Zusammenfassend sei damit fest
zustellen, dass dem Beschwerdeführer mittels orthopädisch/chirurgischen Mass
nahmen nicht mehr geholfen werden könne. Als
Therapie
option bleibe da
mit einzig eine Behandlung in
einer Schmerzklinik.
3.10
Nach
Zuweisung des
Beschwerdeführer
s durch
Dr.
D._
an die
E._
Kli
nik
(
Urk.
7/131) machte diese mit Bericht vom 1
7.
März 2011 (
Urk.
7/139) ak
tenkundig, dass die persistierenden Schmerzen nicht in einem klaren Zusam
menhang mit einer fassbaren anatomischen Pathologie stünden. Beim Be
schwerdeführer bestehe bei einem Gewicht von 136 kg bei 190 cm Körpergrösse ein massives Übergewicht, welches, um ein Normalgewicht
zu erreichen, um 40
kg verringert werden müsste. Therapeutische operative Mög
lichkeiten gebe es aus orthopädischer Sicht keine. Die Ärzte erklärten, sie wür
den sich der Mei
nung der Kollegen aus der
C._
anschliessen und eine Schmerztherapie empfehlen.
3.11
Dr.
Y._
notierte im Rahmen der Festsetzung des Integritätsschadens am 14. April 2011 (
Urk.
7/152)
, es bestehe ein deutliches
Schonhinken
rechts mit guter seitlicher Stabilität,
eine sagittal leicht verlängerte
T
r
anslation von
Lach
man
+ bis knapp ++
,
ein
Extensionsdefizit
sowie
im
femoropatellären
Gleitlager
und
medialen Kompartiment
eine
Chondromalazie
Grad I - II. Weil damit
eine leichte bis knapp mässige Arthrose
im
Femoropatellargelenk
und im medialen Kompartiment
vorhanden
, das
laterale Kompartiment
demgegenüber
nicht be
troffen sei, erweise sich gestützt auf die Feinrastertabelle
n
5.2
und 6.2
, wonach der Referenzwert einer mässigen
Pangonarthrose
10 - 30
%
,
jener
eine
r
mässig sagittale
n
Instabilität 0 bis
5
%
betrage,
sowie
unter Berücksichtigung des
Fle
xionsdefizites
die Festsetzung
des
Integritätsschaden
s
auf
10
%
als korrekt.
E
ine pros
pektive Entwicklung
sei mitberücksichtigt.
3.12
Die Ärzte des
F._
, Schmerzambulatorium, kamen mit Bericht vom 2
0.
April 2011 (
Urk.
7/162) zur Beurteilung, beim Beschwer
deführer bestehe ein kombiniertes Schmerzsyndrom mit hauptsächlich
nozizep
tivem
und geringerem neuropathischen Anteil. Sie notierten unter anderem, von
interventionellen
Behandlungen
sei primär abzusehen, während
Physiotherapie und medizinische
Trainingstherapie unter
Applikation einer für
nozizeptive
Schmerzen selektiven Medikation
weiterzuführen seien. Weil eine deutliche
Ge
wichtsreduktion
für die Gelenkbelastung sicherlich vorteilhaft wäre, empfehle sich die erneute Vor
stellung bei einer Ernährungsberaterin.
3.13
Am 1
5.
September 2011 (Bericht vom 3
0.
September 2011,
Urk.
7/174) stellte sich der Beschwerdeführer
schliesslich
im Spital
A._
den Ärzten vor.
Diese erhoben bei fehlendem intraartikulären Erguss stabile Seitenbänder, ein stabiles hinteres Kreuzband, einen
Lachman
-Test von ++ bis +++ und testeten den vor
deren Schubladentest positiv. Die Flexion/Extension betrug 140-0-0 Grad. Die Ärzte notierten, um eine Gelenk
s
maus oder andere Pathologien
auszuschliessen,
sei am 2
7.
September 2011 eine MRI-Untersuchung durchgeführt worden. Dabei hätten sich eine intakte vordere Kreuzbandplastik und ventral vom
tibialen
Ansatz der vorderen Kreuzbandplastik ein 7x6x3 cm grosses
sklerosiertes
- nicht freies - Fragment ohne
ossäre
Überbauung zur Tibia visualisiert. Weder eine Kniebinnenläsion noch ein pathologischer Kniegelenkserguss, eine
Baker
zyste
oder eine Rissbildung an den
Menisci
seien zur Darstellung gekommen. Dem Beschwerdeführer seien eine Gewichtsreduktion sowie das Fortfahren mit den
Propriozeptionsübungen
empfohlen worden. Weil sich die Schmerzen si
cher
lich
chronifiziert
hätten,
würde sich eine Schmerztherapie als sinnvoll er
weisen.
3.14
In Beantwortung der von der (vormaligen) Rechtsvertreterin des Beschwerdefüh
rers an
Dr.
D._
gerichteten Fragen hielt dieser am
1.
November 2011 (
Urk.
7/178a) fest, abgesehen von der Applikation von Schmerzmitteln seien die medizinischen Massnahmen ausgeschöpft. Aus medizinisch-theoreti
scher Sicht sei der Beschwerdeführer in einer sitzenden Tätigkeit arbeitsfähig. Angesichts dessen aber, dass er nur an Stöcken und mit einer Knieorthese mobil sei, sei eine wechselbelastende Beschäftigung nicht möglich. Er,
Dr.
D._
, halte an dieser Beurteilung fest, wenngleich die klinischen,
arthroskopischen
und ra
diologischen
Befunde das Ausmass der Behinderung nur schwer erklären könn
ten. Hinsichtlich der Festsetzung des Integritätsschadens
schrieb der Arzt
, die Überlegungen von Kreisarzt
Dr.
Y._
seien richtig, wenn man berücksichtige, dass
nur ein mässiger
arthroskopisch
festgestellte
r
Knorpelschaden
bestehe
. Das tatsächliche Ausmass der Behinderung infolge Schmerzsyndroms am rechten Knie werde da
bei jedoch nicht berücksichtigt, weshalb m
it Blick darauf der
In
tegritätsschaden
nicht bei 10
%
sondern im oberste
n Bereich, bei 30
%
, anzu
setzen sei.
4.
4.1
Aus den ärztlichen Berichten erhellt und ist unbestritten, dass der Beschwerdefüh
rer seine bisherige Tätigkeit als Hilfs
i
solierer
unfallbedingt nicht mehr ausüben kann. Strittig ist indes, wie weit
ihm
eine leidensangepasste Tä
tigkeit zumutbar ist.
4.2
Vorab ist der Vollständigkeit halber festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin die Festsetzung des Rentenanspruchs und damit auch der
Integritätsentschädi
gung
zu Recht vorgenommen hat
(E. 2.1)
. Übereinstimmend hielten die Ärzte fest, die medizinischen Massnahmen seien ausgeschöpft
(E. 3.3, E. 3.6, E. 3.9 -
3.10).
Soweit die Anwendung (
weiterer)
Schmerzmittel
beziehungsweise die Be
hand
lung in e
iner Schmerzklinik (E. 3.9 -
3.10)
empfohlen
worden waren
, än
dert nichts daran, dass eine vollständige Arbeitsfähigkeit in angepasster T
ätig
keit
besteht
(vgl.
nachfolgend)
.
Eine
namhafte
Besserung des Gesundheitszu
standes,
was
sich namentlich nach
Massgabe
der zu er
warten
den Besserung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit - soweit unfallbedingt beeinträch
tigt - bestimmt (BGE 134 V 109 E.
4
.3
),
ist damit
ohnehin
nicht zu erwarten.
Hinsichtlich seiner Restarbeitsfähigkeit brachte der
Beschwerdeführer einzig vor, er sei nicht vollständig arbeitsfähig (E. 1.2). Weshalb den Darlegungen der
Be
schwerdegegnerin
nicht zu folgen sei, legte er
jedoch
mit keinem Wort dar.
Hinweise
, welche gegen die Zuverlässigkeit des
Bericht
s von
Dr.
Y._
und
somit auch gegen
die von ihm formulierte
Zumutbarkeitsbeurteilung
sprä
chen,
ergeben sich
keine
aus den aufliegenden Akt
en
.
Dass dem Beschwerde
führer eine mittelschwere Tätigkeit zumutbar
ist
, hatten bereits die Ärzte der Rehakli
nik
B._
- unter einschränkendem Hinweis auf allfällig neue Be
funde - aus
geführt (E. 3.1). Nach Entfernung der Schraubenreste berichtete der Beschwer
deführer gemäss Angaben der behandelnden Ärzten sodann von einer Beschwerdelinderung um 40
%
(E. 3.2) und blieben
die nachfolgenden klini
schen sowie b
ildgebenden
Untersuchungen
weitgehend
ohne Korrelat für die
weiterhin
geklagten Beschwerden (E.
3.4, E. 3.5, E. 3.10
, E.
3.13).
Hatte Dr.
D._
, Hausarzt des Beschwer
deführers, die Beweglichkeit des rechten Knie
ge
lenks
mit Bericht vom 1
7.
Dezember 2010
als gut bezeichnet und weder eine Schwellung noch einen Gelenk
serguss erheben können (E. 3.7),
vermochten die Ärzte der
E._
Klinik
am 1
7.
März 2011
einen klaren Zusammenhang der persistierenden Schmerzen mit einer fassbaren anatomischen Pathologie nicht zu erken
nen (E. 3.10
) und
hielt
Dr.
D._
am 1. November 2011 ausdrücklich fest, die klinischen,
arthroskopischen
und radiologischen Befunde könnten das Ausmass der Behin
derung nur schwer erklären (E. 3.14), während
dem Be
schwerdeführer eine Gewichtsr
eduktion zur Gelenksentlastung empfohlen
wor
den war
(E.
3.12 - 3.13)
,
so ist nicht zu beanstanden, dass
die
Beschwerdegeg
nerin
ihrer Beurteilung
das von
Kreisarzt
Dr.
Y._
formulierte
Zumutbarkeits
profil
(E. 3.3
, E. 3.8
)
, wonach dem Beschwerdeführer eine
angepasste Tätigkeit ganztags möglich
ist, zugrunde gelegt hat
.
4.3
Zu prüfen bleibt
damit
, wie sich die auf eine angepasste Tätigkeit einge
schränkte Leis
tungsfähigkeit des Beschwerdeführers in erwerblicher Hinsicht auswirkt.
4.3.1
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der
Invaliditäts
grad
aufgrund eines
Einkom
mensvergleichs
zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versi
cherte Person nach Ein
tritt der Invalidität und nach Durchführung allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgegliche
ner Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum
Erwerbsein
kommen
, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (
Art.
16 ATSG). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen
Erwerbseinkom
men
ziffernmässig möglichst ge
nau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der
Ein
kommens
differenz
der Invaliditätsgrad bestimmen lässt. Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie nach Massgabe der im Ein
zelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewonne
nen Annäherungswerte miteinander zu vergleichen.
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versi
cherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge
nommen hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik
pe
riodisch herausgegebenen
Lohnstrukturerhebun
gen
(LSE) oder die DAP-Zahlen herangezogen werden (BGE 126 V 75 f. E. 3b mit Hinweisen; BGE 129 V 472 E. 4.2.1).
4.3.2
Die Beschwerdegegnerin hat der Festsetzung des Invalideneinkommens fünf DAP-Blätter zugrunde gelegt
(
Urk.
7/170)
. Bei den angeführten Arbeitsplätzen handelt es sich um
eine
Stelle als
Montagearbeiter
(DAP-
Nr.
10044),
eine Stelle als
Einpacker
(DAP-Nr. 355607),
eine Stelle als Wickler-Monteur (DAP-Nr. 4433), eine Stelle als
Verdrahter
(DAP-Nr. 11323) sowie eine Stelle als
Produk
tionsmitarbeiter
(DAP-Nr. 380721). Nach Auffassung des Beschwerdeführers entsprechen die ausgewählten Arbeitsplätze nicht dem von
Dr.
Y._
genann
ten Anforderungsprofil (E. 1.2), weil bei vier der fünf Tätigkeiten während 5.5 bis zu 8 Stunden
täglich
sitzende Tätigkeiten auszuführen seien.
Diesem bereits im
Einspracheverfahren
pauschal vorgebrachten Einwand (
Urk.
7/175) hat die
Be
schwerdegegnerin
entgegen
gehalten, dass gemäss Zumutbarkeitsprofil die Dauer der stehenden beziehungsweise gehenden Positionen einen Drittel der Arbeitszeit nicht überschreiten dürften (
Urk.
2 S. 8), weshalb die angeführten Tätigkeiten dem genannten Zumutbarkeitsprofil durchaus entsprächen.
Ange
sichts dessen, dass es sich bei den von der Beschwerdegegnerin ausgewählten Arbeitsplätzen allesamt um sehr leichte bis leichte Tätigkeiten handelt, welche überwiegend in sitzender Position zu verrichten sind, daneben jedoch manch
mal eine stehende oder gehende Stellung erfordern und der Arbeitsablauf das Einschalten von Pausen ermöglicht (
Urk.
7/170), besteht entgegen der Meinung des Beschwerdeführers kein Grund,
von
den
ausgewählten DAP-Arbeitsplätze
n
ab
zuweichen
.
Zu ergänzen bleibt hierbei, dass
Dr.
D._
sitzende Tätigkeiten als zumutbar erachtete (E. 3.14), womit der Einwand des Beschwerdeführers auch aus dieser Sicht
unbehelflich
ist.
Aufgrund der berücksichtigten DAP-Angaben ermittelte die
Beschwerdegegne
rin
ein hypothetisches Invalideneinkommen von
Fr.
60‘084.--
(
Urk.
7/169)
. Dabei stellte sie auf fünf zumutbare Arbeitsplätze ab, gab die Gesamtzahl der in Anbetracht der Einschränkung des Beschwerdeführers in Frage kommenden Arbeitsplätze, de
ren Höchst- und
Tiefstlohn
sowie den Durchschnittslohn der dem Behinderungsprofil entsprechenden Gruppe an. Damit sind vorliegend sämtliche Vo
raussetzungen, die das
damalige
Eidgenössische
Versicherungsge
richt
an einen Einkommensvergleich gestützt auf die DAP-Tabellen
stellte (vgl. BGE 129 V 472 E.
4.2.2)
, erfüllt
.
Die Anwendung von Tabellenlöhnen entfällt damit ebenso, wie die An
rechnung eines leidensbedingen Abzuges, w
ird
doch bei der Ermitt
lung des Invalideneinkommens
gestützt auf DAP-Profile den spe
zifischen
un
fallkausalen
Beeinträchtigungen des Beschwerdeführers
bereits
angemessen Rechnung getragen (vgl. BGE 129 V 472 E. 4.2.3).
Das
Valideneinkommen
für das Jahr 2011 bezifferte die Beschwerdegegnerin aufgrund der Angaben der
G._
mit
Fr.
66‘502.-- (
Urk.
7/169 S. 2;
Urk.
7/67).
Der Beschwerdeführer hat diese
s
Vorgehen nicht beanstandet, wozu aufgrund der Akten auch keine Veranlassung best
eht.
Aus dem Vergleich von Validen- und Invalideneinkommen ermittelte die
Be
schwerdegegnerin
eine Erwerbseinbusse von 9.65
%
und gewährte
dem Be
schwerdeführer
eine Invali
denrente von 10
%
(
Urk.
7/169). Dieses Vorgehen gibt mit Blick auf die Akten zu keinen Beanstandungen Anlass.
5.
Zu prüfen bleibt schliesslich die Höhe der Integritätsentschädigung.
Die Beschwerdegegnerin stützte sich zur Bestimmung des Integritätsschadens auf den Bericht des Kreisarztes
Dr.
Y._
, welcher angesichts der leichten bis mässigen Arthrose im
Femoropatellargelenk
und im medialen Kompartiment sowie mit Blick auf das Flexionsdefizit des rechten Kniegelenks den
Integri
tätsschaden
auf 10
%
bezifferte (E. 3.11).
Was der Beschwerdeführer hiergegen vorbringt (E. 1.2), vermag die
se
Einschätzung nicht in Frage zu stellen.
Selbst beim Vorliegen einer schweren Instabilität - der Beschwerdefüh
rer spricht von einer mittelschweren bis schweren Instabilität (
Urk.
1 S
.
3) - wäre der
Integri
tätsschaden
auf 10 bis höchstens 15
%
festzulegen
(vgl. SUVA-Ta
belle 6.2). Mit Blick darauf, dass
das Transplantat in der
C._
im Februar 2011 mit klinisch hartem Anschlag getestet wurde (E. 3.9
)
,
Dr.
D._
die Festsetzung des Integritätsschadens einzig mangels Berücksichtigung des Schmerzsyndroms
- wofür gemäss Tabelle keine Entschädigung
geschuldet
ist - bemängelte (E.
3.14)
und
zudem
das massive Übergewicht des Beschwer
deführers
- und da
mit ein unfallfremdes Kriterium - für die Knieproblematik mitverantwortlich scheint (E. 3.1
2 - E. 3.
13), besteht kein Grund, von der Einschätzung de
s
Integ
ritätsschadens
durch Dr.
Y._
abzuweichen.
Bei einer Integritätsentschädigung von 10
%
hat es damit sein Bewenden.
6.
Zusammenfassend erweist sich damit der
Einspracheentscheid
der
Beschwerdegeg
nerin
vom
5.
Dezember 2011 in allen Teilen als rechtens, wes
halb die Beschwerde vollumfänglich abzuweisen ist.