Decision ID: a56cfa6f-1a71-418d-a665-b10d53ba9b6a
Year: 2019
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Der 1977 geborene
X._
hat eine Lehre zum Zimmermann absolviert und war
von Juli 2008 bis März 2012 bei der
Y._
,
Z._
, als
Storenmonteur
angestellt (
Urk.
6/3/1, 6/
4, 6/10/1 und 6/21/2).
Unter Hinweis auf eine Depression meldete er sich am 1
9.
November 2012 bei der Invalidenver
sicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
6/4). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
holte nebst einem Auszug aus dem individuellen Konto (IK-Auszug,
Urk.
6/10) insbesondere
einen Bericht des behandelnden Arztes (
Urk.
6/13) sowie
die Akten des Krankentaggeldversicherers ein (
Urk.
6/9, 6/25).
Ab Oktober 2013 erteilte sie mehrfach Kostengutsprachen für
berufliche
Einglie
derungs
- sowie Integrationsmassnahmen (
Urk.
6/28, 6/45, 6/54, 6/63 und 6/65). Zudem richtete sie dem Versicherten Taggelder aus (
Urk.
6/39, 6/49, 6/59 und 6/68).
Mit Schreiben vom 1
1.
Dezember 2014
informierte die IV-Stelle den Versicherten über den Abbruch der beruflichen Massnahmen, da deren Weiterführung auf
grund der gesundheitlichen Situation nicht möglich sei
, und stellte die Prüfung des Rentenanspruchs in Aussicht
(
Urk.
6/73). Nach Eingang diverser Arztberichte (
Urk.
6/80, 6/87, 6/93, 6/96 und 6/99 ff.) sowie weiterer Akten des Krankentag
geldversicherers (
Urk.
6/8
2) gab sie bei der A._
ein polydisziplinäres G
utachten in Auftrag, welches am
1
6.
Februar 2017
erstattet
wurde (
Urk.
6/113). Mit Vorbescheid vom
1.
Juni 2017 stellte die IV-Stelle dem Versicherten die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht (
Urk.
6/117), worauf sie am 1
2.
Juli 2017 im angekündigten Sinne ver
fügte (
Urk.
6/120 =
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob
X._
am 2
4.
September 2017 Beschwerde
(
Urk.
1)
mit dem
sinngemässen Rechtsbegehren
, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei
auf der Grundlage eines neu einzuholenden
psychiatrische
n
Gutachtens
erneut über seinen Rentenanspruch zu entscheiden.
Mit Beschwerdeantwort vom
3.
Oktober 2017 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
5), worüber der Versicherte mit Verfügung vom
4.
Oktober 2017 in Kenntnis gesetzt wurde (
Urk.
7).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts [
ATSG
]
). Sie kann Folge von Geburts
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung
[
IVG
]
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein
trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Rechtsprechungsgemäss ist bei psychi
schen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein psychischer Gesundheitsschaden mit Krankheitswert besteht, welcher die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu
erzielen (vgl.
BGE 139 V 547
E. 5,
131 V 49
E. 1.2,
130 V 352
E. 2.2.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_125/2015 vom 1
8.
November 2015 E. 5.4).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege
artis
auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und
E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausge
wiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinwe
isen; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
2.
2.1
In der angefochtenen Verfügung vom 1
2.
Juli 2017 (
Urk.
2) zog die Beschwerde
gegnerin im Wesentlichen in Erwägung,
die gesundheitliche Situation des
Ver
sicherten habe sich nach der Anmeldung zum Leistungsbezug am
1
9.
Novem
ber 2012 stabilisiert, sodass ab November 2013 berufliche Eingliede
rungsmassnahmen hätten durchgeführt werden können. Nach einem Rückfall hätten diese Ende 2014 jedoch abgebrochen und die Rentenprüfung eingeleitet werden müssen.
Die umfangreichen medizinischen Abklärungen hätten ergeben, dass die bestehenden Erkrankungen behandelbar seien und gut auf die richtigen Medikamente und Therapien ansprechen würden. Gesamthaft liege kein Krank
heitsgeschehen vor, das eine langandauernde Einschränkung der Arbeitsfähigkeit und damit eine
Invalidität zu begründen vermöge.
Folglich bestehe kein Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung.
2.2
Mit Beschwerdeschrift vom 2
4.
September 2017 (
Urk.
1) rügte der Versicherte zusammengefasst, die Begu
tachtung durch die A._
sei ungenügend vorbereitet gewesen. Namentlich seien die Unterlagen der behandelnden Ärzte von den Gutachtern nur unvollständig eingeholt beziehungsweise nicht gelesen worden. Aus diesem Grund könne insbesondere nicht auf die psychiatrische Teil
expertise von
Dr.
B._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, abgestellt werden
, dessen Untersuchung darüber hinaus bloss 40 Minuten gedau
ert habe.
Vor diesem Hintergrund sei eine erneute Begutachtung unumgänglich.
3.
3.1
In Bezug auf den somatischen Gesundheitszustand
ist den
Berichten
der behan
delnden Ärzte
im Wesentlichen
zu entnehmen, dass sich der Beschwerdeführer am
4.
Mai 2012 eine Meniskusläsion links zugezogen hatte, welche am
6.
Juni 2012 mittels
arthroskopischer
Teilmeniskektomie
operativ versorgt wurde (vgl.
Urk.
6/9/27).
Überdies
war der Versicherte
aufgrund chronischer Tagesschläfrig
keit und -müdigkeit
vom 2
7.
bis 3
0.
Mai 2013 in der
C.
zwecks
somnologischer
Abklärungen hospitali
siert.
Nebst einer respiratorischen Partialinsuffizienz unklarer Genese
habe
ein schweres kombiniertes Schlafapnoesyndrom mit Akzentuierung in Rück
enlage festgestellt werden
können
, weshalb eine APAP-Therapie initiiert
worden sei
. Die Erholungsfunktion des Schlafs habe sich dadurch deutlich gebessert. Aus schlaf
medizinischer Sicht bestehe eine 100%ige Arbeitsfähigkeit (
Urk.
6/25/5 ff.).
Diese Einschätzung wurde mit Verlaufsbericht vom 3
1.
Mai 2016 bestätigt (
Urk.
6/100/8).
Aus
dem Bericht
des
D._
vom
7.
Januar 2016
geht
insbesondere hervor, dass die vom Versicherten geklagten muskulären und
arthrogenen
Schmerzen in den oberen und unteren Extremitäten
möglicherweise
Symptome einer sich peripher manifestierenden Psoriasis-Arthritis
beziehungsweise einer Spondylarthritis mit
enthesiopathischem
Muster
seien. Zudem liege eine Psoriasis
vulgaris
in Kombination mit einer Neurodermitis vor
(
Urk.
6/96/1 f.).
Bezüglich einer allfälligen
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
äusserten sich die
Ärzte des
D._
auch in späteren Verlaufsberichten nich
t
(vgl.
Urk.
6/100/7, 6/100/12 f.).
In neurologischer Hinsicht führte
Dr.
med. E._
in seinem Bericht vom
6.
September 2016 aus, dass
die Arbeitsfähigkeit
weder aufgrund d
er leich
ten
demyelinisierenden
Polyneuropathie unklarer Ätiologie noch
in Anbetracht des im Jahr 2015 operativ versorgten Karpaltunnelsyndroms beidseits oder
des schweren kombinierten Schlafapnoe-Syndroms
beeinträchtigt sei (
Urk.
6/101/1 f., vgl. auch
Urk.
6/101/12 f.).
3.2
3.2.1
Zum psychischen Gesundheitszustand äusserte sich
Dr.
med. F._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, erstmals am
3
0.
August
2012 dahingehend, dass
eine mittelgradige depressive S
törung (ICD-10 F32.1) sowie ein
Verdacht auf eine soziale Phobie vorliege.
Nebst einer formalgedanklichen Einengung seien erhebliche Selbstwertdefizite sowie eine Hoffnungslosigkeit und Ängstlichkeit vorhanden. Gegenwärtig bestehe für jegliche berufliche Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (
Urk.
6/9/28 ff.).
Zum selben Schluss gelangte
Dr.
F._
in späteren Berichten vom 2
4.
November 2012 sowie
4.
und
1
3.
März 2013, wobei er
ausserdem auf die rasche Erschöpfbarkeit, die Antriebs
schwäche sowie Versagensängste hinwies
(
Urk.
6/9/23 f., 6/13 und 6/
25/20 f.).
3.2.2
Vom
7.
bis 2
4.
Mai 2013 sowie
3.
Juni bis 3
1.
Juli 2013 befand sich
der Beschwerdeführer in der
G._
in psychiatrisch-psychotherapeu
tischer Behandlung, wobei eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelschwere Episode (ICD-10 F33.1)
,
sowie akzentuierte, selbstunsicher-vermei
dende Persönlichkeitszüge (ICD-10 Z73.1) diagnostiziert wurden.
Auch ab dem Zeitpunkt der Entlassung aus der Klinik habe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit vorgelegen (
Urk.
6/25/2 f
f
.).
3.2.3
Im w
eiteren
Verlauf hätten
gemäss
Dr.
F._
vor allem die persistierenden Versagensängste und das Vermeidungsverhalten imponiert (Bericht vom
1
8.
September 2013,
Urk.
6/82/8).
Mit Bericht vom 1
7.
September 2014 hielt
Dr.
F._
fest, dass es am 2
7.
Juli 2014 im Zusammenhang mit einer Umstellung der antidepressiven Medikation zu einem epileptischen Anfall gekommen sei
. Von neurologischer Seite sei bis 2
8.
September 2014 eine voll
ständige Arbeitsunfähigkeit attestiert worden.
Bezugnehmend auf die vom Ver
sicherten
angetretenen
Wiedereingliederungsmassnahmen
sei ab diesem Zeit
punkt
wieder
von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen. In
absehbarer Zeit
könne angesichts des bisherigen
Verlaufs der Massnahme
mit einer Reintegration in den ersten Arb
eitsmarkt gerechnet werden (
Urk.
6/82/2 f.).
3.2.4
Nachdem die beruflichen Eingliederungsmassnahmen am 1
1.
Dezember 2014 abgebrochen worden waren (vgl.
Urk.
6/73) begab sich der Beschwerdeführer ab dem 1
9.
Februar 2015
in die
H._
bei
Dr.
med. I._
, Fach
ärztin für Psychiatrie und Psychotherapie,
zunächst in stationäre und danach
in
ambulante
Behandlung
. Es wurde
eine mittelgradige depressive Episode diagnos
tiziert und bis auf Weiteres eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert (
Urk.
6/80).
Mit Berichten vom
1
4.
Oktober 2015 und 1
9.
Juli 2016 (Eingangsdatum bei IV-Stelle) ging
Dr.
I._
einerseits insgesamt von einer Besserung der depressiven Symptomatik aus; andererseits attestierte sie weiterhin eine vollständige Arbeits
unfähigkeit. Dies sei Folge des starken Schmerzsyndroms, der bestehenden Ängste (insbesondere Versagensängste) sowie der intermittierend gedrückten Stimmung (
Urk.
6/93, 6/99).
3.3
Dem polydisziplinären
A._
-Gutachten vom 1
6.
Februar 2017 sind keine Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit zu entnehmen. Ohne wesentlichen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit seien folgende
Diagnosen
(
Urk.
6/113/54):
-
polysymptomatische Polyneuropathie unklarer Genese,
-
Status nach Grand mal in Zusammenhang mit P
s
ychopharmaka-Medika
tion,
-
Status nach
Neurolyse
wegen Carpaltunnelsyndrom beidseits,
-
Migräne mit einfachen Attacken, derzeit asymptomatisch,
-
Adipositas mit einem Body-Mass-Index (BMI) von 38.1 kg/m
2
,
-
Schlafapnoe-Syndrom unter APAP-Behandlung zurzeit gut eingestellt,
-
anhaltende affektive Störung:
Dysthymie
(ICD-10 F34.1),
-
akzentuierte Persönlichkeitszüge (
anankastisch
; ICD-10 Z73.1),
-
Probleme in Verbindung mit Berufstätigkeit und Arbeitslosigkeit
(ICD-10 Z56),
-
mögliche Psoriasis-
Arthropathie
mit
enthesopathischem
Schmerzmuster,
-
leichte Schulterbeschwerden rechts bei Status nach dreimaliger operativer
Revision bei vermutlich AC-Gelenksluxation (2001),
-
Zustandsbild nach
arthroskopischer
Teilmeniskektomie
medial am linken Kniegelenk (
6.
Juni 2012),
-
Zustandsbild nach CTS-Operation beidseits (Dezember 2015).
Befragt nach sei
n
en gesundheitlichen Beeinträchtigungen führte der Versicherte g
egenüber
den Sachverständigen
im Wesentlichen
aus
,
dass in der
4.
Schulklasse die Diagnose einer Legasthenie gestellt worden sei. In der Kinder- und Jugendzeit habe er auch deutlich unter Asthma bronchiale gelitten
, welches mit dem Auftre
ten der Neurodermitis 1997 remittiert sei. In späteren Untersuchungen seien zudem eine Psoriasis und - etwa im Jahr 2016 - aufgrund der zahlreichen rheu
matoiden Beschwerden eine Psoriasis-assoziierte Arthritis diagnostiziert worden. Er leide aktuell auch unter diffusen Beschwerden im Bereich der Extremitäten. Nach längerem Einnehmen gleich
arti
ger Körperpositionen sei die Muskulatur zäh und er komme beim Bewegungsbeginn nur langsam in Fahrt. Zu Sensibilitäts
ausfällen komme es zwar nicht
; immer wieder würden allerdings Missempfindun
gen in Form eines Nässegefühls an den Beinen auftreten. Das Einschlafen der Hände sei nach den Operation
en im Dezember 2015 remittiert,
wobei d
ie musku
lären Probleme jedoch weiterhin vorhanden
seien
.
Der ab 2009 aufgetretene ext
reme Schlafdruck mit unvermitteltem Einschlafen trete nun nicht mehr auf
; das seit 2013 eingesetzte Maskendruck-Beatmungsgerät toleriere er recht gut. Den
noch leide er nach wie vor unter einer ständigen Müdigkeit und einer vorschnel
len Erschöpfbarkeit bei Stressbelastung
sowie
geistiger Konzentration
.
In psychi
scher Hinsicht
sei er primär durch die Ängste sowie die depressive Verstimmung beeinträchtigt. Aktuell könne er sich nicht vorstellen, einer beruflichen Täti
gkeit nachzugehen (
Urk.
6/113/22
f
f
., vgl. zudem
Urk.
6/113/28 f., 6/113/37 ff., 6/113/44 f. und 6/113/50).
Dr.
med. J._
, Facharzt für Neurologie, hielt in seiner Teilexper
tise fest, dass
sich
weder in Bezug auf den Hirnnervenstatus noch auf die Motorik Auffälligkeiten gezeigt hätten. Pathologische Reflexe hätten ebenfalls nicht bestanden. Das Vibrationsempfind
en habe an beiden
Sprunggelenks
malleolen
etwas unterhalb des Normbereichs gelegen.
Die Standproben seien erschwert gewesen, jedoch ohne neurologische Ausfälle. Störungen des Gangbilds oder
der
Grob- und Feinmotorik hätten sich nicht ergeben.
Ferner sei d
ie Beweglichkeit der Halswirbelsäule weitgehend frei gewesen. Der leichte Hartspann des gesamten Rückenstreckers und der Schultergürtelmuskulatur beidseits sei nur mit geringer
Druckdolenz
verbunden
gewesen
. Entlang des Rückenstreckers bis zum mittleren Bereich der Brustwirbelsäule habe der Explorand über muskuläre Schmerzen geklagt (
Urk.
6/113/26 f.).
Gesamthaft seien die Ressourcen des Versicherten weder durch motorische Ausfälle noch
durch
Sinnesbehinderungen oder neuro
kognitive Beeinträchtigungen eingeschränkt (
Urk.
6/113/60).
In Bezug auf den Psychostatus ist dem Teilgutachten von
Dr.
med. B._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, zu entnehmen, dass der Versicherte im Kontaktverhalten zugewandt und freundlich gewesen sei.
Er sei zudem wäh
rend der gesamten Exploration wach, bewusstseinsklar und allseits orientiert gewesen.
Ein affektiver Rapport habe hergestellt und aufrechter
halten werden können, wobei der Versicherte ausgeglichen und normal schwingungsfähig gewesen sei. Als er von der Erkrankung und dem Tod seines Vaters erzählt habe, habe er
einmalig
geweint
; im
Übrigen hätten sich jedoch keine depressiven oder ängstlichen Symptome gezeigt. Ziemlich heftig und aggressiv habe der Ver
sicherte seine Enttäuschung über die Invalidenversicherung ge
äussert
.
Auf
fassungs
-, Gedächtnis- oder Merkfähigkeitsstörungen hätten sich nicht eruieren las
sen. Auch formale Denkstörungen seien nicht aufgetreten; das Denken sei kohä
rent und zielführend gewesen. Abnorme Befürchtungen, Ängste oder Zwänge habe der Versicherte nicht angegeben. Er habe sich allerdings als äusserst genau
respektive perfektionistisch
beschrieben.
Anzeichen für Wahn, Sinnes
täuschun
gen oder Ich-Störungen hätten sich nicht ergeben
.
Der Versicherte sei i
nsgesamt recht
klagsam
und verbittert gewesen. Seine Beschwerden habe er recht drama
tisch, jedoch ohne entsprechenden Affekt beschrieben (
Urk.
6/113/29).
Aus psy
chiatrischer Sicht sei die in früheren Berichten beschriebene Selbst
unsicherheit aktuell als zwanghafte Unsicherheit zu interpretieren. Die Persönlichkeit des Exploranden weise deutliche
anankastisch
-zwanghafte Persönlichkeitszüge auf. Die gezielte Befragung nach depressiven und Angst
symptomen habe einen leicht auffälligen Befund ergeben. Gesamthaft habe sich ein
grenzwertiges,
leicht depressives Krankheitsbild mit gedrückter Stimmung, teilweiser Freudlosigkeit und stark erhöhter Ermüdbarkeit
gezeigt, wobei L
etztere nicht unbedingt psy
chisch bedingt sei. Weder Konzentration noch Aufmerksamkeit seien objektiv beeinträchtigt gewesen. Ebenso wenig sei das Selbstwertgefühl im Gespräch erniedrigt gewesen. Aktive Suizidgedanken, Schlafstörungen oder ein verminder
ter Appetit hä
tten ebenfalls nicht vorgelegen (
Urk.
6/113/30). Vor diesem Hinter
grund sei
en
gegenwärtig
die Kriterien einer
Dysthymie
(ICD-10 F34.1)
erfüllt; das Vollbild einer depressiven Störung
liege
demgegenüber nicht
vor
(
Urk.
6/113/33). Gesamthaft sei die Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht weder in der bishe
rigen Tätigkeit als Servicemonteur noch in einer anderen körperlich zumutbaren Tätigkeit eingeschränkt (
Urk.
6/113/35).
Dr.
med. K._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, äusserte sich dahingehend, dass beim Versicherten im Jahr 2001
drei operative Eingriffe an der rechten Schulter bei vermutlicher AC-Gelenksluxation erfolgt seien. Zurzeit fänden sich in diesem Zusammenhang keine auffälligen Befunde und keine Hinweise auf eine Instabilität. Relevante Einschränkungen im Bereich des linken Kniegelenks, bei welchem im Juni 2012 eine
arthroskopische
Teilmeniskektomie
durchgeführt worden sei, hätten sich ebenfalls nicht ergeben. Aus orthopädischer Sicht sei insgesamt festzuhalten, dass
weder
an de
n grossen und kleinen Gelenken noch
im Bereich des Achsenskelettes rel
evante strukturelle
Veränderungen
hätten nachgewiesen werden können
. Die Arbeitsfähigkeit in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit sei nicht eingeschränkt. Das
selbe gelte für angepasste Tätigkeiten
, wobei eine
starke Belastung des rechten Schultergelenks
zu vermeiden sei
(
Urk.
6/113/41 ff.).
Aus internistischer Sicht habe sich der Beschwerdeführer gemäss
Dr.
med. L._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, in einem guten Allge
mein- und Ernährungszustand befunden. Das Schlafapnoe-Syndrom sei unter Kontrolle und der Versicherte sei diesbezüglich beinahe beschwerdefrei. Objektive Anhaltspunkte für eine Ateminsuffizienz hätten sich nicht ergeben. Die Schmer
zen in den Gelenken seien nach wie vor sehr unberechenbar, wobei die therapeu
tischen Optionen nicht ausgeschöpft seien. Die Arbeitsfähigkeit in diesem Kon
text sei jedoch von einem Rheumatologen zu beurteilen.
Mit Ausnahme der Arthralgien seien die internistischen Funktionen erhalten (
Urk.
6/113/46 ff.).
Dem Teilgutachten von
Dr.
med. M._
, Facharzt für
Allgemeine Innere Medizin und
Rheumatologie, ist zu entnehmen, dass in Bezug auf die
myofascialen
Beschwerden mit
enthesopathischem
Schmerzmuster ab Anfang 2016 an eine mögliche Psoriasis-
Arthropathie
gedacht worden sei. Aus rheuma
tologischer Sicht sei dies möglich bis wahrscheinlich, aber bisher nicht zu belegen gewesen. Die aktuell vorgenommene Behandlung sei probatorischer Natur.
Das Beschwerdemuster bleibe etwas unspezifisch und könne rein
myofascial
bedingt sein. Gesamthaft resultiere wie bereits aus orthopädischer Sicht grundsätzlich keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Nicht zumutbar seien in Anbetracht der Schulterproblematik und der möglichen Psoriasis-
Arthropathie
körperlich schwer belastende Tätigkeiten (
Urk.
6/113/51 ff.).
Im interdisziplinären Konsens gelangten die Sachverständigen zur Auffassung,
dass
die Arbeitsfähigkeit
sowohl
in Bezug auf
die angestammte Tätigkeit als auch
hinsichtlich
adaptierte
r
,
körperlich leichte
r
bis mittelschwere
r
Tätigkeiten
ohne starke Belastung des rechten Schultergelenks nicht eingeschränkt sei. Retrospek
tiv habe einzig nach dem epileptischen Anfall vom 2
7.
Juli bis
2
6.
Oktober 2014 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit für eigen- und fremdgefähr
dende Tätigkeiten bestanden (
Urk.
6/113/61).
4.
4.1
Der Beschwerdeführer
bringt
zunächst
vor, die Begutachtung durch die
A._
sei alles andere
als gut vorbereitet gewesen
. So sei anfangs kein Rheu
matologe aufgeboten worden
(
Urk.
1)
.
Nach der Rechtsprechung kommt den Gutachtern - was die Wahl der Unter
suchungsmethoden betrifft - ein weiter Ermessen
sspielraum zu. Dies beinhaltet auch die Auswahl der vorzunehmenden fachärztlichen Abklärungen, wonach die Wahl der Fachrichtungen in erster Linie von den Gutachterfragen abhängt und je nach Gesundheitsschaden mehrere Fachrichtungen in Frage kommen. Es liegt demnach im Ermessen der Gutachter, ob der
Beizug
weiterer Experten notwendig ist (Urteil des Bundesgerichts 8C_780/2014 vom 2
5.
März 2015 E. 5.1).
Aus dem Umstand, dass die rheumatologische Untersuchung durch
Dr.
M._
erst auf Anraten des Internisten
Dr.
L._
vorgenommen wurde (vgl.
Urk.
6/113/48 ff.), vermag der Beschwerdeführer somit nichts zu seinen Gunsten abzuleiten.
Viel
mehr wurde durch diese nachträgliche Untersuchung eine umfassende Abklärung des Gesundheitszustandes sichergestellt.
4.2
Im Weiteren rügt
der Versicherte, die
Akten
des
D._
seien
nur unvollständig beigezogen
worden. Zudem seien die Unterlagen der
H._
von
Dr.
B._
mit der Begründung, diese seien unleserlich,
nicht
beachtet
worden
. Der Gutachter habe zu Unrecht keinen Kontakt mit der
H._
aufgenommen
, um diesen Umstand zu klären
(
Urk.
1)
.
In diesem Zusammenhang ist vorab festzuhalten, dass
auch das Einholen fremd
anamnestischer Auskünfte im Ermessensspielraum der Gutachter liegt. Ihnen ist somit grundsätzlich freigestellt, ob sie sich mit den behandelnden Ärzten in Ver
bindung setzen (Urteile des Bundesgerichts 9C_275/20
16 vom 1
9.
August 2016 E. 4.3.2 und
9C_65/2012 vom 2
8.
Februar 2012 E. 4.3 mit Hinweisen).
Im kon
kreten Fall
waren
den Gutachtern die im Dossier der IV-Stelle enthaltenen Berichte des
D._
bekannt
(vgl.
Urk.
6/113/17 f. und E. 3.1).
Diese und weitere Berichte legte der Versicherte den Gutachtern anlässlich der medizinischen Untersuchungen vor
, welche sodann auch zur Kenntnis genom
men
und in die Beurteilung miteinbezogen
wurden
(vgl.
Urk.
6/113/19 ff.
, 6/113/45, 6/113/47 und 6/113/52
).
Insofern kann den Gutachtern folglich kein Versäumnis vorgeworfen werden. Dasselbe gilt in Bezug auf die Akten
der
H._
beziehungsweise von
Dr.
I._
.
Dr.
B._
war
e
ntgegen der Auffas
sung des Beschwerdeführers
in Nachachtung der zitierten bundesgerichtlichen Rechtsprechung
nicht verpflichtet, aufgrund der erschwerten Leserlichkeit
der
handschriftlichen Berichte (vgl.
Urk.
6/
80, 6/93) mit
Dr.
I._
in Kontakt zu tre
ten.
Abgesehen davon lag den Gutachtern ein maschinengeschriebener Bericht der
H._
vor
,
in welchem
- soweit ersichtlich -
im Wesentlichen dieselben objektiven Befunde und Diagno
sen aufgeführt wurden, wie in den handschriftlichen Berichten. Zudem wurde
dort
ebenfalls bis auf Weiteres eine vollständige Arbeitsunfähigkeit a
ttestiert (vgl.
Urk.
6/99,
6/113/15).
Mit dieser Einschätzung setzte sich
Dr.
B._
eingehend
aus
einander (vgl.
Urk.
6/113/32 f.).
5.
5.1
Nach dem Gesagten kann somit festgehalten werden, dass
die Expertise der A._
vom 1
6.
Februar 2017 auf umfassenden neurologischen, psychi
atrischen, orthopädischen, internistischen und rheumatologischen Untersuchun
gen
beruht
, wobei das Gutachten in detaillierter Kenntnis der
Vorakten
erstellt wurde (
Urk.
6/113/7 ff.). Der Beschwerdeführer konnte gegenüber den einzelnen Sachverständigen
ausserdem
seine aktuellen Beschwerden schildern und wurde von diesen jeweils - soweit fachspezifisch erforderlich - eingehend befragt (
Urk.
6/113/21 ff., 6/113/28 f., 6/113/37 ff., 6/113/44 ff. und 6/113/50).
Die geklagten Leiden fanden im Rahmen der Feststellung der Diagnosen Berücksich
tigung, wobei sowohl diese als auch die aus medizinischer Sicht resultierenden Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit dargelegt und erläutert wurden (
Urk.
6/113/33 ff., 6/113/
42 f., 6/113/48 f. und 6/113/52 ff.).
Soweit möglich erfolgte
überdies
eine Auseinandersetzung mit vorangegangenen ärztlichen Beurteilungen (
Urk.
6/113/
31 ff., 6/113/41, 6/113/47 f. und 6/113/52
). Gesamt
haft erfüllt das polydisziplinäre Gutachten somit die formellen Kriterien für eine beweiswerte medizinische Expertise (vgl. E. 1.4).
5.2
5.2.1
Zu prüfen bleibt, ob die Expertise auch inhaltlich - insbesondere mit Blick auf die attestierte Arbeitsfähigkeit - zu überzeugen vermag. Die Gutachter gelangten zum Schluss, dass dem Versicherten sowohl die angestammte Tätigkeit als Service
monteur als auch adaptierte, körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeiten ohne starke Belastung des rechten Schultergelenks uneingeschränkt zumutbar seien (
Urk.
6/113/61).
5.2.2
Soweit ersichtlich stellt dies der Beschwerdeführer in Bezug auf den somatischen Gesundheits
zustand
nicht in Frage.
Die
schlüssige
Beurteilung der Gutachter ent
spricht in dieser Hinsicht denn auch derjenigen der behandelnden Ärzte.
Jene attestierten
aus
somnologischer
Sicht eine 100%ige Arbeitsfähigkeit (
Urk.
6/25/5,
6/100/8).
Dr.
E._
erachtete die Arbeitsfähigkeit aus neurologischer Sicht ebenfalls
nicht als
eingeschränkt (
Urk.
6/101/2).
Anhaltspunkte für eine
invalidi
sierende
Beeinträchtigung
körperlicher Art
lassen sich
darüber hinaus
auch den Berichten des
D._
nicht entnehmen (vgl.
Urk.
6/96, 6/100/7 und 6/100/12 f.).
Vor diesem Hintergrund besteht kein Anlass, d
ie
Einschätzung
der Gutachter in Zweifel zu ziehen.
5.2.3
Bezugnehmend auf seinen psychischen Gesundheitszustand macht der Beschwer
deführer allerdings geltend, dass auf die Teilexpertise von
Dr.
B._
nicht abge
stellt werden könne. Soweit er in diesem Zusammenhang die Dauer der Unter
suchung kritisiert, welche nur 40 Minuten in Anspruch genommen habe
(
Urk.
1)
, ist anzumerken, dass die Exploration gemäss
Angaben von
Dr.
B._
105 Minuten gedauert hat (
Urk.
6/113/29). Davon abgesehen ist gemäss bundes
gerichtlicher Praxis nicht die Dauer der jeweiligen Untersuchung massgebend, sondern in erster Linie vielmehr, ob die darauf basierenden ärztlichen Folgerun
gen inhaltlich vollständig und im Ergebnis schlüssig sind (Urteil des Bundesge
richts 8C_848/2012 vom 1
6.
April 2013 E. 3.2.2 mit Hinweisen).
Diese Anforde
rungen erfüllt das psychiatrische Teilgutachten. So
legte der Sachverständige
unter Berücksichtigung des von ihm erhobenen Psychostatus
und in eingehender Auseinandersetzung mit den vorangegangenen Berichten der behandelnden Ärzte
in nachvollziehbarer Weise dar,
weshalb nicht von einer eigentlichen depressiven Störung,
sondern von einer
Dysthymie
(ICD-10 F34.1)
und
anankastischen
Per
sönlichkeitszügen (ICD-10 Z73.1)
auszugehen sei
(vgl.
Urk.
6/113/
29 ff.)
.
A
uch die Einschätzung,
wonach
die Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht
nicht eingeschränkt sei (
Urk.
6/113/35 f.), vermag zu überzeugen.
So können sich grundsätzlich nur schwere psychische Störungen - worum es sich bei einer
Dys
thymie
für sich allein nicht handelt - invalidisierend auswirken. Im Einzelfall kann eine
dysthyme
Störung die Arbeitsfähigkeit zwar
erheblich beeinträchtig
en, wenn sie zusammen mit anderen Befunden wie etwa einer ernsthaften Persön
lichkeitsstörung auftritt (BGE 143 V 418 E. 5.2.2 und E. 8.1).
Die von
Dr.
B._
diagnostizierten akzentuierten Persönlichkeitszüge vermögen allerdings keinen
invalidisierenden
Gesundheitsschaden
und folglich keine erhebliche
Komor
-
bidität
zu begründen
.
Dasselbe gilt für die ebenfalls gestellte Z-Diag
nose
„
Probleme in Verbindung mit Berufstätigkeit und Arbeitslosigkeit
“
(ICD-10 Z56
; vgl. zum Ganzen
Urteil
e
des Bundesgerichts 8C_558/2015 vom 22. Dezember 2015 E. 4.2.4
und 9C_894/2015 vom 2
5.
April 2016 E. 5.1, jeweils
mit Hinweis auf 9C_537/2011 vom 28. Juni 2012 E. 3.1
)
.
Vor diesem Hintergrund erübrigt sich die Durchführung
eines
vom Bundesgericht grundsätzlich für sämtliche psychischen Leiden statuierten
indikato
rengeleiteten
Beweisverfahrens aus Gründen der Verhältnismässigkeit
(
vgl.
BGE 143 V 409
E. 4.5.3
und
143 V
418
E. 7.1
).
Ein solches erscheint
überdies
insbesondere
auch
mit Blick auf den vom Versicherten im Beschwerdeverfahren eingereichten Bericht von
Dr.
F._
vom 2
4.
Juli 2017 (
Urk.
3) entbehrlich
, da diesem kein Beweiswert beigemessen werden kann.
Der Beschwerdeführer befand sich letztmals im Januar 2015 bei
Dr.
F._
in ambulanter psychiatrischer Behandlung (vgl.
Urk. 3 S. 1, Urk.
6/87/1), weshalb
der Bericht auch keine
aktuell erhobenen
Befunde enthält, sondern sich im
Wesentlichen auf eine Wiederholung der Krankheitsgeschichte beschränkt
. Diese war den
Gutachtern bereits
hinläng
lich
bekannt
und
wurde
auch in die
medizinische Beurteilung einbezogen
.
5.2.4
Nach dem Gesagten
vermag
das Gutachten der A._
vom 1
6.
Februar 2017 (
Urk.
6/113) auch inhaltlich
- insbesondere in Bezug auf die attestierte Arbeitsfähigkeit -
zu überzeugen. Gestützt darauf
ging die Beschwerdegegnerin zu Recht davon aus, dass
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
kein invalidisie
render Gesundheitsschaden vorliegt.
Von weiteren medizinischen Abklärungen
sind
keine anderen
entscheidrelevanten
Erkenntnisse zu erwarten, weshalb davon abzusehen ist (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 124 V 90 E. 4b, 12
2 V 157 E. 1d, 136 I 229 E. 5.3).
Diesbezüglich bleibt darauf hinzuweisen, dass ein Admi
nistrativ- oder Gerichtsgutachten nicht stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen ist, wenn die behandelnden Arztpersonen res
pektive Therapiekräfte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen.
Vorbehal
ten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die anderslautenden Einschätzungen wichtige
–
und nicht rein subjektiver Interpre
tation entspringende
–
Aspekte benennen, die bei der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (Urteil
des Bundesgerichts
8C_677/2014 vom 2
9.
Oktober 2014 E. 7.2
mit Hinweisen, u.a. auf
SVR 2008 IV Nr
. 15 S. 43 E. 2.2.1 [I 514/06]
).
Wie soeben dargelegt (E. 5.2.3), lassen sich dem Bericht von
Dr.
F._
vom 2
4.
Juli 2017 gerade keine solche Gesichtspunkte entnehmen.
6.
Zusammenfassend hat die Beschwerdegegnerin den Rentenanspruch des
Ver
siche
rten berechtigterweise verneint. Die
angefochtene Verfügung vom
1
2.
Juli 2017 (
Urk.
2)
ist
dementsprechend
nicht zu beanstanden
und die dagegen erhobene Beschwerde
ist
abzuweisen.
7
.
Da die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen zu prüfen war, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfah
rensaufwand sowie unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
700.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Ver
fahrens sind sie dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen.