Decision ID: 0e76d1f9-9b46-4076-88e8-9c3a1daefe5b
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1957, meldete sich am 28. September 2009 un
ter Hinweis auf Kniebeschwerden bei der Invalidenversicherung zum
Leistungs
bezug
an (Urk. 6/2). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische und erwerbliche Situation ab und verneinte mit Verfügung vom 5. September 2011 einen Rentenanspruch (Urk. 6/47). Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte am 30. September 2011 Beschwerde (Urk. 6/
56/3-5), welche mit Urteil des hiesigen Gerichts vom 17. August 2012 abgewiesen
wurde (Prozess-Nr. IV.2011.01075, Urk. 6/71
/1-14
).
1.2
Am 15. Oktober 2012 meldete sich der Versicherte erneut zum Bezug von Leistun
gen der Invalidenversicherung an und machte eine Verschlechterung seines Gesundheitszustandes geltend (Urk. 6/73-74). Die IV-Stelle wies
nach erfolgter Abklärung
mit Verfügung vom 31. März 2014
(Urk. 6/121)
sein Ge
such ab und gewährte mit Mitteilung vom 18. Juli 2014 (Urk. 6/128) berufliche Massnahmen (Arbeitsvermittlung), welche am 9. Oktober 2014 abgeschlossen wurden (Urk. 6/141).
1.3
Am 25. März 2015 meldete sich der Versicherte bei der Invalidenversicherung erneut zum Leistungsbezug an (Urk. 6/144). Nach durchgeführtem
Vorbescheid
verfahren
(Urk. 6/150
, Urk.
6/151, Urk. 6/153, Urk. 6/156, Urk. 6/162) trat die IV-Stelle mit Verfügung vom 3. Dezember 2015 auf das Leistungsbegehren des Versicherten nicht ein (Urk. 6/163).
2.
Der Versicherte erhob am
28. Dezember 2015 Beschwerde gegen die Verfügung vom 3. Dezember 2015 (Urk. 6/163) und beantragte unter Auflage eines medizi
nischen Berichts (Urk. 3) sinngemäss, auf das Leistungsbegehren sei
aufgrund seines verschlechterten Gesundheitszustandes
einzutreten (Urk. 1).
Die IV-Stelle beantragte mit
Beschwerdeantwort vom 25. Januar 2016 (Urk. 5) die Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer mit
Gerichtsverfü
gung
vom 8. Februar 2016 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 7).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird nach
Art.
87
Abs.
3
der Verordnung über die Invalidenversicherung (
IVV
)
eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss
Abs.
2 die
ser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu ver
gewissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analo
ger Weise wie bei einem Revisionsfall nach
Art.
17
Abs.
1
des Bundesge
setzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (
ATSG
)
vorzu
gehen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu be
schliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b).
1.2
Nach Eingang einer Neuanmeldung ist die Verwaltung zunächst zur Prüfung verpflichtet, ob die Vorbringen der versicherten Person überhaupt glaubhaft sind; verneint sie dies, so erledigt sie das Gesuch ohne weitere Abklärungen durch Nichteintreten. Dabei wird sie unter anderem zu berücksichtigen haben, ob die frühere Verfügung nur kurze oder schon längere Zeit zurückliegt, und dementsprechend an die Glaubhaftmachung höhere oder weniger hohe Anfor
derungen stellen (ZAK 1966 S. 279, vgl. auch BGE 130 V 64 E. 5.2, 72 E. 2.2 mit Hinweisen). Insofern steht ihr ein gewisser Beurteilungsspielraum zu, den das Gericht grundsätzlich zu respektieren hat. Daher hat das Gericht die Be
handlung der
Eintretensfrage
durch die Verwaltung nur zu überprüfen, wenn das Eintreten streitig ist, das heisst wenn die Verwaltung gestützt auf
Art.
87
Abs.
3 IVV Nichteintreten beschlossen hat und die versicherte Person deswegen Beschwerde führt; hingegen unterbleibt eine richterliche Beurteilung der
Ein
tretensfrage
, wenn die Verwaltung auf die Neuanmeldung eingetreten ist (BGE 109 V 108 E. 2b).
1.3
Mit
Art.
87
Abs.
3 in Verbindung mit
Abs.
2 IVV soll verhindert werden, dass sich die Verwaltung nach vorangegangener rechtskräftiger
Leistungsverweige
rung
immer wieder mit gleich lautenden und nicht näher begründeten, das heisst keine Veränderung des Sachverhalts darlegenden Gesuchen befassen
muss (BGE 109 V 108 E. 2a, 264 E. 3). Hingegen kann diese
Eintretensvorschrift
nicht dahingehend ausgelegt werden, dass die glaubhaft zu machende Ände
rung gerade jenes Anspruchselement betreffen muss, welches die Verwaltung der früheren rechtskräftigen Leistungsabweisung zugrunde legte. Vielmehr muss es genügen, wenn die versicherte Person zumindest die Änderung eines Sach
verhalts aus dem gesamten für die Rentenberechtigung erheblichen
Tatsachen
spektrum
glaubwürdig dartut. Trifft dies zu, ist die Verwaltung verpflichtet, auf das neue Leistungsbegehren einzutreten und es in tatsächlicher (wie selbstver
ständlich auch in rechtlicher) Hinsicht allseitig zu prüfen (BGE 117 V 198 E. 3a und E. 4b; vgl. auch BGE 130 V 64 E. 5.2, 72 E. 2.2 mit Hinweisen).
1.4
Zur Frage des Bedeutungsgehalts des
Art.
87
Abs.
2 und 3 IVV hat das
Bun
-
desge
richt
in BGE 130 V 64 E. 5.2.5 festgehalten, dass die versicherte Per
son mit dem Revisionsgesuch oder der Neuanmeldung die massgebliche
Tatsa
chen
änderung
glaubhaft machen muss, ihr mithin ausnahmsweise eine
Be
weisfüh
rungslast
zukommt.
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete ihr Nichteintreten damit, der
Beschwer
-
defüh
rer
habe nicht glaubhaft dargelegt, dass sich die tatsächlichen Verhältnisse
seit der letzten Mitteilung vom 9. Oktober 2014 (Abschluss Ar
beitsvermittlung
, Urk. 6/141
) geändert hätten. Die anlässlich des
Vorbescheid
verfahrens
einge
reichten Unterlagen würden einen
seit dem Jahr 2012
gleich
bleibenden Ge
sundheitszustand belegen. Bei der Ausübung von
knie- und r
ü
cken
-
schonenden Arbeiten sei der Beschwerdeführer nicht eingeschränkt und folglich für eine an
gepasste Tätigkeit vollständig arbeitsfähig (Urk. 6/163 S. 2).
2.2
Demgegenüber stellte sich der Beschwerdeführer sinngemäss auf den Stand
punkt,
gestützt auf die medizinische Aktenlage sei
eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes und deren Erheblichkeit für den Versicherungsanspruch glaubhaft (
Urk. 1
).
2.3
Strittig und zu prüfen ist, ob
der Beschwerdeführer
glaubhaft gemacht hat, dass sich
sein
Gesundheitszustand seit de
n
Verfügung
en
vom 31. März 2014 (Urk. 6/121) beziehungsweise
vom
5. September 2011 (Urk. 6/47)
,
mit welche
n jeweils
ein Rentenanspruch verneint worden war, in einer für den Anspruch er
heb
lichen Weise verschlechtert hat
.
Unzutreffend ist
hingegen
die Ansicht der Beschwerdegegnerin, welche als zeitli
che Referenz den Abschluss der Arbeitsvermittlung (Mitteilung vom 9. Oktober 2014, Urk. 6/
141
)
angenommen hat, denn dabei wurde
n
die
Integra
tionsbemühungen
aufgrund fehlende
r Deutschkenntnisse
des Beschwerdeführers
eingestellt
,
dies jedoch
ohne
den mediz
inischen Sachverhalt abzuklären (Urk. 6/163).
3.
Vor dem Hintergrund, dass der Untersuchungsgrundsatz bei einer Neuanmel
dung keine Geltung und die versicherte Person die
massgebliche
Tatsachenän
derung
mit der
Neuanmeldung
glaubhaft zu machen hat (vgl. vorstehend E. 1.4), sind die streitentscheidenden Fragen gestützt auf die Aktenlage, wie sie sich der Beschwerdegegnerin am 3. Dezember 2015 präsentierte, zu beantwor
ten, zumal das Verwaltungsverfahren den Erfordernissen betreffend
Fristanset
zung
und Androhung der Säumnisfolgen genügte. So wurde
dem Beschwerde
führer mehrfach
die Gelegenheit gegeben, noch ausstehende Arztberichte ein
zureichen und die Säumnisfolgen waren bekannt (vgl. Schreiben der
Beschwer
degegnerin
vom 1. April 2015, Urk. 6/145
; Schreiben vom 6. Juli 2015, Urk. 6/155; Schreiben vom 14. August 2015, Urk. 6/157; Schreiben vom 20. August 2015, Urk. 6/159
).
Der beschwerdeweise aufgelegte Bericht von Dr.
med.
Y._
, Facharzt für Allgemeine Medizin,
vom 28. Dezember 2015 (Urk. 3) ist daher für die Be
urteilung der
Eintretensfrage
nicht zu beachten.
4
.
4
.1
Im Urteil
des hiesigen Gerichts vom
17. August 2012
(Urk. 6/71/1-14) wurde der Gesundheitszustand und die
Arbeits
(
un
)
fähigkeit
des Beschwerdeführers gestützt auf die am 7. und 8. Februar 2011 am
Z._
durch
geführte Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit
(EFL, Urk. 6/29) ge
würdigt (E. 4.4). Die Ärzte des
Z._
nannten folgende Diagnosen mit Auswir
kung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 8 E. 3.5; Urk. 6/29 S. 2):
medialbetonte
Gonarthrose rechts
Status nach medialer aufklappender
Valgisations
- und
Korrek
-
turosteo
tomie
Knie rechts mit Beckenkammspongiosa aufge
füllt am 30. November 2009
Status nach proximaler
Tibiafraktur
in der Kindheit
aktuell: starke
medialbetonte
femorotibiale
Arthrose mit beginnender Geröllzystenbildung im medialen
Femurkondylus
und medialen
Tibiaplateau
, medial betonte
Teropatellararthrose
, starke
myoxide
De
generation der Pars
intermedia
und des
Hinterhorns
des Meniskus
medialis
akutes
lumbovertebrales
Schmerzsyndrom rechts
leichte rechts-/linkskonvexe Skoliose
lumbosakrale
Übergangsvariante
Nearthros
(Gelenksbildung an fal
scher Stelle) beidseits
Das Gericht kam zum Schluss, dass gestützt auf die
EFL
und die Stellungnahme von Dr. med.
A._
, Facharzt Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), welcher in seiner Stellung
nahme vom 15. März 2011 (Urk. 6/31 S. 6) betreffend zeitliche
Arbeitsunfähig
keitsschätzung
auf den Bericht der Ärzte der
B._
vom 15. Oktober 2010 (Urk. 6/21) abstellte, eine ab Oktober 2010 geltende Arbeitsfä
higkeit für leichte Tätigkeiten bei voller Präsenz bestehe (S. 12 E. 4.6).
4
.2
Im Rahmen des vom Beschwerdeführer am 15. Oktober 2012
eingerei
chten
Ver
schle
chterungsgesuchs
(Urk. 6/73-74) wurde
nebst dem Verlaufsbericht der Kniesprechstunde vom 8. November 2012 an der
B._
,
in welchem die
Ärzte
über
die
vom Beschwerdeführer geschilderten diffusen beid
seitigen Kniebeschwerden berichteten (Bericht vom 15. November 2012, Urk. 6/82)
,
eine erneute EFL
durchgeführt.
Die Ärzte d
er
C._
berichteten am 25. Juli 2013 über die Resul
tate der am 1
1.
und 12. Juli 2013 durchgeführten EFL
(Urk. 6/101) und nannten folgende Diagnosen (S. 1 f.):
ausgeprägte mediale Gonarthrose rechts bei
Femurkondylennekrose
me
dial in
Varus
recurvatum
deformierten
Tibiakopf
bei Status nach proxi
maler
Tibiafraktur
in der Kindheit
beginnende mediale Gonarthrose links bei
Varusachse
lumbovertebrales
Schmerzsyndrom bei
degenerativen
Veränderungen der Lendenwirbelsäule (LWS)
Unfall vom 1. Oktober 2000: Treppensturz (Distorsion oberes Sprungge
lenk)
Präadipositas
, bauchbetont
Asthma bronchiale (eigenanamnestisch)
arterielle Hypertone (medikamentös eingestellt)
In ihrer Beurteilung führten die Ärzte aus, im Februar 2011 sei
im
Z._
eine EFL durchgeführt worden, wobei der Beschwerdeführer mit Gewichten bis zu 20 kg hantiert habe. Aufgrund der prognostischen Überlegungen sei die längerfris
tig zumutbare Belastbarkeit gegenüber den Testergebnissen reduziert und eine ganztägige leichte, vorwiegend sitzende Tätigkeit mit Bewegungsfreiheit für das rechte Knie zugemutet worden. In der Zwischenzeit sei vom Beschwerdeführer eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes geltend gemacht worden, ins
besondere gestützt auf die Beschwerden im Bereich des linken Kniegelenkes und der LWS.
Bei der aktuellen Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit habe der Be
schwerdeführer eine deutlich schlechtere Leistungsbereitschaft gezeigt. Es sei eine erhebliche Symptomausweitung beobachtet worden. Die zwischenzeitlich neu diagnostizierte, beginnende Gonarthrose links und die LWS-Beschwerden würden im Vergleich zur EFL vom Februar 2011 keine weitergehenden Ein
schränkungen der Arbeitsschwere b
egründen. Infolge erheblicher
Sy
mptomaus
weitung
, Selbstlimitierung und Inkonsistenz seien die Resultate der physischen Leistungstests für die Beurteilung der zumutbaren Belastbarkeit nicht verwert
bar. Es sei davon auszugehen, dass bei gutem
Effort
eine bessere Leistung er
bracht werden könnte, als
vom Beschwerdeführer
bei den Leistungstests gezeigt worden sei. Die Tätigkeit als Koch (angestammte Tätigkeit) sei nicht mehr zu
mutbar, hingegen bestehe eine vollständige Arbeitsfähigkeit für sehr leichte – vorwiegend sitzende – Arbeit, wobei in Ausnahmefällen mit Gewichten bis
15 kg hantiert werden könn
e
(S. 4).
5
.
5
.1
Im Rahmen der Neuanmeldung vom 25. März 2015 (Urk. 6/144) reichte der Be
schwerdeführer die folgenden medizinischen Berichte ein:
5
.2
Dr. med.
Y._
, Facharzt für Allgemeine Medizin, bestätigte in sei
nem Schreiben vom 18. April 2015 (Urk. 6/147) zuhanden der
Beschwerdegeg
nerin
, dass sich die medizinischen Verhältnisse seit der letzten Verfügung ver
ändert hätten. Zur bekannten Gonarthrose rechts habe sich beim Beschwerde
führer wegen Überbelastung eine erhebliche, schmerzhafte Gonarthrose links mit Ruhe- und Belastungsschmerzen entwickelt. Wegen der Fehlbelastung seien auch vermehrt Schmerzen in der unteren LWS aufgetreten bei einem chroni
schen
Lumbovertebralsyndrom
. Darüber hinaus leide der Beschwerdeführer zu
dem wegen der chronischen Schmerzen und
dem
Arbeitsplatzverlust mit Exis
tenzängsten an einer reaktiven depressiven Verstimmung mit Schl
af- und
Kon
zentrationsstörungen
.
Aus diesem Grund sei das Rentenbegehren des Beschwer
deführers neu zu beurteilen (S. 1).
5
.3
Am 17. Juni 2015 wurde in der
B._
, Zentrum für Paraple
gie, eine neurologische und neurophysiologische Untersuchung durchgeführt, über welche gleichentags berichtet wurde (Urk. 6/156/6-8). Die Ärzte nannten folgende Diagnosen (S. 1):
Gonarthrose linksseitig medial betont
medial betonte Gonarthrose rechts
Lumboischialgie
rechts seit zirka drei Jahren
Anamnestisch habe der Beschwerdeführer von seit Jahren bestehenden Knie- und Rückenschmerzen berichtet. Die belastungsabhängigen rechtsbetonten Rü
ckenschmerzen hätten im Verlauf der letzten drei Jahre zugenommen und wür
den in beide Beine ausstrahlen, zumeist aber in das rechte Bein.
Der Beschwer
deführer könne gemäss eigenen Angaben
zirka 100 m weit gehen, bis die Schmerzen ihn in zu einer Pause
zwängen
(S. 1).
Neurophysiologisch hätten sich in den im Vergleich zur Voruntersuchung (vgl. vorstehend E
. 4
.2) von vor zwei Jahren unverändert normale
Tibialis
-SEP (sensibel evozierte Potentiale) und in der
Myographie
des
Musculus
tibialis
anterior
und
gastrocnemius
erge
ben
. Es bestünden auch keine Hinweise auf Wurzelaffektion im Sinne einer
Ra
dikulpathie
L4-S1 rechts. Die klinisch
leichtgradige
Schwäche der Fussheber und –
senker
rechts würden sie daher am ehesten als schmerzbedingt werten. Ein konservatives Vorgehen mit Physiotherapie und symptomatischer
Schmerzbe
handlung
sei angezeigt (S. 2).
5
.4
Die Ärzte der
B._
,
Abteilung Kniechirurgie
, nannten i
n ihrem Bericht vom 18. Juni 2015 (Urk. 6/156/9-10) als Diagnose
n
eine Lumbago und
radikuläre
Ausstrahlung bei bekannten degenerativen Veränderungen der LWS mit
Spondylolisthesis
L4/L5, Knieschmerzen beidseits bei medial betonter Gonarthrose beidseits und
einen
Status nach proximaler
Tibiafraktur
in der Kindheit, unklare Hautveränderungen
prätibial
r
echts sowie einen
Nikotinabu
sus
(S. 1).
5
.5
Am 20. Juli 2015
(Urk. 6/156/4-5)
führten die Ärzte der
B._
, Abteilung für Wirbelsäulenchirurgie, bei bekannte
r Diagnose (vgl. vorstehend E. 5
.4) aus, die letzte Infiltration im Bereich der Facettengelenke
Len
denwirbelkörper
(LWK) 4/5 habe dem Beschwerdeführer für 1.5 Jahre eine
Be
schwerdelinderung
gebracht
. Deshalb sei er für einen neuen Termin angemel
det worden
(S. 2).
In Ergänzung
zu ihrem Bericht
vom 20. Juli 2015 hielten die Ärzte am 29. Oktober 2015 (Urk. 6/162/2-3) fest, der
Beschwerdeführer habe berichtet
, dass das Infiltrationsergebnis nachgelassen und er erneut dieselben Schmerzen wie vor der Intervention
habe
. Es sei eine Indikation für eine
Spondylodese
L4/5 besprochen worden.
6
.
6
.1
Die
mit Urteil des hiesigen Gerichts vom 17. August 2012 bestätigte
leistungsver
weigernde
Verfügung vom
5. September 2011 erging im Wesentli
chen gestüt
zt auf
die
i
m
Z._
durchgeführte EFL
(vgl. vorstehend E.
4
.1). Darin
wurde
n
als Diagnose
n
eine
medialbetonte
Gonarthrose rechts sowie ein
lum
bovertebrales
Schmerzsyndrom rechts genannt. Im Rahmen des vom Beschwer
deführer
eingereichten
(und schliesslich abgewiesenen)
Verschlechterungsge
suchs
vom 15. Oktober 2012
wurde eine erneute EFL veranlasst
,
worauf
die Di
agnose
n
um eine beginnende mediale Gonarthrose links ergänzt
wurden
. Dabei wurde
festgehalten, dass die neu diagnostizierten Gonarthrose links und die LWS-Beschwerden im Vergleich zur vorherigen EFL keine weiterg
e
henden Ein
schränkungen der Arbeitsschwere begründen
würden, die demonstrative
Dar
bietung von Einschränkungen und Beschwerden des Beschwerdeführers anläss
lich der EFL
nicht verwertbar seien und für eine angepasste Tätigkeit nach wie vor eine vollständige Arbeitsfähigkeit
bestünde
(vgl. vorstehend E. 4
.2).
6.2
Den neu eingereichten medizinischen Berichten
der
B._
(vgl. vorstehend E. 5
.3-5)
sind keine wesentlichen neuen Diagnosen und Be
funde mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zu entnehmen. Ebenso wenig lässt sich aus den Berichten ableiten, dass die bereits bekannten Diagnosen nun we
sentlich grössere Einschränkungen zur Folge hätten als seinerzeit.
So verneinten die
Ärzte eine neurophysiologische
Veränderung gegenüber ihrer Voruntersu
chung vom Oktober 2012 und konnten auch keine Hinweise auf eine
Wurzelaf
fektion
im Sinne einer
Radikulpathie
erheben (vgl. vorstehend E. 5.3).
Damit
attestierten
die behandelnden Ärzte
weder
eine Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers beziehungsweise
quantifizierten seine
gesundheitlichen Einschränkungen, noch hielten sie explizit eine Verschlechterung des Gesund
heitszustandes fest.
6.
3
Ebenso wenig vermag der Bericht von Dr.
Y._
vom 18. April 2015 (vgl.
vorstehend E. 5
.2) trotz
anderslautender
Darstellung eine Veränderung des Ge
sundheitszustandes darzulegen, da keine Angaben zur Arbeitsfähigkeit des Be
schwerdeführers gemacht und die genannten Diagnosen
bereits im Bericht der
C._
vom 25. Juli 2013
(vgl. vorstehend E. 4
.2) erwähnt und so
mit berücksichtigt wurde
n
.
Soweit der Hausarzt wegen den chronischen Schmerzen und dem Arbeitsplatzverlust mit Existenzängsten auf eine reaktive depressive Stimmung
des Beschwerdeführers
schloss, ist ihm entgegenzuhalten, dass er
als Fac
harzt für Allgemeinmedizin damit eine fachfremde Diagnose nannte
und
zudem
auf psychosoziale Belastungen Bezug nahm
, mithin a
uf IV-fremde Faktoren abstellte, weshalb darauf nicht abgestellt werden kann.
Aus
serdem lassen die vorangegangenen medizinischen Berichte keine Hinweise auf eine psychiatrische Erkrankung
des Beschwerdeführers
erkennen.
6
.4
Zusammenfassend ergibt sich, dass betreffend Arbeitsfähigkeit keine
an
-
spruchser
heblichen
Änderungen glaubhaft gemacht wurden. Die angefoch
tene
Nichteintretensverfügung
vom 3. Dezember 2015
erweist sich somit
im Er
gebnis
als rechtens. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.
7
.
Gestützt auf Art. 69 Abs. 1
bis
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (
IVG
)
ist das Beschwerdeverfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert unter Berücksichtigung des gesetzlichen Rahmens (Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.--) auf Fr. 600.-- festzusetzen und dem unterliegenden Beschwerde
führer aufzuerlegen.