Decision ID: 0c5dcc03-5f98-4310-a52e-9df94c827962
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_VG
Chamber: ZH_VG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: public_law

hat sich ergeben:
I.
A ist Eigentümer der in der Landwirtschaftszone gelegenen Grundstücke Kat.-Nrn. 01 und 02 in C. Südöstlich des denkmalgeschützten Wohnhauses Vers.-Nr. 03 plant er die Erstellung eines freistehenden Garagengebäudes mit einem Sitzplatz. Das Garagengebäude soll einen heute bestehenden Holzschopf ersetzen.
Die Baukommission der Stadt C verweigerte A am 17. Januar 2013 die baurechtliche Bewilligung für dieses Bauvorhaben. Gleichzeitig eröffnet wurde ihm die Verfügung der Baudirektion des Kantons Zürich vom 11. Dezember 2012, welche die raumplanungsrechtliche Bewilligung ebenfalls verweigerte.
II.
Dagegen rekurrierte A am 25. Februar 2013 beim Baurekursgericht und beantragte die Aufhebung der angefochtenen Entscheide sowie die Erteilung der beantragten Bewilligung. Das Baurekursgericht hiess den Rekurs am 21. Januar 2014 teilweise gut und hob die angefochtenen Entscheide insoweit auf, als sie den Standort des geplanten Garagengebäudes betreffen. A wurde eingeladen, den Bewilligungsbehörden ein in Bezug auf die Nahumgebung des Wohnhauses und die zusätzliche Nutzungsfläche den Erwägungen des Beschlusses angepasstes Projekt zur Bewilligung einzureichen. Im Übrigen, insbesondere in Bezug auf den Sitzplatz, wies das Baurekursgericht den Rekurs ab.
III.
Gegen diesen Entscheid erhob der Kanton Zürich, vertreten durch die Baudirektion, am 24. Februar 2014 Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem Antrag, der angefochtene Entscheid sei insoweit aufzuheben, als damit die Verfügung der Baudirektion vom 11. Dezember 2012 sowie der Beschluss der Baukommission der Stadt C vom 17. Januar 2013 aufgehoben wurden, und es sei die vollumfängliche Verweigerung des Bauprojekts zu bestätigen; alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen für das Rekurs- und das Beschwerdeverfahren zulasten von A.
Das Baurekursgericht beantragte mit Eingabe vom 12. März 2014 ohne weitere Bemerkungen die Abweisung der Beschwerde. A reichte am 2. Mai 2014 eine Beschwerdeantwort ein. In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte er die Durchführung eines Augenscheins. Die Baukommission der Stadt C reichte innert Frist keine Vernehmlassung ein, sondern ersuchte mit allerdings verspäteter Eingabe vom 20. Mai 2014 um eine Fristerstreckung, welche ihr nicht gewährt wurde.
Die Kammer

erwägt:
1.
1.1
Das Verwaltungsgericht ist nach § 41 Abs. 1 in Verbindung mit § 19 Abs. 1 lit. a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) für die Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig.
1.2
Beschwerdeführer ist der Kanton Zürich, in dessen Namen die Beschwerde erhoben wurde. In der Regel kommt die prozessuale Vertretung des Kantons dem Regierungsrat als oberste Exekutivbehörde zu, die den Kanton nach aussen vertritt (Art. 71 Abs. 1 lit. c der Verfassung des Kantons Zürich vom 27. Februar 2005 [KV]). Die Baudirektion ist jedoch gestützt auf § 47 der Finanzcontrollingverordnung vom 5. März 2008 sowie § 58 Abs. 1 in Verbindung mit dem Anhang 1 lit. G der Verordnung über die Organisation des Regierungsrates und der kantonalen Verwaltung vom 18. Juli 2007 zur Prozessführung für den Kanton berechtigt (vgl. dazu
BGE 136 V 351
E. 2.4).
1.3
Der Kanton beruft sich auf eine besondere Beschwerdebefugnis nach Art. 34 Abs. 2 lit. c des Bundesgesetzes über die Raumplanung vom 22. Juni 1979 (RPG). Danach sind Kantone und Gemeinden zur Beschwerde an das Bundesgericht berechtigt gegen Entscheide letzter kantonaler Instanzen über Bewilligungen im Sinn der Artikel 24–24d und 37a RPG. Wer zur Beschwerde an das Bundesgericht berechtigt ist, muss sich am Verfahren vor allen kantonalen Vorinstanzen als Partei beteiligen können (Art. 111 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht sowie Art. 33 Abs. 3 RPG). Damit besteht vorliegend eine grundsätzliche Beschwerdelegitimation des Kantons.
Zu prüfen ist, ob der Kanton im konkreten Fall zur Beschwerde gegen den teilweisen Gutheissungsentscheid des Baurekursgerichts berechtigt ist.
Das Baurekursgericht hob in Dispositiv-Ziff. I die Verfügung der Baudirektion Kanton Zürich vom 11. Dezember 2012 und den Beschluss der Baukommission C vom 17. Januar nur insoweit auf, als sie den Standort des geplanten Garagengebäudes betreffen. Es hielt in den Erwägungen fest, die Baudirektion habe die raumplanungsrechtliche Bewilligung aufgrund des geplanten Standortes für das Garagengebäude verweigert, ohne auf den Einzelfall einzugehen. Die vorzunehmende Interessenabwägung ergebe, dass mit einem Garagenbau am beantragten Standort neben den privaten Interessen des Bauherrn an einer zeitgemässen Anpassung der Wohnsituation den Interessen des Denkmalsschutzes in diesem Fall mehr gedient würde als mit der Einhaltung der grundsätzlich nicht zu beanstandenden Praxis der Baudirektion bezüglich des einzuhaltenden Nahbereichs von 7-m-Radius. Die Vorinstanz hielt auch fest, dass es unumstritten sei, dass das Erweiterungspotenzial mit dem 130 m
2
Bruttonutzfläche aufweisenden Projekt überschritten werde und einer Anpassung bedürfe. Daher lud sie den Rekurrenten ein, den Behörden ein angepasstes Projekt zur Bewilligung einzureichen.