Decision ID: 441005bd-3964-4201-9bac-86b724cc7077
Year: 2022
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A.
Der Beschwerdeführer suchte am 9. Juli 2022 in der Schweiz um Asyl
nach.
B.
Ein Abgleich mit der Eurodac-Datenbank ergab, dass der Beschwerdefüh-
rer am 19. Mai 2022 in Bulgarien um Asyl nachgesucht hatte.
C.
C.a Am 14. Juli 2022 bevollmächtigte der Beschwerdeführer die ihm zuge-
wiesene Rechtsvertretung.
C.b Gleichentags wurde der Beschwerdeführer zu seinen Personalien (PA)
befragt.
D.
Am 22. Juli 2022 ersuchte die Vorinstanz die bulgarischen Behörden um
Wiederaufnahme des Beschwerdeführers gestützt auf Art. 18 Abs. 1 Bst. b
der der Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments und
des Rates vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfahren
zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines von einem
Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat gestellten
Antrags auf internationalen Schutz zuständig ist (nachfolgend: Dublin-III-
VO).
E.
Am 29. Juli 2022 fand das persönliche Gespräch gemäss Art. 5 Dublin-III-
VO statt.
Dabei führte der Beschwerdeführer aus, er habe in Bulgarien nur die Fin-
gerabdrücke abgegeben und auf Frage verneint, ein Asylgesuch stellen zu
wollen. Die Umstände in Bulgarien seien sehr schlecht. Zuerst sei er einen
Monat in einer geschlossenen Einrichtung gewesen und dann in ein Camp
verlegt worden. Dort habe er ein Schreiben erhalten, wonach er sich nach
Sofia begeben müsse. Nachdem er dort nicht akzeptiert worden sei und
sich dort Tage in Parks aufgehalten habe, habe er seine Reise fortgesetzt.
Im Rahmen des rechtlichen Gehörs zur mutmasslichen Zuständigkeit Bul-
gariens zur Durchführung des Asyl- und Wegweisungsverfahrens gab der
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Beschwerdeführer an, er wolle nicht nach Bulgarien zurückkehren. Er sei
dort von der Polizei verprügelt worden, als er nach einer Scheibe Brot ge-
fragt habe. Deshalb müsse er nun operiert werden. Vor seiner Weiterreise
sei er obdachlos gewesen und von der Polizei immer wieder von seinen
Aufenthaltsorten weggeschickt worden.
Zum medizinischen Sachverhalt gab er an, er sei vor rund zehn Jahren
operiert worden, wobei er nicht mehr wisse weshalb. Die gesundheitlichen
Probleme würden nach wie vor bestehen beziehungsweise seien sie noch
stärker geworden und er müsse gemäss dem behandelnden Arzt nochmals
operiert werden. Ferner habe er psychische Probleme und Gedächtnislü-
cken. Bereits in Afghanistan sei er wegen Hirnproblemen medikamentös
behandelt worden.
F.
Am 29. Juli 2022 gab der Beschwerdeführer ein Formular Zuweisung zur
medizinischen Abklärung (F2) vom 19. Juli 2022 sowie einen ärztlichen
Kurzbericht vom 28. Juli 2022 zu den Akten.
G.
Am 4. August 2022 stimmten die bulgarischen Behörden dem Ersuchen
der Vorinstanz um Übernahme des Beschwerdeführers gestützt auf Art. 18
Abs. 1 Bst. c Dublin-III-VO zu.
H.
Am 15. August 2022 wurde der Beschwerdeführer gemäss einem Bericht
des Universitätsspitals B._ vom gleichen Tag operiert (erneuter
[...]).
I.
Mit Verfügung vom 12. September 2022 – eröffnet am folgenden Tag – trat
die Vorinstanz auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht ein und
verfügte die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug der Wegwei-
sung nach Bulgarien. Den zuständigen Kanton beauftragte sie mit dem
Vollzug der Wegweisung. Sie händigte dem Beschwerdeführer die editi-
onspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis aus und stellte fest, einer
allfälligen Beschwerde gegen den Entscheid komme keine aufschiebende
Wirkung zu.
J.
Mit Eingabe vom 20. September 2022 erhob der Beschwerdeführer beim
Bundesverwaltungsgericht Beschwerde. Er beantragt, die angefochtene
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Verfügung sei aufzuheben und die Vorinstanz sei anzuweisen, auf das
Asylgesuch einzutreten und ein materielles Verfahren durchzuführen.
Eventualiter sei die Verfügung zur rechtsgenüglichen Sachverhaltsabklä-
rung und Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Subeventua-
liter sei die Vorinstanz anzuweisen, bei den bulgarischen Behörden indivi-
duelle Garantien für eine adäquate Unterbringung und medizinische Be-
handlung einzuholen. In prozessualer Hinsicht beantragte er, es sei im
Sinne einer vorsorglichen Massnahme der vorliegenden Beschwerde die
aufschiebende Wirkung zu erteilen und die Vollzugsbehörden sei unver-
züglich anzuweisen, von einer Überstellung nach Bulgarien abzusehen, bis
über die Erteilung der aufschiebenden Wirkung entschieden sei. Sodann
sei ihm die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren und auf die Erhe-
bung eines Kostenvorschusses zu verzichten.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Gemäss Art. 105 AsylG in Verbindung mit Art. 31 VGG ist das Bundes-
verwaltungsgericht zur Beurteilung von Beschwerden auf dem Gebiet des
Asyls zuständig und entscheidet in der Regel – wie auch vorliegend – end-
gültig (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG).
1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG,
soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG).
1.3 Der Beschwerdeführer ist zur Beschwerdeführung legitimiert (Art. 48
Abs. 1 VwVG). Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist
daher einzutreten (Art. 108 Abs. 3 AsylG; Art. 52 Abs. 1 VwVG).
2.
Die Beschwerde erweist sich – wie im Folgenden zu zeigen ist – als offen-
sichtlich unbegründet, weshalb sie im Verfahren einzelrichterlicher Zustän-
digkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise einer
zweiten Richterin (Art. 111 Bst. e AsylG), ohne Durchführung eines Schrif-
tenwechsels und mit summarischer Begründung zu behandeln ist
(Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG).
3.
3.1 Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich
Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige oder
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unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt
werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
3.2 Bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das
SEM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu überprüfen
(Art. 31a Abs. 1–3 AsylG), ist die Beurteilungskompetenz der Beschwerde-
instanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt, ob die Vorinstanz zu Recht
auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2017 VI/5 E. 3.1;
2012/4 E. 2.2, je m.w.H.).
4.
4.1 Auf Asylgesuche wird in der Regel nicht eingetreten, wenn Asylsu-
chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des
Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a
Abs. 1 Bst. b AsylG). In diesem Fall verfügt das SEM in der Regel die Weg-
weisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an (Art. 44 AsylG).
4.2 Gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO wird jeder Asylantrag von einem
einzigen Mitgliedstaat geprüft, der nach den Kriterien des Kapitels III
(Art. 8–15 Dublin-III-VO) als zuständiger Staat bestimmt wird (vgl. auch
Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO). Das Verfahren zur Bestimmung des zustän-
digen Mitgliedstaates wird eingeleitet, sobald in einem Mitgliedstaat
erstmals ein Asylantrag gestellt wird (Art. 20 Abs. 1 Dublin-III-VO). Im
Rahmen des Wiederaufnahmeverfahrens (Art. 23–25 Dublin-III-VO) findet
grundsätzlich keine (neue) Zuständigkeitsprüfung nach Kapitel III Dublin-
III-VO mehr statt (vgl. zum Ganzen: BVGE 2017 VI/5 E. 6.2 und 8.2.1).
4.3 Die bulgarischen Behörden haben dem Übernahmeersuchen der Vor-
instanz zugestimmt, womit die Zuständigkeit Bulgariens gegeben ist.
5.
5.1 Erweist es sich als unmöglich, einen Antragsteller an den zunächst als
zuständig bestimmten Mitgliedstaat zu überstellen, da es wesentliche
Gründe für die Annahme gibt, dass das Asylverfahren und die Aufnahme-
bedingungen für Antragsteller in diesem Mitgliedstaat systemische
Schwachstellen aufweisen, die eine Gefahr einer unmenschlichen oder
entwürdigenden Behandlung im Sinne des Artikels 4 der EU-Grund-
rechtecharta mit sich bringen, so setzt der die Zuständigkeit prüfende Mit-
gliedstaat die Prüfung der in Kapitel III vorgesehenen Kriterien fort, um fest-
zustellen, ob ein anderer Mitgliedstaat als zuständig bestimmt werden kann
(Art. 3 Abs. 2 Dublin-III-VO).
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5.2 Bulgarien ist Signatarstaat der EMRK, des Übereinkommens vom
10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche
oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und des Ab-
kommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK,
SR 0.142.30) sowie des Zusatzprotokolls der FK vom 31. Januar 1967
(SR 0.142.301). Ferner ist Bulgarien an die Richtlinien des Europäischen
Parlaments und des Rates 2013/32/EU vom 26. Juni 2013 zu gemeinsa-
men Verfahren für die Zuerkennung und Aberkennung des internationalen
Schutzes (sog. Verfahrensrichtlinie, ABl. L 180/96 vom 29. Juni 2013) so-
wie 2013/33/EU vom 26. Juni 2013 zur Festlegung von Normen für die Auf-
nahme von Personen, die internationalen Schutz beantragen (sog. Aufnah-
merichtlinie, ABl. L 180/96 vom 29. Juni 2013) gebunden. Es kann davon
ausgegangen werden, dass Bulgarien seinen diesbezüglichen völker- und
gemeinschaftsrechtlichen Verpflichtungen nachkommt (vgl. auch nachfol-
gend).
5.3 Das Bundesverwaltungsgericht hat sich im Referenzurteil F-7195/2018
vom 11. Februar 2020 ausführlich mit dem bulgarischen Asylsystem und
der Situation asylsuchender Personen in diesem Dublin-Mitgliedstaat aus-
einandergesetzt. Es hat festgehalten, dass das dortige Asylverfahren so-
wie die Aufnahmebedingungen zwar gewisse Mängel aufweisen würden,
diese aber nicht systemischer Natur seien, weshalb von Überstellungen
nach Bulgarien grundsätzlich nicht abzusehen sei. Korrekte Asylverfahren
seien in Bulgarien nicht systembedingt unmöglich. Die Bedingungen in den
Aufnahme- und Haftzentren seien zwar prekär, könnten aber nicht als un-
menschlich oder entwürdigend qualifiziert werden (E. 6.6.1 und E. 6.6.7).
Trotz der Belastung Bulgariens durch ukrainische Kriegsflüchtlinge geht
das Bundesverwaltungsgericht auch derzeit praxisgemäss nicht von sys-
temischen Mängeln im bulgarischen Asylverfahren aus (vgl. etwa Urteile
des BVGer F-2956/2022 vom 14. Juli 2022 E. 6.3; D-2725/2022 vom 1. Juli
2022 E. 9.2; E-2756/2022 vom 29. Juni 2022 E. 5.5; D-1123/2022 vom
27. Juni 2022 E. 5.7.1; je m.H.).
5.4 Für eine Übernahme der Zuständigkeit Bulgariens gestützt auf Art. 3
Abs. 2 Dublin-III-VO besteht daher kein Anlass.
5.5
5.5.1 Der Beschwerdeführer macht in der Rechtsmitteleingabe im Wesent-
lich geltend, er habe in Bulgarien Behördengewalt und Obdachlosigkeit er-
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leiden müssen sowie unmenschliche Unterbringungsverhältnisse angetrof-
fen. Ferner sei sein gesundheitlicher Zustand im Verfahren der Vorinstanz
ungenügend abgeklärt worden.
Bezüglich der geltend gemachten Behördengewalt, der erlittenen Obdach-
losigkeit sowie der Zustände in den (teilweise gefängnisähnlichen) Unter-
bringungseinrichtungen ist festzuhalten, dass die Schilderungen des recht-
lich vertretenen Beschwerdeführers auf Beschwerdeebene relativ knapp
und oberflächlich bleiben. Sodann wäre selbst bei entsprechender Wahr-
unterstellung nicht davon auszugehen, der Beschwerdeführer sei aufgrund
eines einzelnen Zwischenfalles in Bulgarien per se der Gefahr von gewalt-
tätigen Übergriffen ausgesetzt, wobei er sich bei erlebter Gewalt an die dort
zuständigen Justizbehörden wenden kann, was er bisher offensichtlich
nicht getan hat. Ferner ist festzustellen, dass er erklärte, in Bulgarien gar
kein Asylgesuch gestellt zu haben, womit er dort auch kein Bleiberecht ge-
habt beziehungsweise sich dort illegal aufgehalten haben und insbeson-
dere nicht den dortigen Asylstrukturen zugeführt worden sein dürfte. Den
diesbezüglichen Vorbringen ist im Ergebnis nichts zu entnehmen, was ge-
gen eine Überstellung nach Bulgarien – dessen Behörden sich explizit für
die Prüfung eines allfälligen Asylgesuchs bereit erklärt haben – sprechen
könnte.
5.5.2 Der Vorwurf, die Vorinstanz habe seine gesundheitliche Situation
nicht sorgfältig abgeklärt, geht bereits deshalb fehl, weil sich der Beschwer-
deführer diesbezüglich auf Umstände stützt, welche sich nach dem Ent-
scheid der Vorinstanz zugetragen haben. Dem aktuellsten Arztbericht von
Dr. med. (...), vom 16. September 2022 kann sodann nicht entnommen
werden, der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers habe sich seit
der Operation im August 2022 verschlechtert. Ferner ist aufgrund des letz-
ten Berichtes nicht ersichtlich, dass weitere medizinische Massnahme drin-
gend erforderlich oder überhaupt geplant wären. Dem Arztbericht können
keine spezifischen Angaben entnommen werden, welche gegen eine Über-
stellung sprechen würden und solches wird vom Beschwerdeführer in der
Rechtsmitteleingabe auch nicht konkret dargelegt. Insbesondere geben die
geltend gemachten anhaltenden Schmerzen im Unterleib, deren Ausmass
sich nicht verlässlich aus den medizinischen Akten ergibt, für sich alleine
keinen begründeten Anlass, von einer Überstellung abzusehen. Im Zusam-
menhang mit den geltend gemachten psychischen Problemen ist festzu-
stellen, dass der Beschwerdeführer im Rahmen seiner Mitwirkungspflicht
(Art. 8 AsylG) weder im erstinstanzlichen Verfahren noch auf Beschwerde-
ebene entsprechende Arztberichte eingereicht hat, welche deren Bestand
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und deren Ausmass darlegen könnten. Im Übrigen hat der Beschwerdefüh-
rer als Asylsuchender in Bulgarien Anspruch auf Zugang zum dortigen Ge-
sundheitssystem (vgl. bereits den Hinweis in der angefochtenen Verfügung
auf die entsprechenden unionsrechtlichen Verpflichtungen Bulgariens). Bei
dieser Ausgangslage ist, entgegen der Auffassung des Beschwerdefüh-
rers, nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz anlässlich des Ersuchens
an die bulgarischen Behörden um Wiederaufnahme nicht – auch nicht un-
ter der vom Beschwerdeführer zitierten Rechtsprechung – explizit auf sei-
nen Gesundheitszustand hingewiesen hat. Der in diesem Zusammenhang
gestellte Antrag ist abzuweisen. Die Reisefähigkeit ist schliesslich im Zeit-
punkt der Überstellung abzuklären und es liegt im Beurteilungsspielraum
der Vollzugsbehörden, ob es sich dann allenfalls aufdrängt, die bulgari-
schen Behörden über die gesundheitliche Situation des Beschwerdefüh-
rers vorgängig zu informieren.
Ein zwingender Selbsteintritt im Sinne von Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO ist
bei dieser Ausgangslage nicht angezeigt.
5.6 Dem SEM kommt bei der Anwendung von Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 Er-
messen zu (BVGE 2015/9 E. 7 f.) und den Akten sind keine Hinweise auf
eine rechtswidrige Ermessensausübung durch die Vorinstanz zu entneh-
men (vgl. Art. 106 Abs. 1 Bst. a AsylG).
5.7 Im Ergebnis ist festzuhalten, dass die Vorinstanz zu Recht auf das Asyl-
gesuch nicht eingetreten ist und die Wegweisung sowie den Vollzug ange-
ordnet hat.
6.
Aus den vorstehenden Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene
Verfügung Bundesrecht nicht verletzt und auch sonst nicht zu beanstanden
ist (Art. 106 AsylG und Art. 49 VwVG). Die Beschwerde ist abzuweisen.
Damit sind die Anträge betreffend die Gewährung der aufschiebenden Wir-
kung der Beschwerde beziehungsweise auf entsprechende superproviso-
rische Anweisung der Vollzugsbehörden gegenstandslos geworden.
7.
7.1 Der Beschwerdeführer beantragt die Gewährung der unentgeltlichen
Prozessführung (Art. 65 Abs. 1 VwVG). Aus den vorstehenden Erwägun-
gen ergibt sich, dass seine Begehren als aussichtslos zu gelten haben.
Damit ist eine der kumulativ zu erfüllenden Voraussetzungen nicht gege-
ben, weshalb das Gesuch abzuweisen ist.
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7.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschwer-
deführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 750.–
festzusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die
Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE;
SR 173.320.2]).
Der Antrag auf Verzicht auf Erhebung eines Kostenvorschusses ist damit
gegenstandslos geworden.
(Dispositiv nächste Seite)
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