Decision ID: 88729789-1da0-5501-8f22-0e56146ecbe3
Year: 2019
Language: de
Court: SG_VG
Chamber: SG_VG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A.
Am 4. September 2017 (act. G 1 III./Ziff. 8) bzw. 6. September 2017 wurde der
Gebäudeversicherung des Kantons St. Gallen (GVA) ein Wasserschaden am
Einfamilienhaus (EFH) von A._ gemeldet. Das Schadenermittlungsprotokoll vom 15.
September 2017 vermerkte als Schadendatum den 31. August 2017, als Schadenbild
"Wassereintritt unklar, Wasser in den Böden" und als Detailursache "Hochwasser,
Überschwemmung" (act. G 7/3). Mit Schreiben vom 15. September 2017 teilte die GVA
A._ mit, dass gemäss ihren Abklärungen das Wasser durch die bauliche Konstruktion
in das Gebäude habe eindringen können. Schäden, die durch Eindringen von Wasser
durch undichte Bauteile entstanden seien, decke die GVA nicht (act. G 7/4).
A.a.
In der Verfügung vom 27. September 2017 lehnte die GVA die Erbringung von
Versicherungsleistungen ab. Schadenursache sei vorliegend nicht eine
Überschwemmung infolge Oberflächenwasser, das zu ebener Erde eingedrungen sei.
Vielmehr habe das Wasser konstruktionsbedingt in das Gebäude eindringen können
(act. G 7/7). Die gegen diese Verfügung erhobene Einsprache (act. G 7/8, 7/10) wies die
GVA mit Entscheid vom 8. Februar 2018 ab (act. G 7/13). Den gegen diesen Entscheid
erhobenen Rekurs vom 23. Februar 2018 (act. G 8/1) wies der Verwaltungsrat der GVA
mit Entscheid vom 26. Juni 2019 ab (act. G 2/2).
A.b.
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B.

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1.
Das Verwaltungsgericht ist zum Entscheid in der Sache zuständig (Art. 56 des
Gesetzes über die Gebäudeversicherung, sGS 873.1, GVG, in Verbindung mit Art. 59
Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP). Sodann ist
die Beschwerdeführerin zur Beschwerde berechtigt (Art. 64 in Verbindung mit Art. 45
Abs. 1 VRP). Im Weiteren erfüllt die Beschwerdeeingabe vom 12. Juli 2019 zeitlich,
formal und inhaltlich die gesetzlichen Anforderungen (Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1
VRP). Auf die Beschwerde ist einzutreten.
2.
Gegen diesen Entscheid erhob Rechtsanwältin lic. iur. Amanda Guyot, St. Gallen, für
A._ mit Eingabe vom 12. Juli 2019 Beschwerde mit den Anträgen, der Entscheid sei
aufzuheben und die Beschwerdegegnerin (GVA, Vorinstanz) zu verpflichten, der
Beschwerdeführerin die gesetzlichen Leistungen für den Wasserschaden im Keller vom
31. August 2017 in Höhe von CHF 10'404.55 auszurichten (Antrag Ziff. 1). Eventualiter
sei die Sache zu weiteren Abklärungen, insbesondere zur Einholung eines
unabhängigen Gutachtens zur Schadensursache, an die Vorinstanz (GVA)
zurückzuweisen (Antrag Ziff. 2). Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich
Mehrwertsteuer zulasten der Beschwerdegegnerin (bzw. GVA; act. G 1 Antrag Ziff. 3).
B.a.
Die Vorinstanz teilte am 26. August 2019 unter Verweis auf die bisherigen
Ausführungen in dieser Angelegenheit den Verzicht auf eine Stellungnahme mit (act. G
6).
B.b.
Auf die Vorbringen in der Beschwerde wird, soweit für den Entscheid relevant, in den
nachstehenden Erwägungen eingegangen.
B.c.
bis
Nach Art. 31 Abs. 1 Ziff. 3 GVG erbringt die GVA Versicherungsleistungen, wenn
Gebäudeschäden durch Sturmwind, Hagel, Hochwasser, Überschwemmung,
Schneedruck, Schneerutsch, Lawine, Steinschlag, Erdrutsch oder Felssturz entstanden
sind; ausgenommen sind Schäden, die im Wesentlichen auf andere Ursachen
2.1.
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zurückgehen. Von Hochwasser im Sinne von Art. 31 Abs. 1 Ziff. 3 GVG ist dann die
Rede, wenn Wasser als Folge von übermässigen Niederschlägen die ihm von der Natur
oder Menschenhand künstlich gezogenen Grenzen übersteigt. Hochwasser bedeutet
Ansteigen des Wasserspiegels und Überborden von Flüssen und Seen. Dadurch kann
auch Hochwasser zu Überschwemmungen führen. Überschwemmungen bestehen in
der Überflutung von Land, Grund, Boden und Bauwerken, die nach ihrem Zweck oder
ihrer Bewirtschaftung nicht zur Aufnahme von Wasser bestimmt sind. Sie spielen sich
auf ebener Erde ab und setzen Gebietsteile unter Wasser. Von diesen aus dringt das
Oberflächenwasser in Räume und Keller ein (VerwGE B 2004/13 vom 23. April 2004 E.
2b mit Hinweisen). Für die Beurteilung der Frage, ob ein Hochwasser- oder
Überschwemmungsschaden vorliegt, ist es von entscheidender Bedeutung, wie das
Wasser seinen Weg ins Gebäude gefunden hat. Wasser, das sich von der Oberfläche
her in ein Gebäude ergiesst, verursacht einen Elementarschaden. Gelangt hingegen
das Wasser auf andere Weise in ein Gebäude, liegt in der Regel kein versicherter
Elementarschaden im Sinne Art. 31 Abs. 1 Ziff. 3 GVG vor. Eine Ausnahme ist
beispielsweise dann gegeben, wenn sowohl Oberflächenwasser als auch Wasser aus
dem Erdinnern in ein Gebäude gelangen und wenn beide Arten von Wasserschaden
(durch Oberflächenwasser und Grundwasser) erkennbar und in enger zeitlicher Abfolge
durch ein Elementarereignis verursacht wurden. Daher sind Schäden, die infolge von
Rückstau in der Kanalisation entstehen, nicht von der Versicherung gedeckt (VerwGE B
2004/13 a.a.O. E. 2b mit Hinweisen).
Anspruch auf Versicherungsleistungen besteht nach Art. 45 der Verordnung zum
Gesetz über die Gebäudeversicherung (sGS 873.11, GVV), wenn ein versichertes
Ereignis vorliegt, ein Gebäudeschaden entstanden ist, der unmittelbar auf das
versicherte Ereignis zurückgeführt werden kann und die Ereigniseinwirkung nicht
bestimmungsgemäss (im Sinn von Art. 48 GVV) war. Eine Ereigniseinwirkung ist nach
Art. 48 GVV bestimmungsgemäss, wenn sie zufolge ordentlicher Abnützung oder
ordentlicher Erfüllung des Zweckes des Gebäudes oder Gebäudeteils eintritt. Ein
Gebäudeschaden wird dem versicherten Ereignis zugerechnet, wenn er nicht im
Wesentlichen auf andere Ursachen zurückzuführen ist (Art. 47 Abs. 1 GVV; vgl. auch
Art. 31 Abs. 2 GVG). Nicht vergütet werden insbesondere Schäden, die auf
fortgesetztes Einwirken zurückgehen oder die nicht auf eine plötzliche,
ausserordentlich heftige Einwirkung zurückzuführen sind, wie unter anderem Schäden
zufolge fehlerhafter Konstruktion, verwahrlostem Zustand oder eingedrungenem
Schnee- oder Regenwasser (Art. 47 Abs. 2 GVV). Ebenfalls nicht entschädigt werden
Schäden, die durch eingedrungenes Schnee- oder Regenwasser, durch Grundwasser
2.2.
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oder Kanalisationsrückstau sowie durch regelmässig wiederkehrende
Hochwasserstände verursacht worden sind (Art. 47 Abs. 3 GVV). Nach der
Rechtsprechung hat das Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolgs zu gelten,
wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen
Lebenserfahrung geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen
herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolgs somit durch das Ereignis allgemein als
begünstigt erscheint (GVP 2005 Nr. 41 mit Hinweis auf GVP 2003 Nr. 42).
Wo das Gesetz es nicht anders bestimmt, hat derjenige das Vorhandensein einer
behaupteten Tatsache zu beweisen, der aus ihr Rechte ableitet (Art. 8 des
Schweizerischen Zivilgesetzbuches; SR 210, ZGB). Im Privatversicherungsrecht gilt der
Grundsatz, wonach Personen, die gegenüber einem Versicherer einen
Versicherungsanspruch erheben, im Sinn von Art. 8 ZGB bezüglich der Frage, ob ein
Versicherungsfall eingetreten ist, grundsätzlich behauptungs- und beweispflichtig sind.
Behauptet der Versicherer demgegenüber eine die Leistungspflicht ausschliessende
oder herabsetzende Tatsache, ist es an ihm, diese zu beweisen. Diese
Beweislastverteilung gilt auch im öffentlichen Gebäudeversicherungsrecht, namentlich
bei der Anwendung von Art. 31 Abs. 1 Ziff. 3 GVG (VerwGE B 2008/135 vom 21. April
2009 E. 3.2 mit Hinweis auf GVP 2005 Nr. 41. GVP 2003 Nr. 42; VerwGE B 2010/222
vom 26. Januar 2011 E. 3.2).
Im Versicherungsrecht gilt generell die Beweismass der "überwiegenden
Wahrscheinlichkeit" (vgl. BGE 130 III 321 E. 3.2 mit Hinweis auf BGE 128 III 271 E. 2b/
aa). Entgegen dem Regelbeweismass, das erst erreicht ist, wenn das Gericht am
Vorliegen der behaupteten Tatsache keine ernsthaften Zweifel mehr hat oder allenfalls
verbleibende Zweifel als leicht erscheinen, sind die Anforderungen an das Beweismass
herabgesetzt. "Überwiegend wahrscheinlich" ist etwas dann, wenn für die Richtigkeit
einer Sachbehauptung nach objektiven Gesichtspunkten derart gewichtige Gründe
sprechen, dass andere denkbare Möglichkeiten vernünftigerweise nicht massgeblich in
Betracht fallen (vgl. K. Plüss, in: A. Griffel [Hrsg.], Kommentar zum
Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 3. Aufl. 2014, § 7 N 26-28 mit
Hinweisen). Die Möglichkeit, dass es sich auch anders verhalten könnte, schliesst die
überwiegende Wahrscheinlichkeit zwar nicht aus, darf aber für die betreffende
Tatsache weder eine massgebende Rolle spielen noch vernünftigerweise in Betracht
fallen. Dem Versicherer steht ein - aus Art. 8 ZGB abgeleitetes - Recht auf
Gegenbeweis zu. Er hat Anspruch darauf, zum Beweis von Umständen zugelassen zu
werden, die beim Gericht erhebliche Zweifel an der Richtigkeit der Gegenstand des
Hauptbeweises bildenden Sachbehauptungen wachhalten und diesen dadurch
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3.
vereiteln sollen. Für das Gelingen des Gegenbeweises ist mithin bloss erforderlich,
dass der Hauptbeweis erschüttert wird und damit die Sachbehauptungen nicht mehr
als überwiegend wahrscheinlich erscheinen (BGE 130 III 321 E. 3.3 f.; zum Ganzen vgl.
auch VerwGE B 2015/87 vom 26. April 2018 E. 3.5, a.a.O.).
Streitig ist, ob es sich beim Wasserschaden im Kellergeschoss des Gebäudes der
Beschwerdeführerin um einen durch die GVA versicherten Gebäudeschaden handelt,
der auf die starken Regenfälle vom 31. August 2017 zurückzuführen ist. Dem - kurz vor
dem geltend gemachten Elementarereignis erstellten - Bericht der B._AG vom
24. August 2017 ist zu entnehmen, dass Feuchtigkeitsprobleme beim EFH der
Beschwerdeführerin im "ganzen Wohnzimmer bis zum Korridor in den Treppen-Abgang
in den Keller" schon seit längerer Zeit bestanden hatten (act. G 7/2 S. 7). Die
Wasserschäden im Wohnbereich (Erdgeschoss) waren gemäss Angaben der
Beschwerdeführerin von der E._-Versicherung übernommen worden (act. G 8/11 S. 2).
Im Schadenermittlungsprotokoll der GVA vom 15. September 2017 wurde festgehalten,
dass ein Wassereintritt über Treppenabgang und Lichtschacht nicht möglich sei, da
keine Spuren ersichtlich seien und der Lichtschacht überhöht und abgedeckt sei. Das
Wasser suche sich "auch den Weg via Schwindrisse in der EG" und trete "im UG bei
Deckenaussparungen wieder aus. Wasser tritt erst nach langen/intensiven
Niederschlägen verzögert ein. Das Problem ist schon lange bekannt. ..." (act. G 7/3).
Im Einspracheentscheid vom 8. Februar 2018 führte die GVA ergänzend aus, der
Lichtschacht sei oben mit einer Kunststoffwellplatte abgedeckt worden, um das
Eindringen von Regenwasser zu verhindern. Des Weiteren sei der Lichtschacht rund
10 cm über Terrain mit einem Lichtschutzaufsatz erhöht und seitlich von innen
abgedichtet worden. Jedoch seien bei den Abdichtungen Haarrisse erkennbar, welche
darauf schliessen liessen, dass seitlich im Erdreich aufgestautes Wasser durchdringen
könne (act. G 7/13 S. 2 Ziff. 4). Die C._GmbH berichtete am 24. Mai 2018, sie habe
am 15. September 2017 festgestellt, dass "das Unwetter vom 31. August 2017
anhaltend bis zum 2. September 2017 im Objekt durch ergiebige Niederschläge
grossen Schaden" angerichtet habe. Es seien im ganzen Keller und im Erdgeschoss
Trocknungsapparate aufgestellt gewesen. Sie habe versucht herauszufinden, wie und
wo das Wasser ins Gebäude habe eindringen können. Hierbei habe sie feststellen
müssen, dass die verputzte Aussenwärmedämmung im Sockelbereich nur ca. 30 cm
ins Terrain gezogen worden sei und dass beim Übergang Kellergeschoss/
Backsteinmauerwerk keine Abdichtung vorhanden gewesen sei, obwohl der
3.1.
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Materialwechsel "unmittelbar OK Terrain" liege. Im Weiteren habe sie festgestellt, dass
das Terrain westlich der Liegenschaft im Gefälle zum Objekt verlaufe, wo sich die
Stützmauer zum Kellereingang und ein ebenerdiger Lichtschacht befinde. Das Terrain
sei durchnässt und morastig gewesen. Es gebe auch keine Sickerleitung. Beim
Unwetter habe sich das Wasser zwischen Stützmauer und Fassade gestaut und hinter
der Aussendämmung durch die Backsteinwand in den Unterlagsboden, sprich
Wohnbereich, gedrückt. Fakt sei, dass sich auf dem Rasen bei aussergewöhnlichen
Niederschlägen ein See bilde und das Wasser durch den ebenerdigen Lichtschacht ins
Kellergeschoss fliesse. Die Wasserläufe seien noch gut sichtbar gewesen.
Schwindrisse in den Mauern hätten nicht festgestellt werden können. Sie sei der
Ansicht, dass der Schaden durch ein plötzliches Überschwemmungsereignis
eingetreten sei (act. G 8/11/10).
Im angefochtenen Entscheid hielt die Vorinstanz fest, aus der Fotodokumentation (act.
G 7/1 S. 1 [Bild 1] und S. 6) sei zu erkennen, dass der Lichtschacht in der Nähe des
Treppenabgangs mit einer Wellblechplatte abgedeckt sei. Somit habe das Wasser
nicht "wasserfallartig" - wie die Beschwerdeführerin geltend mache - in den
Lichtschacht fliessen können. Sodann stehe das Untergeschoss des fraglichen
Gebäudes im Grundwasser (Grundwasserkarte, act. G 7/21). Aufgrund der Akten sei
beim Gebäude von einem vorbestehenden Problem mit Feuchtigkeit auszugehen. Ein
Foto der nicht überdachten Aussentreppe mit Feuchtigkeitsspuren (act. G 7/14/7) und
ein solches mit Wassereimern und Schläuchen im Lichtschacht (act. G 7/14/8) zeige
keine Überschwemmung des Kellers. Das von der Beschwerdeführerin behauptete
Vollsaugen der Betonwände mit Wasser infolge der Überschwemmung (Niederschläge
vom 31. August 2017) und daraus sich ergebende Schäden im Erdgeschoss seien nicht
erstellt. Die Schäden im Erdgeschoss seien bereits vorbestehend gewesen und von der
E._versicherung bereits beglichen worden. Im Weiteren seien dem E-Mail von D._,
E._-Versicherung, vom 19. Februar 2018 keine Angaben zu entnehmen, welche die
Aussage betreffend die Wassermenge im Gebäudeinnern stützen bzw. konkretisieren
würden. Des Weiteren habe gemäss Feststellung des Mitarbeiters der B._AG
(anlässlich der Besichtigung vor Ort am 12. September 2017; act. G 8/7 S. 2) das
Wasser auch über die Elektrozuleitungen eindringen können. Im Übrigen bestehe eine
Interessenkollision zwischen der E._-Versicherung und der GVA. Dass gemäss Bericht
der Sapisol GmbH (act. G 8/11/10) im ganzen Keller und Erdgeschoss
Trocknungsapparate aufgestellt gewesen seien, bestätige ein Feuchtigkeitsproblem,
belege aber noch keine von den Niederschlägen vom 31. August 2017 stammende
Schäden. An den umliegenden Gebäuden seien im besagten Zeitraum keine
3.2.
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Überschwemmungsschadenfälle gemeldet worden (act. G 8/7, G 7/22). Es sei nicht
substantiiert dargetan, ob und wenn ja welche Schäden im Keller durch die
Niederschläge vom 31. August 2017 entstanden seien. Es müsse daher nicht
abschliessend beurteilt werden, ob das bereits vor den Niederschlägen bestehende
Feuchtigkeitsproblem auf eine undichte Elektrozuleitung, auf Konstruktionsmängel
beim Lichtschacht oder auf aufgestautes Grundwasser bzw. durch die Gebäudehülle
eindringendes Wasser zurückzuführen sei, da keine dieser Ursachen eine
Leistungspflicht der GVA auslösen würden. Auch die Offerte der F._-AG vom
21. September 2017 schlüssle nicht auf, welche Schäden durch die Niederschläge am
31. August 2017 verursacht worden seien (act. G 2/2 mit Hinweis auf act. G 7/10
Beilagen).
Im Nachhinein lasse sich nicht eruieren, was sich genau ereignet habe. In den Akten
finde sich jedoch ein Fotodossier (act. G 7/1), welches die Gegebenheiten an
verschiedenen Stellen und aus verschiedenen Blickwinkeln festhalte. Es könne keine
Rede davon sein, dass der Schadenexperte der GVA nur einen kurzen Blick in den
Lichtschacht geworfen habe. Er sowie der Leiter Schadendienst der GVA verfügten
über das erforderliche Fachwissen. Der Sachverhalt sei genügend abgeklärt worden.
Auf Parteibefragungen oder auf die Einholung eines Gutachtens könne verzichtet
werden. Der Beschwerdeführerin sei der Nachweis, dass die Niederschläge vom 31.
August 2017 zu Schäden im Keller des EHF geführt hätten, nicht gelungen (act. G 2/2).
Die Beschwerdeführerin legt im vorliegenden Verfahren dar, der Keller sei beim
Wasserschaden vom 24. August 2017 nicht betroffen gewesen. Vom 31. August bis 3.
September 2017 habe es in weiten Teilen der Ostschweiz fast ohne Unterbruch
geregnet. Der Lichtschacht ihres EFH habe sich mit Wasser gefüllt, bis dieses über den
Glaswandrand in den Keller geflossen sei. Auch über die Treppe und die Treppenwand
sei das Wasser in den Keller gelangt. Während das Wasser schwallartig eingedrungen
sei, sei an Foto- oder
Videoaufnahmen nicht zu denken gewesen. Die Beschwerdeführerin und ihr damaliger
Lebenspartner hätten sich auf die Schadenminimierung konzentriert. Da die
Abdeckung über dem Schacht nur aus Wellblech bestehe, habe das gestaute Wasser
gut eindringen können. Aufgrund der Überschwemmung im Keller hätten sich die
Betonwände mit Wasser vollgesogen, so dass auch das Erdgeschoss beschädigt
worden sei. Der Leiter Schadendienst der E._-Versicherung habe bestätigt, dass die
Wassermengen im Gebäudeinnern keinesfalls nur von Haarrissen im Schachtbereich
stammen könnten. Nachdem die GVA den Schadenfall erst am 6. September 2017
3.3.
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eröffnet und ein gemeinsames Gespräch mit der Hausratversicherung abgelehnt habe,
sei der GVA-Schadenexperte am Augenschein vom 12. September 2017 nicht
interessiert gewesen, die Schadenursache festzustellen, sondern sei nach wenigen
Minuten zum Schluss gekommen, dass keine Überschwemmung vorliege und das
Wasser über Schwindrisse eingetreten sei. Bezüglich des Verhaltens des GVA-
Schadenexperten anlässlich der Schadenaufnahme sei der Mitarbeiter der B._AG zu
befragen. Die C._ GmbH habe keine Schwindrisse in den Mauern und Schächten
feststellen können; sie sei klar der Ansicht, dass der Schaden durch ein plötzliches
Überschwemmungsereignis eingetreten sei. Mit der E._-Versicherung habe die
Beschwerdeführerin eine Vereinbarung (per Saldo aller Ansprüche) über eine
Entschädigung von CHF 20'000 betreffend das Ereignis vom 24. August 2017 sowie
einen Anteil des Schadens vom 31. August 2017 (Erdgeschoss sowie Kellertreppe im
Innenbereich) abgeschlossen (act. G 2/9). Es gehe nur um den Wasserschaden im
Keller. Die Wellblechabdeckung auf dem Lichtschacht verhindere nur das Eindringen
von Regen. Ein Wassereintritt in den Lichtschacht von oben sei möglich gewesen.
Nebst Spuren des Wasserlaufs sei auch von oben herabtropfendes Wasser erkennbar
(act. G 2/6). Der Schaden im Keller sei verursacht durch den schwallartigen
Wassereintritt durch den Lichtschacht sowie über die Aussentreppenwand. Die
Beschwerdeführerin könne keine Fotos eines überschwemmten Kellers einreichen, da
in der akuten Situation keine Zeit für Fotos geblieben sei. Jedoch sei aktenkundig, dass
die Trocknungsapparate über zwei Wochen nach dem Wasserschaden immer noch in
Gebrauch gewesen seien. Es sei bei der Ursachenkonkurrenz eines Schadens mit
gemischten Schadenursachen nicht so, dass entweder die GVA oder die
Privatversicherung leistungspflichtig sei. Vielmehr sei die Frage der Leistungspflicht für
jede einzelne Schadenursache gesondert zu beurteilen. Da die E._-Versicherung für
die in ihren Zuständigkeitsbereich fallenden Schäden bereits geleistet habe, bestehe
keine Interessenkollision. Da der Schadenexperte der E._-Versicherung als erster vor
Ort gewesen sei, sei ein Abstellen auf seinen Bericht sachlich klar gerechtfertigt.
Sollten daran Zweifel bestehen, so sei ein unabhängiges Gutachten zur
Schadensursache bzw. Schadenabgrenzung einzuholen. Aus der Behauptung, dass in
der Nachbarschaft der Beschwerdeführerin für das streitige Datum keine
Wasserschäden gemeldet worden seien, könne die Vorinstanz nichts zu ihren Gunsten
ableiten. Vor dem 31. August 2017 habe es im Keller kein Feuchtigkeitsproblem
gegeben. Die Vorinstanz habe Fotos des Erdgeschosses und den Bericht der B._AG
dazu verwendet, die Schadenfälle zu vermischen und vom eigenen
Zuständigkeitsbereich für den Schacht abzulenken. Da an der verwaltungsinternen
Beurteilung des Schadenexperten erhebliche Zweifel bestünden, sei die Sache durch
einen verwaltungsexternen, unabhängigen und neutralen Sachverständigen zu
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4.
beurteilen. Der Rekursentscheid sei auch wegen Verstosses gegen Art. 62 Abs. 1 GVV,
Art. 12 Abs. 1 VRP und Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung (BV, SR 101) aufzuheben.
Es sei vorliegend durch Fotos, Partei- und Zeugenaussagen sowie insbesondere
aufgrund der raschen Schadenaufnahme durch die E._-Versicherung bereits am 1.
September 2017 klar erstellt, dass Oberflächenwasser wasserfallartig durch den
Lichtschacht sowie über die Aussentreppenwand in den Keller der Liegenschaft der
Beschwerdeführerin eingedrungen sei. Es handle sich somit um eine
Überschwemmung im Sinn von Art. 31 Abs. 1 Ziff. 3 GVG (act. G 1).
Die von der Beschwerdeführerin geltend gemachte Überschwemmung bzw. ein (von ihr
zu beweisendes; vgl. vorangehende E. 2.2 zweiter Absatz) direktes Eindringen von
Wassermassen von aussen im Rahmen einer plötzlichen, aussergewöhnlich heftigen
Einwirkung (vgl. Art. 47 Abs. 2 GVV) in den Keller ist - als solche -
unbestrittenermassen nicht durch Fotos dokumentiert. Die im Rekursverfahren
eingereichten Bilder act. G 7/14/7 (stellenweise nasse Wand des nicht überdachten
Treppenaufgangs im Aussenbereich des EFH; vgl. dazu auch Bild in act. G 7/1 S. 6)
und act. G 7/14/8 bzw. act. G 2/6 (zwei Eimer und Pumpenschläuche in einem
Lichtschacht mit von oben in den Lichtschacht tropfendem Wasser) sowie die im
Beschwerdeverfahren nachgereichten Bilder der Nachbarliegenschaft
(Doppelhaushälfte; vgl. act. G 1 S. 4 Ziff. 3, act. G 2/5) und die im Bericht der C._
GmbH erwähnte Tatsache, dass Trocknungsapparate im Keller aufgestellt waren, sind
nicht geeignet, das Eindringen von erheblichen und schadenverursachenden
Wassermassen von aussen über den Lichtschacht in den Keller zu belegen. Der
Lichtschacht ist beim Übergang zum Keller mit einer (durch eine Holzleiste begrenzte)
Glaswand versehen (vgl. Bilder in act. G 7/1 S. 1 f. und G 2/7), welche zur
Verhinderung eines Wassereintritts in den Keller angebracht worden war. Die
grundsätzlich gegebene Möglichkeit eines Wassereintritts von oben durch die Öffnung
der Wellblechabdeckung (act. G 1 Rz. 26) in den Lichtschacht reicht für den von der
Beschwerdeführerin zu leistenden Nachweis des von ihr geltend gemachten
wasserfallartigen Wassereintritts vom Lichtschacht über den Rand der Glaswand
hinaus in den Keller nicht aus. Ebenfalls nicht dokumentiert ist der behauptete
Wassereintritt über die Aussentreppenwand in den Keller. Feuchtigkeitsspuren an der -
nicht gedeckten - Treppe (vgl. act. G 7/1 S. 5 f.) vermögen für sich allein keinen
Wassereintritt von aussen in den Keller zu belegen. Was die Bestätigung des Leiters
Schadendienst der E._-Versicherung betrifft, wonach die (grosse) Wassermenge im
4.1.
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Gebäudeinnern nicht nur von Haarrissen im Schachtbereich habe stammen können,
der damalige Partner der Beschwerdeführerin den Wassereintritt - via Fenster -
festgestellt habe und anlässlich der Schadenbesichtigung die Wasserläufe noch
erkennbar gewesen seien (act. G 8/1/9), ist festzuhalten, dass auch diese Aussage
nicht weiter - durch Bilder und konkrete Angaben zur damals gegebenen
Wassermenge im Keller - dokumentiert und veranschaulicht ist. Einen erheblichen und
schadenverursachenden Wassereintritt von aussen in den Keller im Rahmen einer
plötzlichen, aussergewöhnlich heftigen Einwirkung vermag diese Bestätigung ebenfalls
nicht zu belegen.
Angesichts der geschilderten Gegebenheiten erscheint die Folgerung im
vorinstanzlichen Entscheid, dass das Wasser von der Oberfläche her - durch den mit
einer Wellblechplatte abgedeckten, leicht erhöhten Lichtschacht - nicht
"wasserfallartig" habe eindringen können, nachvollziehbar. Hieran vermag die
Feststellung der C._ GmbH, wonach sich auf dem Rasen bei aussergewöhnlichen
Niederschlägen ein See bilde und das Wasser durch den Lichtschacht ins
Kellergeschoss fliesse (act. G 8/11/10), nichts zu ändern, zumal ein solcher
Wassereintritt von aussen wie erwähnt nicht belegt ist und die C._ GmbH zudem
gleichzeitig auch bestätigte, dass sich beim Unwetter das Wasser zwischen
Stützmauer und Fassade gestaut und hinter der Aussendämmung durch die
Backsteinwand in den Unterlagsboden, sprich Wohnbereich, gedrückt habe (act. G
8/11/10). Ausgehend von den Feststellungen der C._ GmbH ist von folgenden
baubedingten Gegebenheiten auszugehen: fehlende Abdichtung beim Übergang
Kellergeschoss/Backsteinmauerwerk; Terrainverlauf westlich der Liegenschaft im
Gefälle zum Objekt, wo sich die Stützmauer zum Kellereingang und der Lichtschacht
befinden; fehlende Sickerleitung mit entsprechend durchnässtem/morastigem Terrain
(act. G 8/11/10). Unbestritten blieb sodann die Feststellung im angefochtenen
Entscheid, wonach das Untergeschoss des Gebäudes im Grundwasser steht
(Grundwasserkarte, act. G 7/21).
Von Oberflächenwasser (vgl. vorstehende E. 2.1) könnte nur dann gesprochen werden,
wenn aufgrund einer plötzlichen, aussergewöhnlich heftigen Einwirkung (vgl. Art. 47
Abs. 2 GVG) das Wasser von der Erdoberfläche direkt in den Lichtschacht geflossen
wäre, diesen aufgefüllt hätte und über die Glaswand in das Kellergeschoss
eingedrungen wäre. Dass es sich so verhalten hätte, kann wie dargelegt aufgrund der
Akten nicht als belegt gelten. Viel eher ist davon auszugehen, dass der Schaden - wie
im Schadenprotokoll festgehalten (act. G 7/3) - im Wesentlichen dem durch
4.2.
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Schwindrisse im Erdgeschoss (EG) eindringenden und durch Deckenaussparungen im
Untergeschoss (UG) wieder austretenden Wasser zuzuordnen ist. Dies steht auch im
Einklang mit der vorerwähnten Feststellung der C._ GmbH, wonach das Wasser sich
beim Unwetter zwischen Stützmauer und Fassade gestaut und hinter der
Aussendämmung durch die Backsteinwand in den Unterlagsboden gedrückt habe. Ob
nun das Wasser durch Schwindrisse in den Mauern und Schächten (welche die Sapisol
GmbH gemäss ihren Angaben nicht hatte feststellen können) oder durch Haarrisse bei
den Abdichtungen des Lichtschachtaufsatzes (act. G 7/13 S. 2 Ziff. 4) eindringen
konnte oder ob es hinter der Aussendämmung (unterirdisch) durch die Backsteinwand
zu drücken vermochte, macht im Ergebnis für die Frage der Versicherungsdeckung
keinen Unterschied. Kein Überschwemmungsschaden liegt insbesondere vor, wenn
Wasser infolge der Durchnässung des Bodens durch starke Niederschläge unterirdisch
durch die Wände eines Gebäudes dringt (vgl. D. Gerspach, in: Glaus/Honsell [Hrsg.],
Gebäudeversicherung, St. Gallen/Zürich 2009, S. 91 f. Rz. 110). Das Regenwasser
floss vorerst von der Oberfläche ins Erdreich und liess dort den Wasserstand allmählich
ansteigen, was gemäss Bestätigung der C._ GmbH sogar zur Bildung eines Sees im
Garten führte. Da die Abfluss- und Versickerungsmöglichkeiten - unter anderem infolge
fehlender Sickerleitung - nicht ausreichend waren, um den hohen Wasseranfall
abzuleiten, erhöhte sich der Wasserstand weiter, bis das Wasser durch Schwindrisse
im Mauerwerk/Lichtschachtaufsatz in das Hausinnere eindringen bzw. durch die
Backsteinwand drücken konnte. Ein solcher Vorgang ist gleichzusetzen mit einem (von
der Versicherungsdeckung ausgenommenen; Art. 47 Abs. 3 GVV) Rückstau aus einer
Kanalisation. Als Kanalisation ist nicht nur eine Ableitung von Wasser mittels Leitungen
bzw. Röhren zu verstehen, sondern auch eine natürliche Ableitung oder Versickerung
(vgl. VerwGE B 2004/13 a.a.O. E. 2c; Gerspach, a.a.O., S. 91 f. Rz. 110). Ob der
Rückstau auf einen Baumangel zurückzuführen ist, ist nicht ausschlaggebend. Ist die
Ableitung ungenügend, kann Wasser durch den allgemeinen Anstieg des unterirdischen
Wasserspiegels in das Gebäude eindringen. Es ist damit mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit von einem fortgesetzten Einwirken als wesentlicher (vgl. Art. 31
Abs. 2 GVG und Art. 47 Abs. 1 GVV) bzw. hauptsächlicher Ursache des Wassereintritts
und höchstens als Nebenursache - im Sinn eines Auslösers - von den Auswirkungen/
Folgen eines Elementareignisses (Regenfälle vom 31. August 2017) auszugehen.
Letzteres allein ist mit Blick auf die klaren Regelungen von Art. 31 Abs. 2 GVG und
Art. 47 Abs. 1 GVV nicht geeignet, eine Leistungspflicht der Vorinstanz auszulösen.
Gemäss Art. 12 VRP ermittelt die Behörde oder das von ihr beauftragte
Verwaltungsorgan den Sachverhalt und erhebt die Beweise von Amtes wegen durch
4.3.
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Befragen von Beteiligten, Auskunftspersonen und Zeugen, durch Beizug von
Urkunden, Amtsberichten und Sachverständigen, durch Augenschein sowie auf andere
geeignete Weise. Dieser Grundsatz gilt (mit Einschränkungen hinsichtlich
Behauptungs- und Beweisführungslast) auch im Rechtsmittelverfahren (vgl. dazu
Benjamin Märkli, in: Rizvi/Schindler/Cavelty [Hrsg], Gesetz über die
Verwaltungsrechtspflege, Praxiskommentar, Rz. 5 und 26. zu Art. 12-13 VRP). Nach
dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung hat die Behörde alle Beweismittel -
ungeachtet ihrer Herkunft - objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob diese
eine zuverlässige Beurteilung des rechtserheblichen Sachverhalts erlauben. Aus dem
Anspruch auf rechtliches Gehör ergibt sich sodann kein generelles Recht auf die
Einholung eines externen Gutachtens. Der Beizug externer Fachpersonen kommt nur in
Betracht, wenn das erforderliche Fachwissen nicht innerhalb der entscheidenden
Behörde vorhanden ist. Sind die zu behandelnden Fragen für Personen mit einer
bestimmten fachtechnischen Grundausbildung allgemein verständlich, bedarf es auch
nicht des Beizugs einer spezifisch in einem engen Fachgebiet ausgebildeten und
tätigen Person (VerwGE B 2019/15 vom 11. April 2019, E. 2.1 mit Hinweisen). In der
Praxis wird amtlichen Stellungnahmen von Fachstellen, die vom Gesetzgeber als
sachkundige Beurteilungsinstanzen eingesetzt wurden, ein erhöhter Beweiswert
zugemessen, sofern diese den Charakter eines Gutachtens (amtliche Expertise)
aufweisen (vgl. Waldmann/Weissenberger [Hrsg.], Praxiskommentar zum
Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren [VwVG], 2. Aufl. 2016, Rz. 22 zu Art. 19
VwVG mit Hinweisen). Weitere externe Abklärungen sind (lediglich) bei Zweifeln an der
Richtigkeit der Feststellungen in der amtlichen Beurteilung vorzunehmen (VerwGE
B 2017/184 vom 13. Dezember 2018 E. 4.1).
Vorliegend lässt sich - im Einklang mit den verwaltungsinternen Beurteilungen der
Vorinstanz - aufgrund des Wasserrückstaus der Schaden im Untergeschoss des
Hauses nicht als Hochwasser bzw. Überschwemmung im Sinne von Art. 31 Abs. 1
Ziff. 3 GVG qualifizieren. Hieran nichts zu ändern vermag der Umstand, dass zwischen
der (späten) Schadenmeldung am 4. bzw. 6. September 2017 (act. G 1 III./Ziff. 8) und
der Besichtigung durch die GVA am 12. September 2017 (act. G 7/3 f.) sechs Tage
verstrichen, was für die Aufnahme von Schäden der vorliegenden Art zu lang erscheint.
Sodann wären Befragungen der Beschwerdeführerin und ihres früheren
Lebenspartners, der Mitarbeiter der B._AG und der C._ GmbH sowie des
Schadenleiters der E._-Versicherung oder die Einholung eines externen Gutachtens
angesichts der geschilderten - aktenkundigen und im Wesentlichen unbestrittenen -
örtlichen und baulichen Verhältnisse nicht geeignet, zusätzliche Fakten bzw. ein
anderes Ergebnis mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu belegen. Dies umso
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