Decision ID: 23845d1e-c9b4-57ee-ad76-b0a3af56cb3c
Year: 2014
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass der Regierungsrat des Kantons Bern mit Beschluss Nr. 519 vom
4. April 2012 die Spitalliste 2012 erlassen hat und der Spital X._
AG mit Verfügung vom 4. April 2012 uneingeschränkte und beschränkte
Leistungsaufträge erteilt, jedoch diverse Einzelanträge abgelehnt hat (act.
1 Beilage 1),
dass die Spital X._ AG diese Verfügung mit Beschwerde vom 21.
Mai 2012 beim Bundesverwaltungsgericht angefochten und beantragt
hat, die Verfügung vom 4. April 2012 sei aufzuheben, eventualiter sei ihr
in den Bereichen Urologie URO2 und Kindermedizin und Kinderchirurgie
allgemein KINM0 uneingeschränkte Leistungsaufträge zu erteilen (act. 1),
dass die Vorinstanz mit Beschluss Nr. 259/2014 vom 26. Februar 2014
auf ihren Entscheid vom 4. April 2012 zurückgekommen ist und der Spital
X._ AG in den Bereichen Urologie URO2 und Kindermedizin und
Kinderchirurgie allgemein KINM0 uneingeschränkte Leistungsaufträge er-
teilt hat (act. 22),

und zieht in Erwägung,
dass gegen Beschlüsse im Sinne von Art. 39 des Bundesgesetzes vom
18. März 1994 über die Krankenversicherung (KVG, SR 832.10) beim
Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhoben werden kann (Art. 53
Abs. 1 KVG),
dass sich das Beschwerdeverfahren grundsätzlich nach dem Verwal-
tungsverfahrensgesetz vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021)
richtet (Art. 53 Abs. 2 KVG),
dass die Vorinstanz in Anwendung von Art. 58 VwVG ihren ursprüngli-
chen Entscheid in Wiedererwägung ziehen kann,
dass die Beschwerdeinstanz die Behandlung der Beschwerde fortzuset-
zen hat, soweit diese durch die neue Verfügung der Vorinstanz nicht ge-
genstandslos geworden ist (Art. 58 Abs. 3 VwVG),
dass die Spital X._ AG mit Schreiben vom 15. September 2014
festhielt (act. 24), sie habe in der Beschwerde inhaltlich insbesondere ge-
fordert, ihr sei in den Leistungsbereichen URO2 und KINM0 uneinge-
schränkte Leistungsaufträge zu erteilen; diesem Anliegen sei die Vorin-
C-2750/2012
Seite 3
stanz in der Spitalliste 2014, welche eine andere Systematik als die Spi-
talliste 2012 aufweise, inhaltlich nachgekommen, daher habe sie gegen
die Spitalliste 2014 auch kein Rechtsmittel eingereicht; durch den rechts-
kräftigen Erlass der Spitalliste 2014 sei das vorliegende Beschwerdever-
fahren aus ihrer Sicht als gegenstandslos geworden abzuschreiben, was
bei der Kostenliquidation zu berücksichtigen sei,
dass den Anträgen der Beschwerdeführerin mit dem Beschluss Nr.
259/2014 vom 26. Februar 2014 somit vollumfänglich entsprochen wurde,
dass das Beschwerdeverfahren daher im einzelrichterlichen Verfahren als
durch Wiedererwägung gegenstandslos geworden abzuschreiben ist
(Art. 23 Abs. 1 Bst. a des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni
2005 [VGG, SR 173.32]),
dass die Verfahrenskosten in der Regel jener Partei auferlegt werden, de-
ren Verhalten die Gegenstandslosigkeit bewirkt hat (Art. 5 des Regle-
ments vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor
dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]),
dass Vorinstanzen oder beschwerdeführenden und unterliegenden Bun-
desbehörden keine Verfahrenskosten auferlegt werden (Art. 63 Abs. 2
VwVG),
dass im vorliegenden Fall keine Verfahrenskosten zu erheben sind,
dass der Beschwerdeführerin daher der geleistete Kostenvorschuss von
Fr. 4'000.- zurückzuerstatten ist,
dass bei Gegenstandslosigkeit eines Verfahrens unter sinngemässer An-
wendung des Art. 5 VGKE zu prüfen ist, ob eine Parteientschädigung zu-
zusprechen ist (Art. 15 VGKE),
dass die Vereinbarung zwischen dem Regierungsrat des Kantons Bern
und den Spitalverbänden Y._ vom 30. Mai 2013 (act. 16 Beilage
4), wonach die Kosten wettzuschlagen sind, vom Bundesverwaltungsge-
richt nicht berücksichtigt werden kann, da die Beschwerdeführerin diese
Vereinbarung nicht mitunterzeichnet hat,
C-2750/2012
Seite 4
dass die Gegenstandslosigkeit durch die Wiedererwägung der Vorinstanz
bewirkt worden ist, weshalb der anwaltlich vertretenen Beschwerdeführe-
rin somit eine Parteientschädigung nach Art. 7 ff. VGKE zuzusprechen ist,
dass der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin keine Kostennote ein-
gereicht hat, womit die Parteientschädigung aufgrund der Akten festzu-
setzen ist (Art. 14 Abs. 2 Satz 2 VGKE),
dass die Parteientschädigung demnach auf Fr. 3'700.- (inkl. Mehr-
wertsteuer und Auslagen) festzusetzen ist,
dass dieser Entscheid nicht beim Bundesgericht angefochten werden
kann (vgl. Art. 83 Bst. r des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005
[BGG, SR 173.110]).
(Es folgt das Urteilsdispositiv)
C-2750/2012
Seite 5