Decision ID: c802219f-46e6-45a8-bd34-c20ebe6995ca
Year: 2018
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ war bei der B._ GmbH als Hauswart angestellt und dadurch bei der
Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen die Folgen von Unfällen
versichert, als er am 10. August 2015 bei der Arbeit aus rund ca. 2.5 Metern Höhe
durch ein Glasdach auf ein Auto stürzte (Suva-act. 1, vgl. auch Suva-act. 57, 63). Der
Versicherte wurde gleichentags ins Kantonsspital St. Gallen (KSSG) eingeliefert, wo die
behandelnden Ärzte eine inkomplette Berstungsfraktur LWK2 (Typ Magerl A3.1)
feststellten. Der Versicherte wurde am 12. August 2015 operiert und war bis am 19.
August 2015 hospitalisiert (vgl. die Operationsberichte vom 10. und 12. August 2015
sowie den Austrittsbericht vom 21. August 2015, Suva-act. 18 f., 24). Anschliessend
hielt er sich bis zum 8. September 2015 zur stationären Rehabilitation in der Klinik
C._ auf (vgl. den Austrittsbericht vom 21. September 2015, Suva-act. 59). Bei
erfreulichem postoperativem Verlauf (vgl. Suva-act. 40, 68, 80) wurde am 11. Januar
2016 eine Teilmaterialentfernung L2/3 durchgeführt (Suva-act. 82, 89 f.). Der
Versicherte war bis zum 11. April 2016 zu 100% und ab dem 12. April 2016 zu 50%
arbeitsunfähig (Suva-act. 129). Die Suva erbrachte die gesetzlichen Leistungen
(Heilbehandlung und Taggelder, vgl. Suva-act. 3 f., 26).
A.b Am 26. April 2016 wurde der Versicherte kreisärztlich untersucht. Dr. med. D._,
Facharzt für Chirurgie, hielt im entsprechenden Untersuchungsbericht fest, dass in der
angestammten Tätigkeit als Hauswart keine Arbeitsfähigkeit mehr bestehe, da die
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Belastung für die Wirbelsäule zu hoch sei. In einer wechselbelastenden, leichten bis
mittelschweren Tätigkeit mit einem Gewichtslimit repetitiv von 10kg und selten von
15kg ohne Zwangshaltungen für den Rücken, ohne vornüber geneigtes Arbeiten, ohne
Überkopfarbeiten unter Last sowie ohne Arbeiten in kauernder Stellung bestehe ab
dem Untersuchungstag wieder eine volle Arbeitsfähigkeit. Der Endzustand sei erreicht
und von weiteren Behandlungen könne keine wesentliche Verbesserung mehr erwartet
werden (Suva-act. 131). Dr. D._ schätzte den Integritätsschaden auf 20% (Suva-act.
130).
A.c Am 30. Mai 2016 teilte die Suva dem Versicherten mit, dass sie die Heilkosten per
31. Mai 2016 einstellen werde. Um die Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess zu
erleichtern, würden die Taggeldleistungen noch bis und mit 31. Juli 2017 ausgerichtet.
Hinsichtlich eines allfälligen Rentenanspruchs sowie der Integritätsentschädigung
erfolge eine separate Information (Suva-act. 150).
A.d Nachdem zwischenzeitlich am 26. Mai 2016 im KSSG ein weiteres CT der
Wirbelsäule erfolgt war (vgl. Suva-act. 154), hielt Dr. D._ am 8. Juli 2016 fest, dass
dieses keine neuen Befunde zeige, welche eine Wiederaufnahme der unfallbedingten
Behandlung im KSSG rechtfertigen würde. Die Zumutbarkeitsbeurteilung vom 26. April
2016 sei nach wie vor gültig und der Endzustand bezüglich der Folgen des Unfalls vom
10. August 2015 erreicht (Suva-act. 155).
A.e Im Bericht vom 17. Juni 2016 hielten die behandelnden Ärzte des KSSG fest, dass
der Versicherte einen äusserst protrahierten postoperativen Verlauf präsentiere. Die
beklagten Beschwerden seien am ehestens im Sinne eines Mischbildes zwischen
muskulären Schmerzen, leicht degenerativ veränderten Facettengelenken L2/3 und
einer Schmerzverbreitungsstörung (wohl Schmerzverarbeitungsstörung) zu verstehen.
Empfohlen werde in diagnostischer/therapeutischer Absicht die Infiltration der
Facettengelenke L2/3 und L3/4 in sequentieller Abfolge. Der Versicherte brauche
hierfür Bedenkzeit. Ein Wiedereinstieg ins Berufsleben als Hauswart sei als äusserst
unrealistisch zu sehen. Dem Versicherten sei keine schwere körperliche Tätigkeit
zuzumuten; die Gewichtslimite für das Heben von Lasten liege bei maximal 10kg. Eine
Tätigkeit mit statischen Positionen sei ebenfalls nicht zu empfehlen (Suva-act. 163).
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A.f Am 12. Juli 2016 nahm Suva-Kreisarzt Dr. med. E._, Facharzt für Neurochirurgie,
zu den neuen Berichten dahingehend Stellung, dass anamnestisch und klinisch
bekannte Befunde vorlägen. Facetteninfiltrationen L2/3 und L3/4 wären unfallbedingt
zu übernehmen. Es handle sich hier von wirbelsäulenchirurgischer Seite um eine letzte
Option, die aktuellen Beschwerden zu beeinflussen. Es sei jedoch nicht davon
auszugehen, dass sich hierdurch die Zumutbarkeit bzw. Arbeitsfähigkeit relevant
ändere. Die Arbeit als Hauswart bleibe unzumutbar (Suva-act. 164). Am 15. Juli 2016
teilte der Versicherte der Suva telefonisch mit, dass er in absehbarer Zeit keine
Infiltrationen machen lassen werde (Suva-act. 165).
A.g Mit Verfügung vom 19. Juli 2016 verneinte die Suva den Anspruch auf eine
Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von 4% und sprach dem Versicherten eine
Integritätsentschädigung von Fr. 25'200.00 basierend auf einer Integritätseinbusse von
20% zu (Suva-act. 167).
B.
Die dagegen am 14. September 2016 erhobene Einsprache (Suva-act. 179) wies die
Suva mit Entscheid vom 22. Dezember 2016 ab (Suva-act. 184).
C.
C.a Dagegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Adrian
Rufener, St. Gallen, am 1. Februar 2017 Beschwerde mit den Anträgen, der
Einspracheentscheid vom 22. Dezember 2016 sei aufzuheben und es seien ihm die
gesetzlichen Leistungen zu erbringen. Er liess geltend machen, dass aufgrund der
heutigen Aktenlage unklar sei, ob er wieder in der Lage sein werde, eine volle
Arbeitsfähigkeit zu verwerten. Zudem sei eine Parallelisierung der Einkommen
vorzunehmen, da keine Rede davon sein könne, dass er aus freien Stücken eine tiefere
Entlohnung akzeptiert habe. Er habe vor dem Unfall einen Jahresverdienst von Fr.
58‘225.00 bzw. gemäss den Angaben seines Arbeitgebers von Fr. 59‘100.00 erzielt.
Das von der Beschwerdegegnerin ermittelte Invalideneinkommen gemäss LSE 2014 im
Betrag von Fr. 67‘052.53 übersteige das Valideneinkommen um mehr als 5%. Es habe
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deshalb eine Parallelisierung zu erfolgen. Dabei resultiere ein Invaliditätsgrad von mehr
als 10% (act. G 1).
C.b Mit Beschwerdeantwort vom 2. März 2017 beantragte die Beschwerdegegnerin die
Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung führte sie an, dass eine Parallelisierung
der Vergleichseinkommen ausgeschlossen sei, da beim Beschwerdeführer keine
persönlichen Eigenschaften vorlägen, welche die Erzielung eines
Durchschnitteinkommens vor dem Unfall verunmöglicht hätten. Vorsorglich sei zu
ergänzen, dass selbst bei Abstellen auf das Kompetenzniveau 2 und einer
Parallelisierung der Vergleichseinkommen zugunsten des Beschwerdeführers ein nicht
rentenbegründender Invaliditätsgrad von 8.56% resultierte (act. G 3).
C.c Mit Replik vom 5. Mai 2017 und Duplik vom 6. Juni 2017 hielten die Parteien an
ihren jeweiligen Standpunkten fest (act. G 7, act. G 9).
C.d Mit Schreiben vom 22. Juni 2017 reichte der Beschwerdeführer weitere Unterlagen
betreffend sein neues Arbeitsverhältnis vom 30. Januar 2017 ein (act. G 11).
C.e Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie den Inhalt der

übrigen Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen
eingegangen.
Erwägungen
1.
Anfechtungsgegenstand der vorliegenden Beschwerde bildet der Einspracheentscheid
vom 22. Dezember 2016 (Suva-act. 184), welchem die Verfügung vom 19. Juli 2016
zugrunde liegt. Mit dieser Verfügung hat die Beschwerdegegnerin dem
Beschwerdeführer einerseits eine Integritätsentschädigung zugesprochen und
andererseits dessen Anspruch auf eine Invalidenrente verneint (vgl. Suva-act. 167). In
der Folge hat der Beschwerdeführer gegen die Ablehnung des Rentenanspruchs, nicht
aber gegen die zugesprochene Integritätsentschädigung Einsprache und danach
Beschwerde erhoben (Suva-act. 179, act. G 1). Der Verfügungsteil betreffend die
Integritätsentschädigung ist damit unangefochten in formelle Rechtskraft erwachsen
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und bildet nicht Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens. Vorliegend
einzig noch umstritten ist damit der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine
Invalidenrente der Unfallversicherung. Dabei sind sich die Parteien insbesondere über
das massgebende Invalideneinkommen und eine allfällig vorzunehmende
Parallelisierung der Vergleichseinkommen uneinig.
2.
2.1 Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über
die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die
Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der
Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 werden
Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben,
und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach
bisherigem Recht gewährt. Vorliegend finden daher, nachdem ein Ereignis aus dem
Jahr 2015 zur Diskussion steht, grundsätzlich die bis 31. Dezember 2016 gültigen
Bestimmungen Anwendung.
2.2 Wird die versicherte Person infolge eines Unfalles zu mindestens 10% invalid (Art.
8 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
[ATSG; SR 830.1]), hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG).
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder
teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Für die Bestimmung des
Invaliditätsgrads wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt
der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das
sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG). Die
Invalidenrente beträgt bei Vollinvalidität 80% des versicherten Verdienstes; bei
Teilinvalidität wird sie entsprechend gekürzt (Art. 20 Abs. 1 UVG).
2.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im
Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des
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Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung
zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte
Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Für das gesamte Verwaltungs- und
Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt der Grundsatz der freien
Beweiswürdigung. Danach haben die Versicherungsträger und das
Sozialversicherungsgericht die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche
Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Hinsichtlich des
Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden
ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der
medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten oder
der Expertin begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen).
3.
In medizinischer Hinsicht ist aufgrund der vorliegenden Akten erstellt, dass sich der
Beschwerdeführer anlässlich des Unfallereignisses vom 10. August 2015 eine
inkomplette Berstungsfraktur LWK 2 zuzog, wobei er unstreitig an gewissen
Unfallrestfolgen in Form von Belastungsbeschwerden und Bewegungseinschränkungen
der Wirbelsäule leidet. Ärztlicherseits besteht sodann Einigkeit, dass ihm die Tätigkeit
als Hauswart aufgrund der Belastung der Wirbelsäule nicht mehr zumutbar und er
somit in seiner angestammten Tätigkeit nicht mehr arbeitsfähig ist (vgl. Suva-act.
139-4, 163). Demgegenüber wurde eine angepasste leichte bis mittelschwere,
wechselbelastende Tätigkeit mit einer Gewichtslimite von 10kg und selten 15kg ohne
Zwangshaltungen für den Rücken, ohne vornüber geneigtes Arbeiten, ohne
Überkopfarbeiten unter Last sowie ohne Arbeiten in kauernder Stellung bzw. statischen
Positionen von Suva-Kreisarzt Dr. D._ als vollzeitig zumutbar erachtet (Suva-act. 155,
160 f.). Es sind den Akten keine Anhaltspunkte zu entnehmen, aufgrund derer diese
Arbeitsfähigkeitsschätzung in Zweifel zu ziehen wäre. Vielmehr stimmt die kreisärztliche
Beurteilung im Wesentlichen auch mit dem Zumutbarkeitsprofil der behandelnden
Ärzte des KSSG (keine schwere körperliche Tätigkeit, keine statischen Positionen,
Gewichtslimite beim Lastenheben von 10kg; Suva-act. 163-2) überein. Auch dass der
Beschwerdeführer seine Restarbeitsfähigkeit offenbar aktuell lediglich zu 50%
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verwertet (vgl. act. G 7 S. 3, vgl. act. G 7.3, G11), vermag keine Zweifel an der
Überzeugungskraft der kreisärztlichen Beurteilung zu wecken. Dabei ist darauf
hinzuweisen, dass es Aufgabe der Ärzte (und nicht von leitenden Personen eines
Einsatzprogrammes) ist, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu
nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person
arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers
ist somit auf die nachvollziehbare und überzeugende kreisärztliche
Arbeitsfähigkeitsschätzung und nicht darauf abzustellen, wie er diese effektiv verwertet.
Entsprechend ist davon auszugehen, dass dem Beschwerdeführer angepasste
Tätigkeiten im Umfang von 100% möglich und zumutbar sind. Allfällige lohnwirksame
Nachteile der eingeschränkten Leistungsfähigkeit sind im Rahmen des
Tabellenlohnabzugs zu berücksichtigen (vgl. nachstehend E. 4.3.2).
4.
4.1 Ausgehend von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit ist im
Rahmen eines Einkommensvergleichs der Invaliditätsgrad zu ermitteln.
4.2 Für das Valideneinkommen ist massgebend, was die versicherte Person im
Zeitpunkt des allfälligen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am
zuletzt erzielten, der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten
Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige
Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre (BGE 134 V 322 E. 4.1).
Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei der Bemessung des Valideneinkommens auf
die Angaben der letzten Arbeitgeberin des Beschwerdeführers ab, wonach dieser im
Jahr 2016 ohne Unfall hypothetisch einen Jahreslohn von Fr. 59'100.00 erzielt hätte
(Suva-act. 136; vgl. Suva-act. 167-2, 184-6). Diesbezüglich ist anzumerken, dass der
Beschwerdeführer im Rahmen seiner beruflichen Laufbahn zwar zeitweise ein deutlich
höheres Einkommen erzielt hat (vgl. Suva-act. 119), dies jedoch einerseits schon länger
zurückliegt, und es andererseits ebenso Jahre gab, in denen der Beschwerdeführer
eben kein über einen Jahreslohn von Fr. 59'100.00 hinausgehendes Einkommen
erzielen konnte. Somit rechtfertigt es sich insgesamt, auf das von der
Beschwerdegegnerin herangezogene Valideneinkommen von Fr. 59'100.00
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abzustellen. Damit erzielte der Beschwerdeführer vor Eintreten der gesundheitlichen
Beeinträchtigung unbestrittenermassen einen im Vergleich zum entsprechenden
Tabellenlohn gemäss der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) des
Bundesamtes für Statistik (Fr. 5'218.00; monatlicher Bruttolohn gemäss Tabelle T1,
Sonstige wirtschaftliche Dienste ohne Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften,
77, 99-82, privater und öffentlicher Sektor, Kompetenzniveau 2, Männer)
unterdurchschnittlichen Verdienst.
4.3 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-
erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Ist
kein tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte
Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich
zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der
Rechtsprechung entweder die sogenannten DAP-Zahlen (DAP = Dokumentation von
Arbeitsplätzen der Suva) oder die LSE-Tabellenlöhne herangezogen werden (BGE 135
V 297 E. 5.2 mit Hinweisen). Gemäss den vorliegenden Akten ist der Beschwerdeführer
seit Februar 2017 wieder im 50%-Pensum erwerbstätig. Allerdings schöpft er damit die
ihm aus medizinischer Sicht zumutbare Arbeitsfähigkeit nicht aus (vgl. vorstehende E.
3). Wie die Beschwerdegegnerin unter Hinweis auf die bundesgerichtliche
Rechtsprechung zu Recht anführt (vgl. act. G 9), ist deshalb nicht auf den tatsächlich
erzielten Verdienst abzustellen, sondern das Invalideneinkommen ist gestützt auf die
LSE zu bestimmen.
4.4 Die Beschwerdegegnerin zog bei der Bemessung des Invalideneinkommens den
Durchschnittslohn gemäss Tabelle TA1, Kompetenzniveau 1, Total, Männer, der LSE
2014 von Fr. 5‘312.00 heran und errechnete unter Berücksichtigung der
betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit und der Nominallohnentwicklung bis 2016
ein Invalideneinkommen von Fr. 67'052.53 (Suva-act. 167, 184). Entgegen der
Argumentation der Beschwerdegegnerin (vgl. act. G 3 S. 5) ist aufgrund der
Unterdurchschnittlichkeit des Valideneinkommens eine Parallelisierung der
Vergleichseinkommen vorzunehmen, zumal es an Hinweisen fehlt, dass sich der
Beschwerdeführer aus freien Stücken mit dem unterdurchschnittlichen Lohn begnügt
hätte (vgl. BGE 135 V 58 E. 3.4.3; Urteil des Bundesgerichts vom 8. Mai 2009,
8C_652/2008, E. 5.1). Es sind keine Gründe ersichtlich, weshalb er auf dem
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ausgeglichenen Arbeitsmarkt nicht eine besser bezahlte Stelle angenommen bzw. nach
der ursprünglich per Ende September 2015 erhaltenen Kündigung (Suva-act. 48) auch
gefunden hätte. Der Erheblichkeitsgrenzwert der Abweichung des tatsächlich erzielten
Verdienstes vom Tabellenlohn, ab welchem sich eine Parallelisierung der
Vergleichseinkommen rechtfertigt, beträgt nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung
5% (vgl. BGE 135 V 297 E. 6.2). Der Minderverdienst beträgt bei einem
Valideneinkommen von Fr. 59'100.00 und dem Tabellenlohn von Fr. 67'052.53 Fr.
7'952.53, was 11.86% entspricht. Folglich sind 6.86% zu parallelisieren. Damit beträgt
das Invalideneinkommen unter Vorbehalt eines allfälligen Tabellenlohnabzugs (vgl.
nachfolgende E. 4.5) Fr. 62'452.72.
4.5 Mit dem Tabellenlohnabzug ist zu berücksichtigen, dass gesundheitlich
beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind,
im Vergleich zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren arbeitnehmenden
Personen lohnmässig benachteiligt sind und deshalb mit unterdurchschnittlichen
Lohnansätzen rechnen müssen. Sodann wird dem Umstand Rechnung getragen, dass
weitere persönliche und berufliche Merkmale einer versicherten Person, wie Alter,
Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie
Beschäftigungsgrad, Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 129 V 481
E. 4.2.3, vgl. auch BGE 134 V 327 E. 5.2). Mit Blick auf diese bundesgerichtliche
Rechtsprechung ist ein 15%iger Tabellenlohnabzug im vorliegenden Fall nicht zu
beanstanden, zumal beim Beschwerdeführer mit Blick auf das medizinische
Zumutbarkeitsprofil (vgl. E. 3) offenkundig Konkurrenznachteile gegenüber gesunden
Arbeitnehmern bestehen. Anderweitige Gründe für einen höheren Tabellenlohnabzug
sind nicht ersichtlich, weshalb es sich rechtfertigt, auf den von der
Beschwerdegegnerin gewährten Tabellenlohnabzug von 15% abzustellen. Damit ergibt
sich ein Invalideneinkommen von Fr. 53'084.80.
4.6 Ausgehend von einem Valideneinkommen von Fr. 59'100.00 und einem
Invalideneinkommen von Fr. 53'084.80 resultiert ein Invaliditätsgrad von 10% und
damit ein Anspruch auf eine Invalidenrente der Unfallversicherung.
5.
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5.1 In Gutheissung der Beschwerde ist der Einspracheentscheid vom 22. Dezember
2016 aufzuheben und die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, dem Beschwerdeführer
ab 1. August 2016 (vgl. dazu Suva-act. 150 f.) eine Invalidenrente auf der Basis eines
Invaliditätsgrades von 10% auszurichten. Zur Festsetzung und Ausrichtung der
Leistung ist die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
5.2 Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).
5.3 Der obsiegende Beschwerdeführer hat Anspruch auf eine Parteientschädigung
gegenüber der Beschwerdegegnerin. Die Parteientschädigung wird vom
Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der
Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art.
61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor
Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b Honorarordnung (HonO; sGS 963.75)
pauschal Fr. 1'000.00 bis Fr. 12'000.00. In der vorliegend zu beurteilenden
Angelegenheit ist mit Blick auf vergleichbare Fälle aufgrund des eher
unterdurchschnittlichen Aktendossiers von einem geringeren Aufwand auszugehen. Es
rechtfertigt sich deshalb, die Parteientschädigung auf pauschal Fr. 3'500.00
(einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzulegen.