Decision ID: 3a88af6f-92c9-4ea1-9247-b84a7c443cc5
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._, geboren 1970, Mutter dreier 1991, 1994 und 1999 geborener Kinder, arbeitete zuletzt seit dem 1. Mai 2010 als Mitarbeiterin Sendungsaufbe
reitung bei der Y._ in einem Pensum von 35 % (vgl. Urk. 7/9 S. 1 f. Ziff. 2.1, Ziff. 2.7-2.11). Am 8. Oktober 2012 meldete sie sich unter Hinweis auf Rückenschmerzen sowie eine Migräne bei der Invalidenversi
cherung zum Leistungsbezug an (vgl. Urk. 7/1 S. 5 Ziff. 6.2). Die Sozialversi
cherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische und er
werbliche Situation (Urk. 7/6; Urk. 7/8-9; Urk. 7/12) ab und teilte der Versi
cherten daraufhin mit, dass derzeit keine beruflichen Eingliederungsmassnah
men möglich seien (Urk. 7/13). Nach weiteren Abklärungen (Urk. 7/19; Urk. 7/26) veranlasste die IV-Stelle ein bidisziplinäres neurologisches und psy
chiatrisches Gutachten, welches am 24. August 2014 erstattet wurde (Urk. 7/34), sowie eine Abklärung der beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit in Beruf und Haus
halt, über welche am 13. November 2014 berichtet wurde (Urk. 7/42). Mit Ver
fügung vom 10. September 2015 (Urk. 7/65) wies die IV-Stelle das Gesuch der Versicherten um unentgeltliche Rechtsvertretung für das Verwaltungsverfahren mangels Bedürftigkeit ab.
Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 7/45; Urk. 7/47; Urk. 7/51) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 10. Mai 2016 (Urk. 7/80 = Urk. 2) einen Rentenanspruch der Versicherten.
2.
Die Versicherte erhob am 10. Juni 2016 Beschwerde gegen die Verfügung vom 10. Mai 2016 (Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei ihr eine ganze, mindestens jedoch eine halbe Invalidenrente auszurichten. Als Experte sei Dr. med. Z._ zu befragen und es seien ein psychiatrisches Gutachten über die aktuelle somatoforme Komponente sowie ein Gutachten über die aktu
elle Einschränkung im Haushalt einzuholen (Urk. 1 S. 2).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 14. Juli 2016 (Urk. 6) die Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin am 28. Juli 2016 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 8). Am 21. Oktober 2016 sowie 11. April 2017 reichte die Beschwerdeführerin jeweils einen weiteren Bericht ein (vgl. Urk. 12-13; Urk. 15-16), welche der Beschwerdegegnerin am 24. Oktober 2016 respek
tive 18. April 2017 zur Kenntnis gebracht wurden (Urk. 14; Urk. 17).

Das Gericht zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge
sundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver
bleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er
werbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unt
erbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch a
uf eine Vier
telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertels
rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Mit
BGE 141 V 281
hat das Bundesgericht seine bisherige Rechtsprechung zur Invaliditätsbemessung bei Schmerzstörungen ohne erkennbare organische Ursa
che und vergleichbaren psychosomatischen Leiden (BGE 130 V 352 u
nd an
schliessende Urteile) ange
passt und festgehalten, dass die Invaliditätsbemessung stärker als bisher den Aspekt der funktionellen Auswirkungen zu berücksichti
gen hat, was sich schon in den diagnostischen Anforderungen niederschlagen muss. Auf der Ebene der Arbeitsunfähigkeit bezweckte die durch BGE
130 V 352 begründete Rechtspre
chung die Sicherstellung eines gesetzmässigen Versi
cherungsvollzuges mittels der Regel/Ausnahme-Vorgabe beziehungsweise (seit E. 7.3 von BGE 130 V 396 und BGE 131 V 49) der Überwindbarkeitsvermutung. Deren Rechtsnatur kann offen bleiben. Denn an dieser Rechtsprechung ist nicht festzuh
alten. Das bishe
rige Regel/Ausnahme-Modell wird durch ein st
rukturier
tes Beweisverfahren er
setzt. An der Rechtsprechung zu Art. 7 Abs. 2 ATSG – ausschliessliche Berücksichtigung der Folgen der gesundheitlichen Beeinträchti
gung und objektivierte Zumutbarkeitsprüfung bei materieller Beweisl
ast der rentenansprechenden Per
son (Art. 7 Abs. 2 ATSG) – ändert sich dadurch
nichts. An die Stelle des bishe
rigen Kriterienkatalogs (bei anhaltender somatoformer Schmerzstörung und vergleichbaren psychosomatischen Leiden) trete
n im Re
gelfall beachtliche Stan
dardindikatoren. Die
Anerkennung eines rentenbe-grün
den
den Invaliditätsgrades ist nur zulässig, w
enn die funktionellen Auswirkun
gen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchs
grundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und wider
spruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt e
s da
ran, hat die Folgen der Beweislosigkeit nach wi
e vor die materi
ell beweisbelas
tete versicherte Person zu tragen (E. 6).
Für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei Vorliegen einer anhaltenden somato
formen Schmerzstörung oder eines damit vergleichbaren psychosomati
schen Leidens (BGE 141 V 281 E. 4.2) sind Indikatoren beachtlich, die das Bun
desgericht wie folgt systematisiert hat
(
BGE 141 V 281 E. 4.3.1):
-
Kategorie „funktioneller Schweregrad"
-
Komplex „Gesundheitsschädigung"
-
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde
-
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder –resistenz
-
Komorbiditäten
-
Komplex „Persönlichkeit" (Persönlichk
eitsdiagnostik, persönliche Res
sourcen)
-
Komplex „Sozialer Kontext"
-
Kategorie „Konsistenz" (Gesichtspunkte des Verhaltens)
-
gleichmässige Einschränkung des Aktivit
ätenniveaus in allen ver-gleich
baren Lebensbereichen
-
behandlungs- und eingliederungsanam
nestisch ausgewiesener Lei-dens
druck
Diese
Standardindikatoren erlauben - unter Berücksichtigung leistungshindern
der äusserer Belastungsfaktoren einerseits und Kompensationspotenzialen (Ressourcen) anderseits - das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzu
schätzen (BGE 141 V 281 E. 3.4-3.6 und E. 4.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_534/2015 vom 1. März 2016 E. 2.2.1).
Die gemäss altem Verfahrensstandard eingeholten Gutachten verlieren ihren Beweiswert nicht per se.
Vielmehr ist im Rahmen einer gesamthaften Prüfung des Einzelfalls mit seinen spezifischen Gegebenheiten und den erhobenen Rügen entscheidend, ob ein abschliessendes Abstellen auf die vorhandenen Beweis
grundlagen vor Bundesrecht standhält. In sinngemässer Anwendung auf die nunmehr materiell-beweisrechtlich geänderten Anforderungen ist in jedem ein
zelnen Fall zu prüfen, ob die beigezogenen administrativen und/oder gerichtli
chen Sachverständigengutachten - gegebenenfalls im Kontext mit weiteren fachärztlichen Berichten - eine schlüssige Beurteilung im Lichte der massgebli
chen Indikatoren erlauben oder nicht. Je nach Abklärungstiefe und -dichte kann zudem unter Umständen eine punktuelle Ergänzung genügen
(BGE 141 V 281
E. 8)
.
1.4
Sowohl im Rahmen einer erstmaligen Prüfung des Rentenanspruches als auch anlässlich einer Rentenrevision (
Art.
17
Abs.
1 ATSG) stellt sich unter dem Ge
sichtspunkt des
Art.
28a
Abs.
3 IVG in Verbindung mit
Art.
16 und 7
Abs.
2 ATSG die Frage nach der anwendbaren Invaliditätsbemessungsmethode.
Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig einzustufen ist, führt je zur Anwendung einer anderen Me
thode der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich, Betätigungsvergleich, gemischte Methode) und ergibt sich aus der Prüfung, was die Person bei im Üb
rigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchti
gung bestünde. Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch, das heisst ohne Gesundheitsschaden, aber bei sonst gleichen Verhältnissen, erwerbstätig wäre (
Art.
27
bis
der Verordnung über die Invalidenversicherung, IVV
). Die gemischte Methode bezweckt damit eine möglichst wirklichkeitsgerechte Bemessung des Invaliditätsgrades (BGE 133 V 504 E. 3.3 mit Hinweisen).
Die Statusfrage beurteilt sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben. Dabei sind die kon
krete Situation und die Vorbringen der versicherten Person nach Massgabe der allgemeinen Lebenserfahrung zu würdigen. Für die hypothetische Annahme ei
ner im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Erwerbstätigkeit ist der im Sozialversi
cherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erfor
derlich (
BGE 137 V 334
E. 3.2,
130 V 393
E. 3.3,
125 V 146
E. 2c, je mit Hin
weisen).
Bei der Bestimmung der im konkreten Fall anwendbaren Invaliditätsbe
-
messungs
methode und damit der Beantwortung der entscheiden
den Statusfrage handelt es sich um eine hypothetische Beurteilung, die auch hypothetische Willensentscheidungen der versicherten Person berücksichtigen muss. Dies gilt auch für die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung erwerbstätig wäre. Diese inneren Tatsa
chen sind indessen einer direkten Beweisführung nicht zugänglich und müssen in aller Regel aus äusseren Indizien erschlossen werden. Die Beurteilung hypo
thetischer Geschehensabläufe ist eine Tatfrage, soweit sie auf Beweiswürdigung beruht, selbst wenn darin auch Schlussfolgerungen aus der allgemeinen Le
benserfahrung mitberücksichtigt werden. Rechtsfragen sind hingegen Folgerun
gen, die ausschliesslich – losgelöst vom konkreten Sachverhalt – auf die allge
meine Lebenserfahrung gestützt werden oder die Frage, ob aus festgestellten In
dizien mit Recht auf bestimmte Rechtsfolgen geschlossen worden ist (vgl. Ur
teile des Bundesgerichts 9C_287/2013 vom
8.
November 2013 E.
3.5
und 8C_511/2013 vom 3
0.
Dezember 2013, je
mit Hinweisen).
1.5
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be
schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
1.6
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorak
ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin hielt in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) gestützt auf die erfolgten Abklärungen fest, dass der Beschwerdeführerin eine wechsel
belastende Tätigkeit mit leichter bis allerhöchstens mässiger Belastung der Kör
perachse nach Ablauf der Wartezeit im März 2013 wieder zu 50 % zumutbar sei. Sie sei als zu 35 % Erwerbstätige und zu 65 % im Haushalt Tätige zu quali
fizieren. Nach Vornahme des Einkommensvergleichs und unter Berücksichti
gung der Einschränkung im Haushalt von 12 % resultiere ein nicht rentenbe
gründender Gesamtinvaliditätsgrad (S. 2).
In der Beschwerdeantwort (Urk. 6) führte die Beschwerdegegnerin ergänzend aus, dass ein höheres Arbeitspensum im Gesundheitsfall nicht belegt sei. Der Gesundheitszustand sei genügend abgeklärt worden. Es werde von Aggravation und nicht von einem simulierten Verhalten ausgegangen (S. 3).
2.2
Demgegenüber stellte sich die Beschwerdeführerin auf den Standpunkt (Urk. 1), die Untersuchungen durch Dr. med. Z._ hätten einen objektivierten Schmerz gezeigt, welcher eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit zur Folge habe. Dr. Z._ sei als Sachverständiger einzuvernehmen. Ohne eine erneute psy
chiatrische Begutachtung sei nicht ausgewiesen, dass sie ihren Gesundheitszu
stand zum jetzigen Zeitpunkt nicht subjektiv wahrheitsgemäss schildere. Die letzte Begutachtung sei vor fast zwei Jahren erfolgt. Es müsse daher erneut ab
geklärt werden, ob nun ein chronischer Verlauf der Begleiterkrankung gegeben sei. Ausserdem seien die Experten der Ansicht, dass die somatoforme Kompo
nente diskutiert werden müsse. Es sei daher ein psychiatrisches Gutachten ein
zuholen. Ausserdem sei sie als zu 100 % Erwerbstätige einzustufen. Die Tätig
keit bei der Y._ in einem Pensum von 35 % sei nur vorübergehend gewesen, wobei eine 100%ige Anstellung geplant gewesen sei. Die Angaben betreffend die Einschränkungen im Haushalt seien nicht verifizierbar beziehungsweise nicht auf dem neusten Stand (S. 4 ff.).
2.3
Strittig und zu prüfen ist der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin und dabei insbesondere die verbliebene Arbeitsfähigkeit sowie die Statusfrage.
3.
3.1
Prof. Dr. med. A._, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumato
logie des Bewegungsapparates, führte mit Bericht vom 23. Januar 2013 (Urk. 7/12) als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit einen Status nach mikrochirurgischer Nervenwurzeldekompression und Diskusdekom
pression L4/5 rechts bei therapieresistentem radikulärem Reizsyndrom L5 rechts und mediolateraler Diskushernie L4/5 rechts auf (S. 2 Ziff. 1.1). Es liege ein pro-trahierter, aber nicht unerwarteter Verlauf nach erfolgter Diskushernienope
ration vor, nachdem zuvor sämtliche konservativen Behandlungsmassnahmen zu keiner substantiellen Verbesserung geführt hätten. Es lägen deutliche Hin
weise auf ein schmerzaggravierendes Verhalten vor. Es hätten keine morpholo
gischen Befunde erhoben werden können, welche gegen eine Arbeitsaufnahme von 50 % sprechen würden. Die Prognose sei schlecht (S. 3 Ziff. 1.4). Die Be
schwerdeführerin sei vom 23. Oktober 2012 bis 2. Januar 2013 zu 100 % ar
beitsunfähig gewesen (S. 3 Ziff. 1.6). Mit einem Arbeitsversuch in einem Pen
sum von 50 % könne spätestens per 1. Februar 2013 gerechnet werden (S. 4 Ziff. 1.9).
3.2
Mit Bericht vom 26. Juli 2013 (Urk. 7/26/13-14) gab Prof. A._ an, dass eine persistierende lumboischialgieforme Schmerzsymptomatik vorliege. Es könnten keine objektivierbaren Befunde erhoben werden, welche eine weitere Arbeits
unfähigkeit rechtfertigen würden. Die Situation sei chronifiziert, weshalb wei
tere medizinische Massnahmen aussichtslos seien (S. 1 f.).
3.3
Am 20. August 2014 erfolgte eine bidisziplinäre neurologische sowie psychiatri
sche Begutachtung der Beschwerdeführerin durch Dr. med. B._, Facharzt für Neurologie, sowie Dr. med. C._, Facharzt für Psychi
atrie und Psychotherapie. Das Gutachten wurde am 24. August 2014 erstattet (Urk. 7/34). Dabei konnten die Gutachter folgende Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit stellen (S. 8, S. 13):
-
Status nach Mikrodiskektomie L4/5 rechts am 23. Oktober 2012 bei lum
boradikulärer Symptomatik L5 bei luxierter Diskushernie mit residuell möglicher intermittierender radikulärer Reizung L5 rechts sowie aktuell leicht bis höchstens mässig ausgeprägtem Lumbovertebralsyndrom
Sodann nannten sie folgende Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähig
keit (S. 8, S. 13):
-
ausgeprägte Verdeutlichungstendenz/Aggravation mit unter anderem in
konstant groteskem Gangbild, organisch nicht zuordenbarer sensibler Hemisymptomatik rechts und weitergehender inkonsistenter Befundlage
-
Migräne ohne Aura, anamnestisch
-
nicht näher bezeichnete Rückenschmerzen (ICD-10 F54.9), Differen-tialdiag
nose (DD): anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4)
Anlässlich der klinischen neurologischen Untersuchung sei eine inkonsistente Befundlage aufgefallen. Klinisch objektiviert werden könne ein aktuell leicht bis mässig ausgeprägtes Lumbovertebralsyndrom mit entsprechender Tonuserhö
hung der Muskulatur paravertebral lumbal. Zusätzliche Hinweise auf eine radi
kuläre Reiz- oder Ausfallsymptomatik lägen nicht vor. Die von der Beschwer
deführerin während der Untersuchung angegebenen starken Schmerzen würden durch die fehlende zu erwartende vegetative Begleitsymptomatik sowie die feh
lende motorische Unruhe und den begleitenden Affekt bei insgesamt lockerer Stimmungslage relativiert. Zudem bestünden Inkonsistenzen mit deutlich dis
krepantem Finger-Boden-Abstand im Vergleich zum Finger-Zehen-Abstand und einer ausgeprägten Fehlinnervation, welche im Bereich der unteren Extremitä
ten derart krass sei, dass eine Steh- und Gehfähigkeit bei einem tatsächlichen Vorliegen entsprechender Paresen nicht mehr möglich wäre. Ausserdem falle ein groteskes Gangbild mit einem Schonhinken und Nachziehen des rechten Fusses auf, wobei eine deutlich gebesserte Gehfähigkeit in unbeobachteten Mo
menten vorliege. Zudem sei eine organisch nicht zuordenbare Hemisymptoma
tik rechts auffallend. Aus neurologischer Sicht sei vom 15. März 2012 bis 2. Ja-nuar 2013 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit an
zunehmen. Falls es sich bei dieser Tätigkeit um eine hauptsächlich körperlich belastende Tätigkeit handle, wäre auch weiterhin von einer vollständigen Ar
beitsunfähigkeit auszugehen. Vom 2. Januar bis 1. Juli 2013 gelte für eine an
gepasste Tätigkeit mit leichter bis allerhöchstens mässiger Belastung der Kör
perachse eine 50%ige Beeinträchtigung. Ab diesem Zeitpunkt sei von einer ma
ximal 25%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen (S. 9 f.).
Aus psychiatrischer Sicht hätten keine Befunde für eine psychotische sowie affek
tive Störung oder eine Persönlichkeitsproblematik erhoben werden können. Die Schmerzproblematik dauere bereits mehrere Jahre an und sei offenbar durch keine medizinischen Massnahmen behebbar. Es lägen kein emotionaler Konflikt oder eine psychosoziale Belastungssituation vor. Auch die familiären Verhält
nisse seien angeblich gut. Die Schmerzproblematik könne nicht allein mit den somatischen Befunden erklärt werden. Die Foerster-Kriterien seien mehrheitlich nicht erfüllt. Es sei zwar eine mehrjährige körperliche Begleiterkrankung aus
gewiesen, welche allerdings nicht als chronisch eingestuft werden könne. Eine gravierende psychiatrische Komorbidität liege nicht vor. Von einem sozialen Rückzug in allen Belangen des Lebens könne ebenfalls nicht ausgegangen wer
den. Aufgrund der blanden Psychopathologie liege auch kein verfestigter thera
pieresistenter innerseelischer Verlauf vor. Die bisherigen therapeutischen Bemü
hungen seien allerdings unbefriedigend geblieben. Die Diagnosekriterien für eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung seien nicht erfüllt, weshalb von nicht näher bezeichneten Rückenschmerzen ausgegangen werden müsse. Da die Krankheitsentwicklung auffällig sei und die bisherigen Massnahmen nichts ge
nützt hätten, sei differentialdiagnostisch dennoch an eine anhaltende somato
forme Schmerzstörung zu denken. Die Angaben der Beschwerdeführerin bezüg
lich der Schmerzen seien insofern konsistent, als dass sie immer in gleicher Art und Weise beschrieben würden. Allerdings bestehe eine Diskrepanz zwischen den subjektiven Beschwerden sowie dem Verhalten und den angegebenen Be
einträchtigungen. Die Angaben seien zwar nicht wechselhaft und vage, jedoch etwas appellativ. Ein Leidensdruck mit psychopathologischem Ausdruck könne nicht festgestellt werden. Aus rein psychiatrischer Sicht sei die Beschwerdefüh
rerin in einer körperlich nicht schwer belastenden Tätigkeit vollschichtig ein
setzbar. Die Prognose sei eher ernst. Es liege eine Selbstlimitierung und Fixie
rung sowie Katastrophisierung in Bezug auf die Symptomatik vor. Eine psy
chotherapeutische Behandlung sei nicht dringend indiziert, da die Beschwerde
führerin keine Introspektionsfähigkeit besitze. Sie externalisiere jegliche Prob
lematik. Eine psychopharmakologische Behandlung sei ebenfalls nicht dringend indiziert (S. 14 ff.).
Im Rahmen der Konsensbesprechung kamen die Gutachter zum Schluss, dass die neurologische Beurteilung hinsichtlich der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit massgebend sei (S. 17). Schwere Haushaltsarbeiten seien der Beschwerdeführe
rin nicht mehr zumutbar. Die übrigen Haushaltstätigkeiten seien ihr dagegen möglich (S. 18).
3.4
Mit Stellungnahme vom 8. September 2014 empfahl PD Dr. med. univ. D._, Facharzt für Neurologie, Regionaler ärztlicher Dienst (RAD), für die Beur
teilung vollumfänglich auf das Gutachten abzustellen (vgl. Urk. 7/44 S. 6).
3.5
Am 28. Oktober 2014 erfolgte eine Abklärung der beeinträchtigten Arbeits-fähig
keit in Beruf und Haushalt, über welche am 13. November 2014 berichtet wurde (Urk. 7/42). Dabei habe die Beschwerdeführerin angegeben, dass sie bei guter Gesundheit weiterhin bei der Y._ im bisherigen Arbeitspensum von 35 % arbeiten würde. Sie hätte gerne mehr gearbeitet, dies sei jedoch be
trieblich nicht möglich gewesen. Bemühungen eine Zweitstelle zu suchen, habe sie nicht unternommen (S. 4 Ziff. 2.5). Dementsprechend legte die Abklärungs
person die Qualifikation der Beschwerdeführerin als zu 35 % Erwerbstätige und zu 65 % im Haushalt Tätige fest (S. 4 Ziff. 2.6).
Die Beschwerdeführerin habe sodann angegeben, dass sie die Haushaltsführung weiterhin vornehme und die nicht mehr möglichen Aufgaben an den Ehemann sowie die Söhne delegiere. Der Ehemann erledige den Grosseinkauf. Die kleine
ren, leichteren Einkäufe erledige sie selber. Die Haushaltsarbeiten teile sie sich ein, da sie sich zwischendurch hinlegen müsse. Einmal pro Tag bereite sie eine warme Mahlzeit zu. Für das Mittagessen mache sie etwas Kleines. Umfangrei
chere Mahlzeiten bereite sie etappenweise vor. Das Kochen und Rüsten sei problemlos möglich. Bei der Wohnungspflege unterstütze man sich gegenseitig. Sie erledige die leichteren und oberflächlichen Arbeiten. Die Bodenpflege näh
men der Ehemann und der jüngste Sohn vor. Zudem habe man einen Staub
saugroboter angeschafft. Sie sortiere die Wäsche, bediene die Maschine und hänge die Wäsche auch auf. Der Ehemann übernehme den Wäschetransport. Bügelwäsche falle kaum an und sie erledige diese etappenweise. Bei der Betreu
ung des jüngsten Sohnes sei sie nicht eingeschränkt. Die Reinigung des Käfigs der Wellensittiche werde vom zweitältesten Sohn übernommen. Die Fütterung übernehme sie. Auch pflege sie die Orchideen. Die Abklärungsperson ermittelte gestützt darauf eine Einschränkung bei der Wohnungspflege, beim Einkauf so
wie bei der Wäsche und Kleiderpflege im Umfang von insgesamt 12 % (S. 6 ff. Ziff. 6.1-6.8).
3.6
Dr. med. Z._, Facharzt für Anästhesiologie, gab mit Bericht vom 16. August 2015 (Urk. 7/57) an, dass er die Beschwerdeführerin seit dem 27. Februar 2014 behandle (S. 1 Ziff. 1.2), und folgende Diagnose mit Auswir
kung auf die Arbeitsfähigkeit stellen könne (S. 1 Ziff. 1.1):
-
therapierefraktäres persistierendes lumbosakrales ins rechte Bein ausstrah
lendes Schmerz- und partielles sensorisches Ausfallsyndrom L5 und S1 rechts mit/bei:
-
Status nach Operation einer Diskushernie L4/5 im Jahr 2012
-
Verdacht auf einen diskogenen Schmerz L5/S1 im Sinne einer dis
kalen Allodynie (Auslösung eines konkordanten Schmerzes NRS 8 bei Nadelkontakt am Anulus)
-
partiellem sensorischem Ausfallsyndrom L5 und S1 rechts
Das Schmerzsyndrom sei belastungsabhängig und äussere sich durch einen lum
bosakralen Schmerz mit Ausstrahlung ins rechte Bein. Sensorische Ausfälle würden sich in einer leichten Hyposensibilität auf Berührungen sowie in Krib
belparästhesien in den genannten Nervenwurzelsegmenten äussern. Eine moto
rische Parese bestehe nicht. Die Prognose sei ungewiss (S. 3 Ziff. 1.4). Die Be
schwerdeführerin sei in der bisherigen Tätigkeit bis auf weiteres zu 100 % ar
beitsunfähig (S. 4 Ziff. 1.6).
3.7
Gleichentags berichtete Dr. Z._ zuhanden der Beschwerdeführerin, dass sie aller Wahrscheinlichkeit nach an einem diskogenen Schmerzsyndrom L5/S1 leide, sie jedoch am Diskus L4/5 operiert worden sei. Dieser sei schmerzfrei. Die Symptomatik sei stark belastungsabhängig. Eine Rückkehr in die bisherige Tä
tigkeit erscheine aktuell nicht realisierbar. Inwiefern sie in einer dem Beschwer
debild angepassten Tätigkeit einsetzbar wäre, müsse vorsichtig geprüft werden. Aufgrund der Tatsache, dass die bisherigen konservativ-physikalischen Mass
nahmen zu keiner Verbesserung geführt hätten, erscheine die Wahrscheinlich
keit des Gelingens klein (vgl. Schreiben vom 16. August 2015, Urk. 3/4 S. 2).
3.8
Mit Bericht vom 19. September 2015 (Urk. 7/72) führten Prof. Dr. med. E._, Facharzt für Neurochirurgie, sowie Dr. med. F._, Fachärztin für Rheumatologie sowie für Physikalische Medizin und Rehabilitation, die folgenden – gekürzt aufgeführten - Diagnosen auf (S. 1):
-
persistierende Lumboischialgie rechts mit Belastungsintoleranz; DD: of
fen
-
zervikospondylogenes Schmerzsyndrom rechtsbetont, Missempfindungen linker Arm
-
langanhaltende Arbeitsunfähigkeit
Bei der Beschwerdeführerin liege gegenüber der im September 2013 erfolgten Voruntersuchung ein unveränderter Befund einer invalidisierenden rechtsseiti
gen Lumboischialgie bei Status nach einer Mikrodiskektomie L4/5 rechts am 23. Oktober 2013 vor. Anhand der erneut durchgeführten Magnetresonanzto
mographie (MRI) könne weiterhin keine Neurokompression objektiviert werden. Auch die intensiven anästhesiologischen Interventionen hätten zu keiner Än
derung des Beschwerdebildes geführt. Aufgrund der klinischen Befunde mit ei
nem anhaltenden grotesken Gangbild und einer Schoninnervation des rechten Beines sowie einer nicht eindeutigen Zuordnung eines strukturellen Korrelats müsse eine somatoforme Komponente diskutiert werden. Aus neurochirurgi
scher Sicht könnten keine therapeutischen Optionen angeboten werden. Zumin
dest in einer leichten körperlichen, wechselbelastenden Tätigkeit bestehe eine Teilarbeitsfähigkeit von mindestens 50 % (S. 2).
3.9
Im Rahmen des Beschwerdeverfahrens reichte die Beschwerdeführerin einen Bericht von Prof. Dr. med. G._, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 25. August 2016 (Urk. 13) ein. Dieser nannte als Diagnose einen Ischialgie-Schmerz rechts mit residueller Symptomatik L5 rechts bei Status nach Dekompression L4/5 rechts im Jahr 2012. Der Beschwerdeführerin könne keine chirurgische Lösung angeboten wer
den. Eine gründliche neurologische Untersuchung sollte erfolgen, falls dies nicht bereits geschehen sei (S. 1).
3.10
Ebenfalls im Rahmen des Beschwerdeverfahrens wurde ein Bericht der Ärzte des Spitals H._ vom 4. April 2017 (Urk. 16) eingereicht, wonach die Be
schwerdeführerin vom 31. März bis 4. April 2017 stationär hospitalisiert gewe
sen sei. Die Ärzte führten dabei die folgenden – gekürzt aufgeführten – Diag
nosen auf (S. 1):
-
persistierende Nackenschmerzen seit vier Wochen
-
Migräne, Erstdiagnose (ED) 1993
-
mikrozytäre hypochrome Eisenmangelanämie
-
therapierefraktäres persistierendes lumboradikuläres Schmerzsyndrom rechts seit 2012
-
chronische Unterbauchschmerzen
Die Beschwerdeführerin habe sich bei seit einem Monat persistierenden biokzipi
talen Kopfschmerzen selbst notfallmässig zugewiesen. Die Ursache hierfür bleibe unerklärt. Während der Hospitalisation habe sich eine gewisse Diskrepanz zwischen den subjektiven Angaben und den objektiven Befunden gezeigt. Auch das MRI des Schädels ergebe kein Korrelat zum angegebenen streng mittellinigen sensomotorischen Hemisyndrom rechts. Die Semiologie der Schmerzen spreche gegen analgetikainduzierte Kopfschmerzen. Ein zervikoge
ner Schmerz sei vorstellbar und mittels Bildgebung abzuklären (S. 2).
4.
4.1
Die Würdigung der medizinischen Akten ergibt, dass das bidisziplinäre Gutach
ten von Dr. B._ und Dr. C._ (vorstehend E. 3.3) die von der Be
schwerdeführerin geklagten Beschwerden (vgl. Urk. 7/34 S. 5 f., S. 10 f.) in an
gemessener Weise berücksichtigt, in Kenntnis sowie in Auseinandersetzung mit den Vorakten (vgl. Urk. 7/34 S. 2 ff., S. 9) erstattet wurde und der konkreten medizinischen Situation Rechnung trägt. Das Gutachten beruht durch die neu
rologische und psychiatrische Untersuchung auf einer für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassenden Beurteilung. Diese leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge ein und die vorgenommenen Schlussfolgerun
gen zu Gesundheitszustand und Arbeitsfähigkeit werden ausführlich begründet. Das Gutachten erfüllt die praxisgemässen Kriterien für beweiskräftige ärztliche Entscheidungsgrundlagen (vorstehend E. 1.6) vollumfänglich, weshalb für die Entscheidfindung darauf abgestellt werden kann. Dies empfahl überdies auch RAD-Arzt PD Dr. D._ (vgl. Urk. 7/44 S. 6).
4.2
Dabei war die neurologische klinische Befundaufnahme weitestgehend unauf-fäl
lig, wobei einzig ein aktuell leicht bis mässig ausgeprägtes Lumbover
tebralsyndrom mit entsprechender Tonuserhöhung der Muskulatur paravertebral lumbal objektiviert werden konnte. Hinweise auf eine radikuläre Reiz- oder Ausfallsymptomatik fanden sich nicht. Zudem wurde eine ausgeprägte Verdeut
lichungstendenz/Aggravation erkannt mit unter anderem mehreren Inkonsisten
zen sowie einer organisch nicht zuordenbarer Hemisymptomatik rechts und ei
nem groteskem Gangbild mit Schonhinken und Nachziehen des rechtens Fusses mit deutlich gebesserter Gehfähigkeit in unbeobachteten Momenten (vgl. Urk. 7/34 S. 7 ff.). Die aufgrund dessen vorgenommene Einschätzung der ver
bliebenen Arbeitsfähigkeit kann nachvollzogen werden. So sei die Beschwerde
führerin in der bisherigen Tätigkeit, falls es sich hierbei um eine hauptsächlich körperlich belastende Tätigkeit handle, vollständig arbeitsunfähig. In einer an
gepassten Tätigkeit mit leicht bis allerhöchstens mässiger Belastung der Körper
achse gelte sie dagegen vom 2. Januar bis 1. Juli 2013 als zu 50 % arbeitsunfä
hig und seither sei von einer maximalen 25%igen Arbeitsunfähigkeit auszuge
hen (vgl. Urk. 7/34 S.10).
4.3
Die psychopathologische Befundaufnahme war sodann gänzlich unauffällig, so dass nachvollziehbar keine psychiatrische Diagnose mit Auswirkung auf die Ar
beitsfähigkeit gestellt werden konnte. Insbesondere konnten keine Befunde für das Vorliegen einer psychotischen oder affektiven Störung sowie einer Persön
lichkeitsproblematik erhoben werden (vgl. Urk. 7/34 S. 13 f.). Aufgrund der Schmerzproblematik zog Dr. C._ zwar eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung in Betracht, die jedoch keine Auswirkung auf die Arbeitsfähig
keit habe. Er erachtete die Diagnosekriterien nach Prüfung der bis anhin gelten
den Foerster-Kriterien als nicht erfüllt. So bejahte er eine mehrjährige körperli
che Begleiterkrankung, stufte diese allerdings als nicht chronisch ein. Eine gra
vierende psychiatrische Komorbidität verneinte er entsprechend dem unauffälli
gen psychopathologischen Befund. Einen sozialen Rückzug in allen Belangen des Lebens erkannte er ebenfalls nicht, was sich aus dem geschilderten Tages
ablauf ergibt. Aufgrund der blanden Psychopathologie erkannte er überdies kei
nen verfestigten therapieresistenten innerseelischen Verlauf (vgl. Urk. 7/34
S. 12, S. 15 oben). Obwohl Dr. B._ anlässlich der neurologischen Begut-achtung auf Verdeutlichungstendenzen/Aggravation hinwies, hielt Dr. C._ in Be
zug auf eine allfällige Aggravation (vgl. zum Ausschlussgrund der Aggravation BGE 141 V 281 E. 2.2) fest, dass die Angaben grundsätzlich konsistent seien, diese jedoch appellativ vorgetragen würden (vgl. Urk. 7/34
S. 10, S. 15). Da aus psychiatrischer Sicht somit keine relevante Diagnose gestellt werden konnte, attestierte Dr. C._ nachvollziehbar eine vollständige Arbeitsfähigkeit in jeglicher Tätigkeit (vgl. Urk. 7/34 S. 15 f.).
Die Tatsache, dass das Bundesgericht mit BGE 141 V 281 seine bisherige Recht
sprechung zur Invaliditätsbemessung bei psychosomatischen Störungen neu gefasst hat (vorstehend E. 1.3), ändert an der vorliegenden Beurteilung nichts. So erscheint die aufgrund der somatischen Komorbiditäten um 50 % respektive ab dem 1. Juli 2013 um 25 % verminderte Arbeitsfähigkeit nachvollziehbar, wogegen es an einer psychiatrischen Komorbidität fehlt. Eine regelmässige psy
chiatrische Therapie findet nicht statt (vgl. Urk. 7/34 S. 12 oben). Dr. C._ konnte keinen Leidensdruck mit psychopathologischem Ausdruck feststellen. Auch eine Persönlichkeitsproblematik erkannte er nicht (vgl. Urk. 7/34 S. 14 f.). Zwar ergibt sich aus dem geschilderten Tagesablauf, dass die Beschwerdeführe
rin viel liege und nur zwischendurch kleinere Spaziergänge mache, ansonsten jedoch nicht viel unternehme und auch nur noch Kontakt mit Verwandten habe (vgl. Urk. 7/34 S. 12). Dr. C._ weist allerdings klar darauf hin, dass eine Selbstlimitierung und Fixierung sowie Katastrophisierung vorliege. Auch weist er auf gute psychische Ressourcen hin (vgl. Urk. 7/34 S. 16).
4.4
An dieser Beurteilung ändern die nach dem Gutachten eingegangenen medizini
schen Berichte nichts. Dies auch im Hinblick auf die Verschiedenheit von Be
handlungs- und Begutachtungsauftrag und die Erfahrungstatsache, wonach be
handelnde Ärzte aufgrund ihrer auftragsrechtlichen Vertrauensstellung im Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (vgl. statt vieler Urteile des Bundesgerichts 8C_1055/2010 vom 17. Februar 2011 E. 4.1 und I 551/06 vom 2. April 2007 E. 4.2).
Soweit Dr. Z._ nämlich entgegen der Einschätzung der Gutachter auch das Gelingen der Aufnahme einer angepassten Tätigkeit als klein erachtete, begrün
dete er dies einzig damit, dass die bisherigen konservativ-physikalischen Mass
nahmen zu keiner Verbesserung geführt hätten. Einen objektiven Befund, wel
cher eine vollständige Arbeitsunfähigkeit in jeglicher Tätigkeit rechtfertigen würde, erhob er demgegenüber nicht. Hinsichtlich eines diskogenen Schmerzes L5/S1 äusserte er überdies lediglich einen Verdacht (vgl. Urk. 3/4 S. 2; Urk. 7/57 S. 1 Ziff. 1.1, S. 3 Ziff. 1.4-1.5).
Dr. E._ und Dr. F._ berichteten sodann über unveränderte Befunde im Vergleich zur im September 2013 erfolgten Voruntersuchung. Die damals erhobenen Befunde waren anlässlich der Begutachtung bereits bekannt und wurden entsprechend berücksichtigt. Auch die Einschätzung, wonach die Beschwerdeführerin in einer behinderungsangepassten Tätigkeit zu mindestens 50 % arbeitsfähig sei, wurde bereits damals vorgenommen (vgl. Urk. 7/26/6-7
S. 1 f.; Urk. 7/34 S. 3 f.; Urk. 7/72 S. 2). Soweit Dr. E._ und Dr. F._ die Diskussion einer somatoformen Komponente als notwendig erach
teten, ist eine solche durch die Begutachtung durch Dr. B._ und Dr. C._ bereits erfolgt.
Hinsichtlich der im Rahmen des Beschwerdeverfahrens eingereichten Berichte von Prof. G._ und den Ärzten des Spitals H._ ist darauf hinzuweisen, dass das Sozialversicherungsgericht nach ständiger Rechtsprechung die Gesetz
mässigkeit der Verwaltungsverfügungen in der Regel nach dem Sachverhalt be
urteilt, der zur Zeit des Verfügungserlasses – hier also am 10. Mai 2016 – gege
ben war (BGE 121 V 366 E. 1b). Die darin erwähnten Untersuchungen fanden indessen erst nach diesem Zeitpunkt statt. Dem Bericht von Prof. G._ ist über
dies einzig zu entnehmen, dass keine chirurgische Lösung angeboten werden könne und eine neurologische Untersuchung erfolgen sollte, falls dies bisher noch nicht geschehen sei (vgl. Urk. 13 S. 1). Einen bisher unberücksichtigten Befund erhob er nicht und nahm auch keine Einschätzung der verbliebenen Ar
beitsfähigkeit vor. Eine neurologische Begutachtung fand sodann bereits statt. Auch dem Bericht der Ärzte des Spitals H._ sind keine neuen Befunde zu entnehmen. Sämtliche gestellten Diagnosen sind bereits seit langem bekannt, dies gilt insbesondere auch für die erwähnte Migräne (vgl. Urk. 16 S. 1 f.). Eine Einschätzung zur Arbeitsfähigkeit ist auch diesem Bericht nicht zu entnehmen.
4.5
Soweit die Beschwerdeführerin beantragt, es seien Dr. Z._ als Experte zu befragen sowie ein aktuelles psychiatrisches Gutachten über die somatoforme Komponente einzuholen (vgl. Urk. 1 S. 2), kann darauf im Sinne der antizipier
ten Beweiswürdigung (BGE 127 V 491 E. 1b) verzichtet werden, erweist sich der medizinische Sachverhalt nach dem Gesagten doch als hinreichend klar. So wurde insbesondere das Vorliegen einer somatoformen Schmerzstörung bereits abgeklärt.
4.6
Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin gestützt auf das beweiskräftige bidisziplinäre Gutachten (vorstehend E. 3.3) an einem Status nach Mikrodiskektomie L4/5 rechts bei lumboradikulärer Symptomatik L5 bei luxierter Diskushernie mit residuell möglicher intermittierender radiku
lärer Reizung L5 rechts sowie aktuell leicht bis höchstens mässig ausgeprägtem Lumbovertebralsyndrom leidet. Die Ausübung der bisherigen körperlich belas
tenden Tätigkeit ist ihr daher nicht mehr möglich. Eine angepasste Tätigkeit mit leicht bis allerhöchstens mässiger Belastung des Körperachse war ihr dagegen vom 2. Januar bis 1. Juli 2013 zu 50 % und ab diesem Zeitpunkt zu mindestens 75 % zumutbar. Ein relevantes psychisches Leiden mit Auswirkung auf die Ar
beitsfähigkeit liegt nicht vor.
5.
5.1
Hinsichtlich der sozialversicherungsrechtlichen Qualifikation der Beschwer-defüh
rerin (vorstehend E. 1.4) stützte sich die Beschwerdegegnerin auf den Haushaltsabklärungsbericht vom 13. November 2014, worin die Beschwer
deführerin als zu 35 % Erwerbstätige und zu 65 % im Haushalt Tätige qualifi
ziert wurde (vgl. Urk. 7/42 S. 4 Ziff. 2.6). Demgegenüber stellte sich die Be
schwerdeführerin beschwerdeweise auf den Standpunkt, dass sie bei guter Gesundheit zu 100 % erwerbstätig wäre (vgl. Urk. 1 S. 5).
Anlässlich der Haushaltsabklärung gab die Beschwerdeführerin eindeutig an, dass sie bei guter Gesundheit weiterhin bei der Y._ im bisherigen Arbeitspen
sum von 35 % arbeiten würde (vgl. Urk. 7/42 S. 4 Ziff. 2.5). Aus den übrigen Akten geht ebenfalls klar hervor, dass die Beschwerdeführerin bisher in einem Pensum von lediglich 35 % tätig war. So ist eine entsprechende Anstellung dem Arbeitgeberfragebogen zu entnehmen und auch anlässlich der Begutachtung durch Dr. B._ sowie Dr. C._ erwähnte die Beschwerdeführerin eine Tätigkeit in besagtem Pensum (vgl. Urk. 7/9 S. 2 f. Ziff. 2.9, Ziff. 2.11; Urk. 7/34 S. 7, S. 12). Zwar erfolgten bei der Y._ zunächst tatsächlich Einsätze in einem Pensum von 100 %; dies allerdings über einen Personalvermittler (vgl. Urk. 7/50/1-5). Ab dem 1. Mai 2010 und somit bereits zwei Jahre vor Eintritt des Gesundheitsschadens war die Beschwerdeführerin in einem Pensum von 35 % bei der Y._ festangestellt (vgl. Arbeitsvertrag vom 4. respektive 5. Mai 2010, Urk. 7/50/8-10). Die Beschwerdeführerin gab anlässlich der Haushaltsab
klärung ausdrücklich an, dass sie keine Bemühungen unternommen habe, eine Zweitstelle zu suchen (vgl. Urk. 7/42 S. 4 Ziff. 2.5). Das von der Beschwerde
führerin nun Vorgebrachte, wonach das Pensum von 35 % lediglich vorüberge
hend und eine Vollanstellung geplant gewesen sei (vgl. Urk. 1 S. 5), überzeugt daher nicht. Die Auszahlung einer Arbeitslosenentschädigung (vgl. hierzu Urk. 7/8; Urk. 7/50/6-7) belegt ebenfalls nichts Gegenteiliges, unternahm die Beschwerdeführerin vor Eintritt des Gesundheitsschadens doch keinerlei Bewer
bungsbemühungen.
5.2
Die von der Abklärungsperson ermittelten Einschränkungen bei der Wohnungs
pflege, beim Einkauf sowie bei der Wäsche und Kleiderpflege im Umfang von insgesamt 12 % (vorstehend E. 3.5) erscheinen in Anbetracht der gutachterlich festgestellten gesundheitlichen Einschränkungen und der geltenden Schaden
minderungspflicht von im Haushalt tätigen Versicherten (BGE 133 V 504 E. 4.2) als plausibel und nachvollziehbar. Die Erhebung erfolgte detailliert und in Kenntnis der örtli
chen und räumlichen Verhältnisse.
Der Abklärungsbericht ist somit hinsichtlich der ermittelten Einschränkung ebenfalls voll beweiskräftig. Auch anlässlich der Begutachtung durch Dr. B._ und Dr. C._ wurde festgestellt, dass der Beschwerdeführerin lediglich schwere Haushaltsarbeiten nicht mehr zumutbar seien. Die übrigen Haushaltstätigkeiten seien ihr dagegen möglich (vgl. Urk. 7/34 S. 18).
5.3
Nach dem Gesagten
ist daher vollumfänglich auf den beweiskräftigen Haus-halts
abklärungsbericht abzustellen. Eine erneute Abklärung ist nicht ange
zeigt. D
ie Beschwerdeführerin
ist
mit dem im Sozialversicherungsrecht massgebenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als zu
35 %
Erwerbstätige
und zu 65 % im Haushalt Tätige zu qualifizieren. Die Einschrän
kung im Haushaltsbereich beträgt 12 %.
Das Urteil der zweiten Kammer des Europäischen Gerichtshofs für Menschen
rechte (EGMR) in Sachen Di Trizio gegen die Schweiz vom 2. Februar 2016 (Nr. 7186/09) steht der vorliegenden Anwendung der gemischten Methode nicht entgegen (vgl. Revisionsurteil des Bundesgerichts 9F_8/2016 vom 20. Dezember 2016 E. 4.1-4.4 und IV-Rundschreiben Nr. 355 des Bundesamtes für Sozialversi
cherungen vom 31. Oktober 2016).
6.
6.1
Es bleibt damit die Prüfung der erwerblichen Auswirkungen vorzunehmen. Da die Beschwerdeführerin – wie zuvor ausgeführt (vorstehend E. 5) – als zu 35 % Erwerbstätige und zu 65 % im Haushalt Tätige zu qualifizieren ist, gelangt die gemischte Methode nach Art. 28a Abs. 3 IVG zur Anwendung.
Dabei wird bei nur teilweise erwerbstätigen Versicherten die Invalidität
für die
sen Teil nach
Art.
16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgaben
bereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach
Art.
28a
Abs.
2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen
. Die Gesamtinvalidität ergibt sich aus der Addierung der in beiden Bereichen ermittelten und gewichteten Teilinvaliditäten (Art. 28a Abs. 3 IVG;
BGE
130 V 393 E. 3.3
).
6.2
Bei der Ermittlung des Valideneinkommens (vgl. Urk. 2 S. 2; Urk. 7/43 S. 1) stützte sich die Beschwerdegegnerin auf die Angaben der ehemaligen Arbeitge
berin der Beschwerdeführerin und berechnete – angepasst an die Nominallohn
entwicklung – ein hypothetisches Valideneinkommen von rund Fr. 21‘629.-- für das massgebende Jahr 2013 (vgl. hierzu BGE 139 V 28 E. 3.3.2; 135 V 58 E. 3.1; 134 V 322 E. 4.1; 129 V 222). Dies ist angesichts der Akten (Urk. 7/9 S. 3 Ziff. 2.11) nicht zu beanstanden und wurde von der Beschwerdeführerin auch nicht bestritten.
Bei der Ermittlung des Invalideneinkommens (vgl. Urk. 2 S. 2; Urk. 7/43 S. 2) hielt die Beschwerdegegnerin gestützt auf die medizinische Beurteilung fest, dass der Beschwerdeführerin eine behinderungsangepasste Tätigkeit nach Ab
lauf der Wartezeit im März 2013 zu mindestens 50 % zumutbar sei, womit im Rahmen des gewählten Pensums von 35 % eine volle Arbeitsfähigkeit bestehe. Sodann stützte sie sich – in Beachtung der geltenden Rechtsprechung (BGE 129 V 472 E. 4.2.1) – auf die Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statis
tik herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) und dabei auf den standar
disierten Durchschnittslohn für Frauen in einfachen Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Natur in sämtlichen Wirtschaftszweigen des privaten Sek
tors (vgl. LSE 2012, S. 35, Tabelle TA1, Total, Kompetenzniveau 1). Angepasst an die durchschnittliche betriebsübliche Arbeitszeit und die allgemeine Lohn
entwicklung im Jahr 2013 berechnete die Beschwerdegegnerin ein hypotheti
sches Invalideneinkommen von rund Fr. 18‘130.-- im Jahr 2013 für ein Pensum von 35 %. Einen leidensbedingten Abzug (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75) ge
währte sie nicht. Ein solcher ist vorliegend auch nicht gerechtfertigt. Das er
mittelte hypothetische Invalideneinkommen ist ebenfalls nicht zu beanstanden und unbestritten.
6.3
Wird das Valideneinkommen von Fr. 21‘629.-- dem Invalideneinkommen von Fr. 18‘130.-- gegenübergestellt, resultiert eine Erwerbseinbusse von Fr. 3‘499.--. Dies kommt einer Einschränkung von rund 16 % gleich. Bei der vorliegend massgebenden Gewichtung des Erwerbsbereichs mit 35 % ergibt dies somit ei
nen Teilinvaliditätsgrad von 5.6 % (16 % x 0.35).
Die Einschränkung im Haushaltsbereich beträgt 12 % (vorstehend E. 5.2-5.3), was bei einer Gewichtung von 65 % einem Teilinvaliditätsgrad von 7.8 % (12 % x 0.65) entspricht.
Nach Addition der Teilinvaliditätsgrade im Erwerbs- und im Haushaltsbereich resultiert schliesslich ein nicht rentenbegründender Gesamtinvaliditätsgrad von gerundet 13 % (vorstehend E. 1.2). Die Beschwerdegegnerin verneinte einen Rentenanspruch der Beschwerdeführerin demzufolge zu Recht.
6.4
Würde die gemischte Methode in der nach Suter/Leuzinger modifizierten Handha
bung angewendet (vgl. - nicht rechtkräftiges - Urteil des hiesigen Ge
richts IV.2016.00548 vom 1
9.
Mai 2017), so
würde dies am Ergebnis nichts än
dern. Denn da
s Valideneinkommen
wäre
mit rund Fr. 61‘797
.-- einzusetzen,
das
Invalideneinkommen bei der bis zum
1.
Juli 2013 in einer angepassten Tätigkeit attestierten Arbeitsfähigkeit von 50
%
mit
rund
Fr.
25‘901.--
und
bei der seither zumutbaren Arbeitsfähigkeit von 75
% mit
rund
Fr.
38‘851.--
.
Daraus resultiert
e
eine Erwerbseinbusse von
Fr.
35‘896.--
beziehungsweise Fr.
22‘946.--,
entspre
chend
einer Einschränkung von 58
%
beziehungsweise 37 %
. Bei der Gewich
tung des Erwerbsbereichs mit 35
%
erg
äbe
dies Teilinvaliditätsgrade von 20.3
%
(58
%
x 0.35) sowie ab dem
1.
Juli 2013 von 12.95
%
(37
%
x 0.35). Nach Ad
dition der Teilinvaliditätsgrade im Erwerbs- und im Haushaltsbereich
(7.8 %)
resultier
t
en ebenso nicht rentenbegründende Invaliditätsgrade von gerundet 28
%
(bis
1.
Juli 2013) sowie von gerundet 21
%
(ab dem
1.
Juli 2013).
Die angefochtene Verfügung erweist sich demnach als rechtens, was zur Abwei
sung der Beschwerde führt.
7.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 900.-- anzusetzen. Entsprechend dem Aus
gang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerle
gen.