Decision ID: b5fe8522-2b2a-53ba-8c55-2c8580f81400
Year: 2011
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Robert Baumann, Waisenhausstrasse 17,
Postfach, 9001 St. Gallen,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
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betreffend
Rente
Sachverhalt:
A.
A.a A._ erlitt am 2. September 2001 einen Motorradunfall. Der am 3. September 2001
erstbehandelnde Dr. med. B._, Facharzt für Innere Medizin FMH, diagnostizierte
einen Sturz mit multiplen Kontusionen (leichtere HWS-Distorsion, und islozierte distale
Radiusfraktur rechts, Verdacht auf Lunatum malazie rechts [Arztbericht vom
31. Oktober 2001, act. G 4.2]). Am 3. Dezember 2002 meldete sich der Versicherte zum
Bezug von IV-Leistungen an. Er brachte vor, infolge des Unfallereignisses vom
2. September 2001 an Handgelenksbeschwerden nach distaler Radiusfraktur und an
Nackenbeschwerden zu leiden (act. G 4.1.1). Im von der IV-Stelle eingeholten
Arztbericht vom 27. Januar 2003 stellte Dr. B._ die Diagnosen (mit Auswirkung auf
die Arbeitsfähigkeit) einer posttraumatischen Lunatum malazie rechts und eines
Zervikalsyndroms. Für die angestammte Tätigkeit als Gipser im Rahmen einer eigenen
Gesellschaft (vgl. hierzu act. G 4.1.182) bescheinigte er dem Versicherten für die Dauer
vom 2. September 2001 bis 24. Oktober 2001 eine 100%ige und ab 25. Oktober 2001
eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit (act. G 4.1.14-1 f.).
A.b Am 15. September 2004 wurde der Versicherte von Dr. med. C._, Facharzt für
Handchirurgie, Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie FMH, im Auftrag
der IV-Stelle begutachtet. Im Gutachten vom 22. September 2004 diagnostizierte
Dr. C._ aus handchirurgischer Sicht ein Handgelenkstrauma rechts mit nicht
dislozierter Radiusfraktur rechts, eine posttraumatische Lunatum malazie Stadium I
rechts, einen Zustand nach Capitatumverkürzungsosteotomie und Anbohren sowie
Denervation dorsal des Handgelenks rechts, einen Verdacht auf
Kompressionsneuropathie des N. medianus im Carpaltunnel sowie einen Verdacht auf
ulno-carpales Impingement rechts. Ferner sprach er von einer HWS-Problematik. Für
handwerkliche Tätigkeiten bestehe eine Arbeitseinschränkung von mindestens 25%
und höchstens 50%. Leichtere Arbeiten könnten verrichtet werden (act. G 4.1.48). Im
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Rahmen einer Umschulungsmassnahme schloss der Versicherte am 17. März 2005
erfolgreich einen Deutschkurs ab (vgl. act. G 4.1.69 f.). Am 18. April 2005 verfügte die
IV-Stelle eine Kostengutsprache für einen einjährigen Besuch einer berufsbegleitenden
Handelsschule (act. G 4.1.73). Diese Umschulungsmassnahme brach der Versicherte
wegen Überforderung ab und stellte ein Gesuch um Rentenprüfung (vgl. Schlussbericht
des Berufsberaters vom 27. Juni 2005, act. G 4.1.83).
A.c Im Verlaufsbericht vom 22. August 2005 beschrieb Dr. B._ den
Gesundheitszustand des Versicherten als stationär. Er bescheinigte dem Versicherten
für die angestammte Tätigkeit eine 75%ige Arbeitsunfähigkeit. Andere Tätigkeiten seien
dem Versicherten nicht zumutbar (act. G 4.1.87.1 ff.). Am 6. Oktober 2006 führte die IV-
Stelle eine Abklärung im Geschäft des Versicherten durch. Die Abklärungsperson kam
im Bericht vom 23. Dezember 2006 zum Schluss, dass vor einer Beurteilung die bereits
angeordnete (vgl. hierzu act. G 4.1.102) MEDAS-Begutachtung durchgeführt werden
müsse (act. G 4.1.119).
A.d Dr. med. J._, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des
Bewegungsapparates FMH, diagnostizierte gestützt auf eine Untersuchung vom
31. Oktober 2006 eine Zervikobrachialgie und Zervikocephalgie bei Osteochondrose
C5/6, eine muskuläre Dysbalance zervical, eine Lumboischialgie links bei muskuluärer
Dysbalance lumbal und ein Dekonditionierungssyndrom. Eine den Unfallfolgen
angepasste leichte Tätigkeit könne dem Versicherten ganztags zugemutet werden (vgl.
von der Suva in Auftrag gegebenes Gutachten vom 13. November 2006, act. G 4.2).
A.e Die Experten der ABI Aerztliches Begutachtungsinstitut GmbH, die den
Versicherten am 23. April 2007 polydisziplinär (orthopädisch, psychiatrisch und
internistisch) untersuchten, diagnostizierten im Gutachten vom 5. Juni 2007 mit Einfluss
auf die Arbeitsfähigkeit: ein chronisches panvertebrales Schmerzsyndrom ohne
radikuläre Symptomatik (ICD-10: M54.80) und belastungsabhängige
Handgelenksschmerzen rechts (ICD-10: M25.5). Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
bestehe eine Dyslipidämie (ICD-10: E78.2). Die ABI-Gutachter kamen im Rahmen eines
multidisziplinären Konsensus zum Schluss, dass in der angestammten Tätigkeit als
Gipser seit dem Unfallereignis vom 2. September 2001 keine Arbeitsfähigkeit mehr
bestehe. Die vom Versicherten als operativer Leiter im Rahmen seiner
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Generalunternehmung ausgeübten Tätigkeiten seien ihm aber uneingeschränkt
zumutbar. Für körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeiten mit einer Hebe- und
Traglimite von 15 kg und ohne repetitive Überkopfbewegungen der Arme verfüge der
Versicherte "mindestens" seit Dezember 2003 über eine 100%ige Arbeitsfähigkeit (act.
G 4.1.121).
A.f Die Suva sprach dem Versicherten gestützt auf das ABI-Gutachten für die
verbliebene Beeinträchtigung aus dem Unfallereignis vom 2. September 2001 mit
Wirkung ab 1. Februar 2006 eine Invalidenrente entsprechend einer 31%igen Invalidität
zu (Verfügung vom 21. Mai 2008, act. G 4.2).
A.g Im Vorbescheid vom 28. Juli 2009 stellte die IV-Stelle dem Versicherten in
Aussicht, einen Rentenanspruch mangels rentenbegründender Invalidität zu verneinen.
Im Rahmen eines Einkommensvergleichs ermittelte sie einen Invaliditätsgrad von 30%
(act. G 4.1.137).
A.h Dagegen erhob der Versicherte am 15. September 2009 Einwand. Er machte darin
sowie in den ergänzenden Eingaben vom 16. Oktober 2009 (act. G 4.1.144) und vom
6. November 2009 (act. G 4.1.147) im Wesentlichen geltend, dass er auch für
leidensadaptierte Tätigkeiten in der Arbeitsfähigkeit eingeschränkt sei. Das ABI-
Gutachten stelle keine beweistaugliche Grundlage für die Invaliditätsbemessung dar,
da es nicht mehr aktuell und auch nicht nachvollziehbar sei. Vielmehr sei auf die
Einschätzungen des behandelnden Dr. B._ abzustellen, der eine 75%ige
Arbeitsunfähigkeit bescheinige (act. G 4.1.140). Neu bestünden auch an der linken
Hand gesundheitliche Beschwerden. Beim Einkommensvergleich sei das
"Valideneinkommen" (wohl richtig: Invalideneinkommen) zu hoch angesetzt worden.
Vorliegend rechtfertige sich ein Leidensabzug von 25% (act. G 4.1.144). Ferner reichte
der Versicherte am 12. Februar 2010 Berichte von Dr. B._ vom 2. Februar 2010 (act.
G 4.1.152-1 f.) und des Kantonsspitals St. Gallen, Klinik für Hand-, Plastische- und
Wiederherstellungschirurgie, vom 18. Dezember 2009 (act. G 4.1.152-5 f.) ein (act.
G 4.1.151).
A.i Aus medizinischer Sicht nahm der RAD-Arzt Dr. med. D._, Facharzt für
Allgemeinmedizin FMH, zu den einwandweise erhobenen Vorbringen Stellung. Er
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gelangte zur Auffassung, dass weiterhin von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit für
leidensangepasste Tätigkeiten auszugehen sei (RAD-Stellungnahme vom 4. März 2010,
act. G 4.1.153-2).
A.j Am 11. März 2010 verfügte die IV-Stelle entsprechend dem Vorbescheid vom
28. Juli 2009. Ergänzend führte sie aus, dass keine Gründe vorlägen, welche die
Vornahme eines Leidensabzugs rechtfertigen würden (act. G 4.1.154).
B.
B.a Gegen die Verfügung vom 11. März 2010 richtet sich die vorliegend zu beurteilende
Beschwerde vom 28. April 2010. Der Beschwerdeführer beantragt darin unter Kosten-
und Entschädigungsfolge deren Aufhebung und die Zusprache einer ganzen Rente mit
Wirkung ab 1. September 2002 bzw. ab wann rechtens. Ab 1. Februar 2006 bzw. ab
wann rechtens und bis auf weiteres sei ihm eine Dreiviertelsrente, eventuell eine halbe
Rente zuzusprechen. Eventualiter sei die Sache zur weiteren medizinischen Abklärung
an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Die Begründung lautet im Wesentlichen
gleich wie die im Vorbescheidverfahren vorgetragene. Ergänzend bringt er vor, dass
das Valideneinkommen an die Verhältnisse bei Verfügungserlass anzupassen sei (act.
G 1).
B.b Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 19. Juli 2010
die Beschwerdeabweisung. Sie stellt sich auf den Standpunkt, dass das ABI-
Gutachten nach wie vor aussagekräftig sei. "Auch dem medizinischen Laien leuchtet
ein, dass Beschwerden an beiden Händen (und nicht nur der rechten Hand) keine
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit in einer organisatorischen oder administrativen
Tätigkeit haben". Im Vergleich zu dem vor dem Unfallereignis erzielten Jahreslohn sei
ein um gut 11% höheres Valideneinkommen berücksichtigt worden. Für eine weitere
Erhöhung bestehe kein Anlass. Ein Leidensabzug sei bei der Bemessung des
Invalideneinkommens nicht zu berücksichtigen (act. G 4).
B.c In der Replik vom 5. November 2010 hält der Beschwerdeführer an den gestellten
Anträgen unverändert fest (act. G 10). Die Beschwerdegegnerin hat auf eine Duplik
verzichtet (act. G 12).
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Erwägungen:
1.
Streitig und zu prüfen ist vorliegend der Anspruch des Beschwerdeführers auf
Rentenleistungen.
1.1 Am 1. Januar 2003 ist das Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1), am 1. Januar 2004 sind die neuen
Normen der 4. IV-Revision und am 1. Januar 2008 sind die im Zuge der 5. IV-Revision
revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG;
SR 831.20), der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) und des
ATSG in Kraft getreten. In materiellrechtlicher Hinsicht gilt der allgemeine
übergangsrechtliche Grundsatz, dass der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu
legen sind, die bei Erlass des angefochtenen Entscheids beziehungsweise im Zeitpunkt
gegolten haben, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende Sachverhalt
verwirklicht hat (vgl. BGE 127 V 467 E. 1, 126 V 136 E. 4b, je mit Hinweisen). Die
angefochtene Verfügung ist am 11. März 2010 ergangen (act. G 4.1.154), wobei ein
Sachverhalt zu beurteilen ist (Eintritt Arbeitsunfähigkeit am 2. September 2001, act.
G 4.1.121-21), der vor dem Inkrafttreten des ATSG und der revidierten Bestimmungen
der 4. und 5. IV-Revision begonnen hat. Daher und aufgrund dessen, dass der
Rechtsstreit eine Dauerleistung betrifft, über die noch nicht rechtskräftig verfügt wurde,
ist entsprechend den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln für die Zeit bis
31. Dezember 2002 bzw. bis 31. Dezember 2003 bzw. bis 31. Dezember 2007 auf die
damals geltenden Bestimmungen und ab 1. Januar 2008 auf die neuen Normen der
5. IV-Revision abzustellen (vgl. zur 4. IV-Revision: BGE 130 V 445 ff.; Urteil des
Bundesgerichts vom 7. Juni 2006, I 428/04, E. 1). Nachfolgend werden die seit
1. Januar 2008 gültigen Bestimmungen des ATSG und IVG wiedergegeben, soweit
nicht ausdrücklich auf die altrechtlichen Bestimmungen verwiesen wird.
1.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder
teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Invalidität kann Folge von
Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit
ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen
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Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung
verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in
Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).
1.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im
Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des
Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung
zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte
Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen
Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche
Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V
261 E. 4 mit Hinweisen). Für das gesamte Verwaltungs- und
Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt der Grundsatz der freien
Beweiswürdigung. Danach haben die Versicherungsträger und das
Sozialversicherungsgericht die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche
Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Hinsichtlich des
Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden
ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der
medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten
begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen). Das im Rahmen des
Verwaltungsverfahrens eingeholte Gutachten von externen Spezialärzten, die aufgrund
eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten
Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen
gelangen, besitzt bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft, solange nicht konkrete
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b/bb).
1.4 Gemäss aArt. 28 Abs. 1 IVG (in der bis 31. Dezember 2003 gültigen Fassung)
besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person
mindestens zu zwei Dritteln, derjenige auf eine halbe Rente, wenn sie wenigstens zur
Hälfte invalid ist. Liegt ein Invaliditätsgrad von mindestens 40% vor, so besteht ein
Anspruch auf eine Viertelsrente. Nach aArt. 28 Abs. 1 IVG (in der seit 1. Januar 2004
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bis 31. Dezember 2007 gültigen Fassung) und Art. 28 Abs. 2 IVG (in der seit 1. Januar
2008 gültigen Fassung) besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die
versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie
mindestens zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% besteht
ein Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40%
ein Anspruch auf eine Viertelsrente.
2.
Zu klären ist zunächst die Frage, ob die medizinische Aktenlage eine rechtsgenügliche
Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers erlaubt.
2.1 Die Beschwerdegegnerin stützte die Ablehnung eines Rentenanspruchs in der
angefochtenen Verfügung auf das interdisziplinäre ABI-Gutachten vom 5. Juni 2007
(act. G 4.1.154).
2.2 Der Beschwerdeführer bringt dagegen zunächst vor, dass diese gutachterliche
Einschätzung nicht mehr aktuell sei (act. G 1).
2.2.1 Die Begutachtung bei der ABI fand am 23. April 2007 statt und lag im
Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung vom 11. März 2010 damit knapp 3 Jahre
zurück. Es ist daher in der Tat näher zu untersuchen, ob die im ABI-Gutachten
enthaltene Beurteilung im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung noch aussagekräftig
war. Dabei fällt ins Gewicht, dass die ABI-Gutachter eine günstige Prognose stellten
und aus den vom Beschwerdeführer hernach eingereichten Akten nicht hervorgeht,
dass sich die von den ABI-Gutachtern beurteilten Leiden zwischenzeitlich erheblich
verschlechtert hätten. Vor diesem Hintergrund ist ein Abklärungsbedarf zu verneinen.
2.2.2 Der Beschwerdeführer bringt weiter vor, dass die nach dem ABI-Gutachten
diagnostizierte Daumengrundgelenkarthrose links (Bericht Dr. B._ vom 19. Oktober
2009, act. G 4.1.148) bzw. Rhizarthrose an der linken Hand (Bericht des KSSG, Klinik
für Hand-, Plastische- und Wiederherstellungschirurgie, vom 18. Dezember 2009) vom
ABI-Gutachten nicht erfasst worden seien. Es sei daher auch aus diesem Grund nicht
mehr aktuell und vollständig (act. G 1). Entgegen der apodiktisch formulierten
Auffassung der Beschwerdegegnerin ("auch dem medizinischen Laien leuchtet ein,
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dass Beschwerden an beiden Händen [...] keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit in
einer organisatorischen oder administrativen Tätigkeit haben.", act. G 4, S. 4 Rz 2), ist
das vom Beschwerdeführer geklagte Leidensbild an der linken Hand (Arthrose) nicht
generell und von vornherein ungeeignet, eine Leistungseinschränkung in
organisatorischen oder administrativen Tätigkeiten zu verursachen (vgl. etwa Urteil des
Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: Sozialrechtliche
Abteilungen des Bundesgerichts] vom 19. November 2003, I 479/03, E. 2.2, worin eine
Arthrose an den Daumensattelgelenken allerdings beider Hände zu einer medizinisch
bescheinigten 40%igen Leistungseinbusse in leichten körperlichen Tätigkeiten führte).
Vorliegend ist aber entscheidend, dass die handchirurgischen Spezialisten des KSSG
der Rhizarthrose zumindest keinen quantitativen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
bescheinigten (keine Arbeitsunfähigkeit, act. G 4.1.152-6). Damit geht einher, dass
Dr. B._ in seinem Bericht vom 2. Februar 2010 (act. G 4.1.152-1 f.), worin er die
Rhizarthrose mitberücksichtigt, im Vergleich zu seinem Bericht vom 22. August 2005
(act. G 4.1.87-4) keinen tieferen Arbeitsfähigkeitsgrad (25%) in der körperlich
belastenden Tätigkeit als Gipser bescheinigt. Ferner bescheinigte er dem
Beschwerdeführer für leidensadaptierte Tätigkeiten am 2. Februar 2010 eine 50%ige
Arbeitsfähigkeit (act. G 4.1.152-1 f.), währenddem er am 22. August 2005 die
Zumutbarkeit einer anderen Tätigkeit noch vollständig verneinte (act. G 4.1.87-3). Das
mehrere Jahre zurückliegende ABI-Gutachten erweist sich somit auch unter diesem
Gesichtspunkt im Zeitpunkt des Verfügungserlasses nach wie vor als aussagekräftig.
2.3 Bei der Beurteilung des ABI-Gutachtens fällt weiter ins Gewicht, dass es auf einer
polydisziplinären Begutachtung beruht, in Kenntnis und in Auseinandersetzung mit den
wesentlichen Vorakten erfolgte und die darin gezogenen Schlüsse nachvollziehbar
sind. Zum Beginn der für leidensadaptierte Tätigkeiten bestehenden 100%igen
Leistungsfähigkeit äussern sich die ABI-Gutachter indessen nicht ganz einheitlich.
Während sie auf Seite 21 des Gutachtens den Beginn mit "mindestens seit Dezember
2003" (act. G 4.1.121-21) angaben, findet sich eine derartige zeitliche Einschränkung
weder im orthopädischen Teilgutachten (act. G 4.1.121-18) noch in der
zusammenfassenden Beurteilung, wo vielmehr der Bezugspunkt "September 2001"
angegeben wird (act. G 4.1.121-22). Aus den übrigen Akten geht nicht hervor, dass der
Beschwerdeführer nach Ablauf des Wartejahres (September 2002) 3 Monate oder
länger über eine rentenrelevante eingeschränkte Leistungsfähigkeit für
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leidensangepasste Tätigkeiten verfügte. Vor diesem Hintergrund ist gestützt auf das
ABI-Gutachten davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer auch nach dem
Unfallereignis vom 2. September 2001 über eine grundsätzlich uneingeschränkte
Leistungsfähigkeit für leidensadaptierte Tätigkeiten verfügte. Diese Betrachtungsweise
wird dadurch bestätigt, dass Dr. med. E._, Facharzt für Allgemeinmedizin FMH, im
Bericht vom 13. Januar 2002 für die angestammte Tätigkeit eine 100%ige
Arbeitsfähigkeit ab 14. Januar 2002 vorsah (act. G 4.2) und dass auch die
medizinischen Fachpersonen der Klinik Valens, wo sich der Beschwerdeführer am
2. und 3. Juli 2003 einer Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit unterzog, von
einer uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit für leichte bis mittelschwere Arbeit ausgingen
(Bericht der Klinik Valens vom 4. Juli 2003, act. G 4.2).
3.
Gestützt auf das ABI-Gutachten vom 5. Juni 2007 bleiben die erwerblichen
Auswirkungen der für leidensangepasste Tätigkeiten bestehenden 100%igen
Arbeitsfähigkeit zu prüfen. Der Beschwerdeführer und die Beschwerdegegnerin gehen
übereinstimmend davon aus, dass hierfür ein Einkommensvergleich vorzunehmen sei.
Aus den Akten ergeben sich keine Hinweise, die im Rahmen der Rechtsanwendung
von Amtes wegen durch das Gericht eine andere Einschätzung erfordern würden.
3.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrads im Rahmen eines
Einkommensvergleichs wird gemäss Art. 16 ATSG das Erwerbseinkommen, das die
versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der
medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sogenanntes
Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen
könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sogenanntes Valideneinkommen).
3.2
3.2.1 Gemäss Art. 16 ATSG richtet sich das Valideneinkommen danach, was eine
versicherte Person erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre. Massgebend
für das Valideneinkommen ist, was die versicherte Person aufgrund ihrer beruflichen
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Fähigkeiten und persönlichen Umstände nach dem Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit im massgebenden Zeitpunkt des allfälligen Rentenbeginns
(vorliegend 2002) verdient hätte. Dabei ist in der Regel vom zuletzt - d.h. grundsätzlich
vor dem Beginn der ganzen oder teilweisen Arbeitsunfähigkeit erzielten -
(Brutto-)Verdienst auszugehen (Urteil des EVG vom 21. Dezember 2001, I 183/01,
E. 4a).
3.2.2 Der Beschwerdeführer vertritt den Standpunkt, dass das Valideneinkommen
für das Jahr 2006 Fr. 80'000.-- betrage. Ob diese Auffassung zutrifft, kann offen
gelassen werden. Denn selbst wenn zugunsten des Beschwerdeführers von einem
Betrag von Fr. 80'000.-- für das Jahr 2006 bzw. für das Jahr 2002 von Fr. 76'783.--
(Indexbasis 2006: 2014, Indexbasis 2002: 1933; vgl. Bundesamt für Statistik,
Entwicklung der Nominallöhne, der Konsumentenpreise und der Reallöhne, 1976-2009)
ausgegangen würde, resultierte kein rentenbegründender Invaliditätsgrad, wie sich aus
nachfolgenden Erwägungen ergibt.
3.3
3.3.1 Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-
erwerblichen Situation auszugehen, in der die versicherte Person konkret steht. Ist kein
solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die
versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine
an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so ist auf
Erwerbstätigkeiten abzustellen, die der versicherten Person angesichts ihrer
Ausbildung und ihrer physischen sowie intellektuellen Eignung zugänglich wären.
Rechtsprechungsgemäss werden hierzu die Tabellenlöhne gemäss den vom
Bundesamt für Statistik periodisch her-ausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE)
herangezogen (vgl. BGE 129 V 476 E. 4.2.1).
3.3.2 Vorliegend stellte die Beschwerdegegnerin zur Bestimmung des
Invalideneinkommens auf die LSE-Tabellenlöhne ab. Auch der Beschwerdeführer
erachtet für die Bestimmung des Invalideneinkommens die statistischen Löhne für
anwendbar (act. G 1). Aus den Akten ergeben sich keine Anhaltspunkte, die gegen das
Heranziehen der Tabellenlöhne sprechen würden, zumal der Beschwerdeführer in
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seiner angestammten Tätigkeit die ihm zumutbare Restleistungsfähigkeit nicht
vollständig zu verwerten vermag.
3.3.3 In der Beschwerdeantwort wirft die Beschwerdegegnerin die Frage auf, ob
nicht anstatt des in der Verfügung berücksichtigten Anspruchsniveaus 4 der
Tabellenlohn für das Anspruchsniveau 3 zutreffender wäre (act. G 4). Diese Frage kann
indessen letztlich offen gelassen werden. Denn selbst wenn zugunsten des
Beschwerdeführers auf den Tabellenlohn TA1, Total, Männer, Anspruchsniveau 4,
2002, im Betrag von Fr. 57'008.-- abgestellt wird, resultiert kein rentenbegründender
Invaliditätsgrad, wie sich aus den nachstehenden Erwägungen ergibt.
3.3.4 Der Beschwerdeführer fordert bei der Festsetzung des Invalideneinkommens
die Vornahme des maximal zulässigen 25%igen Abzugs (act. G 1). Wird zur
Bestimmung des Invalideneinkommens auf die LSE-Tabellenlöhne abgestellt, so kann
zusätzlich ein Abzug vom Invalideneinkommen von höchstens 25% (Leidensabzug
oder auch Tabellenabzug genannt) vorgenommen werden. Mit dem Leidensabzug ist
zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, die selbst bei
leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen
und entsprechend einsetzbaren arbeitnehmenden Personen benachteiligt sind und
deshalb mit unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Sodann wird dem
Umstand Rechnung getragen, dass weitere - entgegen der Auffassung der
Beschwerdegegnerin (vgl. act. G 4.1.154) auch invaliditätsfremde - persönliche
berufliche Merkmale einer versicherten Person, wie Alter, Dauer der
Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie
Beschäftigungsgrad, Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 129 V 481
E. 4.2.3 und 134 V 327 E. 5.2). Mit Blick darauf, dass der Beschwerdeführer in einer
leidensangepassten Tätigkeit über eine vollständige Rest-arbeitsfähigkeit und bis zum
ordentlichen AHV-Rentenalter noch über eine lange Aktivitätsdauer verfügt, dennoch
aber lediglich noch leichte Tätigkeiten ausüben kann und hierfür qualitativ (keine
repetitive Überkopfbewegungen der Arme, act. G 4.1.121-21; mit Blick auf die Leiden
an den Händen sind Beeinträchtigungen nicht bloss kräftemässig, sondern auch
hinsichtlich der Präzision überwiegend wahrscheinlich) eingeschränkt ist, rechtfertigt
sich ein Abzug von 10%.
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3.3.5 Unter Abzug eines 10%igen Tabellenabzugs ergibt sich bei
Berücksichtigung einer 100%igen Restarbeitsfähigkeit ein Invalideneinkommen von
Fr. 51'307.-- (Fr. 57'008.-- x 0,9), eine Erwerbseinbusse von Fr. 25'476.-- (Fr. 76'783.--
- Fr. 51'307.--) und ein nicht rentenbegründender Invaliditätsgrad von abgerundet 33%.
3.4 Das Fehlen eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades wird bei einer
Plausibilitätskontrolle im Rahmen eines Betätigungsvergleichs (ausserordentliche
Bemessungsmethode; vgl. hierzu BGE 128 V 30 E. 1, 105 V 154 E. 2) im Übrigen klar
erhärtet.
3.4.1 Im Fall des Beschwerdeführers ist zu beachten, dass die von ihm bereits
jetzt teilzeitlich ausgeübte Geschäftsführer- und weitere Administrativtätigkeit den
Anforderungen an eine leidensangepasste Tätigkeit entspricht und er hierfür über eine
uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit verfügt (act. G 4.1.121-21). Er amtet gemäss
Handelsregister sowohl in der F._ als auch in der G._ als einziger Geschäftsführer.
Zu seinen auch noch jetzt ausgeübten Tätigkeiten in diesen Gesellschaften gehört die
Einteilung und Überwachung (act. G 4.1.110) des Personals, Besuche der Bauplätze,
"verschiedene administrative Tätigkeiten", die Materiallieferung und der
Materialeinkauf. Mit diesen Arbeiten beginnt er nach eigenen Angaben um 7:00 Uhr.
"Auch am Nachmittag beschäftige er sich häufig mit derartigen Tätigkeiten" (act.
G 4.1.121-11). Er "ergänzt" auch den mit einem 50%igen Beschäftigungsgrad
angestellten H._ bei der Offert- und Rechnungsstellung sowohl für das
Gipsergeschäft als auch für die Generalunternehmung (act. G 4.1.110). In der G._
werden acht Arbeitnehmende beschäftigt (act. G 4.1.121-10). Hinzu kommt, dass der
Beschwerdeführer auch noch in der I._ als einziger Geschäftsführer arbeitet (act.
G 4.1.182). Vor diesem Hintergrund ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer
ein wesentlich über 61% liegendes Pensum als Geschäftsführer verrichtet bzw.
leidensangepasste Tätigkeiten mit einem Beschäftigungsgrad von wesentlich mehr als
61% ausübt. Zumindest wäre dem Beschwerdeführer aber eine Erweiterung der
leidensangepassten Geschäftsführertätigkeit oder anderer administrativer Tätigkeiten
auf ein wesentlich über 61% liegendes Pensum zumutbar.
3.4.2 Da vom Grundsatz auszugehen ist, dass der Funktion als Geschäftsführer
ein grösseres wirtschaftliches Gewicht zukommt als der übrigen branchenspezifischen
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Tätigkeit (vgl. BGE 128 V 33 E. 4b) und sich vorliegend keine von dieser Vermutung
abweichenden Anhaltspunkte aus den Akten ergeben, brauchen die monetären
Grössen der Geschäftsführer- und der Gipsertätigkeit nicht ermittelt zu werden. Denn
dem Beschwerdeführer ist ein wesentlich über 61% liegendes Pensum als
Geschäftsführer zumutbar - und dieses wird von ihm wohl bereits ausgeübt (vgl.
vorstehende E. 3.4.1) -, so dass der Anteil von nicht leidensangepassten
(Gipser-)Tätigkeiten gering ist und damit einhergehend ein Invaliditätsgrad in
Anwendung der ausserordentlichen Bemessungsmethode wesentlich unter 39% zu
liegen kommt.
4.
Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen. Das Beschwerdeverfahren ist
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom
Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG).
Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint in der vorliegend zu beurteilenden
Angelegenheit als angemessen. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend sind sie
vollumfänglich dem Beschwerdeführer aufzuerlegen, wobei der von ihm geleistete
Kostenvorschuss von Fr. 600.-- anzurechnen ist. Entsprechend dem Ausgang des
Verfahrens hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP