Decision ID: 45dea9e8-68fe-4196-a054-22e88831bdb4
Year: 2022
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1966, war
vom
26. Mai 2017
bis Ende November 2018 (letzter effektiver Arbeitstag: 9. April 2018)
bei
der
Y._
GmbH
als
Betriebs
mit
arbeiterin auf Stunden
lohn
basis
in einem 100%-Pensum
an
gestellt (Urk.
10/
6
, Urk.
10/31
, Urk. 10/38
).
Am 23. Juli 2018 (Eingangsdatum)
meldete sich die Versicherte bei der Sozialver
siche
rungs
anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
unter Hinweis
auf
Beschwerden im Rücken und
im
rechten Bein zum Bezug von Leistungen der Invaliden
ver
si
che
rung an (Urk. 10/9).
Die IV-Stelle nahm medizinische und erwerbliche Abklä
run
gen vor, zog wiederholt die Akten der Krankentaggeldversicherung (Urk. 10/20-24, Urk. 10/33, Urk. 10/48-49) bei, holte die Berichte der behan
delnden Ärzte (Urk. 10/
44
, Urk.
10
/
46
, Urk.
10
/4
7
, Urk.
10
/
53
, Urk.
10
/
55, Urk. 10/56, Urk. 10/60, Urk. 10/69, Urk. 10/73-75
, Urk. 10/80-89
) sowie einen Auszug aus dem Individuellen Konto der Versicherten (IK-Auszug, Urk. 10/19) ein und er
suchte die Arbeitgeberin um Auskünfte (vgl. Arbeitgeberfragebogen vom 6. September 2018, Urk. 10/31).
Mit Mitteilung vom 1. Oktober 2018 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, dass berufliche Eingliederungsmassnahmen nicht
notwendig
seien (Urk. 10/43).
In der Folge ver
anlasste sie eine akten
basierte Ein
schätzung durch
Dr.
med.
Z._
, Fach
arzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie
sowie
Arzt
des Regio
na
len Ärztlichen Dienstes
(RAD; vgl. Feststellungsblatt,
Urk. 10/92
), gestützt wo
rauf sie
dem Vorbescheid entsprechend
(vgl.
Vor
bescheid vom
9. August 2021; Urk. 10/93
) mit Ver
fügung vom
24. September 2021
einen Anspruch auf
Leis
tun
gen der Invaliden
versiche
rung
verneinte
(
Urk. 10/94
=
Urk.
2).
2.
Hiergegen erhob
die
Versicherte mit Eingabe vom
1. Oktober 2021
Beschwerde
und beantragte sinngemäss, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und die Be
schwer
de
gegnerin sei zu verpflichten, ihr eine Rente der Invalidenversicherung zu gewähren (Urk. 1).
Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 11. November 2021
(Urk. 9) auf Abweisung der Beschwerde,
was der Beschwerdeführerin mit Ver
fügung vom 16. November 2021 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 12).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) in Kraft getreten.
In zeitlicher Hinsicht sind
vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen
grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da die angefochtene Verfügung vor dem 1. Januar 2022 erging, sind vorliegend die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nachfolgend auch in dieser Fassung zitiert werden (vgl. statt vieler: Urteile des Bundesgerichts 8C_251/2022 vom 11. Juli 2022 E. 3.1 und 8C_804/2021 vom 1. Juni 2022 E. 2.2).
1.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und
bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1.4
Der Rentenanspruch entsteht frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs (Art. 29 Abs. 1 IVG).
1.5
Nach ständiger Rechtsprechung beurteilt das Sozialversicherungsgericht die
Gesetzmässigkeit
der Verwaltungsverfügungen beziehungsweise der
Einspracheentscheide
in der Regel nach dem Sachverhalt, der zur Zeit des Abschlusses des Verwaltungsverfahrens gegeben war. Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung sein (BGE 130 V 138 E. 2.1 mit Hinweis). Jedoch sind Tatsachen, die sich erst später verwirklichen, insoweit zu berücksichtigen, als sie mit dem Streitgegenstand in engem Sachzusammenhang stehen und geeignet sind, die Beurteilung im Zeitpunkt des Erlasses der Verwaltungsverfügung beziehungsweise des
Einspracheentscheides
zu beeinflussen (BGE 121 V 362 E. 1b, 99 V 98 E. 4; Urteil des Bundesgerichts 8C_95/2017 vom 15. Mai 2017 E. 5.1 mit Hinweisen).
1.6
1.6.1
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.6.2
Die regionalen ärztlichen Dienste (RAD) stehen den IV-Stellen zur Beurteilung der medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs zur Verfügung. Sie setzen die für die Invalidenversicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funktionelle Leistungsfähigkeit der Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im Aufgabenbereich auszuüben. Sie sind in ihrem medizinischen Sachentscheid im Einzelfall unabhängig (Art. 59 Abs. 2
bis
IVG). Nach Art. 49 IVV beurteilen die RAD die medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs. Die geeigneten Prüfmethoden können sie im Rahmen ihrer medizinischen Fachkompetenz und der allgemeinen fachlichen Weisungen des Bundesamtes frei wählen (Abs. 1). Die RAD können Versicherte bei Bedarf selber ärztlich untersuchen. Sie halten die Untersuchungsergebnisse schriftlich fest
(Abs. 2; Urteil des Bundesgerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweis auf BGE 135 V 254 E. 3.3.2).
Die Funktion interner RAD-Berichte besteht
darin, aus medizinischer Sicht -
gewissermassen als Hilfestellung für die medizinischen Laien in Verwaltung und Gerichten, welche in der Folge über den Leistung
sanspruch zu entscheiden haben -
den medizinischen Sachverhalt zusammenzufassen und zu würdigen, wozu namentlich auch gehört, bei widersprüchlichen medizinischen Akten eine Wertung vorzunehmen und zu beurteilen, ob auf die eine oder die andere Ansicht abzustellen oder aber eine zusätzliche Untersuchung vorzunehmen sei. Sie würdigen die vorhandenen Befunde aus medizinischer Sicht (Urteil des Bundesgerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweisen).
2.
2.1
In der angefochtenen Verfügung vom
24. September
2021 (
Urk.
2) hielt die Beschwer
degegnerin fest, medizinische Abklärungen hätten ergeben, dass
die Beschwerdeführerin
seit September 2017 unter gesundheitlichen Beeinträch
tigungen leide, jedoch
seit spätestens Januar 2019
(sechs Monate nach ihrer Anmeldung)
in einer angepassten Tätigkeit zu 80 % arbeitsfähig sei und ein rentenausschliessendes Einkommen als Hilfs
arbei
te
rin erzielen könne.
2.2
Demgegenüber machte die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde vom
1. Ok
to
ber 2021 (Urk. 1) sowie ergänzend am 1. November 2021 (Urk. 5) geltend, ihr Gesundheitszustand habe sich verschlechtert. Sie habe Lähmungserschei
nungen im rechten Bein und Schmerzen im Rücken.
3.
3.1
In seinem Arztbericht vom 12. November 2018 zuhanden der Beschwerde
gegnerin
führte Dr. med. A._
, Allgemeine Innere Medizin FMH, aus, s
eit
dem 10.
Juni 2018
bestehe
bei der Beschwerdeführerin
eine progrediente
lumboradikuläre
Schmerz
sympto
matik
rechtsbetont mit Ausstrahlung in den rechten Unterschenkel. Infolge einer akuten
Schmerzexazerbation
mit immobi
li
sie
renden Schmerzen, Hypo
sensibilität im gesamten rechten Bein sowie musku
lärer Schwäche des rechten Beins wurde am 12. Juni 2018 eine MRI Untersuchung durchgeführt, im Rahmen derer sich zwei Bandscheibenvorfälle in Höhe L4/5 und L5/S1 zeigten
(Urk. 10/46/9)
. In der Folge war die
Beschwerdeführerin vom 13. bis 17. Juni 2018 im Wirbel
säulen
zentrum der Universitätsklinik
B._
hospi
tali
siert
, wo
eine mikrochirurgische D
ekompression L4/5 und L5/S1 rechts
erfolgte
(Urk. 10/
3/2
, Urk. 10/33/1
, Urk. 10/44/8
)
. Vier Wochen postope
ra
tiv habe die Beschwerdeführerin von einem regulären postoperativen Verlauf mit vollständiger
Regredienz
der
radikulären
Schmerz
symptomatik berichtet. Ver
blie
ben seien eine
Fussheberschwäche
und ein inter
mittierendes Schwäche
gefühl im Bereich des rechten
Quadriceps
. Die behan
deln
den Ärzte empfahlen eine
musku
lo
skelettale
Rehabilitation sowie Physiotherapie zur Kräftigung des Fusshebers und Kniestreckers rechtsseitig
(vgl. Sprech
stunden
bericht vom 16. Juli 2018, Urk.
10/44/11)
.
V
om 11. bis 31. August 2018
war die Beschwerde
führerin
im
Rehazentrum
C._
in sta
tio
nä
rer Behandlung. Im Aus
trittsbericht vom 25.
September 2018 wurde fest
ge
hal
ten, die Beschwerde
führerin könne selb
ständig spazieren und sei für min
destens drei Stockwerke (62 Stufen) sicher und mobil. Insgesamt habe sie sich körperlich stärken und ihre Reha
bi
li
ta
tionsziele erreichen können. Sie habe in gutem Allge
mein
zustand und gebesserter Mobilität in das gewohnte häusliche Umfeld ent
lassen werden könne
n
(Urk. 10/46/17).
3.2
Aufgrund
zunehmender
Lumboischialgien
mit starken Schmerzen lumbal rechts
betont und Ausstrahlung ins rechte Bein sowie bei bestehender Hypästhesie im Bereich des rechten Unterschenkels und Fusses wurde am 16. Oktober 2018 ein
e
neue MRT der Lendenwirbelsäule (LWS) und des
Iliosakralgelenkes
(ISG) angefertigt. Dieses zeig
t
e Narbengewebe bei L4/5 mit Verlagerung der
rechten
L5-Wurzel, eine unveränderte Diskushernie bei L5/S
1
bei Zustand nach Dekompres
sion
,
jedoch aktuell nur noch mit Tangierung der rechten S1-Wurzel
,
sowie ak
ti
vierte
Spondylarthrosen
L3-S1 (Urk. 10/46/14).
Bei persistierender Schmerz
sympto
matik
(vgl. auch Sprechstundenbericht vom 14. Dezember 2018, Urk. 10/48/11)
wurde am 3. Januar 2019 ein weiterer operativer Eingriff durch
geführt (mikrochirurgische Redekompression und
Re
z
essotomie
L4/5 rechts,
Neuro
lyse
L5 rechts
; vgl. Operationsbericht, Urk. 10/48/7
).
Der postoperative Ver
lauf habe sich komplikationslos gestaltet. Präoperativ
gegenüber
unverändert seien einzig eine Fuss- und
Grosszehen
heber
schwäche
M4+ und abgesehen von einer Sen
si
bi
litätsminderung im dorsalen Fuss und
anterolateralen
Unterschenkel rechts seien keine sensomotorischen Defizite zu verzeichnen. Die Rehabilitationsphase sei jedoch noch nicht abgeschlossen (vgl. Arztbericht vom 21. Februar 2019, Urk. 10/47).
3.3
Nach der Redekompression und
Rezessotomie
L4/5 rechts mit
Neurolyse
L5 war die Beschwerdeführerin vom 8. bis 29. Januar 2019 erneut
im
Rehazentrum
C._
zur
muskuloskelettalen
Rehabilitation. Ziele des Aufenthaltes seien ein sichereres Gangbild, eine Besserung/Aufhebung der Paresen und der Sen
sibili
täts
störungen sowie die Linderung der Schmerzen. Nach zwischen
zeit
li
cher Pro
gre
dienz der Sensibilitätseinschränkungen mit einschiessenden Schmer
zen an lateraler und
dorsaler Oberschenkelseite (
Lasègue
positiv) habe sich bei Austritt nach intensiven physiotherapeutischen Massnahmen eine weitere
Re
gre
dienz
der Schmerzen, der Sensibilitätseinschränkungen sowie der Kraftminderung der Dorsalextension gezeigt. Die Beschwerdeführerin habe bei Beschwerdefreiheit die medikamentöse Therapie eigenständig abgesetzt. Insgesamt hätten die Reha
bi
li
tationsziele erreicht werden können, sodass die Beschwerdeführerin körperlich ge
stärkt und in schmerzkompensiertem, gutem Allgemeinzustand aus der Reha
bi
litation habe entlassen werden können. Die Weiterführung der Physiotherapie wurde empfohlen (vgl. Austrittsbericht vom 23. April 2019, Urk. 10/74).
3.4
Aufgrund persistierender Schmerzen im rechten Bein (vgl. Urk. 10/54) wurde am 4. September 2019 eine mikrochirurgische Re-Re-Dekompression L4/5 rechts sowie
Neurolyse
L5 rechts durchgeführt
(vgl. Urk. 10/55)
.
In der Folge war die Beschwerdeführerin vom 9. bis 26. September 2019 zur
muskuloskelettalen
Rehabilitation aberma
ls im
Rehazentrum
C._
in stationärer Behand
lung. Die noch deutlich vorhandenen Kraft-/Ausdauerdefizit
e
des ganzen rechten Beines mit
Sensomotorikstörungen
hätten durch Physiotherapie ver
bes
sert wer
den können, sodass die Beschwerdeführerin bei Austritt
mindestens 30 Minuten mobil gewesen sei
und selbständig 80 Treppenstufen
habe
steigen
können
. Die behandelnden Ärzte empfahlen die Weiterführung der ambulanten Physiotherapie (vgl. Aus
trittsbericht vom 23. Oktober 2019, Urk. 10/75).
Im Rahmen der Ver
laufskontrolle am 4. Oktober 2019 habe die Beschwerdeführerin über einen rech
ten Verlauf berichtet. Es würden noch sensorische Defizite sowie eine minime Fussheber- und
Zehenheberparese
rechts M4+ bestehen. Ansonsten sei die Be
schwer
deführerin zufrieden
. D
ie Behandlung
wurde seitens der Ärzte des
B._
abgeschlossen (vgl. Arzt
bericht vom 10. Oktober 2019, Urk. 10/60).
3.5
A
m 16. Juli 2020
erfolgte
eine L4-S1 Stabilisation mit
transpedikulären
Schrauben. In der Folge war die Beschwerdeführerin vom 16. bis 28
. August 2020 in der Klinik D._
zur ortho
pädischen Rehabilitation in Behandlung. Im Verlauf habe sich eine deutliche Verbesserung der Schmerz
symptomatik gezeigt, sodass die Medikation schritt
weise habe reduziert werden können. Auch hätten sich deutliche Fortschritte in der Mobilität gezeigt (vgl. Aus
trittsbericht vom
28. August 2020, Urk. 10/80).
3.6
Am 30. September 2020 wurde die Beschwerdeführerin aufgrund vermehrt auftre
tender Schmerzen im rechten
Knie bei Dr. med. E._
, Facharzt ortho
pädische Chirurgie FMH, vorstellig. Dieser konstatierte,
die degenerativen Ver
ände
run
gen seien nach der Kniegelenksa
rthroskopie
im Dezember 2015
erschreck
end schnell fortge
schritten. Die Beschwerdeführerin zeige klinisch und
radiologisch deutliche An
zei
chen einer Kniegelenksarthrose
(Urk. 10/81)
. Bei aus
bleibendem Erfolg der Kniegelenksinfiltrationen und persistierenden Knie
schmer
zen komm
e
nur die Implantation einer Teil- oder
Totalendo
prothese
infrage (vgl. Arztbericht vom 29. Oktober 2020, Urk. 10/83).
3.7
Zur Einholung einer Zweitmeinung begab sich die Beschwerdef
ührerin in die Klinik F._. Dr. med. G._
, leitender Arzt Orthopädie, diagnos
ti
zierte in seinem Arztbericht vom 27. November 2020 gestützt auf bild
gebende Befunde eine medial betonte Gonarthrose rechts bei Status nach Knie
gelenks
arthroskopie mit
Plica
-Resektion und
Meniskektomie
rechts am 17. De
zember 2015, unklare überlastungsbedingte Knieschmerzen links resp.
incipiente
Gon
arthrose links mit degenerativer media
ler Meniskusläsion sowie einen Status nach
Spondylodese
L5-S1 am 17. Juli 2020. Er stellte die Indikation zur medialen Teil
pro
these rechts. Auf der linken Seite sei eine konservative Behandlung zu empfeh
len, wobei eine Infil
tra
tion im Verlauf möglich wäre (Urk. 10/84). Der ope
ra
tive Eingriff erfolgte am 28. Dezember 2020 (vgl. Urk. 10/85). Die post
operative Röntgenkontrolle zeige ein regel
rechtes Operationsergebnis, sodass die Beschwer
de
führerin am 31. De
zember 2020 in gutem Allgemeinzustand und mit reizlosen, trockenen Wund
ver
hält
nis
sen nach Hause habe entlassen werden kön
nen (vgl. Austritts
bericht vom 5. Ja
nuar 2021, Urk. 10/86). Im Rahmen der Ver
laufs
kon
trolle zwei Monate post
operativ zeige sich die Beschwerdeführerin zufrie
den mit dem Ergebnis. Das Gang
bild sei
hinkfrei
, einen Erguss im Kniegelenk könne ver
neint werden und insgesamt sei das Kniegelenk
mediolateral
stabil (Urk. 10/87). Auch die Rücken
schmer
zen sowie die Bein
schmerzen seien
regredient
und wür
den nur noch bei langem Sitzen oder Stehen in abgeschwächter Form auftreten. Die Ärzte empfah
len den Wiederbeginn mit der Arbeit, anfänglich in einem 80%-Pensum, das dann auf ein Vollzeitpensum gesteigert werden könne (Urk. 10/88).
3.8
RAD-Arzt Dr.
Z._
hielt in seiner Stellungnahme vom 1. Juni 2021 (Urk. 10/92 S. 14) folgende somatischen Gesundheitsschäden fest:
-
Residuelle
lumbale Rücken- und linksseitige Beinschmerzen bei
-
Status nach
Spondylodese
L4-S1 am 17. Juli 2020 mit Stabilisation mit
transpedikulären
Schrauben, intersomatischer Cage-Einlage L4/5 und L5/S1 sowie dorsaler Stabilisation L4-S1 links
-
Status nach mikrochirurgischer Re-Re-Dekompression L4/5 rechts und
Neurolyse
L5 rechts am 4. September 2019
-
Status nach mikrochirurgischer Re-Dekompression und
Rezessotomie
L4/5 rechts und
Neurolyse
L5 rechts am 3. Januar 2019
-
Status nach mikrochirurgischer Dekompression L4/5 und L5/S1 rechts notfallmässig am 13. Juni 2018 bei chronischer
lumboradikulärer
L5- und S1-Neuropathie rechts
-
Status nach Implantation einer
unikon
d
ylär
-medialen
Hemiprothese
des rechten Kniegelenks am 28. Dezember 2020 bei
-
Medial-betonter Gonarthrose
-
Status nach Kniegelenk-ASK am 17. Dezember 2015 mit
Plica
-Resektion und
Meniskektomie
-
Diskret beginnende mediale Gonarthrose und degenerative mediale Menis
kus
läsion links
Betreffend die Arbeitsfähigkeit konstatierte Dr.
Z._
, die zuletzt von der Beschwerdeführerin ausgeübte Tätigkeit sei gemäss den Angaben im An
for
de
rungs
profil des Arbeitgeberfragebogens überwiegend körperlich leicht und selten mit
tel
schwer, sei aber oft im Stehen und nur manchmal im Sitzen ausgeübt worden. Angesichts der bestehenden Gesundheitsschäden der LWS und der Kniegelenke sei diese oder eine ähnliche Tätigkeit aus versicherungs
medizinisch-ortho
pä
discher Sicht überwiegend wahrscheinlich dauerhaft nicht mehr möglich. Eine adäquat leidensangepasste Tätigkeit (körperlich ausschliesslich leicht, wechsel
belastend und dabei vorwiegend sitzend, ohne häufiges Bücken oder Zwangs
haltungen des Rumpfes, ohne Knien, Kauern, Hocken oder häufiges Treppen
steigen) sei medizinisch-theoretisch ab April 2021 mit einer 80%igen Arbeits
fähigkeit, resultierend aus einer vollschichtigen Präsenz und einer geringen Leis
tungs
minderung von ca. 20 %, möglich. Dr.
Z._
führte an, wegen der langen, fast 4-jährigen, vollständigen bzw. weitgehenden Ab
wesen
heit vom Arbeitsmarkt sei ein schrittweiser Wiedereinstieg sinnvoll, beginnend mit einer Arbeitsfähigkeit von drei Stunden pro Tag und dann jeweils mit Steigerung um eine Stunde pro Tag alle zwei Wochen.
4.
4.1
D
er vorliegend massgebende Sachverhalt bestimmt sich ab dem Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns (hier:
1.
Januar
201
9
bzw. ab dem 1. des Monats in welchem die Frist von sechs Monaten ab der Anmeldung zum Leistungsbezug vom
23
.
Juli 2018
abgelaufen ist, vgl. Urk.
10/9
und Art. 29 Abs. 1 und 3 IVG) bis zum Zeitpunkt der Verfügung der Beschwerdegegnerin (vgl. Urteile des Bun
des
gerichts 8C_736/2020 vom 17. Februar 2021
E. 4.1 und 8C_101/2018 vom 31.
August 2018 E. 4.1;
E. 1.5
vorstehend). Daraus folgt, dass vorliegend der medizinische Sachverhalt bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung
vom 24. Sep
tember 2021
(Urk. 2) zu beurteilen ist.
4.2
Es
ist unbestritten und durch die Akten ausgewiesen (
E. 3.8
; vgl. auch Urk. 10/40
), dass der
Beschwerdeführer
in
ihre
bisherige, körperlich belastende Tätigkeit als
Betriebsmitarbeiterin Produktion
seit
September
201
7
nicht mehr zumutbar ist.
Damit lief das Wartejahr (E. 1.3
) im September 2018
ab und lag zu diesem Zeitpunkt im Durchschnitt jedenfalls eine 70%ige Arbeitsunfähigkeit in angestammter Tätigkeit vor.
Strittig und zu prüfen ist, wie es sich mit der Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit verhält.
4.3
Gestützt auf ihre medizinischen Abklärungen erachtete die Beschwerdegegnerin eine vollständige Arbeitsunfähigkeit für
sämtliche Tätigkeiten bis Ende Dezember 2018 für ausgewiesen. Danach
sei eine Verbesserung des Gesundheitszustandes eingetreten, sodass ab Januar 2019 - unter Berücksichtigung des Belastungs
profils - eine 80%ige Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit gegeben sei (E. 2.1).
Vor dem Hintergrund der ärztlichen Stellung
nahme des RAD vom
1. Juni 2021 ist hingegen fraglich, ob ab Januar 2019 von einem verbes
ser
ten Ge
sund
heitszustand, im Sinne einer 80%igen Arbeits
fähigkeit in einer an
gepassten Tätig
keit, ausgegangen werden kann.
RAD-Arzt Dr.
Z._
hielt fest, in Überein
stimmung der Angaben in den aktuellen medi
zinischen Be
richten sei der Be
schwerdeführerin ab April 2021 in einer adäquat leidens
an
gepassten Tätigkeit ein
e
80%
ige Arbeitsfähigkeit
zumutbar (E. 3.8). Ergänzend führte er aus, dass eine retro
spektive, medizinische Einschätzung einer (theo
retischen) Arbeits
fähigkeit in einer optimal angepassten Tätigkeit in den ver
gan
ge
nen vier Jahren schwierig sei und nur mit grösstem Vorbehalt erfolgen könne. Seines Erachtens sei in den Zeiträumen einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit für die bisherige Tätigkeit über
wiegend wahr
scheinlich auch keine optimal an
gepasste Tätigkeit möglich gewesen. In den an
de
ren Zeiträumen sei hingegen eine Arbeitsfähigkeit von 80 % angepasst wahr
scheinlich zumutbar gewesen (vgl. Urk. 10/92 S. 16).
N
ach Aktenlage
ist
vom 10. April 2018 bis 6. Dezember 2020
und - nach kurzem Unterbruch - vom 28. Dezember 2020 bis 31. März 2021
eine 100%ige Arbeits
unfähigkeit ausgewiesen
(vgl. Urk. 10/92 S. 15
),
was angesichts der Notwendig
keit von mehreren operativen Eingriffen an der Lendenwirbelsäule
innert zwei Jahren (Juni 2018 [E. 3.1], Januar 2019 [E. 3.2], September 2019 [E. 3.4] und
Juli 2020 [E. 3.5]) sowie der zusätzlich erforderlichen Implantation einer Teilprothese am rechten Knie im Dezember 2020 (E. 3.7) plausibel ist.
Vor diesem Hintergrund
erschliesst sich nicht, aus welchen Gründen die Beschwerdegegnerin ab Januar 2019 von einem
anhaltend
verbesserten Gesundheitszustand und einer 80%igen Arbeits
fähigkeit in einer angepassten Tätigkeit ausging
und dabei auf die medi
zi
nischen Abklärungen verwies
.
Aufgrund der medizinischen Aktenlage ist e
ine Verbesse
rung erst
ab April 2021
erstellt
(Urk. 10/89, vgl. auch Urk. 10/78)
. Mithin kann
sechs Monate nach Anmeldung
(Januar 2019) nicht von einer rentenausschliessenden Erwerbsfähigkeit der Beschwerdeführerin aus
ge
gangen werden.
4.4
Nach Gesagtem
ist mit RAD-Arzt Dr.
Z._
davon aus
zugehen
, dass die B
eschwerdeführerin -
abgesehen von einer kurzen Zeit vom 7. bis
27. Dezember 2020
-
vom 10. April 2018 bis
31. März 2021 in sämtlichen Tätigkeiten zu 100 % arbeitsunfähig war. Seit 1. April 2021 war sie in einer angepassten Tätigkeit zu 80 % arbeitsfähig.
5.
5.1
Im Zeitpunkt
des frühestmöglichen Zeitpunkts
der Entstehung des Leistungsanspruchs (vgl. E. 4.1)
bestand bei einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit in sämtlichen Tätigkeiten eine Erwerbs
un
fähig
keit von 100 % und damit ein Invaliditätsgrad von 100 % (vgl.
E. 1.3
). Dem
nach hat die Beschwerdeführerin, ab dem 1.
Januar
201
9
Anspruch auf eine ganze Rente.
5.2
Seit April 2021 ist eine 80%ige Arbeitsfähigkeit für jede den Leiden angepasste Tätigkeit gegeben (vgl. E.
4.4
hiervor).
Nach Angaben der Arbeitgeberin im Arbeitgeberfragebogen vom 6. September 2018 (Urk. 10/31) arbeitete die Beschwerdeführerin
zu den betriebsüblichen 41 Stunden pro Woche zu einem
Stundenlohn von Fr. 24.--
(einschliesslich Ferien- und Feiertagsentschädigung sowie 13. Monatslohn)
, wobei sie
von Monat zu Monat
stark schwankende Einkommen generierte.
Rechnet man den Grundlohn von Fr. 19.40 zuzüglich Anteil 13. Monatslohn auf ein Jahreseinkommen bei vollzeitlichem Pensum
,
ergibt sich ein Jahreseinkommen (Basis 2018) von
Fr. 45'305.--
, was indes nicht den (tieferen) IK-Eintragungen entspricht, wobei kein
Anhalt dafür besteht, dass die Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall bei entsprechendem Arbeitsangebot nicht vollzeitlich erwerbstätig wäre.
Es rechtfertigt sich daher, das
Valideneinkommen
gestützt auf statistische Durch
schnitts
löhne zu ermitteln.
Vor dem Hintergrund, dass die Beschwerdeführerin
haupt
sächlich als
Hilfs
arbeiterin gearbeitet hatte (vgl. Urk.
10/37), ist davon auszugehen, dass sie im Gesundheitsfall in einem 100%-Pensum einer entspre
chen
den Hilfstätigkeit nachgehen würde.
Dabei würde so
wohl beim mutmasslichen Validen- wie beim Invalideneinkommen derselbe Tabellenwert nach der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohn
strukturerhebungen zur Anwendung gelangen, wobei für das Invaliden
ein
kom
men keine über die attestierte Arbeitsunfähigkeit hinausgehende Ein
schrän
kun
g zu berücksichtigen wäre. Bei 8
0%iger Arbeitsfähigkeit in einer lei
dens
an
gepasste
n
Tätigkeit
kann von der ärztlich geschätzten Arbeitsunfähigkeit ohne weiteres auf einen entsprechenden Invaliditätsgrad geschlossen und damit ein Prozent
vergleich vorgenommen werden (BGE 134 V 322 E. 4.1; Urteile des Bundes
gerichts
9C_192/2014 vom 23. September 2014
E. 3.2 und 8C_450/2014 vom 24.
Juli 2014 E. 7.3). Der Invaliditätsgrad beträgt demnach
2
0 %.
Für die Zeit ab dem 1.
Juli 2021 (Verbesserung des Gesun
d
heitszustands ab dem 1. April 2021 zuzüglich drei Monate gemäss Art. 88a Abs. 1 IVV
; vgl. BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen
) besteht daher kein Anspruch auf eine Invalidenrente mehr.
5.3
5.3.1
Zu ergänzen ist, dass bei
Personen, deren Rente revisionsweise herabgesetzt o
der aufgehoben werden soll,
nach mindestens fünfzehn Jahren Bezugsdauer oder wenn sie das 55. Altersjahr zurückgelegt haben, praxisgemäss in der Regel vorgängig Eingliederungsmassnahmen durchzuführen
sind
, bis sie in der Lage sind, das medizinisch-theoretisch (wieder) ausgewiesene Leistungspotenzial mittels Eigenanstrengung auszuschöpfen und erwerblich zu verwerten. Ausnahmen von der
diesfalls
grundsätzlich («vermutungsweise») anzunehmenden Unzumutbarkeit einer Selbsteingliederung liegen namentlich dann vor, wenn die langjährige Absenz vom Arbeitsmarkt auf invaliditätsfremde Gründe zurückzuführen ist, wenn die versicherte Person besonders agil, gewandt und im gesellschaftlichen Leben integriert ist
oder
wenn sie über besonders breite Ausbildungen und Berufserfahrungen verfügt. Verlangt sind immer konkrete Anhaltspunkte, die den Schluss zulassen, die versicherte Person könne sich trotz ihres fortgeschrittenen Alters und/oder der langen Rentenbezugsdauer mit entsprechender Absenz vom Arbeitsmarkt ohne Hilfestellungen wieder in das Erwerbsleben integrieren. Die IV-Stelle trägt die Beweislast dafür, dass entgegen der Regel die versicherte Person in der Lage ist, das medizinisch-theoretisch (wieder) ausgewiesene Leistungspotenzial auf dem Weg der Selbsteingliederung erwerblich zu verwerten (BGE 145 V 209 E. 5.1, Urteil des Bundesgerichts 8C_233/2021 vom 7. Juni 2021 E. 2.3 mit Hinweisen).
Die Rechtsprechung, wonach es bei der wiedererwägungs- oder revisionsweisen Herabsetzung oder Aufhebung der Invalidenrente bei zurückgelegtem 55. Altersjahr oder mehr als fünfzehn Jahre dauerndem Rentenbezug grundsätzlich Eingliederungsmassnahmen durchzuführen gilt, findet auch dann Anwendung, wenn zeitgleich mit der
Rentenzusprache
über deren Befristung und/oder Abstufung befunden wird (
BGE 145 V 209
E. 5.4).
Für die Ermittlung des Eckwerts des 55. Altersjahres ist auch bei rückwirkend befristeter und/oder abgestufter
Rentenzusprache
auf den Verfügungszeitpunkt abzustellen (Urteil des Bundesgerichts 8C_104/2021 vom 27. Juni 2022 E. 7.3.2 mit Hinweis [zur Publikation vorgesehen])
.
5.3.2
Die Beschwerdeführerin vollendete im März 2021 das 55. Altersjahr. Sie war jedenfalls ab April 2021 jedoch wieder in der Lage, im Umfang eines 80%igen Pensums einer Hilfstätigkeit nachzugehen (E. 4.4),
womit
seit dem letzten Arbeitstag (April 2018) keine langjährige Absenz vom Arbeitsmarkt zu verzeichnen
ist
. Ferner ergibt sich aus dem IK-Auszug (Urk. 10/19), dass sie in verschiedensten Branchen tätig gewesen
ist
und
es ihr
auch nach wiederholter Arbeitslosigkeit jeweils
gelang
, eine Hilfsarbeitstätigkeit
zu finden, zumal keine sprachlichen Hürden bestehen. Angesichts dieser Umstände ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin in der Lage ist, die innert kurzer Zeit wiedererlangte Erwerbsfähigkeit auf dem Weg der Selbsteingliederung zu verwerten.
5.
4
Soweit die Beschwerdeführerin
unter Beilage neuer Arztberichte (Urk. 6/1-3 und Urk. 6/5) eine Ver
schlech
te
rung ihres Gesundheitszustands, insbesondere Schmer
zen im Rücken und rech
ten Bein, geltend machte (E. 2.2), ist
sie
darauf hin
zuweisen, dass der Sachverhalt massgebend ist,
wie er sich bei Erlass der ange
fo
chtenen Verfügung vom 24. Sep
tember 2021 präsentierte. Dementsprechend ist
der nachgereichte Bericht des Spitals
H._
vom
29. Oktober 2021
(Urk.
6/1
) nicht zu berück
sichtigen, zumal er die
Hospi
ta
lisation
vom
26. bis zum
31. Ok
tober 2021
betrifft, mithin einen Sachverhalt, der nach Erlass der angefochtenen Verfügung stattfand.
Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung sein (BGE 131 V 242 E. 2.1, 121 V 362 E. 1.b).
Abgesehen davon braucht es für eine
relevante Verschlechterung eine erhebliche, dauerhafte und objektivierbare Be
ein
träch
ti
gung.
5.
5
In teilweiser Gutheissung der Beschwerde ist die angefochtene Verfügung
aufzuheben und der Beschwerdeführerin für den Zeitraum vom 1. Januar 2019 bis zum 30. Juni 2021 eine ganze Rente der Invalidenversicherung zuzusprechen. Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen
.
6.
Das vorliegende Verfahren
betrifft
die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen, es ist daher kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind dabei nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 700.-- anzusetzen. Ausgangsgemäss sind sie der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.