Decision ID: 25a3effd-c137-539b-be35-75321e268ab3
Year: 2013
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren
1978, ist seit Juli 2009 als Regionalleiter bei der
Z._
a
ngestellt und
über diese bei der
Basler Ver
sicherungen AG (nachfolgend: Basler) gegen die Folgen von Berufs- und
Nicht
berufsunfällen
versichert.
G
emäss Schadenmeldung vom 1
2.
September 2011
verdrehte er sich
am 1. September 2011 beim Fussballspielen das linke Knie (
Urk.
11/6
Ziff.
1-
9
).
Am 2
2.
September 2011 wurde er am linken Knie operiert (
Urk.
11/64b).
Mit Verfügung vom 6. Dezember 2011 (
Urk.
11/47) lehnte die Basler die Über
nahme von Versicherungsleistungen für das Ereignis vom 1. September 2011 ab. Dagegen erhob der Versicherte am 1. Februar 2012 Einsprache (
Urk.
11/63), die die Basler mit Entscheid vom 4. Mai 2012
abwies
(
Urk.
11/65 =
Urk.
2)
.
2.
Gegen den
Einspracheentscheid
vom 4. Mai 2012 (
Urk.
2) erhob der Versicherte am 8. Mai 2012 Beschwerde mit dem Antrag, dieser sei aufzuheben und es seien ihm
im Zusammenhang mit dem Ereignis vom 1. September 2011
die gesetzlich geschuldeten Leistungen zuzusprechen (
Urk.
1 S. 2 oben). Die Basler beantragte mit Beschwerdeantwort vom 15. August 2012 die Abweisung
der Beschwerde (
Urk.
10). Diese
Eingabe
wurde dem Beschwerdeführer am 17. September 2012 zugestellt (
Urk.
12).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss Art. 6
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) erbringt die Unfallversicherung Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten.
Ein Unfall ist gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) die plötzliche, nicht beabsichtigte schädi
gende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschli
chen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesund
heit oder den Tod zur Folge hat.
1.2
Gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG kann der Bundesrat
Körper
schädigungen
, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen. Von dieser Kompetenz hat der Bundesrat in Art. 9 Abs. 2 der Verordnung über die Unfall
versicherung (UVV) Gebrauch gemacht und folgende Körperschädigungen, so
fern sie nicht eindeutig auf eine Erkrankung oder eine Degeneration zurückzu
führen sind, auch ohne ungewöhnliche äussere Einwirkung den Unfällen gleichgestellt:
a.
Knochenbrüche;
b.
Verrenkungen von Gelenken;
c.
Meniskusrisse;
d.
Muskelrisse;
e.
Muskelzerrungen;
f.
Sehnenrisse;
g.
Bandläsionen;
h.
Trommelfellverletzungen.
Diese Aufzählung der den Unfällen gleichgestellten
Körper
schädigungen
ist abschliessend (BGE 116 V 136 E. 4a, 147 E. 2b, je mit Hinweisen; Maurer, Schweizerisches Unfall
versicherungsrecht, 2. Aufl., 1989, S. 202).
1.
3
Das Bundesgericht hat in Fortsetzung der Rechtsprechung zu den Leistungs
voraussetzungen bei unfallähnlichen Körperschädigungen daran festgehalten, dass mit Ausnahme der Ungewöhnlichkeit sämtliche Tatbestandsmerkmale des Unfallbegriffs erfüllt sein müssen (BGE 129 V 466). Besondere Bedeutung kommt dabei der Voraussetzung eines äusseren Ereignisses zu, das heisst eines ausserhalb des Körpers liegenden, objektiv feststellbaren, sinnfälligen, eben unfallähnlichen Vorfalles. Wo ein solches Ereignis mit Einwirkung auf den Kör
per nicht stattgefunden hat, und sei es auch nur als
Auslöser eines in Art. 9
Abs.
2
lit
. a-h UVV aufgezählten Gesundheitsschadens, liegt eine eindeutig krankheits- oder degenerativ bedingte Gesundheitsschädigung vor. Kein
unfall
ähnliches
Ereignis liegt in all jenen Fällen vor, in denen der äussere Faktor mit dem (erstmaligen) Auftreten der für eine der in Art. 9
Abs.
2
lit
. a-h UVV ent
haltenen Gesundheitsschäden typischen Schmerzen gleichgesetzt wird. Auch nicht erfüllt ist das Erfordernis des äusseren schädigenden Faktors, wenn das (erstmalige) Auftreten von Schmerzen mit einer blossen Lebensverrichtung ein
hergeht, welche die versicherte Person zu beschreiben in der Lage ist; denn für die Bejahung eines äusseren, auf den menschlichen Körper schädigend ein
wirkenden Faktors ist stets ein Geschehen verlangt, dem ein gewisse
s gestei
gertes Gefährdungspotenz
ial innewohnt. Das ist zu bejahen, wen
n
die zum ein
schiessenden Schmerz führende Tätigkeit im Rahmen einer allgemein gestei
gerten Gefahrenlage vorgenommen wird, wie dies etwa für viele sportliche Be
tätigungen zutreffen kann.
Erfüllt ist das Erfordernis des äusseren schädigenden Faktors bei Änderungen der Körperlage, die nach unfallmedizinischer Erfahrung häufig zu körpereigenen Traumen führen können, so etwa beim plötzlichen Aufstehen aus der Hocke, bei heftigen und/oder belastenden Bewegungen und bei durch äussere Einflüsse
unkontrollierbaren Änderungen der Körperlage (BGE 129 V 466 E. 2.2 und 4.2; Urteil des Bundesgerichts U 94/03 vom 31. Oktober 2003, E. 2.1). Der äussere Faktor m
it erheblichem Schädigungspotenz
ial ist sodann auch zu bejahen, wenn die in Frage stehende Lebensverrichtung einer mehr als physiologisch no
rmalen und psychologisch
beherrschten Beanspruchung des Körpers, insbesondere sei
ner Gliedmassen, gleichkommt. Deswegen
fallen einschiessende Schmerzen als Symptome einer Schädigung nach Art. 9
Abs.
2 UVV ausser Betracht, wenn sie allein bei der Vornahme einer alltäglichen Lebensverrichtung auftreten, ohne dass hierzu ein davon unterscheidbares äusseres Moment hineinspielt. Wer also lediglich beim Aufstehen, Absitzen, Abliegen, der Bewegung im Raum, Handrei
chungen und so weiter einen einschiessenden Schmerz erleidet, welcher sich als Symptom einer Schädigung nach Art. 9
Abs.
2 UVV herausstellt, kann sich nicht auf das Vorliegen einer unfallähnlichen Körperschädigung berufen (BGE 129 V 466 E. 4.2.2).
Erforderlich und hinreichend für die Bejahung
eines äusseren Faktors ist, dass diesem ein gesteigertes Schädigungspotential zukommt, sei es zufolge einer all
gemein gesteigerten Gefahrenlage, sei es durch Hinzutreten eines zur Unkon
trollierbarkeit der Vornahme der alltäglichen Lebensverrichtung führenden Faktors (BGE 129 V 466 E. 4.3).
Nach der Rechtsprechung wurden insbesondere die folgenden Vorfälle als aus
serhalb des Körpers liegende, objektiv feststellbare, sinnfällige und
unfallähnli
che
Ereignisse qualifiziert:
D
ie schädigende äussere Einwirkung kann in einer körpereigenen Bewegung bestehen (zum Beispiel plötzliches Aufstehen aus der Hocke, BGE 116 V 145 E. 2c mit Hinweisen) oder einem Fehlschlag beim Fuss
ballspiel (RKUV 1990 Nr. U 112 S. 375 E. 3), der Ausführung einer ruckartigen Bewegung und Verdrehung des rechten Knies (RKUV 2000 Nr. U 385 S. 267), im Bemühen, balgende Hunde zu trennen, worauf die versicherte Person auf un
ebenem Gelände ausrutschte und sich das Knie verdrehte (Urteil
des Bundesge
richts U 127/00 vom 27. Juni 2001), im Stolpern, einer unkoordinierten
Aus
weichbewegung
des Beines und daraufhin erfolgten Anschlagen des linken Knies an einem Anhänge
r
wagen (Urteil
des Bundesgerichts U 158/00 vom
27. Juni 2001) und in einem brüsken Umdrehen beim Kochen in Richtung Küchen
schrank mit einschiessenden Schmerzen im Knie (Urteil des
Bun
-
desgerichts
U 5/02 vom 21. Oktober 2002).
Hingegen wurde nach der Rechtsprechung der äussere schädigende Faktor bei folgenden Vorfällen verneint: Bei vermehrter Arbeitsbelastung, welche zu kon
tinuierlicher Zunahme und Verschlechterung der Kniebeschwerden führte (Urteil des Bundesgerichts U 198/00 vom 30. August 2001), beim Auspacken vom
Waren aus einem Karton in gebückter Stellung, beim Abdrehen des Oberkörpers nach hinten und Anheben eines Armes im Sitzen, beim Einsteigen in die Bade
wanne und Anheben des Beines, beim Gehen, beim Aufstehen aus dem Bett und beim Weggehen mit Abdrehen nach dem Verschliessen einer Haustüre (BGE 129 V 466 E. 4.3).
2.
2.1
Strittig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer aus dem Ereignis vom
1. September 2011 Anspruch auf Leistungen der Beschwerdegegnerin hat.
2.2
Die Beschwerdegegnerin
lehnte die Übernahme von Versicherungsle
istungen mit der Begründung ab,
es fehle an der Voraussetzung eines
ungew
öhnlichen äusseren Faktor
s
und damit an einem Unfall im Rechtssinne
, da weder eine Fremdeinwirkung noch ein Sturz stattgefunden habe
(
Urk.
2
S. 3
Ziff.
1). Ebenso
verneinte sie das Vorliegen einer
unfallähnliche
n
Körperschädigung gemäss Art. 9
Abs.
2 UVV
(
Urk.
2 S.
3 f
.).
Die Beschwerdegegnerin vertrat dabei den Stand
punkt
, d
er Beschwerdeführer habe keine nicht alltägliche Bewegung wie abrup
tes Beschleunigen, Stoppe
n oder Hochspringen ausgeführt und sei
zum Zeit
punkt
des Unfalles auch nicht in einen
Zweikampf verwickelt gewesen (
Urk.
10 S. 8
f.
Ziff.
41).
2.
3
Der
Beschwerdeführer brachte
dagegen
vor,
er habe sich bei dem Ereignis eine Meniskus- und eine Kreuzbandläsion zugezogen. Erstere sei bereits operiert worden (
Urk.
1 S. 3
Ziff.
3).
Es sei davon auszugehen,
dass die beschriebene Richtungsänderung ziemlich abrupt und mit einem gewissen Kraftaufwand er
folgt sei. Wahrscheinlich sei, dass gerade ein ungewöhnlicher äusserer Faktor dazu geführt habe, dass sein linker Fuss stehen geblieben sei. Überwiegend wahrscheinlich sei er mit den Stollen des linken Fusses im tiefen Terrain stecken geblieben (
Urk.
1 S. 5
Ziff.
4).
Sodann handle es sich beim Fussballspielen r
echtsprechungsgemäss
um
ein Ge
schehen mit eine
m gesteigerten Gefährdungspotenz
ial. Die Beschwerden seien somit auf ein objektiv feststellbares, sinnfälliges Ereignis anlässlich der Aus
übung einer erhöht risikogeneigten Sportart zurückzuführen
. Das Erfordernis eines äusseren schädigenden Faktors sei damit erfüllt, womit ein unfallähnliches Ereignis vorliege
(
Urk.
1 S. 7
f.
Ziff.
9 und 11).
3.
3.1
Die medizinischen Akten ergeben folgendes Bild:
Nach einem Bericht
von
Dr.
med.
A._
, Chirurgie
und Handchirurgie,
vom 24. September 2008 (
Urk.
11/1
S. 1
)
besteht
ein Zustand nach vorderer Kreuzbandplastik am linken Kniegelenk vom 27. August 2007.
D
er Beschwer
deführer
zog
sich sodann
bereits
am 21. August 2008
beim Fussball
spielen
ein
Knietrauma
zu
.
3.2
Dr.
med.
B._
,
Oberarzt Notfallzentrum,
C._
, führte in einem Bericht vom 5. September 2011 (
Urk.
11/4) aus, der Beschwerdeführer habe sich am Vortag beim Fussballspielen eine Kniedistorsion links zugezogen. Er sei nach rechts gefallen und habe das Bein nach links verdreht. Seither sei
en
Beugen, Strecken und Belastung schmerzhaft.
Dr.
B._
diagnostizierte
eine Kniedistorsion links bei
einem
Verdacht auf eine mediale Seitenbandläsion und einem Status nach Kreuzbandrekonstruktion links 2008
.
Radiologisch bestünden k
eine Hinweise für eine Fraktur
; k
linisch bestünden keine Hinweise für eine Kreuzbandläsion
(S. 1).
3.3
Nach einem Bericht vom 7. September 2011 (
Urk.
11/5)
ergab
eine
gleichentags
in der
C._
erfolgte
Untersuchung (MRI des linken Kniegelenks)
eine
partielle Ruptur des vorderen
Kreuzband-
Rekonstrukts
im
condylären
Drittel bei sonst normalen Bändern. Klinisch wurde der Verdacht auf einen
In
nenmeniskussc
haden
nach einem Sturz gestellt
.
3.4
Der Beschwerdeführer wurde
am 2
2.
Sept
ember 2011 durch
Dr
.
med.
D._
, Orthopädie, operiert.
Dr.
D._
stellte
im Operationsbericht vom 2
2.
September 2011 (
Urk.
11/64b) ein
en kleinen
Oberflächenriss im
Hinterhorn
medialis
und
eine doch komplette
Reruptu
r
der vorderen Kreuzbandplastik fest.
Wie
Dr.
D._
weiter ausführte, finde sich b
ei der Darstellung des lateralen Kompartimentes
zudem
ein ausgedehnter Längsriss im
Hinterhornbereich
(S. 1).
4.
4.1
In der Schadenmeldung vom 1
2.
September 2011 wurde angegeben,
dass sich
der Beschwerdeführer am 1. September 2011 beim Fussballspielen das Knie ver
dreht
habe
(
Urk.
11/6
Ziff.
4 und 6).
Der Beschwerdeführer gab sodann a
m 20. September 2011 auf
die Fragen der
Beschwerdegegnerin
zu den Umständen des Ereignisses an: „Beim Spiel nach rechts gedreht, Knie stehen geblieben ohne Fremdeinwirkung.“
Der Beschwer
deführer
verneinte, dass eine Spielregelverletzung stattgefunden habe (
Urk.
11/14
Ziff.
1
b-c).
4.
2
Nach Lehre und Rechtsprechung kann das Merkmal des ungewöhnlichen äusse
ren Faktors in einer unkoordinierten Bewegung bestehen.
Bei
Körperbewegun
gen
gilt
dabei
der Grundsatz, dass das Erfordernis der äusseren Einwirkung le
diglich dann erfüllt ist, wenn ein in der Aussenwelt begründeter Umstand den natürlichen Ablauf einer Körperbewegung gleichsam „programmwidrig“ beein
flusst hat. Bei einer
solchen unkoordinierten Bewegung wäre der ungewöhnli
che äussere Faktor zu bejahen
; denn der äussere Faktor - Veränderung zwischen Körper und Aussenwelt - ist wegen der erwähnten Programmwidrigkeit zugleich ein ungewöhnlicher Fak
to
r
(
BGE 130 V 117 E. 2.1; RKUV 2000 Nr. U 368 S. 100 E. 2d mit Hinweisen;
Urteil des Bundesgerichts U 491/2006 vom 2
0.
August 2007, E. 4.1.3).
Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist das Merkmal der
Unge
-
wöhnlich
keit
ohne besonderes Vorkommnis auch bei einer Sportverletzung zu verneinen. Der äussere Faktor ist nur dann ungewöhnlich, wenn er - nach einem objektiven Massstab - nicht mehr im Rahmen dessen liegt, was für den jeweiligen Lebensbereich alltäglich und üblich ist, nicht aber, wenn ein Gesche
hen in die gewöhnliche Bandbreite der Bewegungsmuster des betreffenden Sports fällt (Urteil
e
des Bundesgerichts 8C_18
6/2011 vom 2
6.
Juli 2011, E. 5 und
8C_189/2010 vom
9.
Juli 2010, E. 5.1;
BGE 130 V 117 E. 2.2).
4.3
Nach
den Angaben des Beschwerdeführers
zog er sich die
Kniev
erletzung
ohne eine Fremdeinwirkung zu
.
Es
lag
daher kein in der Aussenwelt begründeter
Umstand
vor
, der den Bewegungsablauf „pro
grammwidrig“ beeinflusst hätte
.
Mit der Beschwerdegegnerin fehlt es
demzufolge
an
der Voraussetzung der Un
gewöhnlichkeit
und damit an
einem Unfall im Rechtssinn.
5.
5.1
Der
Beschwerdeführer
zog sich bei dem Ereignis eine
Ruptur der vorderen
Kreuz
bandplastik
sowie e
ine Meniskusverletzung zu
.
Damit bleibt
zu prüfen
, ob eine unfallähnliche Körperschädigung nach Art. 9
Abs.
2
lit
. c
oder
g UVV vor
liegt.
5.2
Das Fussballspiel ist ein Geschehen mit einem gesteigerten
Gefährdungspoten
tial
, indem eine Vielzahl von nicht alltäglichen Bewegungen (wie abruptes Be
schleunigen und Stoppen, seit- und rückwärts
Laufen
, Drehen, Strecken, Schiessen des Balls, Hochspringen beim Kopfball etc.), die den gesamten Körper mannigfach belasten, ausgeführt werden. Es stellt auch für ei
nen geübten Fuss
ballspieler nicht eine alltägliche Lebensverrichtung wie etwa das blosse Bewe
gen im Raum dar (Urteile des Bundesgerichts 8C_802/2011 vom
2.
Februar 2012, E. 5.1, U 71/07 vom 1
5.
Juni 2007, E. 6.2).
Mit dem
vom Beschwerdeführer beschriebenen
Bewegungsablauf
hat sich das mit
der betriebenen Sportart
einhergehende
gesteigerte Gefährdungspotenzial verwirklicht
.
Soweit die Beschwerdegegnerin das Ereignis mit einem blossen
Jogging
gleichsetzen
möchte
(
Urk.
2 S. 4),
kann ihr nicht gefolgt werden
,
nach
dem
der Beschwerdeführer ein
(
plötzliches
)
Stehenbleiben
und Verdrehen
des Knies beschrieben hat
(vgl. E. 4.1)
.
Es liegt daher ein
unmittelbares Geschehen vor, welches die Merkmale eines ausserhalb des Körpers liegenden, objektiv feststellbaren, sinnfälligen Vorfalles, der Plötzlichkeit sowie der Unfreiwilligkeit aufweist und
zu einer Körperschädigung geführt hat
. Demzufolge
ist das Vorlie
gen einer
unfal
lähnliche
n
Körperschädigung im Sinne von Art. 9
Abs.
2
lit
. c und g UVV,
für deren Folgen im Grundsatz eine Leistungspflicht der
Beschwer
degegnerin
besteht
, zu bejahen
.
Demgemäss ist die Beschwerde gutzuheissen.
6.
Nach
§
34
Abs.
1 des Gesetzes über das Sozialver
sicherungsgericht (
GSVGer
) hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der
Partei
kosten
. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens be
messen (
§
34
Abs.
3
GSVGer
).
Ausgangsgemäss hat der obsiegende Beschwerdeführer Anspruch auf eine
Pro
-
zess
entschädigung
, welche mit
Fr.
1‘600.--
(inklusive Mehrwertsteuer und Barauslagen) zu bemessen ist.