Decision ID: b5b4ac22-f263-473d-840e-5b08400187e1
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1968 geborene
X._
meldete sich nach einem am 4. März 2005 erlittenen Au
ffahrunf
all (Urk. 7/20
) am 20
. Januar 2006
(Eingangsdatum)
unter anderem wegen einer Halswirbelsäulen-Distorsion, Kopfweh, Na
ckenschmerzen sowie eines Schul
ter- und Rückenleid
ens bei der Sozialversicherungsanstalt des Kan
tons Zürich, IV-Stelle, zum Bezug von Leistungen
an (Urk. 7/7
).
Die Schwei
zerische Unfallver
siche
rungs
anstalt (SUVA) als zuständige Unfallversicherung erbrachte ihrerseits zunächst die gesetzlichen Leistungen, stellte dann aber mit Verfügung vom 26. Juni
2006 ihre Versicherungsleistun
gen infolge fehlender Leistungspflicht
per 31. Juli 2006 ein (Urk. 7/2
6
/4-6).
Die IV-Stelle sprach
dem Versicherten
nach medizinischen und erwerblichen Abklärungen – insbes
ondere
liess
sie von Dr. med. Y._
, Fac
harzt
für Psy
chiatrie und Psychotherapie,
ein
psychiatrisches Gutachten erstellen (Gutachten vom 7. Mai 2007, Urk. 7/5
4
)
–,
rückwirkend ab 1. März 2006
eine unbefristete
Dreiviertelsrente
der Invali
denversicherung bei einem In
validitätsgrad von 60 % zu (Verfü
gung vom 4. April 2008, Urk.
7/74; Verfügungsteil 2,
Urk.
7/68
).
Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft.
1.2
Anlässlich der Ende des Jahres 2008 eingeleiteten Rentenrevision
(
Revisions
frage
bogen
vom 1
5.
Dezember 2008,
Urk.
7/83) tätigte die IV-Stelle erneut erwerbliche und medizinische Abklärungen
. Mit Vorbescheid vom 25. Sep
tember 2009 stellte die IV-Stelle die r
evisionsweise Aufhebung der bis
herigen
Dreiviertelsrente
der Invali
denversicherung in Aussicht
(Urk. 7/99
). Mit Schreiben vom 7. Oktober 2009
(Urk. 7/103
) erhob der Versicherte Einwand mit dem Begehren um weitere Ausrichtung der bisherigen
Invaliden
rente
. Nachdem die IV-Stelle einen weiteren medizinischen Bericht eingeholt hatte (Urk. 7/11
3
/6), stellte sie mit neuerlichem Vorbeschei
d vom 6. Januar 2011 die wiedererwä
gungsweise Aufhebung der Verfügung vom 4. April 2008 in Aus
sicht (Urk. 7/116), wogegen
der Versicherte
am
7. Februar 2011
erneut
Einwand
erhob
(Urk. 7/119
)
. Am
14. April 2011 verfügte die IV-
Stelle wie zuletzt ange
kündigt und hob die Verfügung vom 4. April 2008 wiedererwägungsweise auf, wobei die Leistungsaufhebung ex
nunc
et pro
futuro
per 1. Juni 2011 erfolgte (Urk.
7/122
).
Der Versicherte erhob hiergegen am 3
1.
Mai 20
11
Beschwerde
(
Urk.
7/126/3 ff.)
, welche das hiesige Gericht mit Urteil vom 3
0.
Mai 2012 (Verfahrens-Nr. IV.2011.00618) in dem Sinne guthiess, dass die angefochtene Verfügung vom 1
4.
April 2011 aufgehoben und festgestellt wurde, dass der Versicherte weiter
hin Anspruch auf die bisherige
Dreiviertelsrente
habe (
Urk.
7/141).
Mit Verfügung vom 1
9.
Oktober 2012 hielt die IV-Stelle entsprechend fest, dass der Versicherte ab dem
1.
Juni 2011 weiterhin Anspruch auf die bisherige
Drei
viertelsrente
habe (
Urk.
7/154; Verfügungsteil 2,
Urk.
7/147).
1.3
Anlässlich der im Jahr 2013 von Amtes wegen eingeleiteten Rentenrevision
holte die IV-Stelle einen kurzen Revisionsfragebogen des Versicherten sowie des behandelnden
Allgemeinmediziners
ein (
Urk.
7/166-167) und stellte mit Vorbe
scheid vom
5.
September 2013 die Aufhebung der Rente
gestützt auf
lit
. a Abs.
1 der am
1.
Januar 2012 in Kraft getretenen Schlussbestimmungen der Ände
rung vom 1
8.
März 2011 des
Bundesgesetzes über die Invalidenver
sicherung (IVG,
6.
IV-Revision, erstes Massnahmenpaket; kurz:
lit
.
a Abs. 1
SchlB
IVG
6.
IV-Revision
)
in Aussicht (
Urk.
7/175). Nachdem der Versicherte Einwand erhoben hatte (Einwand vom
4.
Oktober 2013,
Urk.
7/179) tätigte die IV-Stelle weitere Abklärungen und holte insbesondere das polydisziplinäre Gut
achten (Allgemeine Innere Medizin, Neurologie,
Oto
-
Rhino
-Laryngologie, Psychiatrie und Psychotherapie, Rheumatologie) des
Z._
vom 1
5.
Mai 2014 (
Urk.
7/190) ein. Am
3.
September 2015 erliess die IV-Stelle einen neuen Vorbescheid (
Urk.
7/202), mit welchem sie wiederum die Einstellung der Inva
lidenrente in Aussicht stellte, wogegen der Versicherte am
2.
Oktober 2015 erneut Einwand erhob (
Urk.
7/209). Mit Ver
fügung vom 2
6.
November 2015
stellte
die IV-Stelle
die
Invalidenrente
ein
(
Urk.
2).
2.
Hiergegen erhob der Versicherte am 1
2.
Januar 2016 Beschwerde (
Urk.
1) und beantragte, es sei die angefochtene Verfügung ersatzlos aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, ihm weiterhin die Rente in bisherigem Umfang auszurichten. Mit Beschwerdeantwort vom 1
0.
Februar 2016 (
Urk.
6 unter Beilage ihrer Akten,
Urk.
7/1-219) schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer am 1
2.
Februar 2016 zur Kenntnis gebracht wurde
(
Urk.
8)
.
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
Die Beschwerdegegnerin hielt in der angefochtenen Verfügung dafür,
dass sowohl ein Revisionsgrund nach Art. 17 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (
ATSG
)
als auch nach
lit
. a Abs.
1
SchlB
IVG
6.
IV-Revision
vorliege.
Gestützt auf das Gutachten des
Z._
sei der Beschwerdeführer - auch unter Berücksichtigung der neuen
bundes
gerichtli
chen
Rechtsprechung zu den
somatoformen
Schmerzstörungen - in einer leich
ten Tätigkeit zu 90
%
arbeitsfähig. Gestützt auf einen
Prozent
vergleich
als Hilfsarbeiter resultiere selbst bei einem maximalen Leidensabzug von 25
%
ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von 35
%
. Entsprechend sei die Rente aufzuheben (
Urk.
2).
Der Beschwerdeführer brachte demgegenüber im Wesentlichen vor,
dass das Gut
achten
des
Z._
vom 1
5.
Mai 2014 datiere
und damit nicht mehr aktuell sei, insbesondere da sich der psychische Gesundheitszustand des Beschwerde
führers seit der Begutachtung wieder stark verschlechtert habe. Des Weiteren könnten gestützt auf das
Z._
-Gutachten die Indikatoren der
bundesgericht
lichen
Rechtsprechung nicht überprüft werden. Es fehle an einer
leitlinienge
rechten
Anamneseerhebung durch alle beteiligten Gutachter, einer detaillierten Beschreibung des Alltags, seines Umfeldes, eines Vergleiches mit dem
Aktivi
tätenniveau
vor Eintritt der Gesundheitsschädigung, der Würdigung
nichtmedi
zinischer
Akten, detaillierten Ausführungen zu vorhandenen oder
mobilisierba
ren
Ressourcen und eine Diskussion, ob eine krankheitsbedingte Unfähigkeit zur Therapieadhärenz vorliege und vorhandene Probleme bei der Eingliederung durch das Störungsbild selbst bedingt seien. Des Weiteren hätten es die Gut
achter unterlassen, die Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen erhobe
nen Diagnosen in Bezug auf die funktionellen Auswirkungen in allen Lebens
bereichen mit Würdigung in der Konsensbeurteilung ausführlich und begründet zu diskutieren.
Dass der Beschwerdeführer nur noch in die Moschee gehe und Kontakte zu seiner Familie pflege, sei nicht als Ressource zu werten, vielmehr entspreche dies in seinem Kulturkreis einem sozialen Rückzug. Auch könnten die mangelnden Sprachkenntnisse und die Migration nicht ausgeklammert wer
den. Entsprechend sei ein neues polydisziplinäres Gutachten einzuholen (
Urk.
1).
2.
2.1
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer
wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revi
sionsgrund
im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Ein
spracheentscheid
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E.
3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9
C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 2.
1 mit Hin
weisen).
2.2
Nach
lit
. a Abs. 1 der am
1.
Januar 2012 in Kraft getretenen Schluss
be
stimmungen der Änderung vom 1
8.
März 2011 des IVG (6.
IV
Re
vision, erstes Massnahmenpaket; kurz:
lit
. a Abs. 1
SchlB
IVG 6.
IV
Revision
) werden Renten, die bei
pathogenetisch
-ätiologisch unklaren
syndromalen
Beschwerdebildern ohne nachweisbare organische Grundlage gesprochen wurden, innerhalb von drei Jahren nach Inkrafttreten dieser Änderung überprüft. Sind die Voraus
setzungen nach Artikel 7 ATSG nicht erfüllt, so wird die Rente herabgesetzt oder aufgehoben, auch wenn die Voraussetzungen von Artikel 17 Absatz 1 ATSG nicht erfüllt sind. Diese Bestimmung ist verfassungs- und EMRK-konform (BGE 139 V 547 E. 3).
2.3
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu
stellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vor
liegen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beant
wortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit
diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychischen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebenenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversiche
rung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann
Fredenhagen
, Das ärztliche Gut
achten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).
3
.
3
.1
Die
letzte materielle Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer
Sach
ver
haltsabklärung
und
Beweiswürdigung
erfolgte mit Urteil des hiesigen Gerichts vom 3
0.
Mai 2012 (
Urk.
7/141)
und bezog sich auf den Zeitpunkt der Verfügung vom 1
4.
April 201
1.
Die Verfügung vom 1
9.
Oktober 2012 basierte auf d
em Urteil des hiesigen Gerichts und es wurden keine
weitere
n
Abklärungen
getätigt
,
womit
keine rechtskonforme Sachverhaltsabklärung und
Beweiswürdi
gung
vorgenommen
wurde
.
Dem Urteil
vom 3
0.
Mai 2012
lag
en
folgende
, nach Erlass der Verfügung vom
4.
April 2008 erstellten
medizinische
n Akten
zugrunde
(vgl.
Urk.
7/141/11 ff.)
:
3
.1
.1
In seinem Bericht vom 29. April 2009 zuhanden der Beschwerdegegnerin hielt Dr.
med.
A._
, Facharzt für Allgemeine Medizin,
als Diagnose mit Aus
wirkung au
f die Arbeitsfähigkeit ein chro
nisches
Zervikalsyndrom
, eine chro
nische
somatoforme
Schmerzstörung und eine Depression fest. Als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte er eine chronische Otitis
media
rechts bei Status nach
Cholesteatom
, einen Tinnitus beidseits, rechts mehr als links, sowie einen Status nach
Urolithiasis
rechts, bes
tehend seit Juli 2007 (Urk. 7/89
/2). Es bestehe eine
Chronifizierung
der Schmerzsymptomatik. Als Hilfsarbeiter im Bau sei der Beschwerdeführer seit März 2003 bis am 30. April 2009 zu 100 % arbeitsunfähig gewesen und sei es auch auf Weiteres. Die bisherige Tätigkeit würde zu Belastungsschmerzen führen, welche Tragen und Heben unzumutbar mach
ten sowie ermü
deten (Urk. 7/89
/3). Die bisherige Tätigkeit sei nicht
mehr möglich. Mit einer Wieder
aufnahme der beruflichen Tätigkeit beziehungsweise Erhöhung
der Einsatz
fähigkeit könne n
icht gerechnet werden (Urk. 7/89
/4). Es sei keinerlei Tätigkeit me
hr zumutbar. Das
Konzentra
tions
vermögen
sei psychisch- und schmerzbedingt, das Auffassungsvermögen infolge der Sprachbarriere, eventuell der Intelligenz, die Anpassungsfähigkeit psychi
sch sowie die Belastbarkeit phy
sisch eingeschränkt. Diese Angaben
gälten seit März 2005 (Urk. 7/89
/5).
3
.1.
2
RAD-Arzt Dr. med.
B._
, Facharzt für Arbeitsmedizin, wies in seiner Stellungnahme vom 2. September 2009 darauf hin, dass der Beschwerdeführer das klinische Bild einer anhaltenden
somatoformen
Schmerzstörung
gemäss
ICD-10 F45.5 zeige: nicht auf Funktionssegmen
te bezogene Schmerzen und Beweg
lichkeitseinschränkung, generelles Nicht
ansprechen auf bisherige Behand
lungen, Aktivität proportional zu den Beschw
erden reduziert, Bedingung abso
luter Gesundheit für die Arbeitsaufnahm
e sowie Diskrepanz der Beschwer
den zu
ausserberuflichen
Aktivitäten wie Autofahren oder Zuwendung zu den Kindern, was beides aufgrund des vom
Hausarzt angegebenen Ressourcen
profils absolut nicht mehr möglich wäre. Infolge der Diagnose und der weiterhin bestehenden unbefriedigenden sozialen Situat
ion sei eine weitere Symptomver
stärkung in
klu
sive der depressiv wirkenden Erscheinung erklärbar. Es fehlten jedoch dazu passende klinische Befunde. An psychosozial
en Faktoren könnten die langjäh
rige Arbeitslosigkeit vor dem Unfall
sowie die Involvierung der Ehe
frau in denselben Unfall mit Entwicklung derselben Beschwerden identifiziert werden. Es ergebe sich nun kein Hinweis mehr a
uf eine unfall- oder
krankheits
bedingte
Arbeitsunfähigkeit, nachdem es vom 4. März 2005 bis am 18. Mai 2006 zu einer vorübergehenden Arbeitsunfähigkeit von 100 % gekommen sei und bis am 1. Oktober 2008 eine psychiatrisch
gerechtfertigte Arbeitsunfähig
keit vo
n 50 % bestanden habe (Urk. 7/98
/4).
3
.1.3
In seiner Stellungnahme vom 28. Mai 2010 schrieb RAD-Arzt Dr.
B._
, dass die Anpassungsfähigkeit und die Belastbarkeit mit überwiegender Wahrschein
lich
keit durch die bezeichneten Schmerzen und psychosozialen Faktoren beein
trächtigt seien. Der Bericht des Hausarztes Dr.
A._
sei nicht schlüssig. Die Beschwerden seien vorgängig umfassend abgeklärt und identifiziert worden. Das damalige Gutachten Dr.
Y._
s identifiziere einen „etwas depressiv wir
kenden Exploranden“ ohne Morgentief und ohne Einschränkung der psychi
schen Grundfunktionen. Eine Verbesserung auszuweisen von dieser Ausgangs
lage aus sei nicht möglich. Aus versicherungsmedizinischer Sicht bestehe somit kein Anlass f
ür eine Begutachtung (Urk. 7/114
/2).
3
.1
.4
Dr.
med.
C._
, Facharzt
für Allgemeine Medizin, gab in seinem Bericht vom 21. Dezember 2010 zuhanden der Beschwerdegegnerin an, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit Oktober 2009 über
haupt nicht verändert habe. Objektiv finde sich jedoch nur eine geringere Beweglichkeit der
verschiedenen Wirbelsäulenabschnitte. Die angegebenen Schmerzen seien nicht objektivierbar. Auf Physiotherapie reagiere er nicht mit einer deutlichen Besserung. A
uf eine Psychotherapie zur Bear
beitung des Trau
mas habe er aus freien Stücken verzichtet. Über eine eventuelle Einschränkung der Arbeitsfähigkeit sei schlecht zu berichten. Bezüglich der Aufforderung, täg
lich eine Stunde zu spazieren, gebe der Beschwerdeführer an, bereits nach 15
20 Minuten derart starke Kopf- und Rückenschmerzen zu haben, dass er
umkehren müsse (Urk. 7/113
/6).
3
.2
Im Rahmen des aktuellen Revisionsverfahrens liegt aus medizinischer Hinsicht im Wesentlichen das Gutachten des
Z._
vom 1
5.
Mai 2014 vor.
3
.2.1
Die begutachtenden Ärzte hielten zusammenfassend folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit fest (
Urk.
7/190/56):
Chronische
Cervikalgie
mit
Verdacht auf
cervikogene
Kopfschmerzen
Status nach
cran
io-cerv
ikal
em
Beschleunigungstrauma am
4.
März
2005
(
ICD-10: M54.2
)
Kombinierte pantonale
Schwerhörigkeit rechts (ICD-10
H90.8) bei
Status nach
Mastoido-E
pitympanektomie
rechts am 3
1.
Mai 2002 bei chronischer Oti
tis
media
cholesteatomatosa
rechts
Tinnitus rec
hts (ICD-10
H
93.
1)
aktuell mittelgradig kompensiert
Hochtonschallempfindungsschwerhörigkeit links (ICD-10 H90.5)
Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit notierten sie folgende Diagnosen:
Hyposmie
(ICD-10
R43.0
)
Anhalten
de
somatoforme
Schmerzstörung (I
CD-10 F45.4)
Status nach depressiver Episode
Femoro-patelläre
Irritation beidseits
Coccygodynie
Spreizfüsse
3
.2.2
Dr.
med.
D._
, Facharzt für Ohren-, Nasen-, und Halskrankheiten,
hielt fest, dass i
m Rahmen der
otoneurologischen
Befunde, mit kombinierter pantonaler Schwerhörigkeit rechts und
leichtgradig
er
Hochtonschwerhörigkeit links
sowie mittelgradig kompensiertem Tinnitus rechts, zurzeit auditive Ein
schränkungen
bestünden
, so dass Tätigkeiten
,
welche ein intaktes Gehör oder Richtungshören voraussetz
t
en
,
für den
Beschwerdeführer
nich
t geeignet seien
. Zusätzlich sollten in Anbetracht des Tinnitus Tätigkeiten unter erhöhtem
Stör
lärm
, mit möglicher Akzentuierung des Tinnitus, gemieden werden.
Zusammen
fassend bestehe
aber aus rein
otorhinolaryngologischer
Sicht in einer ange
passten Tätigkeit, unter
Berücksichtigung der
oben erwähnten qualitativen Ein
schränkungen, keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Im Rahmen der anamnestischen Angaben sowie
de
r
schriftlichen Unterlagen kö
nn
e
der Zeit
punkt des Auftretens der audiologischen Beschwerdesymptomatik auf das Jahr 2002 bei Zustand nach
Mastoido-Epitympanektomie
rechts
zurückgef
ührt wer
den
, so dass auch der Beginn dieser vorgängig erwähnten qualitativen Ein
schrän
kungen
auf diesen
Zeitraum zurückgeführt werden kö
nn
e
, auch wenn anamnestisch die Beschwerdesymptomatik seitens des Tinnitus erst im Jahre 2005 aufgetreten sei
(
Urk.
7/190/31)
.
3
.2.3
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Rheumatologie, konstatierte nach der rheuma
tologischen Begutachtung, dass
aus rheumatologischer Sicht
weiterhin
keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
bestehe
, entsprechend
sei der Beschwer
de
führer
auch aus psychiatrischen Gründen teilberentet. Weder auf
grund von klinischen Untersuchungsbefunden noch aufgrund
von Angaben in der Aktenlage sei
eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit begründbar, d.h. aus rein
rheumatologischer Sicht bestehe
nicht nur eine Arbeitsfähigkeit für eine körperlich leichte und bezüglich der Halswirbelsäule adapt
ierte Tätigkeit, son
dern es kön
n
t
en keine Einschränkungen weder qualitativ noch quantitativ genannt w
erden. Bei dieser Beurteilung wü
rden insbesondere auch
die beo
bachteten Spontanbewegungen mitberücksichtigt, und sie beziehe
sich rein auf den rheumatologischen Fachbereich. Abgesehen
von
einer kurzen Phase nach dem Unfall (G
rössenordnung wenige Monate), kö
nn
e
auch retrospektiv aus rheumatologischer Sicht keine Einschränkung der Arbeitsf
ähigkeit begründet werden (
Urk.
7/190/38 f.).
3
.2.4
Dr.
med.
F._
, Facharzt für Neurologie, erklärte, dass sich z
usammen
fassend ein
e
chronische
Cervikalgie
mit
Verdacht auf
vorwiegend
cervikogene
Kopfschmerzen bei Status nach
craniocervik
alem
Beschleunigungstrauma am
4.
März
2005
finde. Daneben bestehe
ein Tinnitus rechts, anamnestisch eben
falls nach dem Autounfall aufgetreten. Es besteh
e
ein
Verdacht auf
Schalllei
tungsschwerhörigkeit
rechts sowie eine
Hyposmie
unklarer Ätiologie. Gemäss dem in d
en Unterlagen zitierten MRI der Halswirbelsäule (
HWS
,
Bericht Ortho
pädi
e der
G._
vom 2
8.
Juni 2005) bestehe keine
Di
skopathie
, wobei sämtliche Bandscheiben im Rahme
n der Norm seien. Ebenfalls fän
den sich keine direkten oder indirekten Stabilitätszeichen. Aufgrund der chronischen Kopf
schmerzen
sei
dann auch ein
MRI des
Neurocraniums
am 1
2.
Dezember
2013 im
H._
durchgeführt
worden
. Bezüglich der Fragestellung
sei
dieses MRI als unauffälliges Schädel-MRT bezeichnet
worden
. Als
Zufalls
befund
habe
sich
eine
diskre
te
subependymale
cortikale
Heterotopie
d
er
Seiten
ventrikel
beidseits
gezeigt
, welche mit aller Wahrscheinlichkeit ohne kli
nische Relevanz sei
(Urk.
7/190/46 f.)
.
Aus neurologischer Sicht
sei
bis anhin bezüglich Arbeitsfähigkeit keine Stellung genommen
worden
. Aufgrund der chronischen Nackenschmerzen mit
Verdacht auf
vorwiegend
cervikogene
Kopfschmerzen sollten keine schweren und mit
telschweren körperlichen Tätigkeiten sowie Arbeiten, wo eine Retroflexion der HWS notw
endig sei
, durchgeführt werden. Leichte körperliche Tätigkeiten sowie organisatorische administrative Tätigkeiten in wechselnden Positionen könn
t
en dem
Beschwerdeführer
jedoch ganztags zugemutet werden. Dabei
sei
von einem erhöhten Pausenbedarf auszugehen. In e
i
ner entspreche
nd adaptierten Tätigkeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 90
%
.
3
.2.5
Dr.
med.
I._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,
stellte z
usammenfassend
fest
(
Urk.
7/190/53 ff.)
, dass der
Beschwerdeführer
im März 2005 Opfer eines Auffahrunfalles
geworden sei
. Er
sei
damals schon einige Zeit in einer psychosozial schwierigen Situation
gestanden, er sei
arbeitslos
gewe
sen
, dies nach einer fristlosen Kündigung einer Festanstellung. In der Folge
sei
es ihm
nur n
o
ch gelungen
,
einige temporäre Arbeiten zu ve
rrichten. Seit diesem Unfall sei
er nicht mehr berufstätig, dies aufgrund der subjektiven Beschwerden, die aber aus somatischer Sicht nicht nachvollzogen werden könn
ten. Es sei
anzunehmen, dass die Beschwerdeentwicklung mit grosser Wahrscheinlichkeit mit den verschiedenen psychosozialen Umständen zusammenhäng
e
, die auch bereits schon vor dem Unfall vorhanden
gewesen
und vermutlich durch die zeitweise nachvollziehbaren kurzzeitigen Beschwerden, die unfallbedingt
gewesen seien,
getriggert
wo
rden
seien
. Ein natürlich kaus
aler Zusammenhang zum Unfall vom
4.
März 2005 bestehe demnach eher nicht. Es kö
nn
e
deshalb in Einklang mit den Vorgutachtern eine anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung bestätigt werden.
D
ie affektive Symptomatik scheine
heute keine wesentliche Rolle mehr zu spielen. Es könn
t
en keine Hinweise auf eine eindeutige depressive Problematik gef
unden werden. Möglicherweise trä
ten zeitweise Stimmungsschwankungen auf, die aber in Zusammenhang mit der
unbefried
igenden Situation und Schmerzproblematik interpretiert werden müss
t
en. Die Diagnose einer eigen
ständigen depressiven Störung
lasse
sich nicht mehr stellen. Der
Beschwerde
führer weise
eher wenig Ressourcen a
uf, was sich dahingehend äussere
, dass er sich immer noch nicht richtig in die
hiesige Situation adaptiert habe
, er spr
eche
die
Sprache nur ungenügend, scheine
sozial eher wenig Kontakte zu pflegen, allerdings regelmässig im familiären Rahmen
und wenn er die Moschee aufsu
che
. Obwohl er ang
ebe
, ziemlich viel zu lese
n und sich zu informieren, wirke
er
doch wenig differenziert un
d mache
nur zurückhaltend Angaben. Es spiel
ten auch asthen
ische Persönlichkeitszüge eine Rolle. Der
Beschwerdeführer weise
zudem eine nicht sonderl
ich kräftige Statur auf, er gebe
an, aktuell 66 kg zu wiegen, wobei er bis zum Unfall nur 56 kg gewogen ha
be. Es sei
daher doch etwas fraglich, wie
er
bis zum damaligen Zeitpunkt körperlich belastende Tätig
keiten durch
geführt habe
, mit grosser Wahrscheinlichkeit
sei
er bei anspruchs
vollen Tätigkeiten überfordert
gewesen
. Dies
unterstütze
dann auch die These einer ursächlich psychosozialen Belastung bei der
Entwicklung der Beschwer
den. Es zeige
sich aktuell einzig eine
somatoforme
Schmerzstörung.
Aufgrund der Schmerzstörung kö
nn
e
einzig begründet werden, dass der
Beschwer
deführer
keine körperlichen Schwerarbeiten verrichten sollte, da mit einer unverhältnismässig starken Zunahme der Körperschmerzen zu rechnen wäre. Grundsätzlich
seien
ihm aber leichte bis
mittelschwere Tätigkeiten voll
umfänglich möglich. Aufgrund
der eher geringen Ressourcen sei
es sinnvoll, wenn er keine Verantwortung übernehmen müsste und die Arbeit klar vorgege
ben wäre.
Es sei
demnach seit der Begutachtung von
Dr.
Y._
von einer Zunahme der Arbeitsfähigkeit auszugehen.
Dr.
Y._
sei
in s
einem Gutachten vom Mai 2007 da
von aus
gegangen
, dass spätestens in einem Jahr wieder eine
volle Arbeitsfähigkeit zu erlangen wäre. Dem kö
nn
e
beigestimmt
werden, wes
wegen anzunehmen sei, dass die Ar
beitsfähigkeit in diesem Ausmass seit etwa Mai 2008
vorliegen sollte. Zum zwischen
zeitlichen Verlauf st
ünden
allerdings keine aussag
ekräftigen Unterlagen zur Verfü
gung.
4.
4.1
Das Gutachten des
Z._
vom 1
5.
Mai 2014 (
Urk.
7/190
)
beruht
auf für die streitigen Belange umfassenden fachärzt
lichen Untersuchungen und wurde
in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) verfasst
(
Urk.
7/190/7 ff.)
. Die Gutachter haben detaillierte Befunde und hieraus begründete Diagnosen erhoben, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten des Beschwerdeführers auseinandergesetzt. Zudem haben sie die medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtend dargelegt und ihre Schlussfolge
rungen nachvollziehbar begründet.
Das
Z._
-Gutachten
er
füllt daher
die rechtsprechungsgemässen Anforderungen an beweistaugliche ärztliche
Ent
scheid
ungsgrundlagen
(vgl. E.
2.3
).
Namentlich erlaubt es
auch eine schlüssige Beurteilung im Lichte der massgeblichen Indikatoren gemäss dem Urteil des Bundesgerich
tes BGE 141 V 281 (vgl. dazu E.
5
).
Der Beschwerdeführer brachte vor, dass das Gutachten nicht mehr aktuell sei und sich sein psychischer Zustand seit der Begutachtung bis zum
Verfügungs
erlass
stark verschlechtert habe. Er sei daher seit Monaten auf der Suche nach einem
albanischsprechenden
Psychiater mit ausreichender Kapazität (
Urk.
1 S.
7). Dem ist entgegenzuhalten, dass - bis auf die Aussage des Beschwerde
führers - keine objektivierbaren Hinweise auf eine Verschlechterung des psychi
schen Gesundheitszustandes hindeuten. Damit ist eine Verschlechte
rung nicht mit überwiegen
der Wahrscheinlichkeit erstellt.
4.2
Zu prüfen ist, ob ein Revisionsgrund nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorliegt, bzw. ob
zwischen
der Verfügung vom 1
4.
April 2011
(
Urk.
7/122
) und der angefoc
h
tenen rentenaufhebenden Verfü
gung vom
2
6.
November 2015
(Urk. 2) eine anspruchserhebliche Änderung der Verhältnisse stattgefunden hat.
Die rentenzusprechende Verfügung
vom
4.
April 2008
beruhte insbesondere auf dem psychiatrischen Gutachten von
Dr.
Y._
(vgl.
Urk.
7/62)
, welcher
eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1) und eine anhaltende
somato
forme
Schmerzstörung (ICD-10 F45.4)
diagnostiziert
und dem Beschwerdeführer
a
ufgrun
d der depressiven Störung
eine 50
%
ige
A
rbeitsunfähig
keit
in allen Tätigkeiten
attestiert hatte
(
Urk.
7/54/9 f.).
Im Rahmen der Abklärungen anlässlich der ersten Revision
notierte Dr.
A._
in
seinem
von der Beschwerdegegnerin eingeholten
Bericht vom 29. April 2009
als Diagnose
n
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
ein chro
nisches
Zervikalsyndrom
, eine chronische
somatoforme
Schmerz
störung und eine Depression (E. 3.1.1)
.
Im Urteil des hiesigen Gerichts vom 3
0.
Mai 2012 wurde festgehalten, dass seit der rentenzusprechenden Verfügung vom
4.
April 2008 keine wesentliche Verbesserung des Gesundheitszustandes
eingetreten sei (
Urk.
7/141/15), womit die depressive Erkrankung mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit immer noch invalidisierend war.
Im Rahmen des aktuellen Revisionsverfahrens hielt
Dr.
I._
in seinem psych
iatrischen Teilgutachten zusammengefasst fest, dass die affektive Symp
tomatik heute keine wesentliche Rolle mehr zu spielen scheine und keine Hin
weise auf eine eindeutige depressive Problematik gefunden werden könnten. Es sei demnach seit der Begutachtung von
Dr.
Y._
von einer Zunahme der Arbeitsfähigkeit auszugehen
.
Dr.
Y._
sei davon ausgegangen, dass spätestens in einem Jahr wieder eine volle Arbeitsfähigkeit zu erlangen gewesen wäre. Dem könne beigestimmt werden, womit anzunehmen sei, dass die jetzige Arbeitsfähigkeit seit etwa Mai 2008 vorliegen sollte. Zum zwischenzeitlichen Verlauf stünden allerdings keine aussagekräftigen Unterlagen zur Verfügung
(vgl. E. 3.2.5
;
Urk.
7/190/71
).
Damit ist
seit dem Gutachten von
Dr.
Y._
bzw.
, da sich der Gesundheitszu
stand dazwischen gestützt auf das Urteil des hiesigen Gerichts vom 3
0.
Mai
2012 nicht wesentlich verändert hatte (
Urk.
7/141/15),
seit der Verfügung
vom 14.
April 2011
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
eine
Verbesserung des psychischen Gesundheit
szustandes des
Beschwerdeführe
rs
eingetrete
n
. Da ein Revisionsgrund nach Art. 17 Abs. 1 ATSG erstellt ist
,
kann entsprechend offen bleiben, ob auch eine Überprüfung der Rente im Sinne von
lit
. a Abs. 1
SchlB
IVG
6.
IV-Revision
möglich wäre.
Zusammenfassend ist -
insbesondere gestützt auf das psychiatrische
Teilgutach
ten
von
Dr.
I._
- von einem verbesserten psychischen Gesundheitszustand auszugehen.
5.
Zu prüfen bleibt, ob die
somatoforme
Schmerzstörung unter Berücksichtigung der neuen bundesgerichtlichen Rechtsprechung Auswirkungen auf die
Arbeits
fähigkeit des Beschwerdeführers
zeitigt.
5.1
5.1.1
Für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei Vorliegen einer anhaltenden
somato
formen
Schmerzstörung oder eines damit vergleichbaren psychosomati
schen Leidens (BGE 141 V 281 E. 4.2) sind Indikatoren beachtlich, die das Bun
desgericht wie folgt systematisiert hat BGE 141 V 281 E. 4.3.1):
Kategorie „funktioneller Schweregrad"
Komplex „Gesundheitsschädigung"
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder –
resistenz
Komorbiditäten
Komplex „Persönlichkeit" (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res
sourcen)
Komplex „Sozialer Kontext"
Kategorie „Konsistenz" (Gesichtspunkte des Verhaltens)
gleichmässige Einschränkung des
Aktivitätenniveaus
in allen ver
gleich
baren Lebensbereichen
behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener
Lei
dens
druck
Diese
Standardindikatoren erlauben - unter Berücksichtigung
leistungshin
dern
der
äusserer
Belastungsfaktoren einerseits und Kompensationspotenzialen (Ressourcen) anderseits - das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzu
schätzen (BGE 141 V 281 E. 3.4-3.6 und E. 4.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_534/2015 vom 1. März 2016 E. 2.2.1).
Beweisrechtlich entscheidend ist der Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4):
Der Indikator einer
gleichmässigen
Einschränkung des Aktivitätsniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen zielt auf die Frage ab, ob die diskutierte Einschränkung in Beruf und Erwerb (bzw. bei Nichterwerbstätigen im Aufga
benbereich) einerseits und in den sonstigen Lebensbereichen (z.B. Freizeitge
staltung) anderseits gleich ausgeprägt ist. Dabei ist das bisherige Kriterium des sozialen Rückzugs (wiederum) so zu fassen, dass neben Hinweisen auf Ein
schränkungen auch Ressourcen erschlossen werden; umgekehrt kann ein
krank
heitsbedingter
Rückzug aber auch Ressourcen zusätzlich vermindern. Soweit
erhebbar
, empfiehlt sich auch ein Vergleich mit dem Niveau sozialer Aktivität vor Eintritt der Gesundheitsschädigung. Das Aktivitätsniveau der versicherten Person ist stets im Verhältnis zur geltend gemachten Arbeitsunfähigkeit zu sehen (BGE 141 V 281 E. 4.4.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_296/2016 vom 29. Juni 2016 E. 4.1.1).
Die Inanspruchnahme von therapeutischen Optionen, das
heisst
das
Ausmass
, in welchem Behandlungen wahrgenommen oder eben vernachlässigt werden, weist (ergänzend zum Gesichtspunkt Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder
resistenz
unter dem Komplex "Gesundheitsschädigung") auf den tatsächlichen Leidensdruck hin. Dies gilt allerdings nur, solange das betreffende Verhalten nicht durch das laufende Versicherungsverfahren beeinflusst ist. Nicht auf fehlen
den Leidensdruck zu
schliessen
ist, wenn die Nichtinanspruchnahme einer empfohlenen und zugänglichen Therapie oder die schlechte Compliance
klarer
weise
auf eine (unabwendbare) Unfähigkeit zur Krankheitseinsicht zurückzu
führen ist. In ähnlicher Weise zu berücksichtigen ist das Verhalten der versi
cherten Person im Rahmen der beruflichen (Selbst-) Eingliederung. Inkon
sisten
tes Verhalten ist auch hier ein Indiz dafür, die geltend gemachte Einschränkung sei anders begründet als durch eine versicherte
Gesundheitsbe
einträchtigung
(BGE 141 V 281 E. 4.4.2; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_296/2016 vom 29. Juni
2016 E. 4.1.2).
5.1.2
In intertemporalrechtlicher Hinsicht ist sinngemäss wie in BGE 137 V 210 (betref
fend die rechtsstaatlichen Anforderungen an die medizinische Begutach
tung) vorzugehen. Nach diesem Entscheid verlieren gemäss altem
Verfahrens
standard
eingeholte Gutachten nicht per se ihren Beweiswert. Vielmehr ist im Rahmen einer gesamthaften Prüfung des Einzelfalls mit seinen spezifischen Gegebenheiten und den erhobenen Rügen entscheidend, ob ein abschliessendes Abstellen auf die vor
handenen Beweisgrundlagen vor Bundesrecht standhält (BGE a.a.O. E. 6 in
initio
). In sinngemässer Anwendung der nunmehr materiell-beweisrechtlich geänderten Anforderungen ist in jedem einzelnen Fall zu prü
fen, ob die beigezogenen admi
nistrativen und/oder gerichtlichen Sachverständi
gengutachten – gegebenenfalls im Kontext mit weiteren fachärztlichen
Berichten
–
eine schlüssige Beurteilung im Lichte der massgeblichen Indikatoren erlauben oder nicht. Je nach Abklärungstiefe und -dichte kann zudem unter Um
ständen eine punktuelle Ergänzung genügen (
BGE 141 V 281
E. 8).
5.2
5
.2
.1
Die diagnoserelevanten psychiatrischen Befunde sind
den Ausführungen von
Dr.
I._
folgend nur mässig ausgeprägt (
Urk.
7/190/67): Der Beschwerde
führer erscheine
pünktlich zur Untersuchung, er sei alleine mit dem Zug nach Basel gefahren und habe den Weg zur Praxis gut gefunden.
Er ziehe
die ziem
lich verschmutzte Jacke nicht aus, die er während der gesamten Untersuchung geschlossen
halte
. Er r
ieche
stark nach Nikotin, wie auch die mitgebrachten Unterlagen. Das Bewusstsein
sei
klar, die Orien
tierung allseits erhalten. Es fä
n
den sich im Gespräch keine Hinweise auf kognitive Schwierigkeiten, teilweise vergesse er in den Gesprächen, was er habe sagen wollen, was ihn dann
teil
weise nervös mache. Er spre
ch
e
mit eher leiser Stimme, teilweise k
önne
er sich in der deuts
chen Sprache verständigen, er müss
e oft auch die Mithilfe des Dol
metsch
ers in Anspruch nehmen. Er wirk
e in seinen Ausführungen sehr undiffe
renziert, in
keiner Weise introspektiv, es müsse alles erfragt werden. Es fä
nden
sich keine Hinweise auf Zwänge,
Wahn und psychoti
sche Phänomene. Der Affekt wirk
e eher etwas indifferent, wobei er dann
zeitweise auch über Spässe läch
le. Er verspüre keine Ängste, er wisse nicht, wie es weitergehen solle, teil
weise werde er je nach Situation nervös. Er habe keine
Zukunftsperspektive. Die affektive Modulation sei erhalten doch eher reduziert wirkend, was aber durch
aus auch seinem Naturell entsprechen könne, psychomotorisch sei er unauffäl
lig.
5.2.2
Psychische
Komorbiditäten
gehen aus dem psychiatrischen Teilgutachten nicht hervor, da
Dr.
I._
diesbezüglich erklärte, dass
die affektive Symptomatik heute keine Rolle mehr zu spielen scheine (
Urk.
7/190/70).
5.2.3
Dr.
I._
hielt zum Tagesablauf und den sozialen Kontakten des Beschwerde
führers
fest, dass
der Beschwerdeführer morgens
erstmals um 06.00
Uhr auf
stehe
und bete, dann lege er sich wieder hin und schlafe bis ca.
10.00 Uhr. Manchmal stehe er auch erst um 11.00 Uhr auf. Er lese die Zeitung und
im Internet, danac
h esse er zusammen mit der Frau.
Der Appetit sei wechselhaft vorhanden. Wenn er stark erschöpft sei, möge er nichts essen. Das Gewicht sei in den letzten Jahren konstant vorhanden. Er sei seiner Meinung nach mit 66
kg bei 167 cm Körpergrösse eher übergewichtig, da er bis zum Unfall 56 kg gewogen habe. In einem folgenden Programm über das Arbeitsamt habe er dann über 10 kg abgenommen und später wieder zugenommen. Nach
mittags schlafe er 1 - 2 Stunden, gehe dann spazieren und halte sich zu Hause auf, wo
er meistens lese und wenig fernsehe, dann gebe es wieder Abendessen. Er verbringe viel Zeit mit lesen und liegen. Im Haushalt helfe er nicht mit, dieser werde von der Tochter und Ehefrau erledigt, manchma
l erledige er klei
nere Einkäufe.
Er bete 5 x täglich und am Freitag suche er auch die Moschee auf, wo er sich mit anderen Personen treffe, manchmal auch Schach spiele. Abends gehe er gegen 22.00 und 23.00 Uhr ins Bett, mit den Medikamenten könne er
einigermassen ordentlich einschlafen. Er schlafe in der Regel bis mor
gens und habe keine besonderen Träume.
Es bestünden
einige wenige soziale Kontakte, allerdings nicht so oft, da er nicht zu lange irgendwo bleiben könne, weil er dann wieder liegen müsse. Er könne in Gesprächen manchmal nervös werden, wenn
ihm nicht mehr einfall
e, was er habe sagen wollen, auch mache ihn der Lärm im Ohr nervös. Ängste
habe er keine.
Er
rauche etwa 10 Ziga
retten, Alkohol trinke er nic
ht.
Zu Hause wohnten noch die Kinder, es laufe mit beiden gut. Die Ehefrau arbeite nicht, sie verrichte die Haushaltsarbeiten. Die Beziehung zwischen ihnen sei gut, es gebe in der Familie keine Probleme (
Urk.
7/190/66).
Seit dem Unfall sei er vielleicht
dreimal in seiner Heimat gewesen. Die Reise sei ihm zu teuer und es sei ihm zu umständlich, mit Bus oder Auto zu fahren. Die Eltern kämen jeweils in den Wintermonaten in die Schweiz und wohnten bei den Geschwistern. Es bestehe ein guter Kontakt innerhalb der Familie, sie träfen sich
regelmässig
. Er habe seither keine Arbeitsversuche mehr durchgeführt.
Er sei einzig einmal über das Arbeitsamt in einen Kurs geschickt worden, wo er dann massiv an Gewicht abgenommen habe. Es habe sich um einen Kurs mit Computern gehandelt (
Urk.
7/190/67).
Das Aktivitätsniveau des Beschwerdeführers ist nicht allzu hoch, zeigt aller
dings, dass er nebst einem gut funktionierenden sozialen Umfeld in der Familie auch Kontakte
ausserhalb
dieser, so insbesondere beim Beten und Schach spielen in der Moschee, pflegt - so hielt auch
Dr.
I._
fest, dass der Beschwerdeführer wohl wenig Kontakte pflege, im familiären und religiösen Bereich aber gut eingebettet sei (
Urk.
7/190/71).
5.2.4
In Bezug auf den behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesenen Leidensdruck ist festzuhalten,
dass der Beschwerdeführer
angab, dass eine Phy
siotherapie mit Massagen und Bewegung durchgeführt werde (Urk.
7/190/65).
Aus psychiatrischer Sicht habe der Beschwerdeführer - d
en
Angaben von Dr.
I._
folgend
-
noch nie in einer konsequenten psychia
trischen Behand
lung gestanden
, es sei bisher einzig eine psychologische Therapie durch
geführt worden, wobei aufgrund der Angaben anzunehmen sei, dass eher eine Beratung und Durchführung von Entspannungsmassnahmen stattgefunden habe, so dass
nicht von einer intensiven Therapie ausgegangen werden könne (
Urk.
7/190/71; vgl.
Bericht von
dipl.
prakt. Psychologe SGPH
J._
vom 1
8.
Juni 2009,
Urk.
7/92
).
Des Weiteren wurde anlässlich der
polydiszi
pli
nären
Begutachtung eine Venenpunktion zur Bestimmung des
Saroten
-Spiegels durchgeführt, welcher nur in ungenügender Konzentration nach
weisbar war (
Urk.
7/190/21;
Urk.
7/190/63).
Auch
Dr.
C._
hielt in seinem Bericht vom 2
1.
Dezember 2010 fest, dass der Beschwerdeführer auf eine Psychotherapie, welche das Trauma hätte bearbeiten sollen, aus freien Stücken verzichtet habe (
Urk.
7/113/6).
Der behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesene Leidensdru
ck ist damit klar zu verneinen, da der Beschwerdeführer keine konsequente psychi
atrische Therapie absolviert und
Saroten
nicht in genügender Konzentration nachweisbar war.
5.2.5
Zusammengefasst sind
funktionelle Auswirkungen der
somatoformen
Schmerz
störung
u
nter Berücksichtigung
des beweisrechtlich entscheidenden Aspektes der
behandlungsanamnestisch
nicht nachvollziehbaren
Konsistenz,
aber auch
der
nur mässig
ausgeprägten Befunde, der nicht mehr in bedeutendem Ausmass vorhandenen Komorbidität und des guten
familiären Umfeldes des Beschwer
deführers
nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit schlüssig und widerspruchsfrei nachgewiesen.
Da der
Beschwerde
führer
die Folgen der
Beweislosig
keit
zu tragen hat, ist die diagnostizierte anhaltende
somatoforme
Schmerz
störung
auch nach neuer bundesgerichtlicher Rechtsprechung unter Berück
sichtigung der Standardindikatoren als nicht invalidisierend
zu
qualifi
zieren.
6.
Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen der um 10
%
eingeschränk
ten Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit.
6.1
Bei der Invaliditätsbemessung kommt der allgemeinen Methode des
Ein
kommens
vergleichs
gemäss
Art.
28a
Abs.
1 IVG in Verbindung mit Art.
16 ATSG grundsätzlich Vorrang zu. Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie indes nach Mass
gabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte miteinander zu vergleichen. Wird eine Schätzung vorge
nommen, so muss diese nicht unbedingt in einer ziffernmässigen Festlegung von Annäherungswerten bestehen. Vielmehr kann auch eine Gegenüberstellung blosser Prozentzahlen genügen. Das ohne eine Invalidität erzielbare hypotheti
sche Erwerbseinkommen ist alsdann mit 100 % zu bewerten, während das
Inva
lideneinkommen
auf einen entsprechend kleineren Prozentsatz veranschlagt wird, so dass sich aus der Prozentdifferenz der Invaliditätsgrad ergibt (sog.
Pro
zentvergleich
; Urteil des Bundesgerichts 8C_131/2011 vom 5. Juli 2011 E.
10.2.1 mit Hinweis auf BGE 114 V 310 E.
3a).
Der Invaliditätsgrad ist namentlich dann durch Prozentvergleich zu ermitteln, wenn Validen- und Invalideneinkommen sich nicht hinreichend genau oder nur mit unverhältnismässig grossem Aufwand bestimmen lassen und in letzterem Fall zudem angenommen werden kann, die Gegenüberstellung der nach Mass
gabe der im Einzelfall bekannten Umstände geschätzten, mit Prozentzahlen bewerteten hypothetischen Einkommen ergebe ein ausreichend zuverlässiges Resultat. Diese Berechnungsweise ist insbesondere anwendbar, wenn die konkreten Verhältnisse so liegen, dass die Differenz zwischen Validen- und Invalideneinkommen die für den Umfang des Rentenanspruchs massgebenden Grenzwert
e von 70, 60, 50 und 40 % (Art. 28 Abs.
2 IVG) eindeutig über- oder untersch
r
eitet (Urteil des Bun
desgerichts 8C_333/2013 vom 11.
Dezember 2013 E. 5.3 mit Hinweisen).
6.2
6.2.1
Der Beschwerdeführer war unmittelbar vor dem Unfall
im März 2005
nicht erwerbstätig
und ging in den Jahren davor zahlreichen verschiedenen Tätigkei
ten nach
(Auszug aus dem
individuellen Konto,
Urk.
7/52
; Berufsunterlagen,
Urk.
7/11; Arbeitgeberfragebogen vom 1
0.
Februar 2006,
Urk.
7/18
).
Mit über
wiegender Wahrscheinlichkeit wäre der Beschwerdeführer heute entsprechend ohne Gesundheitsschaden als Hilfsarbeiter tätig, womit d
as
Valideneinkommen
gestützt auf
den Tabellenlohn für
männliche Hilfsarbeiter entsprechend der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 2012 (LSE 2012, TA1 Monatlicher Bruttolohn [Zentralwert] nach Wirtschaftszweigen, Kompetenzniveau und Geschlecht, Privater Sektor, Männer, Einfache Tätigkeiten körperlicher oder hand
werklicher Art, Total)
festzusetzen ist
.
6.2.2
Gestützt auf das Gutachten des
Z._
sind dem Beschwerdeführer
Tätigkeiten, die ein intaktes Gehör oder Richtungshören
erfordern,
nicht möglich und es sollten Tätigkeiten mit erhöhtem
Störlärm
gemieden werden. Des Weiteren sollten keine schweren und mittelschweren Tätigkeiten sowie Arbeiten, die eine Retroflexion der HWS erfordern, durchgeführt werden. Leichte körperliche Tätig
keiten sowie organisatorische administrative Tätigkeiten in wechselnden Positionen ohne Übernahme von Verantwortung bei klar vorgegebener Arbeit seien ganztags zumutbar. Dabei sei von einem erhöhten Pausenbedarf auszu
ge
hen. In einer entsprechenden Tätigkeit bestehe eine 90%ige Arbeits
fähigkeit (
Urk.
7/190/59 f.).
Entsprechend ist auch für das Invalideneinkommen auf den Tabellenlohn für männliche Hilfsarbeiter nach LSE 2012 abzustellen.
6.3
Da das Validen- und das Invalideneinkommen beide anhand des gleichen Tabellenlohns festzusetzen sind, kann ein Prozentvergleich erfolgen. Ob ein Leidensabzug gerechtfertigt ist oder nicht, kann vorliegend offenbleiben, da selbst unter Berücksichtigung eines maximalen Leidensabzuges von 25 % ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von 32.5 % resultieren würde (1 - 0.9 x 0.75).
Damit erweist sich die angefochtene Verfügung als rechtens und die Beschwerde ist vollumfänglich abzuweisen.
7.
Gestützt auf
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG ist das Besc
hwerdeverfahren vor dem kantona
len Versicherungsgericht bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert unter Berücksichtigung des gesetzlichen Rahmens (
Fr.
200.-- bis
Fr.
1'000.--) auf
Fr.
8
00.-- festzusetzen und dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen.