Decision ID: 029ce4cf-2c12-56e7-b69c-b03d7545fa8a
Year: 2010
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
R._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Fürsprecher lic. iur. Daniel Küng, Rosenbergstrasse 51, Postfach 1121,
9001 St. Gallen,
gegen
Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358,
6002 Luzern,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
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Invalidenrente und Integritätsentschädigung
Sachverhalt:
A.
A.a Der 1949 geborene R._ arbeitete seit 15. Mai 2006 für die A._ als Hilfsmaurer
und war dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA)
obligatorisch unfallversichert (Suva-act. 1). Am 29. Juni 2006 erlitt der Versicherte auf
einer Baustelle in B._ einen Arbeitsunfall. Nach eigenen Angaben trat er mit einem
Bein vom Laufbrett auf eine ans Baugerüst angelehnte Leiter, um einem
Arbeitskollegen das Durchkommen zu ermöglichen. Als die Leiter am Boden
wegrutschte, verlor der Versicherte das Gleichgewicht, prallte mit seinem rechten Arm
heftig ans Baugerüst und stürzte ca. 1,5 Meter in die Tiefe. Bei diesem Sturz zog er
sich eine rund 8 cm lange Rissquetschwunde am Unterarm und eine
Abdomenkontusion zu (Suva-act. 16, 3).
A.b Nach Abschluss der Heilbehandlungen sprach die Suva dem Versicherten mit
Verfügung vom 6. Dezember 2007 mit Wirkung ab 1. Dezember 2007 eine
Invalidenrente auf der Basis eines Invaliditätsgrades von 12% bei einem versicherten
Jahresverdienst von Fr. 57'686.-- und eine Integritätsentschädigung in der Höhe von
Fr. 10'680.-- zu (Suva-act. 60). Gegen diese Verfügung liess der Versicherte Einsprache
erheben (Eingabe vom 3. Januar 2008, ergänzt durch Schreiben vom 30. Juni 2008
[Suva-act. 69, 84]). Mit Entscheid vom 19. Dezember 2008 wies die SUVA die
Einsprache ab (Suva-act. 90). Eine von der Swica Gesundheitsorganisation als
betroffener Krankenversicherer am 12. Dezember 2007 vorsorglich erhobene
Einsprache wurde am 7. Mai 2008 zurückgezogen (Suva-act. 61, 80).
B.
B.a Gegen den Einspracheentscheid vom 19. Dezember 2008 richtet sich die von
Fürsprecher Daniel Küng, St. Gallen, für R._ am 28. Januar 2009 beim
Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen angehobene Beschwerde. Darin
beantragt der Beschwerdeführer die Aufhebung des angefochtenen Entscheides, die
Zusprechung einer ganzen Invalidenrente ab 1. Dezember 2007 und einer
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Integritätsentschädigung von mindestens Fr. 53'400.--, eventualiter die Zurückweisung
zur weiteren Abklärung, unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Zur Begründung
bringt der Beschwerdeführer vor, die Beschwerdegegnerin gehe zu Unrecht davon aus,
dass er in der Lage sei, ein Invalideneinkommen von Fr. 50'658.-- zu erwirtschaften.
Sie berücksichtige nicht, dass sämtliche manuellen Tätigkeiten, bei denen er die rechte
Hand benutzen müsse, mit der Gefahr eines plötzlichen, bis in den Kopf
ausstrahlenden Schmerzes bei Anschlagen der Finger II bis IV der rechten Hand
einhergingen. Sofern ihm solche Tätigkeiten überhaupt zumutbar seien, könnte er sie
deshalb nur mit äusserster Vorsicht ausüben, was sein Arbeitstempo wesentlich
beeinträchtige. Entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin seien auch die
andauernden Kopfschmerzen, die Verschlechterung seines Schlafverhaltens, die damit
einhergehenden Konzentrationsstörungen, die Beweglichkeitseinschränkung der Finger
und des Handgelenks, die Nackenproblematik und die psychischen Störungen
adäquat-kausal zum Unfall vom 29. Juni 2006. Unter Berücksichtigung sämtlicher
unfallbedingter gesundheitlicher Einschränkungen müsse von einem
Invalideneinkommen von Fr. 0.-- ausgegangen werden. Auch gehe die
Beschwerdegegnerin mit Fr. 57'686.-- von einem zu tiefen Valideneinkommen aus,
betrage das durchschnittliche Einkommen einer Hilfskraft im Jahr 2007 gemäss
Schweizerischer Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik doch
bereits Fr. 59'028.--. Bei der Festlegung der Integritätsentschädigung habe die
Beschwerdegegnerin ausserdem nicht berücksichtigt, dass bereits ein
Dreigliederverlust zu einer Integritätseinbusse von 7,5%, die eingeschränkte
Schulterfunktion zu einer solchen von 10% führe. Die so ermittelte Integritätseinbusse
von 17,5% sei unter Mitberücksichtigung sämtlicher unfallbedingter gesundheitlicher
Einschränkungen angemessen, mindestens aber auf 50% zu erhöhen (act. G 1). Zum
Beweis der Unfallkausalität der Nackenbeschwerden beantragt der Beschwerdeführer
mit Beschwerdeergänzung vom 28. April 2009 schliesslich die Erstellung eines
unfallanalytischen Gutachtens und fordert eine umfassende medizinische Abklärung
seines Gesundheitszustandes im Rahmen einer polydisziplinären Begutachtung (act.
G 7).
B.b Mit Beschwerdeantwort vom 28. Mai 2009 beantragt die Beschwerdegegnerin die
Abweisung der Beschwerde und stellt sich auf den Standpunkt, dass lediglich die
bleibenden physischen Einschränkungen an der rechten oberen Extremität inkl.
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Schulter unfallkausal seien. In Bezug auf die nicht objektivierbaren Beschwerden im
gesamten Rückenbereich und die psychischen Beschwerden bestehe weder eine
natürliche noch eine adäquate Kausalität zum Unfall vom 29. Juni 2006. Da der
Beschwerdeführer während den ersten 72 Stunden nach dem Unfall keines der für ein
Schleudertrauma typischen Anzeichen gezeigt habe, sei das Vorliegen eines solchen
nicht anzunehmen. Die Invaliditätsbemessung für die physisch objektivierbaren
Unfallfolgen an der rechten oberen Extremität inkl. Schulter sei anhand der vom
Kreisarzt nach erneuter Untersuchung bestätigten Zumutbarkeitsbeurteilung der
Rehaklinik Bellikon erfolgt. Die Vorbringen des Beschwerdeführers, wonach er in
leidensadaptierten Tätigkeiten nur reduziert arbeitsfähig und ihm die Ausübung
feinmotorischer Tätigkeiten nicht möglich sei, entbehrten jeglicher medizinischer
Grundlagen. Die für die Ermittlung des Invalideneinkommens ausgewählten DAP-
Arbeitsplätze seien mit der Zumutbarkeitsbeurteilung vereinbar und der festgestellte
Invalidenlohn von Fr. 50'658.-- korrekt. Das Valideneinkommen sei anhand konkreter
Angaben der Arbeitgeberin festgelegt worden. Ob das so festgelegte Validen
einkommen von Fr. 57'686.-- unter den LSE-Werten des Anforderungsprofils 4 liege,
sei irrelevant. Der verfügte Integritätsschaden von 10% sei vom Kreisarzt korrekt
ermittelt worden, bestehe hinsichtlich der eingeschränkten Schulterbeweglichkeit
rechts aus rein organisch-struktureller Sicht doch lediglich ein Integritätsschaden von
5%. Zudem könnten blosse Sensibilitätsstörungen nicht dem tatsächlichen Verlust von
Fingergliedern gleich gestellt werden. Auf die Einholung eines unfallanalytischen
Gutachtens sei zu verzichten, da ein solches im vorliegenden Fall nicht geeignet sei,
zur Frage der Unfallkausalität der geklagten Beschwerden oder zur Organizität
derselben einen beweismässig relevanten Beitrag zu leisten. Auch auf ein
polydisziplinäres Gutachten könne verzichtet werden, da die organisch objektivierbaren
Unfallfolgen an der rechten oberen Extremität und der rechten Schulter mit den
vorhandenen Akten hinlänglich erstellt seien und eine Leistungspflicht in Bezug auf die
organisch nicht objektivierbaren bzw. psychischen Störungen mangels adäquater
Unfallkausalität von Vornherein verneint werden müsse (act. G 9).
B.c Mit Eingabe vom 16. Juli 2009 hält der Beschwerdeführer replicando an den
Beschwerdebegehren fest und rügt erneut, dass sein Gesundheitszustand nicht
umfassend abgeklärt worden sei (act. G 13). Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf
die Einreichung einer Duplik (act. G 15).
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Erwägungen:
1.
1.1 Unmittelbar nach dem Unfall am 29. Juni 2006 wurde der Beschwerdeführer im
Spital Linth hospitalisiert. Die behandelnden Ärzte diagnostizierten eine
Rissquetschwunde am rechten Unterarm ulnar-dorsal mit Beteiligung der
Extensorenmuskelgruppe und eine Abdomenkontusion. Anderweitige Beschwerden
wurden nicht erwähnt (Suva-act. 3). Im Verlaufsbericht vom 29. August 2006 vermutete
der Hausarzt, Dr. med. C._, Facharzt für Innere Medizin FMH, zudem eine
posttraumatische Periarthropathia humeroscapularis rechts und erwähnte, dass der
Beschwerdeführer bereits anlässlich der ersten Wundkontrolle über Schmerzen im
Schulterbereich seit dem Unfall geklagt habe. Unter physiotherapeutischer Behandlung
hätten sich die Schmerzen im Vorderarm wie auch die Beweglichkeit und Belastbarkeit
des rechten Armes insgesamt deutlich verbessert. Der Beschwerdeführer klage aber
über belastungsabhängige Schmerzen sowie Auftreten von Parästhesien bei
bestimmten Bewegungen im rechten Ellbogen (Suva-act. 7).
1.2 Am 7. September 2006 wurde der Beschwerdeführer von Dr. med. D._,
Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates
FMH, untersucht. Dieser diagnostizierte eine Bursitis subacromialis rechts und eine
Reizung des Nervus medianus rechts, wobei er im Sinne einer Differentialdiagnose
auch das Vorliegen eines Carpaltunnel-Syndroms (CTS) für möglich hielt (Suva-act. 8).
Tatsächlich stellte Dr. med. E._, Fachärztin für Neurologie FMH, am 13. September
2006 ein Carpaltunnel-Syndrom rechts mehr als links fest. Darüber hinaus erwähnte
sie, dass die HWS-Beweglichkeit beim Beschwerdeführer frei sei, wobei bei einer
Linksdrehung des Kopfes Schmerzen rechts angegeben würden. Es bestünde eine
Druckdolenz über dem oberen Abschnitt der HWS. Zudem sei die
Schultergelenksbeweglichkeit rechts leicht eingeschränkt und werde als schmerzhaft
angegeben. Sie habe aber aus rein neurologischer Sicht keine Erklärung für die
geklagten Schmerzen in Nacken, Schulter und Oberarm und vermute eine primär
muskuläre oder arthrogene Ätiologie. Aufgrund der schon vorhandenen Atrophie gehe
sie zudem davon aus, dass das Carpaltunnel-Syndrom keine alleinige Unfallfolge
darstelle. Es sei vielmehr wahrscheinlich, dass ein vorbestehendes Carpaltunnel-
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Syndrom durch das Trauma und die nachfolgende Ruhigstellung mittels Oberarmgips
demaskiert worden sei (Suva-act. 10).
1.3 Auf Antrag von Dr. C._ wurde der Versicherte am 22. Dezember 2006
kreisärztlich untersucht (Suva-act. 14). Im Untersuchungsbericht stellte Dr. med. F._,
Facharzt FMH für Chirurgie, Kreisarzt Suva St. Gallen, fest, dass der Beschwerdeführer
trotz einer am 30. Oktober 2006 durchgeführten Operation zur Behandlung des
Carpaltunnel-Syndroms noch immer über Beschwerden in den Fingern II bis IV rechts,
ausstrahlend über den Ellbogen bis in den Schulter- und Nackenbereich rechts klage.
Zudem bestehe eine Berührungsempfindlichkeit der Finger. Trotzdem sei der
Beschwerdeführer seines Erachtens für leichte Tätigkeiten ohne Aussetzen an
Vibrationen und hämmernden Einflüssen einsetzbar (Suva-act. 19). Ähnlich berichtete
Dr. med. G._, Leitender Arzt Chirurgie am Spital Wattwil, am 18. Januar 2007, dass
der Beschwerdeführer ein Kribbeln von den Fingerspitzen zur Schulter und dann über
den Nacken zur Stirn und wieder zurück verspüre. Eine weitere Intervention oder
Massnahme in Bezug auf das Carpaltunnel-Syndrom sei aber nicht notwendig.
Schlimmer seien für den Beschwerdeführer die Schulterschmerzen, die noch separat
abgeklärt würden (Suva-act. 22).
1.4 Am 19. Januar 2007 wurde der Beschwerdeführer von Dr. med. H._,
Orthopädie SRFT am Spital Wattwil, untersucht. Bei der Schilderung des
Unfallhergangs vom 29. Juni 2006 gegenüber Dr. H._ erwähnte der
Beschwerdeführer offenbar, dass er den Kopf angeschlagen und eine
Rückwärtsbeschleunigung des Kopfes gegenüber der HWS erfahren habe. Zudem
berichtete er über elektrisierende Schmerzen an der Hand, den ganzen Arm hoch über
den Nacken bis in die Stirn ziehend. In der Folge diagnostizierte Dr. H._ ein
subacromiales Impingement und eine Läsion der Rotatorenmanschette der rechten
Schulter mit posttraumatischer Exazerbation sowie ein chronifiziertes
Beschleunigungstrauma der HWS als Folge des Unfalls vom 29. Juni 2006. Dabei
räumte der Arzt ein, dass sicherlich auch ein Teil der Beschwerdesymptomatik von der
rechten Schulter herrühren möge; ein Teil der Beschwerden sei aber wohl auch bedingt
durch eine Beteiligung der HWS und der HWS-Muskulatur, wobei zur besseren
Beurteilung eine MRI-Diagnostik wünschenswert wäre, was aber aufgrund von Ängsten
beim Beschwerdeführer nicht möglich sei (Suva-act. 23).
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1.5 Auf Anweisung von Dr. C._ und Dr. F._ trat der Beschwerdeführer am
14. März 2007 eine rund einmonatige stationäre Intensivrehabilitation in der Rehaklinik
Bellikon an. Als aktuelle Probleme erwähnten die behandelnden Ärzte im
Austrittsbericht vom 26. April 2006 Dauerschmerzen und "Ameisenlaufen" der Finger II
bis IV rechts durch Hand, Arm, Schulter und rechte Nackenhälfte bis rechte Kopfhälfte,
verstärkt bei Aktivität, Schmerzen bis zum Kopf bei Anschlagen der Hand oder Finger,
eine leicht unvollständige Fingerbeweglichkeit rechts, eine eingeschränkte
Handgelenksflexion rechts, ein Kraftdefizit der rechten Hand, eine schmerzhafte, leicht
eingeschränkte Schulterbeweglichkeit rechts, zervikothorakale Rückenschmerzen bei
langem Sitzen oder Stehen und eine leicht eingeschränkte Wirbelsäulenbeweglichkeit
in allen Abschnitten. Eine konventionell-radiologische Untersuchung der HWS zeige
keine Auffälligkeit, insbesondere seien keine degenerativen oder posttraumatischen
Veränderungen festgestellt worden. Im Rahmen einer psychosomatischen
Untersuchung wurde eine leichte Klaustrophobie, ansonsten aber keine wesentliche
psychische Störung mit Krankheitswert festgestellt. Während die Ärzte die bisherige
Tätigkeit als Bauarbeiter als unzumutbar qualifizierten, erachteten sie unter
Berücksichtigung der im Rahmen der Testverfahren gezeigte Selbstlimitierung und
Inkonsistenz eine leichte bis mittelschwere Arbeit als ganztags zumutbar, wobei
Arbeiten über Schulterhöhe rechts nur vereinzelt, kurzzeitig und ohne grösseren
Kraftaufwand, Tätigkeiten mit Vibrationen oder Schlägen in Bezug auf die rechte obere
Extremität oder auf Leitern oder Gerüsten überhaupt nicht möglich seien (Suva-act.
37).
1.6 Am 23. Mai 2007 wurde im Spital Stephanshorn eine cervicale vertebrospinale
Kernspintomographie durchgeführt. Dabei stellte Dr. med. I._ eine minimale mediane
Diskusprotrusion C3/4 ohne neurale Beeinträchtigung, eine leichte Spondylose und
initiale Osteochondrose der hochthoracalen Bewegungssegmente Th2-Th5 fest,
qualifizierte das Kernspintomogramm im Übrigen aber als regulär, wobei insbesondere
keine tiefcervicale Diskushernie oder ein anderweitiger neural kompromittierender
Prozess festgestellt werden könne (Suva-act. 40).
1.7 Am 23. August 2007 fand die ärztliche Abschlussuntersuchung durch Dr. F._
statt. Dabei erkannte dieser eine funktionell verbliebene Belastungseinschränkung des
rechten Armes, eine leichte Bewegungseinschränkung der Endphalangen und
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Sensibilitätsstörungen der Finger II bis IV sowie eine Bewegungs- und
Belastungsbeschränkung der rechten Schulter bei sehr kleiner transmuraler Läsion der
Supraspinatussehne. Objektiv bestünden im Vergleich zur Untersuchung im Dezember
2006 deutliche Inkonsistenzen. Unfallfremd sei die Nackenproblematik (Suva-act. 45).
Der Integritätsschaden betrage 10%, 5% für die organisch strukturellen Folgen der
eingeschränkten Schulterbeweglichkeit, 5% für die Problematik an der rechten Hand in
Analogie zu einem Dreigliederverlust (Suva-act. 46).
1.8 Am 28. April 2008 legte der Beschwerdeführer einen im Rahmen des laufenden
IV-Verfahrens eingeholten Arztbericht der Psychiaterin Dr. med. J._ ins Recht. Diese
diagnostizierte beim Beschwerdeführer eine mittelgradige depressive Episode mit
somatischem Syndrom (ICD-10 F32.11), eine schmerzhafte Funktionsstörung der
ganzen rechten oberen Extremitäten sowie Asthma Bronchiale seit 1994. Bei der
Darstellung des psychopathologischen Status beschreibt die Ärztin Auffassung,
Aufmerksamkeit und Konzentration des Beschwerdeführers als deutlich herabgesetzt.
Er sei auf seine Schmerzen eingeengt, grübelnd, misstrauisch. Es bestünden Hinweise
für hypochondrische Überlagerung. Er leide unter Ein- und Durchschlafstörungen,
starken Kopf- und Rückenschmerzen sowie Schmerzen im rechten Arm und in beiden
Knien (act. G 7.1).
2.
2.1 Die Beschwerdegegnerin anerkennt die Unfallkausalität der bleibenden
physischen Einschränkungen des Beschwerdeführers an der rechten oberen Extremität
inklusive Schulter (Belastungs- und Bewegungseinschränkungen,
Sensibilitätsstörungen der Finger II – IV, sehr kleine transmurale Läsion der
Supraspinatussehne). Umstritten ist lediglich die Unfallkausalität der vom
Beschwerdeführer geklagten Nacken- und Kopfschmerzen resp. der daraus
resultierenden Konzentrationsschwäche, der Schmerzen im BWS- und LWS-Bereich
sowie der vom Beschwerdeführer geltend gemachten psychischen Probleme (act. G 9).
2.2 Nach ständiger Praxis des Eidgenössischen Versicherungsgerichts (EVG; seit
1. Januar 2007: Sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts) kann ein nach einem
versicherten Unfall aufgetretenes Leiden nur dann als dessen Folge betrachtet werden,
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wenn und soweit es sicher oder doch zumindest überwiegend wahrscheinlich von
jenem Unfall herrührt (natürliche Kausalität; BGE 115 V 133 sowie 117 V 359 und 134 V
109). Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung des
Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 181 E. 3.1; BGE 119 V 338 E. 1 und 118 V 289 E.
1b je mit Hinweisen). Der Unfallversicherer haftet sodann nur für jene Folgen, die mit
dem Unfall adäquat-kausal zusammenhängen (SVR 2000 UV Nr. 14 S. 45). Während es
Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist, den natürlichen Kausalzusammenhang zu
beurteilen, obliegt es dem Gericht, die Fragen nach dem adäquaten
Kausalzusammenhang zu beurteilen (BGE 123 III 110 E. 3a). Im Bereich klar
ausgewiesener organischer Unfallfolgen im Sinn von nachweisbaren strukturellen
Veränderungen (ein organisches Substrat konnte mit bildgebenden
Untersuchungsmethoden [Röntgen, Computertomogramm, EEG] nachgewiesen
werden) spielt die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen
Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine
Rolle. Sie ist bei ausgewiesener natürlicher Kausalität ohne weiteres zu bejahen (BGE
127 V 103 E. 5b/bb, 123 V 102 E. 3b, 118 V 291 E. 3a, 117 V 365 E. 5d/bb mit
Hinweisen). Sind dagegen die Unfallfolgen organisch nicht (hinreichend) fassbar, ist
eine eigenständige Adäquanzbeurteilung durchzuführen, bei welcher wie folgt zu
differenzieren ist: Hat die versicherte Person beim Unfall kein Schleudertrauma bzw.
keine schleudertraumaähnliche Verletzung erlitten, gelangt die Rechtsprechung
gemäss BGE 115 V 140 E. 6c/aa zur Anwendung. Ergeben die Abklärungen indessen
das Vorliegen einer Schleudertraumaverletzung, muss geprüft werden, ob die zum
typischen Beschwerdebild einer solchen Verletzung gehörenden Beeinträchtigungen
zwar teilweise vorliegen, im Vergleich zur psychischen Problematik aber ganz in den
Hintergrund treten. Trifft dies zu, sind für die Adäquanzbeurteilung ebenfalls die in BGE
115 V 140 E. 6c/aa für Unfälle mit psychischen Unfallfolgen aufgestellten Grundsätze
massgebend (BGE 123 V 99 E. 2a). Andernfalls erfolgt die Beurteilung der Adäquanz
gemäss den in BGE 117 V 359 festgelegten und in BGE 134 V 109 präzisierten
Kriterien.
2.3 Von organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen kann nach der
höchstrichterlichen Rechtsprechung erst dann gesprochen werden, wenn die
erhobenen Befunde mit apparativen/bildgebenden Abklärungen bestätigt werden (vgl.
BGE 134 V 109 E. 9, 117 V 359 E. 5d/aa; SVR 2007 UV Nr. 25 S. 81 E. 5.4 mit
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Hinweisen [U 479/05]). Diese Untersuchungsmethoden müssen zudem
wissenschaftlich anerkannt sein (BGE 134 V 231 E. 5.1 mit Hinweisen). So können
beispielsweise Verhärtungen und Verspannungen der Muskulatur, Druckdolenzen im
Nacken sowie Einschränkungen der HWS-Beweglichkeit für sich allein nicht als klar
ausgewiesenes organisches Substrat der Beschwerden qualifiziert werden. Gleiches
gilt für Nackenverspannungen bei Streckhaltung der HWS mit Retrohaltung (Urteil des
Bundesgerichts vom 17. Oktober 2008, 8C_124/2008, mit Hinweisen, sowie vom 7.
Februar 2008, U13/07, E. 3.2 und 3.3). Im vorliegenden Fall ergab weder die durch die
Ärzte der Rehaklinik Bellikon vorgenommene, konventionell-radiologische
Untersuchung der HWS noch die am 23. Mai 2007 durchgeführte cervicale
vertebrospinale Kernspintomographie unfallbedingte organisch-strukturelle Befunde,
welche die vom Beschwerdeführer geklagten Kopf-, Nacken- und Rückenschmerzen
zu erklären vermöchten. Vielmehr hielten die beurteilenden Ärzte fest, dass die HWS
keine Auffälligkeiten, insbesondere keine degenerativen oder posttraumatischen
Veränderungen aufweise und dass auch kein neural kompromittierender Prozess habe
festgestellt werden können (Suva-act. 37, 40). Nach Ansicht von Dr. E._ sind die vom
Beschwerdeführer geklagten Nacken-, Schulter- und Oberarmschmerzen zudem auch
aus neurologischer Sicht nicht erklärbar (Suva-act. 10).
3.
3.1 Nach den Ergebnissen der medizinischen Forschung ist nun aber bekannt, dass
bei Schleuderverletzungen sowie bei äquivalenten Verletzungen auch ohne
nachweisbare pathologische bzw. organische Befunde noch Jahre nach dem Unfall
funktionelle Ausfälle verschiedenster Art auftreten können. Der Umstand, dass die für
ein Schleudertrauma, eine Distorsion der HWS oder ein Schädel-Hirntrauma typischen
Beschwerden nicht mit entsprechenden Untersuchungsmethoden (Röntgen,
Computertomogramm, EEG) objektivierbar sind, rechtfertigt für sich allein nicht, die
diesbezüglichen Beschwerden in Abrede zu stellen (BGE 117 V 359 E. 5d/aa). Ist ein
Schleudertrauma oder eine dem Schleudertrauma äquivalente Verletzung diagnostiziert
und liegt ein für diese Verletzung typisches Beschwerdebild mit einer Häufung von
Beschwerden wie diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und
Gedächtnisstörungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit und Visusstörungen, Reizbarkeit,
Affektlabilität, Depression, Wesensveränderung usw. vor, so ist der natürliche
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Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und der danach eingetretenen Arbeits-
und Erwerbsunfähigkeit in der Regel anzunehmen (BGE 117 V 359 Erw. 4b; vgl. auch
BGE 117 V 369 Erw. 3e). Nach der aktuellen Rechtsprechung des Bundesgerichts
(Urteile vom 30. Januar 2007 [U 215/05] i/S T. und vom 15. März 2007 [U 258/06] i/S
G.) muss bei einer HWS-Verletzung das typische Beschwerdebild mit einer Häufung
von Beschwerden nicht in seiner umfassenden Ausprägung innerhalb von 24 bis
höchstens 72 Stunden nach dem Unfall auftreten. Vielmehr genügt es, wenn sich in
diesem Zeitraum Beschwerden in der Halsregion oder an der HWS manifestieren. Die
andern im Rahmen eines Schleudertraumas oder einer HWS-Distorsion typischerweise
auftretenden Beschwerden müssen sich jedoch immerhin in einem Zeitraum
manifestieren, der es erlaubt, vom Vorhandensein eines natürlichen
Kausalzusammenhangs auszugehen.
3.2 Weder dem im Rahmen der Erstbehandlung durch das Spital Linth erstellten
medizinischen Bericht vom 5. Juli 2006 noch dem Verlaufsbericht von Dr. C._ vom
29. August 2006 lässt sich entnehmen, dass der Beschwerdeführer nach dem Unfall
über für ein Schleudertrauma typische Beschwerden geklagt hätte. Insbesondere
scheint er mit keinem Wort Beschwerden in der Halsregion oder an der HWS, wie sie
bei einem Schleudertrauma typischerweise innert 24 bis 72 Stunden auftreten, erwähnt
zu haben. Erste Klagen über mit einem Kopfanprall zusammenhängende Kopf-,
Nacken-, und Rückenbeschwerden äusserte der Beschwerdeführer vielmehr erst am
19. Januar 2007 und damit fast ein halbes Jahr nach dem Unfallereignis. Weder die
behandelnden Ärzte des Spitals Linth noch Dr. C._ stellten zudem trotz eingehender
Untersuchung des Beschwerdeführers Anzeichen für einen heftigen Anprall des Kopfes
auf dem Boden (z.B. ein Hämatom) fest. Damit ist ein natürlicher Kausalzusammenhang
zwischen dem Unfallereignis vom 29. Juni 2006 und den geklagten Beschwerden als
Folgen einer schleudertraumaähnlichen Verletzung nicht mit dem im
Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit
erstellt und die Adäquanzbeurteilung daher nach der in BGE 115 V 133 ff. eingeführten
Praxis vorzunehmen.
3.3
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3.3.1 Nach der höchstrichterlichen Praxis zur Adäquanzprüfung bei Unfällen mit
psychischen Unfallfolgen (BGE 115 V 133 ff.) ist der adäquate Kausalzusammenhang
zwischen einem Unfall und einer psychisch bedingten Erwerbsunfähigkeit bei leichten
Unfällen in der Regel ohne Weiteres zu verneinen, bei schweren Unfällen grundsätzlich
zu bejahen. Im Bereich der mittelschweren Unfälle hingegen kann die Adäquanz nicht
allein aufgrund des Unfalles beurteilt werden. Es sind vielmehr weitere, objektiv
erfassbare Umstände, die unmittelbar mit dem Unfall im Zusammenhang stehen oder
als direkte oder indirekte Folgen davon erscheinen, in eine Gesamtwürdigung
einzubeziehen. Solche Umstände können als Beurteilungskriterien dienen, weil sie
ihrerseits nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen
Lebenserfahrung geeignet sind, in Verbindung mit dem Unfall zu einer psychisch
bedingten Erwerbsunfähigkeit zu führen oder diese zu verstärken. Wichtigste von der
bundesgerichtlichen Rechtsprechung aufgestellte Kriterien sind besonders
dramatische Begleitumstände oder eine besondere Eindrücklichkeit des Unfalls, die
Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen, insbesondere ihre
erfahrungsgemässe Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszulösen, eine
ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung, körperliche Dauerschmerzen,
eine ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert, ein
schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen und schliesslich Grad und
Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit.
3.3.2 Die Qualifikation eines Ereignisses als schwerer, mittelschwerer oder
leichter Unfall stellt eine reine Rechtsfrage dar, die nicht durch einen Unfallanalytiker,
sondern durch die rechtsanwendende Unfallversicherung oder gegebenenfalls durch
das Gericht vorzunehmen ist (Urteil des Bundesgerichts vom 9. August 2007, U
515/06, E. 4.2.1). Da durch eine Unfallanalyse höchstens festgestellt werden kann, ob
ein Unfallmechanismus geeignet war, eine bestimmte somatische Verletzung
hervorzurufen, die Kopf-, Nacken- und Rückenbeschwerden des Beschwerdeführers
im vorliegenden Fall aber – wie in E. 3.1 festgestellt – somatisch nicht fassbar sind,
kann auf die Einholung eines unfallanalytischen Gutachtens verzichtet werden.
3.3.3 Bei der Einordnung eines Ereignisses als schwerer, mittelschwerer oder
leichter Unfall spielt bei Stürzen die Fallhöhe eine zentrale Rolle (vgl. RKUV 1998 Nr. U
307 S. 449 Erw. 3a mit Hinweisen). So qualifizierte das EVG einen Unfall, bei dem ein
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Montagearbeiter von einem Rohr am Kopf getroffen aus zwei Metern Höhe auf den
Boden stürzte und sich dabei eine Commotio cerebri, eine Querfortsatzfraktur bei
LWK-1 sowie einen Bruch der linken Hand zuzog, als mittelschwer, ohne ihn an der
Grenze zu den schweren oder leichten Unfällen anzusiedeln (Urteil vom 6. September
2002, U 43/02, E. 3a). Nachdem Unfallhergang und Unfallfolgen des vorliegend zu
beurteilenden Unfallereignisses mit dem eben geschilderten Fall durchaus vergleichbar
sind, ist auch die vom Bundesgericht im genannten Urteil vorgenommene Qualifikation
als mittelschwerer Unfall, der weder an der Grenze zu den leichten noch zu den
schweren Unfällen liegt, zu übernehmen. Um im vorliegenden Fall einen adäquaten
Kausalzusammenhang zwischen Unfallereignis und der psychisch bedingten
Erwerbsunfähigkeit bejahen zu können, müssen die in E. 3.3.1 erläuterten Kriterien
gemäss BGE 115 V 133 E. 6c/aa (mit der ihnen inhärenten Differenzierung zwischen
physischen und psychischen Beschwerdekomponenten; BGE 117 V 359 E. 6a) damit
gehäuft gegeben sein oder eines der Kriterien in besonders ausgeprägter Weise
vorliegen.
3.3.4 Sieht man davon ab, dass kein Unfall, der nicht zum Vornherein als
Bagatellunfall oder als leichter Unfall einzustufen ist, einer gewissen Eindrücklichkeit
entbehrt, kann vorliegend jedenfalls nicht von einer besonderen Eindrücklichkeit oder
von besonders dramatischen Begleitumständen des Unfalls gesprochen werden. Diese
Ansicht teilt offenbar auch der Beschwerdeführer, bezeichnete er den Unfallhergang im
Rahmen der psychosomatischen Abklärung durch die Rehaklinik Bellikon doch selber
als "nicht dramatisch" (Suva-act. 37). Die vom Beschwerdeführer erlittenen Arm- und
Schulterverletzungen können im Hinblick darauf, dass der Beschwerdeführer das Spital
bereits einen Tag nach dem Unfall wieder verlassen konnte, auch nicht als schwer
bezeichnet werden. Eine ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung liegt
ebenfalls nicht vor, zumal Abklärungsmassnahmen und blosse ärztliche Kontrollen
nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung nicht die Qualität einer regelmässigen,
zielgerichteten Behandlung zukommt und sie dementsprechend bei der Prüfung dieses
Adäquanzkriteriums nicht zu beachten sind (Urteil des Bundesgerichts vom 22. Februar
2007, U 37/06, E. 7.3). Eine ärztliche Fehlbehandlung, ein schwieriger Heilungsverlauf
oder erhebliche Komplikationen sind aus den Akten nicht ersichtlich. Da sich das
Kriterium des Grades und der Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit nicht
allein auf das Leistungsvermögen im angestammten Beruf bezieht (Urteil des
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Bundesgerichts vom 6. Februar 2007, U 479/05, E. 8.6.1 mit Hinweisen), der
Beschwerdeführer in einer leidensadaptierten Tätigkeit aber spätestens seit Abschluss
der Rehabilitation Mitte April 2007 wieder voll arbeitsfähig war (vgl. dazu nachstehend
E. 4), ist auch dieses Kriterium im Hinblick auf die in RKUV 2001 Nr. U 442, S. 544 (U
56/00) zusammenfassend dargestellte Kasuistik des Bundesgerichts nicht erfüllt.
Nachdem bislang keines der übrigen Kriterien erfüllt ist, kann vorliegend offen bleiben,
ob in Bezug auf die anerkannten Unfallrestfolgen im Bereich der rechten Extremität und
Schulter von körperlichen Dauerschmerzen gesprochen werden kann oder ob es sich
dabei vor allem um Bewegungs- und Belastungsschmerzen handelt. Denn selbst wenn
das Kriterium der Dauerschmerzen als erfüllt betrachtet würde, wäre es vorliegend
nicht in derart ausgeprägter Weise erfüllt, dass es für sich alleine einen adäquaten
Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis und einer psychisch bedingten
Erwerbsunfähigkeit zu erstellen vermöchte.
3.4 Zusammenfassend steht somit fest, dass die vom Beschwerdeführer geltend
gemachten, nicht objektivierbaren Beschwerden, namentlich die Kopf-, Nacken- und
Rückenschmerzen sowie die psychischen Beschwerden nicht unfallkausal sind und die
Beschwerdegegnerin deshalb dafür nicht einzustehen hat. Besteht bereits mangels
adäquatem Kausalzusammenhang keine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin für
die nicht objektivierbaren Beschwerden, kann auf eine eingehende medizinische
Untersuchung derselben im Rahmen eines polydisziplinären Gutachtens verzichtet
werden, zumal die objektivierbaren und von der Beschwerdegegnerin als unfallkausal
anerkannten Beschwerden in der rechten oberen Extremität und der rechten Schulter
aktenmässig hinreichend ausgewiesen sind.
4.
4.1 Die Ärzte der Rehaklinik Bellikon erachten dem Beschwerdeführer eine
ganztägige mindestens leichte bis mittelschwere Arbeit als zumutbar, wobei Arbeiten
über Schulterhöhe rechts nur vereinzelt, kurzzeitig und ohne grösseren Kraftaufwand
möglich seien. Tätigkeiten mit Vibrationen oder Schlägen in Bezug auf die rechte obere
Extremität sowie Tätigkeiten auf Leitern oder Gerüsten seien zu vermeiden. Dabei
berücksichtigen sie, dass die Resultate der durchgeführten funktionellen
Leistungsfähigkeitstests für die Beurteilung der zumutbaren Belastbarkeit aufgrund von
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Symptomausweitung, Selbstlimitierung und Inkonsistenz nur teilweise herangezogen
werden können. So sei es dem Beschwerdeführer beim Auftrag, die Fäuste in Richtung
Decke zu strecken, möglich gewesen, bis endgradig in die Schulterflexion zu gehen,
während bei isolierter Flexionstestung lediglich eine Bewegung bis 140° möglich
gewesen sei. Weiter habe der Beschwerdeführer im Rahmen der Testung der
Handkraft rechts Inkonsistenzen gezeigt. So habe er in der ärztlichen
Eintrittsuntersuchung mit der rechten Hand durchschnittlich mit einer Kraft von 15,3 kp
gedrückt. Im ersten Test während der Therapie durchschnittlich noch mit lediglich 7,1
kp, bei späteren Wiederholungen zunehmend mehr, maximal 15,6 kp. Bei den Tests
mit raschem Griffwechsel zwischen rechter und linker Hand, bei denen der getätigte
Kraftaufwand nicht mehr kontrolliert werden könne, habe der Beschwerdeführer jedes
Mal höhere Werte als in der Einzeltestung erreicht, nämlich meistens zwischen 15 und
20 kp, wobei die gemessene Kraft beim letzten Test in sechs von acht Durchgängen
zwischen 28 und 36 kp gelegen habe (Suva-act. 37).
4.2 Durch die Einschränkungen im Bereich der Überkopfarbeiten berücksichtigen die
Ärzte der Rehaklinik Bellikon die Bewegungseinschränkung der rechten Schulter des
Beschwerdeführers, durch die Unzumutbarkeit einer Tätigkeit mit Vibrationen oder
Schlägen auf die rechte obere Extremität die vom Beschwerdeführer geklagten
Schmerzen beim Anschlagen der Finger II – IV der rechten Hand. Die
Leistungsfähigkeitsschätzung ist in sich schlüssig und nachvollziehbar. Darauf kann
ohne Weiteres abgestellt werden.
5.
5.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird nach Art. 16 ATSG das
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum
Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre
(Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu
erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst
genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der
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Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt. Sofern die fraglichen
Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie nach
Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewonnenen
Annäherungswerte miteinander zu vergleichen (BGE 128 V 29 E. 1; Urteil 8C_423/2007
vom 18. März 2008, E. 3.4).
5.2
5.2.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die
versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird
in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen
Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, weil es der Erfahrung
entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden
wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 129
V 222 E. 4.3.1; Urteil 8C_423/2007 vom 18. März 2008, E. 3.5 mit Hinweisen).
5.2.2 Der Beschwerdeführer arbeitete seit 15. Mai 2006 für die A._ als
Temporärarbeitnehmer. Diese hätte ihn aufgrund seiner guten Arbeitsleistung
weiterbeschäftigt (Suva-act. 50). Ein geplanter Arbeitsstellenwechsel wird auch vom
Beschwerdeführer nicht behauptet. Mangels konkreter gegenteiliger Anhaltspunkte ist
deshalb davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer weiterhin von der A._ für
Arbeitseinsätze bei Einsatzbetrieben vermittelt worden wäre. Damit ist das
Valideneinkommen konkret zu ermitteln. Es beträgt jährlich Fr. 57'686.--. Für die
diesbezüglichen Einzelheiten kann auf den Einspracheentscheid vom 19. Dezember
2008 verwiesen werden (E. 4a). Ein Vergleich mit den in bisherigen Tätigkeiten,
teilweise ebenfalls als Temporärarbeitnehmer erzielten Erwerbseinkommen (vgl. IK-
Auszüge in Suva-act. 52) zeigt, dass die Aufrechnung der Bezüge auf ein
Jahreseinkommen auf Grundlage der 2112 Stunden gemäss dem
Gesamtarbeitsvertrag für das Baugewerbe zu einem für den Beschwerdeführer sehr
vorteilhaften Ergebnis führt. Zwar liegt es nach wie vor unter dem massgeblichen
statistischen Durchschnittslohn. Bei dieser Ausgangslage erscheint es aber nicht als
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gerechtfertigt, die Vergleichseinkommen auch noch zu parallelisieren (vgl. dazu BGE
135 V 297 E. 6.1.2).
5.3
5.3.1 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der
Rechtsprechung primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in
welcher die versicherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine
Erwerbstätigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse
gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in
zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der
Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der
tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein solches tatsächlich erzieltes
Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des
Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue
Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Rechtsprechung entweder
Tabellenlöhne gemäss LSE oder DAP-Zahlen herangezogen werden (BGE 129 V 472 E.
4.2.1).
5.3.2 Im Hinblick auf die geforderte Repräsentativität der DAP-Profile und der
daraus abgeleiteten Lohnangaben hat die Beschwerdegegnerin nach der
Rechtsprechung zusätzlich zur Auflage von mindestens fünf DAP-Blättern Angaben zu
machen über die Gesamtzahl der aufgrund der gegebenen Behinderung in Frage
kommenden dokumentierten Arbeitsplätze, über den Höchst- und den Tiefstlohn sowie
über den Durchschnittslohn der dem jeweils verwendeten Behinderungsprofil
entsprechenden Gruppe. Im Beschwerdeverfahren ist es Sache des angerufenen
Gerichts, die Rechtskonformität der DAP-Invaliditätsbemessung zu prüfen,
gegebenenfalls die Sache an den Versicherer zurückzuweisen oder an Stelle des DAP-
Lohnvergleichs einen Tabellenlohnvergleich gestützt auf die LSE vorzunehmen (Urteil
des EVG vom 28. August 2003, U 35/00, E. 4.2.2). Die erforderlichen Angaben sind den
Akten zu entnehmen (Suva-act. 56). Im vorliegenden Fall beträgt die Gesamtzahl der
aufgrund der gegebenen Behinderung in Frage kommenden dokumentierten
Arbeitsplätze 84 mit einem Durchschnittslohn von Fr. 50'658.--. Der von der
Rechtsprechung geforderten Repräsentativität der DAP-Profile ist somit Genüge getan.
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5.3.3 Im Einspracheverfahren rügte der Beschwerdeführer die fünf von der
Beschwerdegegnerin konkret ausgewählten DAP-Stellen (Nr. 1071, 4222, 5489, 7532
und 9050) als unzumutbar. So sei es ihm im Rahmen der vorgeschlagenen
Fliessbandtätigkeiten bei der K._ und der L._ nicht möglich, im Falle plötzlich
auftretender Schmerzen im rechten Arm eine Pause zu machen. Fast sämtliche
vorgeschlagenen Arbeiten benötigten zudem ein gewisses Mass an Konzentration, das
er aufgrund seiner andauernden Kopfschmerzen und Schlafstörungen nicht
aufzubringen vermöge. Aufgrund der Beweglichkeitseinschränkungen der Finger seien
ihm schliesslich feinmotorische Tätigkeiten nicht zumutbar, weshalb auch die
vorgeschlagene Tätigkeit bei der M._ nicht in Frage komme.
5.3.4 Die geltend gemachte Konzentrationsschwäche als Folge der geklagten
Kopfschmerzen und Schlafstörungen kann mangels Unfallkausalität (vgl. E. 3) nicht
berücksichtigt werden. Im Hinblick auf die vorliegend massgeblichen
Zumutbarkeitskriterien nicht nachvollziehbar ist auch, weshalb es dem
Beschwerdeführer aus medizinischen Gründen nicht zumutbar sein soll,
Druckschablonen mit einem Maximalgewicht von 7 kg zu säubern und bei den
Druckmaschinen hin und wieder Farbe nachzufüllen (K._), Schwammstreifen auf ein
Förderband zu legen (L._), eine Mühle für die Zerkleinerung von Spritzgussausgüssen
zu bedienen und das dabei entstehende Granulat abzutransportieren (N._) oder einen
vollautomatischen Schweissroboter mit Metallteilen mit einem Gewicht zwischen einem
und drei Kilogramm zu bestücken resp. zu entladen (O._). Recht zu geben ist dem
Beschwerdeführer darin, dass er im Hinblick auf die medizinisch ausgewiesene, leicht
unvollständige Fingerbeweglichkeit rechts und die Gefühlsstörungen in den Fingern II
bis IV wohl nicht im Stande sein dürfte, mit der rechten Hand feinmotorisch zu arbeiten.
Ob es sich bei dem im Beschrieb der Tätigkeit bei der M._ erwähnten Arbeitsschritt
"Plastiksäcklein über Vorrichtung stülpen" aber tatsächlich um eine feinmotorische
Tätigkeit handelt, die zudem zwingend mit der rechten Hand auszuführen ist, ist
allerdings fraglich. Wenn im DAP-Profil Nr. 1071 die häufige Notwendigkeit eines
leichten resp. feinmotorischen Hantierens mit Werkzeugen angegeben wird, dürfte
dadurch nicht die feinmotorische Arbeitsweise, sondern vielmehr der körperlich nicht
anstrengende Umgang mit der Verpackungsmaschine angesprochen sein. Nachdem
auch nur in einer der ausgewählten Tätigkeiten das Heben und Tragen einer mittleren
Last vereinzelt notwendig, bei sämtlichen übrigen Tätigkeiten lediglich leichte bis sehr
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leichte Lasten zu heben und zu tragen sind, entsprechen die von der
Beschwerdegegnerin ausgewählten DAP-Profile insgesamt den von der Rehaklinik
Bellikon aufgestellten, vorliegend massgeblichen Zumutbarkeitskriterien. Im Hinblick
auf ihre Aktualität stellen sie eine geeignete Grundlage für die Berechnung des
Invalideneinkommens dar.
5.4 Eine Gegenüberstellung des Valideneinkommens von Fr. 57'686.-- und des
Invalideneinkommens von Fr. 50'658.-- ergibt eine Erwerbseinbusse von Fr. 7'028.--
und damit einen Invaliditätsgrad von gerundet 12%. In dieser Hinsicht ist der
angefochtene Einspracheentscheid korrekt und die Beschwerde damit abzuweisen.
6.
6.1 Erleidet eine versicherte Person durch einen Unfall eine dauernde erhebliche
Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat sie
Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 des
Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]). Als dauernd gilt ein
Integritätsschaden, wenn er voraussichtlich während des ganzen Lebens mindestens in
gleichem Umfang besteht, als erheblich, wenn die körperliche oder geistige Integrität
unabhängig von der Erwerbsfähigkeit augenfällig oder stark beeinträchtigt ist (Art. 36
der Verordnung über die Unfallversicherung [UVV; SR 832.202]; vgl. RKUV 1998 Nr. U
303 S. 354). Die Integritätsentschädigung wird in Form einer Kapitalleistung gewährt.
Sie darf den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versicherten Jahresverdienstes
nicht übersteigen und wird entsprechend der Schwere des Integritätsschadens
abgestuft (Art. 25 Abs. 1 UVV). Für die Bemessung der Integritätsentschädigung gelten
nach Art. 36 Abs. 2 UVV die Richtlinien des Anhangs 3 zur UVV, der eine Skala der
Integritätsschäden enthält. Die Skala ist verbindlich, als Grobraster indessen nicht
abschliessend. Sie enthält lediglich richtunggebende, in der Praxis häufig
vorkommende Schäden mit den entsprechenden Werten. Teilschäden, andere
Schäden oder Kombinationen derartiger Ganz- oder Teilschäden müssen mit den
Listenfällen verglichen und nach der Schwere der durchschnittlichen Auswirkungen
taxiert werden (Art. 36 Abs. 3 UVV; Ziff. 1 Abs. 2 der Richtlinien im Anhang 3 zur UVV).
Die Schätzung des Integritätsschadens ist eine ausschliesslich ärztliche Angelegenheit.
Die Skala der Integritätsschäden im Anhang 3 zur UVV erlaubt es dem Arzt,
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grundsätzlich jede Integritätsentschädigung annähernd vergleichbaren
Integritätsschäden der Skala zuzuordnen. Trotzdem hat sich in der Praxis ein Bedürfnis
zur differenzierten listenmässigen Erfassung der Integritätsschäden manifestiert. Der
ärztliche Dienst der Suva hat in der Folge, basierend auf der erwähnten Skala und unter
Berücksichtigung dieser absolut verbindlichen Werte, weitere Schätzungsgrundlagen in
tabellarischer Form erarbeitet (Mitteilungen der Medizinischen Abteilung der Suva Nr.
57 bis 59, Tabellen 1 bis 16). Diese von der Verwaltung herausgegebenen Tabellen
stellen zwar keine Rechtssätze dar und sind für die Parteien nicht verbindlich, umso
mehr als Ziffer 1 der Richtlinien im Anhang 3 zur UVV bestimmt, dass der in der Skala
angegebene Prozentsatz des Integritätsschadens für den Regelfall gilt, welcher im
Einzelfall Abweichungen nach unten wie nach oben ermöglicht. Soweit sie jedoch
lediglich als Richtwerte angesehen werden, mit denen die Gleichbehandlung aller
versicherten Personen gewährleistet werden soll, sind sie mit dem Anhang 3 zur UVV
vereinbar (BGE 113 V 218; RKUV 1987 Nr. U 21 S. 328 und Nr. U 31 S. 438).
6.2 Die Beschwerdegegnerin stützt sich auf die kreisärztliche Beurteilung des
Integritätsschadens durch Dr. F._ vom 23. August 2007. Darin gewichtet Dr. F._ die
Problematik an der rechten Hand in Analogie zu einem Dreigliederverlust mit 5%, dies
obwohl ein Dreigliederverlust grundsätzlich einen Integritätsschaden von 7,5% zur
Folge hat (Tabelle 3, Nr. 30). Wie die Beschwerdegegnerin aber zu Recht vorbringt,
kann der tatsächliche Verlust der Endphalangen der Finger II bis IV nicht gleichgestellt
werden mit leichten Bewegungseinschränkung und Sensibilitätsstörungen daselbst.
Wenn Dr. F._ daher für die Problematik an der rechten Hand lediglich einen
reduzierten Integritätsschaden von 5% festlegt, ist dies nicht zu beanstanden.
6.3 Bei der kreisärztlichen Untersuchung vom 22. Dezember 2006 zeigte der
Beschwerdeführer eine Schulterabduktion von 155° (Suva-act. 19). Im Rahmen der
orthopädischen Untersuchung durch Dr. H._ vom 17. Januar 2007 war ihm
demgegenüber nur noch eine Schulterabduktion bis 90° möglich (Suva-act. 23). In
Eintrittsuntersuchung durch die Ärzte der Rehaklinik Bellikon im März 2007 wurde eine
Schulterabduktion bis 120° (Suva-act. 37), in der Austrittsuntersuchung eines solche
bis 150° festgestellt. In der kreisärztlichen Abschlussuntersuchung vom 23. August
2007 schliesslich betrug die mögliche Abduktion wiederum nur 90° (Suva-act. 45).
Diese Inkonsistenz bildet offensichtlich auch die Ursache dafür, dass Dr. F._ den
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Integritätsschaden in Bezug auf die eingeschränkte Schulterbeweglichkeit "aus
organisch strukturellen Folgen" lediglich auf 5% anstelle der üblichen 10% (Tabelle 1,
Schulter bis 30 Grad über Horizontale beweglich) festlegt. Tatsächlich ist es so, dass
eine abschliessende Beurteilung des Integritätsschadens aufgrund der in Bezug auf die
Schulterbeweglichkeit gezeigten Inkonsistenz eigentlich nicht möglich ist. Nachdem
aber – wiederum im Hinblick auf die gezeigte Inkonsistenz – von weiteren Tests keine
verlässlicheren Resultate zu erwarten sind, bleibt letztlich nichts anderes übrig, als den
aus eingeschränkter Schulterbeweglichkeit resultierende Integritätsschaden
schätzungsweise festzulegen. Die von Dr. F._ vorgenommene Reduktion des
tabellarisch vorgesehenen Integritätsschadens von 10% auf 5% erscheint dabei ohne
Weiteres als angemessen.
6.4 Damit steht fest, dass die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer zu Recht
eine Integritätsentschädigung von 10% zugesprochen hat. Auch in dieser Hinsicht ist
die Beschwerde abzuweisen.
7.
Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu
erheben (Art. 61 lit. a des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]).
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG