Decision ID: 87d8ceea-827d-424a-ba77-99c5a116d98f
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
Mit Entscheid
vom 2
9.
Mai 2007 war dem
1949 geborenen
X._
auf Einsprache vom
5.
September 2005 (
Urk.
7/105) beziehungsweise
Einspracheer
gänzung
vom 2
8.
November 2005 (
Urk.
7/1
14)
statt der am 1
1.
August 2005 verfügte
n
Viertelsrente
(
Urk.
7/104) für die Zeit ab
1.
März 2002 bis 3
1.
Juli 2005 eine halbe und ab
1.
August 2005 eine
Dreivi
ertelsrente
der Invalidenver
sicherung
zugesprochen worden
(
Urk.
7/124
i.V.m
.
Urk.
7/142 und 143).
Am
8.
Septe
mber 2008 liess
er durch seinen Hausarzt,
Dr.
med.
Y._
, Facharzt FMH für Allgemeine Medizin,
unter Hinweis auf zunehmende rechtsseitige Kniebeschwerden
ein Gesuch um Rentenrevisio
n einreichen
(
Urk.
7/146/1-
3
).
In der Folge fand am
3
0.
Septe
mber 2009
eine Untersuchung
dur
ch
Dr.
med.
Z._
, Facharzt für
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie
,
vom Regionalen Ärztlichen Diens
t (RAD) der IV-Stelle
statt
. Ge
stützt auf dessen Bericht vom
2.
November 2009 (
Urk.
7/152)
wurde
X._
mit Mitteilung vom 2
1.
Januar 2010 eröffnet, dass im Rahmen der Überprüfung des
Invaliditätsgra
des
keine Änderung habe festgestellt werden können, die sich auf die Rente ausw
irken würde, weshalb
weiterhin Anspruch auf die bisherige
Dreiviertels
rente
(Invaliditäts
grad von 61
%
)
bestehe
; er
habe die Möglichkeit, eine
be
schwerdefähige
Verfü
gung zu verlangen (
Urk.
7/155).
1.2
Am 1
9.
Mai 2011
(
Urk.
7/159)
ersuchte
X._
unter Beilage eines Be
richts der
A._
, Orthopädie,
vo
m
7.
April 2011 (
Urk.
7/158) um
re
visionsweise
Erhöhung des Invaliditätsgrades
, nachdem zu seinen bisherigen gesundheitlichen Einschränkungen Probleme mit der linken Schulter und dem linken Arm (Arthrose und Sehnenriss) hinzugekommen seien.
Aufgrund einer weiteren Stellungnahme ihres RAD-Arztes
Dr.
Z._
–
welcher
Einsicht in di
verse zwischenzeitlic
h ergangene medizinische Akten (
darunter B
erichte des Hausarztes
Dr.
Y._
[
vom 2
0.
Mai und 1
0.
Juni 2011]
und
der
A._
, Orthopädie
[
vom
7.
April sowie 1
3.
und 3
0.
Mai 2011
])
genommen hatte (
Urk.
7/165/1-4) - verfügte die IV-Stelle nach durchgeführtem
Vorbe
scheidverfahren
(
Urk.
7/167 und 7/172) am
7.
November 2011, dass mit Wir
kung ab
1.
Mai 2011 die bisherige
Dreiviertelsrente
auf eine ganze Rente erhöht werde. Ab
1.
August
2011
bestehe gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 60% erneut
Anspruch auf e
ine
Dreiviertelsrente
(
Urk.
2).
2.
Dagegen liess
X._
mit Eingabe vom
1.
Dezember 2011 Beschwerde erheben und beantragen, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei ihm die ganze Invalidenrente auch nach Ende Juli 2011 auszurichten (
Urk.
1). Mit Beschwerdeantwort vom 2
3.
Januar 2012 schloss die IV-Stelle auf Abwei
sung der Beschwerde (
Urk.
6). Am
9.
Februar 2012 (
Urk.
9) liess der Beschwer
deführer ein Zeugnis der
A._
(vom 2
5.
Januar 2012;
Urk.
10) nachreichen. Ein Doppel dieser Eingabe sowie eine Kopie des damit eingereich
ten Sch
reibens und ein
weiteres Schreiben vom
7.
Juni 2013 (
Urk.
12) sowie ein Bericht der
A._
vom 1
1.
März 2013 (
Urk.
13)
wurden der
Be
schwerdegegnerin
zugestellt (
Urk.
11 und
14), welche am 1
2.
August 2013 auf Stellungnahme verzichtete
(
Urk.
16).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die den Invaliditätsgrad und dessen Bemessung sowie die die Rentenrevision betreffenden rechtlichen B
estimmungen (Art.
28 Abs.
2 des Bundesgesetzes über die In
validenversicherung [IVG], Art.
16 des Bundesgesetzes über den Allgemei
nen Teil des Sozialv
ersicherungsrechts [ATSG], Art. 88a Abs. 2 und Art.
88
bis
Abs.
1
der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV]) wurden in der an
gefochtenen Verfügung
(Urk. 2) zutreffend wiedergegeben
. Darauf kann
–
mit den nachfolgenden Ergänzungen
– verwiesen werden.
1.2
Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leistung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung. Letztere setzt voraus, dass Revisionsgründe (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen) vorliegen, wobei der Zeitpunkt der Aufhebung oder Herabsetzung nach Massgabe des analog anwendbaren (AHI 1998 S. 121 E. 1b mit Hinweisen) Art. 88a IVV fest
zusetzen ist (vgl. BGE 121 V 264 E. 6b/
dd
mit Hinweis). Ob eine für den Ren
tenanspruch erhebliche Ände
rung des Invaliditätsgrades eingetreten und damit der für die Befristung oder Abstufung erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Ver
gleich des Sachverhalts im Zeitpunkt der
Rentenzuspre
chung
oder des
Renten
beginns
mit demjenigen zur Zeit der Aufhebung bzw. Herabsetzung der Rente (BGE 125 V 413 E. 2d am Ende, 369 E. 2, 113 V 273
E. 1a, 109 V 262 E. 4a, je mit Hinweisen; vgl. BGE 130 V 343 E. 3.5).
1.3
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entschei
dend, ob der Be
richt für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchun
gen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt
nis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag ge
gebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a).
2.
2.1
Was die Vorges
chichte bis zum Erlass der
angefochtenen Verfügung vom
7.
November 2011
(
Urk.
2) betrifft, ergibt sich aus den Akten
Folgendes:
Im Rahme
n des
Einspracheverfahrens
(
Einspracheentscheid
vom 2
9.
Mai 2007) war
die IV-Stelle von einem zu Händen des Unfallversicherers erstatteten Gutachten des
Dr.
med.
B._
, Spezialarzt FMH für Orthopädische Chirurgie, vom 1
6.
März 2004 (
Urk.
7/52) aus
gegangen
, wonach dem Versicherten trotz einer am 1
7.
März 2001 anlässlich eines Treppensturzes erlittenen Verletzung am rechten
(vorgeschädigten) Knie in einer leichten sitzenden
beziehungsweise wechselbelastenden Tätigkeit ohne langes Stehen und häufiges Gehen und ohne Heben von Gewichten über 5 kg „sicher eine Leistungsfähigkeit von 60-80% möglich“ sei (S. 26). Unte
r der Annahme einer Arbeitsfähigkeit von 70%
(
Mit
telwert;
vgl. Urteil des vormaligen Eidgenössi
s
chen Versicherungsgerichts
I 822/04
vom 2
1.
April 2005
E. 4.4) und eines – eher grosszügig bemessenen -
leidensbedingten Abzugs von 20% errechnete sie einen Invaliditätsgrad von 53%, was
statt der ursprünglich verfügten
Viertelsrente
zum Anspruch auf eine halbe Rente (ab März 2002)
führte (
Urk.
7/124 S. 4 ff.).
2.2
Nach einer am 1
4.
Mai 2005 e
rlittenen Kreuzbandruptur äusserte sich
Dr.
B._
in einem
am 1
4.
November 2005 an den Rechtsvertreter des Ver
siche
rten gerichteten
Schreiben dahingehend
, dass das „
Leis
tungsfähigkeitspro
fil
“ durch dieses
Ereignis „eher etwas schmaler“ geworden sein dürfte, er aber weiterhin de
r Ansicht sei, dass
in einer vorwiegend sitzenden Tätigkeit
eine Ar
beitsfähigkeit
in der Grössenordn
ung von 60-80% bestehe
; „vielleicht“ habe sich „das Ganze jetzt etwas mehr gegen 60% verschoben
“
(
Urk.
7/113
/1-2
).
Die IV-Stelle ging
ihrerseits
von einer
gewissen
Verschlechterung des Gesundheits
zustandes seit Mai 2005 und
zu Gunsten des Versicherten von
einer
Restar
beitsfähigkeit
von 60% für sämtliche angepassten, vorwiegend sitzend auszu
übende
n
Tätigkeiten aus
, was nach durchgeführtem
Einkommensvergleich
bei Berücksichtigung eines leidensbedingten Abzugs von wiederum
20% neu einen
Invaliditätsgrad von 61% beziehungsweise
den Anspruch auf eine
Dreivie
rtels
rente
(ab August 2005;
Art.
88a
Abs.
2 IVV) ergab
(
Urk.
7/124 S. 5 f.).
2.3
In einem
am
8.
September 2008 vom Hausarzt
Dr.
Y._
eingereichten
Revisionsge
such
(
Urk.
7/146
/1-3
) wurde festgehalten, der Versicherte leide an chronischen Kniegelenksbeschwerden degenerativer Natur, welche die Tätigkeit als Maurer und Hauswart verunmöglichten. Infolge Zunahme der
Knieschmer
zen
in den letzten Monaten
und einer
maximale
n
Gehdistanz von 200 Metern
sei selbst eine behinderungsangepasste Tätigkeit nur noch zu maximal 20-30% zumutbar. Laut dem
vom
RAD-Arzt
Dr.
Z._
verfassten Bericht v
om
2.
November 2009 (
Urk.
7/152/1-8)
konnten anlässlich der Untersuchung vom 3
0.
September 2009 eine schmerzhafte Bewegungs- und
Belastungseinschrän
kung
des rechten Kniegelenkes seit 2001 bei mittlerweile ausgeprägter medial betonter
Gonarthrose
, eine beginnende
Coxarthrose
rechts, eine
Bewegungs
einschränkung
und Kraftreduktion der linken Hand seit 1981 und eine begin
nende
Omarthrose
rechts festgestellt werden. Die versicherungsmedizinische Be
urteilung lautete dahin,
dass in der Tätigkeit als Maurer keine Arbeitsfähigkeit
mehr
b
estehe. In angepasster,
körperlich leichte
r
,
vorwiegend im Sitzen auszu
übender Tätigkeit (
ohne regelmässige Hebe- und Tragebelastungen über 5 kg, ohne Arbeiten auf Leitern und Gerüsten, ohne häufiges Treppensteigen, ohne kniegelenksbelastende Zwangshaltungen und Tätigkeiten [Bücken, Hocken, Knien], ohne Gehen auf unebenem Untergrund, ohne andauernde
Vibrations
belastungen
, Kälte- und Nässeexposition) sei
hingegen
weiterhin eine Arb
eits
fähigkeit von 60% gegeben; i
nwieweit
sich
dieses Leistungsvermögen bei
m schlecht Deutsch sprechenden Versicherten, der nicht in der Lage sei, Deutsch zu lesen oder zu schreiben
, allerdings verwerten
lasse
, könne hier nicht beurteilt werden
.
Auf der Basis dieser Arbeitsfähigkeitse
inschätzung
ermittelte die IV-Stelle
im Rahmen des
Einkommensvergleich
s
bei erneuter Berücksichtigung ei
nes lei
densbedingten Abzugs von 20%
ein
en unveränderten
Invaliditätsgrad von 61%
beziehungsweise den
Anspruch auf die bisherige
Dreiviertelsrente
(
Urk.
7/154), was dem Versicherten mit Mitteilung vom 2
1.
Januar 2010 (
Urk.
7/1
55) zur Kenntnis gebracht wurde; e
ine beschwerdefähige Verfügung verlangte dieser nicht.
3.
3.1
Anfechtungsgegenstand im
vorliegenden Verfahren bildet
die -
auf ein weiteres Revisionsgesuch vom 1
9.
Mai 2011 (
Urk.
7/159)
hin
ergangene
-
Verfügu
ng vom
7.
November 2011
, mit welcher
dem Versicherten
rückwirkend ab
1.
Mai 2011 eine
ganze
und ab
1.
August 2011
eine
Dreiviertelsrente
zugesprochen wu
rde (
Urk.
2), wie er sie bereits zuvor bezogen hatte
(vgl. E. 2
.2 und 2.3
hie
vor
). D
er Umstand, dass
sich die Beschwerde einzig gegen
die Befristung der
bis 3
1.
Juli 2011 zugesprochenen ganzen Rente richtet
,
schränkt
die gerichtliche Überprüfungsbefugnis
zwar grundsätzlich nicht in dem Sinne ein
, dass die un
bestritten gebliebene Bezugszeit von der Beurteilung ausgeklammert bliebe (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.2 mit Hinweis auf BGE 125 V 417 E. 2d
; Urteil des Bundes
gerichts I 526/06 vom 3
1.
Oktober 2006 E. 2.3 mit Hinweisen
). Mit Blick auf die Akten und die
Vorbringen der Parteien
kann sich die Prüfung
indes
darauf
be
schränken, ob die ganze Rente zu Recht (per
1.
August 2011) auf die bisherige
Dreiviertelsrente
herabgesetzt wurde
.
3.2
Während die Beschwerdegegnerin diese Frage vor dem Hintergrund der Stellung
na
hme ihres RAD-Arztes
Dr.
Z._
vom 2
7.
Juli 2011 (
Urk.
7/165/
2-3)
bejahte (
Urk.
2
i.V.m
.
Urk.
7/165/1-4), liess der Beschwerdeführer
- unter Nachreichung von Stellungnahmen der
A._
(vom 2
5.
Januar 2012 und 1
1.
März 2013) -
geltend machen,
die medizinische Behandlung der
Schul
terproblematik
habe
nur kurzfristig zu einer Linderu
ng der Beschwerden ge
führt,
und er
erachte
sich
in jeglicher Tätigkeit
als vo
llständig arbeitsunfähig
(
Urk.
1, 9, 10 und 13).
4.
4.1
4.1.1
A
m 1
9.
November 2010
war beim Versicherten
aufgrund einer
Impingement
-Symptomatik eine MR-
Arthrographie
der linken Schulter durchgeführt und
-
nebst einer
leichten AC-Gelenksarthrose,
einer leichten
Omarthrose
mit unre
gelmässige
r Knorpelverschmälerung in der
Cavitas
glenoidalis
und degenerativ bedingten
corticalen
Erosionen dorsal am
Tuberculum
majus
- als Hauptbefund eine
Tendinopathie
der
Supras
pinatussehne
mit komplexer
Ruptur festgestellt worden
(
Urk.
7/163/38
i.V.m
.
Urk.
7/163/36). In der Folge
gelangte der behan
delnde Hausarzt
Dr.
Y._
am 2
4.
November 2010
(
Urk.
7/163/36
-37
) an die Ärzte der Schultersprechstunde der
A._
mit der Frage,
in
wieweit
dem Patienten noch konservativ geholfen werden könn
t
e beziehungsweise ob allen
falls
die Option
eine
r
arthroskopische
n
Defiléerweiterung
bestehe
. Am
3.
Januar 2011 teilte
ihm
Oberarzt
Dr.
med.
C._
von der Orthopädie der
A._
mi
t, dass man in gemeinsamem
Gespräch mit dem Patienten die Indi
kation zu einer Schulterarthroskopie mit
subacromialem
Débridement
und
Acromioplastik
sowie Rekonstruktion der
Supraspinatussehne
gestellt habe, falls sich intraoperativ eine
transmurale
Ruptur bestätige
n sollte
. In der aktuellen Untersuchung sei das AC-Gelenk
druckindolent gewesen. Die Operation sei auf Ende Januar 2011 geplant
(
Urk.
7/163/34
-35).
Bei
m nachfolgenden
Spitalein
tritt
fiel l
aut Bericht von Oberarzt
Dr.
C._
und Assistenzärztin
Dr.
D._
von der
A._
(vom 2
6.
Januar 2011
;
Urk.
7/163/30-31) eine
Fro
zen-Shoulder-
Symptomatik
links auf
. V
on der
ursprünglich
vorgesehenen
Ope
ration der linken Schulter wurde deshalb Umgang genommen und
stattdessen
am 2
5.
Januar 2011 eine intraartikuläre Infiltration mit Depotsteroid und
Lokal
anästhet
ikum
durchgeführt sowie
eine konservative Therapie der
F
rozen
Shoul
der
empfohlen
.
4.1.2
Am
7.
April 2011 (
Urk.
7/163/28-29
und
Urk.
7/158/1-2
)
äusserte sich
PD
Dr.
E._
, Teamleiter Schulter-Ellbogen,
A._
, gegenüber dem
be
ha
ndelnden Hausarzt
Dr.
Y._
-
nach
Anamneseerhebung
(„Der Patient hat her
vorragend auf die Infiltration vom 2
5.
Januar 2011 angesprochen. Inzwischen deutliche Linderung der Beschwerden und eigentlich fast freie Beweglichkeit der Schulter“) sowie
Erhebung der aktuellen Befunde (
„
Patien
t
mit fast symmetri
schem Schulterrelief. Kräftige
Trophik
der oberen Extremitäten. Aktive Eleva
tion links 135°
, rechts 150°. Innenrotation links S1, rechts Th1
2.
Aussenrotation fast symmetrisch.
Glenohumerale
passive Beweglichkeit symmetrisch
“
) – dahin
gehend
, dass bezüglich der
Froz
en
Shoulder
glenohumeral
keine fassbare
Bewe
gungseinschränkung
mehr
bestehe
. Die heutigen Beschwerden passten am ehesten zur bereits diagnostizierten
Impingement
- und
Bizepssymptomatik
.
Im Zeugnis vom 1
3.
Mai 2011 (
Urk.
7/163/25) hielt
PD
Dr.
E._
fest
,
der Pati
ent
werde
in Anbetracht seiner kombinierten Schulter-Knieverletzung „für kör
perlich schwerste Täti
gkeit (Akkordmaurer)“ sicher
bis auf absehbare Zeit zu 100% arbeitsunfähig
bleiben
. Eine „leichtere Bürotätigkeit wäre selbstverst
änd
lich zu diskutieren“, dürfte
aber in Anbetracht der Ausbildungslage schwierig zu realisieren
sein
.
Auf ent
sprechende Nach
frage
der IV-Stelle hin
bestätigte
As
sistenzärztin
Dr.
F._
vom Schulter-Ellbogenteam der
A._
die frühere Aussage des PD
Dr.
E._
, wonach
bezüglich
der
Frozen
Shoulder
glenohumeral
keine fassbare Bewegungseinschränkung mehr vorliege (Bericht vom 3
0.
Mai 2011;
Urk.
7/162/5-6).
4.2
4.2.1
In der Folge legte
RAD-Arzt
Dr.
Z._
-
der den Versicher
ten bereits Ende September 2009 einlässlich
untersucht hatte (E. 2.3
hievor
)
und mit dessen Situ
ation entsprechend vertraut war
–
in Kenntnis der
relevanten
Vorakten
(
na
mentlich jene
r
des behandelnden Hausarztes
Dr.
Y._
sowie de
r Ärzte der
A._
;
Urk.
7/165/2-3)
am 2
7.
Juli 2011
nachvollziehbar und
schlüssig dar, dass mit der Diagnose einer komplexen Ruptur der
Supraspinatussehne
links und einer leichten AC-Gelenksartrose
zwar
ein weiterer r
elevanter
Ge
sundheitsschaden
hinzugekommen sei
, welcher
die Arbeitsfähig
k
eit wesentlich beeinträchtigt habe
,
seit
dem
7.
April 2011
allerdings
wieder
eine
freie Beweg
lichkeit der linken Schulter bei Status nach
Frozen
Shoulder
und damit wie zu
vor
eine
Arbeitsfähigkeit von 60%
vorliege.
Aufgrund der verbliebenen
Schul
terproblematik
schränkte
Dr.
Z._
das Bela
s
tungsprofil
in dem Sinne weiter ein, dass
er dem
Versicherte
n
keine häufige
n Überkopftätigkeiten mehr zumu
tet
e
.
4.2.2
Die am 1
0.
Juni 2011 geäusserte Auffassung des behandelnden
Hausarzt
es
Dr.
Y._
,
sein Patient
werde
di
e
Tätigkeit als Akkordmaurer aus gesundheit
lichen Gründen nicht mehr
ausüben können
(
Urk.
7/
163/2), stimmt
mit der Einschät
zung des RAD-Arztes
Dr.
Z._
überein
, der keine Arbeitsfähigkeit im ange
stammten Beruf postulierte, sondern vielmehr
bestätigte
, dass für die bisherige Tätigkeit als Maurer
weiterhin eine Arbeitsfähigkeit von „0% auf Dauer“ be
stehe
. Mit Bezug auf die
explizit gestellte
– entscheidende – Frage der IV-Stelle
nach dem Verlauf der Arbeitsfähigkeit in leidensangepasster Tätigkeit (inklusive Skizzierung eines zumutbaren Arbeitsprofils) bekr
äftigte
Dr.
Y._
hingegen
le
diglich, es bestehe
kei
ne Restarbeitsfähigkeit
beziehungsweise es sei
„wegen sprachlicher Behinderung (ma
ngelnde Deutschkenntnisse)“ und aufgrund des Alters „
auch keine behinderungsangepasste Tätigkeit möglich“
(
Urk.
7/163/5). Dies veranlasste
Dr.
Z._
zur
(
treffenden)
Feststellung, der Hinweis
auf die sprachliche Barriere
und das vorgerückte Alter sei
zwar plausibel
,
stelle
jedoch keine
medizinische Argumentation
für eine gänzlich fehlende
Restarbeitsfähig
kei
t
auch in angepasster Tätigkeit
dar (
Urk.
7/165/3).
4.2.3
Dem -
im Rahmen des
V
orbeschei
dverfahren
s
-
vom Beschwerdeführer persön
lich am 1
9.
September 2011
erhobenen E
inwand,
ei
ne kurzfristige Verbesserung der Schulterproblematik habe sich
„nur für einige Tage“ eingestellt
, als er „mit Spritzen behandelt“ worden sei, steht entgegen, dass der
ärztliche
Teamleiter Schulter-
Ellbogen der
A._
, PD
Dr.
E._
, anfangs April 2011
ge
genüber dem
behandelnden Hausarzt
Dr.
Y._
anamnestisch
festgehalten hatte
, der Patient habe hervorragend auf die Infiltration vom 2
5.
Januar 2011 ange
sprochen
und es sei inzwischen
eine deutliche Linderung der Beschwerden
mit
fast freie
r
Beweglichkeit der Schulter eingetreten (E. 4.1
hievor
).
D
as am
9.
Februar 2012 (
Urk.
9) nachgereichte
Zeugnis der
A._
(
Urk.
10
; datiert vom 2
5.
Januar 2012
) ist
inhaltlich praktisch identisch
mit je
nem vom 1
3.
Mai 2011 (
Urk.
7/163/25), worin
zwar
für körperlich schwerste Tätigkeiten (Akkordmaurer) eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestätigt
, gleich
zeitig
aber
ver
merkt w
orden war
, dass
eine leichtere (Büro-)Tätigkeit
„
selbst
verständlich zu diskutieren“
sei
.
Im
nach Verfügungserlass (vom
7.
November 2011) verfassten
Schreiben
der
A._
vom 1
1.
März 2013 (
Urk.
13)
schliesslich wies Oberarzt
Dr.
C._
hinsichtlich
des Leistungsvermögens einzig
auf den
bekannten Umstand hin
, dass die Arbeitsfähigkeit als Maurer aufgrund der Arthrose der linken Schulter sicherlich deutl
ich eingeschränkt bis nicht vor
h
anden
sei;
dies auch im
Verein mit weiteren Gebrechen. Z
ur Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit
äusserte sich
Dr.
C._
nicht.
4.2.4
Nach dem Gesagten wird
die auf Berichte
n
de
r
A._
beruhende
Einschätzung des RAD-Arztes
Dr.
Z._
, wonach seit April 2011 eine wesent
lich verbesserte Schulterproblematik mit entsprechenden Auswirkungen auf die Arbeitsfäh
igkeit bestand,
durch die Angaben des behandelnden
Hausarztes
Dr.
Y._
– der im Übrigen stets von einer tieferen (Rest)
arbeitsfähigkeit
als
Dr.
Z._
ausgegangen war
(
vgl.
E. 2.3
hievor
) –
nicht
entkräftet
.
Zwar litt der Bes
chwerdeführer bis zum
massgebenden Zeitpunkt des Verf
ügungserlasses
weiterhin
an
Schulterbeschwerden, d
ie
jedoch aus
invalidenversicherungsrecht
licher
Sicht im Rahmen des
von
Dr.
Z._
neu formulierten Belastungspro
fils (
zusätzlich
keine häufigen Überkopftätigkeiten) berücksichtigt
wurde
n
.
Es ist nicht zu be
anstanden, wenn die IV-Stelle
bei im Wesentlichen gleich gebliebe
nen übrigen Diagnosen (so der Hausarzt
Dr.
Y._
im Bericht vom
1
0.
Juni 2011;
Urk.
7/163/1
)
und
unter dem Hinweis, dass keine neuen medizinischen Tatsa
che
n geltend gemacht worden seien
,
an einer seit
April
2011
bestehenden
60
%igen Arbeitsfähigkeit in angepasste
r
Tätigkeit
festhielt
.
Aus dem
Einkom
mensvergleich
resultierte b
ei Vornahme eines
–
auch
mit Blick au
f das einge
schränkte Belastungsprofil gerechtfertigten -
leidensbedingten Abzug
s von 20%
ein Invaliditätsgrad von
nunmehr
60%, womit die
ganze Rente
zu Recht
mit Wirkung ab
1.
August
2011
(
Dreimonatsfrist gemäss
Art.
88a
Abs.
1 IVV
) auf die bisheri
ge
Dreiviertelsrente
herabsetzt wurde
; kein anderes Ergebnis hätte die Vornahme eines (höchstmöglichen; BGE 126 V 75) Abzugs von 25% zur Folge
.
Die Frage von Eingliederungs
massnahmen stellt
e
sich
im vorliegenden Kontext
nicht. S
o
lche waren dem Be
schwerdeführer im Übrigen
bereits vor Jahren gewährt
worden
beziehungsweise
mussten
aus invaliditätsfremden Gr
ünden erfolglos abgeschlossen we
rden (vgl.
Urk.
7/77 ff., 7/83 ff. und 7/86/1-4).
Die angefochtene Verfügung vom
7.
November 2011 besteht mithin
zu Recht, was zur A
bweisung der dagegen er
hobenen
Beschwerde füh
r
t.
5
.
Gemäss Art. 69 Abs.
1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Le
istungen in Abweichung von Art.
61
lit
. a ATSG kostenpflichtig, wo
bei die Kosten nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig v
om Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt werden.
Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens
sind die
Gerichtskosten
in Höhe von Fr. 7
00.-- de
m
u
nterliegenden Beschwerdeführer
aufzuerlegen
.