Decision ID: cb298eae-9a87-5b8b-98ab-35c75a50faa7
Year: 2016
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ wurde von ihren Eltern erstmals im März 2004 für medizinische Massnahmen
bei der IV-Stelle des Kantons St. Gallen angemeldet (IV-act. 1). Wegen einer
linkskonvexen Lumbalskoliose mit thorakalem Gegenschwung erfolgte am 9. Juli 2004
eine Derotationsspondylodese (VDS Th12-L3, Resektion 10. Rippe links; IV-act. 10 und
13). In der Folge wurde Kostengutsprache für verschiedene medizinische Massnahmen
erteilt (siehe z.B. IV-act. 15).
A.b Im September 2008 meldete sich die Versicherte bei der IV-Stelle zum Bezug einer
Rente an (IV-act. 50). Im April 2009 berichtete der ehemalige Arbeitgeber der
Versicherten, Dr. med. dent. B._, dass die Versicherte die im August 2006
begonnene Lehre zur Dentalassistentin aus gesundheitlichen Gründen per 13. Mai
2008 habe abbrechen müssen (IV-act. 79). Die Versicherte habe nach dem
Ausbildungsabbruch bis am 18. Juli 2008 weiterhin zu 80 % für ihn gearbeitet. Bei der
Tätigkeit als Dentalassistentin handle es sich um eine ideal adaptierte Tätigkeit.
A.c Die Klinik Valens berichtete am 28. März 2008 über eine vom 3. bis 29. März 2008
stattgefundene stationäre Therapie (IV-act. 81-36 ff.). Als Diagnose wurde u.a. ein
chronisches lumbovertebrales Syndrom mit/bei
- Flachrücken und doppel-S-förmiger Skoliose (BWS rechtskonvex, LWS linkskonvex),
- Derotationsspondylodese Th12-L3 07/2004 und
- Verdacht auf Meralgia paraesthetica
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angegeben. Die Versicherte sei für die leichte, wechselbelastende Tätigkeit als
Dentalassistentin voll arbeitsfähig.
A.d Am 18. Mai 2009 erstattete die Medas Ostschweiz ein interdisziplinäres Gutachten
(IV-act. 81; Untersuchungen vom 23. und 25. März 2009). Die Diagnosen mit
Einschränkung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit lauteten:
- Thorako-lumbales Schmerzsyndrom bei Zustand nach ventraler
Derotationsspondylodese Th12-L3 07/2004 wegen linkskonvexer Lumbalskoliose (etwa
40°);
- leichte sensible Reizsymptomatik des Nervus medianus im Karpaltunnel beidseits
(elektrophysiologisch unauffällig 06/2008, aktuell beschwerdearm).
Der psychiatrische Gutachter Dr. med. C._ gab keine psychiatrische Diagnose an.
Die orthopädische Gutachterin Dr. med. D._ erklärte, dass die Versicherte zunächst
mit einem reduzierten Pensum arbeiten sollte, da sie durch die lange Arbeitsunfähigkeit
dekonditioniert sei. Gemäss den Angaben der Versicherten handle es sich beim Beruf
der Dentalassistentin um eine ideal rückenadaptierte Tätigkeit. Ab November 2008
habe eine 80 %ige Arbeitsunfähigkeit bestanden. Unter Berücksichtigung der
Dekonditionierung sei ab dem Untersuchungszeitpunkt eine ca. 50 %ige
Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen. Längerfristig sei eine Arbeitsunfähigkeit in einer
adaptierten Tätigkeit von maximal 20 bis 30 % anzunehmen. Zur Verbesserung der
Arbeitsfähigkeit seien regelmässige physiotherapeutische Behandlungen und ein
selbsttätiges Übungsprogramm zu empfehlen.
A.e RAD-Arzt Dr. E._ notierte am 13. November 2009 (IV-act. 86), dass die
gutachterlichen Schlussfolgerungen nur teilweise nachvollziehbar seien. Aus seiner
Sicht könne mit der Klinik Valens von einer 100 %igen Arbeitsfähigkeit in der
angestammten Tätigkeit (Lehre als Dentalassistentin) ausgegangen werden.
A.f Die Schmerzklinik F._ berichtete am 1. Dezember 2009 (IV-act. 109-3 ff.), dass
sich in der klinischen Untersuchung die Notwendigkeit einer strukturiert geführten
Therapie unter stationären Bedingungen zum Ausgleich der muskulären Dysbalance,
gefolgt von einer regelmässigen wohnortnahen Therapie, gezeigt habe. Bisher sei mit
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der Versicherten kein skoliosespezifisches Übungsprogramm erarbeitet worden. Aus
schmerztherapeutischer Sicht handle es sich wahrscheinlich um eine Reifungs- und
Entwicklungsstörung, welche von den überfürsorglichen Eltern durch eine
entsprechende Verstärkung des Schon- und Rückzugsverhaltens unterstützt werde.
Der Umgang mit dem Schmerz sei als passiv dysfunktional zu bewerten. Vor diesem
Hintergrund seien eine Aktivierung sowie der Aufenthalt in einer entsprechenden Klinik
dringend indiziert. Darüber hinaus sei bei entsprechender Motivation eine ambulante
Psychotherapie indiziert.
A.g Nach Durchführung des Vorbescheidsverfahrens wurden die Gesuche um
berufliche Massnahmen und um eine Rente mit je einer Verfügung vom 7. Juli 2010
abgewiesen (IV-act. 104 f.). Gegen diese Verfügungen liess die Versicherte Beschwerde
erheben (IV-act. 107).
A.h Mit Entscheid vom 29. Mai 2012 (IV 2010/331) hiess das Versicherungsgericht die
Beschwerde teilweise gut, hob die angefochtenen Verfügungen auf und wies die Sache
zur weiteren Abklärung und anschliessenden Neuverfügung an die IV-Stelle zurück (IV-
act. 128). Das Gericht erwog, dass die IV-Stelle ihrer Pflicht zur Prüfung und allfälliger
Vornahme beruflicher Massnahmen nicht hinreichend nachgekommen sei. Es könne
gestützt auf die teilweise widersprüchliche und unvollständige Aktenlage nicht
abschliessend beurteilt werden, ob der Beruf der Dentalassistentin einer ideal
adaptierten Tätigkeit entspreche. Nach der Abklärung der beruflichen Massnahmen
werde sich gegebenenfalls eine neue medizinische Begutachtung als notwendig
erweisen (Erw. 4). Das Gericht hielt ausserdem fest, dass das Medas-Gutachten vom
18. Mai 2009 nur teilweise zu überzeugen vermöge. Aufgrund der gutachterlichen
Ausführungen erscheine zwar nicht unplausibel, dass die Versicherte in einer
leidensadaptierten Tätigkeit zu 20-30 % eingeschränkt sei. Ab wann diese
Arbeitsfähigkeitsschätzung gelte, sei jedoch unklar. Die von den Gutachtern ab
November 2008 attestierte 80 %ige Arbeitsunfähigkeit sei ohne eigene Bewertung
offenbar aus früheren Arztberichten übernommen worden. Auch finde sich im
Gutachten keine überzeugende Erklärung, wieso ab dem Untersuchungszeitpunkt
(23./25. März 2009) eine 50 %ige Arbeitsunfähigkeit bestanden haben sollte. Des
Weiteren hätten sich die Gutachter nicht mit dem Bericht der Klinik Valens vom 28.
März 2009 auseinandergesetzt (Erw. 3.4). Der Bericht der Schmerzklinik F._ vom 1.
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Dezember 2009 werfe die Frage auf, ob die knapp neun Monate zuvor erfolgte
Beurteilung von Dr. C._ der Situation gerecht geworden bzw. ob sie allenfalls bereits
vor Verfügungserlass nicht mehr aktuell gewesen sei. Hinsichtlich der psychischen
Komponente bestehe deshalb ebenfalls ein Abklärungsbedarf (Erw. 3.7).
A.i Am 28. August 2012 erklärte die Versicherte gegenüber der
Eingliederungsverantwortlichen der IV-Stelle, dass sie sich nicht arbeitsfähig fühle (IV-
act. 154). Sie habe ständig Schmerzen. Um eine Tagesstruktur zu erhalten, erledige sie
Näharbeiten. Mehr als 30 Minuten pro Tag könne sie jedoch kaum arbeiten. Von einer
weiteren Reha halte sie nichts. Sie wünsche von der IV keine Unterstützung bei der
Eingliederung, sondern die Rentenprüfung.
A.j Am 31. August 2012 ging der Austrittsbericht der Klinik G._ vom 12. Oktober
2010 betreffend die Hospitalisation der Versicherten vom 19. August bis 8. September
2010 bei der IV-Stelle ein (IV-act. 145). Die Klinikärzte hatten festgehalten, dass bereits
beim Eintritt bei der klinischen Beobachtung im Alltag eine recht gute Belastbarkeit
habe festgestellt werden können; auch ohne Analgetika habe die Versicherte in ihrem
Verhalten nur unwesentlich schmerzbedingt eingeschränkt gewirkt. Obwohl versucht
worden sei, der Versicherten neben der Vermittlung von Copingstrategien weitere
Perspektiven zu eröffnen und obwohl auch gangbare Wege in die Zukunft erörtert
worden seien, sei es während des Aufenthalts nur wenig gelungen, sie aus ihrer
Schmerzfixierung herauszulösen. Das Vermeidungsverhalten der Versicherten habe in
einem gewissen Kontrast zu der im Alltag und in der Physiotherapie beobachteten,
recht guten Belastbarkeit und den geringen Schmerzäusserungen gestanden. Die
Versicherte habe insgesamt engagiert bei den angebotenen Therapien mitgemacht,
sodass zumindest ein gewisser Belastungsaufbau erfolgt sei. Ein eigentlicher
Durchbruch, auch in Bezug auf die Schmerzverarbeitung, habe jedoch nicht erreicht
werden können. Während des Aufenthalts sei noch eine konventionell radiologische
Abklärung der LWS durchgeführt worden, die im Vergleich zur Voruntersuchung vom
Dezember 2007 einen stationären Befund gezeigt habe. Die stationäre Rehabilitation
habe leider ab dem 8. September 2010 nicht mehr verlängert werden können. Die
Versicherte sollte weiterhin engmaschig ärztlich betreut werden, um das Ziel der
muskulären Rekonditionierung weiter voranzutreiben. Auch eine psychiatrische
Unterstützung werde dringend empfohlen, um persönliche und berufliche Lebensziele
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zu erarbeiten. Der Versicherten sei eine leichte Tätigkeit mit Wechselbelastung
zumindest in einem Teilpensum zumutbar.
A.k RAD-Arzt Dr. E._ erklärte am 5. September 2012, dass eine monodisziplinäre
fachrheumatologische Begutachtung notwendig sei (IV-act. 147). Am 4. Dezember
2012 wurde die Versicherte von Dr. med. H._, Rheumatologie FMH, monodisziplinär
begutachtet (Gutachten vom 23. Januar 2013, IV-act. 158). Der Gutachter erklärte,
dass die von der Versicherten bei der aktuellen Verlaufsbegutachtung geschilderten
Beschwerden bezüglich der Lokalisation mit den objektivierbaren klinischen und
radiologischen Befunden korrelierten. Die sehr hoch eingeschätzte Schmerzintensität (5
bis 20 auf der Schmerzskala 0 bis 10) sowie die sehr tiefe Selbsteinschätzung der
körperlichen Leistungsfähigkeit könnten mit den objektivierbaren pathologischen
Befunden allerdings nicht hinreichend erklärt werden. Bereits im Austrittsbericht der
Klinik G._ sei auf ein Vermeidungsverhalten der Versicherten, welches nicht mit der
recht guten Belastbarkeit, den geringen Schmerzäusserungen und dem geringen
Analgetikakonsum während des Aufenthalts korreliert habe, hingewiesen worden. Aus
gesamtmedizinischer Sicht sei differenzialdiagnostisch eine Neurasthenie in Erwägung
zu ziehen, wobei er als Somatiker nicht befugt sei, eine psychiatrische Diagnose zu
stellen. Aus somatischer Sicht sei wegen der nach wie vor erheblichen Doppelskoliose
nach Derotationsspondylodese Th12 bis L3 07/04 und wegen einer muskulärer
Dysbalance/Dekonditionierung eine dauerhafte Arbeitsunfähigkeit in jeglichen
körperlich mittelschweren und schweren beruflichen Tätigkeiten ausgewiesen. In
körperlich leichten, wechselbelastenden beruflichen Tätigkeiten ohne rückenbelastende
Arbeiten könne eine Arbeitsunfähigkeit über 30 % aus somatischer Sicht nicht
begründet werden. Das Heben/Tragen grösserer Lasten (> 10 kg), repetitive
Wirbelsäulenflexionen/-extensionen sowie Arbeiten in Wirbelsäulenzwangshaltungen
sollten vermieden werden. Die quantitative Einschränkung der Arbeitsfähigkeit beruhe
auf der weiterhin bestehenden muskulären Dysbalance und der muskulären
Dekonditionierung bei/nach Derotationsspondylodese Th12 bis L3 mit persistierender
deutlicher Wirbelsäulenfehlstatik. Die Selbsteinschätzung der Versicherten, wonach sie
höchstens zu 20 bis 30 % arbeitsfähig sei, sei aus somatischer Sicht nicht
nachvollziehbar und im Rahmen der Tendenz zur Selbstlimitierung der körperlichen
Leistungsbereitschaft zu interpretieren. Eine höhergradige Arbeitsunfähigkeit müsste
psychiatrisch begründet werden. Eine berufliche Reintegration in die überwiegend
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sitzende Tätigkeit als Dentalassistentin mit vor allem Chairside-Assistenz sei aus
rheumatologischer Sicht nicht sinnvoll. Die Versicherte erachte ihre aktuell ausgeführte
Tätigkeit als optimal adaptiert und sehe keine Möglichkeit für eine berufliche
Neuorientierung. Festzuhalten sei diesbezüglich, dass es sich auch bei der im
Nähatelier ausgeführten Tätigkeit um eine überwiegend sitzende Arbeit handle. Aus
rheumatologischer Sicht stehe beruflichen Massnahmen nichts im Wege. Die bisher
durchgeführten therapeutischen Massnahmen seien adäquat gewesen. Von weiteren
somatischen Therapien sei keine wesentliche Verbesserung der Arbeitsfähigkeit zu
erwarten. Die Prognose sei bei optimal adaptierter beruflicher Tätigkeit aus
somatischer Sicht als nicht ungünstig einzustufen.
A.l RAD-Arzt Dr. E._ notierte am 18. Mai 2013 (IV-act. 162), dass das
rheumatologische Gutachten gründlich erstellt worden und in seinen
Schlussfolgerungen nachvollziehbar sei, weshalb auf es abgestellt werden könne. Am
7. Juni 2013 bestätigte er, dass die Versicherte die Ausbildung als Dentalassistentin
aus gesundheitlichen Gründen abgebrochen habe (IV-act. 167).
A.m Am 10. Juni 2013 wurde der Versicherten mitgeteilt, dass ihr eine Berufsberatung
und eine Abklärung der beruflichen Eingliederungsmöglichkeiten gewährt würden (IV-
act. 165). Am 14. Juni 2013 lud eine IV-Sachbearbeiterin die Versicherte zu einem
Abklärungsgespräch am 4. Juli 2013 ein (IV-act. 168). Am 17. Juni 2013 teilte der
Rechtsvertreter der Versicherten mit, dass er an diesem Assessmentgespräch dabei
sein wolle (IV-act. 170). Er erklärte zudem, dass die Versicherte den Termin auf Mitte
September 2013 verschieben wolle, da sie im August 2013 heiraten werde. Hierauf
wurde vereinbart, das Gespräch am 12. September 2013 durchzuführen (IV-act. 171 f.).
Am 2. September 2013 teilte der Rechtsvertreter der Eingliederungsverantwortlichen
mit, dass der Termin auf den November/Dezember 2013 verschoben werden müsse
(IV-act. 174). Am 13. September 2013 informierte eine Sachbearbeiterin der IV-Stelle
den Rechtsvertreter, dass der Fall vorerst abgeschlossen werde (IV-act. 176). Der
Rechtsvertreter antwortete am 18. September 2013, dass die Versicherte mit dem
Fallabschluss nicht einverstanden sei (IV-act. 179). Auf telefonische Nachfrage hin
begründete er die Terminaufschiebung mit der Hochzeit und dem Umzug der
Versicherten (IV-act. 187). Das Abklärungsgespräch fand schliesslich am 8. November
2013 statt (Protokoll vom 11. November 2013, IV-act. 186). Die Versicherte gab an,
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dass sie seit etwa einem halben Jahr nicht mehr im eigenen Nähatelier gearbeitet habe,
da sie mit der Hochzeit, dem Umzug und dem Haushalt ausgelastet gewesen sei.
Aktuell arbeite sie an „guten Tagen“ ca. zwei Stunden pro Woche im Büro ihres
Ehemannes. Sie führe dort einfachere Büroarbeiten aus. Den Anforderungen im
normalen Arbeitsmarkt sehe sie sich nicht bzw. höchstens in einem kleinen Pensum
gewachsen. Dass ihr aus medizinischer Sicht ein Pensum von 70 % zugemutet werde,
sei für sie nicht nachvollziehbar. Aus ihrer Sicht sei höchstens ein 30 %-Pensum
machbar, wobei sie die Möglichkeit haben müsste, sich zwischendurch auszuruhen
oder abzusagen, wenn es ihr nicht gut genug gehe. Die Eingliederungsverantwortliche
hielt fest, dass sich die Versicherte als nicht eingliederungsfähig betrachte und deshalb
berufliche Massnahmen aktuell nicht zur Debatte stünden. In Anbetracht des langen
Fallverlaufs mache es jedoch Sinn, alle Möglichkeiten der beruflichen Eingliederung
auszuschöpfen. Deshalb schlage sie eine berufliche Abklärung oder BEFAS vor. Am 13.
Dezember 2013 teilte der Rechtsvertreter der Versicherten der
Eingliederungsverantwortlichen mit, dass die Versicherte mit einer BEFAS-Abklärung
einverstanden sei (IV-act. 189). Er bat jedoch darum, die Abklärung einstweilen auf
zwei Wochen zu beschränken. Am 28. April 2014 informierte die
Eingliederungsverantwortliche die Versicherte (IV-act. 198), dass sich ihr
Rechtsvertreter mit einer vierwöchigen beruflichen Abklärung ohne medizinische
Abklärung einverstanden erklärt habe. Ein Eintritt in die BEFAS sei ab dem 19. Mai
2014 möglich. Die Versicherte wurde aufgefordert, einen Besichtigungstermin zu
vereinbaren. Nach erneuter Aufforderung informierte der Rechtsvertreter die
Eingliederungsverantwortliche am 7. Juni 2014, dass der Besichtigungstermin im I._
am 17. Juni 2014 stattfinden werde. In der Folge wurde der Beginn der beruflichen
Abklärung auf den 18. August 2014 festgelegt (IV-act. 202). Am 17. Juli 2014 notierte
die Eingliederungsverantwortliche, die BEFAS habe ihr mitgeteilt, dass die Versicherte
die Abklärung mit der Begründung, sie sei längere Zeit im Ausland, abgesagt habe (IV-
act. 203). Eine telefonische Nachfrage habe ergeben, dass es sich um einen
geschäftlichen Auslandaufenthalt handle. Die Versicherte arbeite mittlerweile zu 30 %
für die Firma ihres Ehemannes. Die Tätigkeit (allgemeine Büroarbeiten) sei ideal für sie,
da sie sich die Arbeit frei einteilen und auf ihre gesundheitlichen Bedürfnisse Rücksicht
nehmen könne. Sie rechne mit einer Rückkehr Ende September/Oktober 2014.
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A.n Am 29. Juli 2014 teilte die IV-Stelle dem Rechtsvertreter der Versicherten unter
Verweis auf den bisherigen Verlauf der beruflichen Abklärung mit, dass sie keinen
Anspruch auf berufliche Eingliederungsmassnahmen habe, da solche aktuell nicht
durchgeführt werden könnten (IV-act. 206). Die Versicherte könne sich wieder bei der
IV melden, sobald sie an beruflichen Eingliederungsmassnahmen interessiert sei. Am
16. August 2014 bat der Rechtsvertreter um die Zustellung einer anfechtbaren
Verfügung. Er machte geltend, die Versicherte habe verschiedentlich mitgeteilt, dass
sie mit der Arbeitsfähigkeitsschätzung der IV-Stelle nicht einverstanden sei. Trotzdem
sei sie jederzeit bereit gewesen, aktiv an Umschulungsmassnahmen teilzunehmen. Im
I._ hätte sie vier Wochen lang an Holzbearbeitungsmaschinen und im Fräscenter
arbeiten, löten und ein bisschen Büroarbeiten machen müssen. Inwiefern dadurch die
Eignungen und Neigungen im Hinblick auf eine Berufswahl hätten abgeklärt werden
können, sei nicht ersichtlich. Aus diesem Grund habe die Versicherte die Abklärung im
I._ nicht angetreten. Bezüglich der Rentenfrage bat der Rechtsvertreter um die
Zustellung eines Vorbescheids.
A.o Mit Vorbescheid vom 17. November 2014 (IV-act. 211) stellte die IV-Stelle der
Versicherten die Abweisung des Rentengesuchs in Aussicht. Zur Begründung führte sie
an, dass die Versicherte ohne berufliche Neuqualifikation in der Lage sei, zu
mindestens 70 % als Hilfsarbeiterin zu arbeiten. Das Invalideneinkommen legte sie auf
Fr. 37'840.-- fest (LSE-Tabelle Anforderungsniveau 4). Sie erklärte weiter, dass die
Versicherte mit abgeschlossener Berufsausbildung als Dentalassistentin ohne
gesundheitliche Einschränkung heute ein Jahreseinkommen von Fr. 49'920.-- erzielen
könnte (durchschnittlicher Lohn einer Dentalassistentin gemäss Lohnrechner: Fr.
4'200.--; Ausbildung Berufslehre: Fr. 4'100.--; Arbeitsort SG-Land: Fr. 3'800.--; 4.
Dienstjahr: Fr. 3'900.--; Branche Gesundheitswesen: Fr. 4'200.-- = Fr. 4040.--/Mt.; IV-
act. 212). Der IV-Grad betrage folglich 24 %. Somit könne die Versicherte auch ohne
die Durchführung beruflicher Eingliederungsmassnahmen ein rentenausschliessendes
Erwerbseinkommen erzielen. Dagegen liess die Versicherte am 26. November 2014
einwenden (IV-act. 213), dass die IV-Stelle, obwohl das Gericht das Medas-Gutachten
als mangelhaft bezeichnet habe, lediglich eine Verlaufsbegutachtung, und noch dazu in
einer anderen Disziplin, veranlasst habe. Dr. H._ habe nicht einmal versucht, die
offenen Fragen zu beantworten. Auch eine Auseinandersetzung mit dem Bericht der
Klinik Valens, wie sie vom Gericht postuliert worden sei, habe nicht stattgefunden.
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Zudem sei das Gutachten von Dr. H._ bald zwei Jahre alt. Auf das rheumatologische
Gutachten könne daher nicht abgestellt werden. Ein polydisziplinäres Gutachten sei
notwendig. Die Versicherte gehe davon aus, dass sie nicht mehr als zu 20 bis 30 %
arbeitsfähig sei. Sie habe somit Anspruch auf eine ganze IV-Rente. Am 6. und 17. März
2015 reichte der Rechtsvertreter weitere medizinische Unterlagen ein (IV-act. 220 und
222). Dr. med. J._ (Rheumatologie) von der Klinik K._ hatte am 9. Februar 2015
berichtet (IV-act. 221), dass die Versicherte an einer kongenitalen Torsionsskoliose
(Status nach Spondylodese Th12-L3 und chronische Lumbago) leide. Bei dem
langjährigen chronifizierten Beschwerdebild und, zumindest was die
Therapiemodalitäten mit auch stationärer Rehabilitation betreffe, bei der konservativ
weitgehend austherapierten Versicherten seien therapeutische Empfehlungen extrem
schwierig. Für die korrekte, auch wirbelsäulenchirurgische Beratung und Prognose sei
eine bildgebende Standortbestimmung der Anschlusssegmente unter- und oberhalb
der Spondylodese geplant. Am 5. März 2015 hatte Dr. med. L._
(Wirbelsäulenchirurgie) von der Klinik K._ Dr. J._ mitgeteilt (IV-act. 222), dass die
lumbalgieformen Beschwerden am ehesten mechanisch und im Zusammenhang mit
der Fehlstellung zu sehen seien. Aktuell scheine der Leidensdruck jedoch begrenzt, die
Versicherte sei zurzeit auch nicht berufstätig. Aufgrund der multiplen Allergien seien
Infiltrationsmassnahmen deutlich eingeschränkt. Am ehesten werde nochmals ein
konservativer Therapieversuch in Form einer Rehabilitation ins Auge gefasst.
A.p RAD-Arzt Dr. E._ nahm am 17. März 2015 Stellung zu den Einwendungen des
Rechtsvertreters (IV-act. 226). Er erklärte, dass die beteiligten Fachgebiete bei
Wirbelsäulenleiden mannigfaltig seien. Kein medizinisches Spezialgebiet könne die
„Oberhoheit“ über die Wirbelsäule für sich beanspruchen. Auch ein Rheumatologe
könne die unterschiedlichen Wirbelsäulenleiden beurteilen. Nach Art. 49 IVV könne der
RAD die geeignete Prüfmethode zur Beurteilung der medizinischen
Anspruchsvoraussetzungen gemäss seiner Fachkompetenz frei wählen. Im
vorliegenden Fall sei die Indikationsstellung zur rheumatologischen Begutachtung nach
eingehender Diskussion gefällt worden. Die RAD-Stellungnahme vom 28. Mai 2013
behalte daher ihre Gültigkeit.
A.q Mit Verfügung vom 22. April 2015 wies die IV-Stelle das Gesuch um berufliche
Eingliederungsmassnahmen aus den in der Mitteilung vom 29. Juli 2014 angegebenen
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Gründen ab (IV-act. 224). Ergänzend führte sie aus, dass berufliche
Eingliederungsmassnahmen nur erfolgsversprechend seien, wenn die Versicherte aktiv
daran teilnehme und bereit sei, die fachmedizinisch beurteilte Arbeitsfähigkeit
umzusetzen. Da die Versicherte die Zusprache einer ganzen IV-Rente erwarte, müsse
weiterhin davon ausgegangen werden, dass sie sich nicht in der Lage fühle, an
beruflichen Eingliederungsmassnahmen teilzunehmen. Mit einer zweiten Verfügung
vom 22. April 2015 wies die IV-Stelle das Rentengesuch aus den im Vorbescheid
genannten Gründen ab (IV-act. 225). Zum Einwand des Rechtsvertreters führte sie aus,
dass gegen die Begutachtung durch Dr. H._ keine Einwände erhoben worden seien.
Zudem verwies sie auf die Stellungnahme des RAD vom 17. März 2015. Da sich der
medizinische Sachverhalt seit der Begutachtung durch Dr. H._ nicht wesentlich
verändert habe, bestehe keine Indikation für eine neue Begutachtung.
B.
B.a Gegen diese beiden Verfügungen liess die Versicherte (nachfolgend:
Beschwerdeführerin) am 22. Mai 2015 Beschwerde erheben (act. G 1). Ihr
Rechtsvertreter beantragte die Aufhebung der Verfügungen und die Zusprache einer
ganzen IV-Rente spätestens ab Juni 2009. Eventualiter seien der Beschwerdeführerin
berufliche Eingliederungsmassnahmen zuzusprechen und nach deren Abschluss neu
über den Rentenanspruch zu befinden. Subeventualiter sei die Sache zur Vornahme
weiterer Abklärungen an die IV-Stelle (nachfolgend: Beschwerdegegnerin)
zurückzuweisen. Der Rechtsvertreter machte wie im Vorbescheidsverfahren geltend,
dass keine rechtsgenügliche medizinische Abklärung erfolgt sei. Hinsichtlich der
beruflichen Eingliederungsmassnahmen bemängelte er, für die
Eingliederungsverantwortliche habe von Anfang an festgestanden, dass der
Gesundheitszustand so sei, wie Dr. H._ ihn festgehalten habe. Die
Eingliederungsverantwortliche sei nicht einmal bereit gewesen, einer medizinisch
betreuten beruflichen Abklärung zuzustimmen. Die Beschwerdeführerin habe die
Abklärung im I._ nicht angetreten, da die Art der Abklärung keinen Sinn gemacht
hätte. Am Willen, sich konstruktiv an Umschulungsmassnahmen zu beteiligen, habe es
nie gefehlt.
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B.b Die Beschwerdegegnerin beantragte am 23. September 2015 die Abweisung der
Beschwerde (act. G 6). Zur Begründung brachte sie vor, die Beschwerdeführerin habe
zu einem grossen Teil selbst zu verantworten, dass seit der Begutachtung durch Dr.
H._ bis zum Verfügungserlass zwei Jahre vergangen seien. Nach der Begutachtung
seien lediglich zwei Arztberichte der Klinik K._ eingereicht worden. Diese enthielten
keine Hinweise auf eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes und/oder der
Arbeitsfähigkeit. Daher könne nach wie vor auf die Erkenntnisse des Gutachters Dr.
H._ abgestellt werden. Die Beschwerdeführerin habe die berufliche Abklärung
aufgrund eines längeren Auslandaufenthalts abgesagt. Im Nachhinein habe der
Rechtsvertreter geltend gemacht, die Beschwerdeführerin habe keinen Sinn in der
beruflichen Abklärung gesehen. Auffallend sei, dass die Beschwerdeführerin
gewünscht habe, über ihren Rechtsvertreter zu kommunizieren, und dass in den
Berichten der Berufsberatung kein Hinweis auf Berufswünsche enthalten sei.
Zusammen mit der Tatsache, dass sich die Beschwerdeführerin bereits seit Jahren nur
zu 20 bis 30 % arbeitsfähig fühle, sich jedoch gleichzeitig keinerlei
Therapiemassnahmen und insbesondere auch nicht der mehrfach empfohlenen,
ergänzenden Schmerztherapie in Form einer Psychotherapie unterzogen habe, müsse
davon ausgegangen werden, dass keine subjektive Eingliederungsbereitschaft
bestehe. Der Hauptantrag der Beschwerde ziele denn auch auf eine ganze Rente ab.
Der psychiatrische Gutachter der Medas habe im Gutachten vom 2. April 2009 erklärt,
keinerlei psychiatrische Diagnosen angeben zu können. Die Beschwerdeführerin habe
sich seither nie in psychiatrische Behandlung begeben, was darauf schliessen lasse,
dass der Leidensdruck nicht allzu hoch gewesen sei. Dies habe auch der aktuelle
Bericht des Klinik K._ bestätigt. Das Versicherungsgericht habe den Fokus auf die
Abklärung, ob der Beruf der Dentalassistentin tatsächlich ungeeignet sei, und im
bejahenden Fall auf weitere berufliche Abklärungen gelegt. Dr. H._ habe in seinem
Gutachten zwar den Verdacht auf eine Neurasthenie geäussert. Die von ihm erhobenen
Befunde sowie die von der Beschwerdeführerin gemachten Angaben hätten jedoch
keine Notwendigkeit weiterer Abklärungen erkennen lassen. Gemäss der neuesten
Rechtsprechung stelle eine ablehnende Haltung einer versicherten Person gegenüber
beruflichen Integrationsmassnahmen ein starkes Indiz für eine nicht invalidisierende
Beeinträchtigung dar. Ebenfalls beachtet werden müsse, ob eine versicherte Person
Therapieangebote wahrnehme oder mögliche Behandlungen auslasse. Aufgrund des
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Ablaufs der beruflichen Eingliederungsbemühungen, des aktuellen Fehlens von
Therapiemassnahmen und des normalen Aktivitätsniveaus sei davon auszugehen, dass
die Beschwerdeführerin nicht über die durch ihr Rückenleiden verursachten
Einschränkungen hinaus in ihrer Erwerbsfähigkeit beeinträchtigt sei.
B.c Der Rechtsvertreter brachte in seiner Replik vom 5. Oktober 2015 ergänzend vor
(act. G 11), die Beschwerdegegnerin habe zumindest implizit eingeräumt, sich um die
Vorgaben gemäss dem Urteil des Versicherungsgerichts nicht gross zu kümmern und
sich nicht daran halten zu wollen. Bei der beruflichen Abklärung sei es der
Beschwerdegegnerin einzig und allein darum gegangen, ihre Ansichten durchzusetzen.
Es sei falsch und aktenwidrig, dass die Beschwerdeführerin eine ablehnende Haltung
gegenüber beruflichen Integrationsmassnahmen habe. Dies gelte auch bezüglich der
Vorwürfe, dass die Beschwerdeführerin Therapiemassnahmen ablehne. Der
Rechtsvertreter erklärte eine von der Beschwerdeführerin an ihn gerichtete E-Mail vom
26. September 2015 zum integrierenden Bestandteil der Replik. Die
Beschwerdeführerin machte darin Ausführungen zu ihren gesundheitlichen
Einschränkungen. Sie merkte an, dass eine Reha nicht ihre Arbeitsfähigkeit, sondern
lediglich ihre Lebensqualität etwas verbessern könnte. Die ambulanten Therapien habe
sie in Absprache mit verschiedenen Ärzten abgebrochen, da diese keinen Nutzen
gebracht hätten. Sie frage sich, weshalb sie sich in psychiatrische Behandlung
begeben sollte, obwohl sie gemäss dem psychiatrischen Gutachter nicht an einer
psychischen Erkrankung leide. Sie wünsche sich eine erneute Begutachtung. Der
Rechtsvertreter führte weiter aus, dass es infolge persönlicher Umstände zu
Verzögerungen gekommen sei. Diese seien jedoch vernachlässigbar, wenn man
berücksichtige, dass die IV-Anmeldung vor bald sieben Jahren erfolgt sei.
B.d Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine Duplik (act. G 13).

Erwägungen
1.
Gemäss Art. 57a Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG, SR
831.20) teilt die IV-Stelle der versicherten Person den vorgesehenen Endentscheid über
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ein Leistungsbegehren oder den Entzug oder die Herabsetzung einer bisher gewährten
Leistung mittels Vorbescheid mit. Die versicherte Person hat Anspruch auf rechtliches
Gehör im Sinne von Art. 42 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1). Die Beschwerdegegnerin hat das Gesuch
um berufliche Eingliederungsmassnahmen zunächst mittels einer Mitteilung vom 29.
Juli 2014 abgewiesen. Nachdem der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin um eine
anfechtbare Verfügung gebeten hat, hat die Beschwerdegegnerin die angefochtene
Verfügung vom 22. April 2015 erlassen. Bezüglich der beruflichen
Eingliederungsmassnahmen ist somit kein Vorbescheid ergangen. Sinn und Zweck des
Vorbescheidverfahrens ist es, der versicherten Person das rechtliche Gehör zu
gewähren. Mit der Mitteilung vom 29. Juli 2014 ist die Beschwerdeführerin über den
ablehnenden Entscheid bezüglich der beruflichen Eingliederungsmassnahmen
informiert worden. Die Mitteilung hat also die Funktion eines Vorbescheids
übernommen. Damit ist Art. 57a Abs. 1 IVG im Ergebnis Rechnung getragen worden.
Folglich ist die Sache materiell zu beurteilen.
2.
2.1 Gemäss Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG, SR
831.20) haben Invalide oder von einer Invalidität bedrohte Versicherte Anspruch auf
Eingliederungsmassnahmen, soweit diese notwendig und geeignet sind, die
Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder
herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern und die Voraussetzungen für den
Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind. Die beruflichen
Eingliederungsmassnahmen umfassen die Berufsberatung, die erstmalige berufliche
Ausbildung, die Umschulung, die Arbeitsvermittlung und die Kapitalhilfe (Art. 8 Abs. 3
lit. b IVG).
2.2 Ob die Beschwerdeführerin Anspruch auf berufliche Eingliederungsmassnahmen
hat, hängt unter anderem von ihrer Arbeitsfähigkeit ab.
2.3 In somatischer Hinsicht hat das Versicherungsgericht in seinem
Rückweisungsurteil vom 29. Mai 2012 (IV 2010/331) erwogen, dass die von den
Medas-Gutachtern ab November 2008 attestierte 80 %ige Arbeitsunfähigkeit ohne
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eigene Begründung offenbar aus früheren Arztberichten übernommen worden sei.
Auch die Einschätzung der Medas-Gutachter, dass die Beschwerdeführerin ab dem
Untersuchungszeitpunkt (23./25. März 2009) noch zu 50 % arbeitsunfähig gewesen sei,
sei nicht überzeugend dargelegt worden. Des Weiteren sei zwar nicht unplausibel, dass
die Beschwerdeführerin in einer leidensadaptierten Tätigkeit zu 20 bis 30 %
eingeschränkt sei. Aber der Zeitpunkt, ab welchem von einer 20 bis 30 %igen
Arbeitsunfähigkeit auszugehen sei, sei nicht eruierbar. Dass die Beschwerdegegnerin
als Reaktion auf diesen Rückweisungsentscheid eine rheumatologische Untersuchung
angeordnet hat, während es sich bei der Begutachtung durch die Medas um eine
orthopädische gehandelt hatte, ist nicht zu beanstanden. Der RAD, der über das
notwendige medizinische Fachwissen verfügt, hat in Kenntnis der Vorakten eine
rheumatologische Begutachtung empfohlen. Wie RAD-Arzt Dr. E._ überzeugend
dargelegt hat, überschneiden sich die Fachgebiete der Orthopädie und Rheumatologie.
Zudem erscheint es durchaus plausibel, dass aufgrund der Erkenntnisse aus einer
ersten Begutachtung bei einer erneuten Begutachtung ein anderes Fachgebiet als
geeigneter angesehen wird. Zu bemängeln ist allerdings, dass die Beschwerdeführerin
lediglich eine Verlaufsbegutachtung in Auftrag gegeben bzw. der beauftragte Gutachter
den Auftrag zumindest lediglich als eine solche interpretiert hat. Die
Beschwerdegegnerin hat sich mit dieser Verlaufsbegutachtung zufrieden gegeben,
obwohl sich das Gutachten nicht mit den vom Versicherungsgericht kritisierten
Aspekten des Medas-Gutachtens auseinandergesetzt hat und auch die offenen Fragen
nicht beantwortet worden sind. Aus dem rheumatologischen Gutachten geht
ausserdem nicht hervor, ob die Einschätzung, dass die Beschwerdeführerin in einer
adaptierten Tätigkeit zu 30 % arbeitsunfähig sei, rückwirkend oder erst ab dem
Untersuchungszeitpunkt gelten soll. Zudem wirft das Gutachten hinsichtlich der
quantitativen Arbeitsfähigkeitsschätzung Fragen auf. Der rheumatologische Gutachter
hat die 30 %ige Arbeitsunfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit mit der weiterhin
bestehenden muskulären Dysbalance und der muskulären Dekonditionierung bei/nach
Derotationsspondylodese Th12 bis L3 mit persistierender deutlicher
Wirbelsäulenfehlstatik begründet. Er hat die bisher durchgeführten somatischen
Therapien als adäquat erachtet und erklärt, dass von weiteren somatischen Therapien
keine wesentliche Verbesserung der Arbeitsfähigkeit mehr erwartet werden könne. Für
einen medizinischen Laien leuchtet es ohne nähere Begründung nicht ein, dass bei
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einer Arbeitsunfähigkeit, die in quantitativer Hinsicht hauptsächlich mit einer
muskulären Dysbalance und einer muskulären Dekonditionierung begründet wird, die
Arbeitsfähigkeit durch Therapien nicht soll verbessert werden können bzw. die
Therapieoptionen ausgeschöpft sein sollen. Zumindest geht aus den Akten nicht
hervor, dass es der Beschwerdeführerin beispielsweise aufgrund der Schmerzsituation
nicht zumutbar sein sollte, die muskuläre Dysbalance und muskuläre Dekonditionierung
mittels geeigneter Therapien zu beheben. Der medizinische Sachverhalt ist folglich in
somatischer Sicht nicht hinreichend abgeklärt.
2.4 Das Versicherungsgericht hat in seinem Rückweisungsurteil ausserdem darauf
hingewiesen, dass aufgrund der Angaben im Bericht der Schmerzklinik F._ vom 1.
Dezember 2009 hinsichtlich der psychischen Komponente ein weiterer
Abklärungsbedarf bestehe. Trotzdem hat die Beschwerdegegnerin nach der
Rückweisung der Sache lediglich ein rheumatologisches Gutachten in Auftrag gegeben
und in psychiatrischer Hinsicht auf das Gutachten der Medas vom 18. Mai 2009
abgestellt. Der rheumatologische Gutachter Dr. H._ hat in seinem Gutachten vom 23.
Januar 2013 erklärt, dass die von der Beschwerdeführerin angegebene
Schmerzintensität und ihre sehr tiefe Selbsteinschätzung der körperlichen
Leistungsfähigkeit nicht hinreichend mit den objektivierbaren pathologischen Befunden
erklärt werden könnten. Bereits im Austrittsbericht der Klinik G._ sei auf ein
Vermeidungsverhalten hingewiesen worden, welches nicht mit der recht guten
Belastbarkeit, den geringen Schmerzäusserungen und dem geringen
Analgetikakonsum während des Aufenthalts korreliert habe. Differentialdiagnostisch sei
eine Neurasthenie in Erwägung zu ziehen. Obwohl der rheumatologische Gutachter die
von der Beschwerdeführerin geltend gemachten Einschränkungen anhand der
somatischen Befunde nur teilweise hat erklären können und obwohl er explizit auf eine
mögliche psychische Komponente hingewiesen hat, hat die Beschwerdegegnerin keine
weitergehenden psychiatrischen Abklärungen veranlasst. Auch der psychische
Gesundheitszustand ist somit nicht ausreichend abgeklärt worden.
2.5 Im Leistungsbereich der Sozialversicherung gilt der Grundsatz „Eingliederung vor
Rente“. Dies bedeutet, dass eine versicherte Person verpflichtet ist, sich selbst
einzugliedern oder sich durch eine Sozialversicherung eingliedern zu lassen, wenn
dadurch die Inanspruchnahme einer Rente verhindert werden kann (vgl. UELI KIESER,
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ATSG-Kommentar, 3. Auflage, Zürich 2015, N 81 der Vorbemerkungen). In Fällen, in
denen ohne die Durchführung von Eingliederungsmassnahmen als Folge der
gesundheitlichen Beeinträchtigungen eine Erwerbseinbusse von 40 % oder mehr
resultieren würde, besteht seitens der versicherten Person somit nicht nur ein
Eingliederungsanspruch, sondern eine Eingliederungspflicht. Besteht eine
Eingliederungspflicht und fehlt es der versicherten Person an der notwendigen
Eingliederungsbereitschaft, ist vor der Einstellung von bereits zugesprochenen
beruflichen Eingliederungsmassnahmen bzw. vor der Abweisung des Gesuchs um
berufliche Eingliederungsmassnahmen zwingend ein Mahn- und Bedenkzeitverfahren
nach Art. 21 Abs. 4 ATSG durchzuführen.
2.6 Nachfolgend ist anhand eines vorläufigen Einkommensvergleichs zu prüfen, ob
eine Eingliederungspflicht besteht und die Beschwerdegegnerin somit vor der
Einstellung der Berufsberatung resp. vor der Abweisung des Anspruchs auf eine
erstmalige berufliche Ausbildung (bzw. allenfalls auf eine Umschulung, da die
Beschwerdeführerin nach dem Lehrabbruch bis am 18. Juli 2008 im ehemaligen
Ausbildungsbetrieb und später im Betrieb des Ehemannes als Hilfskraft gearbeitet hat)
ein Mahn- und Bedenkzeitverfahren hätte durchführen müssen. Die
Beschwerdeführerin hat die Lehre zur Dentalassistentin aus gesundheitlichen Gründen
abgebrochen. Für die Berechnung des vorläufigen Valideneinkommens ist daher auf
den Lohn als ausgebildete Dentalassistentin abzustellen (theoretischer Lehrabschluss
im Sommer 2009, IV-act. 79-5). Vergleicht man die Löhne von Dentalassistentinnen
gemäss den Richtlinien für die Saläre von Dentalassistentinnen,
Assistenzzahnärztinnen, Dentalhygienikerinnen und Lernenden der Schweizerischen
Zahnärzte-Gesellschaft (SSO, abrufbar unter: www.aiot.ch/documenti/Salari
%202014.pdf [Löhne 2014] und unter http://sso-shop.ch/uploads/tx_gishop/
3211_Salaerrichtlinien_2016 .pdf [Löhne 2016]) mit jenen von Hilfsarbeiterinnen gemäss
der Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik (LSE), wird deutlich, dass der
Lohn von Dentalassistentinnen mit zunehmender Berufserfahrung im Verhältnis viel
stärker ansteigt als jener von Hilfsarbeiterinnen: Während eine Dentalassistentin im
ersten Berufsjahr gemäss den SSO-Richtlinien etwa gleich viel oder sogar etwas
weniger verdient als die durchschnittliche Hilfsarbeiterin, übersteigt das Lohnniveau
von Dentalassistentinnen den durchschnittlichen Hilfsarbeiterinnenlohn im zehnten
Berufsjahr deutlich. Aus diesem Grund ist der vorläufige Einkommensvergleich nicht
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wie üblich anhand der Einkommen des Jahres im Zeitpunkt des allfälligen
Rentenbeginns (hier: 2009) vorzunehmen, sondern es ist in die Zukunft zu blicken.
Ansonsten bestünde nämlich die Gefahr, dass zwar beim Einkommensvergleich für das
Jahr 2009 kein rentenbegründender IV-Grad resultieren würde, bei jenem z.B. für das
Jahr 2015 (Zeitpunkt des Verfügungserlasses) hingegen schon. Der vorläufige
Einkommensvergleich erfolgt nachfolgend daher anhand der Zahlen des Jahres 2015.
Gemäss den SSO-Richtlinien hat der Jahreslohn von Dentalassistentinnen ab dem 1.
Januar 2014 im ersten Berufsjahr zwischen Fr. 48'100.-- und Fr. 52'390.-- betragen.
Die Löhne haben sich per 1. Januar 2016 nicht verändert, weshalb diese auch für das
Jahr 2015 herangezogen werden können. Hätte die Beschwerdeführerin die Ausbildung
zur Dentalassistentin in der regulären Zeit abgeschlossen (Sommer 2009), hätte sie sich
im Jahr 2015 im siebten Berufsjahr befunden und gemäss den SSO-Richtlinien einen
Jahreslohn zwischen Fr. 57'460.-- und Fr. 63'960.-- erzielt. Die Beschwerdegegnerin ist
demgegenüber für das Jahr 2011 von einem ungekürzten Jahreslohn als
Dentalassistentin von Fr. 52'520.-- (13 x Fr. 4'040.--, siehe IV-227) ausgegangen.
Diesen Betrag hat sie offenbar anhand eines Online-Lohnrechners ermittelt
(www.lohncheck.ch/lohnrechner.php). Wie die M._ GmbH die jeweiligen
Durchschnittseinkommen ermittelt, geht aus ihrer Homepage nicht hervor.
Insbesondere fehlen Hinweise darauf, woher sie ihre Daten bezieht und wie gross die
Datenbank ist. Daher ist unklar, ob das mittels des Lohnrechners ermittelte
durchschnittliche Einkommen von Dentalassistentinnen repräsentativ ist. Vor diesem
Hintergrund erscheint es sachgerechter, für die Ermittlung des vorläufigen
Valideneinkommens auf die Löhne der SSO abzustellen. Ausgehend vom gemäss den
SSO-Richtlinien durchschnittlichen Lohn bei siebenjähriger Berufserfahrung ist das
vorläufige Valideneinkommen folglich auf Fr. 60'710.-- festzusetzen ([Fr. 57'460.-- +
63'960.--] / 2). Ohne eine Berufsausbildung könnte die Beschwerdeführerin lediglich
Hilfsarbeiten verrichten. Der durchschnittliche Jahreslohn von Hilfsarbeiterinnen hat
gemäss der Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik (LSE) im Jahr 2013,
aufgerechnet auf die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden, Fr.
51'793.-- betragen (Anhang 2 der IVG-Ausgabe der Informationsstelle AHV/IV, Ausgabe
2015). Angepasst an die Nominallohnentwicklung hat eine Hilfsarbeiterin im Jahr 2015
im Durchschnitt einen Lohn von rund Fr. 52'390.-- erzielt (Lohnentwicklung 2014, T39
und www.bfs.admin.ch/ bfs/portal/de/index/themen/03/04/blank/key/lohnentwicklung/
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nominal_und_real.html, besucht am 27. Juni 2016). Ausgehend von der von Dr. H._
festgestellten (noch nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erwiesenen)
Arbeitsunfähigkeit von 30 % und unter Berücksichtigung eines vorläufigen
Tabellenlohnabzugs von 10 % würde das Invalideneinkommen im Jahr 2015 Fr.
33'006.-- betragen. Für das Jahr 2015 resultiert somit ein vorläufiger IV-Grad von
aufgerundet 46 %. Analoge vorläufige Berechnungen für die Jahre 2012 bis 2014
ergeben ebenfalls einen IV-Grad von mindestens 40 %. Voraussichtlich kann ein
rentenbegründender IV-Grad also nur dadurch vermieden werden, dass die
Beschwerdeführerin eine Berufsausbildung absolviert. Folglich obliegt ihr gestützt auf
den Grundsatz „Eingliederung vor Rente“ eine Eingliederungspflicht, falls es auch nach
der weiteren medizinischen Abklärung bei einer Arbeitsunfähigkeit von 30% (oder
mehr) bleiben sollte.
2.7 Die Beschwerdegegnerin wäre deshalb gezwungen gewesen, vor der Einstellung
der Berufsberatung bzw. vor der Abweisung Anspruchs auf eine Umschulung ein
Mahn- und Bedenkzeitverfahren durchzuführen. Somit erweist sich auch die
angefochtene Verfügung betreffend die beruflichen Eingliederungsmassnahmen als
rechtswidrig. Diese Verfügung ist wegen der Verletzung des
Untersuchungsgrundsatzes nach Art. 43 Abs. 1 ATSG und mangels Durchführung
eines Mahn- und Bedenkzeitverfahrens nach Art. 21 Abs. 4 ATSG aufzuheben. Auch
die Rentenverfügung vom 22. April 2015 ist aufzuheben, da der Rentenanspruch nicht
geprüft werden kann, bevor die beruflichen Eingliederungsmassnahmen abgeschlossen
worden sind.
2.8 Demnach ist die Beschwerde dahingehend gutzuheissen, dass die beiden
Verfügungen vom 22. April 2015 aufzuheben sind und die Sache zur bidisziplinären
(rheumatologischen/orthopädischen und psychiatrischen) Begutachtung sowie zur
allfälligen Weiterführung der beruflichen Eingliederungsmassnahmen an die
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist.
3.
3.1 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr.
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1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint
in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Praxisgemäss ist die
Rückweisung der Sache zur ergänzenden Abklärung und neuen Beurteilung an die
Verwaltung als volles Obsiegen der Beschwerdeführerin zu werten (BGE 132 V 215 E.
6.2). Dementsprechend ist die Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- vollumfänglich der
Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Der geleistete Kostenvorschuss in gleicher Höhe
wird der Beschwerdeführerin zurückerstattet.
3.2 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei
Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom
Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der
Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In
der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art.
22 Abs. 1 lit. b HonO (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.--. Der
Rechtsvertreter hat keine Honorarnote eingereicht. In einem durchschnittlichen IV-Fall
spricht das Versicherungsgericht praxisgemäss eine pauschale Parteientschädigung
von Fr. 3'500.-- zu. Der Rechtsvertreter hat die Beschwerdeführerin bereits im
Verfahren IV 2010/331, welches mit einem Rückweisungsentscheid abgeschlossen
worden ist, vertreten und ist im damaligen Verfahren für seine Aufwendungen
entschädigt worden. Das Aktenstudium hat ihn deshalb weniger Zeit gekostet als in
einem durchschnittlichen IV-Fall. Vor diesem Hintergrund erscheint eine pauschale
Parteientschädigung von Fr. 3'000.-- als angemessen. Die Beschwerdegegnerin hat
der Beschwerdeführerin somit eine Parteientschädigung von Fr. 3'000.-- (inklusive
Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.