Decision ID: 479b1548-849f-5c63-a87f-dad77a34e9c5
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1958,
ist seit
1994 als selbständige Treuhänderin tätig (
vgl.
Urk. 6/20
/1-6
S. 2). Nachdem sie am 5. August 2002
einen Reitunfall erlitt
en
und sich eine Ellbogenkontusion links mit
darauffolgender Entwicklung eines
Morbus
Sudeck
zugezogen hatte
(vgl. Urk. 6/6/3-6 S. 1, Urk. 6/6/13),
meldete
sie
sich am 15. Juli 2003 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 6/5). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
sprach der
Versicherten mit
Verfügung vom 24. Februar 2005 bei einem Invaliditätsgrad von 87 % eine ganze Rente ab 1. August 2003 zu (Urk. 6/31).
Die IV-Stelle teilte der Versicherten a
m
5. April 2005, am 29. Mai 2008 und am 20. August 2012
mit, der Rentena
nspruch sei unverändert (Urk. 6/36, Urk. 6/41, Urk. 6/58
).
1.2
Nach Eingang eines am 11. März 2014
ausgefüllten Revisio
nsfragebogens (Urk. 6/72
) veranlasste
di
e IV-Stelle unter anderem beim
Y._
ein polydiszip
linäres Gutachten, das am 20. Oktober 2015 erstattet wurde (Urk. 6/127
/1-57
), sowie eine Abklärung für Selbständigerwerbende
, worüber am
6. April 2016
berichtet wurde
(
Urk.
6/138
).
Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren
(Urk. 6/142-143) setzte d
ie IV-Stelle der Versicherten mit Verfügung vom
25. August 2016 (Urk. 6/155 = Urk. 2, vgl. Urk. 6/158) die bisherige ganze Rente auf eine halbe Rente herab.
2.
Die Versicherte erhob am 26. September 2016
Beschwerde
gegen die Verfügung vom 25. August 2016
(Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei
ihr weiterhin eine ganze Invalidenrente auszurichten, eventuell sei die Sache an die IV-Stelle zurückzuweisen, damit sie weitere Abklärungen vornehme und hernach über ihren Anspruch neu befinde
.
Die IV-Stelle beantr
agte mit Beschwerdeantwort vom 1. November 2016 (Urk. 5
) die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde
der Beschwerdeführerin am 9. November 2016 zur Kenntnis gebracht (Urk. 7
).
Mit Eingabe vom 11. September 2017 (Urk. 8) leitete die Beschwerdegegnerin dem Gericht die Eingabe der Beschwerdeführerin vom 29. August 2017 (Urk. 9/1-3) s
owie ihre entsprechende
Stellungnahme (Urk. 9/4) zur Kenntnis
nahme weiter.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier
telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertels
rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1.3
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Renten
bezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Renten
anspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidier
bar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebe
nen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bundesgerichts 9C_261/2009 vom 11. Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom
28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heits
zustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revisions
grund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige Einspracheentscheid, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E.
3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9
C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 2.
1 mit Hinweisen).
1.4
Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sach
verhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Ein
kommens
vergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands) beruht; vorbehalten bleibt die Rechtsprechung zur Wiedererwägung und prozessualen Revision (BGE 134 V 131 E. 3 und 133 V 108 E. 5.4 mit Hinweis). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist eine Verfügung verzichtbar, wenn bei einer von Amtes wegen durchgeführten Revision keine leistungsbeeinflussende Änderung der Verhältnisse festgestellt wurde (Art. 74
ter
lit
. f
der Verordnung über die Invaliden
versicherung, IVV
) und die bisherige Invalidenrente daher weiter ausgerichtet wird. Wird auf entsprechende Mitteilung hin keine Verfügung verlangt (Art. 74
quater
IVV), ist jene in Bezug auf den Vergleichszeitpunkt einer (ordentlichen) rechtskräftigen Verfügung gleichzustellen (Urteile des Bundes
gerichts 9C_771/2009 vom 10. September 2010 E. 2.2 und 9C_586/2010 vom 15. Oktober 2010 E. 2.2 mit Hin
weisen).
1.
5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein
leuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die Herabsetzung der
bisherigen
ganzen Rente auf eine halbe Rente in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) damit, dass der Beschwerdeführerin aus medizinisch-theoretischer Sicht die Tätigkeit als Treuhänderin zu 50 % zumutbar sei, und
sie
somit aus rechtlicher Sicht ein höheres Einkommen erzielen könnte
,
als sie es zurzeit erziele. Der Aussen
dienstabklärungsbericht sei lediglich eine Hilfestellung, aus rechtlicher Sicht müsse nicht darauf abgestützt werden (S. 3 unten f.).
2.2
Demgegenüber stellte sich die
Beschwerdeführerin
auf den Standpunkt (Urk. 1), das
Gutacht
en sei – aus näher genannten
Gründen – nicht beweiskräftig und es sei
weder
rechtsgenüglich dargetan, das
s sich ihr Gesundheitszustand ver
bessert
habe
, noch dass sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebe
nen Gesundheitszustandes verändert hätten. Es fehle daher an einem genügenden Revisionsgrund
(S. 6 ff.
Rz
15-18
). Die Beschwerdegegnerin sei
ferner
ohne Angabe von Gründen von den Ergebnissen des Abklärungsberichts für Selbständigerwerbende vom
April
2016 abgewichen
, was vorliegend rechtswidrig sei (S. 10
Rz
20).
2.3
Streitig ist die revisionsweise Herabsetzung der bisher ausgerichteten ganzen Rente auf eine halbe Rente, wobei namentlich zu prüfen ist, ob sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin wesentlich verbessert respektive sich die für die Invaliditätsbemessung massgebende Arbeitsfähigkeit verändert hat, und ob zur Beantwortung dieser Frage auf das von der Beschwerdegegnerin eingeholte
Y._
-Gutachten abgestellt werden kann.
Zu vergleichen ist dabei der Sachverhalt im Zeitpunkt der
Rentenbestätigung mit Mitteilung vom 20. August 2012 (Urk. 6/58),
der
eine materielle Prüfung des Rechtsanspruchs zugrunde lag (vgl. Feststellungsblatt vom 20. August 2012, Urk. 6/57),
mit demjenigen, welcher der hier angefochtenen Verfügung vom 25. August 2016 (Urk. 2) zugrunde lag.
3.
3.1
D
i
e
ursprüngliche Rentenzusprache mit Verfügung
vom 24. Februar 2005
(Urk. 6/31)
stützte sich
im Wesentlichen
auf
die
nachfolgenden Berichte
.
3.2
Dr. med.
Z._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, diagno
stizierte in seinem Bericht vom 11. August 2003 (Urk. 6/8) einen Status nach Ellbogen
fraktur links mit sehr schwerer
Algodystrophie
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff. A), und legte dar, dass seit dem 5. August 2002 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestehe (Ziff. B).
3.3
Dem Verlaufsbericht von Dr.
Z._
vom
1. Dezember 2003 (Urk. 6/14) war
zu entnehmen, dass weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestehe (Ziff. 2).
3.4
Am
16. August 2004
wurde eine Abklärung für Selbständigerwerbende durch
geführt. Die Abklärungsperson hielt im Bericht vom
20. August 2004 (Urk. 6/20/1-6
) fest, dass es der Beschwerdeführerin n
ach eigenen Aussagen
auf
grund ihrer reduzierten Leistungsfähigkeit nicht möglich
sei
, in einem Angestelltenverhältnis zu arbeiten.
Den im Juli 2004 gestarteten
Arbeitsversuch
im Umfang von
jeweils zwei Stunden pro Tag habe sie bis anhin durchhalten können. Eine Steigerung wäre j
edoch nicht möglich (S. 1 f.).
D
ie Abklärungsperson
führte
einen Einkommensvergleich durch.
Das Validen
einkommen ermittelte sie anhand der Erfolgsrechnung des Jahres 2002 unter Berücksichtigung einer möglichen Steigerung und legte den Wert auf Fr. 150‘000.-- fest. So gab die Beschwerdeführerin an,
Ende 2001 ein sehr gutes Mandat erhalten zu haben, weshalb der Gewinn ab dem Jahr 2002 – im Ver
gleich mit den Vorjahren – überproportional gestiegen sei. B
ei guter Gesundheit
könn
t
e sie
den Gewinn auf dem Niveau des Jahres 2002 halten
beziehungs
weise wäre eine Steigerung möglich gewesen
.
Das Invalidenein
kommen ermittelte die Abklärungsperson anhand der Erfolgsrechnung des Jahres 2003 unter Abzug der Mitarbeit
Unentlöhnter
, was ein
en
Wert von Fr. 20‘080.-- ergab.
Der Vergleich
des Valideneinkommens von Fr. 150‘000.-- mit de
m
Inval
idenein
kommen von Fr. 20‘080.-- ergab
eine Einkommensei
nbusse von Fr. 129‘920.-- und somit
einen Invaliditätsgrad von
rund
8
7
% (S. 5).
4.
4.1
Der rechtskräftigen Rentenbestätigung mit Mitteilung vom 20. August 2012 (Urk. 6/58)
lagen sodann die nachfolgenden Berichte zugrunde
.
4.2
Dr.
Z._
nannte in seinem Bericht
vom 28. Juni 2011 (Urk. 6/48/1-
5
) ein schweres komplexes regionales Schmerzsyndrom (
Complex
Regional Pain Syndrome =
CRPS) des linken Arm
e
s sowie eine posttraumatische Gonarthrose des rechten Knies als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff. 1.1).
Die Beschwerdeführerin sei wegen ihrer chronischen Schmerzen in ihrer geistigen Aktivität ei
ngeschränkt. Körperlich sei sie massiv eingeschränkt durch die eigentliche
Einhändigkeit
und die starke Einschränkung der Beweglichkeit des rechten Beins. Sie könne noch zirka eine Stunde pro Tag arbeiten
(Ziff. 1.7). Es bestehe demnach
weiterhin
eine Arbeitsunfähigkeit von 80 %, das heisst 8 Stunden pro Woche seien ihr erlaubt
(
S.
5
).
4.3
Dem Feststellungsblatt vom 20. August 2012 (Urk. 6/57) ist zu entnehmen,
dass aufgrund des an sich nicht veränderten Gesundheitsz
ustandes der Beschwerdeführerin
auf eine Überprüfung durch den Regionalen Ärztlich
en Dienst (RAD) verzichtet worden sei
(S. 2 unten).
Ferner geht hervor,
dass die Beschwerdegegnerin gestützt auf das vom
Lebensversicherer der Beschwerdeführerin
in Auftrag gegebene
Gutachten zum finanziellen Erwerbsausfall
vom 28. Februar 2012
(
vgl.
Urk. 6/54/2-9
) einen Einkommensvergleich
durchführte
. Die Beschwerdegegnerin
legte zunächst dar, dass man im ersten Abklärungsbericht für Selbständigerwerbende vom August 2004
(vorstehend E. 3.4)
von einem Valideneinkommen in der Höhe von Fr. 150‘000
.--
ausgegangen sei. Diese Zahl habe sich daraus ergeben, dass die Beschwerdeführerin damals angegeben habe, dass
s
ie den Ertrag beziehungs
weise Gewinn des Jahres 2002 hätte halten können beziehungsweise eine Steige
rung möglich gewesen wäre. Diese Steigerung sei hauptsächlich auf ein sehr lukratives Mandat zurückzuführen, welches die Beschwerdeführerin vor Eintritt der Beschwerden übernommen habe.
Im finanziellen Gutachten werde nun belegt, dass die Umsätze
nicht auf der Höhe der Umsätze
der Jahr
e
2001 und 2002 verblieben wären (S. 3, vgl. Urk. 6/54/2-9). In der Folge kam die Beschwerdegegnerin zum Schluss, dass der Durc
hschnitt der Jahre 2000 bis 2002
herangezogen werden müsste und nicht, wie im ersten Abklärungsbericht für Selbständigerwerbende dargelegt, nur
derjenige des
Jahr
es
2002. Folglich berechnete die Beschwerdegegnerin das Validen- und das Invalideneinkommen neu. Der Vergleich des neuen Valideneinkommen von Fr. 125‘800
.-- mit dem neuen Invalideneinkommen von
Fr. 33‘
126.-- ergab eine Einkommenseinbusse von Fr. 92‘674.-- und somit einen Invaliditätsgrad von rund 74 % (S. 3 unten f.). Dementsprechend kam die Beschwerdegegnerin zum Ergebnis, dass die Beschwerdeführerin basierend auf dem neu erstellten Einkommensvergleich weiterhin Anspruch auf eine ganze Rente habe (S. 4 Mitte).
5.
5.1
Der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) lagen sodann im Wesentlichen
die
nachfolgende
n
Berichte zugrunde.
5.2
Dr.
Z._
nannte
in seinem Bericht vom 7. April 2014 (Urk. 6/74/1-5 = Urk. 3/4
/1-3
) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff. 1.1):
-
schwere
s
CRPS des linken Armes
-
posttraumatische Gonarthrose Knie rechts
-
Handschmerzen rechts bei degenerativen Veränderungen
Die Beschwerdeführerin leide seit vielen Jahren an einer unveränderten Symptomatik, die auf Therapie nicht anspreche, weshalb kaum noch eine Besserung eintreten werde. Die Gonarthrose werde Tendenz zur Verschlechte
rung haben. Neu erschwerend kämen auch noch die Schmerzen im Handgelenk rechts hinzu,
bei degenerativen Veränderungen. Die Prognose sei also insgesamt nicht gut (S. 5).
Die medizinisch begründete Arbeitsunfähigkeit betrage weiter
hin 80 %, mithin seien der Beschwerdeführer
in
weiterhin 8 Stunden Arbeit pro Woche erlaubt (Ziff. 1.6).
5.3
Dr.
med.
A._
, Fachärztin für Anästhesiologie, Spitäler
B._
,
diagnostizierte in ihrem Schreiben vom 21. April
2015 (Urk. 6/104 = Urk. 3/2)
eine
CRPS
des linken Armes
nach Sturz mit Traumatisierung des Ellbogens und
eine
Gipsschienenbehandlung
im
August 2002
(S. 1 Mitte).
5.4
Die Ärzte des
Y._
erstatteten das von der Beschwerdegegnerin in Auftrag gegebene polydisziplinäre Gutachten
am
20. Oktober
2015 (Urk. 6/127
/1-57
)
gestützt auf di
e ihnen überlassenen Akten (S. 4 ff. Ziff. C), die Angaben der
Beschwer
deführerin
(
S. 26, S. 37 ff., S. 45, S. 50 f.
) und
die am 4. und 27. August 2015 (S. 1 unten
) durchge
führten
o
rthopädisch-
traumatologischen
(S. 11 f. Ziff. D.1, S. 28 ff.), psychiatrischen (S. 13
Ziff. D.2, S. 40 f.
)
, inter
nistischen (S. 14 Ziff. D.3, S. 46 f.
)
und neurologischen (S. 14
f. Ziff.
D.4, S. 53 f.
) Untersuchungen.
Die Gutachter nannten folgende
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeits
fähigkeit (S
. 15 f. Ziff. F.1):
-
Minderbelastbarkeit der gesamten linken oberen Extremität im Wesentli
chen versursacht durch die
Pathologie des triangulären
fibrokartilagi
nären
Komplexes
(
TFCC
)
und nachgeordnet durch die Schulterpathologie links
-
unbehandelte und traumatisch gründende – mit überwiegender Wahr
schei
nlichkeit auf das Ereignis vom 5. August
2002, Pferdesturz – zurückzuführende Läsion des linksseitigen TFCC, ulnares
Impaktions
syndrom
, sekundäre
ostechondrale
Veränderungen am Os
lunatum
und an der distalen
Ulna
, degenerative Veränderungen des distalen
Radio
ulnargelenkes
-
Tendinopathie
der Supraspinatussehne mit begleitender leichter Bursitis
subacromialis
/
subdeltouidea
-
allenfalls Residualbefund eines CRPS I am linken Arm nach statt
gehabter Kontusion/D
istorsion bei einem Reitunfall
am
5. August
2002
ein
bezüglich
eines damals diagnostizierten Haarrisses linker Ellenbogen (inzwischen vollständig ausgeheilt)
Die 57-jährige
Beschwerdeführerin
arbeite nach wie vor mi
t einem aktuellen Pensum von zirka
zwei bis drei Stunden täglich selbständig als Treuhänderin in ihrem Büro und teilweise auch von zu Hause aus. Sie habe sich an die Situation der weitgehenden funktionellen Einarmigkeit rechts adaptiert. Inzwischen seien sämtliche für eine CRPS
I Pathologie typischen Befunde weit in den Hinter
grund getreten. Es handle sich allenfalls um Residualbefunde aus
schliesslich gestützt durch den subjektiven Beschwerdevortrag der Versicherten und nicht mehr durch objektivierbar nachvollziehbare
pathomorphologische
Organ
be
funde. Im Vordergrund handle es sich um
Traumafolgen
eines unbe
handelt gebliebenen geschweige behandelten TFCC-Substanz
schadens am linken Hand
gelenk
. Die Klinik und die
Arthro
-MRI-Pathologie des linken Hand
gelenkes stünden deutlich im Vordergrund. Die im MRI beschriebenen Befunde der linken Schulter seien demgegenüber nur nachgeordnet krank
heitswertig und würden funktionell allenfalls unter
Belastungs
bedingungen
in Erscheinung treten. Am gegenseitigen rechten Handgelenk bestehe keine auffällige Symptomatik
(S. 17 oben Ziff. G).
D
ie
Beschwerdeführerin
selbst habe erklärt, sie könne sich eine Steigerung ihres derzeitigen Pensums vorstellen. Aus orthopädisch-traumatologisch gutachterli
cher Sicht sei eine Steigerung auf ein Pensum in der Grössenordnung von 50 % (4.5 Stunden an fünf Arbeitstagen pro Woche) realistisch. In einer optimal leidensadaptierten Tätigkeit (Überwachungsfunktionen, kontroll- und auf
sichtführende Tätigkeiten) könne die
Beschwerdeführerin
als funktionell rechts Ein
armige auf einem 100%-Niveau tätig sein (S. 17 Mitte, S. 18 Mitte Ziff. G). Tätigkeiten, welche hypothetisch mit dem Belastungsprofil voll und ganz über
einstimmen würden, seien als funktionelle Einhänderin rechts somit retrospektiv durchgehend auf einem 100%-
Niveau seit dem Reitunfall vom 5. August
2002 möglich (S. 17 Mitte, S. 19 Mitte Ziff. G). Die neurologisch somatischen Befunde und
Schlussfolgerungen seien im
orthopädisch-
traumatologischen
Gutachten integrierend berücksichtigt
worden
. Auch die neurologisch ausgewiesene Arbeits
fähigkeit von 70 % sei in der orthopädisch begründeten Restarbeits
fähigkeit von 50 % integrierend berücksichtigt worden (S. 17 Mitte Ziff. G). Im Sommer 2011 habe sich eine zwei bis drei Monate andauernde depressive Anpassungsstörung ergeben. Im Rahmen dieser Störung habe sich eine aus psychiatrischer Sicht reduzierte Arbeitsfähigkeit von 20 % bis 40 % ergeben. Auf
grund der sehr globalen Einschränkungen sei die bisherige Tätigkeit gleicher
massen wie eine leidensadaptierte Tätigkeit betroffen gewesen
. Über
einstimmend mit den Akt
en liege zum jetzigen Zeitpunkt keine psychische Störung vor (S. 19 Ziff. G).
5.5
Dr.
med.
C._
, Facharzt für Chirurgie und
für
Handchirurgie, Spitäler
B._
,
berichtete am 23. Dezember
2015 (Urk. 6/136/2-3 = Urk. 3/8)
über die am
23. November und 7. Deze
mber 2015 erfolgte Untersuchung
und diagnostizierte eine
Arthrose
des distalen
Radioulnargelenkes
rechts bei
Status nach Dystrophie bei Ellenbogenfraktur links
.
Er führte aus, dass die Beschwerdeführerin über Schmerzen am rechten Handgelenk bei Belastung klage; klinisch fänden sich frei bewegliche Finger mit allenfalls gering tastbaren Sehnenknötchen. Auf der MR-Tomographie zeige sich ein
Ulnaimpaktions
syndrom
rechts mit einer auch mässigen Arthrose des distalen
Radioulnar
gelenkes
(S. 1 Mitte, vgl. MRI vom 15. Oktober 2015 in Urk. 6/136/1).
5.6
Dr.
med.
D._
, Facharzt für Chirurgie und
für
Handchirurgie, Kantons
spital
E._
, berichtete am 29. Februar
2016 (Urk. 6/136/4-5 = Urk. 3/3)
über
die am 23. Februar 2016 erfolgte Untersuchung, und nannte folgende
Diagnosen
(S. 1 Mitte)
:
-
Arthrose distales Radioulnargelenk rechts bei Status nach distaler Radiusfraktur, konservativ therapiert vor 38 Jahren und konsekutivem CRPS
-
persistierendes CRPS obere Extremität links bei Status nach Ellbogenfraktur 2002
5.7
Dr. med.
F._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, RAD, empfahl in seiner Stellungnahme vom 26. Oktober 2015 (Urk. 6/141/6-7), auf das
Y._
-Gutachten abzustellen. Hierauf abgestützt sollte spätestens seit
der
Begutachtung im August 2015 von einem gebesserten, weiterhin somatisch dauerhaften, die Arbeitsunfähigkeit relevanten Gesundheits
schaden
mit der Arbeitsfähigkeitsbeurteilung gemä
ss Gutachten ausgegangen werden, mithin von einer Arbeitsfähigkeit in bisheriger Tätigkeit als Treuhänderin von 50 % (4.5 Stunden täglich) und von einer Arbeitsfähigkeit in optimal leidensangepasster Tätigkeit von 100 %.
5.8
Dem
– nach Verfügungserlass erstellten –
Operationsbericht von
PD Dr. med.
G._
, Facharzt für Chirurgie und für Handchirurgie,
vom 13. Juli 2017 (Urk. 9/3
/2-3
) ist zu entnehmen, dass
sich
die Beschwerdeführerin am 11. Juli 2017 am rechten Handgelenk eine
r
Beugesehnensynovialektomie
unter
zog.
PD Dr.
G._
legte in seinem Bericht vom 27. Juli 2017 (Urk. 9/3/1) dar, dass sich der postoperative Verlauf bisher komplikationslos mit reizloser Wund
heilung gestaltet habe.
6.
6.1
Das polydisziplinäre
Y._
-
Gutachten
vom Oktober 2015 umfasst die Fach
-
richtungen Orthopädie/Traumatologie, Psychiatrie, Allgemeine Innere Medi
zin und Neurologie. Die Gutachter verfügen über den entsprechenden Fach
arzttitel und waren somit in ihren Fachgebieten zur Beurteilung des Gesund
heitszustandes und der Arbeitsfähigkeit de
r Beschwerdeführerin
befähigt (vgl.
Urk. 6/127/1-57 S. 24).
Die Gutachter berücksichtigten sodann die geklag
ten Beschwerden und das Verhalten der Beschwerdeführerin und erstellten ihren jeweiligen Teil des
Gutachten
s in Kenntnis der Vorakten (vor
stehend E. 5.4).
Sowohl d
ie gestellten Diagnosen als auch die Schlussfolge
rungen zur Arbeitsfähigkeit werden im
Gutachten
ausführlich begründet und sind nachvoll
ziehbar. Damit erfüllt das
Y._
-
Gutachten
die bundes
gericht
lichen Anforde
rungen an ein medizinisches
Gutachten
(vorstehend E. 1.
5
) voll
umfänglich, so dass für die Entscheidfindung darauf abzustellen ist.
6.2
Die Gutachter legten
sodann
in schlüssiger und nachvollziehbarer Weise dar, dass inzwischen sämtliche für eine CRPS I Pathologie typischen Befunde weit in den Hintergrund getreten seien. Allenfalls handle es sich
bei den Beschwerden im linken Arm
um Residualbefunde, die jedoch ausschliesslich gestützt auf die subjektiven Beschwerden der Beschwerdeführerin zurückzuführen seien; objek
ti
vierbare nachvollziehbare
pathomorphologische
Organbefunde lägen nicht mehr
vor (vorstehend E. 5.4, vgl. Urk. 6/127/1-57
S. 29 oben, S. 33).
Zudem seien d
ie im MRI beschriebenen Befunde der linken Schulter
(vgl. MRI vom 10. August 2015, Urk. 6/127/60)
nur nachgeordnet krankheitswertig und würden funktionell all
enfalls unter Belastungsbedingungen
in Erscheinung treten
(vorstehend E. 5.4, vgl. Urk. 6/127/1-57 S. 33 oben).
Zudem legten die Gutachter dar, dass vorwiegend
Traumafolgen
eines unbe
handelt gebliebenen geschweige behandelten TFCC-Substanzschadens am linken Handgelenk
vorlägen und die Klinik
wie
auch die
Arthro
-MRI-Pathologie des linken Handgelenkes deutlich im Vordergrund stünden. Am gegenseitigen rechten Handgelenk bestehe hingegen keine auffällige Symptomatik
(vorstehend
E. 5.
4
)
. Dabei stützten sich die Gutachter
neben den subjektiven Angaben der Beschwerdeführerin, wonach sie wahnsinnige Schmerzen im gesamten linken Arm
inklusive
der linken Schulter, des Ellenbogengelenkes und der linken Hand
sowie Schmerzen und ein „schnappendes“ Gefühl im zweiten und dritten Finger der rechten Hand
habe
(Urk. 6/127/1-57 S. 26 oben)
,
auf
ein MRI des linken Handge
lenkes vom 18. August 2015 (Urk. 6/127/61
= Urk. 3/5
, vgl. Urk. 6/127/1-57 S. 29 unten, S. 33).
Nach Erstellung des
Y._
-Gutachtens
stellte sich
jedoch
–
wie die Beschwerdeführerin zu Recht geltend mach
t
e (vgl. Urk. 1 S. 7
Rz
15.d
)
–
heraus, dass
das MRI
nicht
wie beschrieben
am
linken
sondern am rechten Handgelenk
durchgeführt worden war
(
vgl. berichtigter MRI-Bericht vom 15. Oktober 2015 in
Urk. 6/136/1 = Urk. 3/6).
An dieser Stelle ist darauf hinzuweisen, dass die Gutachter für die Beurteilung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit
die geklagten Beschwerden und das Verhalten de
r Explorandin
zu berücksichtigen und ihren jeweiligen Teil des
Gutachten
s in Kenntnis der Vorakten
,
worunter auch MRI-Befunde gehören
,
zu erstellen haben (vgl. vorstehend
E. 1.5
)
.
Dies ist vorliegend denn auch geschehen (vorstehend E. 6.1).
Anlässlich der orthopädisch-
trau
matologischen
Untersuchung hielt der orthopädisch-
traumatologische
Gutachter
sodann fest, dass keine gravierende
n
funktionsrelevante
n
Auswirkungen einer früher berichte
ten
Tenosynovitis
stenosans
D2 und D3 und eines früheren MRI
Be
fundes des rechten Handgelenkes vom 8. November 2013 (vgl.
Urk. 6/127/1-57 S. 10 oben Ziff. C) bestünden (Urk. 6/127/1-57 S. 33 Mitte). An dieser Beurteilung ändert auch der
neu vorliegende
MRI-Befund nichts. Denn
der
neu
e
MRI-Befund
allein
ist
nicht geeignet, eine Verbesserung oder Verschlechterung des Gesundheitszustandes auszuweisen oder Rück
schlüsse auf die Arbeits
fähigkeit zu ermöglichen
, ausschlaggebend ist die Gesamt
beurteilung anhand der Exploration unter Berücksichtigung der Vorakten.
Schliesslich
ist auch den beiden
– nach Erstellung des
Y._
-Gutachtens eingegangen –
Berichten von Dr.
C._
vom Dezember 2015 (vorstehend E. 5.5) und von Dr.
D._
vom Februar 2016 (vorstehend E. 5.6),
die beide eine Arthrose des distalen
Radioulnargelenkes
rechts diagnostizierten, keine dies
bezügliche Arbeitsunfähigkeit zu entnehmen.
Zusammenfassend kann
demnach
dem
Y._
-Gutachten folgend von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als selbständige Treuhänderin
sowie von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätig
keit
ausgegangen werden.
6.3
Ein Vergleich der 2012 und 2016 gestellten Diagnosen und deren Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit zeigt eine Verbesserung des Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin. So legten die
Y._
-Gutachter in schlüssiger und nach
voll
ziehbarer Weise dar, dass es sich eindeutig um eine Verbesserung der CRPS I Pathologie an der linken oberen Extremität handle und aktuell keine für eine CRPS I Syndrom typische
n
sensorische
n
, motorische
n
, autonome
n
und/oder
trophische
n
Störungen vorlägen.
Eine zeitliche Präzisierung sei jedoch nicht möglich, die eingetretene Besserung der CRPS I Symptomatik bestehe sicherlich ab der aktuellen Abklärung
(vorstehend E. 6.2, vgl. Urk. 6/127/1-57 S. 20 Ziff. H)
.
Demnach liegt – entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin
(vgl. Urk. 1 S. 9
Rz
18
) – ein Revisionsgrund vor.
6.4
Die Beschwerdeführerin beanstandete zudem, dass die psychiatrische und orthopädische Exploration gerade einmal 10 respektive 20 Minuten, und keinesfalls wie im Gutachten dargelegt 50 und 70 Minuten gedauert habe (vgl. Urk. 1 S. 6
Rz
15.a). Weshalb die beiden Angaben zur Dauer der Exploration (vgl. Urk. 6/127/1-57 S. 28 Mitte, S. 40 oben) nicht zutreffen sollten, wurde weder dargelegt noch ist dies sonst ersichtlich.
Insbesondere ist zu diesem Punkt generell festzuhalten, dass ein Gutachter eine
Explorandin
in der Regel nur für eine beschränkte Zeit sieht und sich aus der Anzahl und der Dauer der geführten Gespräche keine Rückschlüsse auf die Wertigkeit eines
Gutachten
s ziehen lassen. Einen krankheitswertigen Befund oder das Fehlen eines solchen kann ein erfahrener Diagnostiker ohne Weiteres auch nach einem einmaligen Gespräch beziehungsweise einer Untersuchung feststellen. Eine
Mindestdauer
ist dabei nicht zwingend einzuhalten
(vgl.
Urteil des Bundesgerichts 8C_660/2013 vom 15. Mai 2014 E. 4.2.3
).
Dem psychiatrischen und orthopädischen Teil
gutachten lässt sich entnehmen, dass die Beschwerdeführerin
ihre aktuellen Beschwerden und deren Behandlung, ihre sozialen Verhältnisse, ihren
Tages
ablauf etc.
eingehend schilderte. Es fand eine ausführliche Anamnese und Befunderheb
ung statt (vgl.
Urk. 6/127/1-57 S. 26 ff., S. 37 ff.).
Unter diesen Umständen kann offen bleiben, wie lange die fragliche
n
Exploration
en
tatsächlich gedauert haben
, da
weder dem orthopädischen noch dem psychiatri
schen Gutachter in diesem Punkt ein
Versäumnis vorzuwerfen ist.
Der dies
bezügliche Einwand der Beschwerdeführerin erweist sich somit als unbegründet.
6.5
Ferner
machte
die Beschwerdeführerin
geltend
, die Behauptung des ortho
pädischen Gutachters, wonach sie sich selber künftig zumute, täglich bis zu vier Stunden zu arbeiten (
vgl. Urk. 6/127/1-57 S. 28 oben
)
sei
unzutreffend und sie
habe
nichts dergleichen in Aussicht gestellt (Urk. 1 S. 7
Rz
15.c).
Weshalb der orthopädische Gutachter diesbezügliche falsche Angaben
gemacht haben soll
te
, wurde weder dargelegt noch ist dies sonst ersichtlich.
Der diesbezügliche Einwand der Beschwerdeführerin erweist sich somit ebenfalls als unbegründet.
6.6
Zusammenfassend ist somit der medizinische Sachverhalt dahingehend erstellt, dass sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin seit der Renten
bestätigung im August 2012 wesentlich verbessert hat. Gestützt auf das
Y._
-Gut
achten vom Oktober 2015 ist von einer Verbesserung des Gesundheits
zustands
ab
Begutachtungszeitpunkt, mithin ab August 2015,
auszugehen. Ab diesen Zeitpunkt
ist d
er Beschwerdeführer
in
die
angestammte Tätigkeit als selbständige Treuhänder
in
zu 50 %
und eine
angepasste
Tätigkeit
zu
100 %
zumutbar
.
7.
7.1
Zu prüfen bleibt, wi
e sich das Leistungsvermögen der Beschwerdeführerin
in wirtschaftlicher Hinsicht auswirkt.
7.2
Der Einkommensvergleich hat bei
Selbständigerwerbenden
in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffern
mässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt. Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte miteinander zu ver
gleichen. Lassen sich die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen nicht zuverlässig ermitteln oder schätzen, so ist in Anlehnung an die spezifische Methode für Nichterwerbstätige ein Betätigungsvergleich anzustellen und der Invaliditätsgrad nach Massgabe der erwerblichen Auswirkungen der verminder
ten Leistungsfähigkeit in der konkreten erwerblichen Situation zu bestimmen
.
7.3
Ein
sogenannter Prozentvergleich
(
BGE 114 V 310 E. 3a S. 312 f.) ist
dann
gerechtfertigt, wenn der versicherten Person die Wiederaufnahme der ange
stammten Tätigkeit noch offen steht (weil beispielsweise keine Kündigung des Arbeitsvertrages erfolgte), oder wenn sie an ihrer bisherigen Arbeitsstelle als bestmöglich eingegliedert gilt (weil etwa der vor Eintritt des Gesundheits
schadens erzielte Verdienst höher ist als das Invalideneinkommen; Urteil
des Bundesgerichts
9C_225/2016 vom 14. Juli 2016 E. 6.2.2 mit Hinweisen).
7.4
Da die Beschwerdeführerin weiterhin ihrer selbständigen Tätigkeit als Treu
händerin nachgehen kann und auch nachgeht und damit
für beide hypo
thetischen Einkommen (mit und ohne Invalidität) der Lohn massgebend ist, den sie als
Treuhänderin
erzielen könnte
, ist es grundsätzlich nicht zu beanstanden, dass die IV-Stelle die Einschränkung der Beschwerdeführerin aufgrund eines Prozentvergleichs ermittelte.
Zu Recht kam die IV-Stelle zum Schluss, dass a
uf den im Abklärungsbericht für Selbständigerwerbende vom 6. April 2016 errechneten Invaliditätsgrad (vgl.
Urk. 6/138 S. 5) nicht abgestellt werden
kann
, da sich
die Abklärungs
person
allein auf subjektive, im Widerspruch zur schlüssigen medizinischen Aktenlage stehende Aussagen der Beschwerdeführerin stützt
e
.
Insbesondere steht aufgrund der
medizinischen Akten fest (vgl. E. 6.6 hiervor), dass die Beschwerde
führerin die
verbliebene Arbeitsfähigkeit mit einem
- gemäss Abklärungs
bericht wahrgenommenen -
Pensum von 10 bis 15 Stunden pro Woche (
vgl.
Urk. 6/138 S. 5
) nicht voll ausschöpft. Vielmehr wäre es ihr ent
sprechend der ihr von den
Y._
-Gutachtern attestierten Arbeitsfähigkeit von 50 % in der angestammten Tätigkeit möglich, weiterhin 50 % des
Validenlohnes
zu erzielen, was einem Invaliditätsgrad von ebenfalls 50 % entspricht.
Da keine Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die Beschwerdeführerin wegen per
sönlicher oder beruflicher Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest
)Ar
beits
unfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unter
durch
schnittlichem Einkommen verwerten könnte (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75), erscheint ein Abzug vom Invalideneinkommen nicht gerechtfertigt.
Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.
7.5
Dass die Beschwerdeführerin - gemäss ihren eigenen Angaben im Schreiben vom 29. August 2017 (Urk. 9/1) - nach erneutem, gut verlaufenem, operativem Eingriff im Juli 2017 und nach der Übernahme von neuen Mandaten auf Mitte 2017 ihre Geschäftstätigkeit werde ausweiten können, wodurch sich ihre Ein
kommenslage ab 2017 mutmasslich verbessern werde, beschlägt den Sach
verhalt nach dem - Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis bildenden - Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung vom 25. August 2016 (BGE 131 V 9 E.
1 S. 11, 130 V 445 E. 1.2 S. 446 je mit Hinweisen) und wird von der Beschwer
degegnerin im Rahmen eines nächsten Revisionsverfahrens zu berück
sichtigen sein.
8.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Ver
fahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensauf
wand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und ermessensweise auf Fr. 800.-- anzusetzen. Da die Beschwerdeführerin
unterliegt
sind
ihr
die Kosten aufzuerlegen.