Decision ID: 1ffe69af-c4b6-4efd-b7ae-83e75d199510
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.
1
X._
,
geboren 1967
,
war
als Hilfsarbeiter unter anderem
in der Gastro
nomie und in G
aragen
tätig
und
vom 1
7.
Juli 1995 bis 3
1.
Juli 1996 als
Stanzer
bei der
Y._
angestellt
(
vgl.
Urk.
5/3
, Urk.
5/17/4-5
Ziff.
2-3
,
Urk.
5/36/3
=
Urk.
5/47/1
). A
m 1
8.
April 2000
meldete er sich erstmals
unter Hinweis auf Morbus Bü
rger
bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
5/1
Ziff.
7.2
).
Mit Verfügung vom
8.
Oktober 2001
(
Urk.
5/21)
verneinte die
Sozialversiche
rungsanstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle, einen Anspruch
des Versicherten
auf eine Invalidenrente.
1.2
Am 2
6.
Januar 2005 (
Urk.
5/28) meldete sich der Versicherte
, welcher in der Zwischenzeit vom
1.
Mai
bis
zum
4.
Juli 2003 bei der
Z._
als Hilfsarbeiter im Bausektor angestellt war (
Urk.
5/39
)
,
erneut zum
Leis
tungsbezug
bei der Invalidenversicherung
an. Die IV-Stelle klärte den beruflich-
erwerblichen und den medizinischen
Sachverhalt ab und verneinte m
it Verfü
gung vom 1
7.
Oktober 2005 (
Urk.
5/49) einen Anspruch des Versicherten auf eine Invalidenrente
.
1.3
Am 2
7.
November 2012 meldete sich der Versicherte
unter Hinweis auf Morbus Bürger,
Rücken
-
und Kopfbeschwerden
erneut bei der Invalidenversicherung
zum Leistungsbezug
an
(
Urk.
5/62
Ziff.
6.2
)
. D
ie IV-Stelle klärte den medizini
schen und den beruflich-erwerblichen Sachverhalt ab und verneinte nach
ergangenem
Vorbescheid
(
Urk.
5/73) mit
Verfügung vom
2.
Dezember 2013 (
Urk.
5/76
=
Urk.
2
)
einen
Leistungsanspruch.
2.
Der Versicherte erhob am
3.
Dezember 2013 Besch
werde gegen die Verfügung vom
2.
Dezember 2013
(
Urk.
2) und beantragte sinngemäss die Ausrichtung einer Rente und die Abklärung seines Gesundheitszustandes durch einen Ver
trauensarzt de
r Invalidenversicherung (
Urk.
1
).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
1
5.
Januar 2014 (
Urk.
4) die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde dem Beschwerdeführer am
7.
Februar 2014 zur Kenntnis gebracht (
Urk.
6).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Wurde eine Rente
wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades
verweigert, so wird nach
Art.
87
Abs.
3
der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV)
eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss
Abs.
2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versi
cherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten Person glaub
haft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach
Art.
17
Abs.
1 ATSG vorzugehen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2).
Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräfti
gen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab
. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festge
stellte Veränderung genügt, um nunmehr eine
anspruchs
begründende
Invalidi
tät zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im
Beschwer
defall
obliegt die glei
che materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b).
1.3
Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines
Ein
kommens
vergleichs
(bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands) beruht; vorbehalten bleibt die Recht
sprechung zur Wiedererwägung und prozessualen Revision (BGE 134 V 131 E. 3 und 133 V 108 E. 5.4 mit Hinweis).
1.4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin
begründete ihre Verfügung (
Urk.
2) damit, dass bereits mit Verfügung vom 1
7.
Oktober 2005 das Gesuch des Beschwerdeführers abge
wiesen worden sei.
D
ie Prüfung der medizinischen Unterlagen habe keine Ver
änderung des Gesundheitszustandes seit der letzten Verfügung ergeben (S.
1). Beschwerdeantwortweise führte die Beschwerdegegnerin aus, dem Beschwerde
führer sei weiterhin eine angepasste Tätigkeit im Umfang von 100
%
zumutbar
.
I
hm
sei es daher möglich
, ein rentenausschliessendes Einkommen zu erzielen (
Urk.
4).
2.2
Der Beschwerdeführer machte dagegen in seiner Beschwerde (
Urk.
1) geltend, er leide sei
t fast 20 Jahren unter Morbus Bü
rger und könne die bis dahin ausge
übten Arbeiten als Hilfsmechaniker und
Pneumonteur
nicht mehr ausüben. Sein Hausarzt habe i
h
n zu 100
%
arbeitsunfähig geschrieben. Sämtliche Anträge auf Invalidenleistungen seien abgelehnt worden, obwohl er noch nie von einem Arzt der Beschwerdegegnerin untersucht worden sei.
2.3
Im Rahmen der Neuanmeldung streitig und zu prüfen ist, ob sich der Gesundheits
zustand des Beschwerdeführers in der Zeit zwischen
dem
Erlass der rente
nverneinenden Verfügung vom Oktober 2005 (
Urk.
5/49
) und dem Erlass der angefochtenen Verfügung vom
Dezember 2013
(
Urk.
2) derart verändert hat, dass eine für den Rentenanspruch erhebliche Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten ist
.
3.
3.1
Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchsrelevanten Änderung bildet d
ie der
rechtskräftige
n
Verfügung v
om 1
7.
Oktober 2005 (
Urk.
5/49) zug
runde liegende
folgende medizinische Aktenlage:
Dr.
med.
A._
,
Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin,
nannte in seinem Bericht vom 2
4.
Februar 2005 (
Urk.
5/34/1-6) als Diagnose mit Auswir
kung auf die Arbeitsfähigkeit (
l
it
. A) eine seit 1996 bekannte
Thrombangitis
obliterans
(Morbus
Bü
rger).
Der Beschwerdeführer sei seit dem 3
0.
November 2002 bei ihm in Behandlung und die letzte Untersuchung habe am
4.
Februar 2005 stattgefunden (
lit
. D.
Ziff.
1-2).
In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Automechaniker best
e
he seit dem
1.
Juli 2003 eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
(
lit
. B).
Der Beschwerdeführer sei seit 1996 wegen Durchblutungsstörungen in Behand
lung und
erhalte
eine
Aspirintherapie
. 1998 sei vom
B._
die aktuelle Diagnose gestellt
und im September sei dem Beschwerde
führer vom
B._
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit für seinen ursprünglichen Beruf
bestätigt worden
. Eine leichte Arbeit sei
damals unter gewissen Voraus
setzungen für möglich erachtet worden. Seither habe die Krankheit zugenom
men. Auch ohne Belastung seien intermittierend wegen Fingerarterienver
schlüssen Ruheschmerzen vor allem in den Fingern aufgetreten und es sei zu trophischen Störungen gekommen. Er habe deshalb auch für eine
Ilomedinthe
rapie
vom 1
8.
Juni bis
2.
Juli 2004 in der Tagesklinik in
C._
mit Infusionen behandelt werden müssen (
lit
. D.
Ziff.
3). Der Beschwerdeführer beklage extreme Kälteempfindlichke
it und Schmerzen in den Fingern.
Die Gefahr de
r Verletzung an den Fingern sei
bei geringen Traumen
extrem gross
(
lit
. D.
Ziff.
4).
Dr.
A._
erhob
als Befund intermittierend
e
trophische Störungen der Finger
kuppen (
lit
. D.
Ziff.
5). Der Beschwerdeführer sei für alle Arbeiten mit den Hän
den inklusive Tippen am Computer wegen seiner Erkrankung ungeeignet. Seines Erachtens sei
eine Berentung notwendig (
lit
. D
Ziff.
7
).
3.2
Die Ärzte
des
B._
,
Departement für Innere Medizin
Angiologie
, stellten in ihrem Bericht vom
1.
Juni 2005 (
Urk.
5/42) folgende Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (
lit
. A):
Thrombangitis
obliterans
, bestehend seit 1996
bekannte Unterschenkel- und Fingerarterienverschlüsse beidseits
Status nach Nekrose
Dig
. III rechte Hand
und
Ilomedininfusionen
1997/2004
Als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten sie eine Kon
trastmittelallergie. Der Beschwerdeführer sei bis zum 2
5.
Juni 2004 bei ihnen in Behandlung gewesen (
lit
. D.
Ziff.
2). Betreffend die Arbeitsunfähigkeit in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit
sei auf
den Hausarzt
Dr.
A._
(vorstehend E. 3.1)
verwiesen
(
lit
. B). Der Gesundheitszustand sei
zur Zeit
stabil (
lit
C. Ziff.
1).
Betreffend allfällige Einschränkungen der psychischen Funktionen sei auf den Hausarzt verwiesen.
Die Arbeit im erlernten Beruf als Kellner sei nicht zu empfehlen. Hingegen wäre eine Büroarbeit oder eine leichte körperliche Arbeit ohne Laufarbeit zumutbar. Arbeiten bei Nässe und Kälte oder eine Arbeit mit erhöhter Verletzungsgefahr von Fingern und Füssen sollten vermieden werden (S. 4).
3.3
Die Ärzte des Spitals
C._
nannten in ihrem Bericht vom 2
2.
Juli 2005 (
Urk.
5/43/
3-4) keine Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Es bestehe ein Status nach zentraler Lungenembolie recht
s
sowie einer peripheren Lungenembolie links
basal, aufgetreten
im März 2005 (
lit
. A). Der Beschwerde
führer sei gelernter Automechaniker, sei jedoch zum Zeitpunkt der
Hospitalisa
tion
arbeitslos
gewesen. Es bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
für drei Monate. Die weitere Evaluation der Arbeitsunfähigkeit erfolge durch den Haus
arzt. Der Beschwerdeführer sei vom
4.
bis
9.
März 2005 bei ihnen in Behand
lung gewesen und die letzte Untersuchung habe am 1
4.
Juni 2005 stattgefunden (
S. 1
lit
. B
).
3.4
Dr.
med.
D._
,
R
egionaler Ärztlicher Dienst (R
AD
)
, führte in seiner Stellungnahme vom 1
5.
August 2005 (
Urk.
5/48/3) aus,
eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes mit vollständiger Arbeitsfähigkeit in
der
bisherige
n
Tätigkeit sei ab
1.
Juli 2003 genügend ausgewiesen. Allerdings sei von einer Restarbeitsfähigkeit von 100
%
in adaptierter Tätigkeit, also ohne grössere Beanspruchung der Hände und Finger, wie der Hausarzt implizit formuliert habe, auszugehen.
4.
4.1
Zum Zeitpunkt der vorliegend angefochtenen Verfügung
vom Dezember 2013
(
Urk.
2)
präsentierte sich die relevante medizinische Aktenlage wie folgt:
Dr.
med.
E._
,
Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie, führte in seinem Bericht vom 1
9.
Juli 2012 (
Urk.
5/67/11-12) aus, der Beschwerde
führer habe sich wegen rechtsseitige
r
Rückenschmerzen, die zum Ges
ä
ss, über das Becken und auch in den Oberschenkel rechts
sowie
in die Leiste aus
strahlten, am 1
8.
Juli 2012 erstmals in seiner wirbelsäulenorthopädischen Praxis vorgestellt.
Dr.
E._
führte aus, bei der Untersuchung keine fokal neurologischen Ausfälle gefunden zu haben
,
und auch die Rumpfbeweglichkeit
sowie
die Statik seien physiologisch. Der Beschwerdeführer habe eine unterschiedliche
Kälte
empfindung
an den unteren Extremitäten angegeben.
Palpatorisch
sei jedoch kein Fokus zu finden gewesen, ausser
lumbosakral
, wobei hier keine Seiten
differenz bestehe. Im MRI sei ein
e
Diskopathie
bei L5/S1 beschrie
ben worden, darüber hinaus konstitutionelle kurze
Pedikel
und keine Neurokompression.
Dr.
E._
führte
aus, er habe mit dem Beschwerdeführer besprochen, dass die Beschwerden, die er präsentiere, weder durch die klinischen Befunde noch durch die Bildgebung erklärt werden könnten und dass es daher unmög
lich erscheine, eine schmerztherapeutische Intervention durchzuführen
(S. 1).
Er habe dem Beschwerdeführer erklärt, dass er sich normal belasten dürfe
,
dass sämtliche Befu
nde nicht auf eine bedrohliche Pathologie
hinwiesen und er daher auch nicht verängstigt sein müsse (S. 2).
4.2
Dr
.
A._
stellte in seinem Bericht vom
7.
Februar 2013 (
Urk.
5/67/1-4) fol
gende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (
lit
. A):
Morbus
Winiwarter
-Bürger
unter oraler Antikoagulation
persistierender Nikotinkonsum
Angsterkrankung
Diskushernie L5/S1 ohne Beeinträchtigung der Nervenwurzel
Status nach Lungenembolie März 2005
seither antikoaguliert mit
Marcoumar
Als Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit nannte
Dr.
A._
einen Status nach Verkehrsunfall am
5.
März 2011, eine
Dyslipidämie
mit
Erst
diagnose
im Juli 2011 und eine Kontrastmittelallergie.
Dr.
A._
führte aus,
die letzte Untersuchung
des Beschwerdeführers
habe am 2
4.
Januar 2013 stattgefunden (
lit
. D
.
Ziff.
2). Der Beschwerdeführer beklage rezidivierende Entzündungen und Infekte der Finger, Zehen und
Thrombophle
bitiden
sow
ie die Unverträglichkeit von Kälte und die Verletzlichkeit der Finger und Zehen. Es bestünden
der Grunderkrankung entsprechende periphere Zirku
lationsstörungen
(
lit
. D.
Ziff
5-6).
Dr
.
A._
führte aus, der Beschwerdeführer sei für schwere körperliche Belastungen und
Tätigkeiten mit
Gefährdung der Extremitäten
, seien es
auch nur Bagatellverletzungen
,
nicht arbeitsfähig. Ebenso sei er nicht in der Lage, grosse Gehstrecken zu bewältigen.
Hingegen wäre er für angepasste sitzende oder wechselbelastende
Tätigkeiten, kleine Botengänge, Telefonist (angeblich habe er Fremdsprachenkenntnisse) zu 100
%
arbeitsfähig
. Der Beschwerdeführer sehe wegen seiner Einschränkungen auf dem ersten
Arbeitsmarkt keine Chancen, einen Arbeitsplatz zu finden. Darum sei eine Wiedereingliederung notwendig (
lit
. D.
Ziff.
7).
5.
5.1
Im Folgenden ist zu prüfen
,
ob seit
der Verfügung vom Oktober 2005
(Urk.
5/49)
eine rentenrelevante Verschlechterung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers eingetreten ist
.
Die Verfügung erging gestüt
zt auf die Einschätzung des RAD-
Arztes
Dr.
D._
vom August 2005
(vorstehend E. 3.4), welcher gestützt auf die Ausführungen von
Dr.
A._
vom Februar 2005 (vorstehend E. 3.1)
von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit ausging.
Dr.
A._
führte seinerseits als Diagnose eine seit 1996 bekannte
Thr
ombangitis
obliterans
(Morbus Bü
rger) auf und wies darauf hin, dass der Beschwerdeführer für alle Arbeiten mit den Händen
inklusive
Tippen am Computer wegen seiner Erkrankung ungeeignet sei.
Hingegen
befanden auch die Ärzte des
B._
im Juni 2005 eine Büroarbeit oder eine leichte körperliche Arbeit ohne Laufarbeit für zumutbar, unter Ver
meidung von Arbeiten bei Nässe und Kälte oder eine Arbeit mit erhöhter Ver
letzungsgefahr von Fingern oder Füssen (vorstehend E. 3.2)
.
5
.2
Die Beschwerdegegnerin stützte
ihre rentenverneinende Verfügung vom
Dezem
ber 2013 (
Urk.
2
)
auf die Einschätzung des Hausarztes
Dr.
A._
vom Februar 2013 (vorstehend E. 4.2), welcher den Beschwerdeführer für schwere körperliche Belastungen und Arbeiten,
mit Gefährdung der
Extremitäten oder lange
n
Geh
strecken
für nicht mehr arbeitsfähig erachtete. Hingegen befand er diesen für angepasste sitzende oder wechselbelastende Tätigkeiten
ausdrücklich
für zu 100
%
arbeitsfähig.
Die vom Beschwerdeführer neu
g
eklagten Rückenbeschwerden wurden sodann vo
m
Orthopäden
Dr.
E._
(vorstehend E. 4.1) abgeklärt, ohne dass dieser ein die Beschwerde
n
erklärendes Korrelat feststellen konnte. So führte Dr.
E._
im Juli 2012 aus, er habe die vom Beschwerdeführer
g
eklagten Beschwerden weder durch die klinischen Befunde noch durch die Bildgebung erklären können.
Soweit
der Beschwerdeführer geltend macht
e
, er se
i von seinem Hausarzt zu 100
%
a
rbeitsunfähig geschrieben worden (vorstehend E. 2.2)
,
verkennt er, dass es sich dabei um die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit handelt und
Dr.
A._
ihn
im Februar 2013 ausdrücklich in einer angepasste
n
Tätig
keit als zu 100
%
arbeitsfähig befand.
Zusammenfassend kann eine
Verschlechterung des Gesundheitszustandes
weder dem Bericht von
Dr.
E._
noch dem Bericht des Hausarztes
Dr.
A._
entnommen werden und es ist davon aus
zuge
hen, dass der Beschwerdeführer
in einer behinderungsangepassten Tätigkeit nach wie vor zu 100
%
arbeitsfähig ist.
5
.3
Aufgrund des Gesagten steht fest, dass der Beschwerdeführer in seiner ange
stammten Tätigkeit
nicht mehr arbeitsfähig
ist. Der medizinische Sachverhalt ist aber als dahingehend erstellt zu erachten, dass seit
der letzten
rentenverneinen
den
Verfügung
vom
Oktober 2005 (
Urk.
5/49)
keine Verschlechterung des Gesundheitszustandes und der damit verbundenen Erwerbsfähigkeit des Beschwerdeführers eingetreten ist und nach wie vor in einer
behinderungsange
passten
Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsfähigkeit gegeben ist.
Damit erweist sich die angefochtene Verfügung als rechtens, was zur Abwei
sung der Beschwerde führt.
6
.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
des Bundesgesetzes über die Invaliden
versicherung, IVG
) und auf
Fr.
5
00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie dem unterliegende
n Beschwerdeführer aufzuerlegen.