Decision ID: d5ae5702-4fde-4360-8f32-4d91460f89e3
Year: 2008
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
H. N._
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Massimo Aliotta, Obergasse 20, Postfach 1508,
8401 Winterthur,
gegen
Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358,
6002 Luzern,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
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Versicherungsleistungen
Sachverhalt:
A.
A.a Der 1942 geborene G. N._ (nachfolgend: Versicherter) war durch seine Tätigkeit
als Schreiner und Storenmonteur bei verschiedenen Betrieben bei der Suva versichert.
Nachdem die bisherige Tätigkeit von Seiten der Arbeitgeberin auf Ende Dezember 2002
gekündigt worden war, trat er am 1. Juni 2003 eine Arbeitsstelle bei der A._ mit
einem Pensum von 50% an. Ab 1. Dezember 2003 wurde ihm von der
Invalidenversicherung eine halbe IV-Rente ausgerichtet (vgl. UV-act. 1, 4). Wegen
Atemnot suchte der Versicherte am 27. Januar 2005 Dr. med. B._, Allg. Medizin
FMH, auf. Die weiteren Abklärungen ergaben die Diagnose eines malignen
Pleuramesothelioms rechts, welches auf eine versicherte Asbestexposition
zurückgeführt und von der Suva als Berufskrankheit anerkannt wurde (UV-act. 2, 6). Ab
1. Mai 2005 richtete die IV auf der Basis eines IV-Grads von 100% eine ganze Rente
aus (IV-act. 36). Mit Schreiben vom 19. August 2005 gab die Suva dem Versicherten
bekannt, für die Folgen der Berufskrankheit werde im Hinblick auf eine spätere
Integritätsentschädigung ein Vorschuss auf der Basis einer Integritätseinbusse von
40% ausgerichtet (UV-act. 41). Am 28. August 2006 verstarb der Versicherte an den
Folgen der Berufskrankheit (UV-act. 100).
A.b Mit Verfügung vom 20. Januar 2007 sprach die Suva der Witwe des Versicherten
ab 1. September 2006 eine Hinterlassenenrente aufgrund eines Rentensatzes von 40%
und eines versicherten Jahresverdienstes von Fr. 32'500.-- zu. Die Hinterlassenenrente
wurde als Komplementärrente unter Berücksichtigung der Witwenrente der AHV von
Fr. 1'596.-- (UV-act. 88) mit Fr. 841.50 berechnet. Im weiteren verfügte die Suva eine
Integritätsentschädigung auf der Basis einer Integritätseinbusse von 40% (UV-act.
107). Die gegen diese Verfügung erhobene Einsprache (UV-act. 108) hiess die Suva mit
Einspracheentscheid vom 14. Juni 2007 in dem Sinn teilweise gut, dass der versicherte
Jahresverdienst für die Berechnung der ab 1. September 2006 zur Ausrichtung
kommenden Hinterlassenenrente auf Fr. 32'546.-- erhöht wurde. Im übrigen wurde die
Einsprache abgewiesen.
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B.
B.a Gegen diesen Einspracheentscheid liess die Witwe des Versicherten durch
Rechtsanwalt lic. iur. M. Aliotta, Winterthur, mit Eingabe vom 13. Juli 2007 Beschwerde
erheben mit den Anträgen, der Entscheid sei aufzuheben. Es sei ihr eine
Hinterlassenenrente gestützt auf einen höheren versicherten Verdienst zuzusprechen.
Dementsprechend seien auch die Taggelder neu zu berechnen und eine Differenz
rückwirkend auszuzahlen. Zur Begründung führte der Rechtsvertreter unter anderem
aus, der Zeitpunkt des Ausbruchs der Berufskrankheit sei falsch festgelegt worden. Der
Versicherte habe bereits im Sommer 2004 unter Atembeschwerden gelitten. Er habe
wegen der Anstrengungsdyspnoe ein Arbeitspensum von lediglich 50% ausgeübt. Aus
dem Schlussbericht der IV-Stelle ergebe sich, dass er die Arbeit als Storenmonteur
wegen der Atembeschwerden nicht mehr ganztägig habe ausführen können. Die IV-
Stelle sei nicht davon ausgegangen, dass er aufgrund seines Rückenleidens nur noch
reduziert gearbeitet habe. Vielmehr sei auf eine Arbeitsvermittlung verzichtet worden,
weil der Versicherte aufgrund seines Alters und der zusätzlichen gesundheitlichen
Einschränkungen nicht mehr vermittelbar gewesen sei. Mit den zusätzlichen
gesundheitlichen Einschränkungen sei die Atemnot gemeint gewesen, und es sei ihm
deshalb eine Rente gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 50% zugesprochen worden.
Das reduzierte Einkommen sei Folge von vorübergehenden gesundheitlichen Probleme
(Rückenleiden) beziehungsweise neu aufgetretener Beschwerden (Atemnot) sowie
schwieriger Vermittelbarkeit gewesen. Dabei sei für die Lohnschwankungen die
Arbeitslosigkeit verantwortlich gewesen. Bereits vor Auftreten der Rückenbeschwerden
sei es für den Versicherten schwierig gewesen, eine Vollzeitstelle zu finden. Das
Einkommen gestützt auf ein Arbeitspensum von 50% sei nicht "normal" gewesen. Im
Rahmen der Krankentaggeldversicherung sei sodann ebenfalls ein Jahresverdienst von
Fr. 65'000.-- versichert gewesen, was einem Pensum von 100% entspreche. Die
Invalidität habe nicht Hauptursache für den verminderten Lohn gebildet. Der
Versicherte sei im Zeitpunkt der Berentung wegen des Rückenleidens nicht mehr
erwerbsunfähig gewesen (act. G 1.1/9). Die halbe Rente sei ihm wegen der
altersbedingt schwierigen Vermittelbarkeit, mithin aus invaliditätsfremden Gründen
ausgerichtet worden. Zudem habe im Zeitpunkt der Rentenverfügung eine reduzierte
Arbeitsfähigkeit wegen der neu aufgetretenen Atembeschwerden vorgelegen. Das im
Jahr vor Ausbruch der Berufskrankheit erzielte Einkommen sei nicht wegen Invalidität,
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sondern wegen Krankheit sowie Arbeitslosigkeit vermindert gewesen. Dies gelte erst
recht, wenn auf das Jahr von Juli 2003 bis Juli 2004 abgestellt werde, von dem
richtigerweise auszugehen sei, weil die Berufskrankheit bereits im Sommer 2004
ausgebrochen sei. Es sei deshalb von einem Lohn für ein 100%-Pensum auszugehen,
den der Versicherte ohne Krankheit bzw. Arbeitslosigkeit hätte erzielen können. Mit
derselben Begründung sei auch die Höhe des dem Versicherten ausgerichteten
Taggelds zu beanstanden. Der Versicherte sei im Zeitpunkt, als er für die Folgen seiner
beruflichen Asbestexposition über die Suva versichert gewesen sei, zu 100%
erwerbstätig gewesen. Es wirke deshalb stossend, wenn man den versicherten
Verdienst aufgrund kurzzeitiger, vorübergehender Schwankungen kürzen wolle,
nachdem der Versicherte den grössten Teil seines Lebens zu 100% arbeitstätig
gewesen sei.
B.b In der Beschwerdeantwort vom 17. September 2007 beantragt die
Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde und Bestätigung des angefochtenen
Entscheids. Zur Begründung verweist sie auf die Ausführungen im angefochtenen
Entscheid. Auf Ziffer 3 der Beschwerdebegehren (Neuberechnung der Taggelder) sei
nicht einzutreten, da es diesbezüglich an einem Anfechtungsgegenstand fehle. Zudem
unterliege die Berechnung des versicherten Verdienstes für das Taggeld anderen
Gesetzmässigkeiten als für die Rente. Auf die weiteren Ausführungen wird, soweit

notwendig, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.
B.c Mit Replik vom 4. Oktober 2007 bestätigte der Rechtsvertreter der
Beschwerdeführerin seine Anträge und Ausführungen. Die Beschwerdegegnerin
erneuerte am 25. Oktober 2007 unter Verzicht auf eine einlässliche Duplik den Antrag
auf Abweisung der Beschwerde.
Erwägungen:
1.
1.1 Streitig ist die Höhe des versicherten Verdienstes, welcher der ab 1. September
2006 laufenden Hinterlassenenrente der Beschwerdeführerin zugrunde zu legen ist. Mit
der Beschwerdegegnerin ist festzuhalten, dass auf das Begehren der
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Beschwerdeführerin betreffend Neuberechnung der Taggelder nicht einzutreten ist. Die
Berechnung des versicherten Verdienstes, welcher der Taggeldberechnung zugrunde
liegt, bildete nicht Gegenstand des angefochtenen Entscheids. Sie kann demgemäss
auch nicht Gegenstand dieses Verfahrens bilden. - Während die Beschwerdegegnerin
den versicherten Verdienst im angefochtenen Entscheid auf Fr. 32'546.-- festsetzte,
lässt die Beschwerdeführerin geltend machen, es sei von einem Betrag von Fr.
65'000.-- auszugehen. - Nach Art. 15 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die
Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) gilt als versicherter Verdienst für die Bemessung
der Rente der innerhalb eines Jahres vor dem Unfall bezogene Lohn. Dieser bestimmt
sich gemäss Art. 22 Abs. 2 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR
832.202) grundsätzlich nach dem massgebenden Lohn gemäss Bundesgesetzgebung
über die AHV. Eine Berufskrankheit, wie sie vorliegend in Frage steht, ist von ihrem
Ausbruch an einem Berufsunfall gleichgestellt. Sie gilt als ausgebrochen, sobald der
Betroffene erstmals ärztlicher Behandlung bedarf oder arbeitsunfähig (Art. 6 des
Bundesgesetzes über den allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR
830.1]) ist (Art. 9 Abs. 3 UVG).
1.2 Der Versicherte war vom 1. März bis 31. Dezember 2002 bei der C._ tätig. Sie
bescheinigte, dass sie nur eine 50%-Stelle frei gehabt habe. Der Versicherte habe
zuerst zu 50%, dann zu 70% und 100% bei ihr gearbeitet (act. G 1.1/6). Die
Arbeitgeberin kündigte das Arbeitsverhältnis am 28. September 2002 aus "Gründen der
Umstrukturierung", wobei sie festhielt, eine weitere Zusammenarbeit in einer anderen
Firma werde Mitte Oktober (2002) besprochen (act. G 1.1/7). Am 14. Oktober 2003
meldete sich der Versicherte wegen eines Rückenleidens zum Leistungsbezug bei der
Invalidenversicherung an (act. G 1.1/4). Im Bericht vom 2. April 2003 hatten die Ärzte
der Neurochirurgie des Kantonsspitals St. Gallen im Nachgang zu einer
Bandscheibenoperation eine Diskushernie L5/S1 diagnostiziert (act. G 1.1/5). Am 1.
Juni bzw. 1. Juli 2003 trat der Versicherte ein Arbeitsverhältnis bei der A._ mit einem
Beschäftigungsgrad von 50% an (UV-act. 1; act. G 1.1/8). Im Schlussbericht der IV-
Stelle St. Gallen vom 7. Juli 2004 wurde unter anderem festgehalten, in letzter Zeit leide
der Versicherte nach seinen Angaben neben den Rückenproblemen zusätzlich unter
Atemnot. Die schwere Arbeit als Storenmonteur habe er deshalb nicht mehr ganztägig
ausüben können, weshalb ihm die Stelle bei der C._ gekündigt worden sei und er die
Stelle bei der A._ angetreten habe. Der IV-Berichterstatter kam zum Schluss, in
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Anbetracht des Alters sei der Versicherte bei der A._ mit dem Pensum von 50%
optimal eingegliedert. Gemäss RAD-Arzt sei der Versicherte zu 50% zu berenten, da er
aufgrund des fortgeschrittenen Alters nicht mehr schulbar sei (act. G 1.1/10). Die IV
richtete dem Versicherten für eine Erwerbseinbusse von 50% (Valideneinkommen von
Fr. 65'000.--, Invalideneinkommen von Fr. 32'500.--) ab 1. Dezember 2003 eine halbe
Rente aus (act. G 1.1/11). Wegen der Verschlechterung des Gesundheitszustandes
durch die Berufskrankheit ab Februar 2005 kam mit Wirkung ab 1. Mai 2005 eine ganze
IV-Rente zur Ausrichtung, wobei das Valideneinkommen in der entsprechenden
Verfügung mit Fr. 65'685.-- angegeben wurde (act. G 1.1/14). Daneben bezog der
Versicherte eine Rente der beruflichen Vorsorge (vgl. UV-act. 61).
1.3 Der Versicherte konsultierte Dr. B._ wegen des Leidens, welches sich später als
Berufskrankheit herausstellte und schliesslich zum Tod führte, unbestrittenermassen
erstmals am 27. Januar 2005 (vgl. UV-act. 2, 15). Die Beschwerdegegnerin legte
deshalb der Berechnung des versicherten Verdienstes die Zeit vom 27. Januar 2004 bis
26. Januar 2005 zugrunde. Zur Bemerkung im Schlussbericht der IV-Stelle vom 7. Juli
2004, der Versicherte leide zur Zeit unter Atemnot, ist festzuhalten, dass im
Berichtszeitpunkt deswegen nach Lage der Akten noch keine ärztliche Behandlung
stattgefunden hatte und demgemäss auch keine diesbezügliche Arbeitsunfähigkeit
bescheinigt werden konnte. Art. 9 Abs. 3 UVG stellt darauf ab, wann die versicherte
Person ärztlicher Behandlung tatsächlich bedarf. Nicht entscheidend ist, ob eine
Person (hypothetisch) bereits zu einem früheren Zeitpunkt einer Behandlung bedurft
hätte, sich dieser jedoch - aus welchen Gründen auch immer - nicht unterzog. Würde
auf hypothetische Grundlagen im vorerwähnten Sinn abgestellt, wäre der Beweis des
Ausbruchs der Berufskrankheit von rückblickend nicht genau eruierbaren Umständen
abhängig und eine rechtsgleiche Anwendung von Art. 9 Abs. 3 UVG nicht
gewährleistet. Die Feststellung im Schlussbericht der IV-Stelle, wonach der Versicherte
die schwere Arbeit als Storenmonteur nicht mehr ganztägig habe ausüben können,
bezog sich auf die Rückenprobleme und die damit verbundenen
Lähmungserscheinungen im rechten Bein; zusätzlich wurde erwähnt, auf dem Weg in
die Wohnung im dritten Stock fühle er sich oft ausser Atem (vgl. act. G 1.1/10). Gemäss
Arztbericht von Dr. B._ vom 19. Januar 2004 hatte ausschliesslich die Diskushernie
L5/S1 Auswirkungen auf Arbeitsfähigkeit; der Arzt bescheinigte ab 1. Juni 2003 eine
50%ige Arbeitsfähigkeit als Fenstermonteur. Eine Atemnot kam nicht zur Sprache (IV-
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Akten). Weil der Versicherte die angestammte schwere Arbeit rückenbedingt nicht mehr
vollumfänglich ausüben konnte, richtete ihm die IV denn auch bereits ab 1. Dezember
2003 eine halbe Rente aus. Die Atemnot bzw. die später festgestellte Berufskrankheit
konnte somit nicht der Grund für die schon ab Dezember 2003 hälftig eingeschränkte
Erwerbsfähigkeit sein. Dr. B._ hatte überdies noch am 5. April 2004 erklärt, seines
Erachtens sei der Patient in einer körperlich leichten Tätigkeit voll arbeitsfähig, wobei er
sich jedoch eine Begutachtung durch den IV-Arzt erbat. Eine Atemnot erwähnte der
Arzt auch hier nicht (act. G 1.1/9). Die IV verzichtete im Jahr 2004 wegen des Alters des
Versicherten (62 Jahre) und aufgrund des Umstands, dass er mit einem 50%-Pensum
optimal eingegliedert erscheine (act. G 1.1/10), auf Schulungsmassnahmen. In der
Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes der IV vom 5. August 2005 wurde
zwar festgehalten, seit Sommer 2003 (richtig wohl: 2004; vgl. act. G 1.1/10) sei eine
Belastungsdyspnoe aufgefallen; eine ärztliche Behandlung (Computertomografie)
wurde jedoch erst für Februar 2005 vermerkt (IV-Akten). Aus keinem Arztbericht ist
ersichtlich, dass die Arbeitsfähigkeit im Jahr 2004 durch Atembeschwerden
eingeschränkt gewesen wäre. Die Frage, ob die vom IV-Eingliederungsberater
angeführten "zusätzlichen gesundheitlichen Einschränkungen" (act. G 1.1/10) auch die
Atembeschwerden beinhalteten, kann daher offenbleiben. Der Versicherte sah sich im
Jahr 2004 jedenfalls nicht veranlasst, sich wegen der Atemnot in ärztliche Behandlung
zu begeben. Schliesslich ging auch die IV in der Rentenverfügung von einer
gesundheitlichen Verschlechterung (wegen der Berufskrankheit) ab Februar 2005 aus
(act. G 1.1/14 S. 3).
Im Jahr 2004 waren die Voraussetzungen des Art. 9 Abs. 3 UVG angesichts der
geschilderten Aktenlage nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erfüllt. Die
Beschwerdegegnerin datierte somit den Ausbruch der Berufskrankheit zu Recht auf
den 27. Januar 2005. In den Jahren 2004 und 2005 erzielte der Versicherte bei der
A._ einen Monatslohn von Fr. 2'500.-- und Fr. 2'550.-- (UV-act. 102), woraus sich für
die Zeitperiode vom 27. Januar 2004 bis 26. Januar 2005 ein Verdienst von insgesamt
Fr. 32'546.-- (aufgerundet; einschliesslich 13. Monatslohn) errechnet (vgl. Berechnung
im angefochtenen Entscheid S. 4). Art. 24 Abs. 1 UVV sieht - als
Ausnahmebestimmung bzw. "Sonderfall" (vgl. Überschrift zu Art. 24 UVV) - vor, dass
der versicherte Verdienst unter anderem dann abweichend von der Grundregel
(nämlich aufgrund des Lohnes, welchen die versicherte Person ohne den Unfall erzielt
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hatte oder hätte) bestimmt wird, wenn sie zufolge Krankheit oder Arbeitslosigkeit einen
verminderten Lohn bezog. Entscheidendes Kriterium für die Anwendung dieser
Bestimmung ist, dass der von der versicherten Person tatsächlich erzielte Verdienst im
Jahr vor dem Unfall aus einem der darin erwähnten Gründe nicht "normal" war (vgl.
BGE 122 V 100 Erw. 5b).
1.4 Bei Ausbruch der Berufskrankheit am 27. Januar 2005 war der Versicherte seit rund
eineinhalb Jahren bei der A._ in einem Pensum von 50% beschäftigt und bezog für
die aus Rückengründen und wegen des Alters (vgl. act. G 1.1/10) nicht mehr
verwertbaren 50% Arbeitskraft eine halbe IV-Rente. Der teilweise Erwerbsausfall war
somit nicht krankheitsbedingt (im Sinn von Art. 24 Abs. 1 UVV), sondern
invaliditätsbedingt. Die invaliditätsbedingte Einbusse bildete die Haupt- bzw. alleinige
Ursache für den verminderten Lohn im Jahr vor Ausbruch der Berufskrankheit (vgl.
dazu auch BGE 122 V 100), lief doch die halbe IV-Rente bei Beginn des hier streitigen
Bemessungszeitraums ab 27. Januar 2004 bereits seit zwei Monaten. Weder die
behauptete schwierige Vermittelbarkeit, noch die geltend gemachte, durch
medizinische Akten nicht belegte reduzierte Arbeitsfähigkeit wegen Atembeschwerden
im Jahr vor Krankheitsausbruch können als überwiegend wahrscheinliche Ursachen
des verminderten Lohnes gelten. Dementsprechend handelt es sich bei dem bei der
A._ im Bemessungszeitraum erzielten Einkommen um das "normale" und nicht um
ein wegen Krankheit vermindertes Einkommen. Dem erwähnten BGE 122 V 100 lag
insofern ein mit den vorliegenden Verhältnissen nicht vergleichbarer Sachverhalt
zugrunde, als dort für die Bemessung des versicherten Verdienstes die
Lohnverhältnisse von April 1986 bis (und mit) März 1987 massgebend waren, die
betroffene Person jedoch erst per März 1987 eine IV-Rente zugesprochen erhielt. Dies
hatte zur Folge, dass die Person während 11 der massgebenden 12 Monate wegen
Krankheit (und nicht invaliditätsbedingt) einen verminderten Lohn bezog (BGE 122 V
100 Erw. 5b).
Der Lohn des Versicherten war im Jahr vor Ausbruch der Berufskrankheit auch nicht
wegen Arbeitslosigkeit im Sinn von Art. 24 Abs. 1 UVV vermindert, da er im Rahmen
der verbliebenen Erwerbsfähigkeit von 50% die Tätigkeit bei der A._ ausübte. Er war
wegen seiner Rückenprobleme seit 1. Juni 2003 zu 50% arbeitsunfähig geschrieben
(Bericht Dr. B._ vom 19. Januar 2004; IV-Akten). Die vom Rechtsvertreter der
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Beschwerdeführerin angeführte Stellensuche im März 2002 ist insofern nicht relevant,
als sie nicht den hier in Frage stehenden Bemessungszeitraum ab 27. Januar 2004
betrifft. Die Tatsache, dass die Krankentaggeldversicherung einen Jahresverdienst von
Fr. 65'000.-- (entsprechend einem Vollpensum) zugrunde legte (act. G 1.1/21), hat nicht
zur Folge, dass dies auch für die Bemessung des versicherten Verdienstes der
Unfallversicherung so zu handhaben wäre. Wenn der Krankentaggeldversicherer nach
Lage der Akten für das Jahr 2004 vorerst ein höheres Taggeld erbrachte, so geschah
dies soweit ersichtlich im Rahmen der Vorleistungspflicht; nach Zusprache der halben
IV-Rente machte die Mobiliar eine entsprechende Rückforderung geltend (vgl. UV-act.
103, 104). Mit Blick auf die 50%ige Erwerbsunfähigkeit seit Dezember 2003 kommt
auch dem Umstand, dass der Versicherte früher immer 100% arbeitete, für die
vorliegend streitige Frage keine Bedeutung zu. Unter diesen Umständen lässt sich der
angefochtene Einspracheentscheid, mit welchem der der Rentenberechnung zugrunde
liegende versicherte Verdienst auf Fr. 32'546.-- festgelegt wurde, nicht beanstanden.
2.
Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde, soweit darauf einzutreten
ist, unter Bestätigung des Einspracheentscheids vom 14. Juni 2007 abzuweisen.
Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG