Decision ID: a19f0bce-4946-533f-aa55-9c6328e1620d
Year: 2013
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1979, absolvierte von 1996 bis 20
00 die Ausbildung zum Schreiner
und
arbeitete nach bestandener Lehrabschlussprüfung ab August 2000 bis Ende Februar 2002 auf seinem erlernten Beruf (Urk. 7/
14
/2-4, Urk. 7/17/2
).
Nachdem sich der Versicherte im
März
2002
einer
Operation an der linken Schulter (bei Status nach proximaler
Humerusfraktur
im Kindesalter
)
hat
t
e unterziehen müssen
(Urk. 7/38/9)
,
war er
gemäss eigenen Angaben
in
diverse
n
Temporär
- und Gelegenheitsjobs
bei
zwischenzeitlich
er
E
rwerbs
los
ig
keit
(Urk. 7/15)
tätig
.
Am
8. September 2008 (Urk.
7/3)
meldete sich
X._
bei der
Sozialversi
cherungsanstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle,
unter Hinweis auf diverse gesundheitliche Beeinträchtigungen (Desorientiertheit, Unsicherheit,
Entmuti
gung
, sozialer Rückzug,
Erschöpftheit
, Depressivität, Hautkrankheit)
zum Bezug von Leistungen (Massnahmen für die berufliche Eingliederung) an. Die IV-Stelle
liess in der Folge einen Auszug aus dem individuellen Konto (IK
Auszug, Urk. 7/17) erstellen,
erkundigte sich bei d
er
Unia
Arbeitslosenkasse
(Urk. 7/7)
der Versicherte hatte sich
dort
am 1. September 2008 als arbeitslos an
gemeldet
-
und
tätigte medizinische Abklärungen (Urk. 7/9
, Urk. 7/19,
Urk. 7/20, Urk. 7/22). Nachdem dem Versicherten mit Vorbescheid vom 18. März 2009 (Urk. 7/27)
mangels Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
die Abweisung des Leistungsbegehren in Aussicht gestellt
worden war und
er
dagegen Einwände erhoben hatte (Urk. 7/28), zog die IV-Stelle weitere medizinische Berichte bei (Urk. 7/33, Urk. 7/34, Urk. 7/38).
Gestützt auf diese weiteren Abklärungen kam
en die Ärzte des
Regional
en
Ärztliche
n
Dienst
es
(RAD)
in
ihrer
Stellung
nahme vom 25. August 2009 (Urk. 7/
48
)
zum Schluss
,
dass der Beschwerde
führer in seiner angestammten Tätigkeit
als Schreiner
aus orthopädischer Sicht (Schulterbeschwerden
) und dermatologischer Sicht (
dy
shidrosiformes
Handek
zem
) eingeschränkt
sei
,
jedoch
in angepasster Tätigkeit
eine 100%ige
Arbeitsfä
higkeit
bestehe. Daraufhin gewährte
die IV
Stelle
mit Verfügung vom 28. August 2009 (Urk. 7/40)
Berufsberatung und
die
Abklärung der beruflichen Eingliederungsmöglichke
iten
. Eine erste Abklärung fand
anfangs 2010 in der
Y._
statt (Urk. 7/59).
Ab August 2010 erfolgte
bei
Z._
sodann
eine
weitere
berufliche Abklärung (Urk. 7/74) und darauffolgend ein Arbeitstraining (Urk. 7/81), welches bis Ende Februar 2011 dauerte (Urk. 7/91). Ab März 2011 bis Ende August 2011 absolvierte der Versicherte
schliesslich
ein Arbeitstraining im
A._
in
B._
(Urk. 7/102, Urk. 7/111)
. Weil von der Fortführung des Arbeitstrainings keine relevante Fortschritte mehr zu erwarten seien (
Urk.
7/120),
schrieb die IV-Stelle
die
berufliche
n
Massnahmen m
it
Mitteilung
vom 30. August 2011
als erledigt ab
(Urk. 7/121). Gleichentags unterzeichnete der Versicherte einen Arbeitsvertrag beim
A._
mit Arbeitsbeginn ab Sept
ember 2011 (Urk. 7/122).
Nachdem die IV-Stelle
im Hinblick auf die Prüfung des Rentenanspruchs
noch weitere medizinische Berichte eingeholt hatte (Urk. 7/127-129), liess sie den Versicherten am
17., 18. und 25. Juli
2012
von
der
C._
polydisziplinär begutachten (Expertise vom 16. November 2012, Urk. 7/148).
Nach durchgeführtem
Vorb
e
scheidverfahren
(Urk. 7/152-158) verneinte die IV
Stelle mit Verfügung vom 11. Februar 2013 mangels rentenbegründenden Invaliditätsgrad
es
einen Rentenanspruch des Versicherten (Urk.
2
).
2
.
Hiergegen erhob
X._
am 15. März 2013 Beschwerde (Urk. 1) und
bean
tragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und die
Beschwerde
gegnerin
zu verpflichten, ihm ab September 2011 eine ganze Rente, eventualiter die ihm nach Gesetz zustehende IV-Rente, auszurichten. Zudem sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, die geeigneten beruflichen Massnahmen, insbesondere eine Umschulung, einzuleiten (Urk. 1 S. 2). Mit
Beschwerdeant
wort
vom 6. Mai 2013 (Urk. 6 unter Beilage ihrer Akten, Urk.
7/1-160) schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde
,
was dem Beschwerde
führer mit Schreiben vom 18. Juni 2013 (Urk. 11) zur Kenntnis gebracht wurde.
Mit Stellungnahme zur Beschwerdeantwort vom 14. Juni 2013 (Urk. 9)
, der Beschwerdegegnerin am 18. Juni 2013 zugestellt (
Urk.
11),
teilte der Beschwer
deführer mit, dass er an den Ausführungen in der Beschwerdeschrift vollum
fänglich festhalte.
3.
Auf die Vorbringen der Parteien sowie die eingereichten Unterlagen
wird
, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die
Beschwerdegegner
in
hielt im angefochtenen Entscheid dafür
, dem Beschwer
deführer sei eine
behinderungs
angepasste
Tätigkeit
im Umfang von
80 % zumutbar.
Auf der Grundlage der Schweizerischen
Lohnstrukturerhebun
gen
des Bundesamtes für Statistik (LSE) ermittelte sie -
unter
Berücksichtigung eines
leidensbedingten Abzuges von 5 %
-
ein Invalideneinkommen von Fr. 47‘
419.
35
sowie ein
Valideneinkommen
von Fr. 73‘558.85
und errechnete
gestützt darauf
ein
en
Invaliditätsgrad von 36 %, weshalb
sie
ein
en
Rentenan
spruch v
erneinte
(Urk. 2)
.
1.2
Demgegenüber brachte der Beschwerdeführer vor, er habe Anspruch auf eine
IV-
Rente. Er beanstandete sowohl
die von der Beschwerdegegnerin
angenom
mene Arbeitsfähigkeit von 80 %
in angepasster Tätigkeit
als auch
das dem
Ein
kommensvergleich
zugrunde gelegte Validen-
und
Invalideneinkommen
.
Aus
serdem machte er geltend, Anspruch auf berufliche Massnahmen, insbesondere eine Umschulung, zu haben
, da er nicht mehr als Schreiner tätig sein könne
(Urk. 1).
2.
2.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art. 4 Abs. 1 des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit ver
ursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7
Abs.
1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7
Abs.
2 ATSG).
2.2
Die seit dem 1. Januar 2004 massgeblichen Rentenabstufungen geben bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28
Abs.
2 IVG).
2.3
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustel
len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beur
teilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Be
richte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzu
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These
abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze ent
scheidend, ob es für die Beant
wortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt
was vor allem bei psychischen Fehlent
wicklungen nö
tig ist
, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer
Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversi
cherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutach
ten, 3. Aufl. 1994, S. 24 f.).
3.
3.1
Das polydisziplinäre Gutachten
(Urk. 7/148)
erging am
16. November 2012
unter der Federführung
der
Dr
es
. med.
D._
, Allgemeine Medizin FMH, und
E._
, Rheumatologie FMH
, beide Ärzte an der
C._
, sowie unter Mitwir
kung der
G
utachter
Dr.
med.
F._
, Facharzt
FMH
Rheumatolo
gie
,
(
Rheumatologisches Konsilium vom 18. Juli 2012,
Urk.
7
/
148
S.
31-41
)
, Dr.
med.
G._
, Psychiatrie und
Psychotherapie FMH
,
(Abklä
rung vom 18. Juli 2012, Urk. 7/148
S. 42-52)
und Dr.
med.
H._
,
Fach
arzt FMH für Neurologie
(
Abklärung vom 25. Juli 2012,
Urk.
7
/
148
S.
53
55).
3.2
Der rheumatologische Gutachter Dr.
F._
diagnostizierte mit Auswir
kung auf die Arbeitsfähigkeit einen Residualzustand im Bereich der linken
adominanten
Schulter mit Bewegungseinschränkung und Minderbelastbarkeit
(Status nach
subcapitaler
Humerus
-Luxationsfraktur links im Jahr 1988, Status nach
Latarjet
-Operation der linken Schulter am 14. März 2002)
.
Als o
hne Aus
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit
befand er
die unklare, chronische,
belastungs
abhängige
,
dorso
-laterale
Gonalgie
rechts
sowie das unspezifische, intermittie
rend auftretende
zervikale Schmerzsyndrom (Urk.
7/
148
/
37
). Dr.
F._
kam zum Schluss,
es bestehe eine erhebliche Minderbelastbarkeit der linken Schulter und des linken Armes hinsichtlich kraftaufwändiger Verrichtungen wie auch für Arbeiten mit dem linken Arm an beziehungsweise über der
Schulter
horizontalen
sowie für jegliche körperlich schwere und mittelschwere Arbeiten mit der linken
oberen Extremität. Es
bestehe
deshalb weiterhin
keine verwert
bare Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Schreiner.
Die gegen
wärtig ausgeübte Tätigkeit im
A._
sei dem Beschwerdeführer
mangels detailliertem
Arbeitsprofil in den Akten und in Abstützung auf die Angaben des Beschwerdeführers
noch zu 70 % zumutbar
(Präsenz ganztags, Leistungseinschränkung 30 %), da der Beschwerdeführer körperlich mittel
schwere, möglicherweise auch schwere Arbeiten leisten müsse, insbesondere beim Entladen von Rahmen und den dazugehörigen Glasscheiben.
In körperlich ausschliesslich leichten, schulterschonenden Tätigkeiten unter gänzlicher Ver
meidung von Verrichtungen mit dem linken Arm an beziehungsweise über der Schulterhorizontalen und unter Einhaltung einer
Gewichtslimite
von 5 kg
könne dem Beschwerdeführer
- auch unter Beachtung der Hauterkrankung
eine 100%ige Arbeitsfähigkeit zugemutet werden. Hinsichtlich manueller Tätig
keiten seien die dermatologischen Befunde und die dadurch resultierende Behinderung in Betracht zu ziehen (Urk. 7/148/
39-
40)
.
3.3
Der psychiatrische Gutachter Dr.
G._
stellte folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit: Unerwünschte Nebenwirkungen bei thera
peutischer Anwendung von
Tri
- und
tetrazyklische
n
Antidepressiva (ICD
10 Y49.0), rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig weitgehend remittiert (ICD-10 F 33.4), psychologische Faktoren oder Verhaltensfaktoren bei anderorts klassifizierten Erkrankungen (ICD-10 F54).
In der Beurteilung führte Dr.
G._
aus, gemäss klinischer Beurteilung liege keine Depression mehr vor. Insbesondere fehle das Leitsymptom einer wenig veränderlichen depressiven Stimmung, ausserdem sei die emotionale Reaktion erhalten. Es seien aber noch gewisse Symptome wie Antriebsschwäche und geringe Belast
barkeit vorhanden. Das spreche für eine weitgehende, aber noch nicht vollstän
dige Remission
(Urk. 7/148/46). Da eine langanhaltende Depression typischer
weise gewisse Schwankungen im Schweregrad
zeige
, sei für die Beurteilung der anhaltenden Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit nicht nur vom momentanen, sondern von einem durchschnittlichen Schweregrad auszugehen. Dies sei im vorliegenden Fall eine
subsyndromale
bis leichte Depression (Urk. 7/148/46).
Der Gutachter führte
des Weiteren
aus, die antidepressive Therapie mit
Amit
riptylin
und
Venlafaxin
werde
nach der weitgehenden Remission der Depression wahrscheinlich zur Schmerzmodulation weitergeführt. Obwohl das Antidepres
sivum
Amitriptylin
zwar prinzipiell
gut sei, da auch eine positive Wirkung auf die Schmerzmodulation zu erwarten sei, erachte er den Wechsel auf ein moder
nes Antidepressivum als sinnvoll, da oft stark störende unerwünschte
Arznei
mittelnebenwirkungen
auftreten würden, wie im vorliegenden Fall
(
Ver
stopfung, Müdigkeit und verminderte Belastbarkeit
)
. Es gebe Antid
e
pressiva mit
einem vergleichbaren Wirkungsspektrum, aber wesentlich geringeren und weni
ger belastenden unerwünschten Arzneimittelwirkungen (Urk. 7/148/46)
, wes
halb empfohlen werde
,
Amitriptylin
weg
zu
lassen oder durch
Nortriptylin
oder
Opipramol
zu ersetzen
(Urk. 7/148/50)
.
Zur Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
führte der Gutachter
aus, die
subsyndro
male
bis leichte Depression schränke
im vorliegenden Fall
die Leis
tungsfähigkeit des Beschwerdeführers weniger als 10 % ein. Die unerwünschten Nebenwirkungen bei therapeutischer Anwendung von
trizyklischen
Antidepres
siva
würden die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers im Ausmass von zusätzlichen 10-20 % einschränken. Jedoch sei nicht zu erwarten, dass sie auch in Zukunft anhalten würden, da das
Amitriptylin
problemlos durch ein besser verträgliches Antidepressivum ersetzt werden könne. Die psychische Überlage
rung der Beschwerden vermöge sodann eine gewisse, jedoch eher geringe Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit
zu
bewirken. Zusammenfassend sei das Arbeitstempo, vor allem auch durch die notwendigen kurzen Pau
sen, das Selbstvertrauen, de
n
An
trieb, die Konzentrationsfähigkeit und die Ausdauer beeinträchtigt. Der Beschwerdeführer sei vermehrt müde und kraftlos, was auch seine Regenerationsfähigkeit einschränke
. Die mangelnde Stressresistenz schränke die Auswahl an möglichen Stellen deutlich ein.
Eine Präsenzzeit von 100 % mit etwas vermehrten, kurzen Pausen und freier Zeiteinteilung sei zumutbar. Die Leistungen
seien
im Ausmass von etwa 20 % eingeschränkt.
Es
könne
deshalb
aus psychiatrischer Sicht von einer Arbeitsunfähigkeit von etwa 20 % ausgegangen werden für eine an die Beschwerden angepasste
Verweistä
tigkeit
in einem ruhigen Betrieb mit wenig Stressmomenten und geregelten Arbeitszeiten und Aufgabenfeldern
(Urk. 7/148/49).
Hinsichtlich des
Zeitpunkt
s
des Beginns der Arbeitsunfähigkeit führte Dr.
G._
aus,
aufgrund der
Aktenlage
sei eine rückblickende Einschätzung der Arbeitsfähigkeit
aus psy
chiatrischer Sicht
kaum möglich.
E
s sei
jedoch
anzunehmen, dass die Arbeitsfä
higkeit seit dem Sommer 2006 etwa im Bereich von 70-90 % gelegen habe (Urk. 7/148/50).
3.4
Der neurologische Gutachter Dr.
H._
führte aus, beim Beschwerdeführer bestehe eine Kopfschmerzmischform: Er leide unter einer zwischenzeitlich nicht mehr sehr relevanten chronischen
Cephalea
(zirka 2007-2011), welche medika
mentös behandelt werde, sowie ungefähr einmal wöchentlich unter einer episo
dischen Migräne ohne Aura. Bei der Migräne sei die
Attackenbehandlung
jedoch
insuffizient, zudem erfolge keine Basisbehandlung.
Retrospektiv sei eine Arbeitsunfähigkeit von 20 % seit dem Jahr 2003 auszusprechen. Allerdings bestehe ein erhebliches Potential, die Migräne vorbeugend effizienter und akuttherapeutisch erfolgreicher anzugehen
(Urk. 7/148/54-55).
3.5
In der Konsensbeurteilung kamen die Gutachter zum Schluss, dass
dem Beschwer
deführer
die Tätigkeit als Schreiner nicht mehr zumutbar sei. Die gegenwärtig ausgeübte Tätigkeit im
A._
sei dem Beschwerde
führer – bei fehlendem Arbeitsprofil in den Akten und in Abstützung auf die Angaben des Beschwerdeführers – noch zu 70 % zumutbar. Eine körperlich ausschliesslich leichte Tätigkeit, mit einer
Gewichtslimite
von 5 kg, ohne
Arbeiten an/über der Schulterhorizontalen mit dem linken Arm sowie in einem ruhigen Betrieb mit wenig Stressmomenten, geregelten Arbeitszeiten und
Auf
gabenfeldern
sei dem Beschwerdeführer
unter Berücksichtigung der geschilder
ten somatischen und psychischen Beeinträchtigungen
noch zu 80 %
der Norm
zumutbar (Urk. 7/148/27).
4.
4.1
Das
C._
-
Gutachten
vermag die an eine beweiskräftige ärztliche Expertise gestellten Anforderungen vollumfänglich zu erfüllen (E. 2.3).
So tätigten die Gutachter eigene, umfassende Abklärungen, berücksichtigten die geklagten Beschwerden und begründeten ihre Einschätzung in nachvollziehbarer Weise sowie in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
. Hinweise, welche gegen die Verwertbarkeit des Gutachtens sp
rächen, sind nicht ersichtlich.
4.2
Auch die weiteren
erstatteten
Arztberichte geben zu keiner anderen Ein
schätzung der zumu
tbaren Arbeitsfähigkeit Anlass. Was die
Beurteilung
durch Dr.
I._
, Spezialarzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie betrifft, so war dieser in seinem Bericht vom 9. Oktober 2010 sogar der Ansicht, es sei
durchaus
denkbar, dass eine optimal abgestimmte Tätigkeit vom Beschwerdeführer zu 100 % ausgeführt werden könne (
Urk.
7/79). I
n seinem Bericht vom 28. September 2011 (Urk. 7/127)
führte er
sodann
aus, die Ein
schränkungen der Arbeitsfähigkeit aus psychischer Sicht seien in der Berichts
periode zurückgetreten, da sich die
dysthyme
Symptomatik weniger bemerkbar mache und Selbstwertstörung, Insuffizienz- und Versagensideen weni
ger ausge
prägt erschienen. Hinsichtlich des noch zumutbaren Leistungsprofils erachtete der Psychiater angepasste Tätigkeiten als im Umfang von etwa vier bis sechs Stunden täglich zumutbar (
Urk.
7/127/11), verwies aber für verbindlicher
e
Aussagen ausdrücklich auf die in der
Z._
und im
A._
gemachten Erfahrungen (
Urk.
7/127/9).
Die Einschätzungen von den zuständigen Berufs
beratern von
Z._
(Urk. 7/124/7) sowie vom Arbeitgeber
A._
basieren jedoch nicht auf medizinischen Befunden
.
E
s handelt sich mithin nicht um ein fachärztliches Substrat, weshalb zur Festlegung der Arbeitsfähigkeit nicht auf solche Einschätzungen abgestellt werden kann
.
Dr.
I._
stellte
sodann
gemäss
C._
-Gutachten am 14. September 2012 nochmals ein Schreiben zu (Urk. 7/148/28). Er teilte mit, er gehe aktuell von einer neurasthe
nischen Krise aus und attestierte verschiedene Phasen der Arbeitsunfähigkeit. Gutachter Dr.
G._
nahm zu diesem Schreiben
ausführlich
Stellung
und führte aus, dass die Diagnose einer Neurasthenie ausgeschlossen sei, wenn sie während einer affektiven Störung auftrete. Das Abklingen einer Depression sei üblicherweise ein längerer Prozess. Der geschilderte Verlauf komme ange
sichts seiner Einschätzung im Gutachten nicht unerwartet.
Zusammengefasst kann s
omit gestützt auf
die Berichte von Dr.
I._
keine weitergehende Einschränkung
der Arbeitsfähigkeit
begründet werden.
Was sodann die Berichte von Dr. med
.
J._
vom Kopfwehzentrum
K._
betrifft, erklärte dieser
mit
Bericht vom 11. Juni 2010
(Urk. 7/67)
, hinsichtlich des Kopfwehs bestünden keine Einschränkungen in der
Arbeitsfähigkeit
. I
m Bericht vom 4. Oktober 2011 (Urk. 7/128)
führte er jedoch aus,
in angepasster Tätigkeit seien 2-3 Stunden pro 24 Stunden
zumutbar
, der Beschwerdeführer brauche ausrei
chend Ruhepausen und ein niedriges Anspruchs- und Anforderungsprofil.
Angesichts dessen, dass in
beiden Berichten
das Spannungstypkopfweh und die Migräne ohne Aura genannt
wurden
und aus den Berichten nicht ersichtlich
ist
, warum im ersten von einer
vollständigen Arbeitsfähigkeit und
im zweiten lediglich
von einer reduzierten von 2
3
Stunden pro Tag ausgegangen
wurde
, ist
d
ie Einschätzung der Arbeitsfähigkeit nicht nachvollziehbar
und
vermag
d
ieser zweite Bericht die Einschätzung der
C._
-Gutachter
ebenfalls
nicht zu erschüttern.
Dies umso weniger, als gemäss gutachterlicher Beurteilung die
Therapioptionen
unvollständig ausgeschöpft sind und ein erhebliches (
Verbes
serungs
) Potential besteht (E. 3.4).
Was sodann den Bericht von Dr. med.
L._
,
Dermatologie
M._
,
vom 26. Mai 2009 (Urk. 7/33) betrifft, erklärte diese, vermehrtes Schwitzen, wie vom Beschwerde
führer geklagt, könne zu einem Handekzem führen. Ihres Erachtens sei es mög
lich, dass sich das Handekzem durch stete mechanische Traumatisierung ver
schlechtere. Um etwaige Kontaktallergien auszuschliessen, habe sie eine
Epiku
tantestung
vorgenommen, welche jedoch keinerlei Hinweise auf eine Sensibili
sierung gegeben habe
(Urk. 7/33).
Im
C._
-Gutachten wurde darauf hinge
wiesen, dass bezüglich manueller Tätigkeiten die dermatologischen Befunde in Betracht zu ziehen seien (E. 3.2). Dies tat die Beschwerdegegnerin, indem sie das Zumutbarkeitsprofil entsprechend einschränkte
und erklärte, dauerhafte mecha
nische Reize sowie Feuchtarbeiten seien zu vermeiden
(Urk. 2, siehe auch Stel
lungnahme des RAD, Urk. 7/151/7).
Somit ist das Gutachten
auch diesbezüglich
schlüssig.
4.3
Dem
Einwand des Beschwerdeführers
,
es sei von
eine
r
Arbeitsfähigkeit von 64 %
auszugehen
, da
die vom neurologischen Gutachter attestierte Einschrän
kung von 20
% aufgrund der episodischen Migräne im Sinne einer Arbeitsunfä
higkeit an einem ganzen Tag bestehe, es sich bei der attestierten Einschränkung von 20 % aus psychiatrischer Sicht hingegen um eine generelle Einsc
hränkung der Leistungsfähigkeit -
bezogen auf ein
100 % Pensum
-
handle (Urk. 1 S. 6-7), kann nicht gefolgt werden.
Aus der Konsensbeurteilung der
C._
ergibt sich zweifelsfrei, dass die Gut
achter eine Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit von insgesamt - also unter Berücksichtigung aller Beeinträchtigungen - 80 % als zumutbar erachte
ten (E. 3.5). Entgegen der Ansicht des Beschwerde
führers finden sich im Gut
achten keine Anhaltspunkte, welche seine Argumen
tation einer
höhergradigen
Einschränkung stützen würden. So attestierte der neurologische Gutachter bloss retrospektiv eine Arbeitsunfähigkeit von 20
%
, während er unter adäquater me
dikamentöser Therapie erhebliches Potential für die Zukunft ortete (E. 3.4).
Die Durchführung der von ihm vorgeschlagenen Behandlungen mittels Medikamenten ist dem Beschwerdeführer im Rahmen seiner Schadensminderungspflicht zumutbar
und unmittelbar umsetzbar
.
Dies gilt im Übrigen auch für die
vom psychiatrischen Gutachter vorgeschlagene medizinische Massnahme zur Verringerung der unerwünschten Neben
wirkun
gen der Antidepressiva (E. 3.3
).
Mithin verbleibt aus psychiatrischer Sicht noch eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von weniger als 10
%
, welche vom Gutachter - bei derzeit feh
lenden klinischen Anzeichen einer Depression - gestützt auf einen im zeitlichen Verlauf durchschnittlichen Schweregrad attes
tiert worden war (E. 3.3). Ange
sichts dieser Aktenlage ist - insbesondere auch im Hinblick auf die
bundesge
richtliche
Rechtsprechung, wonach es einer leich
ten depressiven Episode grundsätzlich am Krankheitscharakter fehlt (Urteil des Bundesgerichts 9C_176/2011, vom 29. Juni 2011, E. 4.3) - die
Gesamtbeurtei
lung
der Gutachter grosszügig ausgefallen und der Einwand des Beschwerde
führers nicht stichhal
tig.
4.4
Hinsichtlich
seines
Einwandes
schliesslich
, zur Einschränkung aus psychiatri
scher und neurologischer Sicht kämen noch die weiteren Einschränkungen sei
tens der Schulter und der Hand- und Fussekzeme sowie der
Gonalgie
hinzu
(Urk. 1 S. 7), kann darauf verwiesen werden, dass die Einschränkungen seitens der Schulter und des Handekzems im Zumutbarkeitsprofil berücksichtigt wurden (Urk. 2)
, Einschränkungen infolge von Fussbeschwerden und
Gonalgie
jedoch weder im Gutachten noch in anderen ärztlichen Berichten ausgewiesen sind.
4.5
Gestützt auf
die medizinischen Abklärungen
hat
die Beschwerdegegnerin dem
nach zu Recht auf eine Arbeitsfähigkeit von 80 % in angepasster Tätigkeit abgestellt.
5.
5.1
Es bleibt zu prüfen, wie sich die auf eine behinderungsangepasste Tätigkeit einge
schränkte Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers in erwerblicher Hin
sicht auswirkt. Zur Bestimmung des Invaliditätsgrades bei Erwerbstätigen sind grundsätzlich das hypothetisch erzielbare Validen- und Invalidene
inkommen zu ermitteln
(Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a
Abs.
1 IVG)
.
5.2
Die Beschwerdegegnerin bemass das
Valideneinkommen
anhand von
Tabellen
löhnen
und berücksichtigte dabei die
Tabelle
TA 1, Ziff. 31-33, Männer,
Anfor
derungsniveau
3.
Gestützt darauf kam sie nach erfolgter
Nominallohninde
xierung
auf das Jahr 2012 sowie unter Berücksichtigung der betriebsüblichen Wochenarbeitszeit von 41.6 Stunden auf ein
Valideneinkommen
von Fr. 73‘558.85
(Urk. 2)
.
Der Beschwerdeführer wandte dagegen ein,
es sei auf die Anforderungsstufe
n
1+2 abzustellen
, da er als gelernter Schreiner im Jahr 2011 ohne Gesundheitsbeeinträchtigung bereits 11
Jahre Berufserfahrung gehabt hätte
(Urk. 1 S. 8)
.
Als hypothetisches
Valideneinkommen
gilt das Einkommen, das die versicherte Person unter Berücksichtigung der gesamten Umstände überwiegend wahr
scheinlich erzielen würde, wenn sie nicht invalid geworden wäre (BGE 129 V 222 E. 4.3.1).
Lässt sich aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse das ohne gesund
heitliche Beeinträchtigung realisierte Einkommen nicht hinreichend genau beziffern, ist auf Erfahrungs- und Durchschnittswerte (Tabellenlöhne) abzustellen (vgl. AHI 1999 S. 240 E. 3b)
.
In Anbetracht der Tatsache
, dass
der Beschwerdeführer
nach Lehrabschluss im Jahr 2000 bis Ende März 2003 drei verschiedene Stellen
als Schreiner
innehatte, wobei er im Jahr 2002
infolge der Schulteroperation
mehrere Monate nicht arbeitete (Urk. 7/15),
und nach dieser Zeit
– gemäss eigenen Angaben – nur noch Temporär- und Gelegenheitsjobs
ausübte
(Sachverhalt E. 1)
, ist es nicht zu beanstanden, dass die
Beschwerde
gegnerin
das
Valideneinkommen
anhand von
Tabellenlöhnen bemass und dabei auf die Tabelle TA 1,
Ziff. 31-33, Männer, abstellte, was im Übrigen vom Beschwerdeführer nicht moniert wird.
Entgegen der Meinung des Beschwerde
führers kann
der Beschwerdegegnerin
jedoch auch hinsichtlich der
Wahl der Anforderungsstufe
gefolgt werden
: Gemäss der LSE sind in der Stufe 3 Berufs- und Fachkenntnisse vorausgesetzt,
die
Stufe 1
umfasst
die Verrichtung höchst anspruchsvol
ler und schwierigster Arbeiten und die Stufe 2
die Verrichtung selbständiger und qualifizierter Arbeiten
. Vor Eintritt der Arbeitsunfähigkeit als Schreiner war der Beschwerdeführer in verschiedenen Unternehmen als Schreiner angestellt. Es gibt keinerlei Hinweise in den Akten, welche darauf schliessen lassen würden, dass der Beschwerdeführer
in Zukunft eine höhere
Position bedeckt hätte als
zum damaligen Zeitpunkt
.
Er
gab
gemäss
Anamnese des
C._
-Gutachtens
vielmehr
selber
an, in der Lehre Probleme mit d
em Arbeitstempo gehab
t
zu haben. E
r sei nicht immer sehr effizient gewesen und habe mit der Zeit quasi nur noch Hilfsarbeiten
zugeteilt erhalten
(Urk. 7/148/17).
In Anbetracht dieser Sachlage ist
das
Abstell
en
auf die
Anfor
derungsstufe
3 nicht zu beanstanden
.
Das
Valideneinkommen
beträgt demnach für das Jahr 2010
Fr.
69‘639.60 (Fr. 5'803.30 [
Fr.
5‘740.-- + Fr.
5‘955.
+
Fr.
5‘715.-- dividiert durch 3] x 12), wobei die Berücksichtigung der
betriebs
üblichen
wöchentlichen Arbeitsstunden und der Nominallohnentwicklung unterbleiben kann, ist doch für die Festset
zung des Invalideneinkommens ebenfalls auf die Tabellenlöhne und damit auf dieselben Grundlagen abzustellen (vgl. nachfolgend E. 5.3.3).
5.3
5.3.1
Das Invalideneinkommen bemass die Beschwerdegegnerin ebenfalls basierend auf den LSE, und
berücksichtigte dabei
die Tabelle TA1,
Total aller Branchen, Männer, Anforderungs
stufe
4.
Gestützt darauf kam sie nach erfolgter
Nominal
lohnindexierung
auf das Jahr 2012 sowie unter Berücksichtigung der
betriebs
üblichen
Wochenarbeitszeit von 41.6 Stunden und nach einem Leidensabzug von 5 % auf ein Invalideneinkommen von Fr.
47‘419.35
bei einem
80%-Pensum (Urk. 2).
Der Beschwerdegegner wandte
hiergegen
ein, es sei auf sein Einkom
men
im
A._
abzustellen
,
wo er
zu einem Pensum von 50 % tätig sei und
bis Januar 2012 monatlich Fr. 500.00 verdient habe und nun seit Feb
ruar 2012
ein
monatlich
es Einkommen von
Fr. 1‘200.00
(plus eine Gratifikation von Fr. 1000.00) erziele (Urk. 1 S. 5 und 9).
Gegen das Abstellen auf die
Tabel
lenlöhne
der Anforderungsstufe 4 wandte der Beschwerdeführer ausserdem ein, Arbeiten dieser Stufe seien ihm aufgrund seiner
erfolgten
Ausbildung zum Schreiner nicht zuzumuten. Falls doch auf die Tabellenlöhne gemäss
Anforde
rungsstufe
4 abgestellt würde, könne sodann nicht einfach auf den Lohn für alle in Betracht fallenden Hilfsarbeiten abgestellt werden, sondern es sei genau abzuklären, welche konkreten Tätigkeiten noch effektiv zumutbar seien. Aus
serdem
sei in diesem Fall
bei den Tabellenlöhnen ein
leidensbedingter Abzug von mindestens 15 % vorzunehmen (Urk. 1 S. 9-10)
.
5.3.2
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-er
werblichen Situation auszugehen, in welcher die
versicherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der
kumulativ - besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzu
nehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, sowie das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen
und nicht als Soziallohn erscheint, gilt grundsätzlich der von ihr tatsächlich erzielte Verdienst
als Invalidenlohn (BGE 129 V 472 E. 4.2.1, 126 V 75 E. 3b/
aa
, 117 V 8 E. 2c/
aa
., je mit Hinweisen; RKUV 1999 Nr. U 343 S. 412 f. E. 4b/
aa
, 1996 Nr. U 240 S. 95 E. 3c).
Vorliegend
besteht
– wie oben dargelegt
(E.
3-
4
) – in leidensangepasster Tätigkeit
eine Arbeitsfähigkeit von 80 %
und i
n der aktuel
len Tätigkeit eine
solche
von 70 %. Wenn der Beschwerdeführer somit zu einem Pensum von 50 % im
A._
arbeitet,
schöpft
er seine verbleibende Arbeitsfähigkeit nicht voll aus.
Der Beschwerdeführer führte ausserdem selber aus, dass er auf längere Frist gesehen eine andere Arbeit suchen müsse
, da die Tätigkeit nicht optimal leidensangepasst sei (Urk. 7/148/17-18).
Nachdem die medizinische Begutachtung nunmehr ergeben hat, dass dem Be
schwerdeführer eine angepasste Tätigkeit - worunter die derzeit ausgeübte Be
schäftigung nicht zu zählen ist (E. 3.2) - zu 80
%
zumutbar ist, ist nicht zu be
anstanden, dass die Beschwerdegegnerin zur Festsetzung des
Invalideneinkom
mens
auf die
Tabel
lenwerte
abgestellt hat und geht der Einwand des Beschwer
deführers hinsicht
lich Verstoss gegen Treu und Glauben (
Urk.
1 S. 9) fehl.
5.3.3
Was sodann die
noch zumutbaren Tätigkeiten
betrifft, so
hat die
Beschwer
degeg
nerin
zu Recht auf
die Tabelle TA1, Total aller Branchen, Män
ner,
Anfor
derungsstufe
4,
abgestellt
.
Tätigkeiten gemäss Anforderungsstufe 4 sind dem zum Schreiner ausgebildeten Beschwerdeführer entgegen seiner An
sicht
ohne
weiteres
zuzumuten (siehe beispielsweise Urteil des Bundesgerichts U 86/06 vom 13. Juni 2006, E. 3.2)
. U
nd soweit der Beschwerdeführer geltend macht,
es könne nicht auf das Total aller Branchen abgestellt werden, ist ihm entgegenzuhalten, dass ihm gemäss Belastungsprofil Tätigkeiten in ver
schiedensten
Bereichen
offenstehen und die behinderungsbedingten Einschrän
kungen im Rahmen des Leidensabzuges berücksichtigt w
e
rden (siehe nachfol
gend E. 5.3.4
), weshalb entgegen seiner Ansicht kein Anlass besteht, weitere Abklärungen vorzunehmen.
Damit ergibt sich für das Jahr 2010 ein
Invaliden
einkommen
von
Fr.
47‘049.60 (80
%
von
Fr.
58‘812.-- [
Fr.
4‘901.-- x 12]), wobei wie bereits beim
Validenein
kommen
die Berücksichtigung der Wochen
stunden und die
Nominallohninde
xierung
unterbleiben kann (vgl. E. 5.2).
5.3.4
In dem die
Beschwerdegegnerin - aufgrund der Einschränkung des
Zumut
barkeits
profils
auf leichte Arbeiten sowie aufgrund des Teilzeitpensums von 80 % -
einen
Leidensabzug von 5 %
vom ermittelten Tabellenlohn vorge
nommen hat
(Urk. 2)
, hat sie ihr Ermessen sodann nicht falsch ausgeübt.
Die vom Beschwerdeführer für einen höheren Abzug angeführten Gründe
ein
ge
schränkte generelle Leistungsfähigkeit, viele Pausen, unregelmässig und le
diglich in Teilzeit arbeitsfähig (Urk. 1 S. 10)
können
beim Leidensabzug nicht zusätzlich
berück
sichtigt werden,
soweit sie
bei der Beurteilung der
medizinisch-theoreti
schen Arbeitsfähigkeit bereits eingeflossen sind (siehe auch Kreisschreiben über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung, Fassung vom 1. Januar 2013,
Rz
.
3067.1). Gemäss Gutachten sind im Leistungsprofil bereits vermehrte Pausen
sowie eine eingeschränkte Leistungsfähigkeit
berücksichtigt
(E.
3.3
)
.
Weitere als die von der
Beschwerdegegne
rin
bereits
berücksichtigten Faktoren sind aus den Akten nicht ersichtlich.
5.
4
Selbst wenn
aber in Berücksichtigung dessen,
dass
bei einer Einschränkung des Zumutbarkeitsprofils auf leichte Arbeiten und einem Teilzeitpensum von 80
%
auch ein Leidensabzug von 10
%
angemessen erschiene, führte dies zu keinem anderen Ergebnis. Der Vergleich des
Valideneinkommen
s
von Fr. 69‘639.60 mit dem Invalideneinkommen von
Fr.
42‘344.65 (
Fr.
47‘049.60 x 0.9 [Leidensabzug von 10
%
]) ergäbe eine Einkommensdifferenz von
Fr.
27‘294.95 und führte da
mit zu einem rentenaus
schliessenden Invaliditätsgrad von rund 39
%
.
Der Vollständigkeit halber ist zu ergänzen, dass sich der ermittelte
Invaliditäts
grad
nach einer - wie vom Beschwerdeführer offenbar erwünschten (
Urk.
1 S. 2; E. 6) Umschulung - noch reduzieren wird.
Die Beschwerde ist demnach hinsichtlich des Rechtsbegehrens um Zusprechung einer Rente abzuweisen.
6.
6.1
Was den Antrag des Beschwerdeführers um
Gewährung
berufliche
r
Mass
nahmen betrifft, so ist darauf hinzuweisen, dass i
m verwaltungsgerichtlichen
Beschwerdeverfah
ren
grund
sätzlich nur Rechtsverhältnisse zu überprüfen bzw. zu beur
teilen
sind
, zu denen die zuständige Verwaltungs
behörde vorgän
gig ver
bindlich
in Form einer Verfügung bzw. eines
Einspracheentscheids
Stellung genom
men hat. Insoweit bestimmt die Verfügung bzw. der
Einspracheentscheid
den
beschwerdewei
se
weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer
Sach
urteilsvoraus
setzung
, wenn und insoweit keine Verfügung bzw. kein
Einspracheentscheid
er
gangen ist (BGE 131 V 164 E. 2.1; 125 V 413 E. 1a).
6.2
Der Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens ergibt sich aus der
angefochtenen
Verfügung
der Beschwerdegegnerin vom 11. Februar 2013 (Urk. 2), mit welcher
ein
Rentenanspruch
des Beschwerdeführers
verneint wurde. Hinsichtlich berufliche
r
Massnahmen
- und dabei insbesondere einen allfälligen Anspruch auf Umschulung betreffend -
fehlt es
demgegenüber
am
entsprechenden Streitgegenstand, so dass diesbezüglich auf die Beschwerde nicht einzutreten ist.
7.
Das es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Ver
fahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 600.
- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen.