Decision ID: badcd9f3-dc77-4075-b43e-eb7be2f47cd0
Year: 2012
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Entscheid Versicherungsgericht, 27.11.2012 Art. 1a, Art. 3 MVG; Art. 7a MVV; Art. 30 ZDG; Art. 70, Art. 71 ZDV: Vereinbaren der Zivildienstleistende und sein Einsatzleiter, dass dem Zivildienstleistenden ein Urlaubstag gewährt werden soll, wenn er diesen zu einem späteren Zeitpunkt nachholt, ist der Zivildienstpflichtige militärversicherungsrechtlich nicht versichert, wenn sowohl er als auch sein Einsatzleiter wussten, dass diese Vereinbarung eigentlich unzulässig ist (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 27. November 2012, MV 2012/1).Vizepräsident Joachim Huber, Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider, Versicherungsrichter Martin Rutishauser; Gerichtsschreiberin Della BatlinerEntscheid vom 27. November 2012in SachenA._,Beschwerdeführer,vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Boris Züst, Bahnhofstrasse 14, 9430 St. Margrethen SG,gegenSuva Militärversicherung, Schermenwaldstrasse 10, Postfach 8715, 3001 Bern,Beschwerdegegnerin,betreffendVersicherungsleistungenSachverhalt:
A.
A.a Der arbeitslose A._ (nachfolgend: Versicherter) wurde mit Schreiben vom 12. Mai
2011 (act. G 1.8) für die Zeit vom 20. Juni 2011 bis 15. Juli 2011 für die Leistung von
Zivildienst im Einsatzbetrieb von B._ aufgeboten. Gemäss Bericht vom 30. Juli 2011
(UV-act. G 3.1/4) und der Zeugenaussage von B._ (act. G 15) war der Versicherte
vom 20. Juni 2011 bis 23. Juni 2011 und vom 25. Juni 2011 bis zum 15. Juli 2011 im
Einsatzbetrieb anwesend. Am 24. Juni 2011 erbat er sich einen freien Tag zur
Erledigung privater Angelegenheiten. Der Betriebsleiter vereinbarte mit dem
Versicherten, dass dieser einen Urlaubstag haben könne, welcher in einem späteren
Zeitpunkt nachgeholt werde. Die Zivildienstadministration wurde über diese Änderung
nicht informiert. Den freien Tag holte der Versicherte am 20. Juli 2011 im Einsatzbetrieb
nach. Er geriet an diesem Tag mit der Hand in die Kippfräse und verletzte sich schwer.
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Der Versicherte wurde daraufhin im Spital C._ operiert und bis zum 25. Juli 2011
hospitalisiert. Er wurde von den Ärzten des Spitals C._ bis voraussichtlich 7. August
2011 zu 100 % arbeitsunfähig geschrieben (act. G 1.14 und 3.1). Die Freundin des
Verunfallten meldete der Militärversicherung am 22. Juli 2011 (act. G 1.15) telefonisch
den Unfall vom 20. Juli 2011. Daraufhin nahm ein Mitarbeiter von der
Militärversicherung telefonisch Kontakt mit dem Zivildienstregionalzentrum D._
(wurde am 1. September 2011 in das Regionalzentrum E._ integriert; act. G 1.11) auf
(act. G 1.16). Gemäss der erhaltenen Auskunft war der Zivildienst am 15. Juli 2011
abgeschlossen. Ein Nachholen eines Tages kenne der Zivildienst nicht. Für den 20. Juli
2011 erhalte der Versicherte keine Erwerbsersatzentschädigung und keinen Sold.
Aufgrund dieser Angaben verneinte die Militärversicherung den Versicherungsschutz
(act. G 1.16).
A.b Mit Verfügung vom 22. August 2011 (act. G 5.2/9) lehnte die Militärversicherung
eine Haftung und damit die Leistungspflicht für die Folgen des Unfalls vom 20. Juli
2011 ab. Nachdem der Versicherte am 20. Juli 2011 keinen Zivildienst geleistet habe,
bestehe gemäss Gesetz kein Versicherungsschutz der Militärversicherung für diesen
Tag.
B.
Die von Rechtsanwalt lic. iur. Boris Züst, St. Margrethen, für den Beschwerdeführer
gegen diese Verfügung eingereichte Einsprache vom 20. September 2011 (act. G
5.2/12) wies die Militärversicherung mit Entscheid vom 25. November 2011 (act. G
5.2/26) ab.
C.
C.a Gegen den Einspracheentscheid vom 25. November 2011 richtet sich die vom
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers eingereichte Beschwerde vom 11. Januar 2012
(act. G 1) mit den Anträgen, der Einspracheentscheid (vom 25. November 2011) sei
vollumfänglich aufzuheben, die Haftung bzw. Leistungspflicht für die Folgen des Unfalls
vom 20. Juli 2011 sei von der Militärversicherung zu übernehmen und die Militärver
sicherung sei zu verpflichten, die durch den Unfall vom 20. Juli 2011 erforderlichen
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Heilbehandlungen zu übernehmen sowie dem Beschwerdeführer die weiteren
Ansprüche gemäss Art. 8 MVG, insbesondere ein Taggeld nach Art. 28 MVG
auszurichten. Dem Beschwerdeführer sei für das vorliegende Verfahren die
unentgeltliche Rechtsverbeiständung durch den unterzeichnenden Rechtsanwalt zu
gewähren. Das vorliegende Verfahren sei mit dem gleichzeitig anhängig gemachten
Beschwerdeverfahren gegenüber der Ersatzkasse UVG (UV 2012/1) zu vereinigen.
Zudem seien die gesamten der Ersatzkasse UVG sowie der Militärversicherung zur
Verfügung stehenden Vorakten beizuziehen. Alles unter Kosten- und
Entschädigungsfolge. Der Einsatzbetrieb könne dem Zivildienstleistenden Urlaub
gewähren. Dass weder das Gesuch noch die Bewilligung schriftlich erfolgten, bedeute
noch nicht, dass der Militärversicherungsschutz hinfällig würde. Die Nichtbeachtung
der Formvorschriften könne allenfalls zu einer Kürzung der Versicherungsleistungen
oder zu Regressansprüchen führen. Sei im Einvernehmen zwischen Einsatzbetrieb und
Zivildienstleistendem Urlaub gewährt worden, sei es durchaus möglich, dass der
entsprechende Urlaubstag nachgeholt werde.
C.b Mit Beschwerdeantwort vom 13. Februar 2012 (act. G 5) beantragte die
Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Massgebend dafür, ob jemand
Zivildienst geleistet habe oder nicht, seien die elektronischen Daten des
Informationssystems des Zivildienstes bzw. der Eintrag im Dienstbüchlein. Dem vom
Einsatzleiter unterzeichneten Meldeblatt sei zu entnehmen, dass während des
fraglichen Einsatzes kein Urlaub gewährt worden sei. Entsprechend sei für den 20. Juli
2011 auch kein Taschengeld und Erwerbsersatz abgerechnet worden. Ein generelles
Nachholen von Urlaubstagen sei überdies weder im Gesetz noch in der Verordnung
vorgesehen. Einzig im Fall der beruflichen Aus- und Weiterbildung sei das Nachholen
von stundenweisen Abwesenheiten als Voraussetzung für die Gewährung von Urlaub
ausdrücklich vorgesehen. Zudem würde ein solches Vorgehen, wie es der
Beschwerdeführer und sein damaliger Einsatzleiter gewählt hätten, zu administrativen
Problemen führen. Eine "Härtefallklausel", wie sie der Beschwerdeführer beschreibe,
kenne die Militärversicherung nicht.
C.c Die erstreckte Frist zur Einreichung einer Replik liess der Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers unbenutzt ablaufen (act. G 9).
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C.d Der zuständige Abteilungspräsident des Versicherungsgerichts bewilligte mit
Zwischenentscheid vom 20. März 2012 (act. G 9) das Gesuch um unentgeltliche
Rechtsverbeiständung.
C.e Am 13. September 2012 wurde B._ als Zeuge einvernommen (act. G 15).

Erwägungen:
1.
1.1 Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers beantragt die Vereinigung des
vorliegenden Verfahrens mit dem gleichzeitig anhängig gemachten
Beschwerdeverfahren gegen die Ersatzkasse UVG (UV 2012/1).
1.2 Den beiden Verfahren liegt zwar im Wesentlichen derselbe Sachverhalt zu Grunde
und es stellen sich teilweise die gleichen Rechtsfragen, doch stehen sich nicht die
gleichen Parteien gegenüber, weshalb es nicht möglich ist, die beiden Verfahren zu
vereinigen und in einem einzigen Urteil zu erledigen (vgl. BGE 128 V 124 E. 1 und 128 V
192 E. 1 je mit Hinweisen).
2.
Streitig und zu prüfen ist die Versicherteneigenschaft des Beschwerdeführers in der
Militärversicherung. Es ist mit anderen Worten die Frage zu beantworten, ob für den
Beschwerdeführer im Unfallzeitpunkt (20. Juli 2011) eine MVG-Versicherungsdeckung
bestand. Unbestritten ist, dass der Zivildiensteinsatz offiziell vom 20. Juni 2011 bis
15. Juli 2011 dauerte.
3.
3.1 Nach Massgabe von Art. 1a Abs. 1 lit. n des Bundesgesetzes über die Militärver
sicherung (MVG; SR 833.1) i.V.m. Art. 40 des Bundesgesetzes über den zivilen
Ersatzdienst (Zivildienstgesetz, ZDG; SR 824.0) ist bei der Militärversicherung unter
anderem versichert, wer Zivildienst leistet. Gemäss Art. 3 MVG erstreckt sich die
Versicherung auf die ganze Dauer der in den Art. 1a und 2 MVG erwähnten Verhältnisse
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und Tätigkeiten (Abs. 1). Die Versicherung ruht jedoch während der Zeit, in welcher der
Versicherte einer Erwerbstätigkeit nachgeht und nach Artikel 1a des Bundesgesetzes
über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) obligatorisch versichert ist (Abs. 2). Die
Militärversicherung erstreckt sich auf jede Gesundheitsschädigung, die während des
Dienstes in Erscheinung tritt und gemeldet oder sonst wie festgestellt wird (Art. 5 Abs.
1 MVG). Gemäss Art. 7a Abs. 2 der Verordnung über die Militärversicherung (MVV; SR
833.11) erstreckt sie sich auch auf Urlaube und Unterbrüche eines Einsatzes.
3.2 Nach Massgabe von Art. 30 ZDG kann der Einsatzbetrieb Urlaub gewähren.
Dieser wird auf schriftliches Gesuch der zivildienstleistenden Person hin durch den
Einsatzbetrieb gewährt oder durch die Vollzugsstelle im Aufgebot bewilligt. Die
zivildienstleistende Person hat dem Gesuch allfällige Beweismittel beizulegen. Der
Einsatzbetrieb wiederum legt der Diensttagmeldung an die Vollzugstelle das bewilligte
Urlaubsgesuch bei (Art. 70 der Verordnung über den zivilen Ersatzdienst
[Zivildienstverordnung, ZDV; SR 824.01]). Der Einsatzbetrieb kann – wenn es die
betrieblichen Verhältnisse gestatten – gemäss Art. 71 Abs. 3 lit. a ZDV Urlaub von
längstens einem Tag für dringliche Verrichtungen gewähren, welche die
zivildienstleistende Person nicht in die Freizeit verlegen und nicht während der Gleitzeit
erledigen kann.
3.3 Gemäss Art. 58 Abs. 1 und 2 ZDV legt die Vollzugsstelle fest, welche Daten im
Dienstbüchlein einzutragen sind. Stimmen die Einträge im Dienstbüchlein mit den
Daten des Informationssystems des Zivildienstes (ZIVI+) nicht überein, so gelten
grundsätzlich die Daten des Informationssystems.
4.
4.1 Der Beschwerdeführer wurde mit Schreiben vom 12. Mai 2011 (nach Art. 22 DZG
i.V.m. Art. 31a ZDV; act. G 1.8) zum Zivildienst aufgeboten. Gemäss diesem Aufgebot
wurde er verpflichtet, seinen Einsatz vom 20. Juni 2011 bis zum 15. Juli 2011 im
Einsatzbetrieb von B._ zu leisten. Es ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer
dem Aufgebot nachgekommen ist.
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4.2 Am 24. Juni 2011 bezog der Beschwerdeführer einen Urlaubstag, den er am
20. Juli 2011 nachholte. Grund für den Urlaubstag war gemäss Aussage von B._ am
13. September 2012, dass der Beschwerdeführer am 24. Juni 2011 das Bedürfnis nach
einem freien Tag hatte, da er seine Freundin an ein Vorstellungsgespräch begleiten
wollte. Der Beschwerdeführer habe ihm dann vorgeschlagen, dass er den freien Tag
später nachholen werde. Man müsse diese Abmachung der zuständigen Stelle ja nicht
melden. Er, der Einsatzleiter, habe dem Beschwerdeführer dann trotz Bedenken diesen
Urlaubstag bewilligt, da ihn der Beschwerdeführer mit dem Vorschlag des Nachholtags
dazu gedrängt und überredet habe (vgl. act. G 15).
4.3 Wie in E. 3.2 ausgeführt, kann der Einsatzbetrieb der zivildienstleistenden Person
auf schriftliches Gesuch hin Urlaub gewähren. Die Gewährung des Urlaubs ist jedoch
entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers nicht an die Voraussetzung geknüpft,
dass der Urlaubstag nachgeholt wird. Es ist zwar richtig, wenn der Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers ausführt, dass der Urlaub gemäss Art. 71 Abs. 5 ZDV nachzuholen
sei. Diese Bestimmung bezieht sich jedoch nicht auf den vorliegenden Fall, sondern auf
zivildienstleistende Personen, die aufgrund einer beruflichen Aus- oder Weiterbildung
Urlaub beziehen, der zwei Wochenstunden übersteigt. Es kann aus Art. 71 Abs. 5 ZDV
nicht geschlossen werden, dass diese Regelung auch auf die übrigen, in Art. 71 ZDV
geregelten Anwendungsfälle der Urlaubsgewährung anwendbar ist. Denn dann würde
es keinen Sinn machen, dass der Verordnungsgeber den Fall der Urlaubsgewährung
für die berufliche Aus- oder Weiterbildung speziell geregelt hat. Aus den Akten geht
hervor, dass der Beschwerdeführer den Urlaub nicht aufgrund einer beruflichen Aus-
oder Weiterbildung beantragt hatte, sondern um seine Freundin an ein
Vorstellungsgespräch zu begleiten. Deshalb ist im vorliegenden Fall nicht Art. 71 Abs. 5
ZDV anwendbar, sondern vielmehr Art. 71 Abs. 3 lit. a ZDV. Dieser macht die
Gewährung des Urlaubs – wie erwähnt – nicht vom Nachholen der Abwesenheit
abhängig.
5.
5.1 Zu prüfen bleibt somit noch die Frage, ob der Beschwerdeführer aus dem
Grundsatz von Treu und Glauben (Art. 9 der Bundesverfassung der schweizerischen
Eidgenossenschaft [BV; SR 101]) – konkret aus vertrauensschutzrechtlichen Gründen –
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Anspruch auf Versicherungsschutz ableiten kann. Diese Frage ist aus den
nachfolgenden Gründen zu verneinen. Den Akten zufolge war es der Beschwerdeführer
selbst, der den Einsatzleiter B._ mit der Idee des Nachholtags dazu überredete, ihm
einen Urlaubstag zu gewähren. Es war auch der Beschwerdeführer, der darauf
bestand, den Urlaubstag bei der zuständigen Stelle nicht zu melden, obwohl der
Einsatzleiter daran zweifelte, ob dieses Vorgehen so richtig war. Der Beschwerdeführer
und der Einsatzleiter meldeten den Urlaubstag sowie den Nachholtag also nicht, weil
sie wussten, dass ihr Vorgehen nicht korrekt ist. Sie wussten zwar nicht, was genau
nicht richtig war – die Gewährung des Urlaubs oder der vereinbarte Nachholtag –, aber
es war beiden bewusst, dass ihr Vorgehen auf irgendeine Art und Weise nicht dem
vorgesehenen Vorgehen bei einer Urlaubsgewährung entsprach. Auf dieser Haltung
aber lässt sich kein Vertrauen aufbauen.
5.2 Da das ZDG und die ZDV das Nachholen von Urlaubstagen grundsätzlich nicht
kennen, vorliegend kein Ausnahmefall gegeben ist und der Beschwerdeführer sich
nicht auf vertrauensschutzrechtliche Gründe berufen kann, war er am 20. Juli 2011
nicht militärversichert und hat damit auch keinen Leistungsanspruch gegenüber der
Militärversicherung.
6.
6.1 Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen.
6.2 Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a des Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG, SR 830.1])
6.3 Dem Beschwerdeführer wurde am 20. März 2012 die unentgeltliche Rechtsverbei
ständung bewilligt. Wenn seine wirtschaftlichen Verhältnisse es gestatten, kann er
jedoch zur Nachzahlung verpflichtet werden (Art. 123 Abs. 1 der Schweizerischen
Zivilprozessordnung [ZPO; SR 272] i.V.m. Art. 99 Abs. 2 des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1]). Zufolge der unentgeltlichen
Rechtsverbeiständung ist der Staat zu verpflichten, für die Kosten der Rechtsvertretung
des Beschwerdeführers aufzukommen. Die Parteientschädigung wird vom
Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der
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Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen
(Art. 61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor
Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b Honorarordnung (HonO; sGS 963.75)
pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.--. In der vorliegend zu beurteilenden
Angelegenheit erscheint mit Blick auf die Anforderungen und Komplexität der
Streitsache sowie die durchgeführte Zeugeneinvernahme eine pauschale
Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- angemessen. Diese ist um einen Fünftel zu kürzen
(Art. 31 Abs. 3 des Anwaltsgesetzes [AnwG; sGS 963.70]). Somit hat der Staat den
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers pauschal mit Fr. 2'800.-- (inkl. Barauslagen
und Mehrwertsteuer) zu entschädigen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP