Decision ID: 2e3e1658-1538-43ab-9ee8-38b6b14bf50b
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren im November 1956, schloss die Handelsschule
der Kantonsschule
Y._
mit Diplom ab (
Urk.
9/4/5). Vom 1. November 19
80 bis zum 31. Oktober 2007 arbeitete sie bei einer Privatbank als
Vermö
gens
beraterin
, zuletzt im Rang einer Vizedirektorin (
Urk.
9/1 und 9/9/98). Ab dem 1. November 2007 war sie bei einer anderen Privatbank als Assistentin der Kundenberatung angestellt.
Die Versicherte unternahm am 11. Januar 2009 eine Wanderung, bei der sie wegen einer vereisten Stelle stürzte und sich eine Radiusfraktur am rechten Arm zuzog (Urk. 9/9/127 und 9/9/128). Die behandelnden Ärzte attestierten ihr da
rauf bis zum 17. März 2009 eine 50%ige, vom 18. März bis zum 1. Juni 2009 eine 100%ige, vom 2. bis zum 10. Juni 2009 eine 75%ige und ab dem 11. Juni 2009
wieder
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (Urk. 9/3, 9/9/4, 9/9/86-89, 9/9/111 und 9/9/127). Die
Swica
als Unfallversicherer richtete Taggelder aus
(
Urk.
9/9/119 und 9/32/15-40) und übernahm die Behandlungskosten (Urk. 9/
9/90).
Am
1. März
2010 meldete sich die Versicherte bei der
Sozialversicherungs
anstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (
Urk.
9/4).
Diese zog die Unterlagen des Unfallversicherers bei (
Urk.
9/9). Überdies tätigte sie weitere erwerbliche (
Urk.
9/2, 9/10 und 9/16) und medizinische (Urk. 9/13, 9/14 und 9/25)
Abklärungen. Dr. med. Z._
, Facharzt FMH für Chirurgie, Spez. Handchirurgie, erstattete im Auftrag des Unfallversicherers am 12. März 2011 ein Gutachten (
Urk.
9/27). Die Versicherte reichte kurz darauf beim
Un
fall
versicherer
eine Rückfallmeldung ein, worüber er die IV-Stelle in Kenntnis setzte (
Urk.
9/28). Diese zog ergänzende Unterlagen von ihm bei (Urk. 9/29 und 9/32). Am 8. Oktober 2012 sandte der Unfallversicherer der IV-Stelle den
Fragen
kat
a
log
für eine weitere Begutachtung durch Dr.
Z._
zu und räumte ihr die Möglichkeit ein, Ergänzungsfragen zu stellen (
Urk.
9/33). Davon machte sie Ge
brauch (Urk. 9/34). Am 20. Januar 2013 erstattete Dr.
Z._
sein Gutachten (
Urk.
9/38). Die IV-Stelle nahm in der Folge weitere Unterlagen des
Unfallversi
cherers
zu ihren Akten (
Urk.
9/45). Mit Verfügung vom 13. November 2013 sprach der Unfallversicherer der Versicherten, ausgehend von einem
Invalidi
tätsgrad
von 53,4
%
, ab dem 1. November 2013 eine Unfallrente und, ausge
hend von einer Integritätseinbusse von 15
%
, eine Integritätsentschädigung zu (
Urk.
9/46). Diese Verfügung blieb unangefochten. Mit Vorbescheid vom 3. Februar 2014 stellte die IV-Stelle der Versicherten eine befristete ganze Inva
lidenrente vom 1. September 2010 bis zum 30. September 2013 in Aussicht (
Urk.
50 und 9/51). Dagegen liess die Versicherte Einwand erheben (
Urk.
9/54 und 9/56). Mit Verfügung vom 24. September 2015 sprach die IV-Stelle der
Versicherten wie angekündigt eine befristete Invalidenrente zu (vgl. Urk. 2 und 9/64).
2.
Gegen die Verfügung vom 24. September 2015 liess die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt Holger Hügel, mit Eingabe vom 28. Oktober 2015 (Urk. 1) Beschwerde erheben mit dem Antrag, die angefochtene Verfügung sei aufzuhe
ben, soweit ab dem 1. Oktober 2013 eine Invalidenrente verweigert wird, und es seien ihr ab dem 1. Oktober 2013 die gesetzlichen Leistungen nach dem Bun
des
gesetz über die Invalidenversicherung (IVG), namentlich eine Invalidenrente
zuzusprechen; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der
Be
schwe
r
degegnerin
(Urk. 1 S. 2). Ferner wurde um die Anordnung eines zweiten
Schrif
tenwechsels
ersucht (Urk. 1 S. 2). Am 19. Januar 2016 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 8). Mit Verfügung vom 20. Januar 2016 wurde ein zweiter Schriftenwechsel angeordnet und der Beschwer
deführe
rin Frist zur Einreichung der Replik angesetzt (Urk. 10).
Die
Frist wurde auf Er
suchen der Beschwerdeführerin bis zum 7. April 2016 erstreckt (
Urk.
13). Mit Eingabe vom
7. April 2016 verzichtete
die Beschwerdeführerin
auf das Einrei
chen einer Replik
(Urk. 14). Davon wurde der Beschwerdegegnerin mit Verfü
gung vom 11. April 2016 Kenntnis gegeben (Urk. 15).
Auf die einzelnen Ausführungen in den Rechtsschriften wird, soweit erforder
lich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1
des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
hig
keit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit
bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensver
gleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypo
thetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ei
nander ge
gen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der
Invalidi
tätsgrad
bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.4
Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete Invalidenrente um
fasst einerseits die Zusprechung der Leistung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung. Letztere setzt voraus, dass Revisionsgründe (BGE 133 V 263 E.
6.1 mit Hinweisen) vorliegen, wobei der Zeitpunkt der Aufhebung oder Herabsetzung nach Massgabe des analog anwendbaren (AHI 1998 S. 121 E.
1b mit Hinweisen)
Art.
88a
der Verordnung über die Invalidenversicherung
(IVV)
fest
zuse
tzen ist (vgl. BGE 121 V 264 E.
6b/
dd
mit Hinweis). Ob eine für den
Ren
tenanspruch erhebliche Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten und da
mit der für die Befristung erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts im Zeitpunkt der Rentenzusprechung oder des Rentenbeginns mit demjenigen zur Zeit der Aufhebung der Rente
(BGE 125 V 413 E. 2d
am Ende, 369 E. 2, 113 V 273 E.
1a, 109 V 262 E. 4a, je mit Hinwei
sen; vgl. BGE 130 V 343 E.
3.5). Spricht die Verwaltung der ver
sicherten Person eine befristete Rente zu und wird beschwerdeweise einzig die Befristung der Leistungen angefochten, hat dies nicht eine Einschränkung des Gegenstandes des Rechtsmittelverfahrens in dem Sinne zur Folge, dass die un
be
stritten geblie
benen Bezugszeiten von der Beurteilung ausgeklammert bleiben (BGE 125 V 413 E. 2d mit Hinweisen). Die gerichtliche Prüfung hat vielmehr den Renten
anspruch für den gesamten verfügungsweise geregelten Zeitraum und damit sowohl die Zusprechung als auch die Aufhebung der Rente zu erfassen (Urteil des Bundesgerichts I 526/06 vom 31. Oktober 2006 E.
2.3 mit Hinweisen).
2.
Die Beschwerdegegnerin vertrat in der angefochtenen Verfügung im Wesentli
chen die Auffassung, die Verfügung des Unfallversicherers vom 13. November 2013 weise Vergleichselemente auf, weshalb ihr keine Bindungswirkung zu
komme. Nach Ablauf des Wartejahres am 1
1.
Januar 2010 sei die Beschwerde
führerin weitgehend erwerbsunfähig gewesen. Gemäss dem medizinischen
Belast
barkeitsprofil
von
Dr.
Z._
vom Mai 2013 bestehe wieder eine
Restarbeits
fä
hig
keit
von 75-80
%
in Tätigkeiten, welche den rechten Arm oder die rechte Hand nicht belasteten. Es sei der Versicherten zumutbar, mit einer entsprechen
den Tätigkeit ein Invalideneinkommen von Fr. 94‘339.45 zu erzielen, so dass ab dem
1.
Oktober 2013 lediglich ein Invaliditätsgrad von 24 % bestehe, der keinen Rentenanspruch mehr zu begründen vermöge (
Urk.
2).
Demgegenüber liess die Beschwerdeführerin geltend machen, die rechtskräftige Verfügung des Unfallversicherers vom 1
3.
November 2013 und die derselben zu Grunde liegenden Elemente der Invaliditätsbemessung hätten berücksichtigt werden müssen. Es stelle sich überdies die Frage, ob eine allenfalls vorhandene Restarbeitsfähigkeit überhaupt noch verwertbar sei. Insbesondere habe die Beschwerdegegnerin keine korrekte Invaliditätsbemessung vorgenommen, da sie dem Einkommensvergleich ein falsches Invalideneinkommen zu Grunde gelegt und zu Unrecht auf einen leidensbedingten Abzug verzichtet habe (
Urk.
1).
3.
3.1
In medizinischer Hinsicht ist unbestritten und mit den vorhandenen
Arztbe
richten
belegt, dass die Beschwerdeführerin nach der konservativ versorgten
Radi
us
fraktur
am rechten Arm einen Morbus
Sudeck
, d.h. ein komplexes regio
nales Schmerzsyndrom vom Typ I entwickelte (
Urk.
9/9/4, 9/9/83, 9/9/86, 9/9/111, 9/13, 9/14 und 9/27). Es wurde ihr deswegen von den behandelnden Ärzten ab März 2009 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert (
Urk.
9/9/4, 9/9/86-88, 9/9/111
und
9/13/8), mit Ausnahme einer kurzen 75%igen Arbeits
un
fähigkeit vom 2. bis zum 10. Juni 2009 (
Urk.
9/9/86).
3.2
Der Gutachter Dr.
Z._
führte am 7. März 2011 eine Untersuchung durch und stellte die folgenden Diagnosen (
Urk.
9/27/19):
-
Status nach distaler Radius-Epiphysen-Fraktur (loco
classico
) rechts,
Unfall
ereignis
vom 11.01.2009 mit
-
posttraumatischem, abklingendem komplex-regionalem Schmerzsyndrom (CRPS Typ I) der rechten oberen Extremität
-
Verdacht auf partielle, dorsal gelegene Läsion des TFCC (
Discus
articula
ris
) nicht auszuschliessen mit leichter Diastase im distalen Radio-
ulnar
-Gelenk
Fraktur-Konsolidation in dorsaler Fehlstellung von zirka 16-18 Grad mit relativem
Ulnavorschub
(1,5 mm).
Zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Bank
angestellte hielt er fest, für die nächsten vier Monate, konkret bis Ende Juni 2011, bestehe noch keine Aussicht auf eine Arbeitsfähigkeit in einem Pensum von 100
%
am angestammten Arbeitsplatz (
Urk.
9/27/23).
Ab dem 1. Juli 2011 schätze er eine Arbeitsfähigkeit von 50
%
in Form einer halben Leistung im Sinne einer leichteren Arbeit ganztags ohne Stress durch direkten und unter Zeitdruck auszuübenden Kundenkontakt oder Kundenbera
tung als gegeben. Die Zeitdauer dieser 50
%
-Leistung sei aus
gegenwärtiger
Sich
t noch nicht festzulegen, sie dürfte sich aber bei dem bisher trägen
Hei
lungs
ver
lauf
ebenfalls über eine längere Zeit erstrecken
(Urk.
9/27/23).
Falls weitere Beschwerde-Rückschläge ausblieben, könne mit einer schrittweisen Steigerung innert 4-6 Monaten gerechnet werden, mög
licherweise bis zu einem ganztäg
igen Pensum an 4-5 Tagen, wobei weiterhin mit 1-2 zeitlich begrenzten Unterbrüchen (zirka je 15 Minuten) morgens und nachmittags zu rechnen sei (zur Erholung, zum Abklingen der brennenden Schmerzen, zur Lockerung mit
Bewegungsübungen), entsprechend minimal 66
%
und maximal 90
%
eines
Voll
zeitpensums
(Urk. 9/27/24).
3.3
Nach der Untersuchung durch
Dr.
Z._
meldete die Beschwerdeführerin einen erneuten Beschwerdeschub (
Urk.
9/28 und 9/29/2). Es wurde ihr deshalb weiter eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert (
Urk.
9/29/4). Ihr behandelnde
r Arzt, Dr. med. A._
, Facharzt FMH für Anästhesiologie, hielt in einem Bericht vom 22. Januar 2012 (
Urk.
9/32/9-10) fest, er schlage vor, die Ar
beitsunfähigkeit alle vier Monate um 25
%
zu reduzieren.
Man habe in diesem Januar mit einem Arbeitsversuch beginnen wollen. Leider sei dies nicht möglich gewesen. Die Versicherte habe Bedenken, es könnte wie
der eine Verschlechterung eintreten, die zu einer erneuten Arbeitsun
fähigkeit führe. Er habe den Eindruck, dass die Versicherte nicht mehr in der Lage sei, ihre bisherige Tätigkeit wieder auszuüben. Vielleicht wäre es angebracht, Ein
gliederungsmassnahmen einzuleiten, so dass die Versicherte mit einer anderen Arbeitstätigkeit in den Arbeitsmarkt integriert werden könne.
Aktuell könne sie 1⁄2 bis 1 kg mit beiden Armen 10 Minuten
h
eben/
t
ragen. Die Be
weglichkeit betrage 100
%
. Schreiben und PC-Arbeiten seien 60 bis 90 Mi
nu
ten zumutbar. Staubsaugen sei immer noch nicht möglich (Urk. 9/32/10).
3.4
Dr.
Z._
untersuchte die Versicherte am 14. Januar
2013 erneut. Dabei ver
zich
tete er auf belastende Tests, um nicht wieder einen lang dauernden
Schmerz
schub
auszulösen
wie
bei der letzten Untersuchung
(Urk. 9/38; vgl. auch
Urk.
9/45/26-45). Darin diagnostizierte er ein posttraumatisches komplexes regio
nales Schmerzsyndrom (CRPS Typ 1) der rechten oberen Extremität, ausgehend vom
Nervus
ulnaris
am proximalen Unterarm, im Übrigen bestätigte er die bereits gestellten Diagnosen (Urk. 9/38/11-12 = 9/45/35-36).
Seit der letzten Untersuchung vom März 2011 seien zwei ausserordentliche
Be
schwerdeschübe
in Erscheinung getreten mit allen bisherigen Komponenten vielfältiger Beschwerden. Neue Symptome seien nicht hinzugetreten. Der erste Schub sei durch die physische Untersuchung vom
7.
März 2011 ausgelöst wor
den, während der zweite Schub vom Juni 2012 (vgl.
Urk.
9/38/7 = 9/45/31) mehrheitlich unter psychischen Belastungen (berufsberatende Gespräche und Schreiben am PC) mit überwiegend vegetativen Auswirkungen zustande ge
kommen sein müsse. Der erste Rückfall habe ca. ein Jahr gedauert, der zweite ca. vier Monate (Urk. 9/38/12 = 9/45/36).
Die aktuellen Befunde seien
weitgehend
zu vergleichen
mit denjenigen von vor ca. zwei Jahren. Zuversicht im Hinblick auf die Prognose wecke der Verlauf des CRPS, das sich bisher immer wieder als erholungs- und besserungsfähig gezeigt habe. Zu erkennen sei dies vor allem an der abnehmenden Intensität der Schmerzen, am Muster ihrer Ausbreitung und an den bleibenden respektive eher rückbildungsfähigen sensiblen Störungen. Eng damit verbunden seien auch die
fein- und grobmotorischen Beeinträchtigungen. Bei der Versicherten schienen sich die psychischen Faktoren besonders stark auf die vegetativen Funktionen
auszuwirken. Ohne Ansprüche auf besonderes psychiatrisches Fachwissen kom
me er zur Auffassung, es lägen keine massgebenden psychischen Störungen vor im Sinne von Depressionen oder einer anhaltenden
somatoformen
Schmerzstörung. Nach wie vor liege ein CRPS vor, das die vier diagnostischen Kriterien nach der aktuellen Definition durch die International
Association
for
the
Study
of
Pain
(IASP) erfülle (Urk. 9/38/12).
Zur Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit führte
Dr.
Z._
(unter Ziffer 6.1.8.1 seines Gutachtens) aus, trotz des Ausbleibens jeglicher Rückfälle sollte die aktuelle 100%ige Arbeitsunfähigkeit bis Ende Februar aufrechterhalten wer
den. Ab Anfang März 2013 sei unter der Voraussetzung weiterer Konstanz oder Besserung eine Arbeitstätigkeit von mindestens 25 % zumutbar, ebenso eine weitere Steigerung in frühestens sechs Monaten, somit
A
nfang September 2013 (Urk. 9/38/15 = 9/45/39). Die in der Zeit vom 1
1.
Januar 2009 bis zur aktuellen Begutachtung von den behandelnden Ärzte
n
attestierten Arbeitsunfähigkeiten beurteilte er als korrekt (
Urk.
9/38/20 = 9/45/44).
Unabhängig von der beruflichen Tätigkeit vor dem Umfall bestehe aktuell für folgende Tätigkeiten eine Einschränkung oder Unfähigkeit (
Urk.
9/38/15-16 = 9/45/39-40):
-
Tragen von Gewichten bei gestreckt oder leicht gebogenem hängendem rechten Arm
-
Heben von Gewichten auf Tischhöhe
-
Arbeiten auf oder über Kopfhöhe
-
Greifen, Festhalten, Stossen, Drücken mit der rechten Hand respektive den Fingern im Faust- oder Präzisionsgriff
-
Alle manuellen, auch nur leichten Tätigkeiten nur vereinzelt, nicht repeti
tiv oder andauernd, keine mittelschweren oder schweren Tätigkei
ten. Konkret: erschwertes Schreiben von Hand mit Schreibstift und Schreiben auf Tastatur am PC
-
Kälteexposition in Räumen unter 20°C, zu 100
%
-
Vibrationen oder Schläge gegen die rechte Hand/den rechten Arm
-
Arbeiten, bei welchen der rechte Unterarm anhaltend auf einer
Arbeitsflä
che
abgestützt werden muss
-
ausserordentliche psychische Belastungen.
Das zumutbare Belastungsprofil für die rechte Hand/den rechten Arm formu
lierte er (unter Ziffer 6.1.8.4 seines Gutachtens) wie folgt (
Urk.
9/38/16-17 = 9/45/40-41):
-
Tragen von Gewichten bei gestreckt hängendem Arm rechts von maxi
mal 1 kg; bei leicht gebogenem Ellbogengelenk maximal 5 kg; nur ver
einzelt, nicht repetitiv und nicht für längere Zeit
-
eingeschränktes Heben auf Tischhöhe bis maximal 5 kg, nur vereinzelt, nicht repetitiv
-
Keine Arbeiten auf oder über Kopfhöhe
-
Greifen mit der rechten Hand respektive den Fingern vereinzelt, nicht repe
titiv oder andauernd, für leichte Arbeiten, nicht für mittelschwere oder schwere Tätigkeiten
Konkret: Schreiben von Hand mit Schreibstift bis 30 Minuten, Schreiben auf Tastatur am PC bis maximal 60 Minuten, Erholungspausen 30-60 Minuten
-
Keine Kälteexposition in Räumen unter 20°C, insbesondere Vermeidung von ganzkörperlichen Kälteexpositionen (Schmerzzunahme durch Abfall der Körperkerntemperatur)
-
keine Vibrationen oder Schläge gegen die rechte Hand/den rechten Arm
-
keine Arbeiten, bei denen der rechte Unterarm anhaltend auf einer
Arbeits
fläche
abgestützt werden muss
-
Unterstützung der Tätigkeit mit der linken Hand
-
keine ausserordentlic
hen psychischen Belastungen
-
Konzentrations-
und
Aufmerksamkeitsfähigkeit unter Vermeidung beein
flussender Schmerzschübe (durch Belastungen evozierte Schmerzschübe) uneingeschränkt.
Unter Einhaltung des skizzierten Belastungsprofils seien manuelle Tätigkeiten, ausgeführt mit der rechten Hand, aktuell zu 50
%
zumutbar, wobei die Tätigkeit möglichst auf eine gesamte Tageslänge ausgedehnt werden sollte mit Berück
sichtigung mehrfacher Arbeitspausen zur Entspannung und Verhinderung respektive
zum
Abklingenlassen
von Schmerzschüben. Ob eine weitere Steige
rung möglich sein werde, sei nicht oder nur höchst schwerlich voraussehbar (
Urk.
9/38/17).
Die Frage nach dem bisherigen Verlauf einer angepassten Tätigkeit (inklusive Belastungsprofil) vermochte
Dr.
Z._
nicht zu beantworten, da eine angepasste Tätigkeit zu keinem Zeitpunkt habe realisiert werden können. Unter Einhaltung des unter Ziffer 6.1.8.4 skizzierten Belastungsprofils schätze er die zumutbare Arbeitsfähigkeit auf maximal 50
%
, zu realisieren möglichst unter Verteilung
der Leistungen auf einen ganzen Arbeitstag an vier bis fünf Tagen pro Woche (
Urk.
9/38/20 = 9/45/44).
3.5
Aufgrund einer entsprechenden Nachfrage des Unfallversicherers (vgl. Urk. 9/45/48-52
), führte
Dr.
Z._
in einem ergänzenden Schreiben vom 1
7.
Mai 2013 (
Urk.
9/45/23-25) aus, ohne jegliche manuelle Tätigkeit und bei Einhalten des gezeichneten Profils schätze er die Arbeitsfähigkeit auf 75-80
%
bezogen auf ein Voll
zeit
pensum. Die bei dieser Schätzung veranschlagte Einschränkung von maximal 25
%
berücksichtige das Einschalten von Erholungspausen bei Auftreten von spontanen Schmerzschüben, ebenso einen Anteil möglicherweise
dadurch verursachter Einschränkungen in der Konzentrationsfähigkeit (Urk. 9/45/
23). Zum bereits unter Ziffer 6.1.8.4 im Gutachten vom 2
0.
Januar 2013 formulierten Zumutbarkeitsprofil für eine behinderungsangepasste Tätig
keit merkte er an, die zumutbaren Tätigkeiten könnten in jeder körperlichen Stellung oder Körper-Bewegung erbracht werden, welche die rechte Hand/den rechten Arm nicht beanspruche (Balance-Haltung, Sicherung vor Absturz, stark unebenes Gelände, unsicher
e
Standfläche etc.).
Aus rein medizinischer Sicht bestehe eine deutliche Unterscheidung zwischen den beiden erwähnten Beurteilungen. Sie widerspiegelten den im Gutachten vom 2
0.
Januar
2013 gemachten Unterschied zwischen Ziffer 6.1.8.1 und 6.1.8.
4.
Eine angepasste Tätigkeit im Sinne von Ziffer 6.1.8.4 schliesse praktisch jeglichen Gebrauch der rechten geschädigten Hand aus, so dass davon ausge
gangen werden könne, zu den spontanen träten nicht noch zusätzliche (evo
zierte) Schmerzschübe/Schmerzattacken hinzu, was letztlich die Gründe gewe
sen seien, die getroffene Unterscheidung zu machen. Ob eine solche angepasste Tätigkeit sozialpraktisch verwertbar sei, sei weniger ein medizinisches als ein juristisches Problem (
Urk.
9/45/24).
3.6
Bei der geschilderten medizinischen Aktenlage wurde zu Recht nicht in Frage gestellt, dass zur Ermittlung des massgeblichen medizinischen Sachverhalts auf die Ausführungen von
Dr.
Z._
abgestellt werden kann. Diesen zufolge ist nicht zu bezweifeln, dass die Versicherte nach Ablauf des Wartejahres am 1
1.
Januar 2010 weitgehend erwerbsunfähig war. Von ihren letzten beiden Rückfällen mit Beschwerdeschüben vom März 2011 und Juni 2012
erholte sie sich gut
. Spä
testens seit Mai 2013 ist sie wieder in der Lage, eine optimal
behinde
rungs
angepasste
Tätigkeit mit dem von
Dr.
Z._
formulierten Belastungsprofil
in
einem Pensum von 75-80
%
zu verrichten, während ihr eine weniger optimal angepasste Tätigkeit, bei der zum Teil auch die rechte Hand und der rechte Arm zum Einsatz kommen, lediglich zu 50
%
zumutbar ist.
4.
4.1
Der Verfügung des Unfallversicherers vom 1
3.
November 2013 (
Urk.
9/46) zu
folge wurde bei der Invaliditätsbemessung gestützt auf die Angaben des letzten Arbeitgebers von einem
Valideneinkommen
von
Fr.
127‘534.-- im Jahr 2013 ausgegangen. Zur Festsetzung des Invalideneinkommens wurde auf die Tabelle TA1 der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik (LSE) 2010 abgestellt und von einem standardisierten Monatslohn (
Vollzeit
äquivalent
basierend auf 4 1/3 Wochen à 40 Arbeitsstunden) für die Verrich
tung höchst anspruchsvoller und schwierigster Arbeiten und die Verrichtung selbständiger und qualifizierter Arbeiten (Anforderungsniveau 1+2) für Frauen im Bereich Finanz- und Versicherungsleistungen von
Fr.
9‘101.-- ausgegangen. Dieser Betrag wurde auf die im Jahr 2013 betriebsübliche wöchentliche Arbeits
zeit von 41,7 Stunden hochgerechnet und an die Nominallohnentwicklung an
gepasst. Daraus resultierte ein jährliches Bruttoeinkommen von Fr. 118‘814.6
1
.
Unter der Annahme eines noch zumutbaren Pensums von 50 % wurde ein Invalideneinkommen von Fr. 59‘407.30 ermittelt. Verglichen mit dem
Valideneinkommen
ergab sich ein invaliditätsbedingter Minderverdienst von Fr. 68‘126.70 und somit ein Invaliditätsgrad von 53,4 %.
4.2
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin dem Invaliditätsgrad von 53,4
%
beziehungsweise den diesem zu Grunde liegenden Elementen eine Bin
dungswirkung hätte zuerkennen müssen (vgl.
Urk.
1 und 2).
Z
ur Unterstützung seines Standpunktes verwies der Rechtsvertreter der Beschwe
r
deführerin auf BGE 126 V 288 (vgl.
Urk.
1 S. 7 und 9/56/2). Im fragli
chen Urteil hielt das Bundesgericht fest, der Invaliditätsbegriff in der Invaliden
versicherung stimme grundsätzlich mit demjenigen in der obligatorischen Un
fallversicherung überein. Von einer für die Unfallversicherung rechtskräftigen
Invaliditätsbe
mes
sung
könne daher nur ausnahmsweise und unter der Voraus
setzung des Vor
liegens triftiger Gründe abgewichen werden; eine zwar auch vertretbare –
allen
falls sogar gleichwertige – unterschiedliche
Ermessensaus
übung
genüge nic
ht.
Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin räumte ein, dass das Bundesgericht später in BGE 133 V 549 eine absolute Bindungswirkung der
Invaliditäts
schät
zung
der Unfallversicherung für die Invalidenversicherung im Sinne von BGE 126 V 288 verneint hatte (
Urk.
1 S. 7 und 9/56/2). Zur Begründung führte es damals an, die Voraussetzungen für eine Rente in diesen
Sozialversi
cherungs
zweigen
seien trotz des grundsätzlich gleichen Invaliditätsbegriffes verschieden. Insbesondere berücksichtige die Invaliditätsschätzung der Unfallversicherung lediglich die natürlich und adäquat kausalen gesundheitlichen und erwerblichen Unfallfolgen. Sodann stellten schon der unterschiedliche Rentenbeginn in der Invalidenversicherung und
der
Unfallversicherung, die Änderbarkeit des
Inva
lidi
täts
grades
im Lauf der Zeit sowie das regelmässige zeitliche Ausein
an
der
fallen der jeweiligen Rentenverfügungen und –entscheide eine Bindung an die
Invali
ditätsschätzung
des anderen Sozialversicherungsträgers in Frage. Das Bu
n
des
gericht liess offen, inwiefern der Invaliditätsschätzung der Unfallver
siche
rung und der Invalidenversicherung für den jeweils anderen
Sozialversiche
rungs
zweig
noch Bedeutung zukommt (BGE 133 V 549 E. 6).
Hierzu machte der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin geltend, die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit seiner Mandantin werde einzig durch einen somatischen Gesundheitsschaden beeinträchtigt, der natürlich und adäquat kausal auf das
Unfallereignis vom 1
1.
Januar 2009 zurückzuführen sei. Überdies seien zwi
sch
en der Verfügung des Unfallversicherers vom 1
3.
November 2013 und dem Vor
bescheid der Beschwerdegegnerin vom
3.
Februar 2014 weniger als drei Monate verstrichen. Selbst wenn der unterschiedliche Rentenbeginn in der In
validen
ver
sicherung und in der Unfallversicherung zu berücksichtigen wäre und eine all
fällige Änderbarkeit des Invaliditätsgrades im Laufe der Zeit möglich wäre, ver
möchte dies betreffend den Invaliditätsgrad ab dem 1. November 2013 keine und schon gar nicht eine derartige Abweichung der Invaliditätsbemessung zu rechtfertigen. Es habe unverändert die in BGE 126 V 288 statuierte Recht
sprechung zur koordinierenden Funktion des einheitlichen Invaliditätsbegriffs zu gelten (
Urk.
1 S.
6 ff. und 9/56/2 ff., je mit Hinweis auf das Urteil des Bundesgerichts 9C_858/2008 vom 1
7.
Februar 2009).
4.3
Es trifft zu, dass im vorliegenden Fall die in BGE 126 V 288 statuierten Grunds
ätze zu beachten sind. Dazu gehört auch, dass der von einem Unfallversicherer angenommene Invaliditätsgrad ohne Auswirkung zu bleiben hat, wenn er bloss auf einem Vergleich beruht (BGE 126 V 288 E. 2b mit Hinweis auf BGE 112 V 175 E. 2a).
Aus den Akten des Unfallversicherers geht hervor, dass der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin den Unfallversicherer telefonisch kontaktierte und ihm mit
teilte, seine Mandantin plane keine Wiedereingliederung und nehme dafür eine finanzielle Einbusse in Kauf (Urk. 9/45/16). Aufgrund des Verlaufs und des Wunsches der Versicherten schlug der Unfallversicherer darauf mit Schreiben vom 1
1.
Juni 2013 ein Vorgehen vor, darunter eine Invaliditätsbemessung aus
gehend von einer 77,5%igen Arbeitsfähigkeit in einer Tätigkeit im Bereich Finanz- und Versicherungsleistungen, die Berufs- und Fachkenntnisse voraus
setzt, und eine Integritätsentschädigung für den von
Dr.
Z._
mit 8
%
beziffer
ten Integritätsschaden (
Urk.
9/45/17-20). Der Rechtsvertreter der Versicherten forderte mit Schreiben vom
4.
Juli 2013, abweichend von der Einschätzung von
Dr.
Z._
sei
von einem Integritätsschaden von 25
%
auszugehen (
Urk.
9/45/8-9)
.
Überdies schlug er zwei Varianten zur Berechnung des Invalideneinkommens vor, die einen höheren Invaliditätsgrad als den vom Unfallversicherer vorge
schlagenen ergaben (
Urk.
9/45/9-11). Am 2
9.
Oktober 2013 fand eine telefoni
sche Besprechung zum beabsichtigten Vorgehen statt, worauf der
Unfallversi
cherer
am 1
3.
November 2013 seine Verfügung erliess. In derselben wurde – im Sinne eines Vergleiches – eine Integritätsentschädigung von 15
%
festgesetzt. Überdies wurde aufgrund des Verlaufs und des Wunsches der Versicherten sowie gestützt auf die vorangehende Korrespondenz eine Invaliditätsbemessung, ausgehend von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit in einer Tätigkeit im Bereich
Finanz- und Versicherungsleistungen, welche die Verrichtung höchst anspruch
s
voller und schwierigster Arbeiten und die Verrichtung von selbständigen und qualifizierten Arbeiten umfasst, vorgeschlagen (
Urk.
9/46/4-5). Die
Beschwerde
gegnerin
hat vor diesem Hintergrund richtig erkannt, dass die Verfügung des Unfallversicherers vom 13. November 2013 auf einem Vergleich beruht. Daran vermag auch nichts zu ändern, dass kein solcher in schriftlicher Form ge
schlossen wurde. Unter diesen Umständen war die Beschwerdegegnerin nicht dazu verpflichtet, die rechtskräftige Invaliditätsschätzung (bzw. deren einzelne Elemente) des unfallversicherungsrechtlichen Verfahrens als Indiz für eine zu
verlässige Beurteilung zu werten und als solche in ihren Entscheidungsprozess miteinzubeziehen.
5.
5.1
Die Beschwerdegegnerin begnügte sich nicht mit der Einschätzung von Dr.
Z._
, sondern konsultierte am 2
9.
Januar 2014 ihre Berufsberatung (Urk. 9/48/12). Diese zog in Betracht, die Beschwerdeführerin habe gemäss den Angaben ihrer letzten Arbeitgeberin im Arbeitgeberfragebogen (vgl.
Urk.
9/10) telefonische
und persönliche Kundenbesprechungen und schwerpunktmässig Administra
tions
- und allgemeine Korrespondenzaufgaben zu bewältigen gehabt. Es hätten mini
male Tragebelastungen bestanden und die Arbeit sei vorwiegend sitzend zu verrichten gewesen. Vor allem hätten psychisch-intellektuelle Anfor
derungen die Tätigkeit geprägt. Dazu hätten das Führen von Gesprächen, mehrsprachige Korrespondenz, die Teilnahme an Sitzungen und PC-Arbeiten gehört.
Die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit (gemeint wohl: in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit) durch
Dr.
Z._
fokussiere auf die funktionelle Einschränkung der rechten Hand und des rechten Arms, teilweise auf eine schmerzbedingte Beein
trächtigung des persönlichen Befindens. Es vernachlässige den Aspekt eines Hilfsmitteleinsatzes zur Kompensation der Funktion der rechten Hand im kauf
männischen Berufsalltag. Namentlich käme
n
die Verwendung eines Headsets für freihändiges Telefonieren, höhenverstellbare Arbeitsflächen,
arbeitsorgani
sa
to
rische
Massnahmen zur Konsultation von Arbeitsmitteln, moderne
PC-Ein
gabe
hilfen
mit Spracheingabe und Spezialtastaturen für
Einhänder
in Frage.
Aus Sicht der Berufsberatung sei unter Berücksichtigung des Einsatzes moder
ner Hilfsmittel einzig von einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit durch eine gewisse Verlangsamung im Arbeitsalltag auszugehen. Darüber hinaus biete das Arbeitsumfeld einer Privatbank sowieso Arbeitsbedingungen, die dem sonstigen Zumutbarkeitsprofil des Gutachtens entsprächen (Urk. 9/48/12).
Beim Erlass der angefochtenen Verfügung trug die Beschwerdegegnerin dieser Beurteilung insofern Rechnung, als sie bei Verwendung der erforderlichen Hilfsmittel die angestammte Tätigkeit mit einem Pensum von 75-80
%
als zu
mutbar erachtete. Dieses Vorgehen wurde von Seiten der Beschwerdeführerin beanstandet (
Urk.
1 S.
9). Dazu ist festzuhalten, dass der medizinischen
Fach
person
bei der Folgenabschätzung der durch sie erhobenen Beeinträchtigung für
die Arbeitsfähigkeit keine abschliessende
Beurteilungs
kompetenz
zukommt. Vi
el
mehr nimmt sie zur Arbeitsunfähigkeit Stellung, das heisst sie gibt eine Schät
zung ab, welche sie aus ihrer Sicht so substanziell wie möglich begründet. Schliesslich sind die ärztlichen Angaben eine wichtige Grundlage für die juris
tische Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zuge
mutet werden können. Für die Ermittlung des erwerblich nutzbaren Leistungs
vermögens können, in Ergänzung der medizinischen Unterlagen, aber auch
Fach
personen
der beruflichen Integration und Berufsberatung eingeschaltet werden (vgl. zum Ganzen: BGE 140 V 193 E.
2 und das Urteil des Bundesge
richts 8C_545/2012 vom 2
5.
Januar 2013 E.
3.2.1, je mit Hinweisen). Es
ist
des
halb korrekt, dass die Beschwerdegegnerin eine Einschätzung ihres Berufsbera
ters eingeholt hat. Dieselbe leuchtet ein und steht in Einklang mit dem von
Dr.
Z._
formulierten Belastbarkeitsprofil, so dass darauf abgestellt werden kann.
5.2
Die Beschwerdeführerin liess des Weiteren einwenden, es stelle sich unabhängig von der Tatsache, dass aktuell bekanntermassen Bankenarbeitsplätze massiv wegrationalisiert würden, und eine Erhebung des letzten Jahres ergeben habe, dass rund 80
%
aller über 55-Jährigen (gesunden) Arbeitssuchenden keine An
stellung mehr fänden, mit Blick auf die genannten Hilfsmittelbedürfnisse und den angenommenen Bedarf an Anpassungen an den Arbeitsplatz die Frage, ob sie ihre Restarbeitsfähigkeit als Bankmitarbeiterin überhaupt noch
sozialprak
tisch
verwerten könne (
Urk.
1 S. 10 f.).
Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin hat insoweit richtig erkannt, dass bei der Invaliditätsbemessung nicht der effektive, sondern der hypothetische ausgeglichene Arbeitsmarkt Referenzpunkt bildet (
Urk.
1 S.
10; vgl.
Art.
16 ATSG). Der ausgeglichene Arbeitsmarkt ist ein theoretischer und abstrakter Begriff. Er berücksichtigt die konkrete Arbeitsmarktlage nicht, umfasst in wirt
schaftlich schwierigen Zeiten auch tatsächlich nicht vorhandene Stellenange
bote und sieht von den fehlenden oder verringerten Chancen Teilinvalider, eine zumutbare und geeignete Arbeitsstelle zu finden, ab. Er umschliesst einerseits ein bestimmtes Gleichgewicht zwischen dem Angebot von und der Nachfrage nach Stellen; andererseits bezeichnet er einen Arbeitsmarkt, der von seiner Struktur her einen Fächer verschiedenartiger Stellen offenhält (BGE 134 V 64 E.
4.2.1 und 110 V 273 E. 4b). Die erwähnten Probleme der aktuellen
Arbeits
marktlage
interessieren hier daher nicht.
Generell ist vorab zu bemerken, dass die Rechtsprechung bei funktionell einarmi
gen Personen genügend
realistische Betätigungsmöglichkeiten auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt bejaht (vgl. das Urteil des Bundesgerichts 8C_390/2011 vom 1
0.
August 2011 E. 6 mit Hinweisen). Mit Bezug auf die Beschwerdeführerin fällt ins Gewicht, dass sie bei Erlass der angefochtenen Verfü
gung am 24. September 2015 zwar bereits beinahe 59 Jahre alt war. Das fort
geschrittene Alter wird, obgleich ein invaliditätsfremder Faktor, in der Recht
sprechung als Kriterium anerkannt, welches zusammen mit weiteren per
sönli
chen und beruflichen Gegebenheiten dazu führen kann, dass die einer ver
si
cherten Person verbliebene Resterwerbsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt
realistischerweise
nicht mehr nachgefragt wird, und dass ihr deren Verwertung auch gestützt auf die Selbsteingliederungslast nicht mehr zumutbar ist. Fehlt es an einer wirtschaftlich verwertbaren Restarbeitsfähigkeit, liegt eine vollständige Erwerbsunfähigkeit vor, die einen Anspruch auf eine ganze Invali
denrente begründet. Der Einfluss des Lebensalters auf die Möglichkeit, das ver
bliebene Leistungsvermögen auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwer
ten, lässt sich nicht nach einer allgemeinen Regel bemessen, sondern hängt von den Umständen des Einzelfalls ab. Massgebend können die Art und Beschaffen
heit des Gesundheitsschadens und seiner Folgen, der absehbare Umstellungs- und Einarbeitungsaufwand und in diesem Zusammenhang auch Persönlich
keitsstruktur, vorhandene Begabungen und Fertigkeiten, Ausbildung, beruflicher
Werdegang oder Anwendbarkeit von Berufserfahrung aus dem angestammten Bereich sein (BGE 138 V 457 E. 3.1 mit Hinweisen).
Im September 2015 verblieb für die Beschwerdeführerin noch eine
Aktivitäts
dauer
von über fünf Jahren. Ihre körperlichen Einschränkungen kann sie mit geeigneten Hilfsmitteln, für welche ein potentieller Arbeitgeber nicht aufzu
kommen hat, weitgehend kompensieren. Sie kann in ihrem angestammten Tä
tig
keitsbereich in der Finanzdienstleistungsbranche mit einem höheren Pensum von immerhin 75-80 Prozent arbeiten. Dieser Beschäftigungsumfang erlaubt die Verrichtung von Arbeiten des höchsten Anforderungsniveaus, auch wenn in der Beschwerdeschrift Gegenteiliges behauptet wurde (
Urk.
1 S. 11). Es mag zu
treffen, dass es bei der Tätigkeit als Assistentin der Kundenberatung vereinzelt zu Belastungs- und Stresssituationen kommen kann (
Urk.
1 S.
11). Ausser
ord
entli
che psychische Belastungen, welche die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer Er
krankung gemäss
Dr.
Z._
zu meiden hat, sind dabei jedoch nicht zu erwarten (vgl.
Urk.
9/10 und 9/48/12). Mit einem erhöhten Risiko krankheitsbedingter Ausfälle, das einen künftigen Arbeitgeber abschrecken könnte (
Urk.
1 S. 11), ist bei Einhaltung des von
Dr.
Z._
formulierten Belastbarkeitsprofils ebenso wenig zu rechnen. Da kein Berufswechsel vorzunehmen ist, sind weder eine Umschu
lung noch ein unverhältnismässiger Einarbeitungsaufwand erforderlich. Den Einsatz der erforderlichen Hilfsmittel wird die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer intellektuellen Fähigkeiten schnell erlernen, zumal die Verwendung einer Spezialtastatur für
Einhänder
, eines Heads
ets etc. mit keinen komplexen Anfor
derungen verbunden ist. Die Beschwerde
führerin verfügt über eine fundierte Ausbildung, langjährige Berufserfahrung und diverse Sprach- und
Computer
kenntnisse
(Urk. 9/16). Sie zeichnet sich besonders durch das hervorragende Beherrschen der englischen Sprache aus. Dieselbe wendet sie denn auch zu
hause mit ihrem aus
B._
stammenden Ehemann an. Im Jahr 2007, mithin im Alter von über 50 Jahren, gelang es der Beschwerdeführerin offenbar auch mühelos, nahtlos ein neues Anstellungsverhältnis zu finden und sich an einem neuen Arbeitsplatz zu integrieren (Urk. 9/11/3 und 9/15/2). Dadurch kommt hinreichend zum Ausdruck, dass sie über die erforderliche Flexibilität und Anpassungsfähigkeit verfügt, berufliche Veränderungen anzupacken. Es steht der Verwertung der verbliebenen Arbeitsfähigkeit somit nichts im Weg.
5.3
Das letzte Anstellungsverhältnis als Assistentin der Kundenberatung einer Privat
bank
wurde in gegenseitigem Einverständnis per Ende Mai 2010 aufge
löst, da die Beschwerdeführerin der Wiederaufnahme der Arbeit (aus gesund
heit
lichen Gründen) auf absehbare Zeit nicht mehr gewachsen war (vgl.
Urk.
9/10/1). Seither hat sie keine neue Erwerbstätigkeit mehr aufgenommen. Unter diesen
Umständen können statistische Werte, insbesondere Tabellenlöhne der Lohn
struk
turerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik für die Festset
zung des Invalideneinkommens herangezogen werden.
Praxisgemäss können persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebs
zugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Be
schäftigungsgrad einen auf höchstens 25
%
begrenzten Leidensabzug von dem nach den LSE-
Tabellenlöhnen zu ermittelnden Invalideneinkommen rechtferti
gen, soweit anzu
nehmen ist, dass die trotz des Gesundheitsschadens verblei
bende Leistungs
fähigkeit infolge eines oder mehrerer dieser Merkmale auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen ver
wertet werden kann
(BGE 135 V 297 E. 5.2 mit Hinweisen).
In der Beschwerdeschrift wurde gerügt, die Beschwerdegegnerin habe das
Inva
li
deneinkommen
fälschlicherweise ausgehend vom standardisierten Mo
natslohn für die Verrichtung höchst anspruchsvoller und schwierigster Arbeiten und die Verrichtung selbständiger und qualifizierter Arbeiten für Frauen im Bereich Finanzdienstleistungen von
Fr.
10‘079.-- (LSE 2010, TA1, Ziffer 64,
Anforde
rungsniveau
1+2, Frauen) ermittelt (
Urk.
1 S. 11). Dem ist entgegenzuhalten, dass die Beschwerdeführerin jahrzehntelang ausschliesslich in der
Fi
nanz
dienst
leistungsbranche
tätig war und entsprechende Weiterbildungskurse, unter ande
rem an der Fachschule für Bankwirtschaft, absolvierte (
Urk.
9/1, 9/11 und 9/16). Gestützt auf die Ausführungen von
Dr.
Z._
und der Berufsberatung steht so
dann fest, dass sie – unter Verwendung der erforderlichen Hilfsmittel – in ihrer angestammten Tätigkeit wieder selbständige und qualifizierte Arbeiten mit einem Pensum von 75-80
%
verrichten kann. Unter diesen Umständen sind weder die Wahl der Wirtschaftsabteilung noch die Festsetzung des
Anforde
rungs
niveaus
zu beanstanden.
Die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit im Finanzdienstleistungssektor betrug 41.5 Stunden im Jahr 201
3.
Unter Berücksichtigung der
Nominallohn
ent
wicklung
(Index Basis 2010 = 100; 2013 = 102.9 im Bereich
Finanzdienst
leis
tungen
) ist somit von einem Einkommen von
Fr.
96‘842.-- bei einen Pensum von
75
%
im Jahr 2013 auszugehen (
Fr.
10‘079.
-- :
40 x 41.5 x 1.029 x 12 : 100 x 75).
Es bleibt die strittige Frage zu klären, ob die Beschwerdegegnerin einen
leidensbe
dingten
Abzug hätte gewähren müssen. In diesem Zusammenhang hat der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin richtig erkannt, dass das fortge
schrittene Alter im vorliegenden Fall sehr wohl ins Gewicht fällt
(
Urk.
1 S.
15), da hier nicht bloss die Verrichtung von Hilfsarbeiten zur Diskussion steht, welche altersunabhängig nachgefragt wird (vgl. anstatt Vieler das Urteil des
Bun
desgerichts 8C_450/2016 vom
6.
Oktober 2016 E. 5.3.2 mit Hinweisen). In der angestammten Tätigkeit der Beschwerdeführerin kann sich das Alter durch
aus lohnsenkend auswirken, nicht nur weil überdurchschnittlich hohe Sozial
versi
cherungsbeiträge zu entrichten sind. Es ist indessen auch zu berück
sichtigen, dass im Bereich der Finanzdienstleistungen, insbesondere bei der Anlage- und Vermögensberatung, langjährige Erfahrung und Vertrauens
würdig
keit geschätzt werden, welche ältere Personen im besonderen Masse aus
strahlen. Der
Be
schwerdegegnerin
ist sodann beizupflichten, dass die Beschwer
de
führerin an ihrem letzten Arbeitsplatz über keine langjährige Betriebs
zu
ge
hörigkeit ver
fügte, sie konnte dafür auf ihre langjährige berufliche Praxis zählen. Die Letzt
genannte kann sie unverändert nutzen. Seit ihrer Geburt besitzt die Beschwer
deführerin, welche mehrere Sprachen beherrscht, das Schweize
rische Bürger
recht. Mit einem Pensum von 75-80 Prozent kann sie noch einen Beschäfti
gungsgrad ausüben, der zwar unter den Begriff „Teilzeitarbeit“ fällt, sich aber nicht massgeblich auf die Lohnhöhe auswirkt. Rechnung zu tragen ist insbeson
dere der durch den Hilfsmittelgebrauch bedingten Verlangsamung im
Ar
beitsalltag
, die von der Berufsberatung ausdrücklich als einschränkend erwähnt wurde (
Urk.
9/48/12). Schliesslich ist an dieser Stelle erneut festzu
halten, dass kein erhöhtes Risiko für krankheitsbedingte Ausfälle besteht. Ein solches wäre rechtsprechungsgemäss ohnehin nicht abzugsrelevant (vgl. die Urteile des Bun
desgerichts 8C_450/2016 vom
6.
Oktober 2016 E. 5.3.
3.
und 8C_144/2010 vom
4.
August 2010 E. 5.3, je mit Hinweisen). Unter Würdigung der gesamten mass
gebenden Umstände erscheint ein Abzug von insgesamt 15
%
gerechtfertigt. Bei der Invaliditätsbemessung ist folglich von einem hypo
thetischen
Invalidenein
kommen
von
Fr.
82‘316.-- im Jahr 2013 auszu
gehen.
6.
Gemäss der Auskunft der ehemaligen Arbeitgeberin hätte die Beschwerdeführe
rin ohne Eintritt des Gesundheitsschadens im Jahr 2013 ein Einkommen von
Fr.
127‘534.-- erzielt (
Urk.
9/45/21). Dieser Betrag ist als hypothetisches
Valideneinkommen
dem hypot
hetischen Invalideneinkommen von
Fr.
82‘316.-- ge
genüberz
ustellen. Daraus resultiert ein
Minderverdienst von Fr. 45‘218.-- und ein Invaliditätsgrad von 35,45
%
, der keinen Rentenanspruch mehr zu begrün
den vermag. Es erweist sich deshalb als korrekt, dass die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin ab dem
1.
Oktober 2013 keine Invalidenrente
mehr
zugespro
chen hat. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.
7.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem
Verfahrens
aufwand
und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 1‘000.-- festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 800.-- festzusetzen. Entspre
chend dem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten der unterliegenden Beschwerde
führerin aufzuerlegen.