Decision ID: d6cc9bc7-d84f-506f-8c3d-6de480ed00ad
Year: 2009
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
H._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Andres Büsser, Marktgasse 20, 9000 St. Gallen,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
Rente (Rentenbeginn)
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Sachverhalt:
A.
A.a H._ meldete sich am 4. Februar 1996 zum Bezug von IV-Leistungen
(Berufsberatung, Umschulung auf eine neue Tätigkeit, Arbeitsvermittlung und Rente) an
(act. G 5.3). Am 27. November 1997/19. Februar 1998 sprach die IV-Stelle dem
Versicherten mit Wirkung ab 1. Oktober 1996 befristet bis 30. November 1997 (Beginn
der beruflichen Abklärungsmassnahme) eine halbe Invalidenrente zu (act. G 5.26 und
5.32). In der Folge gewährte die IV-Stelle dem Versicherten berufliche Massnahmen
vom 1. Dezember 1997 bis 13. März 1998 (act. G 5.30) bzw. vom 14. März 1998 bis 13.
März 1999, letzteres in Form einer Umschulung im Bereich der Metallbearbeitung und
Montage (act. G 5.40). Mit Verfügung vom 2. Juni 1999 wies die IV-Stelle das Begehren
des Versicherten um eine Invalidenrente ab, da er gemäss ihren Abklärungen im
umgeschulten Beruf zu 100% arbeitsfähig sei; sein Invaliditätsgrad betrage 18.4% (act.
G 5.54). Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur.
Andreas Büsser, am 28. Juni 1999 Rekurs (act. G 5.58, 5.64). In der Folge widerrief die
IV-Stelle die angefochtene Verfügung und stellte weitere Abklärungen in Aussicht (act.
G 5.68), weshalb das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen das
Rekursverfahren am 18. Oktober 1999 abschrieb (act. G 5.69).
A.b Nach der Vornahme weiterer Abklärungen wies die IV-Stelle das Begehren des
Versicherten um berufliche Massnahmen mit Verfügung vom 2. Oktober 2000 ab. Mit
der Umschulung zum Metallarbeiter vom 14. März 1998 bis 13. März 1999 sei er
beruflich hinreichend ausgebildet worden. Weitere berufliche Massnahmen seien
invaliditätsbedingt nicht erforderlich (act. G 5.106). Mit Verfügung vom 3. Oktober 2000
wies die IV-Stelle auch das Rentengesuch des Versicherten ab, da er in einer
adaptierten Tätigkeit zu 100% arbeitsfähig sei; sein Invaliditätsgrad betrage 28% (act.
G 5.107). Gegen diese beiden Verfügungen erhob der Vertreter des Versicherten am 2.
November 2000 Beschwerde bzw. Rekurs (act. G 5.111, 5.113). Mit Entscheid vom 24.
April 2001 wies das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen den Rekurs gegen die
Verfügung vom 3. Oktober 2000 vollumfänglich ab. Den Rekurs gegen die Verfügung
vom 2. Oktober 2000 hiess es teilweise gut und wies die Sache zur Weiterführung der
beruflichen Eingliederung im Sinne der Erwägungen an die IV-Stelle zurück (act. G
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5.119). Die gegen diesen Entscheid gerichtete Verwaltungsgerichtsbeschwerde des
Versicherten wies das Eidgenössische Versicherungsgericht mit Urteil vom 3.
Dezember 2003 ab (act. G 5.121).
B.
B.a Am 27. Juli 2004 erteilte die IV-Stelle, gestützt auf den Entscheid des kantonalen
Versicherungsgerichts vom 24. April 2001, einen Abklärungsauftrag betreffend
berufliche Massnahmen (act. G 5.124). Mit Schreiben vom 16. November 2004 teilte Dr.
med. A._, FMH Chirurgie, der IV-Stelle mit, der Versicherte habe sich am 9.
September 2004 einer Rückenoperation unterziehen müssen und stehe zur Zeit in
physiotherapeutischer Nachbetreuung. Seit 9. September 2004 bestehe eine 100%ige
Arbeitsunfähigkeit. Die Rehabilitation dürfte gut sechs Monate benötigen (act. G 5.125).
Auf Anfrage der IV-Stelle teilte Dr. A._ am 1. März 2005 mit, ein "Stady State" sei
noch nicht gegeben. Bis zum Ende des zweiten Quartals 2005 erachte er die
Arbeitsfähigkeit und somit auch die Eingliederungsfähigkeit als nicht gegeben (act. G
5.128).
B.b Im Arztbericht vom 5. Juli 2005 stellte die Klinik Valens, wo sich der Versicherte
vom 5. bis 30. April 2005 stationär aufgehalten hatte, folgende Diagnosen mit
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit: 1. ein lumbospondylogenes Schmerzsyndrom links
mit/bei Status nach Diskushernienoperation L4/5 und L5/S1 links am 09.09.04, Status
nach Wundrevision am 16.12.04, ausgeprägter muskulärer Dysbalance,
Wirbelsäulenfehlform und -fehlhaltung, Status nach fraktionierter periduraler Infiltration
mittels Schmerzkatheter 02/2004 sowie 2. eine rezidivierende depressive Störung,
gegenwärtig mittelgradige Episode mit somatischem Syndrom. Während des
Klinikaufenthalts und anschliessend für weitere vier bis sechs Wochen bestehe eine
0%ige Arbeitsfähigkeit (act. G 5.133).
B.c Am 11. und 12. April 2006 wurde der Versicherte durch die MEDAS Zentralschweiz
(nachfolgend: MEDAS) internistisch, psychiatrisch und rheumatologisch untersucht und
begutachtet. Im Gutachten vom 22. Juni 2006 wurden folgende Diagnosen mit
wesentlicher Einschränkung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit gestellt: 1. ein
chronifiziertes, therapierefraktäres lumbospondylogenes Schmerzsyndrom links bei
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Osteochondrose L5/S1 mit segmentaler Gefügelockerung, beginnender
Osteochondrose L4/5, Beckentiefstand rechts, Status nach Operation der
Diskushernien L4/5 und L5/S1 (09.09.04) und Revisionsoperation bei Fistel-/
Serombildung (16.12.04) sowie 2. eine rezidivierende Depression, unter Therapie
teilweise remittiert, aktuell leichte Episode ohne somatisches Syndrom bei
psychologischen Faktoren oder Verhaltensfaktoren bei andernorts klassifizierten
Erkrankungen, mit unübersehbarer Verdeutlichungstendenz. Für die angestammte
Tätigkeit als Hilfsgärtner schätzten die Gutachter die Arbeitsfähigkeit auf 0% der Norm,
hauptsächlich aus rheumatologischen, viel weniger aus psychiatrischen Gründen. Dies
gelte auch für alle anderen mittelschweren und schweren Arbeiten, währenddem die
Arbeitsfähigkeit für körperlich leichte, wechselbelastende Tätigkeiten 70% der Norm
betrage, wobei hier ausschliesslich die psychiatrischen Befunde die Grenzen setzten
(act. G 5.141).
B.d Im Schlussbericht vom 27. Oktober 2006 hielt der Eingliederungsberater fest, der
Versicherte sei sechs Tage nach einem Vorstellungsgespräch hinsichtlich beruflicher
Massnahmen in die Psychiatrische Klinik Wil eingewiesen worden, weshalb momentan
keine beruflichen Massnahmen durchgeführt werden könnten und er den Fall seitens
der Eingliederungsberatung abschliesse (act. G 5.151). Im Arztbericht vom 18.
Dezember 2006 stellte die Psychiatrische Klinik Wil - neben somatischen Diagnosen -
folgende Diagnosen: 1. eine rezidivierende depressive Störung, derzeit schwere
depressive Episode mit akuter Suizidalität, ohne psychische Symptome (ICD-10: F33.2)
seit 2003, 2. eine anhaltende somatoforme Störung (ICD-10: F45.4) sowie 3. eine
anhaltende Persönlichkeitsänderung nach psychischer Krankheit, hier chronisches
Schmerzerleben (ICD-10: F62.0). Die bisherige Tätigkeit sei dem Versicherten nicht
mehr zumutbar. Allenfalls könne er leichte Beschäftigungen mit einfachen
überschaubaren Handlungsabläufen, bimanuell, wie beispielsweise in einer
geschützten Werkstatt ohne nennenswerte Lärmexposition mit der Möglichkeit, frei
eine Wechselhaltung Stehen/Sitzen/Laufen einzunehmen, ausüben. Eine solche
Tätigkeit wäre maximal zwei mal zwei Stunden pro Tag zumutbar, wobei der
Versicherte ca. alle 30 Minuten Entspannungssequenzen von etwa zehnminütiger
Dauer benötige (act. G 5.155).
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B.e Am 26. April 2007 schloss die IV-Stelle die Arbeitsvermittlung ab (act. G 5.164). Mit
Vorbescheid vom 27. April 2007 stellte die IV-Stelle dem Versicherten in Aussicht, dass
er ab 1. April 2007 Anspruch auf eine halbe Invalidenrente habe (act. G 5.166).
Hiergegen erhob der Vertreter des Versicherten am 21. Mai 2007 Einwand und
beantragte, es sei diesem ab gesetzlichem Zeitpunkt eine ganze Invalidenrente
zuzusprechen (act. G 5.171). Am 4. Juni 2007 reichte er der IV-Stelle den
Abschlussbericht der Psychiatrischen Klinik Wil vom 29. Mai 2007 ein. Darin gingen die
Ärztinnen und Ärzte nach Abschluss einer siebenmonatigen Behandlung von einer
langfristigen 100%igen Arbeitsunfähigkeit aus. Allenfalls wäre eine leichte
Beschäftigung an einem geschützten Arbeitsplatz ohne nennenswerte Lärmexposition
mit der Möglichkeit, jederzeit Pausen einzulegen, und der Möglichkeit des Wechselns
zwischen Stehen/Sitzen/Laufen mit einem zeitlichen Pensum von maximal zwei mal
zwei Stunden pro Tag zumutbar (act. G 5.173).
B.f Am 28. und 29. August 2007 wurde der Versicherte erneut von der MEDAS
Zentralschweiz untersucht und begutachtet. Im Gutachten vom 19. September 2007
wurden folgende Diagnosen mit wesentlicher Einschränkung der zumutbaren
Arbeitsfähigkeit gestellt: 1. eine rezidivierende Depression, gegenwärtig trotz Therapie
schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10: F33.2), 2. ein
chronifiziertes lumbospondylogenes Schmerzsyndrom links mit/bei Status nach
Diskushernienoperationen L4/5 und L5/S1 am 09.09.04, Status nach Revision bei
Fistel-/Serombildung am 16.12.04, Osteochondrose L5/S1 mit segmentaler
Gefügelockerung, beginnender Osteochondrose L4/5, muskulärer Dysbalance und
Dekonditionierung sowie Haltungsinsuffizienz, psychischer Überlagerung:
psychologische Faktoren oder Verhaltensfaktoren bei andernorts klassifizierten
Krankheiten (ICD-10: F54) sowie 3. eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung
(ICD-10: F45.5) mit/bei Kopf- und Thoraxschmerzen sowie linksseitigem
Halbseitenschmerzsyndrom ohne organisches Korrelat am Bewegungsapparat. In der
zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Hilfsgärtner erachteten die Gutachter den Versicherten
weiterhin als nicht arbeitsfähig. Bei einer körperlich leichten, wechselbelastenden
Tätigkeit ohne länger dauernde Arbeiten mit vorgeneigtem oder abgedrehtem
Oberkörper schätzten sie für den Versicherten eine theoretische Arbeitsfähigkeit von
etwa 10%. Dabei sei von einer maximalen Präsenzzeit von 50% und einer
Leistungsfähigkeit von 25% auszugehen. Die Verwertung dieser Restarbeitsfähigkeit
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sei nur im geschützten Rahmen möglich. In der freien Wirtschaft sei der Versicherte zur
Zeit auch für alternative Tätigkeiten zu 100% arbeitsunfähig (act. G 5.187).
B.g Mit neuerlichem Vorbescheid vom 4. Dezember 2007 stellte die IV-Stelle dem
Versicherten die Zusprache einer ganzen Invalidenrente per 1. April 2007 in Aussicht
(act. G 5.193). Hiergegen erhob der Vertreter des Versicherten am 8. Januar 2008
Einwand und beantragte, der Rentenbeginn der ganzen Invalidenrente sei auf den 1.
September 2005 festzusetzen (act. G 5.195). Mit Verfügung vom 6. August 2008 sprach
die IV-Stelle dem Versicherten mit Wirkung ab 1. April 2007 eine ganze Invalidenrente
zu (act. G 5.200).
C.
C.a Mit Eingabe vom 5. September 2008 erhebt der Vertreter des Versicherten
Beschwerde und beantragt, die Verfügung vom 6. August 2008 sei in Bezug auf den
festgesetzten Rentenbeginn aufzuheben. Der Rentenbeginn sei auf den gesetzmässig
richtigen Zeitpunkt festzusetzen, eventualiter auf den 1. September 2005. Zur
Begründung bringt er im Wesentlichen vor, der Beschwerdeführer sei bereits seit dem
Jahr 2004 in permanenter medizinischer Heilbehandlung mit lückenlosen
Arbeitsunfähigkeitsattesten zu je 100%. Die erste Beurteilung durch die MEDAS
Zentralschweiz, anlässlich welcher dem Beschwerdeführer eine 70%ige
Arbeitsfähigkeit attestiert worden sei, habe sich rückwirkend als zu positiv
herausgestellt. Es sei ausgewiesen, dass der Beschwerdeführer schon im September
2004 eine schwere Depression mit Somatisierung aufgewiesen habe und in der Folge
von den Ärzten permanent als arbeitsunfähig beurteilt worden sei. Die Erwerbsfähigkeit
sei offensichtlich nach einem Jahr permanenter Arbeitsunfähigkeit, d.h. ab September
2005, nicht mehr gegeben. Entsprechend habe die Berentung ab jenem Zeitpunkt
einzusetzen und nicht erst im April 2007. Der Bericht des MEDAS-Psychiaters vom
April 2006 dürfe angesichts der effektiven Krankheitsentwicklung ohne weiteres als
falsch erkannt werden (act. G 1).
C.b Mit Beschwerdeantwort vom 9. Dezember 2008 beantragt die
Beschwerdegegnerin, die Beschwerde sei teilweise gutzuheissen und es sei
festzustellen, dass von September 2005 bis Juni 2006 bei einem Invaliditätsgrad von
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100% Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, von Juli bis Dezember 2006 bei einem
Invaliditätsgrad von 45% Anspruch auf eine Viertelsrente und ab Januar 2007 bei
einem Invaliditätsgrad von 100% wiederum Anspruch auf eine ganze Invalidenrente
bestehe. Zur Begründung macht sie im Wesentlichen geltend, aufgrund des
medizinischen Sachverhalts müsse davon ausgegangen werden, dass der
Beschwerdeführer in der für den Beginn des Wartejahrs massgebenden Tätigkeit als
Hilfsgärtner/Metallarbeiter seit der Rückenoperation am 9. September 2004 stets zu
100% arbeitsunfähig gewesen sei. Demnach sei das Wartejahr Ende August 2005
abgelaufen. Der Beginn eines allfälligen Rentenanspruchs sei deshalb auf 1. September
2005 festzusetzen. Bei der psychiatrischen MEDAS-Abklärung am 12. April 2006 sei
eine 30%ige Arbeitsunfähigkeit festgestellt worden; diese Beurteilung könne entgegen
der Auffassung des Beschwerdeführers nicht als falsch angesehen werden. Der
Beschwerdeführer sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit spätestens Anfang April
2006 zu 70% arbeitsfähig gewesen. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung
könne sich die Verbesserung des psychischen Gesundheitszustands erst nach drei
Monaten, d.h. ab Juli 2006 rentenherabsetzend auswirken. Am 5. Oktober 2006 sei der
Beschwerdeführer aus eigenem Antrieb in die Psychiatrische Klinik Wil eingetreten; ab
dann sei eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit aus psychischen Gründen dokumentiert (act.
G 5).
C.c Mit Replik vom 22. Januar 2009 macht der Vertreter des Beschwerdeführers
geltend, es sei für die ganze Zeit ab September 2005 von einer 100%igen Invalidität
bzw. einem Anspruch auf eine ganze Rente auszugehen. Die Auffassung der MEDAS,
wonach im April 2006 eine 70%ige Arbeitsfähigkeit bestanden haben soll, sei nicht
überzeugend. Vorliegend sei nicht erstellt, dass sich zwischen April 2006 und Oktober
2006 eine Verbesserung der Erwerbsfähigkeit ergeben habe, die drei Monate
angedauert habe und voraussichtlich weiterhin andauern würde. Selbst wenn im April
2006 kurzzeitig eine "Aufhellung" vorgelegen hätte, so wäre diese auch nach Meinung
des MEDAS-Psychiaters "schleichend" wieder abgeklungen (act. G 7).
C.d Die Beschwerdegegnerin verzichtet auf das Einreichen einer Duplik (act. G 9).

Erwägungen:
1.
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Am 1. Januar 2008 sind die im Zuge der 5. IV-Revision revidierten Bestimmungen des
Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20), der Verordnung über
die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) und des Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) in Kraft getreten. In
materiellrechtlicher Hinsicht gilt jedoch der allgemeine übergangsrechtliche Grundsatz,
dass der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen sind, die bei Erlass des
angefochtenen Entscheids respektive im Zeitpunkt gegolten haben, als sich der zu den
materiellen Rechtsfolgen führende Sachverhalt verwirklicht hat (vgl. BGE 127 V 467 E.
1, 126 V 136 E. 4b, je mit Hinweisen). Die angefochtene Verfügung erging am 6. August
2008, wobei ein Sachverhalt zu beurteilen ist, der vor dem Inkrafttreten der revidierten
Bestimmungen der 5. IV-Revision am 1. Januar 2008 begonnen hat. Daher und
aufgrund dessen, dass der Rechtsstreit eine Dauerleistung betrifft, über welche noch
nicht rechtskräftig verfügt wurde, ist entsprechend den allgemeinen
intertemporalrechtlichen Regeln für die Zeit bis 31. Dezember 2007 auf die damals
geltenden Bestimmungen und ab diesem Zeitpunkt auf die neuen Normen der 5. IV-
Revision abzustellen (vgl. zur 4. IV-Revision: BGE 130 V 445 ff.; Urteil des
Bundesgerichts vom 7. Juni 2006, I 428/04, E. 1).
2.
2.1 Unter Invalidität wird die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde
ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit verstanden (Art. 8 ATSG). Erwerbsunfähigkeit
ist dabei der durch eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit
verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze
oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden
ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). Der Grad der für einen allfälligen
Rentenanspruch massgebenden Invalidität wird gemäss Art. 16 ATSG durch einen
Einkommensvergleich ermittelt, bei dem das Einkommen, das die versicherte Person
nach dem Eintritt der Invalidität und nach der Durchführung der notwendigen und
zumutbaren Eingliederungsmassnahmen bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen
könnte (zumutbares Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt wird zum Einkommen,
das die versicherte Person erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre
(Valideneinkommen). Nach aArt. 28 Abs. 1 IVG besteht Anspruch auf eine ganze
Invalidenrente, wenn die versicherte Person mindestens zu 70%, auf eine
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Dreiviertelsrente, wenn sie wenigstens zu 60% invalid ist. Liegt ein Invaliditätsgrad von
mindestens 50% vor, so besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem IV-Grad
von mindestens 40% auf eine Viertelsrente. Dieselbe Abstufung gilt auch nach der ab
1. Januar 2008 geltenden Gesetzgebung.
2.2 Der Eintritt des Rentenfalls wird durch aArt. 29 Abs. 1 IVG geregelt. Der
Rentenanspruch entsteht frühestens in dem Zeitpunkt, in dem der Versicherte
mindestens zu 40% bleibend erwerbsunfähig (Art. 7 ATSG) geworden ist (lit. a) oder
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens zu
40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen war (lit. b).
2.3 Im Falle einer rückwirkenden Rentenfestsetzung ist es unter Umständen notwendig,
den Invaliditätsgrad für verschiedene zurückliegende Zeitabschnitte nach Massgabe
der jeweiligen Erwerbsunfähigkeit unterschiedlich hoch zu bemessen. Bei der
rückwirkenden stufenweisen Rentenzusprache richtet sich der Zeitpunkt einer
Rentenherabsetzung oder -aufhebung ausschliesslich nach Art. 88a Abs. 1 IVV,
derjenige einer Erhöhung nach Art. 88a Abs. 2 IVV. Art. 88 Abs. 2 IVV findet keine
Anwendung (vgl. BGE 106 V 16; BGE 109 V 125). Nach Art. 88a Abs. 1 IVV ist die
anspruchsbeeinflussende Änderung bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit für
die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an zu
berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere
Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne
wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat und voraussichtlich weiterhin
andauern wird. Nach Art. 88a Abs. 2 IVV ist die anspruchsbeeinflussende Änderung bei
einer Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit zu berücksichtigen, sobald sie ohne
wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat. aArt. 29 IVV ist sinngemäss
anwendbar.
2.4 Um das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit beurteilen und somit den Invaliditätsgrad
bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf
Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur
Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den
Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang
und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V
bis
bis
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261 E. 4). Das Gericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und
demnach zu prüfen, ob die vorliegenden Beweismittel eine zuverlässige Beurteilung
des strittigen Leistungsanspruchs gestatten. Die Rechtsprechung hat es mit dem
Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimmte
Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung
aufzustellen (BGE 125 V 351 E. 3b). Das im Rahmen des Verwaltungsverfahrens
eingeholte Gutachten von externen Spezialärzten, welche aufgrund eingehender
Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht
erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen,
besitzt bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft, solange nicht konkrete Indizien
gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b/bb).
3.
3.1 Vorliegend geht aus den Akten hervor und ist im Übrigen nicht (mehr) bestritten,
dass der Beschwerdeführer von September 2004 bis März 2006 (vgl.
Zusammenstellung in act. G 5.141-8 ff.) sowie seit Oktober 2006 (vgl. act. G 5.155,
5.173, 5.187-15) in der freien Wirtschaft zu 100% arbeitsunfähig war bzw. ist und
dementsprechend für die Zeit vom 1. September 2005 bis 30. Juni 2006 sowie ab 1.
Januar 2007 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente hat. Umstritten und zu prüfen ist
demgegenüber der Rentenanspruch des Beschwerdeführers für die Zeit vom 1. Juli bis
31. Dezember 2006.
3.2 Die Beschwerdegegnerin macht in diesem Zusammenhang geltend, gemäss den
Angaben der Ärzte der Klinik Valens hätten bei Beendigung des stationären Aufenthalts
des Beschwerdeführers am 30. April 2005 eine mittelschwere depressive Störung
sowie eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung bestanden. Diese hätten dem
Beschwerdeführer deswegen eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit aus psychischen
Gründen attestiert. Bei der psychiatrischen Abklärung in der MEDAS am 12. April 2006
habe der psychiatrische Sachverständige eine rezidivierende Depression unter
Therapie, gegenwärtig leichte Episode festgestellt, der er eine 30%ige Einschränkung
der Arbeitsfähigkeit zugemessen habe. Mit überwiegender Wahrscheinlichkeit sei der
Beschwerdeführer spätestens seit Anfang April 2006 (12 Tage vor der psychiatrischen
Abklärung) zu 70% arbeitsfähig gewesen. Für die Zeit davor sei aufgrund der Angaben
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der Klinik Valens von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit aus psychischen Gründen
auszugehen. Nach der Rechtsprechung müssten einer rückwirkend abgestuften Rente
Revisionsgründe unterlegt sein, wobei sich der Zeitpunkt einer Heraufsetzung nach Art.
88a IVV bestimme. Dies bedeute vorliegend, dass sich die ab April 2006 aufgrund der
gutachterlich festgestellten Verbesserung des psychischen Gesundheitszustands
bestehende 70%ige Arbeitsfähigkeit erst nach drei Monaten, d.h. ab Juli 2006
rentenherabsetzend auswirken könne. Am 5. Oktober 2006 sei der Beschwerdeführer
aus eigenem Antrieb in die Psychiatrische Klinik Wil eingetreten. Ab dann sei eine
100%ige Arbeitsunfähigkeit aus psychischen Gründen dokumentiert. Der
psychiatrische Sachverständige der MEDAS sei anlässlich der Verlaufsbegutachtung
am 12. September 2007 ebenfalls von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit ab dem
Klinikeintritt ausgegangen. Diese aufgrund einer erheblichen Verschlechterung des
depressiven Zustandsbilds anzunehmende vollständige Arbeitsunfähigkeit wirke sich
demnach ab Januar 2007 rentenerhöhend aus.
3.3 Der Beschwerdeführer hält dem entgegen, die Auffassung der MEDAS, wonach im
April 2006 eine 70%ige Arbeitsfähigkeit bestanden habe, sei nicht überzeugend, weil
sie aufgrund einer einmaligen Sitzung und Exploration mit dem damals bereits massiv
psychisch erkrankten Beschwerdeführer begründet werde. Die Auffassung der MEDAS
stehe sowohl mit dem Befund der Klinik Valens vom 2. Juni 2005 als auch mit der
Auffassung der nachbehandelnden Fachärztin Dr. med. B._ in Widerspruch. Weiter
sei zu beachten, dass der MEDAS-Psychiater seine eigene Auffassung vom April 2006
im Bericht vom September 2007 selber relativiere und neu angebe, dass sich die
Arbeitsfähigkeit seit der Untersuchung vom 12. April 2006 schleichend verschlechtert
habe. Im vorliegenden Fall sei nicht erstellt, dass sich zwischen April und Oktober 2006
eine Verbesserung der Erwerbsfähigkeit ergeben habe, die drei Monate angedauert
habe und voraussichtlich weiterhin andauern würde.
3.4 Das MEDAS-Gutachten vom 22. Juni 2006 beruht auf eigenständigen
interdisziplinären Abklärungen, mithin auf allseitigen Untersuchungen und ist damit für
die streitigen Belange umfassend. Es wurden die Vorakten verwertet und die vom
Beschwerdeführer geklagten Beschwerden berücksichtigt. Das Gutachten leuchtet in
der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der
medizinischen Situation ein. Vor diesem Hintergrund vermögen auch die darin
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enthaltenen Schlussfolgerungen, namentlich die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in
einer adaptierten Tätigkeit, – entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers – zu
überzeugen. Das Gutachten erfüllt mithin alle praxisgemässen Kriterien für
beweiskräftige Gutachten (vgl. BGE 125 V 352 E. 3a), so dass grundsätzlich darauf
abzustellen ist. Daran ändert auch nichts, dass die Gutachter keine Rücksprache mit
Dr. B._ genommen haben, bei welcher der Beschwerdeführer damals in Behandlung
war. Bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit durch die MEDAS handelt es sich jedoch
lediglich um eine "Momentaufnahme", fanden doch die rheumatologische und die
psychiatrische Untersuchung beide am selben Tag statt (vgl. act. G 5.141-22 f.). Zwar
ist eine auf die MEDAS-Begutachtung folgende 100%ige Arbeitsunfähigkeit erst ab
dem Eintritt in die Psychiatrische Klinik Wil in den Akten dokumentiert, doch kann mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass sich der
psychische Gesundheitszustand des Beschwerdeführers bereits vor dem Klinikeintritt
erheblich verschlechtert hat, erscheint es doch unwahrscheinlich, dass seine
Arbeitsfähigkeit "von einem Tag auf den andern" von 70% auf 0% gesunken bzw. die
leichte zu einer schweren Depression geworden sein soll. Entsprechend führte der
MEDAS-Psychiater im Verlaufsgutachten vom 19. September 2007 zum Beginn der
Arbeitsunfähigkeit denn auch aus, aufgrund der Akten und der Anamnese könne davon
ausgegangen werden, dass sich der Gesundheitszustand und damit die
Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers verglichen mit seiner (des MEDAS-Psychiaters)
letzten Untersuchung vom 12. April 2006 schleichend verschlechtert habe. Der
Zeitpunkt der Verschlechterung von 50% auf 100% Arbeitsunfähigkeit könne auf
Anfang Oktober, d.h. etwa auf den Klinikeintritt, festgelegt werden (act. G 5.187-29). Da
dem Beschwerdeführer im April 2006 noch eine 70%ige Arbeitsfähigkeit attestiert
worden war (act. G 5.141-26), hat sein Gesundheitszustand somit bereits vor Oktober
zumindest zu einer 50%ige Arbeitsunfähigkeit geführt. Auch Dr. med. C._, Facharzt
für Arbeitsmedizin, vom Regionalen Ärztlichen Dienst der Invalidenversicherung hatte in
seiner Stellungnahme vom 3. April 2007 an die Beschwerdegegnerin ausgeführt,
medizinisch-theoretisch sei der Beginn der verschlechterten langdauernden
Erkrankung zwischen April und Oktober 2006 anzusiedeln. Am 1. September 2006
hätten sie vom Eingliederungsberater erfahren, dass eine Verschlechterung eingetreten
sei. Das heisse, dass sich der unklare Zeitraum auf April bis August 2006 eingrenzen
lasse. Es sei nun denkbar, dass sich die Verschlechterung mit der MEDAS-
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Begutachtung und dem rentenausschliessenden Ergebnis im April 2006 einleite. Als
Beginn der Verschlechterung könne daher frühestmöglich April 2006 angenommen
werden. Streng genommen wäre mit der Hospitalisation im Oktober 2006 (in der
Psychiatrischen Klinik Wil) auch dieser Termin denkbar. Präzisere Angaben könne er
nicht machen (act. G 5.158). Auf die vom Beschwerdeführer beantragte Einholung
eines Arztberichts von Dr. B._ kann in diesem Zusammenhang verzichtet werden,
sind davon doch keine weiterführenden Erkenntnisse zu erwarten. Dies umso weniger,
als aufgrund der Akten davon ausgegangen werden muss, dass der Beschwerdeführer
nur bis im Frühjahr 2006 bei ihr in Behandlung war (vgl. act. G 7.1).
Aus dem Gesagten geht klar hervor, dass die Verschlechterung des psychischen
Gesundheitszustands und damit der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers zeitlich
nicht genau fixiert werden kann. Es ist mit dem MEDAS-Psychiater davon auszugehen,
dass sich die Verschlechterung schleichend vollzogen hat. Damit lag jedoch mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit im April 2006 keine Verbesserung von
voraussichtlich längerer Dauer im Sinn von Art. 88a Abs. 1 IVV vor. Dass die
Verbesserung drei Monate ohne wesentliche Unterbrechung angedauert haben soll,
erscheint unwahrscheinlich, doch selbst wenn dem so gewesen sein sollte, hätte nach
Ablauf dieser drei Monate nicht davon ausgegangen werden können, dass die
Verbesserung weiterhin andauern würde. Damit sind die Voraussetzungen für eine
Herabsetzung des Rentenanspruchs des Beschwerdeführers nicht erfüllt.
Entsprechend hat der Beschwerdeführer ab 1. September 2005 Anspruch auf eine
ganze Invalidenrente.
4.
4.1 Im Sinne der obigen Erwägungen ist die Beschwerde gutzuheissen. Die
angefochtene Verfügung vom 6. August 2008 ist aufzuheben und dem
Beschwerdeführer ist mit Wirkung ab 1. September 2005 eine ganze Invalidenrente
zuzusprechen. Die Sache ist zur Festsetzung und Ausrichtung der geschuldeten
Leistungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
4.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis
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Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--
erscheint als angemessen. Da die Beschwerdegegnerin unterliegt, hat sie die
Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen. Dementsprechend ist der vom
Beschwerdeführer geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- zurückzuerstatten.
4.3 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei
Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom
Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der
Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen
(Art. 61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor
Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.--
bis Fr. 12'000.--. Im vorliegenden Fall hat der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers
am 22. Januar 2009 eine Kostennote über Fr. 4'196.40 (wovon Fr. 3'750.-- Honorar)
eingereicht (act. G 7.2). Diese erscheint angesichts der umfangreichen Akten als
angemessen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG