Decision ID: a667dfa0-7bdc-504e-adae-ed06eb9522e9
Year: 2009
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Die Beschwerdeführerin verliess nach eigenen Angaben ihren  D._ (andere Schreibweise: E._), Provinz F._, ungefähr im Oktober 2001 und gelangte über G._ innerhalb eineinhalb Monate nach Nepal und von dort auf dem Luftweg und schliesslich in einem Auto am 12. Dezember 2001 in die Schweiz, wo sie gleichentags ein Asylgesuch stellte.
Anlässlich der Erstbefragung in der H._ vom 13. Dezember 2001 und der Anhörung durch die zuständige kantonale Behörde vom 27. Mai 2002 machte die Beschwerdeführerin ohne Einreichung von Identitätsdokumenten im Wesentlichen geltend, chinesische  tibetischer Volkszugehörigkeit zu sein und sich von ihrer  an bis zu ihrer Ausreise im Oktober 2001 ständig im Dorf D._aufgehalten zu haben. Ohne sich politisch betätigt zu haben und – abgesehen von gelegentlichen behördlichen Kontrollen – ohne weiter behelligt worden zu sein, habe sie wegen den grundsätzlich eingeschränkten Freiheiten unter der chinesischen Oberherrschaft zusammen mit ihrem Bruder und mit Hilfe eines Schleppers ihren Herkunftsort verlassen. In G._habe sie ihre Identitätskarte („Sepenthi“), die vor langer Zeit auf Antrag ihrer Eltern ausgestellt worden sei, dem Schlepper abgeben müssen (vgl. BFM- Protokoll A3, S. 3).
B. Der Beschwerdeführer verliess nach eigenen Angaben seinen  D._ ungefähr im August/September 2002 und gelangte über G._ innerhalb zirka eines Monates via I._und K._ auf dem Luftweg nach Europa und schliesslich mit einem Auto am 6. Oktober 2002 in die Schweiz, wo er gleichentags ein Asylgesuch stellte.
Anlässlich der Erstbefragung im L._ vom 24. Oktober 2002 und der Anhörung durch die zuständige kantonale Behörde vom 22. Juli 2003 machte der Beschwerdeführer, ebenfalls ohne Einreichung von Identitätsdokumenten, im Wesentlichen geltend, chinesischer Staatsangehöriger tibetischer Volkszugehörigkeit zu sein und sich von seiner Geburt an bis zur Ausreise im September 2002 ständig im Dorf D._ aufgehalten zu haben. Er habe, ohne sich politisch betä-
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tigt zu haben und jemals festgenommen worden zu sein, unter der  Herrschaft, insbesondere der damit verbundenen fehlenden Religionsfreiheit, gelitten. Im Weiteren hätten ihn chinesische Beamte nach der Ausreise seiner Ehefrau zweimal während seiner  zuhause aufgesucht und sich bei seinem Vater nach deren  erkundigt. Später seien die chinesischen Sicherheitsbeamten auch in seiner Anwesenheit nach Hause gekommen und hätten ihn und seinen Vater unter dem Vorwurf, sie seien wie die Verschwundene reaktionär und hätten diese zum Dalai Lama nach Indien geschickt, geschlagen (vgl. A11, S. 5). Aus Furcht vor einer Festnahme oder  Misshandlungen sowie aufgrund der allgemeinen schwierigen  habe er sich zur Ausreise entschlossen. Als er, seine Eltern und seine beiden Kinder das Haus Richtung G._ verlassen hätten, habe er an der Tür und an der Wand Posters mit Parolen für den Dalai Lama befestigt. Während seine Familienangehörigen vorerst versteckt in G._ geblieben seien (vgl. A11, S. 5), sei er mit einem Bekannten via I._ nach K._ und von dort mit dem Flugzeug nach Europa gelangt. Er habe nie einen Pass besessen und zuvor Zawa nie verlassen; eine Person in G._, welche ihn mitgenommen habe, habe für ihn Ausweise machen lassen (“sipenten“ und „tangshiten“), ihm diese dann gegeben und in Nepal wieder abgenommen (vgl. A11, S. 3).
C. Am 24. und 25. August 2004 führte ein Experte der Fachstelle Lingua im Auftrag des BFM mit den Beschwerdeführenden eine  Herkunftsanalyse durch und gelangte in seinem  vom 3. November 2004 zum Schluss, die  seien eindeutig tibetischer Ethnie, indessen sei eine zur  ausserhalb Tibets erfolgte Sozialisierung beziehungsweise ein  Aufenthalt ausserhalb Tibets wahrscheinlich.
D. Die Beschwerdeführenden nahmen im Rahmen des rechtlichen  mit Schreiben vom 12. Oktober 2005 Stellung zur  vom 3. November 2004.
E. Mit Schreiben vom 20. und 25. Oktober 2005 reichten die  tibetische Identitätskarten, ausgestellt am 30. November 2000 beziehungsweise 31. Dezember 2000, im Original ein mit dem
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Hinweis, sie hätten diese über die Familie der Beschwerdeführerin erhalten.
F. Mit Verfügung vom 8. Dezember 2005 wies das BFM die Asylgesuche der Beschwerdeführenden teils wegen fehlender Asylrelevanz, teils wegen Unglaubhaftigkeit ab, ordnete indessen wegen Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs deren vorläufige Aufnahme in der Schweiz an.
G. Mit Beschwerdeeingabe vom 28. Dezember 2005 an die damals  Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) beantragten die Beschwerdeführenden, der Entscheid des BFM sei aufzuheben und ihnen sei die Flüchtlingseigenschaft anzuerkennen und Asyl zu gewähren. In prozessualer Hinsicht wurde um Gewährung der  Prozessführung im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des  vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) und um Verzicht auf die Erhebung eines  ersucht.
H. Mit Verfügung vom 16. Januar 2006 verzichtete der damals zuständige Instruktionsrichter angesichts des bestehenden Sicherheitskontos auf die Erhebung eines Kostenvorschusses.
I. Im Rahmen des Vernehmlassungsverfahrens erkannte die Vorinstanz mit neuer Verfügung vom 7. Februar 2006 in teilweiser  der angefochtenen Verfügung (vgl. Art. 58 Abs. 1) den  die Flüchtlingseigenschaft zu und bestätigte – nunmehr wegen Unzulässigkeit des Wegweisungsvollzugs – deren vorläufige Aufnahme.
K. Eine Anfrage des Instruktionsrichters der ARK vom 8. Februar 2006, ob die dadurch nun teilweise gegenstandslos gewordene Beschwerde in den restlichen Punkten allenfalls zurückgezogen werde, liessen die Beschwerdeführenden unbeantwortet.
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L. Mit Verfügung des BFM vom 18. August 2006 wurden die beiden  der Beschwerdeführenden, M._und N._nach erteilter Einreisebewilligung in die vorläufige Aufnahme der Beschwerdeführenden als Flüchtlinge einbezogen.
M. Am 21. November 2008 wurde den Beschwerdeführenden vom O._ – mit Zustimmung des BFM – eine Aufenthaltsbewilligung B erteilt, womit das Beschwerdeverfahren auch in den Punkten 3 – 7 der angefochtenen Verfügung gegenstandslos wurde.
N. Aufgrund dieser veränderten Sachlage erhielten die  mit Verfügung vom 14. April 2009 erneut Gelegenheit, sich bis zum 30. April 2009 über einen allfälligen Rückzug ihrer Beschwerde zu äussern. Diese Frist liessen die Beschwerdeführenden unbenutzt .
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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht  gegen Verfügungen des BFM, welche in Anwendung des Asylgesetzes ergangen sind; das Bundesverwaltungsgericht  in diesem Bereich endgültig (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des  vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
1.2 Die bei der ARK am 31. Dezember 2006 noch hängigen  wurden per 1. Januar 2007 durch das  übernommen und werden durch dieses weitergeführt; dabei findet das neue Verfahrensrecht Anwendung (vgl. Art. 53 Abs. 2 VGG).
1.3 Die Beschwerde ist form- und fristgerecht eingereicht; die  sind legitimiert (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48, 50 und 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist somit einzutreten.
1.4 Der Gegenstand des Beschwerdeverfahrens ist nach  der Flüchtlingseigenschaft und Erteilung einer kantonalen  auf die Frage der Asylgewährung (Ziff. 2 der  Verfügung) beschränkt.
1.5 Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht können die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige  des rechtserheblichen Sachverhalts und die  gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
2.
2.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl. Als Flüchtling wird eine ausländische Person , wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, wo sie zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu  bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen  ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung von Leib, Leben oder Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen
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Druck bewirken; den frauenspezifischen Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen (Art. 3 AsylG).
2.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft  oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender  für gegeben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich  sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG).
3.
3.1 Das BMF stellte in der angefochtenen Verfügung fest, zum Einen seien die von den Beschwerdeführenden angegebenen allgemeinen Benachteiligungen und Diskriminierungen der Tibeter in China (wie die vorliegend geltend gemachten Hausdurchsuchungen und Kontrollen), mangels erforderlicher Intensität nicht asylrelevant.
Zum Anderen seien die weiteren Vorbringen der , sich von ihrer Geburt an bis zu ihrer Ausreise im Oktober 2001 beziehungsweise Spätsommer 2002 ständig im Dorf D._  zu haben und nach der Ausreise der Beschwerdeführerin  behördlichem Druck ausgesetzt gewesen zu sein, nicht als glaubhaft zu erachten.
So müssten aufgrund des Herkunftsgutachtens vom 3. November 2004, wonach zwar von einer Erstsozialisation der  in Tibet auszugehen sei, jedoch eine längere Aufenthaltsdauer ausserhalb von Tibet sehr wahrscheinlich erscheine, deren Angaben hinsichtlich ihrer Ausreisen aus Tibet im Jahre 2001 beziehungsweise 2002 bezweifelt werden. Die Entgegnungen im Rahmen des  Gehörs seien nicht geeignet, das Ergebnis des  in Frage zu stellen. Zudem seien die Angaben zu den  widersprüchlich ausgefallen. So sei die nachträglich  Identitätskarte des Beschwerdeführers am 30. November 2000 ausgestellt worden, indessen habe der Beschwerdeführer , er habe bis zu seiner endgültigen Ausreise aus Tibet im  2002 D._ nie verlassen und erst durch eine Person in G._eine Identitätskarte erhalten. Auch die Beschwerdeführerin habe im Widerspruch zum Ausstellungsdatum auf der nachträglich
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eingereichten Identitätskarte (31. Dezember 2000) angegeben, sie könne sich, da schon lange zurückliegend, nicht mehr daran erinnern, wann ihre Identitätskarte ausgestellt worden sei. Schliesslich sei das geltend gemachte Verhalten des Beschwerdeführers, vor seiner  aus seinem Heimatstaat Posters mit Parolen für den Dalai Lama sowie für ein unabhängiges Tibet an den Türen und an den Wänden seines Hauses aufgehängt zu haben, angesichts der drakonischen Strafen, welche in Tibet für oppositionelles Verhalten zum Teil verhängt würden und der Tatsache, dass die Kinder des Beschwerdeführers  seine Eltern vorerst in Tibet zurückbleiben sollten, nicht .
3.2 In ihrer Beschwerde wiesen die Beschwerdeführenden unter  darauf hin, dass entgegen der Auffassung des BFM von der  nicht erwartet werden könne, dass diese das  ihrer Identitätsdokumente auswendig kenne. Im  sei die nachträglich eingereichte Identitätskarte des  im Jahre 2000 in D._ ausgestellt worden, weshalb die Aussage des Beschwerdeführers, bis 2002 nie ausserhalb von D._ gewesen zu sein, hierzu nicht im Widerspruch stehe. Schliesslich sei es nie, wie vom BFM vermutet, von vornherein die  des Beschwerdeführers gewesen, alleine, ohne seine Eltern und Kinder, zu flüchten, weshalb sein Verhalten, vor seiner Ausreise  heikle Poster und Parolen an seinem Haus aufzuhängen, nicht derart realitätsfremd erscheine wie vom BFM angenommen.  der Feststellung im Herkunftsgutachten vom 3. November 2004, die Beschwerdeführenden würden nicht den reinen Dialekt der  von D._ sprechen, sei von Bedeutung, dass die  zum Zeitpunkt der Sprachuntersuchung bereits drei Jahre in der Schweiz gelebt hätten und sich daher ihr Dialekt durch den Kontakt mit anderen Tibetern entsprechend 'weiter ' gehabt habe.
3.3 Aus den nachfolgenden Erörterungen ergibt sich, dass die  zu Recht die Ausreise der Beschwerdeführenden in der  gemachten Weise und aus den damit verbundenen angegebenen Gründen in Zweifel gezogen hat.
Zum Einen legte der Experte der Fachstelle Lingua in seiner  Herkunftsanalyse vom 3. November 2004 in  und überzeugender Weise dar, weshalb zwar klarerweise
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davon auszugehen sei, dass die Beschwerdeführenden tibetischer Ethnie seien, indessen eine zur Hauptsache ausserhalb Tibets erfolgte Sozialisierung beziehungsweise ein längerer Aufenthalt ausserhalb  wahrscheinlich erscheine.
Diese Einschätzung wird durch die nicht überzeugenden Erklärungen im Rahmen des rechtlichen Gehörs und in der Beschwerde nicht in Frage gestellt. Aufgrund der in der Herkunftsanalyse zahlreich  Beispiele zu fehlenden Kenntnissen hinsichtlich der  Herkunftsregion und dort ausgeführten Tätigkeiten ist darauf zu schliessen, dass der Experte, wie vom BFM in der angefochtenen  festgehalten, entgegen der Behauptung der , nur allgemein zu ihrer Herkunftsregion und ihrer früheren  gefragt worden zu sein, den Beschwerdeführenden genügend detaillierte Fragen und Rückfragen gestellt hat, um anhand der  den Wahrheitsgehalt der behaupteten Herkunft zuverlässig überprüfen zu können. Im Weiteren wird im Gutachten ausführlich , weshalb die Beschwerdeführerin ihre Aussprache nur  der behaupteten Herkunftsgegend (Osttibet) erlernt haben könne. Die Entgegnung, wonach sie aus einer Familie stamme, deren  viele verschiedene Dialekte gesprochen hätten, vermag den  fehlenden D._-Dialekt in ihrer Aussprache keineswegs plausibel zu erklären. Auch die Entgegnung in der Beschwerde, die Beschwerdeführenden hätten zum Zeitpunkt der Sprachuntersuchung im Rahmen der Herkunftsanalyse bereits drei Jahre in der Schweiz , weshalb sich ihr Dialekt durch den Kontakt mit anderen Tibetern entsprechend 'weiter verwässert' gehabt habe, ist als unbehelflicher Erklärungsversuch zu erachten.
Zum Anderen stehen die im Rahmen der Anhörungen gemachten  der Beschwerdeführenden zu ihren Identitätspapieren  im Widerspruch zu den Angaben auf den nachträglich  tibetischen Identitätskarten.
Zwar soll nach der Behauptung in der Beschwerde die Identitätskarte des Beschwerdeführers in D._ ausgestellt worden sein, womit die Angabe des Beschwerdeführers, D._ nie verlassen zu  – sollte die Behauptung in der Beschwerde zutreffen – nicht in Frage gestellt würde; indessen wird durch die Argumentation in der Beschwerde der weitere Widerspruch, wonach der Beschwerdeführer anlässlich der Anhörungen angab, nie Identitätsdokumente besessen
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und erst bei seiner Ausreise 2002 in G._ Ausweispapiere erhalten zu haben (vgl. A11, S. 3), obwohl auf der nachträglich eingereichten Identitätskarte der 30. November 2000 als Ausstellungsdatum angegeben ist, nicht beseitigt. Im Weiteren ist darauf hinzuweisen, dass die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung nicht, wie in der Beschwerde behauptet, der Beschwerdeführerin nur die fehlende Kenntnis des  der Identitätskarte vorgehalten hat. Die Beschwerdeführerin gab anlässlich der Anhörungen vielmehr an, ihre Identitätskarte sei vor so langer Zeit auf Antrag ihrer Eltern in G._ausgestellt worden, dass sie sich nicht mehr daran erinnere (vgl. BFM- Protokoll A3, S. 3), obwohl aus der nachträglich eingereichten Identitätskarte ersichtlich ist, dass diese am 31. Dezember 2000 und damit nicht einmal ein Jahr vor der Ausreise ausgestellt wurde.
Schliesslich ist festzuhalten, dass das geltend gemachte Verhalten des Beschwerdeführers, vor seiner Ausreise aus seinem Heimatstaat  mit Parolen für den Dalai Lama sowie für ein unabhängiges Tibet an den Türen und an den Wänden seines Hauses aufgehängt zu  – auch, wenn, wie in der Beschwerde angeführt, es nie von  die Absicht des Beschwerdeführers gewesen sein sollte, , ohne seine Eltern und Kinder, auszureisen – nicht dem Verhalten eines Flüchtenden entspricht, der noch nicht wissen kann, ob die  Flucht gelingen wird. In der Folge sind denn auch nach  des Beschwerdeführers die Kinder und Eltern des , wenn auch versteckt, nach seiner alleinigen Ausreise in G._ geblieben.
3.4 In Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen  [EMARK] 2006 Nr. 1 wurde im Weiteren festgestellt, dass Angehörige der tibetischen Minderheit in China keiner  unterliegen. Die allgemeinen Benachteiligungen und die Diskriminierungen, denen die Tibeter in China ausgesetzt sein können, sind entweder von verhältnismässig geringer Intensität oder hängen vom Verhalten des Einzelnen ab, sodass sie nicht unter dem Titel der Kollektivverfolgung abgehandelt werden können. Diese  wird durch die Aussagen der Beschwerdeführenden, wonach sie in ihrer Heimat – abgesehen von den geschilderten Ausreisegründen, welche jedoch vorliegend, wie vorstehend erörtert, als unglaubhaft zu erachten sind – keinerlei relevante Schwierigkeiten erlitten hätten,  bestätigt.
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3.5 Zusammenfassend ist daher festzustellen, dass es den  nicht gelungen ist, eine individuelle, asylrechtlich  Verfolgung, die sie in ihrer Heimat erlitten hätten oder in  Weise zukünftig hätten befürchten müssen, nachzuweisen oder glaubhaft zu machen. Die Vorinstanz hat die Asylgesuche der  demnach zu Recht abgelehnt.
4. Da das BFM den Beschwerdeführenden im Rahmen des  in teilweiser Wiedererwägung der angefochtenen  wegen subjektiver Nachfluchtgründe die Flüchtlingseigenschaft zuerkannt hat und im Weiteren den Beschwerdeführenden vom Kanton O._ am 21. November 2008 eine Aufenthaltsbewilligung B erteilt wurde, ist die nunmehr auf die Frage der Asylgewährung (Ziff. 2 der angefochtenen Verfügung) beschränkte Beschwerde abzuweisen.
5. 5.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens – zufolge Unterliegens im  – sind den Beschwerdeführenden grundsätzlich die hälftigen Verfahrenskosten aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 2 und 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und  vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR .320.2]). In der Beschwerdeeingabe wurde indessen um Gewährung der  Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG ersucht. Bis zum heutigen Zeitpunkt wurde jedoch der Nachweis der Bedürftigkeit nicht erbracht. Daher ist das Gesuch um Gewährung der  Rechtspflege abzuweisen und den Beschwerdeführenden sind die reduzierten Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 300.– .
5.2 Die Beschwerdeinstanz kann der ganz oder teilweise obsiegenden Partei von Amtes wegen oder auf Begehren eine Entschädigung für ihr erwachsene notwendige und verhältnismässig hohe Kosten  (Art. 64 Abs. 1 VwVG). Aufgrund der Aktenlage ist nicht davon auszugehen, dass den nicht vertretenen Beschwerdeführenden durch das Abfassen ihrer Beschwerde notwendige und verhältnismässig hohe Kosten erwachsen sind, weshalb keine Parteientschädigung zu entrichten ist.
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