Decision ID: f9dfba1d-f5bd-5cad-bdbb-d13ebabb91d4
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1979,
meldete sich a
m 27. Oktober 2000
bei der
Invaliden
versi
cherung zum Leistungsbezug an
(Urk. 6/1).
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
sprach ihr mit
Einspracheentscheid vom 26. April (Urk. 6/114) sowie
Verfügungen vom 4. Mai (Urk. 6/116) und 11. August 2006 (Urk. 6/119)
eine h
albe Rente ab Januar 2001 zu.
1.2
Am
2. Dezember 2008
teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, ihr
Rentenan
spruch
sei
unverändert
(Urk. 6/132)
.
Mit Verfügung vo
m 2
3.
Dezember 2008
wiederholte sie diese Aussage (Urk. 6/135). Diese Verfügung hob sie am
29. Januar 2009
wiedererwägungsweise auf
(Urk. 6/146)
.
Mit Vorbescheid vom 12. Oktober 2009 stellte die IV-Stelle der Versicherten die weitere Ausrichtung der bisherigen halben Rente in Aussicht
(Urk. 6/158).
Dage
gen erhob
die Versicherte am 12.
November 2009 (Urk. 6/166) und am 11. Deze
mber 2009 (Urk. 6/172) Einwände. D
ie IV-Stelle holte
sodann ein poly
disziplinäres Gutachten ein, das
am 6. Juli 2010 erstattet wurde (Urk. 6/178).
Am 10. August 2010
teilte die
IV-Stelle
der Versicherten mit, es bestehe weiterhin ein Anspruch auf die bisherige halbe Rente
(Urk. 6/181)
.
1.3
Nach Eingang des Revisionsfragebogens vom 2. Januar 2014 (Urk. 6/189) holte die IV-Stelle unter anderem ein polydisziplinäres Gutachten ein, das am 3. März 2015 erstattet wurde (Urk. 6/204)
.
Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 6/214,
6/
222, Urk. 6/225) hob die IV-Stelle die Rente mit Verfügung vom 18. Oktober 2016 auf (Urk. 6/228 = Urk. 2).
2.
Die Versicherte erhob am
16. November 2016 Beschwerde
gegen die Verfügung vom 18. Oktober 2016 (Urk. 2) und beantragte (Urk. 1 S. 2 oben), diese sei auf
zuheben (Ziff. 1), es sei ihr weiterhin eine halbe Rente zuzusprechen (Ziff. 2) oder eventuell eine zusätzliche medizinische Abklärung durchzuführen (Ziff. 3.).
Die IV-Stelle beantragte m
it Beschwerdeantwort vom 28. Dezember 2016 (Urk. 5)
die
Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 13. Januar 2017 zur Kenntnis gebracht wurde
(Urk. 7)
.
3.
Die am 27. September 2017 (Urk. 8
)
beigeladene Vorsorgeeinrichtung der Beschwer
de
führerin reichte keine Stellungnahme ein (vgl. Urk. 9).

Das Gericht zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur
tei
lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs
un
fähig
keit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Gemäss
Art.
28
Abs.
2
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
besteht b
ei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % Anspruch auf eine Vier
telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ).
1.3
Nach lit. a
Abs.
1 der am
1.
Januar 2012 in Kraft getretenen Schlussbe
stimmungen der Änderung vom 1
8.
März 2011 des IVG (
6.
IV-Revision, erstes Massnahmenpaket; kurz:
lit. a
Abs.
1 SchlB IVG
6.
IV-Revision
) werden Renten, die bei pathogenetisch-ätiologisch unklaren syndromalen Beschwerdebildern ohne nachweisbare organische Grundlage gesprochen wurden, innerhalb von drei Jahren nach Inkrafttreten dieser Änderung überprüft. Sind die Voraussetzungen nach Artikel 7 ATSG nicht erfüllt, so wird die Rente herabgesetzt oder aufgeho
ben, auch wenn die Voraussetzungen von Artikel 17 Absatz 1 ATSG nicht erfüllt sind. Diese Bestimmung ist verfassungs- und EMRK-konform (BGE 139 V 547 E. 3)
.
1.4
Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, her
abgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebe
nem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Auf
gabenbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Ferner kann ein Revisionsgrund unter Umständen auch in einer wesentlichen Änderung hin
sichtlich des für die Methodenwahl massgeblichen (hypothetischen) Sachverhalts bestehen (
BGE 144 I 28 E. 2.2, 130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b, je mit Hinwei
sen
).
Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbeachtlich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in rechtli
cher und tatsächli
cher Hinsicht umfassend («
allseitig
»
) zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
1.5
Als Vergleichsbasis für die Beurteilung der Frage, ob bis zum Abschluss des aktuellen Verwaltungsverfahrens eine anspruchserhebliche Änderung des Invali
ditätsgrades eingetreten ist, dient die letzte rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachver
haltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommens
ver
gleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkun
gen des Gesundheitszustands) beruht (BGE 133 V 108; vgl. Urteil des Bundesge
richts 9C_297/2016 vom
7.
April 2017 E. 2.2, nicht publiziert in: BGE 143 V 77, aber in SVR 2017 IV Nr. 51 S. 152). Dabei braucht es sich nicht um eine formelle Verfügung (
Art.
49 ATSG) zu handeln. Ändert sich nach durchgeführter Renten
revision als Ergebnis einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs nichts und eröffnet die IV-Stelle deswegen das Revisionsergebnis gestützt auf Art. 74
ter
lit. f IVV auf dem Weg der blossen Mitteilun
g (Art. 51 ATSG), ist im darauf
folgenden Revisionsverfahren zeitlich zu vergleichender Ausgangssachverhalt derjenige, welcher der Mitteilung zugrunde lag (Urteil des Bundesgerichts 9C_599/2016 vom 2
9.
März 2017 E. 3.1.2 unter Hinweis auf 8C_441/2012 vom 25. Juli 2013 E.
3.1.2).
1.6
Unabhängig von einem materiellen Revisionsgrund kann die IV-Stelle auf formell rechtskräftige Verfügungen, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Überprüfung gebildet haben, zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn – was auf periodische Dauerleistungen regelmässig zutrifft (BGE 119 V 475 E. 1c mit Hinweisen) – ihre Berichtigung von erheblicher Bedeu
tung ist (Art. 53 Abs. 2 und 3 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2, 138 V 147 E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_819/2017 vom 13. Februar 2017 E. 2.2). Die Wieder
erwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhaltes (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_121/2017 vom 5. Juli 2018 E. 8.2).
Die Wiedererwägung nach
Art.
53
Abs.
2 ATSG setzt voraus, dass kein
vernünf
tiger
Zweifel an der Unrichtigkeit der Verfügung möglich, folglich nur dieser ein
zige Schluss denkbar ist. In diesem Sinne qualifiziert unrichtig ist eine Verfügung, wenn eine Leistung aufgrund falscher Rechtsregeln beziehungsweise ohne od
er in unrichtiger Anwendung der
massgeblichen
Bestimmungen zugesprochen wurde (BGE 141 V 405 E. 5.2, 140 V 77 E. 3.1 mit Hinweis). Gleiches gilt bei einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes, insbesondere wenn die notwendigen fachärztlichen Abklärungen überhaupt nicht oder nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt wurden
(vgl. Art. 43 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2; Urteil des Bundesgerichts 8C_717/2017 vom
2.
August 2018 E. 3.2 mit Hinweisen).
Soweit ermessensgeprägte Teile der Anspruchsprüfung vor dem Hin
tergrund der Sach- und Rechtslage
einschliesslich
der Rechtspraxis im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung in vertretbarer Weise beurteilt worden sind, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus
(BGE 141 V 405 E. 5.2 mit Hinweisen; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 9C_766/2016 vom 3. April 2017 E. 1.1.2 mit Hinweisen).
Nach ständiger Rechtsprechung kann das Gericht eine zunächst auf
Art.
17 ATSG gestützte Rentenaufhebung oder -herabsetzung gegebenenfalls mit der (substi
tuierten) Begründung schützen, dass die ursprüngliche (bzw. die letzte auf einer
umfassenden
materiellen Prüfung beruhende, vgl. BGE 140 V 514, 133 V 108) Rentenverfügung oder Mitteilung zweifellos unrichtig und die Berichtigung von erheblicher Bedeutung sei (BGE 144 I 103 E. 2.2, 140 V 85 E. 4.2, 125 V 368 E. 2, je mit Hinweisen; vgl. Meyer/Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversi
cherung, 3. Auflage 2014, Rz 77 zu Art. 30–31 IVG).
1.7
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) davon aus, der früheren Rentenzusprache hätten Diagnosen zugrunde gelegen, welche zu den pathogenetisch-ätiologisch unklaren syndromalen Beschwerdebildern ohne nachweisbare organische Grundlage gehörten (S. 1 f.). Im 2015 erstatteten MEDAS-Gutachten werde nun von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit sowohl in der angestammten Tätigkeit als auch in einer Tätigkeit als Büroangestellte ausgegan
gen (S. 2). Die Rente sei gestützt auf lit. a Abs. 1 SchlB IVG aufzuheben (S. 3).
2.2
Die Beschwerdeführerin stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt (Urk. 1), die Diagnosen und die damit einhergehenden gesundheitlichen Einschränkungen, welche zur ursprünglichen Rentenzusprache geführt hätten, seien nicht patho
ge
netisch-ätiologisch unklar, sondern organisch begründet und nachvollziehbar gewesen (S. 8 Ziff. 3.2). Seit der letzten Begutachtung seien neue, näher genannte, Diagnosen hinzugekommen, welche Einfluss auf die Arbeits
fähigkeit hätten (S. 10 Ziff. 3.3).
2.3
Strittig und zu prüfen ist, ob die erfolgte Rentenaufhebung rechtens ist.
3.
3.1
Am 1. Januar 2000 stürzte die Beschwerdeführerin auf einem vereisten Trottoir auf das Gesäss (Urk. 6/18/163 Ziff. 4 und 6). In der Folge wurden persistierende sakrale Schmerzen diagnostiziert (Urk. 6/18/148 Ziff. 1).
3.2
Die Suva schloss den Fall mit Verfügung vom 10. Juni 2003 (Urk. 6/37/7-9) und Einspracheentscheid vom 3. Dezember 2003 (Urk. 6/42/3-7) per 20. April 2003 ab. Zur Begründung stützte sie sich auf die ärztliche Beurteilung von Dr. med. Z._, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, Suva Versicherungsmedizin, vom 19. November 2013 (Urk. 6/42/8-9). Dieser führte aus, dass bildgebend keine auf den Sturz auf das Gesäss vom 1. Januar 2000 zurückzuführenden Verletzungen hätten festgestellt werden können (S. 1). Es sei nach Vorlage aller Unterlagen nach wie vor davon auszugehen, dass für die geklagten Beschwerden keine objektivierbare trauma
ti
sche Schädigung vorliege beziehungsweise verantwortlich sei (S. 2 oben).
3.3
Am
14. Juni 2005
erstattete Dr. med. A._, Facharzt für Ortho
pädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, ein Gut
achten im Auftrag der Beschwerdeführerin
(Urk. 6/89)
.
Er stellte folgende Diagnosen (S. 19 oben):
-
posttraumatische Coccygodynie nach axialem Trauma vom 1. Januar 2000 mit/bei
-
Fehlhaltung der Wirbelsäule
-
m
uskuläre
r
Dysbalance der Beckengürtelmuskulatur
-
bekannte, innere Hämorrhoiden mit aktuell analem Blutabgang
Die von der Explorandin angegebenen Beschwerden seien dokumentiert und ein
drücklich, sie dauerten nun bald 4 1⁄2 Jahre ohne wesentliche Besserung (S. 19).
Ein bildgebendes Korrelat für die Beschwerden könne heute, ausser dem positiven Szintigramm für beide Ileosakralgelenke (ISG), nicht mehr gefunden werden (S. 19 Mitte).
Zur Arbeitsfähigkeit führte Dr. A._ aus, eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit sei ab dem 6. Monat nach dem Unfallgeschehen, also ab 2. Juli 2000, als gerecht
fertigt zu beurteilen. Die jetzige halbtags geleistete Arbeit als Buchhalterin sei als äusserst positiv zu bewerten, eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit über das Niveau von halbtags zum jetzigen Zeitpunkt sehe er aufgrund der bestehenden komple
xen Schmerzsituation nicht als gegeben an (S. 20).
3.4
Dr. med. B._, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, Regionaler Ärztli
cher Dienst (RAD) führte in seiner Beurteilung vom 1. Juli 2005 (Urk. 6/90 S. 7 oben) aus, der vermeintliche Widerspruch (zwischen der Beurteilung durch die Suva und derjenigen durch Dr. A._), könne damit erklärt werden, dass kurz nach dem Unfall (unfallfremde) psychotische Störungen aufgetreten und dann aber wieder verschwunden seien. Es könne jetzt auf das aktuelle Gutachten von Dr. A._ abgestellt und ab Juli 2000 von einer bleibenden Restar
beitsfähigkeit von 50 % in der jetzigen Arbeit als Buchhalterin, welche als ange
passt zu betrachten sei, ausgegangen werden.
4.
4.1
Dr. med. C._, Oberarzt, Departement Chirurgie, D._, führte in seinem Bericht vom 25. Februar 2009 (Urk. 6/148/6) aus, die Beschwerdeführerin sei vom 13. bis 23. Juli 2009 stationär behandelt worden (Ziff. 1.2). Er nannte folgende Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff. 1.1):
-
chronische neuropathische Schmerzen im Bereich des linken anterioren Thorax
-
Spontanpneumothorax links 2003 und 13. Juli 2007
-
thorakoskopische atypische apikale Lungenresektion von Oberlappen links, apikale parietale Pleurektomie am 1
4.
Juli 2007
Die Patientin habe in der Buchhaltung einer kleinen Firma gearbeitet. Durch die Schmerzen sei ihre Leistungsfähigkeit um mindestens 50 % beeinträchtigt (Ziff. 1.7).
4.2
Die Ärzte der neurologischen Poliklinik des E._ führ
ten im Bericht vom 29. Juni 2009 (Urk. 6/151 = Urk. 6/153) aus, die Beschwer
deführerin sei am 16. Mai 2008 und am 13. Januar 2009 behandelt worden (Ziff. 1.2). Als Diagnosen nannten sie chronische Schmerzen am anterioren Thorax links (seit 2007) mit neurogener Komponente, im Kopfbereich (seit 2000) zum Teil vom Spannungstyp und im Rückenbereich (seit Steissbein-Kontusion bei Sturz auf Eis 2000) ohne neurologische Reiz-/Ausfallerscheinungen (Ziff. 1.1).
Die Beschwerdeführerin sei seit Juli 2007 zu 100 % arbeitsunfähig (Ziff. 1.6).
Die bisherige Tätigkeit sei noch zumutbar, «beginnend mit 50 %, dann nach 2
4 Wochen 100 %» (Ziff. 1.7).
4.3
Med. pract. F._, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, RAD, führte in ihrer Stellungnahme vom 29. Juli 2009 (Urk. 6/160 S. 4) aus, «analog E._» könne von einer Arbeitsfähigkeit von 50 % in angestammter Tätigkeit ab 29. Juni 2009 ausgegangen werden.
4.4
Die Ärzte des G._ erstatteten am
6. Juli 2010
ein Gutachten im Auftrag der Beschwerdegegnerin
(Urk. 6/178)
. Sie nannten fol
gende Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 32 Ziff. 5.1):
-
neuropathisches Schmerzsyndrom im Bereich des linken anterioren Thorax
-
Status nach 2-maligem Pneumothorax Dezember 2003 und Juli 2007
-
Status nach thorakoskopischer atypischer apikaler Lungenresektion von Oberlappen links, apikale parietale Pleurektomie am 14. Juli 2007
Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten sie eine anhal
tende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4), ein c
hronisches thorakolum
bospondylogen
es Schmerzsyndrom, eine
Coccygodynie nach Sturz auf das Gesäss am
1. Januar 2000, ein c
hronisches zerv
ikospondylogenes Schmerzsyndrom, eine a
llgemeine Hypermobilität
, einen S
tatus nach akuter polymorpher psychotischer Störung ohne Symptome einer
Schizophrenie
(I
CD
10 F23.0)
und einen
Status nach schädlichem Gebrauch von Cannabis (IC
D
-10 F12.1)
.
A
us polydisziplinärer Sicht
sei die Beschwerdeführerin
für körperlich leichte bis
mittelschwere Tätigkeiten wie die einer Büroangestellten und Betriebsassistentin im
Schalterbereich einer Feststelle zu 80
%
arbeits- und leistungsfähig. Eine Stei
gerung auf eine
100
%ige Arbeitsfähigkeit
sei
unter adäquater Behandlung mög
lich. Das Pensum
könne
mit leicht reduziertem Rendement
vollschichtig umgesetzt werden
(S. 34 vor Ziff. 6.3).
Ferner führten sie aus, die vom Hausarzt im Jahr 2008 angegebenen Diagnosen deckten sich weitgehend mit den von ihnen gestellten, die von diesem angege
bene Arbeitsunfähigkeit von 100 % ab 13. Juli 2007 nur teilweise. Mit Abschluss der chirurgischen Behandlung am 8. November 2007 habe schon eine deutlich höhere Arbeitsfähigkeit bestanden (S. 35 Ziff. 6.6).
4.5
Dr. med. H._, RAD, führte in seiner Stellungnahme vom 9. Juli 2010 (Urk. 6/180 S. 3 f.) unter anderem aus, a
nhand des Gutachtens
könne
für die bisherige Tätigkeit und für weitere angepasste
Tätigkeiten ab
November 2007
eine
80%ige Arbeitsfähigkeit
als
ausgewiesen gelten. Eine Verbesserung seit
Juli 2009 werde
allerdings nicht beschrieben, die
80%ige Arbeitsfähigkeit
bestehe schon
seit November 2007,
so
dass
aus formal-juristischen Gründen wohl eine andere Beurteilung desselben
Sachverhaltes vorlieg
e
und im Rahmen der Rentenrevision von einem unveränderten
Gesundheitszustand im Vergleich zur Verfügung vom 1
2. Oktober 20
09 ausge
gangen werden müsse (S. 4 oben)
.
5.
5.1
Die Ärzte der MEDAS I._ erstatteten
am
3.
März 2015
ein Gut
achten
im Auftrag der Beschwerdegegnerin
(
Urk. 6/204)
.
Sie stützten sich auf die ihnen überlassenen Akten (S. 5 ff.), die Angaben der Beschwerdeführerin (S. 16 f.) und die von ihnen
zwischen
1.
Oktober und 1
3.
November 2014
(S. 1 unten) erhobenen internisti
schen, orthopädischen, neurologischen und psychiatrischen Befunde (S. 17 ff.).
In der interdisziplinären Zusammenfassung (S. 32 f. lit. E) nannten sie folgende Diagnose mit Relevanz für die Arbeitsfähigkeit (S. 32):
-
t
horaco-lumbospondylogenes Schmerzsyndrom ohne radikuläre Zeichen, nicht neuropathisch
Als Diagnosen ohne Relevanz für die Arbeitsfähigkeit nannten sie eine n
icht näher bezeichnete Anpassungsstörung
(ICD-10 F43.29)
2001-2002
(
inzwischen abgeklungen)
, einen p
assagere
n
schädliche
n
Gebrauch von Canna
binoiden, gegenwärtig abstinent (ICD-10
F12.20
), einen S
tatus nach thorakoskopischer apikaler Lungenresektion vom Oberlappen links und apikaler parietaler
Pleurek
tomie
Juli 2007 mit residual
em myofaszialem Schmerzsyndrom thorakal links
, ein unspezifisches
Lumbalsyndrom
(Coccygodynie mit myofaszialem Beschwer
debild ohne Hinweise für
peripher-neurogene oder gar radiku
l
äre Störung
)
bei
Status nach
Sturz vom
1. Januar
2000
), eine A
trophie
des
Quadrizeps links unklarer Genese
und einen Status nach
Tuboovarialabszess rechts mit diagnosti
scher Laparoskopie
am
3. Februar
2012
(S. 32 Mitte)
.
Zum Zumutbarkeitsprofil führten die Gutachter aus, d
as Heben und Tragen von Lasten über 15 kg
sei
nicht mehr zumutbar. Rein stehende und rein
sitzende Arbeiten
seien
nicht zumutbar. Schwere Arbeiten
seien
der Versicherten nicht mehr zumutbar.
D
ruckeinwirkung im oberen Brust-/Thorakalbereich sollte ver
mieden werden.
Die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit (Betriebs
assistentin im Schalterbereich Y._) bezifferten sie mit
80
% (reduzierte Leistung und erhöhter Pausenbedarf)
. Es
besteh
e
zur angestammten Arbeit als Bürokraft keine Inkongruenz, sofern die Arbeit im
Rahmen des Zumutbarkeitsprofils aus
geführt werden
könne
. Durch die chronischen Schmerzen und
durch die Muskel
insuffizienz besteh
e
eine reduzierte Leistung und ein erhöhter Pausenbedarf
(S. 32 unten)
.
In einer Verweistätigkeit betrage die Arbeitsfähigkeit 80 %, dies bei ganztägiger Präsenzzeit, reduzierter Leistung und erhöhtem Pausenbedarf (S. 33 oben).
Retrospektiv
bestehe
das Ausmass der beschriebenen
Arbeitsfähigkeit
psychi
atrisch, internistisch und neurologisch unbegrenzt. Ausnahmen
seien
die diversen Hospitalisationen und Operationen. Orthopädisch
könne die Beurteilung des G._
anlässlich des
Gutachtens
von 2010 bestätigt werden. Die Situation
sei
heute in etwa unverändert
(S. 33 oben)
.
Zusammengefasst steh
e
die heutige Beurteilung weitgehend in
Ü
bereinstimmung
mit derjenigen
des
G._
von 201
0.
Der
Gesun
d
heitszustand - ausser dem
Status
Tuboovarialabszess rechts, ausgeheilt
-
sei
unverändert.
Entsprechend
könne
eine 80%ige
Arbeitsfähigkeit
in angestammter
und in Verweistätigkeit seit 2010 unverändert
postuliert werden
(S. 33 unten)
.
5.2
V
om 1
4.
bis 1
9.
April 2015
weilte die Beschwerdeführerin in der
Frauenklinik des
J._, worüber a
m 2
4.
April 2015
berichtet wurde
(
Urk.
6/208)
. Als Diagnosen
wurden eine
Endometriose
und ein
akute
r
Harn
wegs
infekt
genannt (S. 1). Es wurde eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %
vom 1
4.
April bis 1
0.
Mai 2015
attestiert (S. 3).
Der
behandelnde Gynäkologe med. pract.
K._ führte in seinem
Bericht vom 2. Mai 2016 (Urk. 6/210
) aus, dass aus gynäkologischer Sicht
unter der gegenwärtigen Therapie geringe Einschränkungen
(vor allem Schmerzen bei längerem Sitzen)
bestünden
(Ziff. 1.7)
und er keine Arbeitsunfähigkeit attestiert habe
(Ziff. 1.6)
.
D
ie angestammte Tätigkeit im bisherigen Rahmen
beurteilte er als zumutbar
und
die
Leistungsfähigkeit
als unvermindert (Ziff. 1.7
).
5.3
Dr. A._
erstattete
am 29. August 2016 ein weiteres orthopädisches Gut
achten
, dies zu Handen des Hausarztes der Beschwerdeführerin
(Urk. 6/224)
.
Er nannte nunmehr folgende
Diagnos
e (S. 10 oben):
-
c
hronifizierte
s
, invalidisierende
s
, thorakolumbospondylogene
s
Schmerz
syndroms linksbetont mit/bei
-
Status nach initialer Coccygodynie bei Sturz am 1. Januar 2000
-
reaktivem chronischem
Zervikalsyndrom
Er führte unter anderem aus, d
ie Explorandin
sei
durch ihre Schmerzsymptomatik und
die
Ausweichmuster
,
um die Schmerzen zu
beherrschen beziehungsweise sämtliche
therapeutischen
Bemühungen, die sie selbst durchführ
e
, so in ihrem Alltag eingeschränkt, dass sicher
keine 100%ige Arbeitsfähigkeit mehr erreicht werden
könne
.
Als Maximum sehe er eine Arbeitsfähigkeit von 50 % i
n der angestammten Bürotätigkeit, wie sie zuletzt ausgeübt worden sei
(
S. 1
0
unten
).
Eine Änderung, beziehungsweise eine Steigerung der Arbeitsf
ä
higkeit sehe
er
nicht.
Insbesondere
sei
die Situation ja seit 16 Jahren konstant ungenügend
, es sei
trotz allen therapeutischen Bemühungen keine Besserung aufgetreten.
Es könne
keinesfalls gesagt werden
,
die Explorandin
sei in ihrer angestammten Tätigkeit zu 100
%
vollzeitig, vollschichtig arbeitsfähig
; eine solche Beurteilung gehe
weit an den hier eindeutig sichtbaren klinischen
Befunden vorbei
(S. 11 oben)
.
6.
6.1
Im Jahr 2009 holte die Beschwerdegegnerin Arztberichte ein (vorstehend E. 4.1
2) und stellte mit Vorbescheid vom 12. Oktober 2009 die weitere Ausrichtung der halben Rente in Aussicht (Urk. 6/158). Nach dagegen erhobenen Einwänden holte sie das am 6. Juli 2010 erstattete G._-Gutachten (vorstehend E. 4.4) ein. Am 10. August 2010 teilte sie der Beschwerdeführerin mit, es bestehe weiterhin Anspruch auf die bisherige halbe Rente (Urk. 6/181).
Der Mitteilung vom 10. August 2010 ging eine materielle Prüfung des Rentenan
spruchs mit Sachverhaltsabklärung und Beweiswürdigung voraus. Für die Beant
wortung der Frage, ob zwischenzeitlich eine revisionsrechtlich relevante Verän
derung eingetreten sei, bildet sie somit den Referenzpunkt (vorstehend E. 1.5).
6.2
Der Vorbescheid vom 12. Oktober 2009 stützte sich auf die Beurteilung durch die RAD-Ärztin, wonach «analog E._» eine Arbeitsfähigkeit von (lediglich) 50 % ab Juni 2009 anzunehmen sei (vorstehend E. 4.3).
Deren Beurteilung stand im Widerspruch zur Aktenlage: Die Ärzte des E._ führ
ten in ihrem Bericht vom 29. Juni 2009 aus, die bisherige Tätigkeit sei «beginnend mit 50 %, dann nach 2-4 Wochen 100 %» zumutbar (vorstehend E. 4.2). Sie haben also keineswegs eine Arbeitsfähigkeit von lediglich 50 % angegeben.
Zum G._-Gutachten hielt der beurteilende RAD-Arzt zwar fest, es könne ab November 2007 unter anderem für die bisherige Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 80 % angenommen werden. Gleichzeitig führte er aber aus,
dass
aus formal-juristischen Gründen wohl eine andere Beurteilung desselben
Sachverhaltes vor
lieg
e
und im Rahmen der Rentenrevision von einem unveränderten
Gesundheits
zustand
«
im Vergleich zur Verfügung vom 1
2. Oktober 20
09
»
ausge
gangen wer
den müsse (vorstehend E. 4.5).
Es gibt keine «Verfügung vom 12. Oktober 2009», sondern lediglich den Vor
be
scheid diesen Datums (Urk. 6/158), der als Referenz nicht in Frage kommen kann. Der im G._-Gutachten erhobene Sachverhalt wäre vielmehr mit demjenigen zu vergleichen gewesen, welcher der Rentenzusprache im Jahr 2006 (vorstehend E. 3) zugrunde gelegen hat. Damit erweist sich auch diese Beurteilung - welche die abschliessende Grundlage für die Mitteilung vom 10. August 2010 bildete - als qualifiziert fehlerhaft.
6.3
Die 2009 eingeleitete und mit der Mitteilung vom 10. August 2010 abge
schlossene Anspruchsprüfung erweist sich aus den dargelegten Gründen (vorste
hend E. 6.2) als derart mangelhaft, dass sie als zweifellos unrichtig zu qualifi
zieren (vorstehend E. 1.6)
ist.
Sie ist deshalb wiedererwägungsweise aufzuheben.
Wenn
in einem Revisionsverfahren die bisherige Rente nach materieller Prüfung des Rentenanspruchs bestätigt wird
, tritt die Revisionsverfügung beziehungsweise die Mitteilung über den unveränderten Rentenanspruch
an Stelle der
ursprüngli
chen
Verfü
gung
(vgl. BGE 133 V 108).
Auch wenn
nachträglich
unter anderem
auf
dem
Weg der Wiedererwägung
auf die
Revisionsverfügung
(oder -mitteilung)
zurückgekommen wird, bleibt die ursprüngliche Verfügung von der Revisions
verfügung konsumiert und
lebt
daher nicht wieder auf, sondern teilt deren Schicksal
.
Somit ist bei einem wiedererwägungsweisen Zurückkommen auf eine zweifellos unrichtige Revisionsverfügung
(oder -mitteilung)
der Rentenanspruch ex nunc und pro futuro ohne Bindung an die ursprüngliche Verfügung in allen seinen Teilen neu zu beurteilen, ohne dass zunächst geprüft werden müsste, ob auch bezüglich der ursprünglichen Verfügung ein Rückkommenstitel gegeben wäre
(
BGE 140 V 514
E. 5.2).
Mit dem soeben dargelegten Dahinfallen auch der im Jahr 2006 erfolgten Ren
ten
zusprache wird die Frage hinfällig, ob diese aufgrund eines unklaren Beschwerde
bilds (vorstehend E. 1.2
) erfolgt sei.
6.4
Damit bleibt ein allfälliger aktueller Rentenanspruch zu prüfen. Massgebend dafür ist das 2015 erstattete Gutachten (vorstehend E. 5.1).
Dieses ist
für die
streitigen Belange umfassend
, beruht auf allseitigen Untersu
chungen, berücksichtigt auch die geklagten Beschwerden
und wurde
in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben
. Es leuchtet in der
Darlegung der medizini
schen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein
,
und die Schlussfolgerungen
, namentlich hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit, sind nachvollziehbar begründet. Mithin erfüllt es alle praxisgemässen Kriterien (vor
stehend E. 1.7) vollumfänglich.
Das nach Erlass des Vorbescheids vom 14. Juni 2016 von Dr. A._ am 29. August 2016 erstattete Gutachten (vorstehend E. 5.3) ist nicht geeignet, das MEDAS-Gutachten in Frage zu stellen, da die darin gezogenen Schlussfolgerun
gen nicht überzeugend begründet sind. Insbesondere die Feststellung von Dr. A._, es könne keinesfalls gesagt werden, die Beschwerdeführerin sei zu 100 % arbeitsfähig, vermag nicht einzuleuchten, wurde solches doch von kei
ner Seite geltend gemacht. Vielmehr wurde im Gutachten begründet, warum - wie schon im G._-Gutachten festgestellt - von einer Arbeitsfähigkeit von 80 % auszugehen sei. Damit setzte sich Dr. A._ überhaupt nicht auseinander, obwohl ihm beide Gutachten laut eigenen Angaben (S. 1 unten, S. 2 Mitte) vor
gelegen hatten.
Schliesslich ändert auch der Hinweis der Beschwerdeführerin auf die im April 2015 diagnostizierte Endometriose (Urk. 1 S. 10 Ziff. 3.3) nichts am Ergebnis, blieb diese doch ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (vorstehend E. 5.2).
6.5
Dies führt zusammengefasst zum Schluss, dass gestützt auf das beweiskräftige Gutachten von 2015 eine Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit von 80 % erstellt ist. Damit besteht kein Rentenanspruch mehr, womit die angefoch
tene Verfügung dieses Inhalts mit der substituierten Begründung zu bestätigen ist, dass schon die 2010 erfolgte Bestätigung der 2006 zugesprochenen halben Rente infolge zweifelloser Unrichtigkeit keinen Bestand hat.
Dies führt zu Abweisung der Beschwerde.
7.
Die Verfahrenskosten gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG sind ermessensweise auf Fr. 800.-- festzusetzen und ausgangsgemäss der Beschwerdeführerin aufzuerle
gen.