Decision ID: 51a32e5c-74cb-4964-9d06-7097debb1eb5
Year: 2012
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Eugen Koller, LL.M., Anwaltskanzlei St. Jakob,
St. Jakob Strasse 37, 9000 St. Gallen,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
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Rentenrevision
Sachverhalt:
A.
A.a A._ meldete sich am 11. August 2004 zum Bezug von IV-Leistungen an (IV-act.
1). Auf die Frage nach dem erlernten Beruf gab er folgendes an: Mechaniker Chauffeur
ADR Gefahrengut. Die B._ AG teilte am 27. August 2004 mit (IV-act. 6), sie habe den
Versicherten bis 30. April 2004 als Fahrer Kat. C/ADR beschäftigt. Ohne den
Gesundheitsschaden würde der Versicherte Fr. 4'600.-- bis Fr. 4'800.-- verdienen. Die
C._ AG berichtete am 10. Mai 2006 (IV-act. 39), sie beschäftige den Versicherten als
Kinderbuschauffeur. Die Arbeitszeit betrage 5,5 Std. an 5 Tagen in der Woche. Der
Lohn belaufe sich auf Fr. 3'000.-- monatlich. Dr. D._ vom RAD hielt am 19. Juni 2006
fest (IV-act. 40), in der Tätigkeit als Schulbusfahrer mit einem Pensum von 60%, wie es
auch vom Hausarzt angegeben worden sei, scheine der Versicherte geradezu ideal
adaptiert eingegliedert zu sein. Der Eingliederungsberater der IV-Stelle notierte am 25.
September 2006 (IV-act. 43), der Versicherte sei gemäss seinen eigenen Angaben am
Morgen ca. 3 Std., über Mittag ca. 1,5 Std. und am Abend nochmals 3 Std. im Einsatz,
insgesamt also 7-8 Std. pro Tag. Das ergebe genügend Gelegenheiten, sich zu
erholen. Entlöhnt werde der Versicherte nicht nach Stunden, sondern mit Fr. -.60 pro
gefahrenem Kilometer. Er lege pro Tag etwa 200 km zurück. Während der Schulferien
erhalte er keinen Lohn. Die Arbeit sei ideal, weshalb der Versicherte keine andere Stelle
suche. Der Eingliederungsberater ermittelte einen Lohn von Fr. 23'400.-- (39 Wochen à
5 Tage à Fr. -.60 à 200 km). Er gab an, die Präsenzzeit des Versicherten betrage fast
100% und werde schlecht entschädigt. Das Einkommen als Schulbusfahrer sei
demnach nicht als Invalideneinkommen verwertbar, da es weit unter dem möglichen
Einkommen gemäss dem Tabellenlohn liege. Deshalb sei zur Bemessung des
zumutbaren Invalideneinkommens auf den Tabellenlohn abzustellen. Es resultiere ein
Betrag von Fr. 34'992.--. Das Valideneinkommen betrage Fr. 62'400.-- (Fr. 4'800.-- x
13). Die daraus resultierende behinderungsbedingte Erwerbseinbusse von Fr. 27'408.--
entsprach einem Invaliditätsgrad von 43,92% (IV-act. 50-2). Mit einem Vorbescheid
vom 6. Dezember 2006 kündigte die IV-Stelle dem Versicherten die Zusprache einer
Viertelsrente an (IV-act. 54). Die entsprechende Verfügung erging am 4. April 2007 (IV-
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act. 60, 61). Der Versicherte liess Beschwerde erheben und die Zusprache einer
Dreiviertelsrente beantragen (IV-act. 66). In Bezug auf das zumutbare
Invalideneinkommen machte sein Rechtsvertreter geltend, mit der Tätigkeit als
Schulbusfahrer werde die bestehende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise
ausgenutzt. Es gebe deshalb keinen Grund, auf einen Tabellenlohn abzustellen. Die IV-
Stelle widerrief ihre Rentenverfügung mit der Absicht, weitere medizinische
Abklärungen zur Arbeitsfähigkeit vorzunehmen (IV-act. 74). Die Beschwerde wurde als
gegenstandslos abgeschrieben (IV-act. 93). In der Folge nahm die IV-Stelle weitere
Abklärungen vor. Gemäss einer Aktennotiz vom 27. Juni 2008 ging sie davon aus, dass
der Versicherte als Busfahrer zu 60% arbeitsfähig sei (IV- act. 102). Sie bezifferte das
Valideneinkommen 2008 als LKW-Chauffeur mit Fr. 64'159.--. Zur Ermittlung des
zumutbaren Invalideneinkommens wechselte sie vom Tabellenlohn zum Lohn, den der
Versicherte im Jahr 2007 als Schulbusfahrer effektiv erzielt hatte. Das zumutbare
Invalideneinkommen belief sich demnach auf Fr. 31'129.--. Damit resultierte eine
behinderungsbedingte Erwerbseinbusse von Fr. 33'030.--. Das entsprach einem
Invaliditätsgrad von 51,48% (IV-act. 103-2, 105). Am 23. Oktober 2008 sprach die IV-
Stelle dem Versicherten rückwirkend ab 1. März 2006 eine halbe Invalidenrente zu (IV-
act. 111, 112). Die Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft.
A.b Im Fragebogen für die Rentenrevision gab der Versicherte am 9. August 2010 an,
sein Gesundheitszustand sei gleich geblieben (IV-act. 116). Sein individuelles
Beitragskonto (IK) wies für 2008 und 2009 bei der C._ AG erzielte Jahreseinkommen
von Fr. 37'058.-- und Fr. 36'548.-- aus. Dr. med. E._, praktischer Arzt, gab am 25.
September 2010 an (IV-act. 120), der Gesundheitszustand des Versicherten halte sich
trotz Anpassung der Therapie stabil. Passagere Verschlechterungen hätten
kompensiert werden können. Die bisherige Tätigkeit sei bei einem Arbeitspensum von
ca. 50% zumutbar. Die Prognose bezüglich der Arbeitsfähigkeit sei unverändert. Die
IV-Stelle ermittelte ausgehend von dem im Jahr 2009 effektiv erzielten Lohn von Fr.
36'548.-- ein Invalideneinkommen von Fr. 33'753.--. Bei einem Valideneinkommen von
Fr. 64'384.-- resultierte eine behinderungsbedingte Erwerbseinbusse von Fr. 30'631.--.
Dies entsprach einem Invaliditätsgrad von 47,8% (IV-act. 122-2). Mit einem
Vorbescheid vom 27. Oktober 2010 kündigte die IV-Stelle die Herabsetzung der
laufenden halben auf eine Viertelsrente an (IV-act. 125). Die Versicherte liess am 2.
Dezember 2010 einwenden (IV-act. 128), das Einkommen sei ständigen Schwankungen
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unterworfen. Die Touren, die er fahren könne, änderten ständig. Falle eine Tour aus,
reduziere sich sein Einkommen. Diese Änderungen könnten somit nicht als dauerhaft
qualifiziert werden, so dass sie keine Revision rechtfertigten. Im Übrigen müsste von
einem der Nominallohnentwicklung (seit 2006) entsprechend erhöhten Validen
einkommen von Fr. 67'885.55 ausgegangen werden. Berücksichtige man zusätzlich
einen "Leidensabzug", liege der Invaliditätsgrad weiterhin über 50%. Mit einer
Verfügung vom 14. Dezember 2010 (IV-act. 131) sprach die IV-Stelle dem Versicherten
mit Wirkung ab 1. Februar 2011 eine Viertelsrente zu. In der Verfügungsbegründung
(IV-act. 129) wies sie darauf hin, dass der ursprüngliche Einkommensvergleich auf dem
Valideneinkommen für 2008 beruht habe. Der Nominallohn sei 2008 bis 2009 um
Fr. 225.-- angestiegen. Das ergebe ein Valideneinkommen 2009 von Fr. 64'384.--. Ein
"Leidensabzug" sei nicht möglich, weil sich das zumutbare Invalideneinkommen nach
einem effektiv erzielten Lohn und nicht nach einem Tabellenlohn richte.
B.
B.a Der Versicherte liess am 26. Januar 2011 Beschwerde erheben und die
Ausrichtung einer halben Rente beantragen (act. G 1). Zur Begründung machte sein
Rechtsvertreter geltend, massgebend für die Rentenzusprache rückwirkend ab März
2006 seien die Verhältnisse im März 2006 gewesen. Deshalb habe die
Beschwerdegegnerin auf die Einkommensverhältnisse 2006 abgestellt. Zur Ermittlung
des Valideneinkommens sei deshalb auf die Nominallohnentwicklung seit 2006
abzustellen. Das ergebe ein Valideneinkommen 2010 von Fr. 69'318.45. Bei einem
Invalideneinkommen von Fr. 33'753.-- resultiere demnach ein Invaliditätsgrad von 51%.
B.b Die Beschwerdegegnerin beantragte am 21. Februar 2011 die Abweisung der
Beschwerde (act. G 2). Sie begründete diesen Antrag damit, dass der ursprünglichen
Invaliditätsbemessung das Valideneinkommen 2008 zugrundegelegt worden sei.
Deshalb sei die Nominallohnentwicklung 2009 massgebend. Es resultiere ein
Valideneinkommen von Fr. 65'506.--. Setze man diesen Betrag in Relation zum
Invalideneinkommen von Fr 33'753.--, so belaufe sich der Invaliditätsgrad auf 48%.
B.c Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers wandte am 24. März 2011 ein (act. G
9), die Behauptung, bei der ursprünglichen Invaliditätsbemessung sei auf das
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Valideneinkommen 2008 abgestellt worden, treffe nicht zu. Wäre per 1. März 2006 von
einem Valideneinkommen von Fr 62'400.-- auszugehen gewesen, so hätte sich das
Valideneinkommen bis 2009 auf Fr. 66'816.65 erhöht. Das Invalideneinkommen betrage
Fr. 33'741.--. Damit resultiere ein Invaliditätsgrad von 49,5%, der auf 50% aufzurunden
sei. Im Übrigen hätten für den Einkommensvergleich im Rahmen der Revision die
Einkommenszahlen 2010 berücksichtigt werden müssen. Es liege keine dauerhafte
Veränderung vor.
B.d Die Beschwerdegegnerin verzichtete am 29. März 2011 auf eine Stellungnahme
(act. G 1).

Erwägungen:
1.
Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, wird die Rente für die
Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG).
Zweck der Revision ist es, trotz der Verbindlichkeit der formell rechtskräftigen
Rentenverfügung (bzw. einer formell rechtskräftigen früheren Revisionsverfügung) die
laufende Rente für die Zukunft neu festsetzen zu können, wenn sich der (durch den
Invaliditätsgrad zum Ausdruck gebrachte) Leistungsbedarf seither erheblich verändert
hat, d.h. wenn der Invaliditätsgrad erheblich angestiegen oder abgesunken ist. Als
Invalidität gilt gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere
Zeit dauernde Erwerbsunfähigkeit. Diese wiederum besteht in dem durch eine
Gesundheitsbeeinträchtigung bewirkten Verlust an Erwerbsmöglichkeiten auf dem in
Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Eine
revisionsrechtlich erhebliche Reduktion des Invaliditätsgrads kann also nur eingetreten
sein, wenn sich die Erwerbsunfähigkeit vermindert hat, d.h. wenn sich die
Erwerbsmöglichkeiten der versicherten Person auf dem in Betracht kommenden
ausgeglichenen Arbeitsmarkt verbessert haben.
1.1 Der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers hat sich nachweislich nicht
verbessert, die Arbeitsfähigkeit als Schulbusfahrer ist unverändert. Eine
revisionsrechtlich erhebliche Veränderung kann also nur darin bestehen, dass sich die
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erwerblichen Auswirkungen der - unveränderten - Gesundheitsbeeinträchtigung des
Beschwerdeführers erheblich verändert haben. Wichtigster Anwendungsfall einer
erheblichen Veränderung der erwerblichen Auswirkungen der
Gesundheitsbeeinträchtigung dürfte die höherwertige berufliche Eingliederung sein.
Erfolgt diese erst nach der formell rechtskräftigen Zusprache einer Invalidenrente, wird
die - unveränderte - Arbeitsfähigkeit anschliessend "ertragreicher" verwertet, d.h. das
zumutbare Invalideneinkommen steigt trotz unveränderter Arbeitsfähigkeit an. Eine
erfolgreiche berufliche Eingliederung führt also dazu, dass die bisherige
Invalidenkarriere durch eine neue, ein höheres Invalideneinkommen zulassende
Invalidenkarriere ersetzt wird. Dabei handelt es sich offensichtlich um eine erhebliche
und langfristige erwerbliche Veränderung. Im vorliegenden Fall ist keine derartige
erwerbliche Veränderung eingetreten. Der Beschwerdeführer ist nach wie vor
Schulbuschauffeur, d.h. die Beschwerdegegnerin muss das zumutbare
Invalideneinkommen im Revisionsverfahren anhand derselben Invalidenkarriere
ermittelt haben wie bei der ursprünglichen Rentenzusprache. Mit einer Auswechslung
der Invalidenkarriere kann der behauptete Anstieg des Invalideneinkommens also nicht
erklärt werden.
1.2 Der Beschwerdeführer hat mehr verdient, weil er mehr und/oder längere
Schulbustouren gefahren ist. Es stellt sich also die Frage, ob die Zunahme der
gefahrenen Kilometer eine revisionsrechtlich relevante Veränderung der
Invalidenkarriere als Schulbuschauffeur sein kann. Selbst wenn es sich dabei um eine
voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde Veränderung handeln würde (was
nicht der Fall sein dürfte), müsste die Frage verneint werden. Die Erwerbsunfähigkeit -
und damit die Invalidität - bemisst sich nämlich nach den Erwerbsmöglichkeiten auf
dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt. Es genügt also nicht, wenn
das konkrete Arbeitsverhältnis eine lohnsteigernde Veränderung erfährt, denn die
Invalidenkarriere kann nie im konkreten Arbeitsverhältnis, sondern immer nur in den
Erwerbsmöglichkeiten bestehen, die auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen
Arbeitsmarkt verwertbar sind. Das konkrete Arbeitsverhältnis ist nur dann (bzw. nur so
lange) massgebend für die Bemessung des zumutbaren Invalidenbeinkommens, wenn
(bzw. als) es repräsentativ für die Verdienstmöglichkeiten auf dem in Betracht
kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt ist. Das Arbeitsverhältnis zwischen dem
Beschwerdeführer und der C._ AG ist entweder zum Zeitpunkt der Rentenzusprache
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oder im möglichen Revisionszeitpunkt nicht repräsentativ für die Erwerbsmöglichkeiten
auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt für Schulbuschauffeure gewesen, denn diese
Erwerbsmöglichkeiten haben im massgebenden Zeitraum keine Veränderung erfahren.
In einem repräsentativen Arbeitsverhältnis hätte der Beschwerdeführer im möglichen
Revisionszeitraum nämlich ebenso viele Kilometer als Schulbuschauffeur fahren
können wie vorher im Zeitpunkt der Rentenzusprache. Nur im konkreten
Arbeitsverhältnis mit der C._ AG hat sich die Zahl der zu fahrenden Kilometer erhöht.
Diese Veränderung kann revisionsrechtlich nicht relevant sein, da sie keine
Veränderung der Erwerbsmöglichkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt darstellt.
Ist der Beschwerdeführer in der Lage, ohne unzumutbare Überschreitung seines
Restarbeitsfähigkeitsgrads mehr Kilometer zu fahren und damit ein Einkommen zu
erzielen, das weniger als 50% unter dem Valideneinkommen liegt, dann muss ihm das
nach dem oben Ausgeführten bereits zum Zeitpunkt der Rentenzusprache möglich
gewesen sein, denn in Bezug auf die verbliebene Arbeitsfähigkeit hat sich ja seither
nichts geändert. Es liegt also keine revisionsrechtlich relevante Erhöhung des
zumutbaren Invalideneinkommens vor. Vielmehr hat das aus dem konkreten
Arbeitsverhältnis erzielte Einkommen in dem von der Beschwerdegegnerin
angenommenen Revisionszeitpunkt dem zumutbaren Invalideneinkommen besser
entsprochen als im Zeitpunkt der Rentenzusprache. Damals dürfte also von einem zu
tiefen zumutbaren Invalideneinkommen ausgegangen worden sein. Demnach liegt auch
keine revisionsrechtlich massgebende Verminderung des Invaliditätsgrads als Folge
einer erwerblichen Veränderung vor. Die angefochtene Herabsetzungsverfügung ist
rechtswidrig und deshalb ersatzlos aufzuheben.
2.
Die Beschwerde ist gutzuheissen. Der obsiegende Beschwerdeführer hat einen
Anspruch auf eine Parteientschädigung. Da von einem durchschnittlichen
Vertretungsaufwand auszugehen ist, ist dem Beschwerdeführer praxisgemäss eine
Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer)
zulasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. Die unterliegende
Beschwerdegegnerin hat für die Gerichtskosten aufzukommen. Da auch die
Verfahrenskosten als durchschnittlich zu werten sind, wird die Gerichtsgebühr
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praxisgemäss auf Fr. 600.-- festgesetzt. Unter diesen Umständen ist die Bewilligung
der unentgeltlichen Rechtspflege als gegenstandslos zu betrachten.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP