Decision ID: 5fe2010c-2db5-4930-9bee-1f0c29f039ef
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1980
und 1982 in die Schweiz eingereist
,
hat keine
Berufsausbildung
abgeschlossen
und war zuletzt vom 1
4.
April 2008 bis
2
1.
Mai
2014 bei der
Y._
AG
als Lagermitarbeiter
angestellt (Urk.
9/1
, Urk.
9/
4
,
Urk.
9/16
)
. Am 1
8.
Dezember 2014 (Eingangsdatum) meldete er sich unter Hin
weis auf
Multiple Sklerose sowie Kribbeln an
den
Händen und Füssen
bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an
(
Urk.
9/4).
Das am
2
3.
Januar 2015 (Eingangsdatum)
gestellte Gesuch um
Ausrichtung einer
Hilflosenentschädigung
(
Urk.
9/12)
wies
die IV-Stelle mit V
erfügung vom 6. März 2015
ab
(Urk.
9/20)
.
Im Rahmen der Abklärung der erwerblichen und medizinischen Verhältnisse
zur Rentenanspruchsprüfung
holte die IV-Stelle einen Bericht der Arbeitgeberin (
Urk.
9/16) sowie Berichte der behandelnden Ärzte (
Urk.
9/17
-18,
Urk.
9/22-24
) ein
und zog einen Auszug aus dem individuellen Konto (IK-Auszug,
Urk.
9/26) bei
.
Ferner liess
die IV-Stelle das
Z._
ein interdisziplinäres Gutachten erstellen, welches am
7.
April 2016 erstattet wurde (
Urk.
9/45).
Am 2
2.
April 2016 erliess die IV-Stelle einen Vorbescheid, mit welchem
X._
– ausgehend von einem Invaliditätsgrad von
38
%
–
die Abweisung
des
Leistungsbegehrens in Aussicht gestellt wurde (
Urk.
9/
50).
Zufolge Erhebung eines
Einwand
es am 20. Jun
i
2016
(
Urk.
9/58) holte die IV-Stelle
bei den Gutachtern
eine ergänzende Stellungnahme
ein (
Urk.
9/63).
Nachdem dem Versicherten Gelegenheit gegeben wurde, sich dazu zu äussern (Eingabe des Versicherten vom 1
6.
Dezember 2016 [
Urk.
9/66])
, ver
fügte die IV-Stelle am 20.
Janu
ar 2017 wie vorbeschieden (Urk.
9/71
[
=
Urk
.
2]
).
2.
Dagegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 2
0.
Februar 2017 Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es seien dem Beschwerdeführer die gesetzlichen Leistungen, insbesondere eine ganze Inva
lidenrente zuzusprechen
; eventuell sei ein gerichtliches Gutachten einzuholen
. In prozessualer Hinsicht ersuchte der Beschwerdeführer um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege (
Urk.
1 S. 2).
Mit Eingabe vom 2.
März
2017
erklärte er, über keine Rechtsschutzversicherung zu verfügen
(
Urk.
7). Mit Beschwer
deantwort vom 2
0.
März 2017 beantragte die Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde (Urk. 8).
Das Gericht bewilligte
mit
Verfügung vom 23.
März 2017 das Gesuch um unentgeltliche Rechtspfleg
e
(
Urk.
10)
. Am
7.
Juni 2017 reichte der Beschwerdeführer die Replik ein (
Urk.
13). Die Beschwerde
g
eg
nerin sah von der Einreichung einer Duplik ab (
Urk.
15), was dem Be
schwerdeführer mit Verfügung vom 1
1.
J
uli 2017 mitgeteilt wurde (Urk.
16).
Am 2
0.
Februar 2018
(
Urk.
18)
reichte der Beschwerdeführer den Vorbescheid
vom 1
9.
Februar 2018
betreffend Beendigung Integrationsmassnahmen Aufbau
trai
ning
(
Urk.
19/1) sowie einen Bericht der Stiftung
A._
vom
9.
Februar 201
8 (
Urk.
19/2) zu den Akten.
Mit Eingabe vom 2
1.
Februar 2018 (
Urk.
20) reichte die Beschwerdegegnerin den Vorbescheid vom 19. Februar 2018 ein (
Urk.
21).
Die Doppel der Eingaben wurden den Parteien mit Verfügung vom
5.
März 2018
je wechselseitig zur Kenntnis gebracht (
Urk.
22).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien sowie die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
[
ATSG
]
).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG]
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken.
Rechtsprechungsgemäss
ist bei psy
chischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelisches Leiden mit Krank
heits
wert besteht, welches die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein
rentenausschliessendes
Erwerbseinkommen zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG;
BGE 139 V 547
E. 5;
131 V 49
E. 1.2;
130 V 352
E. 2.2.1).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege
artis
auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychiatrische Diagnose voraus (BGE 130 V 396; 141 V 281 E. 2.1). Eine fach
ärztlich festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleich
bedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der
Diag
-
nose
und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Aus
mass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objek
ti
vierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (vgl. BGE 127 V 294 E. 4c; 139 V 547 E. 5.2; zur Publikation in der amtlichen Sammlung vorgesehenes Urteil des Bundesgerichts 8C_841/2016 vom 30. November 2017 E. 4.2.1).
Gemäss der für somatoforme Schmerzstörungen und vergleichbare psycho
soma
tische Leiden entwickelten Rechtsprechung des Bundesgerichts ist die tatsäch
liche Arbeits- und Leistungsfähigkeit der versicherten Person grundsätzlich in einem strukturierten, ergebnisoffenen Beweisverfahren anhand von auf den funk
tionellen Schweregrad bezogenen Standardindikatoren zu ermitteln (BGE 141 V 281). Mit zur Publikation in der amtlichen Sammlung vorgesehenem Urteil 8C_130/2017 vom 30. November 2017 hat das Bundesgericht erkannt, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Leiden einem strukturierten Beweis
ver
fahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen seien, wobei es je nach Krank
heitsbild allenfalls gewisser Anpassungen hinsichtlich der Wertung einzelner Indikatoren bedürfe. Diese Abklärungen enden laut Bundesgericht stets mit der Rechtsfrage, ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen anhand der nach BGE 141 V 281 rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen (E. 7).
Im Rahmen des strukturierten Beweisverfahrens sind als Standardindikatoren die folgenden Aspekte massgebend (BGE 141 V 281 E. 4.1.3):
Funktioneller Schweregrad
-
Gesundheitsschädigung
-
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde
-
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz
-
Komorbiditäten
-
Persönlichkeit: Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Ressourcen
-
sozialer Kontext
Konsistenz (Gesichtspunkte des Verhaltens)
-
gleichmässige Einschränkung des Aktivitätsniveaus in allen
vergleich
-
baren
Lebensbereichen
-
behandlungs- und eingliederungs
anamnestisch
ausgewiesener Leidens
-
druck
Diese
Standardindikatoren erlauben - unter Berücksichtigung leistungshin
dern
der
äusserer
Belastungsfaktoren einerseits und Kompensationspotenzialen (Resso
urcen) anderseits - das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzu
schätzen (BGE 141 V 281 E. 3.4-3.6 und E. 4.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_2
60/2017 vom 1. Dezember 2017 E.
4.2.3).
Die Anerkennung eines renten
begründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Aus
wirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es daran, hat die Folgen der Beweislosigkeit (nach wie vor) die materiell beweis
belastete versicherte Person zu tragen (BGE 141 V
281 E. 6; BGE 141 V 547 E. 2).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu
be
-
tätigen
, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen,
erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.4
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu
stellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vor
-
lie
gen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledi
gen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gut
ach
tens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Unter
su
chungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem
bei psychischen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebe
nen
falls in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklar
heiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegebenenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutachten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).
1.5
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätig
keiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im
Wei
-
teren
sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
2.
2.1
Im angefochtenen Entscheid erwog die Beschwerdegegnerin, dem Beschwerde
führer sei
aus neurologischer Sicht
die Ausübung einer angepassten Tätigkeit zu 70
%
zumutbar
. Die diagnostischen Kriterien einer schweren Depression seien
entgegen der Ansicht der behandelnden Ärzte
nicht erfüllt. Es
könne auf das Gutachten
des
Z._
vom 7.
April 2016 sowie d
i
e
ergänzende
Stellungnahme vom 26.
September 2016 abgestellt werden
.
Aus dem Vergleich des zuletzt er
ziel
ten Einkommens mit dem hypothetischen Einkommen gemäss den Tabellen
löhnen ergebe sich ein Invaliditätsgrad von 38
%
. Ein höherer Leidensabzug
als 10
%
rechtfertige sich nicht
(
Urk.
2).
2.2
Demgegenüber machte der Beschwerdeführer im Wesentlichen geltend,
aus de
n
Einschätzung
en
der behandelnden
Ärzte
ergebe sich, dass eine
7
0%ige Arbeits
fähigkeit in angepasster Tätigkeit absolut nicht möglich sei.
Das Gutachten
des
Z._
sei nicht schlüssig. Es könne nicht sein, dass aufgrund der Schmerzen zwar die bisherige Tätigkeit als nicht mehr zumutbar erachtet werde, eine ange
passte hingegen schon. Die Schmerzen würden sich auch in einer angepassten Tätigkeit manifestieren.
Im Gutachten seien die Auswirkungen des Schmerz
syn
droms, der
Fatigue
Problematik und der Gefühlsstörungen nicht berücksichtigt worden. Es rechtfertige sich jed
enfalls ein Leidensabzug von 15
% (
Urk.
1).
2.3
Die Beschwerdegegnerin stellte sich in der Beschwerdeantwort auf den Stand
punkt, dass die Berichte der behandelnden Ärzte nicht willkürlich
unbeachtet geblieben seien
. Vielmehr habe beispielweise
Dr.
med.
B._
, FMH Psychiatrie und Psychotherapie,
ihre Diagnosestellung einer schweren Depression bei Verdacht auf eine Persönlichkeitsstörung und die Be
ur
teilung der Arbeitsfähigkeit nicht schlüssig begründet.
Als Beschwerden
führe sie
vorwiegend MS-bedingte Einschränkungen auf. Zu den Einschränkungen aus psychiatrischer Sicht nehme
Dr.
B._
keine Stellung.
Die neurologische Einschätzung der Gutachter entspreche derjenigen des behand
eln
den Neurologen. Beim Invalideneinkommen rechtfertige sich
k
ein höherer Abzug
zufolge Teilzeitarbeitsfähigkei
t
(
Urk.
8).
2.4
Replicando
brachte der Beschwerdeführer vor, gerade im Laufe einer MS-Erkrankung würden Symptome und deren Ausprägung je nach Tagesform stark variieren, weshalb gerade bei Multipler Sklerose den Beurteilungen der Behand
ler besonderes Gewicht
bei
zumessen sei.
Sodann seien die kognitiven Stö
rungen, insbesondere eine
mögliche kognitive
Fatigue
, nicht näher abgeklärt worden. Es leuchte sodann nicht ein, inwiefern der Beschwerdeführer eine ange
passte Tätigkeit ausüben
könne
, wenn er Kribbelparästhesien in Händen und Füssen geltend mache. Welche Tätigkeiten möglich sein sollten, sei nicht abgeklärt worden.
Ebenso sei eine Abklärung dahingehend unterblieben, inwiefern der Beschwerdeführer körperliche Ressourcen habe, die Schmerzsymp
tomatik zu überwinden.
Ferner sei dem Beschwerdeführer vor dem Einholen einer ergänzenden Stellungnahme
zum Gutachten
keine Gelegenheit gegeben worden, selber Ergänzungsfrage
n
zu stellen.
Aus diesem Grund sei die Stellungnahm
e des Gutachters
Dr.
med.
C._
, FMH Allgemeine Innere Medizin,
aus dem Recht zu weisen.
Selbst wenn die Stellungnahme zum Gutachten in die Beurteilung einbezogen würde, so handle es sich
b
ei
Dr.
C._
um einen Arzt in Allgemeiner Innerer Medizin.
Er sei nicht qualifiziert, sich z
u
r
Multiple
n
Sklerose
und zum Schmerzsyndrom
zu äussern. Gerade aufgrund der Teilzeit
arbeit, die dem Beschwerdeführer attestiert werde, sei eine Lohneinbusse zu erwarten, weshalb
ein höherer Abzug als 10
%
gerechtfertigt sei (
Urk.
13).
3.
3.1
Dem interdisziplinären Gutachten de
s
Z._
vom
7.
April 2016 (
Urk.
9/45) können
folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ent
nommen werden (
Urk.
9/45/39):
-
Multiple Sklerose (
Encephalomyelitis
disseminata
) vom schubförmigen Verlaufstyp mit/bei:
-
Erstdiagnose im November 2014, mutm
assliche Erstmanifestation ca.
2004
-
multiplen
supratentoriellen
Demyelinisierungsherden
frontal, beidseits parietal, okzipital sowie
periventrikulär
in der Balkenregion und den Temporallappen
-
deutlicher spinaler Beteiligung mit Läsion auf Höhe HWK6 mit leicht raumforderndem Effekt
-
unter
Gilenya
-Therapie seit Januar 2015
Dem Gutachten können folgende Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit entnommen werden (
Urk.
9/45/39):
-
generalisiertes Ganzkörperschmerzsyndrom
-
ohne Hinweis für eine degenerative oder entzündlich-rheumatische Erkrankung des Bewegungsapparates
-
Adipositas Grad II nach WHO (BMI von 35.7 kg/m2) mit/bei:
-
Dyslipidämie
-
erhöhten Transaminasen (DD: NASH).
-
Anpassungsstörung, längere depressive Reaktion (ICD-10 F43.21)
-
psychosoziale Belastungssituation mit/bei:
-
wirtschaftlichen Schwierigkeiten (ICD-10 Z59)
-
schwebendem Gerichtsverfahren mit eventueller Verurteilung (ICD-10 Z65.3)
-
Nikotinabhängigkeit (ICD-10 F17.2).
In der v
ersicherungsmedizinischen Beurteilung und Synthese wurde ausgeführt, die im Rahmen der aktuellen interdisziplinären Begutachtung durchgeführte allgemein-internistische Untersuchung ergebe das Bild eines altersentsprechend
aussehenden, deutlich adipösen Beschwerdeführers, mit einem Body-Mass-
lndex
von 35.7 kg/m2, was einer Adipositas Grad II nach WHO entspreche. Ansonsten sei der internistische Status unauffällig. Aus internistischer Sicht lasse sich keine Diagnose stellen, welche einen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers hätte.
De
r
Beschwerdeführer
sei demzufolge aus allgemein-medizinischer Sicht für alle bisherige
n Tätigkeitsbereiche als zu 100
%
arbeitsfähig zu beurteilen
(
Urk.
9/45/43)
.
Bei der rheumatologischen Untersuchung finde sich klinisch und radiologisch eine leichte Skoliose im Übergang HWS/BWS. Die schmerzhafte, jedoch weiche Rückenmuskulatur sei nicht erklär
bar. Die Wirbelsäule könne unter entsprechenden Ablenkungsmanövern voll
-
um
fänglich bewegt werden
. Der
Finger-Boden-Abstand
betrage
57 cm, wobei man jedoch beim Anziehen des
Beschwerdeführers
bemerke, dass dieser die Socken problemlos in äusserst gebückter Haltung anziehen k
ö
nn
e
. Auch im Bereiche der Wirbelsäule bestünden keine
radikulären
und auch keine
spondy
logenen
Symptome. Beim Untersuch der Gelenke finde man durchwegs frei bewegliche Gelenke,
stammnah
und peripher. Bei der Untersuchung der Gelenke der oberen und unteren Extremitäten würden neben den Gelenken auch die gesamten Extremitäten schmerzen. Bei fehlenden klinischen und bildgebenden degenerativen und entzündlich-rheumatischen Veränderungen sei dies nicht
nachvollziehbar. Ein entzündlich-rheumatisches Geschehen müsse ausge
schlossen
werden. Die Rücken-/Gelenks- und
Extremitätenschmerzen
seien einem genera
li
sierten Ganzkörperschmerzsyndrom zuzuordnen. Demzufolge sei der Beschwer
deführer in seiner zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Lagerist aus rheuma
to
logischer Sicht zu 100
%
arbeitsfähig (
Urk.
9/45/43).
Der aktuelle neurologische Untersuchungsbefund decke sich im Wesentlichen mit der letzten Beurteilung des behandelnden Neurologen
Dr.
med.
D._
vom
7.
Oktober 201
5.
Die Diagnose einer schubförmigen Multiplen Sklerose, insbesondere angesichts der zerebralen Läsionssetzung und der deutlichen spinalen Beteiligung mit Zeichen einer Aktivität Ende vergangen
en
Jahres k
ö
nn
e
uneingeschränkt nachvollzogen werden. Die beklagten sensiblen Störungen s
eien
hinreichend durch die spinalen Läsionen zu erklären.
Höhergradige
Paresen könn
t
en nicht sicher von schmerz
bedingter Minderinnervation abgegrenzt werden
.
Als einziges objektivierbares Zeichen einer Beteiligung des pyramidalen Systems finde sich eine Reflexauffälligkeit. Die beklagte
Gehstreckenminderung k
ö
nn
e
durch eine motorische
Fatigue
erklärt werden, welche angesichts des spinalen Beteiligungsausmasses zumindest teilweise plausibel erschein
e
, wenngleich
sie
grundsätzlich schwer zu objektivieren
sei.
Auch die beklagte Blasenstörung
sei
im Rahmen der spinalen Läsionssetzung erklärbar
.
Hinweise für eine kognitive
Fatigue
erg
ä
ben sich in
der fachneurologischen Untersuchung und auch in der Anamnes
eerhebung nicht
, insbesondere wer
d
e
kein erhöhter Schlafbedarf angegeben (6
,
5 Stunden mit Unterbrechung des
Nachtschlafes durch geplanten Toilettengang). Die Sensibilitätsstörung im linken Gesichtsbereich
sei
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht MS-abhängig, sondern auf eine Sinusitis
maxillaris
links im Rahmen einer aktuellen Erkältungserkrankung
zurückzuführen. Während im Rahmen spinaler Läsionen ein zentralnervöses Schmerzsyndrom vorstellbar
sei
, s
eien
die über
wie
gend belastungsabhängigen Schmerzen nicht zwanglos auf die Multiple Sklerose oder eine anderweitige Erkrankung aus dem neurologischen Formenkreis zurückzuführen. Aus fachneurologischer Sicht
sei
die zuletzt ausgeübte Tätigkeit mit de
m
Erfordernis
des
Heben
s
grösserer Lasten aufgrund der kör
per
lichen Einschränkung durch die Multiple Sklerose nicht mehr zumutbar. In einer leichten, wechselbelastenden Tätigkeit mit Möglichkeit der Wahrnehmung von häufigen Pausen zur Blasenent
l
eerung und kurzen
Erholungspausen sollte aber ein effektives Pensum von ca. 70
%
erreicht werden können
(
Urk.
9/45/43-44)
.
Im Rahmen der aktuellen psychiatrischen Exploration fänden sich keine Hin
weise für eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung. Der Beschwerdeführer berichte von einer depressiven Symptomatik
. E
r gebe an, er könne weniger Freude empfinden. Er habe Mühe, mit seiner Krankheit umzugehen. Er leide auch unter der schwierigen finanziellen Situation,
da er
ca.
Fr.
180'O0O.
--
Schulden
habe
. Auch das anstehende Gerichtsverfahren würde ihn sehr belas
ten. Ein sozialer Rückzug liege nicht vor, der Beschwerdeführer habe einen guten Kollegenkreis
und
treffe diesen regelmässig
. E
r berichte von einer ver
mehrten Müdigkeit, diese sei sicherlich zum Teil auch MS-bedingt, könne aber auch Ausdruck einer depressiven Symptomatik sein. Des Weiteren berichte er von schmerzbedingten Durchschlafstörungen, wobei er jeweils wieder einschla
fen könne. An objektivierbaren depressiven Symptomen zeig
e
sich eine leicht eingeschränkte affektive Schwingungsfähigkeit, die ins Depressive ausgelenkt
sei
. Im Affekt wirke der Beschwerdeführer leicht deprimiert, unsicher und besorgt. Die Gestik und
die
Mimik seien nicht reduziert, der Beschwerdeführer reagiere spontan auf Ansprache. Die depressive Symptomatik sei im Rahmen einer Anpassungsstörung zu sehen
.
Weiterhin habe er Mühe, die Krankheit MS
zu akzeptieren
, er wirke hier auch ratlos und sehr besorgt. Dies sei im Unter
suchungsgespräch spürbar. Es fänden sich anhand des Gespräches und der
Akten
lage keine Hinweise für eine pathologische Persönlichkeitsstruktur, es gebe
auch keine Hinweise für das Vorliegen einer Persönlichkeitsveränderung aufgrund einer körperlichen Erkrankung oder einer Extrembelastung. Aus versi
cherungspsychiatrischer Sicht liege keine rentenrelevante Erkrankung und dem
zufolge auch keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit vor (
Urk.
9/45/44-45).
Die Gutachter hielten zusammenfassend fest, unter Berücksichtigung aller Gegebenheiten und Befunde sei der
Beschwerdeführer
aus somatischer Sicht alleinig durch
die
neurologische Symptomatik im Rahmen der aktenkundig dokumentierten Multiplen Sklerose eingeschränkt. Aus fachneurologischer Sicht sei die zuletzt ausgeübte Tätigkeit mit dem Erfordernis von Heben grösserer
Lasten aufgrund der körperlichen Einschränkung durch die MS nicht mehr zumutbar. In einer leichten, wechselbelastenden Tätigkeit mit Möglichkeit der Wahrnehmung von häufigen Pausen zur Blasenentleerung und kurzen Erho
lungspausen sollte aber ein effektives Pensum von ca. 70
%
erreicht werden können. Eine zusätzliche Einschränkung von Seiten des Bewegungs
apparates oder aus internistischer Sicht sei nicht ausgewiesen. Die aktuell vorliegende depressive Symptomatik sei als reaktiv im Rahmen einer Anpassungsstörung auf die verschiedenen psychosozialen Belastungsfaktoren zu interpretieren und legitimiere daher keine dauerhafte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
.
Retro
spektiv könne mit überwiegender Wahrscheinlichkeit angenommen werden, dass
die attestierte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers seit der Erstdiagnose der Multiplen Sklerose im November 2014 gelte (
Urk.
9/45/45).
Zum Bericht der ambulanten Therapeutin
Dr.
B._
vom 12.
Februar 2015 hielten die Gutachter
fest, die diagnostizierte „schwere De
pression", die nicht nach einem international gültigen Klassifikationssystem eingeordnet werde, sei in
keinster
Weise nachvollziehbar; im ärztlichen Befund berichte sie lediglich von einem schmerzgeplagten, komplett verunsicherten Be
schwerdeführer, von Gehstörungen, von Parästhesien, von einer Kraftlosig
keit und einer schweren motorischen und feinmotorischen Störung sowie von einer verzweifelt-depressiven Grundstimmung. Weitere depressive Symptome würden nicht genannt. Sie stelle noch Verdachtsdiagnosen, unter anderem ICD- 10 F31.4
.
E
s handle sich hier um eine nicht näher bezeich
nete bipolare affektive Störung.
A
ufgrund des Berichtes und der Aktenlage sei es rätselhaft, wie die Therapeutin zu einer solchen Diagnose, sei es auch nur
eine
Verdachtsdiagnose, komme. Des Weiteren stelle sie die Diagnose Verdacht auf Persönlichkeits
störung in Folge organischen Leidens (ICD-10 F62.9), fraglich Temporallappen
epilepsie. Aufgrund des Berichtes wir
ke auch diese Diagnose völlig aus der Luft gegriffen und sei in
keinster
Weise nachvollziehbar.
Somit
sei
auch die von der Therapeutin beschriebene 100%
i
ge Arbeitsunfähigkeit seit Sommer 2014 bis auf weiteres in
keinster
Weise nachvollziehbar. In ihrem Verlaufsbe
richt an die
Beschwerdegegnerin vom 2
1.
Mai 2
015 stell
e
Dr.
B._
die gleichen Diagnosen und Verdachtsdiagnosen, auch hier g
e
lt
e
: aufgrund der in diesem Bericht beschriebenen Psychopathologie
sei
die Diagnose „
s
chwere De
pression"
in
k
einster
Weise nachvollziehbar, dies g
el
t
e
auch für die geäusserten Verdachtsdiagnosen. In diesem Bericht w
e
rd
e
bei veränderten Befun
den ge
schrie
ben: „immer noch sehr, sehr eingeschränkt
,
Schmerzen besser
,
Schlaf
störung weniger schlimm
d
ank
Trittico
250 mg, aber noch da. Verzweifelt über körperliche schwere Einschränkung, über Unfähigkeit Ges
chirr abzuwaschen
"
.
Weitere psychopathologis
c
he Symptome w
ü
rden nicht angegeben. Auch
sei
die postulierte Arbeitsunfähigkeit
nicht nachvollziehbar
(
Urk.
9/45/46-47)
.
3.2
Dr.
E._
hielt im Verlaufsbericht vom 2
9.
April
2016 zu Händen der Sozial
beraterin des Beschwerdeführers (
Urk.
9/57/3-4) fest, die Diagnose einer längeren depressiven Reaktion habe Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit
(
Urk.
9/57/3)
. Die Schmerzen begännen bei den Beinen und den Füssen und gingen über den Rücken. Beim Beugen gebe es etwas wie einen Blitzschlag bis oben. Der Finger-Boden-Abstand betrage 80
cm. Auch ohne radiologische Befunde seien diese Körperschmerzen durch die IV zu berücksichtigen
, weshalb um eine neue Beurteilung gebeten werde (
Urk.
9/57/4).
3.
3
Dr.
B._
führte im Ber
icht vom
6.
Juni 2016 (
Urk.
9/57
/1-2
) aus, da der Beschwerdeführer seit 2014 maximale Antidepressiva einnehme (mehr sei nicht erlaubt)
,
weise er momentan tatsächlich weniger schwere depressive Symptome auf. Dies werde im Gutachten nicht erwähnt, es werde zusätzlich noch ein anderes
Depressivum
empfohlen, was keinen Sinn mache. Trotz neuer MS-Sym
p
tome bleibe der Beschwerdeführer dank der
Antidepressi
vaeinnahme
kompensiert. Der Beschwerdeführer sei nicht in der Lage, mehr als 200 Meter zu gehen
. Im Haushalt versuche er mitzuhelfen, mit wenig Erfolg. Obwohl er infolge Krankheit immer wieder Geschirr zerbreche, wasche er ab
(
Urk.
9/57/1)
.
Derzeit sei der Beschwerdeführer im
1.
Arbeitsmarkt 0
%
arbeits
fähig. Auch im zweiten sei er noch nicht arbeitsfähig (
Urk.
9/57/2)
.
3.4
Die Gutachter des
Z._
führten in ihrer Stellungnahme
vom 2
6.
September 2016
zum Einwand
der Rechtsvertreterin (
Urk.
9/63) aus, sie hätten die mit der Multiplen Sklerose in Verbindung stehenden Beschwerden, unter anderem die Schmerzen, in der Beurteilung der zumutbaren Restarbeitsfähigkeit durchaus berücksichtigt und dem Beschwerdeführer deshalb auch eine 100%ige Arbeits
unfähigkeit in seiner zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Lagerist attestiert. In einer optimal angepassten, körperlich leichten Tätigkeit seien die Gutachter der Ansicht, sei eine 70%ige Arbeitsfähigkeit aus neurologischer Sicht durchaus zumut
bar ist (
Urk.
9/63/1). Die von
Dr.
E._
geschilderte längere depressive Reaktion sei im Rahmen einer Anpassungsstörung (ICD-10 F43.21) zu sehen, welche eine Folge der psychosozialen Belastungssituation aufgrund der wirt
schaftlichen Schwierigkeiten (kein Einkommen, hohe Schuldenlast) und des schwerwiegenden Gerichtsverfahrens mit eventueller Verurteilung wegen Dieb
stahls sei
. Sie könne somit
aus psychiatrischer Sicht
keine dauerhafte Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit
bedingen
. Es handle sich um ein rein reaktives Geschehen, das nach dem Wegfallen der psychosozialen Belastungssituation mit überwiegender Wahrscheinlichkeit wieder abklingen werde.
Beim
generali
sier
te
n
Ganzkörperschmerzsyndrom fänden sich keine Hinweise für eine degenera
tive oder entzündlich-rheumatische Ursache am Bewegungsapparat. Zudem seien den Gutachtern auch zahlreiche Diskrepanzen bei der körperlichen Untersuchung aufgefallen.
Dr.
E._
beschreibe einen Finger-Boden-Abstand (FBA) von 80 cm und
,
dass der
Beschwerdeführer
keinen Gegenstand vom Boden heben könne. Anlässlich der gutachterlichen rheumatologischen Untersuchung habe der FBA
dann
57 cm betragen, allerdings habe der
Beschwerdeführer
beim Ankleiden seiner Socken problemlos eine volle LWS-Inklination demonstrieren können. Zudem habe sich bei der Untersuchung eine weiche Rückenmuskulatur ohne palpable
Myogelosen
oder
Tendoperiostosen
gefunden
, so dass dieser Be
fund zu relativieren sei
. Die vom
Beschwerdeführer
geschilderten Schmerzen
seien
in der Gesamtbeurteilung der Arbeitsfähigkeit entsprechend von
den Gut
achtern
gewürdigt
worden
. Insofern erg
ä
ben sich keine neuen Gesichtspunkte, welche bei der gutachter
l
ichen Untersuchung des
Beschwerdeführers
nicht berücksichtigt worden s
eien
und in d
i
e Beurteilung der zumutbaren Rest
a
rbeitsfähigkeit eingeflossen
seie
n (Urk.
9/63/2).
Zum Bericht von
Dr.
B._
vom
6.
Juni 2016 führten die Gut
achter aus, anlässlich der gutachterlichen
psychiatrischen
Exploration des Beschwerdeführers am 2
5.
November 2015 seien die diagnostischen Kriterien einer schweren Depression nicht erfüllt gewesen. Die effektive Schwingungs
-
fähigkeit des Beschwerdeführers sei nur leicht eingeschränkt gewesen, er habe leicht deprimiert, besorgt und unsicher gewirkt. Insuffizienzgefühle seien ver
neint worden. Die Vitalgefühle seien nicht vermindert gewesen. Es hätten sich keine Hinweise für kognitive oder mnestische Defizite ergeben. Es hätten auch keine Hinweise für pathologische Ängste oder Zwänge bestanden. Einschlaf
störungen seien verneint worden. Es hätten lediglich schmerzbedingte Durch
schlafstörungen bestanden, wobei der Beschwerdeführer angegeben habe, je
weils immer wieder einschlafen zu können. Auch habe kein frühmorgendliches Erwachen vorgelegen und k
eine zirkadianen Besonderheiten;
e
in sozialer Rückzug ebenfalls nicht und auch kein Interessensverlust. Es sei lediglich eine leichte Freudlosigkeit angegeben worden. Der Antrieb und die Psychomotorik seien unauffällig gewesen und es hätten keine Anhaltspunkte für eine akute oder latente Suizidalität bestanden (
Urk.
9/63/2). Die von den Gutachtern fest
gestellte leichtgradige depressive Symptomatik sei im Rahmen einer Anpas
sungsstörung zu interpretieren, ausgelöst durch die verschiedenen psycho
so
zialen Belastungssituationen, vor allem die schwierige finanzielle Situation als Arbeitsloser ohne Einkommen und einer hohen Schuldenlast sowie auch das anstehende Gerichtsverfahren mit drohendem Gefängnisaufenthalt, w
as
nachvoll
zieh
bar für den Beschwerdeführer sehr belastend erlebt werde. Zudem
habe er auch Mühe, seine Krankheit MS zu akzeptieren, was durchaus verständlich sei. Eine schwere Depression sei hingegen in
keinster
Art und Weise nach
vollziehbar. Demzufolge könne auch daraus keine dauerhafte Einschränkun
g der Arbeitsfähigkeit abgeleitet werden. Der Beschwerdeführer erhalte zurzeit eine antidepressive Medikation, bestehend aus 50 mg Citalopram und 250 mg
Trazodone
, was effektiv hochdosiert sei. Beide Medikamente hätten im Blut des Beschwerdeführers nachgewiesen werden können, für das Citalopram im thera
peutischen Bereich, für das
Trazodone
deutlich überdosiert. Bei Nichtansprechen auf eine antidepressive Medikation sei eine Umstellung auf ein anderes Präparat zu empfehlen. In diesem Sinne habe der Vorschlag der Gutachter auf einen Wechsel auf
Duloxetin
gelautet. Die Behauptung der Psychiaterin, der Beschwerdeführer sei nicht in der Lage, mehr als 200 Meter zu gehen, sei eine
rein subjektive Angabe, die von den Gutachtern so nicht bestätigt werden könn
e. Der Beschwerdeführer habe vielmehr angegeben, regelmässig zusammen mit der Tochter und
seiner
Frau mit dem Hund spazieren zu gehen, was deutlich im Widerspruch zu dieser Angabe stehe. Daraus eine hochgradige Arbeitsun
fähig
keit abzuleiten sei versicherungsmedizinisch nicht zulässig. Insofern sei die Behauptung, der Beschwerdeführer sei zu 100
%
arbeitsunfähig und nicht einmal in der Lage, an einem minimalen Integrationsprogramm teilzunehmen, weder plausibel noch nachvollziehbar (
Urk.
9/63/3).
3.
5
Dr.
B._
hielt im Schreiben vom
8.
Februar 2017 zu Händen der Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers (
Urk.
3/4) fest, der Beschwerde
führer sei
dank
grosser Kooperation und der Einnahme grosser Dosen Anti
depressiva nicht mehr
schwerst
depressiv, er bemühe sich
aufrichtigst
, seinen seelischen Zustand zu verbesser
n
,
und
helfe aktiv mit, ein geringstes Arbeits
pensum zu erbri
n
gen
. Er helfe
als Co-Trainer bei einer Mädchenfussball
mann
schaft
mit
, müsse aber während des Trainings sitzen und könne nur mit Worten und Zusprüchen helfen. Die Gehstrecke betrage trotz Einnahme von
Gylenia
nur maximal 200 Meter. Sobald er in der Lage sein werde, IV-Integrations
massnahmen zu absolvieren, werde er dies tun.
Derzeit fehle dazu noch die Kraft
(
Urk.
3/4)
.
4.
4.1
4.1.1
Der Beschwerdeführer machte zunächst geltend, da ihm im Rahmen der Ein
holung einer ergänzenden Stellungnahme bei den Gutachtern keine Gelegenheit gegeben worden sei, Zusatzfr
agen zu stellen, sei
wegen dieses einseitigen Vor
gehens
sein rechtliches Gehör verletzt worden
. Demzufolge sei
die Stellung
nahme vom 2
6.
September 2016
(E.
3.4
)
aus dem Recht zu weisen.
4.
1.
2
Auf den
–
gestützt auf das Gutachten des
Z._
– erlassenen Vorbescheid (
Urk.
9/50) erhob der Beschwerdeführer nach erteilter Akteneinsicht am 2
0.
Juni 2016 (
Urk.
9/58) – vertreten durch seine
aktuelle
Rechtsvertreterin – Einwand. Die mit Schreiben vom 15. September 2016 (Urk. 9/61) an die
Z._
-Gutachter übermittelte
Aufforderung
zur ergänzenden Stellungnahme zum Gutachten
basierte auf dem Einwand des Beschwerdeführers und den
darin genannten
Berichten
der
Dres
.
B._
und
E._
. Vor Erlass der ange
fochtenen Verfügung erhielt der anwaltlich vertretene Beschwerdeführer
sowohl vom Schreiben der Beschwerdegegnerin an die Gutachter
als auch von den gut
achterlichen
Ausführungen
Kenntnis (vgl. Urk.
9/64
). Damit h
a
tte
d
er
Beschwer
deführer
die Gelegenheit, sich im
Vorbescheidverfahren
zur ergänzenden Stel
lungnahme zu äussern oder a
llfällige weitere Fragen an die Gutachter zu formulieren
. Am 16.
Dezember 2016 nahm er Stellung
zur ergänzenden Stellung
nahme der
Gutachter,
verzichtete aber auf das Stellen von
Zusatzfragen
.
Überdies hatte er b
ereits
vor
der
Durchführung der Begutachtung
die Mög
lichkeit, den Sachverständigen eigene Ergänzungsfragen zu stellen, worauf er mit Schreiben vom
1
7.
Juni 2015
ausdrücklich
aufmerksam gemacht w
o
rde
n war
(Urk.
9
/
29
)
und
worauf er verzichtete
.
Das Vorgehen der Beschwerdegegnerin ist unter den gegebenen Umständen nicht zu beanstanden und stellt
keine Verletzung des rechtlichen Gehörs dar
, zumal die Beschwerdegegnerin keine eigentlichen Zusatzfragen an die Gut
achter gerichtet hat, sondern diese lediglich zur Stellungnahme zum Einwand des Beschwerdeführers aufforderte
. Sie
gab dem
Beschwerdeführer
zudem
erneut
Gelegenheit
zur Stellungnahme
.
Aus dem Urteil 8C_408/2009 vom 2
5.
Mai 2010
(BGE 136 V 113)
vermag der Beschwerdeführer nichts zu seinen Gunsten abzuleiten.
Selbst wenn von einer Verletzung des rechtlichen Gehörs ausge
gangen werden müsste, hätte der Mangel als geheilt betrachtet zu werden, da der Beschwerdeführer in der Folge auf weitere Erläuterungs- und Ergän
zungs
fragen verzichtet hatte und keine weiteren Anträge stellte. Vielmehr brachte er erst mit Replik vom
7.
Juni 2017 erstmals vor, das rechtliche Gehör sei verletzt worden.
4.2
4.2.1
Das interdisziplinäre Gutachten des
Z._
vom
7. April 2016 (Urk. 9/45) beruht auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen, wurde in Kenntnis der und Auseinandersetzung mit den
Vorakten
erstattet, berücksichtigt die geklagten Beschwerden und setzt sich mit diesen sowie dem Verhalten des Beschwerde
führers auseinander. Die Gutachter haben die medizinischen Zustände und Zusammenhänge grundsätzlich einleuchtend dargelegt und ihre Schlussfolge
rungen nachvollziehbar begründet.
Dasselbe gilt für die ergänzende Stellung
nahme vom 2
6.
September 201
6.
Wenn der Beschwerdeführer geltend macht, die Stellungnahme stamme vom Internisten
Dr.
C._
, welcher als Allgemein
arzt nicht qualifiziert sei, psychische oder neurologische Diagnosen zu disku
tieren, so übersieht er, dass es sich bei der ergänzenden Stellungnahme um eine
n
– zwar
unter der Federführung von
Dr.
C._
erstellte
n
–,
jedoch
interdisziplinär diskutierte
n Ergänzungsbericht
handelt
und im Übrigen nicht über das bereits im Gutachten Ausgeführte hinausgeht
, we
shalb daran nichts zu beanstanden ist
.
4.2.2
Soweit die behandelnden Ärzte in
neurologischer sowie psychiatrischer
Hinsicht eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit auch in
einer
angepasste
n
Tätigkeit
atte
sti
erten, vermögen sie das Gutachten nicht in Frage zu stellen. Es gilt zu berück
sichtigen, dass das Gericht nach der Rechtsprechung Gutachten externer Spezialärzte, welche von Versicherung
strägern im Verfahren nach Art.
44 ATSG eingeholt wurden und den einschlägigen Anforderungen entsprechen, vollen Beweiswert zuerkennt, solange
–
wie vorliegend
–
keine konkreten Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen. Demgegenüber stehen die behandelnden Ärztinnen und Ärzte in einem auftragsrechtlichen Verhältnis zur versicherten Person und haben sich zudem in erster Linie auf die Behandlung zu konzentrieren. Ihre Berichte verfolgen daher nicht den Zweck einer den abschliessenden Entscheid über die Versicherungsansprüche erlaubenden objek
tiven Beurteilung des Gesundheitszustandes und erfüllen deshalb kaum je die materiellen Anforderungen an ein Gutachten gemäss BGE 125 V 351 E. 3a. Aus diesen Gründen und aufgrund der Erfahrungstatsache, dass Hausärzte
–
be
zieh
ungsweise regelmässig behandelnde Spezialärzte (vgl. Urteil des Bundesgerichts I 551/06 vom
2.
April 2007 E.
4.2) - mitunter im Hinblick auf ihre auftrags
rechtliche Vertrauensstellung im Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen, kommt im Streitfall ein direktes Abstellen einzig gestützt auf die Angaben der behandelnden Ärztinnen und Ärzte nur selten in Frage (vgl. das Urteil des Bundesgerichts 8C_1055/2010 vom 1
7.
Februar 2011 E. 4.1).
4.3
4.3.1
Nicht umstritten ist, dass aus allgemein internistische
r sowie rheumatologischer Sicht
keine
gesundheitlichen Beeinträchtigungen mit
Auswirkung auf die Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers vorliegen. Strittig ist vielmehr, inwiefern die Diagnose Multiple Sklerose sowie die psychischen Einschränkungen bzw.
das
somatisch nur teilweise erklärbare Ganzkörpersc
hmerz
syndrom
sich auf die
Arbeitsfähigkeit
des Beschwerdeführers auswirken.
4.3.2
Was den neurologischen Gesundheitszustand sowie dessen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers betrifft, so besteht laut der Beur
teilung des neurologischen Gutachters des
Z._
eine Multiple Sklerose vom schub
förmigen Verlaufstyp (E. 3.
1
)
.
Die Einschränkung der Leistungsfähigkeit bzw. die ein
ge
schränkte Arbeitsfähigkeit begründete
n die
Gutachter mit den körperlichen Einschränkungen
durch die
Multiple Sklerose (
Urk.
9/45/30-31,
Urk.
9/63/3). Der erhobene neurologische Befund
sowie die Diagnosestellung
entsprechen
im Wesentlichen
d
en Feststellungen
des behandelnden Neurologen
Dr.
D._
(
Urk.
9/45/
30-31
,
Urk.
9/45/43 f.
)
.
Der neurologische Gutachter berücksichtigte bei seiner Beurteilung der Ein
schränkungen der Leistungsfähigkeit sowohl die schubförmige Natur der Multi
plen Sklerose als auch die
Gangstörungen/Gleichgewichtsstörungen und die
Sensibilitätsstörungen bzw. beurteilte letztere
nur teilweise als
MS-abhängig. Gleiches
gilt
für die überwiegend belastungsabhängigen Schmerzen, welche laut dem neurologischen Experten nicht zwanglos auf die Multiple Sklerose zu
rück
zuführen sind.
Hinweise für eine kognitive
Fatigue
ergaben sich aus der neuro
logischen Untersuchung keine.
Unter Berücksichtigung der körperlichen Ein
schränkungen attestierte der neurologische Gutachter dem Beschwerdeführer eine vollständige Einschränkung in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit, da diese das Heben grösserer Lasten erfordere.
In angepasster Tätigkeit ging der Gut
achter in seinem Teilgutachten
somit schlüssig
von einer 70%igen Arbeits
fähig
keit aus
.
Hierbei berücksichtigte er die Notwendigkeit vermehrter Pausen.
Hieran vermag der Bericht von
Dr.
E._
vom 2
9.
April 2016 (E. 3.
2
) nichts zu ändern, zumal
nicht nachvollziehbar ist
– und eine entsprechende Begründung
dessen
Bericht auch nicht zu entnehmen ist –
, weshalb eine tiefere Leistungs
fähigkeit als die gutachterlich attestierte vorliegen soll.
Sämtliche Beein
träch
tigungen, welche
Dr.
E._
aufführt, wurd
en gutachterlich berücksichtigt.
Fest
zuhalten ist, dass – wenn sich
Dr.
E._
als Allgemeinarzt zu neuro
lo
gischen (bzw. psychiatrischen) Diagnosen
äussert – er dies fachfremd tut
.
Auch dem Schlussbericht zum Aufbautraining bei der Stiftung
A._
vom
9.
Februar 2018
können keine Angaben entnommen werden, welche an der gutach
terlichen Beurteilung des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers etwas zu ändern vermöchten.
Der berichterstattende Job-Coach hält jedenfalls fest, dass er der Meinung sei, dass der Beschwerdeführer einfache, wechselbelastende Arbeiten ausführen können sollte. Es entsteht
vielmehr
der Eindruck, dass die Motivation des Beschwerdeführers zur Durchführung der Integrationsmass
nah
men grundsätzlich nicht gegeben ist
(
Urk.
19/2 S. 2-3)
.
Angesichts dessen, dass sich der Bericht auf das Aufbautraining ab
5.
Februar 2018
und somit den aktuellen Gesundheitszustand
bezieht und der Erlass der angefochtenen Ver
fügung
am 2
0.
Januar 2017
Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis bildet (
BGE 129 V 356
), ist der Bericht vom
9.
Februar 2018
ohnehin nicht in die aktuelle Rentenanspruchsb
eurteilung miteinzubeziehen.
4.4
4.4.1
Der psychiatrische Gutachter de
s
Z._
legte nachvollziehbar dar, dass der Beschwerdeführer im Zeitpunkt der psychiatrischen Beg
utachtung und auch zuvor nicht
dauerhaft
in der Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist bzw. war und stellte keine Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Diagnostiziert wurde eine Anpassungsstörung bei längerer depressiver Reaktion aufgrund der MS-Erkrankung und psychosozialer Belastungsfaktoren (ICD-10 F43.21)
sowie Nikotinabhängigkeit, beide Diagnosen wurden als ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
bezeichnet
.
Diese Beurteilung der Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht bzw. die Fest
stellung, dass in psychiatrischer Hinsicht keine Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vorliegen, ist schlüssig und nicht in Frage zu stellen.
4.4.2
Der psychiatrische Konsiliarius führte aus, die Anpassungsstörung sei aufgrund
des Schocks der MS-Diagnose sowie wegen finanzieller Probleme und der Furcht
vor dem Ausgang eines Strafverfahrens, bei welchem dem Beschwerdeführer eine Freiheitsstrafe drohe, entstanden, was invalidenversicherungsrechtlich als nicht massgebend zu erachten ist.
Je stärker psychosoziale und soziokulturelle Faktoren in den Vordergrund treten und das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss eine fachärztlich festgestellte psychische Störung von
Krankheitswert vorhanden sein
.
Wo die begutachtende Person dagegen im Wesentlichen nur Befunde erhebt, welche in den psychosozialen und sozio
kulturellen Umständen ihre hinreichende Erklärung finden, gleichsam in ihnen aufgehen, ist kein invalidisierender psychischer Gesundheitsschaden gegeben
(BGE 127 V 294 E. 5a; Urteil des Bundesgerichts 8C_730/2008 vom 23. März 2009 E. 2).
Dies ist vorliegend der Fall
. Es
liegt lediglich eine Anpassungs
stö
rung vor
und
es
gehen
laut der Beurteilung des Gutachters
die erhobenen
psychischen Befunde in den psychosozialen Umständen auf
.
So wird auch aus
geführt, dass die depressive Reaktion remittieren werde, wenn die psycho
so
zi
a
len Faktoren wegfielen (E. 3.4
)
.
4.4.3
Selbst
wenn davon auszugehen wäre, dass die psychischen Beeinträchtigungen unabhängig vom Auftreten der psychosozialen Faktoren bestünden, würde dies am Ergebnis nichts ändern.
Gleiches gilt für die geklagten, nicht objektivier
baren Schmerzen des Beschwerdeführers
im Rahmen des Ganzkörper
schmerz
syndroms
.
Mit Blick auf die – bei Vorliegen einer chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren – recht
sprechungs
gemäss beachtli
chen Standardindikatoren (BGE 141 V 281; BGE 142 V 106),
wobei diese Recht
sprechung mit Urteil des Bundesgerichts 8C_841/2016 vom 30. November 2017 (E. 4.5.1) grundsätzlich auf sämtliche psychischen Leiden ausgeweitet worden ist
,
gelten
neben unklaren Beschwerdebildern
psychische Leiden nur als invali
di
sierend, wenn sie schwer und therapeutisch nicht (mehr)
angehbar
sind
(BGE 141 V 281 E. 4.3.1.2; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. De
zem
ber 2015 E. 5 und 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E. 7.2.1)
.
Betreffend den funktionellen Schweregrad der psychischen Beeinträchtigung wu
rde
die A
usprägung der Symptome der depressiven Symptomatik als leicht
be
zeichnet. An
passungsstörungen sind
ohnehin
definitionsgemäss
nach
ICD-10 F43 vorüber
gehende, höchstens 6 Monate, bei vorherrschender Depression auch bis zu 2 Jahren andauernde Störungen (vgl.
Dilling
/
Mombour
/Schmidt,
Interna
tionale
Klassifikation psychischer Störungen: ICD-10 Kapitel V [F], Klinisch-diagnostische Leitlinien
, 10. Auflage 2015, S. 204 ff.).
Die Diagnose einer
soma
toformen
Schmerzstörung wurde hingegen
gar nicht
gestellt.
Vielmehr ist zu berücksichtigen, dass die Gutachter in Bezug auf die geltend gemachten Schmer
zen diverse Inkonsistenzen aufführten (vgl. E. 3.1 und E. 3.4).
Sodann wurde
nicht dargelegt, dass die Anpassungsstörung bei depressi
ver
Symp
tomatik nicht behandelbar wäre. Vielmehr nimmt der Beschwerdeführer eine Behandlung in Anspruch und die behandelnde Psychiaterin konnte eine Ver
besserung
der Symptome
feststellen. So liegt aus Sicht der
Behandlerin
keine schwere Depression mehr vor, wobei anzumerken ist, dass
die Gutachter über
zeugend darlegten, dass d
ie Diagnose einer schweren Depression
von vorn
he
rein
nicht
habe
gestellt werden könne
n
,
da
keine entsprechenden
objektiven
Befunde erhoben wurden und die diagnoserelevanten Kriterien nicht erfüllt
waren
(Urk. 9/45/38, Urk.
9/63)
.
In ihren Berichten
äussert sich Dr.
B._
ausschliesslich
zu Symptomen
der M
ultiplen Sklerose
(vgl. Berichte von
Dr.
B._
vom
6.
Juni 2016 sowie
8.
Februar 2017 (E. 3.
3, E. 3.5
)
, weshalb der Beschwerdeführer daraus nichts zu seinen Gunsten ab
zu
leiten
vermag
.
Sodann ist
namentlich auch
mit Bezug auf
den beweisrechtlich im Vordergrund stehenden Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4) zu bemerken,
dass im interdisziplinären Gutachten des
Z._
berichtet wird, dass der Beschwer
de
führer Gangstörungen geschildert
hatte
und an
gab
, nicht mehr als 200 Meter gehen zu können, er jedoch zum Tagesablauf berichtete, teilweise bis zu dreimal täglich spazieren zu gehen (
Urk.
9/45/16,
Urk.
9/45/34).
Sodann bestehen Dis
krepanzen zwischen den subjektiv geklagten Beschwerden und den objektivier
baren Befunden
beispielsweise hinsichtlich des Finger-Boden-Abstand-Tests
(
Urk.
9/45/54
,
vgl. E. 3.1 und E. 3.4
)
, was als Indiz dafür zu werten ist,
dass die geltend gemachten Einschränkungen anders zu begründen sind
,
als durch eine
versicherte Gesundheitsbeeinträchtigung (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_154/2016
vom 19. Oktober 2016)
. Ferner verfügt de
r
Be
schwerdeführer über zahlreiche Ressourcen (vgl. etwa Urk.
9
/
45
/
15-16,
Urk.
9/45/33
).
4.4.4
Unter diesen Umständen ist aus rechtlicher Sicht der vorliegend gestellten Diag
nose einer
Anpassungsstörung bei depressiver Reaktion
sowie den somatisch unklaren Schmerzen
keine invalidisierende Wirkung beizu
messen
und es kann ohne weiteres angenommen werden, dass beim Be
schwerde
führer aus psychia
trischer Sicht keine invalidenversicherungs
rechtlich relevante Beeinträchtigung besteht.
4.5
Nach dem Gesagten steht mit dem im Sozialversicherungsrecht massgebenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit fest, dass dem Beschwerde
führer die bisherige Tätigkeit als Lagerist nicht mehr zumutbar ist, hingegen ist ihm eine angepasste Tätigkeit unter Berücksichtigun
g des Zumutbarkeitsprofils zu 7
0
%
möglich.
5.
5.1
Zu prüfen sind sodann die wirtschaftlichen Auswirkungen der eingeschränkten
Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers. Es bleibt deshalb angesichts der 70%igen
Arbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit die Bemessung des Invalidi
tätsgrads vorzunehmen.
5.2
5.2.1
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit
bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalidenein
kommen),
in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkommens
ver
-
gleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypothetischen
Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gege
n
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invali
ditäts
grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensver
gleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
5.2.2
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validen
einkommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des früh
estmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr
scheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommens
ent
wicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung ent
spricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden
wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 139 V 28 E. 3.3.2; BGE 135 V 58 E. 3.1; BGE 134 V 322 E. 4.1 mit Hin
weis).
Ist
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die ver
sicherte Person die bisherige Tätigkeit unabhängig vom Eintritt der Invalidität nicht mehr ausgeübt hätte, kann das
Valideneinkommen
auf Grundlage der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstruktur
er
hebung (LSE) berechnet werden, wobei die für die
Entlöhnung
im Einzelfall gegebenen
falls relevanten persönlichen und beruflichen Faktoren zu berück
sichtigen sind (BGE 139 V 28
E. 3.3.2; BGE 128 V 29 E. 4e; Urteil des Bundesgerichts 9C_887/2015 vom 12. April 2016 E. 4.2).
5.2.3
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens können nach der Rechtspre
chung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch her
aus
gegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3, BGE 135 V 297 E. 5.2; BGE 129 V 472 E. 4.2.1; BGE 126 V 75 E. 3b). Dabei sind grundsätzlich die im Verfügungszeitpunkt aktuellsten veröffentlichten Tabellen der
LSE
zu verwenden (Urteile des Bundesgerichts 9C_699/2015 vom 6. Juli 2016 E. 5.2, 8C_78/2015 vom 10. Juli 2015 E. 4 und 9C_526/2015 vom 11. September 2015 E. 3.2.2; zur Verwendung der aktuellsten statistischen Daten bei Rentenrevisionen vgl. BGE 142 V 178 E. 2.5.8.1 und BGE 133 V 545 E. 7.1). Der
Beizug
der
Lohnstatistik erfolgt nur, wenn eine Ermittlung des Invalideneinkommens aufgrund und nach Massgabe der konkreten Gegebenheiten des Einzelfalles nicht möglich ist (vgl. BGE 142 V 178 E. 2.5.7; BGE 139 V 592 E. 2.3, BGE 135 V 297 E. 5.2; vgl. auch
Meyer/
Reichmuth
,
IVG
, 3. Aufl., N 55 und 89 zu Art. 28a, mit weiteren Hinweisen auf die Rechtspre
chung).
5.3
Entgeg
en der Ansicht der Beschwerdegegnerin kann für die Bemessung des
Valideneinkommens
nicht auf den zuletzt bei der
Y._
AG erzielten Verdienst abgestellt werden, da der Beschwerdeführer wegen eines ihm vorgeworfenen Diebstahlsversuchs eine fristlose Kündigung erhalten hatte und diese Anstellung auch ohne Gesundheitsschaden nicht mehr innehätte (Urk. 9/10/2).
Vielmehr sind für die Bemessung des
Valideneinkommens
die
Tabellen der Lohnstruktur
erhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik beizuziehen. Dabei sind die im Verfügungszeitpunkt aktuellsten veröffentlichen Tabellen der LSE zu verwenden (Urteile des Bundesgerichts 9C_699/2015 vom 6. Juli 2016 E. 5.2, 8C_78/2015 vom 10. Juli 2015 E. 4 und 9C_526/2015 vom 11. September 2015 E. 3.2.2).
Es ist mangels einer Berufsausbildung und nach der sechsjährigen Tätigkeit als Lagermitarbeiter bei der
Y._
AG davon auszugehen, dass der Beschwerde
führer im Gesundheitsfall weiterhin in der Produktionsbranche als Hilfsarbeiter gearbeitet hätte.
Auf
der Basis der LSE 2014 ist von
einem monatlichen Ein
kommen von männlichen
Arbeitnehmern im Produktionssektor
von Fr.
5’455
.--
(LSE 2014, Tabelle T
A1_tirage_skill_level
, Ziff.
05-43
, Männer
, Kompetenz
niveau 1
) auszugehen. Angepasst an die be
triebsübliche Arbeitszeit von 41,4
Stunden (Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, herausge
ge
ben vom Bundesam
t für Statistik, T03.02 03.01.04.01, Ziff.
05-43
) und ange
passt an die Nominallohnentwicklung für das Jahr 2015 (Zeitpunkt des
frühest
möglichen Rentenbeginns;
Bundesamtes für Statistik, T 39 Entwicklung der Nominallöhne 1976-2016; Männer; Stand 2014: 2220, Stand 201
5
: 22
26
) ergibt d
ies ein Jahreseinkommen von Fr. 67'934.20 (Fr. 5
‘
455
.-- x 12 : 40 x
41,4
: 2220 x 22
26
).
Dies entspricht grösstenteils auch dem zuletzt bei der
Y._
AG erzielten Erwerbseinkommen (vgl. Urk. 9/16).
5.4
Für die
Berechnung des Invalideneinkommens
ist zufolge des eingeschränkten Zumutbarkeitsprofils
auf die LSE 2014
abzustellen und hierfür der
Zentralwert für männliche Hilfsarbeit
skräfte
beizuziehen (TA1_tirage_skill_level, TOTAL, Männer)
. Es resultiert ein Wert von Fr.
66'632.70
pro Jahr (Fr. 5‘
312.— x
12 :
40 x 41,7 : 2220 x 2226
).
Bei einer zumutbaren Arbeitsfähigkeit von 70 % resul
tiert ein Jahreseinkommen von Fr. 46'642.90. Es kann vorliegend offenbleiben, ob der durch die Beschwerdegegnerin vorgenommene Leidensabzug von 10 % gerechtfertigt oder zu beanstanden wäre, da selbst bei Vornahme eines Leidens
abzugs von 10 % kein rentenbegründender IV-Grad resultierte.
Nach der Vor
nahme eines 10%igen Leidensabzugs betr
ü
g
e
das Invalideneinkommen
(maxi
mal)
Fr.
41'978.60
.
Ein höherer Leidensabzug rechtfertigte sich ohnehin nicht.
5.5
Wird das
Valideneinkommen
201
5
von
Fr. 67'934.20
dem Invalideneinkommen
2015 (inkl. 10%igem Leidensabzug)
von
Fr.
41'978.60
gegenübergestellt, resul
tiert eine Erwerbseinbusse von
maximal
Fr.
27'928.15, was einem renten
aus
schliessenden
Invaliditätsgrad von
maximal 38,2 %,
gerundet
38
% (zur Run
dung: BGE 130 V 121 E. 3.2)
,
entspricht
.
6.
Damit ist die angefochtene Verfügung im Ergebnis nicht zu beanstanden und die Beschwerde abzuweisen.
7.
7.1
Mit Verfügung vom 23. März 2017 (Urk. 10) wurde dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Prozessführung bewilligt und Rechtsanwältin Melina
Tzikas
als
unentgeltliche Rechtsvertreterin für das vorliegende Beschwerdeverfahren be
stellt
.
7.2
Gestützt auf Art. 69 Abs. 1
bis
IVG
ist das Beschwerdeverfahren vor dem
kan
tonalen Versicherungsgericht bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV
-
Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert unter Berücksichtigung des gesetzlichen Rahmens (Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.--) auf Fr. 800.
--
festzuset
zen
.
Ausgangsgemäss sind die Kosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen, zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichtkasse zu nehmen.
7.3
7.3.1
Mit Eingabe vom 17. Juli 2017 (Urk. 17) machte Rechtsanwältin
Tzikas
einen Aufwand von 24 Stunden und 45 Minuten sowie 3 % Spesen sowie Mehr
wert
steuer geltend (Urk. 17 S. 2-3).
7.3.2
Angesichts der Bedeutung und Schwierigkeit der Streitsache erscheint der
geltend gemachte
Aufwand als übersetzt. Dies gilt umso mehr, als die Rechts
vertreterin den Beschwerdeführer bereits im
Vorbescheidverfahren
vertrat und deshalb bereits über
eine gewisse Aktenkenntnis verfügte. Zudem sind
in der Honorarnote
auch Positionen enthalten, welche grundsätzlich nicht entschädigt werden (vgl. das Merkblatt Amtliche Mandate der Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich, Version 1. Januar 2016, welches weitgehend den früher massgebenden Richtlinien des Büros für amtliche Mandate des Bezirksgerichts Zürich entspricht). So werden administrative Arbeiten, welche vom Sekretariat ver
richtet werden können, wie beispielsweise Schreibarbeiten (Substantiierung
der Bedürftigkeit bzw. Mitteilung an das Gericht, ob eine Rechtsschutzversicherung besteht [Verfügung vom 23. Februar 2017, Studium Schreiben SVG, Telefonat von Klientin/Schreiben an das Gericht bzgl. Rechtsschutzversicherung], Frister
streckungsgesuch vom 3. Mai 2017, Studium der Verfügung vom 12. Juni 2017, mit welcher der Beschwerdegegnerin Frist zur Duplik angesetzt wurde bzw. Studium des
Duplikverzichts
seitens der Beschwerdegegnerin [Eintragungen in der Honorarnote vom 15. Juni und 17. Juli 2017]) nicht entschädigt. Vorliegend wurde
n
denn auch eineinhalb Stunden Aufwand für das Einholen einer ärzt
lichen Stellungnahme bei Dr.
B._
verrechnet (Eintrag in der Honorarnote vom 13. Februar 2017).
7.3.3
Bei grosszügiger Betrachtung können 1 Stun
de Aufwand für Instruktion, 4
Stun
den für die Redaktion einer sich auf das Wesentliche besch
ränkenden Beschwerdeschrift sowi
e 3 Stunden für das Abfassen einer Replik als gerecht
fertigt betrachtet werden. Eine weitere Stunde Aufwand kann zudem anerkannt werden, wenn berücksichtigt wird, dass die Rechtsvertreterin das Urteil mit dem Beschwerdeführer noch zu besprechen hat. Zu entschädigen ist somit ein Gesamtaufwand von 12 Stunden, was unter Berücksichtigung des gerichts
üblichen Ansatzes von Fr. 220.-- (ab dem 1. Januar 2015) ein Honorar von Fr.
2’640
.-- ergibt.
Ferner sind die lediglich pauschal geltend gemachten Barauslagen zu kürzen, da praxisgemäss
nur
effektiv angefallene Spesen entschädigt werden. Angemessen erscheint eine Entschädigung für Barauslagen im Umfang
von Fr. 100.--.
7.3.4
Rechtsanwältin
Tzikas
ist d
emnach mit insgesamt Fr. 2‘960.--
(inkl.
Mehr
wert
steuer und Barauslagen) aus der Gerichtskasse zu entschädigen.
7.4
Der Beschwerdeführer ist auf § 16 Abs. 4
GSVGer
hinzuweisen, wonach er zur Nachzahlung der Gerichtskosten und der Entschädigung an die unentgeltliche Rechtsvertreterin verpflichtet ist, sobald er dazu in der Lage ist.