Decision ID: 6c0c01d0-aebf-4375-843b-c947f7153bf0
Year: 2021
Language: de
Court: CH_BGer
Chamber: CH_BGer_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: public_law

Sachverhalt:
Die Staatsanwaltschaft Luzern sistierte mit Verfügung vom 18. August 2021 das Strafverfahren gegen unbekannte Täterschaft wegen Betrugs und Urkundenfälschung. Der Privatkläger A._ erhob dagegen am 2. September 2021 Beschwerde und ersuchte dabei sinngemäss um Erteilung der unentgeltlichen Rechtspflege. Das Kantonsgericht Luzern wies das Gesuch mit Verfügung vom 23. September 2021 ab und forderte A._ auf, innert zehn Tagen eine Sicherheitsleistung von Fr. 1'500.-- zu leisten, ansonsten auf das Rechtsmittel nicht eingetreten werde.
Mit Verfügung vom 18. Oktober 2021 ist das Kantonsgericht Luzern auf die Beschwerde vom 2. September 2021 nicht eingetreten mit der Begründung, A._ habe die ihm auferlegte Prozesskaution binnen der ihm dafür angesetzten Frist nicht geleistet.
Mit Urteil 1B_578/2021 vom 5. November 2021 ist das Bundesgericht auf die von A._ gegen die Verfügung des Kantonsgerichts vom 23. September 2021 erhobene Beschwerde nicht eingetreten.
Mit Beschwerde vom 18. November 2021 beantragt A._, die Verfügung des Kantonsgerichts vom 18. Oktober 2021 aufzuheben oder die Entscheidung auszusetzen, bis das Verfahren 1B_578/2021 abgeschlossen sei.
Vernehmlassungen wurden keine eingeholt.

Erwägungen:
1.
1.1. Angefochten ist ein kantonal letztinstanzlicher Entscheid, mit dem das Kantonsgericht auf eine Beschwerde gegen die Sistierung eines Strafverfahrens nicht eingetreten ist; dagegen ist die Beschwerde in Strafsachen zulässig (Art. 78 Abs. 1, Art. 80 BGG). Er schliesst das Verfahren indessen nicht ab; es handelt sich mithin um einen Zwischenentscheid, gegen den die Beschwerde zulässig ist, wenn er einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil rechtlicher Natur (BGE 133 IV 139 E. 4) bewirken könnte (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Die zweite Voraussetzung fällt vorliegend ausser Betracht. Nach Art. 42 Abs. 2 BGG hat der Beschwerdeführer darzulegen, dass die Sachurteilsvoraussetzungen erfüllt sind; bei der Anfechtung von Zwischenentscheiden hat er die Tatsachen anzuführen, aus denen sich der nicht wiedergutzumachende Nachteil ergeben soll, sofern dies nicht offensichtlich ist (BGE 138 III 46 E. 1.2 S. 47; zum Ganzen: BGE 141 IV 284 E. 2.3 S. 287; 289 E. 1.3 S. 292).
1.2. Es ist nicht ersichtlich, inwiefern dem Beschwerdeführer durch die angefochtene Sistierung des Strafverfahrens ein nicht wieder gutzumachender Nachteil rechtlicher Natur droht. Er tut dies unter Verletzung seiner Begründungspflicht auch nicht dar, sondern setzt sich mit den Sachurteilsvoraussetzungen nicht auseinander. Auf die Beschwerde ist damit nicht einzutreten, weil die Verfügung des Kantonsgerichts kein taugliches Anfechtungsobjekt darstellt.
1.3. Das schadet dem Beschwerdeführer insofern nicht, als die Beschwerde auch in der Sache unbegründet ist. Es mag zwar durchaus zutreffen, dass es für einen Laien nicht leicht verständlich ist, dass ihm mit Verfügung vom 23. September 2021 eine Frist von 10 Tagen angesetzt wurde, um eine Prozesskaution zu leisten, ihm aber eine Rechtsmittelfrist von 30 Tagen zustand, um die Verfügung beim Bundesgericht anzufechten. In dieser Konstellation konnte er indessen nicht in guten Treuen die Zahlungsfrist für die Kaution unbenutzt verstreichen lassen und anschliessend die Verfügung beim Bundesgericht anfechten, notabene mit einem Rechtsmittel, dem von Gesetzes wegen keine aufschiebende Wirkung zukommt. Es wäre am Beschwerdeführer gewesen, sich vor Ablauf der Zahlungsfrist über die Rechtslage zu informieren.
2.
Auf die Beschwerde ist nicht einzutreten, wobei auf die Erhebung von Gerichtskosten ausnahmsweise verzichtet werden kann.