Decision ID: ef7a16fc-53a7-4de9-bd99-fefbcd8300ff
Year: 2009
Language: de
Court: ZH_VG
Chamber: ZH_VG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: public_law

hat sich ergeben:
hat sich ergeben:
I. A. A wurde durch die Stadt Zürich von 2002 bis Ende 2008 mit wirtschaftlicher Hilfe unterstützt. Im Herbst 2007 teilte er dem zuständigen Quartierteam mit, dass er seine Mutter für mehrere Wochen im Land B besuchen wolle. Mit Schreiben vom 16. November 2007 forderte das Quartierteam ihn auf, sich bis am 21. Dezember 2007 in Zürich aufzuhalten und gezielt eine Stelle zu suchen sowie bei der Suche nach geeigneten Integrationsmassnahmen zu kooperieren. Am 4. Januar 2008 habe er beim Sozialzentrum persönlich zu erscheinen. Für die Zeit vom 22. Dezember 2007 bis 2. Januar 2008 sei er von seinen Integrationspflichten befreit, weshalb es ihm freistehe, ins Ausland zu reisen. Falls er den Auflagen nicht oder nur ungenügend nachkomme, werde eine Kürzung bzw. Einstellung der Sozialhilfeleistungen geprüft.
B. Da A bereits am 8. Dezember 2007 nach B reiste, stellte die Einzelfallkommission am 7. Februar 2008 die Auszahlung des Grundbedarfs für die Dauer seiner Landesabwesenheit vom 8. Dezember 2007 bis 23. Januar 2008 ein. Eine dagegen gerichtete Einsprache wies die Einspracheinstanz und Geschäftsprüfungskommission (hernach: Einspracheinstanz) am 16. Dezember 2008 ab. Einem allfälligen Rekurs entzog sie die aufschiebende Wirkung.
C. Dagegen erhob A am 28. Januar 2009 Rekurs an den Bezirksrat Zürich und beantragte die Aufhebung der vorinstanzlichen Entscheide sowie die Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes in der Person von RA C. Die von A verfasste Rekursschrift wurde von seinem Rechtsvertreter eingereicht, welcher in seinem Begleitschreiben ebenfalls die Gewährung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung beantragte. Der Bezirksrat wies am 4. Juni 2009 den Rekurs und das Gesuch um unentgeltliche Rechtsverbeiständung ab (Verfahren SO.2009.8).
D. Gegen den Rekursentscheid erhob A am 3. Juli 2009 Beschwerde ans Verwaltungsgericht (VB.2009.00371). Er beantragt, dass die vorinstanzlichen Entscheide aufzuheben seien. Ihm sei der Grundbedarf für den Zeitraum vom 8. Dezember 2007 bis 23. Januar 2008 vollumfänglich auszurichten. Im Falle seines Obsiegens sei ihm eine Parteientschädigung auszurichten. Sollte er unterliegen, sei ihm in der Person von RA C ein unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestellen. Seiner Beschwerde sei zudem die aufschiebende Wirkung zu entziehen (recte: zu gewähren), damit der unrechtmässig nicht ausbezahlte Betrag sofort ausgerichtet werde.
II.
A. Die Einzelfallkommission beschloss am 10. Juli 2008, dass A bei Weiterführung seiner selbständigen Erwerbstätigkeit weiter mit wirtschaftlicher Hilfe zu unterstützen sei. Er werde verpflichtet, den Sozialen Diensten sämtliche Einnahmen und Ausgaben mit einer monatlichen Abrechnung regelmässig und unaufgefordert zu belegen sowie die massgebenden Geschäftsaktivitäten zu dokumentieren. Am 4. August 2008 schrieb A dem zuständigen Quartierteam, dass seine Mutter im Ausland in B hospitalisiert worden sei, weshalb er vom 8. August 2008 bis 8. September 2008 im Land B weilen werde. Mit Schreiben vom 6. August 2008 wies das Quartierteam ihn darauf hin, dass ihm ein Auslandaufenthalt von maximal zwei Wochen zugestanden werden könne. Die Ausrichtung des Grundbedarfs sei deshalb ab 22. August 2008 nur möglich, wenn er sich bis dahin wieder in Zürich aufhalte. Ab 1. September 2008 könne er zudem nur weiter unterstützt werden, wenn er verschiedene Unterlagen zu seiner selbständigen Erwerbstätigkeit einreiche. A kehrte bis am 22. August 2008 nicht in die Schweiz zurück. Mit Schreiben vom 22. August 2008 , welches zudem als E-Mail versandt wurde, teilte das Quartierteam ihm deshalb mit, dass er erst wieder unterstützt werden könne, wenn er sich wieder in Zürich aufhalte. Die eingereichten Abrechnungen vom 7. August 2008 würden nicht genügen, weshalb eine weitere Unterstützung zudem erst möglich sei, wenn er die geforderten Unterlagen eingereicht habe.
B. In der Folge stellte die Einzelfallkommission am 4. September 2008 die materielle Unterstützung von A per 22. August 2008 ein und forderte die für den Zeitraum vom 23. bis 31. August 2008 bereits ausgerichteten Leistungen im Betrag von Fr. 608.05 zurück. Ab 9. September 2008 wurde A wieder mit wirtschaftlicher Hilfe unterstützt. Gegen die Einstellung der wirtschaftlichen Hilfe und die Rückerstattungsforderung erhob er am 22. September 2008 Einsprache an die Einspracheinstanz. Er beantragte die Aufhebung der Einstellung und die Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands in der Person von RA C. Die Einspracheinstanz wies die Einsprache und das Gesuch um unentgeltliche Rechtsverbeiständung am 16. Dezember 2008 ab und entzog einem allfälligen Rekurs die aufschiebende Wirkung.
C. Dagegen erhob A am 28. Januar 2009 Rekurs an den Bezirksrat Zürich. Er beantragte sinngemäss, dass die vorinstanzlichen Entscheide aufzuheben seien. Die von A verfasste Rekursschrift wurde von seinem Rechtsvertreter eingereicht, welcher in seinem Begleitschreiben seine Bestellung als unentgeltlicher Rechtsbeistand beantragte. Der Bezirksrat wies den Rekurs und das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung am 4. Juni 2009 ab (Verfahren SO.2009.9).
D. Gegen den Rekursentscheid erhob A am 3. Juli 2009 Beschwerde ans Verwaltungsgericht. Er beantragt die Aufhebung der vorinstanzlichen Entscheide. Im Falle seines Obsiegens sei ihm eine Parteientschädigung auszurichten. Sollte er unterliegen, sei ihm in der Person von RA C ein unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestellen. Seiner Beschwerde sei zudem die aufschiebende Wirkung zu gewähren.
III.
Das Verwaltungsgericht vereinigte mit Präsidialverfügung vom 8. Juli 2009 die beiden Beschwerden.
Der Bezirksrat Zürich verzichtete am 3. August 2009 auf Vernehmlassung, während die Beschwerdegegnerin am 28. August 2009 Abweisung der Beschwerden beantragte.
Am 9. September 2009 reichte der Beschwerdeführer unaufgefordert eine Stellungnahme zur Beschwerdeantwort ein.

Der Einzelrichter zieht in Erwägung:
Der Einzelrichter zieht in Erwägung:
1. 1.1 Das Verwaltungsgericht ist gemäss § 41 Abs. 1 in Verbindung mit § 19c Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zur Behandlung der Beschwerden zuständig. Da auch die übrigen Prozessvoraussetzungen erfüllt sind, ist auf die Beschwerden einzutreten.
1.2 Strittig ist vorliegend die Einstellung des Grundbedarfs für den Zeitraum vom 8. Dezember 2007 bis 23. Januar 2008 sowie die Einstellung der wirtschaftlichen Hilfe für den Zeitraum vom 23. August 2008 bis 8. September 2008. Der Streitwert liegt unter Fr. 20'000.-, weshalb gemäss § 38 Abs. 2 VRG der Einzelrichter zum Entscheid berufen ist.
1.3 Die Einspracheinstanz hat in ihren Entscheiden vom 16. Dezember 2008 einem allfälligen Rekurs jeweils die aufschiebende Wirkung entzogen. Der Entzug der aufschiebenden Wirkung durch die Instanz, welche eine Anordnung getroffen hat, erlangt nur für das unmittelbar anschliessende Rechtsmittelverfahren Geltung (vgl. VGr, 30. Juli 2008, VB.2008.00337 E. 1.1, www.vgrzh.ch = RB 2008 Nr. 14). Der Entzug der aufschiebenden Wirkung galt demnach nur für die Rekursverfahren. Da der Bezirksrat in seinen Rekursentscheiden allfälligen Beschwerden die aufschiebende Wirkung nicht entzogen hatte, kam dem Lauf der Beschwerdefrist und der Einreichung der Beschwerden von Gesetzes wegen aufschiebende Wirkung zu (§ 55 Abs. 1 VRG). Auf die Anträge des Beschwerdeführers, dass seinen Beschwerden die aufschiebende Wirkung zu gewähren sei, ist demnach nicht einzutreten.
1.3 Die Einspracheinstanz hat in ihren Entscheiden vom 16. Dezember 2008 einem allfälligen Rekurs jeweils die aufschiebende Wirkung entzogen. Der Entzug der aufschiebenden Wirkung durch die Instanz, welche eine Anordnung getroffen hat, erlangt nur für das unmittelbar anschliessende Rechtsmittelverfahren Geltung (vgl. VGr, 30. Juli 2008, VB.2008.00337 E. 1.1, www.vgrzh.ch = RB 2008 Nr. 14). Der Entzug der aufschiebenden Wirkung galt demnach nur für die Rekursverfahren. Da der Bezirksrat in seinen Rekursentscheiden allfälligen Beschwerden die aufschiebende Wirkung nicht entzogen hatte, kam dem Lauf der Beschwerdefrist und der Einreichung der Beschwerden von Gesetzes wegen aufschiebende Wirkung zu (§ 55 Abs. 1 VRG). Auf die Anträge des Beschwerdeführers, dass seinen Beschwerden die aufschiebende Wirkung zu gewähren sei, ist demnach nicht einzutreten.
2. Wer für seinen Lebensunterhalt und den seiner Familienangehörigen nicht hinreichend oder nicht rechtzeitig aus eigenen Mitteln aufkommen kann, hat nach § 14 des Sozialhilfegesetzes vom 14. Juni 1981 (SHG) Anspruch auf wirtschaftliche Hilfe. Diese soll das soziale Existenzminimum gewährleisten, das neben den üblichen Aufwendungen für den Lebensunterhalt auch individuelle Bedürfnisse angemessen berücksichtigt. Grundlage für die Bemessung bilden gemäss § 17 der Verordnung zum Sozialhilfegesetz vom 21. Oktober 1981 (SHV) die Richtlinien der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (SKOS-Richtlinien, bis 30. April 2009 in der Fassung vom Dezember 2004, ab 1. Mai 2009 in der Fassung vom April 2005 mit den Ergänzungen 12/05 und 12/07), wobei begründete Abweichungen im Einzelfall vorbehalten bleiben.
Die wirtschaftliche Hilfe darf mit Auflagen und Weisungen verbunden werden, die sich auf die richtige Verwendung der Beiträge beziehen oder geeignet sind, die Lage des Hilfeempfängers zu verbessern (§ 21 SHG). Auflagen und Weisungen im Sinn von § 21 SHG, die auf eine Verbesserung der Lage des Hilfeempfängers (mithin auf dessen Integration) abzielen, sind nach der verwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung anfechtbare Anordnungen (RB 1998 Nr. 34; RB 2001 Nr. 51; vgl. auch Alfred Kölz/Jürg Bosshart/Martin Röhl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 2. A., Zürich 1999, § 19 N. 22). Nicht anfechtbar sind hingegen Auflagen betreffend die Mitwirkung des Gesuchstellers bzw. Sozialhilfeempfängers bei der Abklärung seiner finanziellen Verhältnisse (RB 1998 Nr. 35).
Die Sozialhilfeleistungen sind angemessen zu kürzen, wenn der Hilfesuchende gegen Anordnungen, Auflagen und Weisungen der Fürsorgebehörde verstösst, keine oder falsche Auskunft über seine Verhältnisse gibt oder die Einsichtnahme in seine Unterlagen verweigert. Er muss vorgängig schriftlich auf die Möglichkeit der Leistungskürzung hingewiesen worden sein (§ 24 Abs. 1 lit. a Ziff. 1–3 und lit. b SHG). Vom grundsätzlichen Rechtsanspruch auf Sozialhilfeleistungen kann ausnahmsweise und unter Berücksichtigung von Art. 12 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) abgewichen werden. Die Leistungen sind ganz oder teilweise einzustellen, wenn der Hilfesuchende eine ihm zumutbare Arbeit oder die Geltendmachung eines Ersatzeinkommens verweigert, ihm die Leistungen deswegen gekürzt worden sind und ihm schriftlich und unter Androhung der Leistungseinstellung eine zweite Frist zur Annahme der Arbeit bzw. zur Geltendmachung eines Ersatzeinkommens angesetzt worden ist (§ 24a Abs. 1 SHG).
Die Sozialhilfeleistungen sind angemessen zu kürzen, wenn der Hilfesuchende gegen Anordnungen, Auflagen und Weisungen der Fürsorgebehörde verstösst, keine oder falsche Auskunft über seine Verhältnisse gibt oder die Einsichtnahme in seine Unterlagen verweigert. Er muss vorgängig schriftlich auf die Möglichkeit der Leistungskürzung hingewiesen worden sein (§ 24 Abs. 1 lit. a Ziff. 1–3 und lit. b SHG). Vom grundsätzlichen Rechtsanspruch auf Sozialhilfeleistungen kann ausnahmsweise und unter Berücksichtigung von Art. 12 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) abgewichen werden. Die Leistungen sind ganz oder teilweise einzustellen, wenn der Hilfesuchende eine ihm zumutbare Arbeit oder die Geltendmachung eines Ersatzeinkommens verweigert, ihm die Leistungen deswegen gekürzt worden sind und ihm schriftlich und unter Androhung der Leistungseinstellung eine zweite Frist zur Annahme der Arbeit bzw. zur Geltendmachung eines Ersatzeinkommens angesetzt worden ist (§ 24a Abs. 1 SHG).
3. 3.1 Hinsichtlich der Einstellung des Grundbedarfs vom 8. Dezember 2007 bis 23. Januar 2008 führte der Bezirksrat aus, dass der Beschwerdeführer Kenntnis davon gehabt habe, dass er nur für die Zeit vom 22. Dezember 2007 bis 2. Januar 2008 von seiner Integrationsverpflichtung befreit gewesen sei. Bevor die Leistung gekürzt worden sei, hätte die Kürzung bzw. Einstellung verfügt werden müssen. Durch den Entscheid der Einzelfallkommission vom 7. Februar 2008 sei die nötige Form aber nachträglich hergestellt worden.
Bezüglich der Einstellung der wirtschaftlichen Hilfe vom 23. August 2008 bis 8. September 2008 sowie der Rückerstattungsforderung in der Höhe von Fr. 608.05 wies der Bezirksrat darauf hin, dass dem Beschwerdeführer die Praxis der Stadt Zürich, wonach Ferienabwesenheiten von bis zu einem Monat pro Jahr toleriert würden, bekannt sei. Dass ihm mit Verwarnung vom 6. August 2008 nur zwei weitere Ferienwochen zugestanden worden seien, sei nicht zu beanstanden. Auf die Verwarnung habe er erst am letzten Tag der ihm zugestandenen Ferienzeit reagiert. Sein Verhalten erweise sich deshalb als rechtsmissbräuchlich. Weil er wiederholt über längere Zeit landesabwesend gewesen sei und die zur Bedarfsbemessung nötigen Unterlagen über seine Geschäftstätigkeit nicht innert Frist beigebracht habe, habe die Beschwerdegegnerin zu Recht an seiner Bedürftigkeit gezweifelt. Dass die Leistungen bereits zwei Wochen vor Erlass einer anfechtbaren Verfügung eingestellt worden seien, ändere daran nichts.
3.2 Der Beschwerdeführer rügt, dass die Auflage, mit welcher er verpflichtet worden sei, sich bis zum 22. Dezember 2007 in Zürich aufzuhalten und am 4. Januar 2008 bei Sozialzentrum vorzusprechen, vor allem den Zweck verfolgt habe, ihm die Aufnahme einer selbständigen Tätigkeit zu erschweren und den Besuch seiner Mutter zu verunmöglichen. Die Nichtauszahlung des Grundbedarfs sei erfolgt, ohne dass dies zunächst verfügt worden sei. Sein rechtliches Gehör sei verletzt worden, da er vor der Einstellung des Grundbedarfs nicht angehört worden sei.
Der Aufenthalt im Land B vom August/September 2008 sei aufgrund der gesundheitlichen Probleme seiner Mutter notwendig gewesen. Es habe sich dabei um eine Notfallsituation gehandelt, wobei ihm nie erklärt worden sei, wie er sich in einer solchen Situation zu verhalten habe. Die geforderten Unterlagen bezüglich seiner selbständigen Erwerbstätigkeit habe er rechtzeitig eingereicht. Die Einstellung der wirtschaftlichen Hilfe sei erfolgt, ohne dass vorgängig verfügt worden sei. Er sei zudem nicht angehört worden, was einer Verletzung des rechtlichen Gehörs gleichkomme. Schliesslich erweise sich die Einstellung der gesamten wirtschaftlichen Hilfe auch nicht als verhältnismässig.
3.3 Die Beschwerdegegnerin macht geltend, dass der Beschwerdeführer seit März 2006 die Voraussetzungen für Auslandaufenthalte kenne. Er sei rechtzeitig vor seinem Abflug vom 8. Dezember 2007 über die Auflagen und Konsequenzen des Nichtbefolgens der Auflagen informiert worden. Auch bezüglich der Reise nach B im August/September 2008 habe das Quartierteam umgehend reagiert. Es stelle sich die berechtigte Frage, ob dem Beschwerdeführer jedes Mal die klaren Vorgaben betreffend Auslandaufenthalte mitgeteilt werden müssten, mit Auflage, Verwarnung und Gewährung des rechtlichen Gehörs, wenn doch zumindest seit den Jahren 2006/2007 offensichtlich sei, dass sich der Beschwerdeführer nicht an die Vorgaben halten wolle und er keinerlei Einsicht zeige. Hier noch auf die Wahrung des rechtlichen Gehörs zu pochen, grenze an Rechtsmissbräuchlichkeit.
3.3 Die Beschwerdegegnerin macht geltend, dass der Beschwerdeführer seit März 2006 die Voraussetzungen für Auslandaufenthalte kenne. Er sei rechtzeitig vor seinem Abflug vom 8. Dezember 2007 über die Auflagen und Konsequenzen des Nichtbefolgens der Auflagen informiert worden. Auch bezüglich der Reise nach B im August/September 2008 habe das Quartierteam umgehend reagiert. Es stelle sich die berechtigte Frage, ob dem Beschwerdeführer jedes Mal die klaren Vorgaben betreffend Auslandaufenthalte mitgeteilt werden müssten, mit Auflage, Verwarnung und Gewährung des rechtlichen Gehörs, wenn doch zumindest seit den Jahren 2006/2007 offensichtlich sei, dass sich der Beschwerdeführer nicht an die Vorgaben halten wolle und er keinerlei Einsicht zeige. Hier noch auf die Wahrung des rechtlichen Gehörs zu pochen, grenze an Rechtsmissbräuchlichkeit.
4. 4.1 Nach gefestigter Praxis (vgl. E. 2) stellen Auflagen und Weisungen im Sinn von § 21 SHG, die auf eine Verbesserung der Lage des Hilfeempfängers (mithin auf dessen Integration) abzielen, anfechtbare Anordnungen dar. Dies liegt darin begründet, dass Verhaltensanweisungen die durch Art. 10 Abs. 2 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) garantierte persönliche Freiheit der unterstützten Personen tangieren. Diese haben daher ein schutzwürdiges Interesse, die Rechtmässigkeit einer derartigen Weisung schon im Anschluss an deren Erlass auf dem Rechtsmittelweg überprüfen zu lassen, nicht erst mittels Einsprache und Rekurs gegen die Kürzungs- und Einstellungsverfügung, die in der Folge wegen Missachtung der Auflage ergeht (VGr, 18. Juni 2009, VB.2009.00262 E. 4, www.vgrzh.ch). Daran ändert nichts, dass § 24 Abs. 1 und § 24a Abs. 1 lit. c SHG (in der ab 1. Januar 2008 geltenden Fassung) für die Androhung der Leistungskürzung bzw. der Einstellung der wirtschaftlichen Hilfe die einfache Schriftlichkeit vorsieht. Diese Normen beziehen sich nämlich lediglich auf das Aufzeigen der Konsequenzen des Nichtbefolgens einer Anordnung einer Auflage oder Weisung. Die Auflage oder Weisung selbst ist jedoch, sofern sie als Verhaltensanweisung zu gelten hat, stets – auch wenn die Kürzungs- bzw. Einstellungsandrohung gleichzeitig ergeht – mittels Verfügung zu treffen.