Decision ID: 4e2995dc-6915-471d-af32-9bf4152d85e9
Year: 2022
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Der 1962 geborene
X._
war zuletzt von 2014 bis 2017 als Hotel
angestellter im Hotel
Y._
tätig (Urk. 9/3 Ziff. 5.4). Am 26. Februar 2020 (Eingang bei der IV-Stelle am 4. September 2020, vgl. Aktenverzeichnis zu Urk. 9/3) meldete er sich unter Hinweis auf Hüftbeschwerden bei der Invaliden
versicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 9/3
Ziff.
6.1
). Die Sozialversicherungs
anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, tätigte medizinische und erwerbliche Abklärungen und wies das Leistungsbegehren nach durchgeführtem
Vorbe
scheidverfahren
(Urk.
9/20) mit Verfügung vom 12. Juli 2021 (Urk. 9/25 = Urk.
2) ab.
2.
Der Versicherte erhob am 13.
August 2020 (richtig: 2
021) Beschwerde gegen die Verfügung vom 12. Juli 2021 (Urk.
2) und beantragte sinngemäss, diese sei aufzuheben. Am 22.
November 2021 überwies die IV-Stelle die vom Versi
cherten bei ihr eingereichte Be
schwerde an das z
uständige hiesige Gericht (Urk. 4). Am 7.
Dezember 2021 (Urk. 8) be
antragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer mit Verfüg
ung vom 27.
Januar 2022 zu
r Kenntnis gebracht wurde (Urk.
10).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden
versicherung (IVV) in Kraft getreten.
In zeitlicher Hinsicht sind
vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen
grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da ferner das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung eines Falles in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung beziehungsweise des streitigen
Einspracheentscheids
eingetretenen Sachverhalt abstellt (BGE 144 V 210 E. 4.3.1, 132 V 215 E. 3.1.1, je mit Hinweisen), sind vorliegend die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nach
folgend auch in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurtei
lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.
4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene
Verfügung vom 12. Juli 2021 (Urk. 2) damit, dass dem Beschwerdeführer die bisherige Tätigkeit als Küchenhilfe (Hilfsarbeiter) nicht mehr zumutbar sei. Eine leichte, wechsel
belastende Tätigkeit, unter günstigen ergonomischen Arbeitsplatzverhältnissen, sei jedoch in einem Pensum von 65 % möglich (S. 1). Der Einkommensvergleich ergebe einen Invaliditätsgrad von 35 %.
Somit habe der Beschwerdeführer keinen Anspr
uch auf Leistungen der Invalidenversicherung (S.
2)
.
2.2
Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber
sinngemäss
auf den Standpunkt (
Urk.
1), dass
der Invaliditätsgrad zu niedrig sei und er sich nicht einmal auf eine Stelle in einem Pensum von 50 % bewerben könne.
2.3
Streitig und zu prüfen ist der Invaliditätsgrad des Beschwerdeführers
.
3.
3.1
Dr.
med.
Z._
, Facharzt für
Orthopädische Chirurgie und Trauma
tologie des Bewegungsapparates
, Orthopädie
A._
, nannte mit Bericht vom 17. Juni 2020 (Urk. 9/14/17-18) als hier gekürzt aufgeführte Diagnose eine schmerz
hafte Hüft-
Totalendoprothese
(TP) rechts 4 Jahre nach Implantation. Der Beschwerdeführer habe eine Problematik der rechten Hüfte gehabt wegen einer beginnenden Arthrose, die operiert worden sei. Während
der
ganzen Periode sei es ihm nie richtig gut gegangen. In der klinischen Untersuchung zeige sich eine deutlich schmerzhafte Hüfte vor allem bei Drehbewegungen mit einer Ausstrah
lung Richtung Oberschenkel (S. 1). Die
mitgebrachte
Bildgebung
(wohl MRI und CT Hüfte rechts vom
8.
Mai 2020,
Urk.
9/14/16)
sei pathologisch. Die
Osteolyse
und die bestehenden Beschwerden deuteten auf eine Schaftkomponentenproble
matik hin, die sich mit Oberschenkelschmerzen manifestiere. Vier J
ahre postope
rativ sei eine Low-G
rade-
Infektsituation
wahrscheinlich und abklärungsbedürf
tig. Er werde deshalb weitere Untersuchungen veranlassen (S. 2).
Dr.
Z._
führte mit Bericht vom 1
5.
Juli 2020 (Urk.
9/14/19-20
) aus, eine
Spect
-CT habe stattgefunden. Die Anreicherungen seien diskret. Die
Beschwerden seien glaubhaft,
der
Beschwerdeführer
mache
eine
Belastungsintoleranz geltend.
Bei diesen Problematiken gehe es immer darum abzuklären, ob eine mögliche Lockerung mechanisch oder durch einen Low-Grade-Infekt verursacht sei (S. 1).
Dr.
Z._
führte mit Bericht vom
20. Juli 2020 (Urk.
9/14/21-22
) aus, in der heute nochmals durchgeführten Anamnese habe der Beschwerdeführe
r
über einen st
r
ichförmigen Schmerz ventral am Oberschenkel, vor allem beim Bergaufgehen berichtet. Auch in den Belastungen sei er eingeschränkt.
Er definiere diese Ein
schränkungen aber bereits seit der Operation, also nicht erst seit den letzten Wochen. Er habe den Eindruck gehabt, es würde dann irgendwann mal spontan vorbeigehen, was leider nicht eingetreten sei. Auch die Bewegungseinschränkung sei seit der Operation so (S. 1).
E
s
liege keine Flüssigkeit vor,
das
Beschwerdebild erscheine auch eher chronisch.
Differentialtherapeutisch stehe man vor einer Revision, Entfernung der
hererotopen
Ossifikationen, allfällige Probeentnahme, Prüfen des Schaftes auf Festigkeit, je nach Befund Schaftwechsel. Intraoperativ müsste aufgrund des Lokalbefunds entschieden werden, ob eine mechanische oder eine infektiöse Problematik vorliege, wobei letzteres nie mit Sicherheit aus
geschlossen werden könne. Das bedeute, dass der Beschwerdeführer das Risiko eines Zweiteingriffes habe, wo ein kompletter Wechsel durchgeführt werden müsste. In Anbetracht dieser doch etwas k
omplexere
n Gesamtsituation
wolle
der Beschwerdeführer
eher keine
Operation
auf sich
nehmen,
sondern
die
Belastun
gen reduzieren und sich an
die
IV wenden
(S. 2)
.
3.2
Dr.
med.
B._
, Facharzt für
Allgemeine Innere Medizin
und Hausarzt des Beschwerdeführers, führte mit Bericht vom 4. Januar 2021 (Urk.
9/14/1-7
) aus,
der Beschwerdeführer
arbeite als Küchenhilfe. Bisher
seien
zuletzt
folgende Arbeitsunfähigkeiten attestiert worden:
vom
1
5.
Januar bis 3
1.
Juli 2020 50 % und vom
20.
Mai bis 3
1.
Dezember 2020 100
%
(Ziff.
1.3). Aufgrund des progredienten therapieresistenten Verlaufs der Erkrankung sei die Prognose zur A
rbeitsfähigkeit schlecht (Ziff.
2.7). Es seien keine weitere
n opera
tiven Eingriffe, sondern die
Fortsetzung der analgetischen Therapie
geplant (Ziff.
2.8).
Der Beschwerdeführer müsse während der Arbeit viel stehen,
dabei
entwickle er starke Schmerzen in der Hüfte (Ziff. 3.2).
Es bestünden Bewegungs
einschränkungen im Sinne von blockierter Innenrotation und einges
chränkter Aussenrotation (10°; Ziff.
3.4). Der
Beschwerdeführer
verfüge nicht über nötige Ressource
n für eine Eingliederung (Ziff.
3.5).
Die Frage, wie viele Stunden pro Tag die bisherige Tätigkeit zumutbar sei
,
könne er nicht beantworten (Ziff. 4.1). Zur Frage nach der Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit machte
Dr.
B._
keine Angaben (Ziff. 4.2).
Die
Prognose zur Ei
ngliederung sei schlecht
aufgrund belastungs- und bewegungsabhängige
r
Schmerzen in der Hüfte rechts, welche therapieresistent seien (
Ziff. 4.3 f.
).
3.3
Am 29. Januar 2021 (Urk.
9/19/3
) hielt eine
Kundenberaterin
der Beschwerde
gegnerin
nach
telefonische
r
Rückfrage
an
Dr.
med.
C._
,
Regionaler Ärzt
licher Dienst (RAD) fest,
seit der Operation im Jahr 2016 habe sich das rechte Hüftgelenk (Prothese) entzündlich verkalkt, was zu einer Bewegungseinschrän
kung/Funktionseinschränkung führe. Der Eingriff würde sehr komplex sein. Die b
isherige Tätigkeit als Küchenhilfe sei nicht zumutbar. In einer angepassten Tätigkeit müsste ein näher genanntes Belastungsprofil berücksichtigt werden.
Gemäss
Dr.
C._
würde eventuell eine angepasste Tätigkeit
in einem Pensum von
50 bis 80
%
möglich sein. Für eine genaue RAD-Beurteilung müsste zuerst ein medizinischer Bericht bei
Dr.
Z._
eingeholt werden.
3.4
Mit
Telefonnotiz vom
9.
Februar 2021
(Urk. 9/16)
wurde
fest
gehalten
, der Beschwerdeführer
sei informiert worden, dass der RAD von einer Arbeitsfähigkeit von 50 bis 80 % in einer angepassten Tätigkeit ausgehe. Auf die Frage, ob er Interesse an Eingliederungsmassnahmen habe, habe er angegeben, er
wolle am liebsten wieder als Küchenhilfe bei seinem bisherigen Arbeitgeber arbeiten. Etwas Anderes könne er sich eigentlich nicht vorstellen. Es
sei
vereinbart
worden
, in diesem Fall die Abklärungen ohne Eingliederungsmassnahmen weiterzuführen.
3.5
Eine
Kundenberaterin
der Beschwerdegegnerin hielt
am
9. Februar 2021
(Urk. 9/19/3) fest, der Beschwerdeführer
wünsche keine Abklärungen
betreffend
Eingliederungsmassnahmen
. Gemäss RAD bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 50
bis 80
%
in einer angepas
sten Tätigkeit (Durchschnitt 65
%).
Die a
ngestammte Tätigkeit als Küchenhilfe sei nicht mehr möglich.
Weitere medizinische Abklä
rungen seien nicht nötig. Gemäss den medizinischen Unterlagen bestehe die Arbeitsunfähigkeit s
eit
15.
Januar 202
0.
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin vertrat in der angefochtenen Verfügung die Ansicht
,
dem Beschwerdeführer
sei
die bisherige Tätigkeit als Küchenhilfe (Hilfsarb
eiter) nicht mehr zumutbar.
Eine
angepasste Tätigkeit
sei jedoch in einem Pensum von 65
%
möglich
(vorstehend E. 2.1). Dabei stützte sie sich auf die Beurteilung einer K
undenberaterin. Diese hat festgehalten, g
emäss RAD bestehe eine Arbeitsfähig
keit von 50 bis 80
%
in einer angepasst
en Tätigkeit (Durchschnitt 65 %) und die
angestammte Tätigkeit als Küchenhilfe sei nicht mehr möglich. Weitere medizi
nische Abklärungen seien nicht nötig
(vorstehend E. 3.5)
.
In den Akten findet sich keine selbständig verfasste Stellungnahme eines RAD-Arztes. Der RAD-Arzt
Dr.
C._
nahm einzig im Rahmen eines Telefonats mit einer Kundenberaterin Stellung
. Gemäss deren Telefonnotiz
führte
er
aus, dass d
ie bisherige Tätigkeit als Küchenhilfe nicht zumutbar sei
und dass i
n einer angepassten Tätigkeit eventuell ein Pensum von 50 bis 80
%
möglich
wäre
. Für eine genaue RAD-Beurteilung müsste zuerst ei
n medizinischer Bericht bei Dr.
Z._
eingeholt werden
(vorstehend E. 3.3)
.
Die
Kundenberaterin
hat in der Folge keinen aktuellen Bericht von
Dr.
Z._
eingeholt, sondern ausge
hend vom Durchschnittswert von 50 und 80
%
eine 65%ige Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit festgelegt.
Angesichts dessen
, dass der
RAD-Arzt sich hypothetisch («eventuel
l») und auch nur
sehr
vage (50 bis
80
%) zu einem möglichen Pensum
in einer angepassten Tätigkeit
äusserte
und noch weit
ere Abklä
rungen für nötig hielt, vermag diese Einschätzung nicht zu überzeugen.
4.2
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 mit Hinweisen; vgl. auch BGE 140 V 193 E. 3.2 mit Hinweisen).
Aus fachärztlicher Sicht nannte
Dr.
Z._
als Diagnose eine schmerzhafte Hüft-TP rechts 4 Jahre nach Implantation.
Er nahm in
seinen
Bericht
en
keine Stellung zu den Auswirkungen dieser Diagnose auf die Arbeitsfähigkeit (vgl. vor
stehend E. 3.
1
). Dennoch ist aufgrund diese
r Berichte
nicht auszuschliessen, dass die Diagnose Auswirkung auf die Arbeitsfähig
keit de
s
Beschwerdeführer
s
hat, zumal er
in der klinischen Untersuchung eine deutlich schmerzhafte Hüfte mit einer Ausstrahlung Richtung Oberschenkel feststellte und zum Schluss kam,
das Beschwerdebild erscheine eher chronisch und es liege eine komplexere Gesamt
situation vor
.
Der Hausarzt
Dr.
B._
attestierte
für die
bisherige Tätigkeit als Küchenhilfe für den Zeitraum vom 1
5.
Januar bis 3
1.
Juli 2020 eine 50%ige und vom 20. Mai bis 3
1.
Dezember 2020 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Er schätzte die Prognose zur Arbeitsfähigkeit aufgrund des progredienten therapieresistenten Verlaufs der Erkrankung als schlecht ein und kam zum Schluss, der Beschwerdeführer verfüge nicht über
die
nötige
n
Ressourcen für eine Eingliederung. Die Fragen zur
aktuel
len
Arbeitsfähigkeit in der bisherigen und einer angepassten Tätigkeit blieben unbeantwortet (vorstehend E. 3.2).
4.3
Die vorhandenen medizinischen Akten vermögen
somit
keinen genügenden Auf
schluss über die Arbeitsfähigkeit de
s
Beschwerdeführer
s
zu geben.
Damit
fehlt es an der Grundlage für einen Entscheid.
5.
5.1
Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen,
besonders
wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die
Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26
Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
). Gemäss ständiger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Ver
fahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwierige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der
ent
scheid
rele
vante
Sachverhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2).
5.2
Zusammenfassend erweist sich die vorliegende Aktenlage für eine abschliessende Beurteilung des Leistungsanspruchs in Bezug auf den medizinischen Sachverhalt als unzulänglich, weshalb die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache
an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist, damit diese nach
genauer
Abklä
rung der
Arbeitsfähigkeit
eine neue Beurteilung vornehme und über den Leis
tungsanspruch des Beschwerdeführers neu verfüge. Gemäss dem Grundsatz «Ein
gliederung vor Rente» sind bei Eingliederungsfähigkeit auch Eingliederungs
mass
nahmen
näher
zu prüfen
, auch wenn erste diesbezügliche Auskünfte des Haus
arztes im Formularbericht
dagegen sprechen
mögen
.
In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen.
6.
Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal
tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57).
Die Gerichtskosten nach
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG sind auf Fr.
5
00.-
anzusetzen und ausgangsgemäss der unterliegenden Beschwerde
gegnerin auf
zuerlegen.