Decision ID: 96f38ed1-c113-44e7-8447-9cb6ba98bd65
Year: 2012
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Fredy Fässler, Oberer Graben 42, 9000 St. Gallen,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
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Rentenrevision (Erhöhung)
Sachverhalt:
A.
A._ hatte sich erstmals am 28. Juni 2000 unter Hinweis auf Müdigkeitserscheinungen
zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung angemeldet (IV-act. 2). Dr. med.
B._, Facharzt FMH für Allgemeinmedizin, hatte ihm am 30. August 2000 gestützt auf
die Befunde des behandelnden Psychiaters Dr. med. C._ eine Arbeitsunfähigkeit von
30% seit 15. März 2000 attestiert (IV-act. 6). Aus einem interdisziplinären Gutachten
der Ärztlichen Begutachtungsinstitut GmbH (ABI) Basel vom 14. Dezember 2000 waren
die Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit Neurasthenie (ICD-10 F48.0),
neurotische Persönlichkeit (ICD-10 F60.8), koronare Herzkrankheit mit generalisierter
Koronaratherosklerose (ICD-10 I25.1) und Adipositas (ICD-10 E66.0) hervorgegangen.
Gestützt darauf hatten die Gutachter sowohl für die angestammte Tätigkeit seit dem
27. November 2000 als auch für zumutbare Verweistätigkeiten eine Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit von 50% eingeschätzt (IV-act. 11/11-13). Mit Verfügungen vom
29. November 2001 waren dem Versicherten eine Viertelsrente vom 1. Juni bis
31. August 2001 (IV-act. 25) und eine halbe Rente ab 1. September 2001 zugesprochen
worden (IV-act. 26).
B.
B.a Im Fragebogen für Revision der Invalidenrente vom 28. Juni 2006 wies der
Versicherte darauf hin, dass er aufgrund wiederkehrender Einschlafanfälle und
reduzierter Arbeitsleistung innerhalb der öffentlichen Verwaltung zu einem tieferen Lohn
versetzt worden sei und anschliessend seine Erwerbstätigkeit per 31. Januar 2004
habe aufgeben müssen (IV-act. 29). Dies zeuge seiner Meinung nach von einer
Verschlechterung des Gesundheitszustandes (IV-act. 32). Dr. med. D._, Facharzt
Pneumologie, Interdisziplinäres Zentrum für Schlafmedizin des Kantonsspitals St.
Gallen, führte im Bericht vom 24. Juni 2005 unter anderem die Diagnose "schwere
Leicht- und REM-Schlaf-assoziiertes obstruktives Schlafapnoe-Syndrom" an (IV-
act. 30). Der Hausarzt Dr. B._ attestierte am 21. September 2006 wegen chronischer
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Müdigkeit bei einer 50%igen Präsenzzeit eine Arbeitsleistung von unter 60% bzw. eine
Arbeitsfähigkeit unter 30% (IV-act. 35). In einer Stellungnahme vom 24. Januar 2007
gab der RAD-Arzt Dr. med. E._ zu bedenken, dass die einzige Neuigkeit in Bezug auf
den Gesundheitszustand des Versicherten die Diagnose eines Schlaf-Apnoe-
Hypopnoe-Syndroms sei. Die chronische Müdigkeit sei bereits früher durch das ABI
Basel erkannt und in den Kontext einer Neurasthenie eingeordnet worden (IV-act. 36).
B.b In der Folge beauftragte die IV-Stelle des Kantons St. Gallen das ABI Basel mit
einer interdisziplinären Verlaufsbegutachtung. Dr. med. F._, internistische und
allgemeinmedizinische Fallführung, Dr. med. G._, FMH Psychiatrie und
Psychotherapie, und Dr. med. H._, FMH Neurologie, Schlafmedizin SGSC, stimmten
im Gutachten vom 19. Dezember 2007 mit der Selbsteinschätzung des Versicherten im
Sinne einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes überein. Die
Grundsymptomatik bestehe seit der letzten Untersuchung weiter. Die Tagesmüdigkeit
und Schläfrigkeit hätten aber zugenommen (ICD-10 R53). Ein schweres obstruktives
Schlafapnoe-Syndrom habe objektiviert werden können (ICD-10 G47.3). Aus
neurologischer bzw. schlafmedizinischer Sicht bestehe lediglich eine
Restarbeitsfähigkeit von 20%. Die asymptomatische koronare Herzkrankheit (ICD-10
I25.1) schränke die Arbeitsfähigkeit für leichte Tätigkeiten nicht ein. Aus psychiatrischer
Sicht bestehe eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 50% durch die bestätigte
Neurasthenie (ICD-10 F48.0) und die Charakterneurose (ICD-10 F60.8). Aus
interdisziplinärer Sicht ergebe sich, dass beim Versicherten aufgrund der
Verschlechterung, somatisch auch dokumentierbar in den letzten Jahren, nun noch
eine Restarbeitsfähigkeit von maximal 20% in der angestammten oder in einer
zumutbaren Verweistätigkeit bestehe. Seit der ersten ABI-Begutachtung verlaufe die
Verschlechterung progredient. Ein Anhaltspunkt liefere das Arztzeugnis des Dr. B._
vom 21. September 2006. Die Arbeitsfähigkeit habe sich weiter verschlechtert, so dass
seit Januar 2004 eine maximal 40%ige Restarbeits- bzw. Leistungsfähigkeit und seit
spätestens Oktober 2007 eine maximal 20%ige Restarbeits- bzw. Leistungsfähigkeit
festzulegen sei (IV-act. 47/18f.).
B.c Diese Einschätzung erachtete der RAD-Arzt Dr. I._ in der Stellungnahme vom
16. Januar 2008 für zweifelhaft. Er schlug eine erneute schlafmedizinische Diagnostik
vor (IV-act. 48). Diese wurde durch Dr. D._ durchgeführt. Er berichtete am 15. Mai
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2008, derzeit könne keine relevante Schlaf-Apnoe festgestellt werden, weshalb
schlafmedizinisch auch keine Arbeitsunfähigkeit resultiere (IV-act. 53/4). Infolgedessen
brachte Dr. I._ in seiner Stellungnahme vom 22. Mai 2008 vor, eine Verschlechterung
des Gesundheitszustandes – beruhend auf einer schlafbezogenen Atmungsstörung –
sei nicht ausgewiesen (IV-act. 54).
C.
C.a Am 25. Juni 2008 erging eine Verfügung, wonach der Anspruch des Versicherten
auf eine halbe Rente unverändert bleibe (IV-act. 59). Aufgrund der Ausführungen des
Versicherten im anschliessenden Beschwerdeverfahren widerrief die IV-Stelle am
10. November 2008 im Hinblick auf eine erneute polysomnographische Abklärung im
Schlafzentrum KSSG die angefochtene Verfügung (IV-act. 76; vgl. IV-act. 74/2).
C.b In einem im Auftrag des Schlafzentrums KSSG erstellten Gutachten vom 20. März
2009 kam Dr. D._ zum Schluss, dass eine relevante respiratorische Schlafstörung im
Sinne der Schlafapnoe aktuell ausgeschlossen sei. Die detaillierte Revision der
Polysomnographie (PSG) vom 1. Februar 2005 zusammen mit dem erfahrenen
Elektrophysiologen des Schlafzentrums zeige praktisch keine Apnoen, sondern nur
recht harmlose Hypopnoen. Diese seien von wenig dramatischen
Sauerstoffuntersättigungen begleitet, die Sättigung sinke praktisch nie nennenswert
unter 88%. Im REM-Schlaf würden deutlich mehr Hypopnoen registriert als im Non-
REM-Schlaf. Die Diagnose aus dem Jahr 2005 müsse in diesem Sinne revidiert werden.
Es habe damals nicht eine schwere, sondern eine leichte Leicht- und REM-Schlaf
assoziierte Schlafapnoe zusammen mit einer Insomnie vorgelegen. Nach den in den
letzten vier Jahren gewonnenen schlafmedizinischen empirischen Erkenntnissen seien
REM-Schlaf assoziierte Apnoen, wie sie beim Versicherten dominiert hätten, häufig
nicht therapiebedürftig. Weshalb aktuell keine Schlafapnoe mehr vorliege, sei
schwieriger zu beantworten. Es falle aber auf, dass der Versicherte in der Zwischenzeit
von 97 auf 89 kg abgenommen habe. Übergewicht sei ein klarer Risikofaktor für
Schlafapnoe. Aufgrund des Krankheitsverlaufes müsse bezweifelt werden, ob die
Müdigkeit bzw. die Neurasthenie tatsächlich Schlafapnoe-assoziiert gewesen sei. Denn
die Müdigkeit und die Hypersomnie hätten aufgrund dessen verschwinden müssen,
dass nun nachgewiesenermassen keine Schlafapnoe mehr vorliege. Daraus sei zu
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schliessen, dass die Müdigkeit keine somatischen Hintergründe habe bzw. gehabt
habe. Aus all dem folge, dass die vormals beschriebene Schlafapnoe auf die frühere
und vor allem jetzige Arbeitsfähigkeit nur marginale Auswirkungen (gehabt) habe. Aus
isoliert respiratorisch-schlafmedizinischer Optik sei der Versicherte für sämtliche
Arbeiten und zumutbare Verweistätigkeiten voll arbeitsfähig. Die chronische Müdigkeit
sei aufgrund der früheren (insbesondere psychiatrischen) Explorationen vor allem auf
eine Persönlichkeitsstörung zurückzuführen. Diese habe sich bereits ganz früh im
Arbeitsleben abgezeichnet und sei der Grund für den progredienten beruflichen Ab-
und schliesslich Ausstieg (IV-act. 83).
C.c Daraufhin hielt der RAD-Arzt Dr. I._ in der Stellungnahme vom 2. Juni 2009 fest,
dass eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes keinesfalls ausgewiesen sei
(IV-act. 86).
D.
Nach ordnungsmässiger Durchführung eines Vorbescheidsverfahrens (IV-act. 91, 94,
97) lehnte die IV-Stelle mit Verfügung vom 18. Februar 2010 das Gesuch um Erhöhung
der Invalidenrente ab (IV-act. 98).
E.
E.a Gegen die verfügte Abweisung des Gesuches um Rentenerhöhung richten sich
der Einwand (richtig: Beschwerde) vom 24. März 2010 und die Beschwerdeergänzung
vom 11. Mai 2010. Der Beschwerdeführer lässt darin – unter Kosten- und
Entschädigungsfolge – die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die
Zusprache einer ganzen Invalidenrente beantragen. Zur Begründung führt er im
Wesentlichen aus, es sei mit dem ABI-Verlaufsgutachten von einer 80%igen
Arbeitsunfähigkeit bzw. einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes
auszugehen. Dies decke sich übrigens auch mit der Einschätzung des Hausarztes des
Beschwerdeführers. Das neue Gutachten von Dr. D._ schliesse zwar eine
Schlafapnoe ausdrücklich aus. Daraus ergebe sich aber nicht automatisch eine
Verbesserung des Gesundheitszustandes. Dem ABI-Gutachten sei zu entnehmen, dass
die Arbeitsfähigkeit bei Vorliegen einer Schlafapnoe allenfalls hätte verbessert werden
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können. Da diese Diagnose wegfalle, komme die Möglichkeit einer Besserung der
Arbeitsfähigkeit nicht in Betracht. Die Tatsache, dass der Beschwerdeführer im Jahr
2000 innerhalb der öffentlichen Verwaltung an eine andere Stelle mit einer
empfindlichen Lohneinbusse versetzt worden sei, zeuge auch von seiner
Arbeitsunfähigkeit. Auf der Grundlage der tatsächlichen Arbeitssituation bzw. der
völligen Aufgabe der Tätigkeit bei der Verwaltung per Ende Januar 2004 sei ihm eine
ganze Rente zu gewähren. Bei der Berechnung des Valideneinkommens könne nicht
auf das bei der Verwaltung zuletzt erzielte Einkommen abgestellt werden, zumal
aufgrund des Gesundheitszustandes verschiedene Lohnrückstufungen erfolgt seien.
Zudem könne nicht davon ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführer bis zur
Pensionierung kein wesentlich höheres Einkommen hätte erzielen können. Denn bei
kantonalen Anstellungen sei nach gewissen Dienstjahren ein Lohnstufenanstieg
vorgesehen. Da das massgebliche Valideneinkommen unter Berücksichtigung der
Ausbildung und der Berufserfahrung das erzielbare Einkommen im Gesundheitsfall
darstelle, sei vom angestammten Beruf des Beschwerdeführers als Handelslehrer
auszugehen. Sollte sich eine Rente im beanspruchten Ausmass nicht schon aufgrund
der übrigen Vorbringen ergeben, sei ein psychiatrisches Gutachten zu erstellen. Denn
anscheinend liege eine relevante psychische Erkrankung vor, welche eine derartige
Schwere aufweise, dass dem Beschwerdeführer eine Überwindung nicht zuzumuten
sei (act. G 1 und G 5).
E.b Die Beschwerdegegnerin beantragt mit Beschwerdeantwort vom 29. Juni 2010
die Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung bringt sie vor, das im
Revisionsverfahren in Auftrag gegebene ABI-Verlaufsgutachten habe im Vergleich zum
Erstgutachten zwei neue somatische Diagnosen (Tagesmüdigkeit und Schläfrigkeit
multifaktoriell bedingt, schweres obstruktives Schlafapnoesyndrom) genannt. Der
neurologische ABI-Experte habe einen in neurologischer Hinsicht unauffälligen Befund
erhoben, was die geklagte Müdigkeit nicht erklärt habe. Er habe gestützt auf den
Bericht des Zentrums für Schlafmedizin des KSSG vom 24. Juni 2005 die obstruktive
Schlafapnoesymptomatik als das Hauptproblem erachtet und eine 80%ige
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bescheinigt. Die ABI-Gutachter seien deshalb in der
Gesamtbeurteilung von einem wegen des schweren Schlafapnoesyndroms
verschlechterten Gesundheitszustand bzw. einer 20%igen Restarbeitsfähigkeit
ausgegangen. Nun hätten aber die zusätzlichen Abklärungen im Zentrum für
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Schlafmedizin, insbesondere die schlafmedizinische Untersuchung durch Dr. D._
gezeigt, dass zu keiner Zeit eine somatische Ursache für die Müdigkeit des
Beschwerdeführers bestanden habe und dass die Diagnose eines schweren
obstruktiven Schlafapnoesyndroms unzutreffend gewesen sei. Eine nachvollziehbare
Erklärung für die Müdigkeit bestehe einzig in der psychischen Erkrankung. Der
psychiatrische ABI-Experte habe einen in psychiatrischer Hinsicht unveränderten
Zustand (neurotische Persönlichkeitsstörung und Neurasthenie) festgestellt. Gestützt
darauf sei davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer im Revisionszeitpunkt
unverändert aus psychischen Gründen zu 50% arbeitsunfähig gewesen sei. Es
rechtfertige sich, bei einem unveränderten Arbeitsunfähigkeitsgrad weiterhin auf den
ursprünglichen Einkommensvergleich der rechtskräftigen Rentenverfügungen vom 29.
November 2001 abzustellen (act. G 7).
E.c In der Replik vom 6. September 2010 hält der Beschwerdeführer an seinen
Anträgen und seiner Begründung fest (act. G 9).
E.d Auf die Einreichung einer Duplik verzichtet die Beschwerdegegnerin mit Eingabe
vom 14. September 2010.
E.e Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie den Inhalt der

weiteren Akten wird, soweit entscheidnotwendig, in den nachstehenden Erwägungen
eingegangen.
Erwägungen:
1.
Vorliegend ist die Frage streitig, ob die Beschwerdegegnerin eine revisionsweise
Erhöhung der früher (ab 1. September 2001) zugesprochenen halben Invalidenrente zu
Recht verneint hat.
1.1 Unter Invalidität versteht Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die
Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) in Verbindung mit Art. 8 Abs. 1 des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG;
SR 830.1) die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit andauernde
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Erwerbsunfähigkeit. Erfasst wird damit der Verlust der Erwerbsmöglichkeiten in jeder
zumutbaren Tätigkeit. Dieser Verlust muss auf eine Beeinträchtigung der Gesundheit
zurückgeführt werden können und trotz Vornahme von zumutbaren Behandlungs- und
Eingliederungsmassnahmen verbleiben (Art. 7 Abs. 1 ATSG).
1.2 Eine Invalidenrente wird gemäss Art. 17 Abs. 1 ATSG von Amtes wegen oder auf
Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben, wenn
sich der Invaliditätsgrad der rentenbeziehenden Person erheblich ändert (vgl. Art. 87
der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]).
1.2.1 Der Invaliditätsgrad bei Erwerbstätigen ist - gemäss Art. 16 ATSG - der in
Prozenten ausgedrückte Fehlbetrag, der aus dem Vergleich zwischen den möglichen
Erwerbseinkommen ohne und mit Gesundheitsschaden resultiert. Die Erheblichkeit des
ermittelten Invaliditätsgrads wird in Art. 28 Abs. 2 IVG geregelt. Dementsprechend
besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person
mindestens zu 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu
60 % invalid ist. Liegt ein Invaliditätsgrad von mindestens 50 % vor, so besteht
Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 %
Anspruch auf eine Viertelsrente.
1.2.2 Der Invaliditätsgrad kann sich in erheblicher Weise ändern, wenn sich der
Gesundheitszustand (Regelfall, SVR 2004 IV Nr. 17; BGE 113 V 275 E. 1a), die
medizinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit (Angewöhnung an den Gesundheitsschaden),
die zu vergleichenden Einkommen (BGE 113 V 27 E. 3b; SVR 1998 IV Nr. 5; SVR 2002
IV Nr. 21), die anwendbare Methode der Invaliditätsbemessung (BGE 130 V 350 E. 3.5;
BGE 126 V 162 E. 5; BGE 117 V 199 E. 3b; BGE 97 V 243 E. 1) oder die erwerblichen
Auswirkungen eines gleich gebliebenen Sachverhalts (BGE 130 V 350 E. 3.5; BGE 113
V 275 E. 1a) verändert haben (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 2. Aufl., Zürich/Basel/
Genf 2009, Rz 17-21 zu Art. 17; Miriam Lendfers, Die IVV-Revisionsnormen [Art. 86 –
88 ] und die anderen Sozialversicherungen, in: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.],
Sozialversicherungsrechtstagung 2009, St. Gallen 2010, S. 49; Thomas Locher,
Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 3. Aufl., Bern 2003, § 38 Rz 6 S. 254).
2.
ter
bis
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Der richterliche Beurteilungszeitraum bildet bei einem Revisionsverfahren nach Art. 17
ATSG grundsätzlich die Zeitspanne zwischen der früheren (der versicherten Person
eröffneten)rechtskräftigen Verfügung, die auf einer materiellen Prüfung des
Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und
Durchführung eines Einkommensvergleichs beruht (BGE 133 V 114 E. 5.4), und der
angefochtenen Verfügung. Massgebend ist demnach der Sachverhalt, wie er sich bis
zum Erlass der letzten Verfügung zugetragen hat (BGE 130 V 446 E. 1.2; BGE 130 V
138 E. 2.1; BGE 121 V 366 E. 1b). Eine anspruchsbeeinflussende Änderung ist nach
Art. 88a IVV zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei
Monate angedauert hat. Eine Erhöhung der Invalidenrente erfolgt laut Art. 88 Abs. 1
lit. a IVV frühestens, sofern die versicherte Person die Revision verlangt, von dem
Monat an, in dem das Revisionsbegehren gestellt wurde.
3.
Die frühere rechtskräftige Verfügung datiert vom 29. November 2001. Zu prüfen ist
zunächst, ob eine Veränderung des Invaliditätsgrads nach dem 29. November 2001
wegen einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes eingetreten ist.
3.1 Mit dem Verlaufsgutachten vom 19. Dezember 2007 stellten die ABI-Experten
eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes bzw. eine Arbeitsunfähigkeit von
60% seit Januar 2004 und eine von 80% seit Oktober 2007 fest. Die
Gesamtbeurteilung erfolgte auf der Basis internistischer, psychiatrischer und
neurologischer Untersuchungen vom 30. Oktober 2007 und der Vorakten, namentlich
des Berichts von Dr. D._ vom 24. Juni 2005. Für die Feststellung eines
verschlechterten Gesundheitszustandes gaben die Diagnose eines schweren
obstruktiven Schlafapnoe-Syndroms durch das Zentrum für Schlafmedizin im Bericht
vom 24. Juni 2005 und die Berichterstattung des Hausarztes den Ausschlag (IV-
act. 47/3-7, 11-19).
3.2 Allerdings berichtigte Dr. D._, Zentrum für Schlafmedizin, am 20. März 2009
seine Diagnose einer schweren Schlafapnoe aus dem Jahr 2005. Es habe damals
lediglich eine leichte Schlafapnoe bestanden und eine solche liege nun nicht mehr vor.
Aus dieser Diagnose hätten sich früher keine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit
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ergeben. Der Facharzt für Pneumologie begründet seine Berichtigung damit, dass er
die Polysomnographie vom 1. Februar 2005 mit Unterstützung des Elektrophysiologen
des Schlafzentrums überprüft und neue schlafmedizinische empirische Erkenntnisse
einbezogen habe; der Krankheitsverlauf zeige, dass die geklagte Müdigkeit und
Hypersomnie in keinem Zusammenhang mit einer Schlafapnoe stünden (IV-act. 83).
Diese Argumentation leuchtet ein. Der Experte legt nachvollziehbar die
Gedankengänge dar, aufgrund derer er zu einer Berichtigung kommt. Dabei scheut er
nicht davor zurück, seine früheren Feststellungen kritisch zu überprüfen, was von
beachtenswerter Glaubwürdigkeit zeugt. Es ist nicht nachvollziehbar, wenn der
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers aufgrund dieser Berichtigung den Schluss
ziehen will, aus dem Wegfall dieser Diagnose ergebe sich keine Auswirkung auf die
vom ABI festgestellte Arbeitsunfähigkeit, da die Arbeitsfähigkeit nur bei Vorliegen einer
Schlafapnoe hätte verbessert werden können (act. G 5). Dr. D._ hat plausibel
ausgeführt, dass aus schlafmedizinischer Sicht unveränderte Verhältnisse gegeben
sind. Diese hatten und haben nach Dr. D._ keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
(IV-act. 83).
3.3 Wie aus dem Verlaufsgutachten des ABI hervorgeht, wurde die Verschlechterung
des Gesundheitszustandes im Wesentlichen mit der neurologischen bzw.
schlafmedizinischer Beurteilung begründet, während aus psychiatrischer Sicht
unverändert eine 50%ige Einschränkung attestiert wurde (IV-act. 47/19). Der Neurologe
Dr. H._ stützte sich bei seiner Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit von 20%
hauptsächlich auf das durch Dr. D._ im Jahr 2005 nachgewiesene schwere
obstruktive Schlafapnoe-Syndrom (IV-act. 47/16). Nachdem Dr. D._ seine frühere
Diagnose berichtigt hat, entfällt folgerichtig die Grundlage für die somatische
Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit durch Dr. H._.
3.4 Auf ein im Rahmen des Verwaltungsverfahrens durch Fachspezialisten erstelltes
Gutachten, das nach der Rechtsprechung die formell-rechtlichen Anforderungen an die
Beweistauglichkeit erfüllt, ist abzustellen, solange nicht konkrete Indizien gegen die
Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb). Eine abweichende
Beurteilung drängt sich auf, wenn wichtige Aspekte festgestellt werden, die im Rahmen
der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (Urteil des
Bundesgerichts vom 25. Mai 2007, I 514/06, E. 2.2.1 mit Hinweisen). Gestützt auf die
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durch den Bericht des Dr. D._ vom 20. März 2009 neu gewonnenen Einsichten ist
von einer ausschliesslich psychiatrisch begründeten Arbeitsunfähigkeit auszugehen.
Aus dieser Perspektive betrachtet besteht nach Einschätzung des Dr. G._ eine
50%ige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Daran vermag nichts zu ändern, dass Dr.
B._ 2006 eine Arbeitsunfähigkeit über 70% attestiert hat. Der Hausarzt hat sich
damals ebenfalls auf die Fehldiagnose eines schweren Schlafapnoe-Syndroms
gestützt. Als Allgemeinmediziner verfügt er zudem nicht über die fachärztliche
Qualifikation, um die hier massgebende psychiatrische Konstellation zu beurteilen.
3.5 Es ist mithin festzuhalten, dass in medizinischer Hinsicht kein Revisionsgrund
vorliegt. Für weitere psychiatrische Abklärungen besteht keine Veranlassung. Einzig
und allein mit der Aufgabe der Anstellung bei der öffentlichen Verwaltung lässt sich
entgegen der Auffassung des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers keine erhöhte
Arbeitsunfähigkeit begründen.
4.
Zu prüfen ist somit weiter, ob sich der gleich gebliebene Gesundheitszustand
gegenüber früher einschränkender auf die erwerbliche Situation des
Beschwerdeführers auswirkt.
4.1 Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers beanstandet, bei der Berechnung
des Invaliditätsgrads gehe die Beschwerdegegnerin von einem falschen
Valideneinkommen aus. Es könne nicht auf das Einkommen abgestellt werden,
welches der Beschwerdeführer zuletzt bei der öffentlichen Verwaltung erzielt habe (act.
G 5).
4.1.1 Die Beschwerdegegnerin ist gestützt auf Eintragungen im individuellen
Konto in der angefochtenen Verfügung davon ausgegangen, dass der
Beschwerdeführer im Jahr 1999 mit Fr. 115 ́168.-- das höchste Einkommen erzielt
habe, woraus sich für das Jahr 2009 unter Berücksichtigung der
Nominallohnentwicklung ein Valideneinkommen in der Höhe von Fr. 128 ́003.-- ergebe
(IV-act. 98, 99). Der Einwand, der Beschwerdeführer habe bereits zu diesem Zeitpunkt
(1999) gesundheitsbedingt verschiedene Lohnrückstufungen über sich ergehen lassen
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müssen, trifft nicht zu. Denn nach den der Beschwerde beigelegten Lohnabrechnungen
war der Beschwerdeführer im Januar 2000 in der Klasse A, Stufe Nr._, eingestuft. Diese
Klassierung war nach seinen eigenen Angaben die höchste von ihm erreichte
Lohnklasse. Eine erste Rückstufung erfolgte erstmals im Juli 2000 (Klasse B, Stufe
Nr._, vgl. act. G 5.19). Unter diesen Umständen besteht kein Anlass für eine Korrektur
des Valideneinkommens.
4.1.2 Das Argument, der Beschwerdeführer sei aufgrund der Ausbildung und
Berufserfahrung im Gesundheitsfall als Handelslehrer einzustufen, hält einer
eingehenden Prüfung nicht stand. Für die Behauptung, der Beschwerdeführer hätte als
gesunde Person nach der Stellenaufgabe im Jahr 1978 je wieder eine Karriere als
diplomierter Handelslehrer angestrebt, gibt es keine Anhaltspunkte. So gab der
Beschwerdeführer anlässlich der ersten ABI-Begutachtung im Jahr 2000 an, er habe
sich zunächst von 1963 bis 1968 zum diplomierten Handelslehrer ausbilden lassen.
Von 1970 bis 1978 sei er bei der Kaufmännischen Berufsschule angestellt gewesen.
Eine Kündigung sei ihm nahegelegt worden, weil er disziplinarische Schwierigkeiten mit
den Schülern gehabt habe. Nach einer kurzzeitigen Anstellung als Steuerkommissär sei
er von 1980 bis 1989 als Hausmann tätig gewesen. Nach einer Zeit der Arbeitslosigkeit
von Februar 1989 bis August 1991, mit einigen Unterbrüchen, sei er ab 1991 bis 1997
als _ mit einem Grundlohn von Fr. 8'170.-- angestellt gewesen. Ab dem 1. Dezember
1997 habe er als _ mit einem Grundlohn von Fr. 8 ́903.-- fungiert. Im Laufe des Jahres
1999 (richtig 2000) sei er wegen zu geringer Leistung zum _ zurückgestuft worden (IV-
act. 11/7 und 47/9). Für die Annahme, dass der Beschwerdeführer nach über 20 Jahren
in einen seit 1978 nicht mehr ausgeübten Beruf zurückgekehrt wäre, liegen unter
diesen Umständen keine Anhaltspunkte vor.
4.2 Es stellt sich die Frage, ob die Aufgabe der letzten Tätigkeit per Ende Januar
2004 - trotz gleich gebliebenem Gesundheitszustand - revisionsrelevante
Auswirkungen auf das Invalideneinkommen hat.
4.2.1 Eine reine Veränderung der erwerblichen Situation ist anzunehmen, wenn
Stellen, die einer invaliden Person bisher offen standen, nunmehr wegen der
Entwicklung der Technik (im Rahmen von Rationalisierungsprozessen bzw.
strukturellen Änderungen des ausgeglichenen Arbeitsmarkts) überflüssig werden
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(Alfred Maurer, Gustavo Scartazzini, Marc Hürzeler, Bundessozialversicherungsrecht,
3. Aufl., Basel 2009, § 12 Rz 97 S. 182) oder sich das tatsächlich erzielte
Erwerbseinkommen erhöht oder verringert hat (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 2. Aufl.,
Zürich/Basel/Genf 2009, Rz 19 zu Art. 17).
4.2.2 Gemäss der der Beschwerde beigelegten Lohnabrechnung für den Januar
2004 erzielte der Beschwerdeführer zuletzt einen Grundlohn von Fr. 4 ́660.-- bei einem
Beschäftigungsgrad von 50% (act. G 5/19; inkl. 13. Monatslohn, Klasse C, Stufe Nr._).
Er kündigte sein letztes Arbeitsverhältnis, weil er Mühe gehabt habe, die geforderte
Leistung zu erbringen, und unter erhöhter Ermüdbarkeit und einem erhöhten
Schlafbedürfnis gelitten habe. Aus psychiatrischer Sicht wäre es ihm aber zumutbar
gewesen, zu 50% einer beruflichen Tätigkeit nachzugehen. Die Entscheidung, nicht
mehr zu arbeiten, um die Zeit frei einteilen und vermehrt seinen Bedürfnissen
nachgehen zu können, hat nach gutachterlicher Beurteilung keinen Krankheitswert (IV-
act. 47/16).
4.2.3 Vorliegend hat sich aufgrund der Entwicklungen auf dem ausgeglichenen
Arbeitsmarkt die erwerbliche Situation nicht geändert. Der Beschwerdeführer hätte
seine Arbeitsstelle behalten können. Etwas anderes ist nicht belegt. Das tatsächlich
erzielte Invalideneinkommen ist allerdings nach der von ihm selber ausgesprochenen
Kündigung per Januar 2004 weggefallen. Wenn eine versicherte Person nicht mehr
arbeitet, wird ihr hypothetisches Invalideneinkommen praxisgemäss auf der Grundlage
der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen
Lohnstrukturerhebung (LSE) ermittelt. Eine neue Ermittlung des Invalideneinkommens
rechtfertigt sich aber im Revisionsverfahren nur dann, wenn die veränderte Situation
nicht von der versicherten Person selber herbeigeführt worden ist. Das ergibt sich aus
der Systematik der Invalidenversicherung. Die versicherte Person muss gemäss Art. 7
Abs. 1 und 2 IVG alles ihr Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass
der Arbeitsunfähigkeit zu verringern und den Eintritt einer Invalidität zu verhindern.
Unter anderem muss sie sich bemühen, den bestehenden Arbeitsplatz zu erhalten. Es
handelt sich dabei nicht um eine Rechtspflicht im dogmatischen Sinn, weil das von der
versicherten Person verlangte Verhalten nicht realiter oder mittels Strafandrohung
erzwungen werden kann; sondern um eine Last, die sie auf sich zu nehmen hat, soll ihr
Leistungsanspruch gewahrt bleiben (vgl. BGE 113 V 28 E. 4a). Wenn die Last zur
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Schadenminderung im erstmaligen Abklärungsverfahren gilt, ist nicht einzusehen,
weshalb es sich bei der Beurteilung eines Gesuches um Erhöhung der Rente anders
verhalten soll. Dem Beschwerdeführer stand es grundrechtlich gesehen frei, das
bisherige stabile Arbeitsverhältnis aufzugeben. Daraus kann aber
sozialversicherungsrechtlich auf keine Veränderung des Invaliditätsgrads geschlossen
werden, es sei denn, die aufgegebene Tätigkeit wäre dem Beschwerdeführer nicht
mehr zumutbar gewesen, was nicht der Fall ist. Deshalb bleibt das bis 2004 erzielte
Einkommen als hypothetisch erzielbares zumutbares Einkommen bestehen. Daraus
folgt, dass von einer Veränderung des Invaliditätsgrads nicht gesprochen werden kann.
Für die Vornahme eines neuen Einkommensvergleichs bleibt kein Raum. Der Anspruch
auf eine halbe Rente bleibt bei einem unveränderten Invaliditätsgrad bestehen.
4.3 Im Rahmen der Rüge gegen das angenommene Valideneinkommen (siehe oben
Erwägung 4.1.1) brachte der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers verschiedene
Lohnrückstufungen vor, die invaliditätsbedingt erfolgt seien. Diese vermögen allerdings
keine relevante Verminderung des Invalideneinkommens bzw. keine erhebliche
Veränderung des Invaliditätsgrads zu begründen. Zum einen, da nach den Verfügungen
vom 29. November 2001 keine Herabstufung in der Klassierung als öffentlicher
Angestellter mehr stattgefunden hat. Der Beschwerdeführer erfuhr sogar einen
Stufenanstieg innerhalb der Klasse C (IV-act. 72/14-16 = act. G 5.19). Zum anderen, da
selbst wenn ein Einkommensvergleich anhand der erzielbaren Validen- und
Invalideneinkommen bei der öffentlichen Verwaltung vorgenommen würde, kein
höherer Invaliditätsgrad resultieren würde. Denn bei einem hypothetischen
Valideneinkommen im Jahr 2004 in der Höhe von Fr. 121 ́604.60 gemäss Klasse A,
Stufe Nr._ und einem hypothetischen Invalideneinkommen im selben Jahr gemäss
Klasse C, Stufe Nr._, in der Höhe Fr. 55 ́920.15 (Fr. 111 ́840.30 x 0,5 [50%ige AUF])
ergäbe sich eine Erwerbseinbusse von Fr. 65 ́684.45 und damit ein Invaliditätsgrad von
54%.
5.
Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen. Das Beschwerdeverfahren ist
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom
Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69
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Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint als angemessen. Diese ist
vollumfänglich dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen. Der geleistete
Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist ihm daran anzurechnen. Bei diesem
Verfahrensausgang hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine
Parteientschädigung.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP