Decision ID: c2a5098a-7c81-5ca8-9be7-8764cc7f10c9
Year: 2018
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass G._ (nachfolgend: Beschwerdeführer) mit Verfügung vom
17. November 2016 der Prüfungskommission der höheren Fachprüfung für
Wirtschaftsprüfer (nachfolgend: Erstinstanz) mitgeteilt wurde, dass er in
den vom 19. bis 23. September 2016 abgelegten Modulprüfungen der Wirt-
schaftsprüfer-Prüfung 2016 folgende Noten erreicht habe: Accounting&Fi-
ance 4.0, Audit 3.0, Tax&Legal 3.5,
dass er infolgedessen die Modulprüfungen als Ganzes nicht bestanden
habe und die Voraussetzungen für die Zulassung zur Höheren Fachprü-
fung für Wirtschaftsprüfer (nachfolgend: Diplomprüfung) nicht erfülle,
dass der Beschwerdeführer hiergegen am 17. Dezember 2016 beim
Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI (nachfol-
gend: Vorinstanz) Beschwerde erhob und beantragte, die Modulprüfungen
seien durch eine weitere Person zu beurteilen und er sei zur Diplomprüfung
zuzulassen, wobei er namentlich in der Modulprüfung Audit eine Be-
punktung begehrte, mit welcher er eine genügende Note erreichen würde,
dass die Erstinstanz die Modulprüfung Audit nachkorrigierte und mit Duplik
vom 12. Juni 2017 im Vorverfahren mitteilte, dass die Note in dieser Prü-
fung auf 3.5 erhöht worden sei,
dass die Vorinstanz die Erstinstanz mit Schreiben vom 15. August 2017
bat, ihr mitzuteilen, „wenn der Beschwerdeführer erneut zu einer Prüfung
antritt und die Prüfung als Ganzes besteht“,
dass der Beschwerdeführer in den Modulprüfungen der Wirtschaftsprüfer-
Prüfung 2017 vom 18. bis 20. September 2017 einzig die Modulprüfung
Tax&Legal nochmals ablegte und mit der Note 4.0 bestand,
dass die Erstinstanz der Vorinstanz mit E-Mail vom 20. November 2017
mitteilte: „[Der Beschwerdeführer] ist nochmals angetreten, hat jedoch
abermals nicht bestanden“,
dass die Vorinstanz mit Beschwerdeentscheid vom 31. Januar 2018 die
Beschwerde abwies und dem Beschwerdeführer die Verfahrenskosten von
Fr. 860.– auferlegte,
dass die Vorinstanz hierbei erwog, dass bei der Modulprüfung Audit die
erstinstanzlichen „Stellungnahmen zu den Aufgaben 2B, 2C, 3 und 5 [...]
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als rechtlich (teilweise) ungenügend qualifiziert werden“ müssten, derweil
das Erteilen der vom Beschwerdeführer bei diesen Aufgaben begehrten
Punkte die Note bloss auf 4.0 erhöhen würde, infolgedessen er die Mo-
dulprüfungen als Ganzes immer noch nicht bestanden hätte, weshalb sich
eine weitere Beurteilung erübrige und die beantragte Begutachtung durch
eine weitere Person nicht angezeigt sei,
dass der Beschwerdeführer hiergegen mit Eingabe vom 28. Februar 2018
Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht mit den sinngemässen An-
trägen auf Aufhebung des vorinstanzlichen Beschwerdeentscheids vom
31. Januar 2018 und Zulassung zur Diplomprüfung unter Kostenfolge er-
hebt,
dass er geltend macht, die Vorinstanz habe ihren Entscheid auf Grundlage
der falschen Information gefällt, dass er die Modulprüfung Tax&Legal nicht
bestanden habe, und die Vorinstanz sich deswegen zu Unrecht nicht mit
seinen Vorbringen zur ungenügenden Bepunktung auseinandergesetzt
habe,
dass die Erstinstanz keine Vernehmlassung eingereicht und die Vorinstanz
unter Verweis auf den Beschwerdeentscheid vom 31. Januar 2018 die Ab-
weisung der Beschwerde beantragt sowie sich ebenso wenig vernehmen
lassen hat,
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und zieht in Erwägung,
dass die Eintretensvoraussetzungen erfüllt sind (Art. 61 Abs. 2 des Berufs-
bildungsgesetzes vom 13. Dezember 2002 [BBG, SR 412.10] i.V.m.
Art. 31, Art. 33 Bst. d und Art. 37 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom
17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32], Art. 5 Abs. 2 und Art. 44 ff. sowie Art. 50,
Art. 52 Abs. 1 und Art. 63 Abs. 4 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom
20. Dezember 1968 [VwVG, SR 172.021]),
dass der Beschwerdeführer eine unrichtige oder unvollständige Feststel-
lung des rechtserheblichen Sachverhalts rügt (Art. 49 Bst. b VwVG),
dass der Vorinstanz unbekannt war und im Beschwerdeentscheid vom
31. Januar 2018 unberücksichtigt geblieben ist, dass der Beschwerdefüh-
rer die Modulprüfung Tax&Legal zwischenzeitlich mit der Note 4.0 bestan-
den hatte,
dass es sich bei dieser Tatsache um ein streitgegenständliches Novum
handelt und sie demnach berücksichtigt werden darf (vgl. Urteil des BVGer
B-174/2014 vom 9. Dezember 2014 E. 3.3.1, mit Verweisen) bzw. muss,
wenn sie ausschlaggebend erscheint und ihr nachträgliches Vorbringen
nicht auf nachlässiger Prozessführung beruht oder der Verschleppung des
Prozesses dient (Art. 32 Abs. 2 VwVG; vgl. BGE 136 II 165 E. 4.2 f., mit
Hinweisen),
dass diese Tatsache ausschlaggebend erscheint, zumal infolgedessen ent-
gegen der vorinstanzlichen Erwägung im Beschwerdeentscheid vom
31. Januar 2018 zu beurteilen ist und nicht offen gelassen werden kann,
ob die Nichtgewährung der vom Beschwerdeführer begehrten Punkte bei
der Modulprüfung Audit bzw. die Nichterteilung der Note 4.0 rechtmässig
erfolgt, wäre der Beschwerdeführer doch andernfalls zur Diplomprüfung
zuzulassen,
dass der Beschwerdeführer weder im Vorverfahren noch im Rechtsmittel-
verfahren vor Bundesverwaltungsgericht anwaltlich vertreten war, und ihm
vorliegend keine Nachlässigkeit vorzuwerfen ist, wenn er augenscheinlich
davon ausgegangen ist, dass sein Bestehen der Modulprüfung Tax&Legal
nachträglich zur Beschwerdeeinreichung am 17. Dezember 2016 noch
Eingang in die vorinstanzlichen Akten finden und im Beschwerdeentscheid
vom 31. Januar 2018 berücksichtigt werden würde, sowie eine bewusste
Verschleppung des Prozesses unersichtlich ist und alleweil den beschwer-
deführerischen Interessen zuwiderlaufen würde,
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dass der Beschwerdeführer mit seiner Rüge demzufolge durchdringt,
dass die Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht grundsätzlich re-
formatorisch ausgestaltet ist, weswegen das Gericht in der Regel die Sa-
che selbst entscheidet und nicht an die Vorinstanz zurückweist (Art. 61
Abs. 1 VwVG),
dass eine Rückweisung indessen angezeigt ist, wenn die Vorinstanz aus-
schlaggebende Tatsachen bei ihrem Entscheid unberücksichtigt gelassen
hat und sie zugleich sachnäher und fachkundiger ist sowie über einen Be-
urteilungs- oder Ermessensspielraum verfügt (vgl. Urteil des BVGer
B-1060/2013 vom 14. November 2014 E. 5),
dass die vorgenannten Einschränkungen zutreffen und folglich der Be-
schwerdeentscheid vom 31. Januar 2018 aufzuheben und die Sache zu
neuem Entscheid an die Vorinstanz zurückzuweisen ist,
dass die Vorinstanz alsdann mitunter über die Auferlegung ihrer Verfah-
renskosten neu zu entscheiden haben wird,
dass eine derartige Rückweisung praxisgemäss als Obsiegen der be-
schwerdeführenden Partei gilt (vgl. BGE 141 V 281 E. 11.1), weswegen ihr
keine Kosten aufzuerlegen sind, und Vorinstanzen keine Kosten auferlegt
werden (Art. 63 Abs. 1 f. VwVG),
dass dem nicht anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer, welcher auch
keine Parteientschädigung geltend macht, praxisgemäss keine Parteient-
schädigung für das Verfahren vor Bundesverwaltungsgericht zuzuspre-
chen ist (Art. 64 VwVG und Art. 7 Abs. 1 des Reglements vom 21. Februar
2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungs-
gericht [VGKE, SR173.320.2]),
dass dieses Urteil nicht mit Beschwerde an das Bundesgericht weitergezo-
gen werden kann (Art. 83 Bst. t des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni
2005 [BGG, SR 173.110]) und somit endgültig ist.
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