Decision ID: 9f1bf434-be1b-4a9b-9c1e-7576e75384e6
Year: 2020
Language: de
Court: BL_KG
Chamber: BL_KG_001
Canton: BL
Region: Northwestern_Switzerland
Law Area: 

B. Dagegen erhob A._, vertreten durch Advokatin Angela Gantner, mit Eingabe vom 17. Januar 2020 Beschwerde ans Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht. Sie , der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und die Mobiliar sei zu verpflichten,  ab 28. Mai 2019 und bis auf Weiteres die Leistungen aus der obligatorischen , insbesondere Taggelder und Heilbehandlungskosten, auszurichten. Eventualiter sei die Angelegenheit zur erneuten Überprüfung der medizinischen Sachlage an die Mobiliar . Sie machte geltend, dass das Aktengutachten von Dr. F._ vom 29. November 2019 ungenügend und die Beweistauglichkeit in mehrfacher Hinsicht erheblich eingeschränkt sei,  die Mobiliar nicht abschliessend darauf habe abstellen dürfen. Einem reinen Aktengutachten komme nur dann Beweiswert zu, wenn es im Wesentlichen um die Beurteilung eines  medizinischen Sachverhaltes gehe, was vorliegend nicht der Fall sei, da verschiedene  Ursachen für den Beschwerdezustand verantwortlich sein könnten. Es hätte somit auch eine persönliche ärztliche (rheumatologische und orthopädische) Untersuchung stattfinden müssen. Aufgrund der aktuell vorliegenden medizinischen Unterlagen müsse davon  werden, dass sie an einer ISG-Blockade leide, die traumatisch bedingt sei, und ein  Heilungsverlauf gerade bei jüngeren Patientinnen nicht ungewöhnlich sei.
C. Mit Vernehmlassung vom 9. März 2020 beantragte die Mobiliar die Abweisung der . Beschwerdeweise werde hauptsächlich eingewendet, dass es ereignisbedingt am 27. Februar 2019 zu einer Schädigung des ISG links gekommen sei, was bestritten werde. Vielmehr sei - wie Dr. F._ in seiner Aktenbeurteilung vom 2. März 2020 ausführlich dargelegt habe -
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davon auszugehen, dass es unfallbedingt zu einer temporären Aktivierung des  Vorzustandes auf Höhe L4/5 gekommen sei, was sich bildgebend am 21. März 2019  habe und diesbezüglich spätestens drei Monate nach dem Ereignis von einem Status quo sine vel ante ausgegangen werden könne. Eine dauerhafte Schädigung liege nicht vor.
D. Mit Replik vom 6. April 2020 hielt die Beschwerdeführerin an ihren Anträgen fest. Zur  verwies sie auf die Stellungnahme von Dr. E._ vom 4. April 2020, wonach eine , deren Symptome die Versicherte ganz eindeutig aufweise, eben gerade nicht  bildgebend nachweisbare strukturelle Schäden hervorrufe. Eine ISG-Blockierung sei ein sogenanntes funktionelles Problem von Bewegungsstörungen im Mikrobereich, die kaum je  in der MRT hinterliessen. Diese Diagnose werde klinisch und keinesfalls radiologisch gestellt. Weiter sei Dr. E._ der Ansicht, dass die strukturellen Schäden an der LWS altersadäquat und geringfügig seien. Es sei deshalb nicht nachvollziehbar, weshalb die LWS-Problematik als  der anhaltenden Beschwerden wahrscheinlicher sein soll, als eine ISG-Blockade, zumal die klinischen Befunde durchgehend auf eine solche hindeuten würden.
E. Die Mobiliar hielt mit Duplik vom 7. Mai 2020 an ihrem Antrag auf Abweisung der  fest. In Bezug auf die Diagnosestellung einer ISG-Blockade, dass diese klinisch und keinesfalls radiologisch gestellt werde, sei zu bemerken, dass ein Hausarzt bei  im LWS-Bereich kaum umgehend radiologische Abklärungen veranlassen würde. Anders werde dies durch einen Orthopäden beurteilt, der aufgrund seines Fachwissens wisse, dass sich ISG-Blockaden mit klinischen Tests nicht eindeutig bestätigen liessen, vielmehr werde ein  bildgebend belegt, was vorliegend nicht der Fall sei. Hier handle es sich um eine  Spondylarthrose L4/5 links mit linksseitig ausstrahlenden Schmerzen in Form einer . Genau auf dieser Höhe sei korrespondierend ein Ödem der Erector spinae- nachgewiesen, womit die zusätzlich nach oben zum Nacken hin strahlenden Schmerzen erklärt wären. Damit seien strukturelle Schäden nachgewiesen, die sowohl die nach unten ins Gesäss ausstrahlenden wie auch die nach oben ziehenden Schmerzen plausibel machten. In Bezug auf die erfolgte Terminierung des Status quo sine vel ante drei Monate nach dem Ereignis sei festzuhalten, dass gestützt auf die medizinische Fachliteratur bei wesentlich grösseren  von einer folgenlosen Ausheilung innerhalb von drei bis sechs Monaten ausgegangen werde. In casu handle es sich um ein Ödem in einem Teilabschnitt eines kleinen Wirbelgelenks. Entsprechend sei eine Restitutio ad integrum mit einem Status quo sine vel ante nach drei  erreicht. Auf eine persönliche Untersuchung habe im Sinne der antizipierten  verzichtet werden können.
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Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g :
1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen  der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht  erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht  Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vorliegend befindet sich dieser in X._ (BL), weshalb die örtliche Zuständigkeit des  Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die - und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das  als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die - im Übrigen frist- und formgerecht erhobene - Beschwerde der Versicherten vom 17. Januar 2020 ist demnach .
2. Die Beschwerdeführerin beantragt in formeller Hinsicht, den Bericht von Dr. F._ vom 2. März 2020 als verspätet aus dem Recht zu weisen. Die formgültige Beschwerdeerhebung  (zusammen mit der Beschwerdeantwort des Versicherungsträgers) die alleinige  des kantonalen Gerichts, über das in der angefochtenen Verfügung (beziehungsweise im angefochtenen Einspracheentscheid) geregelte Rechtsverhältnis zu entscheiden. Somit verliert der Versicherungsträger die Herrschaft über den Streitgegenstand, insbesondere auch in Bezug auf die tatsächlichen Verfügungs- und Entscheidungsgrundlagen (vgl. Art. 53 Abs. 3 ATSG und § 6 Abs. 2 VPO). Folgerichtig ist es der Verwaltung grundsätzlich verwehrt, nach Einreichung des Rechtsmittels weitere oder zusätzliche Abklärungen vorzunehmen, soweit sie den  betreffen und auf eine allfällige Änderung der angefochtenen Verfügung durch Erlass einer neuen abzielen (BGE 136 V 2 E. 2.5). Die Beschwerdeinstanz hat den rechtserheblichen  von Amtes wegen zu ermitteln (Art. 61 lit. c ATSG) und ist nicht an die Begehren der Parteien gebunden (Art. 61 lit. d ATSG). Das Verfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht muss gemäss Art. 61 lit. a ATSG einfach und rasch sein. Die anzustrebende Raschheit des  schliesst es aus, dass die Verwaltung während des kantonalen Verfahrens umfangreiche und zeitraubende Zusatzabklärungen tätigt. Aufgrund der gebotenen Einfachheit des Prozesses kann der Versicherungsträger im Weiteren keine Abklärungsmassnahmen treffen, welche der Mitwirkung der versicherten Person bedürfen. Erlaubt sind der Verwaltung demgegenüber in aller Regel punktuelle Abklärungen wie Rückfragen bei medizinischen Fachpersonen oder anderen Auskunftspersonen (Urteil des Bundesgerichts vom 2. März 2017, 8C_81/2017, E. 6.2). Dr. F._ nimmt in seinem neuerlichen Bericht Stellung zu den medizinischen Einwänden in der Beschwerde, so dass nicht davon auszugehen ist, dass die entsprechenden Vorbringen von Dr. F._ verspätet sind. Die Beschwerdeführerin ihrerseits hatte im Rahmen der Replik , sich zum Bericht von Dr. F._ zu äussern und zu den einzelnen Punkten Stellung zu . Dies hat sie denn auch getan und eine Stellungnahme von Dr. E._ vom 4. April 2020 eingereicht, womit von einer Ausgeglichenheit der Äusserungen ausgegangen werden kann. Im
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Ergebnis sind sowohl der Bericht von Dr. F._ vom 2. März 2020 als auch der Bericht von Dr. E._ vom 4. April 2020 als zulässige Beweismittel im vorliegenden Verfahren zu würdigen.
3.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen , soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei , Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Ist die versicherte Person infolge des Unfalles zu mindestens 10 Prozent invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Erleidet sie durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der  oder geistigen Integrität, so hat sie nach Art. 24 Abs. 1 UVG Anspruch auf eine  Integritätsentschädigung. Diese wird mit der Invalidenrente festgesetzt oder, falls kein  besteht, bei der Beendigung der ärztlichen Behandlung gewährt (Art. 24 Abs. 2 UVG).
3.2 Die vorübergehenden Leistungen, wie Taggelder und Heilbehandlung, hat der  – sofern allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind – nur so lange zu gewähren, als von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann. Was darunter zu  ist, bestimmt sich nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der unfallbedingt beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit. Dabei muss die durch weitere Heilbehandlung zu erwartende Besserung ins Gewicht fallen (BGE 134 V 109 E. 4.3 mit Hinweisen). Trifft dies nicht mehr zu und ist ein Endzustand eingetreten, ist der Fall unter Einstellung der  Leistungen mit gleichzeitiger Prüfung des Anspruches auf eine Invalidenrente und/oder eine Integritätsentschädigung abzuschliessen (Art. 19 Abs. 1 UVG). Die Einstellung der  Leistungen und der Fallabschluss mit der Prüfung der Rentenfrage und der  hängen derart eng zusammen, dass von einem einheitlichen Streitgegenstand auszugehen ist (vgl. BGE 144 V 354 E. 4.2).
4.1 Streitig und zu prüfen ist, ob die Mobiliar zu Recht gestützt auf den vertrauensärztlichen Bericht von Dr. F._ vom 26. November 2019 von einem Endzustand ausgegangen ist und die vorübergehenden Leistungen per 27. Mai 2019 eingestellt hat.
4.2 Von einem Endzustand ist auszugehen, wenn der Unfall nicht mehr die natürliche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt und entweder der (krankhafte) , wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber  Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist. Der Beweis des natürlichen Kausalzusammenhangs bzw. dessen Wegfallens ist in erster Linie mit den  medizinischer Fachpersonen zu führen. Während bei der Frage, ob ein  überhaupt jemals gegeben ist, die versicherte Person beweisbelastet ist, trägt die  die Beweislast für einen behaupteten Wegfall der Kausalität aufgrund des  des Zustandes, wie er vor dem Unfall bestand oder sich ohne diesen ergeben hätte (Status
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quo sine vel ante). Dabei hat der Unfallversicherer nicht den Beweis für unfallfremde Ursachen zu erbringen; entscheidend ist allein, ob die unfallbedingten Ursachen eines  ihre (überwiegend wahrscheinliche) kausale Bedeutung verloren haben, also dahingefallen sind. Ebenso wenig geht es darum, vom Unfallversicherer den negativen Beweis zu verlangen, dass kein Gesundheitsschaden mehr vorliegt oder dass die versicherte Person nun bei voller Gesundheit ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 5. Dezember 2018, 8C_276/2018, E. 2.3 mit weiteren Hinweisen).
4.3. Allerdings tragen die Parteien im Sozialversicherungsrecht in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift indessen erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des  aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 138 V 218 E. 6).
5.1 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den  gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle  Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle , unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs . Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den  nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden , in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der  Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
5.2 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche  dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). Dagegen sind bei Entscheiden gestützt auf versicherungsinterne ärztliche Beurteilungen, die im Wesentlichen oder ausschliesslich aus dem Verfahren vor dem Sozialversicherungsträger stammen, an die Beweiswürdigung strenge  zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit
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der ärztlichen Feststellungen, ist eine versicherungsexterne medizinische Begutachtung im  nach Art. 44 ATSG oder ein Gerichtsgutachten anzuordnen (BGE 135 V 471 E. 4.7).
6.1 Die Mobiliar stützte sich in Bezug auf die Beurteilung des Endzustandes auf den  Bericht von Dr. F._ vom 26. November 2019. Darin führte Dr. F._ aus, dass die klinisch erhobenen Befunde eines Facettengelenksyndroms mit der MRT vom 21. März 2019 auf Höhe L4/5 bestätigt worden seien. Die in der MRT beschriebenen kleinsten Synovialzysten beidseits belegten eine gewisse Vorschädigung des Facettengelenkes auf Höhe L4/5. Auch die Verdickung des Ligamentum flavum, die bereits zur leichten neuroforaminalen Einengung geführt habe, beweise eine degenerativ bedingte Entwicklung der segmentalen Strukturen auf Höhe L4/5. Zusätzlich habe bereits eine mässiggradige Spondylarthrose aufgrund der  der Bandscheibe bestanden. Die Spondylarthrose zusammen mit den synovialen Zysten und der Verdickung des Ligamentum flavum würden einen Vorschaden belegen, der bis zum Unfallereignis asymptomatisch gewesen sei. Weiter sei ein Riss des Anulus fibrosus mit  Bandscheibenprotrusion nachgewiesen, womit aber keine Neurokompression ausgelöst worden sei. Im Sinne einer temporären Aktivierung dieses Vorzustandes sei auf der MRT vom 21. März 2019 im Facettengelenk eine geringe Flüssigkeitsmenge sichtbar. Der Processus  superior weise links ein Ödem auf, zusätzlich stelle sich ein Ödem in der Erector  auf Höhe L4/5 dar. Vor allem dieser Befund lasse sich nur aufgrund des Ereignisses erklären. Aufgrund der radiologischen Befunde sei deshalb davon auszugehen, dass es mit dem Unfallereignis zu einer temporären Aktivierung der vorbestehenden degenerativen  auf Höhe L4/5 gekommen sei. Eine irreversible organisch-strukturelle  des Segmentes L4/5 liege dagegen nicht vor. Die Ödeme hätten sich zurückgebildet und es sei zu einer Restitutio ad integrum gekommen. Die Tatsache, dass aber neben den  Aktivierungszeichen auch die Muskulatur selbst auf der Höhe L4/5 ödematös durchgesetzt gewesen sei, spreche per se für eine unfallbedingte Aktivierung. Bei einem unfallbedingten  könne es ebenfalls zu einer Blockierung kommen. Allerdings liefere die MRT vom 21. März 2019 dafür keine Hinweise. Bei inkongruenter Gelenksfläche wäre es bei einer erheblichen biomechanischen Einwirkung zu assoziierten Knochenmarksödemen im Os ilium und Os sacrum sowie im Bandapparat gekommen. Auch wäre eine Flüssigkeitsansammlung im ISG zu erwarten gewesen. Initial habe zwar ein positives Vorlaufphänomen bestanden, zusätzliche Tests seien aber nicht durchgeführt worden, wobei solche Tests nicht zwingend beweisend wären für eine Blockierung des ISG. Im Zusammenhang mit den fehlenden radiologischen Kriterien könne – wenn überhaupt – nur von einer kurzzeitigen ISG-Blockierung gesprochen werden. Bei der  Aktivierung des Facettengelenksyndroms wie auch einer theoretisch allenfalls möglichen ISG-Blockade müsse spätestens nach drei Monaten von einem Status quo sine ausgegangen werden, da sich in der Regel die Ödeme innerhalb dieses Zeitraumes resorbiert hätten und der Vorzustand wieder erreicht gewesen wäre.
6.2 Anlässlich des Beschwerdeverfahrens bat die Mobiliar Dr. F._ nochmals zur  der lumbosakralen Schmerzen, die sich nach dem Ereignis vom 27. Februar 2019 entwickelt hatten, Stellung zu nehmen. In seiner Beurteilung vom 2. März 2020 bezog er sich insbesondere auf die Bildgebung vom 21. März 2019. Er führte aus, dass eine MRT der LWS auch einen gros-
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sen Teil des Beckens wie auch das ISG und die angrenzenden gelenkbildenden Knochen . Aufgrund der angegebenen Biomechanik des Ereignisses mit dem Hängenbleiben des  Beines und der zusätzlichen Abspreizbewegung hätte es theoretisch infolge der abrupten Abduktions- und Rotationsbewegung zu einer Irritation des ISG kommen können. Bei einer  Verschiebung der Gelenkflächen gegeneinander mit klinischer Blockierung des ISG komme es zwangsläufig zur Zerrung des Bandapparates und auch zur gegenseitigen Reibung der Gelenkflächen, was sich bildgebend nachweisen lasse. Als Substrat des Schermechanismus würden sich Ödeme bilden als Folge des gezerrten Bandapparates mit zusätzlichen  der gelenkbildenden Knochen. Ferner führe die Verschiebung zur Reizung der Gelenkkapsel und als Ausdruck der Distorsion / Kontusion sei ein Gelenkerguss zu erwarten. Kein einziger dieser zwingend zu erwartenden Befunde habe sich bildgebend in der MRT vom 21. März 2019 dargestellt. Damit sei ausgeschlossen, dass das linke ISG durch das Ereignis vom 27. Februar 2019 strukturell traumatisiert worden sei. Selbst wenn mehrere klinische Tests für eine ISG-Blockierung positiv ausgefallen wären, wären diese nicht beweisend für eine  bedingte ISG-Schädigung, da weder ein Kapsel-Bandödem noch ein Gelenkerguss noch eine Bone bruise nachgewiesen worden seien. Kein klinischer Test sei per se beweisend für  ISG-Schaden. Weder der Vorlauf- und Rücklauftest noch der Mennell- und der Patrik-Test seien signifikant beweisend für einen ISG-Schaden. Dieser werde bildgebend belegt. Zudem führe ein geschädigtes ISG nie zu Schmerzen, die bis in den Nacken ziehen würden. Vielmehr sei bildgebend eine aktivierte Spondylarthrose L4/5 zu sehen, welche für die linksseitig  Schmerzen in Form einer Lumbosakralgie verantwortlich sei. Genau auf dieser Höhe sei dazu korrespondierend ein Ödem der Erector spinae-Muskulatur erkennbar. Damit seien  Schäden nachgewiesen, die sowohl die nach unten ins Gesäss ausstrahlenden wie auch die nach oben in den Nacken ziehenden Schmerzen erklären würden.
6.3 Dr. E._ nahm am 4. April 2020 zu den Ausführungen von Dr. F._ Stellung. In der MRT vom 21. März 2019 werde die LWS abgebildet. Zwar sei auch ein Teil des ISG abgebildet, um das ganze ISG zu erfassen, müsse eine gesonderte MRT angefertigt werden. Eine seriöse Beurteilung des ISG sei somit mittels MRT der LWS weder möglich noch zulässig. Im  der Radiologen werde das ISG konsequenterweise nicht beschrieben, weshalb  sei, dass Dr. F._ die Bilder selber ausgewertet habe. Gemäss Auskunft des  seien die MRT-Bilder aber an niemanden verschickt worden. Im Weiteren würden die Begriffe ISG-Schaden, strukturelle Traumatisierung und Blockierung von Dr. F._ in unzulässiger Weise vermischt. Während ein struktureller traumatischer Schaden des ISG in der Regel in der MRT sichtbar sei, sei eine ISG-Blockierung - wie bei der Versicherten - ein funktionelles Problem von Bewegungsstörungen im Mikrobereich, die kaum je Spuren in einer MRT hinterliessen. Diese Diagnose werde daher klinisch und nicht radiologisch gestellt. Fehlende radiologische  könnten daher eine Blockierung nicht ausschliessen. Bei länger dauernden  komme es oft zu reaktiven Veränderungen in benachbarten Strukturen wie zum  Verspannungen von Muskeln und Sehnen. Schmerzen sekundärer Art im Bereich des  bis zum Nacken würden oft beobachtet. Im Segment L4/5 zeige sich eine sogenannte  (gereizte) Spondylarthrose. Solche Befunde seien häufig und in vielen Fällen sogar asymptomatisch. In den weitaus meisten Fällen seien sie nicht unfallbedingt. Ob insofern über-
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wiegend wahrscheinliche Unfallfolgen vorlägen, dürfte zumindest angezweifelt werden.  sei die klinische Situation von Dr. F._ vernachlässigt worden. Die Beschwerden und klinischen Befunde hätten sich bei allen involvierten Untersuchern immer im Bereich des ISG und des Gesässes links gezeigt. Bei seiner Untersuchung am 8. April 2019 habe eine massive  bestanden. Die Beschwerden im Bereich der LWS seien weitaus wahrscheinlicher sekundärer Natur, d.h. Folge der protrahierten ISG-Problematik.
7.1 Bei der Würdigung der vorliegenden medizinischen Unterlagen ist in Bezug auf die  von Dr. F._ im Hinblick auf die Beweiswürdigung festzuhalten, dass sie als  Beurteilungen nur Bestand haben können, wenn keine Zweifel an ihrer inhaltlichen  bestehen. Bereits geringe Zweifel sind gemäss bundesgerichtlicher Praxis geeignet, den Beweiswert versicherungsinterner Berichte aufzuheben (vgl. E. 5.2 sowie Urteil des  vom 14. Februar 2018, 8C_682/2107, E. 5.2).
7.2 Die Beschwerdeführerin wendet gegen die Beurteilungen von Dr. F._ ein, dass die bildgebende Beurteilung der ISG-Problematik nicht verlässlich sei, da fraglich sei, ob er  in Besitz der MRT-Aufnahmen gewesen sei und selbst wenn, sei auf der MRT der LWS vom 21. März 2019 das ISG nicht voll abgebildet. Dazu ist festzustellen, dass aus den Akten hervorgeht, dass die Mobiliar im Besitz der CD mit den MRT-Aufnahmen der LWS der  ist. Es ist daher davon auszugehen, dass die Aufnahmen Dr. F._ zur Verfügung standen. Dr. F._ führte in Bezug auf die Darstellung auf den MRT-Bildern aus, dass auf der Aufnahme der LWS ein grosser Teil des Beckens wie auch das ISG und die angrenzenden  Knochen sichtbar seien. Ob nun die MRT-Bilder vom 21. März 2019 für die  der ISG-Problematik ausreichend sind, kann – wie nachfolgend aufzuzeigen sein wird – offengelassen werden.
7.3 Die Versicherte macht nämlich weiter geltend, dass die reine Aktenbeurteilung durch Dr. F._ ungenügend sei und zwingend eine klinische Untersuchung hätte stattfinden müssen. Gemäss bundesgerichtlicher Praxis ist eine reine Aktenbeurteilung dann zulässig, wenn ein  Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhaltes geht und die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in den Hintergrund rückt (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 28. Mai 2020, 9C_11/2020, E. 5.1.2). Im vorliegenden Fall ist gerade die Frage, ob eine ISG-Blockade durch die Bildgebung alleine nachgewiesen bzw. ausgeschlossen werden kann, umstritten. Dr. F._ ist der Auffassung, dass eine unfallbedingte Blockade zwingend bildgebend nachweisbar sei. Dr. E._ wendet dagegen ein, dass eine ISG-Blockierung – wie bei der Beschwerdeführerin – ein sogenanntes funktionelles Problem von Bewegungsstörungen im Mikrobereich sei, das in den MRT-Bildern nicht sichtbar sei. Die Diagnose der Blockade werde daher klinisch und nicht  gestellt. Dieser Einwand wird gestützt durch im Internet abrufbare ärztliche , wonach ein Röntgenbild bei der Diagnose einer ISG-Blockade in den seltensten Fällen . Die Computertomografie und vor allem die Magnetresonanztomografie sei ohne die  spezifische körperliche Untersuchung ebenfalls relativ wenig hilfreich (vgl. Dr. med.  Konrad Sigg, ISG Blockade – ihre Ursachen und ihre Folgen, www.dr-sigg.de/news/illiosakral-
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gelenk-isg-blockade [abgerufen am 12. Oktober 2020]). Dies insbesondere deshalb, weil  des ISG nicht eindeutig sichtbar seien (vgl. Dr. med. Robert Pflugmacher, Oberarzt an der Klinik und Poliklinik für Orthopädie und Unfallchirurgie der Universitätsklinik Bonn, Auf dem Prüfstand: Diagnoseverfahren bei ISG-Syndrom, 3. Januar 2019, www.mdmverlag.com//auf-dem-pruefstand-diagnoseverfahren-bei-isg-syndrom [abgerufen am 12. Oktober 2020]). Weiter ist der Internetrecherche zu entnehmen, dass die Schmerzproblematik einer  von einer L4/5-Problematik kaum zu unterscheiden sei (vgl. Dr. med. Peter Konrad Sigg, Bandscheibenprotrusion L4/L5 und ISG-Syndrom erkennen und differenziert behandeln, www.dr-sigg.de/news/bandscheibenprotrusion-14-15 [abgerufen am 12. Oktober 2020]). Damit wird auch der weitere Einwand von Dr. E._ gestützt, dass eine ISG-Blockade regelmässig auch Schmerzen sekundärer Art im Bereich des Rückens bis zum Nacken auslösen könne. Dr. E._ ist zwar behandelnder Arzt, er ist aber als Facharzt für Rheumatologie zur Beurteilung der vorliegenden Problematik kompetent und vermag zumindest Zweifel an der  Einschätzung von Dr. F._ zu begründen. Namentlich durfte Dr. F._ bei dieser  nicht auf eine persönliche Untersuchung der Beschwerdeführerin verzichten. Die Mobiliar muss sich daher eine ungenügende Abklärung des medizinischen Sachverhalts vorwerfen . Dies führt zum Schluss, dass die Beschwerde gutzuheissen und der angefochtene  aufzuheben und die Angelegenheit an die Vorinstanz zurückzuweisen ist, um ein versicherungsexternes, orthopädisches Fachgutachten zur Frage der Unfallkausalität der  einzuholen und anschliessend erneut zu entscheiden. 8.1 Es bleibt über die Kosten zu befinden. Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass der Prozess vor dem kantonalen Gericht für die Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das  Verfahren keine Kosten zu erheben.
8.2 Gemäss Ausgang des Verfahrens hat die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine . Die Rechtsvertreterin hat gemäss Honorarnote vom 29. Mai 2020 einen  von 20.42 Stunden ausgewiesen, was in Berücksichtigung der sich stellenden - und Rechtsfragen hoch ist, aber aufgrund des doppelten Schriftenwechsels noch vertretbar ist. Der Beschwerdeführerin ist eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 5'745.60 (inkl.  von Fr. 229.-- und 7.7 % Mehrwertsteuer) zu Lasten der Beschwerdegegnerin .
9. Nach Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 2005 ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zulässig gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenentscheide sind - mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Ausstandsbegehren (vgl. Art. 92 BGG) - nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten anfechtbar, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur Aktenergänzung und  Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückweisungsentscheid, mit dem eine
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materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtlichen Anspruchsvoraussetzungen)  wird (BGE 133 V 477 E. 4.2).
Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischenentscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen  an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Voraussetzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehende  erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt.
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