Decision ID: 6f1dec92-9431-5bb1-846e-b71316a7011f
Year: 2009
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Der Beschwerdeführer, gemäss seinen Angaben ein am 25. Oktober 1990 geborener irakischer Staatsangehöriger kurdischer Ethnie mit letztem Wohnsitz in Kirkuk, suchte am 8. April 2008 in der Schweiz um Asyl nach.
B. Am 15. April 2008 erhob das BFM im Empfangs- und  (EVZ) Basel die Personalien des Beschwerdeführers und  ihn summarisch zum Reiseweg und zu den Gründen für das  des Heimatlandes.
C. Am 21. April 2008 führte Dr. med. B._ im Auftrag des BFM beim Beschwerdeführer eine Knochenanalyse zur Altersbestimmung durch und hielt in seinem Schreiben fest, dass mit der Fusion der radialen Epiphyse mit dem Schaft das Knochenwachstum der Hand respektive des Handgelenks abgeschlossen und aufgrund der vorliegenden Aufnahme das Alter des Beschwerdeführers 19 Jahre oder mehr sei. Das BFM gewährte dem Beschwerdeführer zum Ergebnis der Analyse am 22. April 2008 das rechtliche Gehör.
D. Am 5. Mai 2008 hörte das BFM den Beschwerdeführer zu seinen  an. Im Wesentlichen machte er zur Begründung seines  geltend, sein Bruder sei in der Baath-Partei gewesen. Nach dem Sturz der Regierung Saddam Husseins habe sich dieser einer Terroristengruppe angeschlossen. Mehrmals hätten ihn der Bruder und andere Terroristen zur Zusammenarbeit aufgefordert, um die  aus dem Land zu vertreiben. Seine Mutter sei dagegen , weshalb sie für ihn die Ausreise organisiert habe. Er habe vor allem Angst vor seinem Bruder und befürchte, dass dieser ihn  wolle.
E. Am 23. Mai 2008 gelangte der vom Bundesamt mit der Erstellung einer Herkunftsanalyse beauftragte Lingua-Experte aufgrund eines am 24. April 2008 geführten Telefongesprächs mit dem Beschwerdeführer
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zum Schluss, dass dieser definitiv aus dem Irak (kurdisches Milieu) stamme, aber bestimmt nicht aus Kirkuk.
F. Mit Schreiben vom 30. Mai 2008 gewährte das BFM dem  zum Ergebnis der landeskundlichen Analyse das rechtliche . Hierzu nahm der Beschwerdeführer am 16. Juni 2008 Stellung.
G. Mit Verfügung vom 19. Dezember 2008 - eröffnet am 22. Dezember 2008 - stellte das BFM fest, der Beschwerdeführer erfülle die  nicht und lehnte das Asylgesuch ab. Gleichzeitig  es die Wegweisung aus der Schweiz und forderte den  - unter Androhung von Zwangsmitteln im Unterlassungsfall - auf, die Schweiz bis zum 13. Februar 2009 zu verlassen.
H. Am 20. Januar 2009 hörte sich der Beschwerdeführer beim BFM die Aufzeichnung des mit ihm geführten Telefongesprächs zu seiner  vom 24. April 2008 an.
I. Mit Eingabe vom 21. Januar 2009 (Poststempel) erhob der  durch seinen Rechtsvertreter gegen diesen Entscheid des BFM beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben, es sei ihm Asyl zu gewähren, andernfalls sei er vorläufig aufzunehmen. In verfahrensrechtlicher  beantragte er, es sei ihm die unentgeltliche Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) und  in das Herkunftsgutachten zu gewähren sowie eine Frist zur  weiterer Beweismittel anzusetzen. Im Weiteren sei das BFM anzuweisen, das Geburtsdatum des Beschwerdeführers auf den 25. Oktober 1990 zu ändern.
J. Mit Verfügung vom 6. Februar 2009 stellte der Instruktionsrichter des Bundesverwaltungsgerichts fest, der Beschwerdeführer könne den Ausgang des Verfahrens in der Schweiz abwarten. Gleichzeitig hiess er das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gut, verzichtete auf die Erhebung eines Kostenvorschusses, wies das  um Einsicht in das Lingua-Gutachten ab und gab dem Beschwer-
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deführer Gelegenheit zur Einreichung weiterer Beweismittel. Auf den Antrag, das BFM sei anzuweisen, das Geburtsdatum sei auf den 25. Oktober 1990 zu ändern, trat er nicht ein.
K. Am 16. Februar 2009 reichte der Rechtsvertreter das vom  niedergeschriebene Telefongespräch zu seiner Herkunft zu den Akten.
L. Am 18. Februar 2009 überwies der Instruktionsrichter dem BFM die Beschwerdeakten zur Vernehmlassung.
M. In der Vernehmlassung vom 4. Mai 2009 beantragte das BFM die  der Beschwerde.
N. Am 7. Mai 2009 forderte der Instruktionsrichter das BFM auf, seine  mit dem Gutachten des zweiten Lingua-Experten und den  Informationen über dessen Person zu vervollständigen.
O. Am 15. Mai 2009 reichte das BFM beim Bundesverwaltungsgericht die Akten vervollständigt mit einer Notiz von Lingua und Bemerkungen des zweiten Interviewers ein, der das Herkunftsgespräch vom 24. April 2008 mit der Niederschrift des Beschwerdeführers verglich.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht  gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende  im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das  ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden  und entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]; Art. 83 Bst. d
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Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
1.2 Der inzwischen selbst gemäss eigenen Angaben volljährige  hat am Verfahren vor dem BFM teilgenommen, ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Damit ist er zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG).
1.3 Die Beschwerde wurde innert der gesetzlichen Frist von 30 Tagen in gültiger Form eingereicht (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG). Demzufolge ist auf diese einzutreten.
2. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
3. 3.1 In der Beschwerde vom 21. Januar 2009 wird geltend gemacht, der vorliegende Bericht betreffend Altersbestimmung genüge den  an ein Gutachten über die Altersbestimmung nicht. Der Beschwerdeführer sei vorgängig nicht angehört worden. Der Bericht enthalte keine Angabe des Autors, die Methode werde nicht genannt, die Angabe, welche Hand untersucht worden sei und die  würden fehlen. Der Gutachter setze sich nicht fachlich mit der Analysemethode auseinander. Vermutlich sei die Methode nach Greulich und Pyle angewandt worden, die eine Standardabweichung in Betracht ziehe. Gemäss Rechtsprechung der Schweizerischen  (ARK) werde eine Abweichung von zweieinhalb bis drei Jahren als innerhalb des Normalbereichs angesehen. Der  habe zum Untersuchungszeitpunkt ein Alter von 17 Jahren und sechs Monaten deklariert. Die Abweichung betrage nur ein Jahr und sechs Monate und liege damit innerhalb des . Die Vorinstanz habe somit keinen Anlass, am deklarierten Geburtsdatum zu zweifeln.
3.2 3.2.1 Der Bericht von Dr. med. B._ vom 21. April 2008 erfüllt aufgrund der in der Beschwerde zutreffend erwähnten Gründe die Anforderungen an ein Gutachten in der Tat nicht (vgl. Entscheidungen
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und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 31). Das BFM ist, wie nachfolgend aufgezeigt, aber dennoch zu Recht von der Volljährigkeit des Beschwerdeführers ausgegangen.
3.2.2 Die behördliche Untersuchungspflicht wird im Asylverfahren durch die der asylsuchenden Person gestützt auf Art. 8 AsylG  Mitwirkungspflicht eingeschränkt, wobei sie insbesondere auch ihre Identität offen zu legen und in der Empfangsstelle Reisepapiere und Identitätsausweise abzugeben hat (vgl. Art. 8 Abs. 1 Bst. a und b AsylG). Mit Bezug auf das Beweismass, dem Altersangaben zu  haben, ist von der allgemeinen Regel von Art. 7 AsylG , das heisst die behauptete Minderjährigkeit muss zumindest glaubhaft erscheinen. Bei der Beurteilung der Frage, ob das  Alter glaubhaft erscheint, ist im Rahmen einer Gesamtwürdigung eine Abwägung sämtlicher Anhaltspunkte, welche für oder gegen die Richtigkeit der betreffenden Altersangaben sprechen, vorzunehmen. Dabei gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 40 des Bundesgesetzes vom 4. Dezember 1947 über den Bundeszivilprozess [BZP, SR 273] i.V.m. Art. 19 VwVG). Zur Altersabklärung stehen  die in Art. 12 Bst. a-e VwVG aufgezählten Beweismittel zur Verfügung, das heisst Urkunden, Auskünfte der Parteien, Auskünfte oder Zeugnis von Drittpersonen, Augenschein und Gutachten von Sachverständigen. Liegen keine schlüssigen Identitätsdokumente vor, fallen mit Blick auf die Altersfeststellung als Beweismittel sodann  in Betracht, welche auf "wissenschaftliche Methoden" im Sinne von Art. 7 Abs. 1 der Asylverordnung über  (AsylV 1 SR 142.311) abstellen. In der Praxis des BFM handelt es sich dabei in der Regel um so genannte . Hinsichtlich der Frage, ob eine Person das 18. Altersjahr tatsächlich bereits erreicht hat, sind aufgrund einer  jedoch keine wissenschaftlich zuverlässigen Aussagen . Auch aufgrund des äusseren Erscheinungsbildes kann das Alter meist nur sehr grob geschätzt werden. Angesichts des geringen Beweiswertes der beiden zuletzt genannten Beweismittel kommt bei der vorfrageweisen Prüfung des Alters einer ihre Minderjährigkeit  asylsuchenden Person der Würdigung ihrer eigenen , die sie einerseits zu ihrem Alter selbst, andererseits zur  Abgabe von Identitätspapieren macht, in aller Regel  Bedeutung zu. Der Beweiswert ihrer Aussagen über das Alter kann reduziert werden, wenn sie neben nicht schlüssigen Aus-
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sagen zu den soeben genannten Punkten ganz offensichtlich  Angaben über ihren Reiseweg macht oder wenn ihr  Kenntnisse über ihr angebliches Heimat- oder Herkunftsland  (vgl. zum Ganzen EMARK 2004 Nr. 30 E. 5 und 6 S. 208 ff.).
3.2.3 Das BFM stellte bei seiner Feststellung, der Beschwerdeführer sei volljährig, nicht einzig auf die Knochenanalyse vom 21. April 2008 ab. Anlässlich der Gewährung des rechtlichen Gehörs zur  begründete es dem Beschwerdeführer gegenüber seine , es erachte ihn als volljährig, damit, dass er keine  abgegeben habe, die Knochenanalyse zum Resultat habe, dass er 19 Jahre oder älter sei und er kaum Angaben zu seinen  habe machen können. Im angefochtenen Entscheid stützte sich das BFM betreffend die Unglaubhaftigkeit der  nicht mehr auf das Ergebnis der Knochenanalyse, sondern begründete seinen Entscheid damit, dass der Beschwerdeführer keine Identitätspapiere eingereicht habe, die seine Minderjährigkeit belegen würden, seine Ausführungen zur Herkunft nicht glaubhaft und seine Aussagen zu seiner Biographie, seiner Schulausbildung und seinem Alter und dem Alter seiner Geschwister unsubstanziiert seien. Das BFM verkennt also nicht, dass einer Knochenanalyse mit Bezug auf die Frage der Minderjährigkeit nur ein geringer Beweiswert zukommt. Zugleich ist es aufgrund einer Gesamtwürdigung seiner  Angaben im Ergebnis zu Recht von der Unglaubhaftigkeit der vom Beschwerdeführer geltend gemachten Minderjährigkeit . Dafür spricht auch, dass er die angeblich von seinen Familienmitgliedern geschickte Identitätskarte, welche er zuhause  habe, weil er illegal gereist sei und Angst gehabt habe, diese zu verlieren, bis heute nicht bei den schweizerischen Behörden  hat. Ein weiteres Indiz, welches darauf hindeutet, dass der Beschwerdeführer sein tatsächliches Alter zu verheimlichen versucht, bildet die Tatsache, dass er auf dem Personalienblatt im EVZ zwei unterschiedliche Geburtsdaten angab (vgl. Vorder- und Rückseite von act. A2/2). Zudem erscheint seine geschilderte Reise vom Irak bis in die Schweiz, ohne Identitätspapiere und jemals kontrolliert worden zu sein, realitätsfremd. Er konnte auch keine ungefähren Angaben zur Reisedauer machen und wusste nicht, welche Länder er nach  der Türkei passierte habe. Wie das BFM zutreffend feststellte, konnte er auch von keinem seiner Familienangehörigen das  angeben. Das BFM hatte somit begründeten Anlass, das vom Beschwerdeführer angegebene Geburtsdatum zu bezweifeln.
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3.3 Zusammenfassend ist demnach festzustellen, dass die vom  behauptete Minderjährigkeit nach der Befragung in der Empfangsstelle unbewiesen geblieben ist und von ihm im weiteren Verlauf des Asylverfahrens nicht glaubhaft gemacht worden ist. Auf die die Beiordnung einer Vertrauensperson im Sinne von Art. 17 Abs. 3 Bst. b bzw. c AsylG wurde demnach zu Recht verzichtet.
4. 4.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl. Als Flüchtling wird eine ausländische Person , wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen  ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung von Leib, Leben oder  sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken; den frauenspezifischen Fluchtgründen ist Rechnung zu  (Art. 3 AsylG).
4.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft  oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft , wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender  für gegeben hält. Unglaubhaft sind insbesondere , die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder  auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG).
4.3 Die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 AsylG erfüllt eine  Person nach Lehre und Rechtsprechung dann, wenn sie Nachteile von bestimmter Intensität erlitten hat bzw. mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit und in absehbarer Zukunft begründeterweise  muss, welche ihr gezielt und aufgrund bestimmter  durch Organe des Heimatstaates oder durch  Akteure zugefügt worden sind bzw. zugefügt zu werden drohen (vgl. Entscheide des Schweizerischen Bundesverwaltungsgerichts [BVGE] 2008/4 E. 5.2 S. 37; EMARK 2006 Nr. 18 E. 7 und 8 S. 190 ff.; EMARK 2005 Nr. 21 E. 7 S. 193). Aufgrund der Subsidiarität des flüchtlingsrechtlichen Schutzes setzt die Zuerkennung der  ausserdem voraus, dass die betroffene Person in ihrem
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Heimatland keinen ausreichenden Schutz finden kann (vgl. BVGE 2008/4 E. 5.2 S. 37 f.; EMARK 2006 Nr. 18 E. 10 S. 201 ff.; EMARK 2005 Nr. 21 E. 7.3 S. 194 und E. 11.1 S. 201 f.). Ausgangspunkt für die Beurteilung der Flüchtlingseigenschaft ist die Frage nach der im  der Ausreise vorhandenen Verfolgung oder begründete Furcht vor einer solchen. Die Situation im Zeitpunkt des Asylentscheides ist jedoch im Rahmen der Prüfung nach der Aktualität der  ebenfalls wesentlich. Veränderungen der objektiven Situation im Heimatstaat zwischen Ausreise und Asylentscheid sind deshalb  und zulasten der das Asylgesuch stellenden Person zu  (vgl. BVGE 2008/4 E. 5.4 S. 38 f.; EMARK 2000 Nr. 2 E. 8a S. 20; WALTER STÖCKLI, Asyl, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser [Hrsg.], Ausländerrecht, Basel/Bern/Lausanne 2009, Rz. 11.17 und 11.18; WALTER KÄLIN, Grundriss des Asylverfahrens, Basel/Frankfurt a.M. 1990, S. 135 ff.).
5. 5.1 Das Bundesamt lehnte das Asylgesuch mit der Begründung ab, die Vorbringen des Beschwerdeführers würden den Anforderungen an die Glaubhaftmachung gemäss Art. 7 AsylG nicht standhalten. Im  führte es aus, die Länderanalyse habe ergeben, dass der  nicht aus Kirkuk stammen könne. Er kenne die Stadt Kirkuk nicht wie jemand, der dort gelebt habe. Er könne nicht erklären, welche Ethnien in welchen Stadtteilen leben würden. Er kenne sich auch nicht in administrativen Angelegenheiten, dem Verkehr und dem Bildungswesen aus. Zudem fehle ihm das spezifische Wissen über die Zahlungsmittel im Irak unter Saddam Hussein. Er spreche kein , was für jemanden, der in Kirkuk aufgewachsen und eine  besucht habe, sehr ungewöhnlich sei. Aufgrund dieser  stehe fest, dass er Kurde aus dem Irak sei, aber nicht im  Zentralstaat unter Saddam Hussein gelebt habe. Er stamme aus einer Provinz, die ab 1991 von den kurdischen Behörden verwaltet worden sei. Die Entgegnungen des Beschwerdeführers in seiner Stellungnahme würden nicht überzeugen. Er habe erklärt, er habe die meisten Fragen beantworten können. Er habe nur kurze Zeit die Schule besucht, weshalb er nur wenig Arabisch spreche. Im Irak unter Saddam Hussein habe aber Schulpflicht geherrscht. Schliesslich sei darauf hinzuweisen, dass der Beschwerdeführer keine  eingereicht habe, was ebenfalls gegen eine Herkunft aus  spreche. Zusammenfassend könne festgehalten werden, dass der Beschwerdeführer nicht aus Kirkuk stamme. Seine Vorbringen, er habe
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dort unter dem Druck seines Bruders und anderer Terroristen gelitten, seien somit nicht glaubhaft.
5.2 In der Beschwerde vom 21. Januar 2009 und deren Ergänzung vom 16. Februar 2009 wurde im Wesentlichen geltend gemacht, der Beschwerdeführer habe sehr wohl Bescheid über die Stadt Kirkuk . Er habe 13 Quartiere genannt, die Burg mit dem , die Märkte bzw. Einkaufszentren, den Fluss, die Brücken, die Volksgruppen, die Religionen und die Verkehrsmittel gekannt. Die  habe er ansatzweise den Quartieren zuordnen können.  Währung habe der Beschwerdeführer nur die im kurdischen Teil gebräuchlichen Zahlungsmittel gekannt. Dass sich der  in administrativen Belangen nicht gut auskenne, habe mit seinem Alter und seinem Erfahrungshintergrund zu tun. Die  seien mit seinem Bildungsstand und seinen Interessen zu . Schreiben und schriftliches Arabisch habe er in der  gelernt. Mündlich verstehe er recht wenig, da er sich fast  im kurdischen Quartier C._ unter den Kurden  und zuhause einen Kiosk geführt habe, dessen Kunden ebenfalls ausschliesslich Kurden gewesen seien. Seine Grosseltern würden in Erbil wohnen, wo er sich oft aufgehalten habe. Er habe seine  in den beiden Anhörungen übereinstimmend dargestellt. Der Irak biete in der heutigen Situation keinen effektiven Schutz vor einer Verfolgung durch die Terroristen. Falls aus weiteren Abklärungen , dass der Beschwerdeführer aus Kirkuk stamme, sei eine Rückkehr nach Kirkuk nicht zumutbar. Gemäss Praxis des  sei die Rückkehr lediglich in die drei Provinzen , Erbil und Sulaymaniya unter gewissen Voraussetzungen . Personen, die aus anderen Regionen stammen würden, würden vorläufig aufgenommen.
5.3 In der Vernehmlassung vom 4. Mai 2009 hielt das BFM fest, das Herkunftsgespräch vom 24. April 2009 sei von einem unabhängigen Experten nochmals angehört und die vom Beschwerdeführer  Niederschrift sei mit der Originalaufzeichnung verglichen . Dabei sei festgestellt worden, dass die Niederschrift teilweise nicht der Aufzeichnung entspreche. Auch das Verhalten des  während des Interviews lasse erahnen, dass ihm das  unangenehm gewesen sei und dass er nie frei über seine  Heimatstadt gesprochen habe. Er könne dem Interviewer die Stadt nicht näher bringen, er kenne sie zu wenig. Er habe auch keine
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plausible Begründung, warum er nicht Arabisch spreche. Auch der zweite Experte sei somit zum Schluss gelangt, dass der  nicht aus Kirkuk stammen könne.
6. 6.1 Es trifft zu, dass die Angaben des Beschwerdeführers zu seinem angeblichen Heimatort Kirkuk verschiedene Unstimmigkeiten . So ist es tatsächlich erstaunlich, dass der Beschwerdeführer kein Arabisch versteht und spricht. Kurden aus Kirkuk verfügen  über einen Grundwortschatz Arabisch, weil diese Sprache unter Saddam Husseins Regime das alltägliche Leben in Kirkuk bestimmt hatte. Gemäss den Ausführungen in der Beschwerde habe sich der Beschwerdeführer jedoch fast ausschliesslich in seinem Quartier unter Kurden bewegt, weshalb er recht wenig Arabisch verstehe. Dieses Argument überzeugt jedoch vor dem Hintergrund seiner Aussage, er habe die Koranschule besucht und könne den Koran lesen (vgl. act. A16/13 S. 5 F. 38), nicht. Hingegen kann der Umstand, dass sich der Beschwerdeführer fast ausschliesslich in seinem Quartier C._ aufhielt, eine Erklärung dafür sein, weshalb er die  nicht den Stadtteilen von Kirkuk zuordnen konnte. Im  wirft das BFM dem Beschwerdeführer vor, er kenne sich in administrativen Angelegenheiten, im Verkehr und im Bildungswesen nicht aus, ohne diese Feststellung näher zu begründen. Der  konnte zwar nicht beschreiben, wo sich das  in Kirkuk befindet. Allerdings gab der Beschwerdeführer an, er sei bei der Beantragung seines Ausweises noch klein gewesen, weshalb davon auszugehen ist, dass seine Eltern den Ausweis für ihn beantragt haben dürften. Daher spricht die blosse Unkenntnis über den Ort des Zivilstandsamtes nicht gegen eine Herkunft aus Kirkuk. Die Informationen, welche auf einer Identitätskarte stehen, konnte der Beschwerdeführer zudem fast vollständig angeben. Betreffend sein Wissen über das Bildungswesen gab er bei der Anhörung an, es sei nicht obligatorisch gewesen, zur Schule zu gehen, und er habe die Schule sowieso nicht gemocht (vgl. act. A 16/13 S. 5 F. 33).  sagte er beim Telefoninterview gemäss seiner , er wisse nicht, warum er nur so kurz die Schule besucht habe, und dass man die Schule hätte besuchen müssen (vgl. Niederschrift des Telefoninterviews S. 1, eingereicht am 16. Februar 2009). Diese unterschiedliche Begründung für das Fernbleiben von der Schule nach einer kurzen Besuchszeit und die widersprüchlichen Aussagen über die Schulpflicht in Kirkuk geben zu Zweifeln an seiner Herkunft Anlass.
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Der Beschwerdeführer konnte jedoch angeben, dass sich die Schule in C._ befinde, man im Alter von sechs Jahren eingeschult werde und er in der D._-Moschee lesen und schreiben gelernt habe. Im Übrigen relativiert der zusätzlich zu berücksichtigende Umstand, dass der Beschwerdeführer angeblich nur eineinhalb Jahre die  besucht hat, den Vorwurf des BFM bezüglich seines Wissens über das Bildungswesen massgeblich. Betreffend Verkehrsmittel erwähnte der Beschwerdeführer richtigerweise den grossen  (Kostar) und den Busterminal "Terminal von Bagdad", gab jedoch an, dass von dort aus Buslinien nach Erbil, Sulaymaniya und Bagdad gehen würden. Gemäss Lingua-Experte stimmt dies aber nicht, da die Busse, welche in den Norden fahren, vom "North Bus Terminal" abfahren würden. Der Beschwerdeführer wusste zwar, dass es Eisenbahnschienen und einen Bahnhof gibt, war sich aber nicht sicher, ob es auch Züge gibt und wo sich der Bahnhof befindet. Auch diese Ungereimtheiten über den Bus- und Zugverkehr lassen Zweifel an seiner angeblichen Herkunft aus Kirkuk zu. Hingegen geht aus den Akten einerseits nicht hervor, ob der Beschwerdeführer überhaupt jemals mit dem Bus oder Zug unterwegs war, und andererseits hat er sich gemäss Angaben in der Beschwerde hauptsächlich in seinem Quartier aufgehalten und für seine Flucht am 15. März 2008 seinen Reiseschilderungen zufolge einen Personenwagen benutzt. Vor diesem Hintergrund sind seine mangelnden Kenntnisse zum Verkehrswesen nachvollziehbar. Ferner wirft das BFM dem Beschwerdeführer vor, er wisse über die Währung nicht Bescheid. Die Akten erwecken jedoch den Eindruck, dass es in diesem Zusammenhang zwischen dem  und dem Beschwerdeführer mehrmals zu Missverständnissen gekommen ist. Einerseits gab es Unklarheiten bereffend die  Währungsbezeichnungen und andererseits war nicht klar, ob von der Währungssituation im Zeitpunkt vor oder nach dem Sturz Saddam Husseins die Rede war. Im Übrigen ist anzufügen, dass aus dem Gutachten des Lingua-Experten nicht zu entnehmen ist, dass es bei diesem Punkt beim Telefongespräch zu langen Diskussionen und Missverständnissen gekommen ist, was nicht für seine Objektivität spricht. Zudem bemerkte der Lingua-Interviewer, der das Interview vom 24. April 2008 mit der Niederschrift des Beschwerdeführers , dass es insgesamt während dieses Gesprächs mehrmals zu  zwischen dem Interviewer und dem  gekommen sei. Schliesslich kannte der  die Burg und wusste, dass es dort ein Grab des Propheten  gibt. Er gab korrekt an, dass nebst Kurden auch Araber, Turk-
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menen und Assyrer in Kirkuk leben würden, und konnte mehr als zehn Quartiere benennen. Er erwähnte den Fluss Khassa und gab an, dass es vier Brücken in Kirkuk gibt, und konnte drei davon benennen (vgl. act. A1/9 S. 6).
6.2 Als Zwischenfazit ergibt sich, dass die in der angefochtenen  angeführten Beispiele, in welchen das BFM haltlose Angaben des Beschwerdeführers zu seinem angeblichen Heimatort erblickt, bei einer Gesamtwürdigung seiner Angaben nicht zu überzeugen . Es kann deshalb nicht argumentiert werden, aufgrund der  Herkunftsangabe des Beschwerdeführers seien auch seine Vorbringen zur Asylbegründung, er habe in Kirkuk unter dem Druck seines Bruders und anderer Terroristen gelitten, unglaubhaft. Wie sich aus nachfolgender Erwägungen ergibt, hat das BFM das Asylgesuch des Beschwerdeführers jedoch - selbst wenn dieser aus Kirkuk  sollte - im Ergebnis dennoch zu Recht abgelehnt.
7. 7.1 Das Bundesverwaltungsgericht ist an die Begründung der  nicht gebunden (vgl. Art. 62 Abs. 4 VwVG), weshalb es die Entscheidbegründung des BFM durch eine andere ersetzen und eine Beschwerde aus andern Überlegungen als jenen des BFM abweisen kann (sog. Motivsubstitution; vgl. MADELEINE CAMPRUBI in: AUER/MÜLLER/ SCHINDLER [HRSG.], VwVG, Kommentar zum Bundesgesetz über das , Zürich/St. Gallen 2008, N 15 zu Art. 62 VwVG; ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER, Verwaltungsverfahren und  des Bundes, 2. Aufl., Zürich 1998, S. 240, Rz. 677).
7.2 Aufgrund der Subsidiarität des flüchtlingsrechtlichen Schutzes  die Flüchtlingseigenschaft nicht, wer in seinem Heimatland Schutz vor nichtstaatlicher Verfolgung finden kann. Solcher Schutz kann durch den Heimatstaat oder durch einen im Sinne der Rechtsprechung  qualifizierten Quasi-Staat gewährt werden, allenfalls auch durch internationale Organisationen. Schutz vor nichtstaatlicher  im Heimatstaat ist als ausreichend zu qualifizieren, wenn die betreffende Person effektiv Zugang zu einer funktionierenden und effizienten Schutz-Infrastruktur hat, unabhängig von persönlichen Merkmalen wie Geschlecht oder Zugehörigkeit zu einer ethnischen oder religiösen Minderheit, und ihr die Inanspruchnahme eines  innerstaatlichen Schutzsystems individuell zumutbar ist (vgl. EMARK 2006 Nr. 18 E. 10).
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7.3 7.3.1 Der Beschwerdeführer macht ausschliesslich Probleme in Kirkuk mit seinem Bruder geltend, der gemäss seiner Aussagen einer  angehört.
7.3.2 Die Sicherheitslage im Zentralirak ist von einer weit verbreiteten Gewalt und signifikanter Instabilität gekennzeichnet; es ist davon , dass ein staatliches Gewaltmonopol und eine  und effiziente Schutzinfrastruktur nicht vorhanden sind, bzw. der Sicherheits- und Justizapparat insgesamt als nicht schutzfähig ist (vgl. BVGE 2008/12 E. 6.4-6.8). Inwiefern dies uneingeschränkt auch für die Stadt Kirkuk gilt, braucht jedoch im vorliegenden Fall nicht  zu werden, da wie nachfolgend dargelegt, davon  ist, dass sich der Beschwerdeführer durch eine  in den Nordirak den Problemen mit seinem Bruder hätte  können.
7.3.3 In den drei nordirakischen Provinzen Dohuk, Erbil und  sind die nordirakischen Sicherheitsbehörden grundsätzlich in der Lage, Hinweisen auf Übergriffe nachzugehen und nötigenfalls eine Strafverfolgung einzuleiten. Die Sicherheits- und Polizeikräfte gelten als gut dotiert sowie gut und straff organisiert. Das Rechts- und Justizsystem ist zwar parallel strukturiert und wird teilweise durch die traditionelle Stammesjustiz konkurrenziert. Dennoch kann davon  werden, dass Streitigkeiten im Regelfall gerichtlich beigelegt werden können. Nach verschiedenen Revisionen des Strafrechts in den Jahren 2000 bis 2002 können sich Verantwortliche von  im Rahmen von Ehrendelikten nicht mehr auf strafmildernde oder -ausschliessende Umstände berufen. Die kurdischen Behörden sind grundsätzlich willens, den Einwohnern der drei erwähnten  Provinzen Schutz vor allfälliger Verfolgung zu gewähren (vgl. BVGE 2008/4 E. 6.5 und 6.6.8).
Beim Beschwerdeführer handelt es sich um einen Kurden, dessen zwei Onkel und Grossvater gemäss eigenen Aussagen in Erbil leben (vgl. act. A16/13 S. 4 F. 25). Demnach verfügt der Beschwerdeführer dort über ein familiäres Netz und damit auch über eine allenfalls nötige Gewährsperson zur Registrierung und Legalisierung seines . Zudem steht kurdischen Zuzügern dem Erwerb von  und Miete von Wohnraum nichts entgegen (vgl. BVGE 2008/4 E. 6.6.1). Es ist deshalb davon auszugehen, dass die Einreise in den
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Norden und die dortige Niederlassung für den Beschwerdeführer als Kurde sunnitischen Glaubens möglich sind. Der Beschwerdeführer hat bis anhin keinerlei Probleme mit den Behörden gehabt (vgl. act. A16/13 S. 10 F. 98). Daher sind auch sonst keine Gründe , warum die Behörden in Erbil nicht willens sein sollten, ihm Schutz zu gewähren, falls er erneut Probleme mit seinem Bruder bekäme. Es kann auch davon ausgegangen werden, dass die kurdischen  das Gebaren der Terroristengruppe, der sein Bruder  soll und die gemäss seinen Angaben mit arabischen Terroristen zusammenarbeite, nicht akzeptiert und gegen sie vorgeht (vgl. BVGE 2008/4 E. 6.6.3). Anzufügen ist, dass in der Provinz Erbil keine Situation allgemeiner Gewalt herrscht (vgl. BVGE 2008/5 E. 7.5 und insbesondere 7.5.8 S. 65 ff.). Der Beschwerdeführer hielt sich auch bereits mehrmals bei seinem Grossvater auf, der in Erbil ein Haus , so auch während des Sturzes von Saddam Hussein (vgl.  des Telefoninterviews S. 1, eingereicht am 16. Februar 2009). Der Beschwerdeführer hat somit die Möglichkeit, an einen ihm  Ort in ein familiäres Umfeld zurückzukehren. Zudem sei es seiner Familie finanziell gut gegangen (vgl. act. A16/13 S. 4 F. 29). Der  könnte demnach in Erbil effektiven Schutz vor  durch seinen Bruder oder allfenfalls den anderen Terroristen erlangen und es sind keine Gründe ersichtlich, warum er sich nicht in Erbil aufhalten könnte. Er verfügt mithin über eine innerstaatliche Fluchtalternative, welche aufgrund der Subsidiarität des  Schutzes die Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft .
7.4 Der Beschwerdeführer bringt somit keine Asylgründe vor, die im Sinne von Art. 3 AslyG asylrelevant sind. Die Vorinstanz hat somit im Ergebnis zu Recht die Flüchtlingseigenschaft verneint und sein  abgelehnt.
7.5 Da die vom BFM seinen Akten beigefügten Bemerkungen des -Interviewers (vgl. Sachverhalt Bstn. N und O) bei der Beurteilung des vorliegenden Beschwerdeverfahrens nicht zum Nachteil des  ins Gewicht fallen, wurde auf eine vorgängige  des entsprechenden Aktenstücks (A49/5) an den  zur Stellungnahme verzichtet. Dieses ist dem  jedoch mit diesem Urteil in Kopie zur Einsicht zuzustellen.
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8. 8.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab, so verfügt es in der  die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG).
8.2 Der Beschwerdeführer verfügt weder über eine  Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung  solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (Art. 44 Abs. 1 AsylG; EMARK 2001 Nr. 21).
9. 9.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich, so regelt das Bundesamt das  nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]).
9.2 Das Rechtsbegehren in der Beschwerde vom 21. Januar 2009 und der Ergänzung vom 16. Februar 2009, die vorläufige Aufnahme sei , wird damit begründet, dass gemäss Praxis des  die Rückkehr lediglich in die drei Provinzen Dohuk, Erbil und Sulaymaniya unter gewissen Voraussetzungen zumutbar sei. Personen, die aus anderen Regionen stammen würden, würden  aufgenommen. Der Vollzug der Wegweisung nach Kirkuk sei  unzumutbar.
Das Bundesverwaltungsgericht erachtet zwar die Herkunft des  aus Kirkuk gemäss obigen Ausführungen (siehe E. 6.2) für möglich. Aufgrund der bestehenden innerstaatlichen  ist jedoch vorliegend zu prüfen, ob der Vollzug der  nach Erbil zulässig, zumutbar und möglich ist.
9.3 9.3.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche  der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des  in den Heimat-, Herkunfts- oder in einen Drittstaat  (Art. 83 Abs. 3 AuG).
9.3.2 So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwungen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit
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aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu  (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]).
Gemäss Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des  vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere , unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und  (EMRK, SR 0.101) darf niemand der Folter oder  oder erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen .
9.3.3 Die Vorinstanz wies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend darauf hin, dass der Grundsatz der Nichtrückschiebung nur Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen (vgl. MARIO GATTIKER, Das Asyl- und Wegweisungsverfahren, 3. Aufl., Bern 1999, S. 89). Da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich  Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non- im vorliegenden Verfahren keine Anwendung finden. Ein Wegweisungsvollzug des Beschwerdeführers in den kurdisch  Nordirak ist demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG .
Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen des  noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall einer Ausschaffung in den kurdischen Nordirak nach Erbil dort mit  Wahrscheinlichkeit einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt wäre. Gemäss Praxis des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) sowie jener des UN-Anti-Folterausschusses müsste der Beschwerdeführer eine konkrete Gefahr ("real risk") nachweisen oder glaubhaft machen, dass ihm im Fall einer Rückschiebung Folter oder unmenschliche  drohen würde (vgl. EMARK 2001 Nr. 16 S. 122, mit weiteren Hinweisen; EGMR, Bensaid gegen Grossbritannien, Urteil vom 6. Februar 2001, Recueil des arrêts et décisions 2001-I, S. 327 ff.). Dies ist ihm nach den vorstehenden Erwägungen nicht gelungen. Auch
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die allgemeine Sicherheits- und Menschenrechtslage im kurdischen Nordirak lässt den Wegweisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt nicht als unzulässig erscheinen (vgl. BVGE 2008/4 E. 6.2-6.6 S. 42 ff.; vgl. auch E. 7.3.3). Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung sowohl im Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen  zulässig.
9.4 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder  auf Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AuG – die vorläufige Aufnahme zu gewähren (vgl. Botschaft zum Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer vom 8. März 2002, BBl 2002 3818).
9.4.1 Wie bereits in der Erwägung E. 7.3.3 erwähnt, herrscht in den drei nordirakischen Provinzen Dohuk, Sulaymaniya und Erbil keine Situation allgemeiner Gewalt und die dortige politische Lage ist nicht dermassen angespannt, dass ein Wegweisungsvollzug dorthin als generell unzumutbar betrachtet werden müsste (vgl. BVGE 2008/5). Zudem ist die Region mit Direktflügen aus Europa und aus den  erreichbar. Damit entfällt das Element einer unzumutbaren Reise via Bagdad und anschliessend auf dem Landweg durch den von Gewalt heimgesuchten Zentralirak.
Zusammenfassend wurde im erwähnten Entscheid festgehalten, dass die Anordnung des Wegweisungsvollzugs in der Regel für , gesunde und junge kurdische Männer, die ursprünglich aus einer der drei Provinzen stammen oder eine längere Zeit dort gelebt haben und dort nach wie vor über ein soziales Netz oder  verfügen, zumutbar ist. Für alleinstehende Frauen und für Familien mit Kindern, sowie für Kranke und Betagte ist bei der  der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs grosse  angebracht (vgl. BVGE 2008/5 E. 7.5 und insbesondere 7.5.8 S. 65 ff.).
9.4.2 Aus den Akten und den Angaben des Beschwerdeführers  sich keine hinreichend konkreten Anhaltspunkte, die darauf schliessen liessen, der alleinstehende, gesunde, heute inzwischen selbst gemäss eigenen Angaben volljährige Beschwerdeführer gerate im Falle eines Wegweisungsvollzugs in die nordirakische Provinz Erbil,
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aus individuellen Gründen wirtschaftlicher, sozialer oder  Natur in eine existenzbedrohende Situation (vgl. E. 7.3.3). Die Rückkehrhilfe der Schweiz wird ihm die Wiederansiedlung in seiner Heimat zudem erleichtern können. Unter diesen Umständen ist der Vollzug der Wegweisung - übereinstimmend mit dem BFM - als  zu bezeichnen.
9.5 Schliesslich obliegt es dem Beschwerdeführer, bei der  gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AuG).
10. Zusammenfassend ergibt sich, dass das Bundesamt den Vollzug der Wegweisung zu Recht als zulässig und zumutbar und möglich erachtet hat. Die Anordnung der vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser  (Art. 83 Abs. 1-4 AuG).
11. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG). Die  ist demnach abzuweisen.
12. Bei diesem Ausgang wären die Verfahrenskosten dem  aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG). Nachdem das  um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG mit Verfügung vom 6. Februar 2009 gutgeheissen wurde, sind jedoch keine Verfahrenskosten zu erheben.
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