Decision ID: 4ee1141b-5fcf-58aa-8071-e636502cf06c
Year: 2008
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
K._,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Martina Fausch, Bahnhofstrasse 26,
Postfach 106, 8304 Wallisellen,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
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betreffend
Rente
Sachverhalt:
A.
A.a K._, Jahrgang 1954, meldete sich im Juli 2004 zum Bezug von Leistungen der
Invalidenversicherung (IV) an und beantragte die Ausrichtung einer Rente. Sie leide
nach einem Unfall an CRPS (komplexes regionales Schmerzsyndrom) mit mehreren
Operationen des linken Kniegelenks (IV-act. 1). Im Arztbericht vom 6. September 2004
nannte Dr. med. A._, Facharzt FMH für Chirurgie, die Diagnose der
posttraumatischen Arthrofibrose Knie links. Die Versicherte habe früher
wechselbelastende Bürotätigkeit ausgeübt. Aufgrund der Beschwerden sei diese
Tätigkeit auch reduziert nicht mehr möglich. Ob sich die Arthrofibrose in den
kommenden zwei bis drei Jahren verbessere, bleibe abzuwarten. Bis dahin sehe er
keine Arbeitsfähigkeit (IV-act. 12-6). Am 8. Dezember 2005 führte ein Sachbearbeiter
der IV-Stelle bei der Versicherten eine Haushaltabklärung durch. Er klassifizierte die
Versicherte als zu 53% Erwerbstätige und zu 47% im Haushalt tätig und berechnete
einen Behinderungsgrad von 21.18%. Die Versicherte liess ergänzen, die Angaben im
Abklärungsbericht bezögen sich nur auf ihre Tätigkeit in der Schweiz. Ihr Ehemann
habe einen Betrieb im Ausland (IV-act. 32).
A.b Mit Verfügung vom 18. Mai 2006 sprach die IV-Stelle der Versicherten für
September 2003 bis und mit November 2004 eine ganze Rente bei einem
Invaliditätsgrad von 76% zu. Aufgrund der gesundheitlichen Stabilisierung im August
2004 werde die Rente per 30. November 2004 bei einem Invaliditätsgrad von 21%
eingestellt (IV-act. 42). Gegen diese Verfügung erhob Rechtsanwältin lic. iur. Martina
Fausch am 21. Juni 2006 in Vertretung der Versicherten Einsprache. Sie beantragte die
Aufhebung der Verfügung und die Feststellung, dass der Invaliditätsgrad der
Versicherten seit dem 1. Dezember 2004 ununterbrochen mehr als 70% betrage. Ihr sei
ab jenem Datum eine ganze Rente zuzusprechen (IV-act. 45). Die Beschwerdegegnerin
wies die Einsprache mit Entscheid vom 20. November 2006 ab. Dr. A._ habe der
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Versicherten lediglich eine Arbeitsunfähigkeit von 50% und nicht von 100% attestiert.
Die objektive Einschätzung des Kreisarztes der SUVA sei nicht zu beanstanden.
Betreffend Qualifikation als Teilerwerbstätige verweist die Beschwerdegegnerin auf den
Haushaltabklärungsbericht vom 13. Januar 2006. Dort sei angemerkt worden, dass die
Versicherte in der Schweiz bei ihrem Sohn arbeite und im Betrieb des Ehemanns im
Ausland mithelfe. Bei der Bestimmung des Valideneinkommens könnten nur
Erwerbseinkommen berücksichtigt werden, für die eine AHV-Beitragspflicht bestehe. In
Analogie müsse dies auch für die Einstufung der Höhe der Erwerbstätigkeit gelten. Für
ihre Tätigkeit im Betrieb des Ehemanns im Ausland erhalte die Versicherte kein AHV-
pflichtiges Einkommen. Somit könne diese Tätigkeit von der IV weder beim
Valideneinkommen noch bei der Einstufung der Höhe der Erwerbstätigkeit
berücksichtigt werden. Zu den von der Rechtsvertreterin der Versicherten gerügten
Positionen der Haushaltabklärung führt die Beschwerdegegnerin aus, dass selbst unter
Berücksichtigung der gewünschten Änderungen keine rentenbegründende Invalidität
entstehe (act. G 1.1.2).
B.
B.a Gegen diesen Einspracheentscheid richtet sich die Beschwerde der
Rechtsvertreterin der Versicherten vom 5. Januar 2007. Sie beantragt die Aufhebung
des Entscheids. Der Beschwerdeführerin sei mit Wirkung ab 1. Dezember 2004 eine
ganze Rente zuzusprechen, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen. Dr. A._ habe
in seinem Bericht vom 6. September 2004 auch eine reduzierte Bürotätigkeit als nicht
mehr möglich erachtet. Mit Schreiben vom 15. Dezember 2006 habe er
unmissverständlich klargestellt, dass die attestierte Arbeitsunfähigkeit von 50% die
50%-ige Teilzeitarbeit betroffen habe und für die Beschwerdeführerin eine Ausübung
ihrer Bürotätigkeit weder im jetzigen Zeitpunkt noch ab dem 1. Februar 2003 möglich
gewesen sei. Damit stehe fest, dass Dr. A._ der Beschwerdeführerin aufgrund ihres
Teilzeitarbeitsverhältnisses von 50% irrtümlich auch nur eine Arbeitsunfähigkeit von
50% attestiert habe anstatt einer Arbeitsunfähigkeit von 100% für das
Teilzeitarbeitsverhältnis von 50%. Im Übrigen lässt die Beschwerdeführerin daran
festhalten, dass ihre Mitarbeit im ausländischen Betrieb des Ehemanns im Umfang von
ca. 25% zu berücksichtigen sei, womit sich eine Aufteilung von 78% Erwerbstätigkeit
und 22% Haushalt ergebe. Weiter wird gerügt, die Umrechnung von Wochenstunden in
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Tagesstunden sei in der Haushaltabklärung nicht korrekt erfolgt. Auch weitere
Positionen des Abklärungsberichts werden bemängelt (act. G 1).
B.b Die Beschwerdegegnerin beantragt mit Schreiben vom 21. Februar 2007 die
Abweisung der Beschwerde und verweist zur Begründung auf die Erwägungen im
Einspracheentscheid (act. G 3).
B.c Die zuständige Verfahrensleitung der Abteilung II des Versicherungsgerichts
forderte bei der SUVA mit Schreiben vom 14. Mai 2008 die vollständigen Akten zum
Unfall der Beschwerdeführerin vom 26. September 2002 ein (act. G 6). Diese wurden
ihr am 28. Mai 2008 zugestellt (act. G 7). Auf Wunsch hin liess das Gericht der
Vertretung der Beschwerdeführerin die SUVA-Akten am 6. Juni 2008 zur Einsicht
zukommen (act. G 10). Am 16. Juni 2008 teilte die Rechtsvertreterin der
Beschwerdeführerin dem Gericht mit, man halte an den Anträgen gemäss
Beschwerdeschrift vollumfänglich fest (act. G 11).

Erwägungen:
1.
Am 1. Januar 2008 sind mit der 5. IVG-Revision verschiedene Änderungen des
Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) in Kraft getreten. Weil
in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend sind, die bei
der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben, und weil bei
der Beurteilung ferner auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des streitigen
Einspracheentscheids vom 20. November 2006 eingetretenen Sachverhalt abzustellen
ist (BGE 132 V 215 Erw. 3.1.1; Urteil 8C_589/2007 vom 14. April 2008, Erw. 3), sind
vorliegend die bis zum 31. Dezember 2007 geltenden materiellen Bestimmungen
anzuwenden.
2.
Im vorliegenden Verfahren streitig ist das Ausmass der gesundheitlichen
Einschränkung der Beschwerdeführerin im Erwerbsbereich und im Aufgabenbereich
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Haushalt. Die Methodenwahl und die Einstufung der Beschwerdeführerin als zu 53%
erwerbstätig und zu 47% Hausfrau sind ebenfalls zu überprüfen.
3.
3.1 Als Invalidität gilt laut Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil
des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) die ganze oder teilweise
Erwerbsunfähigkeit, es sei denn, eine versicherte Person sei vor dem Eintritt der
Gesundheitsbeeinträchtigung nicht erwerbstätig gewesen und es habe ihr auch nicht
zugemutet werden können, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. In diesem Fall gilt
gemäss Art. 8 Abs. 3 ATSG die Unmöglichkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen,
als Invalidität. Die Invalidität gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG wird durch einen
Einkommensvergleich ermittelt (Art. 16 ATSG). Die Methode zur Bemessung der
konkreten Unmöglichkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wird vom ATSG nicht
geregelt. Diese Lücke wird durch Art. 28 Abs. 2 IVG in der bis 31. Dezember 2007
gültig gewesenen Fassung gefüllt: Es ist darauf abzustellen, in welchem Mass die
betreffende Person behindert ist, sich im Aufgabenbereich zu betätigen. Als
Aufgabenbereich der im Haushalt tätigen Person gelten insbesondere die übliche
Tätigkeit im Haushalt, die Erziehung der Kinder sowie gemeinnützige und künstlerische
Tätigkeiten (Art. 27 der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]).
aArt. 28 Abs. 2 IVG regelt die so genannte gemischte Methode der
Invaliditätsbemessung bei Personen, die zum Teil erwerbstätig und zum Teil im
Aufgabenbereich tätig sind. In einem solchen "gemischten" Fall sind der Anteil der
Erwerbstätigkeit und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der
Invaliditätsgrad ist entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen.
Ist bei einer Person, die nur zum Teil erwerbstätig ist, anzunehmen, dass sie im
Zeitpunkt der Prüfung des Rentenanspruchs ohne den Gesundheitsschaden vollzeitlich
erwerbstätig wäre, so ist die Invaliditätsbemessung ausschliesslich nach den
Grundsätzen für Erwerbstätige zu bemessen (Art. 27 IVV). Nach aArt. 28 Abs. 1 IVG
besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person
mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie wenigstens zu 60%
invalid ist. Liegt ein Invaliditätsgrad von mindestens 50% vor, so besteht Anspruch auf
eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% auf eine
Viertelsrente (aArt. 28 Abs. 1 IVG).
bis
ter
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3.2 Die Beschwerdegegnerin wurde am 26. September 2002 als Fussgängerin auf dem
Fussgängerstreifen von einem Auto angefahren und zog sich eine Knieverletzung links
zu. Diese zog mehrere Operationen nach sich. Der SUVA-Kreisarzt Dr. med. B._
bezeichnete den Zustand des linken Kniegelenks der Versicherten im Bericht vom
9. Dezember 2003 als äusserst unerfreulich. Die Beweglichkeit sei fast aufgehoben, die
Belastbarkeit sei schlecht, der Quadriceps funktioniere nicht, die Innervation sei
gestört. Büroarbeiten in der eigenen Wohnung seien der Beschwerdeführerin sicher
mindestens im Rahmen von 50% zumutbar trotz der Knieproblematik, allerdings sei
jetzt die Abklärung und wenn möglich Verbesserung der medizinischen Situation
prioritär (SUVA-act. 25 S. 3). Im ärztlichen Zwischenbericht vom 6. April 2004 zuhanden
der SUVA bezeichnete Dr. A._ die Beschwerdeführerin ab 1. September 2003 als zu
100% arbeitsunfähig (SUVA-act. 36). Am 22. Juni 2004 wies er darauf hin, der
Abschluss des Falles könne unter einer 50%-igen Berentung angenommen werden
(SUVA-act. 44). Dr. B._ wies im SUVA-kreisärztlichen Abschlussbericht vom
24. August 2004 auf die Arthrofibrose mit massiv reduzierter Beweglichkeit und
deutlich verminderter Belastbarkeit hin. Er sehe keine Verbesserungsmöglichkeiten
mehr. Eine stehend-gehende Tätigkeit sei nicht mehr realisierbar, hingegen seien
leichte sitzende Arbeiten aus medizinischer Sicht eindeutig zumutbar, dies im Rahmen
von 2/3 bis 3/4 (SUVA-act. 47). Dr. A._ hielt am 6. September 2004 fest, die
Beschwerdeführerin habe früher eine Bürotätigkeit mit wechselnd sitzend-stehender
Belastung, also Wechselbelastung ausgeführt. Aufgrund der Beschwerden sei diese
Tätigkeit auch reduziert nicht mehr möglich. Ob sich die Arthrofibrose im Laufe der
kommenden zwei bis drei Jahre verbessere, bleibe abzuwarten. Eine Revision in zwei
Jahren wäre gerechtfertigt. Bis dahin sehe er keine Arbeitsfähigkeit (IV-act. 12-6). Mit
Schreiben vom 15. Dezember 2006 konkretisierte Dr. A._, aufgrund der Beschwerden
sei eine Arbeitsfähigkeit auch im Sitzen nicht mehr gegeben (act. G 1.1.8).
3.3 Dr. A._ begründet die von ihm attestierte volle Arbeitsunfähigkeit nicht in
nachvollziehbarer Weise. Nach Lage der Akten ist nicht ersichtlich, weshalb der
Beschwerdeführerin keinerlei Erwerbsarbeit mehr sollte zugemutet werden können.
Gegen diese Einschätzung sprechen auch die konkreten Fakten: Die
Beschwerdeführerin ist seit Dezember 2000 mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von 21
Stunden in der Unternehmung ihres Sohnes angestellt (SUVA-act. 52). Im Jahr 2003 –
also bereits nach dem Unfall – erzielte sie dort laut Auszug aus ihrem Individuellen
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Konto (IK) ein Jahreseinkommen von Fr. 28'600.- (IV-act. 7-1). Gemäss
Arbeitgeberfragebogen vom 8. Februar 2005 arbeitet die Beschwerdeführerin auch
nach dem Unfall weiterhin als Büroangestellte im Betrieb, dies an fünf Tagen
wöchentlich während 41⁄2 Stunden täglich bei einem Einkommen von Fr. 2'200.- (x 13),
wobei dieser Lohn über der Arbeitsleistung liege (IV-act. 18). Das Büro befindet sich
offenbar im Wohnblock der Beschwerdeführerin (vgl. etwa SUVA-act. 32 S. 3; IV-act.
32-2). Bei der Haushaltabklärung im Dezember 2005 hatte die Beschwerdeführerin
angegeben, seit Herbst 2004 wieder vier bis fünf Stunden täglich zu arbeiten, verteilt
auf Vormittag und Nachmittag. Zwischendurch gebe es kurze Phasen mit
Totalausfällen (IV-act. 32-3). Anlässlich der Abschlussuntersuchung sagte die
Beschwerdeführerin gegenüber Dr. B._ aus, sie könne zuhause einige Schritte ohne
Stöcke machen. Ihre Gehleistung liege lediglich bei etwa zehn Minuten mit Stock. Das
Autofahren mit einem Automaten gehe. Ruheschmerzen nachts habe sie auch etwas,
Schmerzmittel nehme sie nicht regelmässig. Sie habe sonst keine gesundheitlichen
Probleme. Hin und wieder habe sie etwas Rückenschmerzen. Am Untersuchungstag
fuhr die Beschwerdeführerin offenbar mit dem Auto nach Kloten auf den Flughafen, um
jemanden abzuholen (SUVA-act. 47 S. 2). Bei der Haushaltabklärung vom 8. Dezember
2005 gab sie an, sich mehrmals täglich, ca. zweimal am Morgen und zweimal am
Nachmittag, für je eine halbe Stunde hinzulegen, um das Bein und auch den durch die
Disharmonie belasteten Rücken zu entspannen (IV-act. 32-1).
3.4 Unter Berücksichtigung der eigenen Angaben der Beschwerdeführerin und der
Beurteilung von Dr. B._ ist die von Dr. A._ attestierte volle Arbeitsunfähigkeit auch
für Büroarbeiten nicht nachvollziehbar. Da sich die gesundheitlichen Probleme der
Beschwerdeführerin weitgehend auf die Schmerzen im linken Knie beschränken, ist
nicht ersichtlich, weshalb sie nicht in der Lage sein sollte, zumindest teilweise sitzende
Bürotätigkeiten auszuüben. Ihrem erhöhten Pausenbedarf mit der Möglichkeit, sich
zwischendurch für eine halbe Stunde hinzulegen, wird in der
Arbeitsfähigkeitsschätzung von Dr. B._ ausreichend Rechnung getragen. Diese
erscheint als schlüssig und nachvollziehbar. Es kann davon ausgegangen werden, dass
die Beschwerdeführerin in der angestammten Bürotätigkeit zu mindestens 2/3 eines
vollen Pensums (67%) arbeitsfähig ist.
4.
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4.1 Zu überprüfen ist im Weiteren die Klassifikation der Beschwerdeführerin als
teilerwerbstätige Hausfrau und die prozentuale Aufteilung der beiden Bereiche. Die
Beschwerdeführerin machte nie geltend, dass sie als Gesunde voll erwerbstätig wäre.
Bereits vor dem Unfall arbeitete sie im Betrieb ihres Sohnes lediglich im Teilpensum
(SUVA-act. 52). Betreuungspflichten hatte sie zu jener Zeit keine mehr, da ihre beiden
Kinder bereits erwachsen waren. Auch eine finanzielle Notwendigkeit zur Ausübung
eines vollen Erwerbspensums bestand offenbar nicht, wird die Beschwerdeführerin
doch als sehr gut situiert beschrieben (SUVA-act. 32 S. 4). Die Klassifikation als
teilerwerbstätige Hausfrau und damit die Anwendung der gemischten Methode
erscheint somit als sachgerecht.
4.2 Bei der Haushaltabklärung setzte die Abklärungsperson den Anteil der
Erwerbstätigkeit auf 53% fest, wobei sie davon ausging, die Beschwerdeführerin sei
seit dem Jahr 2000 ausschliesslich im Betrieb ihres Sohns in der Schweiz tätig. In der
Einsprache gegen die Verfügung vom 18. Mai 2006 liess die Beschwerdeführerin
demgegenüber geltend machen, sie arbeite zusätzlich im Umfang von ca. 25% im
Betrieb ihres Ehemanns in Spanien mit (IV-act. 45-4). Dies wiederholte sie in der
Beschwerde (act. G 1, S. 5 Ziff. 2.8).
4.3 Die Beschwerdeführerin machte nicht geltend, dass sie die angebliche Mitarbeit im
Betrieb des Ehemanns in Spanien aus gesundheitlichen Gründen hätte aufgeben
müssen. Weitere Abklärungen diesbezüglich erübrigen sich jedoch. Selbst wenn man
davon ausginge, dass die Beschwerdeführerin behinderungsbedingt ein Arbeitspensum
von 25% im ausländischen Betrieb des Ehemanns hätte aufgeben müssen, kann offen
bleiben, ob die Beschwerdegegnerin diesen Anteil in der Invaliditätsbemessung zu
Recht nicht berücksichtigt hat. Die Invalidität der Beschwerdeführerin liegt nämlich
jedenfalls im rentenausschliessenden Bereich, wie nachfolgend zu zeigen ist. Würde
man zu dem von der Beschwerdegegnerin für die Arbeit in der Schweiz ermittelten
Erwerbsanteil von 53% die behaupteten 25% ausländischer Erwerbstätigkeit
hinzurechnen, ergäbe sich ein Erwerbsanteil von insgesamt 78%. Da die
Beschwerdeführerin gemäss der überzeugenden Einschätzung von Dr. B._ zu
mindestens 67% arbeitsfähig ist, betrüge die Behinderung im Erwerb nach der
Berechnungsweise der herrschenden Rechtsprechung maximal 11%. Der
Haushaltsbereich wäre mit 22% zu gewichten, sodass bei der anlässlich der
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Haushaltabklärung ermittelten Einschränkung von 28.16% ein Behinderungsgrad von
6.19% bestünde. Auch wenn man für den Erwerbsbereich den von der
Beschwerdegegnerin berücksichtigten sog. 'Leidensabzug' von 15% anerkennen
würde, läge der Invaliditätsgrad der Beschwerdeführerin deutlich unter der
rentenbegründenden Marke von 40%.
4.4 Offen bleiben kann zudem, ob die von der Beschwerdeführerin gerügten Details in
der Haushaltabklärung von der Beschwerdegegnerin unzutreffend ermittelt wurden.
Auch eine Korrektur sämtlicher gerügter Details würde keine rentenbegründende
Invalidität ergeben. Würde man wie beantragt berücksichtigen, dass die
Beschwerdeführerin zusätzlich 20 Minuten täglich für die Zubereitung von
Zwischenmahlzeiten benötigt, ergäbe dies eine Gewichtung des Bereichs 'Ernährung'
von 44.63% und demnach einen Behinderungsgrad von 11.16%. Im Bereich
'Wohnungspflege' würde aus einer Einschränkung von 80% gemäss Antrag der
Beschwerdeführerin ein Behinderungsgrad von 11.22% resultieren. Anerkennt man im
Bereich 'Einkauf und weitere Besorgungen' eine Einschränkung von 50%, wie von der
Beschwerdeführerin gewünscht, ergäbe dies einen Behinderungsgrad von 5.23%. All
diese Korrekturen würden zu einem Behinderungsgrad von insgesamt 33.53% führen.
Gemessen am beantragten Anteil der Haushaltarbeit von 22% ergäbe sich im Bereich
Haushalt eine Teilinvalidität von 7.38%. Zuzüglich der im Erwerb ermittelten
Einschränkung von 11% liegt der Invaliditätsgrad deutlich unter der
rentenbegründenden Marke von 40%, selbst wenn man im Erwerbsbereich zusätzlich
einen Leidensabzug anerkennen würde.
5.
Am 27. Februar 2007 kam es zu einem weiteren Eingriff am linken Knie der
Beschwerdeführerin (SUVA-act. 81). Anfang Dezember 2007 stürzte sie zudem und zog
sich offenbar eine erhebliche Verletzung der Weichteile um das linke Kniegelenk zu
(SUVA-act. 83). Eine weitere Knieoperation sollte am 7. Mai 2008 stattfinden (SUVA-
act. 85). Da im vorliegenden Verfahren auf den Sachverhalt abzustellen ist, wie er sich
bis zum Erlass des Einspracheentscheids vom 20. November 2006 zugetragen hat,
kann nicht entscheidend sein, ob diese neueren Entwicklungen eine weitere bleibende
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Verschlechterung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin verursachten.
Gegebenenfalls hätte die Beschwerdeführerin sich erneut bei der IV-Stelle anzumelden.
6.
6.1 Ausgehend von einer Arbeitsfähigkeit im Erwerbsbereich von mindestens 67%
liegt der Invaliditätsgrad der Beschwerdeführerin gemäss den obenstehenden
Ausführungen unter 40% unabhängig davon, ob man auf die Einstufung 53% Erwerb/
47% Haushalt oder 78% Erwerb/22% Haushalt abstellt. Auf weitere Abklärungen zur
im Einspracheverfahren von der Beschwerdeführerin offenbar erstmals geltend
gemachten Erwerbstätigkeit im ausländischen Betrieb ihres Ehemanns und zu weiteren
Positionen der Haushaltabklärung kann vor diesem Hintergrund verzichtet werden, da
davon keine relevanten neuen Erkenntnisse zu erwarten sind (antizipierte
Beweiswürdigung; vgl. BGE 122 V 157, Erw. 1d). Die Beschwerdegegnerin hat einen
Rentenanspruch der Beschwerdeführerin mangels rentenbegründender Invalidität
jedenfalls zu Recht verneint. Im Ergebnis ist der angefochtene Einspracheentscheid
vom 20. November 2006 nicht zu beanstanden und die Beschwerde abzuweisen.
6.2 Gemäss den Schlussbestimmungen des IVG zur Änderung vom 16. Dezember
2005, in Kraft seit 1. Juli 2006, gilt für die am 1. Juli 2006 bei der IV hängigen
Einsprachen das bisherige Recht (lit. b der Schlussbestimmungen). Somit gelangt
Art. 69 Abs. 1 IVG zur Kostenpflicht von Streitigkeiten um die Bewilligung oder die
Verweigerung von IV-Leistungen im kantonalen Gerichtsverfahren nicht zur
Anwendung. Gerichtskosten sind demnach keine zu erheben.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG