Decision ID: 6fc91626-0a65-54c1-adac-b679a0714a5f
Year: 2013
Language: de
Court: SG_VG
Chamber: SG_VG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ X.Y., geb. 1952, wohnt im Kanton Zürich und ist verheiratet. In den Jahren 2004,
2005 und 2006 war er als Inhaber des Alters- und Pflegeheims "Q.", A., aufgrund
wirtschaftlicher Zugehörigkeit im Kanton St. Gallen beschränkt steuerpflichtig.
a.) Am 13. März 2009 und 22. April 2009 forderte ihn der zuständige Steuerkommissär
auf, die Buchhaltungseinzelkontoblätter für die Jahre 2004, 2005 und 2006 sowie die
entsprechenden AHV-Lohnabrechnungen und Kopien der ausgestellten Lohnausweise
einzureichen (Vorakten, act.15-7.01 und 7.02). Mit der zweiten Aufforderung erging der
Hinweis, nach unbenützter Frist zur Einreichung der Unterlagen müsse mit einer
Veranlagung nach Ermessen gerechnet werden. Nach erstreckter Frist reichte X.Y. am
10. August 2009 seine Original-Buchhaltung der Jahre 2004-2006, nicht aber die
angeforderten weiteren Unterlagen ein.
Mit Verfügung vom 9. September 2009 wurde X.Y. für die Kantons- und
Gemeindesteuern 2004 ermessensweise mit einem steuerbaren Einkommen von
Fr. 167'800.-- zum Satz von Fr. 237'900.-- und mit einem steuerbaren Vermögen von
Fr. 618'000.-- zum Satz von Fr. 1'033'000.-- veranlagt.
b.) Hinsichtlich der Steuerperioden 2005 und 2006 ersuchte der Steuerkommissär mit
Schreiben vom 23. Oktober 2009 um Einreichung der Buchhaltungseinzelkontoblätter,
der AHV-Lohnabrechnungen und Kopien der ausgestellten Lohnausweise, einer
Zusammenstellung der freiwilligen Zuwendungen 2005 (mit Belegen) und von Belegen
zu den Krankheitskosten. Auf entsprechende Nachfrage teilte der Steuerkommissär
X.Y. am 6. November 2009 mit, dass er zwar über die eingereichten
Buchhaltungsunterlagen der Jahre 2004-2006 verfüge, die erwähnten Unterlagen darin
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jedoch nicht enthalten seien. Sollte X.Y. diese nicht innert 10 Tagen nachreichen,
werde er auch für die Jahre 2005 und 2006 nach Ermessen veranlagt (Vorakten,
act. 15-7.06). X.Y. stellte sich in der Folge auf den Standpunkt, er dürfe die
Lohnausweise aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht an Dritte herausgeben. Seine
AHV-Abrechnungen der Jahre 2003-2007 seien kürzlich revidiert worden und hätten zu
keinen Beanstandungen Anlass gegeben (Vorakten, act. 15-7.08).
Am 9. Juni 2010 wurde X.Y. auch für die Kantons- und Gemeindesteuern 2005 und
2006 nach Ermessen veranlagt. Das steuerbare Einkommen wurde auf Fr. 88'500.--
zum Satz von Fr. 158'200.-- (2005) resp. auf Fr. 61'900.-- zum Satz von Fr. 158'000.--
(2006) festgelegt. Das steuerbare Vermögen wurde mit Fr. 863'000.-- zum Satz von
Fr. 1'312'000.-- (2005) resp. Fr. 855'000.-- zum Satz von Fr. 1'353'000.-- (2006)
veranlagt.
c.) Am 2. Oktober 2010 teilte X.Y. mit, bis dato habe er noch keine der drei
Veranlagungsverfügungen erhalten. Der Steuerkommissär stellte ihm daraufhin die
Verfügungen am 29. Oktober 2010 per Einschreiben (erneut) zu. Die dagegen
erhobenen Einsprachen wurden mit Entscheiden vom 10. Februar 2012 abgewiesen.
Das kantonale Steueramt hielt fest, nachdem X.Y. trotz mehrmaliger Aufforderung
(zuletzt im Einspracheverfahren, vgl. Vorakten, act. 15-7.22) weder Kopien der
Lohnausweise noch die AHV-Abrechnungen seiner Angestellten zur Verfügung gestellt
habe, sei es nicht möglich gewesen, die verbuchten Lohnkosten zu überprüfen.
Folglich seien die Einkünfte aus selbständiger Erwerbstätigkeit der Jahre 2004-2006 zu
Recht ermessensweise festgesetzt worden. Bei der Veranlagung 2004 wurde das
steuerbare Vermögen neu auf Fr. 700'000.-- (statt Fr. 618'000.--) zum Satz von
Fr. 1'033'000.-- festgelegt.
B./ Gegen die Einsprache-Entscheide des kantonalen Steueramtes erhob X.Y. mit
Eingabe vom 21. März 2012 und Ergänzung vom 16. Mai 2012 Rekurs bei der
Verwaltungsrekurskommission mit dem sinngemässen Antrag, die Einsprache-
Entscheide seien aufzuheben und die Veranlagung sei anhand der eingereichten
Buchhaltungsunterlagen vorzunehmen.
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In seiner Vernehmlassung vom 25. Juni 2012 hielt das kantonale Steueramt fest, die
Details zum Lohnaufwand seien hier von spezieller Bedeutung, da dieser einen Anteil
von knapp 70% des Geschäftsaufwandes ausmache und in den Vorperioden genau
diese Position habe korrigiert werden müssen.
Die Rekursinstanz wies das Rechtsmittel mit Entscheid vom 13. November 2012 ab.
C./ Gegen den Rekursentscheid erhob X.Y. (nachfolgend: Beschwerdeführer) mit
Eingabe vom 19. Dezember 2012 und Ergänzung vom 14. Februar 2013 Beschwerde
beim Verwaltungsgericht mit dem sinngemässen Antrag um kosten- und
entschädigungspflichtige Aufhebung des angefochtenen Entscheids.
Die Verwaltungsrekurskommission (nachfolgend: Vorinstanz) beantragte am
18. Februar 2013 die Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung verwies sie auf die
Erwägungen des angefochtenen Entscheids. Das kantonale Steueramt (nachfolgend:
Beschwerdegegner) erklärte mit Schreiben vom 21. Februar 2013 Verzicht auf eine
Vernehmlassung.
Auf die Vorbringen des Beschwerdeführers sowie auf die Ausführungen im
angefochtenen Entscheid wird - soweit erforderlich - in den nachstehenden
Erwägungen eingegangen.

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59 Abs. 1 des
Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP; Art. 196
Abs. 1 des Steuergesetzes, sGS 811.1, abgekürzt StG). Der Beschwerdeführer ist zur
Beschwerde legitimiert, und die Beschwerdeeingaben vom 19. Dezember 2012 und
14. Februar 2013 entsprechen zeitlich und formal den gesetzlichen Anforderungen
(Art. 196 Abs. 1 und Art. 161 StG in Verbindung mit Art. 64, Art. 45 Abs. 1 und Art. 48
Abs. 1 und 2 VRP).
1.1. Die Beschwerde muss begründet werden (Art. 161 StG in Verbindung mit Art. 64
und Art. 48 Abs. 1 VRP). Die Begründung ist ein Gültigkeitserfordernis. Fehlt sie oder
wird sie nicht innert der angesetzten Frist nachgereicht, kann auf das Rechtsmittel
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nicht eingetreten werden (Art. 161 StG in Verbindung mit Art. 64 und Art. 48 Abs. 3
VRP).
1.2. An Qualität und Ausgestaltung der Begründung werden praxisgemäss keine
grossen Anforderungen gestellt. Der Beschwerdeführer muss aber ein gewisses Mass
an Sorgfalt an den Tag legen. Das Verwaltungsgericht lehnt es regelmässig ab, dass
anstelle einer Begründung pauschal auf vor- oder erstinstanzliche Eingaben verwiesen
wird. Ein solcher Verweis ist ungenügend, da aus ihm nicht hervorgeht, in welchen
Punkten und weshalb der Entscheid der Vorinstanz angefochten wird. Es ist nicht
Aufgabe der Rechtsmittelinstanz, in vorinstanzlichen Eingaben nach Gründen zu
suchen, weshalb der angefochtene Entscheid unrichtig sein könnte. Genau dies hat der
Beschwerdeführer wenigstens in groben Zügen zu bezeichnen. Seine Begründung
muss jedoch weder richtig noch vollständig sein. Sie ist ausreichend, wenn Argumente
vorgebracht werden, nach denen ein Entscheid oder eine Verfügung auf einer
fehlerhaften Sachverhaltsfeststellung oder Rechtsanwendung beruht. Wenn sich die
Vorbringen hingegen nicht auf den angefochtenen Entscheid bzw. dessen Motive
beziehen, genügt die Begründung den Anforderungen nicht (vgl. zum Ganzen Cavelti/
Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen - dargestellt an den Verfahren
vor dem Verwaltungsgericht, 2. Aufl., St. Gallen 2003, Rz. 921 ff. mit vielen Hinweisen).
1.3. Den vorgenannten Anforderungen genügt die Beschwerdebegründung vom
14. Februar 2013 offensichtlich nicht. Soweit der Beschwerdeführer darin auf seine
Eingaben an die Vorinstanz verweist, erhellt nicht, inwiefern der nun angefochtene
Entscheid falsch sein soll. Die weiteren Ausführungen des Beschwerdeführers
beschränken sich im Wesentlichen darauf, sein schwieriges Verhältnis zum
Steuerkommissär darzulegen und auf der Massgeblichkeit seiner handelsrechtlichen
Buchhaltung zu beharren. Dabei setzt er sich überhaupt nicht mit der gegenteiligen
Argumentation der Vorinstanz auseinander, welche im angefochtenen Entscheid klar
und deutlich zum Ausdruck kommt. Er legt nicht dar, inwiefern das Recht falsch
angewendet worden sein soll. Die in diesem Zusammenhang unter anderem erhobenen
Beanstandungen, wonach die angewandten Veranlagungsmethoden "absolut
willkürlich, missbräuchlich und überhöht" seien, ihm von der Vorinstanz die "alleinige
Schuld" gegeben werde und diese seinen Treuhänder "rudimentär verunglimpfe", sind
unbehelflich und tun nichts zur Sache. Die Ausführungen des Beschwerdeführers
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erschöpfen sich in rein appellatorischer Kritik. Auf die Beschwerde ist daher mangels
ausreichender Begründung nicht einzutreten.
1.4. Soweit der Beschwerdeführer die Aufhebung der "Einschätzungsmitteilungen und
Informationen" und der Einsprache-Entscheide der Jahre 2004-2006 beantragt, wäre
auf die Beschwerde selbst bei ausreichender Begründung nicht einzutreten. Durch den
sog. Devolutiveffekt ist der Rekursentscheid an deren Stelle getreten, und die
Veranlagungen und Einsprache-Entscheide gelten als mitangefochten (Entscheid des
Verwaltungsgerichtspräsidenten B 2013/64 vom 29. April 2013 E. 1 und VerwGE
B 2012/14 vom 23. August 2012 E. 1, beide abrufbar unter www.gerichte.sg.ch; vgl.
auch BGer 2C_145/2010 vom 14. Juni 2010 E. 1).
2. Im Übrigen erwiese sich die Beschwerde selbst bei gegebenen
Eintretensvoraussetzungen als unbegründet. Die Vorinstanzen haben zu Recht nicht
auf die handelsrechtliche Buchhaltung des Beschwerdeführers abgestellt, weil dieser
den Personalaufwand - als grösste Aufwandposition seiner Erfolgsrechnung - nicht
nachgewiesen hat. Zur Rechtmässigkeit und Angemessenheit der
Ermessensveranlagungen der Jahre 2004 bis 2006 hat sich die Vorinstanz zutreffend
geäussert (Erw. 2.b des angefochtenen Entscheids). Der Pflichtige ist nach den Regeln
über die Beweislastverteilung im Steuerrecht gehalten, den Beweis über
steuermindernde Tatsachen selbst zu erbringen. Wenn er - wie hier - seiner
Mitwirkungspflicht nicht nachkommt, ist die Veranlagungsbehörde jedenfalls bei
steuermindernden Tatsachen nicht verpflichtet, die entsprechenden Informationen bei
Dritten einzuholen (Erw. 2.c). Die Gründe seiner Weigerung zur Mitwirkung und
Auskunftserteilung sind nicht stichhaltig (Erw. 2.d). Den vorinstanzlichen Erwägungen
ist nichts beizufügen und es kann vollumfänglich darauf verwiesen werden.
3. Zusammenfassend ergibt sich, dass auf die Beschwerde, die ohnehin abzuweisen
wäre, mangels ausreichender Begründung nicht einzutreten ist.
4. (...).
Demnach hat das Verwaltungsgericht