Decision ID: 908edcca-564c-579d-9ca1-b149d7782689
Year: 2010
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass die Beschwerdeführenden am 3. September 2008 auf dem Schweizerischen Verbindungsbüro in E._ vorsprachen und um Asylgewährung in der Schweiz ersuchten,
dass sie dabei eine Dokumentation mit einer schriftlichen  ihres damaligen Rechtsvertreters vom 25. August 2008 und diversen Beweismitteln vorlegten,
dass sich unter den abgegebenen Beweismitteln namentlich drei  vom 20. Mai 2006, 27. August 2006 und 19. Juli 2008 sowie zwei Ausweise vom 5. August 2005 und 1. Juni 2006 betreffend die vom Beschwerdeführer geltend gemachte journalistische Tätigkeit befanden,
dass die Beschwerdeführenden sich bezüglich der nach der  des Verbindungsbüros in E._ für die Weiterführung ihres Verfahrens zuständigen Auslandvertretung der Schweiz für die  in C._ (D._) entschieden,
dass sie ihren Angaben zufolge am 27. September 2008 in Begleitung von vier Kindern und einer Enkelin nach D._ ausreisten,
dass der Beschwerdeführer am 30. März 2009 in den Räumlichkeiten der Schweizerischen Botschaft in C._ zu seinen Asylgründen befragt wurde,
dass die Beschwerdeführenden am 17. Juli 2009 legal in die Schweiz gelangten, nachdem das BFM ihnen am 25. Juni 2009 die Einreise zur Durchführung des Asylverfahrens bewilligt hatte,
dass das BFM am 28. Juli 2009 im Empfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) Kreuzlingen die Befragungen zur Person sowie – in  Form – zu den Ausreisegründen durchführte und die  am 9. Oktober 2009 einlässlich zu ihren  anhörte,
dass die Beschwerdeführenden bei der Erhebung ihrer Personalien angaben, sie seien arabische Schiiten, stammten aus den Provinzen E._ (Beschwerdeführer) beziehungsweise F._ (Be-
Seite 2
D-1417/2010
schwerdeführerin) und hätten nach ihrer Heirat im Jahr (...) in E._ gelebt,
dass der Beschwerdeführer in den insgesamt drei Befragungen im  geltend machte, er sei im August 2006 wegen seiner  Tätigkeit als Journalist bei einer indonesischen Fernsehanstalt auf dem Weg zu einer Stammeskonferenz im Süden von E._ von sunnitischen Milizen entführt, gefoltert und nur gegen Entrichtung eines Lösegeldes und Zusicherung journalistischer Enthaltsamkeit und Distanzierung von den Besatzungsmächten wieder freigelassen ,
dass er in Ergänzung dazu vorbrachte, in seinen journalistischen  habe er für die alliierten Sicherheitskräfte und die neue  sympathisiert und die gewalttätigen, von der Al-Qaida oder vom Iran unterstützten Milizen – einerlei ob sunnitischen oder schiitischen Hintergrunds – abgelehnt habe, womit er sich zahlreiche Feinde  habe,
dass er früher Mitglied der Baath-Partei gewesen sei und von 1978 bis 1984 als Handelsattaché bei der irakischen Botschaft in Bukarest  habe,
dass er zwischen 1984 und 1991 als Reservist in der irakischen  gedient habe,
dass er in der Periode von 1991 bis 2003 unter einem Pseudonym als unabhängiger Journalist gearbeitet beziehungsweise auf literarischer Ebene für Zeitungen tätig gewesen sei, etwa indem er Gedichte  habe,
dass er gleichzeitig als Handelsdelegierter für verschiedene  fungiert habe,
dass er nach dem Sturz des Saddam-Regimes im Jahr 2003 für  inländische Zeitungen tätig gewesen sei beziehungsweise dahingehende Versuche unternommen habe,
dass die irakischen Zeitungen, mit denen er eine Zusammenarbeit  habe, im Auslandteil freilich für Staaten wie den Iran oder für bestimmte islamische Richtungen Partei genommen hätten,
Seite 3
D-1417/2010
dass die Exponierung über seine Arbeit erst im Jahr 2005 zu einem ernsthaften Problem geworden sei, als er für ausländische Medien zu arbeiten begonnen habe,
dass er nach der Entführung im August 2006 eine Anstellung als  bei einem französischen „Journalismuskomittee“  habe und weiterhin telefonisch sowie mit  Zetteln bedroht worden sei,
dass die Urheber dieser Drohungen ernst gemacht hätten, indem sie während zweier oder dreier Monaten ein- oder zweimal in der Woche auf ihre Wohnung in E._ (Quartier G._) geschossen hätten,
dass er die Wohnung zusammen mit seiner Familie verlassen habe, als im Dezember 2006 eine Granate zur Explosion gebracht worden sei,
dass sie anschliessend – jeweils für vier bis fünf Monate – bei  in H._, I._, J._ und K._ untergekommen seien,
dass er im Juni 2007 alleine nach der Wohnung in E._ geschaut und diese geplündert und von Schiiten besetzt vorgefunden habe,
dass die neuen Bewohner ihn an einen anderen Ort gebracht,  und nach zwei Tagen mit der Warnung verabschiedet hätten, sich nicht wieder blicken zu lassen,
dass er nach K._ zu seiner Familie zurückgekehrt sei, wo nun der ihnen Unterschlupf gewährende Freund bedroht worden sei, als die Runde gemacht habe, dass es sich bei ihm (dem Beschwerdeführer) um einen politischen Journalisten handle,
dass er in finanziellen Schwierigkeiten gesteckt habe und ihm die  deshalb geraten hätten, bei den schweizerischen Behörden um Asyl nachzusuchen,
dass sich die Beschwerdeführerin zur Begründung ihres Asylgesuchs auf die Probleme ihres Ehemannes berief und anmerkte, ihr selber sei im Umgang mit den Behörden nichts Nachteiliges wiederfahren,
Seite 4
D-1417/2010
dass das BFM mit Verfügung vom 3. Februar 2010 – eröffnet am 5. Februar 2010 – feststellte, der Beschwerdeführer und seine Frau erfüllten die Flüchtlingseigenschaft nicht, die Asylgesuche mit dieser Begründung ablehnte und die Wegweisung aus der Schweiz ,
dass es mit gleichem Entscheid den Vollzug der Wegweisung als  beurteilte und die vorläufige Aufnahme der  in der Schweiz anordnete,
dass der Beschwerdeführer am 8. März 2010 (Poststempel) durch  Rechtsvertreter beim Bundesverwaltungsgericht eine Beschwerde einreichen und beantragen liess, es sei die Verfügung des BFM vom 3. Februar 2010 vollumfänglich aufzuheben, die Flüchtlingseigenschaft festzustellen und ihm Asyl zu gewähren, eventualiter sei die  des Wegweisungsvollzugs festzustellen und die vorläufige Aufnahme anzuordnen,
dass er daneben in prozessualer Hinsicht um Gewährung der  Prozessführung und Verzicht auf die Erhebung eines  ersuchen liess,
dass er zusammen mit der Rechtsmittelschrift eine schriftliche  seines Bruders in arabischer Sprache sowie eine  Bestätigung der Nachrichtenagentur Associated Press (AP) in Kopie zu seinem Dossier geben liess,

und zieht in Erwägung,
dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls  über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 des  vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),
dass die Beschwerdeführenden mittels Eventualbegehrens die  der Unzulässigkeit des Wegweisungsvollzugs und die  der vorläufigen Aufnahme beantragen,
Seite 5
D-1417/2010
dass sie sich zur Begründung des Begehrens – neben dem Hinweis auf das Gebot des Non-refoulements gemäss Art. 5 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) – auch auf die Gefahr einer den Garantien von Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) und Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) zuwiderlaufenden Strafe oder Behandlung berufen,
dass sie darüber hinaus geltend machen, die in ihrem Fall vorliegende Gefährdung sei selbstverständlich eine konkrete im Sinne von 83 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20), weshalb der Vollzug der  auch unzumutbar sei,
dass das BFM in der Verfügung vom 3. Februar 2010 den Vollzug der Wegweisung unter Hinweis auf die Sicherheitslage in der  und die medizinischen Probleme der Beschwerdeführenden als unzumutbar erachtete und stattdessen die vorläufige Aufnahme in der Schweiz anordnete (Ziffern 4 - 7 des Verfügungsdispositivs),
dass die drei gesetzlichen Vollzugshindernisse (Unzulässigkeit, , Unmöglichkeit) alternativer Natur sind und der Vollzug der Wegweisung als undurchführbar zu betrachten und die weitere Anwesenheit in der Schweiz nach den Bestimmungen über die  Aufnahme zu regeln ist, sobald eines von ihnen gegeben ist (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen  [EMARK] 2006 Nr. 6 E. 4.2 S. 54 f.),
dass gegen eine allfällige Aufhebung der vorläufigen Aufnahme den Beschwerdeführenden wiederum die Beschwerde an das  offen stünde (vgl. Art. 112 Abs. 1 AuG i.V.m. Art. 31 ff. VGG), wobei der Wegweisungsvollzug vor dem Hintergrund sämtlicher Vollzugshindernisse von Amtes wegen nach Massgabe der in diesem Zeitpunkt herrschenden Verhältnisse zu prüfen wäre (vgl. EMARK 1997 Nr. 27 E. 4f S. 211),
dass sich die Beschwerdeführenden angesichts dessen von  nicht auf ein schutzwürdiges Interesse an einer Beurteilung des vorerwähnten Eventualbegehrens berufen können, weshalb insoweit auf ihre Beschwerde nicht einzutreten ist,
Seite 6
D-1417/2010
dass die Beschwerdeführenden am Verfahren vor dem BFM  haben, durch die Verfügung vom 3. Februar 2010 im  der Dispositivziffern 1 - 3 besonders berührt sind und sich  auf ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung  Änderung berufen können (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), womit sie im Rahmen dessen zur  einer dagegen gerichteten Beschwerde legitimiert sind,
dass die Beschwerde von ihnen innert der gesetzlichen Frist von 30 Tagen in gültiger Form eingereicht wurde, weshalb auf diese - unter Vorbehalt der vorstehenden Erwägungen - einzutreten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 52 Abs. 1 VwVG),
dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),
dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in  Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters  einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur  zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),
dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen  verzichtet wurde,
dass die Schweiz Flüchtlingen unter Vorbehalt von Ausschlussgründen auf Gesuch hin Asyl gewährt (vgl. Art. 2 Abs. 1 und Art. 49 AsylG),
dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest  gemacht werden muss (Art. 7 Abs. 1 AsylG) und jenen Personen zukommt, welche in ihrem Heimatstaat oder im Land, wo sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen  ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG).
Seite 7
D-1417/2010
dass das BFM in der angefochtenen Verfügung zur Begründung der Nichtzuerkennung der Flüchtlingseigenschaft ausführte, der  vermöge mit seinen Gesuchsvorbringen bereits die Vorbedingung des Glaubhaftmachens nicht zu erfüllen, weshalb auf eine Prüfung des Behaupteten unter dem Blickwinkel der  Relevanz verzichtet werden könne,
dass es bei der Prüfung der Glaubhaftigkeit um eine  aller für und gegen den Asylsuchenden sprechenden Elemente geht und glaubhaft eine Sachverhaltsdarstellung nur dann ist, wenn bei einer objektivierten Sichtweise die positiven Elemente überwiegen und die Behörde somit das Vorhandensein der  mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben hält (vgl. Art. 7 Abs. 2 und 3 AsylG; EMARK Nr. 21 E. 6.1. S. 190 f.),
dass das BFM im vorliegenden Fall – wie sich bei einer Nachprüfung in der Aussagen in den Protokollen und der übrigen Akten zeigt – in der angefochtenen Verfügung die einzelnen  sorgfältig herausgearbeitet und angemessen gewichtet hat,
dass es den Beschwerdeführenden in der Rechtsmitteleingabe nicht gelingt, die entsprechenden Entscheidgründe der Vorinstanz zu ,
dass sie plausible und stichhaltige Erklärungen für die , Zusammenhanglosigkeit, den Mangel an Anschaulichkeit  für den generell dürftigen Gehalt ihrer Aussagen letztlich schuldig bleiben,
dass zur Vermeidung unnötiger Wiederholungen vorab auf die  in der angefochtenen Verfügung zu verweisen ist (vgl. act. B23/7 Ziff. I 1. - 4.) und die folgenden Ausführungen als  und Verdeutlichungen zu verstehen sind,
dass in den Aussagen der Beschwerdeführenden und den übrigen Akten eine Vielzahl von Anhaltspunkten zu erkennen sind, die es als kaum denkbar erscheinen lassen, das von ihnen Behauptete habe sich tatsächlich so zugetragen,
dass zur Verdeutlichung dessen den vorinstanzlichen Erwägungen  hinzuzufügen ist, dass die Aussagen des  zur angeblichen Entführung im August 2006 nicht mit der von
Seite 8
D-1417/2010
ihm eingereichten Bestätigung der indonesischen Fernsehanstalt ,
dass der Beschwerdeführer in der Anhörung vom 9. Oktober 2009  liess, er sei am 2. August 2006 Opfer einer Entführung , als er beim indonesischen Fernsehen gearbeitet habe und mit der Aufgabe betraut worden sei, an einer Stammeskonferenz von Scheichen in L._ teilzunehmen (vgl. act. B16/14 S. 7),
dass die eingereichte Bestätigung von „Indonsia TV“ vom 20. Mai 2006 datiert und darin der vermeintliche Direktor der Fernsehanstalt , der Beschwerdeführer habe vom 29. Juli 2005 bis zum 13. Mai 2006 als Koordinator für die Anstalt gearbeitet und sei zur Beendigung seiner Tätigkeit gezwungen gewesen, nachdem ihm mehrere  zugegangen seien,
dass abgesehen davon im Einklang mit der Vorinstanz das Augenmerk auf die dilettantische Machart der eingereichten Bestätigungen und Personalausweise angeblicher Medienanstalten zu richten ist,
dass realistischerweise auszuschliessen ist, im Tätigkeitsbereich  Medien würden Dokumente dermassen unbedarft aus dem Arabischen ins Englische transkribiert,
dass nicht ernsthaft anzunehmen ist, der Direktor der im Irak tätigen indonesischen Fernsehanstalt (vgl. act. B16/14 S. 12 F77) würde mit einem Briefkopf operieren, auf dem der Name seines Unternehmens und seine persönliche E-Mail-Adresse offensichtlich falsch  sind,
dass der Beschwerdeführer im Übrigen nicht den Eindruck vermittelte, er sei der persönlichen Überzeugung, es handle sich um echte, auf  Weg von den dazu befugten und kompetenten Stellen  Dokumente (vgl. act. B16/14 S. 12 F78),
dass aufgrund dessen starke Zweifel angebracht scheinen an der , wonach die angebliche Entführung im August 2006 in  an eine politische Positionierung des Beschwerdeführers im Rahmen einer journalistischen Tätigkeit erfolgt sei,
dass abgesehen davon auch diverse Unglaubhaftigkeitsindizien  der Entführung als solcher bestehen,
Seite 9
D-1417/2010
dass der Beschwerdeführer die Dauer der Entführung einmal mit einer Woche angab (vgl. act. A10/28 S. 6) und ein anderes Mal festhielt, am dritten Tag seien die beiden anderen Gefangenen von ihm separiert worden und „danach“ habe man ihn „eine Woche lang“ gefoltert (vgl. act. B16/14 S. 7 F45),
dass die Beschwerdeführerin bald von einer zehntätigen (vgl. act. B2/12 S. 2 unten und S. 3 oben), bald von einer zweiwöchigen Entführung sprach (vgl. act. B15/9 S. 4 F18),
dass der Beschwerdeführer zwar verschiedene Methoden der Folter aufzählte, indes klar umrissene Aussagen schuldig blieb, durch welche die jeweiligen Interaktionen mit den Entführern und seine eigene  am Geschehen wie insbesondere körperliche Befindlichkeiten, psychische Vorgänge sowie spontane Reaktionen auf die angeblich erlittene Gewalteinwirkung widerspiegelt worden wären (vgl. act. B16/14 S. 7 ff.),
dass seine Aussagen gleichermassen dürftig ausfielen, insoweit er aufgefordert war zu erzählen, was genau seine langjährige  Tätigkeit beinhaltete,
dass seine diesbezüglichen Ausführungen zu einem guten Teil aus  bestanden und darin nirgends konkret beleuchtet , welches seine täglichen Verrichtungen und redaktionellen  als Journalist waren,
dass er etwa verlauten liess, er habe über die „Demokratie, die Freiheit und den Wechsel“ geschrieben (vgl. act. A10/28 S. 7) , er habe als politischer Journalist gearbeitet und Berichte über die „politische Situation im Irak“ verfasst (vgl. act. B16/14 S. 3 F7),
dass er keinen einzigen selbst verfassten journalistischen Text zu den Akten gab und für dieses Versäumnis keine glaubhaften und  Gründe anführte (vgl. exemplarisch die Stellungnahmen vom 16. bzw. 18. Oktober 2009 an das BFF [act. B17/6]),
dass im Einklang mit der Vorinstanz die im EVZ sichergestellte  der Lebensetappen und Verfolgungsereignisse (vgl. act. B1/11 S. 8) als klares Indiz für eine einstudierte Geschichte zu werten ist,
Seite 10
D-1417/2010
dass eine solche „Gedächtnisstütze“ nicht nötig erscheint für eine glaubhafte Schilderung einschneidender und einprägsamer ,
dass im Vergleich zu einer derartigen Fülle von starken  die für die Glaubhaftigkeit sprechenden Hinweise in den Akten weit schwächer ins Gewicht fallen,
dass sich insbesondere aus den mit der Beschwerde eingereichten Beweismitteln keine schlüssigen Hinweise auf einen  herleiten lassen,
dass das Bestätigungsschreiben des Bruders angesichts der mit dem Verwandtschaftsverhältnis einhergehenden Loyalität vor dem  der in mehrfacher Hinsicht unglaubhaften Parteivorbringen nicht entscheidend ins Gewicht fällt,
dass auf die ohne Kommentar der Beschwerde in Kopie beigefügte, undatierte Bestätigung von AP nicht weiter einzugehen ist, weil  des vorstehend Erwogenen im Sinne einer antizipierten  vorweg die Annahme getroffen werden kann, aus einer vertiefter Prüfung liessen sich keine entscheidwesentlichen  gewinnen (vgl. BVGE 2008/24 E. 7.2 S. 356, EMARK 2003 Nr. 13, E. 4a S. 84, ANDRÉ MOSER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER,  vor dem Bundesverwaltungsgericht, Handbücher für die , Band X, Basel 2008, Rz. 3.144 S. 165),
dass aus demselben Grund die in Aussicht gestellte Übersetzung des Bestätigungsschreibens des Bruders nicht abzuwarten ist,
dass nach dem Gesagten in Bezug auf eine asylrechtlich relevante Gefährdung des Beschwerdeführers und seiner Ehefrau im Zeitraum vor der Einreichung der Asylgesuche am 3. September 2008 in E._ beziehungsweise der am 27. September 2008 erfolgten Ausreise die auf Unglaubhaftigkeit hindeutenden Anzeichen gegenüber den für die Richtigkeit sprechenden Gründen klar überwiegen,
dass die Einwendungen und Erklärungsversuche in der Beschwerde insgesamt nicht geeignet sind, die unmittelbaren Aussagen der  in den durchgeführten Befragungen in einem glaubhafteren Licht erscheinen zu lassen,
Seite 11
D-1417/2010
dass die Beschwerdeführenden somit mit ihren hauptsächlichen  den reduzierten Beweisanforderungen von Art. 7 AsylG nicht zu genügen vermögen,
dass demnach das BFM ihre Asylgesuche zu Recht abgelehnt hat,
dass das Bundesamt in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz verfügt und den Vollzug anordnet, wenn es das Asylgesuch abgelehnt hat oder darauf nicht eintritt ist; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG),
dass das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen  über die vorläufige Aufnahme von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]) regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht  oder nicht möglich ist,
dass die Beschwerdeführenden nicht im Besitze einer  sind (Art. 32 Bst. a der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 [AsylV 1, SR 142.311]) und sich auch nicht auf einen Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung berufen können (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht,
dass die im konkreten Fall vom BFM verfügte vorläufige Aufnahme der Beschwerdeführenden aus den vorne dargelegten Gründen nicht  des vorliegenden Beschwerdeverfahrens ist,
dass die angefochtene Verfügung, da diese weder Bundesrecht  noch unangemessen ist und der rechtserhebliche Sachverhalt von der Vorinstanz richtig und vollständig festgestellt wurde (vgl. Art. 106 AsylG), zu bestätigen und die Beschwerde daher abzuweisen ist,  darauf einzutreten ist,
dass aus den dargelegten Gründen den im vorliegenden Verfahren  Rechtsbegehren keine ernsthaften Erfolgsaussichten  waren, weshalb das gleichzeitig eingereichte Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG unabhängig von der Frage der prozessualen  abzuweisen ist,
Seite 12
D-1417/2010
dass sich mit der nachfolgenden Auferlegung und Bezifferung der  im vorliegenden Endurteil die Frage einer  nicht mehr stellt, weshalb das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses als gegenstandslos zu betrachten ist,
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die gesamten Kosten von Fr. 600.-- (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 1, 2 und 3 Bst. a des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und  vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) den Beschwerdeführenden aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG),
(Dispositiv nächste Seite)
Seite 13
D-1417/2010