Decision ID: 40246524-f6e7-4547-92c5-2b894110f9fa
Year: 2011
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Daniel Ehrenzeller, Engelgasse 214, 9053 Teufen,
gegen
Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358,
6002 Luzern,
Beschwerdegegnerin,
vertreten durch Fürsprecherin Dr. iur. Marianne Sonder, Rossimattstrasse 17,
3074 Muri b. Bern,
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betreffend
Versicherungsleistungen
Sachverhalt:
A.
A.a A._ war als unselbstständiger Maschinenführer obligatorisch bei der Suva
gegen Unfallfolgen versichert. Der Versicherte stürzte am 2. September 2006 als
Lenker eines Motorrades (zum Unfallereignis vgl. UV-act. 13.8 ff.) und zog sich eine
Distraktionsverletzung mit Keilfraktur BWK 4 und 5 sowie eine nicht-dislozierte,
intraartikuläre, distale Radiusfraktur links zu. Er befand sich vom 2. bis 7. September
2006 zur Hospitalisation im Universitätsspital Basel, wo als operative Massnahme eine
Reposition, Stabilisation und dorsale Spondylodese Th 2/Th 7, USS II,
Spongiosaentnahme Beckenkamm links dorsal vorgenommen wurde (Kurzbericht des
Universitätsspitals Basel vom 6. September 2006, UV-act. 3). Vom 7. September bis 6.
Oktober 2006 war er im Kantonsspital St. Gallen, Klinik für Orthopädische Chirurgie,
hospitalisiert (UV-act. 2 und 9). Die Suva erbrachte in der Folge Heilbehandlungs- und
Taggeldleistungen.
A.b Zur Rehabilitation hielt sich der Versicherte vom 13. bis 23. Februar 2007 in der
Rehaklinik Bellikon auf. Die dort behandelnden Ärzte diagnostizierten im
Austrittsbericht vom 16. März 2007 ein thorakolumbales Schmerzsyndrom sowie eine
Anpassungsstörung mit dysphorischer Verstimmung, aggressiver Reizbarkeit (mit
reduzierter Impulskontrolle) und Ängsten bei narzisstischen Persönlichkeitszügen. Auf
der Verhaltensebene imponiere ein dysfunktionales Überzeugungs- und
Bewältigungsmuster im Sinn einer Symptomausweitung mit histrionisch-expressivem
Schmerzverhalten, Selbstlimitierung und mangelhafter Kooperation. Aufgrund der
mangelnden Leistungsbereitschaft und reduzierter Impulskontrolle erfolgte ein
vorzeitiger Abbruch der stationären Rehabilitation. Für die körperlich zum Teil schwere
angestammte Tätigkeit als Maschinenbediener bescheinigten die Ärzte der Rehaklinik
Bellikon dem Versicherten eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Leidensangepasste
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Tätigkeiten seien ihm ganztags zumutbar, in einer Anfangsphase mit einem
zusätzlichen Pausenbedarf von zwei Stunden (UV-act. 37).
A.c Kreisarzt Dr. med. B._ stellte am 2. April 2007 eine ausgeprägte Störung der
Unfallverarbeitung mit deutlichem Hinweis auf Stressfragmentierung und auffallendem
Verhalten fest (UV-act. 44.4). Die Suva vereinbarte mit dem Versicherten zur
Verbesserung der Unfallverarbeitung ein Coaching durch die C._ (vgl. UV-act. 59).
Das Coaching begann am 23. April 2007 (UV-act. 59), wurde im August 2007 aber
abgebrochen, da sich gezeigt habe, dass es dem Versicherten nicht möglich sei, sich
an die vereinbarten Strukturen zu halten, und er nicht einsehe, was ihm das Coaching
bringe (UV-act. 80).
A.d Im Bericht vom 3. November 2007 diagnostizierte der behandelnde Dr. med.
D._, Facharzt für Chirurgie FMH, Zürich, zu den bereits bekannten Diagnosen ein
"invalidisierendes Cervicocephales Syndrom mit Begleitschwindel und Verdacht auf
neuropsychologische Defizite bei Status nach Beschleunigungstrauma der HWS mit
Commotio cerebri" und eine posttraumatische Belastungsstörung. Bis auf weiteres
bestehe für jegliche Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (UV-act. 89). Am
16. Februar 2008 wurde ein MRI der Wirbelsäule und des Neurocraniums durchgeführt.
Diese bildgebenden Untersuchungen ergaben einen normalen Befund (UV-act. 93).
Kreisarzt Dr. med. E._ kam in seiner ärztlichen Stellungnahme zum Schluss, dass
zwischen den vom Versicherten geklagten Leiden und dem Unfallereignis keine
natürliche Kausalität bestehe (UV-act. 96).
A.e Die Suva verneinte in der Verfügung vom 31. März 2008 sowohl die natürliche als
auch die adäquate Unfallkausalität der vom Versicherten geklagten Leiden. Sie stellte
sämtliche Leistungen per Ende Februar 2008 ein und verneinte einen Anspruch auf
Rentenleistungen und auf eine Integritätsentschädigung (UV-act. 99).
A.f Dagegen erhob der Versicherte am 29. April 2008 Einsprache. Er beantragte darin
die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Ausrichtung der gesetzlichen
Leistungen über den 28. Februar 2008 hinaus. Es seien neue ärztliche Begutachtungen
durchzuführen, insbesondere ein FMRI sowie eine neuropsychologische Begutachtung
(UV-act. 102).
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A.g Die behandelnden Ärzte der Psychiatrie-Dienste Süd stellten im Bericht vom
21. Mai 2008 folgende Diagnosen: posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10:
F43.1), eine mittelgradig depressive Episode (ICD-10: F32.1), einen Verdacht auf
beginnende anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) sowie einen
Status nach Wirbelfrakturen thorakal nach Motorradunfall 2006. Sie führten weiter aus,
dass der Versicherte an Gedächtnisstörungen in Form von Merkfähigkeitsstörungen
und Konzentrationsstörungen leide (UV-act. 106). Im Verlaufsbericht vom 3. Dezember
2008 bescheinigten sie ihm aus psychiatrischer Sicht eine 50%ige Restarbeitsfähigkeit
(UV-act. 117).
A.h Vom 15. April bis 12. Juni 2009 befand sich der Versicherte zur tagesklinischen
Behandlung im medizinischen Zentrum Geissberg. Die dort behandelnden
medizinischen Fachpersonen bescheinigten ihm für jegliche Tätigkeiten eine 100%ige
Arbeitsunfähigkeit (UV-act. 121).
A.i Im Auftrag der IV-Stelle des Kantons St. Gallen wurde der Versicherte am 10. Juni
2009 interdisziplinär (internistisch, psychiatrisch und neurologisch) durch die ABI
Aerztliches Begutachtungsinstitut GmbH, Basel, begutachtet. Die ABI-Experten
diagnostizierten mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein chronisches
zervikothorakales und zervikozephales Schmerzsyndrom bei Status nach
Motorradunfall am 2. September 2006. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
bestünden eine leichte depressive Episode (ICD-10: F32.0), eine
Schmerzverarbeitungsstörung (ICD-10: F54) sowie ein Status nach dislozierter
intraartikulärer distaler Radiusfraktur links im Rahmen des Motorradunfalls vom
2. September 2006. Für körperlich schwere und mittelschwere Tätigkeiten bestehe
keine Arbeitsfähigkeit mehr. In einer körperlich leichten Tätigkeit verfüge der
Versicherte über eine zumutbare Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 80%, vollschichtig
realisierbar (ABI-Gutachten vom 20. August 2009, UV-act. 120).
A.j Der behandelnde Dr. D._ hielt den Versicherten aus somatischer Sicht für
leidensangepasste Tätigkeiten zu 50% arbeitsfähig (Bericht vom 13. Oktober 2009, UV-
act. 125).
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A.k Die IV-Stelle lehnte in der Verfügung vom 16. Februar 2010 einen Rentenanspruch
des Versicherten ab. Gestützt auf das ABI-Gutachten vom 20. August 2009 ermittelte
sie einen Invaliditätsgrad von 16% (UV-act. 126).
A.l Die Suva wies die Einsprache vom 29. April 2008 mit Entscheid vom 10. Mai 2010
ab. Zur Begründung führte sie aus, dass ein Schleudertrauma oder eine äquivalente
Verletzung nicht ausgewiesen seien. Den vom Versicherten geklagten Beschwerden
liege "kein relevantes organisches unfallbedingtes Substrat" zugrunde. Die
ursprünglichen, objektivierbaren Unfallfolgen hätten komplikationslos behandelt
werden können. Die Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen dem
Unfallereignis und den geklagten Leiden erfolge unter dem Gesichtspunkt einer
psychischen Fehlentwicklung. Das Unfallereignis vom 2. September 2006 sei dabei
dem mittleren Bereich zuzuordnen. Da keines der massgebenden Kriterien, mindestens
nicht in besonders ausgeprägter oder auffallender Weise, erfüllt sei, müsse die
Adäquanz verneint werden (UV-act. 130).
B.
B.a Gegen den Einspracheentscheid vom 10. Mai 2010 richtet sich die vorliegend zu
beurteilende Beschwerde vom 10. Juni 2010. Der Beschwerdeführer beantragt darin
dessen Aufhebung und die Ausrichtung der gesetzlichen Geldleistungen über den
"30.09.07 respektive 28.02.08 hinaus", unter Kosten- und Entschädigungsfolgen.
Eventualiter sei der Einspracheentscheid aufzuheben und die Sache an die
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Der Beschwerdeführer rügt, dass die
Beschwerdegegnerin zu Unrecht das Vorliegen eines HWS-Traumas verneint habe.
Ferner müsse bei der Adäquanzbeurteilung von einem schweren Unfall, sicher
"mittelschwer an der Grenze gegen oben" ausgegangen werden. Die adäquate
Unfallkausalität sei zu bejahen. Sofern die gesetzlichen Geldleistungen nicht
zugesprochen würden, sei eine interdisziplinäre Begutachtung durchzuführen (act.
G 1).
B.b Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 9. August
"2009" (richtig: 2010) die Beschwerdeabweisung. Die Begründung lautet im
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Wesentlichen gleich wie diejenige des Einspracheentscheids vom 10. Mai 2010 (act.
G 7).
B.c In der Replik vom 5. Oktober 2010 hält der Beschwerdeführer unverändert an
seinen Anträgen fest (act. G 11). Er reicht mit der Replikeingabe u.a. eine
Stellungnahme von Dr. med. F._, Facharzt für Allgemeinmedizin FMH, vom 22. Juni
2010 (act. G 11.1), sowie vom Rechtsvertreter vorformulierte Bestätigungen der beim
Unfallereignis anwesenden Kollegen des Beschwerdeführers bezüglich der Frage der
Bewusstlosigkeit ein (act. G 11.4 ff.). Die Beschwerdegegnerin hat auf eine Duplik
verzichtet (act. G 13).

Erwägungen:
1.
Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20)
werden bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten
Versicherungsleistungen gewährt. Der Unfallversicherer hat jedoch für einen
Gesundheitsschaden nur insoweit Leistungen zu erbringen, als dieser nicht nur in
einem natürlichen, sondern auch in einem adäquaten Kausalzusammenhang zu einem
versicherten Ereignis steht (BGE 119 V 338 E. 1).
1.1 Gemäss bundesgerichtlicher Praxis (BGE 134 V 109) ist die Adäquanzprüfung im
Zeitpunkt des Fallabschlusses vorzunehmen. Dem Gesetz lässt sich nicht entnehmen,
zu welchem Zeitpunkt der Unfallversicherer den Fall abschliessen und die
Heilbehandlungen und Taggelder einstellen darf. Dieser Zeitpunkt ergibt sich jedoch
aus Art. 19 Abs. 1 UVG, wonach der Rentenanspruch entsteht, wenn von der
Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des
Gesundheitszustands der versicherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige
Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind. Mit dem
Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin. Nach
konstanter Rechtsprechung bedeutet dies, der Unfallversicherer hat die
Heilbehandlung und das Taggeld nur solange zu gewähren, als von der Fortsetzung der
Heilbehandlung noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszustands erwartet
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werden kann. Trifft dies nicht mehr zu, ist der Fall unter Einstellung der
vorübergehenden Leistungen mit gleichzeitiger Prüfung des Anspruchs auf eine
Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung abzuschliessen (BGE 134 V 109
E. 4.1). Eine namhafte Verbesserung des Gesundheitszustands bestimmt sich
namentlich nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der
Arbeitsfähigkeit, soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist. "Namhaft" bedeutet, dass
die Besserung ins Gewicht fallen muss und unbedeutende Verbesserungen ebenso
wenig genügen wie die blosse Möglichkeit einer Besserung (BGE 134 V 109 E. 4.3;
Urteil des Bundesgerichts vom 12. Juni 2009, 8C_25/09, E. 4.1.1 mit Hinweisen).
1.2 Die Beschwerdegegnerin nahm den Fallabschluss per 29. Februar 2008 vor
(Verfügung vom 31. März 2008, UV-act. 99). Aus den Akten ergeben sich keine
Anhaltspunkte dafür, dass im Zeitpunkt des Fallabschlusses von der Fortsetzung einer
ärztlichen Behandlung noch eine namhafte Besserung des - unfallbedingt
beeinträchtigten - Gesundheitszustands des Beschwerdeführers hätte erwartet werden
können. Es standen auch keine Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung
an, die geeignet gewesen wären, den der Invalidenrente der Unfallversicherung zu
Grunde liegenden Invaliditätsgrad zu beeinflussen (vgl. RKUV 2004 Nr. U 508 S. 265).
Damit geht einher, dass auch der Beschwerdeführer im Beschwerdeverfahren den
Zeitpunkt des Fallabschlusses nicht substanziiert bestreitet (vgl. act. G 1). Vor diesem
Hintergrund hat die Beschwerdegegnerin den Fall zu Recht per 29. Februar 2008
abgeschlossen.
2.
Der Beschwerdeführer wendet zunächst ein, dass der medizinische Sachverhalt noch
nicht hinreichend abgeklärt sei. Er hält eine interdisziplinäre Begutachtung,
insbesondere aber eine neuropsychologische Begutachtung, für erforderlich (act. G 1
und G 11, S. 5).
2.1 Für die Vornahme einer neuropsychologischen Begutachtung besteht vorliegend
kein Anlass. Zum einen wurde der Beschwerdeführer einlässlich im ABI neurologisch
und psychiatrisch begutachtet (UV-act. 120). Der neurologische Experte begründete
schlüssig, weshalb auf eine neuropsychologische Begutachtung mangels
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Abklärungsbedarfs und Relevanz "bewusst" verzichtet wurde. Zudem verneinte er das
Vorliegen einer hirnorganischen Schädigung (UV-act. 120, S. 17). Auch der
psychiatrische Gutachter beschrieb keinen neuropsychologischen Abklärungsbedarf.
Dabei fällt auf, dass er "keinerlei Hinweise für Konzentrations- und
Gedächtnisstörungen" fand (UV-act. 120, S. 14). Damit geht einher, dass auch die
Ärzte des Medizinischen Zentrums Geissberg die Beeinträchtigung der
Intelligenzleistung im Rahmen eines neuropsychologischen Screenings nicht auf ein
organisches Substrat sondern auf eine Depression ("wohl depressionsbedingt", UV-
act. 121) zurückführten.
2.2 Der Beschwerdeführer legt nicht dar, welche entscheidwesentlichen
Gesichtspunkte in der bisherigen umfangreichen medizinischen Aktenlage,
insbesondere auch im ABI-Gutachten vom 20. August 2009, nicht berücksichtigt
worden wären. Vor diesem Hintergrund ist ein Bedarf an einer weiteren
interdisziplinären Begutachtung zu verneinen.
3.
Der Beschwerdeführer rügt weiter, dass die Beschwerdegegnerin zu Unrecht das
Vorliegen eines HWS-Beschleunigungstraumas verneint habe (act. G 1).
3.1 Das Vorliegen eines Schleudertraumas bzw. einer HWS-Distorsion muss durch
zuverlässige ärztliche Angaben gesichert sein, damit die auf solche Verletzungen
zugeschnittene Rechtsprechung zur Anwendung kommen kann. Zwar wird nicht
vorausgesetzt, dass sämtliche der zum sogenannten typischen Beschwerdebild dieser
Verletzung gehörenden Symptome (diffuse Kopfschmerzen, Schwindel,
Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit,
Visusstörungen, Reizbarkeit, Schlafstörungen, Affektlabilität, Depression,
Wesensveränderungen usw., vgl. BGE 117 V 360 E. 4b) innert der massgeblichen
Latenzzeit von 24 bis höchstens 72 Stunden nach dem Ereignis aufgetreten sein
müssen. Erforderlich ist aber, dass sich innert dieser Latenzzeit zumindest HWS- oder
Nackenbeschwerden manifestieren (SVR 2007 UV Nr. 23 S. 75 E. 5). Daran ist auch
nach der Präzisierung dieser Praxis (BGE 134 V 109) festzuhalten (Urteil des
Bundesgerichts vom 1. Februar 2010, 8C_792/09, E. 6.1).
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3.2 Vorliegend ist das genannte Erfordernis des zuverlässigen medizinischen
Gesichertseins eines Schleudertraumas bzw. einer gleichwertigen Verletzung nicht
erfüllt. Denn den unmittelbar nach dem Unfallereignis ergangenen Akten lassen sich
keine Hinweise für HWS- oder Nackenbeschwerden entnehmen. Vielmehr beschränkte
sich die Leidensschilderung des Beschwerdeführers auf die BWS und das linke
Handgelenk. Es fehlen auch entsprechende Diagnosen, die auf ein Schleudertrauma
oder ähnliche Verletzungen hinweisen würden (UV-act. 3 ff.; vgl. auch die einlässlichen
Schmerzangaben im Bericht vom 27. Oktober 2006, UV-act. 10). Das Vorliegen
neurologischer Ausfälle (UV-act. 4) sowie von Kopfschmerzen wurde im Übrigen
ausdrücklich verneint und die Einschränkungen bei der Beweglichkeit des Kopfs auf
Schmerzen im Bruchbereich der Brustwirbelsäule zurückgeführt (vgl. zu den
entsprechenden Angaben des Beschwerdeführers UV-act. 10; zu den Beschwerden im
Bereich der Brustwirbelsäule vgl. auch Austrittsbericht der Rehaklinik Bellikon vom
16. März 2007, UV-act. 37). Ferner finden sich in den medizinischen Unterlagen keine
zeitnahen Hinweise für eine Bewusstlosigkeit des Beschwerdeführers. Damit geht
einher, dass die Unfallzeugen lediglich von einem Schockzustand des
Beschwerdeführers sprachen und über von ihm geklagte Rückenschmerzen
berichteten (UV-act. 27). In der sofort nach dem Unfall erfolgten Notfallmeldung (vgl.
hierzu UV-act. 27) gab die alarmierende Person an, dass der Beschwerdeführer bei
Bewusstsein und ansprechbar sei (UV-act. 13.8).
3.3 Was der Beschwerdeführer dagegen vorträgt, führt zu keiner anderen
Betrachtungsweise. Seine Bemerkung im Suva-Protokoll vom 18. Dezember 2006,
wonach die Beschwerden an der Halswirbelsäule am schlimmsten seien (act. G 1 und
UV-act. 16), scheint auf einem Versehen zu beruhen (Halswirbelsäule anstatt
Brustwirbelsäule), ganz abgesehen davon, dass diese Angabe nicht in der
erforderlichen Latenzzeit von 24 bis 72 Stunden erfolgte (vgl. hierzu vorstehende
E. 3.1). Denn aus den übrigen, insbesondere auch nach dem 18. Dezember 2006
ergangenen, Akten (vgl. vorstehende E. 3.2) finden sich keine die HWS betreffende
Schmerzen. Es fehlen auch Klagen über Nackenschmerzen. Diese Sichtweise wird
dadurch bestätigt, dass bereits in der vom Beschwerdeführer über den Arbeitgeber
veranlassten Unfallmeldung fälschlicherweise die Halswirbelsäule als betroffener
Körperteil (Bruch der Halswirbelsäule anstelle der Brustwirbelsäule) angegeben wurde
(UV-act. 1). Sofern sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt stellt, dass der
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Unfallablauf "offensichtlich" eine HWS-Verletzung erkläre, kann ihm nicht gefolgt
werden. Denn diese Aussage findet in den Akten keine Stütze. Ein überzeugender
Anhaltspunkt für eine solche Schädigung wird auch nicht damit dargetan, dass er sich
auf Unfallfolgen an anderen Körperteilen konzentriert habe, die primär erwähnt und
behandelt worden seien (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 19. Juni 2007, U 417/06,
E. 4.1, wo bei der versicherten Person - wie beim Beschwerdeführer - eine Therapie mit
3-Punkte-Korsett durchgeführt wurde). Im Übrigen vermochte der Beschwerdeführer
seine Beschwerden durchaus detailliert und nicht bloss auf die im Vordergrund
stehenden Brustwirbelschmerzen darzustellen ("Beim Niesen oder Lachen habe ich
noch etwas Schmerzen im linken Rippenbereich", Suva-Protokoll vom 27. Oktober
2006, UV-act. 10). Aus der von Dr. D._ erstmals am 3. November 2007 gestellten
Diagnose "invalidisierendes Cervicocephales Syndrom mit Begleitschwindel und
Verdacht auf neuropsychologische Defizite bei Status nach Beschleunigungstrauma
der HWS mit Commotio cerebri" (UV-act. 87; vgl. auch UV-act. 95 und UV-act. 125)
vermag der Beschwerdeführer nichts zu seinen Gunsten abzuleiten. Zum einen ist
diese Diagnose nicht näher begründet. Zum anderen ergeben sich aus den übrigen
Akten keine Hinweise für eine Gehirnerschütterung oder ein HWS-Schleudertrauma
(vgl. vorstehende E. 3.2 sowie die Verneinung einer traumatischen Hirnverletzung durch
den psychiatrischen sowie den neurologischen ABI-Gutachter in UV-act. 120, S. 14
und S. 17). Ferner setzt sich Dr. D._ nicht mit den seiner Diagnose widersprechenden
Akten auseinander und scheint sich - wie die ABI-Gutachter zutreffend ausführen (UV-
act. 120, S. 18) - einzig auf die subjektiven Angaben des Beschwerdeführers zu
stützen. Auch die erst vier Jahre nach dem Unfallereignis eingeholten Stellungnahmen
von Dr. F._ vom 22. Juni 2010 (act. G 11.2) und den Unfallzeugen vom
10. September 2010 (act. G 11.4 ff.) stellen allein schon mit Blick auf die zeitliche
Distanz zum Unfall keine zuverlässige (medizinische) Grundlage für das Bestehen eines
HWS-Schleudertraumas oder einer ähnlichen Verletzung dar. Im Übrigen lassen sie
sich nicht mit den zeitnahen Akten vereinbaren (vgl. vorstehende E. 3.2). Insoweit
Dr. F._ auf die eingeschränkte HWS-Rotation verweist (act. G 11.2), ist darauf
hinzuweisen, dass diese durch Schmerzen im Bruchbereich der Brustwirbelsäule und
nicht durch HWS-Schmerzen verursacht wurde (vgl. UV-act. 10). Ergänzend ist zu
bemerken, dass Dr. F._ den Beschwerdeführer erst seit dem 11. Oktober 2006
behandelt, mithin den Beschwerdeführer in der für HWS- und Nackenbeschwerden
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entscheidenden Latenzzeit von 24 bis 72 Stunden (vgl. hierzu vorstehende E. 3.1) gar
nicht gesehen hat.
3.4 Der Beschwerdeführer stellt sich ferner auf den Standpunkt, dass auch noch
organische Unfallfolgen (act. G 1, S. 6) bzw. mit Blick auf das ABI-Gutachten vom
20. August 2009 "nachvollziehbare somatische Befunde, zweifellos unfallbedingt",
bestünden (act. G 11). Entgegen dieser Auffassung ergeben sich aus dem ABI-
Gutachten bei genauer Lesart keine unfallbedingten somatischen Befunde. Zunächst
lassen sich der Diagnose keine für die noch geklagten Leiden verantwortlichen
organischen Unfallfolgen entnehmen. Ins Gewicht fällt weiter, dass die Gutachter die
geklagten Beschwerden nicht durch somatische Befunde objektivieren konnten (UV-
act. 120, S. 13 f, S. 17). Der psychiatrische und der neurologische Gutachter legten
nachvollziehbar dar, dass eine psychische Überlagerung der geklagten Beschwerden
angenommen werden müsse (UV-act. 120, S. 13 f. und S. 18). Zwar wird an anderer
Stelle von einer "somatisch nachvollziehbaren Beschwerdekomponente" gesprochen
(UV-act. 120, S. 18). Dies kann aber mit Blick auf das gerade eben Gesagte sowie auf
die unauffällige neurologische Befunderhebung anlässlich der ABI-Begutachtung nicht
zur Bejahung eines von der Rechtsprechung verlangten klar fassbaren unfallbedingten
organischen Korrelats führen, zumal sich ein solches auch aus den übrigen
medizinischen Akten (vgl. etwa auch den Bericht von Dr. D._ vom 3. November 2007)
nicht ergibt. Insbesondere können die eingeschränkte HWS-Beweglichkeit und die
Druckempfindlichkeit, welche vom neurologischen ABI-Gutachter beschrieben wurden,
für sich allein nicht als organisch objektivierbare Unfallfolgen qualifiziert werden (vgl.
Urteil des Bundesgerichts vom 2. Februar 2007, U 41/06, E. 7.1.4 mit Hinweisen). Diese
Sichtweise wird dadurch bestätigt, dass auch die am 15. Februar 2008
vorgenommenen bildgebenden Untersuchungen (MRI Wirbelsäule und Neurocranium)
keine relevanten pathologische Ergebnisse hervorbrachten (UV-act. 93).
4.
Nach dem Gesagten sind sämtliche geklagten Beschwerden organisch nicht
(hinreichend) erklärbar. Sie sind nicht in einem der Schleudertrauma-Praxis zugrunde
liegenden Verletzungsmuster begründet. Daher gelangt für die Beurteilung des
adäquaten Kausalzusammenhangs die Rechtsprechung für psychische
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Fehlentwicklungen nach Unfall (BGE 115 V 133) zur Anwendung (BGE 127 V 103 E. 5b/
bb). Selbst wenn im Übrigen von einer HWS-Verletzung ausgegangen würde, so wäre
fraglich, ob sie zu einem invalidisierenden Gesundheitsschaden im Sinn von BGE 136 V
279 führen würde.
4.1 Bei der Prüfung, ob die beim Beschwerdeführer bestehenden psychischen
Beschwerden als unfallkausal einzustufen sind, kann die Frage des natürlichen
Kausalzusammenhangs offen bleiben, wenn - wie vorliegend - ein adäquater
Kausalzusammenhang zwischen den psychischen Beeinträchtigungen und dem Unfall
verneint werden muss (SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67).
4.2 Die Beschwerdegegnerin qualifizierte das Unfallereignis vom 2. September 2006
als Ereignis im mittleren Bereich, nicht im Grenzbereich zu den schweren Unfällen (UV-
act. 130). Dies ist mit Blick auf den nicht massiven Sachschaden des Motorrads (UV-
act. 13.8), den letztlich glimpflichen Ausgang ohne Kollision mit entgegenkommenden
Verkehrsteilnehmern und die bundesgerichtliche Rechtsprechung nicht zu beanstanden
(vgl. etwa Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007:
Sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts] vom 14. September 2005, U 115/05,
E. 2.4.1, wo der Versicherte mit einer Geschwindigkeit von etwa 50 km/h auf der
Busspur an einer stockenden Autokolonne vorbeifuhr, als plötzlich eine Autolenkerin
nach links ausscherte, so dass der Versicherte in der Folge ungebremst in die linke
Vorderseite dieses Wagens fuhr und sich dabei eine offene Femurschaftfraktur rechts
sowie eine pertrochantere Femurfraktur rechts zuzog; vgl. auch die Zusammenfassung
der Rechtsprechung in RKUV 1999 Nr. U 330 S. 123 sowie etwa auch Urteil des EVG
vom 24. Dezember 2002, U 88/01, E. 3.3.2, das einen mittleren Unfall betraf: "Die
rechte Front des Lieferwagens rammte die linke Vorderseite des Motorrades. Dieses
wurde umgestossen, geriet unter die Fahrzeugfront des Lieferwagens und wurde 'samt
der Lenkerin' rund 9.30 Meter weit in die aus der Sicht der Beschwerdegegnerin rechts
liegende Nebenstrasse geschoben." Auch im Urteil des EVG vom 2. November 1998,
U 166/97, E. 3 und Sachverhalt lit. A, lag ein mittlerer Unfall vor, als ein Motorradfahrer
frontal seitlich gegen ein Auto prallte und Frakturen des Schlüsselbeins und der Hand,
Kontusionen des Beckens und des grossen Zehens links sowie ein Schleudertrauma
der Halswirbelsäule diagnostiziert wurden).
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4.3 Damit die Adäquanz des Kausalzusammenhangs bei einem mittelschweren Unfall
bejaht werden kann, muss ein einzelnes der in die Beurteilung einzubeziehenden
Kriterien in besonders ausgeprägter Weise erfüllt sein oder die zu berücksichtigenden
Kriterien müssen in gehäufter oder auffallender Weise gegeben sein (BGE 115 V 140 f.
E. 6c/bb).
4.3.1 Ob besonders dramatische Begleitumstände oder eine besondere
Eindrücklichkeit des Unfalls gegeben sind, beurteilt sich objektiv und nicht aufgrund
des subjektiven Empfindens bzw. Angstgefühls der versicherten Person (Urteil des
Bundesgerichts vom 2. Februar 2007, U 41/06, E. 10.1 mit Hinweisen). Auch wenn dem
Ereignis vom 2. September 2006 eine gewisse Eindrücklichkeit nicht abgesprochen
werden kann, liegen jedoch nicht Umstände vor, die zur Bejahung einer besonderen
Dramatik oder besonderen Eindrücklichkeit der Begleitumstände des Unfalls führen
könnten. Die vom Beschwerdeführer dagegen vorgebrachten Gründe ("Todesangst",
"Angst, gelähmt zu sein", "hilflos zuschauen, wie er über die Strasse schlittert" usw.,
act. G 1) beruhen auf subjektiver Empfindung und sind daher ausser Acht zu lassen. Im
Übrigen spricht auch der Transport mit einem Hubschrauber nicht für eine besondere
Dramatik oder Eindrücklichkeit.
4.3.2 Namentlich aufgrund der Berichte des Universitätsspitals Basel vom
6. September 2006 (UV-act. 3) und des KSSG vom 14. September 2006 (UV-act. 2)
kann nicht von schweren Verletzungen oder Verletzungen besonderer Art ausgegangen
werden, die erfahrungsgemäss geeignet sind, psychische Fehlentwicklungen
herbeizuführen. Der Beschwerdeführer bringt denn auch nichts Gegenteiliges vor.
4.3.3 Nicht erfüllt ist sodann das Kriterium der ungewöhnlich langen Dauer der
ärztlichen Behandlung. Zwar wurde der Beschwerdeführer nach dem Unfall wiederholt
von medizinischen Fachpersonen gesehen und behandelt. Es handelte sich dabei
jedoch nicht um eine anhaltende und intensive Behandlung. Die ärztlichen Besuche
dienten denn auch ab spätestens Februar 2007 (vgl. die Berichte der Rehaklinik
Bellikon über den Aufenthalt vom 13. Februar bis 23. Februar 2007, UV-act. 37,
insbesondere das psychosomatische Konsilium vom 26. Februar 2007, UV-act. 35)
grösstenteils der Abklärung oder der Behandlung psychischer Leiden. Ebenso kann
nicht von einer ärztlichen Fehlbehandlung oder einem schwierigen Heilungsverlauf
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gesprochen werden. Zwar trat am 14. September 2006 eine Infektion der dorsalen
Spondylodese auf. Diese konnte aber mit einer "Wundrevision und Débridement"
therapiert werden (UV-act. 9). Es traten daher bei der Behandlung keine erheblichen
Komplikationen auf, die den weiteren Verlauf massgeblich beeinträchtigt hätten. Im
Übrigen spielten bereits wenige Monate nach dem Unfall erhebliche unfallfremde
Faktoren im Heilungsverlauf mit (vgl. etwa das Schreiben von Dr. F._ vom
15. Dezember 2006 mit dem Hinweis auf den Umgang des Beschwerdeführers mit
Schmerzen und der Betonung einer psychologischen Führung und Berücksichtigung
des soziokulturellen Hintergrunds, UV-act. 17, und die kreisärztliche Beurteilung vom
2. April 2007, worin u.a. von einer ausgeprägten Störung der Unfallverarbeitung die
Rede war, UV-act. 44.4).
4.3.4 Demgegenüber kann das Kriterium der Dauerbeschwerden wohl bejaht
werden. Allerdings waren diese Beschwerden zunehmend auf psychische Faktoren
zurückzuführen (vgl. etwa die bereits erwähnte Stellungnahme von Dr. F._ vom
15. Dezember 2006, UV-act. 17, das psychosomatische Konsilium vom 26. Februar
2007, UV-act. 35, und die kreisärztliche Beurteilung vom 2. April 2007, worin u.a. von
einer ausgeprägten Störung der Unfallverarbeitung die Rede war, UV-act. 44.4),
weshalb dieses Kriterium höchstens in einem geringen Mass als erfüllt gelten kann.
Ebenso verhält es sich mit dem Kriterium von Grad und Dauer der physisch bedingten
Arbeitsunfähigkeit (vgl. hierzu RKUV 2001 Nr. U 442 S. 544 ff.).
4.4 Zusammengefasst sind lediglich zwei Kriterien erfüllt, beide allerdings nicht in
besonders ausgeprägter Weise. Damit ist der adäquate Kausalzusammenhang
zwischen dem Unfall vom 2. September 2006 und der psychischen Fehlentwicklung zu
verneinen, was zur Folge hat, dass die psychischen Beschwerden dem Unfall
zumindest rechtlich nicht zugerechnet werden können. Da keine somatischen
Unfallfolgen mehr vorliegen und kein adäquater Kausalzusammenhang der
psychischen Beschwerden zum Unfall vom 2. September 2006 besteht, sind die
Versicherungsleistungen zu Recht per 29. Februar 2008 eingestellt worden.
5.
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Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu
erheben (Art. 61 lit. a des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Ausgangsgemäss hat der
Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP