Decision ID: 43a75ba0-0bda-5234-b59e-304444184299
Year: 2009
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Eigenen Angaben zufolge verliess der Beschwerdeführer seinen Heimatstaat am 14. April 2004 und gelangte am 22. Mai 2004 in die Schweiz, wo er am 24. Mai 2004 um Asyl nachsuchte. Am 3. Juni 2004 fand in A._ die Erstbefragung statt, und am 22. Juni 2004 erfolgte die Anhörung durch die zuständige kantonale Behörde. Eine ergänzende Anhörung durch das BFM erfolgte zudem am 5. Januar 2006.
Im Wesentlichen machte der Beschwerdeführer geltend, am (...) sei es während des Tscharschanbe Suri Festes, an dem er sich beteiligt habe, zu einem Angriff der Basidjis und zu gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen. Als der Chef der Basidjis in seinem Auto eine Waffe habe holen wollen, habe er (der Beschwerdeführer) versucht, ihn daran zu hindern. Nachdem sich dabei ein Schuss aus der Waffe gelöst habe, sei ihm zusammen mit anderen die Flucht gelungen. Dennoch hätten die Basidjis einige Personen festnehmen und bei einer Moschee einsperren können. Nach erfolglosen Verhandlungen über die Freilassung der Festgenommenen habe sich der Widerstand formiert, und es sei zum Angriff auf die Basidjis gekommen, bei welchem er eine führende Rolle eingenommen habe. Während des Angriffs seien Brandsätze zum Einsatz gekommen. Weil die Basidjis aber Verstärkung erhalten hätten, seien die Angreifer geflohen. Er sei zu einem Freund gegangen und habe sich in der Folge bis zum (...) versteckt. In dieser Zeit sei sein Haus von den Basidjis durchsucht worden, wobei sie Flugblätter sowie das Buch von Salman Rushdie gefunden hätten, weshalb er daraufhin der Ketzerei bezichtigt worden sei. Sein Bruder W. sei bei den Auseinandersetzungen von den Basidjis festgenommen und inhaftiert worden. Sein Vater sei ebenfalls zwei Wochen inhaftiert gewesen und seine Stelle sei ihm gekündigt worden. Aus diesen Gründen habe er sein Heimatland verlassen und sei in die Schweiz gekommen.
Anlässlich der ergänzenden Anhörung durch das BFM reichte der Beschwerdeführer eine Dokumentation seines exilpolitischen  in der Schweiz zu den Akten und machte subjektive  geltend. Am 13. Januar 2006 ergänzte er sein Dossier mit einer Videokassette über eine Protestkundgebung in Bern.
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B. Mit Verfügung vom 28. August 2006 stellte das BFM fest, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, und lehnte das Asylgesuch ab. Gleichzeitig verfügte es die Wegweisung aus der Schweiz und ordnete den Vollzug an.
C. Mit Beschwerdeeingabe vom 2. Oktober 2006 liess der  über seinen damaligen Rechtsvertreter beantragen, die  der Vorinstanz sei vollumfänglich aufzuheben. Es sei die Flüchtlingseigenschaft festzustellen und ihm Asyl zu gewähren.  sei die Unzulässigkeit beziehungsweise die Unzumutbarkeit des Vollzugs der Wegweisung festzustellen und die vorläufige  anzuordnen. Es sei die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren, und auf die Erhebung eines Kostenvorschusses sei zu verzichten.
Mit der Beschwerde wurde eine weitere Dokumentation zu den exilpolitischen Aktivitäten zu den Akten gereicht.
D. Mit Zwischenverfügung vom 6. Oktober 2006 hiess der damals  Instruktionsrichter der ehemaligen Schweizerischen  (ARK) das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gut, verzichtete auf die Erhebung eines  und überwies die Akten dem BFM zur Vernehmlassung.
E. Mit Eingabe vom 25. Oktober 2006 wurde ein Bestätigungsschreiben des Präsidenten der Demokratischen Vereinigung für Flüchtlinge (DVF) nachgereicht.
F. Das BFM beantragte in seiner Vernehmlassung vom 30. Oktober 2006 die Abweisung der Beschwerde.
G. Am 6. Mai 2008 (Datum des Poststempels) wurden kommentarlos ein Taufzertifikat des (...) sowie drei die Taufe des Beschwerdeführers dokumentierende Fotografien nachgereicht.
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H. Am 13. Mai 2008 teilte der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers mit, dass er sein Mandat niederlege.
I. Im Verlauf der Monate Mai 2008 und Juni 2008 reichte der  ein Schreiben des Diakons und Mitglieds der  B._, ein Bestätigungsschreiben des Pfarrers der Kirchgemeinde (Freikirche) B._ sowie eines des Leiters der C._ zu den Akten.
J. Mit Eingabe vom 28. April 2009 legte der Beschwerdeführer ein Bestätigungsschreiben der Stadtmission D._, wonach er in der Kirchgemeinde D._ tätig sei, sowie drei Fotographien ins Recht.
K. Am 8. Mai 2009 reichte der Beschwerdeführer ein Schreiben der (...)gemeinde E._ nach, worin dringend um Asylgewährung des Beschwerdeführers ersucht wird.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
1.2 Das Bundesverwaltungsgericht hat am 1. Januar 2007 die  der am 31. Dezember 2006 bei der ARK hängigen Rechtsmittel
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übernommen. Das neue Verfahrensrecht ist anwendbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 VGG).
1.3 Die Beschwerde ist form- und fristgerecht eingereicht. Der Beschwerdeführer ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Der Beschwerdeführer ist daher zur  der Beschwerde legitimiert (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1, Art. 50 und 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten.
2. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
3. 3.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl. Als Flüchtling wird eine ausländische Person anerkannt, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität,  zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer  Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder  Furcht hat, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung von Leib, Leben oder Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken; den frauenspezifischen Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen (Art. 3 AsylG).
3.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft  oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft , wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender  für gegeben hält. Unglaubhaft sind insbesondere , die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder  auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG).
3.3 Wer sich darauf beruft, dass durch sein Verhalten nach der  aus dem Heimat- oder Herkunftsstaat eine Gefährdungssituation erst geschaffen worden ist, macht subjektive Nachfluchtgründe geltend (vgl. Art. 54 AsylG). Subjektive Nachfluchtgründe begründen zwar die Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3 AsylG, führen jedoch
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gemäss Art. 54 AsylG zum Ausschluss des Asyls, unabhängig davon, ob sie missbräuchlich gesetzt wurden oder nicht. Stattdessen werden Personen, welche subjektive Nachfluchtgründe nachweisen oder glaubhaft machen können, als Flüchtlinge vorläufig aufgenommen (vgl. dazu die nach wie vor gültigen und zutreffenden Ausführungen in den Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen  [EMARK] 1995 Nr. 7 E. 7b und 8 S. 67 ff, EMARK 2000 Nr. 16 E. 5a S. 141 f., mit weiteren Hinweisen).
4. 4.1 Das BFM lehnte das Asylgesuch des Beschwerdeführers ab, da seine geltend gemachten Vorfluchtgründe aufgrund von  den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit gemäss Art. 7 AsylG nicht genügten. Was zudem die geltend gemachten exilpolitischen Tätigkeiten anbelange, sei nicht davon auszugehen, dass der  ein ernsthaftes Vorgehen der iranischen Behörden gegen ihn befürchten müsse. Diese Vorbringen hielten somit den Anforderungen an die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 AsylG nicht stand.
4.1.1 Im Einzelnen führte das BFM zur Unglaubhaftigkeit der  aus, der Beschwerdeführer habe bei der kantonalen Anhörung angegeben, er habe sich den Führerausweis mit der Post aus dem Iran zuschicken lassen und er werde sich auch noch seine  kommen lassen. Zudem habe er vorgebracht, sein Vater sei seinetwegen inhaftiert worden. Bei der Bundesanhörung habe er geltend gemacht, sein Vater sei am selben Abend, als seine Mutter seine Identitätskarte auf die Post gebracht habe, inhaftiert worden. Dies sei insofern widersprüchlich, als der Beschwerdeführer bei der kantonalen Anhörung von der angeblichen Inhaftierung seines Vaters erzählt habe und folglich vom Versand der Identitätskarte hätte  haben müssen.
Bezüglich des Angriffs auf die Moschee habe er einerseits beim Kanton erklärt, sie seien durch die Hintertüre gestürmt, andererseits aber bei der Bundesanhörung angegeben, er und ein anderer Junge seien über die Mauer in den Hinterhof der Moschee gesprungen.
In Bezug auf den Befreiungsversuch habe der Beschwerdeführer  bei der kantonalen Anhörung ausgesagt, die Tür des "" sei von hinten mit einer Metallkette gesichert gewesen, bei der Bundesanhörung hingegen habe er zu Protokoll gegeben, es
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habe sich um einen normalen Ladecontainer gehandelt mit einem Metalltor, welches mit einer Metallstange zugeschlossen gewesen sei.
Was seine Flucht vom Ort der Auseinandersetzungen anbelange, habe er sodann bei der kantonalen Anhörung behauptet, er habe auf der Strasse ein Auto angehalten und sei damit nach F._ zu seinem Freund Y._ gefahren. Bei der Bundesanhörung hingegen habe er geltend gemacht, er sei in Richtung Bahnhof geflüchtet, habe von dort aus einer öffentlichen Telefonkabine Y._ angerufen, sei von diesem abgeholt und zu dessen Villa gefahren worden.
Des Weiteren habe er sich auch zur Hausdurchsuchung , indem er bei der kantonalen Anhörung einerseits geltend  habe, er wisse nicht, wo in der Wohnung die Flugblätter  worden seien, bei der Bundesanhörung andererseits behauptet habe, das Material sei im Arbeitszimmer gefunden worden, was er durch den Kontaktmann Y._ erfahren habe.
Schliesslich habe der Beschwerdeführer bei der Erstbefragung die Frage nach politischer Betätigung verneint und auch bei der  Anhörung keine solche geltend gemacht, wohingegen er bei der Bundesanhörung plötzlich vorgebracht habe, ihm und seinem Bruder seien jede oppositionelle Gruppe willkommen gewesen, und er habe seit 1380 mit Unterbrüchen ein- bis zweimal monatlich Flugblätter .
4.2 Was die vom BFM dargelegte Ungereimtheit in Bezug auf die Nachreichung der Identitätskarte respektive die Inhaftierung(en) des Vaters des Beschwerdeführers anbelangt, wird in der Beschwerde  gemacht, es handle sich dabei um ein Missverständnis, zumal das BFM irrtümlicherweise davon ausgehe, der Vater sei nur einmal verhaftet worden. Richtig sei, dass dieser zweimal verhaftet worden sei, das erste Mal nach der Feier während zweier Wochen und das zweite Mal, nachdem die ID-Karte bei der Post abgegeben worden sei. Diese Behauptung findet in den Akten insoweit keine Stütze, als der Beschwerdeführer anlässlich der ergänzenden Anhörung, nach der Anzahl der Inhaftierungen seines Vaters gefragt, explizit zu Protokoll gab, der Vater sei einmal wegen ihm, zwei Wochen in  gewesen, und diese Inhaftierung im Zusammenhang mit der  Beschlagnahmung der Identitätskarte stellte (A10 S. 2 und 10). Andererseits wird die Inhaftierung des Vaters bei der kantonalen Anhörung in einen anderen Zusammenhang gestellt, nämlich, dass
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der Vater zwei Wochen festgehalten worden sei, weil er mit den  Familien zur Moschee gegangen sei und die Basidjis aufgefordert habe, die Kinder freizulassen (A7 S. 8). Zudem ergeben sich aus den Befragungsprotokollen widersprüchliche Angaben zu Führerschein und Identitätskarte. So gab der Beschwerdeführer bei der ergänzenden Anhörung an, die Beschlagnahmung der Identitätskarte habe nach der Erstbefragung stattgefunden, was er telefonisch von seiner Familie erfahren habe (A10 S. 2). Es ist somit nicht einsehbar, weshalb er nicht bereits bei der kantonalen Anhörung Kenntnis von der angeblichen Beschlagnahmung gehabt haben will, wie dies das BFM zu Recht  hat. Des Weiteren gab der Beschwerdeführer bei der  Anhörung zu Protokoll, er habe seine Familie angerufen, sein Führerschein sei unterwegs, er sei zur Post gebracht worden (A7 S. 3), wohingegen er bei der ergänzenden Anhörung mit der vorgängigen Aussagen unvereinbar behauptete, den Führerschein habe ein Freund von ihm mitgebracht (A10 S. 2).
Im Zusammenhang mit den vom BFM festgestellten Widersprüchen bezüglich des Angriffs auf die Moschee und des Befreiungsversuchs der Inhaftierten wird in der Beschwerde im Wesentlichen ausgeführt, der Beschwerdeführer habe anlässlich der ergänzenden Anhörung die auf zu wenig ausführlich ausgefallenen früheren Anhörungen  Ungereimtheiten ausräumen können. Zudem würden die  auch auf Übersetzungsfehlern beruhen. Dem ist vorweg entgegenzuhalten, dass der Beschwerdeführer die ersten zwei  mit seiner Unterschrift als seinen Aussagen und der Wahrheit entsprechend bezeichnet hat, worauf er sich nun behaften lassen muss. Dass bei der Übersetzung Fehler passiert wären, lässt sich den Akten nicht entnehmen, und auch die bei der kantonalen  anwesende Hilfswerkvertretung hatte keine Einwände . Auch für den pauschalen Rechtfertigungsversuch, dass die Ungereimtheiten auf zu knappen ersten Anhörungen beruhen würden, lassen sich den Akten keine entsprechende Hinweise entnehmen, zumal sowohl die Erstbefragung wie auch die kantonale Anhörung in einem üblichen Umfang und Zeitrahmen stattfanden. Nachzutragen bleibt diesbezüglich, dass zwar unklar bleibt, ob die Tür des besagten Gefangenencontainers mit einer Kette oder einer Stange gesichert  sein soll, zumal anlässlich der ergänzenden Anhörung  einmal von einer Metallstange die Rede war, wie dies vom BFM aufgeführt wird, der Beschwerdeführer aber kurz vorher von einer Schlosskette sprach, welche er nicht habe öffnen können (A10 S. 5).
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Dies ändert aber nichts an der Tatsache, dass die Vorbringen des  insgesamt als unglaubhaft zu erachten sind, wie sich aus den vorliegenden Erwägungen ergibt. So bleibt auch der  ungeklärt, dass der Beschwerdeführer bei der kantonalen  anführte, sie seien durch die Hintertüre in die Moschee , bei der ergänzenden Anhörung jedoch behauptete, er und ein anderer Junge seien über die Mauer in den Hinterhof der Moschee gesprungen.
Auch die ungereimten Aussagen bezüglich der Flucht vom Ort der Auseinandersetzungen nach F._ vermögen in der Beschwerde nicht rechtsgenüglich erklärt zu werden: Anlässlich der kantonalen  gab der Beschwerdeführer in seiner freien Erzählung zu , er habe sich auf die Strasse gerettet, habe ein Auto angehalten und sei damit nach F._ zu seinem Freund Y._ gefahren (A7 S. 7). Aus dieser Formulierung, welche dem Beschwerdeführer am Ende der Anhörung rückübersetzt und – mit dem Rest des Protokolls – von diesem unterschriftlich als richtig bestätigt wurde, lässt sich nicht interpretieren, dass er mit dem Taxi, welches von Y._ gelenkt worden sei, zu dessen Haus nach F._ gefahren worden sei, wie in der Beschwerde – in Wiederholung der bei der ergänzenden Anhörung vorgetragenen Variante (A10 S. 6) – behauptet wird.
Weiter wird in der Beschwerde ausgeführt, der Beschwerdeführer habe erst von seiner Mutter nach der zweiten Anhörung, also nach dem 22. Juni 2004, erfahren, wie sich die Hausdurchsuchung  habe und wo genau die Flugblätter gefunden worden seien. Somit habe er bei der kantonalen Anhörung die Wahrheit gesagt, als er erklärt habe, er wisse nicht, wo in der Wohnung die Flugblätter  worden seien, wohingegen er bei der ergänzenden Anhörung erklärt habe, das beschlagnahmte Material sei im Arbeitszimmer  worden, das er sich mit seinem Bruder geteilt habe. Diese  vermögen indes nicht zu überzeugen und müssen aus den folgenden Gründen als Anpassung des Sachverhalts an die  Ungereimtheiten, mithin als Schutzbehauptung gewertet . Insbesondere ist nämlich unverständlich, weshalb der  erst nach der kantonalen Anhörung von der Mutter den Ort der beschlagnahmten Flugblätter erfahren haben will, zumal er bei der genannten Anhörung angab, er stehe in regelmässigen telefonischen Kontakt mit der Familie (A7 S. 12). Weiter ist auch nicht , weshalb der Freund Y._, welcher direkt von der Mutter
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des Beschwerdeführers erfahren habe, was beschlagnahmt worden sei (A10 S. 8), von ihr offenbar nicht zugleich auch die Örtlichkeiten des gefundenen Materials erfahren hat und dem Beschwerdeführer weitermelden konnte, sondern dieser davon erst in der Schweiz telefonisch von der Mutter erfahren haben will.
Sodann ist mit dem BFM einig zu gehen, dass dem Beschwerdeführer die erstmals in der dritten Befragung behaupteten politischen  im Iran nicht geglaubt werden können. Es drängt sich vielmehr der Verdacht auf, dass er seiner Verfolgungsgeschichte damit eine zusätzliche politische Komponente geben will, um der Sache mehr Gewicht zu verleihen. Die Ausführung in der Beschwerde, wonach der Beschwerdeführer lediglich seinem Bruder beim Verteilen von  geholfen habe, was er nicht als selbstständige politische  angesehen und daher auch nichts davon gesagt habe, vermag das Gericht nicht zu überzeugen. Nicht einsehbar ist unter diesen Umständen nämlich, weshalb er die angebliche Verteilung von  Flugblättern bei der ergänzenden Anhörung plötzlich doch als wichtig genug angesehen haben will, um sie zu erwähnen, und darüber hinaus gar jede oppositionelle Gruppierung als seinem Bruder und ihm willkommen bezeichnet hat (A10 S. 7). Schliesslich stehen die Ausführungen in der Beschwerde zu den Aussagen bei der letzten Anhörung insoweit im Widerspruch zueinander, als in der  von der Mithilfe beim Verteilen der Flugblätter durch seinen Bruder die Rede ist, hingegen bei der Anhörung geltend gemacht wurde, sein Bruder habe die Flugblätter kopiert und der  habe sie (offenbar alleine) verteilt.
Insgesamt ist somit in Übereinstimmung mit der Vorinstanz zu , dass die geltend gemachten Vorfluchtgründe als unglaubhaft zu werten sind. Daran vermögen auch die weiteren Ausführungen in der Beschwerde, worauf an dieser Stelle nicht mehr näher eingegangen zu werden braucht, nichts zu ändern.
4.3 Des Weiteren macht der Beschwerdeführer subjektive  geltend. So einerseits wegen der angeführten Konversion zum christlichen Glauben und andererseits wegen seiner exilpolitischen Tätigkeit bei der DVF.
In Bezug auf die geltend gemachte Konversion reichte der  am 6. Mai 2008 (Poststempel) kommentarlos eine  der (...) sowie seine Taufe belegende Fotografien zu
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den Akten, nachdem er bis dato in Bezug auf seine Religionszugehörigkeit ausser der Angabe, er sei schiitischen Glaubens (A1 S. 2) nichts Weitergehendes vorgebracht hatte. Soweit er mit den nachgereichten Dokumenten seinen Befürchtungen vor  Behelligungen seitens des iranischen Staates im  mit seiner neuen, christlichen Gesinnung Ausdruck verleihen will, ist folgendes festzuhalten:
Das Bundesverwaltungsgericht ist in einem kürzlich ergangenen und zur Publikation vorgesehenen Urteil (vgl. D-3357/2007 vom 9. Juli 2009) aufgrund einer umfassenden Beurteilung der aktuellen Situation religiöser Minderheiten und insbesondere der Konvertiten im Iran und im Ausland zum christlichen Glauben zum Schluss gekommen, dass Konversionen beziehungsweise Übertritte vom muslimischen Glauben zum Christentum in den letzten Jahren merklich zugenommen haben. Dieses Phänomen wird einerseits durch die zunehmende Ablehnung der stets islamisch-restriktiv argumentierenden iranischen  durch die zumeist jungen muslimischen Iranerinnen und Iraner, die ihre Hinwendung zum Christentum als Protest gegen die  Regierung verstehen, begründet. Andererseits ist eine  Intensivierung der Missionierungsbestrebungen christlicher Gruppierungen im Iran feststellbar. Dieser Trend erstaunt umso mehr, als gemäss islamischem Recht für eine muslimische Person keine anerkannte Möglichkeit existiert, dem islamischen Glauben  und zum Christentum überzutreten. Gemäss dem Koran kommt der Abfall vom Glauben dem Verrat an der islamischen Gemeinde gleich und soll mit dem Tod bestraft werden. Das  iranische Strafrecht kennt jedoch die Apostasie als Tatbestand bisher nicht. Der Richter kann die Todesstrafe für einen Konvertierten also nicht aus dem kodifizierten Strafrecht begründen. Bislang bietet nur die Scharia dem iranischen Richter die Rechtsgrundlage, um Apostaten zum Tode zu verurteilen. Diesbezüglich hat jedoch das Oberhaupt der iranischen Judikative, Ayatollah Shahroudi, sowohl die Staatsanwaltschaften als auch die Gerichte im Jahre 2002 angewiesen, dass niemand wegen des Wechsels der Religion  werden soll, wobei diese Weisung zwar durch kein Gericht, jedoch jederzeit durch das Regime aufgehoben werden kann, was bisher nicht geschehen ist. In den letzten Jahren wurden denn auch keinerlei Verurteilungen zur Todesstrafe wegen Apostasie bekannt. Soweit der Glaubenswechsel ohne jegliche politische Bestätigung erfolgt, gibt es im Strafrecht bislang keine Vorschriften, die ihn unter
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Strafe stellen. Allein der Übertritt führt grundsätzlich zu keiner () staatlichen Verfolgung, sofern der Konvertierte den absoluten Machtanspruch der Muslime respektiert und nicht missionierend tätig wird. Eine Verfolgung durch den iranischen Staat kommt erst dann zum Tragen, wenn der Glaubenswechsel aufgrund einer missionierenden Tätigkeit bekannt wird und zugleich Aktivitäten des Konvertierten , die vom Regime als Angriff auf den Staat angesehen werden. Nach den Erkenntnissen des Bundesverwaltungsgerichts wurden Konvertierte nach der Amtseinsetzung von Präsident Ahmadinejad seitens der iranischen Behörden in verstärktem Mass  und Druckversuchen, welche die Konvertierten zur Rückkehr zum Islam bewegen sollen, ausgesetzt. Zusätzlich zu den genannten staatlichen Repressionen gegen evangelikale Christen kann für Konvertiten eine weitere Gefährdung dann entstehen, wenn sie ins Visier radikal-militanter Muslime geraten, die den Abfall vom Islam als ein mit dem Tod zu bestrafendes Vergehen betrachten. Eine ähnliche Gefährdung für die physische Unversehrtheit von Konvertiten kann aus dem Kreis der Familie entstehen, wenn einer solchen radikal-militante Muslime angehören, die einen Religionswechsel nicht tolerieren, zumal die iranischen Behörden aufgrund ihrer fehlenden Schutzbereitschaft mit erheblicher Wahrscheinlichkeit keinen Einsatz zugunsten des betreffenden christlichen Konvertiten leisten respektive inoffiziell solche Übergriffe dulden würden.
Ein weiterer Indikator für die Verschlechterung der Lage iranischer Muslime, die zum Christentum konvertieren, ist der Entwurf für eine Änderung des iranischen Strafrechts, welcher am 9. September 2008 dem Parlament zur Diskussion vorgelegt wurde. Darin ist unter anderem eine Ausweitung der bestehenden Tatbestände für die Verhängung der Todesstrafe respektive die separate Einführung eines Apostasiestraftatbestandes vorgesehen. Bei Inkrafttreten könnte der Strafbestimmung könnte die Apostasie als "Hadd"-Delikt, d.h. als – im Sinne des iranisch-muslimischen Rechtsverständnisses – "Verstoss gegen göttliches Recht" auch rückwirkend bestraft werden. Sollte die Änderung des iranischen Strafgesetzes in der gegenwärtig  Form verabschiedet werden, gehen die meisten Beobachter von einer dramatischen Verschlechterung der Lage iranischer Konvertiten aus, zumal damit die Verhängung der Todesstrafe bei Abfall vom Islam strafrechtlich zwingend vorgeschrieben wäre. Zu welchem Zeitpunkt das iranische Parlament über den besagten Entwurf zur  Änderung des Strafrechts entscheiden wird, ist nicht bekannt.
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Nach den Erkenntnissen des Bundesverwaltungsgerichts deuten jedoch drei Punkte darauf hin, dass durch die erwähnte Vorlage bloss ein Zeichen gesetzt werden soll, um der fortschreitenden  und Islammüdigkeit der iranischen Jugend vorzubeugen:  wurde kein Eilverfahren nach Art. 97 der iranischen Verfassung gewählt, zweitens ist dem Verfahren von hochoffizieller Seite keine besondere Priorität zugeordnet worden und drittens hat sich noch kein hoher Politiker öffentlich zu diesem Entwurf positioniert und ihn unterstützt.
Betreffend der Konversion im Ausland beziehungsweise in der Schweiz hielt das Bundesverwaltungsgericht im zu publizierenden Urteil  fest, dass eine differenziertere Beurteilung vorzunehmen ist, zumal solche Übertritte nach den Erkenntnissen der  Asylbehörden nicht selten als eigentliches Mittel zum Erwerb einer sonst nicht erlangbaren Aufenthaltsmöglichkeit im betreffenden Aufenthaltsland instrumentalisiert wird. Diese asyltaktische  der iranischen Staatsbürger im westlichen Ausland ist den iranischen Behörden durchaus bekannt und wird bei der Bewertung des Verhaltens i.S.v. Art. 225 Abs. 2 (Gesetzesentwurf zur Änderung des iranischen Strafgesetzbuches (iStGB-Entwurf) insofern , als diese Konversion im Falle einer Rückkehr in den Iran nicht zu ernsthaften Nachteilen im Sinne von Art. 3 AsylG führen würde (vgl. zum Ganzen: FLORIAN LÜTHY, Christen und Christinnen im Iran,  der Schweizerischen Flüchtlingshilfe [SFH] vom 18. Oktober 2005; Urteil des Verwaltungsgerichts Düsseldorf vom 14. Januar 2009, mit Hinweisen; Arbeitskreise Religionsfreiheit der Evangelischen Allianz, Iran: Die Tragödie der religiösen Minderheiten vom 2. März 2009), zumal die diskrete und private Glaubensausübung im Iran auch ausserhalb des Islam grundsätzlich möglich ist. Bei Konversionen im Ausland ist daher – soweit möglich – die christliche Überzeugung eines Asylgesuchstellers im Einzelfall einer näheren Überprüfung zu unterziehen. Mithin vermag eine christliche Glaubensausübung im Iran dann Massnahmen auslösen, wenn sie hierzulande aktiv und sichtbar nach aussen praktiziert wird und im Einzelfall davon ausgegangen werden muss, dass das heimatliche Umfeld von einer solchen aktiven, allenfalls gar missionierende Züge annehmenden Glaubensausübung erfährt. Sollten nämlich nahe Familienangehörige extrem fanatische Muslime sein, kann der Übertritt zum Christentum zu nachhaltiger Denunzierung bei iranischen Sicherheitsdiensten führen. Zudem kann der Übertritt zum Christentum immer auch als "Hochverrat, Staats-
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verrat, Abfall von der eigenen Sippe und dem eigenen Stamm" gesehen werden. Bei Konversionen im Ausland muss daher bei der Prüfung im Einzelfall neben der Glaubhaftigkeit der Konversion auch das Ausmass der öffentlichen Bekanntheit für die betroffene Person in Betracht gezogen werden (vgl. zum Ganzen ebenda, E. 7.3.4 und 7.3.5, mit weiteren Hinweisen).
Für den vorliegenden Einzelfall stellt sich die Situation aufgrund der vorstehenden Ausführungen und in Berücksichtigung der in diesem Zusammenhang während des Verfahrens eingereichten Beweismittel wie folgt dar:
Die am (...) erfolgte Taufe des Beschwerdeführers in der Schweiz durch die (...) wird durch das von ihm eingereichte Taufzertifikat und Fotografien, die den Beschwerdeführer anlässlich der Taufzeremonie zeigen, belegt. Den Akten sind indes keine Hinweise zu entnehmen, wonach er im Zusammenhang mit seiner christlichen Gesinnung in leitender Funktion tätig wäre oder sich in besonderer Weise exponiert hätte. Auch bestehen keine Anhaltspunkte für allfällige öffentliche religiöse Aktivitäten. Daran vermögen die nachgereichten Schreiben (des Diakons und Mitglieds der Gemeindeleitung B._, der Freikirche Kirchgemeinde B._ und des Leiters der C._ nichts zu ändern, zumal darin insgesamt bestätigt wird, dass sich der Beschwerdeführer unter anderem in die Jugendarbeit investiere, in verschiedenen praktischen Bereichen mithelfe, regelmässig Seminare in der Kirchgemeinde und der evangelischen Gemeinde besuche. Ebensowenig vermag das Bestätigungsschreiben der Stadtmission D._, wonach der Beschwerdeführer zwei Mal mitgeholfen habe, ehemalige Moslems zu taufen, er regelmässig den Gottesdienst für Personen aus dem Irak und Afghanistan übersetze und Ausländerheime in der deutschsprachigen Schweiz besuche, um Bibeln zu verteilen, noch jenes der (...)gemeinde E._, wonach der Beschwerdeführer als bekennender und aktiver Christ, bei einer Wegweisung in den Iran verfolgt würde, die Sachlage zu enthärten. Somit und in Ermangelung anderweitiger Hinweise in den Akten ist zu schliessen, dass es sich bei ihm um ein einfaches Mitglied einer christlichen Vereinigung handelt. Von einer konkreten Gefahr, dass der Beschwerdeführer den iranischen Behörden aufgrund seiner Konvertierung zum Christentum besonders aufgefallen wäre, ist daher nicht auszugehen.
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4.4 4.4.1 Das BFM führte sodann in Bezug auf die exilpolitischen Tätigkeiten des Beschwerdeführers aus, wahrscheinlich sei, dass die iranischen Behörden über die politischen Aktivitäten ihrer  im Ausland und die Durchführung von Demonstrationen  seien. Angesichts der Zahl der im Ausland lebenden iranischen Staatsangehörigen sei es indessen ausgeschlossen, dass jede  Person durch die iranischen Behörden überwacht und  werde. Im Übrigen sei auch den iranischen Behörden bekannt, dass viele iranische Emigranten aus vorwiegend wirtschaftlichen Gründen versuchten, sich in Europa und speziell auch in der Schweiz zum Abschluss ihres Asylverfahrens ein dauerhaftes Aufenthaltsrecht zu erwirken, indem sie regimekritischen Aktivitäten jeglicher Art . Die iranischen Behörden hätten jedoch nur dann Interesse an der Identifizierbarkeit einer Person, wenn die Aktivitäten als konkrete Bedrohung für das politische System wahrgenommen würden. , wie sie der Beschwerdeführer geltend mache, nämlich die  Teilnahme an Kundgebungen, die Verteilung von Flugblättern oder etwa das Mittragen von Plakaten vermöchten keine konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr in den Iran zu begründen. Dies gelte im vorliegenden Fall umso mehr, als das Profil des  ihn nicht als ernst zu nehmenden und gefährlichen  zeige.
4.4.2 Vorab ist festzustellen, dass die politische Betätigung für  Organisationen im Ausland seit der Neufassung des  Strafrechts im Jahr 1996 unter Strafe gestellt ist. Einschlägigen Berichten zufolge wurden in der Vergangenheit denn auch bereits  verhaftet, angeklagt und verurteilt, welche sich unter anderem im Internet kritisch zum iranischen Staat geäussert hatten (vgl. die Auskunft der SFH-Länderanalyse vom 4. April 2006 ["Iran:  für AktivistInnen und Mitglieder exilpolitischer  – Informationsgewinnung iranischer Behörden"] S. 3, mit  Hinweisen). Es ist überdies allgemein bekannt und unbestritten, dass die iranischen Behörden die politischen Aktivitäten ihrer  im Ausland überwachen und systematisch erfassen. Mittels dem Einsatz moderner Software dürfte es den iranischen  auch ohne Weiteres möglich sein, die im Internet vorhandenen riesigen Datenmengen ohne allzu grossen Aufwand gezielt und  zu überwachen und gegebenenfalls nach Stichworten zu durchsuchen. In genereller Hinsicht ist ferner festzuhalten, dass nach
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konstanter Praxis der Schweizerischen Asylbehörden bei iranischen Asylsuchenden das blosse Einreichen eines Asylgesuches keinen subjektiven Nachfluchtgrund im Sinne von Art. 54 AsylG darstellte. Demgegenüber bleibt im Einzelfall zu prüfen, ob die in der Schweiz entwickelten exilpolitischen Aktivitäten bei einer allfälligen  in den Iran mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ernsthafte Nachteile in asylrechtlich relevantem Ausmass nach sich ziehen würden. Es ist dabei davon auszugehen, dass sich die iranischen  auf die Erfassung von Personen konzentrieren, die über die massentypischen und niedrigprofilierten Erscheinungsformen  Proteste hinaus Funktionen wahrgenommen und/oder  entwickelt haben, welche die jeweilige Person aus der Masse der mit dem Regime Unzufriedener herausheben und als ernsthaften und gefährlichen Regimegegner erscheinen lassen. Somit sind die Mitgliedschaft in einer exilpolitischen Organisation, die Teilnahme an regimekritischen Demonstrationen und das hierbei übliche Tragen von Plakaten und Rufen von Parolen nicht für die Einschätzung einer  von Bedeutung, sondern Positionen, Form und Einfluss von Aktionen (vgl. SFH-Bericht, a.a.O. S. 7).
4.4.3 Der Beschwerdeführer reicht zum Beleg seiner geltend  Mitgliedschaft zur DVF zwei Bestätigungsschreiben dieser  vom (...) 2005 sowie vom (...) 2006 zu den Akten. Es besteht keine Veranlassung, an dieser allenfalls auch heute noch bestehenden Mitgliedschaft sowie am geltend gemachten und (bis zum August 2006) umfassend dokumentierten Engagement zu zweifeln. Belegt ist, dass er an zahlreichen Kundgebungen der DVF teilgenommen hat, an welchen Fotografien (und eine Videoaufnahme) gemacht und ins Internet gestellt wurden. An gewissen Veranstaltungen dürfte er sich – wenn auch als blosser Kundgebungsteilnehmer – exponiert haben. Zudem sind verschiedene Artikel unter seinem Namen und teilweise mit Fotografie versehen erschienen. In der Beschwerde wird dazu im Ergebnis ausgeführt, die Aktivitäten des Beschwerdeführers würden ein Ausmass erreichen, welches geeignet sei, ein ernsthaftes Vorgehen der iranischen Behörden zu bewirken beziehungsweise eine konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr in den Iran zu begründen.
4.4.4 Vorweg ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer – wie oben dargelegt – eine Vorverfolgung nicht glaubhaft machen konnte. Somit ist nicht davon auszugehen, dass er bereits vor der Ausreise die Auf-
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merksamkeit der iranischen Behörden in relevantem Ausmass auf sich gezogen hat. Vor diesem Hintergrund rechtfertigt sich der Schluss, dass er vor seiner Absetzung in den Westen durch die iranischen  jedenfalls nicht als staatsgefährdender Politaktivist fichiert war.
4.4.5 Das Dossier des Beschwerdeführers zu seinen politischen Aktivitäten in der Schweiz kann denn auch insofern mit denjenigen einer Vielzahl seiner Landsleute in Übereinstimmung gebracht werden, als sich seine politische Tätigkeit nicht von den üblichen Aktivitäten anderer Iraner abhebt. Es ist daher nicht davon auszugehen, dass die iranischen Behörden beim Beschwerdeführer von einer Bedrohung für das Regime ausgehen würden. Offenbar hat der Beschwerdeführer auch keine markanten Führungsaufgaben für die DVF wahrgenommen. Den Akten kann jedenfalls nicht entnommen werden, dass er als führendes Kadermitglied der DVF namentlich in der Öffentlichkeit aufgetreten wäre. Seine Aktivitäten – sollten die iranischen Behörden überhaupt davon Kenntnis erlangen – sind aufgrund der gesamten Umstände jedenfalls nicht geeignet, den Beschwerdeführer als eine Person mit klar definierten oppositionspolitischen Vorstellungen und persönlichem Agitationspotenzial, welche zu einer Gefahr für das Regime im Iran werden könnte, erscheinen zu lassen. Die durch den Beschwerdeführer öffentlich vorgetragene Kritik am Regime weist demnach insgesamt nicht den nötigen Exponierungsgrad auf, um bei den iranischen Behörden den Eindruck zu erwecken, dass er zu einer Gefahr für den Bestand ihres Regimes wird. Zudem weist nichts darauf hin, dass in seinem Heimatstaat ein Strafverfahren oder andere  Massnahmen eingeleitet worden wären. Solche  scheinen auch im Falle der Rückkehr nicht überwiegend . Daran vermag auch das Bestätigungsschreiben der (...)- gemeinde E._, wonach der Beschwerdeführer wegen seiner politischen Aktivitäten für die DVF in der Schweiz bei einer Rückkehr in die Heimat mit Verfolgung zu rechnen habe, nichts an der Sachlage zu ändern.
4.5 Zusammenfassend ist festzustellen, dass weder die dargelegte Vorverfolgung noch die geltend gemachten subjektiven  geeignet sind, eine flüchtlingsrechtlich relevante  zu begründen, weshalb der Beschwerdeführer nicht als  anerkannt werden kann. An dieser Einschätzung vermögen weder die weiteren Ausführungen in den Eingaben noch die beigelegten  etwas zu ändern, weshalb darauf verzichtet werden kann,
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auf diese weitergehend einzugehen. Unter Berücksichtigung der  Umstände folgt, dass der Beschwerdeführer keine Gründe nach Art. 3 AsylG nachweisen oder glaubhaft machen konnte. Die  hat das Asylgesuch des Beschwerdeführers demnach zu Recht abgelehnt.
5. 5.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG).
5.2 Der Beschwerdeführer verfügt weder über eine  Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (Art. 44 Abs. 1 AsylG; EMARK 2001 Nr. 21).
6. 6.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich, so regelt das Bundesamt das  nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]).
6.2 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche  der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des  in den Heimat-, Herkunfts- oder in einen Drittstaat  (Art. 83 Abs. 3 AuG).
So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwungen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]).
Gemäss Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des  vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere , unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe
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(FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und  (EMRK, SR 0.101) darf niemand der Folter oder  oder erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden.
6.3 Die Vorinstanz wies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend darauf hin, dass der Grundsatz der Nichtrückschiebung nur Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen (vgl. MARIO GATTIKER, Das Asyl- und Wegweisungsverfahren, 3. Aufl., Bern 1999, S. 89). Da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich  Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen  im vorliegenden Verfahren keine Anwendung finden. Eine Rückkehr des Beschwerdeführers in den Heimatstaat/  ist demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig.
Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen des  noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall einer Ausschaffung in den Heimatstaat/Herkunftsstaat dort mit  Wahrscheinlichkeit einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt wäre. Gemäss Praxis des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) sowie jener des UN-Anti-Folterausschusses müsste der Beschwerdeführer eine konkrete Gefahr ("real risk") nachweisen oder glaubhaft machen, dass ihm im Fall einer Rückschiebung Folter oder unmenschliche Behandlung drohen würde (vgl. EMARK 2001 Nr. 16 S. 122, mit  Hinweisen; EGMR, Bensaid gegen Grossbritannien, Urteil vom 6. Februar 2001, Recueil des arrêts et décisions 2001-I, S. 327 ff.). Auch die allgemeine Menschenrechtssituation im Heimatstaat/  lässt den Wegweisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt  nicht als unzulässig erscheinen. Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung sowohl im Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig.
6.4 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder  auf Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AuG – die vorläufige Aufnahme zu gewähren (vgl. Botschaft zum
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Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer vom 8. März 2002, BBl 2002 3818).
6.5 Im Iran herrscht zur Zeit weder Krieg, Bürgerkrieg noch liegt eine Situation allgemeiner Gewalt vor. Schliesslich sind keine individuellen Gründe ersichtlich, die gegen die Zumutbarkeit des  sprechen würden. Beim Beschwerdeführer handelt es sich  um einen mit 33 Jahren noch jungen, gemäss Aktenlage  Mann, der von Geburt an und bis zur Ausreise in G._ gelebt hat, wo (...) wohnen (A1 S. 3). Ein (...) lebe zudem in H._, Damit verfügt er bei einer Rückkehr über ein familiäres Beziehungsnetz, ist mithin nicht auf sich allein gestellt. Darüber hinaus besuchte er eigenen Angaben zufolge während (...) Jahren die Schule und arbeitete danach als (...). Dazu kamen in der Schweiz berufliche Erfahrungen als (...) und (...). Damit sollte die Fähigkeit geschaffen sein, dass er sich bei einer Rückkehr (nach allfälliger Hilfe der Familie) auch wirtschaftlich wieder integrieren kann. Nach dem Gesagten erweist sich der Vollzug der Wegweisung auch als zumutbar.
6.6 Schliesslich obliegt es dem Beschwerdeführer, sich bei der  Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr  Reisedokumente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AuG).
7. Insgesamt ist die durch die Vorinstanz verfügte Wegweisung zu . Die Vorinstanz hat deren Vollzug zu Recht als zulässig,  und möglich erachtet. Nach dem Gesagten fällt eine Anordnung der vorläufigen Aufnahme ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1-4 AuG).
8. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG). Die Beschwerde ist nach dem Gesagten abzuweisen.
9. Die Verfahrenskosten sind in Anwendung von Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 2 und 3 des Regelements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 172.320.2) grundsätzlich dem Beschwerdeführer als unter-
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liegende Partei aufzuerlegen. Der Beschwerdeführer ersuchte jedoch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG.
Die Beschwerdeinstanz kann eine bedürftige Partei, deren Begehren nicht aussichtslos erscheinen, auf Gesuch davon befreien,  zu bezahlen (vgl. Art. 65 Abs. 1 VwVG).
Vorweg ist festzuhalten, dass mit Zwischenverfügung vom 6. Oktober 2006 das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG unter Vorbehalt der Veränderung der finanziellen Lage des Beschwerdeführers gutgeheissen wurde.
Aus den vorliegenden Akten ergibt sich, dass der Beschwerdeführer seit April 2007 erwerbstätig ist, weshalb nicht mehr von dessen Bedürftigkeit auszugehen ist. Das Gesuch um Gewährung der  Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG ist daher in Wiedererwägung der Zwischenverfügung vom 6. Oktober 2006 . Dem Beschwerdeführer sind die Verfahrenskosten im Betrag von Fr. 600.-- aufzuerlegen.
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