Decision ID: 25402144-6a60-4786-8515-a6f0458444de
Year: 2019
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1959,
war
als
Verkäuferin
mit Haupttätigkeit als
Kassie
rerin
in
einem 73%igen Pensum
bei
der
Genossenschaft
Z._
angestellt
und
bei der SWICA Versicherungen AG
obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen ver
sichert, als
ihr
am 1
4.
November 2015
an der Kasse der Stuhl wegrutscht
e
und sie sich
dabei
an
der rechten Schulter verletzte
(Urk. 8/1
, Urk. 8/7
, Urk. 8/24
)
.
Der erstbehandelnde
Dr.
A._
, Facharzt für Allgemeine Medizin, stellte
aufgrund der Magnetresonanztomographie
(MRT)
des rechten Schultergelenks vom
1
8.
November 2015 (
Urk.
8/2)
die Diagnose
n
einer Überdehnung des Schulter
gelenkes mit Partialrissen in de
r Supra- und
Infraspinatussehne
, einer Ruptur des
superioren
Acromio
-
Clavicular
-Ligaments sowie einer Zerrung
des inferioren
Acro
mio
-
oclavicular
-Ligaments.
Er
attestierte eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit
ab dem 17.
November 2015 bis auf Weiteres
(Bericht vom 27.
November 2015, Urk. 8/3).
Die Schulterbeschwerden wurden in der Folge konservativ
mittels Phy
siotherapie
und Medikation
behandelt
(Urk. 8/12
-13
).
Am
8.
März 2016 fand ausserdem eine Schulter-Infiltration rechts bei
Dr.
B._
, Facharzt für Radiologie, statt (
Urk.
8/18.3).
Die SWICA erbrachte die gesetzlichen Leistungen für die Folgen des Unfalls vom 14. November 2015 (
Urk.
8/8).
1.2
A
m
1
6.
Mai 2016 nahm die
Versicherte
ihre Erwerbstätigkeit in einem reduzierten Pensum wieder auf (
Urk.
8/27, Urk. 8/33).
Die SWICA liess
die
Schulterbe
schwer
den der Versicherten von
Dr.
C._
, Fachärztin für Orthopädie und Traumatologie des Bewegungsapparates, medizinisch beurteilen, welche
die Ver
sicherte am 2
7.
Juni 2016 untersuchte und
eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in Bezug auf das bisherige Pensum von 6 Stunden pro Tag ab dem 1
4.
Juli 2016 attestierte (
Bericht vom 2
8.
Juni 2016;
Urk. 8/42 S. 9 ff.).
Am 1
8.
August 2016 wurde die Versicherte von
Dr.
C._
im Auftrag der SWICA erneut untersucht; diese hielt in ihrer medizinischen Beurteilung vom
1
9.
August 2016 an ihrer Ein
schätzung fest
und empfahl die Aufteilung der Arbeitszeit von sechs Stunden pro Tag durch eine längere Pause nach drei Stunden
(
Urk.
8/51 S. 8 ff.).
Gestützt darauf
teilte
die SWICA
der Versicherten
mit Schreiben vom 26.
August 2016 mit, dass sie
ihre Leistungen (Kostenvergütung
Heilbehandlung
, Taggelder) per 2
6.
August 2016 ein
stelle
(Urk. 8/53).
Mit Bericht vom
1
4.
Dezember 2016
nahm
Dr.
A._
z
ur Beurteilung von Dr.
C._
Stellung und
attestierte
eine
30%ige Arbeitsfähigkeit
in der ange
stammten Tätigkeit
(
Urk.
3/7). Hierzu
äusserte sich
Dr.
C._
mit Schreiben vom
7.
Februar 2017 (
Urk.
3/8).
Am 3
0.
Juni 2017
ersuchte
die Versicherte
um die Aus
richtung der gesetzlichen Leistungen oder anderenfalls den Erlass einer
einsprachefähigen
Verfügung (Urk. 8/66.1) unter Beilage der
Stellungnahme ihres behandelnden Arztes
Dr.
D._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 2
7.
Juni
2017
(
Urk.
8/66
.2
). Dazu nahm
Dr.
C._
mit Schreiben vom 1
9.
Juli 2017 Stellung (
Urk.
8/69).
1.3
Mit Verfügung vom 2
7.
Juli 2017 stellte die SWICA die Leistungen wie ange
kündigt per 2
5.
August 2016 ein (
Urk.
8/70). Dagegen erhob die Versicherte mit Schreiben vom 1
4.
September 2017, ergänzt mit Schreiben vom 12. Oktober 2017
Einsprache (Urk.
8/72, Urk. 8/74
), welche die
SWICA
mit
Einspracheentscheid
vom
6.
März 2018 abwies (
Urk.
8/77
=
Urk.
2
).
2.
Hiergegen erhob die
Beschwerdeführer
in mit Eingabe vom 2
3.
April 2018 Be
schwerde und beantragte, der
Einspracheentscheid
vom
6.
März 2018 sei aufzu
heben und es seien ihr die ihr zustehenden gesetzlichen Leistungen zuzusprechen; eventualiter sei die Sache an die
Beschwerdegegnerin
zurückzuweisen, damit diese weitere (medizinische) Abklärungen vornehme und hernach neu über den Leistungsanspruch verfüge (Urk. 1 S. 2). Die
Beschwerdegegnerin
schloss in der Beschwerdeantwort vom 2
5.
Mai 2018 auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
7 S. 2), was der
Beschwerdeführer
in am 2
5.
Mai 2018 zur Kenntnis gebracht
wurde (
Urk.
9).

Das Gericht zieht in Erwägung:
1.
Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September
2015 beziehungsweise am
9. Novem
ber 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes
über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfallver
siche
rung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dem
entsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. Septem
ber 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).
Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am
1
4.
November 2015 ereignet
,
weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
2.
2.1
Gemäss Art. 6
UVG
werden
soweit das Gesetz nichts
anderes
bestimmt - die
Ver
sicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufs
krank
heiten gewährt (Abs. 1).
Gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG kann der Bundesrat Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen. Von dieser Kompetenz hat der Bundesrat in Art. 9 Abs. 2 UVV Gebrauch gemacht und folgende Körperschädigungen, sofern sie nicht eindeutig auf eine Erkrankung oder eine Degeneration zurückzuführen sind, auch ohne ungewöhnliche äussere Einwirkung den Unfällen gleichgestellt:
a.
Knochenbrüche;
b.
Verrenkungen von Gelenken;
c.
Meniskusrisse;
d.
Muskelrisse;
e.
Muskelzerrungen;
f.
Sehnenrisse;
g.
Bandläsionen;
h.
Trommelfellverletzungen.
Diese Aufzählung der den Unfällen gleichgestellten Körperschädigungen ist ab
schliessend (BGE 116 V 136 E. 4a, 147 E. 2b, je mit Hinweisen; Maurer, Schwei
zerisches Unfall
versicherungsrecht, 2. Aufl., 1989, S. 202).
2.2
2.2.1
Für die Leistungspflicht eines Unfallversicherers setzt das UVG nebst dem Vor
liegen eines Unfalls (Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG) oder einer unfallähnlichen Körperschädigung (Art. 6 UVG in Verbindung mit Art. 9 Abs. 2 UVV) voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein natürlicher und ein adäquater Kausalzusammenhang besteht.
2.2
.2
Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände,
ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nic
ht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Be
jahung des natürlichen Kausalzu
sammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die
alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körper
liche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die einge
tretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Als adäquate Ursache eines Erfolges hat ein Ereignis nach der Rechtsprechung zu gelten,
wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der a
llge
mei
nen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des ein
ge
tre
tenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis
allge
mein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 405 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
Bei objektiv ausgewiesenen organischen Unfallfolgen deckt sich die adäquate, das heisst rechtserhebliche Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang
prak
tisch keine selbständige Bedeutung (BGE 134 V 109 E. 2.1).
2.3
2.3.1
Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versichert
e Person Anspruch auf die zweck
mässige Behandlung der Unfallfolgen. Ist sie info
lge des Unfalles voll oder teil
weise arbeitsunfähig (Art. 6
ATSG), so hat sie ausserdem Anspruch auf ein Tag
geld (Art. 16 Abs. 1 UVG).
Wird die versicherte Person infolge eines Unfalles zu mindestens 10 % invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG).
Mit der Festsetzung einer Invalidenrente (Art. 19 Abs. 1 UVG)
oder - falls kein Rentenanspruch besteht - bei der Beendigung der ärztlichen Behandlung ist
eine angemessene Integritätsentschädigung festzulegen, sofern die versicherte Person
durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geisti
gen oder psychischen Integrität erlitten hat
(Art. 24 UVG).
2.3.2
Nach Gesetz und Rechtsprechung ist der Fall unter Einstellung
der
vorüber
geh
enden Leistungen und Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung der ärztli
chen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der ver
sicherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmass
nahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind (vgl. Art. 19 Abs. 1, Art. 24 Abs. 2 UVG; Urteil des Bundesgerichts 8C_888/2013 vom 2. Mai 2014 E. 4.1, vgl. auch Urteil
des Bundesgerichts
8C_639/2
014 vom 2. Dezember 2014 E. 3).
Ob eine namhafte Besserung noch möglich ist, bestimmt sich insbesondere nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeits
fähigkeit, soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist. Die Verwendung des Be
griffes «namhaft» in Art. 19 Abs. 1 UVG verdeutlicht demnach, dass die durch wei
tere (zweckmässige) Heilbehandlung im Sinne von Art. 10 Abs. 1 UVG erhoffte Besserung ins Gewicht fallen muss. Weder eine weit entfernte Mög
lich
keit eines positiven Resultats einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch ein von weiteren Massnahmen – wie etwa einer Badekur – zu erwartender gering
fügiger therapeutischer Fortschritt verleihen Anspruch auf deren Durchführung. In diesem Zusammenhang muss der Gesundheitszustand der versicherten Person prognostisch und nicht aufgrund retrospektiver Feststellungen beurteilt werden (Urteil des Bundesgerichts 8C_888/2013 vom 2. Mai 2014 E. 4.1 mit Hinweisen, insbesondere auf BGE 134 V 109 E. 4.3; vgl. auch
das vorstehend genannte
Urteil 8C_639/2014 vom 2. Dezember 2014 E. 3).
Der Taggeldanspruch erlischt auch beim Wegfall seiner Anspruchsvoraussetzung der Arbeitsunfähigkeit, somit im Zeitpunkt der vollen Wiedererlangung der Fähig
keit, im bisherigen oder in einem anderen Beruf zumutbare Arbeit zu leisten (
Art.
16
Abs.
1 und 2 UVG in Verbindung mi
t
Art.
6 ATSG; BGE 137 V 199 E.
2.1).
2.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
3.
3.1
Die Beschwerdegegnerin stellte sich im angefochtenen
Einspracheentscheid
auf den Standpunkt,
auf die Einschätzung
von Dr.
C._
einer 100%igen Arbeits
fähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Kassiererin ab dem 1
4.
Juli 2016 könne abgestellt werden, da deren
medizinische
Beurteilu
ng
en
vom 2
8.
Juni und 1
9.
August 2016
alle rechtsprechungsgemässen Anforderungen an ein Gutachten erfüll
t
e
n
.
Der Einwand der
Beschwerdeführerin
, die Untersuchung sei ungenü
gend, sei unbegründet. Denn
Dr.
C._
habe die gesamte Aktenlage, insbeson
der
e auch den Befundbericht der Radiologie vom 1
8.
November 2015, die Diag
nose wiedergegeben, die Bilder der MRT-Abklärung vom 1
8.
November 2015 seien mit Verweis auf den Befundbericht betrachtet und die Ergebnisse der Untersuchung
der
Beschwerdeführerin
seien ebenfalls festgehalten worden. Zudem habe
am 1
8.
August 2016 eine Nachuntersuchung stattgefunden, welche sich insbesondere auf die Halswirbelsäule (HWS) und
die
obere
n
Extremitäten konzentriert habe.
Dr.
D._
habe die Arbeitsfähigkeit letztlich nicht anders beurteilt, indem er im Bericht vom 1
5.
März 2016 ausgeführt habe, dass eine Arbeitswiederaufnahme per April (2016) mit den empfohlenen Massnahmen einer Infiltration und der Weiterführung der Physiotherapie möglich sein sollte. Damit stehe die Stellung
nahme vom 2
7.
Juni 2017 (
Urk.
8/66.2) im Widerspruch zu seiner eigenen Beur
teilung.
Gemäss dem Urteil des Bundesgerichts 8C_567/2010 vom 19. November 2010 sei eine medizinische Administrativ- oder Gerichtsexpertise nicht stets dann in Frage zu stellen, wenn die behandelnden Ärzte zu unterschiedlichen Einschätzungen gelangen würden, sondern nur, wenn die behandelnden Ärzte objektiv feststellbare Gesichtspunkte vorbringen würden, welche im Rahmen der Begutachtung unerkannt geblieben und geeignet seien, zu einer abweichenden Beurteilung zu führen. Dies sei vorliegend nicht der Fall.
Aufgrund der
somit
vollen Arbeitsfähigkeit in der ange
stammten Tätigkeit seit dem 14.
Juli 2016 sei mit weiteren Behandlungen keine Steigerung der Arbeitsfähigkeit möglich
und
somit rechtsprechungsgemäss von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine
namhafte Besserung des Gesundheitszustandes in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit
zu erwarten. Daher sei der Heilbehandlungsabschluss
per 2
6.
August 2016
korrekt erfolgt und
es entstehe kein Rentenanspruch. Bei einem rentenausschliessenden Fallabschluss habe der Unfallversicherer zudem nicht mehr für weitere Be
hand
lungskosten zur Erhaltung der Erwerbsfähigkeit aufzukommen
(Urk. 2 S. 7
ff.
; vgl. auch
Urk.
7
).
3.2
Die
Beschwerdeführer
in
bringt dagegen vor,
d
ie
Beschwerdegegnerin
habe den U
ntersuchungsgrundsatz nach Art. 43 Abs.
1 ATSG verletzt, da sie trotz berech
tigter Zweifel an den Berichten von
Dr.
C._
keine weiteren Abklärungen
vor
genommen und einzig auf dies
e
abgestellt habe.
Dr.
D._
habe im Bericht vom 2
7.
Juni 2017 (
Urk.
8/66.2) begründet festgehalten, weshalb nicht auf die Beur
teilung von
Dr.
C._
abgestellt werden könne. So seien die MRT-Bilder nicht begutachtet worden, die Untersuchung der rechten oberen Extremität nicht kor
rekt erfolgt und die
Bizeps
- sowie
Supraspinatussehne
nicht untersucht worden. Die knappe Stellungnahme von
Dr.
C._
vom 1
9.
Juli 2017 (
Urk.
8/69)
dazu vermöge die begründeten Zweifel nicht aufzuheben.
Auch
Dr.
A._
habe be
grün
dete Z
weifel an den Berichten von Dr.
C._
geäussert. Beide behandelnden Ärzte hätten auch nach dem 2
6.
August 2016 eine unfallbedingte Arbeitsun
fähigkeit attestiert.
Es sei
somit
auch nach dem 2
6.
August 2016 eine unfall
bedingte teilweise Arbeitsunfähigkeit gegeben und fachärztlich belegt.
Fest stehe
sodann
, dass ursprünglich von einer Partialruptur und nun von einer vollstän
digen Rissbildung ausgegangen werde und offenbar ein operativer Eingriff ange
zeigt sei.
Ausserdem werde
Dr.
C._
immer wieder von der
Beschwerdegegnerin
beauftragt und sei für ihre versicherungsfreundlichen Gutachten bestens bekannt. Das Erfordernis der Unparteilichkeit sei klar nicht gegeben.
Dr.
C._
stehe in einem auftragsrechtlichen Verhältnis zur
Beschwerdegegnerin
und es sei davon auszugehen, dass ihr aufgrund dieser Tatsch
e die nötige Objektivität fehle
(Urk. 1 S.
4
ff.).
3.3
In Bezug auf die hier zu beurteilenden Leistungsansprüche ist
ausge
wiesen, dass die Beschwerdeführerin durch den Unfall vom 1
4.
November 2015 eine
Überdeh
nung des Schultergelenkes mit
Teilrupturen im Bereich der Ligamenta
acromion
clavicular
e
, der
Rotatore
n
manschette
und der langen
Bizeps
sehne
sowie eine
n
Bone
bruise
im AC-Gelenk
erlitt
en hat
(Urk. 8/2-3,
Urk.
8/42 S. 4).
Die Be
schwerdegegnerin hat ihre gesetzliche Leistungspflicht für diesen Unfall bis am
2
5.
August 2016
anerkannt.
Strittig
und
zu prüfen ist, ob die
Beschwerdegegnerin
zu Recht
ihre Leistungen
aufgrund der medizinischen Beurteilungen
von Dr.
C._
(
Urk.
8/42, Urk. 8/51)
per 2
5
.
August 2016 eingestellt hat
.
4.
4.1
4.1.1
In medizinischer Hinsicht
ist
den Akten das Folgende zu entnehmen:
Aus dem
Bericht des
orthopädische
n
Chirurg
en
Dr.
D._
vom 15.
März 2016
geht hervor,
dass er die
Beschwerdeführerin
am
2.
März 2016 untersucht und die
Diagnose
eines schmerzhaften
Impingement
s
der rechten dominanten Schulter
bei Partialruptur der Supra- und
Infraspinatussehne
mit
Pulley
-Läsion rechts gestellt hat. Die
Beschwerdeführer
in habe offenbar bei dieser Partialruptur, die lange Zeit sehr schmerzhaft sein könne, in der Physiotherapie eher mehr Schmerzen erfahren durch die
Triggerpunkt
-Behandlung und sogar eine Ver
brennung mittels Ultraschall erlitten (Marke
anterior
über dem Gelenk). Eine Arthroskopie sei momentan nicht indiziert.
Er habe die
Beschwerdeführerin
a
ber zur intraartikulären
Kortis
oninfiltration
angemeldet und die Anordnung für eine Physiotherapie abgegeben mit der Bitte, den Therapeuten zu wechseln.
Die Arbeits
wiederaufnahme bei schulterbelastender Tätigkeit sei im März sicher noch nicht möglich, aber per April sollte dies mit den angegebenen Massnahmen funk
tionieren. Die Behandlung bei ihm sei abgeschlossen (
Urk.
8/18.2).
4.1
.2
Dr.
C._
hielt i
n
der medizinischen Beurteilung vom 2
8.
Juni 2016
fest
, die
Beschwerdeführerin
arbeite derzeit in ihrer Tätigkeit als Verkäuferin mit primä
rem Einsatz als Kassiererin zu 50
%
ihres Pensums, mithin drei Stunden pro Arbeitstag (Urk. 8/42 S. 3).
Sie
habe Beschwerden am rechten Oberarm im Verlauf des
Musculus
biceps
angegeben (
Urk.
8/42 S. 5)
.
Die Beschwerden
und aktuellen Untersuchungsbefunde
würden sich auf den
Musculus
biceps
und den Verlauf der langen
Bizeps
sehne
sowie den
Processus
coracoideus
konzentrieren
. In diagnos
tischer Hinsicht liege im Zeitpunkt der Untersuchung ein Status nach Stauchung der rechten Schulter mit gestrecktem Arm am 1
4.
November 2015 in Ausübung der beruflichen Tätigkeit bei vorbestehenden degenerativen Veränderungen vor
. Die Funktionen der rechten Schulter seien altersentsprechend frei. Ab
dem 1
4.
Juli 2016
bestehe
eine 100%ige Arbeitsfähigkeit für die zuletzt ausgeübte
Tätigkeit
als Kassiererin mit einem Pensum von 30 Stunden pro Woche
.
Diese Tätigkeit stelle eine leidensangepasste Tätigkeit dar. Einschränkungen seien auf Dauer nicht zu erwarten.
Sollte anfangs das Arbeiten von sechs Stunden am Stück zu anstrengend sein, so sollte die
Beschwerdeführerin
am Vormittag und gegen Abend jeweils drei Stunden eingesetzt werden. Der Weg zum Arbeitsplatz sei kurz
. Zur Frage, ob noch mit einer namhaften Besserung der Gesundheits
schädi
gung gerechnet werden könne, und wenn ja, welche Massnahmen vorgeschlagen würden, erklärte
Dr.
C._
, es sei die Kräftigung des
Musculus
biceps
in korrek
ter Schulterstellung notwendig (Urk. 8/42 S. 9 ff.).
In der medizinischen Beurteilung vom 1
9.
August 2016
hielt
Dr.
C._
nach der Untersuchung vom 1
8.
August 2016
fest, die
Beschwerdeführerin
arbeite seit 14 Tagen zu 60
%
. Am längsten habe sie 5,5 Stunden am Stück mit Pause ge
arbeitet (
Urk.
8/51 S. 3). Normalerweise arbeite sie
vier
Stunden am Stück und habe erst dann eine Pause, jetzt benötige sie nach zwei Stunden eine Pause
(Urk. 8/51 S. 6)
. Zu den aktuellen Beschwerden habe die
Beschwerdeführer
in isolierte Schmerzen im Verlauf der langen
Bizeps
sehne
angegeben. Die Beschwer
den in der Muskulatur und am
Processus
coracoideus
hätten abgenommen
. Zusätzlich habe sie über ein Kribbeln im rechten Arm geklagt
(Urk.
8/51 S. 5).
Dr.
C._
schloss darauf, dass deutlich rückläufige Beschwerden bestünden. Die Schmerze
n
würden sich auf die proximalen Sehnen des
Musculus
biceps
rechts und den Ansatz am
Processus
coracoideus
konzentrieren. Die angegebenen Kribbel
parästhesien seien eher im Zusammenhang mit
Weichteilverquellungen
nuchal
zu sehen. Die Funktion der oberen Extremitäten seien seitengleich alters
entsprechend frei, lediglich rechts würden Schmerzen im Verlauf der
Bizepsmus
kulatur
und der kleinen Brustmuskulatur bei Rechtshändigkeit vorliegen.
Es wür
den sich keine qualitativen/quantitativen Einschränkungen ergeben, so dass die
Beschwerdeführerin
sämtliche Tätigkeiten, die zu ihrem Habitus passen würden,
in vollen Umfang verrichten könne.
Es sei auch aktuell weniger das Problem des Ausmasses der Arbeitsfähigkeit, als vielmehr die richtige Auswahl und gegebe
n
en
falls Änderung
der Therapie. Es sollte
eine Steigerung des derzeitigen Arbeits
pensums auf 30 Stunden pro Woche erfolgen mit einer Pause zur Hälfte der täglichen Arbeitszeit.
Es sei eine volle Arbeitsfähigkeit möglich
(
Urk.
8/51 S. 8
ff.).
4.1
.3
Der Hausarzt
Dr.
A._
bemerkte
in seinem Bericht vom 1
4.
Dezember 2016
dazu
,
aus dem ausführlichen Bericht von
Dr.
C._
gehe hervor, dass sie die
Beschwerdeführerin
ausgedehnt untersucht habe, wobei die Schultergelenke jedoch nur so nebenbei erwähnt würden. Immerhin habe sie in der Beurteilung erklärt, dass es sich um eine Zerrung der Schulter handle. Auch könne bestätigt werden, dass sich die Beschwerden auf den
Musculus
biceps
rechts und im Verlauf der langen
Bizepssehne
Processus
coracoideus
konzentrieren würden. Da die
Beschwerdeführerin
genau diesen
Bizepsmuskel
täglich brauche, um die Waren von rechts nach links zu befördern, sei es verständlich, dass dort die noch nicht verheilten Sehnen immer noch schmerzhaft seien. Die
Beschwerdeführerin
sei an der Kasse tätig und müsse täglich die Waren auf dem Laufband von rechts nach links verschieben. Das seien genau die Tätigkeiten, welche die
Bizepssehne
am meisten belaste. Es bestehe immer noch eine deutliche
Druckdolenz
über der
Bizepssehne
, der Schürzengriff sei deutlich besser, aber immer noch schmerzhaft. Die Beschwerden würden bei längerer Zeit an der Kasse deutlich stärker werden. Sie habe dann wieder Schmerzen und könne trotz Schmerzmittel nachts nicht schlafen. Auch könne sie keine schweren Gegenstände tragen, was ebenfalls (medizinisch) erklärbar sei.
D
ie
Beschwerdeführerin
könne dank Physiotherapie, Heimtraining und Muskelaufbautraining aktuell zu 70
%
(bezogen auf das bis
herige Pensum von 30 Stunden pro Woche
; vgl. auch
Urk.
3/13
) arbeiten. Auf
grund der im MRT deutlich nachgewiesenen multiplen Zerrungen und Teilrup
turen sowie des Hämatoms
bestehe kein Zweifel, dass die Arbeitsfähigkeit im Moment n
och nicht zu 100
%
möglich sei (Urk. 3/7).
Dr.
C._
erklärte in ihrer Stellungnahme vom
7.
Februar 2017
dazu
, sie habe mit diesem Schreiben von
Dr.
A._
ihre Mühe, da er einerseits schreibe, dass die Schultergelenke nur so nebenbei erwähnt seien, dann aber doch die Diagnose einer Zerrung der Schulter gestellt worden sei, und andererseits bestätige er dann ihre Befunde und begründe die Restarbeitsunfähigkeit genau mit diesen Befun
den, die bereits zum Zeitpunkt ihrer Beurteilung im Sommer 2016 bekannt gewesen seien und für die sich
ein
Therapiebedarf ergebe. Es seien somit keine neuen Befunde vorgetragen worden, auch keine Verschlechterung im eigent
li
chen Sinne. Es bleibe bei ihrer Aussage, dass eine volle Arbeitsfähigkeit gegeben
sei.
Ein jeder kenne das Berufsbild der Kassiererin. Das ständige Heben und Tragen von Lasten mit
Bizeps
belastung
könne ausgeschlossen werden
(
Urk.
3/8).
4.1
.4
Dr.
D._
, der im Bericht vom 2
7.
Juni 2017 zur medizinischen Beurteilung von
Dr.
C._
vom 1
9.
August 2016 Stellung nahm, befand,
dieses Gutachten sei als unvollständig anzusehen. So könne die Diagnosestellung Status nach Stauchung der rechten Schu
lter mit gestrecktem Arm am 14.
November 2015 in Ausübung der beruflichen Tätigkeit bei vorbestehenden degenerativen Veränderungen nicht als Diagnose akzeptiert werden.
Es sei nicht eine Stauchung erfolgt, sondern die
Beschwerdeführerin
habe den drohenden Sturz
mit einer kombinierten
Aussen
rotations
-, Abduktions- und Extensionsbewegung
aufzufangen versucht
, wobei sich ein partieller Riss der
Rotatorenmanschette
ergeben habe
. Daher laute die
korrekte Diagnose
posttraumatisches
Impingement
der rechten dominanten Schulter
bei kleiner
anteriorer
,
transmuraler
Supra
spinatus
sehnenruptur
mit
Pulley
-Beteiligung rechts (
Bizeps
sehne
). Ferner seien die MRT-Bilder von der Gutachterin weder begutachtet noch
befundet
worden. Auch sei die Untersuchung der rechten oberen Extremität nicht korrekt erfolgt; Vor- und Rückheben des Armes seien keine Bewegungen, die auf irgendeine Pathologie hindeuten könnten und seien nicht korrekte medizinische Ausdrücke. Die
Bizeps
- und
Supra
spina
tussehne
seien offenbar nicht untersucht worden (Palm
up
Test?
Yergason
Test?
Active
Resistive
Test?
Impingement
Test nach Hawkins? Job- und Lift off Test?). Insgesamt sei die Schulteruntersuchung eindeutig ungenügend.
Die Beurteilung, dass die Therapie modifiziert werden könnte durch manuelle Dehnung der Brust
muskeln und des
Musculus
biceps
sowie
nuchale
Massagen erscheine ihm
äusserst
fragwürdig. Denn die Brustmuskulatur habe auf die
Rotatorenmanschette
kaum einen Einfluss. Wenn schon müsste eine Delta-Kräftigung erwogen werden. Massa
gen
nuchal
wären wohl zugelassen, wenn D
r.
C._
eine absolute
Myo
gel
o
se
des
Trapezius
und
Levator
sc
a
pulae
gefunden hätte, was offenbar nicht der Fall gewesen sei. Im Falle einer
Pull
ey
-Läsion die
Bizeps
sehne
stärken zu wollen, sei ebenfalls kontraproduktiv, da sich dadurch sicher eher ein chronischer, ent
zündlicher Prozess ergeben könne. Die Anwendung von
Kytta
Salbe wäre für oberflächliche Verletzungen geeignet, nicht für Verletzungen der
Rotatoren
man
schetten-Muskulatur
.
Da das Gutachten insgesamt
ungenügend durchgeführt worden
sei,
lasse
es
falsche Schlussfolgerungen zu.
Die MRT-Untersuchung sei nicht eingesehen worden und
Therapie-Optionen
sowie
die Arbeitsfähigkeit seien daher falsch a
bgeleitet worden (
Urk.
8/66.2).
Dr.
C._
schloss in ihrer Stellungnahme vom
1
9.
Juli 2017 darauf, der Beurtei
lung und dem Prozedere gemäss dem Schreiben von
Dr.
D._
vom 27. Juni 2017 könne sie nicht folgen und die Diskussion der Therapieempfehlungen gehe an
ihren Vorschlägen vorbei.
Aufgabe der Versicherungsmedizin seien Funk
tions
diagnosen, aus denen Belastungsprofile erarbeite
t
werden könnten. Das (ver
wendete) Messblatt sei Standard und sei von ihr sorgfältig ausgefüllt worden, ebenso seien die Untersuchungen erfolgt (Urk. 8/69).
4.2
4.2.1
Bei den Berichten von
Dr.
C._
, auf welche die
Beschwerdegegnerin
abstellte,
handelt
es
sich
insgesamt
um eine externe
fachärztliche Expertise
im Sinne von
Art.
44 ATSG
und nicht um Berichte einer
versicherungsinternen Ärztin
, an
welche rechtsprechungsgemäss besonders strenge Anforderungen gestellt werden
,
indem
bei diesen bereits auch nur geringe
Zweifel
an ihrer Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit die Beweiskraft aufzuheben vermögen
(vgl. BGE 142 V 58 E. 5.1,
139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E.
4.4 und E. 4.7).
Denn Dr.
C._
steht nicht in einem Anstellungsverhältnis
zur
Beschwerdegegnerin
und ist somit weisungs
unge
bunden
(vgl.
Kieser
, ATSG-Kommentar, 3. Aufl. 2015,
Art.
44
Rz
25)
.
Entgegen der Ansicht der
Beschwerdeführerin
ist
zudem nicht
allein
aus dem
Umstand,
dass
Dr.
C._
von der
Beschwerdegegnerin
zur Begutachtung beauf
tragt wurde, auf mangelnde Unparteilichkeit und Objektivität zu schliessen.
Neu
tralität und Objektivität des Versicherungsträgers und, von diesem abgeleitet, der externen Gutachter
ist
gesetzlich angelegt (
BGE 137 V 210
E. 2
)
.
Solchen Gut
achten externer Spezialärzte
,
welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen,
kommt voller Be
weiswert zu, sofern keine konkreten Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Exper
tise sprechen
(BGE
137 V 210 E. 1.3.4
,
134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a).
Konkrete Hinweise auf fehlende Objektivität
und Neutralität
von
Dr.
C._
sind den Akten und insbesondere ihren Berichten nicht zu entnehmen. Solche kon
kre
ten Hinweise werden von der
Beschwerdeführerin
denn auch nicht vorge
bracht.
4.2.2
Auch inhaltlich
ist
die
fachärztlich-orthopädische Beurteilung
von
Dr.
C._
nicht zu beanstanden.
Wie den Gutachten vom 2
8.
Juni und 1
9.
August 2016 zu entnehmen ist
(Urk. 8/42, Urk. 8/51)
, erfolgte die Einschätzung aufgrund zweima
liger Untersuchungen
im Abstand von rund eineinhalb Mon
aten am 27.
Juni und 1
8.
August 2016, nach Einsicht
in die me
dizinischen
Vorakten
, unter Berück
sichtigung der geklagten Beschwerden und
nach Befunderhebung mit
nachvoll
ziehbarer Beurteilung
der objektivierbaren
unfallbedingten Restbeschwerden
im Hinblick auf die funktionellen Auswirkungen.
Die
Beschwerdegegnerin
ging daher zu Recht davon aus, dass
alle rechtsprechungsgemäss erforderlichen Krite
rien für beweiskräftige ärztliche Entscheidungsgrundlagen
erfüllt sind
(vgl. BGE
134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c)
und dahe
r auf die Ein
schätzung von Dr.
C._
einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit (
Urk.
8/51 S. 10) abzustellen ist.
4.
3
4.3.1
Was die
behandelnden Ärzte
Dr.
A._
und Dr.
D._
in den hiervor zitierten Berichten ausführen, vermögen
die medizinischen Beurteilungen von
Dr.
C._
nicht in Zweifel zu ziehen.
So ist die von Dr.
A._
im Beri
cht vom 14.
Dezember 2016 (Urk. 3/7)
ausge
führte Beurteilung mit einer
Arbeitsunfähigkeit von 30
%
(bezogen auf ein 73%iges Pensum) schon deshalb nicht
massgeblich
, da
es sich dabei nicht um eine
n Facharzt
der
Orthopädie
, der R
heumatologie oder Ähnlichem han
delt
. Ausserdem teilte er die Einschätzung
von Dr.
C._
im Hinblick darauf, dass sich die Beschwerden auf den rechten
Bizepsmuskel
und die lange
Bizepssehne
konzentrieren
würden
.
Im Bericht vom 1
4.
Juni 2016 hatte
Dr.
A._
zudem festgehalten, dass die Bewegung des Schultergelenkes in allen Richtungen weit
gehend möglich sei und nur in den Endstellungen vor allem bei passivem Nach
drücken noch etwas schmerzhaft sei (Urk. 8/41 S. 1). Auch
Dr.
C._
hat in ihren Berichten festgehalten, dass die Funktionen der oberen Extremitäten seitengleich altersentsprechend frei seien und lediglich rechts Schmerzen im Verlauf der
Bizepsmuskulatur
und der kleinen Brustmuskulatur bei Rechtshändigkeit vor
liegen würden (
Urk.
8/42 S. 10
, Urk. 8/51 S. 7 und S. 10
).
Dr.
A._
beurteilte lediglich die Belastbarkeit der
Bizepssehne
und die berufliche Tätigkeit als Kassiererin
zurückhaltender
. Während
Dr.
C._
die Tätigkeit als Kassiererin mit den geklagten Beschwerden als vereinbar und ab Mitte Juli 2016 als zumutbar beurteilte (Urk. 8/
42 S. 9 ff.
), hielt
Dr.
A._
dafür, dass
eine solche Tätigkeit die
Bizepssehne
besonders stark in Anspruch nehme
(
Urk.
3/7 S. 1).
Dr.
C._
führte in der Stellungnahme
vom 7.
Februar 2017
hier
gegen
indes
aus, dass ein ständiges Heben und Tragen von Lasten mit
Bizepsbelastung
bei der Tätigkeit einer Kassiererin ausgeschlossen werden könne (
Urk.
3/8). Dies
leuchtet ein
. Hin
zu kommt, dass
das von
Dr.
A._
ausgeschlossene Tragen und Heben von schweren Gegenständen gemäss der Tätigkeitsbeschreibung der Arbeitgeberin vom 1
8.
April 2016 (
Urk.
8/24) nicht Teil der angestammten Tätigkeit der
Be
schwer
deführerin
ist und das
Heben oder Tragen von mittelschweren Lasten von 10-25 Kilogramm
lediglich selten erfolgen muss
.
Es ist daher nachvollziehbar, dass
Dr.
C._
die Tätigkeit als Kassiererin mit Blick auf die aus unfallver
si
cherungsrechtlicher Sicht massgeblichen objektivierbaren Befunde im bishe
rigen Pensum als zumutbar erachtete.
4.3.2
Auch die Ausführungen
des orthopädischen Chirurgen
Dr.
D._
in der Stel
lungnahme vom 2
7.
Juni 2017 vermögen die Einschätzung von Dr.
C._
einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit letztlich nicht in Frage zu stellen.
Die angeblich
von
Dr.
C._
weder
begutachteten
noch
befundeten
MRT
-Bilder
(vom 1
8.
November 2015, Urk. 8/40)
wurden
ihr
gemäss
deren
Bericht
vom 28.
Juni
2016
anlässlich der Untersuchung vom 2
7.
Juni 2016 vorgelegt und
von ihr
betrachtet. Zum Befund könne auf den Befundbericht der Aktenlage verwiesen werden (
Urk.
8/42 S. 8). Der Befundbericht zum MRT vom 1
8.
November 2015 (
Urk.
8/40) lag
Dr.
C._
vor und wurde in ihrer Beurteilung korrekt zitiert (Urk.
8/41 S. 1). Dr.
C._
erklärte in ihrer Stellungnahme vom 1
9.
Juli 2017 daher zu Recht, dass es unter diesen Umständen nicht notwendig
gewesen sei
, die MRT-Bilder ergänzend zu befunden (
Urk.
8/69
).
Dies gilt umso mehr, als die Ver
letzungen an der rechten Schulter gemäss dem MRT-Befund von der
Beschwer
degegnerin
längst anerkannt und unstrittig waren und die Begutachtung nur noch der Klärung der funktionellen Auswirkungen der Restbeschwerden diente. Im Übrigen ist anzumerken, dass Dr.
D._
, der sich in seiner Stellungnahme explizit nur auf den zweiten Bericht vom 1
9.
August 2016 bezog (Urk. 8/66.2)
;
mithin lag ihm
der erste Bericht von
Dr.
C._
vom 2
8.
Juni 2016
(Urk. 8/42
)
offenbar
nicht vor
. Dies mag seine Ausführungen zu den MRT-Bildern erklären, denn d
er Hinweis auf die vorgelegte Röntgen-CD mit der MRT-Abklärung vom 1
8.
November 2015 (unter dem Titel «Rönt
g
enbefunde») ist im ersten gutachter
lichen Bericht vom 2
8.
Juni 2016
ausführlich
(Urk. 8/42 S. 8)
- während im Gut
achten vom 1
9.
August
2016
nurmehr
ein entsprechender Verweis erfolgte (
Urk.
8/51 S. 3) -
,
weshalb seine Ausführungen auch insofern nicht zielführend sin
d.
Weiter rügte
Dr.
D._
die Untersuchung der rechten oberen Extremität durch
Dr.
C._
, da die vorgenommenen Untersuchungen der Vor- und Rückhebung keine korrekten medizinischen Ausdrücke seien und keine Pathologien darstellen könnten sowie weil
die
Bizeps
- und
Supraspinatussehne
nicht untersucht worden seien
(
Urk.
8/66.2)
.
Indes hat
Dr.
D._
der Untersuchung von
Dr.
C._
keine
eigene
aktuelle Untersuchung entgegengesetzt, aus der sich massgebliche andere Befunde ergeben hätten. Auch
unterschieden sich
die von ihm bei seiner - soweit aktenkundig einzigen und letzten - Untersuchung vom 1
5.
März 2016 erhobenen Befunde bereits damals nicht erheblich
von jenen
, welche von
Dr.
C._
in
ihren
Berichten
von Juni und August 2016
festgehalten wurden.
So hatte
Dr.
D._
im Bericht vom 1
5.
März 2013 erklärt, in der klinischen Untersuchung
(des rechten Schultergelenkes)
sei - trotz eines angedeuteten positiven
Impingement
-Tests - eine aktive und passive Bewegun
gsa
m
plitude frei möglich gewesen.
Auch ein
klarer Kraftverlust für die
Rotatorenmanschette
sei nicht
eruierbar
gewesen. Schmerzbedingt eingeschränkt sei die Aussen- und Innenrotationskraft bei ange
deutete
n
positiven
Bizepszeichen
.
Daraus schloss Dr.
D._
, dass mit Änderung der physiotherapeutischen Behandlung und nach einer intraartikulären
Kor
tison
infiltration
, welche am 8.
März 2016 stattfand (
Urk.
8/18.3),
die Arbeitsaufnahme per April 2016 w
ieder möglich sein sollte (Urk.
8/18.
2 S. 2
). Auch
Dr.
C._
hat bei ihren klinischen Untersuchungen der oberen Extremität festgestellt, dass der aktive
und passive
Bewegungsumfang der Schultergelenke
altersentsprechend frei respektive seitengleich sei, wobei allein die Rotationsüberprüfung rechts bei der Untersuchung vom 2
7.
Juni 2016 noch schmerzhaft war (
Urk.
8/42 S. 7 f.)
. In der
Untersuchung vom 1
8.
August 2016
bestanden keine Rotationsschmerzen mehr (Urk. 8/51 S. 6 f.). Ausserdem hat auch
Dr.
C._
die Beschwerden entlang der
Bizepssehne
in ihrer Beurteilung berücksichtigt (Urk. 8/51 S. 8).
Da mit den Berichten von
Dr.
D._
(
Urk.
8/18.2, Urk. 8/66.2) somit keine Befunde ausge
wie
sen sind, welche den von
Dr.
C._
berücksichtigten Befunden und Be
schwer
den widersprechen, ist nicht einzusehen, weshalb Dr.
C._
mit ihren Untersuchungen
und den damit erhobenen Befunden
zu einer falschen Beur
tei
lung der Leistungsfähigkeit gelangt sein soll
.
Auch hat Dr.
C._
in ihrer Stellungnahme vom 1
9.
Juli 2017 zutreffend darauf hingewiesen, dass es im Rahmen der Begutachtung galt, Belastungspr
ofile zu erarbeiten (Urk. 8/69) und mithin der Fokus der Untersuchung auf der verbliebenen Funktionalität des Schultergelenkes lag.
Ferner wies sie darauf hin, dass das Messblatt (für den Bewegungsapparat nach der Neutral-0-Methode;
Urk.
8/42 S. 12, Urk. 8/51 S. 11) Standard sei und von ihr sorgfältig ausgefüllt worden sei, ebenso sei die Unter
suchung sorgfältig erfolgt (
Urk.
8/69).
Auch die
von
Dr.
D._
gerügte
Diagnosestellung (Status nach Stauchung der rechten Schulter mit gestrecktem Arm am 14. November 2015 in Ausübung der
beruflichen Tätigkeit bei vorbestehenden degenerativen Veränderungen, Urk. 8
/51 S. 8)
ist für die Beurteilung der verbleibenden Leistungsfähigkeit letztlich nicht entscheidend, selbst
wenn es sich dabei
aus medizinischer Sicht
nicht um eine
Diagnose
nach einem geltenden Klassifikationssystem
h
andeln mag
und
Dr.
D._
auf eine andere Diagnose schloss
(
posttraumatisches
Impingement
der rechten dominanten Schulter bei kleiner
anteriorer
,
transmuraler
Supraspinatussehnen
ruptur
mit
Pulley
-Beteiligung rechts [
Bizepssehne
]; Urk. 8/66.2 S. 1
)
.
Denn f
ür die hier
massgeblichen
funktionellen Auswirkungen der unfallbedingten Restbe
schwerden ist die Diagnosestellung nicht vorrangig, zumal
der Unfallhergang und
die unfallbedingten Verletzungen nicht strittig sind
sowie
von der
Beschwerde
gegnerin
anerkannt wurden
und
die Grundlagen der Leistungsbeurteilung sowohl in klinischer als auch in bildgebender Hinsicht von
Dr.
C._
hinreichend erhoben
und berücksichtigt wurden
.
Dasselbe trifft auf
die von
Dr.
C._
erör
ter
ten und von
Dr.
D._
ebenfalls kritisierten Therapie
empfehlungen
zu.
Die Berichte von
Dr.
D._
vermögen die
medizinischen Beurteilungen von Dr.
C._
im Übrigen auch
deshalb nicht in Frage zu stellen, weil er
sich nicht dazu äussert, aufgrund welcher
Befunde
eine 100%ige Arbeitsfähigkeit
in der an
gestammten Tätigkeit
per Mitte Juli
respektive per 2
6.
August
2016 nicht mög
lich gewesen sein soll.
4.3.3
Damit haben weder
Dr.
D._
noch
Dr.
A._
objektiv feststellbare Gesichts
punkte vorgebracht, welche von
Dr.
C._
nicht berücksichtigt worden
sind
und
/oder
geeignet sind, zu einer abweichenden Beurteilung zu führen.
Im Übrigen ist das Vorbringen der
Beschwerdeführerin
, es sei ursprünglich von einer Partialruptur
ausgegangen worden
und
es sei
nun von einer
vollständigen Rissbildung auszugehen sowie es sei offenbar ein operativer Eingriff angezeigt
(
Urk.
1 S. 6)
,
nicht nachvollziehbar. Sie verweist dazu auf den Bericht von Dr.
A._
vom 1
8.
Oktober 2016, in welchem dieser zuhanden der Arbeit
gebe
rin
allein das Arbeitszeugnis präzisiert und klarstellt, dass die von ihm attestierte Arbeitsunfähigkeit von 40
%
sich auf das bisherige Pensum von 30 Stunden pro Woche bezogen habe
(Beilage 13, Urk. 8/13). Weder daraus noch aus den übrigen Akten geht
der behauptete
Sachverhalt hervor.
4.
4
4.
4
.1
Die
Beschwerdegegnerin
ist
nach dem Gesagten
zu Recht gestützt auf die medi
zinischen Beurteilungen von
Dr.
C._
vom 2
8.
Juni und vom 1
9.
August 2016 (
Urk.
8/42,
Urk.
8/51), ergänzt mit Stellungnahmen vom
7.
Februar und
19.
Juli 2017 (Urk. 8/69,
Urk.
3/8),
von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit
in Bezug auf die
angestammte
Erwerbstätigkeit
als Verkäuferin
(Hauptbeschäftigung
Kassiererin
, Urk. 8/24)
in
einem 73%igen Pensum
(30 Stunden pro Woche, Urk.
8/1)
ab Mitte
Juli 2016
(Urk. 8/
42 S. 11
)
respektive (bei Fallabschluss) spätestens per 2
6.
August
2016 (Urk. 8/70)
ausgegangen
.
Sämtliche weiteren Vorbringen der
Beschwerde
führerin
führen zu keiner anderen Betrachtungsweise.
4.4.2
Bei dieser Ausgangslage ist folglich
nicht zu b
eanstanden, dass
sich
die Be
schwerde
gegnerin bei gegebener Beweislage
auf den Standpunkt stellte (
Urk.
2 S. 5 f.)
, von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung der Beschwerden an der rechten Schulter
habe spätestens per 2
6.
August 2016
keine namhafte, ins Ge
wicht fallende Steigerung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin erwartet werden könne.
Denn für den rechtmässigen Ze
itpunkt des Fall
abschlusses nach Art. 19 Abs. 1 UVG ist
- nebst hier nicht durchgeführten Eingliederungs
mass
nah
men der Invalidenversicherung - allein d
ie Frage nach der namhaften
Bes
se
rung
des unfallbedingten Gesundheitszu
standes durch die Fortsetzung der ärztli
chen Behandlung mi
t Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ent
scheidend (vgl. Art. 19 Abs. 1 UVG; BGE 134 V
109 E. 4). Ob eine namhafte Bes
serung noch möglich ist, bestimmt sich somit nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit diese unfallbedingt beein
trächtigt ist. Dabei verdeutlicht die Verwendung des Begriffes
«
namhaft
»
durch den Gesetzgeber, dass die durch weitere Heilbehandlung zu erwartende Besserung ins Gewicht fallen muss. Unbedeutende
B
esserungen
genügen nicht (Urteil
e des Bundesgerichts
8C_
265/2009 vom 5. Oktober 2009 E.
5.1
und
8C_744/2009 vom
8.
Januar 2010
E. 8.1
).
Für den Fallabschluss nicht gefordert ist demnach, dass keine Restbeschwerden mehr
bestanden
und dass der Gesundheitszustand, wie er vor dem Unfall bestanden hatte, wiederhergestellt ist.
Da wie hiervor ausgeführt in Bezug auf die Restbefunde an der rechten Schulter
spätestens ab dem 2
6.
August 2016
von einer
100%igen
Arbeitsfähigkeit in
der angestammten
Tätigkeit
(bezogen auf das bisherige
73
%igen Pensum
)
auszu
gehen ist, kann folgerichtig eine allfällige ärztliche Behandlung auch keine nam
hafte Besserung im Sinne von Art. 19 Abs.
1 UVG bewirken.
4
.4
.3
Somit ist
der
am
2
7.
Juli 2017
per 2
5.
August 2016
verfügte Fallabschluss
mit Einstellung der Kostenvergütung für die Heilbehandlung
und der Tag
gelder (Urk. 2 S. 5,
Urk.
8/70
)
nicht zu beanstanden (BGE
134 V 109
E.
4
und E.
6.1).
Sollte später eine Verschlechterung des unfallbe
dingten Gesundheitszustandes und allenfalls eine Operation der rechten Schulter notwendig werden, wird eine Leistungspflicht unter dem Titel des Rückfalls oder der Spätfolge (Art. 11 UVV) zu prüfen sein.
4.4.4
Die
Beschwerdegegnerin
hat
sodann ebenfalls
zu Recht und
mit korrekter
sowie unbestritte
ner Begründung
(
Urk.
2 S. 6)
, auf die verwiesen werden kann, a
uf
den
Zeitpunkt des Fallabschlusses
hin
den
Anspruch auf eine Rente und
auf weitere
Heilbehandlung
verneint
(Art. 19 Abs. 1 UVG, Art. 21 Abs. 1 UVG).
4.5
Nach dem Gesagten ist der
angefochtene
Einspracheentscheid
vom
6.
März
2018
rechtens
(Urk.
2). Die Beschwerde ist folglich abzuweisen.