Decision ID: 6e08f5de-bd80-45e0-b57f-534b9b8bdbfb
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Die 1964 geborene
X._
bezieht mit Wirkung ab Mai 2009 eine
Viertels
r
ente
der Invalidenversicherung
(Verfügung vom 8. November 2011; Urk. 13/69)
.
Am
23. August 2012
reichte
sie der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich
, IV-Stelle,
eine
erneut
e Anmeldung
zum Leistungsbezug
ein
(Urk. 13/73)
,
wel
che
die Verwaltung als Rentenerhöhungsgesuch entgegennahm (Urk. 13/77, Urk. 13/84)
.
Nach
Abklärungen in erwerbli
cher und medizinischer Hinsicht und Durchführung des
Vorbescheidverfahrens
(Urk. 13/85 ff.)
wies
die IV-Stelle
mit Verfügung vom 14. Dezember 2012
das Rentenerhöhungsgesuch ab
(Urk. 2).
2.
Dagegen erhob
X._
am 29. Januar 2013 Beschwerde mit dem
Rechtsbe
gehren
um Zusprechung einer ganzen Invalidenrente, eventualiter um
Rück
wei
sung
der Sache an die Verwaltung zwecks Durchführung einer interdiszipli
nä
ren
Begutachtung.
Ferner
ersuchte sie um Gewährung der unentgeltlichen
Prozess
füh
rung
und Bestellung von Rechtsanwältin
lic
.
iur
.
Dürst
als unentgelt
liche
Rechtsvertreterin (Urk. 1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 8. März 2013 schloss
die Verwaltung auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 12).
Inzwischen substan
ti
ier
te die Beschwerdeführerin a
m 22. Februar und
2. Mai 2013
ihre finanzielle Si
tuation (Urk. 10 f.
, Urk. 16 f.), worauf ihr mit Verfügung vom 18. Juni 2013
die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde (Urk. 18). Nach
dem sie mit Replik
vom 24. Oktober 2013 an den gestellten Anträgen
festge
halten hatte
(Urk. 22), teilte die Beschwerdegegnerin am 18. November 2013 ihren Verzicht auf eine Duplik mit (Urk. 25), worüber die Beschwerdeführerin am Tag darauf orientiert
wurde (Urk. 26).
Am 20. Februar 2014 reichte die un
entgeltliche
Rechts
ver
tre
te
rin
ihre Honorarnote ein (Urk. 28).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu be
tä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich
min
destens 40 Prozent arbeitsunfähig (
Art.
6
des Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (
Art.
8 ATSG
) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent besteht Anspruch auf
eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent auf eine
halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent auf eine
Drei
viertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.2
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
ger
s
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die
Zu
kunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG).
Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen
Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Renten
an
spruch
zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesent
li
che
n Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn
sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesund
heit
s
zustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E.
3.5 mit Hinweisen). Ein
e Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener
Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Aus
wirkung
en auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswir
kung
en eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revisi
onsgrund
im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar.
Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechts
kräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Ein
spracheentscheid
, welche oder
welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit
rechts
kon
former
Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung be
ruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E.
3.2.3; Urteil des Bundes
ge
richt
s 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hin
weisen).
1.3
Wird ein Gesuch um Revision eingereicht, ist darin glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität in einer für den Anspruch erhebli
chen Weise ge
ändert hat (Art. 87 Abs. 3 der Verordnung über die Invalidenver
sicherung; IVV).
Zur Frage des Bedeutungsgehalts des
Art.
87
Abs.
3 IVV hat das Bundesgericht in
BGE 130 V 64 f. E. 5.2.5
festgehalt
en, dass die versicherte Person mit dem
Revisionsgesuch die massgebliche Tatsachenänderung glaub
haft machen muss,
ihr
mithin ausnahmsweise eine Beweisführungslast zu
kommt. Tritt die Ver
wal
tung
– wie hier -
auf das erneute Leistungsbegehren ein, hat sie demgegenüber ge
stützt auf den Untersuchungsgrundsatz von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen (
Art.
43 ATSG,
Art.
57 IVG in Verbindung mit
Art.
69 ff. IVV; SVR 2006 IV Nr. 10 S.
39 E. 4.1 [I 457/04], vgl. ferner Urteil des Bundesgerichts 8C_844/2012 vom
5.
Juni 2013 E. 2.1
mit Hinweisen
).
1.4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im
Be
schwerdefall
das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
be
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
2.
Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer allfälligen anspruchserheblichen
Änderung bildet vorliegend die
rentenzusprechende Verfügung vom
8. November
2011
(
Viertelsrente
,
Urk.
13/69
).
Diese beruhte
in medizinischer Hinsicht auf d
em
i
nternis
tisch-rheumato
logi
sche
n
Gutachten
von Dr. med.
Y._
, Fachärztin für Innere Medizin FMH, speziell
Rheumaerkrankungen, und zertifizierte Gutachterin SIM, v
om 11. Januar 2011 so
wie auf dem
p
sychiatrische
n
Gutachten mit interdiszipli
närer Zusammen
fass
ung von Dr. med.
Z._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH
und
zertifizierter medizin
i
scher Gutachter SIM, vom 2. Februar 2011 (
Urk. 13/51,
Urk. 13/53
; vgl. auch Urk. 13/63
)
. Darin wurden folgende
Diagnosen
mit Aus
wir
kung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt
(
Urk. 13/51 S. 20,
Urk. 13/53
S. 7,
S. 9)
:
-
Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte bis mittelgradige Episode (ICD-10 F33.01/11)
-
Pan
vertebralsyndrom
linksbetont
-
HWS: mässige
Chon
d
rose
C5/C6 mit
intraforaminaler
Diskushernie und Irrita
tion der Nervenwurzel C6 links ohne Kompression (MRI 05/2010)
-
klinisch ohne
radikuläre
Zeichen
-
LWS: mediane und
recessale
Diskushernie L4/L5 links mit Kompression des
re
cessalen
Anteils der Nervenwurzel L5 links mit Kompression des
recessalen
Anteils der Nervenwurzel L5 links und mediane Diskushernie L5/S1 ohne
Ner
venwurzelkompression
(MRI 12/2010)
-
klinisch ohne
radikuläre
Zeichen
Keine
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
wurde dagegen folgenden Leiden bei
ge
messen
(
Urk. 13/51 S. 20,
Urk.
13/53
S. 7,
S. 10
):
-
Intermittierende Akzentuierung der emotional-instabilen und
histrionischen
Per
sönlichkeitszüge
(ICD-10 Z73.1)
-
Zustand nach Tablettenintoxikationen in parasuizidaler Absicht (ICD-10 F60.0)
-
Ausgedehnte chronische Schmerzen
-
Adipositas Grad I (BMI 33.1 kg/m2)
-
Ausgeprägter Vitamin-D-Mangel (29
nmol
/l)
-
Hypercholesterinämie
(6.3
mmo
/l)
-
Exefor
-Überdosierung (3.12
umol
/l)
-
ohne Nachweis von CYP2D5-Polymorphismen
Weiter wurde als erstellt erachtet, dass die als Vollerwerbstätig
e
zu qualifizie
rende Beschwerdeführerin sowohl für die angestammte
als
auch für eine ange
passte Tätigkeit aus psychiatrischer
Sich
t
zu 50 % arbeitsunfähig ist
(
Urk. 13/53 S. 10 f.,
Urk.
13/55
, Urk. 13/59, Urk. 13/63 S. 6, Urk. 13/69
)
.
3.
D
ie Beschwerdegegnerin
wies mit Verfügung vom 14. Dezember 2012 das sinn
gemässe Rentenerhöhungsgesuch der Beschwerdeführerin mit der Begründung ab, dass
eine objektive Verschlechterung des Gesundheitszustandes
nicht aus
ge
wiesen sei
(Urk. 2 S. 2)
.
Demgegenüber s
tellt
e
sich die Beschwerdeführerin auf den Standpunkt, sie sei
bereits aufgrund ihrer psychischen Erkrankung zu 100 % arbeitsunfähig (Urk. 1 S. 3).
Replicando
fügte
s
ie hinzu
,
ihr Gesundheitszustand
habe sich
durch
zwei
Fuss-Operationen nachweislich verschlechtert
. Dabei sei
die Frage der Auswir
kungen auf die Arbeitsfähigkeit ungeklärt geblieben
, weshalb auf das damalige Gutachten von Dr.
Y._
nicht abgestellt werden könne
(Urk. 22 S. 2).
4.
4.1
Dem von der Beschwerdeführerin zur Untermauerung der geltend gemachten
ge
sundheitlichen
Verschlechterung eingereichten Bericht von
Dr. med.
A._
, Fach
arzt für Innere Medizin und Rheumatologie, vom 10. September 2012 (Urk. 13/78)
lassen sich folgende Diagnosen entnehmen:
-
Chronisches
cervikal
betontes
Panvertebralsyndrom
-
Fibromyalgie
-Syndrom
-
Periarthropathia
humeroscapularis
links
-
Anamnestisch rezidivierende depressive Episoden
-
Zunehmende Spreizfussbeschwerden und
Hallux
valgus
beidseits, zunehmend symptomatisch, Grosszehengrundgelenksarthrose beidseits
-
Gonarthrose
links
Weiter führte Dr.
A._
aus, es bestehe eine
subjektiv zunehmende
Schmerz
s
ymptomatik
. Die zunehmenden Schmerzen seien auf das
Fibromyal
giesyndrom
zurück
zuführen, weshalb eine Beurteilung
durch den
behandelnden Psychiater
Dr. med.
B._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,
emp
fohlen
werde
. Als
neue g
esundheit
liche F
aktoren bestünden ansonsten nur
eine
Hallux
val
gus-
Operation
rechts und eine geplante
Hallux
valgus
-Operation links. In
wie
weit dies langfristig die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigen könne, sei schwie
rig zu
beurteilen. Eventuell sei eine
bidisziplinäre
rheumatologi
sche/psychiatrische gut
achterliche Verlaufsbeurteilung sinnvoll.
In zwei vom 14. November 2012 datierten Arztzeugnissen attestierte Dr.
A._
in der Folge
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit vom 26. Oktober bis 11. Dezember 2012 und eine anschliessende 50%ige Arbeitsfähigkeit
für eine Tätigkeit, wie sie
im Vorbescheid vom 23. Oktober 2012 umschrieb
en werde
(Urk. 13/89 S.
2 f.
; vgl. auch Urk. 8/86
).
4.2
D
en Angaben von
Dr.
A._
ist zu
entnehmen, dass
seit der
R
entenzuspre
ch
ung
lediglich hinsichtlich der beiden Füsse eine
Veränderung
eingetreten
war
. Die dadurch verursachte
über 50 % hinausgehende
Einschränkung
der Ar
beits
fähigkeit
erwies sich
jedoch
nur
von kurzer Dauer
(Urk. 13/89 S. 2 f.)
, weshalb es sich dabei nicht um
eine
anspruchsrele
vante Verschlechterung handelt.
Die
von Dr.
A._
weiter
genannten
Diagnosen eines
Fibromyalgie
-Syndroms und
einer
Periarthropathia
humeroscapularis
links
w
a
ren bereits vor der Be
gut
ach
tung durch Dr.
Y._
gestellt und von dieser verworfen
worden
(Urk. 13/51 S. 7, S. 23)
. Insofern handelt es
sich dabei nicht um neu aufge
tre
te
ne
Leiden.
4.3
Zu den
psychischen Beschwerden
,
insbesondere zum Verlauf der depressiven Stö
rung seit der Rentenzusprechung im November 2011
liegt kei
ne fachärzt
liche Stellungnahme
bei den Akten
. Weder reichte die Beschwerdeführerin einen Bericht ihres behandelnden Psychiaters
ein
noch
holte
die Beschwerdegegnerin
vor ihrem negativen Entscheid Auskünfte bei ihm ein.
Für die Rentenzusprechung
mit Wirkung
ab 1. Mai 2009
war
aber nicht das Rückenleiden ausschlaggebend, sondern vielmehr die von Dr.
Z._
im psy
chiatrischen Gutachten vom 2. Februar 2011 attestierte 50%ige Arbeitsunfähig
keit
infolge der
rezidivierenden depressiven Störung (Urk. 13/53 S. 10 f., siehe oben E. 2). Bei gleichbleibendem Gesundheitszustand aus somatischer Sicht (vgl. E. 4.1 und 4.2
hievor
) ist zwecks Prüfung einer
allfälligen
Ver
schlechte
rung
aus psychiatrischer Sicht
die Einholung von Auskünften eines Facharztes, in erster Linie des behan
delnden Psychiaters,
erforderlich. Zwar ist
Dr.
A._
als
Internist und
Rheuma
tologe grundsätzlich in der Lage, das Vorhandensein psychischer
oder psycho
sozialer Auffälligkeiten festzustellen, jedoch übersteigt die vorlie
gend
unerläss
liche, genaue diagnostische und leistungsmässige Wertung eines solchen
Ge
sundheitsschadens
seine Fachkompetenzen,
weshalb eine fachärztliche (psy
chi
a
trische) Abklärung
wie von Dr.
A._
selbst empfohlen
unumgänglich ist
.
4.4
Aus diesen Gründen ist die angefochtene Verfügung vom
14. Dezember 2012 auf
zuhe
ben und die Sache
– mit der Feststellung, dass die verfügte
Viertelsrente
ausgewiesen ist (vgl. BGE 137 V 314 E.
3.2.4) -
an die Beschwerdegegnerin zu
rück
zuweisen, damit sie die notwendige fachärztliche Abklärung des psychi
schen
Zustandes
und dessen Auswirk
ungen auf das Leistungsvermögen
der Beschwer
de
führerin
veranlasse
(zur Abklärungspflicht der Verwaltung vgl. E.
1.3
i.f
.
hie
vor
)
und hernach über
d
as
Renten
erhöhungsgesuch
neu entscheide.
5.
5.1
Bei diesem Ausgang des Verfahrens
hat die Beschwerdegegnerin
die
unentgeltli
che Rechtsvertreter
in
der Beschwerdeführerin, Rechtsanwä
lt
in
lic
.
iur
.
Dürst
,
zu entschädigen.
5.2
Nach § 34 Abs.
3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) bemisst sich die Höhe der gerichtlich festzusetzenden Entschädigung nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Ob
siegens, jedoch ohne Rücksic
ht auf den Streitwert. Gemäss §
8 in Verbindung mit §
7 Abs. 1 der seit 1.
Juli 2011 in Kraft stehenden Verordnung über die Ge
büh
ren, Kosten und Entschädigungen vor dem Sozialversicherungsgericht (
GebV
SVGer
) wird
auch im Rahmen der un
entgeltlichen Rechtsvertretung
–
nament
lich für unnötigen Aufwand kein Ersatz gewährt.
5
.3
Der von
Rechtsanwältin
lic
.
iur
.
Dürst
mit Eingabe vom
20. Februar 2014
gel
tend gemachte Aufwand von
18.17
Stunden und Fr.
109.
Spesenpauschale
(Urk.
28
) ist der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses
nicht angemessen. Namentlich erscheint ein Aufwand von
insgesamt
8.5
Stun
den
für
Begründung und Substantiierung des Gesuchs um unentgeltliche Rechts
pflege
als überhöht.
Auch
genügt
die geltend gemachte Spesenpauschale von
Fr.
109
.
der in
§ 7 Abs. 2
GebV
SVGer
verlangte
n
Substantiierung nicht
.
Angesichts der zu studierenden gut
10
Aktenstücke der Beschwerdegegnerin, der
Rechtsschriften
von etwa drei bzw. einer Seite
samt
nötiger
Aufwen
dungen für
Instruktion und
Abklärungen
, de
r
aufgrund
der sprachlichen
Ver
ständigungs
pro
bleme
(Urk. 8) erhöhten
Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Gesuch um
unentgeltlich
e
Rechtsverbeiständung
sowie der
in ähnliche
n Fällen zuge
spro
che
nen Beträge
ist
die Entschädigung von Rechtsanwä
lt
in
lic
.
iur
.
Dürst
bei An
wendung des gerichtsü
blichen Stundenansatzes von Fr.
200.
auf Fr. 2‘6
00
.
(inklusive
Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen.
6.
Die Kost
en des Verfahrens sind auf Fr. 8
00.-- festzulegen und
ausgangsgemäss
von der Beschwerdegegnerin zu tragen (Art. 69 Abs. 1
bis
des Bundesgesetzes über
die Invalidenversicherung, IVG).