Decision ID: 81dcdd55-7953-4ad6-9d15-c0a526110b29
Year: 2012
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführer,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
Rente
Sachverhalt:
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A.
A.a A._ meldete sich am 19./29. November 2007 zum Bezug von Leistungen der
Invalidenversicherung an. Er war gemäss Arbeitgeberbescheinigung vom 20. Dezember
2007 (act. 11) seit dem 8. November 2004 als Produktionsmitarbeiter angestellt. Sein
letzter Arbeitstag sei der 22. August 2007 gewesen.
A.b Dr. med. B._, Allgemeine Medizin FMH, berichtete am 20. Dezember 2007
(act. 12), der Versicherte leide an einer Femurkopfnekrose. Es sei eine Totalprothese
eingesetzt worden. Ein im Stehen zu verrichtender Beruf sei ungünstig. In einer sitzend/
stehend auszuübenden Tätigkeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 50 %. Am 11. Juni
2008 (act. 16) berichtete Dr. B._, mit der Operation habe sich die Situation
verbessert. Die Femurkopfnekrose sei behoben. Es bestehe eine Bursitis trochanterica,
die vom Versicherten überbewertet werde. Objektiv medizinisch sollte eine
Teilarbeitsfähigkeit erreicht werden. Praktisch sei dies aber zurzeit nicht möglich. Eine
abwechselnd sitzend und gehend auszuübende Tätigkeit ohne schwere Belastung sei
prinzipiell in einem zeitlich reduzierten Rahmen möglich, möglicherweise von 50 %, mit
einer Leistungsfähigkeit von möglicherweise ebenfalls 50 %. Eine bleibende
Einschränkung von 20 % bestehe nicht; die Situation sollte langfristig verbessert
werden. Die Ärztin C._ berichtete am 26. Januar 2009 (act. 29-1 ff.), im Kantonsspital
St. Gallen sei eine Infiltration von Facettengelenken erfolgt. Der Versicherte sei nun
arbeitslos. Er könne im Moment nicht zu mehr als 50 % arbeiten. Seit zwei bis drei
Wochen seien auch noch Schulterschmerzen links hinzu gekommen. Die Klinik für
Orthopädische Chirurgie am Kantonsspital St. Gallen gab am 1. Mai 2009 (act. 34)
folgende Diagnose an: Persistierender Hüftschmerz rechts mit/bei Implantation Hüft-TP
28.11.07 bei Femurkopfnekrose, Infiltration der Bursa trochanterica mit Rapidocain und
Kenacort am 14.5.08 und Osteochondrose L4-S1 mit Spondylarthrose ohne Nerven
kompression oder Spinalkanalstenose. Am 4. März 2009 (act. 34-8) hatte die Klinik
Dr. B._ mitgeteilt, es sei keine Ätiologie der Schmerzen von der Wirbelsäule her
ersichtlich; das passe auch zum MRI-Befund der LWS. Eine operative Therapie im
Bereich der LWS sei daher nicht indiziert. Der Versicherte sei vielmehr nochmals in der
Hüftsprechstunde zu beraten.
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A.c Auf Empfehlung des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) der Invalidenver
sicherung hin wurde eine Begutachtung veranlasst. Dr. med. D._, Orthopädische
Chirurgie FMH, bezeichnete in seinem Gutachten vom 16. Juni 2009 (act. 39) als
Diagnosen einen Leistenschmerz nach Hüfttotalprothese rechts wegen
Femurkopfnekrose, eine Osteochondrose L3/4 und L4/5, ein subacromiales
Impingement Schulter links und eine Epicondylopathie radial rechts. In der zuletzt
ausgeübten, ausschliesslich im Stehen auszuübenden Tätigkeit sei der Versicherte zu
50 % arbeitsunfähig. Eine alternative Tätigkeit müsste zeitweise im Sitzen erfolgen
können. Die Sitzdauer wäre allerdings eingeschränkt, vermutlich auf eine halbe Stunde.
Überkopfarbeiten links seien zu vermeiden. Wenn der Versicherte in Intervallen von
zehn Minuten zwischen Stehen, Gehen und Sitzen wechseln könnte, verbliebe nur eine
zeitliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 30 %. Nachdem die Abklärung der
Wirbelsäule keinen sicheren Grund für die Leistenschmerzen ergeben habe, sei eine
vorstehende Pfanne als Ursache vermutet worden. Dies könnte die ventralen
Schmerzen erklären, wo allerdings eine sehr oberflächlich gelegene Druckdolenz
bestehe. Es könnte auch eine narbige Veränderung der Pfanne ventral aufgetreten sein.
Die 2004 operierte Epicondylitis verursache noch leichte belastungsabhängige
Beschwerden. Deren Entwicklung bei der Arbeitsaufnahme müsste abgewartet werden.
Als Erstes wäre eine lokale Behandlung angebracht. Vor drei Monaten seien neu
Schulterschmerzen links aufgetreten, die einer Impingementproblematik entsprächen.
Hier wäre ein temporärer Einsatz von Antirheumatika sinnvoll. Die Belastbarkeit der
rechten Hüfte sei sicherlich vermindert. Wegen der Beschwerdebilder am Ellbogen und
an der Schulter müsse der zu erwartende Erfolg eines Pfannenwechsels etwas
relativiert werden. Es sei denkbar, dass bei einer Linderung der Hüftbeschwerden
andere Schmerzen in den Vordergrund träten. Sollte der Weg des Pfannenwechsels
eingeschlagen werden, müsste das der letzte Eingriff sein. Der Versicherte habe
Respekt davor.
A.d Die Klinik für Orthopädische Chirurgie am Kantonsspital St. Gallen (Dr. med.
E._) gab im Arztbericht vom 24. Juni 2009 (act. 41) bekannt, es werde gegenwärtig
abgeklärt, ob die Indikation zum Pfannenwechsel bestehe. Je nach Unter
suchungsbefund und Infiltrationsbefund komme allenfalls ein partieller Komponenten-
Wechsel in Frage. In der ap-Aufnahme habe die Pfannenkomponente einen apikalen
und in der axialen Aufnahme einen anterioren Überstand gezeigt. Möglicherweise
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komme es insbesondere durch den anterioren Überstand zu einer persistierenden
Reizung der Iliopsoas-Sehne. Dies würde auch die Schmerzen der Hyperextension
erklären. Zum Ausschluss einer Komponentenlockerung sei der Versicherte für eine
Skelettszintigraphie angemeldet worden. Bei persistierenden Schmerzen und einem
kurzfristigen Ansprechen auf die Infiltration werde die Indikation zu einem Pfannen
wechsel im Sinn einer Medialisierung und einer gleichzeitigen Antevertierung der
Pfanne als gegeben zu betrachten sein.
A.e Daraufhin stellte die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle des Kantons St. Gallen
die Arbeitsvermittlung ein und wies einen Rentenanspruch des Versicherten bei einem
Invaliditätsgrad von 35 % (Valideneinkommen Fr. 64'851.--, Invalideneinkommen
Fr. 42'184.--) mit einer Verfügung vom 25. September 2009 (act. 50) ab. - Eine gegen
diese Verfügung gerichtete Beschwerde mit dem Antrag, eine halbe Rente zuzu
sprechen, wurde mit Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom
20. April 2011 (act. 63) in dem Sinn gutgeheissen, dass die Verfügung aufgehoben und
die Sache zur Weiterführung des Verwaltungsverfahrens und zur anschliessenden

neuen Verfügung im Sinn der Erwägungen an die Verwaltung zurückgewiesen wurde.
Das Verwaltungsverfahren sei vorzeitig abgebrochen worden. Mit der Beschwerde war
ein Bericht der Klinik für Orthopädische Chirurgie am Kantonsspital St. Gallen
(Dr. E._) an Dr. B._ vom 14. Juli 2009 (act. 57-1 f.) eingereicht worden, wonach bei
der verminderten Anteversion der Pfanne und dem typischen Beschwerdebild davon
ausgegangen werde, dass der Musculus psoas mechanisch gereizt werde. Die einzige
Möglichkeit, die Beschwerden zu lindern, bestehe in einer Neupositionierung der
Pfanne. Die Klinik gehe davon aus, dass die Beschwerden deutlich gelindert würden.
Der Eingriff würde eine Hospitalisation von ca. zehn bis vierzehn Tagen erfordern. Der
Versicherte wünsche zurzeit keine operative Intervention. Das Gericht hielt fest, eine
versicherte Person, die eine Rentenleistung beantrage, müsse sich in Erfüllung ihrer IV-
spezifischen Schadenminderungspflicht einer medizinischen Massnahme unterziehen,
wenn diese zumutbar und erfolgversprechend sei. Ob die vorgeschlagene Operation
diese Voraussetzungen erfülle, sei nicht zu prüfen. Jedenfalls sei der einem allfälligen
Rentenanspruch - es ergäbe sich bei einem Einkommensvergleich ein Invaliditätsgrad
von 43 % bei frühestem Rentenbeginn am 1. Juli 2008 - zugrunde zu legende Sach
verhalt noch nicht ausreichend geklärt. - Der Entscheid ist in formelle Rechtskraft er
wachsen.
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B.
B.a Mit Schreiben vom 18. Mai 2011 (act. 64) reichte die Ärztin C._ verschiedene
Berichte (act. 65) ein. Sie habe bereits im Oktober 2010 von den Schulterproblemen
des Versicherten berichtet und sei unter Hinweis auf die Hüftabklärungen hingehalten
worden. Beigelegt war unter anderem ein Bericht der Klinik für Orthopädische Chirurgie
am Kantonsspital St. Gallen vom 29. Juli 2010, wonach im Wesentlichen ein subacro
miales Impingement beidseits (rechts > links), persistierende Hüftschmerzen rechts, ein
Status nach Epikondylopathie lateral rechts mit operativer Revision 2005 und
Adipositas vorlägen. Es habe eine zweimalige Infiltration subacromial stattgefunden,
welche jeweils lediglich eine drei bis vier Tage andauernde Besserung gebracht habe.
Es sei eine operative Therapie zu empfehlen. Dr. med. F._, Ärztin für Innere Medizin
und Rheumatologie FMH, hatte C._ am 4. Januar 2010 (im Wesentlichen) vom Vor
liegen einer Periarthropathia humero-scapularis rechts mit mässiger Bursitis subdeltoi
dea, teils chronisch, einer chronischen Leistenschmerzproblematik postoperativ per
sistierend, eines St. n. Epicondylopathie lateral rechts und einer Adipositas berichtet.
B.b Auf Anfrage erklärte der RAD am 17. Juni 2011 (act. 67), ob die operative
Neupositionierung der Hüftgelenkspfanne zumutbar sei, sei eine juristische, nicht eine
medizinische Frage. Medizinische Hinweise auf Kontraindikationen gebe es nicht. Zum
Narkoserisiko gebe es keine Angaben, so dass es nicht beurteilt werden könne. Es
bestehe keine überwiegende Wahrscheinlichkeit dafür, dass der Eingriff langfristig
erfolgreich sein und dass die Arbeitsfähigkeit steigen könnte.
B.c Am 29. Juni 2011 (act. 71) wurde eröffnet, es bestehe ein Invaliditätsgrad von
45 % ab 1. August 2008. Die zuständige Ausgleichskasse wurde zur
Rentenberechnung auf dieser Basis aufgefordert. Der damalige Rechtsvertreter des
Versicherten erkundigte sich am 5. Juli 2011 (act. 72), ob darin die Schulterproblematik
mit einbezogen sei.
B.d Am 6. Juli 2011 (act. 73) stellte die Ärztin C._ für den Versicherten ein Gesuch
um "Anpassung" der Rente ("Erhöhungsgesuch"). Die Sozialversicherungsanstalt/IV-
Stelle teilte dem damaligen Rechtsvertreter des Versicherten am 8. Juli 2011 (act. 74)
mit, die Eingabe von C._ vom 18. Mai 2011 mit medizinischen Berichten sei
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berücksichtigt worden. Zum Schreiben vom Juli 2001 erklärte sie, die Ärztin sei zur
Gesuchstellung nicht legitimiert. Auf Einreichung eines Berichts von Dr. F._ an C._
vom 24. August 2011 (act. 75) hin ergänzte sie mit Schreiben vom 29. August 2011
(act. 76), in einem Revisionsgesuch sei glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der
Invalidität in anspruchserheblicher Weise geändert habe. Eine Prüfung könne nur
erfolgen, wenn ein schriftliches Revisionsgesuch gestellt und mit Nachweisen konkreter
Anhaltspunkte im erwähnten Sinn dokumentiert werde. Werde bis zum 16. September
2011 kein Revisionsgesuch eingehen, werde sie die eingereichten Akten ablegen. - In
dem Bericht vom 24. August 2011 hatte Dr. F._ erklärt, bei der ausgeprägt verdickten
Bursa sei eine weitere Infiltration nicht sinnvoll. Stattdessen seien die Vorschläge der
Klinik für Orthopädie am Kantonsspital St. Gallen umzusetzen (Dekompression mit
Defilée-Erweiterung der Schulter rechts mit vorangehender Arthro-MRI-Untersuchung).
Eine Begründung zur Erhöhung der Rente sei angesichts des gut behandelbaren
Schulterproblems schwerlich abzuleiten.
B.e Mit Verfügung vom 26. August 2011 (act. 77) hatte die Sozialversicherungsanstalt/
IV-Stelle des Kantons St. Gallen dem Versicherten inzwischen ab 1. August 2008 eine
Viertelsrente bei einem Invaliditätsgrad von 45 % zugesprochen.
B.f Mit Schreiben vom 15. September 2011 an die Verwaltung (act. 78) legte der Ver
sicherte dar, sein Gesundheitszustand sei sehr schlecht. Das operierte rechte Hüft
gelenk schmerze ohne Medikamenteneinnahme jeden Tag. Der rechte Ellbogen -
ebenfalls operiert - sei immer geschwollen. Es würden ihm bei beiden Gelenken
operative Revisionen empfohlen. Seit zwei Jahren habe er Probleme mit beiden
Schultern. Für die rechte Schulter sei ihm eine Operation empfohlen worden, doch be
stehe ein Infektionsrisiko von 5 bis 7 %. Es gebe keine Garantie, dass es besser werde.
Er könne nur mit Ruhe und Medikamenten weiterleben. Der nicht korrekte Entscheid
und die prekäre finanzielle Situation belasteten ihn psychisch. Er erwarte eine
"Revision" des Falles.
C.
Gegen die Verfügung vom 26. August 2011 richtet sich die Beschwerde vom
23. September 2011. Der Beschwerdeführer beantragt eine Überprüfung aller Akten
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und eine korrekte Entscheidung darüber. Der Invaliditätsgrad von 45 % sei nicht
zutreffend. Die ärztlichen Unterlagen seien nicht richtig berücksichtigt worden.
Stattdessen habe für die Beschwerdegegnerin nur die mögliche Operation gezählt. Wie
den beigelegten Berichten von Dr. B._ und Dr. med. G._, FMH Orthopädische
Chirurgie und Traumatologie, zu entnehmen sei, bestehe aber ein Risiko von 5 bis 7 %;
er scheue dieses. Er sei arbeitsunfähig und die Beschwerdegegnerin hätte ihm eine
"Revision" erlauben müssen. Die Entscheidung dürfe seine psychische Situation nicht
verletzen. - Beigelegt war nebst dem Bericht der Klinik für Orthopädische Chirurgie am
Kantonsspital St. Gallen vom 29. Juli 2010 unter anderem ein solcher von Dr. G._ an
Dr. B._ vom 19. Oktober 2009. Danach wurden Beschwerden in der Leiste nach
Totalprothesenimplantation rechts diagnostiziert. Da die Totalprothese am 4. Mai 2009
szintigraphisch als stabil erachtet worden sei und sich keine entzündlichen Ver
änderungen im Bereich der Psoas-Sehne gezeigt hätten, müsse davon ausgegangen
werden, dass die Beschwerden nicht - jedenfalls nicht mit genügender Wahrscheinlich
keit - durch die Position der Pfanne erzeugt würden. Deren Inklination sei nicht
genügend, um eine entsprechende Störung zu erzeugen. Er könne die Beschwerden
somit ebenfalls nicht erklären. Das Infektionsrisiko steige bei Zweitoperationen auf 5
bis 7 % und der Effekt sei unsicher; es würde sich um einen Versuch handeln. Er
empfehle, die Sache zu belassen. - In einem Schreiben vom 10. Oktober 2011 ergänzt
der Beschwerdeführer, er habe wegen seiner Hüft- und Schulterleiden Anspruch auf
mindestens eine halbe Rente. Die Ärzte hätten diese gesundheitlichen Probleme be
stätigt. Sein Anwalt habe ihm zu einer Beschwerde geraten.
D.
Der RAD hat am 30. September 2011 (act. 80) dafürgehalten, ein medizinischer
"Revisionsgrund" bestehe nicht. Die Akten ab Mai 2011 fokussierten auf der (therapier
baren) Schulterproblematik rechts. - Mit Vorbescheid vom 14. Oktober 2011 (act. 86 f.)
hat die Beschwerdegegnerin dem früheren Rechtsvertreter des Beschwerdeführers
eine Abweisung dessen Anpassungsgesuchs in Aussicht gestellt. Der Rechtsvertreter
hat daraufhin mitgeteilt, sein Mandat sei beendet (act. 88). Der Beschwerdeführer hat
mit Einwand vom 20. Oktober 2011 (act. 90) ersucht, sein Problem ernst zu nehmen
und ihm noch fünf Prozent mehr Invaliditätsgrad zuzugestehen oder ihm eine
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"Revision" zu ermöglichen. - Am 20. November 2011 hat der Beschwerdeführer seinen
Einwand gegen den Vorbescheid dem Gericht zugestellt.
E.
In ihrer Beschwerdeantwort vom 23. November 2011 beantragt die Beschwerde
gegnerin die Abweisung der Beschwerde. Das Versicherungsgericht des Kantons
St. Gallen habe für den Fall, dass eine Operation nicht zumutbar oder nicht erfolgver
sprechend sei, einen Anspruch auf eine Viertelsrente ermittelt. Da eine Operation ge
mäss der RAD-Stellungnahme nicht mit Sicherheit eine Verbesserung bringen würde,
sei eine Viertelsrente geschuldet.
F.
F.a Mit Replik vom 13. Januar 2012 hält der Beschwerdeführer daran fest, dass die
Beschwerdegegnerin über seine Sache nicht richtig entschieden habe. Es fehlten ihm
5 % (sc. Invaliditätsgrad), damit er eine halbe Rente bekommen könnte. Die
Orthopäden würden ihm mündlich ihre Meinung sagen, sie aber nicht schreiben wollen.
Er wolle bei der gerichtlichen Entscheidung persönlich dabei sein. - Der
Beschwerdeführer legt ein Arztzeugnis eines Orthopädischen Chirurgen aus H._ vom
11. Januar 2012 (samt Übersetzung) bei, wonach der Beschwerdeführer im ganzen (die
Hüfte betreffenden) postoperativen Verlauf Schmerzen in der rechten Leiste gehabt
habe und noch habe. Die Leistengegend müsse untersucht werden. Es bestehe
eventuell eine Schwäche des Leistenkanals oder ein Leistenbruch.
F.b Am 20./21. Januar 2012 reicht der Beschwerdeführer einen Arztbericht von
Dr. G._ vom 18. Januar 2012 an C._ ein. Darin wurde angegeben, als Ursache der
Beschwerden könne einzig eine etwas flache Pfannenlage mit Überstehen vorne
postuliert werden; ob die Beschwerden aber wirklich davon rührten, sei nicht sicher
feststellbar. Die 3-Phasen-Szintigraphie zeige, dass das nicht unbedingt der einzige
Grund der Beschwerden sein könne. Sie sei bezüglich der Hüftpfanne mehr oder
weniger normal ausgefallen mit normaler "Mehrbewegung" dorsal der Hüftpfanne (und
nicht ventral, wo sie zu erwarten wäre). Auch die Schultergelenke zeigten eine
Mehrbelegung und es werde eine Retropatellärarthrose links gesehen. An der Schulter
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könnte mittels einer Arthroskopie und einer Neer-Plastik eine Verbesserung erzielt
werden.
F.c Am 31. Januar/6. Februar 2012 erklärt der Beschwerdeführer, er verlange nur,
was sein erlittener Schaden ausmache. Es sei nicht so, dass er nicht arbeiten wollte. Er
sei vielmehr nicht fähig, mit Schmerzen zu arbeiten. Obwohl das bereits fünf Jahre an
dauere, hätten die Ärzte seine Arbeitsfähigkeit nicht erfolgreich wieder herstellen
können. Er sehe in seinem Alter von 58 Jahren keinen Ausweg aus dieser gesundheit
lichen und finanziellen Situation. Das Gericht dürfe nicht zulassen, dass seine
Menschenrechte verletzt würden.
G.
Die Beschwerdegegnerin hat auf die Erstattung einer Duplik verzichtet, der Be
schwerdeführer am 25. Juni 2012 auf die Durchführung einer mündlichen Verhandlung.
Erwägungen:
1.
1.1 Am 1. Januar 2008 ist die 5. IV-Revision in Kraft getreten. Die
Beschwerdegegnerin hat die angefochtene Verfügung am 26. August 2011, also unter
der Geltung des Rechts dieser Revision, erlassen. Die späteren Rechtsänderungen sind
nicht massgebend. Zu beurteilen ist der Sachverhalt, wie er sich bis zum Zeitpunkt des
Erlasses der erwähnten Verfügung entwickelt hat. Dieser Sachverhalt reicht in eine Zeit
vor Inkrafttreten der 5. IV-Revision zurück. Die 5. IV-Revision enthält keine die Rente
betreffende übergangsrechtliche Bestimmung. Das Bundesamt für
Sozialversicherungen unterstellt aber (in Bezug auf den Rentenbeginn) zu Recht eine
ausfüllungsbedürftige Lücke (vgl. das Rundschreiben Nr. 253 vom 12. Dezember 2007).
Die Definition der Sachverhalte, auf die noch altes Recht anwendbar sein soll, sollte
durch ein materiellrechtliches, unbeeinflussbares Merkmal erfolgen. In Frage kommen
der Zeitpunkt der Entstehung des Auszahlungsanspruchs oder der Eintritt des
Versicherungsfalls, beide definiert nach dem alten, ausser Kraft getretenen Recht (zum
Ganzen im Detail der Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen i/S
M. vom 28. Oktober 2009, IV 2009/5). Bezüglich des Rentenbeginns sind deshalb
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vorliegend angesichts der IV-Anmeldung und des Eintritts der Arbeitsunfähigkeit im
Jahr 2007 die bis zum 31. Dezember 2007 gültig gewesenen Bestimmungen (im
Folgenden angeführt) anzuwenden. Für die Invaliditätsbemessung hat sich indessen
materiell keine Änderung der Rechtslage ergeben.
1.2 Mit der angefochtenen Verfügung hat die Beschwerdegegnerin dem Beschwerde
führer eine Viertelsrente zugesprochen. Der Beschwerdeführer lässt in diesem Ver
fahren einzig höhere Rentenleistungen beantragen. Zum Streitgegenstand gehört aber
notwendigerweise auch die Frage, ob die Verwaltung den Grundsatz "Eingliederung vor
Rente" beachtet und eine allfällige Pflicht des Beschwerdeführers zu Massnahmen
korrekt in Anspruch genommen habe. Denn wie sich aus Art. 16 ATSG ergibt, ist der
Einkommensvergleich zur Bemessung des Invaliditätsgrades erst nach Durchführung
der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen
vorzunehmen und hat die versicherte Person, wenn ohne berufliche Massnahmen ein
Rentenanspruch gegeben wäre, die Pflicht, sich geeigneten und zumutbaren
Eingliederungsmassnahmen zu unterziehen. Die Verwaltung ihrerseits hat die Pflicht,
vor dem Entscheid über die Rentenfrage von Amtes wegen alle
Eingliederungsmöglichkeiten zu prüfen und hierüber zu entscheiden.
2.
2.1 Für die richterliche Beurteilung sind grundsätzlich wie erwähnt die tatsächlichen
Verhältnisse massgebend, wie sie bis zum Zeitpunkt der angefochtenen Verwaltungs
verfügung bestanden haben (BGE 121 V 366 E. 1b mit Hinweisen; BGE 125 V 150
E. 2c). Tatsachen, die sich erst später verwirklichen, sind insoweit zu berücksichtigen,
als sie mit dem Streitgegenstand in engem Sachzusammenhang stehen und geeignet
sind, die Beurteilung im Zeitpunkt des Verfügungserlasses zu beeinflussen (Bundes
gerichtsentscheid i/S L. vom 16. Februar 2010, 8C_393/09; BGE 99 V 102).
2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente,
wenn die versicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente,
wenn sie mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens
50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von
mindestens 40 % Anspruch auf eine Viertelsrente.
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2.3 Im Fall einer rückwirkenden Rentenfestsetzung ist es unter Umständen
notwendig, den Invaliditätsgrad für verschiedene zurückliegende Zeitabschnitte nach
Massgabe der jeweiligen Erwerbsunfähigkeit unterschiedlich hoch zu bemessen (vgl.
BGE 106 V 16; BGE 109 V 125). Bei der rückwirkenden stufenweisen
Rentenzusprechung richtet sich der Zeitpunkt einer Rentenerhöhung ausschliesslich
nach Art. 88a Abs. 2 IVV. Art. 88 Abs. 2 IVV findet keine Anwendung (vgl. BGE
109 V 125). Nach Art. 88a Abs. 2 IVV ist eine anspruchsbeeinflussende Änderung bei
einer Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit zu berücksichtigen, sobald sie ohne
wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat. Art. 29 IVV ist sinngemäss
anwendbar.
2.4 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin
für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1
ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt nach der Rechtsprechung jede wesentliche
Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und
damit den Rentenanspruch zu beeinflussen (BGE 130 V 349 f. E. 3.5). - Ob eine
revisionsbegründende Änderung eingetreten ist, beurteilt sich nach der
Rechtsprechung durch Vergleich des Sachverhalts, wie er im Zeitpunkt der letzten (der
versicherten Person eröffneten) rechtskräftigen Verfügung bestand, welche auf einer
materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung,
Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten
für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands) beruht
(BGE 133 V 108), mit demjenigen zur Zeit der streitigen Neubeurteilung (BGE 130 V 351
E. 3.5.2; BGE 125 V 369 E. 2).
3.
3.1 Nach der Anweisung des kantonalen Versicherungsgerichts zur Fortführung des
Verwaltungsverfahrens hat die Beschwerdegegnerin ihren RAD zur Zumutbarkeit und
den Erfolgsaussichten einer operativen Neupositionierung der Hüftpfanne befragt.
Danach konnte ein langfristiger Erfolg nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
erwartet werden. Bei der Klinik für Orthopädische Chirurgie am Kantonsspital
St. Gallen, welche diesbezüglich Abklärungen in Auftrag gegeben und sich mit einer
bis
bis
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möglichen Indikation befasst hatte, hat die Beschwerdegegnerin hingegen - was
naheliegend und zu erwarten gewesen wäre - keine Anfrage gemacht. Mit der
nachträglich (mit der Beschwerde) eingereichten Stellungnahme von Dr. G._ vom
19. Oktober 2009 (act. G 1.7) lässt sich das Ergebnis des RAD allerdings stützen,
können danach doch die Beschwerden nicht - jedenfalls nicht mit genügender
Wahrscheinlichkeit - auf die Position der Pfanne zurückgeführt werden. Das
Infektionsrisiko steige bei Zweitoperationen ausserdem auf 5 bis 7 % und der Effekt sei
unsicher. Er empfehle, die Sache zu belassen. Schon Dr. D._ hatte im Übrigen den zu
erwartenden Erfolg wegen der daneben vorliegenden Beschwerdebilder am Ellbogen
und an der Schulter zurückhaltend beurteilt. Es müsste (sc. wohl: an der Hüfte) der
letzte Eingriff sein. Dass der Beschwerdeführer sich im Sinn der
Schadenminderungspflicht einem solchen Eingriff unterziehen sollte, konnte von ihm
angesichts dieser Beurteilungen (von Kausalität und Aussichten) nicht erwartet werden.
Unter dem Gesichtspunkt der Eingliederungsmöglichkeiten (auch der beruflichen) ist
nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin eine Rente zugesprochen hat.
3.2 Art. 57a Abs. 1 IVG sieht vor, dass die IV-Stelle der versicherten Person den vor
gesehenen Endentscheid über ein Leistungsbegehren mittels eines Vorbescheids mit
teilt. Das hat sie hier unterlassen. Sie hat dem damaligen Rechtsvertreter aber eine
Kopie der Mitteilung des Beschlusses vom 29. Juni 2011 zugestellt, aus dem die ent
sprechenden Angaben ersichtlich waren. Da angenommen werden kann, der Be
schwerdeführer gebe der materiellen Behandlung der Streitsache den Vorzug vor einer
rein verfahrensrechtlich begründeten Rückweisung der Sache (zur Interessenabwägung
vgl. Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen i/S T. vom 24. Mai
2012, IV 2011/187), braucht vorliegend, selbst wenn dennoch von einer Verletzung des
Anspruchs auf rechtliches Gehör auszugehen wäre, jedenfalls keine Rechtsfolge (in
Form der Aufhebung der Verfügung aus formellem Grund) hieran geknüpft zu werden.
4.
Was die medizinisch zumutbare Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit betrifft,
ist für die Zeit bis September 2009 gemäss dem Urteil des Versicherungsgerichts des
Kantons St. Gallen vom 20. April 2011 von einer solchen (ohne Operation) von 70 %
und von einem Invaliditätsgrad auszugehen, der Anspruch auf eine Viertelsrente be
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gründet. Es besteht demnach kein Anlass, die Zusprechung einer Viertelsrente ab
1. August 2008 zu beanstanden.
5.
5.1 Bei der für die Rentenzusprechung massgeblichen Arbeitsfähigkeitsschätzung
von Dr. D._ war unter anderem ein subacromiales Impingement der Schulter links
berücksichtigt worden. Der Arzt hatte einen temporären Einsatz von Antirheumatika
und bei ungenügendem Ansprechen eine subacromiale Infiltration empfohlen.
5.2 Noch vor Verfügungserlass - am 18. Mai 2011 - hat C._ unter anderem einen
Bericht vom 4. Januar 2010 von Dr. F._ eingereicht, wonach eine Periarthropathia
humero-scapularis rechts mit mässiger Bursitis subdeltoidea, teils chronisch, vorliege.
Bei der Verlaufskontrolle am 4. Januar 2010 habe der Beschwerdeführer links kaum
noch Symptome angegeben. Gemäss dem Bericht der Klinik für Orthopädische
Chirurgie am Kantonsspital St. Gallen vom 29. Juli 2010 bestand beidseits ein
subacromiales Impingement. Eine Schultersonographie beidseits hatte danach im
Dezember 2009 eine chronische Bursitis subacromialis gezeigt. Eine zweimalige
Infiltration habe für je lediglich drei bis vier Tage Besserung gebracht. Da eine
konservative Therapie keine Besserung erreicht habe, werde eine Operation
empfohlen. In einem dritten eingereichten Bericht, nämlich jenem des Instituts für
Radiologie am Kantonsspital St. Gallen vom 11. Februar 2011, war festgehalten
worden, dass eine Arthrographie nach der Punktion habe (wegen starker Platzangst)
abgebrochen werden müssen. Es war dem Bericht zu entnehmen gewesen, dass der
Beschwerdeführer auch links zunehmend Schmerzen habe. Einen Tag vor
Verfügungserlass (nämlich am 25. August 2011) ging bei der Beschwerdegegnerin
schliesslich der Bericht von Dr. F._ vom 24. August 2011 ein. Es wurde zwar
festgehalten, die Beschwerden seien nach Angaben des Beschwerdeführers in den
letzten zwei Jahren gleich geblieben, aber auch, die Verlaufssonographie vom
23. August 2011 habe eine eher zunehmend ausgeprägte (massive) chronische
Bursaverdickung rechts über der Supraspinatussehne und wenig echoarmen Erguss
gezeigt. Es seien nun die Vorschläge der Klinik für Orthopädie am Kantonsspital
St. Gallen umzusetzen.
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5.3 Mit diesen medizinischen Unterlagen sind der Beschwerdegegnerin vor Ver
fügungserlass Umstände bekannt geworden, die sie zur Prüfung einer allfälligen
Rentenstufe hätten veranlassen müssen: C._ hatte am 18. Mai 2011 moniert, sie
habe der Beschwerdegegnerin telefonisch bereits im Oktober 2010 von den Schulter
problemen berichtet, sei damit aber unter Hinweis auf die laufenden Abklärungen der
Hüftprobleme auf die Zeit nach deren Abschluss vertröstet worden. Während bei der
Begutachtung lediglich einseitige Schulterbeschwerden beurteilt wurden, sind hernach
solche Beschwerden auf beiden Seiten aufgetreten. Im Verlauf der Zeit war ausserdem
eine Zunahme der Bursaverdickung zu verzeichnen gewesen. Da die therapeutischen
Massnahmen nicht zum Ziel geführt hatten, wurde schliesslich eine Operation
empfohlen; der Zustand hatte sich somit zu einer eine invasive Therapie erfordernden
Situation entwickelt. Eine höhere Arbeitsunfähigkeitsschätzung wurde zwar vor Ver
fügungserlass nicht eingereicht, doch stellte C._ am 6. Juli 2011 immerhin ein
Gesuch um "Anpassung" im Sinn einer Erhöhung der (damals beschlossenen, aber
noch nicht verfügten) Rente (also ein Gesuch um eine stufenweise Erhöhung der zu
verfügenden Rente), was darauf hindeutet, dass sie eine gesteigerte Arbeitsunfähigkeit
annahm. Zumindest relevante (und somit abklärungsbedürftige) Anhaltspunkte für eine
mögliche Erhöhung der Arbeitsunfähigkeit (selbst in adaptierter Tätigkeit) haben vor
gelegen. - Dass Dr. F._ am 24. August 2011 erklärte, eine Begründung für eine
Erhöhung der Rente sei angesichts des gut behandelbaren Schulterproblems
schwerlich abzuleiten, vermag hieran nichts zu ändern. Ohne Abklärung der
Zumutbarkeit und der Erfolgsaussichten eines solchen Eingriffs (und entsprechendes
Verfahren der Aufforderung zur Mitwirkung) kann er bei der Arbeitsfähigkeitsschätzung
nicht supponiert werden. Ob der Eingriff den prognostisch angenommenen Erfolg in
Bezug auf die Arbeitsfähigkeit auch tatsächlich zeitigen würde, ist ausserdem noch
offen. - Was die Zumutbarkeit einer Behandlung betrifft, ist nach der Rechtsprechung
das objektiv Zumutbare massgebend, nicht die subjektive Wertung des Versicherten.
Die gesetzliche Vorgabe von Art. 21 Abs. 4 ATSG, wonach Massnahmen, die eine
Gefahr für Leben und Gesundheit darstellen, nicht zumutbar sind, bedeutet nicht, dass
eine Vorkehr, die keine solche Gefahr darstellt, automatisch zumutbar sei. Vor allem bei
medizinischen Massnahmen, die einen starken Eingriff in die persönliche Integrität der
versicherten Person darstellen können, unterliegt die Zumutbarkeit keinem strengen
Massstab. Umgekehrt ist die Zumutbarkeit umso eher zu bejahen, als die fragliche
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Massnahme unbedenklich erscheint (vgl. Bundesgerichtsentscheide i/S D. vom
14. Januar 2008, 8C_128/07, und i/S E. vom 13. März 2007, I 824/06). - Zu bedenken
wäre diesbezüglich vorliegend wohl unter anderem, dass der Beschwerdeführer an
operierten Stellen weiterhin Beschwerden beklagt und es - zwar nicht an der Schulter,
aber - an der Hüfte ein korrigierender Eingriff ist, der diskutiert wurde. Es bestehen
ferner Beschwerden am Ellbogen, der nach Angaben des Beschwerdeführers ebenfalls
bereits operiert ist und wo erneut eine Operation stattfinden soll. Das lässt eine etwas
erhöhte Schwelle der Zumutbarkeit als begründet erscheinen.
5.4 Die Beschwerdegegnerin hatte immerhin den Arztbericht von Dr. F._ vom
4. Januar 2010 und denjenigen der Klinik für Orthopädische Chirurgie am Kantonsspital
St. Gallen vom 29. Juli 2010 dem RAD vorgelegt (vgl. act. 67). Zur Arbeitsfähigkeit
unter Berücksichtigung des 2011 neu gemeldeten Leidens liegt aber wie erwähnt keine
Arbeitsfähigkeitsschätzung eines behandelnden Arztes vor. Der RAD hat sich am
17. Juni 2011 nicht ausdrücklich mit dieser Frage befasst. Er hätte aber jedenfalls nicht
einer vorhandenen Arbeitsfähigkeitsschätzung eines Arztes folgen oder zwischen
verschiedenen unterschiedlichen medizinischen Arbeitsfähigkeitsschätzungen die
überzeugendste unterstützen können. Insofern lag kein im Wesentlichen bereits
feststehender medizinischer Sachverhalt vor, bei welchem eine direkte ärztliche
Befassung des RAD mit der versicherten Person (d.h. eine eigene Untersuchung)
entbehrlich wäre (vgl. Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen i/S
S. vom 9. Dezember 2010, IV 2009/50; nicht veröffentlichter Entscheid des Versiche
rungsgerichts des Kantons St. Gallen i/S D. vom 25. April 2012).
5.5 Die Abklärung dieser allfälligen Veränderungen im Zeitablauf in einem Verfahren
der Revision nach Art. 17 ATSG (Anpassung) zu tätigen, geht vorliegend nicht an, da
sie wie erwähnt möglicherweise vor Verfügungserlass am 26. August 2011 relevant
geworden und Anhaltspunkte hierfür bereits vor diesem für die vorliegende Beurteilung
massgeblichen Zeitpunkt bekannt geworden sind (das "Erhöhungsgesuch" von C._
stellte im Übrigen wie erwähnt ein Gesuch um eine stufenweise Erhöhung bzw. eine
Änderungsmeldung dar und nicht etwa ein Anpassungsgesuch).
5.6 Ein Anpassungsverfahren hätte indessen Sachverhaltsentwicklungen erfassen
können, welche allenfalls nach dem 26. August 2011 eingetreten wären. Solche
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Veränderungen bilden allerdings jedenfalls nicht mehr Gegenstand dieses Verfahrens
und würden nun bei der späteren Neuverfügung durch die Verwaltung wieder als
mögliche Stufe zu berücksichtigen sein.
5.7 Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass ab 1. August 2008 von einem
Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Viertelsrente auszugehen ist, während noch
abzuklären sein wird, ob sich infolge der im Mai 2011 aktenkundig geltend gemachten
zusätzlichen Leiden eine allfällige Verschlechterung des Gesundheitszustands mit Ein
fluss auf die Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit ergeben hat, sodass im Zeitablauf eine
höhere Rente geschuldet ist.
6.
6.1 Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung der
angefochtenen Verfügung vom 26. August 2011 teilweise zu schützen und die Sache
ist zu ergänzenden medizinischen Abklärungen im Sinn der Erwägungen und zu ent
sprechender neuer Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
6.2 Eine Rückweisung zur weiteren Abklärung der Streitsache und anschliessender
neuer Verfügung an die Beschwerdegegnerin stellt praxisgemäss aus prozessualer
Sicht in Bezug auf die Kosten ein vollständiges Obsiegen dar (vgl. SVR 1995 IV Nr. 51
S. 143; ZAK 1987 S. 266 E. 5a). Angesichts des Unterliegens der Beschwerdegegnerin
sind ihr die Gerichtskosten, die nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom
Streitwert festgelegt werden (Art. 69 Abs. 1 IVG), gesamthaft aufzuerlegen (vgl.
Art. 95 Abs. 1 VRP/SG). Eine Entscheidgebühr von Fr. 600.-- erscheint angemessen.
Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist dem Beschwerdeführer
zurückzuerstatten.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht