Decision ID: c220020f-f69c-4004-8607-1a573dd4b151
Year: 2008
Language: de
Court: GR_KG
Chamber: GR_KG_999
Canton: GR
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

hat sich ergeben:
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A. Mit Entscheid vom 30. März 2007 entschied das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) über vier Beschwerden von A. und auferlegte ihm unter anderem die Verfahrenskosten von Fr. 300.00. Auf eine dagegen erhobene Beschwerde trat das Bundesverwaltungsgericht mit Entscheid vom 1. Juni 2007 nicht ein und auch die gegen diesen Entscheid erhobene Beschwerde wurde vom Bundesgericht mit Urteil vom 7. August 2007 abgewiesen. Am 16. Mai 2007 bzw. 27. September 2007 mahnte das BAKOM A. erfolglos. Eine letzte Mahnung wurde dem Schuldner schliesslich am 29. Januar 2008 zugestellt.
B. Mangels Bezahlung des genannten Betrags leitete das BAKOM beim Betreibungsamt B. die Betreibung ein. Aus dem am 22. Mai 2008 ausgestellten Zahlungsbefehl mit der Betreibugns-Nr._ geht eine Forderung von Fr. 300.00 nebst Zins zu 5 % seit dem 18. Mai 2007 hervor. Gegen diesen Zahlungsbefehl erhob A. Rechtsvorschlag.
C. Am 29. Juli 2008 gelangte die Eidgenössische Finanzverwaltung an das Bezirksgerichtspräsidium Albula und ersuchte um definitive Rechtsöffnung für den Betrag von Fr. 300.00 nebst Zins zu 5 % seit dem 27. September 2007. Zur Begründung wurde im Wesentlichen das Urteil des Bundesgerichts vom 7. August 2007 aufgeführt.
D. Anlässlich der Hauptverhandlung vor dem Bezirksgerichtspräsidium Albula vom 9. Oktober 2008 machte A. geltend, der Entscheid des BAKOM sei noch nicht rechtskräftig, zumal er dagegen Beschwerde beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte erhoben habe.
E. Mit Rechtsöffnungsentscheid vom 9. Oktober 2008, mitgeteilt am 15. Oktober 2008, verfügte das Bezirksgerichtspräsidium Albula wie folgt:
„1. Die definitive Rechtsöffnung in der Betreibung Nr._ des Betreibungsamtes B. gegen A. wird für die Forderungssumme von Fr. 300.00 nebst Zins zu 5 % seit 27. September 2007 erteilt.
2. (Kosten).
3. (Ausseramtliche Kosten).
4. Entscheide des Bezirksgerichtspräsidenten in Rechtsöffnungssachen können innert 10 Tagen seit der schriftlichen Mitteilung an den Kantonsgerichtsausschuss Graubünden, Poststrasse 14, 7000 Chur, weitergezogen werden. In der Beschwerdeschrift ist mit kurzer Begründung anzugeben, welche Punkte angefochten und welche Änderungen beantragt werden.
5. (Mitteilung).“
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Zur Begründung wurde ausgeführt, der Entscheid des BAKOM vom 30. März 2007 sei spätestens mit dem Urteil des Bundesgerichts vom 7. August 2007 vollstreckbar geworden. Selbst wenn der Gesuchsgegner gegen diesen Entscheid tatsächlich Beschwerde beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte erhoben habe - was dieser nicht nachgewiesen habe -, stelle eine solche kein ordentliches Rechtsmittel dar. Die Vollstreckung würde allenfalls gehemmt, wenn der Beschwerde vom Instruktionsrichter des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte ausdrücklich aufschiebende Wirkung zuerkannt würde. Der Gesuchsgegner habe jedoch weder ein Gesuch um aufschiebende Wirkung noch einen diesbezüglichen Entscheid vorgelegt.
F. Gegen diesen Rechtsöffnungsentscheid erhob A. am 7. November 2008 Beschwerde beim Kantonsgerichtsausschuss von Graubünden und ersuchte für die ausführliche Begründung um eine Fristerstreckung bis ca. Ende November 2008.
G. Ein Vernehmlassungsverfahren wurde nicht durchgeführt.

Das Kantonsgerichtspräsidium zieht in Erwägung:
1.a) Gegen Entscheide des Bezirksgerichtspräsidiums in Rechtsöffnungssachen (Art. 15 Abs. 1 Ziff. 2 der Vollziehungsverordnung zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs [GVV zum SchKG; BR 220.100]) kann gemäss Art. 236 Abs. 1 der Zivilprozessordnung des Kantons Graubünden (ZPO; BR 320.000) in Verbindung mit Art. 17 Abs. 1 Ziff. 2 und Art. 24 GVV zum SchKG innert zehn Tagen seit der schriftlichen Mitteilung Rechtsöffnungsbeschwerde an den Kantonsgerichtsausschuss von Graubünden erhoben werden. Für das Beschwerdeverfahren in Rechtsöffnungssachen gelten die Bestimmungen der Zivilprozessordnung (Art. 24 GVV zum SchKG, Art. 236 Abs. 3 ZPO). Die Beschwerde hat schriftlich zu erfolgen, wobei mit kurzer Begründung anzugeben ist, welche Punkte des Entscheids angefochten und welche Abänderungen beantragt werden.
Wie sich aus den nachfolgenden Ausführungen ergeben wird, ist die Beschwerde offensichtlich verspätet, weshalb der Vorsitzende auf sie nicht eintritt (Art. 236 Abs. 2 ZPO).
b) Der Rechtsöffnungsentscheid des Bezirksgerichtspräsidiums Albula wurde dem Beschwerdeführer am 15. Oktober 2008 per Einschreiben mitgeteilt.
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