Decision ID: 46b6a02e-e77a-41a8-813d-d074e2c2cc4a
Year: 2022
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1963,
begann
in Brasilien eine Ausbil
dung
im
Bereich Buchhal
tung
und arbeitete bei einer Bank.
Später liess er sich i
n Portugal zum Maler ausbilden
und besass ein eigenes Malergeschäft
mit zwei Angestellten
(vgl.
Urk.
8/1/4
und 8/76/40
). Als Maler arbeitete er auch in Spanien und Italien (vgl.
Urk.
8/76/49)
,
bevor er im Mai 2008
in die Schweiz
einreiste
(vgl.
Urk.
8/1/1)
. Hier
hatte
er
wiederum
diverse
temporäre Anstellungen
als
Maler
inne
, bevor er im Juni 2010 eine Stelle als Maschinenführer im Schichtdienst bei der
Y._
AG antrat
(vgl.
Urk.
8/4/33
, 8/4/57 f. und
8/26
)
.
1.2
Bei einem Arbeitsunfall am 26.
Oktober 2010
(
vgl.
Urk.
8/4/31)
zog sich der Ver
sicherte
eine ventrale Labrumläsion an der rechten Schulter
zu (etwa
Urk.
8/4/11).
Zuvor hatte er im Jahr 2008 bereits eine
perilunäre
Luxation der Hand links mit Medianus-Symptomatik sowie eine
Tripodfraktur
erlitten (vgl.
Urk.
8/121/75).
In der Folge
meldete
er sich
im August 2011
erstmals zum Leistungsbezug bei der
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
an (
Urk.
8/1
und 8/6
).
Dies
e
gab insbesondere ein orthopädisches, psychiatrisches, neurologisches und internistisches Gutachten in Auftrag,
das
am
5.
A
ugust 2014 von der
Z._
GmbH
erstattet wurde (
Urk.
8/76)
.
Inzwischen
hatte der zuständi
ge Unfallversicherer
, die Suva,
dem Versicherten
mit Wirkung
ab
1.
April 2013 eine
Invalidenrente
von 11
%
sowie eine Integritätsentschädigung bei einer Integritätseinbusse von 5
%
zugesprochen (vgl.
Urk.
8/32
; bestätigt mit Einspracheentscheid vom 2
3.
Januar 2015,
Urk.
8/89 und 8/91
).
Dieser
leistete derweilen wieder
Temporäreinsätze
als
Kundenmaler (vgl.
Urk.
8/76/23
und 8/
103
)
.
Mit Verfügung vom 3
0.
November 2015 sprach d
ie IV-Stelle
dem Versicherten
schliesslich
eine befristete ganze I
nvalidenrente vom 1.
Februar 2012 bis 3
1.
März 2013 zu (
Urk.
8/96
und 8/99
).
1.3
Am
2
8.
Juni 2019
verunfallte der Versicherte
abermals
(
dazu
Urk.
8/121/160 f.)
. Es wurden e
ine Handgelenkskontusion links
sowie eine
Kniekontusion rechts
diagnostiziert
(
etwa
Urk.
8/121/63-65
und 8/121/191
)
. Als weiterhin zuständiger Unfallversicherer übernahm die Suva
bis
zum
1
2.
Januar 2020
wiederum
die Heil
kosten und
erbrachte bis dahin auch
Taggeldleistungen
(
Urk.
8/121/
37 f.
und 8/121/162
).
Im Juli 2020 meldete sich der Versicherte
auch
zum
erneuten
Leis
tungsbezug bei der IV-Stelle an (
Urk.
8/117).
Diese zog die Akten
der Suva
bei (
Urk.
8/12
1), holte einen Auszug aus dem i
ndividuellen Konto
(IK)
ein (
Urk.
8/122) und forderte aktuelle
medizinische Unterlagen
an
(
Urk.
8/123
und 8/125).
Letztere
legte sie dem Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) zur
Prüfung
vor. Gestützt auf die
RAD-Stellungnahme
von
Dr.
med.
A._
, Facharzt für
Ortho
pädische Chirurgie und Traumatologie, vom 1
2.
Oktober
2020 (
Urk.
8/128/3 ff.)
stellte
sie
dem Versicherten mit Vorbescheid vom 3
0.
Oktober 2020
alsdann
die Verneinung eines erneuten Re
ntenanspruchs in Aussicht (
Urk.
8/129). Dage
gen
erhob
dieser
Einwand
(
Urk.
8/137). Am 2
7.
Januar 2021 verfügte die IV-Stelle wie angekündigt (
Urk.
2).
2.
Gegen diesen Entscheid
erhob der Versicherte, vertreten durch
A
d
vogada
Pontes
Clavadetscher
, mit Eingabe vom 2
5.
Februar 2021 Beschwerde (
Urk.
1). Darin be
antragte er, der an
gefochtene Entscheid sei aufzuhe
ben und es sei ihm eine halbe
R
ente, eventualiter eine Viertelsrente zuzusprechen;
subeventualiter
sei die Sache an die IV-Stelle zurückzuweisen
, damit diese entsprechend entscheide
; unter Kos
ten- und Entschädigungsfolgen zulasten der IV-Stelle (
Urk.
1 S. 2).
Die IV-Stelle
schloss mit Beschwerdeantwort vom 23. April 2021 auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
7). Die Beschwerdeantwort wurde dem Versicherten mit Verfü
gung vom 10. Mai 2021 zur Kenntnis gebracht. Mit derselben Verfügung bewil
ligte ihm das
Sozialversicherungsgericht
antragsgemäss (
Urk.
1 S. 2) die unent
geltliche Prozessführung und bestellte ihm in der Person von
Advogada
Pontes
Clavadetscher
eine unentgeltliche Rechtsvertreterin
(
Urk.
9)
.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (
ATSV
), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden
versicherung (IVV) in Kraft getreten.
In zeitlicher Hinsicht sind
vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen
grundsätzlich diejenigen Rechts
sätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechts
folgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da ferner das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung eines Falles in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung
bzw.
des streitigen Einspracheentscheids eingetretenen Sachverhalt abstellt (BGE 144 V 210 E. 4.3.1, 132 V 215 E. 3.1.1, je mit Hinwei
sen), sind vorliegend die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtsvor
schriften anwendbar
und werden nachfolgend in jener Fassung zitiert
.
1.
2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
IVG
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6
ATSG
) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier
telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2).
Im Übrigen sieht
auch der am
1.
Januar 2022 in Kraft getretene A
rt.
28b
Abs.
4 IVG einen rentenbegründenden Mindestinvaliditätsgrad von 40
% vor.
1.
3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art.
28a
Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Der Einkommensver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts
grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2
, 128 V 29 E. 1
).
1.
4
War eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert worden und ist die Verwaltung auf eine Neuanmeldung eingetreten (Art. 87 Abs. 3
IVV)
, so ist im Beschwerdeverfahren zu prüfe
n, ob im Sinne von Art.
17
ATSG
eine für den Rentenanspruch relevante Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten ist (BGE 117 V 198 E.
3a
mit Hinweis).
Dies gilt auch im Falle einer Neuanmeldung nach einer früher rückwirkend zugesprochenen befristeten Rente, zumal für die Zeit unmittelbar vor Erlass der damaligen Verfügung
vom 3
0.
November 2015
eine Rentenleistung ebenso abgelehnt wurde
wie für die Zeit danach
(vgl. BGE
133 V 263).
Anlass zur Rentenrevision gibt
jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit
der letzten materiellen Rentenprüfung
, die geeig
net ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen.
Ins
besondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheits
zustan
des revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebenem Gesund
heitszu
stand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Aufgabe
nbereich von Bedeutung (BGE 141
V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Hingegen ist die lediglich un
terschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachver
halts im revisionsrechtlichen Kontext unbeachtlich (BGE
141 V 9 E. 2.3 mit Hinwei
sen).
Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in recht
li
cher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE
141 V 9 E. 2.3; Urteil des Bun
desgerichts
8C_144
/2021 vom 27. Mai 2021 E. 2.3, je mit Hinweisen).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin erwog im angefochtenen Entscheid, ab September 2020 bestehe wieder eine Arbeitsfähigkeit von 80
%
in einer körperlich leichten bis mittelschweren Tätigkeit, ohne Heben und Tragen von Lasten
von mehr als 10
kg,
in Wechselbelastung
ohne langes Stehen in vorgebeugter Haltung und ohne häufiges Bücken oder Arbeiten
über
Schulterhöhe.
Damit könne der Beschwerde
führer bei Ablauf der sechsmonatigen Karenzfrist nach der Anmeldung ein ren
tenausschliessendes Einkommen erzielen
.
Für das
Validenkommen
könne dabei nicht auf einen zehn Jahre zurückliegenden Lohn abgestellt werden. In den letzten Jahren habe der Beschwerdeführer unter
schiedlich verdient bzw. sei arbeitslos gewesen, weshalb der Tabellenlohn mass
gebend sei. Mit dem Hilfsarbeiterlohn
beim Invalideneinkommen
werde
bereits
berücksichtigt, dass nur noch leichte Arbeiten möglich seien.
F
ür fehlende S
prachkenntnisse,
fehlende intellektuelle Leistung
oder den Ausländerstatus gebe es keinen Abzug. Wegen der zeitlichen Beschränkung und Pausen sei der Beschwerdeführer zudem nur zu 80
%
arbeitsfähig eingestuft worden. Ein im Ver
gleich zur Branche unterdurchschnittliches Einkommen, das gemäss Kreis
schrei
ben eine Parallelisierung erfordern würde, liege nicht vor (
Urk.
2).
2.2
Der Beschwerdeführer hielt indessen dafür, die Invalidität
sei
etappenweise ein
getreten
, weshalb er seit dem Unfall schlechter verdient habe. Das Validenein
kommen sei
daher
anhand des im Jahr 2010 erzielten Einkommens
bei der
Y._
AG
festzulegen. Unter Berücksichtigung der allgemeinen Lohnsteigerung
betrage dieses
Fr.
74'029.30 (
Urk.
1 Rz 10)
.
Für das Belastungsprofil sowie den Ausländerstatus sei ihm ein leidensbedingter Abzug von 25
%
zu gewähren
(
Urk.
1 Rz 8)
. So verbiete
Art.
6
Abs.
2 der Schweizerischen Bundesverfassung (BV) eine Benachteiligung aufgrund der Her
kunft, während gemäss der Erhebung des Bundesamtes für Statistik (BFS) im Niedrig
lohn
sektor arbeitende Ausländer
(Grenzgänger oder mit Aufenthalts
bewilligung)
deutlich weniger verdienen würden als ihre schweizerischen Kolle
gen
. Selbst das Bundesamt für Sozialversicherungen schreibe
eine «Paral
lelisie
rung» bei einem Lohnunterschied von mehr als 5 % vor (
Urk.
1 Rz 13-18).
G
erichtsnotorisch
erziele
ein gesunder Arbeitnehmer im Niedriglohnsektor
zudem
ein höheres Einkommen
;
schon die Bedenken
des potentiellen Arbeitgebers
, bei der Arbeitsplanung Rücksicht nehmen zu müssen,
führten zu einer Lohnreduk
tion. Anerkanntermassen würden daher Personen, die auch für leichte Arbeiten nur mehr beschränkt einsatzfähig seien, das Durchschnittseinkommen gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen (
Urk.
1 Rz 19). Dabei
übersehe die Beschwerdegeg
nerin
,
welche
das Zumutbarkeitsprofil
nur auf mittelschwere Tätigkeiten ein
schränke,
dass längeres Belasten der Schulter ausgeschlossen sei, er nach kurzer Zeit manueller A
rbeit Schmerzen verspüre, Pausen einlegen müsse und in den Händen allgemein eine Gefühlstaubheit aufweise (vgl.
Urk.
1 Rz 8).
2.3
Dem hielt die Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort entgegen, der Beschwerdeführer habe nur vier Monate für die
Y._
AG gearbeitet. Davor habe er zahlreiche kürzere Anstellungen mit stark variierendem Verdienst inne
gehabt. Zudem sei ihm bei Ablauf der befristeten Rente die angestammte Tätigkeit wieder zu 50
%
und eine angepasste Tätigkeit zu 100
%
zumutbar gewesen.
Es sei nicht erwiesen, dass er aus gesundheitlichen Gründen nicht an
jenen
Verdienst habe anknüpfen können.
Schliesslich
würden Mä
nner mit einer Niederlassungs
bewil
l
ig
ung C ohne Kaderfunktion zwar weniger als Schweizer, aber mehr als das herangezogene Durchschnittseinkommen verdienen. Die Leistungsminderung sei bereits bei der Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit berücksichtig
t
worden und rechtfertige
nicht noch ei
nen Abzug (
Urk.
7).
3.
3.1
Streitig und zu prüfen ist somit, ob nach
dem
Auslaufen
der
befristeten Invali
denrente Ende März 2013 erneut ein Rentenanspruch entstanden ist. Das beurteilt sich wie eingangs erläutert in analoger Anwendung der für die Rentenrevision geltenden Regeln.
Dabei ist
zwischen den Parteien
unstrittig, dass
ein Revisions
grund im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG gegeben ist bzw.
zwischen der
auf
der letzten
materiellen
Anspruchsprüfung
beruhende
n
,
rechtskräftige
n
Verfügung
vom
3
0.
November 2015 (
Urk.
8/96 und 8/99) und
der angefochtenen
Verfügung
vom
2
7.
Januar 2021 eine wesentliche Änderung
des Gesundheitszustandes ein
getreten ist,
die
grundsätzlich
geeignet ist, einen neuerlic
hen Rentenanspruch zu begründen.
3.2
Wie sich
ihren
Erwägungen entnehmen lässt, beruhte die letzte
Rentenverfügung vom 30. November 2015
auf dem polydisziplinären Gutachten des
Z._
(vgl.
Urk.
8/96/2)
.
Die Gutachter stellten damals folgende
Diagnosen mit Auswirkun
gen a
uf die Arbeitsfähigkeit
:
(1)
Z
ervikovertebralsyndrom,
(2)
P
seudolumbofemo
ralgie
rechts,
(3)
Verdacht auf eine kleine Partialruptur der Supraspinatussehne und
(4)
ein
Zustand nach Anpassungsstörungen mit längerer depressiver Reaktion (
im Detail vgl.
Urk.
8/76/55).
Die Gu
tachter schlussfolgerten
damals
, die Arbeitsfähigkeit als Maler, einer vor
wiegend stehenden Tätigkeit mit häufig inklinierter und
reklinierter
sowie rotier
ter Körperhaltung un
d
häufigen
Arbeiten über der Horizontalen, betrage aufgrund der leichten
Unkovertebralarthrose
C2
-4, der schweren
Spondylarthrose
C4
/5 rechts mit möglicher Reizung der Nervenwurzel
C5
rechts, der schweren
Un
kovertebralarthrose
C5
/6 beidseits, der
mässigen
Unkovertebralarthrose
C6
/7 beidseits mit
Diskusprotrusion
und möglicher Beeinträchtigung der Nervenwurzel
C7
links, der
mässigen
Spondylarthrose
L2
-4, der Diskushernie
L4
/5 mit leichter Kompression der Nervenwurzel
L5
links und eventuell auch der Nervenwurzel
L4
links sowie der schweren Osteochondrose
L5
/
S1
mit
Diskusprotrusion
ohne neurale Kompression
sowi
e
der eventuellen leichten Partialruptur der Supra
spinatussehne mit beginnender
Omar
t
hrose
und schwerer
Acromioclavicular
(AC)-G
elenksarthrose rechts sowie
residuellem
Zustand nach
Kapsulitis
und Zustand nach zweifacher Voroperation gesamthaft bei voller Stundenpräsenz eines normalen Pensums spätestens im Zeitpunkt der Begutachtung
wieder
50
%
.
Indessen könnten s
eit Januar 2013 körperlich leichte Tätigkeiten in temperierten Räumen, die abwechslungsweise sitzend und stehend ausgeübt
würden
, ohne dass dabei häufig inklinierte und
reklinierte
sowie rotierte Körperhaltungen eingenom
men und Arbeiten über der Horizontalen durchgeführt werden müssten, gesamt
haft bei voller Stundenpräsenz zu 100
%
zugemutet werden
(
Urk.
8/76/56)
.
Aus orthopädischer Sicht sei die Prognose aufgrund der multiplen degenerativen Ver
änderungen eher ungünstig (
Urk.
8/76/57).
3.3
Der angefochtene Entscheid basiert auf der Stellungnahme
des RAD-Arztes
Dr.
A._
vom 1
2.
Oktober 2020 (vgl.
Urk.
2 S. 1 f.).
Er berücksichtigte dabei
folgende Diagnosen:
(1)
AC-
Gelenkarthropathie
der Schulter links mit begleiten
der
sucacromialer
Bursitis und fraglicher
Bizepstendopathie
,
(2) residuelle Schul
terschmerzen und
Dysästhesien
rechts im Rahmen eines chronischen
Schmerzsyndroms bei einem Zustand nach zwei Schulterarthroskopien mit zu
nächst ventraler Labrum-
Refixation
und
Acromioplastik
und
anschliessend
Kapsulolyse
,
Tentomie
der langen
Bizepssehne
, Re-
Acromioplastik
und AC-Gelenkresektion
,
(
3
)
posttraumatisch aktivierte Handgelenkarthrose links bei einem Zustand nach Karpaltunnelspaltung,
offener
Reposition und Kirschner-Draht-Transfixation der proximalen Handwurzel, der
SL
-Band-
Refixation
und dorsaler Kapsel-Bandplastik
am
7.
Mai 2008, (
4
) Zustand nach
Four
-Corner-
Arthrodese
des Handgelenks rechts am
9.
Juni
2008, (5) Verdacht auf eine
Epi
condylitis
medialis
und
lateralis
links, differentialdiagnostisch Ellbogeninnen
läsion, (6) chronische
Lumbalgie
und schmerzhaft sensible
L4
-Radikulopathie links bei
extraforaminaler
Diskushernie
L4
/5 links und Osteochondrose
L5
/
S1
Typ
Modic
II
sowie (7) ein Zustand nach konservativ therapierter
Tripodfraktur
(
im Detail vgl.
Urk.
8/128/3 f.).
Dr.
A._
erläuterte, dass der Z
us
tand nach einer zwischenzeitlichen Aktivierung durch das Trauma vom 2
8.
J
uni 2019 wieder stabil sei.
D
ie Tätigkeit als Maler sei dem Beschwerdeführer medizinisch-theoretisch
nur noch in einem
wirtschaftlich
nicht mehr
relevanten Umfang von
unter
20 % möglich
. So
sei diese nach allge
meinem Wissensstand einerseits oft zumindest mittelschwer, andererseits belaste diese durch die notwendigen Bewegungen die Hand- und Schultergelenke stark und werde dabei oft über Schulterhöhe ausgeführt.
Ab Januar 2020 habe indessen wieder eine Arbeitsfähigkeit von 50 % in einer
körperlich leichte
n
bis selten mit
telschwere
n
Tätigkeit ohne Heben und Tragen von Lasten von mehr als 10 kg, wechselbelastend ohne langes Stehen in vor
n
übergebeugter Haltung
, ohne häufiges Bücken
und ohne Arbeiten
oberhalb der Schulterhöhe bestanden. Die Arbeitsfähigkeit sei medizinisch-theoretisch überwiegend
wahrscheinlich innert d
rei bis vier Monaten auf 80 %
steigerbar
, entsprechend einem Vollzeitpensum bei einer Leistungsminderung von 20
%
(vgl.
Urk.
8/8/128/4 f.).
3.4
Demnach haben sich die Befunde
seit Erlass der letzten Verfügung am 30. November 2015
verschlechtert
.
Hinzugetreten sind
etwa
Schulterb
eschwerden links
. Diesbezüglich wurde bildgebend im Jahr 2019 eine
mässige
AC-Gelenkarthrose festgestellt, eine diagnostisch-therapeutische
Infiltration
durch
geführt und schliesslich eine
Schulterarthroskopie mit AC-Gelenkresektion sowie
subacromialer
Dekompression
geplant,
die
der
Beschwerdeführer
allerdings
wegen fehlender Kostengutsprache
absagte
(vgl.
Urk.
8/125/8
,
8/125/15
und 8/114/16 f.
).
Bereits einige Monate zuvor
hatten Abkläru
ngen
mittels Bildgebung
und Infiltration
neu
eine posttraumatisch aktivierte,
moderate bis
hochgradige Handgelenksarthrose links
ergeben
(vgl.
Urk.
8/114/2
und 8/114/13
)
. Auch
in
diesem
Zusammenhang
war
ihm
eine Operation
(
Arthrodese
des Handgelenks
)
angeboten
w
orden
, bei allerdings auch gutem Ansprechen auf die Infiltration
(vgl.
Urk.
8/123/13).
Schon
zu Beginn des Jahres 2019
war
klinisch und bildge
bend
zudem
eine schmerzhaft sensible
L4-Radikulopahie
linksseitig
bestätigt
worden
(v
gl.
Urk.
8/123/8 und 8/123/11).
Die
Befundverschlechterung zeitigt
auch
erwerbliche Auswirkungen,
was sich deutlich in der Einschätzung der
Arbeitsfähigkeit
durch den
RAD widerspiegelt. Die Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers
als Maler
, von den Gutachtern des
Z._
noch mit 50
%
angegeben,
bezeichnete
er
als wirtschaftlich nicht mehr relevant
. I
n einer angepassten Tätigkeit rechnet
e
er
im Vergleich zum Gutachten des
Z._
neu
mit einer Leistungsminderung von 20
%
bei voller Präsenz
und
schränkte auch das B
elastungsprofil weiter ein, indem er insbesondere
langes St
ehen
in vornübergebeugter Haltung
als unzumutbar erachtete und Arbeiten oberhalb der Schulterhöhe gänzlich ausschloss
(vgl. E. 3.2 und 3.3
).
Ebenso kam die Hausärztin des Beschwerdeführers zum Schluss, dass ihm die
bis anhin weiter ausgeübte
Tätigkeit als Maler/Gipser
nun
nicht mehr zumutbar sei. In einer sehr leichten, wechselbelastenden Tätigkeit sei die
Arbeitsfähigkeit –
beginnend mit 50 %
–
au
s
zubauen
, wobei die Prognose offen sei (vgl.
Urk.
8/123/4 f.).
3.5
Folglich ist ein Revisionsgrund im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG mit den Par
teien zu bejahen, was dazu führt, dass ein erneuter Rentenanspruch des Beschwerdeführers in tatsächlicher wie auch rechtliche Hinsicht ohne Bindung an frühere
Überlegungen und Einschätzungen
zu prüfen
ist
.
4.
4.1
Zum medizinischen Sachverhalt ist dabei Folgendes zu ergänzen:
Einem
ärzt
li
chen Bericht
kommt
Beweiswert zu, wenn er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt und in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgege
ben worden ist, wenn die Beschreibung der medizinischen Situation und Zusam
menhänge ein
leuchtet und die Schlussfolgerungen des Arztes begründet sind (BGE 125 V 351 E.
3a
). Der Arzt muss über die notwendigen fachlichen Qualifi
kationen verfügen (Urteil
des Bundesgerichts
9C_8
/2011 vom 2
1.
Februar 2011 E. 4.1.2 mit Hinwei
sen).
Auch reine Aktengutachten können beweiskräftig sein, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche
Beurteilung eines an sich fest
stehenden medizinischen Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in den Hintergrund rückt
(Urteil des Bundegerichts
8C_119
/2012 vom 3
0.
März 2012 E. 4). Dies gilt grundsätzlich
auch in Bezug auf Berichte und Stellungnahmen Regionaler Ärztlicher Dienste (Urteil
des Bundesgericht
9C_524
/2017 vom 2
1.
März 2018 E. 5.1 mit Hinweisen).
Nach der Rechtsprechung ist es dem Sozialversicherungsgericht nicht verwehrt, einzig oder im Wesentlichen gestützt auf die (versicherungsinterne) Beurteilung des RAD zu entscheiden. In solchen Fällen sind an die Beweiswürdigung jedoch strenge Anforderungen in dem Sinne zu stellen, dass bei auch nur geringen Zwei
feln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen ergän
zende Abklärungen vorzunehmen sind (BGE 135 V 465 E. 4.4; 122 V 157 E.
1d
; Urteil
des Bundesgerichts
9C_28
/2015 vom
8.
Juni 2015 E. 3.3
; zum Ganzen: Urteil des Bundesgerichts
9C_661
/2019
vom 2
6.
Mai 2020
E. 4.
1
-2
).
4.2
Vorliegend ist
vorab
zu beachten, dass e
in
Rentenanspruch n
ach
Art.
29
Abs.
1 IVG
frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leis
tungsanspruchs nach
Art.
29
Abs.
1 ATSG
entsteht
(vgl. auch BGE
142 V 547
). Da die Neuanmeldung des Beschwerdeführers der Beschwerdegegnerin erst im Juli 2020 zuging (
vgl. Aktenverzeichnis
zu Urk.
8
, „
Dok
-
Eing
.-Datum“ von
Urk.
8/
117
),
wäre früh
e
stmöglicher Rentenbeginn im Januar 202
1.
Zweifellos erfüllt ist in jenem Zeitpunkt das
Wartejahr nach
Art.
28
Abs.
1 lit. b IVG
, zumal dem Beschwerdeführer bereits von den
Z._
-Gutachtern im Jahr 2014 eine
höhergradige
Arbeitsunfähigkeit als Maler
(
angesichts des Zumutbarkeitsprofils ebenso als
Maschinenführer)
attestiert wurde (vgl. E. 3.2) und nach dem U
nfall
im Juni 2019 gar keine wirtschaftlich relevante Arbeitsfähigkeit in dieser Tätig
keit mehr erreicht wurde (vgl. E. 3.3).
Gestützt auf die Stellungnahme von
Dr.
A._
ist dem Beschwerdeführer für Januar 2021 auch in Nachachtung von
Art.
88a
Abs.
1 IVV bereits eine Arbeits
fähigkeit von 80 % in einer leidangepassten Tätigkeit anzurechnen. So wäre im für den Beschwerdeführer günstigsten Fall von einer Arbeitsfähigkeit von 50
%
ab
Juni 2020
,
von 60
%
ab Juli 2020, von 70
%
ab August 2020 und von 80
%
ab September 2020
in
einer
Tätigkeit entsprechend dem
vom RAD
erstellten
Belastungs
profil
auszugehen
(vgl. E. 3.3)
.
4.3
Die
Einschätzung der Hausärztin
vom 2
6.
Juli 2020
steht dem
nicht entgegen. Sie
erachtete
nach einer
letzten Konsultation am 1
5.
Juni 2020
(vgl.
Urk.
8/123/2)
ab sofort eine sehr leichte
, w
echselbelastende T
ätigkeit
in einem
50
%
-
Pensum
und
„dann aus
bauend
“
als zumutbar
(vgl.
Urk.
8/123/5)
.
Einerseits v
erfügt
e
die Haus
ärztin
dabei
als Fachärztin für Allgemeine Innere M
edizin anders als
Dr.
A._
nicht üb
er die für die Beurteilung der fraglichen
Leiden nötigen orthopädischen
Fachkenntnisse
. Andererseits
äusserte
sie sich auch gar nicht
zur konkret zu
erwartenden Steigerung der Arbeitsfähigkeit
; vielmehr
liess
sie die Prognose
of
fen
(vgl.
Urk.
8/123/5).
Ferner
nannte
sie
als Einschränkungen mit Bezug auf die aktuelle Tätigkeit als Gipser/Maler
im Wesentlichen
,
dass der
Beschwer
de
füh
rer nicht über die Horizontale heben
,
nicht mit Gewichten von über 8 kg hantie
ren
könne
und nicht beide Hände gut benützen könne
(vgl.
Urk.
8/123/4
).
Fügt man alle ihre Angaben zu einem Ganzen zusammen,
steht ihre Beurteilung mit derje
nigen des RAD
-Arztes
weitestgehend
im Einklang
. Ein
Gewichtslimit von
höchs
tens
8
kg
oder
selten
10 kg
beeinflusst
das Spektrum der Verweistätigkeiten
auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt
letztlich nicht in signifikanter Weise.
4.4
Mit
dem Beschwerdeführer
(vgl. E. 2.2)
ist allerdings hervorzuheben, dass
ihm
gemäss
RAD
nicht generell leichte bis mittelschwere Tät
igkeiten (vgl.
Urk.
2 S. 1
), sondern nur selten mittelschwere Tätigkeiten und dabei auch kein Heben oder Tragen von Lasten über 10 kg zumutbar sind
.
Im Übrigen trug der RAD dem Umstand, dass der Beschw
erdeführer verlangsamt arbeitet bzw.
zusätzliche Pau
sen benötigt mit einer Leistungsminderung von 20
%
bei voller Präsenz
durchaus
Rechnung
, wobei er Arbeiten
über Schulterhöhe
bereits von vor
n
herein aus
schloss
(vgl. E. 3.3)
. Der Beschwerdeführer
brachte letztlich nichts
vor, was an einer Belastbarkeit der Schulter
im
vom
RAD definierten Umfang
zweifeln
liesse
.
Zur ebenfalls monierten allgemeinen Gefühlstaubheit in den Händen
wu
rden bereits
vor der letzten Rentenverfügung um
fassende Abklärungen getätigt (etwa
Urk.
8/121/100
und
8/87/269 f.
). Der begutachtende Neurologe des
Z._
kam
damals
zum Schluss, der Beschwerdeführer
sei
durch die Sensibilitätsstörungen im Bereich beider Hände in seiner Funktio
nalität nicht beeinträchtigt
. Er hob zu
dem hervor, dass mittels zervikalem
MRT
eine spinale oder radikuläre Kompres
sion habe ausgeschlossen werden
können
und die
demyelinisierende
Läsion des Nervus ulnaris
regredient
sei
(vgl.
Urk.
8/76/46 f.).
Bei zunehmenden klinischen Beschwerden im Verlauf müsste
eine
operative Dekompression des Nervus ulnaris im
Sulcus
ulnaris Bereich rechts erfolgen
. Es sei jedoch davon auszugehen
, dass die Arbeitsfähigkeit dadurch nicht gemindert werde (
Urk.
8/76/57).
Ebenso ver
neinte damals der Kreisarzt der Suva eine
Relevanz
allfälliger
Sensibilitätsstörun
gen
für die
Arbeitsfähigkeit
(vgl.
Urk.
8/89/9). De
r
Beschwerdeführer beschr
ieb
aktuell
weder eine
seither eingetretene
Veränderung der Beschwerden, noch
reichte er neue medizinische Unterlagen ein, welche neu
e oder da
zumal überse
hen
e
medizinische Aspekte aufzeigen würden.
4.5
Zusammenfassend
wecken die Einwände des Beschwerdeführers somit keine auch nur geringen Zweifel an der Arbeitsfähigkeitseinschätzung des RAD, während der hausärztliche Bericht diese im Wesentlichen bestätigt
e
bei soweit auch umfassend abgeklärter und unstrittiger Befundlage
.
Die
Ärzte der Universitätsklinik
B._
attestierte
n
dem Beschwerdeführer nach der letzten Kontrolle am 1
0.
Januar 20
2
0
übrigens
nur
noch bis zum 2
7.
Januar 20
2
0 eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
(vgl.
Urk.
8/125/8)
. Im Bericht vom
6.
August 2020 gaben sie an,
sie könnten keine Prognose zur Arbeitsfähigkeit abgeben, da
sie
ihn
seither nicht mehr gese
hen hätten. Es
seien w
eder weitere Kontrollen noch Therapien geplant (vgl.
Urk.
8/125/10 f.).
Anhaltspunkte für eine andernorts
erfolgte
orthopädische Behandlung
(insbesondere Operationen oder Infiltrationen)
bestehen keine.
5.
5.1
Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des (hypothe
tischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Validen- und Invali
deneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfällige renten
wirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 143 V 295 E. 4.1.3, 129 V 222 E. 4.1 und E. 4.2, 128 V 174).
Vorliegend fallen frühestmöglicher Rentenbeginn
(vgl. E. 4.2)
und Erlass der angefochtenen Verfügung im Januar 2021 zusammen.
5.2
W
ie sich aus dem
zugehörigen Feststellungsblatt vom 2
7.
Januar 2021
(
Urk.
8/
142/1 unten) in Verbindung mit dem
am 3
0.
Oktober 2020 separat erstell
ten Einkommensvergleich
(
Urk.
8/127)
ergibt, legte die Beschwerdegegne
rin
beide Vergleichseinkommen
anhand der Schweizerischen Lohnstrukturerhe
bung (LSE) des Bundesamtes für Statistik (BFS) für das Jahr 2018 fest. Konkret stellte sie
sogar für beide
auf den
selben
Zentralwert für Hilfsarbeiten
für Männer
gemäss Tabelle
TA1_tirage_skill_level
,
Ziff.
5-95 ab und errechnete dement
sprechend unter Berücksichtigung
der Restarbeitsfähigkeit von
80
%
in einer angepassten Tätigkeit
ab
1.
September 2020 einen Invaliditätsgrad von 20
%
, zumal sie
beim Valideneinkommen von einer Vollzeitbeschäftigung ausging und
keinen leidens
bedingten Abzug
auf das Invalideneinkommen
gewährte
.
5.
3
Für das Valideneinkommen ist rechtsprechungsgemäss entscheidend, was die ver
sicherte Person im massgebenden Zeitpunkt aufgrund ihrer beruflichen Fähig
kei
ten und persönlichen Umstände als Gesunde tatsächlich verdient hätte.
Da nach
empirischer Feststellung in der Regel die bisherige Tätigkeit im Gesund
heitsfall weitergeführt worden wäre, ist grundsätzlich vom letzten vor Eintritt der gesund
heitlichen Beeinträchtigung erzielten, der Teuerung sowie der realen Einkom
mensentwicklung angepassten Verdienst auszugehen. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein. Die Ermittlung
des Validenein
kommens
hat so konkret wie möglich zu erfolgen (Urteil des Bundes
gerichts
8C_581
/2020,
8C_585
/2020 vom
3.
Februar 2021 E. 6.1 mit diversen Hinweisen).
Wenn die versicherte Person als Gesunde nicht mehr an der bisherigen Arbeits
stelle tätig wäre, ist das Valideneinkommen praxisgemäss
gestützt auf statistische Durchschnittslöhne oder den
Gesamtarbeitsvertrag
(
GAV
)
zu ermitteln
(vgl. Urteile des Bundesgerichts
8C_551
/2017 vom
2.
August 2018 E. 5 und
8C_741
/2016 vom 3. März 2017 E. 6).
5.4
Den Akten lässt sich entnehmen
, dass der Beschwerdeführer nach seiner Einreise in die Schweiz
für verschiedene Arbeitgeber temporäre Einsätze leistete. Dabei unterstand er jeweils dem
GAV
für das Maler- und
Gipsergewerbe
und verdiente brutto zwischen
Fr.
30.50
und F
r.
32
.-- pro Stunde
n (inkl. Feiertags- und
Ferien
entschädigung sowie Anteil am 13. Monatslo
h
n, aber ohne Spesen;
Urk.
8/87/403-423).
Gemäss IK-Auszug
erwirtschaftete
er damit sowie
mit
einer Nebentätigkeit als
Selbständigerwerbender
(
Fr.
8'991.--) im Jahr 2009 ein Bruttoeinkommen von
Fr.
56'373.--. Im ersten Halbjahr 2010 betrug sein Brutto
einkommen
Fr.
9'398.-- (vgl.
Urk.
8/26).
Am 2
1.
Juni 2010 trat er eine unbefristete
(vgl.
Urk.
8/87/387) A
nstellung bei der
Y._
AG an. Er arbeitete
vollzeitig
als Maschinenführer
in
der
2.
und
3.
Schicht in der Schle
iferei und
erzielte ein Bruttoeinkommen von
Fr.
5'000.-- pro Monat (
Urk.
8/9). Hinzu kamen
eine Abonnementsvergütung von monatlich
Fr.
43.30 sowie
unregelmässige Zulagen für die verschobene A
rbeitszeit. Bis zum Unfall fielen folgende Zulagen an:
im Juli 2010
Fr.
160.--
,
im August
und September
2010
je
Fr. 440.
-- und im Oktober 2010
Fr.
540
.--
(vgl.
Urk.
8/23/44
ff.
).
Ferner findet sich eine
einmalige Prämie von
Fr.
333.--, explizit ohne Prä
judiz für die Zukunft, in der Lohnabrechnung Januar 2011
(vgl.
Urk.
8/23/39)
.
Für das Jahr 2013 gab die
Y._
AG einen mutmasslichen Verdienst des Beschwerdeführers von Fr. 70'040.
--
an
, der sich
aus einem Bruttojahressalär (inkl. 13. Monatslohn) von
Fr.
65'000.-- und Schichtzulagen von
Fr.
5'040.--, nämlich 12 x
Fr.
420.--, zusammen
setzte
(vgl.
Urk.
8/87/401). Auf Nachfrage erläuterte sie, dass es in den letzten zwei Jahren keine generellen, sondern nur individuelle Lohnerhöhungen gegeben habe und keine Abonnementsvergütung mehr bezahlt werde (vgl.
Urk.
8/387/743).
Basierend auf
einem Validenein
kommen von Fr.
70'040.--
sprach
die Suva
dem Beschwerdeführer alsdann eine Rente von 11
%
zu
(vgl.
Urk.
8/89/16).
Gemäss IK-Auszug erzielte der Beschwerdeführer nach Einstellung der Unfall
tag
gelder im Frühjahr 2013
mit kürzeren Arbeitseinsätzen für verschiedene Arbeit
geber und durch Bezug von Arbeitslosenentschädigung folgende Bruttoeinkom
men
:
im Jahr 2014
Fr.
42'317.--,
im Jahr 2015 Fr.
47'858.--,
im Jahr 2016
Fr.
32'341
.--
,
im Jahr 2017
Fr.
39'901.-- und
schliesslich im Jahr 2018
Fr.
45'187.-- (vgl.
Urk.
8/122).
Ergänzend kann den eingereichten Lohnunter
la
gen entnommen werden, dass
er wiederum als Maler tätig war und
der im Jahr 2019 vereinbarte brutto Stundenlohn Fr. 35.
--
betrug
(vgl.
Urk.
8/
116
, 8/121/171 ff. und 8/121/176 ff.
)
.
5.5
Es trifft
somit
zu
, dass der Beschwerdeführer nur wenige Monate bei der
Y._
AG arbeitete und diese Tätigkeit bereits einige Jahre zurückliegt.
Die Kündi
gung
per 3
1.
August 2011
erfolgte zudem
bevor feststand, dass er nicht mehr an seinen Arbeitsplatz
würde
zurückkehren
können
.
So erschien es g
emäss der kreisärztli
chen Untersuchung vom 3
1.
Mai 2011 zwar eher fraglich, inwiefern er erneut repetitive Überkopfarbeiten würde durchführen können
; e
s war jedoch
noch eine deutliche Verbesserung der Situation zu erwarten (vgl.
Urk.
8/4/12). Die
Y._
AG
gab
als Kündigungsgrund
(
soweit dokumentiert
) denn
auch
nicht den Gesundheitszustand
des Beschwerdeführers
an, sondern dass
er
zu wenig Inte
resse am Unternehmen gezeigt habe (vgl.
Urk.
8/4/3).
Entsprechend
hatte
sie sich
auch telefonisch
gegenüber
dem Unfallversicherer
enttäuscht gezeigt, dass
der Beschwerdeführer
sich
in dem Dreivierteljahr seit dem Unfall nur dreimal bei ihr gemeldet hatte, telefonisch nicht erreichba
r war und schliess
lich auch dem Gespräch mit der Personalverantwortlichen unentschuldigt fern
geblieben war (vgl.
Urk.
8/4/6). Der Beschwerdeführer erklärt hierzu lediglich, er sei an besagtem Nachmittag unpässlich gewesen und werde noch in der laufenden Woche anrufen (vgl.
Urk.
8/4/5
).
Schliesslich
arbeitete
er
ab dem Jahr 2014
wieder
holt
in hohen
Pensen
als Maler, obschon
ihm diese Tätigkeit gestützt auf die Begutachtung im Jahr 2014 nur noch zu 50
%
zumutbar war.
Anhaltspunkte
dafür, dass er sich jemals
intensiver
um
eine angepasste Tätigkeit
bemüht hätte, bestehen keine. Daraus muss letz
tlich geschlossen werden, dass ihm die Tätigkeit als Maschinen
führer offensichtlich nicht zusagte
bzw. er sich einzig für eine Tätigkeit als M
aler interessierte und heute auch als gesunde Person nicht
mehr
als Maschinenführer, sondern
wieder
als Maler tätig wäre.
Mit der Beschwerdegegnerin
ist
das Valideneinkommen
anhand der LSE zu bestimmen
.
Denn
b
ei einer gutachterlich attestierten Arbeitsunfähigkeit von 50
%
als Maler
kann
nicht ohne weiteres
das Durchschnittseinkommen herangezogen
werden
, das
in den Jahren 2014 bis 2018 effektiv
in dieser Tätigkeit erzielt wurde.
Ebenso wenig
kann auf den
Stundenlohn
abgestellt werden, der für einen auf
drei Monate befristeten Einsatz über ein
Temporärbüro
vereinbart wurde
. Da das Valideneinkommen so konkret wie möglich zu bestimmen ist, erscheint es ange
zeigt, für den
stets
als Maler tätig gewesen Beschwerdeführer
auf
den Tabellen
lohn für Männer über 50 Jahre von
Fr.
5'921.-- gemäss
LSE-Tabelle 17
Ziff.
93
,
Hilfskräfte im Bergbau, Bau, bei der Herstellung von Waren u. im Transportwesen
abzustellen. Dieser liegt zwischen den Tabellenlöhnen des Kompetenzniveaus 1 und 2 für Männer gemäss LSE-Tabelle
TA1_tirage_skill_level
,
Ziff.
41-43 Bauge
werbe, und trägt dem Fehlen eines anerkannten Lehrabschlusses
einerseits und
der langen Berufserfahrung
andererseits
(anders als der Mindestlohn gemäss
Art.
9.3 und 9.6 des
GAV
für das Maler- und
Gipsergewerbe
von 13 x
Fr.
4'517.-- für einen Berufsarbeiter)
bestmöglich Rechnung.
Unter
Berück
sichtigung einer durchschnittlichen betriebsübl
ichen Wochenarbeitszeit im Jahr
2020 von insge
samt 41.7 Stunden (betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschafts
abteilungen; www.bfs.admin.ch) und einer durchschnittlichen
Nominallohn
entwicklung im Jahr
2019 von
0.9
%
und im Jahr
2020 von 0.8
% (Nominallohnindex, 2016-2020; www.bfs.admin.ch)
resultiert für Januar 2021 ein Valideneinkommen
von Fr.
75'336
.--
(
Fr.
5’921
.-- x 1.009 x 1.008 x 12 Monate ÷ 40 Stunden x 41.7 Stunden).
Dies entspricht dem vom Beschwerde
führer berechneten Validenein
kommen per 201
8
von
Fr.
74'029.30 (per 2020:
Fr.
75'293.--;
Urk.
1 Rz 10)
.
5.6
Zu Recht unstrittig ist die
Festlegung
des Invalideneinkommens anhand des Zentralwerts der LSE 2018 für einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerk
licher Art (Kompetenzniveau 1) für Männer
gemäss
Tabelle
TA1_tirage_skill_lev
el
von
Fr.
5’417.--. Es
resultiert unter Berücksichtigung
der
bereits
genannten
durchschnittlichen betriebsüblichen Wochenarbeitszeit und durchschnittlichen Nominallohnentwicklung sowie eines zumutbaren Beschäftigungsgrades von
80
%
ein hypothetisches Invalideneinkommen
für Januar 2021
von Fr.
55'139.--
(
0.8 x
Fr.
5’417.-- x 1.009 x 1.008 x 12 Monate ÷ 40 Stunden x 41.7 Stunden).
Stellt man diesem das
vorstehend berechnete
Valideneinkommen von Fr. 75'336.-- gegenüber, so resultiert ein nicht rentenbegründender Invaliditäts
grad von auf
gerundet 27
%
.
5.7
Die Rechtsprechung gewährt insbesondere dann einen Abzug auf dem Invaliden
einkommen, wenn eine versicherte Person selbst im Rahmen körperlich leichter Hilfsarbeitertätigkeiten in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist (Urteil des Bundesgerichts
8C_560
/2018,
8C_618
/2018 vom 1
7.
Mai 2019 E. 5.3.1 mit Hin
weis auf BGE 126 V 75 E.
5a
/
bb
). Es entspricht alsdann der bundesgericht
lichen Rechtsprechung, dass faktische
Einhändigkeit
oder Beschränkung der dominan
ten Hand als
Zudienhand
einen Abzug von 20-25
%
zu rechtfertigen vermag. Jedoch hat das Bundesgericht mit Urteil
8C_495
/2019 vom 11. Dezember 2019 einen Abzug bei einer versicherten Person mit Einschränkungen der dominanten Hand auch verneint (E. 3.2 und E. 4.2.2). Gleich entschied es mit Urteil
8C_174
/2019 vom
9.
Juli 2019 bezüglich einer versicherten Person mit Ein
schränkungen des
adominanten
Arms (E. 5.1.2 und E. 5.2.2; Urteil des Bundes
gerichts
8C_151
/2020 vom 1
5.
Juli 2020 E. 6.1 mit Hinweisen).
Das
trotz der
gesundheitlichen Beeinträchtigung zumutbarerweise erzielbare Einkommen ist
letztlich stets
bezogen auf einen ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu ermitteln, der durch ein gewisses Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage nach Arbeitskräften gekennzeichnet ist und einen Fächer verschiedenster Tätigkeiten aufweist
(vgl. Urteil des Bundesgerichts
8C_495
/2019 vom 1
1.
Dezember 2019 E.
2.2).
Ist von einem genügend breiten Spektrum an zumutbaren Verweisungs
tätigkeiten auszugehen, können unter dem Titel leidensbedingter Abzug grund
sätzlich nur Umstände berücksichtigt werden, die auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt als ausserordentlich zu bezeichnen sind (vgl. Urteil
8C_725
/2020 vom 2
2.
Dezember 2020 E. 4.4.1 mit Hinweis).
Gemäss Bundesgericht
ist auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt ein breites Spektrum an körperlich leichten wechselbelastenden (vgl. Urteil des Bundes
ge
richts
9C_303
/2020 vom
6.
August 2020 E. 4.2) und auch
an sitzend
ausgeüb
ten Hilfstätigkeiten mit der Möglichkeit zu gelegentlichen Positionswechseln (vgl. Urteil des Bundesgerichts
8C_176
/2012 vom
3.
September 2012 E. 8) vorhanden
. Ausserordentliche Umstände
bezüglich des vom
RAD umschriebenen
Belastungs
profil
s
sind
nicht
ersichtlich.
Insbesondere darf die Leistungsminderung,
der
bereits mit einer um 20
%
verringerten Arbeitsfähigkeit Rechnung getragen
wurde
, nicht
zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunkts führen (vgl. BGE 146 V 16 E. 4.1 mit Hinweisen).
Ein
Gewichtslimit von 10 kg
bzw.
8 kg
verbunden mit dem
Ausschluss von
Arbeiten über der Schulterhöhe sowie von
längerem Stehen
in vornübergebeugter Haltung
und häufigem Bücken
(
vgl. E. 3.3 und 4.3)
bzw. allgemein von Arbeiten mit
«
häufig
»
inklinierter und
reklinierter
sowie rotierter Körperhaltung
(
vgl. E. 3.2) rechtfertigen
– insbesondere auch im Vergleich zur Rechtsprechung
bei
massivsten
Einschränkungen des
dominanten Arm
s
bzw. der dominanten
Hand
–
höchstens einen geringfügigen leidensbeding
ten Abzug
. Ein Rentenanspruch bestünde
in Anbetracht des Einkommens
ver
gleichs
(E. 5.6)
indessen nur bei einem leidensbedingten Abzug von mehr als 15
%
.
Wie sich der
vom Beschwerdeführer besonders hervorgehobene
Ausländerstatus bei Hilfsarbeiten auf den Lohn auswirkt, kann
offen bleiben
, zumal
beide Ver
gleichseinkommen
auf Tabellenlöhnen
für Hilfsarbeiten
beruhen und daher der Ausländerstatus bei beiden gleichermassen (nicht) zu berücksichtigen ist.
6.
Zusammenfassend
bestehen keine Zweifel am Belastungsprofil, wie es vom
fach
kundigen RAD-Arzt
definiert wurde
. Sodann ist mit überwiegender Wahr
schein
lichkeit davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer heute ohne gesund
heitli
che Beschwerden
wieder
als Maler
und nicht als Maschinenführer
tätig wäre.
Da
er
in dieser Tätigkeit allerdings schon seit Herbst 2010 massgeblich einge
schränkt ist,
bestimmt sich
das Valideneinkommen anhand d
es spezifischsten Tabellen
lohns
.
Ein leidensbedingter Abzug beim Invalideneinkommen rechtfer
tigt sich
kaum
, zumal das Belastungsprofil nicht als aussergewöhnlich zu bezeichnen ist und der Ausländerstatus auch beim auf statistischer Grundlage erhobenen Vali
deneink
ommen nicht berücksichtigt wurde. Der Mindestinvalidi
tätsgrad für eine Viertelsrente
von 40
%
wird somit nicht erreicht. Dies
führt zur Abweisung der Beschwerde.
7.
7.1
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens
aufwand unabhängig vom Streitwert im Rahmen von
Fr.
200.–- bis 1‘000.–- fest
zulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
600.–- festzusetzen. Die Kosten sind entsprechend dem Verfahrensausgang dem Beschwerdeführer aufzuerlegen, unter Berücksichtigung der ihm gewährten unentgeltlichen Prozessführung (
Urk.
9) jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.
7.2
Überdies ist der unentgeltlichen Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers eine Entschädigung aus der Gerichtskasse auszurichten. Eine Honorarnote wurde nicht eingereicht, weshalb die Entschädigung, wie mit Verfügung vom 1
0.
Mai 2021 angekündigt, nach Ermessen festzusetzen ist (
Urk.
9). Unter Berücksichtigung des Umfangs der relevante
n
Akten sowie der Schwierigkeit des Prozesses erscheint ein Betrag von
Fr.
2‘
4
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