Decision ID: 694996b5-f595-4cab-86a9-23fb6f3954b4
Year: 2019
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1961, ist seit dem 2
0.
Februar 2005 tätig als Ge
schäftsführer der
Y._
GmbH und in dieser Eigenschaft bei der Suva gegen Berufs- und Nichtberufsunfälle versichert. Mit Schaden
meldung vom 2
7.
März 2017 wurde der Suva angezeigt, dass der Versicherte am 1
4.
Februar 2017 mit der Gartenplatte vom Lieferwagen gefallen sei und sich dabei die rechte Schulter verdreht/verstaucht habe (
Urk.
8/1). Die Erstbehandlung erfolgte bei
Dr.
med.
Z._
, Facharzt für Allgemeine Medizin, am 2
2.
Februar 201
7. Dr.
Z._
hielt in seinem Bericht vom 1
0.
April 2017 eine allseitige Bewegungseinschränkung fest und
verwies auf die MR-
Arthrographie
der rechten Schulter vom
4.
April 2017, in welcher 1) eine chronische
anteriore
Weichteil-Bankart-Läsion, 2)
eine
wahrscheinlich auch chronische, nicht dislozierte SLAP I-Läsion ohne
Flap
-Bildung, 3) eine gelenkseitige
geringgradige
Partialruptur der
Supraspinatussehne
und eine
geringgradige
Ansatztendinose
der
Subskapularis
sehne
sowie 4) eine
geringgradige
, nicht aktivierte AC-Arthrose diagnostiziert wurde
n
(
Urk.
8/4-5).
Die Suva erbrachte die gesetzlichen Leistungen
.
M
it Verfügung
vom
7.
August 2017
teilte die Suva dem Versicherten
mit,
dass sie die Leistungen per
4.
April 2017 eingestellt hätten
und auf diesen Zeitpunkt hin den Fall ab
schlössen
(
Urk.
8/35).
D
er Versicherte
erhob
hiergegen
am 1
8.
August 2017 (
Urk.
8/38) und
die zuständige Krankenversicherung am
4.
September 2017 Einsprache (
Urk
.
8/42). Mit Schreiben vom 1
3.
September 2017 zog die Krankenversicherung ihre Ein
sprache zurück (
Urk.
8/44). Die Suva wies die Einsprache des Versicherten mit
Einspracheentscheid
vom
3.
Oktober 2017 ab (
Urk.
2).
2.
Hiergegen erhob der Versicherte am
3.
November 2017 Beschwerde (
Urk.
1) und beantragte, es sei der
Einspracheentscheid
aufzuheben und die Beschwerde
ge
g
nerin sei zu verpflichten, ihm die gesetzlichen Leistungen über den
4.
April 2017 hinaus zu erbringen. Eventualiter sei die Sache zurückzuweisen, damit die Be
schwerdegegnerin den Sachverhalt rechtskonform abkläre, um hernach erneut
über den Leistungsanspruch zu entscheiden. Mit Beschwerdeantwort vom
7.
Dezem
ber
2017 (
Urk.
7 unter Beilage ihrer Akten,
Urk.
8/1-52) schloss die Beschwerdegegnerin auf
Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer am 1
1.
Dezember 2017 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
9).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
Die Beschwerdegegnerin hielt im
Einspracheentscheid
vom
3.
Oktober 2017 (
Urk.
2) dafür, dass gestützt auf die kreisärztlichen Beurteilungen von
Dr.
med.
A._
, Fachärztin für Chirurgie
, vom 3
1.
Juli und
7.
August 2017 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sei, dass die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden nicht mehr als kausal zum Ereignis vom 1
4.
Februar 2017 einzustufen seien
, weshalb
der Fall per
4.
April 2017 abgeschlossen werde.
Der Beschwerdeführer brachte demgegenüber im Wesentlichen vor
(
Urk.
1)
, dass
nicht auf die Berichte von
Dr.
A._
abgestellt werden könne. Sie habe den Be
schwerdeführer nicht persönlich untersucht und die Aussage, die Veränderungen im MRI seien «eher älter als 6 Wochen» sei nicht nachvollziehbar. Sie habe sich des Weiteren auch nicht zur SLAP-Läsion und der gelenkseitig
geringgradigen
Partialruptur der
Supraspinatussehne
geäussert.
Dr.
A._
habe ihren Facharzttitel im Jahr 2010 erworben, dass sie als klinisch tätige Ärztin über langjährige Erfahrungen mit komplexen Schulterverletzungen verfüge, sei nicht bekannt.
Die Frage einer Teilkausalität des Unfalls sei nicht aufgekommen und
Dr.
A._
habe dies auch nicht von sich aus in Erwägung gezogen. Warum sich der Unfall ab dem
5.
April 2017 nicht mehr auf den schicksalsmässigen Verlauf der Krankheit ausgewirkt haben solle, werde ebenfalls nicht klar. Damit bestünden erhebliche Zweifel an der kreisärztlichen Beurteilung und es seien weitere Abklärungen zu tätigen, ausser
die Leistungen
könnten bereits
gestützt
auf die vorhandenen Akten zugesprochen werden.
2.
2.1
Gemäss
Art. 6 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über die Unfallversicherung (UVG)
werden – soweit das Gesetz nichts
anderes
bestimmt – die Versicherungs
leis
tungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt.
2.2
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva
lidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
den
sein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausal
zusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg
gedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Mög
lichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
2.3
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald
der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursa
chen
beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er un
mittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vor
zustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr.
U 142 S.
75 E.
4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U
172/94 vom 26.
April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von
unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwie
gen
den Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr.
U 363 S.
45; BGE
119 V 7 E. 3c/
aa
). Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchs
aufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die entsprechende Beweislast – anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr.
U 206 S.
328
f. E.
3b, 1992 Nr.
U 142 S. 76). Diese Beweis
grundsätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten massgebend (Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11.
März 2014 E. 2.3.1 mit Hinweisen).
Mit dem Erreichen des Status quo sine
vel
ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der Status quo sine
vel
ante
noch nicht wieder
erreicht
ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf Art. 36 Abs.
1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kosten
vergütungen zu übernehmen, worunter auch die Heilbehandlungskosten nach Art. 10 UVG fallen (Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11. März 2014 E. 2.3.2).
2.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versiche
rungsinterner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erschei
nen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/
ee
). Das An
stellungsverhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Versicherungs
träger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangenheit schliessen (BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4). Soll ein Versicherungsfall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungs
in
ternen ärztlichen
Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).
3.
Die medizinische Aktenlage präsentiert sich folgendermassen:
3.1
Im Bericht vom 1
0.
April 2017 hielt
Dr.
Z._
eine allseit
ige Bewegungsein
schränkung fest, attestierte keine Arbeitsunfähigkeit
und verwies auf den Bericht über die MR-
Arthrographie
der rechten Schulter vom
4.
April 2017 (
Urk.
8/4-5). Darin stellte
Dr.
med. B._
, Facharzt für Radiologie, folgende Diagnosen:
-
C
hronische
anteriore
Weichteil-Banka
rt-Läsion
-
W
ahrscheinlich auch chronische, nicht dislozierte S
LAP I-Läsion ohne
Flap
-Bildung
-
G
elenkseitige
geringgradige
Partialruptur der
Supraspinatussehne
und eine
geringgradige
Ansatztendinose
der
Subskapularissehne
-
G
eringgradige
, nicht aktivierte AC-Arthrose
3.2
3.2.1
Dr.
med.
B._
, Facharzt für o
rthopädische Chirurgie und Traumatologie
des Bewegungsapparates, notierte am 1
8.
Mai 2017 (
Urk.
8/11), dass der Beschw
er
deführer von
Dr.
Z._
wegen der rechten Schulter nach Schulterkontusion überwiesen worden sei. Der Beschwerdeführer habe Schme
rz
en bei Über-Kopf-Bewegungen, eine Abduktion sei noch bis 80-90° möglich. Weiter gehe es nur mit starken Schmerzen. Der
Jobe
-Off-Lift-Test sei negativ mit guter Kraft aber leichter Schmerzangabe. Die Aussen- und Innenrotation gegen Widerstand sei
en
kräftig. Es bestehe eine
Druckdolenz
subakromial
, weniger im Bereich des AC-Gelenks rechts.
Beim Röntgen seien degenerative Veränderungen des AC-Gelenkes mit
Osteo
phyten-Bildung
distal und proximal sichtbar. Ansonsten seien etwa altersent
sprechende Verhältnisse vorliegend. Es bestehe eine vermehrte
Sklerosierung
an der
Akromion
-Unterfläche im Sinne des posttraumatischen
Impingements
.
Dr.
B._
diagnostizierte ein posttraumatisches
Impingement
-Syndrom bei partieller
Rotatorenmanschettenruptur
rechts.
Er habe unter sterilsten Kautelen
subakromial
lokal infiltriert. Auf Neben
wir
kungen habe er hingewiesen. Sollte das Problem langfristig nicht zu beherrschen sein, müsste die Arthroskopie empfohlen werden. Eine Kontrolle finde in ca. vier Wochen statt. Allenfalls sei Physiotherapie zu verordnen.
3.2.2
Am 3
1.
Mai 2017 fand die nächste Konsultation statt, wobei der Beschwerde
füh
r
er berichtete, dass es nicht gut sei und bis in den rechten Arm distal aus
strahle (
Urk.
8/11).
Dr.
B._
optimierte daraufhin die Schmerzbehandlung und verordnete Physiotherapie. Bei Beschwerdepersistenz sei eine Operation zu disku
tieren.
3.2.3
Anlässlich der Konsultation vom 2
0.
Juni 2017 schilderte der Beschwerdeführer, dass er zunehmende bzw. persistierende Beschwerden habe, nicht nur tagsüber, sondern auch nachts. So gehe es nicht mehr.
Dr.
B._
konstatierte in Folge, dass eine Lokalinfiltration oder aber die endoskopische
subakromiale
Dekom
pression in Frage kämen. Der Beschwerdeführer wolle operiert werden, da er so nicht arbeiten könne. Als Operationstermin werde der
3.
Juli
2017 festgelegt
(Urk.
8/17)
.
3.3
Kreisärztin
Dr.
med.
C._
, Fachärztin für Neurochirurgie,
hielt in ihrer Stellungnahme vom
6.
Juli 2017 fest, dass die aktuell geltend gemachten Be
schwerden nicht überwiegend wahrscheinlich auf das Ereignis vom 1
4.
Februar 2017 zurückgeführt werden könnten, da zeitnah zum Unfallereignis kein Hinweis auf eine Schulterluxation bestanden habe. Die Veränderungen im MRI seien eher älter als sechs Wochen, es gebe keinen Hinweis auf frische Begleitverletzungen. Die Operation sei damit nicht unfallkausal (
Urk.
8/28).
3.4
Im Bericht vom 1
0.
Juli 2017 führte
Dr.
B._
aus, dass vorübergehend eine Ver
besserung durch eine Lokalinfiltration habe erzielt werden können. Es gebe aber immer wieder Rückfälle. Im Moment seien die Beschwerden vor allem bei Über-Kopf-Arbeiten sehr gross. Es drohe eine Arbeitsunfähigkeit.
Ein operatives Vorgehen sei wahrscheinlich notwendig. Der Beschwerdeführer arbeite voll. Das Problem scheine klar unfallbedingt (
Urk.
8/32).
3.5
3.5.1
Dr.
A._
führte in ihrer Stellungnahme vom
2.
August 2017 aus
(
Urk.
8/33)
, dass
der Beschwerdeführer
am 1
4.
Februar
2017 ein Schultertrauma rechts
erlitten habe
, dessen Beschreibungen zwischen Schulterkontusion und -distorsion vari
ier
ten - am ehesten hab
e e
s sich aber um eine Kontusions-
Verletzung
gehandelt
, zumindest wenn man den Angaben des
Beschwerdeführers
auf
dem handschrift
lichen Proto
koll anlässlich
des Aussendienstrapportes vom 1
6.
Mai 2017 Glauben schenke
, dass ihm eine Gartenplatte auf die rechte Schulter gefallen
sei. Mit grösster Sicherheit habe
jedoch keine Luxation der Schulter vor
gelegen
.
Er habe danach aber noch weiterarbeiten können,
dies sogar für eine ganze Woche. Erst danach
habe
sich der
selbstständige Umzugsunternehmer,
der teilweise beim Zügeln helfe, hauptsä
chlich jedoch im Büro tätig
sei
, zur ärztlichen Konsultation zum Hausarzt
begeben
.
Es handle
sich im vorliegenden Fall nicht um eine klassische
Rotatoren
man
schettenläsion
, sondern um ein
Impingementsyn
drom
der Schulter. Dabei handle
es sich um ein Beschwerde- und Krankheitsbild, welches anfangs nur mit einem leichten Schmerz in der Schulter verbund
en sei. Dann entstünden dauerhafte Beschwerden und Ü
ber
-K
opf
-Arbeiten wü
rden zur Qual. Das engl
ische Verb „
to
impinge
" bedeute
„anschlagen, au
fprallen": Im Schultergelenk sei
es durch Reizung und Degeneration von Sehnen und Schleimbeuteln zu eng, der Kopf de
s Schultergelenks schlage
an das Schulterdac
h. Das Krankheitsbild entwickle
sich mit den zuge
hörigen Befunden langsam und sei
in den seltensten Fällen trau
matisch bedingt. Die im MRI des
Beschwerdefüh
r
ers
gefundenen Veränderungen pass
t
en gut zum anlagebedingten, krankhaften,
subakromialen
Imp
ingement
-
nebenbefundlich
l
i
ege
im MRI aber auch der Verdacht auf eine chronische
anteriore
Bankart-Läsion nahe, verbunden mit einer chronischen
anterioren
labroligamentären
Läsion bei fehlender Abgrenzbarkeit der Ligamente
. Diese Befunde seien
nicht vereinbar mit dem eher
bagatell
ären
Kontusionstrauma vom 1
4.
Februar
2017,
nota
bene
wären sie auch mit einer leichten Di
storsion nicht vereinbar. Es sei
vielmehr von einem
degenerativen eventuell auch chronisch instabilen Vorzustand a
uszugeh
en, der durch das Trauma von Mitte Februar zeitli
ch limitiert verschlimmert worden sei
. Au
ch der zeitliche Verlauf spreche
eher gegen die Unfallkausalität: Typischerweise verbunden mit einer trau
ma
tischen Schulterverletzung sei
ein Einstellen der Tätigke
it, z
.B.
der
Arbeit und ein
zeitnaher Arztbesuch. Beides habe
im vorliegenden Fall nicht vor
gelegen
und der g
esamte zeitliche Verlauf spreche
eher gegen die Unfallkausalität der bekla
gten Beschwerden. Gesamthaft sei davon auszugeh
en, dass die von
Dr.
B._
vorge
schlagene Operation an einen Vorzustand adressiert und
es der Beschwerde
geg
nerin
nicht zu empfehlen sei
, für diesen nun vorgesehenen Eingriff Kostengut
sprache zu erteilen.
3.5.2
Auf Rückfrage führte
Dr.
A._
im E-Mail vom
7.
August 2017 ergänzend aus, dass davon auszugehen sei, dass der Status quo sine 4-6 Wochen, spätestens aber zum Datum des MRI erreicht gewesen sei (
Urk.
8/34).
3.6
Dr.
Z._
hielt in seiner Stellungnahme vom 1
7.
August 2017 zuhanden der Beschwerdegegnerin fest, dass der Beschwerdeführer seit dem 2
2.
Februar
2017 bei ihm in Behandlung stehe
.
Er sei am 2
2.
Februar 2017 in die Sprechstunde gekommen, nachdem er ca. Mitte Februar eine Schulterkontusion- und
distorsion
an der rechten Schulter erlitten habe
,
als er Platten aus dem Auto gehoben habe. Anamnestisch sei
er dabei rückwärts gestürzt. Seither habe der Beschwerdeführer massive Schmerzen und sie hätten ihn an
Dr.
B._
überwiesen.
Es handle sich beim Leiden des Beschwerdeführers um einen Status nach Unfall und sollte deshalb auch von der Unfallversicherung getragen werden (
Urk.
8/38
/4
).
4.
4.1
D
ie
Stellungnahme von
Dr.
A._
vom
2.
August 2017
und ihre Ergänzung vom
7.
August 2017
(vgl. E.
3.5)
beruh
e
n
auf fund
ierter Aktenkenntnis, da ihr die
medizinischen Unterlagen
vor
lagen
. Die Darlegung der medizinischen Zusamme
n
hänge ist
schlüssig und die Beurteilung
der medizinischen S
ituation leuchtet
ein. Die Schlussfolgerung, dass die
weiterhin geklagten Schulterbeschwerden nicht mehr kausal zum Ereignis vom 1
4.
Februar 2017 sind, ist nachvollziehbar be
gründet
. Indizien, die gegen die Zuverlässigkeit der Stell
ungnahme
n
sprechen, bestehen keine.
4.2
Der Beschwerdeführer brachte vor, dass auf die Beurteilung von
Dr.
A._
nicht abgestellt werden könne, da sie ihn nicht selbst untersucht habe (
Urk.
1).
V
orliegend
geht es
lediglich um die Beurteilung des Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfallereignis vom
1
4.
Februar 2017
und einem im Wesentlichen feststehenden medizinischen Sachverhalt, was
rechtsprechungsgemäss
in einem
Aktengutachten
erörtert werden kann (Urteil des Bun
desgerichts 8C_540/2007 vom 27. März 2008 E.
3.2 mit Hinweisen).
Die reine Aktenbeurteilung durch
Dr.
A._
ist
entsprechend nicht zu beanstanden.
4.3
Weiter bemängelte der Beschwerdeführer, dass sich
Dr.
A._
nicht zur im MRI vom
4.
April 2017 beschriebenen SLAP-Läsion sowie der gelenkseitig
gering
gradigen
Partialruptur der
Supraspinatussehne
geäussert habe (
Urk.
1).
Dr.
A._
äusserte
diesbezüglich schlüssig und nachvollziehbar
, dass es sich im vorliegenden Fall nicht um eine klassische
Rotatorenmanschettenläsion
handle, sondern um ein
Impingement
syndrom
der Schulter. Die im MRI
gefundenen Veränderungen passten gut zum anlagebedingten, krankhaften,
subakromialen
Impingement
–
nebenbefundlich
liege im MRI aber auch der Verdacht auf eine chronische
anteriore
Bankart-Läsion nahe, verbunden mit einer chronischen
anterioren
labroligamentaren
Läsion bei fehlender Abgrenzbarkeit der Ligamente.
Diese Befunde seien nicht vereinbar mit dem eher
bagatellären
Kontusionstrauma vom 1
4.
Februar 2017, und wären auch mit einer leichten Distorsion nicht ver
einbar. Es
sei entsprechend von einem degenerativen, eventuell auch chronischen instabilen Vorzustand auszugehen, der durch das Trauma verschlimmert worden sei
(vgl.
Urk.
8
/33/3).
4.4
Dr.
A._
ist Fachärztin für Chirurgie und damit
– entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers -
hinsichtlich der Beurteilung der Schulterbeschwerden quali
fi
ziert, die Kausalität zum Ereignis vom 1
4.
Februar 2017 zu beurteilen.
4.5
Die Frage nach der Teilkausalität stellt sich angesichts der Ausführungen von
Dr.
A._
entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers nicht:
Dr.
A._
argumentierte schlüssig, dass von einem Vorzustand auszugehen sei, der durch das Trauma zeitlich limitiert verschlimmert worden sei
,
und begründete dies
zum Einen
mit den Befunden, welche mit dem Ereignis vom 1
4.
Februar 2017 nicht vereinbar seien
,
und zum Anderen mit der Tatsache, dass weder das Ein
stellen der Tätigkeit noch ein zeitnaher Arztbesuch erfolgt seien – was eher gegen die Unfallkausalität spreche (
Urk.
8/33/4).
Entsprechend ist die Angabe von
Dr.
A._
, dass der chronisch instabile Vorzu
stand zeitlich limitiert verschlimmert worden sei und der Status quo sine nach 4-6
Wochen, spätestens aber zum Datum des MRI vom
4.
April 2017 erreicht gewesen sei, schlüssig und nachvollziehbar begründet.
4.6
Die Einschätzung von
Dr.
A._
erfüllt
zusammengefasst
die rechtsprechungs
ge
mässen Anforderungen an beweistaugliche ärztliche Entscheidungsgrundlagen (vgl. E. 2.4).
Gestützt auf diese Angaben ist mit überwiegender Wahrschein
lich
keit erstellt, dass der Status quo sine per
4.
April 2017 erreicht gewesen ist.
Der Fallabschluss und die Leistungseinstellung per
4.
April
2017 erweisen sich damit als rechtens.
Von w
eiteren Abklärungen, wie vom Beschwerdeführer
gefordert, sind keine zusätz
lichen Erkenntnisse zu erwarten, weshalb darauf in antizipierter Beweis
würdigung (vgl. BGE 122 V 157 E. 1d mit Hinweisen)
zu verzichten
ist
.
Damit ist die Beschwerde vollumfänglich abzuweisen.
5.
Das Verfahren ist kostenlos.