Decision ID: 916b9f48-1063-4bd4-940b-5a15874eaada
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
,
geboren 19
7
7
, war
nach ihrer Einreise in die Schweiz am
10. August 2006 (
Urk.
8/2
Ziff.
1.6) vom 1. April
2008
bis 31. März
2010
im Um
fang eines Arbeitspensums von 50
%
als Geschäftsführerin
bei der
Y._
(
Urk.
8/2
Ziff.
5.4),
sowie
beim
Z._
(
Urk.
8/10/2),
tätig
. Am 2
6
. März 2010 meldete sich die Versicherte
bei der Inva
liden
versi
che
rung zum
Leistungsb
ezug
an
(Urk.
8/2
). Die
Sozial
ver
siche
rungsan
stalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle, holte bei be
handeln
den Ärz
ten
der
Ver
sicher
ten Berichte (Urk.
8/12
, Urk.
8/19
)
ein
und
zog einen Auszug a
us dem indi
vidu
ellen Konto der
Ver
sicherten
(Urk. 8/10
) bei
.
Mit Mitteilung vom 2
2.
Oktober 2010 (
Urk.
8/20) teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, dass die Durchführung beruflicher Eingliederungsmassnahmen gegenwärtig nicht möglich sei.
1.2
Mit Vorbescheid vom 23. Juni 2011 (
Urk.
8/29-30) stellte die IV-Stelle der
Ver
-
si
cherten eine Verneinung ihres Anspruchs auf Versicherungsleistungen in Aussicht.
Nachdem die Versicherte am 1. Juli 2011 (
Urk.
8/31) beziehungsweise am 5. September 2011 (
Urk.
8/34) dagegen Einwendungen erhoben hatte, holte die IV-Stelle weitere Berichte bei behandelnden Ärzten der Versicherten (Urk.
8/37
,
Urk.
8/38
,
Urk.
8/46, Urt. 8/47,
Urk
, 8/49,
Urk.
8/50,
Urk.
8/59
und
Urk.
8/62)
ein
und teilte
dieser
am 13. Februar 2013 (
Urk.
8/64) mit, dass eine polydisziplinäre medizinische Begutachtung angeordnet werde, worauf die Ver
sicherte der IV-Stelle am 15. Februar 2013 Zusatzfragen bekannt gab (Urk. 8/67 S. 2).
Mit Mitteilung vom 8. April 2013 (
Urk.
8/72) gab die IV-Stelle der Versi
cherten die
Namen der
Gutachterstelle und der begutachtenden Ärzte bekannt. Nach Erhalt des polydisziplinären Gutachtens vom 7. Juli 2013 (Urk. 8/76) ver
neinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 13. November 2013 (Urk. 8/78 =
Urk.
2) e
inen Leistungsanspruch der Versicherten.
2.
Gegen die Verfügung vom
13. November 2013
(Urk.
2
) erhob
die
Versicherte am
2.
Dezember 2013
(Urk. 1)
Beschwerde mit dem Antrag, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und es sei ihr spätestens ab Oktober 2010 mindestens eine halbe Rente der Invalidenversicherung zuzusprechen.
Zudem sei eine wei
tere medizinische Abklärung zu veranlassen.
Gleichzeitig ersuchte die Versi
cherte um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und der unentgeltlichen Rechtsvertretung (S. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom
15. Januar 2014
(Urk.
7
)
stellte die
Beschwer
-
degeg
nerin
fest, dass
sie
der
Beschwerdeführerin
vor Erlass der ange
fochtenen Verfügung keine Kenntnis des im Rahmen des
Vorbescheidverfahrens
einge
-
holten
pol
ydisziplinäre
n
Gutachten vom 7. Juli 2013
eingeräumt habe, und beantrag
t
e (in Gutheissung der Beschw
erde) die Rückweisung der Sache
.
Mit Eingabe vom 27. März 2014 (
Urk.
10) nahm die Beschwerdeführerin zur Beschwerdeantwo
rt vom 15. Januar 2014 Stellung und
hielt an ihrem
be
schwerdeweise
gestellte
n Rechtsbegehren fest
(S. 2). Eine Kopie dieser Eingabe wurde der Beschwerdegegnerin am 28. März 2014 (
Urk.
12) zugestellt.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Vorweg zu prüfen ist die von der Beschwerdeführerin geltend gemachte Verlet
zung des rechtlichen Gehörs durch die Beschwerdegegnerin
im Verfahren be
treffend das
während
des
Vorbescheidverfahrens
eingeholte
poly
disziplinäre
Gutachten
vom 7. Juli 2013 (
Urk.
8/76).
1.
2
Die Parteien haben nach Art. 29
Abs.
2
der Bundesverfassung (
BV
)
und Art. 42 Satz 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungs
rechts
(
ATSG
)
Anspruch auf rechtliches Gehör; sie müssen nicht angehört wer
den vor Verfügungen, die durch Einsprache anfechtbar sind (Art. 42 Satz 2 ATSG; BGE 134 V 97 E. 2.8.1).
1
.3
Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist von Amtes wegen zu überprüfen (Art. 29 Abs. 2 BV
; Urteil des Bundesgerichts H 4/05 vom 19. April 2005 E. 2).
Das Recht, angehört zu werden, ist formeller Natur. Die Verletzung des rechtlichen Gehörs führt ungeachtet der Erfolgsaussichten der Beschwerde in der Sache selbst zur Aufhebung der angefochtenen Verfügung. Es kommt mit anderen Worten nicht darauf an, ob die Anhörung im konkre
ten Fall für den Ausgang der materi
el
len Streitentscheidung von Bedeutung ist, d.h. die Be
hörde zu einer Änderung ihres Entscheides veranlasst wird oder nicht (BGE 132 V 387 E. 5.1
S. 390; 127 V 431 E. 3d/
aa
S. 437).
Vorbehalten sind
recht
sprechungs
gemäss
diejeni
gen Fälle, in denen diese Verletzung nicht be
sonders schwer wiegt und dadurch geheilt wird, dass die betroffene Person die Möglich
keit erhält, sich vor einer Beschwerdeinstanz zu äussern, die sowohl den Sach
verhalt als auch die Rechtslage frei überprüfen kann
. Die Heilung eines - allfälligen - Mangels soll aber die Ausnahme bleiben (BGE 125 V 368 E 4c/
aa
, 124 V 183 E. 4a).
1
.4
Nach Art. 43
Abs.
1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein (Satz 1). Das Gesetz weist dem Durchführungsorgan die Aufgabe
zu, den rechtserheblichen Sachverhalt nach dem Untersuchungsgrundsatz abzu
klären, so dass gestützt darauf die Verfügung über die in Frage stehende Leis
tung ergehen kann (Art. 49 ATSG). Die IV-Stellen
haben nach der Rechtspre
chung (BGE 137 V 210 E. 1.2.1)
externe (meist polydisziplinäre) Gutachten ein
zu
holen, wenn der ausgeprägt interdisziplinäre Charakter einer
medi
-
zinischen
Problemlage dies gebietet
.
1
.5
Polydisziplinäre Gutachten, das heisst solche, an denen drei oder mehr
Fachdis
ziplinen
beteiligt sind, haben nach dem Wortlaut von Art. 72
bis
Abs.
1 IVV, in der seit 1. März 2012 gültigen Fassung, bei einer Gutachterstelle zu erfolgen, mit welcher das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) eine Vereinbarung getroffen hat. Gemeint sind die Medizinischen Abklärungsstellen (MEDAS) im Sinne von Art. 59
Abs.
3 IVG. Die Vergabe der Aufträge erfolgt nach dem Zu
fallsprinzip (Art. 72
bis
Abs.
2 IVV). Zu dessen Umsetzung hat das BSV die
web
basierte
Vergabeplattform
SuisseMED@P
eingerichtet, über welche der
ge
-
samte Verlauf der Gutachtenseinholung gesteuert und kontrolliert wird (www.suissemedap.ch; BGE 139 V 349 E. 2.2).
Muss der Versicherungsträger zur Abklärung des Sachverhalts ein Gutachten einer oder eines unabhängigen Sachverständigen einhole
n, gibt er der Partei laut Art.
44 ATSG deren oder dessen Namen bekannt (Satz 1); diese kann den Gutachter (oder die Gutachterin) aus triftigen Gründen ablehnen und Gegen
vorschläge machen (Satz 2).
1.6
Das Akteneinsichtsrecht
als Teilaspekt des Gehörsanspruchs wird in Art. 47 ATSG separat geregelt. Aus Inhalt und Funktion des
Akteneinsichts
rechts
als Teil des Anspruchs auf rechtliches Gehör folgt nach der Rechtsprechung, dass grundsätzlich sämtliche beweiserheblichen Akten den Beteiligten gezeigt wer
den müssen, sofern in der sie unmittelbar betreffenden Verfügung darauf abge
stellt wird. Denn es gehört zum Kerngehalt des rechtlichen Gehörs, dass der Verfügungsadressat vor Erlass eines für ihn nachteiligen Verwaltungsaktes zum Beweisergebnis Stellung nehmen kann. Das Akteneinsichtsrecht ist somit eng mit dem Äusserungsrecht verbunden, gleichsam dessen Vorbedingung. Die ver
sicherte Person kann sich nur dann wirksam zur Sache äussern und geeignete Beweise führen oder bezeichnen, wenn ihr die Möglichkeit eingeräumt wird, die Unterlagen einzusehen, auf welche sich die Behörde bei ihrer Verfügung ge
stützt hat. Das rechtliche Gehör dient in diesem Sinne einerseits der
Sachauf
klärung
und stellt anderseits ein persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht im Verfahren dar. Daraus ergibt sich, dass der Versicherer, welcher neue Akten bei
zieht oder erstellt, auf die er sich in seiner Verfügung zu stützen gedenkt, grundsätzlich verpflichtet ist, die Beteiligten über den
Aktenbeizug
zu infor
mieren (BGE 115 V 297 E. 2e). Das Akteneinsichtsrecht bezieht sich auf sämtli
che verfahrensbezogene Akten, die geeignet sind, Grundlage des Entscheids zu bilden. Die Akteneinsicht ist demnach auch zu gewähren, wenn die Ausübung des Akteneinsichtsrechts den Entscheid in der Sache nicht zu beeinflussen ver
mag. Die Einsicht in die Akten, die für ein bestimmtes Verfahren erstellt oder beigezogen wurden, kann demnach nicht mit der Begründung verweigert wer
den, die fraglichen Akten seien für den Verfahrensausgang belanglos. Es muss vielmehr dem Betroffenen selbst überlassen sein, die Relevanz der Akten zu be
urteilen (BGE 132 V 387 E. 3).
1.7
I
m ATSG nicht abschliessend geregelte Verfahrensbereiche bestimmen sich nach dem Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren (
VwVG
; Art. 55
Abs.
1 ATSG). Art. 19
VwVG
verweist für das Beweisverfahren, soweit hier interessie
rend, auf die Art. 57 ff. des Bundesgesetzes über den Bundeszivilprozess (BZP) weiter. Nach Art. 57
Abs.
2 BZP gibt der Richter den Parteien Gelegenheit, sich zu den Fragen an zur Aufklärung des Sachverhalts beigezogene Sachverstän
dige zu äussern und Abänderungs- und Ergänzungsanträge zu stellen. Für die Experten gelten die
Ausstandsgründe
nach Art. 34 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) sinngemäss; die Parteien erhalten Gelegenheit, vor der Er
nennung von Sachverständigen Einwendungen gegen die in Aussicht Genom
menen vorzubringen (Art. 58
Abs.
1 und 2 BZP). Der Sachverständige hat nach bestem Wissen und Gewissen zu amten und sich der strengsten Unparteilichkeit zu befleissigen; auf diese Pflicht ist er bei der Ernennung aufmerksam zu ma
chen (Art. 59
Abs.
1 BZP). Nach Erstattung des Gutachtens erhalten die Parteien Gelegenheit, Erläuterung und Ergänzung oder eine neue Begutachtung zu be
antragen (Art. 60
Abs.
1 in
fine
BZP; vgl. BGE
137 V 210
E. 3.4).
1.8
Ob eine Regelung des ATSG abschliessen
d
ist oder nicht, ergibt sich durch Ausle
gung (BGE 137 V 210 E. 3.4.1.5). Nach der Rechtsprechung ist die Rege
lung von Art. 44 ATSG in mit Bezug auf die Parteirechte bei der
Gutachtensan
ordnung
grundsätzlich abschliessend und es
findet
diejenige von
Art. 19
VwVG
in Verbindung mit Art. 57
Abs.
2 BZP
grundsätzlich
keine
Anwendung (BGE
137 V 210
E. 3.4.1.5 in
fine
).
Ausnahmsweise ist die Regelung von Art. 19
VwVG
in Verbindung mit Art. 57
Abs.
2 BZP indes dennoch zu beachten. Dies gilt insbesondere
für den Anspruch
der versicherten Person
sich vorgängig zu den Gutachterfragen zu äussern, dagegen
Einwände
zu erheben sowie
Ergän
zungs
- und
Zusatzfragen
zu stellen (BGE 137 V 210 E. 3.4.2.9 und BGE
139 V 349
E. 5.2.3
; vgl. Art. 57
Abs.
2 BZP). Diese
Rechte kommen der versicherten Person sowohl bei der Anordnung
polydisziplinäre
r
MEDAS-Begutachtungen
als auch bei der Anordnung
mono- und
bidisziplinäre
Begutachtungen zu
(
BGE 139 V 349 E. 5.4).
Des Gleichen
steht der versicherten Person im Rahmen des rechtlichen Gehörs das Recht zu,
sich nach Erstattung des Gutachtens zum Beweisergebnis zu äus
sern, Erläuterung, Ergänzung des Gutachtens oder eine neue Begutachtung
zu beantragen sowie weitere Beweisanträge vorzubringen (BGE
137 V 210
E. 3.41.5 in
fine
; vgl. Art. 60 Abs. 1 BZP).
2
.
2
.1
Nach Erlass des Vorbescheids vom 23. Juni 2011 (
Urk.
8/29-30) teilte die
Be
schwerdegegnerin
der Beschwerdeführer
in
am 13. Februar 2013 (
Urk.
8/64) mit, dass sie die Durchführung einer polydisziplinären medizinische Begutachtung angeordnet habe und gab der Beschwerdeführerin die Gelegenheit, Zusatz- und Ergänzungsfragen zu stellen. Am 8. April 2013 (
Urk.
8/72) gab die
Beschwerde
gegenerin
der Beschwerdeführerin zudem die Namen der Gutachterstelle und der begutachtenden Ärzte bekannt.
Damit wurde den Anforderungen an eine korrekte Gutachtensvergabe entgegen der Darstellung der Beschwerdeführerin (vgl.
Urk.
1 S. 3
Ziff.
3 und S. 7
Ziff.
13 in
fine
) grundsätzlich Genüge getan. Die Beschwerdegegnerin äusserte sich denn nach Lage der Akten auch nicht mehr zum Schreiben der Beschwerdegegnerin vom
8.
April 2013 (
Urk.
8/72).
2.2
Hingegen unterliess es die Beschwerdegegnerin,
der
Beschwerdeführerin vor Erlass der
leistungs
verneinenden
Verfügung vom 1
3.
November 2013 (
Urk.
2) Kenntnis des im
Vorbescheidverfahren
eingeholten polydisziplinären
Medas
-
Gutachtens
des
A._
vom
7.
Juli 2013 (Urk. 8/76)
zu geben und ihr Gelegenheit zur Stellungnahme dazu einzuräumen.
Die Beschwerdeführerin hatte vor Erlass
der angefochtene Verfügung vom 1
3.
November 2013
(Urk. 2)
daher
weder
Kenntnis
des Gutachtens
der Ärzte
des
A._
vom
7.
Juli 2013
noch
konnte
sie
dazu Stellung nehmen.
2
.
3
Gestützt auf Art. 42 Satz 1 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1
lit
. a ATSG wäre die Beschwerdegegnerin
indes
verpflichtet gewesen, die Beschwerdeführerin vor Erlass
der angefochtenen Verfügung
- die im Übrigen die Anforderungen an eine
rechtsgenügliche
Begründung nur knapp zu erfüllen vermag -
zu diesem Beweisergebnis anzuhören
. Sie hätte der Beschwerdeführerin
in Bezug auf das Gutachten vom
7.
Juli 2013
Akteneinsicht gewähren
und Gelegenheit zur Stel
lungnahme
dazu ein
räumen
müs
sen
. Mithin stellt das Unterlassen einer An
hörung der Beschwerdeführerin zu den Ergebnissen der während des
Vorbe
scheidverfahrens
durchgeführten Sachverhaltsabklärungen eine Verletzung des rechtlichen Gehörs dar.
2
.
4
Es ist nicht daran zu zweifeln, dass
das Gutachten der Ärzte des
A._
vom
7.
Juli 2013 (
Urk.
8/76)
eine wesentliche Grundlage
der
angefochtenen
Verfügung vom 1
3.
November 2013 (
Urk.
2) bildete
. Bei der Nichtzustellung
des Gutachtens vom
7.
Juli 2013
handelt es sich daher um ein erhebliches Versäumnis, weshalb eine schwere, keiner Heilung zugängliche Verletzung des rechtlichen Gehörs anzunehmen ist. Die Sache ist
an die Beschwerdegegnerin zur Gewährung des rechtlichen Gehörs und zu neuer Verfügung zurückzuweisen.
3
.
Gestützt auf Art. 69
Abs.
1
bis
IVG in der seit
1.
Juli 2006 in Kraft stehenden Fas
sung ist das Verfahren kostenpflichtig. In Berücksichtigung des gesetzlichen Rahmens (
Fr.
200.-- bis
Fr.
1'000.--) sind die Kosten des Verfahrens daher auf
Fr.
500.-- festzusetzen und der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerle
gen.
4
.
Nach
§
34
Abs.
1 des Gesetzes über das Sozialver
sicherungsgericht (
GSVGer
) hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der
Partei
kosten
. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens be
messen (
§
34
Abs.
3
GSVGer
).
Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal
tung zu neuer Verfügung als vollständiges Obsiegen (vgl. Urteil des Bundesge
richts U 199/02 vom 1
0.
Februar 2004 E. 6 mit Hinweis).
Au
sgangsgemäss hat die Beschwerdeführerin
Anspruch auf eine
Prozessent
schädi
gung
, welche mit
Fr.
2‘800
.-- (inklusive Mehrwertsteuer und Barauslagen) zu bemessen ist.
Bei diesem Ausgang des Verfah
rens erweist sich das Gesuch der
Beschwer
-
deführe
rin
um unentgeltliche Rechtsvertretung als gegenstandslos.