Decision ID: 0325ccb0-3084-4877-84e9-bc7e53075d0d
Year: 2009
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
G._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Werner Bodenmann, Waisenhausstrasse 17,
Postfach, 9001 St. Gallen,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
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Rente
Sachverhalt:
A.
A.a G._ (Jahrgang 1971) meldete sich am 22. April 2002 zur Umschulung auf eine
neue und Wiedereinschulung in die alte Tätigkeit bei der Invalidenversicherung an. Er
habe zwölf Jahre lang die Schule im Kosovo besucht (Realschule und Gymnasium). Er
arbeite seit dem 25. Mai 1998 als Betriebsmitarbeiter in einer Stickfabrik und verdiene
13 x Fr. 3'700 (plus 3 Kinderzulagen). Er habe Ellbogenbeschwerden rechts und sei seit
5. März 2002 zu 50% arbeitsunfähig (IV-act. 1). Die Arbeitgeberin berichtete am 6. Juni
2002, der Versicherte sei weiterhin bei ihr beschäftigt und arbeite in Nachtschicht als
Betriebsmitarbeiter. Im Jahr 2001 habe er 13 x Fr. 3'700.-- pro Monat verdient. Ohne
Gesundheitsschaden würde er aktuell 13 x Fr. 3'900.-- pro Monat verdienen (IV-act.
12). Hausarzt Dr. med. A._ teilte am 5. August 2002 mit, der Versicherte habe am 2.
Februar 2001 eine Radiusköpfchen-Trümmerfraktur rechts erlitten, nachdem er von
einer Arbeitsbühne gestürzt sei. Die Fraktur sei gleichentags mittels Osteosynthese
versorgt worden. Das Osteosynthesematerial habe man am 13. Juni 2001 entfernt. Seit
dem 27. Mai 2002 bestehe eine Radiohumeral-Arthrose. Eine operative Revision des
rechten Ellbogens mit radialer Denervation, Resektion des Radiusköpfchens und Ersatz
mit Kopfprothese sowie Narbenkorrektur sei durchgeführt worden. Er attestierte dem
Versicherten eine volle Arbeitsunfähigkeit seit 27. Mai 2002, nachdem zuvor zeitweise
eine 50%ige oder 75%ige Arbeitsfähigkeit bestanden hatte. Der Heilverlauf habe sich
verzögert und der Versicherte leide an andauernden Schmerzen trotz intensiver
Physiotherapie. Auch nach einer Reoperation und einer Radiusköpfchenprothese habe
der Versicherte Schmerzen im Ellbogen, die in Hand und Schulter ausstrahlen würden
(IV-act. 13).
A.b Vom 24. März bis 21. April 2004 hielt sich der Versicherte stationär in der
Rehaklinik Bellikon auf. Im Austrittsbericht vom 4. Mai 2004 gaben die Fachärzte der
Klinik folgende Diagnosen an:
- Unfall vom 2. Februar 2001 (Sturz von einer 11⁄2 - 2 m hohen Arbeitsbühne auf den
rechten Ellbogen):
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- mehrfragmentäre subcapitale Radiusköpfchen-Trümmerfraktur rechts
- 2. Februar 2001 Osteosynthese
- 13. Juni 2001 OSME und Arthrolyse. Eine versenkte Schraube wurde belassen.
- 27. Mai 2002 bei Inkongruenz-Arthrose radiale Denervation Ellbogen rechts,
Narbenkorrektur, Implantation einer Radiuskopfprothese
- 7. Juli 2003 Explantation der Radiuskopfprothese, Neurolyse des Nervus ulnaris,
Arthrolyse des Ellbogengelenks
- leicht bis mässige ulno-humerale Arthrose sowie radioulnares Impingement bei
terrible triad Verletzung (nicht dislozierte Coronoidfraktur, Radiusköpfchenfraktur,
Ellbogensubluxation oder Luxation).
Aktuell bestünden die Probleme einer Beugekontraktion im rechten Ellbogengelenk,
belastungsabhängige brennende und elektrisierende Schmerzen am Ellbogen und
entlang des Vorderarmes sowie Dysästhesien bis in die Finger III-V, eine
hypotrophische Handmuskulatur, eine Schonung und eine Schwellungstendenz der
rechten Hand. Man habe keinen therapeutischen Zugang finden können. Dem
Versicherten seien leichte bis sehr leichte Halte- und Hebearbeiten für den rechten
dominanten Arm ohne monotone Bewegungsmuster ganztags zumutbar (IV-act. 20).
A.c Die SUVA verfügte am 9. Juli 2004 fallabschliessend die Ausrichtung einer Rente
von 27% sowie einer Integritätsentschädigung von 20%. Der Versicherte focht diese
Verfügung an, die SUVA hielt mit Entscheid vom 1. Februar 2005 an ihrer Verfügung
fest. Dieser Entscheid ist unangefochten in Rechtskraft erwachsen.
A.d Der RAD Ostschweiz nahm am 8. Februar 2006 zur Arbeitsfähigkeitsschätzung
Stellung. Dr. B._ erklärte, auf die medizinischen Beurteilungen der SUVA könne
abgestellt werden. Eine psychiatrische Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
liege nicht vor, die somatische Einschränkung von 20% in der angestammten Tätigkeit
könne übernommen werden. Der vorliegende Gesundheitsschaden ziehe eine
Einschränkung der Belastbarkeit des rechten Arms nach sich. Die Beschädigung sei
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geeignet, den Gesundheitszustand im Lauf der Zeit weiter zu verschlechtern (IV-act.
38). Mit Schlussbericht vom 31. Juli 2006 hielt die Eingliederungsberaterin der IV fest,
der Versicherte habe per Ende Juli 2003 die Kündigung erhalten, sich im Juni 2005
beim RAV gemeldet und eine Arbeitsstelle zu 50% gesucht. Sein Tagesablauf sei
langweilig, er schaue TV, lese die Zeitung oder Bücher und gehe manchmal spazieren.
Zu den Kindern würde die Schwägerin schauen, welche im selben Haus wohne. Er
helfe nicht im Haushalt, diesen erledige seine Frau, da sie ja nicht ganztags auswärts
arbeite. Er wolle eine Umschulung machen. Die Eingliederungsberaterin kam zum
Schluss, der Versicherte habe sich nur vordergründig arbeitswillig geäussert. Er habe
nie spontan geantwortet. Der Versicherte habe die Möglichkeit, über das RAV in einem
Einsatzprogramm Arbeitsmöglichkeiten auszuprobieren. Er könne, sofern er motiviert
sei, dort auch Unterstützung bei der Stellensuche in Anspruch nehmen. Auf Grund
seines ambivalenten Verhaltens sehe sie seitens der Invalidenversicherung keine
Veranlassung für weitere berufliche Massnahmen. Sie beantragte die Rentenprüfung in
Berücksichtigung der Arbeitsfähigkeit von 80% mit einem Leidensabzug von 10% (IV-
act. 44).
A.e Mit Vorbescheid vom 4. September 2006 stellte die IV-Stelle dem Versicherten den
Abschluss der Arbeitsvermittlung in Aussicht. Sie begründete, er habe die Möglichkeit,
an einem Einsatzprogramm des RAV teilzunehmen. Dabei werde er Gelegenheit
erhalten, Möglichkeiten und Grenzen für eine berufliche Tätigkeit abzuklären. Auf
Wunsch werde das RAV auch bei der Stellensuche behilflich sein. Eine weitere
Eingliederungsberatung durch die IV-Stelle sei deshalb nicht angezeigt (IV-act. 49). Mit
Vorbescheid vom 5. September 2006 stellte die IV-Stelle dem Versicherten auch die
Abweisung des Rentengesuchs in Aussicht. Es lägen reine Unfallfolgen vor, man
schliesse sich dem Entscheid der SUVA an. Das zumutbare Einkommen ohne
Behinderung betrage gemäss Bemessung der SUVA Fr. 52'992.-- und mit Behinderung
Fr. 38'684.--, der Invaliditätsgrad betrage 27% (IV-act. 47).
A.f Gegen diese Vorbescheide liess der Versicherte einwenden, dass sich die IV-Stelle
bei ihrer Arbeitsfähigkeitsschätzung auf den veralteten Austrittsbericht der Rehaklinik
Bellikon vom 4. Mai 2004 gestützt habe. Weil er unter zunehmenden Schmerzen leide,
könne er nur zu 50% am RAV-Einsatzprogramm teilnehmen. Wegen der Zunahme der
Arthrosebeschwerden sowie der fortgeschrittenen Beweglichkeitseinschränkungen
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seien deshalb weitere medizinische Abklärungen angezeigt. Der Versicherte gab
hinsichtlich der Arbeitsvermittlung an, dass er entgegen der Auffassung der IV-Stelle
arbeitswillig sei, er habe doch eine 50%ige-Arbeitsstelle gesucht. Es rechtfertige sich
deshalb nicht, ihm weitere berufliche Massnahmen, insbesondere eine Umschulung
oder Wiedereinschulung, zu verweigern (IV-act. 54).
A.g Auf Empfehlung des RAD veranlasste die IV-Stelle am 9. Januar 2007 eine
Verlaufsbeurteilung durch die Rehaklinik Bellikon (IV-act. 61). Am 21. Februar 2007
berichtete die Klinik für Hand-, Plastische- und Wiederherstellungschirurgie des
Kantonsspitals St. Gallen von einer posttraumatischen fortgeschrittenen ulnohumeralen
Arthrose rechts. Bei der Untersuchung vom 15. Februar 2007 hätten sich mehrere
persistente Probleme präsentiert. Die Schmerzen bei der Bewegung des Ellbogens
rührten einerseits von einer mittlerweise fortgeschrittenen radiohumeralen Arthrose her,
die Bewegungseinschränkung, insbesondere bei Extension, sei durch osteophytäre
Anbauten erklärbar. Relativ beschwerdearm sei die Pro-/Supinationsbewegung. Die
elektrisierenden Missempfindungen im Bereich des Vorderarmes und der Finger IV bis
V rührten von einer weiterhin persistenten Kompression auf den bereits nach ventral
verlagerten Nervus ulnaris im Bereich des Ellbogens her. Die aktuelle Arbeitsfähigkeit
betrage 50% bei einer leichten Tätigkeit im Betrieb einer
Elektronikbauteilrecyclingfirma. Eine solche Tätigkeit könne der Versicherte ohne
weiteres durchführen (IV-act. 66).
A.h Am 21. März 2007 erstattete die Rehaklinik Bellikon das Verlaufsgutachten.
Orthopäde Dr. med. C._ gab folgende Diagnosen an:
- Unfall vom 2. Februar 2001 (Sturz von einer 11⁄2 - 2 m hohen Arbeitsbühne auf den
rechten Ellbogen) mit:
- terrible triad Verletzung (nicht dislozierte Coronoidfraktur, Radiusköpfchenfraktur,
Ellbogensubluxation)
- leichte bis mässige ulnohumerale Arthrose sowie radioulnares Impingement
- 2. Februar 2001 Radiusköpfchenosteosynthese
- 13. Juni 2001 Metallentfernung und Arthrolyse
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- 27. Mai 2002 radiale Denervation Ellbogen rechts, Narbenkorrektur und Implantation
einer Radiuskopfprothese
- 7. Juli 2003 Explantation der Radiuskopfprothese, Neurolyse des Nervus ulnaris,
Arthrolyse des Ellbogengelenks
- Myofasziale Beschwerden Nacken und Schultergürtel rechts.
Dr. C._ erklärte, seit dem stationären Aufenthalt sei es radiologisch höchstens zu
einer diskreten Zunahme der degenerativen Veränderungen am rechten Ellbogengelenk
gekommen. Klinisch sei die Beweglichkeit von Ellbogen und Schulter leicht besser
geworden. Es würden sich diskrete Schonungszeichen rechts im Sinne einer leichten
Umfangsdifferenz am rechten Oberarm sowie eine diskrete Osteopenie zeigen.
Subjektiv seien die Beschwerden im Bereich des Ellbogens sowie des Vorderarms seit
der Hospitalisation in Bellikon gleich geblieben; der Versicherte gebe jedoch vermehrt
Beschwerden im Bereich des Nackens rechts sowie des Schulterblatts und der
Pektoralismuskulatur an. Hier fänden sich Druckdolenzen in typischer Lokalisation,
Myogelosen hätten jedoch keine palpiert werden können. Der Orthopäde erachtete die
Zumutbarkeitsbeurteilung vor drei Jahren auf Grund der objektiven Befunde nach wie
vor als aktuell: leichte bis sehr leichte Tätigkeiten unter Vermeidung monotoner
Bewegungen ganztags. Für die Arbeit in einer Elektronikbauteilrecyclingfirma werde der
Versicherte von den Kollegen in St. Gallen für 50% arbeitsfähig erachtet, davon habe er
nichts erwähnt. Welches Anforderungsprofil an dieser Stelle bestehe, sei ihm daher
nicht bekannt (IV-act. 67). Auf Nachfrage der IV-Stelle teilte Dr. C._ am 12. April 2007
mit, dass es sicher nicht zu einer massgeblichen Verschlechterung seit dem letzten
Aufenthalt in der Rehaklinik gekommen sei, weil sich der radiologische Befund
höchstens diskret verschlechtert und sich die Beweglichkeit leicht gebessert habe (IV-
act. 69).
A.i Mit zwei Verfügungen vom 16. August 2007 teilte die IV-Stelle dem Versicherten
sowohl den Abschluss der Arbeitsvermittlung als auch die Abweisung des
Rentengesuchs mit. Die neuen medizinischen Unterlagen würden an diesen
Entscheiden nichts ändern (IV-act. 76, 77).
B.
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B.a Gegen die Rentenabweisung liess der Versicherte am 13. September 2007
Beschwerde erheben. Er beantragte die Aufhebung der Verfügung vom 16. August
2007, die Ausrichtung einer Rente basierend auf einem Invaliditätsgrad von mindestens
50% und die Vornahme weiterer medizinischer Abklärungen hinsichtlich seiner
Leistungsfähigkeit. Zudem ersuchte er um unentgeltliche Rechtspflege inklusive
Verbeiständung. Der Rechtsvertreter begründete, auf den neuen Bericht der Rehaklinik
Bellikon könne nicht abgestellt werden, weil er nicht nachvollziehbar sei. Der
Beurteilung von Dr. C._ stünde nämlich die Einschätzung des Kantonsspitals St.
Gallen gegenüber. Dort habe man eine 50%ige Arbeitsfähigkeit und damit eine
Verschlechterung attestiert. Die Tätigkeit des Beschwerdeführers in einer
Elektronikbaurecyclingfirma sei bereits eine leichte bis sehr leichte Arbeit, und er sei
dort lediglich zu 50% arbeitsfähig. Dagegen werde im Gutachten der Rehaklinik
Bellikon festgehalten, dass eine leichte bis sehr leichte Tätigkeit ganztags zumutbar
sein solle. Es sei nicht näher geprüft worden, welche Arbeiten er konkret ausüben
könne und wie leistungsfähig er darin sein könne. Diesbezüglich seien weitere
Abklärungen zu tätigen. Überdies habe die Beschwerdegegnerin ihre
Begründungspflicht verletzt, denn aus der Verfügung sei nicht ersichtlich, wie der
Invaliditätsgrad von 27% ermittelt bzw. das Validen- und Invalideneinkommen
festgesetzt worden seien. Ausgehend von einem Valideneinkommen von Fr. 52'992
ergäbe sich bei einem Arbeitsunfähigkeitsgrad von 50% ein Invalideneinkommen von
Fr. 26'496. Weil der Beschwerdeführer nur noch in der Lage sei, leichte bis sehr leichte
Arbeiten auszuführen, sei ein zusätzlicher Abzug von 15% vorzunehmen. Damit liege
ein Invaliditätsgrad von mindestens 50% vor und der Beschwerdeführer habe
Anspruch auf eine Invalidenrente (act. G 1).
B.b Die Beschwerdegegnerin beantragte am 23. Oktober 2007 Abweisung der
Beschwerde. Sie führte aus, vorliegend sei der Invaliditätsgrad unbestrittenermassen
auf Grund eines Einkommensvergleichs nach Art. 16 ATSG zu bestimmen, da der
Beschwerdeführer hypothetisch zu 100% erwerbstätig wäre. Mit der angefochtenen
Verfügung habe man die Invaliditätsbemessung der SUVA übernommen. Das sei nach
der höchstrichterlichen Rechtsprechung zulässig, weil der Invaliditätsbegriff in der
Invalidenversicherung und der obligatorischen Unfallversicherung übereinstimme. Es
liege auch deshalb keine Verletzung der Begründungspflicht vor, weil die
Einkommensermittlung der SUVA in deren Entscheid eingehend dargelegt worden sei.
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– Auf das Verlaufsgutachten der Rehaklinik Bellikon sei abzustellen. Es enthalte keine
Anzeichen für eine unsorgfältige Untersuchung oder eine falsche Interpretation des
Bildmaterials und sei in Kenntnis des Berichts des Kantonsspitals St. Gallen erfolgt. Im
Gegensatz zu den Fachärzten des Kantonsspitals St. Gallen sei Dr. C._
arbeitsmedizinisch geschult und habe deshalb als nicht behandelnder Arzt den
Leidenszustand des Beschwerdeführers in seine Leistungsbeurteilung nicht einfliessen
lassen. Damit sei die unterschiedliche Arbeitsfähigkeitsschätzung erklärbar. Eine
Verschlechterung sei nicht überwiegend wahrscheinlich dargetan, so dass weiterhin
von einer uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit
ausgegangen werden könne. Es sprächen keine triftigen Argumente gegen die
Übernahme des von der SUVA ermittelten Invaliditätsgrades (act. G 3).
B.c Die Parteien hielten im folgenden Schriftenwechsel an ihren Anträgen fest (act. G 6

und 8). Auf weitere Ausführungen wird, soweit entscheidrelevant, in den Erwägungen
eingegangen.
C.
Dem Gesuch um unentgeltliche Prozessführung wurde mit Zwischenentscheid vom 26.
Oktober 2007 entsprochen (act. G 5).
Erwägungen:
1.
Vorliegend ist die Rentenabweisung der Beschwerdegegnerin vom 16. August 2007 zu
beurteilen, weshalb die am 1. Januar 2008 in Kraft getretenen Änderungen der 5. IV-
Revision nicht anwendbar sind. Die Verfügung vom 16. August 2007 betreffend
Eingliederungsmassnahmen (Arbeitsvermittlung) wurde nicht angefochten.
1.1 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG (in der massgebenden, bis 31. Dezember 2007 geltenden
Fassung) besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte
Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens
zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch
auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % Anspruch
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auf eine Viertelsrente. Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG i.V.m. Art. 16 ATSG ist die Invalidität
grundsätzlich durch einen Einkommensvergleich zu ermitteln. Dabei wird das
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach
Durchführung der notwendigen und zumutbaren Eingliederungsmassnahmen bei
ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person erzielen könnte, wenn sie nicht invalid
geworden wäre.
1.2 Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der
Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 ATSG). Danach haben
Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte die Beweise frei, d.h. ohne
Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie unfassend und pflichtgemäss zu würdigen.
Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle
Beweismittel unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach
zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des
streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Gutachtens
ist nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung entscheidend, ob es für die streitigen
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben
worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der
Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des
Gutachters begründet sind (vgl. BGE 125 V 351 E. 3a). Nach der Rechtsprechung des
Bundesgerichts ist bei der Beweiswürdigung der Erfahrungstatsache Rechnung zu
tragen, dass Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche
Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE
125 V 351 E. 3b/cc), oder dass sie deren pessimistische subjektive Einschätzung
übernehmen. Dieser Vorbehalt ist nach den Entscheiden des Bundesgerichts i/S S.
vom 20. März 2006 (I 655/05) E. 5.4 und i/S T. vom 13. April 2006 (I 645/05) E. 2.3 auch
für behandelnde Spezialärzte anzubringen. Anderseits kann die Möglichkeit zu längerer
Beobachtungszeit auch Vorteile bieten. Das Bundesgericht hat betreffend die
Feststellungen eines Hausarztes festgehalten, das Gericht könne auch auf die
speziellen, etwa dank der langjährigen Betreuung nur einem Hausarzt zugänglichen
Kenntnisse des Gesundheitszustandes eines Versicherten abstellen (nicht
veröffentlichter Entscheid des Bundesgerichts I 255/96, zit. in 4P.254/2005).
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2.
2.1 Die Höhe der behinderungsbedingten Erwerbseinbusse hängt vor allem von der
ärztlichen Arbeitsfähigkeitsschätzung ab, d.h. davon, in welchem Umfang für die
versicherte Person noch eine Tätigkeit in Betracht fällt (BGE 125 V 261 E. 4). Die
Beschwerdegegnerin erachtet die Arbeitsfähigkeitschätzung der Rehaklinik Bellikon als
überzeugend, wonach dem Beschwerdeführer eine leichte bis sehr leichte Tätigkeit
unter Vermeidung monotoner Bewegungen ganztags zumutbar sei. Der
Beschwerdeführer stellt sich andererseits hauptsächlich auf den Standpunkt, dass
nicht auf das Verlaufsgutachten der Rehaklinik Bellikon abgestellt werden könne, weil
dieses nicht nachvollziehbar sei und der Einschätzung der Fachärzte des
Kantonsspitals St. Gallen widerspreche.
2.2 Die Fachärzte des Kantonspitals St. Gallen haben bei der Diagnose einer
posttraumatischen fortgeschrittenen ulnohumeralen Arthrose rechts angegeben, die
aktuelle Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers betrage bei einer leichten Tätigkeit im
Betrieb einer Elektronikbauteilrecyclingfirma 50%. Dr. C._ hat in seinem
Verlaufsgutachten ausgeführt, der Beschwerdeführer leide an einer terrible triad
Verletzung mit einer leichten bis mässigen ulnohumeralen Arthrose sowie einem
radialen Impingement. Sodann bestehe ein andauerndes Reiz- und partielles vor allem
sensibles Ausfallsyndrom des Nervus ulnaris rechts sowie myofasziale Beschwerde im
Nacken und Schultergürtel rechts. Der Beschwerdeführer habe ihm gegenüber
angegeben, dass die Beschwerden in seinem Ellbogen und Vorderarm seit der
Hospitalisation in Bellikon gleich geblieben seien. Aktuell seien jedoch Schmerzen im
Nacken und im Bereich des Schulterblatts hinzugekommen. Dr. C._ hat in der
bildgebenden Untersuchung nur eine diskrete Verschlechterung der Arthrose erkannt.
Der Beschwerdeführer habe zudem eine verbesserte Beweglichkeit des Ellbogens und
der Schulter gezeigt. In der Arbeitsfähigkeitsschätzung hat Dr. C._ eine leichte bis
sehr leichte Arbeit unter Vermeidung monotoner Bewegungen ganztags – also ohne
Leistungseinbusse – als zumutbar erachtet. Somit liegen tatsächlich sich
widersprechende Arbeitsfähigkeitsschätzungen vor. Dabei fällt auf, dass die
Gesundheitsbeeinträchtigung des Beschwerdeführers in den Diagnosen von Dr. C._
im Gegensatz zu derjenigen der Fachärzte des Kantonsspitals St. Gallen ausführlicher
benannt werden. So stimmen die gegenüber Dr. C._ geklagten subjektiven
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Schmerzen des Beschwerdeführers mit dem radiologischen Befund überein. Diese
habe sich im Vergleich zu den Aufnahmen aus dem Jahr 2004 nur diskret
verschlechtert und die Beschwerden im Ellbogen und im Vorderarm seien in etwa auch
gleich geblieben. Es ist davon auszugehen, dass Dr. C._ keine objektiven
Gesichtspunkte in seiner Begutachtung unberücksichtigt gelassen hat, welche nicht
auch durch die Fachärzte des Kantonsspitals St. Gallen festgestellt worden sind und
geeignet gewesen wären, zu einer anderen Beurteilung zu führen. Das
Verlaufsgutachten der Rehaklinik Bellikon ist deshalb überzeugend und
nachvollziehbar.
2.3 Hinsichtlich der konkreten Arbeitsfähigkeitsschätzung ist festzuhalten, dass der
Beschwerdeführer gegenüber den Fachärzten des Kantonsspitals St. Gallen
angegeben hat, er arbeite zu 50% in einer Elektronikbauteilrecyclingfirma. Wie sich aus
den Akten ergibt, handelt es sich um ein Einsatzprogramm des RAV. Darauf bezog sich
die Annahme einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit des Kantonsspitals. Dr. C._ dagegen
hat die Arbeitsfähigkeit in einer (idealen) leichten bis sehr leichten Tätigkeit unter
Vermeidung monotoner Bewegungen beurteilt, also unabhängig dieser aktuellen
Tätigkeit. Er erachtete eine angepasste Tätigkeit als ganztägig zumutbar. Da der
Facharzt der Rehaklinik Bellikon von einer allgemeinen, idealen adaptierten Tätigkeit
ausging, hatte er seine abweichende Arbeitsfähigkeitsschätzung auch nicht weiter zu
begründen. Für die Invaliditätsbemessung ist die Arbeitsfähigkeit in einer idealen
adaptierten Tätigkeit massgebend. Es ist deshalb auf die Arbeitsfähigkeitsschätzung
von Dr. C._ abzustellen.
2.4 Diese Begutachtung in der Rehaklinik Bellikon ist durch einen unabhängigen
Facharzt erfolgt, der den Beschwerdeführer bereits während dem stationären
Aufenthalt untersuchte und behandelte. Seine Aussagen zum Verlauf sind deshalb
beweistauglich. Es ist insgesamt festzuhalten, dass die Funktionsbeschreibung einer
adaptierten Tätigkeit durch Dr. C._ ausreichend ist.
3.
3.1 Bei der Bemessung des Invaliditätsgrades hat sich die Beschwerdegegnerin auf
den bereits rechtskräftigen Einspracheentscheid der Suva vom 1. Februar 2005
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gestützt. In diesem Entscheid hat die Suva einen Invaliditätsgrad von 27% ermittelt.
Auf Grund dessen, dass der Beschwerdeführer nur an Unfallfolgen leide und dass das
Bundesgericht in BGE 126 V 288 eine Bindungswirkung des Invaliditätsbegriffes
zwischen der obligatorischen Unfallversicherung und der Invalidenversicherung
anerkannt habe, hat sich die IV-Stelle an die Invaliditätsbemessung der Suva gebunden
betrachtet. Nach der neuesten Rechtsprechung des Bundesgerichts ist diese
Auffassung überholt (vgl. BGE 133 V 549). Mit Entscheid vom 28. August 2007 hat das
Bundesgericht die Bindungswirkung gemäss BGE 126 V 288 aufgehoben. Allerdings
schliesst das Bundesgericht nicht aus, dass die IV-Stellen die Akten des
Unfallversicherers beiziehen und gestützt darauf den Invaliditätsgrad für den Bereich
der Invalidenversicherung bestimmen können (vgl. BGE 133 V 549 E. 6.4; Urteil des
Bundesgerichts vom 27. März 2008 i/S. A. [8C_206/2007] E. 3.3.1). Dem
Beschwerdeführer ist eine leichte bis sehr leichte Tätigkeit unter Vermeidung
monotoner Bewegungen ganztags zumutbar. Er war bereits vor seinem Unfall als
Hilfsarbeiter in einer Textilfirma tätig. Solche körperlich leichten, wechselbelastenden
Tätigkeiten sind im invalidenversicherungsrechtlich massgebenden ausgeglichenen
Arbeitsmarkt, der nicht nur ein gewisses Gleichgewicht zwischen Angebot und
Nachfrage nach Arbeitskräften beinhaltet, sondern auch einen Arbeitsmarkt, der einen
Fächer verschiedenster Tätigkeiten aufweist (vgl. BGE 110 V 273 E. 4b; AHI 1998, S.
291), durchaus und in ausreichender Zahl vorhanden. In Industrie und Gewerbe werden
Arbeiten, die physische Kraft erfordern, in zunehmendem Mass durch Maschinen
verrichtet. Weniger belastenden Bedienungs- und Überwachungsfunktionen kommt
dagegen eine wachsende Bedeutung zu. Auch im Dienstleistungssektor gibt es
entsprechende Stellen. Es kann davon ausgegangen werden, dass der
Beschwerdeführer in solchen Aktivitäten keine grösseren Einschränkungen erleidet.
Das vor dem Unfall erzielte Valideneinkommen war im Vergleich zu den statistischen
Löhnen unterdurchschnittlich. Die Invaliditätsbemessung hat deshalb im Validen- und
Invalideneinkommen gestützt auf Tabellenlöhne zu erfolgen. Weil keine
Leistungseinschränkung zu berücksichtigen ist, resultiert auch beim maximal
möglichen Abzug von 25% vom Tabellenlohn für das Invalideneinkommen (wegen der
gesundheitlich bedingten eingeschränkten Einsetzbarkeit) kein Invaliditätsgrad, der zu
einer Invalidenrente berechtigen würde. Der erforderliche Invaliditätsgrad von 40% wird
bei weitem nicht erreicht.
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3.2 Zusammenfassend ist festzustellen, dass keine rentenbegründende Invalidität
vorliegt. Die Beschwerde ist deshalb abzuweisen.
4.
Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.- bis
Fr. 1000.- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.- erscheint
als angemessen. Dem unterliegenden Beschwerdeführer sind die Gerichtskosten in der
Höhe von Fr. 600.-- aufzuerlegen. Zufolge der am 26. Oktober 2007 bewilligten
unentgeltlichen Rechtspflege ist er von der Bezahlung zu befreien. Der Staat ist zufolge
der ebenfalls am 26. Oktober 2007 bewilligten unentgeltlichen Rechtsverbeiständung
zu verpflichten, für die Kosten der Rechtsvertretung des Beschwerdeführers
aufzukommen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass dem unentgeltlichen Rechtsbeistand
lediglich ein um 20% reduziertes Honorar zusteht (vgl. Art. 31 Abs. 3 des
Anwaltsgesetzes, sGS 963.70). Die Parteientschädigung bemisst sich gemäss Art. 61
lit. g ATSG nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des
Prozesses. Unter Berücksichtigung dieser Kriterien erweist sich eine
Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) als
angemessen. Gekürzt um 20% beträgt sie Fr. 2'800.--. Wenn die wirtschaftlichen
Verhältnisse es gestatten, kann der Beschwerdeführer jedoch zur Rückzahlung der
vom Staat entschädigten Gerichts- und Parteikosten verpflichtet werden (Art. 288 Abs.
1 ZPO/SG i.V.m. Art. 99 Abs. 2 VRP/SG).
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG