Decision ID: 74ac8feb-30ea-4fa6-99ee-0c742cc788f3
Year: 2011
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Fabienne Brandenberger-Amrhein,
Kirchstrasse 24a, Postfach 1332, 8580 Amriswil,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
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betreffend
Rente
Sachverhalt:
A.
A.a A._ meldete sich am 21. Dezember 2004 zum Bezug von Leistungen der
Invalidenversicherung an. Er habe in Mazedonien die Grundschule besucht und die
Ausbildung als Textilschneider mit Diplom abgeschlossen (IV-act. 1). Die B._
berichtete der IV-Stelle des Kantons St. Gallen am 17. Januar 2005, der Versicherte sei
von 1. April 1998 bis 31. März 2005 bei ihr als Schweisser angestellt. Der Versicherte
habe Fr. 5'300.-- pro Monat verdient. Ohne Gesundheitsschaden würde er ein
Jahreseinkommen von Fr. 69'590.-- erzielen (IV-act. 13).
A.b Dr.med. C._, Facharzt für Innere Medizin FMH, berichtete der IV-Stelle am 25.
Januar 2005, der Versicherte leide an einem lumbospondylogenen Schmerzsyndrom
L5/S1 rechts bestehend seit Mai 2004, einer muskulären Dysbalance bei degenerativen
Wirbelsäulenbeschwerden, einer medianen Diskushernie L5/S1 ohne sichere
Nervenwurzelkompression, einer Fehlhaltung der LWS, einem Fussschmerzsyndrom
posttraumatisch unklarer Ätiologie links seit Dezember 2000 sowie einem Verdacht auf
Symptomausweitung. Vom 17. Mai 2004 bis 14. Juni 2004 habe eine 100%ige
Arbeitsunfähigkeit bestanden, danach bis am 24. Juli 2004 eine 50%ige
Arbeitsunfähigkeit. Seit 25. Juli 2004 sei der Versicherte voll arbeitsunfähig. Die
bisherige Tätigkeit sei nicht mehr zumutbar. Bei der psychisch eingeschränkten
Belastbarkeit sei eine geschützte, körperlich leichte Tätigkeit mit wechselnden
Stellungen in zeitlich limitiertem Umfang zumutbar (IV-act. 16)
A.c Dr.med. D._, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, leitende Ärztin
am Psychiatrischen Zentrum St. Gallen, gab der IV-Stelle am 24. August 2005 an, der
Versicherte leide an einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung. Aus
psychiatrischer Sicht bestehe keine Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 22). Am 5. September
2005 stellte die Klinik Valens der IV-Stelle ihren Abklärungsbericht vom 24. November
2004 zu. Der Versicherte hatte sich vom 20. Oktober 2004 bis 10. November 2004 in
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stationärer Behandlung befunden, ohne Behandlungserfolg. Die Ärzte der Klinik Valens
attestierten dem Versicherten für die bisherige Tätigkeit als Arbeiter im Stahlbau eine
100%ige Arbeitsunfähigkeit. Eine leichte bis mittelschwere Tätigkeit mit
Wechselbelastung und Gewichtsbelastungen selten bis 17.5 kg Boden/Taillenhöhe
beziehungsweise 20 kg horizontal sei zu 100% zumutbar. Vorgeneigte
Ausgangsstellungen und lange Hebelwirkungen auf die Wirbelsäule mit zusätzlichen
rotatorischen Scherkräften sollten vermieden werden (IV-act. 24).
A.d Der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) Ostschweiz erachtete in seiner
Stellungnahme vom 24. November 2005 eine Begutachtung als angezeigt (IV-act. 29).
Die IV-Stelle beauftragte am 29. November 2005 die MEDAS Zentralschweiz mit der
polydisziplinären Begutachtung des Versicherten (IV-act. 33).
A.e Am 23. März 2007 erstattete die MEDAS das Gutachten. Der Versicherte war
internistisch, rheumatologisch und psychiatrisch untersucht worden. Als Diagnose mit
wesentlicher Einschränkung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit gaben die Gutachter ein
lumbovertebrales Schmerzsyndrom bei medianer Diskushernie L5/S1 ohne
Nervenwurzelkompression an. Ohne wesentlichen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit,
aber mit Krankheitswert, bestünden Restbeschwerden am linken Unterschenkel bei St.
n. Kontusion 12/2000, polytope Körperschmerzen ohne adäquates somatisches
Korrelat am Bewegungsapparat sowie ein Verdacht auf eine Neurasthenie (ICD-10:
F48.0). In der bisherigen Tätigkeit sei der Versicherte seit 24. November 2004 nicht
mehr arbeitsfähig. Jegliche andere, leichte bis mittelschwere körperliche Tätigkeit in
Wechselbelastung mit einer Belastungsgrenze von 17.5 kg Gewicht Heben ab Boden
beziehungsweise 20 kg Gewicht Heben horizontal unter Vermeidung von vorgeneigten
Ausgangsstellungen und langen Hebelwirkungen auf die Wirbelsäule oder zusätzlichen
rotatorischen Scherkräften sei dem Versicherten vollumfänglich zumutbar (IV-act. 49).
A.f PD Dr.med. E._, Facharzt für Neurologie FMH, bestätigte am 14. Juni 2007 die
Diagnose eines sensibel-demyelisierenden Karpaltunnelsyndroms beidseits mit
Operationsindikation (IV-act. 58).
A.g Vom 19. November 2007 bis 12. Dezember 2007 wurde der Versicherte einer
BEFAS-Abklärung in Appisberg unterzogen. Dabei wurde festgestellt, dass er über ein
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recht gutes feinmanuelles Geschick und über Ausdauer und Monotonieresistenz bei
seriellen Arbeiten verfüge. Eine Motivation für die berufliche Eingliederung sei jedoch
nicht erkennbar und ein Arbeitstraining in einer entsprechenden Institution wurde als
kaum erfolgsversprechend bezeichnet (IV-act. 78).
A.h Mit Vorbescheid vom 14. Mai 2008 stellte die IV-Stelle den Abschluss der
Arbeitsvermittlungsmassnahmen in Aussicht (IV-act. 85). Gleichentags teilte sie dem
Versicherten mit, dass sie gedenke, das Rentengesuch abzuweisen. Die bisherige
Tätigkeit sei dem Versicherten nicht mehr zumutbar. In einer leidensangepassten
Tätigkeit bestehe eine 100%ige Arbeitsfähigkeit. Damit könne er auf dem
ausgeglichenen Arbeitsmarkt ein zumutbares Jahreseinkommen von Fr. 59'908.--
erzielen. Gegenüber dem bisher erzielten Einkommen von Fr. 71'129.-- resultiere eine
Einkommenseinbusse von Fr. 11'221.-- beziehungsweise ein Invaliditätsgrad von 16%.
Da dieser unter 40% liege, habe er keinen Rentenanspruch (IV-act. 87).
A.i Gegen den Vorbescheid betreffend Rente liess der Versicherte am 16. Juni 2008
Einwand erheben und die Zusprache einer ganzen Invalidenrente beantragen.
Eventualiter seien weitere medizinische Abklärungen vorzunehmen (IV-act. 94). In der
Beilage reichte der Versicherte einen Bericht seines Hausarztes Dr. C._ vom 6. März
2006 ein, wonach er hauptsächlich an einer somatoformen persistierenden
Schmerzstörung leide (IV-act. 97), sowie einen Bericht der Klinik für Orthopädische
Chirurgie des Kantonsspitals St. Gallen vom 26. April 2007, wonach ein MRI vom 29.
März 2007 eine Diskusdegenration L3/4 und L4/5 ohne Spinalkanalstenose oder
Nervenwurzelkompression gezeigt habe (IV-act. 99).
A.j Mit Verfügung vom 28. Juli 2008 wies die IV-Stelle den Anspruch auf eine
Invalidenrente ab. Mit dem Einwand seien keine neuen medizinischen Fakten im Sinn
von objektivierbaren Befunden beigebracht worden, die eine andere Beurteilung der
zumutbaren Arbeitsfähigkeit zulassen würden. Demnach müsse weiterhin von einer
100%igen Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit ausgegangen werden
(IV-act. 106).
A.k Mit Eingabe vom 15. September 2008 liess der Versicherte gegen diese
Verfügung beim Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen Beschwerde erheben
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und die Zusprache einer ganzen Rente sowie ergänzende medizinische Abklärungen
beantragen (IV-act. 110). Die IV-Stelle widerrief darauf am 10. Oktober 2008 ihre
Verfügung vom 28. Juli 2008 und stellte ergänzende medizinische Abklärungen in
Aussicht (IV-act. 117). Mit Entscheid vom 28. Oktober 2008 schrieb der zuständige
Einzelrichter des Versicherungsgerichts das Beschwerdeverfahren zufolge Gegen
standslosigkeit ab (IV 2008/406).
B.
B.a Die IV-Stelle beauftragte die MEDAS Zentralschweiz am 26. November 2008 mit
einer Verlaufsbegutachtung des Versicherten (IV-act. 125).
B.b Dr.med. F._, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, Leiter des
Ambulatoriums des Psychiatrischen Zentrums St. Gallen, berichtete der IV-Stelle am
8. Dezember 2008, der Versicherte leide an einer anhaltenden somatoformen
Schmerzstörung (ICD-10: F45.3) sowie an einer mittelgradigen depressiven Episode
(ICD-10: F32.1). Seit Juli 2008 stehe der Versicherte erneut in ambulanter Behandlung.
Dabei hätten sich neben den bekannten Schmerzzuständen deutliche Symptome einer
eher agitierten Depression gezeigt. Aufgrund des chronifizierten Krankheitsbildes sei
mit einer Wiederaufnahme der Arbeit derzeit nicht zu rechnen (IV-act. 126).
B.c Am 25. März 2009 erstattete die MEDAS das polydisziplinäre Verlaufsgutachten.
Der Versicherte war internistisch, rheumatologisch und psychiatrisch untersucht
worden. Als Diagnose mit wesentlicher Einschränkung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit
gaben die Gutachter ein chronisches lumbovertebrales Schmerzsyndrom mit
magnetresonanztomographisch medianer Diskusprotrusion L5/S1 ohne
Nervenkompression sowie leichtgradiger Diskusdegeneration L3/4 und L4/5 an. Ohne
wesentliche Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit, aber mit Krankheitswert bestünden
Restbeschwerden am linken Unterschenkel unklarer Ätiologie bei St. n. Kontusion
12/2000, polytope Körperschmerzen ohne adäquates somatisches Korrelat am
Bewegungsapparat, ein Karpaltunnelsyndrom beidseits mit St. n. Neurolyse des
Nervus medianus links am 21. September 2007 und subjektiv ohne Besserung der
Beschwerden, eine Neurasthenie (ICD-10: F48.0), eine arterielle Hypertonie, eine Sicca-
Problematik unklarer Ätiologie, eine chronische Dyspepsie sowie eine Obstipation bei
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Verdacht auf Colon irritabile. Für die angestammte Tätigkeit als Stahlbauarbeiter sei der
Versicherte zu 100% arbeitsunfähig. Was den Bewegungsapparat anbelange, habe
sich seit der Vorbegutachtung keine wesentliche Veränderung der objektivierbaren
Befunde ergeben. Eine körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeit in
Wechselbelastung sei dem Versicherten voll zumutbar. Die Belastungsgrenze von 17.5
kg Gewicht Heben ab Boden beziehungsweise 20 kg horizontal sowie Vermeidung
vorgeneigter Ausgangsstellungen und langer Hebelwirkungen auf die Wirbelsäule habe
nach wie vor Gültigkeit. Gegenüber der Erstbeurteilung ergebe sich auch für eine
leidensangepasste Tätigkeit keine Veränderung. Mit Sicherheit bestehe ein somatischer
Kern des Leidens, das aber auch einen Überbau habe mit Selbstlimitierung und
abnormem Krankheitsverhalten. Auffällig seien auch die vagen Angaben zum
Beschwerdebild, die Klage über Schmerzen auf angeblich andauernd höchst
möglichem Schmerzniveau. Eindeutige psychopathologische Symptome hätten sich
bei der Untersuchung nicht gezeigt, die eine Diagnose ausserhalb der Gruppe ICD-10:
F48 begründen würden. Insbesondere liege kein Hinweis für eine affektive Störung vor
und weil eine psychiatrische Komorbidität von erheblicher Schwere fehle, dürfe auch
nicht die Diagnose einer somatoformen Schmerzstörung gestellt werden (IV-act. 134).
B.d Der RAD erachtete das Verlaufsgutachten der MEDAS in seiner Stellungnahme
vom 15. Mai 2009 als umfassend, konsistent, in sich widerspruchsfrei und
nachvollziehbar. Auf die Arbeitsfähigkeitsschätzung könne abgestellt werden (IV-act.
135).
B.e Mit Vorbescheid vom 28. Mai 2009 stellte die IV-Stelle erneut die Abweisung des
Rentengesuchs in Aussicht (IV-act. 139). Am 7. Juli 2009 verfügte die IV-Stelle
entsprechend ihrem Vorbescheid (IV-act. 143).
C.
C.a Gegen diese Verfügung liess der Versicherte am 9. September 2009 Beschwerde
erheben. Seine Rechtsvertreterin beantragte die Aufhebung der Verfügung vom 7. Juli
2009 und die Zusprache einer ganzen Invalidenrente. Eventualiter sei die Verfügung
aufzuheben und die Angelegenheit für die Vornahme weiterer Abklärungen an die
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Die Beschwerdegegnerin gehe davon aus, dass
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der Beschwerdeführer in einer leidensadaptierten Tätigkeit 100% arbeitsfähig sei. Bei
dieser Behauptung werde weder auf das ärztliche Zeugnis des Hausarztes Dr. C._
vom 6. März 2006, noch auf den Bericht von Dr. D._ vom 24. August 2005, noch auf
den Bericht der Klinik Valens vom 21. Oktober 2004 eingegangen. Ebenso wenig werde
das Karpaltunnelsyndrom berücksichtigt. Zudem liege der entscheidwesentliche
Bericht von Dr. med. G._ von der Klinik für Orthopädische Chirurgie am
Kantonsspital St. Gallen vom 26. April 2007 den IV-Akten nicht bei. Aus diesem Bericht
gehe hervor, dass seit dem ersten MEDAS-Gutachten eine gesundheitliche
Verschlechterung eingetreten sei. Die Beschwerdegegnerin habe den Grundsatz der
umfassenden Beweiswürdigung verletzt. Im Weiteren nehme der psychiatrische
Gutachter Dr. H._ im Gutachten vom 5. Januar 2007 nicht explizit Bezug auf die
Diagnose der somatoformen persistierenden Schmerzstörung und stelle eine neue
Diagnose den Verdacht auf eine Neurasthenie, ohne dies weiter zu begründen. Das
psychiatrische Gutachten sei daher willkürlich und es müssten ergänzende
Abklärungen vorgenommen werden, denn auch der internistische und somatische Teil
des Gutachtens entsprächen nicht dem aktuellen Stand der Beschwerden des
Beschwerdeführers. Das ermittelte Valideneinkommen sei nicht zu beanstanden.
Jedoch sei beim Invalideneinkommen gemäss der LSE nicht auf die Unterscheidung
nach Grossregionen abzustellen. Sodann sei ein Teilzeitabzug zu berücksichtigen, da
der Beschwerdeführer - wenn überhaupt - lediglich noch Teilzeit arbeiten könnte.
Gestützt auf das Alter des Beschwerdeführers, seine Nationalität und die längere
Tätigkeitsdauer in der gleichen Branche als Schweisser sowie die ausgeprägten
somatischen und psychischen Beschwerden und die damit verbundenen
regelmässigen Arztbesuchen und Therapien rechtfertige sich ein Leidensabzug von
20% (act. G 1).
C.b Die Beschwerdegegnerin beantragte in der Beschwerdeantwort vom 20. Oktober
2009 die Abweisung der Beschwerde. Der RAD habe am 21. September 2009
ausführlich zu den Einwänden in der Beschwerde Stellung genommen. Er habe unter
anderem festgehalten, eine somatoforme Schmerzstörung dürfe angesichts des
fehlenden emotionalen Konflikts nicht gestellt werden. Die Somatisierungsstörung sei
ein psychiatrisches Krankheitsbild und von den Fachärzten ausdrücklich verneint
worden. Es bestehe keine Veranlassung, die Schlussfolgerungen der beiden MEDAS-
Gutachten in Frage zu stellen. Zudem führe die Diagnose einer somatoformen
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Schmerzstörung gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung grundsätzlich nicht
zu einer Invalidität. Weil auf die MEDAS-Gutachten abzustellen sei, sei der
Beschwerdeführer in einer adaptierten leichten bis mittelschweren Tätigkeit voll
arbeitsfähig. Ein Teilzeitabzug erübrige sich daher. Die Nationalität dürfe ebenfalls nicht
berücksichtigt werden. Gemäss der LSE verdienten Hilfsarbeiter im Jahr 2006 Fr.
59'197.--. Das für das Jahr 2009 berücksichtigte Invaliditätseinkommen von Fr.
60'263.-- erscheine eher zu tief als zu hoch. So oder anders habe der
Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine Rente. Die angefochtene Verfügung sei im
Ergebnis richtig (act. G 3).
C.c Die zuständige Verfahrensleitung des Gerichts bewilligte am 22. Oktober 2009
das mit der Beschwerde gestellte Gesuch um unentgeltliche Prozessführung (act. G 5).
C.d In der Replik vom 25. November 2009 hielt der Beschwerdeführer an seinen
Anträgen und der Begründung fest (act. G 8).
C.e Die Beschwerdegegnerin verzichtete am 2. Dezember 2009 auf eine Duplik (act.
G 10).
C.f Am 25. November 2010 reichte der Beschwerdeführer einen Bericht des
Psychiatrischen Zentrums St. Gallen vom 11. November 2010 ein, wonach eine
anhaltende somatoforme Schmerzstörung sowie eine mittelgradige depressive Episode
mit somatischem Syndrom vorlägen (act. G 13 und 13.1).
C.g Das Gericht verlangte am 14. März 2011 einen neuen Ausdruck des
Teilgutachtens vom 3. Januar 2007 (IV-act. 50), weil dieses in den Akten unvollständig
abgebildet war (act. G 15).

Erwägungen:
1.
Angefochten ist eine Verfügung, die nach Inkrafttreten der 5. IV-Revision am 1. Januar
2008 ergangen ist. Grundsätzlich sind für die Zeit bis 31. Dezember 2007 die damals
geltenden Bestimmungen und ab 1. Januar 2008 die neuen Normen der 5. IV-Revision
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anzuwenden (BGE 132 V 215 neues Fenster E. 3.1.1; vgl. auch Urteil 8C_520/2010 vom
9. Juli 2010, E. 2). Die 5. IV-Revision hat hinsichtlich des Begriffs und der Bemessung
der Invalidität keine substantiellen Änderungen gegenüber der bis Ende 2007 gültig
gewesenen Rechtslage gebracht. Neu normiert wurde demgegenüber der Zeitpunkt
des Rentenbeginns, der, sofern die entsprechenden Anspruchsvoraussetzungen
gegeben sind (Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG;
SR 831.20]), gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens 6 Monate nach Geltendmachung
des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) entsteht. Da ein
allfälliger Rentenanspruch im vorliegenden Fall auf einen Zeitpunkt vor dem 1. Januar
2008 festzusetzen wäre (die Arbeitsunfähigkeit trat im Mai 2004 ein und die IV-
Anmeldung erfolgte im Dezember 2004), wirkt sich diese Neuerung auf den hier zu
prüfenden Fall jedoch nicht aus (vgl. Urteil 8C_373/08 des Bundesgerichts vom
28. August 2008, E. 2.1 mit Hinweis).
2.
2.1 Unter Invalidität wird bei als Gesunden voll erwerbstätigen Personen die
voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise
Erwerbsunfähigkeit verstanden (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist dabei der
durch eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit verursachte
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise
Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen
Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). Der Grad der für einen allfälligen Rentenanspruch
massgebenden Invalidität wird gemäss Art. 16 ATSG durch einen
Einkommensvergleich ermittelt, bei dem das Einkommen, das die versicherte Person
nach dem Eintritt der Invalidität und nach der Durchführung der notwendigen und
zumutbaren Eingliederungsmassnahmen bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen
könnte (zumutbares Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt wird zum Einkommen,
das die versicherte Person erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre
(Valideneinkommen). Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze
Invalidenrente, wenn der Versicherte mindestens zu 70%, derjenige auf eine
Dreiviertelsrente, wenn er wenigstens zu 60% invalid ist. Liegt ein Invaliditätsgrad von
http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=01.01.2009&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=soz&query_words=%22124+V+94%22+antizipierte+Beweisw%FCrdigung&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F132-V-215%3Ade&number_of_ranks=0#page215
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mindestens 50% vor, so besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem IV-Grad
von mindestens 40% auf eine Viertelsrente.
2.2 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im
Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des
Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung
zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte
Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Das Gericht hat den Sachverhalt von
Amtes wegen festzustellen und demnach zu prüfen, ob die vorliegenden Beweismittel
eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruchs gestatten. Hinsichtlich
des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der
Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der
medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten
begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a).
2.3 Der Beschwerdeführer verlangt eine neue Begutachtung, weil sich die Gutachter
nicht mit divergierenden Berichten der behandelnden Ärzte auseinandergesetzt hätten.
Sodann habe der begutachtende Psychiater in seinem Gutachten vom 5. Januar 2007
nicht explizit Bezug auf die Diagnose der somatoformen Schmerzstörung genommen
und begründe seine Diagnose der Neurasthenie nicht. Das psychiatrische Gutachten
sei daher willkürlich. Zudem würden auch der internistische und somatische Teil nicht
dem aktuellen Stand der Beschwerden des Beschwerdeführers entsprechen. Diese
Argumentation entspricht fast wörtlich der Begründung der Beschwerde im Verfahren
gegen die erste abweisende Rentenverfügung vom 28. Juli 2008. Unterdessen hat die
Beschwerdegegnerin jedoch ihre Verfügung widerrufen und weitere Abklärungen
getätigt. Die Verlaufsbegutachtung vom 25. März 2009 berücksichtigt sämtliche aktuell
geltend gemachten Beschwerden. Der Aktenauszug der MEDAS sowie die IV-Akten
sind vollständig. Die Gutachter haben die vom Beschwerdeführer aufgeführten
(angeblich fehlenden) ärztlichen Berichte somit in ihre Beurteilung miteinbezogen und
die geltend gemachten Beschwerden sorgfältig untersucht. Zu diesem
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Verlaufsgutachten liess sich der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde nicht
vernehmen.
2.4 Wie aus dem Verlaufsgutachten vom 25. März 2009 hervorgeht, leidet der
Beschwerdeführer hauptsächlich an einem chronischen, lumbovertebralen
Schmerzsyndrom. Die magnetresonanztomographischen Untersuchungen haben
gezeigt, dass sich auf der Höhe L5/S1 eine mediane Diskushernie befindet. Eine
Nervenwurzelkompression konnte jedoch nach wie vor nicht festgestellt werden.
Sodann liegen auf der Höhe L3/4 und L4/5 leichte Diskusdegenerationen vor. Auch die
Untersuchung der HWS hat kein Substrat gezeigt, dass die geklagten Schmerzen zu
erklären vermöchte. Die MEDAS-Gutachter haben im Rahmen der Zweitbegutachtung
ausgeführt, konsequenterweise hätten die Orthopäden des Kantonsspitals St. Gallen
bezüglich der lumbalen Situation von einer Operation abgeraten, vielmehr hätten sie
eine erhebliche nicht somatische Komponente vermutet und hätten eine
Somatisierungs- oder Schmerzverarbeitungsstörung postuliert. Im Weiteren sei im
Sommer 2007 ein beidseitiges Karpaltunnelsyndrom diagnostiziert und links mittels
operativer Neurolyse des Nervus medianus operiert worden. Auch hier seien die
Bemühungen nicht von Erfolg gekrönt gewesen, im Gegenteil habe der
Beschwerdeführer eine postoperative Zunahme der Schmerzen und
Sensibilitätsstörungen beklagt. Bei der klinischen Untersuchung sei ein deutlich
abwehrendes Verhalten mit überschiessender Schmerzreaktion, Aufspringen und
Stöhnen aufgefallen, was insgesamt eine zuverlässige und aussagekräftige
rheumatologische Untersuchung verunmöglicht habe. Insbesondere habe sich an der
unteren und oberen Extremitäten keine sensible oder motorische Störung gefunden,
die einer Nervenwurzelkompression hätte zugeordnet werden können; das ganze
somatische Beschwerdebild habe nicht mit einer klaren somatischen Pathologie in
Übereinstimmung gebracht werden können. Auffällig seien auch die vagen Angaben
zum Beschwerdebild, die Klage über Schmerzen auf angeblich andauernd höchst
möglichem Schmerzniveau gewesen. Aus rheumatologischer Sicht sei eine
Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit als Stahlbauer zu verneinen, für eine
körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeit hätten sich jedoch keine limitierenden
Befunde gefunden. Der begutachtende Rheumatologe hat damit bestätigt, dass sich im
Vergleich zur ersten Begutachtung keine Änderung bezogen auf die zumutbare
Arbeitsfähigkeit ergeben hat (IV-act. 134-16/36). Bereits der Hausarzt hat in seinem
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Bericht vom 25. Januar 2005 einen Verdacht auf Symptomausweitung erwähnt. Zur
Arbeitsfähigkeit hat er ausgeführt, dass bei der psychisch eingeschränkten
Belastbarkeit eine geschützte, körperlich leichte, wechselbelastende Tätigkeit in zeitlich
limitiertem Umfang zumutbar sei (IV-act. 16). Der Hausarzt hat also bereits im Jahr
2005 eine teilweise Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit bejaht. Bei den
späteren hausärztlichen Arbeitsfähigkeitsschätzungen vom 6. März 2006 und 2. Juni
2008 ist er jedoch von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit ausgegangen, weil der
Beschwerdeführer an einem aussergewöhnlich intensiven somatoformen
Schmerzsyndrom leide (IV-act. 97 und 98). Die Beurteilung der zumutbaren
Willensanstrengung zur Überwindung der Schmerzen ist bei einer allfälligen
somatoformen Schmerzstörung durch einen Psychiater vorzunehmen. Es ist zu
vermuten, dass der Hausarzt die subjektiv geschilderten Schmerzen in seiner
Arbeitsfähigkeitsschätzung stärker gewichtet hat als die rheumatologischen und
psychiatrischen Gutachter in ihren Verlaufsgutachten vom 25. März 2009. Auch die
Ärzte der Klinik Valens in ihrem Abklärungsbericht vom 24. November 2004 eine
100%ige Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit und eine volle Arbeitsfähigkeit in
einer leichten bis mittelschweren Tätigkeit bestätigt (IV-act. 24). Die hausärztlich
Arbeitsfähigkeitsschätzung ist daher nicht beweiskräftig.
2.5 Der Beschwerdeführer ist zweimal psychiatrisch begutachtet worden. Der
begutachtende Psychiater hat über den aktuellen Bericht des Ambulatoriums des
Psychiatrischen Zentrums St.Gallen vom 8. Dezember 2008 verfügt, wie dem
Aktenauszug des Hauptgutachtens zu entnehmen ist (IV-act. 134-5/36). Durch die
Anwesenheit zweier Dolmetscher konnten sprachliche Unsicherheiten bei der
Untersuchung ausgeschlossen werden. Der begutachtende Psychiater hat in seinem
Konsiliargutachten vom 2. März 2009 angegeben, wie beim letztenmal sei auffallend,
wie vage alle Angaben gemacht worden seien und wie wenig sich Präzisierungen
selbst durch suggestive Fragen hätten erreichen lassen. Man könne sich dabei die
Frage einer körperlichen Erkrankung stellen, die eine psychiatriefremde Störung und
massive Beschränkung der Hirnleistungsfähigkeit bewirken könnte. Dies müsse
verneint werden, da der Beschwerdeführer den Militärdienst ohne Schwierigkeiten
absolviert habe und über viele Jahre mit grossem wirtschaftlichem Erfolg berufstätig
gewesen sei. Demnach müsste ein Krankheitsprozess mit Auswirkungen auf den
seelischen Bereich erst später eingesetzt haben. Für einen solchen Prozess fänden
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sich allerdings in den gesamten Unterlagen keine Hinweise. Es sei nicht möglich
gewesen, klare psychopathologische Symptome herauszuarbeiten, wie sie Diagnosen
ausserhalb der F48er Gruppe begründen könnten. Es sei auch zu vermuten, dass die
Unschärfe der Angaben vor allem auf seelische Phänomene ausgerichtet sei und
andere Bereiche des Lebens nicht umfasse. Dies könne veranschaulicht werden an der
Beschreibung des Einkaufens oder der Details des Transports von Lebensmitteln, die
eine generelle Unschärfe der Wahrnehmung ausschlössen. Die Diagnose einer
Neurasthenie lasse eine solche Schilderung, eine solche Symptombeschreibung
durchaus zu oder sei schon fast typisch dafür. Gemäss Taschenführer zur ICD-10
Klassifikation psychischer Störungen liege bei einer Form der Neurasthenie "das
Schwergewicht auf Gefühlen körperlicher Schwäche und Erschöpfung nach nur
geringer Anstrengung begleitet von muskulären und anderen Schmerzen und der
Unfähigkeit sich zu entspannen". Ob eine Störung aus der somatoformen Gruppe
vorliege, sei zu diskutieren. Im ersten Gutachten vom 5. Januar 2007 hatte der
begutachtende Psychiater eine solche Diagnose verneint, weil es an einem
emotionalen Konflikt fehle (IV-act. 50-10/10). Im aktuellen Gutachten hat er ausgeführt,
es fehle an einer mitwirkenden psychisch ausgewiesenen Komorbidität von erheblicher
Schwere, Intensität und Ausprägung. In den Akten werde eine Depression erwähnt. Im
Rahmen der Untersuchung hätten keine Hinweise auf eine affektive Störung gefunden
werden können. In einzelnen Gesprächsabschnitten seien die Emotionen des
Beschwerdeführers gut spürbar gewesen. Weitere Symptome wie
Tagesschwankungen, Appetitstörungen oder episodisch auftretende
Antriebsverminderung hätten sich nicht nachweisen lassen. Damit ergäben sich seit der
Erstbegutachtung im Dezember 2006 keine wesentlichen Aspekte aus dem Fachgebiet
der Psychiatrie. Aufgrund des weiteren Verlaufs könne die damals nur als Verdacht
geäusserte Diagnose der Neurasthenie nun als sicher gelten. Dem Beschwerdeführer
seien Arbeiten ohne Einschränkungen zumutbar (IV-act. 134-33/36 ff.).
2.6 Bereits Dr. D._ hatte in ihrem Bericht vom 24. August 2005 eine
Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer Sicht selbst bei der Diagnose einer
somatoformen Schmerzstörung verneint (IV-act. 22). Dr. F._ hatte in seinem Bericht
vom 8. Dezember 2008 zur Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit ausgeführt,
mit einer Wiederaufnahme der Arbeit sei aufgrund des chronifizierten Krankheitsbildes
nicht zu rechnen (IV-act. 126). Damit hat er jedoch nicht Stellung genommen zur Frage,
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ob dem Beschwerdeführer eine Wiederaufnahme der Arbeit trotz der vorhanden
Schmerzen zumutbar wäre, beziehungsweise die Willensanstrengung zur Überwindung
der Schmerzen für eine Arbeitstätigkeit erwartet werden könne. Sodann hat der
behandelnde Psychiater die gestellten Diagnosen einer somatoformen Schmerzstörung
und mittelgradigen depressiven Episode nicht begründet. Dem neuen Bericht vom
11. November 2010 ist lediglich zu entnehmen, dass die Diagnosen einer anhaltenden
somatoformen Schmerzstörung sowie einer mittelgradigen depressiven Episode mit
somatischem Syndrom vorlägen und die antidepressive Medikation wegen
Nebenwirkungen habe umgestellt werden müssen. Eine Arbeitsfähigkeitsschätzung ist
diesem Bericht nicht zu entnehmen (act. G 13.1). Diese Berichte führen keine Befunde
auf, die vom begutachtenden Psychiater nicht berücksichtigt worden wären oder zu
einer anderen Beurteilung führen müssten, weshalb auf die ausführliche und schlüssige
Einschätzung des begutachtenden Psychiaters abzustellen ist. Selbst wenn eine
somatoforme Schmerzstörung vorliegen würde, liegt keine Invalidität im Sinn der
bundesgerichtlichen Rechtsprechung (BGE 130 V 352; 131 V 49) vor, da es an einer
ausgewiesenen psychischen Komorbidität von erheblicher Schwere, Ausprägung und
Dauer fehlt. Auch die übrigen Kriterien begründen keine Invalidität, auch wenn
chronische körperliche Begleiterkrankungen und ein mehrjähriger Krankheitsverlauf bei
unveränderter oder progredienter Symptomatik ohne längerfristige Remission sowie ein
ausgewiesener Rückzug in allen Belangen des Lebens vorliegen. Auch kann von einer
verfestigten, therapeutisch nicht mehr angehbaren Krankheitsfokussierung
ausgegangen werden. Sodann liegt ein unbefriedigendes Behandlungsergebnis trotz
konsequent durchgeführter ambulanter und/oder stationärer Behandlungsbemühungen
und gescheiterte Rehabilitationsmassnahmen vor. Diese Behandlungsmassnahmen
waren jedoch nicht durch Motivation oder Eigenanstrengung des Beschwerdeführers
gekennzeichnet, obwohl ihm dies ohne weiteres zugemutet werden könnte. Daher wäre
auch in dieser Hinsicht von einer Überwindbarkeit der somatoformen Schmerzstörung
auszugehen.
2.7 Zusammenfassend kann daher auf die nachvollziehbare und sorgfältige
Arbeitsfähigkeitsschätzung der MEDAS Zentralschweiz vom 25. März 2009 abgestellt
werden. Das Gutachten ist voll beweiskräftig. Demnach ist der Beschwerdeführer in der
bisherigen Tätigkeit als Stahlbauarbeiter vollumfänglich arbeitsunfähig. In einer
leidensangepassten, körperlich leichten bis mittelschweren Tätigkeit in
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Wechselbelastung besteht jedoch eine 100%ige Arbeitsfähigkeit, wobei Gewichte bis
17.5 kg ab Boden gehoben beziehungsweise 20 kg horizontal gehoben und getragen
werden dürfen. Sodann sind vorgeneigte Ausgangsstellungen und lange
Hebelwirkungen auf die Wirbelsäule zu vermeiden. Aus psychiatrischer Sicht besteht
keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit.
2.8 Bei einer vollen Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit liegt der
Invaliditätsgrad selbst bei der Gewährung eines Leidensabzugs von 25% unter 40%,
weshalb der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine Invaliditätsrente hat.
3.
3.1 Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen.
3.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr.
1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint
als angemessen. Dem unterliegenden Beschwerdeführer sind die Gerichtskosten in der
Höhe von Fr. 600.-- aufzuerlegen. Zufolge der am 22. Oktober 2009 bewilligten
unentgeltlichen Rechtspflege ist er von der Bezahlung zu befreien.
3.3 Der Staat ist zufolge der am 22. Oktober 2009 bewilligten unentgeltlichen
Rechtsverbeiständung zu verpflichten, für die Kosten der Rechtsvertretung des
Beschwerdeführers aufzukommen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass dem
unentgeltlichen Rechtsbeistand lediglich ein um 20% reduziertes Honorar zusteht (vgl.
Art. 31 Abs. 3 des Anwaltsgesetzes, sGS 963.70). Die Parteientschädigung bemisst
sich gemäss Art. 61 lit. g ATSG nach der Bedeutung der Streitsache und nach der
Schwierigkeit des Prozesses. Die Rechtsvertreterin hat am 23. Dezember 2009 eine
Honorarnote eingereicht und einen Stundenaufwand von Fr. 12.17 à Fr. 250.--,
inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer von Fr. 3'370.95 geltend gemacht. Dies
erscheint als angemessen. Gekürzt um 20% beträgt das Honorar inklusive Barauslagen
und Mehrwertsteuer Fr. 2'696.75. Wenn die wirtschaftlichen Verhältnisse es gestatten,
ist der Beschwerdeführer jedoch zur Nachzahlung der vom Staat entschädigten
bis
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Gerichts- und Parteikosten verpflichtet (Art. 123 Abs. 1 ZPO i.V.m. Art. 99 Abs. 2 VRP/
SG).
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP