Decision ID: 2558612b-9ad5-5a41-8a7a-6e3f636c98bc
Year: 2009
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. A.a Eigenen Angaben zufolge verliess der Beschwerdeführer - ein  Staatsangehöriger - seinen Heimatstaat am 20. April 2001 und gelangte am 8. Mai 2001 illegal in die Schweiz, wo er am darauf  Tag ein erstes Asylgesuch einreichte. Das BFF wies dieses mit Verfügung vom 17. Dezember 2001 ab und ordnete die Wegweisung sowie deren Vollzug an. Die gegen diesen negativen Asylentscheid  Beschwerde wies die vormals zuständige Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) mit Urteil vom 8. März 2005 ab.
A.b Mit einer als „Wiedererwägungsgesuch“ betitelten Eingabe  der Beschwerdeführer am 27. April 2005 an das BFM. Dieses trat mit Verfügung vom 12. Mai 2005 auf diese Eingabe nicht ein und wies sie zwecks Prüfung als Revisionsgesuch zuständigkeitshalber an die ARK. Mit Zwischenverfügung vom 18. Mai 2005 teilte die ARK dem Beschwerdeführer mit, sie betrachte seine Eingabe vom 27. April 2005 als Revisionsgesuch. Mit Urteil vom 7. Oktober 2005 lehnte sie das Revisionsgesuch ab und wies die Akten zwecks Prüfung einer  erheblich veränderten Sachlage an die Vorinstanz .
A.c Mit Eingaben vom 27. April 2005 und 11. Oktober 2005 verwies der Beschwerdeführer auf folgende exilpolitische Tätigkeiten, welche nach dem Urteil der ARK vom 8. März 2005 stattgefunden hätten: Am 22. März 2005, 31. März 2005 sowie 1. April 2005 habe er bei den  Behörden des Kantons B._ Bewilligungen zur Durchführung der Standkundgebungen vom 1., 7., 9., und 14. April 2005 eingeholt. Im Weiteren habe er an Kundgebungen teilgenommen, wobei Fotos erstellt und auf der Internetseite (...) veröffentlicht worden seien. Ferner machte er auf einen Artikel in der Zeitung (...) vom 17. März 2005 aufmerksam, in dem über eine Kundgebung berichtet worden sei, welche einen Tag zuvor in C._ stattgefunden habe. Ausserdem gab der Beschwerdeführer in seinen Eingaben an, eine Radiosendung für den (...) moderiert zu haben. Als Beweismittel reichte er zwei Audiokassetten sowie eine Audio-CD ein. Der Beschwerdeführer machte insgesamt geltend, diese exilpolitischen Aktivitäten seien von den iranischen Behörden überwacht worden, weshalb er bei einer Rückkehr in sein Heimatland flüchtlingsrechtlich relevante Nachteile zu befürchten habe.
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B. B.a Nach der Überweisung der Akten an das BFM durch das  der ARK vom 7. Oktober 2005 behandelte die Vorinstanz die Begehren des Beschwerdeführers als zweites Asylgesuch. Mit  vom 21. Oktober 2005 - eröffnet am 25. Oktober 2005 - wies sie das Asylgesuch des Beschwerdeführers vom 27. April 2005 ab, da er die Flüchtlingseigenschaft nicht erfülle. Seine Vorbringen würden den Anforderungen gemäss Art. 3 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) nicht standhalten. Gleichzeitig verfügte sie die Wegweisung aus der Schweiz sowie deren Vollzug.
B.b Zur Begründung seines negativen Entscheids führte das BFM aus, bei der Beurteilung von subjektiven Nachfluchtgründen könne nur dann von der Furcht vor asylrelevanten Verfolgungsmassnahmen bei einer allfälligen Rückkehr in den Heimatstaat ausgegangen werden, wenn die Identität der exilpolitisch tätigen Person feststehe. Dies sei vorliegend jedoch nicht der Fall. Die Identität des Beschwerdeführers stehe nicht fest, da er bis anhin überhaupt keine Identitätspapiere  habe. Folglich sei nicht ersichtlich, dass die iranischen  die geltend gemachten exilpolitischen Tätigkeiten mit der Person des Beschwerdeführers in Verbindung bringen würden und ihn deshalb belangen sollten. Bereits aus diesem Grund seien seine eingereichten Beweismittel nicht geeignet, eine flüchtlingsrechtlich relevante  zu begründen.
Ferner machte das BFM im Zusammenhang mit der Gefährdung von exilpolitisch tätigen Iranern geltend, es sei wahrscheinlich, dass die iranischen Behörden über die politischen Aktivitäten ihrer  im Ausland und die Durchführung von Demonstrationen  seien. Angesichts der Zahl der im Ausland lebenden iranischen Staatsangehörigen sei es indessen ausgeschlossen, dass jede  Person durch die iranischen Behörden überwacht und identifiziert werde. Im Übrigen sei auch den iranischen Behörden bekannt, dass viele iranische Emigranten aus vorwiegend wirtschaftlichen Gründen versuchen würden, sich in Europa und speziell auch in der Schweiz zum Abschluss ihres Asylverfahrens ein dauerhaftes Aufenthaltsrecht zu erwirken, indem sie regimekritischen Aktivitäten jeglicher Art . Die iranischen Behörden hätten indes nur dann ein Interesse an der Identifizierung einer Person, wenn deren Aktivitäten als  Bedrohung für das politische System wahrgenommen würden.  wie die regelmässige Teilnahme an Kundgebungen, die Vertei-
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lung von Flugblättern, das Mittragen von Plakaten oder eine  Publikation vermöchten keine konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr in den Iran zu begründen. Im Weiteren sei das Verhalten in der Schweiz nicht geeignet, ein ernsthaftes Vorgehen der iranischen Behörden zu bewirken, dies umso weniger, als es in den Akten an  Beleg dafür fehle, dass im Iran gegen den Beschwerdeführer  der geltend gemachten Aktivitäten behördliche Massnahmen eingeleitet worden wären.
Schliesslich handle es sich bei der Demonstration in C._, worüber in der Zeitung (...) vom 17. März 2005 berichtet worden sei, um ein Ereignis, welches in keinem direkten Zusammenhang zu den geltend gemachten exilpolitischen Tätigkeiten des Beschwerdeführers stehe. Aus den eingereichten Beweismitteln zur behaupteten  gehe nicht eindeutig hervor, dass der Beschwerdeführer der Moderator der Sendung gewesen sei und inwiefern diese  Äusserungen enthalte. Zudem stehe die Identität des  - wie bereits erwogen - nicht fest. Infolgedessen bestünden vorliegend keine Hinweise auf eine begründete Furcht vor zukünftiger Verfolgung wegen der geltend gemachten exilpolitischen Aktivitäten.
C. Mit Beschwerde vom 23. November 2005 an die ARK liess der  beantragen, er sei als Flüchtling anzuerkennen und ihm sei Asyl zu gewähren. Im Weiteren sei die verfügte Wegweisung aus der Schweiz aufzuheben.
Zur Untermauerung der Vorbringen wurden folgende Beweismittel ins Recht gelegt: Eine Kopie der Identitätskarte des Beschwerdeführers, ein Schreiben der „Organisation Solidarität für National Jugend Irans“ (O.S.f.N.J.I) vom 2. November 2005 sowie die Statuten dieser  (...), einen Bericht aus „Nachrichten Iranische Freiheitsliebend Jugend“ (IJNA NEWS) zur Rede von X._ anlässlich des Auftritts des Women's Forum Against Fundamentalism in Iran (WFAFI) am 27. Juli 2005 im US-Kongress (...), einen Bericht des WFAFI zu dessen Auftritt im US-Kongress (...), eine Audio-CD mit der Aufzeichnung eines Interviews mit Y._, Chef der  Partei in D._, vom 29. Oktober 2005 sowie eine weitere Audio-CD mit der Aufzeichnung eines Interviews mit Herrn Z._, Chef einer Studentenorganisation in C._, anlässlich einer Sendung vom 13. November 2005.
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D. Mit Zwischenverfügung vom 5. Dezember 2005 teilte der zuständige Instruktionsrichter der ARK dem Beschwerdeführer mit, er könne den Ausgang des Asylverfahrens in der Schweiz abwarten, im Falle einer Abweisung der Beschwerde werde er grundsätzlich kostenpflichtig und auf die weiteren Anträge werde zu einem späteren Zeitpunkt .
E. Mit Vernehmlassung vom 16. Dezember 2005 wies die Vorinstanz  hin, dass die Beschwerde keine neuen erheblichen Tatsachen oder Beweismittel enthalte, welche eine Änderung ihres Standpunktes rechtfertigen könnten. Infolgedessen hielt sie an ihren Erwägungen fest und beantragte die Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung führte die Vorinstanz aus, vorweg sei festzuhalten, dass der  ein ernsthaftes politisches Engagement auf heimatlichem  nicht habe glaubhaft machen können, weshalb in dieser  hinlänglich ausgeschlossen werden könne, dass er vor dem  des Heimatlandes als regimefeindliche Person ins Blickfeld der iranischen Behörden beziehungsweise der iranischen  geraten sei. Die Vorinstanz verwies diesbezüglich auf ihre  vom 17. Dezember 2001 und das Urteil der ARK vom 8. März 2005, in denen von der Unglaubhaftigkeit der Vorverfolgung des  ausgegangen worden sei.
Angesichts der umfangreichen regimekritischen Aktivitäten von  in ganz Westeuropa und den USA sei es zudem , dass der Beschwerdeführer aufgrund der geltend gemachten  von den iranischen Behörden als konkrete Bedrohung für das politische System wahrgenommen worden sei und befürchten müsse, deswegen verfolgt zu werden. An dieser Schlussfolgerung vermöge auch die zwischenzeitlich nachgereichte Identitätskarte (Kopie),  seine Identität beweisen solle, nichts zu ändern.
Das BFM teile auch den Einwand betreffend die verschärfte  von Internetpublikationen durch den iranischen Nachrichten- oder Geheimdienst nicht. Das Internet sei ein Massenmedium,  heute von Millionen von Privatpersonen sowie  Organisationen und Unternehmen zur freien Willenskundgebung wie auch zur Publikation von Artikeln und Dokumentationen genutzt werde. Täglich würden Tausende von neuen Artikeln und Dokumenten
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auf privaten Homepages erscheinen. Aus diesem Grund sei es wenig wahrscheinlich, dass der iranische Sicherheitsdienst sämtliche dieser in riesigen Mengen anfallenden veröffentlichten Dokumente gezielt und umfassend zu überwachen vermöge. Auch aus der Behauptung, der Beschwerdeführer habe via Internet regimekritische Texte unter Angabe seines Namens und seiner Adresse publiziert, oder im Internet sei eine Radiosendung publiziert worden, welche er moderiert habe, lasse sich nicht schliessen, dass er im Falle einer Rückkehr in den Iran aus asylrelevanten Gründen verfolgt werde.
Zusammenfassend sei festzuhalten, dass die blosse Identifizierbarkeit des Beschwerdeführers auf Fotos und Internetseiten beziehungsweise als Moderator einer Radiosendung nicht ausreiche zur Annahme, er werde deswegen bei einer Rückkehr in den Iran verfolgt. Aufgrund der eingereichten Unterlagen stehe zwar fest, dass er an diversen  Kundgebungen in der Schweiz teilgenommen habe.  seien keine Hinweise aktenkundig, wonach er in der Schweiz in einer hohen und in der Öffentlichkeit exponierten Kaderstelle einer Exilorganisation tätig gewesen wäre. Hinweise auf die Eröffnung eines Strafverfahrens oder anderer behördlicher Schritte im Iran wegen der erwähnten subjektiven Nachfluchtgründe seien ebenfalls nicht . Vor diesem Hintergrund und angesichts der umfangreichen  Tätigkeiten von iranischen Staatsangehörigen in ganz Westeuropa erscheine es insgesamt als unwahrscheinlich, dass die iranischen Behörden von den Exilaktivitäten des Beschwerdeführers soweit Notiz genommen hätten, dass sie diesen bei einer Rückkehr in den Iran deswegen verfolgen würden.
F. Mit Zwischenverfügung vom 19. Dezember 2005 wurde dem  Gelegenheit zur Stellungnahme zur vorinstanzlichen Vernehmlassung eingeräumt.
G. Mit Eingabe vom 20. Januar 2006 äusserte sich der Beschwerdeführer zur Vernehmlassung des BFM.
H. Mit Schreiben vom 1. Dezember 2008 reichte der Beschwerdeführer eine ihn darstellende Fotografie sowie ein Diplom der (...), (...), vom
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September 2008 betreffend seine Ausbildung zum Fitness Trainer nach.
I. Mit Schreiben vom 29. Mai 2009 teilte der Beschwerdeführer dem  mit, sein Rechtsvertreter habe das Mandat per 1. Dezember 2008 niedergelegt.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das  Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des  vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des  vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
1.2 Das Bundesverwaltungsgericht hat am 1. Januar 2007 die  der bei der ARK hängigen Rechtsmittel übernommen. Das neue Verfahrensrecht ist anwendbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 VGG).
1.3 Die Beschwerde ist form- und fristgerecht eingereicht. Der  ist durch die angefochtene Verfügung berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Der Beschwerdeführer ist daher zur Einreichung der  legitimiert (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1, Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten.
2. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
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3. 3.1 Als Flüchtling wird eine ausländische Person anerkannt, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen  Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte Nachteile gelten  die Gefährdung von Leib, Leben oder Freiheit sowie , die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken; den frauenspezifischen Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen (Art. 3 AsylG).
3.2 Flüchtlingen wird kein Asyl gewährt, wenn sie erst durch ihre  aus dem Heimat- oder Herkunftsstaat oder wegen ihres  nach der Ausreise Flüchtlinge im Sinne von Art. 3 AsylG wurden (Art. 54 AsylG).
4. 4.1 Vorliegend überwies die vormals zuständige ARK die Akten mit Revisionsurteil vom 7. Oktober 2005 an die Vorinstanz zwecks Prüfung einer wiedererwägungsweise erheblich veränderten Sachlage. Das BFM trat daraufhin auf die in Schriftform verfassten Begehren im  eines zweiten Asylgesuchs des Beschwerdeführers ein und  sich eingehend mit den darin geltend gemachten subjektiven  (vgl. B.b des Sachverhalts).
4.2 In der Rechtsmitteleingabe wurde im Wesentlichen geltend , dem Hinweis des BFM, die Identität des Beschwerdeführers stehe nicht fest, da dieser überhaupt keine Identitätspapiere zu den Akten gereicht habe, sei entgegenzuhalten, dass der  bereits im Jahre 2002 seine Identitätskarte beim BFF eingereicht habe.
Im Weiteren wurde ausgeführt, dass das iranische Regime in den  Monaten die Internet-Überwachung verschärft habe. So sei im Oktober 2004 unter anderem E._, Journalist und Gründer eines Weblogs, zusammen mit weiteren Personen festgenommen worden, nachdem er öffentlich für die Menschenrechte eingetreten sei. Der Zugang zu Dutzenden Internet-Zeitungen und politischen Diskussionsforen sei blockiert worden.
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Darüber hinaus wurde geltend gemacht, es liege in der Natur der Sache, dass es für den Beschwerdeführer beinahe unmöglich sei, nachzuweisen, dass die iranischen Behörden von seinen behaupteten Exilaktivitäten soweit Notiz genommen hätten, dass sie ihn hier in der Schweiz identifiziert hätten und ihn bei einer Rückkehr in den Iran deswegen verfolgen würden. Es sei jedoch darauf hinzuweisen, dass der Beschwerdeführer eine tragende Rolle bei der international bekannten O.S.f.N.J.I inne habe. Er unterstütze die Organisation finanziell und organisiere Demonstrationen gegen die islamische Regierung im Iran.
Im Weiteren sei darauf hinzuweisen, dass man bei der Internetrecherche nach dem vom Beschwerdeführer am 20. Februar 2005 gegebenen Interview fündig werde. Der Beschwerdeführer beziehungsweise dessen Stimme sei im Interview mit verschiedenen namhaften Persönlichkeiten, darunter Frau X._, eine bekannte politische Aktivistin im Bereich des internationalen Rechts in den Vereinigten Staaten, zu hören gewesen. Diese Stimmen hätten der Sendung einen hohen Stellenwert verliehen, was für die islamische Regierung im Iran von grösster Bedeutung sei. Zudem müsse daran erinnert werden, dass die Stimme des Beschwerdeführers mit dessen Namen via (...) auf dem (...) sowohl terrestrisch wie auch via Internet (on-demand) gesendet worden sei beziehungsweise habe abgerufen werden können. Es sei daher mit hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass das Interview von einer Vielzahl von Leuten gelesen worden sei und auch dem iranischen Regime bekannt sein müsse. Alleine die Beteiligung des Beschwerdeführers an diesen Radiosendungen würde bei einer allfälligen Rückkehr in den Iran sein Leben gefährden.
Als Beleg dafür, dass die vom Beschwerdeführer geltend gemachten politischen Aktivitäten und sein Verhalten in der Schweiz durchaus als konkrete Bedrohung für das politische System wahrgenommen und deshalb im Falle einer Rückkehr in den Iran eine konkrete Gefährdung nach sich ziehen würden, wurde in der Beschwerdeschrift auf fünf für reformorientierte Internet-Zeitungen tätige Journalisten aufmerksam gemacht, denen seitens der iranischen Regierung insbesondere vorgeworfen werde, Propaganda gegen das Regime verbreitet und die nationale Sicherheit bedroht zu haben. Seitdem die iranische Regierung Reformzeitungen geschlossen habe, sei das Internet im Iran zwecks Austausch von politischen Informationen und Ideen zum
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wichtigsten Medium geworden. Die iranische Regierung habe darauf reagiert, indem sie Dutzende Online-Autoren, Blogger und  verhaftet habe. Zur weiteren Veranschaulichung wurde diesbezüglich auf ein vom Oberverwaltungsgericht F._ in Auftrag gegebenes Asyl-Gutachten der Amnesty International verwiesen, welches sich zur Frage von Artikeln im Internet äussert.
Zusammenfassend könne festgestellt werden, dass der Beschwerdeführer bei einer Rückkehr in den Iran aufgrund seiner aktenkundigen, exilpolitischen Tätigkeiten, die den iranischen Behörden insgesamt bekannt sein dürften, verfolgt werden würde.
4.3 4.3.1 Im Asylverfahren - wie im Übrigen Verwaltungsverfahren - gilt der Untersuchungsgrundsatz, das heisst die Asylbehörde hat den rechtserheblichen Sachverhalt vor ihrem Entscheid von Amtes wegen vollständig und richtig abzuklären (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 12 VwVG, Art. 106 Abs. 1 Bst. b AsylG). Dabei muss sie die für das Verfahren  Sachverhaltsunterlagen beschaffen und die rechtlich  Umstände abklären und darüber ordnungsgemäss Beweis . Unvollständig ist die Sachverhaltsfeststellung, wenn nicht alle für den Entscheid rechtsrelevanten Sachumstände berücksichtigt wurden, unrichtig, wenn der Verfügung ein falscher und aktenwidriger  zugrunde gelegt wird, etwa weil die Rechtserheblichkeit einer  zu Unrecht verneint wird, so dass diese nicht zum Gegenstand eines Beweisverfahrens gemacht wird, oder weil Beweise falsch  worden sind (vgl. ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER,  und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl., Zürich 1998, Rz 630 ff.). Gemäss Art. 49 Bst. b VwVG bildet denn auch die  oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts neben  von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens (Art. 49 Bst. a VwVG) und der Unangemessenheit (Art. 49 Bst. c VwVG) einen Beschwerdegrund. Die Pflicht der Behörden zur vollständigen und richtigen Abklärung des rechtserheblichen  ist unabdingbar (Art. 12 VwVG; vgl. auch Art. 49 Bst. b VwVG; für das Asylverfahren ausserdem Art. 6 AsylG). Gemäss Art. 8 AsylG hat die asylsuchende Person demgegenüber die Pflicht und - unter dem Blickwinkel des rechtlichen Gehörs im Sinne von Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101) - auch das Recht, an der Feststellung des Sachverhalts mitzuwirken (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der
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Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2003 Nr. 13, EMARK 2004 Nr. 16 E. 7a, EMARK 2004 Nr. 30 E. 5.3.1).
4.3.2 Mit Urteil vom 8. März 2005 hat die ARK im Rahmen des vom Beschwerdeführer mit Gesuch vom 9. Mai 2001 eingeleiteten ersten Asylverfahrens das Fehlen der Flüchtlingseigenschaft rechtskräftig festgestellt. In seinen im zweiten Asylverfahren eingereichten  vom 27. April 2005 und 11. Oktober 2005 berief sich der  ausschliesslich auf subjektive Nachfluchtgründe und beantragte folglich erneut die Feststellung der Flüchtlingseigenschaft. Gemäss Praxis der ehemaligen ARK sind im Nachgang zu einem  durchlaufenen Asylverfahren eingereichte Gesuche um  der Flüchtlingseigenschaft, in denen keine Revisionsgründe geltend gemacht werden, nach der Bestimmung von Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG zu behandeln (vgl. EMARK 2006 Nr. 20 E. 2.3, mit Hinweis auf EMARK 1998 Nr. 1 E. 6). Da der Beschwerdeführer exilpolitische  geltend machte, die erst nach Abschluss des ersten  stattgefunden haben (vgl. A.c des Sachverhalts), liegt in casu  kein Revisionsgrund vor.
4.3.3 Es gilt darauf hinzuweisen, dass der Beschwerdeführer seine Vorbringen durch verschiedene Beweismittel untermauert hat, so dass klar ersichtlich wurde, worin seine exilpolitischen Aktivitäten in der Schweiz bestehen. In Anbetracht dieser Sachlage fiel die Möglichkeit, in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG einen  zu treffen, von vornherein ausser Betracht, weshalb das BFM zu Recht auf das zweite Asylgesuch materiell eingetreten ist. Darüber hinaus wäre die Vorinstanz indes verpflichtet gewesen, vor dem Entscheid über das erneute Begehren um Feststellung der Flüchtlingseigenschaft im Rahmen des zweiten Asylverfahrens eine Anhörung gemäss Art. 29 f. AsylG durchzuführen. Der Umstand,  eine solche vorgängige Anhörung ausblieb, kann nicht durch die vom Beschwerdeführer genutzten Argumentationsmöglichkeiten auf Rechtsmittelebene vor dem Bundesverwaltungsgericht „kompensiert“ und damit als unerheblich betrachtet werden. Tatsächlich darf davon ausgegangen werden, dass sich die erforderliche Anhörung  gerade (auch) auf die Frage nach dem Exponierungsgrad und der genauen Tragweite der Aktivitäten des Beschwerdeführers bezogen hätte (vgl. EMARK 2006 Nr. 20 E. 3.1).
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4.3.4 Nach dem Gesagten ergibt sich, dass die Vorinstanz durch den Verzicht auf eine vorgängige Anhörung nicht nur den  Sachverhalt unvollständig ermittelt, sondern ebenso den  des Beschwerdeführers auf rechtliches Gehör verletzt hat (vgl. Art. 29 Abs. 2 BV und Art. 30 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 6 AsylG).  dieser Umstände ist die Beschwerde vom 23. November 2005 im Sinne der Erwägungen gutzuheissen, die angefochtene Verfügung vom 21. Oktober 2005 aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an das BFM zurückzuweisen. Die Vorinstanz ist im Sinne der obigen Erwägungen aufzufordern, den Beschwerdeführer zwecks  Abklärung des Sachverhalts zu seinen geltend gemachten  Nachfluchtgründen gestützt auf Art. 29 f. AsylG anzuhören.
5. Bei diesem Ausgang des Beschwerdeverfahrens sind keine  aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 37 VGG).
6. Dem bis am 1. Dezember 2008 rechtlich vertretenen  ist angesichts seines Obsiegens eine Parteientschädigung für die ihm notwendigerweise erwachsenen Kosten zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG sowie Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 7 Abs. 1, Art. 8 und Art. 9 Abs. 1 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die  und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Aufgrund der Akten können die Vertretungskosten  zuverlässig abgeschätzt werden und sind auf Fr. 1'200.-- (inkl. MWST und Auslagen) festzusetzen (Art. 14 Abs. 2 VGKE), weshalb auf die Einforderung einer Kostennote verzichtet werden kann.
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