Decision ID: cbbf028a-da1d-4e8d-adc0-411225fb7e12
Year: 2019
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Die 1975 geborene
X._
, Mutter zweier Kinder (geboren 1996 und 2005),
meldete sich am
6.
Oktober 2016 unter Hinweis auf
starke Schmerzen im Schulterbereich
bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (
Urk.
6/3).
Diese zog die Akten des Krankentaggeldversicherers bei (
Urk.
6/27,
Urk.
6/37
-
38) und tätigte b
eruf
lich-erwerbliche
sowie medizinische Abklärungen
. Schliesslich veranlasste die
IV-Stelle am
3.
April 2018 eine p
olydisziplinäre
Begutachtung der
Versicherten
durch
die Abklärungsstelle
Y._
(
Urk.
6/63), welche am
6.
Juni 2018 das Gutachten erstattete (
Urk.
6/69). Zu der von der IV-Stelle gestellten Rückfrage nahm
die
Y._
mit Schreiben vom 1
8.
Juni 2018 Stellung (
Urk.
6/71).
Mit Vorbescheid vom 1
6.
Juli 2018 kündigte die IV-Stelle an, das Leistungs
be
gehren abzuweisen (
Urk.
6/73),
wogegen die Versicherte
mit Schreiben vom 2
6.
Juli 2018 Einwand erhob (
Urk.
6/77). Mit Eingabe vom 3
1.
Oktober 2018
ergänzte die Versicherte
ihren Einwand (
Urk.
6/82).
Die IV-Stelle verneinte m
it Verfügung vom
5.
Febru
ar 2019
einen
Anspruch
auf Rente (
Urk.
2 [=6/87]).
2.
Dagegen erhob die
Versicherte
mit Eingabe vom
1
1.
März 2019
Beschwerde beim hiesigen Sozialversicherungsgericht und beantragte
, es sei die Verfügung der
IV-Stelle
vom
5.
Februar 2019 aufzuheben und diese anzuweisen,
ihr a
b April 2017 eine Rente auszurichten. Eventualiter beantragte die Beschwerdeführerin, es sei die
Verfügung der IV-Stelle
vom
5.
Februar 2019 aufzuheben und die
Verwaltung
anzuweisen, den medizinischen Sachverhalt
rechtsgenüglich
abzuklären (
Urk.
1). Mit Beschwerdeantwort vom 2
5.
April 2019
schloss die IV-Stelle
auf Abweisung
der Beschwerde (
Urk.
5), was der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 2
9.
April
2019 mitgeteilt wurde (
Urk.
7).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des
Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Sie kann Folge von Geburtsge
brechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über
die Invalidenversicherung, IVG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise
Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein
trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unt
erbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
1.3.1
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Rechtsprechungsgemäss ist bei psychi
schen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein psychischer Gesundheitsschaden mit Krankheitswert besteht, welcher die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (vgl.
BGE 139 V 547
E. 5,
131 V 49
E. 1.2,
130 V 352
E. 2.2.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_125/2015 vom 1
8.
November 2015 E. 5.4).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege
artis
auf
die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose vor
au
s (vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Ein
zelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V
281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; vgl.
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.3.2
Gemäss BGE 143 V 418 sind grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen, nach BGE 143 V 409 namentlich auch leichte bis mittelschwere Depressionen, für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem strukturierten Beweisverfahren nach Massgabe von BGE 141 V 281 zu unterziehen (Änderung der Rechtsprechung). Speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere depressive Störungen hielt das Bundesgericht in BGE 143 V 409 – ebenfalls im Sinne einer Praxisänderung – fest, dass eine invalidenversicherungsrechtlich relevante psychische Gesundheits
schädigung nicht mehr allein mit dem Argument der fehlenden Therapieresistenz auszuschliessen sei (E. 5.1; zur bisherigen Gerichtspraxis vgl. statt vieler: BGE 140 V 193 E. 3.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_13/2016 vom 1
4.
April 2016 E. 4.2). Für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sind somit auch bei den leichten bis mittelgradigen depressiven Störungen systematisierte Indikatoren beachtlich, die es – unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits – erlau
ben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1). Die Therapierbarkeit ist dabei als Indiz in die ge
samthaft vorzunehmende allseitige Beweiswürdigung miteinzubeziehen (BGE 143 V 409 E. 4.2.2; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_449/2017 vom
7.
März 2018 E.
4.2.1).
Die Anerkennung eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesund
heit
lichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig
und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrschein
lich
keit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweis
belastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3).
Diese Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (Urteil des Bundesgerichts 9C_580/2017 vom 16. Janu
ar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen).
1.3.3
Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V
281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1):
-
Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3)
-
Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1)
-
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)
-
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2)
-
Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)
-
Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res
sourcen, E. 4.3.2)
-
Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3)
-
Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4)
-
gleichmässige Einschränkung des
Aktivitätenniveaus
in allen vergleich
baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)
-
behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens
druck (E. 4.4.2)
Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 1
5.
März 2018 E. 7.4).
1.4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be
schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.5
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu
stellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen ein
ander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, wa
rum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beantwortung der ge
stellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psy
chischen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der
Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutachten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).
1.6
Über das Zusammenwirken von Recht und Medizin bei der konkreten Rechts
anwendung hat sich das Bundesgericht verschiedentlich geäussert. Danach ist es sowohl den begutachtenden Ärzten als auch den Organen der Rechtsanwendung aufgegeben, die Arbeitsfähigkeit im Einzelfall mit Blick auf die normativ vor
ge
gebenen Kriterien zu beurteilen. Die medizinischen Fachpersonen und die Orga
ne der Rechtsanwendung prüfen die Arbeitsfähigkeit je aus ihrer Sicht. Bei der Ab
schätzung der Folgen aus den diagnostizierten gesundheitlichen Beein
trächti
gungen nimmt zuerst der Arzt Stellung zur Arbeitsfähigkeit. Seine Ein
schätzung ist eine wichtige Grundlage für die anschliessende juristische Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistung der versicherten Person noch zugemutet werden kann (BGE 141 V 281 E. 5.2.1).
Die Rechtsanwender prüfen die medizinischen Angaben frei insbesondere darauf
hin, ob die Ärzte sich an die massgebenden normativen Rahmenbedingungen gehalten haben und ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen
an
hand der rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen lasse
n. Es soll keine losgelöste juristische Parallelüberprüfung nach Massgabe des struk
turierten Beweisverfahrens stattfinden, sondern im Rahmen der Beweiswürdigung überprüft werden, ob die funktionellen Auswirkungen medizinisch anhand der Indi
katoren schlüssig und widerspruchsfrei festgestellt wurden und somit den normativen Vorgaben Rechnung tragen. Entscheidend bleibt letztlich immer die Frage der funktionellen Auswirkungen einer Störung, welche im Rahmen des Sozialversicherungsrechts abschliessend nur aus juristischer Sicht beantwortet werden kann. Nach BGE 141 V 281 kann somit der Beweis für eine lang andau
ernde und erhebliche gesundheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit nur dann als geleis
tet betrachtet werden, wenn die Prüfung der massgeblichen Beweisthemen im Rah
men einer umfassenden Betrachtung ein stimmiges Gesamtbild einer Ein
schrän
kung in allen Lebensbereichen (Konsistenz) für die Bejahung einer Arbeits
unfähigkeit zeigt. Fehlt es daran, ist der Beweis nicht geleistet und nicht zu erbringen, was sich nach den Regeln über die (materielle) Beweislast zuungunsten der rentenansprechenden Person auswirkt (BGE 144 V 50 E. 4.3
).
2.
2.1
Die
IV-Stelle
erwog in der angefochtenen Verfügung
(Ur
k
. 2)
,
man habe ein polydisziplinäres Gutachten in Auftrag gegeben (
Urk.
6
/69).
Aus dem Gutachten gehe hervor, dass die Beschwerdeführerin in einer angepassten Tätigkeit (körper
lich leicht bis mittelschwer, ohne regelmässige stärkere Belastung der rechten Schulter über der Horizontalebene) aus somatischer Sicht in ihrer Arbeitsfähigkeit nicht eingeschränkt sei. Der gesundheitliche Zustand aus psychiatrischer Sicht sei zum jetzigen Zeitpunkt noch beeinflussbar
, wobei d
ie Therapieoptionen noch nicht ausgeschöpft
seien
. Eine stationäre schmerztherapeutische Behandlung sei zu empfehlen. Es liege daher keine langandauernde gesundheitliche Einschrän
kung mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vor. Aus diesem Grund entstehe kein Anspruch auf berufliche Eingliederungsmassnahmen oder auf eine Invali
den
rente.
Zum Einwand vom 3
1.
Oktober 2018
(
Urk.
6/82)
nahm die
IV-Stelle
wie folgt Stellung: Aus somatisch-orthopädischer Sicht li
ege in einer angepassten Tätigke
it eine volle Arbeitsfähigkeit vor. Entscheidend seien die psychischen Faktoren. In einer Gesamtwürdigung im Rahmen des
Einwandverfahrens
habe kein stimmiges Gesamtbild für ein IV-relevantes psychisches Leiden aufgezeigt wer
den können. Aus psychiatrischer Sicht
sei eine Arbeitsfähigkeit von 60
%
bereits ausgewiesen und eine Arbeitsfähigkeit von 70-80
%
erreichbar. Der Schweregrad des psy
chischen Leidens sei aufgrund der eher wenigen objektiven Befunde knapp nach
vollziehbar. Die therapeutischen Optionen seien weiterhin nicht ausgeschöpft und die Beschwerdeführerin habe keine Eingliederun
gsversuche unternommen. Es be
stü
nden erhebliche psychosoziale Belastungsfaktoren wie unter anderem Sprach
probleme, niedriges Bildungsniveau sowie
Ängste
um die kranke Tochter. Ein geltend gemachter «massiver» Leidensdruck sei nicht nachzuvollziehen. Es sei daher der Beschwerdeführerin zuzumuten
, trotz Beschwerden einer Erwerbs
tätig
keit nachzugehen.
2.2
Demgegenüber liess die Beschwerdeführerin vortragen (
Urk.
1),
bei der Beurtei
lung der Arbeitsfähigkeit hätten sich sowohl die medizinischen Sachverständigen als auch die Organe der Rechtsanwendung in ihrer Einschätzung des Leis
tungs
vermögens an den normativen Vorgaben zu orientieren; die Gutachter im Ideal
fall
gemäss der entsprechend formulierten Fragestellung. Gelange der Rechts
anwen
der nach der Beweiswürdigung zum Schluss, ein Gutachten erfülle die versiche
rungsmedizinischen Anforderungen wie auch die allgemeinen rechtlichen Bewei
s
anforderungen, sei es beweiskräftig, und die darin formulierten Stellungnahmen zur Arbeitsfähigkeit seien zu übernehmen. Eine davon losgelöste juristische Paral
lelüberprüfung nach Massgabe des strukturierten Beweisver
fahrens dürfe
nicht stattfinden (
Urk.
1 S. 7).
Die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin
betrage
gemäss Gutachten 60
%
(
Urk.
1 S. 10)
.
Es sei ein Einkommensvergleich durchzuführen. Ihr
Validenein
kommen
liege bei
Fr.
56'929.43, wogegen das Invalideneinkommen
unter Be
rück
sichtigung eines leidensbedingten Abzuges von 15
%
auf
Fr.
27'916.40
fest
zu
setzen sei
. Somit habe die Beschwerdeführerin bei einem Invaliditätsgrad von 51
%
Anspruch auf
Ausrichtung einer halben Rente (
Urk.
1 S. 11).
3.
3.1
Das
interdisziplinäre medizinische
Gutachten der
Y._
vom
6.
Juni 2018
basiert auf rheumatologischen, psychiatrischen und internistische
n Unter
su
chungen (
Urk.
6/69 S. 2
). Als
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähig
keit
wurden die folgenden
aufgeführt (
Urk.
6/69 S. 4):
-
Chronische
Periarthropathie
rechte Schulter bei Status nach
arthrosko
pischem
Eingriff wegen
Supraspinatussehnenruptur
04/2016 (dabei auch
Bursektomie
und
Acromioplastik
)
-
Chronisches Schmerzsyndrom mit somatischen und psychischen Fakt
o
ren, ICD-10:
F45.41
-
Mittelgradige de
p
r
essive Episode, ICD-10: F32.11
Die Gutachter hielten fest, dass d
ie während Jahren ausgeübte Tätig
keit in einer
Grosswäscherei
wegen einer verminderten Schulterbelastbarkeit rechts nicht mehr
möglich
sei
, weswegen eine volle Arbeitsunfähigkeit ab 02/2016 bestehe.
Was die Arbeitsfähig
keit
in angepasster Tätigkeit betreffe, sei
diese in
e
ine
r
körperlich leichte
n
bis mittelschwere
n
Tätigkeit ohne regelmässige stärkere Belastung der rechten Sch
ulter über der Horizontalen
somatisch nicht eingeschränkt. Aus psy
chiatrischer Sicht sei bei der Beschwerdeführerin eine 60
%
ige Arbeitsfähigkeit zu schätzen. Der psychopathologische Zustand sei zum jetzigen Zeitpunkt sowohl
durch die ambulante Therapie als auch eine entsprechende ev
entuell zu erhö
h
ende
Medikation
noch beeinflussbar
(
Urk.
6/69 S. 5
). Mit den medizinischen Mass
nahmen könne innerhalb eines Jahres idealerweise eine Arbeitsfähigkeit von
70-80
%
erreicht werden (
Urk.
6/71 S. 1).
3.2
Der begutachtende Rheumatologe untersuchte die Beschwerdeführerin eingehend (
Urk.
6/69 S.
12) und hielt zur Konsistenz
F
olgendes fest
(
Urk.
6/69 S.
13
):
Es fänden sich viele Zeichen für ein nicht organisches Krankheitsverhalten, so nebst der diffusen Symptombeschreibung die hohe Schmerzbewertung, die subjektiv wei
tgehende Erfolgslosigkeit
de
r
bisherigen Behandlungen, das nicht plausible Ausmass der demonstrierten Behinderung im Vergleich zu den objektivierbaren
Befunden sowie die im Untersuchungsbefund aufgeführten Inkonsistenzen (mini
male Griffkraft am
Vigorimeter
, minimale Punktzahl im PACT-Test bei der Selbst
einschätzung der körperlichen Fähigkeiten).
3.3.
De
r begutachtende Psychiater machte
in seinem Teilgutachten folgende
Aus
füh
rungen
(
Urk.
6/69 S. 25):
Die vom behandelnden
Psychiater gestellte
n
Diagnose
n
eines chronischen Schmerzsyndroms mit somatischen und psychischen Faktoren sowie eine
r
mittelgradige
n
depressive
n
Episode könne er bestätigen (
Urk.
6/69 S.
28).
Bei einer mittelgradigen depressiven Episode leide die betroffene Person unter einer gedrückten Stimmung und unter einer Verminderung von Antrieb und Aktivität. Die Fähigkeit zur Freude und die Konzentration seien
auch
ein
geschränkt
(
Urk.
6/69 S. 29).
Die Beschwerdefüh
rerin habe eine beschwerte Kindheit
und Jugendzeit erlebt. Sie habe schon
früh körperlich arbeiten müssen, wobei sie nie e
ine Au
sbildung
absol
viert
habe
.
Die körperliche Arbeit sei ihre einzige Ressource gewesen.
Nach der Ankunft in der Schweiz habe sie zuerst auf dem Feld, später in einer Reini
gung
sfirma
gearbeitet. Erschwerend sei hinzugekommen, dass die Tochter auf
grund von Gehproblemen
mehrere
Operationen
habe
erdu
lden müssen
. Um alles finanzieren zu können, habe sie zusätzlich zur Stelle in der
Wäscherei
noch als Reinigungskraft gearbeitet.
Aufgrund der aufgetretenen Schmerzen habe sie dann ihre Tätigkeiten sukzessive reduzieren müssen.
Die Tätigkeit in der Wäscherei habe ihr Spass gemacht, obwohl
es
schwer
e
,
körperlich
belastend
e Arbeit
gewesen sei.
Im Verlaufe hätten sich neben dem chronischen Schmerzsyndrom depressive Verstimmungen entwickelt,
die seit einem Jahr medikamentös und psychiatrisch behandelt würden. Die Beschwerdeführerin sei
vor dem Hintergrund der besteh
en
den psychosozialen Belastungen (keine Ausbildung, Sprachp
robleme, Krank
heit Tochter
)
immer mehr in eine Negativspirale
mit zunehmenden Zukunfts
sorgen
geraten
(
Urk.
6/69 S. 29)
.
Bezüglich Tagesablauf sei
F
olgendes festzuhalten:
Die Beschwerdeführerin stehe um 5 Uhr auf und gehe dann mit
dem
Hund
spazieren
, was sie insgesamt
vier Mal pro Tag
mache
. Anschliessend
bereite
sie
das
Frühstück
vor
, m
ittags wärme sie
das vorg
ekochte Essen auf
. Nachmittags
gehe
sie dann
ins Hallenbad oder zu Therapien. Auch
verrichte
sie leichte Haushaltsarbeiten
(ausser Staubsaugen)
.
Sie gehe auch jeden Tag in die Kirche
, wobei sie
sonntags
immer die Messe besuche
.
Abends würde sie zusammen
mit ihrer Familie
Abendessen und dann früh ins Bett gehen
(
Urk.
6/69 S. 25)
.
Einmal
pro Jahr ginge
sie na
ch Portugal in die Ferien
(
Urk.
6/69 S. 26)
.
Die Beschwerdeführerin sei seit einem Jahr in ambulanter psychiatrisch-psy
chothera
peutischer Behandlung. Auch unterziehe sie sich
eine
r
pharmako
lo
gi
sche
n
Behandlung, welche aber noch angepasst werden könne (
Urk.
6/69 S. 30).
Trotz adäquater psychiatrisch-psychotherapeutischer Behandlung habe sich der Zu
stand der Beschwerdeführerin nur wenig gebessert. Da die Situation aus psy
chia
trischer Sicht trotz allem als noch «recht frisch» anzusehen sei, könne eine stationäre schmerztherapeutische Behandlung hilfreich und empfehlenswert sein. Einzig die Sprachproblematik könne d
eutlich erfolgsreduzierend sein (
Urk.
6/69 S. 31).
4.
4.1
Zunächst ist festzuhalten, dass das Gutach
t
en der
Y._
die Anfor
de
rungen an ein beweiskräftiges Gutachten
grundsätzlich erfüllt (E. 1.5)
. Die medi
zinischen Fachpersonen und die Organe der Rechtsanwendung haben aber die Arbeitsfähigkeit - mit Blick auf die normativ vorgegebenen Kriterien – je aus ihrer Sicht zu beurteilen
(E. 1.6)
. Die
IV-Stelle
war damit nicht verpflichtet, die ärztliche Einschätzung
tel
quel
zu übernehmen. Sie ist kor
rekt vorgegangen, indem sie e
ingehend geprüft hat, ob und in welchem Umfang die gutachterlichen Feststellungen anhand der Indikatoren nach BGE 141 V 281 auf eine rechtlich relevante Arbeitsfähigkeit schliessen lassen (
vgl. Einträge im Feststellungsblatt vom 1
6.
Juli 2018
[
Urk.
6/72 S. 9]
sowie
vom
5.
Februar 2019
[
Urk.
6/85 S. 3]
;
vgl. das Urteil des Bundesgerichts 9C_710/2018 vom
2.
April 2019 E. 4.2
). Der Beurteilung der Beschwerdegegnerin ist im Ergebnis zuzustimmen, was nach
folgend zu begründen ist.
4.2
Was die psychosozialen Faktoren betrifft, die der Gutachter in seinem Gutachten berücksichtigt (
Urk.
6/69 S. 29),
ist vorab darauf hinzuweisen
, dass diese inva
lidenver
sicherungsrechtlich auszuklammern sind (BGE 141 V 281 E. 4.3.3).
Wenn die Gutachter wegen fehlenden Sprachkenntnissen oder einem tiefen Bildungs
niveau auf mangelnde Ressourcen schliessen, verkennen sie dies.
4.3
In Bezug auf die Kategorie «funktioneller Schweregrad» ist festzuhalten,
dass die anlässlich der interdisziplinären Begutachtung erhobenen Befunde weitgehend unauffällig waren
(
Urk.
6/69 S. 12, S. 19 und S. 27)
.
Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin ist nicht von einer
T
herapieresistenz auszugehen (
Urk.
1 S. 8). Im Gegenteil
ist zu berücksichtigen
, dass die Behandlungsmöglichkeiten
noch
nicht ausgeschöpft sind.
Gemäss Empfehlung des begutachtenden Psychia
ters wäre eine stationäre schmerztherapeutische Behandlung hilfreich (
Urk.
6/69
S. 31).
Da der Medikamentenspiegel für die verordneten Psychopharmaka deut
lich unterhalb de
s therapeutischen Bereichs lag
, stellt sich die Frage, ob mit einer entsprechenden pharmakologischen Medikation eine Verbesserung des Gesund
heits
zustandes erreicht werden könnte.
Eine Vielzahl psychosozialer Faktoren wie
fehlende Sprachkenntnisse, Krankheit der Tochter sowie
Zukunfts
ängste
(
Urk.
6/69
S. 8, S. 13
sowie S. 27
und S. 4
)
sind aktenkundig, welche auszuklammern sind (
vgl.
Ziff.
4.2;
BGE 141 V 281 E. 4.3.3).
Als Komorbiditäten liegen die somati
schen Schulterbeschwerden vor.
Unter dem Aspekt «Persönlichkeit» ist in Betracht zu ziehen, dass
die Be
schwer
deführerin in geordneten familiären Verhältnissen
mit einer geregelten Tages
s
truktur
lebt (
Urk.
6/69 S. 25).
Sie pflegt auch Kontakt zu ihrer Familie in Portugal
(
Urk.
6/69 S. 24)
und
ist reisefähig
(
Urk.
6/69 S. 26)
, was auf mobilisierende Ressourcen hinweist.
Dem Umstand, dass der Medikamentenspiegel weit unter dem empfohlenen thera
peutischen Bereich lag (
Urk.
6/69 S. 2)
,
ist unter dem Aspekt der «Konsistenz» ebenfalls Bedeutung zuzumessen. Da die Beschwerdeführerin die erforderliche medikamentöse Therapie nicht in ausreichendem Ausmass in Anspruch nimmt, ist nicht von einem sehr ausgeprägten Leidensdruck auszugehen. Es kommt dazu, dass
Diskrepanzen vorhanden
sind
, wie die von der Beschwerdeführerin be
schrie
benen Symptome und die objektiven Befunde zeigen
(
Urk.
6/69 S. 13).
Die Be
schwerdeführerin geht regelmässig
mit dem Hund spazieren und
ins Hallenbad, begleitet die Tochter in die Therapien und besucht die
Messe. Auch reist sie einmal pro Jahr
nach Portugal. Demzufolge kann von einem
relativ
hohen Aktivitäts
niveau ausgegangen werden.
Zusammenfassend
erlaubt die Aktenlage eine schlüssige Beurteilung anhand der Standardindikatoren. Angesichts des nicht erheblichen funktionellen Schwere
grads der diagnostizierten Gesundheitsstörung sowie insbesondere der weitgeh
en
d intakten Ressourcen der Beschwerdeführerin kann an der ärztlichen Arbeits
unfähigkeitseinschätzung des Gutachters nicht festgehalten werden, sondern es
ist darauf abzustellen, dass der
Beschwerdeführerin in einer angepassten Tätigkeit
eine Beschäftigung von 100
%
zuzumuten ist.
5.
5.1
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung
und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Be
zie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie
nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommens
ver
gleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Er
werbs
einkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts
grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE
130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
5.2
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnitts
werten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) allen
f
alls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass per
sönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, Leben
s
alter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 124 V 321 E. 3b/
aa
). Auf
grund dieser Faktoren kann die versicherte Person die verbliebene Arbeits
fähig
keit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt möglicherweise nur mit unter
durchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten (BGE 126 V 75 E. 5b/
aa
). Der Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen und darf 25
%
nicht übersteigen (BGE 135 V 297 E. 5.2; 134 V 322 E. 5.2 und 126 V 75 E. 5b/
bb
-cc). Die Rechtsprechung gewährt insbesondere dann einen Abzug auf dem Invalideneinkommen, wenn eine versicherte Person selbst im Rahmen kör
perlich leichter Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist (BGE 126 V 75 E. 5a/
bb
). Zu beachten ist jedoch, dass allfällige bereits in der Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche Ein
schränkungen nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten Abzugs
einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunkts führen
dürfen (Urteil des Bundesgerichts 9C_846/2014 vom 22. Januar 2015 E. 4.1.1 mit Hinweisen; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 8C_805/2016 vom 22. März 2017 E. 3.1).
Nach ständiger Rechtsprechung darf das (kantonale) Sozialversicherungsgericht sein Ermessen, wenn es um die Beurteilung des Tabellenlohnabzuges gemäss BGE 126 V 75 geht, nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen; es muss
sich
auf Gegebenheiten abstützen können, welche seine abwei
chende Ermessensausübung als naheliegender erscheinen lassen (BGE 137 V 71 E. 5.2 und 126 V 75 E. 6). Wurde bei der Festsetzung der Höhe des Abzugs vom Tabellenlohn ein Merkmal oder ein bestimmter Aspekt eines Merkmals zu Unrecht nicht berücksichtigt oder zu Unrecht berücksichtigt, hat die Beschwerdeinstanz
den Abzug gesamthaft neu zu schätzen (vgl. Urteile des Bundesgerichtes
8C_113/2015 vom 26. Mai 2015 E. 3.2 und
8C_808/2013 vom 14. Februar 2014 E. 7.1.1 mit Hinweisen).
5.3
Die Beschwerdeführerin ging von einem Einkomme
n im Jahre 2015 von
Fr.
56'217.--
aus
(
Urk.
1 S. 11)
.
Gemäss
dem Fragebogen
für
Arbeitgebende
(
Urk.
6/20
S. 3)
betrug
das Jahreseinkommen
der Beschwerdeführerin
im Jahre 2016
Fr.
60'200.--
(
Fr.
21.50
+
16.66
% x 50
Stunden
x 48).
Dieses Einkommen ist unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung bis ins Jahr 2017 (Index
stand
2709
[201
6
] auf
2719
[2017]; vgl. Bundesamt für Statis
tik, Schweizerischer
Lohnindex,
Entwicklung der Nominallöhne, der Konsumentenpreise und der Real
löhne,
T 39,
2010-2018, Nominallöhne Frauen) auf ein Jahreseinkommen hoch
zurechnen. Es resultiert ein
Valideneinkommen
von
Fr.
60'422.--
(
Fr.
60
'
200
.
--
:
2709
x 2719)
.
Da der Beschwerdeführerin die bisherige Arbeitstätigkeit nicht mehr zumutbar ist, sind zur Bemessung des Invalideneinkommen
s die Tabellenlöhne der Schwei
ze
rischen
Lohnstrukturerhebung (LSE) 2016
heranzuziehen.
Der Beschwerde
füh
rerin, welche über keine Berufsausbildung verfügt, sind gemäss Belastungsprofil nur noch körperlich leichte bis mittelschwere Arbeiten
ohne stärkere Belastung der rechten Schulter
(vgl. E. 3.1) zumutbar. Abzustellen ist daher auf das
stand
ardisierte monatliche Einkommen für
weibliche
Arbeitskräfte (LSE 2016
, TOTAL in der Tabell
e TA1) im
Kompetenzniveau 1 von Fr. 4‘363
.--. Dieses monat
liche Einkommen ist unter Berücksichtigung der durchschnittlichen Arbeitszeit im Jahr 201
7
von 41,7 Stunden pro Woche (vgl. Bundesamt für Sta
tistik, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsa
bteilungen [NOGA 2008], in Stunden pro Woche, 2004-2018
, A-S 01-96) sowie der Nominallohnentwicklung bi
s ins Jahr 201
7
(Indexs
tand 2709
[2016
]
auf 2719
[2017
];
vgl. Bundes
amt für Statistik,
Schweize
rischer Lohnindex
,
Entwicklung der Nominallöhne, der Konsumentenpreise un
d der Reallöhne,
T 39,
2010-2018,
Nominallöhne
Frauen
) au
f ein Jahreseinkommen
hochzurechnen.
Dieses beträgt Fr.
54'
783
.-
- (Fr. 4’363.--
x
12 :
40 x 41.7 :
2709
x 2719
). Aufgrund des eingeschränkten Belastungsprofil
s
ist ein leidensbedingter Abzug
von 10
%
zu gewähren
, was ein Invalideneinkommen
von
Fr.
49'
305
.--
ergibt.
5.4
Die aus dem Einkommensvergleich resultierende Erwerbseinbusse beträgt dem
nach
Fr.
11’117
.--
(
Valideneinkommen
von
Fr.
60’422
.--
abzüglich Invaliden
ein
kommen von
Fr.
4
9
'
305
.--), was einem rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von rund 1
8
%
entspricht.
6.
Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde
a
ls unbegründet, weshalb sie abzuweisen ist.
7.
Die Kosten d
es Verfahrens sind auf Fr. 700.--
festzulegen und ausgangsgemäss von der Beschwerdeführerin zu tragen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG).