Decision ID: cdaa5074-3cff-5c1a-9e6c-3d922c79b3c2
Year: 2017
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ wurde am 24. Mai 2003 von einem Auto angefahren (vgl. z.B. IV-act. 29-6).
Gemäss dem Kurzaustrittsbericht des Spitals B._ vom 28. Mai 2003 erlitt er dabei
eine Kontusion der Unterschenkel beidseits, eine Distorsion des oberen Sprunggelenks
bds. (links weniger als rechts), ein leichtgradiges Schädel-Hirn-Trauma und eine
Rissquetschwunde am Kopf (IV-act. 29-13). Im Juli 2003 wurde der Versicherte in der
Klinik C._ konsiliarisch (neurologisch und neuropsychologisch) untersucht (IV-act.
29-10 ff.). Die Diagnosen lauteten:
• Schädelhirntrauma am 24.05.2003 mit/bei
- Kontusion links frontal (Contrecoup)
- mittelschweren neuropsychologischen Funktionsstörungen
- posttraumatischer Belastungsstörung
- Spannungskopfschmerzen.
Die Ärzte erklärten, dass das leichtgradige Schädel-Hirn-Trauma mit Contusio cerebri
auch computertomographisch dokumentiert sei. Im Vordergrund der subjektiven
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Beschwerden stünden eine Vergesslichkeit und eine Wesensveränderung, die den
Versicherten im Sozialleben schwer beeinträchtigten. Neuropsychologisch hätten sich
insbesondere Aufmerksamkeitsstörungen und eine reduzierte psychische Belastbarkeit
gezeigt (vgl. neuropsychologischer Bericht vom 11. Juli 2003, IV-act. 29-6 ff.). Die
Klinik C._, in der der Versicherte vom 2. bis 30. Oktober 2003 hospitalisiert gewesen
war, attestierte dem Versicherten auch für die Zeit nach dem Klinikaustritt eine volle
Arbeitsunfähigkeit (Austrittsbericht vom 14. November 2003, UV-act. 1-41 ff.). Suva-
Kreisarzt Dr. med. D._ notierte am 7. Juni 2004 (IV-act. 58-76 f.), dass die organische
Hirnschädigung doch eher bescheiden gewesen sein müsse. Aufgrund der Klinik könne
kaum von einer Commotio cerebri ausgegangen werden (höchstens Sekunden
dauernde Bewusstlosigkeit und fehlende Amnesie antero- und retrograd). Hinzu
komme, dass keine neurologischen Ausfälle und auch keine eindeutigen Hinweise auf
eine posttraumatische Epilepsie bestünden. Die Hauptrolle spiele bei einer labilen
psychosozialen Situation (Langzeitarbeitslosigkeit, fehlende Zukunftsperspektive, Eltern
IV-Rentner) die Verarbeitungsstörung resp. die psychische Problematik.
A.b Im Juni/Juli 2004 meldete sich der Versicherte bei der IV-Stelle des Kantons St.
Gallen zum Bezug einer Invalidenrente an (IV-act. 3). Er gab u.a. an, in E._ die
Grundausbildung absolviert zu haben. Einen Beruf habe er nicht erlernt. Bis März 2002
habe er bei der F._ gearbeitet. Vom 30. Juni bis 11. August 2004 absolvierte der
Versicherte einen stationären Aufenthalt in der Rehaklinik Bellikon (Austrittsbericht vom
19. August 2004, IV-act. 58-41 ff.). Die Diagnosen lauteten:
• Unfall vom 24.05.2003
- leichte traumatische Hirnverletzung (MTBI)
- HWS-Distorsion
- Unterschenkelkontusionen bds.
• mittelgradige depressive Episode
• Lumbosakralsyndrom (unfallfremd).
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Zur näheren Abklärung der im Computertomogramm festgestellten Kontusionsblutung
war eine MR-Untersuchung des Gehirns in der Klinik G._ veranlasst worden (IV-act.
58-56 f.). Dr. med. H._ hatte in der Magnetresonanztomografie vom 12. Juli 2004
eine postkontusionelle Parenchymläsion nicht eindeutig nachweisen können. Zudem
hatte er den Befund einer 8 mm grossen Kontusionsblutung frontal links in einem
Computertomogramm vom 24. Mai 2003 als nicht ganz eindeutig bezeichnet. Die Ärzte
der Rehaklinik kamen zum Schluss, dass die neuropsychologische Störung mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht auf die leichte traumatische Hirnverletzung,
sondern auf eine Störung aus dem psychiatrischen Formenkreis zurückzuführen sei.
Sie attestierten dem Versicherten wegen neuropsychologischen Funktionsstörungen,
einer gedrückten Stimmungslage und chronischen Kopfschmerzen weiterhin eine
vollständige Arbeitsunfähigkeit. Die F._ informierte die IV-Stelle am 19. Juli 2004
darüber, dass sie den Versicherten vom 16. Oktober 2000 bis 31. März 2002 als
Maschinenhelfer beschäftigt habe (IV-act. 17). Dr. med. I._, FMH für Psychiatrie und
Psychotherapie, berichtete der Unfallversicherung am 7. Januar 2005 (IV-act. 58-27),
dass der Versicherte an einer posttraumatischen Belastungsstörung leide. Dazu kämen
eine reaktive Depression und die mittelschweren neuropsychologischen
Funktionsstörungen. Mit Verfügung vom 17. März 2005 sprach die IV-Stelle dem
Versicherten bei einem IV-Grad von 100 % rückwirkend ab dem 1. Mai 2004 eine
ganze Invalidenrente zu (IV-act. 41, 43).
A.c Im Revisionsfragebogen vom 18. Oktober 2006 gab der Versicherte an, dass sich
sein Gesundheitszustand seit Januar 2005 wegen eines Herzinfarktes verschlimmert
habe (IV-act. 53). Dr. med. J._, Facharzt für Allg. Medizin, berichtete am 3. November
2006 (IV-act. 57), dass der Versicherte nach wie vor unter einem posttraumatischen
Verarbeitungssyndrom leide. Vonseiten der koronaren Herzkrankheit sei er weitgehend
beschwerdefrei. Laut einem beigelegten Bericht der Kardiologie des Kantonsspitals St.
Gallen (KSSG) vom 12. Juni 2006 hatte der Versicherte am 24. Januar 2005 einen
Vorderwandinfarkt erlitten. Die Ärzte hatten festgehalten, dass der Versicherte im Alltag
vollkommen beschwerdefrei sei (IV-act. 57-3 f.). Dr. I._ berichtete am 30. November
2006 (IV-act. 60), dass sich der Zustand des Versicherten leicht verbessert habe. Die
Leistungsfähigkeit sei wegen einer viel zu kurzen Konzentrationsdauer, heftigen
Kopfschmerzen und Druckgefühlen, Körperflashbacks und dissoziativen und
depressiven Zuständen massiv eingeschränkt. In einem geschützten Rahmen sei dem
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Versicherten ein Arbeitsversuch zumutbar. Am 17. Januar 2007 teilte die IV-Stelle dem
Versicherten mit, dass er weiterhin Anspruch auf eine ganze Invalidenrente habe (IV-
act. 62).
A.d Im Revisionsfragebogen vom 8. März 2010 gab der Versicherte an, dass sein
Gesundheitszustand gleich geblieben sei (IV-act. 68). Dr. J._ berichtete am 24. März
2010, dass er den Versicherten nur am Rande hausärztlich begleite, da dieser mit den
Prämien im Rückstand sei und die ärztlichen Bemühungen nicht mehr bezahle (IV-act.
72). Er habe den Versicherten letztmals am 17. Februar 2009 gesehen. Dr. med. K._,
Assistenzarzt am Psychiatrischen Zentrum L._, berichtete am 19. Juli 2010 über
einen stationären Gesundheitszustand (IV-act. 78). Als psychiatrische Diagnose gab er
eine andauernde Persönlichkeitsveränderung nach Extrembelastung (ICD-10: F62.0)
bei chronischem Verlauf einer posttraumatischen Belastungsstörung nach
Tötungsversuch mittels PW am 24.05.2003 an. Der Versicherte befinde sich seit dem
22. Oktober 2009 in seiner Behandlung. Am 26. Juli 2010 teilte die IV-Stelle dem
Versicherten mit, dass er weiterhin Anspruch auf eine ganze Invalidenrente habe (IV-
act. 80).
B.
B.a Im Revisionsfragebogen vom 24. April 2012 bezeichnete der Versicherte seinen
Gesundheitszustand erneut als unverändert (IV-act. 82). Er erklärte, zur Prävention
tagsüber auf andauernde Pflege und persönliche Überwachung angewiesen zu sein.
Seinen Tagesablauf schilderte er wie folgt: Er stehe früh auf, gehe nach dem Frühstück
laufen, ruhe sich nach dem Mittagessen aus und habe viel Kontakt mit der Familie.
Abends gehe er früh zu Bett. Transportmittel benutze er keine. Er könne sich nicht
vorstellen, wieder eine Erwerbstätigkeit aufzunehmen. Am 30. Mai 2012 ging ein
telefonischer Hinweis bei der IV-Stelle ein, wonach der Versicherte überall damit prahle,
dass er eine Invalidenrente beziehe. Zudem sei der Versicherte zu jeder Tages- und
Nachtzeit „zu sehen“. Dr. med. M._ notierte am 13. Juni 2012, dass heute
mindestens ein Potential für ausserhäusliche Aktivitäten bestehe (IV-act. 85-3). Eine
Observation scheine kaum geeignet, den Sachverhalt zu beurteilen. Am 31. Juli 2013
forderte die Kantonspolizei St. Gallen die IV-Stelle auf, sämtliche Unterlagen über den
Versicherten zu editieren (IV-act. 86). Als Grund nannte sie den dringenden Verdacht,
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dass der Versicherte im Rahmen seiner deliktischen Tätigkeiten (Verdacht des
qualifizierten Handels mit Betäubungsmitteln) auch unrechtmässig Sozialgelder
beziehe.
B.b Am 17. September 2013 fand ein Gespräch in der Sozialversicherungsanstalt statt
(IV-act. 89). Der Versicherte gab an, an Depressionen zu leiden. Es gehe ihm sehr
schlecht. Er gehe weder einer entgeltlichen noch einer unentgeltlichen Tätigkeit nach.
Auch an besseren Tagen könne er nur etwas unternehmen, wenn er Alkohol getrunken
habe. Wenn ihn die Kollegen fragten, ob er mal rauskomme, dann trinke er. Er trinke
allerdings fast nie Alkohol, da ihm das nichts gebracht habe. Zurzeit sei er lediglich bei
Dr. J._ in Behandlung. Den Namen des letzten behandelnden Psychiaters wisse er
nicht mehr, er sei sehr vergesslich. Er könne auch nicht sagen, wann er behandelt
worden sei. Wenn er zuhause sei, mache er nichts oder gehe am See spazieren.
Hobbies habe er keine. Auto fahren sei kein Problem für ihn. Eine andauernde Pflege
benötige er nicht. Seine Schwiegertochter habe den Fragebogen ausgefüllt und die
Frage wahrscheinlich falsch verstanden. Allein schon aus finanziellen Gründen könne er
sich vorstellen, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Er habe schon immer 50 %
arbeiten wollen. Dr. J._ teilte der IV-Stelle am 23. September 2013 mit, dass er
keinen Verlaufsbericht einreichen könne, da der Versicherte letztmals am 19. November
2012 in seiner Praxis gewesen sei (IV-act. 90).
B.c Der zuständige Staatsanwalt des Kantons St. Gallen informierte die IV-Stelle am 9.
Oktober 2013 darüber, dass er gegen den Versicherten ein Strafverfahren wegen des
Verdachts der qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz führe
(IV-act. 93). Nach jetzigem Kenntnisstand habe der Versicherte regelmässig
„Drogenparties“ in diversen Nachtlokalen/Bars veranstaltet und sich dort jeweils bis in
die Morgenstunden aufgehalten.
B.d Mit Verfügung vom 22. Oktober 2013 sistierte die IV-Stelle die Rente mit sofortiger
Wirkung (IV-act. 95). Zur Begründung führte sie an, dass sich der Versicherte seit dem
_. September 2013 in Untersuchungshaft befinde. Am 8./14. November 2013 liess der
Versicherte dagegen einwenden (IV-act. 100, 104), dass er am _. November 2013 aus
der Haft entlassen worden sei (Haftentlassungsverfügung: IV-act. 104-5). Laut einem
Bericht der Kantonspolizei St. Gallen vom 10. November 2013 (IV-act. 108) waren von
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Oktober 2012 bis Mai 2013 verdeckte Massnahmen wie Telefonkontrollen durchgeführt
worden. Der Beschwerdeführer sei im Überwachungszeitraum 33 Mal bis in die frühen
Morgenstunden unterwegs gewesen. Er habe sich mit verschiedenen Personen, u.a.
auch mit Frauen aus der Rotlichtszene, in Clubs und privat getroffen. Mehrfach hätten
„Parties“ stattgefunden, bei denen Alkohol und Drogen konsumiert worden seien. Aus
dem Schlussbericht der Kantonspolizei St. Gallen vom 7. Januar 2014 (IV-act. 115)
ging hervor, dass der Versicherte im Zeitraum vom Mai 2011 bis März 2013
regelmässig Kokain von verschiedenen Personen zum Eigenkonsum, aber auch zum
Handel, zur Veräusserung oder zur unentgeltlichen Abgabe erworben habe. Zudem
habe er in den frühen Morgenstunden des 7. Juni 2013 einen Selbstunfall verursacht
und die Unfallstelle ohne Meldung verlassen. Es bestehe der dringende Verdacht, dass
der Versicherte mehrfach unter Drogeneinfluss Fahrzeuge gelenkt habe und zum
Zeitpunkt des Selbstunfalls nicht fahrfähig gewesen sei. Anlässlich einer
Hausdurchsuchung beim Versicherten seien zwei verbotene Waffen (Schlagrute sowie
Elektroschockgerät) vorgefunden worden. Der Versicherte war am 23. September 2013
(13.30-15.20 Uhr, IV-act. 117), am 27. September 2013 (8.30-9.15 Uhr, IV-act. 118), am
3. Oktober 2013 (13.30-16.40 Uhr, IV-act. 119), am 8. Oktober 2013 (14.00-16.05 Uhr,
IV-act. 120), am 21. Oktober 2013 (14.10-15.45 Uhr, IV-act. 122), am 7. November
2013 (13.15-15.30 Uhr, IV-act. 123) und am 8. November 2013 (10.30-11.35 Uhr IV-act.
124) als Beschuldigter einvernommen worden. Am 15. Oktober 2013 hatten zudem drei
Konfrontationseinvernahmen stattgefunden (14.00-14.50 Uhr, 15.10-16.45 Uhr und
17.00-17.40 Uhr, IV-act. 141 ff.). Bei den Einvernahmen hatte der Versicherte den
Handel mit Kokain sowie das Lenken eines Fahrzeugs in nicht fahrfähigem Zustand
bestritten. Am 10. Februar 2014 wurde der Versicherte wegen des Verbrechens gegen
das Betäubungsmittelgesetz (Handel mit Kokain), mehrfachen Vergehens gegen das
Betäubungsmittelgesetz (Konsum von Kokain), Nichtbeherrschen des Fahrzeugs,
pflichtwidrigen Verhaltens nach Verkehrsunfall, Vereitelung von Massnahmen zur
Überprüfung der Fahrfähigkeit, Mitführen eines Radarwarngerätes und verbotenen
Waffenbesitzes angeklagt (IV-act. 145).
B.e Dr. med. N._ von der IV-Stelle notierte am 18. Februar 2014 (IV-act. 150), dass
die Diagnosen und die funktionellen Ausfälle, wie sie im letzten Bericht vom Jahr 2010
erwähnt worden seien, aufgrund der aktuellen Erkenntnisse nicht aufrechterhalten
werden könnten. Seit der letzten neuropsychologischen Untersuchung müsse es zu
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einer signifikanten Verbesserung des Gesundheitszustandes gekommen sein.
Andernfalls wäre der Versicherte nicht in der Lage gewesen, die Aktivitäten
durchzuführen, die zu den polizeilichen Ermittlungen geführt hätten. Die in den
Protokollen der Polizei dokumentierten Tatsachen seien nicht nur geeignet, einen
sozialen Rückzug zu widerlegen, sondern illustrierten auch das hohe
neuropsychologische Funktionsniveau des Versicherten. Insbesondere das
anspruchsvolle „Versteckspiel“ mit der Polizei, welches absolut intakte Fähigkeiten im
Bereich der Aufmerksamkeit, der Konzentration, des Gedächtnisses, der
Handlungsplanung und des logischen Denkens voraussetze, dokumentiere eindrücklich
dieses hohe Leistungsniveau. Dr. N._ empfahl eine psychiatrische Begutachtung mit
neuropsychologischer Testung. Am 10. März 2014 gingen bei der IV-Stelle die
angeforderten Akten betreffend das Verfahren wegen Führens eines illegalen
Spiellokals ein (IV-act. 153). Das Verfahren war am 20. Februar 2013 eingestellt worden
(IV-act. 157). Bei einer Hausdurchsuchung vom 19. Juli 2012 waren in einem vom Sohn
des Versicherten angemieteten Raum ein Spielautomat, zwei Computerterminals sowie
ein Computer-Rechner sichergestellt worden. Die Täterschaft hatte nicht eindeutig
ermittelt werden können.
B.f Mit Vorbescheid vom 24. März 2014 kündigte die IV-Stelle dem Versicherten die
vorsorgliche Einstellung der Rente rückwirkend ab 1. Dezember 2013 an (IV-act. 159).
Am 31. März 2014 verfügte sie im Sinne des Vorbescheids (IV-act. 164). Gleichentags
teilte sie dem Versicherten mit, dass eine psychiatrische Untersuchung notwendig sei
(IV-act. 165). Am 2. Mai 2014 machte der Rechtsvertreter des Versicherten geltend,
dass auch eine neurologische Begutachtung erforderlich sei (IV-act. 177). Weiter sei
nicht nachvollziehbar, weshalb die IV-Stelle vor der Auftragserteilung keine aktuellen
Arztberichte eingeholt habe. Auf telefonische Anfrage hin erklärte der psychiatrische
Gutachter Dr. med. O._ am 7. Mai 2014 (IV-act. 178), dass keine neurologische
Abklärung notwendig sei. Er werde einen Bericht bei der Tagesklinik anfordern. Beim
Hausarzt müsse kein Bericht eingeholt werden, da der Versicherte nicht mehr bei
diesem in Behandlung sei. Dr. I._ informierte die IV-Stelle am 16. Mai 2014 darüber,
sich der Versicherte seit vielen Jahren nicht mehr bei ihm in Behandlung befinde (IV-
act. 181).
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B.g Am 19. Mai 2014 wurde der Versicherte durch Dr. O._ psychiatrisch begutachtet
(Gutachten vom 25. Juli 2014, IV-act. 185). Dr. O._ erklärte, dass die Grundstimmung
bei der aktuellen Untersuchung euthym gewesen sei. Die affektive Modulationsfähigkeit
sei nicht eingeschränkt gewesen, es habe aber eine leichte Affektlabilität bestanden.
Der Versicherte habe alle möglichen Klagen vorgebracht. Auf Nachfragen hin habe er
teilweise über depressive Symptome berichtet und er habe einen sozialen Rückzug
beschrieben. In der Hamilton Depressionsskala habe er insgesamt 15 Punkte erreicht.
Die Punktezahl sei so hoch gewesen, weil der Versicherte auf gezieltes Befragen hin
unter anderem über subjektive Symptome berichtet habe, über die er spontan nicht
berichtet habe (z.B. depressive Gefühle). Der Versicherte habe auch mit ausgeprägten
Ein- und Durchschlafstörungen gepunktet, die sich jedoch nur schlecht mit den
Angaben zum Tagesablauf vereinbaren liessen. Einerseits habe der Versicherte über
ausgeprägte neuropsychologische Einschränkungen berichtet. Andererseits habe er
aber angegeben, dass er beim Autofahren keine Probleme habe und mit dem Auto zur
Untersuchung gekommen sei. Bei der insgesamt vagen bis widersprüchlichen Angabe
von subjektiven Symptomen sowie den unauffälligen Hinweisen der Fremdbeurteilung
(Grundstimmung, affektive Schwingungsfähigkeit, Mimik und Gestik) gehe er (Dr.
O._) nicht davon aus, dass die Kriterien für das Vorliegen einer eigentlichen
depressiven Episode erfüllt seien. Aus denselben Gründen fänden sich keine Hinweise
für das Vorliegen einer neurotischen Störung, einer Belastungsstörung oder einer
somatoformen Störung. Der Versicherte habe nicht über Symptome einer
posttraumatischen Belastungsstörung, sondern über verschiedene Schmerzen geklagt,
die teilweise wetterabhängig seien. In erster Linie habe er sich über seine Impotenz
beklagt. Er habe gemeint, dass er „ballaballa“ sei, und er habe Orientierungsprobleme
geäussert. Weder in den Akten noch bei der aktuellen Untersuchung hätten sich
irgendwelche Hinweise gezeigt, die für eine Persönlichkeitsstörung sprechen würden.
Die Diagnose einer andauernden Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung
komme nicht in Frage, weil das ICD-10 diese Diagnose „nach einer kurzzeitigen
Lebensbedrohung wie bei einem Autounfall“ explizit ausschliesse. Weil eine
psychiatrische Diagnose nicht sichergestellt werden könne, bestehe aus
psychiatrischer Sicht keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Dr. phil. P._,
Diplompsychologe, Klin. Neuropsychologe, Fachpsychologe für Neuropsychologie,
hielt in seiner Beurteilung vom 20. Juni 2014 fest (IV-act. 186), dass unter
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ausschliesslicher Würdigung der Testbefunde in der aktuellen Untersuchung eine
mittelschwere bis schwere neuropsychologische Funktionsstörung anzunehmen sei
(insbesondere schwere Aufmerksamkeits- und Gedächtnisdefizite). Aufgrund der
reduzierten Leistungsfähigkeit sei in einer adaptierten Tätigkeit eine Präsenzzeit von 75
% zumutbar. Wegen der Diskrepanz zwischen der sehr geringen Belastbarkeit in der
Untersuchungssituation und der selbständigen Anreise mit dem PKW seien allerdings
die Kriterien für ein möglicherweise suboptimales Leistungsverhalten erfüllt.
Aggravation sei somit im gegebenen Fall gut möglich. Dr. O._ erklärte hinsichtlich der
neuropsychologischen Abklärung, dass der Versicherte einerseits über
Orientierungsprobleme berichtet habe, andererseits den Weg von Q._ aus mit dem
Auto sowohl zu ihm nach R._ als auch nach S._ zu Dr. phil. P._ gefunden habe.
Wenn man sich die von Dr. phil. P._ beschriebenen und vom Versicherten geklagten
neuropsychologischen Einschränkungen vor Augen führe, sei dies eigentlich nicht
vorstellbar. Dr. N._ erklärte am 13. August 2014, dass aus medizinischer Sicht
vollumfänglich auf das Gutachten abgestellt werden könne (IV-act. 188). Aufgrund der
insgesamt sehr widersprüchlichen Ausgangslage lasse sich die Frage, ob von einer
Verbesserung des Gesundheitszustandes auszugehen sei, nicht beantworten. Es
könne nicht ausgeschlossen werden, dass in der Vergangenheit eine die
Arbeitsfähigkeit beeinträchtigende psychiatrische Erkrankung vorgelegen habe. Da eine
rückwirkende Beurteilung nicht möglich sei, sei ab dem Zeitpunkt der Begutachtung
von einer Verbesserung des Gesundheitszustandes auszugehen.
B.h Am 12. September 2014 ging bei der IV-Stelle das inzwischen in Rechtskraft
erwachsene Strafurteil des Kreisgerichts St. Gallen vom 3. Juli 2014 ein (IV-act. 190).
Der Versicherte war wegen der schweren Widerhandlung gegen das
Betäubungsmittelgesetz, der mehrfachen Widerhandlung gegen das
Betäubungsmittelgesetz, der mehrfachen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes,
des Nichtbeherrschens des Fahrzeugs, der Vereitelung von Massnahmen zur
Feststellung der Fahrunfähigkeit, des pflichtwidrigen Verhaltens bei Unfall, des
Mitführens eines Radarwarngerätes sowie des Vergehens gegen das Waffengesetz zu
einer bedingten Freiheitsstrafe von 24 Monaten, zu einer bedingten Geldstrafe von 60
Tagessätzen sowie zu einer Busse verurteilt worden.
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B.i Mit Vorbescheid vom 9. Dezember 2014 (IV-act. 193) kündigte die IV-Stelle die
rückwirkende Aufhebung der IV-Rente per 31. Oktober 2012 sowie die Rückforderung
der zu Unrecht bezogenen Leistungen an. Zur Begründung führte sie an, mit Dr. O._
sei davon auszugehen, dass heute keine Diagnose mit Auswirkung auf die
Arbeitsfähigkeit mehr nachgewiesen sei. Soweit eine Unsicherheit bestehe, sei diese
durch die widersprüchlichen Angaben des Versicherten bedingt, die eine Aggravation
als wahrscheinlich erscheinen liessen. Die Folgen dieser Unsicherheit, namentlich eine
allfällige Beweislosigkeit in Bezug auf das Funktionsniveau, habe der Versicherte zu
tragen. Die Widersprüche erschwerten auch die Beurteilung des Verlaufs. Spätestens
seit der Aufnahme der Erwerbstätigkeit als selbständiger Wirt im Juli 2012 liege keine
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit mehr vor. Der Versicherte habe die Aufnahme der
Erwerbstätigkeit gegenüber der IV-Stelle verschwiegen. Aufgrund der
Meldepflichtverletzung sei eine rückwirkende Renteneinstellung gerechtfertigt.
Dagegen liess der Versicherte am 18. Februar 2015 einwenden (IV-act. 201), dass eine
ergänzende Stellungnahme von Dr. O._ einzuverlangen sei. Dr. med. T._, Chefarzt
der Klinik U._, hatte in einem Bericht vom 13. Februar 2015 ausgeführt (IV-act.
201-3), dass für ihn nicht nachvollziehbar sei, weshalb die im neuropsychologischen
Bericht angegebene 25 %ige Einschränkung der Leistungsfähigkeit in der
psychiatrischen Beurteilung nicht integriert bzw. plausibilisiert worden sei.
B.j Mit Verfügung vom 23. Februar 2015 hob die IV-Stelle die Rente des Versicherten
aus den im Vorbescheid angegebenen Gründen rückwirkend per 31. Oktober 2012 auf
(IV-act. 202). Mit Bezug auf den Einwand hielt sie fest, dass Dr. O._ detailliert
begründet habe, warum er die verschiedenen in Frage kommenden Krankheitsbilder als
nicht zutreffend bzw. als nicht nachgewiesen erachtet habe. Dr. O._ habe sich mit
der Frage einer neuropsychologischen Funktionsstörung auseinandergesetzt und auf
die Diskrepanzen hingewiesen. Gewisse Unsicherheiten habe er sehr transparent und
gut nachvollziehbar dargestellt. Es sei nicht anzunehmen, dass Dr. T._ oder ein
anderer Gutachter diese Unsicherheiten ausräumen könnte. Aus dem Einwand ergäben
sich daher keine neuen Aspekte, die ein Abrücken von der in Betracht gezogenen
Verfahrenserledigung rechtfertigen würden. Mit Verfügung vom 24. Februar 2015
forderte die IV-Stelle die für die Zeit vom 1. November 2012 bis 31. Oktober 2013
bezahlten Rentenleistungen in der Höhe von Fr. 27'812.-- zurück (IV-act. 203).
C.
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C.a Gegen die Verfügungen vom 23. und 24. Februar 2015 liess der Versicherte
(nachfolgend: Beschwerdeführer) am 26. März 2015 Beschwerde erheben (act. G 1).
Sein Rechtsvertreter beantragte die Aufhebung der Verfügungen und die Ausrichtung
der gesetzlichen Leistungen aus der Invalidenversicherung bzw. den Verzicht auf die
Rückforderung. Eventualiter sei die Angelegenheit an die IV-Stelle (nachfolgend:
Beschwerdegegnerin) zur weiteren Abklärung zurückzuweisen. Zur Begründung führte
er aus, dass sich Dr. phil. P._ zur Leistungsfähigkeit selber nicht geäussert habe.
Hinzu komme, dass die neuropsychologische Beurteilung in der psychiatrischen
Begutachtung nur ganz am Rande gewürdigt und bei der Beurteilung der
Arbeitsfähigkeit überhaupt nicht berücksichtigt worden sei. Da das Gutachten von Dr.
O._ keine interdisziplinäre Konklusion enthalte, bilde es keine verlässliche
Entscheidgrundlage. Der Rechtsvertreter beantragte eine Nachfrist zur
Beschwerdeergänzung. Am 1. Juni 2015 reichte er ein Schreiben von Dr. T._ vom 31.
März 2015 ein (act. G 5.1). Dr. T._ hatte darin erklärt, dass es in der Zwischenzeit zu
einer erneuten Verschlechterung des psychischen Zustandes gekommen sei, weshalb
er den Beschwerdeführer an die Psychiatrische Klinik V._ überwiesen habe. Am 18.
Juni 2015 teilte derselbe Arzt dem Rechtsvertreter mit (act. G 7.1), dass der
Beschwerdeführer in der Klinik V._ wegen Platzmangels nicht aufgenommen worden
sei. Deshalb sei der Beschwerdeführer am 17. Juni 2015 in die Psychiatrische Klinik
W._ eingetreten. Aufgrund der Verschlechterung des psychischen
Gesundheitszustandes erachte er den Beschwerdeführer weiterhin als zu 100 %
arbeitsunfähig. Die Psychiatrische Klinik W._ berichtete am 21. Juli 2015 über einen
stationären Aufenthalt vom 17. Juni bis 22. Juli 2015 (act. G 9.1). Die Diagnosen
lauteten:
• rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne
psychotische Symptome
• andauernde Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung bei chronischen
Verlauf einer posttraumatischen Belastungsstörung nach Tötungsversuch mittels PKW
24.05.2003 (F62.0)
• Status nach Schädelhirntrauma mit Hirnkontusionen links frontal durch das
Ereignis vom 24.05.2003
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• Herzinfarkt und subakute Stentthrombose 08/05.
C.b Die Beschwerdegegnerin beantragte am 15. Dezember 2015 die Abweisung der
Beschwerde (act. G 15). Zur Begründung führte sie aus, dass Dr. O._ die im
Austrittsbericht vom 21. Juli 2015 genannten Diagnosen bereits diskutiert und
widerlegt habe. Wesentliche neue Aspekte ergäben sich aus dem Bericht nicht. Dr.
O._ habe in seinem Gutachten begründet, weshalb keine psychiatrischen Diagnosen
gestellt werden könnten. Werde keine psychiatrische Diagnose gestellt, könne auch
keine medizinisch begründete Arbeitsunfähigkeit attestiert werden. Hinzu komme, dass
Dr. phil. P._ nicht ausgeschlossen habe, dass das Abklärungsergebnis verfälscht
worden sein könnte. Da heute kein invalidisierender Gesundheitsschaden mehr
nachgewiesen sei, sei die IV-Rente zu Recht eingestellt worden.
C.c In seiner Replik vom 3. Mai 2016 (act. G 24) machte der Rechtsvertreter ergänzend
geltend, dass die Beurteilungen durch die Psychiatrische Klinik W._ und durch Dr.
T._ auf einem zuverlässigen Längsschnitt basierten. Da beide dem Beschwerdeführer
eine vollständige Arbeitsunfähigkeit attestiert hätten, sei die Rente zu Unrecht
eingestellt worden. Auch die Rückforderungsverfügung entbehre somit jeder
Grundlage. Sollte das Gericht dieser Auffassung nicht folgen, müsste es ein
polydisziplinäres Gerichtsgutachten (internistisch, rheumatologisch, neurologisch,
psychiatrisch, neuropsychologisch) in Auftrag geben. Des Weiteren habe der
Beschwerdeführer weder im Juli 2012 als selbständiger Wirt ein Lokal betrieben noch
habe er mit Drogen gehandelt. Auch die Unterstellung, der Beschwerdeführer habe im
Strafverfahren stundenlang mühelos den Einvernahmen folgen können, sei aktenwidrig.
Der Replik lagen zwei Arztberichte bei (act. G 24.1). Die Psychiatrische Klinik W._
hatte dem Beschwerdeführer im Austrittsbericht vom 16. September 2015 eine
vollständige Arbeitsunfähigkeit bescheinigt. Dr. T._ hatte dem Rechtsvertreter am 2.
November 2015 berichtet, dass der Beschwerdeführer an einer rezidivierenden
depressiven Störung, gegenwärtig in mittelschwerem bis schwerem Ausmass, sowie
an einer andauernden Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung leide. Die
psychischen Probleme seien auf den Tötungsversuch zurückzuführen und im
Gutachten von Dr. O._ nicht entsprechend gewichtet worden. Zudem habe Dr. O._
keine Längsschnittbeurteilung der Arbeitsfähigkeit vorgenommen. Der
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Beschwerdeführer sei seit der Behandlungsaufnahme am 24. November 2014
vollständig arbeitsunfähig.
C.d Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine Duplik (vgl. act. G 25 f.).

Erwägungen
1.
1.1 Der Beschwerdeführer hat ab dem 1. Mai 2004 eine ganze Rente der
Invalidenversicherung bezogen. Die Beschwerdegegnerin hat die Rentenleistungen mit
der angefochtenen Verfügung vom 23. Februar 2015 rückwirkend per 31. Oktober 2012
aufgehoben. Mit der ebenfalls angefochtenen Verfügung vom 24. Februar 2015 hat sie
die für die Zeit vom 1. November 2012 bis 31. Oktober 2013 bezahlten
Rentenleistungen zurückgefordert. Strittig ist, ob der Beschwerdeführer ab dem 1.
November 2012 weiterhin Anspruch auf eine Invalidenrente hat.
1.2 Die Beschwerdegegnerin hat die Rente mittels einer Revision nach Art. 17 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG,
SR 830.1) aufgehoben. Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder
eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch
hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1
ATSG; vgl. auch Art. 87 Abs. 2, Art. 88a und Art. 88bis IVV). Anlass zur Revision von
Invalidenrenten gibt jede Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist,
den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente
ist daher nicht nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes,
sondern etwa auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an
sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben oder eine
andere Art der Bemessung der Invalidität zur Anwendung gelangt. Als Vergleichsbasis
für die Beurteilung der Frage, ob bis zum Abschluss des aktuellen
Verwaltungsverfahrens eine anspruchserhebliche Änderung des Invaliditätsgrades
eingetreten ist, dient die letzte rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen
Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung,
Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs beruht. Ist eine
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anspruchserhebliche Änderung des Sachverhalts nicht mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit erstellt, bleibt es nach dem Grundsatz der materiellen Beweislast
beim bisherigen Rechtszustand (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 29. August 2011,
9C_418/2010 E. 3.1 mit Hinweisen). Die Beschwerdegegnerin hat zwei
Revisionsgründe angeführt: Erstens eine Verbesserung des Gesundheitszustandes und
zweitens eine Erwerbsaufnahme (selbständige Tätigkeit als Wirt). Bezüglich der
Erwerbstätigkeit ist darauf hinzuweisen, dass der Beschwerdeführer stets bestritten
hat, dass er ein illegales Spiellokal geführt habe. Das diesbezügliche Strafverfahren ist
denn auch im Februar 2013 eingestellt worden, da die Täterschaft nicht eindeutig hat
ermittelt werden können. Vor diesem Hintergrund ist nicht mit dem Beweisgrad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass der Beschwerdeführer ab Juli 2012
einer Erwerbstätigkeit nachgegangen ist. Nachfolgend bleibt zu prüfen, ob sich der
Gesundheitszustand respektive die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers seit der
Rentenzusprache (Verfügung vom 17. März 2005) verbessert haben.
2.
2.1 In medizinischer Hinsicht liegen insbesondere das psychiatrische Gutachten von
Dr. O._ sowie die neuropsychologische Testung von Dr. phil. P._ im Recht. Dr.
O._ hat keine sichere psychiatrische Diagnose stellen können. Seinem Gutachten
liegen unter anderem die Ergebnisse der neuropsychologischen Testung zugrunde. Dr.
phil. P._ hat in seinem Bericht erklärt, dass bei der Gesamtschau der Befunde aus
neuropsychologischer Sicht, unter ausschliesslicher Würdigung der Testbefunde in der
aktuellen Untersuchung an sich, eine mittelschwere bis schwere neuropsychologische
Funktionsstörung anzunehmen wäre. Zwar hätten sich in der Untersuchung insgesamt
keine eindeutigen Hinweise auf ein suboptimales Leistungsverhalten ergeben, aufgrund
der festgestellten Diskrepanzen (ungewöhnlich verminderte Leistung bei der Figur-
Hintergrund-Differenzierung, Abbruch zahlreicher Aufgaben nach sehr kurzer Zeit mit
Verweis auf eine zunehmende Schmerzsymptomatik, selbständige Anreise mit Auto
trotz sehr geringer Belastbarkeit in der Untersuchungssituation) sei aber eine
Aggravation im gegebenen Fall „gut möglich“. Die Angaben bezüglich der
Fahrtauglichkeit und der Arbeitsfähigkeit erfolgten deshalb unter der Annahme der
Validität der Testergebnisse. Dr. phil. P._ hat also offen gelassen, ob der
Beschwerdeführer in der neuropsychologischen Testung aggraviert hat bzw. ob die
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Testergebnisse valid sind oder nicht. Aus seinem Untersuchungsbericht geht nicht
hervor, dass es im vorliegenden Fall objektiv unmöglich gewesen wäre, eine
Aggravation auszuschliessen oder zu bestätigen. Da Dr. phil. P._ offen gelassen hat,
ob eine Aggravation vorliegt, sind seine Testergebnisse nicht verwertbar. Die
neuropsychologische Testung ist auch insofern unvollständig, als sich Dr. phil. P._
nicht damit auseinandergesetzt hat, wie sich die von ihm festgestellte mittelschwere
bis schwere neuropsychologische Funktionsstörung mit den in den Strafakten
beschriebenen Aktivitäten des Beschwerdeführers (Drogenparties, 5006
Telefonverbindungsnachweise im Zeitraum 26. Juni 2012 bis 21. Oktober 2012 etc.)
und mit dessen Leistungsfähigkeit bei den stundenlangen polizeilichen und
staatsanwaltlichen Einvernahmen (keine Hinweise auf eine nachlassende Konzentration
oder Aufmerksamkeit, vgl. Stellungnahme von Dr. N._ vom 18. Februar 2014, IV-act.
150-5) vereinbaren lässt. Die Arbeitsfähigkeitsschätzung von Dr. phil. P._ überzeugt
schon deshalb nicht, weil sie auf der Hypothese beruht, dass die Testergebnisse valid
seien, was er aber selbst ausdrücklich in Frage gestellt hat. Die neuropsychologische
Testung ist durch Dr. O._ in Auftrag gegeben worden. Die von Dr. phil. P._
erhobenen neuropsychologischen Befunde bilden also Teil der psychiatrischen
Begutachtung. Der psychopathologische Befund ist unvollständig, da unklar ist, ob der
Beschwerdeführer tatsächlich an einer neuropsychologischen Funktionsstörung leidet
oder ob die von Dr. phil. P._ erhobenen Defizite auf eine Aggravation zurückzuführen
sind. Ohne einen vollständigen psychiatrischen Befund ist es nicht möglich, mit dem
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit auszuschliessen, dass der
Beschwerdeführer an einer psychiatrischen Erkrankung leidet. Da das psychiatrische
Gutachten von Dr. O._ hinsichtlich der Befunde (und somit auch der Diagnostik)
unvollständig ist, kann es keine verwertbaren Angaben zur Arbeitsfähigkeit des
Beschwerdeführers liefern. Demzufolge kann weder auf die Arbeitsfähigkeitsschätzung
von Dr. phil. P._ noch auf diejenige von Dr. O._ abgestellt werden.
2.2 Der Beschwerdeführer hat geltend gemacht, dass sich sein psychischer
Gesundheitszustand seit der Begutachtung durch Dr. O._ verschlechtert habe. Dr.
T._, seit dem 24. November 2014 der behandelnde Psychiater des
Beschwerdeführers, hat im Bericht vom 2. November 2015 als Diagnosen eine
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelschweres bis schweres Ausmass,
sowie eine andauernde Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung angegeben.
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Die Arbeitsunfähigkeit hat er ab der Behandlungsaufnahme (24. November 2014) auf
100 % geschätzt. Die Ärzte der Psychiatrischen Klinik W._ haben im Austrittsbericht
vom 16. September 2015 über einen stationären Aufenthalt vom 17. Juni bis 22. Juli
2015 praktisch dieselben Diagnosen wie Dr. T._ genannt (rezidivierende depressive
Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische Symptome, andauernde
Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung bei chronischem Verlauf einer
posttraumatischen Belastungsstörung nach Tötungsversuch mittels PKW 24.05.2003);
sie sind ebenfalls von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit ausgegangen.
Beurteilungen von behandelnden Ärzten haben in Fällen wie dem vorliegenden, in
denen ein Aggravationsverdacht besteht, keinen Beweiswert. Denn behandelnde Ärzte
hinterfragen − was vor dem Hintergrund ihres Behandlungsauftrags auch
nachvollziehbar ist − in der Regel nicht, ob die Angaben ihres Patienten der Wahrheit
entsprechen oder nicht, das heisst ihre Einschätzung des Gesundheitszustandes
respektive der Arbeitsfähigkeit basiert − insbesondere in psychiatrischer Hinsicht −
weitgehend auf den subjektiven Angaben des Patienten. Für die Berichte von Dr. T._
und von der Psychiatrischen Klinik W._ bedeutet dies, dass ihnen weder hinsichtlich
der Diagnostik noch hinsichtlich der Arbeitsfähigkeitsschätzung ein Beweiswert
zukommt. Eine erneute psychiatrische Begutachtung (inklusive neuropsychologischer
Testung) ist daher unumgänglich. Angesichts des eklatanten Widerspruchs zwischen
den Angaben des Beschwerdeführers bei der neuropsychologischen Testung einerseits
und dem strafbaren Verhalten und dem Verhalten während des Strafverfahrens
andererseits wird das Hauptaugenmerk bei der erneuten psychiatrischen Exploration
und der neuropsychologischen Testung bei drohender Aggravation, eventuell sogar
Simulation, auf einer äusserst sorgfältigen und umfassenden Validierung liegen
müssen.
3.
3.1 Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat eine polydisziplinäre
Neubegutachtung gefordert. Begründet hat er seinen Antrag nicht. Die Abklärungen der
Rehaklinik Bellikon im Jahr 2004 haben ergeben, dass die neuropsychologische
Störung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht auf die leichte traumatische
Hirnverletzung zurückzuführen ist. Aus kardiologischer Sicht besteht gemäss den
überzeugenden Angaben der behandelnden Ärzte keine Einschränkung der
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Arbeitsfähigkeit (IV-act. 185-74). Anlässlich der Begutachtung durch Dr. O._ hat der
Beschwerdeführer über Schmerzen am ganzen Körper geklagt (IV-act. 185-47 ff.). Ob
neben der psychiatrischen Begutachtung (inklusive neuropsychologischer Testung)
trotzdem weitere Untersuchungen in somatischen Disziplinen notwendig sind, wird die
Beschwerdegegnerin zu entscheiden haben.
3.2 Zu prüfen bleibt, ob die Beschwerdegegnerin oder das Gericht die psychiatrische
Neubegutachtung (inklusive neuropsychologischer Testung) in Auftrag geben muss,
d.h. ob die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen oder ein
Gerichtsgutachten zu veranlassen ist. Gemäss der bundesgerichtlichen
Rechtsprechung holt ein kantonales Versicherungsgericht in der Regel dann ein
Gerichtsgutachten ein, wenn es im Rahmen der Beweiswürdigung zum Schluss
kommt, ein bereits erhobener medizinischer Sachverhalt müsse (insgesamt oder in
wesentlichen Teilen) noch gutachtlich geklärt werden oder eine Administrativexpertise
sei in einem rechtserheblichen Punkt nicht beweiskräftig. Eine Rückweisung an die IV-
Stelle bleibt hingegen möglich, wenn es darum geht, zu einer bisher vollständig
ungeklärten Frage ein Gutachten einzuholen. Ebenso steht es dem
Versicherungsgericht frei, eine Sache zurückzuweisen, wenn allein eine Klarstellung,
Präzisierung oder Ergänzung von gutachterlichen Ausführungen erforderlich ist (vgl.
Urteil des Bundesgerichts vom 11. Dezember 2014, 8C_633/2014 E. 3.2; BGE 137 V
210 E. 4.4.1.4). Eine Rückweisung ist bereits deshalb angezeigt, weil das Gericht
mangels medizinischen Fachwissens nicht beurteilen kann, ob weitere Untersuchungen
in somatischen Disziplinen notwendig sind. Die dargelegte bundesgerichtliche Praxis
vermag aber auch abgesehen davon nicht zu überzeugen: Die IV-Stellen sind gestützt
auf Art. 43 Abs. 1 ATSG verpflichtet, die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen
vorzunehmen. Sie haben somit unter anderem den medizinischen Sachverhalt soweit
abzuklären, dass die Arbeitsunfähigkeit der versicherten Person mit dem Beweisgrad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit feststeht. Die Beschwerdegegnerin hat die
Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers in psychiatrischer (und
neuropsychologischer) Hinsicht nur ungenügend abgeklärt. Würde das
Versicherungsgericht nun ein Gerichtsgutachten in Auftrag geben, würde es die der
Beschwerdegegnerin obliegende Aufgabe der Sachverhaltsermittlung „übernehmen“.
Dies wäre gesetzwidrig, da der Gesetzgeber diese Aufgabe, d.h. die rechtsgenügliche
Ermittlung des Sachverhalts, der Beschwerdegegnerin zugewiesen hat. Eine solche
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Rechtsverletzung kann durch die vom Bundesgericht angeführten Vorteile von
Gerichtsgutachten, namentlich der Straffung des Gesamtverfahrens und der
beschleunigten Rechtsgewährung (siehe BGE 137 V 210 E. 4.4.1.2), nicht „geheilt“
werden. Hinzu kommt, dass in einem Gerichtsgutachten nur der Gesundheitszustand
und die Arbeitsfähigkeit bis zum Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung zu beurteilen
sind, während eine Rückweisung der Beschwerdegegnerin die Möglichkeit gibt, den
gesamten Verlauf der Arbeitsfähigkeit bis zu einer neuen Verfügung zu berücksichtigen.
Zu beachten ist auch, dass einer versicherten Person durch die Einholung eines
Gerichtsgutachtens die Möglichkeit genommen wird, den Rentenentscheid von zwei
Instanzen überprüfen zu lassen. Dies ist insbesondere auch deshalb problematisch,
weil das Bundesgericht nur über eine eingeschränkte Kognition verfügt, d.h. es kann
den vom kantonalen Versicherungsgericht festgestellten Sachverhalt nur eingeschränkt
überprüfen (siehe Art. 97 des Bundesgerichtsgesetzes, SR 173.110). Die Einholung
eines Gerichtsgutachtens ist deshalb nur in jenen Fällen angezeigt, in denen die
Beschwerdegegnerin den Sachverhalt zwar rechtsgenüglich abgeklärt hat, für die
rechtliche Würdigung aber trotzdem die Einholung eines weiteren Gutachtens
notwendig ist, namentlich weil zwei (oder mehr) überzeugende, sich jedoch
widersprechende Arbeitsfähigkeitsschätzungen im Recht liegen. Die psychiatrische und
neuropsychologische (und allenfalls weitere Disziplinen umfassende) Neubegutachtung
ist demnach durch die Beschwerdegegnerin in Auftrag zu geben.
3.3 Sollten die weiteren medizinischen Abklärungen ergeben, dass sich der
Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit der Rentenzusprache tatsächlich
deutlich verbessert hat, wird die Beschwerdegegnerin prüfen müssen, ob der
Beschwerdeführer seine Meldepflicht (Art. 31 Abs. 1 ATSG i.V.m. Art. 77 IVV) verletzt
hat, indem er die wesentliche gesundheitliche Verbesserung nicht gemeldet hat.
Gemäss Art. 88bis Abs. 2 lit. b IVV erfolgt die Herabsetzung oder Aufhebung einer
Rente nämlich rückwirkend ab Eintritt der für den Anspruch erheblichen Änderung,
wenn der Bezüger die Leistung zu Unrecht erwirkt hat oder der ihm nach Art. 77
zumutbaren Meldepflicht nicht nachgekommen ist. Einen Hinweis für eine
Meldepflichtverletzung könnten die Strafakten liefern. Die Annahme einer
Meldepflichtverletzung würde im vorliegenden Fall wohl frühestens ab Beginn der
polizeilichen Überwachungsmassnahmen (22. Oktober 2012), das heisst ab 1.
November 2012, in Betracht kommen, weil möglicherweise erst ab diesem Zeitpunkt
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eine relevante Arbeitsfähigkeit nachweisbar wäre. In antizipierender Beweiswürdigung
ist davon auszugehen, dass zusätzliche Abklärungen bezüglich des Eintritts einer
allfälligen Verbesserung der Arbeitsfähigkeit keine weiteren Erkenntnisse bringen
würden.
3.4 In teilweiser Gutheissung der Beschwerde sind die angefochtenen Verfügungen
vom 23. und 24. Februar 2015 wegen der Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes
nach Art. 43 Abs. 1 ATSG aufzuheben und die Sache ist zur weiteren medizinischen
Abklärung im Sinne der Erwägungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
4.
4.1 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr.
1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint
in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Praxisgemäss ist die
Rückweisung der Sache zur ergänzenden Abklärung und neuen Beurteilung an die
Verwaltung als volles Obsiegen der beschwerdeführenden Partei zu werten (BGE 132 V
215 E. 6.2). Dementsprechend ist die Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- vollumfänglich der
Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist
dem Beschwerdeführer zurückzuerstatten.
4.2 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei
Anspruch auf eine Parteientschädigung. Diese wird vom Versicherungsgericht
festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache
und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In der Verwaltungsrechtspflege
beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO (sGS
963.75) pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.--. Der Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers hat keine Honorarnote eingereicht. In einem Fall mit mittlerem
Aufwand und Schwierigkeitsgrad wird praxisgemäss eine Pauschalentschädigung von
Fr. 3'500.-- ausgerichtet. Da es sich vorliegend um einen solchen Fall handelt, hat die
Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführer mit Fr. 3'500.-- (einschliesslich
Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen.