Decision ID: d9850a1a-58fb-4e94-a8bc-3039b46b016a
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1961, arbeitete seit dem
1.
Juni 2003 im Altersheim
Y._
, als Kellner und war in dieser Eigenschaft
bei der
Z._
gegen die Folgen von Unfällen versichert (Urk. 8/G1). Am
5. November 2011
kollidierte er auf dem Nachhause
weg mit seinem Motorrad
linksseitig
mit einem
Personenwagen
und stürzte
(Urk. 8/G1, Urk. 8/G6)
, wobei er eine
Oberschenkelknochenfrakur
links, eine
Ell
bogen
l
uxa
tionsfraktur
rechts und eine Innenknöchelfraktur links erlitt (Urk. 8/M2 S.
1).
Die Erst
versorgung
erfolgte
vom 5. bis 29. November 2011
im
Spital
A._
(Urk. 8/M2-5).
Anschliessend
begab
sich der Versicherte bis 14. Februar 2012 zur stationären Rehabilitation in d
ie
Rehaklinik
B._
(Urk. 8/M7 S. 1).
Wegen subjektivem „Sekretionsgefühl“ im rechten Ohr mit Hörverminderung, anhaltenden Schwindelsensationen (kurz dauernd beim Laufen) sowie Tinnitus im Hinterhauptbereich (
Urk.
8/M7 S. 2) veranlassten die Ärzte der Rehaklinik
B._
die Untersuchung des Versicherten durch
Dr. med.
C._
, Fach
arzt FMH für Ohren-, Nasen-, Halsheilkunde,
speziell Hals- und
Gesichtschi
rur
gie
,
vom
1
6.
Januar 2012
, welcher
eine
sensorineurale
Hörstörung beidseits
diag
no
stizierte
(
Urk.
8/M8).
Es folgten weitere Untersuchungen und Behand
lungen im Zusammenhang mit de
n
beim Unfall vom 5. November 2011 erlitte
nen Verletzungen.
Mit
Verfügung vom 3. Februar 2014
verneinte die
Z._
ihre Leistungspflicht für die Tinnitus-Beschwerden, da kein natürlicher Kausalzusammenhang zum Un
fall vom
5.
November 2011 bestehe
(Urk. 8/G76)
. Dagegen erhob der Ver
sicherte am
2
5.
Februar 2014
Einsprache
(
Urk.
8/J1)
. Die
Z._
gab
in der Folge
bei Dr. med. D._
, FMH für Ohren-, Nasen- und Halskrankheiten (ORL) und Phoniatrie, das Gutachten vo
m 1
2.
Juli 2014
(Urk. 8/M
71
) in Auftrag. Gestützt auf dieses Gutachten hob sie mit Verfügung vom 1
3.
August 2014 ihre Verfü
gung vom 3.
Februar 2014 auf und teilte dem Versicherten mit, dass sie die gesetzlichen Leistungen bezüglich der Beschwerden des Tinnitus bis zum Errei
chen des End
zustandes vom
7.
Juli 2014 erbringe. Bezüglich Schwerhörigkeit und Schwindel lehnte sie ihre Leistungspflicht indes
ab
(Urk.
8/G94). Das
Ein
spracheverfahren
gegen die Verfügung vom
3.
Februar 2014
schrieb sie am 3. September 2014 „infolge Wiedererwägung“ als gegenstandslos
geworden
ab (Urk. 8/J5).
A
m 21.
August 2014
erhob der Versicherte gegen die Verfügung vom 1
3.
August 2014
Einsprache (
Urk.
8/J3). Am 2
9.
August 2014
ersuchte
die
Z._
Dr.
D._
um Erläu
terung
seine
r
Ausführungen zu den
Schwindelbe
schwerden
im Gutachten
vom 1
2.
Juli 2014 (
Urk. 8/G96).
Mit Einspracheent
scheid
vom 10.
September 2014
wies sie die Einsprache des Versicherten vom 2
1.
August 2014 ab (
Urk.
2). Dr.
D._
erstellte am 11. September 2014 eine korrigierte Fassung seines Gutachtens
vom
12. Juli 2014 (Urk. 8/M75).
2.
Gegen den Einspracheentscheid vom
1
0.
September 2014
erhob
X._
am
3.
Oktober 2014 Beschwerde und beantragte (
Urk.
1 S. 2):
„
1.
Der Einsprache-Entscheid vom 1
0.
September 2014 sei vollumfänglich und die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 1
3.
August 2014 sei bezüglich Schwindels aufzuheben.
2.
Es sei festzustellen, dass der Schwindel adäquat-kausal auf den Unfall vom
5.
November 2011 zurückzuführen ist
,
und es seien hierfür sämtliche Leis
tungen aus der Unfallversicherung zu erbringen.“
Mit Beschwerdeantwort vom 2
9.
Oktober 2014 beantragte die
Beschwerdegeg
nerin
Abweisung der Beschwerde (
Urk.
7 S. 2, unter Beilage ihrer Akten [Urk. 8/G1-G103,
Urk.
8/J1-J13,
Urk.
8/M1-M78,
Urk.
8/T1-T36). Hierzu liess sich der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 1
0.
November 2014 (
Urk.
10) ver
nehmen, was der Beschwerdegegnerin mit Mitteilung vom 13. April 2015 zur Kenntnis
gebracht wurde (
Urk.
11).
Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Eingabe vom 1
7.
April 2015 Sistierung des Verfahren
s
,
bis eine interdisziplinäre Begutachtung durchgeführt worden sei (
Urk.
12 S. 2).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragt d
ie Beschwerdegegnerin, das vor
liegende Verfahren sei zu Gunsten einer interdisziplinären Begutachtung des Beschwerdeführers zu sistieren (Urk. 12 S. 2).
1.2
Nach § 28 lit. a des Gesetz
es
über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) in Ver
bindung mit Art. 126
Abs. 1 Satz 1
der Zivilprozessordnung (ZPO) kann das Verfahren sistiert werden, wenn die
Zweckmässigkeit dies verlangt.
1.3
Die Beschwerdegegnerin begründet ihren Antrag auf Verfahrenssistierung zwecks Einholung eines polydisziplinären Gutachtens
damit
, dass es
hinsichtlich der linken Hand des Beschwerdeführers zu einer
deutlichen Verschlechterung gekommen sei
(Urk. 12 S. 2)
.
Die Beschwerden an der linken Hand sind nicht Gegenstand des angefochtenen
Einspracheentscheid
s
vom 10.
September 2014
, mit welchem die Beschwerdegegnerin die Ablehnung ihrer Leistungspflicht hin
sichtlich der Schwindelbeschwerden bestätigte (
Urk.
2)
; sie
gehören mithin nicht zum
Anfechtungsgegenstand
(BGE 131 V 164 E. 2.1; 125 V 413 E. 1a)
. H
inzu
kommt
, dass es der Verwaltung nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung grundsätzlich verwehrt ist, nach Einreich
en
des Rechtsmittels weitere oder zusätzliche Abklärungen vorzu
nehmen, soweit sie den Streitgegenstand betref
fen und auf eine allfällige Änderung der angefochtenen Verfügung durch Erlass einer neuen abzielen
(BGE
136 V 2 E. 2.5
unter Hinweis auf BGE
127 V 228 E. 2b/
aa
, Urteil des Bundesgerichts 8C_284/2014 vom 1
6.
Dezember 2014 E.
5.2.2 mit Hinweisen). Der
Devolutiveffekt
wird durch
Art.
53
Abs.
3
des Bun
desgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG)
eingeschränkt, welcher vorliegend
indes
nicht zur Anwendung kommt
,
weil sich die
Beschwerdegeg
nerin
bereits mit
Beschwerdeantwort
vom 2
9.
Oktober 2014 (
Urk.
7) vernehmen liess
.
Der Sistierungsantrag der
Beschwer
degegnerin
ist demnach abzu
weisen.
2.
2.1
Nach
Art.
10
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG)
hat die ver
sicherte Person Anspruch auf
die zweckmässige Behand
lung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so steht ihr gemäss
Art.
16
Abs.
1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10
%
(
Art.
8 ATSG) invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (
Art.
18
Abs.
1
UVG
).
Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmass
nahmen der In
validen
versicherung abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehand
lung und die Taggeldleistungen dahin (
Art.
19
Abs.
1 UVG).
2.2
2.2.1
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt zunächst voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausal
zusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusam
menhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungs
weise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürli
chen Kausalzu
sammen
hangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die allei
nige oder
unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zu
sammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht wegge
dacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E.
4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereig
nis und einer gesund
heitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammen
hang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwal
tung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm oblie
genden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen
Beweis
grad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglich
keit eines Zusammen
hangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
2.2.2
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausalzu
sammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adä
quate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem ge
wöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebens
erfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Er
folges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 405 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
Bei objektiv ausgewiesenen organischen Unfallfo
lgen deckt sich die adäquate, das heisst
rechtser
hebliche Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 134 V 109 E. 2.1).
3.
3.1
Strittig und zu prüfen ist, ob
die Beschwerdegegnerin
ihre Leistungspflicht
für die Schwindel
beschwerden
zu Recht verneint hat
.
3.2
Im angefochtenen Einspracheentscheid vom 1
0.
September 2014 erwog die Beschwerdegegnerin,
Dr.
D._
habe auch eine Schwindelabklärung vorgenom
men. Er habe keine Befunde, welche auf un
fallkausale Schwindelbeschwerden schliessen lassen würden, erheben und eine
vestibuläre
oder zentral-
vestibuläre
Pathologie nicht bestätigen können. Ein allfälliger
,
nach dem Unfall vom 5.
No
vember 2011 beim Beschwerdeführer aufgetretener
Schwindel sei ein eigen
ständiger, vom Tinnitus unabhängiger Schwindel unspezifischer Ätiologie.
Die Schwindelbeschwerden seien
nicht mit dem erforderlichen
Be
weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit
auf den Unfall vom 5.
November 2011 zurückzuführen (
Urk.
2 S. 4).
3.3
Der Beschwerdeführer bringt demgegenüber im Wesentlichen vor, dass ange
sichts des Kopftraumas, des Tinnitus und des Auftreten
s
des Schwindels just im Moment der Mobilisation zum Gehen der Schwindel adäquat kausal auf den Unfall
vom 5.
November 2011
zurückzuführen sei. Zudem würden jegliche andere Auslöser fehlen, sei dies vor oder nach dem Unfall (Urk.
1 S. 12).
Die
Schwindelb
eschwerden bestünden
noch
immer (
Urk.
1
S. 7,
S.
15
-16
,
Urk.
10 S.
1). Die Beurteilung von
Dr.
D._
sei nicht nachvollziehbar, weshalb keine rechtsgenügende Beurteilung vorliegen würde (
Urk.
1 S. 14-15).
Der Schwindel sei
nicht genügend abgeklärt worden (
Urk.
1 S. 15).
Di
e Schwindelbeschwerden seien den Är
zten zwar mitgeteilt worden, doch sei die Behandlung bislang auf die übrigen gesundheitlichen Probleme ausgerichtet gewesen (
Urk.
10 S. 2).
4.
Dr.
D._
führte im Gutachten vom 1
2.
Juni 2014 die folgenden Diagnosen an
(
Urk.
8/M71
S. 5,
Urk.
8/M75 S. 5
)
:
Posttraumatischer Tinnitus beidseits
Sensorineurale
Schwerhörigkeit beidseits vom Typ Hochtonabfall
Erstdokumentation am 2
8.
Oktober 2002
aktuell: keine relevante Zunahme der Schwerhörigkeit beidseits im Ver
gleich zu den Voruntersuchungen
Status nach unklaren Schwindelbeschwerden
im Rahmen der Mobilisation an Stöcken in der Rehaklinik
B._
(Dezember 2012 bis Januar 2013)
Verdacht auf
Neur
on
itis
vestibularis
(Oktober 2012)
aktuell: keine Anhaltspunkte für eine peripher-
vestibuläre
oder zent
ral-
vestibuläre
Störung.
5.
Dr.
D._
h
ie
lt dafür,
dass der Beschwerdeführer
mit hoher Wahr
scheinlichkeit
bei der Kollision den Kopf beim Aufprall am Personenwagen und/oder am Boden angeschlagen habe
(
Urk.
8/M71 S. 5,
Urk.
8/M75 S. 5;
vgl.
auch
den
Austritts
bericht
des Spital
A._
s vom 2
8.
November 2011 [Urk.
9/2])
. In Anbetracht der Angaben zum Unfallhergang und des Ausmasses der erlittenen Frakturen müsse der Beschwer
deführer auch ein Trauma des Kopfes erlitten habe, sei es entweder durch einen direkten Aufprall des Motorradhelms am Personen
wagen und/oder am Boden oder durch einen „
Akzeleration-De
zelera
tion-Mechanismus
der Kopf-Nacken-Region“ (
Urk.
8/M71 S. 5).
Bei der Untersuchung
des Beschwer
deführers
durch
Dr.
D._
wurden
als Beschwerden
der Tinnitus,
die Schwerhörigkeit
und der Schwindel
genannt
wobei aktuell keine Schwindelbeschwerden
,
sondern bloss noch ein gelegentli
ches Unsicherheitsgefühl, welches vom Beschwerdeführer auf das linke Bein zurückgeführt werde, bestehe
(Urk.
8/M71 S. 3
,
Urk.
8/M75 S. 3
). Die Schwer
hörigkeit ist vorbestehend und gemäss der Beurteilung von Dr.
D._
weder durch den Unfall vom 5.
Novem
ber 2011 noch durch andere äussere Faktoren seit diesem Ereignis verschlechtert worden (Urk.
8/M71 S. 6
, Urk.
8/M75 S. 6
).
Für Dr.
D._
ist der persistierende Tinnitus beidseits eine Folge des Ereignisses vom
5.
November 201
1.
Er begründet
e
dies mit dem vom Beschwerdeführer beim Unfall
erlittenen Kopftrauma
(
Urk.
8/M71 S.
5
, Urk.
8/M75 S. 5
)
.
Was sodann die im Bericht der Rehaklinik
B._
genannten
Schwindelbeschwer
den
betrifft, so kann laut
Dr.
D._
ein Zusammenhang mit dem Unfallereignis vom
5.
November 2011 nicht ausgeschlossen werden (Urk. 8/M71 S. 6,
Urk.
8/M75 S. 6). Angesichts dieser Einschätzung sowie mit Blick auf das Unfallereignis, welches zu multiplen Verletzungen an Oberschenkel, Ellbogen und Fuss (
Urk.
8/M2) sowie zufolge Dr.
D._
zu einem posttraumatischen Tin
nitus führte sowie auch psychiatrische Behandlungen nach sich zog (
Urk.
8/M69), kann im derzeitigen Zeitpunkt die Frage nach der Unfallkausalität der geklagten Schwindelbeschwerden nicht abschliessend beantwortet werden. Wie es sich mit dem adäquaten Kausalzusammenhang (E. 2.2.2) allfällig nicht objektivierbarer Beschwerden verhält, ist erst dann einer Beurteilung zugäng
lich, wenn
–
gesamthaft
–
von weiteren medizinischen Behandlungen keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr erwartet werden kann und der Fallabschluss erfolgt (E. 2.1). Bis dahin aber hat die Beschwerdegegnerin weiterhin (auch) für Leistungen die Schwindelbeschwerden betreffend aufzu
kommen. Es kommt hinzu, dass der Beschwerdeführer nach wie vor vollständig arbeitsunfähig ist (
Urk.
8/T36) sowie (anderweitig) in medizinischer Behandlung steht und dafür ohnehin Leistungen der Beschwerdegegnerin bezieht (
Urk.
8/T34).
6
.
Demnach ist die Beschwerde gutzuheissen und der angefochtene Einsprache
entscheid vom
1
0.
September 2014
(
Urk.
2) auf
zu
h
e
ben
.
7
.
Der vertretene Beschwerdeführer hat Anspruch auf eine Prozessentschädigung, welche nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens auf
Fr.
2‘
5
00.-- (inkl. Barauslagen und Mehrwert
steuer) festzusetzen ist.
Das Gericht
beschliesst:
Der Antrag der Beschwerdegegnerin auf Sistierung des Verfahrens vom 1
7.
April 2015 wird abgewiesen,
und
erkennt:
1.
In Gutheissung der Beschwerde wird der Einsprac
heentscheid der
Beschwerdegeg
ne
rin
vom
10
.
September 2014
ersatzlos
aufgehoben.
2.
Das Verfahren ist kostenlos.
3.
Die Beschwerdegegnerin wird
verpflichtet,
dem Beschwerdeführer
eine
Prozessent
schädigung
von
Fr.
2'
5
00
.-- (inkl. Barauslagen und
MWSt
) zu bezahlen.
4.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
Rechtsanwältin
Dr.
Nicole
Vögeli
Galli
unter Beilage je des Doppels von
Urk.
12 und
Urk.
13
Unfallversicherung Stadt Zürich
Bundesamt für Gesundheit
5.