Decision ID: 60991ffb-08ab-583c-b91d-4370a064fe3c
Year: 2016
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass der Beschwerdeführer gemäss eigenen Angaben am (...) 2016 aus
seinem Heimatstaat über die Türkei in die Schweiz flog, wo er tags darauf
um Asyl nachsuchte (A5 S. 6),
dass er am 23. März 2016 im Empfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ)
Kreuzlingen zu seiner Person und seinem Reiseweg befragt wurde; dabei
wurde ihm auch das rechtliche Gehör zu einer allfälligen Wegweisung nach
Frankreich gewährt (A5 S. 7),
dass das SEM mit Verfügung vom 28. April 2016 – eröffnet am 11. Mai
2016 – in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG auf das Asylgesuch
nicht eintrat, die Wegweisung des Beschwerdeführers aus der Schweiz
nach Frankreich anordnete und ihn aufforderte, die Schweiz spätestens am
Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen,
dass es gleichzeitig feststellte, einer allfälligen Beschwerde gegen den Ent-
scheid komme keine aufschiebende Wirkung zu, und die Aushändigung
der editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis an den Beschwer-
deführer verfügte,
dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 16. Mai 2016 (Poststempel:
17. Mai 2016) an das SEM, welches diese zuständigkeitshalber an das
Bundesverwaltungsgericht weiterleitete, gegen diesen Entscheid Be-
schwerde erhob,
dass er dabei festhielt, er sei mit der Verfügung des SEM und der Anwen-
dung der Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments
und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfah-
ren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines von ei-
nem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat ge-
stellten Antrags auf internationalen Schutz zuständig ist (Dublin-III-VO),
nicht einverstanden,
dass er insbesondere beantragte, sein Asylgesuch sei von der Schweiz zu
behandeln,
dass die vorinstanzlichen Akten am 24. Mai 2016 beim Bundesverwal-
tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 1 AsylG),
E-3195/2016
Seite 3
dass sich in den vorinstanzlichen Akten eine Wählerkarte der Demokrati-
schen Republik Kongo (carte d’électeur), ausgestellt am (...), befindet, die
auf den Namen B._ (geboren am [...] in C._) lautet,

und zieht in Erwägung,
dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der Re-
gel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-
gen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-33
VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),
dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-
men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein
schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-
rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105
AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),
dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde – vor-
behältlich nachfolgende Erwägungen – einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2
AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG),
dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet,
soweit das VGG und das AsylG nichts anderes bestimmen (Art. 37 VGG
und Art. 6 AsylG),
dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher
Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-
ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich,
wie nachfolgend aufgezeigt wird, um eine solche handelt, weshalb der Be-
schwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2
AsylG),
dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schriften-
wechsel verzichtet wurde,
dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich
Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und
unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt
werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),
E-3195/2016
Seite 4
dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das
SEM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu überprüfen
(Art. 31a Abs. 1-3 AsylG), die Beurteilungskompetenz der Beschwer-
deinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu
Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2012/4 E. 2.2
m.w.H.),
dass die impliziten Anträge des Beschwerdeführers bezüglich der Anerken-
nung der Flüchtlingseigenschaft und der Gewährung von Asyl demgegen-
über nicht Gegenstand des angefochtenen Nichteintretensentscheides und
damit auch nicht des vorliegenden Verfahrens bilden, weshalb auf diese
nicht einzutreten ist,
dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asylsu-
chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des
Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a
Abs. 1 Bst. b AsylG),
dass diesbezüglich die Dublin-III-VO zur Anwendung kommt,
dass die behauptete Ignoranz des Beschwerdeführers darüber, dass die
Schweiz durch die Dublin-III-VO gebunden beziehungsweise Teil des
Schengenraums ist, nichts daran zu ändern vermag,
dass gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO jeder Asylantrag von einem einzi-
gen Mitgliedstaat geprüft wird, der nach den Kriterien des Kapitels III als
zuständiger Staat bestimmt wird,
dass das Verfahren zur Bestimmung des zuständigen Mitgliedstaates ein-
geleitet wird, sobald in einem Mitgliedstaat erstmals ein Asylantrag gestellt
wird (Art. 20 Abs. 1 Dublin-III-VO),
dass im Fall eines sogenannten Aufnahmeverfahrens (take charge) – wie
das vorliegende – die in Kapitel III (Art. 8-15 Dublin-III-VO) genannten Kri-
terien in der dort aufgeführten Rangfolge (Prinzip der Hierarchie der Zu-
ständigkeitskriterien; Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO) anzuwenden sind, und da-
bei von der Situation in demjenigen Zeitpunkt auszugehen ist, in dem der
Asylsuchende erstmals einen Antrag in einem Mitgliedstaat gestellt hat
(Art. 7 Abs. 2 Dublin-III-VO; vgl. BVGE 2012/4 E. 3.2; FILZWIESER/SPRUNG,
Dublin III-Verordnung, Wien 2014, K4 zu Art. 7),
E-3195/2016
Seite 5
dass im Rahmen eines Wiederaufnahmeverfahrens (take back) demge-
genüber grundsätzlich keine (erneute) Zuständigkeitsprüfung nach Kapi-
tel III stattfindet (vgl. BVGE 2012/4 E. 3.2.1 m.w.H.),
dass der nach dieser Verordnung zuständige Mitgliedstaat verpflichtet ist,
einen Antragsteller, der in einem anderen Mitgliedstaat einen Antrag ge-
stellt hat, nach Massgabe der Art. 21, Art. 22 und Art. 29 Dublin-III-VO auf-
zunehmen (Art. 18 Abs. 1 Bst. a Dublin-III-VO),
dass gemäss Art. 3 Abs. 2 Sätze 2 und 3 Dublin-III-VO der die Zuständig-
keit prüfende Mitgliedstaat für die Durchführung des Asylverfahrens zu-
ständig wird, falls es sich als unmöglich erweist, einen Antragsteller in den
eigentlich zuständigen Mitgliedstaat zu überstellen, weil es wesentliche
Gründe für die Annahme gibt, dass das Asylverfahren und die Aufnahme-
bedingungen für Antragsteller in jenem Mitgliedstaat systemische
Schwachstellen aufweisen, die eine Gefahr einer unmenschlichen oder
entwürdigenden Behandlung im Sinne von Art. 4 der Charta der Grund-
rechte der Europäischen Union (EU-Grundrechtecharta) mit sich bringen,
und nach den Regeln der Dublin-III-VO kein anderer zuständiger Mitglied-
staat bestimmt werden kann,
dass jeder Mitgliedstaat abweichend von Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO be-
schliessen kann, einen bei ihm von einem Drittstaatsangehörigen oder
Staatenlosen gestellten Antrag auf internationalen Schutz zu prüfen, auch
wenn er nach den in dieser Verordnung festgelegten Kriterien nicht für die
Prüfung zuständig ist (Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dublin-III-VO; Selbsteintritts-
recht),
dass den vorliegenden Akten zu entnehmen ist, dass die französische Bot-
schaft in D._ dem Beschwerdeführer – unter dem Namen
A._ (geboren am [...]) – am (...) 2015 ein Visum ausgestellt hat,
welches bis am (...) 2016 gültig war (A3),
dass der Beschwerdeführer nicht bestreitet, ein solches Visum erhalten zu
haben; indes habe der Reisepass, auf welchen das Visum ausgestellt wor-
den sei, einen falschen Namen enthalten (A5 S. 5),
dass der Beschwerdeführer, der sich in seiner Heimat für die (...) und für
die Rechte von Kindersoldaten einsetze, zudem die Regeln der Dublin-III-
VO nicht anerkennen wolle, nach welchen das Land für ein Asyl- und Weg-
E-3195/2016
Seite 6
weisungsverfahren zuständig sei, welches ein Visum ausgestellt habe; zu-
mal er nach früheren Reisen nach Europa immer wieder eigenständig zu-
rück gereist sei,
dass er nun jedoch – am (...) 2016 sei er in C._ einem Mordkom-
plott entkommen – die Schweiz für seine Schutzgewährung ausgesucht
habe, da er nur hier gänzlich sicher sei (A5 S. 7),
dass das SEM die französischen Behörden am 11. April 2016 um Auf-
nahme des Beschwerdeführers gestützt auf Art. 12 Abs. 2 Dublin-III-VO
(Ausstellung von Aufenthaltstiteln oder Visa) ersuchte (A9 f.),
dass die französischen Behörden dem Gesuch um Übernahme am 28. Ap-
ril 2016 zustimmten (A12),
dass die Zuständigkeit Frankreichs somit gegeben ist,
dass zu erinnern ist, dass die Dublin-III-VO dem Schutzsuchenden kein
Recht einräumt, den seinen Antrag auf internationalen Schutz prüfenden
Staat selber auszuwählen (vgl. auch BVGE 2010/45 E. 8.3), weshalb das
Vorbringen des Beschwerdeführers, sein Zielland sei die Schweiz gewe-
sen, unerheblich ist,
dass es keine wesentlichen Gründe für die Annahme gibt, das Asylverfah-
ren und die Aufnahmebedingungen für Antragsteller in Frankreich würden
systemische Schwachstellen aufweisen, die eine Gefahr einer unmensch-
lichen oder entwürdigenden Behandlung im Sinne von Art. 4 EU-Grund-
rechtecharta mit sich bringen,
dass Frankreich Signatarstaat der Europäischen Menschenrechtskonven-
tion (EMRK), des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter
und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung
oder Strafe (FoK) und des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechts-
stellung der Flüchtlinge (FK) sowie des Zusatzprotokolls der FK vom
31. Januar 1967 ist und seinen diesbezüglichen völkerrechtlichen Ver-
pflichtungen nachkommt,
dass auch davon ausgegangen werden darf, dieser Staat anerkenne und
schütze die Rechte, die sich für Schutzsuchende aus den Richtlinien des
Europäischen Parlaments und des Rates 2013/32/EU vom 26. Juni 2013
zu gemeinsamen Verfahren für die Zuerkennung und Aberkennung des in-
ternationalen Schutzes (sog. Verfahrensrichtlinie) sowie 2013/33/EU vom
E-3195/2016
Seite 7
26. Juni 2013 zur Festlegung von Normen für die Aufnahme von Personen,
die internationalen Schutz beantragen (sog. Aufnahmerichtlinie) ergeben,
dass unter diesen Umständen die Anwendung von Art. 3 Abs. 2 Satz 2
Dublin-III-VO nicht gerechtfertigt ist,
dass der Beschwerdeführer mit seinem weiteren Vorbringen – er habe in
der Schweiz eine Tochter, welche mit ihrer Mutter hier lebe – implizit die
Anwendung der Ermessensklausel von Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO respek-
tive der – das Selbsteintrittsrecht im Landesrecht konkretisierenden – Be-
stimmung von Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 fordert, gemäss welcher das SEM
das Asylgesuch "aus humanitären Gründen" auch dann behandeln kann,
wenn dafür gemäss Dublin-III-VO ein anderer Staat zuständig wäre,
dass die mutmassliche Tochter – E._ (N [...]; geboren am [...]) –
schon seit dem Jahr 2002 mit ihrer Mutter in der Schweiz lebt,
dass das SEM in seiner Verfügung vom 28. April 2016 erläuterte, es sei
vorliegend – auch nach Konsultation des vorinstanzlichen Dossiers der
Mutter – keine gelebte und beständige Beziehung im Sinne von Art. 8
EMRK erkennbar,
dass in den Schutzbereich des Rechts auf Achtung des Familienlebens
(Art. 8 EMRK) in erster Linie die Mitglieder der Kernfamilie (Ehegatten und
minderjährige Kinder) fallen; ebenfalls darunter fallen nicht rechtlich be-
gründete familiäre Verhältnisse, sofern eine genügend nahe, echte und tat-
sächlich gelebte Beziehung vorliegt,
dass das Zusammenleben in einem gemeinsamen Haushalt, finanzielle
Abhängigkeit, speziell enge familiäre Bande, regelmässige Kontakte oder
die Übernahme von Verantwortung für eine andere Person Hinweise für
eine solche Beziehung sind (vgl. BGE 135 I 143 E. 3.1 m.w.H.),
dass in Anbetracht der Volljährigkeit der Tochter im vorliegenden Fall die-
ses Grundrecht nicht angerufen werden kann, zumal auch keine Hinweise
zu erfassen sind, es liege eine genügend nahe, echte und tatsächlich ge-
lebte Beziehung zur Tochter oder zu deren Mutter vor,
dass demzufolge Art. 8 EMRK im vorliegenden Fall nicht anwendbar ist,
dass der Beschwerdeführer darüber hinaus kein konkretes und ernsthaftes
Risiko dargetan hat, die französischen Behörden würden sich weigern ihn
E-3195/2016
Seite 8
aufzunehmen und seinen Antrag auf internationalen Schutz unter Einhal-
tung der Regeln der Verfahrensrichtlinie zu prüfen,
dass den Akten auch keine Gründe für die Annahme zu entnehmen sind,
Frankreich werde in seinem Fall den Grundsatz des Non-Refoulement
missachten und ihn zur Ausreise in ein Land zwingen, in dem sein Leib,
sein Leben oder seine Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG
gefährdet ist oder in dem er Gefahr laufen würde, zur Ausreise in ein sol-
ches Land gezwungen zu werden,
dass der Beschwerdeführer keine konkreten Hinweise für die Annahme
dargetan hat, Frankreich würde ihm dauerhaft die ihm gemäss Aufnahme-
richtlinie zustehenden minimalen Lebensbedingungen vorenthalten, und er
sich bei einer vorübergehenden Einschränkung im Übrigen nötigenfalls an
die französischen Behörden wenden und die ihm zustehenden Aufnahme-
bedingungen auf dem Rechtsweg einfordern könnte (vgl. Art. 26 Aufnah-
merichtlinie),
dass der Beschwerdeführer ein gesunder Mann ist (A5 S. 7) und sich auch
in der Beschwerdeschrift nicht auf gesundheitliche Schwierigkeiten beruft;
folglich ist eine diesbezügliche Verletzung von Art. 3 EMRK nicht zu prüfen,
dass dem SEM bei der Anwendung von Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 Ermessen
zukommt (vgl. BVGE 2015/9 E. 7 f.) und den Akten keine Hinweise auf eine
gesetzeswidrige Ermessensausübung (vgl. Art. 106 Abs. 1 Bst. a AsylG)
durch die Vorinstanz zu entnehmen sind,
dass das Bundesverwaltungsgericht sich unter diesen Umständen weiterer
Ausführungen zur Frage eines Selbsteintritts enthält,
dass es nach dem Gesagten keinen Grund für eine Anwendung der Ermes-
sensklauseln von Art. 17 Dublin-III-VO gibt und an dieser Stelle nochmals
festzuhalten bleibt, dass die Dublin-III-VO den Schutzsuchenden kein
Recht einräumt, den ihren Antrag prüfenden Staat selber auszuwählen
(vgl. auch BVGE 2010/45 E. 8.3),
dass das SEM demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b
AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist und
– weil der Beschwerdeführer nicht im Besitz einer gültigen Aufenthalts-
oder Niederlassungsbewilligung ist – in Anwendung von Art. 44 AsylG die
Überstellung nach Frankreich angeordnet hat (Art. 32 Bst. a AsylV 1),
E-3195/2016
Seite 9
dass unter diesen Umständen allfällige Vollzugshindernisse gemäss
Art. 83 Abs. 3 und 4 AuG nicht mehr zu prüfen sind, da das Fehlen von
Überstellungshindernissen bereits Voraussetzung des Nichteintretensent-
scheides gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG ist (vgl. BVGE 2015/18
E. 5.2 m.w.H.),
dass die Beschwerde aus diesen Gründen abzuweisen ist, soweit darauf
einzutreten ist, und die Verfügung des SEM zu bestätigen ist,
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.–
(Art. 1-3 VGKE) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1
VwVG).
(Dispositiv nächste Seite)
E-3195/2016
Seite 10