Decision ID: 0feaf8c9-ae7b-4fc3-98ee-9bee6ef02cae
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_VG
Chamber: ZH_VG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: public_law

hat sich ergeben:
I.
A.
A, geboren 1987, absolvierte von Dezember 2011 bis Juli 2013 eine Zweitausbildung zur Betreuungsfachfrau. Ende November 2011 stellte sie beim Amt für Jugend und Berufsberatung des Kantons Zürich (AJB) ein erstmaliges Gesuch um Ausbildungsbeiträge für das Ausbildungsjahr 2011/2012. Das AJB hiess das Gesuch gut und richtete A Stipendien in der Höhe von Fr. 5'541.- aus.
B.
Am 21. August 2012 stellte A betreffend Ausrichtung von Stipendien für das Jahr 2012/2013 ein Wiederholungsgesuch, welches das AJB mit Verfügung vom 14. Februar 2013 abwies.
Die von
A
am 13.
/15.
März 2013 gegen diese Verfügung erhobene Einsprache wies das AJB mit Verfügung vom 25. April 2013 ab
.
II.
Gegen diesen Einspracheentscheid rekurrierte
A
am 25.
/30.
Mai 2013 bei der Bildungsdirektion, welche das Rechtsmittel mit Verfügung vom 13. Februar 2014 abwies
(Dispositiv-Ziff. I) und ihr in Dispositiv-Ziff. II die Verfahrenskosten auferlegte
.
III.
Hiergegen erhob
A
am 15./19. März 2014 "Widerspruch" (richtig:
Beschwerde
) beim Verwaltungsgericht, wobei sie sinngemäss die Aufhebung des
Rekursentscheids
und die Ausrichtung der
anbegehrten
Stipendien für das Ausbildungsjahr 2012/2013 beantragte.
Die Bildungsdirektion
schloss mit Vernehmlassung vom
1./3. April 2014
auf Abweisung des Rechtsmittels
. Der Staat Zürich
, vertreten durch das AJB,
verzichtete
stillschweigend
auf eine Beschwerdeantwort.
Die Kammer

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Das Verwaltungsgericht prüft seine Zuständigkeit nach § 70 in Verbindung mit § 5 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG, LS 175.2) von Amtes wegen. Für Beschwerden gegen
erstinstanzliche
Rekursentscheide
einer Direktion
etwa auf dem Gebiet des Stipendienwesens ist das Verwaltungsgericht nach § 41 in Verbindung mit §§ 19 Abs. 1 lit. a sowie Abs. 3 Satz 1, 19a Abs. 1, 19b Abs. 2 lit. b Ziff. 1 und §§ 42–44 e contrario VRG zuständig.
Da auch die übrigen Prozessvoraussetzungen erfüllt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.
1.2
Im Rekursverfahren wie vor Verwaltungsgericht beanstandete bzw. beanstandet die Beschwerdeführerin lediglich (noch) die Anrechnung des Elternbeitrags. Demgegenüber nahm sie die in ihrer Einsprache vom
13.
/15.
März 2013
aufgeworfene Frage der (Höhe der) ihr anzurechnenden Eigenleistung in ihren späteren Eingaben nicht mehr auf. Unter Abzug des ihr vom AJB angerechneten Elternbeitrags in der Höhe von Fr. 25'680.- ergäbe sich für die Beschwerdeführerin alsdann ein Fehlbetrag von Fr. 5'694.-, welcher nach § 27 Abs. 3
der Stipendienverordnung vom 15.
September 2004 (StipendienV, LS 416.1)
auf Fr. 5'700.- aufzurunden wäre.
Im Rahmen des vorliegenden Verfahrens stellt dieser Betrag folglich den Streitwert dar.
Aufgrund des
sen
wäre für die Behandlung der Beschwerde an sich der Einzelrichter zuständig (§ 38b Abs. 1 lit. c VRG). Aufgrund der grundsätzlichen Bedeutung der Angelegenheit ist das Rechtsmittel jedoch un
geachtet
dessen als Kammergeschäft in Dreierbesetzung zu erledigen (§ 38b Abs. 2 in Verbindung mit § 38 Abs. 1 VRG; Martin Bertschi in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum
Verwaltungsrechtspflegegesetz
des Kantons Zürich [VRG], 3. A., Zürich etc. 2014 [Kommentar VRG],
§ 38b N. 20 ff. sowie § 38 N. 3
).
2.
Gemäss § 16 des Bildungsgesetzes vom 1. Juli 2002 (BiG, LS 410.1) unterstützt der Kanton in Ausbildung stehende Personen mit Beiträgen, sofern
die
eigenen Mittel und diejenigen
der
nächsten Angehörigen oder anderer Leistungspflichtiger nicht ausreichen (Abs. 1). Die Beiträge werden für die Ausbildung auf den Sekundarstufen sowie bis zu einem ersten ordentlichen Abschluss auf der Tertiärstufe als Stipendien ausgerichtet (Abs. 2).
Die Ausrichtung von Ausbildungsbeiträgen erfolgt somit nach dem Grundsatz der Subsidiarität staatlicher Leistungen (vgl. Art. 5a und 41 Abs. 1 lit. f der Bundesverfassung vom 18. April 1999 [SR 101] und Art. 5 Abs. 1 der Verfassung des Kantons Zürich vom 27. Februar 2005 [KV, LS 101]): Staatliche Unterstützungsleistungen werden nur
ausgerichtet
, wenn und soweit die privaten Mittel der ansprechenden Person zur Finanzierung der Ausbildung nicht ausreichen.
§ 54
StipendienV
bringt ebenfalls zum Ausdruck, dass vor Beanspruchung staatlicher Ausbildungsbeiträge die privaten Mittel und Möglichkeiten der Mittelbeschaffung
auszuschöpfen
und namentlich Unterstützungsleistungen der Eltern vorrangig in Anspruch zu nehmen sind (vgl. zum Ganzen VGr, 28. Mai 2014, VB.2014.00151, E. 5.1).
3.
3.1
Die Beschwerdeführerin verlangt, auf die Anrechnung von Elternbeiträgen nach § 27 Abs. 2 in Verbindung mit §§ 41 ff. StipendienV sei in ihrem Fall zu verzichten. Sie sei bereits aus der Familienwohnung ausgezogen und von den Eltern finanziell unabhängig gewesen, als sie ihre Zweitausbildung begonnen habe. Eine Unterstützung seitens der Eltern bei der Finanzierung der Ausbildung sei deshalb von Beginn weg nicht einkalkuliert gewesen. Ihr Auszug aus dem Elternhaus habe "vielerlei Gründe" gehabt, zum einen Platzmangel, zum anderen auch psychischer Druck, den sie nicht länger habe hinnehmen wollen. "Nahezu zum ausziehen gezwungen" sei sie gewesen, als sie von ihrem jetzigen Freund (und inzwischen Vater ihrer neugeborenen Tochter) erzählt habe. Ihr Freund und sie seien im August 2011 zusammengezogen. Das Verhältnis zu ihren Eltern sei aufgrund
von
der
en
Ablehnung
des
Freund
es
tiefgründig zerrüttet. Erst seit der Geburt der Tochter habe sich die Lage etwas entspannt, was für ihre Eltern jedoch nach wie vor kein Grund sei, sie bei der Tilgung zur Finanzierung der Ausbildung aufgenommener Darlehens
schulden zu unterstützen.
3.2
Gemäss § 54 Abs. 1 StipendienV kann auf Antrag der gesuchstellenden Person auf die Anrechnung von Elternbeiträgen ausnahmsweise ganz oder teilweise verzichtet werden, wenn die Eltern rechtlich nicht mehr zum Unterhalt verpflichtet sind (lit. a) und die gesuchstellende Person nachweist, dass eine Finanzierung durch die Eltern aufgrund aussergewöhnlicher Umstände offensichtlich unzumutbar ist (lit. b).
§ 54 Abs. 1 StipendienV verlangt damit implizit, dass die Eltern
auch dann
vorrangig um finanzielle Unterstützung anzugehen sind, wenn sie zivilrechtlich
nicht mehr
unterhaltspflichtig
sind, der gesuchstellenden Person mithin von Gesetzes wegen
gerade keine
Unterhaltsbeiträge (mehr) zustehen. Ein Verzicht auf die Anrechnung von
Elternbeiträgen
ist nach dem Willen des Verordnunggebers (auch) in diesen Fällen nur
ausnahmsweise
unter strengen Voraussetzungen möglich (siehe dazu unten 3.4.3).
In Konkretisierung dieser Bestimmung führt das AJB in einem Merkblatt aus, der Verzicht auf die Anrechnung von Elternbeiträgen sei nur "ganz ausnahmsweise in ausgesprochenen Härtefällen" möglich. Einen solchen erachtet
es
als gegeben, wenn das "Verhältnis zu den Eltern aufgrund nachgewiesener sehr schwerwiegender Vorkommnisse (z.B. sexueller Missbrauch) derart gestört ist, dass das Heranziehen der Eltern zur Finanzierung der
Ausbildung
ganz offensichtlich unzumutbar ist" (vgl. S. 2 des Merkblatts "Formulare und Beilagen" unter
www.zh.ch/internet/bildungsdirektion/ajb/de/home.html
> Stipendien > Antrag, Verfahren und Fristen).
Nach Auffassung des
AJB und der Vorinstanz
tat die Beschwerdeführerin keine
aussergewöhnlichen
Umstände im Sinn von § 54 Abs. 1 StipendienV dar, so dass er ihr
Elternbeiträge
nach § 27 Abs. 2 in Verbindung mit §§ 41 ff. StipendienV anrechnete.
3.3
Die Beschwerdeführerin ersuchte um die in Frage stehenden Ausbildungsbeiträge im Zusammenhang mit einer Zweitausbildung. Damals verfügte sie bereits über eine
angemessene
Erstausbildung, dank dere
n
sie gemäss eigenen Angaben vor Beginn der
Zweitausbildung
schon seit zwei Jahren von den Eltern finanziell unabhängig gewesen war. Tätig gewesen war sie damals offenbar als Angestellte einer
Gemeinde
verwaltung.
Vorliegend wurde seitens des AJB wie der Vorinstanz sodann anerkannt,
dass die Eltern der Beschwerdeführerin im Zusammenhang mit deren Zweitausbildung rechtlich nicht mehr zur Leistung von Unterhalt verpflichtet
seien
(vgl.
Art. 277 des Zivilgesetzbuchs [ZGB, SR 210]; Peter Breitschmid, Basler Kommentar, 2010, Art.
277 ZGB N. 4 und
12 f.).
3.4
3.4.1
Gemäss § 16 Abs. 1 BiG werden Personen in Ausbildung wie erwähnt mit Beiträgen unterstützt, "sofern ihre eigenen Mittel und diejenigen ihrer nächsten Angehörigen oder
anderer
Leistungspflichtiger" (Hervorhebung nicht im Original) nicht ausreichen.
Aus dieser Formulierung ist zu schliessen, dass der gesuchstellenden Person nach dem Willen des Gesetzgebers neben ihren eigenen finanziellen Mittel
n
lediglich Beiträge des Ehegatten
bzw.
der Ehegattin
sowie
Verwandte
r
(in auf- und absteigender Linie)
und
staatliche
r
Stellen anzurechnen sind, die ihr gegenüber zu finanziellen Leistungen bzw. finanziellem Unterhalt respektive finanzieller Unterstützung
verpflichtet
sind (vgl. Art.
159 Abs. 3, Art. 163 sowie Art.
328 ZGB). Zu denken sein dürfte bei den "anderen Leistungspflichtigen" beispielsweise an die Invalidenversicherung oder andere
Sozialversicherungsträger
, denen gegenüber die gesuchstellende Person einen finanziellen Anspruch hat. Zugrunde liegt dieser Regelung wie erwähnt das Subsidiaritätsprinzip: Der
gesuchstellenden
Person stehen staatliche
Ausbildungsbeiträge
erst zu, wenn sie zuvor alle
anderweitigen
Möglichkeiten
ausgeschöpft
hat, ihre Ausbildung selbst zu finanzieren bzw. zu entsprechenden Mitteln zu kommen. Dies impliziert auch, dass die gesuchstellende
Person einschlägige
Ansprüche
nötigenfalls
auf dem Rechtsweg geltend zu machen hat.
In diesem Zusammenhang kann
es
dementsprechend nur die Meinung
haben
, dass
staatliche
Ausbildungsbeiträge lediglich subsidiär zu der gesuchstellenden Person
zustehenden
finanziellen Leistungen ausgerichtet werden, also solchen, auf die sie einen
Anspruch
hat, den sie nötigenfalls gerichtlich durchsetzen kann bzw. muss. Nicht gemeint sein können demgegenüber Beiträge, die auf Freiwilligkeit basieren und mithin allein vom Goodwill einer Person abhängen.
Sinn und Zweck der gesetzlichen Regelung ist sodann, einerseits auch Personen den Zugang zu einer Ausbildung zu ermöglichen, denen selbst die finanziellen Mittel hierzu fehlen, andererseits jedoch sicherzustellen, dass staatliche Ausbildungsbeiträge lediglich ausgerichtet werden, wenn der gesuchstellenden Person die Mittel zur Finanzierung tatsächlich fehlen und solche durch sie auch nicht erhältlich gemacht werden können. In diesem Zusammenhang kann jedoch nicht an eine – nach dem Wegfall der zivilrechtlichen elterlichen Unterhaltspflicht lediglich noch aufgrund des biologischen Eltern-Kind-Verhältnisses weiterbestehende – moralische Verpflichtung, die eigenen Kinder finanziell zu unterstützen, anzuknüpfen sein. Vielmehr muss im Zusammenhang mit der Frage, ob eine Pflicht des Staates zur Ausrichtung von Ausbildungsbeiträgen besteht oder nicht, auf klare und eindeutige Kriterien (eben die bestehende oder nicht mehr bestehende zivilrechtliche und gerichtlich durchsetzbare Unterhaltspflicht) abgestellt werden.
3.4.2
In § 54 Abs. 2 StipendienV geht es entsprechend um Konstellationen, in denen die Eltern der gesuchstellenden Person Unterhalt nach Art. 276 ff. ZGB schulden. Nach Art. 277 ZGB ist dies der Fall bis zur Volljährigkeit des Kindes oder, sofern es bis dann noch über keine angemessene Ausbildung verfügt, bis zum Abschluss einer angemessenen (Erst-)Ausbildung (vgl. oben 3.3 Abs. 2).
Diesfalls soll die gesuchstellende Person entsprechend dem Dargelegten die
ihr
seitens der Eltern
geschuldeten
Unterhaltsbeiträge – nötigenfalls – zunächst auf dem Rechtsweg
geltend
machen (müssen) bzw. kann auf deren Anrechnung (einzig) unter der Voraussetzung verzichtet werden, dass die gesuchstellende Person nachweist, dass ihr die Beschreitung des Rechtswegs gegenüber ihren Eltern aufgrund aussergewöhnlicher Umstände
offensichtlich
unzumutbar ist. Diese Bestimmung erweist sich mithin als mit § 16 Abs. 1 BiG kohärent.
3.4.3
Demgegenüber erscheint die Regelung von § 54 Abs. 1 StipendienV bereits bei oberflächlicher Betrachtung insofern wenig überzeugend, als sie in der sozusagen konträren Konstellation, dass die Eltern gerade
nicht mehr
zu Unterhalt verpflichtet sind, für einen Verzicht auf die Anrechnung von Elternbeiträgen sinngemäss die
identische
Voraussetzung vorsieht.
Faktisch führt § 54 Abs. 1 StipendienV im Ergebnis dazu, dass die Ausrichtung von Ausbildungsbeiträgen für Zweitausbildungen allgemein erheblich einschränkt bzw.
praktisch
verunmöglicht wird.
Bezüglich Ausbildungen auf
Tertiärstufe
(vgl. § 8 Abs. 4 BiG) ergibt sich aus § 16 BiG eine abgestufte Unterstützung: Nach Abs. 2 werden Ausbildungsbeiträge "bis zu
einem ersten ordentlichen Abschluss
auf der Tertiärstufe als
Stipendien
" ausgerichtet (Hervorhebungen nicht im Original, ebenso im Folgenden; vgl. § 18 Abs. 1 StipendienV). Gemäss Abs. 3 werden für die "
Weiterbildung
auf Tertiärstufe", mithin Postgraduate- bzw. Nachdiplomstudien (vgl. § 19 StipendienV), nur noch
Darlehen
(und nicht mehr Stipendien) ausgerichtet. Für
Zweitausbildungen
auf Tertiärstufe schliesslich werden gar keine Ausbildungsbeiträge mehr ausgerichtet. Dies ergibt sich zum einen aus § 16 Abs. 2 e contrario BiG und zum andern auch aus der Systematik de
r Bestimmung
. Schliesslich wurde dies in den Materialien zum neuen Bildungsgesetz ausdrücklich festgehalten: Gemäss dem Antrag des Regierungsrates an den Kantonsrat sollten für Zweitausbildungen auf Tertiärstufe, wie bis anhin, "grundsätzlich überhaupt keine Beiträge mehr ausgerichtet werden" (vgl. Antrag des Regierungsrats vom 9. Mai
2001, ABl 2001, 885 ff., 899, bzw.
unter
www.kantonsrat.zh.ch
> KR-Nr./Vorlagen-Nr. 3859 > 3859/2001 > PDF
,
S. 15).
Vorliegend geht es jedoch auch nach dem Dafürhalten de
r Vorinstanz
um eine
Zweitausbildung
auf
Sekundarstufe II
(vgl. § 8 Abs. 3 BiG) und nicht auf Tertiärstufe. Insbesondere aufgrund der Formulierung von § 16 Abs. 2 BiG ("für die Ausbildung auf den Sekundarstufen" und demgegenüber "bis zu einem ersten ordentlichen Abschluss auf Tertiärstufe") ist jedoch davon auszugehen, dass der Gesetzgeber auf der Sekundarstufe II die Ausrichtung von Ausbildungsbeiträgen für eine Zweitausbildung
gerade nicht
ausschliessen wollte.
In § 54 Abs. 1 StipendienV wurde sodann eine Regelung eingeführt, die zum einen keine gesetzliche Grundlage hat, insofern darin entgegen dem Wortlaut von § 16 Abs. 1 BiG auf Beiträge gerade
nicht
leistungspflichtiger Angehöriger abgestellt wird, und zum andern in den Konstellationen von Zweitausbildungen auf den Sekundarstufen (bzw. der
Sekundarstufe
II) zu einem dem Willen des Gesetzgebers widersprechenden Ergebnis führt.
3.5
§ 54 Abs. 1 StipendienV ist vorliegend daher die Anwendung zu versagen (vgl. Art. 79 Abs. 1 KV;
Marco Donatsch, Kommentar VRG,
§ 20 N. 23 ff.)
.
Der Beschwerdeführerin ist folglich kein Elternbeitrag anzurechnen bzw. von ihrem Bedarf ist kein solcher abzuziehen.
4.
Dementsprechend ist die Beschwerde gutzuheissen und der Beschwerdegegner zu
verpflichten
, der Beschwerdeführerin einen Ausbildungsbeitrag in der Höhe von Fr. 5'700.- auszurichten (vgl. oben 1.2 Abs. 1).
Ausgangsgemäss sind die
 die
Gerichtskosten de
m Beschwerdegegner
aufzu
erlegen (
[
§ 65a Abs. 2 in Verbindung mit
]
§ 13 Abs. 2 Satz 1 VRG).