Decision ID: b61c3f00-a19f-479f-9b2a-40e3b8314a3b
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._, geboren 1967, ohne abgeschlossene Berufsausbil
dung, war zuletzt bei verschiedenen Arbeitgebern angestellt (Urk. 7/61/3). Am 28. Februar 2001 (Eingangsdatum) meldete er sich erstmals unter Hinweis auf psychische Labilität zufolge Mobbings bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zü
rich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk. 7/1). Im Rahmen der Abklärungen der IV-Stelle wurde bei Dr. med. Y._, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, ein Gutachten eingeholt (psychiatrisches Gutachten vom 30. Oktober 2001, Urk. 7/9). Mit Verfügung vom 24. Mai 2002 (Urk. 7/16, Urk. 7/15 [Verfü
gungsteil 2] sprach die IV-Stelle dem Versicherten gestützt auf einen Invalidi
tätsgrad von 50 % mit Wirkung ab 1. Februar 2000 eine halbe IV-Rente zu.
1.2
Am 30. Dezember 2004, 24. Juni 2010 und 17. Juli 2013 bestätigte die IV-Stelle im Rahmen amtlicher Überprüfungen die halbe Rente der Invalidenversicherung (Urk. 7/28, Urk. 7/33, Urk. 7/57).
1.3
Mit Schreiben vom 3. März 2015 (Eingang bei der IV-Stelle am 6. März 2015) ersuchte der Versicherte unter Hinweis auf Schwierigkeiten am Arbeitsplatz um eine Rentenerhöhung (Urk. 7/58). In der Folge zog die IV-Stelle einen aktuellen Auszug aus dem individuellen Konto (IK-Auszug, Urk. 7/61) und einen Bericht des behandelnden Psychiaters (Urk. 7/64) bei und holte bei Dr. med. Z._, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, ein Gutachten ein, welches am 22. Februar 2016 erstattet wurde (Urk. 7/70). Nach beruflichen Abklärungen (Urk. 7/74) verneinte die IV-Stelle einen Anspruch des Versicherten auf Einglie
derungsmassnahmen (Mitteilung vom 30. Mai 2016, Urk. 7/73). Nach durchge
führtem
Vorbescheidverfahren
(Vorbescheid vom
20. Juli 2016 [Urk. 7/77], Einwand vom 28. Juli 2016 [Urk. 7/80], begründeter Einwand vom 1. September 2016 [Urk. 7/84]) wies die IV-Stelle das Erhöhungsgesuch – ausgehend von einem Invaliditätsgrad von 57 % – ab (Urk. 7/89 [= Urk. 2]).
2.
Hiergegen legte der Versicherte mit Eingabe vom 21. November 2016 Beschwerde ein und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei ihm rückwirkend ab 1. Juli 2013 eine ganze Invalidenrente zu gewähren (Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 16. Januar 2017 beantragte die Beschwerdegegnerin teilweise Gutheissung der Beschwerde (Urk. 6). Mit Eingabe vom 12. Februar 2017 hielt der Beschwerdeführer an seinen Anträgen fest. In prozessualer Hinsicht beantragte er die Durchführung einer öffentlichen Ver
handlung (Urk. 9), was der Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 15. Februar 2017 mitgeteilt wurde (Urk. 10).
3.
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezü
gers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1
des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
[
ATSG
]
). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidier
bar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheb
lichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfü
gung oder der letzte rechtskräftige
Einspracheentscheid
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sach
verhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9
C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 2.
1 mit Hinweisen).
1.2
1.2.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG]
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursach
te und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überw
indbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken.
Rechtsprechungsgemäss
ist bei psy
chischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelisches Leiden mit Krank
heitswert besteht, welches die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein
rentenausschliessendes
Erwerbseinkommen zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG;
BGE 139 V 547
E. 5;
131 V 49
E. 1.2;
130 V 352
E. 2.2.1).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege
artis
auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychiatrische Diagnose voraus (BGE 130 V 396; 141 V 281 E. 2.1). Eine fach
ärztlich festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleich
bedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diag
nose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objekti
vierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (vgl. BGE 127 V 294 E. 4c; 139 V 547 E. 5.2; zur Publikation in der amtlichen Sammlung vorgesehenes Urteil des Bundesgerichts 8C_841/2016 vom 30. November 2017 E. 4.2.1).
1.3
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsren
te
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorak
ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
1.5
Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
). Gemäss stän
diger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Ver
fahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwierige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der
ent
scheidrelevante
Sachverhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundesge
richts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin erwog in der angefochtenen Verfügung, aus der medi
zinischen Beurteilung ergebe sich, dass dem Beschwerdeführer eine angepasste Tätigkeit im 50%-Pensum zumutbar sei. Mittels Einkommensvergleich sei ein Invaliditätsgrad von 57 % (
Valideneinkommen
: Fr. 73'357.--; Invalidenein
kommen: Fr. 31'786.--) ermittelt worden (Urk. 2).
2.2
Demgegenüber brachte der Beschwerdeführer vor, gemäss dem psychiatrischen Gutachten vom 22. Februar 2016 habe sich der Gesundheitszustand seit der letzten massgebenden Beurteilung deutlich verschlechtert. Seit 2013 sei eine paranoide, wahnhafte Struktur dokumentiert. Seit August 2010 finde sich beim Beschwerdeführer ein
schwerstgradiges
wahnhaftes Symptom mit extremster Ausprägung. Der Beschwerdeführer sei laut den Feststellungen des behandeln
den Psychiaters lediglich im geschützten Rahmen im Umfang von drei bis vier Stunden täglich bzw. 50 % arbeitsfähig. Ein Vergleich der hypothetischen Ver
gleichseinkommen ergebe einen Invaliditätsgrad von 89 % und einen Anspruch auf eine ganze IV-Rente (Urk. 1).
2.3
In der Beschwerdeantwort führte die Beschwerdegegnerin aus, die Beschwerde sei teilweise gutzuheissen, da der Beschwerdeführer selbst nach der geltend gemachten Verschlechterung seit 2010 in erheblichem Masse für die Treuhand
unternehmung seines Vaters tätig gewesen sei, was bei der medizinischen Ein
schätzung der Arbeitsfähigkeit nicht mitberücksichtigt worden sei. Insbesondere ergebe sich nicht aus den Akten, ob es sich dabei um eine zumutbare angepass
te Tätigkeit handle. Es müssten deshalb weitere medizinische Abklärungen getä
tigt werden (Urk. 6).
2.4
Der Beschwerdeführer stellte sich in seiner Eingabe vom 12. Februar 2017 auf den Standpunkt, die Tätigkeit des Beschwerdeführers für seinen Vater in dessen Treuhandbüro sei der Beschwerdegegnerin stets bekannt gewesen, da das ent
sprechende Einkommen den beigezogenen IK-Auszügen entnommen werden könne und dieses in den Akten mehrmals vermerkt sei. Eine Rückweisung an die Beschwerdegegnerin rechtfertige sich somit nicht (Urk. 9).
3.
3.1
3.1.1
Es ist zu prüfen, ob ein Revisionsgrund nach Art. 17 Abs. 1 ATSG gegeben ist. Die Frage, ob im Spektrum der anspruchserheblichen Tatsachen eine zur Anpas
sung des Rentenanspruchs führende Veränderung eingetreten sei, ist im Ver
gleich mit den Verhältnissen zur Zeit der letzten rechtskräftigen Verfügung zu beurteilen, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs beruht (E.
1.1
). Referenzzeitpunkt ist demnach hier die Verfügung vom 2
4.
Mai 2002, mit welcher dem Beschwerdeführer mit Wir
kung ab
1.
Februar 2000 eine halbe Invalidenrente zugesprochen worden war (Urk. 7/15 [Verfügungsteil 2], Urk. 7/15).
3.1.2
Dem psychiatrischen Gutachten vom 30. Oktober 2001 von Dr. Y._ zu Hän
den der Beschwerdegegnerin (Urk. 7/9) können zu den Diagnosen folgende Angaben entnommen werden (Urk. 7/9/8):
-
aktuell keine psychopathologischen Befunde
-
a
namnestisch rezidivierende depressive Verstimmungen bis hin zu eigentlichen rezidivierenden depressiven Episoden von mittelschwerer Ausprägung mit somatischen Symptomen (im Sinne von ICD-10 F33.11
)
-
t
iefenpsychologisch-psychodynamisch: Konflikte aufgrund
unbewusster Autoritäts-/
Vaterproblematik
Zur Arbeitsfähigkeit führte Dr. Y._
aus,
d
er Grad der Arbeitsfähigkeit des
Beschwerdeführers
sei
schwierig einzuschätzen. Aufgrund der fehlenden aktuel
len Psychopathologie sowie auch der lediglich reaktiv auftretenden
,
gelegentli
chen rezidivierenden depressiven Verst
immungen oder Episoden sei
die Arbeits
fähigkeit nicht anhaltend eingeschränkt, und
er
k
ö
nn
e
als gesunder junger Mann als 100
%
arbeitsfähig beurteilt werden. Andererseits gebe es Bedenken auf der psychologisch-psychodynamischen
Ebene: aufgrund der unverarbeiteten Vater-/Autoritätsproblematik sei es immer wieder zu massiven Konflikten mit den Vorgesetzten geko
mmen, so dass der Beschwerdeführer bisher jede Stelle schon nach wenigen Wochen oder Monaten verloren habe. Aufgrund dieser Problematik sei der Beschwerdeführer bisher im Berufsleben noch nie voll inte
griert gewesen und er habe auch noch nie mehr als zu 50
%
gearbeitet. Offen
sichtlich sei er nicht mehr als
zu
50
%
belastbar, sonst komme es noch schneller zu Dekompensation und Konflikten. Aufgrund dieser psychologisch-psycho
-
dynamischen Betrachtungsweise scheine der Beschwerdeführer tatsäch
lich nur etwa
zu
50
%
arbeitsfähig zu sein. Ob man diese neurotische Problema
tik ohne aktuelle psychopathologischen Befunde (bzw. lediglich der rezidivie
renden depressiven Verstimmungen) als ca. 50%ige Arbeitsunfähigkeit im Sinne einer medizinisch-psychiatrischen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit beurtei
len wolle, müsse der Beschwerdegegnerin überlassen werden. Auf jeden Fall könne man umgekehrt mit gutem Gewissen attestieren, dass der Beschwerde
führer mindestens 50
%
arbeitsfähig sei und dass ihm dies auch ohne weiteres zugemutet werden könne. Es könne von ihm erwartet werden, dass er eine sei
nen psychischen Gegebenheiten und Konflikten angemessene Arbeit suche (z.B. als Wachmann bei der
Securitas
), wo es weniger rasch zu Autoritätskonflikten komme
,
wenn er nicht in direktem Kontakt mit einem Vorgesetzten arbeiten müsse, sondern relativ eigenständig und alleine arbeiten könne. An einem geeigneten Arbeitsplatz mit optimalen Voraussetzungen könnte der Beschwer
deführer aber auch ohne weiteres mehr als 50
%
arbeiten, vielleicht sogar 100
% (Urk. 7/9/9).
3.1.3
Ein Erwerbsvergleich wurde nicht durchgeführt (Urk. 7/13; vgl. auch Urk. 7/32/2). Gemäss Angaben in der Anmeldung (Urk. 7/1/4) arbeitete der Beschwerdeführer dannzumal stundenweise in der Sicherheitskontrolle sowie
als Aufseher im Museum A._ (vgl. auch Arbeitgeberbericht vom 20. Juli 2001, Urk. 7/7) und bezog Arbeitslosentaggel
der (vgl. auch Urk. 7/4). Auch die berichterstattenden Ärzte bezogen sich aus
schliesslich auf eine 15%ige Tätigkeit als „Wärter“ im Museum A._ (Urk. 7/5/2). Im psychiatrischen Gutachten von Dr. Y._ sind nebst letzter Tätigkeit verschiedene „Jobs“ vor der RS und temporäre Einsätze bei einer Bau
firma erwähnt (Urk. 7/9/2f.). Dem Auszug aus dem individuellen Konto (IK) vom 23. Februar 2010 – ein früherer Auszug ist nicht aktenkundig – sind seit 1996 Lohneinnahmen einer B._ GmbH bzw. C._ AG, beide in D._, verzeichnet (1996: Fr. 15‘366.--; 1997: Fr. 17‘810.--; 1998: Fr. 33‘000.--; 1999: Fr. 47‘235.--; 2000: Fr. 45‘387.-- und 2001: Fr. 49‘219.--).
3.2
3.2.1
Dr. Z._ hielt in dem im Rahmen des aktuellen Revisionsverfahrens einge
holten psychiatrischen Gutachten vom 22. Februar 2016 zu Händen der Beschwerdegegnerin folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähig
keit fest (Urk. 7/70/22):
-
rezidivierende depressive Erkrankung, gegenwärtig mittelgradig (ICD-10 F33.1)
-
paranoide Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.0)
Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeit
sfähigkeit nannte er keine. Dr. Z._
führte zudem aus, die depressive Erkrankung könne entweder als Teil der paranoiden Persönlichkeitsstörung oder als Verschlechterung und Ver
schlimmerung angesehen werden. Die
Katastrophisierung
, die fehlerhafte Ein
schätzung der Umwelt und des Selbsterlebens, die paranoiden Ideen und Struk
turen würden die jeweiligen Krankheitsbilder verschlechtern. Damit sei eine Verschlimmerung der Interaktion und
interaktioneller Probleme von Anfang an gegeben (
Urk.
7/70/22).
Dem Gutachten ist ferner zu entnehmen, es finde sich beim Beschwerdeführer ein Verlust von Interesse und Freude an Aktivitäten, die normalerweise als angenehm empfunden würden.
Es bestehe ein
verminderter Antrieb mit erhöh
ter Angst und unbegründeten Selbstvorwürfen. Wiederholt fänden sich Suizida
lität und Gedanken an Tod oder passiven Suizid.
Es könnten
Denk- und Kon
zentrationsstörungen
festgestellt werden und ak
tuell
lägen
Schlafstörungen
vor
. Ausserdem bestehe vermehrt Appetit mit Gewichtszunahme. Somit
bestünden
mindestens sechs der zehn Symptome depressive
r
Erkrankungen, darunter zwei der Hauptsymptome. Es fänden sich erste Hinweise auf einen verfestigten Wahn mit Persönlichkeitsstörungsanteilen in den Akten des Jahres 201
3.
Der diagnos
tizierende Psychiater gebe als
Beginn
einen Streit am Wohnort mit Tamilen
vor circa fünf Jahren
an. Seitdem
habe der Beschwerdeführer
zunehmend paranoide Verfolgungsideen, erweitert auf Polizeiüberwachung etc. Dieser Befund werde vom behandelnden Psychiater am 2
0.
August 2015 gestellt. Damit sei eine etwaige Datierung des Auftretens der
schwerstgradigen
Persönlichkeitsstörung ab 2010 möglich. Eine genaue Datierung sei aufgrund der fehlenden Akten und Dokumentation und der Schwierigkeit der V
erwertbarkeit der anamnestischen Angaben nur bedingt möglich.
Damit finde sich ab August 2010 das
schwerst
gradige
wahnhafte Symptom mit extremsten Ausprägungen (Urk. 7/70/23). Beim Beschwerdeführer fänden sich schwere wahnhafte Anteile bezüglich para
noider Ideen wie Abhören, tamilische Angreifer, Feinde des Schweizer Geheim
dienstes und der Polizei. Er selber gebe an, dass diese bei seinem Umzug aufge
treten seien. Bei der spezifischen Persönlichkeitsstörung der paranoiden Persön
lichkeitsstörung sei die übertriebene Empfindlichkeit gegenüber Zurückweisung
und
starkes Nachtragen von Kränkungen oder Misstrauen ein zentraler Punkt. Dies sei bei dem Versicherten leicht darstellbar. Es gebe immer wieder Situatio
nen, in denen der Beschwerdeführer aufgrund
nur leicht empfundener K
rän
kungen erhebliches Misstrauen und damit fehlende soziale Interaktion finde. Zusätzlich fänden sich dann inhaltliche Probleme in den Denkstörungen. Diese wirkten fast autistisch. Bereits während seiner Militärzeit
sei
er auffällig
gewor
den
und
habe
eine Frau
bedroht sie umzubringen
. Dies
sei aus
heiterem Himmel
passiert
und ohne sozialen Kontext. Die übertriebene Selbstbezogenheit, die der Beschwerdeführer in
a
bsoluter
soz
ialer
Isolation auslebe, sei auch Zeichen davon. Es k
önne
offensichtlich zu quasi psychotischen Episoden mit intensiven Verkennungen und wahnhaften Episoden kommen. Dies finde sich beim Beschwerdeführer in ausdrücklicher Weise. Zusätzlich fänden sich erhebliche Schwierigkeiten in der Interaktion mit Wahrnehmung und Verhalten, auch dies könne bei
schwerstgradiger
Ausprägung eine paranoide Persönlichkeitsstörung darstellen. Bei dem Beschwerdefüh
rer gehe dies so weit, dass teilweise autisti
sche Züge mit absolut fehlender Empathie zu schwersten Dekompensationen führen würden. Insgesamt sei sicher nicht von einer typischen paranoiden Per
sönlichkeitsstörung auszugeben. Eine typische Persönlichkeitsstörung sei in dem Ausprägungsgrad wesentlich leichter und
es fänden sich
nicht die stark ausge
prägten interaktionellen und emotionalen Probleme. Aufgrund von Literatur
recherchen und
angesichts des
Stand
es
der Wissenschaft sei jedoch in die
-
sem
Fall von
einer
schwerstgradigen
Persönlichkeitsstörung auszugehen (
Urk.
7/70/24). Der Beschwerdeführer kooperiere bereits seit langem nur bedingt innerhalb von psychotherapeutischen oder psychopharmakologischen Struktu
ren. Dies sei jedoch zu einem grossen Anteil persönlichkeits- bzw. krankheits
bedingt. Aufgrund der
schwergradigen
paranoiden Symptomatik sei eine Bin
dung mit einem Psychotherapeuten und daher einer damit möglichen Psycho
therapie fast unmöglich. Wie bereits in der Akt
enlage beschrieben, finde sich zunächst eine Überhöhung, was der Beschwerdeführer auch selber sage. Beim letzten
Psychotherapeuten hab
e er sich
erhofft,
dass er nun durch diesen end
lich in dem von ihm angestrebten Arbeitsplatz bei der Kantonspolizei
Fuss fas
sen könne. Nach der erneuten Enttäuschung
sei es z
ur absoluten Entwertung und zum Abbruch therapeutischer Bemühungen
gekommen (Urk.
7/70/25). Der Beschwerdeführer habe immer wieder versucht, Fuss zu fassen
,
so
ab dem Jahr 200
1.
Diese Eingliederungs
bemühungen
hätten sich jedoch auf Security-Arbeiten zentriert. Er habe sich be
im Sicherheitsdienst
und in einer
Aufsehertätigkeit
im Museum etc. versucht. Innerhalb dieser Strukturen, die definitionsgemäss in der Sicherheitsbranche extrem militärisch hierarchisch ausgerichtet seien, komme es dann immer wieder zu schwersten Enttäuschun
gen. Zusätzlich seien diese für den Beschwerdeführer erheblich gefährdend, da er hier seine Wahnsymptomatik
verstärkt erlebe
. Der Beschwerdeführer habe alles getan und sogar versucht, bis zu
einem Pensum von
70
%
zu arbeiten. Es komme zu einem typischen Ablauf mit zunächst guter Eingliederung und dann hoher Enttäuschung und Kündigung (
Urk.
7/70/26).
Zur Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit führte der Gutachter aus,
a
uf
grund der psychiatrischen Symptomatik
und
der Analyse des standardisierten Instrumentes ICF APP, das bezüglich Arbeitsfähigkeit
sehr gut abbilde
, finde sich eine schwere bis vollständige Beeinträchtigung. Bei der Arbeit eines Securi
ty sei von einer 90-100%igen Arbeitsunfähigkeit im angestammten Arbeitsfeld auszugehen. Zusätzlich sollte bedacht werden, dass innerhalb der Security-Aufgabe möglicherweise Waffen am Mann seien. Es sei darauf hinzuweisen, dass aufgrund der ausgesprochenen paranoiden Wahnsymptomatik Waffen für den Beschwerdeführer und für sein Umfeld eine erhebliche Gefährdung darstell
ten. Es sei in keiner Weise auszuschliessen, dass bei Aktivierung der paranoiden Ideen Waffen fehlerhaft benutzt würden. Damit sei sowohl für ih
n selber als auch für das Umfeld eine Rückkehr in eine Security
-
Aufgabe mit Waffen
als erhebliche Gefährdung anzusehen (
Urk.
7/70/28). Eine angepasste Tätigkeit bedürfe einer geringgradigen Interaktion mit anderen Menschen. Aufgrund der ausgeprägten paranoiden Ideen und der fehlenden Interaktionsfähigkeit könne es bei direkten Kontakten immer wieder zu schweren Aggressionsdurchbrüchen kommen. Damit sei eine Tätigkeit alleine, zum Beispiel zuhause oder nur mit einem direkten Ansprechpartner als Vorgesetzten
,
möglich. Aufgrund der schweren paranoiden Persönlichkeitsstörung könnten
–
wie auch bereits in allen Vorarbeiten zu finden
–
diese schnell aktiviert werden. Damit komme es zu erheblichen Kränkungen, Rückzug oder sogar zu Aggressionsdurchbrüchen. Es sei keine Arbeit im Team möglich oder
mit
Interaktion mit Kunden. Die adäqua
ten kognitiven Fähigkeiten des Beschwerdeführers sollten als Ressourcen genutzt werden. Die Arbeitszeit sollte m
aximal drei bis vier Stunden pro Tag betragen. Schichtbetrieb sei möglich. Nicht
möglich seien Arbeiten im Rahmen von Waffen oder das Tragen von Waffen. Möglich wäre zum Beispiel eine nicht kundenorientierte computerbasierte Heimarbeit (
Urk.
7/70/30). Es sei fraglich, ob eine derart strukturierte Tätigkeit zu finden sei, da die schweren paranoiden Ideen fast jede Interaktion mit Menschen teils sogar gefährlich machen könnten. Der Beschwerdeführer habe bis zu 50
%
an sich problemlos arbeiten können. Zentrales Problem sei die paranoide Verarbeitung und die Interaktionsfähigkeit (
Urk.
7/70/29). Es sei daher ab November 2001 und auch ab November 2011 von einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit auszuge
hen (
Urk.
7/70/30).
3.2.2
In erwerblicher Hinsicht hat der Beschwerdeführer – ausser der wiederholt geschilderten teilzeitlichen Tätigkeit im Sicherheitsdienst (vgl. auch Urk. 7/35–41) keine Veränderung angegeben. Im Gesuch um Erhöhung der Invalidenrente berichtete er, nicht in der Lage zu sein, sich an einem Arbeitsplatz zu bewähren, sondern schon nach
Wochen die Kündigung erhalten zu haben (Urk. 7/58). Dem IK-Auszug vom 23. Juni 2015 (Urk. 7/61) ist zu entnehmen, dass der Beschwer
deführer nach 2001 weiterhin Erwerbseinkommen bei der C._ generierte. Zusammen mit den weiteren, teils geringfügigen Einkünften sind in den Jahren 2001 bis und mit 2014 folgende Erwerbseinkommen (sum
miert ohne Nichterwerbstätigenbeitrag) eingetragen: 2001: 66'667.--; 2002: Fr. 73'031.--; 2003: Fr. 55'617.--; 2004; Fr. 55'590.--; 2005: Fr. 62'124.--; 2006: Fr. 17'086.--; 2007: Fr. 46'820.--; 2008: Fr. 41'578.--; 2009: Fr. 55'032.--; 2010: Fr. 60'588.--; 2011: Fr. 52'062.--; 2012: Fr. 50'614.--; 2013: Fr. 18'240.--; 2014: Fr. 14'400.--.
4.
4.1
Nach Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft die IV-Stelle die Begehren, nimmt die notwen
digen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein (Satz 1). Das Gesetz weist dem Durchführungsorgan die Aufgabe zu, den rechtserheblichen Sachverhalt so abzuklären, dass gestützt darauf die Verfü
gung über die in Frage stehende Leistung ergehen kann (Art. 49 ATSG). Die
IV-Stelle hat folglich den anspruchsrelevanten (medizinischen und erwerblichen) Sachverhalt mit der erforderlichen Sorgfalt zu untersuchen (vgl. Urteil des Bun
desgerichtes 9C_366/2016 vom 11. August 2016 E. 5.3).
4.2
Wie die Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort zu Recht bemerkte, bleiben vorliegend gestützt auf die Aktenlage die erwerblichen Verhältnisse des Beschwerdeführers unklar und damit sind auch die medizinischen Beurteilungen des Gesundheitszustands sowie deren Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit unvollständig.
Während der psychiatrische Gutachter Dr. Z._ zwar überzeugend darge
legt hat, dass die bisherige Tätigkeit als
Sicherheitsbeauftragter aufgrund des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers nicht mehr zumutbar ist, sind dem Gutachten keine Hinweise dahingehend zu entnehmen, wie sich dies mit der während Jahren ausgeübten Tätigkeit offenbar im Unternehmen des Vaters des Beschwerdeführers, verhält. Dass der Beschwerdeführer seit mindestens 1996 bis 2014 ununterbrochen für die C._ AG tätig war, ergibt sich aus den IK-Auszügen (Urk. 7/31, Urk. 7/61) sowie aus den Feststel
lungsblättern bzw. dem Einkommensvergleich der Beschwerdegegnerin (Urk. 7/75-76, Urk. 7/87). Anhand der Akten wird ersichtlich, dass der Beschwerdeführer – obwohl gemäss Gutachten im November 2011 eine Ver
schlechterung des Gesundheitszustands eingetreten sein soll – seit 1996 bis 2014 durchgehend für die Treuhandunternehmung tätig war. In den Jahren 1999 bis 2005 vermochte der Beschwerdeführer im Durchschnitt Fr. 52'758.— zu erwirtschaften. Ab 2006 bis 2014 betrug die Entlöhnung durchschnittlich noch Fr. 18'169.--. Der Berufs- und Arbeitsanamnese sind keine Angaben zur Tätig
keit des Beschwerdeführers im Unternehmen seines Vaters oder anderen, im IK eingetragener Lohneinkünfte von nicht im Sicherheitsdienst tätigen Unterneh
men zu entnehmen (Urk. 7/70/19), was den Schluss nahelegt, dass der Beschwerdeführer diese Tätigkeiten gegenüber dem psychiatrischen Konsiliarius nicht erwähnt hat. Damit konnte sich der Gutachter kein vollständiges Bild machen. Über die Tätigkeit ist weder bekannt, was die Arbeit genau umfasst hat, noch das Anforderungsprofil oder das Pensum bzw. die Entlöhnung oder aber, ob der Beschwerdeführer diese Tätigkeit noch immer ausführt. Dies ist sowohl für die Beurteilung des medizinischen Sachverhalts als auch für den all
fällig zu tätigenden Einkommensvergleich relevant. Überdies vermochte der Beschwerdeführer auch die Nebentätigkeiten bei der E._ AG (in Liquidation) über den Zeitpunkt der vorgebrachten Verschlechterung des Gesundheitszustands hinaus auszuführen.
4.3
Zusammengefasst erweisen sich die Abklärungen der Beschwerdegegnerin als unvollständig
und
entsprechend ist auch das psychiatrische Gutachten mangels Berücksichtigung der effektiv ausgeübten Tätigkeiten als unvollständig zu erachten.
Auch die Berichte der behandelnden
Ärzte vermögen diese Lücke nicht zu schliessen.
Eine Aufhebung der angefochtenen Verfügung sowie Rück
weisung an die Beschwerdegegnerin zur Vornahme von ergänzenden Abklärun
gen
ist
– entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers - angesichts der unvollständigen Abklärung des
entscheidrelevanten
Sachverhaltes durchaus statthaft
.
Angesichts dessen, dass nach den (umfangreichen) erwerblichen Abklärungen zumindest eine Ergänzung der medizinischen Beurteilung unumgänglich sein wird und ausserdem mehrere Ermessensentscheide anstehen, ist eine Abklärung durch das Gericht mit der Folge, einen Instanzenzug zu verlieren, nicht ange
bracht, sondern eine Rückweisung an die Beschwerdegegnerin zwingend. Damit ist die Durchführung einer öffentlichen Verhandlung, welche offensichtlich auf einer unvollständigen Aktenlage beruhen würde, (noch) nicht opportun. Eine persönliche Befragung durch das Gericht würde ausserdem keine zusätzliche Aufklärung bringen, zumal angesichts des vom Psychiater ausführlich dargeleg
ten Krankheitsbildes. Der bedingt gestellte Antrag auf Durchführung einer öffentlichen Verhandlung ist daher abzuweisen.
Im Übrigen ist der Beschwerdeführer darüber aufzuklären, dass Anfechtungsge
genstand die Abweisung seines Gesuchs um Rentenerhöhung ist. Damit ist keine Aufhebung der rechtskräftigen Verfügung vom 24. Mai 2002 verbunden. Eine Erhöhung der laufenden Invalidenrente ist – sofern die materiellrechtlichen Voraussetzungen gegeben sind – frühestens ab Gesuchstellung möglich (Art. 88
bis
Abs. 1
lit
. a der Verordnung über die Invalidenversicherung, IVV).
4.4
Die Sache ist daher in Aufhebung der angefochtenen Verfügung an die
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie die bestehenden Unklarheiten und Lücken in Bezug auf den erwerblichen Sachverhalt sowie den psychiatri
schen Gesundheitszustand in geeigneter Form abkläre und danach erneut über das Leistungsbegehren des Beschwerdeführers entscheidet.
In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen.
5.
5.1
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr.
7
00.-- anzusetzen. Ausgangsgemäss sind sie der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
5.2
Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal
tung zur weiteren Abklärung und neuen
Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb der vertretene Beschwerdeführer Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat. Nach § 34 Abs. 3 des Gesetzes über das Sozial
versicherungsgericht (
GSVGer
) bemisst sich die Höhe der gerichtlich festzuset
zenden Entschädigung nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens, jedoch ohne Rücksicht auf den Streitwert. Gemäss § 8 in Verbindung mit § 7 Abs. 1 der Verordnung über die Gebühren, Kosten und Entschädigungen vor dem Sozialversicherungsgericht (
GebV
SVGer
) wird namentlich für unnötigen Aufwand kein Ersatz gewährt.
5.3
Der von Rechtsanwalt Roger Peter mit Honorarnote vom 27. Februar 2017 (Urk. 11) geltend gemachte Aufwand von total 19,15 Stunden beziehungsweise die geltend gemachte
Entschädigung von total Fr. 5‘965.65 (Fr. 5‘362.-- + Fr. 160’85
zzgl.
MWSt
) ist der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses nicht angemessen. Namentlich erscheint ein Aufwand von 11,2 Stunden für die Beschwerdeschrift als deutlich überhöht
Angesichts der zu studierenden gut 94 Aktenstücke der Beschwerdegegnerin, der insgesamt knapp zwanzigseitigen Eingaben (
B
eschwerdeschrift
sowie
Stel
lungnahme zum Rückweisungsantrag der Beschwerdegegnerin) und den in ähn
lichen Fällen zugesprochenen Beträgen ist die Prozessentschädigung bei Anwendung des gerichtsüblichen Stundenansatzes von
Fr.
220.— (zuzüglich Mehrwertsteuer) auf
Fr.
3‘200.— (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen.