Decision ID: 02182a9c-7863-4127-990f-0b10a5baee7f
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1967,
Mutter von zwei volljährigen Kindern (Urk. 7/3
Ziff. 3.1),
meldete sich am
25. Juli 2011
unter Hinweis auf seit 2009 be
stehende Beeinträchtigungen
bei der Invalidenversicherung zum
Leistungs
bezug
an (Urk. 7/3).
Mit Vorbescheid vom 27. August 2012 stellte die IV-Stelle in Aussicht, das Leistungsbegehren abzuweisen (Urk. 7/14).
Nachdem die Versicherte am 22. September 2012 Einwand erhoben hat
te (Urk. 7/15)
, klärte die IV-Stelle die medizinische
und erwerbliche
Situation weiter
ab. Sie
holte insbesondere bei der Medizinischen Abklärungsstelle
Y._
,
Z._
GmbH (
Medas
Y._
)
,
ein polydisziplinäres Gutachten ein, das am 29. Oktober 2014 erstattet wurde (Urk. 7/44,
vgl. auch die Ergänzung vom 11. Februar 2015,
Urk. 7/51) und
führte eine Abklärung der beeinträchtigten Arbeits
fähigkeit in Beruf und
Haushalt durch (
Haushaltabklärungsbericht vom 6.
August 2015,
Urk. 7/65).
Nach durch
geführtem Vorbescheidverfahren
(Urk. 7/69, Urk. 7/74-78) ver
nein
te die IV-Stelle mit Verfügung vom 17. Dezember 2015 (Urk. 7/79 = Urk. 2) einen Rentenanspruch.
2.
Die Versicherte erhob am 29. Januar 2016 Beschwerde gegen die Verfügung vom 17. Dezember 2015 (Urk. 2) und beantragte, es sei ihr ab Februar 2012 eine Rente von mindestens 40 % auszurichten (Urk. 1 S. 2). Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 23. Februar 2016 (Urk. 6) die Ab
weisung der Beschwerde
, was der Beschwerdeführerin am 26. Februar 2016 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 8)
.
Mit Gerichtsverfügung vom 3. März 2016 wurde antragsgemäss (vgl. Urk. 1 S. 2) die unentgeltliche
Prozess
füh
rung
und Rechtsvertretung bewilligt (Urk. 9). Mit Eingabe vom 29. November 2016 (Urk. 11) reichte die Beschwerdeführerin einen Arztbericht (Urk.
12) ein, was der Beschwerdeführerin am 1. Dezember 2016 mitgeteilt wurde (Urk. 13).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in
Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind aus
schliess
lich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.
3
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Unter
suchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begrün
det sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2)
ge
stützt auf das Gutachten der
Medas
Y._
davon aus, dass die Beschwerde
führerin seit Dezember 2009 an Kreuzschmerzen leide und aus medizinischer Sicht zeitweilig eine Arbeitsunfähigkeit vorgelegen habe, sie im Verlauf
je
doch
wieder arbeitsfähig geworden
sei
. Am 3. März 2014 (Beginn einjährige Wartezeit) sei sie an der Wirbelsäule operiert worden. In diesem Zusammen
hang habe anfänglich eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit vorgelegen. Nach spätestens
drei
Monaten sei aus orthopädischer Sicht von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen. Gegenwärtig werde die Arbeitsunfähig
keit durch eine muskuläre Dekonditionierung mitbedingt. Nach einer
Rekondi
tio
nierung
und
einem
Belastungsaufbau sei nach weiteren sechs Monaten von
einer 80%igen Arbeitsfähigkeit als Kosmetikerin und einer 100%igen Arbeits
fähigkeit für
eine
näher ausgeführte, angepasste Tätigkeit
auszugehen. Die
Kriterien für eine posttraumatische Belastungsstörung seien nicht erfüllt. Nach
der Geschäftsaufgabe als Kosmetikerin im Jahr 2007
habe die Be
schwer
de
führerin keine Erwerbstätigkeit mehr aufgenommen und ihren Lebensun
ter
halt bis April 2014 von den Unterhaltszahlungen ihres geschiedenen Ehe
mannes bestritten. Sie werde daher bei Ablauf der Wartezeit als Hausfrau qualifiziert. Gemäss den Abklärungen vor Ort sei sie in ihrem Aufgaben
bereich Haushaltsführung zu 22.25 %
eingeschränkt
. Diese Einschränkung entspreche dem Invaliditätsgrad. Seit dem
1.
Mai 2015 beziehe sie Sozialhilfe und
ginge
im Gesundheitsfall zu 100 % einer Erwerbstätigkeit nach. Ein Einkommensvergleich ergebe keine Erwerbseinbusse (S. 2).
2.2
Die Beschwerdeführerin machte demgegenüber geltend, sie sei für den gan
zen fraglichen Zeitraum als Erwerbstätige zu qualifizieren. Sie habe immer erklärt, ohne die ab 2009 aufgetretenen erheblichen Schmerzen im Rücken
hätte
sie den Beruf
als Kosmetikerin weitergeführt (Urk. 7/65/3). Die finan
ziellen Schwierigkeiten rührten daher, dass sie wegen den gesundheitlichen Problemen nicht mehr im selben Ausmasse tätig sein
konnte
. Gemäss IK-Auszug sei sie auch während der Ehe und der Kinderphase immer berufstätig gewesen (S. 3 f. Ziff.
1). Auf das Gutachten der
Medas
Y._
könne aus näher genannten Gründen (S. 4 ff. Ziff. 2.1 ff.)
nicht abgestellt werden. Rein er
gänzend sei festzuhalten, dass die Berechnung des Validen- und
Invaliden
einkommens
falsch sei. Es sei nicht nachvollziehbar, weshalb die
Beschwer
degegnerin
den vollen Lohn einer Kosmetikerin annehme. Zudem sei ein leidensbedingter Abzug von mindestens 15 % zu gewähren (S. 7 Ziff. 3).
2.3
Strittig und zu prüfen ist ein Rentenanspruch der Beschwerdeführerin.
3.
3.1
Dr.
med.
A._
, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, führte mit Bericht vom 12. August 2011 (Urk. 7/7/5-6) aus,
sie behandle die Beschwer
deführerin seit 2002 (Ziff. 1.2) und nannte
als
Diagnose eine
chronisch
e
links
seitige Lumboischialgie mit rezidivierend radikulären Symptomen bei kernspintomographischem Nachweis einer mittel- bis hochgradigen
Spinal
kanalstenose
L4/5 bei zentraler breitbasiger Bandscheibenprotrusion, sowie Segmentdegeneration L4/5
(Ziff. 1.1). Im Rahmen der akuten Exazerbation der Symptomatik im März 2010 und im Januar 2011 habe sie der Be
schwerdeführerin mehrfach
erfolglos eine Arbeitspause empfohlen
. Ein Zeug
nis
habe sie
ihr
bisher nie ausgestellt, da
sie
aufgrund der selbständigen Tätigkeit als Kosmetikerin angeblich keines benötig
te, sondern weiter arbei
ten müsse
(Ziff. 1.4).
3.
2
Die Ärzte der
B._
Klinik, Wirbelsäulenzentrum, nannten mit
Bericht vom 18. August 2011
(
Urk. 7/9/5-6
) als Diagnosen eine mittel- bis hoch
gra
dige Spinalkanalstenose L4/5 mit linksbetonter neuroforaminaler Einengung und daraus resultierender Reizsymptomatik und eine begleitende fraglich spondylogene Lumbalgie bei Facettengelenksarthrose L5/S
1.
Durch die erst
malige Sakralblockade (am 19. April 2011; vgl. Urk. 7/7/7-8) habe ein guter Therapieeffekt erzielt werden können. Diese
r
habe sich jedoch leider nicht anhaltend gezeigt und habe durch eine zweite Sakralblockade (am 14. Juni 2011; vgl. Urk. 7/7/15-16) nicht reproduziert werden können. Der Beschwer
de
führerin sei eine elektrophysiologische Abklärung empfohlen worden (S. 1).
3.
3
Die Ärzte der
B._
Klinik, Wirbelsäulenchirurgie, führten mit Bericht vom 14. März 2012 (
Urk. 7/11/6-7
)
aus, sie behandelten die Beschwerde
füh
rerin seit 2011
(Ziff. 1.2)
und nannten
keine Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. A
ls Diagnose
ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten sie
ein
lumbospondylogenes Schmerzsyndrom L4/5 mit pseudoradi
kulärer Ausstrahlung links bei Spondylarthrose L4/5 und hoch- bis mittel
gradiger Spinalkanalstenose L4/5 bei zentraler breitbasiger Bandscheibenpro
trusion sowie Segmentdegeneration L4/5 (Ziff. 1.1).
Eine Arbeitsunfähigkeit sei von der
B._
Klinik nicht attestiert worden (Ziff. 1.6).
Aufgrund der Beschwerden sei die Beschwerdeführerin in der täglichen Hausarbeit nicht 100 % belastbar, so dass sie auf Analgesie angewiesen sei. Als Hausfrau stelle sich die Frage nicht, ob die Tätigkeit aus medizinischer Sicht noch zumutbar sei (Ziff. 1.7).
3
.4
Dr.
med.
C._
, Facharzt für
Neurochirurgie
, nannte mit
Bericht vom 19. Juni 2012
(Urk. 7/21/2)
als
Diagnose eine Lum
bo
ischialgie links und eine Recessusstenose L4/5 beidseits. Die Beschwerdeführerin berichte über eine deutliche Besserung der Symptomatik nach
Nervenwurzelblock L5 links
am 18. April 2012
(
vgl. Urk. 7/21/3). Seit einigen Tagen sei die altbekannte Symptomatik zurückgekehrt.
3.5
Dr.
C._
führte mit Bericht vom 9. Oktober 2012 (
Urk. 7/21/5
) aus, die Beschwerdeführerin berichte über eine Besserung der Symptomatik über zirka eine Woche nach dem letzten Nervenwurzelblock L5 linksseitig am 15. August 2012 (vgl. Urk. 7/21/6).
3.
6
Dr.
C._
führte mit Bericht vom 27. November 2012 (
Urk. 7/21/10
) aus, die
Beschwerdeführerin berichte über eine Besserung der Symptomatik von 70-80 % über zwei Wochen nach
der
Fa
c
etteninfiltration L4/5
am 16. Okto
ber 2012,
(
vgl. Urk. 7/21/9)
beidseits. Im weiteren Verlauf sei die Sympto
matik dann wieder zurückgekehrt.
3.
7
Dr.
med.
D._
, Facharzt für
Psychiatrie und Psychotherapie
, führte mit Bericht vom 9. Oktober 2013 (
Urk. 7/28
) aus, er behandle die Beschwerdeführerin seit Juli 2013 zwei Mal pro Woche und nannte als Diagnose eine schwere posttraumatische Belastungsstörung (PTBS, ICD-10 F43.1
; S. 1
). Aufgrund mehrere
r
, näher ausgeführte
r
psychische
r
Belastungen
bestünden
ein häufiger emotionaler Rückzug, soziales
Vermeidungsverhalten, Gefühle der Hilflosigkeit und Ohnmacht, sehr häufig Albträume und geleg
entlich Flash-backs bei Geräuschen, die sie unter anderem an die Kriegs
ereignisse erinner
ten
. Zudem leide sie unter manifesten Schlafstörungen und anderen vegetativen Störungen
.
Zurzeit bestehe eine 100%ige Arbeitsun
fähigkeit. Die Prognose sei unsicher (S. 2).
3.
8
Im Auftrag der Beschwerdegegnerin wurde die Beschwerdeführerin in der
Medizinischen Abklärungsstelle (
Medas
)
Y._
internistisch,
orthopädisch, psy
chiatr
isch und physikalisch
begutachtet. In ihrem Gutachten vom
29. Oktober 2014 (Urk. 7/44)
nannten die verantwortlichen Ärz
te folgende Diagnose
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S.
19 lit.
E):
-
chronisches
lumbovertebrales
und
lumbospondylogenes
Schmerzsyn
drom
-
bei Status nach Spondylodese L4/5 sowie Reposition und
Privelop
-Cage März 2014
bei zuvor bestehendem sensomotorischem Reizsyndrom L4/5 beider
seits bei Anterolisthese
mit Status nach chronischer Lumboischialgie mit rezidivierenden Symptomen
bei prä-OP radiologisch bestätigter mittel- bis hochgradiger
Spinal
kanalstenose
L4/5 und zentraler, breitbasiger Protrusion sowie Segmentdegeneration L5/S1 und Facettengelenksarthrose L5/S1
-
bei Status nach zahlreichen speziellen Injektionsbehandlungen und intensiver Physiotherapie
Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten die Ärzte sodann folgende (S. 19 lit.
E):
-
Probleme mit Bezug auf Schwierigkeiten der Lebensbewältigung (
Ausgebranntsein
, körperliche und psychische Belast
ungen, Zustand nach Erschöpfung;
ICD-10 Z73.0
)
-
Probleme mit Bezug auf sozioökono
m
is
che und psychosoziale Um
stände
(
ICD-10 Z64
)
-
diffuse Gelenkschmerzen
-
a
ngedeutete Chondropathi
e der Kniescheibe beiderseits
-
Geringer Knick-
/Spreizfuss mit beginnendem Hallux valgus beider
sei
ts
-
m
uskuläre Dysb
al
ance
Zusammenfassend gingen die Gutachter davon aus, dass der Beschwerde
führerin
in angestammter Tätigkeit als Kosmetikerin
eine
Arbeitsfähigkeit
von
zurzeit mindestens 50
% zumutbar
sei
. Nach
R
ekonditionierung
sei
eine Steigerung
der Arbeitsfähigkeit anzunehmen. E
rgonomische
Haltung voraus
ge
setzt
,
würde
dann wahrscheinlich eine A
rbeitsfähigkeit von
80
% als Kos
metikerin denkbar
sein
(Leistungsminderung durch vermehrte Pa
usen zur Entlastung des Rückens; S. 19 lit. E)
.
In
einer ideal angepassten Verweistätigkeit nach
R
e
konditionierung
könne
eine
Arbeitsfähigkeit von
100
% angenommen werden, initial beginnend mit halbem Pensum ohne Leistungsabzug, Steigerung nach
drei
Monaten auf
sechs
Stunden ohne Leistungsabzug und volles Tagespensum nach
sechs Monaten ohne Leistungsabzug (S. 19 lit. E).
Aus allgemeiner
internistischer Sicht
hätten sich keinerlei fachspezifi
sche patho
logische Befunde
ergeben. I
nternistische Diagnosen mit Auswirkung auf
die
Arbeitsfähigkeit
bestünden
keine
(S. 16 unten)
.
Aus psychiatrischer Sicht
gebe
es zurzeit keinerlei Diagnosen mit Auswir
kung auf die Arbeitsfähigkeit als
Kosm
etikerin. Es besteh
e
bei der Versi
cherten gegenwärtig weder eine relevante depressive Störung, eine Psychose, ein kognitives Defizit oder eine relevante primäre Persönlichkeitsstörung. Auch
eine Persönlichkeits
änderung als Folge der tragischen familiären Ereignisse
könne
bei der Versicherten nicht beobachtet werden
. Insbesondere kann jedoch das Be
stehen einer P
osttraumatischen Belastungsstörung (PTBS)
verneint werden, wenn auch vorübergehend in der Vergangenheit wohl einzelne Symptome einer PTBS bestanden
hätten
. Die gegenwärtige Sympto
matik erfüll
e
die ICD oder DSM Kriterien für die Diagnose einer PTBS nicht
.
Die Versicherte verfüg
e
über sehr gute Ressourcen, und es
sei
i
hr dadurch gelungen, die schwer
wiegenden familiären Ereignisse und Niederlagen ihres Lebens zu verarbeiten und ohne relevante psychische Folgen zu überstehen. Die berufliche Niederlage
habe nicht auf dem
Unvermögen der Versicherten
beruht
, diese
sei
vielmehr durch einen
Mangel an Kunden entstanden und den daraus resultierenden zunehmenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Gegenwärtig
stünden
bei der Versicherten psychosoziale Probleme wie finan
zielle Abhängigkeit von der Sozialverwaltung, auch verschiedene Unan
nehm
lichkeiten, welche nach der Trennung von ihrem Ehemann entstanden
seien
, auch eine Trauer darüber, im Vordergrund. Trotz vorliegender
Befind
lichkeitsstörungen
sei
die Versicherte aus psychiatrischer Sicht in der Lage, der zuletzt ausgeübten beruflichen Tätigkeit
als
Kosmetike
r
in oder einer Ver
weistätigkeit nachzugehen. Die bestehenden subjektiven psychischen Stö
rung
en
seien
nach Überzeugung des Gutachters versicherungsmedizinisch nicht relevant
und würden die Versicherte zu einer beruflichen Tät
igkeit befähigen. D
iese werde dadurch jedenfalls nicht verunmöglicht (S. 16 f.).
Aus orthopädischer Sicht wurde ausgeführt, d
ie aktuelle orthopädische Untersuchung
habe
einen Zustand nach erst kürzlich erfolgter Versteifung der Lendenwirbelsäule mit nachfolgender Funktionseinschränkung und ver
minderter Belastbarkeit sowie muskulärer Dysbalance
ergeben
. Die Versi
cherte
habe
sich offen, freundlich, zugewandt (lediglich themenbezogen in Bezug auf frühere Erlebnisse bedrückt, rasch aber wieder auslenkbar)
gezeigt
. Nachvollziehbar
seien
die Beschwerden und Reizung der Wirbelsäule, da eine Versteifung zu Lasten der Wirbelgelenke ober- und unterhalb der Spondy
lodese führ
e
und die Belastung beeinträchtigen
könne
. Die Drehbewegung in der Lendenwirbelsäule
solle unbedingt vermieden werden.
Es
sei
auch zu erwarten, dass Tätigkeiten ausserhalb des Körperlotes, in gebückter Haltung und über Kopf zu erheblichen muskulären Problemen führen können. Die Länge der Erkrankung, aber auch die erst kurz zurückliegende
Operation, könn
t
en zu einer Musk
elschwäche beigetragen haben, von der sich
die Beschwerdeführerin
anscheinend noch nicht genügend erholt ha
be
.
Allerdings zeig
e
die Untersuchung aber auch, dass entgegen
de
n
Angaben
der Beschwerdeführerin
heute im Vergleich keine wesentliche
Kraftmin
de
rung
habe
nachgewiesen werden
k
ö
nne
n
. Auch zeig
e
sich eine genügend
e
Kraftentfaltung beim Heben und Senken des Fusses.
Zudem
hätten
keine sensiblen Störungen
bestanden
. Es
sei
auch keine wesentliche
Muskelmin
derung
des linken Beines im Vergleich
zum rechten
messbar
gewesen
. Die Funktionskette der Beine
habe
im Vergleich nur geringe muskuläre Dysba
lancen auf
gewiesen
. Die Wade
sei
momentan weich und nicht
druck
schmerzhaft
. Dies
könne
auch die Hinweise der Versicherten unterstützen, dass vor allem die psychischen Probleme sie blockier
t
en und damit die Erholung und Regener
i
erung der somatischen Einschränkungen behindert
werde
(s
iehe
p
sychiatrisches Gutachten). Es werde
eine Arbeitsfähigkeit in angestammter Tätigkeit zu 80
% Leistung, Präsenz 8.
5
Stunden pro Tag,
zumutbar erachtet. In der Verweistätigkeit
werde
eine 100%ige Leistung ganztags zumutbar konstatiert
(S. 17)
.
Aus physikalischer Sicht und Sicht der EFL (Evaluation der arbeitsbezogenen funktionellen Leistungsfähigkeit) bestünden
arbeitsbezogene relevante Prob
leme in einer verminderten Belas
t
ungstoleranz des unteren Rückens; mit ve
r
m
inderter musku
lärer Stabilisierungs
fähigkeit beim Hantieren von Lasten oder bei länger dauernden Tätigkeiten in vorgeneigter Position des Rumpfes
.
Die Leistungsbereitschaft der
Versicherten
werde
als zuverlässig
beurteilt
. Die Konsistenz bei den Tests
sei gut gewesen
. Die Belastbarkeit lieg
e
allgemein im Bereich einer leicht
-
bis mittelschweren Arbeit. Einzig auffällig
sei
eine deutlich zu niedrige Selbsteinschätzung der L
eistungsfähigkeit im PACT-Test.
Die Tätigkeit in der angestammten Arbeit (Kosmetikerin)
sei
zurzeit zumin
dest zu 50 % zumutbar. Nach einem stufenweisen Belastungsaufbau mit mus
kulärer
Rekonditionie
r
ung
besteh
e
eine Zumutbarkeit zu 100%iger Tätig
keit (A
rbeitsfähigkeit
100
%, ganztägig, volle Leistungsfähigkeit) in ange
passter Tätigkeit
(S. 17 f.)
.
Retrospektiv
sei
aus Sicht de
s
Orthopäden und
der
Fach
ä
rzt
e
von Physi
ka
lischer und Rehabilitativer Medizin die Arbeitsunfähigkeit seit 2009 durch die Erkrankung
aus dem
orthopädischen Formenkreis im Lendenbereich teil
weise zu erklären. Auch wenn im EFL keine relevanten Zeichen einer
Se
l
bst
limitierung
erkennbar
gewesen seien
(jedoch im PACT eine doch deutlich zu niedrige Selbsteinschätzung erkennbar
gewesen sei
), so
hätten
sich teilweise aus orthopädischer Sicht Hinweise f
ür gewisse Befundinkonsistenzen erge
ben. A
us psych
i
atrischer Sicht
hätten
die extern attestierten Einschrän
kung
en in psychischer Hinsicht nicht hinreichend nachvollzogen werden
können
.
E
s scheine
, dass
zumindest teilweise gewisse Vermeidungs- und
Schonver
hal
ten
vorlä
gen
und vorgelegen
hätten
, we
l
che retrospektiv eine Bewertung der Arbeitsfähigkeit erschwer
t
en und
die Einschränkungen
nicht mit dem hinreichenden Grad der Wahrscheinlichkeit beurteilbar
machten
. Vielfach
würden
die psychiatrischen Leiden in die somatischen Erwägungen mit e
i
n
bezogen, ohne dass
sie
retrospektiv aber diese Diagnosen, insbesondere eine PTBS
,
bestätigen könn
t
en
.
Spätestens aber ab Zeitpunkt der Stabilisierung durch d
ie Spondylodese-Operation im März
2014
sei
von der gegenwärtig attestierten Arbeitsfähigkeit auszugehen. Insbesondere
sei
die aktuell ange
gebene weitere mangelnde physiotherapeut
ische Behandlung zu bemängeln.
Diesem Schonverhalten solle durch eine regelmässige medizinische
Trai
nings
therapie
zur
m
uskulären
Rekonditionierung
und Belastungsaufbau
ent
gegen gewirkt werden
(S. 18).
3.9
Mit
Stellungnahme vom 11. Februar 2015
(Urk. 7/51) führte
der
psychia
trische
Gutachter
der
Medas
aus,
b
ei der
Beschwerdeführerin hätten
seit 2009 Kreuzschmerzen
bestanden
. Erst im März 2014
sei
eine Spondylodese L4/5 durchgeführt
worden
. Zwar
habe
ab 2009 zeitweilig eine Arbeitsunfähigkeit aus medizinischen Gründen
bestanden
, jedoch
sei
die Versicherte im Verlauf
wieder
arbeitsfähig
geworden
und
habe
ihre selbständige Tätigkeit als Kos
metikerin weiter ausüben
können (S. 1)
.
Der berufliche Misserfolg
sei
nicht aus gesundheitlichen Gründen, vielmehr wegen wirtschaftlichen
Problemen eingetreten.
Die Versicherte
habe
2011 einen Antrag auf Leistungen der
Invalidenversicherung gestellt
, dieser
sei jedoch am 27. August
2012 abgewiesen
worden
. Dies
gelte
auch für einen Antrag auf berufliche Eingliederungsmassnahmen, welcher am
5. September
2011 abgewiesen
worden sei
. In dieser Zeit
habe
aus
ihrer Sicht retrospekti
v keine dauerhafte Ar
beitsunfähigkeit im Sinne der Invalidenversicherung bestanden
.
A
m 16. Juli
2013
sei
die Versicherte aus psychischen Gründen zu 100
% arbeitsunfähig
geworden
. Retrospektiv
würden
sich hierfür jedoch keine ein
deutigen Gründe
ergeben
, da es sich
vornehmlich um psychoreaktive, durch
aus überwindbare Beschwerden
gehandelt habe
.
Aus orthopädischer Sicht
hätten sich erst ab März
2014 im Rahmen des ope
rativen Eingriffs an der Wirbelsäule Hinweise für eine Arbeitsunfähigkeit
er
geben
. Dies anfänglich zu 100
%, später abgestuft nach spätestens 12 Woche
n 50
% bis dato.
Sie seien
in
ihrem
Gutachten davon aus
gegangen
, dass die Arbeitsun
fähig
keit gegenwärtig noch durch eine muskuläre Dekonditionierung mitbedingt und deshalb zu erwarten
sei
, dass nach einer
Rekonditionierung
und
einem
Belastungsaufbau eine Steigerung de
r Belastbarkeit erreichbar sei
. Dies
gelte
für die angestammte Tätigkeit als Kosmetikerin. Danach
sei
sie mindestens zu 80
% in der angestammten beruflichen Tätigkeit leistungsfähig.
In einer ideal angepassten Aufgabe
könne
nach einer
Rekonditionierung
eine A
rbeitsfähigkeit
von 100
% angenommen werden, initial beginnend mit halbem Pensum ohne Leistungsabzug, Steigerung nach
drei
Monaten auf
sechs
Stunden ohne Leistungsabzug und volles Tagespensum nach
sechs
Monaten ohne Leistungsabzug
(S. 2)
.
3.10
Am 28. Juli 2015 fand eine Haushaltsabklärung vor Ort statt, worüber am 6. August 2015 berichtet wurde (Urk. 7/65).
Die
Beschwerdeführerin habe
erklärt, dass sie bis 2009 als
selbständig erwerbende
Kosmetikerin 100
%
gearbeitet habe. Sie habe nur aus gesundheitlichen Gründen die Arbeit auf
gegeben. Die Angaben gemäss Gutachten, dass sie 2007 Konkurs gegangen sei,
seien nicht korrekt
. Sie habe ab 2007 immer weniger gearbeitet, weil die Probleme schon damals vorhanden
gewesen seien
, aber noch nicht so stark. Die Arbeit ganz aufgegeben habe sie aber erst 200
9.
Sie
arbeite
heute nicht mehr als
Selbständig
erwerbende
und
würde
dies auch nicht mehr machen
können
wenn sie ganz gesund wäre, da sie einfach zu wenig verdient habe. Bis im Mai 2014
sei
sie durch den Ehemann noch mit
Fr.
4'000.00 pro Monat unterstützt
worden und habe
so die Selbständigkeit aufrechterhalten
können
(S.
3
Ziff. 2.2)
.
Die Abklärungsperson ermittelte sodann
unter Anwendung der gemischten Methode bis April 2014
eine Einschränkung von
22.25 %, was bei 100 % im Haushaltsbereich sogleich dem Invaliditätsgrad entspricht (S. 8 Ziff. 7). Ab dem 1. Mai 2014 sei die Beschwerdeführerin als 100 % Erwerbstätig
e
zu qualifizieren (S. 8 Ziff. 8).
3.1
1
Dr.
med.
E._
, Facharzt für
Radiologie
, Klinik
F._
, führte mit Bericht vom 13. Oktober 2015 (Urk.
7/74
) aus, es
habe
neu gegenüber einer Voruntersuchung
der Lendenwirbelsäule (LWS)
vom 17. April 2015 eine flächenhafte Protrusion epifusionell auf Höhe L3/4 links mit etwas eng
erem Eingang zum Recessus lateralis links (leichte Irritation der L4 Wurzel links rezessal möglich) nachgewiesen werden können
(S. 2)
.
4.
4.1
Vorab ist darauf hinzuweisen, dass g
emäss der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichts der angefochtene Entscheid die Grenze der gerichtlichen Überprüfungsbefugnis
bildet
(BGE 130 V 445 E. 1.2 mit weiteren Hinweisen).
Eine allfällige Verschlechterung des gesundheitlichen Zustandes der Beschwer
deführerin nach Erlass der Verfügung vom
17. Dezember 2015
und damit auch der nachträglich eingereichte Bericht vom
21. November 2016
(
Urk.
1
2
) ist für die Beurteilung des vorliegenden Falles somit unerheblich. Eine Veränderung des Sachverhaltes nach Erlass des strittigen Entscheides kann grund
sätzlich nur im Rahmen eines neuen Verfahrens überprüft werden. Deshalb hat sich das Gericht auf diejenigen Tatsachen zu stützen, welche im Zeitpunkt des angefochtenen Entscheides vorhanden waren.
4.2
Die Würdigung der medizinischen Akten ergibt, dass das Gutachten der
Medas
(vorstehend E.
3.
8
) die von der
Beschwerdeführer
in
geklagten Be
schwer
den in angemessener Weise berücksichtigt, in Kenntnis und in Aus
ein
ander
setz
ung mit den Vorakten erstattet wurde und der konkreten medi
zinischen Situa
tion
Rechnung trägt. Die Beurteilung leuchtet in der Darle
gung der medizinischen Zusammenhänge ein und die vorgenommenen Schlussfolge
rungen zu Gesundheitszustand und Arbeitsfähigkeit werden ausführlich be
gründet
(vgl. auch E. 3.9)
. Die Beurteilung durch die Gutachter
der
Medas
ist nach dem Gesagten für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend. Das Gutachten erfüllt damit die praxisgemässen Kriterien für beweiskräftige ärztliche Entsche
idungsgrundlagen (vorstehend E.
1.
3
) vollumfänglich, so dass für die Entscheidfindung darauf abgestellt werden kann.
4.3
In somatischer Hinsicht liegt
ein
chronisches lumbovertebrales und lumbo
spondylogenes Schmerzsyndrom
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
vor
.
Nach klinischer Untersuchung führte der or
t
hopädische Gutachter aus, er könne die Beschwerden und Reizung der Wirbelsäule nachvollziehen. Aller
ding
s
konnte er entgegen de
n
Angaben der Beschwerdeführerin keine wesent
liche Kraftminderung nachweisen. Auch
zeigte
sich eine genügende
Kraft
entfaltung
beim Heben und Senken des Fusses. Zudem
konnte
er keine sensi
blen Störungen
feststellen
. Des Weiteren konnte er keine wesentliche Muskelminderung des linken Beines im Vergleich zu
r
echts
messen. Die
Funk
tionskette
der Beine wies im Vergleich nur geringe muskuläre Dysba
lancen auf. Schliesslich war die Wade weich und nicht druckschmerzhaft
(
Urk. 7/44/37,
vgl.
auch
vorstehend E. 3.8)
.
Die physikalische Gutachterin
hielt fest, dass die Beschwerden der Versicherten glaubwürdig
seien
und die primäre Ursache radiologisch durch ein MRI
im
Lendenwirbelsäulen (LWS)-Bereich belegt sei. Eine Nervenwurzelirritation stellte sie
jedoch
nicht fest (Urk. 7/44/14).
Aus internistischer Sicht wurde keine Diagnose genannt
(vor
stehend E. 3.8
)
.
Die gutachterlich vorgenommene Einschätzung der verbliebenen Arbeits
fähig
keit erscheint gestützt auf die erhobenen Befunde als plausibel und nachvollziehbar.
So ist
der Beschwerdeführerin in angestammter Tätigkeit als Kosmetikerin eine Arbeitsfähigkeit von
mindestens 50
%
zumutbar
. Nach
Rekonditionierung
ist
eine Steigerung der Arbeitsfäh
igkeit anzunehmen.
Ergo
nomische
Haltung vorausgesetzt
,
ist
wahrscheinli
ch eine Arbeitsfähigkeit
von 80 % als Kosmetikerin denkbar.
In
einer ideal angepassten
Verweis
tätig
keit
nach
Re
konditionierung
kann
eine
Arbeitsfähigkeit von
100
% ange
nommen werden, initial beginnend mit halbem Pensum ohne
Leistungs
ab
zug
, Steigerung nach
drei
Monaten auf
sechs
Stunden ohne Leistungsabzug und volles Tagespensum nach
sechs Monaten ohne Leistungsabzug
(vorsteh
end E. 3.8)
.
Daran vermag auch
der Bericht von
Dr.
E._
vom 13. Oktober 2015
(vgl. vorstehend E. 3.11) nichts zu ändern,
enthält er doch keine Beurteilung der
Arbeitsfähigkeit. Inwiefern die MR-Untersuchung eine andere Beurteilung der Arbeitsfähigkeit ergeben sollte
,
geht daraus nicht hervor.
4.4
A
us psychiatrischer Sicht
nannte der psychiatrische
Gutachter
einzig Diag
nosen
ohne
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
.
Er
erachtete die Beschwer
deführerin
sowohl
in der angestammten Tätigkeit als Kosmetikerin als auch in einer Verweistätigkeit als 100 % arbeitsfähig
(vorstehend E. 3.8)
.
Diese Beurteilung vermag insbesondere angesichts der weitgehend unauffälligen Befundaufnahme (Urk. 7/44/28 f.) zu überzeugen.
Aus psychiatrischer Sicht liegt somit kein invalidisierender Gesundheitsschaden vor.
Auch der Bericht des behandelnden Psychiaters Dr.
D._
vermag den Beweiswert des Gutachtens nicht zu schmälern. Es
gilt zu berücksichtigen, dass das Gericht nach der Recht
sprechung Gutachten externer Spezialärzte, welche von Versicherungsträgern im Verfahren nach
Art.
44 ATSG eingeholt wurden und den einschlägigen An
f
orderungen entsprechen, vollen
Beweis
wert
zuerkennt, solange - wie vorliegend - keine konkreten Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen. Demgegenüber stehen die behan
delnden Ärztinnen und Ärzte in einem auftragsrechtlichen Verhältnis zur versicherten Person und haben sich zudem in erster Linie auf die Behandlung zu konzentrieren. Ihre Berichte verfolgen daher nicht den Zweck einer den abschliessenden Entscheid über die Versicherungsansprüche erlaubenden objektiven Beurteilung des Gesundheitszustandes und erfüllen deshalb kaum je die materiellen Anforderungen an ein Gutachten gemäss BGE 125 V 351 E.
3a. Aus diesen Gründen und aufgrund der Erfahrungstatsache, dass Haus
ärzte - beziehungsweise regel
mässig be
handelnde Spezialärzte (vgl. Urteil des
Bundesgerichts I 551/06 vom 2.
April 2007 E. 4.2) - mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauens
stellung im Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen, kommt im Streitfall ein direktes Abstellen einzig gestützt auf die Angaben der behan
delnden Ärztinnen und Ärzte nur selten in Frage (vgl. das Urteil des Bundes
gerichts 8C_1055/2010 vom 1
7.
Februar 2011 E. 4.1).
Zudem legten die Gutachter nachvollziehbar dar, weshalb die von Dr.
D._
diagnostizierte posttraumatische Belastungsstörung
zu verneinen ist (vorstehend E. 3.8).
4.5
Nachfolgend ist auf die Einwände der Beschwerdeführerin (vorstehend E. 2.2) einzugehen.
Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, das Gutachten habe als nicht umfassend und abschliessend zu gelten, da der psychiatrische Gutachter die Frage einer
somatoformen
Schmerzstörung nicht gestellt und beantwortet habe (Urk. 1 S. 5 Ziff. 2.2), kann ihr nicht gefolgt werden. So hat der psy
chiatrische
Gutachter eine somatoforme Schmerzstörung ausdrücklich ver
neint. Er sah die ICD-Kriterien
nicht als erfüllt an (Urk. 7/44 S.
31 Mitte).
4.6
Die Beschwerdeführerin bringt
weiter
vor, es müsse davon ausgegangen werden, dass einzig Dr.
G._
ein Fachspezialist sei, da keiner der andere
n
Gutachter über einen Facharzttitel der FMH verfüge. Das Gutachten erfülle deshalb nicht die fachlichen Kriterien an ein polydisziplinäres Gutachten (Urk. 1 S. 4 Ziff. 2.1).
Gemäss bundesgerichtlicher
Rechtsprechung
müssen
die Gutachter nicht zwingend üb
er eine FMH-Ausbildung verfügen. V
erlangt ist eine Fachausbildung, die auch im Ausland erworben sein kann (
BGE 137 V 210 E. 3.3.2 mit Hinweisen
).
Alle Gutachter verfügen über ane
rkannte Weiterbildungen. So verfügt der internistische Gutachter über einen
Fach
arzt
titel
für Allgemeine Innere Medizin, der orthopädische Gutachter
über
einen
solchen
für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungs
appa
rates, die physikalische Gutachterin ist Fachärztin für Physikalische Medizin und für Rehabilitation und schliesslich verfügt der psychiatrische Gutachter
über
einen Facharzttitel für Psychiatrie und Psychotherapie (
vgl.
Medizinal
beruferegister
des Bundesamtes für Gesundheit;
www.medregom.admin.ch
)
.
Die Gutachter erfüllten somit die fachlichen Voraussetzungen, um als Exper
ten tätig zu sein.
4.7
Auch der Einwand der
Beschwerdeführerin
,
es sei fraglich, ob Dr.
H._
im Zeitpunkt der Ausarbeitung des Gutachtens überhaupt über eine
Berufs
ausübungsbewilligung
für den Kanton
Y._
verfügt habe
(Urk. 1 S. 4 Ziff. 2.1)
, vermag
das Gutachten nicht in Zweifel zu ziehen
.
Gemäss dem
Medizinal
beruferegister
des Bundesamtes für Gesundheit
verfügt Dr.
H._
seit 2014 über eine Berufsausübungsbewilligung (www.medregom.admin.ch).
Es bestehen keine Hinweise, wonach Dr.
H._
ohne
Berufs
ausübungs
be
willigung
bei der Begutachtung der Beschwerdeführerin
im Jahr 2014
mitge
wirkt hat.
Zudem ist
zu beachten,
dass s
elbst wenn keine Bewilligung vorhanden gewesen sein sollte, dies nicht zu einem Beweisverwertungsverbot
führt, schreibt doch das Bundesrecht mit Blick auf die Begutachtung keine
solche Bewilligung vor (Urteil des Bundesgerichts 9C_121/2016 vo
m 27.
April
2016
E. 4.3
mit
H
inweisen
)
.
4.8
Die Beschwerdeführerin bemängelt
ferner
den Umstand, dass die Stellung
nahme vom 11. Februar 2015 (vgl. vorstehend E. 3.9) einzig durch den psychiatrischen Gutachter verfasst worden sei (Urk. 1 S. 5 f. Ziff. 2.3). Indes wies dieser darauf hin, dass die Rückfragen im Konsens mit allen beteiligten Gutachtern beantwortet worden seien (vgl. Urk. 7/51 S. 2 Mitte). Zudem ergeben sich
die
Antworten auf die von der Beschwerdegegnerin gestellten Fragen mehrheitlich bereits aus dem Gutachten vom 29. Oktober 2014, so
dass es unerheblich ist, ob er als Psychiater für die Beantwortung der Fragen fachlich geeignet ist. So geht
nämlich aus der interdisziplinären Beurteilung der Gutachter hervor, dass sich die retrospektive Beurteilung der Arbeits
fähig
keit als schwierig erwies. Sie gingen davon aus, dass spätestens ab Zeit
punkt der Operation im März 2014 von der von ihnen attestierten Arbeits
fähigkeit auszugehen sei (vorstehend E. 3.8). Spätestens ab diesem Zeitpunkt war die Beschwerdeführerin demnach in der angestammten Tätigkeit zu 50 % arbeitsunfähig. Angesichts dessen,
dass
im vorliegend zu beurteilenden Zeit
raum ausser des behandelnden Psychiaters, dessen Beurteilung indes von den Gutachtern entkräftet wurde, keine behandelnde
n
Ärzte eine relevante Arbeits
unfähigkeit attestiert haben, überzeugt diese Einschätzung.
4.9
Schliesslich bringt die Beschwerdeführerin vor, auf das Gutachten könne nicht ab
gestellt werden,
da die Haushaltsabklärung
rund zehn Monate nach Erstellung des Gutachtens
eine Einschränkung im Haushalt von 22 % er
geben habe, und
sich damit die gutachterliche Prognose einer 100%igen Arbeits
fähigkeit nach sechs Monaten als falsch erwiesen habe (Urk. 1 S. 6 f. Ziff. 2.4).
Indes steht die Einschränkung im Haushalt von 22 % der Ein
schätzung der Gutachter nicht entgegen, sind die Einschränkungen doch vorwiegend durch schwerere Tätigkeiten/Überkopfarbeiten begründet. Solche werden auch von den Gu
tachtern als ungünstig erachtet
(vorstehend E. 3.8)
.
4.
10
Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass
der
Beschwerdeführerin
die angestammte Tätigkeit als Kosmetikerin
gestützt auf die beweiskräftige gut
achterliche Beurteilung
der
Medas
von Oktober 2014 zunächst zu 50 % zumut
bar war, wobei nach
Rekonditionierung
eine Steigerung der Arbeits
fähigkeit anzunehmen ist. E
ine behinderungsangepasste Tätigkeit in Beach
tung des Belastungsprofils
ist ihr
nach
Rekonditionierung
zu 100 % zumut
bar
.
Was
die Arbeitsfähigkeit
vor
der
Begutachtung betrifft, ist gestützt auf die Akten mit überwiegender Wahrscheinlichkeit frühestens ab März 2014 von einer dauernden Einschränkung in der angestammten Tätigkeit
auszu
gehen.
5.
Die Beschwerdegegnerin ging gestützt auf d
en Haushaltabklärungsbericht von
August
2015 (vorstehend E.
3.10)
bis 30.
April
2014
von einer Quali
fi
kation der Beschwerdeführerin als zu 100 % im Haushalt Tätige
und a
b 1. Mai
2014 als zu 100
%
Erwerbstätige
aus
(vorstehend E. 2.1). Demgegen
über machte die Beschwerdeführerin geltend,
sie sei für den ganzen frag
lichen Zeitraum als Erwerbstätige zu qualifizieren (vorstehend E. 2.2).
Vorliegend ist wie erwähnt mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit frühestens ab März 2014 von einer dauernden Einschränkung in der angestammten Tätigkeit
auszugehen
(vorstehend E. 4.10)
.
Das Wartejahr gemäss Art.
28
Abs.
1 lit. b IVG
lief somit
am 1.
März 2015
ab.
Die Beschwerdeführerin wurde gemäss Haushaltsbericht in nachvollziehbarer Weise ab dem 1. Mai 2014 als 100 % Erwerbstätige qualifiziert.
So erhielt die Beschwerdeführerin ab April 2014 keine Unterhaltsbeiträge mehr und bezog ab 1. Mai 2014 Sozialhilfe (vgl. Urk. 7/44/26).
Aufgrund des
frühest
mög
lichen Rentenbeginns im März 2015
ist die
Statusfrage somit letztlich nicht weiter relevant.
6.
6.1
Zu prüfen bleibt damit die Ermittlung des Invaliditätsgrades im erwerblichen Bereich anhand eines Einkommensvergleichs.
Dabei
ist grundsätzlich auf die Gegebenheiten im Zeitpunkt des hypothetischen Rentenbeginns, folglich auf das Jahr
2015
, abzustellen (BGE 129 V 222).
6.2
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines
Einkommens
ver
gleichs
zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizi
ni
schen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog. Validen
einkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypothetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
6.
3
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des Vali
den
einkommens entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen
Ein
kommensentwicklung
angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahr
schein
lichkeit erstellt sein (BGE 139 V 28 E. 3.3.2; BGE 135 V 58 E. 3.1; BGE 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweis).
Ist
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die ver
sicherte Person die bisherige Tätigkeit unabhängig vom Eintritt der Inva
lidität nicht mehr ausgeübt hätte, kann das Valideneinkommen auf Grund
lage der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) berechnet werden, wobei die für die
Entlöhnung
im Einzelfall gegebenenfalls relevanten persönlichen und beruflichen Fak
toren zu berücksichtigen sind (BGE 139 V 28
E. 3.3.2; BGE 128 V 29 E. 4e; Urteil des Bundesgerichts 9C_887/2015 vom 12. April 2016 E. 4.2).
Für die Ermittlung des Valideneinkommens von selbständig erwerbstätig ge
wesenen Personen, das der Bestimmung des Invaliditätsgrades nach Art. 16 ATSG zugrunde zu legen ist, sollten in erster Linie die aus dem Auszug aus dem Individuellen Konto (IK) ersichtlichen Löhne herangezogen werden. Weist das bis Eintritt der Invalidität erzielte Einkommen starke und ver
hält
nismässig kurzfristig in Erscheinung getretene Schwankungen auf, ist dabei auf den während einer längeren Zeitspanne erzielten Durchschnittsverdienst abzustellen (Urteil des Bundesgerichts 8C_626/2011 vom 29. März 2012 E. 3, E. 4.1 f.).
Bei selbständig Erwerbenden wird namentlich dann nicht auf das zuletzt erzielte Einkommen abgestellt, wenn aufgrund der Umstände mit überwie
gender Wahrscheinlichkeit anzunehmen ist, dass der Versicherte im
Gesund
heitsfall
seine nicht einträgliche selbständige Tätigkeit aufgegeben und eine besser
entlöhnte
andere Tätigkeit angenommen hätte, oder dann, wenn die vor der Gesundheitsbeeinträchtigung ausgeübte selbständige Tätigkeit wegen ihrer kurzen Dauer keine genügende Grundlage für die Bestimmung des Valideneinkommens darstellt, zumal in den ersten Jahren nach Aufnahme der selbständigen Erwerbstätigkeit üblicherweise aus verschiedenen Gründen (hohe Abschreibungsquote auf Neuinvestitionen usw.) die Betriebsgewinne gering sind.
Angesichts dessen, dass
die ausgeübte selbständige Tätigkeit
als Kosmetikerin
wegen ihrer kurzen Dauer keine genügende Grundlage für die Bestimmung des Valideneinkommens darstellt,
hat die Beschwerdegegnerin zu Recht auf die Tabellenlöhne abgestellt
und ist gestützt auf die Tabelle T17, Berufe im
Bereich personenbezogener Dienstleistungen, vom Tabellenlohn
von
Fr. 4‘238.
--
ausgegangen
(Schweizerische Lohnstrukturerhebung 2012, Tabelle T17, S. 44, Ziff. 51, Total Frauen)
.
Unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung (2012: 2630 Punkte, 2015: 2686 Punkte;
www.bfs.admin.ch
, Entwicklung der Nominal
löhne, der Konsumentenpreise und der Reallöhne) sowie der
betriebsüblichen
wöchentlichen Arbeitszeit im Jahr 201
5
von 41.7 Stunden
(
www.bfs.admin.ch
; Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen) resultiert ein
Valideneinkommen von rund Fr.
54‘146.--
(Fr. 4‘238.-- x 12 : 40 x 41.7
x 2686 : 2630)
.
6.4
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3, BGE 135 V 297 E. 5.2; BGE 129 V 472 E. 4.2.1; BGE 126 V 75 E. 3b). Dabei sind grundsätzlich die im Verfügungszeitpunkt aktuellsten veröffentlichten Tabellen der LSE zu verwenden (Urteile des Bundesgerichts 9C_699/2015 vom 6. Juli 2016 E. 5.2, 8C_78/2015 vom 10. Juli 2015 E. 4 und 9C_526/2015 vom 11. September 2015 E. 3.2.2; zur Verwendung der aktuellsten statistischen Daten bei Rentenrevisionen vgl. BGE 142 V 178 E. 2.5.8.1 und BGE 133 V 545 E. 7.1). Der Griff zur Lohnstatistik ist subsidiär, das heisst deren Beizug erfolgt nur, wenn eine Ermittlung des Invalideneinkommens aufgrund und nach Massgabe der konkreten Gegebenheiten des Einzelfalles nicht möglich ist (vgl. BGE 142 V 178 E. 2.5.7; BGE 139 V 592 E. 2.3, BGE 135 V 297 E. 5.2; vgl. auch Meyer/Reichmuth, IVG, 3. Aufl., N 55 und 89 zu Art. 28a, mit weiteren Hinweisen auf die Rechtsprechung).
Das Invalideneinkommen ermittelte die Beschwerdegegnerin
ebenfalls
auf der Grundlage der Tabellenlöhne und stützt
e sich dabei auf die Tabelle TA
1, alle Branchen, Kompetenzniveau 2, ab (Urk. 7/66).
Das Kompetenzniveau 2 ers
cheint vorliegend angesichts des beruflichen Werdegangs der Beschwerde
führerin (vgl. Urk. 7/44/26)
nicht sachgerecht.
Vielmehr ist vom
Zentralwert für einfache Tätigkeiten körpe
rlicher oder handwerklicher
Art
(
Kompetenz
niveau
1)
auszugehen
. Dieser betrug für Frauen im Jahr 2012
Fr. 4‘112.--
(LSE 2012, S. 35, Tabelle TA1, Total).
Unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung (2012: 2630 Punkte, 2015: 2686 Punkte;
www.bfs.admin.ch
, Entwicklung der Nominal
löhne, der Konsumentenpreise und der Reallöhne) sowie der betriebsüblichen
wöchent
lichen Arbeitszeit im Jahr 201
5
von 41.7 Stunden
(
www.bfs.admin.ch
;
Betriebs
übliche
Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen) resultiert für das Jahr 2015 ein
hypothetisches
Invalideneinkommen von rund Fr. 52‘536.--
(Fr. 4‘112.-- x 12 : 40 x 41.7 x 2686 : 2630)
.
Beim Vergleich des Valideneinkommens von rund Fr. 54‘146.-- mit dem Invalideneinkommen von rund Fr. 52‘536.-- resultiert vorliegend ein
Invali
ditätsgrad
von run
d 3
%.
Selbst bei einem maximalen leidensbedingten Abzug von 25 % würde sich ein nicht rentenbegründender Invaliditätsgrad ergeben.
Die angefochtene Verfügung erweist sich damit als rechtens, was zur Abwei
sung der Beschwerde führt.
7.
7.1
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig v
om Streitwert festzu
legen (Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
8
00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie de
r
unterliegenden Beschwerdeführer
in
aufzuerlegen, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.
Die
Beschwerdeführer
in
ist auf
§
16 Ab. 4 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) hinzuweisen.
7.2
Mit Gerichtsverfügung vom 3. März 2016 (Urk. 9) wurde unter anderem auf die Möglichkeit hingewiesen, dem Gericht vor Fällung des Endentscheides eine detaillierte Zusammenstellung über den bisherigen Zeitaufwand und die bisher angefallenen Barauslagen einzureichen, und dass im Unterlassungsfall das Gericht die Entschädigung nach Ermessen festsetzt.
Bis dato wurde keine entsprechende Honorarnote eingereicht, weshalb Rechts
anwalt
Markus Bischoff
beim praxi
sgemässen Stundenansatz von Fr.
220.-- (zuzüglich Mehrwertsteuer) ermessensweise mit
Fr.
2‘000.-- (inkl.
Baraus
lagen
und Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse zu entschädigen ist.