Decision ID: 7ed93871-ec14-45f9-9258-0b933e345a1b
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_OG
Chamber: ZH_OG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: civil_law

betreffend Testamentseröffnung
im Nachlass von B._, geboren am tt. April 1939, von ... BE, gestorben am tt.mm.2015, wohnhaft gewesen ... [Adresse],
Berufung gegen eine Verfügung des Einzelgerichtes des Bezirksgerichtes Horgen vom 25. Januar 2016 (EL150361)
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Rechtsbegehren (act. 3/2 i.V.m. act. 5):
"Es sei auf den Schreibenden ein Willensvollstreckerzeugnis auszustellen"
Verfügung des Einzelgerichtes in Erbschaftssachen des Bezirksgerichtes Horgen vom 25. Januar 2016 (act. 11):
1. Das Gesuch von A._ auf Ausstellung eines Willensvollstreckerzeugnis-
ses auf seinen Namen wird abgewiesen.
2. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 500.00 und A._, ... [Adres-
se], auferlegt.
3./4. Schriftliche Mitteilung/Rechtsmittel
Berufungsanträge:
des Berufungsklägers (act. 12):
"1. Es sei die Verfügung des Bezirksgerichts Horgen vom 25. Januar 2016 (...) aufzuheben;
2. Es sei dem Berufungskläger ein Willensvollstreckerzeugnis im rubrizierten Nachlass auszustellen;
3. Eventualiter: Es sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz ;
4. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (einschliesslich MWST) zu  der Staatskasse."
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Erwägungen:
1. a) Am tt.mm.2015 verstarb der zuletzt in C._ wohnhaft gewesene
B._ (nachfolgend Erblasser) (act. 1/2). Am 17. Dezember 2015 reichte
Rechtsanwalt lic. iur. A._ eine eigenhändige letztwillige Verfügung des
Erblassers vom 12. September 2010 mit Nachtrag vom 27. Mai 2013 beim
Bezirksgericht Horgen offen zur amtlichen Eröffnung ein (act. 3/1-2 und
act. 3/7-8). Im Formular "Testamentsabgabe" sowie im Begleitschreiben er-
klärte Rechtsanwalt lic. iur. A._ das Willensvollstreckermandat anzu-
nehmen und verlangte nebst der Erbbescheinigung für die Alleinerbin die
Ausstellung des Willensvollstreckerzeugnisses (act. 3/1 S. 1 und act. 3/2
S. 2). Mit Schreiben vom 18. Januar 2016 ersuchte das Einzelgericht
Rechtsanwalt Dr. D._, unter Hinweis auf das Testament vom 12. Sep-
tember 2010 von B._ mit der verfügten Einsetzung von Rechtsanwalt
A._ und Dr. D._ als Willensvollstrecker, um Mitteilung betreffend
Annahme des Auftrages (act. 4 S. 1). In der Folge erhielt das Gericht eine
abschlägige Antwort (act. 4 S. 2).
b) Mit Verfügung vom 25. Januar 2016 wies das Einzelgericht des Bezirks-
gerichtes Horgen das Gesuch von A._ auf Ausstellung eines Willens-
vollstreckerzeugnisses auf dessen Namen ab (act. 11). Es begründete dies
mit dem Wortlaut des Testamentes, der die Anordnung einer Kaskade bein-
halte, die in Anwendung der Auslegungsregeln für Verfügungen von Todes
wegen so zu verstehen sei (act. 11 S. 3), dass erstens E._ sowie
A._ als Willensvollstrecker beauftragt würden und zweitens, für den
Fall, dass einer der zwei beauftragten Willensvollstrecker das Amt nicht
übernehmen könne oder wegfalle, an dessen Stelle D._ trete. Daraus
folgert die Vorinstanz, dass immer zwei Personen mit der Vollstreckung des
Willens des Erblassers beauftragt seien (act. 11 S. 3). Da der Wortlaut der
letztwilligen Verfügung des Erblassers vom 12. September 2010 – so die
Vorinstanz – in Bezug auf die Anordnung der Vollstreckung seines Willens
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klar sei und in Anwendung der Eindeutigkeitsregel somit einzig vom Wortlaut
auszugehen sei, verbleibe kein Raum für weitere Interpretationen und der
Einwand von A._, wonach die letztwillige Verfügung des Erblassers
vom 12. September 2010 mit einem Textpassus zu ergänzen sei, scheitere
an der Eindeutigkeitsregel. Ausserdem falle eine Auslegung der letztwilligen
Verfügung des Erblassers nach dem Verständnis des Auslegungsempfän-
gers (A._) ausser Betracht (act. 11 S. 4-5).
Die Vorinstanz kam zum Schluss, es lasse sich nicht mit dem Willen des
Erblassers vereinbaren, dass zufolge des Vorversterbens von F._ am
tt.mm.2015 und Ablehnung des Auftrages durch D._ nur noch eine Per-
son, die in der letztwilligen Verfügung des Erblasser vom 12. September
2010 mit der Vollstreckung des Willens des Erblassers beauftragt wurde,
das Mandat angenommen habe. Der Wortlaut der letztwilligen Verfügung
des Erblassers vom 12. September 2010 bringe klar zum Ausdruck, dass
immer zwei Personen mit der Vollstreckung des Willens des Erblassers be-
auftragt sein müssten, weshalb kein Willensvollstrecker gültig ernannt sei
(act. 11 S. 5).
2. a) Mit Eingabe vom 8. Februar 2016 erhob Rechtswalt lic. iur. X._ na-
mens A._s Berufung gegen die Verfügung des Einzelgerichtes vom
25. Januar 2016 mit oben aufgeführten Anträgen (act. 12). Mit Verfügung
vom 15. Februar 2016 wurde dem Berufungskläger ein Kostenvorschuss
auferlegt (act. 16), der rechtzeitig geleistet wurde (act. 18 i.V.m. act. 16 und
act. 17).
b) In der Rechtsschrift wurde u.a. geltend gemacht, im Ergebnis sei die vom
Testator niedergeschriebene Anordnung aus sich selbst heraus zunächst
nicht klar. Die Unklarheit beruhe auf einem offensichtlichen Versehen des
Testators beim Abschreiben der damaligen Vorlage, welche er – der Beru-
fungskläger – instruktions- und wunschgemäss für den Erblasser vorbereitet
habe (act. 12 S. 5). Demzufolge seien die ausserhalb der Testamentsurkun-
de liegenden Elemente für die Auslegung der in Frage stehenden Willens-
vollstreckereinsetzung heranzuziehen. Durch Beiziehung der ursprünglichen
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Testamentsvorlage und unter Berücksichtigung der vorstehend beschriebe-
nen weiteren Umstände werde das versehentliche Weglassen eines Text-
passus durch den Erblasser offenkundig. Gleichzeitig erhelle die erwähnte
Testamentsvorlage den wirklichen Willen des Erblassers, nämlich,
- in erster Linie würden E._ und A._ gemeinsam als Willensvoll-
strecker eingesetzt;
- für den Fall, dass einer der beiden das Amt nicht übernehmen könne oder
im Laufe der Amtsführung wegfalle, solle der andere das Amt alleine weiter-
führen;
- für den Fall, dass beide ersternannten Willensvollstrecker das Amt nicht
übernehmen könnten oder wegfielen, solle D._ als Ersatzwillensvoll-
strecker das Amt übernehmen.
Zu würdigen sei bei der vorliegenden Auslegungsfrage sodann auch der
Umstand, dass es hier – im Gegensatz zu den meist höchstrichterlich beur-
teilten Fällen – nicht darum gehe, welcher Person eine Erbschaft oder ein
Vermächtnis zugedacht sei, sondern um die Person des (ansonsten nicht
bedachten) Willensvollstreckers. Dass es im vorliegenden Fall der klare Wil-
le des Erblassers gewesen sei, einen Willensvollstrecker einzusetzen, sei
aufgrund des Vorstehenden zweifelsfrei erstellt und habe auch die Vor-
instanz erkannt. Nachdem E._ bzw. F._ am tt.mm.2015 verstorben
sei, entspreche die Übernahme des Willensvollstreckermandates durch den
Berufungskläger alleine dem wirklichen Willen des Erblassers (act. 12 S. 8).
3. a) Die Eröffnung eines Testaments ist, wie auch die (gestützt darauf erfolg-
te) Benachrichtigung des Willensvollstreckers, ein Akt der freiwilligen bzw.
(ev. etwas besser verständlich) der nichtstreitigen Gerichtsbarkeit nach
§ 137 (lit. c) GOG (vgl. ZK ZPO-Feller/Bloch, 2. Auflage, Art. 19 N 5 ff.
m.w.H.). Es handelt sich dabei nicht um eine "richterliche" Tätigkeit sondern
viel mehr um einen Akt administrativer Natur, also eine Art Verwaltungs-
handlung, deren Ausführung im Kanton Zürich den Einzelgerichten zugewie-
sen ist (vgl. auch § 24 lit. c GOG, wo von Angelegenheiten – im Unterscheid
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zu Streitigkeiten – die Rede ist). Dabei gelangt das summarische Verfahren
zur Anwendung (Art. 248 lit. e ZPO i.V.m. den §§ 24 lit. c und 137 lit. c
GOG).
b) Beim Entscheid, ob dem Beschwerdeführer ein Willensvollstreckerzeug-
nis ausgestellt werden soll, hat der Vorderrichter eine vorläufige und unprä-
judizielle Prüfung der letztwilligen Verfügung ohne materiell-rechtliche Wir-
kung vorzunehmen. Dazu hat das Gericht das Testament provisorisch aus-
legen. Die definitive Auslegung des Testamentes bleibt dem ordentlichen
Richter vorbehalten (BSK ZGB II-Karrer/Vogt/Leu, 5. Auflage, Vor Artikel
551-559 N 10 und Art. 557 N 10). Auch bei der provisorischen Auslegung
muss das Eröffnungsgericht jedoch nach billigem Ermessen entscheiden
und - soweit erkennbar - auf den wahren Willen des Erblassers abstellen
(ZR 82 Nr. 66). Dabei ist in erster Linie zu ermitteln, was der Erblasser unter
der im Testament enthaltenen Verfügung nach den konkreten Umständen
subjektiv verstand und was er mit ihr wollte. Die Berücksichtigung aus-
serhalb der Testamentsurkunde liegender Beweismittel zur Ermittlung des
wirklichen Willens des Erblassers erfolgt grundsätzlich durch das (im Streit-
fall angerufene) ordentliche Gericht. Die Berufungsinstanz prüft lediglich, ob
das Eröffnungsgericht in diesem beschränkten Rahmen zutreffend verfahren
ist (vgl. OGer ZH, LF130079 vom 27. Mai 2014 Erw. 2.1).
4. a) Jede mündliche oder schriftliche Äusserung ist auslegungsbedürftig, auch
eine formbedürftige. Allerdings gilt die Vermutung, dass Gewolltes und Ge-
sagtes übereinstimmen. Der Wortlaut ist primäres Auslegungsmittel, zu-
sammen mit dem systematischen Zusammenhang, der "inneren Logik" bzw.
der erkennbaren "Leitidee" der Anordnung (BSK ZGB II-Breitschmid, 5. Auf-
lage, Art. 469 N 22 mit Hinweisen). Das Testament als einseitiges Rechts-
geschäft ist nach dem Willensprinzip auszulegen. Zweck und Aufgabe der
Auslegung des Testaments ist demnach immer die Ermittlung des wahren
(wirklichen) Willens des Erblassers (BGE 131 III 106 E 1.1, 1.2; BSK ZGB II-
Breitschmid, 5. Auflage, Art. 469 N 3 und 24 mit Hinweisen). Daher ist unter
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anderem auch auf den dem Erblasser oder seinem Milieu üblichen Sprach-
gebrauch und auf seinen Bildungsgrad abzustellen.
b) Im Testament vom 12. September 2010 widerrief der Erblasser sämtliche
früheren letztwilligen Verfügungen und Nachträge samt Abänderungen, legte
Vermächtnisse fest und setzte seine Schwester als Alleinerbin ein. Unter Zif-
fern 5-6 führte er Folgendes aus (act. 3/7):
"5. Willensvollstrecker
Mit der Willensvollstreckung beauftrage ich E._, derzeit wohnhaft ...,
sowie Rechtsanwalt A._, geb. tt.mm.1963, von Basel und Emmen, von
der Anwaltskanzlei ..., ... . Kann einer der beiden Willensvollstrecker das
Amt nicht übernehmen oder fällt er im Laufe der Amtsführung aus, soll der
andere Willensvollstrecker (Kanzleipartner) von A._, Rechtsanwalt Dr.
D._, geb. tt.mm.1964, von Trun, das Amt ausführen.
6. Hinterlegung
Dieses Testament wird im Original bei der vorerwähnten Anwaltskanzlei ...
Rechtsanwälte hinterlegt.
Im Falle meines Ablebens sind die Willensvollstrecker beauftragt, die Eröff-
nung meines Testamentes zu veranlassen."
Im Nachtrag vom 27. Mai 2013 zu diesem Testament hielt er u.a. Folgendes
fest (act. 3/8):
"4. Erbeinsetzung
Von der eingesetzten Erbin, meiner Schwester ..., erwarte ich, dass sie
nach meinem Ableben mit dem allfälligen Verkauf meiner Liegenschaften in
St. Gallen und C._ [... ] mindestens 36 Monate zuwartet.
Die von mir eingesetzten Willensvollstrecker sollen die Einhaltung dieser
Wartefrist überwachen und gegebenenfalls durchsetzen.
Im Übrigen gilt mein Testament vom 12.09.2010 unverändert weiter."
c) Aus dem Testament vom 12. September 2010 geht klar hervor, dass der
Erblasser primär zwei Willensvollstrecker einsetzte, nämlich A._ und
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E._ (recte: F._ [Bruder von E._], vgl. act. 3/6). Auch im Nach-
trag vom 27. Mai 2013 geht der Erblasser von mehreren Willensvollstreckern
aus. Für den Fall, dass einer dieser beiden Willensvollstrecker wegfällt, hat
der Erblasser im Testament vom 12. September 2010 wie folgt verfügt:
"Kann einer der beiden Willensvollstrecker das Amt nicht übernehmen oder
fällt er im Laufe der Amtsführung aus, soll der andere Willensvollstrecker
(Kanzleipartner) von A._, Rechtsanwalt Dr. D._, geb. tt.mm.1964,
von Trun, das Amt ausführen." "Der andere Willensvollstrecker" in Verbin-
dung mit dem Namen Dr. D._ macht in diesem Kontext keinen Sinne.
Bis zu dieser Textstelle wurde der Name D._ nicht erwähnt. Diesbezüg-
lich verwies der Berufungskläger auf die von ihm für den Erblasser vorberei-
tete Vorlage, dessen zweiter, ergänzt durch einen dritten Satz mit vollständi-
gem Inhalt wie folgt gelautet haben soll (act. 12 S. 5):
"Kann einer der beiden Willensvollstrecker das Amt nicht übernehmen oder
fällt er im Laufe der Amtsführung weg, soll der andere Willensvollstrecker das Amt alleine weiterführen. Falls beide Willensvollstrecker das Amt
nicht übernehmen können oder im Laufe der Amtsführung wegfallen, soll der Kanzleipartner von A._, Rechtsanwalt Dr. D._, geb.
tt.mm.1964, von Trun, das Amt ausführen."
Die entsprechende Vorlage befindet sich – entgegen den Ausführungen des
Berufungsklägers (vgl. act. 12 S. 6) – nicht in den vorinstanzlichen Akten,
weshalb offen bleiben kann, ob dieses ausserhalb der Testamentsurkunde
liegende Beweismittel im vorliegenden Verfahren zur Ermittlung des wirkli-
chen Willens des Erblassers überhaupt berücksichtigt werden könnte (vgl.
Ziffer 3 vorstehend). Entgegen den Ausführungen der Vorinstanz ist hinge-
gen davon auszugehen, dass es dem Willen des Erblassers entsprach, dass
mindestens einer seiner genannten Willensvollstrecker eingesetzt werde. Es
war ihm nämlich in seinem Nachtrag vom 27. Mai 2013 ein Anliegen, dass
die Willensvollstrecker die Einhaltung der von ihm seiner Schwester aufer-
legten Wartefrist für den Verkauft seiner Liegenschaften überwachen und
überdies durchsetzen werden. Auch bei einer provisorischen Auslegung
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muss es im Ermessen des Gerichtes liegen, von mehreren Auslegungsmög-
lichkeiten jene zu wählen, welche die Aufrechterhaltung der Verfügung hin-
sichtlich der Willensvollstreckereinsetzung ermöglicht (BGer 5A_106/2014
vom 26. Mai 2014: Im Verfahren ging es um eine definitive Auslegung des
Testamentes). Das Testament ist deshalb dahingehend auszulegen, dass
sich der Erblasser bei der vorliegenden Ausgangslage auch mit einem der
eingesetzten Willensvollstrecker begnügt hätte.
5. Demzufolge ist die Berufung gutzuheissen. Die vorinstanzliche Verfügung
vom 25. Januar 2016 ist aufzuheben. Das Gesuch von A._ auf Ausstel-
lung eines Willensvollstreckerzeugnisses auf seinen Namen ist gutzuheis-
sen. Die Vorinstanz ist anzuweisen, Rechtsanwalt A._ gegen Rechnung
ein Willensvollstreckerzeugnis auszustellen.
6. Für das Berufungsverfahren sind keine Kosten zu erheben. Die vorinstanzli-
chen Kosten sind auf die Gerichtskasse zu nehmen (Art. 107 Abs. 2 ZPO).
Eine Entschädigungspflicht des Staates besteht mangels gesetzlicher
Grundlage nicht (ZK ZPO-Jenny, 2. Auflage, Art. 107 N 26; Adrian Urwyler,
DIKE-Komm ZPO, Art. 107 N 12 u.a. mit Hinweis auf BGer 1B_211/2009).
7. Die Ausstellung einer Willensvollstreckerbescheinigung betrifft eine vorsorg-
liche Massnahme, weshalb diese mit Beschwerde nach Art. 98 BGG anzu-
fechten ist.