Decision ID: a9667968-991f-492c-9396-f4462746671d
Year: 2010
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
B._,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Adrian Gmür, Obere Bahnhofstrasse 11, Postfach
253, 9501 Wil SG 1,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
Rente
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Sachverhalt:
A.
A.a B._ meldete sich am 15. Oktober 2005 wegen Rückenbeschwerden zum Bezug
von IV-Leistungen an (Berufsberatung, Arbeitsvermittlung, Rente). Vom 1. Februar 1996
bis 31. Januar 2004 sei sie als Maschinenbedienerin in Schichtarbeit tätig gewesen
(act. G 4.80; vgl. zur Tätigkeit auch act. G 4.68). Die Arbeitgeberin (D._) begründete
die Auflösung des Arbeitsverhältnisses mit unzureichender Leistungserbringung (act.
G 4.68.1 und G 4.68.6). Ab April 2004 war die Versicherte bei der
Arbeitslosenversicherung angemeldet und arbeitete von Mai bis November 2004 in
einem ca. 40%igen Pensum bei der A._. Diese Tätigkeit gab sie krankheitsbedingt
auf (act. G 4.42.1). Der behandelnde Dr. med. C._, Facharzt FMH für
Allgemeinmedizin, diagnostizierte im Bericht vom 29. November 2005 mit Auswirkung
auf die Arbeitsfähigkeit der Versicherten eine depressive Reaktion im Rahmen einer
Anpassungsstörung nach Verlust der Arbeitsstelle, ein Lumbovertebralsyndrom bei
Osteochondrose und Spondylarthrose L5/S1. Seit 10. Dezember 2003 bescheinigte er
ihr eine Arbeitsunfähigkeit zwischen 40% bis 100%. Für die Dauer vom 1. Dezember
2004 bis August 2005 hielt er die Versicherte vorübergehend zu 100% arbeitsfähig.
Seither bestehe eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit (act. G 4.66; zum psychischen
Beschwerdebild vgl. auch den Bericht von Dr. med. D. C._-Tanner, Facharzt FMH für
Psychiatrie und Psychotherapie, vom 2. November 2004, act. G 4.64.5 f.).
A.b Die IV-Stelle beauftragte am 24. Februar 2006 das Medizinische Gutachtenzentrum
St. Gallen (MGSG) mit einer interdisziplinären (orthopädisch-psychiatrischen)
Begutachtung (act. G 4.53). Dr. med. D._, Facharzt für Neurologie und Psychiatrie,
kam im psychiatrischen Teilgutachten vom 6. Juni 2006 zum Schluss, dass keine
psychiatrische Diagnose gestellt werden könne. Eine über das somatisch zu
begründende Schmerzerleben hinausgehende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
ergebe sich nicht (act. G 4.50). Im orthopädischen Teilgutachten vom 14. Juni/21. Juli
2006 diagnostizierte Dr. med. C._, Facharzt FMH für Orthopädie, eine erosive
Osteochondrose L5/S1, eine Spondylarthrose, eine breitbasige circumferenzielle
Diskusprotrusion ohne neurale Kompression sowie eine Kontaktallergie. Aus
orthopädischer Sicht könnten der Versicherten körperlich leichte Tätigkeiten, die
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abwechslungsweise sitzend und stehend in temperierten Räumen durchgeführt werden
können, ohne dass dabei regelmässig unphysiologische, insbesondere gebückte
Körperhaltungen eingenommen und Gegenstände über 10 kg gehoben oder getragen
werden müssen, bei voller Stundenpräsenz zu mindestens 80% zugemutet werden.
Anlässlich der gemeinsamen orthopädisch-psychiatrischen Beurteilung vom 5. Juli
2006 wurde die Arbeitsfähigkeit als Maschinenbedienerin auf 60% und in einer
adaptierten Tätigkeit auf mindestens 80% festgelegt (act. G 4.48.1 ff.).
A.c Zur beruflichen Abklärung nahm die Versicherte vom 20. November 2006 bis
2. Februar 2007 an einem Verzahnungsprogramm in der Transitwerkstatt Wil teil (vgl.
act. G 4.37). Gestützt auf die Ergebnisse des Abklärungsberichts vom 7. Februar 2007
wurde sie bei der Stellensuche von der IV-Stelle unterstützt (act. G 4.25.1). Am
15. März 2007 vereinbarte die zuständige Eingliederungsberaterin mit der Versicherten
den Abschluss der Arbeitsvermittlung und die Einleitung der Rentenprüfung (act.
G 4.23.4). Im Fragebogen zur Rentenabklärung betreffend Erwerbstätigkeit/Haushalt
gab die Versicherte am 17. August 2007 an, sie würde heute ohne Behinderung zu
100% als Schichtangestellte/Betriebsmitarbeiterin erwerbstätig sein (act. G 4.20.2).
A.d Mit Vorbescheid vom 7. Dezember 2007 stellte die IV-Stelle in Aussicht, gestützt
auf einen ermittelten Invaliditätsgrad von 20% einen Rentenanspruch zu verneinen (act.
G 4.16).
B.
B.a Die Versicherte brachte am 10. März 2007 gegen den Vorbescheid vor, dass die
Gutachter die verbliebene Arbeitsfähigkeit zu hoch eingeschätzt hätten. Es sei bei der
Ermittlung des Invaliditätsgrades mindestens auf die vom behandelnden Dr. C._
bescheinigte 50%ige Arbeitsunfähigkeit abzustellen. Unter Berücksichtigung eines
Leidensabzugs ergebe sich ein Invaliditätsgrad von über 60%. Ferner habe sich ihr
Gesundheitszustand seit der Begutachtung weiter und massiv verschlechtert (act.
G 4.9).
B.b Die IV-Stelle verfügte am 2. April 2008 entsprechend dem Vorbescheid, dass
gestützt auf einen 20%igen Invaliditätsgrad kein Rentenanspruch bestehe. Es lägen
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keine medizinisch objektivierbaren Befundänderungen vor, die nicht schon zum
Zeitpunkt der Beschlussfassung bekannt gewesen seien. Auf die gutachterliche
Arbeitsfähigkeitsbeurteilung könne abgestellt werden (act. G 4.7).
C.
C.a Gegen die Verfügung vom 2. April 2008 richtet sich die Beschwerde vom 7. Mai
2008. Die Beschwerdeführerin beantragt darin unter Kosten- und Entschädigungsfolge
deren Aufhebung und die Zusprache einer IV-Rente. Eventualiter sei die Sache zu
ergänzenden medizinischen Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
Die Beschwerdeführerin wiederholt ihre im Einwand vom 10. März 2007 vorgetragenen
Rügen. Ergänzend bringt sie vor, dass bezüglich der Ermittlung des
Valideneinkommens auf die Angabe der D._ abzustellen sei, wonach sie ohne
Gesundheitsschaden monatlich Fr. 5'050.-- verdienen würde. Unter Berücksichtigung
einer Gratifikation von Fr. 4'400.-- ergebe sich für das Jahr 2005 ein Valideneinkommen
von Fr. 65'000.--. Der Grund für die Auflösung des Arbeitsverhältnisses bei der D._
sei die immer mehr zunehmende krankheitsbedingte Verminderung der
Leistungsfähigkeit bei der Arbeit und die dadurch verursachten Abwesenheiten
gewesen. Unter diesen Umständen sei das Abstellen der Beschwerdegegnerin auf die
LSE-Löhne des Jahres 2007 im Betrag von Fr. 48'036.-- nicht nachvollziehbar. Bei der
Bestimmung des Invalideneinkommens rechtfertige sich ferner ein zusätzlicher Abzug
von 20% (act. G 1). Die Beschwerdeführerin reicht mit der Beschwerde einen
Kurzaustrittsbericht vom 10. März 2008 über die wegen Schmerzexacerbation erfolgte
Hospitalisation im Spital Wil vom 8. bis 10. März 2008 (act. G 1.3) sowie einen
Verlaufsbericht von Dr. C._ vom 15. April 2008 (act. G 1.4) ein.
C.b Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 18. Juni 2008
die Beschwerdeabweisung. Der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin sei in
den letzten Jahren stabil geblieben. Es könne somit auf das MGSG-Gutachten
abgestellt werden. Bei der Bestimmung des Valideneinkommens sei auf die
Durchschnittslöhne für Hilfsarbeiterinnen abzustellen. Was das Invalideneinkommen
anbelange, so sei vorliegend die Vornahme eines Leidensabzugs nicht gerechtfertigt.
Die in der Verfügung vorgenommene Ermittlung des nicht rentenbegründenden
Invaliditätsgrades von 20% sei daher nicht zu beanstanden (act. G 4).
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C.c In der Replik vom 25. August 2008 bestreitet die Beschwerdeführerin, dass ihr
Gesundheitszustand in den letzten Jahren stabil geblieben sei. Zur Untermauerung
ihres Standpunktes reicht sie ein ärztliches Zeugnis von einer notfallmässigen
Behandlung in Italien vom 21. Juli 2008 (act. G 6.2) sowie ärztliche Zeugnisse von
Dr. C._ ein, worin er der Beschwerdeführerin für die Dauer vom 30. Mai bis August
2008 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bescheinigt (act. G 6.1 und G 6.3).
C.d Die Beschwerdegegnerin hat auf die Einreichung einer Duplik verzichtet (act. G 8).
C.e Nach Abschluss des Schriftenwechsels reicht die Beschwerdeführerin wiederholt
ärztliche Zeugnisse und Kurzberichte des behandelnden Dr. med. E._, Facharzt FMH
für Physikalische Medizin, und der behandelnden Ärzte des KSSG ein (act. G 10,
G 12.1, G 14.1 ff., G 16.1 f., G 18.1 f., G 20.1, G 22.1, G 24.1 f., G 26.1 ff.), die sich auf
den Gesundheitsverlauf ab dem 1. September 2008 und seither vorgenommene
Behandlungen beziehen.

Erwägungen:
1.
Am 1. Januar 2008 sind die im Zuge der 5. IV-Revision revidierten Bestimmungen des
Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20), der Verordnung über
die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) und des Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) in Kraft getreten. In
materiellrechtlicher Hinsicht gilt jedoch der allgemeine übergangsrechtliche Grundsatz,
dass der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen sind, die bei Erlass des
angefochtenen Entscheids beziehungsweise im Zeitpunkt gegolten haben, als sich der
zu den materiellen Rechtsfolgen führende Sachverhalt verwirklicht hat (vgl. BGE 127 V
467 E. 1, 126 V 136 E. 4b, je mit Hinweisen). Die angefochtene Verfügung ist am
2. April 2008 ergangen, wobei ein Sachverhalt zu beurteilen ist, der vor dem
Inkrafttreten der revidierten Bestimmungen der 5. IV-Revision am 1. Januar 2008
begonnen hat. Daher und aufgrund dessen, dass der Rechtsstreit eine Dauerleistung
betrifft, über die noch nicht rechtskräftig verfügt wurde, ist entsprechend den
allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln für die Zeit bis 31. Dezember 2007 auf die
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damals geltenden Bestimmungen und ab diesem Zeitpunkt auf die neuen Normen der
5. IV-Revision abzustellen (vgl. zur 4. IV-Revision: BGE 130 V 445 ff.; Urteil des
Bundesgerichts vom 7. Juni 2006, I 428/04, E. 1). Diese übergangsrechtliche Lage
zeitigt indessen keine materiellrechtlichen Folgen, da die 5. IV-Revision hinsichtlich des
Begriffs und der Bemessung der Invalidität keine substantiellen Änderungen gegenüber
der bis Ende 2007 gültig gewesenen Rechtslage gebracht hat. Nachfolgend werden die
seit 1. Januar 2008 gültigen Bestimmungen des ATSG und IVG wiedergegeben.
2.
Zwischen den Parteien ist der Anspruch der Beschwerdeführerin auf IV-
Rentenleistungen streitig.
2.1 Unter Invalidität wird die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde
ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit verstanden (Art. 8 ATSG). Erwerbsunfähigkeit
ist dabei der durch eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit
verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze
oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden
ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). Der Grad der für einen allfälligen
Rentenanspruch massgebenden Invalidität wird gemäss Art. 16 ATSG durch einen
Einkommensvergleich ermittelt, bei dem das Einkommen, das die versicherte Person
nach dem Eintritt der Invalidität und nach der Durchführung der notwendigen und
zumutbaren Eingliederungsmassnahmen bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen
könnte (zumutbares Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt wird zum Einkommen,
das die versicherte Person erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre
(Valideneinkommen). Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze
Invalidenrente, wenn die versicherte Person mindestens zu 70%, auf eine
Dreiviertelsrente, wenn sie wenigstens zu 60% invalid ist. Liegt ein Invaliditätsgrad von
mindestens 50% vor, so besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem IV-Grad
von mindestens 40% auf eine Viertelsrente.
2.2 Um das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit beurteilen und somit den Invaliditätsgrad
bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf
Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur
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Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den
Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang
und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V
261 E. 4). Das im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholte Gutachten von
externen Spezialärzten, die aufgrund eingehender Beobachtungen und
Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der
Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, besitzt bei der
Beweiswürdigung volle Beweiskraft, solange nicht konkrete Indizien gegen die
Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b/bb).
3.
Die Beschwerdeführerin stellt sich - ohne konkrete Mängel am MGSG-Gutachten oder
der Gutachtenserstellung zu benennen - auf den Standpunkt, dass die Beurteilung der
Arbeitsfähigkeit durch die MGSG-Gutachter nicht beweistauglich sei und im
Widerspruch zu den Einschätzungen von Dr. C._ sowie der beruflichen Abklärung
stehe (act. G 1, S. 3 f.).
3.1 Bei der Frage, ob die bisherige Tätigkeit noch zumutbar sei, führte Dr. C._ im
Bericht vom 29. November 2005 aus, der Beschwerdeführerin sei eine leichtere Arbeit,
teils sitzend, teils stehend im Rahmen von 50% zumutbar. Bei dieser Beurteilung
berücksichtigte er nicht nur das von ihm erhobene somatische Beschwerdebild
(Lumbovertebralsyndrom bei Osteochondrose und Spondylarthrose L5/S1) sondern
auch die von Dr. med. D. C._-Tanner, Facharzt FMH für Psychiatrie und
Psychotherapie, diagnostizierte depressive Reaktion im Rahmen einer
Anpassungsstörung nach Verlust der Arbeitsstelle (vgl. den Bericht des kurzzeitig
behandelnden Dr. C._ vom 2. November 2004, act. G 4.64.5 f). Er empfahl eine
Begutachtung durch den RAD (act. G 4.66.1 ff.). Dieser ärztliche Bericht fand Eingang
in die Begutachtung durch das MGSG (vgl. act. G 4.48.1 und G 4.50.5).
3.2 Vorab ist darauf hinzuweisen, dass der Arztbericht von Dr. C._ mehrere Monate
vor dem MGSG-Gutachten erstellt wurde und insofern wenig geeignet ist, dessen
Erkenntnisse in Zweifel zu ziehen. Die Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit von 50%
hat er im Übrigen mit Blick auf die bisherige Tätigkeit vorgenommen. Bei der Frage
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nach anderen zumutbaren Tätigkeiten hat er auf eine Quantifizierung der
Leistungsfähigkeit verzichtet und auf die Rückenbelastung hingewiesen. Am Ende
seines Berichts gab er indessen an, eine körperlich wenig belastende Tätigkeit könne
allenfalls ganztags zumutbar sein (act. G 4.66). Dass Dr. C._ im Gegensatz zum
psychiatrischen Gutachter noch eine psychiatrische Diagnose feststellte, vermag
ebenfalls keinen Zweifel am MGSG-Gutachten entstehen zu lassen. Denn Dr. D._
setzte sich mit der damaligen psychiatrischen Diagnose auseinander und kam gestützt
auf die eigene Untersuchung nachvollziehbar zum Schluss, dass keine psychiatrische
Diagnose mehr gestellt werden könne (act. G 4.50.7). In diesem Zusammenhang ist
weiter zu beachten, dass es sich bei der Anpassungsstörung mit längerer depressiven
Reaktion (ICD-10: F43.21; vgl. zur entsprechenden gestützt auf die Konsultationen vom
Februar und März 2004 erhobenen fachpsychiatrischen Diagnose von Dr. C._ den
Bericht vom 2. November 2004, act. G 4.64.5) gemäss der klinisch-diagnostischen
Leitlinien zur internationalen Klassifikation psychischer Störungen um einen leichten
depressiven Zustand als Reaktion auf eine länger anhaltende Belastungssituation
handelt, der zwei Jahre aber nicht überschreitet (Dilling/Freyberger [Hrsg.],
Taschenführer zur ICD-10-Klassifikation psychischer Störungen, 4. Auflage 2008,
S. 177). Vor diesem Hintergrund vermag der Bericht von Dr. C._ den Beweiswert des
MGSG-Gutachtens nicht zu erschüttern.
3.3 Auch die längere Zeit vor der Begutachtung ergangenen Berichte von Dr. E._
vom 1. Juli, 27. September und 25. Oktober 2005 (act. G 4.69.3 ff.), die - wenn sie sich
überhaupt hierzu äussern - lediglich eine Arbeitsunfähigkeit im bisherigen
Tätigkeitsbereich ausweisen, vermögen das MGSG-Gutachten nicht in Frage zustellen.
Dies umso weniger, als Dr. E._ die Beschwerdeführerin mittel- bis längerfristig für
körperlich wenig belastende Tätigkeiten zu 100% arbeitsfähig erachtete (act. G 4.69.3).
3.4 Im Abklärungsbericht Verzahnungsprogramm vom 7. Februar 2007 wurde zwar
festgehalten, dass die Beschwerdeführerin bei einer Präsenzzeit von 50% an ihre obere
Leistungsfähigkeit gestossen sei (act. G 4.28.8). Diese Aussage stützt sich indessen
lediglich auf die Angaben der Beschwerdeführerin und scheint sich nicht auf sämtliche
der geprüften Tätigkeiten (wie etwa das Stecken, Heften oder Nähen) bezogen zu
haben. Die Abklärungspersonen legen auch nicht dar, auf welchen objektiven
Grundlagen ihre Aussage fusst. Ferner konnte die Beschwerdeführerin in den ersten
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Wochen der Abklärungsmassnahme ganztägig arbeiten. Der Abklärungsbericht ist
daher nicht geeignet, die Leistungsfähigkeitsschätzung der MGSG-Gutachter in Zweifel
zu ziehen. In formeller Hinsicht ist am Abklärungsbericht zu rügen, dass er von den
Abklärungspersonen nicht unterzeichnet worden ist.
3.5 Nach dem Gesagten bestehen keine Anhaltspunkte, die den Beweiswert des
MGSG-Gutachtens ernsthaft zu erschüttern vermöchten. Dabei fällt ins Gewicht, dass
das MGSG-Gutachten auf eigenständigen interdisziplinären und bildgebenden
Abklärungen (Röntgenaufnahme der LWS vom 14. Juni 2006 sowie lumbale
vertebrospinale Kernspintomographie vom 21. Juni 2006, act. G 4.48.4), mithin auf
allseitigen Untersuchungen beruht und damit für die streitigen Belange umfassend ist.
Die Vorakten wurden verwertet und die von der Beschwerdeführerin geklagten
Beschwerden berücksichtigt und gewürdigt. Das MGSG-Gutachten leuchtet in der
Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der
medizinischen Situation ein, dies insbesondere auch durch die Auseinandersetzung mit
früheren, teilweise divergierenden ärztlichen Beurteilungen. Vor diesem Hintergrund
vermögen auch die darin enthaltenen Schlussfolgerungen, namentlich die Einschätzung
der Arbeitsfähigkeit (80% in leidensadaptierten Tätigkeiten, act. G 4.48.6) zu
überzeugen.
4.
Gegen die in der angefochtenen Verfügung gestützt auf das MGSG-Gutachten erfolgte
Beurteilung der Leistungsfähigkeit bringt die Beschwerdeführerin weiter vor, dass sich
ihr Gesundheitszustand seit der MGSG-Begutachtung erheblich verschlechtert habe
(act. G 1, S. 4). Sie verweist zur Untermauerung ihres Vorbringens auf den
Kurzaustrittsbericht des Spitals Wil vom 10. März 2008 (act. G 1.3) sowie auf den
Verlaufsbericht von Dr. C._ vom 15. April 2008 (act. G 1.4).
4.1 Was den Bericht vom 15. April 2008 anbelangt, so ist festzustellen, dass Dr. C._
darin festhielt, objektiv könnten keine neuartigen oder wesentlich andere Befunde
erhoben werden. Ferner bescheinigte er der Beschwerdeführerin weiterhin eine 50%ige
Arbeitsfähigkeit mit Bezug auf die frühere Arbeit bei der D._ Er geht im Bericht vom
15. April 2008 selbst für die Zukunft von einer entsprechenden Leistungsfähigkeit aus.
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Dass Dr. C._ die Beschwerdeführerin zwischenzeitlich zweimal zu 100%
arbeitsunfähig schrieb, vermag keine wesentliche Verschlechterung seit der MGSG-
Begutachtung zu erstellen. Denn beides Mal dauerte die vorübergehende
Verschlechterung nicht länger als einen Monat (18. Dezember 2006 bis 2. Januar 2007
und 8. März bis 7. April 2008; act. G 1.4). Im Lichte dieser Ausführungen ist der Eintritt
einer wesentlichen andauernden Verschlechterung des Gesundheitszustandes seit der
MGSG-Begutachtung vom Juni 2006 nicht dargetan, zumal sich Dr. C._ auch nicht
zur Arbeitsfähigkeit in einer leidensadaptierten Tätigkeit äussert. Daran vermögen auch
die - allerdings widersprüchlichen - nicht objektivierbaren Schmerzangaben der
Beschwerdeführerin ("immer glich" bzw. "immer stärker", act. G 1.4) sowie die zweimal
angeordnete Physiotherapie - von denen die erste wegen mangelnden Erfolgs sistiert
werden musste (act. G 1.4) - nichts zu ändern, kann doch aufgrund einer
Behandlungsbedürftigkeit für sich allein nicht auf eine Arbeitsunfähigkeit geschlossen
werden (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 24. April 2007, I 687/06, E. 5.2).
4.2 Obschon die Beschwerdeführerin vom 8. bis 10. März 2008 aufgrund einer
Schmerzexacerbation im Spital Wil hospitalisiert werden musste, ergibt sich daraus
keine dauernde gesundheitliche Verschlechterung seit der MGSG-Begutachtung. Denn
die Beschwerdeführerin konnte am 10. März 2008 bereits wieder in gebesserten
Zustand nach Hause entlassen werden (act. G 1.3). Wie dem Bericht von Dr. C._ vom
15. April 2008 zu entnehmen ist, konnte denn auch die Arbeitsfähigkeit ab 7. April 2008
wieder - wie von ihm bislang bescheinigt - auf 50% angehoben werden (act. G 1.4).
4.3 Die seit dem 1. Juli 2008 ergangenen - grösstenteils nicht näher begründeten -
Arbeitsfähigkeitsschätzungen der behandelnden Ärzte, die sich im Übrigen nicht zur
Leistungsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit äussern (vgl. act. G 10, G 12.1,
G 14.1 ff., G 16.1 f., G 18.1 f., G 20.1, G 22.1, G 24.1 f., G 26.1 ff.), sind im
vorliegenden Verfahren nicht zu beachten. Denn sie beziehen sich nicht auf den hier
massgebenden bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung eingetretenen
Sachverhalt (vgl. zum massgebenden Prüfungszeitraum Urteil des EVG vom 28. August
2003, I 596/02, E. 1.1). Die Beschwerdegegnerin wird aber zu prüfen haben, ob diese
neuen medizinischen Akten Anhaltspunkte enthalten, die ein Rentenrevisionsverfahren
rechtfertigen.
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4.4 Insgesamt kann den Akten für die Zeit nach der MGSG-Begutachtung bis zum
Erlass der Verfügung vom 2. April 2008 keine dauernde gesundheitliche
Verschlechterung entnommen werden. Die Beschwerdegegnerin legte daher der
Bestimmung des Invaliditätsgrades zu Recht eine 80%ige Arbeitsfähigkeit für
leidensadaptierte Tätigkeiten zu Grunde.
5.
Ausgehend von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit für leidensadaptierte Tätigkeiten
bleiben die erwerblichen Auswirkungen der verminderten Leistungsfähigkeit zu prüfen.
5.1 Die Beschwerdegegnerin stellte zur Ermittlung des Valideneinkommens in der
angefochtenen Verfügung auf Durchschnittslöhne ab. Demgegenüber macht die
Beschwerdeführerin geltend, das Valideneinkommen sei auf der Grundlage der
bisherigen Tätigkeit bei der D._ zu berechnen (act. G 1).
5.1.1 Mit Bezug auf die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die
versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient
hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der
realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer
Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden
fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
erstellt sein (BGE 134 V 322 E. 4.1). Mithin besteht die Vermutung, dass die versicherte
Person der letzten Erwerbstätigkeit, insbesondere wenn sie über längere Zeit ausgeübt
wurde oder sie der beruflichen Ausbildung entsprach, auch weiterhin nachgehen würde
(Urteil des Bundesgerichts vom 22. September 2009, 8C_143/09, E. 2.2.1 mit
Hinweisen).
5.1.2 Die Beschwerdeführerin arbeitete vom 17. März 1997 bis 9. Dezember 2003
(letzter effektiver Arbeitstag) im Schichtbetrieb bei D._ Das Arbeitsverhältnis wurde
per 31. Januar 2004 aufgelöst (act. G 4.68). Der Eintritt der Invalidität wurde vom RAD
mit "ca. Mitte 2004" festgelegt. Ab April 2004 war die Beschwerdeführerin beim RAV
angemeldet und arbeitete von Mai bis November 2004 in einem ca. 40%igen Pensum
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bei der A._. Diese Tätigkeit habe sie gemäss eigenen Angaben aber
krankheitsbedingt wieder beenden müssen (vgl. zum Ganzen den Zwischenbericht der
Eingliederungsberatung vom 9. November 2006, act. G 4.42.1). Mit Blick auf die lange
beinahe siebenjährige Beschäftigungsdauer bei der D._ und den Umstand, dass die
Beschwerdeführerin danach arbeitslos bzw. nur während einer kurzen
Beschäftigungsdauer mit einem bloss 40%igen Arbeitspensum tätig war, rechtfertigt es
sich zur Bestimmung des Valideneinkommens auf das Arbeitsverhältnis bei der D._
abzustellen. Dies umso mehr als die D._ im Fragebogen für Arbeitgeber am
8. November 2005 zuverlässige Lohnangaben machte (vgl. act. G 4.68.2). Ins Gewicht
fällt ferner, dass die Kündigung durch die D._ zumindest teilweise auf den
Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin zurückzuführen ist. Die
Beschwerdeführerin litt nämlich nach eigenen Angaben bereits seit 1998 an lumbalen
Schmerzen, die beidseits bis in die Kniegelenke ausstrahlten und den Nachtschlaf
störten (vgl. act. G 4.48.2 f.). Seit März 2001 sind wiederholte - teilweise übermonatige
- Phasen mit 100%iger Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen (act. G 4.48.5). Angesichts
dessen, dass die D._ die Kündigung mit unzureichender Leistungserbringung und zu
vielen Absenzen begründete (act. G 4.23.4 und G 4.68.6), ist davon auszugehen, dass
der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin bei der Kündigung eine erhebliche
Rolle (mit-)spielte. Daran vermag der von der ehemaligen Arbeitgeberin im Rahmen der
Nachfrage der Beschwerdegegnerin vom 6. Februar 2007 mit erwähnte Umstand, die
Beschwerdeführerin sei sehr geschwätzig gewesen und habe sich lieber mit
Mitarbeitenden unterhalten, als Leistung zu erbringen (act. G 4.23.4), nichts
Wesentliches zu ändern.
5.1.3 Nach dem Gesagten ist deshalb zur Ermittlung des Valideneinkommens mit der
Beschwerdeführerin auf die bisherige Tätigkeit bei der D._ abzustellen, da vorliegend
nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt ist, dass die Beschwerdeführerin
ohne Gesundheitsschaden die bisherige Tätigkeit nicht fortgeführt hätte. Die
Beschwerdegegnerin ging im Übrigen vor Erlass des Vorbescheids noch selbst davon
aus, dass das Valideneinkommen sich nach dem bisherigen Arbeitsverhältnis bei der
D._ richte (act. G 4.39). Die D._ gab am 8. November 2005 an, dass die
Beschwerdeführerin ohne Gesundheitsschaden einschliesslich Schichtzulagen und
durchschnittlicher Prämie monatlich Fr. 5'050.-- verdienen würde (act. G 4.68.2),
woraus ein Jahresverdienst von Fr. 60'600.-- für das Jahr 2005 resultiert. Angepasst an
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die Nominallohnentwicklung (bei Frauen von 1.3% für das Jahr 2006 und 1.5% für das
Jahr 2007, vgl. Bundesamt für Statistik, Entwicklung der Nominallöhne, der
Konsumentenpreise und der Reallöhne, 1976-2008) ergibt sich für das Jahr 2007 ein
Valideneinkommen von Fr. 62'309.--. Ob bei der Ermittlung des Jahresverdienstes -
wie die Beschwerdeführerin geltend macht - noch eine Gratifikation im Umfang von
Fr. 4'400.-- hinzuzurechnen ist (act. G 1, S. 5), kann offen bleiben, wie sich aus den
nachfolgenden Erwägungen ergibt.
5.2 Für die Ermittlung des Invalideneinkommens gehen die Parteien gestützt auf die
LSE-Durchschnittslöhne des Jahres 2007 von einem Betrag von Fr. 48'036.-- bzw.
unter Berücksichtigung der 80%igen Arbeitsfähigkeit von Fr. 38'429.-- aus (vgl. act.
G 4.7 und G 1, S. 6). Dem kann nicht gefolgt werden. Denn die LSE-Durchschnittslöhne
des Jahres 2007, Anspruchsniveau 4, Frauen, betragen unter Berücksichtigung der
durchschnittlichen Wochenarbeitszeit von 41.7 Stunden im Jahr 2007 und unter
Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung Fr. 51'024.--. Multipliziert mit der
verbliebenen 80%igen Leistungsfähigkeit resultiert ein Einkommen von Fr. 40'819.--
(Fr. 51'024.-- x 0.8).
5.2.1 Zu prüfen bleibt indes noch die Frage, ob das Invalideneinkommen zu kürzen ist
(sog. Leidensabzug). Die Beschwerdeführerin erachtet einen Abzug von 20% für
gerechtfertigt (act. G 1), wogegen die Beschwerdegegnerin jeglichen Abzug ablehnt
(act. G 4).
5.2.2 Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt
von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen - auch von
invaliditätsfremden Faktoren - des konkreten Einzelfalles ab (namentlich
leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie
und Beschäftigungsgrad), die nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu
schätzen sind, wobei der maximal zulässige Abzug auf 25% festzusetzen ist. Eine
schematische Vornahme des Leidensabzuges ist unzulässig (BGE 126 V 79 E. 5b,
bestätigt in AHI 2002 S. 62 und BGE 129 V 481 E. 4.2.3 mit Hinweisen).
5.2.3 Wie sich aus den Akten ergibt, war die Beschwerdeführerin in der Vergangenheit
regelmässig krankheitsbedingt zu 100% arbeitsunfähig. Dr. C._ sprach ferner von
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einer eher ungünstigen Prognose (act. G 4.48.5). Im Lichte dieser Umstände verfügt die
Beschwerdeführerin über ein erhöhtes Krankheitsrisiko. Ein potentieller Arbeitgeber hat
daher mit überdurchschnittlich vielen krankheitsbedingten Absenzen zu rechnen, was
sich lohnsenkend auswirkt. Die Vornahme eines Abzuges ist daher aus diesem Grund
gerechtfertigt (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 25. November 2008, 9C_650/08,
E. 5.4). Ferner kann nicht ausser Acht gelassen werden, dass der Beschwerdeführerin
nur noch körperlich leichte Tätigkeiten zugemutet werden können, die
abwechslungsweise sitzend und stehend in temperierten Räumen durchgeführt
werden, ohne dass dabei regelmässig unphysiologische, insbesondere gebückte
Körperhaltungen eingenommen und Gegenstände über 10 kg gehoben oder getragen
werden müssen (act. G 4.48.6). Hinsichtlich des zumutbaren Tätigkeitsspektrums wirkt
sich des Weiteren auch die Kontaktallergie (zur Diagnose vgl. act. G 4.48.4)
einschränkend aus. Es besteht damit selbst bei einfachen und repetitiven Tätigkeiten
nur noch ein erheblich eingeschränkter Bereich für mögliche Arbeitsplätze, was im
Rahmen des Abzuges vom Tabellenlohn zu berücksichtigen ist. Weitere Gründe, die
einen zusätzlichen Abzug rechtfertigen würden, sind nicht ersichtlich. Mit Blick auf das
noch nicht weit fortgeschrittene Alter der Beschwerdeführerin (Jahrgang 1967, act.
G 4.80) sowie die lediglich um 20% eingeschränkte Leistungsfähigkeit ist ein Abzug
von 10% angemessen. Bei einem Abzug von 10% resultiert ein Invalideneinkommen
von Fr. 36'737.-- (Fr. 40'819.-- x 0.9) bzw. eine Erwerbseinbusse von Fr. 25'572.--
(Fr. 62'309.-- - Fr. 36'737.--), was zu einem rentenbegründenden Invaliditätsgrad von
41% ([Fr. 25'572.-- / Fr. 62'309.--] x 100) und einem Anspruch auf eine Viertelsrente
führt. Bei Berücksichtigung der von der Beschwerdeführerin geltend gemachten
Gratifikation beim Valideneinkommen von Fr. 4'400.-- (Stand 2005) würde es ebenfalls
bei einem Anspruch auf eine Viertelsrente bleiben.
6.
6.1 Nach dem Gesagten ist in Gutheissung der Beschwerde die Verfügung vom 2. April
2008 aufzuheben und der Beschwerdeführerin eine Viertelsrente auszurichten. Zur
Festsetzung von Rentenbeginn und Rentenhöhe ist die Sache an die
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
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6.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis
Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--
erscheint als angemessen. Da die Beschwerdegegnerin unterliegt, hat sie die
Gerichtskosten von Fr. 600.-- zu bezahlen. Der Beschwerdeführerin ist der geleistete
Kostenvorschuss von Fr. 600.-- zurückzuerstatten.
6.3 Gemäss Art. 61 lit. g des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) hat die obsiegende beschwerdeführende
Partei Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom
Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der
Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art.
61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor
Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.--
bis Fr. 12'000.--. Im hier zu beurteilenden Fall erscheint eine Parteientschädigung von
Fr. 3'500.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) als angemessen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht