Decision ID: 86f7e1a6-4a39-5598-9e0c-f7e90e3ac875
Year: 2007
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Die Beschwerdegegnerin erhob mit Datum vom 4. Januar 2005 (recte: 2006) vier Widersprüche gegen zwei Marken der Beschwerdeführerin,  am 4. Oktober 2005 publiziert worden waren:
Widersprechende und Be-
schwerdegegnerin
Widerspruchsgegnerin und
Beschwerdeführerin
Widerspruch Nr. 8018 (nicht angefochten)
ABSOLUT ABSOLUTE POKER
CH 508'304 CH 537'936
eingetragen für:
33 alkoholische Getränke ( Biere.
43 Verpflegung; Beherbergung von Gästen.
eingetragen für:
41 Services de divertissement, à savoir organisation et conduite de parties de poker et de  de poker en ligne.
Widerspruch Nr. 8019 (angefochten) ABSOLUTBAR ABSOLUTE POKER
CH 501'560 CH 537'936
eingetragen für:
35 Werbung. 41 Betrieb einer Diskothek, Be-
trieb eines Clubs, Betrieb eines Nachtclubs.
43 Betrieb einer Bar.
eingetragen für:
41 Services de divertissement, à savoir organisation et conduite de parties de poker et de  de poker en ligne.
Widerspruch Nr. 8020 (nicht angefochten)
ABSOLUT Absolute Poker.com (fig.):
CH 508'304 CH 537'943
eingetragen für:
33 alkoholische Getränke ( Biere.
43 Verpflegung; Beherbergung von Gästen.
eingetragen für:
41 Services de divertissement, à savoir organisation et conduite de parties de poker et de  de poker en ligne.
Widerspruch Nr. 8021 (angefochten) ABSOLUTBAR
Absolute Poker.com (fig.)
CH 501'560 CH 537'943
eingetragen für:
35 Werbung. 41 Betrieb einer Diskothek, Be-
trieb eines Clubs, Betrieb eines Nachtclubs.
43 Betrieb einer Bar.
eingetragen für:
41 Services de divertissement, à savoir organisation et conduite de parties de poker et de  de poker en ligne.
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B. Am 6. Februar 2006 nahm die Beschwerdeführerin zu den Widersprüchen Stellung, wobei sie das Bestehen einer Verwechslungsgefahr bestritt.
C. Die Vorinstanz beendete die Widerspruchsverfahren mit zwei Verfügungen vom 24. Mai 2006, mit denen sie die beiden auf die Widerspruchsmarke ABSOLUTBAR gestützten Widersprüche guthiess und die anderen  abwies. In der einen Verfügung wies sie Widerspruch Nr. 8018 ab und hiess sie Widerspruch Nr. 8019 gut. Die Abweisung von Widerspruch Nr. 8020 und die Gutheissung von Widerspruch Nr. 8021 waren  der zweiten Verfügung.
D. Mit Datum vom 23. Juni 2006 focht die Beschwerdeführerin die Entscheide vor der eidg. Rekurskommission für geistiges Eigentum (hiernach: RKGE) an und stellte die folgenden Anträge:
in einer ersten Beschwerde:
"7.1 Dossier 8018
7.1.1 Il est demandé à la Commission de constater et dire que:
en tant qu'elle concernce le dossier 8018 (CH 508 304 "Absolut" contre CH 537 936 " Poker"), la décision de l'IPI ne fait l'objet d'aucun recours, que cette décision est par conséquent finale et qu'elle est entrée en force.
7.1.2 Subsidiairement, il est demandé à la Commission de constater et dire que:
en tant qu'elle concerne le dossier 8018 (CH 508 304 "Absolut" contre 537 936 "Absolut Poker"), la décision de l'IPI est confirmée et l'opposition rejetée.
7.2 Dossier 8019
Il est demandé à la Commission de constater et dire que:
en tant qu'elle concerne le dossier 8018 (CH 508 304 "Absolut" contre 537 936 "Absolut Poker"), la décision de l'IPI est modifiée en ce sens que l'opposition est rejetée.
7.3 La Commission est également invitée à statuer sur les frais et dépens de la cause en ce qui concerne les deux instances et à porter ceux-ci à la charge de l'intimée.
7.4 Vu la complexité, vu l'imbrication de quatre dossiers, vu l'incertitude à propos de l'éventuel recours engagé par l'intimée contre des demi-décisions que la recourante ne conteste pas, la recourante se réserve expressément la faculté de modifier ultérieurement ses conclusions."
in einer zweiten Beschwerde:
"7.1 Dossier 8020
7.1.1 Il est demandé à la Commission de constater et dire que:
en tant qu'elle concernce le dossier 8020 (CH 508 304 "Absolut" contre CH 537 943" Poker.com (fig.)"), la décision de l'IPI ne fait l'objet d'aucun recours, que cette décision est par conséquent finale et qu'elle est entrée en force.
7.1.2 Subsidiairement, il est demandé à la Commission de constater et dire que:
en tant qu'elle concerne le dossier 8020 (CH 508 304 "Absolut" contre 537 943 "Absolut Poker.com (fig.)"), la décision de l'IPI est confirmée et l'opposition rejetée.
7.2 Dossier 8021
Il est demandé à la Commission de constater et dire que:
en tant qu'elle concerne le dossier 8021 (CH 501 560 "Absolutbar" contre 537 943 "Absolut Poker.com (fig.)"), la décision de l'IPI est modifiée en ce sens que l'opposition est rejetée.
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7.3 La Commission est également invitée à statuer sur les frais et dépens de la cause en ce qui concerne les deux instances et à porter ceux-ci à la charge de l'intimée.
7.4 Vu la complexité, vu l'imbrication de quatre dossiers, vu l'incertitude à propos de l'éventuel recours engagé par l'intimée contre des demi-décisions que la recourante ne conteste pas, la recourante se réserve expressément la faculté de modifier ultérieurement ses conclusions."
E. Zur Begründung der beiden Beschwerden führte die Beschwerdeführerin an, bei der im Dienstleistungsverzeichnis der Widerspruchsmarke Absolutbar enthaltenen Dienstleistung "Betrieb eines Clubs" gehe es nicht um Clubs im Sinne von Vereinen oder Vereinigungen. Der Begriff "Betrieb" signalisiere eindeutig, dass es um den kommerziellen Betrieb von Diskotheken, Clubs und Nachtclubs gehe. Deshalb seien Pokervereine nicht vom Dienstleistungsverzeichnis der Widerspruchsmarke abgedeckt, zumal eigentliche Pokerclubs in der Schweiz gar nicht existierten. Unter diesem Blickwinkel bestehe keine Gleichartigkeit zwischen der Dienstleistung "Betrieb eines Clubs" und den von den angegriffenen Marken beanspruchten Unterhaltungsdienstleistungen. Dies gelte auch im Verhältnis zu allen anderen von der Widerspruchsmarke Absolutbar beanspruchten Dienstleistungen. Aufgrund des abweichenden Sinngehalts der involvierten Marken, welcher sich im Gesamteindruck dem Betrachter rasch aufdränge, sei auch keine markenrechtlich relevante Zeichenähnlichkeit vorhanden.
F. Mit einer vom 28. Juni 2006 datierenden Verfügung vereinigte die RKGE die beiden Beschwerdeverfahren.
G. Die Vorinstanz beantragte mit Vernehmlassung vom 7. September 2006, unter Verweis auf die in den angefochtenen Verfügungen enthaltenen , die kostenfällige Abweisung der Beschwerden.
H. Die Beschwerdegegnerin stellte in ihrer Beschwerdeantwort vom 13.  2006 die Anträge, die Beschwerden seien vollumfänglich , unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der . Sie begründete ihre Anträge damit, dass es unzulässig sei,  Schlussfolgerungen über den Gehalt bzw. über die Absicht des Markenhinterlegers aus dem systematischen Zusammenhang einer Waren- und Dienstleistungsliste zu ziehen. Ausserdem sei es auch  nicht verwehrt wirtschaftliche Ziele zu verfolgen. Demzufolge könne unter "Betrieb eines Clubs" auch der "Betrieb" eines Pokerklubs  werden. Darüber hinaus gäbe es zwischen dem Pokerspiel und dem Betrieb einer Bar gedankliche Verbindungen. Die Dienstleistungen seien gleichartig. Überdies sei das kennzeichnungskräftige Element Absolut aus der Widerspruchsmarke übernommen worden, ohne Zufügung eines  kennzeichnungskräftigen Elements. Im Ergebnis sei die  zu bejahen.
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I. Am 6. November 2007 publizierte die Vorinstanz auf Antrag der  die folgende Neuformulierung des  der beiden angefochtenen Marken im Schweizerischen :
Services de divertissement, à savoir organisation et conduite de parties de poker en ligne et de tournois de poker en ligne, tous les services précités étant fournis en ligne, via un  informatique global "Internet" [Klasse 41].
J. Mit Schreiben vom 15. November 2006 überwies die RKGE das Verfahren per 1. Januar 2007 an das Bundesverwaltungsgericht, welches am 15.  2007 den Eingang der Beschwerde bestätigte, und verfügte, dass das Verfahren aufgrund der neu anwendbaren Verfahrensbestimmungen auf deutsch fortgesetzt werde. Mit Schreiben vom 15. Januar 2007 reichte die Beschwerdeführerin unaufgefordert Unterlagen betreffend eine  vom 29. September 2003 der Widerspruchsmarke Absolutbar von der ursprünglichen Hinterlegerin auf die Beschwerdegegnerin ein, die belegen sollten, dass es sich bei dieser Marke um eine rechtsmissbräuchliche  handle.
K. Eine Parteiverhandlung wurde nicht durchgeführt (Art. 40 VGG).

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1. Das Bundesverwaltungsgericht ist zur Beurteilung von Beschwerden  Entscheide der Vorinstanz in Widerspruchssachen zuständig (Art. 31, 32 und 33 lit. d des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32). Es hat die vorliegenden Verfahren am 1. Januar 2007 von der RKGE übernommen (Art. 53 Abs. 2 VGG). Die Beschwerden  innerhalb der gesetzlichen Frist von Art. 50 des  vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021) am 23. Juni 2006 eingereicht, und der verlangte Kostenvorschuss wurde rechtzeitig .
Als Adressatin der angefochtenen Verfügungen ist die Beschwerdeführerin zur Beschwerde grundsätzlich legitimiert (Art. 48 VwVG). Allerdings muss die Beschwerdeführerin gemäss bundesgerichtlicher Praxis ein aktuelles und praktisches Interesse am Führen einer Beschwerde haben und  formell beschwert sein, damit auf ihre Beschwerden eingetreten  kann (BGE 118 Ib 1 E 2. S. 7; BGE 121 II 359 E 1b/aa S. 362). Das Erfordernis der formellen Beschwer verlangt nicht nur die Teilnahme am vorinstanzlichen Verfahren, sondern setzt auch voraus, dass die  Partei im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträgen ganz oder teilweise unterlegen ist. Fehlen ein praktisches, aktuelles Rechtsschutzinteresse und eine formelle Beschwer in Bezug auf einzelne in einer Beschwerde gestellte Rechtsbegehren, ist in diesem Umfang nicht auf diese einzutreten (ULRICH ZIMMERLI/WALTER KÄLIN/REGULA KIENER,  des öffentlichen Verfahrensrechts, Bern 2004, S. 105).
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Die gestellten Anträge der Beschwerdeführerin sind deshalb einzeln im Hinblick auf diese Eintretensvoraussetzungen zu untersuchen. Dabei kann festgestellt werden, dass die Beschwerdeführerin in den  Nr. 8018 und 8020 vor der Vorinstanz mit ihren Anträgen auf  der Widersprüche durchgedrungen und nicht unterlegen ist.  fehlt es bei den in beiden Beschwerden jeweils als Ziff. 7.1 gestellten Anträgen am Erfordernis der formellen Beschwer. Bezüglich der jeweiligen Rechtsbegehren Ziff. 7.1.1 ist die Beschwerdeführerin auf die Möglichkeit des Einholens einer formellen Rechtskraftbescheinigung zu verweisen. In Bezug auf die in den beiden Beschwerdeschriften enthaltenen  Ziff. 7.1.2 mangelt es an einer verfahrensrechtlichen Grundlage zur Behandlung durch das Bundesverwaltungsgericht: Die Beschwerdeführerin erklärt in beiden Beschwerdeschriften unmissverständlich, dass die Teile der Verfügungen der Vorinstanz vom 24. Mai 2006, welche die  Nr. 8018 beziehungsweise Nr. 8020 betreffen, nicht  der Beschwerden sind (Beschwerdeschriften vom 23. Juni 2006: S. 19, beziehungsweise S. 20). Aus Art. 54 VwVG in Verbindung mit Art. 37 VGG ist abzuleiten, dass die Behandlung einer Sache insoweit nicht auf das Bundesverwaltungsgericht als Beschwerdeinstanz übergeht, als sie nicht Gegenstand einer Beschwerde bildet. Daraus wiederum folgt, dass auf die Beschwerden nur im Umfang der jeweiligen Rechtsbegehren Ziff. 7.2 bis Ziff. 7.4 einzutreten ist.
2. Vom Markenschutz sind Zeichen ausgeschlossen, die einer älteren Marke ähnlich und für gleiche oder gleichartige Waren oder Dienstleistungen  sind, so dass sich daraus eine Verwechslungsgefahr ergibt (Art. 3 Abs. 1 lit. c des Bundesgesetzes vom 28. August 1992 über den Schutz von Marken und Herkunftsangaben (Markenschutzgesetz, MSchG; SR 232.11).
Die Beurteilung der Verwechslungsgefahr richtet sich nach dem  der Zeichen im Erinnerungsbild des Letztabnehmers (BGE 121 III 378 E. 2a Boss, 119 II 477 E. 2d Radion) und nach dem Mass an Gleichartigkeit zwischen den Waren und Dienstleistungen, für welche die Marken eingetragen sind. Zwischen diesen Elementen besteht insofern eine Wechselwirkung, als an die Verschiedenheit der Zeichen umso  Anforderungen zu stellen sind, je ähnlicher die Produkte sind, und  (LUCAS DAVID in: Kommentar zum Schweizerischen Privatrecht,  Muster- und Modellgesetz, Basel 1999, MSchG, Art. 3, N. 8).
Der Beurteilung der Zeichenähnlichkeit als Element der  sind die Einträge im Markenregister zu Grunde zu legen (BGE 119 II 473 E 2b S. 475 Radion), wobei die Zeichenähnlichkeit aufgrund des , den die Zeichen hinterlassen, beurteilt werden muss (RKGE in sic! 2006 S. 478 E.4 Hero (fig.) / Hello (fig.). Bei Artikeln des  Bedarfs ist ein strenger Massstab anzulegen, mithin eine  leichter anzunehmen, da diese flüchtig, mit geringerer  eingekauft werden (BGE II 321 E.4 S. 326 Valser). Auch
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beim Vertrieb von Waren und/oder dem Erbringen von Dienstleistungen über das Internet ist im Hinblick auf eine Verwechslungsgefahr von , die als Domainnamen verwendet werden, eine Besonderheit zu beachten: Wer regelmässig das Internet nutzt, ist daran gewohnt, auch  Unterschieden in einer Buchstabenkombination Beachtung zu schenken. Die Buchstabenfolge einer Marke muss der Internetnutzer  genau in seinen Rechner eintippen, um über diese auf die Website des Berechtigten zu gelangen (BGer in sic! 2004 S. 124 E 3.3 Yellow).
3. Gleichartigkeit liegt vor, wenn die Abnehmerkreise auf den Gedanken kommen können, die unter Verwendung ähnlicher Marken angebotenen Waren oder Dienstleistungen würden angesichts ihrer üblichen - und Vertriebsstätten aus demselben Unternehmen stammen oder doch wenigstens unter der Kontrolle des gemeinsamen Markeninhabers "hergestellt" (DAVID, a.a.O., MSchG, Art. 3, N. 35). Dies setzt voraus, dass vorfrageweise die massgeblichen Verkehrskreise in jedem Fall definiert werden (EUGEN MARBACH, Die Verkehrskreise im Markenrecht, sic! 2007 S. 3).
In Bezug auf die Gleichartigkeit zwischen Dienstleistungen haben Lehre und Rechtsprechung die folgenden Grundsätze entwickelt:
3.1 Massgeblich ist der Registereintrag, nicht der tatsächliche Gebrauch der Marke (DAVID, a.a.O., Art. 3 N 36). Eine Einschränkung eines Waren- und Dientleistungsverzeichnisses während des Beschwerdeverfahrens wird als Novum berücksichtigt, gegebenenfalls auch wenn sie der Beschwerdeinstanz erst nach Abschluss des Schriftenwechsels zur Kenntnis gebracht wird (Art. 12 und Art. 32 Abs. 2 VwVG).
3.2 Gleichartigkeit besteht, wenn der Eindruck einer einheitlichen "" für die verschiedenen Angebote und eines  sinnvollen "Leistungspakets" geschaffen wird. Blosse thematische  genügen dagegen nicht (EUGEN MARBACH, Gleichartigkeit – ein markenrechtlicher Schlüsselbegriff ohne Konturen?, Zeitschrift für Schweizerisches Recht [ZSR], 2001 [hiernach: MARBACH, Gleichartigkeit], S. 270). Das Kriterium einer physischen Herkunft aus demselben  tritt aufgrund der den Dienstleistungen naturgemäss fehlenden  in den Hintergrund. Die Frage nach der einheitlichen  durch den Markeninhaber hat dagegen zentrale Bedeutung. Ordnen die Verkehrskreise zwei verschiedene Dienstleistungen leicht der Kontrolle ein und desselben Markeninhabers zu, ist von  auszugehen. Hinzu kommt, dass die Indizwirkung der Zugehörigkeit zweier Dienstleistungen zu derselben Klasse zumindest schwächer ist, als dies bei den Waren(-klassen) der Fall ist (KASPAR LANDOLT, Die , Bern 1993, S. 90; RKGE in sic! 2000 S. 797 E. 10 KISS / K.i.s.s.).
3.3 Dienstleistungen teilen wesensbedingt das eine oder andere Element, ohne deswegen als gleichartig wahrgenommen zu werden. Hierzu gehören etwa das Element eines kundenorientierten, häufig persönlichen Umgangs
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mit dem Dienstleistungsnehmer sowie der Unterhaltungsaspekt, der  Dienstleistungen innewohnt. Nicht jede denkbare sachliche  zwischen zwei Waren oder Dienstleistungen darf darum als  Gleichartigkeit interpretiert werden (EUGEN MARBACH, , in: Schweizerisches Immaterialgüter- und Wettbewerbsrecht, Band III Kennzeichenrecht, Basel 1996, [hiernach Kommentar MARBACH] S. 104; vgl. RKGE in sic! 2005 S. 135 E.7 Jet Tours).
3.4 Ob die Verkehrskreise zwei verschiedene Dienstleistungen der Kontrolle ein und desselben Markeninhabers zuordnen, hängt namentlich von der Art und dem Zweck der Dienstleistungen ab (CHRISTOPH WILLI, in:  Markenschutzgesetz, Zürich 2002, Art. 3, N 35). Nicht zuletzt ist der Ort entscheidend, wo die Dienstleistungen erbracht werden (RKGE in sic! 2004 S. 778 E. 5 Yello / Yellow (fig.), sic! 2000 S. 797 E. 10 KISS / K.i.s.s., LANDOLT, a.a.O., S. 91).
3.5 Dagegen ist nicht ausschlaggebend, ob die von der Widerspruchsmarke beanspruchten Dienstleistungen auf einen Tätigkeitsschwerpunkt . Zwar ist der Schutzbereich einer Marke (unter Vorbehalt der  Ausnahmen) auf die Waren und Dienstleistungen beschränkt, für die sie eingetragen ist ("Spezialitätsprinzip", Art. 13 Abs. 1 MSchG, vgl. LUCAS DAVID, in: ROLAND VON BÜREN / LUCAS DAVID [Hrsg.], Schweizerisches - und Wettbewerbsrecht, Bd. I/3, Lexikon des , Basel 2005, Spezialitätsprinzip, S. 307 f.). Ist eine Marke für  Waren oder Dienstleistungen registriert, bilden diese aber kein  Marktangebot. Um den Schutzumfang der Marke zu bestimmen, sind die eingetragenen Waren und Dienstleistungen vielmehr je einzeln und nicht als Kontext oder thematische Beschränkung für die  Einträge zu interpretieren.
3.6 Dies schliesst nicht aus, dass eine Waren- oder  in einem Registereintrag mit den übrigen Elementen desselben - und Dienstleistungsverzeichnisses verglichen wird, um durch eine  Auslegung deren Sinn zu bestimmen, wenn die Bezeichnung mehrdeutig oder unklar ist.
4. Vorliegend werden die massgeblichen Verkehrskreise aus dem breiten Publikum gebildet. Einzige Ausnahme ist die von der Widerspruchsmarke in Klasse 35 beanspruchte Dienstleistung "Werbung":  werden im Unterschied zu den übrigen beanspruchten Waren und Dienstleistungen nicht von Letztabnehmern (Endkonsumenten), sondern nur von Unternehmen mit eigenem Marktangebot nachgefragt.
5. Damit ist die Gleichartigkeit der zu vergleichenden Dienstleistungen zu prüfen.
5.1 Die von der Widerspruchsmarke beanspruchte Werbung richtet sich an  Abnehmerkreise (Unternehmen) als die von der angefochtenen Marke beanspruchten "Unterhaltungsdienstleistungen, nämlich Organisation und Veranstaltung von Online-Pokerparties und -turnieren über globale Com-
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puternetzwerke", die sich an Endkonsumenten richten. Aufgrund der  Zwecke dieser Dienstleistungen wird keine einheitliche  durch einen Markeninhaber erwartet. Insoweit besteht keine .
5.2 Es sind die Dienstleistungen "Betrieb einer Diskothek, Betrieb eines Clubs, Betrieb eines Nachtclubs" mit "Unterhaltungsdienstleistungen, nämlich  und Veranstaltung von Online-Pokerparties und -turnieren über globale Computernetzwerke" in Klasse 41 zu vergleichen. Die Indizwirkung der Zugehörigkeit zur gleichen Klasse ist schwach, da die Klasse 41 sehr breit ist.
Diskotheken und Nachtclubs unterscheiden sich von Online-Pokerparties und -turnieren sowohl durch den verschiedenen Erbringungs-  Austragungsort wie durch die abweichenden Kundenkreise. Eine einheitliche Kontrolle desselben Markeninhabers wird hier nicht erwartet.
"Clubs" sind in erster Linie Vereinigungen von Menschen mit  Interessen, also Vereine. Das aus dem Englischen stammende Wort bezeichnet zugleich die Räumlichkeit für deren Zusammenkünfte (dtv- Wörterbuch des Deutschen, München 1997, S. 674). Diese zweite Bedeutung von "Club" mit Bezug auf Räumlichkeiten, in welchen sich Klubmitglieder treffen, hat im allgemeinen Sprachgebrauch eine  erfahren. Auch Räumlichkeiten mit öffentlich zugänglichen  werden oft als "Club" bezeichnet, und zwar ungeachtet der , dass die personelle Zusammensetzung des Publikums, welches insgesamt höchstens lose Verbindungen pflegt, hier viel stärker variiert als im Falle von Räumlichkeiten, in denen sich eigentliche Vereinsmitglieder regelmässig treffen (Vereinslokale).
Beim Eintrag "Betrieb eines Clubs" im Dienstleistungsverzeichnis der  handelt es sich somit um einen mehrdeutigen Eintrag. Ein Vergleich mit den anderen von der Widerspruchsmarke beanspruchten Dienstleistungen ("Betrieb einer Diskothek und Betrieb eines Nachtclubs", "Betrieb einer Bar"), legt nahe, dass hier der Betrieb eines Clubs im Sinne eines öffentlich zugänglichen Lokals gemeint ist. Solche Clubs werden als Begegnungsstätten zum nächtlichen Ausgehen verstanden. Bei Clubs in diesem Sinne ist das Unterhaltungselement zwar ebenso wie bei  und -turnieren von zentraler Bedeutung. Allein gestützt auf diese Gemeinsamkeit lässt sich eine Dienstleistungsgleichartigkeit  nicht bejahen. Der Aspekt des gesellschaftlichen Beisammenseins, der für einen öffentlichen Club aus dem Bereich Nachtleben zentral ist,  bei online angebotenen Pokerparties und -turnieren nicht oder  virtuell statt. Der Erbringungsort der Dienstleistungen ist ein gänzlich anderer, und die Zeitfenster, in welchen die Dienstleistungen nachgefragt werden, sind unterschiedlich. Art und Zweck des Clubbesuchs und des  via Internet sind verschieden. Deshalb geht das Publikum nicht von einer einheitlichen Kontrolle durch einen übereinstimmenden  aus. Auch zwischen diesen Dienstleistungen ist eine  deshalb zu verneinen.
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5.3 Schliesslich ist der Betrieb einer Bar in Klasse 43 mit , nämlich Organisation und Veranstaltung von Online- und -turnieren über globale Computernetzwerke zu vergleichen. Auch hier unterscheiden sich die Erbringungsorte erheblich. Online- schliessen die gleichzeitige Erbringung der  Bardienstleistungen (Lieferung von Essen und Trinken, Zigaretten usw.), sogar aus. Auch die RKGE hat eine Gleichartigkeit zwischen  (Musikdarbietungen) und dem Betrieb einer Bar im Entscheid sic! 2004 S. 778 E. 5 Yello verneint. Entgegen der  der Beschwerdegegnerin (Beschwerdeantwort, Ziff. 6) ist es nicht entscheidend, ob das Pokerspiel in der Schweiz auch in Bars gespielt wird. Selbst wenn gewisse Überschneidungen der Konsumentenkreise denkbar sind, werden diese Dienstleistungen in der Regel von verschiedenen  erbracht (sic! 2004 S. 778 E. 5 Yello). Der lose thematische  zwischen dem Pokerspiel und Bars fällt darum nicht ins  (vgl. MARBACH, Gleichartigkeit, S. 267).
Es besteht somit keine Gleichartigkeit zwischen den Dienstleistungen der zu vergleichenden Marken.
6. Das Bestehen einer Verwechslungsgefahr ist angesichts dieses  zu verneinen, ohne dass die Frage der Zeichenähnlichkeit zwischen der Widerspruchsmarke und den beiden angefochten Marken eigens  werden muss, setzt die Annahme einer Verwechslungsgefahr doch ein Minimum an Waren- oder Dienstleistungsgleichartigkeit voraus (MARBACH, Gleichartigkeit, S. 259).
7. Die Beschwerden sind aus diesen Gründen gutzuheissen, soweit auf sie eingetreten wird. Die Entscheide der Vorinstanz sind aufzuheben, soweit sie angefochten worden sind. Bei diesem Ausgang des Verfahrens werden die Beschwerdeführerin und die Beschwerdegegnerin teilweise kosten- pflichtig, und beiden steht (unter gegenseitiger Verrechnung) ein Anspruch auf Parteientschädigung zu (Art. 63 Abs. 1 VwVG und Art. 64 Abs. 3 VwVG). Der Beitrag, den die Präzisierung des  der angefochtenen Marken im Verlaufe des Beschwerdeverfahrens zum Obsiegen der Beschwerdeführerin geleistet hat, ist gering, so dass eine Einschränkung der Kosten- und Entschädigungspflicht der  aus diesem Grund nicht angezeigt erscheint. Schon in seiner ursprünglichen Formulierung war das Waren- und  der angefochtenen Marke nämlich auf Online-Dienstleistungen . Allerdings obsiegt die Beschwerdeführerin, da auf einzelne  Anträge nicht einzutreten ist, nur zu rund drei Vierteln. Die  sind ihr darum zu einem Viertel aufzuerlegen.
8. Die Gerichtsgebühr ist nach Umfang und Schwierigkeit der Streitsache, Art der Prozessführung und finanzieller Lage der Parteien festzulegen (Art. 63 Abs. 4bis VwVG, Art. 2 des Reglements über die Kosten und  vor dem Bundesverwaltungsgericht vom 11. Dezember 2006 (VGKE, SR 173.320.2). Im Beschwerdeverfahren vor dem Bundesverwaltungsge-
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richt ist dafür ein Streitwert zu veranschlagen (Art. 4 VGKE). Im  besteht dieser Streitwert vor allem im Schaden der  im Fall einer Markenverletzung durch die angefochtene Marke. Es würde aber zu weit führen und könnte im Verhältnis zu den  geringen Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens abschreckend , wenn dafür im Einzelfall stets konkrete Aufwandsnachweise verlangt würden. Mangels anderer streitwertrelevanter Angaben ist der Streitwert darum nach Erfahrungswerten auf Fr. 55'000.-- festzulegen (JOHANN ZÜRCHER, Der Streitwert im Immaterialgüter- und Wettbewerbsprozess, sic! 2002 S. 505; LEONZ MEYER, Der Streitwert in Prozessen um  und Firmen, sic! 2001 S. 559 ff., LUCAS DAVID, in: Roland von Büren / Lucas David [Hrsg.], Schweizerisches Immaterialgüter- und , Bd. I/2, Der Rechtsschutz im Immaterialgüterrecht, Basel 1998, S. 29 f.).
9. Die Parteientschädigung ist nach Art. 14 Abs. 2 VGKE aufgrund der  Kostennote festzusetzen. Ist wie im vorliegenden Fall keine  eingereicht worden (weder von Seiten der Beschwerdeführerin, noch von Seiten der Beschwerdegegnerin), setzt das Gericht die  aufgrund der Akten für die notwendigen erwachsenen Kosten fest (Art. 7 VGKE). In Würdigung der massgeblichen Faktoren erscheint eine Parteientschädigung der Beschwerdegegnerin an die Beschwerdeführerin von Fr. 4'000.-- (inkl. allfällige MWST) für das erstinstanzliche Verfahren und das Beschwerdeverfahren sowie eine Parteientschädigung der  an die Beschwerdegegnerin in der Höhe von Fr. 1000.-- für das Beschwerdeverfahren angemessen. Für das erstinstanzliche  erscheint eine Parteientschädigung der Beschwerdegegnerin an die Beschwerdeführerin in der Höhe von Fr. 2000.-- angemessen. Unter  Verrechnung dieser Ansprüche hat die Beschwerdegegnerin damit total Fr. 5'000.-- Parteientschädigung an die Beschwerdeführerin zu leisten.
10. Gegen dieses Urteil steht keine Beschwerde an das Bundesgericht zur Verfügung (Art. 73 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das  [BGG, SR 173.110]). Es ist deshalb rechtskräftig.
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