Decision ID: c5b2731e-9c05-5fce-b198-c7df673fe4c0
Year: 2008
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Der Beschwerdeführer stellte am 27. Dezember 1998 erstmals ein Asylgesuch in der Schweiz. Dieses wurde mit Verfügung vom 28.  2001 vom damaligen Bundesamt für Flüchtlinge (BFF; heute BFM) abgewiesen; gleichzeitig wurde die Wegweisung des  aus der Schweiz sowie der Wegweisungsvollzug . Mit Beschwerde vom 1. November 2001 focht der  die vorinstanzliche Verfügung bei der damaligen Schweizerischen Asylrekurskommission (ARK) an. Mit Beschluss vom 26. Januar 2004 schrieb die ARK die Beschwerde vom 1. November 2001 als  ab, da der Beschwerdeführer gemäss einer Mitteilung der zuständigen kantonalen Behörde seit dem 1. November 2003  Aufenthalts sei.
B. Am 8. Februar 2008 reiste der Beschwerdeführer erneut in die Schweiz ein - nachdem er seit 2003 in England und Irland gelebt und dort erfolglos je ein Asylverfahren durchlaufen hatte - und stellte am 19. Februar 2008 ein zweites Asylgesuch in der Schweiz. Am 7. März 2008 wurde der Beschwerdeführer zu seinen Asylgründen summarisch und am 18. März 2008 eingehend befragt.
Zur Begründung seines Asylgesuchs berief sich der Beschwerdeführer hauptsächlich auf seine bereits im ersten Asylverfahren geltend  Gründe, wonach er wegen seiner Mitgliedschaft zur  (...) von den libyschen Behörden gesucht worden sei und ihm mit grosser Wahrscheinlichkeit eine längere Haftstrafe drohe. Er habe während seiner Zeit in Europa auch erfahren, dass in der Heimat  nach ihm gesucht werde und sein Vater in diesem  zweimal von den Behörden verhört worden sei. Aufgrund seines langjährigen Aufenthaltes in Europa sei die Gefahr, im Falle einer Rückkehr nach Libyen verhört und festgenommen zu werden, zudem noch grösser geworden.
Der Beschwerdeführer reichte drei Dokumente, die im Zeitraum seines Aufenthaltes in Irland ausgestellt worden waren, zu den Akten.
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C. Mit Verfügung vom 2. April 2008 - eröffnet am 3. April 2008 – trat das BFM gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. e des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das zweite Asylgesuch des  nicht ein und ordnete die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Wegweisungsvollzug an. Auf Einzelheiten in der Begründung des angefochtenen Entscheids wird - soweit erforderlich - in den  eingegangen.
D. Mit Eingabe vom 10. April 2008 focht der Beschwerdeführer beim  die vorinstanzliche Verfügung an, und  die Aufhebung der Verfügung beziehungsweise die Aufhebung der Ziffern 2-4 der Verfügung; eventuell sei das BFM anzuweisen, die  Aufnahme anzuordnen. In der Begründung hat der  auch den Nichteintretensentscheid des BFM explizit . Weiter wurde beantragt, die Vollzugsbehörden seien , jegliche Kontaktaufnahme und Datenweitergabe an den Heimatstaat des Beschwerdeführers zu unterlassen und allenfalls  erfolgte Datenweitergaben offenzulegen. In prozessrechtlicher Hinsicht beantragte er die unentgeltliche Rechtspflege und den Erlass des Kostenvorschusses.
E. Mit Verfügung vom 16. April 2008 hielt die zuständige  fest, dass der Beschwerdeführer den Entscheid in der Schweiz abwarten könne. Weiter wurde die unentgeltliche  gemäss Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) gewährt und auf die Erhebung des Kostenvorschusses verzichtet, sowie die Vorinstanz zur Einreichung einer Vernehmlassung ersucht. Dabei wurde auf ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 29. Februar 2008 betreffend einen Libyer und dessen lange Auslandabwesenheit verwiesen und das BFM ersucht, zu diesem Sachverhalt Stellung zu nehmen.
F. In seiner Vernehmlassung vom 14. Mai 2008 hielt das BFM an seinem bisherigen Standpunkt fest und beantragte die Abweisung der .
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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17.  2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht  gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts. Eine Ausnahme, was das Sachgebiet angeht, ist nicht gegeben (Art. 32 VGG). Das  ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Beurteilung erfolgt nach  Verfahrensrecht (vgl. Art. 53 Abs. 2 VGG).
1.2 Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
2. Die Beschwerde ist form- und fristgerecht eingereicht; der  ist legitimiert (Art. 108 Abs. 2 AsylG, Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 und 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist mithin einzutreten.
3. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen einen  des BFM. Gegenstand des Beschwerdeverfahrens bildet  im Asylpunkt alleine die Frage, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist. Bei Begründetheit des  Rechtsbegehrens ist somit die Verfügung aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen  [EMARK] 2004 Nr. 34 E.2.1. S. 240 f., 1996 Nr. 5 S. 39, 1995 Nr. 14 S. 127 f., 1994 Nr. 23 S. 168, 1993 Nr. 36 S. 250 f.).  hinsichtlich der angeordneten Wegweisung und deren Vollzugs kommt dem Bundesverwaltungsgericht volle Kognition zu, weil diese Punkte von der Vorinstanz bereits materiell geprüft worden sind.
4. Gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG wird auf ein Asylgesuch nicht , wenn Asylsuchende in der Schweiz bereits ein Asylverfahren
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erfolglos durchlaufen haben oder während des hängigen  in den Heimat- oder Herkunftsstaat zurückgekehrt sind, ausser es gebe Hinweise, dass in der Zwischenzeit Ereignisse eingetreten sind, die geeignet sind, die Flüchtlingseigenschaft zu begründen, oder die für die Gewährung vorübergehenden Schutzes relevant sind.
5. 5.1 Die Vorinstanz begründete ihre Verfügung damit, dass die  Mitgliedschaft in der islamistischen Gruppierung (...) und die damit einhergehende Verfolgung seitens der libyschen Behörden bereits im ersten Asylverfahren den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit gemäss Art. 7 AsylG nicht standgehalten hätten, und demzufolge die jetzigen Ausführungen, welche sich erneut auf jene Vorbringen stützten, weiterhin als unglaubhaft zu taxieren seien.  sei das Verhalten des Beschwerdeführers kaum mit demjenigen einer verfolgten Person zu vereinbaren. Es sei nicht nachvollziehbar, warum er die Schweiz freiwillig verlassen habe und nach England  sei, obwohl er dort kein Vertrauen in die Behörden gehabt habe. Es erstaune zudem, dass er in England und Irland nicht dieselben Asylgründe wie in der Schweiz vorgetragen habe. Im Fall einer  wäre naheliegend gewesen, dieselben Asylgründe auch in  Staaten vorzubringen. Weiter seien seine Aussagen, wonach er in den Jahren 2005 bis 2007 weiterhin von den libyschen Behörden  worden sei und sein Vater in diesem Zusammenhang verhört worden sei, widersprüchlich und unsubstanziiert, womit auch diese Vorbringen nicht glaubhaft seien. Zur Befürchtung des , wonach er wegen seines langjährigen Aufenthalts in Europa bei einer Rückkehr nach Libyen inzwischen noch stärker gefährdet sei, verwies das BFM auf seine Ausführungen in der Verfügung vom 28. September 2001, wonach keine asylrelevante, objektiv begründete Furcht vor entsprechenden Massnahmen seitens der libyschen  bestehe.
5.2 Der Beschwerdeführer machte in seiner Rechtsmitteleingabe , dass er im Jahre 2003 die Schweiz verlassen habe, weil er hier aufgrund seines immer noch hängigen Verfahrens keinen gesicherten Status gehabt habe und keiner Arbeit habe nachgehen können. Aufgrund seiner unbefriedigenden Situation sei er in schlechter  Verfassung gewesen und habe deshalb die Schweiz verlassen, in der Hoffnung in England - wo seine Schwester lebe - Asyl zu , Arbeit zu finden und sein Leben somit besser gestalten zu
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können. Da er jedoch auch in England und später in Irland keine gesicherte Zukunft gehabt habe und sich lange Zeit illegal habe dort aufhalten müssen, sei er wieder zurück in die Schweiz gekommen.  der ihm vom BFM vorgehaltenen mangelnden Glaubhaftigkeit der Suche durch die libyschen Behörden entgegnete der , dass sowohl sein Vater wie auch sein Bruder in ständiger Angst vor weiteren behördlichen Übergriffen leben würden, und deshalb nicht umfassend und detailliert über die Vorfälle im Jahre 2005 und 2007 . Zudem spreche sein Vater nicht über solche Dinge. Weiter wisse er aufgrund seiner Erfahrungen mit den libyschen Behörden, dass man bei einer Rückkehr sehr hart angegangen werde, wenn man sich längere Zeit im Ausland aufgehalten habe und zudem mit einer verbotenen Organisation in Verbindung gebracht werde. Es sei , dass er zum vornherein kein Vertrauen in die englischen  gehabt habe. Das Vertrauen sei geschwunden, als er mit der Prozedur des englischen Verfahrens konfrontiert worden sei. Bei den Widersprüchen betreffend die Telefongespräche mit der Familie handle es sich um ein Missverständnis, welches er in der Anhörung bereinigt habe. Aufgrund der Vorbringen sei auf das Asylgesuch einzutreten.
5.3 Das BFM entgegnete in seiner Vernehmlassung, dem erwähnten Urteil vom 29. Februar 2008 sei zu entnehmen, dass bei Libyern von einer Furcht vor künftiger Verfolgung auszugehen sei, wenn eine  zu einer islamistischen Gruppierung wie beispielsweise der (...) überwiegend glaubhaft sei, wenn die Ausreise aus Libyen illegal erfolgt sei, wenn der Auslandaufenthalt längere Zeit gedauert habe und wenn damit zu rechnen sei, dass die libyschen Behörden von der Asylgesuchstellung Kenntnis erhalten hätten. Im Gegensatz zum Sachverhalt im erwähnten Urteil erfülle der Beschwerdeführer zwei der erwähnten Kriterien nicht: Seine Zugehörigkeit zur (...) sei unglaubhaft und er habe das Heimatland legal verlassen. Die legale Ausreise sei jedoch mit einer Verfolgung nicht vereinbar.
6. 6.1 Im vorliegenden Fall steht fest, dass der Beschwerdeführer bereits ein Asylverfahren in der Schweiz erfolglos durchlaufen hat.
Demnach ist zu prüfen, ob sich aus den vom Beschwerdeführer , in der Zwischenzeit eingetretenen Vorkommnissen  ergeben, die geeignet sind, die Flüchtlingseigenschaft zu  oder die für die Gewährung vorübergehenden Schutzes rele-
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vant sind. Die Beweisanforderungen sind dabei gemäss der nach wie vor gültigen Rechtsprechung der ARK tief anzusetzen (vgl. EMARK 2000 Nr. 14, 2005 Nr. 2, S. 16 f., 2006 Nr. 20, S. 214 f.). Es muss somit auf Asylgesuche eingetreten werden, wenn sich Hinweise auf eine  der Flüchtlingseigenschaft relevante Verfolgung ergeben, die sich nicht zum Vornherein als haltlos erweisen.
Die Vorinstanz hat in ihrer Verfügung festgestellt, die geltend  Mitgliedschaft bei (...) sei unglaubhaft und das Verhalten des Beschwerdeführers spreche gegen eine asylrelevante Verfolgung seitens der libyschen Behörden.
6.2 Vorab ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer die Schweiz verliess, ohne den Beschwerdeentscheid abzuwarten. Mit dem  der ARK wurde zwar das Asylverfahren in der Schweiz abgeschlossen, es bleibt jedoch zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer durchaus nachvollziehbare Gründe angab, weshalb er die Schweiz verliess und nach England weiter reiste, wo seine Schwester lebt. Die diesbezügliche Argumentation des BFM in der  Verfügung, wonach das Verhalten des Beschwerdeführers nicht mit dem Vorgehen einer tatsächlich schutzsuchenden Person zu vereinbaren sei, muss daher relativiert werden, zumal er durch den ersten abweisenden Entscheid der Vorinstanz gerade nicht mit einer nachhaltigen Schutzgewährung in der Schweiz rechnen konnte. Aus diesem Verhalten des Beschwerdeführers muss demnach nicht  auf das Fehlen einer asylrelevanten Verfolgung geschlossen .
6.3 Auch wenn dem Beschwerdeführer nicht geglaubt wird, dass er Mitglied der (...) war, sind vorliegend weitere Indizien vorhanden, welche geeignet sein könnten die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers zu begründen oder zumindest für die Gewährung vorübergehenden Schutzes relevant sein könnten, und somit einem Nichteintretensentscheid gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG .
Einerseits ist belegt, dass der Beschwerdeführer sowohl in der Schweiz wie auch in England Kontakte zu libyschen Flüchtlingen und Personen aus dem Umfeld der (...) hatte und teilweise eventuell immer noch hat. So bestätigte im Jahre 2001 (...), dass der Beschwerdeführer in Libyen gegen das Regime politisch aktiv war (A19) und er erkundigte sich zum Stand der Asylverfahren von Mitgliedern der (...),
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darunter auch des Verfahrens des Beschwerdeführers. In der Folge relativierte (...) seine Aussagen, wozu dem Beschwerdeführer das rechtliche Gehör gewährt wurde (A27/3, A30/2). Aus dieser Korrespondenz ist zu schliessen, dass unter den mit (...) bekannten Libyern - darunter Mitglieder der (...) - offenbar ein Streit besteht. Der Beschwerdeführer gab hierzu in seinem zweiten Asylverfahren an, dass er (...) in England getroffen habe, sich jedoch nicht mit ihm unterhalten habe, da er seinetwegen in der Schweiz Probleme gehabt habe (vgl. B 2, S. 7). Weiter erwähnt der Beschwerdeführer einen gewissen (...), der ebenfalls in England ein Asylgesuch gestellt und einen positiven Entscheid erhalten habe, welcher ihn in Libyen  habe, worauf die libyschen Behörden fortan gewusst hätten, dass er sich in England aufhalte (vgl. B 2, S. 3). Demnach bestehen über die ehemaligen politischen Tätigkeiten des Beschwerdeführers weiterhin Unklarheiten und aufgrund der unterschiedlichen Aussagen der beteiligten Personen kann nicht ausgeschlossen werden, dass der Beschwerdeführer bei einer Rückkehr nach Libyen einer Verfolgung ausgesetzt sein könnte.
Ein weiterer entscheidender Faktor ist der lange Auslandaufenthalt des Beschwerdeführers. Zwar ist die ARK in einem Urteil aus dem Jahre 2003 zum Schluss gekommen, dass Rückkehrer in Libyen allein  ihres Aufenthaltes im westlichen Ausland nicht einer  Verfolgung im Sinne von Art. 3 AsylG ausgesetzt sind (EMARK 2003 Nr. 28). Es wurde jedoch auch festgehalten, dass die libyschen Behörden Befragungen bei diesen Rückkehrern vornehmen. Dabei werden die entsprechenden Personen – gemäss von Amnesty  (AI) ausgewerteten Erfahrungen – nebst der Kontrolle der  und dem Zweck des Auslandsaufenthaltes einer eingehenden Überprüfung unterzogen. Es bestehen Anhaltspunkte dafür, dass die Dauer des Auslandsaufenthaltes Auswirkungen auf die Intensität der Befragungen hat. So würden bereits intensive Befragungen mit  durchgeführt, wenn deren Auslandaufenthalt drei bis sechs Monate übersteige. Wird den libyschen Behörden bekannt, dass der Rückkehrer im Ausland ein Asylgesuch gestellt hat – womit spätestens dann zu rechnen ist, wenn der Betroffene den Zweck seines  dartun und belegen muss – vermag dies einen  zu begründen, was wiederum zu einer intensiveren  führen wird, in deren Verlauf je nach den Umständen bereits Misshandlungen drohen können. Ergänzend kommt hinzu, dass sich der Beschwerdeführer während seines Aufenthaltes in England bei
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seiner Schwester in (...) aufgehalten hat, wo gemäss Aktenlage auch (...) wohnhaft ist (vgl. A 42). Diese Tatsache könnte als zusätzliches Indiz für eine entsprechende Verbindung der beiden Personen herangezogen werden, was wiederum weitere intensive Befragungen und eventuelle Misshandlungen nach sich ziehen könnte.
Im Rahmen der Befragungen machte der Beschwerdeführer zudem geltend, dass er im Jahre 2005 und 2007 von Zivilbehörden zu Hause gesucht worden sei und man seinen Vater in diesem Zusammenhang einvernommen habe. Auch wenn sich der Beschwerdeführer hierzu nur sehr oberflächlich und ungenau zu äussern vermag, ist dieses  nicht als völlig unglaubhaft einzustufen, zumal der  bei der Anhörung wiederholt zurechtgewiesen und aufgefordert wurde, sich in seinen Ausführungen kürzer zu halten (vgl. B 11, S. 5 und 9). Es ist demnach durchaus möglich, dass der Beschwerdeführer daran gehindert wurde, aus seiner Sicht wesentliche Vorbringen schlüssig darzulegen.
Entgegen den Ausführungen des BFM in seiner Vernehmlassung müssen nicht alle vier im Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts vom 29. Februar 2008 aufgeführten Bedingungen erfüllt sein, damit Hinweise auf eine Gefährdung im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG vorliegen, zumal für Nichteintretensentscheide - wie oben unter Ziffer 6.1 ausgeführt - tiefe Beweisanforderungen anzusetzen sind.
Was den Beschwerdeführer betrifft, kann nach dem Gesagten nicht ausgeschlossen werden, dass er bei seiner Einreise nach Libyen – nach seinem fast zehnjährigen Auslandaufenthalt – einer eingehenden Befragung unterzogen würde. Dabei ist möglich, dass die libyschen Behörden den Beschwerdeführer regimefeindlicher Kontakte im  verdächtigen. Zusammenfassend kann somit festgehalten , dass bei Anwendung des tiefen Beweismassstabs durchaus  auf eine Gefährdung im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG bestehen, die in einem materiellen Verfahren zu prüfen sind. Dabei wird das BFM angesichts der nicht in jeder Hinsicht optimalen  vom 18. März 2008 allenfalls eine ergänzende Befragung  und insbesondere auch abzuklären haben, welche Folgen die lange Auslandabwesenheit des Beschwerdeführers und dessen mögliche Kontakte zu oppositionellen Kreisen im Fall einer Rückkehr nach Libyen für ihn haben.
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7. Demnach ergibt sich, dass die Vorinstanz zu Unrecht auf das zweite Asylgesuch des Beschwerdeführers vom 19. Februar 2008 gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG nicht eingetreten ist und damit Bundesrecht verletzt hat (vgl. Art. 106 AsylG).
8. Bezüglich den gestellten Rechtsbegehren um Sistierung der  an den Heimatstaat des Beschwerdeführers kann den  nichts entnommen werden, was auf einen entsprechenden Kontakt und eine Datenweitergabe an die libyschen Behörden hinweisen , womit diese Rechtsbegehren als gegenstandslos angesehen  können.
9. Die Beschwerde ist somit im Sinne des Hauptbegehrens gutzuheissen, die angefochtene Verfügung des Bundesamtes vom 2. April 2008  und die Sache zur Neubeurteilung im Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zurückzuweisen.
10. 10.1 Beim vorliegenden Verfahrensausgang sind keine  aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG). Damit wird das mit  vom 16. April 2008 gutgeheissene Gesuch um  der unentgeltlichen Rechtspflege hinfällig.
10.2 Dem Beschwerdeführer wäre weiter in Anwendung von Art. 64 Abs. 1 VwVG sowie Art. 7 des Reglementes über die Kosten und  vor dem Bundesverwaltungsgericht vom 21. Februar 2008 (VGKE, SR 173.320.2) für die ihm erwachsenen notwendigen und verhältnismässig hohen Kosten eine Parteientschädigung . Dem nicht vertretenen Beschwerdeführer sind jedoch keine verhältnismässig hohen Kosten entstanden, weshalb keine  auszurichten ist.
11. Dem Beschwerdeführer wird zusammen mit dem Urteil noch die  des BFM vom 14. Mai 2008 zur Kenntnis gebracht.
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