Decision ID: 118d660a-b346-44a1-946e-a1c9eab0cec8
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Die 1969 geborene
X._
, Mutter zweier Kinder, war
ab dem Jahr
1991 bis zum 17. September 2004 (effektiv letzter Arbeitstag) bei der
Z._
AG tätig, zuletzt
ab 3. Mai 2003 zu 50 % als Aussendienst- und
Innendienstmitar
beiterin
(vergleiche zum Sachverhalt im Folgenden Urteil des
Sozialversiche
rungsgerichts
IV.2007.01261 vom 31. März 2009, Urk. 9/68).
Am 1
2.
November 2003 meldete sie sich unter Hinweis auf eine Diskushernie zum Bezug von Leistungen der Invalid
enversicherung an
. D
ie Sozialversiche
rungsanstalt des Kantons Zürich
, IV-Stelle
,
klärte die medizinischen
und
erwerblichen Verhält
nisse ab und sprach
der Versicherten gestützt darauf
mit Ver
fügung vom
14. April 2004 ab 1. Januar 2004 eine halbe In
vali
denrente zu
, wobei sie die Versi
cherte als Vollerwerbstätige qualifizierte (Urk. 9/15)
.
Im Rahmen eines im Februar 2005
eingeleiteten Revisionsverfahrens (Urk. 9/16) holte die IV-Stelle unter anderem
das interdisziplinäre Gutachten des
A._
vom 28. Juni 2006 (Urk. 9/31) sowie
den Abklärungsberi
cht Haushalt vom 25. August 2006
ein
(Urk. 9/32)
. Gestützt darauf sprach sie der Versichert
en
mit
Verfügung
en
vom 29. August
und 26. September
2007 rückwirkend ab 1. Januar 2005 gestützt auf einen
Invaliditäts
grad
von 63 % eine
Dreiviertelsrente
zu, welche sie ab 1. Oktober 2007 auf eine
Vi
ertelsrente
herabsetzte
.
In Gutheissung der dagegen erhobenen Beschwerde hob das Sozialversicherungsgericht die Verfügung vom 29. August 2007 inso
weit auf, als die Rente ab 1. Oktober 2007 auf ei
ne
Viertelsrente
herabgesetzt worden war
, verbunden mit der Feststellung, die Versicherte habe weiterhin Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
(Urteil des hiesigen Gerichts IV.2007.01261 vom 31. März 2009, Urk. 9/68).
Im Rahmen einer revisionsweisen Überprüfung vom
November 2009 (Urk. 9/89) holte die IV-Stelle das interdisziplinäre
Gutachten
der
B._
vom 27. September 2010 ein (Urk. 9/87
-88
). Gestützt darauf bestätigte sie die laufende Rente revisionsweise (Mitteilung vom 17. Dezember 2010, Urk. 9/90).
Im Rahmen eine
s
am 20. Februar 2013 eingeleiteten weiteren
Revision
sver
-
fahren
s
(Urk. 9/92) liess sie die Versicherte am
27. August 2013
vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) orthopädisch/rheumatologisch und psy
chiatrisch untersuchen (Bericht
e
vom
10. September und 8. Oktober 2013,
Urk. 9/111-112)
. Gestützt darauf
sowie
nach durchgeführtem Vorbescheid
-
verfahren (
Urk. 9/97-98, Urk. 9/105, Urk. 9/116, Urk. 9/119, Urk. 9/129) setzte sie mit Verfü
gung vom 1. Oktober 2014 die
Dreiviertelsrente
per Ende des der Zustellung folgenden Monats
bei einem Invaliditätsgrad von
43 % auf eine
Viertelsrente
herab
(Urk. 2).
2.
Dagegen liess
die
Versicherte mit Eingabe vom
29. Oktober 2014
Beschwerde erheben (Urk. 1) mit dem Antrag, es sei
ihr ab 1. Februar 2013 eine ganze Rente der Invalidenversicherung zuzusprechen; eventualiter sei ihr
weiterhin eine
Dreiviertelsren
te
der Invalidenversicherung zuzusprechen;
sub
eventualiter
sei ihr ab 1. Dez
ember 2014 eine halbe Invalidenrente zu
zusprechen. In der Beschwerdeant
wort vom
23. Januar 2015
schloss die IV-Stelle auf Abwe
isung der Beschwerde (Urk. 8
).
Auf die Ausführungen der Parteien und die Unterlagen wird, soweit erforder
lich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4
Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung,
IVG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie kör
perliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen
Ge
sundheitsschadens
und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als rele
vant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Per
son bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des
Forderbaren
wird dabei weitgehend objektiv be
stimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Er
werbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychi
schen Beein
trächtigung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur so
weit zu einer Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), als angenommen
werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (Art. 6 ATSG) sei der versi
cherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
1.2
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28 Abs. 2 IVG).
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypo
thetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des
Einkom
mensvergleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.3
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbe
zügers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 11. Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revisi
onsgrund
im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für
die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Ein
spracheentscheid
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71
E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hin
weisen).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
Der Beweiswert von RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. 2
der Verordnung über die Invalidenversicherung (
IVV
)
ist mit jenem externer medizinischer Sachver
ständigengutachten vergleichbar, sofern sie den praxisgemässen Anforderungen an ein ärztliches Gutachten (
BGE 134 V 231
E. 5.1) genügen und die Arztperson über die notwendigen fachlichen Qualifikationen verfügt (
BGE 137 V 210
E. 1.2.1). Allerdings kann auf das Ergebnis versicherungsinterner ärztlicher Abklärungen – zu denen die RAD-Berichte gehören – nicht abgestellt werden, wenn auch nur geringe Zweifel an ihrer Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit bestehen (Urteil des Bundesgerichts 8C_197/2014 vom 3. Oktober 2014 E. 4.2 mit Hinweisen auf
BGE 139 V 225
E. 5.2;
135 V 465
E. 4.4 und E. 4.7).
2
.
2
.1
Streitig und zu prüfen ist, ob bei der Beschwerdeführerin seit der Mitteilung vom 17. Dezember 2010 (Urk. 9/90) bis zum Erlass der angefochtenen Verfü
gung vom 1. Oktober 2014 (Urk. 2) eine Veränderung des Gesundheitszustan
des mit Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit eingetreten ist, welche die Herabsetzung auf eine
Viertelsrente
der Invalidenversicherung zu begründen vermag.
2
.2
Die Mitteilung vom
17. Dezember 2010
beruhte im Wesentlichen auf dem
B._
-Gutachten vom 27. September 2010 (Urk. 9/87
-88
).
Im Rahmen der Begutachtung war
die Beschwerdeführerin am 26. und 31. August 2010 inter
nistisch-neurologisch, orthopädisch und psychiatrisch untersucht
worden
. Dabei diagnostizierten die Ärzte ein
cervicospondylogenes
Schmerzsyndrom mit
einer chronisch rezidivierenden links ausstrahlenden
Cervicobrachialgie
, jedoch ohne
ein
radikuläres
Defizit, ein
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom mit einer zusätzlichen S1-Radikulopathie links mit einer
residuellen
Schmerzsymptomatik bei einer
magnetic
resonance
imaging
(MRI)-
gesicherten Diskushernie L5/S1
und einer
praesacralen
Osteochondrose
sowie eine
chronifizierte
depressive Reaktion bei einer Funktionsstörung des Bewegungsapparates (ICD-10: F43.21).
Bei der
Gesamtbeurteilung der Arbeitsfähigkeit kamen die Ärzte zu folgendem Schluss
(Urk. 9/88/14 ff.):
die zuletzt ausgeübte Tätigkeit
als Key-Account-Managerin im Aussendienst und
auch Tätigkeiten
im Gastronomiebereich seien der Versi
cherten
nicht
mehr zumutbar; in einer
leidens
angepassten Tätigkeit – das heisst einer wechselbelastenden Tätigkeit ohne Zwangshaltungen und ohne repetitive Bewegungsanforderungen für die Halswirbelsäule und für den Rumpf, ohne Heben, Tragen und Bewegen von Lasten über 15 kg und bei Bildschirmarbeiten mit der Möglichkeit von Bewegungspausen nach
freiem Ermessen – bestehe eine
Arbeitsfähigkeit von 80 %.
2
.3
Die angefochtene Verfügung vom 1. Oktober 2014 (Urk. 2) beruht im Wesentli
chen auf den Berichten des
C._
vom 1. und 4. März
und
30. Mai 2013 und den RAD-Berichten vom 10. September und 8. Oktober 2013.
In den Berichten des
C._
vom 1. und
4. März
sowie vom
30. Mai 2013
(Urk. 9/94, Urk. 9/101-102)
– wo die Versicherte in der Zeit vom 11. Februar bis
zum 1. März 2013 hospitalisiert
war - diagnostizierten die Ärzte neu (nebst den bekannten Diagnosen) eine
undifferenzierte
Spondylarthropathie
(Erstdiagnose im Februar 2013)
mit einem axial
en Befall und einem Human
Leukoz
yte
Anti
gen(HLA)-B27 negativ
. Sie führten dazu unter anderem aus (Urk. 9/101/2), bei
einem
anamnestisch
en und klinischen
Verdach
t auf eine
seronegative
Spon
dyl
arthropathie
seien weitere Abklärungen der Brust- und Lendenwirbelsäule und d
e
s
Sakrums
erfolgt
(unter anderem mit Kontrastmittel-MRI)
. In der Zusammenschau der Befunde würden sie von
einer undifferenzierten
Spon
dyl
arthropathie
mit einem axialen Befall ausgehen. Therapeutisch empfahlen
sie
den Beginn einer an
t
ientzündlichen Basistherapie mit einem
Tumornekrose
faktor
(TNF)-Alphablocker.
Im
Bericht vom 30. Mai 2013 hielte
n
sie
fest, die
Versicherte sei
nicht mehr in ihrer ambulanten Behandlung (Urk. 9/102/3).
Die Fachärztin für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des RAD, med.
pract
.
D._
, untersuchte die B
eschwerdeführerin am 27. Au
gust 2013 (RAD-Bericht vom
10. September 2013, Urk. 9/111
). Aufgrund der Unter
suchungsbefunde diagnostizierte die Ärztin mit Auswirkung auf die Arbeit
sfä
higkeit eine axiale
Spondylarthro
pathie
(Erstdiagnose Februar 2013), eine schmerzhafte Bewegungs- und Belastungseinschränkung der Lendenwirbelsäule (LWS) bei
einer MRI-nachgewiesenen Disku
shernie L5/S1 sowie ein
e
Cer
vicobrachialgie
. Zur Arbeitsfähigkeit gab sie an, in d
er bisherigen Tätigkeit als Key-Account-
Managerin bestehe aus somatischer Sicht weiterhin eine Arbeits
fähigkeit von 50 %. In einer
leidens
angepassten Tätigkeit
– das heisst einer kör
perlich leichten wechselbelastenden Tätigkeit ohne regelmässige Hebe- und
Tra
gebelastungen
über 10 kg,
ohne Arbeiten auf Leitern und Gerüsten,
ohne häufi
ges Treppensteigen,
ohne häufig
e
wirbelsäulenbelastende und hüftgelenks
-
/kniegelenksbelastende Zwangshaltungen und Tätigkeiten (Bücken, Hocken, Knien, Überkopfarbeit, Arbeiten in Armvorhalte),
ohne
häufiges
Gehen auf unebenem Gelände,
ohne andauernde Vibrationsbelastungen und Nässe-/Kälteexposition – bestehe
seit September 2010
eine 80%ige Arbeits
-
fähigkeit
der Versicherten
.
Psychiatrisch abgeklärt seitens des RAD wurde die Beschwerdeführerin am
27. August 2013
durch
med.
pract
.
E._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie (Bericht vom 8. Oktober 2013, Urk. 9/112). Gestützt darauf erhob med.
pract
.
E._
keine Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit; ohne
dauerhafte
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit diagnos
tizierte er eine Anpassungsstörung mit einer depressiven Reaktion nach einer längeren Belastungsreaktion somatischer Art voll remitt
iert bei adäquater Behandlung
(ICD-10: F43.2)
sowie
Verdacht
e
auf Panikattacken
und eine post
traumatische Stressstörung (beides behandelt)
.
Aus psychiatrischer Sicht
bestehe sowohl in der bisherigen als auch in einer leidensangepassten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 100 %.
3
.
3
.1
3
.1.1
In somatischer Hinsicht genügt der RAD-Bericht
vom 10. September
2
0
13
(Urk. 9/111
) grundsätzlich den rechtsprechungsgemässen Anforderungen an einen schlüssigen Arztbericht (BGE 1
34
V
23
1 E.
5.1
).
Dagegen bringt
die Beschwer
deführerin
– unter Beru
fung auf die
C._
-Berichte vom 1. und 4. März sowie vom 30. Mai 2013
und die Berichte der behandelnden Rheumatologin
Dr.
med.
F._
, Fachärztin für Rheumatologie und Innere
Medizin, vom 5. Juni 2013 und 25. Februar 2014 –
hauptsächlich
vor (Urk. 1),
bei
der
schmerzbedingten
Hospitalisation
Anfang 2013
sei neu eine entzündliche E
rkrankung (
Spondylarth
ropathie
) diagnos
tiziert worden, wobei
die
entzündli
che Veränderung trotz d
er Therapie mit einem TNF-Alphablocker nach wie vor bestehe
. Infolge dieser Verschlechterung des Gesundheits
-
zustandes, der stark beanspruchenden Therapien, der Leistungsvermin
der
ung infolge
schmerzbe
dingten
nächtlichen Aufstehens und der no
twendigen Pausen
sei eine Arbeits
fähigkeit von 70 %
(korrekt: 80 %)
nich
t realistisch
.
3
.1.2
Hinsichtlich dieser Einwände ist
v
orab darauf hinzuweisen, dass
einerseits
die in den
C._
-Berichte
n
vom 1. und 4. Mä
rz sowie vom 30. Mai 2013 und i
m Bericht von
Dr.
F._
vom 5. Juni 2013
(Urk. 9/94, Urk. 9/101-103)
neu diagnosti
zierte undifferenzierte
Spondyl
arthropathie
bei der
RAD-
Beurtei
lung berücksichtigt
wurde
und
dass
in diesen Arztberichten
andererseits k
eine abschliessende
Einschätzung
der Arbeitsfähigkeit
der Versicherten
vorgenom
men wurde. Diese Berichte
vermögen
daher die RAD-Beurteilung vom 10. Sep
tember 2013 nicht ernsthaft in Frage
zu stellen
. Hingeg
en hat
Dr.
F._
in ihrem Bericht vom 2
5. Februar 2014 (Urk. 9/127) zum
RAD-Bericht vom
10. September 2013
ausdrücklich
Stellung genommen
und dabei – nach ihrer Fest
stellung,
dass
die RAD-Untersuchung
umfassend gewesen und die
Versicherte
dabei ausführlich befragt und untersucht worden sei
–
folgende
drei
Mängel aufgelistet
:
Sie macht
zunächst
geltend (Urk. 9/12
7
/2
Ziff.
7),
die
RAD-
Ärztin
habe eine verminderte Belastbarkeit des linken Beins respektive eine damit
verbundene
Gehunsicherheit nicht berücksichtigt. Diesem Einwand kann nicht gefolgt wer
den, hat doch
die
RAD-
Ärztin
die Versicherte auch diesbezüglich
– in Überein
stimmung mit den
oben
erwähnten eigenen Feststellungen von
Dr.
F._
– ausführlich untersucht (
vergleiche
Urk. 9/111 S. 2 f.
und
8 ff. zu den unteren Extremitäten und zum Gangbild)
und damit diesen Punkt berücksich
tigt
. Im Übrigen stützt sich
Dr.
F._
in diesem Zusammenhang bloss auf die subjektiven Angaben der Versicherten, was
invalidenversicherungs
rechtlich
nicht relevant ist. Der weitere von
Dr.
F._
bemängelte Punkt
,
wonach die Feststellung im RAD-Bericht
,
dass
sich klinisch bei der Untersuchung keine Hinweise auf eine entzündlich-rheumatische Erkrankung
ergeben hätten (Urk. 9/111/9),
nicht
korrekt sei, da die entzündliche Krankheit sich durch Schmerzen und häufig auch durch eine eingeschränkte Beweglichkeit der Wirbelsäule äussere, ist ebenfalls nicht stichhaltig. Denn einerseits wurde bei der RAD-Beurteilung eine schmerzhafte Bewegungs- und
Belastungsein
schränkung
der LWS
nebst der
Spondylarthro
pathie
berücksichtigt (Urk. 9/111/9), und andererseits kann die Frage, ob die Schmerzen und die
Bewe
gungseinschränkung
durch die degenerativen oder entzündlichen Veränderun
gen hervorgerufen werden, gemäss den eigenen Ausführungen von
Dr.
F._
(letztlich)
nicht schlüssig b
eantwortet werden
.
Die von
Dr.
F._
lediglich isoliert aus dem Gesamt
zusammenhang zitierte k
linische
RAD-Feststellung bezüglich der Fortd
auer der entzündlichen Aktivität erscheint daher unter Berücksichtigung aller relevanten Umstände keineswegs als man
gelhaft.
Aus den Ausführungen im RAD-Bericht
,
wonach entgegen der Angabe der Versicherten im Medikamentenspiegel keine Schmerzmittel gefunden wer
den konnten, was den klinischen Eindruck stütze, dass durch die Etablierung der Basistherapie mit
Humira
keine wesentliche Aktivität der axialen
Sp
on
dylarthro
pathie
mehr vorliege (Urk. 9/111/9)
,
lässt sich
entgegen
der Auffas
sung von
Dr.
F._
ebenfalls kein Mangel
ableiten
, räumt doch
diese
selber
relativierend
ein, dass sie
die Zuverlässigkeit
solche
r
Messungen nicht beurteilen könne und es denkbar sei, dass der Spiegel nicht
oder nicht
bei allen Schmerzmitteln im therapeutischen Bereich liege.
Zudem wurde
dieser Befund
zum
Medikamentenspiegel
in der
RAD-Beurteilung lediglich
im Sinne eines
Indiz
es
berücksichtigt.
Weitere Punkte, welche auf einen Mangel des RAD-Berichts vom 10. September 2013 schliessen lassen, sind im Bericht von
Dr.
F._
nicht ersichtlich. Zwar weist dieser Bericht noch auf
zwei weitere
Punkt
e
hin,
bei
welche
n
die behandelnde Rheumatologin
subjektiv respektive
tendenzmässig eine andere Beurteilung
vornahm
, nämlich
einerseits
auf
das
von der RAD-Ärztin formu
lierte
Zumutbarkeitsprofil
für leidensangepasste Tätigkeiten
,
das von
Dr.
F._
ebenfalls
ausdrücklich bestätigt
wurde
, jedoch mit dem Hinweis, dass
dabei ein Zusatz für die Möglichkeit für
vermehrt
e
P
ausen bestehen sollte
,
und andererseits
auf
die
Quantifizierung der Arbeitsfähigkeit in einer
leidensange
passten
Tätigkeit mit 80 %, welche
der behandelnden Rheumatologin
mit Blick auf Nachtschlafstörungen und den Pausenbedarf
als
„hoch erscheint“. Die Frage nach
dem
Pausenbedarf und
der
Leistungsfähigkeit wurde
n
jedoch
von der RAD-Ärztin bei ihrer unbestrittenermassen umfassenden
Untersuchung
ausrei
chend
berücksichtigt und
im Rahmen
des
von
ihr formulierten zumutbaren Arbeitsp
ensum
s
und Anforderungsprofil
s
für
leidens
angepasste Tätigkeiten
entsprechend
aufgefangen (
Urk. 9/11/1 und Urk. 9/111/10). Diese Punkt
e
wur
den von
Dr.
F._
somit
zu Recht nicht als Mängel bezeichnet.
3
.1.3
Nach dem Gesagten wird der RAD-Bericht vom 10. September 2013 durch die von der Beschwerdeführerin erwähnten Arztberichte und ihre Vorbringen nicht ernsthaft in Frage gestellt.
Entgegen ihrer Auffassung ist mit Blick auf die zeit
liche Beanspruchung der Therapien keine Reduktion des zumutbaren
Arbeits
pensums
angezeigt, handelt es sich doch bei diesen Therapien vor allem um körperliche respektive sportliche Betätigungen (Urk. 1). Entgegen
ihrer Auffas
sung
besteht aufgrund der medizinischen Aktenlage
kein
Anlass
für die Vor
nahme weiterer somatischer (neurologischer) Abklärungen,
umso weniger als diese schon von der
behandelnde
n
Rheumatologin als umfassend bezeichnet
wurden
.
3
.2
In psychi
atri
scher Hinsicht genügt der RAD-Bericht vom 8. Oktober 2013
(Urk. 9/1
12
) grundsätzlich den rechtsprechungsgemässen Anforderungen an einen schlüssigen Arztbericht (BGE 1
34
V
23
1 E.
5.1
).
Die
Einwände der Versicherten greifen nicht
:
Für die Annahme, dass
bei der Untersuchung
der zeitliche Aufwand der Fragestel
lung
mit Blick auf die zu beurteilende
Psychopathologie nicht ange
messen
gewesen sei
, liegen keine Anhaltspunkte vor. Das Gleiche gilt auch für den von der Versicherten nicht näher substantiierte
n
Einwand (Urk. 1 S. 5),
dass
die erhobene Anamnese unvollständig sei. Die psychiatrische Beurteilung des
B._
-Gutachtens vom 27. September 2010, auf welche sich die Versicherte
zur Begründung einer
Einschränkung
der
Arbeitsfähigkeit
um 20 % aus psychischer Sicht
beruft (Urk. 1),
betrifft nicht den vorliegend zu beurteilenden Zeitraum
. Die Berichte des behandelnden Psychiaters
Dr.
med.
G._
vom 2
2.
Mai 2013 und 19. März 2014 (
Urk.
9/104,
Urk.
9/126), auf welche sich die Versicherte beruft
,
sind einerseits zu knapp und andererseits nimmt der Psychiater dabei eine die somatischen Aspekte mitumfassende Gesamtbeurteilung vor, wozu er in fachmedizinischer Hinsicht nicht befugt war. Deshalb kann die Versicherte aus diesen Berichten nichts zu ihren Gunsten ableiten, zumal
wegen der unter
schiedlichen Natur von Behandlungs- und Begutachtungsauftrag Berichte der behandelnden Ärzte aufgrund deren auftragsrechtlichen Vertrauensstellung zum Patienten praxisgemäss zurückhaltend zu gewichten sind (BGE 125 V 351
E. 3b/cc).
Dass
der RAD-Arzt
trotz der
als einzige Einschränkung
festgestellten schnelleren Erschöpfbarkeit
der Versicherten
aufgrund der Schmerzen keine psychiatrische Diagnose mit einer dauerhaften Auswirkung auf die Arbeitsfä
higkeit stellte, ist kein
Mangel
. Das Gleiche gilt auch für
seine
Feststellung, wonach die depressive Reaktion bei adäquater Behandlung remittiert
sei
. Nach dem Gesagten wird auch der RAD-Bericht vom 8. Oktober 2013 durch
die
Vor
bringen
der Beschwerdeführerin nicht ernsthaft in Frage gestel
lt
.
3
.3
Die
Beschwerdeführer
in macht nicht gel
tend, dass sich
ihr
Gesundheitszustand in der Zeit nach der
RAD-
Untersuchung
vom
27
. August 2013 bis zum Zeit
punkt der angefochtenen Verfügung vom 1. Oktober 2014
verschlechtert hätte, und es liegen diesbezüglich auch keine konkreten Anhaltspunkte vor.
So erg
a
ben
sich aus dem Bericht der
Klinik H._
, Radiologie, vom 24. Februar 2014 (
Urk.
9/128) in Übereinstimmung mit der Auffassung von
Dr.
F._
gemäss ihrem Bericht vom 25. Februar 2014 (
Urk.
9/127) keine neuen Erkenntnisse betreffend
der
Arbeitsfähigkeit.
Z
usammenfassend ist daher festzu
halten, dass sowohl in Bezug auf die Diagnos
en wie auch in Bezug auf die Be
urteilung der Arbeitsfähigkeit auf
die RAD-Berichte vom 10
. September und
8
. Oktober 2013
abzustellen und deshalb
von einer 80
%
igen Arbeitsfähigkeit de
r
Versi
cherten in einer leidensangepassten Tätigke
it (im umschriebenen Sinne; E. 2.3
) auszugehen ist.
Aus diesen Berichten und den übrigen medizinischen Akten ergibt sich auch, dass im massgebenden Zeitraum
revisionsrelevante Änderun
gen in den tatsächlichen Verhältnissen eingetreten sind,
nämlich
einerseits
eine
Verbesserung des psychischen
Gesundheitszu
-
standes der Versicherten, und andererseits
somatisch eine neu diagnostizierte axiale
Spondylarthro
pathie
.
4.
4
.1
Zur Ermittlung der erwerblichen Auswirkungen der gesundheitlich bedingten Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ist ein Einkommensvergleich vorzunehmen.
Massgeblich
dafür ist das Jahr 2013 (Zeitpunkt der
RAD-Beurteilung
).
4
.2
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des Validen
-
ein
kommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des
frühest
-
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr
-
scheinlichkeit
als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkom
mens
-
entwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfah
rung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortge
setzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweisen).
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge
nommen hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den
vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen
Lohnstrukturerhe
bungen
(LSE) herangezogen werden (BGE 126 V 75 E. 3b/
aa
und
bb
, vgl. auch BGE 129 V 472 E. 4.2.1). Für die Invaliditätsbemessung wird praxisgemäss auf die standardisierten Bruttolöhne (Tabellengruppe A) abgestellt (BGE 129 V 472 E. 4.2.1 mit Hinweis), wobei jeweils vom sogenannten Zentralwert (Median) auszugehen ist. Bei der Anwendung der Tabellengruppe A gilt es ausserdem zu berücksichtigen, dass ihr generell eine Arbeitszeit von 40 Wochenstunden zugrunde liegt, weshalb der massgebliche Tabellenlohn auf die entsprechende betriebsübliche Wochenarbeitszeit aufzurechnen ist (BGE 129 V 472 E. 4.3.2, 126 V 75 E. 3b/
bb
, 124 V 321 E. 3b/
aa
; AHI 2000 S. 81 E. 2a).
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durchschnitts
werten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kürzen. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass versicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwer
arbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten
nurmehr
beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ursprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Recht
sprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszuge
hörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhalts
punkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen ver
werten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25 % des Tabellenlohnes zu begrenzen
(vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75)
.
4
.3
Zur Ermittlung des
Validen
einkommens
ist
in Übereinstimmung mit der Auffas
sung der Beschwerdeführerin
(
Urk.
1)
auf das von
ihr
zuletzt bei der
Z._
AG
im Gesundheitsfall
im Jahr
2005 erzielbare Einkommen von
Fr.
94‘380.- (
Urk.
13 x
Fr.
3‘630.- x 2;
Urk.
9/19)
respektive
auf das
an die
Nominallohn
entwicklung
bis zum Jahr 2013
angepasste
Valideneinkommen
von
Fr.
103‘886.- abzustellen (
Urk.
1 S. 6)
;
denn allein
ein Ablauf
von zehn Jahren rechtfertigt entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin
k
ein Tabellenl
ohn
(
Urk.
2).
Das von der Beschwerdegegnerin gestützt auf die
LSE-
Tabelle TA7
des Jahres 2010,
Frauen
Anforderungsniveau 3 (Berufs- und Fachkenntnisse vorausgesetzt)
Ziff.
23
(a
ndere kaufmännisch-administrative Tätigkeiten
)
,
ermittelte und
auf das Jahr 2013 umgerechn
ete Jahreseinkommen von
Fr.
52’
042.10
für ein 70%-Pensum
blieb unbestritten (
Urk.
1-2) und ist
– auch
in Anbetracht der sehr guten beruflichen Qualifikation der Versicherten (
Urk.
9/111/3)
-
grundsätzlich nicht zu beanstanden. Allerdings beträgt die Arbeit
s
fähigkeit der Versicherten in einer solchen leidensangepassten Tätigkeit gemäss den obigen Erwägungen 80 % und nicht, wie die Beschwerdegegnerin angenommen hat (
Urk.
2), 70 %.
Korrigiert
ergibt sich
somit daraus
ein Invalideneinkommen von
Fr.
59‘476.- (
Fr.
52‘042.1
0
x 8/7).
Umstände, welche die Vornahme eines Leidensabzuges rechtfertigen, sind in Übereinstimmung mit der Auffassung der Beschwerdegegnerin nicht gegeben.
Insbesondere ist e
ntgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin
aufgrund der RAD-Berichte vom 1
0.
September und
8.
Oktober 2013 kein erhöhter
Pausenbe
darf
erforderlich, welcher einen Leidensabzug von 1
0 % rechtfertigen würde
.
Aus einem
Valideneinkommen
von
Fr.
103‘886.- und einem
Invalideneinkom
men
von
Fr.
59‘476.- resultiert ein gerundeter Invaliditätsgrad von
43
%
.
Das Vorgehen der Beschwerdegegnerin ist somit korrekt und als
grosszügig zu wer
t
en, hätte doch in Anbetracht der sehr g
uten beruflichen Qualifikation
der Ver
sicherten auch ein Invalideneinkommen des Anforderungsniveaus 2 (Verrich
tung selbständiger und qualifizierter Arbeiten) geprüft werden können.
Im Übri
gen
ergibt
sich selbst bei einem leidensbedingten Abzug von 10
%
nur ein Invaliditätsgrad von 48
%
und damit ebenfalls ein Anspruch auf eine
Viertels
rente
.
5
.
Die Herabsetzung der
Dreiviertelsrente
auf eine
Viertelsrente
mit dem angefoch
tenen Entscheid (Urk. 2) per Ende des der Zustellung desselben folgenden Monats (Art. 88
bis
Abs. 2
lit
. a IVV) erweist sich damit als rechtens. Diese Erwä
gungen führen zur Abweisung der Beschwerde.
6
.
Gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von Leistungen der Invalidenversiche
rung vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Abweichung von
Art.
61
lit
. a ATSG kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis
Fr.
1'000.-- festge
setzt. Vorliegend erweist sich eine Kostenpauschale von
Fr.
800
.-- als ange
messen. Ausgangsgemäss sind die Kosten
der Beschwerdeführerin
aufzuerlegen.