Decision ID: 8bb37866-21c5-4910-8529-6715dfb0708c
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1971, war als Betriebsmechaniker über seine Arbeitge
berin
bei der Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva)
gegen Unfälle obligatorisch versichert
, als er
bei Antritt einer Urlaubsreise
am 27.
Juni 2013
– zwei
Handgepäck
stücke tragend –
auf
d
er Treppe ausrutschte und stürzte (
Urk.
7/1). Anlässlich der E
rstbehandlung
gleichentags
im Unfallkran
kenhaus
Y._
wurde eine Prellung der linken Schulter diagnostiziert (
Urk.
7/2).
Ab
2
8.
November 2013 war
der Versicherte
zu 100
%
arbeitsunfähig
geschrieben
(
Urk.
7/8).
In diesem Zusammenhang
wurde im
Z._
die Diagnose
posttraumatische
r
Diskusprolaps C4/C5, C5/C6 und C6/C7 mit konsekutiver Kompression der C6- und C7-Wurzel
n
links durch die Band
scheibe
gestellt
(
Urk.
7/12-13), worauf
beim Versicherten
am 18.
Dezember 2013
eine ventrale Diskektomie C6/C
7
mit Wurzeldekompression links und Cage-
Spondylodese
sowie Anlagerung
Allograf
t
durchgeführt
wurde
(
Urk.
7/14
S. 2)
.
Ende Januar 2014 war
der Versicherte
nahezu
b
eschwerdefrei und ab Februar 2014
zunächst zu 50
%
und zwei Wochen später zu 100
%
arbeitsfähig (
Urk.
7/16
,
7/20
und 7/26
).
Bei der
Abschluss
kontrolle im September 2014 wurde
schliesslich
ein erfreulicher Heilungsverlauf mit
Restitutio
ad
integrum
festgestellt (
Urk.
7/40).
1.2
Die Suva
erbrachte zunächst die gesetzlichen Leistungen (Taggeld und
Heilkos
ten
,
Urk.
7/
3 und 7/
54-57
).
Am
2.
Oktober 2014
nahm
Dr.
med.
A._
für die Suva in beratender Funktion eine Kausalitätsbeurteilung
anhand der Akten
vor (
Urk.
7/43). Mit Schreiben vom
6.
Oktober 2014
teilte die Suva dem Versicher
ten mit, aufgrund des kreisärztlichen Berichts sei davon auszugehen, dass die noch bestehenden Beschwerden ausschliesslich krankhafter Natur seien. Der Zu
s
tand, wie er sich ohne Unfall eingestellt hätte, sei spätestens am 1
6.
Dezember 2013 erreicht
worden, weshalb die Versicherungsleistungen auf jenen Zeitpunkt eingestellt würden (
Urk.
7/42). Daran hielt sie auch mit Verfü
gung
vom 2
5.
November 2014 fest (
Urk.
7/52).
Die vom Versicherten dagegen erhobene Einsprache, datiert vom 1
6.
Januar 2015 (
Urk.
7/58), wies die Suva mit Entscheid vom
3.
Februar 2015 ab (
Urk.
2).
2.
Gegen diesen Entscheid erhob der Versicherte am 1
1.
März 2015 Beschwerde und beantragte
dessen Aufhebung sowie die Ausrichtung der gesetzlichen Leistungen über den 1
6.
Dezember 2013 hinaus (
Urk.
1). Die Suva schloss in der Beschwerdeantwort vom 1
5.
April 2015 auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
6). In der Replik hielt der Versicherte an seinen bisherigen Anträgen fest (
Urk.
12), die Suva
verzichtete
auf eine Duplik (
Urk.
15).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die
Beschwerdegegnerin
hat im Einspracheentscheid (
Urk.
2 S. 3-6) die Grund
-
s
ätze
über den für die Leistungspflicht des obligatorischen Unfallversicherers vorausgesetzten Kausalzusammenhang zwischen Unfall und eingetretenem Schaden (BGE 129 V 177 E. 3.1 und 3.2, vgl. auch BGE 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b) sowie den Wegfall des ursächlichen Zusammenhangs bei Erreichen des
status
quo sine
vel
ante (
RKUV 1992 Nr.
U 142 S.
75 E.
4b mit Hinweisen
, Urteil des Bundesgerichts U 239/05 vom 3
1.
Mai 2006 E. 2.3)
zutreffend darge
legt. Richtig sind auch
ihre Erwägungen
über die zu beachtenden Beweisregeln (Beweismass/-last: Urteile des Bundesgerichts 8C_17/2007 vom 1
7.
Juni 2008
E. 2.2, U 172/06 vom 1
0.
Mai 2007 E. 6.2,
RKUV 1994 Nr.
U 206 S.
328
f. E.
3b
,
RKUV 2000 Nr.
U 363 S.
46
; Würdigung Arztberichte: BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a und 3b/
ee
, Urteil des Bundesgerichts 8C_620/2009 vom 2
6.
Oktober 2009 E.
4.2.1).
1.2
Gemäss der weiter
,
von der Beschwerdegegnerin
zutreffend zitierten Recht
sprechung entspricht es einer medizinischen Erfahrungstatsache im Bereich des Unfallversicherungsrechts, dass praktisch alle Diskushernien bei Vorliegen degenerativer Bandscheibenveränderungen entstehen und ein Unfallereignis nur ausnahmsweise, unter besonderen Voraussetzungen, als eigentliche Ursache in Betracht fällt. Als weitgehend unfallbedingt kann eine Diskushernie betrachtet werden, wenn das Unfallereignis von besonderer Schwere und geeignet war, eine Schädigung der Bandscheibe herbeizuführen, und die Symptome der
Dis
kushernie
(vertebrales oder
radikuläres
Syndrom) unverzüglich und mit soforti
ger Arbeitsunfähigkeit auftreten (RKUV 2000 Nr. U 379 S. 192, Urteile des Bun
desgerichts 8C_467/2007 vom 2
5.
Oktober 2007
E. 3.2
, 8C_492/2009 vom 2
1.
Dezember 2009 E. 6.3.2; vgl. auch aktuellere Urteile des Bundesgerichts 8C_794/2012 vom 2
6.
November 2012 E. 2.2 und 8C_571/2015 vom 1
4.
Oktober 2015 E. 2.2.2 je mit Hinweisen).
In solchen Fällen hat die Unfallversicherung praxisgemäss auch für Rezidive und
allfällige Operationen aufzukommen (Urteil des Bundesgerichts 8C_412/2008 vom
8.
November 2008 E. 5.1.1).
1.3
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers umfasst
zudem
die Beeinträchtigung durch Beschwerden, welche aus einer unfallbedingten (vorübergehenden oder richtunggebenden) Verschlimmerung einer vorbestandenen Diskushernie her
rühren (SVR 2008 UV Nr. 36 S. 137, 8C_637/2007 E. 2.2 mit Hinweisen; vgl. auch SVR 2009 UV Nr. 1 S. 1, 8C_677/2007 E. 2.3.1). Ist die Diskushernie aller
dings bei degenerativem Vorzustand durch den Unfall nur aktiviert, nicht aber verursacht
worden, so hat die Unfallversicherung nur Leistungen für das unmittelbar im Zusammenhang mit dem Unfall stehende Schmerzsyndrom zu erbringen. Nach derzeitigem medizinischem Wissensstand kann das Erreichen des Status quo sine bei posttraumatischen Lumbalgien und
Lumboischialgien
nach drei bis vier Monaten erwartet werden, wogegen eine allfällige richtung
gebende Verschlimmerung röntgenologisch ausgewiesen sein und sich von der altersüblichen Progression abheben muss; eine traumatische Verschlimmerung eines klinisch stummen degenerativen Vorzustandes an der Wirbelsäule ist
– bei Fehlen unfallbedingter Wirbelkörperfrakturen oder struktureller Läsionen an der Wirbelsäule (vgl. vorerwähntes Urteil 8C_492/2009 E. 6.3.2
, Urteil 8C_1029/2012 vom 2
2.
Mai 2013 E. 4.2
) –
in der Regel nach sechs bis neun Monaten, spätestens aber nach einem Jahr als abgeschlossen zu betrachten (
vorerwähntes Urteil 8C_571/2015 E. 2.2.3 mit Hinweisen auf die Urteil
e
8C_601/2011 vom
9.
Januar 2012 E. 3.2.2
,
SVR 2009 UV Nr. 1 S. 1
und 8C_677/2007 E. 2.3 und 2.3.2
).
Die
Chronifizierung
der Beschwerden ist
dies
falls
zunehmend auf andere (unfallfremde) Faktoren
zurückzuführen (vorer
wähntes Urteil 8C_17/2007 E. 3.2).
Damit hat die Rechtsprechung im Falle traumatisch ausgelöster Diskushernien den konkreten medizinischen Beleg des natürlichen Verlaufs durch eine richterliche Vermutung – die sich ihrerseits auf die medizinische Literatur stützt – ersetzt. Diese kann jedoch widerlegt werden (vgl.
dazu
vorerwähntes Urteil 8C_412/2008 E. 5.2).
Mit Erreichen des
status
quo sine
vel
ante entfällt eine Teilursächlichkeit für noch bestehende Beschwerde
n
.
Solange
dieser jedoch
noch nicht wieder erreicht ist, hat die Unfallversicherung gestützt auf Art. 36 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) in aller Regel
neben den Taggeldern auch
Pflegeleis
tungen
und Kostenvergütungen zu übernehmen, worunter auch die
Heilbe
handlungskosten
nach Art. 10 UVG fallen. Demnach hat die versicherte Person auch Anspruch auf eine – operative Eingriffe miteinschliessende – zweckmäs
sige Behandlung (vorerwähntes Urteil 8C_412/2008 E. 5.1.2
, Urteil des Bundes
gerichts 8C_637/2013 vom 1
1.
März 2014 E. 2.3.2
).
2.
2
.1
Die Beschwerdegegnerin
erwog
im
angefochtenen Entscheid
,
gemäss
kreisärzt
liche
r
Beurteilung
habe
der Unfall mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nur zu einer vorübergehenden
V
erschlimmerung der vorbestehenden
Bandsche
iben
veränderungen
geführt.
So habe der Beschwerdeführer
erst Anfang Oktober 2013
d
en Hausarzt aufgesucht und
Ende November 2013
eine s
eit
drei Wochen vermehrt aufgetretene
Sc
hwäche und Sensibilitätsstörung
im linken Arm
beschrieben
.
D
er Begriff
„posttraumatisch“
in
d
en Arztberichten
weise
nur auf die
zeitliche Reihenfolge
hin
(
Urk.
2
S. 10 f.
).
2.2
Dem
entgegnete
der Beschwerdeführer in der Beschwerde, für die Kausalität genüge ein vertebrales Syndrom
. Er
sei nie frei von Schmerzen gewesen, habe diese aber mit Medikamenten unterdrückt und den Hausarzt erst aufgesucht, als die Hand immer häufiger eingeschlafen sei. Die Ärzte hätten dementsprechend von einem posttraumatischen Diskusprolaps berichtet bzw. bejaht, dass die Befunde mit dem Unfallereignis vereinbar
respektive
plausibel seien. Zudem seien bei einem so heftigen Aufprall Verletzungen nicht auszuschliessen,
wes
halb der Kreisarzt die MRI-Bilder selbst hätte interpretieren müssen (
Urk.
1 S. 3-6). Eventualiter sei festzuhalten, dass ein degenerativer Vorzustand ohne Unfall stumm geblieben wäre und eine traumatische Verschlimmerung frühestens nach sechs Monaten als abgeschlossen gelte (
Urk.
1 S. 6-8).
2.3
In der Beschwerdeantwort
präzisierte
die Beschwerdegegnerin,
die
Erstbehand
lung
spreche gegen ein Unfallereignis besonderer Schwere
und
die Arbeitsun
fähigkeit
sei viel später
eingetreten.
B
ei einer Kontusion/Distorsion im Bereich Hals/Schulter ohne ausgewiesene unfallbedingte strukturelle Läsion
liege
auch
k
eine richtungsgebende Verschlimmerung
vor
. Der MRI-Befund habe massive Degenerationen der Bandscheiben und Extrusionen mit einer
Wurzelkompres
sion
gezeigt. Es sei
deshalb
anzunehmen, die Diskushernie sei durch den Unfall aktiviert, aber nicht verursacht worden. Bei einer Distorsion sei der
status
quo sine nach drei bis vier Monaten erreicht.
Dr.
B._
habe seine
abweichende
B
eurteilung
nicht begründet, während die über den MRI-Bericht hinausgehen
den Ausführungen des Kreisarztes
dessen
Einsichtnahme in die
Aufnahmen
belegen würden
(
Urk.
6 S. 3 f.)
2.4
In der Replik
machte
der Beschwerdeführer
geltend
,
man könne ihn
nicht gestützt auf die Rechtsprechung
zur
Lendenwirbelsäule dafür bestrafen, dass er
die Zähne zusammengebissen habe
.
Die vier Monate könnten
schon aufgrund
seiner
Vorschädigung
aus dem Jahr
2008
nicht gelten
.
Ferner fehle es den
Arzt
berichten
an einer rechtsgenügenden
Anamnese und
bei einem
Suva-
Formular sei na
turgemäss keine ve
rtiefte Begründung
nötig
(
Urk.
12).
3.
3.1
Str
ittig
und zu prüfen
ist somit,
ob die Beschwerdegegnerin ihre Leistungen zu Recht per 1
6.
Dezember 2013 einstellte, indem sie einen natürlichen Kausalzu
sammenhang zwischen den nach jenem Zeitpunkt fortbestehenden Beschwerden und dem Treppensturz verneinte
.
Die Angaben des Beschwerdeführers zum Unfallhergang sowie die relevanten medizinischen Unterlagen wurden von der Beschwerdegegnerin im Einsprache
entscheid zutreffend wiedergegeben (
Urk.
2 S. 6 ff.; vgl. ferner Sachverhalt E.1.1). Darauf kann verwiesen werden. Bei der Würdigung lassen sich die Dokumente in drei Berichtszeiträume einteilen.
3.2
Zeitnah zum Unfallereignis wurden nur zwei Dokumente verfasst. Im Bericht zur Erstbehandlung am 2
7.
Juni 2013 wurde einzig eine Prellung der linken Schulter diagnostiziert (
Urk.
7/2 S. 2). In der Bagatellunfallmeldung vom 1
5.
Juli 2013 nannte der Beschwerdeführer ebenfalls nur die linke Schulter als von Verletzungen betroffenen Körperteil. Zum Unfallhergang führte er aus, auf der Treppe ausgerutscht und hingefallen zu sein (
Urk.
7/1 und 7/2 S. 2). Nicht schlüssig sind die beiden Dokumente in Bezug auf Zeitpunkt und Ort des Unfalls, denn es ist kaum möglich, dass der Beschwerdeführer um 9.30 Uhr oder noch später zuhause in
C._
stürzte und bereits um 11.37 Uhr im Unfall
krankenhaus in
Y._
aufgenommen wurde.
3.3
3.3.1
Aufgrund der medizinischen Unterlagen, die zwischen November 2013 und Januar 2014 datieren und sich stets auf aktuellste MRI-Aufnahmen stützen (
Urk.
7/8, 7/12-14, 7/16-17 und 7/20), ist
alsdann
ausgewiesen, dass beim Beschwerdeführer am 2
1.
November 2013 eine Kompression der C6- und
C7-Wurzeln infolge einer Diskushernie vorlag. Für diese wurde ihm ab 28.
November 2014 eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
attestiert. Schon wenige Wochen nach der am 1
8.
Dezember 2013 im
Z._
durchge
führten Diskektomie mit Wurzeldekompression, Cage-
Spondylodese
und Anla
gerung
Allograf
t
(
Urk.
7/16) war der Beschwerdeführer nahezu beschwerdefrei. Anfang Februar 2014 kehrte er mit einem 50%-Pensum an seinen Arbeitsplatz zurück und arbeitete zwei Wochen später wieder Vollzeit. Es ist also organisch objektiv ausgewiesen, dass beim Beschwerdeführer nach Einstellung der Ver
sicherungsleistungen weiterhin Beschwerden zufolge einer Diskushernie mit Wurzelkompression bestanden, welche seine Arbeitsfähigkeit erheblich beein
trächtigten.
3.3.2
Anzufügen
ist
, dass sich die adäquate Behandlung für die Ärzte offenbar aus den MRI-Befunden ergab, während die konkreten Vorkommnisse keine Rolle spielten. So
führte
Dr.
med.
D._
, Facharzt für Radiologie,
im MR
I-Bericht vom 2
1.
November 2013
aus, es liege ein Status nach einem Unfall mit mehreren Wirbelkörperfrakturen der Hals- und Brustwirbelsäule 2008 vor. Dem Beschwerdeführer sei damals ein Baumstamm auf den Rücken gefallen (
Urk.
7/17). Demgegenüber diagnostizierte Prof.
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Chirurgie sowie Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungs
apparates, zusammen mit seinen Assistenzärzten am
5.
und 1
7.
Dezember 2013 einen posttraumatischen Diskusprolaps mit konsekutiver Kompression der C6- und C7-Wurzel
n
links durch die Bandscheiben bei einem Status nach
Halswir
belsäulen
Trauma 2013 mit mehreren Wirbelkörperfrakturen (
Urk.
7/12-13). Dem zusätzlich von Prof.
Dr.
med.
F._
, Facharzt für Chirurgie, unterzeich
neten Bericht vom 2
0.
Dezember 2013 ist
nur noch
zu entnehmen, der Beschwerdeführer habe vor ca. sechs Monaten ein Halswirbelsäulen-Trauma erlitten mit seither persistierenden bzw. progredienten Schmerzen in der
Hals
wirbelsäule
, sekundär zwischen den Schulterblättern und der linken Schulter und Ausstrahlung in den linken Arm (
Urk.
7/16 S. 1). Auf welches „obgenannte Trauma“ sich endlich der Assistenzarzt
B._
in Ziffer 2 des Berichts vom 2
7.
Dezember 2013 bezog, lässt sich nicht ergründen (
Urk.
7/14; nur
Unfall
datum
vorgedruckt,
Urk.
7/7 S. 2).
In diesen Berichten fehlt somit eine schlüssige Anamnese, w
ie der Beschwerde
führer
bereits
selbst feststellte
.
Dem von ihm in den Vordergrund gerückten „Ja“ in Ziffer 6 des Berichts
vom
2
7.
Dezember 2013
kann folglich nur die Bedeutung zukommen, dass die in Ziffer 2 notierten Beschwerden (eine Schwäche und Sensibilitätsstörung im Bereich des linken Armes, die seit drei Wochen vermehrt auftraten) mit den MRI-Befunden in Ziffer 4 korrelierten (
Urk.
7/14).
Ebenso kann sich der
in den Berichten wiederholt verwendete
Begriff „posttraumatisch“ nur auf die zeitliche Abfolge
beziehen
(vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts 8C_524/2014 vom 2
0.
August 2014 E. 4.3.3)
.
3.3.3
Hervorzuheben ist, dass
Dr.
D._
im Befund zum MRI vom 2
1.
November 2013 festhielt, das Alignement (Anordnung) der Wirbelkörper am
craniozervikalen
Übergang, zervikal und am
zervikothorakalen
Übergang sei erhalten.
Es
bestehe
indessen
eine Degeneration der
Disci
intervertebrales (Bandscheiben) tief zervi
kal. Das
Myelon
(Rückenmark) stelle sich
hingegen
unauffällig dar.
Letztlich liege
ei
ne Kompression der C6-Wurzel und C7-Wurzel links durch die
Dis
kushernien
vor. Im Bereich des Plexus sei keine weitere P
ath
ologie nachweisbar, insbesondere bestehe keine Raumforderung (
Urk. Urk.
7/17
). Der Kreisarzt
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Chirurgie,
hielt
rund
ein Jahr später
zu
den
selben Aufnahme
n
fest, im MRI fänden sich keinerlei Anhaltspunkte für eine struktu
relle Läsion im Bereich der Halswirbelsäule, wie
residueller
bone-bruise
(Ver
di
chtung des Knochenmarks infolge eines
Trauma
s
)
oder
Vernarbungen der Bandstrukturen oder sonstiger
Weichteile
(
Urk.
7/43 S. 3)
.
Seine
Feststellungen sind
also
nicht identisch mit denjenigen im MRI-Bericht, sondern im Hinblick auf die Beurteilung aus versicherungsmedizinischer Sicht
etwas detaillierte
r
.
Dass der Kreisarzt nicht explizit erwähnte, sich die MRI-Aufnahme selbst ange
sehen zu haben, vermag daran nichts zu ändern.
Im Übrigen
bringt der Beschwerdeführer nichts vor, was an
der
sorgfältigen Befunderhebung oder fachlichen Kompetenz von
Dr.
D._
zweifeln lässt
.
Die späteren MRI-Aufnah
men bestätigten die ersten Befunde
(
Urk.
7/12 S. 1,
Urk.
7/14 S. 2)
bzw.
den Erfolg der
Operation
(
Urk.
7/20 S. 1,
Urk.
7/26 S. 2)
.
D
as Bundesgericht
wies
in diesem Zusammenhang
i
n seinem
Urteil 8C_492/2009 vom 2
1.
November 2009 E. 6.3.1
darauf hin,
dass eine gesunde Bandscheibe derart widerstandsfähig
sei
, das unter Gewalteinwirkung eher Wir
belknochen brechen
würden
, als dass die Bandscheibe verletzt
werde. Eine
richtunggebende Verschlimmerung gilt
gemäss Bundesgericht zudem
nur
als nachgewiesen, wenn eine rasche Höhenverminderung der betroffenen Band
scheibe und das Auftreten oder die Vergrösserung von Randzacken nach dem Trauma durch bildgebende Verfahren erstellt sind (Urteil des Bundesgerichts U 56/06 vom
2.
August 2006 E. 4.3.1 mit Hinweisen).
Die bildgebenden Untersu
chungen sprechen somit gegen eine direkte Verursachung oder richtunggebende Verschlimmerung der Diskusextrusionen durch den Treppensturz.
3.4
3.4.1
A
m 2
5.
März 2014
suchte der Beschwerdeführer
für eine Verlaufskontrolle
erneut
Dr.
E._
auf.
Dieser
bemerkte in seinen
Bericht
vom 2
6.
März 2014
, er habe
die Anamnese im Hinblick auf die traumatische Genese des
Dis
kusprolaps
gestern
nochmals
mit dem Beschwerdeführer
erörtert. Danach soll
dieser
erklärt
haben, auf den Rücken sowie die linke Schulter gestürzt zu sein und hierauf unmittelbar Schmerzen im Nacken verspürt zu haben. Deswegen sei er gleichentags im Unfallkrankenhaus in
Y._
vorstellig geworden, wo zum Ausschluss von Frakturen eine konventionell-radiologische
Dia
gnostik durch
geführt worden sei. Bei Beschwerdepersistenz bzw. –
progredienz
im Sinne eines Schulterarmsyndroms mit
Kribbelparästhesien
habe er sich im Verlauf in Zürich ärztlich vorgestellt
(
Urk.
7/26 S. 1).
Im Gespräch mit de
r
Suva-Mitarbeiter
in
vom
1
2.
Juni 2014
stellte der Beschwer
deführer
schliesslich
klar, dass er sich
im Jahr
2008 nur Wirbel
im Kreuzbereich gebrochen habe. D
ie Halswirbelsäule
sei
unverletzt geblieben
und nach
der Abheilung sei er
v
öllig beschwerdefrei gewesen
. Beim
heftigen
Trep
pensturz
habe
es
ihm
die Arme mit
dem Gepäck –
je
ca.
8 kg
–
hochgerissen und ihn leicht nach links gedreht. Er sei mit dem Nacken-, mehr im
Schulter
bereich
heftig auf der
Treppenkante aufgeprallt. Den Kopf habe es dabei heftig nach hinten geschlagen, so dass er diesen auf der hinteren Trittkante aufge
schlagen habe
.
Der Kopf
habe nur kurz ges
chmerz
t, geblieben seien
die Schmer
zen
in der linken Schulter
. Er habe den Arm nicht mehr anheben können
und an der kurzzeitig leicht verfärbten Schulter
eine schmerzhafte Druckstelle gehabt
.
Weitere Verletzungen habe er keine erlitten.
In
Y._
habe man die linke Schulter geröntgt und ihm Schonung sowie Schmerzmittel verordnet.
Im Urlaub habe er die Schwimmbewegungen nicht mehr voll machen können.
Danach habe er
mit
Tabletten
und gleichwohl leichte
n
Schmerzen
gearbeitet. Er habe gewusst, dass die Abheilung einer Zerrung lange dauern könne. Zudem gehe er nur zum Arzt, wenn er wirklich müsse. Mit der Zeit habe
er aber
beim Schlafen keine schmerzfreie Position mehr gefunden und den Kopf nicht mehr anheben können, was er zunächst auf Durchzug
bzw.
die Klimaanlage im Auto zurückgeführt habe. Erst als ihm die linke Hand immer häufiger eingeschlafen sei, quasi bei jeder Bewegung alle zehn Minuten, habe er seinen Hausarzt auf
gesucht
(
Urk.
7/31 S. 1 f.).
3.4.2
Soweit der Beschwerdeführer
also
nähere Angaben zum Unfallhergang machte, wurden diese erstmals
v
on
Dr.
E._
drei Monate nach der Operation doku
mentiert. Bewusst alle Details notiert haben dürfte die Mitarbeiterin der Suva.
Es gilt
aber
zu bedenken, dass die Gerichte im Bereich des
Sozialversicherungs
rechts
pr
axisgemäss auf die
„Aussagen der ersten Stunde“ abstellen, weil
spätere Darstellungen bewusst oder unbewusst von nachträglichen Überlegun
gen versicherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein können (BGE 121 V 45 E. 2a, 115 V 133 E. 8c mit Hinweis).
Da das Gespräch mit der Suva-Mitar
beiterin erst im Sommer 2014 stattfand, ist
es wahrscheinlich
, dass die
Dis
kushernienbeschwerden
die Schilderung
en
des
Beschwerdeführers
zumindest
unbewusst beeinflussten.
So
erscheint es doch übertrieben und
d
em Leiden an
gepasst, wenn
nunmehr behauptet
wurde
, m
an sei in einer Drehbewegung nach links mit dem
Hals-, eher Schulterbereich
sowie dem
Kopf heftig
geradewegs auf die
Trittkanten aufgeschlagen
, hiess es
in der Unfallmeldung
doch noch, man sei
„hingefallen“ und
brachte
Dr.
E._
weder den Kopf noch den Hals
mit dem Aufprall in Verbindung
.
Zusammenfassend kann
heute
nicht mehr im Detail festgestellt werden, wie der Beschwerdeführer bei seinem Sturz aufschlug, wobei letztlich er die Beweislast für den Unfallhergang trägt (vgl. dazu BGE 116 V 136 E. 4b, 114 V 298 E. 5b, 111 V 201 E. 6b; RKUV 1990 Nr. U 86 S. 50).
Wenigstens
aber
machte der Beschwerdeführer selbst nur eine leichte Verfär
bung der Schulter geltend. B
laue
Flecken, Rissquetschwunden oder Beulen
sind keine
dokumentiert, die Kopfschmerzen liessen bald nach
,
er
war sofort
reise
fähig
und konnte im Urlaub auch mit Einschränkungen schwimmen
. All dies spricht gegen ein
Unfallereignis besonderer
Schwere
und damit – wie bereits die MRI-Befunde – gegen eine über die
mögliche
Aktivierung hinausgehende Ver
ursachung der Diskushernie.
3.4.3
Zum zeitlichen Zusammenhang zwischen Unfallereignis
und Symptomen
äus
serte sich das Bundesgericht in seinem Urteil
U 218/2004 vom
3.
März 2005
E.
6.1
wie folgt: Ein Unfall
als eigentliche Ursache einer Schädigung der Band
scheibe
setzt
voraus, dass ein vertebrales oder
radikuläres
Syndrom unverzüg
lich und mit sofortiger Arbeitsunfähigkeit auftritt. Das Gleiche gilt für eine richtunggebende Verschlimmerung, wenn und soweit
also
durch den Unfall eine Diskushernie früher oder beschleunigt zur Entwicklung gebrachte wurde. Wird
e
ine vorbestehende Diskushernie durch den Unfall
indessen
lediglich manifest, müssen die dadurch ausgelösten Beschwerden innerhalb einer kurzen Zeit
spanne auftreten. Für den Brust- und Lendenwirbelbereich wird eine Latenzzeit von höchstens acht bis zehn Tagen angegeben (bestätigt mit Urteil 8C_412/2009 vom 1
7.
Juni 2009 E. 3), bei vorbestehender Diskushernie der Halswirbelsäule beträgt das beschwerdefreie Intervall in der Regel
nur
wenige Stunden. Für spätere Rezidive hat die Unfallversicherung
sodann
nur
einzustehen, wenn ein
deutige Brückensymptome gegeben sin
d (Bestätigung des Urteils U
379/2
000 vom 2
0.
September 2001 E. 6
).
Ergänzend ist auf
Debr
unner
/
Ramseier
, Die Begutachtung von Rückenschäden in der schweizerischen sozialen Unfallversicherung, Bern 1990
, S. 54 ff. hinzu
weisen. Dort ist unter anderem
nachzulesen
,
dass
nach
dem Unfall erst allmäh
lich, d.h. im Verlauf von ein bis mehreren Wochen, auftretende Beschwerden auf das Einwirken nicht nichtunfallbedingter Faktoren hindeuten
würden
. Dies sei besonders bei anamnestisch nachweisbaren früheren Beschwerdeschüben zu vermuten. Die Unfallkausal
ität sei dann unwahrscheinlich.
Ferner wird auf
S. 64
angemerkt,
dass eine Wirbelsäulenschädigung im allgemeinen innert 3 bis maximal 5 Tagen Anlass zu einer Arztkonsultation gebe.
Andernfalls, d.h. b
ei indolenten Versicherten
,
müs
sten eindeutige Brückensymptome
nachgewiesen werden, an welche folgende minimale Anforderungen zu stellen seien: (1) sie müssten sich von allgemein üblichen Beschwerden, die hin und wieder auftre
ten, deutlich unterscheiden, (2) sie müssten eine gewisse Intensität und Konstanz aufweisen (mehrmals pro Monat), (3) sie müssten die Lebensführung deutlich und nachhaltig beeinflussen und (4) sie müssten so stark sein, dass der Versicherte entweder nachweisbar Selbsttherapie mache, zum Arzt oder zur Therapie gehe oder die Arbeitsleistung nachweislich absinke
.
Nach der Erstbehandlung vom 2
7.
Juni 2013 fand die nächste ärztliche Konsulta
tion – wie vom Beschwerdeführer vermutet – am 1. Oktober 2013 bei seinem Hausarzt statt. Diese ist inklusive
der
Anfertigung von Röntgenbildern durch die Rechnungsstellung belegt (vgl.
Urk.
7/38 S. 4). Nichtsdestotrotz berichtete der
Beschwerdeführer konstant, die neu nach dem Unfall aufgetrete
nen Beschwerden hätten persistiert bzw. seien stärker geworden.
Ins Gewicht fällt
indessen
vor allem
, dass
er
erst ab
2
8.
November 2013
arbeitsunfähig geschrieben wurde
und
bis dahin
– mangels gegenteiliger Anhaltspunkte
oder Behauptungen
– offenbar
auch effektiv
mehrere Monate
Vollzeit
und mit voller Leistungsfähigkeit
arbeitete (vgl.
Urk.
7/8).
Wenn der Beschwerdeführer
diesbe
züglich geltend macht
e
,
er habe die Zähne zusammengebissen, so
gilt es zu bedenken, dass die Erstbehandlung
der Schulterprellung
doch
umgehend statt
fand
. Ausserdem erklärte
der Beschwerdeführer
am 2
8.
November 2013 im
Z._
, die Schw
äche sowie Sensibilitätsstörung seien
seit drei Wochen
vermehrt aufgetrete
n
– mithin also erst einen Monat nach dem Besuch beim Hausarzt
.
Es
ist daher keinesfalls abwegig anzunehmen,
e
r hätte bei ein
deutigen Brückensymptomen, wie sie
Debrunner
/
Rasmeier
verlangen, früher einen Arzt aufgesucht.
Soweit der Beschwerdeführer
dagegen einwendete
,
Brückensymptome könnten auch relativ harmlos sein,
so betrifft jene Recht
sprechung
keine Wirbelsäulenleiden und zudem Versicherte, welche zwischen
zeitlich wegen anderer,
gravierendere
r
Beschwerden in ärztlicher Behandlung
standen
(vgl. Urteile des B
undesgerichts 8C_433/2007 E.3.2 und 8C_185/2008 vom 1
7.
Dezember 2008 E. 5.2)
.
Die behauptete
Selbsttherapie
hat
der Beschwerdeführer
sodann
nicht näher erläutert
. Sie ist auch in keiner Weise belegt
und
für verschreibungspflichtige Medikamente wäre ein Arztbesuch erforderlich gewesen.
Dass nach dem Unfall Schmerzen bestanden, ist aufgrund der diagnostizierten Schulterdistorsion nicht von der Hand zu weisen.
Der Beschwerdeführer
beschrieb aber selbst nur einen anhaltenden Schmerz in der Schulter (Druckpunkt, leichte Verfärbung).
Die Beschwerden im Zusammenhang mit den Diskusextrusionen
haben sich
daher mit überwiegender Wahrschein
lichkeit erst im Laufe der darauffolgenden Wochen entw
ickelt.
3.5
Sofern Berichte und Gutachten versicherungsinterner Ärzte schlüssig erschei
nen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen, kommt ihnen
rechtsprechungs
gemäss
Beweiswert zu (Urteil des Bundesgerichts 8C_620/2009 vom 2
6.
Oktober 2009 E. 4.2.1 mit Hinweisen).
Aufgrund der vorstehenden Erwägungen
erfüllt die kreisärztliche Beurtei
lung diese Anforderungen.
Ein Unfallereignis besonderer Schwere ist nicht erstellt, bei der Interpretation der MRI-Befunde wurde
n
eine Degeneration der Bandscheiben sowie das Fehlen struktureller Läsionen hervorge
hoben und
eine
Arbeitsunfähigkeit
bestand erst nach mehreren Monaten
. Die Schlussfolgerung des Kreisarztes ist daher
nach
vollziehbar
,
dass die
multiokulären
Bandscheibenextrusionen mit überwiegen
der Wahrscheinlichkeit degenerativ bedingt und vorbestehend
seien
, da zum eine
n
eine in sehr engem zeitlichem Zusammenhang zum Ereignis zu fordernde akute
radikuläre
Symptomatik nicht aufgetreten
sei
, zum andern bildgebend keine rein unfallbedingten strukturellen Läsionen nachzuweis
en
seien
(
Urk.
7/43 S. 3).
Zwar trifft es zu, wie vom Beschwerdeführer geltend gemacht, d
ass
ein
sofortiges
Vertebralsyndrom
(Haltungs- und Belastungsschmerzen, Verspan
nung und Schmerzen der Muskulatur, lokale Druck- und
Klopfdolenz
der Dor
nfortsätze und der seg
mentalen
p
aravertebralen Muskul
atur) genüg
en muss (vgl.
dazu
Debrunner
/
Ramseier
, a.a.O., S. 39 f.)
. Inwiefern ein solches
vorgele
gen haben soll, erläutert er jedoch nicht
und ein solches ist auch nicht
echtzeit
lich
dokumentiert
.
Unzulässig ist der
Umkehrschluss
, da
Voraussetzung der Unfallkausalität das Auftreten
von
Symptome
n
unmittelbar nach dem Unfall ist,
müsse
eine
Unfall
kausalität
im engeren Sinne ohne weiteres bejaht werden, wenn solche Symp
tome
effektiv
sofort auftreten (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_467/2007 vom 2
5.
Oktober 2007 E. 3.2). Die Beweisregel "
post
hoc ergo
propter
hoc" im Sinne der Vermutung, Beschwerden müssten unfallbedingt sein, wenn eine
vorbeste
hende
Erkrankung der Wirbelsäule bis zum Unfall schmerzfrei war, ist nach ständiger Rechtsprechung unfallmedizinisch nicht haltbar (Urteil des Bundes
gerichts 8C_601/2011 vom
9.
Januar 2011 E. 4.1 mit Hinweisen; vgl. auch 8C_332/2013 vom 2
5.
Juli 2013 E. 5.1 und BGE 119 V 335 E. 2b/
bb
).
Wie der Kreisarzt
überzeugend darlegte, kann der Treppensturz
deshalb
„aller
höchstens“ als Auslöser der Symptomatik angesehen werden
(
vgl.
Urk.
7/43
S. 3)
, so
die
Terminierung „spätestens“ vor dem Operationstermin
eher zugunsten des Beschwerdeführers ausfiel
(
vgl.
Urk.
7/43 S. 4).
„
Allerhöchstens
“
bedeutet
nämlich
nicht
überwiegend wahrscheinlich, sondern
von den drei Variante
n
eigentliche Ursache, richtunggebende Verschlimmerung oder blosse Aktivierung der
Diskushernie
noch
am ehesten möglich.
Folglich
ist eine natürliche Kausa
lität zwischen Unfallereignis und Diskusextrusionen
nicht
mit dem im Sozial
versicherungsrecht erforderlichen Beweisgrad
erstellt
. D
ie
Schulterprellung
ohne strukturelle Läsion mit geringer anfänglicher Blau
-
färbung
war
nach fünfeinhalb Monaten
indessen
abge
h
e
ilt
.
Weshalb
von einer längeren Heilungsdauer als bei Rückenprellungen
im lumbalen Bereich
auszugehen wäre, ist nicht ersichtlich.
Ergänzend ist festzuhalten, dass sich
das Bundesgericht in einem
älteren
Urteil (
U 379/2000 vom 20.
September 2001
E. 6
)
ohnehin
dahingehend
äusserte
, dass der Unfallversicherer nicht für die unmittelbar mit der Operation der
Diskusher
nie
verbunden
K
osten
aufzu
-
kommen habe, wenn durch den Unfall nur ein Beschwerdeschub ausgelöst werde, da dieser Eingriff der Behebung der Ursache selbst diene.
4.
Nach
dem Gesagten ergibt sich, dass die Beschwerdegegnerin ihre Leistungen zu Recht per 1
6.
Dezember 2013 mangels natürlich
er
Kausalität zwischen dem Unfallereignis vom 2
7.
Juni 2013 und den dannzumal noch fortbestehenden Beschwerden einstellte. Die Beschwerde ist deshalb abzuweisen.