Decision ID: 6c0c9152-dde0-450e-b182-861f8d556aee
Year: 2022
Language: de
Court: GR_VG
Chamber: GR_VG_005
Canton: GR
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

I. Sachverhalt:
1. Am 5. Dezember 2022 (Poststempel) reichten A._ (nachfolgend:
Beschwerdeführer) beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden
eine "Einsprache Beschluss Bauprojekt C._" ein.
2. Mit Schreiben vom 7. Dezember 2022 teilte der Instruktionsrichter den
Beschwerdeführern unter Hinweis auf Art. 38 VRG mit, dass ihrer Eingabe
vom 5. Dezember 2022 (Poststempel) der von ihnen beanstandete
Entscheid der Gemeinde B._ nicht beigelegen habe. Sodann räumte
er ihnen eine nicht erstreckbare Frist bis zum 16. Dezember 2022 ein, um
die Eingabe entsprechend zu verbessern (Beilage des beanstandeten
bzw. angefochtenen Entscheids der Gemeinde B._). Zudem wies er
daraufhin, dass das Gericht auf die Beschwerde nicht eintreten werde,
sofern die fristgemässe Verbesserung unterbleibe.
3. Bis zum heutigen Urteilsdatum ging beim Verwaltungsgericht keine
verbesserte Eingabe ein.

II. Der Einzelrichter zieht in Erwägung:
1. Gemäss Art. 43 Abs. 3 lit. b des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100) entscheidet das
Verwaltungsgericht in einzelrichterlicher Kompetenz, wenn ein
Rechtsmittel offensichtlich unzulässig oder offensichtlich begründet oder
unbegründet ist. Bei der Eingabe der Beschwerdeführer vom 5. Dezember
2022 (Poststempel) handelt es sich – wie nachstehend dargelegt wird –
um ein offensichtlich unzulässiges Rechtsmittel, weshalb die Zuständigkeit
des Einzelrichters gegeben ist.
2.1.1. Im Beschwerdeverfahren vor Verwaltungsgericht müssen bestimmte
Prozessvoraussetzungen – darunter auch die Formerfordernisse gemäss
Art. 38 VRG – erfüllt sein, damit das Gericht auf eine Beschwerde eintritt,
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die Sache inhaltlich (materiell) prüft und einen Sachentscheid fällt. Fehlt
es an einer dieser Voraussetzungen, führt dies zu einem
Nichteintretensentscheid (vgl. Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons
Graubünden R 17 65 vom 3. Mai 2018 E.1b mit Hinweis auf BERTSCHI, in:
Griffel [Hrsg.], Kommentar VRG, 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2014,
Vorbemerkungen zu §§ 19-28a Rz. 50 und 52).
2.1.2. Gemäss Art. 38 VRG sind Rechtsschriften in einer Amtssprache
abzufassen und sie haben das Rechtsbegehren, den Sachverhalt und eine
Begründung zu enthalten (Abs. 1). Sie sind zu unterzeichnen und im
Doppel unter Beilage der verfügbaren Beweismittel und des
angefochtenen Entscheids einzureichen. Weitere Beweismittel sind genau
zu bezeichnen (Abs. 2). Genügt eine Eingabe den gesetzlichen
Erfordernissen nicht oder ist sie in unziemlicher Form abgefasst,
unleserlich oder unnötig umfangreich, wird eine angemessene Frist zur
Behebung des Mangels angesetzt mit der Androhung, dass auf die
Eingabe sonst nicht eingetreten werde (Abs. 3).
2.2. Da die Eingabe der Beschwerdeführer vom 5. Dezember 2022 den Form-
erfordernissen gemäss Art. 38 VRG nicht genügte, wurden die
Beschwerdeführer vom Instruktionsrichter mit Schreiben vom
7. Dezember 2022 dazu aufgefordert, ihre Eingabe entsprechend zu
verbessern (Beilage des beanstandeten bzw. angefochtenen Entscheids
der Gemeinde B._). Hierzu wurde ihnen eine nicht erstreckbare Frist
bis zum 16. Dezember 2022 eingeräumt, wobei sie darauf hingewiesen
wurden, dass bei unbenutztem Fristablauf auf ihre Beschwerde nicht
eingetreten werde.
2.3. Nachdem die Beschwerdeführer dem Gericht innert der nicht
erstreckbaren Frist bis zum 16. Dezember 2022 keine verbesserte
Eingabe eingereicht haben, tritt das Gericht mangels Erfüllung der
Formerfordernisse gemäss Art. 38 VRG auf die Beschwerde nicht ein.
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3. Bei diesem Ausgang des Verfahrens würden die Gerichtskosten
grundsätzlich zulasten der Beschwerdeführer gehen (vgl. Art. 72 Abs. 1
i.V.m. Art. 73 Abs. 1 VRG). Aufgrund des geringen Verfahrensaufwands
rechtfertigt es sich aber hier, auf die Erhebung von Gerichtskosten zu
verzichten.