Decision ID: dd55066a-df5e-5dbb-a273-62fe534904bc
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1952, ist gelernter
Karosseriespengler
(vgl. den Lebenslauf in
Urk.
25/3/1), arbeitete ab dem
1.
Juni 1992 vollzeitlich bei der
Firma Y._
und war in diesem Arbeitsverhältnis bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) für die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen obligatorisch versichert.
Am 1
9.
August 1992 stolperte
X._
bei der Arbeit über einen Hau
fen Bauschutt und stürzte auf das rechte Handgelenk (Unfallmeldungen vom 1
1.
August und vom
1.
September 1992,
Urk.
7/I/1/127+128).
Die Suva aner
kannte ihre Leistungspflicht, kam für die Heilungskosten auf und erbrachte Taggelder.
X._
trat a
m 1
6.
März 1993 eine neue Vollzeitstelle als Hauswart bei
der
Schule
Z._
an und war nunmehr bei der Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG (nachfolgend „Zürich“) unfallversichert (vgl. die Unfallmeldung vom 2
4.
Februar 1997,
Urk.
25/14/3). Nach Aufnahme der neuen Tätigkeit persistierten im mehrfach voroperierten Handgelenk Schmerzen (vgl. die medizinischen Unterlagen in
Urk.
7/I/1/99-126
), und am 2
1.
Dezember 1993 führte
Dr.
med.
A._
in de
r
Klinik B._
eine
Neurol
yse
mit Plas
tik der
palmaren
radiokarpalen Gelenkkapsel durch (Operationsbericht und Austrittsbericht vom Dezember 1993,
Urk.
7
/
I
/
1/95-98
).
Die
Suva erbrachte weiterhin die Leistungen im Zusammenhang mit den Handgelenksbeschwerden.
1.2
Nach der Operation verblieben Beschwerden und Einschränkungen im rechten Handgelenk (vgl. die medizinische Dokumentation in
Urk.
7/I/1/59-90
), und die Arbeitgeberin passte das Anforderungsprofil der Hauswartstelle entsprechend an (vgl. die Besprechungsprotokolle in
Urk.
7/I/
1/85+86,
Urk.
7/I/1/79 und Urk.
7/I/1/74+75).
Im August 1995 wurde nochmals eine Handgelenksoperation durchgeführt (Operationsbericht und Austrittsbericht von
Dr.
med.
C._
der
Klinik B._
vom August 1995,
Urk.
7/I/1/54-58),
und nach einer
kreis
ärztlichen
Untersuchung (Bericht von
Dr.
med.
D._
vom 2
5.
Oktober 1995,
Urk.
7/I/1/46-48)
sowie der Beurteilung des Integritätsschadens (Bericht von
Dr.
med.
E._
vom 2
3.
Februar 1996,
Urk.
7/I/1/39
)
sprach die Suva dem Versicherten mit Verfügung vom
2.
September 1996 eine
Integritäts
entschädigung
auf der Basis einer Integritätseinbusse von 10
%
und - für die Zeit ab dem
1.
Oktober 1996 - eine Invalidenrente aufgrund einer Erwerbsunfä
higkeit von 30
%
zu (
Urk.
7/I/1/7-12).
Die Verfügung blieb unangefochten, und
X._
wurde bei der bisherigen Arbeitgeberin zu einem angepass
ten Pensum von 70
%
weiterbeschäftigt (
Urk.
7/I/2/22).
1.3
Am 1
3.
Januar 1997 meldete die Arbeitgeberin von
X._
der Suva einen Rückfall zum Unfall des Jahres 1992 betreffend das re
chte Handgelenk (
Urk.
7/I/2/22
), und es folgten erneut Abklärungen und Behandlungen (vgl. den Krankengeschichte-Eintrag der
Klinik B._
vom 1
7.
Fe
bruar 1997, Urk.
7/I/2/21).
Ausserdem stürzte
X._
am 2
5.
Januar 1997 beim Skifahren auf das rechte Knie (Unfallmeldung vom 2
4.
Februar 1997,
Urk.
25/14/3
). Es wurde eine Meniskusläsion festgestellt (Krankengeschichte-Eintrag der
Klinik B._
vom
6.
März 1997,
Urk.
25/14/57)
, und am 2
2.
April und am 1
9.
August 1997 sowie am 2
6.
Mai 1998 fanden in der
Klinik B._
Kniegelenksope
rationen
statt (Operationsberichte von
Dr.
med.
F._
,
Urk.
25/14/61-63
,
Urk.
25/14/49-52 und
Urk.
25/14/34-35).
Die Suva kam für die erneute Behandlung des rechten Handgelenks auf (Schrei
ben der Suva an den
Versicherten vom 3
0.
Mai 1997,
Urk.
7/I/2/16),
während
dem
die „Zürich“ die Meniskusverletzung als Folge des Unfalls vom 25. Januar 1997 anerkannte und die Behandlungen sowie Taggelder bezahlte (Schreiben der „Zürich“ an den Versicherten vom
3.
März 1997,
Urk.
8/Z2
des Prozesses Nr.
UV.2013.00085
).
1.4
Am 1
8.
Juli 1998 meldete die Arbeitgeberin der Suva einen weiteren Rückfall zum Handgelenksunfall (
Urk.
7/I/3/97
), und im September 1998 wurde das Handgelenk nochmals operiert (Operationsbericht in
Urk.
7/I/93/93-94
). Die Suva bejahte ihre Leistungspflicht für diese Behandlung (vgl. die kreisärztl
iche Beurteilung in
Urk.
7/I/3/96
).
Mit Verfügung vom
1.
Dezember 1998 hielt die „Zürich“ in Bezug auf das rechte Knie fest, dass von der Weiterführung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr zu erwarten sei, dass
X._
mangels Erwerbseinbusse infolge des Unfalls vom 2
5.
Januar 1997 auch keinen Anspruch auf eine Invalidenrente habe, dass ihm hingegen aufgrund der Beurteilung von
Dr.
F._
(vgl.
Urk.
8/ZM35
des Prozesses Nr.
UV.2013.00085
) eine Integritätsentschädigung basierend auf einer
Integri
tätseinbusse
von 10
%
zustehe (
Urk.
8/Z19
des Prozess
es Nr.
UV.2013.00085
). Auch diese Verfügung wurde nicht angefochten.
Die Suva teilte dem Versicherten am 1
1.
April 2000 den Fallabschluss in Bezug auf das rechte Handg
elenk mit (
Urk.
7/I/5
) und eröffnete ihm am 2
5.
Januar 2001, dass er die bisherige
Rente unverändert erhalte (
Urk.
7/I/3/77
).
In der nachfolgenden Zeit persistierten im rechten Handgelenk Beschwerden in schwankendem Ausprägungsgrad, und die Suva bezahlte die entsprechenden Behandlungen (vgl. die Unterlagen der Suva in
Urk.
7/I/3/
32
-79,
Urk.
7/I/4-18 und
Urk.
7/II/19-2
8
)
.
Mit Verfügung vom 1
5.
Oktober 2002 erhöhte sie die bis
herige 30%ige Rente per
1.
Juni 2002 auf eine Rente aufgrund einer 40%igen E
rwerbseinbusse (
Urk.
7/I/3/21-23),
was der Versicherte akzeptierte. Die Arbeits
stelle bei der Schule
Z._
blieb ihm erhalten (vgl. die Proto
kolle über die Besprechungen im Betrieb vom Juni und vom September 2002,
Urk.
7/I/29+30).
X._
meldete sich daraufhin am 30.
Oktober 2002 bei der Invalidenversicherung an (
Urk.
2
5
/5).
1.5
Bereits Ende Januar 2002 hatte
X._
der „Zürich“ einen Rückfall zum Knieunfall vom 2
5.
Januar 1997 gemeldet (
Urk.
25/14/2)
. Am
6.
Dezember 2002 nahm
Dr.
med. G._
in der
Klinik H._
eine operative Revi
sion des rechten Kniegelenks vor (Operationsbericht in
Urk.
25/14/7-8
), und am 2
3.
Juni 2003 folgte eine weitere Operation durch
Dr.
med. I._
in der
Klinik J._
(Operationsbericht in
Urk.
8/ZM50
des Prozesses Nr.
UV.2013.00085
). Die „Zürich“ kam für die Kosten der Behandlungen wie
derum auf (vgl.
Urk.
8/Z2 ff.
des Prozesses Nr. UV.2013.00085
).
Mit Verfügung vom
3.
September 2003 sprach die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich (SVA), IV-Stelle, dem Versicherten für die Zeit ab dem 1. Juni 2003 eine
Viertelsrente
aufgrund eines Invaliditätsgrades von 40
%
zu (
Urk.
2
5
/16+17 und
Urk.
2
5
/23).
1.6
Auch in den Jahren 2004 und 2005 stand der Versicherte wegen Beschwerden im rechten Knie und zusätzlich im rechten Hüftgelenk in der
Klinik J._
in Behandlung (vgl.
Urk.
8/ZM54-ZM76
des Prozesses Nr.
UV.2013.00085
), und am 2
3.
August 2005 operierte
Dr.
I._
das Knie
gelenk wieder (Operationsbericht in
Urk.
8/ZM80
des Prozesses Nr.
UV.2013.00085
). Die „Zürich“ erbrachte auch hierfür die Leistungen
(Urk.
8/Z59 ff.
des Prozesses Nr. UV.2013.00085
).
Ab Oktober 2004 war
X._
für die bisherige Arbeit neu bei der
Schule K._
angestellt und seither bei der Winterthur Versicherungen (später
Axa
Winterthur [
Axa
]) unfallversichert (Aktennotiz der „Zürich“ vom 2
6.
Oktober 2004,
Urk.
8/Z68
des Prozesses Nr.
UV.2013.00085
; Fragebogen für
Arbeitgebende
, Angaben
vom 1
8.
Juni 2007,
Urk.
25
/31; E-Mail der Arbeitgeberin an die „Zürich“ vom 1
7.
Juni 2009,
Urk.
8/Z126
des Prozesses Nr. UV.2013.00085
). Dort meldete er am
9.
Januar 2006 einen Treppensturz mit Bänderzerrung am linken Knie vom 2
7.
Dezember 2005 (
Urk.
2
5
/45/3 ff.), am 2
3.
November 2006 einen Sturz beim Joggen mit Fraktur des linken oberen
Sprunggelenks vom 2
2.
No
vember 2006 (Urk.
2
5
/45/36 ff.) und am 1
8.
Juli 2007 nochmals einen Sturz beim Joggen mit Bruch des linken Schienbeins vom 1
7.
Juli 2007
(
Urk.
25
/45/56 ff.). Die
Axa
kam für die Kosten der entsprechenden Behandlungen und Arbeitsausfälle auf (v
gl. die Akten der
Axa
in
Urk.
25
/45/1-119).
Gleichzeitig war
X._
immer noch wegen der Problematik im rech
ten Knie in Behandlung
(vgl. die Eintragungen von
Dr.
I._
in der Krankengeschichte in
Urk.
25/45/5 ff.)
. Am 2
3.
und 2
4.
Januar 2007 folgten Operationen durch
Dr.
med. L._
und
Dr.
I._
in der Klinik
M._
(Operationsberichte in
Urk.
8/ZM90
des Prozesses Nr. UV.2013.00085
und Urk.
8/ZM91
des Prozesses Nr. UV.2013.00085
), ebenso am
5.
Juni 2008 durch
Dr.
I._
(Operationsbericht in
Urk.
8/ZM96
des Prozesses Nr.
UV.2013.00085
). Am 1
2.
März 2009 brachte
Dr.
I._
eine
unikompar
timentelle
Knieprothese an (Operationsbericht in
Urk.
8/ZM106
des Prozesses Nr. UV.2013.00085
), und am 2
2.
Juni 2009 erfolgte die Totalprothesenoperation (Operationsbericht in
Urk.
8/ZM110
des Prozesses Nr.
UV.2013.00085
; Eintra
gungen von
Dr.
I._
in der Krankengeschichte,
Urk.
7/II/93/8 und
Urk.
25/77/54-57
). Ferner hatte Dr.
I._
am
3.
November 2008 die Entfer
nung des
Osteosynthesematerials
am linken Schienbein vorgenommen (
Operati
onsbericht
in
Urk.
8/ZM99
des Prozesses Nr.
UV.2013.00085).
1.7
Am 1
2.
Juni 2009 hatte
Dr.
med. N._
, Spezialarzt für Orthopädische Chirur
gie, im Auftrag der
Axa
ein Gutachten zu den Folgen der drei bei ihr versicher
ten Unfälle vom 2
7.
Dezember 2005, vom 2
2.
November 2006 und vom 1
7.
Juli 2007 erstellt
(
Urk.
25
/45/57-71). Mit Verfügung vom 1
3.
Juli 2009 teilte die
Axa
dem Versicherten anschliessend mit, dass sie ihre Leistungen per Ende Juni 2009 einstelle und ihm für die Beeinträchtigung des linken oberen Sprungge
lenks eine Integritätsentschädigung von 10
%
zuspreche (Urk. 2
5
/77/31-34). Die Verfügung wurde nicht angefochten. Für die fortbestehende Arbeitsunfähigkeit richtete die „Zürich“ Taggelder aus (Schreiben der „Zürich“ an die
Axa
vom 1
3.
September 2010,
Urk.
25
/77/14).
1.8
Nachdem im Februar 2010 erneute Beschwerden im linken oberen Sprunggelenk aufgetreten waren und dieses operiert worden war (vgl. die Eintragungen von
Dr.
I._
in der Krankengeschichte,
Urk.
7/II/93/
4-7 und
Urk.
25/77/44-45
, und den Operationsbericht in
Urk.
2
5
/77/51-52), korrespondierten die
Axa
und die „Zürich“ über die Aufteilung ihrer Leistungspflicht in der Zeit der Über
schneidung der Folgen der bei ihnen versicherten Unfälle (Aufzeichnungen der
Axa
in
Urk.
2
5/77/19-21;
Aufstellung der
Axa
vom 3
0.
August 2010, Urk.
25/77/18
; Schreiben der „Zürich“ vom 1
3.
September 2010,
Urk.
25/77/14
;
Bericht von
Dr.
I._
vom 1
3.
Oktober 2010 zuhanden der „Zürich“, Urk.
7/II//93/3
;
Besprechungsprotokoll der
Axa
vom 2
4.
November 2010, Urk.
25
/77/5-7). Die
Axa
sprach sich in einem Schreiben vom
8.
März 2011 dagegen aus, die Fallführung zu übernehmen (
Urk.
8/Z173
des Prozesses Nr.
UV.2013.00085
).
Da der Versicherte in den Jahren 2007 bis 2009 sporadisch (Berichte von Dr.
C._
in
Urk.
7/II/47+48,
Urk.
7/II/50+51 und
Urk.
7/II/59) u
nd ab Frühjahr 2010 regelmässig auch wieder wegen Handgelenksbesc
hwerden in Behandlung war (vgl.
Urk.
7/II/60-120
sowie insbesondere die Berichte von
Dr.
C._
vom 1
9.
Mai und vom
1.
November 2010,
Urk.
7/II/60 und
Urk.
7/II/
68),
sich am 17.
Mai 2011 einer
Teilarthrodese
im rechten Handgelenk zu unterziehen hatte (Operationsbericht von
Dr.
C._
in
Urk.
7/II/114 u
nd die weitere
n Berichte in
Urk.
7/II/135 und
Urk.
7/II/141)
und sich für die Kostenübernahme - während der Dauer der Taggeldzahlungen der „Zürich“ (vgl. die Taggeldabrechnungen für November 2009 bis November 2010 in
Urk.
2
5
/163/89-91) - an die Suva wandte, wurde auch diese in die Koordinationsverhandlungen einbezogen (Korrespondenz der Suva hierzu in
Urk.
7/II/77-85
; Stellungnahme der Suv
a vom 2
1.
Juni 2011,
Urk.
7/II/122
; Protokoll über die Besprechung zwischen der Suva und dem Versicherten vom
9.
Mai 2011,
Urk.
7/II/109)
.
In der Folge einigten sich die „Zürich“ und die Suva darauf, dass die „Zürich“ das Taggeld für die Arbeitsunfähigkeit wegen der Hand- und Kniebeschwerden bezahle und die Suva die Behandlungskosten (Hand) übernehme
(vgl. die Kor
respondenz in
Urk.
7/II/128-137)
. Zudem hielt die „Zürich“ fest, dass sie die Rentenfrage prüfen werde, sobald von Seiten der Hand ein stabiler Zustand erreicht sei (Schreiben der „Zürich“ vom 2
5.
Juli 2011,
Urk.
8/Z194
d
es Prozes
ses Nr. UV.2013.00085
).
Die Suva hatte den Versicherten unterdessen am
5.
Dezember 2006 und am 18. März 2009 vom unveränderten Rentenanspruch in Kenntnis gesetzt
(Urk.
7/II/45 und
Urk.
7/II/56).
Dasselbe hatte ihm die IV
Stelle am
9.
Oktober 2007 beschieden (
Urk.
25
/37).
1.9
Per Ende Mai 2011 wurde das Ar
beitsverhältnis zwischen dem Versicherten
und der
Schule K._
aufgelöst, jedoch bis Ende April 2012 infolge unverschuldeter Entlassung erstreckt (Aufhebungsvereinbarung und Austrittsschreiben in
Urk.
8/Z236
des Prozesses Nr. UV.2013.00085
).
Am 1
7.
und am 2
9.
August 2011 berichtete
Dr.
C._
über den Zustan
d der rechten Hand (
Urk.
7/II/141
und
Urk.
8/ZM143
des Prozesses Nr.
UV.2013.00085
), und im Oktober 2011 wurde der Versicherte im Auftrag der „Zürich“ im
Zentrum O._
begutachtet (Gutachten vo
m
1.
November 2011,
Urk. 7/II/150
). Ferner hatte Dr.
med. P._
, Spezialarzt für Innere Medizin und Rheumaerkrankungen, am 1
0.
Oktober 2011 ein Gutachten zuhanden der Beamtenvers
icherungskasse erstellt (
Urk.
7/III/159/13-52
), und beantwortete nach Kenntnisnahme des Gut
achtens des
Zentrums O._
am
2.
Dezember 2011 verschiedene Zusatzfragen der
Be
am
tenversicherungskasse
(
Urk.
7/III/159/2-12).
Am 1
7.
Januar 2012 berichtete
Dr.
I._
der „Zürich“ über
eine
Kontrolluntersuchung des rechten Knies (
Urk.
8/M151
des Prozesses Nr. UV.2013.00085
), und am
2.
Februar 2012 in
formierte
Dr.
C._
über einen Sturz dieses Tages mit Beteiligung des r
echten Handgelenks (Urk. 7/III/160
; Unfallmeldung an die
Axa
in
Urk.
2
5
/162/231).
1.10
Mit Brief vom 1
0.
Januar 2012 teilte die Suva der „Zürich“ (gestützt auf die Koordinationsbestimmung in
Art.
100
Abs.
3 der Verordnung über die Unfall
versicherung [UVV] und die Ad-hoc-Empfehlung Nr. 4/89) mit, dass sie deren Rentenentscheid abwarte und ihr hernach den Betrag für die
Erstrente über
weise (
Urk.
7/II/158
).
Mit Schreiben vom 2
4.
Februar 2012 eröffnete die „Zürich“ der Suva daraufhin unter Bezugnahme auf die genannte Koordinationsbestimmung, dass der von ihr ermittelte Invaliditätsgrad unter dem Invaliditätsgrad der Suva-Rente von 40 % liege, weshalb sie die Leistungen per Ende Februar 2012 einstellen und einen Rentenanspruch verneinen werde (
Urk.
7/III/163/1-2
). Am 1
1.
April 2012 verfügte die „Zürich“ die Einstellung der Heilbehandlung (per Ende Februar 2012) und der Taggelder (per
4.
Februar 2012), die Zusprechung einer
Integri
tätsentschädigung
von neu 40
%
und die Verneinung ei
nes Rentenanspruchs (
Urk.
7/III/168/2-6
).
X._
, vertreten durch Rechtsanwalt Martin Hablützel, erhob mit den Eingaben vom 1
4.
Mai und vom 1
9.
Juni 2012 Ein
sprache (
Urk.
8/Z251
des Prozesses Nr. UV.2013.00085
und
Urk.
8/Z257
des Prozesses Nr. UV.2013.00085
) und legte den Bericht von Dr.
C._
über eine weitere Handgelenksoperation v
om 2
9.
Mai 2012 vor (Urk.
7/III/179/20-21
). Dabei beantragte er zum einen die Aufhebung in Bezug auf die Einstellung der Heilbehandlung und der Taggelder und zum andern die Zusprechung einer gan
zen (100%igen) Rente, eventualiter einer Rente auf der Basis einer Erwerbsun
fähigkeit von 75
%
.
1.11
Die
Axa
übernahm die Behandlung und die Taggelder des Unfalles vom 2.
Februar 2012 in der ersten Zeit;
ab der Operation vom 2
9.
Mai 2012 erklärte sich die Suva als zuständig (v
gl. die Korrespondenz in
Urk.
25
/162/208-230 und insbesondere das Schreiben der
Axa
an den Versicherten vom 2
5.
Juli 2012 betreffend Leistungseinste
llung per
4.
April 2012,
Urk.
7/III/179/2-3
). Gestützt auf zwei Stellungnahmen des Kreisarztes
Dr.
med.
Q._
vom 18. September
und vom 1
5.
Oktober 2012 (
Urk.
7/III/196
und
7/III/199)
zu den Berichten von
Dr.
C._
vom 1
2.
September und vom
1.
Oktober 2012 (
Urk.
7/III/194 und
Urk.
7/III/198/2-3)
hielt die Suva mit Verfügung vom 1
7.
Oktober 2012 fest, dass die Taggelder per 2
0.
September 2012 eingestellt würden, da wieder eine volle Arbeitsfähigkeit im Rahmen der 40%igen Rente erreicht sei (
Urk.
7/III/200).
X._
, vertreten durch Rechtsanwältin Elisabeth
Tribaldos
, erhob mit Eingabe vom 15. November 2012 Einsprache mit dem An
trag, die Suva habe weiterhin die gesetzlichen Leistungen zu erbringen, ins
be
sondere habe sie die Taggeldzahlungen wieder aufzunehmen und eine allfäl
lige Erhöhung von Rente und Integritätsentschädigung z
u prüfen (Urk.
7/III/203).
Die Suva nahm aktuelle Berichte von
Dr.
C._
über den Zu
stand des rechten Handgelenks zu den Akten (Berichte vom 2
2.
November 2012 und vom 1
7.
Januar 2013
,
Urk.
7/III/206 und
Urk.
7/III/216),
holte bei Dr.
Q._
nochmals eine Stellungnahme ein (Angaben vom 1
4.
Januar 2013,
Urk.
7/III/217 und
Urk.
7/III/212)
und wies die Einsprache anschliessend mit Entscheid vom 25. Januar 2013 ab (
Urk.
2 =
Urk.
7/III/220).
Dabei verneinte sie den Anspruch des Versicherten auf eine höhere als die bisherige 40%ige Rente.
Mit Entscheid vom 2
6.
Februar 2013 wies danach auch die „Zürich“ die Ein
sprache gegen ihre Verfügung
vom 1
1.
April 2012 ab (
Urk.
7/III/230/2-11),
nachdem sie einen aktuellen Bericht von
Dr.
I._
vom
9.
Oktober 2012 über den Zustand des rechten Knies zu den Akten genommen hatte (
Urk.
8/ZM156
des Prozesses Nr. UV.2013.00085
).
2.
2.1
Gegen den Einspracheentscheid der Suva vom 2
5.
Januar 2013 liess
X._
durch Rechtsanwältin Elisabeth
Tribaldos
mit Eingabe vom
1.
März 2013 Beschwerde erheben
(
Urk.
1)
und beantragen, ihm s
eien die gesetzlichen Leistungen
zuzusprechen, eventualiter sei der medizinische Sachverhalt durch ein gerichtliches Gutachten nochmals abzuklären und
subeventualiter
sei die Sache zur nochmaligen Abklärung an die Verwaltung zurückzuweisen (
Urk.
1
S.
2
).
Die Suva
, vertreten durch Rechtsanwalt
Dr.
Beat Frischkopf,
beantragte in der Beschwerdeantwort vom 2
2.
April 2013, die Beschwerde sei abzuweisen (
Urk.
6
), was dem Versicherten am 2
4.
April 2013 zur Kenntnis gebracht wurde (vgl.
Urk.
9).
Mit Eingabe vom 2
4.
September 2013
(
Urk.
10)
liess der Versicherte
einen
Bericht von
Dr.
C._
vom 2
9.
August 2013 über den Zustand des rechten Handgelenks nach einer weiteren Operation vom 1
6.
April 2013 einreichen
(Urk.
11). Die Suva liess dazu am 2
1.
Oktober 2013 Stellung nehmen (
Urk.
14).
Sodann liess der Versicherte mi
t Eingabe vom
1
1.
Februar 2014 (
Urk.
16
) ein von ihm veranlasstes Privatgutachten von
Dr.
med.
P._
, Spezialarzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation, vom 2
9.
Januar 2014 zur Arbeits
fähigkeit aufgrund der Unfälle betreffend das rechte Handgelenk, das rechte Knie und den li
nken Fuss einreichen (
Urk.
17
). Die
Suva liess
dazu mit Eingabe vom
2
0.
März
2014 Stellung
nehmen (
Urk.
20
).
Mit Verfügung vom 1
7.
Juni 2014 (
Urk.
23
) zog das Gericht die Akten der Inva
lidenversicherung bei (Urk. 2
5
/1
228).
Nach der Handgelenksoperation vom
1
6.
April 2013 (Berichte der
Klinik B._
vom 1
7.
und vom 2
3.
April sowie vom 1
1.
Dezember 201
3,
Urk.
2
5
/162/78-79, Urk. 2
5
/162/66-67 und Urk.
2
5/164/1-2) hatte die IV-Stelle
dem Versicherten
mit den Verfügungen vom 2
5.
April und vom 2
2.
Mai 2014 für die Monate Mai bis August 2011 eine ganze, für September und Oktober 2011 eine halbe und ab November 2011 wie
der eine ganze Rente zugesprochen (Urk.
25
/187-2
26 mit der Begründung in
Urk.
25
/185; Feststellungsblatt vo
m 2
3.
April 2014,
Urk.
25/184).
Ferner hatte sie den Versicherten am
9.
Juni 2010 durch den RAD-Arzt
Dr.
med. S._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, untersuchen lassen (Bericht vom
4.
August 2010, Urk.
25/63 und
Urk.
25
/64). Der Versicherte liess zu den beigezogenen Akten der Invalidenversicherung mit Eingabe vom 4.
September 2014 (
Urk.
29
), die
Suva
mit Eingabe vom
2
9.
September
2014 (
Urk.
32
) Stellung nehmen.
2.2
Mit Eingabe vom 1
2.
April 2013 liess
X._
durch Rechtsanwältin Elisabeth
Tribaldos
auch Beschwerde gegen den Einspracheentscheid der „Zürich“ vom 2
6.
Februar 2013
erheben
und dieselben Anträge
stellen
wie in der Beschwerde gegen
den Einspracheentscheid der „Zürich“
(
Urk.
1
des Pro
zesses Nr.
UV.2013.00085). Das Gericht zog auch dort die Akten der Invaliden
versicherung bei. Der Prozess wird ebenfalls mit Urteil von heute entschieden
.
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten und beigezogenen Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss
Art.
6 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) werden
soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt - die Versicherungsleistungen bei
Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (
Abs.
1). Der Bundesrat kann Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen (
Abs.
2). Ausserdem erbringt die Versi
che
rung ihre Leistungen bei Schädigungen, die den Verunfallten bei der Heilbe
handlung zugefügt werden (
Abs.
3).
1.2
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt
v
oraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva
lidität, Tod) ein natürlicher
und ein adäquater
Kausalzusammenhang bestehen
.
Die Versicherungsleistungen werden auch für Rückfälle und Spätfolgen gewährt (
Art.
11 der Verordnung über die Unfallversicherung [UVV]). Bei einem Rückfall handelt es sich um das Wiederaufflackern einer vermeintlich geheilten Krank
heit, so dass es zu ärztlicher Behandlung, möglicherweise sogar zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt; von Spätfolgen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe längerer Zeit organische oder auch psychische Veränderungen bewirkt, die zu einem anders gearteten Krankheitsbild führen können (BGE 118 V 293 E. 2c mit Hinweisen).
1.3
N
ach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweck
mäs
sige Behandlung der Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teil
weise arbeitsunfähig, so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein Tag
geld zu. Wird die versicherte Person infolge des Unfalles zu mindestens 10 % invalid, so hat sie gemäss Art. 18 Abs. 1 UVG Anspruch auf eine Invalidenrente. Der Ren
tenanspruch entsteht nach Art. 19 Abs. 1 UVG, wenn von der Fortset
zung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des
Gesundheitszu
standes
mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invali
denversicherung abgeschlossen sind, wobei mit dem Rentenbeginn die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahinfallen. Ferner entsteht zusam
men mit der Festlegung der Invalidenrente beziehungsweise mit der Beendigung der ärztlichen Behandlung unter den Voraussetzungen in Art. 24 UVG auch ein Anspruch auf eine Integritätsentschädigung.
Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird nach Art. 16 ATSG das
Erwerbs
einkommen
, das die ver
sicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizi
nischen Behandlung und allfälliger Eingliede
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (soge
nanntes Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sogenanntes
Valideneinkommen
).
Nach der Festsetzung der Rente werden dem Rentenbezüger die Leistungen für die Heilbehandlung nur noch unter den eingeschränkten Voraussetzungen in
Art. 21 UVG gewährt. Unter anderem hat der Rentenbezüger gemäss
Art.
21
Abs.
3 UVG bei Rückfällen und Spätfolgen Anspruch auf die Heilbehandlung nach
Art.
10 UVG, und erleidet er w
ä
hrend dieser Zeit eine Verdiensteinbusse, so erhält er ein Taggeld, das nach dem letzten vor der neuen Heilbehandlung erzielten Verdienst bemessen wird.
1.4
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17 Abs. 1 ATSG).
In Abweichung zu dieser Bestimmung des ATSG kann die Invalidenrente der Unfallversicherung nach dem Monat, in dem Männer das 6
5.
und Frauen das 6
2.
Altersjahr vollendet haben, nicht mehr revidiert werden (
Art.
22 UVG, BGE 134 V 131).
1.5
Art.
77
Abs.
3 UVG überträgt dem Bundesrat, die Leistungspflicht und das Zu
sammenwirken der Versicherer unter anderem dort zu regeln, wo sich ein erneuter Unfall ereignet (
lit
. b).
Auf dieser Kompetenznorm basiert die Regelung in
Art.
100 UVV. Wenn die versicherte Person erneut verunfallt, während sie wegen eines versicherten Unfalls noch behandlungsbedürftig, arbeitsunfähig und versichert ist, so muss nach
Art.
100
Abs.
1 UVV der bisher leistungspflichtige Versicherer auch die Leistungen für den neuen Unfall erbringen. Verunfallt die versicherte Person während der Heilungsdauer eines oder mehrerer Unfälle, aber nach der Wieder
aufnahme einer versicherten Tätigkeit, erneut und löst der neue Unfall An
spruch auf Taggeld aus, so muss demgegenüber nach
Art.
100
Abs.
2 UVV der für den neuen Unfall leistungspflichtige Versicherer auch die Leistungen für die früheren Unfälle erbringen, und die beteiligten Versicherer vergüten ihm diese Leistungen, ohne Teuerungszulagen, nach Massgabe der Verursachung, womit ihre Leistungspflicht abgegolten ist. Die beteiligten Versicherer können unterei
nander von dieser Regelung abweichende Vereinbarungen treffen, namentlich wenn der neue Unfall wesentlich geringere Folgen hat als der frühere. Erleidet schliesslich eine aus einem früheren Unfall rentenberechtigte Person einen neuen Unfall und führt dieser zu einer Änderung des Invaliditätsgrades, so muss nach
Art.
100
Abs.
3 UVV der für den zweiten Unfall leistungspflichtige Versi
cherer sämtliche Leistungen ausrichten, und der für den ersten Unfall
leistungs
pflichtige
Versicherer vergütet dem anderen Versicherer den Betrag, der dem Barwert des Rentenanteils, ohne Teuerungszulagen, aus dem ersten Unfall ent
spricht, womit seine Leistungspflicht abgegolten ist.
2.
2.1
Im vorliegenden Verfahren strittig ist die Leistungspflicht der
Beschwerdegeg
nerin
in A
bgrenzung zu derjenigen der „Zürich“
.
Nicht mehr zur Diskussion steht demgegenüber die Leistungspflicht der
Axa
. Diese erbrachte ihre Leistungen für die Folgen der bei ihr versicherten Unfälle vom 2
7.
Dezember 2005 (linkes Knie), vom 2
2.
November 2006 (linkes oberes Sprunggelenk) und vom 1
7.
Juli 2007 (linkes Schienbein), lehnte es jedoch ge
genüber der
„Zürich“
im Schreiben vom
8.
März 2011 ab, die Fallführung im Sinne von
Art.
100
Abs.
2 UVV zu übernehmen und - gegen Abgeltung - auch für die Folgen des Unfalls vom 2
5.
Januar
1997 aufzukommen (
Urk.
8/Z173 des Prozesses Nr. UV.2013.00085).
Die Beschwerdegegnerin und die
„Zürich“
akzeptierten im Rahmen der Koordinationsverhandlungen diesen Standpunkt und vereinbarten untereinander, dass die
„Zürich“
für die Bezahlung der Tag
gelder zuständig sei und damit sowohl die Arbeitsunfähigkeit aufgrund der Kniebeschwerden als auch diejenige aufgrund der
bei der Beschwerdegegnerin
versicherten Handbeschwerden entschädige
,
währenddem
die
Beschwerdegeg
nerin
für die Behandlung der rechten Hand
aufkomme (
vgl. die Korrespondenz in
Urk.
7/II/128-137 sowi
e
Urk.
8/Z194 des Prozesses Nr.
UV.2013.00085).
Damit liegt eine Vereinba
rung im Sinne von
Art.
100 Abs.
2 UVV vor, die in Bezug auf Heilungskosten und Taggelder für die Leistungspflicht der beiden Versicherer grundsätzlich massgebend ist.
Der Beschwerdeführer bezieht bereits seit
dem
1.
Oktober 1996 eine Rente der
Beschwerdegegnerin,
bis Mai 2002 aufgrund einer 30%igen und ab Juni 2002 aufgrund einer 40%igen Er
werbseinbusse (
Urk.
7/I/1/7-12 und
Urk.
7/I/3/21-23
). Sein Anspruch auf eine
Rente der
„Zürich“, der Gegenstand des Prozesses Nr. UV.2013.00085 ist, setzt daher
gestützt auf
Art.
100
Abs.
3 UVV voraus, dass der Invaliditätsgrad nach Abschluss der H
eilbehandlung im Sinne von Art.
19 UVG unter Mitberücksichtigung der bei der
„Zürich“
versicherten
Knie
beschwerden
höher ist als der Invaliditätsgrad von 40
%
, auf dem die bisherige Rente der
Beschwerdegegnerin
basiert.
Diesfalls
hätte die
„Zürich“
für die gesamte Rente aufgrund des Hand- und des Knieunfalles aufzukommen, andernfalls bliebe die
Beschwerdegegnerin a
llein leistungspflichtig für die Rente.
2.2
Das Gericht kommt im Urteil von heute des Prozesses Nr. UV.2013.00085 zum Schluss, dass
die Einstellung der Taggelder und der Heilungskosten durch die „Zürich“ entgegen deren Sichtweise
(
Urk.
7/III/230/5) nicht in Teilrechtskraft erwachsen konnte
. Zur Begründung weist das Gericht
zum einen darauf hin, dass
die Einstellung der Taggelder und der Beginn des Rentenanspruchs mitei
nander einhergehen und gemäss
Art.
19
Abs.
1 UVG davon abhängen, dass von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Ge
sundheitszustandes mehr erwartet werden kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_58/2010 vom 2
8.
Juni 2010, E. 2.5)
. Zum andern bemerkt das Gericht, dass a
uch die Höhe der Rente von ihrem Beginn abhängig ist
, da
sowohl das Ergeb
nis des Einkommensvergleichs nach
Art.
16 ATSG als auch die Höhe des versi
cherten Verdienstes (vgl.
Art.
24
Abs.
2 UVV)
vom Rentenbeginn beeinflusst werden können (Urteil des Prozesses Nr. UV.2013.00085, E. 2.2).
3.
3.1
Die Frage nach dem Zeitpunkt, zu dem im Sinne von
Art.
19
Abs.
1 UVG von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr erwartet werden konnte, ist damit sowohl im Ver
fahren gegen die „Zürich“ als auch im vorliegenden Verfahren zu beantworten.
3.2
Im Urteil des Prozesses Nr. UV.2013.00085
(E. 3.2)
erachtet
das Gericht die Ein
stellung der Taggelder und der Heilbehandlung durch die „Zürich“ im Februar 2012 deshalb als gerechtfertigt, weil der Beschwerdeführer ab dann zunächst von der
Axa
Taggelder erhielt und
weil danach
die Beschwerdegegnerin
die Heilbehandlung und die Taggelder übernahm
(
vgl.
Urk.
7/III/179/20-21
und
Urk.
7/III/190)
, bis sie
die Taggeldleistungen per
20.
September 2012
einstellte,
weil wieder eine volle Arbeitsfähigkeit im Rahmen der 40%igen Rente erreicht sei (
Urk.
7/III/200)
.
Zu prüfen ist die Rechtmässigkeit der Einstellung der Taggelder
per 20. September 2012
und die Höhe der Rente, die dem Beschwerdeführer nach der Einstellung zusteht.
3.3
3.3.1
Für die Einstellung der Taggelder, auf die der Beschwerdeführer neben der 40%igen Rente Anspruch hat, kann erst der Zeitpunkt massgebend sein, zu dem die Heilbehandlung sowohl in Bezug auf die bei der „Zürich“ versicherten
Knie
beschwerden
als auch in Bezug auf die bei der Beschwerdegegnerin versicherten Handgelenksbeschwerden im Sinne von
Art.
19
Abs.
1 UVG abgeschlossen ist.
Vor
her kann keine Rentenrevision vorgenommen werden. Denn dort, wo ein Rentenbezüger einen Rückfall oder Spätfolgen erleidet und gestützt auf
Art.
21
Abs.
3 UVG Anspruch auf Heilbehandlung und Taggelder hat, ist nach einem aktuellen Bundesgerichtsentscheid wie bei der erstmaligen Rentenzusprechung der Abschluss der Heilbehandlung abzuwarten, bevor über die Frage nach einer Rentenerhöhung entschieden werden kann (vgl. BGE 140 V 65).
3.3.2
Was die Knieverletzung betrifft, so hielt
Dr.
I._
bereits im Bericht an die Beschwerdegegnerin vom 1
3.
Oktober 2010 fest, nach der
Totalprothesenopera
tion
vom 2
2.
Juni 2009 reduziere ein chronischer Erguss die Belastb
arkeit des rechten Knies
,
und er erwartete im Zeitverlauf keine namhafte Besserung mehr (Urk. 7/II//93/3).
Dr.
F._
, der das rechte Knie ein Jahr später im Rahmen der Abgabe einer Zweitmeinung untersuchte, sah in einem Bericht vom 1
9.
Oktober 2011 wiederum keine Möglichkeit, medizinisch einzugreifen, und riet dazu, die Situation zu akzeptieren (
Urk.
8/ZM145
des Prozesses Nr.
UV.2013.00085 S. 2). In Übereinstimmung damit wies
Dr.
I._
im Bericht vom 1
7.
Januar 2012 nochmals auf die unverändert auftretenden rezidivierenden Ergüsse im rechten Kniegelenk mit Schmerzen am Abend hin, legte aber dar, eine inzwischen angefertigte Szintigraphie habe keine Lockerung und keine Anhaltspunkte für eine Entzündung oder einen Infekt sichtbar gemacht (
Urk.
8/M151 des Prozesses Nr. UV.2013.00085). Am 9. Oktober 2012 schliesslich stellte
Dr.
I._
zwar einen exquisiten Schmerzpunkt am medialen
Femurkondylus
fest, ansonsten machte er jedoch keine Instabilität aus, beurteilte den Streckapparat als suffi
zient und erachtete chirurgische Massnahmen vorderhand nicht als angezeigt (
Urk.
8/ZM156
des Prozesses Nr.
UV.2013.00085).
Aufgrund dieser kontinuierli
chen Berichterstattung und der darin dokumentierten Konstanz des Zustands des rechten Knies ist ohne
Weiteres
davon auszugehen, dass bereits einige Zeit vor der Taggeldeinstellung durch die
Beschwerdegegnerin
im September 2012 von der Fortsetzung der Behandlung keine namhafte Zustandsveränderung mehr zu erwarten war.
3.3.3
In Bezug auf das rechte Handgelenk hatte
Dr.
C._
im Bericht vom 29. August 2011 dargetan, dass das aktuelle klinische Resultat im Wesentlichen als Schlussresultat der Behandlung zu betrachten sei und nicht zu erwarten sei, dass in den nächsten Monaten noch substantiell eine Veränderung eintreten werde, die sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirken werde. Des Weiteren werde auch eine allfällige spätere Metallentfernung, die keineswegs obligatorisch sei, an der Belastbarkeit und der Beweglichkeit und letztendlich an der Funktiona
lität der Hand nichts Substantielles ändern (
Urk.
8/ZM143
des Prozesses Nr.
UV.2013.00085
).
In der Folge ergab sich jedoch durch den Sturz vom
2.
Februar 2012 noch vor der Verfügung des Fallabschlusses durch die
„Zürich“
und die
Beschwerdegegnerin
eine substantielle Änderung. Die Sturzfolgen erwiesen sich indessen als vorübergehend, und die
Beschwerdegegnerin
erbrachte, unter anderem gestützt auf eine Stellungnahme von
Dr.
Q._
vom 3
1.
Juli 2012 (
Urk.
7/III/181)
, ab der Operation vom 2
9.
Mai 2012 wieder Leistungen aus dem Unfall vom August 1992 (vgl. Sachverhalt Ziffer 1.11). Bei dieser Operation wurde primär das
Osteosynthesematerial
entfernt,
Dr.
C._
stellte jedoch int
raoperativ eine komplette
Midkarpalarthrose
fest und sah die Indikation für eine
Arthrodese
als gegeben. Da dieser Eingriff mit dem Beschwerdeführer nicht be
sprochen worden war, entschied er sich indessen für eine bewegungserhaltende Lösung mit einer
Interpositionsarthroplastik
(
Urk.
7/III/179/20-21)
.
In seinem Bericht vom 1
2.
September 2012 beschrieb
Dr.
C._
die Situation als etwas beruhigt, riet aber dazu, mit der Therapie noch etwas weiterzufahren (
Urk.
7/III/194
). Als
Dr.
Q._
nach Einblick in diesen Bericht am 18. September 2012 festhielt, im Anschluss an eine
Osteosynthesematerialentfernung
bei Zustand nach
Teilarthrodese
sei die Arbeitsfähigkeit erfahrungsgemäss nach etwa vier Wochen wieder erreicht (
Urk.
7/III/196
), wies
Dr.
C._
im Bericht vom
1.
Oktober 2012 präzisierend darauf hin, dass neben der Metallentfernung auch eine
Interpositionsarthroplastik
durchgeführt worden sei und dass das Handgelenk dadurch nicht nur eine vorübergehende Verschlimmerung, sondern eine permanente richtunggebende Veränderung erfahren habe (
Urk. 7/III/198/2
3)
. Von erforderlichen weiteren Heilbehandlungen
schrieb Dr.
C._
allerdings nichts. In seinem nachfolgenden Bericht vom 22. November 2012 erwog
Dr.
C._
dann zwar, eine
Tens
-Therapie zu evalu
ieren, und nahm eine Schmerzmittelinfiltration vor
(
Urk.
7/III/206
); diese Thera
pien waren jedoch auf die Schmerzreduktion und nicht auf eine Heilung im Sinne einer dauerhaften Beeinflussung der Grundproblematik ausgerichtet. Auch im weiteren Bericht vom 1
7.
Januar 2013 nannte
Dr.
C._
lediglich noch die
Tens
-Therapie und die Schmerzmittelgabe als fortgeführte Behandlun
gen und hielt im Übrigen explizit fest, mit einer weiteren Steigerung der aktuell 50%igen Arbeitsfähigkeit sei gegenwärtig nicht zu rechnen (
Urk.
7/III/216
). Dabei zog er die volle Versteifung des rechten Handgelenks lediglich mittel- bis langfristig in Betracht.
Bei dieser Aktenlage ist nicht zu beanstanden, dass die
Beschwerdegegnerin
die Heilbehandlung des rechten Handgelenks per 2
0.
September 2012 als abge
schlossen im Sinne von
Art.
19
Abs.
1 UVG beurteilte. Daran ändert nichts, dass
Dr.
C._
in der Folge die ins Auge gefasste
Panarthrodese
des rechten Hand
gelenks bereits am 1
7.
April 2013 durchführte (
Urk.
25
/162/78-79). Denn für den Fallabschluss ist eine prospektive Sichtweise massgebend (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_453/2012 vom 1
4.
Dezember 2012, E. 3.1 mit Hinweisen). Soweit
Dr.
P._
im Privatgutachten vom 2
9.
August 2014 dartat, aufgrund der langen Anamnese mit persistierenden Beschwerden und etlichen chirurgi
schen Eingriffen hätte nach der Operation vom 1
7.
Mai 2011 damit gerechnet werden müssen, dass der Heilverlauf nicht abgeschlossen sei
(
Urk.
17
S. 7), und der Fallabschluss werde auch nach der aktuell durchgeführten
Panarthrodese
nicht
mögl
ich sein (
Urk.
17
S. 6), geht er von einem Begriff des Abschlusses aus, der von der Definition in
Art.
19
Abs.
1 UVG abweicht. Denn eine nam
hafte Besserung ist nach der Rechtsprechung eine zu erwartende Besserung, die ins Gewicht fällt, wogegen unbedeutende Verbesserungen nicht genügen (vgl. BGE 134 V 109 E. 4.3 mit Hinweisen).
3.4
Der Fallabschluss per 2
0.
September 2012 ist somit rechtens und führt dazu, dass auf diesen Zeitpunkt hin die Prüfung der Frage der Rentenerhöhung vor
zunehmen ist.
4.
4.1
Im Prozess Nr. UV.2013.00085 sind der Beschwerdeführer und die „Zürich“
über
einstimmend der Auffassung, die Koordination der Leistungspflicht zwi
schen der
„
Zürch
“ und der
Beschwerdegegnerin habe nach der Regelung in
Art.
100
Abs.
3 UVV
zu erfolgen (Urteil des
Prozesses Nr. UV.201300085, E.
4.1
).
4.2
Art.
100
Abs.
3 UVV ist auf Fälle zugeschnitten, wo sich der zweite Unfall in einem Zeitpunkt ereignet, zu dem die Heilbehandlung der Folgen des ersten Unfalls abgeschlossen ist und wo dies auch während der Heilbehandlung der Folgen des zweiten Unfalls so bleibt. In solchen Fällen hängt die Rentenrevision nach
Art.
17
Abs.
1 ATSG allein mit den Folgen des zweiten Unfalls zusammen. Resultiert hier im Revisionsverfahren ein höherer Invaliditätsgrad, so ist diese Erhöhung grundsätzlich auf die Folgen des zweiten Unfalles zurückzuführen
;
bleibt der Invaliditätsgrad gleich, so kann daraus grundsätzlich abgeleitet wer
den, dass der zweite Unfall die Resterwerbsfähigkeit aus dem ersten Unfall nicht zusätzlich beeinträchtigt hat.
Im vorliegenden Fall war das rechte Handgelenk, das beim ersten Unfall vom August 1992 verletzt worden war, nach der Rentenzusprechung durch die
Beschwerdegegnerin
vom
2.
September 1996 (30%ige Erwerbseinbusse;
Urk.
7/I/1/7-12
) und die Rentenerhöhung durch die
Beschwerdegegnerin
vom 1
5.
Oktober 2002 (40%ige Erwerbseinbusse;
Urk.
7/I/3/21-23
) in Abweichung vom Regelfall von
Art.
100
Abs.
3 UVV wiederholt von Rückfällen betroffen (v
gl. Sachverhalt Ziffern 1.8-
1.11). Desgleichen war in Bezug auf die
Kniever
letzung
, die der Beschwerdeführer beim Unfall vom Januar 1997 erlitten hatte, mehrmals ein Rückfall eingetreten (vgl. Sachverhalt Ziffern 1.5-1.6). Dement
sprechend waren nach dem vorstehend Ausgeführten für den Fallabschluss gleichzeitig das Behandlungsende von Folgen des Unfalls vom August 1992 und von Folgen des Unfalls vom Januar 1997 abzuwarten. In diesem Fall sind bei
der Anwendung von
Art.
100
Abs.
3 UVV verschiedene Ergebnisse denkbar. Als erste Möglichkeit könnte hypothetisch ermittelt werden, ob die Knieverletzung ohne Berücksichtigung der gesundheitlichen Veränderung im Handgelenk zu einer Rentenerhöhung führen würde. Bejahendenfalls wäre die erhöhte Rente von der
„Zürich“
zu leisten, und diese bliebe auch im Rahmen von künftigen Rentenrevisionen leistungspflichtig, selbst wenn diese allein auf einer
Zustands
verschlechterung
der rechten Hand basierten (vgl. die Ad-hoc-Empfehlung Nr.
4/89 vom
1.
Juli 1989, revidiert am 1
0.
April 1990, Ziffer 3.1). Dabei hätte als künftige Rentenrevision bereits die gleichzeitig zu prüfende Erhöhung des
Inva
liditätsgrades
durch die Folgen der Handverletzung zu gelten. Als zweite Mög
lichkeit könnte umgekehrt der aktuelle Invaliditätsgrad aufgrund der
Handge
lenksverletzung
ermittelt und erst danach geprüft werden, ob aufgrund der Knieverletzung ein höherer Invaliditätsgrad resultiert. Nur
letzterenfalls
hätte die
„Zürich“
die Gesamtrente zu erbringen,
ersterenfalls
w
äre die
Gesamt
rente
von der Beschwerdegegnerin
auszurichten
.
Der zweiten Möglichkeit ist der Vorzug zu geben. Denn der Grundsatz der Rege
lung in
Art.
100
Abs.
3 UVV besteht darin, dass der Erbringer der bisherigen Rente leistungspflichtig bleibt, soweit ein neuer Unfall nicht zu einer erhebli
chen zusätzlichen Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit führt. Nicht relevant ist dabei, ob die bisherige Rente ihrerseits bereits einmal revidiert worden ist, wie dies
vorliegendenfalls
mit der Rentenerhöhung im Jahr 2002 geschehen war. Daraus ist abzuleiten, dass auch bei Zeitgleichheit die Rentenrevision auf
grund des ersten Unfalls gegenüber derjenigen aufgrund des zweiten Unfalls den Vorrang hat.
4.3
4.3.1
Daher ist als erstes zu prüfen, wieweit die bisherige 40%ige Rente aufgrund des Zustands des rechten Handgelenks im Zeitpunkt de
s
Fallabschlusses zu erhöhen ist.
4.3.2
Die Leistungsfähigkeitsbeurteilung, welche die Beschwerdegegnerin für die
Inva
liditätsbemessung
im angefochtenen Einspracheentscheid vom 2
5.
Januar 2013 verwendete
(
Urk.
2 S. 7)
, ist dem Gutachten des
Zentrums O._
vom
1.
November 2011 entnommen (Urk. 7/II/150)
.
Dieses enthält eine umfassende Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) und ist deshalb für die zu beantworten
den Fragen nach dem Einfluss der einzelnen beeinträchtigenden Faktoren gut verwendbar. Es äussert sich sodann nicht nur zur Leistungsfähigkeit im frühe
ren Beruf, sondern umschreibt auf der Basis der erprobten Belastbarkeit auch die Anforderungen, die eine vollumfänglich angepasste Tätigkeit erfüllen müsste. Dass sich die Gutachter über die
Ausgestaltung der bisherigen Tätigkeit möglicherweise nicht ganz im Klaren waren, wie der Beschwerdeführ
er rügen lässt (vgl.
Urk.
1 S. 7
), mindert die Verwendbarkeit des Gutachtens nicht, denn da der Beschwerdeführer die Stelle per Ende April 2012 verloren hatte, ist für die Bemessung des Invalideneinkommens nicht mehr auf jene Tätigkeit, sondern vielmehr auf den allgemeinen Arbeitsmarkt abzustellen, wie dies die
Beschwer
degegnerin
richtig getan hat (vg
l.
Urk.
2 S. 8
).
Das formulierte Belastbarkeitsprofil im Gutachten des
Zentrums O._
- eine körperlich leichte bis knapp mittelschwere Tätigkeit mit Gewichtsbelastung bis maximal 20 kg, mit Heben von Boden zu Taille und horizontalem Heben, ohne Heben über Kopf, mit nur seltenem Verrichten (maximal eine halbe Stunde über den ganzen Tag verteilt) der Funktionen Treppensteigen, Leitersteigen, Stossen, Zie
hen und wiederholte Kniebeugen und ohne Kriechen,
Hockestellung
und Tätig
keiten mit hohen Anforderungen an das Gleichgewicht und schliesslich mit Ge
hen bis zu drei Stunden pro Tag, Stehen an Ort bis zu zwei Stunden pro Tag und Sitzen in der restlichen Zeit (
Urk. 7/II/150
S. 16) - ist daher für die Zeit der Erhebungen grundsätzlich plausibel, auch soweit, als dem Beschwerdeführer für eine dergestalt zumutbare Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsfähigkeit attestiert wird. Dies gilt umso mehr, als
Dr.
P._
im Gutachten vom 1
0.
Oktober 2011 dem Beschwerdeführer eine angepasste, körperlich leichte und
wechselbelas
tende
Tätigkeit ohne grössere Anforderungen an die rechte Hand, ohne längere Gehstrecken, Tätigkeiten in der Hocke und Leiternsteigen und mit nur gelegent
lichem Treppensteigen ebenfalls uneingeschränkt zumutete (
Urk.
7/III/159/48) und in seiner zusätzlichen Stellungnahme vom 2. Dezember 2011 der Beurtei
lung des
Zentrums O._
grundsätzlich folgte (vgl.
Urk.
7/III/159/
10
).
Demgegenüber ent
hält das Gutachten von
Dr.
R._
vom 2
9.
Januar 2014 kein
Belastbarkeits
profil
, sondern lediglich eine theoretische Schätzung der Gesamtarbeitsfähigkeit in Form einer Prozentzahl (
Urk.
1
7
S. 9) und vermag somit den Anforderungen an eine zuverlässige Leistungsfähigkeitsbeurteilung nicht zu genügen.
4.3.3
Von Oktober 2011 bis zum Fallabschluss per 2
0.
September 2012 hat sich der Zustand des rechten Handgelenks durch die Handgelenksoperation vom 2
9.
Mai 2012 allerdings verändert, und
Dr.
C._
sprach im Bericht vom
1.
Oktober 2012 von einer permanenten richtunggebenden Veränderung
(
Urk. 7/III/198/2
3).
Inwiefern sich diese Veränderung auf die Leistungsfähigkeit auswirkt und eine Anpassung des Belastbarkeitsprofils erfordert, bedarf
einer ergänzenden Beurteilung. Die Einschätzung von
Dr.
Q._
vom 1
4.
Januar 2013
(
Urk.
7/III/217)
genügt entgegen dem Dafürhalten der Beschwerdegegnerin (vgl.
Urk.
6 S. 5) nicht, da
Dr.
Q._
den Zustand der rechten Hand und deren Funk
tion nicht aus persönlicher Anschauung kennt. Vielmehr bietet es sich an,
die Gutachter des
Zentrums O._
mit der ergänzenden Beurteilung
zu betrauen. Zu beachten wird sein, dass der Zustand im Zeitpunkt des Fallabschlusses per 20
.
September 2012 zu beurteilen ist und nicht etwa derjenige nach
der weiteren Operation vom 16.
April 201
3.
Dies wird eine Rücksprach
e der Gutachter des
Zentrums O._
mit Dr.
C._
erfordern.
4.4
Die Abklärungen zur Frage, ob die bisherige 40%ige Rente aufgrund des Zustands des rechten Handgelenks im Zeitpunkt der Fallabschlusses zu e
rhöhen ist, obliegen der Beschwerdegegnerin.
Im Anschluss an die Abklärungen zum rentenerhöhenden Einfluss der Beeinträchtigung im rechten Handgelenk wird
sie
die Invaliditätsbemessung vorzunehmen und über den Rentenanspruch
sowie auch über die Höhe der Integritätsentschädigung
neu zu verfügen haben. Der
angefochtene
Einspracheentscheid
vom 2
5.
Januar 2013
ist daher aufzuhe
ben
,
und die Sache ist zur Vornahme der Abklärungen und zum anschliessen
den Erlass einer neuen Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
Liegt der neue Entscheid der
Beschwerdegegnerin
über die Rentenerhöhung vor
, so wird die „Zürich“
, deren Einspracheentscheid vom 2
6.
Febru
ar 2013 ebenfalls aufgehoben wird
, zu prüfen haben, ob sich aufgrund der Kniebeschwerden eine zusätzliche Erwerbseinbusse ergibt. Ist dies zu bejahen, so ist es nach dem Ge
sagten die
„Zürich“
, welche gestützt auf Art. 100
Abs.
3 UVV die Gesamtrente auszurichten hat und von der
Beschwerdegegnerin
dafür anteilsmässig zu ent
schädigen ist, andernfalls liegt die Zuständigkeit für die Ausrichtung der Gesamtrente bei der
Beschwerdegegnerin
. Die
„Zürich“ und die
Beschwerdegeg
nerin
werden die beiden Verfahren in geeigneter Form zu koordinieren und den Beschwerdeführer darin einzubeziehen haben. Das vorliegende Urteil ist deshalb auch der
„Zürich“
zuzustellen.
Was das Verhältnis zum Invaliditätsgrad betrifft, der durch die IV-Stelle ermit
telt worden ist, so ist darauf hinzuweisen, dass die Rechtsprechung zur Invali
denversicherung das fortgeschrittene Alter als Kriterium anerkennt, das zur Unzumutbarkeit der Verwertung der Restarbeitsfähigkeit führen kann (BGE 138 V 457 E. 3.1). Demgegenüber kennt das Unfallversicherungsrecht die besondere Regelung in
Art.
28
Abs.
4 UVV, wonach für die Bestimmung des
Invaliditäts
grades
einer Person im vorgerückten Alter dasjenige Invalideneinkommen massgebend ist, das eine versicherte Person im mittleren Alter bei einer entspre
chenden Gesundheitsschädigung erzielen könnte. Aus dem Umstand, dass die IV-Stelle dem Beschwerdeführer mit den Verfügungen vom 2
5.
April und vom 2
2.
Mai 2014 ab November 2011 durchgehend eine ganze Rente der Invaliden
versic
herung zugesprochen hat (
Urk.
25/187-226 und
Urk.
25
/185), kann daher
nicht abgeleitet werden, er habe auch Anspruch auf eine 100%ige Rente der Unfallversicherung. Die IV-Stelle begründete nämlich die Rentenzusprechung ausdrücklich damit, dass der Beschwerdeführer die ihm attestierte
Restarbeits
fähigkeit
aufgrund seines Alters nicht mehr zu verwerten vermöge (
Urk.
25
/185/3).
4.5
Die Beschwerde ist damit in dem Sinne gutzuheissen, dass der angefochtene Einspracheentscheid vom
2
5.
Januar
2013 aufzuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zum Vorgehen im Sinne der Erwägungen zurückzuweisen ist.
5.
Nach Art. 61
lit
. g ATSG hat die obsiegende
beschwerdeführende
Person An
spruch auf den vom Gericht festzusetzenden Ersatz der Parteikosten, die ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses zu bemessen sind; als weitere
Bemessungskrite
rien
nennen die ergänzenden kantonalen Vorschriften (§ 34 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht [
GSVGer
] sowie § 8 der Verordnung über die Ge
bühren, Kosten und Entschädigungen vor dem Sozialversicherungsgericht [
GebV
SVGer
]) den Zeitaufwand und die Barauslagen.
Unter Berücksichtigung dieser Kriterien rechtfertigt es sich, dem Beschwerde-führerin eine Prozessentschädigung von
Fr.
2‘000.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zuzusprechen. Bei der Bemessung ist zu berücksichtigen, dass
er im Prozess Nr. UV.2013.00085
ebenfalls eine Prozessentschädigung erhält und die Argumentation in den beiden Prozessen im Wesentlichen die gleiche ist.