Decision ID: 4a743524-afee-497f-a77e-fd871eafe095
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1973, war seit dem
1.
Juli 2014 als Telekommunikations
verkäuferin bei der
Y._
angestellt und damit bei der HDI Global SE obligatori
sch unfallversichert (vgl. Urk.
13/
K
1).
Am 2
6.
März 2015 erlitt die Versicherte als Lenkerin eines Personenwagens einen Verkehrsunfall, als der nachfolgende Fahrer beim Auffahren auf eine Brücke ihr Fahrzeug nicht wahrnahm und ohne zu bremsen mit diesem kolli
dierte (vgl.
Urk.
13/
K
18). In der Folge litt sie an Schmerzen im Bereich des Rückens und des rechten Nackens (vgl.
Urk.
13/M2;
Urk.
13/M3). Der erstbe
handelnde Oberarzt des
Z._
diagnostizierte eine HWS- und BWS
Distorsion bei Auffahrunfall (Bericht vom 1
3.
Juli 2015,
Urk.
13/M2).
1.2
Die HDI Global SE teilte der Versicherten mit Schreiben vom 2
1.
Dezember 2015 (
Urk.
13/
K
32) mit, dass die ab September 2015 behandelten Beschwerden und die daraus resultierende Arbeitsunfähigkeit nicht unfallbedingt seien, weshalb keine Leistungspflicht aus dem
Bundesgesetz über die Unfallversicherung (UVG)
mehr bestehe. Daran hielt sie auch mit Verfügung vom 1
4.
März 2016 (
Urk.
13/
K
48) fest. Die Versicherte erhob mit Eingabe vom 2
8.
April 2016 Ein
sprache (
Urk.
13/
K
49 =
Urk.
13/
K
50), welche die HDI Global SE mit
Einsprache
entscheid
vom
1.
November 2016 abwies (Urk. 13/
K
64 =
Urk.
2).
2.
Gegen den
Einspracheentscheid
vom
1.
November 2016 (
Urk.
2) erhob die Ver
sicherte mit Eingabe vom
2.
Dezember 2016 Beschwerde (
Urk.
1) und beantrag
te, dieser sei aufzuheben und es seien ihr die gesetzlichen Versicherungs
leistungen weiterhin zu erbringen. Es seien weitere medizinische Abklärungen in Form eines polydisziplinären Gutachtens zu
tätigen
(S. 2 Ziff. 1 und 2).
Das
Gesuch um unentgeltliche Prozessführung und unentgeltliche Rechtsvertretung (
Urk.
1 S. 2
Mitte
)
zog
sie mit Eingabe vom 2
4.
März 2017 wieder zurück (Urk. 11). Die HDI Global SE schloss in ihrer Beschwerdeantwort vom 2
7.
März 2017 auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
12). Diese Eingabe wurde der Versi
cherten am
7.
Juli 2017 zur Kenntnisnahme zugestellt (
Urk.
14).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. November 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des UVG und der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen,
die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat
(vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).
Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am
2
6.
März 2015
ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1.
2
Gemäss Art. 6
des Bundesgeset
zes über die Unfallversicherung (UVG) werden – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (Abs. 1).
1.
3
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva
lidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der glei
chen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm
obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.
4
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausalzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem ge
wöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebens
erfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Er
folges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 405 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
1.
5
Bei objektiv ausgewiesenen organischen Unfallfolgen deckt sich die adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 134 V 109 E. 2.1).
1.
6
Die Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen einem Unfall und der infolge eines Schleudertraumas der Halswirbelsäule auch nach Ablauf einer ge
wissen Zeit nach dem Unfall weiterbestehenden gesundheitlichen Beein
trächtigun
gen, die nicht auf organisch nachweisbare Funktionsausfälle zurück
zuführen sind, hat nach der in BGE 117 V 359 begründeten Rechtsprechung des Bundesgerichts in analoger Anwendung der Methode zu erfolgen, wie sie für psychische Störun
gen nach einem Unfall entwickelt worden ist (vgl. BGE 123 V 98 E. 3b, 122 V 415 E. 2c). Es ist im Einzelfall zu verlangen, dass dem Unfall eine massgebende Bedeu
tung für die Entstehung der Arbeits- beziehungsweise der Erwerbsunfähigkeit zu
kommt. Das trifft dann zu, wenn er eine gewisse Schwere aufweist oder mit ande
ren Worten ernsthaft ins Gewicht fällt. Dem
nach ist zunächst zu ermitteln, ob der Unfall als leicht oder als schwer zu betrachten ist oder ob er dem mittleren Bereich angehört. Auch hier ist der adäquate Kausalzusammenhang zwischen Unfall und gesundheitlicher Beein
trächtigung bei leichten Unfällen in der Regel ohne Weiteres zu verneinen und bei schweren Unfällen ohne Weiteres zu bejahen, wogegen bei Unfällen des mittleren Bereichs weitere Kriterien in die Beurteilung mit einzu
beziehen sind. Je nachdem, wo im mittleren Bereich der Unfall einzuordnen ist und abhängig davon, ob einzelne dieser Kriterien in besonders ausgeprägter Weise erfüllt sind, genügt zur Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs ein Kriterium oder müssen mehrere herangezogen werden.
Als Kriterien nennt die Rechtsprechung hier:
-
besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalls;
-
die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen;
-
fortgesetzt spezifische, belastende ärztliche Behandlung;
-
erhebliche Beschwerden;
-
ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert;
-
schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen;
-
erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen.
Diese Aufzählung ist abschliessend. Anders als bei den Kriterien, die das Bun
des
gericht in seiner oben zitierten Rechtsprechung (BGE 115 V 133) für die Beurtei
lung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen einem Unfall und einer psy
chischen Fehlentwicklung für relevant erachtet hat, wird bei der Beur
teilung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen einem Unfall mit Schleudertrauma der Halswirbelsäule und den in der Folge eingetretenen Beschwerden auf eine Dif
ferenzierung zwischen physischen und psychischen Komponenten verzichtet, da es bei Vorliegen eines solchen Traumas nicht ent
scheidend ist, ob Beschwerden medizinisch eher als organischer und/oder psychischer Natur bezeichnet werden (BGE 134 V 109; RKUV 2001 Nr. U 442 S. 544 ff., 1999 Nr. U 341 S. 409 E. 3b, 1998 Nr. U 272 S. 173 E. 4a; BGE 117 V 359 E. 5d/
aa
und 367 E. 6a).
1.
7
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorak
ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Strittig und zu prüfen ist, ob eine über den Zeitpunkt der erfolgten Leistungs
einstellung (
3
1.
August 2015) hinaus
gehende Leistungspflicht der Beschwerde
gegnerin besteht, mithin der
rechtsgenügliche
Kausalzusammenhang zwischen den zu diesem Zeitpunkt noch vorhandenen Beschwerden und dem Unfallereig
nis vom
2
6.
März
2015.
2.2
Die Beschwerdegegnerin stützte sich im angefochtenen Entscheid (
Urk.
2)
insbe
sondere
auf die versicherungsmedizinische Beurteilung des beratenden Arztes
Dr.
A._
(vgl. S. 5 unten; S. 9 unten). In Bezug auf die
Beurteilung der Adä
quanz
hielt sie fest, dass es sich um einen mittelschweren Unfall an der Grenze zu einem leichten Unfall handle. Der adäquate Kausalzusammenhang sei nicht gegeben
(S. 7 ff.).
Im Rahmen der Beschwerdeantwort (
Urk.
12) wurde ausgeführt, gestützt auf die vorliegenden Akten
sei
eine abschliessende Beurteilung des Sachverhalts ohne weiteres möglich gewesen; ein polydisziplinäres Gutachten erübrige sich (S. 12 f.). Selbst wenn von einer natürlichen Kausalität ausgegangen würde, wäre eine Leistungspflicht
zu verneinen
, da es an der erforderlichen Adäquanz mangle (S.
13 unten
; S. 14 Mitte
). Die Frage nach der anwendbaren Metho
de
Schleudertrauma-Praxis oder Psycho-Praxis
könne
offenbleiben
(S.
15 Mitte). Es sei von einem medizinischen Endzustand per Ende Juli beziehungs
weise Ende August 2015 auszugehen; entsprechend habe eine Adäquanzprüfung erfolgen dürfen (S. 22 unten).
2.3
Die Beschwerdeführerin
bestritt
in der Beschwerde (
Urk.
1)
den Wegfall der natürlichen Kausalität per Ende Juli 2015 (S. 3 unten). Sie machte
geltend, sie leide seit dem Autounfall ununterbrochen
an
sehr starken und
ständig vorhan
denen Rücken-, Nacken- und Kopfs
chmerzen, die eindeutig dem Unfall zuzu
ordnen seien
(S. 5 Mitte; S. 8 unten)
. Sie sei
vom behandelnden
Dr.
B._
dazu überredet worden, die
Arbeit ab Anfang Mai 2015 zu 50 % und ab Ende Mai 2015 zu 100
% wieder
aufzunehmen (S. 5 Mitte).
Vorliegend sei offensichtlich nicht von einem
bagatellären
HWS-Distorsionstrauma auszugehen (S. 5 unten).
Die Beschwerdegegner
in sei für den Wegfall
der natürlichen Kausalität beziehungsweise
das Erreichen des Status quo sine ante beweispflichtig (S. 6 Mitte). Der Bericht von
Dr.
B._
, wonach sie ab dem 2
5.
Mai 2015 wieder voll arbeitsfähig und die Behandlung abgeschlossen
gewesen
sei, müsse als klar unzutreffend angesehen werden
. So ergebe sich aus demselben Bericht, dass sie am 1
0.
Juli 2015 einen Behandlungstermin gehabt und über Restbeschwerden geklagt habe
(S. 6 unten). Die Stellungnahmen von
Dr.
A._
seien nicht als beweisfähig, sondern vielmehr als unzutreffend und einseitig anzusehen (S. 9 unten). Eine polydisziplinäre Begutachtung sei
zur Abklärung des Sachverhalts
zwingend nötig (S. 10 unten). Die Adäquanzprüfung dürfe noch nicht erfolgen
, da der Fall zu früh abgeschlossen worden sei
. Es handle sich indessen um einen mittelschweren Unfall an der Grenze zu schwer (S. 10 oben).
3.
3.1
Der
Oberarzt
der Notfallstation
des
Z._
diagnostizierte im Bericht vom 1
3.
Juli 2015 (
Urk.
13/M2) eine
Distorsion der
Halswirbelsäule
(
HWS
)
und
der
Brustwirbelsäule
(
BWS
)
bei Auffahrunfall (
Ziff.
5). Die
Beschwerdeführerin
habe angegeben, seit
einem Auffahru
nfall vor mehreren Stunden an Nacken
schmerzen rechts sowie Rüc
kenschmerzen zu leiden (
Ziff.
2).
Im
Dokumen
tationsbogen für Erstkonsultation nach
kranio
-zervikalem
Beschleu
nigungs
trauma
vom 2
6.
März 2015
(
Urk.
13/M3)
wurde die HWS-Distorsion mit Grad I (Nackenbeschwerden mit Schmerz, Steifigkeitsgefühl oder nur Schmerzhaf
tigkeit, keine somatischen Befunde, normale Beweglichkeit) beurteilt
.
3.2
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Allgemeine
Innere
Medizin,
führte im
Bericht
vom 1
6.
Juli 2015 (
Urk.
13/M4) aus, dass es
unter lokaler und systemi
scher Analgesie sowie ambulanter Physiotherapie zu einer allmählichen Besse
rung der Beschwerden gekommen
sei
(
Ziff.
2.a).
Die Beschwerdeführerin sei s
eit dem
7.
Mai 2015 zu 50 % und seit dem 2
5.
Mai 2015 zu 100 % arbeitsfähig (
Ziff.
2.b). Die Behandlung sei abgeschlossen (
Ziff.
2.b und
Ziff.
3). Am 1
0.
Juli 2010 habe
eine kurze Konsultation stattgefunden;
die
Beschwerdeführerin
habe
über Restbeschwerden
bei Status nach HWS-Distorsion geklagt
.
Er habe
ihr
Medikamente und
eine Verordnung für
Physiotherapie
abgegeben (
Ziff.
5).
3.3
Dr.
med.
C._
, Praxis
Dr.
med.
D._
(Facharzt für Allge
meine
Innere
Medizin),
nannte im
Bericht vom
7.
Oktober
2015 (Urk.
13/M5) folgende
Diagnose
n (
Ziff.
1)
:
-
zervikobrachiales
Syndrom
-
Gastritis
Dr.
C._
führte aus, d
ie
Beschwerdeführerin
klage
über starke Nacken-, Schul
ter- und Oberbauchschmerzen (
Ziff.
2.a). Die Behandlung erfolge konservativ mit Medikamenten und Physiotherapie (
Ziff.
3.a). Dadurch sei eine Bes
serung zu erwarten (
Ziff.
2.a).
3.4
Am 2
7.
Oktober 2015 wurde im Zentrum für medizinische Radiologie ein MRI
(
Magnetresonanztomographie
)
der LWS
(Lendenwirbelsäule) durchgeführt (Urk.
13/M6). Dabei wurden nur geringe degenerative Veränderungen festge
stellt, eine beginnende Bandscheibendegeneration L4/5, indessen keine Ein
engung der
Neuroforamina
respektive des Spinalkanals. Auch das gleichentags durchgeführte MRI der HWS (
Urk.
13/M7) ergab lediglich geringe degenerative Veränderungen, insbesondere keine spinale oder
foraminale
Einengung.
3.5
Dr.
C._
nannte im
Zwischenbericht vom
1
9.
November 2015 (
Urk.
13/M8) folgende
Diagnosen
(
Ziff.
1)
:
-
panvertebrale Schmerzen mit Ausstrahlung in die Beine und Arme beid
seits
-
lumbospondylogenes
Syndrom
Sie gab an, dass m
it einer konservativen Behandlung, Schonung und Physio
therapie eine leichte Besserung zu erwarten
sei (
Ziff.
2.a).
3.6
Dr.
med.
A._
, Facharzt für
Allgemeine
Innere Medizin, beratender Arzt der Beschwerdegegnerin,
hielt in der
versicherungsmedizinische
n
Stellung
nahme vo
m
9.
Dezember 2015 (
Urk.
13/M9) fest,
bei der Beschwerde
führerin bestehe ein typischer Mechanismus einer Heckauffahr
kollision mit sofortigem Auftreten von Nackenschmerzen. Diese seien initial überwiegend wahrschein
lich kausal zum Ereignis vom 2
6.
März 2015 zu qualifizieren. Es sei eine anal
getische Therapie durchgeführt worden mit anschliessender Physio
therapie und vorübergehender Attestierung einer vollen Arbeitsunfähigkeit. Mit Restbe
schwerden sei am 2
5.
Mai 2015 wieder eine volle Arbeitsfähigkeit erzielt worden (S. 8 Mitte).
Nun sei ab dem
7.
September 2015 eine erneute Arbeits
unfähigkeit aufgetreten mit starken Verspannungen im Nacken- und Schulter
bereich, Schmerzen im LWS-Bereich, diffusen Kopfschmerzen, Schlaf
störung, Herzklopfen und Schweissausbrüchen. Mittels den durchge
führten MRI
Unter
suchungen hätten
keine objektivierbaren strukturellen und trauma
tischen Ver
letzungen
nachgewiesen werden können
(S.
8 unten).
Aufgrund der Akten
lage könne die Unfallk
ausalität bis maximal Ende Juli 2015 anerkannt werden. Die erneuten Beschwerden ab September 2015 seien als unfallfremd zu qualifi
zieren (S. 12 oben
; S. 13 oben
).
3.7
In der v
ersicherungsmedizinische
n
Stellungnahme
vom
8.
Februar 2016 (Urk.
13/M10)
hielt
Dr.
A._
fest, dass
bei fehlenden strukturellen S
chäden in derartigen Fällen
spätestens nach sechs Monaten eine Terminierung der unfallbedingten Behandlung vorzunehmen
sei
(S. 2 Mitte).
Dass 10 % der Patienten 12 Monate nach einem Schleudertrauma immer noch unter Beschwerden l
itt
en, bedeute nicht, dass
eine
Unfallkausalität erwiesen sei
(S. 3 Mitte). Gegen eine Unfallkausalität spreche der undulierende Verlauf. So habe der Fall bereits im Juli 2015 abgeschlossen werden können. Die erneute Schmerzzunahme könne bei unspezifischem Beschwerdebild nicht mehr als Unfallfolg
e bewiesen werden (S. 3 unten).
3.8
Dr.
C._
attestierte der Beschwerdeführerin
ab dem
8.
September 2015 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit, ab dem
1.
Dezember 2015 eine 50%ige und ab dem 2
2.
Februar 2016 eine 25%ige Arbeitsunfähigkeit (vgl. Arztberichte und ärztli
che Zeugnisse im Anhang zu
Urk.
13/K49).
3.9
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, attestierte der Beschwerdeführerin im ärztlichen Zeugnis vom 3
1.
März 2016 eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit ab demselben Datum wegen Krankheit und wegen Unfall (im Anhang zu
Urk.
13/K49).
3.10
Dr.
C._
führte im
Bericht v
om 2
1.
April 2016 (
Urk.
13/M11) aus, dass
aus ihrer hausärztliche
n
Sicht das Schleudertrauma (Unfall vom März 2015) die Schmerzen ausgelöst
habe
. Sie schlage eine neutrale
Begutacht
ung vor.
Im
Bericht vom
3
1.
Mai 2016 (
Urk.
13/M12) nannte
Dr.
C._
folgende
Diagnosen:
-
Status nach Unfall vom März 2015
-
Status nach Schleudertrauma
-
posttraumatisches Syndrom
Dr.
C._
gab an,
dass sich die Schmerzsituation leicht gebessert habe.
Der psychische Zustand sei stationär.
3.1
1
Dr.
A._
gab in der versicherungsmedizinischen Stellungnahme
vom 2
0.
Juli 2016 (Urk.
13/M13) an, d
as unfallanalytische Kurzgutachten zeige eine kolli
sionsbedingte Geschwindigkeitsänderung (Delta-V) zwischen 8.2 und 11.4 km/h. Es liege also eine Krafteinwirkung im Bereich der Harmlosigkeitsgrenze vor (S. 2 oben). Die Persistenz der Beschwerden sei mit einem
bagatellären
HWS-Distorsionstrauma nicht erklärbar. Im Gegenteil, die Beschwerden seien mit der Arbeitsplatzproblematik der
Beschwerdeführerin
ausreichend erklärt (S. 3 Mitte).
Im Übrigen entspreche es der medizinischen Empfehlung, bei
bagatellären
HWS-Distorsionstraumen lediglich eine kurze Arbeitsunfähigkeit zu attestieren (S. 4 oben).
3.1
2
Im Bericht der Ärzte des
F._
, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 2
2.
September 2016 zuhanden der Taggeldversiche
rung (Urk. 13/
K
6
3/2
) wurden folgende Diagnosen genannt (S. 1 Mitte):
-
posttraumatische Belastungsstörung als Folge eines Verkehrsunfalles am 2
6.
März 2015
(ICD-10 F43.1)
-
Anpassungsstörungen als Folge psychosozialer Belastungsfaktoren
(ICD
10 F43.2)
Die
Ärzte des
F._
führten aus, die Schlafstörungen, szenischen Intrusionen, vegetative Übererregbarkeit, das Schwitzen, die Alpträume und das Vermei
dungsverhalten seien charakteristische Symptome einer posttraumatischen Belastungsstörung als Folge des Verkehrsunfalls vom 2
6.
März 201
5.
Hinzu kämen erschwerend psychosoziale Belastungsmomente mit Anpassungs
schwierig
keiten in der neuen Umgebung, Beziehungskonflikte
n
und
wirtschaft
liche
m
Druck, so dass ihres Erachtens zusätzlich eine Anpassungsstörung vor
liege (S. 2 oben).
Die
Beschwerdeführerin sei aktuell deutlich eingeschränkt durch Flashbacks, Konzentrationsstörungen und panikähnliche Attacken. In den
letzten Monaten habe sich auch ein Konflikt mit den Vorgesetzten entwickelt, der zur Kündigung
per Ende Juli 2016 geführt habe (S.
3 oben).
4.
4.1
Die Beschwerdeführerin machte geltend, dass sie nach wie vor an starken Rücken-, Nacken- und Kopfschmerzen leide, die eindeutig dem Unfall zuzuord
nen seien.
D
emgegenüber verneinte d
ie Beschwerdegegnerin die na
türliche Kausalität zwischen den
noch bestehenden
Beschwerden
und dem Unfall vom
2
6.
März
201
5.
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts ist ein natürlicher Kausalzu
sammenhang in der Regel anzunehmen, wenn ein Schleudertrauma der HWS festgestellt wird und ein für diese Verletzung typisches Beschwerdebild mit einer Häufung von Beschwerden wie diffuse Kopfschmerzen, Schwindel,
Kon
zentrations
- und Gedächtnisstörungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit,
Visusstö
rungen
, Reizbarkeit, Affektlabilität, Depression, Wesensveränderungen
usw. vorliegt (
BGE 117 V 3
59
E. 4b
).
Es ist davon auszugehen, dass die bei der Beschwerdeführerin anfänglich aufge
tretenen Nackenbeschwerden in einem natürlichen Kausalzusammenhang zum Unfall vom 2
6.
März 2015 stehen. Fraglich ist
, ob die ab September 2015 beste
henden Beschwerden weiterhin kausal zum Unfallereignis zu qualifizieren sind.
Dr.
B._
hielt
in seinem Bericht vom
1
6.
Juli 2015 mehrmals fest
, dass
die Behandlung abgeschlossen sei
. Gleichzeitig gab er an, dass die Beschwerde
führerin am 1
0.
Juli 2010 über Restbeschwerden geklagt habe, worauf er ihr
Physiotherapie und Medikamente verordnet
habe. Entsprechend g
ing er
trotz der erneuten Konsultation
von einem
Abschluss der Behandlung der Unfallfol
gen aus.
Des Weiteren
ist festzuhalten, dass
die Beschwerdeführerin vom 2
5.
Mai bis
6.
September 2015, mithin während mehr als dre
i Monaten, voll arbeitsfähig
war
.
Dies deutet auf einen Wegfall der natürlichen Kausalität hin.
Die Frage der natürlichen Kausalität kann indessen offengelassen werden, wie im Folgenden zu zeigen sein wird.
4.2
Vorliegend ist unbestritten, dass die im Zeitpunkt des Fallabschlusses noch geklagten Beschwerden kein organisches Korrelat aufweisen. Denn von orga
nisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen kann erst dann gesprochen werden, wenn die erhobenen Befunde mit apparativen/bildgebenden Abklärungen bestä
tigt wurden und die hierbei angewendeten Untersuchungsmethoden wissen
schaftlich anerkannt sind (Urteil des Bundesgerichts 8
C_216/2009 vom 2
8.
Oktober 2009
E. 2 mit Hinweis).
Mittels den durchgeführten MRI-Untersuchungen
der LWS und der HWS wurden lediglich geringe degenerative Veränderungen festgestellt. Es
konnten keine objektivierbaren strukturellen und traumatischen Verletzungen nachgewiesen werden.
Bei allfälligen natürlich unfallkausalen verbliebenen Schädigungen infolge eines Schleudertraumas, wozu auch die seit dem Unfall geklagten
Rücken-, Nacken- und Kopfschmerzen
gehören würden, wäre daher die Adäquanz geson
dert zu prüfen (vgl. 1.5).
Ergibt sich, dass es an der Adäquanz fehlt, erübrigen sich auch Weiterungen zur natürlichen Kausalität (vgl. Urteil des Bundesge
richts 8C_70/2009 vom 31. Juli 2009 E. 3 mit Hinweisen).
4.3
Die Beschwerdeführerin beanstandete den Fallabschluss als verfrüht
, ohne dies näher zu begründen (
Urk.
1 S. 10 oben)
. Die Prüfung der Adäquanz ist bei Anwendung der Schleudertrauma-Praxis in jenem Zeitpunkt vorzunehmen, in dem von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung insgesamt keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr erwartet werden kann (
Rumo-Jungo
/Holzer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungs
recht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung,
4.
Auflage, Zürich/Basel/Genf 2012,
S. 61).
Was unter einer namhaften Besserung des Gesundheitszustandes zu verstehen ist, bestimmt sich nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit
,
soweit diese unfallbedingt beein
trächtigt ist (vgl. BGE 134 V 109 E. 4.3).
Die Beschwerdegegnerin stellte ihre Leistungen vorliegend per Ende August 2015, mithin rund fünf Monate nach dem Unfall, ein. In diesem Zeitpunkt wurde der Beschwerdeführerin keine Arbeitsunfähigkeit mehr attestiert.
Entsprechend durfte eine Adäquanzprüfung vorgenommen werden.
Weitere medizinische Abklärungen, insbesondere die seitens der Beschwerde
führerin beantragte
polydisziplinäre Begutachtung
, erscheinen angesichts der vor
liegenden Akten
nicht erforderlich.
5.
5.1
Es stellt sich die Frage, ob die Adäquanz nach der Schleudertrauma- oder nach
d
er
Rechtsprechung gemäss BGE 115 V 133 (sogenannte Psycho-Praxis)
zu beur
teilen ist.
Gemäss der für psychische Fehlentwicklung
en nach Unfall erarbeiteten sogenannten
Psycho-Praxis werden diese Adäquanzkriterien unter Ausschluss psychischer Aspekte geprüft, während nach der bei Schleuder
traumen und äquivalenten Verletzungen der HWS sowie Schä
del-Hirntraumen anwend
baren
Schleudertrauma-Praxis auf eine Differenzierung zwischen physi
schen und psychischen Komponenten verzichtet wird (
Urteil des Bundes
gerichts 8C_859/2014 vom
3.
Februar 2015
E. 3
mit Hinweisen
).
Vorliegend wurde ein Schleudertrauma der HWS diagnostiziert.
Aktuell
stehen
jedoch
psychische Beschwerden im Vordergrund
, weshalb sich eine Prüfung der Adäquanz
nach der Psycho-Praxis rechtfertigen würde
. Die Adäquanz ist jedoch bereits nach der für die versicherten Personen günstigeren Schleudertrauma-Praxis (BGE 117 V 359) zu verneinen, wie sich im Folgenden ergibt.
5.2
Im Hinblick auf die Prüfung der Adäquanz ist zunächst der Unfall nach seiner Schwere zu qualifizieren, welche sich nach dem augenfälligen Geschehens
ablauf mit den sich dabei entwickelnden Kräften bestimmt.
Dabei werden einfa
che Auffahrkollisionen auf ein haltendes Fahrzeug in der Regel als mittel
schwerer Unfall im Grenzbereich zu den leichten Unfällen betrachtet
(
vgl.
Urteil 8C_833/2016 vom 1
4.
Juni 2017 E. 6.1
).
Aus der
Schilderung des Unfallhergangs durch die Beschwerdeführerin am 1
8.
September 2015 (
Urk.
13/K18)
ergibt sich, dass sie einen Auffahrunfall erlitt, wobei sie mit ihrem Fahrzeug auf der
Hardbrücke
gestanden sei und nach links geschaut habe, als ein anderes Fahrzeug ungebremst aufgefahren sei.
Angesichts des Ereignisablaufs und der Angaben
im biomechanischen Kurz
gutachten
(
Urk.
13/U
) hat die Beschwerdegegnerin das Unfallereignis zurecht als mittelschwer im Grenzbereich zu den leichten Unfällen eingestuft (vgl.
Urk.
2
S.
8
).
Für die Annahme eines mittelschweren Unfalls
im engeren Sinne
(
die
Beschw
erdeführerin
geht sogar von einem Unfall im Grenzbereich zu den schweren Ereignissen aus,
Urk.
1 S. 10
) besteht angesichts des eher
bagatellären
Ausmasses des Unfallablaufs kein Raum, verlangt doch die Rechtsprechung hierfür wesentlich weitreichendere Umstände (
Rumo-Jungo
,
a.a.O.
, S.
6
5
ff.).
Damit wäre d
ie Adäquanz eines Kausalzusammenhanges nur dann zu bejahen, wenn vier der massgeblichen Kriterien (oder eines der Kriterien ausgeprägt) erfüllt wären (vgl.
Urteil 8C_833/2016 vom 1
4.
Juni 2017 E. 6.1 mit Hinweisen).
5.3
Der Auffahrunfall vom 2
6.
März 2015 war weder von besonders dramatischen Umständen begleitet noch besonders eindrücklich. Es ergab sich kein ausserge
wöhnlicher Sachschaden und die Beschwerdeführerin
konnte nach dem Unfall
ereignis mit dem Unfallauto weiterfahren
(vgl.
Dokumentationsbogen für
Erst
konsultation
nach
kranio
-zervikalem Beschleunigungstrauma vom 2
6.
März 2015,
Urk.
13/M3
).
Des Weiteren erlitt die Beschwerdeführerin auch keine Verletzungen von nennens
werter Schwere oder besonderer
Art.
Die Diagnose einer HWS-Distor
sion vermag dies nicht zu begründen.
Die durchgeführten MRI-Untersuchungen der LWS und der HWS zeigten keine objektivierbaren strukturellen und trauma
tischen Verletzungen.
Soweit
die Beschwerdeführerin
geltend machte, sie habe beim Aufprall ihr
en Kopf nach links gedreht
(
Urk.
1 S. 10 oben),
vermag dies allein keine
besondere Art der Verletzung
zu begründen, da weder aus den Akten hervorgeht noch vorgebracht wird, dass sie dabei zugleich den Ober
körper nach links gedreht hätte (vgl. Urteil des
Bundesgerichts
U 275/00
vom 3
1.
Mai 2001 E. 3.d.bb
).
Zur ärztlichen Behandlung ist festzuhalten, dass sich die
Behandlung der
Beschwerdeführerin
im Wesentlichen
auf eine konservative Therapie mit
Medi
kamenteneinnahme und P
hysio
therapie
beschränkte
.
Ein stationärer Aufenthalt in einer Klinik erfolgte nicht.
Vor diesem Hintergrund kann nicht von einer fortgesetzt spezifischen, belastenden ärztlichen Behandlung gesprochen werden.
Auch ein schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen lagen nicht v
or.
E
benso wenig
bestehen Hinweise für
eine ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert hätte.
Das Vorbringen der Beschwerde
führerin, wonach
Dr.
B._
sie zu früh zu einer Arbeitstätigkeit gedrängt habe, wodurch sie in ihrem Schmerzempfinden erheblich bestätigt worden sei (
Urk.
1 S. 10 Mitte), vermag nicht zu überzeugen, zumal die Beschwerdeführerin tat
sächlich während mehr als drei Monaten ihrer bisherigen Arbeitstätigkeit nach
gehen konnte. Im Übrigen ist a
uf die Stellungnahme von
Dr.
A._
vom Juli 2016 zu verweisen, wonach es der medizinischen Empfehlung entspreche, bei
bagatellären
HWS-Distorsionstraumen lediglich eine kurze Arbeitsunfähigkeit zu attestieren
.
Zur Arbeitsfähigkeit ist den Akten zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin ab dem
7.
Mai 2015 zu 50 %
und ab de
m 2
5.
Mai 2015
wieder
zu 100 %
arbeitsfähig war
.
Sie war denn auch bis Anfang September 2015 voll arbeitstä
tig.
Damit ist auch das Kriterium der
erhebliche
n
Arbeitsunfähigkeit trotz aus
gewiesener
Anstrengungen zu verneinen.
Die Beschwerdeführerin leidet gemäss eigenen Angaben seit dem Unfall an starken Rücken-, Nacken- und Kopfschmerzen (
Urk.
1 S. 5 Mitte und S. 8 unten).
Zum Kriterium „erhebliche Beschwe
rden“ ist festzuhalten, dass
nur in der Zeit zwischen dem Unfall und dem Fallabschluss nach
Art.
19
Abs.
1 UVG ohne wesentlichen Unterbruch bestehende erhebliche Beschwerden
a
däquanz
relevant sein
können (BGE 134 V 109 E. 10.2.4)
.
Vorliegend ist fraglich, ob die Beschwerdeführerin durchgehend an erheblichen Beschwerden litt, zumal sie während mehr als drei Monaten voll arbeitstätig war.
Es ist jedoch
ausgewiesen, dass die Beschwerdeführerin während dieser Zeit Dr.
B._
wegen Restbe
schwerden aufsuchte, worauf ihr Medikamente und eine Verordnung für Physiotherapie abgegeben wurden.
5.4
Zusammenfassend steht fest, dass von den praxisgemässen Kriterien nur dasje
nige der erheblichen Beschwerden als erfüllt gelten könnte, dies jedoch sicher nicht in der erforderlichen Ausprägung. Folglich sind die bei der Beschwerde
führerin nach Ende August 2015 noch vorhandenen Beschwerden nicht mehr adäquat kausal zum Unfallereignis vom 2
6.
März 2015.
Somit
ist nicht zu beanstanden
, dass die Beschwerdegegnerin ihre Leistungen per 3
1.
August 2015 eingestellt hat
.
Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.