Decision ID: 2d3c0006-1e58-4f0a-a2d5-2fdd101f55ac
Year: 2020
Language: de
Court: CH_BSTG
Chamber: CH_BSTG_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: penal_law

Die Beschwerdekammer hält fest, dass:
- A. am 25. März 2020 bei der Bundesanwaltschaft einen Strafantrag  gegen die Bundesrichterinnen B., C. und D. wegen angeblichem «vorsätzlichem Amtsmissbrauch, Rechtsmissbrauch, Verstösse gg Art. 95 und 97 BGG, Verstösse gg die Beweispflicht, verweigertem rechtlichen  und der Strafvereitelung im Amte, Verstösse gg die BV insbesondere gg die Rechtsgleichheit, die Menschenwürde, die Diskriminierung, gg ein faires Verfahren, gg die Waffengleichheit usw.» (act. 1.3);
- die Bundesanwaltschaft am 8. April 2020 verfügte, die Strafanzeige werde
nicht anhand genommen (act. 1.1);
- A. dagegen mit Eingabe vom 15. April 2020 bei der Beschwerdekammer  erhob (act. 1) und hierzu am folgenden Tag einen Nachtrag  (act. 2);
- die Bundesanwaltschaft der Beschwerdekammer auf entsprechende Auffor-
derung hin die Verfahrensakten übermittelte (act. 3 und 4).

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass:
- gegen eine Nichtanhandnahmeverfügung der Bundesanwaltschaft die  an die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts zulässig ist (Art. 310 Abs. 2 i.V.m. Art. 322 Abs. 2 StPO und Art. 37 Abs. 1 StBOG);
- zur Beschwerde die Parteien legitimiert sind, sofern sie ein rechtlich ge-
schütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheides haben (Art. 310 Abs. 2 i.V.m. Art. 322 Abs. 2 und Art. 382 Abs. 1 StPO);
- die geschädigte Person somit grundsätzlich nur insoweit zur Beschwerde le-
gitimiert ist, als sie sich im Sinne der Art. 118 f. StPO als Privatklägerschaft konstituiert hat bzw. als sie – was gerade bei der  der Fall sein kann – noch keine Gelegenheit hatte, sich als  zu konstituieren (vgl. hierzu u. a. den Beschluss des  BB.2018.171 vom 15. Januar 2019 E. 1.2 mit Hinweis);
- offenbar das Urteil des Bundesgerichts 4F_1/2020 vom 13. März 2020, mit
welchem dieses nicht auf ein vom Beschwerdeführer eingereichtes  eintrat, Gegenstand und Auslöser der Strafanzeige bildet;
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- der Beschwerdeführer diesbezüglich in seinen Eingaben sinngemäss den
Vorwurf des Amtsmissbrauchs erhebt;
- nach der Rechtsprechung zu Art. 312 StGB nur derjenige die Amtsgewalt missbraucht, welcher die Machtbefugnisse, die ihm sein Amt verleiht,  anwendet, d.h. kraft seines Amtes verfügt oder Zwang ausübt, wo es nicht geschehen dürfte (BGE 127 IV 209 E. 1a und 1b S. 211 ff.; Urteil des Bundesgerichts 1C_563/2018 vom 20. August 2019 E. 3.3);
- der Beschwerdeführer in Strafanzeige und Beschwerde ausführt, weshalb er mit dem erwähnten Urteil des Bundesgerichts nicht einverstanden ist, er  aber nicht aufzeigt, inwiefern der Straftatbestand des Amtsmissbrauchs erfüllt sein soll;
- auch betreffend den anderen beiläufig genannten Vorwurf den Ausführungen des Beschwerdeführers nicht entnommen werden kann, inwiefern der  des Betrugs (Art. 146 StGB) erfüllt sein soll;
- ein Teil der vom Beschwerdeführer erhobenen Vorwürfe zudem keine  betreffen (so z.B. Verstösse gegen verschiedene );
- aufgrund der Ausführungen des Beschwerdeführers auch unklar bleibt,  welcher allfälliger Straftatbestände er im Sinne von Art. 115 Abs. 1 StPO in seinen Rechten unmittelbar verletzt worden wäre, was eine  seiner Beschwerdelegitimation darstellt (vgl. hierzu u.a. BGE 141 IV 380 E. 2.2 S. 382 f.);
- sich die Beschwerde gegen die Nichtanhandnahmeverfügung nach dem  als offensichtlich unbegründet erweist, weshalb sie ohne weiteren Schriftenwechsel abzuweisen ist, sofern darauf überhaupt einzutreten ist (Art. 390 Abs. 2 StPO e contrario);
- bei diesem Ausgang des Verfahrens die Gerichtskosten dem  aufzuerlegen sind (Art. 428 Abs. 1 StPO);
- die Gerichtsgebühr festzusetzen ist auf Fr. 200.– (vgl. Art. 73 StBOG und Art. 5 und 8 Abs. 1 des Reglements des Bundesstrafgerichts vom 31. August 2010 über die Kosten, Gebühren und Entschädigungen in  [BStKR; SR 173.713.162]);
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