Decision ID: 52445257-ad80-4dca-a611-e1d09cc8de72
Year: 2021
Language: de
Court: GR_VG
Chamber: GR_VG_005
Canton: GR
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

I. Sachverhalt:
1. Am 3. April 2019 hat die C._ bei der Gemeinde B._ ein
Baugesuch für ein Haus mit acht Erstwohnungen auf der Parzelle
D._ in H._ eingereicht. Am 12. April 2019 wurde das
Baugesuch im Amtsblatt der Region E._ öffentlich publiziert.
2. Gegen dieses Baugesuch sind fünf Einsprachen eingegangen. Einer der
Einsprecher war A._.
3. Am 9. Mai 2019 wurde der C._ eine 20-tägige Frist gewährt, um
Stellung zu nehmen. Eine schriftliche Stellungnahme ging nicht ein.
4. Die Baukommission der Gemeinde B._ hat mit Verfügung vom
25. Juni 2019 festgestellt, dass die C._ einige Änderungen am
Bauprojekt vornehmen müsse.
5. Mit Regierungsentscheid vom 10. September 2019 wurde das neue
Baugesetz der Gemeinde B._ (ohne F._); (nachfolgend
Baugesetz G._ [BG]) in Kraft gesetzt, welches die
Gemeindeversammlung am 5. Oktober 2018 beschlossen hatte, womit
das Baugesetz der ehemaligen Gemeinde H._ ausser Kraft gesetzt
wurde.
6. Am 17. Januar 2020 reichte die C._ erneut ein Baugesuch für ein
Mehrfamilienhaus mit sieben Erstwohnungen ein. Somit sei das erste
Baugesuch hinfällig geworden und das entsprechende Bauverfahren
wurde abgeschlossen. Dies wurde den Einsprechern am 29. Januar
2020 mitgeteilt.
7. Darauf hat die Gemeinde B._ das Baugesuch mit sieben
Erstwohnungen - Projektänderung - auf Parzelle D._, in
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H._, geprüft und festgestellt, dass das Baugesuch nicht den
Vorschriften gemäss Art. 75 Abs. 2 BG entspreche und entsprechend
ergänzt werden müsse.
8. Die I._ AG, Ingenieure und Geoinformatiker, welche auch
offiziell Geometer der Gemeinde B._ ist, hat die Korrektheit der
Angaben zur Terrainhöhe gemäss Plänen des Baugesuchs bestätigt.
Dieses Schreiben ist der Gemeinde B._ am 16. Januar 2020,
zusammen mit dem Baugesuch, zugegangen.
9. Das neue Baugesuch wurde am 24. Januar 2020 im Amtsblatt der
Region E._ publiziert. Innert der Einsprachefrist sind fünf
Einsprachen eingegangen. Eine davon ist diejenige von A._.
10. In seiner Einsprache vom 12. Februar 2020 hat A._ geltend
gemacht, dass das Bauprojekt überdimensioniert und unzulässig sei, da
die Zone in erster Linie für Ein- und Zweifamilienhäuser vorgesehen sei.
Das Projekt würde nicht Art. 73 des Raumplanungsgesetzes für den
Kanton Graubünden (KRG; BR 801.100) entsprechen.
Weiter würden die Gebäude eine grosse Belastung für den Hang
darstellen, da das Projekt in der gelben Gefahrenzone zu stehen
kommen würde. Das geologische Gutachten vom 21. Oktober 2013 sei in
Bezug auf die Grundstücke 2004 und 2005 ungenügend.
Ausserdem würde die Gebäudefläche 300 m2 betragen. Die Fläche des
Grundstücks betrage 686 m2. Folglich belaufe sich die Ausbauziffer auf
0.437. Der Wert von 0.35 gemäss BG sei somit überschritten.
11. Am 20. März 2020 hat MLaw Christian Fey als Rechtsvertreter der
C._ Stellung zu den fünf Einsprachen genommen. Diese
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Stellungnahme wurde den fünf Einsprechern am 31. März 2020
weitergeleitet.
12. Am 8. Oktober 2020 wurde die Baubewilligung für ein Mehrfamilienhaus
mit sieben Erstwohnungen auf Grundstück D._ in H._ erteilt.
Gleichzeitig wurden die fünf Baueinsprachen abgewiesen, da das
Bauamt der Gemeinde B._ festgestellt habe, dass das Bauprojekt
den Vorschriften des BG entspreche.
13. Gegen den Bau- und Einspracheentscheid der Gemeinde B._
(nachfolgend: Beschwerdegegnerin 1) reichte A._ (nachfolgend:
Beschwerdeführer) am 28. Oktober 2020, eingegangen am 29. Oktober
2020, Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden
(nachfolgend: Verwaltungsgericht) ein und beantragte, die Aufhebung
der Verfügung vom 8. Oktober 2020, die Kostentragung allfälliger
Gerichtskosten und derjenigen der (von ihm beigezogenen)
Vermessungsfirma Schneider Ingenieure AG für die Höhenmessung vom
14. Oktober 2020 durch die Beschwerdegegnerin 1.
14. In ihrer Beschwerdeantwort vom 10. November 2020 beantragte die
Beschwerdegegnerin 1 die vollumfängliche Abweisung der Beschwerde
und die Übernahme der Kosten durch den Beschwerdeführer.
15. Am 3. Dezember 2020 reichte der Beschwerdeführer seine Replik ein.
16. Darauf reichte die Beschwerdegegnerin 1 am 10. Dezember 2020 ihre
Duplik ein.
17. Mit Schreiben vom 12. Mai 2021, Eingang beim Gericht am 17. Mai
2021, teilte der Beschwerdeführer dem angerufenen Gericht mit, dass
die C._ (nachfolgend: Beschwerdegegnerin 2) mit den Bauarbeiten
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(Abgrabung und Hangbefestigung) begonnen habe und beantragte, dass
die Bauarbeiten nach Beendigung der Hangbefestigung einzustellen
seien, bis die rechtskräftige Baubewilligung vorliege.
18. Die Beschwerdegegnerin 1 hat am 27. Mai 2021 ihre Stellungnahme
eingereicht. Darin macht sie geltend, dass die Beschwerdegegnerin 2
gemäss Art. 91 KRG mit ihrem Bauvorhaben beginnen dürfe, da die
Baubewilligung schriftlich vorliege. Vorbehalten würden anderslautende
Anordnungen in einem Rechtsmittelverfahren. In casu habe die
Beschwerdegegnerin 1 am 8. Oktober 2020 die Baubewilligung erteilt.
Das Verwaltungsgericht habe bisher keine vorsorgliche Massnahme
angeordnet. Auch habe der Beschwerdeführer nie eine vorsorgliche
Massnahme beantragt.
19. Da die Beschwerdegegnerin 2 dazu keine Stellungnahme eingereicht
hat, hat das angerufene Gericht der Beschwerde die aufschiebende
Wirkung zuerkannt.
Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften, die
angefochtene Verfügung vom 8. Oktober 2020 sowie die weiteren Akten,
wird, sofern erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen näher
eingegangen.

II. Das Gericht zieht in Erwägung:
1.1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den Bau- und
Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin 1 vom 8. Oktober 2020,
worin das Baugesuch der Beschwerdegegnerin 2 für die Erstellung eines
Wohnhauses mit sieben Erstwohnungen gutgeheissen wurde. Gegen
Entscheide von Gemeinden, die bei keiner anderen Instanz angefochten
werden können und weder nach kantonalem noch nach
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eidgenössischem Recht endgültig sind, kann gemäss Art. 49 Abs. 1 lit. a
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100)
beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden Beschwerde geführt
werden. Die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde fällt demzufolge
in die Zuständigkeit des angerufenen Gerichts.
1.2. Gemäss Art. 50 Abs. 1 VRG ist zur Beschwerde legitimiert, wer durch
den angefochtenen Entscheid berührt ist und ein schutzwürdiges
Interesse an seiner Aufhebung oder Änderung hat oder wer durch
besondere Vorschrift dazu ermächtigt ist. Berührt sind Beschwerdeführer
dann, wenn sie stärker als beliebige Dritte oder die Allgemeinheit
betroffen sind und in einer besonderen, beachtenswerten, nahen
Beziehung zum Streitgegenstand stehen (vgl. BGE 139 II 27 E.2.2). Ein
schutzwürdiges Interesse liegt vor, wenn die tatsächliche oder rechtliche
Situation der Beschwerdeführer durch den Ausgang des
Beschwerdeverfahrens beeinflusst werden kann (vgl. BGE 137 II 30
E.2.2.2; 139 II 279 E.2.2). Der Beschwerdeführer ist Eigentümer der
Parzelle 2428 in H._, welche sich auf der gegenüberliegenden
Strassenseite in unmittelbarer Nähe zur Parzelle 2416 befindet, auf der
das Bauprojekt zur Realisierung ansteht. Somit kann aufgrund der
räumlichen Nähe von einer besonderen Beziehungsnähe und
grundsätzlich von einem schutzwürdigen Interesse an der Aufhebung
oder Abänderung des angefochtenen Entscheides ausgegangen werden.
Es ist daher nachvollziehbar, dass der Beschwerdeführer aufgrund
seiner räumlichen Nähe zum geplanten Bauprojekt nachteilig davon
berührt sein könnte, weshalb er ein schutzwürdiges Interesse hat, den
angefochtenen Entscheid durch das angerufene Gericht überprüfen zu
lassen. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte
Beschwerde ist somit einzutreten (Art. 52 Abs. 1 VRG).
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1.3. Mit Schreiben vom 12. Mai 2021 beantragte der Beschwerdeführer, dass
die Bauarbeiten durch die Beschwerdegegnerin 2 einzustellen seien, bis
ein rechtskräftiger Entscheid vorliege. Dies entspricht sinngemäss einem
Antrag um aufschiebende Wirkung. Dem Antrag wurde seitens des
Gerichts am 23. Juni 2021 stattgegeben, zumal sich die
Beschwerdegegnerin 2 nicht dagegen gestellt hat.
2. Nachfolgend gilt es zu prüfen, ob das Baugesuch der
Beschwerdegegnerin 2 betreffend das Mehrfamilienhaus mit sieben
Erstwohnungen auf der Parzelle 2416 zu Recht bewilligt wurde.
3. Der Beschwerdeführer macht verschiedene Einwände geltend. Er bringt
vor, dass die Überbauungsziffer 0.437, anstatt der im Gesetz
vorgesehenen 0.35 betragen würde, denn der von oben sichtbare Teil
der Garage (3 m x 20 m) hätte auch in die Berechnung einbezogen
werden müssen, da dieser nicht unterirdisch sei. Auch rügt er, dass der
für die Wohnzone gemäss Art. 14 BG für die Nachbarschaft H._
vorgesehene Wert z für die Berechnung der Gesamthöhe anstatt 2.4, wie
von der Beschwerdegegnerin 2 berechnet, richtigerweise 2.85 betrage.
Zu den einzelnen Rügen gilt was folgt:
3.1. Die Parzelle D._ befindet sich in der Nachbarschaft H._ in
der Wohnzone gemäss Art. 25 BG.
Die Interkantonale Vereinbarung über die Harmonisierung der
Baubegriffe (IVHB) vom 22. September 2005 entfaltet ihre Wirkung,
sobald die Gemeinden ihre Baugesetze innert der Frist von Art. 107
Abs. 1 KRG angepasst haben (vgl. PVG 2012 Nr. 28). Die Gemeinde
B._ hat ihr Baugesetz (BG) in der Gemeindeversammlung am
5. Oktober 2018 beschlossen und es wurde von der Regierung gemäss
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Beschluss vom 10. September 2019 genehmigt. Somit finden die Begriffe
gemäss IVHB in casu Anwendung.
3.2. Nach Auffassung des Beschwerdeführers betrage die Überbauungsziffer
0.437, anstatt der im BG maximal zugelassen 0.35, da die
Gebäudefläche 300 m2 (15m x 20 m) betrage und die Grundstücksfläche
686 m2 gross sei. Dem entgegnet die Beschwerdegegnerin 1, dass die
Fläche des Hauses auf der Parzelle 2416 entlang der projizierten
Fassadenlinie auf dem gewachsenen Boden 240 m2 (12m x 20 m)
betrage.
Gemäss 8.4 IVHB ist die Überbauungsziffer das Verhältnis der
anrechenbaren Gebäudefläche zur anrechenbaren Grundstücksfläche.
Als anrechenbare Gebäudefläche gilt die Fläche innerhalb der
projizierten Fassadenlinie. Gemäss 3.3 IVHB ist die projizierte
Fassadenlinie die Projektion der Fassadenlinie auf die Ebene der
amtlichen Vermessung. Das Erdgeschoss hat eine Länge von 20 m und
eine Breite von 12 m. Gleich verhält es sich mit den Wohnungen im 1.
und im 2. Obergeschoss. Die Fläche im Dachgeschoss ist kleiner (vgl.
Akten der Beschwerdegegnerin 1 [Bg-act.] 10, Grundrisse Baueingabe).
Die Fläche des Untergeschosses, wo sich die Garage, der Keller und der
Technikraum befinden, ist für die Berechnung der Überbauungsziffer
nicht relevant, da das Untergeschoss nicht nach aussen in Erscheinung
tritt und somit keinen Teil der projizierten Fassadenlinie bildet.
Diesbezüglich macht der Beschwerdeführer geltend, dass dieser Teil
sehr wohl sichtbar sei. Gemäss den Bauplänen (Bg-act. 10,
Berechnungen Baueingabe vom 16. Januar 2020) befindet sich das
unterirdische Stockwerk mit der Garage, dem Keller und dem
Technikraum ausschliesslich unterirdisch, d.h. unterhalb der
Fassadenlinie.
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Betreffend die Verantwortlichkeit sieht Art. 93 Abs. 1 KRG vor, dass für
die Beachtung der gesetzlichen Vorschriften, die Übereinstimmung der
ausgeführten Bauten und Anlagen mit den bewilligten Plänen und dem
Baugespann sowie für die Einhaltung von Nebenbestimmungen
Bauherrschaften, Eigentümerinnen und Eigentümer, sonstige Berechtigte
sowie die mit der Projektierung und Ausführung von Bauvorhaben
beauftragten Personen verantwortlich sind. Weiter sieht Art. 60 Abs. 4
der Raumplanungsverordnung für den Kanton Graubünden (KRVO;
BR 810.110) vor, dass wenn abweichend von den Bauplänen gebaut
wird, die kommunale Baubehörde verfügt, dass die Bauarbeiten
eingestellt werden.
Die eingereichten und von der Vorinstanz bewilligten Pläne sind für die
Ausführung des Bauprojekts massgebend. Da keine Anhaltspunkte dafür
bestehen, dass abweichend von den Plänen gebaut würde, ist von der
Gebäudefläche von 240 m2 auszugehen, so dass daraus eine
Überbauungsziffer von 0.3499 resultiert. Gemäss Art. 14 BG ist für die
Nachbarschaft H._ in der Wohnzone eine solche von 0.35 erlaubt.
Somit überschreitet die im Bauprojekt vorgesehene Überbauungsziffer
die gesetzlich maximal zulässige von 0.35 nicht.
3.3. Der Beschwerdeführer rügt weiter, dass der für die Wohnzone gemäss
Art. 14 BG für die Nachbarschaft H._ für die Berechnung der
Gesamthöhe geltende Wert z 2.4, anstatt wie von der
Beschwerdegegnerin 1 vorgebracht, effektiv 2.7025 betrage.
Gemäss IVHB 5.1 ist die Gesamthöhe der grösste Höhenunterschied
zwischen dem höchsten Punkt der Dachkonstruktion und den lotrecht
darunter liegenden Punkten auf dem massgebenden Terrain. Weiter hält
IVHB 5.2 fest, dass die Fassadenhöhe der grösste Höhenunterschied
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zwischen der Schnittlinie der Fassadenflucht mit der Oberkante der
Dachkonstruktion und der dazugehörigen Fassadenlinie ist.
In der Nachbarschaft H._ darf die Gesamthöhe eines Gebäudes 11
+ z m betragen. Die maximalen Höhen (Gesamthöhe, traufseitige
Fassadenhöhe) ergeben sich im geneigten Gelände aus den
festgelegten Höhen und einem Zuschlag z, welcher der halben
Höhendifferenz des massgebenden Terrains gemessen bei den berg-
und talseitigen Eckenpunkten der projizierten Fassadenlinie entspricht.
Der maximale Zuschlag beträgt z = 3 m.
In den von der Beschwerdegegnerin 1 eingereichten Plänen (Bg-act. 10,
Berechnungen Baueingabe vom 16. Januar 2020) wurde an der
Ostfassade von 1'200.87 m.ü.M und 1’196.16 m.ü.M. ausgegangen, bei
der Westfassade von 1'198.57 m.ü.M. und 1'194.93 m.ü.M. Diese vier
Höhen wurden addiert, dann deren Summe durch 4 dividiert und davon
wurde die kleinste Höhe abgezogen, was z m ergibt. Dies ergibt in casu
folgende Berechnung: (1'196.16 m.ü.M. + 1'200.87 m.ü.M. +
1'194.93 m.ü.M. + 1'198.57 m.ü.M.) : 4 -1'194.93 m.ü.M. = 2.7025 m.
Somit beträgt z = 2.70725 m. Da in der Wohnzone der Nachbarschaft
H._ 11 + z m gilt, resultiert eine maximal zulässige Gebäudehöhe
von 13.7025 m.
Die effektive Höhe des Gebäudes beträgt in casu jedoch nicht
13.7025 m, sondern 10.23 m. Diese Höhe berechnet sich wie folgt: Der
höchste Gebäudepunkt ist der Dachfirst, welcher sich auf 1‘207.15
m.ü.M. befindet. Die Maximaldifferenz zwischen diesem Punkt und dem
Vertikalpunkt auf dem massgebenden Terrain, welcher sich unterhalb
befindet und sich auf 1'196.92 m.ü.M. befindet, ergibt folgende
Höhendifferenz (in m.ü.M.): 1‘207.15 - 1‘196.92 = 10.23 m (effektive
Totalhöhe). Die effektive Gesamthöhe des Gebäudes ist somit einiges
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tiefer als die gesamte zulässige Höhe gemäss Art. 14 BG inkl. Anhang
dazu. Da maximal 13.7025 m zulässig wären und die Höhe des
Bauprojekts effektiv 10.23 m beträgt, wäre es der Bauherrschaft
theoretisch erlaubt, die Gebäude um 3.4725 m höher zu bauen.
Selbst wenn auf die Berechnungen abgestellt würde, welche durch die
vom Beschwerdeführer privat beigezogene Vermessungsfirma Schneider
Ingenieure AG durchgeführt wurden, würde z weniger als 3 m betragen.
Die Rechnung würde gemäss den Akten des Beschwerdeführers (Bf-
act.) 2 wie folgt lauten: (1'196.45 m.ü.M. + 1'195.382 m.ü.M. +
1'198.488 m.ü.M. + 1'200.846 m.ü.M.) : 4 - 1'195.382 = 2.4095 = z.
Die Berechnungen der Beschwerdegegnerin 1 in Einklang mit Art. 14
BG, sind rechnerisch korrekt und völlig nachvollziehbar dargelegt
worden, so dass nicht ersichtlich ist, inwiefern der Wert z falsch
berechnet worden ist. Somit ist die Beschwerde diesbezüglich
abzuweisen.
In seinem weiteren Rechtsbegehren beantragt der Beschwerdeführer
ausserdem, dass die noch ausstehende Rechnung für die
Höhenmessung der von ihm beigezogenen Vermessungsfirma Schneider
Ingenieure AG durch die Beschwerdegegnerin 1 zu übernehmen sei.
Diesem Antrag ist nicht Folge zu leisten. Es handelt sich um eine
unnötige Aufwendung, welche der Beschwerdeführer selber veranlasst
hat und für die er einstehen muss.
4. Bei diesem Ausgang des Verfahrens gehen die Verfahrenskosten
zulasten des Beschwerdeführers.
Bund, Kantone und Gemeinden sowie mit öffentlich-rechtlichen Aufgaben
betrauten Organisationen wird gemäss Art. 78 Abs. 2 VRG in der Regel
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keine Parteientschädigung zugesprochen, wenn sie in ihrem amtlichen
Wirkungskreis obsiegen. Davon abzuweichen, besteht vorliegend
bezüglich der Beschwerdegegnerin 1 kein Anlass.
Da die Beschwerdegegnerin 2 keine Stellungnahmen eingereicht und
auch keine Entschädigungsansprüche geltend gemacht hat, hat sie
keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung.
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