Decision ID: a2387ea9-cb6a-4cc4-bcc7-72ec2d1d0151
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1980, war
ab
Oktober 2006 bei der
Y._
GmbH als
Maschinenbedienerin
angestellt
und obligatorisch gegen die Fo
l
gen von Arbeitslosigkeit versichert
. Am 31. Juli 2014 kündigte die Versicherte das Arbeitsverhältnis auf Ende August 2014 und stellte Antrag auf
Arbeits
losenentschädigung
ab 1. September 2014
(Urk. 7/61-66).
Am 29.
September 2014
verfügte die
Unia
Arbeitslosenkasse
wegen selbstverschuldeter Arbeitslo
sig
keit mit Wirkung ab 1. September 2014 eine Einstellung in der
Anspruchs
be
rechtigung
für die Dauer von 34 Tagen (Urk. 7/45-47). Gegen die Verfügung vom
29. September 2014 erhob die Versicherte am 13. No
vember 2014 Einsprache (Urk. 7/2
9). Auf die Einsprache trat die
Unia
Arbeitslosenkasse mit
Einsprache
entscheid
vom 19. November 2014 nicht ein (Ur. 2 = Urk. 7/26-28).
2.
Gegen den
Einspracheentscheid
vom 19. November 2014 erhob die Versicherte am 4. Dezember 2014 Beschwerde mit dem Rechtsbegehren, auf die Sache sei materiell einzutreten (Urk. 1). Die
Unia
Arbeitslosenkasse beantragte in der
Be
schwerdeantwort
vom 5. Januar 2015 die Abweisung der Beschwerde (Urk. 6).
Auf die Ausführungen der Parteien und die Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Der Einzelrichter

zieht in Erwägung:
1.
Da der Streitwert Fr. 20’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der
Be
schwerde
in die einzelrichterliche Zuständigkeit (§ 11 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht
;
GSVGer
).
2.
Gegen Verfügungen kann
gemäss Art. 52 Abs. 1 des Bundesgesetze
s über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG)
innerhalb von 30 Tagen bei der verfügenden St
elle Einsprache erhoben werden.
Berechnet sich eine Frist nach Tagen oder Monaten und bedarf sie der Mit
tei
lung an die Parteien, so beginnt sie am Tag nach ihrer Mitteilung zu laufen (Art. 38 Abs. 1 ATSG). Schriftliche Eingaben müssen spätestens am letzten Tag
der Frist dem Versicherungsträger eingereicht oder zu dessen Händen der Schwe
i
zerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung übergeben werden (Art. 39 Abs. 1 ATSG).
3.
Zum Nichteintreten auf die Einsprache führte die Beschwerdegegnerin im an
gefochtenen
Einspracheentscheid
aus,
die Beschwerdeführerin habe es unter
lassen, nach Erlass der Verfügung vom 29. September 2014
rechtzeitig
inner
halb der
Einsprachefrist
von 30 Tagen Einsprache zu erheben. Die Eingabe vom 13. November 2014 sei verspätet (Urk. 2 S. 2).
D
ie Beschwerdeführerin
machte
geltend, sie habe erst
am
13. November 2014
und damit leider nicht fristgerecht Einsprache erhoben, weil sie auf Anraten ihrer
Beraterin vom Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) ein
Arztzeug
nis
habe einreichen wollen und auf dieses habe warten müssen (Urk. 1
, Urk. 7/29
).
4.
Unbestrittenermassen hat die Beschwerdeführe
rin gegen die Verfügung vom 29.
September 2014 erst am 13. November 2014 und damit nach Ablauf der
Einsprachefrist
Einsprache
erhoben (vgl. Urk. 7/29).
Dass die Beschwerde
füh
rerin die Verspätung damit rechtfertigt,
sie habe
auf ein angefordertes
Arztzeu
gnis
gewartet
(dieses datiert vom
12. November 2014;
Urk. 3/3/2)
,
ändert nichts.
Nichts ändert auch der Umstand, dass ihr die RAV-Beraterin zu
m Einreichen
eines Arztzeugniss
es geraten hat. D
ie Beschwerdeführerin machte zu R
echt nicht
geltend, die Beraterin habe ihr geraten, die Einsprach
e
in jedem Fall erst nach Erhalt des Zeugnisses zu erheben.
Zusammenfassend ist es a
us objektiver Sicht nicht ersichtlich, was die Beschwerdeführerin von einer rechtzeitigen
Einspra
che
erhebung
abgehalten hat. In einer
rechtzeitigen
Eingabe
hätte sie auf das noch ausstehende Arztzeugnis hinweisen und dieses
später
nachreichen können.
Zusammenfassend steht fest, dass die Beschwerdeführerin die Einsprach
e
ver
spätet erhoben hat, weswegen die Beschwerdegegnerin auf diese zu
R
echt nicht ein
getreten ist. Die dagegen erhobene Beschwerde ist
somit
abzuweisen.