Decision ID: 61771f9c-146c-4319-a320-165bd905183f
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1948 geborene
X._
meldete sich am 2
2.
Oktober 2008
unter Hinweis auf einen Arbeitsunfall (Sturz in die Tiefe beim Beton
ieren einer Decke mit Kompressionsfraktur des Lendenwirbelkörpers [LWK]
1;
Urk.
9/12/381 und
Urk.
9/12/372)
bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV
Stelle, zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an
(
Urk.
9/9). Die IV
Stelle führte daraufhin medizinische und erwerbliche Abklärungen durch und wies das Leistungsbegehren mit Verfügung vom 2
2.
Juli 2009 unter Hinweis auf einen rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von 34
%
ab (
Urk.
9/43).
Zuvor hatte die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) als zuständige Unfallversicherung
die Ausrichtung einer Rente gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 31
%
sowie eine
r
Integritätsentschädigung für eine Integritätseinbusse von 15
%
verfügt (
Entscheid
vom 1
8.
Juni 2008 [
Urk.
9/4]). Auf eine dagegen erhobene Einsprache trat die SUVA wegen Verspätung nicht ein (
Urk.
9/12/11-14).
1.2
Gegen die Verfügung vom 2
2.
Juli 2009 erhob der Versicherte am 14. Sep
tember 2009 Beschwerde (
Urk.
9/53/3-9), die das hiesige Gericht mit Urteil vom 3
1.
Mai 2011 in dem Sinne guthiess, als
es
den angefochtenen Entscheid aufhob und die Sache zwecks Einholung eines polydisziplinären Gutachtens an die IV
Stelle zurückwies (
Urk.
9/60; Prozess-Nr. IV.2009.00901).
1.3
In der Folge liess die Verwaltung
X._
von den Ärzten des
Y._
begutachten (Expertise vom 18.
Juni 2012 [
Urk.
9/85]).
Gestützt darauf stellte die IV-Stelle mit Vorbescheid vom 2
8.
August 2012 die Abweisung des Rentenbegehrens in Aussicht (Urk. 9/90). Dagegen erhob der Versicherte Einwand (
Urk.
9/92 und 9/95) und legte ein Gutachten von
Dr.
med.
Z._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psycho
therapie, vom 1
4.
März 2013 auf (
Urk.
9/103). Dazu und zu den Vorbringen im
Ein
wand
schreiben
vom
1.
Oktober 2012
nahm der psychiatrische Gutachter des
Y._
,
Dr.
med.
A._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, am 2
4.
Dezember 2012 (
Urk.
9/97) und 1
2.
Juni 2013 (Urk. 9/106) Stellung. Mit Verfügung vom
4.
Dezember 2013 hielt die IV-Stelle an ihrer im Vorbescheid angekündigten Leistungsablehnung fest (
Urk.
9/11
1
=
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 1
5.
Januar 2014 Beschwerde und beantragte, es sei ihm ab April 2008 eine ganze Rente der Invaliden
ver
sicherung zuzusprechen und die IV-Stelle sei zu verpflichten, die Kosten für das Gutachten von Dr.
Z._
in der Höhe von
Fr.
4‘020.-- zu übernehmen (
Urk.
1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom
5.
März 2014 schloss die IV-Stelle auf
Abweisung der Beschwerde (
Urk.
8). Am 1
0.
März 2014 wurde dem Beschwerde
führer das Doppel der Beschwerdeantwort zugestellt (
Urk.
10).
3.
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge
sund
heit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs
unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 Prozent arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent besteht Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von
Art.
4
Abs.
1 IVG
in Verbindung mit
Art.
8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als rele
vant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Per
son bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des
Forderbaren
wird dabei weit
gehend objektiv bestimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Erwerbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychischen Beeinträchtigung vereinbar ist. Ein psychischer
Gesundheits
schaden
führt also nur soweit zu einer Erwerbsunfähigkeit (
Art.
7 ATSG), als ange
nommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (
Art.
6 ATSG) sei der versicherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
1.4
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu
stellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vor
liegen einander widersprechender medizinischer Be
richte den Prozess nicht erle
digen, ohne das gesamte Beweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzu
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze ent
scheidend, ob es für die Beant
wortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt
was vor allem bei psychischen Fehlent
wicklungen nö
tig ist
, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder verun
möglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E.
3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer
Blaser, Die Rechtspflege in der Sozial
versi
cherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Gut
achten,
3.
Aufl. 1994, S. 24 f.).
1.5
Was Parteigutachtachten an
b
elangt, rechtfertigt der Umstand allein, dass eine ärztliche Stellungnahme von einer Partei eingeholt und in das Verfahren
einge
bracht wird, keine
Zweifel an ihrem Beweiswert. Auch Parteigutachten ent
halten Äusserungen eines Sachverständigen, die zur Feststellung eines medizi
nischen Sachverhaltes beweismässig beitragen können. Daraus folgt indessen nicht, dass eine solche Expertise den gleichen Rang besitzt wie ein vom Gericht oder von der Verwaltung im Rahmen des Abklärungsverfahrens eingeholtes Gut
achten. Trotz dieser beschränkten Bedeutung verpflichtet es, wie jede sub
stantiiert vorgetragene Einwendung gegen eine solche Expertise, das Gericht, den von der Rechtsprechung aufgestellten Richtlinien für die
Beweis
wür
digung
folgend zu prüfen, ob das Parteigutachten in rechtserheblichen Fragen die Auf
fassungen und Schlussfolgerungen des vom Gericht oder von der Verwaltung förmlich be
stellten Gutachters derart zu erschüttern vermag, dass davon abzu
weichen ist (
BGE 125 V 351 E. 3b/
dd
und c
sowie
Urteil des
damaligen
Eidge
nössischen Versicherungsgerichts
I 750/05
vom
7.
April 2006
E. 1.3).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die Rentenablehnung – unter Hinweis auf das
Y._
-Gutachten vom 1
8.
Juni 2012
(
Urk.
9/85) und die Ergänzungen vom 2
4.
Dezember 2012 (
Urk.
9/97
)
und 1
2.
Juni 2013 (
Urk.
9/106)
–
damit,
aus medizinischer Sicht sei dem Beschwerdeführer die Ausübung einer körperlich leichten bis mittelschweren, wechselbelastenden Tätigkeit uneingeschränkt zumutbar. Mit einer solchen Tätigkeit könne er unter Berücksichtigung eines leidensbedingten Abzugs von 20
%
ein Invalideneinkommen von
Fr.
51‘269.60 erzielen. Bei einem
Valideneinkommen
von
Fr.
77‘337.35 resultiere ein Invaliditätsgrad von 34
%
, weshalb kein Anspruch auf eine Rente bestehe.
Die
Y._
-Experten
würden
zu der im Gutachten von
Dr.
Z._
geäusserten Kritik ausreichend Stellung nehmen.
Die Gutachter
des
Y._
seien aufgrund ihrer spezifischen Ausbildung und Erfahrung in der Lage, innert relativ kurzer Zeit ein Bild vo
m
Gesundheitszustand der zu untersuchenden Person zu machen.
Die Begutachtungsdauer sei daher nicht zu bemängeln. Hinsichtlich Tiefe und Dauer der Begutachtung sei damit von einer genügenden Abklärung auszugehen, weshalb die Kosten des Privatgutachtens nicht übernommen würden (
Urk.
2).
2.2
Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt,
die psychiatrische Untersuchung im
Y._
habe nur zehn Minuten gedauert und es sei keine Fremdanamnese bei
seinen
Angehörigen eingeholt worden. Es liege deshalb kein taugliches Gutachten vor, was auch daraus zu schliessen sei, dass
Dr.
Z._
– im Gegensatz zu den
Y._
-Experten – drei psychiatrische Diagnosen mit Beeinträcht
igung der Arbeitsfähigkeit
feststellen k
onnte. Aus diesem Grund müsse –
sofern auf der Basis des Gutachtens von
Dr.
Z._
kein Urteil gefällt werden könne – ein psychiatrisches Gerichtsgutachten eingeholt werden. Da die Expertise von Dr.
Z._
massgebend für die Beurteilung der
Streit
frage sei, seien die Kosten dafür von der Beschwerdegegnerin zu bezahlen (
Urk.
1 S. 4 ff.).
3.
3.1
Die im Zeitpunkt
des Urteils vom 3
1.
Mai 2011 vorliegenden Arztberichte wurden dort zusammengefasst wie folgt dargestellt (
Urk.
9/60 E. 3):
3.2
Der Beschwerdeführer wurde im Anschluss an den Unfall vom 1
7.
April 2007 in der Chirurgischen Klinik und Poliklinik des
B._
behandelt, wo er bei den Diagnosen einer Kompressionsfraktur des LWK 1 mit Ausläufer in die
Hinterkante
bis zum 24. April 2007
hospitalisiert blieb (Urk. 9
/12/372). Eine Nativ-Kernspintomo
graphie der
Lend
en
wirbelsäule (LWS) vom 19. Juli 2007 bestätigte die zeitlich
nicht lange zurückliegende
Deck
plattenimpressionsfrak
tur
LWK 1 mit noch ak
tivem Kno
chenumbau und zeigte eine kleine rechtsseiti
ge
extraforaminale
Bandscheiben
hernie L1/2; eine die links
seitige Symptomatik erklärend
e Läsion fand sich nicht (Urk. 9
/12/322). Am 28. August 2007 wurde der Beschwerdefüh
rer von Dr. med.
C._
, Facharzt FMH für Neurologie, konsiliarisch untersucht. Dieser stellte am 29. August 2007 die Diagnose eines
residuellen
Lumbovertebralsyndroms
nach LWK1-Fraktur am 17. April 2007 (Urk.
9
/12/312
-313 S. 1). Die eingehende klinisch
-
neurologische Untersu
chun
g und auch das Nadel-EMG liefer
ten laut Dr.
C._
keinen Hinweis auf eine organisch-neurologische Ursache für das geklagte Schwächegefühl im linken Bein. Aufgrund
der unergiebigen objektiven Be
funde interpretierte er die links
seitigen Beinbeschwerden im Zusammenhang mit der von Dr. med.
D._
, Fa
charzt FMH für Allgemeine Medizin (vgl. Urk. 9
/12/321)
,
sowie von Dr. med.
E._
, Facharzt
FMH für
Allgemeine Medizin
(vgl. Urk. 9
/
12/320), diagnosti
zierten posttraumatischen Belastungsstö
rung; er könne dem Vorhaben, den
Beschwerdeführer
psychotherapeutisch betreuen zu lassen, nur zustimmen
(Urk.
9
/12/312-313 S. 2
). Am 6. September 2007 fand eine erste
kreisärztliche Untersu
chung statt, bei der die Durchführung eines Arbeitsversuchs ab 17. Sep
tember 2007 mit leichter Arbeit halbtags (25%ige Arbeitsfähigkeit) postuliert wurde (Urk.
9
/12/202-205
S. 3), der jedoch scheiterte (Urk. 9
/12/201). Am 2. Oktober 2007 wurde der Versicherte in der
F._
untersucht. Mit Bericht vom 18. Oktober 2007 diagnostizierten die verantwortlichen Ärzte ein chronisches
thorakolumbovertebrales
Syndrom links (bei/mit Arbeitsunfall mit LWK1
Fraktur am 17. April 2007, muskulärer
Dys
bala
nce
und
Schonhaltung) und hielten fest, die anlässlich der Untersuchung beklagten Schmerzen tieflumbal
und teilweise
thorakolumbal
sei
en am ehesten Ausdruck der längeren Ruhigstellung mittels 3-Punkte-Korsett, der
Schon
haltung
und der muskulären
Dysbalance
. Der Beschwerdeführer zeige bei der funktionellen Untersuchung eine erhebliche Schonhaltung und
Selbst
limi
tierung
. Hinweise für eine
radikuläre
Sympto
matik fänden sich nicht. Die in
ter
mittierende, nur wenige Minuten dauern
de Schwäche im linken Bein beur
teilten
sie im Rahmen der Schmerzproblema
tik und der Schonhaltung (Urk. 9
/12/279
28
2 S. 1 f.
).
Vom 7. November bis 22. Dezember 2007 weilte der
Versicherte zur
arbeits
spezifi
schen
Rehabilitation in der
F._
, wo unter anderem eine Eva
luation der funktionellen Leistungs
fähigkeit stattfand (vgl. Urk. 9/12/207-218). Mit Be
richt vom 3. Januar 2008 an den Hausarzt Dr.
E._
wurden die Diagnosen eines chronischen
thorakolumbovertebralen
Synd
roms linksbetont (bei/mit
Schon
hal
tung
, muskulärer
Dysbalance
und
Dekondit
ionierung
, Fac
ettensyndrom
L5/S1 und
Arbeitsunfall mit LWK1-Fraktur am 17
. April 2007) sowie einer
An
passungs
störung
gestellt (Urk. 9
/12/207
-209 S. 1). Die Leistungsbereitschaft des Beschwerdeführers
wurde als fraglich beurteilt
,
wobei die Beobachtungen bei den Tests
auf ei
ne Selbstlimitierung hinweisen würden. Der Abbruch de
r Testungen sei praktisch durch
wegs aufgrund von Schmerzen erfolgt, wobei in den meisten Fällen vom Tester keine relevanten funktionell nachvollziehbare
n Zeichen, die einen Abbruch gerecht
fertigt hätten, beobachtet worden seien. Die Konsistenz bei den Tests war laut Bericht mässig, die Selbsteinschätzung des
Beschwerdeführers
habe unter den gezeigten Leistungen gelegen und die klinischen Befunde hät
ten nicht mit den gezeigten Lei
stungen übereingestim
mt (Urk. 9/12/207-209 S. 2
). Als Bauarbeiter sei
der Patient zu 100 % arbeits
un
fähig, da die meisten baustellenspezifischen Tätigkeiten (wie schweres Heben, Tragen, Ziehen/Schieben, langes Arbeiten in vorgeneigter Position, Vibration) dessen Belastbarkeit momentan bei weitem übersteigen würden. Ab 3. Januar 2008 sei er jedoch für eine lei
chte Tätigkeit zu 100 % arbeits
fähig, wobei er von
einer Wechselbelastung mit Stehen und Gehen profitieren würde
(Urk.
9
/12/20
7
209 S. 3
).
3.3
Am 14. Februar 2008 fand eine weitere kreisärztliche Untersuchung statt. Dem diesbezüglichen Bericht von Dr. med.
G._
, Facharzt für Chirurgie, vom glei
chen Tag ist zu entnehmen, dass auf der am 6. September 2007 angefertigten Röntgenaufnahme der LWS eine keilförmige Deformierung des 1. LWK mit einem
Kyphosewinkel
von 24° erkennbar sei. Die am 20. November 2007 in der
F._
angefertigten Funktionsaufnahmen der LWS lägen zwar nicht vor, dem Befundbericht zufolge bestünden jedoch keine Anhaltspunkte für Instabilität (Urk.
9
/12/1
89-192 S. 3
). Die Rückkehr des Versicherten in die Tätigkeit als Maurer sei zumindest fraglich. Dessen momentaner Zust
and lasse auch einen therapeuti
schen Arbeitsversuch von vornherein als erf
olglos erscheinen. Unter Berück
sichtigung des erfolglosen Resultats nach mehr als sechswöchiger
a
rbeits
spezifi
scher
Rehabilitation in der
F._
und nach der h
eutigen
kreis
ärztlichen
Untersu
chung sei davon auszugehen, dass beim Versiche
rten kein wei
teres Rehabilitati
ons- und Reintegrationspotent
ial vorhanden sei (Urk. 9/12/189-192 S. 4
).
3.4
Am 5. März 2008 wurde
der Beschwerdeführer
im
H._
, Klinik für Ohren-, Nasen-, Hals- und Gesichtschirurgie, Neurologische Poliklinik, Psychiatrische Poliklinik
,
untersucht. Laut gleichentags verfasstem Bericht sollen bei einem
blanden
neuro-
otologischen
Status
sowie
blanden
apparativen
Vesti
bularisprüfungen
keine Hinweise für eine z
entrale oder peripher-
vestibulä
re
Störung vorgelegen haben. Aufgrund der Anamnese und
der klinischen Befunde interpre
tierten die verantwortl
ichen Ärzte den vom Beschwerdeführer
beklagten Schwindel als einen
orthostatischen
Schwindel im Rahmen von Kreislaufregu
lierungsstörungen. Betreffend die
geschilderten Kopf
schmerzen bestehe der Verdacht auf eine posttraumatische Migräne (drückende Kopfschmerzen mit
Lichtempfind
lichkeit, Rückzugstendenz und vege
tativer Symptomatik;
[
Urk. 9
/12/172-17
4
S. 3]
).
3.5
Der Hausarzt Dr.
E._
diagnostizierte mit Bericht vom 17. November 2008 an die IV-Stelle ein chronisches
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom bei Sta
tus nach LWK1-Kompressionsfraktur am 17. April 2007, konservativ behandelt mit persistierenden Schmerzen im Bereich der ehemaligen Frakturzonen, sodann klinisch eine
Dekonditionierung
und eine lumbale Haltungsinsuffizienz, und darüber hinaus eine muskuläre
Dysbalance
, eine Adipositas I. Grades sowie eventuell
ein somatogenes Schmerzsyndrom
. Trotz intensiv
er physiothera
peutischer Behand
lung und medikamentöser Therapie würden
die Schmerzen des Patienten per
sistieren. Entsprechend fühle
sich
dieser ausser Stande, die verschiedentlic
h postulierte 100%ige Arbeitstätigkeit aufzuneh
men. Eine bereits sehr frühzeitig vorgeschlagene
und eingeleitete psychothera
peut
i
sche Behand
lung habe der Beschwerdeführer ausgeschlagen, da dieser seine Schmer
zen nicht als psychogen taxiere. Aktuell find
e eine schmerztherapeutische Behand
l
ung am
H._
statt. Betreffend die Arbeitsfähigkeit seien keine sicheren Anga
ben möglich (
Urk. 9/17/2-5 S. 1 f.)
. Am 1. Dezem
ber 2008 führte Dr.
E._
ergän
zend an, anlässlich der letzten Untersuchung vor drei Tagen habe ihm
der Pati
ent glaubwürdig dargelegt, dass er angesichts seiner Beschwerden nicht mehr arbeite
n könne; er sehe keine therapeutischen Möglichkei
ten mehr, welche dem Patienten in irgendwelcher Fo
rm wei
terhelfen könnten (Urk. 9
/18).
3.6
Das Schmerzambulatorium am
I._
des
H._
erläuterte der IV-Stelle am 12. Dezember 2008, der
Beschwerdeführer
habe lediglich drei Schmerzbehandlungen absolviert, wei
tere seien nicht vorgesehen. Zur Arbeits
fähigkeit des Patienten könne man nicht Stellung beziehen (Urk.
9
/20/6). Mit B
ericht vom 19. November 2008 in
formierte das Schmerzambulatorium Dr.
E._
, dass dem
Beschwerdeführer zur Behandlung der Schmerzen ein
Thera
pie
kon
zept
mit drei Ebenen (medikamen
tös, physiotherapeutisch,
inter
ventionell
) vorgeschlagen worden sei. Offenbar habe sich dieser bisher von beinahe allen behandelnden Ärzten nicht oder falsch verstanden gefühlt. Auch das Vertrauen in die Behandlungsansätze des Schmerz
am
bulatoriums sei eher marginal, des
wegen wolle der Versicherte sich momentan nicht weiter
behan
deln lassen (Urk. 8/19
).
3.7
Dem ärztlichen Zeugnis
von
Dr.
med.
J._
, Fachärztin FMH für Physikalische Medizin und Rehabilitation,
zu
Handen
des Rechtsvertreters des
Beschwerde
führers vom 7. Au
gust 2009 sind die Diagno
sen eines chronischen
lumbospon
dylogenen
Syndroms (bei Status nach LWK
-
1-Kompressionsfrak
tur April 2007, medianer Diskus
hernie L3/4,
Protrusion
L4/5,
Spondylarthrose
L4/S1, insbe
son
dere L5/S1) sowie einer
Femoropatellararthro
se
beidseits und einer post
traumatischen Belastungs
störung zu entnehmen. Es handle sich um
chroni
fizierte
Rückenschmerzen nach LWK
1-Kompressionsfraktur mit ver
zö
ger
ter Heilung, wobei ein MRI vom Februa
r 2009 immer noch ein
Spongyose
ödem
im LWK1 als Ausdruck einer noch nicht vollständig
ossär
konsolidierten Fraktur zeige. Nach erneutem MRI der LWS vo
m 29. Juli 2009 sei davon auszugehen, dass die Frak
tur vollständig
ossär
konsolidiert sei. Es bestehe allerdings ein Keilwirbel LWK 1, der sicherlich zur konse
kutiven Über
belastung der dista
len Segmente führe. Die ausgeprägten degenerativen Ver
ände
rungen der LWS seien unfall
fremd, bestünden praktisch an allen lumbalen Segmenten mit diskreten
Osteochondrosen
und nach distal zunehmenden
Spondylarthrosen
. Der Patient sei bis zum Unfallereignis bezüglich Rückenschmerzen beschwerdef
rei gewesen. Ge
genüber dem MRI-Befund vom Februar 2009 sei neu eine Diskushernie L3/4 aufgetreten und die
Protrusion
L4/5 bestehe unverändert; beide führten jedoch radiologisch wie auch neur
ologisch zu keiner Nervenwurzel
kompression. Der Patient klage über belastungsabhängige Schmerzen im Lendenbereich mit Aus
strahlung ins linke Bein bis zur Grosszehe, verbunden mit
Dysästhesien
, die am ehesten auf die sehr
fortgeschrittenen
Spondylarthro
sen
L5/S1 beidseits zurück
zuführen seien. Zurzeit bestünden keine Hinw
eise auf eine neurogene Beteili
gung und zwar weder infolge der Diskushernie noch der
Protrusion
. Der
Beschwer
deführer
beziehe zu 70 % eine Arbeitslosenentschädigung bei einer Rente der SUVA von 30 %. Die Arbeitsfähigkeit für ausschliesslich
rücken
adap
tierte
Tätigkeiten betrage 6
0 % bei halber Berentung (Urk. 9/53/14-15
).
4.
4.1
In Umsetzung des Urteils des hiesigen Gerichts vom 3
1.
Mai 2011 veranlasste die Beschwerdegegnerin die Begutachtung des Beschwerdeführers durch das
Y._
(
Urk.
9/82). Gestützt auf die Ergebnisse der internistischen, orthopädischen und psychiatrischen Untersuchung stellten die Gutachter in ihrer Expertise vom 18. Juni 2012 (
Urk.
9/85) folgende
,
sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirkende Diagnosen (S. 21):
1.
Chronisches
thorako
- und
lumbovertebrales
Schmerzsyndrom ohne
radikuläre
Symptomatik (ICD-10 M54.6/M54.5/T91.1)
Status nach LWK-1-Kompressionsfraktur am 1
7.
April 2007 im Rahmen eines Arbeitsunfalls
radiologisch Keilwirbelbildung LWK 1 ohne Hinweis für Instabilität, Neurokompression oder
höhergradige
Degeneration (Röntgen 20. No
vember 2007, MRI
4.
Februar 2009 und CT 2
9.
Juli 2009)
2.
Verdacht auf degenerative Veränderungen
femoropatellär
beidseits
(ICD-10 M17.0)
reizlose, sym
metrisch frei bewegliche Kniegelenke ohne Hinweise für eine Meniskusläsion
3.
Orthostatische
Kreislaufbeschwerden (ICD-10 I95.1)
Als ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit beurteilten sie folgende Diagnosen (S. 21):
1.
Metabolisches Syndrom
hochgradiger Verdacht auf Diabetes mellitus Typ II bei HbA1c von aktuell 7.7
%
(ICD-10 E11.9)
Dyslipidämie
, unbehandelt (ICD-10 E78.2)
Adipositas (BMI 30 kg/m
2
, ICD-10 E66.0)
Verdacht auf arterielle Hypertonie
2.
Fortgesetzter Nikotinkonsum, schädlicher Gebrauch (ICD-10 F17.1)
Die internistische Untersuchung habe – so PD
Dr.
med.
K._
, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin – das Bild
eines
63-jährigen Versicherten in ordentlichem Allgemeinzustand ergeben. Herzau
skultation und -
palpation seien
unauffällig und es liege eine normale Atemfrequen
z vor. Motorische Defizite seien
keine zu beobachten (S. 10 f.). Aus internistischer Sicht
würden
die leichte Adipositas
und der Diabetes mellitus Typ II
zu keiner Eins
chränkung der Arbeitsfähigkeit führen. Im
Orthostaseversuch
habe ein grenzwertiger Blutdruckabfall systolisch von 170 auf 150
mmHg
festgestellt werden können, was möglicherweise die Beschwerden des
Versicherten
beim Aufstehen mit Ver
spüren von
ungerichtetem
Schwindel und Falltendenz nach vorne zu erklären vermöge. Aufg
rund dessen
sollte der
Beschwerdeführer
keine
sturzge
fährdenden
Tätigkeiten ausüben (S. 22).
Dr.
med.
L._
, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie, berichtete in seinem orthopädischen Fachgutachten,
der Beschwerdeführer bitte darum, anlässlich der Untersuchung stehen zu dürfen
,
und verharre die längste Zeit in dieser Position. Er erhebe sich in schwerfälliger, demonstrativ wirkender Art vom Stuhl, wobei er
– wie auch im
Stehen und Gehen
–
immer wieder die Zähne zusammenbeisse. Das Entkleiden in ausschliesslicher stehender Position gelinge flüssig, jedoch mit schmerzverzerrtem Gesichtsausdruck. Auch das Ankleiden im Stehen gelinge ohne sichtbare Einschränkung. Beim Verlassen des Instituts könne der Beschwerdeführer dabei beobachtet werden, wie er flüssig und durchaus zügig im Wechselschritt treppab gehe
(S. 15 f.)
.
Die vom Beschwer
deführer beklagten, sehr diffusen Beschwerden – so der orthopädische Gutachter weiter – würden sich nicht durch die klinischen und radiologischen Befunde begründen lassen. Nachvollziehbar seien die Restbeschwerden nach LWK
-
1-Frak
tur
, jedoch nicht die grossflächig angegebenen
thorakolumbalen
und in der Beckenregion vorkommenden Beschwerden mit Ausstrahlung bis in die
Gross
zehe
. Die deutlichen Inkonsistenzen, das offensichtlich weitgehend fehlen
de Ansprechen auf immer wieder durchgeführte konservative
Therapie
mass
nahmen
sowie die langdauernde körperliche Schonung könnten als Hin
weis für eine massive nicht-organische Beschwerdekomponente angesehen werden. Zudem komme nicht klar zum Ausdruck, wie gross der Leidensdruck durch die soma
tischen Beschwerden effektiv sei. Am Ende der ausführlichen Unter
suchung habe der Beschwerdeführer zumindest über keinen besonderen
Schmerz
zuwachs
geklagt. Aus orthopädischer
Sicht bestehe für die ange
stammte wie auch für jede körperlich schwere Tätigkeit eine
100%ige
Arbeits
unfähigkeit.
In einer körperlich leichten bis mittelschweren, wechselbelastenden Tätigkeit ohne wiederholtes Heben und Tragen von Lasten über 15 Kilogramm sowie ohne häufiges Bücken und Überwinden von Treppen und Leitern bei Vermeidung von knienden und hockenden Positionen sei eine zeitlich und leistungsmässig uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit ausgewiesen (S. 18 f.).
Dem psychiatrischen Teilgutachten von
Dr.
med.
A._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, kann entnommen werden, dass
der Beschwer
deführer einen wachen und aktiven Eindruck machte. Seine Stimmung sei ausgeglichen gewesen und er habe sich besonders über das Verhalten seines ehemaligen Vorgesetzten beklagt. Er habe schnell und viel gesprochen. Der Antrieb sei unauffällig gewesen. Er habe einen guten affektiven Kontakt zum Gutachter und zur Dolmetscherin aufgenommen und sei zeitlich, örtlich, situativ und zur eigenen Person gut orientiert gewesen. Während der ganzen Unter
suchung habe der Beschwerdeführer nie ein Zeichen von Konzen
trations
schwäche gezeigt. Merkfähigkeit und Gedächtnisleistungen seien zudem intakt
gewesen. Er habe über keine Ängst
e oder Phobien berichtet (S. 12
f.).
Dr.
A._
führte weiter aus, der Beschwerdeführer habe einzig während seines Aufenthalts in der
F._
ein Gespräch mit einem Psychologen gehabt. Ansonsten habe keine psychiatrische
oder
psychopharmakologische
Behandlung stattge
funden.
Der Versicherte gestalte seinen Tag aktiv und unternehme zahlreiche Spazier
gänge oder treffe sich mit Kollegen in Restaurants. Er mache einen energischen Eindruck und zeige eine lebhafte Mimik und Gestik.
Eine psy
chiatrische Diagnose könne nicht gestellt werden. Aus psychiatrischer Sicht bestehe daher keine
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
(S.
13).
Zur Frage der Arbeitsfähigkeit führten die beteiligten Spezialärzte zusammen
fassend aus, aus interdisziplinärer Sicht sei dem Beschwerdeführer
die Aus
übung einer körperlich
schweren Tätigkeit nicht zumutbar. Für
behinderungs
angepasste
, körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeiten bestehe eine unein
geschränkte Arbeitsfähigkeit (S. 22).
4.2
Nachdem der Beschwerdeführer Einwand
erhoben und im Wesentlichen eine bloss
zehn Minuten dauernde
psychiatrische Begutachtung und die fehlende
Ein
holung fremdanamnestischer Auskünfte
gerügt hatte
(
Urk.
9/92 und
Urk.
9/95
)
, führten die
Y._
-Gutachter
hiezu
in ihrer ergänzenden Stellung
nahme vom 2
4.
Dezember 2012 aus,
es habe eine eingehende psy
chiatri
sche Untersuchung stattgefunden. Es seien eine ausführliche Anam
nese wie auch ein differenzierter psychopathologischer Befund erhoben und der Tagesablauf sei mit dem Beschwerdeführer besprochen worden. Der psychiatrische Untersucher müss
t
e daher über hellseherische Fähigkeiten verfügen, sofern er innerhalb von zehn Minuten einen Psychostatus und eine ausführliche Anamnese erheben könnte. Es seien zudem keine Hinweise ersichtlich gewesen, dass der Beschwer
deführer aufgrund einer psychiatrischen Störung nicht
in der Lage gewesen sei
, sich detailliert über sich und seinen Lebensvollzug zu äussern respektive klare Angaben zu seinem Leben zu machen. Die Erhebung einer Fremdanamnese sei daher nicht erforderlich gewesen (
Urk.
9/97).
4.3
Dr.
med.
Z._
stellte
in seinem versicherungspsychiatrischen Gutachten vom 1
4.
März 2013
(Urk. 9/103) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeits
fähigkeit
(S. 19):
1.
Mittelschwere Depression (ICD-10 F32.1)
Beginn wahrscheinlich erst nach Mai 2012 (
Y._
-Gutachten)
2.
Posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1)
nach subjektiv lebensgefährlichem Arbeitsunfall am 1
7.
April 2007
noch
leichtgradig
ausgeprägt
3.
Chronische Schmerzstörung m
it somatischen und psychischen
Faktoren (ICD-10 F45.41), seit 2007
mit Dauerschmerzen im LWS-/Sakralbereich von NRS (numerische Rating-Skala) 3 bis NRS 10, meist bei NRS 4-5
Dr.
Z._
führte aus, der Beschwerdeführer wechsle alle zehn Minuten von einer sitzenden in eine stehe
nde
Position. Er mache dies unauffällig und ohne demonstratives Gebaren und reagiere abwehrend auf das Angebot, einen bequemeren Stuhl aufzustellen.
Er sei bewusstseinsklar und voll orientiert. Klinisch seien keine alltagsrelevanten Störungen der Konzentration feststellbar und das Gedächtnis sei fassbar. Der Beschwerdeführer wirke
besonnen und
etwas langsam. Krankhafte Auffälligkeiten seien im formalen Denken nicht ersichtlich. Er
scheine
bedrückt und in der Schwingungsfähigkeit eingeschränkt. Es sei auch durch Fragen nach den Enkeln keine Freude aktivierbar. Im Verlauf des Gesprächs wirke er zunehmend gereizt und unruhig. In der Schilderung seines Unfalls sei er emotional stark berührt, was zu einer posttraumatischen Belastungsstörung passe (S. 12 f.).
Dr.
Z._
berichtete
weiter
, beim Beschwerdeführer würde die Arbeitsfähigkeit durch die bewegungsabhängigen Schmerzen und die mittelschwere Depression gleichermassen eingeschränkt. Die Schmerzen würden das Aktivitätsniveau im Alltag erheblich einschränken. Die Depression beeinträchtige Antrieb, Motivation und Willenskraft. Dazu würden die indirekten Auswirkungen der Depression und der posttraumatischen Belastungsstörung treten. Angst und Depression hätten eine schwächende Wirkung auf die zur willentlichen Schmerzüberwindung nötigen Willenskräfte. Die
bisherige
Tät
igkeit sei dem Beschwerdeführer
nicht mehr zumutbar.
Die Anwesenheit auf einer Baustelle würde die Aktivierung der traumatischen Erfahrung bewirken, mit der der Beschwerdeführer nicht umgehen könne. Die Ausübung einer
körperlich
einfachen, wechselbelastenden Tätigkeit im Büro sei dem Beschwerdeführer
hingegen
während drei
Stunden täglich möglich (S. 21
f.).
4.4
Zum Gutachten von
Dr.
Z._
äusserten sich die
Y._
-Experten am 1
2.
Juni 201
3.
Sie führten aus, sie hätten die von
Dr.
Z._
getroffenen
Feststellungen nicht erheben können. Während der Beschwerdeführer über den Unfall gesprochen habe,
sei er ruhig geblieben, habe nicht gezittert und von keinen Ängsten berichtet. Er habe zudem nicht von angstbesetzten Träumen oder von Flashbacks erzählt. Hinweise auf eine posttraumatische Belastungsstörung seien daher keine ersichtlich gewesen. Der Beschwerdeführer pflege gute soziale Kontakte, freue sich am Zusammensein mit seinen Enkelkindern und sei in der Lage, Auto zu fahren. Diese Lebensgestaltung sei auch nicht mit einer mittelgradigen
depressiven Störung vereinbar (
Urk.
9/106 S. 2).
Es sei schon möglich, dass die geklagten Schmerzen psychisch
leichtgradig
überlagert seien. Diese Überlagerung sei jedoch
geringgradig
ausgeprägt, da sich
der Beschwerdeführer trotz seiner Schmerzen in der Lage sehe, einer
voll
zeitlichen
adaptierten Tätigkeit nachzugehen. Auch eine möglicherweise bestehende
somatoforme
Schmerzstörung
habe
keinen Einfluss auf die Arbeits
fähigkeit, da keine psychiatrische Komorbidität, kein sozialer Rückzug und keine Hinweise auf innerseelische Konflikte vorliegen würden. Sie würden daher auch vor dem Hintergrund des Gutachtens von
Dr.
Z._
an ihren in der Expertise vom 1
8.
Juni 2012 gezogenen Schlussfolgerungen festhalten (Urk. 9/106 S. 3).
5.
5.1
Nach Lage der medizinischen Akten ist erstellt und unbestritten, dass der Beschwerdeführer aus somatischer Sicht in einer körperlich schweren Arbeit
wie der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Maurer
-
nicht mehr arbeitsfähig ist. Ausgewiesen und vom Beschwerdeführer auch nicht bestritten ist sodann, dass ihm aus rein somatischen Gründen eine behinderungsangepasste, körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeit zu 100
%
zumutbar ist (
vgl. E. 5.3
nach
folgend sowie
Urk.
9/
60 S. 8 und
Urk.
9/85 S. 22).
Zu prüfen bleibt damit, ob der Beschwerdeführer aus psychischen Gründen in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt ist.
5.2
D
em
Y._
-Gutachten (Expertise vom 1
8.
Juni 2012 [Urk. 9/85]) kann ent
nommen werden, d
ass
der Beschwerdeführer
aus psychischer Sicht
unter keiner
Erkrankung leidet (S. 13 und S. 21). Demgegenüber diagnostizierte Dr.
Z._
im Gutachten vom 1
4.
März 2013 (
Urk.
9/103) eine mittelschwere Depression (ICD-10 F32.1), eine posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1) und eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41; S. 19).
Dr.
Z._
hielt den Beschwerdeführer einzig
in einer körperlichen leichten, wechselbelastenden Tätigkeit für drei Stunden täglich arbeitsfähig (S. 22).
5.3
Da
s
auf einlässlichen internistischen, orthopädischen und psychiatrischen Unter
suchungen beruhende, die medizinischen
Vorakten
sowie die geklagten Beschwerden berücksichtigende
Gutachten des
Y._
vom 1
8.
Juni 2012 (Urk.
9/85) samt
den
in Auseinandersetzung mit dem Privatgutachten von Dr.
Z._
erfolgten eingehenden
Ergänzun
gen vom 2
4.
Dezember 2012 (Urk.
9/97) und 12.
Juni 2013 (
Urk.
9/106
)
entspricht den
rechtsprechungs
gemässen
Anforderungen an eine beweiskräftige medizinische
Entscheidungs
grundlage
(vgl. E. 1.
4
hievor
). Nach einleuchtender Darlegung der medizinischen Zusammenhänge gelangten die Experten zur begründeten
Schlussfolge
rung, dass
dem Beschwerdeführer
aus psychiatrischer Sicht
mangels psychopatho
logischer Symptome die bisherige Arbeit zu 100
%
zuzumuten sei und aus
somatischer Sicht eine volle Arbeitsfähigkeit
in angepasster Tätigkeit bestehe
.
5.4
Was das Vorbringen des Beschwerdeführers, die Begutachtung habe lediglich zehn Minuten gedauert (
Urk.
1 S. 4), betrifft, ist darauf hinzuweisen, dass praxisgemäss nicht die Dauer einer Exploration, sondern der Inhal
t des Gutachtens massgebend ist. Ein genereller Zeitrahmen für die durchgeführte psychiatrische Untersuchung lässt sich somit nicht allgemein gültig definieren. Der zu betreibende Zeitaufwand muss jedoch der Fragestellung und der zu beurteilenden Psychopathologie angemessen sein. Für die Annahme, dass dies nicht zutreffen soll, liegen keine Anhaltspunkte vor, zumal der Gutachter wesentliche unbestrittene Angaben (etwa betreffend Biographie, Familien- und Berufsanamnese) den
Vorakten
entnehmen konnte
und keine Hinweise dafür bestehen, dass er bei der Exploration nicht fachgerecht oder ausreichend gründlich vorgegangen ist
(vgl. Urteile des Bundesge
richts 9C_811/2010 vom 16. Februar 2011 E. 4.2.1 und 8C_639/2011 vom 5. Januar 201
2
E. 4.3.1 je mit weiteren Hinweisen).
Gegen die Angabe des Beschwerdeführers, die Exploration habe lediglich zehn Minuten gedauert, spricht ausserdem die umfassende Dar
stellun
g der Anamnese sowie die adäquate
psychopathologische
Befund
be
schreibung
.
Was die Wahl der Untersuchungsmethoden betrifft,
kommt
dem Gutachter recht
sprechungsgemäss
ein weiter Ermessen
s
spielraum zu. Es ist daher
– was auch im vorliegenden Fall zutrifft (vgl.
Urk.
9/97) –
nicht zwingend notwendig, dass der (psychiatrische) Gutachter fremdanamnestische Angaben einholt (Urteile des Bundesgerichts 8C_639/2011 vom 5. Januar 201
2
E. 4.3.2 und 8C_768/2012 vom 2
4.
Januar 2013 E. 3 je mit weiterem Hinweis).
5.5
5.5.1
Das Parteigutachten von
Dr.
Z._
stellt die Beweiskraft der
Y._
-Expertise nicht in Frage. Gegenüber
Dr.
Z._
erwähnt
e
der Beschwerdeführer bezüglich des Unfalls vom 1
7.
April 2007
, er habe Todesangst gehabt. Er sei fünf Meter nach unten durchgebrochen und hart auf dem darunter liegenden Betonboden aufgeprallt.
Er habe einen Kollegen aufgefordert, Hilfe zu holen respektive die Ambulanz zu alarmieren. Dieser sei seiner Bitte aber nicht nachgekommen und er sei weiterhin am Boden der Tiefgarage festgesessen. Die anderen Arbeiter hätten mit Aufräumarbeiten begonnen, um den Unfall zu vertuschen. Nachdem er zehn Minuten am Unfallort gewartet habe, habe er sich ohne fremde Hilfe etwa 120 Meter nach draussen geschleppt. Dies habe circa 40 Minuten gedauert.
Er träume heute noch vom Unfall, insbesondere wie sich Armierungseisen in seinen Körper bohren oder ihm rote Ziegelsteine auf den Kopf fallen würden.
Fast jeden Tag habe er Bilder vom Unfall vor seinen Augen. Wenn er spazieren gehe und eine Baustelle sehe, habe er Mühe, daran vorbei zu
laufen (
Urk.
9/103 S. 4).
5.5.2
Aus den weiteren Akten gehen
keine damit übereinstimmenden
Unfallschilde
rungen hervor.
So machte der Beschwerdeführer w
eder anlässlich der Begut
achtung im
Y._
noch gegenüber den behandelnden Ärzten
A
ngaben solcher
Art.
Nicht nachvollziehbar ist, weshalb der Beschwerdeführer bislang
ein für
ihn dermassen
eindrückliches Unfallereignis und die jetzt noch bestehenden Angstzustände unerwähnt liess. Es kann
daher
nicht ausgeschlossen werden, dass der Beschwerdeführer diese Angaben zur Verdeutlichung
seines Leidens machte, fand die Begutachtung durch
Dr.
Z._
doch im Anschluss an den
Erlass des
negativen Vorbescheid
s
statt. Im Übrigen finden sie auch in den im April und Mai 2007 durchgeführten polizeilichen Befragungen von
M._
und
N._
und im Polizeirapport vom
4.
Juni 2007 keine
n Halt
(Urk. 9/12/219-262)
.
Seine
Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung stützte
Dr.
Z._
damit auf zumindest fragwürdige Angaben des Beschwer
deführers, weshalb seine Beu
rteilung nicht als
hinlänglich
nachvoll
ziehbar
erscheint.
Der Gutachter verzichtete
zudem auf eine kritische Auseinan
der
setzung
mit den aufgezeigten Unstimmigkeiten
und unterliess eine ent
sprechende Nachfrage beim Beschwerdeführer,
was auch damit begründet sein kann, dass dem
Experten
nicht die gesamten Akten vorlagen (
Urk.
9/103 S. 2). Im Übrigen
kan
n dem Unfall vom 1
7.
April 2007
eine gewisse Eindrücklichkeit
zwar
nicht abgesprochen
,
mit einem traumatisier
enden
Ereignis von ausser
gewöhnlicher Schwere aber nicht gleichgesetzt werden. Denn
hiezu
gehören eine durch Naturereignisse oder von Menschen verursachte Katastrophe, eine Kampf
handlung, ein schwerer Unfall oder Zeuge des gewaltsamen Todes anderer oder selbst Opfer von Folterung, Terrorismus, Vergewaltigung oder anderen Verbrechen zu sein (
Dilling
/
Mombour
/Schmidt [Hrsg.], Internationale Klassifikation psychischer Störungen, ICD-10 Kapitel V [F],
9.
Auflage, Bern 2014, S.
207
f.
).
Anlässlich seines Arbeitsversuches
kehrte der Beschwerdeführer zudem an
einen
traumabezogenen
Ort zurück und musste die Arbeit nach zwei Stunden einzig wegen Schmerzen aufgeben (
Urk.
9/85 S. 11).
In Überein
stimmung damit konnte während
des stationären Aufenthalts in der
F._
vom 7. November bis 22. Dezember 2007 von den psychiatrischen Fachärzten die entsprechende Diagnose nicht erhoben werden und es wurde keine psychiatrische Behandlung empfohlen (
Urk.
9/12/207-218 S. 2 f.).
Auch der Kreisarzt
Dr
. G._
und der
Hausarzt
Dr.
E._
, die beide
über keinen
Fach
arzttitel in Psychiatrie verfügen
,
konnte
n ihre
(bzw. durch Kreisarzt
Dr.
med.
O._
)
anfänglich gestellte
(Verdachts
-
)D
iagnose
(Urk.
9/12/304-307 S.
3 und
Urk.
9/12/320) am
1
4.
Februar respektive
2
8.
April 2008 (
Urk. 9/12/189-192 und
Urk.
9/12/171)
und damit
mehr als
sechs Monate vor der Geltendmachung eines Leistungsanspruchs bei der Invalidenversicherung (
Urk.
9/9)
-
nicht bestätigen
.
Ausserdem
unterzog sich der Beschwerdeführer bis anhin keiner adäquaten psychiatrischen Behandlung, wobei diesbezüglich nicht auf eine fehlende Krankheitseinsicht geschlossen werden kann. Denn das durch
Dr.
Z._
erhobene
psychische Krankheitsbild ist durch keine fehlende Krankheitseinsicht geprägt, was sich auch darin zeigt, dass der Beschwer
deführer keiner Arbeit mehr nachgeht.
Bezüglich die von
Dr.
Z._
zusätzlich gestellte Diagnose einer
mittelgradig depressiven Episode gemäss ICD-10 F32.1
– die von ihm nebst den
bewegungs
abhängigen
Schmerzen als zur Hauptsache auf die Arbeitsfähigkeit ein
schränkende Symptomatik beurteilt wird (
Urk.
9/103 S. 21) –
bleibt anzu
merken,
dass selbst mittelgradige depressive Episode
n
praxisgemäss
regel
mässig als keine von depressiven Verstimmungszuständen klar unter
scheidbare andauernde Depression im Sinne eines verselbständigten
Gesund
heitsschadens
betrach
tet werden, die es der betroffenen Person verun
möglichten, die Folgen der bestehenden Schmerzproblematik zu überwinden
(vgl. etwa Urteil des Bun
des
gerichts 8C_213/2012 vom 1
3.
April 2012 E. 3.2 mit Hinweis).
Widersprüchliches ergibt sich
sodann aus dem Gutachten hinsichtlich
der chro
nischen Schmerzstörung. Einerseits
berichtete
Dr.
Z._
, dass der Beschwer
deführer
gluteal
zeitweilig schmerzfrei sei, weshalb keine Störung nach ICD-10 F45.41 vorliege (
Urk.
9/103 S.
18), andererseits führte er das
betreffende
Leiden
als Diagnose an (
Urk.
9/103 S. 19). Wie es sich genau damit verhält, kann jedoch offen bleiben
. Denn
rechtsprechungsgemäss
besteht die Vermutung, dass die entsprechende Erkrankung oder ihre Folgen mit einer zumutbaren
Willens
anstrengung
überwindbar sind (
BGE
130 V 352). Bestimmte Umstände, welche die Schmerzbewältigung intensiv und konstant behindern und den
Wieder
einstieg
in den Arbeitsprozess damit unzumutbar machen, sind aus den Akten nicht ersichtlich und werden auch vom Gutachter
Dr.
Z._
nicht geltend gemacht (
Urk.
9/103 S. 26).
5.6
Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass sich aus dem Privatgutachten von
Dr.
Z._
vom 1
4.
März 2013
keine invalidenversicherungsrechtlich relevante Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ergibt
und es
damit nicht geeignet
ist
, die Schlussfolgerung der
Y._
-Experten in Frage zu stellen
.
Diesbezüglich ist zu ergänzen, dass eine fachärztlich festgestellte psychische Krankheit nicht
ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität ist. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein (BGE 136 V 279 E. 3.2.1).
Gestützt auf das Gutachten des
Y._
vom 1
8.
Juni 2012 und die
einlässlichen Stellungnahmen
vom 24. Dezember 2012 und 1
2.
Juni 2013
zum Gutachten von
Dr.
Z._
ist damit von einer vollständigen Arbeitsfähigkeit des Beschwer
deführers in einer angepassten Tätigkeit auszugehen.
6.
Der von der Beschwerdegegnerin durchgeführte Einkommensvergleich blieb beschwerdeweise unbestritten und ist insoweit nicht zu beanstanden, als die Verwaltung bei der Berechnung des
Valideneinkommens
auf die von der Unfallversicherung ermittelten Zahlen abstellte (
Urk.
9/4 S. 2
)
und die regel
mässig geleisteten Überstunden – wie im Einwand vom 2
5.
Juni 2009 gefordert (
Urk.
9/41 S. 3) – berücksichtigte.
Hinsichtlich des Invalideneinkommens stellte die Beschwerdegegnerin ebenfalls zu Recht auf den LSE-Tabellenlohn für mit einfachen und repetitiven Tätigkeiten im privaten Sektor beschäftigte Männer ab und gewährte einen angemessenen leidensbedingten Abzug von 20
%
vom Tabellenlohn. I
m für den Einkommensvergleich massgebenden Jahr 2008 resul
tiert damit bei einem Invalideneinkommen von
Fr.
47
‘
983
.-- (
Fr.
4‘806.-- x 41.6 / 40 x 12 x 0.8) im Vergleich zum
Valideneinkommen
von Fr. 73‘738.-- eine Erwerbseinbusse von
Fr.
25‘755
.--, was einem rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von gerundet
35
%
entspricht (zur Rundung: BGE 130 V 121 E.
3.2).
Die angefochtene Verfügung ist somit nicht zu beanstanden, was zur Ab
weisung der Beschwerde führt.
7.
7.1
Der Beschwerdeführer beantragt, es seien der Beschwerdegegnerin die Kosten für das Privatgutachten von
Dr.
Z._
vom 1
4.
März 2013 in Höhe von Fr. 4‘020.-- aufzuerlegen (
Urk.
1 S. 7).
Vorliegend war der medizinische Sachverhalt in Bezug auf die psychischen Einschränkungen aufgrund des
Y._
-Gutachtens bereits genügend geklärt und es kommt der Expertise von
Dr.
Z._
keine massgebende Bedeutung zu. Denn sie war weder für die
Entscheidfindung
notwendig, noch stellte das hiesige Gericht darauf ab. Dementsprechend besteht kein Anspruch auf die Vergütung
der Kosten des Gutachtens von
Dr.
Z._
(BGE 115 V 62 E. 5 sowie Urteil des Bundesgerichts 8C_231/2013 vom 1
8.
Juli 2013 mit
weiterem
Hinweis).
7.2
Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 800.-- festzulegen und ausgangsgemäss dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG).