Decision ID: 842e0c5d-ecc2-5ac4-9f0d-9f6d870e699d
Year: 2007
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Das Asylgesuch des Beschwerdeführers vom 1. September 2003 wurde vom BFM mit Verfügung vom 6. Dezember 2004 abgewiesen und die Wegweisung des Beschwerdeführers sowie deren Vollzug angeordnet. Die gegen diese Verfügung erhobene Beschwerde wurde von der damals zuständigen Asylrekurskommission (ARK) mit Urteil vom 14. März 2006 ebenfalls abgewiesen.
B. Auf das gegen das Urteil der ARK erhobene Revisionsgesuch vom 8. Mai 2006 wurde mit Urteil vom 5. Juli 2006 wegen Nichtbezahlens des Kostenvorschusses nicht eingetreten.
C. Mit an das BFM gerichteter Eingabe vom 22. Februar 2007 ersuchte der Beschwerdeführer um wiedererwägungsweise Gewährung der  Aufnahme wegen Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs. Zur Begründung verwies er im Wesentlichen darauf, dass gemäss den neu vorliegenden Arztzeugnissen von Dr. med. C_ vom 30. August 2006, 20. Dezember 2006 und 30. Januar 2007 bei ihm eine Erkrankung der Nasenschleimhäute (Ozaena) diagnostiziert worden sei, welche eine dauernde Behandlung erfordere. Aufgrund seiner Zugehörigkeit zur Minderheit der Khadim, welche in  Weise diskriminiert werde, sei ihm im Jemen der Zugang zu adäquater medizinischer Behandlung verwehrt.
D. Mit Zwischenverfügung vom 6. Juni 2007 forderte das BFM den Beschwerdeführer unter Hinweis auf die Aussichtslosigkeit seines  zur Bezahlung eines Kostenvorschusses in der Höhe von Fr. 1'200.-- auf.
E. Mit Eingabe vom 11. Juni 2007 ersuchte der Beschwerdeführer um wiedererwägungsweisen Verzicht auf den einverlangten .
F. Mit Verfügung vom 13. September 2007 wies das BFM das Gesuch um
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nachträglichen Verzicht auf den Kostenvorschuss ab, trat auf das Wiedererwägungsgesuch wegen Nichtbezahlens des  nicht ein, und erklärte die Verfügung vom 6. Dezember 2004 für rechtskräftig und vollziehbar.
G. Mit Eingabe ans Bundesverwaltungsgericht vom 18. Oktober 2007 ersucht der Beschwerdeführer darum, die Verfügung vom 13.  2007 sei aufzuheben und die Vorinstanz anzuweisen, auf das  einzutreten. In formeller Hinsicht beantragt er die Aussetzung des Vollzugs der Wegweisung sowie die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 des  vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021).
H. Mit Telefax vom 23. Oktober 2007 ersuchte der Instruktionsrichter die zuständige Fremdenpolizeibehörde, einstweilen von allfälligen  abzusehen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG; SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG, sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VGG genannten Behörden. Dazu gehören Verfügungen des BFM gestützt auf das Asylgesetz vom 26. Juni 1998 (AsylG; SR 142.31); das Bundesverwaltungsgericht entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des  vom 17. Juni 2005 [BGG; SR 173.110]). Die Beurteilung erfolgt nach neuem Verfahrensrecht (vgl. Art. 53 Abs. 2 VGG).
1.2 Die Zuständigkeit des Bundesverwaltungsgerichts für  gegen das Nichteintreten beziehungsweise die Ablehnung von Wiedererwägungsgesuchen ergibt sich aus dem Umstand, dass nach Lehre und Praxis Wiedererwägungsentscheide grundsätzlich wie die
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ursprüngliche Verfügung auf dem ordentlichen Rechtsmittelweg  werden können (vgl. BGE 113 Ia f; VPB 1985 Nr. 24; FRITZ GYGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl., Bern 1983, S. 220; URSINA BEERLI-BONORAND, Die ausserordentlichen Rechtsmittel in der  des Bundes und der Kantone, Zürich 1985, S. 174 f.),
1.3 Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die  oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen  und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
1.4 Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einem  Verfahren entschieden. Wie nachstehend aufgezeigt,  es sich vorliegend um eine solche, weshalb auf einen  verzichtet werden kann und der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111 Abs. 1 und 3 AsylG).
2. Die Beschwerde ist form- und fristgerecht eingereicht; der  ist legitimiert (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 und 50 ff. VwVG). Auf die Beschwerde ist mithin einzutreten.
3. Die Beurteilung von Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide ist praxisgemäss auf die Überprüfung der Frage beschränkt, ob die  zu Recht (vorliegend auf das Wiedererwägungsgesuch) nicht eingetreten ist. Damit ist die Beurteilungszuständigkeit der  darauf beschränkt, bei Begründetheit der Beschwerde die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zu neuer  an die Vorinstanz zurückgehen zu lassen. Somit kann auf das in der Beschwerdeeingabe formulierte Begehren des  um Gewährung der vorläufigen Aufnahme nicht eingetreten werden.
4. 4.1 Falls eine Person nach rechtskräftigem Abschluss des Asyl- und Wegweisungsverfahrens ein Wiedererwägungsgesuch einreicht, so erhebt das BFM für das betreffende Verfahren eine Gebühr, sofern es das Gesuch ablehnt oder darauf nicht eintritt (vgl. Art. 17b Abs. 1 AsylG). Das Bundesamt kann von der gesuchstellenden Person in  Verfahrenskonstellation einen Gebührenvorschuss in der Höhe der
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mutmasslichen Verfahrenskosten innert angemessener Frist , wobei auf die Erhebung eines solchen Vorschusses verzichtet wird, wenn die gesuchstellende Person bedürftig ist und ihre Begehren nicht von vornherein aussichtslos erscheinen oder wenn das  von einer unbegleiteten minderjährigen Person stammt und zudem nicht von vornherein aussichtslos erscheint (vgl. Art. 17b Abs. 2 und 3 AsylG)
4.2 Das BFM führte zur Begründung für die Erhebung des  in seiner Zwischenverfügung vom 6. Juni 2007 aus, die Begehren im Wiedererwägungsgesuch würden sich als von vornherein aussichtslos erweisen. Der Beschwerdeführer habe die neu  chronische Erkrankung im nasalen Bereich weder im  Verfahren noch im Revisionsverfahren erwähnt, obwohl diese offensichtlich bereits vor seiner Ausreise aus dem Heimatstaat  habe. Das Wiedererwägungsverfahren könne aber nicht dazu , unterlassene Vorbringen nachzuholen.
4.3 Der Beschwerdeführer weist in seiner Beschwerdeeingabe auf  Eingabe vom 11. Juli 2007 hin, in welcher er darauf hingewiesen habe, dass er seine Probleme in der Nase entgegen der Auffassung der Vorinstanz bereits im ordentlichen Verfahren mit Arztzeugnissen vom 30. Juni 2004 und 17. Dezember 2004 vorgebracht habe. Trotz einer im August 2006 erfolgten Operation sei keine wesentliche  eingetreten und er sei auf regelmässige medizinische Behandlung angewiesen, welche aber in seinem Heimatstaat nicht gewährleistet wäre.
5. Nach summarischer Prüfung der Akten gelangt das Gericht zum Schluss, dass das BFM zu Recht das Vorliegen der Voraussetzungen zur Befreiung von der Kostenvorschusspflicht im  gemäss Art. 17b Abs. 2 AsylG verneint hat. Aus den Akten ergibt sich, dass der Beschwerdeführer bereits im Rahmen des  Verfahrens medizinische Probleme im Nasenbereich geltend machte. Der Umstand, dass sich aus den neu vorliegenden ärztlichen Berichten nunmehr eine genauere Diagnose ergibt sowie Angaben zur erforderlichen Behandlung gemacht werden, stellt klarerweise keine erhebliche Veränderung der Sachlage seit Abschluss des ordentlichen Verfahrens dar. Zudem ist darauf hinzuweisen, dass die  Beschwerden des Beschwerdeführers ohnehin nicht derart gra-
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vierender Natur sind, dass sie den Wegweisungsvollzug als  erscheinen lassen würden. Nach dem Gesagten muss das  des Beschwerdeführers in Übereinstimmung mit der Vorinstanz mangels Vorliegens eines wiedererwägungsrechtlich  Sachverhalts als von vornherein aussichtslos qualifiziert .
6. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG). Die Rechtsmitteleingabe ist nach dem Gesagten abzuweisen.
Mit dem Entscheid in der Hauptsache wird sodann auch das gestellte Begehren um vorsorgliche Aussetzung des Vollzugs der Wegweisung hinfällig.
7. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG ist abzuweisen, da sich die Rügen des Beschwerdeführers - wie oben dargelegt - als offensichtlich  erwiesen haben und bereits im Zeitpunkt ihrer Einreichung als von vornherein aussichtslos erschienen. Ungeachtet der geltend  Bedürftigkeit des Beschwerdeführers sind damit die  für die Befreiung von der Bezahlung von Verfahrenskosten nicht erfüllt (vgl. Art. 65 Abs. 1 VwVG). Dementsprechend sind die  dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 1'200.-- festzusetzen (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 2 und 3 des Reglements über die Kosten und  vor dem Bundesverwaltungsgericht vom 11. Dezember 2006 [VGKE]).
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