Decision ID: 28de32b5-7479-4113-9fb2-2f0078118ee8
Year: 2006
Language: de
Court: SG_VGN
Chamber: SG_VGN_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ Die Universität St. Gallen plant die Migration ihres Informatik-Netzwerks. Das
Vorhaben umfasst die Lieferung, Installation, Konfiguration und Wartung eines neuen
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LAN/MAN-Netzwerks, wobei die Komponenten parallel zum bestehenden Netzwerk
aufgebaut und schrittweise in Betrieb genommen werden. Das Konzept basiert auf
einer redundanten Drei-Ebenen-Struktur mit Core-, Distribution- und Acess-Bereich.
Die Universität schrieb die Leistungen im selektiven Verfahren aus. In der Folge lud sie
vier Anbieter zur Einreichung eines Angebots ein, unter anderem die sunrise business
communications SA, Zürich, und die Swisscom Solutions AG, St. Gallen. Die
Offertöffnung fand am 12. Januar 2006 statt. Für die Investitionskosten betrug das
Angebot der Sunrise Fr. 1'840'338.90 und jenes der Swisscom Fr. 2'010'375.60, für die
Wartungskosten betrug das Angebot der Sunrise Fr. 126'327.-- und jenes der
Swisscom Fr. 138'280.-- (jeweils ohne MWSt).
Nach der Abgabe der Angebote wurden die Anbieter im Rahmen von
Firmenpräsentationen aufgefordert, unklare Passagen des Angebots zu erläutern sowie
die Kosten für die aus der Sicht der Universität gemäss Pflichtenheft fehlenden
Komponenten und Dienstleistungen nachzuliefern, damit die einzelnen Angebote
objektiv miteinander verglichen werden konnten. Das Ergebnis dieser
Firmenpräsentationen wurde protokollarisch festgehalten. Die Anbieter ergänzten in der
Folge ihre Offerten.
Die Universität nahm aufgrund der Ergänzungen verschiedene Korrekturen an den
Preisangeboten vor. Sie ermittelte für die Hardware Preise von Fr. 1'824'217.60 für die
Swisscom und von Fr. 1'918'013.72 für die Sunrise. Für die Dienstleistungen ermittelte
sie einen Preis von Fr. 135'928.-- für die Swisscom und einen solchen von Fr. 99'610.--
für die Sunrise. Im weiteren ging sie von Kosten für die Schulung von Fr. 24'640.-- bei
der Swisscom und von Fr. 15'000.-- bei der Sunrise aus. Dies ergab Investitionen von
gesamthaft Fr. 1'984'785.60 beim Angebot der Swisscom und von Fr. 2'032'623.72
beim Angebot der Sunrise. Für die Wartung ermittelte die Universität Kosten von Fr.
553'120.-- bei der Swisscom und Fr. 517'104.-- bei der Sunrise).
Die Universität bewertete das Angebot der Swisscom mit 92,30 Punkten und jenes der
Sunrise mit 64,99 Punkten. Hievon entfielen auf die Kosten für die Gesamtlösung bei
der Swisscom 57,60 und bei der Sunrise 27,48 Punkte. Für die Schulung wurden der
Swisscom 1,80 und der sunrise 5,00 Punkte, für die Erweiterungen der Swisscom 5,00
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und der Sunrise 2,51 und für die Wartung der Swisscom 27,90 und der Sunrise 30,00
Punkte vergeben.
Mit Verfügung vom 28. Februar 2006 vergab die Universität den Zuschlag zum Preis
von Fr. 1'984'785.60 für Investitionen und Fr. 138'280.-- für die Wartung an die
Swisscom Solutions AG.
B./ Mit Eingabe ihres Rechtsvertreters vom 13. März 2006 erhob die Sunrise
Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem Antrag, die angefochtene Verfügung
vom 28. Februar 2006 sei aufzuheben und der Zuschlag sei ihr zu erteilen, eventualiter
sei die Sache zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen, unter
Kosten- und Entschädigungsfolgen. In prozessualer Hinsicht wurde beantragt, der
Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu erteilen und der Beschwerdeführerin sei
Akteneinsicht mit anschliessender Gelegenheit zur weiteren Antragstellung und
Begründung zu gewähren. Die Beschwerdeführerin machte im wesentlichen geltend,
ihr Angebotspreis sei unzulässigerweise erhöht worden. Sie sei anlässlich der
Präsentation des Angebots aufgefordert worden, verschiedene Leistungen zusätzlich
zu offerieren, worauf sich ihr Offertpreis auf Fr. 2'032'628.10 erhöht habe. Die Gründe
für die zusätzlichen Leistungen könnten nur beschränkt nachvollzogen werden.
Demgegenüber sei der Preis der Beschwerdegegnerin unzulässigerweise reduziert
worden. Aus ihrem "Vorsprung" von ca. Fr. 170'000.--, den sie gegenüber der
Beschwerdegegnerin gehabt habe, sei dadurch ein Rückstand von ca. Fr. 37'000.--
entstanden. Indem die Beschwerdegegnerin nach Abgabe der Offerte die Möglichkeit
erhalten habe, den Leistungsumfang der Offerte zu verringern, habe sie es in der Hand
gehabt, ihren Offertpreis nach Gutdünken zu verändern, was der Gewährung einer
unzulässigen Abgebotsmöglichkeit gleichkomme und zudem gegen das
Transparenzgebot verstosse. Sodann sei eine Ungleichbehandlung durch die
Bewertung der Angebotspreise erfolgt. Ihr Preis für die "Gesamtlösung" habe
Hardware-Lieferungen im Umfang von ca. 1,9 Mio. Franken und Dienstleistungen von
ca. Fr. 100'000.-- enthalten. Für die Hardware hätten alle Anbieter den gleichen
Hersteller gewählt, weshalb davon auszugehen sei, dass diese Preise bei den
Anbietern in etwa gleich seien. Grössere Unterschiede könnten sich allenfalls bei den
Dienstleistungen ergeben, welche jedoch bloss ca. 5 % des Preises für die
"Gesamtlösung" ausmachten. Vor diesem Hintergrund sei nicht nachvollziehbar,
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weshalb ihr Gesamtlösungspreis nicht einmal die Hälfte der Punkte der
Beschwerdegegnerin erhalten habe. Sämtliche Dienstleistungen, welche innerhalb des
Bereichs "Gesamtlösung" erbracht werden müssten, würden nicht nach Aufwand,
sondern pauschal vergütet und hätten auch pauschal offeriert werden müssen. Es
verstosse gegen das Transparenzgebot sowie gegen Art. 34 Abs. 3 VöB, wenn in der
Ausschreibung eine pauschale Vergütung verlangt werde und für die Bewertung
anschliessend nur einzelne Kalkulationselemente, nämlich die Stundensätze,
herangezogen würden.
Die Vorinstanz wendete in ihrer Vernehmlassung vom 20. März 2006 ein, die
Auswertung der Offerten habe rasch ergeben, dass einerseits bei allen Anbietern die
Vorgaben gemäss Pflichtenheft nicht überall vollständig eingehalten worden seien und
andererseits insbesondere die Beschwerdeführerin vergessen habe, die für den Betrieb
der offerierten Lösung zwingend notwendigen Lizenzen mitzuofferieren. Aufgrund der
teilweise unklaren Angebote seien alle vier Anbieter im Rahmen von
Firmenpräsentationen aufgefordert worden, unklare Passagen des Angebots zu
erläutern sowie die Kosten für die gemäss Pflichtenheft fehlenden Komponenten und
Dienstleistungen nachzuliefern, damit die einzelnen Angebote objektiv miteinander
vergleichbar würden. Dabei habe es sich nicht um eine Aufforderung zur Offerierung
zusätzlicher Leistungen gehandelt, sondern um die Aufforderung zur Erfüllung der
Vorgaben gemäss Pflichtenheft. Mit der Einreichung der notwendigen
Zusatzinformationen seien für das Projektteam die Voraussetzungen geschaffen
worden, die einzelnen Angebote objektiv miteinander vergleichen zu können, da die
Produkte und Stückzahlen nun in den wesentlichen Punkten identisch offeriert worden
seien. Aufgrund der Bereinigungen hätten sich die Investitionskosten bei der
Beschwerdeführerin um Fr. 192'284.82 auf Fr. 2'032'623.72 erhöht und diejenigen der
Beschwerdegegnerin um Fr. 25'590.-- auf Fr. 1'984'785.60 gesenkt. Der nach unten
korrigierte Offertpreis der Beschwerdegegnerin lasse sich auf dieselbe Art und Weise
erklären wie umgekehrt die Erhöhung des Offertpreises der Beschwerdeführerin: Die
offerierten Komponenten hätten einen objektiven Vergleich mit den Angeboten der
anderen Anbieter ermöglichen müssen. Der Vorwurf einer ungleichen Bewertung könne
ebenfalls entkräftet werden. Der tiefe Wert bei der Beschwerdeführerin habe einzig und
allein aus der gewählten Gewichtung bei der Punktevergabe resultiert. Werde diese
geändert, so könne sich zwar die Differenz zwischen den Punktzahlen verändern, aber
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die Beschwerdegegnerin erhalte in jedem Fall eine grössere Anzahl Punkte als die
Beschwerdegegnerin (gemeint Beschwerdeführerin).
Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Eingabe ihres Rechtsvertreters vom 20. März
2006, der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung nicht zu erteilen. Die
Lösungsansätze der einzelnen Bewerber hätten trotz grundsätzlicher Ueber-
einstimmung Differenzen in Detailfragen aufgewiesen, womit es verständlich sei, dass
die Auftraggeberin aufgrund der von den Anbietern postulierten Lösungsansätze das
optimale Konzept bestimmt und die fehlenden Komponenten habe nachofferieren
lassen bzw. überflüssige Komponenten gestrichen habe, wodurch gewährleistet
worden sei, dass die Lösungsansätze der einzelnen Bewerber und die dafür offerierten
Preise vergleichbar seien. Dieses Vorgehen habe die Transparenz erhöht. Weiter macht
die Beschwerdegegnerin geltend, dass die Dienstleistungen bei der Implementierung
des neuen Systems zeitlich noch nicht feststehen würden. Dies schliesse eine
Pauschalofferte entgegen der Behauptung der Beschwerdeführerin zum vornherein
aus.
Mit Verfügung vom 23. März 2006 erteilte der Verwaltungsgerichtspräsident der
Beschwerde die aufschiebende Wirkung.
Die Beschwerdeführerin hielt in ihrer Stellungnahme vom 13. April 2006 zu den
Vernehmlassungen der Vorinstanz und der Beschwerdegegnerin an ihrem Antrag
grundsätzlich fest. Insbesondere machte sie geltend, die von der Vorinstanz
vorgenommene Aufrechnung von Fr. 116'440.50 für zusätzliche Kosten für die
Softwareversion IOS Advanced IP sei ungerechtfertigt. Die Beschwerdeführerin habe
die verlangte Leistung offeriert. Die einzusetzende Software ergebe sich nicht aus der
Ausschreibung, sondern aus den Erfordernissen der zu offerierenden Leistung. Selbst
wenn die von ihr vorgesehene Software wider Erwarten mit einer Lizenz hätte
ausgestattet werden müssen, würde dies die Vorinstanz nicht dazu berechtigen, eine
Aufrechnung vorzunehmen. Dies würde einer vergaberechtlich unzulässigen Korrektur
eines Kalkulationsfehlers entsprechen. Die Vorinstanz habe damit das Gebot der
Gleichbehandlung verletzt. Auch die von der Vorinstanz berücksichtigten zusätzlichen
Leistungen seien im ursprünglichen Angebot der Beschwerdegegnerin (gemeint
Beschwerdeführerin) bereits alle enthalten gewesen. Die Beschwerdeführerin
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anerkenne, dass einzelne dieser Zusatzleistungen im Angebot der Beschwerdegegnerin
für die Vorinstanz einen gewissen Mehrwert bedeuten könnten und dass diese unter
dem Titel "Herstellung der Vergleichbarkeit" daher in einem gewissen Mass in die
Bewertung hätten einfliessen dürfen. Der Mehrwert der Zusatzleistungen entspreche
aber nicht deren Kosten. Die von der Vorinstanz vorgenommene undifferenzierte und
den effektiven Mehrwert völlig ausser acht lassende Aufrechnung auf der Basis der
nachträglichen Preise sei nicht sachgerecht und verletze die Grundsätze der
Gleichbehandlung, der Transparenz des Verfahrens und der Berücksichtigung des
wirtschaftlich günstigsten Angebots. Ebenso sei am Einwand festzuhalten, der
Angebotspreis der Beschwerdegegnerin sei unzulässigerweise reduziert worden. Die
Aenderungen hätten nicht das Mengengerüst betroffen, sondern Leistungsbestandteile,
welche jede Anbieterin eigenverantwortlich zu ermitteln gehabt habe. Auch bei den
Reduktionen anerkenne die Beschwerdeführerin, dass die "Luxuskomponenten",
welche im Angebot der Beschwerdegegnerin offenbar enthalten gewesen seien,
allenfalls einen gewissen Mehrwert für die Vorinstanz hätten bedeuten können. Dieser
könne allerdings nicht so gross sein, da die Vorinstanz offenbar diese Leistungen gar
nicht benötige und aus dem Angebot der Beschwerdegegnerin herausnehme.
Andernfalls hätte sie diese Zusatzleistungen wohl wie die übrigen Leistungen von den
anderen Anbietern nachofferieren lassen und auf deren Preise aufgerechnet.
Weiter macht die Beschwerdeführerin geltend, sie sei bei der Bewertung der
nichtpreislichen Kriterien benachteiligt worden. Bei der Bewertung des Kriteriums
"technischer Lösungsansatz/Lösungskonzept" habe die Vorinstanz bei ihr leichte
Mängel festgestellt. Nach der Angleichung der Leistungsinhalte zur Herstellung der
Vergleichbarkeit seien die Produkte im Bereich Server-Distribution nach der
Bereinigung völlig identisch geworden. Demzufolge müsste auch eine identische
Bewertung des Kriteriums Lösungskonzept erfolgen. Dies sei aber nicht der Fall. Im
weiteren macht die Beschwerdeführerin geltend, die Subkriterien Hardware mit einer
Gewichtung von 80 % und Dienstleistungen mit einer Gewichtung von 20 % seien
nicht bekanntgegeben worden. Schliesslich rügt die Beschwerdeführerin, sie sei
aufgrund der Ausschreibung davon ausgegangen, dass die Dienstleistungen pauschal
zu offerieren seien. Im Pflichtenheft sei verlangt worden, dass alle für die
Projektrealisierung notwendigen Leistungen einzurechnen seien. Diese könnten vom
Anbieter durchaus abgeschätzt werden, da es um die Implementierung eines von ihm
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selbst offerierten Systems gehe. Die pauschale Vergütung von Dienstleistungen sei im
Informatikbereich Standard. Schliesslich rügt die Beschwerdeführerin eine
Ungleichbehandlung bei der Preisbewertung. Preisabweichungen bei Hardware und bei
Dienstleistungen seien unterschiedlich gewichtet worden. Dieses Vorgehen führe zu
einer Benachteiligung der Beschwerdeführerin und verstosse gegen das Gebot der
Gleichbehandlung.
Die Vorinstanz liess sich mit Eingabe ihres Rechtsvertreters vom 12. Mai 2006 zur
Stellungnahme der Beschwerdeführerin vernehmen. Sie hält an ihrem Antrag fest, die
Beschwerde sei abzuweisen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der
Beschwerdeführerin. Sie führt aus, nicht sie, sondern die Beschwerdeführerin selbst
habe den Preis ihres Angebotes vom 6. Januar 2006 nachträglich erhöht. Dies sei im
Rahmen der Bereinigung der eingegangenen Offerten erfolgt. Eine vertiefte Prüfung der
Offerten, in deren Rahmen technische und rechnerische Ueberlegungen erlaubt seien,
um die objektive Vergleichbarkeit der eingegangenen Offerten herzustellen, sei
zulässig. Selbst wenn sich erweisen sollte, dass zu viele Korrekturen zugelassen
worden seien, hätte dies keinen relevanten Einfluss auf das Bewertungsergebnis. Dem
Einwand der Beschwerdeführerin, die Aufrechnung von Fr. 116'440.50 für zusätzliche
MPLS-Lizenzen sei nicht gerechtfertigt, sei entgegenzuhalten, dass sie selbst
eingeräumt habe, im Rahmen des Angebots vom 6. Januar 2006 diese Zusatzkosten
ausser acht gelassen zu haben. Ohne diese Zusatzlizenzen liessen sich die MPLS-
Funktionen daher nicht rechtmässig nutzen. Bezüglich der übrigen Aufwendungen sei
darauf hinzuweisen, dass die Beschwerdeführerin Gelegenheit gehabt habe, bei
Unklarheiten Fragen zu stellen. Es erstaune daher, dass die Vorgaben gemäss
Pflichtenheft nun nachträglich als unklar und interpretationsbedürftig bezeichnet
würden. Anzumerken sei noch, dass die Zusatzkosten für die "übrigen Aufrechnungen"
im Vergleich mit den gesamten Hardwarekosten relativ gering seien und sich daher
ohnehin nicht entscheidend auf die Beurteilung ausgewirkt hätten. Zum Einwand der
unzulässigen Reduktion des Angebotspreises der Beschwerdegegnerin wendet die
Vorinstanz ein, der Beschwerdegegnerin sei wie der Beschwerdeführerin in anderen
Punkten im Rahmen der Bereinigung der Offerten und zur Herstellung der objektiven
Vergleichbarkeit die Gelegenheit eingeräumt worden, die Kosten für Netzteile mit einer
Leistung von 3000W anzugeben. Es sei nicht der Angebotspreis der
Beschwerdegegnerin reduziert worden, sondern die Angebote seien rechnerisch
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vergleichbar gemacht worden. Selbst wenn die Einsparungen von insgesamt Fr.
25'590.-- ausser acht gelassen würden, führe die Bewertung der Angebote nicht zu
einem anderen Ergebnis. Bei der Bewertung der nichtpreislichen Kriterien seien die
Aenderungen versehentlich nicht berücksichtigt worden. Deshalb könnten die beiden
monierten Punkte für die Angebote der Verfahrenbeteiligten gleichgestellt werden.
Weiter werde anerkannt, dass mit der fehlenden Angabe von Unterkriterien ein
formeller Fehler unterlaufen sei, weshalb auf eine Bewertung nach diesen Unterkriterien
zu verzichten sei. Zum Einwand der Ungleichbehandlung bei der Bewertung der
Dienstleistungspreise sei festzuhalten, dass in den Ausschreibungsunterlagen klar
deklariert worden sei, dass für die Rubrik "Dienstleistungen" die zeitlichen
Aufwendungen beziffert sein müssen. Im übrigen zeige die Nachkalkulation
schrittweise und damit nachvollziehbar in aller wünschbaren Klarheit, dass sich selbst
unter Berücksichtigung der allenfalls noch berechtigten Rügen der Beschwerdeführerin
die Gesamtbeurteilung nicht ändern würde. Nach wie vor erweise sich das Angebot der
Beschwerdegegnerin klar als das wirtschaftlichere und habe daher den Zuschlag zu
Recht verdient.
Die Beschwerdegegnerin hält in ihrer Stellungnahme vom 19. Mai 2006 am Antrag auf
Abweisung der Beschwerde fest.
Mit Eingabe vom 31. Mai 2006 liess sich die Beschwerdeführerin zu den von der
Vorinstanz und der Beschwerdegegnerin neu eingereichten Akten vernehmen.
Auf die weiteren Ausführungen der Verfahrensbeteiligten wird, soweit wesentlich, in

den nachstehenden Erwägungen näher eingegangen.
Darüber wird in Erwägung gezogen:
1./ Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 5 Abs. 2 des
Einführungsgesetzes zur Gesetzgebung über das öffentliche Beschaffungswesen, sGS
841.1, abgekürzt EGöB). Beschaffungen der Universität St. Gallen unterliegen dem
EGöB. Dieser Erlass wird unter anderem auf die Staatsverwaltung angewendet (Art. 2
Abs. 1 lit. a EGöB). Nach Art. 1 Abs. 2 lit. c des Staatsverwaltungsgesetzes (sGS 140.1)
gehören zur Staatsverwaltung unter anderem die öffentlich-rechtlichen Anstalten,
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wobei besondere gesetzliche Vorschriften vorbehalten bleiben. Nach Art. 1 Abs. 2 des
Gesetzes über die Universität St. Gallen (sGS 217.11) ist die Universität eine öffentlich-
rechtliche Anstalt mit eigener Rechtspersönlichkeit und dem Recht auf
Selbstverwaltung. Somit gehört die Universität zur Staatsverwaltung im weiteren Sinn
gemäss Art. 2 Abs. 1 lit. a
EGöB (vgl. dazu Handbuch der Staatsverwaltung zum Beschaffungsrecht, Kap. 3, S. 6).
Die Beschwerdeführerin ist als nicht berücksichtigte Anbieterin zur Beschwerde gegen
den Zuschlag legitimiert (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 des Gesetzes
über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Die
Beschwerdeeingabe vom 13. März 2006 wurde innerhalb der Beschwerdefrist von zehn
Tagen gemäss Art. 15 Abs. 3 der Interkantonalen Vereinbarung über das öffentliche
Beschaffungswesen (sGS 841.32, abgekürzt IVöB) eingereicht und enthält eine
Begründung. Auf die Beschwerde ist daher einzutreten.
2./ Nach Art. 16 Abs. 1 IVöB können mit der Beschwerde Rechtsverletzungen,
einschliesslich Ueberschreitung oder Missbrauch des Ermessens, sowie unrichtige und
unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt werden.
Dagegen kann Unangemessenheit nicht geltend gemacht werden (Art. 16 Abs. 2 IVöB).
Diese Vorschriften entsprechen den allgemeinen Grundsätzen des st. gallischen
Verfahrensrechts (Art. 61 Abs. 1 und 2 VRP). Im Beschwerdeverfahren gegen
Verfügungen im Bereich des öffentlichen Beschaffungsrechts kann somit nur geprüft
werden, ob die Vorinstanz ihr Ermessen überschritten oder missbraucht hat und damit
rechtswidrig handelte. Zur Ermessenskontrolle ist das Verwaltungsgericht hingegen
nicht befugt (GVP 1999 Nr. 37).
a) Art. 5 Abs. 1 VöB bestimmt, dass Anbieter gleich behandelt und nicht diskriminiert
werden.
Art. 31 Abs. 1 VöB schreibt vor, dass der Auftraggeber die Angebote nach einheitlichen
Kriterien prüft. Er korrigiert offensichtliche Schreib- und Rechnungsfehler (Art. 31 Abs.
2 VöB). Sind Angaben eines Angebots unklar, kann er vom Anbieter Erläuterungen
verlangen, die schriftlich festgehalten werden (Art. 31 Abs. 3 VöB).
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Verhandlungen können nach Art. 33 Abs. 1 VöB geführt werden, soweit in der
Ausschreibung darauf hingewiesen wurde und sie nicht durch internationale oder
interkantonale Vereinbarungen ausgeschlossen sind. Sie werden gemäss Art. 33 Abs. 2
VöB unter Wahrung der Grundsätze der Gleichbehandlung und Nichtdiskriminierung
nach klaren Regeln geführt. Das Ergebnis wird schriftlich festgehalten.
Abgebote sind nicht zulässig, ausgenommen im freihändigen Verfahren (Art. 33 Abs. 3
VöB).
b) Im Vergaberecht gilt der Grundsatz, dass Offerten unveränderlich sind und nach der
Abgabe weder von der Behörde noch vom Anbieter abgeändert werden dürfen (vgl.
Galli/Moser/Lang, Praxis des öffentlichen Beschaffungsrechts, Zürich 2003, Rz. 339).
Dieser Grundsatz kommt auch in der Bestimmung zum Ausdruck, wonach
Offertkorrekturen auf offensichtliche Schreib- und Rechnungsfehler beschränkt sind.
Die Vergabebehörde kann zwar bei unklaren Angaben Erläuterungen verlangen, welche
schriftlich festgehalten werden müssen (Art. 31 Abs. 3 VöB). Das Gebot der
Gleichbehandlung verlangt aber, dass die Offerten sämtlicher Anbieter grundsätzlich
unverändert einander gegenübergestellt werden. Nur auf diese Weise hat der Anbieter
mit der wirtschaftlich günstigsten Offerte die Möglichkeit, seine Vorteile wahrzunehmen
und den Zuschlag zu erlangen. Sowohl bei Erläuterungen als auch bei Verhandlungen
sind das Gleichbehandlungsgebot und das Diskriminierungsverbot zu beachten. Diese
Grundsätze werden beispielsweise missachtet, wenn die Vergabebehörde nur einem
einzelnen Anbieter die Möglichkeit gibt, seine Offerte an einem Unternehmergespräch
zu erörtern (GVP 2002 Nr. 32). Noch gewichtiger ist der Verstoss gegen den Grundsatz
der Gleichbehandlung, wenn einem Anbieter die Möglichkeit gegeben wird, sein
Angebot nach Erteilung des Zuschlags nachzubessern (GVP 2005 Nr. 35). Das Gebot
der Gleichbehandlung und Nichtdiskriminierung bedeutet unter anderem, dass
grundsätzlich alle Anbieter, welche die Zuschlags- und Eignungskriterien erfüllen, in
Verhandlungen einbezogen werden müssen (GVP 2002 Nr. 32 mit Hinweis).
Nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts sind Erläuterungen von Angeboten
und Unternehmergespräche zulässig, wenn der Grundsatz der Rechtsgleichheit und
das Diskriminierungsverbot beachtet werden (vgl. GVP 2002 Nr. 32). Bei
umfangreichen und komplexen Beschaffungsvorhaben ist es unter Umständen
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zweckmässig, Einzelheiten eines Angebots vom Anbieter erläutern zu lassen und
offene Fragen zu klären. Im vorliegenden Fall hat die Vorinstanz beide
Verfahrensbeteiligten zu einer Offertpräsentation eingeladen und sich Fragen und
offene Punkte erläutern lassen. Die Beschwerdeführerin ist vorbehaltlos auf diese
Offertpräsentation eingetreten. Auch wurden die Besprechungen protokolliert, wie dies
in Art. 31 Abs. 3 VöB vorgeschrieben ist. Insbesondere hat die Beschwerdeführerin
anlässlich der Offertpräsentation anerkannt, dass sie Zusatzkosten von Fr. 116'440.50
für zusätzliche MPLS-Lizenzen in ihrem Angebot aufgrund einer missverständlichen
Information ihres Lieferanten ausser acht gelassen hat. Sie hat die Preise neu
berechnet und detailliert in der Zusatzkostenzusammenstellung sowie im
Kalkulationsblatt vermerkt. Unter diesen Umständen ist es nicht zu beanstanden, dass
die Vorinstanz in diesem Punkt eine entsprechende Aenderung des Angebots der
Beschwerdeführerin vornahm. Wohl trifft es zu, dass sich die Beschwerdeführerin
grundsätzlich darauf hätte berufen können, dass ihr Angebot trotz der entsprechenden
Mehrkosten unverändert bleibt. Die notwendigen Lizenzkosten wären unter diesen
Umständen zu ihren Lasten gegangen, falls dies seitens der Lizenzgeberin überhaupt
als zulässig erachtet worden wäre. Nachdem sie aber selbst im Nachgang zur
Offertpräsentation eine entsprechende Erhöhung ihres Angebots unterbreitete,
widerspricht es dem Grundsatz von Treu und Glauben, wenn sie nun in der
Beschwerde geltend macht, sie hätte die offerierten Leistungen unabhängig von der
effektiv notwendigen Software auch zum ursprünglich offerierten Preis erbracht. Daher
ist auch nicht weiter auf die Frage einzugehen, ob die besagten Lizenzen notwendig
waren oder nicht.
Auch bei den übrigen Aenderungen hat die Beschwerdeführerin ihre Angebotspreise
neu ermittelt und der Vorinstanz somit ein geändertes Angebot unterbreitet. Sie hielt in
ihrer Stellungnahme vom 17. Februar 2006 mit Bezug auf die Besprechung vom 7.
Februar 2006 ausdrücklich fest, dass das Mengengerüst für die Zahl der Uplinks
angepasst, die Preise neu berechnet und detailliert in der Kostenzusammenstellung
sowie im Kalkulationsblatt vermerkt worden seien. Auch hielt sie fest, der ACS-Server
sei neu redundant berechnet und die Kosten seien im Kalkulationsblatt detailliert belegt
worden. Auch die Preise für die Wireless-Komponenten wurden mit Bezug auf die
Besprechung vom 7. Februar 2006 in der Gesamtrechnung ausgewiesen. Ebenso
wurden die Kosten der Optionen für die Produktelinie Catalyst 6500 aufgeführt, und die
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Anforderungen hinsichtlich der notwendigen Software-Module wurden ebenfalls
aufgeführt. Weiter wurde festgehalten, dass die Reisekosten jeweils ab dem Sunrise
Standort St. Gallen abgerechnet würden.
Hätte die Beschwerdeführerin ihr Angebot dahingehend unverändert gelassen, dass sie
die von der Vorinstanz verlangten Optionen und Aenderungen ohne Einfluss auf den
ursprünglich offerierten Preis zusätzlich anbieten bzw. erbringen würde, hätte sie dies
in ihrer ergänzenden Stellungnahme ausdrücklich festhalten müssen. Dies hat die
Beschwerdeführerin aber nicht getan, vielmehr hat sie ausdrücklich einer Anpassung
der Preise zugestimmt und auch die Wartungspreise neu berechnet. Soweit sie in der
ergänzenden Stellungnahme vom 13. April 2006 geltend macht, die Differenzen
zwischen den Vorstellungen der Vorinstanz, was die Offerten enthalten müssten, und
ihren Vorstellungen, was zu offerieren sei, seien aufgrund einer unterschiedlichen
Interpretation der Ausschreibung entstanden, sind ihre Einwendungen unbehelflich.
Falls Unklarheiten bestanden, hätte die Beschwerdeführerin vorgängig Instruktionen
einholen können. Indem sie dies nicht getan hat und sich anlässlich der
Offertpräsentation vorbehaltlos auf die von der Vorinstanz gewünschten Modifikationen
einliess, kann sie sich nicht nachträglich auf Unklarheiten der Ausschreibung berufen.
Sie behauptet im übrigen auch nicht, dass die von der Vorinstanz verlangten
Aenderungen ausserhalb des von der Ausschreibung gesteckten Rahmens liegen. Sie
hält ausdrücklich fest, dass einzelne dieser Zusatzleistungen unter dem Titel
"Herstellung der Vergleichbarkeit in gewissem Masse" in die Bewertung hätten
einfliessen dürfen.
Aus dem Gesagten ergibt sich, dass sich die Beschwerdeführerin aufgrund der
vorbehaltlosen Einlassung auf die von der Vorinstanz verlangten Präzisierungen und
Aenderungen des ursprünglichen Angebots nicht darauf berufen kann, ihre Offerte sei
in unzulässiger Weise abgeändert worden. Diese Rüge verstösst gegen den Grundsatz
von Treu und Glauben.
Allerdings stellt es einen erheblichen Unterschied dar, ob einer Anbieterin im Rahmen
der Offertpräsentation und der Unternehmergespräche ermöglicht wird, einzelne
Komponenten ihres Angebots preisgünstiger zu offerieren, oder ob einer Anbieterin die
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Möglichkeit gegeben wird, fehlende Komponenten nachzuofferieren und ihr dabei unter
Umständen die Möglichkeit gegeben wird, ihr Angebot zu verbessern
oder zumindest mit jenem der Mitkonkurrentin vergleichbar zu gestalten, ohne einen
entsprechenden Mehrpreis zu verlangen oder einen entsprechenden Mehrpreis
nachzukalkulieren. Lässt sich eine Anbieterin auf eine Preiserhöhung ein, so geht sie
das Risiko ein, beim Preis einen Nachteil in Kauf zu nehmen. Wird einer Anbieterin
hingegen eine Reduktion ihres Preises ermöglicht, so stellt dies in der Regel eine
unzulässige Bevorzugung dar.
Aufgrund der Ausführungen der Vorinstanz in der Vernehmlassung vom 12. Mai 2006
(Ziff. 18 und 19) steht fest, dass die von der Beschwerdegegnerin offerierten Netzteile
mit 4000W sowie das 13-Slot Chassis aufgrund des Pflichtenhefts nicht notwendig
waren und dass ebenso eine unbeschränkte Lizenz im Bereich der Management-
Software nicht erforderlich war. Indem die Vorinstanz der Beschwerdegegnerin
Gelegenheit bot, ihr Angebot in diesen Punkten zu reduzieren, verhalf sie ihr zu einem
Preisvorteil. Grundsätzlich liegt es im Risikobereich der Anbieterin,
überdimensionierte Elemente anzubieten, welche über die Anforderungen des
Pflichtenhefts hinausgehen. Wohl hätten aufgrund der Ausführungen der Vorinstanz
aus den überdimensionierten Elementen gewisse Vorteile resultiert. Nachdem sich die
Beschwerdeführerin aber bei der Präsentation ihres Angebots ausdrücklich auf
Aenderungen hinsichtlich der Zahl einzelner Elemente der Offerte sowie des
Preisangebots eingelassen hat, so fragt es sich, ob es nicht wiederum als Verstoss
gegen Treu und Glauben qualifiziert werden muss, wenn sie entsprechende
Aenderungen bei der Offerte der Beschwerdegegnerin als Verstoss gegen den
Grundsatz der Unabänderlichkeit des Angebots rügt. Wie es sich damit verhält, kann
im vorliegenden Fall jedoch offen bleiben. Die Reduktion des Angebotspreises der
Beschwerdegegnerin betrug insgesamt Fr. 25'590.--. Diese Preisdifferenz ist
hinsichtlich der Bewertung belanglos. Dies hat die Vorinstanz zutreffend dargelegt (vgl.
hinten E. 2 g). Selbst wenn also die Reduktion des Angebotspreises der
Beschwerdegegnerin als unzulässig qualifiziert würde, vermöchte dies an der
Bewertung des Preises nichts Ausschlaggebendes zu ändern.
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c) Die Vorinstanz anerkennt, dass die unterschiedliche Bewertung der Angebote in den
Punkten C 1.04 und C 1.05 (Ausbaubarkeit des Mengengerüsts sowie
Einschränkungen gegenüber der vorgesehenen Skalierung) ungerechtfertigt ist. Die im
Rahmen der Offertpräsentation nachgelieferten Aenderungen wurden bei der
Bewertung dieser Zuschlagskriterien versehentlich nicht berücksichtigt. Die Vorinstanz
anerkennt eine Gleichstellung der entsprechenden Bewertung der Angebote der
Verfahrensbeteiligten.
d) Nach Art. 34 Abs. 3 VöB werden im Rahmen der Ausschreibung die
Zuschlagskriterien mit allfälligen Unterkriterien in der Reihenfolge ihrer Bedeutung oder
mit ihrer Gewichtung bekanntgegeben. Die Vorinstanz anerkennt, dass sie die
angewendeten Unterkriterien in der Ausschreibung nicht bekanntgegeben hat und dass
ihr in diesem Punkt ein formeller Fehler unterlaufen ist. Nach dem Pflichtenheft wurden
die Investitions- und Betriebskosten mit 40 % gewertet, wobei 60 % auf die Kosten der
Gesamtlösung, 5 % auf die Kosten für Schulungen, 5 % auf Kosten für Erweiterungen
und 30 % auf die Wartungskosten entfielen. Die übrigen Hauptkriterien betrafen das
Unternehmen mit 10 Prozent, der technische Lösungsansatz mit 40 Prozent und die
Dienstleistungen mit 10 Prozent.
Die Vorinstanz hält in ihrer Stellungnahme vom 12. Mai 2006 fest, sie sei bereit, auf eine
Bewertung nach den Unterkriterien zu verzichten. Wie sie zutreffend ausführt, hat der
Verzicht auf die gesonderte Bewertung der Unterkriterien aber keinen entscheidenden
Einfluss auf das Gesamtergebnis.
e) Weiter rügt die Beschwerdeführerin, bei der Bewertung der Dienstleistungspreise
seien zu Unrecht die Stundenansätze berücksichtigt worden.
Die Dienstleistungen wurden von der Beschwerdeführerin für Fr. 87'480.-- und von der
Beschwerdegegnerin für Fr. 135'928.-- offeriert. Die Vorinstanz ermittelte aufgrund der
von den Anbietern gemachten Angaben einen Zeitaufwand von 424 Stunden für die
Beschwerdeführerin und von 828 Stunden für die Beschwerdegegnerin, was für jene
einen Stundenansatz von Fr. 206.32 und für diese einen solchen von Fr. 164.16 ergab.
Im Evaluationsbericht der Vorinstanz wird festgehalten, die Dienstleistungen würden
von den einzelnen Anbietern sehr unterschiedlich bewertet und angeboten. Die
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mittleren Stundenansätze lägen zwischen Fr. 164.16 und Fr. 223.25. Die
Aufwandschätzung der Beschwerdeführerin sei nicht realistisch. So seien z.B. in Phase
3 keine Arbeitsleistungen für Detailplanung, Installation und Konfiguration der Wireless-
Umgebung angeboten worden. Im Rahmen der Anbieter-Präsentationen seien die
fehlenden Arbeitsleistungen der Beschwerdeführerin besprochen worden. Die
fehlenden Dienstleistungen basierten auf einer Fehlinterpretation des Pflichtenhefts. Die
Angaben seien kontrolliert und nachgereicht worden. Die Bereinigung ergab für die
Beschwerdeführerin ein Angebot von Fr. 99'610.-- mit einem Stundensatz von Fr.
199.62 und einem Aufwand von 499 Stunden.
Im Pflichtenheft ist hinsichtlich der Dienstlei-stungen vermerkt, dass in den
entsprechenden Kosten alle für die Projektrealisierung notwendigen Leistungen
einzurechnen seien und dass für Supportleistungen während der Migration der Anbieter
fallweise zugezogen werde, wobei diese Dienstleistungen nicht Bestandteil der
Ausschreibung seien. Es wurde eine Kommentierung aller für die Beschaffung
notwendigen Unterstützungsleistungen sowie die Bezifferung der zeitlichen
Aufwendungen verlangt.
Entgegen der Auffassung der Vorinstanz kann im vorliegenden Fall aus dem
Pflichtenheft nicht abgeleitet werden, dass ein Anbieter davon ausgehen musste, für
die Bewertung der Dienstleistungen sei ausschliesslich der Stundenansatz
massgebend. Insbesondere kann aus der verlangten Bezifferung der zeitlichen
Aufwendungen für die einzelnen Positionen nicht geschlossen werden, der
Stundenansatz sei massgebend. Zwar ist es einleuchtend, dass der geplante
Zeitaufwand im Vergleich zu den voraussichtlichen oder pauschal offerierten Kosten
durchaus eine objektive Grösse darstellen kann, um die Wirtschaftlichkeit bzw. die
Qualität und Seriosität eines Angebots zu bewerten. Aufgrund der verlangten
Unterlagen hätte die Vorinstanz aber im einzelnen darlegen müssen, in welchen
Punkten der von einer Anbieterin angegebene Zeitaufwand unrealistisch ist, um die
verlangte Dienstleistung zu erbringen. Anderseits muss es einem Anbieter offenstehen,
den aus seiner Sicht notwendigen Dienstleistungsaufwand zeitlich und finanziell nach
eigenem Ermessen zu budgetieren und die erforderlichen Aufwendungen festzulegen,
welche er benötigt, um die verlangte Dienstleistung auszuführen. Zutreffend ist
jedenfalls der Einwand der Beschwerdeführerin, Stundenansätze hätten nicht explizit
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angegeben werden müssen. Fest steht weiter, dass entgegen den Allgemeinen
Geschäftsbedingungen der Schweizerischen Informatikkonferenz kein Kostendach
verlangt wurde. Die Vorinstanz legt im übrigen nicht konkret dar, inwiefern der
bereinigte Zeitaufwand von 499 Stunden nicht ausreicht, um die verlangten
Dienstleistungen zu erbringen. Unter diesen Umständen ist die ausschliessliche
Berücksichtigung des Stundenansatzes bei der Würdigung der Dienstleistungspreise
nicht vereinbar mit den Angaben in der Ausschreibung bzw. im Pflichtenheft.
Zumindest hätte der Beschwerdeführerin im Rahmen der Offertpräsentation
Gelegenheit gegeben werden müssen, ein Angebot für eine von der Vorinstanz
festgelegte Anzahl Stunden zu machen. Nachdem die Beschwerdeführerin für die
Dienstleistungen ein Angebot von Fr. 99'610.-- machte, während jenes der
Beschwerdegegnerin Fr. 135'928.-- betrug und nicht konkret dargelegt wird, inwiefern
der von der Beschwerdeführerin vorgesehene Zeitaufwand von 499 Stunden
ungenügend ist, rechtfertigt sich eine Bewertung des Angebots der
Beschwerdegegnerin mit 10 Punkten und eine solche der Beschwerdeführerin mit
lediglich 5,7 Punkten jedenfalls nicht.
Zu prüfen bleibt jedoch (vgl. dazu unten E. 2 g), ob diese Aenderung der Bewertung
überhaupt einen Einfluss auf das Gesamtergebnis hat, was die Vorinstanz bestreitet.
f) Die Beschwerdeführerin rügt im weiteren eine Ungleichbehandlung bei der
Preisbewertung. Zutreffend ist, dass die Behörde bei der Gewichtung des Preises
einen weiten Ermessensspielraum hat (vgl. VerwGE B 2002/93 vom 6. Dezember 2002
i.S. ARGE. Z., unpublizierte Erwägung des in GVP 2002 Nr. 32 veröffentlichen
Entscheides). Auswahl und Gewichtung müssen sich aber sachlich rechtfertigen
lassen, d.h. sie haben sich am konkreten Auftrag, an dessen Anforderungen und
Bedeutung zu orientieren, um so der Ermittlung des im Hinblick auf den zu
vergebenden Auftrag wirtschaftlich günstigsten Angebots zu dienen.
Die Vorinstanz hat im Pflichtenheft die Gewichtung der Investitions- und
Betriebskosten sowie die Gewichtung der einzelnen Kostenarten im Rahmen dieses
Kriteriums vermerkt. Insoweit entsprach die Ausschreibung den gesetzlichen
Mindestanforderungen. Eine Preiskurve wurde allerdings nicht bekanntgegeben. Die
Vorinstanz hat in der Folge bei der Hardware und bei den Dienstleistungen
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unterschiedliche Bewertungskriterien angewendet. Bei der Hardware hat sie dem
günstigsten Angebot 10 Punkte vergeben und für eine Abweichung von 1 Prozent
einen Abzug von 1 Punkt gemacht. Bei den Dienstleistungen machte sie hingegen
einen Abzug von 1 Punkt bei einer Preisabweichung von 5 Prozent. Diese
unterschiedliche Bewertung der Hardware und der Dienstleistungskosten wurde in der
Ausschreibung nicht offengelegt. Die Vorinstanz vermag auch keine sachlichen Gründe
darzulegen, welche eine unterschiedliche Bewertung rechtfertigen. Die
Dienstleistungskosten waren Bestandteil der Beschaffung der Leistung und nicht etwa
Teil einer regelmässig wiederkehrenden Aufwendung, wie dies unter Umständen bei
der periodischen Wartung der Fall wäre. Entgegen den Ausführungen der Vorinstanz ist
die Rüge durchaus hinreichend substantiiert. Preisgewichtung und Preiskurve sind so
festzulegen, dass sie einen realistischen Preisbereich abdecken. Bei
Standardprodukten ist der Preis stark zu gewichten und die Kurve steil zu legen. Bei
individuellen Produkten sind höhere Preisunterschiede zu erwarten und spielt der Preis
eine eher untergeordnete Rolle; entsprechend ist der Preis tief zu gewichten und die
Kurve flach zu legen (vgl. Beat Denzler, Bewertung der Angebotspreise, in: BR 2004,
Sonderheft Vergaberecht, S. 22). Im vorliegenden Fall hat die Vorinstanz bei der
Hardware die Preiskurve flach gelegt und bei den Dienstleistungen wesentlich steiler.
Wenn sich eine unterschiedliche Bewertung sachlich rechtfertigen liesse, hätte dies
gerade umgekehrt gemacht werden müssen, indem die Preiskurve bei den
Dienstleistungen flacher und bei der Hardware steiler zu legen gewesen wäre. So oder
anders bleibt aber das Angebot der Beschwerdeführerin in bezug auf den Preis von
Hardware und Dienstleistungen teurer als jenes der Beschwerdegegnerin. Dies gilt
selbst für den Fall, wenn die Aenderungen aufgrund der Offertpräsentation bei der
Beschwerdegegnerin unberücksichtigt bleiben. Wird die Reduktion von Fr. 25'590.—-
ausser acht gelassen, beträgt deren Angebot für die Hardware insgesamt Fr.
1'849'807.60 (veranschlagter Preis von Fr. 1'849'807.60 zuzügl. Fr. 25'590.--). Mit
Einschluss der Dienstleistungen von Fr. 135'928.-- ergibt dies Fr. 1'985'735.60. Die
Beschwerdeführerin offerierte die Hardware mit Fr. 1'918'013.72 (unter
Berücksichtigung der als rechtmässig erkannten Korrekturen gegenüber der
ursprünglichen Offerte). Hinzu kommen Dienstleistungen von Fr. 99'610.--, was
gesamthaft Fr. 2'017'623.72 ergibt.
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Daraus ergibt sich, dass die Bewertung des Preises ungeachtet der Neigung der
Preiskurve zugunsten der Beschwerdegegnerin ausfällt. Die Argumentation der
Beschwerdeführerin beruht im wesentlichen darauf, dass bei ihrem Angebot die
Preiserhöhung für eine nachträglich offerierte Aenderung für Hardware im Betrag von
rund Fr. 116'000.—unzulässig sei. Dies ist aber wie vorne dargelegt nicht der Fall.
g) Die Vorinstanz hat in der Nachkalkulation die Bewertungen aufgrund der in der
Beschwerde gerügten und anerkannten Mängel bei der Würdigung der
Zuschlagskriterien neu vorgenommen. Sie gelangte unter Berücksichtigung der
gleichwertigen Qualität in den Punkten C 1.04 und C 1.05 beim Kriterium "Technischer
Lösungsansatz" für die Beschwerdeführerin auf 31,1 Punkte (gegenüber 30,6 bei der
ursprünglichen Bewertung). Für die Beschwerdegegnerin blieb die Bewertung mit 31,3
Punkten unverändert. Unter Berücksichtigung der Kriterien "Unternehmen" und
"Dienstleistungen", welche im Beschwerdeverfahren unbestritten geblieben sind,
gelangte sie bei der Beschwerdeführerin auf 46,3 und bei der Beschwerdegegnerin auf
47,6 Punkte.
Swisscom Sunrise
Unternehmen 8,1 7,7
Lösungsansatz 31,3 31,1
Dienstleistungen 8,2 7,5
Total 47,6 46,3
Bei den Kosten für die Gesamtlösung unterschied die Vorinstanz in der Nachkalkulation
nicht mehr zwischen Hardware und Dienstleistungen, was sachgerecht erscheint. Der
Beschwerdeführerin vergab sie 50,4 und der Beschwerdegegnerin 60 Punkte.
Die Bewertung Kosten der Schulung mit 5 Punkten für die Beschwerdeführerin und 1,8
Punkten für die Beschwerdegegnerin, der Erweiterung mit 2,51 Punkten für die
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Beschwerdeführerin und 5,0 Punkten für die Beschwerdegegnerin und der Wartung mit
30 Punkten für die Beschwerdeführerin und 27,9 Punkten für die Beschwerdegegnerin
blieb unverändert. Dies ergab bei den Kosten für die Beschwerdeführerin 87,91 und für
die Beschwerdegegnerin 94,70 Punkte.
Swisscom Sunrise
Gesamtlösung 60,00 50,40
Schulungen 1,80 5,00
Erweiterungen 5,00 2,51
Wartung 27,90 30,00
Total 94,70 87,91
Gemäss Ausschreibung werden die Kosten mit 40 Prozent und die übrigen Kriterien mit
60 Prozent bewertet. Entgegen dem in der Nachkalkulation und im Evaluationsbericht
entstehenden Anschein sind in der Aufstellung die Bewertungspunkte für die übrigen
Kriterien bereits zu 60 Prozent gewertet. Dies ergibt sich aus den Vergleichstabellen
der "technischen" Kriterien (act. 6/14 und 15). Somit wurden in der Nachkalkulation
und im Evaluationsbericht zutreffend die Punktzahlen der übrigen Kriterien unverändert
übernommen und die Punktzahlen der Kosten mit 40 Prozent gewichtet. Dies ergab
81,46 Punkte für die Beschwerdeführerin und 85,48 Punkte für die
Beschwerdegegnerin.
Swisscom Sunrise
Beurteilung Fragenkatalog 47,60 46,30
Kosten 37,88 35,16
Total 85,48 81,46
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Werden bei den Kosten die Reduktion des Preisangebots der Beschwerdegegnerin
ausser acht gelassen (und somit ein Preis für Hardware von Fr. 1'849'807.60
angenommen) und die Dienstleistungskosten mit Fr. 99'610.-- bei der
Beschwerdeführerin und Fr. 135'928.-- bei der Beschwerdegegnerin festgelegt, so
ergäbe dies einen Preis von Fr. 1'985'735.60 für die Beschwerdegegnerin. Jener der
Beschwerdeführerin beläuft sich auf Fr. 2'017'623.72, womit die Preisdifferenz
zugunsten der Beschwerdegegnerin immer noch Fr. 31'888.12 beträgt. Eine geringere
Punktierung bei den Kosten ist also grundsätzlich gerechtfertigt. Sogar dann, wenn
beide Anbieter bei den Kosten genau gleich bewertet würden, ergäbe dies für die
Beschwerdeführerin 97,51 Punkte bzw. (zu 40 Prozent gewichtet) 39,00 Punkte.
Werden diese zu den 46,30 Punkten der übrigen Kriterien addiert, ergeben sich 85,30
Punkte, was immer noch unter den 85,48 Punkten der Beschwerdegegnerin liegt.
Swisscom Sunrise
Gesamtlösung 60,00 60,00
Schulungen 1,80 5,00
Erweiterungen 5,00 2,51
Wartung 27,90 30,00
Total 94,70 97,51
Swisscom Sunrise
Beurteilung Fragenkatalog 47,60 46,30
Kosten 37,88 39,00 (40 % v. 97,51)
Total 85,48 85,30
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Ungeachtet der Neigung der Bewertungskurve beim Preis erweist sich somit das
Angebot der Beschwerdegegnerin im Ergebnis als das wirtschaftlich günstigere als
jenes der Beschwerdeführerin, weshalb die Beschwerde als unbegründet abzuweisen
ist.
3./ Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
Entscheidgebühr von Fr. 7'500.-- (Ziff. 382 Gerichtskostentarif, sGS 941.12) ist
angemessen. Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 5'000.-- ist anzurechnen.
Die Vorinstanz hat die Kosten der Verfügung vom 23. März 2006 von Fr. 1'000.-- zu
bezahlen. Auf deren Erhebung ist nicht zu verzichten (Art. 95 Abs. 3 VRP).
Die Beschwerdegegnerin hat Anspruch auf eine ausseramtliche Entschädigung (Art.
98bis VRP). Ihr Vertreter hat keine Kostennote eingereicht, weshalb die Entschädigung
ermessensweise festzusetzen ist (Art. 6 und 19 der Honorarordnung für Rechtsanwälte
und Rechtsagenten, sGS 963.75, abgekürzt HonO). Im vorliegenden Fall ist eine
Entschädigung von Fr. 3'000.-- zuzügl. MWSt angemessen (Art. 22 Abs. 1 lit. c HonO).
Die Entschädigung geht zulasten der Beschwerdeführerin.
Die Vorinstanz als verfügende Behörde hat keinen Anspruch auf eine ausseramtliche
Entschädigung (vgl. R. Hirt, Die Regelung der Kosten nach st. gallischem
Verwaltungsrechtspflegegesetz, Diss. St. Gallen 2004, S. 176).
Für das Zwischenverfahren betreffend Erteilung der aufschiebenden Wirkung hat
gemäss der Verfügung vom 23. März 2006 die Vorinstanz die Beschwerdeführerin mit
Fr. 1'000.-- zuzügl. MWSt zu entschädigen.