Decision ID: bda7f742-fb2b-41db-b44f-7f3016637347
Year: 2007
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1. A._, geboren 1966, arbeitete seit dem 25. Mai 1998 bei der B._ AG als Hörgeräte-Facharbeiterin (Urk. 9/8/1-3). Da sie aus gesundheitlichen Gründen ihre Arbeit ab dem 10. November 2003 nur noch teilweise und ab dem 23. Februar 2004 gar nicht mehr ausüben konnte, löste die Arbeitgeberin das Arbeitsverhältnis am 30. September 2004 per 30. November 2004 auf (Urk. 9/8/4-5). Wegen starken Schmerzen im Rücken-, Nacken- und Schulterbereich rechts (verursacht durch die einseitige Bewegung beim Löten und Montieren) meldete sich die Versicherte am 6. August 2004 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug (Umschulung auf eine neue Tätigkeit, Arbeitsvermittlung, Rente) an (Urk. 9/1). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, holte den Arbeitgeberbericht der B._ AG vom 20. Oktober 2004 (Urk. 9/8) sowie die Arztberichte von Dr. med. C._, Allgemeine Medizin FMH, vom 20. Oktober 2004 (Urk. 9/9), von Dr. med. D._, Arzt für Allgemeinmedizin, vom 19. November 2004 (Urk. 9/11), von Dr. med. E._, Spezialarzt FMH für Innere Medizin, vom 7. Juli 2005 (Urk. 9/14), von Dr. med. F._, Allgemeine Medizin FMH, vom 26. September 2005 (Urk. 9/19), von der Klinik G._ vom 26. September 2005 (Urk. 9/20) und von der Klinik H._ vom 10. Oktober 2005 (Urk. 9/25) ein. Am 9. November 2005 machte die IV-Stelle die Versicherte darauf aufmerksam, dass sie sich im Rahmen ihrer Schadenminderungspflicht einer fachärztlichen Behandlung ihres psychischen Leidens zu unterziehen habe, ansonsten eine Kürzung der Leistungen vorgenommen werden könnte (Urk. 9/27). Mit Verfügungen vom 13. Januar 2006 sprach die IV-Stelle der Versicherten für die Zeit vom 1. Januar 2005 bis zum 31. August 2005 basierend auf einem Invaliditätsgrad von 100 % eine ganze Invalidenrente (Urk. 9/35) und mit Wirkung ab dem 1. September 2005 basierend auf einem Invaliditätsgrad von 50 % eine halbe Invalidenrente (Urk. 9/34) zu. Gegen diese Verfügung liess die Versicherte am 8. Februar 2006 Einsprache erheben (Urk. 9/36), welche die IV-Stelle mit Entscheid vom 17. März 2006 (Urk. 2) abwies.
2. Gegen diesen Einspracheentscheid liess A._ durch Rechtsanwältin Dr. Elsa Sigg-Meierhans, Zürich, am 27. April 2006 Beschwerde erheben mit folgenden Anträgen (Urk. 1 S. 1 f.):
"1. Es sei die Verfügung der IV-Stelle des Kantons Zürich vom 17. März 2006 aufzuheben.
2. Es sei die IV-Stelle des Kantons Zürich anzuweisen, die Verfügung vom 13. Januar 2006 insofern abzuändern, dass der Beschwerdeführerin eine ganze Invalidenrente ab 1. Januar 2005 zuzusprechen sei, ohne Reduktion ab dem 1. September 2005.
3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin.
4. Es sei der Beschwerdeführerin die unentgeltliche Prozessführung (UP) zu gewähren und ihr in der Person der Unterzeichnenden ein unentgeltlicher Rechtsbeistand (URB) zu bestellen."
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 8. Juni 2006 die Abweisung der Beschwerde (Urk. 8). Am 12. Juni 2006 wurde der Schriftenwechsel geschlossen (Urk. 10). Mit Eingabe vom 8. Februar 2007 liess die Versicherte Angaben über ihre gegenwärtige Lebenssituation machen (Urk. 11).
3. Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG]). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG).
1.2 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG (in der bis zum 31. Dezember 2003 gültig gewesenen Fassung) haben Versicherte Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 66
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Prozent, auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 Prozent, oder auf eine Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 40 Prozent invalid sind. In Härtefällen besteht gemäss Art. 28 Abs. 1
bis
IVG bereits bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente.
Die seit dem 1. Januar 2004 massgeblichen neuen Rentenabstufungen geben bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 1 IVG in der seit dem 1. Januar 2004 in Kraft stehenden Fassung).
1.3 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG (seit 1. Januar 2004: in Verbindung mit Art. 28 Abs. 2 IVG) aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 349 Erw. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 Erw. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 261 Erw. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 Erw. 4b.cc).
1.5 In Bezug auf Berichte von Hausärztinnen und Hausärzten darf und soll das Gericht der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 125 V 353 Erw. 3b/cc).
1.6 Die Verfügung über eine befristete Invalidenrente enthält gleichzeitig die Gewährung der Leistung und die Revision derselben (EVGE 1966 S. 130 Erw. 2; ZAK 1984 S. 133 Erw. 3). Wird vom Zeitpunkt des Verfügungserlasses an rückwirkend eine Rente zugesprochen und diese für eine weitere Zeitspanne gleichzeitig herabgesetzt oder aufgehoben, so sind nach der Rechtsprechung des Eidgenössischen Versicherungsgerichtes die für die Rentenrevision geltenden Bestimmungen analog anwendbar (BGE 121 V 275 Erw. 6b/dd; AHI 2002 S. 64 Erw. 1, 1999 S. 246 Erw. 3a; vgl. auch BGE 131 V 165 Erw. 2.2, 130 V 343 und 125 V 417 f. Erw. 2d). Nach Art. 41 IVG (seit 1. Januar 2003: Art. 17 Abs. 1 ATSG) ist eine Rente für die Zukunft entsprechend zu erhöhen, herabzusetzen oder aufzuheben, wenn sich der Grad der Invalidität der Person, die eine Rente bezieht, in einer für den Anspruch erheblichen Weise ändert. Setzt die Verwaltung bei der Leistungszusprechung die Rente nach Massgabe der Veränderung des Invaliditätsgrades rückwirkend herab oder hebt sie sie auf, richtet sich der Zeitpunkt der Rentenherabsetzung bzw. -aufhebung rechtsprechungsgemäss nach Art. 88a Abs. 1 IVV (BGE 125 V 417 f. Erw. 2d, 109 V 125, 106 V 16). Danach ist bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit (seit 1. Januar 2004: oder der Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen) oder bei einer Verminderung der Hilflosigkeit (seit 1. März 2004: oder des invaliditätsbedingten Betreuungsaufwandes) die anspruchsbeeinflussende Änderung für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit andauern wird; sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird (BGE 109 V 126 f. Erw. 4a; AHI 2001 S. 159 f. Erw. 1 und S. 278 Erw. 1a, 1998 S. 121 Erw. 1b, ZAK 1990 S. 518 Erw. 2 mit Hinweis).
2.
2.1 Gemäss dem Arztbericht von Dr. C._ vom 20. Oktober 2004 (Urk. 9/9) leidet die Beschwerdeführerin unter einem chronischen zerviko-brachialen Schmerzsyndrom rechts bei Diskushernie C5/6 ohne neurologische Ausfälle und negativem Infiltrationsversuch sowie unter einer reaktiven depressiven Entwicklung nach Scheidung im Jahr 2002 und chronischen Schmerzen. In ihrer angestammten Tätigkeit als Angestellte bei der Firma B._ sei die Beschwerdeführerin seit Januar 2004 zu 50 % und seit dem 23. Februar 2004 zu 100 % arbeitsunfähig. In einer behinderungsangepassten Tätigkeit sei dagegen ein voller Einsatz möglich.
2.2 Dr. D._ diagnostizierte in seinem Bericht vom 19. November 2004 (Urk. 9/11) ein unklares rechtsseitiges Schmerzsyndrom, fraglich cervicogen, ein Malabsorbtionssyndrom bei ausgeprägter Lactoseintoleranz sowie eine schlechte Fähigkeit zur Collagensynthese wegen spezieller Mikronährstoffmängel. In ihrer angestammten Tätigkeit sei die Beschwerdeführerin seit Januar 2004 zu 50 % und seit dem 23. Februar 2004 zu 100 % arbeitsunfähig. Im Jahre 2001 habe allmählich ein rechtsseitiges Schmerzsyndrom begonnen. Während der Arbeit sei es eher schlechter, es bestehe jedoch keine eindeutige Abhängigkeit. Die Beschwerdeführerin leide auch zu Hause immer wieder unter Schmerzen. Die bisher durchgeführten Therapien hätten nicht gegriffen. Die Beschwerdeführerin sei allgemein wegen ihren Beschwerden psychisch irritiert. Sie fühle sich dauernd in einem gewissen Stress und ängstige sich bezüglich ihrer Zukunft. Die Grundfunktionen seien an und für sich nicht beeinträchtigt, allerdings komme es wegen den andauernden Schmerzen zu einer sekundären Minderung der entsprechenden Funktion, wobei der Ausprägungsgrad fluktuierend sei je nach psychischer Verfassung und Schmerzintensität.
2.3 Laut dem Arztbericht von Dr. E._ vom 7. Juli 2005 (Urk. 9/14) leidet die Beschwerdeführerin unter 1. einem chronischen cervicospondylogenen Syndrom mit cervicocephaler Komponente bei Diskushernie C5/6 rechts paramedian (MRI der HWS 11/03), kurzanhaltender Schmerzlinderung für die Dauer des Lokalanaestheticums nach periradikulärer Infiltration C5/6 rechts 04/04, Status nach Facettenanästhesie C5/6 und C6/7 rechts 06/04 ohne durchschlagenden Erfolg, EMG C6 Kennmuskel M. biceps brachii 07/04: Keine Hinweise auf chronische oder akute neurogene Schädigung der Wurzel C6 rechts, 2. einem Verdacht auf Konversionssymptomatik im Verlauf bei Diskrepanz zwischen den von der Beschwerdeführerin geschilderten Beschwerden und den nicht korrespondierenden objektiven Untersuchungsbefunden und bei ausgeprägter Therapieresistenz der Beschwerden auf sämtliche, bisher durchgeführten therapeutischen Massnahmen, 3. einer chronischen psychosozialen Belastungssituation mit Angst vor und jetzt erfolgtem Verlust des Arbeitsplatzes, finanziellen Sorgen und vor kurzem erfolgter Ehescheidung sowie (4.) CIN II der Portio im Bereiche der Umwandlungszone mit Zeichen der HPV-Infektion und Status nach Messerkonisation der Portio 07/96, histologisch Excision im Gesunden. Vom 23. Februar 2004 bis zum 30. April 2005 sei die Beschwerdeführerin zu 100 % arbeitsunfähig gewesen. Seit dem 1. Mai 2005 bestehe in Anlehnung der Beurteilung der Klinik G._ für leichte körperliche Tätigkeiten in wechselnder Körperposition unter Vermeidung von Stereotypien bis auf weiteres eine volle Arbeitsfähigkeit.
2.4 Dr. F._ diagnostizierte in ihrem Bericht vom 26. September 2005 (Urk. 9/19) ein chronisches zervikospondylogenes/cephales Syndrom mit degenerativen Veränderungen C5/6 und myofaszialer Schmerzkomponente im Vordergrund stehend sowie eine Depression. In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit sei die Beschwerdeführerin seit dem 23. Februar 2004 zu 100 % arbeitsunfähig. Die Arbeitsfähigkeit in einer behinderungsangepassten Tätigkeit sei nach eingetretener Besserung des Gesundheitszustandes zu bestimmen.
2.5 Gemäss dem Bericht der Klinik G._ vom 26. September 2005 (Urk. 9/20) leidet die Beschwerdeführerin unter einem chronischen zervikospondylogenen/ cephalen Syndrom mit leichten degenerativen Veränderungen C5/6, erfolgloser periartikulärer Infiltration C5/6 rechts im April 2004, erfolgloser Facettenanästhesie C5/6 und C6/7 rechts im Juni 2004, neurologischer Beurteilung durch Dr. I._ im Juli 2004 ohne Hinweise für radikuläre Problematik, myofaszialer Schmerzkomponente im Vordergrund stehend und deutlicher Somatisierungstendenz bei starker psychosozialer Belastung (Scheidung vor einigen Wochen, Arbeitsfrust im November 2004, finanzielle Sorgen). Gemäss Angaben der Beschwerdeführerin sei von Dr. F._ ab dem 9. Juni 2005 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit ausgestellt worden. Eine letzte Kontrolle in der rheumatologischen Sprechstunde der Klinik G._ habe am 15. Juni 2006 stattgefunden. Zu diesem Zeitpunkt sei aus rheumatologischer Sicht eine 100%ige Arbeitsfähigkeit für leichte Arbeit attestiert worden. Bei im Vordergrund stehender psychosozialer Situation, welche zu starken Schmerzexazerbationen führe, sei der betreuende Psychiater, Dr. med. J._, gebeten worden, die Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht zu erstellen.
2.6 Dr. med. J._, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, hielt in seinem Bericht an die Krankentaggeldversicherung vom 26. August 2005 (Urk. 9/24/5) fest, die Beschwerdeführerin leide unter einer mittelgradigen depressiven Episode mit somatischem Syndrom bei einer somatoformen Schmerzstörung. Die Prognose sei zur Zeit noch unklar. Es seien weitere Abklärungen notwendig.
2.7 Die Ärzte der Klinik H._ führten in ihren Berichten vom 30. August 2005 (Urk. 3/5) und 27. Oktober 2005 (Urk. 9/25/5-6) aus, die Beschwerdeführerin leide unter 1. einem chronischen cervicospondylogenen Schmerzsyndrom rechts (M54.2) bei Diskushernie C5/C6 mit möglicher Kompression der Wurzel C6 rechts (MRI 24. Juni 2005), Wurzel-Infiltration 2004 ohne Erfolg (K._), aktuell ohne radikuläre Symptomatik, 2. einer Periarthropathie humeriscapularis rechts bei nicht transmuraler Läsion der Rotatorenmanschette (insbesondere Supraspinatussehne) (MRI 24. Juni 2005) (M75.0) bei subacromialer Infiltration rechts bei klinischer Impingementsymptomatik am 25. August 2005 sowie 3. einer rezidivierenden depressiven Störung mit Somatisierungstendenz (F33.1) bei derzeit mittelschwerer Episode (Dr. J._, Psychiatrie FMH). Durch die Therapie habe anfänglich eine Verbesserung der Schmerzsituation erreicht werden können. Die Beschwerdeführerin habe dann aber wieder vermehrt über Schmerzen im Schulterbereich geklagt. Es habe durch zusätzliche Behandlungen eine deutliche Abduktionssteigerung erreicht werden können, subjektiv habe die Beschwerdeführerin aber die Schmerzsituation bei Austritt wieder gleich beschrieben. Sie sei insgesamt recht gut belastbar, es bestehe jedoch eine Diskrepanz zwischen den objektiv erreichten Zielen und den Vorstellungen, welche die Beschwerdeführerin an sich und ihre Körperfunktionen stelle. Anhand der Beobachtungen der Beweglichkeit und des Verhaltens mit praktisch freier Mobilität während des ganzen Aufenthalts sei die subjektiv geschilderte Schmerzintensität schwer nachvollziehbar. Es bestehe der Verdacht auf eine Schmerzausweitung bzw. auf eine somatoforme Schmerzstörung. Durch die regelmässige und engagierte Teilnahme der Beschwerdeführerin an allen Therapien habe eine gute Rekonditionierung erreicht werden können. Kraft, Mobilität und Ausdauer seien gesteigert worden. Weil die Schmerzsituation aber subjektiv nicht gebessert habe, seien die Ziele der Therapie nur teilweise erreicht worden. Dennoch zeige sich die Beschwerdeführerin motiviert und wolle wieder eine Arbeit aufnehmen. Sie sei nach ihrem stationären Therapieaufenthalt in der Klinik für körperlich leichte, wechselbelastende Tätigkeiten bei Vermeiden grösserer Hub- und Überkopfarbeiten zu 50 % arbeitsfähig. Eine rasche Reintegration via RAV mit sukzessiv steigendem Arbeitspensum sei als realistisch angesehen worden. Aufgrund der vorliegenden depressiven Störung mit Somatisierungstendenz von derzeit mittelschwerer Episode sei die Beschwerdeführerin im Konzentrations- und Auffassungsvermögen, in der Anpassungsfähigkeit und Belastbarkeit eingeschränkt.
2.8
2.8.1 Dr. med. L._, Innere Medizin/Rheumatologie FMH, diagnostizierte in seinem Bericht vom 15. Juli 2005 (Urk. 9/30) ein cervicospondylogenes Syndrom rechts bei Diskushernie C5/6 mit möglicher Kompression der Wurzel C6 rechts, eine Periarthropathia humeriscapularis rechts bei nicht transmularen Läsionen der RM (insbesondere Supraspinatussehne) sowie eine depressive Verstimmung mit Somatisierungstendenz. Die Beschwerdeführerin klage seit drei Jahren über Nackenschmerzen, welche trotz verschiedener Behandlungen nicht erfolgreich hätten therapiert werden können. Seit einem Jahr bestünden auch rechtsseitige Thoraxschmerzen sowie Becken- und Fussschmerzen rechts. Hingegen klage die Beschwerdeführerin nicht über Schmerzen der BWS oder LWS. Angesichts der Befunde sei eine intensive stationäre Behandlung mit Physiotherapie und Berücksichtigung der depressiven Tendenz unumgänglich. Zur Zeit sei die Beschwerdeführerin auch für leichte Arbeiten zu 100 % arbeitsunfähig.
2.8.2 Am 22. November 2005 (Urk. 9/33) führte Dr. L._ aus, die Beschwerdeführerin habe nach ihrem Aufenthalt in der Rehabilitationsklinik weiterhin intensiv trainiert und ihre Medikamente genommen. Die Schmerzen seien jedoch unverändert geblieben und teilweise stärker geworden. Es sei deswegen eine Teilnahme am ambulanten interdisziplinären Schmerzprogramm (AISP) der Rheumaklinik des Spitals M._ vorgesehen.
2.8.3 Am 23. Januar 2006 (Urk. 9/42) teilte Dr. L._ der Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin mit, bekanntlich verrichte die Beschwerdeführerin für zwei Stunden pro Tag leichte Hausarbeiten in einem fremden Haushalt. Bei der Versorgung des eigenen Haushalts sei sie für mittelschwere und schwere Arbeiten auf die Hilfe ihres erwachsenen Sohnes angewiesen. Aus gesundheitlichen Gründen (Rücken- und Schulterschmerzen) sei es der Beschwerdeführerin unmöglich, ihre berufliche Tätigkeit zu steigern.
2.8.4 Schliesslich gab Dr. L._ am 15. April 2006 (Urk. 3/7) an, unerwartet, realitätsfremd und widerspruchsvoll hätten die Ärzte der Klinik H._ auf eine 50%ige Arbeitsfähigkeit für körperlich leichte, wechselnd belastende Tätigkeiten geschlossen, obwohl bei Klinikaustritt eine Schmerzausweitung gegenüber dem Zustand bei Klinikeintritt habe festgestellt werden müssen. Unverständlicherweise habe die Beschwerdegegnerin gestützt auf den Bericht der Klinik H._ die Invalidenrente der Beschwerdegegnerin per 1. September 2005 von 100 % auf 50 % gekürzt. Dies sei aus medizinischer Sicht nicht gerechtfertigt. Auch die Ausübung einer behinderungsangepassten Tätigkeit sei der Beschwerdeführerin nicht möglich. Die sechs Stunden Hausarbeit, welche die Beschwerdeführerin jede Woche bei einer guten Bekannten verrichte, entsprächen nicht einer angepassten Tätigkeit, sondern seien als soziale Reintegration zu verstehen. Die Beschwerdeführerin sei aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr fähig, Arbeit zu leisten. Ihre Situation habe sich keineswegs verbessert. Sie leide trotz Physiotherapie und medikamentöser Behandlung weiterhin unter starken rechtsseitigen Schulterschmerzen, welche die Ausübung einer Arbeitstätigkeit verunmöglichen würden. Eine Korrektur des Entscheides der Beschwerdegegnerin sei deshalb unumgänglich.
2.9 Die Ärzte der Rheumaklinik des Spitals M._ hielten am 21. Dezember 2005 (Urk. 9/39) fest, die Beschwerdeführerin sei bezüglich einer Aufnahme ins AISP (ambulantes interdisziplinäres Schmerz-Programm) umfassend abgeklärt worden. Dabei habe sie sich für das Programm als ungeeignet erwiesen. Es habe sich gezeigt, dass sie aktuell den Alltag (dem Schmerz angepasst) recht gut bewältige, viel selbständig im Haushalt durchführen und ein minimales Arbeitspensum von 8 Stunden pro Woche aufrecht erhalten könne. So hätten nur mit Mühe Therapieziele zur Verbesserung der Aktivität im Alltag gefunden werden können. Zudem mache die Beschwerdeführerin ein regelmässiges Fitness-Training, was sehr positiv sei. Auch eine psychiatrische Betreuung sei bei der schwierigen Lebenssituation und zur Verbesserung des Umgangs mit Schmerzen etabliert. Hauptsächlich verantwortlich für die Nichtaufnahme ins Programm sei aber das laufende IV-Verfahren. Grundsätzlich würden keine Patienten mit laufendem IV-Begehren aufgenommen.
3.
3.1 Die Beschwerdeführerin liess zur Begründung der Beschwerde geltend machen, zur Beurteilung ihrer Arbeitsfähigkeit könne nicht auf den Bericht der Klinik H._ abgestellt werden. Vielmehr gehe aus den Angaben von Dr. L._ hervor, dass sie auch in einer leichten Tätigkeit nicht mehr arbeitsfähig sei. Während ihres Aufenthalts in der Klinik H._ habe keine Verbesserung der Situation erzielt werden können. Sie leide nach wie vor unter derart starken Schmerzen, dass ihr die Ausübung einer Erwerbstätigkeit nicht zumutbar sei. Die Forderung, auch unter starken Schmerzen zu arbeiten, sei für jedermann unzumutbar. Die Beschwerdeführerin bemühe sich angemessen um ihre Wiedereingliederung. Es sei ihr aber nicht möglich, ein Einkommen zu erzielen, welches den Anspruch auf eine ganze Invalidenrente ausschliesse (Urk. 1).
3.2 Demgegenüber führte die Beschwerdegegnerin aus, es ergebe sich aus den eingeholten medizinischen Berichten, dass der Beschwerdeführerin aus rheumatologischer Sicht die Ausübung einer leichten, wechselbelastenden Tätigkeit zu 100 % zumutbar sei. Unter zusätzlicher Berücksichtigung der depressiven Störung mit Somatisierungstendenz rechtfertige es sich, ab Austritt aus der Klinik H._ von einer 50%igen Arbeitsbelastbarkeit mit Steigerungspotential auszugehen. Auf die Berichte von Dr. L._ könne nicht abgestellt werden, da dieser offensichtlich invaliditätsfremde Faktoren in seine Beurteilung miteinbezogen habe. Zu Gunsten der Beschwerdeführerin sei die Beurteilung der Klinik H._ erst ab Austrittsdatum berücksichtigt und für den Zeitraum ab Januar 2005 aufgrund der unvollständigen medizinischen Unterlagen sowie der teilweise bestätigten 100%igen Arbeitsunfähigkeit grosszügigerweise eine befristete ganze Rente zugesprochen worden (Urk. 8).
4.
4.1 Die Beschwerdeführerin ist unbestrittenermassen in ihrer angestammten Tätigkeit als Hörgeräte-Facharbeiterin nicht mehr arbeitsfähig. Strittig ist jedoch die Frage, ob sie in einer behinderungsangepassten Tätigkeit noch (teilweise) arbeitsfähig ist. Hierzu gilt es festzuhalten, dass die die Beschwerdeführerin behandelnden Hausärzte Dr. C._, Dr. D._ und Dr. F._ sich diesbezüglich nicht endgültig festlegen konnten, jedoch zumindest eine teilweise Arbeitsfähigkeit als möglich erachteten. Die Fachärzte der Klinik G._ attestierten aus rheumatologischer Sicht eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer körperlich leichten Tätigkeit. Dieser Beurteilung schloss sich Dr. E._ an.
4.2 Die Ärzte der Klinik H._ legten die Arbeitsfähigkeit auf 50 % für körperlich leichte, wechselbelastende Tätigkeiten ohne grössere Hub- und Überkopfarbeiten fest, wobei der Gesundheitszustand besserungsfähig und das Arbeitspensum sukzessive steigerbar sei. Diese Einschätzung erscheint insgesamt als nachvollziehbar. Die Beschwerdeführerin konnte anlässlich ihres stationären Aufenthalts in der Klinik ausführlich untersucht und beobachtet werden. Es hat sich dabei ergeben, dass sie grundsätzlich über eine recht gute Leistungsfähigkeit verfügt und das Ausmass der von ihr geklagten Schmerzen durch die objektiven Befunde nicht erklärbar ist. Die Beschwerdeführerin hat die Therapien regelmässig besucht und engagiert mitgewirkt. Offenbar ging sie aber von der Erwartung aus, dass sie dank der Therapie keine Schmerzen mehr haben würde. Dieses Ziel war zu hoch gesteckt, weshalb es nicht erreicht werden konnte. Es ist der Beschwerdeführerin jedoch zuzumuten, ihre Schmerzen so weit zu überwinden, dass sie einer leichten Tätigkeit im Umfang von 50 % nachgehen kann. Die Beschwerdegegnerin hat deshalb zu Recht auf die Beurteilung der Klinik H._ abgestellt. Soweit Dr. L._ von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit ausgeht, ist festzuhalten, dass bei ihm der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen ist, dass Hausärzte aufgrund ihrer vertrauensrechtlichen Auftragsstellung eher zugunsten ihrer Patientinnen aussagen. Die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch Dr. L._ beruht denn auch auf den subjektiven Angaben der Beschwerdeführerin und nicht auf den objektiven Befunden, insbesondere wird die invaliditätsfremde psychosoziale Belastungssituation einbezogen. Wie die Beschwerdegegnerin zu Recht ausführt, beschränkt sich der Bericht vom 15. April 2006 (Urk. 3/7) ausserdem darauf, Kritik am Entscheid der Beschwerdegegnerin zu üben, und enthält keine begründete Einschätzung der medizinisch-theoretischen Arbeitsfähigkeit.
4.3 Es ist der Beschwerdeführerin darin beizupflichten, dass sich ihr Gesundheitszustand während des Therapieaufenthalts in der Klinik H._ in subjektiver Hinsicht nicht verbessert hat. Immerhin konnte aber eine Rekonditionierung mit einer Steigerung von Kraft, Mobilität und Ausdauer erreicht werden. Aufgrund der Beurteilung der Ärzte der Klinik H._ steht fest, dass spätestens bei Klinikaustritt eine 50%ige Arbeitsfähigkeit in einer behinderungsangepassten Tätigkeit bestanden hat. Zu Gunsten der Beschwerdeführerin ist die Beschwerdegegnerin für die Zeit davor angesichts des Fehlens einer umfassenden medizinischen Beurteilung von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit ausgegangen, was als grosszügig erscheint, insgesamt aber nicht zu beanstanden ist.
4.4 Zusammenfassend ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin spätestens seit Ende August 2005 in einer leichten, wechselbelastenden Tätigkeit dauerhaft zu 50 % arbeitsfähig ist. Es ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführerin genügend leichte Hilfs-, Kontroll- und Überwachungstätigkeiten offen stehen, so dass nicht von realitätsfremden und in diesem Sinne unmöglichen oder unzumutbaren Einsatzmöglichkeiten gesprochen werden kann. So geht es beim als ausgeglichen unterstellten Arbeitsmarkt denn nicht um reale, geschweige denn offene Stellen, sondern um (gesundheitlich zumutbare) Beschäftigungsmöglichkeiten, welche der Arbeitsmarkt von seiner Struktur her, jedoch abstrahiert von den konjunkturellen Verhältnissen, umfasst (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts i.S. C. vom 16. Juli 2003, I 758/02). Der in diesem Sinne definierte Arbeitsmarkt stellt nicht nur vollständig gesunden Menschen eine Stelle zur Verfügung, sondern hält auch einer sich mit gesundheitsbedingten Einschränkungen präsentierenden arbeitnehmenden Person eine solche bereit. Die von der Beschwerdeführerin zwischenzeitlich ausgeübte Tätigkeit als Haushaltshilfe erfüllt die Anforderungen an eine leichte wechselbelastenden Tätigkeit nicht, weshalb dahingestellt bleiben kann, inwieweit die Beschwerdeführerin in der Lage war, diese Tätigkeit auszuüben.
5.
5.1 Laut Arbeitgeberbericht der B._ AG vom 20. Oktober 2004 (Urk. 9/8) hätte die Beschwerdeführerin ohne Eintritt des Gesundheitsschadens als Hörgeräte-Facharbeiterin ab Juli 2004 einen Jahreslohn von Fr. 49'357.80 erzielt. Es ist von einem Valideneinkommen in dieser Höhe auszugehen.
5.2 Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 126 V 76 f. Erw. 3b/aa und bb, vgl. auch BGE 129 V 475 Erw. 4.2.1). Für die Invaliditätsbemessung wird praxisgemäss auf die standardisierten Bruttolöhne (Tabellengruppe A) abgestellt (BGE 129 V 476 Erw. 4.2.1 mit Hinweis), wobei jeweils vom so genannten Zentralwert (Median) auszugehen ist. Bei der Anwendung der Tabellengruppe A gilt es ausserdem zu berücksichtigen, dass ihr generell eine Arbeitszeit von 40 Wochenstunden zugrunde liegt, welcher Wert etwas tiefer ist als die bis 1998 betriebsübliche durchschnittliche Arbeitszeit von wöchentlich 41,9 Stunden, seit 1999 von 41,8 Stunden, seit 2001 von 41,7 und seit 2004 von 41,6 Stunden (Die Volkswirtschaft 10/2005 S. 82 Tabelle B9.2; BGE 129 V 484 Erw. 4.3.2, 126 V 77 f. Erw. 3b/bb, 124 V 322 Erw. 3b/aa; AHI 2000 S. 81 Erw. 2a).
Nach der Rechtsprechung ist beim Einkommensvergleich unter Verwendung statistischer Tabellenlöhne zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Sodann ist dem Umstand Rechung zu tragen, dass weitere persönliche und berufliche Merkmale einer versicherten Person, wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können. In BGE 126 V 75 ff. hat das Eidgenössische Versicherungsgericht die bisherige Praxis dahin gehend präzisiert, dass die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalls (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad) abhängig ist. Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalideneinkommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wobei der Abzug auf höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 129 V 481 Erw. 4.2.3 mit Hinweisen).
5.3 Der Zentralwert für die mit einfachen und repetitiven Aufgaben beschäftigten Frauen betrug im Jahre 2004 im privaten Sektor Fr. 3'893.-- pro Monat bei 40 Arbeitsstunden pro Woche (LSE 2004, Tabelle TA 1, S. 53), was unter Berücksichtigung einer betriebsüblichen Arbeitszeit von 41,6 Stunden pro Woche ein hypothetisches Einkommen von monatlich Fr. 4'048.70 bzw. Fr. 48'584.40 pro Jahr (mal 12) ergibt. Bei einem 50%-Pensum beträgt das Einkommen Fr. 24'292.20. Dem Umstand, dass die Beschwerdeführerin nur noch leichte, wechselbelastende Tätigkeiten ausüben kann und sie über keine berufliche Ausbildung verfügt, ist mit einem Abzug von 10 % Rechnung zu tragen. Das Invalideneinkommen beläuft sich somit auf Fr. 21'863.--. Verglichen mit dem hypothetischen Valideneinkommen von Fr. 49'357.80.-- resultiert eine Einkommenseinbusse von Fr. 27'494.80 bzw. 55,7 %. Ein über die ab 1. September 2005 zugesprochene halbe Rente hinausgehender Anspruch ist damit zu verneinen, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
6. Bei der Beschwerdeführerin sind die Voraussetzungen zur Bewilligung einer unentgeltlichen Rechtsvertretung gemäss § 16 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (GSVGer) erfüllt. Demnach ist ihr somit Rechtsanwältin Dr. Elsa Sigg-Meierhans, Zürich, als unentgeltliche Rechtsbeiständin für dieses Verfahren zu bestellen und diese mit Fr. 2'000.-- (inkl. Barauslagen) aus der Gerichtskasse zu entschädigen.