Decision ID: 3cd48148-f191-4ea5-8df8-39f8533a8d5b
Year: 2020
Language: de
Court: CH_BSTG
Chamber: CH_BSTG_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: penal_law

Die Beschwerdekammer hält fest, dass:
- die Staatsanwaltschaft Zeeland West-Brabant gegen B. und C. ein  wegen Betäubungsmittel-, Betrugs- und Geldwäschereidelikten führt;
- die niederländischen Behörden mit Rechtshilfeersuchen vom 30. April 2018
bzw. 14. Februar 2019 die Schweiz u.a. um Herausgabe von Kontoauszügen und Jahresabschlüsse betreffend die A. AG ersuchten;
- mit Schlussverfügung vom 4. Juni 2020 die Staatsanwaltschaft des Kantons
Zug als ausführende Behörde die rechtshilfeweise Herausgabe der  Unterlagen an die niederländischen Behörden verfügte (act. 1.3);
- dagegen die A. AG mit Eingabe vom 3. Juli 2020 Beschwerde bei der Be-
schwerdekammer des Bundesstrafgerichts erhebt und zur Hauptsache die Aufhebung der angefochtenen Verfügung beantragt (act. 1).

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass:
- die Schlussverfügung der ausführenden kantonalen Behörde der Be-
schwerde an die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts unterliegt (Art. 80e Abs. 1 IRSG);
- auf Beschwerdeverfahren in internationalen Rechtshilfeangelegenheiten das
VwVG anwendbar ist (Art. 39 Abs. 2 lit. b i.V.m. Art. 37 Abs. 2 lit. a Ziff. 1 StBOG), wenn das IRSG nichts anderes bestimmt (Art. 12 Abs. 1 IRSG);
- in Anwendung von Art. 63 Abs. 4 VwVG i.V.m. Art. 39 Abs. 2 lit. b StBOG die
Beschwerdekammer die Beschwerdeführerin mit Einschreiben vom 7. Juli 2020 eine Frist bis zum 20. Juli 2020 zur Leistung eines  in der Höhe von Fr. 4‘000.-- ansetzte (act. 3);
- das Einschreiben der Beschwerdeführerin am Folgetag zugestellt wurde
(act. 5);
- die Frist zur Bezahlung eines Kostenvorschusses gewahrt ist, wenn der Be-
trag rechtzeitig zu Gunsten der Behörde der Schweizerischen Post  oder einem Post- oder Bankkonto in der Schweiz belastet worden ist (Art. 21 Abs. 3 VwVG i.V.m. Art. 39 Abs. 2 lit. b StBOG); die Rechtzeitigkeit im Zweifelsfall vom Pflichtigen zu beweisen ist;
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- die Beschwerdeführerin den ihr auferlegten Kostenvorschuss innert Frist nicht (und auch nicht bis dato) bezahlt hat (act. 4);
- auf die Beschwerde daher androhungsgemäss nicht einzutreten ist (Art. 63
Abs. 4 VwVG i.V.m. Art. 39 Abs. 2 lit. b StBOG);
- die Beschwerdeführerin bei diesem Ausgang des Verfahrens kostenpflichtig
wird (Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 39 Abs. 2 lit. b StBOG);
- für die Berechnung der Gerichtsgebühr gemäss Art. 63 Abs. 5 VwVG i.V.m.
Art. 73 StBOG das Reglement des Bundesstrafgerichts über die Kosten,  und Entschädigungen in Bundesstrafverfahren vom 31. August 2010 (BStKR; SR 173.713.162) zur Anwendung gelangt;
- die Gerichtsgebühr vorliegend auf Fr. 400.-- festzusetzen ist (vgl. Art. 8
Abs. 3 lit. a BStKR).
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