Decision ID: d8e6f430-6bc8-4bfd-b08e-6ed1796f6df3
Year: 2010
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
S._,
Beschwerdeführer,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
Hilfsmittel
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Sachverhalt:
A.
S._ meldete sich am 14. Juli 2008 zum Bezug von IV-Leistungen an. Das Schweizer
Paraplegikerzentrum Nottwil berichtete am 6. August 2008, der Versicherte leide an
einer motorisch kompletten, sensorisch inkompletten Tetraplegie sub C5 links und Th1
rechts und an einer Dysregulation mit Blasen-, Darm- und Sexualfunktionsstörung. Es
stellte am 7. November 2008 für den Versicherten ein Gesuch um die
Kostenübernahme für behinderungsbedingte Anpassungen und Änderungen im
Wohnbereich. Gemäss dem beigelegten Abklärungsprotokoll vom 16. September 2008
handelt es sich um eine 4,5 Zimmer-Wohnung im dritten Obergeschoss. Der Zugang
und der Lift waren voll rollstuhlgängig. Die Räume waren mit Ausnahme des
Sanitätsraums gross genug für eine Nutzung mit einem Rollstuhl. Die Tiefgarage wies
allerdings nur Parkplätze mit einer Breite von ca. 2.50 m auf. Folgende Anpassungen
wurden als notwendig bezeichnet: Automatischer Türöffner an der Haustüre, Umbau
des Sanitätsraums, Anheben des Balkonbodens zur Beseitigung der Türschwelle,
Anmieten eines zweiten Parkplatzes, um eine genügende Parkplatzbreite zu erreichen,
automatischer Türöffner für die Türe von der Tiefgarage zum Liftvorplatz. Die SAHB
Hilfsmittelzentrale berichtete am 3. November 2008, der Versicherte könne die
Eingangstüre und die Tür zur Tiefgarage nicht selbst bedienen. Dies verunmögliche es
ihm, das Haus selbständig zu verlassen. Um mit dem Rollstuhl aus dem Haus oder
wieder in das Haus zu gelangen, benötige der Versicherte immer die Hilfe anderer
Personen. Er wolle aber soziale Kontakte ausser Haus pflegen und Besuche und
Ausflüge ohne fremde Hilfe unternehmen. Bei der Kostenaufstellung wies das SAHB
Hilfsmittelzentrum dann aber darauf hin, dass die Kosten der Türautomation nicht von
der Invalidenversicherung übernommen werden könnten.
B.
Mit einer Mitteilung vom 11. Mai 2009 erteilte die IV-Stelle dem Versicherten eine
Kostengutsprache für die baulichen Massnahmen in der Dusche und am Balkon. Das
Schweizer Paraplegikerzentrum erkundigte sich am 28. Mai 2009, weshalb in dieser
Mitteilung nichts zur Tiefgarage gesagt werde. Mit einem Vorbescheid vom 8. Juni
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2009 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, dass Türöffner der Hilfsmittelkategorie
gemäss der Ziffer 13.05* HVI zuzuordnen seien. Derartige Hilfsmittel könnten in erster
Linie im Zusammenhang mit der Erwerbstätigkeit geprüft werden. Im Aufgabenbereich
könne nur dann ein Hilfsmittel abgegeben werden, wenn dieses eine wesentliche
Eingliederungswirksamkeit entfalte. Nötig sei dazu eine Leistungssteigerung um
mindestens 10%. Der automatische Türöffner bewirke keine derartige
Leistungssteigerung. Parkplätze könnten keiner Hilfsmittelkategorie zugeordnet
werden. Mit einer Verfügung vom 20. Juli 2009 verneinte die IV-Stelle einen Anspruch
des Versicherten auf die Übernahme der Kosten von Türöffner und der Mietkosten
eines zweiten Parkplatzes.
C.
Das Schweizer Paraplegikerzentrum erhob am 11./28. August 2009 für den
Versicherten Beschwerde gegen diese Verfügung. Es beantragte die Genehmigung des
Antrages auf Kostenübernahme. Zur Begründung führte es aus, es sei notwendig, dass
der Versicherte sich autonom aus dem Haus und zurück ins Haus bewegen könne. Die
Leistungssteigerung im Haushalt sei indirekt, indem der Versicherte seine Ehefrau nicht
zusätzlich belaste und indem er kleinere Besorgungen machen könne.
D.
Die IV-Stelle beantragte am 13. November 2009 die Abweisung der Beschwerde. Sie
machte geltend, der automatische Türöffner falle unter jene Hilfsmittel, die nur
abgegeben würden, wenn sie für die Ausübung einer Erwerbstätigkeit, für die Tätigkeit
im Aufgabenbereich oder für die Schulung, Ausbildung, funktionelle Angewöhnung
notwendig seien. Der Versicherte gehe keiner Erwerbstätigkeit nach. Er könne auch
keine regelmässige Tätigkeit im Haushalt ausführen. Die Ehefrau habe im Rahmen der
Schadenminderungspflicht die Möglichkeit, dem Versicherten die Tür zu öffnen. Die
Mietkosten eines zweiten Parkplatzes könnten nicht übernommen werden, weil
Parkplätze unter keine Hilfsmittelkategorie fielen.
E.
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Das Schweizer Paraplegikerzentrum wandte am 25. November 2009 ein, massgebend
sei auch die Ziffer 15.05 HVI betreffend Umweltkontrollgeräte. Der automatische
Türöffner sei zwingend notwendig für die selbständige Fortbewegung und die Pflege
sozialer Kontakte, auf die eine behinderte Person Anspruch habe. Die Ehefrau könne
dem Versicherten unmöglich immer helfen, insbesondere was die Tür zur Tiefgarage
betreffe. Der Versicherte müsse in der Lage sein, kleine Besorgungen selbständig zu
tätigen.
F.
Die IV-Stelle verzichtete am 5. Januar 2010 auf eine Stellungnahme.

Erwägungen:
1.
Versicherte haben im Rahmen einer vom Bundesrat aufzustellenden Liste Anspruch auf
jene Hilfsmittel, derer sie für die Ausübung einer Erwerbstätigkeit oder einer Tätigkeit
im Aufgabenbereich, zur Erhaltung oder Verbesserung der Erwerbsfähigkeit, für die
Schulung, die Aus- und Weiterbildung oder zum Zweck der funktionellen
Angewöhnung bedürfen (Art. 21 Abs. 1 Satz 1 IVG). Versicherte, die infolge ihrer
Invalidität für die Fortbewegung, für die Herstellung des Kontakts mit der Umwelt oder
für die Selbstsorge kostspielige Geräte benötigen, haben ebenfalls im Rahmen einer
vom Bundesrat aufzustellen Liste ohne Rücksicht auf die Erwerbsfähigkeit einen
Anspruch auf solche Hilfsmittel (Art. 21 Abs. 2 IVG). Der Bundesrat hat diese Aufgabe
an das zuständige Departement delegiert (Art. 14 IVV). Dieses hat eine Verordnung
über die Abgabe von Hilfsmitteln durch die Invalidenversicherung (HVI) erlassen.
Gemäss Art. 2 Abs. 1 HVI besteht ein Anspruch auf die in der Liste im Anhang
aufgeführten Hilfsmittel, soweit diese für die Fortbewegung, die Herstellung des
Kontakts mit der Umwelt oder für die Selbstsorge notwendig sind. Auf die in dieser
Liste mit einem Stern (*) bezeichneten Hilfsmittel besteht nur dann ein Anspruch, wenn
dieses Hilfsmittel für die Ausübung einer Erwerbstätigkeit oder einer Tätigkeit im
Aufgabenbereich, für die Schulung, für die Ausbildung, für die funktionelle
Angewöhnung oder für eine ausdrücklich genannte Tätigkeit notwendig sind (Art. 2
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Abs. 2 HVI). In Frage kommen im vorliegenden Fall die Beseitigung oder Änderung von
baulichen Hindernissen im und um den Wohn-, Arbeits-, Ausbildungs- oder
Schulungsbereich (Ziff. 13.05* der Liste im Anhang zur HVI), die invaliditätsbedingten
baulichen Änderungen in der Wohnung (Ziff. 14.04 der Liste im Anhang zur HVI) und die
Umweltkontrollgeräte (Ziff. 15.05 der Liste im Anhang zur HVI).
2.
Das Bundesgericht hat in einem Urteil vom 15. März 2007 (I 133/06) zur Frage, ob ein
automatischer Türöffner ein Hilfsmittel sei, das abgegeben werden müsse, ausgeführt,
die gemäss der Ziff. 13.05.5* des Kreisschreibens über die Hilfsmittel (KHMI)
weisungsmässig verlangte Leistungssteigerung im Aufgabenbereich um mindestens
10% (vgl. auch Rz 1011 KHMI) sei eine zulässige Konkretisierung der
leistungsspezifischen Eingliederungswirksamkeit gemäss Art. 8 Abs. 1 IVG, sofern man
sie als Richtwert verstehe. Der Beschwerdeführer ist gar nicht im Aufgabenbereich
'Haushalt' tätig. Der Haushalt wird von seiner Ehefrau besorgt. Seine einzige
Möglichkeit, sich im Haushalt zu betätigen, wäre wohl die Ausführung kleinerer
Besorgungen und allenfalls von Behördengängen usw. Damit würde er nur einen
kleinen Teil der Haushaltsbesorgung übernehmen. Eine erhebliche
Eingliederungswirksamkeit wäre darin nicht zu erblicken, denn diese Aufgaben würden
weit weniger als 10% der Haushaltsarbeit ausmachen. Der eigentliche positive Effekt
bestünde für den Beschwerdeführer nicht in der Entlastung seiner Ehefrau, sondern in
der Möglichkeit, vermehrt gesellschaftlichen Kontakt zu pflegen. Darin kann aber keine
Eingliederungswirksamkeit im Sinne des Art. 8 Abs. 1 IVG erblickt werden. Die
Beschwerdegegnerin hat somit die Frage nach der Anwendbarkeit der Ziff. 13.05* der
Liste im Anhang zur HVI auf die automatischen Türöffner zu Recht verneint.
3.
Die Ziffer 14.04 der Liste im Anhang zur HVI steht unter dem Titel 'Hilfsmittel für die
Selbstsorge'. Sie enthält eine Aufzählung jener baulichen Änderungen in der Wohnung,
die als Hilfsmittel von der Invalidenversicherung zu übernehmen sind. Weisungs- und
praxisgemäss handelt es sich dabei um eine abschliessende Aufzählung (vgl.
Rz 14.04.1 KHMI). Dies schliesst es zum vornherein aus, die Aufzählung als lückenhaft
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zu interpretieren und sie um den automatischen Türöffner zu ergänzen. Auch mit der
allgemeinen Austauschbefugnis ist es nicht möglich, einen Anspruch auf einen
automatischen Türöffner für die Eingangstüre des Mehrfamilienhauses und für die Tür
zur Tiefgarage zu begründen, denn die einzigen dafür in Frage kommenden baulichen
Änderungen, das Auswechseln der Türen und das Entfernen von Türschwellen/
Erstellen von Schwellenrampen, beziehen sich auf Änderungen in der Wohnung. Weder
die Eingangstüre noch die Türe zur Tiefgarage befinden sich in der Wohnung des
Beschwerdeführers. Entgegen dem ersten Eindruck, dass man damit allzu sehr am
Wortlaut der Ziffer 14.04 der Liste im Anhang zur HVI kleben bleibe, entspricht die
Beschränkung auf bauliche Änderungen in der Wohnung dem Sinn und Zweck der
Hilfsmittel zur Selbstsorge. Die Eingangstür und die Tür zur Tiefgarage werden nämlich
nicht im Rahmen der Selbstsorge benutzt. Sie dienen vielmehr dem Kontakt mit der
Umwelt. Die Förderung der Selbstsorge beschränkt die baulichen Änderungen
notwendigerweise auf diejenigen in der Wohnung. Die Ziffer 14.04 der Liste im Anhang
zur HVI verschafft dem Beschwerdeführer also keinen Anspruch auf einen
automatischen Türöffner.
4.
4.1 Gemäss der Ziffer 15.05 der Liste im Anhang zur HVI, die unter dem Titel
'Hilfsmittel für den Kontakt mit der Umwelt' steht, gehören auch Umweltkontrollgeräte
zu den abzugebenden Hilfsmitteln. Das Bundesgericht hat in dem bereits genannten
Urteil vom 15. März 2007 die Auffassung der damaligen Vorinstanz bestätigt, dass
automatische Türöffner in den Regelungsbereich der Ziffer 15.05 der Liste im Anhang
zur HVI gehörten. Allerdings gelte das nur für automatische Türöffner innerhalb des
Wohnbereiches. Diene ein automatischer Türöffner der Überwindung des
Wohnungszuganges, so sei dieses Hilfsmittel gestützt auf die Ziffer 13.05* der Liste im
Anhang zur HVI zu übernehmen, falls es eingliederungswirksam sei. Die
Unterscheidung zwischen den erwerbstätigen oder im Aufgabenbereich tätigen
Personen einerseits und den behinderungsbedingt nicht erwerbstätigen Personen
andererseits sei gerechtfertigt (vgl. Erw. 8.1 des genannten Bundesgerichtsurteils).
Diese Argumentation ignoriert den Sinn und Zweck des Hilfsmittels
'Umweltkontrollgerät'. Diese Hilfsmittelart dient nicht der notwendigerweise innerhalb
der eigenen Wohnung stattfindenden Selbstsorge und auch nicht der Fortbewegung
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innerhalb der eigenen Wohnung (vgl. Erw. 8.2 des genannten Bundesgerichtsurteils),
sondern dem Kontakt mit der Umwelt. Sie ist also dazu bestimmt, das Verlassen und
das Wiederaufsuchen der eigenen Wohnung zu ermöglichen, damit die versicherte
Person mit der Umwelt, d.h. mit der Welt ausserhalb ihrer eigenen Wohnung, in
Kontakt treten kann. Ein automatischer Türöffner für eine Zimmertür innerhalb der
Wohnung erleichtert zwar u.U. die Selbstsorge, aber auf keinen Fall den Kontakt mit
der Welt ausserhalb der eigenen Wohnung. Die Ziffer 15.05 der Liste im Anhang zur
HVI umfasst also entgegen der Auffassung des Bundesgerichts gerade nicht den
automatischen Türöffner in der Wohnung, sondern denjenigen zur Überwindung des
Wohnungszugangs. Der Wortlaut der Ziffer 15.05 der Liste im Anhang zur HVI
widerspricht dem nicht, denn die selbständige Fortbewegung mit dem Elektrofahrstuhl
innerhalb des Wohnbereiches wird ausdrücklich als alternatives Versorgungsziel neben
die Ermöglichung des Kontakts mit der Umwelt gestellt.
4.2 Umweltkontrollgeräte werden nur an schwerstgelähmte Personen abgegeben. Was
unter 'schwerstgelähmt' zu verstehen ist, wird in den Verwaltungsweisungen nicht
erläutert (vgl. Rz 15.05.1 ff. KHMI). Der Begriff kann nicht seinem Wortlaut gemäss
interpretiert werden, denn aus teleologischer Sicht entscheidend ist, dass die Lähmung
einen objektiven Hilfsmittelbedarf auslöst. Schwerstgelähmt im Sinne von Ziffer 15.05
der Liste im Anhang zur HVI ist demnach jede Person, die infolge einer Lähmung
ausserstande ist, eine Hauseingangstüre selbständig zu öffnen, die also
behinderungsbedingt objektiv auf einen automatischen Türöffner angewiesen ist, um
den Wohnungszugang zu überwinden. Es wäre mit dem Gleichbehandlungsgrundsatz
nicht zu vereinbaren, einen Teil der gelähmten Personen von der
Anspruchsberechtigung auszuschliessen, obwohl sie objektiv auf einen automatischen
Türöffner angewiesen sind, nur weil sie nicht schwerst-, sondern nur schwer- oder
mittelschwer gelähmt sind. Der Beschwerdeführer ist behinderungsbedingt objektiv
nicht in der Lage, die Eingangstür des Mehrfamilienhauses, in dem er wohnt,
selbständig zu öffnen, um das Haus zu verlassen oder es zu betreten. Er ist deshalb als
schwerstgelähmt im Sinne von Ziffer 15.05 der Liste im Anhang zur HVI zu betrachten,
so dass er einen Anspruch auf eine Versorgung mit einem automatischen Türöffner für
die Eingangstür hat.
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4.3 Im Gegensatz zur Eingangstür, deren Bedeutung für den Kontakt des
Beschwerdeführers mit der Umwelt offensichtlich ist, stellt sich bei der Türe zur
Tiefgarage die Frage, ob der Beschwerdeführer die Tür je selbständig öffnen muss.
Gemäss den Angaben der SHAB Hilfsmittelberatung vom 2. Juli 2009 (vgl. IV-act. 74)
fährt er nämlich nie ohne Begleitung mit seinem Auto. Wenn er zur Kontaktnahme mit
der Umwelt tatsächlich auf das Auto angewiesen ist, hat er also immer eine
Begleitperson, so dass er die Tür zur Tiefgarage nicht selbst öffnen muss. Zumindest
bis zu dem hier massgebenden Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung
hat also kein Bedarf nach einem automatischen Türöffner für die Tür zur Tiefgarage
bestanden. Dieses Hilfsmittelbegehren des Beschwerdeführers hat die
Beschwerdegegnerin also, anders als dasjenige betreffend den automatischen
Türöffner für die Eingangstür, zu Recht abgewiesen. Der Beschwerdeführer hat nur
einen Anspruch auf einen automatischen Türöffner für die Eingangstür des
Mehrfamilienhauses, in dem er wohnt.
5.
Der Beschwerdeführer verlangt die Übernahme der Kosten eines zweiten Parkplatzes in
der Tiefgarage, weil die Parkplätze zu schmal seien, um ihm den Wechsel vom
Rollstuhl auf den Fahrersitz des Autos zu erlauben. Allerdings ist nicht abgeklärt
worden, ob es in der Tiefgarage einen Parkplatz gäbe, der auf der einen Seite keinen
anderen Parkplatz, sondern eine freie Fläche (beispielsweise den Zugang zu einer Tür)
aufweist, so dass diese Fläche es dem Beschwerdeführer erlaubt, sich auf den
Fahrersitz zu begeben. Eine entsprechende Abklärung kann unterbleiben, denn nicht
alle durch eine Behinderung verursachten Nachteile begründen einen Anspruch auf ein
Hilfsmittel, das diesen Nachteil ausgleicht. Weder die Ziffern in der Liste im Anhang zur
HVI betreffend die Hilfsmittel in der Form von Motorfahrzeugen noch die Ziffern
betreffend die Hilfsmittel für den Kontakt mit der Umwelt erwähnen die Kosten eines
zweiten Parkplatzes. Da es sich bei der Liste im Anhang zur HVI um eine
abschliessende Aufzählung handelt (vgl. etwa BGE 131 V 107 ff.), kann keine
ausfüllungsbedürftige Lücke vorliegen, die durch eine neue Hilfsmittelkategorie 'Miete
eines ausreichend grossen Parkplatzes' zu schliessen wäre. Die Beschwerdegegnerin
hat somit das entsprechende Hilfsmittelbegehren zu Recht abgewiesen.
6.
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Gemäss den vorstehenden Überlegungen ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen
und dem Beschwerdeführer ist ein automatischer Türöffner zur Bedienung der
Eingangstüre zum Haus zuzusprechen. Die Sache ist zur verfügungsweisen Regelung
der Details dieser Hilfsmittelversorgung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
Dieser Verfahrensausgang ist in bezug auf die Kosten des Beschwerdeverfahrens als
vollumfängliche Gutheissung zu werten, denn die angefochtene Verfügung hat sich als
rechtswidrig erwiesen. Der Verfahrensaufwand (Art. 69 Abs. 1 IVG) ist zur Gänze auf
diese Rechtswidrigkeit zurückzuführen. Die Beschwerdegegnerin hat deshalb für die
gesamten Kosten aufzukommen. Der Verfahrensaufwand erweist sich als deutlich
unterdurchschnittlich, so dass die Gerichtsgebühr auf Fr. 400.- festzusetzen ist. Der
geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.- ist dem Beschwerdeführer vollumfänglich
zurückzuerstatten.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG