Decision ID: c91488e2-a2cb-4503-86b3-59a8829deda0
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_OG
Chamber: ZH_OG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: civil_law

betreffend Erbteilung (Nichteintreten/Sistierung/Kosten- und )
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Berufung und Beschwerde gegen einen Beschluss des Bezirksgerichtes Winterthur vom 29. November 2013 (CP080004-K)
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Anträge des Beklagten 3: (Urk. 268 S. 2)
" 1. Auf die Klage sei nicht einzutreten; eventualiter seien die durch RA Y1._ getätigten Handlungen, insb. eingereichten Eingaben, bis zum 05.09.2013 (Eintrag im Anwaltsregister) aus dem Recht zu weisen bzw. für nichtig zu erklären.
2. Das Verfahren sei einzustellen, bis über Antrag 1 rechtskräftig  wurde.
3. Sämtliche Kosten des Verfahrens bis zum 05.09.2013 seien Herrn RA Y1._ aufzuerlegen, eventualiter seien die Kosten des Summarverfahrens sowie alle übrigen Kosten der Verfahren ( MWST) der Klägerin aufzuerlegen; alles unter  zu Lasten der Klägerin."
Beschluss des Bezirksgerichtes Winterthur vom 29. November 2013:
1. Die Anträge des Beklagten 3 um Nichteintreten, eventualiter Nichtigerklärung
werden abgewiesen.
2. Der Sistierungsantrag wird abgewiesen.
3. Die Kosten für diesen Entscheid werden festgesetzt auf Fr. 1'800.–.
4. Die Kosten für diesen Entscheid werden dem Beklagten 3 auferlegt.
5. Der Klägerin und den Beklagten 1 und 2 wird für diesen Entscheid keine Ent-
schädigung zugesprochen.
6. (Schriftliche Mitteilung)
7. (Rechtsmittel)
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Anträge:
Des Beklagten 3 und Berufungsklägers im Verfahren LB130069 (Urk. 7/1):
" 1. Es sei Dispositiv Ziffer 1 des Beschlusses des Bezirksgerichts Winterthur vom 29. November 2013 (Geschäfts-Nr. CP080004) aufzuheben und die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen.
2. Eventualiter sei neu zu entscheiden, der Beschluss des  Winterthur vom 29. November 2013 (Geschäfts-Nr. CP080004) aufzuheben und wie folgt zu ändern:
2.1 Die Anträge des Beklagten 3 um Nichteintreten, eventualiter  seien gutzuheissen, insb. sei auf die Erbteilungsklage nicht einzutreten; eventualiter seien die durch RA Y1._  Handlungen, insb. eingereichte Eingaben, bis zum 05.09.2013 (Eintrag im Anwaltsregister) aus dem Recht zu  bzw. für nichtig zu erklären.
3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich ) zu Lasten des Vertreters der Berufungsbeklagten 3; eventualiter alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen ( Mehrwertsteuer) zu Lasten der Berufungsbeklagten 3 (Klägerin vor erster Instanz)."
Des Beklagten 3 und Beschwerdeführers im Verfahren RB130062 (Urk. 13/1):
" 1. Es seien Dispositiv Ziffer 2-5 des Beschlusses des  Winterthur vom 29. November 2013 (Geschäfts-Nr. CP080004) aufzuheben und die Sache an die Vorinstanz .
2. Eventualiter sei neu zu entscheiden, der Beschluss des  Winterthur vom 29. November 2013 (Geschäfts-Nr. CP080004) aufzuheben und wie folgt zu ändern:
2.1 Der Sistierungsantrag sei gutzuheissen. 2.2 Die Kosten für diesen Entscheid seien auf Fr. 600.– festzusetzen,
subeventualiter auf einen durch das Gericht zu bestimmenden Betrag.
2.3 Die Kosten für diesen Entscheid seien auf die Gerichtskasse zu nehmen, subeventualiter der Klägerin zu auferlegen.
3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich ) zu Lasten der Beschwerdegegner 2 und 3 (Beklagter 2 und Klägerin vor erster Instanz)."
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Erwägungen:
A. Sachverhaltsüberblick/Prozessgeschichte
1. E._ ... verstarb am tt.mm.2007. Er hinterliess seine Ehefrau C._
(fortan: Beklagte 1), die Tochter B._ (fortan: Klägerin) und die beiden
Söhne D._ (fortan: Beklagter 2) und A._ (fortan: Beklagter 3).
2. Mit Einreichung der Weisung des Friedensrichteramts Winterthur (Urk. 1)
und der Klageschrift vom 19. Mai 2008 (Urk. 2) erhob Rechtsanwalt lic. iur.
Y1._ namens und im Auftrag der Klägerin bei der Vorinstanz Erbtei-
lungsklage. In der vom Beklagten 3 unter dem Datum vom 29. September
2008 eingereichten Klageantwort wurde darauf hingewiesen, dass Rechts-
anwalt Y1._ derzeit (im September 2008) nicht im Anwaltsregister des
Kantons Zürich eingetragen sei (Urk. 22 S. 6). Vorerst gingen weder die Vor-
instanz noch die Klägerin persönlich, noch Rechtsanwalt Y1._ auf die-
sen Hinweis ein. Rechtsanwalt Y1._ erstattete im weiteren Verlauf des
Verfahrens nebst der Klage- und Replikschrift (Urk. 1 und 43) diverse weite-
re Eingaben für die Klägerin (Urk. 25, 40, 42, 67, 75, 76, 92, 102, 109, 115,
116, 118, 127, 150, 164, 165, 170, 172, 192, 208, 213, 225, 244, 247, 276)
und trat in dieser Sache auch in den von den Parteien angestrengten
Rechtsmittelverfahren vor Obergericht des Kantons Zürich sowie dem Bun-
desgericht im Namen der Klägerin auf (vgl. Urk. 145, Urk. 160, Urk. 217 f.
und Urk. 228 f.).
3. Nach Wiederanhandnahme des Prozesses nach Abschluss der vorerwähn-
ten Rechtsmittelverfahren im Juli 2013 griff die Vorinstanz den Hinweis des
Beklagten 3 auf den fehlenden Registereintrag von Rechtsanwalt Y1._
auf und forderte Letzteren mit Beschluss vom 19. August 2013 auf, seine
Legitimation zur Vertretung der Klägerin im vorliegenden Prozess darzutun
(Urk. 230 Dispositiv-Ziffer 6). Mit Eingabe vom 12. September 2013 führte
Rechtsanwalt Y1._ diesbezüglich aus, dass er der Überzeugung gewe-
sen sei, korrekt im Anwaltsregister des Kantons Zürich eingetragen zu sein.
Nachdem sich diese Annahme aber als falsch erwiesen habe, habe er un-
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verzüglich seine korrekte Eintragung veranlasst. Mit Beschluss der Auf-
sichtskommission über die Anwältinnen und Anwälte vom 5. September
2013 sei er in das Register eingetragen worden (Urk. 244).
4. Mit Eingabe vom 14. Oktober 2013 stellte der Beklagte 3 die eingangs er-
wähnten Anträge und forderte die Vorinstanz auf, auf die Erbteilungsklage
zufolge fehlender Postulationsfähigkeit von Rechtsanwalt Y1._ nicht
einzutreten, eventualiter die von ihm getätigten Eingaben aus dem Recht zu
weisen. Das Verfahren sei bis zum Entscheid über die Auswirkungen der
fehlenden Postulationsfähigkeit von Rechtsanwalt Y1._ zu sistieren
(Urk. 268 S. 2).
5. Rechtsanwalt Y1._, der Klägerin persönlich sowie den Beklagten 1 und
2 wurde in der Folge Frist angesetzt, um sich zur Eingabe bzw. zu den An-
trägen des Beklagten 3 zu äussern (Urk. 270). Die Klägerin genehmigte in
ihrer diesbezüglichen Eingabe vom 4. November 2013 ausdrücklich sämtli-
che von Rechtsanwalt Y1._ im vorliegenden Erbteilungsverfahren vor
dem 5. September 2013 (Datum der Eintragung im Anwaltsregister) getätig-
ten Handlungen, insbesondere die gemachten Eingaben, unbesehen ihrer
rechtlichen Qualifikation (Rechtsschriften, Gesuche, Fristverlängerungen,
etc.), (Urk. 276). Rechtsanwalt Y1._ verwies in seiner Stellungnahme
auf die soeben erwähnte Genehmigung seitens der Klägerin persönlich
(Urk. 280 S. 5 i.V.m. Urk. 281/9). Die Beklagten 1 und 2 haben sich innert
Frist nicht vernehmen lassen. Die Eingaben der Klägerin persönlich und von
Rechtsanwalt Y1._ wurden den Beklagten 1-3 mit Kurzbrief vom
15. November 2013 zur Kenntnisnahme zugestellt (Urk. 287 f.). Am
24. November 2013 hat der Beklagte 3 unaufgefordert eine Stellungnahme
eingereicht und sich auf den Standpunkt gestellt, die fehlende Postulations-
fähigkeit von Rechtsanwalt Y1._ stelle einen unheilbaren Mangel dar,
woran eine Genehmigung der von ihm getätigten Handlungen durch die Klä-
gerin nichts ändern könne (Urk. 293).
6. Die Vorinstanz hat die Begehren des Beklagten 3 mit Beschluss vom
29. November 2013 vollumfänglich abgewiesen und ihm die in diesem Zu-
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sammenhang entstandenen Kosten auferlegt (Urk. 298 = Urk. 2 in den Ver-
fahren RB130062 und LB130069 und LB140002, fortan Urk. 2).
7. Die Abweisung des Sistierungsbegehrens sowie die Regelung der Kosten-
und Entschädigungsfolgen hat der Beklagte 3 mit Eingabe vom 19. Dezem-
ber 2013 mit Beschwerde angefochten (Urk. 1). Da er in der Rechtsmittelbe-
gründung aufgrund der geltend gemachten Befangenheit von Ersatzrichter
lic. iur. F._ die Aufhebung des gesamten vorinstanzlichen Urteils - und
damit auch die Aufhebung der mit Berufung anfechtbaren Dispositiv-Ziffer 1
- verlangte, wurde neben dem Beschwerdeverfahren mit der Verfahrens-
nummer RB130062 zusätzlich ein Berufungsverfahren mit der Verfahrens-
nummer LB130069 angelegt.
Mit Eingabe vom 7. Januar 2014 hat der Beklagte 3 innert Frist zusätzlich
Berufung gegen Dispositiv-Ziffer 1 des angefochtenen Beschlusses (Abwei-
sung des Antrages auf Nichteintreten resp. Nichtigerklärung) erhoben. Die-
ses Verfahren wurde unter der Geschäftsnummer LB140002 angelegt. Die-
ses Berufungsverfahren wurde in der Folge mit dem von der Kammer bereits
unter der Geschäftsnummer LB130069 angelegten Berufungsverfahren ver-
einigt und unter der Verfahrensnummer LB130069 weitergeführt (Urk. 7/6
und 8).
8. Da sich die Berufung sowie die Beschwerde des Beklagten 3 sofort als un-
begründet erweisen, kann auf die Einholung einer Berufungs- bzw. Be-
schwerdeantwort verzichtet werden.
9. Gegenstand des vorliegenden Rechtsmittelverfahrens bildet die Frage, ob
Eingaben eines nicht zur Prozessführung befugten Rechtsanwaltes nach-
träglich genehmigt und dadurch wirksam werden können (nachstehend Erw.
D). Im Weiteren ist über das Sistierungsgesuch des Beklagten 3 (nachste-
hend Erw. F) sowie die erstinstanzliche Regelung Kosten- und Entschädi-
gungsfolgen (nachstehend Erw. G) zu befinden. Weiter ist dem Vorwurf der
Befangenheit von Ersatzrichter F._ nachzugehen (nachstehend
Erw. E).
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B. Vorbemerkung
1. Am 1. Januar 2011 ist die eidgenössische Zivilprozessordnung vom 19. De-
zember 2008 in Kraft getreten (Zivilprozessordnung [ZPO]; SR 272). Das
vorliegende Rechtsmittelverfahren wurde nachher eingeleitet, sodass dies-
bezüglich das neue Verfahrensrecht gilt. Das vorinstanzliche Verfahren un-
terstand dem alten Recht (Art. 404 ZPO), weshalb der Entscheid materiell
nach altem Verfahrensrecht (ZPO/ZH, GVG/ZH) zu prüfen ist.
2. Ebenfalls am 1. Januar 2011 ist die Gebührenverordnung des Obergerichts
vom 8. September 2010 in Kraft getreten (GebV OG; LS 211.11). Als Folge
dessen, dass für die Beurteilung der Kostenhöhe und der Kostenverteilung
das bisherige Verfahrensrecht gilt, ist diesbezüglich weiterhin die Verord-
nung des Obergerichts über die Gerichtsgebühren vom 4. April 2007 (Ger-
GebV) anwendbar (§ 23 GebV OG). Für das Berufungsverfahren gilt indes
infolge der Anwendbarkeit des neuen Verfahrensrechts die Gebührenver-
ordnung des Obergerichts vom 8. September 2010 (§ 22 GebV OG).
C. Verfahrensvereinigung
Da sich im vorliegenden Verfahren wie auch im Beschwerdeverfahren
RB130062 dieselben Parteien in derselben Rechtssache gegenüberstehen
und die Themen beider Verfahren eng miteinander verknüpft sind, ist das
Beschwerdeverfahren RB130062 mit dem vorliegenden Verfahren zu verei-
nigen, unter der Prozessnummer LB130069 weiterzuführen und als dadurch
erledigt abzuschreiben.
D. Heilung der mangelhaften Eingaben
1. Der Beklagte 3 stellt sich zusammengefasst auf den Standpunkt, Rechtsan-
walt Y1._ sei bis zu seiner Eintragung im Anwaltsregister des Kantons
Zürich per 5. September 2013 nicht zur berufsmässigen Vertretung der Klä-
gerin im vorliegenden Prozess legitimiert gewesen, weshalb die von ihm für
die Klägerin bis zu diesem Zeitpunkt getätigten Handlungen unwirksam sei-
en. Unbesehen davon, dass die nachträgliche Genehmigung der Handlun-
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gen durch die Klägerin nach fünfjährigem Prozessieren rechtsmissbräuchlich
sei, bleibe eine solche Genehmigung prozessrechtlich wirkungslos. Beim
fehlenden Registereintrag von Rechtsanwalt Y1._ handle es sich näm-
lich um einen unheilbaren Mangel, weil auch eine nachträgliche Genehmi-
gung der von Rechtsanwalt Y1._ getätigten Handlungen nicht zu einem
rückwirkenden Eintrag im Register führen könne. Die von der Vorinstanz in
diesem Zusammenhang angeführte Literatur, wonach einer durch eine pos-
tulationsunfähige Person vertretenen Partei aufgrund des Verbots des über-
spitzten Formalismus Gelegenheit zur Behebung dieses Mangels gegeben
werden müsse, sei nicht einschlägig, da sich diese Zitate zum einen auf den
Fall des vollmachtlosen Prozessierens (und nicht des Prozessierens ohne
Registereintrag) beziehen würden und zum anderen das Prozessieren von
ausländischen und ausserkantonalen Anwälten zum Thema hätten. Seit In-
krafttreten des Bundesgesetzes über die Freizügigkeit der Anwältinnen und
Anwälte vom 23. Juni 2000 (fortan BGFA) sei die Freizügigkeit der Rechts-
anwälte eidgenössisch geregelt, weshalb die Erwägungen der Vorinstanz
mit Bezug auf die ausländischen und ausserkantonalen Rechtsanwälte le-
diglich von rechtshistorischem Interesse seien. Selbst wenn indes dem Ver-
bot des überspitzten Formalismus im vorliegenden Fall eine Bedeutung zu-
kommen würde, könne sich die Klägerin als im Anwaltsregister eingetragene
Rechtsanwältin nicht darauf berufen, da für sie als rechtskundige Person ein
strengerer Massstab gelte (Urk. 268 S. 3 ff. und Urk. 7/1 S. 7-10).
Schliesslich habe das Bundesgericht in BGer 5A_461/2012 festgehalten,
dass eine Nachfristansetzung zur Heilung eines Mangels lediglich bei verse-
hentlichen Unterlassungen angezeigt sei. Nachdem der Beklagte 3 bereits in
seiner Klageantwort vom 29. September 2008 auf den fehlenden Regis-
tereintrag hingewiesen habe, sei eine versehentliche Unterlassung der
rechtskundigen Klägerin auszuschliessen (Urk. 7/1 S. 7 f.).
2. Dem Beklagten 3 ist insofern zuzustimmen, als dass ein Eintrag im Anwalts-
register - welcher seit Inkrafttreten des BGFA Voraussetzung für die berufs-
mässige Parteivertretung in allen Zivilverfahren ist (Art. 4 BGFA) - weder
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rückwirkend erreicht noch durch Genehmigung erwirkt werden kann. Fest
steht, dass Rechtsanwalt Y1._ erst ab dem 5. September 2013 im An-
waltsregister eingetragen war und damit erst ab diesem Zeitpunkt zur be-
rufsmässigen Vertretung der Klägerin in Zivilverfahren befähigt war.
Nicht zutreffend ist aber die Ansicht des Beklagten 3, wonach die von
Rechtsanwalt Y1._ eingereichten Eingaben trotz Genehmigung der
Klägerin unwirksam bleiben. Wie die urteilende Kammer bereits in ZR 78 Nr.
106 festgehalten hat, ist der Partei bei einer Eingabe ihres ausländischen
Rechtsanwaltes ohne Bewilligung zur Ausübung des Rechtsanwaltsberufes
bzw. zur berufsmässigen Vertretung von Parteien im Zivilverfahren Frist an-
zusetzen, um die Eingabe zu genehmigen und den Mangel so zu heilen.
Auch Frank/Sträuli/Messmer halten eine Fristansetzung an die Partei zur
Genehmigung einer von einem ausserkantonalen Rechtsanwalt ohne Pro-
zessführungsbefugnis eingereichten Eingabe für angezeigt (Frank/Sträuli/
Messmer, Kommentar zur Zürcherischen Zivilprozessordnung, 3. Auflage,
Zürich 1997, § 29 N 13). Dass sich diese Äusserungen von Lehre und
Rechtsprechung auf Anwendungsfälle vor dem Inkrafttreten des BGFA be-
ziehen, ändert an der Kernaussage, wonach Eingaben eines nicht zur Ver-
tretung befugten Rechtsanwaltes nachträglich genehmigt werden können,
nichts. Dies gilt auch unverändert unter Geltung des BGFA. So erachten
auch Staehlin/Oetiker in der Kommentierung des BGFA eine Genehmigung
einer Eingabe eines postulationsunfähigen Rechtsanwalts als möglich
(Staehelin). Gleiches gilt im Übrigen auch im Verfahren vor dem Bundesge-
richt, wo die Möglichkeit der Genehmigung positiv Eingang in das Gesetz
findet. In diesem Sinne ist der vorliegend zu beurteilende Mangel entgegen
der Ansicht des Beklagten 3 durch Genehmigung heilbar. Aus dem vom Be-
klagten 3 in diesem Zusammenhang ins Feld geführten Bundesgerichtsent-
scheid (BGer 5A.461/2012) ist nichts Gegenteiliges abzuleiten. Das Bun-
desgericht qualifiziert die Einreichung einer Eingabe durch einen postulati-
onsunfähigen Rechtsvertreter nämlich entgegen der Darstellung des Beklag-
ten 3 nicht als freiwillige, nicht versehentliche Unterlassung, welche unheil-
bar wäre. Vielmehr lässt es diese Frage offen und führt aus, dass der Man-
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gel im zu beurteilenden Fall selbst nach Aufforderung zum Nachweis der
Postulationsfähigkeit nicht behoben worden sei, weshalb die Eingabe ohne-
hin als unwirksam zu gelten habe (Erw. 4.2). Daraus kann der Beklagte 3
nichts zu seinen Gunsten ableiten.
3. Im vorliegenden Fall hat die Klägerin sämtliche Eingaben von Rechtsanwalt
Y1._ mit Schreiben vom 4. November 2013 genehmigt (Urk. 276). Da-
mit sind die von Rechtsanwalt Y1._ vor dem 5. September 2013 getä-
tigten Äusserungen im Erbteilungsverfahren der Klägerin anzurechnen. In-
wiefern die Ausübung des Genehmigungsrechts im vorliegenden Fall
rechtsmissbräuchlich sein soll resp. worin der dadurch zweckwidrig erlangte
Vorteil der Klägerin bestehen soll, ist nicht ersichtlich. Weder liefern die Ak-
ten hierzu Anhaltspunkte, noch tut dies der Beklagte 3. Der blosse Zeitablauf
kann vorliegend jedenfalls keinen Rechtsmissbrauch indizieren, zumal die
Klägerin die Genehmigung umgehend nach Bekanntwerden der bis anhin
fehlenden Prozessführungsbefugnis von Rechtsanwalt Y1._ ausge-
sprochen hat. Zwar erfolgte bereits im Jahre 2008 der Hinweis des fehlen-
den Registereintrages durch den Beklagten 3; dieser wurde aber im weite-
ren Verlauf des Verfahrens von sämtlichen Beteiligten - darunter auch der
Vorinstanz, dem Obergericht des Kantons Zürich sowie dem Bundesgericht -
nicht beachtet. Daher ist es nachvollziehbar, dass die Klägerin - auch als
rechtskundige Partei - keinen Handlungsbedarf sah. Ein rechtsmissbräuchli-
ches Verhalten kann in der Ausübung des Genehmigungsrechts jedenfalls
nicht erblickt werden.
4. Die Vorinstanz hat den Antrag des Beklagten 3, auf das Erbteilungsverfah-
ren sei nicht einzutreten, eventualiter seien die von Rechtsanwalt Y1._
getätigten Eingaben aus dem Recht zu weisen, zu Recht abgewiesen.
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E. Befangenheit von Ersatzrichter lic. iur. F._
1. Der Beklagte 3 macht weiter geltend, der angefochtene Entscheid sei man-
gelhaft, weil mit Ersatzrichter F._ ein befangener Richter mitgewirkt ha-
be. Er führt in diesem Zusammenhang aus, Ersatzrichter F._ habe ein-
seitig mit dem klägerischen Rechtsvertreter kommuniziert, indem er ihm mit
Kurzbrief vom 1. Oktober 2013 mitgeteilt habe, er sei mit seiner Eingabe
vom 12. September 2013 der gerichtlichen Aufforderung, die Berechtigung
zur Vertretung der Klägerin im vorliegenden Prozess darzutun, nachgekom-
men (Urk. 252). Dieses Schreiben sei der Rechtsvertreterin des Beklagten 3
erst rund eineinhalb Monate später nebenbei als Beilage zugestellt worden
(Urk. 1 S. 7). Weiter habe Ersatzrichter F._ den Parteien mit Kurzbrief
vom 15. November 2013 mitgeteilt, dass ein Entscheid zum Thema "Nicht-
eintreten/Nichtigkeit" innert Kürze ergehen werde (Urk. 287). Da der Beklag-
te 3 seinen Antrag unter dem Betreff "Nichtigkeit" gestellt (vgl. Urk. 268) und
dieser auch so im Aktenverzeichnis der Vorinstanz aufgenommen sei, müs-
se daraus geschlossen werden, dass das Nichtigerklärungsgesuch des Be-
klagten 3 durch Nichteintreten habe erledigt werden sollen. Dazu passe
auch, dass laut Ersatzrichter F._ entgegen dem Replikrecht "Keine
Stellungnahme erforderlich" sei. Daraus müsse zwingend geschlossen wer-
den, dass der Entscheid am 15. November 2013 inhaltlich bereits gefallen
sei. Ersatzrichter F._ habe daher am Beschluss vom 29. November
2013 nicht mehr unvoreingenommen mitwirken können (Urk. 1 S. 8).
2. Nach der klaren und gefestigten Praxis des Bundesgerichts ist ein Ableh-
nungsgrund nach Treu und Glauben unverzüglich geltend zu machen, an-
dernfalls ist die Berufung darauf verwirkt (für die kantonale Praxis Hau-
ser/Schweri, GVG/Kommentar zum zürcherischen Gerichtsverfassungsge-
setz, § 98 N. 4; für die Praxis des Bundesgerichts: BGE 134 I 20 Erw. 4.3.1,
BGE 132 II 485 Erw. 4.3, BGE 121 I 225). Diese langjährige Praxis hat mitt-
lerweile im neuen Recht positiv Eingang gefunden (Art. 49 Abs. 1 ZPO; Bot-
schaft ZPO 7273).
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Im vorliegenden Fall wusste der Beklagte 3 ab Erhalt des Schreibens von
Ersatzrichter F._ vom 15. November 2013 sowohl um den beanstande-
ten Kurzbrief von Ersatzrichter F._ an Rechtsanwalt Y1._ vom 1.
Oktober 2013 als auch um den beanstandeten Betreff "Nichteintre-
ten/Nichtigkeit" sowie die Bemerkung, dass keine Stellungnahme erforder-
lich sei (vgl. Urk. 287). Obwohl der Beklagte 3 am 24. November 2013 zum
Thema der Postulationsfähigkeit von Rechtsanwalt Y1._ eine umfas-
sende Stellungnahme eingereicht hat, erwähnte er mit keinem Wort, dass er
an der Unvoreingenommenheit von Ersatzrichter F._ zweifle, und stellte
entsprechend auch kein Ausstandsbegehren. Nach der obgenannten Praxis
wäre es aber am Beklagten 3 gewesen, sich unverzüglich auf den Ableh-
nungsgrund zu berufen. Indem er dies nicht getan hat, hat er sein Ableh-
nungsrecht verwirkt und kann sich nicht im Rahmen des Rechtsmittelverfah-
rens darauf berufen. Auf die Rüge der Befangenheit von Ersatzrichter
F._ ist vor diesem Hintergrund nicht weiter einzugehen.
3. Nur der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass die vom Beklagten 3 vorge-
tragenen Argumente keine begründete Besorgnis der Befangenheit von Er-
satzrichter F._ zu begründen vermögen. Was den Vorwurf der einseiti-
gen Kommunikation von Ersatzrichter F._ mit Rechtsanwalt Y1._
betrifft, wurde Rechtsanwalt Y1._ mit dem Kurzbrief vom 1. Oktober
2013 auf die verfahrensrechtliche Tatsache hingewiesen, dass seine Einga-
be der Gegenpartei zur Kenntnisnahme zugestellt werde (Urk. 252). Das
Schreiben enthält keine beratenden Merkmale, sondern stellt eine behördli-
che Auskunft über das weitere Vorgehen dar. Eine solche Kommunikation
erscheint unbedenklich. Der Kurzbrief wurde der Rechtsvertreterin des Be-
klagten 3 nur deshalb nicht zugestellt, weil die darin erteilte Auskunft über
die Zustellung der Eingabe an die Gegenseite nur Rechtsanwalt Y1._
betraf.
Die Beanstandung, der Kurzbrief vom 15. November 2013 trage den Betreff
"Nichteintreten/Nichtigkeit", woraus ersichtlich sei, dass das Nichtigkeitsge-
such durch Nichteintreten habe erledigt werden sollen und dieser Entscheid
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am 15. November 2013 inhaltlich bereits gefallen sei, ist in doppelter Hin-
sicht nicht zielführend. Zum einen hat der Beklagte 3 selber als Hauptantrag
ein Nichteintreten auf die Erbteilungsklage beantragt, weshalb die Betreff-
wahl von Ersatzrichter F._ wohl eher auf den Antrag des Beklagten 3
als auf seine Absicht der Gesuchserledigung zurückzuführen ist. Zum ande-
ren wurde das Gesuch des Beklagten 3 nicht - wie gemäss Beklagtem 3 am
15. November 2013 bereits entschieden - durch Nichteintreten, sondern
durch Abweisung erledigt.
F. Sistierung des Verfahrens
1. Der Beklagte 3 verlangte die Sistierung des Verfahrens bis zum rechtskräfti-
gen Entscheid über den Nichteintretens- bzw. Nichtigerklärungsantrag (Urk.
268 S. 2 Ziff. 2). Die Vorinstanz hat das Sistierungsbegehren mit der Be-
gründung abgewiesen, es sei nicht dargetan und auch nicht ersichtlich, wel-
che konkreten Nachteile, insbesondere finanzieller Natur, dem Beklagten bei
Abweisung des Sistierungsantrages erwachsen könnten. Dies gelte umso
mehr, als sein Antrag um Nichteintreten resp. Nichtigerklärung abzuweisen
sei (Urk. 2 S. 7-9).
2. Der Beklagte 3 bringt in seiner Beschwerde vor, die Vorinstanz lasse ausser
Acht, dass er bei einem Fortgang des Verfahrens neben eigenen Aufwen-
dungen auch solche des Erbenvertreters sowie seiner Rechtsvertreterin zu
gewärtigen habe. Zur Vermeidung weiterer unnötiger Kosten sei das Verfah-
ren daher zu sistieren (Urk. 1 S. 5).
3. Soweit der vorinstanzliche Entscheid über den Sistierungsantrag mit Blick
auf Art. 319 lit. b Ziff. 2 ZPO/CH überhaupt selbständig anfechtbar und der
Sistierungsantrag durch den gefällten vorinstanzlichen Entscheid nicht ge-
genstandslos geworden ist, ist die Abweisung in der Sache im Ergebnis
nicht zu beanstanden. § 53a ZPO/ZH sieht vor, dass ein Verfahren aus zu-
reichenden Gründen eingestellt werden kann. Solche zureichenden Gründe
sind aus den Akten weder ersichtlich, noch sind solche vom Beklagten 3 hin-
reichend dargetan worden. Der Beklagte 3 hat im vorinstanzlichen Verfahren
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nichts Konkretes vorgebracht und weder dargelegt, inwiefern die Sistierung
zu einer Vereinfachung des Verfahrens beitragen würde, noch inwiefern die
Entstehung von weiteren Kosten vermieden werden könnte. Soweit der Be-
klagte 3 sein Begehren im Rahmen der Beschwerdeschrift nachbegründet,
handelt es sich dabei um unzulässige Noven im Sinne von Art. 326 Abs. 1
ZPO. Aus diesen Gründen besteht kein Anlass, den vorinstanzlichen Ent-
scheid zu korrigieren.
G. Erstinstanzliche Kosten- und Entschädigungsfolgen
1. Die Vorinstanz hat die Kosten des angefochtenen Beschlusses angesichts
des Aufwandes des Gerichts auf Fr. 1'800.– festgesetzt und diese dem Be-
klagten 3 auferlegt. Zur Begründung führt sie an, die Anträge des Beklagten
3 seien von vornherein aussichtslos gewesen, da bereits seit Erstattung der
Replik - mithin seit rund vier Jahren - von einer konkludenten Genehmigung
der von Rechtsanwalt Y1._ vorgenommenen Prozesshandlungen der
Klägerin habe ausgegangen werden dürfen. Der Beklagte 3 habe die Kosten
des Beschlusses vom 29. November 2013 daher unnötigerweise verursacht
(Urk. 2 S. 9).
2. Der Beklagte 3 kritisiert die Festsetzung von Gerichtskosten im vorliegenden
prozessleitenden Entscheid. Seine Begehren seien nicht aussichtslos gewe-
sen, da eine Genehmigung nur bei einem im Anwaltsregister eingetragenen
Anwalt ohne Vollmacht erfolgen und dabei rückwirkend heilend wirken kön-
ne. Bei einem nicht im Anwaltsregister eingetragenen Anwalt führe die Ge-
nehmigung hingegen nicht rückwirkend zu einem Eintrag im Anwaltsregister,
weshalb es bei der Unwirksamkeit bzw. Nichtigkeit der getätigten Handlun-
gen bleibe. Dem Beklagten 3 könne vor diesem Hintergrund kein schuldhaf-
tes oder ordnungswidriges Verhalten vorgeworfen werden, welches eine
Festsetzung von Gerichtskosten in einem prozessleitenden Entscheid recht-
fertigen würde (Urk. 1 S. 5 f.).
Will das Gericht in Abweichung vom Grundsatz der Gesamterledigung in ei-
nem prozessleitenden Entscheid Nebenfolgen unabhängig vom Ausgang in
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der Sache selbst regeln, hat es zu begründen, inwiefern zureichende Grün-
de vorliegen. Solche liegen vor, wenn eine Partei einen mutwilligen (aus-
sichtslosen) Antrag stellt oder wenn der Antrag bedeutenden Aufwand ver-
ursacht (RB KassGer ZH 2007 Nr. 67).
Der Beklagte 3 lag mit seiner Ansicht, Handlungen von einem nicht zur Pro-
zessführung befugten Anwalt könnten nicht genehmigt werden, falsch (vgl.
Erw. Ziffer D). Dass die Klägerin die Prozesshandlungen von Rechtsanwalt
Y1._ bereits konkludent genehmigt hatte bzw. diese nachträglich auch
ausdrücklich genehmigen würde, lag dabei auf der Hand und war auch für
den Beklagten 3 erkennbar. Die vorinstanzliche Ansicht, wonach die Begeh-
ren des Beklagten 3 von vornherein ohne Aussicht auf Erfolg waren und die
Kosten des Beschlusses vom 29. November 2013 daher unnötigerweise
verursacht worden seien, liegt dabei im Rahmen des dem Gericht durch
§ 71 ZPO/ZH eingeräumten Ermessens.
3. Weiter kritisiert der Beklagte 3 die Höhe der veranschlagten Kosten. Die Hö-
he der Entscheidgebühr von Fr. 1'800.– sei beim geringen Aufwand des Ge-
richts - unter Verwendung von Blocksätzen zum Thema der Sistierung und
der Auferlegung unnötiger Kosten - nicht gerechtfertigt. Es könne vorausge-
setzt werden, dass der Sachverhalt nach sechs Jahren Prozessieren be-
kannt sei. Vor diesem Hintergrund seien - so wie dies in der Verfügung vom
10. Dezember 2013 geschehen sei - Kosten von Fr. 600.– festzusetzen, um
das Gleichbehandlungsgebot, die Wahrung von Treu und Glauben sowie
den Anspruch auf ein faires Verfahren nicht zu verletzen (Urk. 1 S. 7).
Ausgehend von einem Streitwert von Fr. 166'667.– beträgt die Gerichtsge-
bühr für eine prozessleitende Verfügung nach § 4 Abs. 1 i.V.m. § 7 Ger-
GebV rund Fr. 7'600.–. Dem geringen Aufwand des Gerichts wurde durch
Anwendung des Reduktionsgrundes von § 4 Abs. 2 GerGebV angemessen
Rechnung getragen, indem offensichtlich nicht bloss eine Reduktion um ei-
nen Drittel (wie für den Normalfall vorgesehen), sondern eine solche um 3⁄4
vorgenommen wurde. Dass in Nachachtung des Gleichbehandlungsgebotes
für sämtliche prozessleitenden Verfügungen die gleichen Entscheidgebüh-
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ren festzusetzen seien - wie der Beklagte 3 offenbar geltend machen will -
trifft nicht zu. Grundlage für die Festsetzung der Gebühren bilden der Streit-
wert bzw. das tatsächliche Streitinteresse, der Zeitaufwand des Gerichts und
die Schwierigkeit des Falles (§ 2 Abs. 1 GerGebV). Vor diesem Hintergrund
ist es möglich, dass für eine prozessleitende Verfügung aufgrund des grös-
seren Zeitaufwandes des Gerichts oder der erhöhten Schwierigkeit der zu
beurteilenden Fragestellungen höhere Entscheidkosten festgesetzt werden
müssen als für eine weitere prozessleitende Verfügung im selben Verfahren.
Inwiefern dies gegen das Gebot von Treu und Glauben verstossen oder den
Anspruch auf ein faires Verfahren verletzen sollte, ist nicht ersichtlich. Damit
hat es mit der von der Vorinstanz festgesetzten Entscheidgebühr sein Be-
wenden.
H. Zweitinstanzliche Kosten- und Entschädigungsfolgen
1. Die Gerichtskosten für das zweitinstanzliche Verfahren sind in Anwendung
von § 12 Abs. 1 i.V.m. § 4 Abs. 1 und 2 i.V.m. § 9 Abs. 2 GebV OG auf
Fr. 4'000.– festzusetzen und ausgangsgemäss dem Beklagten 3 aufzuerle-
gen (Art. 106 ZPO).
2. Mangels relevanter Umtriebe ist der Klägerin sowie den Beklagten 1 und 2
keine Prozessentschädigung zuzusprechen.