Decision ID: 239229d6-0731-4f4b-a90d-e887893f01b4
Year: 2019
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ (nachfolgend: Versicherter) wurde am 7. Juni 2011 zum Bezug von
Leistungen der Invalidenversicherung angemeldet (IV-act. 1). Oberärztin Dr. med. B._
vom Spital C._ berichtete am 21. Juli 2011, der Versicherte sei am _ 2011 in einer
termingerechten Spontangeburt auf die Welt gekommen. Er leide an einem
Dysmorphie-Syndrom mit partieller Monosomie bzw. partieller Trisomie 18, mit Anotie
beidseits, mit Retro-/Mikrognatie, mit Sandalenfurche beidseits, mit 4-Fingerfurche
links, mit Spaltwirbel Th10, mit Halbwirbel Th5 sowie mit Hypertelorismus. Auch leide
er an einem muskulären Ventrikelseptumdefekt, einer Restöffnung des foramen ovale
sowie einer dysplastischen bikuspiden Aortenklappe mit Insuffizienz. Beim Versicherten
lägen die Geburtsgebrechen Ziff. 152, 313 und 441 des Anhangs der Verordnung über
Geburtsgebrechen (GgV, SR 831.232.21) vor. Aufgrund des Dysmorphiesyndroms und
des schlechten Trinkverhaltens mit in der Folge auftretenden Hypoglykämien sei der
Versicherte vom Spital D._ auf die Kinderintensivstation des Spitals C._ verlegt
worden. Initial habe die Nahrung teilweise sondiert werden müssen. Im Verlauf habe
sich ein gutes Trinkverhalten entwickelt, sodass der Versicherte bei ansonsten
komplikationsloser Hospitalisation am 8. Juni 2011 nach Hause habe entlassen werden
können (IV-act. 10, vgl. ferner IV-act. 57 S. 4 ff.). Am 21. Oktober 2011 meldete Dr.
med. E._, Arzt für Kinder- und Jugendmedizin des Spitals C._, den Versicherten
bei der IV-Stelle zusätzlich für das Geburtsgebrechen Ziff. 395 an, da der Versicherte
Anzeichen einer cerebralen Bewegungsstörung aufweise (IV-act. 16), jedoch lehnte die
IV-Stelle die Anerkennung dieses Geburtsgebrechens ab (vgl. IV-act. 48, 94, 105 und
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116). Am 25. Oktober 2011 reichte die Mutter des Versicherten bei der IV-Stelle ein
Gesuch um Kostengutsprache für ein Baha-Hörgerät ein (IV-act. 15). In drei
Mitteilungen vom 11. November 2011 erteilte die IV-Stelle Kostengutsprachen für die
Behandlung der Geburtsgebrechen Ziff. 441/446, 152 und 313 (IV-act. 23 ff.; vgl. ferner
IV-act. 182 bzgl. Verlängerung der Leistungsanerkennung zu Ziff. 313). In einem Bericht
an die IV-Stelle vom 18. Januar 2012 hielt Dr. F._ fest, dass seit dem 23. August
2011 als neue Diagnose eine Inguinalhernie links festgestellt worden sei, deren
Sanierung mittels einer Operation geplant sei (IV-act. 38 S. 4 ff.). Er nannte als neues
Geburtsgebrechen Ziff. 303 (IV-act. 38 S. 4), für dessen Behandlung die IV-Stelle am
25. Januar 2012 sodann eine Kostengutsprache leistete (IV-act. 41). Am 10. Februar
2012 folgte seitens der IV-Stelle eine Kostengutsprache für zwei knochenverankerte
Hörgeräte (IV-act. 47). Später anerkannte die IV-Stelle auch noch das
Geburtsgebrechen Ziff. 427 (vgl. IV-act. 137 und 172).
A.b Am 30. April 2012 meldete die Mutter des Versicherten ihren Sohn zum Bezug
einer Hilflosenentschädigung an (IV-act. 61). Sie gab an, der Versicherte sei in
sämtlichen alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erheblicher Weise auf
direkte oder indirekte Hilfe Dritter angewiesen (IV-act. 61 S. 4). Ausserdem benötige
der Versicherte dauernde medizinisch-pflegerische Hilfe (er müsse regelmässig
inhalieren) und müsse auch persönlich überwacht werden (IV-act. 61 S. 5). Die IV-Stelle
sprach dem Versicherten mit einer Verfügung vom 17. August 2012 für die Zeit ab dem
1. August 2011 eine Entschädigung wegen einer leichten Hilflosigkeit zu (IV-act. 84).
A.c Im Rahmen eines im Juni 2014 eingeleiteten Revisionsverfahrens bezüglich der
Hilflosenentschädigung gaben die Eltern des Versicherten am 19. Juni 2014 in einem
Fragebogen an, dass der Versicherte noch immer in sämtlichen alltäglichen
Lebensverrichtungen regelmässig in erheblicher Weise auf eine direkte oder indirekte
Hilfe Dritter angewiesen sei. Er laufe noch nicht, das An- und Auskleiden erfolge
vollständig durch die Eltern, er benötige Tag und Nacht Windeln und er sitze zwar am
Tisch, müsse jedoch gefüttert werden. Auch müsse der Versicherte persönlich
überwacht werden. Allerdings brauche er keine dauernde medizinisch-pflegerische
Hilfe mehr (IV-act. 100). Am 17. Juli 2014 gab Dr. med. G._, Kinderarzt FMH, an,
dass die im Fragebogen für eine Hilflosenentschädigung gemachten Angaben mit
seinen eigenen Feststellungen übereinstimmten (IV-act. 110). Am 27. August 2014
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wurde eine Abklärung bei der Familie des Versicherten durchgeführt (vgl. IV-act. 114).
Im entsprechenden Bericht wurde die Notwendigkeit einer regelmässigen und
erheblichen Hilfe in den Bereichen Ankleiden/Auskleiden (täglicher Mehraufwand im
Vergleich zu einem gesunden Kind 10 Minuten), Essen (5 Minuten), Verrichten der
Notdurft (12 Minuten) sowie Fortbewegung (ohne anrechenbaren Mehraufwand)
anerkannt, während eine solche im Bereich Aufstehen/Absitzen/Abliegen verneint und
für den Bereich Körperpflege aufgrund des Alters des Versicherten von vornherein
ausgeschlossen wurde. Der zeitliche Aufwand für die Begleitung zu Arzt- und
Therapieterminen wurde auf 8 Minuten geschätzt, der Mehraufwand für therapeutische
Massnahmen auf 60 Minuten. Insgesamt wurde ein Mehraufwand von 95 Minuten pro
Tag ermittelt. Überdies wurde festgehalten, dass medizinisch keine ständige
persönliche Überwachung notwendig sei, sondern der Versicherte altersentsprechend
nicht unbeobachtet gelassen werden könne (IV-act. 119). Die Mutter des Versicherten
erklärte sich mit den Ausführungen im Abklärungsbericht einverstanden, liess jedoch
Ergänzungen anbringen (vgl. IV-act. 119 S. 7 i.V.m. 117 S. 1 f.). Beim An- und
Auskleiden erachtete sie einen Mehraufwand von 30 statt 10 Minuten als angebracht,
beim Essen einen solchen von 20 statt von 5 Minuten. Überdies liess sie anmerken, der
Versicherte könne nicht selbständig aufstehen und absitzen (IV-act. 117).
A.d Die IV-Stelle sprach dem Versicherten mit Verfügung vom 24. November 2014
rückwirkend ab 1. Juni 2014 eine Entschädigung wegen einer Hilflosigkeit mittleren
Grades bei einem Tagesansatz von Fr. 39.-- bzw. ab 1. Januar 2015 von Fr. 39.20 zu.
Zur Begründung führte sie an, unter Berücksichtigung der Ergänzungen zum
Abklärungsbericht bestehe ein zeitlicher Mehraufwand von 152.5 Minuten. Seit August
2011 sei der Versicherte bei der Fortbewegung, seit Februar 2012 beim An- und
Auskleiden, seit März 2012 bis Ende 2014 beim Aufstehen/Absitzen/Abliegen, seit
Januar 2013 beim Essen und seit November 2013 bei der Notdurft auf erhebliche und
regelmässige Hilfe angewiesen (IV-act. 128).
A.e Im Rahmen einer im Mai 2017 eingeleiteten Revision bezüglich der
Hilflosenentschädigung (vgl. IV-act. 179) gab die Mutter des Versicherten am 1. Juni
2017 an, dass der Versicherte bei den alltäglichen Lebensverrichtungen Ankleiden/
Auskleiden, Essen, Körperpflege, Verrichten der Notdurft, Fortbewegung sowie bei der
Pflege gesellschaftlicher Kontakte auf regelmässige und erhebliche Hilfe Dritter
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angewiesen sei. Er benötige keine Unterstützung beim Aufstehen, Absitzen und
Abliegen. Er könne nur pürierte Nahrung zu sich nehmen. Bezüglich der Verrichtung der
Notdurft führte die Mutter des Versicherten aus, dass dieser Tag und Nacht Windeln
trage. Weiter wurde im Fragebogen angemerkt, dass der Versicherte nicht bei der
Fortbewegung innerhalb der Wohnung, wohl aber bei der Fortbewegung im Freien auf
eine erhebliche, regelmässige Hilfe angewiesen sei. Er könne selber laufen, müsse
jedoch überwacht und geführt werden. Er könne nicht alleine auf den Spielplatz gehen
oder draussen spielen. Die Mutter des Versicherten gab auch an, dass letzterer eine
dauernde medizinisch-pflegerische Hilfe benötige. Ihm müsse einmal pro Tag Nexium
verabreicht werden. Überdies sei eine tägliche Applikation von Augenpflastern
notwendig. Schliesslich müsse der Versicherte tagsüber und nachts persönlich
überwacht werden. Er erkenne keine Gefahren und wache in der Nacht mehrmals auf.
Als Hilfsmittel seien Hörgeräte vorhanden. Der Gesundheitszustand des Versicherten
sei unverändert (IV-act. 178 S. 1 ff.). Dr. med. H._, FA für Kinder- und
Jugendmedizin, berichtete am 20. Juni 2017, dass die Gesamtsituation des
Versicherten aus ärztlicher Sicht wesentlich gravierender sei, als dies im Beiblatt zum
Fragebogen geschildert sei. Die persönliche Beeinträchtigung des Versicherten sei
derart, dass auch in Zukunft eine 1:1 Betreuung notwendig sein werde. Später werde
eine Integration in einem behindertengerechten Wohnheim notwendig werden, sofern
die elterliche Pflegekapazität nicht mehr ausreichen sollte (IV-act. 178 S. 5).
A.f Am 13. September 2017 führte die IV-Stelle im Rahmen des Revisionsverfahrens
bezüglich der Hilflosenentschädigung eine Abklärung an Ort und Stelle bei der Familie
des Versicherten durch (IV-act. 184 und 190). Im entsprechenden Bericht wurde
festgehalten, dass der Versicherte in den Bereichen Ankleiden/Auskleiden, Essen,
Verrichten der Notdurft und Fortbewegung im Freien nach wie vor auf eine
regelmässige, erhebliche Hilfe von Dritten angewiesen sei. Bei der Fortbewegung
innerhalb der Wohnung, auch beim Treppensteigen, sei der Versicherte jedoch nicht
auf Hilfe angewiesen. Neu sei aufgrund seines Alters eine Hilflosigkeit im Bereich
Körperpflege anzunehmen. Sämtliche Handlungen der Körperpflege müssten von der
Mutter übernommen werden. Da der Versicherte täglich mehrmals starken Stuhlgang
habe, müsse ihn die Mutter mehrmals täglich abspülen. Für die tägliche Morgen- und
Abendtoilette wurde im Abklärungsbericht ein zeitlicher Mehraufwand von 10 Minuten
aufgeführt, für die Pflege zwischendurch 10 Minuten, für das tägliche Abspülen unter
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der Dusche nach dem Stuhlgang ebenfalls 10 Minuten und für das Haarewaschen
einmal pro Woche ca. 5 Minuten. Aufgrund eines altersentsprechenden Abzugs von 5
Minuten ergab sich laut dem Abklärungsbericht für die Pflege ein zeitlicher
Mehraufwand von 40 Minuten. Für das Verrichten der Notdurft wurde im
Abklärungsbericht ein zeitlicher Mehraufwand von insgesamt 28 Minuten
berücksichtigt, da die Windeln fünf bis sechsmal Mal täglich mit einem Zeitaufwand
von jeweils 5 Minuten gewechselt werden müssten. Für den Bereich Essen sei nach
einem altersentsprechenden Abzug von 5 Minuten ein zeitlicher Mehraufwand von
insgesamt 83 Minuten anzunehmen. Der Mehraufwand für das Zerkleinern und
Eingeben der Nahrung betrage nämlich morgens ca. 15 bis 20 Minuten, mittags und
abends ca. 30 bis 40 Minuten. Beim An- und Auskleiden sei nach einem
altersentsprechenden Abzug von 5 Minuten von einem zeitlichen Mehraufwand von 35
Minuten auszugehen, da morgens ca. 15-20 Minuten, zwischendurch ca. 10 Minuten
und abends ca. 10-15 Minuten einzukalkulieren seien. Beim Aufstehen und beim
Absitzen sei der Versicherte nicht auf erhebliche Hilfe angewiesen. Er könne auf einen
normalen Stuhl absitzen und wieder aufstehen. Auch der Transfer ins Bett gelinge ihm
ohne fremde Hilfe. Der Versicherte habe keine grösseren grobmotorischen
Einschränkungen, die ihn dabei hindern würden. Der Versicherte bedürfe überdies der
Begleitung zu Arztterminen, was im täglichen Durchschnitt einen Mehraufwand von 5
Minuten ergebe. Die Therapien würden schulintern durchgeführt. Überdies sei der
Versicherte auf Hilfe im Rahmen der Behandlungspflege angewiesen. Ihm müssten
täglich Medikamente verabreicht werden, was zu einem zeitlichen Mehraufwand von 1
Minute führe. Insgesamt belaufe sich der Mehraufwand auf 3 Stunden und 12 Minuten,
wobei noch eine Überwachungspauschale von 2 Stunden hinzuzurechnen sei. Denn
der Versicherte bedürfe der ständigen und persönlichen Überwachung. Er sei während
der ganzen Abklärung unruhig gewesen. Die Eltern hätten ihn immer wieder beruhigen
oder an der Hand nehmen müssen. Er sei sehr auf die Mutter fixiert. Diese könne ihn
kaum aus den Augen lassen. Die Mutter habe für die Abklärung extra die Schwester
aufbieten müssen, damit diese auf den Versicherten aufpasse und sie sich
einigermassen auf das Gespräch konzentrieren könne. Im Abklärungsbericht wurde
weiter angeführt, die Eltern hätten erzählt, dass der Versicherte gleich zu schreien
beginne, wenn die Mutter gehe und ihn im Zimmer lassen möchte. Auch liege der
Versicherte oft am Boden, klopfe auf den Boden und gebe Laute von sich. Gerade als
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die Eltern dies erzählt hätten, sei der Versicherte auf den tiefen Wohnzimmertisch
geklettert, habe sich auf den Rücken gelegt, wobei er geklopft und Laute von sich
gegeben habe. Akute Gefahren könne er nicht einschätzen. Unter Berücksichtigung
einer Überwachungspauschale von 2 Stunden ergebe sich ein total anrechenbarer
Mehraufwand von 5 Stunden und 12 Minuten (IV-act. 190). Nachdem der
Abklärungsbericht den Eltern zugeschickt worden war (vgl. IV-act. 185), brachten diese
am 24. September 2017 Anmerkungen zum Bericht an, unterzeichneten den Bericht
jedoch nicht. Die Eltern merkten an, dass es beim Versicherten drei bis viermal pro Tag
zu einem Kleiderwechsel komme. Bezüglich der allgemeinen Lebensverrichtung
Aufstehen/Absitzen/Abliegen gaben sie an, sie müssten den Versicherten ins Bett
bringen und so lange bei ihm bleiben, bis er einschlafe, ansonsten stehe er auf und
weine. Er wache nachts immer wieder schreiend auf, weshalb er beruhigt werden
müsse. Bis zu 45 Minuten könne es andauern, in welchen er nur weine und um sich
schlage. Weiter merkten die Eltern an, der Versicherte esse nur pürierte Nahrung, da
andere Nahrung zu Schluckproblemen führe, weil das Essen stecken bleibe und der
Versicherte in Atemnot komme. Morgens, mittags und abends bestehe ein Zeitaufwand
von 45 Minuten. Der Versicherte nehme auch zwischen den Hauptmahlzeiten Nahrung
zu sich. Für ein Joghurt brauche er schon ca. 20 Minuten. Im Durchschnitt müsse der
Versicherte drei bis viermal pro Tag wegen des Stuhlgangs abgespült werden und er
sei schwierig anzuziehen. Er könne die Treppen nicht selbständig bewältigen, sondern
müsse die Hand eines Erwachsenen halten. Auch müsse er das Hörgerät tragen.
Dieses müsse ebenfalls an- und ausgezogen werden. Mehrmals täglich verrutsche es
oder der Versicherte löse es vom Halter. Überdies müssten dem Versicherten zur
Therapie Augenpflaster aufgeklebt werden. Der Versicherte müsse ununterbrochen
überwacht werden. Er sei total auf die Eltern angewiesen. Er gehe keinen Schritt, ohne
dass er an die Hand genommen werde. Da ihm der Hörsinn fehle, könne er nicht hören,
was um ihn herum geschehe. Es sei schwer, ihn auf etwas loszulassen, was bei ihm
Angst auslöse. Ein selbständiges Spielen im Zimmer komme für den Versicherten nicht
in Frage, er komme sofort zu den Eltern (IV-act. 186). Da die Eltern den
Abklärungsbericht nicht unterzeichnet hatten, führte die IV-Stelle am 17. Oktober 2017
eine telefonische Abklärung mit der Klassenlehrerin des Versicherten von der
heilpädagogischen Schule I._ durch (IV-act. 187 ff.). Die Lehrerin bestätigte am 23.
Oktober 2017 einen Bericht zum Telefongespräch. Darin war insbesondere
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festgehalten worden, dass gemäss der Rücksprache mit der Schule nicht täglich drei
bis viermal ein vollumfänglicher Kleiderwechsel durchgeführt werden müsse. Es könne
vorkommen, dass der Versicherte sich stärker verstuhle oder einnässe, weshalb ein
Kleiderwechsel durchgeführt werden müsse. Dies komme jedoch sicher nicht täglich
mehrmals, sondern allenfalls zweimal wöchentlich vor. Weiter hatte die Lehrerin
bestätigt, dass der Versicherte grobmotorisch keine "grossartigen" Einschränkungen
habe, weshalb er im Bereich Aufstehen/Absitzen/Abliegen selbständig sei. Weiter
erklärte die Klassenlehrerin, dass der Versicherte beim Schlucken grosse
Schwierigkeiten habe und für das Essen viel Zeit benötige. Er schaffe es nicht, die
Nahrung mit dem Löffel aufzunehmen. Eine Aufsichtsperson müsse den Löffel füllen,
dann könne ihn der Versicherte selbst zum Munde führen. Beim Essen müsse ständig
jemand bei ihm sein, da immer die Gefahr bestehe, dass er sich verschlucke, was auch
öfters vorkomme. Eine Mahlzeit daure mindestens 45 Minuten. In der Schule müssten
die Windeln im Durchschnitt ca. dreimal pro Tag gewechselt werden. Grundsätzlich
habe der Versicherte einen normalen Stuhlgang, jedoch könne es vorkommen, dass er
Durchfall habe und stark verschmiert sei. Dies sei jedoch nicht die Regel. Der
Versicherte sei für die Fortbewegung im Freien auf Dritthilfe angewiesen. Im Schulhaus
selber gelinge es ihm mittlerweile, den Weg vom Klassenzimmer in die Logopädie
selbständig zu bewältigen. Auch den Weg vom Bus ins Schulzimmer lege er selbst
zurück, ohne dass man ihn an der Hand führen müsse. Er sichere sich dabei jeweils
durch Blickkontakt zu den Aufsichtspersonen ab. Auch den Wechsel von der
Basisförderstufe in die Unterstufe nehme er selbständig vor. Der Versicherte könne die
Gefahren nicht adäquat einschätzen, weshalb er überwacht werden müsse. Die Mutter
könne ihn nicht alleine zu Hause lassen. Wenn die Mutter mit ihm zu Hause sei, müsse
sie aber nicht ständig intervenieren, weil er sich aggressiv oder unkontrolliert verhalten
würde. In einem bekannten Umfeld bestehe keine übermässige Aufsichtspflicht oder
eine ständige Interventionsbereitschaft. In Anwesenheit des Kindes könne die Mutter
gewisse Haushaltsarbeiten erledigen (IV-act. 189).
A.g Mit Vorbescheid vom 2. November 2017 stellte die IV-Stelle dem Versicherten eine
Entschädigung wegen Hilflosigkeit mittleren Grades in Aussicht für die Zeit ab dem 1.
Mai 2017. Weiter wurde in diesem Vorbescheid angekündigt, dass dem Versicherten
ab dem 1. Mai 2017 neu zusätzlich ein Intensivpflegezuschlag von Fr. 15.70 pro Tag
zugesprochen werde. Die Abklärungen hätten ergeben, dass der Versicherte neu
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zusätzlich bei der Körperpflege auf vollumfängliche Dritthilfe angewiesen sei. Beim
Aufstehen, Absitzen und Abliegen sei er weiterhin selbständig. Der zeitliche
Mehraufwand für die Grund- und Behandlungspflege betrage neu 5 Stunden und 12
Minuten pro Tag, wobei darin eine Überwachungspauschale von 2 Stunden
eingerechnet sei (IV-act. 192).
A.h Dagegen liess der Versicherte am 5. Dezember 2017 einwenden, er habe
Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung schweren Grades und auf einen
Intensivpflegezuschlag für einen Aufwand von mehr als 6 Stunden. Zum einen sei er in
sämtlichen Lebensbereichen auf Dritthilfe angewiesen, auch beim Absitzen, Aufstehen
und Abliegen. Zum anderen seien in gewissen Bereichen höhere Mehraufwände
einzukalkulieren. Bei der Überwachung sei ein Mehraufwand von 4 Stunden
anzurechnen, da es sich um eine besonders intensive Überwachung handle (IV-act.
196).
A.i Mit Verfügung vom 2. Februar 2018 sprach die IV-Stelle dem Versicherten für die
Zeit ab dem 1. Mai 2017 eine Entschädigung wegen Hilflosigkeit mittleren Grades in
der Höhe von Fr. 39.20 pro Tag sowie ab 1. Mai 2017 zusätzlich ein
Intensivpflegezuschlag von Fr. 15.70 bzw. (aufgrund geänderter Ansätze) ab 1. Januar
2018 von Fr. 31.30 pro Tag zu. Bezüglich Überwachung wurde in der Verfügung
ausgeführt, dass nur der zeitliche Mehrbedarf gegenüber einem gesunden gleichartigen
Kind berücksichtigt werden könne. Altersentsprechend sei es nicht aussergewöhnlich,
dass Kinder auch nach dem sechsten Altersjahr eine Überwachung benötigten. Das
Gesetz sehe bei Minderjährigen zwei Stufen der Überwachung vor. Eine dauernde
Überwachung mit der Anrechnung eines Mehraufwandes von 2 Stunden und eine
besonders intensive Überwachung mit der Anrechnung von 4 Stunden Mehraufwand.
Beim Versicherten sei eine dauernde, nicht jedoch eine besonders intensive
Überwachung notwendig, wie auch die Ausführungen der Klassenlehrperson
bestätigten. Das Erfordernis der blossen Anwesenheit einer Drittperson beim Aufstehen
in der Nacht sei unter dem Gesichtspunkt der persönlichen Überwachung von
Bedeutung, nicht aber im Rahmen der Teilfunktion Aufstehen oder Abliegen. Für das
An- und Auskleiden könne unter Berücksichtigung eines altersbedingten Abzugs von 5
Minuten ein Mehraufwand von 31 Minuten (8-10 Minuten morgens, 5 Minuten
zwischendurch, 8-10 Minuten wegen flüssigem Stuhlgang, 8-10 Minuten abends)
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berücksichtigt werden. Gemäss den Angaben der Schule müsse der Versicherte wegen
flüssigem Stuhl ca. zwei Mal wöchentlich drei bis viermal am Tag frisch gekleidet
werden, was einen zeitlichen Mehraufwand von 10 Minuten pro Tag ergebe. Im Bereich
Essen könne nach der Vornahme eines altersentsprechenden Abzugs von 5 Minuten
sowie eines Abzugs für die Tischpräsenz, wenn nebenbei gegessen werde, von einem
täglichen Mehraufwand von 80 Minuten ausgegangen werden (Frühstück 20 Minuten,
Zwischenmahlzeit 20 Minuten, Mittagessen 45 Minuten, Zwischenmahlzeit 20 Minuten,
Abendessen 45 Minuten). Da die Eltern nebenbei selber essen könnten, sei der
Tischpräsenzabzug morgens auf 15 Minuten und für die anderen beiden
Hauptmahlzeiten auf je 25 Minuten festzulegen. Die Essenszeit für das Frühstück
belaufe sich auf lediglich 20 Minuten, da das Frühstück zeitlich etwa dem Einnehmen
eines Joghurts entspreche. Das Anrechnen von 45 Minuten für das Frühstück sei
ohnehin nicht möglich, da von der Weckzeit bis zum Abholen des Schulbusses unter
Berücksichtigung der anderen Verrichtungen nicht genügend Zeit bleibe. Für die
Körperpflege könne nach einem altersentsprechenden Abzug von 5 Minuten ein
Mehraufwand von 25 Minuten angerechnet werden (morgens und abends für die
Hände und das Gesicht 1 bis 2 Minuten, je 1 Minute für das Händewaschen nach den
Mahlzeiten, für das Zähneputzen dreimal täglich 2 Minuten, für das wöchentliche
Duschen mit Haarewaschen 2.5 Minuten pro Tag und für das zweimal wöchentlich drei
bis viermal anfallende Abduschen nach dem Stuhlgang täglich 13.5 Minuten). Für die
Verrichtung der Notdurft könne ein Mehraufwand von 32.5 Minuten angerechnet
werden. Dabei sei berücksichtigt, dass der Versicherte pro Tag normalerweise fünf bis
sechs Windeln benötige, wobei bei flüssigem Stuhlgang noch drei Windeln dazukämen,
was auf den Tag gerechnet eine weitere Windel ergebe. Demnach sei von sechs bis
sieben Windeln pro Tag mit einem zeitlichen Aufwand pro Wechsel von 5 Minuten
auszugehen. Der anrechenbare Mehraufwand für die Grund- und Behandlungspflege
belaufe sich nach einer genauen Überprüfung auf 2 Stunden und 48.5 Minuten,
weshalb unter Berücksichtigung einer Überwachungspauschale von 2 Stunden von
einem Mehraufwand von 4 Stunden und 48.5 Minuten ausgegangen werden könne (IV-
act. 200).
B.
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B.a Gegen diese Verfügung liess der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer) am
7. März 2018 Beschwerde erheben. Er liess beantragen, die Verfügung der IV-Stelle
(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) vom 2. Februar 2018 sei aufzuheben und ihm sei
eine Hilflosenentschädigung schweren Grades und ein Intensivpflegezuschlag für einen
Aufwand von mehr als 6 Stunden zuzusprechen. Eventualiter sei die Angelegenheit zu
weiteren Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Unter Kosten- und
Entschädigungsfolgen (zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer) zulasten der
Beschwerdegegnerin. Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, dass der
Beschwerdeführer auch beim Aufstehen, Absitzen und Abliegen Hilfe benötige, wie die
Eltern in ihren Anmerkungen zum Abklärungsbericht aufgezeigt hätten. Da der
Beschwerdeführer in allen Lebensbereichen auf Dritthilfe angewiesen sei, habe er
Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung schweren Grades. Bezüglich des
Intensivpflegezuschlags reiche der von der Beschwerdegegnerin berücksichtigte
Mehraufwand von 5 Stunden und 12 Minuten bzw. 4 Stunden und 48 Minuten nicht. In
der Verfügung habe die Beschwerdegegnerin den Mehraufwand im Vergleich zum
Vorbescheid noch gekürzt, statt wie beantragt erhöht. Für alle Lebensbereiche mit
Ausnahme des Verrichtens der Notdurft sei ein höherer Mehraufwand anzurechnen.
Beim Bereich Ankleiden habe die Beschwerdegegnerin beispielsweise nur die während
der Schulzeit anfallenden Kleiderwechsel berücksichtigt. Überdies müsse von der
Notwendigkeit einer besonders intensiven Überwachung ausgegangen werden,
weshalb diesbezüglich eine Pauschale von 4 Stunden statt 2 Stunden zu
berücksichtigen sei (act. G 1).
B.b In ihrer Beschwerdeantwort vom 24. April 2018 beantragte die
Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung verwies sie im
Wesentlichen auf eine Stellungnahme ihres Fachbereichs vom 19. April 2018 (vgl. IV-
act. 207), auf die Ausführungen in ihrer Verfügung vom 2. Februar 2018 sowie auf den
entsprechenden Abklärungsbericht (act. G 4).
B.c In seiner Replik vom 28. Mai 2018 hielt der Beschwerdeführer an den in der
Beschwerde gestellten Rechtsbegehren fest (act. G 6).
B.d Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf die Einreichung einer Duplik (act. G 8).

Erwägungen
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1.
Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer mit der angefochtenen Verfügung
eine Hilflosenentschädigung für eine Hilflosigkeit mittleren Grades und einen
Intensivpflegezuschlag für einen Betreuungsaufwand von 4 Stunden zugesprochen
(act. G 1.2). Der Beschwerdeführer lässt eine Hilflosentschädigung für eine Hilflosigkeit
schweren Grades und einen Intensivpflegezuschlag für einen Betreuungsaufwand von
über 6 Stunden beantragen (act. G 1 S. 2). Strittig ist demnach, in welchem Ausmass
der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung und einen
Intensivpflegezuschlag hat.
2.
Die angefochtene Verfügung betrifft zwei verschiedene Rechtsverhältnisse. Da sich die
Anspruchsvoraussetzungen aber teilweise überschneiden, besteht ein enger sachlicher
Zusammenhang zwischen den beiden Rechtsverhältnissen. Dieser rechtfertigt eine
Behandlung in einem Entscheid. Das bedeutet allerdings nicht, dass dieser
Beschwerdeentscheid nur gesamthaft angefochten werden könnte. Vielmehr steht es
den Parteien auch frei, den Entscheid nur bezüglich des Intensivpflegezuschlages zur
Hilflosenentschädigung oder aber nur bezüglich der Hilflosenentschädgiung mit einer
Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht
anzufechten. Diesem Umstand wird mit einer strikten Trennung der beiden
Teilentscheide und der jeweiligen Kosten- und Entschädigungsfolgen im Dispositiv
Rechnung getragen.
3.
3.1 Zunächst ist zu prüfen, ob ein Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung mittleren
oder schweren Grades besteht (vgl. Art. 42 Abs. 2 IVG).
3.2 Bei Minderjährigen gilt die Hilflosigkeit als mittelschwer, wenn die versicherte
Person trotz der Abgabe von Hilfsmitteln in den meisten (mindestens vier; siehe Rz.
8009 KSIH) alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erheblicher Weise auf die
Hilfe Dritter angewiesen ist (lit. a) oder in mindestens zwei alltäglichen
Lebensverrichtungen regelmässig in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen
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ist und überdies einer dauernden persönlichen Überwachung bedarf (Art. 37 Abs. 2 lit.
a und b der Verordnung über die Invalidenversicherung, IVV, SR 831.201; lit. c gilt nur
für volljährige versicherte Personen, siehe Art. 38 Abs. 1 IVV und Art. 42bis Abs. 5 IVG).
Eine schwere Hilflosigkeit liegt vor, wenn die minderjährige versicherte Person in allen
alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter
angewiesen ist und überdies der dauernden Pflege oder der persönlichen
Überwachung bedarf (Art. 37 Abs. 1 IVV). Bei Minderjährigen ist nur der Mehrbedarf an
Hilfeleistung und persönlicher Überwachung im Vergleich zu nicht behinderten
Minderjährigen gleichen Alters zu berücksichtigen (Art. 37 Abs. 4 IVV).
3.3 Die massgebenden alltäglichen Lebensverrichtungen betreffen sechs Bereiche:
Ankleiden/Auskleiden, Aufstehen/Absitzen/Abliegen, Essen, Körperpflege, Verrichten
der Notdurft und Fortbewegung (Rz. 8010 des Kreisschreibens über Invalidität und
Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung des Bundesamtes für Sozialversicherungen,
KSIH, Stand 1. Januar 2018). Der Bedarf nach Hilfeleistungen muss regelmässig und in
erheblicher Weise bestehen (vgl. Art. 37 IVV). Erheblich sind Hilfeleistungen, wenn die
versicherte Person mindestens eine Teilfunktion einer alltäglichen Lebensverrichtung
nicht mehr, nur noch mit unzumutbarem Aufwand oder nur noch auf unübliche Art und
Weise selbst ausführen kann oder ohne besondere Aufforderung nicht vornehmen
würde, oder wenn sie sie selbst mit Hilfe Dritter nicht erfüllen kann, weil sie für sie
keinen Sinn hat (vgl. Rz. 8026 KSIH). Der Betreuungsaufwand kann somit auch
indirekte Dritthilfe umfassen. Indirekte Dritthilfe ist gegeben, wenn die versicherte
Person die alltäglichen Lebensverrichtungen zwar funktionsmässig selber ausführen
kann, dies aber nicht, nur unvollständig oder zu Unzeiten tun würde, wenn sie sich
selbst überlassen wäre (Rz. 8028 ff. KSIH).
3.4 Der Begriff der dauernden persönlichen Überwachung bezieht sich nicht auf die
alltäglichen Lebensverrichtungen. Hilfeleistungen, die bereits als direkte oder indirekte
Hilfe in einem Bereich der alltäglichen Lebensverrichtung Berücksichtigung gefunden
haben, können bei der Beurteilung der Überwachungsbedürftigkeit nicht nochmals ins
Gewicht fallen. Eine persönliche Überwachung ist beispielsweise dann erforderlich,
wenn eine versicherte Person wegen geistiger Absenzen nicht während des ganzen
Tages allein gelassen werden kann oder wenn eine Drittperson mit kleineren
Unterbrüchen bei der versicherten Person anwesend sein muss, da sie nicht allein
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gelassen werden kann. Die persönliche Überwachung muss ein gewisses Mass an
Intensität aufweisen. Eine Überwachungsbedürftigkeit darf insbesondere dann
angenommen werden, wenn die versicherte Person ohne Überwachung mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit sich selbst oder Drittpersonen gefährden würde (vgl.
Rz. 8035 KSIH).
3.5 Die Beschwerdegegnerin ist gestützt auf eine Abklärung an Ort und Stelle zum
Schluss gekommen, dass der Beschwerdeführer in sämtlichen alltäglichen
Lebensverrichtungen mit Ausnahme des Aufstehens/Absitzens/Abliegens auf
erhebliche und dauernde Dritthilfe angewiesen sei (vgl. IV-act. 190). Die Notwendigkeit
der Dritthilfe in den Bereichen Ankleiden/Auskleiden, Essen, Körperpflege, Verrichten
der Notdurft und Fortbewegung ist aufgrund der Behinderung des Beschwerdeführers
ausgewiesen (vgl. act. G 1.2). Die im Abklärungsbericht enthaltenen Feststellungen
bezüglich Hilfsbedürftigkeit stimmen denn auch mit den anlässlich des im Mai 2017
eingeleiteten Revisionsverfahrens gemachten Angaben der Mutter des
Beschwerdeführers im Fragebogen zur Beurteilung der Hilflosenenentschädigung
überein (vgl. IV-act. 178 S. 1 ff.). Zudem ist der Beschwerdeführer laut dem
Abklärungsbericht und den übereinstimmenden Feststellungen der Parteien auch auf
eine dauernde persönliche Überwachung angewiesen (vgl. act. G 1 und 1.2), womit die
Voraussetzungen für einen Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung mittleren Grades
offensichtlich erfüllt sind (vgl. E. 2.2).
3.6 Uneinig sind sich die Parteien jedoch darin, ob der Beschwerdeführer auch im
Bereich Aufstehen/Absitzen/Abliegen auf erhebliche Dritthilfe angewiesen ist, womit
eine Hilflosigkeit schweren Grades resultieren würde. Während die Mutter im
erwähnten Fragebogen eine dauernde und erhebliche Dritthilfe im Bereich des
Aufstehens/Absitzens/Abliegens verneint hatte (IV-act. 178), hat sie in einem Schreiben
an die IV-Stelle vom 24. September 2017 angemerkt, dass sie den Versicherten ins
Bett bringen und so lange bei ihm bleiben müsse, bis er einschlafe; sonst stehe er auf
und weine. Er wache nachts immer wieder schreiend auf, weshalb er beruhigt werden
müsse, was bis zu 45 Minuten dauern könne (IV-act. 186). Mit ähnlichen Ausführungen
begründet die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers in der Beschwerdeschrift die
Hilfsbedürftigkeit des Beschwerdeführers im Bereich des Aufstehens/Absitzen/
Abliegens (vgl. act. G 1 S. 4 f.). Demgegenüber geht die Beschwerdegegnerin davon
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aus, dass diese von den Eltern erwähnte Anwesenheit beim Aufstehen des
Beschwerdeführers in der Nacht nicht der alltäglichenLebensverrichtung Absitzen/
Aufstehen/Abliegen zuzuordnen sei, sondern lediglich unter dem Gesichtspunkt der
persönlichen Überwachung von Bedeutung sei (vgl. act. G 4 i.V.m. G 1.2 S. 1). Im KSIH
wird zur alltäglichen Lebensverrichtung Aufstehen/Absitzen/Abliegen ausgeführt, dass
eine Hilflosigkeit vorliege, wenn eine versicherte Person ohne Hilfe Dritter nicht
aufstehen, absitzen oder abliegen könne. Könne die versicherte Person die Transfers
selbständig machen, liege keine Hilflosigkeit vor. Bei der Abklärung seien die
verschiedenen örtlichen Situationen separat zu beurteilen. Sei die versicherte Person
im Bett nicht in der Lage, sich selber zuzudecken und zu lagern, gelte sie in dieser
Lebensverrichtung als hilflos. Das Erfordernis der blossen Anwesenheit einer
Drittperson beim Aufstehen in der Nacht sei nur unter dem Gesichtspunkt der
persönlichen Überwachung von Bedeutung, nicht aber im Rahmen der Teilfunktion des
Aufstehens (Zr. 8015 ff. KSIH).
3.7 Aufgrund der Ausführungen im Kreisschreiben ist davon auszugehen, dass bei der
alltäglichen Lebensverrichtung Aufstehen/Absitzen/Abliegen die motorischen
Fähigkeiten im Vordergrund stehen, während der indirekten Dritthilfe weniger Gewicht
als bei anderen alltäglichen Lebensverrichtungen zukommt. Sowohl die
Abklärungsperson der Beschwerdegegnerin als auch die befragte Klassenlehrperson
des Beschwerdeführers haben bestätigt, dass der Beschwerdeführer grobmotorisch
nicht derart eingeschränkt sei, dass ihm das Aufsitzen/Abliegen/Aufstehen nicht
möglich wäre (IV-act. 189 S. 2 und 190 S. 4). Auch ist im Abklärungsbericht vom 2.
November 2017 beispielhaft angemerkt worden, dass der Beschwerdeführer auf einen
Tisch hochgeklettert sei (vgl. IV-act. 190 S. 1). In Übereinstimmung damit ist die Mutter
des Beschwerdeführers im Fragebogen zur Revision selber davon ausgegangen, dass
der Beschwerdeführer nicht auf ständige und erhebliche Hilfe bei der alltäglichen
Lebensverrichtung Absitzen/Abliegen/Aufstehen angewiesen sei (vgl. IV-act. 178). In
motorischer Hinsicht hat demnach wohl auch die Mutter beim Beschwerdeführer keine
Hilflosigkeit beim Absitzen/Aufstehen/Abliegen festgestellt. Wie bereits erwähnt,
erachten die Eltern des Beschwerdeführers jedoch dessen Betreuung bis zum
Einschlafen bzw. die nächtliche Betreuung beim Aufwachen als für diesen
Lebensbereich relevant (vgl. E. 2.6). Die indirekte Dritthilfe in der Form der reinen
Anwesenheit beim Aufstehen in der Nacht fällt gemäss dem Kreisschreiben jedoch
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explizit nicht unter die Lebensverrichtung Absitzen/Aufstehen/Abliegen (vgl. E. 2.6).
Demnach ist davon auszugehen, dass die reine Anwesenheit bis zum Einschlafen des
Beschwerdeführers ebenfalls keine Hilflosigkeit in diesem Bereich begründen kann. Die
weiteren von den Eltern des Beschwerdeführers erwähnten Betreuungselemente, wie
das Beruhigen des Beschwerdeführers, helfen dem Beschwerdeführer ebenfalls nicht
beim Aufstehen, Absitzen oder Abliegen, weshalb sie vorliegend ebenfalls zu keiner
Hilflosigkeit im Bereich des Absitzens/Aufstehens/Abliegens führen. Dazu kommt, dass
auch gesunde Kinder gleichen Alters wie der Beschwerdeführer beim Einschlafen und
möglicherweise auch beim Durchschlafen durchaus noch eine gewisse Anleitung
benötigen. Für die Frage der Hilflosigkeit dürfte ohnehin nur der Mehraufwand zu
gesunden gleichaltrigen Kindern berücksichtigt werden (vgl. E. 2.2). Auch wenn die von
den Eltern geschilderten nächtlichen Schlafunterbrüche und das langwierige Prozedere
bis zum Einschlafen des Beschwerdeführers für die Eltern verständlicherweise sehr
aufwändig sind, so begründen diese alleine noch keine Hilflosigkeit in der alltäglichen
Lebensverrichtung Aufstehen/Absitzen/Abliegen. Vielmehr sind sie dem Bereich der
persönlichen Überwachung zuzuordnen. Demnach besteht kein Anspruch auf eine
Hilflosenentschädigung für eine Hilflosigkeit schweren Grades. Die
Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer somit zu Recht eine
Hilflosenentschädigung wegen einer Hilflosigkeit mittleren Grades zugesprochen.
4.
4.1 Zu prüfen bleibt, ob der Beschwerdeführer zusätzlich zur Hilflosenentschädigung
einen Anspruch auf einen Intensivpflegezuschlag für einen invaliditätsbedingten
Betreuungsaufwand von mindestens 4 oder 6 Stunden hat. Die Beschwerdegegnerin
hat dem Beschwerdeführer einen Intensivpflegezuschlag für mindestens 4 Stunden
Betreuung zugesprochen (act. G 1.2 S. 4), der Beschwerdeführer lässt einen solchen
für mindestens 6 Stunden beantragen (vgl. act. G 1 S. 2).
4.2 Die Hilflosenentschädigung für Minderjährige, die zusätzlich eine intensive
Betreuung brauchen und sich nicht in einem Heim aufhalten, wird um einen
Intensivpflegezuschlag erhöht (Art. 42ter Abs. 3 IVG und Art. 36 Abs. 2 IVV). Der
monatliche Intensivpflegezuschlag beträgt bei einem invaliditätsbedingten
Betreuungsaufwand von mindestens 8 Stunden pro Tag 100 %, bei einem solchen von
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mindestens 6 Stunden pro Tag 70 % und bei einem solchen von mindestens 4 Stunden
pro Tag 40 % des Höchstbetrages der Altersrente nach Art. 34 Abs. 3 und 5 des
Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG; SR 831.10).
Der Zuschlag berechnet sich pro Tag (Art. 42ter Abs. 3 IVG). Eine intensive Betreuung
liegt bei Minderjährigen vor, wenn diese im Tagesdurchschnitt infolge der
Beeinträchtigung der Gesundheit eine zusätzliche Betreuung von mindestens 4
Stunden benötigen (Art. 39 Abs. 1 IVV). Anrechenbar als Betreuung ist der Mehrbedarf
an Behandlungs- und Grundpflege im Vergleich zu nicht behinderten Minderjährigen
gleichen Alters. Nicht anrechenbar ist der Zeitaufwand für ärztlich verordnete
medizinische Massnahmen, welche durch medizinische Hilfspersonen vorgenommen
werden, sowie für pädagogisch-therapeutische Massnahmen (Art. 39 Abs. 2 IVV).
Bedarf eine minderjährige Person infolge der Beeinträchtigung ihrer Gesundheit
zusätzlich einer andauernden Überwachung, so kann diese als Betreuung von 2
Stunden angerechnet werden. Eine besonders intensive behinderungsbedingte
Überwachung ist als Betreuung von 4 Stunden anrechenbar (Art. 39 Abs. 3 IVV).
4.3
4.3.1 Für die persönliche Überwachung, die der Beschwerdeführer benötigt, hat die
Beschwerdegegnerin eine Betreuungspauschale von 2 Stunden angerechnet. Sie geht
von einer andauernden, nicht jedoch einer besonders intensiven Überwachung i.S.v.
Art. 39 Abs. 3 IVV aus. Sie stellt sich auf den Standpunkt, dass der Beschwerdeführer
zwar ständig die Nähe der Mutter haben möchte und sich selber nicht gut beschäftigen
könne, weshalb er nicht einmal für kurze Zeit allein gelassen werden könne. Sein
Verhalten sei jedoch weder aggressiv noch unkontrolliert. Daher müsse nicht ständig
interveniert werden, vielmehr müsse der Beschwerdeführer im spielerischen Sinne
beschäftigt werden. Auch gemäss den Angaben der Schule sei beim Beschwerdeführer
zwar eine ständige Aufsicht notwendig, jedoch in einem relativ lockeren Rahmen. Dem
Beschwerdeführer gelinge es mittlerweile, den Weg vom Klassenzimmer in die
Logopädie oder den Weg vom Schulbus ins Schulzimmer selbständig zurückzulegen
(act. G 4 S. 3 i.V.m. 1.2 S. 3). Demgegenüber ist die Rechtsvertreterin des
Beschwerdeführers der Ansicht, dass dieser besonders intensiv überwacht werden
müsse, weshalb eine Aufwandpauschale von 4 Stunden anzurechnen sei. Die
Beschwerdegegnerin gehe fälschlicherweise davon aus, dass der Beschwerdeführer
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lediglich gerne bei der Mutter sei und sich nicht gut beschäftigen könne. Die
Beschwerdegegnerin verkenne die Situation. Wenn der Beschwerdeführer im
gesicherten, umzäunten Schulareal zehn Schritte vom Bus zur Betreuungsperson
alleine bewältige, sei er trotzdem überwacht. Der Weg von einem zum anderen
Klassenzimmer sei möglich, da dabei eine Überwachung stattfinde und der Weg keine
Gefahren berge. Der behandelnde Arzt habe bestätigt, dass der Beschwerdeführer eine
1:1 Betreuung benötige. Der Beschwerdeführer könne Gefahren nicht adäquat
einschätzen. Er könne nicht aus den Augen gelassen werden und müsse ausser Haus
ständig an der Hand gehalten werden (act. G 1 S. 8 f.).
4.3.2 Im KSIH ist festgehalten, dass eine besonders intensive Überwachung im Sinne
des Art. 39 Abs. 3 IVV vorliege, wenn von der Betreuungsperson eine
überdurchschnittlich hohe Aufmerksamkeit und eine ständige Interventionsbereitschaft
gefordert werde. Dies bedeute, dass sich die Betreuungsperson permanent in
unmittelbarer Nähe der versicherten Person aufhalten müsse, da eine kurze
Unachtsamkeit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit lebensbedrohliche Folgen hätte
oder zu einer massiven Schädigung von Personen und Gegenständen führen würde,
sodass sich die Betreuungsperson kaum anderen Aktivitäten widmen könne (Rz. 8079
KSIH).
4.3.3 Die Klassenlehrperson hat gegenüber der Beschwerdegegnerin angegeben, dass
der Beschwerdeführer einer ständigen persönlichen Überwachung bedürfe. Allerdings
gelinge es dem Beschwerdeführer mittlerweile, den Weg vom Bus ins Schulzimmer
zurückzulegen, ohne dass er an der Hand geführt werden müsse. Er sichere sich
jeweils selber mit Blickkontakt zu den Aufsichtspersonen ab. Auch der Wechsel von
der Basisförderstufe in die Unterstufe nehme er selbständig vor. Im bekannten Umfeld
bestehe keine übermässige Aufsichtspflicht oder Interventionsbereitschaft (IV-act. 189
S. 3). Aufgrund dieser Ausführungen ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon
auszugehen, dass im Bereich der Schule zwar eine dauerhafte Überwachung des
Beschwerdeführers, jedoch keine besonders intensive Überwachung i.S.v. Art. 39 Abs.
3 IVV erforderlich ist. Soweit der Beschwerdeführer dagegen einwendet, dass er auch
beim Zurücklegen der kurzen Wege in der Schule überwacht werden müsse und der
Weg nur möglich sei, da er keine Gefahren berge (vgl. act. G 1 S. 8 f.), verkennt er,
dass eine dauernde Überwachungsnotwendigkeit von keiner Seite bestritten wird.
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4.3.4 Weiter zu prüfen ist, wie sich die Situation zu Hause verhält. Die
Abklärungsperson der Beschwerdegegnerin hat in ihrem Bericht festgehalten, dass der
Beschwerdeführer während der ganzen Abklärung unruhig gewesen sei und dass die
Eltern ihn immer wieder hätten beruhigen oder an die Hand nehmen bzw. zurückholen
müssen. Sein Gefahrenbewusstsein sei noch nicht altersentsprechend entwickelt. Auch
sei der Beschwerdeführer sehr auf die Mutter fixiert. Für die Abklärung habe diese extra
die Schwester aufbieten müssen, damit sie sich einigermassen auf das Gespräch habe
konzentrieren können. Die Eltern hätten erzählt, dass der Beschwerdeführer gleich zu
schreien beginne, wenn sie ihn alleine im Zimmer lassen möchten (IV-act. 190 S. 1 und
8). Aus dieser Schilderung geht hervor, dass der Beschwerdeführer nicht nur in der
Schule, sondern auch zu Hause eine dauernde Überwachung benötigt, die Kriterien für
eine besonders intensive Überwachung i.S.v. Art. 39 Abs. 3 IVV jedoch mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht erfüllt sind. Denn hätten die Eltern Angst
davor, dass der Beschwerdeführer – wie es für die besonders intensive Überwachung
vorausgesetzt wird – sich oder andere einer unmittelbaren Gefahr aussetzen würde,
wenn er nur für kürzeste Zeit alleine gelassen würde, hätten sie kaum auszuprobieren
versucht, den Beschwerdeführer alleine im Zimmer zu lassen. Auch entspricht es der
Einschätzung der Abklärungsperson der Beschwerdegegnerin, dass der
Beschwerdeführer zwar auf eine dauernde, nicht jedoch eine besonders intensive
Überwachung angewiesen ist (vgl. IV-act. 190 S. 7). Schliesslich hat auch die
Klassenlehrperson des Beschwerdeführers ausgeführt, dass dessen Mutter zu Hause
nicht ständig intervenieren müsse, sondern gewisse Haushaltsarbeiten erledigen könne
(IV-act. 189 S. 3). Zwar kann die Klassenlehrperson nicht direkt beurteilen, wie die
Situation beim Beschwerdeführer zu Hause aussieht. Aber sie kann aufgrund ihrer
Beobachtungen und Erfahrungen im Schulalltag eine gewisse Einschätzung
vornehmen, wie die Betreuung des Beschwerdeführers zu Hause aussehen wird,
weshalb ihre Aussage als weiteres Indiz dafür gesehen werden kann, dass keine
besonders intensive Überwachung i.S.v. Art. 39 Abs. 3 IVV notwendig ist.
4.3.5 Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass der Beschwerdeführer unstrittig
einer dauernden persönlichen Überwachung bedarf. Auch wenn die notwendige
Betreuung und Überwachung des Beschwerdeführers aus Sicht der Eltern
verständlicherweise als intensiv wahrgenommen wird (zumal auch eine "lediglich"
ständige persönliche Überwachung grundsätzlich intensiv ist), ist mit überwiegender
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Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die Kriterien einer besonders intensiven
Überwachung nach Art. 39 Abs. 3 IVV beim Beschwerdeführer im Verfügungszeitpunkt
nicht erfüllt gewesen sind. Demnach hat die Beschwerdegegnerin dem
Beschwerdeführer für den Bedarf einer ständigen, persönlichen Überwachung zu Recht
einen täglichen Mehraufwand von 2 Stunden angerechnet.
4.4
4.4.1 Zu prüfen bleibt, welchen invaliditätsbedingten - von der Überwachung
unabhängigen - Mehraufwand die Betreuung des Beschwerdeführers im Vergleich zu
einem gleichaltrigen gesunden Kind mit sich bringt (vgl. E. 3.2).
4.4.2 Für die Lebensverrichtung Essen ist im Abklärungsbericht ein Mehraufwand von
83 Minuten (morgens 15-20 Minuten, mittags 30-40 Minuten und abends 30-40
Minuten abzüglich eines altersentsprechenden Abzugs von 5 Minuten) festgehalten
worden (IV-act. 190 S. 4). Dagegen hat der Beschwerdeführer bereits am 24.
September 2017 einwenden lassen, er könne nur pürierte Nahrung essen, da andere
Nahrung zu Schluckproblemen führe, weil das Essen stecken bleibe und er in Atemnot
komme. Morgens, mittags und abends sei daher ein Zeitaufwand von 45 Minuten
anzurechnen. Ausserdem nehme er auch zwischen den Hauptmahlzeiten Nahrung zu
sich. Für das Einnehmen eines Joghurts benötige er bereits ca. 20 Minuten (IV-act.
186). In Übereinstimmung damit hat die Klassenlehrperson des Beschwerdeführers
bestätigt, dass dieser beim Schlucken grosse Schwierigkeiten habe und für das Essen
viel Zeit benötige. Er schaffe es nicht, die Nahrung mit dem Löffel aufzunehmen. Eine
Aufsichtsperson müsse den Löffel füllen. Beim Essen müsse ständig jemand beim
Beschwerdeführer sein, da immer die Gefahr bestehe, dass er sich verschlucke, was
auch öfters vorkomme. Eine Mahlzeit daure mindestens 45 Minuten (IV-act. 189). Unter
Berücksichtigung dieser Auskünfte hat die Beschwerdegegnerin in ihrer Verfügung vom
2. Februar 2018 für das Frühstück einen Mehraufwand von 20 Minuten, für das
Mittagessen von 45 Minuten und für das Abendessen wiederum von 45 Minuten
angenommen. Zudem hat sie zwei Zwischenmahlzeiten mit einem Mehraufwand von je
20 Minuten berücksichtigt. Gleichzeitig hat sie jedoch einen Abzug für die Tischpräsenz
vorgenommen, da die Eltern neben dem Beschwerdeführer selber essen könnten (act.
G 1.2 S. 2). Mit diesem Tischpräsenzabzug ist der Beschwerdeführer nicht
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einverstanden (vgl. act. G 1 S. 7). Angesichts der Gefahr des Verschluckens und der
damit einhergehenden Atemnot sowie des Umstandes, dass die Nahrung dem
Beschwerdeführer ständig auf einen Löffel gefüllt werden muss, damit er sie zu sich
nehmen kann, ist nicht davon auszugehen, dass die Eltern nebenbei in Ruhe essen
können. Demnach ist der von der Beschwerdegegnerin vorgenommene
Tischpräsenzabzug nicht gerechtfertigt. Ansonsten überzeugen die in der Verfügung
aufgeführten Zeiten für den Mehraufwand bezüglich Essen. Soweit die
Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers beantragt, auch für das Frühstück sei ein
Mehraufwand von 45 Minuten einzukalkulieren (vgl. act. G 1 S. 7), ist dem mit der
Beschwerdegegnerin (vgl. act. G 1.2 S. 2) entgegenzuhalten, dass die Zeitspanne
zwischen dem Aufstehen und dem Abholen durch den Schulbus ein 45 Minuten
dauerndes Frühstück angesichts der anderen notwendigen Verrichtungen kaum
zulassen würde (vgl. IV-act. 190 S. 2). Daher ist davon auszugehen, dass das
Frühstück weniger aufwändig ausfällt als die beiden anderen Hauptmahlzeiten. Die
Annahme, dass eine Zwischenmahlzeit beim Beschwerdeführer einen Mehraufwand
von 20 Minuten mit sich bringt, ist ebenfalls plausibel, haben doch seine Eltern
angegeben, die Einnahme eines Joghurts daure ca. 20 Minuten (vgl. IV-act. 186 S. 3).
Überzeugende Argumente, warum eine Zwischenmahlzeit 30 Minuten dauern sollte,
bringt die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers nicht vor (vgl. act. G 1 S. 7). Unter
Berücksichtigung eines altersentsprechenden Abzugs von 5 Minuten, welcher sowohl
von der Abklärungsperson als auch von der Beschwerdegegnerin in ihrer Verfügung
vom 2. Februar 2018 vorgenommen und seitens des Beschwerdeführers nicht
beanstandet worden ist (vgl. act. G 1 und 6), ergibt sich für den Bereich Essen
demnach ein täglicher Mehraufwand von 145 Minuten. Der altersentsprechende Abzug
von 5 Minuten lässt sich damit erklären, dass auch andere Kinder im Alter des
Beschwerdeführers eine gewisse Hilfestellung beim Essen benötigen.
4.4.3 Für die Verrichtung der Notdurft ist im Abklärungsbericht ein Mehraufwand von
28 Minuten festgehalten worden (IV-act. 190 S. 5). Beide Parteien sind sich jedoch
darin einig, dass für diese Lebensverrichtung ein Mehraufwand von 32.5 Minuten zu
verzeichnen ist (vgl. act. G 1 S. 8 und 1.2 S. 3). In der Verfügung vom 2. Februar 2018
wird dieser Mehraufwand damit erklärt, dass der Beschwerdeführer pro Tag
normalerweise fünf bis sechs Windeln benötige, wobei bei flüssigem Stuhlgang noch
drei Windeln dazukämen, was auf den Tag gerechnet eine weitere Windel ergebe.
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Demnach sei von sechs bis sieben Windeln pro Tag mit einem zeitlichen Aufwand pro
Wechsel von 5 Minuten auszugehen (act. G 1.2 S. 3). Ausgehend von der Aussage der
Klassenlehrperson, dass es beim Beschwerdeführer ca. zweimal pro Woche zu
flüssigem Stuhl kommt (vgl. E. 3.4.4), überzeugt der berechnete Aufwand von 32.5
Minuten (6.5 x 5 Minuten).
4.4.4 Hinsichtlich des An- und Auskleidens ist strittig, wie viele Male der
Beschwerdeführer aufgrund des flüssigen Stuhlgangs neu eingekleidet werden muss.
Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers macht in der Beschwerde geltend, dass
die Notwendigkeit eines Kleiderwechsels während des Tages zwischen ein- bis viermal
variiere, jedoch regelmässig vorkomme (act. G 1 S. 6). Aus dieser Aussage der
Rechtsvertreterin wird nicht klar, ob sie neben den beiden auch bei normalem
Stuhlgang anfallenden Kleiderwechseln am Morgen und am Abend zusätzlich von
einem bis vier Kleiderwechseln pro Tag oder ob sie insgesamt von einem bis vier
Kleiderwechseln pro Tag ausgeht. Letzteres hat die Rechtsvertreterin wohl kaum
gemeint, da dies bedeuten würde, dass der Beschwerdeführer an gewissen Tagen nur
einmal umgezogen würde, sprich entweder den ganzen Tag im Pyjama verbringen oder
in den Alltagskleidern zu Bett gebracht würde. Folglich ist anzunehmen, dass die
Rechtsvertreterin von insgesamt drei bis sechs Kleiderwechseln pro Tag ausgeht.
Demgegenüber haben die Eltern des Beschwerdeführers angegeben, dass es am Tag
insgesamt drei- bis viermal zu einem Kleiderwechsel komme (vgl. IV-act. 186 S. 1),
weshalb gestützt auf deren Angaben davon auszugehen ist, dass es neben dem
Kleiderwechsel am Morgen und am Abend in der Regel höchstens zu zwei zusätzlichen
Kleiderwechseln pro Tag aufgrund des flüssigen Stuhlgangs kommt. Die
Klassenlehrperson des Beschwerdeführers hat angegeben, es könne vorkommen, dass
ein zusätzlicher Kleiderwechsel vorgenommen werden müsse, weil sich der
Beschwerdeführer verstuhle oder einnässe. Dies komme jedoch nicht täglich
mehrmals, sondern allenfalls zweimal in der Woche vor (IV-act. 189 S. 2). Während die
Eltern des Beschwerdeführers aufgrund des flüssigen Stuhlgangs im Durchschnitt also
von zwei zusätzlichen Kleiderwechseln pro Tag ausgehen, gibt die Lehrperson für die
Zeit in der Schule leidglich zwei zusätzliche Kleiderwechsel wöchentlich an. Die
Beschwerdegegnerin ist in ihrer Verfügung vom 2. Februar 2018 davon ausgegangen,
dass es aufgrund der Angaben der Lehrperson im Durchschnitt zwar nur zweimal
wöchentlich zu flüssigem Stuhlgang kommt, jedoch an Tagen mit flüssigem Stuhlgang
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im Durchschnitt 3.5 zusätzliche Kleiderwechsel vorzunehmen sind. Angesichts dessen,
dass die Lehrperson nur Angaben für die Zeit während der Schule machen kann, nicht
jedoch für die schulfreie Zeit am Morgen, am Abend und am Wochenende, ist es
überzeugend, dass die Beschwerdegegnerin für die Tage mit flüssigem Stuhlgang nicht
nur von einem Kleiderwechsel, sondern entsprechend den Angaben der Eltern (zwei
zusätzliche Wechsel) und der Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers (ein bis vier
zusätzliche Wechsel) von 3.5 Kleiderwechseln ausgeht. Die Anzahl der Kleiderwechsel
an Tagen mit flüssigem Stuhlgang hat die Beschwerdegegnerin unter Berücksichtigung
der Angaben der Eltern des Beschwerdeführers sogar eher grosszügig gewählt, ohne
damit ihr Ermessen bei der Sachverhaltswürdigung zu überschreiten. Denn damit kann
berücksichtigt werden, dass der von der Schule angegebene Durchschnittwert, dass es
zweimal wöchentlich zu flüssigem Stuhlgang komme, nur die Zeit in der Schule
berücksichtigt und es möglichweise jeweils auch am Wochenende gelegentlich zu
flüssigem Stuhlgang kommen kann. Dass die Beschwerdegegnerin im Grundsatz auf
die Angabe der Schule, es komme im Durchschnitt lediglich zweimal wöchentlich zu
flüssigem Stuhlgang, abgestellt hat, ist jedoch nicht zu beanstanden. Im Übrigen ist die
Beschwerdegegnerin auch bei der alltäglichen Lebensverrichtung der Notdurft implizit
davon ausgegangen, dass es zweimal pro Woche zu flüssigem Stuhlgang komme,
wobei der Beschwerdeführer diese Berechnung nicht kritisiert hat (vgl. E. 3.4.3).
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die von der Beschwerdegegnerin in der
Verfügung vom 2. Februar 2018 vorgenommene Berechnung des Zeitaufwandes für die
zusätzlichen Kleiderwechsel aufgrund des flüssigen Stuhlgangs (3.5 x An/Auskleiden x
9 Minuten x 2 Tage durch 7 Tage) nicht zu beanstanden ist. Zu bemängeln ist jedoch,
dass sie in ihrer Verfügung für einen vollumfänglichen Kleiderwechsel ohne stichhaltige
Begründung einen Aufwand von 9 Minuten angenommen hat (vgl. act. G 1.2 S. 2),
während sie im Abklärungsbericht noch von einem durchschnittlichen Zeitaufwand von
15 Minuten ausgegangen ist (vgl. IV-act. 190 S. 3), zumal die Mutter des
Beschwerdeführers angegeben hat, dass der Beschwerdeführer sehr schwierig
anzuziehen sei (IV-act. 186 S. 3). Die neue Annahme von 9 Minuten stützt sich weder
auf Aussagen noch auf die Durchführung eines Augenscheins oder auf andere
Beweismittel. Demnach kann auf die in der Verfügung enthaltene Annahme von 9
Minuten nicht abgestellt werden, vielmehr ist auf den im Abklärungsbericht
überzeugend ermittelten Durchschnittswert von 15 Minuten für einen Kleiderwechsel
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abzustellen. Folglich ergibt sich für die zusätzlichen Kleiderwechsel aufgrund des
flüssigen Stuhlgangs im Durschnitt einen Mehraufwand von 15 Minuten pro Tag (3.5 x
An/Auskleiden x 15 Minuten x 2 Tage durch 7 Tage). Der im Abklärungsbericht
aufgelistete Mehraufwand für das Ankleiden und Auskleiden am Morgen und am Abend
sowie für die Handreichungen zwischendurch überzeugt. Denn der Aufwand für das
Ankleiden/Ausleiden am Morgen fällt bestimmt aufwendiger aus als derjenige für das
Ankleiden/Auskleiden am Abend, da vor dem zu Bett gehen lediglich ein Schlafanzug
anzuziehen ist. Ausgehend von dem im Abklärungsbericht festgehaltenen Aufwand von
35 Minuten für die alltägliche Lebensverrichtung Ankleiden/Auskleiden resultiert unter
Berücksichtigung des weiteren Aufwandes von 15 Minuten aufgrund des flüssigen
Stuhlgangs ein durchschnittlicher Mehraufwand von gesamthaft 50 Minuten pro Tag.
4.4.5 Für die Körperpflege ist im Abklärungsbericht ein zeitlicher Mehraufwand von 40
Minuten festgehalten worden (IV-act. 190 S. 5), während die Beschwerdegegnerin in
ihrer Verfügung vom 2. Februar 2018 von einem zeitlichen Mehraufwand von 25
Minuten ausgegangen ist (act. G 1.2 S. 2 f.). Auch diese Annahme in der Verfügung
stützt sich jedoch weder auf Auskünfte noch auf einen Augenschein oder sonstige
Abklärungen. Vielmehr handelt es sich dabei lediglich um eine Mutmassung der
Beschwerdegegnerin ohne eine Beweisgrundlage. Demnach kann darauf nicht
abgestellt werden. Dazu kommt, dass die Annahme eines Aufwandes von 25 Minuten
für die Körperpflege auch zu tief erscheint, wie der Beschwerdeführer zu Recht
einwenden lässt (vgl. act. G 1 S. 7 f.). Denn die Beschwerdegegnerin lässt in ihrer
neuen Aufstellung beispielsweise die tägliche Haarpflege ausser Acht, obwohl im
Abklärungsbericht festgehalten worden ist, dass der Beschwerdeführer Hilfe beim
Kämmen benötigt (vgl. IV-act. 190 S. 5). Für die Körperpflege ist viel eher von dem im
Abklärungsbericht festgestellten Mehraufwand von 40 Minuten auszugehen, zumal
gegen diese Zeiterhebung auch die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers von einer
Ausnahme abgesehen keine konkreten Einwände erhebt. Sie macht lediglich geltend,
es müssten zusätzlich zweimal 10 Minuten für das Abduschen nach dem Stuhlgang
berücksichtigt werden, da der Beschwerdeführer teilweise sehr flüssigen Stuhlgang
habe, sodass die Windeln nicht ausreichten (act. G 1 S. 7 f.). Dieser zusätzlich geltend
gemachte Aufwand ist jedoch nicht ausgewiesen. Im Abklärungsbericht ist unter der
Rubrik Körperpflege ein mehrmals tägliches Abduschen aufgrund eines starken
Stuhlgangs nämlich bereits mit 10 Minuten berücksichtigt worden (vgl. IV-act. 190 S.
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5). Dass das Abduschen nach dem flüssigen Stuhlgang im Rahmen der Körperpflege
berücksichtigt wird, ist nicht zu beanstanden, da bei der alltäglichen Lebensverrichtung
Notdurft lediglich der Mehraufwand für das Wechseln der Windeln Berücksichtigung
gefunden hat. Für die Körperpflege kann demnach ein Mehraufwand von 40 Minuten
berücksichtigt werden.
4.4.6 Zusammenfassend ergibt sich im Durchschnitt ein täglicher Mehraufwand von
267.5 Minuten bzw. 4 Stunden und 27.5 Minuten. Unter Berücksichtigung der
Überwachungspauschale von 2 Stunden ergibt sich ein durchschnittlich täglicher
Mehraufwand von über 6 Stunden. Dazu kommt, dass die Beschwerdegegnerin in ihrer
Verfügung vom 2. Februar 2018 den im Abklärungsbericht ermittelten Mehraufwand
von täglich 5 Minuten für Arztbesuche sowie 1 Minute für die Verabreichung von
Medikamenten (vgl. IV-act. 190 S. 6 f.) unberücksichtigt gelassen hat (vgl. act. G 1.2).
Zudem ist in keiner der Aufstellungen der Angabe der Mutter des Beschwerdeführers,
sie müsse täglich Augenpflaster anbringen, oder dem Umstand, dass das Hörgerät
möglicherweise immer wieder neu angepasst werden muss, Rechnung getragen
worden (vgl. IV-act. 186 S. 3). Jedenfalls ist demnach im Durchschnitt von einem
täglichen Mehraufwand von über 6 Stunden auszugehen, sodass dem
Beschwerdeführer ein Intensivpflegezuschlag für einen Betreuungsaufwand von
mindestens 6 Stunden zusteht.
5.
Zusammenfassend ist die Beschwerde bezüglich des Begehrens um einen höheren
Intensivpflegezuschlag gutzuheissen und hinsichtlich des Begehrens um eine höhere
Hilflosenentschädigung abzuweisen. Die angesichts des durchschnittlichen
Verfahrensaufwandes auf Fr. 600.-- festzusetzenden Gerichtskosten sind folglich je zur
Hälfte den beiden Parteien aufzuerlegen. Der Anteil des Beschwerdeführers ist durch
den von diesem geleisteten Kostenvorschuss gedeckt; der Restbetrag von Fr. 300.--
wird ihm zurückerstattet. Der teilweise obsiegende Beschwerdeführer hat einen
Anspruch auf eine Parteientschädigung entsprechend dem erforderlichen
Vertretungsaufwand bezüglich des Intensivpflegezuschlages. Der gesamte
Vertretungsaufwand entspricht dem durchschnittlichen Vertretungsaufwand in einem
invalidenversicherungsrechtlichen Verfahren, weshalb die Parteientschädigung
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praxisgemäss auf die Hälfte von Fr. 3’500.--, also auf Fr. 1’750.-- (einschliesslich
Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen ist. Für die andere Hälfte des
erforderlichen Vertretungsaufwandes im Zusammenhang mit der
Hilflosenentschädigung hat der Beschwerdeführer dagegen keinen Anspruch auf eine
Parteientschädigung, da er diesbezüglich unterliegt.