Decision ID: 2bff9e09-b4f5-56c8-b9bb-fadb568e5e4e
Year: 2004
Language: de
Court: SG_VWEK
Chamber: SG_VWEK_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt:
A.- X.Y. ist seit 1983 zum Führen von Motorfahrzeugen berechtigt. Seit 1990 lebt er in
der Schweiz. Gemäss Auszug aus der Eidgenössischen Administrativmassnahmen-
Kontrolle war ihm der Führerausweis wegen Rechtsüberholens auf der Autobahn,
begangen am 8. Januar 2002, und wegen Überschreitens der zulässigen
Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h um 40 km/h, begangen am 8. September 2002,
für die Dauer von zwei Monaten vom 24. Dezember 2003 bis 23. Februar 2004
entzogen. Am 26. November 2003 lenkte er um 15.23 Uhr den Personenwagen "Toyota
Corolla" auf der Autobahn A13 in A. bei einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von
120 km/h mit einer rechtlich relevanten Geschwindigkeit von 146 km/h in Richtung B.
B.- Mit Zwischenverfügung vom 19. Februar 2004 ordnete das Strassenverkehrs- und
Schifffahrtsamt des Kantons St. Gallen, Abteilung Personenzulassung, eine
verkehrspsychologische Untersuchung von X.Y. an. Das Gutachten sollte sich zur
Frage äussern, ob zu erwarten sei, dass der Betroffene auch zukünftig erheblich oder
wiederholt gegen strassenverkehrsrechtliche Bestimmungen verstossen werde.
C.- Gegen diese Verfügung erhob X.Y. durch seinen Vertreter mit Eingabe vom 5. März
2004 Rekurs bei der Verwaltungsrekurskommission mit dem Rechtsbegehren, unter
Kosten- und Entschädigungsfolge sei die Zwischenverfügung aufzuheben und von
einer verkehrspsychologischen Untersuchung abzusehen. - Auf die Ausführungen zur
Begründung des Begehrens wird, soweit notwendig, in den Erwägungen eingegangen.
Mit Vermerk vom 2. April 2004 verzichtete die Vorinstanz auf eine Vernehmlassung.

Erwägungen:
1.- Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die
Verwaltungsrekurskommission ist zum Sachentscheid zuständig. Die Befugnis zur
Rekurserhebung ist gegeben. Der Rekurs vom 5. März 2004 ist rechtzeitig eingereicht
worden. Er erfüllt in formeller und inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen Anforderungen
(Art. 24 Abs. 1 des Strassenverkehrsgesetzes, SR 741.01, abgekürzt: SVG; Art. 41 lit. e,
45, 47 und 48 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt:
VRP). Auf den Rekurs ist einzutreten.
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2.- Im Rekurs ist umstritten, ob die Vorinstanz zu Recht an der Fahreignung des
Rekurrenten zweifelte und mit der angefochtenen Zwischenverfügung eine
verkehrspsychologische Untersuchung anordnete.
a) Die Vorinstanz begründet die Verfügung damit, gemäss Leitfaden der
Expertengruppe Verkehrssicherheit "Verdachtsgründe fehlender Fahreignung" bestehe
ein begründeter Verdacht auf mangelnde Fahreignung bei Fahrzeuglenkern, welche
innert rund zwei Jahren drei polizeilich registrierte Unfälle oder Verletzungen der
Verkehrsregeln begangen haben, die zu einer Administrativmassnahme führen. Dies
treffe im vorliegenden Fall zu. Dem Argument, die Verkehrsregelverletzung vom 26.
November 2003 würde bei ungetrübtem automobilistischem Leumund zu keiner
Massnahme führen, könne nicht gefolgt werden, da solche schon ab 16 km/h
Überschreitung angeordnet würden.
Im Rekurs wird demgegenüber vorgebracht, es sei bemerkenswert, dass der Rekurrent
seit 1990 mit Ausnahme der drei zur Diskussion stehenden Vorfälle ohne Beschwerden
ein Motorfahrzeug gelenkt habe, obwohl er berufsbedingt jährlich mindestens 20'000
km zurückgelegt habe. Zum Rechtsüberholen auf der Autobahn seien er und weitere
Verkehrsteilnehmer durch ein über Kilometer mit einer Geschwindigkeit von 110 km/h
auf der Überholspur fahrendes Fahrschulfahrzeug provoziert worden. Der Fahrlehrer
habe ihn dann verfolgen lassen, beschimpft und geohrfeigt, wobei er gesundheitlich
noch heute unter den Folgen dieser Tätlichkeit leide. Der Fahrlehrer sei wegen
einfacher Körperverletzung und Beschimpfung mit vier Wochen Gefängnis und Fr.
500.-- Busse bestraft worden. Er selbst sei mit Fr. 500.-- gebüsst worden, wobei bei
der Strafzumessung die Umstände, die zum Rechtsüberholen führten, und die
Tatsache, dass er vorsichtig und an übersichtlicher Stelle rechts vorbeigefahren sei,
berücksichtigt worden seien. Aus diesem Ereignis könnten keine Rückschlüsse auf eine
psychologische oder charakterliche Problematik im Zusammenhang mit dem Führen
eines Motorfahrzeuges gezogen werden. Die Geschwindigkeitsüberschreitung vom 8.
September 2002 habe der Rekurrent mit dem Motorrad auf der bei Motorradfahrern
absolut beliebten Strecke über die Schwägalp begangen, bei der es Abschnitte gebe,
die zum Schnellfahren einladen und für den Kanton Appenzell zu veritablen
Busseneinnahmen führen würden. Es liessen sich nur wenige Motorradfahrer finden,
welche diese Strecke ohne Busse durchfahren hätten. Wenn überhaupt habe für
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andere Verkehrsteilnehmer höchstens eine abstrakte Gefährdung bestanden. Auch aus
diesem Vorfall dürfe dem Rekurrenten bezüglich Charakter oder psychologischem
Verkehrsverhalten nichts Negatives angelastet werden. Ein Jahr und knapp drei
Monate nach diesem Vorfall habe der Rekurrent sein Motorfahrzeug auf der A13 mit
rechtlich relevanten 26 km/h zu schnell gelenkt. Bei einem ungetrübten Leumund
würde der Vorfall nicht zu einer Massnahme führen. Es sei stossend, aufgrund von drei
Vorfällen, welche keine Rückschlüsse auf psychologische oder charakterliche
Probleme beim Rekurrenten zuliessen, diesen für eine verkehrspsychologische
Untersuchung aufzubieten. Anders wäre zu entscheiden, wenn dem Rekurrenten
rowdyhaftes Verhalten nachgewiesen wäre. Die geschilderten Situationen könnten
jedem Verkehrsteilnehmer widerfahren.
b) Nach Art. 16 Abs. 1 SVG sind Ausweise zu entziehen, wenn festgestellt wird, dass
die gesetzlichen Voraussetzungen zur Erteilung nicht mehr bestehen. Das ist gemäss
Art. 14 Abs. 2 lit. d SVG unter anderem der Fall, wenn der Betroffene nach seinem
bisherigen Verhalten nicht Gewähr bietet, dass er als Motorfahrzeugführer die
Vorschriften beachten und auf die Mitmenschen Rücksicht nehmen wird. Anzeichen
hierfür bestehen, wenn Charaktermerkmale des Betroffenen, die für die Eignung im
Verkehr erheblich sind, darauf hindeuten, dass er als Lenker eine Gefahr für den
Verkehr darstellt. Für den Sicherungsentzug aus charakterlichen Gründen ist die
schlechte Prognose über das künftige Verhalten als Motorfahrzeugführer massgebend.
Die Behörden dürfen gestützt hierauf den Ausweis verweigern oder entziehen, wenn
hinreichend begründete Anhaltspunkte vorliegen, dass der Führer rücksichtslos fahren
wird. Die Frage ist anhand der Vorkommnisse (unter anderem Art und Zahl der
begangenen Verkehrsdelikte) und der persönlichen Umstände zu beurteilen; in
Zweifelsfällen ist ein verkehrs-psychologisches oder psychiatrisches Gutachten
gemäss Art. 11b Abs. 1 lit. b der Verordnung über die Zulassung von Personen und
Fahrzeugen zum Strassenverkehr (SR 741.51, abgekürzt: VZV) anzuordnen (BGE 125 II
492 E. 2a mit Hinweisen).
In Ziff. 6 des Leitfadens "Verdachtsgründe fehlender Fahreignung" der Expertengruppe
Verkehrssicherheit des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie
und Kommunikation vom 26. April 2000 (nachfolgend: Leitfaden) wird betreffend
charakterlichen Defiziten festgehalten, dass Fahrzeuglenker über eine Reihe minimaler
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charakterlicher Eigenschaften verfügen müssten, so Risikobewusstsein, Tendenz zu
Vermeidung hoher Risiken, geringe Impulsivität, geringe Aggressionsneigung, reife
Konfliktverarbeitung, Stressresistenz, soziales Verantwortungsbewusstsein, soziale
Anpassungsbereitschaft, Flexibilität im Denken und psychische Ausgeglichenheit.
Aufgrund dieser Anforderungen begründen gemäss Leitfaden das vorsätzliche
Herbeiführen einer schweren konkreten Verkehrsgefährdung (Ziff. 6.1), drei polizeilich
registrierte Unfälle oder Verletzungen der Verkehrsregeln, die zu einer
Administrativmassnahme führen, innert rund zwei Jahren (Ziff. 6.2), strafbare
Handlungen, die auf Rücksichtslosigkeit schliessen lassen (Ziff. 6.3), oder
Aggressivität/Verlust der Selbstkontrolle (Ziff. 6.4) einen Verdacht auf mangelnde
Fahreignung von Fahrzeuglenkern wegen verkehrsrelevanter charakterlicher Defizite.
c) Im vorliegenden Fall hat der Rekurrent innerhalb von knapp 22 Monaten drei
Verkehrsregelverletzungen begangen. Beim ersten Verstoss vom 8. Januar 2002
handelt es sich um ein Rechtsüberholen auf der Autobahn. Die Verkehrsregelverletzung
wurde zwar straf- wie administrativrechtlich als schwer eingestuft, hingegen bei der
Strafzumessung die Provokation und die Tatsache, dass der Rekurrent das Manöver
vorsichtig und an übersichtlicher Stelle durchführte, berücksichtigt. Auch die am 8.
September 2002 begangene Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit
von 80 km/h um 40 km/h wurde straf- wie administrativrechtlich als schwere
Verkehrsregelverletzung beurteilt. Ebensowenig trifft die im Rekurs vertretene
Auffassung zu, die Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 120 km/
h auf der Autobahn um 26 km/h vom 26. November 2003 ziehe für sich betrachtet
keine Administrativmassnahme nach sich. Die Überschreitung konnte gerade nicht
mehr als Übertretung mit einer Ordnungsbusse bestraft werden (vgl. Ziff. 303.3 lit. e
des Anhang 1 zur Ordnungsbussenverordnung, SR 741.031) und würde für sich
betrachtet administrativrechtlich als leichter Fall im Sinn von Art. 16 Abs. 2 Satz 2 SVG
zu einer Verwarnung führen (vgl. R. Schaffhauser, Die straf- und verwaltungsrechtliche
Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Strassenverkehrsrecht 1992-1999, 2. Aufl.
2002, S. 80). Die Voraussetzungen gemäss dem erwähnten Leitfaden für die
Begründung eines Verdachts mangelnder Fahreignung, der zur Anordnung einer
verkehrspsychologischen Untersuchung führt, erscheinen damit auf den ersten Blick
grundsätzlich erfüllt zu sein.
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Einerseits ist aber festzuhalten, dass dieser Leitfaden keine für den Richter
verbindlichen Rechtssätze enthält (vgl. VRKE IV vom 7. Juli 2001 in Sachen B.D, S. 6).
Andrerseits ist bei der Beurteilung der charakterlichen Eignung zu beurteilen, ob
jemand als Lenker künftig eine Gefahr für den Verkehr darstellen wird. Massgebend
dabei ist die Prognose über das künftige Verhalten als Motorfahrzeugführer. Es müssen
hinreichend begründete Anhaltspunkte vorliegen, dass der Betroffene erneut
rücksichtslos fahren wird. Unter diesem Aspekt ist sein bisheriges Verhalten,
insbesondere auch die erzieherische Wirkung des von Gesetzes wegen als primäre
Massnahme auszusprechenden Warnungsentzugs, miteinzubeziehen. Davon gehen
offenbar auch die Experten aus, wenn im Leitfaden von drei Verkehrsregelverletzungen
innerhalb von zwei Jahren, die zu einer Administrativmassnahme führten bzw. führen,
die Rede ist. Sie nehmen in diesen Fällen an, dass die ersten zwei verfügten
Administrativmassnahmen (Warnungsentzüge) den Betroffenen nicht zu einer Änderung
seines Verhaltens bewegen konnten, woraus sich der begründete Verdacht ergebe,
dass der Betroffene sich auch künftig nicht an die Verkehrsregeln halten werde, und
daher eine verkehrspsychologische Untersuchung angezeigt sei.
In dieser Hinsicht liegt jedoch beim Rekurrenten eine andere Situation vor. Noch bevor
der wegen den ersten beiden Verkehrsregelverletzungen vom 8. Januar 2002 und vom
8. September 2002 angeordnete Entzug des Führerausweises für die Dauer von zwei
Monaten vollzogen war, hat der Rekurrent am 26. November 2003 die dritte
Verkehrsregelverletzung begangen. Unter diesen Umständen kann nicht gesagt
werden, dass die bis anhin verfügten Administrativmassnahmen bereits zweimal ihre
erzieherische Wirkung verfehlt hätten. Vielmehr steht überhaupt noch nicht fest, welche
Wirkung der Vollzug eines Führerausweisentzugs auf den Rekurrenten haben wird.
Hinzu kommt, dass die Umstände der ersten und der dritten Verkehrsregelverletzung
nur bedingt auf eine Rücksichtslosigkeit des Rekurrenten hinweisen. Beim
Rechtsüberholen auf der Autobahn steht fest, dass der provozierte Rekurrent sich,
indem er das Manöver vorsichtig und an einer übersichtlichen Stelle ausführte, der
Regelwidrigkeit und vor allem aber der Gefährlichkeit seines Verhaltens bewusst war.
Die Geschwindigkeitsüberschreitung vom 26. November 2003 betrifft eine
Grössenordnung, die nur ganz knapp im administrativrechtlich relevanten Bereich lag.
Wäre der Rekurrent lediglich 1 km/h langsamer unterwegs gewesen, wäre die
Übertretung den Administrativbehörden nicht bekannt geworden.
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d) Unter diesen Umständen bestehen beim Rekurrenten nach Ansicht der
Verwaltungsrekurskommission im heutigen Zeitpunkt keine ausreichenden Zweifel für
den Verdacht einer mangelnden Fahreignung wegen verkehrsrelevanter charakterlicher
Defizite, welche die Anordnung entsprechender Abklärungen rechtfertigen würden.
Dementsprechend ist die angefochtene Zwischenverfügung vom 19. Februar 2004
aufzuheben.
e) Die Streitsache ist zum neuen Entscheid an die Vorinstanz zurückzuweisen. Würde
die Verwaltungsrekurskommission selbst über einen Warnungsentzug und
insbesondere über dessen Dauer befinden, würde dem Rekurrenten der Instanzenzug
in einer unzulässigen Weise abgeschnitten. Die Vorinstanz hat ein Verfahren zur
Abklärung der Fahreignung in die Wege geleitet und keine Abklärungen im Hinblick auf
einen Warnungsentzug getroffen. Damit erscheint die Streitsache vor der Vorinstanz im
Wesentlichen als ungeprüft (vgl. Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton
St. Gallen, St. Gallen 2003, Rz. 1032). Zu prüfen ist im Hinblick auf die Anwendung von
Art. 31 Abs. 2 VZV insbesondere, ob der automobilistische Leumund des Rekurrenten
als getrübt zu gelten hat, obwohl bis zum Zeitpunkt der zu beurteilenden
Verkehrsregelverletzung noch keine Administrativmassnahme vollzogen worden ist.
Ferner wird die Vorinstanz bei der Bemessung eines allenfalls zu verfügenden
Warnungsentzugs das Verschulden zu gewichten haben, wobei sie an die rechtliche
Würdigung der Strafbehörde in der Bussenverfügung nicht gebunden ist (vgl. BGE 119
Ib 158 E. 3c/bb).
3.- In Streitigkeiten hat jener Beteiligte die Kosten zu tragen, dessen Begehren ganz
oder teilweise abgewiesen werden (Art. 95 Abs. 1 VRP). Vorliegend dringt der
Rekurrent mit seinem Antrag, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und von
einer verkehrspsychologischen Untersuchung abzusehen, vollumfänglich durch. Dem
Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten daher vom Staat zu tragen
(Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr von Fr. 1'000.-- ist angemessen (vgl. Ziff.
362 Gerichtskostentarif, sGS 941.12). Die Finanzverwaltung ist anzuweisen, dem
Rekurrenten den geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 1'000.-- zurückzuerstatten.
Gemäss Art. 98 Abs. 2 VRP werden im Rekursverfahren ausseramtliche Kosten
entschädigt, soweit sie aufgrund der Rechts- und Sachlage als notwendig und
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angemessen erscheinen. Im vorliegenden Fall war im Hinblick auf Fragen im
Zusammenhang mit der Einholung eines verkehrspsychologischen Gutachtens der
Verzicht auf den Beizug eines Rechtsvertreters im Rekursverfahren nicht zumutbar.
Eine Kostennote ist nicht eingereicht worden. Angesichts der nicht sehr umfangreichen
Akten und des Aufwands für die Rekurseingabe erscheint eine Entschädigung von Fr.
1'200.-- zuzüglich Mehrwertsteuer als angemessen (Art. 19, 22 Abs. 1 lit. b und 28 der
Honorarordnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten; sGS 963.75). Die
ausseramtliche Entschädigung wird den am Verfahren Beteiligten nach Obsiegen und
Unterliegen auferlegt (Art. 98bis VRP). Angesichts des Verfahrensausgang sind dem
Rekurrenten die ausseramtlichen Kosten vollständig, d.h. mit Fr. 1'200.-- (inklusive
Barauslagen) zuzüglich Mehrwertsteuer auf diesem Betrag, zu entschädigen (Art. 98ter
VRP; GVP 1983 Nr. 56). Kostenpflichtig ist der Staat.