Decision ID: 933f9156-278e-5083-bf5c-8d2e9f7b52ca
Year: 2010
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Der Beschwerdeführer – ein irakischer Staatsangehöriger kurdischer Ethnie – verliess seine Heimat eigenen Angaben zufolge am 5. Januar 2007. Er habe sich über den Iran in die Türkei begeben, von wo er in der Folge in die Schweiz gelangt sei.
Am 12. Februar 2007 reichte er ein Asylgesuch ein, worauf er vom BFM am 15. Februar 2007 kurz befragt und am 8. März 2007  zu seinen Gesuchsgründen angehört wurde. Dabei führte er zu seiner Person und seinen persönlichen Verhältnissen aus, er stamme ursprünglich aus Kirkuk, seine Familie sei jedoch im Jahre 1988 – als er vierzehn Jahre alt gewesen sei – nach Suleimaniya deportiert . Seine Mutter sei gestorben, als er erst zwei Monate alt gewesen sei, und er sei bis zu seiner Ausreise aus dem Irak stets mit seinem Vater und seinem Bruder an der gleichen Adresse im Stadtteil Z._ von Suleimaniya wohnhaft geblieben. Er habe zwar nur vier Jahre die Schule besucht, im Zeitpunkt seiner Ausreise aus dem Irak sei er aber bereits seit mehr als zehn Jahren selbständig als  tätig gewesen. Sein Geschäft habe er zusammen mit seinem Bruder betrieben. Als Grund für sein Asylgesuch brachte er in der Folge vor, er habe den Irak verlassen, weil er unerlaubt mit einem Mädchen aus der Nachbarschaft eine Beziehung gepflegt habe und er deswegen – nachdem bekannt geworden sei, dass sie miteinander  hätten – ein Gerichtsverfahren oder aber Nachstellungen von Seiten der Familie seiner Freundin zu befürchten gehabt habe. Dabei führte er an, am 4. Januar 2007 sei es bei ihm zuhause zwischen ihm und seiner Freundin zum Beischlaf gekommen, wobei sie von seiner Stiefmutter erwischt worden seien. Die Stiefmutter habe daraufhin , bis auch die Nachbarn alles erfahren hätten, respektive sie sei zu den Nachbarn gegangen und habe sie über den Vorfall . Daraufhin sei er von den Angehörigen seiner Freundin  und heftig geschlagen worden, wobei diese vorgehabt hätten, die Polizei zu rufen, respektive die Angehörigen seiner Freundin und seine eigenen Angehörigen hätten sich im Haus versammelt, worauf sein Vater gesagt habe, sie könnten mit ihm machen, was sie wollen, ihn zum Beispiel vor Gericht anzeigen. Vor diesem Hintergrund habe er über die Hintertür des Hauses die Flucht ergriffen und am folgenden Tag mit der Hilfe eines Schleppers den Irak verlassen, da ihm von der Polizei sicher vorgeworfen worden wäre, gegen die Sitten verstossen
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zu haben, und man ihn sicher ins Gefängnis gesteckt hätte, respektive er vermutlich von den Angehörigen seiner Freundin umgebracht  wäre, wenn er nicht von der Polizei verhaftet worden wäre.
B. Mit Verfügung vom 16. März 2007 stellte das BFM fest, der  erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, lehnte sein  ab und ordnete dessen Wegweisung aus der Schweiz an.  ordnete das BFM jedoch – anstelle des Wegweisungsvollzuges – die vorläufige Aufnahme des Beschwerdeführers an. Dabei erkannte das BFM die Gesuchsvorbringen des Beschwerdeführers als , wobei es in seinen Erwägungen auf diverse Widersprüche und Ungereimtheiten im Sachverhaltsvortrag verwies und die  des Beschwerdeführers insgesamt als unsubstanziiert und  erklärte. Auf der anderen Seite hielt das BFM fest, aufgrund der derzeitigen Sicherheitslage im Irak sei der Vollzug der Wegweisung als unzumutbar zu erachten, weshalb der Beschwerdeführer in der Schweiz vorläufig aufzunehmen sei.
Die Verfügung vom 16. März 2007 erwuchs unangefochten in .
C. Mit Schreiben vom 10. April 2008 (eingegangen beim BFM am 23.  2008) ersuchte der Beschwerdeführer das BFM um Zustellung einer Kopie seiner beim BFM eingereichten Identitätskarte, wobei er zur  anführte, er möchte sich einen irakischen Pass ausstellen lassen, weshalb er eine Kopie seiner Dokumente benötige.
D. Dem vorgenannten Ersuchen wurde vom BFM am 14. Mai 2008  und dem Beschwerdeführer eine Kopie seiner Identitätskarte zugestellt. Mit separatem Schreiben vom gleichen Tag gewährte das BFM dem Beschwerdeführer zudem das rechtliche Gehör im Hinblick auf eine Aufhebung der ihm gewährten vorläufigen Aufnahme in der Schweiz und dem damit verbundenen Wegweisungsvollzug. Dabei teil - te das BFM dem Beschwerdeführer mit, es erachte den Vollzug der Wegweisung in die drei von der kurdischen Regionalregierung  nordirakischen Provinzen Dohuk, Erbil und Suleimaniya  der nunmehr dort herrschenden Sicherheits- und  als grundsätzlich zumutbar, mithin herrsche dort keine  allgemeiner Gewalt. In seinem Fall sei festzustellen, dass er
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zwar ursprünglich aus Kirkuk stamme, er jedoch ab dem Jahre 1988 in Suleimaniya, dem Hauptort der gleichnamigen Provinz, gelebt habe. Da sein Vater und sein Bruder an derselben Adresse wohnten, verfüge er überdies in dieser Provinz über ein verwandtschaftliches . Die angesetzte Frist zur Stellungnahme verstrich .
E. Das BFM gewährte dem Beschwerdeführer am 11. Juni 2009 erneut – mittels gleichlautendem Schreiben – das rechtliche Gehör im Hinblick auf eine Aufhebung der ihm gewährten vorläufigen Aufnahme in der Schweiz und dem damit verbundenen Wegweisungsvollzug.
Am 24. Juni 2009 liess der Beschwerdeführer dem BFM durch seinen Rechtsvertreter mitteilen, er habe in seiner Heimat kein  Beziehungsnetz mehr. Dabei führte er unter Verweis auf zwei Beweismittel in Kopie – einen gerichtsmedizinischen Bericht  eine Todesurkunde (je inklusive einer Übersetzung) – aus, sein  und sein Bruder seien vor einiger Zeit nach Kirkuk gezogen, wo der Vater im Januar 2008 das Opfer einer der zahlreichen  zwischen den arabischen und kurdischen  geworden sei. Im Weiteren sei auch der Kontakt zu seinem Bruder abgerissen und er befürchte, dass auch dieser umgekommen sei.  wisse er auch nicht, ob er noch weitere Verwandte im Nordirak habe. Schliesslich führte er unter Berufung auf ein angeblich kurz  erfolgtes Attentat nahe Kirkuk aus, dass die Regionalregierung nicht in der Lage sei, der Bevölkerung Schutz zu bieten. Vor diesen Hintergrund sei unverständlich, dass das BFM nicht von einem Klima der allgemeinen Gewalt ausgehe. Die Lage in den drei nordirakischen Provinzen und insbesondere in Kirkuk sei vielmehr sehr angespannt, weshalb die ihm gewährte vorläufige Aufnahme in der Schweiz nicht aufzuheben sei.
F. Mit Verfügung vom 15. Juli 2009 – eröffnet am 20. Juli 2009 – hob das BFM die am 16. März 2007 angeordnete vorläufige Aufnahme des  auf und forderte ihn unter Androhung von  im Unterlassungsfall auf, die Schweiz bis zum 16. September 2009 zu verlassen. In seinem Entscheid erkannte das BFM den  als zulässig, zumutbar und möglich, weshalb die dem Beschwerdeführer gewährte vorläufige Aufnahme aufzuheben sei. Be-
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treffend die Frage der Zulässigkeit verwies es vorab auf die  Ablehnung des Asylgesuches und es hielt im Weiteren fest,  der Akten ergäben sich keine Anhaltspunkte dafür, dass dem Beschwerdeführer im kurdischen Nordirak eine unmenschliche oder erniedrigende Behandlung drohen würde. Dabei merkte es an, dass sich aus dem Persönlichkeitsprofil des Beschwerdeführers kein  Gefährdungsindiz ergebe. Den Wegweisungsvollzug in die nordirakischen Provinzen Dohuk, Erbil und Suleimaniya erklärte das BFM aufgrund der heutigen Verhältnisse als grundsätzlich zumutbar, wobei es unter anderem auf die entsprechende Lageeinschätzung  europäischer Staaten sowie auf die Rückkehrbewegung in den Nordirak verwies. Betreffend den Beschwerdeführer hielt es fest, in seinem Fall seien keine individuellen Gründe gegeben, welche gegen die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges sprächen. Er habe zwar bis zum 14. Lebensjahr in Kirkuk, danach aber in Suleimaniya gelebt. Er sei erst im Alter von 33 Jahren in die Schweiz eingereist und seine Sozialisation sei demnach integral im Nordirak erfolgt. Zwar habe er geltend gemacht, sein Bruder und sein Vater seien von Suleimaniya nach Kirkuk zurückgekehrt und sein Vater sei gestorben, wobei er eine Todesurkunde vorgelegt habe. Jedoch sei mit nichts erstellt, dass auch der Bruder Suleimaniya verlassen habe. Indes sei davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer – auch wenn sein Bruder weggezogen  – aufgrund seines langen Aufenthalts in Suleimaniya immer noch über ein gutes verwandtschaftliches oder zumindest soziales  verfüge. Gemäss eigenen Angaben habe er während vier Jahren die Schule besucht und er sei während zehn Jahren als -Automechaniker tätig gewesen. Vor diesem Hintergrund sollte es ihm, bei entsprechendem Bemühen, durchaus möglich sein, sich im Nordirak wiederum eine Existenz aufzubauen. Abschliessend erklärte das BFM den Vollzug der Wegweisung in den Nordirak auch als .
G. Am 19. August 2009 liess der Beschwerdeführer durch seinen  gegen den Entscheid des BFM Beschwerde einreichen,  er in seiner Eingabe die Aufhebung der angefochtenen Verfügung beantragte. Im Rahmen der Begründung seiner Beschwerde führte er vorab aus, dass die Lage im Nordirak vom BFM geschönt dargestellt werde, zumindest soweit es die Provinz Suleimaniya betreffe.  seien die Milizen der kurdischen Regionalregierung in hohem  korrupt. Zwar seien überall Strassensperren anzutreffen, es sei je-
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doch vom Belieben der Milizen abhängig, ob eine Person passieren könne oder aber in Gewahrsam genommen werde. Ebenfalls von fi - nanziellen Zuwendungen hänge ab, ob im Falle von privaten  die persönliche Sicherheit von den Milizen gewährt werde. Er selbst verfüge nicht über die notwendigen Mittel, um sich Sicherheit zu erkaufen. Im Weiteren machte der Beschwerdeführer geltend, es sei ihm in der Zwischenzeit gelungen, mit seinem Bruder, welcher mit dem Vater nach Kirkuk umgezogen sei, in Kontakt zu treten, und der Bruder habe ihn vor einer Rückkehr nach Kirkuk aufgrund der immer wieder - kehrenden Bombenanschläge gewarnt. Zudem könne er auch nicht nach Suleimaniya zurückkehren, auch wenn er dort vor seiner  als Automechaniker gearbeitet habe. Die wirtschaftliche Situation habe sich dort dermassen verschlechtert, dass es keine Arbeit mehr für ihn gebe. Zudem sei auch die Infrastruktur in der Region nicht si - chergestellt, namentlich betreffend Wasser und Elektrizität, weshalb die Annahme des BFM, er könne sich in Suleimaniya wiederum eine Existenz aufbauen, realitätsfremd sei. Dies umso mehr, da er weder über ein verwandtschaftliches noch soziales Beziehungsnetz verfüge.
H. Mit Zwischenverfügung des Bundesverwaltungsgerichts vom 24.  2009 wurde der Beschwerdeführer aufgefordert, zur Deckung der mutmasslichen Verfahrenskosten innert Frist einen Vorschuss von Fr. 600.– einzuzahlen, unter Androhung des Nichteintretens im  (vgl. Art. 63 Abs. 4 des Bundesgesetzes vom 20.  1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]).
Der einverlangte Kostenvorschuss wurde am 31. August 2009  eingezahlt.
I. In seiner Vernehmlassung vom 15. Oktober 2009 beantragte das BFM die Abweisung der Beschwerde, wobei es namentlich festhielt, die  Einschätzung des Beschwerdeführers betreffend die poli  Lage im Nordirak vermöge an seinem Entscheid nichts zu , und es werde aufgrund der Vorbringen des Beschwerdeführers auch nicht offensichtlich, dass ihm in seiner Heimat eine konkrete  oder eine menschenrechtswidrige Behandlung drohen , womit kein Vollzugshindernis bestehe.
Die Vernehmlassung des BFM wurde dem Rechtsvertreter des  mit Zwischenverfügung vom 19. Oktober 2009 zur
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Kenntnisnahme zugestellt, verbunden mit einer Frist zur . Die dem Beschwerdeführer angesetzte Frist zur Stellungnahme verstrich indes ungenutzt.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1. 1.1 Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet unter anderem  über Beschwerden gegen Verfügungen des BFM in Sachen  der vorläufigen Aufnahme von Ausländerinnen und Ausländern in der Schweiz (Art. 84 Abs. 2 und 3 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20] i.V.m. Art. 31 und 33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. c Ziff. 3 des  vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
1.2 Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die  oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen  und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 49 VwVG).
1.3 Der Beschwerdeführer ist zur Beschwerdeführung legitimiert und die Beschwerdeeinreichung erfolgte sowohl frist- als auch , weshalb auf die Beschwerdesache einzutreten ist (vgl. Art. 37 VGG i.V.m. Art. 112 AuG und Art. 48 Abs. 1, Art. 50 und 52 VwVG]).
2. 2.1 Im vorliegenden Beschwerdeverfahren geht es um die Frage, ob die Vorinstanz die vorläufige Aufnahme des Beschwerdeführers zu Recht aufgehoben hat. Die Voraussetzungen für die Aufhebung der vorläufigen Aufnahme werden seit dem 1. Januar 2008 in Art. 84 Abs. 2 AuG umschrieben. Davor wurde die vorläufige Aufnahme durch das Bundesgesetz vom 26. März 1931 über Aufenthalt und  der Ausländer (ANAG, BS 1 121) geregelt, welches zeitgleich mit dem Inkrafttreten des AuG aufgehoben wurde (vgl. Art. 125 AuG i.V.m. Ziff. I Anhang 2 zum AuG). Gemäss Art. 126a Abs. 4 AuG gilt – unter Vorbehalt der Absätze 5-7 – für Personen, die im Zeitpunkt des  der am 16. Dezember 2005 beschlossenen Änderung des  vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31] sowie des AuG  aufgenommen waren, das neue Recht. Nachdem der  vom BFM mit Verfügung vom 16. März 2007 vorläufig aufge-
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nommen wurde, ist aufgrund der genannten übergangsrechtlichen  das Vorliegen der Voraussetzungen für die Aufhebung der  Aufnahme nach neuem Recht – mithin nach Art. 84 Abs. 2 AuG – zu prüfen.
2.2 Wurde eine Ausländerin oder ein Ausländer vorläufig in der Schweiz aufgenommen, so überprüft das BFM periodisch, ob im jewei - ligen Einzelfall die Voraussetzungen für eine vorläufige Aufnahme noch gegeben sind (Art. 84 Abs. 1 AuG). Das BFM hebt die vorläufige Aufnahme auf und ordnet den Vollzug der Weg- oder Ausweisung an, wenn die Voraussetzungen nicht mehr gegeben sind (Art. 84 Abs. 2 AuG). Die Voraussetzungen für die vorläufige Aufnahme sind nicht mehr gegeben, wenn der Vollzug der rechtskräftig angeordneten  zulässig (Art. 83 Abs. 3 AuG) und es der ausländischen  zumutbar (Art. 83 Abs. 4 AuG) und möglich ist (Art. 83 Abs. 2 AuG), sich rechtmässig in ihren Heimat-, in den Herkunftsstaat oder in einen Drittstaat zu begeben.
2.3 Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bildet somit die Frage, ob das BFM – vor dem Hintergrund der heutigen  im Irak sowie der individuellen Situation des Beschwerdeführers – zu Recht den Wegweisungsvollzug als zulässig, zumutbar und möglich erklärt und die am 16. März 2007 verfügte vorläufige Aufnahme des Beschwerdeführers aufgehoben hat.
Dabei bleibt anzumerken, dass bezüglich der Geltendmachung von Wegweisungsvollzugshindernissen der gleiche Beweisstandard gilt, wie bei der Flüchtlingseigenschaft, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens  zu machen (vgl. dazu WALTER STÖCKLI, Asyl, in: Uebersax/Rudin/ Yar/Geiser, Ausländerrecht, 2. Aufl., Basel 2009, Rz. 11.148).
3. 3.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche  der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des  in den Heimat-, Herkunfts- oder in einen Drittstaat  (Art. 83 Abs. 3 AuG). So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwungen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land  zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flücht-
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linge [FK, SR 0.142.30]). Dieses flüchtlingsrechtliche  schützt indes nur Personen, welche die Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3 AsylG respektive Art. 1 A FK erfüllen. Nachdem das BFM in seiner Verfügung vom 16. März 2007 festgestellt hat, dass der Beschwerdeführer die Flüchtlingseigenschaft nicht erfüllt, und der Entscheid unangefochten in Rechtskraft erwachsen ist, kann das  des flüchtlingsrechtlichen Rückschiebungsverbots vorliegend nicht zur Anwendung gelangen. Der Vollzug der Wegweisung des  ist daher unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig.
3.2 Im Weiteren darf – gemäss Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV; SR 101), Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende  oder Strafe (FoK; SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten vom 4. November 1950 (EMRK; SR 0.101) – niemand in einen Staat ausgeschafft werden, in dem ihm Folter oder eine andere Art  oder erniedrigender Strafe oder Behandlung droht.  Praxis des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) sowie jener des UN-Anti-Folterausschusses müsste der  eine konkrete Gefahr ("real risk") nachweisen oder glaubhaft machen, dass ihm im Fall einer Rückschiebung Folter oder unmenschliche Behandlung drohen würde (vgl. EGMR, [Grosse ], Saadi gegen Italien, Urteil vom 28. Februar 2008, Beschwerde Nr. 37201/06, §§ 124-127, mit weiteren Hinweisen). Eine solche  ist im Falle des Beschwerdeführers nicht ersichtlich gemacht. Die von ihm ursprünglich geltend gemachte Furcht vor der Verwicklung in ein Gerichtsverfahren wegen einer illegitimen Beziehung respektive die angebliche Bedrohungslage von Seiten einer verfeindeten Familie wurde vom BFM als unglaubhaft erkannt. Vor dem Hintergrund der  Anhörungsprotokolle erscheint dieser Schluss auch zum heutigen Zeitpunkt als durchaus zutreffend. Hätte eine solche  im Zeitpunkt der Ausreise tatsächlich bestanden, so darf ohne weiteres davon ausgegangen werden, dass der  sich diesbezüglich im Vorfeld der Aufhebung der vorläufigen  und auch im vorliegenden Beschwerdeverfahren nochmals ausdrücklich geäussert hätte. Nachdem sich der Beschwerdeführer  auf die im Nordirak herrschende, angeblich unzumutbare Lage beruft, sind keine individuellen Gründe ersichtlich, welche gegen die Zulässigkeit des Wegweisungsvollzuges sprechen würden. Nach Pra-
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xis des Bundesverwaltungsgerichts lässt schliesslich die allgemeine Sicherheits- und Menschenrechtslage in den drei Nordprovinzen des Irak (Dohuk, Erbil und Suleimaniya) den Wegweisungsvollzug in den Nordirak im heutigen Zeitpunkt nicht als unzulässig erscheinen, da von hinreichend gefestigten Verhältnissen auszugehen ist und die - und Justizbehörden der drei irakisch-kurdischen Nordprovinzen grundsätzlich in der Lage und auch willens sind, den Einwohnern Schutz vor Verfolgung zu gewähren (vgl. dazu BVGE 2008/4).
3.3 Der Vollzug der Wegweisung ist demnach sowohl im Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig.
4. 4.1 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder  auf Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AuG – die vorläufige Aufnahme zu gewähren (vgl. Botschaft zum Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer vom 8. März 2002, BBl 2002 3818).
4.2 Das Bundesverwaltungsgericht geht nach einer umfassenden  der aktuellen Situation in den drei nordirakischen Provinzen Dohuk, Suleimaniya und Erbil davon aus, dass in den drei kurdischen Provinzen keine Situation allgemeiner Gewalt herrscht und die dortige politische Lage nicht dermassen angespannt ist, als dass eine  dorthin als generell unzumutbar betrachtet werden müsste (vgl. dazu im Einzelnen BVGE 2008/5). Nachdem die Region mit  aus Europa sowie aus den Nachbarstaaten erreichbar ist, entfällt zudem das Element einer unzumutbaren Rückreise via Bagdad und auf dem Landweg durch den von Gewalt heimgesuchten . Zusammenfassend wird im erwähnten Entscheid festgehalten, dass die Anordnung des Wegweisungsvollzugs in der Regel für , gesunde und junge kurdische Männer, die ursprünglich aus einer der drei irakisch-kurdischen Provinzen stammen oder eine  Zeit dort gelebt haben und dort nach wie vor über ein soziales Netz (Familie, Verwandtschaft oder Bekanntenkreis) oder  verfügen, zumutbar ist (vgl. BVGE 2008/5 E. 7.5; insbes. 7.5.8).
4.3 Die Sicherheitssituation im Nordirak hat sich seit Publikation des erwähnten Urteils – entgegen den sinngemäss anders lautenden Vor-
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bringen – nicht verschlechtert. In der überwiegenden Mehrheit der  von Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen sowie des UN-Sicherheitsrats wird eine insgesamt stabile Situation beschrieben (vgl. dazu UK Home Office, Country of Origin Information Report vom 16. September 2009 über die Kurdistan Regional Government Area of Iraq). Die Vorbringen des Beschwerdeführers betreffend eine angeblich schlechte Lage, besonders in der Provinz Suleimaniya, vermögen im Resultat nicht zu überzeugen.
4.4 Der gemäss den Akten nunmehr 36-jährige Beschwerdeführer ist ethnischer Kurde, und er hat ab dem Alter von 14 Jahren und bis zu seiner Ausreise ununterbrochen in Suleimaniya gelebt, wo er sich  Angaben zufolge eine Existenz als selbständiger Service- aufgebaut hat, mithin habe er über zehn Jahre zusammen mit seinem Bruder ein eigenes Geschäft geführt. Vor diesem Hintergrund ist davon auszugehen, dass er in Suleimaniya nach wie vor über ein beachtliches soziales Beziehungsnetz verfügt. Alleine der Umstand, dass er seine Heimat vor nunmehr drei Jahren verlassen hat, lässt nicht darauf schliessen, sein Beziehungsnetz sei weggefallen. So war es dem Beschwerdeführer denn auch möglich, innert sehr kurzer Zeit Beweismittel aus seiner Heimat beizubringen, obwohl er gleichzeitig geltend machte, er habe keine Kontakte mehr zu seiner Heimat (vgl. Eingabe ans BFM vom 24. Juni 2009). Zwar macht er geltend, er habe dort keine verwandtschaftlichen Anknüpfungspunkte mehr, weshalb ihm eine Reintegration in Suleimaniya nicht möglich sei. Im Falle des Beschwerdeführers – ein jüngerer, gemäss den Akten gesunder und zudem alleinstehender Mann, welcher in Suleimaniya offenkundig über Jahre selbständig ein Auskommen fand – erscheint dieser Punkt indes als nicht ausschlaggebend, mithin besteht kein Anlass zur Annahme, er wäre zwingend auf familiären Beistand angewiesen. Zwar macht er im Weiteren geltend, aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Si  in Suleimaniya werde er dort keine Arbeit mehr finden. Seine  betreffend die Situation der Stadt gehen indes an der  vorbei, handelt es sich doch bei Suleimaniya um die sechstgrösste Stadt des Irak mit deutlich über einer halben Million Einwohnern und Einwohnerinnen, in welcher durchaus ein reger Wirtschaftsbetrieb herrscht. Aufgrund seiner Tätigkeit im Autogewerbe darf davon  werden, dass er dort – wie erwähnt – weiterhin über ein  soziales Beziehungsnetz verfügt, mithin davon auszugehen ist, dass er sich in der Vergangenheit einen grossen Freundes- und Bekanntenkreis schaffen konnte. Vor diesem Hintergrund darf davon
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ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführer durchaus in der  ist, sich selbständig wiederum eine tragfähige Existenz . Zur Überbrückung allfälliger Anfangsschwierigkeiten kann der  zudem – wie vom BFM zu Recht erwähnt –  beantragen. Es ist demnach nicht davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer bei seiner Rückkehr nach Suleimaniya aus  Gründen wirtschaftlicher, sozialer oder gesundheitlicher Natur in eine existenzbedrohende Situation geraten würde.
4.5 Angesichts dieser Ausführungen kann auf Erwägungen zur Lage in Kirkuk ohne weiteres verzichtet werden.
4.6 Nach den vorstehenden Erwägungen ist der Vollzug der  als zumutbar zu bezeichnen.
5. Der Wegweisungsvollzug in den Nordirak ist schliesslich praxisgemäss auch als möglich zu erkennen (Art. 83 Abs. 2 AuG). Der  ist gehalten, die für eine Rückkehr notwendigen  – namentlich einen Reisepass – bei der für ihn zuständigen  seines Heimatstaates zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG).
6. Nach vorstehenden Erwägungen hat das BFM den Vollzug der  zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich erklärt, weshalb die Aufhebung der vorläufigen Aufnahme zu bestätigen ist.
Zusammenfassend ergibt sich somit, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 49 VwVG). Die  ist daher abzuweisen.
7. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind dem Beschwerdeführer  aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG sowie Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Die Kosten –  auf Fr. 600.– anzusetzen sind – sind durch den in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss vollständig gedeckt und sind mit diesem zu verrechnen.
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