Decision ID: 41ae4036-0574-56fe-a130-d6b643b49f73
Year: 2020
Language: de
Court: FR_TC
Chamber: FR_TC_001
Canton: FR
Region: Espace_Mittelland
Law Area: civil_law

Sachverhalt
A. Der B._, leitete am 9. Juli 2018 eine Betreibung gegen A._ ein betreffend die Kantonssteuer 2016. Am 16. Juli 2018 erliess das Betreibungsamt des Sensebezirks (nachfolgend: das Betreibungsamt) einen Zahlungsbefehl in der Betreibung Nr. ccc für den Betrag von CHF 10'824.50 nebst Zins zu 3 % seit dem 9. Juli 2018, für verfallene Zinsen von CHF 623.25, für Mahngebühren von CHF 30.-, für vorherige Betreibungskosten von CHF 14.- und für Verfahrenskosten von CHF 30.-. Der Zahlungsbefehl wurde A._ am 12. Oktober 2018 zugestellt, ohne dass dieser Rechtsvorschlag erhob.
B. A._ überwies der B._ am 3. September 2018 CHF 2'000.-, am 5. November 2018 CHF 1'000.-, am 4. Dezember 2018 CHF 2'000.- und am 31. Dezember 2018 CHF 3'000.-. Für diese Überweisungen benutzte er Referenznummern von Einzahlungsscheinen betreffend das Steuerjahr 2015 (Bundessteuer und Bussenverfügung).
Auf Anfrage des Schuldners stellte das Betreibungsamt ihm eine Abrechnung der Betreibungen zu, woraus hervorging, dass am 18. Februar 2019 in der Betreibung Nr. ccc ein Saldo von total CHF 11'353.55 (Forderung: CHF 10'981.75; Zinsen: CHF 198.- Betreibungskosten: CHF 117.30; Inkassogebühr: CHF 56.50) offen war. In der Folge leistete A._ dem Betreibungsamt am 5. März 2019 eine Zahlung von CHF 6'500.-. Diese Zahlung wurde gemäss Verteilungsanzeige des Betreibungsamtes für die vollumfängliche Bezahlung einer weiteren Betreibung und im Umfang von CHF 1'587.70 für die Bezahlung der Betreibung Nr. ccc eingesetzt, weshalb in dieser Betreibung weiterhin ein Saldo von CHF 9'721.55 resultierte. Am 28. März 2019 überwies der Schuldner dem Betreibungsamt schliesslich den Betrag von CHF 3'889.-.
Mit Schreiben vom 30. März 2019 ersuchte A._ die B._ darum, seine geleisteten Zahlungen dem Betreibungsamt zu melden und ihm mitzuteilen, wie diese verbucht worden sind. Die B._ antwortete am 4. April 2019 und gab an, wie seine Zahlungen verbucht worden sind (Zahlung vom 3. September 2018 für die Abrechnung der Kantonssteuer 2017; Zahlung vom 5. November 2018 im Umfang von CHF 630.- für die Bussenverfügung 2017 und im Umfang von CHF 370.- für die andere Betreibung betreffend Direkte Bundessteuer 2016; Zahlung vom 4. Dezember 2018 für die Abrechnung der Direkten Bundessteuer 2017; Zahlung vom 31. Dezember 2018 für die Abrechnung der Kantonssteuer 2017). Weiter wies die B._ den Schuldner darauf hin, dass die Zahlungen vom 4. und 31. Dezember 2018 nach der Pfändungsankündigung eingegangen sind und somit in einem Zeitpunkt, in dem einzig das Betreibungsamt für die Einforderung der Beträge zuständig sei.
Am 13. April 2019 forderte A._ die B._ erneut auf, die Zahlungen dem Betreibungsamt zu melden und diese gemäss Art. 87 OR an die hängige Betreibung anzurechnen.
C. Schliesslich erhob A._ am 20. April 2019 eine negative Feststellungsklage im Sinn von Art. 85a SchKG. Der B._, schloss am 17. Juni 2019 auf kostenfällige Abweisung der Klage. Am 22. Juni 2019 reichte A._ eine spontane Stellungnahme ein.
Nachdem die Betreibung Nr. ccc des Betreibungsamtes des Sensebezirks mit dringlicher Verfügung vom 17. Mai 2019 noch vorläufig eingestellt worden war, wies der Präsident des  des Sensebezirks die Klage mit Entscheid vom 28. Oktober 2019 ab, hob die dringliche vorläufige Einstellung der Betreibung Nr. ccc des Betreibungsamtes des Sensebezirks auf,
Kantonsgericht KG Seite 3 von 8
auferlegte die Gerichtskosten von CHF 600.- A._ und sprach keine  zu.
D. Gegen diesen Entscheid reichte A._ (nachfolgend: der Berufungskläger) am 21. Dezember 2019 (Postaufgabe: 24. Dezember 2019) Berufung ein. Er beantragt, es sei , dass die Forderung aus der Betreibung Nr. ccc nicht mehr bestehe bzw. untergegangen sei und das Betreibungsamt sei anzuweisen, die Betreibung Nr. ccc einzustellen, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen.
Der B._ (nachfolgend: der Berufungsbeklagte), verzichtete auf eine Stellungnahme.

Erwägungen
1.
1.1. Nach Art. 308 Abs. 1 ZPO sind erstinstanzliche End- und Zwischenentscheide sowie  Entscheid über vorsorgliche Massnahmen mit Berufung anfechtbar. In  Angelegenheiten ist die Berufung nur zulässig, wenn der Streitwert der zuletzt  Rechtsbegehren mindestens CHF 10'000.- beträgt (Art. 308 Abs. 2 ZPO).
Streitgegenstand des erstinstanzlichen Verfahrens ist die Betreibung Nr. ccc betreffend eine Forderung in Höhe von insgesamt CHF 10'981.75. Der Streitwert übersteigt somit CHF 10'000.-.
1.2. Über Berufungen aus dem Gebiet des Schuldbetreibungs- und Konkursrechts entscheidet der II. Zivilappellationshof (Art. 52 des Justizgesetztes vom 31. Mai 2010 [JG; SGF 130.1]; Art. 17 Abs. 1 Bst. c des Reglements des Kantonsgerichts betreffend seine Organisation und seine Arbeitsweise vom 22. November 2012 [RKG; SGF 131.11]).