Decision ID: 5e3fcb33-2046-41b1-9900-eb694bd4051f
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
,
geboren 1954,
I
nhaber einer Autogarage, meldete sich erst
mals im Juni 2003 zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an (
Urk.
8/2). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich tätigte die erwerb
lichen und medizinischen Abklärungen und
zog die Akten des
Unfallversiche
rers
(
Urk.
8/7), einen Auszug aus dem individuellen Konto (
Urk.
8/8),
Buchhal
tungsunterlagen
des Versicherten (
Urk.
8/10) sowie Berichte de
s behandelnden Arztes
(
Urk.
8/11) bei
. Am 1
3.
November 2003 verfügte die IV-Stelle, es bestehe kein Anspruch auf eine
Hilflosenentschädigung
(
Urk.
8/12). In der Folge zog sie weitere Unterlagen von der Unfallversicherung bei (
Urk.
8/13;
Urk.
8/15;
Urk.
8/18). Mit Verfügung vom 1
2.
Januar 2005
verneinte
sie
den
Anspruch auf eine Invalidenrente und berufliche Massnahmen (
Urk.
8/20)
.
1.2
Im April 2005 meldete sich der Versicherte erneut zum Leistungsbezug an (
Urk.
8/22). Die IV-Stelle forderte ihn
mit Schreiben vom 1
3.
April 2005 auf, glaubhaft zu machen, dass sich die tatsächlichen Verhältnisse seit Erlass der letzten Verfügung wesentlich verändert hätten (
Urk.
8/23).
Folglich liess der Versicherte am
4.
Mai 2005 einen Bericht von
Dr.
med
.
Y._
, Facharzt
FMH für Allgemeinmedizin, einreichen (
Urk.
8/24). Die IV-Stelle tätigte an
schliessend zusätzliche medizinische Abklärungen und
zog Arztberichte
von
Dr
.
Z._
,
Orthopädische Chirurgie FMH, vom 1
6.
Mai 2005 (
Urk.
8/25)
bzw.
der
A._
vom
1
0.
und
1
8.
August 2005 (
Urk.
8/
27
28) bei.
Gestützt auf die Einschätzungen der behandelnden Ärzte teilte die IV-Stelle am 2
8.
September 2005
verfügungsweise
mit
, dass eine Verschlechterung des Ge
sundheitszustands nicht ausgewiesen sei, weshalb nach wie vor kein Anspruch auf eine Invalidenrente bestehe
(
Urk.
8/33). Auf eine dagegen gerichtete Ein
sprache des Versicherten vom 1
1.
Oktober 2005 trat die IV-Stelle mit Entscheid vom
1.
Dezember 2005 nicht ein (
Urk.
8/43).
1.3
Im Februar 2010 meldete sich der Versicherte ein weiteres Mal zum
Leistungs
bezug
an (
Urk.
8/50). Die IV-Stelle tätigte wiederum die erwerblichen und medi
zinischen Abklärungen und zog einen Auszug aus dem individuellen Konto (
Urk.
8/54), Berichte von den behandelnden Ärzten (
Urk.
8/55;
Urk.
8/59;
Urk.
8/62/6-7;
Urk.
8/63
) sowie die Akten der Unfallversicherung (
Urk.
8/58;
Urk.
8/64-67) bei. Mit Eingabe vom 2
7.
April 2010 liess der Versicherte der
IV-Stelle weitere medizinische
Berichte sowie Buchhaltungsunterlagen zukommen (
Urk.
8/61). Am 2
2.
August 2011 führte die IV-Stelle ausserdem eine Abklärung für
Selbständigerwerbende
durch (Bericht vom 2
5.
August 2011;
Urk.
8/72). Mit Vorbescheid vom
1.
Februar 2012 stellte die IV-Stelle dem Versicherten sodann die Ablehnung des Rentengesuchs in Aussicht (
Urk.
8/79). Dagegen liess dieser
am 2./1
5.
Februar 2012 durch Rechtsanwalt
Th
. Laube Einwan
d erheben (
Urk.
8/80;
Urk.
8/83
). Ein weiterer Einwand erfolgte mit Eingabe vom 1
5.
November 2012, nachdem im Rahmen ergänzender Abklärungen die neus
ten Akten des Unfallversicherers
eingegangen waren
(
Urk.
8/88-90). Die IV-Stelle verfügte schliesslich am 2
7.
November 2012 im Sinne des Vorbescheids und wies das Leistungsbegehren ab (
Urk.
2).
2.
Hiergegen erhob der Versicherte am 1
4.
Dezember 2012 Beschwerde mit dem Rechtsbegehren, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben; es sei ihm eine Rente der IV zuzusprechen; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin (
Urk.
1). Am 2
8.
Januar 2013 reichte die
Beschwerde
gegnerin
ihre Vernehmlassung ein, in welcher sie Antrag auf Abweisung der Beschwerde stellte (
Urk.
7).
Dem Beschwerdeführer wurde dies am 2
9.
Januar 2013 zur Kenntnis gebracht (
Urk.
9).
3.
Auf die einzelnen Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen einge
gangen.
4.
Zu ergänzen bleibt, dass der Beschwerdeführer infolge eines am 1
3.
August 2002 erlittenen Motorradunfalles mit der Folge einer schmerzhaften
therapiere
sistenten
AC-Gelenksluxation und SLAP-Läsion an der linken Schulter seit
1.
Dezember 2004 eine Rente der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) bezog, basierend auf einer Erwerbsunfähigkeit von 30
%
(Verfügung vom 2
3.
November 2004,
Urk.
8/18). Diese Invaliditätsbemessung basierte auf keinem Einkommensvergleich, sondern einer Vereinbarung (vgl.
Urk.
8/19/3). Infolge nachfolgender Unfälle (vgl. die Aufstellung in
Urk.
8/58/5-8) vom
3.
April 2005 (beim Bergwandern linkes Knie verdreht), vom 1
1.
Februar 2008 (Sturz beim Skifahren mit Verdrehung des linken Knies) und vom 2
9.
Januar 2009 (Sturz auf rechte Schulter) erhöhte die SUVA ihre Rente per
1.
Juli 2010 gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 38
%
(Verfügung vom
2.
Juli 2010,
Urk.
8/64, und
Einspracheentscheid
vom
4.
April 2012,
Urk.
8/88/2-16;
Abschrei
bungsverfügung
infolge Rückzugs vom
9.
August 2012, Prozess Nr.
UV.2012.00090).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG). Erwerbs
unfä
higkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi
schen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Einglie
derung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbs
möglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbs
unfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträch
tigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG in der seit 1. Januar 2008 geltenden Fas
sung).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 Prozent arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Die seit dem 1. Januar 2004 massgeblichen Rentenabstufungen geben bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG; bis 31. Dezember 2007: Art. 28 Abs. 1 IVG).
1
.3
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.
4
Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte haben die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfüg
baren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines
Arztbe
richtes
ist also entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfas
send ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer
den berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grund
sätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gut
achten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a).
2.
2.1
War eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert wor
den und ist die Verwaltung auf eine Neuanmeldung eingetreten (Art. 87 Abs. 3 der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV]), so ist im
Beschwer
dever
fah
ren
zu prüfen, ob im Sinne von Art. 17 ATSG eine für den Rentenanspruch relevante Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten ist (BGE 117 V 198 E. 3a mit Hinweis).
Ob eine solche Änderung eingetreten ist, beurteilt sich durch Ver
gleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten, der versicherten Per
son eröffneten rechtskräftigen Verfügung vorlag, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer
Sachver
haltsabklärung
, Beweiswürdigung und Durchführung eines
Einkommensver
gleichs
(bei Anhalts
punkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkun
gen des Gesund
heitszustands) beruht, mit demjenigen zur Zeit der streitigen
Revisionsver
fügung
respektive des
Einspracheentscheides
(BGE 133 V 108 E.
5.4).
Eine wesentliche Veränderung ist nicht nur dann zu bejahen, wenn sich der Gesund
heitszustand verändert hat, sondern auch dann, wenn sich die er
werblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (vgl. BGE 130 V 343 f. E. 3.5, 117 V 198 E. 3b, 113 V 273 E.
1a mit Hinweisen).
2.2
Die Beschwerdegegnerin ging in ihrer rentenablehnenden Verfügung vom
2
8.
September 2005
(
Urk. 8/33
) davon aus,
dass dem Beschwerdeführer
weiter
hin
eine behinderungsangepasste Tätigkeit zu 100
%
zumutbar sei. Diagnostisch wurde gemäss dem dannzumal neusten Bericht
der
A._
vom
1
0.
August 2005 (
Urk.
8/28) von einem chronischen
lumbospondylogenen
Schmerz
syndrom
bds
. rechtsbetont und einem
Entrapement
Nervus
abductor
digiti
quinti
Fuss rechts ausgegangen.
3.
Die medizinische Aktenlage präsentiert sich seit dem letzten Rentenentscheid vom September 2005 wie folgt:
3.1
Kreisarzt
Dr.
med
.
B._
,
Facharzt für Chirurgie FMH, hielt in seiner Beurteilung vom 1
1.
Januar 2006 fest, beim Beschwerdeführer sei die linke Schulter nach AC-Luxation
Tossy
III und zweimaliger operativer Sanierung zu beurtei
len. Offenbar komme es jahreszeitbedingt und belastungsabhängig inter
mittie
rend zu
Schmerzex
a
zerbationen
. Konservative und symptomatische The
rapien führten jeweils zu Beschwerdeminderung. Der heutige Befund differiere zur abschliessenden kreisärztlichen Untersuchung vom 1
5.
September 2004 unwe
sent
lich. Es sei ein leicht wechselnder Gleichgewichtszustand vorhanden. Am rech
ten Fuss nach einer Schraubenzieher-Verletzung mit operativer Revi
sion vor Jahren sei im Verlauf 2004 eine vorübergehende Schmerzverstärkung doku
mentiert worden und die Abklärungen hätten eine
Fascitis
plantaris
bei
Fer
sensporn
, eine
Insertionstendinopathie
der
Plantaraponeurose
und ein
Entra
pement
des
N.
abductor
digiti
quinti
ergeben. Schliesslich sei am
3.
Oktober 2005 ein Release des motorischen Astes zum M.
abductor
digiti
quinti
rechts erfolgt. In der Folge sei es subjektiv und objektiv zu einer eindeutigen Ver
bes
serung der Beschwerdesituation gekommen. Die Behandlung habe den seit Jahren beste
henden Gleichgewichtszustand vor der
Schmerzexazerbation
wieder erreicht. Zurzeit sei die Behandlung an der linke
n Schulte
r und am rechten Fuss abge
schlossen. Es sei denkbar, dass intermittierend vorwiegend an der linken Schul
ter symptomatische Therapien mit Schmerzmitteln, Injektionen oder allenfalls einzelnen Physiotherapiesitzungen notwendig werden könnten. Für den rechten Fuss brauche der Patient eine abfedernde Schu
h
einlage, der Proband vertrage diese sehr gut, allerdings müsse er mindestens halbhohe Schuhe tragen. Im Zusammenhang mit der Arbeitsfähigkeit
führte
Dr.
B._
aus, mit dem Abschluss der Behandlung sei die Arbeitsfähigkeit im Rahmen der S
UVA
-Rente
(30
%
)
wieder erreicht. Der Proband sei selbständiger
Garagist
. Er könne sich sein
e
Tätigkeiten selber einteilen. Insgesamt sei dies eine ideale Konstella
tion, um den beruflichen Status zu erhalten. In Bezug auf das
Zumut
barkeits
pro
fil
am
rechten Fuss erklärte
Dr.
B._
, die vorgängige
Belastungs
fähigkeit
sei wieder erreicht. Hinsichtlich des Zumutbarkeitsprofils an der linken Schulter verwies
Dr.
B._
a
uf die Kreisarztbeurteilung vom 2
0.
September 2004 (
Urk.
8/15), wo
dieses
wie folgt definiert worden war: Wechselbelastende Tätig
keit für die linke Schulter bei Rechtsdominanz; max. Belastung 10 bis 20 kg vereinzelt; eingeschränkte Beweglichkeit bis knapp über Kopfhöhe. Nicht zu
mut
bar seien repetitive Stoss-, Zug- und Drehbewegungen mit dem linken Oberarm, kraftvolles Zupacken, Zwangshaltungen für die linke Schulter (
Urk.
8/44).
3.2
In seinem Bericht vom 1
7.
Februar
2010 hielt
Dr.
Y._
fest, ab März 1998 sei es beim Beschwerdeführer zu Rückenbeschwerden gekommen. Seit der Ablehnung der IV-Rente im September 2005 werde der Beschwerdeführer in der
A._
behandelt, einer
seits wegen Fersenschmerze
n, andererseits wegen eines Ski
unfalls mit
Valgisationstrauma
und Meniskusläsion sowie Riss des vorderen Kreuzbandes im Februar 2008 (dies bei einem St. n.
Teilmenis
kektomie
medialer Meniskus links 1988 und 2005). Im Juni 2008 seien eine Kreuzbandplastik und eine
Valgisationsosteotomie
Tibiakopf
links erfolgt. Im Zusammenhang mit der Frage nach der
Arbeitsfähigkeit führte
Dr.
Y._
aus, aus internistischer Sicht sei diese nicht eingeschränkt. Aus orthopädischer Sicht richte sich die Arbeitsfähigkeit nach der Beurteilung der
A._
(
Urk.
8/55).
3.3
Mit kreisärztlicher Beurteilung vom
9.
März 2010
(
Urk.
8/58/4-14)
hielt
Dr.
B._
fest, beim Beschwerdeführer
seien verschiedene Regionen nach ver
schiedenen Unfallereignissen zu beurteilen. Unfallfremd müssten immer wieder
lumbovertebrale
Beschwerden behandelt werden bei bekannter Diskushernie L3/L
4.
Zurzeit bestehe eine kompensierte Situation bei leichter Fehlhaltung und mässiger paravertebraler muskulärer
Dysbalance
. Ebenfalls bestehe eine arte
rielle Hypertonie, die medikamentös behandelt werde. Was die
Weichteilver
letzung
1990 an der rechten Fusssohle betreffe, sei diese nach zwei Revisionen mit minimalen Restfolgen abgeheilt. Es sei eine Schuhversorgung notwendig. Das linke Kniegelenk sei bei drei Unfallereignissen am 6.5.1988 (mit Rückfall 9.8.1988), am
3.
April 2005 und am 1
1.
Februar 2008 bei
Verdrehtrauma
geschädigt worden: 1988 habe sich der Beschwerdeführer eine Meniskusläsion links medial zugezogen; operativ seien eine Arthroskopie und eine
Menis
kektomie
links medial erfolgt. Im Jahr 2005 sei es zu einer subtotalen Ruptur des vorderen Kreuzbandes gekommen; operativ seien eine
Teilmeniskektomie
medial und eine
Synovektomie
durchgeführt worden. Im Jahr 2008 habe sich der Beschwerdeführer einen Riss des vorderen Kreuzbands und einen medialen Knorpelschaden zugezogen. Es bestünden bereits posttraumatische degenerative Veränderungen. Es seien eine Operation, ein
Débridement
, eine
Teilsynovekto
mie
, ein Ersatz des vorderen Kreuzbandes und eine
Valgisations
os
teotomie
me
dialer
Tibiakopf
links durchgeführt worden. Nach Konsolidation der Osteotomie sei die Metallentfernung erfolgt.
Bei ambulanten Rehabilitationsbemühungen präsentiere sich ein recht ansprechendes Resultat, allerdings bestehe eine
Va
rus
gonarthrose
, bei fehlendem medialen Meniskus, es bestünden
belastungs
abhängige
Schmerzen und eine leichte Bewegungseinschränkung. Am 1
3.
August 2002 habe der Beschwerdeführer einen Motorradunfall mit AC
Luxation
Tossy
III links erlitten. Es sei eine operative Revision erfolgt. Ein Restschaden sei bestehen geblieben und eine Teilarbeitsfähigkeit sei berentet worden. In den letzten Monaten seien nochmals Abklärungen durchgeführt worden, welche weiterhin eine Instabilität im AC-Gelenk bei
Rotatoren
manschettensymptomatik
ergeben habe. Bildgebend sei eine Teilruptur der
Supraspinatussehne
festgestellt worden. Eine weitere operative Sanierung sei diskutiert worden, der Beschwer
deführer habe aber wohl richtigerweise auf diese verzichtet. Am 2
9.
Januar 2009 sei es zu einem Sturz auf die rechte Schulter gekommen. Es sei bei ausge
prägter Schmerzsituation die bildgebende Abklärung durchgeführt worden, welche eine Pully-Läsion und eine Läsion der
Subscapularis
- und
Supraspi
natussehne
ergeben habe bei AC-Arthrose. Auch hier sei der operative Eingriff diskutiert worden, aber vorderhand aufgeschoben. Insgesamt seien die Behin
derungen im täglichen Leben eher klein einzuschätzen, hingegen in den berufli
chen Tätigkeiten limitierend (
Urk.
8/58/11-12).
Im Zusammenhang mit der Arbeitsfähigkeit führte
Dr
.
B._
aus, der Beschwer
deführer sei selbständiger
Garagist
. Er arbeite mit seinem jüngeren Sohn zusammen, welcher für den
Mechanikerberuf
ebenfalls nicht vollständig einsetzbar sei. Bis anhin sei eine 50%ige Arbeitsfähigkeit bestätigt worden. Der Beschwerdeführer sehe sich indes nur zu 30
%
einsetzbar für leichte
Mechani
kertätigkeiten
und in organisatorischer Funktion, welche in einem
Zweimann
betrieb
nur zu einem kleinen Teil anfalle. Ob er in seinem Betrieb weitergehend einsetzbar wäre, sei allenfalls mit einer Leistungsprüfung zu evaluieren. Medizi
nisch könne hier nicht abschliessend Stell
ung genommen werden. Eine weit
ge
hende Einschränkung der
Einsetzbar
keit als Automechaniker sei nachvollzieh
bar. Grundsätzlich sei der Beschwerdeführer für
Garagistentätigkeiten
eigentlich nicht mehr geeignet. Geplant sei auch, dass er seine Garage den beiden Söhnen zur betrieblichen Weiterführung übergebe. Allerdings müsste er dann eine neue Tätigkeit gemäss Zumutbarkeitsprofil übernehmen, welches wie folgt aussehe: Vollzeitlich, vollschichtig, unabhängig von Alter, Sprache, Ausbildung, Konsti
tution und Arbeitsmarkt. Linkes Kniegelenk, linke Schulter, rechte Schulter: Wechselbelastende Tätigkeit; Zusatzbelastung vereinzelt in axialer Richtung
vom Boden bis Tischhöhe 10-15 kg, mit
Abspreizbewegung
bis Hüfthöhe 5 kg, über Hüfthöhe abnehmend 5 – 2
kg
im möglichen Bewe
g
ungsumfang; freie unbelastete Bewegungen;
kurzstreckig
gehend Zusatzbelastung vereinzelt 5 – 15 kg; Stehen ohne ausschliessliche axiale Belastung des linken Beins; Sitzen mit der Möglichkeit aufzustehen und herumzugehen unbegrenzt. Unzumutbar seien Zwangshaltungen für das linke Bein und beide Schultern, kraftvolle Stoss-, Zug- und Drehbewegungen, kraftvolles Zupacken, Abstützen, repetitives Trep
pensteigen, Arbeit auf Leitern und Gerüsten, andauernde bodennahe, kauernde, kniende Tätigkeiten, Schläge, Vibrationen, Überkopfarbeiten. Eine Umschulung werde hier wohl kaum in Frage kommen. Der Beschwerdeführer sei seit 42 Jah
ren in seinem
Automechanikergewerbe
tätig. Es gehe hier um eine sinnvolle berufliche Eingliederung, möglichst unter Ausnützung seiner Erfahrungen im Autogewerbe. Die unfallfremden Diagnosen hätten derzeit keine wesentliche Bedeutung für die berufliche Wiedereingliederung. Die Entlastung des Rückens sei in den unfallbedingten Einschränkungen bereits mitberücksichtigt (
Urk.
8/58/13).
3.4
Dr.
med
.
C._
,
FMH für Chirurgie/Unfallchirurgie, nannte in seinem
Arzt
bericht
vom 1
6.
März 2010 folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
Varusgonarthrose
linkes Kniegelenk; chronische Instabilität linkes Kniegelenk bei St. n. Ruptur des linken vorderen Kreuzbandes; Status nach
Valgisationsosteotomie
linker
Tibiakopf
2008; St. n.
Kreuzbandersatzplas
tik
linkes Kniegelen
k
2008; Status nach mehrmaligen Operationen der linken Schulter durch
Dr.
Z._
; kleine
Supraspinatussehnenläsion
sowohl links als rechts, welche noch unbehandelt seien. In der bisherigen Tätigkeit
sei seit dem 2
9.
September 2008
bis auf
weiteres eine
Arbeitsunfähigkeit von 50
%
gegeben. Es bestehe eine verminderte Belastbarkeit bezüglich des linken Kniegelenks und der beiden Schultergelenke. Der Beschwerdeführer sei nicht mehr in der Lage, schwere Arbeiten zu verrichten, sondern nur noch administrative Tätigkeiten in seiner Automobilwerkstatt. Eine solche behinderungsangepasste Tätigkeit werde seit dem 2
9.
September 2008 ausgeübt
(
Urk.
8/59)
.
3.5
Die
A._
führte in ihrem IV-Arztbericht vom 2
8.
Mai 2010 als Diag
nosen mit Auswirkung auf
die Arbeitsfähigkeit auf: Status nach Release motorischer Ast M.
abductor
quinti
rechts bei Status nach massiven
Fersen
schmerzen
über 20 Jahre lang; voroperierte Schultern
bds
. mit
residuellen
Schmerzen und Knieproblemen links bei St. n. operativ versorgter
Kreuz
band
ruptur
, innerer Meniskusverletzung und Beinachsenkorrektur links vor zwei Jahren. In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit wurde seitens der behandelnden Ärzte festgehalten, die bisherige Tätigkeit sei aus medizinischer Sicht noch zu
mutbar. Zu 30
%
sei der Patient in seiner jetzigen Tätigkeit im Büro arbeitsfähig (
Urk.
8/62/6-7).
3.6
Am 2
4.
Januar 2
011 berichtete
Dr.
C._
über
de
n MR
-Befund am
Knie links vom 24.1.201
1.
Demnach habe sich im Verlauf keine wesentliche Änderung seit dem 1
6.
Februar 2010 gezeigt. Weiterhin präsentiere sich eine medial betonte
Gonarthrose
mit deutlicher Höhenminderung der Knorpelschicht insbesondere medial
tibial
. Es seien intakte Bänder einschliesslich des vorderen
Kreuz
band
ersatzes
auszumachen. Es bestehe eine bekannte Defektzone des medialen Menis
kus Pars
intermedia
und
Hinterhorn
. Der Aussenmeniskus sei intakt, mit etwas
Kalzinose
wie schon in der Voraufnahme, wobei ein minimaler Erguss vorhanden sei (
Urk.
8/88/21).
4.
4.1
Aufgrund dieser medizinischen Aktenlage ist festzuhalten, dass sich die gesund
heitliche Situation des Beschwerdeführers insoweit verändert hat, als einerseits gewisse, im Jahre 2005 im Vordergrund stehende Beschwerden abgenommen
haben
bzw. weitestgehend verheilt sind (Fuss rechts), andere Beschwerden jedoch zu
genommen
haben
bzw. neu dazugekommen sind, wie die Verletzung des linken Knies durch mehrfache Verdrehungen und verbliebener Defektzone des medialen Meniskus (Skiunfall vom 1
1.
Februar 2008) sowie die bis anhin offenbar nicht behandelte kleine
Supraspinatussehnenläsion
rechts. Hinsichtlich der Schulter links (Unfall vom 1
3.
August 2002) ist eine Veränderung nicht ausgewiesen. Strittig und zu prüfen ist, ob diese Veränderungen in der gesundheitlichen Situ
ation auch eine rentenbeeinflussende Veränderung der Arbeits- und letztlich Erwerbsfähigkeit bewirken.
4.2
Die
angefochtene Verfügung stützt sich auf die
Beurteilung von SUVA-
Kreisarzt
Dr.
B._
vom
9.
März 201
0.
Diese
r
kam in seinem Bericht in Bezug auf die Frage nach der Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit zum Ergebnis, medi
zinisch lasse sich dazu nicht abschliessend Stellung nehmen. Es sei aber eine weitgehende Einschränkung der Einsetzbarkeit als Automechaniker nachvoll
ziehbar. Allenfalls wäre eine Leistungsprüfung angezeigt.
Grundsätzlich sei der Beschwerdeführer für
Garagistentätigkeiten
eigentlich nicht mehr geeignet.
Die Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit wurde von
Dr.
B._
auf 100
%
fest
gesetzt (E. 3.3). Vorliegend ist festzustellen, dass der Bericht von
Dr.
B._
auf
eigenständigen Abklärungen
beruht
.
Die medizinischen
Vorakten
wurden ver
wertet und die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden berücksichtigt und gewürdigt.
Zumal selbst vom Beschwerdeführer nicht dargelegt wurde, inwiefern den Einschätzungen von
Dr.
B._
nicht
gefolgt werden könne, ist der kreisärztlichen Beurteilung grundsätzlich
voller Beweiswert zu
zumessen
.
Der
Beschwerdeführer hält
die
Annahme einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer
angepassten Tätigkeit indes gleichwohl nicht für gerechtfertigt. Er beruft sich diesbezüglich darauf, IV-rechtlich müssten weitere, unfallfremde Faktoren bei der Einschätzung
der Arbeitsfähigkeit berücksichtigt werden, so die
Diskusher
nie
L3/L4 mit Kompression sowie die Hypertonie.
Diese Argumentation
er
scheint
nicht stichhaltig. So ist zu beachten, dass sich
Dr.
B._
nicht nur zu den unfallkausalen Diagnosen und Befunden geäussert, sondern
auch auf die unfallfremden Rückenbeschwerden
bzw.
die Hypertonie
Bezug genommen hat
.
S
ei
nen Ausführungen nach ist
die Situation am Rücken mit der Diskushernie L3/L4, bei leichter Fehlhaltung und mässiger
paravertrebraler
muskulärer
Dys
balance
, derzeit kompensiert und die arterielle Hypertonie
wird
medikamentös behandelt. Ebenfalls wies der Kreisarzt ausdrücklich darauf hin, dass die
unfall
fremden
Diagnosen momentan keine wesentliche Bedeutung für die berufliche Wiedereingliederung hätten. Die Entlastung des Rückens sei in den
unfallbe
dingten
Einschränkungen bereits mitberücksichtigt/inbegriffen. Gemäss diesen Ausführungen resultiert aufgrund des Rückenleidens und der Hypertonie aus IV-rechtlicher
Sicht
somit keine zusätzliche Reduktion der Arbeitsfähigkeit. Im Übrigen werde
n
die Einschätzungen von
Dr.
B._
im Zusammenhang mit der Hypertonie von
Dr
.
Y._
gestützt.
Dieser hatte in seinem Bericht vom 1
7.
Februar 2010 angegeben, aus internistischer Sicht sei die Arbeitsfähigkeit nicht eingeschränkt (
Urk.
8/55).
Gesamthaft erweist sich die von der
Beschwer
degegnerin
getroffene Annahme einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit als zutreffend.
In Bezug auf
die Frage
nach einer Verschlechterung der
Arbeitsfähigkeit
in angestammter Tätigkeit
wurde von
Dr.
B._
dargelegt, dass sich dazu nicht abschliessend Stellung nehmen lasse
, dass der Beschwerdeführer für
Garagistentätigkeiten
aber
eigentlich nicht mehr geeignet sei
.
Was die Einschätzungen der behandelnden Ärzte betrifft,
führte
Dr.
C._
vom
D._
in seinem IV-Arztbericht vom 1
6.
März 2010 aus, die Arbeitsfähigkeit betrage seit dem 2
9.
September 2008 bis auf weiteres 50
%
(
Urk.
8/59). In gleicher Weise äusserte sich
Dr
.
E._
vom
D._
im Bericht vom 1
8.
September 2009 (
Urk.
8/58/33).
Zu Händen der SUVA
gab
Dr.
C._
hingegen
am 2
4.
November 2009
an, per
1.
Januar 2010 werde die Arbeitsunfähigkeit
auf 30
%
reduziert (
Urk.
8/58/
2
9
). Schliesslich erklärten die Ärzte der
A._
in ihrem IV-Arztbericht vom 2
8.
Mai 2010, die bisherige Tätigkeit sei aus medizinischer Sicht noch zumutbar. Zu 30
%
sei der Patient in seiner jetzigen Tätigkeit arbeitsfähig (
Urk.
8/62/6-7).
Die Aktenlage zur Frage nach der Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit präsentiert sich somit nicht einheitlich.
Nachdem den Einschätzungen von
Dr.
B._
jedoch wie erwähnt voller Beweiswert zukommt, kann davon ausge
gangen werden, dass in der angestammten Tätigkeit
, welche nicht nur Büro
tätigkeit umfasst, sich die
Arbeitsfähigkeit
zusätzlich verminderte
. Insoweit ist eine
relevante
Verschlechterung seit der letzten R
entenverfügung, wo die Arbeitsfähigkeit als
Garagist
durch den
Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD)
ge
stützt auf die medizinischen Aktenlage auf 50
%
beziffert wurde (
Urk.
8/32/4),
wohl
gegeben
.
Hinsichtlich des Verlaufs der Arbeitsfähigkeit in einer adaptier
ten Tätigkeit
erscheint eine Verschlechterung
ebenfalls
ausgewiesen.
Zwar ist zunächst festzuhalten, dass in der angefochtenen Verfügung gleich wie in jener
vom 2
8.
September 2005
eine angepasste Tätigkeit als zu 100
%
zumutbar er
achtet wurde.
Zu beachten ist aber
, dass nach dem Datum der letzten Verfügung zwei (weitere) Unfälle des Beschwerdeführers dokumentiert sind. So habe dieser im Februar 2008 einen Riss des vorderen Kreuzbandes sowie einen m
edialen Knorpelschaden erlitten und im Januar 2009 ereignete sich ein Sturz auf die linke Schulter. Ein dauerhafter Einfluss dieser Unfälle auf die Arbeitsfähigkeit erscheint erstellt. So wurden die
qualitativen
Anforderungen an eine angepasste Tätigkeit im Zusammenhang mit der Verfügung vom September 2005 vom
RAD
am 1
1.
Januar bzw. 3
0.
August 2005
dahingehend umschrieben, es müsse sich um eine leichte bis gelegentlich mittelschwere wechselbelastende Tätigkeit
han
deln,
ohne Überkopfarbeiten, ohne überwi
egendes Arbeiten mit dem linken Arm
, insbesondere kein ständiges Heben
und Tragen von schweren Lasten (
Urk.
8/32/3 sowie
Urk.
8/19/3).
Die Gegenüberstellung dieser
Adaptionskrite
rien
mit jenen in der kreisärztlichen Beurteilung vom
9.
März 2010 (vgl. E. 3.3) macht deutlich,
dass die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers seit der letzten Rentenbeurteilung in qualitativer Hinsicht zusätzliche Einschränkungen erfah
ren hat. Insoweit
ist
eine gesundheitliche Verschlechterung also
wie erwähnt zu bejahen
. An der grundsätzlichen Annahme einer
vollen Arbeitsfähigkeit
in adaptierter Tätigkeit ändert dies jedoch nichts.
Basierend auf einer 100%igen Restarbeitsfähigkeit sind nachfolgend die erwerblichen Auswirkungen zu be
stimmen.
5.
5.1
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG (bis 31. Dezember 2007: Art. 28 Abs. 2 IVG) aufgrund eines Einkommensvergleichs zu be
stimmen. Dazu wird das Er
werbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Einglie
de
rungs
massnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
Ar
beitsmarktlage
erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid gewor
den wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen
Erwerbsein
kommen
ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenüber
ge
stellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 349 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
5.2
Der Einkommensvergleich hat auch bei
Selbständigerwerbenden
in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen zif
fernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt. Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte miteinander zu verglei
chen. Lassen sich die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen nicht zuver
lässig ermitteln oder schätzen, so ist in Anlehnung an die spezifische Methode für Nichterwerbstätige (
Art.
27 IVV) ein Betätigungsvergleich anzustellen und der Invaliditätsgrad nach Massgabe der erwerblichen Auswirkungen der ver
min
derten Leistungsfähigkeit in der konkreten erwerblichen Situation zu bestim
men. Der grundsätzliche Unterschied des ausserordentlichen
Bemes
sungs
verfahrens
zur spezifischen Methode (seit
1.
Januar 2004: gemäss
Art.
28
Abs.
2
bis
IVG in Verbindung mit
Art.
27
bis
und 27 IVV) besteht darin, dass die Invalidität nicht unmittelbar nach Massgabe des Betätigungsvergleichs als sol
chen bemessen wird. Vielmehr ist zunächst anhand des Betätigungsvergleichs die leidensbedingte Behinderung festzustellen; sodann ist aber diese im Hinblick auf ihre erwerbliche Auswirkung besonders zu gewichten. Eine bestimmte Ein
schränkung im funktionellen Leistungsvermögen einer erwerbstätigen Person kann zwar, muss aber nicht notwendigerweise, eine Erwerbseinbusse gleichen Umfangs zur Folge haben. Wollte man bei Erwerbstätigen ausschliesslich auf das Ergebnis des Betätigungsvergleichs abstellen, so wäre der gesetzliche Grund
satz verletzt, wonach bei dieser Kategorie von Versicherten die Invalidität nach Massgabe der Erwerbsunfähigkeit zu bestimmen ist (ausserordentliches Bemessungsverfahren; BGE 128 V 30 f.
E.
1; AHI 1998 S. 120 f.
E.
1a und S.
252
E.
2b je mit Hinweisen). Die ausserordentliche Bemessungsmethode des erwerblich gewichteten Betätigungsvergleichs unterscheidet sich von der allge
meinen Methode des Einkommensvergleichs
Unselbständigerwerbender
gerade dadurch, dass bei der Einkommensermittlung nicht auf die LSE abgestellt wird, sondern deren Festsetzung unter Berücksichtigung der einzelfallbezogenen Kri
terien (Betriebsgrösse, Branche, Erfahrung des Betriebsinhabers, etc.) zu erfolgen hat (Urteil des Bundesgerichts in Sachen D. vom
9.
Juli 2007, I 707/06,
E.
3.3.1 mit Hinweis).
5.
3
In erwerblicher Hinsicht
ist dem Abklärungsbericht für
Selbständigerwerbende
vom 2
5.
August 2011 (
Urk.
8/72) zu entnehmen,
der Beschwerdeführer habe ursprünglich eine Ausbildung zum Automechaniker absolviert. Seit 1986 sei er als
selbständiger
Garagist
tätig. Ziel wäre es gewesen, diese Tätigkeit
als
Einzel
unternehmer
bis zur ordentlichen Pensionierung auszuüben und
anschliessend die Garage seinen Söhnen zu übergeben, welche beide die Ausbildung zum Automechaniker bei ihm abgeschlossen hätten. Da er aus gesundheitlichen Gründen seine Arbeit aber nicht mehr zuverlässig habe ausführen können, habe er per Juni/Juli 2010 zusammen mit seinen Söhnen eine GmbH gegründet
(
F._
)
. Sein Anteil betrage 33
%
, derjenige der Söhne je 33.5
%
.
Weiter wurde im Bericht ausgeführt, dass nicht für beide Söhne genügend Ar
beit vorhanden sei und deshalb die Firma vom Sohn
G._
geführt werde. Der Sohn
H._
stehe in einem Anstellungsverhältnis bei einem anderen Unter
nehmen und arbeite im Nebenerwerb in der
F._
mit. Der Beschwer
deführer seinerseits arbeite nach wie vor in der Garage mit und beziehe einen Lohn.
Das betreffende Einkommen in der Höhe von rund
Fr.
3000.-- im Monat
entspreche allerdings – gemäss Angaben des Beschwerdeführers – nicht seinen Leistungen
. Für den Fall, dass
am
Ende des Geschäftsjahres ein Gewinn ausge
wiesen werden könne, würde dies
er
auf den Beschwerdeführer und die beiden Söhne aufgeteilt.
5.
4.
5.4.1
W
as die Bemessung des
Validen
einkommens
betrifft, qualifizierte die
Beschwer
degegnerin
den Beschwerdeführer in der angefochtenen Verfügung als
Selb
stän
digerwerbenden
.
Dies ist nicht strittig. Mit der Überführung seiner Einzel
firma in eine GmbH Mitte 2010, an welcher er nur noch zu einem Drittel beteiligt ist, begab sich der Beschwerdeführer zwar in die AHV-rechtliche Stellung eines
Unselbständigerwerbenden
. Es ist angesichts der langjährigen Tätigkeit seiner Söhne, insbesondere des jüngeren, und ihrer im Betrieb des Vaters erhaltene Ausbildung nicht erwiesen, dass die Gründung der GmbH ein
zig aus gesundheitlichen Gründen erfolgte. Vielmehr ist davon auszugehen, dass unabhängig davon die Übergabe des als Einzelfirma geführten Betriebes an die Söhne geplant war und die Rechtsform nicht durch die gesundheitliche Situa
tion des Vaters bestimmt wurde (vgl. auch seine Ausführungen gegenüber der Abklärungsperson am 2
2.
August 2011,
Urk.
7/72/3). Jedoch ist nicht ausge
schlossen, dass dieser Zeitpunkt ohne gesundheitliche Einschränkungen später erfolgt wäre. Daher ist die Qualifikation der Beschwerdeführer, wonach der Beschwerdeführer im Gesundheitsfall weiterhin eine Einzelfirma führ
en würde, nicht zu beanstanden.
5.
4.2
Im Folgenden ist zu prüfen, ob die Festsetzung des
Valideneinkommens
durch
die
Beschwerdegegnerin korrekt
erfolgt ist
.
Vorliegend ist zu beachten, dass in der Einzelfirma des Beschwerdeführers schon vor Eintritt seiner
Gesund
heitsschäden
seine Familienangehörigen mitarbeiteten (vgl.
Urk.
8/58/54), wobei der Lohnbezug unklar blieb (vgl.
Urk.
8/72/6), was eine eindeutige Zuordnung der Gewinne nicht zulässt. Ferner ist dem Auszug aus dem Individuellen Konto (
Urk.
8/8) zu entnehmen, dass die Einkünfte nach kontinuierlichem Aufbau in den
19
80iger Jahren in den Jahren 1998/99, basierend entsprechend der damals noch geltenden Vergangenheitsbemessungsmethode (
Art.
22 AHVV in der bis Ende 2000 gültig gewesenen Fassung) auf den 1995/96 erzielten
Erwerbsein
kommen
, massiv einbrachen (vgl. auch die Angaben des Beschwerdeführers gegenüber der SUVA am 2
3.
Dezember 2002,
Urk.
8/7/9, und 2
3.
Juni 2003,
Urk.
8/7/2). Es sind keine gesundheitlichen Gründe hierfür ersichtlich, weshalb volks- und betriebswirtschaftliche Faktoren zu vermuten sind. Werden die Geschäftsergebnisse vor und nach Eintritt des Gesundheitsschadens indes von solchen Faktoren (Konjunkturlage und -entwicklung, Konkurrenzsituation, Mitarbeit von Familienangehörigen) beeinflusst, lässt sich die auf eigene
m
Leis
tungsvermögen beruhende Einkommensschöpfung nicht hinreichend genau bestimmen (vgl. Urteil des Bundesgerichts I 388/03 vom
8.
September 2003 E. 2.2.1 mit Hinweisen).
Im Abklärungsbericht wurde
im Rahmen des ausseror
dentlichen Bemessungsverfahrens
angesichts der vom Beschwerdeführer gegen
über der Abklärungsperson gemachten Angaben nachvollziehbar und unstrittig von folgender Einteilung der vom Beschwerdeführer in seiner Autogarage be
treu
ten Aufgabenbereiche ausgegangen (
Urk.
8/72/4): Administrative Tätigkeit: 11.5
%
; Servicearbeiten 27.5
%
; Reparaturarbeiten 27.5
%
;
Pneuwechsel
: 27.5
%
; Vorführen der (mehrheitlich geschalteten) Autos 6
%
.
Die Festlegung der einzelnen
Teilvalideneinkommen
nahm die Beschwerdegegnerin anhand der Lohnstrukturerhebungen (LSE) des Bundesamts für Statistik
, Jahr 2008, Kanton Zürich, vor, wobei sie zusätzlich die Nominallohnentwicklung seit 2008 be
rücksichtigte. In Bezug auf den Bereich Administrative Tätigkeit errechnete sie auf diese Weise einen Jahreslohn von
Fr.
68‘647.30 (kaufmännische Tätigkeit
;
einfache Tätigkeit), in Bezug auf die beiden Bereiche Service und
Reparaturar
beiten
einen Jahreslohn von je
Fr.
68‘770.70 (Handel, Reparatur Automobile
;
Berufs- und Fachkenntnisse vorausgesetzt)
und in Bezug auf die beiden Berei
che Pneu wechseln/Vorführen der Autos einen Jahreslohn von je
Fr.
58‘135.55 (Handel, Reparatur Automobile
;
einfache Tätigkeit). Vorliegend ist die Ermitt
lung dieser Einkommenszahlen nicht zu beanstanden. Bei den administrativen Tätigkeiten wurde von der Beschwerdegegnerin zutreffend
davon ausgegangen, dass der Beschwerdeführer keine besonders anspruchsvollen Arbeiten
ausübt
,
nachdem er selber angegeben hatte, dass er aus sprachlichen Gründen von der Ehefrau unterstützt werde. Im Bereich Service und Reparatur nahm die
Be
schwerdegegnerin
sodann angesichts der Ausbildung des Beschwerdeführers und seiner langjährigen Erfahrung mit solchen Arbeiten korrekterweise eine qualifizierte Tätigkeit an. Hinsichtlich des Bereichs Pneus wechseln und Vor
führen der Autos
ist schliesslich mit der Beschwerdegegnerin d
arin ein
ig zu gehen, dass für solche Arbeiten keine spezifischen Fachkenntnisse vorausgesetzt sind. Gesamthaft kann auf das im Abklärungsbericht ermittelte
Validenein
kommen
von
Fr.
65‘
194.--
ohne weiteres abgestellt werden.
Diesbezüglich ist i
m Übrigen
auch
zu beachten, dass die S
UVA
in
ihrem
Einspracheentscheid
vom
4.
April 2012 (
Urk.
8/88/2-16)
gestützt
auf de
n
IV-Abklärungsbericht
das
Valideneinkommen
ebenfalls
auf
den betreffenden Betrag von
Fr.
65‘194.--
fest
setzte
.
5.
5
5.5.1
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in der die versicherte Person konkret steht oder stand. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge
nommen hat, so ist auf Erwerbs
tätigkeiten abzustellen, die der versicherten Person (nach zumutbarer Behandlung und allfälliger Eingliederung) angesichts ihrer Ausbildung und ihrer physischen sowie intellektuellen Eignung zugänglich wären. Rechtsprechungsgemäss werden hierzu die Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen
Lohnstrukturerhebun
gen
(LSE) herangezogen (BGE 129 V 475 E. 4.2.1 mit Hinweisen).
Nach der Rechtsprechung können die statistischen Löhne um bis zu 25% gekürzt werden, um dem Umstand Rechnung zu tragen, dass versicherte Personen mit einer ge
sundheitlichen Beeinträchtigung in der Regel das durchschnittliche Lohnniveau nicht erreichen (RKUV 1999 Nr. U242 S. 412 E. 4b/
bb
) bzw. ihre
Restarbeits
fähigkeit
auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichen Erfolg zu verwerten in der Lage sind. Dabei handelt es sich um einen allgemeinen behinderungsbedingten Abzug (BGE 126 V 78 E. 5a/
bb
). Nach der Rechtsprechung hängt die Frage, ob und in welchem Ausmass
Tabel
lenlöhne
herabzusetzen sind, von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen - insbesondere auch von invaliditätsfremden Faktoren - des kon
kreten Einzelfalles ab (etwa leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad), die nach pflicht
ge
mässem Ermessen gesamthaft zu schätzen sind, wobei der maximal zulässige Abzug auf 25
%
festzusetzen ist.
5.
5.2
Die Beschwerdegegnerin stellte zur Berechnung des Invalideneinkommens auf die Beurteilung von Kreisarzt
Dr
.
B._
ab, wonach dem Beschwerdeführer eine angepasste Tätigkeit zu 100
%
zumutbar sei.
G
estützt auf
die
Lohnstrukturer
hebungen
des Bundesamts für Statistik, hochgerechnet auf das Jahr 2011,
setzte sie den Invalidenlohn auf
Fr.
61‘59
3
.-- fest
(LSE 2
010
; TA 1; Ziff. 1 – 9
6
; Zentralwert; Anforderungsniveau 4;
Männer).
Daneben berücksichtigte sie
einen Leidensabzug von 25
%
, womit sich das Einkommen mit Behinderung im Ergebnis auf
Fr.
46‘194.
--
belief. Der Beschwerdeführer rügt das Abstellen auf eine 100%ige Arbeitsfähigkeit bzw. das Heranziehen des allgemeinen
Hilfs
arbeitertabellenlohns
als falsch. Er stellt sich auf den Standpunkt, im Rahmen seiner bisherigen Tätigkeit verwerte er seine Restarbeitsfähigkeit optimal.
5.5.3
Nach der Rechtsprechung gilt im Gebiet der Invalidenversicherung ganz allge
mein der Grundsatz, dass die invalide Person, bevor sie Leistungen verlangt, alles ihr Zumutbare selber vorzukehren hat, um die Folgen ihrer Invalidität bestmöglich zu mildern; deshalb besteht kein Rentenanspruch, wenn die Person selbst ohne Eingliederungsmassnahmen
zumutbarerweise
in der Lage wäre, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen. Die Selbsteingliederung als Ausdruck der allgemeinen Schadenminderungspflicht ist eine Last, welche die versicherte Person auf sich zu nehmen hat, soll ihr Leistungsanspruch - auf gesetzliche Eingliederungsmassnahmen oder Rente - gewahrt bleiben. Von der versicherten Person dürfen dabei nur Vorkehren verlangt werden, die unter Berücksichtigung der gesamten objektiven und subjektiven Gegebenheiten des Einzelfalles zumutbar sind (BGE 113 V 28
E.
4a; AHI 2001 S. 282
E.
5a/
aa
).
5.5.4
Der Begriff der zumutbaren Tätigkeit im Rahmen der Invaliditätsbemessung nach
Art.
16 ATSG (alt
Art.
28
Abs.
2 IVG) bezweckt die
Schadenminderungs
pflicht
zu begrenzen oder - positiv formuliert - deren Masse zu bestimmen (Maurer, Begriff und Grundsatz der Zumutbarkeit im Sozialversicherungsrecht, in: Festschrift 75 Jahre EVG, Bern 1992, S. 236;
Rüedi
, Invaliditätsbemessung nach einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt, in: Schaffhauser/
Schlauri
[Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität in der Sozialversicherung, St. Gallen 1999, S. 32). Eine versicherte Person ist daher unter Umständen
invalidenversicherungs
rechtlich
so zu behandeln, wie wenn sie ihre Tätigkeit als
Selbständigerwer
bende
aufgibt, d.h. sich im Rahmen der Invaliditätsbemessung jene Einkünfte anrechnen lassen muss, welche sie bei Aufnahme einer leidensangepassten unselbständigen Erwerbstätigkeit
zumutbarerweise
verdienen könnte. Für die Auslegung des unbestimmten Rechtsbegriffs der zumutbaren Tätigkeit im Allgemeinen, wie bei der Aufgabe der selbständigen Erwerbstätigkeit im Beson
deren, sind die gesamten subjektiven und objektiven Gegebenheiten des Einzelfalles zu berücksichtigen. Im Vordergrund stehen bei den subjektiven
Umständen die verbliebene Leistungsfähigkeit sowie die weiteren persönlichen Verhältnisse, wie Alter, berufliche Stellung, Verwurzelung am Woh
nort etc.
Bei den objektiven Umständen sind insbesondere der ausgeglichene Arbeitsmarkt und die noch zu erwartende Aktivitätsdauer massgeblich (AHI 2001 S. 283
E.
5a/
bb
mit Hinweisen).
5.5.5
Der im
Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung 581⁄2-Jahre alte Beschwerdefüh
rer hat eine Ausbildung zum Automechaniker absolviert, wobei er ab dem Jahr 1986 als selbständiger
Garagist
tätig war. Andere Tä
tigkeiten als auf dem Gebiet des Autoservices sind aktenmässig nicht dokumentiert, was
für sich betrachtet
gegen die Zumutbarkeit eines Berufswechsels spricht. Umgekehrt fällt aber ins Gewicht,
dass der Beschwerdeführer in einer leidensangepassten Tätigkeit voll
ständig arbeitsfähig ist, womit er seine erwerbliche Leistungsfähigkeit offen
sichtlich besser verwerten kann als in Ausübung seiner
angestammten
selbstän
digen Tätigkeit
in einem Einmannbetrieb
, für die gemäss Angaben von Kreisarzt
Dr
.
B._
grundsätzlich keine Arbeitsfähigkeit mehr
besteht.
Weiter ist zu beachten, dass der Beschwerdeführer
aus
seiner selbständigen Erwerbstätigkeit
zuletzt eher nur noch
bescheidene Einkünfte
erzielte. Während etwa gemäss IK
Auszug
(
Urk.
8/54)
in den Jahren 2002 und 2003 noch Beiträge von
Fr.
61‘600.-- bzw. von
Fr.
46‘700.-- abgerechnet wurden, belief sich das Ein
kommen im Jahr 2004 auf
Fr.
12‘
200.--, in
den Jahren 2005 und 2006 jeweils auf
Fr.
8‘307.-- und im Jahr 2007 auf
Fr.
25‘
500.--. Letztere Einkünfte liegen alle
samt deutlich unter dem von der Beschwerdegegnerin errechneten
Invali
denein
kommen
in einer angepassten Tätigkeit. Schliesslich ist zu berücksichti
gen, dass dem Beschwerdeführer bis zum Erreichen des ordentlichen AHV-Alters noch eine wesentliche Aktivitätsdauer
von rund 19 Jahren verbleibt (Stauffer/
Schätz
le
/
B._
, Barwerttafeln, 6. Aufl., Zürich 2013, Z4 S. 430). Aus
serdem ist die Nachfolge seines Betriebes, welcher nach wiederholten Angaben des Beschwer
deführers nicht genug Arbeit für ihn und
beide Söhne generiert, geregelt,
die Auflösung des von ihm aufgebauten Geschäfts daher nicht not
wendig. Ferner scheint nicht ausgeschlossen, dass er seine beruflichen Kennt
nisse in einer an
gepassten Tätigkeit weiterhin verwerten kann
. In Würdigung aller Umstände ist die Zumutbarkeit der Aufgabe der selbständigen Erwerbs
tätigkeit somit zu beja
hen. Zumindest muss sich der Beschwerdeführer im Rahmen der ihm zumutba
ren Schadenminderungspflicht anrechnen lassen, was
er
in einer angepassten Tätigkeit auf dem hypothetisch ausgeglichenen Arbeits
markt (vgl. hierzu: BGE 110 V 273 E. 4b; ZAK 1991 S. 321 E. 3b und 1985 S.
462 E. 4b; vgl. auch BGE 130 V 343 E. 3.2) zu erzielen noch in der Lage wäre.
Im Übrigen ist die von der Beschwerdegegnerin vorgenommene Berech
nung des Invalideneinkommens in einer angepassten Tätigkeit nicht zu bean
standen bzw. besteht kein Anlass für eine Korrektur von
Amtes
wegen. Bei Gegenüberstellung des
Valideneinkom
mens
von
65‘194.-- mit dem
Invaliden
einkommen
von
46‘194.
--
resultiert
eine Erwerbseinbusse von
19
‘000.--, was
ein
em -
nicht rentenbegründende
n -
Inva
liditätsgrad
von 29
%
entspricht
([
Fr.
19
‘000
.-- /
Fr.
65‘194.--
] x 100).
Die Ver
neinung eines Rentenanspruchs in der angefochtenen Verfügung erweist sich im Ergebnis als korrekt, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
6.
Gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweige
rung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind
nach dem
Verfahrens
aufwand
und unabhängig vom Streitwert
unter Berücksichtigung des gesetzli
chen Rahmens (Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.--) auf Fr. 600.-- fest
zusetzen und dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen.