Decision ID: 3dcb0152-42f7-4d86-bba3-a1b22d53e9fd
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren
1956,
meldete sich aufgrund von Hörproblemen am
9. Juli 2007
unter Auflage medizinischer Berichte (Urk. 5/1-2, Urk. 5/4-5)
zur Hör
geräteversorgung bei der Invalidenversicherung an (Urk. 5/6).
Die
Sozi
alver
sicherungsanstalt des
Kantons Zürich, IV-Stelle, tätigte medizinische Ab
klä
rung
en (Urk. 5/8, Urk. 5/10), holte einen Kostenvoranschlag mit bestätigter Über
nahme von Mehrkosten ein (Urk. 5/9) und erteilte am 18. Februar 2008 die Kos
ten
gutsprache für zwei Hörgeräte (Urk. 5/11).
1.2
Am 12. August 2014 machte der Versicherte durch seinen Hörgerätelieferant eine
Verschlechterung seines Gehörs geltend
und beantragte die Abgabe neuer Hör
geräte
, da die alten sehr
reparatur
anfällig seien
(Urk. 5/13).
Nach erfolgter medi
zi
nischer Abklärung (
ärztliche Erstexpertise,
Urk. 5/15) stellte die IV-Stelle dem Versicherten mi
t
Vorbescheid vom 8. Oktober 2014 (Urk. 5/18) in Aussicht, dass eine Pauschale für eine einseitige Hörgeräteversorgung im Betrag von Fr. 840.-- vergütet werde und verfügte
, nachdem der Versicherte gegen den Vorbescheid kei
nen Einwand erhoben hatte,
am 17. November 2014 im Sinne des Vorbe
scheids (Urk. 5/19
= Urk. 2
).
2.
Gegen die Verfügung vom 17. November 2014 erhob der Versicherte am 26. Novem
ber 2014 Beschwerde und beantragte sinngemäss die Kostenüber
nahme für
zwei Hörgeräte (Urk. 1).
Mit Beschwerdeantwort vom 13. Januar 2015
(Urk. 4)
schloss
die IV-Stelle
auf
Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwer
deführer am 14. Januar 2015 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 6).
Der Einzelrichter

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Da der Streitwert Fr. 20’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der
Be
schwerde
in die einzelrichterliche Zuständigkeit (§ 11 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht).
1.2
Invalide o
der von einer Invalidität (Art.
8 des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG) unmittelbar bedrohte Versi
cherte haben Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit diese notwendig und geeignet
sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgaben
bereich zu betätigen, wieder herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern; der
Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen besteht unabhängig von der Aus
ü
bung
einer Erwerbstätigkeit vor Eintritt der Invalidität. Dabei ist die gesamte noch zu erwartende
Dauer des Erwerbslebens
zu berücksichtigen. Nach Mass
gabe der Arti
kel 13
und 21 besteht der Anspruch auf Leistungen unabhängig von der Möglichkeit einer Eingliederung ins Erwerbsleben od
er in den Aufgabenbereich (Art.
8 Abs.
1 und 2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung; IVG). Zu den Eingliederungsmassnahmen gehören unter anderem medizinische Mass
nahmen sowie di
e Abgabe von Hilfsmitteln (Art. 8 Abs. 3
lit
. a und
lit
.
d IVG).
1.3
Gemäss Art. 21 IVG hat die versicherte Person im Rahmen einer vom Bundesrat aufzustellenden Liste Anspruch auf jene Hilfsmittel, deren sie für die Ausübung der Erwerbstätigkeit oder der Tätigkeit im Aufgabenbereich, zur Erhaltung oder Verbesserung der Erwerbsfähigkeit, für die Schulung, die Aus- und Weiterbil
dung oder zum Zwecke der funktionellen Angewöhnung bedarf (Abs. 1). Versi
cherte, die infolge ihrer Invalidität für die Fortbewegung, für die Herstellung des Kontaktes mit der Umwelt oder für die Selbstsorge kostspieliger Geräte bedür
fen, haben im Rahmen einer vom Bundesrat aufzustellenden Liste ohne Rück
sicht auf die Erwerbsfähigkeit Anspruch auf solche Hilfsmittel (Abs. 2). Die Versicherung gibt die Hilfsmittel zu Eigentum oder leihweise in einfacher und zweckmässiger Ausführung ab. Ersetzt ein Hilfsmittel Gegenstände, die der Ver
sicherte auch ohne Invalidität anschaffen müsste, so hat er sich an den Kosten zu beteiligen (Abs. 3). Der Bundesrat kann vorsehen, dass der Versi
cherte ein leih
weise abgegebenes Hilfsmittel nach Wegfall der Anspruchsvo
raussetzungen
weiter verwenden
darf (Abs. 4).
Die Befugnis zur Aufstellung der Hilfsmittelliste und zum Erlass ergänzender Vor
schriften im Sinne von Art. 21 Abs. 4 IVG hat der Bundesrat in Art. 14 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) an das Eidgenössische De
partement des Innern übertragen, welches die Verordnung über die Abgabe von Hilfs
mitteln durch die Invalidenversicherung (HVI) mit anhangsweise aufge
führter Hilfsmittelliste erlassen hat. Laut Art. 2 HVI besteht im Rahmen der im Anhang aufgeführten Liste Anspruch auf Hilfsmittel, soweit diese für die Fort
bewegung, die Herstellung des Kontaktes mit der Umwelt oder für die Selbst
sorge
notwendig sind (Abs. 1). Anspruch auf die in dieser Liste mit * bezeich
neten Hilfsmittel besteht nur, soweit diese für die Ausübung einer Erwerbstätig
keit oder die Tätigkeit im Aufgabenbereich, für die Schulung, die Ausbildung, die funktionelle Angewöhnung
oder für die in der zutreffenden Ziffer des An
hangs ausdrücklich genannte Tätigkeit notwendig sind (Abs. 2; BGE 122 V 212 E. 2a).
1.4
Gemäss Ziff. 5.07 HVI-Anhang sind Hörgeräte bei Schwerhörig
keit abzugeben, sofern das Hörvermögen durch ein solches Gerät namhaft verbessert wird und die versicherte Person sich wesentlich besser mit der Umwelt verständigen kann. Die versicherte Person hat Anspruch auf eine Pauschalvergütung, die höchstens alle 6 Jahre beansprucht werden kann. Die Pauschale für eine monaurale Ver
sor
gung beträgt Fr. 840.-- und für eine
bi
naurale
Versorgung Fr. 1‘650.--, je
weils ohne Reparaturen und Batteriekos
ten. Hörgeräte sind durch Fachpersonen abzugeben. Ferner werden unter dieser
Ziff.
5.07 des HVI-Anhangs auch die Pauschalen für die Batteriekos
ten und Reparaturen geregelt und das Bundesamt
beauftragt, eine Liste der den Anforderungen genügenden Hörgeräte zu er
stell
en
. In Ziff.
5.07.1 wer
den sodann die Voraussetzungen für die Kostenbeteiligung an implantierte- und knochenverankerte Hörgeräte umschrieben bzw. die Regelung hierfür an da
s Bundesamt delegiert. In Ziff.
5.07.2* wird das Bundesamt befugt festzu
legen, in welchen Fällen über die Pauschale nach Ziff. 5.07 liegende Bei
träge an monaurale und
binaurale
Versorgungen ausgerichtet werden können (Härtefallregelung).
1.5
Die Kommission für Audiologie und Expertenwesen der Schweizerischen Ge
sell
schaft für
Oto
-
Rhino
-Laryngologie, Hals- und Gesichtschirurgie erstellte unter den Vorgaben und im Auftrag des Bundesamtes für Sozialversicherun
gen (BSV) Richtlinien für ORL-Expertenärzte zum Abklärungsauftrag zur Vergütung von Hörgeräten durch die Sozialversicherungen IV und AHV (nachfolgend: Richt
linien für O
RL-Expertenärzte), welche ab 1.
Juli 2011 gültig erklärt wurden. Da
rin werden die Anforderungen an den Experten (Arzt/Ärztin) und die technische Ausrüstung umschrieben (Ziff
.
2), die ge
setzlichen Grundlagen und weitere Vo
r
aussetzungen dargelegt (Ziff.
3) sowie Richtlinien für die Experten
tätigkeit für Erwachsene (Ziff.
4) sowie Kinder und Jugendliche
n (Ziff.
5) aufgestellt. Unter dem Titel Expertentätigkeit für Erwachsene, Erstexpertise, wird festge
halten, dass die IV einen Pauschalbe
trag an die Hörgeräteversorgung entrichten kann,
wenn der
binaurale
Ge
samt-Hörverlust
mindestens 20 % beträgt (Ziff.
4.1.1.). Der
Gesamt-Hörver
lust berechnet sich aus dem Tonaudiogramm und dem Sprach
audiogramm. Im Tonaudiogramm wird der Hörverlust pro Ohr nach der CPT-AMA-Tabelle prozentual berechnet. Im Sprachaudiogramm in Ruhe wird der
Sprachhör
verlust pro Ohr nach Sozialindex (Deutsch) oder Fournier (Franzö
sisch)
pro
zentual nach einer im Anhang aufgelisteten Tabelle berechnet. Für den Ge
samt-Hörverlust werden die einzelnen
Werte für jedes Ohr (rechts und links) addiert
und durch vier geteilt (Ziff.
4.1.2.). Gemäss Zif
f.
4.1.
3.
der Richtli
nien für ORL-Expertenärzte wird von der Sozialversicherung nur im IV-Alter oder IV-Besitzstand eine
binaurale
Erstversorgung gewährt, wenn mindes
tens zwei der folgenden audiologischen Bedingungen erfüllt sind:
Der Unterschied des Hörverlustes nach CPT-AMA zwischen rechts u
nd links be
trägt weniger als 30
%
.
Der Unterschied des Diskriminationsverlusts im Sprachtest in Ruhe rechts und
links beträgt weniger als 50 %.
Der Unterschied der Sprachhörschwelle (50%ige Verständlichkeit für Zahlen, Zweisilber oder Einsilber) zwischen links und rechts beträgt weniger als 50
dB.
1.6
W
ährend
bislang die Finanzierung der Invalidenversicherung für Hörgeräte
ver
sorgun
gen durch einen Tarifvertrag mit den
Akustikerverbänden
geregelt wurde,
verabschiedete das Eidgenössische Departement des Innern im Rahmen der Re
ge
lung des neuen Pauschalsystems für Hörgeräte eine angepasste Verordnungen über die Abgabe von Hilfsmitteln durch die IV (HVI) und durch die AHV (Ver
ordnung über die Abgabe von Hilfsmitteln durch die Altersversicherung; HVA) sowie eine neue Verordnung über die Zulassung von
Pädakustikern
und
Päda
kus
tikerinnen
, welche per
1.
Juli 2011 in Kraft gesetzt wurden.
1.7
Auf diese seit
1.
Juli 2011 geltenden Richtlinien für ORL-Expertenärzte verweist auch das Kreisschreiben des BSV über die Abgabe von Hilfsmitteln durch die Invalidenve
rsicherung (KHMI), gültig ab 1.
Januar 2013 (
Rz
2037 ff.). Damit sind diese Richtlinien auf Weisungsstufe verankert worden.
1.8
Gemäss Schlussbestimmung der HVI gilt das neue Vergütungssystem für Neu- oder Nachfolgeversorgungen mit Hörgeräten, die ab diesem Datum beantragt werden. Für Anträge auf eine Hörgeräteversorgung, die vor Inkrafttreten der Än
derungen vom 25. Mai 2011 eingereicht wurden, ist diese Änderung erst sechs Jahre nach Abgabe des Hörgerätes anwendbar. Für diese Anträge sind so
mit die die bisher geltenden Tarifverträge mit den
Akustikerverbänden
mass
gebend.
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete ihre Verfügung
(Urk. 2)
dami
t, dass die Vor
aussetzungen für eine Kostengutsprache erfüllt seien und der Beschwerde
führer
Anspruch auf eine Pauschale für eine einseitige Hörgeräteversorgung links mit einem in der Schweiz zugelassenen Hörgerät im Betrag von Fr. 840.-- habe (S. 2). Ferner wies sie auf die Möglichkeit der Härtefallregelung für Perso
nen, welche einer Erwerbstätigkeit nachgehen, hin (S. 1).
2.2
Demgegenüber
stellte sich der Beschwerdeführer
in seiner Beschwerde (Urk. 1)
auf den Standpunkt, aufgrund der Arbeitssicherheit (er sei Betriebselektriker bei der
Y._
und bewege sich ständig in wechselndem akustischen Umfeld) sei er nach wie vor auf zwei Hörgeräte angewiesen
(S. 1 f.).
2.3
Strittig und zu prüfen ist,
ob der Beschwerdeführer einen
Anspruch auf eine
zweiseitige
Hörversorgung hat.
3.
3.1
Vorab ist festzuhalten,
dass das erstmalige Gesuch um Hörgeräteversorgung vom
9. Juli 2007 (Urk. 5/6) mit Mitteilung vom 18. Februar 2008 bewilligt
wurde
(Urk. 5/11).
Nach den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln sind in zeit
licher Hinsicht grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Er
füllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben.
Z
um Zeit
punkt der Kostengutsprache für die zwei Hörgeräte im
Februar 2008
war
unbe
strittenermassen das bis 3
0.
Juni 2011 gültige Tarif-System mit dem durch die
HSO-Ärzte aufgestellten, in drei Kategorien eingeteilten Indikationsstufen
mo
del
l, anwendbar.
Das ab 1.
Juli 2011 geltende Pauschalsystem der Beiträge an Hörgeräte wirkt sich lediglich auf Hörgerä
teanträge aus, welche ab dem 1.
Juli 2011 bei der IV
-
Stelle eintrafen.
Für Hörgeräte, welche noch gemäss Tarifvertrag vergütet wur
den
, gelten die Bestimmungen in Bezug auf die
Tarifv
ergütung
für die Dauer des Einsatzes der entsprechenden Hörgeräteversorgung weiter
.
Aufgrund der gegen
über den bisherigen Bestimmungen leicht erhöhten Anspruchsschwelle ist im Pau
schalsystem indes jede versicherte Person, welche sich erstmals oder erst
mals neu unter dem neuen Pauschalsystem versorgen lässt, eine Erste
xper
tise zu erstellen (vorstehend E.
1.5, vgl.
Rz
2016 Kreisschreiben über die Abgabe von Hilfsmitteln durch die Altersversicherung, KSHA, in der ab 1.
Januar 2013 gül
ti
gen Fassung).
3.2
Durch das
mehr als sechs Jahr nach erstmaligem Erhalt der Hörgeräte
einge
reichte
neue Gesuch des Beschwerdeführers vom 19. August 2014
, womit er
eine
Neuversorgung
und damit neue Hörgeräte
aufgrund einer Verschlechterung seiner
Hörleistung
beanspruchte
(Urk. 5/13)
,
wurde ein neues Verfahren aus
ge
löst, womit vorliegend
aufgrund der Übergangsbestimmungsregelung
(vgl. vor
stehend E. 1.8)
von einer Neuversorgung mit einem Hörgerät gestützt auf ei
nen nach dem
1.
Juli 2011 eingereichten Antrag
und damit vom Pauschalsys
tem
auszugehen ist
.
4.
4
.1
Gemäss dem Bericht zur ärztlichen
Erste
xpertise von
Dr.
med.
Z._
vom 2. September 2014 (Urk. 5/15) leidet der Beschwerdeführer unter ei
ner
zunehmenden Schwerhörigkeit. Die Untersuchung habe gemäss dem Arzt eine kombinierte Schwerhörigkeit links ausgeprägter als rechts wahrscheinlich im Sinne einer Otosklerose mit einer leichten Innenohrbeteiligung gezeigt, wo
bei die Gehörgänge und Trommelfelle beidseits unauffällig seien (Ziff. 7).
Der Hör
verlust betrage
gemäss
Reintonaudiogramm rechts 37 % und links 85 %
,
der Hör
verlust
gemäss
Sprachaudiogramm
betrage
rechts 45 % und links 100 % (Ziff. 2).
Der Ge
samt-Hörverlust betrage 67 % und erreiche somit den Schwellenwert von min
destens 20 %. Ebenfalls erfülle der Beschwerdeführer die Voraussetzung der Er
werbstätigkeit (Ziff. 2.1).
Der Unterschied des Hörverlustes nach CPT-AMA z
wischen rechts und links betrage
mehr als 30
%. Der Unterschied des Diskrimi
nationsverlusts im Sprachtest in Ruhe
zwischen
rechts und links
sei
mehr
als 50
%
. Den Unterschied der Sprachhörschwelle (50%ige Verständlichkeit für
Zahlen, Zwei
silber oder Einsilber) zwischen links und rechts bezeichnete der Arzt
als unter 50 dB liegend
,
und die Voraussetzungen für eine
binaurale
Versor
gung
dami
t als nicht erfüllt (Ziff. 3
).
4.2
Gemäss Bericht von
Dr.
Z._
vom
2. September 2014 (vgl. vorstehend E. 4.1
) sind die Voraussetzungen für eine Kostengutsprache der Invaliden
ver
sicherung für eine Hörgeräteversorgung erfüllt, hingegen ist
von den gemäss Ziffer 4.1.3 der Richtlinien für ORL-Expertenärzte für eine
binaurale
Versorgung
zu erfül
lenden au
diologischen Bedingungen
(vgl. vorstehend E.
1.5)
nur eine, näm
lich ein Unterschied
der Sprachhörschwelle zwischen links und rechts
, der
weniger
als 50
%
beträgt
(
Urk. 5/15 Ziff. 3
), gegeben. Nachdem gemäss Ziffer 4.1.3 der besagten Richtlinie indes mindestens zwei der dort genannten audio
logischen Bedingun
gen erfüllt sein müssen, besteht demzufolge kein Anspruch auf eine
binaurale
Versorgung.
Das
Vorbringen des Beschwerdeführers, wonach er auf eine
binaurale
Hörgerä
te
versorgung angewiesen sei
(Urk. 1 S. 1)
,
vermag
an
diese
r
Beurteilung
nichts zu ändern.
Unbehelflich
ist auch das
Abstellen
des Be
schwerdeführers
auf den
Besitzstand
. Die Besitzstandsgarantie
in der Invaliden
versicherung be
sagt ledig
lich, dass Versicherten, die bereits vor dem Erreichen des Rentenalters Hilfs
mitte
l der Invalidenversicherung bezogen haben, diese in der Regel in der AHV in gleicher Höhe
erhalten. Bei Hörgeräten erstreckt sich der Anspruch auf die Be
sitz
standwahrung mindestens auf die gleiche Versor
gung, die von
der IV zuge
standen wurde (Art.
4 HVA, KSHA
Rz
1003).
4.3
Nach dem Gesagten hat die Beschwerdegegnerin
zu Recht die Vergütung der Pauschale für eine einseitige Hörgeräteversorgung links verfügt. Das vom Be
schwerdeführer beschwerdeweise geltend gemachte
Leistungsbegehren auf Kos
ten
gutsprache für eine
binaurale
Hörgerätepauschale
ist hingegen mangels Er
füllung der Voraussetzungen abzuweisen
.
Die angefochtene Verfügung erweist sich als korrekt, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
Mit Blick auf die Ausführungen betreffend Notwendigkeit zweier Hörgeräte in seiner berufliche
n
Tätigkeit bleibt es dem
Beschwerdeführer
indes
unbenommen, sich bei IV-Stelle
zwecks Durchführung einer Härtefallabklärung zu melden.
5.
Gemäss Art. 69 Abs.
1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig v
om Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr.
1'000.-- festgelegt. Diese Kos
ten sind ermes
sensweise auf Fr.
400.-- festzusetzen und ausgangsgemäss dem Beschwerde
füh
rer aufzuerlegen.