Decision ID: 873fbfe8-d288-4485-98d6-6304feb06dc5
Year: 2008
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
B._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Kreso Glavas, Haus zur alten Dorfbank,
9313 Muolen,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
IV-Leistungen
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Sachverhalt:
A.
A.a Der 1952 geborene B._ meldete sich am 19./30. November 2001 zum Bezug von
Leistungen der Invalidenversicherung an und beantragte namentlich Berufsberatung,
Umschulung, Wiedereinschulung in die bisherige Tätigkeit, Arbeitsvermittlung,
medizinische Massnahmen und eine Rente. Er habe am 4. August 2000 einen Unfall
erlitten. Der Unfallmeldung war zu entnehmen, dass er von einem Arbeitskollegen mit
der Kettensäge getroffen worden war.
A.b Dr. med. A._, Innere Medizin FMH, gab in seinem Arztzeugnis vom 14. Januar
2002 bekannt, es lägen vor ein St. n. Operation wegen Fräsenverletzung am linken
Unterschenkel mit Durchtrennung beider Mm. peronaei und des N. peronaeus
superficialis und des N. suralis, persistierende Schmerzen im linken Unterschenkel in
Ruhe mit Zunahme bei Belastung, ein St. n. Rehabilitationsaufenthalt in Bellikon vom
24.10. bis 21.11.2001, mässige chronisch rezidivierende panvertebrale
Rückenschmerzen. Der Versicherte sei vom 4. August 2000 bis 30. April 2001 zu
100 % arbeitsunfähig gewesen und sei seither (mit Ausnahme des 25. und
26. September 2001 und der Dauer des Rehabilitationsaufenthalts) zu 50 %
arbeitsunfähig. Trotz objektiver Besserung habe sich die Arbeitswiederaufnahme
schwierig gestaltet. Er (der Arzt) habe dem Versicherten zu erklären versucht, dass er
aufgrund der Verletzung und der objektiven Befunde weiterhin zu mindestens 50 %
arbeiten müsse. Der Versicherte habe wohl Schmerzen, doch seien diese zusätzlich
psychoreaktiv fixiert worden. Es bestünden unbewusste Existenzängste und Ängste
um die Erhaltung des Arbeitsplatzes. Medizinisch-theoretisch wäre eine leichtere Arbeit
in Wärme bei sitzender Tätigkeit oder bei stehender Tätigkeit mit reduzierter Leistung
zumutbar. Es bestehe bei einer angepassten Tätigkeit eine Einschränkung von
mindestens 50 %. Zu empfehlen sei eine Tätigkeit im Magazin der bisherigen
Arbeitgeberin zu 50 %.
A.c Die Arbeitgeberin bescheinigte am 21. Januar 2002, der Versicherte sei vor Eintritt
des Gesundheitsschadens als I._-Monteur tätig gewesen und seit dem 1. April 2001
als Hilfskraft im Magazin beschäftigt.
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A.d Dr. med. C._, Innere Medizin/Rheumatologie FMH, diagnostizierte gemäss
seinem Bericht vom 18. März 2002 an Dr. A._ beim Versicherten (erstens) ein
chronisches Panvertebralsyndrom mit lumbospondylogener Komponente links bei
Fehlform (leichte Hyperkyphose der BWS), muskulären Dysbalancen, segmentalen
Dysfunktionen, Fehlbelastung bei Unterschenkel-/Fussschmerzen links und
Dekonditionierung, (zweitens) St. n. Fräsenverletzung des linken Unterschenkels lateral
mit Durchtrennung des N. peronaeus superficialis und des N. suralis sowie der Musculi
peronaei 04.08.2000. Für schwere Hebearbeiten und den I._-Bau sei der Versicherte
aus rheumatologischer Sicht zu 100 % arbeitsunfähig. Er könne auch nicht längere Zeit
auf Schotter gehen. Für eine leichte Arbeit in Wechselbelastung sei er voll arbeitsfähig.
A.e Am 16. Juli 2002 verfügte die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle des Kantons
St. Gallen die Abweisung des Anspruchs auf berufliche Massnahmen. Der Versicherte
sei in einer adaptierten Tätigkeit voll arbeitsfähig, und es bestünden weder eine
finanzielle Einschränkung bezüglich seiner letzten Arbeitsstelle noch eine
Einschränkung bei der Stellensuche. Mit Vorbescheid vom 16. Juli 2002 kündigte die
IV-Stelle dem damaligen Vertreter des Versicherten die Abweisung des Rentengesuchs
an, da diesem eine körperlich leichte, wechselbelastende Tätigkeit zu 100 % zumutbar
sei. Rechtsanwalt Dr. Kreso Glavas, der den Versicherten seit dem 12. August 2002
vertrat, stellte sich am 28. August 2002 auf den Standpunkt, der Versicherte habe
zumindest Anspruch auf Hilfe bei der Arbeitsvermittlung. Berufliche Massnahmen seien
zu Unrecht abgelehnt worden. Erst wenn aber berufliche Massnahmen durchgeführt
worden seien, könne über die Rentenfrage entschieden werden. Mit Verfügung vom
12. September 2002 wies die IV-Stelle das Rentengesuch ab. Ein Anspruch auf
berufliche Massnahmen bestehe ebenfalls nicht; hieran halte sie fest. Auf Beschwerde
mit dem Antrag, dem Versicherten berufliche Massnahmen, insbesondere
Arbeitsvermittlung zu gewähren und nach Abschluss der Massnahmen über die Rente
zu verfügen, eventualiter eine halbe Rente zuzusprechen, hob das
Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen die Verfügungen vom 16. Juli 2002 und
vom 12. September 2002 mit Entscheid vom 23. Januar 2003 auf und wies die Sache
zu ergänzenden (polydisziplinären) medizinischen Abklärungen zurück.
A.f Mit Verfügung vom 28. November 2003 sprach die Unfallversicherung dem
Versicherten unter anderem ab 1. Januar 2004 eine Invalidenrente bei einer
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Erwerbsunfähigkeit von 30 % zu. Der Suva-Kreisarzt hatte bei der ärztlichen
Abschlussuntersuchung vom 6. März 2003 festgestellt, häufiges Gehen, insbesondere
auf unebenem Boden und das gleichzeitige wiederholte und repetitive Tragen von
Lasten über 10 kg sei dem Versicherten nicht mehr zumutbar. Hingegen könne ihm
eine wechselbelastende Tätigkeit (mit Gehen, Stehen und zwischendurch Sitzen)
ganztägig vollumfänglich zugemutet werden.
A.g Am 6. Februar 2004 erteilte die IV-Stelle den Begutachtungsauftrag an Dr. med.
D._, Spezialarzt FMH Innere Medizin sowie Physikalische Medizin und Rehabilitation,
spez. Rheumaerkrankungen, einschliesslich einer psychiatrischen Begutachtung durch
Dr. med. E._. Dr. D._ benannte in seinem Gutachten vom 30. Oktober 2005 als
Diagnosen (erstens) chronische unspezifische Rückenbeschwerden und (zweitens)
neuropathische/unspezifische Restbeschwerden des linken Beines nach
Fräsenverletzung des linken Unterschenkels mit Durchtrennung der Mm. peronaei, N.
peronaeus superficialis und N. suralis 04.08.2000 und St. n. Muskel- und Nervennaht
04.08.2000. Eine Tätigkeit als Bauarbeiter sei nicht mehr realistisch. Von einer
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in einer körperlich leichten und wechselbelastenden
Tätigkeit könne jedoch keine Rede sein. F._, Facharzt FMH Psychiatrie und
Psychotherapie, hielt im psychiatrischen Teilgutachten vom 26. Oktober 2005 fest, eine
psychiatrische Diagnose lasse sich nicht stellen. Eine allenfalls deskriptiv erfassbare
Anpassungsproblematik aufgrund der geänderten Lebensumstände infolge des
Unfallgeschehens erreiche keinen Krankheitswert. Eine Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit ergebe sich aus psychiatrischer Sicht nicht. Dr. D._ hielt als
interdisziplinäre Stellungnahme fest, die diagnostizierten somatischen und psychischen
Leiden würden keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bedingen, und zwar für jede
körperlich leichte (maximal gelegentliche Hebebelastung bis 10 kg), wechselbelastende
Tätigkeit. Die Beurteilung gelte ab 1. Dezember 2001.
A.h Der Rechtsvertreter des Versicherten wandte am 14. November 2005 ein, das
Gutachten genüge der geforderten Polydisziplinarität nicht. Die Gutachter hätten sich
auch nicht mit den Suva-Akten auseinandergesetzt. Nicht einmal der Suva-
Invaliditätsgrad sei akzeptiert worden. Es sei am realen Arbeitsplatz abzuklären, ob
dem Versicherten wirklich mehr zumutbar sei, als er im Moment arbeite.
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A.i Der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) der Invalidenversicherung (Dr. med. G._)
befürwortete am 29. Dezember 2005, auf das umfassende und nachvollziehbare
Gutachten abzustellen.
A.j Der IV-Fachmitarbeiter stellte am 10. Januar 2005 einen Einkommensvergleich
zwischen einem Valideneinkommen von Fr. 59'316.-- und einem Invalideneinkommen
von Fr. 53'384.-- an. Beide Einkommen basierten auf statistischen Werten, das
Invalideneinkommen ergab sich nach einem Leidensabzug von 10 %.
A.k Mit Verfügung vom 11. Januar 2006 lehnte die IV-Stelle des Kantons St. Gallen
einen Anspruch des Versicherten auf berufliche Massnahmen ab. Am 12. Januar 2006
wies sie einen Rentenanspruch bei einem Invaliditätsgrad von 10 % ab.
A.l Der Versicherte liess am 10. Februar 2006 Einsprache gegen die Verfügung vom
12. Januar 2006 erheben und Zusprechung mindestens einer halben Rente beantragen.
In der Ergänzung vom 1. März 2006 brachte sein Vertreter vor, die psychiatrische
Begutachtung sei neu durchzuführen, da der beauftragte Gutachter ohne Zustimmung
ausgewechselt worden sei. Das Gutachten sei nicht schlüssig, weil keine
Auseinandersetzung mit den Suva-Akten erfolgt sei. Im Übrigen habe die Suva den
versicherten Verdienst korrekt abgeklärt und es sei nicht nachvollziehbar, weshalb die
Invalidenversicherung diesen herabgesetzt habe.
A.m Die IV-Stelle holte in der Folge einen Verlaufsbericht ein. Dr. A._ erklärte am
2. Juli 2006, der Gesundheitszustand sei stationär und die Diagnose habe sich nicht
verändert. Neu sei aber eine Meniskusläsion rechts. Sobald der Versicherte körperlich
mehr (d.h. mittelschwer oder schwer) arbeiten müsse, träten sofort mehr Rücken- und
Beinschmerzen links auf. Er arbeite ganztags im Magazin mit halber Leistung.
A.n Nach Vorlegen der aktualisierten IV- und der Suva-Akten teilte Dr. D._ am
13. Oktober 2006 mit, die medizinischen Akten des Suva-Dossiers seien bei der
Erstellung des Gutachtens berücksichtigt worden. Ein Vergleich des Gutachtens und
der Suva-Akten ergebe eine erfrischende Übereinstimmung der Erkenntnisse. Auch
dort sei der Versicherte für eine wechselbelastende Tätigkeit als vollumfänglich und
ganztägig arbeitsfähig beurteilt worden. Der Invaliditätsgrad habe sich wohl aus
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erwerblichen Umständen ergeben. Ebenso zweifelsfrei sei davon auszugehen, dass die
unfallfremden Leiden in adaptierter Tätigkeit keine Arbeitsunfähigkeit bewirkten. Die
Rehabilitationsklinik hätte einen Versicherten mit gravierenden krankheitsbedingten
Leiden im Übrigen wohl nicht kommentarlos wieder in den I._-Bau geschickt. Es sei
kein Grund ersichtlich, von der Gesamtbeurteilung vom 30. Oktober 2005
abzuweichen.
A.o Der Rechtsvertreter des Versicherten hielt am 25. Oktober 2006 dafür, es sei von
Vorteil, dass der Versicherte seine Arbeitsstelle habe behalten können, so weit ihm dies
zumutbar gewesen sei. Ihn medizinisch-theoretisch für andere Arbeiten arbeitsfähig zu
erklären, deren Umsetzung nicht realistisch sei, würde bedeuten, ihn in die
Arbeitslosigkeit zu bringen. Es sei dem Versicherten mindestens eine Viertelsrente zu
gewähren.
A.p Mit Entscheid vom 2. November 2006 wies der Rechtsdienst der
Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle die Einsprache ab. Gegen F._ seien weder
Ausstandsgründe vorgebracht noch sei dessen Fachkompetenz in Zweifel gezogen
worden. Der Versicherte habe am 13. Februar 2004 das gewählte Vorgehen der
polydisziplinären Begutachtung ausdrücklich gebilligt. Ein Gutachten brauche nicht
sämtliche medizinischen Akten lückenlos zu diskutieren. An der Aussagekraft des
Gutachtens sei nicht zu zweifeln. Hieran ändere die festgestellte Meniskusläsion nichts.
Der Versicherte verwerte seine Arbeitsfähigkeit nicht im zumutbaren Ausmass. Es
bestehe auch kein Anlass, an das Ergebnis der Suva anzulehnen. Die Suva habe die in
den letzten fünf Monaten vor dem Unfall erzielten Einkommen auf ein Jahr
hochgerechnet, weil dem Versicherten auf Ende 1999 gekündigt worden sei. Im März
2000 habe er seine Stelle aber wieder antreten können.
B.
Gegen diesen Einspracheentscheid richtet sich die von Rechtsanwalt Dr. iur. Kreso
Glavas für den Betroffenen am 29. November 2006 erhobene Beschwerde. Der
Rechtsvertreter beantragt, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und dem
Beschwerdeführer sei eine halbe Rente zu gewähren, eventualiter sei die Sache zur
Neuabklärung zurückzuweisen. Er sei mit der Begutachtung durch Dr. E._
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einverstanden gewesen, weil dieser die Heimatsprache des Beschwerdeführers
spreche und als ehemaliger Gutachter der MEDAS Luzern als ausgewiesener
Fachmann gelte. Die Gutachterauswechslung sei nicht gehörig angezeigt worden, was
nicht geheilt werden könne. Das Gutachten zeige nicht auf, inwiefern sich die
medizinische Situation gebessert haben sollte, da eine andere Beurteilung als diejenige
der Suva vorgenommen worden sei. Die psychiatrische Beurteilung sei ziemlich dürftig
ausgefallen. Der Gutachter habe sich offensichtlich hauptsächlich auf die
Selbstdiagnose des Beschwerdeführers abgestützt. Das kurze Gespräch, das er unter
Beizug eines Übersetzers geführt habe, der den Beschwerdeführer vielfach nicht richtig
verstanden habe, sei wenig explorierend ausgefallen, das Resultat mager (keine
Diagnose). Die Problematik der Meniskusläsion sei nicht in den angefochtenen
Entscheid einbezogen worden. Der Beschwerdeführer habe die Knieproblematik
bereits bei Dr. D._ angezeigt, doch habe dieser sie nicht mitberücksichtigt. Es habe
eine neue Begutachtung zu erfolgen. Die Beschwerdegegnerin gehe im Übrigen zu
Unrecht davon aus, dass der Beschwerdeführer an seinem gegenwärtigen Arbeitsort
nicht adäquat integriert sei. Eine höhere Verwertung der Restarbeitsfähigkeit sei ihm
nicht möglich. Die Suva habe diesbezügliche tatsächliche Abklärungen vorgenommen
und den Invaliditätsgrad entsprechend festgelegt. Dass nun hier der Invaliditätsgrad
tiefer liegen sollte, obwohl die Suva nur die unfallbedingten Beschwerden
berücksichtigt habe, sei vollkommen unverständlich.
C.
Mit Beschwerdeantwort vom 8. Dezember 2006 beantragt die Beschwerdegegnerin
Abweisung der Beschwerde. Die Verwaltung habe bei der Wahl des Experten ein
grosses Ermessen und der Versicherte könne lediglich Ausstandsgründe geltend
machen und nicht etwa die Wahl mitbestimmen. Dass der Arzt den Beschwerdeführer
trotz Beizugs eines Dolmetschers nicht verstanden habe, sei wenig glaubhaft. Wenn
dargelegt werde, der Beschwerdeführer leide unter der medizinischen und beruflichen
Situation und habe Minderwertigkeitskomplexe, so könne darin keine Erkrankung im
medizinischen Sinn gesehen werden. Wie bereits dargelegt, beeinflusse die
Meniskusläsion die Arbeitsunfähigkeit und den Einkommensvergleich nicht.
D.
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Mit Replik vom 13. Dezember 2006 beanstandet der Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers, das Vorgehen der Beschwerdegegnerin entspreche nicht der
neuen Rechtsprechung zur Auswahl und Bekanntgabe der Gutachter. Es habe keine
korrekte, fachmännisch fundierte psychiatrische Abklärung stattgefunden. Einer
Abklärung durch F._ sei nicht zugestimmt worden. Der Hausarzt des
Beschwerdeführers sollte zur Meniskusläsion befragt werden. Der von der Suva
festgestellte Invaliditätsgrad habe sich real bestätigt. Sollte daran gezweifelt werden,
so seien Erhebungen beim aktuellen Arbeitgeber zu machen.
E.
Die Beschwerdegegnerin hält am 3. Januar 2007 an ihrem Antrag fest.

Erwägungen:
1.
1.1 Da ein Sachverhalt zu beurteilen ist, wie er sich bis zum 2. November 2006 (Erlass
des angefochtenen Entscheids) entwickelt hat, sind die am 1. Januar 2008 in Kraft
getretenen Änderungen der Rechtslage nicht anwendbar.
1.2 Mit dem angefochtenen Entscheid hat die Beschwerdegegnerin die Einsprache
gegen ihre Verfügung vom 12. Januar 2006 abgewiesen, womit sie einen
Rentenanspruch des Beschwerdeführers abgelehnt hatte. Die Verfügung betreffend die
beruflichen Massnahmen ist unangefochten geblieben. Streitgegenstand bildet daher
der allfällige Rentenanspruch. Ergäbe sich allerdings, dass ohne
Eingliederungsmassnahmen ein Rentenanspruch im Raum stünde, so gehörte zum
Streitgegenstand notwendigerweise auch die Frage, ob die Verwaltung den Grundsatz
"Eingliederung vor Rente" beachtet und eine allfällige Pflicht des Beschwerdeführers zu
Massnahmen korrekt in Anspruch genommen habe.
1.3 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG (in der bis 31. Dezember 2003 gültig gewesenen Fassung)
besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person
mindestens zu zwei Dritteln, derjenige auf eine halbe Rente, wenn sie wenigstens zur
Hälfte invalid ist. Liegt ein Invaliditätsgrad von mindestens 40 % vor, so besteht
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Anspruch auf eine Viertelsrente oder, sofern ein Härtefall gegeben ist, auf eine halbe
Rente (Art. 28 Abs. 1 IVG). Nach Art. 28 Abs. 1 IVG (in der vom 1. Januar 2004 bis
31. Dezember 2007 gültig gewesenen Fassung) besteht der Anspruch auf eine ganze
Invalidenrente, wenn die versicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad
von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem
Invaliditätsgrad von mindestens 40 % Anspruch auf eine Viertelsrente.
2.
2.1 Vorweg kann festgehalten werden, dass die Beschwerdegegnerin nicht an die
Invaliditätsbemessung der Unfallversicherung gebunden ist (vgl. zum Grundsatz BGE
133 V 549 und den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen i/S
M.H. vom 20. November 2007, IV 2006/68). Beim Beschwerdeführer kommen
ausserdem unfall- und krankheitsbedingte Faktoren zusammen.
2.2 Grundlage der Invaliditätsbemessung bilden die ärztlichen Angaben zum
Gesundheitszustand der versicherten Person und dazu, in welchem Umfang und
bezüglich welcher Tätigkeiten sie arbeitsunfähig ist. Ob die versicherte Person eine ihr
zumutbare Tätigkeit auch tatsächlich ausübt, ist für die Invaliditätsbemessung
hingegen unerheblich (Rz 3046 des vom Bundesamt für Sozialversicherung erlassenen
Kreisschreibens über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung = KSIH).
Die Beschwerdegegnerin stellt auf das Gutachten von Dr. D._ vom 30. Oktober 2005
ab, das ein psychiatrisches Teilgutachten von F._ umfasst.
2.3 Der Beschwerdeführer beanstandet die unangekündigte Auswechslung des
psychiatrischen Gutachters. Gemäss Art. 44 ATSG hat der Versicherungsträger der
Partei, wenn er zur Abklärung des Sachverhalts ein Gutachten eines unabhängigen
Sachverständigen einholen muss, dessen Namen bekannt zu geben, und diese kann
den Gutachter aus triftigen Gründen ablehnen und Gegenvorschläge machen. Indem
vorliegend anstelle des gemäss ordnungsgemässer Ankündigung beauftragten
Dr. E._ ein anderer Psychiater die Begutachtung vornahm, ohne dass auch dieser
Wechsel bekannt gemacht wurde, ist der Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt
worden. Eine vorgängige Bekanntgabe der begutachtenden Person ist insbesondere im
bis
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Hinblick auf die Geltendmachung von gesetzlichen Ausstands- und
Ablehnungsgründen im Sinne von Art. 36 Abs. 1 ATSG von Bedeutung (Entscheid des
Bundesgerichts i/S M. vom 31. August 2007, U 145/06). Solche Gründe hat der
Beschwerdeführer allerdings gegen den Gutachter nicht vorgebracht. Wenn er die
Begutachtung als fachlich nicht qualifiziert beanstandet, ist darin eine materielle Rüge
zu sehen. Eine Aufhebung des angefochtenen Entscheids aus diesem formellen Grund
rechtfertigt sich daher vorliegend nicht, ist doch eine Heilung bei Verletzung von Art. 44
Satz 2 ATSG nicht von vornherein ausgeschlossen (Urteil des Bundesgerichts,
U 145/06) und können die Voraussetzungen einer solchen Heilung (BGE 127 V 431
E. 3d/aa) als erfüllt betrachtet werden. Rechtsprechungsgemäss hat die versicherte
Person im Übrigen kein Recht auf einen Sachverständigen ihrer Wahl (RKUV 1998
S. 457). Zwar dürfen versicherte Personen Gegenvorschläge machen. Diese kommen
aber erst zum Zug, wenn der amtliche Vorschlag mit triftigen Gründen erfolgreich
bekämpft ist (so der nicht veröffentlichte Entscheid des Versicherungsgerichts des
Kantons St. Gallen i/S G.R. vom 31. Juli 2003, der allerdings - jedoch aus
intertemporalrechtlichen Gründen - vom Eidgenössischen Versicherungsgericht am
25. August 2004 [I 570/03] aufgehoben worden ist).
3.
3.1 In medizinischer Hinsicht herrscht Einigkeit darüber, dass dem Beschwerdeführer
schwere Arbeit auf dem Bau - insbesondere mit Gehen auf unebenem Gelände - nicht
mehr in relevanter Weise zumutbar ist. Was die Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit
betrifft, besteht nach dem Gutachten von Dr. D._ für jede körperlich leichte (d.h.
maximal gelegentliche Hebebelastung bis 10 kg umfassende), wechselbelastende
Tätigkeit eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit. Das Gutachten stützt sich einerseits
auf eine rheumatologisch-orthopädische Befragung und Untersuchung und anderseits
auf eine psychiatrische Abklärung. Es kann somit als für die streitigen Belange
umfassend bezeichnet werden. Die Schlussfolgerung wurde im interdisziplinären
Zusammenwirken gezogen. Es kann auch davon ausgegangen werden, dass die
Beurteilungen in Kenntnis der gesamten (auch Suva-)Vorakten ergangen ist, wurde
doch der Inhalt des Berichts von Dr. med. H._, Fachärztin FMH für Neurologie, vom
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13. November 2000 erwähnt, der in den IV-Akten nicht enthalten ist. Hinweise darauf,
dass relevante Verständigungsschwierigkeiten aufgetreten wären, lassen sich nicht
finden.
3.2 Das Ergebnis des Gutachtens kann als nachvollziehbar betrachtet werden, zumal
die übrige medizinische Aktenlage nicht dagegen spricht. Daraus ist bekannt, dass
Dr. A._ am 14. Januar 2002 dafürgehalten hatte, eine leichtere Arbeit in Wärme - im
Sitzen oder im Stehen zu verrichten - sei dem Beschwerdeführer zumutbar, doch
rechnete er mit einer reduzierten Leistung von (einmal mindestens, einmal höchstens)
50 %. Die Abklärung durch Dr. C._ hatte gemäss seinem Bericht vom 18. März 2002
ergeben, dass der Beschwerdeführer für eine leichte Arbeit in Wechselbelastung voll
arbeitsfähig sei. Dr. C._ hielt es aber gleichzeitig für sinnvoll, dass der
Beschwerdeführer möglichst lange ganztags mit eingeschränkter Leistung im Magazin
der bisherigen Arbeitgeberin beschäftigt werden könnte. Ob damit eine gewisse
medizinisch bedingte Einschränkung attestiert werden sollte oder ob der Einschätzung
eher erwerbliche als medizinische Überlegungen zugrunde lagen, was durchaus
nachvollziehbar wäre, war zunächst als nicht eindeutig betrachtet worden. Abgesehen
von dieser Unsicherheit aber verneinen die fachärztlichen Beurteilungen eine solche
Einschränkung des Beschwerdeführers bei adaptierter Tätigkeit übereinstimmend. So
hatte der Suva-Kreisarzt bei der ärztlichen Abschlussuntersuchung vom 6. März 2003
festgestellt, es könne ihm eine wechselbelastende Tätigkeit (mit Gehen, Stehen und
zwischendurch Sitzen) ganztägig vollumfänglich zugemutet werden. Auch ein
psychosomatisches Konsilium vom 16. November 2001 hatte ergeben, dass keine
psychische Störung von Krankheitswert vorliege.
3.3 Was die Meniskusläsion betrifft, hat Dr. A._ sie am 2. Juli 2006 als neu
beschrieben, ist im Übrigen aber bei seiner bisherigen Beurteilung geblieben. Er gab
an, beim Beschwerdeführer stellten sich sofort mehr Rücken- und Beinschmerzen links
ein, sobald er körperlich mehr (d.h. mittelschwer oder schwer) arbeite (z.B. auf den
I._). Mit einem zusätzlichen Einfluss auf die zumutbare Arbeitsfähigkeit in adaptierter
Tätigkeit ist nach dieser Einschätzung nicht zu rechnen. Dr. D._ hat an seiner
Beurteilung denn auch am 13. Oktober 2006 festgehalten.
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3.4 Auch gegen die psychiatrische Exploration lässt sich, obwohl die Beurteilung kurz
ausgefallen ist, nichts Stichhaltiges einwenden. Auf das Begutachtungsergebnis kann
demnach abgestellt werden.
4.
4.1 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung primär
von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person
konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der -
kumulativ - besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist,
dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und
erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als
Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn
(Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts i/S G. vom 17. November 2003,
I 621/01). Der Beschwerdeführer hat nach Eintritt der gesundheitlichen Schädigung
eine andere, angepasstere Betätigung bei seiner Arbeitgeberin (Arbeit im Magazin)
aufnehmen können und erfüllt bei ganztägiger Arbeit ein Pensum von 50 %. Gemäss
dem Arbeitsvertrag vom 26. Februar 2004 verdient er dort ein Einkommen von
monatlich Fr. 2'400.-- (mal 13) zuzüglich Zulagen und Spesen. Nach der medizinischen
Aktenlage muss davon ausgegangen werden, dass er damit seine Arbeitsfähigkeit nicht
auszuschöpfen vermag. Denn diese liegt bei 100 % in einer angepassten Tätigkeit. Die
gegenwärtige Arbeit beinhaltet offenbar doch immer wieder für ihn ungeeignete Arbeit
(schwerere Arbeit oder Arbeit auf den I._, d.h. mit Gehen auf unebenem Gelände). Ist
auch sehr verständlich, dass der Beschwerdeführer bei der konkreten Arbeitsmarktlage
die ihm durch ein Angebot seiner bisherigen Arbeitgeberin ermöglichte Anstellung
gewählt hat, so kann das dabei erzielte Einkommen doch aus dem erwähnten Grund
nicht als Invalideneinkommen massgebend sein. Der ausgeglichene Arbeitsmarkt (eine
Fiktion, vgl. BGE 129 V 480 E. 4.2.2), auf welchen bei der Invaliditätsbemessung
abgestellt wird, beinhaltet dagegen von seiner Struktur her sowohl bezüglich der
beruflichen und intellektuellen Voraussetzungen als auch hinsichtlich des körperlichen
Einsatzes einen Fächer verschiedenartiger Stellen (Entscheid des Eidgenössischen
Versicherungsgerichts i/S O. vom 22. November 2006, U 303/06). Er hat rein
hypothetischen Charakter und dient dazu, die Risiken Arbeitslosigkeit und Invalidität
voneinander abzugrenzen (vgl. Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts
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i/S C. vom 16. Juli 2003, I 758/02; BGE 110 V 276 E. 4b). Der Beschwerdeführer ist
darauf angewiesen, eine körperlich leichte Tätigkeit (mit maximal gelegentlicher
Hebebelastung bis 10 kg) zu haben, welche er wechselbelastend ausüben kann. Diese
Einschränkungen sind nicht so einengend, dass die Einsatzmöglichkeiten auf dem
fiktiven Arbeitsmarkt als realitätsfremd zu betrachten wären. Deshalb sind vorliegend
die Tabellenlöhne beizuziehen.
4.2 Im Jahr 1999 erzielte der Beschwerdeführer offenbar ein Einkommen von
Fr. 54'720.40 (vgl. persönliches Lohnkonto 1999, AHV-Lohn), im Jahr 1998 waren es
nach Angaben seines Rechtsvertreters im ersten Gerichtsverfahren Fr. 56'687.--
gewesen. Diese Einkommen sind auf das Jahr des allfälligen Rentenbeginns (2001)
aufzuwerten. Angesichts der vollen Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit ergibt
sich daraus selbst mit einem Leidensabzug keinesfalls ein rentenbegründender
Invaliditätsgrad, konnten doch Männer im Jahr 2001 mit einfachen und repetitiven
Tätigkeiten im privaten Sektor durchschnittlich Fr. 56'894.-- verdienen (Schweizerische
Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik LSE 2000, TA1, Zentralwert; mit
Nominallohnentwicklung 2.5 % bis 2001; bei betriebsüblicher durchschnittlicher
Arbeitszeit im Jahr 2001 von 41.7 Stunden). Hieran änderte sich selbst dann nichts,
wenn auf das Valideneinkommen abgestellt würde, wie es die Suva für 2003
festgesetzt hat, nämlich auf Fr. 71'843.--. Das Invalideneinkommen 2003 machte bei
einem Abzug von 15 % (wie von der Suva eingesetzt und als Maximum zu betrachten)
nämlich Fr. 49'135.-- (Fr. 54'684.-- 2002, x 101.4 %; x 41.7/40; x 85 %) aus. Die Suva
ging im Übrigen bei der Invaliditätsbemessung ebenfalls von einer vollen
Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit und von Tabellenlöhnen aus.
5.
Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen.
Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG, vgl. Rechtslage vor der
Änderung des IVG vom 16. Dezember 2005, lit. b der betreffenden
Übergangsbestimmungen).
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG
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