Decision ID: 1e9a5573-2171-570f-a59b-8299c4fbb413
Year: 2019
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1984,
Mutter zweier Kinder
(geboren 2014
und 2018
), arbeitete von März
2007 bis Juli 2012
als Verkaufsberaterin
und später
Abteilungsleiterin
sowie
stellvertretende Ge
schäftsleiterin bei der
Z._
(
Urk.
7/38/1-3). Am 2
0.
Dezember
2011 wurde die Versicherte
von der
A._
unter Hinweis auf Schmerz
en in der Brustwirbelsäule
und in beiden Armen
bei der Sozial
versiche
rungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zur
Früherfassung gemeldet (
Urk.
7/2
). Vonseiten der
A._
wurde
um Kostengutsprache für eine Ambulante Arbeitsbezogene Rehabilitation ersucht
(
Urk.
7/3). Am
1
1.
Januar 2012 teilte die IV-Stelle mit, dass
für die beantragte Rehabilitation
keine
Leistungen
erbracht werden könnten
(
Urk.
7/5). Von
August bis November 2012
war die Versicherte
als Verkäuferin bei der
B._
tätig
(Urk.
7/38/2
).
1.2
Am 2
0.
Juni 2016 (Eingangsdatum) meldete sich di
e Versicherte wegen körper
li
cher und psychischer
Beschwerden
bei der IV-Stelle
zum Leistungsbezug an (
Urk.
7/24).
Die IV-Stelle nahm beruflich-erwerbliche und medizinische Abklä
rungen vor. Am
9.
Januar 2017 erteilte
sie
der Versicherten
Kosten
gutsprache für ein Belastbarkeitstraining
bei der
C._
vom
9.
Januar bis zum
9.
April 2017
(
Urk.
7/45).
Am 1
2.
März 2017 erlitt die Versicherte einen Autounfall (
Urk.
7/73).
Am 2
9.
März 2017 teilte die IV-Stelle mit, dass die
Integra
tionsmassnahme Belastbarkeitstraining
per 31.
Mär
z 2017 abgeschlossen werde, da eine
Weiterführu
ng de
r Massnahme
zurzeit aus gesundheitlichen Grün
den nicht zumutbar
sei
(
Urk.
7/64). Am
3.
April 2017 erstattete
C._
den Schlussbericht
zum Belastbarkeitstraining
(
Urk.
7/67).
Am 1
0.
Juli 2017 stellte die Versicherte ein Gesuch um Wiederaufnahme der
Integrationsmassnahme (
Urk.
7/83
).
Am 8.
Dezember 2017 teilte die IV-Stelle
ihr
mit, dass kein Anspruch auf berufliche Massnahmen bestehe (
Urk.
7/92).
In der Folge gab die IV-Stelle
bei der
D._
ein polydisziplinäres Gutachten in Auftrag, das am 1
5.
August 2018 erstattet wurde (
Urk.
7/111). Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Vor
bescheid vom
6.
September 2018,
Urk.
7/113, und Einwand
der Versicherten
vom
3.
Oktober respektive 5.
November 2018,
Urk.
7/114 und
Urk.
7/118) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 1
5.
November 2018 (
Urk.
2) einen Anspruch der Versicherten auf IV-Leistungen.
2.
Dagegen erhob die Versicherte am 1
9.
Dezember 2018 Beschwerde mit folgendem Rechtsbegehren (
Urk.
1 S. 2):
1.
Die Verfügung vom 1
5.
November 2018 sei aufzuheben.
2.
Es sei festzustellen, dass die Beschwerdeführerin Anspruch auf Integrationsmass
nahmen hat und die Sache sei zwecks Durchführung von Integrationsmassnahmen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen und hernach
sei
über das Leistungs
begehren neu zu befinden.
3.
Es sei die unentgeltli
che Prozessführung zu gewähren
.
4.
Unter Kostenfolge zu
Lasten der Beschwerdegegnerin.
Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 1
5.
Januar 2019 auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
6), was der Beschwerdeführerin
am 16.
Januar 2019 angezeigt wurde (
Urk.
8).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden aus
geglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vor
liegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheit
lichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Rechtsprechungsgemäss ist bei psychischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein psychischer Gesundheitsscha
den mit
Krankheitswert besteht, welcher die versicherte Person auch bei Auf
bietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbs
einkommen zu erzielen (vgl.
BGE 139 V 547
E. 5,
131 V 49
E. 1.2,
130 V 352
E. 2.2.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_125/2015 vom 1
8.
November 2015 E.
5.4).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege
artis
auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E.
6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie aus
gewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; vgl.
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.3
Zur Annahme der Invalidität nach
Art.
8 ATSG ist – auch bei psychischen Erkrankungen – in jedem Fall ein medizinisches Substrat unabdingbar, das (
fach
)ärztlicherseits
schlüssig festgestellt wird und nachgewiesenermassen die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Je stärker psychosoziale und soziokulturelle Faktoren wie beispielsweise Sorge um die Familie oder Zukunfts
ängste (etwa ein drohender finanzieller Notstand) im Einzelfall in den Vorder
grund treten und das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss eine fachärztlich festgestellte psychische Störung von Krankheitswert vorhanden sein. Das bedeutet, dass das klinische Beschwerdebild nicht einzig in Beeinträch
tigungen, welche von den belastenden soziokulturellen Faktoren her
rühren, bestehen darf, sondern davon psychiatrisch zu unterscheidende Befunde zu umfassen hat, zum Beispiel eine von depressiven Verstimmungs
zuständen klar unterscheidbare andauernde Depression im fachmedizinischen Sinne oder einen damit vergleichbaren psychischen Leidenszustand. Solche von der soziokultu
rellen Belastungssituation zu unterscheidende und in diesem Sinne verselb
stän
digte psychische Störungen mit Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbsfä
higkeit sind unabdingbar, damit überhaupt von Invalidität gesprochen werden kann. Wo die begutachtende Person dagegen im Wesentlichen nur Befunde erhebt, welche in den psychosozialen und soziokulturellen Umständen ihre hin
reichende Erklärung finden, gleichsam in ihnen
aufgehen, ist kein invalidisieren
der psychischer Gesundheitsschaden gegeben (BGE 127 V 294 E.
5a; Urteil des Bundesgerichts 8C_730/2008 vom 23. März 2009 E. 2).
1.4
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommens
ver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invali
ditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.5
Invalide oder von einer Invalidität (Art. 8 ATSG) bedrohte Versicherte haben gemäss Art. 8 Abs. 1 IVG Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit:
a.
diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern; und
b.
die Voraussetzungen für den Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind.
Die Eingliederungsmassnahmen bestehen gemäss Abs. 3 in medizinischen Mass
nahmen (
lit
. a), Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Ein
gliederung (
lit
.
a
bis
), Massnahmen beruflicher Art (Berufsberatung, erstmalige berufliche Ausbildung, Umschulung, Arbeitsvermittlung, Kapitalhilfe;
lit
. b) und in der Abgabe von Hilfsmitteln (
lit
. d).
1.6
Versicherte, die seit mindestens sechs Monaten zu mindestens 50 % arbeitsunfä
hig (Art. 6 ATSG) sind, haben Anspruch auf Integrationsmassnahmen zur Vorbe
reitung auf die berufliche Eingliederung (Integrationsmassnahmen), sofern dadurch die Voraussetzungen für die Durchführung von Massnahmen beruflicher Art geschaffen werden können (Art. 14a Abs. 1 IVG). Als Integrationsmass
nahmen gelten gemäss Abs. 2 gezielte, auf die berufliche Eingliederung gerich
tete Massnahmen zur
sozialberuflichen Rehabilitation (
lit
. a) und Beschäfti
gungsmassnahmen (
lit
. b). Es geht darum, bei denjenigen Versicherten, die aktuell nicht eingliederungsfähig sind oder deren Eingliederungsfähigkeit verlo
ren zu gehen droht, die Eingliederungsfähigkeit herzustellen oder zu erhalten (
BBl
2005 4521 ff., 4564; Erwin
Murer
, Invaliden
versicherung: Prävention, Früherfassung und Integration, Bern 2009, N. 4 und 31 zu Art. 14a IVG; Silvia Bucher, Die Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Ein
gliederung nach Art. 14a IVG, in: Soziale Sicherheit – Soziale Unsicherheit, Fest
schrift für Erwin
Murer
zum 65. Geburts
tag, 2010, S. 111). Ist aber jemand in einer anderen zumutbaren Tätigkeit arbeitsfähig, so ist er (in dieser anderen Tätigkeit) bereits eingliederungsfähig; er braucht keine Integrationsmassnahmen mehr, um die Eingliederungsfähigkeit herzustellen. Es gibt keinen Grund, Mass
nahmen zur Ermöglichung einer beruflichen Eingliederung durchzuführen, wenn auch ohne solche Massnahmen eine berufliche Eingliederung bereits umgesetzt werden kann (BGE 137 V 1 E. 7.2.3).
1.7
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis)
.
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Verfügung damit, dass
diverse Arztberichte
einverlangt
und eine medizinische Untersuchung bei der
D._
vorgenommen worden seien. Zusammengefasst könne festgehalten werden, dass
bei der Beschwerdeführerin
keine dauerhaften gesundheitlichen Einschränkungen bestehen würden. Es seien diverse private Belastungsfaktoren gegeben, die jedoch von der Invalidenversicherung nicht berücksichtigt werden könnten. Im Weiteren seien die in Anspruch genommenen medizinischen Mass
nahmen gering und nicht
zweckmässig
, was für eine
n
geringen Leidensdruck spreche.
Im Einwand ha
be die Beschwerdeführerin
keine neuen, unberücksich
tigten medizinis
chen Tatsachen vorgebracht, aufgrund derer das Gutachten der
D._
als nicht schlüssig zu beurteilen wäre.
Es bestehe kein Anspruch auf Leistu
ngen der Invalidenversicherung
(
Urk.
2).
2.2
Die Beschwerdeführerin machte demgegenüber geltend, dass
das polydisziplinäre Gutachten der
D._
nicht schlüssig sei. Zum eine
n sei nicht nachvoll
ziehbar, weshalb
die bisherige Tätigkeit als Verkäuferin bzw. Abteilungsleiterin
als leidensadaptiert gelten solle. Die Beschwerdeführerin sei aufgrund der lang
jährigen somatischen Beschwerden
-
insbesondere aufgrund der
Syri
ngomyelie
-
gezwungen gewesen, ihre
letzte Arbeit
s
stelle
als Abteilungs
leiterin aufzugeben.
Zum Zeitpunkt der polydisziplinären Untersuchung im April 2018 habe
die letzte
Stelle
über fünf Jahre zurückgelegen. Es sei überwiegend wahrscheinlich, dass
sich
die
Syringomyelie
unter Belastung verschlimmert habe bz
w. bei Schonung
regredient
sei.
Im Weiteren sei
im Gutachte
n
der
D._
unter dem Titel Konsistenzprüfung
erwähnt worden, dass
sie
erneut schwanger und im Zeitpunkt des Eintritts der
Arbeits
un
fähigkeit erst 28 Jahre alt
gewesen sei, was nichts zur Sache tue. Auch an anderen Stellen
in der Expertise
werde deutlich, dass die Gutachter nicht unvoreingenommen gewesen seien. So werde von deutlichen Inkonsistenzen gesprochen,
da
die Beschwerdeführerin
S
chmerzen von 8/10 gemäss
VAS-S
kala angegeben habe,
gleichzeitig
aber
ein humorvolles, freudiges und offen fröhliches Ausdrucksverhalten habe.
Dies sei
jedoch
ihre Art und Per
sönlichkeit.
Daraus zu schliessen, dass sie keine Schmerzen habe und ihr Verhal
ten i
nkonsistent sei, greife
zu kurz.
Die
zuweilen erfolgten
Therapie-Absagen seien sodann
nicht
– wie dies aufgrund des Gutachtens vermutet werden könnte –
auf eine mangelnde
Motivation oder
einen geringen Leidensdruck zurückzu
führen gewesen
, sondern
auf
Krankheiten und Kinderbetreuungspflichten der alleinerziehenden Beschwerdeführerin. Zudem stimme die Aussage der sehr geringen Therapieaktivität nicht, zumal regelmässig alle zwei Wochen eine psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung stattfinde.
In der angefochtenen Verfügung ha
be die Beschwerdegegnerin
schliesslich
verkannt, dass Integra
tionsmassnahmen eine Arbeitsunfähigkeit im Sinne
von
Art.
6 ATSG
voraus
setzen würden, nicht aber ein
e Invalidität nach
Art.
8
Abs.
1 ATSG (Urk.
1 S.
7
ff.
).
2.3
Streitig und zu prüfen ist somit in erster Linie der Anspruch auf Integrations
massnahmen.
3.
3.1
Dr.
med. E._
, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, führte im Bericht vom 2
2.
Juli 2016 folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeits
fähigkeit an (
Urk.
7/31/1):
(1)
psychische Dekompensation seit 2011
(2)
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichtgradig bei chronischen p
sycho
sozialen Belastungssituationen
(ICD-10 F33.0)
(3)
posttraumatische Belastungsstörung (
PTBS;
ICD-10 F43.1)
(4)
chronische Schmerzstörung mit somatischen (
Syringomyelie
C6-Th1) und psychi
schen Faktoren
(ICD-10 F45.41)
(5)
abhängige Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.7)
(6)
Probleme durch negative Kindheitserlebnisse (ICD-10 Z61)
(7)
Probleme in der Beziehung zum Ehepartner (ICD-10 Z63.0)
Unter den Diagnosen ohne Auswirkung auf
di
e Arbeitsfähigkeit erwähnte Dr.
E._
, dass die Beschwerdeführerin seit der Kindheit in unsicheren
Bin
dungs
- und konflikthaften Beziehungsmustern aufgewachsen sei.
Er gab an, dass
sie
in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Verkäuferin seit Dezember 2012 bis auf Weiteres zu 60
%
arbeitsunfähig sei. In einer behinderungsan
gepassten Tätigkeit könne sie mit
einem 40%-Arbeitspensum beginnen und je nach Situation und Verlauf eine Steigerung vornehmen (
Urk.
7/31/
1-
3).
3.2
Der Case Manager der
C._
führte im Schlussbericht
vom
3.
April 2017 aus, dass
sich
die Beschwerdeführerin b
eim Start des Belast
barkeitstrainings in einer psychosozialen Belastungssituation
,
speziell bezogen auf ihre Arbeits- und Lebenssituation
, befunden habe
. In diesem Kontext
hätten sie
vor allem die
fehlende Leistungsfähigkeit und die damit verbu
ndenen Versa
gensängste sowie
anhaltenden Schmerzen
belastet. Im Kontakt habe sich die Beschwerdeführerin
zu Beginn der Massnahme gegenüber den anderen Klienten und Fachmitarbeitern leicht verunsichert und eher zurückhaltend
gezeigt
. Im weiteren Verlauf
sei es ihr gelungen,
sich vermehrt zu öffnen und eigene Grenzen zu erkennen wie auch Bedürfnisse zu äussern. Im Rahmen der
wöch
entlichen Einzelgespräche seien
die Themen der zu geringen Leistungs
fähigkeit und der anha
ltenden Schmerzen besprochen
worden
. Zudem sei
versucht
worden, diese Themen
mit der Beschwerdeführerin
ressourcen
orientiert
zu bearbeiten. Im wei
teren Verlauf des Belastbarkeitstrainings
hätten
die Absenzen inf
olge der Schmerzen, Arzttermine
, der Betreuung der kranken Tochter und eine
s
Autoun
fall
s
zu
genommen
, so
dass die Integrationsmassnahme
am 3
1.
März 2017 vor
zeitig habe beendet werd
en müssen (
Urk.
7/67/4
).
3.3
Dr.
med. F._
, FMH Chirurgie,
diagnostizierte im an
Dr.
med.
G._
gerichteten
Bericht vom
4.
Juli 2017 (1)
ein
cervicocephales
Syn
drom mit Begleitschwindel bei Status nach Trauma mit
Halswirbel
säulen
(
HWS
)
Distor
sion (Un
fall 1
2.
März 2017) und (2)
eine
regrediente
Hydro
myelie
C6/C
7.
Er erklärte, dass
bei der
Beschwerdeführerin
eine verminderte
Belastbar
keit des Achsenorgans bestehe.
Für alle
Tätigkeiten mit schwerem Heben od
er Tragen von Lasten, in Wirbelsäulen
-belastenden T
ätigkeiten,
in Zwangshaltung, für langandauerndes reines Stehen
,
insbesondere in vorübergeneigter Körperhal
tung, für alle Tätigkeiten
mit repetitiven Rum
pf- oder HWS-
rotierenden Stereo
typien sowie Arbeiten übe
rwiegend im Üb
erkopfbereich
sei sie
nich
t geeignet. K
örp
erlich leichte Tätigkeiten in Wirbelsäulen
-adaptierten Wechselpositionen mit der Möglichkeit zum Wechseln zwischen Sitzen, Ste
hen und Gehen, insbe
sondere ohne
Heben von schweren Lasten, nicht mehr als 5 kg kurzfristig und 2 kg längerfristig
würden zumutbar erscheinen
.
In einer
solchen angepass
ten Tätigkeit wäre die Beschwerdeführerin aus somatischer Sicht
zu 50
% arbeitsfä
hig (
Urk.
7/86/7
-8
).
3.4
Die Fachpersonen des
H._
stellten im Bericht vom 1
6.
Januar 2018 als psychiatrische Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittel
gra
dige Episode (ICD-10 F33.1; seit ca. 2011, erneut 2014). Als psychiatrische Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten sie
einen
Status nach
PTBS
(ICD-10 F43.1). Sie erklärten, dass
der Beschwerdeführerin
bei einer Verbesserung der depressiven Symptome
eine
körperlich
leichte
re
Arbeit (Teil
zeit) möglich
wäre. Da sie
aber psychisch nicht belastbar sei, könne sie zurzeit auch keiner behinderungsangepassten
Tätigkeit nachgehen (Urk.
7/95/6
8
).
3.5
Die Ärzte der
D._
stellten im inter
disziplinären Gutachten vom 15.
August 2018 keine Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit. Als Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arb
eitsfähigkeit nannten sie (Urk.
7/111/10):
(1)
Probleme mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung (ICD-10 Z73)
(2)
Syringomyelie
zervikal (radiologisch 2008 beschrieben)
o
hne aktuell erkennbare neurologische Störungssymptomatik
(3)
unspezifisches Lumbalsyndrom
o
hne Hinweis für neurologische Grundlage, ohne
radikuläre
Störung
(4)
Status nach Unfallereignis mit fraglichem
HWS-
Distorsionstrauma
, allenfalls QTS
I,
1
2.
März 2017
m
it wahrscheinlich nur minimer lateraler Krafteinwirkung (bei vorhersehbarer
paralleler Seitkollision im Stadtverkehr)
o
hne Hinweis für neurologische Folgestörung
(5)
g
utes Resultat Knie rechts bei Status nach vorderer Kreuzbandplastik entweder 2000
oder 2008
(6)
geringe Beschwerden HWS bei Status nach HWS-D
istorsionstrauma QTS II vom
12.
März 2017 bei vorbestehender
Diskusprotrusion
C5/6 und
Syringomyelie
C6/7
(
regredient
MRI
2
9.
März 2017 – nach Unfallereignis – zu MRI 2009)
(7)
lumbovertebrales
Syndrom und Hüftschmerzen rechts bei praktisch normalen
Befunden (MRI rechte Hüfte
I._
3.
November 2017: kleiner
partieller Einriss an der Basis des
anterosuperioren
Labrums)
(8)
Prae
-Adipositas (
BMI
: 29,4)
(9)
Status nach Gastroskopie April 2012 (unauffällig)
Die Ärzte der
D._
erklärten, dass
die Beschwerdeführerin zu 100
%
arbeitsfähig sei. Die angestammte Tätigkeit dürfe als leidensadaptiert gelten
(Urk.
7/111/10-11).
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der angefochtenen Verfügung
(
Urk.
2)
in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen auf das polydisziplinäre Gutachten der
D._
vom 1
5.
August 2018 (
Urk.
7/111).
4.2
Das Gutachten der
D._
basiert auf den erforderlichen allseitigen Unter
suchungen (allgemeininternistisch, orthopädisch, neurologisch und psychi
atrisch) und wurde in Kenntnis der und Auseinandersetzung mit den
Vorak
ten
abgegeben. Die Ärzte der
D._
haben detaillierte Befunde erhoben, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der Beschwerdeführerin auseinandergesetzt. Zudem haben sie die medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtend dargelegt. Das genannte Gutachten erfüllt demnach grundsätzlich die
rechtsprechungsgemässen
Anforderungen an eine beweiskräftige ärztliche Ent
s
cheidungsgrundlage (vgl. E. 1.7
).
4.3
Was den Gesundheitszustand aus somatischer Sicht betrifft, le
gten die Gutachter der
D._
dar,
dass die Beschwerdeführerin degenerative Veränderungen an der
HWS
mit
Syringomyelie
habe. Daneben würden Hüftbeschwerden
rechts
und ein lumbales Schmerzsyndrom ohne
radikuläre
Zeichen bestehen. Neurolo
gische
Störu
ngen
seien im Rahmen ihrer Untersuchung nicht
feststellb
ar gewe
sen.
Die
Syringomyelie
sei nachweislich (
MRI
vom 2
9.
März 2017) kleiner geworden und
als
nicht relevant und
für die Nackenbeschwerden
nicht ursächlich zu werten. Im Weiteren würden sich zu den Lumbalbeschwerden orthopädisch keine morphologisch relevanten Korrelate finden lassen. Die
dramatis
ierende Beschreibung des
Unfallhergang
s
vom 1
2.
März 2017
von
Dr.
F._
wider
spreche
sowohl den Angaben der Beschwerdeführerin selbst
als auch
denjenigen
im
Polizeirapport.
Das Unfallereignis mit seitlicher Parallel-Kollision in der geschilderten Art dürfte einen höchst minimen Bewegungseffekt auf das eigene Fahrzeug und auf den Kopf/Nacken der Beschwerdeführerin ausgelöst haben. Ein relevantes HWS-Trauma könne dadurch nicht begründet worden sein.
Auch
der Hausarzt
habe
drei Tage nach dem Unfall keine relevante somatische Beeinträch
tigung erkennen können.
Aus den aktuellen Untersu
chungsbefunden seien sodann
deutliche Inkonsistenzen feststellbar. So würden
zum Beis
piel die
im Rahmen des neurologischen Gutachtens in einer sehr hohen Skalierung von 8/10
gemäss
VAS-Skala angegebenen Schmerzen
im
Widerspruch zum ausgesprochen humorvollen
, freudigen, offenen fröhlichen Ausdrucksverhalten
der Beschwerde
führerin stehen.
Trotz der
angegebenen
Schmerzsymptomatik nehme sie gemäss eigenen Angaben
überdies
keine
Schmerzmittel
ein
, auch schon
vor der Schwan
gerschaft nicht (
Urk.
7/111/8-9
und
Urk.
7/111/12
).
Die Gutachter der
D._
kamen zum Schluss, dass der Beschwerdeführerin das Heben und Tragen von schweren Lasten über 15 kg nicht mehr zumutbar sei. Nicht zumutbar seien auch Arbeiten mit Zwangshaltungen des Rumpfes und des Kopfes
sowie
ständige Überkopfarbeiten. In der angestammten Tätigkeit, die als leidensadaptiert gelten dürfe, sei
die Beschwerdeführerin
zu 100
%
arbeitsfähig. Dies gelte auch weitgehend retrospektiv. Nach dem Unfa
llereignis von März 2017 sei
sie
lediglich vorübergehend arbeitsunfähig gewesen (
Urk.
7/111/
10-
11).
4.4
Diese Beurteilung der Gutachter der
D._
, di
e sich insbesondere auch mit der
abweich
enden Einschätzung
von
Dr.
F._
eingehend au
seinander
ge
setzt haben (
Urk.
7/111/8-9
),
ist angesichts der genannten Befunde sowie der dazugehörigen Erläuterungen einleuchtend und plausibel.
Was die Beschwerdeführerin d
agegen vorbrachte (
Urk.
1 S. 7 ff.
), vermag nicht zu überzeugen. Zum einen kann mit den Gutachtern der
D._
davon ausgegangen werden, dass die angestammte Tätigkeit als Verkaufs
bera
terin/Ab
teilungs
leiterin
keine Arbeiten
– namentlich nicht das Heben und Tragen von Lasten über 15 kg
–
umfasst, die gemäss dem detailliert umschriebe
nen Belastungs
profil der
D._
nicht mehr zumutbar sind.
Zum anderen ist d
ie
2009 festgestellte
Syringomyelie
unbestrittenermassen
regredient
und gemäss den Darlegungen der Gutachter der
D._
für die Nackenbeschwerden nicht (mehr) ursächlich
(
Urk.
7/111/9
).
Der Einwand
de
r Beschwerdeführerin, dass die
Syringomye
lie
lediglich
aufgrund der
Schonung
regredient
sei,
wurde von keinem der vorliegend involviert
en Ärzte bestätigt. Ferner
haben die Gut
achter der
D._
nicht behauptet, dass die
Beschwerdeführerin keine Sch
merzen habe. Sie haben einzig
bemerkt, dass ihr
Ausdrucksverhalten
nicht mit der angegebenen Schmerzstärke
in hoher Skalierung korreliere
(
Urk.
7/111/8
)
–
was nachvollziehbar ist.
4.5
Auf die Einschätzung der Gutachter der
D._
zum somatischen Gesund
heitszustand der Beschwerdeführerin kann demnach abgestellt werden.
5.
5.1
Was den Gesundheitszustand aus psychiatrischer Sicht anbelangt, erklärten die Gutachter der
D._
, dass
sich die Beschwerdeführerin im aktuellen psy
chopatholog
ischen Status freundlich, zugewandt, gut
gestimmt und
zu keinem Zeitpunkt depressiv herabgestimmt
zeige. Sie sei in keiner Weise kraftlos, wie im
Bericht des
H._
von Januar 2018
– vier Monate zuvor
–
erwähnt worden sei
.
Dies
,
obgleich
die Beschwerdeführerin
auch im
psychopathologischen
Status
des
H._
als
äusserst redebedürftig, stimmlich lau
t und kräftig geschildert worden sei.
Ent
sprechend könne
die damalige Beurteilung der praktisch aufgehobenen Arbeits
fähigkeit aus psychischen Gründen in
keiner Weise nachvollzogen werden. Ins
besondere könne
die damalige Diagnose einer rezidivierenden depressiven Störung
nicht
bestä
tigt werden. Gleichermassen könne
nicht
plausibilisiert wer
den, in welcher Form
seit 2011
eine psychische Dekompensation bestehen soll
e
, wie vom
Psychiater
Dr.
E._
im Juli 2016
angenommen. Die Beschwerde
fü
hrerin zeige in ihrer Biografie
eine
gute schulis
che und berufliche Entwicklung.
Auch in den
Zeugnissen der Arbeitgeber werde
sie
mit besten Kompetenzen beschrieben. Angesichts solcher posit
iver persönlicher Ressourcen sei
eine Per
sönlichkeitsstörung nicht begründbar. Zudem seien angesichts der
aktuell
komplett fehlenden psychopathol
ogischen Zeichen einer
Tr
aumafolge
störung
auch
die Kriterien einer
PTBS
nicht
erfüllt.
Es scheine, dass
in der Vergangenheit die anamnestischen Angaben
der Beschwerdeführerin übernommen worden seien
, ohne
dass sie
auf
die
Plausibilität
hin kritisch überprüft worden seien (
Urk.
7/111/8
).
Die Gutachter der
D._
kamen zum Schluss, dass aus psychiatrischer Sicht – auch weitgehend retrospektiv - keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
ausgewiesen sei
(
Urk.
7/111
/10-11
).
5.2
Auch diese Beurteilung der Gutachter der
D._
ist angesichts der genannten Befunde sowie der dazugehörigen Erläuterungen nachvollziehbar.
Die Gutachter der
D._
haben dabei
insbesondere
auch auf die
erheblichen
psychosozialen
Belastungsfaktoren hingewiesen (
frühere Ehekonflikte, Inhaf
tierung des Ehemannes von September 2014 bis März 2018 und Ausschaffung des Ehemannes,
Abhängigkeit von der Sozialhilfe,
Urk.
7/111/11),
welche für sich allein genommen nicht invalidisierend sind
(vgl. E. 1.3)
und beim vorliegenden Beschwerdebild eine
massge
bliche
Rolle
spielen.
Was die Beschwerdeführerin
gegen die psychiatrische Beurteilung der Gutachter der
D._
vorbrachte
(
Urk.
1 S. 8 ff.
)
, ist nicht stichhaltig.
Die Beschwer
deführerin war zunächst bei der Psych
otherapeu
tin
J._
(Urk.
7/31
) und ab September 2016 beim Psychotherapeuten
K._
in Behandlung
(
Urk.
7/77).
Die
Termine
bei
K._
nahm sie
gemäss Angaben von
Dr.
E._
jedoch
nur seh
r sporadisch oder gar nicht
wahr, so dass die Behandlung beendet werden musste
.
Ab Juli
2017
stand die Beschwerdeführerin
sodann
im
H._
in regelmässiger psychologi
scher Behandlung (
Urk.
7/95/1 und
Urk.
7/95/7).
Dass die Gutachter der
D._
vor diesem Hintergrund zur Auffassung gelangten, dass di
e Inanspruch
nahme medizinischer Massnahmen angesichts der durchgängig attestierten Arbeitsunfähigkeit auffallend gering und nicht adäquat
sei
, was Ausdruck eines eh
er geringen Leidensdruckes sei
(
Urk.
7/111/11)
, leuchtet ein
.
Die eher geringe Therapieaktivität kann dabei nicht mit den
geltend gemachten
Krankheiten und
den
Kinderbetreuungspflichten erklärt werden.
Schliesslich
vermag der Umstand, dass die Gutachter der
D._
im Rahmen
der Konsistenzprüfung
das Alter der Beschwerdeführerin und deren Schwangerschaft erwähnten
(
Urk.
7/111/11
)
, den Beweiswert des Gutachtens nicht zu erschüttern.
5.3
Auch auf die Einschätzung der Gutachter
der
D._
zum psychischen Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin kann demzufolge abgestellt werden.
6.
6.1
Eine seit mindestens sechs Monaten bestehende mindestens 50%ige Arbeits
unfä
higkeit in der Tätigkeit als Verkäuferin/Abteilungsleiterin ist somit nicht
gege
ben
.
Ein
Anspruch auf Integrationsmassnahmen
ist
daher
bereits aus diesem Grund
zu verneinen
(vgl. E. 1.6
).
Mangels Arbeitsunfä
higkeit in der ange
stamm
ten
Tätigkeit
kann sodann
auf die Vornahme eines Einkommens
vergleich
s ver
zichtet werden (vgl. E. 1.7
).
6.2
Die angefochtene Verfügung
(
Urk.
2)
, mit der ein Anspruch der Beschwerde
führerin auf IV-Leistungen verneint wurde,
erweist sich damit als rechtens. Die Beschwerde ist deshalb abzuweisen.
7.
7.1
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens
aufwand und unabhängig vom Streitwer
t festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 7
00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen.
7.2
Der vorliegende Prozess kann nicht als von vornherein aussichtslos bezeichnet werden. Des Weiteren ist die Beschwerdeführerin bedürftig (Urk. 3).
Antragsge
mäss
(Urk. 1 S. 2) ist ihr daher die unentgeltliche Prozessführung zu bewilligen. Die der Beschwerdeführerin auferlegten Gerichtskosten sind demnach einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.
7.3
Eine Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege bewilligt wurde, ist zur Nach
zahlung verpflichtet, sobald sie dazu in der Lage ist
(§ 16 Abs. 4
Satz 1
des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
).
Das Gericht
beschliesst
:
Der Beschwerdeführerin wird die unentgeltliche Prozessführung bewilligt.
und erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von Fr.
700
.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt, jedoch zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung einstweilen auf die Gerichts
kasse genommen. Die Beschwerdeführerin wird auf § 16 Abs. 4
GSVGer
hingewiesen.
3
.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Stadt Zürich Soziale Dienste
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
4
.