Decision ID: 4db64a84-e0eb-465d-af53-c62431260c24
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Der 1970 geborene
X._
war seit 1. Mai 2012 als Eisenleger bei der
Y._
GmbH
angestellt und in dieser Funktion bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) im Rahmen des Bun
desgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) obligatorisch versichert
(Urk.
11/1)
. Am 15. Juni 2012 erlitt er eine Verletzung am linken Knie, wobei
er
anfänglich
erklärte
,
diese habe er
sich
beim Aussteigen aus dem Auto
zugezo
gen
(
Urk.
11/1, 11/15 und 11/28
).
Später gab er an, von seinem Arbeitgeber ge
nötigt worden zu sein, den wahren
Unfallhergang
zu verschweigen.
Tatsächlich habe er auf einer Baustelle mit dem linken Fuss an einem Armierungseisen ein
gehängt und sich anschliessend das linke Knie verdreht (
Urk.
11/30, 11/32, 11/48 und 11/50).
In der Folge erbrachte die SUVA die gesetzlichen Leistungen. Mit Verfügung vom 25. Juli 2014 stellte sie diese – unter Hinweis auf die feh
lende Unfallkausalität der noc
h geklagten Beschwerden – per 16
. Juli 2012 ein (
Urk.
11/85). Die dagegen erhobene Einsprache vom
2
2.
August 2014 (
Urk.
11/91, siehe auch
Urk.
11/87 und 11/90) wies sie mit Entscheid vom
23. Januar 2015 ab (Urk. 11/98 =
Urk.
2).
2.
Mit E-Mail vom 9. Februar 2015 erklärte der Versicherte
sinngemäss
gegenüber der SUVA,
er sei mit dem Einspracheentsche
id nicht einverstanden (
Urk.
1).
Letztere überwies das Schreiben
am 18. Februar 2015 zur weiteren Behandlung an das hiesige Gericht (
Urk.
3). Nachdem
X._
mit Gerichtsverfügung vom 25. Februar 2015 Frist zur Verbesserung seiner Eingabe angesetzt worden war (
Urk.
4), reichte er am 1
2.
März 2015 ein
e
rechtsgenügliche
Beschwerde
schrift ein und beantragte sinngemäss, der angefochtene Entscheid sei aufzuhe
ben und es seien ihm Taggelder bis am 9. Januar 2013
beziehungsweise bis am 31. Mai 2015
auszurichten (
Urk.
6
S. 1
). Mit Beschwerdeantwort vom 15. April 2015 schloss die SUVA auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
10), was dem Be
schwerdeführer am 28. April 2015 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
13).
3.
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, so
weit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Nach Art. 10
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) hat die versicherte Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung ihrer Un
fallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so steht ihr gemäss Art. 16
Abs.
1 UVG ein Taggeld zu.
1.2
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva
lidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der glei
chen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungs
–
anspruches
nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.3
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder über
haupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr.
U 142 S.
75 E.
4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U
172/94 vom 26.
April 1995). Das
Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Ge
sundheitsschadens muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen
Beweis
grad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr.
U 363 S.
45; BGE
119 V 7 E. 3c/
aa
).
Die
blosse
Möglichkeit nunmehr gänz
lich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht.
Da es sich
hiebei
um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die entspre
chende Beweislast
–
anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender na
türlicher Kausalzusammenhang gegeben ist
–
nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr.
U 206 S.
328
f. E.
3b, 1992 Nr.
U 142 S. 76).
Diese Beweisgrundsätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten
massge
bend
(
Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11.
März 2014 E.
2.3.1 mit Hinweisen).
Mit dem Erreichen des
S
tatus quo sine
vel
ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der
S
tatus quo sine
vel
ante noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfa
llversicherer gestützt auf Art. 36 Abs.
1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kostenvergütungen zu übernehmen, worunter auch die
Heilbehandlungskosten nach Art.
10 UVG fallen
(Urteil des Bundesgerichts 8C_637/20
13 vom 11. März 2014 E. 2.3.2).
1.4
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar be
gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zu
verlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die be
fragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unpar
teilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im
Sozialversiche
rungsrecht
zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gut
achterin allerdings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U 356 S. 572; BGE 135 V 465 E. 4.4, 125 V 351 E. 3b/
ee
, 122 V 157 E. 1c; vgl. auch BGE 123 V 331 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin verneinte eine über den 1
6.
Juli 2012 hinaus beste
hende Leistungspflicht
–
unter Hinweis auf das Ergebnis
der
kreisärztlichen Be
urteilung vom 1
1.
November 2014
–
mit der Begründung, der Beschwerdeführer habe sich beim Unfallereignis nur ein leichtes Distorsionstrauma zugezogen, welches nicht geeignet gewesen sei, eine gröbere Verletzung im Kniegelenk her
vorzurufen. Die anhaltenden Beschwerden seien mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit Folge der degenerativen Veränderungen im Bereich des linken Kniegelenks und
daher
nicht auf das Bagatelltrauma zurückzuführen (
Urk.
2
S. 7 f.).
2.2
Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber im Wesentlichen auf den Stand
punkt,
die durch den Unfall bedingten Beschwerden hätten bis am 9. Januar 2013 angedauert und zu einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit ge
führt.
Als Folge der linksseitigen Knieverletzung seien Bluthochdruck sowie psychische und finanzielle Probleme aufgetreten. Aufgrund dieser
Beschwerden
hätte er wiederum am 2
1.
März 2013 einen Schlaganfall erlitten. Seit
1.
Januar 2015 beziehe er in der Slowakei eine monatliche Teilinvalidenrente von
Euro
90.40 (
Urk.
6).
3.
3.1
Die Erstbehandlung fand am 1
9.
Juni 2012 durch prakt. med.
Z._
, Chirurgi
sche Klinik des
Spital
s
A._
, statt. Sie diagnostiziert
e eine Kniedistorsion links und
führte aus, die Röntgenbilder hätten keine Fraktur ge
zeigt. Es sei
en
aber eine Schwellung und Überwärmung des linken Knies, nicht aber ein Hämatom oder eine Rötung
auszumachen
gewesen. Es sei kein dorsaler Gelenkserguss erkennbar gewesen und eine
Druckdolenz
im Bereich des Knie
gelenks habe nicht festgestellt werden können.
Streckung und extreme Beugung seien bei fehlender Einschränkung der Beweglichkeit schmerzhaft gewesen. Sie empfahl, das Knie in den nächsten zwei Wochen nicht zu belasten (Bericht vom 1
7.
Juli 2012 [
Urk.
11/19]).
3.2
Die MRI-Untersuchung des linken Kniegelenks vom 1
0.
Juli 2012 zeigte einen Riss des Innenmeniskus im
Hinterhornbereich
und eine leichte
Pangonarthrose
mit allerdings stellenweise erheblichem Knorpelschaden am
Femurinnenkon
dylus
und vor allem im
Patellagleitlager
. Die
Dres
. med.
B._
, Chefarzt, und
C._
, Oberarzt,
Spital
A._
, berichteten
, die etwas pilzförmige hochragende Struktur ventral der Vorderhornwurzel des Aussenmeniskus ent
spreche entweder einer fokal-
nodulären
Synovitis
, einer fokalen
Arthrofibrose
(
Zyklopsläsion
) oder ledig
lich einem etwas vernarbten, vorspringenden
Hoffa-Läppchen. Es sei
en
ein mässiger Gelenkserguss und ein intakter Bandapparat ersichtlich (Bericht vom 1
1.
Juli 2012 [
Urk.
11/18/2-3
]
).
3.3
PD
Dr.
med.
D._
, Chefarzt Orthopädie/Traumatologie der Orthopädischen Klinik des
Spital
s
A._
, stellte am 1
8.
Juli 2012 nachstehende Diagnosen:
Ruptur des medialen
Meniskushinterhorns
infolge Kniedistorsion am 17.
(richtig: 15
.
)
Juni 2012
Chondromalazie
medialer
Femurkondylus
und
femoropatelläres
Gleitla
ger
Er gab an
, die mediale Meniskusruptur betreffe die
sogenannte White-
white
-Zone. G
emäss MRI
-Untersuchung
seien das überwiegend
Auffaserungen
, sodass keine eigentliche Lappenbildung entstanden sei. Insofern sei eine
Operationsin
dikation
relativ zu sehen. Da aufgrund des Unfallmechanismus auch das medi
ale Kollateralband
(LCM)
zumindest
elongiert
erscheine und damit auch zur Beschwerdesituation beitragen könne, sei es durchaus gerechtfertigt, weiter
e
vier Wochen zuzuwarten, um den spontanen Verlauf zu beobachten. Die
Akut
folgen
sollten bis dahin weitgehend abgeklungen sein. Inwieweit die wahr
scheinlich schon vorbestandenen Knorpelschädigungen zum jetzigen
Beschwer
debild
beigetragen hätten, sollte dan
n auch besser beurteilbar sein. Zusammen
fassend führte PD
Dr.
med.
D._
aus, sofern das Beschwerdebild in vier Wo
chen im gleichen Ausmass vorhanden sei, müsste die Indikation zur Arthrosko
pie des linken Kniegelenks und gegebenenfalls zur
arthroskopischen
Meniskus
chirurgie
sowie
zur
Knorpelbeurteilung gestellt werden (
Urk.
11/21).
3.4
In seiner Kurzbeurteilung vom 2
8.
August 2012 hielt
Dr.
med.
E._
, Facharzt FMH für
Chirurgie
,
Kreisarzt,
fest, es seien eindeutige, massive degenerative Veränderungen am linken Knie vorhanden (
Urk.
11/34).
3.5
PD
Dr.
D._
erachtete in seinem Bericht vom 3
0.
August
2012
die Indikation zur Kniegelenksarthroskopie und zur
arthroskopischen
Meniskuschirurgie des linken Kniegelenks für gegeben.
Die vom LCM herrührende Symptomatik sei si
cherlich abgeklungen.
Die vorbestehenden Knorpelläsionen seien vor allem am medialen
Femurkondylus
vorhanden.
Im MRI sei
dort
eine
Chondromalazie
, die als Grad II einzustufen sei, sichtbar. Der mediale Meniskusriss sei aber
ebenso
eindeu
tig (
Urk.
11/40).
3.6
Nachdem sie den Versicherten vom 2
1.
bis am 2
9.
März 2013 stationär behan
delt hatten,
nannten die Ärzte des
Spital
s
F._
im
Kurzaustritts
bericht
vom
1.
April 2013 (
Urk.
11/
60/
1-3) nachstehende Diagnosen (S. 1):
Thalamus- und
Hypothalamusblutung
links am 2
2.
März 2013
Am ehesten
hypertensiv
bedingt
MRI-Schädel vom 2
2.
März 2013: Chronische
Mikroangiopathie
Sta
dium
Fazekas
II mit multiplen lakunären ischämischen chronischen Veränderungen im Hirnstamm und in der tiefen grauen Substanz
beidseitig, akute Blutung im Thalamus/Hypothalamus links mit
intra
ventrikulärem
Durchbruch
CT-Schädel vom 2
3.
März 2013: im Verlauf stationäre
Parenchymblu
tung
im Thalamus und
subthalamisch
links sowie etwas
regrediente
Blutreste im
Hinterhorn
des linken Seitenventrikels und im dritten Ventrikel
Zwei fokale akute ischämische Insulte rechtshemisphärisch
am ehesten
mikroangiopathisch
bedingt
cvRF
:
Nikotinabusus
40
py
, arterielle Hypertonie
Nicht-obstruktive
Kardiomyopathie
(HNCM)
Arterielle Hypertonie, Differentialdiagnose: Primär, sekundär
Leichte
Hypokaliämie
von initial 3.2 mmol/l, Differentialdiagnose:
Conn
-Syndrom (primärer
Hyperaldosteronismus
)
Anamnestisch akustische Halluzinationen seit 1
9.
März 2013, Differential
diagnose:
Epileptogen
,
pedunkuläre
Halluzination, Psychose
Verdacht auf obstruktives Schlafapnoesyndrom
Sie führten aus, in der klinischen Untersuchung auf der normalen Abteilung habe sich ein
afebriler
,
hämodynamisch
stabiler Patient in gutem
Allgemeinzu
stand
gezeigt. Er sei asymptomatisch gewesen und es
hätten sich
neurologisch keine Auffälligkeiten
gezeigt
.
Die
transösophageale
Echokardiographie habe während der
Hospitalisation
eine nicht-obstruktive hypertrophe
Kardiomyopa
thie
unklarer Ätiologie
dargestellt
. Sie hätten den Beschwerdeführer daher zu einem Langzeit-EKG angemeldet, wobei der Befund bei Austritt noch ausste
hend gewesen sei. Die
extrakranielle
Farbduplex-Sonografie habe eine
norm
gerechte
Flussgeschwindigkeit der Aorta
carotis
internae
,
externae
u
nd ver
tebrales beidseits abgebildet
(S. 2).
3.7
Dem kreisärztlichen Bericht von
Dr.
E._
vom 1
1.
November 2014 kann ent
nommen werden, dass das MRI des linken Kniegelenks vom 1
0.
Juli 2012 zwar eine Rissbildung im
Hinter
hornbereich
des Innenmeniskus
zeigt
, diese jedoch nicht frisch
erscheint
. Aufgrund der doch deutlichen Knorpelveränderungen
–
der
Radiologe spreche
von einer leichten
Pangonarthro
se
– passe
dieser Befund insgesamt zu den degenerativen Veränderungen. Die Seiten
-
und Kreuzbänder
hätten
sich im MRI, das knapp vi
er Wochen nach dem angeschuldigten Ereignis angefertigt worden sei
, völlig unauffällig
gezeigt. Es könne
somit keine gröbere Distorsion stattgefunden haben, da zum traumatischen Zerreissen eines Menis
kus zumindest eine Zerrung im Bandbereich
hätte gesehen werden müssen
.
Eine Stauchung des Meniskus habe ebenfalls nicht stattgefunden;
hierfür ze
ige
sich kein adäquates Knochenmarksignal.
Es handl
e sich
daher
mit dem geforderten Beweisgrad der überwiegen
den Wahrschein
lichkeit um ein leichtes
Distorsions
trauma
(
gemäss
Angabe des Versicherten), das nicht geeignet
gewesen sei
, eine gröbere Verletzung im Kniegelenk hervorzurufen. Die
Beschwerdegegnerin sei damit
spätestens
vier Wochen nach dem Unfalle
reignis nicht mehr
leistungs
pflichtig
, da die darüber hinaus anhaltenden Beschwerden mit dem Grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit Folge der degenerativen Veränderungen im Bereich des
linken Kniegelenks und nicht des Bagatell
trauma
s seien (Urk. 11/94).
4.
4.1
Nach Lage der Akten ist
– trotz der unterschiedlichen Schilderungen des Unfall
hergangs –
davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer am 15. Juni 2012
mit dem linken Fuss an einem Armierungseisen einhängte und sich dabei das linke Knie verdrehte
. In der Folge konsultierte er – wegen Schmerzen im linken Knie – erstmals am 1
9.
Juni 2012 die Ärzte des
Spital
s
A._
(
Urk.
11/19; siehe auch
Urk.
11/8).
4.2
Hinsichtlich der Ursache der noch über den 1
6.
Juli 2012 hinaus persistierenden Kniebeschwerden legte
Dr.
E._
– unter Hinweis auf die MRI-Untersuchung vom 1
0.
Juli 2012 –
überzeugend dar,
dass das stattgehabte Unfallereignis nicht geeignet gewesen ist, einen Meniskusriss zu bewirken
.
Dass
die betreffende Verletzung traumatisch bedingt war,
wie dies PD
Dr.
D._
für möglich hielt
,
verneinte er
insbesondere
unter Hinweis darauf, dass die Rissbildung im
Hinter
hornbereich
nicht frisch wirkte
und die Seiten- und Kreuzbänder
völlig unauf
fällig
dargestellt wurden (
Urk.
11/94).
Hieran ändert auch der Bericht von
Dr.
G._
vom 2
2.
Oktober 2013 nichts (
Urk.
11/92). Denn darin wird einzig auf eine Ischialgie
mit Schmerzen im Oberschenkel und der Wade
– und
nicht
auf Kniebeschwerden – hingewiesen.
4.3
En
tgegen dem Beschwerdeführer
(
Urk.
6)
ist
nicht
erstellt
, dass der
fragliche Unfall
und die dabei erlittene Knieverletzung für den im März 2013
aufgetrete
nen
Schlaganfall, den Bluthochdruck
und die psychischen
Probleme zumindest teilursächlich ist
(vgl.
Urk.
7/3-3.2
und Urk.
7/5)
.
So geht
vielmehr
aus
den vom Beschwerdeführer eingereichten Unterlagen
ein krankheitsbedingtes Auftreten der Beschwerden hervor (
Urk.
7/4, 7/9 und 7/10
).
In Übereinstimmung damit kann d
em Bericht des
Spital
s
F._
vom
1.
April 2013 entnommen werden, dass
die Thalamus- und
Hypothalamusblutung
links am ehesten
hy
pertensiv
und die zwei fokalen aktiven ischämischen Insulte
rechtshemisphä
risch
am ehesten
mikroangiopathisch
bedingt gewesen seien. Der Beschwerde
führer gab sodann an, dass er sich bereits
vor
drei Jahre
n
einer
antihypertensi
ven
Therapie
unterzogen hatte
. Akustische
Halluzinationen
zeigte er keine
mehr
(
Urk.
11/60
/1-3 S. 2). Auch wenn dem Beschwerdeführer zw
ar durchaus Ver
ständnis für seine
gesundheitliche
und private
Situation entgegen zu bringen
ist
,
bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass diese im Zusammenhang mit dem Unfallereignis respektive den unfallkausalen Schäden steh
t
.
5.
Nach dem Gesagten ergibt sich, das
s die vo
m
Beschwerdeführer
ab 1
7.
Juli 2012 weiterhin beklagten Gesundheitsstörungen nicht überwiegend
wahrscheinlich
unfallkausal sind. Es ist deshalb nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegeg
nerin ihre Leistungen per
1
6.
Juli 2012 einstellte.
Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.