Decision ID: 1f5f8d93-48d6-5b40-8d78-4ae678c0c95a
Year: 2015
Language: de
Court: BE_VB
Chamber: BE_VB_001
Canton: BE
Region: Espace_Mittelland
Law Area: public_law

I. Sachverhalt
1. Die von Amtes wegen am Verfahren Beteiligten liessen im Oktober 2014 auf ihrer
Parzelle Leissigen Grundbuchblatt Nr. E._ entlang der westlichen
Grundstücksgrenze insgesamt 15 schmale Granitblöcke aufstellen. Die Parzelle befindet
sich in der Wohnzone W2b.
2
Der Beschwerdeführer wandte sich an die Gemeinde und bat diese, ein ordentliches
Baubewilligungsverfahren durchzuführen. Mit Schreiben vom 19. November 2014 teilte die
Gemeinde dem Beschwerdeführer mit, dass die aufgestellten Granitblöcke eine
künstlerische Plastik darstellten und nicht baubewilligungspflichtig seien. Die Gemeinde
wies den Beschwerdeführer darauf hin, dass er eine anfechtbare Verfügung verlangen
könne.
Daraufhin wandte sich der Beschwerdeführer – mittlerweile vertreten durch einen Anwalt –
an das Regierungsstatthalteramt Interlaken-Oberhasli und beantragte, die Gemeinde sei
anzuweisen ein ordentliches Baubewilligungsverfahren durchzuführen. Das
Regierungsstatthalteramt behandelte das Anliegen als Aufsichtsanzeige und verwies den
Beschwerdeführer auf die Möglichkeit, bei der Gemeinde eine anfechtbare Verfügung zu
verlangen. Daraufhin verlangte der Beschwerdeführer bei der Gemeinde eine anfechtbare
Verfügung. Mit Verfügung vom 11. Februar 2015 stellte die Gemeinde fest, dass es sich
bei den aufgestellten Granitblöcken um bewilligungsfreie künstlerische Plastiken handle.
2. Dagegen reichte der Beschwerdeführer am 6. März 2015 Beschwerde bei der Bau-,
Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern (BVE) ein. Er beantragt die Aufhebung
der Verfügung vom 11. Februar 2015 und die Anweisung der Vorinstanz, das
Baubewilligungsverfahren durchzuführen. Eventualiter verlangt er die Aufhebung der
Verfügung und die Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zur Beurteilung der
Einhaltung der baurechtlichen Bestimmungen. Er macht geltend, bei den Granitblöcken
handle es sich nicht um eine baubewilligungsfreie künstlerische Plastik.
3. Das Rechtsamt, welches die Beschwerdeverfahren für die BVE leitet1, beteiligte die
Grundeigentümer der Parzelle Leissigen Grundbuchblatt Nr. E._ von Amtes
wegen am Verfahren, holte die Vorakten ein und führte den Schriftenwechsel durch. Auf
die Rechtsschriften wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den nachfolgenden
Erwägungen eingegangen.
1 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion (OrV BVE; BSG 152.221.191)
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II. Erwägungen
1. Sachurteilsvoraussetzungen
a) Ein Feststellungsentscheid darüber, ob ein Vorhaben einer Baubewilligung bedarf,
kann innert 30 Tagen seit Eröffnung bei der BVE angefochten werden.2 Die BVE ist zur
Beurteilung der Beschwerde gegen die angefochtene Verfügung zuständig.
b) Der Beschwerdeführer ist Adressat der angefochtenen Verfügung und durch die
Verfügung beschwert. Er hat deshalb ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung
oder Änderung (Art. 65 Abs. 1 VRPG3).
c) Der Beschwerdeführer reichte – nachdem das Rechtsamt Fragen zur
Vertretungsbefugnis des beigezogenen Anwalts aufgeworfen hatte – die eigenhändig
unterzeichnete Beschwerde innert der angesetzten Frist erneut ein. Auf die form- und
fristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten.
2. Bewilligungspflicht
a) Der Beschwerdeführer bringt vor, die Vorinstanz habe die Baute zu Unrecht als
künstlerische Plastik qualifiziert und übersehen, dass unter Art. 6 BewD4 nur Kleinbauten
fallen könnten. Es müssten für die Qualifikation als künstlerische Plastik Kriterien erfüllt
sein, wie gestalterisches, kreatives Element, Modellierung, Einmaligkeit, Urheberschaft
eines Künstlers, bildendes Werk etc. Vorliegend handle es sich um weitgehend
unbearbeitete Natursteine aus dem Katalog, die aufgestellt und einzementiert worden
seien. Zudem habe die Vorinstanz verkannt, dass unter Art. 6 Abs. 1 Bst. b BewD nur
kleine Nebenanlagen fielen. Auch eine künstlerische Plastik sei baubewilligungspflichtig,
wenn sie aufgrund der Dimension und Auswirkung auf Raum und Umwelt nicht mehr als
2 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, 4. Aufl., Band I, Bern 2013, Art. 49 N. 2a 3 Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) 4 Dekret vom 22. März 1994 über das Baubewilligungsverfahren (Baubewilligungsdekret, BewD; BSG 725.1)
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kleine Nebenanlage gelte. Zudem entbinde das Fehlen der Baubewilligungspflicht nicht von
der Einhaltung der Bauvorschriften.
Die von Amtes wegen am Verfahren Beteiligten bringen vor, sie hätten bereits im Rahmen
der Planung der Umgestaltung des Gartens Kontakt mit der Baupolizeibehörde der
Gemeinde aufgenommen, um die Baubewilligungspflicht und die Baubewilligungsfähigkeit
des Projekts zu klären. Es sei ihnen mitgeteilt worden, dass das Vorhaben keiner
Baubewilligung bedürfe, da es sich bei der realisierten Gartengestaltung um eine
bewilligungsfreie künstlerische Plastik handle. Die vom Beschwerdeführer genannten
Anforderungen an eine künstlerische Plastik lägen stark im Auge des Betrachters und das
Argument, wonach nur Kleinbauten unter die Bestimmung von Art. 6 BewD fielen, gehe
fehl. Untauglich sei weiter der Vergleich mit Sichtschutzmauern, da diese erst ab einer
Höhe von 2 m baubewilligungspflichtig seien und deren Störwirkung nicht mit jener einer
gestalterischen Baute im Garten verglichen werde könne. Die Beschwerde sei abzuweisen
und es dürfe ihnen aufgrund der Auskunft der Baupolizeibehörde kein finanzieller oder
rechtlicher Nachteil erwachsen.
Die Gemeinde hält an der angefochtenen Verfügung fest und verzichtet auf eine
Stellungnahme.
b) Gemäss Art. 22 Abs. 1 RPG5 dürfen Bauten und Anlagen grundsätzlich nur mit
behördlicher Bewilligung errichtet oder geändert werden. Nicht baubewilligungspflichtig
sind Kleinvorhaben, die keine nennenswerten Einflüsse auf Raum, Erschliessung und
Umwelt haben. Art. 22 Abs. 1 RPG ist eine Minimalvorschrift. Das kantonale Baurecht darf
den Kreis der Bauten und Anlagen, die nach dieser Bestimmung bewilligungspflichtig sind,
nicht einschränken. Hingegen ist es den Kantonen erlaubt, die Baubewilligungspflicht auf
weitere Tatbestände auszudehnen. Der bernische Gesetzgeber hat die
baubewilligungspflichtigen und baubewilligungsfreien Vorhaben gemäss den
bundesrechtlichen Vorgaben in Art. 1a und Art. 1b BauG6 in genereller Art und Weise
definiert.7
5 Bundesgesetz vom 22. Juni 1979 über die Raumplanung (Raumplanungsgesetz, RPG; SR 700) 6 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721.0) 7 Zum Ganzen Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O., Art. 1a N. 10 ff. und Art. 1b N. 1; Waldmann/Hänni, Handkommentar RPG, 2006, Art. 22 N. 1, N. 4 und N. 10 ff.; BGE 120 Ib 379 E. 3c, 119 Ib 222 E. 3
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Nach Art. 1a Abs. 1 BauG sind alle künstlich geschaffenen und auf Dauer angelegten
Bauten, Anlagen und Einrichtungen (Bauvorhaben), die in fester Beziehung zum Erdboden
stehen und geeignet sind, die Nutzungsordnung zu beeinflussen, indem sie zum Beispiel
den Raum äusserlich erheblich verändern, die Erschliessung belasten oder die Umwelt
beeinträchtigen, baubewilligungspflichtig. Baubewilligungspflichtig sind auch wesentliche
Terrainveränderungen (Art. 1a Abs. 2 BauG). Keiner Baubewilligung bedürfen nach Art. 1b
Abs. 1 BauG der Unterhalt von Bauten und Anlagen, für eine kurze Dauer erstellte Bauten
und Anlagen sowie andere geringfügige Bauvorhaben. Im Übrigen bestimmt das
Baubewilligungsdekret die baubewilligungsfreien Bauvorhaben. Baubewilligungsfrei sind
nach Art. 6 Abs. 1 Bst. a BewD unbeheizte Kleinbauten mit einer Grundfläche von
höchstens 10 Quadratmetern und einer Höhe von höchstens 2,5 Metern, die weder
bewohnt sind noch gewerblich genutzt werden und die funktionell zu einer Hauptbaute
gehören. Ebenfalls keiner Baubewilligung bedürfen kleine Nebenanlagen wie mobile
Einfriedungen und kurze Sichtschutzwände bis zu 2 Metern Höhe (Art. 6 Abs. 1 Bst. b
BewD) sowie bis zu 1,20 Meter hohe Einfriedungen (Art. 6 Abs. 1 Bst. i BewD). Nach Art. 6
Abs. 2 BewD sind alle Vorhaben, die von gleicher oder geringerer Bedeutung sind als die
in Art. 6 Abs. 1 BewD genannten Vorhaben, ebenfalls baubewilligungsfrei. Massstab dafür,
ob eine bauliche Massnahme erheblich genug ist, um sie dem Baubewilligungsverfahren
zu unterwerfen, ist die Frage, ob mit deren Realisierung nach dem gewöhnlichen Lauf der
Dinge so wichtige räumliche Folgen verbunden sind, dass ein Interesse der Öffentlichkeit
oder der Nachbarn an einer vorgängigen Kontrolle besteht.8
c) Vorliegend haben die von Amtes wegen am Verfahren Beteiligten ihren Garten auf
der Westseite ihrer Liegenschaft mit schmalen Granitblöcken und einigen Pflanzen
umgestaltet. Wie aus den mit der Beschwerde eingereichten Fotos und den Fotos in den
Vorakten ersichtlich ist, sind die Granitblöcke in drei Gruppen von sieben, drei und fünf
Granitblöcken angeordnet.9 Die Gruppen bestehen aus zwei leicht verschobenen Reihen.
Zwischen zwei in einer Reihe stehenden Granitblöcken besteht jeweils ein Abstand
ungefähr von der Breite eines Granitblocks. Zwischen den Gruppen sind kurze
Unterbrüche vorhanden, welche bepflanzt sind.
Bei der Gestaltung des Gartens und der Gruppierung der Granitblöcke wurden
gestalterische Gesichtspunkte sicher berücksichtigt. Deshalb handelt es sich aber noch
8 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O., Art. 1a N. 10 9 Beschwerdebeilage Nr. 5; Vorakten, pag. 15
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nicht um eine künstlerische Plastik, wie die Vorinstanz annahm. Vielmehr weisen die
Granitblöcke aufgrund ihrer Anordnung den Charakter eines Sichtschutzes oder allenfalls
einer Einfriedung auf, auch wenn zwischen den einzelnen Blöcken Abstände vorhanden
sind und es sich damit nicht um eine durchgehende Wand handelt. Einfriedungen sind
nach Art. 6 Abs. 1 Bst. i BewD bis zu einer Höhe von 1,20 m nicht baubewilligungspflichtig.
Der Beschwerdeführer macht geltend, die Granitblöcke seien je ca. 1,65 m hoch, was von
den von Amtes wegen am Verfahren Beteiligten nicht bestritten wird. Auch die Fotos in den
Akten deuten darauf hin, dass die Granitblöcke die für die Baubewilligungsfreiheit relevante
Höhe von 1,20 m klar überschreiten. Die Baubewilligungsfreiheit kann damit nicht aus
Art. 6 Abs. 1 Bst. i BewD abgeleitet werden. Es kann daher offen bleiben, ob die
Granitblöcke als Einfriedung betrachtet werden können.
Die aufgestellten Granitblöcke dienen der Gartengestaltung und weisen
Sichtschutzcharakter auf. Sie stellen damit eine Nebenanlage zum Wohnhaus dar.
Baubewilligungsfrei sind jedoch nur kleine Nebenanlagen, wozu nach der nicht
abschliessenden Aufzählung in Art. 6 Abs. 1 Bst. b BewD kurze Sichtschutzwände bis zu
einer Höhe von 2 m gehören. Die Weisung der Justiz-, Gemeinden- und Kirchendirektion
(JGK) vom 15. Januar 2013 betreffend "Baubewilligungsfreie Bauten und Anlagen nach
Art. 1b BauG" präzisiert, dass Sichtschutzwände mit einer Maximalhöhe von 2 m bis zu
einer Länge von 4 m bewilligungsfrei sind, wobei bei gestaffelten Wänden die Längen
zusammenzuzählen sind.10 Der Beschwerdeführer macht geltend, die Granitblöcke seien
auf einer Länge von 5,20 m aufgestellt, was die von Amtes wegen am Verfahren
Beteiligten nicht bestreiten. Diese Angabe bezieht sich wohl auf die Gesamtlänge aller
Granitblöcke inklusive die Unterbrüche. Die Gesamtlänge der Granitblöcke lässt sich aber
aus den Fotos in den Akten nicht exakt ermitteln. Dies ist vorliegend aber auch nicht
ausschlaggebend. Kurze Sichtschutzwände sind ein Beispiel der in Art. 6 Abs. 1 Bst. b
BewD nicht abschliessend genannten kleinen Nebenanlagen. Baubewilligungsfrei sind
neben kurzen Sichtschutzwänden auch mobile Einfriedungen, Unterstände bei Haltestellen
des öffentlichen Verkehrs, Feuerstellen, auf zwei Seiten offene, ungedeckte
Gartensitzplätze, unbeheizte Schwimmbecken bis zu 15 Quadratmeter Fläche, beheizte
Schwimmbecken bis zu acht Kubikmeter Inhalt, Pergolen, Gartencheminées, Brunnen,
Teiche, künstlerische Plastiken, Sandkästen für Kinder, Gehege oder kleine Ställe für
einzelne Kleintiere. Die Gartengestaltung mit den aufgestellten Granitblöcken ist mit diesen
10 Bernische Systematische Information Gemeinden (BSIG) Nr. 7/725.1/1.1, Baubewilligungsfreie Bauten und Anlagen nach Art. 1b BauG, S. 6
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Beispielen vergleichbar und nach Art. 6 Abs. 2 BewD sind alle Vorhaben, die von gleicher
oder geringerer Bedeutung sind als die in Art. 6 Abs. 1 BewD genannten ebenfalls
baubewilligungsfrei. Eine nach Art. 6 Abs. 1 Bst. b BewD bewilligungsfreie
Sichtschutzwand mit einer Höhe von 2 m und einer Länge von 4 m wäre jedenfalls nicht
weniger auffällig oder mit geringeren Auswirkungen auf die Umgebung verbunden als die
vorliegend zu beurteilenden Granitblöcke. Hinzu kommt, dass auch weitere in Art. 6 Abs. 1
BewD genannte baubewilligungsfreie Bauvorhaben von ihren Auswirkungen her über das
vorliegende Projekt hinausgehen. So kann z.B. eine nicht beheizte Kleinbaute mit 10 m2
und einer Höhe von 2,50 m bewilligungsfrei erstellt werden (Art. 6 Abs. 1 Bst. a BewD). Die
Granitblöcke sind durch die Staffelung in drei Gruppen und die versetzte Anordnung sowie
die Bepflanzung in Bezug auf ihre räumliche Wirkung weniger bedeutend. Die aufgestellten
Granitblöcke stellen eine kleine Nebenanlage im Sinn von Art. 6 Abs. 1 Bst. b BewD dar
und durften somit bewilligungsfrei aufgestellt werden.
3. Einhaltung der Bauvorschriften
a) Wie der Beschwerdeführer zu Recht vorbringt, entbindet die Befreiung von der
Baubewilligungspflicht nicht von der Einhaltung der anwendbaren Vorschriften und der
Einholung anderer Bewilligungen (Art. 1b Abs. 2 BauG).11 Allerdings können
Bauvorschriften bei baubewilligungsfreien Bauten und Anlagen nach Art. 1b Abs. 3 BauG
nur durchgesetzt werden, wenn diese die öffentliche Ordnung (Art. 45 Abs. 2 Bst. c BauG)
stören. Dies ist insbesondere der Fall, wenn Interessen der Sicherheit und Gesundheit
sowie des Ortsbild-, Landschafts- oder Umweltschutzes betroffen sind. Nur in solchen
Fällen hat die Baupolizeibehörde die erforderlichen baupolizeilichen Massnahmen
anzuordnen.12
b) Der Beschwerdeführer erklärt nicht und es ist auch nicht ersichtlich, inwiefern durch
das Aufstellen der Granitblöcke Bauvorschriften verletzt sein sollten. Zudem würde sich
nichts daran ändern, dass das Bauvorhaben keiner Baubewilligung bedarf. Soweit der
Beschwerdeführer öffentlich-rechtliche Bauvorschriften als verletzt betrachtet, ist er an die
11 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O., Art. 1b N. 3 12 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O., Art. 1b N. 3 und 5
8
Gemeinde als Baupolizeibehörde zu verweisen, für die Durchsetzung von zivilrechtlichen
Bauvorschriften auf den zivilrechtlichen Weg.13
4. Kosten
Bei diesem Ausgang des Verfahrens unterliegt der Beschwerdeführer. Er hat die
Verfahrenskosten zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden bestimmt auf eine
Pauschalgebühr von Fr. 600.00 (Art. 103 Abs. 2 VRPG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1
GebV14). Parteikosten werden keine gesprochen (Art. 104 Abs. 1 und 4 VRPG).