Decision ID: 1641a49a-36d8-4794-b6f9-82a97bb88c95
Year: 2008
Language: de
Court: CH_BGer
Chamber: CH_BGer_005
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: civil_law

Sachverhalt:
A. Mit Verfügung vom 25. September 2007 schrieb das Bezirksgerichtspräsidium Z._ das zwischen der X._ AG und dem Nachlass des Y._ sel. hängige Arrestverfahren sowie das Verfahren betreffend Einsprache gegen den Arrestbefehl ab, auferlegte die Kosten beider Verfahren von Fr. 2'500.-- der X._ AG und verpflichtete diese, den Nachlass des Y._ sel. für beide vorgenannten Verfahren mit insgesamt Fr. 15'804.30 zu entschädigen. Gestützt auf diese Verfügung betrieb der Nachlass des Y._ sel., bestehend aus A._ und B._, die X._ AG mit Zahlungsbefehl Nr. 1 des Betreibungsamtes C._ für den Betrag der zugesprochenen Entschädigung. Die X._ AG erhob Rechtsvorschlag.
B. Die Erbengemeinschaft des Y._, bestehend aus A._ und B._, ersuchte daraufhin beim Rechtsöffnungsrichter am Kantonsgericht Zug gegen die X._ AG um definitive Rechtsöffnung für die in Betreibung gesetzte Forderung, welchem Begehren der Rechtsöffnungsrichter mit Verfügung vom 14. Dezember 2007 vollumfänglich entsprach. Mit Urteil vom 26. Februar 2008 wies das Obergericht des Kantons Zug die von der X._ AG gegen die erstinstanzliche Verfügung erhobene Beschwerde ab. Zur Begründung führte das Obergericht namentlich aus, in der Abschreibungsverfügung vom 25. September 2007 werde der "Nachlass des Y._ sel." aufgeführt, welchem nach dem massgebenden deutschen Recht keine Parteistellung zukomme. Damit liege ein schwerer Mangel vor; die Beschwerdeführerin sei sich indes über die Identität der Prozessgegnerschaft im Klaren gewesen und habe dennoch nicht die korrekte Parteibezeichnung verwendet, weshalb sie sich rechtsmissbräuchlich verhalte, wenn sie sich nunmehr im Vollstreckungsverfahren auf die Nichtigkeit der Abschreibungsverfügung berufe.
C. Die X._ AG gelangt mit Beschwerde in Zivilsachen an das Bundesgericht mit dem Antrag, das obergerichtliche Urteil aufzuheben und die definitive Rechtsöffnung zu verweigern. In der Sache sind keine Vernehmlassungen eingeholt worden.
D. Mit Verfügung vom 23. April 2008 wurde angeordnet, dass bis zum Entscheid über das Gesuch um aufschiebende Wirkung jegliche Vollziehungsvorkehrungen zu unterbleiben haben. Am 8. Mai 2008 erteilte der Präsident der II. zivilrechtlichen Abteilung - entgegen dem Antrag der Beschwerdegegner - der Beschwerde antragsgemäss die aufschiebende Wirkung.

Erwägungen:
1. Angefochten ist ein letztinstanzlicher (Art. 75 Abs. 1 BGG) Entscheid betreffend Erteilung der definitiven Rechtsöffnung. Dabei handelt es sich um eine Zivilsache im Sinn von Art. 72 Abs. 2 lit. a BGG, die allerdings den erforderlichen Streitwert von Fr. 30'000.-- gemäss Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG nicht erreicht. Die Beschwerde in Zivilsachen ist damit nur zulässig, wenn sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellt (Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG).
1.1 Dieser Rechtsbegriff wird vom Bundesgericht angesichts der im Verlaufe der parlamentarischen Beratungen eingeführten subsidiären Verfassungsbeschwerde restriktiv ausgelegt, weshalb nicht mehr einfach von den in der Botschaft des Bundesrates erwähnten Anforderungen ausgegangen werden kann (BGE 134 III 115 E. 1.2; 133 III 493 E. 1.1 mit Hinweisen auf die Entstehungsgeschichte). Beruft sich der Beschwerdeführer auf diese Bestimmung, hat er in seiner Rechtsschrift darzutun, weshalb die Voraussetzungen hierfür gegeben sein sollen (Art. 42 BGG; BGE 133 III 645 E. 2.4).
1.2 Die Beschwerdeführerin macht wie bereits vor den kantonalen Instanzen geltend, die als Rechtsöffnungstitel dienende Abschreibungsverfügung vom 25. September 2007 sei nichtig, zumal darin als Partei der "Nachlass des Y._ sel." aufgeführt werde. Fehlerhafte Entscheide sind nach mehrfach bestätigter bundesgerichtlicher Rechtsprechung nichtig, wenn der ihnen anhaftende Mangel besonders schwer ist, wenn er sich als offensichtlich oder zumindest leicht erkennbar erweist und die Rechtssicherheit durch die Annahme der Nichtigkeit nicht ernsthaft gefährdet wird. Als Nichtigkeitsgründe fallen vorab funktionelle und sachliche Unzuständigkeit der entscheidenden Behörde sowie krasse Verfahrensfehler in Betracht (BGE 129 I 361 E. 2.1; 133 II 366 E. 3.2, mit Hinweisen). Ob die falsche Parteibezeichnung die Nichtigkeit des Entscheides zu bewirken vermöchte, ist ein Anwendungsfall dieser Grundsätze und damit keine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung.
1.3 Auf die Beschwerde in Zivilsachen ist damit im Verfahren nach Art. 109 Abs. 1 BGG nicht einzutreten.
2. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird die Beschwerdeführerin kostenpflichtig (Art. 66 Abs. 1 BGG). Die Beschwerdegegner sind einzig zur Vernehmlassung zum Gesuch um aufschiebende Wirkung angehalten worden, wobei ihrem Antrag, von der Gewährung der aufschiebenden Wirkung abzusehen, nicht stattgegeben worden ist. Daher ist ihnen auch keine Entschädigung geschuldet.