Decision ID: 0562db80-2fd4-5eba-b0ad-99b0967c8fa6
Year: 2021
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A.
A.a Der Beschwerdeführer suchte am 16. Februar 2015 in der Schweiz um
Asyl nach und brachte zur Begründung vor, er sei von den heimatlichen
Behörden wegen Verdachts auf Unterstützung der Liberation Tigers of Ta-
mil Eelam (LTTE) verfolgt worden.
A.b Das SEM erachtete die Asylvorbringen des Beschwerdeführers teils
als nicht asylrelevant, teils als unglaubhaft. Es lehnte das Asylgesuch mit
Verfügung vom 29. August 2017 ab und ordnete die Wegweisung aus der
Schweiz sowie den Vollzug an.
A.c Die gegen diesen Entscheid gerichtete Beschwerde vom 29. Septem-
ber 2017 wies das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil D-5552/2017 vom
4. April 2018 ab.
B.
B.a Mit Eingabe an das SEM vom 6. Juni 2021 ersuchte der Beschwerde-
führer um Wiedererwägung des Asylentscheids vom 29. August 2017. Er
machte geltend, sein Gesundheitszustand habe sich verschlechtert, wes-
halb der Vollzug der Wegweisung nach Sri Lanka angesichts der dort herr-
schenden, ungenügenden Behandlungsmöglichkeiten unzumutbar sei. Am
1. Juli 2021 werde er operiert. Es seien später noch weitere chirurgische
Eingriffe geplant. Er verwies ausserdem auf seinen angeschlagenen psy-
chischen Zustand sowie Beschwerden im Zusammenhang mit einer (...).
Der Eingabe lagen mehrere Fotos von verschiedenen Körperregionen des
Beschwerdeführers, Unterlagen betreffend (...), mehrere ärztliche Unterla-
gen aus den Jahren 2016 bis 2018 betreffend (...), eine E-Mail der Schwei-
zerischen Flüchtlingshilfe (SFH) vom 29. September 2017 an die vormalige
Rechtsvertretung des Beschwerdeführers, eine Vollmacht der vormaligen
Rechtsvertretung sowie ein mehrseitiger Internet-Ausdruck einer Google-
Bildersuche zum Stichwort «Folterungen in Sri Lanka» bei.
B.b Das SEM forderte den Beschwerdeführer mit Verfügung vom 16. Juni
2021 auf, bis am 7. Juli 2021 einen ärztlichen Bericht betreffend seine ge-
sundheitlichen Probleme einzureichen, ansonsten über das Wiedererwä-
gungsgesuch aufgrund der bestehenden Aktenlage entschieden werde.
B.c Der Beschwerdeführer brachte mit Eingabe vom 7. Juli 2021 vor, er
befinde sich nach wie vor im Krankenhaus, und legte dem Schreiben meh-
rere Fotos bei.
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C.
Das SEM trat mit Verfügung vom 21. Juli 2021 – eröffnet am 30. Juli 2021 –
auf das Wiedererwägungsgesuch nicht ein, erklärte seine Verfügung vom
29. August 2017 für rechtskräftig und vollstreckbar, wies das Gesuch um
Erlass der Verfahrenskosten ab, erhob eine Verfahrensgebühr und hielt
fest, einer allfälligen Beschwerde komme keine aufschiebende Wirkung zu.
Zur Begründung des Entscheids führte das SEM im Wesentlichen aus, auf
das Gesuch werde mangels funktioneller Zuständigkeit nicht eingetreten,
soweit dieses mit Sachverhalten und Beweismitteln begründet werde, wel-
che bereits vor dem Beschwerdeurteil vom 4. April 2018 bestanden hätten.
Hinsichtlich seines Gesundheitszustandes habe der Beschwerdeführer
das Wiedererwägungsgesuch sodann nicht gehörig begründet, zumal er
auf Aufforderung hin keine ärztlichen Berichte eingereicht habe und ihn die
eingereichten Fotos offensichtlich nicht in einem Spital zeigten. Diesbezüg-
lich werde auf das Wiedererwägungsgesuch gestützt auf Art. 111b Abs. 2
AsylG i.V.m. Art. 13 Abs. 2 VwVG nicht eingetreten.
D.
Mit Eingabe vom 21. Juli 2021 (Eingang SEM: 22. Juli 2021) liess der Be-
schwerdeführer dem SEM einen Arztbericht vom 9. Juli 2021 sowie ein
weiteres Foto zukommen.
E.
Der Beschwerdeführer focht die vorinstanzliche Verfügung mit Beschwerde
vom 6. August 2021 beim Bundesverwaltungsgericht an. Er beantragte, die
angefochtene Verfügung sei aufzuheben, und die Sache sei zur materiellen
Behandlung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Sinngemäss beantragte er
ausserdem, er sei infolge Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs vor-
läufig aufzunehmen. Ferner sei der Beschwerde die aufschiebende Wir-
kung zu erteilen, und es sei ihm die unentgeltliche Prozessführung (inklu-
sive Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses) zu gewähren.
Der Beschwerde lagen die E-Mail des Rechtsvertreters an das SEM vom
7. Juli 2021 sowie bereits im vorinstanzlichen Verfahren eingereichte Un-
terlagen betreffend (...) bei.
F.
Mit Verfügung vom 9. August 2021 setzte das Bundesverwaltungsgericht
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den Vollzug der Wegweisung gestützt auf Art. 56 VwVG per sofort einst-
weilen aus. Die vorinstanzlichen Akten lagen dem Bundesverwaltungsge-
richt gleichentags in elektronischer Form vor (vgl. Art. 109 Abs. 3 AsylG).

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Gemäss Art. 31 VGG i.V.m. Art. 33 VGG beurteilt das Bundesverwal-
tungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen (vgl. Art. 5 VwVG) des
SEM. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne von Art. 32
VGG liegt nicht vor. Nachdem gemäss Lehre und Praxis Wiedererwä-
gungsentscheide grundsätzlich wie die ursprüngliche Verfügung auf dem
ordentlichen Rechtsmittelweg weitergezogen werden können, ist das Bun-
desverwaltungsgericht für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde
zuständig. Es entscheidet auf dem Gebiet des Asyls – in der Regel und so
auch vorliegend – endgültig (Art. 105 AsylG [SR 142.31]; Art. 83 Bst. d
Ziff. 1 BGG).
1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG,
soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VwVG und Art. 6 AsylG).
1.3 Der Beschwerdeführer ist als Verfügungsadressat zur Beschwerdefüh-
rung legitimiert (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Die Beschwerde ist frist- und form-
gerecht eingereicht worden (Vollmacht des Rechtsvertreters: vgl. A32).
Demnach ist auf die Beschwerde – unter Vorbehalt der nachfolgenden Er-
wägungen unter E. 5.2 – einzutreten (Art. 108 Abs. 3 AsylG und Art. 52
Abs. 1 VwVG).
2.
Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen
richten sich im Bereich des Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl.
BVGE 2014/26 E. 5).
3.
Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher
Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-
ner zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachstehend
aufgezeigt, handelt es sich um eine solche, weshalb das Urteil nur summa-
risch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG).
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4.
Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf die Durchführung eines
Schriftenwechsels verzichtet.
5.
In der Beschwerde wird zunächst gerügt, das SEM habe den rechtserheb-
lichen Sachverhalt unrichtig und unvollständig festgestellt. Es habe nicht
berücksichtigt, dass der Beschwerdeführer – wie er in seiner Eingabe vom
7. Juli 2021 auf Aufforderung des SEM hin dargelegt und mit Fotos belegt
habe – nach seiner Operation und auch noch am 7. Juli 2021 hospitalisiert
und demnach nicht in der Lage gewesen sei, einen Arztbericht einzu-
reichen. Das SEM hätte bei dieser Sachlage seiner Abklärungspflicht nach-
kommen und ihm eine neue Frist ansetzen müssen. Aufgrund der
vorinstanzlichen Erwägungen sei unklar, ob und inwieweit sich das SEM
mit den vorgebrachten Sachverhaltselementen und Beweismitteln ausei-
nandergesetzt habe, und es sei auch nicht ersichtlich, wie das SEM zum
Schluss gelangt sei, das Wiedererwägungsgesuch sei nicht gehörig be-
gründet. Durch den Erlass des Nichteintretensentscheids habe das SEM
den Anspruch des Beschwerdeführers auf rechtliches Gehör verletzt. Im
Übrigen sei das Wiedererwägungsgesuch mittels der eingereichten Be-
weismittel durchaus gehörig begründet worden. Da der Vollzug der Weg-
weisung nach Sri Lanka für den Beschwerdeführer insbesondere ange-
sichts seiner gesundheitlichen Beschwerden und der inadäquaten Behand-
lungsmöglichkeiten in Sri Lanka unzumutbar sei, sei er vorläufig aufzuneh-
men.
6.
6.1 Das Wiedererwägungsverfahren ist im Asylrecht spezialgesetzlich ge-
regelt (vgl. Art. 111b ff. AsylG). Ein entsprechendes Gesuch ist dem SEM
innert 30 Tagen nach Entdeckung des Wiedererwägungsgrundes schrift-
lich und begründet einzureichen (Art. 111b Abs. 1 AsylG). Da es sich beim
Wiedererwägungsverfahren um ein durch die betroffene Partei eingeleite-
tes, grundsätzlich rein schriftliches Verfahren handelt, werden an die Be-
gründung des Gesuchs erhöhte Anforderungen gestellt, und die Behörde
braucht auf das Gesuch nicht einzutreten, wenn die Partei die notwendige
und zumutbare Mitwirkung verweigert (vgl. Art. 13 Abs. 1 Bst. a und Abs. 2
VwVG).
6.2 In seiner praktisch relevantesten Form bezweckt das Wiedererwä-
gungsgesuch die Änderung einer ursprünglich fehlerfreien Verfügung an
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eine nachträglich eingetretene erhebliche Veränderung der Sachlage (vgl.
BVGE 2014/39 E. 4.5 m.w.H.).
6.3 Der Beschwerdeführer begründet das Wiedererwägungsgesuch vom
6. Juni 2021 im Wesentlichen mit einer nachträglich veränderten Sachlage
betreffend den Wegweisungsvollzugspunkt. Das SEM hat diese Eingabe
daher zu Recht als Wiedererwägungsgesuch qualifiziert. Es ist darauf je-
doch nicht eingetreten. Im vorliegenden Beschwerdeverfahren ist demnach
lediglich zu prüfen, ob das SEM zu Recht auf das Wiedererwägungsgesuch
vom 6. Juni 2021 nicht eingetreten ist. Falls die Beschwerdeinstanz den
Nichteintretensentscheid als unrechtmässig erachtet, enthält sie sich daher
einer selbständigen materiellen Prüfung; vielmehr hebt sie die angefoch-
tene Verfügung auf und weist die Sache zu neuer Entscheidung an die Vor-
instanz zurück (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 m.w.H.). Demnach ist auf das
sinngemässe Rechtsbegehren, es sei infolge Unzumutbarkeit des Weg-
weisungsvollzugs die vorläufige Aufnahme anzuordnen (vgl. S. 7 f. der Be-
schwerde) nicht einzutreten und auf die damit zusammenhängende Be-
schwerdebegründung nicht weiter einzugehen.
7.
Vorab sind die in der Beschwerde erhobenen formellen Rügen zu prüfen:
Soweit der Beschwerdeführer eine Verletzung der Abklärungspflicht rügt,
ist zunächst darauf hinzuweisen, dass Wiedererwägungsgesuche hinläng-
lich begründet werden müssen (vgl. dazu vorstehend E. 6.1). Da das SEM
das Wiedererwägungsgesuch vom 6. Juni 2021 als ungenügend begründet
erachtete, forderte es den Beschwerdeführer mit Schreiben vom 16. Juni
2021 auf, die geltend gemachten gesundheitlichen Probleme mit einem
entsprechenden ärztlichen Bericht zu belegen. Der Beschwerdeführer
reichte daraufhin mit Eingabe vom 7. Juli 2021 keinen Arztbericht, sondern
lediglich drei Fotos ein, welche ihn mit eingebundenen Beinen auf respek-
tive neben einem Bett zeigen. Dazu führte er aus, er befinde sich weiterhin
im Krankenhaus. Wie das SEM allerdings zu Recht bemerkt hat, wurden
die fraglichen Fotos entgegen der Aussage des Beschwerdeführers offen-
sichtlich weder in einem Krankenhaus noch in einer Arztpraxis aufgenom-
men, sondern mutmasslich in seiner Unterkunft. Das SEM durfte bei dieser
Sachlage zu Recht davon ausgehen, dass der Beschwerdeführer nicht wie
von ihm behauptet aufgrund eines längeren Krankenhausaufenthaltes an
der Einreichung eines Arztberichtes gehindert worden war. Angesichts der
im Wiedererwägungsverfahren geltenden, erhöhten Begründungspflicht
der gesuchstellenden Partei sowie der offensichtlich wahrheitswidrigen
Vorbringen des Beschwerdeführers (die [...] wurde nachweislich ambulant
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durchgeführt; vgl. den am 21. Juli 2021 eingereichten Arztbericht vom
9. Juli 2021) war das SEM auch nicht verpflichtet, weitere Abklärungen zu
tätigen oder eine weitere Frist zur Einreichung von Beweismitteln anzuset-
zen. Vielmehr ist festzustellen, dass die Vorinstanz ihrer – durch die er-
höhte Mitwirkungspflicht des Beschwerdeführers begrenzte – Pflicht, den
rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen (vgl. Art. 6
AsylG i.V.m. Art. 12 VwVG) in rechtsgenüglicher Weise nachgekommen ist.
Eine Verletzung der Prüfungs- und Begründungspflicht respektive des An-
spruchs auf rechtliches Gehör (vgl. Art. 29 Abs. 2 BV, Art. 29 VwVG, Art. 35
Abs. 1 VwVG) kann sodann ebenfalls nicht festgestellt werden. Das SEM
hat in nachvollziehbarer Weise sowie hinreichend einlässlich dargelegt,
weshalb es gestützt auf die vorhandenen Vorbringen und Beweismittel auf
das Wiedererwägungsgesuch nicht eingetreten ist, und es war dem Be-
schwerdeführer offensichtlich auch ohne weiteres möglich, den Entscheid
sachgerecht anzufechten. Die formellen Rügen erweisen sich damit alle-
samt als unbegründet, weshalb der Kassationsantrag abzuweisen ist.
8.
8.1 Das SEM ist auf das Gesuch vom 6. Juni 2021 teilweise infolge fehlen-
der funktioneller Zuständigkeit (vorbestehende Tatsachen und Beweismit-
tel) nicht eingetreten. Diesbezüglich finden sich in der Beschwerde keine
konkreten Ausführungen. Die angefochtene Verfügung ist daher in diesem
Punkt ohne weiteres zu bestätigen.
8.2 Hinsichtlich des Nichteintretensgrundes der nicht gehörigen Begrün-
dung ist Folgendes festzustellen: Der Beschwerdeführer begründete das
Wiedererwägungsgesuch mit einer Verschlechterung seines Gesundheits-
zustandes und einem damit zusammenhängenden medizinischen Eingriff.
Zur Untermauerung dieses Vorbringens reichte er im vorinstanzlichen Ver-
fahren Unterlagen zur (...) sowie mehrere Fotos, welche ihn mit eingebun-
denen Beinen zeigen, zu den Akten. Einen ärztlichen Bericht reichte er hin-
gegen – trotz entsprechender Aufforderung des SEM und obwohl ihm dies
angesichts der ambulant durchgeführten (...)-Behandlung zumutbar und
möglich gewesen wäre – innert der ihm eingeräumten Frist nicht ein. Dem
SEM ist beizupflichten, dass die Vorbringen im Wiedererwägungsgesuch
sowie die genannten (bis zum 21. Juli 2021 eingereichten) Unterlagen den
Anforderungen an eine substanziierte Begründung der geltend gemachten
Verschlechterung des Gesundheitszustandes offensichtlich nicht genügen,
zumal daraus weder eine konkrete Diagnose der bestehenden Krankheit
noch konkrete Angaben zur Behandlung sowie zur Prognose nach erfolgter
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Therapie hervorgehen. Das SEM konnte bei dieser Sachlage nicht zuver-
lässig beurteilen, ob sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers
seit Erlass des Beschwerdeurteils vom 4. April 2018 tatsächlich dergestalt
verschlechtert hat, dass ein Vollzug der Wegweisung nach Sri Lanka nun
als unzumutbar erachtet werden müsste. Demnach hat das SEM zu Recht
gestützt auf Art. 111b Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 13 Abs. 2 VwVG mangels
gehöriger Begründung des Wiedererwägungsgesuchs einen Nichteintre-
tensentscheid erlassen.
8.3 Der mit Eingabe vom 21. Juli 2021 verspätet eingereichte Arztbericht
vom 9. Juli 2021 sowie das diesem beiliegende Foto, welches den Be-
schwerdeführer mutmasslich anlässlich der Nachkontrolle in der Arztpraxis
zeigt, vermögen an dieser Einschätzung nichts zu ändern. Im Übrigen geht
aus dem Arztbericht hervor, dass das Ergebnis der (...)-Behandlung zufrie-
denstellend ist, keine relevanten (...) bestehen und keine Thrombose auf-
getreten ist. Demnach dürfte dieser Arztbericht ohnehin nicht geeignet
sein, eine wiedererwägungsrechtlich relevante Veränderung der Sachlage
im Sinne einer wesentlichen Verschlechterung des Gesundheitszustandes
des Beschwerdeführers darzutun.
9.
Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung
Bundesrecht nicht verletzt und auch sonst nicht zu beanstanden ist
(Art. 106 Abs. 1 AsylG). Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf ein-
getreten wurde.
10.
Mit dem vorliegenden Urteil ist das Beschwerdeverfahren abgeschlossen.
Der am 9. August 2021 superprovisorisch angeordnete Vollzugsstopp fällt
dahin. Die Anträge, es sei der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu
gewähren und es sei auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu ver-
zichten, sind ebenfalls gegenstandslos geworden.
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11.
11.1 Die Beschwerde ist in Anbetracht der vorstehenden Erwägungen als
aussichtslos zu erachten. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen
Prozessführung (Art. 65 Abs. 1 VwVG) ist daher ungeachtet der geltend
gemachten prozessualen Bedürftigkeit abzuweisen.
11.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind dessen Kosten dem Be-
schwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt
Fr. 1'500.– festzusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008
über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht
[VGKE, SR 173.320.2]).
(Dispositiv nächste Seite)
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