Decision ID: 013dfb57-cd9a-44f6-bc33-afd3721436ef
Year: 2019
Language: de
Court: GR_VG
Chamber: GR_VG_002
Canton: GR
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: social_law

sowie zur anschliessenden Neubeurteilung des Sachverhalts an die
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
14. In ihrer Duplik vom 16. Februar 2018 hob die Beschwerdegegnerin noch
hervor, dass mindestens mit dem Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit bewiesen sei, dass sich beim Beschwerdeführer die
Unfallfolgen an der linken Hand nicht wesentlich verändert bzw.
verschlechtert hätten. Da weitere Beweisabnahmen – wie das von der
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Gegenseite beantragte Gutachten – an dieser Feststellung nichts ändern
würden, sei im Sinne der antizipierten Beweiswürdigung auf zusätzliche
Abklärungen zu verzichten. Es werde an der Abweisung der Beschwerde
festgehalten.
15. Mit Brief vom 20. Februar 2018 ergänzte der Beschwerdeführer, dass es
sich wegen der unter Ziff. 4 der Beschwerde vom 8. Dezember 2017
aufgeführten Gründe beim Beschwerdeführer auch um psychische
Traumafolgen bzw. eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)
handeln könnte. Eine Kopie einer Medienmitteilung der Universität Zürich
vom 1. Februar 2018 über psychische Traumafolgen wurde dem Gericht
als Beilage zugestellt.
16. Diese Eingabe vom 20. Februar 2018 wurde der Beschwerdegegnerin am
21. Februar 2018 zur Kenntnisnahme zugestellt.
Auf die weiteren Vorbringen und Argumente der Parteien wird, soweit
erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:
1. Gemäss Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung
(UVG; SR 832.20) i.V.m. Art. 56 Abs. 1 und Art. 58 Abs. 2 des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
(ATSG; SR 830.1) kann gegen Einspracheentscheide Beschwerde
erhoben werden. Befindet sich der Wohnsitz der versicherten Person im
Ausland, so ist das Versicherungsgericht desjenigen Kantons zuständig, in
dem sich ihr letzter schweizerischer Wohnsitz befand. Vorliegendenfalls lag
der letzte schweizerische Wohnsitz des Beschwerdeführers in
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X._/GR, bevor er sich 1993 definitiv ins Ausland begab. Die örtliche
Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden ist damit
gegeben. Die sachliche Zuständigkeit des Gerichts ergibt sich aus Art. 57
ATSG i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100), wonach das
Verwaltungsgericht als kantonales Versicherungsgericht Beschwerden
gegen Einspracheentscheide und Verfügungen in
Sozialversicherungssachen beurteilt, die gemäss Bundesrecht der
Beschwerde unterliegen. Der Einspracheentscheid vom 17. November
2017, mit welchem die Beschwerdegegnerin die Einsprache des heutigen
Beschwerdeführers abgewiesen hat, stellt demnach ein taugliches
Anfechtungsobjekt für ein Verfahren vor dem Verwaltungsgericht dar. Als
formeller und materieller Adressat des angefochtenen
Einspracheentscheids ist der Beschwerdeführer berührt und weist ein
schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung auf (Art.
59 ATSG). Auf die zudem frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde
ist somit – unter Vorbehalt der nachfolgenden Erwägungen 2, 2.1 und 2.2
– einzutreten.
2. Der Beschwerdeführer beantragt in der Beschwerde vom 8. Dezember
2017 unter anderem die Gewährung einer höheren
Integritätsentschädigung von 20 % anstatt 10 %. Dazu gilt es das Folgende
zu beachten:
2.1. Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich nur
Rechtsverhältnisse zu überprüfen und zu beurteilen, zu denen die
zuständige Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich − in Form einer
Verfügung – Stellung genommen hat. Insoweit bestimmt die Verfügung den
beschwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt
fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer
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Sachurteilsvoraussetzung, wenn und insoweit keine Verfügung ergangen
ist. Streitgegenstand im System der nachträglichen
Verwaltungsrechtspflege ist das Rechtsverhältnis, welches − im Rahmen
des durch die Verfügung bestimmten Anfechtungsgegenstands − den auf
Grund der Beschwerdebegehren effektiv angefochtenen
Verfügungsgegenstand bildet. Anfechtungs- und Streitgegenstand sind
danach identisch, falls die Verwaltungsverfügung insgesamt angefochten
wird; bezieht sich hingegen die Beschwerde nur auf einzelne der durch die
Verfügung bestimmten Rechtsverhältnisse, gehören die nicht
beanstandeten − verfügungsweise festgelegten − Rechtsverhältnisse zwar
zum Anfechtungs-, nicht aber zum Streitgegenstand (BGE 131 V 164
E.2.1, 125 V 414 E.1b und E.2a; vgl. KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI,
Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 3. Aufl.,
Bern/Basel/ Genf 2013, Rz 687).
2.2. Anfechtungsgegenstand des vorliegenden verwaltungsgerichtlichen
Beschwerdeverfahrens bildet der die Verfügung vom 16. Juni 2016
bestätigende Einspracheentscheid vom 17. November 2017. Im erwähnten
Einspracheentscheid hat die Beschwerdegegnerin über die vom
Beschwerdeführer beantragte Erhöhung der Invalidenrente und die damit
zusammenhängende Frage der Unfallkausalität der heute noch geklagten
Körperleiden befunden. Nicht Gegenstand der Verfügung vom 16. Juni
2016 (vgl. beschwerdegegnerische Akten [Bg-act.] 163) als auch des
angefochtenen Einspracheentscheids vom 17. November 2017 (Bg-act.
166) bildete hingegen die Integritätsentschädigung. Vielmehr hat die
Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer bereits mit der längst
unangefochten in Rechtskraft erwachsenen Verfügung vom 11. Februar
1992 eine Integritätsentschädigung von 10 % zugesprochen. Was nicht
Gegenstand des angefochtenen Einspracheentscheids ist, kann aber gar
nicht beschwerdeweise angefochten werden. Soweit der
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Beschwerdeführer im vorliegenden Beschwerdeverfahren die
Zusprechung einer höheren Integritätsentschädigung von 20 % beantragt,
fehlt es bereits an einem Anfechtungsobjekt, weshalb insoweit nicht auf die
Beschwerde einzutreten ist.
3. Streitig und zu prüfen ist vorliegend die Frage, ob die Beschwerdegegnerin
revisionsweise zu Recht die bisherige Invalidenrente bei einem
Invaliditätsgrad von 33.33 % bestätigt hat und − damit verbunden – als
Unfallfolge eine wesentliche Verschlechterung der Funktionsfähigkeit der
linken Hand seit dem Unfallereignis vom 6. November 1989 und der darauf
basierenden Rentenverfügung vom 18. Dezember 1992 (Bg-act. 101) zu
Recht verneint hat; wobei die Höhe des Invaliditätsgrads von 33.33 % durch
die Beschwerdegegnerin bereits einmal am 14. Februar 1997 inhaltlich
überprüft und unangefochten bestätigt wurde (Bg-act. 128).
3.1. Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG werden, soweit das Gesetz nichts anderes
bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen,
Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt. In diesen Fällen hat
der Versicherte mittels kurzfristiger Versicherungsleistungen Anspruch auf
zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Art. 10 UVG) und Taggelder,
die den durch die gesundheitliche Beeinträchtigung erlittenen
Erwerbsausfall ausgleichen sollen (Art. 15 und 16 UVG). Ist der Versicherte
infolge des Unfalls zu mindestens 10 % invalid, so kann er eine
Invalidenrente beanspruchen (Art. 18 Abs. 1 UVG), sobald von der
Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des
Gesundheitszustands des Versicherten mehr zu erwarten ist und allfällige
Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen
sind (Art. 19 Abs. 1 UVG). Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder
längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs.
1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der
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körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und
nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder
teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht
kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die
Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich
die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine
Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht
überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
3.2. Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird
die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft
entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 1 Abs. 1 UVG
i.V.m. Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt nach der
Rechtsprechung jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen
Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den
Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist daher nicht nur bei
einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustands, sondern auch
dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich
gleich gebliebenen Gesundheitsschadens erheblich verändert haben oder
eine andere Art der Invaliditätsbemessung zur Anwendung gelangt (BGE
130 V 343 E. 3.5; Urteile des Bundesgerichts 8C_441/2012 vom 25. Juli
2013 E.3.1.1, 9C_261/2009 vom 11. Mai 2009 E.1.2). Dagegen stellt die
bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im
Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesundheitszustands auf die
Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revisionsgrund dar
(KIESER, ATSG-Kommentar, 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2015, Art. 17 Rz.
26 mit weiteren Hinweisen; sowie Urteile des Bundesgerichts 8C_248/2017
vom 24. Mai 2018 E.3.2, 9C_552/2007 vom 17. Januar 2008 E.3.1.2).
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3.3. Als Vergleichsbasis für die Beurteilung der Frage, ob bis zum Abschluss
des aktuellen Verwaltungsverfahrens eine anspruchserhebliche Änderung
des Invaliditätsgrads nach Art. 17 Abs. 1 ATSG eingetreten ist, dient die
letzte rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des
Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung,
Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei
Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des
Gesundheitszustandes) beruht (BGE 133 V 108 E.5; Urteile des
Bundesgerichts 9C_646/2014 vom 17. Dezember 2014 E.2.2,
8C_441/2012 vom 25. Juli 2013 E.3.1.2, 9C_418/2010 vom 20. August
2011 E.3.1). Wird bei dieser Gegenüberstellung festgestellt, dass der
Invaliditätsgrad im zur Beurteilung stehenden Zeitraum keine
rechtserhebliche Änderung erfahren hat, bleibt es beim bisherigen
Rechtszustand (Urteil des Bundesgerichts 8C_441/ 2012 vom 25. Juli 2013
E.3.1.3). Andernfalls ist das Vorliegen eines Revisionsgrunds zu bejahen
und die Rente entsprechend der festgestellten Sachverhaltsveränderung
anzupassen (vgl. MEYER/ REICHMUTH, in: STAUFFER/CARDINAUX [Hrsg.],
Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht,
Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf
2014, Art. 30-31 Rz. 13).
3.4. Um beurteilen zu können, in welchem Umfang und bezüglich welcher
Tätigkeiten einem Versicherten noch eine Erwerbstätigkeit zugemutet
werden kann, sind die Verwaltung und das im Beschwerdefall angerufene
Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls
andere Fachleute zur Verfügung stellen. Dabei besteht die Aufgabe des
Arztes darin, den Gesundheitszustand zu beurteilen und − wenn nötig −
seine Entwicklung im Laufe der Zeit zu beschreiben, d.h. mit den Mitteln
fachgerechter ärztlicher Untersuchung unter Berücksichtigung der
subjektiven Beschwerden Befunde zu erheben und gestützt darauf eine
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Diagnose zu stellen. Hiermit erfüllt der Arzt seine genuine Aufgabe, wozu
die Verwaltung und im Streitfall das Gericht nicht kompetent sind. Bei der
Folgeabschätzung der erhobenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen für
die Arbeitsfähigkeit kommt dem Arzt hingegen keine abschliessende
Beurteilungskompetenz zu. Vielmehr nimmt er zur Arbeitsunfähigkeit
Stellung, d.h. er gibt eine Schätzung ab, welche er aus seiner Sicht so
substanziell wie möglich begründet. Die ärztlichen Auskünfte sind somit
eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche
Arbeitsleistungen dem Versicherten konkret noch zugemutet werden
können (BGE 140 V 193 E.3.2, 125 V 256 E.4).
3.5. Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweismittel zu
würdigen sind. Für das gesamte Verwaltungs- und
Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt der Grundsatz der freien
Beweiswürdigung. Danach haben Versicherungsträger und
Sozialversicherungsgerichte die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an
förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen.
Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Gericht alle
Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen
und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine
zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten.
Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen
Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial
zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht
auf die andere medizinische These abstellt (vgl. BGE 125 V 351 E.3a).
Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen
Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt,
in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der
Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der
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medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des
Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E.5.1, 125 V 351 E.3a mit
Hinweis). Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit
weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der
eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder
Gutachten (BGE 125 V 351 E.3a, 122 V 157 E.1c mit Hinweisen). Dennoch
hat es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung
als vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer
Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen
(BGE 125 V 351 E.3b, 118 V 286 E.1b, 112 V 30 E.1a mit Hinweisen). Den
im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von
externen Spezialärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen
und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und
bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist
bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht
konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE
137 V 210 E.1.3.4, 125 V 351 E.3b/bb). Auch den Berichten und Gutachten
versicherungsinterner Ärzte kommt sodann Beweiswert zu, sofern sie als
schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich
widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit
bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem
Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf
mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf
vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die
Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen.
Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im
Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des
Gutachters allerdings ein strenger Massstab anzulegen. Bestehen auch
nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen
Feststellungen, sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (vgl. hierzu:
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BGE 139 V 225 E.5.2, 135 V 465 E.4.4, 125 V 351 E.3b/ee, 122 V 157
E.1c; Urteil des Bundesgerichts 8C_800/2011 vom 31. Januar 2012).
4. Zuerst gilt es vorliegend zu prüfen, ob sich der physische
Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit der Ablehnung der
Rentenerhöhung am 14. Februar 1997 tatsächlich wesentlich verändert
bzw. verschlechtert hat.
4.1. Der Bescheid vom 14. Februar 1997, mit welchem die beantragte
Rentenerhöhung des Beschwerdeführers für die verbleibende
Beeinträchtigung aus dem Unfallereignis vom 6. November 1989 abgelehnt
wurde, beruhte damals auf der kreisärztlichen Abschlussbeurteilung vom
29. Januar 1997 (Bg-act. 124). Der Kreisarzt Dr. med. D._ hatte
damals eine konzentrische Bewegungseinschränkung am linken
Handgelenk mit deutlicher Kraftverminderung der linken Hand bei einem
Linkshänder festgestellt. Es seien verbesserte Umfangmasse am linken
Arm feststellbar. Bezüglich der Zumutbarkeit des beruflichen
Arbeitseinsatzes seien keine Veränderungen eingetreten; als Bauarbeiter
könne er nicht mehr eingesetzt werden. Hingegen sei ihm weiterhin ein
ganztätiger Arbeitseinsatz in einem Industriebetrieb oder in einer Fabrik
zumutbar. Es sei keine weitere Besserung (anatomisch, funktionell oder
durch Anpassung/Gewöhnung) zu erwarten (Bg-act. 124 S. 3). Gestützt auf
diese medizinischen Erkenntnisse wurde dann im Februar 1997 die
bisherige Invalidenrente auf der Basis einer Erwerbsunfähigkeit von 33.33
% sinngemäss bestätigt.
4.2. Aufgrund der Mitteilung vom 11. Juni 2008 des Rechtsvertreters des
Beschwerdeführers bzw. dessen Begehren um erneute
Rentenüberprüfung vom 29. Dezember 2015 (Bg-act. 152) – diesmal
konkret dokumentiert mit zwei Röntgenbildern vom 18. September 2013
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und einem Arztbericht vom 24. September 2013 – wurden von der
Beschwerdegegnerin insgesamt vier kreisärztliche Untersuchungen
durchgeführt. Im ersten Untersuchungsbericht vom 26. Februar 2016 (Bg-
act. 155 samt deutscher Übersetzung des Arztberichts vom 24. September
2013) hielt der Kreisarzt Dr. med. C._, Facharzt für Orthopädische
Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, gestützt auf die
zwei Röntgenbilder von Handgelenk und Hüfte vom 18. September 2013
und den auf Deutsch übersetzten Arztbericht vom 24. September 2013 fest,
dass ein Status nach Scaphoidfraktur sichtbar und der übrige Befund der
Röntgenbilder unauffällig und altersentsprechend sei. Es bestehe kein
Zusammenhang der allgemeinen Verschlechterung (u.a. Diagnose
Demenz und Alzheimer) des Beschwerdeführers mit der 2009 verheilten
Scaphoidfraktur, weder anatomisch noch klinisch, und damit keinerlei
Unfallzusammenhang. Im zweiten und dritten Abklärungsbericht vom 14.
März und 23. März 2016 (Bg-act. 158) präzisierte der genannte Kreisarzt,
dass die angeführten Diagnosen beim Beschwerdeführer nichts mit einer
Scaphoidfraktur zu tun hätten. Die Diagnosen seien rein internistischer
Natur. Eine etwaige Arthrose oder degenerative Entwicklung am
Handgelenk stünde damit in keinster Weise in Zusammenhang.
Herzerkrankung, Alzheimer und Demenz seien Diagnosen, die auch für
einen fachfremden Anwalt begreiflich sein müssten und nichts mit der
erlittenen Fraktur am Handgelenk zu tun hätten. Zu betonen sei, dass die
einzig unfallbedingte Diagnose (Scaphoidfraktur) - selbst wenn es im
Verlauf des Lebens zu einer degenerativen Veränderung gekommen sein
möge – medizinisch sicherlich nichts mit der allgemeinen Verschlechterung
des Zustands des Beschwerdeführers zu tun hätte. Die ehemalige
Handverletzung habe rein gar nichts damit zu tun. In der vierten und letzten
kreisärztlichen Abschlussbeurteilung vom 10. Juni 2016 (Bg-act. 162) hielt
Dr. med. C._ überdies fest: Rein radiologisch habe sich in den Bildern
vom 18. September 2010 und im Vergleich zum 13. April 2016 keine
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wesentliche Änderung der Arthrose im Bereich scapholunär gezeigt. [...]
Das Sattelgelenk zeige nach wie vor eine gute Gelenkskongruenz. Somit
sei vom radiologischen Befund her keine wesentliche Änderung im
Verlaufe der letzten Jahre festzustellen. In Bezug auf die aufgeführten
multiplen Diagnosen im übersetzten Dokument aus Y._ vom 24.
September 2013 (Dementio, Morbus Alzheimer precox, Laesio n.
cochlearis bilaterales, Insomnio, St. post febritider haemorragi, Angina
pectoris, Hypertensio arterialis, chronisch obstruktive Lungenerkrankung,
Obesitas, Intolerantio glucosae, Hypercholesterinämie, Noduli
haemorrhoidales, Cephalgie) hätten allesamt nichts mit der
Handverletzung links im Jahre 1989 zu tun. Ein objektiver Zusammenhang
sei medizinisch ausgeschlossen. Radiologisch sei gut sichtbar, dass in den
letzten Jahren – wo seit 1997 bereits eine degenerative Veränderung der
Handwurzelknochen beschrieben worden sei – keine wesentliche
Veränderung der Degeneration stattgefunden habe. Die relativ hohe
Einschätzung der Handwurzeldegeneration von über 33 % sei damals
bereits im Sinne einer später möglichen Verschlechterung angesetzt
worden, um diese miteinzuschliessen.
4.3. Gestützt auf diese medizinischen Erkenntnisse des versicherungsinternen
Kreisarztes Dr. med. C._ lehnte die Beschwerdegegnerin das Gesuch
des Beschwerdeführers vom 29. Dezember 2015 um Rentenrevision mit
Verfügung vom 16. Juni 2016, bestätigt mit Einsprache-Entscheid vom 17.
November 2017, ab.
4.4. Der Beschwerdeführer hat zusammen mit seiner Beschwerde vom 8.
Dezember 2017 dagegen einzig den Arztbericht seiner Y._schen
Hausärztin vom 20. November 2017 eingereicht. Abgesehen davon, dass
dieser Hausarztbericht inhaltlich sehr knapp und rudimentär ausgefallen ist,
fällt vorweg auf, dass derselbe offenkundig erst nach Erlass (17. November
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2017) und Erhalt (18. November 2017: Empfang Rechtsvertreter) von der
Hausärztin verfasst wurde und deshalb nicht auszuschliessen ist, dass es
sich dabei lediglich um ein "Gefälligkeitsattest" derselben gegenüber ihrem
vertrauten Patienten handelt. Bei Arztberichten von Hausärzten und deren
Beweiskraft ist eine gewisse Zurückhaltung geboten, da aufgrund des
besonderen Vertrauensverhältnisses zwischen Hausarzt und Patient eine
(bewusste oder unbewusste) Besserstellung der Rechtsposition des
Beschwerdeführers nicht gänzlich ausser Acht gelassen werden darf.
Hinzu kommt, dass die vier kreisärztlichen Untersuchungsberichte von
einem ausgewiesenen Spezialisten für Orthopädie und Traumatologie des
Bewegungsapparates zeitlich gestaffelt erstellt wurden und ihnen daher
beweisrechtlich bzw. qualitativ grundsätzlich ein höheres Gewicht
beizumessen ist als dem Arztbericht der Hausärztin als
Allgemeinpraktikerin. Wie die Beschwerdegegnerin überdies in der
Beschwerdeantwort vom 6. Februar 2018 (vgl. Ziff. 5.5. S. 5) zutreffend und
überzeugend ausführt, wurde im Attest der Hausärztin vom 20. November
2017 ferner nur festgehalten, dass sich in den vergangenen 2-3 Jahren die
unfallbedingten Beschwerden erheblich verschlechtert hätten (Bg-act.
167). Eine Begründung für diese Behauptung findet sich unfallspezifisch
aber nirgends. Um eine solche Aussage wirklich beweiskräftig und materiell
zuverlässig machen zu können, hätte die Hausärztin über sämtliche
Unfallakten und Röntgenbilder seit 1989 verfügen müssen, was
aktenkundig gerade nicht der Fall war. Der Hinweis auf andere
Y._sche (Fach-)Ärzte, welche von den Verletzungen des
Beschwerdeführers gewusst hätten, vermag daran nichts zu ändern, da
entsprechende Unterlagen, obwohl seit 2008 in Aussicht gestellt - mit
Ausnahme der zwei Röntgenbilder und dem Arztbericht von September
2013 (siehe E.4.2 hiervor) -, nachweislich fehlen.
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4.5. Zusammengefasst ergibt sich, dass der vom Beschwerdeführer
nachgereichte Arztbericht der Hausärztin vom 20. November 2017 keinerlei
Zweifel an den umfassenden und nachvollziehbar begründeten
Beurteilungen des Kreisarztes zu wecken vermochte. Seine
fachspezifischen Diagnosen und Schlussfolgerungen sind in Kenntnis aller
Vorakten und der im Verlaufe des Verfahrens erstellten Röntgenbilder
abgegeben worden. Mangels gegenteiliger Anhaltspunkte oder Indizien
kann vorliegend daher ohne weiteres auf die schlüssigen und
widerspruchsfreien kreisärztlichen Beurteilungen vom 26. Februar, 14./23.
März und 10. Juni 2016 abgestellt werden, worin eine Erhöhung der
unfallbedingten Erwerbsunfähigkeit klar und unmissverständlich als
objektiv nicht begründbar bezeichnet wurde. Diesen kreisärztlichen
Beurteilungen kommt vorliegend voller Beweiswert zu, womit weitere
medizinischen Abklärungen bzw. die Einholung eines Gutachtens – wie
vom Beschwerdeführer in der Replik noch ausdrücklich verlangt – nicht
erforderlich sind, da hiervon keine weiteren Erkenntnisse für die
Streitentscheidung zu erwarten sind (antizipierte Beweiswürdigung: BGE
134 I 140 E.5.3, 127 V 491 E.1b, 124 V 90 E.4b, 122 V 157 E.1d). Dem seit
1993 unverändert in seiner Heimat Y._ domizilierten
Beschwerdeführer steht infolgedessen weiterhin eine Invalidenrente auf
der Basis einer Erwerbsunfähigkeit von 33.33 % zu.
4.6. Der Vollständigkeit halber sei noch auf die mit Eingabe vom 20. Februar
2018 erstmals und neu vorgebrachte Argumentation des
Beschwerdeführers bezüglich Verdachts auf Vorliegen einer
posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) Bezug genommen. Dem ist
zum einen entgegenzuhalten, dass von derartigen Arbeitseinschränkungen
in den bisherigen Untersuchungen und Abklärungen des Kreisarztes Dr.
med. C._ nirgends auch nur ansatzweise die Rede war und der
Beschwerdeführer bis dahin auch selbst niemals über psychische
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Beschwerden klagte. Zum zweiten schloss der Kreisarzt in seiner
Abschlussbeurteilung vom 10. Juni 2016 explizit aus, dass die 'multiplen
Diagnosen' im übersetzten Dokument aus Y._ vom 24. September
2013 in Bezug auf die hier allein massgebende Unfallkausalität der
Handverletzung im Jahre 1989 zu den darüber hinaus geklagten
Gesundheitsbeschwerden objektiv von Bedeutung sein könnten. Daran
vermag auch die mittels Kopie einer Medienmitteilung der Universität
Zürich vom 1. Februar 2018 zur Thematik PTBS gemachte Eingabe nichts
zu ändern, zumal der Beschwerdeführer nicht substantiiert hat, inwiefern
diese allgemein gehaltene Medieninformation gerade in seinem Fall
bezüglich einer (angeblichen) Verschlechterung der unfallkausalen
Handgelenksverletzung linksseitig von Relevanz sein sollte. Ein solcher
Sachzusammenhang wurde vom Beschwerdeführer weder plausibel
dargetan noch ist ein solcher für das Gericht sonst wie ersichtlich. Auch mit
seinem erst nachträglich erhobenen Einwand betreffend
Nichtberücksichtigung nicht näher dargetaner Unfallfolgen stösst der
Beschwerdeführer daher ins Leere.
5.1. Der angefochtene Einspracheentscheid vom 17. November 2017 ist
demnach rechtens, was zu seiner Bestätigung und somit zur Abweisung
der dagegen erhobenen Beschwerde vom 8. Dezember 2017 führt, soweit
darauf überhaupt eingetreten werden kann.
5.2. Laut Art. 61 lit. a ATSG ist das kantonale Beschwerdeverfahren in
Sozialversicherungssachen – ausser bei leichtsinniger oder mutwilliger
Prozessführung – für die Parteien kostenlos. Für das vorliegende
Beschwerdeverfahren werden daher keine Kosten erhoben. Der
obsiegenden Beschwerdegegnerin steht kein Anspruch auf Ersatz der
Parteikosten zu (Umkehrschluss aus Art. 61 lit. g ATSG).
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