Decision ID: 7944aed3-4961-5573-be2d-a601bedd0231
Year: 2015
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Filiz-Félice Aydemir Séquin, Magnihalden 7,
Postfach 14, 9004 St. Gallen,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
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betreffend
Rentenrevision (Einstellung)
Sachverhalt:
A.
A.a A._ (im Folgenden: Versicherter) meldete sich am 19. Juni 2000 wegen
"Herzschmerzen", Magenproblemen und seelischer Störungen bei der
eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an (IV-act. 1).
Vorgängig hatte er während der Nachtschicht als Lagerist am 28. Juni 1999 ein ihm
bekanntes Herzstechen verspürt, kurze Zeit später das Bewusstsein verloren und war
in die zentrale Notfallaufnahme des Kantonsspitals St. Gallen eingeliefert worden, wo
sich die inzwischen aufgetretenen Kopfschmerzen, eine Hemisymptomatik rechts
sowie eine motorische Aphasie alsbald zurückgebildet hatten. Als Diagnose war eine
Migräne mit Aura festgehalten worden (IV-act. 5).
A.b Der Versicherte wurde vom 2. - 4. Oktober 2000 durch Dr. med. B._, Psychiatrie
und Psychotherapie FMH, Facharzt für Neurologie, Allgemeine Medizin FMH, und
Dr. med. C._, Innere Medizin FMH, Medizinische Abklärungsstelle der
Invalidenversicherung, untersucht; das Hauptgutachten datiert vom 16. November
2000 (IV-act. 12-1). Der psychiatrische Konsiliargutachter diagnostizierte als
Hauptdiagnose (mit Einschränkung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit) eine
hypochondrisch-ängstliche Depression nach vorübergehender Hemiparese und
motorischer Aphasie am 27. Juni 1999 im Rahmen einer Migräne mit Aura,
wahrscheinlich auf dem Boden einer ängstlichen Persönlichkeitsstörung (IV-act. 12-5,
7 f.). Ohne Einbezug invaliditätsfremder Faktoren schätze er die zumutbare
Arbeitsfähigkeit für adaptierte Tätigkeiten in ruhiger Atmosphäre auf 50 %. Um dem
Versicherten den Wiedereinstieg ins Erwerbsleben zu ermöglichen, seien berufliche
Eingliederungsmassnahmen in Form einer zunächst 50 %igen Beschäftigung im
geschützten Rahmen angezeigt (IV-act. 12-14 ff.).
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A.c Dem Versicherten wurde mit Verfügung vom 22. August 2001 mit Wirkung ab
1. Juni 2000 bei einem Invaliditätsgrad von 57 % eine halbe IV-Rente zugesprochen
(IV-act. 19; 22).
A.d Wegen nach der Umstellung des Medikaments Fluctine auf das Arzneimittel
Remeron aufgetretenen Beschwerden begab sich der Versicherte am 18. Juli 2002 in
die zentrale Notfallaufnahme des Kantonsspitals St. Gallen. Der Konsiliarbericht von
Dr. med. D._ vermerkte beurteilend aktuell Nebenwirkungen im Rahmen einer
Neueinstellung auf Remeron. Es bestehe ein depressives Syndrom, derzeitig
mittelgradig mit somatischem Syndrom, darüber hinaus ein Verdacht auf eine
Panikstörung bei insgesamt histrionisch anmutenden Verarbeitungsmodi (IV-
act. 28-4 f.).
A.e Am 10. Juni 2003 gab der Versicherte auf Anfrage an, sein Gesundheitszustand
habe sich verschlimmert. Schmerz und Depression hätten zugenommen. Er benötige
Hilfe beim Aufstehen / Absitzen / Abliegen (IV-act. 27). Am 19. Juni 2003 berichtete
Dr. med. E._, Innere Medizin FMH, der Gesundheitszustand habe sich seit 30. April
2001 verschlechtert. Er verneinte ein Angewiesensein auf Hilfe von Drittpersonen bei
den alltäglichen Lebensverrichtungen und hielt eine ergänzende medizinische
Abklärung für angezeigt (IV-act. 28-1 f.).
A.f Dr. med. F._, Psychiatrie - Psychotherapie FMH, befand in seinem
Abklärungsbericht vom 12. April 2004, bezüglich der früher schon beschriebenen
Symptomatik hätten sich nur leichte Verschiebungen ergeben. Er diagnostizierte eine
depressive Entwicklung mit hystrionisch-hypochondrischen Zügen. Es könne von den
früheren Beurteilungen der Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden, welche eine
objektive Arbeitsfähigkeit von rund 50 % attestiert hätten. Unter Berücksichtigung der
Erlebensweise des Versicherten müsse von einer subjektiv erlebten 100 %igen
Invalidität ausgegangen werden (IV-act. 37-2 ff.). Dr. med. G._ von Regionalen
Ärztlichen Dienst (RAD) folgte am 5. Mai 2004 der Einschätzung von Dr. F._ (IV-
act. 38).
A.g Am 13. Mai 2004 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, es bestehe weiterhin ein
Anspruch auf die bisherige Invalidenrente (Invaliditätsgrad: 57 %) (IV-act. 39).
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A.h Am 24. / 25. Mai 2005 wurde der Versicherte konsiliarisch am Kantonsspital
St. Gallen untersucht. Dabei wurden unter anderem die Diagnosen einer akuten
psychotischen Störung (ICD-10: F23.0), einer anamnestisch nicht näher bezeichneten,
mit Fluctine behandelten depressiven Störung (ICD-10: F32.9), des Verdachts auf
Migräne mit Aura sowie "Anfälle", differenzialdiagnostisch assoziativ, ängstlich, gestellt
(IV-act. 51-3 f.; IV-act. 51-7 f.).
A.i Vom 21. bis 23. März 2009 war der Versicherte im Kantonsspital St. Gallen
hospitalisiert. Dabei wurde im Wesentlichen eine rezidivierend depressive Störung,
aktuell erneute depressive Episode, diagnostiziert (IV-act. 51-15 f.). Am 3. April 2009
stellte Dr. med. Dipl.-Psych. H._, Kantonsspital St. Gallen, Psychosomatik, die
Diagnose einer schizo-depressiven Episode (ICD-10: F25.1) (IV-act. 51-18).
A.j Anlässlich eines stationären Aufenthaltes in der psychiatrischen Klinik I._ vom 7.
bis 15. April 2009 wurde ein Verdacht auf eine schizoaffektive Störung, gegenwärtig
depressiv (ICD-10: F25.1) geäussert. Eine deutliche Angstkomponente sei spürbar
gewesen und es habe ein depressives Bild vorgelegen. Nachdem sich der Zustand
gebessert habe, sei der Versicherte auf eigenen Wunsch einige Tage vor dem
geplanten Termin ausgetreten (IV-act. 51-20 ff.).
A.k Der Versicherte teilte am 26. Mai 2009 im Rahmen eines von der IV-Stelle
eröffneten Revisionsverfahrens mit, der Gesundheitszustand habe sich verschlechtert.
Es gehe ihm psychisch schlechter und es liege ein Zustand nach Lungenentzündung
vor (IV-act. 45; IV-act. 51-1 f.). Dr. E._ berichtete am 8. Juni 2009, dem Versicherten
seien weder die bisherige noch andere Tätigkeiten zumutbar (IV-act. 51-24 f.).
A.l Dr. med. J._, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), befand am 9. Juli 2009, gemäss
den aktuellen Berichten des Kantonsspitals St. Gallen, von Dr. E._ sowie der
psychiatrischen Klinik I._ könne von einer relevanten Verschlechterung des
Gesundheitszustandes und weiterhin von einer vollumfänglichen Arbeitsunfähigkeit
ausgegangen werden (IV-act. 53).
A.mDr. H._ bezeichnete im Verlaufsbericht vom 2. November 2009 den
Gesundheitszustand als stationär. Die Symptomatik der schizo-depressiven Episode
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sei weiter so stark ausgeprägt, dass eine 100 %ige Arbeitsunfähigkeit bestehe (IV-
act. 54-3 f.).
A.n Dr. J._ nahm am 12. Januar 2010 Stellung, es müsse von einer seit Anfang April
2009 anhaltenden Verschlechterung ausgegangen werden. Eine weitere psychiatrische
Abklärung erscheine wenig sinnvoll (IV-act. 56).
A.o Im Auftrag der IV-Stelle untersuchte und begutachtete Dr. med. K._, Facharzt
FMH für Psychiatrie / Psychotherapie und Allgemeinmedizin, den Versicherten am
9. Februar 2011 bzw. 22. März 2011 psychiatrisch (IV-act. 65-1). Dr. K._ hielt als
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine Angststörung (ICD-10: F41.0),
als Differenzialdiagnose dazu Hyperventilation und Dissoziation im Rahmen einer
ängstlichen Persönlichkeitsstörung, sowie einen Zustand nach schizoaffektiver Episode
(ICD-10: F25.1) fest. Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit führte er
eine leicht rezidivierend depressive Störung (ICD-10: F33.0) und einen Zustand nach
somatoformer Schmerzstörung (ICD-10: F45.4) an (IV-act. 65-13). Der Gutachter kam
im Wesentlichen zum Schluss, im Rahmen der leichten depressiven Episoden und der
aufgrund zahlreicher Inkongruenzen und Inkonsistenzen nicht klar verifizierbaren
respektive zuzuordnenden paranoiden und ängstlichen Symptomatik sei in der
angestammten wie auch in jeder adaptierten Tätigkeit bis zum Vorliegen einer
aussagekräftigeren und suffizienteren Abklärung und Therapie eine 50 %ige
Arbeitsfähigkeit weiter ausgewiesen (IV-act. 65-17, 19).
A.p Der Versicherte wurde am 25. und 26. August 2011, am 2. September 2011 sowie
am 14. und 15. September 2011 überwacht (vgl. IV-act. 73).
A.q Dr. K._ beantwortete am 7. November 2011 Zusatzfragen der IV-Stelle zum ihm
vorgelegten Observationsergebnis. Als revidierte Diagnose bestehe eine rezidivierende
depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode (ICD-1: F33.0). Ungelernte Tätigkeiten
in Verkauf, Lager und Reinigungsdienst seien dem Versicherten unter Berücksichtigung
der neuen Erkenntnisse im Ausmass von 75 % zumutbar (IV-act. 77).
A.r Dr. med. L._ vom IV-internen RAD stellte am 23. November 2011 im
Wesentlichen fest, die Diagnose einer schizo-depressiven Episode müsse heute als
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unwahrscheinlich respektive als nicht mehr vorliegend oder zumindest abgeklungen
gelten. Jedoch habe der Versicherte eine entsprechende Episode durchgemacht,
weshalb vom 3. April 2009 bis zum 22. März 2011 von einer vollen Arbeitsunfähigkeit
auszugehen sei. Die Arbeitsfähigkeit in angestammter und adaptierter Tätigkeit von
75 % erscheine seines Erachtens korrekt. Aus versicherungsmedizinischer Sicht sei es
jedoch nicht üblich, einer leichten depressiven Störung überhaupt eine
Arbeitsunfähigkeit zuzugestehen (IV-act. 78). Auf Nachfrage ergänzte Dr. K._ am
19. Dezember 2011, ein "Zustand nach schizoaffektiver Episode" liege vor; dies
bedeute jedoch nicht das Vorhandensein eines Restzustandes (Residual) mit Einfluss
auf die Arbeitsfähigkeit. Der Zustand habe sich in Bezug auf diese Diagnose geändert.
Die Medikamentencompliance sei gering, und die Beschwerdeschilderungen seien
weder einfühlbar noch exakt beschreibbar und laut Observationsunterlagen ebenfalls
nicht überprüfbar (IV-act. 82). Die Angelegenheit wurde erneut Dr. L._ vorgelegt.
Dieser schloss am 6. Februar 2012, spätestens seit dem Datum des Gutachtens, dem
22. März 2011, betrage die Arbeitsunfähigkeit im angestammten und im adaptierten
Bereich 25 %. Die Untersuchung durch Dr. K._ und die Observation hätten innerhalb
eines halben Jahres zweimal gezeigt, dass der Gesundheitszustand des Versicherten
viel besser gewesen sei, als bei der letzten Revision angenommen worden sei. Vom
7. April 2009 bis zum 22. März 2011 sei eine 100 %ige Arbeitsunfähigkeit anzunehmen
(IV-act. 83).
A.s Nach entsprechendem Vorbescheidverfahren (eingeleitet am 16. Mai 2012, IV-
act. 89; IV-act. 93; IV-act. 101 - 103) verfügte die IV-Stelle am 7. März 2013 (act. G 1.2),
die halbe Rente werde für die Zeit vom 1. Juli 2009 bis 30. Juni 2011 auf eine ganze
Rente erhöht und wegen Verletzung der Mitwirkungspflicht rückwirkend per 30. Juni
2011 eingestellt (Invaliditätsgrad ab 1. Juli 2011: 11 %). Einer allfälligen Beschwerde
werde die aufschiebende Wirkung entzogen.
B.
B.a Mit Eingabe vom 8. April 2013 liess der Versicherte gegen die Verfügung vom
7. März 2013 Beschwerde erheben (act. G 1). Er beantragt unter Kosten- und
Entschädigungsfolgen, die angefochtene Verfügung sei betreffend den Passus
"rückwirkende Einstellung der Invalidenrente per 30. Juni 2011 wegen Verletzung der
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Mitwirkungspflicht" vollumfänglich aufzuheben. Es sei festzustellen, dass der
Beschwerdeführer seine Mitwirkungspflicht nicht verletzt habe und daher sein
Anspruch auf eine angemessene ganze oder eventualiter halbe Invalidenrente
fortbestehe; resp. sei dem Beschwerdeführer weiterhin eine ganze oder eventualiter
eine Dreiviertels- oder eine halbe Invalidenrente zuzusprechen. Über die derzeitige und
künftig zu erwartende Entwicklung des Gesundheitszustands sei ein fachärztlicher
Verlaufsbericht über die fortlaufende ambulante Behandlung am Kantonsspital
St. Gallen, Departement Innere Medizin, Psychosomatik, Dr. M._ bzw. Dr. N._,
einzuholen; es sei ein psychiatrisches / neurologisches / neuropsychologisches resp.
ein bidisziplinäres Gutachten von unabhängigen Fachgutachtern einzuholen. Das
gesamte Observationsmaterial vom 25. August 2011 bis 15. September 2011 sowie die
zugehörigen Ergänzungsberichte von Dr. K._ seien aus dem Recht zu weisen bzw.
aus den IV-Akten vollständig zu entfernen (act. G 1-2). Im Einzelnen wird, soweit
erforderlich, in den Erwägungen auf die Vorbringen eingegangen.
B.b Die Beschwerdegegnerin beantragt mit Beschwerdeantwort vom 10. Juni 2013
(act. G 4) die Abweisung der Beschwerde. Die angefochtene Verfügung sei insoweit zu
korrigieren, als sie dem Beschwerdeführer vorübergehend eine ganze Rente zuspreche.
Die halbe Rente sei per 30. Juni 2011 aufzuheben. Die vorübergehende
Verschlechterung des Gesundheitszustands durch die geltend gemachte schizophrene
Episode sei durch den Beschwerdeführer nicht rechtsgenügend nachgewiesen
(act. G 4-3).
B.c Mit Replik vom 22. Juli 2013 (act. G 6) lässt der Beschwerdeführer an seinen
Anträgen festhalten und beantragen, auf den Antrag betreffend Korrektur der
Zusprache einer vorübergehenden ganzen Rente sei nicht einzutreten; eventualiter sei
dieser Antrag abzuweisen.
B.d Mit Eingabe vom 16. September 2013 verzichtet die Beschwerdegegnerin auf eine
Duplik und hält an den Ausführungen der Beschwerdeantwort und am Antrag
ausdrücklich fest (act. G 8).

Erwägungen:
1.
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1.1 Dem Beschwerdeführer wurde ab 1. Juni 2000 eine halbe IV-Rente ausgerichtet
(IV-act. 19; 22). Mit angefochtener Verfügung vom 7. März 2013 (act. G 1.2) wurde
diese rückwirkend ab 1. Juli 2009 auf eine ganze Rente erhöht und per 30. Juni 2011
eingestellt. In der Beschwerdeantwort vom 10. Juni 2013 beantragt die
Beschwerdegegnerin, die angefochtene Verfügung sei insofern zu "korrigieren", als sie
dem Beschwerdeführer vorübergehend eine ganze Rente zuspreche (act. G 4). Die
Beschwerdegegnerin beantragt mithin, die von ihr erlassene, angefochtene Verfügung
sei in Bezug auf die vorübergehende Rentenerhöhung aufzuheben.
1.2 Gemäss Art. 61 lit. d des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) ist das Versicherungsgericht an die
Begehren der Parteien nicht gebunden. Es kann eine Verfügung oder einen
Einspracheentscheid zu Ungunsten der Beschwerde führenden Person ändern oder
dieser mehr zusprechen, als sie verlangt hat, wobei den Parteien vorher Gelegenheit
zur Stellungnahme sowie zum Rückzug der Beschwerde zu geben ist.
1.3
1.3.1 Der Beschwerdeführer lässt sinngemäss vorbringen, er habe die Verfügung
in Bezug auf die vorübergehende Rentenerhöhung nicht angefochten; diese bilde
mithin nicht Streitgegenstand. Auf den diesbezüglichen Antrag der
Beschwerdegegnerin sei daher nicht einzutreten (act. G 6-2).
1.3.2 Anfechtungsgegenstand bilden im verwaltungsgerichtlichen
Beschwerdeverfahren die von der zuständigen Verwaltungsbehörde vorgängig
verbindlich, in den Verfügungen geregelten Rechtsverhältnisse. Streitgegenstand ist
demgegenüber das auf Grund der Beschwerdebegehren tatsächlich angefochtene,
somit als Prozessthema vor das Gericht gezogene Rechtsverhältnis. Für die begriffliche
Umschreibung des Streitgegenstandes und seine Abgrenzung vom
Anfechtungsgegenstand nicht von Bedeutung sind demzufolge die bestimmenden
Elemente ("Teilaspekte", "aspects") des oder der verfügungsweise festgelegten
Rechtsverhältnisse wie die einzelnen Anspruchsvoraussetzungen oder die zeitlichen
und masslichen Festsetzungen einer Leistung (BGE 130 V 502 E. 1.1, 125 V 415 f. E. 2a
und 2b, mit weiteren Verweisen). Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung liegt
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materiell ein einziges Rechtsverhältnis vor, wenn eine Leistung rückwirkend
zugesprochen, diese aber gleichzeitig befristet, herauf- oder herabgesetzt wird. Dabei
ist unerheblich, ob aus technischen Gründen eine oder am selben Tag mehrere
Verfügungen erlassen werden (BGE 131 V 164 E. 2.3, mit Hinweis auf BGE 125 V 415 f.
E. 2; vgl. m.w.H. den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen IV
2008/359 vom 26. Februar 2010 E. 2).
1.3.3 Nach dem Gesagten umfasst der Streitgegenstand sowohl die
vorübergehende Erhöhung als auch die anschliessende Einstellung der Rente. Das
Versicherungsgericht hat somit auch die vom Beschwerdeführer nicht gerügte
vorübergehende Erhöhung der Rente zu prüfen. Dabei ist es gemäss Art. 61 lit. d ATSG
nicht an Parteianträge gebunden und - unter Einhaltung der formellen
Voraussetzungen, insbesondere der Gewährung der Gelegenheit zur Stellungnahme
und zum Rückzug der Beschwerde - berechtigt und verpflichtet, die angefochtene
Verfügung auch zu Ungunsten der anfechtenden Partei abzuändern (reformatio in
peius).
2.
2.1 Nach Art. 28 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR
831.20) besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte
Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens
zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% besteht ein
Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein
Anspruch auf eine Viertelsrente.
2.2 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des
Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung
zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte
Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen
Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche
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Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V
261 E. 4 mit Hinweisen).
2.3 Im Sozialversicherungsrecht gilt der Untersuchungsgrundsatz. Verwaltung und
Sozialversicherungsgericht haben von sich aus für die richtige und vollständige
Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen (BGE 122 V 158 E. 1a); in
diesem Sinn trifft die Verwaltung grundsätzlich auch die Beweisführungslast.
Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob über den
streitigen Anspruch so oder anders zu entscheiden ist. In diesem Rahmen haben
Verwaltungsbehörden und das Sozialversicherungsgericht zusätzliche Abklärungen
stets dann vorzunehmen oder zu veranlassen, wenn hierzu aufgrund der
Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebenden Anhaltspunkte
hinreichender Anlass besteht (BGE 117 V 282 E. 4a). In beweisrechtlicher Hinsicht gilt
der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben die urteilenden Instanzen
die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und
pflichtgemäss zu würdigen. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist
entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen
Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen
Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und
ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit
Hinweisen).
2.4 Im Sinne einer Richtlinie ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens
eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten, welche aufgrund eingehender
Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht
erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen,
volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die
Zuverlässigkeit der Expertise sprechen. Zu beachten sind sodann die einschlägigen
Verfahrensvorschriften und die Mitwirkungsrechte der Verfahrensbeteiligten (BGE 137
V 227 E. 1.3.4; BGE 125 V 353 E. 3b/bb).
3.
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3.1 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft
entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 des
Bundesgesetzes über den allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR
830.1]). Ist eine anspruchserhebliche Änderung des Sachverhalts nicht mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, bleibt es nach dem Grundsatz der
materiellen Beweislast beim bisherigen Rechtszustand (Urteil des Bundesgerichts vom
16. Juni 2014, 9C_273/2014, E. 3.1.1).
3.2 Gemäss Art. 88a Abs. 1 IVV ist eine Verbesserung der Erwerbsfähigkeit für die
Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen,
in dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird.
Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung
drei Monate gedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird. Nach Art. 88
IVV erfolgt die Herabsetzung oder Aufhebung der Renten frühestens vom ersten Tag
des zweiten der Zustellung der Verfügung folgenden Monats an (lit. a). Sie erfolgt
rückwirkend vom Eintritt der für den Anspruch erheblichen Änderung, wenn die
unrichtige Ausrichtung einer Leistung darauf zurückzuführen ist, dass der Bezüger sie
unrechtmässig erwirkt hat oder der ihm gemäss Art. 77 zumutbaren Meldepflicht nicht
nachgekommen ist (Art. 88 Abs. 2 lit. b IVV).
4.
4.1 Im Zentrum der Sachverhaltsermittlung steht das psychiatrische Gutachten von
Dr. K._ vom 22. März 2011 (IV-act. 65). Der Gutachter fand Unstimmigkeiten in den
Aussagen und im Verhalten des Beschwerdeführers, welche schliesslich Anlass zur
Observation gaben und zusammen mit deren Ergebnissen zur angefochtenen
Verfügung führten. Es ist daher zunächst zu prüfen, ob das Gutachten beweistauglich
ist.
4.2
4.2.1 Der Beschwerdeführer berichtete Dr. K._, er habe bis vor einem Monat
während rund 10 Jahren das Medikament Fluctine eingenommen. Am Kantonsspital
bis
bis
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seien schon viele Medikamentenumstellungen versucht worden, die jeweils nach
wenigen Tagen an aufgetretenen Nebenwirkungen gescheitert seien. Er sehe
regelmässig (jedoch nicht in der Untersuchungssituation) Leute hinter sich, die sich
anschleichen oder (ihn) würgen wollten, sehe Gesichter und höre Stimmen, die nicht
wirklich seien. Seit dem Jahr 2009 habe sich die Stimmung verschlechtert; er leide
unter Zittern, zuckenden Beinen, Suizidgedanken, rede weniger, ziehe sich mehr
zurück, könne nichts mehr machen und habe keine Lebenslust. Er bewege sich
ausserhalb der Wohnung nur für Arztbesuche und kleine Einkäufe selbständig und
fahre etwa einmal wöchentlich mit dem Auto. Er leide unter schlechtem Schlaf,
Verfolgungsgefühlen und Albträumen und er verspüre eine starke innere Unruhe.
Gegen Kopfschmerzen nehme er Dafalgan und habe beim schnellen Laufen
Atemprobleme. Er wache morgens zwischen 5.00 Uhr und 7.00 Uhr auf, könne sich
selbständig ankleiden, duschen und essen. Die Zeit zwischen den Mahlzeiten am
Morgen und Abend verbringe er ohne Beteiligung an der Hausarbeit, sitze im
Wohnzimmer oder Schlafzimmer, gehe fallweise mit seiner Ehefrau hinaus und schaue
fern. Er benutze kein Mobiltelefon und habe keine Hobbys (IV-act. 65-10 f.). Er leide
unter Gefühllosigkeit, Weinerlichkeit, fühle sich entscheidungsunfähig, energielos und
"kaputt". Über sich selbst könne er mit der Familie nicht sprechen; dies tue er lediglich
bei Dr. O._ (IV-act. 65-12, 16).
4.2.2 Dr. K._ konsultierte telefonisch den behandelnden Arzt des Beschwerde
führers, Dr. O._. Dieser teilte ihm mit, die "schizoaffektive Störung" bilde weiterhin
lediglich eine Arbeitsdiagnose. Eine einfache Angststörung oder eine Borderlinestörung
lägen nicht vor. Psychopathologisch zeige der Beschwerdeführer sich schwerst
hypochondrisch mit paranoiden Ängsten. Affektiv trete er nicht in Kontakt, eine
therapeutische Beziehung sei nicht möglich. Die Compliance sei gering; rund zehn
Neuroleptika habe der Beschwerdeführer jeweils sofort wegen Nebenwirkungen
abgesetzt (IV-act. 65-7). Die testpsychologische Untersuchung umfasste den Culture-
Free-Test, ein Interview bezüglich Angst und Depression, eine Untersuchung zum
Selbst-Objektkonzept, den Benton-Test, den Wartegg-Test sowie den
Baumzeichentest. Die Psychologin fand deutliche Hinweise auf eine schwerwiegende
depressive Problematik mit Angst und Verfolgung bei einer Unfähigkeit, abstrakt zu
denken. Ihr gegenüber habe der Beschwerdeführer berichtet, er gehe nicht "raus",
fühle sich verfolgt, habe viele Träume. Sein Körper sei "kaputt"; wenn er keine
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Medikamente einnehme, leide er unter Ängsten und Panik. Er gehe nur mit seiner
Ehefrau spazieren. Sie sei nett, behilflich, mache viel. Er rede auch mit seinen
Angehörigen nicht gerne und viel, möge keinen Lärm. Er habe den Mut und die
Hoffnung verloren und sehe keine Zukunft. Dies werde immer stärker und sei früher
besser gewesen. Er leide ständig unter depressiven Störungen, Verfolgungen, Ängsten,
sei unkonzentriert, seine Augen seien vernebelt. Er wolle etwas machen, alles belaste
ihn, er ertrage nichts. Er sei immer zu Hause, selbständig im Zimmer. Er leide (IV-
act. 65-21 ff.).
4.2.3 Der Gutachter befand, die vom Beschwerdeführer anamnestisch und laut
Aktenlage erwähnten Stimmen, Gesichter und Personen beziehungsweise die optisch-
akustischen halluzinatorischen Ereignisse seien in der Untersuchung nicht kongruent,
nicht verifizierbar und wenig einfühlbar geschildert worden. In der Untersuchung hätten
sich keine Hinweise auf Derealisation, Depersonalisation oder eine Ich-Störung gezeigt
(IV-act. 65-11 f.). Die ursprünglich ängstlich-hypochondrische depressive Entwicklung,
welche in den Gutachten von Dr. B._ (Oktober 2000) und Dr. F._ (April 2004)
diskutiert worden sei, habe sich ab 2004 in Form leichter depressiver Episoden weiter
erhalten. Das Rückzugsverhalten des Beschwerdeführers auf den Rahmen seiner
Familie hingegen zeige sich nicht durchgehend, so habe er weiterhin und bis anhin
jährlich fünf Wochen in den Urlaub fliegen können (Izmir), fahre ein eigenes Auto und
benutze regelmässig ein eigenes Mobiltelefon. Auch sei er in der Lage, seine
Arztbesuche im Kantonsspital selbständig auszuführen und Einkäufe selbständig zu
erledigen. Die Interesselosigkeit hinsichtlich Hobbys, Freizeitbeschäftigung oder
Kontakten zu Einheimischen könne im Rahmen der kulturspezifischen Separation und
mangelnden Integrationswilligkeit betrachtet werden. Auch die fehlende Beschäftigung
in Haushalt und Freizeit könne als kulturspezifisches Rollenverhalten betrachtet werden
(IV-act. 65-13 f.). Im Rahmen des Zusammenlebens des Beschwerdeführers mit seinen
eigenen Eltern und der nicht sprachkundigen Ehefrau bestehe eine offensichtliche
Isolation und kollektive Unselbständigkeit mit hoher gegenseitiger Abhängigkeit in der
Familie (IV-act. 65-14). Die Einschränkungen des Beschwerdeführers ergäben sich
hauptsächlich aus seiner Ängstlichkeit, psychomotorischen Unruhe sowie optischer
und akustischer halluzinatorischer Schilderungen, welche vom Beschwerdeführer wohl
inkonsistent, aber wiederholt angegeben würden. Im Rahmen der Ängstlichkeit sei
auch eine Neigung zu Hyperventilation und unklaren Anfällen mit fraglicher
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Bewusstlosigkeit vorhanden, welche in den vergangenen beiden Jahren nicht mehr
aufgetreten seien. Auch bestünden rasche Überforderungszeichen in Form von Magen-
und Herzbeschwerden sowie hypochondrische Beschwerden. Insgesamt bestehe auch
ein leicht depressives Beschwerdebild mit Antriebsschwäche, Motivationsschwäche,
fehlenden Integrationsanstrengungen und einem Leben in einer türkischen
Parallelgesellschaft. Im Gegensatz dazu präsentiere sich das Zustandsbild in der
psychiatrischen Untersuchung widersprüchlich: beim Referenten mit nur leichter
depressiver Beeinträchtigung und primärer Angstsymptomatik, in der
testpsychologischen Untersuchung mehr depressiv betont (allerdings neu eingestellt
unter erheblicher Sedierung mit Xanax und Neuroleptikum) (IV-act. 65-15). Die
Willensanstrengung habe erste Einschränkungen bereits beim Abbruch der Lehre
gezeigt. Seitens der IV unternommene Anstrengungen zur Umschulung seien nicht
angetreten worden und ein von ihm selbst angenommener Job im Reinigungsdienst bei
der P._ AG sei nach wenigen Monaten wieder abgebrochen worden (20 %-Pensum).
Der Beschwerdeführer scheine mit der 50 %igen IV-Rente und Ergänzungsleistungen
gemäss eigenen Schilderungen sein Auskommen zu finden. Auch seien trotz
angegebener schwerer Leiden keine Anstrengungen bezüglich teilstationären oder
stationären psychiatrischen Abklärungen und Therapien unternommen worden. Ein
weiterer Aggravierungshinweis ergebe sich daraus, dass der Beschwerdeführer
anlässlich der Revisionsprüfung 2003 im Gegensatz zu Dr. E._ angegeben habe, Hilfe
beim Aufstehen und Absitzen zu benötigen. Dass er in den Jahren 1999 bis 2009 keine
anderen Medikamente als Fluctine vertragen habe, erscheine angesichts der vielen gut
verträglichen antidepressiven Behandlungsschemata wenig glaubwürdig. In den Akten
fänden sich widersprüchliche Angaben des Beschwerdeführers zur Rückbildung der
Beschwerden nach dem Vorfall vom 27. Juni 1999 und zur Häufigkeit halluzinatorischer
Episoden (IV-act. 65-15 f.). Die Angststörung und depressive Erkrankung würden durch
die Testung gestützt. Klinisch sei allerdings der Zustand vor der Testung (ohne Xanax)
aussagekräftiger hinsichtlich der Ausprägung der Depression. Es fänden sich analog
zur klinischen Untersuchung keine Hinweise auf eine aktuelle Psychose oder
schizoaffektive Störung oder eine Organizität. Es müsse davon ausgegangen werden,
dass das Denken des Beschwerdeführers zur Dekompensation im Rahmen der
Angsterkrankung und auch zu Dissoziation führe (IV-act. 65-16 f.). Der
Beschwerdeführer lebe in einer erworbenen Unselbständigkeit und sehe keine
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Verantwortung, sich um Arbeit oder Eingliederung zu bemühen. Es sei anzunehmen,
dass der Leidensdruck nicht erheblich sei oder ein ausreichendes wirtschaftliches
Einkommen über die Berentung bestehe (IV-act. 65-17). In die Beurteilung der
neurologischen Abteilung des Kantonsspitals St. Gallen vom 5. Juli 1999 seien
aussenanemnestische Angaben nicht einbezogen worden, ebenso könnten ein reines
Hyperventilationsgeschehen oder eine Dissoziation als Ursache des Ereignisses nicht
ausgeschlossen werden. Auch sei die Schilderung des Beschwerdeführers hinsichtlich
der Hemisymptomatik atypisch gewesen. Ein rein psychogener Anfall sei in die
Differenzialdiagnose nicht einbezogen worden, obwohl der Anfall am ersten Arbeitstag
nach Rückkehr aus einem fünfwöchigen Türkeiurlaub bei vorhandener
migrationsspezifischer Belastung erfolgt sei. Das MEDAS-Gutachten, welches als Basis
der Teilberentung gedient habe, sei ohne klare Klassifikation (ICD-10) und ohne
Berücksichtigung der somatoformen Züge der Störung erfolgt und aktuell nicht mehr
schlüssig. Im Gutachten von Dr. F._, welches wiederum keine ICD-10-Diagnose
enthalte und als Grundlage für den neuerlichen Entscheid zu Fortführung der
Teilberentung gedient habe, sei von unzutreffenden anamnestischen Angaben des
Beschwerdeführers ausgegangen worden, sein Vater sei an einer Herzkrankheit
verstorben (IV-act. 65-18). Die von Dr. H._ angeführte "schizodepressive"
Symptomatik stütze sich alleine auf inkonsistente Angaben des Versicherten, welche
nicht objektivierbar seien. Die aktuelle Untersuchung und Testpsychologie zeigten
keine Hinweise auf eine psychotische Erkrankung. Des Weiteren seien die depressiven
Beschwerden und die Angstsymptomatik des Beschwerdeführers in Zusammenschau
mit dessen erhaltener Tagesstruktur (er könne z.B. Auto fahren, in den Urlaub fliegen,
Einkäufe selbst erledigen) aktuell nur mit einer leichten Ausprägung von Angst und
Depression vereinbar. Chronische oder akute Schmerzen würden aktuell verneint.
Aufgrund der zahlreichen Inkongruenzen und Inkonsistenzen sowohl in der Aktenlage
als auch im Vergleich mit der aktuellen Untersuchung entstünden erhebliche Zweifel
daran, wie weit der Beschwerdeführer die zumutbare Willensanstrengung zur
Minderung seines Leidens umsetze. Zur klareren weiterführenden diagnostischen
Einordnung sei eine tagesklinische oder stationäre Beobachtung notwendig.
Zusammenfassend könne zum aktuellen Zeitpunkt maximal mit einer 50 %igen
Arbeitsunfähigkeit gerechnet werden (IV-act. 65-19 f.).
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4.2.4 Im Nachgang zum Gutachten trafen die Testresultate zur Bestimmung des
Medikamentenspiegels bei Dr. K._ ein (IV-act. 66-2). Dieser ergänzte, es sei davon
auszugehen, dass der Beschwerdeführer die Medikamente Quetiapin und Risperidon
entgegen seiner Behauptung vor dem Blutabnahmedatum am 1. April 2011 nicht
regelmässig eingenommen habe. Die entsprechende Inkonsistenz sei noch nicht in das
Gutachten eingeflossen und (zusätzlich) zu berücksichtigen (IV-act. 66-1).
4.3
4.3.1 Die von Dr. K._ angeführten Inkongruenzen und Inkonsistenzen werden
von der Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers im Einzelnen bestritten, da sie auf
falsch wiedergegebenen beziehungsweise zu Unrecht subjektiv uminterpretierten
Aussagen beruhten (act. G 1-16 f.). Sinngemäss und im Wesentlichen macht die
Rechtsvertreterin geltend, der Gutachter erscheine befangen, weshalb das Gutachten
nicht beweistauglich sei.
4.3.2 Die von Dr. K._ erfolgte Wiedergabe des Berichts von Dr. D._ betreffend
histrionischer Tönung beziehungsweise histrionischer Art der Krankheitsverarbeitung
(vgl. IV-act. 28-4 f., 65-18) lässt entgegen dem Vorbringen der Rechtsvertreterin des
Beschwerdeführers (act. G1-9 f.) nicht auf eine (ab)wertende Zitierung schliessen. Dies
gilt auch für die Erwähnung der Aktennotiz, gemäss welcher eine Erhöhung der Rente
zwar in Betracht gezogen, jedoch nicht verfügt wurde, und welche Dr. K._ offenbar
irrtümlich für ein RAD-Protokoll gehalten hatte (vgl. IV-act. 58; IV-act. 65-7; act. G 1-9).
In Bezug auf die Angaben des Beschwerdeführers zum Gesundheitszustand seines
Vaters schloss Dr. K._ ein Missverständnis nicht aus und mass ihnen lediglich für die
Würdigung des Gutachtens von Dr. F._ Bedeutung bei (IV-act. 65-18). Dem
Vorbringen des Beschwerdeführers (vgl. act. G 1-9 f.) ist jedoch insoweit zuzustimmen,
dass ihm eine Inkongruenz nicht vorgehalten werden kann, weil die Aktenlage
hinsichtlich des Vorliegens und des Zeitpunkts der Erkrankung seines Vaters unklar ist
(vgl. dazu IV-act. 12-1, 6, 12; IV-act. 51-3, 5, 12). Zu relativieren ist sodann die
Feststellung Dr. K._s, der Beschwerdeführer habe widersprüchliche Angaben zur Art
und Häufigkeit halluzinatorischer Episoden gemacht (IV-act. 65-16). Hier ist der
Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers zuzustimmen, dass sich die Aussage
häufiger Anfälle auf Angstereignisse bezieht, während sich die Angabe eines bisher
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einmaligen Erlebens auf halluzinatorische Episoden bezieht (vgl. IV-act. 51-3, 5, 7;
act. G 1-10, 14). Was die Angabe des Beschwerdeführers zur Hilfsbedürftigkeit beim
Aufstehen und Absitzen anbelangt (IV-act. 27; IV-act. 28-1), ist dem Vorbringen der
Rechtsvertreterin, diese sei nur kurzfristig nötig gewesen (act. G 1-12),
entgegenzuhalten, dass im betreffenden Fragebogen ausdrücklich nach
"regelmässiger" Hilfsbedürftigkeit gefragt wurde (IV-act. 27-2). Allerdings bejahte der
Beschwerdeführer die Hilfsbedürftigkeit lediglich in einem von vier erfragten Bereichen,
während sich die Angabe von Dr. E._ auf die alltäglichen Lebensverrichtungen im
Allgemeinen bezieht. Dies wiederum entschärft den Widerspruch. Auch zur
Unverträglichkeit anderer Medikamente als Fluctine ist die Aktenlage nicht schlüssig.
Insbesondere bleibt unklar, ob die Feststellungen ausschliesslich auf Schilderungen
des Beschwerdeführers oder aber auch auf ärztlichen Beobachtungen beruhen.
Immerhin ist aus diesem Grund eine Notfallkonsultation dokumentiert (IV-act. 28-4 f.),
und es erscheint wenig plausibel, dass aus der geltend gemachten Unverträglichkeit
auf eine Aggravation der Beschwerden zu schliessen ist. Mit Dr. K._ (IV-act. 65-16)
und entgegen den Ausführungen der Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers (act. G
1-14) ist hingegen anzunehmen, dass der Beschwerdeführer die Folgen des Vorfalles
vom 28. Juni 1999 gegenüber Dr. D._ überzeichnet haben dürfte (vgl. dazu IV-
act. 5-7; IV-act. 28-4), was auch seiner zum Histrionischen neigenden Persönlichkeit
entspräche. Nicht gefolgt werden kann sodann dem Vorbringen der Rechtsvertreterin,
eine Interpretation der Blutserumspiegelbestimmung der Medikamente müsste deren
Einnahmeart und -zeit berücksichtigen (act. G 1-13 f.). Gemäss
Arzneimittelkompendium (www.compendium.ch) werden Quetiapin und Risperidon
unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen. Soweit Unterschiede in der
Einnahmeart oder -zeit dennoch relevant sind, ist davon auszugehen, dass sie in der
Festsetzung des Referenzbereichs berücksichtigt sind (IV-act. 66-2). Die beim
Beschwerdeführer bestimmten Mengen liegen sehr weit unter dem Referenzbereich
(IV-act. 66-2), so dass nicht anzunehmen ist, dass dies auf die Einnahmemodalitäten
zurückzuführen ist. Vielmehr ist von einer unregelmässigen Einnahme auszugehen.
Schliesslich stellte Dr. K._ fest, der Beschwerdeführer vermeide eine offene
Auseinandersetzung mit seiner Krankheit auch im familiären Rahmen und vertraue sich
lediglich Dr. O._ an (IV-act. 65-16). Dazu steht die Auskunft von Dr. O._ im
Widerspruch, wonach der Beschwerdeführer bei ihm eine geringe Bereitschaft für eine
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Abklärung oder Therapie zeige und eine therapeutische Beziehung sich (bislang) nicht
habe aufbauen lassen (IV-act. 65-7, 14). Dies lässt den Schluss zu, dass der
Beschwerdeführer bei Dr. K._ den Eindruck eines geringen Leidensdrucks vermeiden
wollte. Ob er von den Angehörigen nicht im von ihm dargelegten Ausmass als krank
wahrgenommen wird (act. G 1.2-9), oder ob er ein Versagen als Ernährer kulturbedingt
als beschämend und minderwertig ansieht (act. G 1-15), ist in diesem Zusammenhang
höchstens von untergeordneter Bedeutung.
4.4 Das Gutachten von Dr. K._ gründet auf einer umfassenden Anamneseerhebung
und einer psychiatrischen Untersuchung sowie einer psychologischen Testung. Dass
letztere - entgegen dem beschwerdeführerischen Vorbringen (act. G 1-17) - durch
Dr. K._ begleitet und verifiziert wurde, ergibt sich aus der Übernahme der Ergebnisse
ins Gutachten. Demnach kann offen bleiben, ob die beteiligte Psychologin über eine
Bewilligung zur eigenverantwortlichen Berufsausübung gemäss Art. 22 Abs. 1 des
Bundesgesetzes über die Psychologieberufe (PsyG; SR 935.81) verfügt. Bezüglich der
Eignung der angewandten Testverfahren (vgl. act. G 1-17 f.) ist grundsätzlich auf die
fachliche Meinung von Dr. K._ und lic. phil. Q._ abzustellen (vgl. Urteile des
Bundesgerichts vom 23. Mai 2014, 8C_96/2014, E. 4.3 und vom 24. Juli 2014,
8C_450/2014, E. 4.2), zumal sich der Beschwerdeführer nicht auf eine durch eine
psychiatrische oder psychologische Fachperson geäusserte Auffassung stützt. Das
Gutachten berücksichtigt sodann die massgeblichen Akten und die vom
Beschwerdeführer geschilderten Gesundheitsprobleme. Die Diagnosestellung ist
schlüssig und nachvollziehbar. Zwar sind punktuelle Zweifel an der Objektivität des
Gutachters nicht von der Hand zu weisen, indes wird aber nur eine gesamthafte
Würdigung des Gutachtens der Angelegenheit gerecht. Danach vermögen die
Vorbehalte die Beweiskraft des Gutachtens nicht generell in Frage zu stellen. Auf das
Gutachten ist insbesondere insoweit abzustellen, als der Beschwerdeführer nicht
verifizierbare Wahrnehmungen nicht kongruent und nicht einfühlbar schilderte (IV-
act. 65-11 f.). Sodann ist eine geringe Therapiebereitschaft sowohl hinsichtlich der
Gespräche bei Dr. O._ als auch bezüglich der Einnahme von Quetiapin (Seroquel)
und Risperidon (Risperdal) - unabhängig davon, ob der depressive Zustand auch durch
andere Medikamente als Fluctine behandelbar gewesen wäre - ausgewiesen. Die
fehlende Compliance wurde gegenüber Dr. K._ nicht offengelegt. Insgesamt
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begründet das Gutachten daher nachvollziehbar Vorbehalte zum Ausmass des vom
Beschwerdeführer geschilderten Leidensdrucks.
5.
5.1 Im Folgenden ist weiter zu prüfen, ob aufgrund der gegebenen Situation und
insbesondere aufgrund des Gutachtens von Dr. K._ die nachfolgend angeordnete
Überwachung zulässig war.
5.2 Das Bundesgericht hat hierzu festgehalten, die Überwachung im öffentlichen
Raum stelle einen relativ geringfügigen, durch Art. 43 in Verbindung mit Art. 28 ATSG
sowie Art. 59 Abs. 5 IVG abgedeckten Eingriff in die grundrechtlichen Positionen der
überwachten Person dar (BGE 137 I 331 E. 5.1 f.). Die Anordnung einer Observation
durch einen Privatdetektiv sei grundsätzlich ein geeignetes Mittel, um die versicherte
Person bei der Ausübung alltäglicher Verrichtungen zu sehen. Die unmittelbare
Wahrnehmung könne bezüglich der Arbeitsfähigkeit einen anderen Erkenntnisgewinn
bringen als eine weitere Begutachtung (BGE 137 I 332 E. 5.4.1). Die Observation müsse
objektiv geboten sein, womit gemeint sei, dass konkrete Anhaltspunkte vorliegen
müssten, die Zweifel an den geäusserten gesundheitlichen Beschwerden oder der
geltend gemachten Arbeitsunfähigkeit aufkommen liessen. Solche Anhaltspunkte
könnten beispielsweise gegeben sein bei widersprüchlichem Verhalten der versicherten
Person, oder wenn Zweifel an der Redlichkeit derselben beständen (eventuell durch
Angaben und Beobachtungen Dritter), bei Inkonsistenzen anlässlich der medizinischen
Untersuchung, Aggravation, Simulation oder Selbstschädigung u.Ä. Diese Elemente
könnten einzeln oder in Kombination zureichende Hinweise liefern, die zur objektiven
Gebotenheit der Observation führten (BGE 137 I 327 S. 332 f. E. 5.4.2.1, mit weiteren
Hinweisen). Die Ergebnisse einer zulässigen Überwachung könnten zusammen mit
einer ärztlichen Aktenbeurteilung grundsätzlich geeignet sein, eine genügende Basis
für Sachverhaltsfeststellungen betreffend den Gesundheitszustand und die
Arbeitsfähigkeit zu bilden (BGE 137 I 337 E. 7.1, mit weiteren Hinweisen).
5.3 In seiner Stellungnahme vom 18. Mai 2011 bezeichnete Dr. L._ eine Observation
zur Beurteilung des Gesundheitszustandes und seiner funktionellen Auswirkungen als
"nicht unumgänglich". Es lasse sich kein griffiges Leistungsprofil erstellen. Man wisse
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nicht, worauf man bei einer Observation achten solle (IV-act. 67-2). Dennoch wandte
Dr. L._ sich am 1. Juni 2011 offenbar telefonisch an Dr. K._, woraufhin dieser am
3. Juni 2011 in einer E-Mail ein "Beobachtungsprofil" des Beschwerdeführers skizzierte
(IV-act. 68). Im IV-internen Antrag auf Personenobservation vom 1. Juli 2011 (IV-act. 69)
sowie im Überwachungsauftrag gleichen Datums (IV-act. 70) wurde aufgeführt, die vom
Beschwerdeführer geltend gemachten Beschwerden und Einschränkungen würden
Fragen aufwerfen. Überdies lasse die Krankengeschichte Zweifel an der Glaubhaftigkeit
der Beschwerdeschilderungen aufkommen. Da die behandelnden Ärzte und Gutachter,
welche die invalidisierenden Diagnosen gestellt hätten, ausschliesslich auf die
Aussagen des Versicherten abgestellt hätten, müsse an den gestellten Diagnosen
gezweifelt werden. Zudem fänden sich in den Akten Hinweise auf Inkonsistenzen,
Widersprüche, Aggravation und eine schlechte Compliance. Nur mit einer
Überwachung/Observation könnten die vorhandenen und begründeten Zweifel
ausgeräumt werden - es ständen keine anderen Mittel und Möglichkeiten zur
Verfügung, diese Zweifel auszuräumen. Eine stationäre Abklärung sei nicht zielführend,
da der Beschwerdeführer mit grösster Wahrscheinlichkeit dieselben Beschwerden
angeben würde (IV-act. 70-2).
5.4 Die von Dr. K._ gestellten Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit, im
Wesentlichen eine Angststörung (ICD-10: F41.0) und ein Zustand nach schizoaffektiver
Episode (ICD-120: F25.1) (IV-act. 65-13), beruhten weitgehend auf Angaben des
Beschwerdeführers, welche begründet in Frage gestellt wurden (E. 4.4). Somit war die
Überwachung sinnvoll bzw. geboten.
6.
6.1 Die Observation ergab im Wesentlichen Folgendes: Am Donnerstag, 25. August
2011, konnte der Beschwerdeführer zwischen 7.00 Uhr und 16.15 Uhr weder beim
Verlassen seiner Wohnung noch bei der Rückkehr dorthin beobachtet werden (IV-act.
73-4). Am Freitag, 26. August 2011, wurde der Beschwerdeführer zwischen 8.15 Uhr
und 9.35 Uhr, von 11.00 Uhr bis 12.50 Uhr sowie um 15.00 beobachtet. Bei der
Wiederaufnahme der Überwachung stand das Fahrzeug des Beschwerdeführers nicht
mehr am Wohnort. Um etwa 15.00 Uhr kehrte eine als Beschwerdeführer identifizierte
Person mit dem Fahrrad zurück und betrat das Nachbarhaus, wobei das Auto des
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Beschwerdeführers weiterhin nicht zu sehen war (IV-act. 73-4 f.). Am Freitag,
2. September 2011, erfolgte die Überwachung von 8.30 Uhr bis 17.00 Uhr. Dabei
konnte festgestellt werden, wie der Beschwerdeführer um ca. 11.45 Uhr ein
heimkommendes, etwa 5-jähriges Mädchen umarmend begrüsste und den Briefkasten
leerte. Um 12.45 Uhr begab er sich mit dem Fahrrad zum Islamischen Kulturzentrum,
welches er um etwa 16.00 Uhr als Beifahrer eines Begleiters verliess. Um etwa 16.45
Uhr kehrte er mit zwei Einkaufstaschen zum Islamischen Zentrum zurück und fuhr mit
dem Fahrrad an seine Wohnadresse zurück (IV-act. 73-5, 8 ff.). Am Mittwoch,
14. September 2011, wurde der Beschwerdeführer von 9.00 Uhr bis 17.15 Uhr
überwacht. Dabei wurde beobachtet, dass eine fälschlicherweise als Beschwerdeführer
erkannte Person kurz vor 12.00 Uhr das Wohnhaus verliess und dass der
Beschwerdeführer um etwa 17.00 Uhr als Beifahrer eines weissen Lieferwagens nach
Hause zurückkehrte. Aufgrund der Personenverwechslung konnte der Aufenthaltsort im
Verlaufe des Nachmittags nicht festgestellt werden (IV-act. 73-5, 11). Am Donnerstag,
15. September 2011, dauerte die Überwachung von 12.00 Uhr bis 15.45 Uhr. Dabei
kehrte der Beschwerdeführer um 13.00 Uhr mit seinem Auto und zwei gefüllten
Papiertragtaschen und zwei Wassermelonen nach Hause zurück, wobei ihm die
Ehefrau beim Ausladen behilflich war. Um 13.20 Uhr fuhr der Beschwerdeführer mit
seinem Auto zusammen mit seiner Ehefrau und einem Kind von zu Hause weg und
begab sich an eine andere Adresse. Dort half er bei einem Umzug bzw. einer
Wohnungsräumung mit. Er sortierte diverse Waren und verlud sie in einen weissen
Lieferwagen. Um 15.00 Uhr fuhr er mit seinem Auto an die Wohnadresse zurück und
wurde wenig später vom weissen Lieferwagen abgeholt (IV-act. 73-6, 13 ff.). Die
Ermittler fassten zusammen, der Beschwerdeführer habe bei den wenigen
Beobachtungen ausser Haus einen gesunden und vitalen Eindruck hinterlassen. Er
habe sich dynamisch bewegt, ohne erkennbare körperliche Einschränkungen oder
Anzeichen von Beschwerden oder Schmerzen. Sein Fahrstil mit dem Fahrrad sei zügig
und sicher gewesen und habe geübt gewirkt. Bei der aktiven Mithilfe an einer
offensichtlichen Wohnungsräumung seien sämtliche Bewegungsabläufe ohne
erkennbare körperliche Einschränkungen oder Anzeichen von Beschwerden oder
Schmerzen erfolgt. Insgesamt habe sich der Beschwerdeführer bei diesen Arbeiten
sehr geschäftig verhalten. Auch der mehrstündige Aufenthalt in der Gesellschaft im
R._ sei offenbar möglich gewesen. Anzeichen einer psychischen Erkrankung oder
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psychische Auffälligkeiten hätten nicht beobachtet werden können. Beim Verlassen der
Örtlichkeit habe er sich trotz längerem Aufenthalt ganz natürlich und unauffällig
verhalten. Anzeichen von Ängstlichkeit seien grundsätzlich nicht sichtbar geworden (IV-
act. 73-6).
6.2 Dr. K._ beantwortete am 7. November 2011 Zusatzfragen der IV-Stelle zum ihm
vorgelegten Observationsergebnis. Hinsichtlich der Frequenz der Autobenutzung
bestehe keine Inkonsistenz. Als klar inkonsistent bzw. unwahr habe sich herausgestellt,
dass der Beschwerdeführer nur für Arztbesuche und kleine Einkäufe ausser Haus gehe,
zumal er beim Umzug mitgeholfen habe, S._-besuche von über drei Stunden machen
könne und schwierige Velofahrten mit Lasten an beiden Lenkern ohne jegliche
Stressreaktion ausführen könne. Ebenfalls stark inkonsistent seien die Angaben des
Beschwerdeführers, dass er sich seit 2009 zurückziehe, nichts mehr machen könne,
keine Lebenslust habe und unter Stimmungsstörungen, Ängsten und innerer Unruhe
leide. Entsprechende Beschwerden hätten während der Observation zu keiner Zeit aus
seiner Tätigkeit oder seinem Verhalten bzw. seiner Mimik abgeleitet werden können.
Auch die angegebenen Atemprobleme beim Laufen seien nicht nachvollziehbar. Krass
inkonsistent sei die Schilderung seiner Tagesstruktur, wonach er sich zwischen den
Mahlzeiten nicht an der Hausarbeit beteiligen könne und nur im Wohnzimmer sitze. Die
angegebene Interesselosigkeit sei ebenfalls widersprüchlich zu den beobachteten
Beschäftigungen. Auch paranoide Verfolgungsideen liessen sich nicht bestätigen.
Weiterhin bestehe die Diagnose einer rezidivierenden depressiven Störung,
gegenwärtig leichte Episode (ICD-1: F33.0). Eine generalisierte Angststörung sei durch
die Observation widerlegt. Es müsse davon ausgegangen werden, dass der
Beschwerdeführer insbesondere die Einschränkungen seines Funktionsniveaus
deutlich aggraviert habe. Die angegebene Interesselosigkeit, fehlende Lebenslust und
Ängstlichkeit seien an keinem der Observationstage glaubhaft, jedoch sei es möglich,
dass der Versicherte an anderen Tagen unter solchen Symptomen leide. Die
Wahrscheinlichkeit, dass er jedoch über drei Wochen hinweg an allen Observationen
keine beobachteten Beschwerden gezeigt habe, welche er an der Untersuchung
beklagt habe, sei doch gering. Ungelernte Tätigkeiten in Verkauf, Lager und
Reinigungsdienst seien dem Beschwerdeführer unter Berücksichtigung der neuen
Erkenntnisse im Ausmass von 75 % zumutbar. Die Einschränkung ergebe sich aus
dem nicht auszuschliessenden wechselhaften Verlauf der depressiven Episoden (IV-
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act. 77). Die Diagnose "Zustand nach schizoaffektiver Episode" liege vor, bedeute aber
nicht, dass sie sich (noch) zwingend auf die aktuelle Arbeitsfähigkeit auswirke. Der
Gesundheitszustand habe sich in Bezug auf diese Diagnose seit der Erstbeschreibung
2005 und 2009 geändert. Die Medikamentencompliance in Bezug auf die Neuroleptika
sei gering. Die Beschwerdeschilderungen seien in der Untersuchung beim Referenten
weder einfühlbar noch exakt beschreibbar gewesen und laut Observationsunterlagen
ebenfalls nicht überprüfbar (IV-act. 82). Dr. L._ hielt am 6. Februar 2012 fest, zum
Zeitpunkt der gutachterlichen Untersuchung durch Dr. K._ im März 2011 seien die
Angst- und Depressionssymptome wenig ausgeprägt gewesen, und der
Beschwerdeführer sei auch bei der Observation im Spätsommer bestens funktionsfähig
gewesen. Es sei deutlich geworden, dass es dem Beschwerdeführer bei zwei
Stichproben im Abstand eines halben Jahres viel besser ergangen sei, als beim
Einleiten der letzten Revision angenommen worden sei (IV-act. 83-3).
6.3 Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers wendet im Wesentlichen ein, der
Beschwerdeführer habe Verrichtungen ausser Haus zwar "praktisch", nicht aber
generell ausgeschlossen. Die der Observation zugrundeliegende Fragen- und
Sachverhaltsdarstellung sei nicht richtig (act. G 1-20 f.). Am 25. August 2011 habe der
Beschwerdeführer den ganzen Tag nicht gesichtet werden können. Damit habe die
Beschwerdegegnerin jedoch nicht nachgewiesen, dass er sich ausser Haus
aufgehalten habe (act. G 1-22). Am 26. August 2011 sei - von der Beschwerdegegnerin
eingestandenermassen - eine Drittperson für den Beschwerdeführer gehalten und
beobachtet worden (act. G 1-22). Relevant seien daher lediglich die Überwachungen
vom 2. und 15. September 2011, wogegen die Beurteilung durch Dr. K._ auf dem
gesamten Observationsmaterial beruhe (act. G 1-22 f.). Am 2. September 2011 habe
das Freitagsgebet mit dem alljährlichen Almosentag stattgefunden. Aus religiösen
Gründen habe der Beschwerdeführer an diesem wichtigen Festtag teilnehmen wollen.
Er sei mit dem Fahrrad zur 1,6 km entfernten S._ gefahren. Die von der
Beschwerdegegnerin getätigte Feststellung, er habe um 12.40 Uhr das Haus verlassen
und in 4 Minuten die Strecke von 25 km (richtig: mit einer Geschwindigkeit von 25 km/
Stunde) zurückgelegt, treffe nicht zu. Er habe nicht, wie die übrigen Besucher, um
14.15 Uhr die S._ wieder verlassen, sondern sei aufgrund seines
Gesundheitszustands bis 16.00 Uhr in einem Liegeraum des Zentrums verblieben.
Danach habe ihn ein Bekannter in dessen Auto mitgenommen, um einen kleinen
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Einkauf zu machen. Um 16.40 Uhr sei er mit zwei Milchtüten und zwei Mineralflaschen
mit dem Fahrrad langsam nach Hause gefahren. Das Video zeige nicht die ganze
Strecke; Mimik, Lockerheit, Gesichtsausdruck und Atmung seien nicht ersichtlich
(act. G 1-23 ff.). Auch am 14. September 2011 sei der Beschwerdeführer (zunächst)
verwechselt worden. Dass er abends aus einem Lieferwagen gestiegen sei, werde
bestritten (act. G 1-26). Am 15. September 2011 habe der Beschwerdeführer einem
schwer erkrankten Freund aus Pflichtgefühl für kurze Zeit beim Umzug geholfen. Die
Aufnahmen zeigten, dass er dabei vor allem im Freien und nicht in effizienter, sondern
in unbeholfener Weise tätig gewesen sei. Die psychomotorische Unruhe und rasche
Überforderungsanzeichen seien sichtbar. Soweit die berichteten Beobachtungen nicht
durch Videomaterial oder Fotos belegt seien, würden sie als unbelegt beziehungsweise
beweisuntauglich bestritten (act. G 1-26 ff.). Die Videoaufzeichnungen umfassten
lediglich eine Zeitdauer von rund 38 Minuten, aufgenommen an 5 Tagen während drei
Wochen; das unvollständige und kurzsequentielle Observationsmaterial sei daher nicht
geeignet, den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers beweiskräftig zu beurteilen
(act. G 1-29 f.). Die Beobachtungen des Umzugs hätten nicht im frei einsehbaren
privaten Raum stattgefunden, sondern von einem umfriedeten Privatgrundstück aus.
Das Observationsmaterial sei folglich in Verletzung der Privatsphäre rechtswidrig
erlangt worden und aus dem Recht zu weisen (act. G 1-29).
6.4 Die ursprünglich zugesprochene halbe Rente gründete auf der gemäss MEDAS-
Gutachten vom 16. November 2000 gestellten Diagnose einer hypochondrisch-
ängstlichen Depression nach vorübergehender Hemiparese und Aphasie am 27. Juni
1999 (IV-act. 12-7, 9). Dr. K._ diagnostizierte unter anderem eine Angststörung und
einen Zustand nach schizoaffektiver Episode, zog aber aufgrund der festgestellten
Inkongruenzen die vom Beschwerdeführer effektiv geleistete Willensanstrengung zur
Minderung seiner Leiden in erheblichen Zweifel und veranschlagte die Arbeitsfähigkeit
auf mindestens 50 % (IV-act. 65-13, 19 f.). Selbst wenn die Einwände der
Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers zur Observation berücksichtigt werden und
insbesondere die Zeiten unberücksichtigt bleiben, an denen der Beschwerdeführer
nicht gesehen wurde und beim Umzug mithalf, verbleibt, dass er seine Tochter
empfangen und sich zum Gottesdienst in die S._ begeben hat, mit Lasten von
einigen Kilogramm am Lenker Rad gefahren ist und sich mit dem Auto an jene Adresse
begab, an welcher er beim Umzug mithalf. Dieses Verhalten des Beschwerdeführers
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deckt sich nicht mit dem von ihm angegebenen Rückzug sowie seiner Energie- und
Interessenlosigkeit. Zusammen mit der unbefriedigenden Compliance und der
mindestens teilweise nicht kongruenten und einfühlsamen Schilderungen seiner
Wahrnehmungen ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ausgewiesen, dass der
Gesundheitszustand des Beschwerdeführers zum Begutachtungs- und
Beobachtungszeitpunkt besser war, als dies für die Zusprechung der halben Rente
angenommen worden war. Entsprechend ist ein Anpassungsgrund gegeben. Sodann
erscheint schlüssig und nachvollziehbar, dass Dr. K._ die Diagnose der
generalisierten Angststörung nicht bestätigen konnte und gestützt auf die übrig
bleibenden Diagnosen einer rezidivierenden depressiven Störung und eines nicht mehr
invalidisierenden Zustandes nach schizoaffektiver Episode die Arbeitsfähigkeit auf
adaptiert 75 % schätzte (IV-act. 77; IV-act. 82). Nachdem das Gutachten von Dr. K._
als beweiskräftig zu werten ist und keine späteren medizinischen Berichte vorgelegt
werden, sind von weiteren medizinischen Abklärungen keine zusätzlichen wesentlichen
Erkenntnisse zu erwarten. Auf Einholung eines weiteren Verlaufsberichts und eines
Gutachtens ist daher zu verzichten.
7.
Der Beschwerdeführer erzielte bei 41 Wochenstunden im Jahr 1999 ein Einkommen
von Fr. 47'580.-- (IV-act. 4-2). Mit Blick auf dieses Valideneinkommen würde selbst bei
Gewährung eines Tabellenlohnabzuges kein rentenbegründender Invaliditätsgrad von
mindestens 40 % erreicht. Damit hat die Beschwerdegegnerin die Rente zu Recht
aufgehoben.
8.
8.1 Die Beschwerdegegnerin hat die Anpassung wegen Verletzung der
Mitwirkungspflicht rückwirkend per 30. Juni 2011 angeordnet (act. G 1.2-11). Das
Bundesgericht hatte einen Fall zu beurteilen, in welchem einem Beschwerdeführer trotz
festgestellter Aggravation, subjektiver Krankheitsüberzeugung und Selbstlimitierung
eine Rente zugesprochen worden war. Es stellte eine Verletzung des
Untersuchungsgrundsatzes fest und befand, allein eine unterschiedliche Auffassung
über die Arbeitsfähigkeit mit entsprechend aggraviertem Verhalten, welches als solches
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leicht erkennbar und dokumentiert worden sei, genügte nicht für die Annahme einer
unrechtmässigen Erwirkung von Rentenleistungen (Urteil vom 22. Mai 2012,
9C_877/2011, E. 3.4.3). Im Lichte dieser Rechtsprechung kann auch vorliegend nicht
von einer unrechtmässigen Erwirkung der Rente oder einer Verletzung der
Mitwirkungspflicht ausgegangen werden. Mit dem Eingang des Ergänzungsschreibens
von Dr. K._ vom 19. Dezember 2011 (IV-act. 82) war die medizinische
Sachverhaltsabklärung abgeschlossen. Dennoch erging die angefochtene Verfügung
erst am 7. März 2013 (act. G 1.2). Die Rente ist daher gemäss Art. 88 Abs. 2 lit. a IVV
erst auf den ersten Tag des zweiten der Zustellung der Verfügung folgenden Monats
einzustellen. Sie ist mithin bis 30. April 2013 auszurichten. Die angefochtene Verfügung
ist insoweit zu korrigieren.
9.
9.1 Zu befinden bleibt abschliessend über die vorübergehende Erhöhung der halben
Rente auf eine ganze für den Zeitraum vom 1. Juli 2009 bis 30. Juni 2011. Dr. J._,
RAD, befand am 6. Juli 2009, gemäss den aktuellen Berichten des Kantonsspitals
St. Gallen vom 8. März 2009, 7. April 2009, 9. Juni 2009 sowie dem Bericht von
Dr. E._ vom 8. Juni 2009 und der psychiatrischen Klinik I._ vom 15. April 2009
könne von einer relevanten Verschlechterung des Gesundheitszustands ausgegangen
werden (IV-act. 53). Dr. H._ hielt im Verlaufsbericht vom 2. November 2009 fest, die
Symptomatik sei weiter so stark ausgeprägt, dass eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit
bestehe (IV-act. 54-3 f.). Dr. J._ befand am 12. Januar 2010, aus medizinischer Sicht
müsse davon ausgegangen werden, dass die Verschlechterung seit April 2009
anhaltend sei (IV-act. 56). Dr. K._ diagnostizierte in Berücksichtigung des
Observationsmaterials einen Zustand nach schizoaffektiver Episode (IV-act. 65-13; IV-
act. 82). Dr. L._ berichtete am 6. Februar 2012 - ebenfalls in Kenntnis des
Observationsmaterials -, vom 3. April 2009 bis spätestens zum 22. März 2011 sei eine
100%ige Arbeitsunfähigkeit anzunehmen (IV-act. 83-2).
9.2 Die Beschwerdegegnerin bringt vor, aufgrund der Begutachtung und der
Observation müsse davon ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführer nicht
vorhandene Leiden und Einschränkungen präsentiert habe. Es gebe keinen Nachweis,
der belege, dass dies nicht schon während der behaupteten schizodepressiven
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Episode der Fall gewesen sei. Nachdem gerade bei psychischen Leiden die
Glaubwürdigkeit eine ganz wesentliche Bedeutung habe, müsse das unglaubwürdige
Verhalten des Beschwerdeführers dazu führen, dass die Beurteilungen der
behandelnden Ärzte als Nachweis für die vorübergehende Verschlechterung nicht
akzeptiert werden könnten (act. G 4).
9.3 Dr. K._ und Dr. J._ hielten die Diagnose der schizoaffektiven Episode
beziehungsweise des Zustandes nach einer solchen für gegeben. Die
Beschwerdegegnerin legt keine neuen medizinischen Unterlagen ins Recht, welche die
Diagnose in Zweifel zu ziehen vermöchten. Somit gelingt der Beschwerdegegnerin der
Nachweis nicht, dass diese Diagnose überwiegend wahrscheinlich auf falschen
Angaben des Beschwerdeführers beruhte. Es bleibt daher bei der verfügten
vorübergehenden Erhöhung der Rente; die von der Beschwerdegegnerin beantragte
reformatio in peius ist nicht angezeigt. Bei einer anzunehmenden Verschlechterung des
Gesundheitszustands ab April 2009 ist die Erhöhung der Rente ab 1. Juli 2009 gemäss
Art. 88a Abs. 1 IVV nicht zu beanstanden.
10.
10.1Nach dem Gesagten ist in teilweiser Gutheissung der Beschwerde die Verfügung
vom 7. März 2013 insoweit aufzuheben, als dem Beschwerdeführer bis 30. April 2013
eine ganze Rente zuzusprechen ist. Die Sache ist zur Festsetzung und Ausrichtung der
geschuldeten Leistungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
10.2Der _-jährige Beschwerdeführer hat die zeitlich unbeschränkte Ausrichtung einer
ganzen, eventualiter einer Dreiviertes- oder einer halben Rente beantragt. Er obsiegt
insofern, als die Einstellung der Rente nicht bereits auf den 30. Juni 2011, sondern erst
auf den 30. April 2013 zu erfolgen hat. Unter Berücksichtigung dessen, dass eine
Anfechtung der Verfügung zur rechtmässigen Behandlung notwendig war, rechtfertigt
es sich, ihn in Bezug auf Kosten und Entschädigung als zu einem Viertel obsiegend
und im Übrigen als unterliegend zu behandeln.
10.3Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert
im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine bis
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Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint in der vorliegend zu beurteilenden
Angelegenheit als angemessen. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend ist sie zu
drei Vierteln dem Beschwerdeführer und zu einem Viertel der Beschwerdegegnerin
aufzuerlegen. Der Beschwerdeführer hat somit Fr. 450.-- zu bezahlen und der von ihm
geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist daran anzurechnen und im Betrag von
Fr. 150.--zurückzubezahlen. Die Beschwerdegegnerin hat Fr. 150.- zu bezahlen.
10.4Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei
Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom
Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der
Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In
der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach
Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.--. Die
Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers hat keine Kostennote eingereicht. Angesichts
des durchschnittlichen Vertretungsaufwandes ist ihr Honorar pauschal (einschliesslich
Barauslagen und Mehrwertsteuer) mit Fr. 3'600.-- festzusetzen. Aufgrund seines
teilweisen Obsiegens ist sie mit Fr. 900.-- zu entschädigen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP