Decision ID: e3857d31-bcca-4ff2-b17d-a3f2e03eace3
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._,
geboren
1962, war vom 4. Juni 2011 bis 31. Juli 2013 bei der Y._ AG, im Umfang eines teil
zeitlichen Arbeitspensums von ungefähr 18 Stunden in der Woche als Flugzeugkabinenreiniger tätig (Urk. 8/13 Ziff. 2.1, Ziff. 2.7 und Ziff. 2.9), als er sich unter Hinweis auf Rücken
schmerzen, eine Diskushernie und Osteoporose (Urk. 8/3 Ziff. 6.2) am 29. April 2013 bei der Invaliden
versicherung zum Leistungsbezug anmel
dete. Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, liess den Ver
si
cherten ärztlich begutachten (Gutachten vom 25. August 2015; Urk. 8/46). Nach
durchgeführtem
Vorbe
scheidverfahren
(Urk.
8/53, Urk. 8/54, Urk. 8/62
)
stellte sie
mit Verfügung vom
23. Mai 2016 (Urk. 8/83 und Urk. 8/69 = Urk. 2) einen Invaliditätsgrad von 100 % ab November 2013 und ab Mai 2014 einen solchen von 20 % fest und sprach dem Versicherten für die Zeit vom 1. November 2013 bis 31. Juli 2014 eine ganze Rente zu.
2.
Der
Versicherte erhob am
23. Juni 2016
Beschwerde (
Urk.
1) gegen die Verfü
gung vom
23. Mai 2016
(
Urk.
2) und beantragte, diese sei aufzuhe
ben
, die Sache sei zu ergänzender Sachverhaltsabklärung an die IV-Stelle zurückzu
wei
sen, und es sei diese zu verpflichten, ihm nach durchgeführten Abklärungen eine angemessene Rente für die Zeit nach dem 31. Juli 2014 zuzusprechen (Urk. 1 S. 2).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
30. August 2016
(Urk.
7
) die Abweisun
g der Beschwerde. Mit Eingabe vom 7. September 2016 (Urk. 9) zog der Beschwerdeführer sein Gesuch um unentgeltliche Prozessführung und Rechtsvertretung zurück. Am 26. September 2016 wurde dem Beschwerdeführer eine Kopie der Beschwerdeantwort vom 30. August 2016 zugestellt (Urk. 10).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge
sund
heit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver
bleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliess
lich die
Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs
unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht über
wind
bar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenver
siche
rung (IVG)
aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede
rungs
massnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeits
marktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid ge
worden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypothetischen Erwerbs
ein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen
über
ge
stellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt
(sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.3
Bei nichterwerbstätigen Versicherten, die im Aufgabenbereich tätig sind und denen eine Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, wird für die Be
messung der Invalidität in Abweichung von
Art.
16 ATSG darauf abge
stellt, in welchem Masse sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen.
Art.
7
Abs.
2 ATSG ist sinngemäss anwendbar (
Art.
28a
Abs.
2
IVG
in Verbindung mit
Art.
8
Abs.
3 ATSG; spezifische Methode; statt vieler BGE 130 V 97 E. 3.3.1). Als Aufgabenbereich der im Haushalt tätigen Versicherten gelten insbeson
dere die übliche Tätigkeit im Haushalt, die Erziehung der Kinder sowie gemein
nüt
zige und künstlerische Tätigkeiten (
Art.
27
der Verordnung über die Inva
liden
versicherung, IVV
).
1.4
Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird für diesen Teil die Invalidität nach
Art.
16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufga
benbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach
Art.
28a
Abs.
2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit oder der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehe
gattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad ent
sprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu be
messen (
Art.
28a
Abs.
3 IVG; gemischte Methode der Invaliditätsbemessung).
Nach der Gerichts- und Verwaltungspraxis wird zunächst der Anteil der Erwerbs
tätigkeit und derjenige der Tätigkeit im Aufgabenbereich (so unter anderem im Haushalt) ermittelt; die Frage, in welchem Ausmass die versi
cherte Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung erwerbstätig wäre, beur
teilt sich mit Rücksicht auf die gesamten Umstände, so die persönlichen, familiären, sozialen und er
werb
lichen Verhältnisse. Im Rahmen der
gemisch
ten Methode bestimmt sich die
Invalidität dadurch, dass im Erwerbsbereich ein Einkommens- und im Aufga
ben
bereich ein Betätigungsvergleich vorge
nommen wird, wobei sich die Gesamt
in
validität aus der Addierung der in beiden Bereichen ermittelten und gewichteten
Teilinvaliditäten
ergibt (BGE 130 V 393 E. 3.3 mit Hinweisen; vgl. BGE 134 V 9
).
1.5
1.5.1
Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) kam mit Urteil vom 2. Februar 2016 in der Sache Di
Trizio
gegen die Schweiz (Nr. 7186/09) zum
Schluss, dass eine Verletzung von Art. 14 (Diskriminierungsverbot) in Ver
bin
dung
mit Art. 8 (Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens) der
Kon
vention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten
(EMRK) darin bestehe, dass die halbe Rente der Invalidenversicherung der Ver
sicher
ten einge
stellt wurde, nachdem sie Mutter von Zwillingen geworden war, worauf die IV-Stelle in Anwendung der gemischten Methode einen nicht
mehr anspruchs
be
gründenden Invaliditätsgrad ermittelte (BGE 143 I 50 Sach
verhalt).
1.5.2
In seinem zur Umsetzung des EGMR-Urteils vom 2. Februar 2016 ergangenen Urteil 9F_8/2016 vom 20. Dezember 2016 (BGE
143 I 50
E. 4.1 und 4.2) ent
schied das Bundesgericht, dass zwecks Herstellung eines konventionskon
formen Zustandes in derartigen Konstellationen, in welchen allein familiäre Gründe (die Geburt von Kindern und die damit einhergehende Reduktion des Erwerbspen
sums) für einen Statuswechsel von „vollerwerbstätig" zu „teiler
werbs
tätig mit Aufgabenbereich" sprechen, fortan auf die (alleine darauf be
ruhende) revi
sions
weise Aufhebung oder Herabsetzung der Invalidenrente im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG zu verzichten sei. Das Bundesgericht ent
schied sodann, dass ein rein familiär bedingter Statuswechsel selbst dann unberücksichtigt zu bleiben habe, wenn die IV-Stelle nicht den Statuswechsel zum
Anlass für die Über
prüfung der Rente nahm, sondern sich bei der Ein
leitung des Verfahrens auf andere Gründe, wie beispielsweise die Anspruchs
überprüfung nach den Schluss
bestimmungen der IV-Revision 6a, gestützt habe (BGE
143 V 77
E. 3.2.3).
1.6
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.7
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbe
zü
gers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern
auch dann revidier
bar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E.
3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeits
fähig
keit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 11. Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. Augus
t 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswir
kungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heits
zustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revisi
onsgrund im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurtei
lung einer anspruchser
heblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Ver
fügung oder der letzte rechtskräftige
Ein
spracheent
scheid
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit rechtskon
former Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditäts
bemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E.
3.2.3; Urteil des Bundes
gerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hin
weisen).
1.8
Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer
Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leis
tung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung. Letztere setzt vor
aus, dass Revisionsgründe (BGE 133 V 263 E.
6.1 mit Hinweisen)
vor
liegen, wobei der Zeitpunkt der Aufhebung oder Herabsetzung nach Mass
gabe des ana
log anwendbaren (AHI 1998 S. 121 E.
1b mit Hinweisen)
Art.
88a IVV festzu
setzen ist (vgl. BGE 121 V 264 E. 6b/
dd
mit Hinweis). Ob eine für den Renten
anspruch erhebliche Änderung des Invaliditätsgrades ein
getreten und damit der für die Befristung oder Abstufung erforderliche Revi
sionsgrund gegeben ist, beurteilt sich
durch Vergleich des Sachverhalts im
Zeitpunkt der Renten
zu
sprechung oder des Rentenbeginns mit demjenigen zur
Zeit der Aufhebung beziehungsweise Herabsetzung der Rente (BGE 125 V 413 E.
2d am Ende, 369 E.
2, 113 V 273 E.
1a, 109 V 262 E.
4a, je mit Hinweisen; vgl. BGE 130 V 343 E.
3.5). Spricht die Verwaltung der versi
cherten Person eine befristete Rente zu und wird beschwerdeweise einzig die Befristung der Leistungen angefochten, hat dies nicht eine Einschränkung des Gegenstandes des Rechtsmittelverfahrens in dem Sinne zur Folge, dass
die unbestritten gebliebenen Bezugszeiten von der Beurteilung ausge
klammert
bleiben (BGE 125 V 413 E. 2d mit Hinweisen). Die gerichtliche Prüfung hat vielmehr den Rentenanspruch für den gesamten ver
fügungsweise geregelten Zeitraum und damit sowohl die Zusprechung als auch die Aufhebung der Rente zu erfassen (Urteil des Bundesgerichts I 526/06 vom 31. Oktober 2006 E. 2.3 mit Hinweisen).
1.9
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Unter
suchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt
nis der Vor
akten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begrün
det sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging bei Erlass der angefochtenen Verfügung vom 23. Mai 2016 (Urk. 2) gestützt auf das Gutachten der Ärzte des Z._, vom 25. August 2015 (Urk. 8/46) davon aus, dass der Beschwerdeführer seit November 2012 in seiner Arbeitsunfähigkeit erheblich eingeschränkt sei, dass ihm sowohl die Ausübung seiner bisherigen Tätigkeit als Flugzeugkabinenreiniger als auch die Ausübung behinderungsangepasster Tätigkeiten
vorerst nicht mehr zuzumuten gewesen sei, dass sich sein Gesundheitszustand jedoch spätestens ab Mai 2014 verbessert habe, und dass ihm ab diesem Zeitpunkt die Ausübung einer behinde
rungs
angepassten Tätigkeit im zeitlichen Umfang eines vollzeitlichen Arbeitspensums bei einer Leistungsminderung auf Grund eines erhöhten Pausenbedarfs von 20 % zuzumuten gewesen sei. Auf Grund des Umstandes, dass der Beschwerde
führer in seiner bisherigen, teilzeitlichen Tätigkeit als Flugzeugkabinenreiniger bei der Y._ AG ein sehr niedriges Einkommen erzielt habe und deshalb vom Sozialamt finanziell unterstützt worden sei, sei bei der Bemessung des
Valideneinkommens
auf Tabellenlöhne für ein vollzeitliches Arbeitspensum abzustellen.
Demgegenüber vertrat die Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort vom 30. August 2016 (Urk. 7) die Ansicht, dass auf Grund des Umstandes, dass der Beschwerdeführer vor dem Auftreten der gesundheitlichen Probleme während anderthalb Jahren im Umfang eines Arbeitspensums von lediglich rund 42 % auf Abruf tätig gewesen sei, die der angefochtenen Verfügung zu Grunde liegende Qualifikation als Erwerbstätiger in Frage zu stellen sei.
2.2
Der Beschwerdeführer bringt
hiegegen
vor, dass nicht auf das Gutachten der Ärzte des Z._ abzustellen sei, weil die Gutachter ihm gegenüber feindlich ein
gestellt gewesen seien, und weil sie ihn in ihrem Gutachten tatsachenwidrig als Person türkischer Abstammung bezeichnet hätten, obwohl er über die schwei
zerische Staatsangehörigkeit verfüge und ursprünglich aus Kuba stamme (Urk. 1
S. 4).
3.
3.1
Vorerst gilt es die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit massgebende medi
zi
nische Aktenlage zu prüfen.
3.2
Die Ärzte des Stadtspitals A._ erwähnten im
Hospitalisationsbericht
vom 28. November 2012 (Urk. 8/14/10-11), dass der Beschwerdeführer vom 8. bis 24. November 2012 hospitalisiert gewesen sei und stellten die folgenden Diag
nosen (S. 1):
-
akutes
lumboradikuläres
Syndrom L4/5 links mit/bei:
-
foraminalem
Luxat
L4/5 links
-
(eher) Irritation L5 als L4 gemäss Dermatom-Schema
-
Fussheberparese
ohne
Glutealdefizit
-
keinen sensiblen Ausfällen
-
Verdacht auf allergisches Exanthem der Oberarme beidseits
-
unklare CK-Erhöhung
Die Ärzte erwähnten, dass dem Beschwerdeführer als operative Massnahme eine
Sequestrektomie
empfohlen worden sei, dass der Beschwerdeführer eine solche Behandlung jedoch nicht gewünscht habe. Eine durchgeführte Infiltration der Wurzel L4 links habe zu einer Verbesserung der Beschwerden geführt. Bei Spitalaustritt habe eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % für sechs bis acht Wochen gemäss dem klinischen Verlauf bestanden (S. 2).
3.3
Die Ärzte des B._, stellten mit Ver
laufsbericht vom 4. November 2013 (Urk. 8/19/5) die folgenden Diagnosen:
-
akutes thorakales Schmerzsyndrom mit schmerzhafter Schwellung
costosternal
3 links (Differenzialdiagnose: mechanisch, Infekt) mit/bei:
-
Auftreten vor fünf Tagen beim Musik spielen
-
klinisch leichtgradiger Schwellung und expliziter
Druckdolenz
im Bereich des
costosternalen
Übergangs 3 links
-
Flüssigkeitsakkumulation im Bereich des
Costo
sternal
gelenks
3 links
-
chronisches
lumboradikuläres
Syndrom L5 links
Eine am 5. September 2013 durchgeführte magnetresonanztomographische (MR
I) Untersuchung habe eine Arthritis in der
Synchodrosis
manubriosternalis
sowie im
Sternocostalgelenk
der 2. Rippe links mit
angrenzendem Abszess sowie eine angrenzende ossäre Beteiligung im Sinne einer Osteomyelitis ergeben, weshalb eine Punktion angezeigt sei.
3.4
Mit Bericht vom 16. März 2014 (Urk. 8/22) stellte Dr. med. C._, Fach
arzt für
Allgemeine Innere Medizin
, eine vollständige Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit des Beschwerdeführers als Flugzeugkabinenreiniger fest und erwähnte, dass die Arbeitsfähigkeit des
Beschwerdeführes
in einer ange
passten Tätigkeit noch nicht mit der notwendigen Sicherheit bestimmt werden könne.
3.5
In ihrem Bericht vom 5. Juli 2014 (Urk. 8/24/5-6) führten die Ärzte des B._ aus, dass eine Biopsie des Knochens des Sternums ein
pseudosynovialisiertes
Weichgewebe mit chronischer, granulierender,
fibrosierender
und fokal akuter
fibri
nöser
Entzündung und ein Knochengewebe aus der
Sponigiosa
mit Knochen
umbau ohne eine Infektion durch Pilze oder Bakterien ergeben habe. Gegenwärtig bestehe in den bisherigen Tätigkeiten des Beschwerdeführers als Flughafenangestellter und als Musiker eine vollständige Arbeitsunfähigkeit. Bei einer allfälligen Verbesserung der Schmerzen nach der vor Kurzem durch
ge
führten Infiltration sei eine angepasste Arbeitswieder
aufnahme möglich. Eine angepasste, körperlich leichte und wechselbelastende Tätigkeit mit der Möglich
keit zu Pausen sei dem Beschwerdeführer im Umfang eines Arbeitspensums von 50 % zuzumuten (S. 1).
3.6
Mit Bericht vom 6. September 2014 (Urk. 8/25/1-4) stellten die Ärzte des B._ fest, dass noch immer keine sichere Diagnose gestellt werden könne, dass indes der Verdacht auf eine lokale
Osteitis
im Rahmen eines SAPHO-Syndroms, einer chronischen entzündlichen Erkrankung, bestehe (S. 2). Gegenwärtig bestehe weiter
hin eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %, wobei eine Verbesserung nach Beginn der vor Kurzem begonnenen
Cortisontherapie
möglich sei. Eine ange
passte, körperlich leichte und
wechselbelastende Tätigkeit mit der Möglichkeit zu Pausen sei dem Beschwerdeführer im Umfang eines Arbeitspensums von 50 % zuzumuten, wobei zusätzlich eine Verminderung der Leistungsfähigkeit im Umfang von 50 % auf Grund einer Beschwerdeakkumulation im Laufe des Tages zu berücksichtigen sei (S. 3).
3.7
Die
Ärzte des
B._
erwähnten in ihrem Bericht vom 3. März 2015 erneut (Urk. 8/31/6
9), dass der Beschwerdeführer für schwere Arbeiten weiterhin im Umfang von 100 % in seiner Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt sei. Eventuell sei ihm die Aufnahme einer behinderungsangepassten Tätigkeit im zeitlichen Um
fang von 50 % mit einer zusätzlichen Verminderung der Leistungsfähigkeit im Umfang von 50 % infolge einer Beschwerdeakkumulation im Laufe des Tages zuzumuten (S. 3).
3.8
Die Ärzte des Z._, Dr. med.
pract
. D._, Fachärztin für
Physikalische Medizin und Rehabilitation
, und PD Dr. med. E._, Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation und für Rheumatologie, erwähnten in ihrem Gutachten vom 25. August 2015 (Urk. 8/46), dass der Be
schwerdeführer am 16./17. Juli 2015 untersucht worden sei, wobei zusätzlich eine Evaluation
der arbeitsbezogenen funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) durchgeführt worden
sei (S. 1). Sie stellten die folgenden Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeits
fähig
keit (S. 6):
-
subakutes thorakales Schmerzsyndrom
costosternal
2 links (Differen
zial
diagnose: lokale
Osteitis
bei SAPHO-Syndrom)
-
chronisches
lumboradikuläres
Syndrom L4 (radiologisch) und L5 (symp
tomatisch mit
residueller
Fussheberparese
links)
Der Beschwerdeführer leide unter einem chronischen Schmerzsyndrom, einer
seits auf Grund einer entzündlichen Veränderung im Sternalbereich und ande
rer
seits auf Grund degenerativer Veränderungen im Lendenwirbelsäulen
bereich. Im Rahmen der EFL habe der Beschwerdeführer
eine reduzierte Leistungs
bereit
schaft gezeigt. Er habe sich überhaupt nicht belasten lassen und habe alle Kraft- und
Gehtests
unter Angabe von Schmerzen abgebrochen. Aus diesem Grunde sei die Arbeitsfähigkeit auf medizinisch-theoretischer Basis zu beurteilen. Auf
Grund einer erheblichen Symptomausweitung, einer deutlichen Selbstlimitie
run
g und auf Grund von Inkonsistenzen seien die Resultate der Belastbarkeitstest für die Beurteilung nicht verwertbar (S. 6).
Die Ausübung der bisherigen Tätigkeit als Flugzeugkabinenreiniger sei dem Beschwerdeführer auf Grund der Kreuzbeschwerden und der entzündlichen Erkrankung im Sternalbereich nicht mehr zuzumuten. Die Ausübung einer behin
derungsangepassten, körperlich leichten bis mittelschweren, wechsel
posi
tio
nierenden Tätigkeit, mit teilweise gehend und stehend zu verrichtenden Arbeiten und mit der Möglichkeit zu vermehrten Pausen im Umfang von eine Stunde im Tag, ohne andauernde Zwangshaltungen, ohne regelmässiges Stossen und Ziehen von Lasten und ohne das Heben und Tragen von schweren Lasten, seit dem Beschwerdeführer ab Mai 2014 im zeitlichen Umfang von 100 %, das heisse bei einer Präsenz von 100 %, insgesamt im Umfang von 80 % zuzumuten (S. 7).
3.9
Med.
pract
. F._, Facharzt für Arbeitsmedizin, Regionaler Ärztlicher Dienst der Beschwerdegegnerin (RAD), führte in seiner Stellungnahme vom 1. September 2015 (Urk. 8/50/7-8) aus, dass auf das Gutachten der Ärzte des Z._ vom 25. August 2015 abgestellt werden könne, und dass gestützt darauf von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers in seiner bis
herigen Tätigkeit als Flugzeugkabinenreiniger ab November 2012 und ab spä
tes
tens Mai 2014 von einer Arbeitsfähigkeit in zumutbaren, behinderungsan
ge
passten, körperlich leichten bis mittelschweren Tätigkeiten in Wechselpositio
nie
rung, ohne andauernde Zwangshaltungen und ohne Hantieren mit schweren Lasten, im zeitlichen
Umfang von 100 % bei einer Leistungsfähigkeit von 80 % auf Grund eines erhöhten Pausenbedarfs von einer Stunde im Tag beziehungs
weise von einer Arbeitsfähigkeit von insgesamt 80 % auszugehen sei (S. 2).
3.10
Mit Bericht vom 6. Januar 2016 (Urk. 8/65) stellten die Ärzte des B._ fest, dass in Bezug auf die bisherige Tätigkeit des Beschwerdeführers weiterhin eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % bestehe, und dass eine behinderungsangepasste, sitzende Tätigkeit ohne Überkopfarbeiten mit der Möglichkeit zu vermehrten Pausen und mit einer zusätzlichen Leistungsminderung zu evaluieren sei (S. 2).
4.
4.1
Den erwähnten medizinischen Akten ist zu entnehmen, dass die behandelnden Ärzte des B._ und die Gutachter des Z._ übereinstimmend davon ausgingen, dass dem Beschwerdeführer die Ausübung seiner bisherigen Tätigkeit als Flug
zeug
kabinenreiniger seit November 2012 nicht mehr zuzumuten sei. Demge
genüber beurteilten die beteiligten Ärzte die Arbeitsfähigkeit des Beschwerde
füh
rers in Bezug auf zumutbare, behinderungsangepasste Tätigkeiten unter
schiedlich. Während die Ärzte des B._ die Ansicht vertraten, dass dem Beschwerdeführer die Ausübung einer behinderungsangepassten Tätigkeit ledig
lich im zeitlichen Umfang von 50 % mit einer zusätzlichen Verminderung der Leistungsfähigkeit im Umfang von 50 % auf Grund eines erhöhten Pausen
be
darfs zuzumuten sei (vorstehend E. 3.7), gingen die Ärzte des Z._ in ihrem Gutachten vom 25. August 2015 (vorstehend E. 3.8) und RAD-Arzt med.
pract
. F._ (vorstehend E. 3.9) davon aus, dass dem Beschwerdeführer spätestens ab Mai 2014 die Ausübung einer behinderungsangepassten Tätigkeit im zeit
lichen Umfang von 100 % bei einer Verminderung der Leistungsfähigkeit auf Grund eines erhöhten Pausenbedarfs im Umfang von 20 % und damit insgesamt im Umfang von 80 % zuzumuten sei.
4.2
Bezüglich des Gutachtens der Ärzte des Z._ vom 25. August 2015 (vorstehend E. 3.8) gilt es zu berücksichtigen, dass die Gutachter im Rahmen ihrer Unter
suchung des Beschwerdeführers auch ein EFL durchführten. Diesbezüglich gilt es zu beachten, dass nach der Rechtsprechung in manchen Fällen für
eine valide Beurteilung der Arbeitsfähigkeit und Zumutbarkeit neben den medizi
ni
schen Befunden und Diagnosen auch eine
EFL
wünschbar oder sogar erforder
lich
ist, und dass das
umfassende Testverfahren
der EFL insbesondere bei Erkrankungen des Bewegungsapparates
relevante Aussagen zum Leistungsver
halten und zur Konsistenz der versi
cher
ten Person
ermöglicht
, wobei gerade
eine allfällig beobachtete Symptom
ausweitung und Selbstlimitierung im Rahmen
eines chronifizierten Zustandes für die Bewertung der Zumutbarkeit bedeutsam sein kann.
Demgegenüber hat d
ie EFL nicht das Ziel, die Natur der multiplen und komplexen Ursachen, die einer wiederholten Selbstlimitierung der Leistung und dem Nachweis mehrfacher Inkohärenzen zugrunde liegen, zu erforschen. Ferner ist sie nicht geeignet, kognitive oder verhaltensorientierte Fähigkeiten am Arbeitsplatz zu schätzen oder Leistungseinschränkungen aufzuzeigen, die auf Erkrankungen ausserhalb des Bewegungsapparates zurückzufüh
ren sind (
Urteil
e des Bundesgerichts
8C_547/2008
vom 16. Januar 2009 E.
4.2.1 und 9C_384/2015 vom 21. Dezember 2015 E.
5.2
)
.
4.3
Der Beschwerdeführer leidet an einem chronischen Schmerzsyndrom im Sinne eines thorakalen Schmerzsyndroms im Sternalbereich und eines chronischen
lumboradikulären
Syndroms im Lendenwirbelsäulenbereich mit
residueller
Fuss
heberparese
links. Dabei handelt es sich um Erkrankungen des Bewegungs
apparates und dabei grundsätzlich um ein Beschwerdebild, welches sich für eine EFL eignete. Gemäss den Ausführungen der Gutachter des Z._ habe der Be
schwerdeführer indes nur eine reduzierte Leistungsbereitschaft gezeigt und sich überhaupt nicht belasten lassen, weshalb die Resultate
der EFL auf Grund einer erheblichen Symptomausweitung, Selbstlimitierung und Inkonsistenz nicht ver
wert
bar gewesen seien und die Arbeitsfähigkeit auf medizinisch-theoretischer Basis zu beurteilen gewesen sei. Diese Vorgehensweise ist nicht zu beanstanden. Denn es vermag zu überzeugen, dass die Gutachter Einschränkungen, welche auf selbstlimitierende Faktoren zurückzuführen waren, bei der Arbeitsfähig
keits
beurteilung ausklammerten.
4.4
Das Gutachten der
Ärzte des
Z._
vom
25. August
2015 (vorstehend E.
3.8
)
, worin sich die Experten
in angemessener Weise mit den geäusserten Be
schwerden
auseinandersetzten
und die gezogenen Schlüsse
in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit unter anderem
in nachvollziehbarer Weise
begründeten, erfüllt sämtliche nach der Rechtspre
chung für eine beweis
kräftige medi
zinische Ent
scheidungsgrundlage vorausge
setzten Kriterien (vgl. vorste
hend E. 1.9). Das Gut
achten vermag sodann auch in inhaltlicher Hinsicht zu
überzeugen. Insbe
sondere vermag zu überzeugen, dass die Gutachter
davon ausgingen, dass dem Beschwerdeführer die Ausübung einer behinderungsangepassten Tätigkeit in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich vollzeitlich zuzumuten sei, dass indes
auf Grund
eines erhöhten Pausenbedarfs insgesamt von einer Arbeitsunfähigkeit in behin
derungs
angepassten Tätigkeiten im Umfang von 80 % auszugehen sei.
4.5
Dem Beschwerdeführer ist nicht zu folgen, wenn er auf Grund des Umstandes, dass die Gutachter ihn dazu angehalten hatten, Bewegungen zu vollziehen, welche er wegen Schmerzen nicht hat ausüben können, die Meinung vertreten will, dass die Gutachter ihm gegenüber feindlich eingestellt gewesen seien (Urk. 1 S. 4). Denn es gilt vielmehr zu berücksichtigen, dass die Gutachter verpflichtet waren, im Rahmen des EFL die funktionelle Leistungsfähigkeit, die Leistungskohärenz, die Kooperation und das
Verhalten
des Beschwerdeführers
gegenüber physischer Belastung und Schmerzen
zu evaluieren. Dabei stellten sie fest, dass der
Beschwerdeführer
nur
eine reduzierte Leistungsbereitschaft
aufge
wiesen habe, und dass er sich nicht habe
belasten lassen
, weshalb die Tester
gebnisse a
uf Grund einer erheblichen Symptomausweitung, Selbstlimitierung und Inkonsistenz für die Beurteilung
der Arbeitsfähigkeit
nicht
hätten verwen
det werden können (vorstehend E. 3.8). Unter diesen Umständen ist die Vorgeh
ensweise der Gutachter des Z._ bei der Durchführung der EFL nicht zu bean
standen und es ist daraus insbesondere weder auf eine feindliche Einstellung der Gutachter gegenüber dem Beschwerdeführer noch auf deren Voreinge
nommenheit zu schliessen. Auf eine feindliche Einstellung beziehungswiese auf eine Voreingenommenheit der Gutachter des Z._ lässt sich auch nicht auf Grund des Umstandes schliessen, dass diese den Beschwerdeführer, welcher Schweizer kubanischer Herkunft ist, tatsachenwidrig als Person türkischer Abstammung bezeichneten (Urk. 8/46 S. 5). Denn einerseits stellten die Gut
achter an anderer Stelle korrekterweise fest, dass der Beschwerdeführer mit seiner Ehegattin aus Kuba in die Schweiz eingereist sei (Urk. 8/46 S. 3), weshalb in Bezug auf die erwähnte türkische Abstammung offensichtlich von einem Versehen beziehungsweise von einem Verschrieb auszugehen ist. Andererseits ist, selbst wenn anzunehmen wäre, dass die Gutachter fälschlicherweise ange
nommen hätten, dass der Beschwerdeführer über die türkische Staatsange
hörig
keit verfüge, nicht zu erkennen, inwiefern dieser Umstand einen Einfluss auf die Beurteilung des Gesundheitszustandes beziehungsweise der Arbeitsfähigkeit ge
habt haben sollte.
4.6
In Bezug auf die Beurteilung durch die Ärzte des B._ fällt auf, dass diese mit Bericht vom 5. Juli 2014 (vorstehend E. 3.5) feststellten, dass dem Beschwerde
führer die Ausübung einer angepassten, körperlich leichten und wechselbe
lastenden Tätigkeit mit der Möglichkeit zu Pausen im Umfang eines Arbeitspensums von 50 % zuzumuten sei. Demgegenüber vertraten sie am
6. September 2014 (vorstehend E. 3.6) und am 3. März 2015 (vorstehend E. 3.7) die Ansicht, dass dem Beschwerdeführer die Ausübung einer angepassten, körperlich leichten und wechselbelastenden Tätigkeit mit der Möglichkeit zu Pausen im zeitlichen Umfang von 50 % zuzumuten sei, und dass auf Grund einer Beschwerdeakku
mulation im Laufe des Tages zusätzlich eine Verminde
rung der Leistungs
fähigkeit im Umfang von 50 % zu berücksichtigen sei. In ihrem Bericht vom 6. Januar 2016 (vorstehend E. 3.10) gingen die Ärzte des B._ schliesslich davon aus, dass noch zu evaluieren sei, inwiefern und in welchem Umfang dem Beschwerdeführer eine behinderungsangepasste, sitzende Tätigkeit ohne Über
kopfarbeiten mit der Möglichkeit zu vermehrten Pausen und mit einer zusätz
lichen Leistungsminderung zuzumuten sei.
Im Vergleich zur Beurteilung durch die Ärzte des
Z._
fehlt es den Beurteilungen der Rest
arbeitsfähigkeit des Be
schwerdeführers in zumutbaren, behinderungs
ange
passten Tätigkeiten durch die Ärzte des B._ an einer damit vergleichbaren, nachvollziehbaren Begründung. Des Weiteren scheinen offensichtlich selbst die Ärzte des B._ anlässlich ihrer Beurteilung vom 6. Januar 2016 (vorstehend E. 3.10), wonach sie die Meinung vertraten, dass die Frage nach dem Bestehen und dem Umfang einer Arbeits
fähigkeit in zumutbaren, behinderungs
ange
passten Tätigkeit noch ergänzend zu evaluieren sei, Zweifel an ihren vor
gängigen Arbeitsfähigkeitsbeurteilungen zu haben.
Des Weiteren
gilt es diesbezüglich zu berücksichtigen, dass es nach der
R
echt
sprechung wegen der unterschiedlichen Natur von Behandlungsauftrag der thera
peutisch tätigen Fachärzte und des Begutachtungsauftrags der amtlich bestellten medizinischen Experten (BGE 124 I 170 E. 4) nicht geboten ist, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu
anderen Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine klä
ren
de Ergänzung des medizinischen Dossiers oder direkt eine abweichende Beur
teilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige, nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation entspringende Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (Urteile des Bundes
gerichts 9C_252/2012 vom
7.
September 2012 E. 8.4 und 8C_784/2011 vom 1
5.
Dezember 2011 E. 3.2). Solche Aspekte bringt
der Beschwerdeführer
indes nicht vor, weshalb auf die
Arbeitsfähigkeits
b
eurteilungen durch
die Ärzte des B._
vorliegend nicht abzustellen ist.
4.7
Nach Gesagtem steht gestützt auf die nachvollziehbare Beurteilung durch die Ärzte des Z._ vom 25. August 2015 (vorstehend E. 3.8) fest, dass dem Be
schwerdeführer spätestens ab Mai 2014 die Ausübung einer behinderungs
angepassten, körperlich leichten bis mittelschweren, wechsel
belastenden Tätig
keit im zeitlichen Umfang eines Arbeitspensums von 100 %,
bei einer Leis
tungs
minde
rung von 20
%
wegen eines erhöhten Pausenbedarfs
, insgesamt im Umfang eines Arbeitspensums von 80 % zuzumuten war.
4.8
Da ergänzende Beweismassnahmen an diesem Ergebnis nichts mehr änder
ten
, besteht - entgegen den
diesbezüglichen
V
orbringen
des
Be
schwer
deführers
(
Urk.
1 S.
2) - für weitere Abklärungen keine Notwendig
keit und es ist von einer Rückweisung der Sache an die Beschwerdegegnerin zur Durchführung solcher abzusehen (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 124 V 90 E. 4b, 122 V 157 E. 1d mit Hinweisen).
5.
Nach Gesagtem steht daher fest, dass
dem Beschwerdeführerin spätestens ab Mai 2014 die Aus
übung einer behinderungs
angepassten, körperlich leichten bis mittelschweren, wechsel
belastenden Tätigkeit im Umfang eines Arbeitspensums von 80 % zuzumuten war. Vor diesem Zeitpunkt war der Beschwerdeführer - welcher sich am
29. April 2013 bei der Beschwerdegegnerin zum Leistungs
be
zug angemeldet hat
te
(Urk.
8/3
), weshalb ein Rentenanspruch frühestens sechs
Monate nach der Anmeldung zum Leistungsbezug und mithin frühes
tens im
November 2013
entstehen konnte (Art. 29 Abs. 1 IVG) -
seit
November 2012
im Umfang von 100 % arbeitsunfähig (vgl. vorstehende E. 3.2, 3.8-3.9). Demnach ist daher unter revisionsrechtlichen Gesichtspunkten von einer erheblichen Verbesserung des Gesundheitszustandes des Be
schwer
deführers am 1. Mai 2014 auszugehen.
6.
6.1
Sowohl im Rahmen einer erstmaligen Prüfung des Rentenanspruches als auch anlässlich einer Rentenrevision (
Art.
17
Abs.
1 ATSG) stellt sich unter dem Gesichtspunkt des
Art.
28a
Abs.
3 IVG in Verbindung mit
Art.
16 und 7
Abs.
2 ATSG die Frage nach der anwendbaren Invaliditätsbemessungsmethode.
Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig einzustufen ist, führt je zur Anwendung einer anderen
Methode der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich, Betätigungsver
gleic
h, gemischte Methode) und ergibt sich aus der Prüfung, was die Person bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beein
träch
tigung bestünde. Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbs
tätigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch, das heisst ohne Gesundheits
schaden, aber bei sonst gleichen Verhältnissen, erwerbstätig wäre (Art. 27
bis
IVV
). Die gemischte Methode bezweckt damit eine möglichst wirklichkeitsge
rechte Bemessung des Invaliditätsgrades (BGE 133 V 504 E. 3.3 mit Hinweisen).
Die Statusfrage beurteilt sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben. Dabei sind die
konkrete Situation und die Vorbringen der versicherten Person nach Massgabe der allgemeinen Lebenserfahrung zu würdigen. Für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Erwerbstätigkeit ist der im Sozialver
sicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erfor
derlich (
BGE 137 V 334
E. 3.2,
130 V 393
E. 3.3,
125 V 146
E. 2c, je mit Hinweisen).
Bei im Haushalt tätigen Versicherten im Besonderen (vgl.
Art.
27 IVV) sind die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie all
fällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Nei
gung
en und Begabungen zu berücksichtigen (Urteil des Bundesgerichts 9C_915/2012 vom 1
5.
Mai 2013 mit Hinweisen auf BGE 133 V 504 E. 3.3).
Die gemischte Methode findet auch Anwendung, wenn der (in einem Auf
gabenbereich tätigen) versicherten Person ohne gesundheitliche Beeinträch
ti
gung eine vollzeitliche Erwerbstätigkeit zumutbar wäre, sie aber trotzdem eine solche nicht ausüben würde (vgl. BGE 133 V 504 E. 3.3 in
fine
). Ist jedoch anzunehmen, die versicherte Person wäre ohne gesundheitliche Beeinträchti
gung teilerwerbstätig oder sie arbeitete unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mit, ohne daneben in einem andern Aufgabenbereich nach
Art.
5
Abs.
1 IVG
tätig zu sein, ist die Invalidität ausschliesslich nach den Grundsätzen für Erwerbstätige, somit nach
Art.
16 ATSG zu bemessen (
Art.
28a
Abs.
3 e
contrario
IVG
).
Die gemischte Methode gelangt hier ebenso wenig zur Anwendung wie bei ohne Gesundheitsschaden voll Erwerbstätigen (
Art.
27
bis
IVV). Das
Valideneinkommen
ist nach Massgabe der ohne Gesundheitsschaden ausgeübten Teilerwerbstätigkeit festzulegen. Entscheidend ist, was die versicherte Person als Gesunde tatsächlich an Einkommen erzielen würde, und nicht, was sie bestenfalls verdienen könnte.
Wäre sie gesundheitlich in der Lage, voll erwerbstätig zu sein, reduziert sie aber das Arbeitspensum aus freien Stücken, insbesondere um mehr Freizeit zu haben, oder ist die Ausübung einer Ganztagestätigkeit aus Gründen des Arbeitsmarktes nicht möglich, hat dafür nicht die Invalidenversicherung einzustehen (
BGE 125 V 157
E. 5c/
bb
mit Hin
weisen; ZAK 1992 S.
92 E.
4a). Das Invalideneinkommen bestimmt sich ent
sprechend den gesetzlichen Vorgaben danach, was die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung allfälliger Eingliederungs
mass
nahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte. Dabei kann das – vom Arzt festzulegende – Arbeitspensum unter Umständen grösser sein als das ohne gesundheitliche Beeinträchtigung geleistete (vgl. BGE 131 V 51 E. 5.1.2).
Bei der Bestimmung der im konkreten Fall anwendbaren Invaliditätsbemessungsmethode und damit der Beantwortung der entscheidenden Statusfrage handelt es sich um eine hypothetische Beur
teilung, die auch hypothetische Willensentscheidungen der versicherten Person berücksichtigen muss. Dies gilt auch für die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung erwerbstätig wäre. Diese inneren Tatsachen sind indessen einer direkten Beweisführung nicht zugänglich und müssen in aller Regel aus äusseren Indizien erschlossen werden. Die Beurteilung hypothetischer Geschehensabläufe ist eine Tatfrage, soweit sie auf Beweiswürdigung beruht, selbst wenn darin auch Schlussfolgerungen aus der allgemeinen Lebenserfahrung mitberücksichtigt werden. Rechtsfragen sind hingegen Folgerungen, die ausschliesslich – losgelöst vom konkreten Sach
verhalt – auf die allgemeine Lebenserfahrung gestützt werden oder die Frage, ob aus festgestellten Indizien mit Recht auf bestimmte Rechtsfolgen geschlossen
worden ist (vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_287/2013 vom 8. November 2013
E.
3.5
und 8C_511/2013 vom 3
0.
Dezember 2013, je
mit Hinweisen).
6
.2
Auch bei teilzeitlich
Erw
erbstätigen, welche in einem Teilzeitpensum
erwerbs
tätig sind, um mehr Freizeit zu haben
und nicht, um die Haushaltführung
wahr
nehmen zu können, wird
nach Gesagtem
die Invalidität nach den Grundsätzen für Erwerbstätige bemessen (Urteil des Bundesgerichts 8C_846/2015 vom
3.
Juni 2016 E. 5.2; BGE 13
1 V 51).
Nach der Rechtsprechung (BGE 142 V 290) ist bei
teilerwerbstätigen Versicherten ohne Aufgabenbereich die anhand der Einkom
mens
vergleichsmethode
(
Art.
16
ATSG) zu ermittelnde Einschrän
kung im allein versicherten erwerblichen Bereich indes lediglich proportional - im Umfang der hypothetischen Teilerwerbstätigkeit - zu berücksich
ti
gen. Der Invaliditätsgrad entspricht der proportionalen Einschränkung im erwerblichen Bereich und kann damit den versicherten Bereich, welcher durch das hypothetische Teilzeitpensum definiert wird, nicht übersteigen (BGE 142 V 290 E. 6.4 ff.; Urteile des Bundes
gerichts 8C_846/2015 E. 6.3 und 8C_113/2016 vom
6. Juli 2016 E. 3.3.3).
6.3
Gegenüber ihrem Krankentaggeldversicherer, der Helsana Versicherungen AG, gab die Y._ AG am 29. November 2012 an, dass der Beschwerdeführer bei ihr seit dem 4. Juni 2011 im Umfang eines Beschäftigungsgrades von 43 %, bei einem regelmässigen Arbeitseinsatz von 18.2 Stunden in der Woche, tätig gewesen sei (Urk. 8/2/1). Demgegenüber gab die Y._ AG im Arbeit
geberbericht vom 4. Juni 2013 (Urk. 8/13/1-6) zuhanden der Beschwerdegeg
nerin an, dass der Beschwerdeführer während der Zeit vom 4. Juni 2011 bis 31. Juli 2013 (Ziff. 2.1) im Rahmen eines Arbeitsverhältnisses auf Abruf im Um
fang von ungefähr 18 Stunden in der Woche (Ziff. 2.9) als Flugzeugkabinen
reiniger tätig gewesen sei.
6.4
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung vom 23. Mai 2016
(Urk. 2) implizite davon aus,
dass der Beschwerdeführer, welcher nur in teilzeit
lichem Umfang bei der Y._ AG tätig war und deshalb im Vergleich zu einem vollzeitlichen Erwerbstätigen einen tieferen Verdienst erzielte, nicht frei
willig auf die Ausübung einer vollzeitlichen Erwerbstätigkeit verzichtet habe, weshalb er als vollzeitlich Erwerbstätiger zu qualifizieren sei, sodass bei
der Bemessung des
Valideneinkommens
auf Tabellenlöhne
für ein vollzeitliches
Arbeits
pensum abzustellen
sei. Die Frage nach der Qualifikation des Beschwer
deführers als voll- oder teilzeitlich Erwerbstätiger kann vorliegend
"
indes offen gelassen werden, wenn ein Rentenanspruch des Beschwerdeführers selbst bei einer Qualifikation des
Beschwerdeführes
als Erwerbstätiger (im vollzeitlichen Umfang) zu verneinen wäre.
7.
7.1
Im Folgenden sind daher die erwerblichen Auswirkungen der Veränderung des Gesundheitszustandes des Be
schwer
deführers per 1. Mai 2014 zu prüfen.
7.2
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validen
einkommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr
schein
lichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommens
ent
wicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung ent
spricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden
wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 139 V 28 E. 3.3.2; BGE 135 V 58 E. 3.1; BGE 134 V 322 E. 4.1 mit Hin
weis).
Ist
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die versi
cherte Person die bisherige Tätigkeit unabhängig vom Eintritt der Invalidität nicht mehr ausgeübt hätte, kann das
Valideneinkommen
auf Grundlage der vom Bundesamt für Statistik
herausgegebenen Schweizerischen Lohnstruktur
er
hebung (LSE) berechnet werden, wobei die für die Entlöhnung im Einzelfall gegebenenfalls relevanten persönlichen und beruflichen Faktoren zu berück
sich
tigen sind (BGE 139 V 28
E. 3.3.2; BGE 128 V 29 E. 4e; Urteil des Bundes
ge
richts 9C_887/2015 vom 12. April 2016 E. 4.2).
7.3
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens können nach der Recht
sprech
ung
Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch heraus
ge
gebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3, BGE 135 V 297 E. 5.2; BGE 129 V 472 E. 4.2.1; BGE 126 V 75 E. 3b). Dabei sind grundsätzlich die im Verfügungszeitpunkt aktuellsten veröffent
lichten Tabellen der LSE zu verwenden (Urteile des Bundesgerichts 9C_699/2015 vom 6. Juli 2016 E. 5.2, 8C_78/2015 vom 10. Juli 2015 E. 4 und 9C_526/2015 vom 11. September 2015 E. 3.2.2; zur Verwendung der aktuellsten statistischen Daten bei Rentenrevisionen vgl. BGE 142 V 178 E. 2.5.8.1 und BGE 133 V 545 E. 7.1). Der Griff zur Lohnstatistik ist subsidiär, das heisst deren
Beizug
erfolgt nur, wenn eine Ermittlung des Invalideneinkommens aufgrund und nach Massgabe der konkreten Gegebenheiten des Einzelfalles nicht möglich ist (vgl. BGE 142 V 178 E. 2.5.7; BGE 139 V 592 E. 2.3, BGE 135 V 297 E. 5.2; vgl. auch Meyer/Reichmuth, IVG, 3. Aufl., N 55 und 89 zu Art. 28a, mit weiteren Hin
weisen auf die Rechtsprechung).
7.4
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnitt
s
werten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kürzen. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass versicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwer
arbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten nurmehr beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ursprünglich nur bei
Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Recht
sprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und beruf
liche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebs
zu
gehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhalts
punkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen verwer
ten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25
% des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75).
7.5
Ein Leidensabzug ist nach der Rechtsprechung auch dann nicht gerechtfertigt, wenn die gesundheitlichen Einschränkungen oder die eingeschränkte Leistungs
fähigkeit beziehungsweise das eingeschränkte Rendement vom medizinischen Experten in der von ihm attestierten Arbeitsunfähigkeit bereits berücksichtigt
wurden (Urteil des Bundesgerichts 8C_20/2012 vom 4. April 2012 E. 3.2 und 3.3).
Sodann rechtfertigt der Umstand, dass eine grundsätzlich vollzeitlich arbeits
fähige versicherte Person gesundheitlich bedingt lediglich reduziert leistungs
fähig ist, nach der Rechtsprechung keinen Abzug vom Tabellenlohn (Urteile des Bundesgerichts 8C_827/2009 vom 2
6.
April 2010 E.
4.2.1, 9C_980/2008 vom
4.
März 2009 E.
3.1.2, 8C_765/2007 vom 1
1.
Juli 2008 E. 4.3.3, 9C_344/2008 vom
5.
Juni 2008 E.
4 und I 69/07 vom
2.
November 2007 E.
5.1). Auch ein erhöhter Pausenbedarf, welchem der medizinische Experte mit einem um 20
%
verminderten Rendement bereits hinreichend
Rechnung getragen hat, darf nicht zusätzlich mit einem Abzug und damit doppelt berücksichtigt werden (Urteil des Bundesgerichts 8C_97/2014 vom 1
6.
Juli 2014 E. 4.2 mit Hinweisen).
8.
8.1
Wenn vorliegend davon auszugehen wäre, dass der Beschwerdeführer ohne Ein
tritt des Gesundheitsschadens eine vollzeitliche Erwerbstätigkeit ausgeübt hätte und demnach als vollzeitlich Erwerbstätiger zu qualifizieren wäre, könnte bei der Bemessung des
Valideneinkommens
nicht auf den vom Beschwerdeführer in Ausübung der bisherigen, teilzeitlichen Tätigkeit als Flugzeugkabinenreiniger bei der Y._ AG erzielten Lohn abgestellt werden. Es wäre daher sowohl bei der Bemessung des Validen- als auch des Invalideneinkommens auf
Erfah
rungs
- und Durchschnittswerte (Tabellenlöhne; vgl. BGE 129 V 472 E. 4.2.1 und 126 V 75 E. 3b/
aa
und
bb
) abzustellen.
8.2
Da dem Beschwerdeführer gemäss der Zumutbarkeitsbeurteilung durch die Ärzte der Z._ vom 25. August 2015 (vorstehend E. 3.8) die Ausübung einer behin
derungsangepassten Tätigkeit im zeitlichen Umfang von 100 %, bei einer Ver
minderung der Leistungsfähigkeit auf Grund eines erhöhten Pausenbedarfs im Umfang von 20 %, zuzumuten war, ist bei der Bemessung des Invalidenein
kommens ein leidensbedingter Abzug vom Tabellenlohn nicht gerechtfertigt, da nach der erwähnten Rechtsprechung (vorstehend E. 7.5)
ein erhöhter Pausen
bedarf, welche
m
mit einem verminderten Rendement bereits hinreichend Rech
nung getragen
wurde,
nicht zusätzlich mit einem Abzug
zu berücksichtigen ist.
8.3
Bei der Invaliditätsbemessung kommt der allgemeinen Methode des Ein
kom
mens
vergleichs gemäss
Art.
28a
Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art.
16 ATSG grundsätzlich Vorrang zu. Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen ziffern
mässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie
indes nach Massgabe der
im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewonnenen An
nähe
rungswerte miteinander zu vergleichen. Wird eine Schätzung vorge
nommen, so muss diese nicht unbedingt in einer ziffernmässigen Festlegung von Annähe
rungswerten bestehen. Vielmehr kann auch eine Gegenüberstellung blosser Prozentzahlen genügen. Das ohne eine Invalidität erzielbare hypothetische Erwerbseinkommen ist alsdann mit 100 % zu bewerten, während das Invaliden
einkommen auf einen entsprechend kleineren Prozentsatz veranschlagt wird, so dass sich aus der Prozentdifferenz der Invaliditätsgrad ergibt (sog. Prozent
ver
gleich; Urteil des Bundesgerichts 8C_131/2011 vom 5. Juli 2011 E.
10.2.1 mit Hinweis auf BGE 114 V 310 E.
3a).
Der Invaliditätsgrad ist namentlich dann durch Prozentvergleich zu ermitteln, wenn Validen- und Invalideneinkommen sich nicht hinreichend genau oder nur
mit unverhältnismässig grossem Aufwand bestimmen lassen und in letzterem Fal
l zudem angenommen werden kann, die Gegenüberstellung der nach Mass
gabe der im Einzelfall bekannten Umstände geschätzten, mit Prozentzahlen bewer
teten hypothetischen Einkommen ergebe ein ausreichend zuverlässiges Resultat. Diese Berechnungsweise ist insbesondere anwendbar, wenn die konkreten Ver
hältnisse so liegen, dass die Differenz zwischen Validen- und Invalidenein
kommen die für den Umfang des Rentenanspruchs massgebenden Grenzwert
e von 70, 60, 50 und 40 % (Art. 28 Abs.
2 IVG) eindeutig über- oder unter
sch
r
eitet (Urteil des Bun
desgerichts 8C_333/2013 vom 11.
Dezember 2013 E. 5.3 mit Hinweisen).
8.4
Auf Grund des Umstandes, dass sowohl bei der Bemessung des Validen- als auch des Invalideneinkommens auf Tabellenlöhne abzustellen ist, dass kein Ab
zug vom Tabellenlohn (bei der Bemessung des Invalideneinkommens) vorzu
nehmen ist, und da dem Beschwerdeführer die Ausübung der bisherigen und behinderungsangepasster Tätigkeiten bei einem verminderten Rendement im Um
fang von 20 %, insgesamt im Umfang eines Arbeitspensums von
80 % zuzu
muten war, genügt für die Ermittlung des Invaliditätsgrades die Gegenüber
stellung blosser Prozentzahlen. Dabei resultiert ein Invaliditätsgrad von 20 %.
8.5
Demnach steht fest, dass selbst bei einer Annahme, dass der Beschwerdeführer ohne Gesundheitsschaden einer vollzeitlichen Erwerbstätigkeit nachgegangen und als vollzeitlich Erwerbstätiger zu qualifizieren wäre, spätestens ab 1. Mai 2014 ein für den Anspruch auf eine Invalidenrente vorausgesetzter Invaliditäts
grad von mindestens 40 % nicht mehr erreicht wurde. Unter diesen Umständen kann die Qualifikation des Beschwerdeführers als voll- oder teilzeitlich Erwerbs
tätiger daher offen gelassen werden.
9.
9.1
Gemäss
Art.
88a
Abs.
1 IVV ist bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen oder bei einer Ver
min
derung der Hilflosigkeit, des invaliditätsbedingten Betreuungsauf
wan
des oder
des Hilfebedarfs die anspruchsbeeinflussende Änderung für die Her
ab
setzung oder Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an zu berück
sichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unter
brechung drei Monate angedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird. Die hierzu notwendige Prognose unterliegt dabei dem im Sozialversi
che
rungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 119 V 7 E. 3c/
aa
mit Hinweisen).
Nach der bundesgerichtlichen Praxis zu
Art.
88a
Abs.
1 IVV ist eine Rente bei Wegfall der Invalidität im Normalfall erst nach Ablauf von drei Monaten seit dem Eintritt der anspruchserheblichen Veränderung aufzuheben (BGE 119 V 98 E.
4a, Urteil des Bundesgerichts I 569/06 vom 20. November 2006 E. 3.3).
9.2
Nach Gesagtem steht fest, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerde
führers am 1. Mai 2014 in einer im revisionsrechtlichen Sinne erheblichen Weise
verbesserte, und dass ab diesem Zeitpunkt lediglich noch ein rentenaus
schlies
sender Invaliditätsgrad von 20 % bestand, weshalb nicht zu beanstanden ist, dass die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer mit der angefochtenen
Ver
fügung vom
23. Mai 2016
für die Zeit vom 1.
November 2013
bis
31. Juli
2014
eine ganze Rente zusprach und dessen Rentenanspruch für die Zeit ab 1. August 2014 verneinte.
Demzufolge ist die Beschwerde abzuweisen.
10.
Gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem kanto
nalen Versicherungsgericht bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Ver
weige
rung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfah
rens
aufwand und unabhängig vom Streitwert innerhalb des gesetzli
chen Rahmens (Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.--) auf
Fr. 800.-- fest
zusetzen und dem
unt
erlie
genden Beschwerde
führer
aufzuerlegen.