Decision ID: 8a435396-8665-4685-b707-95397d2ffc54
Year: 2014
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt:
A.- X erwarb den Führerausweis für Personenwagen am 6. Juni 1988. Er ist im
Administrativmassnahme-Register nicht verzeichnet. Am Freitag, 5. Juli 2013, um 1.35
Uhr, lenkte er einen Personenwagen in A in Richtung Zentrum. Auf der Höhe des
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Hauses Nr. 1 wurde er von der Kantonspolizei zur Kontrolle angehalten. Nachdem der
Atemlufttest positiv ausgefallen war, wurde eine Blutprobe angeordnet. Deren
Auswertung ergab für den Zeitpunkt des Ereignisses eine Blutalkoholkonzentration von
mindestens 2,40 Gewichtspromille und höchstens 2,66 Gewichtspromille. Der
Führerausweis wurde X auf der Stelle abgenommen.
B.- Mit Strafbefehl des Untersuchungsamtes B vom 6. August 2013 wurde X wegen
Führens eines Motorfahrzeuges in fahrunfähigem Zustand (mindestens
2,40 Gewichtspromille zu einer bedingten Geldstrafe von 50 Tagessätzen zu je
Fr. 150.– und zu einer Busse von Fr. 1'800.– verurteilt. Der Strafbefehl erwuchs
unangefochten in Rechtskraft.
C.- Das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt des Kantons St. Gallen (nachfolgend:
Strassenverkehrsamt) eröffnete am 19. Juli 2013 ein Verfahren zur Abklärung der
Fahreignung und entzog X vorsorglich den Führerausweis. Die am 2. August 2013
angeordnete spezialärztliche Untersuchung wurde am 27. August 2013 an der
verkehrsmedizinischen Abteilung des Instituts für Rechtsmedizin des Kantonsspitals St.
Gallen (nachfolgend: IRM) durchgeführt. Im Gutachten vom 17. Oktober 2013 wurde
festgestellt, für eine Alkoholabhängigkeit gemäss ICD-10 lägen nicht genügend
Anhaltpunkte vor, eine derartige Problematik könne aber auch nicht ausgeschlossen
werden. Aus verkehrsmedizinischer Sicht könne die Fahreignung wegen eines
verkehrsrelevanten Alkoholmissbrauchs mit Gefährdung nicht befürwortet werden.
Gestützt darauf entzog das Strassenverkehrsamt X den Führerausweis mit Verfügung
vom 21. November 2013 wegen einer Alkoholproblematik gestützt auf Art. 16d Abs. 2
lit. b SVG auf unbestimmte Zeit mit einer Sperrfrist von drei Monaten. Als Bedingungen
für die Aufhebung des Entzugs wurden eine kontrollierte und fachlich betreute
Alkoholabstinenz (Arzt und Beratungsstelle) bis mindestens Ende Januar 2014 (gemäss
Info-Blatt) sowie eine verkehrsmedizinische Kontrolluntersuchung genannt. Einem
allfälligen Rekurs wurde die aufschiebende Wirkung entzogen. Die Verfügung erwuchs
unangefochten in Rechtskraft.
D.- Ende Januar 2014 beantragte X die Wiedererteilung des Führerausweises. Am 3.
Februar 2014 wurde am IRM die verkehrsmedizinische Kontrolluntersuchung
durchgeführt. Der Gutachter kam dabei zum Schluss, der Nachweis der Abstinenz sei
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erbracht; er bejahte die Fahreignung unter der Auflage der Weiterführung der
Totalabstinenz für die Dauer von mindestens zwei Jahren. Das Strassenverkehrsamt
verfügte am 18. März 2014 die Wiedererteilung des Führerausweises mit den Auflagen
(Ziff. 2), dass X auf unbestimmte Zeit unter fachlicher Betreuung (Suchtfachstelle) eine
vollständige, kontrollierte Alkoholabstinenz gemäss Info-Blatt mit halbjährlichen
Kontrollen inklusive Haaranalyse und Berichterstattung einzuhalten habe. Weiter wurde
festgehalten, dass eine Lockerung oder Aufhebung der Auflagen frühestens in zwei
Jahren geprüft werden könne.
E.- Gegen diese Verfügung erhob X mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 3. April
2014 Rekurs bei der Verwaltungsrekurskommission mit dem Antrag, unter Kosten- und
Entschädigungsfolge seien die in Ziff. 2 verfügten Auflagen ersatzlos aufzuheben. Mit
Vernehmlassung vom 5. Mai 2014 beantragte die Vorinstanz die Abweisung des
Rekurses. Auf die Ausführungen zur Begründung der Anträge wird, soweit erforderlich,

in den Erwägungen eingegangen.
Erwägungen:
1.- Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die
Verwaltungsrekurskommission ist zum Sachentscheid zuständig. Die Befugnis zur
Rekurserhebung ist gegeben. Der Rekurs vom 3. April 2014 ist rechtzeitig eingereicht
worden. Er erfüllt in formeller und inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen Anforderungen
(Art. 41 lit. g , 45, 47 und 48 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS
951.1, abgekürzt: VRP). Auf den Rekurs ist einzutreten.
2.- Streitig ist, ob die Auflage der Alkoholabstinenz im Hinblick auf die Sicherstellung
der Fahreignung erforderlich ist.
a) Der Rekurrent macht zur Hauptsache geltend, die Suchtfachstelle habe sich zum
Thema Auflagen nicht geäussert. Dies sei dahingehend zu verstehen, dass die
Wiedererteilung ohne Auflagen nahegelegt worden sei. Eine Alkoholsucht des
Rekurrenten sei weder anlässlich der Untersuchung am IRM vom 27. August 2013
noch bei jener vom 3. Februar 2014 festgestellt worden. Bei der ersten Untersuchung
habe es keine klaren Befunde gegeben, welche die angeordneten Auflagen
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rechtfertigten. Es sei lediglich schwammig darauf hingewiesen worden, dass die
Resultate möglicherweise einen Zusammenhang zum übermässigen Alkoholkonsum
hätten. Ein leichter Sonnenbrand am Hals sei kurzerhand in eine möglicherweise durch
übermässigen Alkoholkonsum verursachte Hautrötung umgedichtet worden. Im
Gutachten sei zudem nicht erwähnt worden, dass ein chronischer Alkoholismus erst ab
einem CDT-Wert von 1,7% möglich sei. Der beim Rekurrenten gemessene Höchstwert
habe jedoch unmittelbar nach dem Beginn der Totalabstinenz 1,5% betragen. Für das
aktuelle Kurzgutachten seien die Akten der Hausärztin und der Suchtberatung
beigezogen worden. Beide hätten das Einhalten der Totalabstinenz bestätigt, dem
Rekurrenten die Fahreignung attestiert sowie die Wiedererteilung ohne Auflagen
unterstützt. Das IRM habe ohne jede Begründung mittels Multiple-Choice-Formular
eine Fahreignung nur mit Auflagen empfohlen, was nicht überprüfbar sei. Dadurch
entstehe zwangsläufig der Eindruck einer Massenabfertigung, von einer konkreten
Beurteilung des Einzelfalles könne nicht die Rede sein. Die fragliche Auflage scheine
nur der Gewährleistung einer guten Auslastung des Fachbereichs Verkehrsmedizin zu
dienen. Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung habe der Betroffene nach einem
Sicherungsentzug aufgrund eines Suchtleidens zum Beweis der Heilung eine
mindestens einjährige kontrollierte Abstinenz zu erbringen. In medizinischer Sicht sei
beim Rekurrenten keine Alkoholabhängigkeit nachgewiesen worden. Mit seiner seit 24.
Juli 2013 eingehaltenen Alkoholtotalabstinenz erbringe er zudem den klaren
Gegenbeweis. Trotzdem erachte das IRM eine zweijährige Totalabstinenz mit
halbjährlichen Verlaufskontrollen als medizinisch indiziert. Diese Empfehlung sei von
der Vorinstanz unverändert übernommen worden, was nicht zulässig sei. Es sei
ausgeführt worden, die Wiedererteilung des Führerausweises nach einem
Sicherungsentzug werde regelmässig mit Auflagen verbunden, da die dauerhafte
erfolgreiche Überwindung einer Sucht einer längeren Behandlung und Kontrolle
bedürfe. Diese Begründung sei aktenwidrig, nachdem beim Rekurrenten eine
Alkoholabhängigkeit nicht nachgewiesen sei. Schliesslich erweise sich die Anordnung
von strengen Auflagen als völlig unverhältnismässig. Beim Rekurrenten handle es sich
um einen Ersttäter. Mit seiner achtmonatigen Abstinenz habe er bewiesen, dass er
nicht alkoholabhängig sei.
Dem hält die Vorinstanz entgegen, die Auflagen hätten den Zweck sicherzustellen, dass
der jeweilige Mangel an der Fahreignung tatsächlich behoben und die Fahrfähigkeit der
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betroffenen Person stabil sei. Gemäss langjähriger bundesgerichtlicher
Rechtsprechung könne die Wiedererteilung des Führerausweises nach einem
Sicherungsentzug wegen Alkoholmissbrauchs für mehrere Jahre an Auflagen –
namentlich Weiterführung der Totalabstinenz – geknüpft werden.
b) Nach Art. 17 Abs. 3 des Strassenverkehrsgesetzes (SR 741.01, abgekürzt: SVG)
kann der auf unbestimmte Zeit entzogene Führerausweis bedingt und unter Auflagen
wiedererteilt werden, wenn eine allfällige gesetzliche oder verfügte Sperrfrist
abgelaufen ist und die betroffene Person die Behebung des Mangels nachweist, der
die Fahreignung ausgeschlossen hat. Die an die Wiedererteilung des Führerausweises
regelmässig geknüpften Auflagen sind Nebenbestimmungen, die dazu dienen,
Unsicherheiten beim Nachweis Rechnung zu tragen, dass die Alkoholabhängigkeit
oder andere Süchte, welche die Fahreignung ausschliessen, tatsächlich behoben sind
und die Fahrfähigkeit der betroffenen Person stabil ist. Auflagen müssen auf die
konkreten Umstände angepasst und verhältnismässig sein (BGE 125 II 289 E. 2b). Ob
eine Alkoholsucht bzw. ein verkehrsrelevanter Alkoholmissbrauch dauerhaft erfolgreich
überwunden wurden, bedarf nach der Wiedererteilung des Führerausweises in der
Regel einer weiteren vier bis fünf Jahre dauernden Kontrolle der Einhaltung einer
vollständigen Alkoholabstinenz und der therapeutischen Begleitung. Dazu sind
regelmässige Laboruntersuchungen der alkoholrelevanten Blut- und Leberwerte
erforderlich. Es bedarf nach der Wiedererteilung des Führerausweises noch während
mindestens dreier Jahre einer verkehrsmedizinisch kontrollierten gänzlichen
Alkoholabstinenz. Darüber hinaus muss eine Suchttherapie während mindestens zwei
Jahren durchgeführt werden. Die betroffene Person hat dazu regelmässig eine
Beratungs- oder Therapiestelle (Suchtberatung, Psychologe, Psychiater, Hausarzt
usw.) für Beratungsgespräche aufzusuchen. Sofern eine vollständige Alkoholabstinenz
eingehalten wurde, die Laboruntersuchungen regelmässig erfolgten und die
Suchttherapie erfolgreich verlief, kann nach frühestens zwei Jahren die Therapie sistiert
werden, und es müssen dann nur noch die Laborkontrollen durchgeführt werden (Urteil
des Bundesgerichts [BGer] 6A.61/2005 vom 12. Januar 2006 E. 2.1 mit Hinweis auf
R. Seeger, Alkohol und Fahreignung, in: Handbuch der verkehrsmedizinischen
Begutachtung, Bern 2005, S. 29; BGer 1C_342/2009 vom 23. März 2010 E. 2.4). Auch
die Rechtsprechung der Verwaltungsrekurskommission verlangt bei Vorliegen einer
Alkoholproblematik nach der Wiedererteilung des Führerausweises grundsätzlich
http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=6a.61%2F2005&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F125-II-289%3Ade&number_of_ranks=0#page289
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während weiterer vier Jahre eine Alkoholtotalabstinenz. Aufgrund der Anrechnung einer
einjährigen freiwilligen, ausgewiesenen Alkoholabstinenz vor Wiedererteilung des
Führerausweises liess sie das Erfordernis einer dreijährigen Totalabstinenz nach der
Wiedererteilung in einem neueren Urteil genügen (vgl. VRKE IV-2013/53 vom 29.
August 2013, im Internet unter: www.gerichte.sg.ch). Der Betroffene hat die
Möglichkeit, die Aufhebung der Auflagen zu verlangen, wenn sie zur Aufrechterhaltung
der Fahreignung nicht mehr erforderlich sind (vgl. BGer 6A.58/2004 vom 26. November
2004 E. 2).
c) Die Wiedererteilung des Führerausweises unter der Auflage einer zweijährigen
Totalabstinenz stellt einen Eingriff in die persönliche Freiheit des Rekurrenten im Sinn
von Art. 10 Abs. 2 der Bundesverfassung (SR 101, abgekürzt: BV) dar, der nur zulässig
ist, wenn er auf einer ausreichenden gesetzlichen Grundlage beruht, durch ein
öffentliches Interesse gerechtfertigt und verhältnismässig ist (Art. 36 BV). Unbestritten
ist, dass der Eingriff in Art. 17 Abs. 3 SVG über eine gesetzliche Grundlage verfügt und
der Verkehrssicherheit dient, womit er offensichtlich im öffentlichen Interesse liegt.
Bestritten ist einzig die Verhältnismässigkeit.
Nach der Trunkenheitsfahrt vom 5. Juli 2013 mit einer durchschnittlichen
Blutalkoholkonzentration von 2,67 Gewichtspromille wurde der Rekurrent am 27.
August 2013 erstmals verkehrsmedizinisch untersucht. Die Beurteilung stützte sich
damals auf die Akten, die körperlichen Befunde, die Fremdauskünfte und die Resultate
der Laboruntersuchungen. Der Verkehrsmediziner stellte beim Rekurrenten einen die
Fahreignung ausschliessenden verkehrsrelevanten Alkoholmissbrauch mit Gefährdung
fest. Genügend konkrete Anhaltspunkte für eine Abhängigkeit gemäss ICD-10 lägen
nicht vor, eine derartige Problematik könne aber auch nicht ausgeschlossen werden.
Vor einer weiteren Kontrolluntersuchung wurde eine mindestens noch viermonatige
fachtherapeutisch betreute und kontrollierte Alkoholabstinenz empfohlen (act. 11/47
ff.).
Gestützt auf dieses Gutachten verfügte die Vorinstanz am 21. November 2013 einen
Sicherungsentzug wegen Vorliegens einer Alkoholproblematik. Diese Verfügung
erwuchs unangefochten in Rechtskraft. Sie kann daher im Verfahren der
Wiedererteilung nicht mehr überprüft werden. Es ist aber so, dass die Rechtsprechung
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eine Trunksucht im Sinn von Art. 16d Abs. 1 lit. b SVG bejaht, wenn die betroffene
Person regelmässig so viel Alkohol konsumiert, dass ihre Fahrfähigkeit vermindert wird
und sie diese Neigung zum übermässigen Alkoholgenuss durch den eigenen Willen
nicht zu überwinden oder zu kontrollieren vermag. Auf eine fehlende Fahreignung darf
geschlossen werden, wenn die Person nicht mehr in der Lage ist, Alkoholkonsum und
Strassenverkehr ausreichend zu trennen, oder wenn die nahe liegende Gefahr besteht,
dass sie im akuten Rauschzustand am motorisierten Strassenverkehr teilnimmt. Der
Suchtbegriff des Verkehrsrechts deckt sich somit nicht mit dem medizinischen Begriff
der Alkoholabhängigkeit. Auch bloss suchtgefährdete Personen, bei denen aber
jedenfalls ein Alkoholmissbrauch vorliegt, können demnach vom Führen eines
Motorfahrzeugs ferngehalten werden (BGE 129 II 82 E. 4.1 mit Hinweis; vgl. auch BGer
6A.8/2007 vom 1. Mai 2007 E. 2.1). Auch wenn beim Rekurrenten keine
Alkoholabhängigkeit im medizinischen Sinn festgestellt werden konnte, kam der
Verkehrsmediziner damals zum Schluss, dass ein verkehrsrelevanter
Alkoholmissbrauch mit Gefährdung (gemeint ist Suchtgefährdung) vorliege. Angesichts
der hohen Blutalkoholkonzentration, der Resultate der damaligen Haaranalysen, der
Trinkgewohnheiten und der sich daraus entwickelten Alkoholtoleranz ist diese
Schlussfolgerung nachvollziehbar. Es handelte sich nicht einfach um einen einmaligen
Ausrutscher. Der Entzugsgrund der die Fahreignung ausschliessenden "Sucht" im Sinn
von Art. 16d Abs. 1 lit. b SVG war daher erfüllt. Wenn die Vorinstanz im Schreiben vom
5. März 2014 von Überwindung der "Sucht" spricht (act. 11/8), heisst dies entgegen
der Ansicht des Rekurrenten nicht, dass beim ihm eine Alkoholabhängigkeit im
medizinischen Sinn vorgelegen hat. Daran ändert auch nichts, dass der Rekurrent – wie
im Rekurs aufgeführt – ein Ersttäter ist. Wird ein verkehrsrelevanter Alkoholmissbrauch
gutachterlich festgestellt, kommt diesem Aspekt ohnehin keine entscheidende
Bedeutung zu; denn die betroffene Person ist unabhängig von der Anzahl
Trunkenheitsfahrten nicht fahrgeeignet.
Seit August 2013 hat der Rekurrent nachgewiesenermassen eine Totalabstinenz
eingehalten. Bei der Kontrolle vom 3. Februar 2014 fielen die Haarproben auf
Ethylglucuronid (EtG) negativ aus (Haarlänge 5 cm, in zwei Abschnitten). Die
Alkoholparameter im Blut waren seit September 2013 unauffällig. Vor diesem
Hintergrund bejahte der Verkehrsmediziner die Fahreignung des Rekurrenten unter der
Auflage der Einhaltung einer Alkoholtotalabstinenz für weitere zwei Jahre. Angesichts
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der Tatsache, dass gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung für den Nachweis der
dauerhaften erfolgreichen Überwindung eines verkehrsrelevanten Alkoholmissbrauchs
eine mehrjährige kontrollierte und therapeutisch begleitete Alkoholabstinenz notwendig
ist, erweist sich die im Zeitpunkt der Wiedererteilung nachgewiesene Abstinenz von
gerade einmal sechs Monaten eindeutig als zu kurz. Der sichere Nachweis, dass der
Rekurrent den festgestellten verkehrsrelevanten Alkoholmissbrauch erfolgreich
überwunden hat, kann damit nicht erbracht werden. Auch die Auflage einer
Fahrabstinenz (d.h. das Verbot, unter Alkoholeinfluss zu fahren) vermag die
Verkehrssicherheit nicht genügend zu gewährleisten; weder die Suchtfachstelle noch
die Hausärztin des Rekurrenten haben sich in irgendeiner Weise zu allfälligen Auflagen
geäussert. Da dies auch nicht deren Aufgabe ist, kann daraus nicht geschlossen
werden, dass sie solche Auflagen für nicht notwendig erachten. Die mit der
Wiedererteilung einhergehende Verfügung einer Alkoholabstinenzauflage für
mindestens zwei Jahre stimmt folglich mit den konkreten Umständen überein und ist
auch verhältnismässig. Der mit dieser Auflage verbundene Eingriff in die
Persönlichkeitsrechte des Rekurrenten ist im Interesse der Verkehrssicherheit
gerechtfertigt, und die Dauer liegt verglichen mit der bundesgerichtlichen
Rechtsprechung im unteren Bereich.
3.- Der Rekurs ist somit abzuweisen. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die
amtlichen Kosten dem Rekurrenten aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
Entscheidgebühr von Fr. 1'200.– (vgl. Art. 7 Ziff. 122 der Gerichtskostenverordnung,
sGS 941.12) erscheint angemessen. Der Kostenvorschuss in gleicher Höhe ist zu
verrechnen.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist keine ausseramtliche Entschädigung
zuzusprechen (Art. 98 VRP).