Decision ID: 699a5653-68b4-4903-a00b-50a9ff25b380
Year: 2021
Language: de
Court: CH_BSTG
Chamber: CH_BSTG_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: penal_law

Die Beschwerdekammer hält fest, dass:
- A. mit Schreiben vom 14. April 2021 bei der Generalstaatsanwaltschaft des
Kantons Bern gegen Bundesrichter B. wegen Amtsmissbrauchs, Strafverei-
telung im Amt, Willkür-Entscheide, «Schützen von Schwerst-Kriminellen –
Syrer –» Strafanzeige erstattete und ihm dabei vorwarf, er habe die genann-
ten Straftaten im Zusammenhang mit seinen Urteilen [...] vom
22. März 2021, [...] vom 15. September 2020, [...] vom 12. Mai 2020, [...]
vom 31. Mai 2019, [...] vom 28. Mai 2019, [...] vom 19. April 2018 und [...]
vom 19. März 2018 begangen (Verfahrensakten, Mäppchen, Lasche 1);
- die Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern die Strafanzeige am
16. April 2021 zuständigkeitshalber an die Bundesanwaltschaft weiterleitete
(Verfahrensakten, Mäppchen, Lasche 2);
- die Bundesanwaltschaft mit Datum vom 27. Mai 2021 die Nichtanhand-
nahme der Sache verfügte (Verfahrensakten, Mäppchen, Lasche 3);
- dagegen A. mit Beschwerde vom 4. Juni 2021 an die Beschwerdekammer
des Bundesstrafgerichts gelangte und sinngemäss die Aufhebung der Nicht-
anhandnahmeverfügung beantragte (act. 1);
- auf die Durchführung eines Schriftenwechsels verzichtet wurde (Art. 390
Abs. 2 StPO).

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass:
- gegen Verfügungen und Verfahrenshandlungen der Bundesanwaltschaft bei
der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts Beschwerde erhoben wer-
den kann (Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO i.V.m. Art. 37 Abs. 1 StBOG);
- die Bundesanwaltschaft mit Nichtanhandnahmeverfügung vom 27. Mai 2021
mangels hinreichenden Tatverdachts keine Strafuntersuchung eröffnete;
- gemäss Art. 309 Abs. 1 lit. a StPO für die Eröffnung einer Untersuchung ein
hinreichender Tatverdacht verlangt wird, welcher sich aus den Informationen
und Berichten der Polizei, aus der Strafanzeige oder aus eigenen Feststel-
lungen der Staatsanwaltschaft ergeben kann;
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- den Eingaben des Beschwerdeführers kein konkreter Sachverhalt entnom-
men werden kann, der einen hinreichenden Tatverdacht begründen könnte;
- insbesondere ein für den Beschwerdeführer ungünstiger richterlicher Ent-
scheid in aller Regel keinen Amtsmissbrauch darstellt; vorliegend denn
auch keine Anhaltspunkte dafür bestehen, dass Bundesrichter B. seine
Amtsgewalt missbraucht hätte; es sich bei sämtlichen obgenannten Urtei-
len des Bundesgerichts um Nichteintretensentscheide handelt, die wegen
offensichtlich nicht hinreichender Begründung der Beschwerden gestützt
auf Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG ergingen; darin kein Missbrauch der Amtsge-
walt durch Bundesrichter B. erblickt werden kann; auch keine anderen An-
haltspunkte dafür bestehen, dass Bundesrichter B. seine Amtsgewalt miss-
braucht hätte;
- die Beschwerdegegnerin sodann zu Recht darauf hingewiesen hat, dass sie
nicht Aufsichtsbehörde über das Bundesgericht ist;
- die Nichtanhandnahme der Sache daher nicht zu beanstanden ist;
- nach dem Gesagten sich die Beschwerde als offensichtlich unbegründet er-
weist, weshalb sie abzuweisen ist;
- der Beschwerdeführer um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege er-
sucht hat (act. 1; BP.2021.50 act. 1);
- dieses Gesuch infolge der Aussichtslosigkeit der Beschwerde abzuweisen
ist (vgl. Art. 136 Abs. 1 lit. b StPO);
- bei diesem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführer die Kosten zu
tragen hat (vgl. Art. 428 Abs. 1 StPO);
- die Gerichtsgebühr auf das gesetzliche und reglementarische Minimum von
Fr. 200.-- festzusetzen ist (vgl. Art. 73 StBOG und Art. 5 und 8 Abs. 1 BStKR).
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