Decision ID: f056720e-ea02-4937-ad8b-ab3d3b7453fb
Year: 2008
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
S._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Simone Schmucki, Marktgasse 3,
9004 St. Gallen,
gegen
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Amt für Arbeit, Unterstrasse 22, 9001 St. Gallen,
Beschwerdegegner,
betreffend
Vermittlungsfähigkeit (Vermittlungsbereitschaft)
Sachverhalt:
A.
A.a S._ meldete sich am 30. Mai 2006 zur Arbeitsvermittlung und am 5. Juni 2006
zum Bezug von Arbeitslosenentschädigung ab dem 30. Mai 2006 an. Dabei gab er an,
er sei bereit und in der Lage, zu 62% zu arbeiten. Seit dem 1. Oktober 2005 beziehe er
Leistungen der Unfallversicherung und habe am 28. Februar 2005 Leistungen von der
IV beantragt. Zur Zeit sei er 100% arbeitsunfähig (act. G 3.1.B9 und B10).
A.b Nachdem die Krankentaggeldversicherung (Z._) dem Versicherten weiter
Taggelder für eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit bezahlte und die Kantonale
Arbeitslosenkasse dem Versicherten eine Ablehnung des Taggeldanspruches in
Aussicht stellte, verzichtete der Versicherte auf Leistungen der
Arbeitslosenversicherung. Er wurde in der Folge wurde per 11. September 2006 von
der Arbeitsvermittlung und von der Arbeitslosenkasse abgemeldet (act. G 3.2.B18 bis
B23).
A.c Mit Schreiben vom 18. Oktober 2006 teilte die Z._ dem Versicherten mit, dass
sie per 30. Oktober 2006 die 100% Krankentaggelder definitiv einstellen werde.
Bezüglich dem Rücken bestehe eine volle Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit
und von Seiten des Knies ab dem 24. September 2006 (Eintragung in Krankenkarte). Er
solle sich bei der Arbeitslosenversicherung anmelden (act. G 3.1.A2).
A.d Am 31. Oktober 2006 meldete sich der Versicherte wieder beim Regionalen
Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) Rapperswil an (act. G 3.1.B26). Dem Protokoll des
Beratungsgespräches vom 27. November 2006 lässt sich entnehmen, dass der
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Versicherte Einsprache gegen die verfügte Einstellung der Krankentaggelder per 30.
Oktober 2006 erhoben habe und der Entscheid am 5. Dezember 2006 erwartet werde.
Gemäss seinen Aussagen und den seines Hausarztes bestehe weiterhin eine
Arbeitsunfähigkeit von 100%. Auch gemäss Schwiegersohn des Versicherten, der
selber Personalberater auf dem RAV in X._ sei und den Versicherten zum
Beratungsgespräch begleitet habe, gehe es darum die Zeit zu überbrücken, bis der IV-
Rentenantrag überprüft sei. Die Beraterin teilte ihnen mit, dass die
Vermittlungsfähigkeit durch den Rechtsdienst überprüft werden müsse und machte
eine entsprechende Meldung am gleichen Tag. Für den 22. Januar 2007 wurde das
nächste Beratungsgespräch vereinbart (act. G 3.1.B30 und B31).
A.e Am 22. Januar 2007 teilte der Schwiegersohn der Personalberaterin per e-mail
mit, dass der Krankentaggeldversicherer den Entscheid herausgezögert habe.
Aufgrund der unklaren Situation habe sich sein Schwiegervater auch bezüglich
Gesundheit und Arbeitsfähigkeit in den Formularen " Angaben der versicherten Person"
von November und Dezember 2006 nicht äussern wollen. Sein Schwiegervater habe
einen Antrag auf Frühpensionierung bei der AHV gestellt und werde am 30. März 2007
in Pension gehen, womit sich auch das allfällige Problem der Arbeitsbemühungen
erübrige, da diese sechs Monate vor der Pensionierung nicht mehr gemacht werden
müssten (act. G 3.1B35.3). Für das Protokoll des Beratungsgespräches mit dem
Versicherten vom 22. Januar 2007 verweist die Personalberaterin auf das e-mail des
Schwiegersohns (act. G 3.1.B36). Diesem teilte sie mit, sie sei mit dem Versicherten so
verblieben, dass wenn die Vermittlungsfähigkeit, Versicherungsfragen und Frühpension
bis Mitte März 2007 noch nicht klar seien, sie ihn zu einem weiteren Gespräch einladen
und eventuell Rücksprache mit dem Schwiegersohn nehmen werde. Das Formular für
Januar 2007 habe sie ihm mitgegeben (act. G 3.1.B35.2). Sie machte den
Schwiegersohn nachträglich darauf aufmerksam, dass diese Formulare jeweils innert
drei Monaten eingereicht werden müssen (act. G 3.1.B35.1). Daraufhin antwortete
dieser, dass sie bis am 26. Januar auf den Entscheid des Krankentaggeldversicherers
warten und dann die Formulare für November, Dezember und Januar einreichen
würden (act. G 3.1.B35).
A.f Am 29. Januar 2007 teilte die Z._ dem Versicherten mit, dass sie aufgrund des
Arztberichtes von Dr. A._ bereit sei, ab dem 30. Oktober 2006 das Taggeld vorerst zu
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50% zu erbringen, bis ein neuer Rentenentscheid von Seiten der IV unter
Berücksichtigung der unfall- und krankheitsbedingten Faktoren vorliege (act.
G3.1.C17). Dieses Schreiben stellte der Versicherte der Kantonalen Arbeitslosenkasse
zu (act. G 3.1.C18).
A.g Mit Vorbescheid vom 5. März 2007 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, dass
ein Invaliditätsgrad von 66% bestehe und er deshalb ab dem 1. März 2005 Anspruch
auf eine Dreiviertelsrente habe und sprach ihm diese schliesslich mit Verfügung vom 5.
Juni 2007 zu (act. G 8.1.70 und 77).
B.
B.a Am 2. April 2007 bat das Amt für Arbeit den Versicherten um Stellungnahme
betreffend Vermittlungsfähigkeit bis zum 20. April 2007. Eine solche ging nicht ein (act.
G 3.1.B38 und 3.1.B39).
B.b Mit Verfügung vom 3. Mai 2007 verneinte das Amt für Arbeit die
Vermittlungsfähigkeit des Versicherten ab Antragstellung. Der Versicherte schätze sich
als arbeitsunfähig ein und habe sich entsprechend bis zu diesem Zeitpunkt nicht um
Arbeit bemüht und sei auch nicht bereit, an arbeitsmarktlichen Massnahmen
teilzunehmen. Eine Beendigung der Arbeitslosigkeit müsse wegen seiner Überzeugung
einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit als unrealistisch bezeichnet werden, weswegen
auf subjektive Vermittlungsunfähigkeit zu schliessen sei (act. G 3.1.A10).
B.c Mit Entscheid vom 5. Juni 2007 lehnte das Amt für Arbeit die gegen diese
Verfügung erhobene Einsprache ab. Bereits bei Antragsstellung habe der Versicherte
angegeben, grundsätzlich eine Stelle im Umfang von 100% ausüben zu wollen, dazu
aber wegen Arbeitsunfähigkeit nicht in der Lage zu sein. In den Angaben der
versicherten Person für die Kontrollperioden ab Antragsstellung habe er angegeben,
krank und arbeitsunfähig zu sein, aber die Vorleistungspflicht der
Arbeitslosenversicherung bis zum Entscheid der Krankentaggeldversicherung
beanspruchen zu wollen. Darüber hinaus sei aus den Aufzeichnungen der
Personalberaterin ersichtlich, dass er wiederholt angegeben habe, wegen seiner
Beschwerden nicht in der Lage zu sein zu arbeiten, Arbeit zu suchen oder an einer
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arbeitsmarktlichen Massnahmen teilzunehmen. Damit sei davon auszugehen, dass sich
der Versicherte effektiv nicht in der Lage gefühlt habe, eine Tätigkeit aufzunehmen.
Nach Massgabe der wiederholt genannten Unmöglichkeit einer Arbeitsausübung
irgendwelcher Art sei von einem Selbstkonzept einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit
auszugehen. Diese Haltung sei aufgrund der langjährigen Erwerbsunfähigkeit auch
nicht verwunderlich und damit werde auch ersichtlich, weshalb das RAV bisher weder
die fehlenden Arbeitsbemühungen sanktioniert noch ein Einsatzprogramm vorgesehen
habe. Da der Versicherte sich als zu 100% arbeitsunfähig gesehen habe, hätte auch
allenfalls getätigten Arbeitsbemühungen kein Erfolg beschieden sein können. Die
Regelung, dass sechs Monate vor Eintritt des ordentlichen Pensionsalters die Pflicht
zur Stellensuche wegfalle, gelte vorliegend nicht, da das ordentliche Pensionsalter bei
65 Jahren liege (act. G 3.1. A13).
C.
C.a Mit Beschwerde vom 4. Juli 2007 lässt der Beschwerdeführer beantragen, der
Entscheid vom 5. Juni 2007 sei aufzuheben und der Beschwerdegegner sei
anzuweisen, die gesetzlich vorgeschriebenen Leistungen zu erbringen, unter Kosten-
und Entschädigungsfolgen. Während der ganzen Zeit, in welcher der Beschwerdeführer
beim RAV arbeitslos gemeldet gewesen sei, sei er nie zum Nachweis der einzelnen
Arbeitsbemühungen aufgefordert worden. Daher habe er in der irrigen Annahme, ein
halbes Jahr vor der vorzeitigen Pensionierung müssten keine Arbeitsbemühungen mehr
vorgelegt werden, auch keine solchen Nachweise erbracht. Der Beschwerdeführer
hätte als Laie erwarten können, von der sachverständigen Behörde auf seine Pflichten
hingewiesen zu werden. Als der Beschwerdegegner ihn aufgefordert habe, zur Frage
der subjektiven Vermittlungsfähigkeit Stellung zu nehmen, sei er bereits pensioniert
gewesen, wodurch er keine Notwendigkeit gesehen habe, sich dazu zu äussern, zumal
ihn der Beschwerdegegner zuvor nie darauf hingewiesen haben, dass er ihn nicht als
vermittlungsfähig betrachte. Er hätte ohne weiteres während eines halben Jahres die
subjektive Vermittlungsfähigkeit durch Anordnung von arbeitsmarktlichen Massnahmen
und durch Aufforderung zum Nachweis persönlicher Arbeitsbemühungen prüfen
können. Mit dem pauschalen Hinweis, der Beschwerdeführer habe sich selbst als zu
krank eingeschätzt, um irgendeine Arbeit auszuführen, werde weder der
Begründungspflicht Genüge getan, noch damit ein rechtsgenüglicher Beweis erbracht.
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Das einzige Indiz dafür, dass sich der Beschwerdeführer als völlig arbeitsunfähig in
jedem Beruf eingeschätzt haben soll, sei seine langjährige Erwerbsunfähigkeit. Ab
Oktober 2006 habe sich der Zustand seines Knies aber wieder verbessert, so dass er
wenigstens teilweise arbeitsfähig gewesen sei und in diesem Rahmen auch habe
arbeiten wollen. Etwas anderes könne auch den Aufzeichnungen der RAV-Beraterin
nicht entnommen werden. Hinzu komme, dass bei schriftlichen Angaben des
Versicherten auf die schriftlichen und nicht auf die von einer Drittperson notierten
mündlichen Angaben abgestellt werden müsse. Es sei nicht selten, dass mündliche
Äusserungen zu knapp oder irreführend notiert würden. Im entsprechenden Formular
habe der Beschwerdeführer jeweils unter Hinweis auf seine Krankheit angegeben, eine
Stelle zu suchen. Er habe sich nicht pauschal für zu krank gehalten, um irgendeine
Stelle anzunehmen, sondern nur auf seine gesundheitliche Problematik hingewiesen
und sich nur für seinen vorherigen Beruf zu krank gehalten. Andere leichtere Arbeiten
hätte er aber ausführen können, nur sei er nie darauf hingewiesen worden, er solle sich
um solche Stellen bemühen und es seien ihm auch keine geeigneten Stellen angeboten
worden. Eine vom RAV vermittelte Stelle hätte er aber sicher angenommen bzw. er
hätte sich auf jede vom RAV angebotene Stelle beworben (act. G 1).
C.b Mit Beschwerdeantwort vom 10. September 2007 beantragt der
Beschwerdegegner die Abweisung der Beschwerde. Im August 2006 habe der
Beschwerdeführer angegeben, dass er weder gesund noch arbeits- und
vermittlungsfähig sei und sich nur auf Drängen der Krankentaggeldversicherung bei der
Arbeitslosenversicherung angemeldet habe. Bei der Invalidenversicherung sei eine
Arbeitsvermittlung gescheitert, weil er sich auch in einer leidenangepassten Tätigkeit
nicht arbeitsfähig gefühlt habe. Im November 2006 habe dessen Schwiegersohn
angegeben, dass er nicht in der Lage sei zu arbeiten und nur pro forma angemeldet sei.
Aus den Angaben der versicherten Person für die Kontrollperioden November 2006 bis
Januar 2007 gehe hervor, dass er sich als krank angesehen habe, aber die
Vorleistungspflicht gemäss Art. 70 ATSG habe beantragen wollen. Daher sei der
Beschwerdeführer subjektiv nicht vermittlungsfähig gewesen. Auch aus
Vertrauensschutzgründen könnten keine Leistungen beansprucht werden. Am 27.
November 2006 sei dem Beschwerdeführer mitgeteilt worden, dass unter den
gegebenen Voraussetzungen die Vermittlungsfähigkeit nicht angenommen werden
könne und deren Überprüfung veranlasst werde. Die Personalberaterin habe den
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Beschwerdeführer gemäss e-mail vom 22. Januar 2007 umfassend informiert und
sogar mit dessen Schwiegersohn Kontakt aufgenommen. Gegen eine Unkenntnis der
Rechtslage spreche auch, dass der Beschwerdeführer in den Anträgen der
versicherten Person für die Kontrollperioden November 2006 bis Januar 2007
angemeldet habe, Vorleistungen gemäss Art. 70 ATSG zu beantragen. Dass er sich
darüber geirrt habe, dass die Vorleistungspflicht nicht vorbehaltlos geschuldet sei,
habe er selber zu verantworten. Die Regelung, dass wegen Pensionierung die
Stellensuchpflicht wegfalle, könne bei einer vorzeitigen Pensionierung nicht angewandt
werden. Ausserdem sei zumindest Ende Januar 2007 unklar gewesen, ob eine
Frühpensionierung erfolgen werde. Es sei nicht statthaft, sich rückwirkend auf eine
fehlende Stellensuchpflicht zu berufen, wenn diese zum Zeitpunkt der unterlassenen
Handlung nicht ursächlich für dieselbe habe sein können (act. G 3).
C.c Mit Replik vom 15. Oktober 2007 hält der Beschwerdeführer an seinen Anträgen
fest. Aus den Angaben, die der Beschwerdeführer im August 2006 gemacht habe,
könnten keine Schlüsse für eine per 30. Oktober 2006 erfolgte Neuanmeldung bzw.
den danach bestehenden Anspruch des Beschwerdeführers gezogen werden.
Ausserdem sei er in jenem Zeitpunkt effektiv nicht arbeits- und vermittlungsfähig
gewesen, weswegen ihm auch ein volles Krankentaggeld ausgerichtet worden sei. Die
Krankentaggeldversicherung habe für die Zeit vor dem 30. Oktober 2006 eine 100%
Arbeitsunfähigkeit anerkannt. Erst danach sei die Vermittlungsfähigkeit gegeben
gewesen. Der Schwiegersohn des Beschwerdeführers habe am 3. November nur
darauf hingewiesen, dass dieser nicht voll arbeitsfähig sei bzw. seinen bisherigen Beruf
momentan wegen seiner körperlichen Beschwerden nicht ausüben könne. Deswegen
und in der irrigen Annahme, dass die interne Richtlinie auch bei Frühpensionierung
gelte, habe der Schwiegersohn von einer pro Forma Anmeldung gesprochen. Eine
Nachfrage beim Schwiegersohn habe übrigens ergeben, dass jener nur darauf
hingewiesen habe, dass der Beschwerdeführer, das Schwarze- Peter -Spiel zwischen
Krankentaggeld- und Arbeitslosenversicherung nicht mitmache, weshalb er sich auf
jeden Fall zum Bezug von Arbeitslosenleistungen angemeldet habe, ob er jetzt krank
oder gesund sei. Er füge sich dem Entscheid der Krankentaggeldversicherung, er sei
wenigstens teilweise arbeitsfähig. Diese Aussagen fänden sich in der Aktennotiz nicht.
Aus jener könnte daher nichts zugunsten des Beschwerdegegners abgeleitet werden.
Der Beweiswert einer internen Notiz betreffend eines Telefongespräches müsse
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ohnehin als gering betrachtet werden, vor allem wenn nicht alle Aussagen des
Gesprächs wiedergegeben seien und die Notiz daher unvollständig sei. Auf die
Begründung des IV-Entscheids vom 5. März 2007 dürfe nicht abgestellt werden. Die
Begründung sei falsch, was bis zu diesem Verfahren niemanden gestört habe, weshalb
auch keine Opposition erfolgt sei. Jedenfalls habe die Invalidenversicherung sich wie
der Beschwerdegegner keine Mühe gemacht, die subjektive Vermittlungsfähigkeit des
Beschwerdeführers abzuklären. Aus den Angaben der versicherten Peron gehe nicht
hervor, dass sich dieser als vermittlungsunfähig betrachte. Eine einwandfreie
Sachverhaltsabklärung hätte jedenfalls erfordert, dass direkt nach der Anmeldung bzw.
noch im November 2006 die Vermittlungsfähigkeit abgeklärt worden wäre, in
subjektiver Hinsicht beispielsweise mit arbeitsmarktlichen Massnahmen oder sonstigen
Kontrollpflichten. Die Aussage der Beraterin, es müsse die Vermittlungsfähigkeit über
den Rechtsdienst überprüft werden, beziehe sich offensichtlich auf die objektive
Vermittlungsfähigkeit, wenn diese im Zusammenhang mit der
Krankentaggeldversicherung bzw. mit der dort attestierten 100% Arbeitsunfähigkeit
stehe. Der Versicherte sei nie darauf hingewiesen worden, dass man an der subjektiven
Vermittlungsfähigkeit zweifle, was man gleich zu Beginn zur Debatte hätte stellen
müssen (act. G 6). Der Beschwerdegegner verzichtet auf eine Duplik.
C.d Das Gericht zieht die IV-Akten bei und gewährt den Parteien Gelegenheit zur
Akteneinsicht und Stellungnahme (act. G 9).
C.e Daraufhin macht der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 15. Januar 2008
geltend, dass die IV-Stelle die subjektive Vermittlungsfähigkeit nicht abgeklärt, sondern
einfach die Einschätzung der Arbeitslosenversicherung übernommen habe, wenn sie in
der Begründung des Vorbescheids bezüglich Arbeitsvermittlung vom 5. März 2007
festhalte, die Arbeitsvermittlung werde abgeschlossen, da sich der Versicherte
subjektiv nicht für arbeitsfähig halte. In den IV-Akten würden sich keine Anhaltpunkte
finden, die darauf schliessen liessen, der Beschwerdeführer halte sich für subjektiv
vermittlungsunfähig oder für vollständig arbeitsunfähig, insbesondere auch nicht im
Gutachten der Klinik Valens (act. G 12).

Erwägungen:
1.
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1.1 Eine der gesetzlichen Voraussetzungen für den Anspruch auf
Arbeitslosenentschädigung ist die Vermittlungsfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 lit. f AVIG). Die
arbeitslose Person ist vermittlungsfähig, wenn sie bereit, in der Lage und berechtigt ist,
eine zumutbare Arbeit anzunehmen und an Eingliederungsmassnahmen teilzunehmen
(Art. 15 Abs. 1 AVIG). Zur Vermittlungsfähigkeit gehört demnach nicht nur die
Arbeitsfähigkeit im objektiven sinn, sondern subjektiv auch die Bereitschaft, die
Arbeitskraft entsprechend den persönlichen Verhältnissen während der üblichen
Arbeitszeit einzusetzen (ARV 1993/94 Nr. 8 S. 54 f E. 1). Die Beurteilung der
Vermittlungsfähigkeit hat prospektiv, d.h. von jenem Zeitpunkt aus und unter
Würdigung der für die Anstellungschancen im Einzelfall wesentlichen objektiven und
subjektiven Faktoren zu erfolgen (BGE 120 V 357).
1.2 Nach Art. 15 Abs. 2 AVIG gilt die körperlich oder geistig behinderte Person als
vermittlungsfähig, wenn ihr bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage, unter
Berücksichtigung ihrer Behinderung, auf dem Arbeitsmarkt eine zumutbare Arbeit
vermittelt werden könnte. Art. 15 Abs. 3 AVIV präzisiert dies dahingehend, dass
Vermittlungsfähigkeit bis zum Entscheid der anderen Versicherung angenommen wird,
wenn die behinderte Person nicht offensichtlich vermittlungsunfähig ist und sich bei der
IV oder einer anderen Versicherung angemeldet hat (Thomas Nussbaumer,
Arbeitslosenversicherung, in: Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, Bd. XIV,
Soziale Sicherheit, 2. Aufl., Basel 2007, N 283).
1.3 Offensichtliche Vermittlungsunfähigkeit im Sinn von Art. 15 Abs. 3 AVIV liegt vor,
wenn die Vermittlungsunfähigkeit aufgrund der Akten der Arbeitslosenversicherung,
allenfalls gestützt auf Ermittlungen anderer Sozialversicherungsträger oder aufgrund
anderer Umstände, ohne weitere Abklärungen ersichtlich ist (Urteil C 77/2001 des
Eidgenössischen Versicherungsgerichts [neu ab 1. Januar 2007: Bundesgericht,
Sozialrechtliche Abteilungen] vom 8. Februar 2002, E. 3d; vgl. auch Gerhard Gerhards,
Kommentar zum Arbeitslosenversicherungsgesetz [AVIG], Bd. I, Bern/Stuttgart 1988,
Art. 15 N 93). Bei körperlich oder geistig Behinderten werden gemäss Art. 15 Abs. 3
AVIV einzig an die Arbeitsfähigkeit (als eines der beiden objektiven Elemente der
Vermittlungsfähigkeit) geringere Anforderungen gestellt, um dieser Personengruppe die
Anspruchsberechtigung im System der Arbeitslosenversicherung zu sichern.
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1.4 Das subjektive Element der Vermittlungsbereitschaft ist demgegenüber auch bei
der Überprüfung der Vermittlungsfähigkeit behinderter Personen zu beachten.
Wesentliches Merkmal der Vermittlungsbereitschaft ist dabei die Bereitschaft zur
Annahme einer Dauerstelle als Arbeitnehmer. Hiezu genügt die Willenshaltung oder die
bloss verbal erklärte Vermittlungsbereitschaft nicht. Vielmehr ist die versicherte Person
gehalten, sich der öffentlichen Arbeitsvermittlung zur Verfügung zu stellen, angebotene
zumutbare Arbeit anzunehmen und sich selbst intensiv nach einer zumutbaren Stelle
umzusehen. Inhalt der Vermittlungsbereitschaft ist ferner die Bereitschaft, an
Eingliederungsmassnahmen teilzunehmen und die Weisungen der
Durchführungsorgane zu befolgen, worunter sämtliche Massnahmen zu verstehen sind,
welche der möglichst raschen Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt dienen
(Nussbaumer, a.a.O., N 270 f.). Auch ohne besondere Aufforderung durch eine
Amtsstelle oder Abgabe eines Merkblattes muss einer versicherten Person klar sein,
dass sie alle Anstrengungen zu unternehmen und jede zumutbare Gelegenheit zu
ergreifen hat, um eine bestehende Arbeitslosigkeit zu beenden (Hans-Ulrich Stauffer,
Rechtsprechung des Bundesgericht zum Sozialversicherungsrecht, AVlG, 1998, Art.
17, S. 48).
2.
Unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer objektiv nicht offensichtlich arbeitsunfähig
ist, weswegen gemäss Art. 15 Abs. 1 AVIG i.V.m. Art. 15 Abs. 3 AVIV und Art. 70 Abs. 2
lit. b ATSG objektiv von Vermittlungsfähigkeit auszugehen ist (vgl. act. G 1.1).
Umstritten ist hingegen die subjektive Vermittlungsfähigkeit, d.h. die
Vermittlungsbereitschaft für die Zeit ab Antragstellung (31. Oktober bzw. 1. November
2006; vgl. act. G 3.1.B26) bzw., ob der Beschwerdeführer Leistungen aus
Vertrauensschutz beanspruchen kann.
3.
3.1 Soweit Beschwerdeführer und Beschwerdegegner betreffend subjektiver
Vermittlungsfähigkeit auf die interne Aktennotiz vom 3. November 2006 (richtig 2005)
verweisen, ist zu bemerken, dass jene effektiv aus dem Jahre 2005 stammt und damit
für die vorliegend umstrittene subjektive Vermittlungsfähigkeit ab Antragstellung nicht
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aussagekräftig ist (act. G 3.1.B5). Ebenso wenig aussagekräftig ist das Schreiben vom
27. August 2006 liegen doch über zwei Monate zwischen dem Schreiben und der
erneuten Anmeldung zur Arbeitsvermittlung (act. G 3.1.C7.1).
3.2 Der Beschwerdegegner begründet in der Beschwerdeantwort die subjektive
Vermittlungsunfähigkeit zusätzlich mit dem Hinweis, die Arbeitsvermittlung bei der IV
sei ebenfalls gescheitert, weil sich der Beschwerdeführer nicht arbeitsfähig gefühlt
habe. Zwar trifft es zu, dass die IV am 5. März 2007 verfügte, dass die
Arbeitsvermittlung abgeschlossen wurde, weil sich der Beschwerdeführer subjektiv
nicht arbeitsfähig fühle (für eine leidenangepasste Tätigkeit, act. G 3.1.C21). Indessen
fehlen in den beigezogenen IV-Akten konkrete Hinweise worauf sich diese
Einschätzung gründet. In Anbetracht der vorzeitigen Pensionierung per 30. März 2007
ist auch ohne weiteres nachvollziehbar, dass der Beschwerdeführer diese Verfügung
nicht angefochten hat. Aus den IV-Akten lässt sich mithin nichts für den Standpunkt
des Beschwerdegegners ableiten. Hingegen zeigen die Akten der
Arbeitslosenversicherung ein anderes Bild, wie nachfolgend auszuführen ist.
3.3 Der Beschwerdeführer macht geltend, er habe in den "Angaben der versicherten
Person" lediglich darauf hingewiesen, dass er in seinem angestammten Beruf wegen
Krankheit arbeitsunfähig, mit anderen Worten wenigstens in Teilbereichen zum
Arbeiten zu krank war. Daher finde sich wörtlich der Satz: " krank, aber nicht
arbeitsunfähig", was auch heute noch der Fall sei, da er gewisse Tätigkeiten nicht mehr
ausüben könne. Dies ist jedoch eine verkürzte Wiedergabe des Zitats. In den
Formularen "Angaben der versicherten Person" der Monate November 2006 bis Januar
2007 hat der Beschwerdeführer nämlich jeweils geschrieben: "krank, aber gemäss
KTG-Versicherer nicht arbeitsunfähig => Vorleistungspflicht gemäss ATSG Art. 70" (act.
G 3.1.C 1.1 bis C1.3). Durch den Einschub "gemäss KTG-Versicherer" weist der
Beschwerdeführer gerade daraufhin, dass es die Ansicht des KTG-Versicherers ist,
dass er arbeitsfähig sei und nicht seine. Denn wäre er der Ansicht gewesen, dass er
arbeitsfähig sei, hätte er es dabei belassen, die Standardfrage: "Waren Sie in diesem
Monat arbeitsunfähig?" zu verneinen, und hätte er lediglich auf seine Krankheit
hinweisen wollen, wäre der den Verweis auf den KTG-Versicherer überflüssig gewesen.
Aus den Angaben in den Formularen ist demnach zu schliessen, dass der
Beschwerdeführer selbst der Auffassung war, nicht arbeitsfähig zu sein. Entsprechend
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hat er denn auch unbestrittenermassen nie selber aktiv nach einer Arbeit gesucht und
gegenüber der Personalberaterin zum Ausdruck gebracht, weiterhin 100%
arbeitsunfähig zu sein, wovon ja offenbar auch sein Hausarzt ausging (act. G 3.1.B31).
Es ist nicht ersichtlich, dass die Personalberaterin etwas Falsches notiert hätte, wie der
Beschwerdeführer sinngemäss ausführen lässt. Vielmehr zeigen auch die Mail-
Nachrichten des Schwiegersohnes des Beschwerdeführers, dass es bei der
Arbeitslosenversicherung nur um eine Zwischenlösung gehen sollte, wie schon bei der
ersten Anmeldung ab 30. Mai 2006 (act. G 3.1.B25, B35; Der Schwiegersohn
unterstützte den Beschwerdeführer im Verkehr mit der Arbeitslosenversicherung.).
Damals verzichtete der Beschwerdeführer nachträglich auf Leistungen der
Arbeitslosenversicherung, nachdem die Krankentaggeldversicherung erneut volle
Taggelder bezahlte. In diesem Sinne hat die Personalberaterin zum Beratungsgespräch
vom 27. November 2006 notiert, dass nach Aussagen des Beschwerdeführers und des
Hausarztes weiterhin eine 100% Arbeitsunfähigkeit bestehe, weswegen der
Beschwerdeführer auch Einsprache gegen die Zahlungseinstellung der
Krankenversicherung erhoben habe (act. G 3.1.B31). Am 29. Januar 2007 fällte die
Krankenversicherung den Entscheid, die Zahlungseinstellung aufzuheben und ab 30.
Oktober 2006 vorläufig ein 50%-Taggeld zu bezahlen (act. G 3.1.C17). Trotz dieses
Entscheides bemühte sich der Beschwerdeführer auch in der Folge nicht aktiv um eine
Teilzeitstelle. Vielmehr stellte er sich nunmehr auf den Standpunkt, er müsse keine
Stelle mehr suchen, weil er sich nun per 30. März 2007 vorzeitig pensionieren lasse
(vgl. act. G 3.1B35.3). Das Verhalten des Beschwerdeführers lässt insgesamt eindeutig
eine fehlende Vermittlungsbereitschaft erkennen. Von daher ist der angefochtene
Entscheid, mit der die subjektive Vermittlungsfähigkeit ab Antragstellung verneint
wurde, begründet.
3.4 Der Beschwerdeführer beruft sich ausserdem auf den Vertrauensschutz. Aus dem
in Art. 8 BV verankerten Grundsatz von Treu und Glauben folgt unter anderem, dass
falsche Auskünfte von Verwaltungsbehörden unter bestimmten Voraussetzungen eine
vom materiellen Recht abweichende Behandlung der Recht suchenden Person
gebieten. Gemäss Rechtsprechung und Doktrin ist eine falsche Auskunft bindend,
wenn die Behörde in einer konkreten Situation mit Bezug auf bestimmte Personen
gehandelt hat, wenn sie für die Erteilung der betreffenden Auskunft zuständig war,
wenn die Bürgerin bzw. der Bürger die Unrichtigkeit der Auskunft nicht ohne weiteres
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erkennen konnte, wenn sie oder er im Vertrauen auf die Richtigkeit der Auskunft
Dispositionen getroffen hat, die nicht ohne Nachteil rückgängig gemacht werden
können und die gesetzliche Ordnung seit der Auskunftserteilung keine Änderung
erfahren hat (BGE 127 I 36 E. 3a, 126 II 387 E. 3a; zu Art. 4 Abs. 1 aBV ergangene,
weiterhin geltende Rechtsprechung: BGE 121 V 66 E. 2a mit Hinweisen). Gemäss
Art. 27 ATSG sind die Sozialversicherungsträger und die Durchführungsorgane
gesetzlich verpflichtet, im Rahmen ihres Zuständigkeitsbereichs die interessierten
Personen über ihre Rechte und Pflichten aufzuklären. Wird diese Pflicht nicht oder
ungenügend wahrgenommen, kommt dies einer falsch erteilten Auskunft des
Versicherungsträgers gleich (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, N 17 zu Art. 27).
3.5 Der Beschwerdeführer macht geltend, er sei vom RAV nie darauf hingewiesen
worden, er solle sich um eine ihm noch mögliche Stelle bemühen und es seien nie
Nachweise der Arbeitsbemühungen verlangt worden. In der irrigen Annahme, ein
halbes Jahr vor der vorzeitigen Pensionierung müssten keine Arbeitsbemühungen mehr
vorgelegt werden, habe er auch keine solchen Nachweise erbracht. Letzteres ist von
vornherein nicht stichhaltig, wusste der Beschwerdeführer doch bei Antragstellung
noch nicht, ob er sich vorzeitig pensionieren lassen würde. Erst am 22. Januar 2007
gab er bekannt, dass er nun einen solchen Antrag gestellt habe (act. G 3.1B35.2). Die
fehlenden Arbeitsbemühungen bis zu diesem Zeitpunkt können daher nicht mit dem
Hinweis auf die Pensionierung begründet werden. Aus den Akten ist zwar nicht ohne
weiteres nachvollziehbar, weshalb die RAV-Beraterin vom Beschwerdeführer keine
Nachweise der persönlichen Arbeitsbemühungen verlangte. Offenbar hielt sie sich mit
Blick auf das hängige Einspracheverfahren zurück, nachdem der Beschwerdeführer
einen Entscheid bereits anfangs Dezember 2006 erwartete, wie er der RAV-Beraterin
mitteilte (act. G 3.1B31). Dieser Entscheid verzögerte sich dann aber (act. G 3.1B32,
35) und wurde erst Ende Januar 2007 eröffnet (act. G 3.1C17). Wie jedoch bereits
ausgeführt worden ist, muss einer versicherten Person grundsätzlich auch ohne
besondere Aufforderung durch eine Amtsstelle oder Abgabe eines Merkblattes klar
sein, dass sie alle Anstrengungen zu unternehmen und jede zumutbare Gelegenheit zu
ergreifen hat, um eine bestehende Arbeitslosigkeit zu beenden. Dass der
Beschwerdeführer um diese Pflicht wusste, geht aus dem e-mail vom 22. Januar 2007
hervor, heisst es doch dort: "Somit erübrigt sich auch das evtl. Problem der
Arbeitsbemühungen, ..." (act. G 3.1B35.2). Vor dem Hintergrund, dass der
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Beschwerdeführer gegenüber der Arbeitslosenversicherung von seinem
Schwiegersohn begleitet und unterstützt wurde (vgl. act. G 3.1/B25) und dieser
Schwiegersohn selber als Personalberater beim RAV X._ tätig ist (vgl. act. G 3.1B15
und 17), darf ohne weiteres davon ausgegangen werden, dass die Pflicht zur
Arbeitssuche insbesondere ab Antragstellung dem Beschwerdeführer bekannt war. Die
fehlende Aufforderung zum Nachweis der Arbeitsbemühungen war in diesem Sinn nicht
kausal für die Unterlassung. Damit kann sich der Beschwerdeführer auch nicht auf
Vertrauensschutz berufen.
3.6 Der Beschwerdeführer macht ausserdem geltend, das RAV hätte bei Zweifeln die
subjektive Vermittlungsfähigkeit gleich zu Beginn überprüfen müssen, insbesondere
durch arbeitsmarktliche Massnahmen, wozu er aber nie aufgeboten worden sei. Die
Überprüfung der Vermittlungsfähigkeit wurde von der RAV-Beraterin bereits anlässlich
des ersten Beratungsgesprächs vom 27. November 2006 in die Wege geleitet (act. G
3.1B30f.), wie sie dem Beschwerdeführer auch mitteilte. Die Überprüfung verzögerte
sich dann aber, weil offensichtlich der bevorstehende Entscheid des
Krankenversicherers abgewartet wurde. Unter diesen Umständen lässt sich nicht
beanstanden, wenn in jenem Zeitpunkt keine arbeitsmarktlichen Massnahmen in die
Wege geleitet wurden. Hauptzweck der arbeitsmarktlichen Massnahmen ist gemäss
Art. 59 Abs. 2 AVIG unter anderem die Verbesserung der Vermittelbarkeit zum Zwecke
der raschen und dauerhaften Wiedereingliederung der Versicherten, die Förderung der
beruflichen Qualifikationen entsprechend den Bedürfnissen des Arbeitsmarktes. Die
Teilnahme an einer arbeitsmarktlichen Massnahme bedingt jedoch, dass die
Voraussetzungen von Art. 8 AVIG gegeben sind, wozu auch die Vermittlungsfähigkeit
nach Art. 15 AVIG gehört. Die Teilnahme an einer arbeitsmarktlichen Massnahme
bezweckt also nicht in erster Linie, die Vermittlungsbereitschaft der versicherten
Personen zu überprüfen, sondern setzt diese grundsätzlich voraus. Die Weigerung, an
einer arbeitsmarktlichen Massnahme teilzunehmen, ist denn auch nur ein Indiz für
allenfalls fehlende Vermittlungsbereitschaft. Schliesslich ist festzuhalten, dass der
Beschwerdeführer die Beweislast für das Vorhandensein der
Anspruchsvoraussetzungen trägt, wozu u.a. die Vermittlungsfähigkeit gehört (vgl. Art. 8
AVIG). Es ist deshalb nicht die Verwaltung, die das Beweisrisiko für fehlende
Vermittlungsfähigkeit trägt.
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3.7 Schliesslich ist festzuhalten, dass in diesem Verfahren einzig die Frage der
Vermittlungsfähigkeit ab Antragstellung zu prüfen ist, da der Beschwerdegegner nur
darüber entschieden hat. Soweit der Beschwerdeführer beantragt, der
Beschwerdegegner sei anzuweisen, die gesetzlichen Leistungen zu erbringen, ist
darauf mangels Anfechtungsobjekt nicht einzutreten.
4.
Aufgrund obiger Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf
einzutreten ist. Gerichtskosten sind gemäss Art. 61 lit. a ATSG keine zu erheben.
Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens ist keine Parteientschädigung
zuzusprechen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG