Decision ID: 2f9e38f0-6c31-406a-8d67-873cf4f0185f
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1971
, gelernter Maler (
Urk.
7/4),
meldete sich u
nter Hinweis
auf Rückenbeschwerden und Epilepsie
am 1
0.
Januar 2007
bei der Invalidenversicherung
zu beruflichen Massnahmen an (
Urk.
7/5
Ziff.
7.2,
Ziff.
7.8)
.
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizi
nische
und erwerbliche Situation ab
und holte bei
m
Y._
,
Z._
,
ein polydisziplinäres Gutachten ein, das am
1
0.
September 2012
erstattet wurde (
Urk.
7/148
).
Nach ergangenem Vorbescheid (
Urk.
7/153
) sprach die IV-Stelle
dem Versicher
ten mit Verfügung vom 2
4.
Januar 2013 (
Urk.
7/158
=
Urk.
2
) eine
befristete ganze Invalidenrente
vom August 2009 bis Mai 2010 zu.
2.
Der Versicherte erhob
am 2
2.
Februar 2013 Beschwerde gegen die Verfügung vom
2
4.
Januar
2013
(
Urk.
2)
und beantragte,
ihm sei ab
1.
September 2007 eine ganze Invalidenrente zuzusprechen.
Eventuell sei ihm
von
September
2007
bis Oktober 2012 eine ganze Invalidenrente zuzusprechen und für die Abklä
rung eines allfälligen Rentenanspruches ab
1.
November 2012 sei das Verfahren zwecks Einholung eines neuen interdisziplin
ären Gutachtens an die Beschwer
degegnerin
zurückzuweisen (
Urk.
1
S. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom
4.
April 2013 (
Urk.
6) beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde.
Mit Gerichtsverfügung vom
1
3.
Mai 2013 (
Urk.
8)
wu
rden antragsgemäss (vgl.
Urk.
1 S. 2
) die unentgeltliche Prozessführung und Rechtsvertretung bewilligt und dem Beschwerdeführer die Be
schwerdeantwort zugestellt
.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am
1.
Januar 2008 und am
1.
Januar 2012 sind die im Zuge der Revisionen 5 und 6a geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Invalidenversi
cherung (IVG), der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) und des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) in Kraft getreten.
In materiellrechtlicher Hinsicht gilt jedoch der allgemeine übergangsrechtliche Grundsatz, dass der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen sind,
die bei Erlass des angefochtenen Entscheids respektive im Zeitpunkt gegolten haben, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende Sachverhalt ver
wirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Die angefoc
htene Verfügung ist am 2
4.
Januar 2013
– und somit nach In
krafttreten der
genannten
IV-Revision
en
ergangen, wobei ein Sachverhalt zu beurteilen ist, der vor dem Inkrafttreten der revidierten Bestimmungen der 5. IV-Revision am 1. Januar 2008 begonnen hat. Daher und aufgrund dessen, dass der Rechtsstreit eine Dauerleistung betrifft, über welche noch nicht rechtskräftig verfügt wurde, ist entsprechend den allgemeinen intertemporal
rechtlichen Regeln für die Zeit bis 31. Dezember 2007 auf die damals geltenden Bestimmungen und ab diesem Zeitpunkt auf die neuen Normen der 5. IV-Revision abzustellen (vgl. zur 4. IV-Revision:
BGE 130 V 445
ff.; Urteil des Bundesgerichts I 428/04 vom 7. Juni 2006 E. 1).
Da die
5.
IV-Revision hinsichtlich Invaliditätsbemessung keine substanziellen Änderungen gegenüber der bis 3
1.
Dezember 2007 gültig gewesenen Rechtslage gebracht hat, so dass die zur altrechtlichen Regelung ergangene Rechtsprechung weiterhin massgebend ist (Urteil des Bundesgerichts 8C_76/2009 vom 1
9.
Mai 2009 E. 2), werden die massgeblichen Gesetzesbestimmungen – soweit nichts anderes vermerkt ist – im Folgenden in der seit dem
1.
Januar 2008 geltenden und mit der Revision 6a unverändert gebliebenen Fassung zitiert.
1.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge
sundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver
bleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er
werbs
unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.3
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.4
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit
Art.
28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach
Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkom
men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Der Einkom
mensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des Einkommensver
gleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.5
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
H
insichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorak
ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die von
1.
August 2009 bis 3
1.
Mai 2010 befristete Zusprache der Invalidenrente in ihrer Verfügung (
Urk.
2) damit,
dass
in der a
ngestammten Tätigkeit als Maler
seit September 2006 keine Arbeits
fähigkeit mehr
bestehe
. Für eine leichte, behinderungsadaptierte Tätigkeit be
stehe
jedoch
ebenfalls ab September 2006 eine Arbeitsfähigkeit von 100
%
, welche allerdings durch eine halbjährige Rekonvaleszenz nach der Operation vom 1
7.
August 2009 bis Februar 2010 unterbrochen gewesen sei
,
womit
wäh
rend dieser Zeit auch in einer angepassten Tätigkeit keine Arbeitsfähigkeit bestanden habe.
Nach Ablauf der einjährigen Wartefrist am
1.
September 2007 bestehe bei einem Invaliditätsgrad von 16
%
zunächst
kein Anspruch auf eine Invaliden
rente.
Jedoch sei
aufgrund der 100%igen Erwerbsunfähigkeit nach am 1
7.
August 2009 erfolgter Operation ein
Rentenanspruch bis 3
1.
Mai 2010
zu bejahen
. Da die gesundheitlichen Einschränkungen bereits im Rahmen der zu
mutbaren Restarbeitsfähigkeit berücksichtigt worden seien, bestehe kein Anlass für einen zusätzlichen leidensbedingten Abzug
(S. 4 f
.)
.
2.2
Der Beschwerdeführer machte dagegen in seiner Beschwerde (
Urk.
1) geltend,
es treffe nicht zu, dass er im Zeitraum zwischen
1.
September 2007 und der
Y._
-Begutachtung lediglich mit Ausnahme von 6 Monaten für leichtere körperliche Arbeiten immer voll arbeitsfähig gewesen sei.
A
uf das
Y._
-Gutachten könne nicht abgestellt werden
, da das Auswahl
ver
fah
ren bei der Wahl der Gutachterstelle
nicht eingehalten worden sei,
es auf lücke
nhaften Arztberichten beruhe und
die Schlussfolgerungen im Widerspruch zu der Aktenlage s
tünden
und auch nicht schlüssig seien
(S. 9 ff
.
).
Zudem hät
ten
ihn
die
Y._
-Gutachter nic
ht unvoreingenommen begutachtet
(S. 13 unten).
Im Rahmen der
A._
-Abklärung sei er gesundheitsbedingt nur reduziert arbeitsfähig gewesen (S. 12 unten) und Ende 2011 sei festgestellt worden
, dass gesundheitsbedingt keine Vermittelbarkeit auf dem Arbeitsmarkt bestehe, was ih
m auch so mitgeteilt worden sei
.
Es sei demnach stossend, entgegen de
n
Äusserungen der letzten Jahre, von einem Invalideneinkommen von
Fr.
61‘000.-- auszugehen (S. 14 Mitte).
Er verfüge nicht nur über einen Berufsabschluss als Maler, er habe auch das Bürofachdiplom und bereits in der Vergangenheit Mitarbeiter und Lehrlinge geführt.
Wenn nicht bereits 2003 die ersten gesundheitlichen Probleme auf
getreten wären, hätte er vermutlich das Geschäft seines Vaters weitergeführt, weshalb
beim Valideneinkommen
vom Anforderun
gsniveau 2 auszugehen sei (S. 14 f.
lit. b). Zusätzlich sei aufgrund seiner Einschränkungen
der maximale
Leidensabzug von 25
%
zu gewähren (S. 15 lit. c).
3.
3.
1
Die Ärzte der
B
._
stellten in ihrem Bericht vom 2
2.
Januar 20
07 (
Urk.
7/2 =
Urk.
7/16/8-9)
nach stationärem Aufenthalt des Beschwerdeführers vom 2
8.
November bis 1
6.
Dezember 2006 folgende Diagnosen (S. 1):
chronisches lumbospondylogenes Syndrom L5 links bei
ödematöser Auftreibung der Nervenwurzel L5 intraforaminal (MRI
vom 2
9.
September 2006)
Status nach Diskushernie L4/5 und L5/S1 rechts 2003
- konservative Therapie
Wirbelsäulenfehlform und -fehlhaltung: Abflachung der Brustwirbel
säule
n
(BWS)-Kyphose und der Lendenwirbelsäulen (LWS)-Lordose, diskrete S-förmige Skoliose
SIG-Funktionsstörung beidseits, Haltungsinsuffizienz
Status nach Morbus Scheuermann
arterielle Hypertonie
Grand-
mal Epilepsie (Erstdiagnose 1988)
Bekannter C2-Abusus
seit etwa September 2006 Antabus-Therapie
Die Ärzte führten aus,
die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Maler sei aus rheuma
tologischer Sicht nicht mehr zumutbar,
weswegen eine Anmeldung bei der Invalidenversicherung erfolgt sei.
Für eine leichte, bis maximal mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeit bestehe längerfristig keine Einschränkung (S. 2 Mitte).
3.
2
Dr.
med
.
C
._
,
Fachärztin FMH für Physikalische Medizin und Rehabilita
tion und für Rheumatologie
, stellte in ihrem Bericht vom 2
7.
März 2007 (
Urk.
7/16) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (lit. A):
chronisches lumbospondylogene
s
/radikuläres Syndrom L5 bei
ödematöser Auftreibung der Nervenwurzel L5 intraforaminär (MRI vom 2
9.
September 2006)
Status nach Diskushernie L4/5 und L5/S1 rechts 2003
Wirbelsäulen
fehlform; Abflachung der oberen
(BWS)-Kyphose und (LWS)-Lordose, diskrete S-förmige Skoliose
Wirbelsäulenfehlhaltung: SIG-Funktionsstörung beidseits, Haltungs
insuffizienz
Status nach Morbus Scheuermann
zervikospondylogenes und zervikozephales Syndrom seit Mitte Oktober 2006 bei
Sturz aufs Kinn mit Hyperextension der
Halswirbelsäule (
HWS
)
zunehmende reaktive Depression
Dr.
C
._
nannte als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine behandelte arterielle Hy
pertonie, eine behandelte Grand-
mal Epilepsie
, beste
hend
sei
t
1988 und einen Status nach C2-Abusus, seit etwa September 2006 in Antabustherapie (lit. A.).
Dr.
C
._
führte aus, der Beschwerdeführer sei seit dem 2
4.
Oktober
2006
(siehe
Urk.
7/144/6
Ziff.
1.2)
bei ihr in Behandlung und die letzte Untersuchung habe am 1
3.
März 2007 stattgefunden (lit. D
Ziff.
1-2).
Der Beschwerdeführer sei bis heute als
Maler zu 100
%
arbeitsunfähig
. Für eine leichte
wechselbelastende Tätigkeit bestehe seit dem 1
5.
Januar 2007 eine Ar
beitsfähigkeit von 50
%
.
Auch a
uf längere Sicht bestehe in der angestammten Tätigkeit als Maler eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Eine Umschulung sei zu empfehlen,
damit in einer leichten wechselbelastenden Tätigkeit allenfalls eine 100%ige Arbeitsfähigkeit realisiert werden könne
. Der Beschwerdeführer sei sehr motiviert
,
und falls ihm auch beruflich eine Unterstützung gegeben werden könne, sei aus ihrer Sicht die Prognose gut. Es handle sich jedoch weiterhin um ein labiles Gleichgewicht (S. 7
Zusatzfragen
). Der Beschwerdeführer besuche regelmässig die Physiotherapie und begleitend
führe er
selbständig
eine
medizi
nische Trainingstherapie
durch
. Mitte März habe mit einem ganz leichten Inter
valljogging begonnen werden können und die zwischendurch sehr
ausgeprägte reaktive Depression
etwas verbessert werden können.
Der Beschwerdeführer müsse nur noch selten Dafalgan nehmen. Depakine und Antabus nehme er wei
terhin und er habe seit September 2006 keinen Alkohol getrunken. Den Fahr
ausweis werde er wahrscheinlich bald wieder bekommen. In
sg
e
s
amt zeige sich ein sehr erfreulicher Verlauf, zögerlich aber doch immer besser. Die 50%ige Arbeitsfähigkeit sollte noch nicht gesteigert werden. Die Belastbarkeit im Wir
belsäulenbereich sei weiterhin gering (lit. D.
Ziff.
7).
3.
3
Die Ärzte des
D
._
stellten in ihrem Bericht vom
8.
Mai 20
08 (
Urk.
7/148/29-30) nach am
1.
Mai 2008 erfolgter Kollision mit einem Zug folgende Diagnosen (S. 1):
Schädel-Hirn-Trauma
Commotio cerebri
Rissquetschwunde (RQW) frontal
RQW okzipital
intermittierend somnolent
Ellenbogentrauma links
undislozierte Radiusköpfchenfraktur (Mason I)
undislozierte Fraktur Pr
oc. coronoideus ulnae (Regan Morrey I)
diverse Abschürfungen
; Ellenbogen links, Handgelenk links, Becken
kamm rechts, Knie rechts
radiologisch nicht frische, etwa zwei Wochen alte Rippenfraktur
2.
Rippe links dorsal
depressive Störung mit Suizidalität
Sie nannten als Nebendiagnosen einen Status nach Cannabis- und Alkoholkon
sum,
wobei die Einnahme von Antabus
vor zwei Wochen sistiert
worden sei
, so
wie eine arterielle Hypertonie, welche medikamentös eingestellt sei.
Die Ärzte führte
n
aus
,
der Beschwerdeführer sei auf dem Bahnhof mit dem Kopf frontal vor einen fahrenden Zug geprallt und etwa fünf Meter zurückgeschleu
dert worden (S. 1). Initial sei
er
rezidivierend somnolent und schwer weckbar gewesen
,
und es hätten sich GCS-Abfälle bis auf 11 gezeigt. In der Verlauf
s
computertomographie und im EEG habe sich allerdings kein pathomorpholo
gisches Korrelat gefunden. Ein Drogenscreening im Urin und der Blutalkohol seien ebenfalls unauffällig gewesen
. Im Verlauf sei der Beschwerdeführer zu
nehmend adäquater, aber immer noch affektlabil und incompliant gewesen. Eine akute Suizidalität sei psychiatrisch ausgeschlossen worden und das an
fänglich ataktische Gangbild habe sich bis zum Austritt gebessert. Es finde ein Übertritt ins
E._
statt (S. 2 Mitte
). Vom
1.
bis 2
9.
Mai 2008 bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (S. 2 unten).
3.
4
Dr.
med.
F
._
, Facharzt FMH für Neurologie, nannte in seinem Bericht vom 2
2.
Mai 2008 (
Urk.
7/30) als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfä
hi
gkeit eine Epilepsie mit Grand-m
al-Anfällen, bestehend seit 1988 (
Ziff.
1.1). Der Beschwerdeführer sei seit dem 2
9.
Mai 1996 bei ihm in Behandlung und die letzte Untersuchung habe am 1
4.
Dezember 2007 stattgefunden (
Ziff.
3.1-2).
In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit bestehe seit Januar 2008 eine Arbeitsunfähig
keit von 100
%
(
Ziff.
2).
Dr.
F
._
führte aus, der Beschwerde
führer leide seit 1988 an Gra
n
d-m
al-Anfällen, mit im bisherigen Verlauf immer wieder Anfalls
rezidiven, teils wegen Medikamentenlücken und teils wegen depressiven Phasen (
Ziff.
3.3). Seit mehr als einem Jahr bestehe eine anhaltende Depression mit Sui
zidtendenzen (
Ziff.
3.4). Der Neurostatus sei normal (
Ziff.
3.5). Der Gesundheits
zustand sei stationär (
Ziff.
4.1) und die
Prognose ungünstig (
Ziff.
3.7).
Aufgrund der Epilepsie könne der Beschwerdeführer auf keine Treppen steigen und keine Leitern besteigen. Der Beschwerdeführer sei eingeschränkt im Rahmen der Depression bei schwacher Schulbildung (
Ziff.
5.1). Eine Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess sei nicht mehr möglich, wobei die Depression der Haupt
grund sei (
Ziff.
5.3).
3.
5
Die Ärzte des
E
._
stellten in ihrem Bericht vom 2
3.
Mai 2008 (
Urk.
7/44/16-18) nach stationär
er
psychiatrischer Behandlung des Beschwer
deführers vom
8.
bis 2
2.
Mai 2008 folgende Diagnose
n (
S. 1)
:
leichte depressive Episode (ICD-10 F32.0), jedoch mit Status nach impul
si
vem Suizidversuch am
1.
Mai 2008
Störung durch multiplen Substanzgebrauch (Alkohol, Cannabinoide, Kokain), gegenwärtig abstinent (ICD-10 F19.20
)
generalisierte Epilepsie
essentielle Hypertonie
Status nach Schädelhirntrauma mit RQW frontal und occipital am
1.
Mai 2008
Ellbogentrauma links am
1.
Mai 2008 mit
undis
lozierter Radiusköpfchenfraktur (Mason I)
undi
sloziert
e
r Fraktur Processus coronoideus u
lnae
Die Ärzte führten aus, die Zuweisung sei durch die Unfallchirurgie des
D
._
nach Schädelhirntrauma und Ellbogenfraktur links am
1.
Mai 2008 bei depres
siver Störung zur psychiatrische
n
Weiterbehandlung erfolgt (S. 1 unten). Bei Eintritt in die Klinik habe der Beschwerdeführer ausgeführt, dass er seit Anfang 2007 bei der IV angemeldet sei, das Verfahren jedoch nur sehr langsam laufe. Er habe Angst vor einer ungewissen Zukunft und davor, dass er nicht mehr arbeiten könne. Am
1.
Mai 2008 habe er dann gedacht, dass er das nicht mehr mitmachen wolle. Er habe den ganzen Tag ein leeres Gefühl im Kopf gehabt. Als dann der Zug beim Bahnhof gekommen sei, habe er „abgestellt“ und sei vor den Zug gesprungen. Es habe sich dabei um den ersten Suizidve
rsuch gehan
delt. Gesundheitlich
leide er unter starken Rückenschmerzen und unter einer sei 1988 bekannten Epilepsie. Durchschnittlich erleide er einen Krampfanfall pro Jahr. Zuletzt habe er einen im Dezember 2007 erlitten. Bis von eineinhalb Jah
ren sei er
alkoholabhängig gewesen, habe jedoch im Anschluss an einen Auto
unfall keinen Alkohol mehr getrunken und sei bis Mitte April 2008 mit Antabus behandelt worden (S. 2 oben).
Der Beschwerdeführer sei am
8.
Mai 2008 auf die geschlossene Akutstation auf
genommen worden und habe hier im Rahmen der Krisenintervention von regelmässigen Gesprächskontakten, medikamentöser Therapie und
von der
Ak
tivierungs- und Bewegungstherapie profitiert. Der stationäre Verlauf habe sich komplikationslos gestaltete. Die bei Eintritt vorhandene schwer ausgeprägte Suizidalität sei bis Austritt gut regredient gewesen. Der Beschwerdeführer sei nicht mehr hoffnungslos und erhoffe sich eine neue berufliche Perspektive durch Teilnahme an
einem Abklärungs- und gegebenen
falls Ausbildungspro
gramm des
G
._
in
H
._
, an dem er voraussichtlich ab Juli dieses Jahres werde teilnehmen können. Der Beschwerdeführer werde sich in psychi
atrische Behandlung bei
Dr.
I
._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, begeben (S. 3 oben).
3.
6
Dr.
I
._
(siehe vorstehend E. 3
.5
)
und
J
._
, Dipl. Psych. FH, Psycho
therapeut SBAP, nannten in ihrem Bericht vom
1.
September 20
08 (
Urk.
7/41
/7-9
)
als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende depressive Störung (mittelgradig) verbunden mit starken Zu
kunftsängsten (ICD-
10 F33.1) und einen Status nach impulsivem Suizidversuch am
1.
Mai 2008 (
Ziff.
1).
Sie führten aus, der Beschwerdeführer sei seit dem 2
8.
Mai 2008 bei ihnen in Behandlung und die letzte Kontrolle sei am 2
0.
August 2008 erfolgt (
Ziff.
3
.1-2
). In der angestammten Tätigkeit als Maler bestehe seit dem 2
4.
Oktober 2006 eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
.
In einer leichten Tätigkeit betrage die Ar
beitsfähigkeit sei 1
5.
Januar 2007 50
%
(
Ziff.
2).
In behinderungsangepasster Tätigkeit sei eine langsame, vorsichtige und kontrollierte Steigerung möglich.
Der Beschwerdeführer sei bereits für eine Umschulung im
G
._
angemeldet gewesen (
Ziff.
5.2). Er brauche dringend einen langsame
n Einstieg in die Ar
beitswelt. E
r habe Angst, dass er vor allem wegen seiner Rückenschmerzen nicht ernst genommen werde und sich bei Schmerzen nicht getraue, etwas zu sagen. Die Gefahr sei vorhanden, dass er aufgrund von Schamgefühlen den Starken spiele und sich selber massiv unter Druck bringe (
Ziff.
5.3).
Der Beschwerdeführer habe nach dem Tod des Vaters im Jahr 2003 und nach dem kurz darauf folgenden Bandscheibenvorfall den Anschluss an die Arbeits
welt verloren. Bis 2006 seien nur noch Temporäreinsätze erfolgt
.
Er habe wegen starker Rückenschmerzen immer wieder pausieren müssen, bis man ihn in sei
nem angestammten
Tätigkeit
nicht mehr habe einsetzen können. Er sei seit Anfang 2007 bei der Invalidenversicherung angemeldet. Am
1.
Mai 2008 habe er einen Suizidversuch unternommen und sei beim Bahnhof
K
._
unter den Zug gesprungen. I
h
n hätten grosse Ängste bezüglich seiner Zukunft und der Arbeitsunfähigkeit geplagt
(
Ziff.
3.3).
3.
7
Die Fachpersonen der
A._
-
G._
führten
in ihrem Bericht vom
2
5.
März 2009 (
Urk.
7/
66 =
Urk.
7/
67)
über den Aufenthalt
vom 2
6.
Januar bis 2
0.
Februar 2009 aus,
damit sich der Beschwerdeführer allmählich an arbeits
spezifische Belastungen körperlicher und psychischer Art bei für ihn geeigneten Arbeitsbedingungen gewöhnen könne
,
empfehle sich aus medizinischer Sicht eine berufliche Übergangslösung im Sinne eines aufbauenden Arbeitstrainings oder bei verständn
isvollem Umfeld alternativ eine
grosszügig bemessene Einar
beitungszeit. Bei aufgrund ihrer Beurteilung möglich erscheinender sechsstün
diger Tagespräsenz könnte zu Beginn abklärungsgestützt von einer Tagesleis
tung von etwa 60
%
ausgegangen werden, damit bei Bedarf zusätzlich kurze Entlastungspausen oder allenfalls auch ein etwas verlangsamtes Arbeitstempo ermöglicht werden könnte. Unter Beibehaltung einer sechsstündigen Tagesprä
senz könne bei günstigem Verlauf eine weitere Steigerung der Tagesleistung in Richtung 70 bis 75
%
einer Normalleistung erhofft werden
(S. 9 Mitte)
.
Unter Beachtung der reduzierten Rückenbelastbarkeit und der eingeschränkten psychischen Belastbarkeit, bei neben einer beruflichen Eingliederung auch not
wendiger Bewältigung der nichtberuflichen Alltagsbelastungen, erscheine zu
mindest aufgrund der aktuellen Beurteilung eine Ausdehnung der Arbeitsta
ges
zeit auf über sechs Stunden auch bei behinderungsadaptierten Tätigkeit
en
nicht empfehlenswert
,
respektive die reduzierte Tagesarbeitszeit kön
ne bei posi
tiver beruflicher Re
integration psycho-physischen Dekompensationen vorbeu
gen. Wichtig und erfolgsstärkend erscheine auch die Fortsetzung der ambulan
ten ps
y
chotherape
utischen Betreuung (S. 9 unten)
.
3.
8
Dr.
med.
L._
nannte in seinem Bericht vom
2
6.
August 2009
(
Urk.
7/144/15) als Diagnose eine L5-R
adikulopathie
links bei foraminaler Stenose L5/S1 links und eine Segment-Degeneration L4/5 und L5/S
1.
Am 1
7.
August 2009 sei eine ventrale Diskus-Dekompression L4/5 und L5/S1 mit ventraler Spondylodese L4/5 und L5/S1 durchgeführt worden sowie am 1
9.
August 2009 eine retroperitoneale Hämatomausräumung.
Der Beschwerdefüh
rer sei gut mobil gewesen und von Seite
der Ischialgie
bis zum Austritt beschwerdearm
,
be
i reizlosen Narbenverhältnissen
. Die radiologi
sche Kontrolle habe eine korrekte Implantatlage gezeigt (S. 1).
In seinem am
1
6.
Februar
2010
erstellten Bericht
(
Urk.
7/87
/1-5)
führte
Dr.
L._
aus, er habe den Beschwerdeführer am
9.
Februar 2010 gesehen (
Ziff.
1.2) und es sei im Verlauf zu einer deutlichen Verbesserung der Schmerzsymptomatik, insbesondere der Ischialgie gekommen, so dass er heute beschwerdearm sei. Er besuche jetzt regelmässig die Physiotherapie (
Ziff.
1.5).
Vom 1
5.
August 2009 bis 3
1.
August 2010 bestehe in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Maler eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (
Ziff.
1.6). Als Maler sei es ihm nicht mehr möglich, eine Arbeitstätigkeit durchzuführen. Diese Tätigkeit sei ihm nicht zumutbar. Er sei für leichtere körperliche Arbeiten in wechselnden Positionen mit Heben und Tragen bis maximal 10 kg in gut ein bis zwei Mona
ten arbeitsfähig
. Von Seiten der IV-Stelle sollte jetzt rasch die Wiedereinglie
derung des Beschwerdeführers, insbesondere auch die Möglichkeit einer Um
schulung geprüft werden (
Ziff.
1.7).
In seinem
Sprechstundenbericht vom 2
4.
August 2010
(
Urk.
7/140/5) nach dur
ch
geführter Einjahres-Verlaufskontrolle führte
Dr.
L._
aus, der
Be
schwer
deführer sei praktisch beschwerdefrei
und mit dem Verlauf sehr zufrie
den. Er gehe regelmässig schwimmen und könne auch wieder joggen. Über ausstrahlende Schmerzen in den Beinen klage er nicht. Von Seiten der Arbeit habe er den Wiedereinstieg nicht geschafft. Nach wie vor suche er eine Arbeit mit leichter körperlicher Betätigung
. Bis jetzt habe er nur Absagen bekommen.
Die Wirbelsäulen-Inklination und Reklination seien schmerzfrei beweglich. Der Finger-Bodenabstand sei 0 cm und er habe kein
en
Aufrichteschmerz.
Dr.
L._
führte aus, es zeige sich ein guter Einjahres-Verlauf.
Seinerseits seien keine weiteren Massnahmen vorzunehmen. Für leichte körperliche Arbei
ten mit wechselnden Belastungen sei der Beschwerdeführer arbeitsfähig.
3.
9
Am 1
1.
November 2011 erstatteten die
Fachpersonen der
M._
nach vom
2.
August bis 3
0.
Oktober 2011 durchgeführter Abklärung
Bericht (
Urk.
7/123).
Die Fachpersonen führten aus, es sei Ziel und Zweck der Abklärung gewesen, die Chancen einer beruflichen Eingliederung des Beschwerdeführers im kauf
männischen Bereich zu klären, sowie die Belastungsgrenzen und die für ihn möglichen Arbeitsinhalte zu prüfen (S. 1
Ziff.
3). Der Beschwerdeführer sei mit verschieden anschaulichen Übungsaufgaben aus der Büropraxis konfrontiert worden (S. 2
Ziff.
4). Er habe dabei ein Pensum von 50
%
von 8.00 bis 12.00
Uhr
einhalten können (S. 2
Ziff.
5).
Er
habe an zwei Tagen wegen starken Nacken- und Rückenschmerzen gefehlt. Die tägliche Arbeit am PC sei für ihn ungewohnt gewesen. Nach zwei bis drei Stunden habe er Mühe mit der Kon
zentration bekundet und Verspannungen im Nacken- und Rückenbereich ver
spürt, weshalb er vermehrt Pausen benötigt
und sich im Ruheraum
hin
gelegt habe
. Am 1
7.
Oktober 2011 habe er einen Epilepsie-Anfall erlitten, welcher je
doch von seinem Neurologen nicht
endgültig bestätigt worden sei
(S. 3
Ziff.
7).
Die Auswertungen der Arbeiten des Beschwerdeführers hätten qualitativ unge
nügende Resultate gezeigt. D
as Arbeitstempo im Sekretariatsbereich
wie auch im Rechnungswesen sei stark verlangsamt. Eine grundsätzliche Eignung für eine Integration in den kaufmännischen Bereich sei somit nicht feststellbar. Dem Beschwerdeführer fehlten die Routine, die Computer-Kenntnisse sowie das Flair und die Motivation für exaktes Arbeiten am Computer. Vor allem seine Kon
zentrationsfähigkeit für die Computer-Arbeiten sei aktuell ungenügend. Dies hänge gemäss dem Beschwerdeführer mit den stark mangelnden Kenntnissen zusammen. Die Benutzung eines Computers könne daher Bestandteil, dürfe aber nicht Hauptthema eine
r
künftigen Tätigkeit sein (S. 7
Ziff.
9).
Der Beschwerde
führer könne eine Präsenzzeit von 4 Stunden pro Tag einhalten und dabei einen Leistungsgrad von 20
%
erbringen (S. 7
Ziff.
11). Die Fachpersonen führten ab
schliessend aus, eine Integration in d
en kaufmännischen Bereich
in der freien Wirtschaft sei unrealistisch, da der Beschwerdeführer nicht über die notwendi
gen Voraussetzungen für eine kaufmännische Tätigkeit sowie die über die erforderliche gesundheitliche Verfas
sung verfüge
(S. 7
Ziff.
12). Der Beschwer
deführer benötige zur gesundheitlichen Stabilisierung eine klare Tagesstruktur mit
wenigen
Veränderungen in seinem Arbeitsumfeld und mit geringem Leis
tungs- und Termindruck, weshalb die Platzierung an einem geschützten Arbeitsplatz und die Rentenprüfung empfohlen werde (S. 8
Ziff.
13).
3.
10
Dr.
med.
N._
, Facharzt FMH für Dermatologie und für Venerologie, nannte in seinem Bericht vom 1
9.
Dezember 2011 (
Urk.
7/131
/1-5
) als Diagnose eine Psoriasis vulgaris, bestehend seit April 2011 (
Ziff.
1.1). Der Beschwerde
führer sei seit dem 1
4.
April 2011 bei ihm in Behandlung und die letzte Kon
trolle sei am 1
2.
Dezember 2011 erfolgt (
Ziff.
1.2). Im Frühlin
g
2011 sei
en
ers
t
mals
typische Psoriasisplaques aufgetreten. Von Juli bis September 2011 sei eine Phototherapie durchgeführt worden, nach deren Absetzen es zu einem raschen Rezidiv gekommen sei. Unter adäquater Therapie könne mittelfristig ein weitgehender Rückgang der Hautpsoriasis erwartet werden (
Ziff.
1.4).
In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit bestehe vom 1
2.
Dezember 2011 bis
4.
September 2012 eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
(
Ziff.
1.6).
3.
11
Dr.
C._
(vorstehend E. 3.2)
stellte in ihrem Bericht vom 2
6.
April 20
12 (
Urk.
7/144/5-8)
folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (
Ziff.
1.1):
chronisches lumbospondylogenes/radikuläres Syndrom L3 und L5 links (L4), MR vom 1
2.
März 2012 mit/bei:
Wirbelsäulenfehlform: Abflachung der oberen BWS-Kyp
hose und LWS-Lordose, diskrete S
-förmige Skoliose
Wirbelsäulenfehlhaltung: SIG-Funktionsstörung linksbetont, Hal
tungs
insuffizienz und Status nach Morbus Scheuermann, Status nach ventraler Spondylodese L4/5 und L5/S1 am 1
7.
August 2009
zum Teil ausgeprägte reaktive Depression aufgrund der chronischen Schmerzproblematik
Grand-m
al-Epilepsie sei
t
1988, behandelt
bekannter C2-Abusus, seit etwa September 2006 Antabus-Therapie
neu: Psoriasis ohne Hinweise auf entzündliche Problematik am Bewe
gungsapparat, Methotrexat-Basis-Therapie seit Februar 2012
Dr.
C._
führte aus, die letzte Kontrolle habe am 2
4.
April 2012 sta
ttgefunden (
Ziff.
1.2
).
In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit bestehe zur Zeit noch eine Ar
beitsunfähigkeit von 100
%
. F
ür leichte Arbeiten mit Wechselbelastung, ohne langes Sitz
en und vornübergebeugtes Stehen und
ohne verkrümmte Körperhal
tung sollte
im Verlauf
eine Arbeitsfähigkeit von 50
%
gegeben sein
(
Ziff.
1.6).
Im Jahr 2009 sei alle Monate mindestens einmal eine epidurale Infiltration durch
geführt worden.
Im Verlauf hätten die Beschwerden jedoch nicht gebes
sert, so dass der Beschwerdeführer nach Überweisung dann von
Dr.
L._
(
vorstehend E. 3.
8
)
im August 2009 operiert worden sei.
Im weiteren Verlauf habe sie den Beschwerdeführer postoperativ nur einmal gesehen und es sei ihm
relativ gut gegangen. Erst im November 2011
habe
er erneut enorme Rücken
schmerzen
beklagt
, die durch eine Arbeitsabklärung im Rahmen der Beschwer
degegnerin bei der PC Reinigung in zum Teil schwierigen Körperhaltungen ent
standen seien. Begleitend sei eine ausgeprägte Psoriasis auf der ganzen Haut
aufgetreten, die den Beschwerdeführer psychisch sehr mitgenommen habe.
Ein als Verlaufskontrolle und mit der Frage nach entzündlichen Veränderungen durchgeführtes MRI der LWS habe keine entzündlichen Veränderungen, jedoch neu eine mediolaterale bis intraforaminale Diskushernie links mit Kompression der Wurzel L3 und möglich L4 links ergeben. Im weiteren Verlauf sei es unter
Therapie etwas besser gegangen
.
Dr.
C._
führte a
us, die Prognose sei unbestimmt und
wahrscheinlich gar nicht schlecht, wenn sich der Beschwerdeführer auch psychisch et
wa
s
auffangen könne
. Es müsse schon gesehen werden, dass doch viele Leiden den Beschwer
deführer in
wenigen Jahren mitgenommen hätten, einerseits die Epilepsie, dann die chronischen Rückenschmerzen und dadurch bedingt die reaktive Depression und jetzt neu die ausgeprägte Psoriasis
(
Ziff.
1.4).
3.
12
Am 1
0.
September 2012 erstatteten die Gutachter des
Y._
ihr polydisziplinäres Gutachten
(
Urk.
7/148)
. Sie stellten folgende Diagnosen mit Einfluss auf die Ar
beitsfähigkeit (
S. 23
Ziff.
5.1):
chronisches lumbospondylogenes Schmerzsyndrom linksbetont
Status nach ventraler Diskusdekompression und Spondylodese-Opera
tion L4/5 und L5/S1 am 1
7.
August 2009
leichtes
motorisches
Ausfallsyndrom L5 rechts
radiologisch und kernspintomographisch regelrechter postoperativer B
e
fund
Iliosakralgelenk (ISG)
Funktionsstörung links
Reizzustand Musculus M. p
iriformis links
chronisches zervikospondylogenes Schmerzsyndrom
radiologisch beginnende Spondylosis deformans C4 bis C7
idiopathische Epilepsie mit generalisierten Anfällen
Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten sie eine Schmerzverarbeitungsstörung, einen Status nach Hirntrauma mit Commotio cerebri (Suizidversuch) am
1.
Mai 2008, episodische Spannungskopfschmerzen, eine Psoriasis vulgaris
, eine medikamentös behandelte arterielle Hypertonie, ei
nen fortgesetzten Nikotinkonsum
und einen Status nach Alkoholabhängi
g
keitssyndrom, remittiert (S. 23
f.
Ziff.
5.2).
Aus Sicht des Bewegungsapparates könnten die angegeben
en
Schmerzen und Funktionseinschränkungen der Wirbelsäule überwiegend einem morphologi
schen Korrelat zugeordnet werden, wodurch eine
deutlich verminderte Belast
barkeit der Wirbelsäule bestehe
.
Körperlich schwere und auch mittelschwere Tätigkeiten, wie auch die Arbeit als Maler
,
seien dem Beschwerdeführer nicht mehr zumutbar.
Körperlich leichte, we
chselbelastende Tätigkeiten, ohne Heben und T
ragen von Lasten repetitiv über
10 kg, ohne die Einnahme von die Wirbelsäule belastende
n
Zwangshaltun
gen und häufige Überkopfarbeiten
,
seien dem Beschwerdeführer uneinge
schränkt zumutbar
(S. 24
Ziff.
6.2).
Weiter resultiere, dass aufgrund der
Epilepsie
keine selbst- oder frem
dgefähr
denden oder höhenexponierte
n
Arbeiten durchgeführt werden sollten.
Aus allgemein-interni
stischer Sicht könne beim Besch
w
e
rdeführer die
Psoriasis
vulgaris und die arterielle Hypertonie festgestellt werden. Die Psoriasis sei suffi
zient behandelt
,
und es zeigten sich nur noch geringgradige Läs
ionen, welche mechanisch und irr
itativ nicht von Relevanz seien
,
und folglich die Arbeitsfä
higkeit nicht beein
fluss
t
e
n
.
Aus
psychiatrischer Sicht
könne aktuell keine aktive Diagnose mehr festgestellt werden. Der Substanzkonsum und insbesondere der Alkoholkonsum hätten sis
tiert werden können. Eine affektive Störung sei ebenfalls nicht abgrenzbar. Es könne von einer Schmerzverarbeitungsstörung gesprochen werden bei soma
tisch nicht ausreichend erklärbaren Befunden für die subjektive Limitierung (S.
25
Ziff.
6.2).
Aufgrund der anamnestischen Angaben, der Untersuchungsbefunde, der vorlie
genden Dokumente sowie der früher attestierten
Arbeitsunfähigkeiten
,
könne die volle Arbeitsunfähigkeit für schwere und anhaltend mittelschwere und nicht adaptierte Tätigkeiten beziehungsweise für die angestammte Tätigkeit als Maler seit September 2006
bestätigt werden
. Seither habe das Zumutbarkeitsprofil in leichten adaptierten Tätigkeite
n bestanden. Dies sei lediglich
durch eine halb
jährige Rekonvaleszenz mit Arbeitsunfähigkeit nach Spondylodesenoperation vom August 2009 bis Februar 2010
unterbrochen gewesen
(S. 25
Ziff.
6.3).
Der Beschwerdeführer halte sich für arbeitsunfähig, was aufgrund der objekti
vierbaren Befunde aus somatischer und aus psychiatrischer Sicht für die Arbeit als Maler, jedoch nicht für leichte Verweistätigkeiten nachvollzogen werden könne. Insbesondere aus psychiatrischer Sicht sei ihm die Willensanstrengung zumutbar, einer somatis
ch adaptierten Tätigkeit uneingeschränkt nachzugehen (S. 25
Ziff.
6.4).
Aus neurologischer Sicht empfehle sich eine
Reevaluation des unklaren Babinskibefundes mit dem Vorschlag für die funktionelle Testung der langen
Bahnen mit motorisch evozierten Potentialen.
In diesem Zusammenhang sei auch eine Mitabklärung der MR-Bildgebung des Kopfes und des Rückenmarkes vorzuschlagen. Bei klinisch diskretem Befund resultiere keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit zum heutigen Zeitpunkt
.
A
us psychiatrischer
Sicht sei bei einer erneuten Exazerbation im Sinne einer depressiven Episode eine tatsächliche psychiatrische Behandlung vorzuschlagen (S. 26
Ziff.
6.6).
Zur Entwicklung des Gesundheitszustandes seit September 2006 führten die Gutachter aus, bereits 2007 seien depressive Verstimmungen in den Akten dokumentiert
und
gemäss Angaben des Beschwerdeführers sei es nach dem Tod seines Vaters zu depressiven Verstimmungen gekommen. Rückwirkend könne die Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer Sicht punktuell während der Zeit der Hospitalisation im
E._
2008 infolge eines Suizidversuches bestätigt werden.
Bei einem Suizidversuch liege in der Regel eine deutliche psychische Störung vor.
Dr.
I._
habe damals eine mittelgradige depressive Episode angegeben. Im
E._
sei eine leichte depressive Episode diagnostiziert worden (S. 26
Ziff.
7.1).
Rückwirkend könne die Arbeits- und Leistungsunfähigkeit damals während der Zeit der psychiatrischen Hospitalisation 2008
mit
50
%
angegeben werden.
Dr.
I._
, bei welchem der Beschwerdeführer in ambulanter psychiatrisch-psy
chotherapeutischer Behandlung gewesen sei, habe
bei diagnostizierter
mittel
gra
diger Episode keine Arbeitsunfähigkeit angegeben und diesbezüglich auf den Hausarzt verwiesen.
Rückwirkend könne eine Arbeitsunfähigkeit aus psychiat
rischer Sicht nach der Klinikentlassung nicht bestätigt werden.
Die Alkohol
abhängigkeitsstörung bewirke rückwirkend keine Arbeitsunfähigkeit. Dem Be
schwerdeführer sei es jederzeit möglich gewesen, eine
n
qualifizierten Entzug zu machen, was er im
O._
auch gemacht habe und dann abstinent geblieben sei (S. 26 f.
Ziff.
7.1
-2
).
Der Beschwerdeführer sei gemäss Akten 2008 noch in psychiatrisch-psychothe
rapeutischer Behandlung gewesen, welche aber gemäss seinen Angaben vor drei Jahren habe abgeschlossen werden können
. Es sei zu einer Besserung mit voll
ständiger Remission der Depression gekommen
(S. 27
Ziff.
7.3). Eine Behand
lung der Epilepsie sei weiterh
in angezeigt (S. 27
Ziff.
7.4).
3.
13
Dr.
F._
führte in seinem Bericht vom 1
1.
Februar 2013 (
Urk.
3/4) aus, aus rein neurologischer Sicht betrage die Einschränkung sowohl für den angestamm
ten Beruf als Maler, als auch für eine leidensangepasste Tätigkeit mindestens 60
%
. Zu begründen sei dies mit der nicht einfachen Einstellung der Epilepsie
,
mit immer wieder auftretenden Anfallsrezidiven, trotz regelrechter Therapie.
3.
14
Dr.
N._
führte in seinem Bericht vom 1
3.
Februar 2013 (
Urk.
3/5/1) aus, der Beschwerdeführer sei seit April 2011 in seiner regelmässigen dermatologischen Behandlung. Der erstmalige Kontakt sei im Jahr 2008 wegen einer genitalen Affektion erfolgt, retrospektiv möglicherweise damals bereits einer abortiven Psoriasis entsprechend.
Im April 2011 habe ihn der Beschwerdeführer erneut aufgesucht mit dem Bild einer typischen Psoriasis vulgaris, wobei damals vor allem die gluteale Region sowie die Ellenbogen betroffen gewesen seien. Unter einer Lokaltherapie mit topischen Kor
t
ikosteroiden sei es zunächst zu einer vorübergehenden Verbes
serung mit jedoch raschem Rezidiv im Verlauf gekommen, weshalb ab Ende Juli des gleichen Jahres eine Phototherapie begonnen worden sei. Diese sei mit kur
zen Unterbrüchen bis Ende September des gleichen Jahres durchgeführt worden. Bei Ende de
r Phototherapie sei der Beschwerdeführer
praktisch vollständig er
scheinungsfrei gewesen. Danach sei es jedoch zu einem ausgedehnten Rezidiv gekommen, welches im Verlauf weiter progredient gewesen sei. Ab Januar 2012 sei deshalb eine weitere
medikamentöse Therapie erfolgt
,
mit initial verzöger
tem, im Verla
ufe doch sehr gutem Ansprechen. Bei praktisch vollständiger Er
scheinungsfreiheit sei die Therapie Ende August 2012 beendet worden und weitere Kontrollen in der Sprechstunde hätten seither nicht stattgefunden
(S. 1).
4
.
4
.1
Unbestritten und aufgrund der vorliegenden Arztberichte ausgewiesen ist, dass dem Beschwerdeführer seine angestammte Tätigkeit als Maler seit September 2006 nicht mehr zumutbar ist. Hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit stützte sich die Beschwerdegegnerin auf die Einschätzung der
Y._
-Gutachter vom Sep
tember 2012 (vorstehend E. 3.
12
).
Der B
eschwerdeführer bestritt
dagegen
die Ve
rwertbarkeit des
Y._
Gutachtens
in verschiedener Hinsicht
(vorstehend E. 2.2)
. Vorab ist betreffend seiner
for
mellen
Kritik, dass keine Zufallsauswahl
der
Begutachtungsstelle
stattgefunden habe
,
zu sagen, dass diese unbegründet ist. So gilt
Art.
72
bis
IVV erst seit
1.
März 20
12,
während der Auftrag zur Begutachtung am 2
0.
Dezember 20
11 erteilt
wurde
(vgl.
Urk.
7/148/1
)
.
4.2
Die
Y._
-Gutachter
gingen davon aus, dass beim Beschwerdeführer in behinde
rungsangepasster Tätigkeit
seit September 2006 eine 100%ige Arbeitsfähigkeit
vorlag
, welche lediglich durch die halbjährige Rekonvalesze
nz nach der Rückenoperation von
August 2009 bis Februar 2010 unterbrochen
war
.
Von somatischer Seite her befanden die Ärzte der
B._
im
Januar 2007 (vorstehend E. 3.1)
eine leichte wechselbelastende Tätigkeit grund
sätzlich für zumutbar
. Dem steht
entgegen der Auffassung des Beschwer
deführers (
Urk.
1 S. 12 Mitte)
auch die Formuli
erung „längerfristig“
nicht
entge
gen.
D
ie behandelnde Ärztin
Dr.
C._
erachtete dagegen
im März 2007 (vorstehend E. 3.2)
ab dem 1
5.
Januar 2007
in angepasster Tätigkeit lediglich
eine Arbeits
fähigkeit von 50
%
für zumutbar.
Sie wies au
ch auf die zwischendurch sehr ausgeprägte reaktive Depression hin und auf das insgesamt labile Gleichge
wicht, so dass unklar blieb, woraus genau die Einschränkung von 50
%
in an
gepasster Tätigkeit resultierte, weshalb auf ihre Einschätzung nicht abgestellt werden kann.
Eine Steigerung auf ein 100%-
Pensum erachtete sie nach einer Umschulung jedoch grundsätzlich für möglich.
Auch in ihrem Bericht vom April 2012 (vorstehend E.
3.11
) verwies sie auf
vorübergehende Verschlechte
rungen des Gesundheitszustandes,
die Psoriasis und das labile psychische Gleichgewicht des Beschwerdeführer
s
und hielt
an
ihrer Einschätzung der Arbe
itsfähigkeit fest. D
ies obwohl
Dr.
L._
(vorstehend E. 3.
8
) bereits
nach
Untersuchung des Beschwerdeführers am
9.
Februar 2010 davon sprach, dass in etwa ein
bis
zwei Monaten
-
demnach
spätestens ab Mitte April 2010 -
von einer
vollständigen Arbeitsfähigkeit
für leichtere wechselbelastende Arbeiten
auszugehen sei.
Betreffend
den Beginn
der Arbeitsunfähigkeit äusserte sich
Dr.
L._
lediglich explizit zur ang
e
stammten Tä
tigkeit als Maler, welche er ab dem
1
5.
August 2009 für nicht mehr zumutbar befand.
D
er Beschwerdeführer
machte
diesbezüglich
geltend, er habe bereits am
3.
Juli 2009 über starke Rückenschmerzen geklagt und
am 1
3.
Juli 2009 habe er sei
nem Berufsberater mitget
eilt
,
dass ein am
P._
durchgeführtes MRI
eine Nervenkompression sichtbar gemacht
habe
(
Urk.
1 S. 1O f
. lit. b
,
vgl.
Urk.
7/81/
4-
5
)
.
Da in der Folge der
den Akten nicht beiliegende MRI-Befund vom Juli 2009 bei akuter Rückenschmerzproblematik
direkt
zur Operation Mitte August 2009 führte, ist betreffend die Arbeitsunfähigkeit in angepasster Tätigkeit auf den Zeitpunkt der Befunderstellung und demnach auf den
1.
Juli 2009 abzustellen.
4.3
Betreffend die Einschätzung seines psychischen Gesundheitszustandes durch d
ie
Y._
Gutachter bemängelte der
Beschwerdeführer, dass
unterlassen worden sei
,
einen Bericht
über
die psychiatrische Behandlung auch über den
1.
September 2008 hinaus, einzuholen
. Es sei daher eine Anmassung des
Y._
-Gutachters, welcher lediglich über einen psychiatrischen Zwischenbericht verfügt habe, ihn
nur punktuell während der
Dauer seiner Hospitalisation im
E._
für arbeitsunfähig zu
erklären
(
Urk.
1 S. 10 lit. b)
.
Der Beschwerdeführer führte
aber
anlässlich der Begutachtung am
Y._
aus, es f
ä
nden derzeit keine psychiatrischen Gespräche statt und lediglich im Jahr 2008 hätten nach der Hospitalisation während zirka drei Monaten ambulante Gesprä
che stattgefunden
(
vgl.
Urk.
7/148 S. 10 oben)
.
Der vorliegende
Bericht
von
Dr.
I._
und de
s
Psychologen
J._
(vorstehend E. 3.
6
)
datierte
vom Septem
ber 200
8.
Gemäss dortigen Angaben war der Beschwerdeführer seit Ende Mai 2008 bei ihnen in Behandlung. Stellt man nun auf die Angaben des Beschwer
deführers ab, dass er lediglich während etwa drei Monaten in ambulanter Behandlung gewesen sei, ist dieser Bericht gegen Ende der Behandlungsdauer entstanden, weshalb sich das Einholen weitere
r
Berichte grundsätzlich erübrigt.
Entgegen den Ausführungen der Gutachter des
Y._
äusserte sich
Dr.
I._
im September 2008 sehr wohl zur Arbeitsfähigkeit. Ausgehend
von einer rezidi
vierenden depressiven Störung, derzeit mittelgradig, verbunden mit starken Zukunftsängsten (ICD-10 F33.1)
erachtete
er
seit dem 1
5.
Januar 2007
in einer be
hinderungsangepassten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von
lediglich
50
%
für gegeben, mit St
eigerungspotential bei langsamem
Einstieg.
Der
Umstand, dass zum Zeitpunkt der psychiatrischen Begutachtung am
Y._
im Juli 2012 aus psy
chiatrischer Sicht keine Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit mehr bestanden hat
, und zwischenzeitlich
keine Arbeitsunfähigkeiten dokumentiert sind, bestä
tigt die von
Dr.
I._
prognostizierte Steigerung der
potentiellen
Arbeitsfähig
keit.
Auf seine über ein Jahr vor Behandlungsbeginn im Mai 2008 ab Januar 2007 attestierte Arbeitsunfähigkeit kann
infolge
fehlender
,
dies
bestätigende
r
fachärztliche
r
Berichte nicht abgestellt werden.
4.4
Nicht zu überzeugen vermag die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit des Beschwer
deführers durch den seit 1990 behandelnden
Dr.
F._
(vorstehend E. 3
.4
und E.
3.13
). So erachtete dieser im Mai 2008
einen Einstieg in den Ar
beitsprozess hauptsächlich aufgrund der Depression nicht für m
öglich und d
ie Einschränkungen in einer angepassten Tätigkeit im Rahmen der Depression und durch die schwache Schulbildung begründet.
Auf die Beurteilung von
Dr.
F._
kann nicht abgestellt werden, soweit er mit de
r Bewertung
psychiatrischer Diagnosen und deren Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit sein Fachgebiet der Neurologie
verlässt. Im Übrigen stellt
eine schwache Schulbildung
aus invalidenversicherungsrechtlicher Sicht
kein
en rele
vanten
Faktor dar
.
Betreffend die von ihm zu beurteilende
Epilepsie hielt
Dr.
F._
zunächst
übereinstimmend
mit den
Y._
-Gutachtern
lediglich fest, dass das Treppenstei
gen und das Besteigen
von Leitern nicht möglich seien.
Weshalb er dann in sei
nem
nach Verfügungserlass eingegangenen
Bericht vom Februar 2013 plötzlich von einer generellen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aufgrund der Epi
lepsie von mindestens 60
%
sprach
, lässt sich bei grundsätzlich
gleich geblieb
ener Ausgangslage nicht nachvollziehen
.
Soweit
der Beschwerdeführer geltend machte, die
Y._
-Gutachter hätten es unterlassen
,
vom behandelnden Neurolo
gen einen Bericht mit genaueren Angaben einzuholen (
Urk.
1 S. 11 Mitte)
,
ist zu beachten, dass sich der Beschwerdeführer seit 1990 in fachärztlicher Behand
lung befand und der entsprechende Bericht vorlag (vgl.
Urk.
7/148 S. 3 unten), in welchem nichts von einer Wesensveränderung oder einer hirnorganischen Störung stand
.
Auch im Hinblick auf die Psoriasis vulgaris kritisierte d
er Beschwerdeführer,
dass
das Einholen eines Arztberichtes
unterlassen wo
rden sei
.
So gehe aus dem Bericht von
Dr.
N._
vom Dezember 2011 (vorstehend E.
3.10
) klar hervor, dass nicht zutreffe, dass die Psoriasis vulgaris keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit habe, zumindest für den Zeitraum vom 1
2.
De
zember 2011 bis Ende August 2012
(
Urk.
1 S. 11 unten).
Den vorliegenden, von
Dr.
N._
ausgestellten Zeugnissen sind Arbeitsunfähig
keiten vom 1
2.
Dezember 2011 durchgehend bis zum
5.
März 2012 zu ent
nehmen (vgl.
Urk.
7/128,
Urk.
7/138).
Im Hinblick auf
seinen Bericht vom Dezember 2011 (vorstehend E. 3
.10
) sind diese aber in Bezug auf die ange
stammte Tätigkeit zu sehen, da sich
Dr.
N._
zu einer behinderungsangepass
ten Tätigkeit nicht äusserte.
Im Februar 2013 berichtete
Dr.
N._
(vorstehend E. 3.
14)
lediglich ü
ber einen Verlauf mit Rezidiven,
welche aber auf die entsprechend angewandten Thera
pien jeweils gut
ansprachen
bis hin zur praktisch vollständigen Ersch
einungs
freiheit und Beendung der Therapie im August 2012.
Mit diesen Aussagen
ist vereinbar
, dass die
Y._
-Gutachter die Psoriasis als aus
reichend behandelt ansahen und nur noch geringgradige, die Arbeitsfähigkeit nicht beeinflussende Läsionen feststellen konnten. Dass die
Y._
-Gutachter demnach bei gutem Ansprechen auf die Therapien und lediglich
noch
diskret vorhandenem
Beschwerdebild keine weitergehenden Abklärungen tä
tigten
, ist nicht zu beanstanden.
4.5
Weiter machte der Beschwerdeführer geltend, er sei sechs Jahre lang im Glau
ben gelassen worden, aktuell auf dem freien Arbeitsmarkt nicht vermittlungs
fähig zu sein und am Schluss hätte man ihm sogar mitgeteilt, er könne nur im geschützten Rahmen arbeiten (
Urk.
1 S. 10 oben).
Dass mit
Vorbescheid vom 1
1.
Juni 2008 (
Urk.
7/31)
der Anspruch auf berufli
che Massnahmen verneint wurde, erscheint aufgrund des am
1.
Mai 2008
erfolgten Suizidversuches nachvollziehbar. Gleiches gilt
im Hinblick auf den Vorbescheid
vom
1
6.
Juli 2009 (
Urk.
7/82)
,
mit welchem
dem Beschwerdeführer mitgeteilt wurde, dass, da er sich einer Entlastungsoperation zur Behandlung des Rückenleidens unterziehen werde, berufliche Massnahmen derzeit nicht möglich wären.
In beiden Vorbescheiden wurde der Beschwerdeführer ausdrückl
ich darauf hin
gewiesen, dass er
ein
neues Gesuch
um beruf
liche Massnahmen
einreichen könne
, wenn sich die Verhältnisse änderten
.
Daraus
kann der Beschwerd
eführer nicht ableiten, ihm sei
der Eindruck vermittelt worden, dass berufliche Mass
nahmen
generell
nicht möglich seien.
Soweit
der Besc
hwerdeführer geltend machte,
die Fachpersonen der
M._
(vor
stehend E. 3.9
)
seien zum Schluss gekommen, dass gesundheitsbedingt bei ihm keine Vermittelbarkeit auf dem Arbeitsmarkt bestehe (vorstehend E. 2.2), ist zu beachten, dass diese Abklärung ausschliesslich mit dem Fokus auf kaufmän
nische Tätigkeiten erfolgte und der Beschwerdeführer insbesondere aufgrund fehlender Computer
- und Tastatur
kenntnisse die unterdurchschnittlichen Leis
tungen erbrachte. Der Beschwerdeführer wurde demnach für kaufmännische Tätigkeit
en
für ungeeignet befunden. Zudem handelte es sich dabei nicht um
,
wie von ärztlicher Seite her empfohlen, welchselbelastende Tätigkeiten.
Anzu
merken bleibt, dass es
sich
sowohl bei der
M._
-Abklärung als auch bei der
Abklärung der
A._
-
G._
(vorstehend E. 3.7
)
nicht um fachärztliche Ex
pertisen handelt.
4.6
Aufgrund des Gesagten ergibt sich, dass der Beschwerdeführer in seiner ange
stammten Tätigkeit als Maler
seit September 2006 nicht mehr a
rbeitsfähig ist. Der medizinische Sachverhalt ist jedoch als dahingehend erstellt zu erachten, dass er ab diesem Zeitpunkt, ausgenommen
während
der Zeitspa
nne vom
1.
Juli 2009 bis Mitte April
2010, in einer behinderungsangepassten Tätigkeit zu 100
%
arbeitsfähig ist.
5.
5.1
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des Validen
einkommens entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr
scheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensent
wicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung ent
spricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt wor
den wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 129 V 222 E. 4.3.1 mit Hinweisen).
5.2
Für die Vornahme des Einkommensvergleiches ist grundsätzlich auf die Gege
benheiten im Zeitpunkt des (hypothetischen) Rentenbeginns, mithin auf das Jahr 2007, abzustellen (BGE 128 V 174, BGE 129 V 222).
Der Beschwerdeführer beklagte das erste Mal massive Rückenschmerzen im Jahr 2003
(
vorstehend E. 2.2
)
. Gemäss IK-Auszug (
Urk.
7/10) erzielte er im Jahr 2002 im Betrieb seines Vaters als Maler
einen Lohn von
Fr.
65‘000.--.
Dies ergibt u
nter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung von 1
%
im Jahr 2003, 0.4
%
im Jahr 2004, 1.1
%
in den Jahren 2005 und 2006 und 1.7
%
im Jahr 2007 (Die Volkswirtschaft 1/2-201
0.
S. 95, Tabelle B
10.2 lit. F)
ein Validenein
kommen von
rund
Fr.
68‘516.--
(
Fr.
65‘000.-- x
1.010 x 1.004 x 1.011 x 1.011 x 1.017)
.
Ein Abstellen
auf die Tabellenlöhne
und insbesondere
die
Anwendung des An
forderungsniveaus 2
erscheint
vorliegend nicht gerechtfertigt. Es mag zwar sein, dass
der Beschwerdeführer auch schon
Lehrling
e betreut hat (
vorstehend E.
2.2
)
, jedoch liegt kein Fähigkeitszeugnis vor, welches belegen würde, dass der Be
schwerdeführer Lehrlinge ausbilden dürfte.
Trotz eines Bürofachdiploms,
ergab die
M._
Abklärung
(vorstehend E. 3.9
)
, dass der Beschwerdeführer keine Computer bedienen konnte. Wie er selbst in seiner Beschwerde ausführte
(
Urk.
1 S. 4 oben)
,
hatte er den elterlichen Betrieb aufgrund von
Problemen mit seinem Vater Ende 2002 verlassen, und eine
allfällig in Aussicht genommene
Be
triebs
übernahme ist
ohnehin
nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit er
stellt.
5.3
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, nament
lich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bun
desamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 126 V 75 f. E. 3b/aa und bb, vgl. auch BGE 129 V 472 E. 4.2.1). Für die Invaliditätsbemessung wird praxisgemäss auf die standar
disierten Bruttolöhne (Tabellengruppe A) abgestellt (BGE 129 V 472 E. 4.2.1 mit Hinweis), wobei jeweils vom so genannten Zentralwert (Median) auszugehen ist. Bei der Anwendung der Tabellengruppe A gilt es ausserdem zu berücksichtigen, dass ihr generell eine Arbeitszeit von 40 Wochenstunden zugrunde liegt, wes
halb der massgebliche Tabellenlohn auf die entsprechende betriebsübliche Wo
chenarbeitszeit aufzurechnen ist (BGE 129 V 472 E. 4.3.2, 126 V 75 f. E. 3b/bb, 124 V 321 E. 3b/aa; AHI 2000 S. 81 E. 2a).
5.4
Gemäss LSE belief sich der durchschnittliche Lohn von
Männern
für alle einfa
chen und repe
titiven Tätigkeiten im Jahr 2006 auf Fr. 4'732
.--
(LSE 2006, S. 25
, Tabelle
TA1, Total, Niveau 4).
Dies ergibt bei einer durchschnittlichen Wochen
arbeitszeit von 41.7
Stunden (Die Volkswirtschaft 1/2-2013, S. 94 Tabelle B 9.2, Total)
unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung von
1.6
%
(Die Volkswirtschaft 6-2012, S. 95, Tabelle B 10.2, Nominal Total)
ein Invalidenein
kommen von
rund Fr. 60‘144.-- im Jahr 2007
(Fr.
4'732
.-
-
: 40 x 41.7
x 12
x 1.016
).
5.5
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnitts
werten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kür
zen. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass versicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwer
arbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten nurmehr beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ur
sprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Recht
sprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszuge
hörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Aus
wirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhalts
punk
te dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allge
meinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen ver
werten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Be
tracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25
%
des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75). Dabei ist zu beachten, dass allfällige bereits bei der Parallelisierung der Vergleichsein
kommen mitverantwortliche invaliditätsfremde Faktoren im Rahmen des soge
nannten Leidensabzuges nicht nochmals berücksichtigt werden dürfen (BGE 134 V 322 E. 5.2).
Wurde bei der Festsetzung der Höhe des Abzugs vom Tabellenlohn ein Merkmal oder ein bestimmter Aspekt eines Merkmals zu Unrecht nicht berücksichtigt, ha
t die Beschwerdeinstanz
den Abzug gesamthaft neu zu schätzen. Es ist nicht von
dem von der IV-Stelle vorgenommenen Abzug auszugehen und dieser ange
messen zu erhöhen (
vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_796/2013 vom 28. Januar 2014 E
.
3
.
2 mit Hinweis auf
SVR 2011 IV Nr. 31 S. 90, 9C_728/2009 E. 4.1.2).
Vorliegend rechtfertigt sich aufgrund des durch die Epilepsie weiter einge
schränk
ten Tätigkeitsspektrums ein Abzug von 20
%
.
5.6
Unter Berücksichtigung eines lohnmindernden Faktors von
20
%
ergibt sich ab abgelaufenem
Wartejahr per
1.
September 2007
ein
Invalideneinkommen in der Höhe von rund
Fr.
48‘115.-- (60‘144.-- x 0.8).
Bei einem Valideneinkommen von
Fr.
68‘516.-- resultiert eine Einkommenseinbusse von
Fr.
20‘401.--, was einem Invaliditätsgrad von rund 30
%
entspricht, bei welchem Ergebnis kein Anspruch auf eine Rente besteht.
Selbst ein maximaler Abzug von 25
%
, wie vom Beschwerdeführer gefordert (vorstehend E. 2.2)
,
würde nichts am Resultat ändern.
Für den Zeitraum vom
1.
Juli 2009 bis 3
1.
Juli 2010 (
1.
Mai 2010 zuzüglich 3 Monate; vgl.
Art.
88
a
Abs.
1
IVV) besteht hin
gegen, mangels Arbeitsfähigkeit
auch in angepasster Tätigkeit
,
ein befristeter Anspruch auf eine ganze Invali
denrente.
6.
In teilweiser Gutheissung der Beschwerde ist die Verfügung vom 2
4.
Januar 2013
(
Urk.
2) dahingehend abzuändern
, dass vom
1.
Juli 2009 bis zum 3
1.
Juli 2010 ein Anspruch des Beschwerdeführers auf ein
e
ganze Invalidenrente be
steht.
7.
7.1
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Ver
fahrens
aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 900.-- anzusetzen und ausgangsgemäss zu einem Drittel der Beschwer
degegnerin und zu zwei Drittel dem Beschwerdeführer aufzuerlegen, wobei der Anteil der Gerichtskosten des Beschwerdeführers infolge Gewährung der unent
geltlichen Prozessführung einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen ist.
7.2
Mit Honorarnote vom 2
5
. Juni 2014 (Urk. 10
) machte die
unentgeltliche Rechts
vertreter
in
des Beschwerdef
ührers einen Aufwand von total 11.10
Stu
nden so
wie Barauslagen von Fr. 5
7.50 geltend. Dies erscheint unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses (§ 34 Abs. 3 des Gesetzes über das Sozial
versicherungsgericht, GSVGer) als
angemessen, weshalb Rechtsanwältin Petra Oehmke, Affoltern am Albis, mit in
sgesamt Fr. 2'459.7
0 (inkl. Barauslagen und MWSt) zu entschädigen ist, wobei die Be
schwerdeg
egnerin zu verpflichten ist, der
unentgeltlichen Rechtsvertreter
in
des Beschwerdeführers
hievon
rund
ein
en Drittel, also Fr. 800
.
--
, als reduzierte Pro
zess
entschädigung zu bezahlen. Im wei
tergehenden Umfang von Fr. 1‘6
5
9.
7
0 wird diese
aus der Gerichtskasse entschädigt.