Decision ID: 18064ee5-3ec2-5599-a95e-cbc022271f1b
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1954, meldete sich am 29. September 2009 unter Hinweis auf verschiedene Gesundheitsbeeinträchtigungen bei der Invalidenver
sicherung zum Leistungsbezug (Rente) an (Urk. 7/2 Ziff. 6.2).
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medi
zini
sche und erwerbliche Situation ab und
verneinte mit Verfügung vom 10. Mai 2011 einen Rentenanspruch (Urk. 7/34). Gegen diese Verfügung erhob die Versicherte am 14. Juni 2011 Beschwerde (Urk.
7/41/3-9
), welche mit Urteil des hiesigen Gerichts vom 11. Januar 2013 abgewiesen
wurde
(Prozess Nr. IV.2011.00670, Urk. 7/
53
)
,
was
vom Bundesgericht mit Urteil vom 15. April 2013
(Urk. 7/55)
bestätigt wurde.
1.2
Am
20. Januar 2014 meldete sich die Versicherte unter
Auflage weiterer
medizi
nische
r
Unterlagen (Urk. 7/57) erneut zum Bezug von Leistungen der Invaliden
versicherung an (Urk. 7/58). Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Urk. 7/62, Urk. 7/70, Urk. 7/72) trat die IV-Stelle mit Verfügung vom 27. Juni 2014 auf das Leistungsbegehren nicht ein (Urk. 7/74 = Urk. 2).
2.
Die Versicherte erhob am 28. August 2014 Beschwerde gegen die Verfügung vom 27. Juni 2014 (Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und auf das Leistungsbegehren sei einzutreten (Urk. 1 S. 2).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
25. September 2014 (Urk. 6)
die Abweisung der Beschwerde.
Mit Gerichtsverfügung vom 14. Oktober 2014 wurden antragsgemäss (vgl. Urk. 1 S. 2) die unentgeltliche Prozessführung und Rechtsvertretung bewilligt und der Beschwerdeführerin die Beschwerdeantwort zugestellt (Urk. 11).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Wurde
unter anderem
eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird nach Art. 87 Abs. 3 der Verordnung über die Invalidenversi
cherung (IVV) eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss
Abs.
2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person
in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Verän
derung des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 des Bundes
gesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vor
zugehen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b).
1.2
Mit Art. 87 Abs. 3 i
n Verbindung mit
Abs. 2 IVV soll verhindert werden, dass sich die Verwaltung nach vorangegangener rechtskräftiger
Leistungsverweige
rung
immer wieder mit gleich lautenden und nicht näher begründeten, d. h. keine Veränderung des Sachverhalts darlegenden Gesuchen befassen muss (BGE 109 V 108 E. 2a, 264 E. 3). Hingegen kann diese
Eintretensvorschrift
nicht dahingehend ausgelegt werden, dass die glaubhaft zu machende Änderung gerade jenes Anspruchselement betreffen muss, welches die Verwaltung der früheren rechtskräftigen Leistungsabweisung zugrunde legte. Vielmehr muss es genügen, wenn die versicherte Person zumindest die Änderung eines Sachver
halts aus dem gesamten für die Rentenberechtigung erheblichen
Tatsachen
spektrum
glaubwürdig dartut. Trifft dies zu, ist die Verwaltung verpflichtet, auf das neue Leistungsbegehren einzutreten und es in tatsächlicher (wie selbstver
ständlich auch in rechtlicher) Hinsicht allseitig zu prüfen (BGE 117 V 198 E. 3a und E. 4b; vgl. auch BGE 130 V 64 E. 5.2, 72 E.
2.2 mit Hinweisen).
1.3
Nach Eingang einer Neuanmeldung ist die Verwaltung zunächst zur Prüfung verpflichtet, ob die Vorbringen der versicherten Person überhaupt glaubhaft sind; verneint sie dies, so erledigt sie das Gesuch ohne weitere Abklärungen durch Nichteintreten. Dabei wird sie unter anderem zu berücksichtigen haben, ob die frühere Verfügung nur kurze oder schon längere Zeit zurückliegt, und dementsprechend an die Glaubhaftmachung höhere oder weniger hohe Anfor
derungen stellen (ZAK 1966 S. 279, vgl. auch BGE 130 V 64 E. 5.2, 72 E.
2.2 mit Hinweisen). Insofern steht ihr ein gewisser Beurteilungsspielraum zu, den das Gericht grundsätzlich zu respektieren hat. Daher hat das Gericht die Behandlung der
Eintretensfrage
durch die Verwaltung nur zu überprüfen, wenn das Eintreten streitig ist, das heisst wenn die Verwaltung gestützt auf
Art.
87
Abs.
3 IVV Nichteintreten beschlossen hat und die versicherte Person deswegen
Beschwerde führt; hingegen unterbleibt eine richterliche Beurteilung der
Ein
tretensfrage
, wenn die Verwaltung auf die Neuanmeldung eingetreten ist (BGE 109 V 108 E. 2b).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete ihren
Nichteintretensentscheid
damit, es sei nicht glaubhaft dargelegt worden, dass sich die tatsächlichen Verhältnisse seit der Verfügung vom
10. Mai 2011
in einer für den Anspruch erheblichen Weise verändert hätten. Es liege lediglich eine andere Beurteilung desselben Sachver
haltes vor
. Die mit
d
er Neuanmeldung eingereichten Arztberichte seien dem Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) zur Stellungnahme vorgelegt worden. Die im Bericht des Gynäkologen ausgewiesene Diagnose begründe aus
versiche
rungsmedizinischer
Sicht keine weitergehende Einschränkung der Arbeitsfähig
keit und auch aus den anderen Berichten ergäbe sich keine neue Diagnose, wel
che nicht schon in der Verfügung vom 10. Mai 2011 berücksichtigt worden sei (Urk. 2 S. 1 f.).
2.2
Die Beschwerdeführerin machte in ihrer Beschwerde (U
rk. 1) demgegenüber gel
tend, mit Bericht von Dr. med.
Y._
werde neu eine
Somatisierungsstörung
diagnostiziert und eine Arbeitsunfähigkeit von 90 % attestiert. Hinzu
kämen
zusätzliche Probleme aufgrund ihrer Krebserkrankung, weshalb sie gestützt auf
die
ärztliche
n
Einschätzungen in der Tätigkeit als Reinigungskraft und im Haushaltsbereich vollständig arbeitsunfähig sei
. Damit
sei
eine Verschlechte
rung des Gesundheitszustandes und de
r
en Erheblichkeit für den Versicherungs
anspruch glaubhaft (S. 5).
2.3
S
trittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin glaubhaft gemacht hat, dass sich ihr Gesundheitszustand seit der Verfügung vom
10. Mai 2011
(Urk.
7/34
), mit welcher
ein Rentenanspruch verneint worden war
, in einer für den Anspruch erheblichen Weise verschlechtert hat.
3.
Im Urteil des hiesigen Gerichts vom
11. Januar 2013 (Urk. 7/53) wurde die
Status
frage
dahingehend beantwortet, dass die Beschwerdeführerin aufgrund der Lohnabrechnungen im Gesundheitsfall ein Erwerbspensum in der Grössen
ordnung von 10 % - bestenfalls 14 %
-
wahrnehmen und in einem Aufgaben
bereich von 90 % (allenfalls 86 %) tätig sein würde (vgl. S. 10 E. 5.3 f.). Ferner wurden der Gesundheitszustand und die
Arbeits
(
un
)
fähigkeit
der Beschwerde
führerin gestützt auf das Gutachten vom
18. November 2010 von Dr. med. Z._
, Facharzt
für Orthopädie, und Dr. med. A._
, Facharzt für Psy
chiatrie
und Psychotherapie,
Guachtenzentrum
B._ (
Urk. 7/22/1-28
)
, gewürdigt (E. 6). Die Gutachter nannten folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 7 E. 3.5
; Urk. 7/22/1-28 S. 24 Ziff. 8.1
):
s
ubacromiales
Impingement
bei
Acromicoclaviculargelenksarthrose
und hakenförmigem
Acromion
rechts
Verdacht auf
Impingement
der linken Schulter bei
Acromicoclavicular
g
e
lenksarthrose
Osteochondrose
L3 bis S1 und mässige Facettengelenksarthrose sowie leichte linkskonvexe Torsionsskoliose der Lendenwirbelsäule
Metatarsalgie
bei Senk-Spreizfuss sowie proximale
Plantarfascienansatz
tendinose
rechts und links
Adipositas
anhaltende mittelgradige depressive Episoden ohne somatisches Syn
drom (ICD-10 F33.10)
andauernde Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung bei Zustand nach posttraumatischer Belastungsstörung, bestehend seit Jahren (ICD
10 F62.0, F43.1)
anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung, bestehend seit etwa 2 Jahren (ICD-10 F45.0)
Das Gericht kam zum Schluss
,
dass
gestützt auf das
B._
-Gutachten
eine Arbeits
fähigkeit der Beschwerdeführerin von 60 % sowohl in der angestammten Tätigkeit als Reinigungskraft und von 70 % in einer näher umschriebenen
leidens
angepassten
Tätigkeit, als auch für den Haushaltbereich bestehe (S. 13 f. E. 6.4 f.).
4.
4.1
Im Zusammenhang mit der Neuanmeldung vom
Januar 2014
sind folgende medi
zinische Berichte aktenkundig:
4.
2
Mit Bericht vom 17. Juli 2013 (Urk. 7/57/6-9 = Urk. 7/69/1-4) nannte
med.
pract
.
C._
,
Oberarzt Gynäkologie,
Spital D._
, als ak
t
uelle erstgenannte Diagnose eine Blasenproblematik (S. 1), sowie unter anderem:
Erst
d
iag
nose Plattenepithel-Karzinom vor
3 Jahren 4 Monaten
Hysterektomie Mai 2010
p
anverte
brales und
lu
mbospondylogenes
Schmerzsyndrom
Schulterschmerzen beidseits
Adipositas
s
ubstituierte Hypothyreose
Verdacht auf
Coxarthrose
links
Refluxbeschwerden
d
epressive Stimmungslage
D
er Arzt führte aus, bei der Beschwerdeführerin liege eine
over
activ
bla
dd
er
teils
wet
vor. Ein
zystoskopisches
Korrelat bestehe nicht. Möglich sei eine
Somatisierungsstörung
des Gesamtzustandes der Beschwerdeführerin
mit Aus
wirkungen
nun auch auf die Blase. Es bestehe seines Erachtens eine deutliche psychosoziale Komponente sowie eine medikamentös behandelte Depression. Des Weiteren herrsche grosse Geldnot. Die Beschwerdeführerin sei 100 % arbeitsunfähig (S. 3).
4.
3
Die behandelnde Ärztin des
Spital
s
D._
, Gynäkologie, berichtete am 11. Dezember 2013 (Urk. 7/69/5-6) bei bekannter Diagnose über ihre am 10. De
zember 2013 durchgeführte Karzinom-Nachsorgesprechstunde.
Sie führte aus, d
ie Beschwerdeführerin beklage noch gelegentliche Bauchschmerzen, wel
che jedoch spontan besser w
ü
rden, wenn sie sich zum Beispiel hinlege. Es bestünden keine vaginalen Blutungen. Die Beschwerden im Sinne einer
Drang
symptomatik
mit Inkontinenz bestünden nach wie vor. Eine Besserung durch die medikamentöse Therapie sei nicht eingetreten (S. 1 f.).
4.
4
Dr. med.
E._
, Facharzt Anästhesiologie, RAD
,
hielt in seiner Stellung
nahme vom 12. Februar 2014 (Urk. 7/61/2-3) fest, als neuer Befund werde eine
over
active
bladder
ohne
zystoskopisches
Korrelat beschrieben. Dabei handle es sich um eine andere Beurteilung einer im Wesentlichen unveränderten Situa
tion. Eine zusätzliche relevante Einschränkung der Arbeitsfähigkeit gegenüber Mai 2011 könne mit dem Blasen-Befund nicht begründet werden.
5.
5.1
Aus den neu eingereichten Akten ergeben
sich
keine Hinweise auf eine Ände
rung im Status der Beschwerdeführerin und eine solche wurde auch von der Beschwerdeführerin nicht geltend gemacht.
Somit
ist
erstellt, dass die Beschwer
deführerin im
Gesundheitsfall weiterhin im Umfang von 10
%
(maxi
mal 16 %)
erwerbstätig wäre.
5.2
Auch in medizinischer Hinsicht ist von keiner Verschlechterung des Gesund
heits
zustandes auszugehen:
Die leistungsverneinende Verfügung vom 10. Mai 2011 erging gestützt auf das
B._
-Gutachten vom 2. November 2010
(vgl. vorstehend E. 3)
. Darin
wurden die gynäkologischen Eingriffe (Gebärmutter- und Eierstockoperation) im Jahr
2010 bei den fallrelevanten Vordokumenten erwähnt (S. 2 f. Ziff. 2.2)
und somit berücksichtigt
. Diesbezüglich wurden aber damals keine Beschwerden geklagt (S. 4 Ziff. 3.4).
Auch lag der von der Beschwerdeführerin zur Glaubhaftmachung einer Verschlechterung eingereichte Bericht des
Spitals D._
, Klinik für Rheumatologie und Rehabilitation, vom 1
1.
August 2010 (
Urk.
7/57/2-5), den
B._
-Gutachtern bereits vor (vgl.
Urk.
7/22 S. 2 unten) und ist deshalb hier nicht mehr zu berücksichtigen.
Mit dem eingereichten Bericht des
Spitals D._
aus dem Jahre 2013 (vgl. vor
stehend E. 4.2) gelingt es der Beschwerdeführerin ebenso wenig, veränderte Verhältnisse seit dem Jahr 2011 geltend zu machen.
Das nun im Jahre 2013 beschriebene Blasenleiden (
over
active
bladder
) vermag keine relevante Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit zu verursachen. Namentlich dass die Arbeitsfä
higkeit in angestammter Tätigkeit der Beschwerdeführerin weniger als 16 % betragen soll, lässt sich dem Bericht des
Spitals D._
nicht entnehmen. Zwar erachtete der behandelnde Arzt die Beschwerdeführerin als vollständig arbeits
unfähig. Diese Arbeitsunfähigkeitseinschätzung nahm jedoch Bezug auf alle genannten Diagnosen sowie auf psychosoziale Belastungen
, mithin IV
fremde Faktoren
.
Ebenso wenig vermag der Bericht vom
11. Dezember 2013 (vgl. vor
stehend E. 4.3)
eine Veränderung des Gesundheitszustandes darzulegen
, da keine Angaben zur Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin gemacht wurden.
Dass gestützt auf diese Aktenlage
die Beschwerdegegnerin beziehungsweise
ihr RAD-Arzt
eine Verschlechterung als nicht glaubhaft
gemacht
beurteilte (vgl. vorstehend E. 4.4), ist folglich nicht zu beanstanden.
5.3
Soweit d
ie
Beschwerdeführer
in
auf
einen
Arztbericht des behandelnden Psychia
ters Dr.
med.
Y._
,
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,
verweist, welcher neu eine
Somatisierungsstörung
diagnostiziert
habe
und von einer Arbeitsunfähigkeit von 90 % ausgehe (Urk. 1 S. 5),
ist ihr entgegenzuhal
ten, dass einerseits nicht klar ist, auf welchen Bericht sie sich stützt
, da kein Datum angegeben wurde
und
andererseits
die
sich in den Akten befindlichen
Bericht
e
von Dr.
Y._
vom
4. April 2011 (Urk. 7/31),
7. September 2011
(Urk. 7/44/5-7)
und vom 5. Dezember 2011 (Urk. 7/50/3-4)
datier
en
und eine unveränderte
Diagnostik und Prognose enthalten
, welche bereits im rechtskräf
tigen Urteil des hiesigen Gerichts vom 11. Januar 2013 berücksichtigt und ent
sprechend gewürdigt wurde
n (vgl. Urk. 7/53 E. 6)
.
5.
4
Zusammenfassend
ergibt sich, dass
bestreffend Statusfrage und Arbeitsfähigkeit keine anspruchserhebliche
n
Änderungen glaubhaft gemacht
wurde
n
.
Die ange
fochtene
Nichteintretensverfügung
erweist sich somit als rechtens. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.
6.
6.1
D
ie Verfahrenskosten gemäss Art. 69 Abs.
1
bis
des Bundesgesetzes über die Invali
denversicher
ung
(IVG)
sind ermessensweise auf Fr.
600.-- festzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen, infolge Gewährung der unentgeltlichen
Pro
zessführung
jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.
6.2
Mit Kostennote vom
12. Dezember
2014 (Urk. 13/
1-2
) machte der unentgeltliche Rechtsver
treter einen Aufwand von 6.7 Stunden sowie Barauslagen von Fr. 54.
geltend, was als angemessen erscheint. In Anwendung der
praxisge
mässen
Entschädigung von Fr. 200.-- pro Stunde (zuzüglich Mehrwertsteuer) ist der unentgeltliche Rechtsvertreter deshalb mit Fr. 1‘
505.5
0 inklusive
Barausla
gen
und Mehrwertsteuer aus der Gerichtskasse zu
entschädigen
.
Die B
eschwerdeführerin wird auf § 16
Abs.
4 des Gesetzes über das
Sozialversi
cherungsgericht
(
GSVGer
) hingewiesen, wonach sie zur Nachzahlung der Ausla
gen für die unentgeltliche
Rechtspflege
verpflichtet werden kann, sobald sie dazu in der Lage ist.