Decision ID: 5ebff826-cd33-469b-9dee-74519080b164
Year: 2015
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Franz P. Oesch, SwissLegal asg.advocati,
Kreuzackerstrasse 9, 9000 St. Gallen,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
Rente (Einkommensvergleich)
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Sachverhalt:
A.
A.a A._ meldete sich am 22. September 2004 bei der IV-Stelle zum Bezug von
Invalidenleistungen in Form von Berufsberatung und Umschulung an, da er infolge
eines unverschuldeten Verkehrsunfalls seine Lehre habe abbrechen müssen (IV-
act. 38). Laut dem Bericht von Dr. med. B._, Klinik für Orthopädische Chirurgie,
St. Gallen, vom 14. Oktober 2004 hatte der Versicherte am 28. Oktober 2003 bei einem
Töffunfall eine drittgradig offene, stark dislozierte Femurfraktur links, eine erstgradig
offene Unterarmfraktur links, eine grosse RQW prätibial linker Unterschenkel, eine
Fraktur Basis Os metacarpale IV und V links, eine Multifragmentfraktur Os capitatum
links und eine Fraktur Os scaphoideum mittleres Drittel erlitten. Der Arzt attestierte ab
dem Unfalldatum bis auf Weiteres eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 50-1f.).
A.b RAD-Arzt Dr. med. C._ hielt am 27. Oktober 2004 fest, dass dem Versicherten,
welcher sich im dritten Lehrjahr zum Elektromonteur befand, der Beruf als
Elektromonteur infolge des Unfalls höchstwahrscheinlich nicht mehr zumutbar sei.
Daher sei ein rasches Einschalten der Berufsberatung notwendig (IV-act. 54). Am 21.
Januar 2005 berichtete der IV-Berufsberater, der Versicherte habe drei
Schnupperlehren absolviert. Ab Juli 2005 könne er im Schnupperbetrieb bei der D._
GmbH eine dreijährige Lehre zum Detailhandelsfachmann Consumer Electronics
beginnen. Es sei nach der Ausbildung eine vollwertige Erwerbsfähigkeit zu erwarten (IV-
act. 60-1). Am 24. Januar 2005 lösten der Versicherte, vertreten durch
seinen Vater, sowie der Lehrbetrieb den Lehrvertrag zur Ausbildung zum
Elektromonteur wegen der Folgen des Verkehrsunfalls auf (IV-act. 62). Mit Datum vom
26. Februar 2005 unterzeichneten der Versicherte und die D._ GmbH den neuen
Lehrvertrag (IV-act. 75).
A.c Mit Verfügungen vom 2. Februar 2005 und vom 11. August 2005 übernahm die IV-
Stelle die Mehrkosten für eine erstmalige berufliche Ausbildung für die Zeit vom 14.
Februar 2005 bis 30. Juni 2008 (IV-act. 66 und 81).
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A.d Mit E-Mail vom 22. Juli 2008 informierte der Versicherte die IV-Stelle, er habe
seine Ausbildung als Detailhandelsfachmann Consumer Electronics in der Firma E._
mit der Note 5.5 und mit Diplom abgeschlossen. Seit dem 1. Juli 2008 arbeite er für die
F._ AG als Detailhandelsfachmann und Apple Techniker (IV-act. 100, vgl. auch IV-act.
120-2).
A.e Am 23. Juni 2010 meldete die Arbeitgeberin den Versicherten bei der IV-Stelle zur
Früherfassung an (IV-act. 114). In der Anmeldung vom 15. Juli 2010 gab der
Versicherte als Grund der gesundheitlichen Beeinträchtigung eine massive
Schmerzbelastung im Oberschenkel sowie eine Schmerzausstrahlung in den Rücken
und Fuss an (IV-act. 118). Vom 16. Februar bis 9. März 2010 war er stationär in der
Klinik Valens therapiert worden. Die behandelnden Ärzte hatten im Bericht vom 23.
März 2010 zusätzlich zu den Folgen des Motorradunfalls vom 28. Oktober 2003 einen
ventralen Oberschenkelschmerz, eine depressive Entwicklung, Inappetenz bei
Gewichtsverlust von 40 kg innert 6 Monaten und Polydipsie sowie einen Vitamin D-
Mangel diagnostiziert. Als Mitursache des ventralen Oberschenkelschmerzes wurden
MR-tomographisch eine Chondropathie und Meniskusläsion links nachgewiesen.
Daher sei ein gezieltes Quadrizepstraining vorgenommen worden, worunter sich die
Symptomatik gebessert habe (IV-act. 142-12ff.). Dr. med. G._, Arzt für Psychiatrie
und Psychotherapie, Psychoanalyse, hatte im Bericht vom 3. Mai 2010 als vorläufige
Befunde eine leichte depressive Episode (gegenwärtig; F32.0) und einen Verdacht auf
eine Anorexia nervosa (F50.0) diagnostiziert (IV-act. 129-1).
A.f Im Bericht vom 16. September 2010 diagnostizierte Dr. med. H._, FA für Kinder-
und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie FMH, FA für Psychiatrie und
Psychotherapie FMH, eine Bulimia nervosa bei schwerer Körperschemastörung F50.2,
bestehend seit Anfang 2010, zurückzuführen auf den Motorradunfall bei vollkommen
fehlender Psychopathologie vor dem Unfall (aussenanamnestisch und subjektiv), BMI
18.5 und eine chronisch mittelgradige Depression F32.1 bei Alexithymie sowie GG 404
POS (Geburtsgebrechen). Der Versicherte sei seit Januar 2010 zu 50%
krankgeschrieben und erbringe bei 50%iger Arbeitszeit 100% Arbeitsleistung. Der
Psychiater ging davon aus, dass ab Herbst 2010 auf Grund des ausgesprochen
arbeitsmotivierten starken Willens des Versicherten mit einer Arbeitsfähigkeit von 60%
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gerechnet werden könne. Parallel einhergehend sei eine adäquate
Schmerzmittelbehandlung vorzunehmen, die nicht müde mache (IV-act. 142-2, 142-5).
A.g In der Mitteilung vom 3. Dezember 2010 wurde ein Anspruch des Versicherten auf
berufliche Massnahmen verneint (IV-act. 150).
A.h Gemäss dem Bericht von Dr. H._ vom 24. Februar 2011 wurde der Versicherte
im November 2010 auf eigenes Begehren vom Geschäft in die Werkstatt der
Arbeitgeberin versetzt (IV-act. 151-3). Ab August 2011 konnte er sein Pensum auf 80%
erhöhen (IV-act. 155, 156).
A.i Im Januar, Februar und April 2011 unterzog sich der Versicherte mehreren
Operationen zur Implantierung von Elektroden. Damit sollte er individuell auf die
jeweiligen Oberschenkelschmerzen reagieren und die Stimulation anpassen können
(vgl. IV-Fremdakten: Berichte vom 6., 13. und 20. Januar sowie vom 7. Februar und 11.
Mai 2011).
A.j Im Vorbescheid vom 20. März 2013 stellte die IV-Stelle dem Versicherten eine halbe
Invalidenrente, befristet vom 15. Januar bis 31. Oktober 2011, in Aussicht (IV-act. 160).
Dagegen liess der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. F. Oesch, am 11.
April 2013 Einwand erheben. Zur Begründung brachte der Rechtsvertreter im
Wesentlichen vor, dass der Einkommensvergleich von falschen Einkommen ausgehe
und der Versicherte daher auch nach Oktober 2011 Anspruch auf eine Rente habe (IV-
act. 161).
A.k Mit Verfügung vom 29. August 2013 sprach die IV-Stelle dem Versicherten im
Sinne des Vorbescheids vom 1. Januar bis 31. Oktober 2011 eine befristete halbe
Rente zu (IV-act. 164 und 167).
B.
B.a Gegen diese Verfügung richtet sich die vorliegende Beschwerde vom 26.
September 2013 mit dem Antrag, den Entscheid der Vorinstanz aufzuheben und auf
der Basis eines validen Jahreslohns von Fr. 71'890.-- (bei der Berechnung des
Invaliditätsgrads) von einem Invalidenlohn von Fr. 40'100.-- auszugehen; unter Kosten-
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und Entschädigungsfolgen. Der Rechtsvertreter machte geltend, die
Beschwerdegegnerin sei von falschen Einkommen ausgegangen. So müsse beim
Valideneinkommen auf denjenigen Lohn abgestellt werden, welchen der
Beschwerdeführer als Elektromonteur verdienen würde. Da er bis zu seinem Unfall ein
überdurchschnittlich guter Lehrling mit gesundem Ehrgeiz und entsprechendem Fleiss
gewesen sei, müsse zudem von einer Entwicklung bzw. entsprechenden Weiterbildung
ausgegangen werden. Hinsichtlich des Invalideneinkommens seien schliesslich weder
eine mögliche Gratifikation noch ein allfälliger Bonus aufzurechnen. Vielmehr sei dieses
zusätzlich um 5% zu kürzen, d.h. arbeitsmässig auf ein Mass herabzusetzen, welches
dem Validenlohn respektive der zeitlichen Arbeitsleistung eines Elektromonteurs
entspreche. Dadurch ergebe sich insgesamt ein Invaliditätsgrad von 44% und damit
ein Anspruch auf Rente (act. G 1).
B.b Mit Beschwerdeantwort vom 3. Dezember 2013 beantragte die
Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde. Sie brachte vor, dass selbst dann
kein Anspruch auf Rente gegeben wäre, wenn gemäss den Ausführungen des
Beschwerdeführers von einem Valideneinkommen von Fr. 71'890.-- ausgegangen
würde. Da der vom Beschwerdeführer erzielte Lohn unterhalb desjenigen liege, den ein
Hilfsarbeiter verdiene, müsse beim Invalideneinkommen auf den Tabellenlohn für
Hilfsarbeiter abgestellt werden. Gestützt darauf resultiere ein Invalideneinkommen von
Fr. 49'131.20 und folglich ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von 32% (act.
G 4).
B.c In der Replik vom 12. Februar 2014 hielt der Beschwerdeführer an seinem Antrag
fest. Er machte insbesondere geltend, es sei unhaltbar, wenn die Beschwerdegegnerin
davon ausgehe, dass er zu 100% arbeiten und dabei einen Verdienst von deutlich über
demjenigen eines Hilfsarbeiters verdienen könnte (act. G 8).
B.d Die Beschwerdegegnerin hat auf die Einreichung einer Duplik verzichtet (act.
G 10).
B.e Mit Eingabe vom 26. Juni 2014 reichte der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers
eine Honorarnote in Höhe von Fr. 4'296.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer)
ein (act. G 11).
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Erwägungen:
1.
Streitig und zu prüfen ist vorliegend die Frage des Rentenanspruchs des
Beschwerdeführers. Hierbei ist zwischen den Parteien insbesondere strittig, wie hoch
die für den Einkommensvergleich massgebenden Validen- und Invalideneinkommen
sind.
2.
2.1 Unter Invalidität wird die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde
ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit verstanden (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen
Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung
verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in
Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG).
2.2 Nach Art. 28 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR
831.20) besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person
mindestens zu 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie wenigstens zu 60% invalid ist,
auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50% invalid ist und auf eine
Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 40% invalid ist. Der Grad der für einen allfälligen
Rentenanspruch massgebenden Invalidität wird gemäss Art. 16 ATSG durch einen
Einkommensvergleich ermittelt, bei dem das Einkommen, das die versicherte Person
nach dem Eintritt der Invalidität und nach der Durchführung der notwendigen und
zumutbaren Eingliederungsmassnahmen bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen
könnte (zumutbares Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt wird zum Einkommen,
das die versicherte Person erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre
(Valideneinkommen).
2.3 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG entsteht der Rentenanspruch frühestens in dem Zeitpunkt,
in dem die versicherte Person während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch
durchschnittlich mindestens 40 Prozent arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen ist (lit. b)
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und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (Art. 8 ATSG) ist
(lit. c). Die Höhe der zu gewährenden Rente (ganze, Dreiviertels-, halbe oder
Viertelsrente) wird nach dem Ausmass der während der Wartezeit bestehenden
Arbeitsunfähigkeit und nach Massgabe der nach zurückgelegter Wartezeit
verbleibenden Erwerbsunfähigkeit bestimmt. Nach höchstrichterlicher Rechtsprechung
muss zusätzlich zum für die jeweilige Rentenstufe erforderlichen Invaliditätsgrad
während des Wartejahrs eine durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit in gleicher Höhe
bestehen (AHI-Praxis 1996, S. 177, E. 6.b.cc; ZAK 1980, S. 282 ff.; Kreisschreiben über
Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung [KSIH], 1. Januar 2015,
Rz 4001 f.).
2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im
Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben (BGE 125 V 261
E. 4). Das Gericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und demnach zu
prüfen, ob die vorliegenden Beweismittel eine zuverlässige Beurteilung des strittigen
Leistungsanspruchs gestatten (vgl. auch Art. 61 lit. c ATSG).
3.
Auf Grund der medizinischen Unterlagen ist erstellt und unbestritten, dass sich die
gesundheitlichen Beschwerden einschränkend auf die Arbeitsfähigkeit des
Beschwerdeführers auswirken. Wie RAD-Ärztin Dr. med. I._ in der Stellungnahme
vom 20. Februar 2012 festhielt, war der Beschwerdeführer vom 15. Januar bis 14. März
2010 zu 100%, vom 15. März 2010 bis Januar 2011 zu 50%, von Januar bis 22. Mai
2011 zu 100%, vom 23. Mai bis 30. Juni 2011 zu 50%, ab 1. Juli 2011 zu 40% und seit
1. August 2011 zu 20% arbeitsunfähig (IV-act. 156-2, vgl. auch IV-act. 142-19, 142-4,
148-2, IV-Fremdakten Arztzeugnis von Dr. med. J._ vom 29. März 2011, IV-act. 155).
Da eine höhere Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ab August 2011 weder durch die
Ärzte noch arbeitgeberseitig ausgewiesen ist und auch der Beschwerdeführer seine
Leistungsfähigkeit im Pensum von 80% höchstens "bei kritischer Beurteilung" in Frage
stellt (vgl. Beschwerde vom 26. September 2013, B Ziff. 4, act. G 1), ist ab August 2011
bis zum Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung vom 29. August 2013 mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit von einer Arbeitsfähigkeit von 80% auszugehen.
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4.
4.1 Damit ist der Invaliditätsgrad auf Grund obiger Arbeitsunfähigkeiten und
insbesondere ab 1. November 2011 auf der Basis einer Arbeitsfähigkeit von 80% für
die effektiv ausgeübte sowie für andere körperlich leichte, selten mittelschwere,
wechselbelastende und überwiegend sitzende Tätigkeiten ohne starken Druck und
Stress zu prüfen (vgl. IV-act. 156-2).
4.2 Der Rechtsvertreter macht geltend, es müsse beim Valideneinkommen davon
ausgegangen werden, dass sich der Beschwerdeführer nach der Lehre weitergebildet
hätte. Da sich von den Lehrabsolventen rund 25% im Laufe der nächsten Jahre
weiterschulten und die fähigsten Elektromonteure mit 28 - 30 Jahren Projektleiter
würden, sei auch beim Beschwerdeführer von einer Fortbildung bzw. beruflichen
Weiterentwicklung und damit von einem Jahreslohn von Fr. 71'890.-- auszugehen. Der
Haftpflichtversicherer habe sogar einen Validenlohn als Projektleiter von Fr. 84'864.--
ab Sommer 2012 anerkannt (vgl. act. G 1 S. 6).
4.2.1 Konnte die versicherte Person wegen der Invalidität eine begonnene berufliche
Ausbildung nicht abschliessen, entspricht das Erwerbseinkommen, das sie als
Nichtinvalide erzielen könnte, dem durchschnittlichen Einkommen von Erwerbstätigen
im Beruf, für den die Ausbildung begonnen wurde (Art. 26 Abs. 2 der Verordnung über
die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]). Unter diese Bestimmung fallen auch
Personen, die wegen der Invalidität in Bezug auf die ursprünglich beabsichtigte
Ausbildung eine weniger qualifizierte Ausbildung aufnehmen mussten. Unter der
beabsichtigten Ausbildung ist die Situation zu verstehen, in der eine junge Person
feststehende Ausbildungspläne hat, kurz vor dieser Ausbildung jedoch invalid wird
(Kreisschreiben über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung [KSIH],
Stand 1. Februar 2010, Rz 3039, mit Hinweis auf ZAK 1973 S. 579).
4.2.2 Im Beschwerdeverfahren wird nun auch von der Beschwerdegegnerin nicht mehr
bestritten, dass der Beschwerdeführer wegen der Invalidität eine in Bezug auf die
ursprünglich beabsichtigte Ausbildung zum Elektromonteur weniger qualifizierte
Ausbildung zum Detailhandelsfachmann Consumer Electronics aufnehmen musste und
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somit für das Valideneinkommen die Ausbildung zum Elektromonteur zu
berücksichtigen ist.
4.2.3 Da die Invaliditätsbemessung der voraussichtlich bleibenden oder längere Zeit
dauernden Erwerbsunfähigkeit zu entsprechen hat (vgl. Art. 4 Abs. 1 IVG), ist auch die
berufliche Weiterentwicklung mitzuberücksichtigen, die eine versicherte Person
normalerweise vollzogen hätte. Praxisgemäss ist erforderlich, dass konkrete
Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die versicherte Person einen beruflichen Aufstieg
und ein entsprechend höheres Einkommen tatsächlich realisiert hätte, wenn sie nicht
invalid geworden wäre. Blosse Absichtserklärungen genügen dazu nicht. Vielmehr
muss die Absicht, beruflich weiterzukommen, bereits durch konkrete Schritte wie
Kursbesuche, Aufnahme eines Studiums, Ablegung von Prüfungen usw. kundgetan
worden sein (vgl. BGE 96 V 29). Bei der Prüfung der mutmasslichen beruflichen
Entwicklung können unter Umständen aus einer besonderen beruflichen Qualifizierung
im Invaliditätsfall Rückschlüsse auf die hypothetische Entwicklung gezogen werden, zu
der es ohne Eintritt des (unfallbedingten) Gesundheitsschadens gekommen wäre. Nach
der Rechtsprechung ist eine solche Annahme unter anderem dann zulässig, wenn die
angestammte Tätigkeit auch nach dem Unfall weitergeführt werden kann. Indessen darf
aus einer erfolgreichen Invalidenkarriere in einem neuen Tätigkeitsbereich nicht ohne
Weiteres abgeleitet werden, die versicherte Person hätte ohne Invalidität eine
vergleichbare Position auch im angestammten Tätigkeitsgebiet erreicht (Urteil vom
12. November 2009, 8C_550/2009 E. 4.1 mit weiteren Hinweisen).
4.2.4 Vorliegend steht fest, dass der Beschwerdeführer in der Lehre als Elektromonteur
gute Zeugnisse erzielte und die Ausbildungsberichte des Lehrbetriebs ihm ebenfalls
gute Leistungen attestierten (act. G 1.2.1a-c und 1.2.2). Auch seine dreijährige Lehre
zum Detailhandelsfachmann bestand der Beschwerdeführer mit der sehr guten Note
von 5.5, wofür er vom Departement für Erziehung und Kultur des Kantons K._ sogar
eine Auszeichnung erhielt (IV-act. 120-1f.). Schliesslich absolvierte der
Beschwerdeführer im Rahmen seiner Tätigkeit als Detailhandelsfachmann erfolgreich
eine betriebsinterne Zusatzausbildung als Apple-Techniker (ACMT; IV-act. 116-3,
120-4). Weiter geht aus den Akten hervor, dass er vor dem Unfall Mitglied in mehreren
Vereinen (Fussball, TSV L._, Schützenverein, Feuerwehr) und somit gut in ein soziales
Netz eingebettet war. Seine ehemalige Freundin beschrieb ihn als aktiven,
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umgänglichen und unternehmungsfreudigen Menschen (IV-act. 142-3). Trotz seiner
guten Leistungen und seiner aktiven Art kann jedoch auf Grund des Unfalleintritts in
jungem Alter nicht davon ausgegangen werden bzw. bestehen keine genügend
manifesten Anhaltspunkte dafür, dass der Beschwerdeführer einen beruflichen Aufstieg
über das Durchschnittseinkommen eines Elektromonteurs (vgl. Art. 26 Abs. 2 IVV) auch
tatsächlich realisiert hätte, wenn er nicht invalide geworden wäre. Damit kann auch
nicht auf die Hypothese abgestellt werden, dass ohne den Unfall - wie es gemäss dem
Rechtsvertreter für die fähigeren Elektromonteure "üblich" sei - ein Aufstieg zum
Projektleiter oder ähnlichem stattgefunden hätte.
4.2.5 Nach Art. 26 Abs. 2 IVV ist vom Durchschnittseinkommen auszugehen, welches
der Beschwerdeführer als gelernter Elektromonteur hätte erzielen können. Hierbei
handelt es sich somit nicht um das nach einem Gesamtarbeitsvertrag vereinbarte
Mindest-, sondern um dasjenige Einkommen, das durchschnittlich nach Absolvierung
der Ausbildung von den Mitgliedern derselben Berufsgruppe erzielt wird. Der
Elektromonteur bzw. nach Umbenennung der Ausbildung im Jahr 2007 der
Elektroinstallateur ist u.a. für die Installation und Reparatur elektrischer Anlagen
zuständig (vgl. http://berufsberatung.ch/dyn/1199.aspx?
id=3062&highlighted=ELEKTROMONTEUR; Abfrage vom 12. Januar 2015). Unter
Berücksichtigung dieser Ausbildung kann auf die Lohnstrukturerhebungen des
Bundesamts für Statistik (LSE) 2008 im Baugewerbe (Ziff. 45) Niveau 3 abgestellt
werden. Danach resultiert ein durchschnittliches Einkommen von Fr. 67'224.--
(Fr. 5'602.-- x 12). Hochgerechnet auf 41 Wochenstunden und angepasst an die
Nominallohnentwicklung bis 2010 ergibt dies ein Jahreseinkommen von Fr. 70'848.--
([Fr. 67'224.--/ 40 x 41] / 2092 x 2151). Wird dieser Lohn auf das Jahr 2012 indexiert
(2188), ergibt sich ein Valideneinkommen von Fr. 72'067.--. Das entspricht in etwa dem
vom Beschwerdeführer geltend gemachten Valideneinkommen von Fr. 71'890.--.
4.3 Hinsichtlich des Invalideneinkommens stellt sich die Beschwerdegegnerin im
Beschwerdeverfahren neu auf den Standpunkt, es sei nicht vom tatsächlich erzielten
Einkommen des Beschwerdeführers als Detailhandelsfachmann/Apple Techniker
auszugehen, sondern vom höheren Einkommen als Hilfsarbeiter gemäss den Tabellen
nach LSE. Diese Argumentation überzeugt hingegen nicht. Der Beschwerdeführer
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musste sich nach seinem Unfall neu orientieren und seine Ausbildung zum
Elektromonteur/Elektroninstallateur abbrechen. Nach einer Berufsberatung und der
Prüfung mehrerer Alternativen durch Schnuppern (vgl. IV-act. 73-1) absolvierte er
schliesslich erfolgreich und mit Auszeichnung die Lehre zum Detailhandelsfachmann.
Diese Ausbildung war von der Beschwerdegegnerin befürwortet und finanziell durch
Übernahme der Mehrkosten für die erstmalige berufliche Ausbildung unterstützt
worden (vgl. IV-act. 81, 75-2f., 120). Der Beschwerdeführer fand im Anschluss daran
auch sofort eine Anstellung als Detailhandelsfachmann und Apple Techniker (IV-
act. 100). Er sei für die Technik zuständig, was bedeute, dass er Reparaturen ausführe
und Computer aufsetze sowie im Verkauf tätig sei. Er könne seine Arbeiten am
Computer sitzend oder stehend ausführen, je nach seinen Bedürfnissen. Dies sei
optimal für ihn. Eine andere Tätigkeit könne er sich nicht vorstellen (IV-act. 148-2 f.).
Nachdem somit unbestritten ist, dass der erlernte Beruf insbesondere in der Tätigkeit
bei der bisherigen Arbeitgeberin vollständig adaptiert ist und der Beschwerdeführer
seine Berufskenntnisse im Betrieb der Arbeitgeberin gut einbringen kann, ist ihm auch
nicht zuzumuten, eine Tätigkeit als Hilfsarbeiter aufzunehmen. Somit ist darauf
abzustellen, was der Beschwerdeführer als Detailhandelsfachmann/Apple Techniker
tatsächlich zu erzielen im Stande ist.
4.3.1 Wie dem Gesprächsprotokoll der Eingliederungsverantwortlichen vom 12. Juli
2010 zu entnehmen ist, hatte der Beschwerdeführer im Jahr 2010 einen vertraglich
vereinbarten Monatslohn von Fr. 4'600.-- (x 12 = Fr. 55'200.--; IV-act. 116-3).
Zusätzlich wurde ihm im Juli 2010 eine Mitarbeiterbeteiligung von Fr. 3'500.--
ausbezahlt (vgl. IV-act. 138-16). Gemäss IK-Auszug und Lohnausweis erzielte er im
Jahr 2009 ein Jahreseinkommen von Fr. 55'500.-- (act. G 1.1, vgl. auch IV-act. 138-9)
und im Jahr 2010 - wohl auf Grund der krankheitsbedingten Ausfälle - ein solches von
Fr. 54'100.-- (act. G 13.1). Dass die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen
Verfügung für das Jahr 2010 von einem Invalideneinkommen von Fr. 55'200.-- für ein
100% Pensum ausgegangen ist (vgl. IV-act. 158-3), ist somit nicht zu beanstanden.
4.3.2 Wie in Erwägung 3 ausgeführt, war der Beschwerdeführer vom 15. Januar bis 14.
März 2010 zu 100% und vom 15. März 2010 bis Januar 2011 zu 50% arbeitsunfähig.
Damit ist der Rentenanspruch des Beschwerdeführers ab Januar 2011 (Ablauf der
einjährigen Wartefrist; vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b und c IVG) zu prüfen. Eine durch die
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Ärzte attestierte ausgewiesene Verschlechterung des Gesundheitszustands mit einer
Arbeitsunfähigkeit von 100% trat per Januar 2011 ein und dauerte bis 22. Mai 2011 (IV-
act. 156-2). Nach dem in Erwägung 2.3 Gesagten hat der Beschwerdeführer ab Januar
2011 Anspruch auf eine Dreiviertelsrente, da am 15. Januar 2011 das Erfordernis einer
12-monatigen durchschnittlichen Arbeitsunfähigkeit während des Wartejahres von 60%
erfüllt war ([2 Monate x 100% + 9.5 Monate x 50% + 0.5 Monate x 100%] / 12 =
725% / 12 = 60%). Gemäss Art. 88a Abs. 2 IVV hat der Beschwerdeführer nach Ablauf
von drei Monaten, also ab 1. Mai 2011, gestützt auf eine Arbeitsunfähigkeit von 100%
Anspruch auf eine ganze Rente (vgl. dazu BGE 121 V 264 E. 66/dd mit Hinweisen) und
ab September 2011 (auf Grund einer Arbeitsunfähigkeit von 50% ab 23. Mai 2011) auf
eine Dreiviertelsrente. Letztere ergibt sich unter Berücksichtigung eines
Valideneinkommens im Jahr 2010 von Fr. 70'848.-- (vgl. Erwägung 4.2.5) und eines
Invalideneinkommens von Fr. 27'600.-- (Fr. 55'200.-- / 2) bzw. eines Erwerbsausfalls
von Fr. 43'248.-- (Fr. 70'848.-- - Fr. 27'600.--) gestützt auf einen Invaliditätsgrad von
61% (Fr. 43'248.-- / Fr. 70'848.--). Nachdem sich der Gesundheitszustand des
Beschwerdeführers per 1. August 2011 derart verbesserte, dass er ab diesem
Zeitpunkt wieder eine dauerhafte Arbeitsfähigkeit von 80% erlangt hatte, ist der
Anspruch auf eine Dreiviertelsrente auf Ende Oktober 2011 zu befristen (vgl. Art. 88a
Abs. 1 IVV).
4.4 Sodann ist weiter zu prüfen, ob auch ab 1. November 2011 noch ein Anspruch des
Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente besteht. Diesbezüglich gilt folgendes: Geht
man von einem Jahreslohn 2010 von Fr. 55'200.-- (Fr. 4'600.-- x 12) aus, resultiert
unter Berücksichtigung der Arbeitsfähigkeit von 80% (ab 1. November 2011) ein
Invalideneinkommen von Fr. 44'160.--. Unter der Annahme, dass sich das Validen- und
das Invalideneinkommen bis zum Zeitpunkt der Verfügung im Jahr 2013 gleich
entwickelt haben, kann eine Hochrechnung unterbleiben. Stellt man somit das
zumutbare Invalideneinkommen von Fr. 44'160.-- dem Valideneinkommen 2010 (vgl.
Erwägung 4.2.5) von Fr. 70'848.-- gegenüber, resultiert eine Erwerbseinbusse von
Fr. 26'688.--. Diese entspricht einem rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von
38%.
4.5 Auch eine Berechnung des Invaliditätsgrads gestützt auf die effektiven Einkommen
der Jahre 2012 und 2013 führt zum selben Resultat. So hat der Beschwerdeführer
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gemäss dem IK-Auszug im Jahr 2012 ein Einkommen von Fr. 45'410.-- und im Jahr
2013 ein solches von Fr. 47'936.-- erzielt. Bei einem Valideneinkommen von
Fr. 72'067.-- (vgl. Erwägung 4.2.5) ergibt dies für das Jahr 2012 einen
rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von 37% (Fr. 26'657.-- / Fr. 72'067.--). Eine
Berechnung im Jahr 2013 ergäbe sogar lediglich noch einen Invaliditätsgrad von 34%
(bei einem Valideneinkommen hochgerechnet auf das Jahr 2013 von Fr. 72'594.--
[Fr. 72'067.--/ 2188 x 2204] und einem Erwerbsausfall von Fr. 24'658.--; Fr 24'658.-- /
Fr. 72'594.--).
4.6 Damit kann insbesondere auch nicht dem Begehren des Beschwerdeführers
entsprochen werden, auf Grund des per 1. Januar 2013 anwendbaren neuen
Arbeitsvertrages mit der M._ AG (nach Fusion der F._ AG mit der N._ AG und der
M._ AG per 1. Januar 2012; vgl. https://www.dataquest.ch/ueber_uns/portrait;
Abfrage vom 12. Januar 2015), sei lediglich der im Vergleich zum Jahr 2009 tiefere
Fixlohn für ein 100%-Pensum von Fr. 52'800.-- pro Jahr zu berücksichtigen. Wie der
IK-Auszug aus dem Jahr 2013 zeigt, erzielte der Beschwerdeführer im Rahmen seiner
80%-Tätigkeit nicht nur einen Fixlohn von Fr. 42'240.-- (Fr. 52'800.-- x 80%), sondern
effektiv Fr. 47'936.--. Dieser Lohn übersteigt selbst den vertraglich in Aussicht
gestellten zusätzlichen monatlichen Bonus von Fr. 300.-- (vgl. IV-act. 162-3), weshalb
sich weitere Abklärungen bei der Arbeitgeberin zur Frage der Bonuszahlungen
erübrigen.
4.7 Entgegen dem Vorbringen des Beschwerdeführers ist es zudem für den
Einkommensvergleich unbeachtlich, wenn die zu verrichtenden wöchentlichen
Arbeitsstunden im Beruf als Elektromonteur tiefer und der Ferienanspruch höher
ausfallen als im Detailhandel. Es existiert weder eine Rechtsgrundlage noch eine Praxis
für einen diesbezüglichen Abzug vom Einkommen. Gemäss Bundesgericht ist eine
tiefere Wochenarbeitszeit als Valider nur dann von Belang, wenn sich daraus ein im
Verhältnis zum branchenüblichen Lohn wesentlich tieferes Valideneinkommen ergäbe
(vgl. Urteil des vom 24. Januar 2011, 8C_965/2010, E. 4.2). Vorliegend wird jedoch
gerade ein branchenüblicher Lohn beim Valideneinkommen berücksichtigt. Ein Abzug
vom Invalideneinkommen von 5% ist demnach nicht vorzunehmen.
5.
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5.1 Nach dem Gesagten ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen und festzustellen,
dass der Beschwerdeführer ab dem 1. Januar 2011 Anspruch auf eine Dreiviertels-, ab
1. Mai 2011 auf eine ganze Rente und ab 1. September 2011 befristet bis zum 31.
Oktober 2011 auf eine Dreiviertelsrente hat. Die Sache ist zur Festsetzung und
Ausrichtung der geschuldeten Leistungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen.
5.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr.
1‘000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint
in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem teilweisen
Obsiegen entsprechend bezahlen die Beschwerdegegnerin und der Beschwerdeführer
die Gerichtsgebühr je im Betrag von Fr. 300.--. Der geleistete Kostenvorschuss von
Fr. 600.-- ist dem Beschwerdeführer im Umfang von Fr. 300.-- daran anzurechnen und
im Umfang von Fr. 300.-- zurückzuerstatten.
5.3 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei
Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom
Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der
Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In
der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach
Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.--.
5.3.1 Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat am 26. Juni 2014 eine
Kostennote eingereicht, worin er ein Honorar von Fr. 4'296.-- (einschliesslich
Barauslagen und Mehrwertsteuer) geltend macht (act. G 11). Vorweg ist darauf
hinzuweisen, dass nicht der geltend gemachte, sondern nur der notwendige Aufwand
zu entschädigen ist (Urteil des Bundesgerichts vom 25. Februar 2009, 8C_140/2008,
E. 11.4 mit Hinweisen). Mit Blick auf den zu beurteilenden Sachverhalt und die sich
stellenden Fragen kann von einem durchschnittlichen Fall gesprochen werden, der
einen erfahrenen Anwalt nicht vor besondere Schwierigkeiten stellt. Die Akten und die
Beschwerdeantwort (act. G 4) waren nicht umfangreich. Zudem wurde der vom
Rechtsvertreter geltend gemachte Aufwand nicht weiter konkretisiert und erscheint mit
Blick auf vergleichbare Fälle als zu hoch. Der Bedeutung der Streitsache und dem
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notwendigen Aufwand angemessen erschiene deshalb bei vollständigem Obsiegen
eine Parteientschädigung von pauschal Fr. 3'500.-- (inklusive Barauslagen und
Mehrwertsteuer; vgl. dazu etwa Entscheide des Versicherungsgerichts vom 25. März
2013, IV 2011/89, E. 4.3, und vom 15. Juni 2012, IV 2010/158, E. 6.3). Ein
weitergehender Aufwand wäre nicht zu entschädigen.
5.3.2 Da der Beschwerdeführer nur teilweise obsiegt, hat er einen reduzierten Anspruch
auf eine Parteientschädigung. Unter Berücksichtigung des teilweisen Obsiegens
erscheint daher eine Parteientschädigung von Fr. 1‘750.-- als gerechtfertigt.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP