Decision ID: d61bc3cd-d320-5d9e-a7d9-12ac85c22e42
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Der 1953 geborene
X._
ist seit
1999
als selbständiger Rechtsan
walt tätig und bei der AXA Versicherungen AG (nachfolgend AXA)
freiwillig
gegen die Folgen von Unfällen versichert
. Im Februar 2010 erlitt der Versicherte einen Skiunfall
.
Am 24.
November 2010
diagnostizierte
Dr.
med.
Y._
,
FMH Physikalische Medizin und Rehabilitation,
ein
zervikospondylogenes
Schmerzsyndrom bei
mehretageren
degenerativen HWS-Veränderungen, akzentuiert in der distalen HWS mit konsekutiv ei
ngeschränkter segmentaler Bewe
glichkeit (Urk. 8/M5).
Im
Februar 2012
hatte
der Versicherte
beim Drehen und Dehnen der Schulter
Beschwerden
und verspürte bei
einer plötzlichen Bewegung des Arms einen stark einschiessenden Schmerz
in der rechten Schul
ter
(Schadenmeldung UVG vom 6. Juli 2012, Urk. 8/A7).
Am
26.
März 2012
wurde
im
Z._
eine MR
Arthrographie
des rechten Schultergel
e
nks durchg
e
führt
(Urk. 8/M10).
Dr.
med.
A._
,
Facharzt FMH für Chirur
gie, stellte die Diagnosen einer
Rotatorenmanschetten
-Ruptur im
Supraspi
natussehnenbereich
sowie
einer Ruptur der
Bicepssehnen-Poulie
rechts
.
Der Versicherte wurde
a
m 23.
Mai 2012
operiert
(Urk. 8/M2).
Mit Verf
ügung vom 20.
November 2012 teilte die AXA dem Versicherten mit, der An
spruch auf
Leistungen aus der
Unfallvers
icherung
werde
spätestens per 31.
März 2010 terminiert
(Urk. 8/A17)
.
Die dagegen erhobene Einsprache
des Versicherten
wies sie mit Entscheid vom 28. Februar 2013 ab (Urk. 2).
2.
Dagegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 10. April 2013 Beschwerde und beantragte, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und die
Beschwerdegeg
nerin
sei zu verpflichten, die gesetzlichen Unfallleistungen zu erbringen (Urk. 1).
Mit Beschwerdeantwort vom 17. Juni 2013 beantragte die
Beschwerde
gegnerin
die Abweisung der Beschwerde (Urk. 7). In seiner Replik vom 26. August 2013 hielt der Beschwerdeführer an seinen Beschwerdeanträgen fest (Urk. 11).
Am 30. September 2013 erstattete die Beschwerdegegnerin ihre Duplik (Urk. 14), welche dem Beschwerdeführer
am 3. Oktober 2013
zugestellt wurde (Urk. 15).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen ist, soweit für die
Entscheidfindung
erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen einzuge
hen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss Art.
6
des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (
UVG
)
werden
- soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt - die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und
Berufskrankheiten gewährt (Abs.
1). Der Bundesrat kann Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die
Versicherung einbeziehen (Abs.
2).
Von dieser Kompetenz hat der
Bundesrat in Art. 9 Abs. 2
der Verordnung über die Unfallversicherung (
UVV
)
Gebrauch gemacht und folgende Körperschädigungen, sofern sie nicht eindeutig auf eine Erkrankung oder eine Degeneration zurückzuführen sind, auch ohne ungewöhnliche äussere Einwirkung den Unfällen gleichgestellt:
a.
Knochenbrüche;
b.
Verrenkungen von Gelenken;
c.
Meniskusrisse;
d.
Muskelrisse;
e.
Muskelzerrungen;
f.
Sehnenrisse;
g.
Bandläsionen;
h.
Trommelfellverletzungen.
Diese Aufzählung der den U
nfällen gleichgestellten Körper
schädigungen ist abschliessend (BGE 116 V 136 E. 4a, 147 E. 2b, je mit Hinweisen; Maurer, Schweizerisches Unfall
versicherungsrecht, 2. Aufl., 1989, S. 202).
Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung müssen
mit Ausnahme der
Ungewöhnlichkeit auch bei den unfallähnlichen Körperschädigungen die übri
gen Tatbestandsmerkmale des Unfallbegriffs erfüllt sein
.
Besondere Bedeutung kommt hierbei der Voraussetzung eines äusseren Ereignisses, d.h. eines aus
serhalb des Körpers liegenden, objektiv feststellbaren, sinnfälligen, eben
unfall
ähnlichen
Vorfalles, zu (BGE 129 V 466 E. 2.2)
.
1.2
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt zunächst voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sin
ne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Um
stände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als einge
treten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entspre
chend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürli
chen Kau
salzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die al
lei
nige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schä
digende Ereignis zu
sammen mit anderen Bedingungen die kör
perliche oder geistige Integrität der versicherten Person beein
trächtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht wegge
dacht werden kann, ohne dass auch die ein
getretene gesund
heitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 406 E. 4.3.1, 123 V 45 E. 2b, 119 V 335 E. 1, 118 V 289 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesund
heitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang be
steht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im
Be
schwerdefall
das Gericht im Rahmen der ihm
obliegenden
Be
weis
würdigung
nach dem im Sozialversicherungsrecht übli
chen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungs
anspruches
nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinwei
sen).
2.
2.1
Im angefochtenen Entscheid wurde erwogen,
die Befunde betreffend die rechte Schulter stünden nur in einem möglichen Zusammenhang zum Unfall vom Februar 201
0.
Ein
höhergradiges
Trauma der Schulter sei nicht dokumentiert.
Im
Bericht von
Dr.
Y._
seien Schulterbeschwerden
nicht erwähnt worden. Auch die Untersuchung der Schulter habe zu diesem Zeitpunkt keine patholo
gischen Befunde gezeigt.
Erst das Bagatelltrauma im Februar 2012 habe zu
dokumentierten
Symptomen in der Schulter geführt. Mit dem dokumentierten Befund eines
Bigliani
II-III
seien häufig abnützungsbedingte
Rotatorenman
schetten-Rupturen
verbunden. Diese würden überdurchschnittlich häufig durch ein Bagatelltrauma symptomatisch. Die
Rotatorenmanschetten
-Ruptur sei nur möglicherweise, jedoch nicht überwiegend wahrscheinlich durch den primären Unfall im Jahr 2010 bzw. denjenigen im Jahr 2012 bedingt. Es sei eher davon auszugehen, dass diese degenerativ bedingt sei
und das Bagatelltrauma zu eine
r Verschlimmerung geführt habe
(Urk. 2 S. 4
f.)
.
2.2
Der Beschwerdeführer machte demgegenüber geltend,
er habe
nach dem Sturz beim Skifahren im Februar 2010 massive Beschwerden im
Nacken-Schultergür
telbereich
gehabt. Dass der Hausarzt bloss von Nackenschmerzen gesprochen habe, bedeute nicht, dass das
initiale
Ereign
is für die
Rotatorenmanschetten
-R
uptur nicht beim damaligen Trauma gesetzt worden sei. Für die von der Beschwerdegegnerin behauptete degenerative Ursache der Ruptur liessen sich weder in der Krankengeschichte noch im sonstigen medizinischen Status irgendwelche Anhaltspunkte finden
. Der Sturz im Februar 2010 habe zur Ruptur oder Teilruptur der Sehnen geführt, während die Überdehnung im Februar 2012 zu einer richtunggebenden Verschlimmerung im Sinne einer Totalruptur geführt habe.
Da dieser Bewegung eine unnatürliche
Überdehnung
vorangegangen
sei
, sei
der Unfallbegriff
jedenfalls
unter dem Aspekt der unfallähnlichen
Körper
schädigung
im Sinne von Art. 9 Abs.
2
lit
.
f UVV
erfüllt
(Urk. 1)
.
3.
3.1
Gemäss
Unfallmeldung
vom 6. Juli 2012
erlitt
der Beschwerdeführer ca. am 10. Februar 2010
einen Skiunfall
(Urk. 8/A7).
Am 24.
November 2010
liess
er sich
in der
B._
von
Dr.
med.
Y._
,
FMH Physi
kalische Medizin und Rehabilitation
, untersuchen
. Dieser diagnostizierte ein
z
ervikospondylogenes
Schmerzsyndrom bei
mehretageren
degenerativen HWS-Veränderungen, akzentuiert in der distalen HWS mit konsekutiv e
ingeschränk
ter segmentaler Bewe
glichkeit.
Das MRI der HWS vom 22.
Oktober 2010 zeigte eine
Chondrose
und
Spondylarthrose
C4/5, C5/6 und C6/7, eine
breitbasige
Dis
kusprotrusion
C6/7 und leichte
Diskusprot
ru
sionen
C4/5 und C5/
6.
In Bezug auf
den Schulterbereich hielt
Dr.
Y._
folgenden Befund fest:
Schultergelenksbe
weglichkeit
imponiert beidseits normal, stabile Gelenke ohne
Krepitieren
,
Jobe
test
beidseits negativ.
Scapula
beidseits normal anliegend, rechts allenfalls leicht höher stehend als lin
ks,
peris
capuläre
Muskulatur,
Musculus
infra
- und
supraspinatus
beidseits indolent (Urk. 8/M5/2).
3.2
Am 26. März 2012 wurde am Institut für Radiologie des
Z._
eine MR
Arthrographie
des rechten Schultergel
e
nks durchgeführt, da der Beschwerdeführer über Sch
u
lterschmerzen rechts
sechs Wochen
nach einer eigentlich normalen Bewegung
geklagt habe
. Dies ergab den folgenden Befund: Kleinere
transmurale
Ruptur ventral am Ansatz der
Supraspinatussehne
sowie
Tendinopathie
im dorsalen Anteil der
Supraspinatussehne
,
geringgradige
Atro
phie des
Supraspinatusmuske
ls
, leichte AC-Gelenksarthrose, keine degenerati
ven Veränderungen
glenohumeral
(Urk. 8/M3/1).
3.3
In seinem Bericht vom 27. April 2012 führte
Dr.
med.
A._
,
Facharzt FMH für Chirurgie, aus,
der Beschwerdeführer habe im Dezember 2011 im Lie
gen eine ungeschickte Bewegung gemacht und sich dabei eine schmerzhafte Schulter rechts zugezogen. Die
Arthro
-MRI-Untersuchung zeige eine
trans
murale
Ruptur
antero
-apikal bis ca. Mitte der
Supraspinatussehne
und dorsal davon eine Ruptur des inneren Blattes, wobei das äussere B
la
tt noch vorhanden sei. Der Beschwerdeführer weise zudem ein
Akromion
Bigliani
Typ II bis III auf (Urk. 8/M2/3).
Am 23. Mai 2012 wurde der Beschwerdeführer von Dr.
A._
operiert. Im Operationsbericht vom 25. Mai 2012 hielt Dr.
A._
fest, der Beschwerdeführer habe sich durch eine unglückliche Bewegung im Dezember 2011 eine Ruptur der
Rotatorenmanschette
im rechten Schultergelenk zugezo
gen. Die klinische Untersuchung habe den MRI-Befund bestätigt (Urk. 8/M2/1).
3.4
Der beratende Arzt der AXA,
Dr.
med.
C._
,
Physikalische Medizin und Rehabilitation
sowie Rheumatologie
FMH, f
ührte in seinem Bericht vom 13.
Juni 2013 aus,
e
ine traumatische
Rotatorenmanschettenruptur
führe in der Regel zu sofortigen subjektiven Beschwerden und objektiven Befunden wie lokalisierbaren Schulterschmerzen, schmerzhafter Funktionseinschränkung, schmerzhaftem Bogen, positivem
Jobetest
und unter Umständen
Ruheschmer
zen
.
Es liege keine ereignisnahe medizinische Dokumentation vor, die irgendei
nen dieser spezifischen Hinweise festhalte. Die ausführliche Befunderhebung durch
Dr.
Y._
belege, dass zum Zeitpunkt seiner Untersuchung kein einziger Hinweis für eine Schulterpathologie vorgelegen sei. Eine
Rotatorenmanschet
tenruptur
könne im Rahmen eines Unfallereignisses auftreten, aber ebenso degenerativ bedingt sein. Die degenerativ bedingte Ursache sei bezüglich der Inzidenz häufiger
,
vor allem bei Personen über
50
Jahren. Dies gelte insbeson
dere, wenn Anlagevarianten das
subakromiale
Defilee konstitutionell einengten. Diese konstitutionell ungünstige Ko
ns
tellation sei mit dem Nachweis der
Akro
mionvariante
Bigliani
Typ II-III belegt.
Gerade bei dieser
Akromionvariante
sei regelmässig zu beobachten, dass auch das tiefe Blatt der
Supraspinatussehne
ohne kausales Trauma einreisse. Die Veränderungen, die zur Läsion im Bereich der rechten Schulter geführt hätten, seien mit überwiegender Wahrscheinlich
keit unfallunabhängig und wesentlich wahrscheinlicher auf degenerative Pro
zesse bei vorbestehenden Anlagevarianten zurückzuführen (Urk. 8/M15/3).
3.5
Dr.
A._
hielt in seinem Bericht vom 8. März 2013 fest, dass der Beschwerdefüh
rer ein
Bigliani
Typ II-III aufweise und deswegen auch gewisse degenerative Veränderungen der
Rotatorenmanschette
Bursa-seitig aufweise. Es bestehe aber eindeutig eine Riss-Verletzung des tiefen Blattes der
Supraspi
natussehne
. Dieser Riss sei sicherlich nicht allein durch Degeneration entstan
den, sondern bedinge eigentlich immer ein Trauma. Es sei damit überaus wahr
scheinlich, dass die bestehenden degenerativen Veränderungen zu einer Abnüt
zung Bursa-seitig und der
Skisturz
zum Riss des tiefen Blattes geführt hätten und bei der Bagatellbewegung dann die Verletzung
transmural
geworden sei, indem das schwache oberflächliche Blatt ebenfalls noch eingerissen sei. Dieser Ablauf sei deutlich wahrscheinlicher
,
als alles rein degenerativ erklären zu wol
len (Urk. 8/M14).
4.
4.1
Aus den Akten geht hervor, dass der Beschwerdeführer im Februar 2010 einen Skiunfall erlitt.
Eine Arztkonsultation ist erstmals
am
24. November 2010
, mit
hin zehn Mo
na
te nach dem angegebenen Ereignis
,
dokumentiert.
Dr.
Y._
diagnostizierte
damals
ein
Zervikospondylogenes
Schmerzsyndrom bei
mehr
etageren
degenerativen HWS-Veränderungen, akzentuiert in der distalen HWS mit konsekutiv eingeschränkter segmentaler Beweglichkeit. In seinem Bericht vom
26.
November 2010 erwähnte
Dr.
Y._
keinerlei Schulterbeschwerden und hielt sogar ausdrücklich fest, dass die Schultergelenksbeweglichkeit beidseits normal imponiere und der
Jobetest
beidseits negativ sei (Urk. 8/M5).
Der
Jobe
test
ist ein
k
linischer Test zur Abklärung eines
Impingements
der
Supraspi
natussehne
(
http://www.lexikon-
orthopaedie.com/pdx.pl?dv=0&id=01960
)
.
Wie
Dr.
C._
nachvollziehbar ausführt, führt eine traumatische
Rotatorenman
schettenruptur
in der Regel zu sofortigen subjektiven Beschwerden und objekti
ven Befunden. Da
unmittelbar nach dem Unfall keine Schulterbeschwerden dokumentiert sind und
der Beschwerdeführer anlässlich der Konsultation vom
24.
November 2010 weder lokalisierbare Schulterschmerzen noch schmerzhafte
Funktions
einschränkungen
angab und der
Job
etest
ausserdem
negativ ausfiel, ist die
Annahme
von
Dr.
A._
,
wonach der
Skisturz
zum
Rotatorenmanschetten
-Riss des
tiefen
Blattes geführt haben soll, nicht überwiegend wahrscheinlich. Er setzt sich denn auch in keiner Weise mit
den medizinischen
Vorakten
auseinan
der und
ä
ussert
sich nicht zu den am 24.
November 2010 erhobenen Befunden und gestellten Diagn
osen, welche im
Widerspruch zu dem von ihm als wahr
scheinlich
erachteten
Sachverhalt
stehen.
Mit der pauschalen Behauptung, dass dieser Ablauf deutlich wahrscheinlicher
sei
, vermag er die Schlüssigkeit der Feststellungen des
beratenden
Arztes
des Unfallversicherers
nicht in Zweifel zu ziehen, weshalb es sich erübrigt, ergänzende Abklärungen vorzunehmen.
Der
Beschwerdeführer
bringt
sodann
vor
,
nach dem Sturz beim Skifahren s
eien massive Beschwerden im Nac
ken-Schulterbereich entstanden. D
ass der behan
delnde Arzt
nur
von Nackenschmerzen gesprochen habe, könne nicht bedeuten, dass das
initiale
Ereignis für die
Rotatorenmanschettenruptur
nicht beim dama
ligen Trauma gesetzt worden sei
. Er selbst habe jedenfalls nie von einer HWS-Verletzung gesprochen
(Urk. 1 S. 3). Dem ist entgegen
zuhalten, dass
das
blosse
Vorbringen
, es hätten Schulterbeschwerden bestanden
,
das Fehlen einer ent
sprechenden ärztlichen Diagnose nicht ersetzt.
Im Übrigen geht aus den medizinischen
Akten klar
hervor, dass der Beschwerde
führer ein
Bigliani
Typ II-III und deswegen auch degenerative Ver
änderungen der der
Rotatorenmanschette
Bu
rsa-seitig aufwies (Urk. 8/M14)
, was
gemäss
den überzeugenden Ausführungen von
Dr.
C._
auf eine dege
nerativ bedingte Ursache
schliessen
lässt (Urk. 8/M15).
Soweit der Beschwerdeführer die Fachkompetenz von
Dr.
C._
(
Urk. 11 S. 4) in Frage stellt,
kann ihm nicht gefolgt werden. Dieser verfügt über
die
Fach
arzttitel
Physikalische Medizin und Rehabilitation sowie Rheumatologie
und ist
damit
zweifellos qualifizier
t
, den vorliegenden Sachverhalt zu beurteilen.
Nach dem Gesagten ist
die
in Frage stehende Ruptur nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit
auf das Unfallereignis vom Februar 2010 zurückzuführen.
4.2
Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, die Überdehnung im Februar 2012 habe zu einer richtunggebenden Verschlimmerung des Zustandes im Sinne einer Totalruptur der Sehne geführt
. Dabei handle es sich um eine unfallähnliche Körperschädigung im Sinne von Art. 9 Abs. 2 UVV (Urk. 1 S. 7).
Das Ereignis vom Februar 2012 hat der Beschwerdeführer in seiner
Unfallmel
dung
vom 6. Juli 2012 wie folgt beschrieben: „Im Februar 2012 beim Drehen und Dehnen der Schulter erneute Beschwerden wie schon früher; bei plötzlicher Bewegung des Arms stark einschiessender Schmerz“ (
Urk.
8/A7).
Gegenüber dem Schadeninspektor
des Unfallversicherers
hat
der Beschwerdeführer
angege
ben, er
habe sich im Februar 2012 im Bett umgedreht und dabei den rechten Arm irgendwie stark gedehnt/überdehnt/überstreckt. Dabei habe er einen star
ken Zwick in der rechten Schulter verspürt (Urk.
8/A11)
.
Dr.
A._
er
wähnt in seinem Bericht vom 27.
April 2012 eine ungeschickte Bewegung im Liegen und
im
Bericht
vom 25.
Mai 2012 eine unglückliche Bewegung (Urk. 8/M2).
Im Bericht des Instituts für Radiologie des
Z._
ist von einer eigent
lich normalen Bewegung die Rede (Urk. 8/M3). Eine präzise
re
Schilderung des geltend gemachten Ereignisses geht aus den Akten nicht hervor.
Eine plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende
äussere
Einwirkung ist jedenfalls aufgrund der Schilderung des Beschwerdeführers nicht ersichtlich.
Einschiessende Schmerzen als Symp
tome einer Schädigung nach Art.
9
Abs.
2 UVV fallen ausser Betracht, wenn sie allein bei der Vornahme einer alltäglichen Lebensverrichtung auftre
ten, ohne dass ein davon unterscheidbares äusseres Moment hineinspielt (vgl. BGE 129 V 466). Da vorliegend
das für die Bejahung des äusseren Faktors nötige
Erfordernis eines gesteigerten Schädigungspotenzials fehlt
,
ist
– entspre
chend den zutreffenden Ausführungen der Beschwerdegegnerin (Urk. 2 S. 7) –
eine
unfallähnliche
Körperschädigung im Sinne von Art.
9
Abs. 2 UVV zu ver
neinen.
4.3
Zusammenfas
send ist festzuhalten, dass die in Frage stehende
n
Ruptur
en
nicht überwiegend wahrscheinlich in einem kausalen Zusammenhang zum
Unfal
l
ereignis
vom Februar 2010 stehen
und das Ereignis vom Februar 2012 die Annahme einer unfallähnlichen Körperschädigung im Sinne von Art. 9 Abs. 2 UVV nicht rechtfertigt, weshalb die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht zu Recht ablehnte. Der angefochtene
Einspracheentscheid
erweist sich somit als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.