Decision ID: 46c941bc-91c8-4ab8-9c09-363445bc00f7
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1958,
arbeitete zuletzt von 1999 bis 2001 als Küchenhilfe bei
der
Y._
GmbH
(
Urk.
7/1 S. 4
Ziff.
6.3.1;
Urk.
7/9). Am
2.
April 2002
meldete sie sich
bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
7/1). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische und erwerbliche Situation (
Urk.
7/6
11) ab und sprach der Versicherten daraufhin mit Verfügung
en
vom 2
7.
Mai 2003 (
Urk.
7/18
-19
)
bei einem Invaliditätsgrad von 100
%
eine ganze Invali
denrente mit Wirkung ab dem
1.
März 2002
zu.
Die Beschwerdeführerin wurde dabei als zu 100
%
Erwerbstä
tige qualifiziert (vgl.
Urk.
7/12
S. 2
).
Mit Mitteilung
vom 1
5.
November 2004 (
Urk.
7/44)
wurde der Anspruch auf die bisherige ganze Invalidenrente bestätigt, wobei infolge der neuen Qualifikation als Teilerwerbstätige
(vgl.
Urk.
7/43 S. 2)
ein Invaliditätsgrad von 80
%
festge
halten wurde. Das Gesuch um
Hilflosenentschädigung
wurde mit Verfügung vom 1
6.
November 2004 (
Urk.
7/45) abgewiesen. Mit Mitteilung vom
1.
Juni 2010 (
Urk.
7/58) bestätigte die IV-Stelle
wiederum
den unveränderten Anspruch auf die
bisherige ganze Invalidenrente.
1.2
Nachdem bei der IV-Stelle
zwei
anonyme Hinweise
eingegangen
waren
, wonach die Versicherte eine Erwerbstätigkeit ausübe (vgl.
Urk.
7/77-79), wurde die
se
i
m Auftrag
der IV-Stelle
in der Zeit vom
3.
Dezember 2013 bis 2
6.
Februar 20
14 observiert
.
Zudem erfolgte eine Internet-Recherche über die Versicherte (
Urk.
7/75,
Urk.
7/80,
Urk.
8). Im Juli 2014 wurde
sie durch die IV-Stelle
per
sönlich befragt und über die erfolgte Observation informiert (
Urk.
7/84-85).
Mit Verfügung vom 1
5.
August 2014 (
Urk.
7/93) sistierte die IV-Stelle die Invali
denrente per sofort. Daraufhin veranlasste sie eine polydisziplinäre Begutach
tung der Versicherten, über welche am 1
3.
Januar 2015 berichtet wurde (
Urk.
7/109).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
7/112,
Urk.
7/121) hob die IV-Stelle die an die Versicherte ausgerichtete ganze Invalidenrente unter Hin
weis auf eine Meldepflichtverletzung
m
it Verfügung vom
5.
Juni 2015 (
Urk.
7/129 =
Urk.
2) rück
w
irkend per
1.
Februar 2014 auf.
Mi
t Verfügungen vom 2
2.
Juni 2015 (
Urk.
7/131/2-5 =
Urk.
9/2
und
Urk.
13
) forderte die IV-Stelle sodann unrechtmässig erwirkte Rentenleistungen
für
d
ie
Zeit vom
1.
Februar bis 3
1.
Juli 2014
im Gesamtb
etrag von
Fr.
7‘572.-- (
Fr.
5‘514.--
+
Fr.
2‘058.--)
zurück
.
2.
2.1
Gegen die Verfügung vom
5.
Juni 2015 betreffend Einstellung der Invaliden
rente
und Meldepflichtverletzung
(
Urk.
2) erhob die Versicherte am
8.
Juli 2015 Beschwerde und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei von einer Rückfor
derung abzusehen
sowie
ihr weiterhin die bis anhin gewährte Rente auszurich
ten. Eventuell sei die Verfügung aufzuheben und es sei von einer Rückforde
rung abzusehen sowie ein
bidisziplinäres
psychiatrisch-kardiologisches Gut
achten
und
eine Potentialabklärung
zu veranlassen. Subeventuell sei die Ver
fügung in Bezug auf die Rückforderung der geleisteten Rentenzahlungen aufzuheben
(
Urk.
1 S. 2; Prozess Nr. IV.2015.0
0748
).
2.2
Gegen die Verfügung
en
vom 2
2.
Juni 2015 betreffend Rückforderung
der
unrecht
mässig bezogenen Leistungen (
Urk.
9/2
und
Urk.
13
) erhob die Versi
cherte am
9.
Juli 2015 Beschwerde und beantragte, diese sei
en
aufzuheben und es sei ihr die bis anhin gewährte Rente
weiterhin
auszurichten sowie die Vorinstanz anzuweisen, das Verfahren über die Rückforderung bis
zum Ent
scheid
über die Rentenverfügung vom
5.
Juni 2015
zu sistieren
(
Urk.
9/1 S.
2
; Prozess Nr. IV.2015.00
749
).
2.3
Die IV-Stelle beantragte mit
jeweiliger
Beschwerdeantwort vom 2
4.
August 2015 (
Urk.
6;
Urk.
9/6
) die Abweisung der Beschwerden
. Mit Verfügung vom 2
5.
September 2015 (
Urk.
10) wurde der Prozess Nr. IV.2015.00749 mit dem vor
liegenden Prozess Nr. IV.2015.0
0748 vereinigt und unter dieser
Prozess
nummer
weitergeführt.
Gleichzeitig wurde der
Beschwerdeführer
in
antragsge
mäss (
Urk.
1 S. 2;
Urk.
9/1 S. 2) die unentgeltliche Prozessführung und
Rechts
vertretung
bewilligt
,
das Gesuch um Sistierung des Verfahrens Nr. I
V.2015.00
749 abgewiesen und der
Beschwerdeführer
in
jeweils eine Kopie der Beschwerdeantworten zur Kenntnis gebracht.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die
Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 %
besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2
des Bundesgesetzes über
die Invalidenversicherung, IVG
).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit k
önnen in gleicher Weise wie kör
perliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Nicht
als Folgen eines psychischen Ge
sundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als rele
vant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Per
son bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des
Forderbaren
wi
rd dabei weitgehend objektiv be
stimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Aus
übung einer Er
werbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeits
markt mit der psychi
schen Beein
trächtigung vereinbar ist. Ein psychischer Gesun
dheitsschaden führt also nur so
weit zu einer Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (Art. 6 ATSG) sei der versi
cherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
1.3
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revi
sionsgrund
im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar.
Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines
Ein
kommens
vergleichs
(bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands) beruht; vorbehalten bleibt die Recht
sprechung zur Wiedererwägung und prozessualen Revision (BGE 134 V 131 E. 3 und 133 V 108 E. 5.4 mit Hinweis). Nach der bundesgerichtlichen Rechtspre
chung ist eine Verfügung verzichtbar, wenn bei einer von Amtes wegen durch
geführten Revision keine leistungsbeeinflussende Änderung der Verhältnisse festgestellt wurde (
Art.
74
ter
lit
. f
der Verordnung über die Invalidenversiche
rung, IVV
) und die bisherige Invalidenrente daher weiter ausgerichtet wird. Wird auf entsprechende Mitteilung hin keine Verfügung verlangt (
Art.
74
quater
IVV), ist jene in Bezug auf den Vergleichszeitpunkt einer (ordentlichen) rechts
kräftigen Verfügung gleichzustellen (Urteile des Bundesgerichts 9C_771/2009 vom 10. September 2010 E. 2.2 und 9C_586/2010 vom 15. Oktober 2010 E. 2.2 mit Hin
weisen).
1.
4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
1.
5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging gestützt auf das polydisziplinäre Gutachten davon aus, dass sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin verbessert habe. Die Beschwerdeführerin sei spätestens seit der
erfolgten
Observation nicht mehr im ursprünglichen Masse ei
ngeschränkt
. Da die Beschwerdeführerin diesen Umstand nicht gemeldet habe, habe sie eine Meldepflichtverletzung begangen.
Die Invalidenrente sei daher rückwirkend per
1.
Februar 2014 aufzuheben und d
ie unrechtmässig bezogenen Leistungen seien zurückzuerstatten
(
Urk.
2 S. 2 f.
;
Urk.
9/2 S. 1).
2.2
Demgegenüber vertrat die Beschwerdeführerin den Standpunkt,
eine Ver
besse
rung des Gesundheitszustandes sei – aus näher genannten Gründen (
vgl.
Urk.
1
S.
6
ff.)
–
weder durch die Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) noch durch den Observationsbericht oder das
polydisziplinäre
Gutachten
überwiegend wahrscheinlich ausgewiesen
, weshalb sie sich auch keiner
Melde
pflichtverletzung
schuldig gemacht habe. Sie habe daher weiterhin Anspruch auf die bisherige ganze Invalidenrente und eine Rückforderung
der
geleisteten
Rentenzahlungen sei hinfällig
.
Eventuell seien ergä
nzende Abklärungen vorzu
nehmen. Falls von einer überwiegend wahrscheinlichen Verbesserung des Gesundheitszustandes ausgegangen werde, so bestehe kein
Rückforderungsan
spruch
(
Urk.
1 S. 18 ff.;
Urk.
9/1 S. 5
f.
).
2.3
Strittig und zu prüfen ist
, ob sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführe
rin wesentlich verbessert hat und ob
die von der Beschwerdegegnerin infolge Meldepflichtverletzung verfügte rück
wirkende Renteneinstellung per
1.
Februar 2014
sowie die
verfügte
Rückerstattung der unrechtmässig bezogenen Leistun
gen
rechtens war
en
.
3.
3.1
Zur Beurteilung
der Frage
, ob sich der Gesundheitszustand der Beschwerde
führe
rin wesentlich verbessert hat,
gilt als
massgeblicher
Vergleichs
zeitpunkt
d
ie letzte materielle Prüfung des
Rentenanspruchs
mit entsprechenden medizi
nischen Sachverhaltsfeststellungen
(vorstehend E. 1.
3). Diese erfolgte anlässlich den
erstmaligen rentenzusprechenden Verfügung
en
vom 2
7.
Mai 2003 (
Urk.
7/18
-19
)
.
Nicht massgebend sind
demgegenüber
die mit Mitteilungen vom 1
5.
November 2004 (
Urk.
7/44) und
1.
Juni 2010 (
Urk.
7/58) abgeschlossenen
Revisionsver
fahren
. Das Einholen jeweils eines Verlaufsberichtes d
es behandelnden Arztes (
Urk.
7/37,
Urk.
7/56
) reicht für die Annahme einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs nicht
aus
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_433/2011 vom
7.
Februar 2012 E. 4.5).
Für die Änderung des Invaliditätsgrades in dem mit Mitteilung vom 1
5.
November 2004 (
Urk.
7/44) abgeschlossenen
Revisionsver
fahren
waren einzig erwerbliche Gesichtspunkte
massgebend
(
Urk.
7/42-43; vgl. hierzu Urteil des
Bundesgerichts
9C_899/
2009 vom 2
6.
März 2010 E. 2.1).
3.2
Der behandelnde Psychiater
Dr.
med.
Z._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,
diagnostizierte mit Bericht vom 1
9.
Juni 2002 (
Urk.
7/10) eine schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome bei langjähriger psy
chosozialer Belastungssituation. Die Beschwerdeführerin sei seit
dem
Behand
lungsbeginn
am
7.
Juni 2001 zu 100
%
arbeitsunfähig. Mit einer Verbesserung sei aufgrund des bisherigen Verlaufes nicht zu rechnen
. Auch mit der Ausübung einer anderen Tätigkeit sei nicht zu rechnen
(S. 1
lit
. A-B).
3.3
Mit Bericht vom
1.
Juli 2002 (
Urk.
7/11
/1-4
) nannte
Dr.
med.
A._
, praktischer Arzt,
als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne psycho
tische Symptome bei langjähriger psychosozialer Belastungssituation, sowie einen Alkoholmissbrauch (S. 1
lit
. A). Die Beschwerdeführerin sei seit dem
1.
Mai 2002 zu 100
%
arbeitsunfähig (S. 1
lit
. B). Die A
rbeitsfähigkeit sei abhängig vom
psychischen Zustand.
Die Prognose sei schlecht.
Die Beschwer
deführerin sei in der freien Wirtschaft weder arbeits- noch eingliederungsfähig (S. 2
lit
. D
Ziff.
7).
3.4
Gestützt darauf sprach die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin bei einem Invaliditätsgrad von 100
%
eine ganze Invalidenrente mit Wirkung ab dem
1.
März 2002
zu
(vgl. Verfügung
en
vom 2
7.
Mai 2003;
Urk.
7/18
-19
).
4.
4.1
Im Rahmen des im Jahr 2013 eingeleiteten Revisionsverfahrens
findet sich in den Akten ein Kurzaustrittsbericht des
Spitals B._
vom 1
2.
Oktober 2012 (
Urk.
7/72/3). Als Diagnose wurde
dabei
eine arterielle Hypertonie erwähnt.
Dagegen konnten eine Lungenembolie sowie ein akutes kardiales Geschehen ausgeschlossen werden. In der Elektrokardiographie (EKG) seien Zeichen einer linksventrikulären Hypertrophie ersichtlich gewesen, weshalb eine kardiale Standortbestimmung empfohlen werde.
4.2
M
it Schreiben vom 1
9.
März 2013 (
Urk.
7/72/4-5)
berichteten die Ärzte des
C._
über die invasive Untersuchung der Beschwer
deführerin aufgrund
ischämietypischer
Veränderungen des
EKG.
Echo
kardio
graphisch
sei bereits eine linksventrikuläre Hypertrophie aufgefallen. Die inva
sive Untersuchung könne
nun
eine koronare Herzkrankheit ausschliessen. Es finde sich ein hyperkontraktiler Ventrikel mit leichtem Gradienten im
Aus
fluss
trakt
(S. 2).
4.
3
Im
Revisionsfragebogen vom 2
6.
Juni 2013 (
Urk.
7/69)
sowie de
m
gleichentags ausgefüllten
Zusatzfragebogen
(
Urk.
7/70)
bestätigte
die Beschwerdeführerin, dass sie keiner Erwerbstätigkeit nachgehe.
Sie könne maximal 30 Minuten
eine
sitzende od
er wechselbelastende Tätigkeit
ausüben. Danach benötige sie eine Abwechslung. Sie habe
nur
wenige soziale Beziehungen. Laute und lange Gespräche könne sie nicht aushalten und bekomme Kopfschmerzen.
Sie ertrage keine Menschenmengen. Ihr Blutdruck steige und sie verliere die Kontrolle
,
sobald fünf bis sechs Person
en anwesend seien. Sie könne sich
nicht lange ausserhalb der Wohnung aufhalten.
Sie höre gerne Musik oder schaue fern. Bei guter Stimmung fahre sie Auto
mit
halbstündige
n
Pausen. Sie fahre maximal 70
bis 80 km/h. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahre sie nie alleine. Sie könne sich nicht vorstellen
,
eine Erwerbstätigkeit auszuüben. Den Tagesablauf beschrieb sie folgendermassen: Sie wache gegen 12 Uhr auf und nehme ihre Medikamente. Danach frühstücke
sie
und
schaue
fern. Sie koche auch. Ab und zu
gehe
sie
für
eine Stunde
spazieren
. Am Abend
schaue
sie wieder
fern
oder we
rde
von der Tochter und der Enkelin besucht. Danach gehe sie schlafen (
Urk.
7/69 S. 2 ff.;
Urk.
7/70
S. 1 ff.).
4.
4
Mit Bericht vom 1
4.
September 2013 (
Urk.
7/72/1-2) gab
Dr.
A._
an, dass die Beschwerdeführerin weiterhin an einer schweren Depression mit psychoti
schen Symptomen und Angst sowie an einer arteriellen Hypertonie im Rahmen einer hypertroph-obstruktiven Kardiomyopathie leide (S. 1
Ziff.
2). Die Prognose sei weiterhin ungünstig. Die Beschwerdeführerin sei aktuell weder arbeits- noch eing
liederungsfähig (S. 2
Ziff.
4).
4.
5
I
n der Zeit vom
3.
Dezember 2013 bis 2
6.
Februar 2014
wurde die Beschwerde
führerin
während
dreizehn
Tagen observiert (vgl. Observationsbericht vom
4.
April 2014,
Urk.
7/75).
Dabei habe sich keine klare Tagesstruktur der Beschwerdeführerin abgezeichnet.
Am 2
0.
sowie 2
5.
Februar 2014 habe ausser
häuslich festgestellt werden können, wie die Beschwerdeführerin auch unbe
kannte Örtlichkeiten aufgesucht, soziale Kontakte gepflegt und zwei Frauen chauffiert habe.
Da
s Lenken des Fahrzeuges habe ihr
augenscheinlich keine Mühe bereitet und ihre Fahrweise habe sicher
und versiert/routiniert gewirkt
.
Derzeit
würden konkrete Anhaltspunkte fehlen, dass die Beschwerdeführerin einer erwerbsmässigen respektive
beruflichen Tätigkeit nachgehe
. Im psychi
schen Verhalten der Beschwerdeführerin seien keine offenkundigen Auffällig
keiten wahrzunehmen gewesen. Es seien keine Anzeichen erkennbar gewesen, wonach die Beschwerdeführerin unter Depressionen, Antriebslosigkeit,
Aggressivität, Reizbarkeit oder Lust- und Freudlosigkeit leide
. Die festgestellten Aktivitäten stünden überwiegend in Zusammenhang mit sozialen Kontakten. Die Beschwerdeführerin sei dabei als normal und insgesamt unauffällig wahr
genommen worden. Sie habe gegenüber den bekannten Personen interessiert und kommunikativ gewirkt. Sie habe auf ihr Umfeld, so auf hohe
Personenfre
quenzen
oder auf Geräuschimmissionen, nicht ausserordentlich respektive limi
tiert reagiert. Sie sei stets ordentlich/sauber gekleidet gewesen
(S. 11 ff.
Ziff.
6.1.1-6.1.3).
4.
6
Mit Stellungnahme vom
6.
Juni 2014 äusserte Dipl. med.
D._
, Facharzt für Neurologie sowie für Psychiatrie und Psychotherapie, RAD, gestützt auf die kurzen Observationen erhebliche Zweifel am Ausmass der funktionellen Einschränkungen. Eine Begutachtung zur Beurteilung einer all
fälligen Verbesserung des Gesundheitszustandes erscheine sinnvoll. Anhand der Verhaltensbeobachtung sei eine Verbesserung überwiegend wahrscheinlich (vgl.
Urk.
7/77 S. 2 f.
=
Urk.
7/83 S. 3
).
4.
7
Am 3
1.
Juli 2014 wurde die Beschwerdeführerin durch die Beschwerdegegnerin zu ihrem aktuellen Gesundheitszustand befragt (vgl. Besprechungsprotokoll vom 3
1.
Juli 2014,
Urk.
7/84). Die Beschwerdeführerin gab dabei an, dass es ihr heute nicht so gut gehe. Sie sei kraftlos. Der Bluthochdruck sei für sie das Schlimmste
(S. 1)
.
Sie habe
pro Woche etwa zweimal eine
Panikattacke. Ihr Zustand sei in den letzten zwei Jahren schlimmer geworden. Sie
lebe
weiterhin sozial zurückgezogen und könne laute
sowie
lange Gespräche nicht aushalten. Sie habe keine Lust auf Besuch und
möge keine
Leute
tref
fen. Manchmal fühle sie sich gut. Dann könne sie Kaffee t
rinken oder einkaufen gehen. Diese Tätig
keiten
könne sie allerdings nicht lange machen. In der eigenen Wohnung fühle sie sich wohler als draussen. Sie habe nicht so oft gute Tage. Ab und zu tue es ihr gut, w
enn sie in ein Restaurant gehe
und dort eine andere Atmosphäre
herrsche
. Sie
besuche
ruhige Restaurants.
Sie gehe wieder, w
enn es zu v
iele Leute habe und zu laut sei
. Sie koche ab und zu im Restaurant eines Bekannten. Wenn er anrufe, gehe sie hin und helfe ihm. Das sei keine offizielle Arbeit und sie erhalte dafür kein Geld.
Sie esse gratis dort und erhalte manchmal Zigaretten oder ein kleines Taschengeld.
Sie sei seit sechs Monaten nicht mehr dort gewesen. Im letzten Jahr sei sie oft dort gewesen und habe auch mit den Leuten geredet. Sie habe damit aufgehört, weil sie keine Lust mehr gehabt habe. Sie sei noch kränker geworden
(S. 3 f.)
. Sie könne nicht arbeiten, sie wolle niemanden sehen
. Sie könne nicht eine Stunde am selben Ort bleiben. Sie habe zu Hause auch viele Arbeiten zu erledigen
(
S. 5).
Im Anschluss an das Gespräch wurde die Beschwerdeführerin über die erfolgte Observation und die vorgesehene Rentensistierung informiert (vgl.
Urk.
7/85).
4.
8
Mit Schreiben vom 1
8.
August 2014 (
Urk.
7/94) führte
Dr.
Z._
aus, dass sich
bei der Beschwerdeführerin
seit
dem Jahr
2001 ein praktisch identisches Zustandsbild zeige. Er habe erneut den Hamilton-Fragebogen zur Beurteilung der Schwere der Depression ausgefüllt, wobei die erreichte Punktezahl weiterhin einer schweren Depression entspreche. Bei der Schwere der Depression müsse die Beschwerdeführerin als zu 100
%
arbeitsunfähig erachtet werden. Zudem best
ünden
der Verdacht auf eine emotionale instabile Persönlichkeitsstörung vom impulsiven Typ sowie eine
Benzodiazepinabhängigkeit
und ein schädlicher Gebrauch von Cannabis (S. 1).
4.
9
Am 1
3.
Januar 2015 erstatteten die Ärzte der
E._
ihr polydisziplinäres Gutachten in den Fachdisziplinen
Allgemeine Innere Medizin, Neuropsychologie sowie
Psychiatrie und Psycho
therapie zuhanden der Beschwerdegegnerin (
Urk.
7/109).
Als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit führten sie eine kombinierte
Persönlich
keitsstörung
mit emotional instabilen und
hist
rionischen
Anteilen (ICD-10 F61.
0) sowie eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig remittiert (ICD-10 F33.4), auf. Sodann nannten sie folgende Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 64 oben):
f
ormal insgesamt schwere, dabei aber nicht authentische neuropsycho
logi
sche Störung
Benzodiazepinabhängigkeit
(ICD-10 F13.25)
g
efährlicher Gebrach von
Cannabinoiden
(ICD-10 F12.8)
g
efährlicher Gebrauch von Alkohol (ICD-10 F10.8)
In der internistischen Begutachtung konnte ein
sehr guter
Allgemeinzustand der Beschwerdeführerin fest
gehalten
werden. Der Puls sei regelmässig. Schürzen- und Nackengriff,
Einbeinstand
sowie Zehen- und Fersenstand seien problemlos möglich. Die Sensibilität und der Gelenkstatus seien unauffällig. Das Abdomen zeige eine reizlose
epigastrische
Narbe nach einer Stichverletzung. Ansonsten lägen keine Anomalien vor (S. 17).
Die Beschwerdeführerin habe sich in der ne
uropsychologischen Untersuchung
in allen Belangen weitgehend unauffällig präsentiert. So habe sie sich unbehin
dert bewegt und normal ausgeruht gewirkt. Auch sei keine erhöh
t
e Ermüdbar
keit oder Antriebsminderung aufgefallen. Sie sei in ihrem Affekt spürbar gewe
sen. Es fänden sich keine Hinweise auf formale oder inhaltliche Denkstörungen. In den folgenden Testabklärungen habe die Beschwerdeführerin stets ihre volle Einsatzbereitschaft bekundet, wobei sie allerdings Unverständnis und teilweise auch einen leichten Widerwillen gegenüber den gestellten Testaufgaben gezeigt
habe. Vor allem habe sich nun im Kontrast zum davor unbeeinträchtigten Sprachverständnis im direkten Gespräch eine ausgesprochene Mühe gezeigt
,
selbst einfache Testinstruktionen zu verstehen. Ihr Arbeitsverhalten und ihre Vorgehensweise seien selbst bei einfachen Tests massiv verlangsamt und oft in einem solchen Masse desorganisiert gewesen, dass sie in diesem so gezeigten Verhalten unglaubwürdig gewirkt habe. Anders als noch im Gespräch hätten sich im Testverhalten der Beschwerdeführerin nun wiederholt Hinweise auf eine instabile, nicht durchgängige Leistungsbereitschaft gezeigt. Es sei mithin von einer Selbstlimitierung/Symptomverdeutlichung bis hin zu einer Aggravation auszugehen. Bezüglich der neuropsychologisch-psychometrischen
Test
ergebnisse
müsse festgehalten werden, dass deren Authentizität nicht als gewähr
leistet betrachtet werden könne. Es ergäben sich auffällige,
erwartungs
widrige
und widersprüchliche Ergebnisse. Auf der Grundlage der psycho
metrisch-neuropsychologischen Befunde könne die Arbeitsfähigkeit der Beschwer
de
führerin nicht zuverlässig beurteilt werden
.
A
ufgrund der anam
nestisch aufgezeigten Alltagsfunktionalität und dem in allen wesentlichen Belangen im Alltag weitgehend unauffälligen Verhalten der Beschwerdeführerin
könne
davon ausgegangen werden, dass in der angestammten Tätigkeit keine wesentliche, rentenbegründende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit vorliege
(S.
27
ff.
).
Aus psychiatrischer Sicht
liege eine gut strukturie
rte Persönlichkeitsstörung vor, wobei
d
ie Beschwerdeführerin über adäquate Ressourcen
verfüge
.
Sie
zeige eine gewisse Einschränkung der Leistungsfähigkeit mit einer gewissen
Rendement
verminderung
. Die rezidivierende depressive Störung sei gegenwärtig remittiert (S. 50 f.). Die Beschwerdeführerin zeige eine gewisse
Somatisierungsneigung
.
Es best
ünden
zudem erhebliche Inkonsistenzen und Diskrepanzen. Die Beschwer
deführerin
habe
Problem
e
mit dem Umgang von Impulsen (S. 52). Ein sozialer Rückzug in allen Belangen des Lebens könne nicht festgestellt werden (S. 53 unten). In einer angepassten Tätigkeit ohne grossen Leistungsdruck und mit gewissen Pausen bestehe eine
Rendementverminderung
von 20
%
(S. 58).
Eine Verbesserung des Gesundheitszustandes liege seit Ende Juli 2014 vor. Damals sei die Rente im Zusammenhang mit der Konfrontation der
Observations
ergebnisse
sistiert worden
(S. 59)
.
Diagnostisch handle es sich um eine gewisse Neubewertung mit im Vordergrund stehender Persönlichkeitsstörung mit ent
sprechenden emotionalen Schwankungen. Phasenweise seien möglicherweise rezidivierende depressive Störungen vorübergehender Natur, möglicherweise auch
schwergradiger
Art, aufgetreten. Es sei zu einer wesentlichen Verbesserung gekommen. Von einer
chronifizierten
schwergradigen
Depression könne nicht mehr gesprochen werden (S. 61 f.).
Gesamtmedizinisch sei festzuhalten, dass mindestens ab dem Zeitpunkt des Gut
achtens in einer adaptierten Tätigkeit noch maximal eine Verminderung des Rendements von 20
%
attestiert werden könne (S. 67)
.
4.
10
Mit Stellungnahme vom 2
2.
Januar 2015 erachtete RAD-Arzt Dipl. med.
D._
das polydisziplinäre Gutachten des
E._
als nachvollziehbar und plausibel.
Der Gesundheitszustand
habe sich verbessert
. In Rückschau aller Akten sei die Verbesserung mit der dokumentierten Observation am
4.
April 2014 anzu
nehmen. Ab diesem Zeitpunkt sei die Beschwerdeführerin in der bisherigen sowie in einer angepassten Tätigkeit zu 80
%
arbeitsfähig (vgl.
Urk.
7/111 S. 4 f.).
4.1
1
Dr.
Z._
informierte mit Schreiben v
om 2
3.
April 2015 (
Urk.
7/119) über die
am 2
0.
April 2015
erfolgte
Befragung der Beschwerdeführerin mit Hilfe des ICD-10 bezügli
ch der Schwere der Depression. Es habe weiterhin eine schwere Depression resultiert.
Der Psychiater sei b
ei vielen Fragen auf die Antworten des Patienten angewiesen (S. 1 f).
5.
5.1
Zur Beurteilung der Frage, ob sich der rentenbegründende psychische Gesund
heitszustand der Beschwerdeführerin verbessert hat und somit ein
Revisions
grund
ausgewiesen ist
,
liegt
in medizinischer Hinsicht
insbesondere das
nach Ans
icht des RAD
-Arztes Dipl. med.
D._
beweiskräftige
Gutachten des
E._
(vorstehend E. 4.
9
)
vor
.
Das polydisziplinäre Gutachten umfasste die Fachdisziplinen Allgemeine Innere Medizin, Neuropsychologie sowie Psychiatrie und Psychotherapie.
Eine kardio
logische Begutachtung wurde
–
in Kenntnis der diesbezüglichen Vorberichte (vgl.
Urk.
7/109 S. 11)
–
von den Gutachtern
nicht
nachträglich
angeordnet
und demnach
als
nicht notwendig erachtet
. D
ie Gutachter
berücksichtigte
n
die geklagten Beschwerden
der Beschwerdeführerin
und
erstellten das Gutachten
in Kenntnis
und in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
,
so
insbesondere
der Observationsergebnisse und der Berichte de
r
behandelnden
Ärzte
(
vgl.
Urk.
7/109 S. 44 ff. und S. 54 ff.)
. Die Beurteilung leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge ein und die vorgenommenen Schlussfolge
rungen zu Gesundheitszustand und Arbeitsfähigkeit werden ausführlich begründet.
So kamen die Gutachter nachvollziehbar zum Schluss, dass einzig die psychiatrischen Diagnosen relevant seien (vgl.
Urk.
7/109 S. 64). Der psy
chiatrische Gutachter legte sodann
unter
Berücksichtigung der
Ergebnisse der Observation sowie
der
von ihm
anlässlich der Untersuchung erhobenen
unauf
fälligen
Befund
e
(vgl. hierzu
Urk.
7/109 S. 46 f
.
)
nachvollziehbar dar, dass die Depression
zwischenzeitlich
remittiert sei
(
Urk.
7/109 S. 51)
.
Auch die plausible Einschätzung der verbliebenen Arbeitsfähigkeit erfolgte unter Berücksichtigung des erhobenen Psychostatus sowie der Observation
sergebnisse
(vgl.
Urk.
7/109 S. 62).
Zudem wies
en die Gutachter
auf
erhebliche Inkonsistenzen und Diskre
panzen hin
und ging
en
von einer bewusstseinsnahen Aggravation aus
(
Urk.
7/109 S. 52
, S. 61
).
Obwohl diagnostisch eine gewisse Neubewertung mit im Vordergrund stehender Persönlichkeitsstörung festgehalten wurde, bejahten die Ärzte des
E._
im Hinblick auf die affektive Störung ausdrücklich eine wesentliche Verbesserung
des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin
(vgl.
Urk.
7/109 S. 61
f.
). Es handelt sich demnach nicht
lediglich
um eine andere Beurteilung des gleichen Sachverhaltes.
Das Gutachten
des
E._
erfüllt die praxisgemässen Kriterien (vorstehend E. 1.5) vollumfänglich, so dass für die
Entscheidfindung
darauf abgestellt werden kann.
In Anbetracht des soeben Gesagten vermögen d
ie von der Beschwerdeführerin dagegen vorge
brachten Einwände (vgl.
Urk.
1 S. 13 ff
.
) den Beweiswert des Gutachtens nicht zu schmälern.
Demnach besteht Anlass zur Rentenrevision im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG.
5.2
Hinsichtlich des Zeitpunktes der ausgewiesenen Verbesserung
gilt es
festzuhal
ten, dass d
ie erfolgte Observation zwar den Verdacht auf eine Erwerbstätigkeit nicht erhärten
konnte
(vgl.
Urk.
7/75 S. 12). Allerdings wurde die Beschwerde
führerin bei sozialen Interaktionen in der Öffentlichkeit beobachtet, wobei sie als insgesamt unauffällig und kommunikativ wahrgenommen wurde und ins
besondere auf die hohen Personenfrequenzen oder auf Geräuschimmissionen nicht ausserordentlich reagierte (vgl.
Urk.
7/75 S. 13
; vgl. auch die Internet-Recherche,
Urk.
7/80
). Obwohl die Beschwerdeführerin nur an wenigen Tagen ausserhäuslich beobachtet werden konnte und es beim Vorliegen einer affekti
ven Störung auch bessere Tage gibt, widersprechen diese Erkenntnisse doch klar den von ihr im Revisionsfragebogen
angegebenen
Einschränkungen, wonach sie insbesondere keine laute
n
und lange
n
Gespräche aushalte, keine Menschen
mengen ertrage und die Kontrolle verliere
,
sobald fünf bis sechs Personen anw
esend seien (vgl.
Urk.
7/69 S. 4
,
Urk.
7/70 S.
1 f.
). Zudem gab die Beschwerdeführerin an, dass sie nicht länger als 30 Minuten eine sitzende oder wechselbelastende Tätigkeit ausüben
und nicht eine Stunde am gleichen Ort bleiben könne
(vgl.
Urk.
7/69 S.
4,
Urk.
7/84
S.
5
), währenddessen sie anlässlich der Observation 1.5 Stunden
sitzend
im Café
beobachtet werden k
onnte
(vgl.
Urk.
7/75 S. 21 und S. 24).
Schliesslich verneinte die Beschwerdeführerin im Revisionsfragebogen die Fragen, ob sie eine Erwerbstätigkeit ausübe oder sich bereits Gedanken für die Aufnahme einer Tätigkeit gemacht habe (
Urk.
7/69 S. 2
f.
Ziff.
3.2,
Ziff.
4
). Anlässlich der persönlichen Besprechung bei der
Beschwer
degegnerin
gab sie demgegenüber zu, manchmal im Restaurant eines Bekannten gekocht zu haben. Wenn er anrufe, gehe sie hin und helfe ihm. Das sei keine offizielle Arbeit und sie erhalte dafür kein Geld. Sie esse gratis dort und erhalte manchmal Zigaretten oder ein kleines Taschengeld. Sie sei seit sechs Monaten nicht mehr dort gewesen. Im letzten Jahr sei sie oft dort gewesen und habe auch mit den Leuten geredet (vgl.
Urk.
7/84 S. 4; vgl.
hierzu
insbesondere auch den Wahrnehmungsbericht vom
7.
August 2014,
Urk.
7/87).
Dabei ist es unbe
achtlich, ob sie für diese
n
„
Arbeit
seinsatz“
bezahlt wurde
, oder
ob es sich ledig
lich nur um einen
„
Arbeits
einsatz zur erweiterten Pflege sozialer Kontakte“
gehandelt habe, wie sie selbst angibt (vgl.
Urk.
1
S. 22).
Da ein Patient mit einer schweren depressiven Episode nahezu nicht in der Lage ist, soziale sowie häus
liche und berufliche Aktivitäten fortzuführen (vgl. klinisch-diagnostische Leitli
nien der Internationalen Klassifikation psychischer Störungen der Weltgesund
heitsorganisation, ICD-10 Kapital V (F),
Dilling
/
Mombour
/Schmidt
,
Hrsg.,
9.
Auflage, Bern 2014 S. 174), ist in Anbetracht der Gesamtumstände mit über
wiegender Wahrscheinlichkeit eine Verbesserung des Gesundheitszustandes bereits durch die erfolgte Observation ausgewiesen.
Auch die Gutachter des
E._
erachteten
den Zeitpunkt der Verbesserung
im
Zusammenhang mit der erfolgten Observation
als eingetreten
. Allerdings legten die diesen auf Ende Juli 2014 fest und damit
auf die erfolgte
Konfrontation mit den
Observations
ergebnissen
(vgl.
Urk.
7/109 S. 59). Dieser Zeitpunkt sagt indessen nichts über den Gesundheitszustand
der Beschwerdeführerin
aus.
Die Beschwerdeführerin konnte erstmals am 3
0.
Januar 2014 in der Café-Bar
F._
beobachtet wer
den
,
als sie hinter dem Tresen stand (vgl.
Urk.
7/75 S.
16). Es ist überwiegend wahrscheinlich, dass die Beschwerdeführerin bereits zu diesem Zeitpunkt nicht mehr im ursprünglichen Masse eingeschränkt war.
5.3
Daran vermögen die entgegenstehenden Berichte des Hausarztes
Dr.
A._
(vorstehend E. 4.4) sowie des behandelnden Psychiaters
Dr.
Z._
(vorstehend E.
4.8, E. 4.11) nichts zu ändern, zumal auf die Erfahrungstatsache hinzuweisen ist, dass behandelnde Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung im Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3a/cc).
Dr.
A._
stellte als Internist unter anderem auch eine psychiatrische Diagnose, wobei er nicht angab, ob sich die von ihm attestierte 100%ige Arbeitsunfähigkeit in jeglicher Tätigkeit aufgrund der somatischen oder psychischen Befunde ergab. Für die verlässliche Beurteilung des psychischen Gesundheitszustandes und seiner Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit sind in der Regel psychiatrische Fachärzte beizuziehen (BGE 130 V 352 E. 2.2.3, Urteil des Bundesgerichts 8C_989/2010 vom 1
6.
Februar
2011 E. 4.4.2), weshalb sein Bericht den allgemeinen beweisrechtlichen Anfor
derungen nicht zu genügen vermag. Hinsichtlich der Beurteilung
durch den
behandelnden Psychiater
Dr.
Z._
gilt es darauf hinzuweisen, dass eine psychi
atrische Exploration von der Natur der Sache her nicht ermessensfrei erfolgen kann. Sie eröffnet dem begutachtenden Psychiater daher praktisch immer einen gewissen Spielraum, innerhalb dessen verschiedene medizinisch-psychiatrische Interpretationen möglich, zulässig und zu respektieren sind, sofern der Experte lege
artis
vorgegangen ist. Daher und unter Beachtung der Divergenz von medi
zinischem Behandlungs- und Abklärungsauftrag kann es nicht angehen, eine medizinische Administrativ- oder Gerichtsexpertise stets dann in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandeln
den Ärzte nachher zu unterschiedlichen Einschätzungen gelangen oder an sol
chen vorgängig geäusserten abweichenden Auffassungen festhalten (Urteil des Bundesgerichts 8C_694/2008 vom
5.
März 2009 E. 5.1). Daher lassen auch die Ausführungen von
Dr.
Z._
keine begründeten Zweifel an der schlüssigen gut
achterlichen Beurteilung aufkommen.
5.4
Schliesslich ist nicht ersichtlich, inwiefern die von der Beschwerdeführerin even
tuell geforderte weitere Sachverhaltsabklärung (
Urk.
1 S. 2) für die Beur
teilung des vorliegenden Falls entscheidende Erkenntnisse liefern könnte, so dass darauf im Sinne der antizipierten Beweiswürdigung (BGE 122 V 157 E.
1d) zu verzichten ist. Insbesondere gilt es diesbezüglich zu erwähnen, dass die Gut
achter des
E._
eine kardiologische Begutachtung in Kenntnis der entspre
chenden Vorberichte (vgl.
Urk.
7/109 S. 11) nicht
nachträglich angeordnet hatten und demnach nicht
als notwendig erachteten. Die Beschwerdeführerin gab anlässlich der internistischen Untersuchung selbst an, dass die psychischen
Beschwerden
Grund für die aktuelle Arbeitsunfähigkeit seien (v
gl.
Urk.
7/109 S.
15
).
5.
5
Zur
Bestimmung des Invaliditätsgrades ist auf die
zu
treffenden und unbestritte
nen Ausführungen der Beschwerdegegnerin zu
v
erweisen, wonach bei einem
unveränderten
Anteil von 80
%
erwerblicher Tätigkeit
(vgl. hierzu Mitteilung vom 1
5.
November 2004,
Urk.
7/44)
und einer
aktuell
zumutbaren Arbeitsfähig
keit in gleicher Höhe keine erwerbliche Beeinträchtigung mehr bestehe und eine Einschränkung im Aufg
abenbereich
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht gegeben sei, weshalb kein Invaliditätsgrad mehr vorliege (vgl.
Urk.
2 S. 3).
Die Selbsteingliederung ist der Beschwerdeführerin
insbesondere in Anbetracht des
von ihr
getätigten
„Arbeitsversuches“ im Restaurant eines Bekannten
trotz fortgeschrittene
m Alter ausnahmsweise zumutbar.
5.
6
Nach dem Gesagten
ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszuge
hen, dass sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin spätestens Ende Januar 2014 erheblich verbessert hat
und
seither
kein rentenbegründender Invaliditätsgrad mehr vorliegt
.
Die
verfügte
Rentenaufhebung erweist sich dem
nach
als rechtens.
6
.
6
.1
Zu prüfen bleibt, ob die Rentenaufhebung rückwirkend ab Eintritt der für den Anspruch erheblichen Änderung zulässig war. Dies ist der Fall, wenn der Leistungsbezüger seiner nach
Art.
77 IVV zumutbaren Meldepflicht nicht nach
gekommen war (
Art.
88
bis
Abs.
2
lit
. b IVV).
6.2
Gemäss
Art.
88a
Abs.
1
IVV ist bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit die anspruchsbeeinflussende Änderung für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird. Die Herabsetzung oder Aufhebung einer Rente erfolgt im Nor
malfall frühestens vom ersten Tag des zweiten der Zustellung der Verfügung folgenden Monats an (
Art.
88
bis
Abs.
2
lit
. a IVV). Rückwirkend vom Eintritt der für den Anspruch erheblichen Änderung an darf eine Leistung nur dann aufge
hoben werden, wenn die unrichtige Leistungsausrichtung darauf zurückzu
führen ist, dass der Bezüger sie unrechtmässig erwirkt hat oder der ihm gemäss
Art.
77 IVV zumutbaren Meldepflicht nicht nachgekommen ist (
Art.
88
bis
Abs.
2
lit
. b IVV
; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 9C_1022/2012 vom 1
6.
Mai 2013 E. 3).
Nach
Art.
77 IVV hat der Berechtigte jede für den Leistungsanspruch wesentli
che Änderung, namentlich eine solche des Gesundheitszustandes, der Arbeits- oder Erwerbsfähigkeit sowie der persönlichen und gegebenenfalls der wirt
schaftlichen Verhältnisse des Versicherten unverzüglich der IV-Stelle anzuzei
gen. Zur Annahme einer Meldepflichtverletzung gemäss
Art.
77 IVV genügt auch ein nur leicht schuldhaftes Verhalten (vgl. Meyer/
Reichmuth
, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung,
3.
Auflage, Zürich/Basel/Genf 2014,
Rz
147 zu
Art.
30-31 IVG).
6.3
Ein solch
schuldhaftes Verhalten ist vorliegend gegeben.
Das anlässlich der Obser
vation gezeigte und von den Gutachtern des
E._
fachärztlich gewür
digte Verhalten der Beschwerdeführerin steht in einem Widerspruch zu den
von ihr
in
jener Zeit geltend gemachten psychischen Beeinträchtigungen. In diesem Zusammenhang ist insbesondere auf den Revisionsfragebogen sowie den
Zusatzfragebogen vom 2
6.
Juni 2013 (
Urk.
7/69-70), den Ermittlungsbericht vom
4.
April 2014 (
Urk.
7/75),
das Besprechungsprotok
oll der
Beschwerde
gegnerin
vom 3
1.
Juli 2014
(
Urk.
7/84
) sowie den Wahrnehmungsbericht vom
7.
August 2014 (
Urk.
7/87) zu verweisen.
Dass die Beschwerdegegnerin – hätte die Beschwerdeführerin die Meldepflicht befolgt – eine Überprüfung ihres Leistungsanspruches vorgenommen hätte, ergibt sich bereits daraus, dass sie nach Eingang des Observationsmaterials umgehend eine Stellungnahme des RAD einholte
, die Invalidenrente sistierte
und ein polydisziplinäres Gutachten in Auftrag gab (vgl.
Urk.
7/83 S. 3;
Urk.
7/93;
Urk.
7/100
). Der Vorwurf der
Mel
depflichtverletzung
erscheint deshalb gerechtfertigt
.
6
.4
Nach dem Gesagten hat die Beschwerdeführerin die
ihr obliegende
Meldepflicht verletzt, weshalb die rückwirkende Rentenaufhebung per
1.
Februar 2014 auf
grund der seither überwiegend wahrscheinlich eingetretenen Verbesserung des Gesundheitszustandes
zu Recht erfolgte.
7.
7.1
Zuletzt gilt es den Rückforderungsanspruch der Beschwerdegegnerin zu beurtei
len.
7.2
Unrechtmässig bezogene Leistungen sind zurückzuerstatten (
Art. 25 Abs. 1 Satz 1
ATSG). Der Rückforderungsanspruch erlischt mit dem Ablauf eines Jahres, nachdem die Versicherungseinrichtung davon Kenntnis erhalten hat, spätestens aber mit dem Ablauf von fünf Jahren nach der Entrichtung der einzelnen Leistung. Wird der Rückforderungsanspruch aus einer strafbaren Handlung her
geleitet, für welche das Strafrecht eine längere Verjährungsfrist vorsieht, so ist diese Frist massgebend (Art. 25 Abs. 2 ATSG).
Nach der Rechtsprechung beginn
t
die einjährige Verwirkungsfrist erst zu laufen, wenn dem Versicherungsträger sämtliche für die Ermittlung der Rückforderung wesentlichen Umstände bekannt sind; dazu gehört auch das Wissen um das genaue Ausmass des verbesserten Gesundheitszustandes, indem erst nach ärztli
cher Beurteilung der allfälligen Observationsergebnisse und der gestützt darauf ärztlich festgestellten zumutbaren Arbeitsfähigkeit der Umfang einer allenfalls noch bestehenden Leistungseinbusse ermittelt werden kann (Urteil des Bundes
gerichts 8C_349/2015 vom
2.
November 2015 E. 6).
7.3
Wie zuvor festgehalten, verletzte die Beschwerdeführerin die ihr obliegende Mel
depflicht, weshalb die Rente rückwirkend per
1.
Februar 2014 aufzuheben ist (vorstehend E. 6.4). Die seit
diesem Zeitpunkt
bis zur im August 2014 ver
fügten Sistierung der Invalidenrente (vgl.
Urk.
7/93) zu Unrecht ausgerichteten
Leistungen sind von der Beschwerdeführerin demnach grundsätzlich zurückzu
erstatten, soweit keine Verjährung des Rückforderungsanspruchs eingetreten ist.
Da der Beschwerdegegnerin erst mit Erstattung des Gutachtens des
E._
im Januar 2015
(
Urk.
7/109)
die Grundlagen für die Ermittlung des tatsächlichen Leistungsanspr
uchs vorlagen, erfolgte die am 2
2.
Juni 2015
verfügte Rücker
stattung
(
Urk.
9/2,
Urk.
13)
innert
der
Jahresfrist gemäss
Art.
25
Abs.
2 ATSG.
Auch die fünfjährige absolute Frist ist ohne
Weiteres
eingehalten.
Die
Höhe der R
ückerstattung wird
nicht bestritten. D
ie angefochtenen
Rückerstattungsverfü
gungen
vom 2
2.
Juni 2015 (
Urk.
9/2,
Urk.
13)
sind
somit nicht zu beanstanden.
8
.
Zusammenfassend
ist festzuhalten, dass
die bisherige ganze Invalidenrente
auf
grund
des
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit bereits
seit Ende Januar 2014 verbesserten Gesundheitszustandes und der durch die Beschwerdeführerin erfolgten Meldepflichtverletzung
zu Recht
rückwirkend
per
1.
Februar 2014
aufgehoben
wurde
.
Die
unrechtmässig
ausgerichteten L
eistungen für den Zeit
raum vom
1.
Februar bis 3
1.
Juli 2014 im Gesamtbetrag von insgesamt
Fr.
7‘572.-- (
Fr.
5‘514.-- +
Fr.
2‘058.--) sind zurückzuerstatten.
Die angefochtenen Verfügungen (
Urk.
2,
Urk.
9/2,
Urk.
13) erweisen sich dem
nach als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerden führt.
9
.
9
.1
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und
unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und au
f
Fr.
1‘0
00.--
anzusetzen. Entsprechend dem Aus
gang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerle
gen, infolge bewilligter unentgeltlicher Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen, dies unter Hinweis auf
§
16
Abs.
4 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
).
9
.2
Mit Honorarnote vom
1.
September 2016 (
Urk.
17) machte der unentgeltliche Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin einen Aufwand von insgesamt 15
Stun
den sowie Barauslagen von
Fr.
25.-- geltend. Dies erscheint unter Berück
sichtigung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses (
§
34
Abs.
3
GSVGer
) als angemessen, weshalb Rechtsanwalt David Husmann, Zürich, beim für Rechtsanwälte ab dem
1.
Januar 2015 gerichtsüblichen Stundenansatz von
Fr.
220.-- mit insgesamt
Fr.
3‘591.-- (inkl. Barauslagen und
MWSt
) aus der
Gerichtskasse zu entschädigen ist.
Die Beschwerdeführerin wird auf die
Nach
zahlungspflicht
gemäss
§
16
Abs.
4
GSVGer
hingewiesen.