Decision ID: 7970c137-5efa-4a2c-9863-e3f6a0bb23db
Year: 2019
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1962, war
zuletzt vom 1. September 2015 bis zum 20. Januar 2016
bei
der
Y._
als Bauarbeiter
tätig,
wobei der letzte Arbeitstag am 12. Januar 2016
war (
Urk. 11/55/1-7 Ziff. 2
). Unter Hinweis auf
ein
m
ultiples
Myelom
und eine Wirbelfraktur
meldete sich der Versicherte am
27. April 2016
bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk.
11/6
). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizini
sche und erwerbliche Situation ab
und
zog Akten der
Krankentag
geld
ver
siche
rung
bei (Urk.
11/7
;
Urk. 11/56; Urk. 11/58
)
.
Nachdem sich d
er Versicherte
zudem
am 6. September 2016
zum Bezug von Hilfsmitteln bei der Invalidenversicherung angemeldet hatte (Urk. 11/48), erteilte die IV-Stelle mit Mitteilung vom 20. Septem
ber 2016 (Urk. 11/53) Kostengutsprache für Rumpforthesen
vom
27. Janu
ar 2016 bis zum 31. Januar 2018.
Die IV-Stelle teilte dem Versicherten
am 13. Oktober 2016 mit, dass aufgrund seines Gesundheitszustandes derzeit keine
beruflichen Eingliederungsmassnahmen möglich seien (Urk. 6/59).
In der Folge
holte die IV-Stelle
beim
Z._
ein internistisch-orthopädisches
Gutachten ein, das am
26. Okto
ber
2017
erstattet wurde (Urk.
11/83/1-35
). Nach durchgeführtem
Vorbescheid
ver
fahren
(Urk.
11/87
; Urk.
11/92; Urk. 11/97)
sprach die IV-Stelle
dem Versi
cher
ten
mit Verfügung vom
21. März 2018
(Urk.
11/111
= Urk. 2)
bei einem Invaliditätsgrad vo
n 100
% eine
befristete ganze
R
ente vom
1. Januar bis zum 30. September 2017
zu (
vgl. Verfügungsteil 2, Urk. 11/101
).
2.
Der
Versicherte erhob am
7. Mai 2018
Beschwerde gegen die Verfügung vom
21. März 2018
(Urk.
2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei ihm
ab Januar 2017 eine unbefristete ganze Rente auszurichten, eventuell sei die Sache zur weiteren Abklärung
,
insbesondere zur Einholung eines externen orthopä
di
schen Gutachtens, eventuell ergänzt durch eine
Evaluation der funktionellen Leis
tungsfähigkeit
(
EFL
)
-
Abklärung,
und neuen Verfügung über den Rentenan
spruch an die IV-Stelle zurückzuweisen
(Urk.
1 S.
2
Ziff. 1-2
).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
12. Juni 2018
(Urk.
10
) die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde dem Beschwerdeführer am
25. Juni 2018
zur Kenntnis gebracht (Urk.
12
).
Mit
V
erfügung vom
13. August 2018 (Urk. 15)
wurden antragsgemäss (vgl. Urk.
1
S. 2 Ziff. 3
) die unentgeltliche Prozessführung und Rechtsvertretung bewilligt
.
Mit Verfügung vom 19. August 2019
(Urk. 17) wurde die ALSA PK unabhängige Sammelstiftung zum Prozess beigeladen. Die Beigeladene verzichtete mit Eingabe vom 30. August 2019 (Urk. 19) auf das Einreichen einer Stellungnahme, was den Parteien am 2. September 2019 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 20).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts
,
ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu
betä
-
ti
gen
, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, er
halten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1.3
Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 IVG frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Artikel 29 Abs. 1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollendung des 18. Alters
jahres folgt (Abs. 1). Der Anspruch entsteht nicht, solange die versicherte Person ein Taggeld nach Art. 22 IVG beanspruchen kann (Abs. 2). Die Rente wird vom Beginn des Monats an ausbezahlt, in dem der Rentenanspruch entsteht (Abs. 3). Be
trägt der Invaliditätsgrad weniger als 50 %, so werden die entsprechenden Renten nur an Versicherte ausbezahlt, die ihren Wohnsitz und ihren gewöhn
lichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben. Diese Voraussetzung ist
auch von Angehörigen zu erfüllen, für die eine Leistung beansprucht wird (Abs
. 4).
1.4
Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leis
tung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung (BGE 125 V 413 E. 2d; Urteil des Bundesgerichts 8C_780/2007 vom 27. August 2008 E. 2.3; vgl.
Meyer/
Reichmuth
, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Auflage 2014
,
Rn
11 zu Art. 30–31). Rechtsprechungsgemäss bildet eine solche Verfügung ins
gesamt den Anfechtungs- und Streitgegenstand und unterliegt integral der ge
richtlichen Prüfung, selbst wenn nur einzelne Punkte davon bestritten sind (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.2, 125 V 413 E. 2d; vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_440/2017 vom 25. Juni 2018 E. 5.1 [in BGE 144 V 153 nicht publiziert] und 9C_50/2011 vom 25. Mai 2011 E. 2.1).
Spricht die Verwaltung der versicherten Person eine abgestufte oder befristete Rente zu und wird beschwerdeweise einzig die Abstufung oder die Befristung der Leistungen angefochten, hat dies nicht eine Einschränkung des Gegenstandes des Rechtsmittelverfahrens in dem Sinne zur Folge, dass die unbestritten gebliebenen Bezugszeiten von der Beurteilung ausgeklammert blieben. Die gerichtliche Prü
fung hat vielmehr den Rentenanspruch für den gesamten verfügungsweise ge
regelten Zeitraum und damit sowohl die Zusprechung als auch die Abstufung oder Aufhebung der Rente zu erfassen (BGE 131 V 164 E. 2.2, 125 V 413 E. 2d; Urteile des Bundesgerichts 8C_765/2007 vom 11. Juli 2008 E. 2 und I 526/06 vom 31. Oktober 2006 E. 2.3 mit Hinweisen). Dabei ist in anfechtungs- und streit
gegenständlicher Hinsicht irrelevant, ob eine rückwirkende Zusprechung einer abgestuften oder befristeten Invalidenrente in einer oder in mehreren Verfü
gungen gleichen Datums eröffnet wird (BGE 131 V 164 Regeste; Urteil des Bun
des
gerichts 8C_489/2009 vom 23. Oktober 2009 E. 4.1 mit Hinweis).
1.5
Nach der Rechtsprechung sind bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten Invalidenrente die für die Rentenrevision geltenden Bestim
mung
en (Art. 17 ATSG in Verbindung mit Art. 88a
der Verordnung über die Inva
liden
versicherung
,
IVV
,
analog anzuwenden (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 9C_399/2016 vom 18. Januar 2017 E. 4.8.1). Ob eine für den Rentenanspruch erhebliche Änderung der tatsächlichen Verhältnisse eingetreten und damit der für die Abstufung oder Befristung erforderliche Revi
sionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts im Zeit
punkt des Rentenbeginns mit demjenigen im – nach Massgabe des analog an
wendbaren Art. 88a Abs. 1 IVV festzusetzenden – Zeitpunkt der Anspruchsände
rung (vgl. BGE 125 V 413 E. 2d mit Hinweisen; vgl. statt vieler: Urteile des Bundesgerichts 8C_375/2017 vom 25. August 2017 E. 2.2 und 8C_350/2013 vom 5. Juli 2013 E. 2.2 mit Hinweis).
1.6
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommens
ver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts
grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.7
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
1.8
Invalide oder von einer Invalidität (Art. 8 ATSG) bedrohte Versicherte haben gemäss Art. 8 Abs. 1 IVG Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit:
a.
diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen,
wieder herzustellen
, zu erhalten oder zu verbessern; und
b.
die Voraussetzungen
für den Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind.
Der Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen besteht unabhängig von der Aus
übung einer Erwerbstätigkeit vor Eintritt der Invalidität. Bei der Festlegung der Massnahmen ist die gesamte noch zu erwartende Dauer des Erwerbslebens zu berücksichtigen (Abs. 1
bis
). Nach Massgabe der Art. 13 und 21 IVG besteht der Anspruch auf Leistungen unabhängig von der Möglichkeit einer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in den Aufgabenbereich (Abs. 2). Nach Massgabe von Art. 16 Abs. 2
lit
. c IVG besteht der Anspruch auf Leistungen unabhängig davon, ob die Eingliederungsmassnahmen notwendig sind oder nicht, um die Erwerbs
fähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, zu erhalten oder zu verbessern (Abs. 2
bis
).
Die Eingliederungsmassnahmen bestehen gemäss Abs. 3 in medizinischen Mass
nahmen (
lit
. a), Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Ein
gliederung (
lit
.
a
bis
), Massnahmen beruflicher Art (Berufsberatung, erstmalige beruf
liche Ausbildung, Umschulung, Arbeitsvermittlung, Kapitalhilfe;
lit
. b) und in der Abgabe von Hilfsmitteln (
lit
. d).
2.
2.1
Die
Beschwerdegegnerin
begründete die
Zusprache
einer befristeten ganzen Rente von Januar bis September 2017
in der ange
fochtenen Verfügung (Urk. 2) damit
,
dass beim
Beschwerdeführer
gestützt auf die medizinischen Unterlagen ab Januar
2016 gesundheitliche Einschränkungen bestanden hätten und seither eine 100
%ige Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Bauarbeiter
vorliege
. In
zwischen sei von einer guten körperlichen Belastbarkeit auszugehen. In einer leichten wechselbelastenden Tätigkeit bestehe ab Juli 2017 eine 50%ige und ab September 2017 eine 80%ige Arbeitsfähigkeit. Hinsichtlich der durch den Haus
arzt festgelegten höheren Arbeitsunfähigkeit handle es sich um eine andere Be
urteilung des gleichen Sachverhaltes. Durch die Gutachterstelle
Z._
sei die ge
samte Aktenlage und der bisherige Krankheitsverlauf zutreffend gewürdigt worde
n. Es seien fachspezifische Untersuchungen erfolgt, aus welchen die Gutachter ihre jeweiligen Schlussfolgerungen gezogen hätten und die Untersuchungsbefunde seien in den Gutachten ausführlich dokumentiert. Weitere Abklärungen seien nicht angezeigt.
Demnach bestehe nach
Ablauf des g
esetzlichen Wartejahres
von Januar bis September 2017 bei einem Invaliditätsgrad von 100 % Anspruch auf eine ganze Rente, ab September 2017 liege nur noch ein Invaliditätsgrad von 8 % vor, weshalb ab dann kein Anspruch mehr auf ein
e Rente bestehe (S. 3 f.).
2.2
Der
Beschwerdeführer
stellte sich demgegenüber beschwerdeweise (Urk. 1) auf den Standpunkt,
dass er weiterhin krankheitsbedingt zu 100 % arbeitsunfähig sei und zwar auf dem gesamten Arbeitsmarkt für jegliche Tätigkeit und entsprechend Anspruch auf eine unbefristete ganze Rente habe. So sei das
Z._
-Gutachten widersprüchlich und berücksichtige seinen effektiven, aktuellen Gesundheits
zu
stand und seine effektive arbeitsbezogene Leistungsfähigkeit nicht korrekt, wes
halb dem Gutachten kein Beweiswert zukomme und nicht darauf abgestellt wer
den dürfe. Auch stehe das
Z._
-Gutachten im Widerspruch zur Beurteilung der behandelnden Ärzte (S. 3 ff.
Rz
5 ff.).
2.3
Strittig und zu prüfen ist der Rentenanspruch des Beschwerdeführers,
wobei ins
besondere die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in einer angepassten Tätig
keit umstritten ist.
3.
3.1
Die Ärzte des
A._
nannten in ihrem Bericht vom 29. Juni 2016 (Urk. 11/27) ein multiples
Myelom
vom Typ
IgG
Kapp
a Stadium III, einen Status nach Morbus Scheuermann sowie ein benig
n
es Prostatasyndrom Stadium II als Diagnosen
(S. 1). Es sei eine problemlose Knochenmarkspunktion durchgeführt worden (S. 2 oben).
3.2
Dr. med.
B._
, Fachärztin für Radiologie,
A._
, be
richtete am 27. Februar 2017 (Urk. 11/72/8-9) über die gleichentags durchge
führte Ganzkörper-Computertomographie (CT) zur
Myelomabklärung
und führte diesbezüglich aus, dass im Vergleich zum Vor-CT vom 2. Februar 2016 - in welchem eine ausgeprägte
osteolytische
Metastasierung sämtlicher Skelettab
schnitte, eine pathologische Fraktur des Brustwirbelköpers (BWK) 10, eine grosse
Osteolyse
im
Pedikel
rechts des Lendenwirbelkörpers (LWK) 4 sowie multiple kleinere
Osteolysen
der gesamten Wirbelsäule und auch teilweise pathologische Frakturen der Rippen festgestellt
worden seien
(vgl. Urk. 11/7/2-3 = Urk. 11/15/6-7) - keine neuen
Osteolysen
im Skelett aufgetreten seien. Die bereits bestehenden Läsionen seien nicht grösser geworden und als Hinweis auf eine beginnende Reparation sklerotisch
berandet
. Die
Lysen
in den Rippen zeigten ebenfalls eine Reparationstendenz (S. 2 Mitte).
3.3
Dr. med.
C._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und für Häma
tologie,
A._
,
führte in seinem Bericht
vom 19. Mai 2017 (Urk. 11/72/1-5
) aus, dass er den Beschwerdeführer seit Februar 2016 behandle (Ziff. 1.2)
,
und nannte ein
m
ultiples
Myelom
(Erstdiagnose Januar 2016) als Diag
nose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit sowie eine Prostatahyperplasie und einen Morbus Scheuermann als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeits
fähigkeit (Ziff. 1.1).
Zudem berichtete er von pathologischen
Frakturen am
BWK 10 und an den Rippen, von
multiplen
Osteolysen
und einer Frakturgefahr am BWK 4
(Z
iff. 1.4).
Eine sitzende Tätigkeit sei dem Beschwerdeführer in der Zu
kunft
in geringer Stundenzahl
möglicherweise möglich (S. 5).
3.4
Dipl. med. D._
,
E._
,
führte in ihrem Bericht vom 20. Juni 2017 (Urk. 11/76/1-3) aus, dass der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers
stationär sei (Ziff. 1.1)
,
und nannte ein multiples
Myelom
(Erstdiagnose Februar 2016) sowie eine pathologische Fraktur BWK 10 (Erstdiagnose Januar 2016) als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff. 1.2). Im aktuellen Zu
stand könne der Beschwerdeführer nicht als Maurer tätig sein. Auch eine ange
passte Tätigkeit erscheine schwierig, da er körperlich nicht belastbar sei (Ziff. 2.1).
3.5
Dr.
C._
berichtete am 17. August 2017 über die am 18. Juli 2017 durch
geführte CT
Myelomabklärung
(Urk. 11/83/41-43) und führte diesbezüglich aus, dass
sich
im Vergleich zum CT vom 27. Februar 2017 (vgl. vorstehend
E. 3.2
)
ein stationäres Ausmass der
Osteolysen
in Grösse und Anzahl gezeigt habe, jedoch eine zunehmende Plattwirbelbildung von BWK 10 gepaart mit einer zuneh
men
den Unschärfe und Assimilation zu BWK 11
auffällig sei
. Es liege eine
Osteloyse
in BWK 11 mit Destruktion der dorsalen
Kortikalis
sowie ein
CT-morphologisch hochgradiger Verdacht auf ein nach
epidural
vorwachs
endes
Weichteilplus des Tumors vor. Zur weiteren Beurteilung, ob sich der Befund im Bereich BWK 10/BWK 11 tatsächlich verschlimmert habe, werde ein erneutes MRI empfohlen (S. 2).
3.6
Ein Arzt des
A._
, Onkologie, berichtete am 14. September 2017 über das am 22. August 2017 durchgeführte MRI der B
WS
(Urk. 11/83/44-
46
) und führte diesbezüglich aus, dass keine Hinweise für ein intraspinal wachsendes
Myelom
vorlägen. Demzufolge befinde sich der Beschwerdeführer weiterhin in einer kompletten Remission, leide aber unter Rückenschmerzen, welche die körperliche Belastung erschwerten (S. 3).
3.7
Prof. Dr. med. F._
, Facharzt für Allgemeine Innere Med
izin, und Dr. med. G._
, Fachärztin für Orthopädische Chirurgie und Trau
ma
tologie des Bewegungsapparates,
erstatteten das von der
Beschwerdegegnerin
in Auftrag gegebene internistisch-orthopädische Gutachten am 26. Oktober 2017 (Urk. 11/83/1-35)
und nannten dabei folgende Diagnose mit Auswirkung auf die
Arbeitsfähigkeit (S. 8 Ziff. D):
-
multiples
Myelom
vom Typ
IgG
Kappa
-
Erstdiagnose Anfang 2016 bei BWK-Fraktur, Stadium III A nach
Salmon
und Durie
-
Februar 2016 laborchemisch Nachweis freier Kappa-Leichtketten
-
Chemotherapie mit
Bortezomib
,
Cyclophosphamid
und
Dexamethason
-
anschliessend Hochdosis-Chemotherapie mit
Mephalan
-
autologe
periphere
Stammzellretransfusion
am 2. Juni 2016
-
rezidivfrei
seit 17. Juli 2017
-
persistierende
Rückenschmerzen bei Plattwirbel BWK 10 und Läsion im rechten
Pedikel
von LWK 4
Zudem nannten die Gutachter eine Prostatahyperplasie sowie Übergewicht (BMI 28 kg/m2) als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 8 Ziff. D).
Die Gutachter legten zunächst fest, dass das multiple
Myelom
in kompletter Re
mission sei.
In einer Bildgebung am 18. Juli
2017
(vgl. vorstehend E. 3.
5
) seien
die
Osteolysen
in Grö
sse und Anzahl stationär
gewesen. Erwähnenswert sei
auch, dass bei der jetzigen
Untersuchung das beta-2-Mikroglobulin
und das
C-reaktive Protein (C
RP
)
im Normbereich gelegen hätten
. In Übereinstimmung mit
den vom Beschwerdeführer
angegebe
nen mehrstündigen Spaziergängen sei
bei bisherigem gutem
Ansprechen auf die Chemotherapie vom Erreichen einer inzwischen guten körperlichen Belastbarkeit
auszugeh
en.
Andererseits würden Rückenschmerzen persistieren. Im Rahmen der orthopädisch-
traumatologischen
Untersuchung habe sich eine frei bewegliche BWS mit harmonischer Kyphose gezeigt. Eine Klopf- und Druckschmerzangabe sei über den Dornfortsätzen und den Facettengelenken beidseits der BWK 10-12 erfolgt. Hinweise auf eine akute Reizung thorakaler Nervenwurzeln hätten jedoch bei fehlender Schon- und Fehlhaltung und feh
lendem paravertebralen Muskelhartspann nicht bestanden. Die angegebene Hy
päs
thesie an der Vorderseite des li
nken Ober-
und Unterschenkel
s sei keinem
Dermatom
zuzuordnen. Im aktuellen MRI der BWS
(vgl. vorstehend
E. 3.6
) hätten
sich bei zunehmender Plattwirbelbildung von BWK 10 im
Übrigen deutlich
regrediente
Signalalterationen der übrigen Wirbelkörper im Vergleich mit den
Voraufnahmen dar
gestellt, bereits am 27. Februar 2017 und 18. Juli 2017 hätten
sich im CT
(vgl. vorstehend E. 3.2, E. 3.5)
Reparationsvorgänge
gezeigt, die bereits b
estehenden Läsionen seien
nicht grösser geworden und sklerotisch
berandet
als
Hinweis auf eine beginnende Reparation. Aufgrund des vorliegenden klinischen und radiologischen
Untersuchungsbefundes seien
also gelegentlich auftretende, belastungsabhängige Schmerzen im
Bereich der unteren B
rustwirbelsäule
(BWS)
nachvollziehbar (S. 9 Ziff. D).
Zusammenfassend werde daher im
bidisziplinären
Konsens festgestellt, dass der Beschwerdeführer in der bisherigen, körperlich schweren Tätigkeit als Bauarbeiter aufgrund der dauerhaft verbleibenden Minderbelastbarkeit im Bereich der unte
ren BWS zu 100% arbeitsunfähig sei. In einer leidensadaptierten Tätigkeit werde bei einem gering erhöhten Pausenbedarf von einer 80%igen
Arbeits
fähig
keit aus
gegangen (S. 9 Mitte Ziff. D). Die 100%ige Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit liege seit Januar 2016 vor.
Die Komplettremission sei
doku
mentiert ab Juli 2017. Damit habe
von
Januar 2016 bis Juli
(richtig: Juni)
2017 eine
100%ige Arbeitsunfä
higkeit v
orgelegen, ab Juli 2017 werde
bei Normalisierung der Labor
werte und
sichtbaren beginnenden Reparaturvorgängen das Erreichen einer
50%igen Arbeitsfähigkeit mit
allmählicher Steigerung bis auf eine 80%ige Arbei
ts
fähigkeit
ab September 2017 eingeschätzt. Die Prognose beim Beschwerdeführer müsse als unsicher angesehen werden. Eine Reihe von individuellen Faktoren sei eher günstig wie beispielsweise das Alter und der gute Allgemeinzustand. Eine
zytogenetische
Diagnostik liege nicht vor. Ein Rezidiv sei also für die Zukunft nicht auszuschliessen, sodass weitere Kontrolluntersuchungen erforderlich seien. Andererseits könne man, wenn kein Rezidiv auftrete, mit einer weiteren Besse
rung rechnen, so dass wieder eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer leidens
adap
tierten Tätigkeit erreicht werde. Eine erneute Begutachtung in zwei Jahren hierzu erscheine daher allenfalls sinnvoll
(S. 10 Ziff. D).
3.8
Dipl.-med.
H._
, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin und für Prävention und Gesundheitswesen, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), führte in ihrer Stellungnahme vom 2. November 2017 (Urk. 11/85/5-6) aus,
dass gestützt auf das
Z._
-Gutachten (vgl. vorstehend E. 3.7) ein Gesundheitsschaden vor
liege, der sich längerfristig bzw. dauerhaft auf die Arbeitsfähigkeit in der ange
stammten Tätigkeit auswirke. Aufgrund der persistierenden Rückenschmerzen
könne der Beschwerdeführer seiner bisherigen Tätigkeit als Bauarbeiter nicht mehr
nachgehen, es bestehe angestammt eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. In
leidens
adaptierten, leicht wechselbelastenden
Tätigkei
ten mit erhöhtem Pausenbedarf
seien nur geringe Einschränkungen zu verzeichnen, hier sei von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen. Unter der Annahme, dass weiterhin kein Tumor
rezidiv auftrete, könne davon ausgegangen werden, dass perspektivisch in ange
passter Tätigkeit keine Arbeitsunfähigkeit mehr bestehen werde.
3.9
Dr. med.
I._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin,
E._
, führte in seiner
Stellungnahme vom 20. November 2017 (Urk. 11/96 = Urk. 3/4) aus,
dass beim Beschwerdeführer vor dem Hintergrund der schweren somatischen Erkrankung mit erheblicher Funktionseinschränkung schon im All
tag aus seiner Sicht weiterhin eine
erhebliche körperliche Invalidität vorliege, dies gelte auch für leichtere körperliche Arbeiten.
Die körperlichen Einschränkungen liessen sich in der körperlichen Untersuchung vollumfänglich objektivieren.
Der Beschwerdeführer sei stark motiviert, seine Situation zu verbessern, könne aber nicht einmal seine alltäglichen Verrichtungen zu Hause selbst tätigen. Aus diesem Grund sei eine Arbeitsfähigkeit von 80 % in einer leidensadaptierten Tätigkeit nicht nachvollziehbar
(S. 3 unten f.
).
3.10
RAD-
Ärztin
dipl.-med.
H._
führte in ihrer Stellungnahme vom
8. Februar 2018 (Urk. 11/110/3)
aus, es
handle sich hinsichtlich der durch den Hausarzt festgelegten höheren Arbeitsunfähigkeit (vgl.
vorstehend E. 3.9)
um eine andere Beurteilung des gleichen Sachverhaltes. Durch das
Z._
seien die gesamte Aktenlage und der bisherige Krankheitsverlauf zutreffend gewürdigt worden. Es seien fachspezifische Untersuchungen erfolgt, aus welchen die Gutachter ihre jeweiligen Schlussfolgerungen gezogen hätten und die Untersuchungsbefunde seien in den Gutachten ausführlich dokumentiert. Es werde daher empfohlen, an ihrer Stellungnahme vom 2. November 2017 (vgl.
vorstehend E. 3.8) festzuhalten
.
3.1
1
Dr. med. J._
, Facharzt für Hämatologie,
A._
, stellte am 22. Februar 2018 (Urk. 3/5) und am 23. März 2018 (Urk. 3/6) ein Zeugnis aus, in welchem er dem
Beschwerdeführer
vom 5. März bis zum 10. Mai 2018 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestierte.
3.12
Prof. Dr. med. K._
, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, für Häma
tologie und für Medizinische Onkologie,
A._
, führte in ihrer - nach Verfügungserlass erstellten - Stellungnahme vom 2. Mai 2018 (Urk. 3/3) aus, dass der Beschwerdeführer an einem multiplen
Myelom
mit einem ausge
dehnten
ossären
Befall insbesondere im Bereich der Wirbelsäule leide. Die Wirbel
säule sei frakturgefährdet. Der Beschwerdeführer sei nur mobilisierbar, wenn er ein stabilisierendes Korsett trage, ansonsten sei die Wirbelsäule in
keinster
Weise belastbar. Die Spaziergänge seien lediglich mit Korsett möglich. Die Orthopädin Dr.
G._
habe anlässlich der Begutachtung (vgl. vorstehend E. 3.7) nur die MRI-Untersuchung der BWS vom August 2017 gehabt. Es werde empfohlen, dass die Kollegin sich auch die existierenden CT Aufnahmen des gesamten Skelettsystems anschaue, was sie offenbar nicht getan habe (S. 1 Mitte).
Eine Tätigkeit des Beschwerdeführers in seiner angestammten Tätigkeit als Bau
arbeiter sei absolut unmöglich und frakturgefährdend. Die gutachterliche Schlu
ss
folgerung einer stabilen Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers sei unver
ständ
lich und es werde eine Zweitbegutachtung empfohlen. Dem Beschwerdeführer sei nur eine Bürotätigkeit zuzumuten, für die er nicht ausgebildet sei. Der Beschwer
deführer befinde sich derzeit in einer guten Remission der Erkrankung, grund
sätzlich handle es sich aber beim
m
ultiplen
Myelom
um eine nicht heilbare Erkrankung. Deshalb sei davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer nach einem nicht absehbaren Zeitraum von Monaten bis Jahren ein Rezidiv bzw. einen erneuten Progress dieser Erkrankung erleiden werde. Die Prognose dieser Erkran
kung sei leider ungünstig (S. 1 unten).
4.
4.1
Der
Beschwerdeführer
leidet an einem multiplen
Myelom
mit persistierenden Rückenschmerzen
, dies ist unbestritten und ergibt sich aus den Akten. Strittig und zu p
rüfen ist hingegen, wie sich die Erkrankung
auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers auswirkt (vgl. vorstehend E. 2.1-2.2).
4.2
Die
Z._
-
Gutachter kamen
unter Berücksichtigung der medizinischen
Akten
zum Schluss, dass dem Beschwerdeführer die bisherige, körperliche schwere Tätig
keit als Bauarbeiter aufgrund der dauerhaft verbleibenden Minderbelast
barkeit im Bereich der unteren BWS
nicht mehr zumutbar sei
und deshalb in der angestammten Tätigkeit
als Bauarbeiter
seit Januar 2016 eine 100%ige Arbeits
unfähigkeit vorliege
(vorstehend E. 3.7). Dies
ist unbestritten
(vgl. vorstehend E. 2.1-2.2)
und stimmt denn
auch mit den Beurteilungen von
dipl.
med.
D._
vom Juni 2017 (vorstehend E. 3.4) und von Prof.
K._
vom Mai 2018 (vorstehend
E. 3.12
) überein.
4.3
Hingegen
attestierten die Gutachte
r
dem Beschwerdeführer i
n einer angepas
sten Tätigkeit
ab Juli 2017
e
ine 50%ige und ab September 2017 eine 80%ige Arbeits
fähigkeit
(vorstehend E. 3.7).
Dies wird vom Beschwerdeführer bestritten (vgl. vorstehend E. 2.2)
.
Zunächst ist festzuhalten, dass den
Z._
-
Gutachtern zum Begutachtungs
zeit
punkt entgegen der Ansicht von Prof.
K._
(vgl. vorstehend
E. 3.12
) das Ganz
körper-CT zur
Myelomabklärung
vom 27. Februar 2017 (vgl. vorstehend E. 3.
2
),
das
CT zur
Myelomabklärung
vom 18. Juli 2017 (vgl. vorstehend
E. 3.5
) sowie die MRI-Untersuchung der BWS vom 22. August 2017 (vgl. vorstehend
E. 3.6
)
vor
lagen
und im Rahmen der Beurteilung des Gesundheitszustands des Beschwer
deführer
s berücksichtigt wurden
(Urk. 11/83/1-35 S. 6 f. Ziff. B,
vgl. S. 9 Ziff. D, S. 19 Ziff. 1.2, S. 25 Ziff. 6, S. 33 Ziff. 3 und 5
; vgl. auch vorstehend E. 3.7
).
Der diesbezügliche Einwand des Beschwerdeführers (Urk. 1 S. 3
Rz
7) erweist sich demnach als unbegründet.
Die orthopädische Gutachterin Dr.
G._
führte in ihrem Teil
gutachten aus, dass sich im Rahmen der orthopädisch-
traumatologischen
Untersuchung eine
frei be
wegliche BWS
mit harmonischer Kyphose gezeigt habe. Eine Klopf
-
und Druck
schmerzangabe sei
über den Dornfortsätzen und den
Facet
tengelenken beidseits der BWK 1
0-12
erfolgt
. Hinweise auf eine akute Reizung thorakaler Nerven
wurzeln
hätten
jedoch bei fehlender Schon- und Fehlhaltung und fehlendem paravertebralen
Muskelhartspann nicht
bestanden
. Die angegebene Hypästhesie an der Vorderseite des linken Ober-
und
Unterschenkels sei
keinem
Dermatom
zuzuordnen. Im mitgebrachten aktuellen MRI der
BWS
(vgl. vorstehend E. 3.6)
hätten
sich bei zunehmender Plattwirbelbildung von BWK 10 im Übrigen deutlich
regrediente
Signalalterationen der übrigen Wirbelkörper im Ver
gleich mit den Voraufnahmen dargestellt. Bereits am 27. Februar
2017
hätten
sich im CT
(vgl. vorstehend E. 3.2)
Reparationsvorgänge
gezeigt, die bereits bestehenden Lä
sionen
seien
nicht grösser geworden und sklerotisch als Hinweis auf eine beginnende Reparation
berandet
(vgl. vorstehend E. 3.5)
.
Aufgrund des vorliegenden klini
schen und radiologi
schen Untersuchungsbefundes seien
gelegentlich
auftretende, belastungsabhängige Schmerzen im Bere
ich der unteren BWS
nachvollziehbar. In Übereins
timmung mit den vom Beschwerdeführer
angegebenen mehrstündigen
Spazi
ergängen sei
bei bisherigem gutem Ansprechen auf die Chemotherapie vom
Erreichen einer
inzwischen guten körper
lichen Belastbarkeit auszugeben (Urk. 11/83
/1-35 S. 33 Ziff. 5).
Zudem führte
die Gutachterin
Dr.
G._
aus, dass seit der Diagnosestel
lung des
multiplen
Myelom
s
keine fachärztlichen orthopädisch-
t
raumatologischen
Berichte
in den
Akten vorhanden seien. Die im Bericht der Onkologie des
A._
(vgl. vorstehend E. 3.2) getroffene Feststellung, dass eine sitzende Tätigkeit in Zukunft möglicherweise in geringer Stundenzahl möglich sei, widerspreche der inzwischen erreichten Fähigkeit des Beschwerdeführers zu täglichen ausgedehn
ten Spaziergängen (Urk. 11/83/1-35 S. 34 Ziff. 5).
Der behandelnde Arzt Dr.
I._
war in seiner Stellungnahme vom November 2017 (vorstehend E. 3.9) der Ansicht, dass beim Beschwerdeführer eine erhebliche körperliche Invalidität vorliege, die auch für leichtere körperliche Tätigkeiten gelte. Zudem erachtete er die gutachterlich attestierte 80%ige Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit als nicht nachvollziehbar.
In Bezug auf Berichte von Hausärztinnen und Hausärzte wie überhaupt von behandelnden Arztpersonen beziehungsweise Therapiekräfte ist auf die Erfahrungstatsache hinzuweisen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc). Zudem legte Dr.
I._
nicht
näher
dar,
weshalb er die gutachterlich attestierte 80%ige Arbeitsfähigkeit in einer ange
passten Tätigkeit als nicht nachvollziehbar erachtet und ob
und in welchem Um
fang dem Beschwerdeführer noch eine angepasste Tätigkeit zumutbar ist. Ausser
dem ist Dr.
I._
Allgemeinmediziner und verfügt nicht über einen entsprechen
den
Facharzttitel, um den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers
in ortho
pädi
scher Hinsicht
fachärztlich festzulegen. Sein Bericht vermag somit nichts am Beweiswert des
Z._
-
Gutachtens zu ändern.
Bezüglich des nach Verfügungserlass erstellten
Bericht
s
der Onkologin
Prof.
K._
vom Mai 2018 (vorstehend
E. 3.12
)
gilt, dass
n
ach ständiger Rechtspre
chung das Sozialversicherungsgericht die Gesetzmässigkeit des angefochtenen Entscheids in der Regel nach dem Sachverhalt
beurteilt
, der zur Zeit des Abschlusses des Ver
waltungsverfahrens gegeben war. Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verän
dert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung sein (BGE 131 V 242 E. 2.1, 121 V 362 E. 1b).
Der Bericht bezieht sich auf den Zeit
raum vor und nach Verfügungserlass, weshalb er grundsätzlich zur Beurtei
lung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers herangezogen werden
kann
.
Prof.
K._
führte in ihrem Bericht aus, dass die Wirbelsäule des Beschwerde
füh
rers frakturgefährdet und in
keinster
Weise belastbar und der Beschwerdeführer nur mit einem stabilisierenden Korsett belastbar sei, wobei Spaziergänge nur mit Korsett möglich seien. Sie erachtete zwar die gutachterliche Schlussfolgerung einer stabilen Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers als unverständlich,
ging jedoch davon aus, dass ihm eine Bürotätigkeit zumutbar sei
, für die er jedoch nicht ausgebildet sei (vorstehend
E. 3.12
).
Prof.
K._
hielt zwar nicht explizit fest, in welchem Umfang der Beschwerdeführer einer Bürotätigkeit nachgehen kann, aber
insbesondere
mangels Angaben
zu
diesbezüglichen
medizinisch begrün
de
ten
Einschränkungen kann grundsätzlich von einer hochprozentigen Zumut
bar
keit einer Bürotätigkeit ausgegangen werden.
So erachtete
Prof.
K._
die Büro
tätigkeit nur aus dem Grunde nicht als möglich, da der Beschwerdeführer nicht über eine entsprechende Ausbildung verfüge.
Dabei handelt es sich jedoch um einen invaliditätsfremden Faktor, der nicht zu berücksichtigen ist. Vielmehr ist die Einschätzung von
Prof.
K._
dahingehend zu verstehen, dass dem Beschwer
deführer nur noch eine sehr leichte Tätigkeit zumutbar ist. Der Bericht von
Prof.
K._
vermag somit nichts am Beweiswert des
Z._
-Gutachtens zu ändern.
Schliesslich vermögen auch die von Dr.
J._
ausgestellten Zeugnisse vom Februar und März 2018 (vorstehend E. 3.1
1
), wonach der Beschwerdeführer vom 5. März bis zum 10. Mai 2018 zu 100 % arbeitsunfähig sei, nichts am Beweiswert
des
Z._
-Gutachtens zu ändern, fehlt darin doch eine nähere Begründung der Arbeits
un
fähigkeit.
4.
4
Sowohl der internistische Gutachter Prof.
F._
als auch die orthopädische Gutachterin Dr.
G._
verfügen über den entsprechenden Facharzttitel (vorsteh
end E. 3.7), so dass sie grundsätzlich zur Beurteilung des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers befähigt sind. Das internistisch-orthopädische Gutachten erweist sich denn auch für die streitigen Belange um
fassend und berücksichtigt die geklagten Beschwerden des Beschwerdeführers. Zudem wurde es in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) erstellt und leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein und die Schlussfolgerungen wurden nachvollziehbar begründet. Damit erfüllt das
Z._
-Gutachten die praxisgemässen Kriterien an ein beweiskräftiges Gutachten (vgl. vorstehend E. 1.
7
), weshalb zur
Entscheid
fin
dung
darauf abgestellt werden kann.
Der diesbezügliche Einwand des Beschwer
de
führers (vorstehend E. 2.2) erweist sich somit als unbegründet.
4.
5
Der medizinische Sachverhalt ist
somit
als dahingehend erstellt zu betrachten, dass dem Beschwerdeführer die angestammte Tätigkeit
als Bauarbeiter
seit Januar 2016 nicht mehr zumutbar ist. In einer angepassten
sehr leichten
Tätigkeit liegt jedoch seit Juli 2017 eine 50%ige und ab September 2017 eine 80%ige Arbeits
fähigkeit
vor.
Zum Zeitpunkt des Verfügungserlasses am 21. März 2018 (Urk. 2) waren keine weiteren Abklärungen nötig, denn der medizinische Sachverhalt war lediglich in Bezug auf die Auswirkungen der Erkrankung auf die Arbeitsfähigkeit strittig. Da die Einschätzung der
Z._
-Gutachter unter Berücksichtigung derjenigen von
Prof.
K._
insgesamt im Zeitpunkt der Verfügung zu überzeugen vermag, sind
in
antizipierter Beweiswürdigung
keine weiteren Abklärungen nötig
(
BGE 124 V 94 E. 4b, 122 V 157 E. 1d
).
5.
5.1
Es bleibt damit die Prüfung der erwerblichen Auswirkungen dieser Einschrän
kungen aufgrund eines Einkommensvergleiches vorzunehmen.
5.2
Ein Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 28 Abs. 1
lit
. b IVG unter anderem erst bei einer während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch bestehenden Ar
beits
unfähigkeit von durchschnittlich mindestens 40 % (vgl. vorstehend E. 1.2), frühestens jedoch sechs Monate nach Geltendmachung des Anspruchs (Art. 29 Abs. 1 IVG; vgl. vorstehend E. 1.3). Der Bes
chwerdeführer ist seit Januar 2016
in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt (vorstehend E. 4.
4
), weshalb die einjährige Wartefrist per dann
zu laufen begann und Ende Dezember
2016 endete. Nachdem sich der Beschwerdeführer am
27. April
2016 bei der Beschwerdegegnerin (Ein
gang
bei der Beschwerdegegnerin am 25
.
Mai
2016
) zum Leistungsb
ezug ange
meldet hatte (Urk. 11/6; vgl. Urk. 11/13
),
bleibt es beim
frühestmögliche
n
Ren
tenbeginn im Januar 2017.
5.3
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validen
einkommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein
lichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung an
gepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnah
men müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 139 V 28 E. 3.3.2; 135 V 58 E. 3.1; 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweis).
Ist
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die versicherte Person die bisherige Tätigkeit unabhängig vom Eintritt der Invalidität nicht mehr ausgeübt hätte, kann das
Valideneinkommen
auf Grundlage der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) be
rech
net werden, wobei die für die
Entlöhnung
im Einzelfall gegebenenfalls rele
vanten persönlichen und beruflichen Faktoren zu berücksichtigen sind (BGE 139 V 28 E. 3.3.2; 128 V 29 E. 4e; Urteil des Bundesgerichts 9C_887/2015 vom 12. April 2016 E. 4.2).
5.4
Der Beschwerdeführer war zuletzt vom 1. September 2015 bis zum 20. Januar 2016 bei der
Y._
als Bauarbeiter in einem 100%-Pensum tätig
(Urk. 11/55/1-7 Ziff. 2).
Die Beschwerdegegnerin bezifferte das
Validenein
kommen
für das Jahr 2017 mit Fr. 58'968.-- (Urk. 2 S. 3; vgl. Urk. 11/84). Dabei stützte sie sich auf die Angaben des letzten Arbeitsgebers, wonach der Beschwerdeführer ohne Gesundheitsschaden
gestützt auf den
Landesmantelvertrag
für das schwei
zerische Bauhauptgewerbe
(LMV) 2016-2018 einen Stundenlohn von
Fr. 25.85
zuzüglich eines
Anteil
s
am
13. Monatslohn
von 8.33 % verdient hätte (vgl. Arbeitgeberfragebogen vom 23. September 2016, Urk. 11/55/1-7 Ziff. 5.1-5.2). Aufgerechnet auf eine 40.5-Stunden-Woche und auf 52 Wochen pro Jahr ermittelte die Beschwerdegegnerin ein
Valideneinkommen
von Fr. 58'968.-- für das Jahr 2017.
Der
Beschwerdeführer
machte
zu Recht
geltend, die
Beschwerdegegnerin
hätte bei der Berechnung des
Valideneinkommens
die Ferienentschädigung von 13 % berücksichtigen müssen (Urk. 1 S. 6
Rz
11).
Denn es ist
zwar
nicht entscheidend
,
ob die Invaliditätsbemessung mit Stunden-, Monats- oder
Jahreswerten durch
geführt wird,
b
e
i allen drei Vorgehensweisen
ist
jedoch dem Anspruch auf Ferien oder Ferien- und Feiertagsentschädigung Rechnung zu tragen.
S
ind im Lohn Ferien- und Feiertagsentschädigungen enthalten, müssen die entsprechenden Zeiten für Ferien und Feiertage von der (gesamtarbeitsvertraglich) vereinbarten Jahresarbeitszeit abgezogen werden, um das massgebende Erwerbseinkomme
n ermitteln zu können (vgl.
Urteil
des Bundesgerichts
8C_749/2013
vom 6. März 2014 E. 3.3.2).
Zum
Basis-Stundenlohn von Fr. 25.85 ist demnach der Anteil des 13. Monatslohns von 8.33 % sowie ein Ferienzuschlag von 13 % zu addieren
. Dieser
Betrag
ist
mit 1'869 Arbeitsstunden (2112 Stunden gemäss Art. 24 Abs. 2 LMV abzüglich der Ferienstunden
von 243 Stunden
gemäss Art. 34 Abs. 1 LMV)
- und nicht wie vom
Beschwerdeführer
implizit geltend gemacht, mit der Jahres
arbeitszeit (vgl. Urk. 1 S. 6
Rz
11)
-
zu multiplizieren, wobei ein Jahresein
kommen von
rund
Fr.
59’1
53
.
--
(1'869 x Fr. 31.65)
für das Jahr 2017 resultiert.
5.5
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss LSE herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2, 129 V 472 E. 4.2.1, 126 V 75 E. 3b). Dabei sind grundsätzlich die im Verfügungszeitpunkt aktuellsten veröffentlichten Tabellen der LSE zu verwenden (BGE 143 V 295 E. 4.1.3; zur Verwendung der aktuellsten statistischen Daten bei Rentenrevisionen vgl. BGE 143 V 295 E. 4.2.2, 142 V 178 E. 2.5.8.1, 133 V 545 E. 7.1). Der Griff zur Lohnstatistik ist subsidiär, das heisst deren
Beizug
erfolgt nur, wenn eine Ermittlung des Invalideneinkommens aufgrund und nach Mass
gabe der konkreten Gegebenheiten des Einzelfalles nicht möglich ist (vgl. BGE 142 V 178 E. 2.5.7, 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2; vgl. auch Meyer/
Reich
muth
, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Auflage 2014,
Rn
55 und 89 zu Art. 28a, mit weiteren Hinweisen auf die Rechtsprechung).
5.6
Der Beschwerdeführer kann seine angestammte Tätigkeit
als Bauarbeiter
seit Januar 2016
nicht mehr ausüben. Eine angepasste sehr leichte Tätigkeit ist ihm jedoch seit Juli 2017
zu
50
%
und seit September 2017 zu
80
%
zumutbar
(vorstehend E.
4.
4
)
.
Da dem Beschwerdeführer von Januar bis Juni 201
7
keine Erwerbstätigkeit zumutbar war, beträgt das Invalideneinkommen für diesen Zeitraum Fr. 0.--. Z
ur Ermittlung des Invalideneinkommens
ab Juli 2017 rechtfertigt es sich,
den stand
ardisierten Durchschnittslohn für einfache Tätigkeiten körperlicher oder hand
werk
licher Art in sämtlichen Wirtschaftszweigen des privaten S
ektors gemäss LSE
heran
zuziehen.
Das im Jahr
2016
von Männern im Durchschnitt aller einfachen Tätigkeiten kör
perlicher oder handwerklicher Art in sämtlichen Wirtschaftszweigen des privaten Sektors erzielte Einkommen betrug pro Monat Fr. 5‘
340
.-- (LSE 201
6
, Tabellen
gruppe TA1
_tirage_skill_level
, Total Männer, Kompetenzniveau 1, www.bfs.ad
min.ch, Arbeit und Erwerb, Löhne/Erwerbseinkommen/Arbeitskosten, Lohnniveau
- Schweiz), mithin Fr.
64’080
.-- pro Jahr. Unter Berücksichtigung der allgemei
nen Lohnentwicklung
von Männern
im Jahr 2017 in der Höhe von 0.4 % (Nomi
nal
lohnindex 1993-2018, Tabelle T1.93, Total, www.bfs.admin.ch, Arbeit und Erwerb, Löhne/Erwerbseinkommen/Arbeitskosten, Lohnentwicklung)
sowie der durchschnittlichen wöchen
tlichen Arbeitszeit im Jahr 2017 von 41.7 Stun
den
(Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, Total, www.bfs.ad
min.ch,
Arbeit und Erwerb, Erwerbstätigkeit und Arbeitszeit, Arbeitszeit) ergibt dies ein Invali
deneinkommen von rund Fr.
67’
07
1
.-- (Fr.
64’080
.-- x 1.004
: 40 x 41.7) für das Jahr 201
7 bei einem 100%-Pensum, mithin rund Fr.
33’535
.-- bei einem 50%-Pensum und rund Fr.
53’657
.-- bei einem 80%-Pensum.
Die
Beschwerdegegnerin
gewährte dem
Beschwerdeführer
keinen leidensbe
ding
ten Abzug mit der Begründung, dass die gesundheitliche Einschränkung bereits in der MEDAS-Beurteilung berücksichtigt worden sei (vgl. Urk. 11/84). Dies ist nicht zu beanstanden und wurde vom
Beschwerdeführer
nicht substantiell gerügt (vgl. Urk. 1).
5.7
Da sich die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers im Verlaufe des Jahres 2017 stufenweise geändert bzw. verbessert hat (vorstehend
E. 4.4
) sind jeweils drei verschiedene Einkommensvergleiche vorzunehmen.
D
em
Beschwerdeführer
war
von Januar bis Juni 2017 kei
ne Erwerbstätigkeit zumutbar
,
weshalb
für diesen Zeitraum ein
eine ganze Rente begründende
r
Inva
liditätsgrad von 100 %
resultiert
.
Für den Zeitraum von Juli bis August 2017 ergibt de
r Vergleich
des
Validenein
kommens
von Fr.
59’153
.-- mit
de
m
Invalideneinkommen von
Fr.
33’535
.--
eine E
inkommenseinbusse von Fr.
25’618
.-- und damit
einen
eine
Viertelsrente
be
gründenden Invaliditätsgrad von rund 43 %.
Für den Zeitraum ab September
2017
ergibt der Vergleich des
Validenein
kommens
von
Fr.
59’153
.--
mit
de
m
Invalideneinkommen von
Fr.
53’657
.--
eine Einkommenseinbusse von Fr.
5’496
.-- und damit einen rentenausschliessenden Invaliditätsgrad v
on rund
9
%.
5.8
Die per Juli bzw. per September 2017 eingetretene Verbesserung der Arbeits
fähigkeit des Beschwerdeführers ist
unter Berücksichtigung von Art. 88a Abs. 1 IVV (vgl.
vorstehend
E. 1.5)
erst nach drei Monaten, mithin per Oktober bzw. per Dezember 2017 zu berücksichtigen
(vgl. auch das Kreisschreiben über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung, KSIH, Stand 1. Januar 2018,
Rz
4018)
.
Dementsprechend hat der Beschwerdeführer
von Januar bis September 2017 Anspruch auf eine ganze Rente und von Oktober bis
November
2017 Anspruch auf eine
Viertelsrente
. Ab
Dezember
201
7
besteht kein Rentenanspruch mehr.
Dies führt zu teilweisen Gutheissung der Beschwerde.
5.9
Schliesslich ist der Telefongesprächsnotiz der Beschwerdegegnerin vom 2. Novem
ber 2017 mit dem Sohn des Beschwerdeführers zu entnehmen, dass dieser nur schlecht Deutsch verstehe und nicht verstanden habe, um was es gehe. Er habe jedoch gesagt, sein Vater sei krank und könne nicht arbeiten. Die
Beschwerdegegnerin gewährte dem Beschwerdeführer deshalb keine aktive Unt
er
stützung bei der Stellensuche oder bot ihm diese an (Urk. 11/85 S. 7). Dies
bezüglich ist festzuhalten, dass
die blosse Telefongesprächsnotiz seitens der Be
schwerdegegnerin als Eingliederungsmassnahme (vgl. vorstehend E. 1.
8
) nicht genüg
t
.
Der Beschwerdeführer kann seiner angestammten Tätigkeit als Bauarbeiter nicht mehr nachgehen, ihm sind nur noch leichte angepasste Tätigkeiten zumutbar (vorstehend E.
4.4
), weshalb nicht ausgeschlossen werden kann, dass berufliche Massnahmen für eine Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt notwendig sind. Der Beschwerdeführer ist deshalb darauf hinzuweisen, dass er sich bezüglich beruflicher Massnahmen jederzeit bei der Beschwerdegegnerin
(
an
)
melden kann.
6
.
6.1
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Ver
fahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und
unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und ermes
sens
weise auf Fr. 800.-- anzusetzen. Der Beschwerdeführer obsiegt nur in gerin
gem Umfang, weshalb es sich rechtfertigt, die Kosten dem Beschwerdeführer zu drei Vierteln
(Fr. 600.--)
und der Beschwerdegegnerin zu einem Viertel
(Fr. 200.--)
aufzuerlegen. Die dem Beschwerdeführer auferlegten Kosten sind infolge bewil
l
ig
ter unentgeltlicher Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen, dies unter Hinweis auf § 16 Abs. 4 des Gesetzes über das Sozialver
siche
rungsgericht (
GSVGer
).
6.2
Nach § 34 Abs. 1
GSVGer
hat die obsiegende Beschwerde führende Person An
spruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streit
wert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (§ 34 Abs. 3
GSVGer
).
Bei teilweisem Obsiegen ist praxisgemäss ein Anspruch auf eine Prozessentschädigung zu bejahen, wobei bei einem Teilerfolg, gemessen am Ergebnis der Anfechtung des vorinstanzlichen Entscheides, grundsätzlich Anspruch auf eine
red
uzierte Prozessentschädigung
besteht (BGE 117 V 401).
Die
unentgeltliche Rechtsvertreter
in des
Beschwerdeführer
s
r
eichte dem Gericht am 29. Juni
2018
eine
Honorarnote
in der Höhe von gesamthaft Fr. 2'198.80 (
in
klusive Barauslagen und
MWSt
) ein (
Urk. 14
). Die Höhe der Honora
rnote
erweist sich als angemessen.
Zufolge teilweisen Obsiegens des Beschwerdeführers hat die Beschwerdegegn
erin davon einen Betrag von Fr. 549.70
als Prozessentschädigung zu bezah
len. Im Rest
betrag von Fr. 1'649.10
wird die unentgeltliche Rechtsvertreterin aus der Ge
richtskasse entschädigt. Der Beschwerdeführer wird auf die Nachzahlungspflicht von § 16 Abs. 4
GSVGer
hingewiesen.