Decision ID: f8f6fe89-f38f-4230-a4fa-bf003ff9874c
Year: 2021
Language: de
Court: GR_VG
Chamber: GR_VG_001
Canton: GR
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

I. Sachverhalt:
1. Der strittige Vorfall fand am 8. Oktober 2020 in der Schule von B._
statt: A._ (Jg. C._) versteckte sich im Schulzimmer der
Handarbeitslehrerin unter einer Seitenablage und wollte sich gegenüber
derselben einen Scherz erlauben. In der Folge betrat aber nicht die
Handarbeitslehrerin, sondern der Schulleiter D._ das Schulzimmer.
Dieser forderte den Schüler auf, unter der Seitenablage hervorzukommen,
was der Schüler nach einiger Zeit denn auch tat. Der Schulleiter bestimmte
in der Folge, dass der Schüler seinen Karton mit seinen Unterrichtssachen
packen und ihn in die Werkstatt begleiten solle. Nachdem der Schüler
seine Sachen gepackt hatte, begab er sich nicht in Richtung Werkstatt,
sondern in Richtung seines Sitzplatzes im Schulzimmer, um seine
Nähmaschine zu holen. Der Schulleiter wollte den Schüler an diesem
Vorhaben hindern, reagierte mit einem schnellen Griff nach dem Karton
und traf dabei die Hand des Schülers. Daraufhin eskalierte die Situation
seitens des Schülers, indem dieser den Schulleiter beschimpfte (Vorwurf
der Lüge, Misshandlung und Amtsmissbrauch) und drohte mit der Polizei.
Dieser Vorfall machte ein Elterngespräch notwendig, welches tags darauf
in Anwesenheit des Schülers, dessen Mutter E._, F._
(Schulratspräsident) und des Schulleiters stattfand.
2. Am 18. Oktober 2020 sprach der Schulrat der Gemeinde B._
aufgrund der Vorkommnisse am 8. Oktober 2020 gegen A._ einen
schriftlichen Verweis wegen Nichteinhaltung der Schuldisziplin
(anständiges und rücksichtsvolles Verhalten gegenüber Lehrpersonen,
Befolgen von Weisungen von Lehrpersonen) aus. Im Wiederholungsfall
werde ein Ultimatum, ein TimeOut oder ein Schulausschluss verfügt (Ziff.
1 Verfügung). Weiter verlangte der Schulrat, dass die Mutter des Schülers
mit der Psychologin G._ (JPD GR) Kontakt aufnehme und eine
Therapie plane, worüber der Schulrat zu informieren sei (Ziff. 2
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Verfügung). Auf eine Strafe werde aufgrund der traumatischen Erlebnisse
in seiner Kindheit sowie den Auswirkungen des Besuches von Herrn
H._ (stalking) von derselben Woche verzichtet (Ziff. 3 Verfügung).
3. Gegen diesen Entscheid erhob E._ am 3. November 2020 als
gesetzliche Vertreterin von A._ Beschwerde beim Erziehungs-,
Kultur- und Umweltschutzdepartement Graubünden (EKUD). Weiter legte
sie auch eine Aufsichtsbeschwerde gegen den Schulleiter bei der
Regierung und eine Strafanzeige gegen denselben ein.
4. Das EKUD hiess die Beschwerde mit Entscheid vom 23. März 2021
teilweise gut, hob die Ziff. 2 der Verfügung des Schulrats mangels
gesetzlicher Grundlage für diese Anordnung auf, soweit es auf die
Beschwerde überhaupt eintrat.
5. Dagegen erhob die nunmehr durch Rechtsanwalt Max Bleuler vertretene
E._ als gesetzliche Vertreterin von A._ am 22. April 2021
Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Darin verlangte sie auch die
Aufhebung von Ziff. 1 und 3 der Verfügung vom Schulrat der Gemeinde
B._; weiter wurde die aufschiebende Wirkung beantragt sowie eine
Sistierung bis zur Verurteilung oder zum Freispruch des Schulleiters im
strafrechtlichen Verfahren. Am 23. und 26. April 2021 ergänzte der
Rechtsvertreter seine Beschwerdeschrift und reichte noch fehlende
Beilagen nach.
6. Nach Auffassung des Instruktionsrichters genügte diese Eingabe den
Vorgaben von Art. 38 VRG nicht. Er teilte deshalb dem Rechtsvertreter
des Beschwerdeführers mit Schreiben vom 27. April 2021 was folgt mit:
"Sehr geehrter Herr Bleuler
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Ihre Eingabe vom 22. April 2021 mitsamt Ergänzungen haben wir erhalten. Gemäss Art.
38 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100) hat eine
Beschwerde ein Rechtsbegehren, den Sachverhalt, eine kurze Begründung und eine
Unterschrift zu enthalten. Genügt eine Eingabe den gesetzlichen Erfordernissen nicht
oder ist sie in unziemlicher Form abgefasst, wird eine angemessene Frist zur Behebung
des Mangels angesetzt, mit der Androhung, dass auf die Eingabe sonst nicht eingetreten
werde. Ihre Eingabe genügt den vorgenannten gesetzlichen Anforderungen für die
Einleitung eines Verfahrens vor Verwaltungsgericht in mehrfacher Hinsicht nicht.
So wird bereits in der Legende auf Seite 2 der Eingabe der Schulleiter in unnötiger Art
und Weise herabgesetzt, indem er in der Beschwerdeschrift konsequent als 'Jäger'
bezeichnet wird aufgrund seiner angeblichen Freizeitbeschäftigung, welche ohne Grund
negativ bewertet wird und ohnehin für den vorliegenden Fall irrelevant ist. Solche
unnötigen und in diffamierender Absicht verwendeten Bezeichnungen sind in einer
Rechtsschrift an dieses Gericht zu unterlassen. Ohnehin hat eine korrekt verfasste
Beschwerdeschrift die richtigen Namen auszuweisen und nicht irgendwelche
Abkürzungen. Das Gericht verlangt zudem Klärung darüber, ob es sich bei den im
Entscheid des Regionalgerichts I._ Proz.Nr. J._ vom K._ (Beilage zur
Beschwerdeschrift) genannten Personen 'L._ und 'M._ und den im
angefochtenen Entscheid des EKUD aufgeführten und offenbar an derselben
Wohnadresse domizilierten 'E._' und 'A._' um verschiedene oder dieselben
Personen handelt und – falls Identität besteht – weshalb in verschiedenen Verfahren
unterschiedliche Namen verwendet worden sind. Vor diesem Hintergrund wird für das
vorliegende Verfahren zwecks Sicherstellung der Identität des Beschwerdeführers bzw.
seiner gesetzlichen Vertreterin das Vorlegen eines amtlichen Identitätsdokuments
(Kopie) angeordnet.
Weiter fehlen in der Rechtsschrift die übersichtliche Darstellung eines Sachverhaltes und eine konzise Begründung, weshalb das Gericht dem Antrag oder den Anträgen entsprechen sollte bzw. inwiefern die Vorinstanz rechtsfehlerhaft entschieden haben
sollte.
Ich sende Ihnen deshalb beigeschlossen eine Kopie Ihrer Eingabe vom 22. April 2021
mitsamt Ergänzungen zurück mit der Aufforderung, die Beschwerdeschrift im Sinne der
vorstehenden Ausführungen zu verbessern.
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Für die Behebung dieser Mängel räume ich Ihnen eine nicht erstreckbare Nachfrist bis zum 11. Mai 2021 ein. Werden die Mängel bis dahin nicht behoben, kann auf Ihre Eingabe vom 22. April 2021 mitsamt Ergänzungen nicht eingetreten werden. ...".
7. Innert Frist erfolgte eine abgeänderte Eingabe von RA Max Bleuler. Darin
lässt er zunächst auf rund 20 Seiten seinen Unmut über das obige
Schreiben des Instruktionsrichters freien Lauf. Die eigentliche
Beschwerdeschrift ist inhaltlich mehr oder weniger unverändert,
insbesondere die beanstandeten Punkte finden sich nach wie vor in der
Rechtsschrift.
Weil der Rechtsvertreter auch eine Andeutung über Ausstand und
Befangenheit des Instruktionsrichters gemacht hat, forderte ihn Letzterer
am 12. Mai 2021 auf, eine allfällige Ausstandseinrede konkret zu stellen
und zu begründen und setzte hierfür eine Frist bis zum 25. Mai 2021;
ebenfalls beschied der Instruktionsrichter dem Rechtsvertreter, dass er
ohne explizites Ausstandsbegehren davon ausgehe, dass dieses nicht
gestellt sei. Innert Frist ist hierauf keine Stellungnahme des
Rechtsvertreters eingegangen.

II. Das Gericht zieht in Erwägung:
1.1. Nach Art. 38 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR
370.100) sind Rechtsschriften in einer Amtssprache abzufassen und
haben das Rechtsbegehren, den Sachverhalt und eine Begründung zu
enthalten (Abs. 1). Sie sind zu unterzeichnen und im Doppel unter Beilage
der verfügbaren Beweismittel und des angefochtenen Entscheids
einzureichen. Weitere Beweismittel sind genau zu bezeichnen (Abs. 2).
Genügt eine Eingabe den gesetzlichen Erfordernissen nicht oder ist sie in
ungeziemlicher Form abgefasst, unleserlich oder unnötig umfangreich,
wird eine angemessene Frist zur Behebung des Mangels angesetzt mit
- 6 -
der Androhung, dass auf die Eingabe sonst nicht eingetreten werde (Abs.
3).
1.2. Vorliegend geht es in erster Linie um die Frage, ob der mit dem
Beschwerdeverfahren mandatierte Rechtsvertreter (RA Max Bleuler) des
Beschwerdeführers vom Instruktionsrichter zu Recht mit Schreiben vom
27. April 2021 darauf hingewiesen wurde, dass die (erste Beschwerde-)
Eingabe vom 22. April 2021 (41 Seiten) den gesetzlichen Erfordernissen
gemäss Art. 38 VRG nicht genüge und deshalb bis zum 11. Mai 2021
entsprechend 'nachzubessern' sei, andernfalls auf diese nicht eingetreten
werde. Innert Frist reichte der besagte Rechtsvertreter am 10. Mai 2021
eine (zweite) Eingabe (73 Seiten) bei Gericht ein. Für das Gericht stellt
sich vorliegend nun die formelle (Vor-) Frage, ob diese zweite Eingabe
immer noch als ungenügend bezeichnet werden muss und daher
androhungsgemäss laut Art. 38 Abs. 3 VRG auf die Beschwerde nicht
eingetreten werden kann.
1.3. Nach Auffassung des Gerichts ist dem mandatierten Rechtsvertreter mit
seiner Reaktion in der (zweiten) Eingabe vom 10. Mai 2021 insofern Recht
zu geben, als der Instruktionsrichter im Schreiben vom 27. April 2021 den
erwähnten Art. 38 VRG nicht ganz präzise wiedergegeben hat, wobei der
Wortlaut der Bestimmung nicht als Zitat eröffnet wurde. Der Hinweis auf
eine 'kurze Begründung' entsprach insofern nicht dem Wortlaut, als in Art.
38 Abs. 1 VRG lediglich vom Formerfordernis der 'Begründung' die Rede
ist. Diese 'erhöhte Gesetzesinterpretation' ist in der Sache aber irrelevant,
weil der Instruktionsrichter dem Rechtsvertreter nicht eine zu langatmige
Begründung vorgeworfen hatte, wozu er gestützt auf Art. 38 Abs. 3 VRG
('unnötig umfangreich', da Rechtsschrift mit 41 Seitenumfang offenkundig
z.T. sehr weitschweifig und inhaltlich nicht konzis/nur schwer verständlich)
ohne weiteres befugt gewesen wäre. Den diesbezüglichen Einwänden des
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Beschwerdeführers in seiner zweiten Eingabe (73 Seiten) kann deshalb
nicht gefolgt werden.
1.4. Dem besagten Rechtsvertreter ist aber wohl darin zuzustimmen, dass der
im Schreiben des Instruktionsrichters vom 27. April 2021 verlangte
Identitätsnachweis des Beschwerdeführers (Schüler) sowie seiner
gesetzlichen Vertreterin (Mutter) wohl nicht problemlos durchsetzbar
(sofort vollstreckbar) wäre. Immerhin sei dazu doch noch speziell erwähnt,
dass man auf eine abenteuerliche Entführungsgeschichte (Mutter entführt
Kind) stösst, wenn man den Namen der gesetzlichen Vertreterin des
Beschwerdeführers googelt (https://de.wikipedia.org/wiki/E._). Ob
die hier vor Gericht auftretende Mutter des Beschwerdeführers dieselbe
Person ist, kann – ohne amtlichen Identitätsnachweis – nicht mit
Zuverlässigkeit gesagt werden; gewisse Auffälligkeiten in diese Richtung
gibt es, sie spielen aber für das vorliegende (Disziplinar-) Verfahren keine
zentrale Rolle.
1.5. Hingegen ist von entscheidender Bedeutung, dass der Rechtsvertreter die
zentralen Kritikpunkte aus dem Schreiben des Instruktionsrichters vom 27.
April 2021 nicht umgesetzt hat. Zwar verzichtet der fragliche
Rechtsvertreter ab Seite 25 auf die Bezeichnung 'Jäger', verschlimmert
aber auf den ersten 20 Seiten der zweiten und jüngeren Eingabe vom 10.
Mai 2021 die Diffamierung um ein Mehrfaches; so etwa indem er auf Seite
7 zu erklären versucht, dass der Lehrer Jäger ist und deshalb nicht nur mit
der Schusswaffe Tiere tötet, sondern die Leiche dann auch noch
transportfähig mache, wozu man ein Messer benötige. Auf Seite 16 f. wird
weiter moralisiert/moniert: "man muss bereit sein und es mit dem eigenen
Gewissen vereinbaren können – Tiere zu töten = die höchste Form der
Gewalt anzuwenden. Diese Bereitschaft des Lehrers beweist, dass dieser
bereit ist, Probleme mit Gewaltanwendung zu lösen." Auf Seite 17 wird
sodann als Quintessenz festgestellt: "Wo es Waffen hat – und Jäger sind
- 8 -
Waffennarren + Sammler, sowohl Stich- und als Feuerwaffen und die
dazugehörige Munition, sie kaufen Waffenzeitschriften, einige sind auch
an Sprengstoff interessiert = Militär- ist immer eine potentielle, erhöhte
Todesgefahr latent für diejenigen, die mit dem Waffenbesitzer Kontakt
haben – hier gar vom Staat erzwungen = die BF + L, E und M." Der
betreffende Rechtsvertreter wurde vom Instruktionsrichter im Schreiben
vom 27. April 2021 zudem angewiesen, in der Rechtsschrift die mit einem
oder zwei Grossbuchstaben abgekürzten Namen auszuschreiben.
Unbeirrt von dieser dem Verständnis und der Lesbarkeit der
Beschwerdeschrift dienenden Anweisung des Instruktionsrichters blieb
auch die zweite Eingabe 'verschlüsselt' (so z.B. gemäss "Aussage von
MH, TJ, Schüler L, Opfer L, L und seine Mutter, der jüngste E" etc.). Damit
ist der fragliche Rechtsvertreter seiner Obliegenheit bzw. beruflichen
Verpflichtung auf Nachbesserung seiner ersten Eingabe – trotz
Aufforderung des Instruktionsrichters dazu – auch mit der zweiten Eingabe
vom 10. Mai 2021 aktenkundig nicht nachgekommen, weshalb die bereits
angedrohte Rechtsfolge nach Art. 38 Abs. 3 VRG (Nichteintreten auf
Beschwerde infolge Nichtbehebung der mit Schreiben vom 27. April 2021
gerügten und detailliert aufgeführten Mängel) vorliegend zum Zuge
kommt.
2.1. Nach Art. 18 VRG haben sich die am Verfahren Beteiligten und ihre
Vertreterinnen und Vertreter gegenüber den Behörden und unter sich
anständig zu verhalten und jede mutwillige Streitsucht und Trölerei zu
vermeiden (Abs. 1). Mutwillige Einleitung oder Führung eines Verfahrens
sowie grobe Verletzung des Anstandes gegenüber Behörden und
Mitbeteiligten ahndet die in der Sache selbst entscheidende Behörde mit
Verweis oder Ordnungsbusse bis 1'000 Franken (Abs. 2).
2.2. Im konkreten Fall drängt sich zweitens noch die Prüfung und Klärung auf,
ob das Verhalten des Rechtsvertreters (RA Max Bleuler) durch seine
- 9 -
Wortwahl in seiner zweiten Eingabe vom 10. Mai 2021 gegenüber dem
Instruktionsrichter unanständig war bzw. eine grobe Verletzung des
Anstandes darstellt und es sich daher rechtfertigt, dieses (Fehl-) Verhalten
gestützt auf Art. 18 Abs. 2 VRG zu ahnden.
2.3. Wie der nachgereichten Zweiteingabe des fraglichen Rechtsvertreters
vom 10. Mai 2021 entnommen werden kann, liess er sich darin – nach
Ansicht des Gerichts – zu absolut inakzeptablen Formulierungen und
persönlichen Vorwürfen im Vorspann der jüngsten Eingabe gegenüber
dem Instruktionsrichter hinreissen. Dem ist umso mehr beizupflichten, als
der Instruktionsrichter den Rechtsvertreter mit Schreiben vom 12. Mai
2021 noch einlud, eine Ausstandseinrede konkret bis zum 25. Mai 2021
zu stellen und zu begründen, worauf der Rechtsvertreter indessen nicht
mehr reagierte und somit den Ausstand des Instruktionsrichters selbst
nicht weiter thematisierte.
2.4. Als exemplarische Beispiele für das unziemliche und unwürdige Verhalten
des Rechtsvertreters seien folgende Textpassagen in seiner
nachgereichten (zweiten) Beschwerde vom 10. Mai 2021 angeführt (so
Seite 5): "ihres Schreiben 27. April 2021 ist als überspitzter Formalismus
nach BV 9 und 29 zu qualifizieren Sie fühlen sich beleidigt, weil ihr beide
Staatsbeamte seid An der Uni wird gelehrt, dass ein wesentliches Problem
der Gewaltentrennung die Gemeinschaft der 'Staatsangestellten' bildet".
Auf Seite 11 – "Fazit: der Vorwurf 27.4.21 dieser Behörde, es fehle die
'übersichtliche Darstellung des Sachverhalts' entpuppt sich als reine
Willkür BV 9 + 29. Tatsächlich hatte diese Behörde keine Lust die Akten
zu studieren"; Seite 12 – "Fazit: nur diese Behörde versteht gar nix: weder
den Sachverhalt noch die Begründung noch die erhobenen Rügen –ja, die
kennt nicht mal die Bundesverfassung, weil diese 'BV' abgekürzt ist. Ja
nicht einmal die Parteien versteht diese Behörde –und bezichtigt gar die
BF des Gerichtsbetruges. Alle anderen Instanzen haben das begriffen =
- 10 -
Schulleitung, Schulrat, Zivilgericht, untere Instanz, Regierungsrat als
Aufsichtsbehörde, die BF Sechs Instanzen haben gerafft, wer die Parteien
sind –nur diese Behörde versteht gar nix, wie aus ihrem Geständnis =
Willkürbrief 27.4.21 Seite 1 Zeile 17 – 24 klar hervorgeht"; Seite 15: "Tja,
wie spricht denn besagter Richter den schreibenden Rechtsanwalt denn
an? Mit: 'Herr' und sein Name –wo bleibt denn der Rechtsanwalt ? sie sind
hier beim Arbeiten, Herr Beamter –nicht in der Kneipe"; Seite 18: "Dieses
Amt hat wohl noch nie nen Bundesgerichts- sowie andere Urteile gelesen".
2.5. Nach Auffassung des Gerichts zeugen die zitierten Textpassagen von
einer inakzeptablen Geringschätzung sowohl des Verwaltungsgerichts als
staatliche Institution als auch des zuständigen Instruktionsrichters als
Person sowie auch als juristisch geschulte und komplett ausgebildete
Fachkraft mit mehrjähriger Berufserfahrung auf dem Gebiet des
öffentlichen Rechts und der Verfahrensabläufe während hängiger
Gerichts- und Prozessverfahren. Die despektierlichen Äusserungen und
unhaltbaren Unterstellungen des betreffenden Rechtsvertreters
gegenüber der Justiz und seiner konkreten Funktionsträger stellen
deshalb eine grobe Verletzung des Anstandes im Sinne von Art. 18 Abs.
2 VRG dar und werden vom Gericht nach pflichtgemässem Ermessen mit
einer Ordnungsbusse in der Höhe von CHF 750.-- belegt, was 3⁄4 der
höchstmöglichen Ordnungsbusse entspricht. Die vorgängige Abklärung
der Einkommens- und Vermögensverhältnisse des Anwalts ist bei
Festsetzung einer gesetzlichen Ordnungsbusse nicht erforderlich.
3.1. Zusammengefasst ergibt sich, dass die zweite (Beschwerde-) Eingabe
vom 10. Mai 2021 immer noch nicht den gesetzlichen Anforderungen
entspricht, so dass eine materielle Behandlung von vornherein ausser
Betracht fällt. Auf die Beschwerde ist daher ohne Durchführung eines
Schriftenwechsels (Art. 54 Abs. 2 VRG) bereits aus formellen Gründen
nicht einzutreten.
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3.2. Bei diesem Ausgang des Verfahrens werden die Gerichtskosten gestützt
auf Art. 72 Abs. 1 sowie Art. 73 Abs. 1 VRG dem Rechtsvertreter RA Max
Bleuler auferlegt, da er das vorliegende Verfahren veranlasst und damit
die aus dem Nichteintretensentscheid anfallenden Kosten verursacht hat.
3.3. Infolge Verletzung der Verfahrensdisziplin wird der bezeichnete
Rechtsvertreter überdies mit einer Ordnungsbusse von CHF 750.--
bestraft.
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