Decision ID: d7ba265f-40b2-4e59-ace4-9a37a9def72d
Year: 2019
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren
1967
,
absolvierte
die
obligatorische
Schulzeit und ver
fügt über keine abgeschlossene berufliche Ausbildung. Eine Lehre als
Auto
ersatz
teilverkäufer
brach er ab
, bevor er die Abschlussprüfung absolvieren konnte
(
Urk. 7/12/1-5 S. 2
Mitte
)
. Er war
von 1985 bis 2002 bei
diversen
Arbeitgebern
temporär
angestellt. Danach war er nicht mehr erwerbstätig (vgl.
Urk. 7/8).
Unter Hinweis auf
eine Persönlichkeitsstörung
meldete
er
sich am
9
.
Dezember 2015
(
Urk.
7/
4)
bei der Invalidenversicheru
ng zum Leistungsbezug an (Urk. 7/4
). Die IV-Stelle,
tätigte in der Folge
medizinische und erwerbliche
Abklärungen
und
veranlasste
bei
Dr. med.
Z._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH,
zertifizierter medizinischer Gutachter SIM,
ein
psychiatrisches
Gutachten,
das
dieser
am
1. September 2016 (Urk. 7/22)
erstattet
e
sowie am 2.
Mai 2017 (Urk. 7/41) auf Rückfrage
n
hin
ergänzt
e.
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Urk.
7
/
43
, Urk. 7/47, Urk. 7/50
) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom
20
.
September
2017
(Urk. 7/53 = Urk. 2)
einen
Leistungsanspruch
.
2.
Dagegen erhob
der
Versicherte am
20
.
Oktober
2017 (Urk. 1) Beschwerde und be
antragte
, es sei die Verfügung vom 20. September 2017
aufzuheben
sowie eine psychiatrische und neuropsychologische Begutachtung durchzuführen und über den Leistungsanspruch zu entscheiden
.
Zudem beantragte er die unentgeltliche Prozessführung (S. 2).
Die
Beschwerdegegnerin
beantragte mit Beschwerdeantwort vom
24
.
November 2017 (Urk. 6
) Abweisung der Beschwerde, was
dem
Beschwerdeführer
mit
Verfü
gung vom
1
.
Dezember
2017 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk.
8
).
Mit selbiger Verfügung wurde ihm zudem die unentgeltliche Prozessführung gewährt.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über den Allge
meinen Teil
des Sozialversicherungsrechts [
ATSG
]
). Sie kann Folge von Geburts
gebrechen,
Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über die Invalidenversicherung [IVG]
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein
trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Nach der Rechtsprechung führt Drogensucht wie auch Alkoholismus und Medi
kamentenmissbrauch als solche nicht zu einer Invalidität im Sinne des Gesetzes. Dagegen wird sie im Rahmen der Invalidenversicherung relevant, wenn sie eine Krankheit oder einen Unfall bewirkt hat, in deren Folge ein körperlicher oder geistiger, die Erwerbsfähigkeit beeinträchtigender Gesundheitsschaden eingetre
ten ist, oder wenn sie selber Folge eines körperlichen oder geistigen Gesundheits
schadens ist, dem Krankheitswert zukommt (BGE 124 V 265 E. 3c). Aus letzterem Leitsatz folgt nicht, dass die Auswirkungen einer Drogensucht, die ihrerseits auf einen Gesundheitsschaden zurückgeht, per se invaliditäts
begründend sind. Die zitierte Praxis setzt vielmehr den Grundsatz um, dass funktionelle Einschränkun
gen nur anspruchsbegründend sein können, wenn sie sich als Folgen selbständi
ger Gesundheitsschädigungen darstellen (Art. 6 ff. ATSG und Art. 4 Abs. 1 IVG). Insofern verhält es sich ähnlich wie im Verhältnis zwischen psychosozialen oder soziokulturellen Umständen und fachärztlich festgestellten psychischen Störun
gen
von Krankheitswert (BGE 127 V 294 E. 5a): Wo die Gutachter im Wesentli
chen nur Befunde erheben, welche in der Drogensucht ihre hinreichende Erklä
rung finden, gleichsam in dieser aufgehen, ist kein invalidisierender psychischer Gesundheitsschaden gegeben. Dies trifft zu, wenn davon auszugehen ist, dass sich beispielsweise ein depressives Zustandsbild bei einer (angenommenen) positiven Veränderung der suchtbedingten psycho
sozialen Problematik wesentlich
bessern
(und die damit verbundene Beein
trächtigung des Leistungsvermögens sich ent
sprechend verringern) würde (Urteil des Bundesgerichts 8C_582/2015 vom 8. Oktober 2015 E. 2.2.1).
Angesichts der insoweit finalen Natur der Invalidenversicherung (BGE 120 V 95 E. 4c; Meyer/
Reichmuth
, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Auf
lage 2014,
Rn
51 zu Art. 4) ist nicht entscheidend, ob die Drogensucht Folge eines körperlichen oder geistigen Gesundheitsschadens ist oder ob die Sucht ausserhalb eines Kausalzusammenhangs mit dem versicherten Gesundheitsschaden steht. In beiden Konstellationen sind reine Suchtfolgen IV-rechtlich irrelevant, soweit sie als solche allein leistungsmindernd wirken. Hingegen sind sie gleichermassen IV
rechtlich relevant, soweit sie in einem engen Zusammenhang mit einem eigen
ständigen Gesundheitsschaden stehen. Dies kann der Fall sein, wenn die Drogen
sucht – einem Symptom gleich – Teil eines Gesundheitsschadens bildet (BGE 99 V 28 E. 3b); dies unter der Voraussetzung, dass nicht allein die unmittelbaren Folgen des Rauschmittelkonsums, sondern wesentlich auch der psychiatrische Befund selber zu Arbeitsunfähigkeit führt. Sodann können selbst reine Suchtfol
gen invalidisierend sein, wenn daneben ein psychischer Gesundheitsschaden besteht, welcher die Betäubungs
mittel
abhängig
keit
aufrechterhält
oder deren Fol
gen massgeblich verstärkt. Umgekehrt können die Auswirkungen der Sucht (unabhängig von ihrer Genese) wie andere psychosoziale Faktoren auch mittelbar zur Invalidität beitragen, wenn und soweit sie den Wirkungsgrad der Folgen eines Gesundheitsschadens beeinflussen (Urteil des Bundesgerichts 8C_582/2015 vom 8. Oktober 2015 E. 2.2.2).
Im erwähnten Urteil 8C_582/2015 vom 8. Oktober 2015 E. 4 hat das Bundes
ge
richt entschieden, dass die Rechtsprechung gemäss BGE 141 V 281 psycho
soma
tische Leiden betrifft und auf Suchtproblematiken nicht anwendbar ist
.
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in
der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin führte in ihrer leistungsabweisenden Verfügung vom 20. September 2017 (Urk. 2) aus,
gestützt auf das Gutachten von Dr.
Z._
, welches keine Arbeitsunfähigkeit ausweise,
sei
en
dem Beschwerdeführer keine
Leistungen
der Invalidenversicherung z
uz
usprechen
(S. 1).
2.2
Der Beschwerdeführer
stellte sich in
seiner
Beschwerde vom
20
.
Oktober
2017 (Urk. 1)
hingegen
auf den Standpunkt,
dass
auf das Gutachten von Dr.
Z._
nicht abgestellt werden könne, da es den Beweiswert eines Gutachtens nicht zu erfüllen vermöge.
Es sei
nicht überzeugend und schlüssig.
Zudem
bestünden diverse Ungereimtheiten im Zusammenhang mit dessen Durchführung und Erstellung. Darum werde die Durchführung eines psychiatrisch-neuropsycho
logi
schen Gutachtens beantragt, damit danach neu über
den
Leistungsanspruch befunden werden könne
(S.
7-10
).
2.3
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung hat
respektive, ob es zu deren Beurteilung ergänzender Abklärungen bedarf
.
3.
3.1
Oberarzt
Dr. med.
A._
und
Psychologin
lic
. phil
.
B._
vom C._
, wo
sich
der Beschwerdeführer seit dem 12.
Sep
tember 2006 in
einem heroingestützten
Behandlung
sprogramm
für Drogen
süch
tige
befindet
,
nannten in ihrem undatierten Bericht
(Urk.
7
/
12/1-5; letzte Kon
trolle vor dem Bericht: 1.
April
2016
)
folgende
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S.
1):
-
entwicklungsbedingte kombinierte Persönlichkeitsstörung mit ängstlich-vermeidenden, narzisstischen und dissozialen Zügen (ICD-10 F61), beste
hend seit der Pubertät
-
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode (ICD-10 F33.0)
-
einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung (ICD-10 F99.0)
Zudem nannten sie folgende Diagnosen ohne
Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
(S.
1):
-
Psychische
-
und Verhaltensstörung durch Opioide: Abhängigkeits
syn
drom, gegenwärtige Teilnahme an einem ärztlich überwachten Ersatz
dro
genprogramm (ICD-10 F11.22)
,
Substitution im
h
eroin
gestützten Behand
lungs
programm
-
Psychische
-
und Verhaltensstörung durch
Cannabinoide
: Abhängigkeits
syndrom, gegenwärtiger Substanzgebrauch, aktive Abhängigkeit (ICD-10 F12.24)
-
s
chädlicher Gebrauch von Alkohol (
ICD-10
F10.1)
Die Fachpersonen des
C._
s
berichtete
n
,
es
bestehe eine leicht-
mittelschwere
kognitive Störung. Es lasse
sich nicht genau sagen,
i
nwieweit die kognitiven Ein
bussen der Persönlichkeitsstörung und daraus resultierender
Lebensent
wicklung oder
der
Abhängigkeitserkrankung zugeordnet werden könn
t
en
. Die
Orien
tierung in sich selber und
die
Integration i
n der Gesellschaft habe sich im
Lebens
verlauf
des Beschwerdeführers
nicht etablieren können.
Eine g
esell
schaftliche
Integration
sei
weder auf der Be
ziehungs- noch auf der Arbeits
ebene möglich.
P
ersönlich
keitsbedingte (nicht integ
r
ierb
ar) sowie affektive Gründe
hätten
zur vorliegenden Arbeitsunfähigkeit geführt und könn
t
en im Zusammen
hang mit
wiederholter Entwurzelung des
Beschwerdeführers
inter
pretiert werden.
F
ehlendes konstantes
Umfeld, Entwurzelung und
emotionale Vernach
lässigung
hätten
zur Identitäts
problematik
sowie
Delinquenz des Beschwerde
führers geführt. Ein adäquater Durchlauf adoleszenter Reifungsschritte sei nicht möglich gewesen.
Infolge der
Chronifizierun
g
werde eine künftige g
esell
schaftliche
Reintegration stark erschwert bis verunmöglicht
(S. 3).
Weiter
hielten die Fachpersonen des
C._
s fest, die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit sei aus psychiatrischer Sicht keine Frage der Drogenabstinenz, sondern sie sei hauptsächlich limitiert durch die psychischen und kognitiven Einschränkungen. Es bestehe eine verminderte Leistungsfähigkeit aufgrund der eingeschränkten Belastbarkeit mit Defiziten betreffend die Flexibilität, die Umstellfähigkeiten und die Strukturierung von Aufgaben. Es fänden
sich
deutliche Beeinträchtigungen im sozialen Bereich. Das Durchhaltevermögen sei stark herabgesetzt und es f
i
nde sich eine Umkehr des Tag-Nacht-Rhythmus (S. 4 Ziff. 1.7). Mit medizinischen Mass
nahmen liessen sich die Einschränkungen nicht vermindern (Ziff. 1.8). Mit der Wiederaufnahme einer beruflichen Tätigkeit könne nicht gerechnet werden (Ziff. 1.9).
3.2
Dr.
Z._
nannte in seinem psychiatrischen Gutachten vom 1
.
September 2016
(Urk.
7/
22
)
keine
Diagnosen mit Auswirku
ng auf die Arbeitsfähigkeit (S. 17
19
Ziff.
III 1
)
.
Als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte
er
ein
Abhängigkeitssyndrom bei Heroin, Cannabis und Alkohol bei gegenwärtiger Teilnahme an einem ärztlich überwachten Ersatzdrogenprogramm (ICD-10 F19.22) und akzentuierte Persönlichkeit mit dissozialen und narzissti
schen Anteilen (S.
19 f.
und 20
Ziff.
III 2
).
Dr.
Z._
führte aus, es
f
i
nde sich keine therapierelevante andere psychiatri
sche Erkrankung ausserhalb der Sucht. Damit seien weitere Therap
ieoptionen obsolet (S. 21 Ziff.
IV.3). Es
bestehe
eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in der bishe
rigen Tätigkeit (S. 23 Ziff.
VI.1). Der Beschwerdeführer selber sehe keinerlei Not
wendigkeit, in einen Beruf zurückzukehren. Auch entsprechende berufliche Massnahmen seien für ihn nicht vorstellbar
.
Bei einer derart klaren Ablehnung von entsprechenden
Massnahmen
finde sich keine oder nur eine geringe Chance auf eine berufliche Integration durch ber
ufliche Massnahmen (S. 23 Ziff.
VI.3).
Ferner wies Dr.
Z._
explizit darauf hin, dass eine so klare Haltung, wie sie der Beschwerdeführer an den Tag
ge
legte
habe
, innerhalb einer Begutachtung selten zu finden sei. Es sei eine stringente klare Darstellung, der durch ihn erleb
ten Tatsachen. Dabei führte er den Beschwerdeführer zitierend an: «Ich habe keine psychiatrische Erkrankung. Ich möchte nicht arbeiten. Ich habe kein Interesse mich anzupassen und eine Arbeitsstelle zu suchen, die mich nicht adäquat befriedigt» (S. 24 Ziff. VIII).
Ergänzend führte Dr.
Z._
am 2. Mai 2017 (Urk. 7/41) aus,
im
Gutachten des
D._
von 1988
(
vgl. Urk. 7/37
)
finde sich eine diagnostische Einteilung, die nicht mehr den aktuellen Kriterien entspreche. Es finde sich keine ICD-10 Diagnose. Ein 30 Jahre alter Bericht könne nicht über den aktuellen Gesundheitszustand Ausdruck geben. Nach
Überp
rüfung
dieses
Gutachtens
und der (schriftlichen) Angaben des Versicherten sehe er
keine Veränderung in
Bezug auf die Arbeitsfähigkeit
.
4.
4.1
Das psychiatrische Gutachten von Dr.
Z._
vom
1
.
September
201
6 (
Urk. 7/22;
E. 3
.
2
) beruht auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen
was bei einer psychiatrischen klini
schen Untersuchung eine Anamneseerhebung (zur
allgemeinen Anamnese
vgl. S.
12
, zur
Berufs
- und
Arbeits
anamnes
e
vgl.
S.
14, zu somatischen und psychiatrischen Erkrankungen sowie zur psychotherapeuti
schen Behandlung
vgl.
S. 14 f., zur Suchtanamnese
vgl.
S. 16, zur Eigenanam
nese
vgl.
S. 16 f.
), Symptomerfassung und Verhaltens
beobachtung (vgl. S. 6-
12
) umfasst (
siehe
Urteil des Bundesgerichts 8C_47/2016 vom 15. März 2016 E. 3.2.2)
wurde in Kenntnis der
und in Auseinandersetzung
mit den
Vorakten
erstattet (S. 4 f.
, S.
19
f.), berücksichtigt die geklagten Beschwerden und
setzt sich mit diesen sowie dem Verhalten
des Beschwerde
führers
auseinander (S.
7
, S.
18
20
). Dr.
Z._
hat die medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtend dargelegt und
seine Schlussfolgerung nachvollziehbar begründet.
So
führte er plausibel aus, dass
der Beschwerdeführer
zwar
an einer multiplen Substanzab
hängigkeit
, jedoch an keiner selbständigen psychischen Erkrankung mit Auswir
kung auf die Arbeitsfähigkeit leidet und insgesamt nur suchtrelevante Symptome dargestellt wurden (S. 10
Ziff.
I.4). Sowohl die
Cannabinoide
wie auch die Opiate waren in der Laboruntersuchung hochpositiv (S. 12
Ziff.
I.9.2). Dr.
Z._
konnte schlüssig darlegen, dass weder eine vorangehende Gesundheitsstörung zum Abhängigkeitssyndrom geführt hat
,
(S. 10
Ziff.
I.5) noch
das Abhängigkeits
syndrom zu einer irreversiblen Gesund
heitsstörung geführt hat (S. 11
Ziff.
I.6).
Damit
entspricht die Expertise von Dr.
Z._
-
mitsamt den Ergänzungen -
den bundesgerichtlichen Vorgaben an ein beweiskräftiges Gutachten
(vgl.
E. 1.
5
).
4.2
4.2.1
Die
Fachpersonen des
C._
s
(E. 3
.1
) stellten als Diagnose
n
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit – abweichend von Dr.
Z._
(E. 3.
2
)
-
eine entwicklungs
bedingte kombinierte Persönlichkeitsstörung
, eine rezidivierende depressive Stö
rung und eine einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung
.
Vorwegzuschicken ist, dass aus ihrem Bericht nicht eindeutig hervorgeht, in
wiefern die von ihnen beschriebenen funktionellen Einschränkungen
reine Sucht
folgen
darstellen oder
in einem engen Zusammenhang mit einem eigenständigen
psychischen
Gesundheitsschaden
stehen
(vgl. E. 1.
3
).
So attestierten
sie dem Beschwerdeführer eine leicht-mittelschwere kognitive Störung
und hielten fest, dass sie jedoch nicht beurteilen
k
ö
nnten, ob diese der Persönlichkeitsstörung oder der Abhängigkeitser
krankung zuzuordnen wäre
. Widersprüchlich dazu
berichte
ten
sie, die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit sei aus psychiatrischer Sicht keine Frage der Drogenabstinenz, sondern sei limitiert hauptsächlich dadurch die psychischen und kognitiven
Einschränkungen (
E. 3.1
). Dies weist auf
eine
fehlende
Stringenz
in ihrem Bericht hin, was an dessen Aussage- respektive Beweiskraft zweifeln lässt.
Darüber hinaus fällt auch ihre Diagnosestellung nicht überzeugend aus.
Dr.
Z._
setzte sich im Detail mit dieser auseinander und verwarf sie mit einleuchtender Begründung.
4.2.2
Kombinierte Persönlichkeitsstörungen
müssen gemäss den diagnostischen Leitli
nien Merkmale mehrerer verschiedener Störungen des Abschnittes für spezifische
Persönlichkeitsstörungen (F.60) aufweisen
. Dabei müssen
- neben den Voraus
setzungen für die spezifischen Persönlichkeitsstörungen -
zumindest drei der fol
genden Eigenschaften oder Verhaltensweisen vorliegen:
1.
Deutliche Unaus
gegli
chenheit in den Einstellungen und im Verhalten in mehreren Funktionsbereichen;
2.
Ein andauerndes und gleichförmiges Verhaltensmuster; 3.
Ein tiefgreifendes und in vielen persönlichen und sozialen Situationen ein
deutig unpassendes Ver
haltensmuster;
4.
Ein
Störungsbeginn in der Kindheit oder Jugend;
5.
Die Störung führt zu deutlichem subjektivem Leiden;
6.
Die Störung ist meistens mit deutli
chen Einschränkungen der beruflichen und sozialen Leistungsfähigkeit verbun
den
(vgl.
dazu F6
0
spezifische Persönlich
keitsstörungen und F61 kombinierte und andere Persönlichkeits
störungen F61
in
Dilling
/
Mambour
/Schmidt,
Interna
tionale
Klassifikation psychi
scher Störungen: ICD-10 Kapitel V [F]: Klinisch diagno
stische Leitlinien, 10. Aufl. 2015, S.
276
-
284
).
Aus
Dr.
A._
s
und
lic
. phil.
B._
s
Bericht
(E. 3.1)
geht nicht hervor, wel
che notwendigen
ICD-10-
Kriterien
sie für das Bestehen
einer kombinierten Per
sönlichkeitsstörung
als erfüllt eracht
e
te
n. Es scheint, als führten sie die Diagnose auf den Umstand
der fehlenden gesellschaftlichen Integration,
auf
Vermeidungs
tendenzen,
auf
fehlende Übernahme von Verantwortung und ein Nicht-Etablieren einer Orientierung in sich selber
zurück
(
vgl.
Urk. 7/12 S. 3 Beurteilung)
. Eine Ausrichtung an den
diagnostischen Leitlinien
gemäss ICD-10
und
einer
damit einhergehende
n
Verknüpfung mit den genannten Kriterien
fehlt
.
Demgegenüber
zeigte
Dr.
Z._
nachvollziehbar
auf, dass
die
für die Diagnose einer
Persönlichkeitsstörung verlangte
deutliche
Unausgeglichenheit im Ver
hal
ten und in mehreren Funktionsbereichen wie Affektivität,
Antrieb, Impuls
kon
trolle, Wahrnehmung, Denken und Beziehungen
beim Beschwerde
führer nicht vorliegt und er in verschiedenen Funktionsbereichen adäquat struktu
riert für sich selber Entscheidungen treffen kann
. Ebenso legte er
plausibel
dar, dass im Begehen
von Straftaten nicht automatisch das
Fehlen
einer
Impulskontrolle
zu sehen ist, zumal der Beschwerdeführer
selbst
angab
,
dies zu brauchen und
auch genau
gewusst
zu haben, was er mach
t
e
. Weiter erläuterte
Dr.
Z._
überzeu
gend
, dass mit der Delinquenz und der Drogenabhängigkeit nicht ein an sich krankheitsrelevantes Verhaltensmuster vorliegt und insbesondere kein für eine Persönlichkeitsstörung essenzieller Leidensdruck auszumachen ist
(Urk. 7/22 S. 18
f
)
.
Er konnte schlüssig aufzeigen, dass die Anteile einer gewissen Störung (Angabe nicht arbeiten zu brauchen, geringe Anteile an Empathie gegenüber den Opfern seiner Delinquenz, merkwürdige
Weltanschauung [flache Erde]), aus
serhalb der Norm liegen, jedoch keinen Krankheitswert im Sinne ein
er ICD
10
Diagnostik aufwei
sen, sodass er plausibel eine akzentuierte Persön
lich
keit
diagnostizierte (S. 20)
.
Zu Recht wies Dr.
Z._
in seiner Ergänzung vom 2. Mai 2017 (E. 3.2)
darauf hin
, dass sich aus dem rund 30 Jahre alten Gutachten des
D._
keine
diagnostische
n
Schlüsse nach ICD
10 zum
aktuellen
Gesund
heitszustand
ableiten liessen
.
So findet sich darin kein Befund, welcher die notwendigen
erwähnten
Kriterien für eine kombinierte Persönlich
keitsstörung nach ICD-10 erfüllen würde.
Nach dem Gesagten ist
eine
kombinierte Persönlichkeitsstörung nicht ausge
wiesen. Vielmehr ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer an einer akzen
tuierten Persönlichkeit leidet.
4.2.
3
Die
Fachpersonen
des
C._
s gingen
in Abweichung von
Dr.
Z._
von einer
rezidivierenden
depressiven Störung
mit gegenwärtig leichter Episode aus (
E. 3.1
). In ihrem
Befund beschrieben sie
das depressive Zustandsbild
mit
eine
r
Antriebslosigkeit, Lustlosigkeit, depressive
n
Verstimmung, ein
em
Gefühl von Leere, Grübeln und ein
em vermehrten
Schlafbedürfni
s
(Urk. 7/12 S. 2 un
ten)
.
Die psychi
atrische Untersuchung durch
Dr.
Z._
fand am
22
.
August
2016 und damit
4,5
Monate nach Beginn der
letzten aktenkundigen Kontrolle
durch
die Fachpersonen des
C._
s
statt
und
entspricht der bundegerichtlichen Recht
sprechung (
E. 4.1
).
Dr.
Z._
konnte während seiner Untersuchung keinen Interessensverlust des Beschwerdeführers nachweisen. So hat dieser Freude und Interesse am Boule spielen
und am Internet. Zudem konnte er keinen Appetit
ver
lust,
k
ein eingeschränktes Selbstwertgefühl,
keine
Gefühle von Wert
losigkeit oder pessimistische Zukunftsperspektiven feststellen. Dr.
Z._
kam
in der Folg
nachvollziehbar zum Schluss, dass
aktuell – das heisst während seiner Untersu
chung –
keine leichte
depressive
Episode
vorlag
. Zudem wies er zu Recht darauf hin, dass nach der anamnestischen Erfassung
nicht
von einer vergangen
en
lang
dauernden depressiven Episode auszugehen ist (Urk. 7/82 S. 19). So gab der Beschwerdeführer selbst an, nur einmal in seinem Leben depressiv gewesen zu sein (S. 7).
Entgegen der Ansicht der Fachpersonen des
C._
s kann nach dem Gesagten von einer rezidivierenden Störung
nicht gesprochen werden
.
Für die gemäss den diagnostischen Leitlinien des ICD-10 nötigen Voraus
setzungen (a.a.O. S. 176-178)
ergeben sich aus den vorliegenden medizi
nischen Akten und den darin erhobenen Anamnesen
keine Hinweis
e
(vgl. Urk. 7/12 S. 2, Urk. 7/22 S.
12-16
, Urk. 7/
37
).
Allenfalls lag eine
vorübergehende und damit IV
rechtlich nicht relevante leichte depressive Episode im Zeitpunkt der Kontrolle durch die Fachpersonen des
C._
s vor, welche aber
bei Dr.
Z._
s Untersu
chung
nicht mehr gegeben war.
4
.2.
4
Die Fachpersonen des
C._
s
diagnostizierten
weiter - ebenfalls
abweichend v
on Dr.
Z._
-
eine einfache Aktivitäts- und
Aufmerksamkeitsstörung (
E.
3.1
).
Ihrem Bericht lässt sich dazu nur entnehmen, dass die Fragebögen WURS-K und ADHS-CD darauf hinwiesen (vgl. Urk. 7/12 S. 3 oben).
Eine eigentliche Befun
derhebung mit Abgleichung der notwendigen ICD-10-Kriterien
gemäss
ICD-10
F90.0
haben sie nicht vorgenommen.
Demgegenüber legte
Dr.
Z._
anhand der
ADHS-Checkliste gemäss DSM überzeugend dar, dass der Beschwerdeführer nur 8 von 36 möglichen Punkte
n
erfüllte und daher nur geringe Anhaltspunkte für eine Aktivitäts- und Aufmerk
samkeitsstörung vorliegen
sowie
, dass sich
in seiner Befunderhebung keine typi
schen ICD-10-Symptome fanden (vgl. Urk. 7/22 S. 12 und 18).
Von diese
r
gut
achterlichen Feststellung ist auszugehen.
4.2.5
Die Fachpersonen des
C._
s
benannten
darüber hinaus
keine wichtigen Aspekte, die im Rahmen der Begutachtung durch Dr.
Z._
unerkannt oder unge
wür
digt geblieben wären, womit
ihre
a
bweichende
n
Beurteilung
en
das
Gutachten
nicht
in Frage zu stellen
vermögen
(Urteil des Bundes
gerichts vom 16.
August 2018
9C_246/2018
E.
4.1 mit Hinweis).
Insbesondere im Hinblick auf die von ihnen attestierte 100%ige Arbeitsunfähigkeit ist
ausserdem
der Erfahrungs
tat
sa
che Rechnung zu tragen, dass behandelnde Ärzte
aufgrund ihrer
der auf
trags
rechtlichen Vertrauensstellung in Zweifelsfällen mitunter eher zugunsten ihrer Patienten aussagen (Urteil des Bundesgerichts 8C_609/2017 vom 2
7.
März 2018 E. 4.3.3)
.
4.3
4.3.1
Der Beschwerdeführer kritisierte das Gutachten von Dr.
Z._
in verschiede
ner Hinsicht (vgl. Urk. 1 S. 7-10).
4.3.2
Er
bemängelte, dass
Dr.
Z._
seine traumatisierende Kindheit und Jugend sowie die Delinquenz zwar beschrieben habe,
diese
aber in dessen Beurteilung der Arbeitsfähigkeit keinen Niederschlag gefunden habe
n
(S. 7 Ziff. 4 oben).
Dr.
Z._
hat
diese Umstände
aber
sehr wohl in seiner Beurteilung
der
Arbeitsfähig
keit beziehungsweise Arbeitsunfähigkeit berück
sichtigt
. Er kam
jedoch zum Schluss,
d
ass die früh beginnende Delinquenz
als narzisstische selbstüberhöhte Züge, welche sich seit
dem
15.
Lebensjahr verstärk
t
en
, zu werten
sei
und in
einer
akzentuierten
Persönlichkeit
ge
mündet
habe
(
vgl.
Urk. 7/22
S. 11 Ziff.
I.7)
,
und
dass
das Verhalten
des Beschwerdeführers
zwar ausserhalb der Norm lieg
e
, jedoch nicht krankheitswertig
sei
(vgl. S
. 20
Ziff.
III.2).
Diese Einschätzung ist überzeu
gend.
4.3.3
Weiter
kritisierte
der Beschwerdeführer
, der Gutachter
habe
teilweise nicht nach
vollziehbare Schlüsse
gezogen
. So sehe dieser in
der
Selbstüberschätzung
,
der
Gleichgültigkeit
gegenüber
der
Notwendigkeit anderer,
in
den
eigenartige
n Gedanken und seiner
Beziehungsunfähigkeit nur
eine
geringe Beeinträchtigung
.
D
adurch
sei ihm
jedoch
keine gesellschaftliche Integration möglich (
Urk. 1 S. 7 Mitte). I
nwiefern
diese Umstände überhaupt
eine
funktionale Einschränkung
respektive gar eine vollständig
fehlende
Arbeitsfähigkeit
nach
sich
ziehen
sollen
,
ist nicht ersichtlich
,
und wird vom Beschwerdeführer auch nicht dargelegt.
Wie bereits erläutert, legte
Dr.
Z._
dar, dass diese
Gegebenheiten
zwar aus
serhalb der Norm liegen, jedoch kein krankheitswertes Leiden begründen (vgl.
E. 4.2.2
und E. 4.3.2
).
Die beschriebenen Züge stellen zwar Auffälligkeiten dar, verunmöglichen jedoch
keine
Arbeitstätigkeit.
4.3.4
Ferner kritisierte der Beschwerdeführer, seine kurzen Arbeitseinsätze bei ver
schiedensten Arbeitgebern würde
n
auf mehr als nur eine akzentuierte Per
sönlich
keit schliessen lassen
, ohne jedoch auf den Grund der kurzen Beschäftigungs
dauer einzugehen
(Urk. 1 S.7 unten)
. Der Beschwerdeführer verfügt über keine berufliche Qualifikation.
Er fand oder suchte nur Anstellungen im
Temp
o
rärbe
reich
.
Es liegt in
deren
Natur, dass diese nur für eine gewisse Zeit
bzw.
befristet eine Anstellung gewährleisten. Zudem gab er g
egenüber Dr.
Z._
an, sein
e
Temporärbeschäftigungen
aufgrund von Alkohol- oder anderen Intoxikationen verloren zu haben (Urk. 7/22 S. 23
Ziff.
V.4).
Mit undatiertem Schreiben (Urk. 7/27 S. 9) bestritt
der Beschwerdeführer
diesen Sachverhalt
beziehungs
weise warf Dr.
Z._
vor, seine Aussagen falsch wiedergegeben zu haben
(vgl.
Urk. 1 S. 8 Mitte)
.
Ihm sei nur einmal gekündigt worden und er habe nie Probleme am Arbeitsplatz wegen Drogen oder Alkohol gehabt
(vgl. S. 5 unten und S. 9 Mitte)
.
Dr.
Z._
gab
diesbezüglich
in seiner Ergänzung vom 25.
Mai 2017 (Urk. 7/41)
an
, dass er die während der Untersuchung des Beschwerdeführers gemachten Aussagen in Stichworten festhielt und unmittelbar im Anschluss an die Untersuchung das Gutachten erstellte (S. 1). Demgegenüber reichte der Beschwerdeführer seine Stellungnahme Mitte November 2016 und damit rund 2,5
Monate nach der Begutachtung ein. Zudem stand er während der Unter
suchung unter dem Einfluss von
Cannabioiden
und Opiaten (
vgl.
Urk. 7/22 S. 12). Es schein
t
daher unwahrscheinlich,
dass er sich an den genauen Wortlaut seiner Aussagen beim Verfassen seiner Stellungnahme erinnern konnte.
Daneben sind seine Angaben
teilweise ungenau und
auch nicht immer stringent, was an deren Wahrheit
sgehalt
und damit generell an der Glaubwürdigkeit der Aussagen
in seiner undatierten Stellungnahme
zweifeln lässt. Beispielswe
ise gab
er
gegenüber der Beschwerdegegnerin
in der Anmeldung
vom
an, über eine
n
Fähigkeitsausweis
als Autoersatzteilverkäufer zu verfügen (vgl. Urk. 7/4 S. 4
Ziff.
5.3). Gegenüber den Fachpersonen des
C._
s gab er jedoch an
,
die Prüfung nicht gemacht zu haben, weil er die
2.
Lehrstelle zwei Wochen vor der Prüfung gekündigt hatte (vgl. Urk. 7/12 S. 2 Mitte).
Was den Heroinkonsum angeht
,
sagte er
beispielsweise gegenüber den Fachpersonen des
C._
s, diesen im Alten von 27
Jahren begonnen zu haben (vgl. Urk. 7/12 S. 2 Mitte)
. G
egenüber Dr.
Z._
– gemäss unbestrittener Aussage (vgl. Urk. 7/26 S. 7 Mitte)
–
gab er
jedoch
an,
im Alter von
17 bzw. 18 Jahren
begonnen zu haben
(Urk. 7/22 S. 16
Ziff.
II.1.8).
4.3.5
Nach dem Gesagten besteht kein
begründeter Anlass zu zweifeln
, dass die von Dr.
Z._
wiedergegeben Aussagen des Beschwerdeführers von diesem anlässlich der Begutachtung
gemacht worden sind
.
4.3.6
Im Übrigen bemängelte der Beschwerdeführer
, Dr.
Z._
hätte im Gegensatz zu den Fachpersonen des
C._
s keine kognitiven Einschränkungen festgestellt, jedoch dafür keine objektivierbare Testung durchgeführt (Urk. 1 S. 8 oben). Dr.
Z._
hat
sowohl
eine
n
AMDP
-Test
zur Erhebung des psychopatholo
gi
schen Befundes sowie eine funktionsorientierte ICF APP-Untersuchung zur Erfassung der konkreten Erscheinungsformen der Gesundheitsschädigung durch
ge
führt
und konnte dabei keine grossen Einschränkungen feststellen
(vgl.
Urk. 7/22 S. 6 und S. 8 f.)
. Zudem ist darauf hinzuweisen,
dass es im freien Ermessen des Gutachters steht, ob
er eine
neuropsychologische Testung
für
not
wendig
erachtet
oder nicht (Urteil des Bundesgerichts 8C_466/2017 vom 9.
November 2017 E.
5.1).
4.3.7
Entgegen der Behauptung des Beschwerdeführers (Urk. 1 S. 9 Ziff. 5) hat sich Dr.
Z._
sehr wohl eingehend mit den anderslautenden Diagnosen und Ein
schätzungen der Fachärzte des
C._
s auseinandergesetzt, kam jedoch zu einem anderen Schluss (E. 4.2).
4.4
Nach dem Gesagten kann
vollumfänglich
auf
das
Gutachten abgestellt werden.
Ein
e
eigenständige psychische Erkrankung und damit ein
invalidenver
siche
rungs
rechtlich relevanter Gesundheitsschaden
liegt
neben der ausgewiesenen aber unbeachtlichen
Suchterkrankung
nicht vor
.
Aus juristischer Sicht besteht keine Veranlassung, von der schlüssigen medizinischen Beurteilung durch Dr.
Z._
abzuweichen.
In Anbetracht der gegebenen Sach- und Rechtslage sind von den beantragten zusätzlichen medizinischen Abklärungen (Urk. 1 S. 2) keine
entscheidwesentlichen
Erkenntnisse zu erwarten, weshalb darauf zu ver
zichten ist (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 122 V 157 E. 1d).
Die
Beschwerde
ist folglich
abzuweisen.
5.
Die Verfahrenskosten gemäss Art. 69
Abs.
1
bis
IVG sind auf Fr. 800.
—
festzu
setzen. Diese sind ausgangsgemäss dem Beschwerdeführer aufzuerlegen, infolge der am 1. Dezember 2017 (Urk. 8) bewilligten unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen. Der Beschwerdeführer ist auf die Nachzahlungspflicht gemäss §
16 Abs.
4 des
Gesetz
es
über das Sozialversiche
rungsgericht
hinzuweisen.