Decision ID: f5436d99-7c68-4f81-bdbd-ffdbb8d56a23
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1957, Mutter von fünf erwachsenen Kindern (Jahrgang
1975, 1978, 1982, 1985 und 1986
),
war zuletzt bei der
Y._
AG sowie bei der
Z._
AG
als Unterhaltsreinigerin tätig
(
Urk.
10/12,
Urk.
10/16
). Unter
Hinweis auf
ein
lumboradikuläres
Schmerzsyndrom L5 links
meldete sich die Versicherte am
2
0.
März 2016
bei der Invalidenversicherung zum Leistungs
bezug an (
Urk.
10/5
). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische und erwerbl
iche Situation ab und zog Akten des
Krankentaggeldversicherers
(
Urk.
10/2,
Urk.
10/6-7,
Urk.
10/30,
Urk.
10/38
)
bei
.
Nach ergangenem Vorbescheid (
Urk.
10/40
)
v
erneinte die IV-Stelle mit Verfü
gung vom
1
3.
Februar 2017
einen Rentenanspruch (
Urk.
10/43 =
Urk.
2)
2.
Die Versicherte erhob am
1
5.
März 2017
Beschwerde gegen die Verfügung vom
1
3.
Februar 2017
(
Urk.
2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei ihr
eine Invalidenrente
zuzuspr
echen
(
Urk.
1 S. 2).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
8.
Mai 2017
(
Urk.
9
) die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde der Beschwerdeführerin am
2
7.
Juni 2017
zur Kenntnis gebracht (
Urk.
11
).
Mit Replik vom 2
3.
August 2017 änderte die Beschwerdeführerin ihre Anträge und beantragte nunmehr die
Rückweisung
der
Sache zu ergänzenden Abklärungen und zum Neuentscheid an die Be
schwerdegegnerin (
Urk.
14). Mit Schreiben vom 1
5.
September 2017 verzichtete die Beschwerdegegnerin auf das Ein
reichen einer Duplik (
Urk.
16), was der Be
schwerdeführerin am 1
9.
September 2017 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
17)
.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver
bleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Be
tracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er
werbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des
Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be
schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die
ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.4
Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte haben die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfüg
baren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt.
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vor
akten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag ge
gebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (
Urk.
2) gestützt auf die medizinischen Abklärungen davon aus,
dass
die
Beschwerdeführerin wegen ihres Rückenleidens in ihrer bisherigen Tätigkeit als Unterhaltsreinigerin nicht mehr voll arbeitsfähig sei. Leichte, wechselbelastende Tätigkeiten, ohne Arbeiten auf Leitern und Gerüsten, ohne häufiges Treppensteigen, ohne häufige oder anhaltende wirbelsäulenbelastende Zwangshaltungen und Tätigkeiten, ohne häufige Rumpfrotation, ohne häufiges Gehen auf unebenem Gelände
,
seien
ihr
hingegen zumutbar. Verm
i
e
den werden sollten zudem Tätigkeiten mit andauernder Vibrationsbelastung und Nässe-/Kälteexposition. Mit einer solchen Hilfsarbeitertätigkeit sei die Beschwerdeführerin in der Lage, ein renten
ausschliessendes Einkommen zu erzielen (S. 1 unten).
In der Beschwerdeantwort vom
8.
Mai 2017 (
Urk.
9) führte die Beschwerde
gegnerin ergänzend aus, gemäss fachärztlicher Einschätzung sei die Beschwer
deführerin mindestens in einer ihrem Rückenleiden optimal angepassten Tätig
keit nach Ablauf des Wartejahres zu 100
%
arbeitsfähig. Mit überwiegender Wahrscheinlichkeit könne die Beschwerdeführerin in einer solchen Tätigkeit ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen erzielen.
2.2
Demgegenüber stellte sich die Beschwerdeführerin beschwerdeweise auf den Standpunkt (
Urk.
1), sie
sei
aus gesundheitlichen Gründen auch in einer ange
passten Tätigkeit nicht in der Lage, eine auf dem ersten Arbeitsmarkt verwert
bare Arbeitsleistung zu erzielen, insbesondere
nicht in einem Vollpensum (S. 2
unten). Die angefochtene Verfügung enthalte keine Angaben, in welchem Pen
sum eine angepasste Tätigkeit möglich sein soll (S. 2 oben). Es sei somit von einem Rentenanspruch auszugehen (S. 2 oben).
In der Replik vom 2
3.
August 2017 (
Urk.
14)
beantragte die Beschwerdeführerin neu die Rückweisung der Sache zu ergänzenden Abklärungen und
zum
Neuent
scheid. Dazu
führte
sie
aus, dass sich die medizinischen Unterlagen im Hinblick auf die Invaliditätsbemessung als widersprüchlich erweisen würden.
Dr.
A._
, beratender Arzt der Mobiliar
Versicherung
en
, habe im Bericht vom
2
3.
November 2016 zwar eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer Verweistätig
keit festgehalten. In einem früheren Bericht vom
1.
März 2016 habe
Dr.
A._
hingegen bei gleichem Zustandsbild noch eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert. Aus den übrigen medizinischen
B
erichte
n
, insbesondere der
B._
, würden sich massive
Rückenbeschwerden ergeben (S. 2
unten). Diagnostiziert worden sei ein
lumboradikuläres
sowie ein zervikales
Schmerzsyndrom mit verschiedenen nachweisbaren Schädigungen der Wirbel
säule, jedoch ohne An
gaben zur Arbeitsfähigkeit (S. 3
oben). Dass gemäss Beschwerdegegnerin berufliche Massnahmen nicht möglich seien
,
weise entgegen der angefochtenen Verfügung auf eine relevante Arbeitsunfähigkeit hin (S.
3
).
2.3
Strittig und zu prüfen ist somit der Anspruch auf eine Invalidenrente und in diesem Zusammenhang insbesondere die Höhe der Arbeitsfähigkeit.
3.
3.1
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und für Rheumatologie, berichtete am
1.
März 2016
(
Urk.
10/2/4-7)
über ein Low Level Assessment und nannte
als Diagnose ein
lumboradikuläres
Reizsyndrom der Nervenwurzel L5 links, aktuell ohne Hinweise für eine Parese oder Sensibilitäts
störung bei Zweisegment
Diskopathie
betont L4/5 links (S. 3). Dazu führte er im Wesentlichen aus, im jetzigen Zeitpunkt sei die Tätigkeit im Reinigungsdienst zu belastend, es bestehe ein
radikuläres
Reizsyndrom, die Arbeitsabläufe seien rüc
ke
nbelastend und
unergonomisch
und
würden das Risiko in sich bergen
, dass die
radi
k
uläre
Problematik zunehme. Im jetzigen Zeitpunkt bestehe eine noch anhaltend 100%ige Arbeitsunfähigkeit bezogen auf das angestammte 45%ige Pensum im Reinigungsdienst (S. 3 unten).
Nach der geplanten stationä
ren Rehabilitation könne die Arbeitsfähigkeit im
C._
beurteilt werden.
Ob die Beschwerdeführerin in die angestammte Tätigkeit zurückkehren könne
,
bleibe offen, es werde notwendig sein, die Arbeitsfähigkeit allenfalls auch für eine Verweistätigkeit zu beurteilen
(S. 4 oben). Die Beurteilung gelte
zurzeit
für jede Tätigkeit, in einer rückenschonenden Tätigkeit werde mit grosser Wahr
scheinlichkeit mittelfristig wiederum eine volle Arbeitsfähig
keit zumutbar sein,
jedoch könne dies zeitlich nicht prognostiziert werden
, sondern es sei auf die Beurteilung der Rheumatologin im
C._
nach durchgeführter stationärer Behandlung zu verweisen (S. 4 Mitte).
3.2
Dr.
med.
D._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin,
nannte im Arztzeugnis zuhanden der Mobiliar
Versicherungen
vom 1
8.
März 2016 (
Urk.
10/2/1-2) als Diagnose ein
lumboradikuläres
Reizsyndrom L4/5 links (
Ziff.
1) und attestierte ab 3
0.
Oktober 2015 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen
Tätigkeit (
Ziff.
6). In einer angepassten wechselbelastenden, kör
perlich nicht anstrengenden
,
ergonomisch perfekten Tätigkeit bestehe zirka eine 50%ige Arbeitsfähigkeit (
Ziff.
9).
3.3
Die Ärzte des
Stadtspitals
C._
nannten im Austrittsbericht
vom 1
8.
März 2016 (
Urk.
10/17/6-7)
über die
Hospitalisation
vom
7.
bis 1
8.
März 2016 die folgenden Diagnosen
(S. 1)
:
-
lumboradikuläres
Schmerzsyndrom L5 links
-
MRI der Lendenwirbelsäule vom 1
3.
November 2015: L4/5 leichte
breitbasige
Diskusprotrusion
links betont mit Tangierung und mögli
cher Irritation der Nervenwurzel L5 links, keine Kompression
-
Status nach
epiduraler
Infiltration L5/S1 am 2
2.
Dezember 2015
-
arterielle Hypertonie
Die Ärzte führten dazu im Wesentlichen aus,
nach Einleitung einer Analgesie sowie physiotherapeutischer Betreuung sei am 1
6.
März
2016
eine Infiltration L4/5 links erfolgt. Unter diesen Massnahmen sei es zu einer weiteren
Regredienz
der Beschwerden, vor allem Schmerzminderung im Bein sowie zu einer leichten Schmerzli
nderung im Rücken gekommen (S. 2
oben
). Die Beschwerdeführerin sei in eine rheumatologische Komplexbehandlung, bestehend aus einem multi
modalen Setting, eingeschlossen worden. Unter den durchgeführten Therapien sei es zu einer leichten Verbesserung der Schmerzen gekommen. Die Entlassung nach Hause sei in gutem Allgemeinzustand mit Restbeschwerden erfolgt (S. 2 oben). Das Heben von schweren Lasten sei zu vermeiden (S. 2 Mitte).
3.4
Die Ärzte des Stadtspitals
C._
führten im Bericht vom
3.
Mai 2016 (
Urk.
10/19/5-8) aus, die Beschwerdeführerin leide seit 2013 an Nackenschmer
zen, welche im Verlauf nach lumbal gewandert seien und dann ins linke Bein ausgestrahlt
hätten
. Weiter habe die Beschwerdeführerin über eine im Oktober neu aufgetretene Hypästhesie im Bereich S1 links berichtet. Wegen diesen Schmerzen habe sie krankgeschrieben werden müssen. Grundsätzlich handle es sich um eine behandelbare Ursache mit guter Prognose. Allerdings hätten sich
die Schmerzen der Beschwerdeführerin
chronifiziert
, was prognostisch ungüns
tig sei (
Ziff.
1.4). Bisher sei eine ambulante Physiotherapie durchgeführt worden. Da diese keine Besserung gebracht habe, sei eine stationäre rheumatologi
sche Komplexbehandlung veranlasst worden (
Ziff.
1.5). Für die zuletzt ausgeüb
te Tätigkei
t als Raumpflegerin in einem 50
%-Pensum bestehe
von
Oktober 2015 bis 1
8.
März 2016 eine 100%ige und ab 2
1.
März 2016 eine 50%ige Arbeitsun
fähigkeit (
Ziff.
1.6).
Die
bisherige
Tätigkeit sei aktuell durch die Schmerzsymp
tomatik eingeschränkt. Das gelte insbesondere für
das Tragen von schweren Lasten (
Ziff.
1.7). Ab Mai 2016 könne mit einer Wiederaufnahme der berufli
chen Tätigkeit im Umfang von 75
%
gerechnet werden (
Ziff.
1.9).
Bei einer
Ge
wichtslimite
von 10 kg seien wechselbelastende Tätigk
eiten zu 100
%
zumutbar (
Urk.
10/19/5
).
3.5
Dr.
D._
(vorstehend E. 3.2) führte im Bericht vom
9.
Mai 2016 (
Urk.
10/17
/1-5
) aus,
er behandle die Beschwerdeführerin seit 2013 (
Ziff.
1.2) und nannte als Diagnosen ein
lumboradikuläres
Schmerzsyndrom L5 links bei
Diskusprotrusion
seit November 2015 (
Ziff.
1.1). Seit November bestünden zunehmend Schmer
zen im linken Bein und Rücken, verstärkt bei Belastung/Arbeit (
Ziff.
1.4).
Als Raumpflegerin bestehe vom
3
0.
November 2015 bis 1
9.
April 2016 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (
Ziff.
1.6). Bei belastungsinduzierten Rücken
schmerzen bestünden eine eingeschränkte Beweglichkeit und Belastbarkeit. An
gepasste Tätigkeiten seien im Umfang von 75 bis 100
%
möglich (
Ziff.
1.7).
3.6
Dr.
A._
(vorstehend E. 3.1) führte im Schreiben vom
3.
Juni 2016 (
Urk.
10/
2/
13)
zuhanden der Mobiliar
Versicherungen
aus, die Kooperation der Beschwerdeführerin sei gut, nach einer CT-gesteuerten Nervenwurzelinfiltration resultiere eine Besserung, jedoch mit einer Restschmerzintensität im Bereiche VAS 6 und anhaltender Schmerzmitteleinnahme. Er habe die Beschwerdeführe
rin in die Physiotherapie überwiesen und erhoffe sich von dieser Option zusätz
lich eine Besserung. Es bestehe sicher eine gewisse Überlagerung mit
Somatisie
rungstendenz
. Er gehe davon aus, dass nach Abschluss der Physiotherapie der Endzustand erreicht sei.
3.7
Die Ärzte des Stadtspitals
C._
führten im Verlaufsbericht vom
6.
Oktober 2016 (
Urk.
10/22/4-5) aus, über den aktuellen Stand könne keine Auskunft ge
geben werden, da die Beschwerdeführerin seit dem 1
8.
März 2016 nicht mehr bei ihnen in Behandlung stehe
(S. 1)
. Ihrerseits sei eine 100%ige Arbeitsunfä
higkeit vom
7.
bis 1
8.
März
2016
sowie eine Arbeitsunfähigkeit von 50
%
vom 2
1.
März bis
1.
April 2016 attestiert worden. Im Verlauf sei auf Wunsch der Beschwerdeführerin keine klinische Kontrolle mehr durchgeführt worden (S. 2
Ziff
2.1-2).
3.8
Dr.
D._
(vorstehend E. 3.2) führte im
Verlaufsb
ericht vom 3
1.
Oktober 2016 (
Urk.
10/31) aus
, dass keine Kontakte mehr stattgefunden hätten und die Be
schwerdeführerin sich in spezialärztlicher Behandlung befinde (
Ziff.
1.3).
3.9
Die Ärzte der
B._
berichteten am 2
4.
Oktober 2016 (
Urk.
10/36/2-4) über die
stationäre Rehabilitation
vom
2.
bis 2
1.
Oktober 2016
und nannten
als Diagnosen ein
lumboradikuläres
Schmerzsyndrom L5 links, ein zervikales Schmerzsyndrom sowie eine arterielle Hypertonie (S. 1).
Die Teilnah
me an den angebotenen Therapien habe sich ohne Komplikationen gestaltet, die Beschwerdeführerin habe motiviert gewirkt. Sowohl die Beweglichkeit wie auch
die Belastbarkeit hätten gesteigert werden können. Objektiv sei es zu einer Ver
besserung der allgemeinen Kraftausdauer gekommen. Bis zum Therapieschluss habe eine Schmerzreduktion erreicht werden können. Bei
regredienten
Schmer
zen hätten die Analgetika reduziert und das
Lyrica
abgesetzt werden können
(S. 2)
.
3.10
Dr.
Jacques (vorstehend E. 3.1)
führte im Bericht vom 2
3.
November 2016 (
Urk.
10/36/1) mit Verweis auf den Austrittsbericht der
B._
sowie die
übrigen
Berichte aus, er habe die Beschwerdeführerin nach dem
Rehabilitationsaufenthalt am
9.
November 2016 gesehen und sie habe eine deutli
che Besserung nach dem Aufenthalt in
B._
bestätigt, mit fehlenden Miss
empfindungen in den unteren Extremitäten. Sie hätten einen Arbeitsversuch von zwei Stunden vormittags an 5 Tagen pro Woche mit dem Ziel einer
100%igen Arbeitsfähigkeit vereinbart. Falls das nicht möglich sein sollte, sei die Beschwerdeführerin in einer Verweistätigkeit 100
%
arbeitsfähig. Am heutigen Tag sei die Beschwerdeführerin mit ihrem Sohn erschienen und habe erklärt, dass sie wegen Beschwerden nach zwei Tagen den Arbeitsversuch habe abbre
chen müssen (zwei Stunden vormittags) mit Beschwerden an der Hals- und Lendenwirbelsäule sowie den Kniegelenken. Er habe die Betreuung vorläufig abgeschlossen, da er eine solche Schmer
z
entwicklung nicht sinnvoll weiterbe
treuen könne. Er habe sie an die rheumatologische Abteilung des
C._
s weiterverwiesen, wo sie vorausgehen
d
betreut worden sei. Er beurteile die Beschwerdeführerin in einer Verweist
ätigkeit zu 100
%
arbeitsfähig.
3.11
Dr.
med.
D._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), führte in
seiner
Stellungnahme vom 1
4.
Dezember 2016 (
Urk.
10/39/4-5)
ge
stützt auf die vorhandenen ärztlichen Beurteilungen
aus, es bestünden Ein
schränkungen in Bezug auf die bisherige Tätigkeit als Reinigungsmitarbeiterin
, welche zu sehr rückenbelastend sei.
In der bisherigen Tätigkeit seien folgende Arbeitsunfähigkeiten ausgewiesen: 100
%
vom 3
0.
Oktober 2015 auf Dauer; die attestierte 50%ige Arbeitsunfähigkeit vom 2
1.
März bis
1.
April 2016 sei als ge
scheiterter Arbeitsversuch zu werten (S. 1 unten). In einer angepassten Tätigkeit seien folgende Arbeitsunfähigkeiten ausgewiesen: 100
%
vom 3
0.
Oktober 2015 bis 2
0.
März 2016,
0
%
seit dem 2
1.
März 2016 (S. 2 oben).
Dabei bestehe
fol
gendes Belastungsprofil: l
eichte wechselbelastende Tätigkeit, ohne Arbeiten auf Leitern und Gerüsten, ohne häufiges Treppensteigen, ohne häufige oder anhal
tende wirbelsäulenbelastende Zwangshaltungen und Tätigkeiten (
Bücken, Hocken, Kauern, Knien, Ü
berkopfarbeit, Arbeiten in weiter Armvorhalte), ohne häufige Rumpfrotationen, ohne häufiges Gehen auf unebenem Gelände. Andau
ernde V
ibrationsbelastungen und Nässe-/
Kälteexposition
seien
ebenfalls zu vermeiden
(S. 1 unten)
.
4.
4.1
Unbestritten und gemäss vorliegender Aktenlage ausgewiesen ist, dass die Beschwerdeführerin an einem
lumboradikulären
Schmerzsyndrom L5 links
leidet
und entsprechend
körperlich nur noch reduziert belastbar ist.
Zu bestimmen bleiben die Auswirkungen dieser Beschwerden auf die Arbeitsfähigkeit
der
Be
schwerdeführer
in
.
4.2
Die
involvierten Ärzte attestierten
ab 3
0.
Oktober 2015
übereinstimmend eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als
Reinigungs
mitarbeiterin
.
Hinsichtlich de
s weiteren Verlaufs der Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit finden sich in den vorliegenden Akten teilweise unter
schiedliche Angaben. Da die Beschwerdeführerin im Behandlungsverlauf mehr
fach ihren behandelnden Arzt wechselte (vgl.
Urk.
10/2/10 sowie vorstehend
E. 3.7, E. 3.8 und E. 3.10)
,
ergibt sich bezüglich des Verlaufs der Arbeits
-
fähigkeit in der angestammten Tätigkeit, insbesondere nach Ablauf des Wartejahres
,
kein durchgehendes
und eindeutiges
Bild
.
RAD-Arzt
Dr.
D._
schloss seinerseits gestützt auf die vorhandenen ärztlichen Beurteilungen schliesslich auf eine vollständige Arbeitsunfähigkeit
in der angestammten Tätigkeit
und wies darauf hin, dass die von den Ärzten des Stadtspitals
C._
attestierte 50%ige Arbeits
unfähigkeit vom 2
1.
März bis
1.
April 2016 als gescheiterter Arbeitsversuch zu werten sei (vgl. vorstehend E. 3.11). Der von
Dr.
A._
und der Beschwerde
führerin im November 2016 vereinbarte Arbeitsversuch von zwei Stunden vor
mittags an 5 Tagen pro Woche scheiterte schliesslich bereits nach zwei Tagen (vgl. vorstehend E. 3.10).
Bezüglich der Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit gingen die invol
vierten Ärzte schliesslich
übereinstimmend
von einer vollständigen adaptierten Arbeitsfähigkeit aus (vgl. vorstehend E. 3.4-5, E. 3.10-11).
Vor diesem Hinter
grund und der bestehenden Einschränkungen vermag sodann das vom RAD-Arzt erstellte Belastungsprofil (vgl. vorstehend E. 3.11) zu überzeugen.
4.3
Was die Beschwerdeführerin dagegen vorbringt, vermag angesichts der überein
stimmenden fachärztlichen Einschätzung
en
nicht zu überzeugen. Auch aus dem Umstand, dass
Dr.
A._
in seinem Bericht vom 2
3.
November 2016 (vor
stehend E.
3.10) eine interdisziplinäre Begutachtung empfahl, kann die
Be
-
schwerdeführerin
nichts zu ihren Gunsten ableiten
, e
mpfahl
Dr.
A._
eine sol
che doch vor dem Hintergrund, falls versicherungstechnisch weiterhin Fragen oder Probleme bestehen würden (vgl.
Urk.
10/36/1 letzter Satz). Schliesslich er
weist sich auch der Verweis auf eine widersprüchliche Beurteilung durch
Dr.
A._
als nicht stichhaltig.
Dass
Dr.
A._
bei identischem Zustandsbild
unterschiedliche Arbeitsunfähigkeiten attestierte, ergibt sich vorliegend nicht. Zwar attestierte
Dr.
A._
im Bericht vom
1.
März 2016
eine vollständige
Arbeitsunfähigkeit für jede Tätigkeit, relativierte dies jedoch im gleichen Satz da
hingehend, dass in einer rückenschonenden Tätigkeit mit grosser Wahrschein
lichkeit mittelfristig wiederum eine volle Arbeitsfähigkeit zumutbar sein werde (vgl. vorstehend E. 3.1).
Schliesslich verkennt die Beschwerdeführerin, dass im Bericht vom 2
3.
November 2016 nach dem Rehabilitationsaufenthalt von einer de
utlichen Besserung und fehlenden
Missempfindungen in den unteren Extre
mitäten berichtet
wurde
und damit im Vergleich mit dem Bericht vom
1.
März 2016 keineswegs von einem identischen Zustandsbild die Rede sein kann. Letzt
lich
kann die Beschwerdeführerin auch aus dem Bericht der
B._
vom 2
4.
Oktober 2016 nichts zu ihren Gunsten ableiten, ist daraus ein
zig ersichtlich, dass die Beweglichkeit wie auch die Belastbarkeit hätten gestei
gert werden können, es objektiv zu einer Verbesserung der allgemeinen Kraft
ausdauer gekommen sei, bis zum Therapieabschluss eine Schmerzreduktion habe erreicht werden können und die Beschwerdeführerin in gutem Allgemein
zustand entlassen worden sei (vgl. vorstehend E. 3.9).
4.4
Die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit ist aufgrund der erhobenen Befunde und Diagnosen nachvollziehbar, so dass darauf abgestellt werden kann. Nach dem Gesagten erweist sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin damit als hinreichend abgeklärt. Es ist nicht
ersichtlich, inwiefern die
von der
Beschwer
deführerin geforderten ergänzenden Abklärungen neue, für die Beurteilung des vorliegenden Falles entscheidende Erkenntnisse liefern könnte, sodass darauf im Sinne der antizipierten Beweiswürdigung zu verzichten ist (BGE 122 V 157 E. 1d).
Zusammenfassend ist der medizinische Sachverhalt somit dahingehend erstellt, dass der Beschwerdeführerin l
eichte wechselbelastende Tätigkeit
en
, ohne Arbei
ten auf Leitern und Gerüsten, ohne häufiges Treppensteigen, ohne häufige oder anhaltende wirbelsäulenbelastende Zwangshaltungen und Tätigkeiten (Bücken, Hocken, Kauern, Knien,
Ü
berkopfarbeit, Arbeiten in weiter Armvorhalte), ohne häufige Rumpfrotationen, ohne häufiges Gehen auf unebenem Gelände
und ohne a
ndauernde Vibrationsbelastung
en und Nässe- / Kälteexposition, spätes
tens ab Mai 2016 (vgl. vorstehend E. 3.4) zu 100
%
zumutbar sind.
5.
5.1
Weiter ist zu beurteilen, ob für
die
Beschwerdeführer
in
auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt
realistischerweise
geeignete Arbeitsstellen zur Verfügung stehen, an denen
sie
die
ihr
verbleibende (Rest-)Arbeitsfähigkeit
zumutbarerweise
noch ganz oder teilweise verwerten kann.
5.2
Bei der Prüfung der wirtschaftlichen Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit darf gemäss der Rechtsprechung des Bundesgerichts nicht von realitätsfremden Einsatzmöglichkeiten ausgegangen werden. Insbesondere kann von einer Arbeitsgelegenheit im Sinne von
Art.
28
Abs.
2 IVG beziehungsweise
Art.
16 ATSG dort nicht mehr gesprochen werden, wo die zumutbare Tätigkeit nur in so eingeschränkter Form möglich ist, dass sie der allgemeine Arbeitsmarkt prak
tisch nicht kennt oder dass sie nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre und das Finden einer ent
sprechenden Stelle deshalb zum vornherein als ausgeschlossen erscheint (ZAK 1991 S. 320 E. 3b, ZAK 1989 S. 321 E. 4a). Ferner beinhaltet der Begriff des ausgeglichenen Arbeitsmarktes nicht nur ein gewisses Gleichgewicht zwischen dem Angebot und der Nachfrage nach Stellen, sondern bezeichnet auch einen Arbeitsmarkt, der von seiner Struktur her einen Fächer verschiedenartiger Stel
len offenhält, und zwar sowohl bezüglich der dafür verlangten beruflichen und intellektuellen Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des körperlichen Ein
satzes. Nach diesen Gesichtspunkten bestimmt sich im Einzelfall, ob eine invali
de Person die Möglichkeit hat, ihre restliche Erwerbsfähigkeit zu verwerten und ob sie ein rentenausschliessendes Einkommen zu erzielen vermag oder nicht (Urteil des Bundesgerichts I 617/02 vom 1
0.
März 2003 E. 3.1 mit Hinweisen).
5.3
Die Rechtsprechung hat das fortgeschrittene Alter, obgleich an sich ein invalidi
tätsfremder Faktor (AHI 1999 S. 240 unten sowie Urteil des Bundesgerichts
I 97/00 vom 2
9.
August 2002 E. 1.4 mit Hinweisen), als Kriterium anerkannt, welches zusammen mit weiteren persönlichen und beruflichen Gegebenheiten dazu führen kann, dass die der versicherten Person verbliebene Resterwerbs
fähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt
realistischerweise
nicht mehr nachgefragt wird, und dass ihr deren Verwertung auch gestützt auf die Selbst
eingliederungspflicht nicht mehr zumutbar ist. Ist die Resterwerbsfähigkeit in diesem Sinne wirtschaftlich nicht mehr verwertbar, liegt vollständige Erwerbs
unfähigkeit vor, die zum Anspruch auf eine ganze Invalidenrente führt. Der Einfluss des Lebensalters auf die Möglichkeit, das verbliebene Leistungsver
mögen auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, lässt sich nicht nach einer allgemeinen Regel bemessen. Die Bedeutung des fortgeschrittenen Alters für die Besetzung entsprechender Stellen ergibt sich vielmehr aus den
Einzelfallumständen, die mit Blick auf die Anforderungen der Verweisungs
tätigkeiten massgebend erscheinen. Zu denken ist zunächst an die Art und Beschaffenheit des Gesundheitsschadens und seiner Folgen, angesichts der be
schränkten Dauer verbleibender Aktivität sodann namentlich auch an den ab
sehbaren
Umstellungs- und Einarbeitungsaufwand, dessen Ausmass wiederum anhand von Kriterien wie der Persönlichkeitsstruktur, vorhandenen Begabungen
und Fertigkeiten, Ausbildung und beruflichem Werdegang sowie der Anwend
barkeit von Berufserfahrung aus dem angestammten Bereich abzuschätzen ist (Urteil des Bundesgerichts I 376/05 vom
5.
August 2005 E. 4.1 mit Hinweisen).
5.4
Die
Beschwerdeführer
in
war in dem für die richterliche Beurteilung
massgeben
den Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung (vgl. dazu BGE 121
V 362 E. 1b mit Hinweis)
knapp
60 Jahre alt und daher nicht leicht vermittelbar. Die
ihr
verbleibende Aktivitätsdauer bis zum Eintritt ins AHV-Alter betrug so
mit noch
rund
4
Jahre. Dennoch bestehen für
die
Beschwerdeführer
in
mit Bezug auf den hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt Möglichkeiten, eine Stelle zu finden. Einerseits werden Hilfsarbeiten auf dem hypothetischen ausgegliche
nen Arbeitsmarkt (
Art.
28
Abs.
2 IVG) grundsätzlich altersunabhängig nachge
fragt (Urteil des Bundesgerichts I 39/04 vom 2
0.
Juli 2004). Andererseits ist
die
Beschwerdeführer
in
entgegen
ihrer
Ansicht nach wie vor im Rahmen eines Vollpensums arbeitsfähig und die
ihr
zumutbare Tätigkeit unterliegt
zwar ge
wissen
,
jedoch
nicht so vielen Einschränkungen, dass eine Anstellung nicht mehr als realistisch zu bezeichnen wäre. Tätigkeiten mit einem solchen, nicht allzu eingeschränkten Anforderungsprofil, sind auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt ausreichend vorhanden, wobei an Tätigkeiten in der Produktion oder Kontrolltätigkeiten zu denken ist, welche zum Teil durchaus wechselbe
lastend ausgestaltet sind. Dabei ist zu berücksichtigen, dass in Industrie und Gewerbe Arbeiten, welche physische Kraft verlangen, seit vielen Jahren und in ständig zunehmendem Ausmass durch Maschinen verrichtet werden, während den Überwachungsfunktionen wie auch im Dienstleistungsbereich grosse und wachsende Bedeutung zukommt. Insgesamt besteht auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt durchaus die entsprechende Nachfrage für
den gesundheitlichen Einschränkungen
de
r Beschwerdeführerin
angepasste Tätigkeiten.
5.5
In Gesamtwürdigung der für die Zumutbarkeitsfrage im vorliegenden Fall mass
gebenden objektiven und subjektiven Umstände ist davon auszugehen, dass
der
Beschwerdeführer
in
auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt geeignete Arbeitsstellen zur Verfügung stehen, an denen
sie
die
ihr
verbleibende Restarbeitsfähigkeit noch verwerten kann und
ihr
die Verwertung gestützt auf die Selbsteingliede
rungslast zumutbar ist.
6.
6.1
Sowohl im Rahmen einer erstmaligen Prüfung des Rentenanspruches als auch anlässlich einer Rentenrevision (
Art.
17
Abs.
1 ATSG) stellt sich unter dem Gesichtspunkt des
Art.
28a
Abs.
3 IVG in Verbindung mit
Art.
16 und 7
Abs.
2 ATSG die Frage nach der anwendbaren Invaliditätsbemessungsmethode.
Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig einzustufen ist, führt je zur Anwendung einer anderen Me
thode der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich, Betätigungsvergleich, gemischte Methode) und ergibt sich aus der Prüfung, was die Person bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche
Be
-
einträchti
gung
bestünde. Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch, das heisst ohne Gesundheitsschaden, aber bei sonst gleichen Verhältnissen, erwerbstätig wäre (
Art.
27
bis
der Verordnung über die Invalidenversicherung, IVV
;
BGE 133 V 504 E. 3.3 mit Hinweisen).
Die Statusfrage beurteilt sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben. Dabei sind die kon
krete Situation und
die Vorbringen
der versicherten Person nach Massgabe der allgemeinen Lebenserfahrung zu würdigen. Für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Erwerbstätigkeit ist der im Sozial
versicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich (
BGE 137 V 334
E. 3.2,
130 V 393
E. 3.3,
125 V 146
E. 2c, je mit Hinweisen).
Bei im Haushalt tätigen Versicherten im Besonderen (vgl.
Art.
27 IVV) sind die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie all
fällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigungen und Begabungen zu berücksichtigen (Urteil des Bundesgerichts 9C_915/2012 vom 1
5.
Mai 2013 mit Hinweisen auf BGE 133 V 504 E. 3.3).
Die ge
mischte Methode findet auch Anwendung, wenn der (in einem Aufgabenbereich tätigen) versicherten Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung eine voll
zeitliche Erwerbstätigkeit zumutbar wäre, sie aber trotzdem eine solche nicht ausüben würde (vgl. BGE 133 V 504 E. 3.3 in
fine
). Ist jedoch anzunehmen, die versicherte Person wäre ohne gesundheitliche Beeinträchtigung teilerwerbstätig oder sie arbeitete unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mit, ohne daneben in
einem andern Aufgabenbereich
nach
Art.
5
Abs.
1 IVG
tätig zu sein, ist die Invalidität ausschliesslich nach den Grundsätzen für Erwerbstäti
ge, somit nach
Art.
16 ATSG zu bemessen (
Art.
28a
Abs.
3 e
contrario
). Die gemischte Methode gelangt hier ebenso wenig zur Anwendung wie bei ohne Gesundheitsschaden voll Erwerbstätigen (
Art.
27
bis
IVV). Das
Validenein
kommen
ist nach Massgabe der ohne Gesundheitsschaden ausgeübten Teiler
werbstätigkeit festzulegen.
Entscheidend ist, was die versicherte Person als Ge
sunde tatsächlich an Einkommen erzielen würde, und nicht, was sie bestenfalls verdienen könnte. Wäre sie gesundheitlich in der Lage, voll erwerbstätig zu sein, reduziert sie aber das Arbeitspensum aus freien Stücken, insbesondere um mehr Freizeit zu haben, oder ist die Ausübung einer Ganztagestätigkeit aus Gründen des Arbeitsmarktes nicht möglich, hat dafür nicht die Invalidenver
sicherung einzustehen (
BGE 125 V 157
E. 5c/
bb
mit Hinweisen; ZAK 1992 S. 92 E. 4a). Das Invalideneinkommen bestimmt sich entsprechend den gesetzlichen Vorgaben danach, was die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zu
mutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte. Dabei kann das – vom Arzt festzulegende – Arbeitspensum unter Umständen grösser sein als das ohne gesundheitliche Beeinträchtigung geleistete (vgl. BGE 131 V 51 E. 5.1.2).
Bei der Bestimmung der im konkreten Fall anwendbaren Invalidi
tätsbemessungsmethode und damit der Beantwortung der entscheidenden Sta
tusfrage handelt es sich um eine hypothetische Beurteilung, die auch hypotheti
sche Willensentscheidungen der versicherten Person berücksichtigen muss. Dies gilt auch für die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person ohne ge
sundheitliche Beeinträchtigung erwerbstätig wäre. Diese inneren Tatsachen sind indessen einer direkten Beweisführung nicht zugänglich und müssen in aller Regel aus äusser
en Indizien erschlossen werden
(vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_287/2013 vom
8.
November 2013 E.
3.5
und 8C_511/2013 vom 3
0.
Dezember 2013
E. 3.1
, je
mit Hinweisen).
6.2
Zu prüfen ist vorab die Qualifikation
der Beschwerdeführerin
und in diesem Zusammenhang, ob
sie
aus gesundheitlichen Gründen seit mehreren Jahren lediglich eine Teilzeittätigkeit ausgeübt hatte. Sollte dies verneint werden, ist weiter zu prüfen, ob
sie
im Ge
sundheitsfalle über einen invalidenversicherungsrechtlich relevanten Aufgaben
bereich verfügen würde oder die
neben dem erwerblichen Teilpensum ausgeüb
ten Beschäftigungen keinen Aufgabenbereich darstellen.
Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig einzustu
fen ist, ergibt sich aus der Prüfung, was die Person bei im Übrigen unveränder
ten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde. Diese Frage beurteilt sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben, wobei für die hypothe
tische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Erwerbstätigkeit der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahr
scheinlichkeit erforderlich ist (BGE 141 V 15 E. 3.1).
6.3
Für den Rentenanspruch finden einzig die
Einschränkungen in der Erwerbs
fä
higkeit und im sogenannten Aufgabenbereich Berücksichtigung, nicht jedoch Freizeitaktivitäten oder alltägliche Lebensverrichtungen. Als Aufgabenbereich der im Haushalt tätigen Versicherten gelten insbesondere die übliche Tätigkeit im Haushalt, die Erziehung der Kinder sowie gemeinnützige und künstlerische Tätigkeiten (
Art.
27 IVV). Darunter fallen praxisgemäss auch die unentgeltliche Betreuung und Pflege von Familienangehörigen oder ehrenamtliche Engage
ments (vgl. BGE 130 V 360 E. 3.3), nicht jedoch sportliche Aktivitäten oder Hobbys. Besteht kein Aufgabenbereich, spielt ein erhöhter Zeitbedarf für All
tagsverrichtungen keine Rolle. Solche Einschränkungen wären allenfalls im Rahmen der
Hilflosenentschädigung
zu prüfen. Andererseits ist im Erwerbs
bereich nicht massgebend, was die versicherte Person, wäre sie gesund geblie
ben, im besten Fall zu erzielen im Stande wäre. Ist aufgrund der gesamten Um
stände des Einzelfalls anzunehmen, dass sie sich als Gesunde voraussichtlich dauernd mit einer bescheidenen Erwerbstätigkeit aus freien Stücken begnügen würde, so ist darauf abzustellen (Meyer/
Reichmuth
, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, Zürich/Basel/Genf 2014,
3.
Aufl.,
Art.
28a N 71 mit Hinweisen).
6.4
Die Beschwerdeführerin reiste 1994 in die Schweiz ein (vgl.
Urk.
10/15). Gemäss IK-Auszug bezog die Beschwerdeführerin im Jahr 1998 und 1999 zeitweise eine Entschädigung der Arbeitslosenversicherung. Frühere Einträge sind im IK-Auszug keine aufgeführt.
Von
August 1999
bis ins Jahr 2015
arbeitete die Beschwerdeführerin schliesslich als Reinigungsmitarbeiterin
bei verschiedenen
,
teilweise auch privaten
,
Arbeitgebern
auf Stundenbasis
(vgl.
Urk.
10/11
)
.
Gestützt auf die ak
tuellen Arbeitgeberberichte
(vgl.
Urk.
10/12,
Urk.
10/16) sowie die von der Beschwerdeführerin in der Anmeldung gemachten Angaben (vgl.
Urk.
10/5
Ziff.
5.4) ist anzunehmen, dass die Beschwerdeführerin gesamthaft in einem Pensum von zirka 40 bis 50
%
tätig war. In den letzten Jahren vor Ein
tritt des Gesundheitsschadens (2010 bis 2015) erzielte die Beschwerdeführerin jeweils durchschnittlich ein Einkommen von
Fr.
20’741.35 pro Jahr (
Fr.
19'578.-- +
Fr.
24'650.-- +
Fr.
22'236.-- +
Fr.
19'454.-- +
Fr.
19'347.-- +
Fr.
19'183.-- / 6)
. Auch in den vorangehenden Jahren erzielte die Beschwerdeführerin ähnliche Einkommen, so dass anzunehmen ist, d
ass die Beschwerdeführerin seit jeher in einem ähnlich tiefen Teilzeitpensum arbeitete (
Urk.
10/11).
6.5
Aus der Erwerbsbiografie der Beschwerdeführerin geht
somit
hervor, dass sie seit Beginn ihrer Arbeitstätigkeit in der Schweiz im Jahr 1999 ein Teilzeit-Erwerbspensum
in der Höhe von 40 bis 50
%
ausübte und dies auch im Gesundheitsfall entsprechend beibehalten hätte.
Dass die Beschwerdeführerin
seit Jahren aus gesundheitlichen Gründen lediglich einer Tätigkeit in einem Teilzeit
pensum habe nachgehen können,
ergibt sich au
s den vorliegenden Akten nicht.
Es stellt sich damit weiter die Frage,
ob die Beschwerd
eführerin im Gesundheits
fall
über einen invalidenversicherungsrechtlich relevanten Aufgabenbereich verfügen würde oder die neben dem erwerblichen Teilpensum ausgeübten Be
sch
äftigungen
keinen Aufgabenbereich darstellen.
Die Bes
chwerdeführerin hat fünf Kinder, wobei d
as j
üngste
Kind
im Jahr 2004 die Volljährigkeit
erreichte
.
Die
Beschwerdeführerin arbeitete die folgenden Jahre dennoch im bisherigen Pensum weiter
,
ohne dieses aufzustocken
.
Gegen die Annahme eines
nennens
werten
Aufgabenbereichs neben dem erwerblichen Teilpensum (vgl. dazu Kreis
schreiben über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invaliditätsversicherung,
KSIH
,
Rz
3042.1) spricht, dass die Beschwerdeführerin mit ihrem Ehemann einen
Zweipersonenhaushalt
führt
und keine betreuungspflichtigen Kinder mehr
hat.
6.6
In den Akten finden sich keinerlei Anhaltsp
unkte respektive Hinweise, ob die Beschwerdegegnerin neben dem erwerblichen Pensum im Aufgabenbereich tätig ist oder anderweitige Beschäftigungen ausübt.
Zur Frage,
ob die Beschwerde
führerin
ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig
zu qualifizieren ist, nahm die Beschwerdegegnerin weder in der angefochtenen Verfügung
(vgl.
Urk.
2) noch abschliessend in den vorliegenden Akten (vgl.
Urk.
10/39/4-5)
Stellung
. Auch diesbezügliche Abklärungen wurden keine unternommen (vgl.
Urk.
10/39/4 Mitte),
weshalb die Sache grundsätzlich an die Beschwerdegegnerin zurückzu
weisen wäre.
Von einer Rückweisung kann vor
liegend jedoch abgesehen werden. D
ie
Frage, ob die
Beschwerdeführerin letztlich als Teilerwerbstätige mit oder ohne Aufga
benbereich
zu qualifizierten ist
respektive welche Methode der Invaliditätsbe
messung zur Anwendung gelangt,
kann - wie sich nachfolgend zeigt
(vgl. nach
stehend E. 6.7-9)
- offenbleiben.
Angesichts der ausgewiesenen 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit (vgl. vorstehend E. 4.4) führt so
wohl die
Anwendung der gemischten Methode, als auch diejenige des Ein
kommensvergleich
s
,
zu keinem rent
enbegründenden Invaliditätsgrad.
6.7
Das ohne gesundheitliche Beeinträchtigung im Jahre 2016 bei einem durch
schnittlichen Pensum von 45
%
erzielbare
Valideneinkommen
ist gestützt
auf den durchschnittlichen Verdienst der Jahre 2010 bis 2015 von Fr. 20’741.35 pro Jahr (
Fr.
19'578.-- +
Fr.
24'650.-- +
Fr.
22'236.-- +
Fr.
19'454.-- +
Fr.
19'347.-- +
Fr.
19'183.-- / 6)
und unter Berücksichtigung einer Nominallohnerhöhung
für das Jahr 2016
von 0.8
%
auf
Fr.
20'907.30 (
Fr.
20'741.35 x 1.008) festzusetzen.
Das trotz Gesundheitsschädigung in einer leidensadaptierten Tätigkeit
zumut
barerweise
erzielbare Einkommen ist anhand der Schweizerischen Lohnstruk
turerhebung (LSE) 2014
,
TA1, Total für Frauen, Kompetenzniveau 1 («einfache Tätigkeiten») bezogen auf eine 100%ige Arbeitsfähigkeit für ein 45
%
Pensum zu ermitteln, was unter Berücksichtigung der Nominallohnerhöhung sowie einer wöchentlichen Arbeitszeit von 41.7
Stunden
ein Invalideneinkommen von
Fr.
24'522.50 (
Fr.
4'300 x 12 : 40 x 41.7 x 1.005 x 1.008 x 0.45)
ergibt
.
Angesichts der vorliegenden Vergleichseinkommen resultiert - selbst bei wohl vorzunehmende
r
Parallelisierung - keine Einschränkung im Erwerbsbereich.
Eine
Einschränkung im Haushaltsbereich ist vorliegend
- auch ohne eingehende Abklärung -
sodann
nur in geringem Masse
anzunehmen
.
So wirkt sich e
ine gesundheitliche Beeinträchtigung oft in viel geringerem Ausmass auf die Erledi
gung der Hausarbeiten aus als auf die Teilerwerbstätigkeit, so dass im Aufga
benbereich häufig ein tieferer Invaliditätsgrad als im erwerblichen Bereich resultiert (
vgl.
Urteil 9C_565/2015 vom 2
9.
Januar 2016
E. 4.3
mit Hinweisen).
Damit
vorliegend
bei fehlender Einschränkung im Erwerbsbereich und einem Anteil des Haushaltsbereiches von 55
%
dennoch ein rentenbegründender Gesamtinvaliditätsgrad resultieren würde, müsste
- bei Anwendung der bis Ende 2017 anwendbaren gemischten Methode -
eine Einschränkung im Haushaltsbe
reich von
mindestens
73
%
vorliegen, wovon angesichts
des bestehenden Belas
tungsprofils und der ausgewiesenen 100%igen Arbeitsfähigkeit in adaptieren Tätigkeiten nicht auszugehen ist
.
6.8
Selbst
die
Anwendung des vom Bundesrat
im Nachgang zum Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) vom
2.
Februar 2016 in der Sache Di
Trizio
gegen die Schweiz (Nr. 7186/09) per l. Januar 2018 einge
führten neuen Berechnungsmodells für die Festlegung des Invaliditätsgrades von Teilerwerbstätigen, bei welchem für die Ermittlung des Invaliditätsgrads in Bezug auf die Erwerbstätigkeit auf eine hypothetische Vollerwerbstätigkeit ab
gestellt werden soll (vgl.
Art.
27
bis
Abs.
2-4, insbesondere
Abs.
3, IVV), führt vorliegend zu keine
r Einschränkung im Erwerbsbereich und damit zu keinem
anderen Ergebnis
(vgl. vorstehend E. 6.7)
.
6.9
Bei vorstehenden Zahlen
(vgl. E. 6.7)
führt schliesslich auch die Annahme einer Qualifikation der Beschwerdeführerin als Teilzeiterwerbstätige ohne Betätigung im Aufg
abenbereich, bei welcher der ermittelte Invaliditätsgrad proportional um den Faktor des Pensums zu gewichten wäre
(vgl. BGE 142 V 290 E. 7.3)
, zu kei
nem
rentenbegründenen
Invaliditätsgrad.
6.10
Zusammenfassend resultiert sowohl in Anwendung der gemischten Methode als auch der Methode des Einkommensvergleichs kein rentenbegründender Invalidi
tätsgrad.
Die angefochtene Verfügung erweist sich demnach als rechtens,
was zur Abwei
sung der
dagegen erhobenen
Beschwerde führt.
7.
7.1
Zu prüfen bleibt schliesslich der Anspruch der Beschwerdeführerin auf unent
geltliche Prozessführung und Rechtsvertretung im Beschwerdeverfahren (
Urk.
1 S. 2).
7.2
Nach Gesetz und Praxis sind in der Regel die Voraus
setzungen für die Bewilli
gung der unentgeltlichen Prozessführung und
Verbeiständung
erfüllt, wenn der Prozess nicht aussichtslos, die Partei bedürftig und die anwaltliche
Verbeistän
dung
notwendig oder doch geboten ist (BGE 103 V 46, 100 V 61, 98 V 115).
Die unentgeltliche Rechtspflege kann nur gewährt werden, wenn die Rechtsvor
kehr nicht aussichtslos ist. Als aussichtslos sind nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung Prozessbegehren anzusehen, bei denen die Gewinnaussichten (ex ante betrachtet) beträchtlich geringer sind als die Verlustgefahren und die deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden können. Dagegen gilt ein Begeh
ren nicht als aussichtslos, wenn sich Ge
winnaussichten und Verlustgefahren ungefähr die Waage halten oder jene nur wenig geringer sind als diese. Mass
gebend ist, ob eine Partei, die über die nötigen finanziellen Mittel verfügt, sich bei vernünftiger Überlegung zu einem Prozess entschliessen würde; eine Partei soll einen Prozess, den sie auf eigene Rechnung und Gefahr nicht führen würde, nicht deshalb anstrengen können, weil er sie nichts kostet (BGE 133 III 614 E. 5 mit Hinweisen).
7.3
Im vorliegenden Verfahren war im Wesentlichen die
Arbeitsfähigkeit
strittig. Die von der Beschwerdeführerin vorgebrachten Einwände erschöpfen sich
in der
Nennung
zweier Arztberichte von
Dr.
A._
sowie der
B._
(
vgl.
Urk.
14)
, wobei
Dr.
A._
eindeutig von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit aus
ging
(vgl. vorstehend E. 3.10 sowie auch E.
4.3-4)
und der Bericht der
B._
keinerlei Angaben zur Arbeitsfähigk
eit
enthielt
(vgl. vorstehend E. 3.9)
,
so dass von einer erfolgver
sprechenden Anfechtung der Verfügung nicht die Rede sein kann.
Bei vorlie
gend übereinstimmenden fachärztlichen Einschätzungen vermochte die Beschwerdeführerin damit nicht darzutun,
dass bei ihr eine durch einen nachweis
baren Gesundheitsschaden verursachte langdauernde Arbeitsunfähigkeit in einer leidensangepassten
Tätigkeit besteht, noch brachte sie
anderweitige
stichhaltige Rügen vor
.
Angesichts der klaren Sach- und Rechtslage konnte die Beschwerde
führerin daher nicht ernsthaft damit rechnen, dass ihre Beschwerde gutge
heissen würde. Ihr Begehren erweist sich daher als aussichtslos.
Nach dem Gesagten ist die Beschwerde als aussichtslos zu betrachten und das Gesuch um unentgeltliche
Rechtspflege
aus diesem Grund abzuweisen.
8.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichts
kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert fest
zulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
7
00.-- anzusetzen
und entsprechend dem Ausgang des Verfahrens der unterliegenden Beschwerde
führe
rin aufzuer
legen
.