Decision ID: cdedf5cf-9970-57fd-afbb-dd20f6e36690
Year: 2020
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Der 1962 geborene
X._
,
welcher zuletzt als selbständige
r
Fassaden
isola
teur
tätig gewesen war (
Urk.
7/9/4, 7/16/2),
meldete sich a
m 9.
September 2013 (Eingangsdatum,
Urk.
7/9) unter Hinweis auf psychische Beeinträchtigungen so
wie solche am Knie, dem Rücken, der Schulter und am Handgelenk zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an.
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, traf daraufhin medizinische Abklärungen, wobei sie auch die Akten des Krankentaggeldversicherers einholte. Sodann wurde der Ver
sicherte am 2
1.
August psychiatrisch (Gutachten vom 1
3.
Oktober 2014,
Urk.
7/48)
und am 1
5.
September 2014 rheumatologisch (Gutachten vom 1
1.
Oktober 2014,
Urk.
7/47) begutachtet. Die IV-Stelle gelangte daraufhin zum Schluss
, das psy
chiatrische Gutachten sei nicht nachvollziehbar (Stellungnahme vom 2
3.
März 2015,
Urk.
7/77/8-9), woraufhin sie ein weiteres Gutachten in Auftrag gab (Gut
achten vom 1
0.
September 2015 [
Urk.
7/57] mit ergänzenden Stellungnahmen vom 2
9.
Februar [
Urk.
7/69] und 1
0.
August 2016 [
Urk.
7/75]). Gestützt darauf teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit Vorbescheid vom 2
6.
Oktober 2016 (
Urk.
7/78) mit, das Leistungsbegehren
werde abgewiesen
. Der Versicherte erhob daraufhin
am 3
1.
Januar 2017 sowie
unter Hinweis darauf, dass
sich sein Gesund
heitszustand dramatisch verschlechtert habe,
weshalb ihn sein Psychiater zur stationären Behandlung angemeldet habe,
Einwand
(
Urk.
7/85; vgl. auch
Urk.
7/86).
Die IV-Stelle hielt
,
nach
dem sie Berichte der behandelnden Kliniken eingeholt
hatte
, an ihrem Vorbescheid fest und wies das Leistungsbegehren mit Verfügung vom 2
0.
September 2018 ab (
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob
X._
am 2
2.
Oktober 2018 Beschwerde und beantragte, die Verfügung vom 2
0.
September 2018 sei aufzuheben und es sei ihm eine ganze Invalidenrente auszurich
ten. Eventualiter seien weitere
medizinische Abklä
rung
en
zu treffen
. Im Weiteren sei ein zweiter Schriftenwechsel anzuordnen sowie
ihm
die unentgeltliche Prozessführung
mit
Offizialverbeiständung
zu gewähren (
Urk.
1). Die IV-Stelle schloss in ihrer Beschwerdeantwort vom 2
1.
November 2018 auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
6). Mit Verfügung vom 2
8.
November 2018 wurde dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Prozessführung gewährt sowie ihm Rechtsanwältin
Dr.
Barbara Wyler, Frauenfeld, als unentgeltliche Rechtsvertreterin bestellt (
Urk.
11).
Im Weiteren
wurde dem Beschwerdeführer die Eingabe der Beschwerdegegnerin vom 2
1.
November 2018 (
Urk.
6, Beschwerde
antwort) zugestellt
und
den Parteien mitgeteilt, die Anordnung eines weiteren Schriftenwechsels werde als nicht erforderlich erachtet (
Urk.
11).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über den Allge
meinen Tei
l des Sozialversicherungsrecht
s
, ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des
Bundesgesetz
es
über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
1.3.1
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege
artis
auf
die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose vor
aus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Inva
li
dität. In jedem Einzelfall
muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbs
fähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätio
logie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 145 V 215 E. 5.3.2, 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.3.2
Mit BGE 143 V 418 entschied das Bundesgericht, dass grundsätzlich sämtliche psy
chischen Erkrankungen für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem struk
turierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind (E. 6 und 7, Änderung der Rechtsprechung; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2 speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere Depressionen).
Das strukturierte Beweisverfahren definiert systematisierte Indikatoren, die es
–
unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einer
seits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits
–
erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 9C_590/2017 vom 15.
Februar 2018 E. 5.1). Die Anerkennung eines rentenbegründenden Inva
liditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizi
nisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwie
gender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3).
Diese Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (Urteil des Bundesgerichts 9C_580/2017 vom 16. Januar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen).
Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V
281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1):
-
Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3)
-
Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1)
-
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)
-
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2)
-
Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)
-
Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res
sourcen, E. 4.3.2)
-
Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3)
-
Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4)
-
gleichmässige Einschränkung des
Aktivitätenniveaus
in allen vergleich
baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)
-
behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens
druck (E. 4.4.2)
Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 1
5.
März 2018 E. 7.4).
1.4
1.4.1
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
1.4.2
Nach den allgemeinen Regeln des Sozialversicherungsrechts hat der Versiche
rungs
träger den rechtserheblichen Sachverhalt abzuklären. Er ist nach dem in Art. 43 Abs. 1 ATSG statuierten Untersuchungsgrundsatz verpflichtet, die not
wendigen Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen und die erforderli
chen Auskünfte einzuholen.
Die Verfahrensleitung liegt dabei beim Versicherungs
trä
ger, dessen Ermessensspielraum in Bezug auf Notwendigkeit, Umfang und Zweck
mässigkeit von medizinischen Erhebungen gross ist (Urteil des Bundes
gerichts 8C_481/2013 vom 7. November 2013 E. 3.4). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sach
verhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann. Die
für die Beurteilung des Leistungsanspruchs von Amtes wegen durchzuführenden Abklärungen im Sinne von Art. 43 ATSG beinhalten indessen rechtsprechungs
gemäss nicht das Recht
des Versicherungsträgers, eine «
second
opinion
»
zum be
reits in einem Gutachten festgestellten Sachverhalt einzuholen, wenn ihm dieser nicht passt (BGE 138 V 271 E. 1.1; Urteil des Bundesgerichts U 571/06 vom 29. Mai 2007 E. 4.2). Entscheidend dafür,
ob weitere Abklärungen angeordnet
werden können und müssen, ist, ob die bereits vorliegenden Gutachten die praxis
gemässen
inhaltlichen und beweismässigen Anforderungen erfüllen (Urteil des Bundesgerichts U 571/06 vom 29. Mai 2007 E. 4.2, vgl. zum Ganzen auch
Urteil des Bundesgerichts 9C_57/2019 vom
7.
März 2019 E. 3.2
).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin wies das Leistung
sbegehren
mit der Begründung ab,
eine für die Invalidenversicherung relevante gesundheitliche Einschränkung, welche
die Arbeitsfähigkeit längerdauernd und in erheblicher Weise einschränke, sei nicht
ausgewiesen. Aus medizinischer Sicht liege eine reaktives Geschehen sowie ein Überwiegen von invaliditätsfremden Faktoren wie psychosoziale
n
, finanzielle
n
,
Anreiz- und Belastungsfaktoren vor.
Betreffend die
vom Beschwerdeführer geltend
gemachte gesundheitliche Beeinträchtigung
sei von einer vorübergehenden Kri
sensituation auszugehen. Infolge dessen sei dem Beschwerdeführer eine Erwerbs
tätigkeit uneingeschränkt zumutbar (
Urk.
2).
2.2
Der Beschwerdeführer brachte demgegenüber vor, auf das eingeholte
jüngere (zweite) psychiatrische
Gutachten könne nicht abgeste
llt werden, da es sich hier
bei
um eine unzulässige
«
second
opinion
» handle (
Urk.
1 S. 5).
Ohnehin könne auf das jüngere
(zweite)
Gutachten nicht abgestellt werden, da dieses - auch nach Auffassung der Beschwerdegegnerin - die vom Bundesgericht aufgestellten Qua
litätskriterien nicht erfülle (
Urk.
1 S. 4). Darüber hinaus sei
das
Vorgehen der Beschwerdegegnerin als
widersprüchlich zu bezeichnen. So erachte
sie das jün
gere (zweite) Gutachten zwar als beweiskräftig, weiche dann
dennoch davon ab.
So habe der (Zweit-)Gutachter anerkannt, dass der Beschwerdeführer vor der durch
ihn durchgeführten Begutachtung im Herbst 2015 an einer schweren depressiven Episode gelitten habe,
welche eine vollständige
Arbeitsunfähigkeit zur Folge ge
habt habe (
Urk.
1 S. 4-5)
, was die Beschwerdegegnerin aber nicht anerkenne
.
Schliesslich
sei
die Beschwerdegegnerin
ihrer Abklärungspflicht nicht nachge
kommen, indem sie
die im Januar 2017 eingetretene Verschlechterung des Ge
sundheitszustandes
, welche
ausreichend dokumentiert sei, unzutreffend
als vor
über
gehende Krisensituation abgetan habe (
Urk.
1 S. 5-6).
3.
3.1
Der Beschwerdeführer wurde a
m 2
1.
August
2014
psychiatrisch
durch
Dr.
med. Y._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
(Gutachten vom 1
3.
Oktober 2014,
Urk.
7
/48)
,
und am 1
5.
September 2014
rheumatologisch
durch
Dr.
med. und
Dr.
sc. nat. ETH Z._
, Fachärztin für allgemeine innere
Medizin und für Rheumatologie
(Gutachten vom 1
1.
Oktober 2014,
Urk.
7/47)
,
begutachtet
. Die Gutachter waren dabei zu folgenden Diagnosen gelangt (
Urk.
7/48/11
)
:
Mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit:
-
Schwere
depressive
Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10: F32.2)
Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit:
-
Schädlicher Nikotingebrauch (ICD-10: F17.1)
-
Postrheumatische Herzkrankheit mit leichter, stabiler
Mitralstenose
und minimer begleitender
Mitralinsuffizienz
-
Mässige AC-Gelenksarthrose rechts mit altersentsprechender
Rotatoren
manschette
, im Wesentlichen bildgebend seit Jahren unverändert,
Arthro
-MRI 09/2014 gegenüber
Arthro
-MRI 11/2008
Die
Gutachter attestierte
n
dem Beschwerdeführer
aus interdisziplinärer Sicht
sowohl in Bezug auf die bisherige angestammte Tätigkeit wie auch in Bezug auf eine angepasste eine vollständige Arbeitsunfähigkeit.
Internistisch
-rheumato
logisch
wurde eine Arbeitsunfähigkeit jedoch ausdrücklich verneint.
Als Beginn
der
(aus psychiatrischer Sicht
attestierten
vollständigen)
Arbeitsunfähigkeit wurde
der 1
4.
März 2013 genannt (
Urk.
7/48/
11
).
Zum Befund wies d
er psychiatrische
Gutachter
,
Dr.
Y._
,
darauf hin, der Be
schwerdeführer
habe
bewusstseinsklar und allseits orientiert gewirkt. Während des Gesprächs hätten sich allerdings deutliche Konzentrationsstörungen gezeigt.
Zudem sei der Beschwerdeführer im Denken verlangsamt und stark eingeengt auf die eigene Zukunftslosigkeit gewesen.
Im Affekt habe
dieser
deprimiert, innerlich stark angespannt gewirkt. Auch die affektive Schwingungsfähigkeit sowie der Elan
vitae
seien deutlich reduziert gewesen. Der affektive Rapport habe knapp hergestellt werden können. Sodann sei
der Beschwerdeführer
im Antrieb deutlich vermindert und motorisch wenig
lebhaft
gewesen (
Urk.
7/48/7). Gestützt auf die erhobenen testpsychologischen Befunde gelangte
Dr.
Y._
zum Schluss, beim Beschwerdeführer sei von einer schweren Beeinträchtigun
g
der geistige
n Flexi
bilität, der Gestaltung von Freizeitaktivitäten
sowie
der Entscheidungs-, Durch
halte- und
Gruppenfähigkeit
auszugehen (
Urk.
7/48/7-8).
Die internistisch-rheu
matologische Gutachterin erhob
demgegenüber
einen weitgehend unauffälligen Befund (
Urk.
7/47/31-36).
Dabei
wies sie auf zahlreiche Diskrepanzen hin (
Urk.
7/47/38-39).
Sie
gelangte zum Schluss, dem Beschwerdeführer
sei es
mög
lich, sämtliche Tätigkeiten uneingeschränkt auszuüben, denen Männer seines Alters üblicherweise nachgehen würden (
Urk.
7/47/38-39).
3.2
Am
2.
September 2015 wurde der Beschwerdeführer erneut psychiatrisch
begut
achtet (
Urk.
7/57)
.
Der Gutachter,
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Psy
chiatrie
und Psychotherapie, nannte
folgende Diagnosen
(
ohne Ei
nfluss auf die Arbeitsfähigkeit; solche mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit wurden
von ihm
nicht
genannt
[
Urk.
7/57/18
-21
]
):
-
V.a.
Dysthymia
(ICD-10
:
F34.1)
-
Z-Diagnosen:
-
Probleme in Verbindung mit Berufstätigkeit und Arbeitslosigkeit (ICD-10
:
Z56)
-
Probleme in Verbindung mit der sozialen Umgebung (ICD-10
:
Z60)
-
Probleme in der Beziehung zum Ehepartner (ICD-10
:
Z63.0)
-
Probleme verbunden mit Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung; hier: Mangel an Entspannung oder Freizeit (ICD-10
:
Z73.2) und unzu
längliche soziale Fähigkeiten, nicht andernorts klassifizierbar (ICD-10
:
Z73.4)
Dr.
A._
attestierte dem Beschwerdeführer eine Arbeitsfähigkeit
von 100 %
(
Urk.
7/57/21).
Er hielt fest, aktuell
würden keine Symptome vorliegen, welche eine die Arbeitsfähigkeit beeinflussende Diagnose rechtfertigten. Insbesondere hätten sich keine Anzeichen einer organischen Störung erkennen lassen. Auch
hätten
keine Hinweise
für
eine schizophrene oder wahnhafte Störung
vorgelegen
.
Zudem hätten auch
keine hinreichenden Symptome einer aktuell vorliegenden affektiven Störung, keine Auslöser für eine Anpassungsstörung sowie auch sonst keine Hinweise, welche das Vorliegen einer psychischen Störung aus einem ande
ren Bereich des Klassifikationssystems
rechtfertigen würden
,
vorgelegen
. Aller
dings würden sich Probleme in der Lebensführung umschreiben lassen, welche jedoch weder krankheitswertig seien noch die Arbeitsfähigkeit beeinflussten.
Folg
lich
müsse
diesbezüglich
von
Z-Diagnosen
ausgegangen werden
(
Urk.
7
/57/20).
Zur
von ihm genannten
Verdachtsdiagnose einer
Dysthymia
hielt
Dr.
A._
fest, diese dränge sich auf, weil die geschilderte und zu beobach
tende Psychopathologie höchstens auf eine leichtgradige affektive Störung hin
gewiesen
habe
, der
Beschwerdeführer
jedoch
nicht sämtliche Kriterien einer
Dysthymia
er
füllt habe
(
Urk.
7/69/1-2).
Befundmässig
wies
Dr.
A._
darauf hin
, die Aufmerksamkeit und Konzen
tration
des Beschwerdeführers
seien unauffällig gewesen. So habe sich
dieser
auch forcierten
Themenwechseln anpassen können. Ebenfalls sei er zu den Qua
litäten Ort, Zeit, Situation und zur eigenen Person vollständig orientiert
gewesen
.
Die affektive Resonanz
habe sich unauffällig gestaltet
, wobei der Beschwerde
führer trotz einer teilweisen überdramatisierten Depressivität gut schwingungs
fähig gewesen sei. Hinweise auf Ich-Störungen sowie Störung
en
der Empfindung und
der
Wahrnehmung seien nicht zu erheben gewesen. Zur
Mimik
hielt
er sodann fest
, diese
sei
im Schmerz
überwiegend
verzerrt gewesen. Allerdings habe
der Beschwerdeführer
zuweilen
auch
gelöster g
ewirkt und wiederholt auch be
lustigt gelächelt. Die gestische Begleitmotorik sei zudem lebhaft und adäquat gewesen.
Die
Stimmung
sei
zu Beginn der Untersuc
hung
klagsam
und drama
ti
sierend, zum Schluss dann
gereizt
und weinerlich gewesen.
Zu dem zu Beginn
der Untersuchung
festgestellten
Tremor hielt
Dr.
A._
sodann fest,
das Zittern
habe zu Beginn jeweils dann aufgehört, als der Beschwerdeführer zu sprechen begonnen habe. Nachdem die Untersuchung zur Hälfte beendet gewesen sei, sei das Zittern überhaupt nicht mehr
zu beobachten
gewesen. Dies lasse ins
gesamt auf einen willkürlichen Charakter des beschriebenen Phänomens schliessen
. Dieselbe Feststellung
hatte
Dr.
A._
auch in Bezug auf die
Antwortlatenz
zu
den
jeweils
gestellte
n
Frage
n
gemacht
.
Zur
Intelligenz des Beschwerdeführers
hielt
Dr.
A._
fest, diese sei als durchschnittlich zu bezeichnen. Die
Merk
fähigkeit und
das Gedächtnis
hätten sich dabei
unauffällig
gezeigt
(
Urk.
7/57/15-17)
.
4.
Entgegen der Annahme des Beschwerdeführers
(
Urk.
1 S. 4)
vermag das Gut
achten von
Dr.
A._
(E. 3.2) die an eine beweiskräftige ärztliche Expertise gestellten Anforderu
ngen vollumfänglich zu erfüllen.
So tätigte
Dr.
A._
umfassende Abklärungen, berücksichtigte die geklag
ten Beschwerden und be
grün
dete seine
Einschätzung in nachvollziehbarer Weise sowie in Auseinan
der
setzung mit den
Vorakten
(Urk.
7/57/2-10, 15, 18-22
).
Auch legte
er
die medi
zinischen Zusammenhänge und die medizinische Situation
einleuchtend dar.
Im Weiteren
begründete
er
seine
Schlussfolgerungen nachvollziehbar
, mithin
zeigte er auf
, weshalb keine Diagnose genannt werden könne, welche einen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit habe (
Urk.
7/57/20, vgl. auch E. 3.2)
.
Sodann legte er dar
, weshalb keine rezidivierende depressive Störung oder eine Anpassungsstörung habe festgestellt werden können (
Urk.
7/57/19)
.
Alsdann
beantwortete
Dr.
A._
die von der Beschwerdegegnerin im Nachgang
zu seinem
Gutachten ge
stellten Fragen
(
Urk.
7/58, 7/70)
schlüssig
(
Urk.
7/69, 7/75).
Damit erfüllt das Gut
achten
von
Dr.
A._
die normativen Vorgaben (E.
1.4.1
), womit
diesem volle Beweiskraft
zukommt.
In Ergänzung zum Gesagten ist sodann festzuhalten
,
dass sich
Dr.
A._
differenziert mit den
ihm aufgelegten Berichten, insbesondere mit den
Ausfüh
rungen von
Dr.
Y._
(Gutachten vom 1
3.
Oktober 2014, E. 3.1)
,
auseinander
setzt
e
(
Urk.
7/57/18-21)
. Dabei wies
Dr.
A._
auf zahlreiche Inkonsistenzen
hin und legte dar, weshalb die Beschwerdegegnerin zu Recht eine weitere psy
chiatrische Begutachtung veranlasst hatte
. Im Einzelnen
hielt
Dr.
A._
fest, es werde nicht deutlich, wie
Dr.
Y._
zur Diag
nose einer depressiven Störung
(schweren Ausmasses) gelangt sei. So hätte
der Beschwerdeführer im Zeitpunkt der Begutachtung durch
Dr.
Y._
an deutlichen Abweichungen der Konzen
tration und der Aufmerksamkeit gelitten haben müssen, damit eine schwere depressive Störung hätte diagnostiziert werden können. In diesem Fall wäre es allerdings unwahrscheinlich gewesen, dass sich der Beschwerdeführer in der Lage gefühlt hätte, sich einer Begutachtung zu unterziehen. Sodann hätte eine derart schwere
Beeinträchtigung
der kognitiven Fähigke
iten
vorgelegen haben müs
s
en,
die
die
Anwendung eines Aufmerksamkeitstest
s
als bedenklich und zudem
un
nötig
hätte
erscheinen lassen
(
Urk.
7/57/19, Urk.
7/69/3).
Darüber hinaus erwecke d
as
Gutachten von
Dr.
Y._
den Eindruck,
dass
die Einschätzung
einer
schwe
re
n
depressive
n
Störung lediglich gestützt auf
die
Instrumente erfolgt
sei
. Diese Vorgehensweise entspreche
allerdings
nicht dem aktuellen Standard der Diag
nos
tik (
Urk.
7/57/19-20).
Dass der Gutachter - wie der Beschwerdeführer vor
bringt - eine vor Herbst 2015 vollständige Arbeitsunfähigkeit gestützt auf eine schwere depressive Episode anerkannt hätte, trifft angesichts dieser Ausführungen gerade nicht zu.
Sodann wies
Dr.
A._
i
n Zusammenhang
mit dem
von
Dr.
Y._
angewandten
testmässigen Erfassen der Psychopathologien
darauf hin
, er
selbst
habe
darauf
verzichten
müssen
, da
die
Angaben des Beschwerdeführers sowie die aus den Akten
zu dessen
Teilhabe am sozialen Leben und Alltag äusserst vage sowie zum Teil
auch
widersprüchlich gewesen
seien
(
Urk.
7/57/21).
Zur Begrün
dung
ver
wies er (beispielhaft) auf die
von
Dr.
Y._
diagnostizierte
Angststö
rung
,
welche es dem Beschwerdeführer verunmögliche
n soll
, den
öffentlichen Verkehr
zu nutzen
,
und merkte dazu an,
der Beschwerdeführer
sei
im Jahr 2014 mehrfach und auch
im selben Jahr,
wie die Untersuchung durch
Dr.
Y._
erfolgt
sei
, nach Mazedonien gereist (
Urk.
7/57/21).
Mithin und unter
Berück
sichtigung
der schlüssigen Ausführungen von
Dr.
A._
kann deshalb fest
gehalten werden
, dass d
ie Kritik der Beschwerdegegnerin am Gutachten von
Dr.
Y._
vom 1
3.
Oktober 2014 (E.
3.1) berechtigt
war. So
fand
en sich in
dessen
Gutac
hten
zahlreiche Hinweise au
f Inkonsistenzen
, welche
dieser
jedoch
unberücksichtigt
liess
.
D
as Gutachten von
Dr.
Y._
stellte deshalb
eine unge
nügende Beurteilungsgrundlage dar. Die Durchführung einer weiteren psychiatri
schen
Begutachtung
ist
damit
nicht als
unzulässige Einholung einer «
second
opinion
»
zu
werten
(
Urk.
1 S. 5, E. 1.4.2).
Im Weiteren kann festgehalten werden, dass
auch
die nach dem Gutachten ergan
genen Berichte (Austrittsberichte der
B._
vom 1
4.
März [
Urk.
7/104
]
und
vom
1
1.
April 2017
[
Urk.
7/108
]
sowie
der
Ver
laufs
bericht des behandelnden Psychiaters vom 1
0.
November 2017
[
Urk.
7/114
]
)
die gutachterliche Einschätzung
von
Dr.
A._
(E
.
3.2)
nicht in Frage zu stellen
vermögen
.
So hatte
n
sich weder
die medizinischen Fachpersonen
der
B._
noch der behandelnde Psychiater mit d
em Gutachten auseinandergesetzt.
Im Wei
teren ist davon auszugehen, dass
die von ihnen erhobenen
Befund
e
vorwiegend auf den anamnestischen
Angaben
des Beschwerdeführers basieren
und der Ein
fluss der sprachlichen Barriere ungeklärt blieb (vgl. Urk. 7/108/2, 7/112/3). Auf diesen (möglichen) Mangel hatte denn bereits der Gutachter hingewiesen (Urk.
7/57/20).
Im
Weiteren
erklär
t
en
die Ärztin
und
die Psychologin
der
B._
, dass die gegenwärtigen sozialen Verhältnisse (Leben beim Sohn und dessen Ehefrau) vermutlich eher zur Aufrechterhaltung der aktuellen Situation beitragen würden (Austrittsbericht
B._
vom 1
4.
März 2017,
Urk.
7/104/3), was auf das Vor
handensein nicht zu berücksichtigender (BGE 127 V 294) psychosozialer Be
lastungsfaktoren
schliessen lässt
.
Schliesslich ist
in
Bezug auf Berichte von Haus
ärztinnen und Hausärzten wie überhaupt von behandelnden Arztpersonen bezie
hungsweise
Therapeuten
auf die Erfahrungstatsache hinzuweisen, dass diese mit
unter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc).
Wohl kann die einen längeren Zeitraum abdeckende und umfassende Behandlung oft wertvolle Erkenntnisse zeitigen; doch lässt es die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag der therapeutisch tätigen (Fach-)Person einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fach
medizinischen Experten anderseits (BGE 124 I 170 E. 4) nicht zu, ein Admini
strativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Arztpersonen bzw.
Thera
peuten
zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die anderslautenden Einschätzungen wichtige – und nicht rein subjektiver Interpretation ent
sprin
gende – Aspekte benennen, die bei der Begutachtung unerkannt oder ungewür
digt geblieben sind (Urteil des Bundesgerichts 8C_677/2014 vom 2
9.
Oktober 2014 E. 7.2 mit Hinweisen, u.a. auf SVR 2008 IV Nr. 15 S. 43 E. 2.2.1 [I 514/06]).
Solche Aspekte sind
, wie dargelegt,
allerdings
nicht ersichtlich.
Nach dem Dargelegten w
u
rde weder das rechtliche Gehör des Versicherten noch der
Untersuchungsgrundsatz
verletzt
(
Urk.
1 S. 5-6)
.
Vielmehr besteht mit dem psychiatrischen Gutachten von
Dr.
A._
sowie der
- zu Recht - nicht ange
fochtenen somatischen
Expertise
von
Dr.
Z._
(E. 3
.1) eine hinreichende Entscheidungs
grundlage. Im
Weiteren ist zu berücksichtigen, dass es der Be
schwerdeführer
selbst in vorliegendem Beschwerdeverfahren und
in Kenntnis darüber
, dass bei seinem behandelnden Psychiater trotz mehrfacher Nachfrage keine
Auskunft
erhältlich gemacht werden konnte (
Urk.
7/117, 7/119, 7/120, 7/121
)
,
u
nterlassen hat,
neue Berichte
aufzulegen,
die auf eine Verschlechterung seines Gesundheitszustandes hinw
ei
sen
würden
.
Angesichts dieser Gegebenheiten eine gravierende Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes zu behaupten zielt ins Leere.
Die
vom Beschwerdeführer geltend gemachte Verschlechterung
seines
Gesundheitszustandes (
als
anspruchsbegründende Tatsache)
ist damit
nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
nachgewiesen
.
Die Folgen der Beweislosigkeit sind
dabei
vom Beschwerdeführer zu trage
n (BGE 138 V 218 E. 6,
Urteil des
Bun
desgerichts
8C_167/2014 vom
8.
August 2014 E. 5).
Folglich
ist
die Einschätzung der Besc
hwerdegegnerin
, wonach es sich - wenn
überhaupt
-
einzig um eine vorübergehend
e Krisensituation gehandelt hab
e (
Urk.
2)
, nicht zu bemängeln.
Die (gutachterlich) attestierte uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit gilt damit als erstellt.
5.
5.1
Wie dargelegt (E. 1.3.2), sind gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung grund
sätzlich sämtliche psychischen Leiden einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen. Dabei ist darauf hinzuweisen, dass aus einer
Indikatorenprüfung
eine grössere Arbeitsunfähigkeit als die gutachterlich atte
stierte nicht resultieren kann, sondern mittels strukturiertem Beweisverfahren die im Rahmen einer psychiatrischen Diagnose attestierte Arbeitsunfähigkeit validiert wird (Urteil des Bundesgerichts 8C_629/2019 vom 8. November 2019 E. 4.2.4).
5.2
Zum Komplex
der
«Gesundheitsschädigung» in der Kategorie «funktioneller Schwe
re
grad» ist festzuhalten, dass die anlässlich der psychiatrischen Begutach
tung
von
Dr.
A._
erhobenen objektiven Befunde und Symptome als nicht ausgeprägt erscheinen (E. 3.2). Hinsichtlich des Komplexes «sozialer Kontext» ist zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer
einen regelmässigen Kontakt
zu
den Familienangehörigen, mit denen er zusammenlebt,
pflegt,
sowie einen sol
chen auch
zu
seinem
Onkel und
zu
einem Kollegen
hält
.
Im Weiteren
trifft sich
der Beschwerdeführer
auch mit Freunden
(Urk. 7/
57/13-14
). Nach dem Gesagten steht dem Beschwerdeführer
somit
ein intaktes soziales Umfeld mit mobili
sier
baren Ressourcen zur Verfügung.
Zum Aspekt der «Konsistenz» ist zu erwähnen, dass
vom
Beschwerdeführer
keine detaillierten Angaben zum
Aktivitätsniveau
erhältlich zu machen waren.
Hin
weise dafür
, dass er
seine alltäglichen Verrichtungen
nicht
regelmäss
ig wahr
nehmen kö
nn
te, lassen sich aber nicht finden
(
Urk.
7/57/13-14)
.
Sodann ist fest
zuhalten, dass sich
der Beschwerdeführer
zwar für
nicht
arbeitsfähig
hält
(
Urk.
7/57/14
), d
iese Selbsteinschätzung in den Akten allerdings keine genügende Stütze
findet
.
Ferner ist unter Berücksichtigung dessen, dass
der Beschwerde
führer im Gutachtenzeitpunkt
nur 14-täglich in psychiatrischer Behandlung
war
(
Urk.
7/57/12
),
nicht auf einen erheblichen Leidensdruck zu schliessen
.
5.3
Unter
Berücksichtigung eines nicht ausgewiesenen erheblichen Leidensdrucks bei gleichzeitig erhaltenen Kompensationspotentialen und eines nicht erheblichen Schweregrads der Gesundheitsschädigung
erscheint
das Leistungsvermögen des Beschwerdeführers nicht eingeschränkt. Zu Recht wurde aus psychiatrischer Sicht eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit deshalb verneint (
Urk.
7/57/21
).
6.
Nachdem weder in somatischer noch in psychiatrischer Hinsicht eine langan
dauernde Einschränkung der Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers ausge
wiesen ist, hat die Beschwerdegegnerin einen Rentenanspruch zu Recht verneint. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.
7.
7.1
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
I
VG) und ermessensweise auf Fr. 7
00.-- anzusetzen. Entspre
chend dem Ausgang des Verfahrens sind sie dem unterliegenden Beschwerde
führer au
fzuer
legen,
z
ufolge Gewährung der
unentgeltliche
n Prozessführung
jedoch
einstwei
len
auf die Gerichtskasse zu nehmen.
7.2
Der
unentgeltlichen Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers, Rechtsanwältin
Dr.
Barbara Wyler, steht eine Entschädigung aus der Gerichtskasse zu.
Da
die
Rechtsvertreter
in
des Beschwerdeführers trotz entsprechender
Mitteilung
vom
2
3.
November 20
18 (vgl.
Urk.
10
) bis heute keine Honorarnote eingereicht hat, ist
ihre
Entschädigung nach Ermessen festzusetzen
(vgl. Urk. 11)
.
Unter Berück
sichtigung der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses
(§
34 Abs.
3
des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
)
und des gerichts
üblichen Ansatzes von Fr. 220.-- zuzüglich Mehr
wert
steuer ist die Partei
entschädigung auf Fr. 1‘800.-- (inkl. Mehrwertsteuer und
Bar
auslagen) festzu
setzen.
7.3
Der Beschwerdeführer ist zur Nachzahlung der Auslagen für die unentgeltliche Rechtspflege verpflichtet, sobald er dazu in der Lage ist (§ 16 Abs. 4
GSVGer
).