Decision ID: aaf6f231-3744-4451-9da8-99b8e224f2ac
Year: 2011
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Monika Paminger Müller, Oberer Graben 44,
9000 St. Gallen,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
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betreffend
Rente
Sachverhalt:
A.
A.a A._ meldete sich im November 2004 zum Bezug von Leistungen der
Invalidenversicherung (IV) an. Seit 1. April 1989 arbeite er als Abkanter bei der B._.
Aufgrund von Nacken-, Schulter-, Arm- und Handschmerzen (links) sei er vom 13. bis
24. August 2004 voll arbeitsunfähig gewesen. Seit 25. August 2004 bestehe eine
50%ige Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 1).
A.b Im Arztbericht vom 24. Dezember 2004 diagnostizierte Dr. med. C._, Allgemeine
Medizin FMH, u.a. eine Cervikobrachialgie links. Vom 13. bis 24. August 2004 habe
eine 100%ige, vom 25. August bis 20. Oktober 2004 eine 50%ige und vom 21. bis 24.
Oktober 2004 wieder eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit
bestanden. Seit 25. Oktober 2004 bestehe bis auf Weiteres eine 50%ige
Arbeitsunfähigkeit für die Tätigkeit als Metallarbeiter. Eine leichte Tätigkeit (ohne
schwere Belastung der Arm-, Schulter- und Nackenmuskulatur) sei ganztägig zumutbar
(IV-act. 11). Am 23., 25. Oktober und 19. Dezember 2006 erfolgte eine polydisziplinäre
Begutachtung bei der Medizinischen Abklärungsstelle (MEDAS) Zentralschweiz. Im von
dieser erstellten Gutachten vom 8. Februar 2007 wurden im Wesentlichen akzentuierte
Persönlichkeitszüge vorwiegend narzisstischer Prägung, eine leichte bis mittelschwere
depressive Störung mit ausgeprägter Somatisierung, spezifische Phobien als Ausdruck
einer neurotischen Fehlentwicklung, chronische Kopfschmerzen, ein chronifiziertes,
therapierefraktäres oberes Quadranten-Schmerzsyndrom links, ein chronifiziertes
cervikospondylogenes Schmerzsyndrom links, eine leichte linkskonvexe HWS-Skoliose
und ein Ulnarisrinnensyndrom beidseits diagnostiziert. Die angestammte Tätigkeit als
Abkanter/Schlosser sei dem Versicherten nicht mehr zumutbar. Für die Zukunft sei eine
körperlich mittelschwere Tätigkeit zu 50% möglich. Aktuell sei eine körperlich leichte
und leichte bis mittelschwere Tätigkeit zu 50% zumutbar, mit späterer
Steigerungsoption (IV-act. 27).
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A.c Am 25. Mai 2007 zog sich der Versicherte bei einem Arbeitsunfall eine
intraartikuläre Trümmerfraktur des distalen Radius rechts zu. Ab Unfalldatum wurde
dem Versicherten eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert (act. G 17.2, IV-act.
46/1-7, 47, 69 und 70).
A.d Gemäss Schlussbericht der Berufsberatung der IV-Stelle vom 4. Juni 2008 wurde
aufgrund der Arbeitsunfähigkeitsüberzeugung des Versicherten die Abklärung der
beruflichen Massnahmen ohne Ergebnis abgeschlossen (IV-act. 73).
A.e Am 4. und 5. November 2008 erfolgte eine polydisziplinäre Verlaufsbegutachtung
durch die MEDAS Zentralschweiz. Im Gutachten vom 3. Februar 2009 wurden mit
wesentlicher Einschränkung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit die Diagnosen
mittelschwere depressiv-ängstliche Störung mit somatischem Syndrom, dissoziative
Störung mit gemischter Symptomatik, akzentuierte Persönlichkeit mit vorwiegend
narzisstisch-verletzlichen Zügen, sekundäre radiokarpale Arthrose rechts bei Status
nach distaler intraartikulärer Radiustrümmerfraktur und chronisches, spondylogenes,
cervikobrachiales und cervikozephales Schmerzsyndrom links bei leichter
linkskonvexer Skoliose und cervikaler Streckhaltung mit leichter Kyphosierung im
degenerativ veränderten Segment C5/6 gestellt. Dem Versicherten sei keine Tätigkeit,
auch keine körperlich leichte, mehr zumutbar. Die 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestehe
seit dem Unfall vom 25. Mai 2007 (IV-act. 80). In der Stellungnahme des Regionalen
Ärztlichen Dienstes (RAD) der Invalidenversicherung vom 25. Februar 2009 wurde
ausgeführt, dass die im psychiatrischen Teilgutachten getroffenen Schlussfolgerungen
nicht gänzlich nachvollziehbar seien. Aus psychiatrischer Sicht sei ab 1. März 2008
wieder von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen (IV-act. 83).
A.f Im Vorbescheid vom 14. April 2009 stellte die IV-Stelle dem Versicherten in
Aussicht, dass er ab 1. August 2005 Anspruch auf eine Dreiviertelsrente, ab 1. August
2007 auf eine ganze Invalidenrente und ab 1. März 2008 wieder auf eine
Dreiviertelsrente habe (IV-act. 92). Mit Schreiben vom 22. Mai 2009 nahm der
Versicherte zum Vorbescheid Stellung und beantragte die Ausrichtung einer ganzen
Invalidenrente (IV-act. 97). Mit Verfügung vom 11. Juni 2009 wurde dem Versicherten
eröffnet, dass er bei einem Invaliditätsgrad von 63% ab 1. Juli 2009 Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente habe (IV-act. 101). Mit zwei Verfügungen vom 11. Juli 2009 wurde
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dem Versicherten vom 1. bis 31. August 2007 eine ganze Invalidenrente und eine
Kinderrente und ab 1. September 2007 bis 29. Februar 2008 eine ganze Invalidenrente
zugesprochen (IV-act. 103 und 104). Mit weiteren zwei Verfügungen vom 20. Juli 2009
wurde dem Versicherten bei einem Invaliditätsgrad von 63% vom 1. August 2005 bis
31. Juli 2007 eine Dreiviertelsrente und eine Kinderrente und bei einem Invaliditätsgrad
von 63% vom 1. März 2008 bis 30. Juni 2009 eine Dreiviertelsrente gewährt (IV-act.
102 und 105).
B.
B.a Gegen die Verfügung vom 11. Juni 2009 richtet sich die von Rechtsanwältin
Monika Paminger Müller, St. Gallen, im Namen des Versicherten eingereichte
Beschwerde vom 17. August 2009 mit den Anträgen, die Verfügung vom 11. Juni 2009
sei aufzuheben und dem Beschwerdeführer sei eine ganze Invalidenrente
zuzusprechen; unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Der Gesundheitszustand des
Beschwerdeführers habe sich seit der MEDAS-Begutachtung im Jahr 2007, auch im
Zusammenhang mit dem Unfall vom 25. Mai 2007, nicht verbessert, sondern
tendenziell verschlechtert, weshalb eine erneute MEDAS-Begutachtung durchzuführen
sei. Beim Valideneinkommen sei nicht berücksichtigt worden, dass der
Beschwerdeführer an seinem Arbeitsplatz eine interne Karriere vom Handwerker zum
Instruktor (seit 2004) gemacht habe und seine Arbeitgeberin ihn im weiteren Verlauf mit
hoher Wahrscheinlichkeit zu einem Fachmann mit Führungsfunktion befördert hätte.
Unter Berücksichtigung der Lohnstrukturerhebung (LSE) betrage das Einkommen für
einen Facharbeiter (Anforderungsniveau 1 und 2) im Wirtschaftszweig Industrie/
verarbeitendes Gewerbe Fr. 7'568.--, woraus unter Berücksichtigung der
Nominallohnentwicklung für das Jahr 2008 ein Valideneinkommen von Fr. 95'175.--
resultiere. Das Invalideneinkommen bei einem 50% Pensum betrage gemäss LSE
(Anforderungsniveau 4) Fr. 29'124.--. Von diesem Einkommen seien ein Teilzeitabzug
von 10% und ein Leidensabzug von 15% vorzunehmen, wodurch sich das
Invalideneinkommen auf Fr. 21'843.-- reduziere. Bei einem Invaliditätsgrad von 77%
bestehe ein Anspruch auf eine ganze Invalidenrente. Eine gegenüber der früheren
Anstellung untergeordnete Tätigkeit als Hilfsarbeiter sei dem Beschwerdeführer nicht
zumutbar (act. G 1).
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B.b Am 14. September 2009 erhob die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers
Beschwerde gegen die Verfügungen vom 20. Juli 2009 und beantragte deren
Aufhebung. Dem Beschwerdeführer sei mit Wirkung ab 1. August 2005 bis 31. Juli
2007 sowie ab 1. März 2008 bis 30. Juni 2009 eine ganze Invalidenrente zuzusprechen;
unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Die Beschwerde sei in das am 17. August
2009 anhängig gemachte Beschwerdeverfahren zu integrieren (act. G 4).
B.c Mit Schreiben vom 22. September 2009 teilte das Versicherungsgericht den
Parteien mit, dass die Beschwerden vom 17. August und 14. September 2009 zu einem
Verfahren vereinigt werden (act. G 5).
B.d Mit Schreiben vom 23. September 2009 teilte die Beschwerdegegnerin mit, dass
die vom Beschwerdeführer beantragte Verlaufsbegutachtung bei der MEDAS bereits
durchgeführt worden sei (act. G 6). Am 2. November 2009 zog der Beschwerdeführer
den Antrag bezüglich der Durchführung einer Verlaufsbegutachtung zurück. Das
Verlaufsgutachten der MEDAS belege, dass der Beschwerdeführer seit dem Unfall vom
25. Mai 2007 in jeglicher Tätigkeit arbeitsunfähig sei (act. G 12).
B.e In der Beschwerdeantwort vom 18. Dezember 2009 beantragt die
Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Gemäss Stellungnahme des
RAD vom 25. Februar 2009 sei davon auszugehen, dass ab 1. März 2008 für eine
adaptierte Tätigkeit eine 50%ige Arbeitsfähigkeit bestehe. Auch die Suva sei davon
ausgegangen, dass ab 1. März 2008 die unfallbedingten Handbeschwerden ausgeheilt
seien. Beim Valideneinkommen sei kein berufliches Fortkommen zu berücksichtigen.
Diesbezüglich seien den Akten keine Angaben zu entnehmen und es würden auch
keine beigebracht. Ein Teilzeitabzug komme nicht in Frage, da der Beschwerdeführer
seine Arbeitskraft ganztags mit reduzierter Leistung verwerten könne. Sodann
rechtfertige sich auch kein namhafter Leidensabzug, da die bestehenden
Einschränkungen bereits in die Arbeitsfähigkeitsschätzung miteinbezogen worden
seien (act. G 17).
B.f Mit Replik vom 19. Februar 2010 hält der Beschwerdeführer unverändert an den
gestellten Anträgen fest (act. G 21).
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B.g Die Beschwerdegegnerin hat auf eine weitere Stellungnahme verzichtet (act. G
23).

Erwägungen:
1.
Am 1. Januar 2008 sind die im Zuge der 5. IV-Revision revidierten Bestimmungen des
Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20), der Verordnung über
die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) und des Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) in Kraft getreten. In
materiellrechtlicher Hinsicht gilt der allgemeine übergangsrechtliche Grundsatz, dass
der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen sind, die bei Erlass des
angefochtenen Entscheids beziehungsweise im Zeitpunkt gegolten haben, als sich der
zu den materiellen Rechtsfolgen führende Sachverhalt verwirklicht hat (vgl. BGE 127 V
467 E. 1, 126 V 136 E. 4b, je mit Hinweisen). Die angefochtenen Verfügungen sind am
11. Juni und 20. Juli 2009 ergangen, wobei ein Sachverhalt zu beurteilen ist, der vor
dem Inkrafttreten der revidierten Bestimmungen der 5. IV-Revision am 1. Januar 2008
begonnen hat. Daher und aufgrund dessen, dass der Rechtsstreit eine Dauerleistung
betrifft, über die noch nicht rechtskräftig verfügt wurde, ist entsprechend den
allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln für die Zeit bis 31. Dezember 2007 auf die
damals geltenden Bestimmungen und ab diesem Zeitpunkt auf die neuen Normen der
5. IV-Revision abzustellen (vgl. zur 4. IV-Revision: BGE 130 V 445 ff.; Urteil des
Bundesgerichts vom 7. Juni 2006, I 428/04, E. 1). Diese übergangsrechtliche Lage
zeitigt indessen keine materiellrechtlichen Folgen, da die 5. IV-Revision hinsichtlich des
Begriffs und der Bemessung der Invalidität keine substantiellen Änderungen gegenüber
der bis Ende 2007 gültig gewesenen Rechtslage gebracht hat. Nachfolgend werden die
seit 1. Januar 2008 gültigen Bestimmungen des ATSG und IVG wiedergegeben.
2.
2.1 Zu prüfen ist vorliegend der Anspruch des Beschwerdeführers auf
Rentenleistungen für die Zeit ab 1. August 2005.
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2.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder
teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise
Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Der Grad der für einen allfälligen Rentenanspruch
massgebenden Invalidität wird gemäss Art. 16 ATSG durch einen
Einkommensvergleich ermittelt, bei dem das Einkommen, das die versicherte Person
nach dem Eintritt der Invalidität und nach der Durchführung der notwendigen und
zumutbaren Eingliederungsmassnahmen bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen
könnte (zumutbares Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt wird zum Einkommen,
das die versicherte Person erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre
(Valideneinkommen).
2.3 Die Rentenabstufungen nach Art. 28 Abs. 2 IVG geben bei einem Invaliditätsgrad
von mindestens 40% Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von
mindestens 50% Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von
mindestens 60% Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von
mindestens 70% Anspruch auf eine ganze Rente.
2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im
Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des
Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung
zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte
Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen
Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche
Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V
261 E. 4 mit Hinweisen). Für das gesamte Verwaltungs- und
Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt der Grundsatz der freien
Beweiswürdigung. Danach haben die Versicherungsträger und das
Sozialversicherungsgericht die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche
Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Hinsichtlich des
Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen
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Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden
ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der
medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten
begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen).
3.
3.1 Vorab gilt es aufgrund der medizinischen Aktenlage die Arbeitsfähigkeit des
Beschwerdeführers für den massgebenden Zeitraum festzulegen.
3.2 Die Beschwerdegegnerin ist für die Zeit vom 1. August 2005 bis 24. Mai 2007 von
einer 50%igen Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit ausgegangen. Der
Beschwerdeführer hat sich im Beschwerdeverfahren zur Arbeitsfähigkeit in dieser
Periode nicht geäussert. Aufgrund der vorliegenden medizinischen Aktenlage,
insbesondere dem MEDAS-Gutachten vom 8. Februar 2007, ist die Annahme einer
50%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit nicht zu beanstanden.
3.3 Zu Recht blieb zwischen den Parteien grundsätzlich unbestritten, dass dem
Beschwerdeführer ab dem Unfall vom 25. Mai 2007 bis 29. Februar 2008 für sämtliche
Tätigkeiten eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert wurde, weshalb sich
diesbezüglich weitere Ausführungen erübrigen.
3.4 Strittig ist hingegen die Einschätzung der verbliebenen Restarbeitsfähigkeit des
Beschwerdeführers ab 1. März 2008.
3.4.1 Im MEDAS-Gutachten vom 3. Februar 2009 wird dem Beschwerdeführer
seit dem 25. Mai 2007 eine volle Arbeitsunfähigkeit für sämtliche Tätigkeiten attestiert.
Aufgrund des Unfalls vom 25. Mai 2007 seien beim Beschwerdeführer seit dem letzten
MEDAS-Gutachten vom 8. Februar 2007 sowohl im somatischen wie auch im
psychischen Bereich wesentliche Veränderungen eingetreten. Im Vordergrund würden
nun deutliche bewegungs- und vor allem belastungsabhängige Schmerzen im rechten
Handgelenk bei radiologisch sichtbarer sekundärer Radiokarpalarthrose stehen. Als
Zeichen einer schmerzbedingten Schonung bestehe eine leichte muskuläre Atrophie
des rechten Ober- und Unterarms mit entsprechenden Umfangsdifferenzen. Seitens
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des rechten, dominanten Handgelenks bestehe eine wesentliche Minderbelastbarkeit
für manuell kraftaufwändige sowie für monoton repetitive Verrichtungen wie auch für
Verrichtungen mit kraftvoller Supination/Pronation. Seitens der sekundären
radiokarpalen Arthrose sei mit einem Fortschreiten des arthrotischen Prozesses zu
rechnen, weshalb die Belastbarkeit im Verlauf der Zeit kontinuierlich abnehmen werde.
Für eine leidensangepasste Tätigkeit bestehe aus rheumatologischer Sicht eine 70%ige
Arbeitsfähigkeit (IV-act. 80 und 81). Aus psychiatrischer Sicht sei der Beschwerdeführer
über diverse Erlebnisse tief enttäuscht und traurig. Sein Selbstwert habe sich bisher auf
seine hohe Arbeitsleistung, seine hohe Genauigkeit, Zuverlässigkeit und auch Loyalität
gegenüber dem Arbeitgeber gestützt. Diese als Fundament für seinen Selbstwert
dienenden Faktoren seien nun nicht mehr verfügbar. Gegenüber 2006 sei der
Beschwerdeführer noch tiefer in eine Depression gestürzt. Seine phobischen Ängste
hätten zugenommen. Er fühle sich jetzt auch nicht mehr fähig, das Areal seines
bisherigen Arbeitgebers aufzusuchen, er reagiere sofort mit psychosomatischen
Symptomen. Ausserdem neige er heute mehr als noch vor einem oder zwei Jahren zu
sozialem Rückzug. Ein weiterer Faktor sei der therapeutische Verlauf, welcher
zumindest vorläufig als ziemlich verfestigt angesehen werden müsse und kurzfristig
nicht überwunden werden könne. Obwohl der Beschwerdeführer in einer langjährigen
und für ihn tragenden fachärztlich-therapeutischen Beziehung stehe, hätten die
invalidisierenden Ängste und Soziophobien nicht beseitigt werden können.
Psychiatrisch-diagnostisch lasse sich beim Beschwerdeführer weiterhin von einer
akzentuierten Persönlichkeit mit narzisstisch-verletzlichen Strukturen sprechen. Zudem
bestehe eine mittelgradige depressive Störung aufgrund von Interessensverlust,
vermindertem Antrieb, vermindertem Selbstwertgefühl, Schuldgefühlen und negativen
Zukunftsperspektiven. Die Ängste und Panikattacken würden den Verdacht auf eine
dissoziative Störung aufkommen lassen. Es müsse leider davon ausgegangen werden,
dass die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers rückwirkend auf den Unfall vom 25.
Mai 2007 und prognostisch auf unbestimmte Zeit 0% betrage (IV-act. 80 und 82).
3.4.2 Der RAD führt in der Stellungnahme vom 25. Februar 2009 aus, dass die im
psychiatrischen Gutachten getroffenen Schlussfolgerungen nicht gänzlich
nachvollziehbar seien. In der Beurteilung werde als Erstes festgehalten, dass sich an
der Grundeinschätzung gegenüber dem Gutachten aus dem Jahr 2006 "nichts
verändert" habe. In der Tat werde ein durchaus vergleichbarer Psychostatus
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beschrieben und auch die Diagnosen hätten keine grundlegende Änderung erfahren,
insbesondere die dissoziativen Elemente würden genau gleich dargestellt. Es sei nicht
einzusehen, weshalb ab dem Zeitpunkt des Unfalls im Mai 2007 aus psychiatrischer
Sicht von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit auszugehen sei. Unter diesen
Umständen sei aus psychiatrischer Sicht ab 1. März 2008 wieder von einer
Arbeitsfähigkeit von 50% auszugehen (IV-act. 83).
3.4.3 Im MEDAS-Gutachten vom 3. Februar 2009 wurden sämtliche Vorakten,
insbesondere die MEDAS-Begutachtung aus dem Jahr 2006, in die Beurteilung
miteinbezogen. Es wurde nachvollziehbar dargelegt, inwiefern sich die somatischen
und psychischen Beschwerden des Beschwerdeführers seit dem Unfall vom 25. Mai
2007 verändert haben und welche Auswirkungen diese auf die Restarbeitsfähigkeit
zeitigen. Die diesbezügliche Beurteilung ist hinreichend begründet und erscheint mit
Blick auf die gesamte medizinische Aktenlage als einleuchtend. Zusammenfassend
haben die begutachtenden Ärzte überzeugend dargelegt, dass sich der
Gesundheitszustand des Beschwerdeführers, insbesondere aufgrund des Unfalls vom
25. Mai 2007, seit der erst-maligen Begutachtung verschlechtert hat und es ihm auch
über den 1. März 2008 hinaus nicht mehr zumutbar ist, selbst eine angepasste Tätigkeit
auszuüben. Die Stellungnahme des RAD vermag an den Schlussfolgerungen des
MEDAS-Gutachtens nichts zu ändern. Dem MEDAS-Gutachten ist nachvollziehbar zu
entnehmen, dass dem Beschwerdeführer aus psychiatrischer Sicht keine
Arbeitstätigkeit mehr zumutbar ist. Aus diesem Grund ist auch nicht relevant, ob die
Suva die unfallbedingten Handbeschwerden bereits als ausgeheilt betrachtete.
Insbesondere wurde im Gutachten ausführlich dargelegt, aus welchen Gründen sich
die depressive Symptomatik verstärkt hat, sodass im Vergleich zur ersten
Begutachtung neu von einer mittelgradigen depressiven Störung ausgegangen wurde.
Die Einwände des RAD sind nicht geeignet, Zweifel an der Zuverlässigkeit des MEDAS-
Gutachtens aufkommen zu lassen. Ausserdem ist zu berücksichtigen, dass die
Funktion einer RAD-Stellungnahme rechtsprechungsgemäss darin besteht, den
medizinischen Sachverhalt zusammenzufassen und zu würdigen, wozu namentlich
auch gehört, bei widersprüchlichen medizinischen Akten eine Wertung vorzunehmen
und zu beurteilen, ob auf die eine oder die andere Ansicht abzustellen oder aber eine
zusätzliche Untersuchung vorzunehmen sei (Urteil des Bundesgerichts [bis 31.
Dezember 2006 Eidgenössischen Versicherungsgericht; EVG] vom 4. Juni 2009,
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8C_756/2008, E. 4.4 mit Hinweisen). Vorliegend wurde hingegen aufgrund der RAD-
Stellungnahme von der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit durch die MEDAS abge-
wichen, ohne dass sich die Einschätzung des RAD-Arztes auf eine andere medizinische
Begutachtung stützt. Gegen die RAD-Stellungnahme spricht zudem, dass
insbesondere bei psychischen Beschwerden eine eigenständige Befunderhebung
angezeigt erscheint. Zusammenfassend kann auf das schlüssige MEDAS-Gutachten
vom 3. Februar 2009 abgestellt werden und es ist anzuerkennen, dass beim
Beschwerdeführer auch über den 1. März 2008 hinaus von einer vollen
Arbeitsunfähigkeit für sämtliche Tätigkeiten auszugehen ist.
4.
4.1 Die obigen Erwägungen haben gezeigt, dass dem Beschwerdeführer ab 25. Mai
2007 eine volle Arbeitsunfähigkeit für sämtliche Tätigkeiten attestiert wurde. Unter
Berücksichtigung von Art. 88a Abs. 2 IVV besteht somit ab 1. August 2007 ein
Anspruch auf eine ganze Invalidenrente. Zu prüfen bleibt, ausgehend von einer
Restarbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit von 50%, der Anspruch des
Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente für die Zeit vom 1. August 2005 bis 31. Juli
2007.
4.2 Bei der Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die versicherte
Person im massgebenden Zeitpunkt nach dem Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdienen würde. Die
Einkommensermittlung hat so konkret wie möglich zu erfolgen. Es ist in der Regel vom
letzten Lohn, welchen die versicherte Person vor Eintritt der Gesundheitsschädigung
erzielt hat, auszugehen (Urteil des EVG vom 16. Mai 2001, I 42/01, mit Hinweisen).
Diese Praxis wird mit der empirischen Feststellung begründet, dass die bisherige
Tätigkeit im Gesundheitsfall in der Regel weitergeführt worden wäre (Urteil des EVG
vom 29. August 2002, I 97/00). Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist
primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte
Person konkret steht. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen
gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des
Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue
Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Rechtsprechung
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Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen
Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 126 V 76 f. E. 3b/aa und
bb, mit Hinweisen).
4.3 Für das Valideneinkommen ist demnach auf das vom Beschwerdeführer zuletzt
bei der B._ erzielte Einkommen abzustellen. Die ehemalige Arbeitgeberin teilte am 1.
Dezember 2004 mit, dass der Beschwerdeführer im Jahr 2004 ohne
Gesundheitsschaden Fr. 78'650.-- verdient hätte (IV-act. 9). Angepasst an die
Nominallohnentwicklung (2005: 0.9%; vgl. Bundesamt für Statistik, Entwicklung der
Nominal-löhne) resultiert für das Jahr 2005 somit ein Valideneinkommen von Fr.
79'358.--. Der Beschwerdeführer macht geltend, dass er an seinem Arbeitsplatz eine
interne Karriere vom Handwerker zum Instruktor (seit 2004) gemacht habe und seine
Arbeitgeberin ihn im weiteren Verlauf mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einem Fachmann
mit Führungsfunktion befördert hätte. Theoretisch vorhandene berufliche Entwicklungs-
oder Aufstiegsmöglichkeiten sind nur dann beachtlich, wenn sie mit hoher
Wahrscheinlichkeit eingetreten wären. Für die Annahme einer mutmasslichen
beruflichen Weiterentwicklung ist insbesondere erforderlich, dass konkrete
Anhaltspunkte dafür bestehen, eine versicherte Person hätte einen beruflichen Aufstieg
und ein entsprechend höheres Einkommen auch tatsächlich realisiert, wäre sie nicht
invalid geworden. Blosse Absichtserklärungen genügen nicht (Urteil des
Bundesgerichts vom 15. Januar 2009, 8C_638/08, E. 4.3). Solche konkreten
Anhaltspunkte für einen weiteren beruflichen Aufstieg sind den Akten nicht zu
entnehmen. Die Umstände, dass der Personalchef den Beschwerdeführer als sehr
qualifizierten Mann bezeichnet und der Chef mit ihm Pläne diskutiert habe, begründen
noch nicht mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Aufstiegsmöglichkeit. Dass er als
Instruktor eingesetzt wurde, ergab sich lediglich deshalb, weil er bei der praktischen
Arbeit als Arbeiter wegen seiner gesundheitlichen Beschwerden nicht mehr einsetzbar
war. Darin kann keine "Karriere" erblickt werden. Das Valideneinkommen für das Jahr
2005 ist somit auf Fr. 79'358.-- festzulegen.
4.4 Das Invalideneinkommen ist anhand der Tabellenlöhne zu bestimmen, da dem
Beschwerdeführer die angestammte Tätigkeit nicht mehr zumutbar ist. Im Jahr 2004
betrug der Durchschnittslohn für einen Mann (LSE-Tabelle TA1, Privater Sektor, Total
Anforderungsniveau 4) Fr. 4'588.-- pro Monat. Angepasst an die
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Nominallohnentwicklung für das Jahr 2005 und unter Berücksichtigung der im Jahr
2005 betriebsüblichen Arbeitszeit von 41.6 Stunden pro Woche ergibt sich bei einem
50%igen Arbeitspensum für das Jahr 2005 ein Einkommen von Fr. 28'887.--.
4.5 Zu beurteilen bleibt die Frage, in welchem Umfang ein sogenannter Leidensabzug
auf dem Invalideneinkommen vorzunehmen ist. Nach der Rechtsprechung können die
statistischen Löhne um bis zu 25% gekürzt werden, um dem Umstand Rechnung zu
tragen, dass versicherte Personen mit einer gesundheitlichen Beeinträchtigung in der
Regel das durchschnittliche Lohnniveau nicht erreichen (RKUV 1999 Nr. U242 S. 412
E. 4b/bb) bzw. ihre Restarbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit
unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg zu verwerten in der Lage sind. Dabei
handelt es sich um einen allgemeinen behinderungsbedingten Abzug (BGE 126 V 78
E. 5a/bb). Nach der Rechtsprechung hängt die Frage, ob und in welchem Ausmass
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, von sämtlichen persönlichen und beruflichen
Umständen – auch von invaliditätsfremden Faktoren – des konkreten Einzelfalles ab
(namentlich leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/
Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad), die nach pflichtgemässem Ermessen
gesamthaft zu schätzen sind. Eine schematische Vornahme des Leidensabzuges ist
unzulässig (BGE 126 V 79 E. 5b, bestätigt in AHI 2002 S. 62 und BGE 129 V 481
E. 4.2.3 mit Hinweisen).
4.6 Dem Beschwerdeführer ist die angestammte, körperlich schwere Tätigkeit nicht
mehr zumutbar. Da er gemäss MEDAS-Gutachten vom 8. Februar 2007 nur noch
leichte bis mittelschwere Tätigkeiten in einem Teilzeitpensum (50%) ausüben konnte
und selbst dabei noch gewissen Einschränkungen unterliegt (IV-act. 27/20-21),
erscheint vorliegend ein Abzug von höchstens 15% als angemessen. Das
Invalideneinkommen beläuft sich demnach auf Fr. 24'554.-.
4.7 Aus der Gegenüberstellung des Validen- und des Invalideneinkommens ergibt
sich ein Invaliditätsgrad von 69% und somit für die Zeit vom 1. August 2005 bis 31. Juli
2007 ein Anspruch auf eine Dreiviertelsrente.
5.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 14/15
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
5.1 Nach dem Gesagten sind in teilweiser Gutheissung der Beschwerde die
Verfügungen vom 11. Juni 2009 und vom 20. Juli 2009 (mit Wirkung ab 1. März 2008
bis 30. Juni 2009) aufzuheben und dem Beschwerdeführer ab 1. März 2008 eine ganze
Invalidenrente zuzusprechen. Die Beschwerde gegen die Verfügung vom 20. Juli 2009
(mit Wirkung ab 1. August 2005 bis 31. Juli 2007) ist abzuweisen, weil ein Anspruch auf
eine Dreiviertelsrente besteht. Die Sache ist zur Festsetzung der Rentenhöhe sowie zur
Ausrichtung der geschuldeten Leistungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
5.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis
Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--
erscheint als angemessen. Davon hat der Beschwerdeführer, der mit seinem
Leistungsbegehren lediglich teilweise durchgedrungen ist, einen Drittel, d.h. Fr. 200.--,
zu tragen. Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist ihm daran anzurechnen
und im Umfang von Fr. 400.-- zurückzuerstatten. Den Restbetrag von Fr. 400.-- hat die
Beschwerdegegnerin zu bezahlen.
5.3 Da der Beschwerdeführer nur teilweise obsiegt, hat er einen Anspruch auf eine
reduzierte Parteientschädigung. Diese ist vom Gericht ermessensweise festzusetzen,
wobei insbesondere der Bedeutung der Streitsache und dem Aufwand Rechnung zu
tragen ist. Bei vollständigem Obsiegen wäre eine Parteientschädigung von pauschal
Fr. 3'500.-- angemessen. Entsprechend dem Ausmass des Obsiegens erscheint eine
Parteientschädigung von Fr. 2'500.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) als
gerechtfertigt.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP