Decision ID: 3a299c4e-a4c6-41cd-9160-4314ffe4a1a9
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1979
, war
zuletzt vom 1
1.
August 2008 bis 3
1.
Mai 2009 bei der
Y._
als Analyst/Collections Dialer,
tätig (
Urk.
7/8
Ziff.
2.1 und 2.8), als er sich am 1
7.
August 2009
mit dem Hinweis auf
Schizophrenie und Depressionen
bei der In
validenversicherung zum Leistungs
be
zug anmeldete (
Urk.
7/2
Ziff.
6.2
).
Nach Erlass des Vorbescheids (Urk. 7/32) sprach die
Sozial
ver
sicherungs
anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
dem Versi
cherten mit Verfügung vom 1
2.
Oktober 2011 (
Urk.
7/36) bei einem Invaliditäts
gerad von 100
%
für die Zeit vom
1.
Februar bis 3
1.
Dezember 2010 eine ganze Rente zu.
1.2
Am 2
6.
Juni 2012 meldete sich der Versicherte mit dem Hinweis auf Wirbelsäu
len
probleme und Diskushernien bei der IV-Stelle erneut zum Leistungsbezug an (
Urk.
7/37
Ziff.
6.2).
Die IV-Stelle stellte mit
Mitteilung
en
vom 1
6.
November 2012 (
Urk.
7/53)
und 1
2.
Mai 2015 (
Urk.
7/113)
fest, dass eine Arbeitsvermittlung
gegen
wärtig nicht möglich sei und liess den Versicherten polydisziplinär (inter
nistisch, neurologisch, orthopädisch und psychiatrisch) begutachten (Gutachten vom
3.
Februar 2017
;
Urk.
7/192)
und sprach dem Versicherten nach durchge
führtem Vorbescheidverfahren (
Urk.
7/200-201, Urk.
7/211) mit Verfügung vom 1
6.
Novem
ber 2017 (
Urk.
7/217-218 = Urk. 2) für die Zeit vom
1.
April 201
3
bis 3
1.
Januar 2015 bei einem Invaliditätsgrad von 100
%
eine ganze Rente und für die Zeit vom
1.
Februar 2015 bis 3
1.
März 2016 bei einem Invaliditätsgrad von 50
%
eine befris
tete halbe Rente zu.
2
.
Gegen die Verfü
gung vom 16. November 2017
(
Urk.
2)
erhob der Versicherte am 14. De
zember 2017 (Urk. 1) Beschwerde mit dem Antrag, diese sei aufzuheben und es sei die IV-Stelle zu verpflichten, die gesetzlichen Leistungen, insbesondere eine unbefristete ganze Rente, zu gewähren; eventuell seien weitere medizinische Ab
klä
rungen anzuordnen (S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 30. Januar 2018 (Urk. 6) beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde.
Mit Zwischenentscheid vom 1
9.
Juni 2018 (
Urk.
14) wurde dem Beschwerde
führer antragsgemäss die unentgeltliche Prozessführung gewährt und es wurde ihm die Gelegenheit eingeräumt,
um zu der vom Gericht nicht auszuschliessenden Rück
wei
sung der Sache an die IV-Stelle zur ergänzenden Abklärung und der damit verbun
denen mög
lichen Ab
änderung der angefochtenen Verfügung zu seinem Nachteil (re
formatio in peius) Stellung zu nehmen oder die Beschwerde zurückzu
zie
hen.
Mit Eingabe vom 1
2.
Juli 2018 (
Urk.
16) hielt der Beschwerdeführer an seiner Be
schwerde fest. Davon wurde der Beschwerdegegnerin am 1
6.
Juli 2018 Kennt
nis ge
geben (
Urk.
17).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den All
ge
mei
nen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Be
einträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teil
weise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
men
den ausgegli
chenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurtei
lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die
Fol
gen der gesundheitlichen Beeinträch
tigung zu berücksichtigen. Eine
Erwerbs
unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht über
windbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier
tels
rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertels
rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie kör
perliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Ver
bindung mit Art. 8 ATSG bewirken.
Rechtsprechungsgemäss ist bei psy
chi
schen Be
einträchtigungen zu prüfen,
ob ein psychischer Gesundheitsschaden mit Krankheits
wert besteht, welcher
die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens
daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbsein
-
kommen zu erzielen (
vgl.
BGE
139 V 547
E. 5
,
131 V 49
E. 1.2
,
130 V 352
E. 2.2.1
; vgl. Urteil des Bun
desgerichts 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E. 5.4).
Die Annahme
eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt
eine psychiatrische,
lege artis auf
die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose vor
aus (
vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2,
141 V 281 E. 2.1
, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6
). Eine fach
ärztlich
einwandfrei
festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Ein
zelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhän
gig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass be
stimmt sein. Entscheidend ist die
nach einem weit
ge
hend objektivierten Massstab zu beurteilende
Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arb
eitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7,
139 V 547 E. 5.2
, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG
).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Be
richt für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vor
ak
ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam
men
hänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in de
r
angefochtenen Verfügung vom 16.
No
vem
ber 2017 (
Urk.
2) davon aus, dass
der Beschwerdeführer ab 1
2.
April 2012 in einer sei
nem Gesundheitszustand angepassten Tätigkeit im Umfang von 100 % arbeits
unfä
hig gewesen sei, dass sich sein Gesundheitszustand ab 1.
November 2014
jedoch
verbessert habe,
und dass
ab diesem Zeitpunkt eine Arbeits
un
fähigkeit von 50
%
bestanden habe
. Am
1.
April 2016
habe sich sein Gesund
heitszustand
weiter v
erbes
sert
,
so
dass
ihm ab diesem Zeitpunkt die Ausübung der bisherigen Tätigkeit als In
formatiker in einem Umfang von 80
%
zuzumuten gewesen sei.
Da in Bezug auf das bestehende depressive Leiden die Therapie
optionen noch nicht ausgeschöpft seien, da es sich bei der diagno
stizieren schweren Depression lediglich um eine Episode und nicht um eine dauer
haft
e
Störung
gehandelt habe, und da eine Chronifizierung
nicht festgestellt worden sei,
sei eine psychiatrische Diagnose mit relevanter Aus
wirkung auf die Arbeits
fähigkeit aus versicherungs
medizinischer S
icht zu verneinen. Ein
Rentenanspruch für die Zeit ab
1.
April 2016
sei daher zu verneinen
.
2.2
Der Beschwerdeführer brachte hiegegen vor, dass
auf
das
polydisziplinäre Gut
achten vom
3.
Februar 2017 und insbesondere auf dessen orthopädisches Teil
gutachten
, worin
ihm
ab
1.
November 2014 vorerst eine Arbeitsfähigkeit in behinderungsan
gepassten Tätigkeiten von 50
%
und ab 1.
April 2016 eine solche von 80
%
attestiert worden
sei
,
nicht abgestellt werden könne
(
Urk.
1 S. 8)
,
weil sich die Gutachter darin nicht angemessen mit der abweichenden Beur
teilung durch die behandelnden Ärzte auseinandergesetzt hätten (Urk
.
1 S. 9).
Zudem sei auszuschliessen, dass er die al
lenfalls phasenweise bestehenden Teil
arbeits
fähig
keiten
- selbst
in einem ausgegli
chenen Arbeitsmarkt
-
hätte ver
werten können, weshalb
gestützt auf die Beurteilung der behandelnden Ärzte
von einer voll
stän
digen Arbeitsunfähigkeit auszugehen sei (Urk.
1 S. 12).
In psychischer Hinsicht sei gestützt auf das psychiatrische Teilgutach
ten zum polydisziplinären Gutach
ten vom
3.
Februar 2017 von einer rezidivierenden depressiven Störung mit gegenwärtig schwerer Episode auszugehen. Da diese Stö
rung seit dem Jahre 2009 bestehe
,
sei deren Chronifizierung und Dauerhaftigkeit zu bejahen, weshalb eine Arbeitsunfähigkeit
zu bejahen sei, ohne dass
dafür
eine
Res
s
ourcen- beziehungs
weise Indikatorenprüfung
erforderlich sei
(
Urk.
1 S. 14).
2.3
Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine unbe
fristete ganze Rente auch über den 3
1.
Januar 2015 hinaus.
3.
3.1
Die medizinische Aktenlage bei Erlass der angefochtenen Verfügung vom 16.
November 2017 stellt sich im Wesentlichen wie folgt dar:
3.2
Die Ärzte der
Z._
, Wirbelsäulenchirurgie und Neuroc
hirurgie
, stellten in ihrem Bericht vom
8.
Januar 2016 (
Urk.
7/142) die folgenden Diagno
sen (S. 1 f.):
-
Rezidivhernie L4/5 links mit radikulärem
Schmerz- und
Ausfallsyndrom
im Bereich L5
, operative Versorgung
am
2.
Januar
2016
(anamnestisch)
-
g
eneralisiertes Schmerzsyndrom/Panvertebra
l
syndrom mit/bei:
-
Status nach
Entfernung der Bandscheibenprothese C5/6
,
Dekompres
sion C5/6
beidseits und v
entrale
r
intersomatische
r
Spondylodese
-
Lumboischialgie
beidseits
links mehr als rechts
(aktuell)
-
Status nach Entfernung der Bandscheibenprothese C5/6, Dekompression C5/6 beidseits und ventraler intersomatischer Spondylodese
mit/bei:
-
Lockerung
der
Bandscheibenprothese C5/6 mit/bei:
-
Status nach
Sequesterektomie und Implantation einer Bandschei
ben
prothese C5/6
am
4.
März
2013 bei
Osteoc
h
ondrose und Dis
kushernie C5/6
mit/bei:
-
b
eginnende
r
Disk
usdegeneration C6/7
-
Status nach Faz
ettengelenksi
n
filtration auf Niveau der Band
scheibenprothese
C5/6 vom
7.
Januar
2013
-
Status nach präoperativer Faz
ettengelenksinfiltration und perira
dikulärer
Infiltration C5/6 vom
7.
Januar
2013
-
Status nach Faz
ettengelenksinfiltration C6/7 vom
1
2.
Februar
2014
-
Status nach lumbaler Discushernie und Res
equesterektomie vom
2
0.
Juni
2012 bei
Rezidivhernie L4/5 rechts und mikro
chirurgi
scher Sequesterektomie L4/5 rechts
am 1
2.
April
2012
Die Ärzte erwähnten, dass beim Beschwerdeführer am 2
3.
Dezember 2015 in Kali
fornien akut eine Lähmung am linken Bein aufgetreten sei, und dass er des
halb am 2
5.
Dezember 2015 notfallmässig untersucht worden sei
. Dabei sei
eine Diskushernie
festgestellt worden
, welche nach der Rückkehr
des Beschwerde
führers
in die Schweiz am
2.
Januar 2016 mittels Sequesterektomie behandelt worden sei. Gegenwärtig be
stünden noch starke lumbale Rückenschmerzen und eine Schwäche im linken Bein (S. 2).
Im Bereich der Halswirbelsäule (HWS) zeige sich eine fusionierte Spondylodese, wo
bei die Beschwerden im Bereich der HWS möglicherweise auf die leichtgradi
gen de
generativen Veränderungen praktisch aller zervikaler Bandscheiben zurück
zuführen seien (S. 3).
3.3
Prof. h. c.
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Neurochirurgie, diagnostizierte mit Bericht vom
4.
Januar 2016 (
Urk.
7/144/3-5) ein sensomotorisches Ausfall
syndrom und ein lumboradikuläres Schmerzsyndrom der Wurzel L5 links bei grosser mediolateraler bis intraforaminal reichender Diskushemie L4/5 links und erwähnte,
dass
der
Be
schwerdeführer während eines
Aufenthaltes in den
Verei
nigten Staaten von Amerika
am
2
3.
Dezember
2015
unter
akute
n
lumborad
i
ku
läre
n
Schmerzausstrahlungen
, un
ter einer ausgeprägten
Hypästhes
i
e im distalen Bereich des Dermatoms L5 links
so
wie unter einer
Fussheberschwäche links
gelitten habe, weshalb er nach der Rück
kehr in die Schweiz am
2.
Januar 2016 mittels mikrochirurgischer
Fenestration, Flavektom
ie und Rezessotomi
e sowie Sequester L4/L5 links
operiert worden sei (S. 1).
3.4
Mit Bericht vom
8.
Juni 2016 (
Urk.
7/152/7-8) stellte
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Neurochirurgie, die folgenden Diagnosen (S. 1):
-
lokales zervikales Schmerzsyndrom bis occipital ausstrahlend
-
unklare abstrahlende eher pseudoradikuläre Schmerzen in beide Arme, ent
sprechend dem Dermatom C8 (Differentialdiagnose: Nervus ulnaris)
-
Status nach zweimaliger Operation an der HWS im Bereich C5/C6 mit initialer Implantation einer Bandscheibenprothese, Sekundärersatz durch einen Cage mit Verplattung, zuletzt vor rund eineinhalb Jahren
-
fortgeschrittene Segmentdegeneration der LWS im Bereich L4/5 und L5/Sl (Diskopathie, Osteochondrose, rezessale Stenose L4/5 rechtsbetont mit mög
licher Kompromittierung der Nervenwurzel L5)
-
foraminalbetonte Stenose bei Diskopathie und Osteochondrose L5/S1 mit möglicher Kompromittierung der Nervenwurze
l
L5 foraminal
-
beginnende Diskopathie L3/4
Der Arzt erwähnte, dass die aktuelle Bildgebung für das Alter deutlich über
durch
schnittliche degenerative Veränderungen der Segmente L4/5 und L5/S1 zeige
. Der Beschwerdeführer leide gegenwärtig unter einer radikulären Reiz
symptomatik, am ehesten den Dermatomen L5 und S1 entsprechend. Es seien vorerst eine Infiltrationsbehandlung und anschliessend ein semirigides Stabili
sations
system mit einer Diskektomie L5/S1, foraminaler Dekompression der Nerven
wurzel L5, rezessa
ler Dekompression L4/5 und semirigider Stabilisation L4 auf S1 indiziert (S. 2).
Am 1
2.
Dezember 2016 (
Urk.
7/176/2-3) stellte
Dr.
B._
fest, das eine SPECT-Unter
suchung der HWS
gezeigt
habe
, dass das reoperierte Segment C5/6 wahr
scheinlich nicht fusioniert
sei
.
In Bezug auf die
LWS
sei
hinsichtlich der radikulären Symptomatik eine leichte Besserung eingetreten
.
Es sei schwierig abzuschätzen, ob
durch chirurgische Massnahmen eine dauerhafte Besserung zu erreichen
sei.
An der HWS
käme eine erneute Revision und Stabilisierung von dorsal, an
der LWS eine Re
dekompression
, teilweise Foraminotomien
,
vor allem in den Segmenten L4/5 und L5/S1 auf der rechten Seite
, sowie zusätzlich
eine semirigide Stabilisation
in Frage (S. 2)
.
3.
5
Dr.
med.
C._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,
erwähnte
in seinem Bericht
vom
7.
Juli 2016 (
Urk.
7/152/6), dass der Beschwer
deführer
seit Jahren
an
einer von der Schmerzproblematik nicht abzugrenzenden,
depressive
n
Störung
leide, wobei
die seit Langem bestehende, nicht beherrschbare Schmerzproblematik eine berufliche Integration nicht zulasse.
3.
6
Die Ärzte des
D._
, erwähnten in ihrem Gutachten vom
3.
Februar 2017 (
Urk.
7/192/1-73)
, dass der Beschwerdeführer am 2
1.
Dezember 2016 ortho
pädisch, am 1
3.
Oktober 2016 internistisch, am 1
4.
November 2016 psychiatrisch und am
4.
November 2016 neurologisch
untersucht
worden sei (S. 1) und stellten die fol
genden Diagnosen (S. 19):
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
-
chronische Schmerzstörung mit somatischen und körperlichen Faktoren
-
rezidivierende depressive Störung, aktuell mittelschwere bis schwere depres
sive Episode
-
Fussheberparese links bei sensomotorischer Wurzelkompression L5 links (operative Dekompression am
2.
Januar 2016) und Peroneusdruckparese links am Fibulaköpfchen
-
pseudoradikuläres Zervikalsyndrom beidselts bei Uncarthrose und Status nach Spondylodese C5/6
Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
-
chronisches pseudoradikuläres Lumbalsyndrom beidseits bei geringen Spondylarthrosen und Diskushernien L3-S1
-
Verdacht auf schädlichen Gebrauch von Cannabinoiden
-
Spannungskopfschmerz beidseits
-
sensibles Karpaltunnelsyndrom rechts
-
Vitamin-D-Mangel (aktuell behandelt)
-
Senk-Spreizfuss beidseits
Die orthopädisch-traumatologische
Begutachtung habe
infolge der Wirbe
lsäulen
be
schwerden
eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit
des Beschwerdeführes
als Informatiker sowie in anderen leidens
adaptierten Tätigkeiten im Umfang von 20
%
auf Grund eines vermehrten Pausenbedarfs
ergeben (S. 21). Die neurologischen internistischen Unter
suchung
en
hätten keine Einschränkung in der Arbeits- und Leistungsfähigkeit ergeben (S. 22).
Anlässlich der psychiatrische
n
Begutachtung habe der Beschwerdeführer unter den folgenden Symptomen gelitten: Verlust der Freude sowie des Lust
empfin
dens, An
triebsmangel, Schlafstörungen, vermindertes Selbstwert
gefühl mit sub
jektiver Aus
weg- und Perspektivlosigkeit, sozialer
Rückzug und Todes
phantasien
, wobei es in Bezug auf die psychiatrische Symptomatik seit dem Jahre 2009 zu einer Verschlech
terung gekommen sei. Diese
Symptomatik
lasse
sich auch im psychischen Befund objektivieren
.
Dabei hand
le es sich um e
ine depressive
Symp
tomatik mit Krankheits
wert. Gegenwärtig sei
en
eine
mittel
gradige bis schwere depressive Episode
sowie ein chronisches
Schmerzsyndrom mit somatischen und
psychischen Faktoren zu diagnos
tizieren.
Eine
somatoforme Schmerzstörung
sei
hingegen
nicht zu diagnos
tizieren, weil es diesbezüglich an einem
ausreichend schweren innerseelischen Kon
flikt
und
an mit
der Entwicklung des Schmerzsyn
droms verknüpften psychosozialen Belastungsfaktoren
fehle. Der Beschwerde
führer werde regelmässigt ambulant psy
chiatrisch
und insbesondere auch medi
kamentös mit einem Antidepressivum behan
delt.
Auf
G
rund der kombinierten psychopathologischen Funktionsstörungen
be
stehe weiterhin eine Behandlungs
bedürftigkeit, wobei die
Behandlungsmöglichkei
ten
nicht
ausgeschöpft
seien. Eine
Therapieresistenz
bestehe nicht
. Aus psychiatri
scher Sicht
bestehe
seit dem Jahre 2014 (S. 59)
eine Arbeitsunfähigkeit
im Umfang von
50
%
bis 60
%
in der bisherigen und in einer leidensadaptierten Tätigkeit
(S. 20)
.
Insgesamt bestehe aus polydisziplinärer Sicht eine Arbeitsfähigkeit in der bishe
rigen Tätigkeit und in leidensadaptierten Tätigkeiten von 50
%
bis 60
%
(S. 22).
3.
7
Der psychiatrische Gutachter
des
D._
nahm
in seinem psychiatrischen Teilgut
ach
ten
(Urk.
7/192/51-64)
zu de
n Standardindikatoren Stellung und erwähnte betref
fend den
Komplex
«
Gesundheitsschädigung
, Ausprägung der diagnoserele
vanten Befunde
», dass auf Grund
eines mittelschwer bis schwer verminderten Antriebs die Handlungsenergie und die Handlungsplanung sowie die Übersicht und die mentale Umstellungsfähigkeit limitiert
seien
. Die mangelnde Belastbar
keit, die verminderte Ausdauer bei schneller Ermüdbarkeit und vermehrter Erschöpfbarkeit und eine ein
geschränkte kognitive Flexibilität wegen Konzentra
tionsstörungen
gehörten
eben
falls zu den relevanten funktionellen Defiziten. Weitere Einschränkungen der Leis
tungsfähigkeit zeig
t
en sich in einer niedrigen Selbstwirksamkeitserwartung und einer passiven Verhaltensweise
.
In Bezug auf den Indikator «
Behandlungserfolg oder -resistenz
» erwähnt
e
der Gut
achter, dass die
depressive Störung, mittel
-
bis schwergradiger Auspr
ä
gung mit chronischem Verlauf
therapeuti
sch angehbar
sei, und dass
für deren
Behand
lung weiterhin zahlreiche therapeutische Optionen
bestünden.
In Bezug auf «
Komorbiditäten
» sei eine
Wechselwirkung zwisc
hen der depressiven Symptomatik und
den chronischen Schmerzen mit psychischen und somatischen Anteilen
zu berücksichtigen, wobei
unter einer adäquaten Therapie mit einer Besse
rung der depressiven Symptomatik und der Schmerzsymptomatik zu rech
nen
sei
.
Bezüglich des Komplexes «
Persönlichkeit
» bestünden bei
insgesamt unauffälliger biographischer
,
psychiatrischer, sozialer und Arbeitsanamnese keine strukture
llen Persönlichkeitspathologien und
keine Hinweise auf eine
, einen ressourcenhemmen
den
Faktor
darstellende
Persönlichkeitsstörung
.
Bezüglich des Komplexes «s
ozialer Kontext
»
sei der
bestehende soziale Rückzug bei einer nicht vollständigen sozialen Isolation als depressionsbedingt zu werten.
Dies
bezüglich bestünden auch
Einschränkungen des Aktivitätsniveaus im Haus
halt
und
in der Freizeitgestaltung
, wobei der
Beschwerdeführer
keine Freizeit
aktivitäten oder Hobbies
pflege.
In Bezug auf die
Kategorie
«
Konsistenz
»
bestünden Defizite in einer eingeschränk
ten Bel
astbarkeit und
Leistungsfähigkeit sowie in
einer niedrigen
Selbstwirksam
keitser
wartung und einer Vermeidungshaltung in allen Bereichen
(S. 58), wobei keine Hin
weise auf ein vermindertes Aktivitätsniveau vor Eintritt der Gesund
heitsschädigung bestünden (S. 28).
Ein Le
i
densdruck
und eine Krankheitseinsicht seien
vorhanden
(S. 58)
.
Eine Aggravation oder Simulation
seien zu verneinen
(S. 24)
3.
8
Dr.
med.
E._
, Facharzt für
Orthopädische Chirurgie und Trau
matologie des Bewe
gungsapparates
, Regionaler Ärztlicher Dienst der Beschwer
degegnerin (RAD), führte in seiner Stellungnahme vom 2
2.
Februar 2017 (
Urk.
7/198/9-11) aus, dass das Gut
achten der Ärzte des
D._
vom
3.
Februar 2017 schlüssig und umfassend sei und insbesondere die gesamte Aktenlage sowie sämtliche Beschwerden und Symptome berücksichtige, weshalb darauf abgestellt werden könne. Gestützt auf das Gutachten der Ärzte des
D._
sei
von
einem dauerhaft verschlechterten, die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigenden Gesundheits
zustand auszugehen. Weitere medizinische Mass
nahmen seien nicht erforderlich (S. 3).
3.9
Prof.
Dr.
med.
F._
, Facharzt für Chirurgie und Facharzt für Orthopädische Chirur
gie und Traumatologie des Bewegungsapparates, stellte in seinem Bericht vom 3
1.
Mai 2017 (
Urk.
7/210) die folgenden Diagnosen:
-
Pseudoarthrose mit
Verdacht auf Schraubenlocke
rung und Nekrose des Beckenkamms C5/C6 bei
:
-
Status nach Revisionsspondylo
dese C5/C6 nach Bandscheibenprothese
-
Segmentdegeneration L3/4, L4/5, L5/S1 mit Diskusprotrusion und Spon
dyloarthrosen
bei
:
-
Status nach
D
ekompression mit persistierender
Fussheberparese links seit Januar 2016
Er erwähnte, dass eine durchgeführte SPECT-CT-Untersuchung der HWS
eine
Nekrose des Beckenspans
sowie
ein fehlendes
Einheilen mit Pseudoarthrose
im Be
reich
C5/C6
ergeben habe
.
Eine
MRI
-Untersuchung
der LWS
habe Degene
rati
onen mit rezessal
en Eineng
ungen
,
jedoch
keinen klaren Nerven
kompressionen
sowie postoperative Veränderung nach Deko
mpression L4/
5
links mit leichter Fazette
n
gelenks
arthrose
L4/5 links
ergeben.
Auf
Grund der klaren Pseudo
arthrose
im Bereich
C5/C6
sei eine Revision mit der Resektio
n des toten Knochens und Implantation
eines
Trabecular Meta
l
Cages mit Knochen vom Becken sowie erneuter Stabilisie
rung
indiziert
. Hinsichtlich der LWS
könne der Beschwerde
führer trotz einer persis
tierenden Fussheberparese besser
mit den Beschwerden umgehen
.
4.
4.1
Beim Gutachten
des
D._
vom
3.
Februar 2017
handelt es sich um ein inter
dis
ziplinäres Gutachten, basierend auf einer psychiatrischen, internistisch
en, ortho
pä
dischen und
neurologischen Untersuchung,
das
die von der Recht
sprechung aufge
stellten Anforderungen an den vollen Beweiswert
grundsätzlich
erfüllt (BGE
125 V 351 E. 3a S. 352). Es ist überzeugend und schlüssig und in der Dar
legung der medi
zinischen Zustände, Entwicklungen und Zusammenhänge ein
leuchtend, differen
ziert und nachvollziehbar. Es wurde in Kenntnis der Vor
akten abgegeben, beruht auf allseitigen interdisziplinären Untersuchungen und enthält eine fach
übergrei
fende Gesamtbeurteilung. Die geklagten Beschwerden wurden wiederge
ben und es fand eine Auseinandersetzung damit statt. Mithin kommt dem Gut
achten
grundsätz
lich
voller Beweiswert zu.
4.2
Gestützt auf
das Gutachten steht fest, dass der Beschwerdeführer in somatischer Hinsicht
sowohl in der bisherigen Tätigkeit als Informatiker wie auch in einer ande
ren leidensadaptierten Tätigkeit zu 80
%
arbeitsfähig ist, wobei sich aus ortho
pä
disch-traumatologischer Sicht die Wirbelsäulenbeschwerden (Urk. 7/192/39) und aus neurologischer Sicht die Gangstörung mit vermehrtem Pausenbedarf als ein
schränkend erweisen (
Urk.
7/192/71). Betreffend den hier interessierenden Zeitraum wurde mit überzeugender Begründung für die Zeit von Mitte Oktober 2013 bis Ende Oktober 2014 von einer vollständigen Arbeitsun
fä
higkeit aus orthopädisch-trauma
tologischer Sicht, danach bei doku
men
tierten mässigen Restbeschwerden von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit, dann
vom
31. Dezember 2015 bis Ende März 2016 von einer erneuten postoperativen voll
ständigen Arbeitsunfähigkeit und ab April 2016 schliesslich von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen. Darauf ist abzustellen.
4.3
Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, vermag nicht zu überzeugen. Bei den von ihm zitierten ärztlichen Stellungnahmen von
Dr.
B._
und
Dr.
med.
G._
, Fachärztin für Anästhesiologie, (vgl.
Urk.
1 S. 8 Rz 12) handelt es sich ausnahmslos um blosse, unbegründete Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen. Sie vermögen keinen Zweifel an den ausführlich begründeten gutachterlichen Ein
schätzungen des
D._
zu wecken.
Auf die Beu
rteilung der
Dr.
G._
kann
bereits deshalb
nicht abgestellt werden, da
sie
mit der Bewertung
orthopäd
ischer
und neurologischer
Diagnosen und deren Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit
ihr
Fachgebiet der
Anästhesiologie
verlässt.
Sowohl die orthopädische als auch die neurologische
Gutachterin des
D._
gaben ihre Einschätzung
in Kenntnis der Vorakten ab und
setzten sich mit diesen ausreichend auseinander
.
Insbeson
dere erwähnte die neurologische Gutachterin, dass der von
Dr.
B._
am
8.
Juni 2016 erhobene Befund identisch sei mit ihrem
Begutachtungsbefund. Weiter hielt sie fest, dass der im MRT der Halswirbelsäule vom 1
2.
April 2016 (Bericht
Dr.
med.
H._
, Facharzt für Radiologie) gesehene links dorsale Band
scheibenvorfall in Höhe HWK 6/7 mit Affektion der C7-Wurzeln derzeit klinisch ohne Relevanz sei (
Urk.
7/192/70). Ebenso wenig kann unter Hinweis auf den Bericht von Prof.
Dr.
F._
vom 3
1.
Mai 2017 (
Urk.
7/210; vorstehend E. 3.9) auf eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes seit der Begutachtung ge
schlos
sen werden, berichtete dieser doch allein gestützt auf die subjektiven Angaben des Beschwerdeführers von «erneut wieder zunehmenden Schmerzen vor allem zer
vikal», ohne aber eine Verschlechterung zu objektivieren oder sich zur Arbeits
fähig
keit zu äussern.
4.4
Festzuhalten ist sodann, dass
es nicht angehen
kann
, eine medizinische Admi
ni
strativ- oder Gerichtsexpertise stets dann in Frage zu stellen und zum Anlass weite
rer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu unter
schiedlichen Einschätzungen gelangen oder an vorgängig geäusserten abweichen
den Auffassun
gen festhalten (BGE 124 I 170 E. 4 S. 175; Urteil
des Bun
desgerichts
9C_794/2012 vom
4.
März 2013 E. 4.2 mit Hinweisen).
Ohnehin sind
Berichte behandelnder Haus- und Spezialärzte aufgrund deren auftragsrecht
licher Vertrauensstellung zu Patientin und Patient zurückhaltend zu gewichten (BGE 125 V 351 E. 3b/cc S. 353; Urteil
des Bundesgerichts
8C_787/2013 vom 1
4.
Februar 2014 E. 3.3.2 mit weiteren Hinwei
sen; vgl. auch BGE 135 V 465 E.
4.5 S. 470)
.
Nach dem Gesagten ist - in somatischer Hinsicht - auf das schlüssige Gutachten des
D._
vom
3.
Februar 2017 abzustellen.
5.
5.1
Zu prüfen bleibt die Beweiskraft des
D._
-Gutachtens hinsichtlich der geltend ge
machten psychischen Beschwerden:
Die Beschwerdegegnerin ging in ihren Stellungnahmen vom 2
7.
März 2017 (Urk.
7/198/11-12) und vom
5.
April 2017 (
Urk.
7/198/12-13) davon aus, dass die Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit durch die Ärzte des
D._
in ihrem Gutach
ten vom
3.
Februar 2017 (vorstehend E. 3.8), welche eine eher schwere depressive Epi
sode und eine Arbeitsunfähigkeit aus psychischen Gründen von 50
% bis 60
%
fest
gesellt hätten, nicht nachzuvollziehen sei. Der Leidensdruck erscheine auf Grund des gesamten Verlaufs vielmehr als nicht besonders hoch. Da bis anhin keine optimale Therapie und insbesondere keine psychosomatischen Behandlun
gen durchgeführt worden seien, sei der von den Gutachtern des
D._
festge
stellte Schweregrad nicht
gegeben (Urk
.
7/198/12). Zudem gelte es zu berücksich
tigen, dass der Beschwerde
führer im Jahre 2015 in die Vereinigten Staaten von Amerika gereist sei, um Ver
wandte zu besuchen, obwohl eine solche Reise mit den geklagten Beschwerden fast nicht möglich gewesen wäre. Da genügend Ressourcen und Therapiemöglichkeiten bestünden, sei in psychischer Hinsicht daher von einer uneingeschränkten Arbeits
fähigkeit auszugehen.
5.2
Das Bundesgericht hat in BGE 130 V 252 erkannt, dass die zu den psychischen Leiden zu zählenden, anhaltenden somatoformen Schmerzstörungen in der Regel keine lang dauernde, zu einer Invalidität im Sinne von
Art.
4
Abs.
1 IVG führende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit zu bewirken vermöchten (BGE 130 V 352 E.
2.2.2 und 2.2.3; Überwindbarkeitsvermutung). In der Folge wendete das Bun
des
gericht die zur somatoformen Schmerzstörung entwickelten Kriterien bei der Beur
teilung der invalidisierenden Wirkung pathogenetisch-ätiologisch unklarer syndro
maler Beschwerdebilder grundsätzlich analog an (BGE 132 V 393 E. 3.2), insbeson
dere für die Fibromyalgie (BGE 132 V 65 E. 4.2.2), für dissoziative Sensibilitäts- und Empfindungsstörung (Urteil des Bundesgerichts I 9/07 vom 9.
Februar 2007 E. 4), für das Chronic-Fatigue-Syndrome (Urteil des Bundes
ge
richts I 70/07 vom 1
4.
April 2008 E. 5
)
, für die unfalladäquate HWS-Verletzung ohne organisch nachweisbare Funktionsausfälle (Schleudertrauma; BGE 136 V 279 E. 3), für die Schmerzver
arbeitungsstörung (Urteil des Bundes
gerichts 9C_274/2010 vom 3
0.
April 2010 E. 4) und für Anpassungs
störungen (Urteil des Bundes
gerichts 8C_322/2010 vom
9.
August 2010 E. 5.2).
5.3
In BGE 141 V 281 hat das Bundesgericht in Änderung der bisherigen Recht
spre
chung zur anhaltenden somatoformen Schmerzstörung die Überwind
barkeits
ver
mu
tung aufgegeben (E. 3.4 und 3.5) und diese durch eine ergebnisoffene, symmetrische Beurteilung des tatsächlich erreichbaren funktionellen Leistungs
vermögens als Be
weisgegenstand ersetzt, wobei das bisherige Regel/Ausnahme-Modell durch einen strukturierten, normativen Prü
fungs
raster beziehungsweise durch ein strukturiertes Beweisverfahren ersetzt wurde (E. 3.6). Am 3
0.
November 2017 hat das Bundesge
richt in BGE 143 V 409 und 143 V 418 seine bisherige Rechtsprechung zur Invali
dität bei Störungen aus dem depressiven Formenkreis aufgegeben und festgestellt, dass die Therapier
barkeit allein keine abschliessende evidente Aussage über das Ge
samt
mass der Beeinträchtigung und deren Relevanz im invalidenver
sicherungs
rechtlichen Kontext zu liefern vermöge. Weiter hat es erkannt, dass sämtliche psy
chischen Erkrankungen, namentlich auch depressive Störungen leicht- bis mittel
gradiger Natur, grundsätzlich einem strukturierten Beweisver
fahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen seien.
5.4
Gemäss BGE 143 V 418 sind grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen (E. 7.2; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.1). Diese Abklärungen enden laut Bun
desge
richt stets mit der Rechtsfrage, ob und in welchem Umfang die ärztlichen Fest
stellungen anhand der nach BGE 141 V 281 rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen (BGE 143 V 418 E. 7.1; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3).
Mit BGE 143 V 418 stellte das Bundesgericht klar, dass sich ein Leiden nicht einfach deshalb als leicht und invalidenversicherungsrechtlich bedeutungslos einstufen lässt, weil diagnostisch kein Bezug zu dessen Schweregrad gefordert ist (E. 5.2).
Verlauf und Ausgang von Therapien stellen wichtige Schweregradindikatoren dar. Es ist Aufgabe des medizinischen Sachverständigen, nachvollziehbar aufzu
zeigen, weshalb trotz (leichter bis) mittelschwerer Depression und an sich guter Therapier
barkeit der Störung im Einzelfall funktionelle Leistungsein
schränkun
gen resultieren, die sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirken (BGE 143 V 409 E.
4.5.2; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_590/2017 vom 15. Februar 2018 E.
5.1).
Laut BGE 143 V 418 fallen Störungen unabhängig von ihrer Diagnose bereits dann als rechtlich bedeutsame Komorbidität in Betracht, wenn ihnen im konkre
ten Fall ressourcenhemmende Wirkung zukommt (E. 8.1, Präzisierung der Recht
sprechung; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 1
5.
März 2018 E. 5.1 und E. 7.2 mit Hinweis).
Im Rahmen des strukturierten Beweisverfahrens ist davon abzusehen, einzelne Be
schwerden und Störungen ohne Einzelfallprüfung wegen grundsätzlich fehlen
der invalidenversicherungsrechtlicher Relevanz auszuscheiden (vgl. BGE
143 V 418 E. 8.1). Indes gilt unverändert, dass ein invalidisierender psychischer Gesund
heits
schaden nur gegeben sein kann, wenn das klinische Beschwerdebild nicht einzig in psychosozialen und soziokulturellen Umständen seine Erklärung findet, sondern da
von psychiatrisch unterscheidbare Befunde umfasst (Urteil des Bun
desgerichts 9C_732/2017 vom
5.
März 2018 E. 4.3.1 mit Hinweis).
5.5
Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1):
-
Kategorie „funktioneller Schweregrad" (E. 4.3)
-
Komplex „Gesundheitsschädigung" (E. 4.3.1)
-
-
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)
-
-
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2)
-
Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)
-
-
Komplex „Persönlichkeit" (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res
sourcen, E. 4.3.2)
-
Komplex „Sozialer Kontext" (E. 4.3.3)
-
-
Kategorie „Konsistenz" (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4)
-
gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleich
baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)
-
behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens
druck (E. 4.4.2)
Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 1
5.
März 2018 E. 7.4).
5.6
Neben den durch den Rechtsanwender zu prüfenden allgemeinen beweis
rechtli
chen Vorgaben an ein Gutachten (vorstehend E. 1.4) ergibt sich aus BGE 141 V 281 Fol
gendes: Die ärztliche Arbeitsfähigkeitsschätzung, zumindest ohne einläss
liche Be
fassung mit den spezifischen normativen Vorgaben und ohne entspre
chende Be
gründung, kann zwar den rechtlich geforderten Beweis des Vorliegens einer Er
werbsunfähigkeit (
Art.
7
Abs.
2 ATSG) nicht erbringen, weil sie weitge
hend vom Ermessen des medizinisch-psychiatrischen Sachverständigen abhängt. Die medizi
nische Einschätzung der Arbeitsfähigkeit ist aber eine wichtige Grund
lage für die anschliessende juristische Beurteilung der Frage, welche Arbeits
leistung der versi
cherten Person noch zugemutet werden kann (BGE 140 V 193 E. 3.2). Dabei gilt, dass die versicherte Person als grundsätzlich gesund anzusehen ist und sie ihrer Erwerbstätigkeit nachgehen kann (vgl. BGE 141 V 281 E. 3.7.2). Hinsichtlich der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit haben sich sowohl die medizi
nischen Sachverstän
digen als auch die Organe der Rechtsan
wendung bei ihrer Einschätzung des Leis
tungsvermögens an den normativen Vor
gaben zu orien
tieren; die Gutachter im Idealfall gemäss der entsprechend formulierten Frage
stellung (BGE 141 V 281 E. 5.2). Die Rechtsanwender prüfen die medizinischen Angaben frei insbesondere daraufhin, ob die Ärzte sich an die mass
gebenden normativen Rahmenbedingungen gehalten haben und ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen an
hand der rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen (BGE 143 V 418 E. 6). Im Rahmen der Beweiswürdigung obliegt es den Rechtsan
wendern zu überprüfen, ob in concreto ausschliesslich funktionelle Ausfälle bei der medizinischen Einschätzung berück
sichtigt wurden und ob die Zumutbarkeitsbeur
teilung auf einer objektivierten Grundlage erfolgte (BGE 141 V 281 E. 5.2.2;
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
5.7
Gelangt der Rechtsanwender nach dieser Beweiswürdigung zum Schluss, ein Gut
achten erfülle sowohl die mit BGE 141 V 281 definierten versicherungs
medizini
schen Massstäbe wie auch die allgemeinen rechtlichen Beweisan
forderungen (vor
stehend E. 1.4), ist es beweiskräftig und die darin formulierten Stellung
nahmen zur Arbeitsfähigkeit sind zu übernehmen. Es soll keine losgelöste juristische Parallel
überprüfung nach Massgabe des strukturierten Beweisver
fahrens stattfinden (Urteil des Bundesgerichts 8C_260/2017 vom
1.
Dezember 2017 E. 4.2.5; BGE 141 V 281 E. 5.2.3), sondern im Rahmen der Beweiswürdigung überprüft werden, ob die funktio
nellen Auswirkungen medizinisch anhand der Indikatoren schlüssig und wider
spruchsfrei festgestellt wurden und somit den normativen Vorgaben Rechnung tra
gen (BGE 141 V 281 E. 6; Urteil des Bundes
gerichts 8C_260/2017 vom
1.
Dezember 2017 E. 4.2.4). Entscheidend bleibt letzt
lich immer die Frage der funktionellen Aus
wirkungen einer Störung, welche im Rahmen des Sozialversicherungsrechts ab
schliessend nur aus juristischer Sicht beantwortet werden kann. Nach BGE 141 V 281 kann somit der Beweis für eine lang andauernde und erhebliche gesundheitsbe
dingte Arbeitsun
fähigkeit nur dann als geleistet betrachtet werden, wenn die Prü
fung der massgeblichen Beweisthemen im Rahmen einer umfassenden Betrachtung ein stimmiges Gesamt
bild einer Einschränkung in allen Lebensbereichen (Konsis
tenz) für die Bejahung einer Arbeitsunfähigkeit zeigt. Fehlt es daran, ist der Beweis nicht geleistet und nicht zu erbringen, was sich nach den Regeln über die (materielle) Beweislast zuungunsten der rentenansprechenden Person (BGE 143 V 418 E. 6) aus
wirkt (BGE 144 V 50 E. 4.3).
6.
6.1
Bei Verfassen des Gutachtens des
D._
vom
3.
Februar 2017 (vorstehend E. 3.7) sowie Erlass der angefochtenen Verfügung vom 1
6.
November 2017 (
Urk.
2) war die am 3
0.
November 2017 mit BGE 143 V 409 und 143 V 418 erfolgte Änderung der Rechtsprechung, wonach grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind, noch nicht erfolgt.
6.2
Gemäss dem vom Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) herausgegebenen Kreisschreiben über die Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung in der ab März 2016 geltenden Fassung (KSIH) hatte indes bereits ab März 2016 in Bezug auf alle Arten von Gesundheitsschädigungen die Feststellung einer invalidi
sierenden Gesundheitsbeeinträchtigung nach Vorliegen einer ärztlichen Diagnose
stellung anhand eines strukturierten Beweisverfahrens gemäss BGE 141 V 281 zu
erfolgen (Rz. 1005), wobei im Rahmen des strukturierten Beweisver
fahrens insbe
sondere der Nachweis des funktionellen Schweregrades und der Konsistenz der Ge
sundheitsschädigung unter Verwendung der Standardindika
to
ren zu erbringen war (Rz. 1006 in Verbindung mit Anhang VI zur KSIH).
6.3
Der psychiatrische Gutachter des
D._
nahm in seinem psychiatrischen Teil
gut
ach
ten vom
3.
Februar 2017 eingehend zu den Standardindikatoren gemäss BGE
141 V 281 Stellung (vorstehend E. 3.8). Dies entsprach der zum Zeitpunkt der Erstellung des Gutachtens geltenden Rechtsprechung (vorstehend E. 5.2) und Ver
waltungspra
xis (vorstehend E. 6.2). Denn bei der von den Gutachtern des
D._
beim Beschwer
deführer diagnostizierten chronischen Schmerzstörung mit soma
tischen und körper
lichen Faktoren (vorstehend E. 3.6) handelt es sich um ein mit der somatoformen Schmerzstörung vergleichbares pathogenetisch-ätiologisch unklares syndromales Beschwerdebild beziehungsweise um eine Schmerz
verar
beitungsstörung, auf welche die Rechtsprechung gemäss BGE 141 V 281 analog anzuwenden war.
6.4
Nach Eingang des Gutachtens der Ärzte des
D._
vom
3.
Februar 2017 bei der Be
schwerdegegnerin nahm vorerst RAD-Arzt
Dr.
E._
dazu Stellung. In seiner Stel
lungnahme vom 2
2.
Februar 2017 (vorstehend E. 3.8) überprüfte Dr.
E._
in medi
zinischer Hinsicht die Nachvollziehbarkeit des Gutachtens und insbesondere auch die Ausführungen der Gutachter zu den Standard
indi
ka
toren gemäss BGE 141 V 281 (vgl.
Urk.
7/198/10) und kam zum Ergebnis, dass das Gutachten der Ärzte des
D._
vom
3.
Februar 2017 schlüssig und umfassend sei, weshalb darauf und insbesondere auf die darin enthaltene Arbeitsfähigkeits
beurteilung abgestellt werden könne. In der Folge wich die Beschwerdegegnerin in ihren Stellungnahmen beziehungsweise Aktennotizen vom 2
7.
März 2017 und vom
5.
April 2017 (
Urk.
7/198/11-13) indes von der erwähnten versicherungs
medizinischen Beurteilung durch den RAD-Arzt
Dr.
E._
vom 2
2.
Februar 2017 ab und ging davon aus, dass die Arbeitsfähigkeits
beurteilung durch die Gutachter des
D._
nicht nachvollziehbar sei, und dass deren Beurteilung des Schweregrades des psychischen Leidens des Beschwerdeführers nicht zu überzeu
gen vermöge. In Würdigung des Gutachtens vom
3.
Februar 2017 ging die Beschwerdegegnerin sodann davon aus, dass auf Grund der Angaben und Aus
führungen der Gutachter zu den Standardindikatoren zu schliessen sei, dass der Leidensdruck des Beschwerdeführers nicht besonders hoch sei, und dass er über ge
nügend psychische Ressourcen verfüge. Aus diesen Gründen erachtete sie die Beur
teilung der Arbeitsfähigkeit aus psychischen Gründen durch die Gutachter des
D._
nicht als überzeugend und vertrat die Ansicht, dass insofern darauf nicht abzustellen sei, und dass vielmehr von einer uneingeschränkten Arbeitsfä
higkeit aus psychi
schen Gründen auszugehen sei.
6.5
Der Auffassung
der Beschwerdegegnerin
kann nicht beigepflichtet werden.
Der psychiatrische
Gutachter
des
D._
hat bei seiner Beurteilung an d
ie
mass
ge
benden normativen Rahmenbedingungen gehalten. Das Gutachten
vom 3.
Februar 2017
enthält
hinreichende un
d nachvollziehbare medizinische
Anga
ben und Aus
führungen zu den Themen der Standardindikatoren gemäss BGE 141 V 281
und erfüllt damit
die allgemeinen rechtlichen Beweisanforde
rungen sowie die mit BGE 141 V 281 definierten versicherungsmedizinischen Mass
stäbe
. Ins
besondere sind
im Gutachten
die funktionellen Auswirkungen des psychischen Leidens medizinisch anhand der Indikatoren schlüssig und
widerspruchsfrei fest
gestellt wo
rden,
so dass
das Gutachten eine zuverlässige Beur
teilung der Arbeits
fähigkeit im strukturierten Beweisverfahren erlaubt.
D
em Gut
achten
kommt dem
nach volle
Beweiskraft
zu
und die darin formulierten Stellung
nahmen zur Arbeitsfähigkeit
sind zu übernehmen
. Auf eine davon losgelöste juristische Parallelüberprüfung der Indikatoren nach Mas
sgabe des strukturierten Beweis
verfahrens
ist
zu verzichten.
7.
7.1
Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass dem Gutachten des
D._
vom
3.
Februar 2017 volle Beweiskraft zukommt, sowohl was die Ein
schränkun
gen so
matischer Natur als auch was diejenigen psychischer Natur betrifft.
Dem
entspre
chend steht fest, dass der Beschwerdeführer ab Mitte Oktober 2013 bis Ende Oktober 2014 sowohl in der angestammten als auch in jeder leidensange
passten Tätigkeit vollständig arbeitsunfähig war und seither aufgrund der doku
mentierten somati
schen und psychischen Beschwerden in der ange
stammten wie auch in jeder ange
passten Tätigkeit eine (zumindest) 50%ige Arbeitsfähigkeit besteht (
Urk.
7/192/23 und 29). Davon ging auch
Dr.
E._
vom RAD aus (
Urk.
7/198/11).
7.2
Bei einer 50%igen Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit ab November 2014 besteht demnach ab dem
1.
Februar 2015 ein Anspruch auf eine unbefristete halbe Rente. Dies führt zur teilweisen Gutheissung der Beschwerde.
8.
8.1
Gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem kantonalen Ver
sicherungsgericht bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Ver
weige
rung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Ver
fahrens
auf
wand und unabhängig vom Streitwert unter Berücksichtigung des gesetzli
chen Rahmens
(Fr. 20
0.-- bis Fr. 1'000.--) auf Fr. 7
00.-- festzusetzen und aus
gangsgemäss der Be
schwerdegegnerin aufzuerlegen.
8.2
Nach § 34 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (GSVGer) hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Partei
kosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streit
sache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (§ 34 Abs. 3 GSVGer).
Für unnötigen oder geringfügigen Aufwand einer Partei wird keine Partei
ent
schä
digung (
§
8
Abs.
1 der Verordnung über die Gebühren, Kosten und Entschä
digungen vor dem Sozialversicherungsgericht, GebV SVGer) beziehungs
weise keine Entschä
digung für die unentgeltliche Rechtsvertretung (§ 9 GebV SVGer) zugesprochen.
8.3
Dem sich bei den Akten befindenden Tätigkeitsnachweis des unentgeltlichen Rechts
vertreters des Beschwerdeführers, Rechtsanwalt Kaspar Gehring, Zürich, vom 1
2.
Juli 2018 (
Urk.
16) ist zu entnehmen, dass dieser einen Aufwand von insgesamt 17.2 Stunden und Barauslagen von
Fr.
154.80 (ohne Mehrwertsteuer) geltend machte. Dieser geltend gemachte zeitliche Aufwand von insgesamt 17.2
Stunden, insbesondere der geltend gemachte Aufwand für das Verfassen der Beschwerde
schrift von 13.2 Stunden erscheint indes in Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses mit Blick auf ver
gleichbare Verfah
ren nicht als angemessen. In Würdigung der gesamten Umstände erscheint vorlie
gend vielmehr ein Aufwand von insgesamt 12.8
Stun
den als angemessen und ge
rechtfertigt. Die geltend gemachten Barauslagen von insgesamt
Fr.
154.80 sind nicht zu beanstanden.
Ausgangsgemäss hat der
teilweise
obsiegende Beschwerdeführer Anspruch auf eine Prozessentschädigung, welche in Berücksichtigung der Bedeutung der Streit
sache und der Schwierigkeit des Prozesses sowie eines angemessenen zeitlichen Aufwan
des von 12.8 Stunden und eines gerichtsüblichen Stundenan
satzes von Fr. 220.-- (zuzüglich Mehrwertsteuer) auf Fr. 3‘200
.--
(inklusive Bar
auslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen ist.
Eine Reduktion der Partei
ent
schädigung recht
fertigt sich in Bezug auf die Rentenfrage nicht, da das ziffernmässig bestimmte Rechtsbegehren ("volle Rente") den Prozessaufwand nicht beeinflusst hat (BGE
117 V 407 E. 2c; Urteil des Bundesgerichtes
vom 23.
Oktober 2008 9C_672/2008 E
. 5.3.1).