Decision ID: 5221342e-ee96-45f7-8c80-32b412250ac7
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1990 geborene
X._
brach seine Lehre als Elektroinstallateur ab (vgl.
Urk.
7/54
/1
) und
meldete sich
erstmals
mit Datum vom
5.
Mai 2011
unter Hinweis auf
eine ausgeprägte Angst vor neuem, Vermeidungsverhalten, Selbst
verleugnung, Insuffizienzgefühlen, Realitätsverlust sowie Depressionen
bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum
Leistungsbezug an (
Urk.
7/4
).
Zufolge Verletzung der
gesetzlichen
Aus
kunfts- und
Mitwir
kungspflicht
wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren
mit
in Rechtskraft erwachsener
Verfügung vo
m 1
4.
November 2011 ab (Urk.
7/20)
.
1.2
Am 1
1.
März
2013 (Eingangsdatum) meldete sich der Versicherte erneut bei der IV-Stell
e unter Hinweis auf ein unbehandeltes ADS zum Leistungsbezug an (
Urk.
7/21
). Mit Vorbescheid vom 2
9.
Mai 2013 (
Urk.
7/28) stellte die
IV-Stelle dem Versicherten in Aussicht,
auf
sein Lei
stungsbegehren werde nicht einge
treten. Hier
gegen erhob der
Versicherte durch Rechtsanwalt
Dr.
iur
. Hans Con
rad
Schulthess
am 2
7.
Juni 2013
Einwand und beantragte in p
rozessualer Hin
sicht die Bestel
lung
eines
unentgeltliche
n Rechtsbeistandes nach seiner Wahl (
Urk.
7/33
).
Mit Verfügung vom 2
3.
April 2014 trat die IV-Stelle auf das
Leis
tungsbegehren
ein (
Urk.
7/39
).
Ausserdem
gewährte sie dem Versicherten unter Vorbehalt einer Änderung in seinen wirtschaftlichen Verhältnissen einen unentgeltlichen Rechtsbeistand
für den Zeitraum ab dem Vorbescheid vom 2
9.
Mai 2013 bis zum Erlass des materiellen Leitungsentscheids
(
Mitteilung vom 2
0.
Mai 2014,
Urk.
7/48
).
Nach beruflich-medizinischen Abklärungen
sowie Auferlegung
einer Schadenminderungspflicht (vgl. Schreiben vom 1
9.
Novem
-
ber
2014,
Urk.
7/72)
erteilte die IV-Stelle
Kostengutsprache für
die Mehrkosten der erstmalige
n
Berufsau
sbildung zum Gestalter EFZ sowie für ein
Job Coaching (
Mitteilungen vom
4.
und 16.
September 2015,
Urk.
7/105,
Urk.
7/108).
1.3
Mit Schreiben
v
om 21. Januar 2016 reichte
Rechtsanwalt Hans Conrad
Schulthess
seine
Ho
norarnote
ein
(
Urk.
7/129)
. Daraufhin forderte d
ie IV-Stell
e
den Versicherten
innert angesetzter Frist
auf,
aktuelle Unterlagen zum Nachweis
seine
r
finanzielle
n
Bedürftigk
eit einzureichen
(vgl. Schreiben vom
2.
Februar 2016,
Urk.
7/134).
Mit Schreiben vom
4.
Mai 2016 teilte Rechtsanwalt
Hans Conrad
Schulthess
mit, der Versicherte sei zufolge seiner psychischen Krankheit nicht in der Lage, die angeforderten Unterlagen bereitzustellen. Die finanziellen Informationen seien dem vorhanden
en
IV-Dossier zu entnehmen
. Gegebenen
falls sei ihm eine Nachfrist zur Einreichung weiterer Unterlagen anzusetzen
(Urk.
7/138).
Daraufhin wies die IV-Stelle das Gesuch um entgeltliche
Rechts
verbeiständung
ab und begründete dies damit, aufgrund der vorhandenen Unterlagen könne die Bedürftigkeit
des Versicherten
nicht beurteilt werden (
Verfügung vom 22.
März 2016,
Urk.
7/142). Mit Eingabe vom 2
4.
März 2015
ersuchte der Versicherte
bei der IV-Stelle
um
wiedererwägungsweise
A
ufhebung des vorgenannten
Entscheids und um Gewährung
der bereits mit Schrei
ben vom
4.
März 2016 ersuchten
Nachfrist
zur Substantiierung seiner Bedürftigkeit
(
Urk.
7/143).
Mit Verfügung vom 3
0.
März 2016 hob die IV-Stelle
den
Entscheid vom 2
2.
März 2016 wiedererwägungsweise auf. Gleichzeitig setzte sie dem
Ver
sicherten unter Androhung von
Säumnisfolgen Frist an, um seine Bedürftigkeit auszuweisen (
Urk.
7/145).
Nach Eingang weiterer Unterlagen
(
Urk.
7/148/1-21)
wies die IV-Stelle das Gesuch
des Versicherten um unentgeltliche
Rechts
verbei
stä
nd
ung
im Verwaltungsverfahren
mit Verfügung vom
10.
Mai 2016
ab und begründete dies damit, der Versicherte habe die finanziellen Verhältnisse der im selben Haushalt lebenden Person nicht ausgewiesen (
Urk.
7/151).
2.
Dagegen
erhob
X._
am 1
0.
Juni 2016
Beschwerde und beantragte, es sei ihm
in Aufhebung der genannten Ver
fügung im
Verfahren vor der SVA
Zürich
eine
unentgeltliche
Rechtsverbeiständung
zu bewilligen
und ihm für das Verfahren vor der SVA Zürich eine Entschädigung für die Rechtsvertretung im Betrag von
Fr.
11‘160.--, zuzüglich 8
%
M
WSt
, aus der Staatskasse zu entrich
ten
(
Urk.
1
S. 2
).
Ausserdem reichte
d
er
Beschwerdeführer
diverse Beilagen zu den Akten (
Urk.
3/3-15).
Die Beschwerdegegnerin schloss mit
Beschwerdeant
wort
vom
1
5.
August 2016
auf
Abweisung der Beschwerde (Urk.
6), was dem Beschwerdeführer am 2
4.
August 2016
zur
Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
8
).
3
.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit
erfor-derlich
, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Die Einzelrichterin

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Da der Streitwert
Fr.
20’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der
Beschwerde
in die einzelrichterliche Zuständigkeit (
§
11
Abs.
1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht).
1.2
Gemäss
Art.
37
Abs.
4
des Bundesgesetzes übe
r den Allgemeinen Teil des Sozi
al
versicherungsrechts
(
ATSG
)
wird der gesuchstellenden Person im Sozial
versicherungsverfahren ein unentgeltlicher Rechtsbeistand bewilligt, wo die Verhältnisse es erfordern. Unentgeltliche
Verbeiständung
im
Verwaltungsver
fahren
wird gewährt, wenn die Partei bedürftig ist, die Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheinen und die Vertretung im konkreten Fall sachlich geboten ist (vgl.
Art.
29
Abs.
3
der Bundesverfassung
der Schweizerischen Eidgenos
sen
schaft
,
BV). Eine anwaltliche Mitwirkung drängt sich nur in Ausnahmefällen auf, wenn schwierige rechtliche oder tatsächliche Fragen dies als notwendig erscheinen lassen und eine
Verbeiständung
durch Verbandsvertreter, Fürsorger oder andere Fach- und Vertrauensleute sozialer Institutionen nicht in Betracht fällt. Könnte der Einsprecher im Falle des Unterliegens die unentgeltliche
Ver
beiständung
beanspruchen, hat er bei Obsiegen Anspruch auf eine
Parteient
schädigung
(BGE 132 V 200 E. 4.1 mit Hinweisen; vgl. BGE 125 V 32).
1.
3
Bei der Berechnung der Bedürftigkeit stützt sich das Sozialversicherungsgericht praxisgemäss auf das Kreisschreiben der Verwaltungskommission des Oberge
richts des Kantons Zürich betreffend betreibungsrechtliches Existenzminimum und zählt zu dem so ermittelten Resultat personen- und
zivilstandsabhängige
Einkommens- und Vermögensfreibeträge hinzu (Christian Zünd/Brigitte Pfiffner
Rauber
, Hrsg., Kommentar zum Gesetz über das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich,
2.
Auflage, Zürich/Luzern 2009, N 7 zu
§
16).
1.
4
Nach der Rechtsprechung (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_777/2012 vom
7.
Januar
2013 E. 3.1) muss die Bedürftig
keit auf Grund der wirtschaftlichen Um
stände im Zeitpunkt der Einrei
chung des Gesuchs (BGE 120
Ia
179 E. 3a) oder - bei seither eingetretenen Veränderungen - auf Grund d
er wirtschaftlichen Ver
hältnisse im Zeitpunkt der
Entscheidfindung
(BGE 108 V 265 E. 4; Ur
teile des Bundesgerichts 8C_381/2011 vom
7.
Oktober 2011 E. 1 und
U 445/05 vom 2
9.
August 2006 E. 6.3.1; Alfred Bühler, Die Prozessarmut, in: Christian
Schöbi
[Hrsg.], Gerichtskosten, Parteikosten, Prozesskaution, unent
geltliche Prozessführung, Bern 2001, S. 190 f.)
beurteilt wer
den.
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin erwog in der angefochtenen Verfügung
im Wesentli
chen
, der Beschwerdeführer habe das visierte Berechnungsblatt mit entspre
chenden Unterlagen zum Ausweis seiner wirtschaftlichen Verhältnisse zu den
Ak
ten gegeben
.
Entsprechende Unterlagen betreffend
Frau
Y._
habe er
indes
nicht eingereicht.
Demgegenüber sei rechtsprechungsgemäss auch über die finanziellen Verpflichtungen sowie Einkommens- und
Vermögensverhält
nisse
der im selben Haushalt lebenden Pers
onen
Aufschluss zu geben.
Inf
olge Beweislosigkeit sei daher davon auszugehen, dass keine Bedürftigkeit ausge
wiesen sei (
Urk.
2 S. 2).
2.2
Dagegen wandte der Beschwerdeführer
im Wesentlichen
ein,
aufgrund des
Persön
lichkeitsschutz
es
von Frau
Y._
sowie mangels einer gesetzlichen Grundlage habe er keine sie betreffenden Unterlagen eingereicht. Er (der Beschwerdeführer) leb
e
seit dem 1
5.
Juli 2014 in derselben Wohnung
mit Frau
Y._
. Der Mietvertrag sei auf das Ende eines Kalenderjahres kündbar
. Auf ein „gefestigtes Konkubinat“ zu schliessen sei vor diesem Hintergrund willkür
lich
(
Urk.
1S. 4
f.
).
Zufolge
der langen Untätigkeit der IV-Stelle sowie der krankheitsbedingt aufwendigen Kontaktaufnahme zwischen ihm (dem Beschwerdeführer) und seinem Rechtsvertreter sei im Verwaltungsv
erfahren ein Gesamtaufwand von 4
6.5 Stunden
entstanden. Bei einem Stundenansatz von Fr. 240.--
habe er somit Anspruch auf
eine Entschädigung
im Umfang von Fr.
11‘160.-- zzgl. 8
%
MWSt
(
Urk.
1 S. 6).
2.3
In ihrer Beschwerdeantwort hielt die Beschwerdegegnerin an ihrem Standpunkt fest
und führte ergänzend aus, vorliegend fehle es mangels schwierigen rechtli
chen und/oder medizinischen Fragestellungen (auch) an der Notwendigkeit einer unentgeltlichen Rechtsvertretung. Im Übrigen sei der geltend gemachte Aufwand massiv überhöht und deshalb nicht nachvollziehbar (
Urk.
6 S. 2).
3
.
3
.1
Massgebend für die Beurteilung der Bedürftigkeit sind die wirtschaftlichen Ver
hältnisse im Zeitpunkt der Entscheidung über das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege (
vgl. E. 1.5
), vorliegend Mai 2016
(
Urk.
2)
.
3
.2
Der Beschwerdeführer lebte seit dem 1
5.
Juli 2014 in Wohngemeinschaft mit
Y._
(vgl. Mietvertrag,
Urk.
7/139 =
Urk.
3/13).
U
ngeachtet dessen, dass
selbst bei Vorl
iegen eines Konkubinats
keine U
nterstützungspflicht bestünde
(vgl.
Art.
163
Abs.
1
des Zivilgesetzbuches,
ZGB)
,
ist
aus den Akten nicht ersichtlich und wird auch seitens der Beschwerdegegnerin nicht geltend gemacht, dass der Beschwerd
eführer gegenüber
Y._
einen re
chtli
chen Anspruch auf
(Unterstützungs-)Leistungen hätte. Damit
sind ihre finanzi
ellen Verhältnisse
beim Notbeda
rf
des Beschwerdeführers nicht zu berücksichti
gen,
womit auch gesagt ist, dass
der
Beschwerdeführer
– entgegen der Auffas
sung der Beschwerdegegnerin –
nicht verpflichtet
war
, die
finanziellen Verhält
nisse
von
Y._
darzulegen.
3
.3
Der für die prozessuale Bedürftigkeit massgebende monatliche Bedarf des Beschwerdeführers in
Haushaltgemeinschaft mit einer erwachsenen Person
setzte sich im Mai 201
6
wie folgt zusammen: Grundbetrag Beschwerdeführer
Fr.
1‘100.-- (inkl. Kosten für Elektrizität
und Gas
, vgl. Kreisschreiben der
Ver
waltungskommission
des Obergerichtes des Kantons Zürich an die Bezirksge
richte und die Betreibungsämter betreffend Richtlinien für die Berechnung des betreibungsrechtlichen Existenzminimums vom 1
6.
September 2009,
Ziff.
II./2.2),
Miet
zins
netto
inkl.
Heizkosten
und
Pauschale für
Treppenhausrei
nigung
/Hauswartung
Fr.
740.-- (
Fr.
1‘32
0.-- +
Fr.
130.-- +
Fr.
30.--
/
2
;
vgl. Mietvertrag,
Urk.
7/139/1)
,
Krankenkassenprämien
(KVG)
nach Abzug
Prämien
verbilligung
Fr.
266.70
(
Urk.
7/148/15)
,
von der Krankenkasse nicht gedeckte
Krankheitskosten
inkl.
Franchise
gemäss Bescheinigung der Krankenkasse
Fr.
62.20
(
Fr.
746.70/ 12,
Urk.
7/148/16)
, Berufsauslagen
Fr.
560.
-- (
gemäss Beschwerdeführer,
vgl.
Urk.
7/148/6),
Staat
s- und Gemeindesteuern
Fr.
2.--
(
Fr.
24.35 /12,
vgl.
Urk.
7/148/8)
.
Die Kosten für Telefon, TV sowie Hausrat- und Haftpflichtversicherung sind bereits im Grundbetrag berücksichtigt (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 3
1.
Mai 2011, 8C_309/2011, E. 3.3.3)
.
Was die geltend gemachten Schulden (vgl.
Urk.
7/140/1,
Urk.
7/148/7,
Urk.
7/148/17 ff.) betrifft, so könn
en nur regelmässige (tatsächlich geleistete) Raten- und Abzah
lungen berücksichtigt werden, was aufgrund der vorliegenden Akten
allerdings
nicht ausgewiesen ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 4P.22/2007 vom 1
8.
April 2007 E. 6).
Insgesamt ergeben sich damit monatliche anrechenba
re Auslagen in der Höhe von Fr.
2‘
730.9
0
.
3
.4
Die
monatlichen
Einnahmen setzten sich sodann wie folgt zusammen:
Tag
gelder der Invalidenversicherung
Fr.
2
‘
82
0.--
(
Fr.
94
.--
x
3
0,
Urk.
7/150
/9
, vgl. [Meyer/
Reichmuth
, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG,
Art.
22 N 26, BGE 112 V 16 E. 2d),
Lohn
im zweiten Lehrjahr
Fr.
845
.-- (
Fr.
780.-- /12 x 13,
vgl.
Urk.
7/109/1
)
,
was Bruttoeinkünften von total Fr. 3‘665.-- entspricht, somit nach Abzug der Arbeitnehmerbeiträge (6,225 %) einem Nettoein
kommen von Fr. 3‘436.90, sowie
„andere monatliche Geldleistungen“
Fr.
560.
--
(
gemäss Beschwerdeführer
,
Urk.
7/148/5
).
Damit ergeben sich anrechenbare monatliche Ei
nnahmen von mindestens
Fr. 3‘996.90.
3
.5
Aus dem Vergleich der Einnahmen von
Fr. 3‘996.90
und der Ausgaben von Fr.
2‘730.70
resultiert ein Überschuss von
Fr.
1‘
226.20.
Nach Abzug de
s gerichtsüblichen Freibetra
ge
s von Fr
400.-- ergibt sich ein monatlicher Über
schuss von
Fr. 866.20.
4
.
4
.1
Mit
Honorarrechnung
vom 2
1.
Januar
2015
machte
Rechtsanwalt Hans Conrad
Schulthess
im
Verwaltungsverfahren
einen
Aufwand von 46.50 Stunden
geltend
(
Urk.
7/129,
Urk.
7/130,
Urk.
3/6
).
Im
Allgemeinen
ist
anzumerken, dass
die
Ver
fahrensakten einen durchschnitt
lichen
Umfang aufweisen (vgl.
Urk. 7/1-136
)
, dass keine Rechtsfragen
von besonder
er Komplexität
zu behandeln
waren und die Beschwerdegegnerin den
anbegehrten
Massnahmen entsprach. Sodann
wurde
der Beschwerdeführer
betreffend seine
alltäglichen
und
finanziellen Angelegenheiten
intensiv und interdisziplinär unterstützt
(
vgl.
Urk.
7/69/10
).
Ausserdem
erteilte die Beschwerdegegnerin Kostengutsprache für ein Job Coaching (
Mitteilung vom
4.
September 2015,
Urk.
7/105, vgl.
auch
Sachverhalt
Ziff.
1.2).
Bei der gegebenen Sachlage
ist es dem Beschwerdeführer bei einem monatlichen Überschuss von
866.20
zuzumuten, die Kosten eine
r adäquaten
,
für invalidenversicherungsrechtliche Fragen notwendigen
juristischen Unterstüt
zung
– allenfalls in Raten – innert nützlicher Frist
zu bezahlen
,
womit es
an der Bedürftigkeit
fehlt
.
4
.2
Damit
hat die Beschwerdegegnerin das Gesuch um Gewährung der unentgeltli
chen Rechtsvertretung zu Recht abgewiesen. Die Prüfung der weiteren Voraus
setzungen der unentgeltlichen
Verbeiständung
im Verwaltungsverfahren erüb
rigt sich infolgedessen (E. 1.
2
). Die Beschwerde ist abzuweisen.
5
.
Da nicht die Bewilligung oder Verweigerung von Leistungen der Invalidenversi
cherung im Streit liegt, ist das vorliegende Verfahren kostenlos (e
contrario
Art.
69
Abs.
1
bis
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG). Das Gesuch de
s
Beschwerdeführer
s
um unentgeltliche Prozessführung (
Urk.
1 S. 2) erweist sich daher als gegenstandslos.