Decision ID: 486f634f-ee11-4a4e-91a5-9e1bd1a047b6
Year: 2018
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ (nachfolgend: Versicherter) meldete sich nach einer Schulteroperation mit
Gesuch vom 31. August 2010 bei der IV-Stelle des Kantons St. Gallen (nachfolgend: IV-
Stelle) zum Leistungsbezug an (IV-act. 1). In einem Telefonat vom 15. September 2010
teilte der Versicherte der IV-Stelle allerdings mit, dass er sich am 1. Oktober 2010
wieder zu 100 % arbeitsfähig schreiben lasse (IV-act. 4). Der Versicherte hatte von
19_ bis 19_ in B._ eine dreijährige Lehre als Zimmermann absolviert und einen
einjährigen polytechnischen Lehrgang abgeschlossen (vgl. IV-act. 1 S. 5). Er war im
Jahr 1989 in die Schweiz eingereist (IV-act. 1 S. 1). Zuletzt hatte er seit dem (...) als
Chefmonteur in der Fassadenmontage bei der C._ AG gearbeitet (IV-act. 1 S. 6 und 6
S. 2). Im Rahmen eines Frühinterventionsgesprächs vom 3. November 2010 brachte
der Versicherte zum Ausdruck, dass er sich eigentlich gar nie bei der
Invalidenversicherung (IV) habe anmelden wollen. Die Krankentaggeldversicherung
habe das Gesuch weitergeleitet (IV-act. 14 S. 1 und 2). Mit Schreiben vom 25. Januar
2011 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, dass kein Anspruch auf berufliche
Massnahmen und Rentenleistungen bestehe, da er wieder vollumfänglich beim
bisherigen Arbeitgeber tätig sei und ein rentenausschliessendes Einkommen erziele.
Berufliche Massnahmen seien nicht angezeigt (IV-act. 22).
A.b Am 30. August 2012 erfolgte eine Wiederanmeldung seitens des Versicherten bei
der IV (IV-act. 23). In einem Telefonat vom 13. September 2012 erklärte er, dass sich
sein Gesundheitszustand seit der letzten IV-Anmeldung deutlich verschlechtert habe
(IV-act. 25). Zur Glaubhaftmachung der Veränderung des Gesundheitszustandes liess
Dr. med. D._, Facharzt für Allgemeinmedizin FMH, E._ AG, der IV-Stelle mit
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Schreiben vom 21. September 2012 Berichte von MRI-Untersuchungen der Knie des
Versicherten vom 19. September 2012 und 24. Januar 2008 zukommen (IV-act. 26 und
27). Dr. D._ beschrieb eine erhebliche Verschlechterung der Kniearthrosen im
Vergleich zum Jahr 2008 (vgl. IV-act. 26). Aufgrund weiterer bei der IV eingereichter
ärztlicher Berichte (vgl. IV-act. 32 S. 3 ff.) erstellte RAD-Ärztin Dr. med. F._ am 7.
November 2012 ein Protokoll über ein Telefongespräch mit Dr. med. G._, Orthopädie
FMH/Allg. Medizin. Als Diagnosen mit Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit nannte sie
eine Schulterproblematik rechts mit Re-Ruptur der Supraspinatus, und Ruptur der
Subscapularissehne, Zustand nach Acromioplastik und Rotatorenmanschettennaht
rechts am 6. April 2010 sowie beginnender Omarthrose, Gonarthrose beidseits und
Zustand nach präpatellarer Bursektomie vom 25. Oktober 2011 sowie Schmerzen in
vielen Gelenken. Als Funktionsausfälle erwähnte sie die Schmerzen in der Schulter
rechts, wobei die Beweglichkeit trotz gerissener Sehnen noch recht gut sei, sowie
belastungsabhängige Schmerzen in den übrigen Gelenken, zu diesem Zeitpunkt
vorwiegend in den Knien, wo eine deutliche Zunahme der Abnutzungserscheinungen
festgestellt worden sei. Die angestammte Tätigkeit sollte nicht mehr ausgeübt werden.
Körperlich leichte bis maximal selten mittelschwere, wechselbelastende oder
vorwiegend sitzende Tätigkeiten ohne Überkopfarbeiten und ohne Arbeiten, welche
das Steigen auf Leitern und Gerüste erforderten, seien dem Versicherten zu 100 %
zumutbar (IV-act. 32). Dr. G._ erklärte sich mit den Ausführungen der RAD-Ärztin
einverstanden (vgl. IV-act. 32 S. 2).
A.c Am 22. Januar 2013 unterzeichneten der Versicherte, seine Arbeitgeberin sowie
die IV-Stelle eine Zielvereinbarung, mit welcher eine Umplatzierung innerhalb der
Unternehmung und somit der Arbeitsplatzerhalt angestrebt wurden (IV-act. 41 S. 1 ff.).
Am 30. Januar 2013 sprach die IV-Stelle dem Versicherten die Kostenübernahme für
eine KOPAS-Ausbildung im (...) und für mehrere Computerkurse von (...) bis (...) sowie
die Gewährung von Beratung und Unterstützung bei der Stellensuche zu (IV-act. 46 ff.).
Vom (...) bis (...) absolvierte der Versicherte mit Erfolg den KOPAS-Grundkurs (vgl. IV-
act. 49).
A.d Am 14. Februar 2013 erfolgte bei der Diagnose einer ausgeprägten Gonarthrose
links eine Knie-TP-Operation in der Klinik H._ (IV-act. 59 S. 4 f.).
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A.e In einem Telefonat vom 18. April 2013 informierte der Versicherte die IV-Stelle
darüber, dass er sich nicht länger bei seiner jetzigen Arbeitgeberin sehe. Er wünsche
ein Gespräch, vorerst ohne Arbeitgeberin, damit er die Situation erklären könne. In
einem Gespräch vom 15. Mai 2013 erläuterte der Versicherte, dass er den Bürojob
nicht annehme, jedoch kündige er momentan auch nicht. Die IV-Stelle könne sich das
Coaching und die Kurskosten sparen. Voraussichtlich sei er bis Ende des Jahres
arbeitsunfähig. Seit der Knieoperation habe er noch immer täglich Schmerzen und
Mühe beim Gehen. Generell sei das Knie instabil und mache komische Geräusche.
Bevor das zweite Knie operiert werden könne, müsse das operierte Knie geheilt sein.
Der Geschäftsführer akzeptiere ihn nicht und er diesen umgekehrt auch nicht. Die
Erwartungshaltung des Vorgesetzten ihm gegenüber sei sehr hoch. Er werde ständig
kritisiert und ihm werde immer wieder vorgeworfen, dass er nach der Operation zu
lange zu Hause und seine Arbeit nicht korrekt wäre. Nach den Operationen werde er
sich daher eine neue Stelle suchen (vgl. IV-act. 64 S. 5). In einem Telefonat vom 27.
August 2013 teilte der Versicherte der IV-Stelle mit, dass es ihm gesundheitlich gar
nicht gut gehe. Er müsse nochmals operiert werden. Letzte Woche habe er die
Kündigung per Ende Oktober 2013 erhalten (IV-act. 64 S. 5 f.).
A.f Am 1. November 2013 wurde beim Versicherten, welcher aufgrund grosser
Schmerzen und einer Blockade beim Knie per Ambulanz in das KSSG eingeliefert
worden war, eine Knieluxation festgestellt und reponiert. Anschliessend wurde er in die
Klinik H._ verlegt (vgl. IV-act. 61 und 59). Aufgrund der Diagnosen Patellaarthrose
links bei Status nach Knieluxation und Spinout Knie links am 1. November 2013 und
Status nach Knie-TP links im Februar 2013 wurde dort beim Versicherten am 6.
November 2013 eine Knie-TP-Revision mit Inlaywechsel und Patellaersatz
vorgenommen, zumal eine weitere Operation mit Patellaersatz aufgrund von
Knieinstabilitäten ohnehin bereits geplant gewesen war (IV-act. 59).
A.g Mit Mitteilung vom 24. Februar 2014 lehnte die IV-Stelle den Anspruch des
Versicherten auf berufliche Massnahmen ab, da aufgrund des Gesundheitszustandes
aktuell keine Eingliederungsmassnahmen möglich seien (IV-act. 66).
A.h Aufgrund einer kombinierten Knieinstabilität (vgl. IV-act. 67 S. 5 ff., 71 S. 1 f. und
85 S. 11 ff.) erfolgte am 7. Mai 2014 in der Klinik H._ ein Knie-TP-Wechsel links (IV-
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act. 85 S. 7 ff. und 77 S. 2 f.). In einem Verlaufsbericht vom 12. September 2014
berichtete Dr. med. I._, Orthopädie J._, dass bezüglich Arbeitsfähigkeit keine
definitive Prognose abgegeben werden könne. Bekannterweise sei nach dem Einsatz
einer Knietotalprothese eine schwere Arbeit nicht mehr möglich. Es seien nur noch
leichtere Arbeiten und diese eventuell nur noch zu 50 % durchführbar. Eine
Arbeitsfähigkeit von 100 % sei auch bei leichteren Arbeiten nicht garantierbar (IV-act.
77 S. 2 f.). Unter Berücksichtigung dieses Berichts ging RAD-Ärztin Dr. F._ in einer
internen Stellungnahme vom 17. September 2014 von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit
des Versicherten in adaptierter Tätigkeit aus, während die Arbeitsfähigkeit in der
angestammten Tätigkeit weiterhin 0 % betrage (IV-act. 88 S. 4).
A.i In einer Stellungnahme vom 25. November 2014 schilderte der damalige
Rechtsvertreter des Versicherten die aus Sicht des Versicherten bestehenden
gesundheitlichen Probleme und deren Verlauf. Im November 2014 habe in der
Universitätsklinik K._ eine Untersuchung stattgefunden, wobei dem Versicherten eine
vierte Operation empfohlen worden sei. Schmerzen habe der Versicherte nicht nur am
linken, sondern auch am rechten Knie, weshalb ihm auch diesbezüglich eine Operation
nahegelegt worden sei. Überdies leide der Versicherte unter erheblichen Schmerzen in
der rechten Schulter, weshalb die Ärzte auch im Schulterbereich eine Operation
empfohlen hätten. Eine Arbeitsunfähigkeit bestehe seit dem 20. August 2012, weshalb
um die Zusprechung einer vollen IV-Rente ab dem 20. August 2013 ersucht werde (IV-
act. 90 S. 1 ff.).
A.j In einem Bericht an die IV-Stelle vom 17. Februar 2015 nannte Dr. med. L._,
Assistenzarzt Orthopädie, Universitätsklinik K._, die Diagnosen persistierende
Knieschmerzen mit Maltracking Patella links, symptomatische Gonarthrose rechts
sowie Rotatorenmanschetten-Ruptur Schulter rechts. Der Versicherte sei auch nach
dem Prothesenwechsel im Mai 2014 nicht beschwerdefrei gewesen. Trotz intensiver
Physiotherapie habe er bis im August 2014 ein Streckdefizit von 20 Grad sowie
Krepitation und Flexion bis 110 Grad gezeigt. Schliesslich sei der Versicherte am 18.
November 2014 an die Universitätsklinik K._ verwiesen worden. Er sei an diesem Tag
sowie am 28. Januar 2015 ambulant untersucht worden. Der Versicherte klage über
persistierende Kniegelenksschmerzen links sowie über einen deutlichen Kraftverlust im
operierten Bein. Seit der ersten Operation im Februar 2013 sei er in seiner
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angestammten Tätigkeit zu 100 % arbeitsunfähig. Er sei bezüglich seiner Berufslage
sehr verzweifelt. Es bestehe für den Versicherten derzeit eine frustrierende Situation mit
schmerzhafter Bewegungseinschränkung am linken Knie. Seitens der Klinik werde ein
Revisionseingriff empfohlen, bei welchem das Maltracking der Patella mittels medialer
Arthrotomie und lateralem Release angegangen würde. Ob der Eingriff die Situation
verbessern könne, sei nicht garantiert. Allerdings werde eine Verbesserung erwartet.
Die angestammte Tätigkeit könne der Versicherte auch nach optimaler
Knieprothesenversorgung nicht mehr aufnehmen. In einer administrativen sitzenden
Tätigkeit wäre der Versicherte womöglich zu 100 % arbeitsfähig (IV-act. 95 S. 2 ff.).
A.k Mit Mitteilung vom 13. Mai 2015 informierte die IV-Stelle den Versicherten darüber,
dass sie ihm Berufsberatung und Abklärung der beruflichen
Eingliederungsmöglichkeiten durch die eigene Berufsberatung gewähre (IV-act. 105).
A.l Am 21. Mai 2015 nahm die zuständige Berufsberaterin der IV telefonischen Kontakt
mit dem Versicherten auf und erfuhr dabei, dass dieser am 22. April 2015 zum vierten
Mal am Knie operiert worden sei (IV-act. 114). Im Bericht der Universitätsklinik K._
zur postoperativen Verlaufskontrolle vom 4. Juni 2015 nannten die behandelnden Ärzte
die Diagnosen Status nach Revision Knieprothese rechts (gemeint wohl links) mit
Synovektomie, Bakteriologie, Inlaywechsel zu Semiconstrained 12.5 mm,
Rezentrierung des Streckapparates mit MPFL-Rekonstruktion am 22. April 2015 (IV-
act. 112 S. 1 f.).
A.m In einem internen Bericht vom 16. Juli 2015 wurde der Fall seitens der
Berufsberatung abgeschlossen. Der Versicherte sei am 22. April 2015 erneut am Knie
operiert worden und er fühle sich aktuell nicht arbeits- und ausbildungsfähig. Wegen
der noch ausstehenden Operationen sei eine Umschulung aufgrund der drohenden
Unterbrüche zum aktuellen Zeitpunkt nicht realistisch. Eine erneute Einschätzung der
gesundheitlichen Situation sei angezeigt (IV-act. 115). Gleichentags ersuchte der
damalige Rechtsvertreter des Versicherten um den Erlass einer Rentenverfügung und
reichte einen Bericht von Dr. med. M._, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, E._
AG, vom 1. Juli 2015 ein, in welchem dem Versicherten für die Zeiträume vom 6. bis
21. Oktober 2011, vom 20. bis 28. August 2012 und vom 10. Dezember 2013 bis 31.
Mai 2014 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit sowie für den Zeitraum vom 1. Juni 2014 bis
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31. August 2015 eine 75%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert worden waren. Aufgrund der
Schulterschmerzen sei der Versicherte zudem vom 29. Mai bis 15. Juni 2012 zu 100 %
arbeitsunfähig gewesen (IV-act. 116 und 117).
A.n In einem Bericht an die IV-Stelle vom 5. Oktober 2015 ging Dr. M._ davon aus,
dass die angestammte Tätigkeit dem Versicherten nicht mehr zumutbar sei und dabei
eine Leistungseinbusse von 75 % bestehe. Andere abwechselnde Tätigkeiten, welche
Rücksicht auf die Schulter- und Knieprobleme nehmen würden, seien dem
Versicherten zumutbar, jedoch bestehe je nach Tätigkeit eine Einbusse der
Leistungsfähigkeit (IV-act. 118 S. 3 f.).
A.o Einem Sprechstundenbericht vom 15. Oktober 2015 der Klinik K._ ist zu
entnehmen, dass sich knapp sechs Monate postoperativ noch keine wesentliche
Besserung zeige. In der im Juli durchgeführten Beinlängenmessung habe eine
Beinlängendifferenz von 2 cm nachgewiesen werden können. Trotz
Beschwerderesistenz bestehe aktuell keine konkrete Möglichkeit, die Situation operativ
zu verbessern. Da der Versicherte zunehmend auch über Hüftschmerzen und
Lumbalgien klage, werde eine kreisärztliche Untersuchung empfohlen (IV-act. 119). In
einer Stellungnahme vom 11. November 2015 empfahl RAD-Ärztin Dr. F._ auf die
nachvollziehbaren Angaben von Dr. M._ abzustellen. Demnach müsse eine
dauerhafte Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit bestätigt werden. In
adaptierter Tätigkeit könne von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden,
wobei diese steigerbar sei. Im weiteren Verlauf sei mit dem Wiedererreichen eines
Pensums zwischen 80 % und 100 % zu rechnen. Es müsse sich um eine körperlich
leichte und wechselbelastende Tätigkeit mit vorwiegend sitzendem Anteil handeln, die
keine Überkopfarbeiten beinhalte (IV-act. 121 S. 2).
A.p Am 19. November 2015 wurde der Versicherte wegen einer schon länger
bestehenden Durchfallproblematik von Dr. med. N._, Gastroenterologie FMH,
untersucht. Dem Untersuchungsbericht ist zu entnehmen, dass mittels Ileocoloskopie
ein entzündlicher Prozess ausgeschlossen worden sei. In der Gastroskopie sei
makroskopisch ebenfalls nichts Abnormales vorhanden gewesen. Allerdings habe sich
ein Polyp gezeigt und es bestünden Anzeichen für eine schwere Laktoseintoleranz.
Man werde sehen, ob sich die Situation mit einer laktosefreien Ernährung bessern
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werde oder ob zusätzlich als Hauptursache möglicherweise ein Colon irritabile vorliege
(IV-act. 180 S. 77 f.).
A.q In einem Assessmentgespräch vom 28. Dezember 2015 erklärte sich der
Versicherte bereit, an einer beruflichen Abklärung teilzunehmen. Der damalige
Rechtsvertreter informierte darüber, dass der Versicherte beim RAV seit November
2015 ausgesteuert worden sei und nun von seinem Ersparten lebe. Über das RAV habe
er vom 15. Juni bis 16. Oktober 2015 ein Einsatzprogramm bei O._ geleitstet. Bereits
beim Arbeitspensum von 25 % sei der Einfluss der Schmerzen auf die Arbeitsleistung
aufgefallen (IV-act. 138 S. 2). Daraufhin holte die IV den Schlussbericht der O._ vom
16. Oktober 2015 ein (IV-act. 140). Darin war festgehalten worden, dass sich der
Versicherte von Beginn an motiviert, arbeitswillig und interessiert gezeigt habe. Das
Pensum von 25 % habe er konsequent erfüllt, auch wenn ihm an gewissen Tagen die
Schmerzen ins Gesicht geschrieben gewesen seien. Bei feinmotorischen Arbeiten
schränke ihn seine Arthrose sehr ein. Das Erstellen einer Lichtdrahtkugel habe
abgebrochen werden müssen. Die Gesundheit tangiere den Versicherten aufgrund
einer Fehlhaltung sehr stark. Schulter, Rücken und vor allem seine Knie seien
beeinträchtigt. Die Beinlängendifferenz führe zu zusätzlichen Schmerzen. Sein
Schlafverhalten werde durch die Schmerzen auch beeinträchtigt. Zudem leide der
Versicherte unter einer chronischen Magenverstimmung, welche von Durchfall begleitet
sei. Überdies habe er eine Stauballergie aufgewiesen, welche in kürzester Zeit
Symptome wie Nasenbluten ausgelöst habe. Der Versicherte habe die aufgetragenen
Arbeiten entsprechend seiner gesundheitlichen Situation zur vollen Zufriedenheit
ausgeführt. Eine Vermittlung in den ersten Arbeitsmarkt werde aufgrund der 25%igen
Arbeitsfähigkeit und der gesundheitlichen Situation als äusserst schwierig erachtet (IV-
act. 141).
A.r In einem Bericht der Klinik K._ vom 1. Februar 2016 zur Sprechstunde vom 28.
Januar 2016 wurde festgehalten, dass der Versicherte über ein im Prinzip
unverändertes Beschwerdebild mit Instabilitätsgefühl im linken Kniegelenk und ein
neuerdings bestehendes Schnappphänomen berichte. Er fühle sich beim
Treppensteigen unsicher. Als Befund wurden insbesondere ein grosser Gelenkserguss
sowie deutlich hörbare Krepitationen genannt. Auf einem Röntgenbild war eine
deutliche Weichteilschwellung sichtbar. Eine chirurgisch-orthopädische
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Behandlungsmöglichkeit mit adäquatem Nutzen-Risiko-Verhältnis wurde nicht erkannt
(vgl. IV-act. 152 S. 3 f.). Dr. M._ gab in einem Bericht vom 6. April 2016 an, dass dem
Versicherten die bisherige Tätigkeit nicht mehr zumutbar sei. Die Gehfähigkeit sei
eingeschränkt (IV-act. 155). In einem von der IV einverlangten Bericht vom 22. Juni
2016 gab Dr. med. P._, Klinik für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des
Bewegungsapparates des KSSG, an, dass sich der Versicherte im April 2010 einer
Rotatorenmanschetten-Naht, Acromioplastik und Bicepstenodese der rechten Schulter
unterzogen habe. Nach initial ordentlichem Verlauf seien die Beschwerden wieder
aufgetreten und zunehmend stärker geworden, sodass eine MRI-Untersuchung
durchgeführt worden sei. Bei dieser habe sich eine Re-Ruptur der Supraspinatus- und
Subscapularissehne gezeigt, woraufhin der Beschwerdeführer im August 2012 wieder
dem KSSG zugewiesen worden sei. Eine angedachte arthroskopische Rekonstruktion
sei aufgrund des problematischen Verlaufs einer Knieoperation nicht durchgeführt
worden. Der Versicherte klage aktuell über ausgeprägte Nacht- und
belastungsabhängige Schmerzen der rechten Schulter. Es zeige sich eine rechtsseitige
grossvolumige Re-Ruptur der Rotatorenmanschette mit beginnender Cuff-tear-
Arthropathie mit deutlichem Humeruskopfhochstand. Eine erneute Rekonstruktion der
Rotatorenmanschette sei in dieser Situation aussichtslos. Für eine prothetische
Versorgung erscheine die Schulterfunktion noch zu gut und der Versicherte zu jung. Mit
einer wesentlichen Besserung des Beschwerdebildes und der Schulterfunktion sei bei
dem ausgedehnten Ausmass der Schädigung nicht mehr zu rechnen. Der Versicherte
sei in seiner körperlichen Fähigkeit stark eingeschränkt. Die bisherige Tätigkeit sei aus
medizinischer Sicht nicht mehr zumutbar (IV-act. 166).
A.s Im Auftrag der IV-Stelle wurde der Versicherte im Zeitraum vom 2. bis 15.
Dezember 2016 von der SMAB polydisziplinär (orthopädisch, neurologisch,
psychiatrisch und internistisch) untersucht (vgl. IV-act. 180). Als Diagnosen mit
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit stellten die Gutachter eine Belastungsminderung
des linken Kniegelenks mit aktiviertem Reizzustand nach mehreren Operationen und
konsekutiver Beinverlängerung links von 3 cm, eine aktivierte Gonarthrose rechts mit
freier Funktion sowie eine beginnende Schulterarthropathie rechts bei bekannter Re-
Ruptur (Supra- und Infraspinatus und Subscapularis bei Status nach
Rotatorenmanschetten-Rekonstruktion 2010) und subacromialer Arthrose. Als
Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten sie eine Arthrodese des
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linken Daumenendgelenks, eine chronisch-rezidivierende Fersenspornsymptomatik
(aktuell beschwerdefrei), eine Hypästhesie und Hypalgesie am Unterschenkel links,
entsprechend dem nervus sapheus, wahrscheinlich residuell, einen arteriellen
Hypertonus, eine Hepatopathie unklarer Äthiologie, am ehesten Fettlebererkrankung,
einen Zustand nach Hepatitis B, eine Adipositas, eine gemischte Hyperlipoproteinämie,
eine Hyperurikämie, eine Laktoseintoleranz sowie einen Verdacht auf Herzinsuffizienz
(IV-act. 180 S. 15). In ihrer zusammenfassenden Beurteilung kamen sie zum Schluss,
dass die Arbeitsfähigkeit in der vom Versicherten zuletzt ausgeübten Tätigkeit
aufgehoben sei. In leidensadaptierter Tätigkeit betrage die Arbeitsfähigkeit
demgegenüber 100 %. Der Versicherte sei in der Lage, körperlich leichte bis
mittelschwere Tätigkeiten mit Heben und Tragen von Lasten bis zu 15 kg auszuüben.
Tätigkeiten in und über Kopfhöhe sollten vermieden werden. Darüber hinaus sei der
Versicherte in der Lage, überwiegend bis ständig sitzende, zeitweilig stehende und
gehende Tätigkeiten durchzuführen. Der Anteil sitzender Tätigkeiten sollte 40 % nicht
unterschreiten. Tätigkeiten, die einen erhöhten Anspruch an die Standsicherheit
erforderten, wie auf Treppen, Leitern und Gerüsten, seien nicht mehr möglich. Darüber
hinaus sollte darauf geachtet werden, dass der Versicherte keinen extremen
Temperaturschwankungen wie Hitze, Kälte und Nässe ausgesetzt sei. Neurologisch,
psychiatrisch und internistisch würden sich keine Einschränkungen ergeben (IV-act.
180 S. 17).
A.t Im Auftrag der IV-Stelle wurde in der Abklärungsstätte Z._ vom 2. bis 26. Mai
2017 eine berufliche Abklärung (BEFAS-Abklärung) zur Prüfung der Eingliederungs-
und Arbeitsfähigkeit des Versicherten durchgeführt (IV-act. 195 und 203). Im
Abklärungsbericht vom 2. Juni 2017 kamen Q._, Leiter BEFAS, Dr. med. R._, FMH
Allgemeinmedizin, und S._, Dipl. Berufs- und Laufbahnberaterin, zum Schluss, dass
beim Versicherten nicht an eine längerfristige berufliche Eingliederung zu denken sei. In
einem multidisziplinären Gutachten sei ihm zwar eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in
adaptierter Tätigkeit attestiert worden. Die BEFAS-Abklärung habe aber eine
ganzheitlichere Betrachtung über eine längere Periode erlaubt und sei nun zu einer
anderen Beurteilung gekommen. Aus ärztlicher Sicht sei der Gesundheitszustand des
Versicherten trotz der vielfachen Eingriffe an den Gelenken noch immer instabil, wie die
rezidivierende Ergussbildung in den Knien und die persistierenden bzw. neu
aufgetretenen Schulterschmerzen beweisen würden. Die Beinlängendifferenz und das
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Instabilitätsgefühl im linken Knie seien zusätzliche Risikofaktoren für Stürze und
erneute Gelenktraumata. Der Gelenkzustand verschlechtere sich progredient. Zudem
habe sich gezeigt, dass der Versicherte wegen der chronischen Diarrhoe mehrmals
täglich den Arbeitsplatz habe verlassen müssen. Es sei schwierig, sich für ihn einen
adaptierten Arbeitsplatz vorzustellen. Es käme höchstens eine vor allem sitzende
Tätigkeit mit geringer Belastung in Frage. In einem Betrieb sei mit zusätzlichen
Absenzen aufgrund des Durchfalls zu rechnen. Insgesamt bleibe die Arbeitsfähigkeit
sowohl in der aktuellen wie in einer adaptierten Tätigkeit deutlich eingeschränkt bei ca.
30 %, auch wenn theoretisch eine Präsenzzeit von 100 % denkbar wäre. Aus Sicht der
Berufsberatung wurde in dem Abklärungsbericht festgehalten, dass der Versicherte
unter Abklärungsbedingungen eine Leistung von 30-40 % habe zeigen können. Er sei
auf eine Toilette in Arbeitsplatznähe angewiesen. Erfahrungsgemäss seien
Arbeitsplätze, welche ein solches Pausenausmass tolerierten, wie der Versicherte es
benötige, in der freien Wirtschaft nicht anzutreffen. Die zu erwartende Arbeitsleistung
sei im ersten Arbeitsmarkt daher nicht verwertbar. Es kämen keine
Umschulungsmöglichkeiten in Betracht, weshalb die Rentenprüfung vorgeschlagen
werde (IV-act. 203 S. 10 f.)
A.u In einer Stellungnahme vom 7. Juli 2017 hielt der RAD-Arzt Dr. med. T._ fest,
dass seit dem Eingang des Gutachtens keine neuen fundierten medizinischen
Unterlagen eingegangen seien, die eine Änderung der Bewertung des Gutachtens
erforderlich machen würden. Die BEFAS-Abklärung sei über einen längeren Zeitraum
erfolgt und zu einer anderen Einschätzung der adaptierten Arbeitsfähigkeit gekommen.
Bei Durchsicht der BEFAS-Dokumentation seien keine wesentlichen neuen
medizinischen Befunde ersichtlich. Es müsse daher dem Rechtsanwender überlassen
bleiben, ob er die medizinische theoretische Einschätzung der Arbeitsfähigkeit im
Gutachten höher bewerte oder die Einschätzung der BEFAS (IV-act. 208).
A.v Mit Mitteilung vom 7. November 2017 informierte die IV-Stelle den Versicherten
darüber, dass das Leistungsbegehren um weitere berufliche Massnahmen abgewiesen
werde, da solche entsprechend der BEFAS-Abklärung nicht angezeigt seien (IV-act.
213).
B.
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B.a Mit Vorbescheid vom 8. November 2017 wurde dem Versicherten die Ablehnung
des Rentenanspruchs in Aussicht gestellt. Zur Begründung wurde ausgeführt, dass ihm
das polydisziplinäre SMAB-Gutachten eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in adaptierter
Tätigkeit attestiert habe. Für das Invalideneinkommen sei auf den
Durchschnittsverdienst eines Arbeitnehmers gemäss der Lohnstrukturerhebung des
Bundesamtes für Statistik (LSE) 2014 für die im Kompetenzniveau 2 beschäftigten
Männer abzustellen. Das Valideneinkommen ergebe sich aus den Angaben der letzten
Arbeitgeberin aus dem Jahr 2012 unter Berücksichtigung der Nominallohnsteigerung
per 2014. Aus dem Einkommensvergleich resultiere ein Invaliditätsgrad von 29 % (IV-
act. 216).
B.b Gegen diesen Vorbescheid liess der Versicherte durch seinen damaligen
Rechtsvertreter am 31. Januar 2018 Einwand erheben. Er machte im Wesentlichen
geltend, dass in Z._ während 17 Tagen eine sorgfältige BEFAS-Abklärung seiner
Eingliederungsfähigkeit durchgeführt worden sei. Die ausführliche Begutachtung im
BEFAS-Bericht vom 2. Juni 2017 sei von der IV-Stelle im Vorbescheid schlichtweg
negiert worden. Laut dem klaren BEFAS-Bericht bestehe eine 30%ige Arbeitsfähigkeit,
während eine Eingliederungsmöglichkeit im ersten Arbeitsmarkt nicht bestehe (IV-act.
222).
B.c Mit Verfügung vom 15. Februar 2018 wies die IV-Stelle das Rentenbegehren im
Sinne des Vorbescheids ab (IV-act. 224).
C.
C.a Gegen diese Verfügung liess der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer),
vertreten durch Rechtsanwältin R. Schmid, St. Gallen, am 19. März 2018 Beschwerde
erheben (act. G 1). Darin beantragte er, dass die Verfügung vom 15. Februar 2018
aufzuheben und ihm ab August 2013 eine ganze Rente der Invalidenversicherung zu
gewähren sei. Eventuell sei die Angelegenheit zur Vornahme von beruflichen
Eingliederungsmassnahmen an die Vorinstanz zurückzuweisen, unter Kosten- und
Entschädigungsfolge (vgl. act. G 1 S. 2).
C.b In ihrer Beschwerdeantwort vom 19. April 2018 beantragte die IV-Stelle
(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde (act. G 4 S. 2).
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C.c In seiner Replik vom 24. Mai 2018 hielt der Beschwerdeführer an den Anträgen in
der Beschwerdeschrift vollumfänglich fest (act. G 6 S. 2).
C.d Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf die Einreichung einer Duplik (vgl. act. G
8).

Erwägungen
1.
Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist der Anspruch des
Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente. Als Eventualantrag macht der
Beschwerdeführer einen Anspruch auf berufliche Massnahmen geltend (vgl. act. G 1 S.
2). Angesichts dessen, dass die eingehende BEFAS-Abklärung keine
Umschulungsmöglichkeiten oder Weiterbildungsoptionen für den Beschwerdeführer
ergeben hat (vgl. IV-act. 203), kommen berufliche Massnahmen vorliegend jedoch nicht
in Frage. Folglich ist die Rentenprüfung vorzunehmen. Sollte der Beschwerdeführer
Interesse an einer Arbeitsvermittlung haben, steht es ihm offen, sich erneut an die IV-
Stelle zu wenden.
2.
2.1 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über
die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder
die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare
Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a),
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40
% arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40
% invalid sind (lit. c). Als Invalidität gilt laut Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) die voraussichtlich
bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit.
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder
psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und
Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf
dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Der
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Begriff des ausgeglichenen Arbeitsmarktes gemäss Art. 16 ATSG ist ein theoretischer
und abstrakter Begriff, welcher die konkrete Arbeitsmarktlage nicht berücksichtigt
(BGE 134 V 70 f. E. 4.2.1). Er umschliesst einerseits ein gewisses Gleichgewicht
zwischen dem Angebot von Stellen und der Nachfrage nach solchen. Andererseits
bezeichnet er einen Arbeitsmarkt, der von seiner Struktur her einen Fächer
verschiedenartiger Stellen offenhält, und zwar sowohl bezüglich der dafür verlangten
beruflichen und intellektuellen Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des körperlichen
Einsatzes (BGE 110 V 276 E. 4b; Urteil des Bundesgerichts vom 28. November 2014,
9C_485/2014, E. 2.2; Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1.
Januar 2007: Sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts] vom 3. Dezember
2003, I 349/01, mit Hinweisen). Der ausgeglichene Arbeitsmarkt umfasst auch
sogenannte Nischenarbeitsplätze, also Stellen- und Arbeitsangebote, bei welchen mit
einem sozialen Entgegenkommen von Seiten des Arbeitgebers gerechnet werden kann
(Urteil des Bundesgerichts vom 28. November 2014, 9C_485/2014, E. 2.2 mit Hinweis
auf Urteil vom 29. August 2007, 9C_95/2007, E. 4.3).
2.2 Zur Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit ist die Verwaltung - und im Beschwerdefall
das Gericht - auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch
andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin
ist es dabei, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in
welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsfähig
ist (BGE 125 V 261 E. 4; BGE 115 V 134 E. 2). Im Weiteren sind die ärztlichen Aussagen
eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen einer
Person noch zugemutet werden können (BGE 115 V 134 E. 2). Für das gesamte
Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der Grundsatz der freien
Beweiswürdigung. Danach haben die urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne
Bindung an förmliche Beweisregeln sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen
und alle Beweismittel unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen
und danach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige
Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts
eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben
worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der
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Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der
Fachperson begründet sind (zum Ganzen BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen).
3.
3.1 Zunächst gilt es demnach zu prüfen, ob der Beschwerdeführer wegen
gesundheitlicher Beeinträchtigungen in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt ist.
3.2 Die Beschwerdegegnerin stützt sich für die Ablehnung des Rentenanspruchs
vorwiegend auf das polydisziplinäre SMAB-Gutachten, welches dem Beschwerdeführer
eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit attestiert (vgl. IV-act. 180 S. 17).
Demgegenüber beruft sich der Beschwerdeführer in erster Linie auf den Bericht zur
BEFAS-Abklärung, in welchem von einer 30%igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen wird
(vgl. IV-act. 203 S. 10 f.).
3.3 Das SMAB-Gutachten beruht auf eigenständigen Abklärungen. Die medizinischen
Vorakten sowie die vom Beschwerdeführer beklagten Beschwerden sind berücksichtigt
worden. Das Gutachten erscheint an sich nachvollziehbar, schlüssig und umfassend.
Anhaltspunkte dafür, dass objektiv wesentliche Gesichtspunkte ausser Acht gelassen
worden wären, liegen nicht vor (vgl. IV-act. 180). Soweit ersichtlich, bringt selbst der
Beschwerdeführer, abgesehen von der Bemängelung der Arbeitsfähigkeitsschätzung,
keine konkrete Kritik am Gutachten vor (vgl. act. G 1). Der Beweiswert des Gutachtens
ist somit grundsätzlich gegeben. Allerdings wirft die stark von der gutachterlichen
Beurteilung abweichende Arbeitsfähigkeitsschätzung der beruflichen Abklärungsstelle
BEFAS, bei welcher auch ein Arzt mitgewirkt hat (vgl. IV-act. 203 S. 12), doch
Fragezeichen hinsichtlich der Arbeitsfähigkeitsbeurteilung des SMAB-Gutachtens auf,
sodass an sich eine erneute Abklärung der Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers
angezeigt sein könnte (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 4. Juli 2008, 9C_833/2007,
E. 3.3.2). Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass die Diskrepanz der
Arbeitsfähigkeitsschätzungen im vorliegenden Fall zu erheblichen Teilen auf die
unterschiedlichen Zielsetzungen der Abklärungen zurückzuführen sein dürfte. Während
bei einer medizinischen gutachterlichen Beurteilung die theoretische Arbeitsfähigkeit
ermittelt wird, orientiert sich die berufliche Abklärung stärker an den Gegebenheiten
des realen Arbeitsmarktes (vgl. BGE 107 V 20 E. 2b; vgl. ferner Urteil des
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Bundesgerichts vom 4. Juli 2008, 9C_833/2007, E. 3.3.2). Aus diesem Grund ist
anzunehmen, dass im vorliegenden Fall auch erneute medizinische und berufliche
Abklärungen unterschiedliche Ergebnisse hervorbringen und keine signifikant klarere
Beurteilungsgrundlage schaffen würden. Angesichts des fortgeschrittenen Alters des
Beschwerdeführers, des Interesses an einer nicht noch längeren Verfahrensdauer und
des zweifelhaften Nutzens ergänzender Abklärungen, erscheint die Einholung weiterer
Gutachten oder Abklärungsberichte als unverhältnismässig. Vielmehr ist ausgehend
vom an sich nachvollziehbaren SMAB-Gutachten anzunehmen, dass der
Beschwerdeführer unter theoretischen Bedingungen zwar möglichweise eine
Arbeitsfähigkeit von 100 % besitzt, jedoch angesichts der multiplen gesundheitlichen
Einschränkungen bei der praktischen Verwertung seiner Leistungsfähigkeit doch etwas
eingeschränkt ist, wie sich im Rahmen der BEFAS-Abklärung sowie des
Einsatzprogramms bei O._ gezeigt hat (vgl. IV-act. 141 und 203). Eine solche
Annahme deckt sich auch mit der Angabe in der BEFAS-Abklärung, dass für den
Beschwerdeführer eine Präsenzzeit von 100 % denkbar wäre, die Leistungsfähigkeit
dabei jedoch eingeschränkt sei (vgl. IV-act. 203 S. 11). Auch Dr. M._ hat in einem
Bericht vom 5. Oktober 2010 angegeben, dass dem Beschwerdeführer eine adaptierte
Tätigkeit zugemutet werden könne, jedoch gegebenenfalls mit einer Leistungseinbusse
(vgl. IV-act. 118 S. 3 f.). Dass die Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers auf dem
allgemeinen ausgeglichenen Arbeitsmarkt lediglich bei 30 % liegen sollte, wie in dem
Bericht der BEFAS-Abklärung angenommen wird, erscheint jedoch ebenso wenig
plausibel wie dass der Beschwerdeführer mit keinerlei Einschränkungen konfrontiert ist.
Immerhin sind ihm laut BEFAS-Abklärungsbericht doch zahlreiche Aufgaben möglich
gewesen, auch wenn er dabei teilweise Hilfe oder Pausen benötigt hat (vgl. IV-act.
203). Auch scheinen die vom Beschwerdeführer benötigten Toilettenpausen in der
BEFAS-Abklärung im Hinblick auf die Arbeitsfähigkeit etwas überbewertet worden zu
sein (vgl. IV-act. 203 S. 10 f.). Denn laut Angaben des Beschwerdeführers hat sich sein
Bauchdruck durch eine laktosefreie Ernährung verbessert (vgl. IV-act. 180 S. 42).
Zudem ist im BEFAS-Bericht festgehalten, dass sich die Durchfallproblematik allenfalls
reduzieren lasse, wenn der Beschwerdeführer die Nahrung selbst bestimmen könne
(vgl. IV-act. 203 S. 10 f.). Warum es dem Beschwerdeführer nicht möglich sein sollte,
sich die Mahlzeiten bei einer beruflichen Tätigkeit selber zuzubereiten oder
einzukaufen, ist nicht ersichtlich, zumal er dies laut eigenen Angaben aktuell tut (vgl. IV-
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act. 180 S. 28). Überdies weist der Beschwerdeführer auch in der Freizeit ein intaktes
Funktionsniveau auf. Ihm ist es laut eigenen Angaben möglich, kürzere Strecken E-Bike
zu fahren, soziale Kontakte zu pflegen, leichte Haushaltarbeiten zu verrichten,
einzukaufen und als Hobby Uhren zu sammeln bzw. anzukaufen, zu verkaufen und zu
tauschen, wobei er teilweise auch auf Flohmärkten unterwegs sei (vgl. IV-act. 180 S.
28, 42 und 53). Insofern scheint die gutachterliche Arbeitsfähigkeitsschätzung von 100
% in adaptierter Tätigkeit im Grundsatz nachvollziehbar, wobei aber unter
Berücksichtigung insbesondere der Ergebnisse der BEFAS-Abklärung von einer
gewissen Verlangsamung bzw. Schwerfälligkeit in der Arbeitsverrichtung und somit
einem deutlichen Konkurrenznachteil gegenüber anderen Arbeitnehmenden
auszugehen ist. Diesem Umstand ist im Rahmen des Tabellenlohnabzugs Rechnung zu
tragen (vgl. nachfolgende E. 4.5).
4.
4.1 Ausgehend von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit sind die
erwerblichen Auswirkungen der gesundheitlichen Einschränkungen zu beurteilen.
Gemäss Art. 16 ATSG wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum
Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre
(Valideneinkommen).
4.2 Massgebend für den Einkommensvergleich sind grundsätzlich die Verhältnisse im
Zeitpunkt des Beginns des Rentenanspruchs (vgl. BGE 129 V 222). Die vorliegend zu
beurteilende Wiederanmeldung hat der Beschwerdeführer am 30. August 2012 bei der
IV-Stelle eingereicht (vgl. IV-act. 23). Der früheste Beginn eines allfälligen
Rentenanspruchs im Sinne von Art. 29 Abs. 1 und 3 IVG wäre somit der 1. Februar
2013. Das Wartejahr gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG ist zu diesem Zeitpunkt allerdings
noch nicht verstrichen gewesen, sofern man den Beginn der Arbeitsunfähigkeit auf den
4. September 2012 legt. Ein Abstellen auf dieses Datum erscheint sinnvoll, da die
dauerhafte Arbeitsunfähigkeit ab diesem Datum ausgewiesen ist (vgl. IV-act. 36 S. 4
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und 26 S. 1; Fremdakten, act. 4 S. 3). Unter Berücksichtigung des Wartejahres fällt der
frühestmögliche Rentenbeginn auf den 1. September 2013 (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b
i.V.m. Art. 29 Abs. 3 IVG;). Für den Einkommensvergleich massgebend ist somit das
Jahr 2013.
4.3 Für die Bestimmung des Valideneinkommens ist in der Regel auf den zuletzt
erzielten, nötigenfalls der Teuerung angepassten Verdienst abzustellen (BGE 135 V 59
E. 3.1). Die Beschwerdegegnerin hat das Valideneinkommen gestützt auf die Angaben
der ehemaligen Arbeitgeberin des Beschwerdeführers aus dem Jahr 2012 ermittelt und
ist dabei auf einen jährlichen Verdienst von Fr. 98'800.-- gekommen, wobei sie diesen
in einem nächsten Schritt noch der Teuerung angepasst hat (vgl. IV-act. 215). Der
Beschwerdeführer wendet zu Recht ein, dass von einem höheren Validenlohn
auszugehen sei (vgl. act. G 6 S. 3). Denn aus den Angaben und eigereichten
Unterlagen der ehemaligen Arbeitgeberin des Beschwerdeführers geht hervor, dass er
neben seinem monatlichen Lohn in den Jahren 2008 bis 2010 jeweils noch einen
jährlichen Bonus von Fr. 2'000.-- (vgl. IV-act. 6 S. 3 und 36 S. 8) und in den Jahren
2011 und 2012 von Fr. 3'000.-- erhalten hat (vgl. IV-act. 36 S. 9 f.). Demnach ist davon
auszugehen, dass der Bonus zu einer Art Lohnbestandteil geworden ist. Folglich ist
von einem jährlichen Valideneinkommen von Fr. 101'800.-- auszugehen. Zur
Berechnung der dem Beschwerdeführer während der BEFAS-Abklärung
auszurichtenden Taggelder ist die IV ebenfalls von diesem Gehalt ausgegangen (vgl.
IV-act. 193 S. 1). Unter Anpassung um 0.8 % an die Teuerung bis zum Jahr 2013 (vgl.
LSE-Tabelle T 39) resultiert ein jährliches Valideneinkommen von Fr. 102'614.40.
4.4 Zur Ermittlung des Invalideneinkommens kann auf die Tabelle TA 1 der LSE 2014
abgestellt werden. Entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin (vgl. act. 224) ist
allerdings nicht vom Tabellenlohn für die im Kompetenzniveau 2 beschäftigten Männer
auszugehen. Vielmehr ist auf das Kompetenzniveau 1 abzustellen, da dem
Beschwerdeführer entsprechend der BEFAS-Abklärung keine Umschulungsmöglichkeit
offensteht (vgl. IV-act. 203 S. 10 f.). Ohne entsprechende Umschulung oder
Weiterbildung kann nicht ohne weiteres angenommen werden, der Beschwerdeführer
könne ein dem Kompetenzniveau 2 entsprechendes Gehalt verdienen. Vielmehr ist
davon auszugehen, dass er ohne weitere Ausbildung lediglich einfache
Hilfsarbeitertätigkeiten aus dem Kompetenzniveau 1 wird verrichten können, zumal er
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entsprechend der BEFAS-Abklärung gerade keine besonderen Fähigkeiten für
Bürojobs mitzubringen scheint (vgl. IV-act. 203 S. 7 f.). Für die im Kompetenzniveau 1
im Hilfsarbeiterbereich beschäftigten Männer ergibt sich unter Berücksichtigung einer
durchschnittlichen wöchentlichen Arbeitszeit von 41.7 Stunden und hochindexiert auf
das Jahr 2013 ein Jahreslohn von Fr. 65'654.-- (vgl. Anhang 2 der IVG-
Gesetzesausgabe der Informationsstelle AHV/IV, Ausgabe 2018).
4.5 Schliesslich rechtfertigt sich im vorliegenden Fall, wie bereits erwähnt, die
Vornahme eines Tabellenlohnabzugs. Denn aufgrund der BEFAS-Abklärung ist davon
auszugehen, dass der Beschwerdeführer bei der praktischen Verwertbarkeit seiner
Restarbeitsfähigkeit doch mit erheblichen Schwierigkeiten konfrontiert ist, welchen im
medizinischen Gutachten nicht ausreichend Rechnung getragen worden ist.
Insbesondere aufgrund des reduzierten Belastbarkeitsprofils, der verlangsamten
Arbeitsweise und der häufigeren Pausen wird dem Beschwerdeführer auf dem
Arbeitsmarkt ein nicht zu unterschätzender Konkurrenznachteil gegenüber anderen
Arbeitnehmenden erwachsen, sodass mit einer geringeren Entlöhnung zu rechnen ist.
Überdies wird dem Beschwerdeführer, welcher im Rahmen der BEFAS-Abklärung als
Grobmotoriker beschrieben worden ist (vgl. IV-act. 203 S. 8), die Ausübung einer
feinmotorischen, körperlich leichten Tätigkeit ohnehin eher schwerfallen. Daher
erscheint vorliegend ein Tabellenlohnabzug von 25 % als angemessen. Demnach
resultiert ein Invalideneinkommen von Fr. 49'240.50.
4.6 Stellt man dem hypothetischen Valideneinkommen von Fr. 102'614.40 ein
Invalideneinkommen von Fr. 49'240.50 gegenüber, so resultiert eine Erwerbseinbusse
von gerundet 53'373.90 und ein Invaliditätsgrad von gerundet 52 %. Folglich besteht
ein Anspruch auf eine halbe Invalidenrente.
5.
5.1 Nach dem Gesagten ist die angefochtene Verfügung vom 15. Februar 2018 in
teilweiser Gutheissung der Beschwerde aufzuheben und dem Beschwerdeführer ab
dem 1. September 2013 eine halbe Invalidenrente auszurichten.
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5.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr.
1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint
in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem Ausgang des
Verfahrens entsprechend ist sie vollumfänglich der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
Der vom Beschwerdeführer geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist ihm
zurückzuerstatten.
5.3 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei
Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom
Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der
Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art.
61 lit. g ATSG). Im hier zu beurteilenden Fall erscheint eine pauschale
Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) als
angemessen.