Decision ID: a03cb706-ff48-5e77-9149-c888e1416bd1
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Der 1958 geborene
X._
war seit dem
1.
Januar 2011 als Sanitär
monteur bei der
Y._
GmbH angestellt und damit bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) im Rahmen des Bundesge
setzes über die Unfallversicherung (UVG) obligatorisch versichert (Urk. 8/1).
Mit Unfallmeldung vom
5.
März 2012 teilte er der SUVA mit, er sei
anlässlich eines Bürobrandes
am
1
1.
Februar 2012
in
den
Büroräumlichkeiten
seiner A
rbeitge
berin auf Glasscherben aus
gerutscht und habe sich
– um den drohenden Sturz abzufangen – am Bürotisch auf
gestützt. Dabei habe er sich an der Hand verletzt (
Urk.
8/1).
Am
3.
Mai 2012
diagnostizierte
Dr.
med.
Z._
, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin und Nephrologie,
– der
die Erstbehandlung am 22. Februar 2012 durchgeführt hatte
–
ein
en
Gelenkerguss im distalen Radioul
nargelenk und eine Muskelprellung an der linken Hand (
Urk.
8/11).
In der Folge erbrachte die SUVA die gesetzlichen Leistungen
.
Mit Verfügung vom 2
9.
November 2012 stellte sie diese – unter Hinweis auf das Fehlen eines natür
lichen Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfallereignis und den geklagten Beschwerden – per
1.
Dezember 2012 ein (
Urk.
8/37).
Der Krankenversicherer zog am 1
7.
Dezember 2012 (
Urk.
8/47/1) seine vorsorglich erhobene Einsprache (
Urk.
8/43) wieder zurück. Die Einsprache des Versicherten
vom
6.
Dezember 2012 (Urk. 8/39) wies
die SUVA
mit Entscheid vom 1
5.
Februar 2013 ab (
Urk.
8/57 =
Urk.
2).
2.
Gegen den Einspracheentscheid vom 1
5.
Februar 2013 (
Urk.
2) erhob der Ver
sicherte mit Eingabe vom 1
8.
März 2013 Beschwerde und beantragte die Auf
hebung des angefochtenen Entscheids und die Ausrichtung der gesetzlichen Leis
tungen gemäss UVG; eventuell sei die SUVA zu verpflichten, ein handchi
rurgi
sches Gutachten in Auftrag zu geben und gestützt darauf über den Leis
tungs
anspruch
neu
zu verfügen (Urk. 1
S. 2
). Mit Beschwerdeantwort vom 22. April 2013 schloss die SUVA auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 7). Mit Replik vom 4. September 2013 hielt der Beschwerdeführer an seinen Anträgen fest (Urk. 14). Am 5. November 2013 beantragte die Beschwerdegegnerin die teilweise Gut
heissung der Beschwerde
;
n
ach nochmaliger chirurgischer Beur
tei
lung durch den versicherungsinternen medizinischen Dienst kam sie zum Schluss, zur Klä
rung der Unfallkausalität der Beschwerden an der linken Hand
– die Beschwer
den an der rechten Hand seien nach wie vor nicht unfallkausal –
sei die Einho
lung eines externen handch
irurgischen Gutachtens notwendig
, weshalb die Sache zurückzuweisen sei
(Urk.
19
).
Mit Gerichtsverfügung vom 1
1.
November 2013 wurde dem Beschwerdeführer Gelegenheit eingeräumt, um zu erklären, ob er sich in Bezug auf die Beschwerden an der linken Hand dem Antrag der Be
schwerde
gegnerin
anschliesse
oder ob er an der Beschwerde fest
halte und wenn ja, mit welchem Rechtsbegehren und mit welcher Begründung
(
Urk.
21). Da
raufhin stellte der Beschwerdeführer den Antrag auf Einholung einer Gerichts
expertise und gestützt darauf auf Neuentscheidung über den Leistungsanspruch; eventuell sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, betref
fend die Beschwer
den an der linken und
der
rechten Hand ein externes handchirurgisches Gut
achten in Auftrag zu geben, wobei hinsichtlich der Per
son des Gutachters vor
gängig ein Einigungsverfahren durchzuführen sei (
Stel
lungnahme vom 1
6.
Dezember 2013 [
Urk.
23
]
).
Die
s wurde der Beschwerdegeg
nerin am 2
0.
Dezember 2013 zur Kenntnis gebracht (
Urk.
24).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die einzelnen Umstände des Unfallgeschehens sind von der versicherten Person glaubhaft zu machen. Kommt sie dieser For
derung nicht nach, indem sie un
vollständige, ungenaue oder widersprüchliche Angaben macht, die das Bestehen eines unfallmässigen Schadens als unglaubhaft erscheinen las
sen, besteht keine Leistungspflicht des Unfallversicherers. Im Streitfall obliegt es dem Gericht zu beurteilen, ob die einzelnen Voraussetzungen des Unfallbegriffs erfüllt sind. Der Untersuchungsmaxime entsprechend hat es von Amtes wegen die notwendigen Beweise zu erheben und kann zu diesem Zwecke auch die Parteien heranziehen. Ist aufgrund dieser Massnahmen das Vorliegen eines Unfallereignisses nicht
we
nigstens mit Wahrscheinlichkeit erstellt
die blosse Möglichkeit genügt nicht
,
so hat dieses als unbewiesen zu gelten, was sich zu Lasten der versicherten Person aus
wirkt (BGE 116 V 136 E. 4b, 114 V 298 E. 5b, 111 V 201 E. 6b; RKUV 1990 Nr. U 86 S. 50).
1.2
Nach
Art.
10
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) hat die versicherte Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung ihrer Un
fallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig (
Art.
6
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [
ATSG
]
), so steht ihr gemäss
Art.
16
Abs.
1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie in
folge des Unfalles zu mindestens 10 Prozent invalid (
Art.
8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (
Art.
18
Abs.
1 UVG).
1.3
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt zunächst voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sin
ne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Um
stände, ohne deren
Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als einge
treten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entspre
chend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des na
türli
chen Kau
salzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die al
leinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schä
digende Ereignis zu
sammen mit anderen Bedingungen die kör
perliche oder geistige Integrität der versicherten Person beein
trächtigt hat, der Unfall mit an
dern Worten nicht wegge
dacht werden kann, ohne dass auch die ein
getretene gesund
heitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 406 E. 4.3.1, 123 V 45 E. 2b, 119 V 335 E. 1, 118 V 289 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesund
heitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang be
steht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im Be
schwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Be
weis
würdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht übli
chen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinwei
sen).
1.4
Bei objektiv ausgewiesenen organischen Unfallfolgen deckt sich die adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 134 V 109 E. 2.1).
1.5
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unpar
teilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im Sozialversiche
rungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gut
achterin allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 f. E. 3b/ee mit Hinweis).
2.
2.1
Die Besc
hwerdegegnerin begründete
ihre Leistungseinstellung
in Bezug auf die rechte Hand
per
1.
Dezember 2012
– unter Hinweis auf die chirurgische Beur
teilung durch
Dr.
med.
A._
,
Facharzt FMH für Chirurgie,
Versicherungsmedizin SUVA
–
damit
,
dass eine Kontusion respektive Distorsion aufgrund der echt
zeitlichen Aktenangaben nicht ausgewiesen sei. Es lasse sich höchstens ein indirekter ursächlicher Zusammenhang mit dem Unfallereignis vom 1
1.
Februar 2012 postulieren, indem eine möglicherweise durch eine Mehrbelastung der rechten Hand in Gang gesetzte Tendinopathie der Sehne des Extensor carpi radialis (und wahrscheinlich des Extensor carpi ulnaris)
ein
Complex Regional Pain Syndrome (
CRPS
)
ausgelöst habe
.
Gestützt auf das vom Beschwerdeführer bei
Dr.
med.
B._
, Facharzt FMH für Chirurgie und Handchirurgie, in Auftrag gegebene Gutachten seien s
owohl die
Tendinopathien an den Fingerstreckseh
nen als auch das CRPS
abgeheilt.
Die aktuell beklagte Ansatztendinopathie im Bereich der Carpometacarpal (CMC)-Gelenke II und III stehe im Zusammenhang mit einem unfallfremden Carpal boss. Die geklagten Beschwerden an der rech
ten Hand seien deshalb nicht unfallkausal und würden sich im Übrigen auch nicht leistungsmindernd auswirken (
Urk.
19 S. 1 f.).
Betreffend die linke Hand führte die Beschwerdegegnerin aus,
Dr.
A._
habe die Annahme von
Dr.
B._
, wonach die partielle Läsion
des
Triangular fibrocarti
lage complex
(TFCC) auf den Unfall vom Februar 2012 zurückzuführen sei, weder beweisen noch widerlegen können. Die Unfallkausalität de
r TFCC-Läsion
bedürfe daher weiterer Abklärungen, weshalb die Sache zur Einholung eines externen handchirurgischen Gutachtens
der linken Hand
zurückzuweisen sei (
Urk.
19 S. 2 f.).
2.2
Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt,
die rechte Hand schmerze
seit dem Unfallereignis. Diese Beschwerden seien
(anfänglich)
weniger im Vordergrund gestanden, weshalb sie in den Arztberichten nicht dokumentiert worden seien (
Urk.
1 S. 9).
Er sei von der Beschwerdegegnerin nie persönlich zum Unfallvorgang befragt worden. Angesichts dessen und vor dem Hintergrund der unvollständigen und teilweise unklaren medizinischen Akten sei eine Verletzung der Untersuchungspflicht der Beschwerdegegnerin ausge
wiesen (
Urk.
14 S. 7).
Der Gutachter
Dr.
B._
komme gestützt auf den Unfall
hergang, die Aktendokumentation, die Beschwerden und die aktuellen Beur
teilungen zum Schluss, dass an beiden Händen unfallbedingt bleibende und erhebliche Beschwerden mit objektivierbaren funktionellen Beeinträchtigungen bestünden. So zeige sich im radiologischen Befund der linken Hand vom 27. Februar 2012 ein Gelenkerguss mit Synovitis im distalen Radio-Ulnar-Gelenk (DRUG) bei kommunizierendem radialseitige
m
Einriss des TFCCs. Neben der TFCC-Läsion finde sich im DRUG eine schmerzhafte Instabilität mit Zeichen einer Arthrose. Der pathologisch erweiterte Gelenkspalt lasse zu
sammen mit dem positiven Watson-
Test zudem darauf schliessen, dass es beim Unfall zu einer dynamischen Ruptur des skapholunären Bandes (SL-Band) gekommen sei
.
Die Beschwerden an der rechten Hand seien als Ansatztendinopathien im Be
reich der CMC-Gelen
ke II und III mit Beginn eines C
arpal boss und entspre
chenden Schmerzen bei Belastung des Längsgewölbes zu werten. Zusammen
fassend bestehe angesichts der unfallbedingten Beschwerden an beiden Händen eine qualitative und quantitative Leistungsminderung mit einer schlechten Langzeitprognose (
Urk.
14 S. 9 ff.).
3.
3.1
Das MRI der linken Hand vom 2
7.
Februar 2012 zeigte einen Gelenkerguss mit Synovitis im distalen Radioulnargelenk und ein
en
radialseitige
n Einriss des TFCC
s. Ersichtlich war
en
zudem ein diffuses Knochenmarköde
m
– am ehesten degenerativer Genese – an den Basen der Metatarsalia II bis IV sowie angren
zend zu den Handwurzelknochen und eine deutliche Degeneration im Metakar
pophalangealgelenk I. Eine Fraktur im Bereich der Handwurzelknochen respek
tive des distalen Radius konnte nicht nachgewiesen werden (
Urk.
8/18).
3.2
Dr.
Z._
diagnostizierte am
3.
Mai 2012 ein
en
Gelenkerguss im distalen Radioul
nargelenk und eine Muskelprellung an der linken Hand
(
Urk.
8/11).
3.3
Die am
C._
, Klinik für Plastische Chirurgie und Handchi
rurgie, tätigen Ärzte stellten am 1
0.
August 2012 folgende Diagnosen:
Unklare Handgelenksschmerzen links bei
Status nach Sturz auf die linke Hand im Februar 2012
Verdacht auf posttraumatisches CRPS
Rezidivierende Bursitis olecrani links
Status nach mehrmaliger Punktion auswärts
Sie leiteten eine probatorische symptomatische Behandlung mit Calcitonin zur Behandlung eines möglich
erweise
aufgetretenen CRPS ein (
Urk.
8/26).
3.4
Dr.
med.
D._
, Oberarzt
i.V.
an der Klinik für Plastische Chirurgie und Handchirurgie des
C._
,
diagnostizierte am 1
9.
September 2012 eine Teno
s
ynovitis
des Handgelenk
streckers rechts.
Er führte aus, d
er Beschwerdeführer habe berichtet, dass die Schmerzen am linken Handgelenk unterdessen verschwunden seien. Es hätten sich zwischenzeitlich Schmerzen am rechten Handgelenk eingestellt, die im Rahmen der Entlastung der linken Hand zu sehen seien. Anhaltspunkte für ein CRPS der linken Hand seien keine ersichtlich (
Urk.
8/33).
3.5
Kreisarzt
Dr.
med.
E._
, Facharzt FMH für Chirurgie, konnte am 2
2.
November 2012 keine Befunde mehr erheben und ging vom Erreichen des Status quo sine aus (
Urk.
8/34).
3.6
Dr.
med.
F._
, Oberarzt an der Klinik für Plastische Chirurgie und Handchirur
gie des
C._
, diagnostiz
ierte am
5.
Dezember 2012 ein CRPS an der rechten Hand (bei Zustand nach unklaren Handgelenksschmerzen links bei Sturz im Februar 2012 und Infiltration Handrücken links am 2
8.
November 2012 extern [
Urk.
8/42]).
3.7
Dem kreisärztlichen Bericht von
Dr.
E._
vom 3
1.
Januar 2013 kann entnom
men werden, dass
die
Behandlung betreffend die
Verletzungen der
linke
n
Hand bei vollständiger Beschwerdefreiheit am 1
9.
September 2012 abgeschlossen werden konnte.
In zufällig zeitlich begleitendem Rahmen sei am rechtsseitigen Handgelenk – ohne Zusammenhang zum Unfallereignis – eine Behandlung wegen einer Tenosynovitis der Handgelenksstrecker respektive eine
s CRPS not
wendig geworden. Die betreffende Behandlung
sei aber nach dem 1
9.
September 2012 von der Problematik der Einschränkungen an der linken Hand
abzugren
zen (
Urk.
8/54 S. 3).
3.8
Mit ihrer Beschwerdeantwort reichte die Beschwerdegegnerin eine chirurgische Beurteilung
durch
Dr.
A._
vom 1
0.
April 2013 ein. Der SUVA-Arzt führte aus, aufgrund der Akten sei nicht mit rechtsgenügender Wahrscheinlichkeit doku
mentiert, dass nach dem 1
8.
September 2012 erneut Beschwerden im linken Handgelenk aufgetreten seien.
Was die am 1
8.
September 2012 diagnostizierte Tenosynovitis betreffe, beruhe diese auf dem klinischen Befund einer Dr
uckdo
lenz über der Sehne
des Extensor carpi ulnaris und des Extensor carpi radialis. Eine gleichzeit
ige
Tenosynovitis
sowohl
einer radialen als auch einer ulnaren Handgelenkstrecksehne müsse als ungewöhnlich bezeichnet werden. Das klas
sische Bild einer Tendovaginitis der Strecksehne
sei
dasjenige einer Peritendini
tis crepitans, die typischerweise die Handgelenkstrecker im distalen Drittel des Unterarms betreffe und die mit dem typischen Krepitieren verbunden sei. Beim
Beschwerdeführer werde kein Krepitieren und keine Schwellung oder Verdi
ckung
im Bereich der Sehnenscheiden beschrieben. Ausserdem falle im Rönt
gen
bild vom
9.
August 2012 eine Pyrophosphat-Kristallarthropathie, auch Chondrokal
zinose oder Pseudogicht genannt, auf. Von der Chondrokalzinose
des Handge
lenks wisse man, dass sie in schmerzhaften, mit Schwellungen des Handgelenks verbundenen Schüben verla
ufen könne. Aus diesem Grund la
ss
e
sich die beim Beschwerdeführer als CRPS interpretierte Schwellung auch im Rahmen einer Chondrokalzinose verstehen.
Vor dem Hintergrund dieser diag
nos
tischen Unklarheiten bleibe ungewiss, ob im September 2012 eine Tendino
pathie der Streckseh
n
en vorgelegen habe, die möglichweise auf eine Mehr
belastung der rechten Hand nach dem Unfallereignis vom Februar 2012 zurückzuführen sei, oder
ob
die Tendinopathie und die sekundär auftretende Schwellung einem un
fallfremden Schub einer Chondrokalzinose zuzuordnen sei
en
.
Was das später
diagnostizierte CRPS betreffe, könne sich dieses auf den schmerzhaften Schub einer Chondrokalzinose „aufgep
fropft
“ haben. Ein CRPS könne aber auch spontan erscheinen. Nach dem Gesagten würden die sekundär an der rechten Hand aufgetretenen Beschwerden in einem höchstens möglichen, nicht aber in einem überwiegend wahrscheinlichen Kausalzusammenhang zum Unfall vom 1
1.
Februar 2012 stehen (
Urk.
9 S. 4 ff.).
3.9
Im vom Beschwerdeführer veranlassten Gutachten nannte
Dr.
B._
am 2
8.
Juni 2013
(
Urk.
15/1)
folgende Diagnosen
(S. 17)
:
Unfallfolge
Status nach Kontusion/Distorsion beider Handgelenke (Unfallereignis vom 1
1.
Februar 2012)
mit partieller Läsion des TFCC links (MRI vom 2
7.
Februar 2012),
konse
kutive leichtgradige Instabilität und beginnende posttraumati
sche Radio-Ulnar-Arthrose
mit Verdacht auf partielle scapholunäre Dissoziation links
Carpal
b
oss-Beschwerden CMC-II/III nach Kontusion (Unfallereignis vom 1
1.
Februar 2012)
Insertions-Tendinopathie der ECR-Strecksehnen (longus und brevis) belas
tungsinduziert rechts
Status nach CRPS I links und rechts (abgeheilt mit Beugedefizit der klei
nen Fingergelenke)
Vorzustände
Beidseits beginnende Rhizarthrose (unfallfremd)
Epicondylus humeri lateralis rechts (rezidiv, unfallfremd)
Status nach ulnarer Seitenband-Ruptur Daumengrundgelenk links (Vorzu
stand, ohne Beschwerden)
Ulna-Minus-Variante beidseits
,
links betont (ohne Krankheitswert)
Er führte aus, die im radiologischen Befundbericht vom 2
7.
Februar 2012 beschriebene TFCC-Läsion verursache heute noch Beschwerden
an der linken Hand
. So liege als Folge der TFCC-Läsion im DRUG eine schmerzhafte Instabi
lität mit Zeichen einer Arthrose vor. Er äusserte zudem den Verdacht auf eine
linksseitige
SL-Dissoziation
(S. 20 ff.).
Die die Beschwerden der rechten Hand betreffenden medizinischen Akten beurteilte
Dr.
B._
als unvollständig und mit massgeblichen Lücken behaftet. Aus diesem Grund müsse den anamnestischen Angaben umso mehr Gehör geschenkt werden. Es sei deshalb davon auszuge
hen, dass die
Beschwerden
einerseits unfallbedingt und andererseits überlas
tungsbedingt seien
.
Die von
Dr.
A._
in Betracht gezogene Diagnose einer Chondrocalcinosis
könne nicht als Erklärung für die
rechtsseitig aufgetretenen Beschwerden
dienen
. Denn es könnten aktuell konventionell-
radiologisch keine verkalkenden Konkremente im Bereich des TFCC
s
oder des S
L-Gelenkes festge
stellt werden.
Die Beschwerden an der rechten Hand würden sich heute vielmehr als Ansatztendinopathie – und nicht als Tendovaginitis – im Bereich der CMC-Gelenke II und III mit Beginn eines Carpal boss erweisen. Bei Belastung des Längsgewölbes würden die entsprechenden Schmerzen auftreten, wohingegen sämtliche Sehnenfächer entzündungsfrei und schmerzlos seien (S. 23 ff.).
3.10
In einer weiteren chirurgischen Beurteilung vom 1
0.
Oktober
2013 hielt
Dr.
A._
in Bezug auf die Beschwerden der linken Hand
fest,
die von
Dr.
B._
diagnostizierte
partielle Läsion des TFCC
s
an der radialen Insertion könne er anhand des MRI-Bildes vom 2
7.
Februar 2012 bestätigen
. Die von den behan
delnden Ärzten in der Folge erhobenen Befunde würden
jedoch
nicht auf eine schmerzhafte Pathologie des distalen Rad
ioulnargelenkes schliesse
n
lassen
. In diesem Zusammenhang sei erstaunlich, dass erst
Dr.
B._
ein Jahr und vier Monate nach dem Unfallereignis eine leichtgradige schmerzhafte Instabilität feststelle, würde man doch erwarten, dass sich eine solche Instabilität
– sofern
sie
durch eine traumatisch bedingte partielle Ruptur des TFCC
s
verursacht wor
den sei
–
in den mehrfachen handchirurgischen Untersuchungen im
C._
nach entsprechenden Schmerzangaben klinisch hätte manifestieren müssen.
Anhand der vorliegenden Akten könne aber aus versicherungsmedizi
nischer Sicht die Annahme von Dr.
B._
, wonach die partielle TFCC-Läsion auf den Unfall vom Februar 2012 zurückzuführen sei, weder bewiesen noch wie
derlegt we
rden.
Der SUVA-Arzt
empfahl zur Klärung dieser Frage eine weitere handchirurgische Abklärung (
Urk.
20 S. 2 ff.).
Dr.
A._
führte zudem aus, d
ie von
Dr.
B._
diagnostizierte beginnende
links
seitige
Radioulnararthrose finde
in den
Röntgenbildern keine Bestätigung.
Der in seiner Diagnoseliste aufgeführte Verdacht auf eine partielle scapholunäre Dissoziation reiche aus v
ersicherungsmedizinischer Sicht
nicht aus, um mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine unfallbedingte partielle scapholunäre Ban
druptur nachweisen zu können.
Dr.
B._
schlage diesbezüglich auch keine spezifischen therapeutischen Massnahmen vor
(
Urk.
20 S. 3)
.
Der Beurteilung von
Dr.
A._
kann weiter entnom
men werden, dass echtzeitlich keine Kontusion respektive
Distorsion der rechten Hand in den Akten doku
mentiert wurde. Hierfür spreche auch, dass eine durch den Unfall vom Februar 2012 verursachte
,
rechtsseitige strukturelle Läsion nicht nachgewiesen sei. Es lasse sich daher höchsten
s
ein indirekter ursächlicher Zusammenhang mit dem Unfallereignis postulieren,
indem eine möglicherweise durch eine Mehrbelas
tung der rechten Hand in Gang gesetzte Tendinopathie der
Sehne des Extensor carpi radialis (und wahrscheinlich des Extensor carpi ulnaris) ein CRPS ausge
löst habe. Die Tendinopathien an den Fingerstrecksehnen und das CRPS s
eien aufgrund der von
Dr.
B._
erhobenen Befunde jedoch abgeheilt.
Die aktuell beklagte Ansatztendinopathie im Bereich der CMC-Gelenke II und III stehe im Zusammenhang mit einem unfallfremden Carpal boss.
Denn bei einem Carpal boss handle es sich um eine vorbestehende kongenitale Anomalie und nicht um die Folge einer echtzeitlich nicht dokumentierten Kontusion.
Angesicht
s
des klinischen Be
fundes an der rechten Hand lasse
sich keine
Leistungseinschrän
kung bei der
Ausübung der
Tätigkeit als Sanitärmonteur ableiten (
Urk.
20 S. 4 f.).
4
.
Gestützt auf die ursprünglichen
Schilderungen des Beschwerdeführers und die in den
echtzeitlichen
Berichten der behandelnden Ärzte festgehaltenen
Auf
zeichnungen des Unfallereignisses erscheint eine
beim
in Frage stehende
n
Sturzereignis erlittene Gesundheitsschädigung der rechten Hand nicht
als über
wiegend wahrscheinlich. So
gab der Beschwerdeführer in der Unfallmeldung vom 5.
März 2012 zwar nicht a
n, welche Hand er verletzt
hatte (
Urk.
8/1),
auf
grund der
gegenüber de
n behandelnden Ärzten – insbesondere dem erstbehan
delnden
Dr.
Z._
(
Urk.
8/11) – gem
achten Angaben
(
Urk.
8/
19 und
Urk.
8/26 S. 1
) und
der
zeitnah
durchgeführte
n
MRI-Untersuchung der linken Hand
(Urk. 8/18) ist
einzig
von einer linksseitigen Verletzung auszugehen
.
In der Folge fällt
zudem
auf, dass der Beschwerdeführer
bei der Unfallschilderung
im
mer nur von Schmerzen an einer Hand – und nicht an beiden Händen – spricht (
Urk.
8/22 und
Urk.
8/27)
und er auf Nachfrage von
Dr.
D._
hin ein Trauma an der rechten Hand verneint
e
(
Urk.
8/33)
. In Übereinstimmung damit führte der Versicherte – dazumal noch ohne rechtskundige Vert
retung
an seiner Seite – in seiner Einsprache vom 6.
Dezember 2012
ausdrücklich
aus, er sei ausgerutscht und habe sich die linke Hand verstaucht. Im Verlauf
sei es deshalb zu einer Überbelastung der rechten Hand gekommen (
Urk.
8/39)
. Auch dies spricht
gegen ein
sofortiges
Auftreten gewichtiger Beschwerden
.
Unter diesen Umständen
findet
die vom Gutachter
Dr.
B._
getroffene Feststellung, wonach es beim Unfall vom Februar 2012 auch zu einer Kontusion respektive Distorsion der rechten Hand
gekommen sei,
in den Akten keine Stütze
(
Urk.
15/1 S. 17).
In diesem Zusammenhang
(vgl. auch
Urk.
1 S. 3)
ist ausserdem darauf hinzuwei
sen,
dass praxisgemäss
Gerichte im Bereich des Sozialversicherungsrechts in der Regel auf die „Aussagen der ersten Stunde“ ab
stellen
, denen in beweismässiger Hinsicht grösseres Gewicht zukommt als späteren Darstellungen, die bewusst oder unbewusst von nachträglichen Überlegungen
versicherungsrechtlicher oder
anderer Art beeinflusst sein können (BGE 121 V 45 E. 2a, 115 V 133 E. 8c mit Hinweis).
Vor dem Hintergrund seiner
mit beiden Händen ausgeführten
Arbeit
als Sanitär
monteur
und der ab 2
2.
Mai 2012 wieder aufgenommenen Arbeitstätig
keit
im Umfang von 50
%
(
Urk.
8/28)
ist hingegen naheliegend, dass es im Laufe der Zeit zu einer Mehrbelastung der rechten Hand infolge Schonung der unfallgeschädigten linken Hand
gekommen ist und als indirekte Folge des Unfallereignisses vom 1
1.
Februar 2012 rechtseitige Beschwerden
auftraten
(vgl.
Urk.
3)
.
5.
5.1
Nach Lage der Akten steht fest und ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer
an der linken Hand eine
partielle
TFCC-Läsion
erlitt
(Urk.
8/18, 15/1 S. 17 und 20 S. 2)
.
Strittig ist hingegen die Unfallkausalität der
weiterhin
bestehenden
Gesundheitsstörung
an der linken Hand
.
Was die
von
Dr.
B._
vorgenommene Kausalitätsbeurteilung (
Urk.
15/1 S. 22)
betrifft,
fehlt
dieser eine
hinreichend nachvollziehbare
Begründung
. Insbesondere finden sich in seinem Gutachten keine Ausführungen zur zeitlichen Latenz von mehr als 16 Monaten zwischen dem Sturzereignis und dem Auftreten einer leichtgradig schmerzhaften Instabi
lität im DRUG
.
Solche wären jedoch vor dem Hintergrund, dass die betreffende
Symptomatik
anlässlich der handchirurgischen Unter
suchungen im
C._
von den dort tätigenden Ärzten
klinisch
nicht erhoben wurde
, angezeigt gewesen.
Die gutachterliche Beurteilung von
Dr.
B._
bildet demnach für die Beschwerden an der linken Hand keine ausreichende Entscheidungs
grundlage.
Daher ist v
ielmehr mit Dr.
A._
zu schliessen, dass die medizini
schen Akten
– insbesondere wurde de
r in der Erstbehandlung vom 22.
Februar
2012 festgestellte klinische Befund an der linken Hand von Dr.
Z._
nicht festgehalten (vgl.
Urk.
8/11) –
keine abschliessende Beurteilung der Unfallkau
salität zulassen
und eine weitere handchirurgische Abklärung nötig ist
(
Urk.
20 S. 2
ff.
).
V
on der Notwendigkeit weiterer Abklärung
en
scheint auc
h der Be
schwerdeführer auszugehen (vgl. Urk. 23).
5.2
Nach der gesetzlichen Konzeption obliegt dem Versicherungsträger die Abklä
rung des rechtserheblichen Sachverhalts (
Art.
43 ATSG). Entsprechend dem Untersuchungsgrundsatz ist es in erster Linie Sache der zuständigen Behörde, die materielle Wahrheit zu ermitteln (Urteil des Bundesgerichts I
478/04 vom
5.
Dezember 2006 E. 2.2.4.3).
Unter Berücksichtigung des soeben Gesagten (vgl. E. 5.1 hievor) erweisen sich die bisherigen Abklärungen der Beschwerdegegne
rin offensichtlich als ungenügend, weshalb es sich
– in Übereinstimmung mit
den von den Parteien gestellten (Eventual-)Anträgen (
Urk.
1 S. 2, 19 S. 3 und 23 S. 1) –
rechtfertigt, die Sache
in Nachachtung des Un
tersuchungsgrundsatzes
an
die SUVA
zur Einholung eines externen handchirurgischen
Gutachtens
zur Klärung der Unfallkausalität der Beschwerden an der linken Hand und zur er
neuten Entscheidung zurückzuweisen. Dabei wird sie den rechtsstaatlichen An
forderungen an die medizinische Begutachtung gemäss BGE 137 V 210 und BGE 139 V 349 Rechnung zu tragen haben.
Unter diesen Umständen
bleibt auch
in
Beachtung
der jüngsten bundesgerichtlichen Rechtsprechung (
Urteil des Bun
desgerichts 8C_815/2012 vom 21. Oktober 2013 E. 3.4 mit Hinweis auf BGE 137 V 210
E. 4
.4.1.4)
eine Rückweisung zulässig
.
6.
6.1
Betreffend die rechte Hand ist
mit dem Gutachter
Dr.
B._
und de
m SUVA-
Arzt
Dr.
A._
zu schliessen, dass
die von
Dr.
D._
am 1
9.
September 2012 festgestellte Tenosynovit
is der Handgelenkstrecker (Urk.
8/33) – sofern die ent
sprechende Diagnose überhaupt bestätigt werden kann (
Urk.
15/1 S. 28 und
Urk.
20 S. 5) – und
das von
Dr.
F._
am 5.
Dezember 2012 erhobene CRPS (
Urk.
8/42)
zwischenzeitlich abgeheilt sind (
Urk.
15/1 S. 17
und
Urk.
20 S. 5
).
Was die von
Dr.
B._
zur Hauptsache für die jetzigen Beschwerden
verantwort
lich
gemachte Ansatztendinopathie im Be
r
eich der CMC-Gelen
ke
II und III mit Beginn eines C
arpal boss
nach Kontusion
betrifft
(
Urk.
15/1 S.
17 und S.
28)
,
legte
Dr.
A._
in seiner Beurteilung vom 10. Oktober 2013
nachvollziehbar und
gestützt auf die medizinische Literatur dar,
dass das
Carpal boss einer degene
rativen Osteophytenbildung, einem vorhandenen Os styloideum (ein akzessori
scher Knochen der Handwurzel, der während der Embryonalphase entsteht) oder
b
eidem entspr
e
ch
e
. In den meisten Fällen bilde sich das Os styloideum während der Embryonalphase wieder zurück. Ein Carpal boss könne asymptomatisch oder symptomatisch sein. Die schmerzhafte Form werde mit einem degenerati
ven osteoarthrotischen Prozess, einem Ganglion oder einer entzündlichen Bursa über der knöchernen Exostose oder einer darüber gleitenden Strecksehne in Verbindung gebracht.
Er zog daraus den Schluss, dass
es sich beim Carpal boss an der rechten Hand des Beschwerdeführers um eine vorbestehende kongenitale Anomalie und nicht um die Folge einer echtzeitlich nicht dokumentierten Kon
tusion
handle
(
Urk.
20 S.
4).
Die
von
Dr.
B._
befundete Ansatztendinopathie im Bereich der CMC-Gelenke II und III steht daher im Zusammenhang mit einem unfallfremden Carpal boss, weshalb die angegebenen Beschwerden nicht auf das Sturzereignis zurückzuführen sind. Di
e
Ausführungen von
Dr.
B._
zur Unfall
kausalität der
entsprechenden Beschwerden (
Urk.
15/1 S. 28) erwecken zudem v
ielmehr den
Eindruck,
dass er hauptsäch
lich auf den vermeintlichen Grundsatz
„post hoc ergo propter hoc“ abstellte, was nach der Rechtsprechung für den Nachweis eine
s
natürlichen Kausalzusammenhangs nicht genügt (BGE 119 V 335 E. 2b/bb).
Das Vorhandensein
der
von
Dr.
A._
anfänglich für die Beschwerden an der rechten Hand in Betracht gezogene
n
Chondrokalzinose (
Urk.
9 S. 6 ff.)
wird von
Dr.
B._
grundsätzlich
nicht
bestritten. Mittels bildgebender Untersuchungen
konnte
d
er
Gutachter
aber keine verkalkenden Konkremente im Bereich des TFCC und des SL-Gelenks mehr feststellen, weshalb er mit nachvollziehbarer Begründung
einen
Einfluss der betreffenden Diagnose auf die heute
noch
beste
henden Beschwerden ausschloss (
Urk.
15/1 S. 25 ff.). Im Übrigen
wird die Chondrokalzinose von Dr.
A._
ohnehin als unfallfremd beurteilt (
Urk.
9 S. 7).
6.2
Nach dem Gesagten
ergibt sich,
dass das als indirekte Folge des Unfall
s
an der rechten Hand aufgetretene CRPS
zwischenzeitlich abgeheilt ist. Zum Zeitpunkt der Einstellung der unfallversicherungsrechtlichen Leistungen per 1. Dezember 2012 stand der Beschwerdeführer deshalb aber noch in Behandlung (
Urk.
8/42). Aus diesem Grund rechtfertigt sich die
Aufhebung
der Leistungen in Bezug auf die rechte Hand erst per Datum der Erstellung des Gutachtens von
Dr.
B._
(Expertise vom 2
8.
Juni 2013 [
Urk.
15/1]). D
ie vom Beschwerdeführer
über die
sen Zeitpunkt hinaus beklagten rechtsseitigen Gesundheitsstörungen stehen
in keinem überwie
gend wahrscheinlichen
Kausalzusammenhang
mehr
zum Unfall
ereignis vom Februar 201
2.
6.3
Bei dieser Sachlage ist nicht ersichtlich, inwiefern weitere Abklärungen betref
fend die rechte Hand neue, für die Beurteilung des vorliegenden Falls entschei
dende Erkenntnisse liefern könnten, sodass darauf zu verzichten ist (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 122 V 157 E. 1d
mit weiteren Hinweisen
).
7.
Zusammenfassen
d
kann festgehalten werden,
dass in
Bezug auf die linke Hand
die vorhandenen medizinischen Akten keine genügende Grundlage für die Be
urteilung der Frage der Unfallkausalität der vom Beschwerdeführer über den
1.
Dezember 2012 hinaus geklagten Beschwerden biete
n
, weshalb die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist, damit sie ein externes handchirur
gisches Gutachten einhole und hernach über ihre Leistungspflicht im Zusam
menhang mit dem Unfall vom 1
1.
Februar 2012 erneut entscheide. Betreffend die rechtsseitigen Beschwerden ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerde
gegnerin ihre Leistungspflicht grundsätzlich einstellte
. Gestützt auf das Gut
achten von
Dr.
B._
rechtfertigt sich eine Leistungseinstellung
jedoch erst
per 28. Juni 2013
; insoweit ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen
.
8.
Angesichts des weit überwiegenden
Obsiegen
s
hat der Beschwerdeführer An
spruch auf eine
ungekürzte
Prozessentschädigung (
Art.
61 lit. g ATSG). Die Entschädigung wird unabhängig vom Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (
§
34 des Geset
zes über das Sozial
versicherungsgericht). Vorliegend erscheint eine reduziert
e Prozessentschädi
gung von Fr. 3
‘
2
00.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwert
steuer) als ange
messen.