Decision ID: e5c54c6a-4bc7-4c03-822d-eb8c8ab814c9
Year: 2021
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A._ (nachfolgend: Versicherter) meldete sich am 5. Januar 2015 wegen eines
Diabetes, Folgen einer Dickdarmentfernung und Augenproblemen bei der
Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an (IV-act. 1). Er ist ausgebildeter _
und arbeitete bis 2009 bei der B._ AG im Bereich Logistik (IV-act. 1-4, 3).
A.a.
Dr. med. C._, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, gab am 19. Januar 2015
unter anderem an, der Versicherte leide unter rezidivierender Diarrhoe und Stuhl
inkontinenz, einem Diabetes mellitus, einer Pankreasinsuffizienz und einer peripheren
arteriellen Verschlusskrankheit. Im Februar 2015 sei eine Operation (vollständige
Dickdarm-Resektion bei Colitis ulcerosa) geplant (IV-act. 8-1 f.). Die IV-Stelle beschied
dem Versicherten mit Mitteilung vom 23. Januar 2015, aufgrund seines
Gesundheitszustandes seien zurzeit keine beruflichen Eingliederungsmassnahmen
möglich (IV-act. 12). In den Arztberichten vom 9. März 2015 (IV-act. 13) und vom
5. Juni 2015 (IV-act. 16) hielt Dr. C._ fest, aufgrund der 1999 erstdiagnostizierten
Colitis ulcerosa sei im Jahr 2010 eine subtotale Cholektomie erfolgt. Am 25. Februar
2015 sei die laparoskopische Restprotektomie und am 24. April 2015 die
A.b.
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Ileostomarückverlagerung vorgenommen worden. Als weitere Diagnose hielt er einen
chronischen Alkoholkonsum fest, der sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirke. Mit
Mitteilung vom 16. Juni 2015 wurde das Gesuch hinsichtlich beruflicher Massnahmen
erneut abgewiesen (IV-act. 21). Ein vom 1. März bis 31. Mai 2016 vorgesehenes
Einsatzprogramm beim D._ musste per 31. März 2016 wegen vieler
krankheitsbedingter Absenzen und bevorstehender Operation (Implantation einer
Stimulationselektrode; Austrittsbericht Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Endokrin- und
Transplantationschirurgie des Kantonsspitals St. Gallen [KSSG] vom 4. Mai 2016, IV-
act. 68-38 f.) vorzeitig abgebrochen werden (Mitteilungen vom 29. Februar 2016, IV-
act. 47, und vom 29. März 2016, IV-act. 51). Bezüglich der peripher arteriellen
Verschlusskrankheit berichtete das Spital E._ am 6. Juli 2016 über ein weiterhin
gutes Ergebnis bei Status nach PTA (perkutane transluminale Angioplastik) und
Stenting der A. iliaca communis rechts im April 2008 und Status nach Instent-
Rezidivstenosen iliacal rechts im Dezember 2015 (IV-act. 68-30 f.).
Der Versicherte wurde vom 16. März bis 6. November 2017 im Rahmen der
zugesprochenen Arbeitsvermittlung von einer Coachin beim Bewerben betreut und
absolvierte vom 21. August 2017 bis 16. Februar 2018 einen Arbeitsversuch bei der
F._ AG in einem Pensum von 50 % jeweils nachmittags (Mitteilung Zusprache vom
29. August 2017, IV-act. 97; Schlussbericht Coaching vom 6. November 2017, IV-
act. 101; Protokoll Eingliederung per 16. Februar 2018, IV-act. 103). Mit Mitteilung vom
19. Februar 2018 schloss die IV-Stelle die Eingliederung ab, da die Integration in den
Arbeitsmarkt nicht gelungen sei (IV-act. 105).
A.c.
Die Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Endokrin- und Transplantationschirurgie des
KSSG hielt im Arztbericht vom 16. Oktober 2017 fest, beim Versicherten bestehe eine
Stuhlinkontinenz mit major LARS (low anterior resection syndrome), aktuell 38 von 42
möglichen Punkten, Wexner Score 14 von 20 möglichen Punkten. Der Verlauf sei
unverändert schwer (IV-act. 100). Dr. C._ führte im Verlaufsbericht vom 8. März 2018
aus, der Gesundheitszustand sei seit Januar 2017 stationär. Eine Tätigkeit im zeitlichen
Umfang von 50 % wäre möglich, wenn der Versicherte jederzeit die Möglichkeit hätte,
eine Toilette aufzusuchen (IV-act. 106-2 f.).
A.d.
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Die RAD-Ärztin Dr. med. G._, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, nahm
am 27. März 2018 Stellung. Es sei aufgrund der Krankengeschichte gesichert, dass der
Versicherte unter einer Stuhlinkontinenz leide. Allerdings seien viele anamnestische
Angaben sowohl bezüglich der Schwere der Inkontinenz wie auch seines Diabetes-
Managements im Strassenverkehr teilweise widersprüchlich und nicht nachvollziehbar.
Nehme man den Bedarf an lnkontinenzartikeln, die Angaben des Hausarztes Dr. C._
und die Beobachtungen im Rahmen des Arbeitsversuchs bei der F._ AG als
Grundlage, so bestätige sich die Einschätzung des RAD vom 13. Januar 2017 (IV-
act. 74) bezüglich der Arbeitsfähigkeit (100 % Pensum, 20 % Leistungsminderung; IV-
act. 115). Gegen die nach Vorbescheidverfahren (IV-act. 118; IV-act. 120; IV-act. 123)
von der IV-Stelle erlassene abweisende Verfügung vom 20. Juli 2018 (IV-act. 126) liess
der Versicherte mit Beschwerde vom 11. September 2018 geltend machen, die
attestierte 80%ige Arbeitsfähigkeit sei nicht nachvollziehbar und unverwertbar.
Eventualiter sei ihm ein Tabellenlohnabzug von mindestens 15 % zu gewähren, womit
sich ein Invaliditätsgrad von 57,5 % ergebe (IV-act. 129). Nach Intervention des
Rechtsdienstes (Stellungnahme vom 12. November 2018, IV-act. 141) widerrief die IV-
Stelle am 12. November 2018 die angefochtene Verfügung vom 20. Juli 2018 (IV-
act. 143), und das Versicherungsgericht schrieb das hängige Beschwerdeverfahren mit
Verfügung vom 27. November 2018 ab (IV-act. 147; Verfahren IV 2018/295).
A.e.
Die IV-Stelle liess den Versicherten polydisziplinär begutachten, wobei der Auftrag
auf das Zentrum für medizinische Begutachtung (ZMB) Basel entfiel (Gutachten vom
28. Mai 2019, IV-act. 163; Dr. med. H._, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin;
Dr. med. I._, Facharzt für Gastroenterologie und Allgemeine Innere Medizin; Dr. med.
J._, Facharzt für Neurologie; Dr. med. K._, Fachärztin für Psychiatrie und
Psychotherapie; Untersuchungen vom 22. bis 30. April 2019). Die Gutachter
diagnostizierten eine Colitis ulcerosa, Erstdiagnose 1999 mit therapierefraktärem
Verlauf unter konventioneller medikamentöser Therapie, St. n. laparoskopischer
subtotaler Colektomie und lleorectostomie im November 2010, St. n. Rezidiv-Proctitis
im Mai 2013 mit erneut therapierefraktärem Verlauf, St. n. Single-Port-laporoskopischer
Restproktectomie und lleopouch-Anastomose am 5. Februar 2015, lleostoma-
Rückverlagerung im April 2015 und Stuhlinkontinenz bei LARS (low anterior resection
syndrome), Wexner-Score 14, eine Augenmotilitätsstörung mit Amblyopie links (nach
A.f.
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Schieloperation links), sowie psychologische Faktoren bei andernorts klassifizierten
Krankheiten (lCD-10: F54) als Gesundheitsbeeinträchtigungen mit Auswirkung auf die
Arbeitsfähigkeit. Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit seien ein Diabetes mellitus,
pankreopriv, insulinpflichtig, Erstdiagnose 2013, aktuell ohne klinische Hinweise auf
eine Polyneuropathie, eine chronische Pankreasinsuffizienz, Erstdiagnose März 2017,
am ehesten aethyltoxisch-bedingt, eine peripher-arterielle Verschlusskrankheit,
Stadium I rechts mit St. n. PTA und Stenting der Arterie ilioca communis rechts im April
2008, Dezember 2015, Dezember 2017 und April 2018 und einen St. n. ASD-
Direktverschluss bei offenem Foramen ovale im Oktober 1999, den Verdacht auf
alkoholische Steatohepatitis im Oktober 2016, einen Eisenmangel ohne Anämie sowie
eine Alkoholabhängigkeit bei derzeitiger Abstinenz (ICD-10: F10.20; teilweise verkürzte
Wiedergabe von IV-act. 163-7 f.). Sie kamen zum Ergebnis, der Versicherte sei sowohl
in der bisherigen als auch in einer angepassten Tätigkeit zu 50 % arbeitsfähig (IV-
act. 163-9). Aus gastroenterologischer Sicht sei ihm ein 50 %-Pensum in leichten und
gelegentlich mittelschweren Arbeitstätigkeiten zuzumuten. Es müssten vermehrte
Pausen und relativ unvorhergesehene und rasche Arbeitsunterbrüche möglich und
Zugang zu ausreichenden sanitären Installationen vorhanden sein (was beispielsweise
bei einer Tätigkeit als Chauffeur oder im Aussendienst nicht gegeben sei; IV-
act. 163-50). Die psychiatrische Gutachterin befand, der Versicherte sei rein
psychiatrisch gesehen aufgrund des vermehrten Aufwandes infolge seiner Magen-
Darm-Problematik in seiner emotionalen Belastbarkeit eingeschränkt und deshalb
schneller erschöpft. Die Leistungsfähigkeit sei deshalb um 40 % eingeschränkt, was
sich in vermehrtem Pausen- und Erholungsbedarf manifestiere (IV-act. 163-57).
Retrospektiv attestierten die Gutachter mit Verweis auf die medizinischen Akten ab
Beginn des Jahres 2015 eine 100%ige, ab 1. November 2015 eine 50%ige, ab 28. April
2016 bis 31. Juli 2017 eine 100%ige und ab 1. August 2017 wiederum eine 50%ige
Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 163-6 f.).
Die RAD-Ärztin Dr. G._ nahm am 7. Juni 2019 Stellung. Das Gutachten
entspreche im Wesentlichen den geltenden versicherungsmedizinischen Kriterien und
könne für die Beurteilung des Sachverhalts herangezogen werden (IV-act. 165). Mit
Vorbescheid vom 5. Juli 2019 gewährte die IV-Stelle dem Versicherten das rechtliche
Gehör zur vorgesehenen Zusprache einer halben Rente ab 1. Januar 2016, einer
A.g.
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St.Galler Gerichte
B.
ganzen Rente vom 1. Juli 2016 bis 31. August 2017 und vom 1. Februar bis 30. April
2018 sowie einer halben Rente ab 1. Mai 2018. Für die Zeit vom 1. September 2017 bis
31. Januar 2018 werde die IV-Rente wegen Bezugs eines bereits bezogenen IV-
Taggeldes eingestellt. Wegen des notwendigen höheren Pausenbedarfes werde ein
Leidensabzug von 10 % gewährt. Gemäss Einkommensvergleich resultiere ein
Invaliditätsgrad von 55 % (IV-act. 169). Gegen diesen Vorbescheid liess der Versicherte
am 26. August 2019 vorsorglich (IV-act. 170) und am 15. Oktober 2019 begründet
Einwand erheben. Er machte im Wesentlichen geltend, die Annahme einer 50%igen
Arbeitsfähigkeit sei im Hinblick auf die bestehenden Diagnosen in Zweifel zu ziehen.
Sie sei nicht verwertbar. Eventualiter beantragte er einen Tabellenlohnabzug von 25 %
(IV-act. 175).
Mit Verfügung vom 18. Februar 2020 entschied die IV-Stelle gemäss Vorbescheid.
Zur Begründung führte sie an, der geltend gemachte höhere Tabellenlohnabzug könne
nicht gewährt werden; die Einschränkungen seien bereits in der anerkannten
Arbeitsunfähigkeit von 50% berücksichtigt worden. Der Abzug von 10 %
berücksichtige die konkreten Einschränkungen genügend. Die Ausführungen im
Einwand vom 16. Oktober 2019 vermöchten zu keinem anderen Ergebnis zu führen (IV-
act. 178-2; IV-act. 182 ff.).
A.h.
Gegen die Verfügung vom 18. Februar 2020 lässt A._ (nachfolgend:
Beschwerdeführer), vertreten durch Rechtsanwalt Prof. Dr. iur. H. Landolt, am 18. März
2020 Beschwerde erheben. Er beantragt, die angefochtene Verfügung sei unter
Kosten- und Entschädigungsfolge und unter Gewährung der unentgeltlichen
Rechtspflege aufzuheben und es sei ihm mit Wirkung ab 6. Januar 2015 (unter
Berücksichtigung allfälliger Wartefristen) eine ganze Invalidenrente zuzusprechen.
Eventualiter sei ihm mindestens eine Dreiviertelsrente zuzusprechen. Zur Begründung
bringt er vor, er leide unter einer starken Stuhlinkontinenz mit bis zu 20 Stuhlgängen
täglich und zusätzlich starker Stuhldrangsymptomatik, welche das Aufsuchen der
Toilette bedinge, um ungewollten Stuhlverlust zu vermeiden. Die therapeutischen
Massnahmen seien bis auf einen dauerhaften künstlichen Darmausgang ausgeschöpft.
Er sei knapp _0-jährig, habe in der Vergangenheit vorwiegend Lager- und Hilfsarbeiten
B.a.
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verrichtet und verfüge über keine breite Berufserfahrung. Hinzu kämen psychische
Einschränkungen. Krankheitsbedingte Ausfälle seien daher in Zukunft wahrscheinlich.
Schliesslich sei er seit 10 Jahren nicht mehr erwerbstätig gewesen. Es sei sodann mit
dem Grundsatz der Gleichbehandlung nicht vereinbar und nicht sachgerecht, wenn
ihm, der nur noch eingeschränkt leichteste Verweisungstätigkeiten ausführen könne,
ein ungekürzter Tabellenlohn, der auch eine Vielzahl von anderen schweren bzw.
kognitiv anspruchsvolleren Verweisungstätigkeiten umfasse, angerechnet werde. Er
könne nur noch stark eingeschränkt für Hilfsarbeiten eingesetzt werden. Damit werde
er bis zum Erreichen des ordentlichen Rentenalters konfrontiert bleiben, weshalb er
nicht nur im Zusammenhang mit der Suche einer geeigneten Arbeitsstelle stark
eingeschränkt bleibe, sondern aufgrund seines instabilen Gesundheitszustands auch
einer hohen Kündigungswahrscheinlichkeit ausgesetzt sein werde. Vor diesem
Hintergrund sei ein Tabellenlohnabzug von mindestens 20 % gerechtfertigt, was einen
Invaliditätsgrad von mindestens 60 % ergebe (act. G 1).
Mit Beschwerdeantwort vom 15. Mai 2020 beantragt die Beschwerdegegnerin die
Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung macht sie geltend, das ZMB-Gutachten
vom 28. Mai 2019 sei von qualifizierten Fachärzten lege artis vorgenommen worden
und sei formell und materiell beweiskräftig. In Industrie und Gewerbe gebe es
verschiedene einfache Hilfstätigkeiten, welche den in den ZMB-Gutachten
festgehaltenen Anforderungsprofilen Rechnung trügen. In Anbetracht der
bundesgerichtlichen Rechtsprechung, die für die Unverwertbarkeit der
Restarbeitsfähigkeit älterer Menschen relativ hohe Hürden entwickelt habe, sei das
Finden einer Stelle für den Beschwerdeführer zwar erschwert, nicht aber von
Vornherein ausgeschlossen. Aufgrund der gesamten Umstände sei der
Beschwerdeführer ohne Weiteres als Hilfsarbeiter zu qualifizieren. Validen- und
Invalideneinkommen seien gestützt auf denselben Tabellenlohn zu bestimmen, somit
ergebe sich ein Prozentvergleich. Aufgrund seiner gesundheitlichen Einschränkungen
und des damit einhergehenden sozialen Entgegenkommens eines potentiellen
Arbeitgebers sei ihm ein Abzug vom Tabellenlohn von 10 % gewährt worden. Ein
weiterer Abzug sei ihm nicht zu gewähren. Der Pausenbedarf sei bereits bei der
Arbeitsfähigkeitsschätzung von 50 % berücksichtigt worden und ein Teilzeitabzug sei
B.b.
© Kanton St.Gallen 2023 Seite 8/19
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Auf die Vorbringen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge sowie die
Akten wird, soweit für den Entscheid relevant, in den nachstehenden Erwägungen
eingegangen.

Erwägungen
1.
bei der vorliegend möglichen ganztägigen Umsetzung der Arbeitsfähigkeit nicht
angezeigt (act. G 5).
Der Beschwerdeführer verzichtet auf die Einreichung von für die Bewilligung der
unentgeltlichen Rechtspflege eingeforderten Unterlagen sowie auf eine Replik
(act. G 7 f.).
B.c.
Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) umschreibt Invalidität als voraussichtlich
bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit.
Erwerbsunfähigkeit ist der durch die gesundheitliche Beeinträchtigung verursachte und
nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende Verlust der
Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt
(Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind
ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen.
Eine Erwerbsunfähigkeit liegt nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar
ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.1.
Nach Art. 28 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR
831.20) besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person
mindestens zu 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 %, auf eine
halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 %, und auf eine Viertelsrente, wenn sie
mindestens zu 40 % invalid ist. Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum
Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre
(Valideneinkommen, Art. 16 ATSG).
1.2.
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2.
Der Beschwerdeführer beanstandet die von den Gutachtern attestierte Arbeitsfähigkeit
von 50 % in adaptierten Tätigkeiten nicht bzw. macht unter Hinweis auf den
Verlaufsbericht des KSSG vom 30. April 2018 geltend, es ergebe sich eine mindestens
50%ige Arbeitsfähigkeit in jeder Verweistätigkeit (act. G 1-6). Die polydisziplinären
Untersuchungen erscheinen in Anbetracht der geltend gemachten Beschwerden und
der vorhandenen medizinischen Berichte umfassend.
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im
Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des
Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung
zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte
Person arbeitsunfähig ist (BGE 132 V 93 E. 4 mit Hinweisen). Die urteilenden Instanzen
haben die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie
umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Hinsichtlich des Beweiswertes eines
Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist,
auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in
Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der
medizinischen Zusammenhänge und der medizinischen Situation einleuchtet und ob
die Schlussfolgerungen der Fachperson begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit
Hinweisen). Rechtsprechungsgemäss ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens
eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten und -ärztinnen, welche aufgrund
eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten
Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen
gelangen, volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die
Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 227 E. 1.3.4; Urteil des
Bundesgerichts vom 13. Februar 2019, 8C_801/2018, E. 4.3).
1.3.
Im Sozialversicherungsrecht gilt der Untersuchungsgrundsatz. Das Gericht hat
seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen (vgl. BGE 126 V 353 E. 5b;
BGE 125 V 193 E. 2, je mit Hinweisen).
1.4.
Hinsichtlich des Diabetes wurde im Gutachten festgehalten, die
Blutzuckerstoffwechsellage sei weitgehend kompensiert; es bestünden keine Hinweise
auf diabetische Spätkomplikationen oder eine periphere Neuropathie (IV-act. 163-4). In
den Berichten des Spitals M._ wurde zwar jeweils eine unzureichend eingestellte
2.1.
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diabetische Stoffwechsellage vermerkt, wobei der Beschwerdeführer wegen
Blutzuckerentgleisungen vom 7. bis 14. Oktober 2016 hospitalisiert war und auch eine
Malcompliance festgehalten wurde (Berichte vom 16. März 2018, IV-act. 110, vom
14. Oktober 2016, IV-act. 68-15 f., vom 6. Oktober 2016, IV-act. 68-26 f., und vom
15. April 2016, IV-act. 68-43 f.). Negative Auswirkungen der im Bereich von 7,2 % bis
7,9 % liegenden HbA1c-Werte wurden indes nicht beschrieben. Im Gutachten wurde
sodann ausgeführt, auch angiologisch sei die Situation kompensiert;
Claudicatiobeschwerden würden nicht beklagt (IV-act. 163-5). Dies stimmt mit den
Berichten über die Behandlung im Spital E._ überein, wonach die Stent-Eingriffe zu
einem guten Ergebnis geführt hätten (Berichte vom 14. März 2016, IV-act. 68-50 f., und
vom 6. Juli 2016, IV-act. 68-30 f.). Zur bildgebend erhobenen Lebersteatose und zum
Verdacht auf eine alkoholische Fettleber wurde im Gutachten ausgeführt, die
Laborwerte der Transaminasen seien normal. Es sei von einer kompensierten
Leberfunktion auszugehen (IV-act. 163-5). Diesbezüglich liegen keine objektivierten
medizinischen Aussagen vor, welche die Beurteilung des Gutachtens in Frage stellen.
Die Auswirkungen der Colitis ulcerosa und der durch sie notwendig gewordenen
Dickdarmentfernung ist unbestritten. Die Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Endokrin- und
Transplantationschirurgie des KSSG hielt im Verlaufsbericht vom 30. April 2016 fest,
die (damals vom RAD geschätzte) 80%ige Arbeitsfähigkeit sei bei chronischer
nächtlicher Übermüdung sowie morgendlichen Drangattacken nicht nachvollziehbar
(IV-act. 124). Eine tiefere Arbeitsfähigkeit als die von den Gutachtern geschätzten 50 %
attestierte sie indes nie. Der gastroenterologische Gutachter erklärt seine Einschätzung
letztlich damit, dass die vom Beschwerdeführer geltend gemachten intestinalen
Beschwerden nachvollziehbar seien und mit Blick auf die Arbeitsfähigkeit und
Implikationen auf den Alltag konsistent dargestellt würden (IV-act. 163-5, 49).
2.2.
Ob die in psychiatrischer Hinsicht aufgrund der Diagnose psychologische Faktoren
bei andernorts klassifizierten Krankheiten attestierte Arbeitsunfähigkeit von 40 %
nachvollziehbar ist, kann dahingestellt bleiben. Sie wird nicht durch den
psychiatrischen Befund, sondern damit begründet, dass der Beschwerdeführer
aufgrund des vermehrten Aufwandes infolge seiner Magen-Darm-Problematik in seiner
emotionalen Belastbarkeit eingeschränkt und deshalb schneller erschöpft sei, was sich
in vermehrtem Pausen- und Erholungsbedarf manifestiere (IV-act. 163-57). Die
gastroenterologischen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit bestehen einerseits im
vermehrten Pausenbedarf, der für die Toilettengänge benötigt wird, und andererseits in
einer Einschränkung der Leistungsfähigkeit durch vermehrte Tagesmüdigkeit als Folge
der Schlafunterbrüche. Beide Faktoren sind in der Arbeitsfähigkeitsschätzung des
2.3.
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3.
gastroenterologischen Gutachters berücksichtigt, zumal diese der subjektiven
Einschätzung des Beschwerdeführers (vgl. IV-act. 163-30, 53 f.) und derjenigen des
Hausarztes entspricht (Arztbericht Dr. C._ vom 8. März 2018, IV-act. 106). Die
psychiatrische Einschätzung geht daher in der gastroenterologischen auf.
Zur retrospektiven Beurteilung der Arbeitsfähigkeit führten die Gutachter aus, diese
sei mangels konkreter Angaben schwierig. Ende 2014 sei eine schwere entzündliche
Proctitis ulcerosa festgestellt worden und am 25. Februar 2015 der operative Eingriff
mit Ileostoma erfolgt, sodass ab Beginn des Jahres 2015 von einer 100%igen
Arbeitsunfähigkeit für alle Tätigkeiten auszugehen sei. In Übereinstimmung mit dem
Bericht des Hausarztes Dr. C._ vom 29. Oktober 2015 sei ab 1. November 2015 von
einer 50%igen Arbeitsfähigkeit für adaptierte Tätigkeiten auszugehen. Im März 2016 sei
die berufliche Abklärung in der Firma WTL erfolgt, ebenfalls mit 50 %-Pensum. Im April
2016 sei dem Versicherten eine sakrale Stimulationselektrode implantiert worden,
sodass ab dem 28. April 2016 (Operationsdatum) bis August 2017 (Beginn des
Arbeitsversuches in der Firma F._ AG ab 1. August 2017) von einer 100%igen
Arbeitsunfähigkeit für sämtliche Tätigkeiten ausgehen sei (IV-act. 163-6 f.). Vom
1. August 2017 bis 16. Februar 2018 (Arbeitsversuch in der Firma F._ AG) habe
erneut eine 50%ige Arbeitsfähigkeit bestanden. Für die Zeit ab März 2018 lägen keine
ärztlichen Berichte mit Angaben zur Arbeitsfähigkeit vor, sodass gestützt auf die
anamnestischen Angaben und die aktuellen gutachterlichen Untersuchungen bis zum
Gutachtensdatum weiterhin von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen sei (IV-
act. 163-7).
2.4.
Zusammenfassend erweist sich das Gutachten als umfassend, nachvollziehbar
und schlüssig. Es sind den Akten keine objektiven Befunde zu entnehmen, welche die
Gutachter nicht berücksichtigt hätten und die zu einer anderen Einschätzung führen
würden. Die retrospektive Einschätzung erscheint ebenfalls plausibel begründet. Somit
ist auf die Arbeitsfähigkeitseinschätzung der Gutachter abzustellen.
2.5.
Der Beschwerdeführer lässt geltend machen, aufgrund der Notwendigkeit,
während seiner Anwesenheit am Arbeitsplatz mehrfach die Toilette aufsuchen zu
müssen, aufgrund des Alters und des Umstandes, dass er nur noch Hilfsarbeiten
ausführen könne, sowie hinzukommender psychischer Einschränkungen und
wahrscheinlicher zukünftiger Krankheitsausfälle sei kein Arbeitgeber bereit, ihn zu
beschäftigen bzw. sei seine Restarbeitsfähigkeit nicht verwertbar (act. G 1-8 ff.). Die
Beschwerdegegnerin führte aus, das Finden einer Stelle sei zwar erschwert, nicht aber
3.1.
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zum Vornherein aussichtslos. Damit sei beim Beschwerdeführer die erwerbliche
Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit zu bejahen (act. G 5).
Die Möglichkeit einer versicherten Person, das verbliebene Leistungsvermögen auf
dem allgemeinen ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, hängt von den konkreten
Umständen des Einzelfalls ab. Massgebend sind rechtsprechungsgemäss die Art und
Beschaffenheit des Gesundheitsschadens und seiner Folgen, der absehbare
Umstellungs- und Einarbeitungsaufwand und in diesem Zusammenhang auch die
Persönlichkeitsstruktur, vorhandene Begabungen und Fertigkeiten, Ausbildung,
beruflicher Werdegang oder die Anwendbarkeit von Berufserfahrung aus dem
angestammten Bereich. Beim ausgeglichenen Arbeitsmarkt handelt es sich um eine
theoretische Grösse, so dass nicht leichthin angenommen werden kann, die
verbliebene Leistungsfähigkeit sei unverwertbar. Er umfasst auch sogenannte
Nischenarbeitsplätze, also Stellen- und Arbeitsangebote, bei denen Behinderte mit
einem sozialen Entgegenkommen des Arbeitgebers rechnen können. Unverwertbarkeit
der Restarbeitsfähigkeit ist insbesondere dann anzunehmen, wenn die zumutbare
Tätigkeit in nur so eingeschränkter Form möglich ist, dass sie der ausgeglichene
Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder sie nur unter nicht realistischem
Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre und das Finden
einer entsprechenden Stelle daher zum Vornherein als ausgeschlossen erscheint (Urteil
des Bundesgerichts vom 2. Dezember 2020, 8C_416/2020, E. 4 mit Verweisen).
Massgebend für die Beurteilung der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit ist der
Zeitpunkt des Feststehens der medizinischen Zumutbarkeit einer
(Teil-)erwerbstätigkeit. Diese ist gegeben, sobald die medizinischen Unterlagen eine
zuverlässige Sachverhaltsfeststellung erlauben (BGE 138 V 461 f. E. 3.3 f.).
3.2.
Der Beschwerdeführer war im Zeitpunkt der Begutachtung im April 2019 5_ Jahre
und _ Monate alt, womit seine verbleibende Aktivitätsdauer mehr als _ Jahre beträgt
und mit Blick auf die nachfolgend noch genauer zu prüfenden Adaptionskriterien sowie
die bundesgerichtliche Rechtsprechung rein vom Alter her nicht auf eine
Unverwertbarkeit geschlossen werden kann. Das Bundesgericht selbst bezeichnet die
Anforderungen dafür als hoch (vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts vom 6. Januar
2020, 9C_797/2019, E. 5 mit Hinweisen).
3.3.
Der Beschwerdeführer absolvierte die Ausbildung zum uniformierten Postbeamten
(IV-act. 3-11). Vom 2. Mai 1983 bis 31. Mai 2004 verrichtete er bei der L._ AG diverse
Arbeiten im Bereich Logistik und Maschinenbedienung. Die Auflösung des
Arbeitsverhältnisses erfolgte mit Hinweis auf den wachsenden Leistungs- und
Qualitätsdruck und auf Augenprobleme (Arbeitszeugnis vom 8. Juli 2004, IV-act. 3-5).
3.4.
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Gemäss Angaben in seinem Lebenslauf bediente der Beschwerdeführer
Drehautomaten, Mehrspindeldrehautomaten, verrichtete Schleiferarbeiten und erfüllte
Aufgaben im Bereich Einlagern, Beschriften, Bestellen und Ausliefern diverser Artikel
(IV-act. 3-1). Vom 1. März 2007 bis 30. September 2009 war er für die B._ AG als
Logistikassistent mit Springerfunktion tätig (Verpackung, Be- und Entladung von
externen Speditionsfahrzeugen, Mitarbeit im Wareneingang und Lager). Die Stelle
wurde ihm aufgrund der wirtschaftlichen Situation bzw. Restrukturierung des
Unternehmens gekündigt (Arbeitszeugnis vom September 2009, IV-act. 3-3).
Aus gastroenterologischer Sicht adaptiert sind Tätigkeiten, die in einem
Arbeitsumfeld stattfinden, welches dem Versicherten ein vermehrtes Pausenpensum
erlaubt und zusätzlich ermöglicht, dass Arbeitsprozesse relativ unvorhergesehen und
rasch unterbrochen werden können. Arbeiten, welche schlechten Zugang zu sanitären
Installationen respektive ungenügende sanitäre Installationen bedingen oder mit sich
bringen, sind nicht möglich (IV-act. 163-10, 50). Aufgrund des vermehrten Aufwandes
infolge seiner Magen-Darm-Problematik ist der Beschwerdeführer in seiner
emotionalen Belastbarkeit eingeschränkt und deshalb schneller erschöpft (IV-
act. 163-57). Der Beschwerdeführer berichtete von einer Häufigkeit von bis zu 12
Stuhlgängen innert 24 Stunden bzw. etwa 7 Stuhlgängen tagsüber; eine
Inkontinenzproblematik wird ausschliesslich nachts beschrieben (IV-act. 163-37, 46,
51). Weiter gab er an, beim Einkaufen müsse er darauf achten, wo sich die
nächstgelegene Toilette befinde (IV-act. 163-45). Nach dem Arbeitsversuch bei der
F._ AG vom 21. August 2017 bis 16. Februar 2018 habe man aufgrund der
Defäkationsprobleme auf eine Weiterbeschäftigung verzichtet (IV-act. 163-37). Gemäss
Angaben des Unternehmens konnte dem Beschwerdeführer keine Stelle angeboten
werden, da sämtliche Tätigkeiten in Zweierteams ausgeführt würden, so dass sich die
Leistung des Teamkollegen auch reduzieren würde, da dieser nicht weiterarbeiten
könne, während der Beschwerdeführer die Toilette aufsuchen müsse (Assessment-
und Verlaufsprotokoll, Eintrag vom 3. November 2017, IV-act. 103-6). Aus
neurologischer Sicht sind Tätigkeiten mit erhöhten Anforderungen an die Sehfähigkeit,
insbesondere an das Stereosehen, ungeeignet (IV-act. 163-43).
Persönlichkeitsauffälligkeiten liegen beim Beschwerdeführer nicht vor (IV-act. 163-56).
Sprachliche Probleme bestehen bei deutscher Muttersprache nicht.
3.5.
Das Bundesgericht hielt in Bezug auf einen an vergleichbaren
gastroenterologischen und zusätzlich unter Wirbelsäulenproblemen leidenden
Beschwerdeführer fest, obwohl aufgrund der Darmproblematik die Möglichkeit
bestehen müsse, den Arbeitsprozess jederzeit unterbrechen zu können, und daher
3.6.
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4.
Maschinenbedienungs- und Kontrollfunktionen sowie Sortier-, Prüf- und
Verpackungsarbeiten grundsätzlich nicht geeignet seien, sei die Verwertbarkeit der
Restarbeitsfähigkeit gegeben und habe nicht weiter abgeklärt werden müssen (Urteil
vom 19. Januar 2016, 8C_858/2015 E. 3.1 und 3.4). In den vom Beschwerdeführer
angeführten Urteilen ging es im Wesentlichen um Betroffene, denen nach Eintritt des
Gesundheitsschadens die bisher mehr oder weniger ausschliesslich ausgeübte oder
eine dieser ähnlichen Tätigkeit nicht mehr zumutbar war bzw. um die Frage, unter
welchen Bedingungen, namentlich bis zu welchem Alter, eine berufliche
Neuorientierung noch zumutbar sei (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 10. Mai 2013,
9C_954/2012, E. 3.2.1, BGE 138 V 457 E. 2.1, 3.2 und 3.4; Urteile des Bundesgerichts
vom 19. März 2009, 9C_437/2008, E. 4.3, und vom 23. Oktober 2003, I 392/02, E. 3.3).
Im Unterschied dazu bezieht sich die Einschränkung des Beschwerdeführers weniger
auf die Art der Tätigkeit, sondern vor allem auf die Gegebenheiten am Arbeitsplatz: der
Arbeitsprozess muss kurzfristig unterbrechbar sein und es muss dem
Beschwerdeführer eine innert Kürze erreichbare Toilette zur Verfügung stehen. Dies
begründet mit Blick auf die eingangs erwähnte Rechtsprechung keine Unverwertbarkeit
der Restarbeitsfähigkeit. Der Beschwerdeführer hat auch Erfahrung in Tätigkeiten, die
ohne Veränderung der Örtlichkeit ausgeführt werden und unterbrochen werden
können, so beispielsweise das Be- und Entladen von Speditionsfahrzeugen oder die
Bedienung oder Überwachung von Maschinen, die er selbständig ein- und ausschalten
kann, was beispielsweise bei Drehautomaten und Schleifmaschinen, aber teilweise
auch im Bereich der Lagerarbeiten der Fall sein dürfte. Die Beschwerdegegnerin hat
daher die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit zu Recht als gegeben angesehen.
Die Auflösung der Arbeitsverhältnisse bei der L._ AG und der B._ AG erfolgte
zumindest nicht vordergründig wegen eines invalidenversicherungsrechtlich relevanten
Gesundheitsschadens (vgl. E. 4.4). Sodann schöpft der Beschwerdeführer seit Beginn
seiner Invalidität seine Arbeitsfähigkeit nicht aus. Die Beschwerdegegnerin hat daher zu
Recht für die Bemessung beider Vergleichseinkommen die Lohnstrukturerhebung (LSE)
des Bundesamtes für Statistik (BFS) herangezogen und den Invaliditätsgrad nach
einem Prozentvergleich bestimmt (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 24. Januar
2019, 9C_492/2018, E. 4.3.2, vom 12. Juli 2017, 9C_648/2016, E. 6.2.1; vom
24. August 2016, 9C_237/2016, E. 2.2 und vom 14. Juli 2016, 9C_225/2016, E. 6.2.2),
was vom Beschwerdeführer auch nicht bestritten wird.
4.1.
Nach der Rechtsprechung können die statistischen Löhne um bis zu 25 % gekürzt
werden, um dem Umstand Rechnung zu tragen, dass versicherte Personen mit einer
4.2.
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gesundheitlichen Beeinträchtigung in der Regel das durchschnittliche Lohnniveau nicht
erreichen (RKUV 1999 Nr. U242 S. 412 E. 4b/bb) bzw. ihre Restarbeitsfähigkeit auf dem
allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit einem unterdurchschnittlichen erwerblichen Erfolg zu
verwerten in der Lage sind. Dabei handelt es sich um einen allgemeinen
behinderungsbedingten Abzug (BGE 146 V 16 E. 4.1). Ist von einem genügend breiten
Spektrum an zumutbaren Verweisungstätigkeiten auszugehen, können unter dem Titel
leidensbedingter Abzug grundsätzlich nur Umstände berücksichtigt werden, die auch
auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt als ausserordentlich zu bezeichnen sind (Urteil
des Bundesgerichts vom 19. September 2017, 9C_421/2017, E. 2.4). Nach der
Rechtsprechung hängt die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne
herabzusetzen sind, von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen - auch
von invaliditätsfremden Faktoren - des konkreten Einzelfalles ab (namentlich
leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie
und Beschäftigungsgrad), die nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu
schätzen sind. Eine schematische Vornahme des Leidensabzuges ist unzulässig (BGE
126 V 79 E. 5b, bestätigt in AHI 2002 S. 62 und BGE 129 V 481 E. 4.2.3 mit Hinweisen).
Die Rechtsprechung gewährt insbesondere dann einen Abzug auf dem
Invalideneinkommen, wenn eine versicherte Person selbst im Rahmen körperlich
leichter Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist (BGE 146 V 16
E. 4.1). Sind hingegen leichte bis mittelschwere Arbeiten zumutbar, ist allein deswegen
auch bei eingeschränkter Leistungsfähigkeit noch kein Abzug gerechtfertigt, weil der
Tabellenlohn Kompetenzniveau 1 bereits eine Vielzahl von leichten und mittelschweren
Tätigkeiten umfasst (Urteil des Bundesgerichts vom 22. März 2017, 8C_805/2016,
E. 3.4.2). Bestehen über das ärztlich beschriebene Beschäftigungspensum hinaus
zusätzliche Einschränkungen, wie beispielsweise ein vermindertes Rendement pro
Zeiteinheit wegen verlangsamter Arbeitsweise oder ein Bedarf nach ausserordentlichen
Pausen oder ist die funktionelle Einschränkung ihrer besonderen Natur nach nicht ohne
weiteres mit den Anforderungen vereinbar, wie sie sich aus den gewöhnlichen
betrieblichen Abläufen ergeben, kann dies bei der Bemessung des leidensbedingten
Abzugs vom statistischen Tabellenlohn berücksichtigt werden (Urteil des
Bundesgerichts vom 18. Januar 2018, 8C_552/2017, E. 5.3.1).
Die Beschwerdegegnerin gewährt dem Beschwerdeführer einen Leidensabzug von
10 % aufgrund des notwendigen höheren Pausenbedarfs (Vorbescheid vom 5. Juli
2019, IV-act. 169; Verfügung vom 18. Februar 2020, IV-act. 178-1). Der
Beschwerdeführer lässt geltend machen, mit Blick auf das fortgeschrittene Alter, die
ausgewiesenen funktionellen Einschränkungen in der Erwerbsfähigkeit sowie der
verhältnismässig tiefer entlöhnten Teilzeittätigkeit rechtfertige sich ein
4.3.
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5.
Tabellenlohnabzug von mindestens 20 % (act. G 1-12). In der Beschwerdeantwort
bringt die Beschwerdegegnerin vor, ein Teilzeitabzug entfalle, da die Arbeitsfähigkeit
ganztägig umsetzbar sei. Sodann seien ihm gemäss Gutachten nicht nur leichteste,
sondern leichte und gelegentlich mittelschwere Tätigkeiten zumutbar (act. G 5, Ziff. 5).
Die gutachterlich festgelegte gesamthafte 50%ige Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit ist mit erhöhtem Pausenbedarf aufgrund der Notwendigkeit, jeweils
Pausen für den Toilettengang einlegen zu müssen, und mit der psychischen
Minderbelastbarkeit begründet. Dem Beschwerdeführer sind sowohl leichte als auch
gelegentlich mittelschwere Arbeitstätigkeiten zuzumuten (IV-act. 163-9, 50). Ein Abzug
mit der Begründung, es seien nur noch körperlich leichteste Tätigkeiten möglich, kann
ihm daher nicht zugestanden werden. Die gutachterlich attestierte Leistungsfähigkeit
berücksichtigt sodann die Leistungseinbusse infolge der Darmproblematik
vollumfänglich; diese kann daher nicht mehr Gegenstand eines Leidensabzugs bilden.
Ein Tabellenlohnabzug rechtfertigt sich somit lediglich insoweit, als für den Arbeitgeber
über die reduzierte Leistung hinaus Nachteile entstehen, namentlich durch plötzliche
Arbeitsunterbrüche. Das Gutachten äussert sich nicht direkt zur Frage, ob die
Arbeitsfähigkeit, wie vom Beschwerdeführer geltend gemacht wird, nur nachmittags
umgesetzt werden kann. In Anbetracht der Begründung mit vermehrtem Pausenbedarf
ist allerdings aus gutachterlicher Sicht von einer ganztägigen Umsetzbarkeit
auszugehen. Folglich ist kein Teilzeitabzug zu gewähren (Urteil des Bundesgerichts
vom 20. April 2018, 9C_833/2017, E. 5.3). Ohnehin betrüge die Lohneinbusse bei einer
Teilzeittätigkeit im Umfang von 50 % lediglich 4 % (Bundesamt für Statistik [BFS],
Lohnstrukturerhebung [LSE] 2018, T18, Männer ohne Kaderfunktion, gesamt
Fr. 6'138.--, 50%-Pensum Fr. 5'897.--). Insgesamt erscheint somit der gewährte
Tabellenlohnabzug von 10 % angemessen. Bei einem Prozentvergleich - wie von der
Beschwerdegegnerin vorgenommen - ergibt sich bei einer Arbeitsfähigkeit von 50 %
somit ein IV-Grad von 55 % und Anspruch auf eine halbe Rente.
4.4.
Der Beschwerdeführer meldete sich am 1. Januar 2015 bei der
Beschwerdegegnerin zum Leistungsbezug an (IV-act. 1). Der geltend gemachte
Rentenanspruch besteht daher frühestens ab 1. Juli 2015 (Art. 29 Abs. 1 und 3 IVG).
Mit angefochtener Verfügung vom 18. Februar 2020 sprach die Beschwerdegegnerin
dem Beschwerdeführer eine Rente ab dem 1. Januar 2016 zu (IV-act. 178-1). Sie geht
damit von einem Beginn des Wartejahres gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG am 1. Januar
2015 aus. Dies erscheint nachvollziehbar, nachdem aufgrund einer seit Mai 2013
bestehenden massiven Proktitis im Februar 2015 eine laparoskopische
5.1.
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Restproktektomie mit vorübergehender Anlage eines Ileostomas notwendig wurde (vgl.
dazu Bericht Klinik für Innere Medizin - Gastroenterologie Spital E._ vom
25. November 2014, IV-act. 8-3; Arztbericht Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Endokrin-
und Transplantationschirurgie des KSSG vom 5. August 2015 (IV-act. 25).
Auch die Gutachter legten den Beginn der 100%igen Arbeitsunfähigkeit auf den
Anfang des Jahres 2015. Diese dauerte bis 31. Oktober 2015. Anschliessend war der
Beschwerdeführer ab 1. November 2015 bis zum 28. April 2016 zu 50 %, danach bis
31. Juli 2017 zu 100 % und ist seit 1. August 2017 wiederum zu 50 % arbeitsfähig (vgl.
Feststellungen der Gutachter zum retrospektiven Verlauf der Arbeitsfähigkeit,
wiedergegeben in E. 3.4). Vom 1. bis 31. März 2016 und vom 21. August 2017 bis 16.
Februar 2018 bezog er IV-Taggelder (Verfügungen vom 8. April 2016, IV-act. 55, vom 6.
September 2017, IV-act. 98, und vom 20. Dezember 20127, IV-act. 102).
5.2.
Die Beschwerdegegnerin sprach dem Beschwerdeführer ab dem 1. Januar bis
30. Juni 2016 eine halbe Rente zu. Die Rückforderung für das vom 1. bis 31. März 2016
ausbezahlte Taggeld verrechnete sie mit der Rentennachzahlung (IV-act. 182). Ab
1. Juli 2016 bis 31. August 2017 gewährte sie dem Beschwerdeführer eine ganze
Rente. Die Rückforderung für die Zeit vom 21. bis 31. August 2017 bezogenen
Taggelder verrechnete sie mit der Rentennachzahlung. Vom 1. September 2017 bis 31.
Januar 2018 sprach sie wegen des durchgehenden Bezugs von Taggeldern keine
Rente zu (IV-act. 183). Vom 1. Februar bis 30. April 2018 legte sie weiterhin einen
Anspruch auf eine ganze Rente fest (IV-act. 184). Ab 1. Mai 2018 verfügte sie die
Herabsetzung auf eine halbe Rente (IV-act. 185).
5.3.
Sind die Anspruchsvoraussetzungen für ein Taggeld der Invalidenversicherung
erfüllt, besteht kein Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung (Art. 43 Abs. 2
IVG). Nach der Rechtsprechung wird während einer Eingliederungsmassnahme, welche
zu einer länger als drei Monate dauernden Taggeldberechtigung führt, die
Rentenzahlung unterbrochen. Nach Wegfall des Taggeldanspruchs lebt die Rente
wieder auf (Urteil des Bundesgerichts vom 20. Oktober 2015, 9C_317/2015, E. 6.2).
Eine Prüfung des Rentenanspruchs hat für die Zukunft unter dem Gesichtspunkt der
Revision zu erfolgen (Meyer/Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung
[IVG], 3. Aufl. 2014, N. 2 zu Art. 43 IVG, mit Hinweisen). Eine Verbesserung der
Erwerbsfähigkeit ist für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem
Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie
voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen,
nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat und
voraussichtlich weiterhin andauern wird (Art. 88a Abs. 1 der Verordnung über die
5.4.
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6.
Abschliessend ist darauf hinzuweisen, dass der Beschwerdeführer grundsätzlich
Anspruch auf Arbeitsvermittlung im Sinne von Art. 18 IVG hat: Die leistungsspezifische
Invalidität ist gegeben, wenn die versicherte Person bei der Suche nach einer
geeigneten Arbeitsstelle aus gesundheitlichen Gründen Schwierigkeiten hat und die
Behinderung bleibend oder während voraussichtlich längerer Zeit Probleme bei der - in
einem umfassenden Sinn verstandenen - Stellensuche selber verursacht; genannt
werden daneben sich aus invaliditätsbedingten Gründen ergebende spezielle
Anforderungen an den Arbeitsplatz (etwa Sehhilfen) oder den Arbeitgeber (etwa
Toleranz gegenüber invaliditätsbedingt notwendigen Ruhepausen), die für das Finden
einer Stelle das Fachwissen und entsprechende Hilfe der Vermittlungsbehörden
erfordern (H.-J. Mosimann, AHVG/IVG Kommentar, Zürich 2018, N 3 Art. 18 IVG, mit
Verweis auf Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG, seit 1. Januar
2007: sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts] vom 24. März 2006, I 427/05,
E. 4.1.1). Der Anspruch auf Arbeitsvermittlung besteht insbesondere, wenn besondere
Möglichkeiten und Grenzen der versicherten Person erläutert werden müssen (Urteil
des Bundesgerichts vom 12. Januar 2016, 8C_641/2015, E. 2). Der Beschwerdeführer
benötigt einen Arbeitsplatz mit besonderen Anforderungen und es dürfte für ihn
schwierig sein, in Betracht kommende Tätigkeiten selbständig zu auszumachen. Er war
zudem seit rund 12 Jahren nicht mehr im ersten Arbeitsmarkt tätig und ist auf ein
entgegenkommendes Arbeitsumfeld angewiesen. Der Beschwerdeführer kann sich
daher jederzeit bei der Beschwerdegegnerin melden, um Arbeitsvermittlung in
Anspruch zu nehmen.
Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]). Ist der Rentenanspruch einer bestimmten
Stufe entstanden, richtet sich der Übergang auf eine Invalidenrente einer anderen Stufe
nach Art. 88a und Art. 88 IVV. Dies gilt auch bei der rückwirkend erfolgten
abgestuften Rentenzusprechung, wobei Art. 88 IVV nicht anwendbar ist (Meyer/
Reichmuth, a.a.O., N. 10 zu Art. 29 IVG). Es ist in anfechtungs- und
streitgegenständlicher Hinsicht irrelevant, ob eine rückwirkende Zusprechung einer
abgestuften und/oder befristeten Invalidenrente in einer oder in mehreren Verfügungen
gleichen Datums eröffnet wird (BGE 131 V 164 Regeste, BGE 125 V 413, E. 2.2 und
2.3).
bis
bis
Mit Blick auf die genannten Grundlagen sowie auf den bis zum 16. Februar 2018
dauernden Arbeitsversuch sind die Abstufung der Rentenleistungen sowie der Erlass
mehrerer separater Verfügungen nicht zu beanstanden.
5.5.
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7.