Decision ID: 1e7c873f-bcdb-5109-8fee-e45bc9ca95d1
Year: 2017
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ (nachfolgend: Versicherter) hatte am 15. Juli 2000 einen Autounfall erlitten
(IV-act. 7) und sich im Juli 2003 erstmals zum Bezug von Leistungen der
Invalidenversicherung (IV) angemeldet (IV-act. 1). Als Diagnosen nannte Dr. med. B._,
Spezialarzt Orthopädische Chirurgie FMH, Sportmedizin (SGSM), in seinem Gutachten
vom 27. Januar 2004 einen Status nach Osteosynthese mittels Fixateur extern bei
drittgradig offener Unterschenkelfraktur rechts, eine vordere Kreuzbandinsuffizienz und
laterale Instabilität des rechten Kniegelenks sowie posttraumatisch eine eingeschränkte
Beweglichkeit des oberen und unteren Sprunggelenks rechts (IV-act. 24-5). Dem
Versicherten wurde im Gutachten für eine angepasste Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit
von 80% bei voller Stundenpräsenz bescheinigt (IV-act. 24-6). Die abweisende
Verfügung bezüglich Rentenanspruch vom 23. Februar 2005 (IV-act. 64) erwuchs nach
Bestätigung durch das Versicherungsgericht St. Gallen im Juni 2006 (IV-act. 100) in
Rechtskraft. Auf die erneuten Anmeldungen im April 2007 und Mai 2009 trat die IV-
Stelle nicht ein (IV-act. 120, 135).
A.b Im Januar 2013 meldete sich der Versicherte erneut zum Bezug von Leistungen
der IV an (IV-act. 142). Die Nichteintretensverfügung vom 28. Mai 2013 (IV-act. 196)
wurde von der IV-Stelle am 9. Juli 2013 widerrufen (IV-act. 205), worauf das
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eingeleitete Beschwerdeverfahren beim Versicherungsgericht St. Gallen am 4.
September 2013 als gegenstandslos abgeschrieben wurde (IV-act. 215). Mit Schreiben
vom 25. September 2013 bestätigte Dr. med. C._, Psychiatrie und Psychotherapie
FMH, dass sich der Versicherte seit November 2009 in der Klinik D._ in
regelmässiger Therapie befinde. Der Versicherte leide an einer rezidivierenden
depressiven Störung in leichtem bis mittelschwerem Ausmass. Aufgrund der depressiv
bedingten reduzierten psychischen Belastbarkeit, der reduzierten Konzentrationsdauer,
der Antriebsstörungen und der leicht verlangsamten Psychomotorik könne dem
Versicherten aus psychiatrischer Sicht eine im letzten Jahr anhaltende mindestens
40%-ige Arbeitsunfähigkeit attestiert werden (IV-act. 220).
A.c Mit einer Mitteilung vom 26. Februar 2014 sprach die IV-Stelle dem Versicherten
eine berufliche Abklärung bei der Proarbeit AG vom 24. Februar bis 23. Mai 2014 sowie
eine Arbeitsvermittlung zu (IV-act. 245, 246). Der Versicherte brach die Massnahme
zwei Tage später wegen Fussschmerzen ab (IV-act. 251 f.). Am 8. April 2014 teilte die
IV-Stelle dem Versicherten mit, dass kein Anspruch auf weitere berufliche Massnahmen
bestehe (IV-act. 276).
A.d Mit einem Bericht vom 5. März 2014 hatte die Klinik für Orthopädische Chirurgie
und Traumatologie des Bewegungsapparats des Kantonsspitals St. Gallen (KSSG) eine
chronische, lymphatische und venöse Abflussstörung am rechten Unterschenkel bei
Status nach korrigierender USG-Arthrodese rechts am 7. Mai 2010 bei
Rückfussvarusfehlstellung mit progredienter Beschwerdesymptomatik diagnostiziert
(IV-act. 263-1).
A.e Am 15. August 2014 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, dass zur Klärung der
Leistungsansprüche eine bidisziplinäre medizinische Untersuchung notwendig sei (IV-
act. 295). Aufgrund eines Einwands des Versicherten (IV-act. 305) wurde der
vorgesehene psychiatrische Gutachter durch einen anderen ersetzt (IV-act. 315).
A.f Mit einem orthopädisch-psychiatrischen Gutachten vom 21. November 2014
diagnostizierte die SMAB AG beim Versicherten eine rezidivierende depressive Episode
(aktuell leichtgradig; F33.0), einen Status nach traumatischer Weichteilverletzung der
rechten Kniekehle und der rechten Wade mit subtotalem Verlust der Wadenmuskulatur
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(röntgenologisch beginnende posttraumatische degenerative Veränderungen auch mit
Femoropatellararthrose), einen Status nach Calcaneus-Slide-Osteotomie rechts und
korrigierender USG-Arthrodese rechts 2007 und 2010, einen Status nach
Substanzschädigung des Nervus peronaeus communis und Nervus suralis (Fallfuss
rechts), ein lumbovertebrales Schmerzsyndrom und eine anhaltende somatoforme
Schmerzstörung (F45.4) bzw. eine Schmerzstörung mit somatischen und psychischen
Faktoren (F45.41; IV-act. 329-16 f.). Für eine körperlich leichte und überwiegend
sitzende Tätigkeit wurde eine Arbeitsfähigkeit des Versicherten von 60% ab dem Jahr
2009 und von 70% ab Frühjahr 2014 bescheinigt (IV-act. 329-18 ff.).
A.g Am 9. Januar 2015 erliess die IV-Stelle einen Vorbescheid, welcher dem
Versicherten die Ablehnung eines Rentenanspruchs in Aussicht stellte (IV-act. 344).
Trotz Einwands des Versicherten vom 6. Februar 2015 (IV-act. 352) verfügte die IV-
Stelle am 3. März 2015 im Sinne des Vorbescheids. Aus dem Einkommensvergleich
resultiere eine invaliditätsbedingte Erwerbseinbusse und damit ein Invaliditätsgrad von
30%, womit kein Rentenanspruch bestehe. Weiter würden sich die aus psychiatrischer
Sicht gestellten Diagnosen aus invalidenversicherungsrechtlicher Sicht nicht
invalidisierend auswirken (IV-act. 356).
B.
B.a Gegen diese Verfügung richtet sich die vorliegende Beschwerde vom 16. April
2015. Der Rechtsvertreter des Versicherten (nachfolgend: Beschwerdeführer) beantragt
unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der IV-Stelle (nachfolgend:
Beschwerdegegnerin), dass die Verfügung vom 3. März 2015 aufzuheben und dem
Beschwerdeführer eine halbe Rente ab 1. Juli 2013 zuzusprechen sei. Eventualiter sei
dem Beschwerdeführer eine befristete Rente zuzusprechen. Der Beschwerdeführer
lässt im Wesentlichen ausführen, dass auf die langjährige 40%-ige Arbeitsunfähigkeit
abgestellt werden müsse. Zudem werde beanstandet, dass die Beschwerdegegnerin
von der Vornahme eines Abzugs vom Invalideneinkommen abgesehen habe. Die
Beschwerdegegnerin halte das SMAB-Gutachten für verwertbar. Es sei aber in dem
Sinne nicht nachvollziehbar, dass die Beschwerdegegnerin zwar der 30%-igen, nicht
jedoch der befristeten 40%-igen Arbeitsunfähigkeit folge. Entweder stelle die
Beschwerdegegnerin auf das Gutachten ab und berücksichtige alle
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Schlussfolgerungen oder aber sie halte es für nicht verwertbar. Da den Akten keine
Gründe zu entnehmen seien, weshalb nicht auf das Gutachten abgestellt werden
könne, werde auf die Einschätzungen der Gutachter inklusive retrospektiver
Betrachtung abgestellt. Ein Leistungsanspruch sei bei 40%-iger Arbeitsunfähigkeit
sechs Monate nach der Anmeldung, damit ab Juli 2013, ausgewiesen. Eine Besserung
der Arbeitsfähigkeit um 10% werde gemäss Gutachten auf Frühling 2014 datiert. Wie
der Gutachter auf diese ungenaue Zeitangabe komme, sei nicht ohne weiteres
nachvollziehbar. Es stehe aufgrund der Akten nicht fest, ob überhaupt eine
Verbesserung eingetreten sei. Vielmehr sei von einer unterschiedlichen Beurteilung bei
gleichem Sachverhalt auszugehen. Die optimistischere Beurteilung des Gutachtens
gelte indes nicht als Revisionsgrund. Falls doch eine Verbesserung angenommen
werde, könne die 70%-ige Arbeitsfähigkeit erst ab dem Zeitpunkt des Gutachtens
angenommen werden. Vorher lägen keine Berichte vor, welche eine andere
Arbeitsfähigkeit bestätigten (act. G 1).
B.b Mit Beschwerdeantwort vom 20. Mai 2015 beantragt die Beschwerdegegnerin die
Abweisung der Beschwerde. Sie führt im Wesentlichen aus, dass weder eine
psychische Komorbidität im notwendigen Schweregrad ersichtlich sei, noch dass
andere mit einer psychischen Komorbidität vergleichbare Faktoren in der notwendigen
Intensität gegeben seien, welche die ansonsten zumutbare Willensanstrengung für die
Aufnahme einer Erwerbstätigkeit beim Beschwerdeführer aus psychischen Gründen
behindern könnten. Auf den rudimentären Bericht von Dr. C._ könne nicht abgestellt
werden. Er führe weder die medizinischen Vorakten noch die Anamnese auf. Auch eine
saubere Abgrenzung von geltend gemachter Symptomatik und erhobenen Befunden
lasse sich dem Bericht nicht entnehmen. Es sei auch nicht ersichtlich, dass der
psychische Gesundheitszustand des Beschwerdeführers im Zeitraum vor der
Begutachtung durch die SMAB AG schlechter gewesen wäre als danach. Demnach sei
von einer vollen Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit auszugehen. Bei einem
Tabellenlohnabzug von 10% ergebe sich ein Invaliditätsgrad von 10%, womit kein
Anspruch auf eine IV-Rente bestehe (act. G 6).
B.c Mit Verfügung vom 21. Mai 2015 wurde dem Gesuch des Beschwerdeführers um
Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege, umfassend die Befreiung von den
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Gerichtskosten und die Bewilligung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung,
entsprochen (act. G 7).
B.d In der Replik vom 21. Juni 2015 hält der Beschwerdeführer unverändert an seiner
Beschwerde fest. Ergänzend lässt er ausführen, dass das SMAB-Gutachten die
Einschätzung von Dr. C._ im Zeitraum vor der Begutachtung für nachvollziehbar
halte. Die Beschwerdegegnerin sei nach der Rechtsprechung gehalten, auf die
Arbeitsfähigkeitsschätzung des psychiatrischen Gutachtens abzustellen. Es sei
nochmals explizit festzuhalten, dass der psychiatrische Gutachter die Diagnosen
rezidivierende depressive Episode, aktuell leichtgradig, als psychiatrische Diagnose mit
Relevanz für die Arbeitsfähigkeit stelle. Das Gericht sei weiter gehalten, das SMAB-
Gutachten unter Beachtung der neuen Rechtsprechung zu prüfen. Die Rechtsbegehren
würden daher um den Eventualantrag auf Rückweisung zur Einholung eines neuen
medizinischen Gutachtens erweitert (act. G 6).
B.e Die Beschwerdegegnerin hält mit Eingabe vom 4. September 2015 unter
Bezugnahme auf die neue Rechtsprechung bezüglich somatoformer
Schmerzstörungen und vergleichbarer psychosomatischer Leiden unverändert an ihren
Anträgen fest (act. G 12).

Erwägungen
1.
Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist ein Rentenanspruch
des Beschwerdeführers.
1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder
teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen
Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Die Invalidität kann Folge von
Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Erwerbsunfähigkeit ist der durch
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise
Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen
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Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer
Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen
Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor,
wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn
die versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn
sie mindestens zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50%
besteht ein Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von
mindestens 40% ein Anspruch auf eine Viertelsrente.
1.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des
Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung
zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte
Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige
Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten
Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 261 E. 4). Für das gesamte
Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt der Grundsatz der
freien Beweiswürdigung. Danach haben Versicherungsträger und
Sozialversicherungsgericht die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche
Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Hinsichtlich des
Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden
ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und der medizinischen
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind
(BGE 125 V 352 E. 3a).
1.4 Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht.
Danach haben Gericht und Verwaltung von Amtes wegen für die richtige und
vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen (Urteil des
Bundesgerichts vom 1. April 2011, 8C_73/2011, E. 4.1).
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2.
2.1 Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von externen
Spezialärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen
sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde
zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft
zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise
sprechen (BGE 137 V 227 E. 1.3.4). In Bezug auf Berichte von Hausärzten darf und soll
das Gericht der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass Hausärzte mitunter im
Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten
ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b/bb und cc). Dies gilt auch für
Stellungnahmen behandelnder Spezialärzte (Urteil des Eidgenössischen
Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007 sozialrechtliche Abteilungen des
Bundesgerichts] vom 6. April 2006, I 803/05, E. 5.5). Widersprechen Berichte
behandelnder Ärzte dem von der Verwaltung bei externen Spezialärzten eingeholten
Gutachten, ist die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag der therapeutisch
tätigen (Fach-)Ärzte einerseits und Begutachtungsauftrag der amtlich bestellten
fachmedizinischen Experten anderseits zu beachten (Urteil des EVG vom 18. April
2006, I 783/05, E. 2.2). Es ist deshalb nicht zulässig, ein medizinisches Administrativ-
oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen
zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte später zu anderslautenden Einschätzungen
gelangen oder an vorgängig geäusserten abweichenden Auffassungen festhalten.
Vorbehalten bleiben aber Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt,
weil die behandelnden Ärzte wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher
Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung
unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (Urteil des Bundegerichts vom 27. Mai
2008, 9C_24/2008, E. 2.3.2).
2.2 Vorab ist festzuhalten, dass die Parteien dem bidisziplinären SMAB-Gutachten –
zumindest aus diagnostischer Sicht – den Beweiswert nicht absprechen. Dem ist zu
folgen, nachdem die Teilgutachten und die Konsensbeurteilung auf eigenständigen
Abklärungen beruhen und für die streitigen Belange umfassend sind. Die medizinischen
Vorakten wurden verwertet und diskutiert. Weiter wurden die vom Beschwerdeführer
geklagten Leiden umfassend berücksichtigt und gewürdigt und es bestehen keine
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Anhaltspunkte dafür, dass objektiv wesentliche Tatsachen nicht berücksichtigt worden
wären. Das Gutachten wurde damit lege artis erstellt und es gibt grundsätzlich keine
Gründe, von den aus diagnostischer Sicht gemachten gutachterlichen Einschätzungen
abzuweichen.
2.3 Gemäss SMAB-Gutachten ist die bisherige Tätigkeit des Beschwerdeführers als
Hilfsarbeiter/Verkäufer seit der Aufgabe im Jahr 2005 aus medizinischer Sicht dauerhaft
nicht mehr zumutbar. In einer den Fähigkeiten und dem Belastungsprofil angepassten
Tätigkeit bestehe integral eine Arbeitsfähigkeit von 70% (IV-act. 329-18). Im
retrospektiven Verlauf gehe man davon aus, dass ab Behandlungsbeginn bei Dr. C._
im Jahr 2009 bis im Frühling 2014 eine psychisch bedingte 40%-ige, danach eine
30%-ige Arbeitsunfähigkeit auch in adaptierter Tätigkeit bestanden habe (IV-act.
329-19). Die Einschränkungen in angepasster Tätigkeit ergeben sich damit lediglich
aufgrund des psychischen Leidens; in somatischer Hinsicht gehen die Gutachter von
einer 100%-igen Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in einer adaptierten Tätigkeit
aus (IV-act. 329-31, 43). Diese orthopädisch-somatischen Einschätzungen des
Gutachtens beruhen auf einer umfassenden Abklärung, sind schlüssig sowie
nachvollziehbar und werden von den Parteien nicht in Frage gestellt. Darauf ist
demzufolge abzustützen.
3.
Die Beschwerdegegnerin weicht von der psychiatrischen Einschätzung ab und erachtet
den Beschwerdeführer auch in dieser Hinsicht in einer angepassten Tätigkeit als zu
100% arbeitsfähig. Die gemäss Gutachten festgestellte leichte depressive Episode sei
nicht invalidisierend, weil gemäss Rechtsprechung des Bundesgerichts eine solche
Diagnose nicht den Schweregrad einer die Arbeitsfähigkeit tangierenden psychischen
Erkrankung aufweise.
3.1 Vorab ist festzuhalten, dass körperliche, geistige oder psychische
Beeinträchtigungen gemäss herrschender Rechtslage (Art. 7 Abs. 1 ATSG) einander
gleichgestellt und psychische Leiden wie das vorliegende bezüglich ihrer Überprüf- und
Objektivierbarkeit mit den somatischen Erkrankungen vergleichbar sind (vgl. BGE 139
V 562 E. 7.1.4). Eine gesonderte rechtliche Behandlung für leichte bis mittelgradige
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depressive Leidensbilder ist nicht mit Art. 8 Abs. 2 der Bundesverfassung (BV; SR 101)
vereinbar, wonach niemand namentlich wegen einer körperlichen, geistigen oder
psychischen Behinderung diskriminiert werden darf. Der Bundesrat hat in der Botschaft
zur Änderung des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (5. IV-Revision) zu
Recht darauf hingewiesen, dass eine Ungleichbehandlung gewisser Krankheitsbilder
bei der Leistungsberechtigung mit dem verfassungsrechtlichen Diskriminierungsverbot
in Konflikt geriete. Es würden Versicherte mit unterschiedlichen Krankheiten nach
willkürlichen Kriterien ungleich behandelt. Die Folge wäre eine rechtsungleiche
Behandlung von an unterschiedlichen Krankheiten leidenden Versicherten (BBl 2005
4529 f.). Die ausschliesslich bei leicht- bis mittelgradigen depressiven Leiden geltende
beweiserschwerende Vermutung gemäss der jüngeren Rechtsprechung, dass diese zu
keiner Erwerbsunfähigkeit führen, da sie therapeutisch angehbar seien, ist mit dem
Gleichbehandlungsgrundsatz nicht vereinbar (siehe auch PHILIPP GEERTSEN,
Ausgewählte Rechts- und Tatfragen, in: UELI KIESER/MIRIAM LENDFERS, JaSo 2015,
St. Gallen 2015, S. 196 f.; vgl. mit Bezug auf die frühere Praxis des Bundesgerichts zur
Überwindbarkeit somatoformer Leiden das Rechtsgutachten JÖRG PAUL MÜLLER/
MATTHIAS KRADOLFER, vom 20. November 2012, S. 34 f. sowie GEERTSEN, a.a.O.,
FN 91 mit Hinweisen auf die Kritik in der Lehre). Bereits anlässlich der 4. IV-Revision ist
im Nationalrat denn auch betont worden, dass die Therapierbarkeit als Voraussetzung
eines Rentenanspruchs ausschliesslich für psychische Leiden mit dem
Gleichbehandlungsgrundsatz nicht zu vereinbaren ist (AB 2001 N 1945). Des Weiteren
liegt eine Verletzung von Art. 8 Abs. 2 BV nahe, wenn allein aufgrund des geringeren
Schweregrads einer Depression (leicht- bis mittelgradig gegenüber schwergradig) die
objektiv-medizinische Beurteilung einen geringeren Stellenwert erhielte (siehe auch
GEERTSEN, a.a.O., FN 83).
3.2 Die Behandelbarkeit einer psychischen Störung sagt für sich allein betrachtet
nichts über deren invalidisierenden Charakter aus (Urteil des Bundesgerichts vom 19.
Juni 2013, 9C_947/2012, E. 3.2.1 mit Hinweis auf BGE 127 V 298 E. 4c). Die
Behandelbarkeit eines psychischen Leidens schliesst gar bei grundsätzlich guter
Prognose einen – allenfalls befristeten – Rentenanspruch nicht zum Vorneherein aus
(Urteil des Bundesgerichts vom 29. August 2014, 8C_148/2014, E. 3.1 mit Hinweis auf
das Urteil des Bundesgerichts vom 17. Juni 2014, 8C_56/2014, E. 4.1). Würde der
Behandelbarkeit ein wesentlicher Einfluss auf den invalidisierenden Charakter eines
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depressiven Leidens zugestanden, so würde dies einen rückwirkend befristeten
Rentenanspruch für ein depressives Leiden, wie er etwa im Urteil des Bundesgerichts
vom 3. September 2014, 9C_292/2014, E. 3.2 anerkannt wurde, ausschliessen (Urteil
des Versicherungsgerichts St. Gallen vom 2. Juli 2015, IV 2013/204, E. 3.3.2; vgl. ferner
zur Thematik der Therapieresistenz Urteil des Versicherungsgerichts St. Gallen vom 21.
Dezember 2016, IV 2014/565, E. 3.3.1 - 3.3.7). Mit dem Verweis auf die Diagnosen
allein kann entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin kein
Arbeitsfähigkeitsgrad von 100% adaptiert nachgewiesen sein. Entscheidend sind die
Auswirkungen der Symptome auf die Arbeitsfähigkeit.
3.3 Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1
IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege artis auf die
Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychiatrische
Diagnose voraus. Eine solche Diagnose ist eine rechtlich notwendige, aber nicht
hinreichende Bedingung für einen invalidisierenden Gesundheitsschaden. Zur Annahme
einer Invalidität braucht es in jedem Fall ein medizinisches Substrat, das
(fach-)ärztlicherseits schlüssig festgestellt wird und nachgewiesenermassen die
Arbeits- und Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Insbesondere darf das
klinische Beschwerdebild nicht einzig in Beeinträchtigungen bestehen, welche von
belastenden soziokulturellen und psychosozialen Faktoren herrühren, sondern hat
davon psychiatrisch zu unterscheidende Befunde zu umfassen, zum Beispiel eine von
depressiven Verstimmungszuständen klar unterscheidbare andauernde Depression im
fachmedizinischen Sinne oder einen damit vergleichbaren psychischen
Leidenszustand. Entscheidend ist, ob und inwiefern, allenfalls bei geeigneter
therapeutischer Behandlung, von der versicherten Person trotz des Leidens
willensmässig erwartet werden kann zu arbeiten (BGE 127 V 299 E. 5a; vgl. ferner Urteil
vom 20. September 2011, 8C_302/2011, E. 2.5.1).
3.3.1 Der psychiatrische SMAB-Gutachter Dr. med. E._, Facharzt für Psychiatrie
und Psychotherapie FMH, hat als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
eine rezidivierende depressive Episode, aktuell leichtgradig (F33.0), erhoben. Der
Beschwerdeführer leide an depressiver Stimmungslage, Interessenverlust,
vermindertem Antrieb, vermindertem Selbstvertrauen sowie Konzentrations- und
Schlafproblemen. Als auslösende Faktoren seien einerseits die verschiedenen sozialen
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Belastungen (fehlende berufliche Integration, Scheidung, Sorge um Beziehung zu den
Töchtern, finanzielle Ungewissheit) und die damit einhergehende zunehmende soziale
Desintegration, andererseits aber auch immer noch die Folgen des Autounfalls vom
Jahr 2000 zu sehen. So seien der Lebensentwurf gescheitert, die Hobbys von früher
nicht mehr möglich und der erwünschte Berufseinstieg als Automechaniker
verunmöglicht. Daneben seien weitere Kränkungserlebnisse ersichtlich, so zum
Beispiel die fehlende Anerkennung des Gesundheitsschadens durch die nun
abgeschlossenen Zahlungen der Haftpflichtversicherung. Für eine Anpassungsstörung
seien die Zeitkriterien überschritten und für eine mittelgradige depressive Störung die
Symptome zu wenig ausgeprägt. Gewisse Aktivitäten würden fortgesetzt und der
soziale Rückzug sei bei weitem nicht vollständig. Die depressive Störung könne
separat codiert werden, da die Eigenständigkeit dieser Symptome ersichtlich sei und
es sich nicht um eine blosse depressive Verstimmung aufgrund der Schmerzen handle
(IV-act. 329-39 ff.). Insgesamt müssten die sozialen Belastungsfaktoren als
aufrechterhaltend und verschlimmernd für die depressive Erkrankung des
Beschwerdeführers zu sehen sein, welche dessen Selbstwert sowie die Überzeugung
der Selbstwirksamkeit minderten. Nach dem Ausscheiden der psychosozialen Faktoren
sei die Arbeitsfähigkeit für eine leidensangepasste Tätigkeit durch die depressiven
Symptome wie Konzentrationsmangel maximal um 30% eingeschränkt (IV-act. 329-42).
3.3.2 Dr. E._ weist ausdrücklich auf die bei der Invaliditätsbemessung nicht zu
berücksichtigenden psychosozialen Belastungssituationen hin und gibt seine
Arbeitsfähigkeitsschätzung davon unabhängig ab. Die diagnostizierte rezidivierende
depressive Episode (F33.0; IV-act. 329-39 Ziff. 4) bzw. die rezidivierende depressive
Störung (IV-act. 329-39 Ziff. 5) wird nicht bloss als Begleiterscheinung der ebenfalls
diagnostizierten chronischen Schmerzstörung beschrieben, sondern als ein
selbständiges, davon losgelöstes depressives Leiden des Beschwerdeführers
angesehen. In diesem Zusammenhang codiert Dr. E._ ausdrücklich und
nachvollziehbar die depressive Störung separat und begründet die vorliegend damit
einhergehenden qualitativen Funktionseinbussen in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit (IV-
act. 329-41 f.). Es handelt sich beim depressiven Leiden somit nicht um eine reaktive
Symptomatik und damit nicht um eine unselbständige Begleiterscheinung der
Schmerzproblematik. Die Einschätzung des Gutachters, dass vom Beschwerdeführer
aufgrund dieser anhaltenden depressiven Störung bei adäquater Behandlung derzeit
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willensmässig erwartet werden kann, 70% zu arbeiten, überzeugt (vgl. zum Ermessen
bei psychiatrischer Exploration: Urteil des Bundesgerichts vom 5. März 2009,
8C_694/2008, E. 5.1).
3.3.3 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass aufgrund des schlüssigen
Gutachtens die in der E. 3.3 erwähnten Voraussetzungen (Diagnose einer von
depressiven Verstimmungszuständen klar unterscheidbare andauernde Depression;
schlüssig begründete Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit aufgrund der
Diagnose; Ausklammerung der soziokulturellen und psychosozialen Faktoren bei der
Arbeitsfähigkeitsschätzung; schlüssig begründete zumutbare Willensanstrengung)
erfüllt sind. Die mit der Diagnose bzw. den depressiven Symptomen einhergehenden
Einschränkungen führen vorliegend dazu, dass vom Beschwerdeführer willensmässig
erwartet werden kann, 70% adaptiert erwerbstätig zu sein. Damit ist dem
Gesundheitsschaden die invalidenversicherungsrechtliche Wirkung nicht
abzusprechen. Für diese Annahme spricht weiter, dass sich der Beschwerdeführer seit
November 2009 einer konsequenten Depressionstherapie (Gespräche und
Medikamente) bei Dr. C._ unterzieht (IV-act. 220) und die depressive Symptomatik
trotzdem weiterhin Bestand hat bzw. noch keine Remission erreicht ist. Anhaltspunkte
für eine fehlende Therapiemotivation ergeben sich aus den Akten nicht. Das Gegenteil
ist der Fall: Der Beschwerdeführer besucht motiviert die psychotherapeutischen
Einzelsitzungen bei Dr. C._ (IV-act. 329-44). Zu berücksichtigen ist auch, dass es
keine Hinweise auf ein suboptimales Leistungsverhalten bzw. auf relevante
Inkonsistenzen gibt und dass der regionale ärztliche Dienst die
Arbeitsfähigkeitsschätzung des Gutachtens bestätigt hat (IV-act. 336-2). Der
Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass der vom psychiatrischen Gutachter bei
Fortsetzung der psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung nicht
ausgeschlossenen Möglichkeit einer gesundheitlichen Verbesserung (IV-act. 329-44)
durch die kurzfristige Ansetzung eines Revisionstermins Rechnung getragen werden
kann.
3.4
3.4.1 Der Beschwerdeführer steht seit November 2009 in regelmässiger ambulanter
psychiatrisch-psychotherapeutischer Behandlung in der Klinik D._ (IV-act. 220). Dr.
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C._ bescheinigt dem Beschwerdeführer bereits mit Bericht vom 10. März 2010 aus
psychiatrischer Sicht eine maximale Einschränkung von 40% in angepasster Tätigkeit
(vgl. Fremdakten) und bestätigt diese Einschätzung mit Schreiben vom 25. September
2013 dahingehend, dass bei der Diagnose einer rezidivierenden depressiven Störung in
leichtem bis mittelschwerem Ausmass eine im letzten Jahr anhaltende mindestens
40%-ige Arbeitsunfähigkeit bestanden habe (IV-act. 220). Gestützt auf diese
medizinische Aktenlage erweist sich der Schluss von Dr. E._, in retrospektiver
Hinsicht von einer 40%-igen Arbeitsunfähigkeit aufgrund der depressiven Störung seit
Behandlungsbeginn im November 2009 auszugehen, als überzeugend (IV-act. 329-19).
Nachvollziehbar ist weiter, dass eine zumindest leichte Besserung der depressiven
Symptomatik seit der letzten Einschätzung von Dr. C._ im September 2013
eingetreten ist, zumal der Beschwerdeführer medikamentös behandelt wird und in
regelmässiger Gesprächstherapie bei seinem behandelnden Arzt steht. Dr. E._ datiert
die Besserung auf den Frühling 2014, wobei er sich auf die Ausführung des
behandelnden Arztes Dr. C._ stützt, welcher ihm diese Verbesserung telefonisch
bestätigt hat (IV-act. 329-19/37). Die Einschätzung im Gutachten gilt damit als
überwiegend wahrscheinlich erstellt. Die vom Beschwerdeführer dagegen erhobenen
Einwände bzw. der Hinweis auf die revisionsrechtlichen Bestimmungen sind nicht
stichhaltig. Es handelt sich vorliegend nicht lediglich um eine optimistischere
Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts. Dem Gutachten ist
auch in diesem Punkt zu folgen und beim Beschwerdeführer aufgrund der depressiven
Symptomatik in adaptierter Tätigkeit von einer 60%-igen Arbeitsfähigkeit von
November 2009 bis im Frühjahr 2014 auszugehen.
3.4.2 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die gutachterliche
Arbeitsfähigkeitsschätzung auch in retrospektiver Hinsicht überzeugt und für die
Rentenberechnung von einer Arbeitsfähigkeit von 60% in einer adaptierten Tätigkeit bis
im Frühjahr 2014 auszugehen ist. Ein genauerer Zeitpunkt als die Angabe „Frühjahr
2014“ ergibt sich aus dem psychiatrischen Gutachten nicht. Dies kann indes genauso
offenbleiben wie die Frage, ob Art. 88a Abs. 1 der Verordnung über die
Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) analog zur Anwendung gelangt, nachdem –
wie sich nachfolgend zeigen wird – durchgehend ein Anspruch des Beschwerdeführers
auf eine Viertelsrente besteht. Zur Berechnung der Invaliditätsgrade (vgl. E. 4.2.3, 4.3)
wird ab 1. April 2014 von einer 70%-igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen.
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3.5
3.5.1 Als Diagnose ohne Relevanz auf die Arbeitsfähigkeit nennt Dr. E._ eine
anhaltend somatoforme Schmerzstörung (F45.4) bzw. eine chronische Schmerzstörung
mit somatischen und psychischen Faktoren (F45.41). Bei der Diagnose der anhaltend
somatoformen Schmerzstörung handle es sich um ein syndromales Beschwerdebild,
wobei die sogenannten Foerster-Kriterien grösstenteils nicht erfüllt seien (IV-act.
329-15). Es sei nicht von einer Komorbidität von erheblicher Schwere auszugehen (IV-
act. 329-41).
3.5.2 Ob die Diagnose der chronischen Schmerzstörung mit somatischen und
psychischen Faktoren im Widerspruch zum SMAB-Gutachten als relevant für die
Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers zu berücksichtigen ist, ist nach der neuen
Rechtsprechung des Bundesgerichts vom 3. Juni 2015 gemäss BGE 141 V 281 zu
beurteilen. Mit diesem Entscheid hat das Bundesgericht das bisherige Regel-/
Ausnahmemodell durch ein strukturiertes, normatives Prüfungsraster ersetzt. Anhand
eines Katalogs von Indikatoren erfolgt nunmehr eine ergebnisoffene symmetrische
Beurteilung des – unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer
Belastungsfaktoren einerseits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen)
andererseits – tatsächlich erreichbaren Leistungsvermögens (E. 3.6). Die geänderte
Rechtsprechung bedeutet indes nicht, dass während der Geltungsdauer der
Rechtsprechung von BGE 130 V 352 (sogenannte Überwindbarkeitspraxis) eingeholte
Gutachten ihren Beweiswert per se verlieren würden. Vielmehr ist im Rahmen einer
gesamthaften Prüfung des Einzelfalls mit seinen spezifischen Gegebenheiten und den
erhobenen Rügen entscheidend, ob das abschliessende Abstellen auf die vorhandenen
Beweisgrundlagen vor Bundesrecht standhält (Entscheid des Bundesgerichts vom 30.
November 2015, 9C_739/2014, E. 2.2 mit Hinweis auf BGE 137 V 210 E. 6).
3.5.3 Das Gutachten setzt sich einlässlich mit der Vorgeschichte und der
persönlichen, beruflich-erwerblichen sowie sozialen Situation des Beschwerdeführers
auseinander. In diesem Zusammenhang fällt auf, dass sich die subjektiven Angaben
des Beschwerdeführers weniger auf die Schmerzen, denn auf die allgemeine
Befindlichkeit beziehen (IV-act. 329-33 f.). Der schmerzbedingte Leidensdruck gerät
dadurch in den Hintergrund, selbst wenn der Beschwerdeführer angibt, konstante
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Schmerzen im rechten Fuss und Bein zu haben (IV-act. 329-25). Trotz der
Schmerzsymptomatik sind Ressourcen vorhanden: Der Beschwerdeführer fährt
weiterhin mit seiner Familie in die Ferien, wobei auch Autofahren möglich ist (IV-act.
329-40). Die Schmerzen sind auch nicht derart, dass er die alltäglichen Aufgaben nicht
selbständig erledigen könnte (vgl. zum Tagesablauf IV-act. 329-34). Losgelöst von der
depressiven Symptomatik setzt sich der Gutachter inhaltlich mit dem in BGE 141 V 281
in den Vordergrund gerückten Aspekt der funktionellen Auswirkungen der
diagnostizierten Gesundheitsbeeinträchtigung gebührend auseinander. Er hat der
chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren gestützt
darauf nachvollziehbar und schlüssig – im Gegensatz zur soweit wie möglich isoliert zu
betrachtenden depressiven Störung – keine Relevanz in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit
in angepasster Tätigkeit zugemessen. Der Einschätzung der Gutachter ist damit auch
in diesem Punkt zu folgen.
4.
Strittig ist weiter der Invaliditätsgrad des Beschwerdeführers. Für die Bestimmung des
Invaliditätsgrads wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt
der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das
sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).
4.1 Die Beschwerdegegnerin stützt sich in ihrer Verfügung vom 3. März 2015 auf ein
jährliches Valideneinkommen von Fr. 61‘776.--. Dies entspreche dem
Durchschnittsverdienst der Mitarbeitenden in der Schweiz gemäss der
Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik (IV-act. 356-2).
4.1.1 Konnte die versicherte Person wegen der Invalidität keine zureichenden
beruflichen Kenntnisse erwerben, so entspricht das Erwerbseinkommen, das sie als
Nichtinvalide erzielen könnte, den nach Alter abgestuften Prozentsätzen des jährlich
aktualisierten Medianwertes gemäss der Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für
Statistik (vgl. Art. 26 Abs. 1 IVV). Nachfolgend ist zu prüfen, ob diese Bestimmung zur
Ermittlung des Valideneinkommens zur Anwendung gelangt.
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4.1.2 Der Berufsanamnese im psychiatrischen Gutachten lässt sich entnehmen,
dass der Beschwerdeführer eine Lehre als Automechaniker in Aussicht hatte und diese
dann aufgrund des Unfalls im Juli 2000 – im Alter von 15 Jahren – nicht hat antreten
können. Auch wegen der langen Krankschreibungen hat er das letzte Schuljahr
wiederholen müssen und die Realschule erst im Jahr 2002 beendet. Weiter geht aus
der Anamnese hervor, dass der Beschwerdeführer aufgrund der Einschränkungen in
der Folge keine Lehre absolviert, sondern zweieinhalb Jahre – bis im Jahr 2005 – als
ungelernter Verkäufer gearbeitet hat (IV-act. 329-37). Danach arbeitete er nicht mehr
(IV-act. 329-26). Diese Ausführungen des Beschwerdeführers, welche im üblichen
Rahmen anlässlich der Berufsanamnese erhoben wurden, sind glaubhaft. Demzufolge
ist auf den geschilderten Werdegang abzustellen.
4.1.3 Der aus F._ stammende Beschwerdeführer ist seit dem Jahr 1991 in der
Schweiz (IV-act. 5), spricht sehr gut deutsch (IV-act. 329-24, 36) und hat die
obligatorische Schulzeit bis im Jahr 2002 absolviert. Zum Zeitpunkt des Unfalls bzw.
des ausgewiesenen Gesundheitsschadens (vgl. dazu das Gutachten von Dr. med.
B._, Spezialarzt Orthopädische Chirurgie FMH, Sportmedizin (SGSM), Rorschach,
vom 9. Februar 2004; IV-act. 24-2 ff.) im Juli 2000 besuchte der Beschwerdeführer die
Realschule (IV-act. 329-26). Eine Lehre als Automechaniker war aufgrund der
Einschränkungen durch den Unfall nicht mehr möglich. Dasselbe gilt in Bezug auf
sämtliche körperlich belastenden Tätigkeiten, die vorwiegend stehend und gehend
durchgeführt werden und bei denen regelmässig Gegenstände über fünf Kilogramm
getragen werden müssen (IV-act. 24-5). Gegen diese Annahme spricht zwar seine
Hilfsarbeitertätigkeit in der Lebensmittelbranche bis Januar 2005 (IV-act. 329-26);
nachdem er jedoch auch diese Tätigkeit wegen der zunehmenden Schmerzen
aufgeben musste, war eine seinen Einschränkungen nicht angepasste Lehre nicht
zweckmässig. Eine weitere schulische Ausbildung oder Bürolehre erschien für den
Beschwerdeführer aufgrund des bisherigen schulischen Weges nicht zielführend bzw.
hätte er ohne den Unfall überwiegend wahrscheinlich nicht in Betracht gezogen.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer gestützt auf
vorstehende Ausführungen überwiegend wahrscheinlich eine Lehre absolviert hätte,
welche mit körperlichen Anstrengungen verbunden gewesen wäre. Dies war aufgrund
seines Gesundheitsschadens nach dem Unfall nicht mehr möglich. Die Karriere hätte
sich damit anders entwickelt, als es mit dem Unfall der Fall war, und der
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Beschwerdeführer konnte wegen des Gesundheitsschadens mit verhältnismässigem
Aufwand keine zureichenden beruflichen Kenntnisse erwerben. Etwas anderes ergibt
sich aus den Akten nicht und wird nicht geltend gemacht. Für die gemäss Aussage des
Beschwerdeführers in Aussicht gestellte Lehre als Automechaniker fehlt ein
rechtsgenüglicher Nachweis, womit nicht von einer Validenkarriere in dieser Branche
auszugehen ist. Entsprechend ist Art. 26 Abs. 1 IVV – entgegen dem anderslautenden
Entscheid des Versicherungsgerichtes St. Gallen vom 21. April 2006 [IV 2005/75]) –
anwendbar und zur Bestimmung des Valideneinkommens auf diese Bestimmung
abzustellen.
4.1.4 In den Jahren 2013 und 2014 betrug der jährliche Medianwert bei 100% Fr.
77‘000.-(vgl. IV-Rundschreiben 324), ab dem 1. Januar 2015 Fr. 82‘500.-- (vgl. IV-
Rundschreiben 329) und ab dem 1. Januar 2017 Fr. 81‘500.-- (vgl. IV-Rundschreiben
354). Für die Zeit vor Vollendung des 30. Lebensjahrs des Beschwerdeführers (bis am
10. Dezember 2015) sind 90% des jährlichen Medianwerts (Fr. 69‘300.-- [90% von Fr.
77‘000.--] bzw. 74‘250.-- [90% von Fr. 82‘500.--]) als Valideneinkommen
einzubeziehen, danach 100% (bis am 31. Dezember 2016 Fr. 82‘500.--, danach Fr.
81‘500.--; vgl. wiederum Art. 26 Abs. 1 IVV). Damit ist von einem Valideneinkommen
bei möglichem Rentenbeginn am 1. Juli 2013 (sechs Monate nach Geltendmachung
des Leistungsanspruchs; Art. 29 Abs. 1 IVG) bis nach Vollendung des 30. Lebensjahrs
des Beschwerdeführers am 10. Dezember 2015 von Fr. 69‘300.-- bzw. 74‘250.--, ab
11. Dezember 2015 von Fr. 82‘500.-- und ab dem 1. Januar 2017 von Fr. 81‘500.--
auszugehen.
4.2
4.2.1 Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist, da der Beschwerdeführer
seit dem Jahr 2005 keine Erwerbstätigkeit mehr ausgeführt hat, grundsätzlich auf
statistische Werte abzustellen, und zwar auf den statistisch erhobenen
Durchschnittslohn der Hilfsarbeiter aller Wirtschaftszweige (vgl. u.a. BGE 126 V 76 f. E.
3). Das durchschnittliche Lohnniveau von Männern für Tätigkeiten mit
Kompetenzniveau 1 aller Wirtschaftszweige betrug im Jahr 2013 Fr. 65'654.-- (vgl.
Anhang 2 der Textausgabe Invalidenversicherung, Allgemeiner Teil des
Sozialversicherungsrechts, Gesetze und Verordnungen, 2015, herausgegeben von der
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Informationsstelle AHV/IV, S. 226, basierend auf der Schweizerischen
Lohnstrukturerhebung LSE des Bundesamtes für Statistik). Im Jahr 2014 betrug es Fr.
66‘453.-- und im Jahr 2015 Fr. 66‘633.-- (vgl. Gesetzestexte 1. Säule, Aktualisierte
Anhänge, AHV, in www.ahv-iv.ch > Webshop > Gesetzestexte 1. Säule).
4.2.2 Zu prüfen bleibt, ob von diesem Tabellenlohn ein Abzug vorzunehmen ist. Mit
dem Tabellenlohnabzug ist zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte
Personen, die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu
voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren arbeitnehmenden Personen
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb mit unterdurchschnittlichen Lohnansätzen
rechnen müssen. Sodann wird dem Umstand Rechnung getragen, dass weitere
persönliche und berufliche Merkmale einer versicherten Person wie Alter, Dauer der
Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie
Beschäftigungsgrad, Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 129 V 481
E. 4.2.3). Die lange Abwesenheit vom Arbeitsmarkt wird sich lohnsenkend auswirken
(vgl. u.a. Urteile des Bundesgerichts vom 10. Februar 2011, 9C_617/2010, E. 4.3, vom
15. Juli 2009, 9C_524/2008, E. 4 und 4.2, und vom 4. Mai 2012, 9C_22/2012, E. 3.2).
Dasselbe gilt in Bezug auf den Umstand, dass auch die leichte Verweistätigkeit mit
zusätzlichen Einschränkungen (keine stehende, kniende, hockende oder kauernde
Tätigkeit; kein überwiegendes Gehen über längere Strecken; vgl. IV-act. 329-13)
einhergeht. Es ist aber auch zu beachten, dass der Beschwerdeführer noch jung ist,
Ressourcen vorhanden sind und die Abwesenheit vom Arbeitsmarkt bei Tätigkeiten mit
Kompetenzniveau 1 sich nur geringfügig auswirkt. Insgesamt erweist sich der von der
Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort vom 20. Mai 2015 gewährte Abzug
von 10% (act. G 6 S. 6) als angemessen.
4.2.3 Zusammenfassend ist damit vom 1. Juli 2013 bis 31. März 2014 (vgl. dazu
vorstehende E. 3.4.2) von einem Invalideneinkommen von Fr. 35‘453.-- (Fr. 65‘654.-- *
0.6 * 0.9), danach bis am 10. Dezember 2015 von Fr. 41‘865.-- (Fr. 66‘453.-- * 0.7 *
0.9), danach von Fr. 41‘979.-- (Fr. 66‘633 * 0.7 * 0.9). auszugehen.
4.3 Aus dem Einkommensvergleich ergibt sich gestützt auf die jeweiligen Validen- und
Invalideneinkommen (vgl. vorstehende E. 4.1.4 und 4.2.3) vom 1. Juli 2013 bis am 31.
März 2014 ein Invaliditätsgrad von 49%, vom 1. Juli 2014 bis 10. Dezember 2015 ein
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Invaliditätsgrad von 40% bzw. 44% und danach ein solcher von 49% bzw. bei etwas
tieferem Valideneinkommen ab dem Jahr 2017 und etwas höherem
Invalideneinkommen ab diesem Zeitpunkt ein solcher von rund 48% (vgl. zu den
Rundungsregeln BGE 130 V 121). Dem Beschwerdeführer ist damit ab dem 1. Juli 2013
eine Viertelsrente zuzusprechen.
5.
5.1 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr.
1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint
in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Da bei der
Bemessung der Gerichtskosten wie bei der Bemessung der Parteientschädigung (vgl.
nachstehende E. 5.2) von einem vollständigen Unterliegen der Beschwerdegegnerin
auszugehen ist, hat die Beschwerdegegnerin die gesamten Gerichtskosten zu
bezahlen.
5.2 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei
Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom
Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der
Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In
der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art.
22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten (sGS
963.75) pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.--. Im Sinn der bundesgerichtlichen
Rechtsprechung zur Überklagung in sozialversicherungsrechtlichen Rentenfällen ist im
vorliegenden Fall bei der Bemessung der Parteientschädigung von einem vollständigen
Obsiegen des Beschwerdeführers auszugehen (Urteil des Bundesgerichts vom 25.
Januar 2008, 9C_466/2007, E. 5 mit Hinweisen). Der Rechtsvertreter hat keine
Honorarnote eingereicht. Im hier zu beurteilenden, durchschnittlich aufwändigen Fall
erscheint eine pauschale Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- als angemessen. Die
Beschwerdegegnerin hat den Beschwerdeführer somit mit Fr. 3'500.-- (inklusive
Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen. Mit der Zusprache der
Parteientschädigung erübrigt sich die Frage einer Entschädigung aus unentgeltlicher
Rechtsverbeiständung.
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