Decision ID: 05c969a7-6680-5378-bfc2-91f0f3b699ee
Year: 2009
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Der Beschwerdeführer gelangte am 5. Februar 2009 illegal in die Schweiz und stellte am gleichen Tag beim Empfangs- und  A._ unter Angabe der Identität Y._, geboren (...), Simbabwe, ein Asylgesuch. Am 12. Februar 2009 fand die  im Transitzentrum B._ statt. Dabei brachte der  zur Begründung seines Asylgesuchs vor, er sei seit dem Jahre 2006 von Regierungstruppen in einem Lager festgehalten worden, um zu verhindern, dass er sich für die Opposition engagiere und zeitweise gefoltert worden. Schliesslich sei er mit Hilfe eines  Mannes vom Roten Kreuz freigekommen und von diesem Mann auf ein Schiff gebracht worden.
B. Ein Experte kam in einer Herkunftsanalyse (LINGUA-Gutachten) vom 5. März 2009 zum Schluss, dass der Beschwerdeführer ein , mit hoher Wahrscheinlichkeit nigerianisches Englisch spreche und eine Herkunft aus Simbabwe ausgeschlossen werden könne.
C. Das BFM gewährte dem Beschwerdeführer im Rahmen der direkten Anhörung vom 25. März 2009 das rechtliche Gehör zu diesem , wobei er einräumte, dass er aus Nigeria stamme und seine  Identität X._, geboren (...), sei. Zur Begründung seines Asylgesuchs führte er nunmehr aus, er stamme aus C._, D._ State. Er habe eine Freundin gehabt, deren Eltern mit der Beziehung nicht einverstanden gewesen seien, da sie einer anderen Religion angehört hätten. Seine Freundin sei schwanger geworden und während der Schwangerschaft erkrankt, habe sich aber geweigert ins Spital zu gehen. Schliesslich seien ihre Eltern mit einer Gruppe junger Leute gekommen um sie ins Spital zu bringen. Diese Leute  ihn geschlagen und bedroht, weshalb er geflüchtet sei. Auf der Flucht habe er erfahren, dass seine Freundin gestorben sei, und er habe sich daraufhin zu einem Freund begeben. Dieser habe ihn zu einem weissen Mann vom Roten Kreuz gebracht, welcher ihn auf ein Schiff gebracht habe, mit welchem er nach Europa gereist sei.
D. Mit Zwischenverfügung vom 3. April 2009 forderte das BFM den
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Beschwerdeführer auf, ein ärztliches Zeugnis des ihn behandelnden Arztes betreffend die von ihm vorgebrachten gesundheitlichen  einzureichen.
E. Innert erstreckter Frist reichte der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 23. April 2009 Kopien folgender Dokumente ein: ein Austrittsbericht vom 17. April 2009 sowie einen ärztlichen Bericht vom 21. April 2009, beide vom Spital E._, eine Verordnung zur Physiotherapie des Spitals E._ vom 15. April 2009 und eine .
F. Mit Zwischenverfügung vom 28. April 2009 forderte das BFM den Beschwerdeführer auf, einen ergänzenden spezialärztlichen Bericht zu mehreren Fragen erstellen zu lassen.
G. Mit Eingabe vom 7. Mai 2009 nahm der Beschwerdeführer zu den vom Bundesamt aufgeworfenen Fragen Stellung und reichte ein Schreiben des Spitals E._ vom 22. April 2009, betreffend den  für einen stationären Aufenthalt an der chirurgischen Klinik, in Kopie ein.
H. Mit Verfügung vom 18. Mai 2009 – eröffnet am 19. Mai 2009 – trat das BFM gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. b des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht ein und ordnete die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug der Wegweisung an. Auf die detaillierte Begründung wird – soweit entscheidwesentlich – in den Erwägungen eingegangen.
I. Mit Eingabe vom 26. Mai 2009 erhob der Beschwerdeführer  gegen die vorinstanzliche Verfügung und beantragte deren  und die Rückweisung der Sache zur materiellen Prüfung an die Vorinstanz. Eventualiter sei er wegen Unzulässigkeit und  des Wegweisungsvollzugs vorläufig aufzunehmen. In prozessualer Hinsicht beantragte er die Gewährung der unentgeltlichen  und den Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses. Auf die Begründung wird – soweit entscheidwesentlich – in den  eingegangen. Zur Stützung seiner Vorbringen reichte der
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Beschwerdeführer Kopien des Austrittsberichts des Spitals E._ vom 19. Mai 2009 und der Anordnung zur Physiotherapie gleichen Datums sowie ein Medikamentenrezept des Spitals E._ vom 19. Mai 2009 in Kopie und eine Bescheinigung der Arbeitsunfähigkeit, ausgestellt ebenfalls am 19. Mai 2009, ein.
J. Mit Zwischenverfügung vom 29. Mai 2009 hiess der zuständige  das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) gut und verzichtete auf die Erhebung eines Kostenvorschusses.
K. In ihrer Vernehmlassung vom 15. Juni 2009 hielt die Vorinstanz an ihrer Verfügung fest und beantragte die Abweisung der Beschwerde.
L. Mit Eingabe vom 8. Juli 2009 machte der Beschwerdeführer von dem ihm mit Zwischenverfügung vom 23. Juni 2009 gewährten Recht zur Stellungnahme Gebrauch.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht  gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende  im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das  ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
1.2 Die Beschwerde ist form- und fristgerecht eingereicht. Der  ist durch die angefochtene Verfügung berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Der Beschwerdeführer ist daher zur Einreichung der
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Beschwerde legitimiert (Art. 108 Abs. 2 und Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 und 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten.
2. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
3. Auf Asylgesuche wird nicht eingetreten, wenn Asylsuchende die Behörden über ihre Identität täuschen und diese Täuschung aufgrund der Ergebnisse der erkennungsdienstlichen Behandlung oder anderer Beweismittel feststeht (Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG). Der Begriff der Identität im asylrechtlichen Sinn umfasst Namen, Vornamen, , Ethnie, das Geburtsdatum, Geburtsort und Geschlecht (Art. 1 Bst. a der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 über  (AsylV 1, SR 142.311).
4. 4.1 Das Bundesamt führte zur Begründung seiner Verfügung aus, die von der Lingua-Fachstelle durchgeführte Herkunftsanalyse habe , dass der Beschwerdeführer entgegen seinen ursprünglichen  nicht aus Simbabwe sondern aus Westafrika,  aus Nigeria, stamme. Auf Vorhalt dieses Ergebnisses habe der Beschwerdeführer eingeräumt, er stamme aus Nigeria und eine neue Identität genannt. Somit stehe fest, dass er die Behörden im Rahmen des Asylverfahrens über seine Identität getäuscht habe. Im Weiteren würden sich aus den Akten keine Anhaltspunkte dafür , dass ihm im Falle der Rückkehr in den Heimatstaat eine gemäss Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der  und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) verbotene Strafe oder Behandlung drohe. Die anlässlich der Anhörung vom 25. März 2009 vorgebrachte Asylbegründung sei als konstruiert zu bewerten. Im Weiteren würden auch seine gesundheitlichen Beschwerden einem Wegweisungsvollzug nicht entgegenstehen. Der Verweis auf das  Gesundheitswesen in Simbabwe in der Eingabe des  vom 23. April 2009 sei trölerisch, da feststehe, dass er nicht von dort stamme. In Nigeria sei eine Behandlung der Hepatitis B gewährleistet.
4.2 Der Beschwerdeführer stellte sich zur Begründung seiner Beschwerde zunächst auf den Standpunkt, dass das BFM seine Aus-
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führungen zu seinen Problemen in Nigeria zu Unrecht als unglaubhaft bewertet habe. Vielmehr seien seine diesbezüglichen Schilderungen widerspruchsfrei und realitätsnah. Ferner wies er darauf hin, dass die Zumutbarkeit der Wegweisung nach Nigeria zu prüfen sei. Auch wenn zurzeit noch keine Behandlung seiner Hepatitis-Erkrankung indiziert sei, befinde er sich in einem labilen gesundheitlichen Zustand. Die Behandlung, welche später erforderlich sein werde, sei aufwändig und kompliziert. Zudem leide er an einer Diskushernie, die operativ  werden müsse. Es erscheine fraglich, ob das mangelhafte  Nigerias eine adäquate Behandlung gewährleisten könne. Das Niveau des öffentlichen Gesundheitswesens habe sich in letzter Zeit verschlechtert und der Zugang zu medizinischer  setze finanzielle Mittel voraus. Zudem sei zu berücksichtigen, dass er in Nigeria kein tragfähiges Beziehungsnetz habe und über  nennenswerte Schul- oder Berufsbildung verfüge. Aus diesem Grunde sowie angesichts seiner reduzierten Arbeitsfähigkeit sei ihm die wirtschaftliche Integration in Nigeria erschwert. Aufgrund dieser persönlichen Umstände könne eine gesundheitliche Dekompensation im Falle der Rückkehr nach Nigeria nicht ausgeschlossen werden.
5. Im vorliegenden Fall hat das BFM über seine Fachstelle LINGUA den Beschwerdeführer einer Herkunftsanalyse auf der Basis  Merkmale in der Sprechweise sowie landeskundlich-kultureller Anhaltspunkte unterzogen und ihm im Rahmen der Anhörung vom 25. März 2009 das rechtliche Gehör zum Abklärungsergebnis gewährt. Dabei hat der Beschwerdeführer eingeräumt, dass seine bei  des Asylgesuchs sowie bei der Kurzbefragung im  gemachten Angaben zu Name, Staatsangehörigkeit, Ethnie und Geburtsort tatsachenwidrig gewesen seien und gab seine nach seinen Angaben richtige Identität bekannt. Nach weiterhin zutreffender Praxis der ARK sind unter "anderen Beweismitteln" im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG auch Eingeständnisse der asylsuchenden Person zu verstehen (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der  Asylrekurskommission [EMARK] 2003 Nr. 27 E. 4a). Demnach steht mit genügender Sicherheit fest, dass der Beschwerdeführer die schweizerischen Asylbehörden über seine Identität getäuscht hat, auch wenn keine der beiden von ihm angegebenen Identitäten durch Identitätspapiere belegt ist.
Im Übrigen ist bei erfolgter Täuschung über die Identität keine Prü-
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fung, ob Hinweise auf eine Verfolgung vorliegen, die sich nicht als offensichtlich haltlos erweisen, vorzunehmen, da der  der Identitätstäuschung von Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG - im Gegensatz etwa zu Art. 33 AsylG - keine Schutzklausel kennt,  einen Nichteintretens-Entscheid in einem solchen Fall  würde (vgl. EMARK 2003 Nr. 27 E. 4a S. 178). Somit ist auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers ungeachtet der Frage der  der von ihm geschilderten Nachstellungen in Nigeria nicht einzutreten.
Nach dem Gesagten ist das Bundesamt zu Recht und mit zutreffender Begründung gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG auf das  des Beschwerdeführers nicht eingetreten.
6. 6.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der  der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG).
6.2 Der Beschwerdeführer verfügt weder über eine  Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (Art. 44 Abs. 1 AsylG; vgl. EMARK 2001 Nr. 21).
7. 7.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich, so regelt das Bundesamt das  nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige  von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des  vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]).
7.2 Vorab ist festzustellen, dass der Herkunftsstaat des  nicht eindeutig erstellt ist. Dass die durchgeführte  auf eine Sozialistation in Westafrika, höhstwahrscheinlich Nigeria schliessen lässt und er auf Vorhalt dieses Ergebnisses , aus Nigeria zu stammen, stellt aber eine hinreichende  dar, um im Rahmen der Prüfung des Bestehens von  von einer Herkunft des Beschwerdeführers aus Nigeria auszugehen.
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7.3 7.3.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche  der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des  in den Heimat-, Herkunfts- oder in einen Drittstaat  (Art. 83 Abs. 3 AuG).
So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwungen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]).
Gemäss Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des  vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere , unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK darf niemand der  oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden.
7.3.2 Die Vorinstanz wies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend darauf hin, dass der Grundsatz der Nichtrückschiebung nur Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da der  über seine Identität täuschte, kann nicht davon ausgegangen werden, er erfülle die Flüchtlingseigenschaft, weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet. Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen des Beschwerdeführers noch aus den Akten konkrete und glaubhafte Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall einer Wegweisung mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung zu befürchten hätte. Insbesondere bilden auch die geltend gemachten und durch die Arztberichte dokumentierten gesundheitlichen Probleme des Beschwerdeführers kein völkerrechtliches Wegweisungshindernis. Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung sowohl im Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig.
7.4 7.4.1 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunfts-
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staat auf Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AuG – die vorläufige Aufnahme zu gewähren (vgl. Botschaft zum Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer vom 8. März 2002, BBl 2002 3818).
7.4.2 Im Zusammenhang mit den geltend gemachten gesundheitlichen Problemen ist vorab darauf hinzuweisen, dass Gründe ausschliesslich medizinischer Natur den Wegweisungsvollzug im Allgemeinen nicht als unzumutbar erscheinen lassen, es sei denn, die erforderliche  sei wesentlich und im Heimatland nicht erhältlich. Dabei wird als wesentlich die allgemeine und dringliche medizinische Behandlung erachtet, welche zur Gewährleistung einer menschenwürdigen  absolut notwendig ist (vgl. die weiterhin zutreffende Praxis der ARK, publiziert in EMARK 2003 Nr. 24 E. 5b S. 154 ff.). Auch wenn die Behandlungsmöglichkeiten im Herkunftsland nicht dem medizinischen Standard in der Schweiz entsprechen, ist allein deswegen der Vollzug noch nicht unzumutbar; hingegen ist dann auf einen Vollzug zu , wenn die ungenügende Möglichkeit der Weiterbehandlung eine drastische und lebensbedrohende Verschlechterung des  nach sich zieht (vgl. EMARK a.a.O. S. 157 f.; EMARK 2004 Nr. 7 E. 5d).
7.4.3 Den vom Beschwerdeführer eingereichten Arztzeugnissen ist zu entnehmen, dass er unter folgenden gesundheitlichen Beschwerden leidet: chronische Hepatitis B, lumboradikuläres Schmerzsyndrom und sequestrierte paramediane Diskushernie, beginnende Gonarthrose, Kreuzbandruptur und Meniskusverletzung am rechten Knie (vgl.  des Spitals E._ vom 17. April 2009). Die  des Beschwerdeführers am Knie sind zwischenzeitlich erfolgreich operiert worden. Nach Austritt aus dem Spital wurde dem  Physiotherapie verordnet sowie schmerzlindernde  verschrieben (vgl. Austrittsbericht des Spitals E._ vom 19. Mai 2009). Bezüglich der Hepatitis B besteht nach Angaben des Beschwerdeführers (Schreiben vom 7. Mai 2009, A 23/2) kein akuter Handlungsbedarf. Eine nächste Untersuchung ist erst für März 2010 vorgesehen.
Nach Erkenntnissen des Gerichts ist die Behandlung von  in Nigeria grundsätzlich gewährleistet (vgl. UK Home
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Office, Country of Origin Information Report, Nigeria, 9. Juni 2009, Ziff. 28.19), weshalb auch eine allfällige zukünftige Verschlechterung der entsprechenden Erkrankung des Beschwerdeführers den  nicht als unzumutbar erscheinen lässt. Die übrigen  Probleme des Beschwerdeführers sind als nicht sehr  einzuschätzen und die dafür indizierte, nicht besonders  Behandlung, ist im Heimatstaat des Beschwedeführers ebenfalls erhältlich. Zudem ist darauf hinzuweisen, dass die erforderliche  teilweise allenfalls auch unter Zugriff auf eine zu  individuelle medizinische Rückkehrhilfe (Art. 93 Abs. 1 Bst. d AsylG i.V.m. Art. 75 der Asylverordnung 2 vom 11. August 1999 über Finanzierungsfragen [AsylV 2, SR 142.312]) gewährleistet werden kann. Unter diesen Rahmenbedingungen vermögen die beim  diagnostizierten gesundheitlichen Beschwerden keine medizinischen Notlage im Heimatstaat im Sinne von Art. 83 Abs. 4 AuG zu begründen.
7.4.4 Nachdem feststeht, dass der Beschwerdeführer die  Asylbehörden über seine Identität und seine wahren Asylgründe getäuscht hat und auch seine nachträglichen Asylvorbringen  der zweiten Anhörung sowie seine Schilderung der Ausreise durchwegs unsubstanziiert und unplausibel ausgefallen sind, ist seine Glaubwürdigkeit allgemein erheblich in Frage gestellt. In Anbetracht dessen, sowie unter Berücksichtigung der üblichen Familienstrukturen in Nigeria kann auch die Behauptung des Beschwerdeführers, er habe seit längerem keinen Kontakt zu seinen Familienangehörigen und deren Aufenthaltsort sei ihm nicht bekannt, nicht geglaubt werden. Es ist vielmehr davon auszugehen, dass er in seinem Heimatstaat über ein soziales Netz verfügt, auf dessen Unterstützung in wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht er zählen kann.
7.4.5 Nach dem Gesagten erweist sich Vollzug der Wegweisung  auch als zumutbar.
7.5 Schliesslich obliegt es dem Beschwerdeführer, sich bei der zuständigen Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr  Reisedokumente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG),  der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AuG).
8. Insgesamt ist die durch die Vorinstanz verfügte Wegweisung zu bestä-
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tigen. Die Vorinstanz hat deren Vollzug zu Recht als zulässig,  und möglich erachtet. Nach dem Gesagten fällt eine Anordnung der vorläufigen Aufnahme ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1-4 AuG).
9. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG). Die Beschwerde ist nach dem Gesagten abzuweisen.
10. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten dem  aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG). Da indessen mit Zwischenverfügung vom 29. Mai 2009 sein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG gutgeheissen wurde und keine Anhaltspunkte dafür bestehen, dass sich seine finanzielle Lage seither massgeblich verändert hat, wird auf die Auferlegung von  verzichtet.
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