Decision ID: 5099edbd-dd22-5689-88a9-dd6c1158f5ea
Year: 2021
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A.
A.a Der Beschwerdeführer suchte am 18. November 2018 im Empfangs-
und Verfahrenszentrum (EVZ) des SEM in B._ um Asyl nach. Dort
wurde er am 27. November 2018 zu seiner Person, zu seinem Reiseweg
und summarisch zu seinen Asylgründen befragt (Befragung zur Person
[BzP]). Am 17. Februar 2020 hörte ihn das SEM ausführlich zu seinen Asyl-
gründen an (Anhörung).
A.b Zu seinem persönlichen Hintergrund und zur Begründung seines Asyl-
gesuchs brachte er im Wesentlichen vor, er sei iranischer Staatsangehöri-
ger kurdischer Ethnie und stamme aus der Stadt C._ (Provinz
D._), wo er bei seinen Eltern und mit (...) Geschwistern aufgewach-
sen sei und später selber eine Familie gegründet habe. Sein (...) sei für die
«Demokratische Partei des Iranischen Kurdistans» (DPK-I) politisch aktiv
gewesen und im Jahr 2011 bei einer Auseinandersetzung mit der irani-
schen Regierung getötet worden. In diesem Zusammenhang hätten die
heimatlichen Behörden zwei- bis dreimal das Haus seiner (...) durchsucht
und letztere auch ein paar Mal verhört. Anfang Frühling 2017 habe er selbst
Probleme mit den iranischen Behörden bekommen, nachdem er – damals
als Fahrer im Bereich Gütertransport tätig – neben den geladenen Waren
auch drei ihm unbekannte Personen gegen Entgelt von der iranisch-iraki-
schen Grenze nach E._ (Iran) transportiert habe. Zwei Tage später
seien vier oder fünf Angehörige des iranischen Geheimdienstes mitten in
der Nacht bei seiner Familie zu Hause vorbeigekommen, hätten das Haus
durchsucht, verschiedene Sachen beschlagnahmt und ihn schliesslich auf
einen Posten des Geheimdienstes mitgenommen. Dort habe man ihm mit
dem Vorwurf konfrontiert, ein Terrorist zu sein, da es sich bei den drei mit-
genommenen Fahrgästen um Peschmergas der «Partei für ein freies Le-
ben in Kurdistan» (PEJAK) gehandelt haben soll. Er habe seine Unschuld
beteuert und erklärt, dass er die betreffenden Personen nicht persönlich
gekannt und lediglich gegen Entgelt transportiert habe. In der Folge sei er
zwei Monate lang im Geheimdienst-Gebäude von C._ respektive
einem ihm unbekannten Ort festgehalten und gefoltert worden, bevor er
einem Richter des Revolutionsgerichts vorgeführt und anschliessend im
C._-Gefängnis in Untersuchungshaft gesetzt worden sei. Infolge
gesundheitlicher Probleme (...) und nach Hinterlegung einer Bürgschaft sei
er nach sechsmonatiger Haft am 5. November 2017 zwecks medizinischer
Behandlung entlassen worden. Sein Auto, sein Pass und andere Sachen
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seien beschlagnahmt geblieben. Ausserdem habe er gewusst, dass er ei-
nes Tages erneut vor Gericht erscheinen müsse und ein Urteil gesprochen
werde. Aus Angst vor einer lebenslänglichen Haftstrafe oder gar einem To-
desurteil habe er den Iran fünf oder sechs Monate nach seiner Haftentlas-
sung – also ungefähr im Juni 2018 – illegal auf dem Landweg verlassen.
Nach seiner Ausreise seien seiner (...) zwei gerichtliche Vorladungen aus-
gehändigt worden. Ferner hätten sich die heimatlichen Behörden mehr-
mals bei seinen (...) und seiner (...) nach seinem Verbleib erkundigt. Aus
diesem Grund hätten seine (...) den Iran in Richtung F._ verlassen.
A.c Zum Beleg seiner Identität reichte er Kopien seiner Melli-Karte (irani-
sche Identitätskarte), seiner Heiratsurkunde sowie Auszüge der Shenas-
nameh (iranische Personenstandsurkunde) seiner Ehefrau zu den Akten.
Zur Untermauerung seiner Vorbringen legte er zwei Bürgschaftsdoku-
mente, zwei Spitaldokumente sowie einen Arztbericht im Zusammenhang
mit (...) sowie zwei Vorladungen des Revolutionsgerichts der Provinz
D._ auf den 24. Juli 2018 und 15. September 2018 (datiert vom
9. Juli 2018 und 26. Juli 2018) – jeweils in Kopie – ins Recht.
B.
Mit Verfügung vom 17. April 2020 – eröffnet am 22. April 2020 – stellte das
SEM fest, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht,
lehnte sein Asylgesuch ab, verfügte die Wegweisung aus der Schweiz und
ordnete den Vollzug an.
C.
Gegen diesen Entscheid erhob der Beschwerdeführer mit Eingabe des
rubrizierten Rechtsvertreters vom 20. Mai 2020 (Poststempel, Eingabe da-
tiert vom 18. Mai 2020) beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde und
beantragte, die vorinstanzliche Verfügung sei aufzuheben, die Unzulässig-
keit des Wegweisungsvollzugs festzustellen und auf die Beschwerde ein-
zutreten. Eventualiter sei die Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs
festzustellen und ihm Asyl zu gewähren. In verfahrensrechtlicher Hinsicht
ersuchte er um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung sowie um
Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses.
Der Beschwerde lagen – nebst einer Kopie der angefochtenen Verfügung,
einer Vollmacht vom 27. April 2020, einer Fürsorgeabhängigkeitsbestäti-
gung vom 15. Mai 2020 sowie einer Kopie des N-Ausweises – eine Mittei-
lung des Gerichtswesens der Provinz D._ vom 16. Februar 2019 (in
persischer Sprache inklusive deutscher Übersetzung) und ein ärztlicher
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Bericht von Oberärztin G._ und Assistenzpsychologin H._
der psychiatrischen Dienste I._ vom 12. Mai 2020 (jeweils in Kopie)
bei.
D.
Mit Zwischenverfügung vom 6. Juli 2020 stellte der Instruktionsrichter fest,
die Formulierung der Rechtsbegehren ergebe keinen Sinn und vermenge
den Asyl- mit dem Wegweisungsvollzugspunkt; darüber hinaus seien die
Anträge unklar begründet. Gleichzeitig forderte er den Beschwerdeführer
auf, innert sieben Tagen ab Erhalt dieser Verfügung eine Beschwerdever-
besserung im Sinne vorstehender Erwägungen einzureichen; andernfalls
würde aufgrund der Akten entschieden.
E.
Mit Eingabe vom 14. Juli 2020 reichte der Beschwerdeführer innert Frist
eine weitgehend identische Eingabe zu den Akten.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Am 1. März 2019 ist eine Teilrevision des AsylG vom 26. Juni 1998
(AS 2016 3101; SR 142.31) in Kraft getreten. Für das vorliegende Verfah-
ren gilt das bisherige Recht (vgl. Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur
Änderung des AsylG vom 25. September 2015).
1.2 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-
schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG und entscheidet auf dem
Gebiet des Asyls in der Regel – wie auch vorliegend – endgültig (Art. 83
Bst. d Ziff. 1 BGG; Art. 105 AsylG).
1.3 Der Beschwerdeführer ist als Verfügungsadressat zur Beschwerdefüh-
rung legitimiert (Art. 48 VwVG).
1.4 Die Beschwerde ist fristgerecht eingereicht worden (aArt. 108 Abs. 1
AsylG) und als formgerecht zu qualifizieren (Art. 52 VwVG). Gemäss
Art. 52 Abs. 1 VwVG hat die Beschwerdeschrift die Begehren, deren Be-
gründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwer-
deführers oder Vertreters zu enthalten. Aufgrund der Formulierung der Be-
gehren ist vorliegend zu schliessen, dass der Beschwerdeführer sinnge-
mäss die Feststellung der Flüchtlingseigenschaft, die Gewährung von Asyl
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sowie eventualiter die Anordnung der vorläufigen Aufnahme infolge Unzu-
lässigkeit respektive Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs beantragt.
Sodann werden diese Begehren mit Angabe der Beweismittel kurz begrün-
det und der bevollmächtigte Vertreter hat die Beschwerde unterzeichnet.
Auf die Beschwerde ist einzutreten.
2.
Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen
richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-
länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5).
3.
Die vorliegende Beschwerde erweist sich – wie nachstehend aufgezeigt –
als offensichtlich unbegründet und ist im Verfahren einzelrichterlicher Zu-
ständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters (Art. 111 Bst. e AsylG),
ohne Weiterungen und mit summarischer Begründung zu behandeln
(Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG).
4.
4.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-
sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im
Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-
tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer
politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-
gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3
Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung
des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen
unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 Abs. 2 AsylG).
4.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen
oder zumindest glaubhaft machen. Sie ist glaubhaft gemacht, wenn die Be-
hörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gege-
ben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen
Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsa-
chen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte
Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). Das Bundesverwaltungsge-
richt hat die Anforderungen an das Glaubhaftmachen der Vorbringen in ver-
schiedenen Entscheiden dargelegt und folgt dabei ständiger Praxis. Darauf
kann hier verwiesen werden (vgl. BVGE 2015/3 E. 6.5.1 m.w.H.).
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5.
5.1 Die Vorinstanz gelangt in der angefochtenen Verfügung zum Schluss,
die Vorbringen des Beschwerdeführers würden weder den Anforderungen
an das Glaubhaftmachen gemäss Art. 7 AsylG, noch denjenigen an die
Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 AsylG standhalten.
Zur Begründung führt sie zunächst aus, der Beschwerdeführer habe in Be-
zug auf die Hausdurchsuchung, die ersten beiden Monate seiner Haft und
die Gerichtsverhandlung im Verlaufe des Verfahrens zu wesentlichen
Punkten unterschiedliche Angaben gemacht. So habe er im Rahmen der
Anhörung angegeben, anlässlich der Hausdurchsuchung habe man unter
anderem ein Frauenkleid mit dem Abdruck der Flagge Kurdistans be-
schlagnahmt, dessen Besitz ihm der Richter später vorgeworfen habe. An
der BzP habe er hingegen weder im Zusammenhang mit der Hausdurch-
suchung noch mit der Gerichtsverhandlung ein entsprechendes Frauen-
kleid erwähnt. Ferner habe er an der BzP zu Protokoll gegeben, zunächst
zwei Monate lang im Geheimdienst-Gebäude von C._ festgehalten
worden zu sein. Im Gegensatz dazu habe er an der Anhörung erklärt, bis
heute nicht zu wissen, in welchem Gebäude er die ersten zwei Monate
seiner Haft verbracht habe. Darüber hinaus seien seine Ausführungen in
wesentlichen Punkten auch zu wenig konkret, detailliert und differenziert
dargelegt worden. So habe er zwar erklärt, anlässlich der Festnahme «tau-
send Gedanken» gehabt zu haben, habe diese aber nicht näher auszufüh-
ren vermocht. Auch seien seine Schilderungen in Bezug auf die ersten bei-
den Monate seiner Haft über weite Strecken frei von persönlichen Eindrü-
cken und Empfindungen geprägt gewesen. In diesem Zusammenhang
habe er mit oberflächlichen und stereotypen Sätzen beschrieben, die zeit-
liche Orientierung verloren zu haben, misshandelt worden zu sein und das
Jammern der anderen Gefangenen gehört zu haben. Ferner vermittelten
die Ausführungen in Bezug auf die vorgebrachte Gerichtsverhandlung den
Eindruck, dass er sich an einem auswendig gelernten Ablauf orientiere.
Schliesslich seien auch seine Aussagen bezüglich der anschliessenden
Haft im C._-Gefängnis substanzarm ausgefallen. Nach dem Tages-
ablauf befragt, habe er angegeben, zwischen den Mahlzeiten sei abgese-
hen von einem fünfzehnminütigen Hofgang und einem Telefonat pro Wo-
che respektive einem Besuch pro Monat nichts passiert. Ausweichend be-
ziehungsweise äusserst vage seien auch seine Antworten hinsichtlich In-
teraktionen mit Mitinsassen ausgefallen. Von jemandem, der sechs Monate
in einem Gefängnis verbracht habe, hätte man eine detailliertere Beschrei-
bung erwarten können. Vor diesem Hintergrund sei nicht davon auszuge-
hen, dass sich der Beschwerdeführer auf tatsächliche Erlebnisse berufe.
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An dieser Einschätzung würden auch die eingereichten Beweismittel nichts
zu ändern vermögen. Die beiden Spitaldokumente und der Arztbericht aus
dem Iran seien bestenfalls geeignet, medizinische Probleme nachzuwei-
sen, würden jedoch keine Rückschlüsse auf die geltend gemachten Asyl-
gründe zulassen. Was die Bürgschaftsdokumente sowie die Vorladungen
des Revolutionsgerichts der Provinz D._ anbelange, würden diese
aufgrund ihrer leichten Käuflichkeit und Fälschbarkeit – selbst bei hier nicht
vorliegenden Originalen – lediglich einen geringen Beweiswert besitzen
und vermöchten die von ihm dargelegte Gefährdungslage angesichts der
vorangegangenen Erwägungen nicht zu stützen.
Die Vorinstanz erwägt weiter, das Vorbringen betreffend das politische Pro-
fil seines verstorbenen (...) sei nicht asylrelevant, da kein begründeter An-
lass zur Annahme bestehe, dass er deswegen mit beachtlicher Wahr-
scheinlichkeit und in absehbarer Zukunft mit einer Reflexverfolgung zu
rechnen hätte. Einerseits habe er in diesem Zusammenhang keine ihn be-
treffenden Probleme geltend gemacht, und andererseits hätten auch die im
Iran lebenden Familienangehörigen keine Behelligungen (mehr) zu gewär-
tigen.
5.2 Demgegenüber wendet der Beschwerdeführer in seiner Rechtsmitte-
leingabe im Wesentlichen ein, die Glaubhaftigkeit seiner Vorbringen sei bei
einer Gesamtbetrachtung seiner Aussagen klar zu bejahen. Bei der Ausle-
gung seiner Ausführungen seien der summarische Charakter der BzP, die
mit den Befragungen verbundenen Stressfaktoren sowie insbesondere
seine belegte (...) zu berücksichtigen. Letztere habe es ihm an der Anhö-
rung verunmöglicht, sich zu konzentrieren und seine Situation präzis dar-
zulegen. Hinsichtlich der dargelegten Widersprüche und Ungereimtheiten
sei insbesondere festzuhalten, dass er den zweiten Ort seiner Inhaftierung
nur kenne, weil er nach der Entlassung die aktenkundigen Dokumente er-
halten habe, welche den Ort der Festhaltung enthielten. Allerdings wisse
er bis heute nicht, wo er die ersten beiden Monate festgehalten worden sei,
weshalb die Angabe in der Anhörung zutreffe. Sodann sei darauf hinzuwei-
sen, dass die iranischen Gefängnisse – nebst den Mahlzeiten – über keine
geplanten Tagesstrukturen verfügten, was ihm nicht angelastet werden
könne. Darüber hinaus belegten die im Rahmen des vorinstanzlichen Ver-
fahrens eingereichten Beweismittel die Haft im C._-Gefängnis und
die anschliessende Entlassung mittels Bürgschaft. Schliesslich bestätige
die auf Beschwerdeebene eingereichte Mitteilung des Gerichtswesens der
Provinz D._ vom 16. Februar 2019, dass ihm aufgrund Terrorismus-
verdachts eine jahrelange Haftstrafe drohe.
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6.
6.1 Das Bundesverwaltungsgericht gelangt nach Durchsicht der Akten zum
Schluss, dass die Vorinstanz in ihren Erwägungen zutreffend festgehalten
hat, die Vorbringen des Beschwerdeführers genügten den Anforderungen
an das Glaubhaftmachen gemäss Art. 7 AsylG respektive an die Asylrele-
vanz gemäss Art. 3 AsylG nicht. Auf die betreffenden Ausführungen in der
angefochtenen Verfügung (vgl. die Zusammenfassung der entsprechen-
den Erwägungen in E. 5.1 des vorliegenden Urteils) kann mit den nachfol-
genden Ergänzungen verwiesen werden. Die Ausführungen in der Rechts-
mittelschrift und das in diesem Zusammenhang eingereichte Beweismittel
führen zu keiner anderen Betrachtungsweise.
6.2 In Übereinstimmung mit der Vorinstanz ist festzuhalten, dass die Aus-
führungen des Beschwerdeführers rund um die geltend gemachte Fest-
nahme und die darauffolgende Haft Widersprüche enthalten (A4 Ziff. 7.01;
A30 F49, F58-59, F62-64, F76) und auch auf (mehrmalige) Nachfrage
vage, pauschal und ohne persönlichen Bezug ausgefallen sind (A4
Ziff. 7.01; A30 F49, F53-61, F65, F69-80, F85-95), weshalb sie nicht den
Eindruck vermitteln, dass sie auf persönlichen Erlebnissen beruhen wür-
den. Mit den oberflächlichen Erklärungsversuchen in der Rechtsmittel-
schrift (summarischer Charakter der BzP, Stressfaktoren sowie Konzentra-
tionsschwierigkeiten aufgrund der [...]) hält der Beschwerdeführer der Ar-
gumentation der Vorinstanz nichts Stichhaltiges entgegen. Es trifft zwar zu,
dass einer Befragung zur Person nicht dieselbe Gewichtung wie einer An-
hörung zukommt. Klare asylrelevante Aussagen, die in der Erstbefragung
von den späteren Aussagen abweichen, sind jedoch Widersprüche, die im
Rahmen der Beweiswürdigung zu berücksichtigen sind (Entscheidungen
und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK]
1993 Nr. 3 E. 3). Es sind keine Gründe ersichtlich, weshalb sich die Vo-
rinstanz nicht auch auf die Ausführungen in der BzP hätte stützen können.
So berichtete der Beschwerdeführer bereits in dieser wortreich über seine
Asylgründe (vgl. A4 Ziff. 7.01) und bestätigte die Wahrheit seiner gemach-
ten Angaben (vgl. A4 S. 10). Vor diesem Hintergrund hat die Vorinstanz die
Aussagen in der BzP zu Recht bei der Beweiswürdigung berücksichtigt.
Insofern der Beschwerdeführer weiter geltend macht, er habe anlässlich
der Anhörung aufgrund seiner (...) Mühe gehabt, sich zu konzentrieren und
seine Situation präzis darzulegen, ist festzuhalten, dass die Diagnose zwar
aus dem der Beschwerde beiliegenden Arztbericht (vgl. Prozessge-
schichte, Bst. C.) hervorgeht, nach Durchsicht des Anhörungsprotokolls je-
doch nicht der Eindruck entsteht, der Beschwerdeführer sei an der Anhö-
rung nicht in der Lage gewesen, die ihm gestellten Fragen zu beantworten.
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Darüber hinaus hat auch die anwesende Hilfswerksvertretung auf dem Un-
terschriftenblatt nichts vermerkt (vgl. A30). Nach dem zuvor Dargelegten
ist der geltend gemachten anhaltenden behördlichen Suche nach seiner
Person die Grundlage entzogen. An dieser Einschätzung vermag auch die
auf Beschwerdeebene eingereichte Mitteilung des Gerichtswesens der
Provinz D._ vom 16. Februar 2019 (vgl. Prozessgeschichte,
Bst. C.) nichts zu ändern. Dieses Dokument liegt in Form einer leicht ma-
nipulierbaren Kopie vor, weshalb ihm kaum Beweiskraft zuerkannt werden
kann. Abgesehen davon, wurde es ohne entsprechende Begründung erst
auf Beschwerdeebene eingereicht, obwohl es rund ein Jahr vor der ange-
fochtenen Verfügung datiert.
6.3 Sodann hat die Vorinstanz hinsichtlich der Vorbringen im Zusammen-
hang mit dem politischen Profil seines verstorbenen (...) in ihrer Verfügung
eingehend und überzeugend dargelegt, welche Gründe auf die fehlende
Asylrelevanz schliessen lassen. Diesbezüglich findet auf Beschwerde-
ebene keine argumentative Auseinandersetzung mit den Überlegungen
der Vorinstanz statt, weshalb die vorinstanzlichen Ausführungen in diesem
Punkt vollumfänglich zu bestätigen sind.
6.4 Zusammenfassend hat der Beschwerdeführer nichts vorgebracht, was
geeignet wäre, seine Flüchtlingseigenschaft nachzuweisen oder zumindest
glaubhaft zu machen. Die Vorinstanz hat sein Asylgesuch somit zu Recht
abgelehnt.
7.
Gemäss Art. 44 AsylG verfügt das SEM in der Regel die Wegweisung aus
der Schweiz, wenn es das Asylgesuch ablehnt oder darauf nicht eintritt.
Der Beschwerdeführer verfügt weder über eine ausländerrechtliche Aufent-
haltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer solchen (vgl.
BVGE 2013/37 E. 4.4; BVGE 2009/50 E. 9, je m.w.H.). Die Wegweisung
wurde demnach ebenfalls zu Recht angeordnet.
8.
8.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder
nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den
gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG;
Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]).
Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss
Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei
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der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu beweisen,
wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft
zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.).
8.2 Nach Art. 83 Abs. 3 AIG ist der Vollzug nicht zulässig, wenn völker-
rechtliche Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat ent-
gegenstehen.
8.2.1 Da der Beschwerdeführer die Flüchtlingseigenschaft nicht erfüllt, ist
– wie von der Vorinstanz zutreffend festgehalten – das flüchtlingsrechtliche
Rückschiebungsverbot von Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli
1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30) und Art. 5
AsylG vorliegend nicht anwendbar. Die Zulässigkeit des Vollzugs beurteilt
sich vielmehr nach den allgemeinen verfassungs- und völkerrechtlichen
Bestimmungen (Art. 25 Abs. 3 BV; Art. 3 des Übereinkommens vom
10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche
oder erniedrigende Behandlung oder Strafe [FoK, SR 0.105]; Art. 3 EMRK).
Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen des Beschwerdeführers
noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall einer Aus-
schaffung in den Heimatstaat dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit ei-
ner nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung
ausgesetzt wäre. Gemäss der Praxis des Europäischen Gerichtshofes für
Menschenrechte (EGMR) sowie jener des UN-Anti-Folterausschusses
müsste der Beschwerdeführer eine konkrete Gefahr ("real risk") nachwei-
sen oder glaubhaft machen, dass ihm im Fall einer Rückschiebung Folter
oder unmenschliche Behandlung drohen würde (vgl. Urteil des EGMR
Saadi gegen Italien vom 28. Februar 2008, Grosse Kammer 37201/06,
§§ 124–127 m.w.H.). Auch die allgemeine Menschenrechtssituation im
Heimatstaat lässt den Wegweisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt nicht
als unzulässig erscheinen.
8.2.2 Was die gesundheitliche Situation des Beschwerdeführers betrifft,
machte er im vorinstanzlichen Verfahren (...) sowie psychische Beschwer-
den geltend (vgl. A4 Ziff. 8.02; A30 F3-5, F48), wobei er – nebst den medi-
zinischen Unterlagen aus dem Iran betreffend (...) (vgl. Prozessgeschichte,
Bst. A.c) – keine weiteren Arztberichte ins Recht legte. Auf Beschwerde-
ebene reichte er sodann einen Arztbericht vom 12. Mai 2020 (vgl. Prozess-
geschichte, Bst. C.) zu den Akten, wonach er an einer (...), einer (...), einer
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(...) sowie einer (...) leidet. Die Behandlung des Beschwerdeführers er-
folgte gemäss demselben Arztbericht ambulant und bestand aus Ge-
sprächstherapien. Aktuellere ärztliche Berichte wurden vom Beschwerde-
führer nicht eingereicht, woraus zu schliessen ist, dass eine weitergehende
Behandlung bislang offenbar nicht indiziert ist.
Eine zwangsweise Rückweisung von Personen mit gesundheitlichen Prob-
lemen stellt nur ganz ausnahmsweise einen Verstoss gegen Art. 3 EMRK
dar und die belegten gesundheitlichen Probleme des Beschwerdeführers
vermögen die von der Rechtsprechung geforderte hohe Schwelle nicht zu
erreichen (zu den Anforderungen vgl. BVGE 2011/9 E. 7 mit Hinweisen auf
die damalige Praxis des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte
[EGMR] sowie zur neueren Praxis des EGMR das Urteil Paposhvili gegen
Belgien vom 13. Dezember 2016, Grosse Kammer 41738/10, §§ 180–193
m.H.). Auch eine allenfalls auftretende, akute Suizidalität führt nicht zur Un-
zulässigkeit des Vollzugs; denn eine solche stellt gemäss Rechtsprechung
per se kein Vollzugshindernis dar (vgl. beispielsweise Urteil des BGer
2C_856/2015 vom 10. Oktober 2015 E. 3.2.1 sowie Urteil des BVGer
F-693/2018 vom 9. Februar 2018 S. 9). Allfälligen suizidalen Tendenzen
müsste bei der Ausgestaltung der Vollzugsmodalitäten angemessen Rech-
nung getragen werden.
8.2.3 Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung sowohl im
Sinne der landes- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig.
8.3 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG kann der Vollzug für Ausländerinnen und
Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf-
grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und me-
dizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung
festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AIG – die vorläufige
Aufnahme zu gewähren.
8.3.1 Die allgemeine Lage im Iran zeichnet sich nicht durch eine Situation
allgemeiner Gewalt aus. Selbst unter Berücksichtigung der Umstände,
dass die Staatsordnung als totalitär zu bezeichnen ist und die allgemeine
Situation in verschiedener Hinsicht problematisch sein kann, ist der Vollzug
der Wegweisung in den Iran gemäss konstanter Praxis grundsätzlich als
zumutbar zu erachten (vgl. statt vieler Urteile des BVGer D-3928/2020 vom
30. März 2021 E. 9.3.1 und E-1901/2018 vom 11. Februar 2021 E. 8.2).
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Seite 12
8.3.2 Auch in individueller Hinsicht sind keine Gründe ersichtlich, welche
die Wegweisung als unzumutbar erscheinen liessen. Beim Beschwerde-
führer handelt es sich um einen (...)-jährigen Mann, der im Iran mit seinen
(...) sowie (...) auf ein tragfähiges Beziehungsnetz und eine gesicherte
Wohnsituation zurückgreifen kann (vgl. A4 Ziff. 3.01; A30 F22, F27, F29,
F38). Sodann besuchte er laut eigenen Angaben sechs Jahre die Schule
und verfügt über Arbeitserfahrungen als (...) und – wie bereits erwähnt –
Fahrer (vgl. A4 Ziff. 1.17.04; A30 F39, F44), was ihm beim Aufbau einer
neuen wirtschaftlichen Existenz entgegenkommen wird. Schliesslich ist da-
rauf hinzuweisen, dass der Beschwerdeführer gemäss Aktenlage vor der
Ausreise keine finanziellen Probleme hatte (vgl. A30 F104).
8.3.3 Auch die belegten gesundheitlichen Probleme des Beschwerdefüh-
rers (vgl. oben E. 8.2.2) lassen den Wegweisungsvollzug nicht als unzu-
mutbar erscheinen.
Bei medizinischen Problemen kann nur dann auf Unzumutbarkeit des Weg-
weisungsvollzugs erkannt werden, wenn eine notwendige medizinische
Behandlung im Heimatland nicht zur Verfügung steht und die Rückkehr zu
einer raschen und lebensgefährdenden Beeinträchtigung des Gesund-
heitszustands der betroffenen Person führen würde. Dabei wird als wesent-
lich die allgemeine und dringende medizinische Behandlung erachtet, wel-
che zur Gewährleistung einer menschenwürdigen Existenz absolut not-
wendig ist. Unzumutbarkeit liegt jedenfalls dann noch nicht vor, wenn im
Heimat- oder Herkunftsstaat eine nicht dem schweizerischen Standard ent-
sprechende medizinische Behandlung möglich ist (vgl. etwa BVGE
2011/50 E. 8.3 und 2009/2 E. 9.3.1 je m.w.H.).
Nach dem Gesagten ergibt sich, dass angesichts der belegten gesundheit-
lichen Probleme des Beschwerdeführers nicht von einer medizinischen
Notlage im Sinne der vorstehend dargelegten Rechtsprechung auszuge-
hen ist. Das Gesundheitssystem im Iran weist ein relativ hohes Niveau auf
(vgl. WHO, Health profile 2015, Islamic Republic of Iran, S. 21 ff.,
<http://applications.emro.who.int/dsaf/EMROPUB_2016_EN_19265.pdf
?ua=1&ua=1>, abgerufen am 4. Mai 2021). Dies gilt auch für die Behand-
lung psychischer Probleme. So arbeiten im Iran 1'800 Psychiater und es
gibt über 200 psychiatrische Kliniken respektive psychiatrische Spitalabtei-
lungen (BEHZAD DAMARI ET AL., Transition of Mental Health to a More
Responsible Service in Iran, in: Iranian Journal of Psychiatry 2017
Vol. 12/1, S. 36 ff.). Es kann deshalb davon ausgegangen werden, dass
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der Beschwerdeführer im Iran medizinische und psychotherapeutische Be-
handlung erhalten kann (vgl. dazu statt vieler Urteile des BVGer E-
3799/2020 vom 11. März 2021 E. 14.4.2 und E-4643/2020 vom 23. Okto-
ber 2020 E. 8.5.5). Allfälligen spezifischen Bedürfnissen des Beschwerde-
führers kann im Rahmen der medizinischen Rückkehrhilfe Rechnung ge-
tragen werden (vgl. Art. 93 Abs. 1 Bst. d AsylG, Art. 75 der Asylverord-
nung 2 vom 11. August 1999 [AsylV 2, SR 142.312]). Abschliessend ist
wiederum festzuhalten, dass einer allenfalls auftretenden akuten Suizidali-
tät des Beschwerdeführers mit geeigneten Massnahmen im Rahmen der
Vollzugsmodalitäten Rechnung zu tragen ist (vgl. dazu beispielsweise das
Urteil des BVGer E-2118/2018 vom 10. Juni 2020 E. 9.4.2.2 in fine).
8.3.4 Nach dem Gesagten erweist sich der Vollzug der Wegweisung auch
als zumutbar.
8.4 Ferner obliegt es dem Beschwerdeführer, sich bei der zuständigen Ver-
tretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr notwendigen Reisedoku-
mente zu beschaffen (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE
2008/34 E. 12), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu
bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AIG).
8.5 Schliesslich steht auch die Covid-19-Pandemie dem Wegweisungsvoll-
zug nicht entgegen. Dabei handelt es sich – wenn überhaupt – um ein tem-
poräres Vollzugshindernis, welchem im Rahmen der Vollzugsmodalitäten
durch die kantonalen Behörden Rechnung zu tragen ist, indem etwa der
Zeitpunkt des Vollzugs der Situation im Heimatland angepasst wird (vgl.
Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommis-
sion [EMARK] 1995 Nr. 14 E. 8d und e).
8.6 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu
Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Die Anordnung der
vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG).
9.
Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung
Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-
wie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG) und – soweit diesbezüglich
überprüfbar – angemessen ist. Die Beschwerde ist abzuweisen.
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10.
10.1 Der Beschwerdeführer beantragt die Gewährung der unentgeltlichen
Prozessführung (Art. 65 Abs. 1 VwVG). Aufgrund der vorstehenden Erwä-
gungen ergibt sich, dass seine Begehren als aussichtslos zu gelten haben.
Damit ist eine der kumulativ zu erfüllenden Voraussetzungen nicht gege-
ben, weshalb das Gesuch ungeachtet der ausgewiesenen Mittellosigkeit
abzuweisen ist.
10.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Be-
schwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt
Fr. 750.– festzusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008
über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht
[VGKE, SR 173.320.2]). Das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines
Kostenvorschusses ist mit vorliegendem Direktentscheid gegenstandslos
geworden.
(Dispositiv nächste Seite)
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