Decision ID: d458ad87-8ab5-58d8-aac2-8e3e8f729422
Year: 2013
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1955,
arbeitete
seit
1.
März 1998
bei der
Y._
in
A._
als
Wert
schriften
sachbearbeiter
(Urk. 7
/
2
Ziff. 6.3.1
).
Per 31. August 2004 wurde ihm
aus
reorganisatorischen
Gründen gekündigt (Urk. 7/9).
Danach bezog
er
von März
bis April 2005
Tag
gelder der Arbeits
losen
versi
che
rung
(
Urk.
7/15
).
Am 25
.
Novem
ber
200
4
(Urk. 7/2)
meldete
er
sich
erstmals
unter Hinweis auf
lum
bo
sakrale
Schmerzen
links
mit
radikulärer
sowie einer de
pressiven Symp
to
matik
seit Sommer 2003
zum Bezug von IV-Leistungen an (Urk.
7/2
). Die
Sozial
ver
si
che
rungsanstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle,
klärte die medi
zinischen
(Urk. 7/5, Urk. 7/8
, Urk. 7/10
, Urk. 7/17,
Urk. 7/20
)
und beruflichen Verhält
nisse
(Urk. 7/6
, Urk. 7/9
, Urk. 7/15
)
ab und wies m
it Verfügung vom
16
.
Januar 2006
(
Urk.
7
/23
)
das Leistungsbegehren
unter anderem mit der Be
gründung
ab
,
dass der Versicherte
per Mai 2005 wieder eine Vollzeitstelle im
Bank
bereich
habe an
treten können und
somit eingegliedert sei
.
1.2
Am
2
.
März 2011
(Urk. 7/30)
meldete sich
X._
unter Hinweis auf
eine
Kinder
lähmung beziehungsweise ein Postpoliosyndrom links
und
ein
e
Handge
lenk
sprothese
links
sowie unter Auflage von
verschiedenen Berichten
(Urk. 8/29
) er
neut zum Rentenbezug an
. Die IV-Stelle holte weitere medizini
sche
Berichte (Urk.
7/38
, Urk
. 7/41
Urk. 7/45
), einen Auszug
aus dem individuellen Konto
(
IK
Urk. 7/39
)
so
wie Auskünfte der Arbeitslosen
versicherung
ein
(Urk. 7/37)
.
Am
25.
Januar 2012
(Urk. 7/55)
teilte sie dem Versicherten mit, dass die Arbeits
ver
mitt
lung
zur Zeit nicht möglich sei und
abgeschlossen werde
mit der Be
grün
dung,
dass eine
Unter
stützung in diesem Bereich
nicht habe realisiert
werden können, weil von
ins
gesamt sieben vereinbarten Terminen nur drei Termine
hätten wahr
genom
men werden können (vgl. dazu auch Urk. 7/40, Urk. 7/44, Urk. 7/47, Urk. 7/49, Urk. 7/51, Urk. 7/53
-54
, Urk. 7/56
).
Nach durch
ge
führtem
Vor
bescheidverfahren
(Urk. 7/61)
verneinte die IV-Stelle mit Ver
fü
gung vom
7
.
Mai
2012 (Urk. 2)
weiter
hin einen Rentenanspruch
.
2.
Gegen die Verfügung vom
7. Mai
2012 (
Urk. 2) erhob d
e
r
Versicherte am
6
.
Juni
2012
Beschwerde mit folgenden Anträgen (Urk. 1 S. 2):
1.
Es sei d
ie Verfügung
der IV-Stelle
vom 7. Mai 2012 vollumfänglich
auf
zuheben
.
2.
Es sei sein Anspruch auf Leistungen der IV-Stelle gutzuheissen und die
Be
schwerde
gegnerin
zu verpflichten, ihm ab März 2011 eine an
ge
messene monatliche IV-Rente zu bezahlen.
3.
Es
sei gerichtlich ein medizinisches
Gutachten betreffend seinen
Gesund
heits
schaden
und seine Arbeitsunfähigkeit in
%
im angestammten Beruf als Banker einzuholen; eventualiter sei die Beschwerdegegnerin zu ver
pflichten, den Gesundheitsschaden des Beschwerdeführers und dessen Ar
beits
unfähigkeit in
%
im angestammten Beruf mittels eines Gutach
tens abzuklären.
4.
Alles u
nter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der
Beschwerde
gegne
rin
.
Die Beschwerdegegnerin
schloss
in ihrer Beschwerdeantwort vom 1
3
.
August
2012
(
Urk. 6
)
auf Abweisung der Beschwerde, was dem
Beschwerdeführer
am
14
.
August
2012
(Urk. 8
)
zur
Kenntnis gebracht wurde
.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze
oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den All
gemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1 des Bun
desge
setzes über die Invalidenversicherung, IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Be
einträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbs
möglich
keiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbs
un
fähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zu
dem nur vor, wenn sie aus ob
jektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Zur Annahme der Invalidität nach
Art.
8 ATSG ist - auch bei psychischen Er
kran
kungen - in jedem Fall ein medizinisches Substrat unabdingbar, das (fach-)
ärzt
licherseits schlüssig festgestellt wird und nachgewiesenermassen die
Ar
beits
-
und Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Je stärker psychosozi
ale und soziokulturelle Faktoren wie beispielsweise Sorge um die Familie oder Zu
kunfts
ängste (etwa ein drohender finanzieller Notstand) im Einzelfall in den Vorder
grund treten und das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss
eine fachärztlich festgestellte psychische Störung von Krankheitswert vor
han
den
sein. Das bedeutet, dass das klinische Beschwerdebild nicht einzig in Beein
trächtigungen, welche von den belastenden soziokulturellen Faktoren her
rüh
ren,
bestehen darf, sondern davon psychiatrisch zu unterscheidende Be
funde zu um
fassen hat, zum Beispiel eine von depressiven
Verstimmungszu
ständen
klar unter
scheidbare andauernde Depression im fachmedizinischen Sinne oder einen
da
mit vergleichbaren psychischen Leidenszustand. Solche von der soziokul
tu
rell
en
Belastungssituation zu unterscheidende und in diesem Sinne verselbst
stän
digte psychische Störungen mit Auswirkungen auf die
Ar
beits
- und Erwerbs
fähig
keit sind unabdingbar, damit überhaupt von Invalidität gesprochen werden kann. Wo die begutachtende Person dagegen im Wesentli
chen nur Befunde er
hebt, welche in den psychosozialen und soziokulturellen Umständen ihre hin
rei
chende Erklärung finden, gleichsam in ihnen aufgehen, ist kein invalidisie
ren
de
r psychischer Gesundheitsschaden gegeben (BGE 127 V 294 E. 5a S. 299; Urteil des Bundesgerichts 8C_730/2008 vom 23. März 2009 E. 2).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu be
tätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 Prozent arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (
Art.
8 ATSG)
sind.
Die seit dem 1. Januar 2004 massgeblichen Rentenabstufungen geben bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei
einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente,
bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent An
spruch auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.4
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit
Art.
28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit
bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
),
in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensver
gleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen
Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ei
nander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der
Invaliditäts
grad
bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.5
Wurde eine Rente, eine
Hilflosenentschädigung
oder ein Assistenzbeitrag wegen
eines zu geringen Invaliditätsgrades, wegen fehlender Hilflosigkeit oder weil auf
grund des zu geringen Hilfebedarfs kein Anspruch auf einen
Assistenzbei
trag
entsteht, verweigert, so wird nach
Art.
87
Abs.
3
der
Verordnung über die Inva
li
denversicherung (IVV)
eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Vor
aus
setzungen gemäss
Abs.
2 dieser Bestimmung er
füllt sind. Danach ist im
Revi
sions
gesuch
glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität oder der Hilflosigkeit oder die Höhe des
invaliditätsbeding
ten
Betreuungsaufwandes oder
Hilfebedarfs der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weis
e geändert hat. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die
Sache materiell abzuklären und sich zu ver
gewissern, ob die von der versi
cher
ten
Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades oder der Hilf
losi
g
keit auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach
Art.
17
Abs.
1 ATSG vorzugehen (vgl. dazu BGE 130 V 71; AHI 1999 S. 84 E. 1b mit Hinwei
sen; vgl. auch AHI 2000 S. 309 E. 1b mit Hinweisen). Stellt sie fest, dass der
In
validitätsgrad
oder die Hilflosig
keit oder der Hilfebedarf seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine
Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festge
stellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidi
tät oder Hilflosigkeit oder einen
anspruchs
be
gründenden
Hilfebedarf zu beja
hen, und hernach zu beschliessen. Im
Be
schwer
defall
obliegt die gleiche materi
elle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 130 V 71 E. 3.2.2 und 3.2.3, 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b).
1.6
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen
be
ruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammen
hänge und in der Beurteilung der medi
zinischen Situation einleuchtet und
ob die Schlussfolgerungen in der Ex
pertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Mit Verfügung vom 7
.
Mai
2012 (Urk. 2) verneinte die IV-Stelle den An
spruch des Beschwerdeführers
auf eine Invalidenrente mit der Begründung,
dass sich der Gesundheitszustand nicht verschlechtert habe.
Auf die Neuanmeldung der Beschwerdeführerin vom
2
.
März 2011
(Urk. 7
/
30
) ist
die Verwaltung eingetreten, womit sich die richterliche Beurteilung der
Ein
tre
tensfrage
erübrigt (BGE 109 V 108 E. 2b).
2.2
Die Beschwerdegegnerin
stellte sich in der angefochtenen Verfügung vom
7
.
Ma
i
2012 (Urk. 2) auf
den Standpunkt, dass sich der Gesundheitszustand auf
grund der
vorliegenden medizinischen Berichte nicht verschlechtert habe und weiter
hin kein invalidisierender, dauernder Gesundheitsschaden vorliege.
2.3
Dagegen machte der Beschwerdeführer geltend, sein Gesundheitszustand habe sich
seit der letzten IV-Rentenverfügung vom 1
6.
Januar 2006 wesentlich ver
schlechtert
(Urk. 1)
. Zudem könne nicht ohne weiteres auf die damalige
n IV-A
k
ten
abge
stellt werden, zumal sein Gesundheitszustand damals nie fundiert
abgeklärt und einzig festgestellt worden sei, dass er wieder eine Voll
zeit
stelle habe
antreten kön
nen
.
Mithin schliesse der Antritt einer neuen
Voll
zeit
stel
le
einen
Ge
sund
heits
schaden
nicht aus.
3.
3.1
Im Rahmen der Erstanmeldung lagen folgende medizinische Berichte
vor
(Verfü
gung
vom 16. Januar 2006, Urk. 7/23)
:
3.1.1
Im Bericht vom
7.
Dezember 2004 (Urk. 7/5
/1-4
) diagnostizierte
Dr.
med.
B._
, FMH für Allgemeinmedizin, mit Auswirkung auf die A
rbeits
fähigkeit eine
de
pressive Grundstörung seit 2003 und
ein
lumbo
sakrales
Syn
drom mit
radiku
l
ärer
Symptomatik
links
seit August 200
3
sowie
Schlaf
störungen. Als Di
agnosen ohne
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte er einen Status nach
Handgelenks
prothese
seit 198
9. Dr.
B._
attestierte dem Be
schwerdeführer eine Arbeitsun
fähigkeit von 100
%
seit
4.
September 200
3.
Eventuell sei die bis
herige Tätigkeit auch halbtags zumutbar.
Dr.
B._
erläuterte, dass beim Beschwerdeführer die
lumbosakralen
Schmerzen links mit
radikulärem
Syndrom sowie eine Handgelenk
s
arthrose links im Vor
der
grund
stünden.
Manuelle Tätig
keiten sowie Belastung der linken Hand seien nicht mög
lich.
Kon
zentrations
-, Auffassungs- und An
pas
sungs
fähig
keit sowie Be
lastbarkeit seien durch die depressive
Grund
stim
mung
einge
schränkt.
3.1.2
Dr.
med.
C._
, Fach
arzt für Neurologie, diagnostizierte am
4.
Februar 2005 (Urk. 7/8/5-6)
Rücken- und Beinschmerzen ungeklärter Ätiologie, eine
Unter
schenkelatrophie
links, einen Verdacht auf Vorderhornerkrankung am ehesten im Rahmen einer Poliomyelitis im Kindesalter, und differential
diagnostisch ein
Postpoli
o
syndrom und eine andere
Vorder
horn
er
krankung
sowie ein zu
sät
zliche
s S1-Syndrom
.
In seiner Beurteilung erläuterte
Dr.
C._
, die Vermutung eines möglichen Status nach einer Poliomyelitis werde durch die neurographischen Befunde gestützt. Aller
dings sollte differentialdiagnostisch auch eine fokale
Vorder
horn
er
kran
kung
respektive eine fokale Amyotrophie im Auge behalten werden. Unge
wöhn
lich sei lediglich, dass der Beschwerdeführer jetzt als Zeichen einer akut neuro
genen Schädigung Spontanaktivität im
musculus
gastro
cnemius
aufweise. Das
wäre letztlich jedoch auch mit einem Postpoliosyndrom, wie es gelegentlich vor
kommen könne, als unspezifische Reaktivierung erklärbar (nicht
erreger
be
dingt
).
Ein S1-Syndrom
scheine bei den vorliegenden pathologischen Be
funden wenig wahrscheinlich. Dies insbesondere auch, weil im ebenfalls S1-inner
vier
ten
mus
culus
biceps
femoris
keine entsprechende Spontanaktivität zu fin
den sei. Die
Schmerzen, welche der Beschwerdeführer angebe, sch
ie
nen nicht
radi
kulärer
Natur
zu sein. Möglicherweise komme es jetzt bei gewissen Schwächen der
Unt
erschenkelmuskulatur
links zu reaktiven Schmerzen im Be
wegungs
ap
parat. Für
eine Polyneuropathie hätten sich in der
Peroneus
- und
Suralis
neuro
graphie
keine
Hinweise finden lassen
.
3.1.3
Am 2
4.
März 2005
(Urk. 7/8
/1-4, vgl. dazu
auch
Urk. 7/5/5-7
, Urk. 7/29/15
)
diag
nostizierte
PD
Dr.
med.
D._
, Orthopädische Chirurgie FMH, Privatklinik
E._
, mit Aus
wirkungen auf die Arbeits
fähigkeit ein
Post
poliosyndrom
bei einem Status nach Affektion im Jugendalter (
F._
) mit sekundärem
Bur
n
ing
out der Mus
kulatur mit Atrophie in Be
handlung des linken Beines und Is
chialgie links seit Jahren schrittweise pro
gredient. Als Diagnose ohne Aus
wir
kung auf die Arbeits
fähigkeit nannte er eine mässige
Discopathie
L4/5.
Aus
wirbel
säulenorthopädischer
Sicht
sei
der Beschwerdeführer grund
sätz
lich
für eine leichte Tätigk
eit mit Wechselbelastung mindestens
z
u 50
%
einsetzbar. Of
fen
bar be
stehe zudem noch ein psychologisches Problem, welches
haus
ärzt
li
cher
seits
abge
klärt und behandelt worden sei,
und
welches möglicherweise die Ar
beits
fähig
keit zusätzlich beeinträchtige. Diesbezüglich dürften Rückfragen beim Hausarzt
Dr.
B._
sachgerecht sein. Konzentrations- und Auffassungs
ver
mö
gen, Anpas
sungs
fähigkeit und Belastbarkeit seien unein
ge
schränkt.
Sowohl
d
ie bis
herige
als auch die behinderungsangepa
s
ste
Tätigkeit sei dem Beschwer
de
führer noch ha
lb
tags zumutbar; die
be
hinderungs
ange
passte
Tätigkeit sei ihm eventuell auch noch in einem höheren Pensum zumutbar.
3.1.4
Dr.
med.
G._
nannte
im
Bericht vom
7.
Mai 2005 (Urk. 7/10) fo
l
gende
Di
ag
no
sen mit Auswirkung auf die Arbeits
fähig
keit
:
Status nach Vorderarmoperation 1988, maximale Hebekraft angeblich 5 kg
Lumbosakrale
Schmerzen, durch Hausarzt orthopädisch und neurologisch ab
ge
klärt (Diagnose: Postpoliosyndrom; Differentialdiagnose:
Vorder
horn
er
krankung
) seit November 2003
Mittelgradige depressive Episode mit somatischen Symptomen (ICD-10 F32.11
)
Anpassungsstörung mit vorwiegender Beeinträchtigung von anderen Ge
füh
len (ICD-10 F43.23) bei Problemen in Verbindung mit Arbeitslosigkeit (Z65)
,
ökonomischen Verhältnissen (Z
59) und der sozialen Umgebung (Z60).
Dr.
G._
erläuterte, der Beschwerdeführer habe über
lumbosakrale
Schmerzen mit Ausstrahlung ins Bein und über Angst, Depression, Gereiztheit und Schlaf
losigkeit geklagt. Dies seien alles Symptome, die sich angesichts der psy
cho
so
zialen Situation (Schwierigkeit in die Arbeitswelt zurückzufinden) zu
nehmend verschlechtert hätten. D
ie psychischen Probleme
seien im Verlauf der durch die an
fängliche Arbeitsunfähigkeit wegen Überlastung am Arbeits
platz
hervor
ge
rufene
Arbeitslosigkeit durch den Arbeitsplatzverlust entstanden.
D
er Be
schwerdeführer
wirke ausserordentlich un
ruhig und
kön
ne während des Gesprächs keine fünf Minuten ruhig auf dem Stuhl sitzen, sondern ändere
dau
ernd seine Position. Dies
scheine
einerseits durch seine
lumbo
sakralen
Be
schwer
den bedingt zu sein, sei aber andererseits sicher auch ein Zeichen seiner
inneren Unruhe. Auffällig
seien
seine Angst vor einer pro
gredienten Erkran
kung
, seine Resignation bezüglich seiner Berufs
aus
sichten als 50-Jähriger und seine Unfähigkeit, die somatischen und die sozialen Probleme gesondert zu be
trach
ten. Er habe die Tendenz, gesundheitliche,
arbeits
markt
recht
liche
und pe
kuniäre Aspekte einerseits sowie medizinische, therapeutische und restliche As
pekte an
dererseits zu vermengen, wodurch sein Problem nicht nur für ihn per
sönlich, son
dern auch im therapeutischen Setting zu einem nur mehr schwer angehbaren komplexen Gebilde werde.
Er
tue sich
zudem
schwer mit der Vor
stellung, von einer vollen Arbeits
unfähigkeit auf eine kombinierte
Teil
arbeits
un
fähig
keit
/
Teil
arbeits
losig
keit
umzusteigen, weil dies einerseits mit einer vo
rübergehenden materiellen Ein
bus
se verbunden sein würde, und weil es ihm andererseits aus
sichts
los er
scheine, eine Teilzeitstelle zu suchen, wo es nicht einmal
Vollzeit
stellen
gebe.
Ferner
sei er durch die Tatsache, dass eine progre
diente Erkran
kung nicht mit Sicher
heit aus
ge
schlos
sen werden könne, so ver
unsichert, dass er sich schwer tue mit der Vor
stellung, dass die Beurteilung sei
ner aktuellen Ar
beitsfähigkeit sich auf seine der
zeitige Verfassung und nicht auf eine eventuelle spätere Er
krankung be
ziehungsweise Arbeitsunfähigkeit beziehe.
F
ür die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als kauf
männischer Angestellter
attestierte
Dr.
G._
dem Beschwerdeführer
im Wertschriftenverkehr eine Arbeits
un
fähig
keit von 100
%
von Dezember 2003 bis Februar 2005 und ab März 2005 eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit. Auf längere Sicht halte sie die derzeitige 50%ige Arbeits
fähigkeit
für
steigerungsfähig, wobei die
lumbosakralen
Schmerzen limi
tierend sein dürften, sowohl bezüglich des Stillsitzens beziehungsweise Herum
gehens als auch hinsichtlich der psychischen Beunruhigung durch den somati
schen
Befund.
Unter
„
Prognose
"
führte
Dr.
G._
schliesslich
aus, dass der Be
schwerdeführer
selbst vornehmlich an einer Feststellung seiner Arbeits
un
fähig
keit und der miss
lichen
arbeitsmarktlichen
Situation interessiert ge
schienen habe und nicht daran,
etwas zu seiner Gesundung zu tun oder nach alternativen Arbeitsmöglichkeiten zu suchen.
Allein die Tatsache, dass das Um
steigen von Arbeitsunfähigkeit auf Arbeitslosigkeit finanzielle Einbussen mit sich bringe, wirke sich auf seinen
The
rapiewillen
nachteilig aus. Anlässlich der zwölf Therapiesitzungen sei es zunächst darum gegangen, die er
wähnte Vermi
schung gesundheitlicher,
arbeits
marktlicher
, finanzieller sowie therapeuti
scher und rechtlicher Aspekte ausei
nan
der zu dividieren. Im weiteren Verlauf sei es einerseits darum gegangen, den Be
schwerdeführer psycho
logisch durch die verschiedenen somatischen Abklä
rungen zu begleiten und mit ihm die Un
tersuchungsbefunde zu besprechen, an
dererseits darum, ihn für eine
n
teil
weisen Umstieg von der Arbeitsunfähigkeit auf die Arbeitslosigkeit zu ge
win
nen. Nach dreimonatiger Bemühung sei dies ge
lungen und der Be
schwerde
führer habe sich im März 2005 als zu 50
%
arbeitslos gemeldet. Im Mai 2005 habe er eine Stelle bei einer Bank mit einem 100%-Pensum gefunden.
Es sei frag
li
ch, ob dies der
lumbosakralen
Beschwer
den und der nervösen Un
ruhe
wegen gehen werde.
Die rehabilitativen Schritte,
die der Beschwerde
führer ge
macht habe, seien erfreu
lich. Es sei aber zu be
für
ch
ten,
dass er bei diesem Ent
scheid die gesundheitli
chen Aspekte der psycho
so
zialen Situation und der
arbeits
marktlichen
Lage fi
nanziellen Aspekten unter
geordnet habe.
3.1.5
Am 1
9.
September 2005 (Urk. 7/20/4) berichtete
Dr.
med.
H._
, FMH für Radio
logie, Medizinisches Radiodiagnostisches Institut, MRI
,
an der Privatklinik
E._
, aufgrund der
Arthro
-Computertomographie des rechten Schulter
ge
lenks vom 1
6.
September 2005 habe eine
Peri
arthro
pathia
humeroscapularis
(PHS)
calcarea
festgestellt werden können. Hinweise für eine
Rotatoren
man
schet
ten
läsion
oder eine Läsion
des Labrums
glenoidale
, d
er langen
Bizepssehne
oder des
mus
culus
s
ubscapularis
hätten sich keine finden lassen.
3.1.6
Am 3
1.
Oktober 2005
(Urk. 7/17, vgl. dazu auch Urk. 7/20/3)
nannte
Dr.
B._
zu
sätzlich zu den am
7.
Mai 2005 ge
nannten Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
eine
PHS
calcarea
rechts
,
ein
Impingement
,
eine
chronische
Bursitis seit Sommer 200
5.
Als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeits
fähig
keit nannte er einen Status nach Handgelenksoperation links seit 1988
Dr.
B._
berichtete, aufgrund
der Postpoliomyelitis habe der Beschwerdeführer per
manente Schmerzen im Gesäss und Bein links und sei im Gehen einge
schränkt. Neuerdings seien zudem auch noch Schulterschmerzen hinzu
ge
kom
men.
3.2
Im Rahmen der Neuanmeldung vom
2.
März 2011
gingen die folgenden me
dizi
nischen Berichte ein:
3.2.1
Prof.
Dr.
med.
I._
, Leiter Poliklinik, und
Dr.
med.
J._
, Assistenzarzt, Neuro
logische Klinik,
K._
,
nannten
im Bericht vom 1
5.
Dezember 2009
(Urk.
7/38/10-11
, vgl. dazu auch Urk. 7/38/6-9, Urk. 7/46/9)
als
Haupt
diagnosen
einen Verdacht auf ein
Post
poliosyndrom
mit langsam pro
gredienter
Athro
phie
des linken Unter
schenkels mit
Areflexie
sowie eine mögli
che Polio
myelitis in der Kindheit.
Dr.
I._
und
Dr.
J._
berichteten, anamnestisch und klinisch
fänden
sich ei
ne progrediente
Unterschenkelat
h
r
ophie
links verbunden mit Muskel
schmer
zen nach wahrscheinlicher Poliomyelitis in der Kindheit. Im somatischen
Neuro
status
bestehe
kein Anhalt für sonstige fokal-neurologische Ausfälle, ins
be
son
dere
nicht am rechten Bein, an den Armen und an den Hirnnerven und auch
keine Zeichen des
1.
Motoneurons
. Sie interpretierten die Symptomatik am ehes
ten im Rahmen des
Postpoliosyndromes
. Anhaltspunkte für eine ge
nerali
sierte
Motoneuronerkrankung
oder eine
radikuläre
Läsion bestünden keine.
3.2.2
Am 1
5.
April 2011 (Urk. 7/41/6) berichtete
Dr.
B._
, der Beschwerdeführer habe
im Herbst 2009 letztmals auf einer Bank gearbeitet und sei dann wegen Um
stru
kturierung entlassen worden. Er mache zwei gesundheitliche Gründe gel
tend,
welche ihn bei der Arbeitsaufnahme hinderten: Zum einen sei der Be
schwer
de
führer 1990
nach einem Unfall
am linken Handgelenk operiert worden (
Dr.
med.
L._
, Handchirurgie
K._
). Diesbezüglich bestehe eine Ein
schränkung der Handgelenksbeweglichkeit. Zum anderen liege ein
Post
polio
syndrom
des linken Fusses mit abgeschwächter Kraft des linken Beines
vor
. Nament
lich sei der Beschwerdeführer beim Stehen behindert, ins
be
sondere ent
stünden Schmer
zen beim Gehen an Ort.
Das Handgelenk links sowie die ver
minderte Kraft des linken Beines wirkten sich nachteilig bei der
Stellen
suche
aus. Für beide Leiden lägen ihm keine Berichte vor.
3.2.3
Dr.
med.
M._
diagnostizierte im Bericht vom 1
1.
Juli 2011 (Urk. 7/45
, vgl. da
zu
auch
Urk. 7/29/7,
Urk. 7/46/4, Urk. 7/46/5-7
,
Urk. 7/46/8
)
einen Verdacht auf
Status nach Poliomyelitis des linken Beines mit
At
h
rophie
und
Schmerz
syn
drom
,
ein
Lumbo
vertebralsyndrom
mit
Diskus
hernie
L4/5, ein
Zervikal
syndrom
mit
Osteo
chon
drose
C5/6 und
Hand
gelenks
schmer
zen
links bei Status nach Opera
tion im
K._
vor Jahren (die Unterlagen hät
ten nicht mehr be
schafft wer
den können) sowie eine reaktive Depression.
Dr.
M._
hielt fest, der Beschwerdeführer habe Schmerzen im Bereich des lin
ken Unterschenkels und im Bereich des linken Handgelenks beziehungsweise ober
halb bei einem Status nach einer Operation daselbst vor Jahren (Bericht vom
K._
werde besorgt). Er könne die linke Hand für die Tastatur nicht be
nü
t
zen, da sofort Schmerzen aufträ
ten (eingeschränkte Büroarbeit). Auch die
Lauf
strecke
sei auf zirka 100 bis 150 m beschränkt, längeres Stehen sei er
heb
lich erschwert. Der Beschwerdeführer arbeite im Moment als Freelancer
auf Ab
ruf im
Limousinenservice
, müsse manchmal auf Kunden in
Hotellobbies
oder im Flug
hafen warten. Ferner arbeite er auch als Übersetzer auf Abruf.
In seiner Beurteilung erläuterte
Dr.
M._
, es bestehe ein chronischer
Schmerz
zu
stand
im Bereich des linken Handgelenks. Ferner bestehe eine lumbale
Dis
kus
hernie
mit Beeinträchtigung der Stehfähigkeit, des Laufens und der Ge
brauchs
fähigkeit der linken Hand. Bekanntlich habe die Abklärung in der neu
ro
logischen Klinik, Zentrum für neuromuskuläre Erkrankungen, im De
zem
ber 2009 einen Zustand nach Postpoliosy
nd
rom
ergeben
. In der Computer
tomo
gra
phie der Lendenwirbelsäule (LWS) vom 2
8.
Oktober 2009 habe eine
rechts
late
rale
Dis
kus
hernie
L4/5 mit Obliteration des rech
t
e
n
Foramens
und mit einem kleinen
An
teil im Bereich des linken
Foramens
sowie eine leichte mediane
Pro
trusion
in L5/S1 nachgewiesen werden können. Die Tätigkeiten, welche der Be
schwerde
führer ausübe, seien im Rahmen der Willensanstrengungen zu ver
ste
hen. Da
rüber hinaus s
e
he er im Moment keine weitere
n
Einsatz
möglich
keiten
.
4.
4.1
In Frage steht vorliegend, ob sich die Erwerbsfähigkeit seit Erlass der Verfügung
am 1
6.
Januar 2006 (Urk. 7/23)
aufgrund eines veränderten Gesund
heits
zu
stan
de
s in mas
sgeblicher Weise verschlechtert hat
.
Ein Vergleich
der im
Rahmen der Neuanmeldung vom
2.
März 2011
einge
gan
gen Berichte (E. 3.2.1-3), mit den medizinischen Berichten, welche der Ver
fü
gun
g vom 1
6.
Januar 2006 zugrunde lagen, ergibt, dass der Beschwerdeführer
über
die
selben
somatischen
Beschwerden klagte
. So decken sich die festgehalten Be
schwerden
– mit Ausnahme der Schulterbeschwerden -
wie Rücken
schmer
zen, Schmerzen im Bereich des linken Unter
schenkels sowie
des
linken Hand
gelenks mit
den angegeben Be
schwerden, die bereits in den im Recht liegenden
Vor
akten
dokumentiert wurden
.
Entsprechend stellte
Dr.
M._
mit seiner Diag
nose eines Verdachtes auf einen Status nach Poliomyelitis des linken Beines mit A
tr
ophie und
Schmerz
syndrom
,
eines
Lumbo
verte
bral
syndromes
mit
Dis
kusher
nie
L4/5, ein
Zervikal
syndrom
mit
Osteochondrose
C5/6 und
Handgelenks
schmerzen
links bei einem Status nach einer Operation im
K._
vor Jahren auch im Wesentlichen
ähnliche
Diagnose
n
wie sie bereits
von
Dr.
B._
(E. 3.1.1
hie
vor
)
,
Dr.
C._
(E. 3.1.2
hievor
)
und
Dr.
D._
(E. 3.1.3
hievor
) sowie
Dr.
G._
(E.
3.1.
4
hievor
) genannt wo
rden
waren
.
Was den psychischen Gesundheitszustand des Beschwerdeführers anbelangt, so
l
ässt ein Vergleich der Berichte
von
Dr.
B._
vom
7.
Dezember 2004
(E. 3.1.1) und
Dr.
G._
vom
7.
Mai 2005
(E. 3.1.4)
mit dem Bericht von
Dr.
M._
vom 1
1.
Juli 2011 (E. 3.2.3) mit der darin genannten psychiatrischen Diag
nose
ebenfalls nicht auf eine Verschlechterung des psychischen Ge
sund
heits
zu
stan
des
schliessen
,
nannte
doch einzig
der behandelnde Neurologe
Dr.
M._
in einem ihm fremden Fachgebiet
im Bericht vom 1
1.
Juli 2011 (E. 3.2.3)
eine reaktive
De
pression
als psy
chiatrische Diagnose
.
Anzufügen bleibt, dass ohnehin
über
wiegend Umstände geschildert
wurden
(Urk. 7/46/5-7 S.
3
, vgl. dazu auch Urk. 3.1.4
hievor
)
, welche in den psycho
sozialen Umständen
(
Arbeits
platz
ver
lust
sowie finanzieller Engpass)
ihre hinreichende Erklärung finden und damit
versi
cherungsrechtlich
nicht relevan
t sind (vgl. dazu E. 1.2
hievor
; BGE 127 V 294
E.
5a
; Urteil des Bundesgerichts 8C_730/2008 vom 23. März 2009 E. 2). Hinzu
kommt,
dass sich der Beschwerdeführer einzig auf
grund somatischer Be
schwer
den zum Bezug von IV-Leistungen an
gemeldet hat
te und selbst der be
han
delnde Hausarzt
Dr.
B._
in seinem
Bericht vom 15.
April 2011
(E. 3.2.2)
keine
psy
chiatrische Diagnose
mit Auswirkung auf die
Arbeits
fähig
keit
(
mehr
)
nannte
und auch keine Anhaltspunkte hierfür erwähnte
.
Dass der
Beschwerdeführer schon im Jahr 2006
keine langandauernde
n
quanti
tativen Einschränkungen
auf die Arbeitsfähigkeit gehabt hatte, ergibt sich denn
auch aus seiner Erwerbsbiographie. So nahm er per Anfang Mai 2005 wieder eine
Erwerbs
tätigkeit als Sachbearbeiter bei d
er
N._
auf (Urk. 7/13)
und stellte
in der Folge
unter Be
weis, dass ihm die bisherige Tätig
keit
nach wie
vor auch nach erfolgter
und weit zurückliegender
Hand
ge
lenks
operation
, an
lässlich welcher i
h
m
eine Prothese eingesetzt w
o
rde
n war
sowie
un
ter Berück
sichtigung der Bein- un
d
Rücken
problematik
zumut
bar ist.
Daran ver
mag auch
der Einwand
nichts zu ändern, dass der Gesund
heitszustand ni
e fun
diert abge
klärt
worden sei, ist doch die Verfügung vom 1
6.
Januar 2006 in Rechtskraft er
wachsen.
Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass sich der Gesundheitszustand des Be
schwerdeführers seit der rentenabweisenden Verfügung vom 1
6.
Januar 2006 nicht wesentlich und damit revisionsrelevant verändert hat.
4.2
An dieser Beurteilung vermögen auch
die
weiteren
Vorbringen des Be
schwerde
führers nichts zu ändern.
So befand er die Situation vorweg unter Hinweis auf sein neues Betätigungsfeld (Übersetzer und
Limousinenchauffeur
statt
Banken
angestellter
) als verändert. Inwiefern sich indes die medizinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit konkret verschlechtert haben soll,
wurde nicht dargetan (Urk. 1 S.
4 unten). Für die Vornahme weiterer Abklärungen besteht bei dieser Akten
lage keine Veranlassung.
4.3
Nach dem Gesagten ergibt sich, dass die angefochtene rentena
bweisende
Ver
fügung
vom
7.
Mai 2012
nicht zu beanstanden ist. Die dagegen erhobene Be
schwerde ist somit abzuweisen.
5.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Ver
sicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichts
kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert fest
zulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
I
VG) und ermessensweise auf Fr. 7
00.-- a
nzusetzen und ausgangsgemäss dem
Beschwerdeführer aufzuerlegen.