Decision ID: 019af005-8c7b-4d7b-90d9-6a3b513599d5
Year: 2011
Language: de
Court: CH_BSTG
Chamber: CH_BSTG_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: penal_law

Die I. Beschwerdekammer hält fest, dass:
- die Eidgenössische Spielbankenkommission (nachfolgend „ESBK“) gegen den Gesuchsteller und weitere Beschuldigte eine Strafuntersuchung führt wegen des Verdachts der Widerhandlung gegen das Bundesgesetz vom 18. Dezember 1998 über Glücksspiele und Spielbanken (, SBG; SR 935.52), in deren Rahmen sie mit Verfügung vom 8. März 2011 u.a. den Betrag von Fr. 1080.- sowie ein Modem, welche A. bei der Durchsuchung des Spiellokals auf sich trug, beschlagnahmte (BV.2011.7, act. 1.1);
- A. hiergegen am 11. März 2011 bei der ESBK zu Handen der I. Beschwer-
dekammer des Bundesstrafgerichts Beschwerde erhob (BV.2011.7, act. 1) und ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege stellte;
- die I. Beschwerdekammer A. am 18. März 2011 unter anderem dazu ein-
lud, das ihm unter gleichem Datum zugestellte entsprechende Formular  Beilagen bis zum 28. März 2011 dem Gericht einzureichen (BV.2011.7, act. 3);
- A. mit seiner Eingabe vom 25. März 2011 auch das Formular unentgeltliche
Rechtspflege einreichte (act. 3);

Die I. Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass:
- sich gemäss Art. 25 Abs. 4 VStrR die Kostenpflicht im  vor der I. Beschwerdekammer nach Art. 73 StBOG richtet;
- Art. 73 StBOG selber keine detaillierte Regelung (insbesondere auch keine
solche zur unentgeltlichen Rechtspflege) enthält, sondern im Wesentlichen auf das Reglement des Bundesstrafgerichts vom 31. August 2010 über die Kosten, Gebühren und Entschädigungen in Bundesstrafverfahren (BStKR; SR 173.713.162) verweist;
- das BStKR keine Bestimmungen enthält, welche die Voraussetzungen der
unentgeltlichen Rechtspflege für Beschwerdeverfahren im Bereich des  regeln;
- es sich daher rechtfertigt, ergänzend die im BGG enthaltene Regelung zur
Anwendung zu bringen, was im Übrigen auch der bisherigen Rechtslage entspricht (vgl. hierzu schon den Entscheid des Bundesstrafgerichts BV.2010.78 vom 28. Januar 2011, E. 3);
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- eine Partei, die nicht über die erforderlichen Mittel verfügt, auf Antrag von
der Bezahlung der Gerichtskosten und von der Sicherstellung der  befreit werden kann, sofern ihr Rechtsbegehren nicht  erscheint (Art. 64 Abs. 1 BGG analog);
- es grundsätzlich dem Gesuchsteller obliegt, seine Einkommens- und Ver-
mögensverhältnisse umfassend darzulegen und soweit als möglich zu , wobei die Belege über sämtliche finanziellen Verpflichtungen des Gesuchstellers sowie über seine Einkommens- und Vermögensverhältnisse Aufschluss zu geben haben;
- den eingereichten Unterlagen unter anderem entnommen werden kann,
dass der Gesuchsteller über einen Personenwagen verfügt und für diesen eine Garage mietet (act. 3 S. 3; BV 2011.7, act. 1.4) und ausserdem eine mobile Telefon- und Internetverbindung betreibt („iPhone“; siehe BV.2011.7, act. 1.1 S. 2);
- bezüglich der verschiedenen geltend gemachten Aufwandposten bei-
spielsweise keine Unterlagen vorliegen, aus welchen die Höhe der  Krankenkassen- und Mobiliar-/Haftpflichtversicherungsprämien  würden;
- hinsichtlich der vom Gesuchsteller zu bezahlenden Steuern kein Konto-
auszug der Wohnsitzgemeinde vorliegt und diesbezüglich lediglich ein  Schuldbetrag angegeben wird, über die pro Jahr veranlagten Steuern sowie der entsprechenden Berechnungsgrundlagen jedoch  Aussagen gemacht werden;
- angesichts der offensichtlich gegen den Gesuchsteller vorliegenden Ver-
dachtsgründe (Polizeirapport BV.2011.7 act. 1.3 S. 3, Einvernahme B. BV.2011.7 act. 2.7, S. 2, „Drahtzieher“) die Beschwerde ohnehin als  zu betrachten ist;
- sein Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege demzufolge
abzuweisen ist;
- dem Gesuchsteller bis 11. April 2011 Frist gesetzt wird zur Leistung eines Kostenvorschusses von Fr. 1'500.--;
- die Kosten des vorliegenden Entscheides bei der Hauptsache bleiben;
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