Decision ID: ce6dea4a-2c15-52c7-b703-d415ebcae0fe
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._, geboren 1972, reiste im Februar 1999 von Italien in die Schweiz ein. Zuletzt war er seit dem 1. Mai 2011 als Glasmonteur bei der Y._ tätig (Urk. 8/7/4). Am 1. Dezember 2011 erlitt der Versicherte beim Heben einer schweren Glasplatte ein Verhebetrauma mit lumbalen Rücken
schmerzen (Urk. 8/12/26 und Urk. 8/72/15). Am 24. Mai 2012 (Eingangsdatum) meldete er sich unter Hinweis auf eine Diskushernie bei der Sozialversicherungs
anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk. 8/7). Die
IV-Stelle gab bei Dr. med. Z._, FMH Psychiatrie und Psychothera
pie, und Dr. med. A._, FMH Rheumatologie, von B._ eine Expertise in Auftrag, die am 20. Dezember 2012 erstattet wurde (Urk. 8/24). Mit Schreiben vom 6. Februar 2013 erklärte die IV-Stelle dem Versi
cherten, dass seine Erwerbsfähigkeit mit ein bis zwei CT- oder BV-kontrollierten Nervenwurzelinfiltrationen im Bereich periradikulär S1-Wurzel links wesentlich verbessert werden könne. Er werde im Rahmen seiner Mitwirkungs- bzw. Scha
denminderungspflicht aufgefordert, diese Massnahme umzusetzen (Urk. 8/27). Mit Schreiben vom 5. Juni 2013 teilten die Ärzte der Abteilung für Wirbelsäu
lenchirurgie der C._ mit, dass der Versicherte keine Infilt
ration und auch keine Operation möchte. Aus diesem Grund werde die Therapie konservativ bleiben (Urk. 8/32). Mit Mitteilung vom 7. Oktober 2013 hielt die IV-Stelle fest, dass zurzeit keine Arbeitsvermittlung möglich sei (Urk. 8/43). Vom 17. November 2014 bis zum 30. Juni 2015 war der Versicherte in einem 50%-Pensum als Arbeitnehmer im Bereich Industrie/Kantine bei der D._ (zweiter Arbeitsmarkt) angestellt (Urk. 8/64). In der Folge gab die IV-Stelle bei Dr. Z._ und Dr. A._ ein Verlaufsgutachten in Auftrag, das am 10. Februar 2016 erstattet wurde (Urk. 8/72). Mit Vorbescheid vom 7. Juli 2016 stellte die IV-Stelle dem Versicherten die Zusprache einer vom 1. Dezember 2012 bis zum 31. Oktober 2014 befristeten ganzen Rente in Aussicht (Urk. 8/77), wogegen dieser am 11. August 2016 Einwand erhob (Urk. 8/78; vgl. auch ergän
zende Einwandbegründung vom 22. September 2016, Urk. 8/83). Mit Schreiben vom 24. Oktober 2016 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, dass seine Ein
gliederungsfähigkeit mit einer mehrwöchigen multimodalen und psychologisch betreuten Rehabilitation erheblich verbessert werden könne. Im Rahmen seiner Mitwirkungspflicht werde er aufgefordert, sich einer solchen Massnahme zu unterziehen (Urk. 8/87). Schliesslich sprach die IV-Stelle dem Versicherten mit Verfügung vom 21. Dezember 2016 mit Wirkung ab dem 1. Dezember 2012 bis zum 31. Oktober 2014 gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 100 % eine ganze Rente zu. Für die Zeit ab dem 1. November 2014 verneinte sie einen Anspruch auf eine Rente bei einem ermittelten Invaliditätsgrad von 5 % (Urk. 2).
2.
Dagegen erhob der Versicherte am 30. Januar 2017 Beschwerde mit folgenden Anträgen (Urk. 1 S. 2):
1.
Es sei die Verfügung vom 2
1.
Dezember 2016 aufzuheben.
2.
Es sei die Beschwerdege
gnerin zu verpflichten, dem Bes
chwerdeführer die
gesetzlichen Leistungen auszurichten. Insbesondere sei die Beschwerdegegnerin zu
verpflichten, dem Beschwerdeführer ab
1.
November 2014 eine
unbefris
te
te
Invalidenrente auszurichten.
3.
Eventualiter sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, dem Beschwerdeführer
vom
1.
November 2014 bis zum
2.
Mai 2016 eine ganze Ren
te auszurichten, weitere
medizi
nische Abklärungen zu tätigen und gestützt da
rauf den Inva
liditätsgrad ab
3.
Mai 2016 zu bestimmen.
4.
Subeventualiter sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, weitere medizinische
Abklärungen zu tätigen und gestützt darauf den Invalidität
sgrad ab 1. November
2014 zu be
stimmen.
5.
Es sei ein zweiter Schriftenwechsel durchzuführen.
6.
Es sei dem Beschwerdeführe
r die unentgeltliche Rechtspfle
ge zu gewähren und in
der Person des Unterzeichnenden einen unentgeltliche
n Rechtsvertreter zu bestellen.
Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der
Be
schwerdegegnerin.
Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Beschwerdeantwort vom 7. März 2017 die Abweisung der Beschwerde (Urk. 7). Mit Verfügung vom 8. März 2017 wurde dem Beschwerdeführer die Beschwerdeantwort zugestellt. Gleichzeitig erklärte das Gericht, dass es die Anordnung eines weiteren Schriftenwechsels nicht als erforderlich erachte. Den Parteien bleibe es jedoch unbenommen, sich nochmals zur Sache zu äussern und weitere sachbezogene Unterlagen einzureichen (Urk. 9). Am 28. April und 19. Mai 2017 reichte der Beschwerdeführer weitere Eingaben (inkl. Honorarnoten) ein (Urk. 10 und Urk. 14). Mit Verfügung vom 23. Mai 2017 gewährte das Gericht dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Prozessführung und bestellte ihm Rechtsanwalt Kaspar Gehring, Zürich, als unentgeltlicher Rechtsvertreter für das vorliegende Verfahren (Urk. 16).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung,
IVG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden aus
geglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorlie
gens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitli
chen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Der Einkommensver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypothetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invali
ditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier
telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.4
Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leis
tung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung. Letztere setzt voraus, dass Revisionsgründe (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen) vorliegen, wobei der Zeitpunkt der Aufhebung oder Herabsetzung nach Massgabe des analog anwend
baren (AHI 1998 S. 121 E. 1b mit Hinweisen)
Art.
88a
der Verordnung über die Invalidenversicherung (
IVV
)
festzusetzen ist (vgl. BGE 121 V 264 E. 6b/dd mit Hinweis). Ob eine für den Rentenanspruch erhebliche Änderung des Invaliditäts
grades eingetreten und damit der für die Befristung oder Abstufung erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts im Zeitpunkt der Rentenzusprechung oder des Rentenbeginns mit demjenigen zur Zeit der Aufhebung beziehungsweise Herabsetzung der Rente (BGE 125 V 413
E.
2d am Ende, 369 E. 2, 113 V 273 E. 1a, 109 V 262 E. 4a, je mit Hinweisen; vgl. BGE 130 V 343 E. 3.5). Spricht die Verwaltung der versicherten Person eine befristete Rente zu und wird beschwerdeweise einzig die Befristung der Leistun
gen angefochten, hat dies nicht eine Einschränkung des Gegenstandes des Rechtsmittelverfahrens in dem Sinne zur Folge, dass die unbestritten gebliebenen Bezugszeiten von der Beurteilung ausgeklammert bleiben (BGE 125 V 413 E. 2d mit Hinweisen). Die gerichtliche Prüfung hat vielmehr den Rentenanspruch für den gesamten verfügungsweise geregelten Zeitraum und damit sowohl die Zusprechung als auch die Aufhebung der Rente zu erfassen (Urteil des Bundes
gerichts I 526/06 vom 31. Oktober 2006 E. 2.3 mit Hinweisen).
1.5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Verfügung damit, dass der Beschwerdeführer seit anfangs Dezember 2011 wegen eines Bandscheibenvorfalls vollumfänglich arbeitsunfähig gewesen sei. Gestützt auf die vorliegenden medi
zinischen Berichte – unter anderem das MRI vom 15. Juli 2014 – könne aber davon ausgegangen werden, dass er seit August 2014 für angepasste Tätigkeiten wieder zu 100 % arbeitsfähig sei. Nach Ablauf der einjährigen Wartezeit für den Rentenanspruch habe somit keine Arbeitsfähigkeit und eine Erwerbseinbusse res
pektive ein Invaliditätsgrad von 100 % bestanden. Ab August 2014 hätte der Beschwerdeführer ohne Behinderung ein Einkommen von Fr. 69'599.65 und mit Behinderung ein solches von Fr. 66'453.10 erzielen können. Dies ergebe eine Erwerbseinbusse von Fr. 3'146.55, weshalb ein Invaliditätsgrad von 5 % resul
tiere (Urk. 2).
2.2
Der Beschwerdeführer machte demgegenüber geltend, dass das Gutachten von Dr. A._ vom 10. Februar 2016 nicht nur inhaltliche Mängel aufweise, sondern auch auf Grundlage eines veralteten gesundheitlichen Zustands erstellt worden sei. Da diesem Gutachten kein Beweiswert zukomme, sei auf die aktuell beste
hende 100%ige Arbeitsunfähigkeit abzustellen. Eventualiter seien
gerichtliche medizinische Abklärungen zu tätigen oder es wären solche Abklärungen durch die Vorinstanz (mittels Rückweisung) tä
ti
g
en zu lassen. In jedem Fall könne
aber schon heute festgestellt werden, dass die
ab dem 1.
Dezember 2012 ausgerichtete Rente
nicht vor dem 2. Mai 2016, das heisse drei Monate nach Erstellung des
Gutachtens durch
Dr. A._, eingestellt werden dürfe (Urk. 1 S. 15 ff.).
3.
3.1
Die bis zur Begutachtung bei
Dr. Z._
und
Dr. A._
im Novem
ber/Dezember 2012 aufliegenden medizinischen Akten wurden im Gutachten
vom
2
0.
Dezember 2012 (
Urk.
8/24/3) zusammengefasst, weshalb sie vorliegend nicht noch einmal wiedergegeben werden. Soweit erforderlich, wird in den nach
folgenden Erwägungen jedoch darauf Bezug genommen.
3.2
Dr. Z._ und Dr. A._ stellten im bidisziplinären Gutachten vom 20. Dezember 2012 folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 8/24/16):
(1)
eine therapieresistente lumboradikuläre Reizsymptomatik der Wurzel S1 links ohne
Ausfallssymptomatik bei
-
rez
essaler Diskushernie L5/S
1 links mit Kompression der Nerv
enwurzel S1 links,
bei zusätzlicher arthrosebedingter foraminaler Stenosierung
-
ohne radikuläre Ausfallssymptomatik
-
reflektorische
r
Hartspannbildung paralumbal links
(2)
eine
Anpassungsstörung, leichte depressive Reaktion, auf Verlust der Arbeit unter
kränkenden Umständen (ICD-10 F43.21)
Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten Dr. Z._ und Dr. A._ keine. Sie erklärten, dass dem Beschwerdeführer eine repetitiv wirbelsäulenbelastende Tätigkeit, wie zum Beispiel die bisherige als Glasmonteur, dauerhaft nicht mehr zumutbar sei. Nach Abschluss der Therapie sei er für eine Tätigkeit, die nicht repetitiv in gebückter Stellung ausgeführt werde und die nicht mit repetitiv schwereren Gewichtsbelastungen (über 15 bis 20 kg) verbunden sei, ideal mit Wechsel zwischen sitzenden und stehenden Arbeitspositionen (zum Bei
spiel als Hausabwart, in mechanischen, Kontroll- oder Konstruktionstätigkeiten) voll arbeitsfähig (Urk. 8/24/16-17).
3.3
Die Ärzte der Abteilung für Wirbelsäulenchirurgie der C._ erklärten im Bericht vom 5. Juni 2013, dass der Beschwerdeführer weiterhin eine Radikulopathie S1 links ohne sensible oder motorische Ausfälle zeige. Die Phy
siotherapie führe nur zu einer leichten Besserung. Der Beschwerdeführer möchte absolut keine Infiltration und auch keine Operation. Aus diesem Grund werde die Therapie konservativ bleiben. Es sollte eine Umschulung durchgeführt werden (Urk. 8/32).
3.4
Prof. Dr. med. E._ von der Abteilung für Muskuloskelettale Radiologie der F._ hielt im an Dr. med. G._, FMH Allgemeine Innere Medizin, gerichteten Bericht vom 16. Juli 2014 fest, dass sich im MRI der Lendenwirbelsäule (LWS) vom 15. Juli 2014 im Vergleich zur Vor-MR-Untersuchung vom 7. März 2012 ein Grössenrückgang der mediolateralen Dis
kusprotrusion bzw. Diskushernie L5/S1 links zeige. Aktuell bestehe lediglich noch eine leichte Dorsalverlagerung der Nervenwurzel S1 links. Zudem sei eine sta
tionäre leichte Degeneration der Bandscheiben L4-S1 gegeben (Urk. 8/55/5).
3.5
Dr. med. H._ vom Zentrum für Wirbelsäulenleiden des I._ diagnostizierte im Bericht vom 17. März 2015 (1) einen lumbalen Mor
bus Scheuermann und (2) eine Diskushernie L5/S1. Der Beschwerdeführer sei ein
malig zur Zweitmeinung bei ihnen gewesen. Sie hätten ihm eine Operation vor
geschlagen. Der Beschwerdeführer lehne eine Operation jedoch ab (Urk. 8/56/7).
3.6
Dr. G._ gab im Verlaufsbericht vom 24. März 2015 (Eingangsdatum) an, dass der Beschwerdeführer im November 2014 eine Tätigkeit im J._ in einem 50%-Pensum aufgenommen habe. Seither habe er vermehrte Radikulopathie-Beschwerden mit zum Teil radikulärer Symptomatik. Es bestehe eine Verminderung der Leistungsfähigkeit um 50 % (Urk. 8/55/1-3).
3.7
Dr. med. K._, FMH Allgemeine Medizin, vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) erklärte in der Stellungnahme vom 28. April 2015, dass er nach nochmaliger Durchsicht der Akten denke, dass als Schadenminderungspflicht keine invasive Methode verlangt werden könne. Die Möglichkeit, dass dabei evtl. Komplikationen auftreten würden, sei zu gross. Die Verweigerung der Wurzelin
filtrationen habe somit keine Konsequenzen (Urk. 8/74/7).
3.8
Dr. Z._ und Dr. A._ führten im Verlaufsgutachten vom 10. Februar 2016 folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit an (Urk. 8/72/23-24):
(1)
ein zwischenzeitlich deutlich gebessertes belastungsabhängiges rest-
lumboverteb
rales Schmerzsyndrom
-
im Verlaufs-MRI deutlicher Grössenrückgang einer mediolateralen und
rezessalen Diskushernie L5/S1 links, aktuell ohne Hinweise weder für eine
Nervenwurzelreizung noch
für eine
Ausfallssymptomatik, keine facetten
-
gelenksfortgeleitete Symptomatik
-
im V
ergleich zur Voruntersuchung von
2012 keine Hartspannbildung mehr
-
gute Kompensation des lumbovertebralen Achsenskeletts mit freier und
schmerzloser Beweglichkeit, bis auf eine Endphasenmissempfindung im
Weichteilmantel paralumbosakral bei Flexion
mit Finger-Boden-Abstand vorne
30 cm (Bemerkung: beim Aus- und Ankleiden könne die
LWS
maximal flektiert
werden, ohne Hinweise für eine Schmerzperzeption. Dies sei zumindest etwas
diskrepant)
-
geringe Diskopathien L4 – S1, deutliche Grössenabnahme der ehemaligen links-
mediolateralen und rezessalen Diskushernie L5/S1 links, ohne aktuelle
Kompression der Nervenwurzel S1
(2)
eine depressive Episode, reaktiv nach Verlust der Arbeit und anderen
psychosozialen Belastungen (ICD-10 F32.0)
(3)
akzentuierte passive P
ersönlichkeitszüge (ICD-10 Z73.1
)
Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten Dr. Z._ und Dr. A._ keine. Sie gaben an, dass für sämtliche den im rheumatologischen Teil des Gutachtens aufgeführten Schonkriterien angepasste Tätigkeiten - auch aus psychiatrischer Sicht - eine 100%ige Arbeitsfähigkeit bestehe (Urk. 8/72/24).
3.9
RAD-Arzt Dr. K._ führte in der Stellungnahme vom 12. April 2016 aus, dass aufgrund der im MRI vom 15. Juli 2014 klar festgestellten rückgängigen Befunde medizinisch-theoretisch bereits ab August 2014, praktisch sicher ab Begutach
tung von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit ausge
gangen werden könne (Urk. 8/74/9).
3.10
Dr. med. L._, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom Zentrum für Endoprotethik und Gelenkchirurgie der F._ diagnostizierte im an den Beschwerdeführer gerichteten Bericht vom 8. Dezember 2016 eine aktivierte AC-Gelenksarthrose beidseits mit assoziierten Myogelosen im Bereich der Trapeziusmuskulatur beidseits, wahr
scheinlich im Rahmen einer Polyarthrose. Er erklärte, dass beim Beschwerdefüh
rer eine Polyarthrose mit morgendlichen Anlaufschmerzen und einer Fingerstei
figkeit beidseits bestehe. Dazu manifestiere sich eine bilaterale AC-Gelenks
arthrose. Er habe heute eine probatorische Infiltration in das rechte AC-Gelenk durchgeführt, wobei der Beschwerdeführer gut auf das Lokalanästhetikum angesprochen habe. Er sehe noch eine radiologische Abklärung beider Schulter
gelenke und eine nochmalige Verlaufskontrolle vor (Urk. 3/17).
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der angefochtenen Verfügung vom 21. Dezember 2016 (Urk. 2) in medizinischer Hinsicht in erster Linie auf die Gut
achten von Dr. Z._ und Dr. A._ vom 20. Dezember 2012 (Urk. 8/24) und vom 10. Februar 2016 (Urk. 8/72).
4.2
Die beiden Gutachten von
Dr. Z._
und
Dr. A._
basieren auf den erforderlichen fachärztlichen Untersuchungen (rheumatologisch und psychiat
risch) und wurden in Kenntnis der und Auseinandersetzung mit den Vorakten abgegeben. Die Gutachter haben detaillierte Befunde erhoben, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten des Beschwerdeführers auseinandergesetzt. Zudem haben sie die medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtend dargelegt. Die beiden
genannten
Gutachten erfüllen demnach grundsätzlich die rechtsprechungsgemässen Anfor
derungen an eine beweiskräftige ärztliche Entscheidungsgrundlage
(vgl. E. 1.5)
.
4.3
Was den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers in somatischer Hinsicht betrifft, kam Dr. A._ in der rheumatologischen Beurteilung vom 20. Dezember 2012 im Wesentlichen zum Schluss, dass der Beschwerdeführer aufgrund der bis
her therapieresistenten lumboradikulären Reizsymptomatik der Wurzel S1 links ohne Ausfallssymptomatik bei rezessaler Diskushernie L5/S1 links mit Kompres
sion der Nervenwurzel S1 links, bei zusätzlicher arthrosebedingter foraminaler Stenosierung aktuell in sämtlichen Tätigkeiten zu 100 % arbeitsunfähig sei (Urk. 8/24/16).
Diese Beurteilung ist nachvollziehbar und unumstritten.
4.4
4.4.1
In der rheumatologischen Beurteilung vom 10. Februar 2016 legte Dr. A._ dar, dass sich im Vergleich zur Voruntersuchung vom 7. Dezember 2012
das Bewe
gungsverhalten
des Beschwerdeführers und
die klinisch reproduzierbaren Befunde
wesentlich verbessert hätten. Dasselbe gelte für das Verlaufs-MRI der LWS vom 15. Juli 2014 im Vergleich zum MRI vom 7. März 2012. Hinweise
für eine radikuläre Reizsymptomatik
lägen nicht mehr vor. Die Beweglichkeit des gesamten Achsenskeletts sei frei und nicht eingeschränkt. Dies komme beim Aus- und Ankleiden und beim
Beweg
ungsverhalten zum Ausdruck. Die früher
beschriebene Harts
pannbildung paralumbal links sei heute nicht mehr vorhan
den. Es bestünden auch k
eine Triggerpunkte mehr. Der Verlau
fs-MRI-Befund der LWS vom 15. Juli 2014 dokumentiere
im Vergleich
zur Erstuntersuchung vom 7. März
2012 eine Grössenabnahme der Diskushernie L5/S1
mit fehlender Kom
pression der S1
-N
ervenwurzel. Der
protrahierte
und langwierige Verlauf erkläre
sich durch die beschränkten therapeutischen Optionen, mit praktisch ausschliess
lich Physiotherapien von zum Teil fraglicher Quali
tät (diesen Eindruck gewinne er aufgrund der Beschreibung der angewandten Techniken) und zeitweise Ein
nahme von Schmerzmitteln. Eine Nervenwurzelinfiltration habe bekanntlich nicht durchgeführt werden können, da der Beschwerdeführer demgegenüber sehr zurückhaltend eingestellt gewesen sei.
Eine solche Massnahme wäre akt
uell nicht mehr indiziert, da
keine Hinweise für eine radikuläre Mitbeteiligung
vorhanden seien
.
Ebensowenig bestehe eine Indikation für eine Operation.
Es sei häufig, dass bei fehlenden radikulären Ausfällen monosegmenta
le Bandscheibenhernien vor allem
bei noch jüngeren Pa
tienten eine gute Prognose hätten. Die Diskushernien würden resorbiert und
schli
essl
ich vernarben
, und es resultiere
damit of
t eine gute Situation. Es handle
sich um e
ine monosegmentäre Diskopathie, welche bei im ü
brigen unauffälligen
Segmenten prognostisch günstig sei. Allerdings müsse
eine bleibende Belastbarkeitseinschränkung mit dem notwendigen
Einhalten von Schonkriterien berücksichtigt werden. Nicht mehr zumutbar seien repetitive
Gewic
htsbelastungen über 15 - 20 kg und monoton oder repetitiv vornüber gebückte Arbeitspositionen. Ideal sei ein
Wechsel zwischen sitzenden und ste
henden Arbeitsabläufen
.
Für eine Tätigkeit,
die diese Schonkriterien erfülle, sei bezogen
auf ein volles Pensum e
ine 100%ige Arbeitsfähigkeit
zumutbar un
d aus
gewiesen.
Die angestammte Tätigkeit als Glasmonteu
r erfülle diese Kriterien nicht. Sie sei
zu anstrengend für eine solche
veränderte lumbale Wirbelsäule (Urk. 8/72/20-21).
4.4.2
Diese Einschätzung von Dr. A._ ist angesichts der genannten Befunde sowie der dazugehörigen Erläuterungen ebenfalls plausibel.
Was der Beschwerdeführer dagegen vorbrachte, ist nicht stichhaltig. Wie unter E. 4.4.1 dargelegt, stützte sich Dr. A._ bei seiner Beurteilung der Arbeitsfähig
keit auf die Ergebnisse und Beobachtungen aus seiner eingehenden klinischen Untersuchung vom 2. Februar 2016 und daneben auch auf die Ergebnisse des MRI der LWS vom 15. Juli 2014. Der Vorwurf, Dr. A._ habe den in diesem MRI genannten Rückgang der Diskushernie deutlich überschätzt (Urk. 1 S. 14), vermag unter diesen Umständen nicht zu überzeugen.
Dass sich Dr. A._ nicht hinreichend mit den entgegenstehenden Meinungen der behandelnden Ärzte auseinandergesetzt haben soll (Urk. 1 S. 14), ist unzu
treffend. Dr. A._ wies darauf hin, dass er – anders als Dr. H._ im Bericht vom 17. März 2015 (Urk. 8/56/7) – eine Operation als nicht indiziert erachte, was angesichts des ausführlich beschriebenen gebesserten Beschwerdebildes nach
vollziehbar erscheint. Anderslautende fachärztliche Beurteilungen zur Arbeitsfä
higkeit liegen sodann gar nicht vor. Dr. G._ begründete die um 50 % ver
minderte Leistungsfähigkeit im Bericht vom 24. März 2015 im Wesentlichen mit Radikulopathie-Beschwerden (Urk. 8/55/1). Solche Radikulopathie-Beschwerden konnte Dr. A._ im Rahmen seiner Untersuchung vom 2. Februar 2016 indes nicht mehr feststellen (Urk. 8/72/20-21). Im Weiteren war Dr. A._ auch die Diagnose eines lumbalen Morbus Scheuermann bekannt (Urk. 8/72/5). Er kam aber offenbar zum Schluss, dass dieses Rückenleiden den Beschwerdeführer in einer angepassten Tätigkeit mit dem von ihm detailliert umschriebenen Belas
tungsprofil nicht zusätzlich einschränkt.
Ebenfalls unzutreffend ist, dass Dr. A._ in seinem Gutachten vom 10. Februar 2016 immer wieder vorwurfsvoll das Nichtbefolgen seines Ratschlages, sich Ner
venwurzelinfiltrationen zu unterziehen, in den Vordergrund gerückt habe (Urk. 1 S. 12). Ferner legte Dr. A._ dar, dass nach so langer Arbeitsunfähigkeit und fehlender beruflicher Integration eine auch psychologische Dekonditionierung und Schmerzfixierung häufig zu beobachten sei. Entsprechend wichtig wäre eine Wiedereingliederung, was aber nur mit einer psychosozialen und psychologi
schen Unterstützung gelinge. Vor diesem Hintergrund empfahl Dr. A._ eine mehrwöchige multimodale, auch psychologisch betreute stationäre Rehabilita
tion in einer ausgewiesenen R&R Klinik (Urk. 8/72/22). Auch dies leuchtet ein. Ein unaufgelöster Widerspruch zwischen dieser Empfehlung und seiner Einschät
zung einer medizinisch-theoretisch 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepass
ten Tätigkeit ist – entgegen dem Vorbringen des Beschwerdeführers (Urk. 1 S. 15) – nicht gegeben. Ebensowenig vermag der Umstand, dass der Beschwerdeführer, der grundsätzlich als zur Aufnahme einer Erwerbstätigkeit motiviert beschrieben wurde, seinen Gesundheitszustand selber deutlich anders einschätzte als Dr. A._ (Urk. 1 S. 14 und Urk. 8/72/20-22), den Beweiswert des Gutachtens von Dr. A._ zu erschüttern.
Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass aufgrund der im vorliegenden Beschwerdeverfahren nachgereichten Berichte der F._ aus dem Zeitraum vom 5. Oktober bis zum 13. Dezember 2016 (Urk. 3/16-18), in denen nebst Schulterschmerzen eine morgendliche Finger- und Handgelenkssteifigkeit erwähnt wurden, keine relevante Verschlechterung des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers in einer angepassten Tätigkeit
ausgewiesen
ist
.
Zu beachten ist in diesem Zusammenhang, dass für das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung der Gesetzmässigkeit der angefochtenen Verfügung einzig derjenige Sachverhalt massgebend ist, der sich bis zum Erlass des angefochtenen Verwal
tungsaktes – das heisst vorliegend bis am 21. Dezember 2016 – realisiert hat (
BGE 130 V 138 E. 2.1 mit Hinweis).
Dass der Beschwerdeführer bereits anlässlich der Untersuchung vom 2. Februar 2016 von Schulterschmerzen berichtet habe, diese aber von Dr. A._ nicht ernst genommen worden seien (Urk. 1 S. 16), ist im Übrigen wenig plausibel.
4.5
Im Weiteren ist zu prüfen, wann die Verbesserung des somatischen Gesundheits
zustands eingetreten ist.
Dr. A._ hat sich im Gutachten vom 10. Februar 2016 nicht retrospektiv zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers geäussert (Urk. 8/72). Die Beschwerde
gegnerin kam gestützt auf die Stellungnahme von RAD-Arzt Dr. K._ vom 12. April 2016 (Urk. 8/74/7) zum Schluss, dass unter anderem bereits im
MRI der LWS vom 15. Juli 2014 eine Befundbesserung ersichtlich gewesen sei, weshalb ab August 2014 von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit ausgegangen werden könne (Urk. 2). Im Bericht der F._ zu diesem MRI war zwar tatsächlich insbesondere von einem im Vergleich zur Vor-MR-Untersuchung vom 7. März 2012 erfolgten Grössenrückgang der medio
lateralen Diskusprotrusion bzw. Diskushernie L5/S1 links und einer aktuell lediglich noch leichten Dorsalverlagerung der Nervenwurzel S1 links die Rede (Urk. 8/55/5). Weitere medizinische Unterlagen, die bereits zum damaligen Zeit
punkt auf eine massgebliche Verbesserung der Rückenproblematik schliessen las
sen, liegen jedoch nicht vor. Allein gestützt auf das Ergebnis dieser bildgebenden Untersuchung ist eine erhebliche und dauerhafte Verbesserung der Rückenbe
schwerden des Beschwerdeführers nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nicht nachgewiesen. Dies auch vor dem Hintergrund, dass Dr. G._ im Bericht vom 24. März 2015 in der Folge noch von vermehrten Radikulopathie-Beschwerden im Zusammenhang mit der in einem 50%-Pensum bei der D._ im zweiten Arbeitsmarkt ausgeübten, körperlich eher leichten Tätigkeit berichtete und der Beschwerdeführer mehrfach krankheitsbe
dingt ausfiel (Urk. 8/55/1 und Urk. 8/64). Eine erhebliche Verbesserung des somatischen Gesundheitszustands ist daher erst ab dem Zeitpunkt der Begutach
tung bei Dr. A._ im Februar 2016 ausgewiesen.
5.
5.1
Was den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers in psychiatrischer Hinsicht anbelangt, kam Dr. Z._ sowohl im Gutachten vom 20. Dezember 2012 (Urk. 8/24/8 und Urk. 8/24/16-17) als auch in der Expertise vom 10. Februar 2016 (Urk. 8/72/24) zum Schluss, dass beim Beschwerdeführer keine bzw. keine anhaltende Arbeitsunfähigkeit bestehe.
5.2
Diese Beurteilung ist angesichts der genannten Befunde ebenfalls nachvollzieh
bar. Dies auch mit Blick darauf, dass der langjährige Hausarzt Dr. G._ beim Beschwerdeführer bislang nie eine psychiatrische Diagnose gestellt hat (Urk. 8/11/1 und Urk. 8/55/1) und der Beschwerdeführer auch noch nie in fach
psychiatrischer oder psychotherapeutischer Behandlung war (Urk. 8/72/13) bzw. eine solche Behandlung selber bislang offenbar nicht als erforderlich erachtete.
6
.
6
.1
Nach Ablauf des Wartejahres Ende November 2012 bestand daher eine Erwerbs
unfähigkeit von 100 % und damit auch ein Invaliditätsgrad von 100 %. Demnach hat der Beschwerdeführer ab dem
1.
Dezember 2012 Anspruch auf eine ganze Rente der Invalidenversicherung (vgl. E.
1.3
).
6
.2
Für die Zeit
ab Juni 2016
(gesundheitliche Verbesserung ab
anfangs Februar
2016 zuzüglich 3 Monate gemäss
Art. 88a Abs. 1 IVV) kann
auf den von der Beschwer
degegnerin in der angefochtenen Verfügung vom
21. Dezember 2016
(Urk. 2) vorgenommenen Einkommensvergleich, der einen rentenausschliessenden Inva
liditätsgrad von
5
% ergab, verwiesen werden. Die Grundlagen dieses Einkom
mensvergleichs wurden vom Beschwerdeführer nicht in
H._
gezogen (Urk. 1). Für eine nähere Überprüfung von Amtes wegen besteht kein Anlass (BGE 125
V
413 E. 1b und E. 2c). Darauf hinzuweisen ist einzig noch, dass selbst bei Berück
sichtigung des vom Beschwerdeführer
geltend gemachten
, maximal zulässigen Leidensabzug
s
von 25
%
ein Invalide
neinkommen von Fr. 49‘839.85 (Fr. 66‘453.10
x 0,75), ei
ne Erwerbseinbusse von Fr. 19‘759.80 (Fr. 69‘599.65
–
Fr. 49‘839.85
) und somit ein nicht mehr rentenbegründender Invaliditätsgrad von gerundet
28 % (Fr. 19‘759.80 : Fr. 69‘599.65) resultieren würde (vgl. E. 1.3
).
Der ab dem
1. Dezember 2012
bestehende Rentenanspruch ist daher bis zum
31. Mai 2016 zu befristen.
6.3
Erörterungen zum Hinweis des Beschwerdeführers,
es seien ihm bei Bejahung einer Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit berufliche Eingliederungs
massnahmen zu gewähren (Urk. 1 S. 17), erübrigen sich. Dies, weil die angefoch
tene Verfügung, deren Inhalt den beschwerdeweise weiterziehbaren Anfech
tungsgegenstand bestimmt
(vgl. BGE 131 V 164 E. 2.1; 125 V 413 E. 1a), einzig das Rentenbegehren beurteilt.
7.
In teilweiser Gutheissung der Beschwerde ist die angefochtene Verfügung deshalb aufzuheben und es ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer ab
dem 1. Dezem
ber 2012 bis zum 31. Mai 2016
Anspruch auf eine ganze Rente hat. Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen.
8
.
8.1
Die Gerichtskosten, die nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert zu bemessen sind (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG), s
ind auf Fr. 7
00.-- anzuset
zen. Ausgangsgemäss
sind sie zur Hälfte dem Beschwerdeführer und zur Hälfte der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen,
wobei der auf den Beschwerdeführer ent
fallende Kostenanteil zufolge
der bewilligten
unentgeltlichen Prozessführung
(Urk. 16)
einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen ist.
8.2
Rechtsanwalt Kaspar Gehring machte mit Honorarnote
n
vom 2
8.
April
und 19. Mai 2017 einen Aufwand von insgesamt 26
Stunden und Barauslagen von Fr.
234.--
geltend (Urk. 10
und Urk. 14
)
.
Nachdem Rechtsanwalt Gehring den Beschwerdeführer bereits im vorangegangenen Verwaltungsverfahren vertreten und damit schon über Aktenkenntnis verfügt hatte (vgl. Urk. 8/79), erscheint der geltend
gemachte
Aufwand von
17,4 Stunden für das Aktenstudium und Verfas
sen der
Beschwerde
mit Blick auf ähnlich gelagerte Fälle
allerdings
als
deutlich
zu hoch.
Dafür ist ein Aufwand von 9
Stunden angemessen
. Der übrige Stunden
aufwand ist mit 9 Stunden mit Blick darauf, dass im Rahmen der unentgeltlichen Verbeiständung lediglich der notwendige Aufwand zu entschädigen ist, nicht begründet. Er ist ermessensweise auf 3 Stunden festzusetzen,
so dass der für das Be
schwerdeverf
ahren notwendige Aufwand auf 12
Stunden zu kürzen ist. Beim gerichtsüblichen Stundenansatz von
Fr. 22
0.-- ergibt dies eine Entschädigung
von Fr.
3‘079.30
(inkl. Barauslagen
und MWSt
).
Die Entschädi
gung hat zur Hälfte (resp. Fr. 1‘544.65
) aus der Gerichtskasse zu erfolgen, und zur anderen Hälfte (
resp. Fr. 1‘544.65
) hat die Beschwerdegegnerin wegen teilweisen Unterliegens die Entschädigung zu leisten.