Decision ID: c4258d2c-149f-491c-8f54-93667dd8e639
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_VG
Chamber: ZH_VG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: public_law

hat sich ergeben:
hat sich ergeben:
I. A (geboren 2004) besuchte ab dem Schuljahr 2008/2009 in der Gemeinde B zunächst den Kindergarten und anschliessend die Primarschule. Mit Schreiben vom 1. Juni 2015 ersuchten die Eltern von A, C und D, die Schulpflege sinngemäss darum, die Schulung von A in der Privatschule E ab August 2015 zu bewilligen, die Kosten von Fr. 42'000.- für zwei Schuljahre bis Juli 2017 zu übernehmen sowie ihnen für eine ausserschulische logopädische Abklärung Fr. 1'100.- zu bezahlen und sich an der psychologischen Betreuung von Oktober 2014 bis Juli 2015 zur Hälfte zu beteiligen. Am 18. Juni 2015 wies die Schulpflege das Begehren um Versetzung in die Privatschule E und Übernahme der Schulkosten ab. Mit Beschluss vom gleichen Tag wies sie sodann auch die übrigen Begehren ab, welche sie als Haftungsbegehren behandelte.
II.
Mit Rekurs vom 18. Juli 2015 beantragen C und D beim Bezirksrat G Folgendes:
" 1. Dieser Rekurs sei gutzuheissen und die beiden Beschlüsse der Schule B vom 18.6.2015 aufzuheben.
2.1 Der Antrag Versetzung A in die Privatschule E vom 1.6.2015 sei gutzuheisssen.
2.2 Der Antrag Kostenübernahme von 2 Schuljahren vom 1.6.2015 sei gutzuheissen.
2.3 Der Antrag Kostenübernahme logopädische Abklärung vom 1.6.15 sei gutzuheissen.
2.4 Die Anträge Kostenübernahme psychologische und medizinische Behandlung von A vom 1.6.2015 seien gutzuheissen."
Mit Präsidialverfügung vom 23. Juli 2015 trat der Bezirksrat G auf die Anträge 1, 2.3 und 2.4 sinngemäss nicht ein, soweit diese den Beschluss betreffend Haftungsbegehren betrafen, und überwies die Angelegenheit in diesem Umfang an das Bezirksgericht G. Im Übrigen wies der Bezirksrat den Rekurs mit Beschluss vom 14. März 2016 ab.
III.
C und D liessen am 12./18. April 2016 Beschwerde beim Verwaltungsgericht führen und beantragen, unter Entschädigungsfolge sei der Beschluss vom 14. März 2016 aufzuheben und die Gemeinde B zu verpflichten, das Schulgeld für die Schulung von A an der Privatschule E im Betrag von insgesamt Fr. 42'000.- zu übernehmen. Weiter sei die Präsidialverfügung vom 23. Juli 2015 "als nichtig aufzuheben" und die Angelegenheit diesbezüglich an den Bezirksrat G zurückzuweisen. Der Bezirksrat G verzichtete am 26./27. April 2016 unter Verweis auf die Begründung seines Entscheids auf eine Vernehmlassung. Die Gemeinde B schloss mit Beschwerdeantwort vom 16. Mai/16. Juni 2016, unter Entschädigungsfolge "(zuzüglich Mehrwertsteuer)" sei die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. Mit weiteren Stellungnahmen von C und D vom 11. Juli, 29. August und 21. September 2016 sowie der Gemeinde B vom 16. August und 12. September 2016 wurde an den jeweiligen Anträgen festgehalten.

Die Kammer erwägt:
Die Kammer erwägt:
1. 1.1 Das Verwaltungsgericht ist für Beschwerden gegen erstinstanzliche Rekursentscheide eines Bezirksrats über Anordnungen einer Schulgemeinde etwa betreffend die Kostenübernahme für eine externe Schulung bzw. für therapeutische Abklärungen und Massnahmen sowie selbständig eröffnete Entscheide eines Bezirksrats über seine Zuständigkeit in diesem Zusammenhang nach § 75 des Volksschulgesetzes vom 7. Februar 2005 (VSG, LS 412.100) und § 41 in Verbindung mit §§ 19 Abs. 1 lit. a und Abs. 3 Satz 1, 19a, 19b Abs. 2 lit. c sowie §§ 42–44 e contrario des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG, LS 175.2) zuständig.
1.2 Die Beschwerdeführenden beantragen unter anderem, es sei eine Präsidialverfügung der Vorinstanz vom 23. Juli 2015 aufzuheben, mit der die Vorinstanz ihre Zuständigkeit teilweise verneint hat. Bei dieser Verfügung handelt es sich um einen Zwischenentscheid im Sinn von § 41 Abs. 3 in Verbindung mit § 19a Abs. 2 VRG und Art. 92 Abs. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110). Gegen solche Zwischenentscheide steht die sofortige Beschwerde offen; mit dem Endentscheid können sie hingegen nicht mehr angefochten werden (Art. 92 Abs. 2 BGG).
Nach § 53 Satz 2 VRG in Verbindung mit § 22 Abs. 1 Satz 1 VRG ist die Beschwerde innert 30 Tagen einzureichen. Diese Frist beginnt am Tag nach Zustellung des angefochtenen Entscheids zu laufen (§ 11 Abs. 1 Satz 1 VRG) und ist gewahrt, wenn die Beschwerde am letzten Tag der Frist beim Verwaltungsgericht eintrifft oder zu dessen Händen der schweizerischen Post übergeben wurde (§ 70 in Verbindung mit § 11 Abs. 1 f. je Satz 1 VRG). Die vorinstanzliche Verfügung vom 23. Juli 2015 wurde den Beschwerdeführenden am 24. Juli 2015 zugestellt. Aufgrund des bis zum 15. August 2016 dauernden Fristenstillstands (§ 71 VRG in Verbindung mit Art. 145 Abs. 1 lit. b der Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 [SR 272]) begann die Beschwerdefrist am 16. August 2015 zu laufen und endete am 14. September 2015. Die erst am 18. April 2016 der schweizerischen Post übergebene Beschwerde erweist sich damit als offenkundig verspätet.
Die Beschwerdeführenden machen geltend, die Verfügung vom 23. Juli 2015 sei nichtig, weil sie gegen die "Volksschulgesetzgebung" verstosse. Mangelhafte Verfügungen sind nur dann nichtig, wenn sie an einem schweren Mangel leiden, der offensichtlich oder zumindest leicht erkennbar ist, und zudem die Rechtssicherheit durch die Annahme der Nichtigkeit nicht ernsthaft gefährdet wird. Als Nichtigkeitsgründe fallen in erster Linie funktionelle und sachliche Unzuständigkeit der entscheidenden Behörde sowie krasse Verfahrensfehler in Betracht (BGE 132 II 21 E. 3.1, 117 Ia 202 E. 8a; VGr, 11. Juni 2003, PB.2003.00011, E. 3c; René Wiederkehr/Paul Richli, Praxis des allgemeinen Verwaltungsrechts, Bern 2012, Rz. 2554 ff.). Allein die Behauptung der Beschwerdeführenden, die Verfügung vom 23. Juli 2015 verstosse gegen materielles Recht, kann nicht zu deren Nichtigkeit führen. Im Übrigen sind auch keine anderen Gründe ersichtlich, welche diese Verfügung als nichtig erscheinen liessen.