Decision ID: da113caf-f0f5-4864-80c0-ae447d00f630
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren
1954,
war
von August 2000 bis
September 2006 beziehungsweise
März 2007
als Metallbauer bei der
Y._
angestellt
(
Urk.
6/13
).
Von
September 2007
bis August 2010
war
er
als
Temporärarbeiter
für die
Personalverleiherin
Z._
tätig
und leistete Einsätze als
Metallbauschlosser
bei der
A._
(
Urk.
6/8/3,
Urk.
6/12
,
Urk.
6/87
,
Urk.
6/106,
Urk.
6/202/85
)
.
Am
3.
April 2004
hatte sich der Versicherte bei einem
Auffahrunfall
eine Distor
sion der Halswirbel
säule (HWS) zugezogen
(
Urk.
6/
20/197
-198).
Mit formloser Mitteilung vom
8.
Februar 2005 (
Urk.
6/4/3-4) schloss die Schweize
rische Unfallversicherungsanstalt
(SUVA)
den Fall per sofort ab und stellte ihre für die Folgen des Unfallereignisses erbrachten Versicherungs
leistungen ein.
Für
einen vom Versicherten am 1
9.
April 2007 gemeldeten Rückfall (
Urk.
6/20/146
147) verneinte die SUVA ihre
Leistungspflicht mangels wahr
scheinlichen Kau
salzusammenhangs zwischen den geltend gemachten Beschwerd
en und dem Ereignis vom
3.
April 2004 (Urk.
6/145), was vom hiesigen Gericht mit Urteil vom
9.
August 2011 (Urk.
6/172/44-59; Verfahren Nr. UV.2010.00163) und vom Bundesgericht mit Urteil
8C_714/2011 vom
4.
Mai 2012
bestätigt wurde.
1.2
U
nter Hinweis auf
eine
Migräne, Kopf
schmer
zen und Schwindel
meldete sich der Versicherte am
3
1.
Dezember 2007
bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug
an (
Urk.
6/5
). Die Sozial
versicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
klärte die medizinische und erwerbli
che Situation ab, zog Akten
der
SUVA
(
Urk.
6/20)
bei
und veranlasste
ein neurologisches Gut
achten
beim
B._
,
Neurologische Klinik und Poliklin
ik,
wel
ches am 2
6.
September 2008 erstattet wurde (
Urk.
6/33). Am 1
6.
Februar 2009 auferlegte die IV-Stelle dem Versicherten eine Schadenminde
rungspflicht
im Sinne einer stationären Mass
na
hme zum Analgetika-Entzug (
Urk.
6/34), welche der Versi
cherte in der
Folge durchführte (vgl.
Urk.
6/
59-60).
Mit Vorbescheid vom 1
8.
Dezember 2009
(
Urk.
6/74)
stellte die IV-Stelle dem Versicherten ab August 2007 die Ausrichtung einer
Dreiviertelsrente
und ab Oktober 2009 die Ausrichtung einer
V
iertelsrente
in Aussicht
. Nachdem die Pensi
onskasse de
s Versicherten hiergegen am 2
1.
Dezember 2009 (
Urk.
6
/75) beziehungs
weise am 2
8.
Januar 2010 (
Urk.
6
/79) Einwand erhoben hatte, tätigte die IV-Stelle
ergänzende
erwerbliche Abkläru
ngen
und
stellte mit Vorbescheid vom 2
0.
August 2010
(
Urk.
6/100)
alsdann einen
abschlägigen Rentenentscheid in Aussicht
.
Hiergegen erhob
der Versicherte am 2
2.
Se
ptember 2010 Einw
ä
nd
e
(
Urk.
6/107) und reichte ein neurologisch-psychiatrisches Parteigutachten vom 2
0.
September 2010 (
Urk.
6/
105) zu den Akten
.
Daraufhin
stellte
die IV-Stelle
dem Versicherten m
it Vorbescheid vom 2
1.
März 2011
(
Urk.
6/
130) die Aus
richtung einer
Dreiviertelsrente
ab
1.
April
2005
in Aussicht
, welche aufgrund verspäteter Anmeldung ab
1.
Januar 20
07 ausbezahlt werde
.
Hiergegen erhob die
Pensionska
sse des Versi
cherten am 2
4.
März (
Urk.
6
/133) bezieh
ungsweise am
2.
Mai 2011 (
Urk.
6
/140)
abermals
Einwände.
1.
3
Am 2
7.
Juli
2011 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, dass zur Abklärung seines Leistungsanspruches eine medizinische Abklärung im
C._
notwendig sei (
Urk.
6/148
)
.
Mit
Zwi
schenverfügung
vom 1
0.
Januar 2012
(
Urk.
6/162)
hielt
die IV-Stelle
an der
Begutachtung
im
C._
fest. Die Gutachtensanordnung wurde vom hiesigen Gericht mit Urteil vom
3
1.
Mai 2012
geschützt
(
Urk.
6/181; Verfah
ren Nr.
IV.2012.00206)
. Auf die vom Versicherten dagegen am 2
8.
August 2012 erhobene Beschwerde (
Urk.
6/182) trat das Bundesgericht mit Urteil vom 16.
Oktober 2012 nicht ein (
Urk.
6/189).
Das
polydisziplinäre (
neurologische
, psychiatrische und
orthopädisch-traumato
lo
gische
)
C._
-Gutachten
wurde am 1
9.
Juli 2013 erstattet (
Urk.
6/210).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
6/217,
Urk.
6/222) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom
8.
Juli 2014
(
Urk.
6/224 =
Urk.
2) einen Renten
anspruch.
2.
Der Versicherte erhob am
8.
September 2014
Beschwerde gegen die Verfügung vom
8.
Juli 2014
(
Urk.
2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei
en
ihm
die gesetzlichen Leistungen, insbesondere eine Rente
,
zuzusprechen
. E
ventuell sei
die Streitsache zur weiteren Sachverhaltsabklärung an die Vorinstanz zurück
zuweisen. Im Sinne eines Verfahrensantrags beantragte er eventualiter,
es
sei eine gerichtliche BEFAS-Abklärung in Auftrag zu geben (
Urk.
1 S. 2
).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
1
3.
Oktober 2014
(
Urk.
5
) die Abweisung der Beschwerde.
Am 2
7.
April 2015 liess sich der Beschwerde
führer unter Beilage eines Berichts
betreffend eine
im März 2015
durchgeführte Poten
z
ialerhebung
(
Urk.
9)
erneut vernehmen (
Urk.
8). Diese
Eingabe wurde der Beschwerdegegnerin am 2
9.
April 2015
zur
Kenntnis ge
bracht
(
Urk.
10).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist
der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesund
heit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.
3
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (
Urk.
2)
gestützt auf das
C._
-Gutachten
davon aus,
dass de
r
Beschwerdeführer
seine
bisherige
schwere
Tätigkeit seit drei Jahren nicht mehr
ausüben könne
,
ihm aber
eine angepasste
Tätigkeit - mit näher dargelegtem Ressourcenprofil - seit dem Jahr 2004
zu
1
00
%
zumutbar sei
(S. 2 oben)
.
Gestützt darauf
ermittelte sie einen rentenausschliessenden
Invaliditätsgrad von 38
%
(S. 2 unten)
.
2.2
Der Beschwerdeführer
stellte
in seiner Beschwerde (
Urk.
1)
die im
C._
Gut
achten aus neurologischer Sicht attestierte Arbeitsfähigkeit in Frage, dies im Wesentlichen mit der Begründung, dass es nicht richtig sein könne, dass ein langjähriges und mehrfach bestätigtes Migräneleiden überhaupt keinen Ein
fluss auf die Arbeitsfähigkeit haben solle
(S. 4
Ziff.
10).
Die Gutachter be
schrieben das Beschwerdebild beschönigend als Kopfschmerzproblematik. An Kopf
schmerzen leide er schon seit über zehn Jahren, diese beeinträchtigten ihn nicht (meh
r). Was ihn aber beeinträchtige,
sei der Umstand, dass er im Schnitt zweimal pro Woche eine heftige Migräneattacke
erleide
, die zur Folge habe, dass er - sich übergebend - in einem abgedunkelten Zimmer sitze
(S. 4
Ziff.
14).
Allein die Migräne isoliert verursache somit eine Arbeitsunfähigkeit von 40
%
(S. 4
Ziff.
10).
Die Gutachter hätten zu Unrecht
auf die Erhebung einer
Fremd
anamnese
verzichtet und die Beschwerdegegnerin habe es unterlassen, die praktische Verwendung der vorhandenen Arbeitsfähigkeit abzuklären
. Zur Klä
rung seiner Restarbeitsfähigkeit
sei
im gerichtlichen Verfahren die von der Beschwerdegegnerin unterlassene BEFAS-Abklärung
nachzuholen
(S. 5 Ziff.
15
16).
Schliesslich sei ihm auch deshalb ei
ne Rente zuzusprechen, weil er
eine Restarbeitsfähigkeit
, unter anderem altersbedingt,
nicht
verwerten könnte (S. 5
Ziff.
19).
2.3
Strittig und zu prüfen ist,
ob sich die vom Beschwerdeführer geklagte
Migräne
symptomatik
auf seine A
rbeitsfähigkeit
auswirkt
und wie es sich mit der Ver
wertbarkeit
der
Restarbeitsfähigkeit verhält.
3.
3.1
Betreffend die
strittige
Migräneproblematik
sowie generell die
Kopfschmerz
pro
b
le
matik
des Beschwerdeführers
erweisen sich insbesondere die nachfolgend zitier
ten (medizinischen und
anderen
) Berichte als w
esentlich:
3.2
Der Beschwerdeführer war ab
August 2000
vollzeitlich
als Metallbau
er
bei der
Y._
angestellt,
wo er
Stahl- und Brandschutztüren und Geländer
anfertigte,
kleinere Fassadenarbeiten sowie Schweiss-, Schmirgel-, Bohr- und
Schleifarbeiten
ausführte (
Urk.
6/13/6 unten). A
m
3.
April 2004
erlitt er
einen Auffahrunfall, bei welchem er sich eine Distorsion der HWS zuzog (
Urk.
6/120/197-198). Am 2
8.
April 2004 berichtete der damalige Hausarzt, Dr.
med.
D._
,
Facharzt für Innere Medizin,
der
Beschwerdeführer sei vom
6.
bis 1
3.
April 2004 nicht arbeitsfähig gewesen. Am 1
4.
April 2004 habe er die Arbeit wieder voll aufgenommen (
Urk.
6/120/197
Ziff.
8).
3.3
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Neurologie,
berichtete a
m 1
2.
Juli 2004 (Urk.
6/
19/16-18),
es
bestehe ein Status nach Auffahrkollision als angegurteter Beifahrer am
3.
April 2004 mit Zunahme der Häufigkeit einer vorbestehenden Migräne mit geringfügigem
Zervikalsyndrom
.
Die durchgeführten Abklärungen hätten eine
Fehlform
der Wirbelsäule, eine
anteriore
Spondylose C6/7 sowie eine diskrete mediane
Protrusion
C5/6 ergeben. Hinweise auf eine neurale Kom
pression hätten sich nicht gefunden. Im Bereich der Kopfgelenke bestünden ziemlich erhebliche
rotatorische
Fehlstellungen C2 und C3 nach links als Aus
druck der ausgeprägten
myofasz
ialen
Symptomatik (S. 3
).
Die
am 2
1.
September 2004 durch
geführte
Computertomographie (CT
)
des Sch
ä
dels
ergab einen
normalen intraz
erebralen Befund
(
Urk.
10/20/173-174).
3.
4
Gemäss den
aktenkundigen
Lohnabrechnungen
der
Y._
für die
Monate
Januar 2005 bis Juli
2006
leistete
der Beschwerdeführer in dieser Zeit monatlich
bis zu 178 Stunden (A
pril und November 2005) Arbeit
. Die
nahezu in jedem Monat zu verzeichnenden - krankheitsbedingten Fehlstunden
variierten
demgegenüber
zwischen 5.25 Stunden (März 2005) und 38 Stunden (Februar 2006).
Massiv höhere K
rankheitsstunden sind
sodann
für die
Monate Februar 2005 (63 Stunden)
, August 2005 (120 Stunden) und September 2005 (121 Stunden) ausgewiesen, wobei der Beschwerdeführer vom
8.
August bis 6.
September 2005 stationär
hospitalisiert war
(
Urk.
6/20/98-99
;
vgl. dazu nachstehend E. 3.
6
)
.
3.5
Am
3
1.
Mai 2005 berichteten die Ärzte des
B._
, welche den Beschwerdeführer im Rahme
n einer
interdisziplinäre
n Schmerzsprechstunde beurteilt
hatten
(Urk.
6/19
/
19-23)
. Sie nannten
folgen
de Diagnosen
(S. 4 oben
):
chronische Spannungstyp-Kopfschmerzen
Migräne ohne Aura
leichtes
zervikozephales
Syndrom beidseits bei
Fehlform
und Fehlhaltung der Wirbelsäule (Hy
perkyphose obere
Brust
wirbelsäule
[BWS],
Kopfprotraktion
)
negativen Veränderungen der HWS
Status nach Auffahrkollision
im
April 2004
In der
Anamnese gab der Beschwerdeführer an, seit acht bis zehn Jahren an Kopfschmerzen zu leiden, welche im Verlauf der Jahre immer stärker geworden
seien. Was ihn vor allem beängstige, seien Schmerzen, welche plötzlich in der Nacht aufträten; es handle sich um einen grossen explosionsartigen Druck im Kopf. Dadurch sei seine Schlafqualität gestört und er sei tagsüber müde. Tags
über bestehe ein leichtes Druckgefühl im Kopf, womit er seit dessen Auftreten vor acht bis zehn Jahren mittlerweile leben könne. Die explosionsartigen Kopf
schmerzen träten pro Woche etwa zwei Mal
auf, gehäuft an den Wochenenden.
Die Schmerzen seien begleitet von
Übelkeit, zum Teil Erbrechen und
Ph
o
no-P
h
otophobie
, und er müsse sich, wenn die Schmerzen einmal tagsüber aufträ
ten, in einem ruhigen, dunklen Zimmer hinlegen. Die Schmerzen persistierten etwa zwölf bis 24 Stunden. Aufgrund die
ser sehr starken Kopfschmerzattacken
fehle er bei der Arbeit pro
Monat etwa drei bis vier Tage
(S. 1).
Die Ärzte führten aus,
beim Beschwerdeführer bes
tünden
einerseits ein mittler
weile
chronifizierter
, seit Jahren beste
hender Spannungstyp-Kopfschmerz
und andererseits eine Migräne ohne Aura mit regelmässigen, vorwiegend nächtli
chen Attacken
.
K
linisch sowie
im
CT
des
Schädel
s
vom September 2004
habe
sich kein Hinweis für eine symptomatische Kopfschmerzform
gefun
d
en
. Im Weiteren dürfte eine
zervikozephale
Ko
mponente bei ungünstiger
Wirbel
säu
lenstatik
und leichten degenerativen Ver
änderungen vorliegen. Diese Kom
po
nente sei jedo
ch als eher leicht einzustufen
(S. 4 Mitte).
Die Ärzte empfahlen eine Optimierung der medikamentösen Kopfschmerzbehandlung sowie eine Behandlung der Migräne-Attacken mit
Triptanen
oder
nichtsteroidalen
Anti
rheuma
tika (NSAR) sowie eine stationäre psychosomatische Rehabilitation (S. 4 unten).
3.6
Vom
8.
August bis
6.
September 2005
weilte der Beschwerdeführer
zur
inte
grier
ten
psychosomatischen Rehabilitation
in der
F._
, wo gemäss Bericht vom
1
5.
Septem
ber
2005
(
Urk.
6/19/24-26
)
folgende Dia
g
no
sen
gestellt wurden
(S. 1 oben):
chronischer Spannungskopfschmerz seit zehn Jahren
Verschlechterung der Symptomatik im Rahmen eines Verkehrsunfalls im April 2004
Migräne
ohne
Aura
leichte
depressive
Episode
Die
Ärzte
führten aus, ihres Erachtens sei die deut
liche Verschlechterung der Kopf
schmerzsymptomatik im Rahmen der berufliche
n Belastungen, der perfek
tionis
tischen Ansprüche und der chronischen Überforderung des Beschwerde
führers, die über die vorhandenen Ressourcen hinaus reichten, zu sehen. Durch den lang anhaltenden Verlauf der Kopfschmerzen bei beruflic
h verschlechterten Rahmen
bedingungen und wirtschaftlich schwieriger Situation des Betriebes sei
es im Rahmen des Verkehrsunfalls im April 2004 nochmals zu einer Verstär
kung der vorbestandenen Problematik gekommen (S. 2 Mitte).
3.7
Am 2
7.
Juli 2006 kündigte die
Y._
das Arbeitsverhältnis mit dem Beschwerdeführer per 3
0.
September 2006 mit der Begründung, dass der Betrieb aus wirtschaftlichen Gründen umstrukturiert werden müsse (Urk.
6/13/11).
In der Folge attestierte d
er
damalige
(neue)
Hausarzt,
Dr.
med.
G._
, Arzt für Allgemeine Medizin, dem Beschwerdeführer ab
22.
August 2006 zunächst eine 50%ige und ab
1
8.
September 2006 eine volle Arbeitsunfähigkeit
. In seinem Bericht vom
6.
Dezember 2006 führte er aus, der Beschwerdeführe
r beklag
e glaubhafte Störungen;
aktuell habe er ihn aus psy
chischen Gründen ab 1
8.
September 2006 zu 100
%
arbeitsunfähig geschrieben
(
Urk.
6/20/96
Ziff.
3 und
Ziff.
7
).
3.8
Die Ärzte
der
H._
, welche
de
n
Beschwerdeführer ab
5.
Oktober 2006
behan
delten
, diagnostizierten in ihrem Bericht vom
8.
Dezember 2006 (Urk.
6/20/92
93) eine mittelschwere bis schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome
(
Ziff.
2)
sowie einen bekannten Spannungskopfschmerz
und
attes
tierten dem Beschwerdeführer
bis Ende 2006 eine volle Arbeitsun
fähigkeit
. Ab
Januar 2007
prognostizierten sie eine
50
%
ige Arbeitsfähigkeit (
Ziff.
6).
Dr.
G._
bestätigte
in der Folge
eine 50
%
ige
Arbeitsunfähigkeit ab
1.
Januar 2007 (vgl.
Urk.
6/9
/4
,
Urk.
6/19/7
Ziff.
3).
Ende März 2007 endete d
as krankheitsbedingt verlängerte Arbeitsverhältnis mit der
Y._
(
Urk.
6/13/2
Ziff.
2.1), wobei der Beschwerdeführer bis zu diesem Zeitpunkt im Umfang der ihm attestierten Arbeitsfähigkeit
Arbeit leistete (vgl.
die Lohnabrechnungen der Monate August 2006 bis März 2007,
Urk.
6/13/9-20).
3.
9
Am 1
4.
Juni 2007 wurde der Beschwerdeführer im Kopfwehzentrum der Klinik
I._
untersucht
, worüber gleichen
tags berichtet wurde (
Urk.
6/21/
7-10
). In der Anamnese
gab der Beschwerdeführer an
,
Kopfschmerzen träten praktisch täglich bereits am Morgen beim Aufstehen auf. Zwei- bis dreimal in der Woche komme es zu einer Exazerbation mit Ausstrahlung der Schmerzen bis frontal zu den Augen und
begleitend Nausea mit
teilweise
E
rbrechen
(in etwa 50
%
der Attacken, vgl. S. 4)
,
Photo
-, Phono- und
Osmophobie
sowie
Schwankschwindel
und verminderter Konzentration (S. 1 unten).
Auslösende Faktoren seien das Wetter und Helligkeit und verschlechternd wirke sich körperliche Anstrengung aus (S. 4).
Die Ärzte
erhoben eine schmerzbedingt eingeschränkte HWS
Beweglichkeit in Seitenrotation nach rechts und
nuchale
,
druckdolente
Myogelosen
. Ansonsten sei der Neurostatus unauffällig (S. 2 Mitte,
Urk.
6/21/3
Ziff.
4.5). Sie
diagnostizierten eine Migräne ohne Aura sowie ein chronisches
Spannungskopfweh mit posttraumati
scher Exazerbation nach
HWS
Dis
torsions
trauma
im April 2004 (S. 1 Mitte). Sie
empfahlen
eine
Akut
therapie
mit
Triptan
en
(
Maxalt
lingual
)
und eine Basistherapie mit
Topamax
sowie
das Führen eines Kopfwehkalenders, um den Verlauf bezüglich Frequenz und Inten
sität der Beschwerden sowie der damit verbundenen Einnahme von
Akut
medi
ka
menten
besser objektivieren zu können (S. 2 unten, S. 3 oben).
3.
10
Ab 2
0.
September 2007 war
d
er
Beschwerdeführer
über die
Personalverleiherin
Z._
als Metallbauschlosser tätig
(
Urk.
6/8/3,
Urk.
6/12,
Urk.
6/87)
.
D
en
Lohnabrechnungen für die Monate September bis
Dezember
2007 (Urk.
6/89/13-19)
ist zu entnehmen
, dass der B
eschwerdeführer im September
2007
14 Stunden
, im Oktober 2007 9
2 Stunden
, im November 2007
158 Stun
den
und im Dezember 2007 98.75
Stunden
im Einsatz
war
.
Gemäss einer Telefonnotiz
in den SUVA-Akten
teilte die Einsatzfirma - die
A._
- der SUVA am
7.
November 2007 mit, dass der Beschwerde
führer wegen Sch
w
indel und Kopfschmerzen lediglich drei anstatt fünf T
age in der Woche arbeiten könne (
Urk.
6/20/21).
Am
3
1.
Dezember 2007
meldete sich der Beschwerdeführer zum Bezug von Leis
tungen der Invalidenversicherung an
(
Urk.
6/5)
.
3.
1
1
Am 2
6.
September 2008 erstatteten die Ärzte der Neurologischen Klinik und Poliklinik,
B._
, ein neurologisches Gutachten
im Auftrag der
Beschwerdegeg
nerin
(
Urk.
6/33
).
In der Anamnese gab der Beschwerdeführer
unter anderem
an
,
Kopfschmerza
ttacken
von höchster Intensität träten
zwei Mal pro Woche auf mit einer Dauer von jeweils zwei Tagen, meist begleitet von Übelkeit, Licht- und Lärmempfindlichkeit.
Die Attacken begännen meist morgens beim Aufwachen. An den Wochenenden komme es zu einer deutlichen Verschlechterung.
Er müsse sich dann oft in ein dunkles Zimmer begeben und hinlegen.
Vor dem Unfall seien die Attacken ein Mal pro Monat aufgetreten. Unabhängig davon bestünden chronische Dauerkopfschmerzen
biokzipital
mit gelegentlicher Aus
strahlung nach
bifrontal
.
Der Arbeitsausfall belaufe sich auf
zwei bis drei Tage pro Woche
.
Aktuell nehme er bedarfsweise etwa 24 Tabletten
Maxalt
pro Monat (S. 6 unten).
Die Ärzte nannten folgende Diagnosen (S. 9 Mitte):
Migräne ohne Aura
deutliche Frequenzzunahme nach HWS Schleudertrauma am
3.
April 2004
Medikamentenübergebrauchskopfschmerzen bei
Triptanübergebrauch
phänotypisch teilweise spannungstypkopfschmerzartig
Sie
führten aus, die Frage nach dem Grad der
Arbeitsfähigkeit des Beschwerde
führers zur Zeit nicht beantworten zu können, da
die Ausprägung und Aus
wir
kung der zugrundeliegenden primären Erkrankungen (
v
orbestehende Migräne ohne Aura sowie möglicherweise – zumindest initial –
zervikogene
Schmerzen nach
k
raniozervikalem
Beschleunigungstrauma) hin
sichtlich der Arbeitsfähig
keit nicht korrekt eingeschätzt werden könnten, da diese durch den
Medika
mentenübergebrauch
skopfschmerz
„maskiert“ würden
(S. 9 f.
Ziff.
2).
3.1
2
V
om 2
3.
Juni bis
7.
Juli 2009
war der Beschwerdeführer in der neurologi
sche
n Klinik des
B._
hospitalisiert, worüber am
1.
Juli 2009
berichtet wurde
(Urk.
6/60
)
. Zum jetzigen Leiden wurde
in der Anamnese
ausgeführt
, beim Beschwerdeführer liessen sich zwei Formen von Kopfschmerzen unterscheiden: ein durch Wetterumschwung induzierter
migräniformer
Schmerz mit visueller Aura und Erbrechen etwa zwei Mal pro Monat sowie ein fast täglicher
belas
tungsabhängiger
Spannungskopfschmerz, welcher nach einer HWS
Distorsion
exazerbiert
sei.
Die Schmerzen gingen oft mit Übelkeit und Erbrechen einher und liessen sich durch Spazierengehen und Fahrradfahren mindern.
Bei beson
ders st
arken Schmerzen (etwa zweimal p
r
o
Woche) nehme der Beschwerdeführer
Maxalt
ein. Die
Kopfschmerzen seien trotz ambulanter fachärztlicher Behand
lung weiterhin so stark, dass
er
nur zu Halbtagesarbeit im Stande sei (S. 2 oben).
Die Ärzte diagnostizierten
chronische Spannungskopfschmerzen sowie eine episod
ische Migräne mit und ohne Aura
(S. 1 Mitte).
Sie
führten aus,
der Beschwerdeführer habe den
Triptangebrauch
glaubhaft auf maximal acht Tage pro Monat reduziert.
Die aktuellen, meist belastungsabhängigen Kopfschmerzen
könnten
nicht im Rahmen eines Medikamentenübergebrauchskopfschmerzes erklärt werden.
In der
erneute
n
Beurteilung durch die Kollegen
der Rheumato
logie sei eine ein
geschränkte HWS-Beweglichkeit als mögliche Ursache der Dauerschmerzen bestätigt
worden
(S. 3 Mitte).
3.1
3
V
om
7.
bis 2
7.
Juli 2009
weilte der Beschwerdeführer erneut i
n der
F._
, wo gemäss Bericht vom
6.
August 2009
(
Urk.
6/59)
gleich
lautende
Diagnosen wie im Jahr 2005 gestellt wurden (vgl. vorstehend E.
3.6).
3.
1
4
Im Arbeitgeberf
ragebogen
vom 2
2.
April 2010 (
Urk.
6/87/1-7) gab die
Z._
an, der Beschwerdeführer arbeite etwa 17 bis 25 Stunden
pro Woche
als Metallbau
schlosser (
Ziff.
2.7,
Ziff.
2.9; vgl. auch die Lohnabrechnungen für die Zeit von Januar 2008 bis April 2010,
Urk.
6/89/1-12,
Urk.
6/87/8-25).
3.
1
5
Nach am 3
0.
Juli 2010 erfolgter Untersuchung
erstatteten
Dr.
med.
J._
, Facharzt
für
Psychiatrie und Psychotherapie
, und
Dr.
med.
K._
,
Facharzt für
Neurologie
,
am 2
0.
September 20
10
ein
Parteigutachten,
in welchem sie insbesondere zur - im invalidenversicherungsrechtlichen Ver
fahren nicht
interessierenden - Frage
der
Unfallkausalität der Beschwerden Stellung nahmen
(
Urk.
6/105
).
Zu
den aktuellen Beschwerden
gab der Beschwerdeführer anlässlich der neurologischen Begutachtung an, täglich unter Kopfschmerzen zu leid
en. Die Kopfschmerzintensität s
e
i
davon abhängig, wie schwer er arbeite. Manchmal habe er auch noch in der Nacht Schmerzen. Typisch sei aber, dass
das Beschwerdeniveau
beim Aufstehen
r
elativ gering sei
und dann ab zehn/elf Uhr
zunehme
. Kopfschmerzen habe er hauptsächlich, wenn er
körperlich stark belastet sei und
mit den Armen arbeiten müsse. Wenn er länger als vier Stunden arbeite, würden die Kopfschmerzen unerträglich und müsse er die Arbeit abbrechen. Manchmal sei ihm auch schwindlig. Manchmal komme es auch zu Übelkeit, ab und zu auch zu Erbrechen bei starken Kopf
schmerzen
(S. 8 unten, S. 9 oben).
An manchen Tagen könne er auch überhaupt nicht arbeiten, wenn e
r zu starke Kopfschmerzen habe
(S. 9 Mitte).
Wenn er heftige Kopfschmerzen h
abe, müsse er
Maxalt
einnehmen
(S. 14 unten).
Maxalt
nehme er zwei- bis dreimal pro Woche (S. 8 unten).
Die Gutachter führte
n
aus,
aus neurologischer Sicht bestehe ein linksbetontes oberes mässig bis mittelstark ausgeprägtes
Zervikalsyndrom
mit in diesem Rahmen
zervikogen
getriggerten
Kopfschmerzen im Sinne einer „
Migraine
cer
vicale
“ sowie ein leicht bis mässig ausgeprägtes mittleres in etwa symmetrisches
Zervikalsyndrom
bei Zustand nach Halswirbelsäulendistorsion am
3.
April 2004 sowie degenerativen Halswirbelsäulenveränderungen und vorbestehender Mig
räne mit und ohne Aura (S. 20 unten).
Eine schwere körperliche Arbeit, wie sie der Beschwerdeführer vor dem Unfall ausgeübt habe, führe glaubhaft zu ver
mehrten und verstärkten Kopfschmerzen und sei dem Beschwerdeführer nicht mehr zumutbar. In einer angepassten Tätigkeit mit nur leichter bis mässiger Belastung des Schultergürtels und der Möglichkeit, den Arbeitsrhythmus bis zu einem gewissen Masse frei zu wählen, sei von einer 40%igen Beeinträchtigung auszugehen (S. 13 Mitte).
3.
1
6
Am 1
9.
Juli 2013 erstatteten die Ärzte des
C._
ein Gutachten im Auftrag der Beschwerdegegnerin
(
Urk.
6/210).
Sie
stützten
sich
auf die
zur Verfügung gestellten
Akten (S. 4 ff
.) und die
am
8.
Mai
und 1
9.
Juni
2013 durchgeführte
n
neurologische
n (S.
19
f
f
.), psychiatrischen (S. 33 ff.) und
orthopädisch-trauma
tologischen
(S. 43 ff.
)
Untersuchung
en
.
Die Gutachter nannten folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeits
fähig
keit in der letzten Tätigkeit (S. 25 unten):
panvertebrales Schmerzsyndrom mit/bei
statisch ungünstigem haltungsschwachem Hohl-Rundrücken und fixier
ter Hyperkyphose der
BWS
sowie ausgleichbarer lumbaler Hyperlordose
im Röntgen der Lendenwirbelsäule (LWS) monosegmentalem
Baastrup
-Syn
drom L4/5
im Röntgen der
HWS
und BWS monosegmentaler zervikaler
Osteo
chondrose
C6/7 und
zerviko
-thorakaler Facettengelenksarthrose, funktionell asymptomatischen Röntgenbefunde
rumpfmuskulärem Globaldefizit,
Langzeitdekonditionierung
.
Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit in der letzten Tätigkeit nannten die Gutachter (S. 26 oben):
chronisches Kopfweh vom Spannungstyp kombiniert mit Migräne ohne Aura
rezidivierende depressive Störung, leichte depressive Episode (ICD-10 F33.0) bei chronischem Schmerzsyndrom mit somatischen und psychi
schen Faktoren (ICD-10 F45.41) und chronischen Kopfschmerzen
selbstunsicher-ängstliche Persönlichkeitsakzente
Status nach
blander
HWS-Distorsion bei Heckaufprall (Beifahrer) am 3.
April 2004, keine Folgen
Status nach LWS-Distorsion am 2
4.
Mai 2005, keine Folgen
In der
neurologischen
Anamnese
gab der Beschwerdeführer
unter anderem
an, praktisch täglich sei ein wechselnd intensiver Druck im Bereich des ganzen Kopfes vorhanden, gleichzeitig bestünden auch Schmerzen im Nacken und in den hinteren Schulterpartien beidseits.
Tagsüber könne es auch einmal eine Stunde viel besser gehen, dann komme es wieder zu einer Verschlechterung der Schmerzsituation und manchmal sei es über drei Tage hinweg sehr schlimm. Es komme zu einer Art „Kopfwehkrise“ mit begleitender
Photo
- und Phonophobie sowie unsystematischem Schwindel und abnormer Müdigkeit. Das Kopfweh beeinflussende Faktoren seien Wetterveränderungen, kalter Wind und vermehrte körperliche Aktivität (auch Schwimmen). Auch wenn er Bier trinke, habe er sofort verstärkt Kopfweh. Zwei- bis dreimal pro Woche sei das Kopfweh mit den Begleiterscheinungen so intensiv, dass er ein
Maxalt
10 mg
lingual
nehmen müsse. Wenn er sich nach der Tabletteneinnahme eine bis zwei Stunden hin
lege, sei die Wirkung optimal (S. 19 Mitte
, S. 21 oben
).
D
ie Gutachter
führten
aus, der Beschwerdeführer leide seit Jahren an chroni
schem Kopfweh vom Spannungstyp, verbunden mit einer Migränekomponente. Die Arbeitsfähigkeit sei anfänglich dadurch nicht beeinträchtigt gewesen. Nach einer Auffahrkollision mit HWS-Distorsion
Québec Task Force (
QTF
)
II im April 2004 sei es vorerst zu einer Zunahme der Kopfschmerzproblematik gekommen. Im Rahmen mehrmaliger ambulanter und stationärer Untersuchungen und Behandlungen sei die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit unterschiedlich ausge
fallen. Zeitweilige depressive Episoden hätten die Beurteilung zusätzlich
erschwert. Nebst den vorbestehenden chronischen Kopfschmerzen seien die Diagnosen erweitert worden durch Begriffe wie „leichtes
zervikozephales
Syndrom beidseits“, „
myofasziale
Symptomatik“ sowie „
Medikamentenüberge
brauchskopfschmerzen
“. Zwar sei postuliert worden, dass sich die
Kopfweh
symptomatik
nach der HWS-Distorsion 2004 verschlechtert habe, eine Plausibi
lisierung habe aber niemand geben können. Der Schmerzmittelkonsum sei schliesslich auch rückläufig gewesen (S.
26 Mitte). Da der Migräneanteil am Kopfschmerzgeschehen nicht überwiegend sei, ergebe sich daraus keine dau
ernde Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit (S. 23 unten).
A
us orthopädischer Sicht
sei der Beschwerdeführer
aufgrund eines statisch ungünstigen, haltungsschwachen
Hohlrundrücken
s
und eine
r
fixierte
n
BWS
Hyper
kyphose
in der bisherigen Tätigkeit als Metallbauschlosser
seit
drei Jahren
nicht mehr arbeitsfähig.
Hingegen sei in einer angepassten Tätigkeit mit nur mässiger Belastung der Wirbelsäule und der Möglichkeit, den
Arbeits
rhythmus
bis zu einem gewissen Masse frei zu wählen, und bei Vermeidung von
Zwangs
haltungen
für die Wirbelsäule (vornüber gebeugt stehen, kniend, hockend, kau
ernd, repetitive Bewegungsanforderungen an den Rumpf) von einer vollen Arbeitsfähigkeit auszugehen. Das Heben, Tragen und Bewegen von Lasten sei auf zehn bis 15 kg limitiert.
Geeignet seien leichte bis mittelschwere wechsel
belastende und somit rückenadaptierte Tätigkeiten.
Aus psychiatrischer Optik bestehe keine Eins
chränkung der Arbeitsfähigkeit
(S. 27
oben und
Mitte
, S. 48 oben
).
4.
4.1
Die im
C._
-Gutachten
(vorstehend E. 3.16)
aus psychiatrischer und orthopä
disch-
traumatologischer
Sicht gezogenen Schlussfolgerungen wurden vom Beschwer
de
führer nicht in Frage gestellt
,
und
nach
E
insicht in d
ie entsprechen
den Teilgutachten, welche
in Kenntnis der
Vorakten
sowie unter Berücksichti
gung der vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden abgegeben wurde
n,
besteht keine Veranlassung, diese in Zweifel zu ziehen. Somit ist
grundsätzlich
davon auszu
gehen, dass dem Beschwerdeführer die bisherige Tätigkeit als Metallbauschlosser seit Frühling 2010 nicht mehr zumutbar
ist
, er in einer
leichten bis mittelschweren wechselbelastenden und somit rückenadaptierte
n
Tätigkeit
hingegen zu 100
%
arbeitsfähig ist
.
Strittig und zu prüfen ist, ob sich die vom Beschwerdeführer geklagte
Migrä
neproblematik
(
zusätzlich
)
auf seine Arbeitsfähigkeit auswirkt.
4.2
Bei objektivierbaren wie auch bei unklaren Beschwerdebildern setzt eine
Anspruchs
berechtigung
gleichermassen
eine nachvollziehbare ärztliche Beur
teilung der Auswirkungen des Gesundheitsschadens auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit voraus.
Abklärung
s- und Beweisschwierigkeiten
können die Berücksichtigung von - allenfalls durch fremdanamnestische Angaben zu erhe
bende
n
- Lebensbereichen wie Freizeitverhalten oder fam
iliäres Engagement erfordern.
Bleiben die Auswirkungen eines objektivierbaren oder eines nicht (bildgebend) fassbaren Leidens auf die Arbeitsfähigkeit trotz
sorgfältiger und umfassender
Abklärungen vage und unbestimmt und können die Einschrän
kungen nicht anders als mit den subjektiven Angaben der versicherten Person begründet werden, ist der Beweis für die Anspruchsgrundlage nicht geleistet und nicht zu erbringen. Die entsprechende Beweislosigkeit wirkt sich zu Lasten der versicherten Person aus (BGE 140 V 290
Regeste
).
4.3
Ausweislich der Akten leide
t
der
Beschwerdeführer seit vielen Jahren
an einer Kopfschmerzproblematik.
Nach einem im
April 2004 erlittenen Auffahrunfall
klagte er über eine
Beschwerdezunahme
, was dazu führte, dass
e
r von
zahlrei
chen
Ärzten sowohl ambulant als auch stationär abgeklärt und behandelt
und i
m Juli 2013
schliesslich
polydisziplinär begutachtet
wurde
.
Die mi
t dem Beschwerdeführer befasst
en
Ärzte
diagnostizierten
mehrheitlich
Spannungs
kopfschmerzen
sowie eine Migräne ohne Aura
(vorstehend E. 3.5-6, E. 3.9, E.
3.11-12)
.
Diese Diagnose
n
wurde
n
v
on den
C._
-Gutachtern bestätigt
(vorste
hend E. 3.16)
.
Nach Einsicht in die umfangreichen medizinischen
Vorakten
gelangten die Gutachter zum Schluss, dass
die vom Beschwerdeführer geklagte Verschlechterung der
Kopfwehsymptomatik nach der HWS-Distorsion zu keinem Zeitpunkt
habe
plausibilisiert werden
könn
e
n
, was nach Lage der Akten zutrifft
.
Der am Gutachten beteiligte Neurologe bezeichnete d
en
Migräne
anteil
am Kopfschmerzgeschehen sodann als nicht überwiegend und
die Arbeits
fähig
keit daher als nicht beeinträchtigt.
4.4
Der Beschwerdeführer machte geltend, dass ihn die seit Jahren
bestehenden
Kopf
schmerzen an sich nicht (mehr) beeinträchtigten, er aber aufgrund
zweim
al wöchentlich auftretender
Migräneattacken eine Einschränkung in der Arbeitsfä
higkeit erfahre.
Die Angaben des Beschwerdeführers zu
r
Frequenz und
zur Intensität
der
von ihm als
Migräneattacken
beschriebenen Beschwerden
sind subjektiv.
Subjektive Angaben allein vermögen eine invalidenversicherungsrechtlich relevante Arbeitsunfähigkeit nicht ohne weiteres
rechtsgenüglich
nachzuweisen. Voraus
setzung für eine
Anspruchsberechtigung ist vielmehr, dass die geltend gemach
ten Funktionseinschränkungen durch die medizinischen Fachpersonen plausibi
lisiert werden können. Die Auswirkungen der
geklagten Beschwerden
müssen
anamnestisch plausibel erfasst und deren Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit überz
eugend dargelegt werden können (vgl. BGE 140 V 29
0 E.
4.2).
4.5
Vorab
fällt auf
, dass
d
ie Angaben des Beschwerdeführers
gemäss
Beschwerde
schrift nicht
deckungsgleich sind
mit
den
Angaben
, welche er
anlässl
ich der
C._
-Begutachtung machte, hat der Beschwerdeführer den Gutachtern gegen
über doch zu kei
nem Zeitpunkt erwähnt, dass die
Migräneattacken
von Übelkeit und
Erbrechen
begleitet
seien
.
Sodann
ist festzuhalten
, dass die Beschwerde
schilderungen des Beschwerdeführers
anlässlich der Begutachtung
relativ
vage
ausfielen
und er sein Leiden nicht wirklich fassbar darlegen konnte
. So
gab
er
an
,
dass
die Schmerzsituation
„manchmal“ über dr
ei Tage hinweg sehr schlimm sei
und es zu einer Art
„
Kopfwehkrise
“
mit
begleitender
Photo
- und
Phonopho
bie
sowie unsystematischem Schwindel komme.
Umgekehrt
berichtete er
, dass
er
„zwei- bis dreimal pro Woche“
unter intensivem Kopfweh mit Begleiterschei
nungen leide
. Gleichzeitig gab er an
, dass
er dann
Maxalt
einnehme und
da
mit, wenn er sich hinlege,
in
nert ein bis zwei Stunden
eine optimale Wirkung erziel
en
könne. Mithin scheinen die Beschwerden auf die medikamentöse
The
rapie a
nzusprechen, weshalb nicht ohne weiteres nachvollzogen werd
en kann, dass die Beschwerden
zuweilen über drei Tage hinweg anhalten sollen.
Abgese
hen davon
d
ivergierte
n die Angaben des Beschwerdeführers anlässlich der
C._
Begutachtung insofern, als er dem psychiatrischen Gutachter gegenüber angab,
(nur)
zwei- bis dreimal im Monat wegen Migräne
Ma
xa
lt
einzunehmen (
Urk.
6/210 S. 34 Mitte).
Sodann sind auch
die
in den Vorberichten wiedergegebenen
Angaben des Beschwerdeführers
zur Art und
zur
Frequenz
seiner
Beschwerden oft vage und unbestimmt
und zuweilen divergierend
. I
m Mai 2005 berichtete
er,
dass „
Kopf
schmerzattacken
“ plötzlich in der Nacht aufträten
, pro Woche etwa zwei Mal, begleitet von Übelkeit und zum Teil weiteren Begleiterscheinungen
(vorstehend E.
3.5)
.
I
m September 2008 berichtete er
ebenfalls
von zwei Mal wöchentlich auftretenden Kopfschmerzattacken, gab nun aber an, dass diese meist morgens beim Aufwachen begännen und dass sie „meist“ von Übelkeit, Licht- und
Lärm
e
mpfindlichkeit
begleitet würden
(vorstehend E.
3.11). Im Bericht der Neurolo
g
en des
B._
vom Juli 2009 (vorstehend E. 3.12) wu
rde ein
migräniformer
Schmerz m
it visueller Aura und Erbrechen mit einer Häufigkeit von lediglich etwa zwei Mal pro Monat beschrieben, daneben der - vom Beschwerdeführer
heute
als nicht einschränkend bezeichnete - belastungsabhängige Spannungs
kopfschmerz, welcher „oft“ mit Übelkeit und Erbrechen einhergehe. Im Gutach
ten von
Dr.
J._
und
Dr.
K._
(vorstehend E. 3.15)
ist sodann
lediglich
von
Kopfschme
rzen die Rede, welche unter Arbeitsb
elastung zunähmen
und welche „manchmal
“ von Schwindel und
Übelkeit“ und „ab und zu“ auch Erbre
chen begleitet seien.
Im Rahmen der Begutachtung im
C._
wur
de der Beschwerdeführer auch zu seine
m
Tagesablauf und seinem
Freizeitverhalten befragt
(
Urk.
6/210 S. 20 oben, S. 35). Dabei
fällt
auf
, dass
er
keine aus Migräneattacken resultierenden Einschränkungen
im Alltag
beschrieb.
V
ielmehr
schilderte er
einen relativ unauf
f
älligen Tagesablauf; er berichtete davon, dass er spazieren gehe,
Fahrrad fahre, Haushaltarbeiten erledige, Kollegen aus seinem Herkunftsland zum Kaffee treffe und sich mit ihnen über das Tagesgeschehen austausche.
Die anlässlich der
C._
-
Begutachtung erhobenen neurologischen Befunde waren
sodann
unauffällig
(vgl.
Urk.
6/210 S. 22 f.).
In der
orthopädisch-trau
matolog
i
schen
Untersuchung zeigte
n
sich
eine uneingeschränkte Beweglichkeit der HWS und eine
normotone
parazervikale und
pos
teriore
Muskulatur. Die röntgeno
logisch objektivierten degenerativen Veränderungen im Bereich der HWS wurden als altersassoziierte Aufbrauchbefunde ohne wesentlichen
Krank
heitswert
eingestuft (
Urk.
6/210 S. 47 unten).
4.6
Vor dem Hintergrund dieser Aktenlage ist nachvollziehbar, d
ass die
C._
-Gut
achter der
vom Beschwerdeführer geklagten
Kopfschmerzproblematik
keine Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit
zuschreiben konnten. Offensichtlich konnten sie die
Auswirkungen
des geklagten Leidens
anam
nestisch
nicht
plausibel
erfassen und auch die erhobenen Befunde ermöglichten keine Plausibilisierung der vom Beschwerdeführer geltend gemachten
Funk
tionsbeeinträchtigungen
.
Mit Blick auf die Angaben des Beschwerdeführers zu seinen Beschwerden und zur Tagesgestaltung erscheint insbesondere auch die gutachterliche Schlussfolgerung, wonach der
Migräneanteil am
Kopfschmerz
geschehen
nicht überwiegend
sei,
plausibel.
Im
Umstand, dass die
C._
-Gutachter keine Fremdanamnese erhoben,
ist
entge
gen der Auffassung des Beschwerdeführers
kein Mangel zu erblicken
. Ob eine Fremdanamnese zu erheben ist, liegt letztlich im Ermessen der Gutachter und aus BGE 140 V 290
lässt sich
nicht
ableiten
, dass die Erhebung einer Fremdanamnese zwingend wäre (
vgl.
Formulierung
der Regeste
).
4.7
Im
Übrigen fällt auf, dass der Beschwerdeführer nach dem
Auffahrunfall vom April 2004 bis zur
Kündigung durch die
Y._
im
Juli 2006
trotz Kopfschmerzproblematik
in der Lage war, monatlich
bis zu 178 Stunden
(schwere)
Arbeit
als Metallbauer
zu leisten
(vorstehend E. 3.4)
.
Allein die Tatsa
che, dass
er
monatlich mehrere Fehlstunden
zu verzeichnen hatte, läs
st noch nicht den Schluss auf ein Lei
den von invalidenversi
cherungsrechtlicher Rele
vanz zu, zumal dem Bericht der
F._
vom September 2005 (vorstehend E. 3.6) zu entnehmen ist, dass beim vom Beschwerdeführer geklag
ten Leiden auch psychosoziale Belastungsfaktoren mit einer wirtschaftlich schwierigen Situation des Betriebs - welche nach Angaben der
Y._
auch der Grund der Kündigung war (vorstehend E. 3.7) - und einer chronischen Überforderungssituation im Beruf eine Rolle spielten.
Für eine Lebenssituation, die zu psyc
hosozialer Belastung führt, hat allerdings nicht die Invalidenversicherung
einzustehen
.
In den Akten findet sich sodann keine medizinisch plausible Begründung dafür,
weshalb
der Beschwerdeführer
aufgrund der vorliegend strittigen
Migräneproblematik -
nach
Verlust der Stelle bei der
Y._
nur noch
zu 50
%
arbeitsfähig gewesen sein soll. Die Begründung des Hausarztes
Dr.
G._
, wonach der
Beschwerde
führer glaubhafte Störung
e
n
beklage
(vorstehend E. 3.7)
, reicht nicht aus.
Die reduzierte Arbeitsfähig- und
-
tätigkeit
ab 2007
lässt sich
denn
auch nach Auf
fassung der
C._
-Gutachter medizinisch nicht begründen (
Urk.
6/210
S. 29
Ziff.
2).
4.8
Zu
sammenfassend ergibt sich, dass
die Auswirkungen der vom Beschwerde
führer
geklagten
Migränesymptomatik
auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit trotz umfangreicher Abklärungen nicht
plausibilisiert werden konnten und damit nicht hinreichend erstellt sind. Die diesbezügliche Beweislosigkeit wirkt sich zu Lasten des Beschwerdeführers aus.
Damit bleibt es bei der
gutachterlich attestierten 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer leichten bis mittelschweren, wechselbelastenden Tätigkeit.
Eine BEFAS-Abklärung war
und ist
unter diesen Umständen entgegen der Au
f
fassung des Beschwerdeführers nicht angezeigt.
D
er
nach Verfügungserlass erstattete und
im Rahmen des Beschwerdeverfahrens eingereichte Bericht
der
L._
vom
9.
April 2015
(
Urk.
9)
vermag a
n diesem Beweisergebnis
nichts zu ändern, trägt
er
doch nichts zur medizinischen Plausi
bilisierung der Auswirkungen der geklagten Migränesymptomati
k bei.
4.9
In seiner Eventualbegründung machte
der Beschwerdeführer geltend, s
eine
Restar
beitsfähigkeit
aufgrund seines fortgeschrittenen Alters, seines
Migränelei
dens
und seiner Erwerbsunfähigkeit für schwere Arb
eiten nicht verwerten
zu
könne
n
(
Urk.
1 S. 5
Ziff.
19).
Dem ist entgegenzuhalten, dass
beim Beschwerdeführer für leichte bis mittelschwere wechselbelastende
Tätigkeiten
aus medizinischer Sicht keine Arbeits
unfähigk
eit ausgewiesen ist
und das im
C._
-Gutachten formulierte
Belas
tungsprofil
(vorstehend E. 3.16 am Ende) nicht zu einer massgeblichen zusätzli
chen Einschränkung führt.
Der
im
Invalidenversicherungsrecht
massgebl
iche
ausgeglichene Arbeitsmarkt
hält
ohne weiteres
genügend
Stellen mit
r
ücken
schonenden
Tätigkeiten bereit, welche
für den Beschwerdeführer in
Frage kom
men
.
Dass es für
ihn
angesichts seines Alters und seiner langen Abwesen
heit vom Arbeitsmarkt wohl schwierig sein wird, im realen Arbeits
markt eine ent
sprechende Stelle zu finden, hat nicht die Invaliden
versicherung zu vertreten (vgl. Urteil des Bun
desgerichts 8C_237/2011 vom 1
9.
August 2011 E. 2.3).
5.
5.1
Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen des im
C._
-Gutachten fes
tgestellten Gesundheitsschaden.
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invaliden
ein
kom
men
), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypo
thetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des
Einkom
mens
vergleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
5.2
Der von der Beschwerdegegnerin durchgeführte Einkommensvergleich
(
Urk.
2 S.
2)
blieb beschwerdeweise unbestritten.
Zur Ermittlung des
Valideneinkommens
knüpfte die Beschwerdegegnerin
an das vom Beschwerdeführer bei der
Y._
im Jahr 2006 erzielte Jahreseinkommen von
Fr.
78‘000.-- (
Urk.
6/13/3
Ziff.
2.10,
Urk.
6/13/15-27) an und rechnete dieses in nicht zu beanstandender Weise (vgl.
Die Volkswirtschaft
1/2
-2012 S. 95
,
Tabelle B10.
2
,
Nominal Total)
auf das Jahr 20
10 (Beginn des Wartejahres) auf, womit ein massgebendes
Valideneinkommen
von
Fr.
84‘429.-- resultierte (
Urk.
2 S. 2 Mitte,
Urk.
6/127,
Urk.
6/216 S. 8 oben)
.
Ob das Abstellen auf den bei der
Y._
erzielten Lohn
gerecht
fertigt ist, kann letztlich offen bleiben,
denn
das von der
Beschwerde
gegne
rin
für das Jahr 2010 ermittelte
Valideneinkommen
i
st
höher als der
vom
Beschwerdeführer im
Jahr 2010 bei der
Z._
erziel
te
Jahreslohn von
Fr.
70‘720.-- (
Fr.
34 x 40 x 52
;
Urk.
6/87/2
Ziff.
2.9-10)
und
auch höher als der
gemäss den Tabellen
der
vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebe
nen Lohnstrukturerhebungen
(LSE)
von Männern mit Berufs- und Fachkennt
nissen im Jahr 2008 in der
Metallbe
- und -verarbeitung erziel
t
e,
an die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit im
verarbei
tenden Gewerbe im Jahr 2008 angepasste
und auf das Jahr 2010 aufgerechnete
Jahreslohn
von
Fr.
7
5‘077.20
(
Fr.
5‘
695.-- : 40 x 41.2 x 12
x 1.016 x 1.02 x 1.021 x 1.008
; LSE 2008
,
Tabelle TA1,
Ziff.
27-28, Niveau 3; Die Volkswirtschaft 1/2-201
0
,
S. 95 Tabelle B9.2
,
lit
. C;
Die Volkswirtschaft 1/2
2012
S. 95,
Tabelle B10.2
,
Nominal Total).
Vor diesem Hintergrund ist das von der Beschwerdegegnerin ermittelte
Valideneinkommen
nicht zu beanstanden. Dieses ist jedoch noch
an die
Nomi
nallohnentwicklung
im verarbeitenden Gewerbe im Jahr 2011 (Zeitpunkt des frühestmöglichen
im Rentenbeginns
)
anzupassen, womit
ein massgebendes
Valideneinkommen
von
Fr.
85‘189.-- (
Fr.
84‘429.--
x 1.009; Die
Volkswirtschaft 12-2012, S. 91,
Tabelle B10.2
,
Ziff.
10-33)
resultiert.
5.3
Nachdem der Beschwerdeführer seit dem Jahr 2010
kein
er Erwerbstätigkeit mehr nachgeht,
zog die Beschwerdegegnerin zur Ermittlung des
Invalidenein
kommens
zu Recht die LSE-Tabellen heran
(
Urk.
2 S. 2 unten, Urk.
6/215
;
vgl.
BGE 126 V 75 E. 3b/
aa
und
bb
, vgl. auch BGE 129 V 472 E.
4.2.1).
I
n einer einfachen und repetitiven Tätigkeit in dem ihm zumutbaren Vollzeitpensum
und unter Berücksichtigung
der im Jahr 2010
betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit
in allen Sektoren
von 41.6 Stunden
hätte der Beschwerdeführer im Jahr 2010
ein Einkommen von
Fr.
61‘1
67.-- erzielen können
(
Fr.
4‘901.-- : 40 x 41.6 x 12;
LSE 2010, Tabelle TA1, Total, Niveau 4; Die Volkswirtschaft, 1/2
2012, Tabelle B9.2
,
lit
. A-S Total)
. Unter Berücksichtigung des von der Beschwerdegegnerin gewährten und nicht zu
beanstandenden Abzug
s
von 15
%
resultiert somit ein
Invalideneinkommen von
Fr.
51‘992.--
.
Die
Aufrechnung auf das J
ahr 2011 (Zeitpunkt des frühest
möglichen Rentenbeginns)
ergibt ein massgebendes
Invalideneinkommen von
Fr.
52‘512.-- (
Fr.
51‘992.-- x 1.01; Die Volkswirtschaft 12-2012, S. 91, Tabelle B10.2, Nominal Total).
Damit beträgt der Invaliditätsgrad
,
wie von der Beschwerdegegnerin zutreffend errechnet
,
38
%
, womit
die Beschwerdegegnerin einen Rentenanspruch des Beschwerdeführer
s zu Recht verneint hat.
5.
4
Nach dem Gesagten erweist sich der angefochtene Entscheid als rechtens, was zur Abweisung der dagegen erhobenen Beschwerde führt.
6.
Die Verfahrenskosten gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG sind ermessensweise auf Fr.
900.-- anzusetzen und ausgangsgemäss dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.