Decision ID: 68da2799-4db1-4c84-ad8e-63dc6d9c968b
Year: 2022
Language: de
Court: AG_OG
Chamber: AG_OG_007
Canton: AG
Region: Northwestern_Switzerland
Law Area: 

Das Versicherungsgericht entnimmt den Akten:
1.
Der 1958 geborene Beschwerdeführer meldete sich am 7. September 2021
beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) B. zur Arbeitsvermitt-
lung an und stellte am 30. November 2021 bei der Beschwerdegegnerin
Antrag auf Arbeitslosenentschädigung per 7. September 2021. Mit Verfü-
gung vom 7. Februar 2022 verneinte die Beschwerdegegnerin einen An-
spruch auf Arbeitslosenentschädigung. Die vom Beschwerdeführer dage-
gen erhobene Einsprache vom 10. März 2022 wies die Beschwerdegegne-
rin mit Einspracheentscheid vom 13. April 2022 ab.
2.
2.1.
Gegen den Einspracheentscheid vom 13. April 2022 erhob der Beschwer-
deführer mit Eingabe vom 24. Mai 2022 fristgerecht Beschwerde und be-
antragte sinngemäss die Aufhebung des Einspracheentscheids vom
13. April 2022 und die Ausrichtung von Arbeitslosenentschädigung.
2.2.
Mit Vernehmlassung vom 21. Juni 2022 beantragte die Beschwerdegegne-
rin die Abweisung der Beschwerde.

Das Versicherungsgericht zieht in Erwägung:
1.
In ihrem Einspracheentscheid vom 13. April 2022 (Vernehmlassungsbei-
lage [VB] 28-30) verneinte die Beschwerdegegnerin einen Anspruch des
Beschwerdeführers auf Arbeitslosenentschädigung im Wesentlichen mit
der Begründung, dass der Beschwerdeführer seit dem 1. Mai 2021 eine
ordentliche AHV-Altersrente vorbeziehe. Dies schliesse den Bezug von
Taggeldern der Arbeitslosenversicherung aus (VB 28-29). Der Beschwer-
deführer beantragt demgegenüber im Wesentlichen unter Hinweis auf
Art. 14 Abs. 1 AVIG eine Überprüfung des Einspracheentscheids.
Strittig und zu prüfen ist demnach, ob die Beschwerdegegnerin einen An-
spruch des Beschwerdeführers auf Arbeitslosenentschädigung mit Ein-
spracheentscheid vom 13. April 2022 zu Recht abgelehnt hat.
2.
2.1.
Der Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung setzt nach Art. 8 Abs. 1
lit. d AVIG unter anderem voraus, dass die versicherte Person weder das
Rentenalter der AHV erreicht hat noch eine Altersrente der AHV bezieht.
- 3 -
Macht eine Person von der Möglichkeit des Rentenvorbezugs nach Art. 40
Abs. 1 AHVG Gebrauch, so fällt der Anspruch auf Arbeitslosenentschädi-
gung ab Beginn des Monats dahin, in welchem die vorbezogene Rente
erstmals ausgerichtet wird. Der gleichzeitige Bezug von Arbeitslosenent-
schädigung und AHV-Rente ist ausgeschlossen (vgl. THOMAS NUSSBAU-
MER, Arbeitslosenversicherung, in: Schweizerisches Bundesverwaltungs-
recht [SBVR], Bd. XIV, Soziale Sicherheit, 3. Aufl. 2016, S. 2324 Rz. 199
mit Hinweis auf BGE 134 V 418 S. 421 f. E. 3.1).
2.2.
Der Beschwerdeführer hatte im Zeitpunkt der Antragstellung auf Arbeitslo-
senentschädigung per 7. September 2021 (VB 72) zwar das ordentliche
AHV-Rentenalter noch nicht erreicht. Jedoch bezieht er seit 1. Mai 2021
eine AHV-Altersrente vor (VB 86; Beschwerde S. 2). Der gleichzeitige Be-
zug von Arbeitslosenentschädigung und AHV-Rente ist nach klarer Rechts-
lage ausgeschlossen (vgl. E. 2.1. hiervor), weshalb sich Weiterungen zu
einer allfälligen Befreiung von der Betragszeit gemäss Art. 14 AVIG (vgl.
Beschwerde S. 3) erübrigen; es besteht kein Anspruch auf Arbeitslosenent-
schädigung. Der Einspracheentscheid vom 13. April 2022 erweist sich als
rechtens und die dagegen erhobene Beschwerde ist abzuweisen.
3.
3.1.
Das Verfahren ist kostenlos (Art. 61 lit. fbis ATSG).
3.2.
Dem Beschwerdeführer steht nach dem Ausgang des Verfahrens
(Art. 61 lit. g ATSG) und der Beschwerdegegnerin aufgrund ihrer Stellung
als Sozialversicherungsträgerin (BGE 126 V 143 E. 4 S. 149 ff.) kein An-
spruch auf Parteientschädigung zu.