Decision ID: 507dd8ae-f125-459c-8370-a7ced34a81bb
Year: 2016
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a Die im Jahr 2005 gegründete B._ AG rechnete nach ihrer Sitzverlegung vom
Kanton Zürich nach C._ die Sozialversicherungsbeiträge ab dem 1. August 2006 bei
der Sozialversicherungsanstalt St. Gallen, Ausgleichskasse des Kantons St. Gallen, ab.
A._ war Verwaltungsrat der B._ AG; am 17. Dezember 2008 wurde er als Mitglied
des Verwaltungsrates aus dem Handelsregister gelöscht. Am _ Januar 2009 wurde
über die B._ AG der Konkurs eröffnet und bereits am _ März 2009 mangels Aktiven
eingestellt. Die Ausgleichskasse verfügte gegenüber A._ am 4. Mai 2010, dass dieser
ihr gestützt auf Art. 52 AHVG einen Schaden in der Höhe von Fr. 241‘336.25 zu
ersetzen habe. Nachdem dieser Einsprache erhoben und u.a. eine Schadenshöhe von
Fr. 218‘496.20 angegeben hatte (AHV-act. I/9-16/38), reduzierte die Ausgleichskasse
mit Einspracheentscheid vom 26. August 2010 den Betrag auf Fr. 240‘414.90.
Anschliessend erhob A._ Beschwerde/Rekurs beim Versicherungsgericht, welches
die Sache mit Entscheid vom 9. November 2011 an die Ausgleichskasse zu weiteren
Abklärungen und zur neuen Berechnung der Schadenshöhe zurückwies; im Übrigen
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wies es die Beschwerde/Rekurs ab (vgl. dazu und zur vertieften
Sachverhaltsdarstellung: Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen
vom 9.11.2011, AHV 2010/23, AHV-act. I/1).
A.b Die Ausgleichskasse stellte daraufhin weitere Nachforschungen an. Insbesondere
holte sie die Unterlagen der Bank D._ (B._ AG act. II/1-1 bis 108) und die
Kontoblätter der Lohnabrechnungen 2008 der B._ AG ein (B._ AG act. II/2-1 bis
33). Am 23. Mai 2013 verfügte die Ausgleichskasse neu. Die Lohnbeiträge seien
aufgrund der effektiven Lohnauszahlungen gemäss den Auszügen der Bank D._ neu
berechnet worden. Die Verzugszinsen der Lohnbeiträge für die Monate September,
Oktober und November 2008 seien nicht mehr verfügt worden (Posten 2008/0008,
0009, 0010). Insgesamt betrage der Schaden Fr. 208‘892.85 (bundesrechtliche
Forderung Fr. 184‘661.85, kantonalrechtliche Forderung Fr. 24‘231.00) (AHV-act. II/28).
A.c Am 2. Juli 2013 liess A._ durch seinen Rechtsvertreter Einsprache erheben
(AHV-act. II/24), worauf die Ausgleichskasse zunächst am 30. Juli 2013 nicht eintrat
(AHV-act. II/21). Nachdem A._ dagegen beim Versicherungsgericht Beschwerde
erhoben hatte (AHV-act. II/19-2), widerrief die Ausgleichskasse den
Nichteintretensentscheid am 17. Oktober 2013 (AHV-act. II/17) und das
Versicherungsgericht schrieb den Fall als gegenstandslos ab (AHV-act. II/8).
A.d Die Ausgleichskasse gab A._ Gelegenheit zur Stellungnahme, woraufhin sein
Rechtsvertreter die Einsprache am 28. Februar 2014 ausführlich begründete (AHV-act.
II/6). Der Rechtsvertreter behauptete, in der Liste der Ausgleichskasse seien Zahlungen
aufgelistet, für die kein Bankbeleg vorliege und die damit auch nicht erfolgt seien.
Dabei listete er detailliert Beträge von verschiedenen Mitarbeitenden auf. Insgesamt
habe die B._ AG netto Fr. 114‘483.15 weniger Löhne bezahlt, als die
Ausgleichskasse behaupte. Die Nettolohnsumme betrage deshalb Fr. 894‘808.18. Die
Ausgleichskasse habe zudem bei der Berechnung der Nettolöhne in Bruttolöhne
teilweise anstelle der Nettolöhne Bruttolöhne verwendet. Insgesamt habe die
Ausgleichskasse aus Nettolöhnen von Fr. 1‘009‘661.33 Bruttolöhne von Fr.
1‘311‘516.-- errechnet, was bedeuten würde, dass die Sozialabzüge 23% des
Bruttolohnes betragen würden, was nicht realistisch sei. Rechne man die effektive
Nettolohnsumme von Fr. 894‘808.18 aufgrund der Annahme, dass die Abzüge 12%
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betragen, in eine Bruttolohnsumme um, würden die Bruttolöhne Fr. 1‘016‘827.50
betragen. Die geschuldeten Beträge beliefen sich dann auf Fr. 138‘288.55 zuzüglich
Verwaltungskosten von Fr. 2‘074.35, wodurch für das Jahr 2008 der Betrag von Fr.
140‘362.90 geschuldet sei. Die Schlussrechnung für das Jahr 2007 betrage Fr.
59‘178.65. Für das Jahr 2007 und 2008 seien damit insgesamt Fr. 199‘541.55
geschuldet. Die B._ AG habe im Jahr 2008 Zahlungen von Fr. 40'000.-- geleistet.
Ausserdem seien die Kinderzulagen von Fr. 2‘800.-- zu verrechnen. Offen geblieben sei
damit ein Betrag von Fr. 156‘741.55. Im Weiteren brachte der Rechtsvertreter vor, die
Ausgleichskasse treffe ein Selbstverschulden am Schaden bzw. der Einsprecher habe
den Schaden nicht grobfahrlässig verursacht (vgl. AHV-act. II/6-4 ff.).
A.e Am 7. April 2014 wies die Ausgleichskasse die Einsprache ab (AHV-act. II/4). In der
Begründung hielt sie fest, das Versicherungsgericht habe mit Entscheid vom 9.
November 2011 rechtsverbindlich festgelegt, dass die Voraussetzungen für die
Leistung von Schadenersatz erfüllt seien. Gegenstand des Einspracheverfahrens sei
lediglich noch die Schadenshöhe. Sie begründete die umstrittenen Beträge und hielt
fest, die Nettolöhne seien den Kontoauszügen der Bank D._ entnommen worden. Die
Umrechnung auf Bruttolöhne sei gemäss den Lohnlisten erfolgt. Die vom
Beschwerdeführer als übersetzt monierten Abzüge resultierten aus den teilweise in
Abzug gebrachten Quellensteuern.
A.f Am 6. Mai 2014 liess A._ Beschwerde beim Versicherungsgericht erheben (AHV-
act. II/3-2 ff.). Sein Rechtsvertreter macht u.a. geltend, die Schadenshöhe sei
unzureichend begründet, fänden sich doch die von der Ausgleichskasse angeführten
Aktenverweise nicht.
A.g Mit Präsidialentscheid vom 21. Mai 2014 wurde der Einspracheentscheid vom 7.
April 2014 aufgehoben und die Sache zum Erlass eines hinsichtlich der Schadenshöhe
nachvollziehbar begründeten Einspracheentscheides an die Ausgleichskasse
zurückgewiesen (AHV-act. II/1-4).
A.h Am 13. Juni 2014 liess die Ausgleichskasse dem Rechtsvertreter die neu
zusammengestellten Akten zukommen (AHV-act. III) und gab ihm Gelegenheit zur
Stellungnahme (AHV-act. III/4), woraufhin dieser am 15. September 2014 in formeller
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Hinsicht darlegte, die Ausgleichskasse hätte eine Verfügung statt eines
Einspracheentscheides erlassen müssen. In materieller Hinsicht machte er geltend, an
den von der Ausgleichskasse genannten Stellen seien zwar Zahlungen aufgeführt; es
sei jedoch nicht klar, dass es sich dabei um Lohnzahlungen handle. Insbesondere fehle
der Zahlungsempfänger. Dieser sei nachträglich von der Ausgleichskasse von Hand
eingefügt worden. Zudem sei nicht belegt, dass gewisse Zahlungen in Euro erfolgt
seien. Eine Umrechnung in Schweizer Franken sei nicht nötig, da die von der Bank
aufgelisteten Zahlungen in Franken geleistet worden seien. Die Zahlungen an die
Mitarbeiter E._, F._ und G._ seien deshalb nicht in Schweizer Franken
umzurechnen und schon gar nicht zweimal, wie es die Ausgleichskasse gemacht habe.
Die Ausgleichskasse habe nicht belegt, dass für die Arbeitnehmer Quellensteuern
bezahlt worden seien. Da dies nicht belegt sei, dürften diese Zahlungen nicht als
Lohnzahlungen erfasst werden. Im Weiteren machte er dieselben Ausführungen zum
Selbstverschulden der Ausgleichskasse und bestritt erneut ein grobfahrlässiges
Verhalten (AHV-act. III/9).
A.i Mit Einspracheentscheid vom 17. Oktober 2014 wies die Ausgleichskasse die
Einsprache erneut ab (act. G 1.1). Sie führte aus, in der 26-seitigen Eingabe des
Einsprechers vom 15. September 2014 sei lediglich eine Seite dem einzig relevanten
Thema der Schadenshöhe gewidmet. Gegenstand dieses Einspracheverfahrens sei nur
noch die Höhe der Schadenersatzforderung. Über sämtliche anderen Voraussetzungen
habe das Versicherungsgericht mit Entscheid vom 9. November 2011 rechtsverbindlich
befunden und festgehalten, dass die Voraussetzungen für die Leistung von
Schadenersatz erfüllt seien. Die Ausgleichskasse listete die gerügten Zahlungen in
Tabellenform mit entsprechenden Aktenverweisen auf. Zum Einwand betreffend die
Quellensteuern führte die Ausgleichskasse aus, gemäss den vorliegenden
Lohnabrechnungsblättern seien Quellensteuern beim Bruttolohn in Abzug gebracht
worden. Ob diese bei der Steuerbehörde auch abgerechnet und bezahlt worden seien,
sei ihr nicht bekannt. Dies zu prüfen, sei aber nicht ihre Aufgabe. In seiner
Stellungnahme vom 15. September 2014 habe der Beschwerdeführer die in der Tabelle
aufgeführten Zahlungen grundsätzlich anerkannt, nur in Frage gestellt, ob es sich dabei
um Lohnzahlungen handle. Die handschriftlichen Notizen habe sie [die
Ausgleichskasse] nicht angebracht. Die Bankauszüge seien ihr so zugestellt worden.
Dass es sich bei diesen Zahlungen an die Mitarbeiter aber nicht um Lohn handeln solle,
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sei nicht nachvollziehbar. Zu den Beträgen in Euro bemerkte sie, dass neben den
Bankauszügen in Schweizer Franken auch Bankauszüge in der Währung Euro
vorhanden seien und diese entsprechend beschriftet seien. Die Lohnzahlungen an die
Mitarbeiter E._, F._ und G._ seien daher folgerichtig in Schweizer Franken zu
einem Kurs von 1.60 umgerechnet worden. Dasselbe gelte für die Zahlung von € 900.--
an H._ für Juli 2008, wie dem Beleg der Bank D._ (B._ AG act. II/1-6) zu
entnehmen sei. Es seien keine Löhne doppelt umgerechnet worden. Die angefochtene
Verfügung sei daher zu bestätigen und die Einsprache abzuweisen.
B.
B.a Dagegen liess der Beschwerdeführer am 17. November 2014 die vorliegend zu
beurteilende Beschwerde erheben (act. G 1). Sein Rechtsvertreter reichte eine 32-
seitige Eingabe ein, worin er im Wesentlichen das Gleiche ausführt, wie bereits in
seiner Stellungnahme vom 15. September 2014. Der Rechtsvertreter bestreitet
insbesondere, dass es sich bei den auf den Auszügen der Bank D._ aufgeführten
Zahlungen von Fr. 7‘700.--, 4‘400.-- und 7‘000.-- an I._, den Zahlungen von Fr.
510.65 und Fr. 4‘000.-- an J._, der Zahlung von Fr. 1‘547.30 an K._, den Zahlungen
von Fr. 1‘677.--, Fr. 1‘674.75 und Fr. 1‘674.25 an H._ sowie bei der Zahlung von Fr.
4‘685.90 an L._ um Lohnzahlungen handle. Diese Zahlungen seien nicht an die
entsprechenden Personen geleistet worden; es handle sich dabei um Auszahlungen für
sonstigen geschäftsbedingten Aufwand. Bei der Zahlung von Fr. 1‘440.-beziehe sich
die Beschwerdegegnerin auf den Beleg 1/3 im Dossier B._ AG Tracking II act. 1-6
der Bank D._. Ein Aktenstück mit dieser Bezeichnung gebe es nicht, womit sie diese
Lohnzahlung nicht nachweisen könne. Die handschriftlichen Notizen auf den
Bankauszügen habe jedenfalls nicht der Beschwerdeführer angebracht; es liege also
keine Anerkennung der Lohnzahlungen vor. Eine Umrechnung der getätigten
Zahlungen von Euro in Franken sei nicht nötig, da die Zahlungen in Franken geleistet
worden seien. Zudem habe die Beschwerdegegnerin die Zahlungen zweimal in Franken
umgerechnet. Ins¬gesamt stelle die Beschwerdegegnerin nur noch Behauptungen über
eine Lohnsumme von Fr. 34‘870.35 netto auf; der Schaden mache demnach höchstens
Fr. 4‘000.-- aus. Die B._ AG habe im Jahr 2008 Zahlungen von Fr. 40‘000.-- geleistet.
Zudem seien die Kinderzulagen von Fr. 2‘800.-- zu verrechnen. Die
Beschwerdegegnerin könne nicht belegen, dass Quellensteuern bezahlt worden seien;
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auf diesen Zahlungen seien aber nur Beiträge geschuldet, wenn die Zahlungen
tatsächlich erfolgt seien. Die Beitragssumme von Fr. 149‘063.70 für die
Schlussrechnung 2007 und das erste Quartal 2008 seien zu hoch. Die
Schlussrechnung 2007 habe sich auf Fr. 60‘000.-- und das erste Quartal 2008 auf rund
Fr. 45’000.-- belaufen. An diese Schulden habe die B._ AG noch Fr. 40’000.--
bezahlt, als die Raten des Zahlungsplans fällig geworden seien.
B.b Am 11. Dezember 2014 beantragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung der
Beschwerde (act. G 3). Zur Begründung verwies sie auf ihren Einspracheentscheid vom
17. Oktober 2014.
B.c Nach Einsicht in die Vorakten liess sich der Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers am 9. März 2015 nochmals vernehmen (act. G 9). Er wies erneut
darauf hin, dass die Beschwerdegegnerin ein erhebliches Selbstverschulden treffe und
der Schaden deshalb um mindestens die Hälfte gekürzt werden müsse. Zur
Schadenshöhe machte er keine weiteren Ausführungen.
B.d Die Beschwerdegegnerin hat auf eine weitere Stellungnahme verzichtet (act. G 11).

Erwägungen
1.
Mit Entscheid vom 9. November 2011 (AHV 2010/23) wies das Versicherungsgericht
die Sache zur ergänzenden Abklärung und Neufestsetzung der Schadenshöhe an die
Beschwerdegegnerin zurück. Im Übrigen wurden die Voraussetzungen für eine Haftung
des Beschwerdeführers für den entstandenen Schaden bejaht und die Beschwerde
abgewiesen und insoweit der Einspracheentscheid vom 26. August 2010 bestätigt. In
der Folge ermittelte die Beschwerdegegnerin die Höhe des Schadens neu und verfügte
schliesslich mit Einspracheentscheid vom 7. April 2014 bzw. 14. Oktober 2014 eine
Schadenersatzforderung in Höhe von Fr. 208‘892.85 (bundesrechtliche Forderung Fr.
184‘661.85, kantonalrechtliche Forderung Fr. 24‘231.00).
1.1 In formeller Hinsicht führt der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers an, es liege
eine Verletzung des rechtlichen Gehörs vor, da nicht auf alle seine Rügen eingegangen
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worden sei. Insbesondere seien die Haftungsvoraussetzungen im vorliegenden
Verfahren erneut zu prüfen. Dies trifft nicht zu, denn das Versicherungsgericht hat die
Haftungsvoraussetzungen im damaligen Verfahren eingehend geprüft. Es hat sich mit
den Argumenten des Beschwerdeführers ausführlich auseinandergesetzt und ist
abschliessend zum Schluss gekommen, dass die Voraussetzungen für eine Haftung zu
bejahen sind und der Beschwerdeführer für den Schaden haftbar ist (vgl. AHV 2010/23,
E. 4). Ziffer 1 des Dispositivs des Entscheids vom 9. November 2011 lautet
entsprechend: „Die Beschwerde und der Rekurs werden insoweit gutgeheissen und
der Einspracheentscheid vom 26. August 2010 aufgehoben, als die Streitangelegenheit
zur ergänzenden Abklärung und Neufestsetzung der Schadenshöhe im Sinne der
Erwägungen an die Beschwerdegegnerin und Vorinstanz zurückgewiesen wird. Im
Übrigen werden die Beschwerde und der Rekurs abgewiesen.“. Das
Versicherungsgericht hat materiell über die Voraussetzungen für eine Haftung
entschieden. In dieser Hinsicht bleibt der Entscheid sowohl für die
Beschwerdegegnerin als auch für das Versicherungsgericht selbst bindend (vgl. dazu
Urteile des Bundesgerichts vom 8. Juni 2015, 8C_913/2014, E. 4.2, und vom 10.
November 2010, 8C_359/2010, E. 5.2). Der Rechtsvertreter argumentiert zwar richtig,
dass es sich beim Entscheid des Versicherungsgerichts vom 9. November 2011 (AHV
2010/23) aus Sicht des Bundesgerichts um einen Zwischenentscheid handelt (vgl. dazu
Urteil des Bundesgerichts vom 10. November 2015, 9C_216/2015, E. 2). Dies ändert
aber nichts an der Bindungswirkung dieses Entscheides für die Beschwerdegegnerin
und das Versicherungsgericht. Da die Haftungsvoraussetzungen nicht mehr zu prüfen
waren, mussten dazu auch keine Ausführungen mehr gemacht werden. Insofern die
Beschwerdegegnerin im Einspracheentscheid auf die Weiterungen, die nicht die
Schadenshöhe betrafen, nicht eingegangen ist und sie sich auf eine abgeurteilte Sache
berief, liegt darin folglich keine Verletzung des rechtlichen Gehörs.
1.2 Der Rechtsvertreter macht weiter geltend, die Beschwerdegegnerin hätte zunächst
eine neue Verfügung erlassen müssen und nicht direkt mit Einspracheentscheid
entscheiden dürfen. Dem ist nicht zuzustimmen, denn die Einzelrichterin hatte mit Urteil
vom 21. Mai 2014 die Sache zum Erlass eines hinsichtlich der Schadenshöhe
nachvollziehbar begründeten Einspracheentscheids zurückgewiesen. Die Rückweisung
diente einzig der Präzisierung der Begründung. Dem ist die Beschwerdegegnerin mit
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Einspracheentscheid vom 17. Oktober 2014 nachgekommen, womit dieses Vorgehen
nicht zu beanstanden ist.
1.3 Der Rechtsvertreter führt weiter aus, die Beschwerdegegnerin trage die
Behauptungs- und Beweislast für den Schaden. Es sei unzulässig, dass die
Beschwerdegegnerin zwei oder mehr Versuche habe, um ihre Ansprüche zu
substantiieren. Damit die Parteien gleichberechtigt seien, sei es der
Beschwerdeführerin nur zu gestatten, einen Schaden in der Höhe geltend zu machen,
wie er vom Beschwerdeführer zuletzt als maximale Höhe genannt worden sei; also Fr.
156‘741.55. Auch diese Rüge erweist sich als unzutreffend. Die Verwaltung erhält nur
und erst im Beschwerdeverfahren Parteistellung. Zuvor handelt es sich um ein
einseitiges bzw. hoheitliches Amtsverfahren, welches die Verwaltung mit dem Erlass
einer Verfügung abschliesst. Sie hat im Rahmen der Untersuchungsmaxime die
notwendigen Abklärungen vorzunehmen und danach die Schadenersatzforderung zu
verfügen; dabei darf ihr keine Beschränkung auferlegt werden.
2.
2.1 In materieller Hinsicht macht der Rechtsvertreter geltend, die Beschwerdegegnerin
habe im Einspracheentscheid nicht aufgeführt, welche Löhne die B._ AG ausbezahlt
habe und stelle lediglich Behauptungen über eine Lohnsumme von insgesamt Fr.
34‘870.35 netto auf. Der Rechtsvertreter bestreitet insbesondere, dass einzelne
Zahlungen an die unten aufgeführten Personen geflossen seien. Diese Zahlungen sind
indessen aktenmässig belegt an Mitarbeitende der B._ AG bezahlt worden. Folglich
handelt es sich dabei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit um Lohnzahlungen.
Soweit der Rechtsvertreter behauptet, es handle sich bei den betreffenden Buchungen
nicht um Lohnzahlungen, sondern um anderen geschäftsmässig bedingten Aufwand,
ist er nicht zu hören. Diese Behauptung ist weder plausibel begründet noch sonst
glaubhaft. Aus den Bankbelegen der Bank D._ (B._ AG act. II/1-1 bis 108) und den
Kontoblättern der Lohnabrechnungen 2008, eingereicht von der Steuerpartner AG
(B._ AG act. II/2-1 bis 33), ergibt sich, dass diese Beträge in der betreffenden Höhe
in einer Regelmässigkeit geflossen sind, die nur den Schluss zulassen, dass es sich
dabei um Lohnzahlungen handelt. Der Rechtsvertreter legt denn auch nicht dar, um
welchen sonstigen geschäftsbedingten Aufwand es sich dabei handeln könnte. Die
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detailliert bestrittenen Zahlungen sind allesamt belegt und daher in der Nettolohnliste
der Beschwerdegegnerin zu Recht aufgeführt (vgl. B._ AG act. II/3-3/4). Dazu die
nachfolgende tabellarische Darstellung mit den dazugehörigen Belegstellen:
I._ März 2008 Fr. 7‘700.-- B._ AG act. II/
1-69/108
Mai 2008 Fr. 4‘400.-- B._ AG act.
II/1-55/108
Juli 2008 Fr. 7‘000.-- B._ AG act.
II/1-95/108
J._ Februar 2008 Fr. 510.65
Fr. 4‘000.-- B._ AG act. II/1-25/108
B._ AG act. II/1-28/108
K._ Januar 2008 Fr. 1‘547.30 B._ AG act. II/
1-31/108
H._ Januar 2008 Fr. 1‘677.-- B._ AG act. II/
1-31/108
Mai 2008 Fr. 1‘674.75 B._ AG act. II/
1-59/108
Juni 2008 Fr. 1‘674.75 B._ AG act. II/
1-84/108
L._ Januar 2008 Fr. 4‘685.90 B._ AG act. II/
1-40/108
2.2 Der Rechtsvertreter führt weiter an, die Beschwerdegegnerin könne die Zahlung
von Fr. 1‘440.-- an H._ nicht nachweisen. Im Bankauszug der Bank D._ für die
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Buchungen von Juli 2008 ist eine Zahlung über € 900.-- aufgeführt. Daneben befindet
sich ein handschriftlicher Vermerk: „Gehalt H._ Juli 2008“. Die Beschwerdegegnerin
führt aus, sie habe diesen Betrag zum damaligen Umrechnungskurs von 1.60 von Euro
in Schweizer Franken umgerechnet, was einen Betrag von Fr. 1‘440.-- ergebe. Diese
Umrechnung zum damals aktuellen Kurs ist nicht zu beanstanden. Gestützt auf den
Beleg über eine Auszahlung von € 900.-- ist mit der Beschwerdegegnerin von einer
tatsächlich erfolgten Lohnzahlung an H._ auszugehen.
2.3 Der Rechtsvertreter wendet ein, die handschriftlichen Notizen auf den
Kontoauszügen der Bank stammten nicht vom Beschwerdeführer. Die
Beschwerdegegnerin macht geltend, sie habe die Unterlagen so, mit den
handschriftlichen Notizen, zugestellt erhalten. Bei den handschriftlichen Notizen
handelt es sich um Bemerkungen wie „Gehalt XY Juli 08“, „Gehalt 02/08 F.
K._“ (B._ AG act. II/1-22/108), „Gehalt“ etc., aber auch um solche wie z.B. „ok,
M._“ (B._ AG act. II/1-23/108), „Barabhebung N._/O._“ (B._ AG act. II/
1-65/108), „PRIVAT (in bar überlassen)“ (B._ AG act. II/1-67/108). Solche
Bemerkungen kann unmöglich die Beschwerdegegnerin angebracht haben. Bei der
betreffenden Person muss es sich um jemanden gehandelt haben, der Einblick in die
Geschäfte der B._ AG hatte. In Frage kommt gegebenenfalls auch eine Person der
Revisionsstelle der B._ AG. Wer die Bemerkungen tatsächlich angebracht hat, kann
indes offen bleiben, denn immerhin ist davon auszugehen, dass wenn der Vermerk
„Gehalt“ angebracht worden ist, es sich dabei auch um eine Gehaltszahlung gehandelt
hat. Nur solche Zahlungen hat die Beschwerdegegnerin zur Ermittlung der
Schadenshöhe berücksichtigt, wie ein Vergleich der Bankunterlagen mit der
Nettolohnliste zeigt.
2.4 Der Rechtsvertreter behauptet, die getätigten Zahlungen seien in Schweizer
Franken erfolgt. Die Beschwerdegegnerin zeigt auf und es ergibt sich aus den Akten,
dass die B._ AG bei der Bank D._ sowohl ein Kontokorrent in Euro als auch eines
in Schweizer Franken führte (vgl. Dossier B._ AG act. II1-16 = Euro, 17-108 = CHF).
Verbuchte Zahlungen aus dem Euro-Kontokorrent hat die Beschwerdegegnerin zum
damaligen Kurs von 1.60 in Schweizer Franken umgerechnet. Wie aus diesem
Kontokorrent hervorgeht, hat die Beschwerdegegnerin verbuchte Eurozahlungen für die
Monate Januar, Februar, Juni und Juli 2008 für E._ (Euro total 13‘856.99), F._ (Euro
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total 24‘555.94) und G._ (Euro total 25‘686.34) erfasst und in der Nettolohnliste zum
Umrechnungskurs 1.60 mit Fr. 22‘171.10 (E._), Fr. 39‘289.50 (F._) und Fr.
41‘098.10 (G._) berücksichtigt (B._ AG act. II/1-13 und 3-3/4). Es ist nicht
ersichtlich, dass hier zu viel oder zu wenig Lohn erfasst worden wäre.
2.5 Der Rechtsvertreter rügt, die Beschwerdegegnerin habe bei der Ermittlung der
Lohnsumme Quellensteuern als Lohn berücksichtigt, könne aber nicht belegen, dass
tatsächlich Quellensteuern bezahlt worden seien. In einzelnen Lohnblättern findet sich
eine Spalte „QST“ (z.B. B._ AG act. II/2-7/33, II/2-8/33). Belege dafür, dass
Quellensteuern bezahlt wurden, finden sich in den Kontoauszügen der Bank D._.
Dort sind diverse Zahlungen mit dem Vermerk Quellensteuern aufgeführt (z.B. B._ AG
act. II/1-29, 1-33, 1-90/108). Die Beschwerdegegnerin durfte also die vorhandenen
Zahlungen als Lohnverwendung aufrechnen. Es sind auch hier keine konkreten
Hinweise ersichtlich oder geltend gemacht, dass zu viel Lohn aufgerechnet worden
wäre.
2.6 Der Rechtsvertreter führt weiter an, die Beschwerdegegnerin behaupte nur noch
eine Lohnsumme von Fr. 34‘870.35 und führe im angefochtenen Einspracheentscheid
nicht auf, welche Löhne die B._ AG ausbezahlt habe. Bei der genannten Lohnsumme
handelt es sich offensichtlich einzig um die vom Beschwerdeführer konkret bestrittenen
Lohnzahlungen (vgl. AHV-act. III/3). Im Einspracheentscheid wird die Lohnsumme, auf
deren Basis die Schadenersatzforderung letztlich berechnet wurde, tatsächlich nicht
aufgeführt. Allerdings finden sich im Dossier B._ AG act. II die Grundlagen für die
neuberechnete Schadenersatzforderung. So findet sich einerseits die „Lohnliste zur
Nachbelastung für das Jahr 2008“ vom 2. Mai 2013 (B._ AG act. II/3-1/4), wonach für
insgesamt vier Mitarbeitende total Fr. 25‘090.-- zu wenig Lohn abgerechnet wurde.
Anderseits zeigt die „Lohnliste zur Gutschrift für das Jahr 2008“ vom 2. Mai 2013
(B._ AG act. II/3-2/4), dass insgesamt Fr. 220‘735.-- bislang berücksichtigte Löhne
nicht realisiert wurden. Zusammen mit der rechnerischen Nachbelastung resultierte
damit eine Gutschrift aus nicht realisiertem Lohn von Fr. 195‘645.--. Dieser Umstand
führte zu einer Gutschrift an Sozialversicherungsbeiträgen von Fr. 27‘491.05 (B._ AG
act. II/4-1 und 9). Sodann war für den Beschwerdeführer selber eine Lohnsumme von
Fr. 33‘171.-- im Jahr 2008 als nicht realisiert abzuziehen (B._ AG act. II/11-5). Dies
führte zu einer weiteren Gutschrift von Fr. 4‘031.-- (B._ AG act. II/12). Werden die
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genannten Lohnsummen als nicht realisierter Lohn von der Jahresrechnung 2008 über
eine Lohnsumme von total Fr. 1‘540‘332.-- in Abzug gebracht, so resultiert für 2008
eine abrechnungspflichtige Lohnsumme von Fr. 1‘311‘516.-- (vgl. B._ AG act. I/10).
Auch wenn es wünschenswert wäre, wenn die als Grundlage für die
Schadensberechnung herangezogene Lohnsumme auch in der
Schadenersatzverfügung bzw. im Einspracheentscheid aufgeführt wäre, so ändert das
Fehlen dieser Angabe nichts daran, dass die erfolgten Korrekturen anhand der Akten
plausibel begründet und nachvollziehbar sind.
2.7 Schliesslich führt der Rechtsvertreter an, die B._ AG habe im Jahr 2008 zwei
Zahlungen in der Höhe von je Fr. 20'000.-- geleistet. Diese Zahlungen und die
Kinderzulagen seien mit den geschuldeten Beiträgen zu verrechnen. Die Kinderzulagen
waren schon zu Beginn korrekt verbucht worden (vgl. Berechnungsblätter, AHV-act. I/
16-1 ff.). Dass zusätzlich weitere Kinderzulagen anzurechnen wären, wird nicht
behauptet. Auch die beiden Ratenzahlungen wurden bereits bei der ersten
Schadensberechnung unter Posten 20008/0001 verbucht und in Abzug gebracht (AHV-
act. III/2 S. 3).
2.8 In der Verfügung vom 23. Mai 2013 führte die Beschwerdegegnerin die für die
einzelnen Monate im Jahr 2008 (einschliesslich Jahresabrechnung 2007) offen
gebliebenen, teils korrigierten Lohnbeiträge auf, je aufgegliedert in die
bundesrechtlichen Beiträge und die Beiträge an die kantonale
Familienausgleichskasse; je samt Nebenkosten (AHV-act. II/27-1 bis 3/12). Aus dem
beigelegten Kontoauszug ergeben sich die konkreten Details zu den offen gebliebenen
Posten (AHV-act. II/27-4-12). Der Beschwerdeführer macht nicht geltend und es ist
auch nicht ersichtlich, dass diese Zusammenstellung fehlerhaft wäre.
3.
3.1 Zusammenfassend zeigt sich, dass die Beschwerdegegnerin eine Korrektur der
Schadenshöhe um insgesamt Fr. 31‘522.05 vorgenommen hat. Diese setzt sich
zusammen aus den Korrekturen für nicht realisierte Löhne (abzüglich nachbelasteter
Löhne) für das ganze Jahr 2008 im Betrag von Fr. 27‘491.05 und einer Korrektur für
nicht realisierten Lohn des Beschwerdeführers in der Höhe von insgesamt Fr. 4‘031.--.
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Daraus ergibt sich die korrigierte Schadenssumme von Fr. 208‘892.85, die anhand der
Auflistung der Beschwerdegegnerin in der Verfügung vom 23. Mai 2013 nachvollzogen
werden kann.
Posten Bezeichnung Bundesrechtliche Beiträge
Beiträge an die kantonale FAK
2008/0001 Lohnbeiträge Januar-März 2008 Fr. 5‘931.75
Fr. 796.70
2008/0002 LB gem. Jahresabrechnung 2007 ./. Korrektur Januar-März 2008 Fr.
70‘746.85 Fr. 9‘024.05
2008/0003 Lohnbeiträge April 2008 Fr. 27‘293.65 Fr.
3‘642.30
2008/0004 Lohnbeiträge Mai 2008 Fr. 27‘183.80 Fr.
3‘627.65
2008/0005 Lohnbeiträge Juni 2008 Fr. 27‘162.20 Fr.
3‘624.75
2008/0006 Lohnbeiträge Juli 2008 ./. Korrektur Fr. 25‘585.50 Fr.
3‘414.35
2008/0007 Lohnbeiträge August ./. Korrektur Fr. 758.10
Fr. 101.20
Schadenssumme Total: Fr. 184‘661.85 Fr.
24‘231.00
3.2 Der Rechtsvertreter hat gegen diese ausgewiesenen Schadensposten keine
weiteren begründeten Einwendungen vorgebracht. Nachdem die Beschwerdegegnerin
in der Zwischenzeit die nötigen Korrekturen aufgrund der tatsächlich nicht bezahlten
Löhne (unter Abzug der nachträglich zu belastenden Löhne) vorgenommen hat, ist die
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Schadensberechnung und die nun geltend gemachte Schadenshöhe aufgrund der
Aktenlage substantiiert und ausgewiesen.
4.
4.1 Gemäss Art. 52 Abs. 3 AHVG verjährt die Schadenersatzforderung zwei Jahre
nachdem die zuständige Ausgleichskasse vom Schaden Kenntnis erhalten hat,
spätestens aber fünf Jahre nach Eintritt des Schadens. Diese Fristen können
unterbrochen werden. Kenntnis des Schadens ist in der Regel von dem Zeitpunkt an
gegeben, in welchem die Ausgleichskasse unter Beachtung der zumutbaren
Aufmerksamkeit erkennen muss, dass die tatsächlichen Gegebenheiten es nicht mehr
erlauben, die Beiträge einzufordern, wohl aber eine Schadenersatzpflicht begründen
können. Zudem muss die ersatzpflichtige Person bekannt sein (UELI KIESER,
Rechtsprechung zur Alters- und Hinterlassenenversicherung, 3. Aufl. Zürich 2012, Rz
104 zu Art. 52, BGE 129 V 195 E. 2.1.). Um die Fristen nach Art. 52 Abs. 3 AHVG zu
wahren, muss die Ausgleichskasse innert dieser Frist die Schadenersatzverfügung
erlassen oder eine Fristunterbrechung veranlassen (KIESER, a.a.O., Rz 121 zu Art. 52).
Eine Unterbrechung der Fristen ergibt sich z.B. bei einer Klage vor einem Gericht. Die
Verjährung beginnt mit jeder Unterbrechung von neuem (BGE 135 V 77, KIESER,
a.a.O., Rz 101 f. zu Art. 52 mit Hinweisen).
4.2 Nachdem die Beschwerdegegnerin die Schadenersatzforderung erstmals am 4.
Mai 2010 verfügte und die Frist nach oben Gesagtem seither mehrfach unterbrochen
wurde, erweist sich die umstrittene Forderung im heutigen Zeitpunkt als noch nicht
verjährt.
5.
5.1 Wie bereits dargelegt, ist auf die weiteren Ausführungen des Rechtsvertreters in
der Beschwerdeschrift nicht näher einzugehen, da sie nicht die – vorliegend einzig zu
prüfende – Schadenshöhe betreffen.
5.2 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Beschwerdegegnerin ein Schaden
entstanden ist. Im vorliegenden Verfahren ist nun auch die korrigierte Schadenshöhe
von total Fr. 208‘892.85 aktenmässig belegt worden. Dementsprechend ist die
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Beschwerde abzuweisen und der angefochtene Einspracheentscheid vom 17. Oktober
2014 mit zugrundeliegender Schadenersatzverfügung vom 23. Mai 2013 zu bestätigen.
5.3 Gemäss Art. 61 lit. a ATSG ist das Beschwerdeverfahren kostenlos. Zwar waren im
vorliegenden Verfahren zusätzlich zu den bundesrechtlichen Beiträgen auch die Höhe
von kantonalrechtlichen Beiträgen umstritten, da diese aber wesentlich geringer sind
und darüber zusammen mit dem kostenlosen bundesrechtlichen Verfahren entschieden
werden konnte, rechtfertigt es sich, auch für den kantonalrechtlichen Teil auf die
Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten (vgl. Art. 97 des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1]).