Decision ID: 6d332989-a0b1-4aa5-99e3-645fbdaee0cb
Year: 2007
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
G._,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Werner Bodenmann, Brühlgasse 39, Postfach 22,
9004 St. Gallen,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
Rente
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Sachverhalt:
A.
A.a Mit Anmeldung vom 4. November 2002 gelangte die 1965 geborene bosnische
Staatsangehörige G._ an die schweizerische Invalidenversicherung und ersuchte um
Ausrichtung einer Invalidenrente. Als Behinderung gab sie Schmerzen, Schwierigkeiten
beim Gehen und Stehen sowie schlechten Schlaf an (IV-act. 1/5). Auf Anfrage der IV-
Stelle erklärte der Hausarzt, Dr. med. A._, FMH Allgemeine Medizin, mit Arztbericht
vom 18. Januar 2003 (IV-act. 10/1-2) , bei der Versicherten bestehe seit dem 15.
Februar 2002 bis gegenwärtig eine Arbeitsunfähigkeit von 100%. Er stellte folgende
Diagnosen: eine reaktive Depression; persistierende Beschwerden L5/S1 wechselnd
links/rechts; Status nach Discushernienoperation L5/S1 links 11/98; Status nach
Discushernienoperation L5/S1 rechts 04/02; Status nach Discushernienoperation L4/5
rechts sowie Foraminotomie L5 rechts 07/02 (IV-act. 10/3-8). Eine erneute Operation
sei angezeigt. Die Versicherte sei aber gegenüber einer vierten Revision misstrauisch
eingestellt, da bereits drei Eingriffe vorgenommen wurden. Im Verlaufsbericht vom 4.
Juli 2003 an die IV- Stelle (IV-act. 15/2) hielt Dr. A._ fest, die Arbeitsfähigkeit in der
bisherigen Tätigkeit als Pflegehelferin sei nicht mehr zumutbar, da Lastentragen kaum
möglich sei, längeres Sitzen auch nicht und Stehen tue weh. Als Beilage fügte er den
Untersuchungsbericht vom 21. Februar 2003 der Neurochirurgie des Kantonsspitals St.
Gallen an (IV-act. 15/3-4). Darin stellten die behandelnden Ärzte Prof. Dr. B._ und Dr.
C._, gestützt auf den neurologischen Status und die bildgebende Diagnostik (lumbale
Funktionsmyelographie und Myelo-CT vom 14. Juni 2002), neben dem Status nach drei
Discushernienoperationen, die Diagnosen: Nervenwurzelkompressionssyndrom L5
links bei Spinalkanalstenose LW 4/5 und Rezidiv-Discushernie LW 5/SW 1 rechts. Die
Versicherte wurde erneut auf die Chancen eines erneuten operativen Eingriffs
hingewiesen. Auf Anfrage der IV-Stelle betreffend adaptierter Erwerbsfähigkeit der
Versicherten mit oder ohne Reoperation hielt Dr. C._ in seinem Arztbericht vom 15.
August 2003 an der am 21. Februar 2003 gestellten Diagnose fest. Die Indikation einer
Operation sei gegeben und die Patientin nach dem Eingriff eventuell in der adaptierten
Funktion wieder einsetzbar. Ohne Operation sei sie wohl zu 100% invalid (IV-act.
17/1-2). In einer internen Stellungnahme des RAD vom 29. August 2003 (IV-act. 19)
hielt Dr. D._ fest, der Operationserfolg bei einer nicht überzeugten, skeptischen
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Versicherten, welche bereits drei Operationen erduldet habe, sei schlecht. Aufgrund
seiner Erfahrung dürfe bei wiederholten dekomprimierenden Wirbelsäulenoperationen
nicht von Erfolgsaussichten gesprochen werden.
A.b Mit Schreiben vom 2. Februar 2004 (IV-act. 27) beauftragte die IV-Stelle Dr. med.
E._, FMH Neurologie, mit einer neurologischen Begutachtung der Versicherten. In
ihrem Gutachten (IV-act. 30/1-12) stellte Dr. E._ folgende Diagnosen: Status nach
Discushernien-Operation L5/S1 links 11/98, L5/S1 rechts 04/02 und L4/5 rechts
inklusive Foraminotomie L5 rechts 07/02 sowie eine somatoforme
Schmerzverarbeitungsstörung mit Anzeichen für Aggravation. Bezüglich eines erneuten
operativen Eingriffs erwarte sie keinen positiven Einfluss auf die derzeitigen
Beschwerden. Dr. E._ attestierte der Versicherten für rückenadaptierte Tätigkeiten,
welche nicht das Heben schwerer Lasten erfordere und die optimalerweise wiederholte
Körperpositionswechsel erlauben, weder eine quantitative noch qualitative
Beeinträchtigung. Die geltend gemachten Schmerzen seien zu einem wesentlichen
Anteil durch psychische Faktoren beeinflusst (IV-act. 30/9). Eine entsprechende
psychiatrische Begutachtung wurde sodann am 12. Mai 2004 (IV-act. 38) durch die IV-
Stelle bei Dr. med. F._, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, in Auftrag
gegeben. Dr. F._ diagnostizierte eine länger dauernde Anpassungsstörung mit
Somatisierungstendenz und depressiven Zügen (F43.21), jedoch ohne Auswirkungen
auf die Arbeitsfähigkeit der Versicherten. Zu den qualitativ und quantitativen
Beeinträchtigungen aufgrund der festgelegten Störungen führte er aus, die Versicherte
fühle sich nicht belastbar und zeige schnell depressive Reaktionen mit Rückzug, eine
pessimistische Sichtweise und Passivität. Die Schmerzwahrnehmung sei übersteigert
und das Denken auf die Vollrente eingeengt. Die Beschwerden könnten aber
überwunden werden. Aus psychiatrischer Sicht erachtete Dr. F._ die Versicherte als
100% arbeitsfähig und die bisherige Tätigkeit als zumutbar.
B.
B.a Mit Verfügung vom 5. Oktober 2004 wies die IV-Stelle einen Rentenanspruch ab.
Bei einem Anteil der Haushaltsarbeit von 20% und der Erwerbstätigkeit von 80% sei
ein Teilinvaliditätsgrad im Haushalt von 4% sowie 7% in der Erwerbstätigkeit bei einem
Valideneinkommen von Fr. 37'870.-- und Invalideneinkommen von Fr. 34'344.--
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ermittelt worden. Dadurch resultiere ein IV-Grad von 11% (IV-act. 42). Gegen die
Verfügung liess die Versicherte am 4. November 2004 durch Rechtsanwalt lic. iur.
Werner Bodenmann Einsprache erheben und die Ausrichtung einer ganzen IV-Rente
beantragen. Eventualiter seien weitere zusätzliche medizinische Abklärungen
vorzunehmen. Zur Begründung machte sie insbesondere geltend, es würden
widersprüchliche ärztliche Zeugnisse und Gutachten vorliegen, die sich bezüglich der
Einschätzung der Arbeitsfähigkeit diametral gegenüberstünden (IV-act. 46/8). Im der
Einsprache beigelegten Schreiben vom 27. Oktober 2004 attestierte Dr. A._, die
Einsprecherin sei vor dem Rückenleiden eine fröhliche, optimistische Frau gewesen,
die viel gelacht habe. Er kenne sie nun lange genug, um zu wissen, dass sie nicht
simuliere und auch nicht aggraviere (IV-act. 48). In einem an Rechtsanwalt Bodenmann
gerichteten Bericht vom 7. November 2004 bescheinigte der behandelnde Psychiater,
Dr. med. H._, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, der Einsprecherin
eine aus psychiatrischer Sicht derzeitige Arbeitsfähigkeit von 50% (IV-act. 50/1).
B.b Am 3. Februar 2005 hob die IV-Stelle die Verfügung vom 5. Oktober 2004 auf,
erklärte das Einspracheverfahren als abgeschlossen (IV-act. 63) und ordnete am 23.
Februar 2005 eine interdisziplinäre Abklärung im Ärztlichen Begutachtungsinstitut (ABI),
Basel, an (IV-act. 68). Im ABI-Gutachten vom 22. Dezember 2005 wurden folgende
Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit gestellt: Anhaltende somatoforme
Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) bei Verdacht auf beginnendes multilokuläres
Schmerzsyndrom (ICD-10 R52.1); depressive Störung, leichtes Ausmass (ICD-10
F32.0); chronisches lumbovertebrales Schmerzsyndrom, aktuell ohne sichere radikuläre
Symptomatik (ICD-10 M54.5) bei Status nach Discushernien-Operation L5/S1 links
11/98 und rechts 04/02 sowie Status nach Discushernien-Operation L4/5 rechts mit
Foraminotomie L5 rechts 07/02 (ICD-10 Z98.8). Die ABI-Gutachter attestierten der
Versicherten für körperlich leichte bis mittelschwere adaptierte Tätigkeiten eine
vollzeitliche Arbeitsfähigkeit mit einer um 20% reduzierten Leistung, entsprechend
einer zumutbaren Arbeitsfähigkeit von 80%. Medizinische Massnahmen seien
vorzuschlagen, berufliche nicht. Die Prognose bezüglich Rückkehr in den
Arbeitsprozess wurde aufgrund der ausgeprägten subjektiven Krankheitsüberzeugung
der Versicherten, wonach keine Arbeitstätigkeit mehr möglich sei, als sehr ungünstig
bezeichnet (IV-act. 72/23).
C.
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C.a Mit Verfügung vom 12. Januar 2006 verneinte die IV-Stelle erneut einen
Rentenanspruch der Versicherten. Ausgehend von einer zumutbaren 80%-igen
Leistungsfähigkeit für körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeiten ergebe sich, bei
einem Valideneinkommen von Fr. 38'741.-- und einem Invalideneinkommen von Fr.
39'782.-- sowie dem Teilinvaliditätsgrad im Haushalt von 4%, ein Invaliditätsgrad von
unter 40% (IV-act. 79/2). Dagegen erhob der Rechtsvertreter der Versicherten
Einsprache mit dem Antrag auf Zusprache einer Invalidenrente basierend auf einem IV-
Grad von mindestens 50%. Eventualiter seien zusätzliche medizinische Abklärungen
zur Beurteilung der Leistungsfähigkeit durchzuführen. In der Einsprachebegründung
führte die Einsprecherin insbesondere aus, im ABI-Gutachten werde zu einem Bericht
der Ärzte der Neurochirurgie des Kantonsspitals St. Gallen vom 6. Mai 2005 (IV-act. 74)
Stellung genommen, in welchem ein Schmerzsyndrom L5 links bei Spinalkanalstenose
sowie eine Rezidiv-Discushernie L5/S1 rechts bei Status nach mehrfacher Voroperation
diagnostiziert wurde. Daraus hätten die ABI-Gutachter die Schlussfolgerung gezogen,
die Diagnose der Neurochirurgie müsse sich wohl im Wesentlichen auf eine im
September 2002 durchgeführte MR-Tomographie gestützt haben bzw. die Diagnose
sei nicht mehr aktuell. Dieser Ansicht könne nicht gefolgt werden. Seitens der
Neurochirurgie hätten offensichtlich klinisch pathologische Befunde bestanden,
aufgrund derer die ABI-Gutachter zumindest Rücksprache bei den betreffenden Ärzten
hätten nehmen können und müssen. Überdies fehle im ABI-Gutachten die Begründung,
weshalb der Beurteilung von Dr. H._ vom 7. November 2004 (IV-act. 50) bezüglich
des Arbeitsfähigkeitsgrades der Einsprecherin nicht gefolgt werden könne. Das ABI-
Gutachten sei somit als unvollständig und nicht nachvollziehbar zurückzuweisen.
Zudem sei ein Leidens- und Teilzeitabzug im Umfang von 10% vom
Invalideneinkommen angezeigt (IV-act. 81).
C.b Mit Entscheid vom 26. Juli 2006 wies der Rechtsdienst der
Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen (SVA) die Einsprache ab. Das ABI
Gutachten attestiere in nachvollziehbarer und schlüssiger Weise die Arbeitsfähigkeit
der Einsprecherin. Die ABI-Gutachter seien sich der Problematik der abweichenden
Einschätzungen von Anfang an bewusst gewesen und hätten diesem Punkt besondere
Aufmerksamkeit geschenkt. Eine Auseinandersetzung habe auch mit dem Bericht vom
6. Mai 2005 stattgefunden, die Ungereimtheit seien jedoch aufgelöst worden. Die ABI-
Gutachter hätten die Plausibilität ihrer Einschätzung geprüft, indem sie sie mit jener von
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Dr. E._ vom 23. März 2004 verglichen hätten. Demnach sei nicht ersichtlich, dass die
Einschätzung falsch sei und auch nicht, dass eine Nachfrage beim Kantonsspital zu
einem anderen Ergebnis geführt hätte. Betreffend der Abweichung zur Einschätzung
der Arbeitsfähigkeit von Dr. H._ vom 7. November 2004 schade hingegen die
fehlende explizite Auseinandersetzung nicht, da zum einen die von Dr. H._ genannte
Arbeitsunfähigkeit von 50% im Hinblick auf eine angestammte und/oder
leidensangepasste Tätigkeit nicht genauer definiert worden sei. Zum anderen habe sich
Dr. F._ für sein Gutachten mit Dr. H._ besprochen und dessen Einschätzung sei
folglich in das entsprechende Gutachten eingeflossen. Die Beurteilung der zumutbaren
Arbeitsleistung sei somit nach Kenntnisnahme der Vorakten als polydisziplinäre
medizinische Einschätzung abgegeben worden. Die Diskrepanz zwischen der subjektiv
empfundenen Arbeitsfähigkeit und der medizinisch-theoretischen Arbeitsfähigkeit
werde im Gutachten ausführlich beschrieben und begründet. Weitere Abklärungen
seien nicht notwendig. Es würden sich sodann Ausführungen zum Leidens- und
Teilzeitabzug vom Invalideneinkommen erübrigen, da selbst bei einen kombinierten
Abzug von insgesamt 20% lediglich ein IV-Grad von 17.85% resultieren würde, was
weiterhin keinen Anspruch auf IV-Leistungen begründe (IV-act. 86).
D.
Gegen diesen Einspracheentscheid richtet sich die Beschwerde vom 14. September
2006 mit den Anträgen, der Einspracheentscheid vom 26. Juli 2006 sei aufzuheben; es
sei der Beschwerdeführerin eine Invalidenrente basierend auf einem Invaliditätsgrad
von mindestens 50% zuzusprechen; eventualiter seien zusätzliche medizinische
Abklärungen zur Beurteilung der Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin
durchzuführen. Zur Begründung wird ausgeführt, es sei nach wie vor zu bemängeln,
dass sich das ABI-Gutachten nicht mit der Einschätzung des Arbeitsfähigkeitsgrades
von Dr. H._ auseinandersetze. Es könne nicht allein aufgrund eines Telefonats von
Dr. F._ mit Dr. H._ davon ausgegangen werden, die Einschätzungen von Dr. H._
seien in das Gutachten eingeflossen, zumal Dr. F._ dazu keinerlei Ausführungen
gemacht habe. Von einem nachvollziehbaren Gutachten dürfe zweifelsohne erwartet
werden, dass es sich auch mit einer für die Beschwerdeführerin "positiven"
Einschätzung bezüglich des Arbeitsfähigkeitsgrades auseinandersetze. Überdies
handle es sich bezüglich der Stellungnahme der ABI-Gutachter zum Arztbericht der
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Neurochirurgie des Kantonsspitals St. Gallen vom 6. Mai 2005 um eine blosse
Vermutung, welche keinesfalls dazu geeignet sei, die offensichtlich vorliegenden
Einschätzungen der Ärzte des Kantonsspitals St. Gallen ohne weitere Abklärungen als
nicht mehr aktuell zurückzuweisen. Weitere medizinische Abklärungen würden sich vor
diesem Hintergrund aufdrängen. Zur Berechnung des Invalideneinkommens von Fr.
39'782.-- sei zu bemerken, es könne nicht nachvollzogen werden, weshalb die
Beschwerdeführerin mit ihrer gesundheitlichen Einschränkung mehr verdienen solle, als
wenn sie nicht erkrankt wäre. Es rechtfertige sich somit, einen gewissen Abschlag zu
berücksichtigen, da die Beschwerdeführerin bereits vor ihrer Erkrankung ein relativ
tiefes Einkommen erzielt habe. Es sei von einem Invalideneinkommen von Fr. 37'870.--
auszugehen sowie ein Abzug von 10% vorzunehmen (act. G 1).
E.
Mit Schreiben vom 28. September 2006 beantragt die Beschwerdegegnerin die

Abweisung der Beschwerde und verweist auf die Erwägungen im Einspracheentscheid
(act. G 3). Die Beschwerdeführerin verzichtet sinngemäss auf die Einreichung einer
Replik (act. G 4).
Erwägungen:
1.
Streitig ist vorliegend der Anspruch auf eine Invalidenrente. Insbesondere ist strittig, ob
der zur Beurteilung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin erhebliche
Sachverhalt aus medizinischer Hinsicht genügend abgeklärt wurde sowie die
Berechnung des Invalideneinkommens.
2.
2.1 Unter Invalidität wird die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde
ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit verstanden (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]).
Erwerbsunfähigkeit ist dabei der durch eine Beeinträchtigung der körperlichen oder
geistigen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung
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verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in
Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG).
2.2 Die Invaliditätsbemessung soll das Mass der Zurücksetzung der erwerblichen
Leistungsfähigkeit infolge gesundheitlicher Beeinträchtigung ergeben. Um den
Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das
Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere
Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes und der Ärztin ist es,
den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem
Umfang und bezüglich welcher Tätigkeit die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE
125 V 261 Erw. 4). Das Gericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und
demnach zu prüfen, ob die vorliegenden Beweismittel eine zuverlässige Beurteilung
des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Hinsichtlich des Beweiswertes eines
Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist,
auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden
berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben worden ist, in
der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der
medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerung des Experten
begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder
die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 Erw.
3a). Was Parteigutachten anbelangt, rechtfertigt der Umstand allein, dass eine ärztliche
Stellungnahme von einer Partei eingeholt und in das Verfahren eingebracht wird, nicht
die Zweifel an ihrem Beweiswert (ZAK 1986 S.189 Erw. 2a in fine, BGE 122 V 161 Erw.
1c). Daraus folgt indessen nicht, dass sie den gleichen Rang wie ein vom Gericht oder
Sozialversicherer nach dem vorgegebenen Verfahrensrecht eingeholtes Gutachten
besitzen. Relevant werden sie nur, wenn ihre Aussagen die Auffassungen und
Schlussfolgerungen des förmlich bestellten Gutachtens in rechtserheblichen Fragen
derart zu erschüttern vermögen, dass davon abzuweichen wäre (BGE 125 V 354 Erw.
3c).
2.3 Die Rechtsprechung hat es mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als
vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und
Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (BGE 125 V 352 Erw. 3b).
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Das im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholte Gutachten von externen
Spezialärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen Untersuchungen sowie
nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu
schlüssigen Ergebnissen gelangen, besitzt bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft,
solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE
125 V 353 b/bb). In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärztinnen und Ärzten sind
aufgrund ihrer auftragsrechtlichen Vertrauensstellung zu ihren Patientinnen und
Patienten mit Vorbehalt zu würdigen (BGE 125 V 353 Erw. 3b/cc), was für den
allgemein praktizierenden Hausarzt wie auch für den behandelnden Spezialarzt gilt.
Dass die behandelnden Ärztinnen und Ärzte die Patientinnen und Patienten länger
gesehen haben, vermag daran nichts zu ändern, ergibt sich doch gerade aus der
längeren Beziehung das besondere Vertrauensverhältnis (Urteil des Eidgenössischen
Versicherungsgerichts vom 13. April 2006, I 645/2005).
3.
3.1 Die Beschwerdeführerin lässt einwenden, die Nachvollziehbarkeit des ABI-
Gutachtens sei aufgrund der fehlenden Auseinandersetzung der ABI-Gutachter mit der
Einschätzung des behandelnden Psychiaters Dr. H._ nicht gegeben (act. G 1).
3.2 Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch tätigen
(Fach-) Arztes einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten
fachmedizinischen Experten andererseits lässt es nicht zu, ein medizinisches
Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass
weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte und Ärztinnen später
zu anders lautenden Einschätzungen gelangen oder an vorgängig geäusserten
abweichenden Auffassungen festhalten. Vorbehalten bleiben aber Fälle, in denen sich
eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte und Ärztinnen
wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation entspringende – Aspekte
benennen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben
sind (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 27. November 2006, I
663/2005, Erw. 2.2.2).
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3.3 Psychiater Dr. I._ führt in seinem ABI-Teilgutachten aus, dass aufgrund des
Verweises von Dr. H._ an den Hausarzt betreffend Therapiemethoden zur
Verbesserung der Arbeitsfähigkeit und beruflichen Massnahmen angenommen werden
müsse, Dr. H._ interpretiere die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit vor allem aus
somatischer Sicht. Die Körperbeschwerden seien jedoch aus somatischer Sicht in
diesem Ausmass nicht nachvollziehbar, die subjektiven Angaben würden sich nicht mit
den objektiven Befunden decken. Aufgrund dessen müsse von einer leichten
depressiven Störung ausgegangen werden, worauf die angegebenen Angstzustände
zurückzuführen seien. Andere psychosoziale Schwierigkeiten seien von der
Beschwerdeführerin verneint worden. Zudem werde keine intensive psychiatrische
Therapie durchgeführt, insbesondere nicht eine konsequente antidepressive
Behandlung, sondern eher eine anxiolytisch-beruhigende Behandlung, was wiederum
darauf hinweise, dass die depressive Symptomatik nicht derart im Vordergrund stehe
(IV-act. 72/18-19). Mit diesen Ausführungen hat Dr. I._ in seinem Teilgutachten nicht
nur von der anderen Beurteilung der Arbeitsfähigkeit von Dr. H._ Kenntnis
genommen, sondern sich, entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin, damit
auch auseinandergesetzt und diese als nicht nachvollziehbar begründet. Zudem hat Dr.
H._ seine Einschätzung der Arbeitsfähigkeit ohne Begründung attestiert und für die
weiteren an ihn gerichteten Fragen bezüglich Therapiemöglichkeiten zur Verbesserung
der Arbeitsfähigkeit und berufliche Massnahmen an den Hausarzt bzw. die
behandelnden Ärzte verwiesen (IV-act. 50/1-2). Aus der bundesgerichtlichen
Rechtsprechung lässt sich nicht ableiten, der Gutachter habe sich umfassend mit den
Hintergründen einer abweichenden Einschätzung auseinanderzusetzen (Urteil des
Eidgenössischen Versicherungsgericht vom 8. Mai 2006, I 639/2005). Gemäss der
Rechtsprechung ist zudem der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, dass
behandelnde Ärzte und Ärztinnen eher zu Gunsten ihrer Patienten und Patientinnen
aussagen.
4.
4.1 Die Beschwerdeführerin bemängelt bezüglich der Nachvollziehbarkeit des ABI-
Gutachtens zudem, die Beurteilung der ABI-Gutachter zum Arztbericht der
Neurochirurgie des Kantonsspitals St. Gallen vom 6. Mai 2005 (IV-act. 74) beruhe auf
der Vermutung, jene Ärzte stützten sich auf Bildmaterial vom September 2002. Diese
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Mutmassung sei jedoch nicht geeignet, die Ansicht der Ärzte der Neurochirurgie vom 6.
Mai 2005 als nicht mehr aktuell zurückzuweisen (act. G 1).
4.2 Beim ABI-Gutachten handelt es sich um ein interdisziplinäres Gutachten von
externen Spezialärzten, welche aufgrund eingehender Begutachtung und
Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatteten. Die beteiligten
Spezialärzte kommen nach Erörterungen ihrer Befunde zu einem schlüssigen Ergebnis.
Das Gutachten leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in
der Beurteilung der medizinischen Situation ein. Die in einem multidisziplinären
Konsensus erarbeiteten Schlussfolgerungen sind begründet. Damit ist nach der
Rechtsprechung des Bundesgerichts von einer vollen Beweiskraft dieses Gutachtens
auszugehen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise
sprechen.
4.3 Vorliegend ist festzuhalten, dass in der Gesamtbeurteilung des ABI-Gutachtens
explizit zu früheren ärztlichen Einschätzungen Stellung bezogen wird. Insbesondere
befassen sich die ABI-Gutachter eingehend mit dem Bericht vom 6. Mai 2005 der
Ärzteschaft der Neurochirurgie des Kantonsspitals St. Gallen (IV-act. 72/22-24). Sie
führen aus, dass sich die am 6. Mai 2005 gestellten Diagnosen (Schmerzsyndrom L5
links bei Spinalkanalstenose sowie eine Rezidiv-Discushernie L5/S1 rechts bei Status
nach drei Voroperationen) im Wesentlichen auf eine am 26. September 2002
durchgeführte MR-Tomographie stütze, welche einen konstitutionell engen Wirbelkanal
sowie eine Rezidiv-Discushernie L5/S1 median bis leicht links paramedian liegend
zeige. Diesbezüglich erstaune es, dass offensichtlich klinisch pathologische Befunde
bestanden hätte, da anlässlich einer Untersuchung der Neurochirurgie am 20.
September 2002 am Kantonsspital St. Gallen sowie in der Begutachtung bei Dr. E._
im März 2004 wie auch während ihrer Untersuchung sich auf klinischer Ebene keine
wesentlichen pathologischen Befunde hätten erheben lassen, die sich durch
anatomische Veränderungen plausibel erklären liessen. Dazu ist anzumerken, dass in
Anbetracht der sich mit Bezug auf Schmerzen naturgemäss ergebenden
Beweisschwierigkeiten subjektive Schmerzangaben der Beschwerdeführerin allein für
die Begründung einer (teilweisen) Invalidität nicht genügen; vielmehr muss im Rahmen
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der sozialversicherungsrechtlichen Leistungsprüfung verlangt werden, dass die
Schmerzangaben durch damit korrelierende, fachärztliche schlüssig feststellbare
Befunde hinreichend erklärbar sind, andernfalls sich eine rechtsgleiche Beurteilung der
Rentenansprüche nicht gewährleisten liesse (BGE 130 V 353 Erw. 2.2.1). Dem Bericht
vom 6. Mai 2005 (IV-act. 74-5/9) der Neurochirurgie des Kantonsspitals St. Gallen wie
auch den vorhergehenden Berichten vom 8. August 2003 (IV-act. 17-1/4) sowie 21.
Februar 2003 (IV-act. 15-3/4) sind keine schlüssigen und nachvollziehbaren
Erklärungen zu entnehmen, inwiefern die von der Beschwerdeführerin angegebenen
Schmerzen mit den postulierten Diagnosen korrelieren. Die Indikation einer Operation
wird immer ohne nähere Begründung als gegeben betrachtet. Beim Bericht vom 6. Mai
2005 wie in den Ausführungen vom 8. August 2003 an die IV-Stelle fällt zunächst auf,
dass zur Beurteilung der Beschwerdelinderung bzw. Beschwerdeverbesserung unklare
Ausführungen gemacht werden und eine nachvollziehbare Begründung fehlt. Einerseits
wird am 6. Mai 2005 ausgeführt, durch eine Operation sei eine Besserung der
Beinschmerzen zu erreichen, eine absolute Beschwerdefreiheit sei jedoch sehr
unwahrscheinlich. Anderseits kam man am 8. August 2003 zum Schluss, dass die
Beschwerdeführerin ohne Operation wohl 100% invalid bleibe, mit einem Eingriff in
adaptierter Tätigkeit eventuell wieder einsetzbar wäre. Zum Arztbericht vom 21.
Februar 2003, welcher als Grundlage für die Aussagen vom 8. August 2003 diente, ist
zudem festzuhalten, dass sich die damalig attestierten Diagnosen auf Bildmaterial
stützten, welches bereits vor der dritten Operation im Juli 2002 entstanden ist, obwohl
am 26. September 2002 (IV-act. 10/6) eine konventionelle Funktionsaufnahme der LWS
sowie ein MRI der LWS erstellt wurden. Den Ausführungen vom 6. Mai 2005 ist, trotz
vorhandenem Bildmaterial vom September 2002, nicht zu entnehmen, auf welche
Grundlage sich die attestierten Diagnosen stützen. Aufgrund der unklaren
Schilderungen in den diversen Berichten der Neurochirurgie muss davon ausgegangen
werden, dass diese nicht in Kenntnis sämtlicher Vorakten abgegeben wurden.
4.4 Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin war keine Rücksprache der ABI-
Gutachter mit der Ärzteschaft der Neurochirurgie notwendig. Die Stellungnahme
bezüglich der divergierenden Einschätzungen in der Gesamtbeurteilung des ABI-
Gutachtens ist schlüssig und nachvollziehbar begründet. Das ABI-Gutachten äussert
sich eingehend zu der Problematik der nicht korrelierenden Schmerzen und stützt sich
dabei auf die Ergebnisse der Untersuchungen der Teilgutachter. Im orthopädischen
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Teilgutachten befasst sich der Gutachter explizit mit dem Bildmaterial vom September
2002 und kommt zum Schluss, dass keine sicheren Anhaltspunkte für eine wesentliche
Kompression des Duralsackes oder der abgehenden Nervenwurzeln bestünden. Auf
die Anfertigung neuer bildgebender Dokumente wird verzichtet mit der Begründung
des seit Jahren praktisch unveränderten Beschwerdebildes, der diffusen
anamnestischen Angaben und des weitgehend unauffälligen klinischen
Beschwerdebildes. Der Teilgutachter attestiert der Beschwerdeführerin aufgrund der
durchgeführten Operationen eine verminderte Belastbarkeit der unteren Wirbelsäule,
doch die konstanten Schmerzen unabhängig von der Körperposition seien dadurch
kaum erklärbar. Hinweise für ein akutes Geschehen mit Kompression einer spinalen
Nervenwurzel oder einer relevanten Einengung des Spinalkanales liessen sich nicht
finden. Darauf ist abzustützen, zumal auch Dr. E._ in ihrer Begutachtung keine
objektivierbaren pathologischen Anhaltspunkte festgestellt hatte. In der Mutmassung
über die Grundlage des Berichtes vom 6. Mai 2005 durch die ABI-Gutachter kann
somit kein konkretes Indiz gesehen werden, welches die Zuverlässigkeit des ABI-
Gutachtens in Frage stellen würde.
5.
Es rechtfertigt sich daher, dem ABI-Gutachten die volle Beweiskraft zu zusprechen.
Bezüglich der Arbeitsfähigkeitseinschätzung ist auf das ABI-Gutachten abzustellen,
welche für leichte bis mittelschwere adaptierte Tätigkeiten eine zumutbare
Arbeitsfähigkeit von 80% attestiert. Weiterer Abklärungen bedarf es nicht.
6.
6.1 Nach Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR
831.20) besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn der Versicherte
mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn er wenigstens zu 60%
invalid ist. Liegt ein Invaliditätsgrad von mindestens 50% vor, so besteht Anspruch auf
eine halbe Rente und bei einem IV-Grad von mindestens 40% auf eine Viertelsrente
(Art. 28 Abs. 1 IVG).
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6.2 Für die Bemessung des Invaliditätsgrades wird das Einkommen, das die versicherte
Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung allfälliger
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum
Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre
(Valideneinkommen); (ATSG Art. 16). Bei einer versicherten Person, die nur zum Teil
erwerbstätig ist, wird die Invalidität für diesen Teil nach Art. 16 ATSG festgelegt. War
sie daneben in einem Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit
nach Art. 28 Abs. 2bis IVG festgelegt. In diesem Falle sind die Anteile der
Erwerbstätigkeit und der Tätigkeit im anderen Aufgabenbereich festzustellen und der
Invaliditätsgrad entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (Art.
28ter Abs. 1 IVG; gemischte Methode).
7.
7.1 Es ist unbestritten, dass die Beschwerdeführerin ohne gesundheitliche
Beeinträchtigung neben der Führung des Haushaltes in einem 80%igen Arbeitspensum
erwerbstätig wäre. Der Invaliditätsgrad ist somit nach der gemischten Methode zu
ermitteln.
7.2 Entgegen den Ausführungen der Beschwerdegegnerin, welche sich auf den
Einkommensvergleich im Jahre 2005 stützt, ist der Einkommensvergleich für das Jahr
2003 vorzunehmen, da die einjährige Wartezeit im Februar jenen Jahres ablief
(Ausgangspunkt ist der Zeitpunkt des allfälligen Rentenbeginns, vgl. BGE 129 V 223
Erw. 4.1 und 4.2). Für die Ermittlung des Einkommens, welches die
Beschwerdeführerin ohne Invalidität erzielen könnte (Valideneinkommen), ist
entscheidend, was sie im massgeblichen Zeitpunkt nach dem Beweisgrad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird
in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen
Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer
Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden
fortgesetzt worden wäre (BGE 129 V 224 Erw. 4.3.1 mit Hinweis). Wie der
Arbeitgeberbescheinigung zu entnehmen ist (IV-act. 13/2), betrug der Jahreslohn der
Beschwerdeführerin als Schwestern-/Pflegehelferin im Jahre 2001 Fr. 36'725.--. Es ist
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demnach davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin bei Ausnützung der
zumutbaren Arbeitsfähigkeit als Gesunde im Jahre 2003, inklusive Teuerung und realer
Einkommensentwicklung, ein Einkommen von Fr. 37'898.-- zu erzielen in der Lage
gewesen wäre.
7.3 Da die Beschwerdeführerin ihrer Tätigkeit als Schwestern-/Pflegehelferin seit
Februar 2002 nicht mehr nachgegangen ist und sie auch keine zumutbare
Verweisungstätigkeit aufgenommen hat, sind zur Ermittlung des hypothetischen
Einkommens nach Eintritt der Invalidität (Invalideneinkommen) gemäss
Rechtsprechung die Tabellenlöhne der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE)
beizuziehen (BGE 129 V 225 Erw. 4.4, BGE 126 V 76 Erw. 3.b/bb). Nach LSE 2002
Tabelle A1 lag der standardisierte monatliche Bruttolohn von Frauen für einfache und
repetitive Tätigkeiten (Anforderungsprofil 4) bei Fr. 45'840.-- (12 x Fr. 3'820.-- ), erhöht
um die Teuerung im Jahr 2003 von 1.4% (T1.93) ergibt Fr. 46'498.--. Die zu
berücksichtigende betriebsübliche durchschnittliche Arbeitszeit im Jahr 2003 lag bei
41.7 Stunden, während der Tabellengruppe A generell eine Arbeitszeit von 40 Stunden
pro Woche zugrunde liegt. Damit macht das Durchschnittseinkommen für das Jahr
2003 Fr. 48'474.-- aus. Entgegen dem Einwand der Beschwerdeführerin und bedingt
durch die Rechtsprechung zur gemischten Methode der Invaliditätsermittlung bei
teilerwerbstätigen Personen (BGE 126 V 146) ergibt sich somit bei einer
Restarbeitsfähigkeit von 80% ein hypothetisches Jahreseinkommen im Jahr 2003 von
Fr. 38'779.--. Der ermittelte Validenlohn von Fr. 37'898.-- ist im Vergleich zum
errechneten Invalideneinkommen kleiner, es muss somit von einem
unterdurchschnittlichen Valideneinkommen ausgegangen werden. Da keine
Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die Beschwerdeführerin vor Eintritt des
Gesundheitsschadens aus freien Stücken auf ein höheres Einkommen verzichtet hat,
und damit invaliditätsfremde Gründe nicht zu einer Verzerrung bei der Berechnung des
Invaliditätsgrades führen, ist entweder auch beim Invalideneinkommen von einer
tieferen Basis auszugehen oder aber beim Valideneinkommen ebenfalls vom
statistischen Durchschnittslohn (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgericht vom
8. Juni 2005, I 552/2004). Unabhängig davon, welche Vorgehensweise gewählt wird,
entspricht vorliegend der Invaliditätsgrad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit in einer
adaptierten Tätigkeit, wobei zusätzlich die Frage eines allfälligen Leidensabzuges zu
prüfen ist.
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7.4 In der Praxis werden die zur Bestimmung des Invalideneinkommens
herangezogenen Tabellenlöhne gekürzt, wenn Versicherte, die in ihrer letzten Tätigkeit
körperlich Schwerarbeit verrichteten, nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für
leichtere Arbeiten nur beschränkt einsatzfähig sind, wenn sie - unabhängig von der
früheren ausgeübten Tätigkeit - als gesundheitlich Beeinträchtigte im Rahmen leichter
Hilfsarbeitertätigkeiten nicht mehr voll leistungsfähig sind oder wenn weitere
persönliche und berufliche Merkmale wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit,
Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die
Lohnhöhe haben. Der Abzug ist nicht schematisch vorzunehmen. Vielmehr ist der
Einfluss aller Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im
Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen. Letztlich ist der
Abzug vom statistischen Lohn unter Berücksichtigung aller jeweils in Betracht fallenden
Merkmale auf insgesamt höchstens 25% zu begrenzen (vgl. BGE 126 V 75). Die
Beschwerdeführerin hat vor Eintritt der gesundheitlichen Beeinträchtigung Hilfsarbeiten
verrichtet (als Service/Küchenhilfe, als Packerin in einer Maschinenfabrik sowie als
Pflegehelferin in einem Altersheim). Schwere körperliche Arbeiten sind ihr nicht mehr
zumutbar. Bei den leichteren und mittelschweren Tätigkeiten ist sie insofern
eingeschränkt, als sie auf eine wechselbelastende Arbeit ohne Zwangshaltungen der
unteren Wirbelsäule und mit vermehrten Pausen angewiesen ist. Nicht ins Gewicht
fallen die übrigen Abzugsgründe, insbesondere betreffend Nationalität, werden die
statistischen Löhne doch auf Grund der Erwerbseinkommen der schweizerischen und
ausländischen Wohnbevölkerung erfasst (AHI 2002 S.70). Zusammenfassend
rechtfertigt sich ein Abzug von 10%.
7.5 Der Invaliditätsgrad beträgt somit basierend auf der gemischten Methode 12%
(0.8 x 10 + 0.2 x 20). Bei einem Valideneinkommen von Fr. 38'779.-- und einem
Invalideneinkommen von Fr. 34'901.-- bzw. einer Erwerbseinbusse von Fr. 3'878.--
ergibt sich im Erwerb ein IV-Grad von 10%, gewichtet 8%. Der IV-Grad im Haushalt
beträgt 20%, gewichtet 4%. Das ergibt ein Total von 12%. Damit besteht kein
Anspruch auf eine Invalidenrente. Die von der Beschwerdeführerin geltend gemachte
fehlende Haushaltsabklärung muss vorliegend als nicht relevant erachtet werden, da
selbst im Falle einer Arbeitsunfähigkeit von 100% im Haushalt nur ein nicht
anspruchsbegründender Invaliditätsgrad von 28% resultieren würde.
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8.
Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. Gerichtskosten
sind nach Art. 61 lit. a ATSG keine zu erheben.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG