Decision ID: 214475c0-0cc5-5c1a-9c37-2c7d609bfe7a
Year: 2015
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Nicole Gierer Zelezen, Knus Gnädinger Landolt
Rechtsanwälte, Molkereistrasse 1, Postfach, 8645 Jona,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
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betreffend
IV-Leistungen
Sachverhalt:
A.
A.a A._ hat keinen Beruf erlernt und war letztmals von 2001 bis 2009 als
Produktionsmitarbeiter bei der B._ AG längerfristig tätig (IV-act. 20). Danach bezog er
Krankentaggelder und war zeitweise arbeitslos oder hatte temporäre Arbeitseinsätze
(vgl. IV-act. 19 und 22), bis er schliesslich im Jahr 2011 ausgesteuert wurde und seither
von der Sozialhilfe unterstützt wird (IV-act. 28). Nach der Früherfassung (IV-act. 1) und
auf Aufforderung der IV-Stelle des Kantons St. Gallen hin, meldete sich der Versicherte
am 18. Mai 2011 wegen einer Depression zum Bezug von Leistungen der
Invalidenversicherung (berufliche Integration, Rente) an (IV-act. 6).
A.b Die IV-Stelle klärte die persönlichen und beruflichen Verhältnisse des Versicherten
ab (vgl. IV-act. 9 ff.) und holte unter anderem Arztberichte des behandelnden
Neurologen Dr. med. C._, Spezialarzt für Neurologie (IV-act. 21-10 f., 21-5 ff., 30, 36
und 42), und des Hausarztes Dr. med. D._, Allgemeinmedizin (IV-act. 33-1 f.), ein. Die
Ärzte diagnostizierten in der Hauptsache eine langdauernde, mindestens mittelgradige
depressive Episode, eine fortgeschrittene AC-Gelenksarthrose sowie eine
Supraspinatussehnenruptur rechts.
A.c Des Weiteren klärte die IV-Stelle Möglichkeiten zur beruflichen Eingliederung ab.
Die Abklärungen ergaben, dass der Versicherte zwar eingliederungsfähig war, er sich
subjektiv aber nicht arbeitsfähig fühlte und daher auf berufliche Massnahmen
verzichtete (vgl. insbesondere IV-act. 23, 27, 29, 37, 38 und 39). Durch Mitteilung vom
2. April 2012 wies IV-Stelle das Leistungsbegehren um berufliche Massnahmen ab (IV-
act. 40).
A.d Im Verlaufsbericht vom 25. April 2012 hielt Dr. C._ fest, der Versicherte sei ohne
Begleitung und Mithilfe der IV für jegliche einfache Tätigkeit in der freien Wirtschaft
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über 70% arbeitsunfähig. In einer theoretischen Tätigkeit wäre seine Leistung in etwa
zu 50% reduziert (IV-act. 42).
A.e Gestützt auf die Empfehlung des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) veranlasste
die IV-Stelle bei der Medizinischen Abklärungsstellen (MEDAS) Servizio Accertamento
Medico (SAM), Ospedale Regionale Bellinzona e Valli, in Bellinzona eine
polydisziplinäre Begutachtung. Im Gutachten vom 26. Oktober 2012 (IV-act. 51)
diagnostizierten die Gutachter gestützt auf die Untersuchungen des Versicherten durch
Dr. med. E._, Spezialist FMH in Psychiatrie und Psychotherapie, und Dr. med. F._,
Spezialist FMH in Rheumatologie, und nach interdisziplinärer Gesamtbeurteilung eine
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1),
eine emotional instabile Persönlichkeitsstörung, impulsiver Typ (ICD-10 F16.3 [wohl
richtig: ICD-10 F60.3]; DD ADHS in der Kindheit) sowie eine Familienzerrüttung durch
Scheidung (ICD-10 Z63.5). Auf Grund dieser Diagnosen attestierten sie dem
Versicherten seit Juni 2011 eine Arbeitsunfähigkeit von 50% (IV-act. 51-13, 51-19). In
einer Stellungnahme vom 21. Januar 2012 befand RAD-Ärztin Dr. med. G._ das
Gutachten als schlüssig und nachvollziehbar (IV-act. 53). Demgegenüber stellte sich
der Rechtsdienst der IV-Stelle auf den Standpunkt, dass die diagnostizierte depressive
Störung einzig Ausfluss von psychosozialen Belastungsfaktoren und damit
invaliditätsfremd sei (IV-act. 54). Nach erfolgtem Vorbescheidverfahren (IV-act. 57, 58,
60, 62 und 69) wies die IV-Stelle das Gesuch um IV-Leistungen mit Verfügung vom 26.
Februar 2013 ab (IV-act. 72).
B.
B.a Mit Eingabe vom 28. März 2013 erhebt der Beschwerdeführer, vertreten durch
Rechtsanwältin lic. iur. N. Gierer Zelezen, gegen die Verfügung vom 26. Februar 2013
Beschwerde. Er beantragt, die Verfügung sei aufzuheben und es sei ihm eine
Invalidenrente im Umfang von mindestens 50% seit Rentenanspruch auszurichten. Im
Umfang der Restarbeitsfähigkeit seien Eingliederungsmassnahmen durchzuführen;
alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Eventualiter sei ihm die unentgeltliche
Rechtspflege sowohl für das Verfahren vor Versicherungsgericht als auch für das
verwaltungsinterne Verfahren bei der Vorinstanz zu gewähren; Letzteres habe die
Beschwerdegegnerin vergessen zu behandeln (act. G 1).
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B.b In der Beschwerdeantwort vom 29. April 2013 beantragt die Beschwerdegegnerin
die Abweisung der Beschwerde (act. G 5).
B.c Mit Präsidialentscheid vom 14. Mai 2013 wird dem Beschwerdeführer die
unentgeltliche Rechtspflege (Befreiung von den Gerichtskosten und Bewilligung der
unentgeltlichen Rechtsverbeiständung) für das vorliegende Verfahren gewährt (act. G
6).
B.d In der Replik vom 6. Juni 2013 hält der Beschwerdeführer an seinen Anträgen fest
(act. G 8). Die Beschwerdegegnerin hat auf die Einreichung einer Duplik verzichtet (vgl.
act. G 10).

Erwägungen:
1.
Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf Invalidenrente und
Eingliederungsmassnahmen. Der Beschwerdeführer macht geltend, gemäss der
medizinischen Aktenlage sei eine Chronifizierung seiner psychischen Einschränkungen
eingetreten. Damit seien seine Leiden nicht Ausfluss kurzfristiger psychosozialer
Probleme. Eine lediglich vorübergehende reaktive Depression auf Grund einer
momentanen Belastungssituation könne auch ausgeschlossen werden (act. G 1).
Demgegenüber rechtfertigt die Beschwerdegegnerin die Rentenabweisung damit, dass
eine mittelschwere psychische Störung, wie sie beim Beschwerdeführer diagnostiziert
worden sei, grundsätzlich therapeutisch angehbar sei. Im Gutachten werde eine
psychiatrische und psychotherapeutische Betreuung empfohlen. Der
Beschwerdeführer lasse sich aber lediglich von einem Neurologen psychiatrisch in zu
grossen Abständen therapieren. Damit würden die möglichen Therapiemassnahmen
bei Weitem nicht ausgeschöpft. Ausserdem seien für die Depression ausschliesslich
psychosoziale Faktoren ausschlaggebend. Der Beschwerdeführer habe alles verloren,
seine Arbeit, die Familie und die Kinder. Somit liege aber kein invalidisierender
psychischer Gesundheitsschaden vor. Schliesslich sei auch die diagnostizierte
Persönlichkeitsstörung des Beschwerdeführers von untergeordneter Bedeutung. So
könne einer Persönlichkeitsstörung nur dann Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zugebilligt
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werden, wenn sie sich bisher im Erwerbsleben negativ bemerkbar gemacht habe, was
beim Beschwerdeführer nicht zutreffe (act. G 5).
2.
2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder
teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen
Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Sie kann Folge von
Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Erwerbsunfähigkeit ist der durch
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise
Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer
Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen
Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor,
wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
2.2 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn
die versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn
sie mindestens zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50%
besteht ein Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von
mindestens 40% ein Anspruch auf eine Viertelsrente.
3.
3.1 Zu prüfen ist zunächst, ob die vorliegende medizinische Aktenlage eine
hinreichende Grundlage für die Beurteilung eines allfälligen Rentenanspruchs bietet.
3.2 In psychiatrischer Hinsicht wurde der Beschwerdeführer vom 3. Januar bis 17.
Februar 2005 infolge eines Fürsorgerischen Freiheitsentzugs (FFE) auf Grund fremd
aggressiver Übergriffe auf seine Frau bei Trennungssituation in der Klinik H._
stationär behandelt. Als Hauptdiagnose hielten die Ärzte eine Anpassungsstörung bei
sozialer Belastungssituation mit depressiver Verstimmung und Impulskontrollstörung
(ICD-10: F43.25) fest (Kurz-Austrittsbericht der Klinik H._ vom 16. Februar 2005, IV-
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act. 21-12; Fremdakten: Bericht der Klinik H._ vom 9. März 2005). In der Folge fand
eine Therapie durch Dr. C._ mit Medikation und stützenden Gesprächen in I._ bei
Bedarf statt. Der Behandler diagnostizierte eine depressive Episode bei Ehekonflikt und
Trennung (Fremdakten: Bericht vom 2. Mai 2005). Im Zwischenbericht vom 1. April
2011 an den Krankenversicherer gab Dr. C._ an, den Beschwerdeführer seit 24.
August 2004 mit Unterbruch und ab 26. Januar 2011 wieder regelmässig neuro-
psychiatrisch zu betreuen. Es fänden stützende Gespräche in I._ und eine Medikation
mit Venlafaxin 150mg täglich sowie Magnesium 2x1 statt. Dr. C._ diagnostizierte eine
ausgeprägte depressive Episode mit Auswegslosigkeit. Als Beeinträchtigungen zeigten
sich Konzentrationsstörungen, eine reduzierte Belastbarkeit, Antriebsarmut,
Schlafstörung, Grübeln, Müdigkeit, Zukunftsangst, Pessimismus, Ausweglosigkeit
sowie eine Ratlosigkeit (IV-act. 21-10f.). In den Berichten vom 9. März und 25. April
2012 dokumentierte Dr. C._ einen stationären Verlauf. Der Neurologe schätzte den
Beschwerdeführer für jegliche einfachen Tätigkeiten in der freien Wirtschaft zu mehr als
70% arbeitsunfähig. In einer theoretischen Tätigkeit wäre die Leistung in etwa zu 50%
reduziert (IV-act. 36 und 42-3).
3.3 Für das Rentengesuch ausschlaggebend ist sodann das MEDAS-Gutachten vom
26. Oktober 2012 (IV-act. 51). Dieses basiert auf einer allgemeininternistischen, einer
rheumatologischen und einer psychiatrischen Untersuchung, wobei die Anamnese im
Beisein einer I._en Übersetzerin erfolgte (IV-act. 51-5). Gestützt auf eine
interdisziplinäre Beurteilung hielten die Gutachter folgende Diagnosen mit Auswirkung
auf die Arbeitsfähigkeit fest: eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig
mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1), eine emotional instabile Persönlichkeitsstörung,
impulsiver Typ (ICD-10 F16.3 [richtig wohl: ICD-10 F60.3]; Differentialdiagnose ADHS)
und eine Familienzerrüttung durch Scheidung (ICD-10 Z63.5). Als Diagnosen ohne
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wurden aufgeführt: eine Periarthropathia
humeroscapularis beidseits, vorwiegend rechts mit positivem Impingement Zeichen,
bei vollständiger durchgehender Ruptur der Supraspinatussehne mit konsekutiver
Sehnenretraktion, fettiger Atrophie des Musculus supraspinatus sowie subskapularis,
Humeruskopf Hochstand mit beginnender Omarthrose rechts, AC-Gelenksarthrose
rechts und Acromeon Bigliani II sowie ein chronisches Zervikovertebralsyndrom bei
Wirbelsäulenfehlhaltung, ein intermittierender Tremor der Hände, eine rezidivierende
Cefalea, ein gastroösophagealer Reflux seit November 2011, eine Operation des
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Nasenseptums bei Deviation und Perforation im Januar 2012, eine benigne
Prostatahyperplasie sowie ein Status nach Verbrennung im Gesicht und Rumpf im Juli
2010 (IV-act. 51-13 f.). Nach Einschätzung der MEDAS-Gutachter sei der
Beschwerdeführer aus medizinisch-theoretischer Sicht sowohl in seinem
angestammten Beruf als Hilfsarbeiter als auch in einer adaptierten Tätigkeit seit Juni
2011 zu 50% arbeitsfähig, soweit das Belastungsprofil (aus rheumatologischer Sicht)
eingehalten werde (IV-act. 51-17). Entgegen den Ausführungen von Dr. C._ waren
gemäss dem psychiatrischen Gutachter Dr. E._ keine Störungen der kognitiven
Fähigkeiten eruierbar; eventuell sei der Beschwerdeführer teilweise etwas verlangsamt.
Der Beschwerdeführer habe jedoch mehr als zwei Stunden ständig geredet, ohne
Gedächtnislücken zu zeigen. Auch habe sich während dieser Zeitspanne keine
Verminderung der Aufmerksamkeit und der Konzentration gezeigt (IV-act. 51-27).
3.4 RAD-Ärztin Dr. G._ befand in der Stellungnahme vom 21. November 2012, dass
das Gutachten umfassend und schlüssig sei und darauf abgestellt werden könne.
Während die Internistin zwar betonte, dass der Beschwerdeführer wenig detaillierte
Angaben gemacht und sich nur unpräzise erinnert habe, habe der psychiatrische
Gutachter keine Gedächtnislücken oder eine Verminderung der Konzentration und der
Aufmerksamkeit feststellen können. Er habe die Neigung des Beschwerdeführers,
unpräzise Antworten zu liefern, mit möglichen Schwierigkeiten beim genauen
Verstehen erklärt (IV-act. 53). Vorliegend erscheint das MEDAS-Gutachten
grundsätzlich als stimmig, umfassend und nachvollziehbar. Es beruht auf eingehenden
Abklärungen, die medizinischen Vorakten werden verwertet und die vom
Beschwerdeführer geklagten Beschwerden berücksichtigt und gewürdigt. Lediglich
hinsichtlich des Beginns der 50%igen Arbeitsunfähigkeit ist weder aus dem Gutachten
ersichtlich noch aus den übrigen Akten erklärbar, weshalb dieser ohne jede
Begründung auf Juni 2011 festgesetzt wurde; möglicherweise handelt es sich um einen
Irrtum. Jedenfalls ging Dr. C._ bereits im Bericht vom 1. April 2011 davon aus, dass
die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers ab 17. Januar 2011 beträchtlich
eingeschränkt gewesen war; die Krankentaggeldversicherung erbrachte auch
entsprechende Leistungen (vgl. Fremdakten; IV-act. 21-11). Nachdem Dr. C._ den
Beschwerdeführer ab 26. Januar 2011 auch wieder regelmässig (nach einem
Unterbruch) behandelte, erscheint als Beginn der 50%igen-Arbeitsunfähigkeit daher
Januar 2011 überwiegend wahrscheinlich. Nachdem das MEDAS-Gutachten ansonsten
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mit den übrigen Arztberichten grundlegend im Einklang steht, ist somit auf eine
Arbeitsunfähigkeit von 50% ab Januar 2011 abzustellen.
4.
4.1 Gestützt auf das MEDAS-Gutachten ist nachfolgend zu beurteilen, ob die
psychischen Leiden des Beschwerdeführers bzw. die medizinisch-gutachterlich
bescheinigte Arbeitsunfähigkeit eine invalidenversicherungsrechtliche Erheblichkeit
aufweisen. Die Beschwerdegegnerin spricht der diagnostizierten rezidivierenden
depressiven Störung einen invalidisierenden Charakter ab, weil diese einerseits
grundsätzlich therapierbar sei, der Beschwerdeführer aber keine angemessenen
Therapien wahrnehme, und andererseits allein auf psychosozialen Faktoren beruhe
(vgl. act. 5).
4.2 Zunächst ist auf die Feststellung des Bundesgerichts hinzuweisen, wonach die
Behandelbarkeit (und Therapierbarkeit) einer psychischen Störung, für sich allein
betrachtet, nichts über deren invalidisierenden Charakter aussagt (BGE 127 V 294 E. 4).
Für die Entstehung des Anspruchs auf eine Invalidenrente ist vorausgesetzt, dass die
Versicherten: a) ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu
betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen,
erhalten oder verbessern können; b) während eines Jahres ohne wesentlichen
Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig gewesen sind; und c)
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid sind (Art. 28 Abs. 1 IVG). Soweit
die Beschwerdegegnerin den Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente
allein mit dem Hinweis auf die Therapierbarkeit verneint, hält dies vor Bundesrecht
nicht stand.
4.3 Für die Annahme eines invalidisierenden Gesundheitsschadens bedarf es
grundsätzlich einer fachärztlichen, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten
Klassifikationssystems abgestützten Diagnose (BGE 130 V 396 E. 6). Im Rahmen der
freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG) darf sich dabei die Verwaltung - und im
Streitfall das Gericht - weder über die den beweisrechtlichen Anforderungen (BGE 125
V 351 E. 3a) genügenden medizinischen Tatsachenfeststellungen hinwegsetzen noch
sich die ärztlichen Einschätzungen und Schlussfolgerungen zur (Rest-) Arbeitsfähigkeit
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unbesehen ihrer konkreten sozialversicherungsrechtlichen Relevanz und Tragweite zu
eigen machen. Die rechtsanwendenden Behörden haben mit besonderer Sorgfalt zu
prüfen, ob die ärztliche Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit auch invaliditätsfremde
Gesichtspunkte (insbesondere psychosoziale und soziokulturelle Belastungsfaktoren)
mitberücksichtigt, welche vom sozialversicherungsrechtlichen Standpunkt aus
unbeachtlich sind (vgl. BGE 127 V 294 E. 5a; AHI 2000 S. 149, I 554/98 E. 3). Wo
psychosoziale Einflüsse das Bild prägen, ist bei der Annahme einer
rentenbegründenden Invalidität Zurückhaltung geboten (Urteil des Bundesgerichts vom
30. März 2011, 9C_1041/2010, E. 5.1 mit Hinweisen). Eine rentenbegründende
Invalidität kann jedoch nicht allein mit dem Hinweis auf das Vorhandensein
soziokultureller oder psychosozialer Belastungsfaktoren verneint werden (Urteil des
Bundesgerichts vom 29. April 2014, 8C_830/2013, E. 5.2.3 mit Hinweisen auf
Rechtsprechung und Literatur). Erforderlich ist vielmehr, dass ein Beschwerdebild
augenfällig durch solche Faktoren bestimmt und unterhalten wird (dazu ausführlicher:
Urteile des Bundesgerichts vom 20. September 2011, 8C_302/2011, E. 2.5.1; und vom
6. November 2012, 9C_437/2012, E. 3.4).
4.4 Die MEDAS-Ärzte begründen die quantitativen Einschränkungen der
Arbeitsfähigkeit einzig mit psychischen Leiden - insbesondere einer depressiven
Störung und einer Persönlichkeitsstörung. Die somatischerseits gestellten Diagnosen
beruhen auf nachweisbaren organischen Grundlagen und haben nur eine qualitative
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Die quantitative Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit wird mithin einzig mit dem depressiven Leiden und der
Persönlichkeitsstörung begründet. In tatsächlicher Hinsicht ist damit festzuhalten, dass
es sich bei den psychischen Beschwerden um ein im Wesentlichen verselbstständigtes
Krankheitsbild handelt (Urteil des Bundesgerichts vom 29. April 2014, 8C_830/2013,
E. 5.2.3). Ein pathogenetisch ätiologisch unklares syndromales Beschwerdebild ohne
nachweisbare organische Grundlage liegt nicht vor. Die vorliegende Streitigkeit fällt
demnach nicht in den Anwendungsbereich der Überwindbarkeitspraxis nach BGE 130
V 352.
4.5 Vorliegend ist ein medizinisches Substrat für eine psychisch bedingte Invalidität
ärztlicherseits schlüssig und einhellig festgestellt (rezidivierende depressive Störung,
gegenwärtig mittelgradige Episode [ICD-10 F33.1] und emotional instabile
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Persönlichkeitsstörung, impulsiver Typ [ICD-10 F60.3]). Auf Grund dieser Diagnosen
attestierten die MEDAS-Ärzte eine Arbeitsfähigkeit von 50% in angestammter und
leidensangepasster Tätigkeit. Sämtliche übrigen medizinischen Fachpersonen teilen
diese Einschätzung. Zu beachten ist ferner, dass die MEDAS-Ärzte ausdrücklich darauf
hinweisen, dass ihre Einschätzung der krankheitsbedingten Arbeitsunfähigkeit von 50%
"nicht durch IV-fremde Faktoren bedingt" sei. Während dagegen Dr. C._ eine
100%ige Arbeitsunfähigkeit auf vorwiegend IV-fremde Faktoren wie Alter, Ausbildung,
Integration usw. abstütze, sei aus psychiatrischer Sicht eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit
nicht durch IV-fremde Faktoren bedingt. Wenn die Gutachter als IV-fremde Faktoren
zusätzlich Sprachschwierigkeiten anführen (IV-act. 51-19), bedeutet das nicht, dass sie
nur diese Sprachschwierigkeiten als IV-fremd anerkannt hätten, wie die
Beschwerdegegnerin behauptet (act. G 5 Ziff. III.2). Dann bliebe ihre zu Dr. C._
unterschiedlich hohe Einschätzung der Arbeitsfähigkeit unbegründet. Dass die
diagnostizierten psychischen Leiden allein oder vorherrschend durch psychosoziale
Umstände unterhalten würden, wie die Beschwerdegegnerin ebenfalls behauptet, lässt
sich dem Gutachten nicht entnehmen.
4.6 Demnach ist gestützt auf das MEDAS-Gutachten davon auszugehen, dass der
Beschwerdeführer sowohl für den angestammten Beruf als Hilfsarbeiter (soweit
leidensangepasst) als auch für leidensangepasste Tätigkeiten zu 50% arbeitsunfähig
ist.
4.7 Da die angestammte Tätigkeit unbestrittenermassen auch als leidensangepasst zu
betrachten ist, kann auf eine konkrete Ermittlung der Vergleichseinkommen verzichtet
und stattdessen ein Prozentvergleich vorgenommen werden. Auch besteht kein Anlass
für die Vornahme eines Tabellenlohnabzugs, weil der Beschwerdeführer bei der
Verwertung seiner Restarbeitsfähigkeit auf keinen Tätigkeitswechsel angewiesen ist
bzw. er sich nicht in einem neuen Beruf bestätigen muss (vgl. Urteil des
Bundesgerichts vom 10. August 2011, 8C_10/2011, E. 7). Schliesslich sind auch keine
weiteren Faktoren ersichtlich, die einen solchen Abzug rechtfertigen würden. Der
Invaliditätsgrad beträgt damit 50%. Nachdem sich der Beschwerdeführer am 18. Mai
2011 zum Bezug von IV-Leistungen anmeldete (IV-act. 1) und seine Arbeitsfähigkeit seit
Januar 2011 (vgl. Erw. 3.4) dauernd zu 50% eingeschränkt ist, beginnt der Anspruch
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auf eine halbe Rente ab Januar 2012 zu laufen (Art. 29 Abs. 1 und Art. 28 Abs. 1 lit. b
IVG).
5.
5.1 Der Beschwerdeführer beantragt ferner, es seien im Rahmen seiner Restarbeits
fähigkeit Eingliederungsmassnahmen durchzuführen (act. G 1).
5.1 Die gleichzeitige Zusprechung von Eingliederungsmassnahmen und einer Rente ist
nicht von vornherein ausgeschlossen. Der Grundsatz "Eingliederung vor Rente" ist
insbesondere dann nicht aktuell, wenn sich der rentenbegründende Invaliditätsgrad
durch (nicht von Taggeldern begleitete) Eingliederungsmassnahmen nicht beeinflussen
lässt (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Mai 2008, 9C_494/07 E. 3.1; vgl. BGE 122 V 79
E. 3b).
5.2 Die Beschwerdegegnerin hatte das Leistungsbegehren des Beschwerdeführers um
berufliche Massnahmen mit Mitteilung vom 2. April 2012 mit der Begründung
abgewiesen, dass sich jener gemäss Besprechung vom 23. März 2012 nicht in der
Lage fühle, an Eingliederungsmassnahmen mitzuwirken (IV-act. 40). Nachdem der
Beschwerdeführer dies zunächst akzeptiert hatte, ersuchte er im Einwandverfahren
erneut um berufliche Massnahmen. Es sei nicht so, dass er nicht mehr arbeiten wolle.
Mit entsprechender Unterstützung der Beschwerdegegnerin sei er gerne bereit, einen
Arbeitsversuch zu unternehmen und soweit möglich, seine vorhandene
Restarbeitsfähigkeit zu nutzen. Schliesslich seien gemäss dem MEDAS-Gutachten
Eingliederungsmassnahmen dringend angezeigt (vgl. Einwände vom 24. Januar 2013
[IV-act. 60] und 21. Februar 2013 [IV-act. 69]).
5.3 Aus den Akten geht nicht hervor, dass die Beschwerdegegnerin erneut die
Möglichkeit beruflicher Massnahmen abgeklärt hätte. Vielmehr beschränkte sie sich
lediglich auf die Rentenfrage. In der angefochtenen Verfügung machte sie dazu
geltend, dass auf eine aktive Arbeitsvermittlung nur Anspruch bestehe, wenn eine
gesundheitsbedingte Einschränkung bei der Stellensuche vorliege, was beim
Beschwerdeführer nicht zutreffe (act. G 1.2). Angesichts dessen, dass insbesondere
die MEDAS-Gutachter Eingliederungsmassnahmen als wichtig erachteten (IV-act.
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51-18), wäre die Beschwerdegegnerin umso mehr gehalten gewesen, solche erneut zu
prüfen. Diesbezüglich ist die Angelegenheit daher an die Beschwerdegegnerin
zurückzuweisen, damit sie den Anspruch des Beschwerdeführers prüfe.
6.
6.1 Der Beschwerdeführer ersucht schliesslich um unentgeltliche
Rechtsverbeiständung für das Einwandverfahren. Da die Vorinstanz vergessen habe,
das Gesuch zu behandeln, habe entweder eine Rückweisung an die Vorinstanz
stattzufinden oder die Rechtsmittelinstanz darüber zu befinden (act. G 1).
6.2 Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich lediglich
Rechtsverhältnisse zu überprüfen bzw. zu beurteilen, zu denen die zuständige
Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich - in Form einer Verfügung - Stellung
genommen hat. Insoweit bestimmt die Verfügung den beschwerdeweise
weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem
Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und
insoweit keine Verfügung ergangen ist (BGE 131 V 164 E. 2.1). Vorliegend ist bezüglich
der Frage der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung im Verwaltungsverfahren noch
keine Verfügung ergangen. Zu prüfen ist demzufolge, ob die Beschwerde in dieser
Hinsicht eine Rechtsverweigerungsbeschwerde nach Art. 56 Abs. 2 ATSG darstellt.
6.3 Gemäss Art. 56 Abs. 2 ATSG kann Beschwerde erhoben werden, wenn der Ver
sicherungsträger entgegen dem Begehren der betroffenen Person keine Verfügung
oder keinen Einsprache-Entscheid erlässt. Rechtsverzögerung ist anzunehmen, wenn
der Versicherungsträger das Verfahren nicht innert angemessener Frist abschliesst;
Rechtsverweigerung liegt vor, wenn der Versicherungsträger trotz entsprechender
Pflicht eine ihm obliegende Amtshandlung nicht vornimmt (Ueli Kieser, Das
Verwaltungsverfahren in der Sozialversicherung, 1999, Rz 500, 509). Streitgegenstand
von Rechtsverweigerungs- und Rechtsverzögerungsbeschwerden ist allein die Prüfung
der beanstandeten Verweigerung oder Verzögerung einer vom Betroffenen verlangten
Entscheidung. Ist eine Rechtsverweigerungs- oder Rechtsverzögerungsbeschwerde
stichhaltig, so wird sie gutgeheissen und die Instanz, welche der Vorwurf trifft,
angewiesen, einen beschwerdefähigen Entscheid zu fällen (BGE 125 V 118; RKUV
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2000 S. 246 E. 2c mit Hinweis; vgl. auch Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 2. Aufl. Zürich
2009, Art. 56 Rz 22).
6.4 Eine unzulässige Rechtsverzögerung liegt vor, wenn die Behörde ihren Entscheid in
objektiv nicht gerechtfertigter Weise hinauszögert. Ob dies zutrifft, beurteilt sich auf
Grund der konkreten Umstände des Einzelfalls. Massgebend sind in diesem
Zusammenhang namentlich die besondere Bedeutung und die Art des Verfahrens, die
Komplexität und Schwierigkeit der Sache sowie das prozessuale Verhalten der
Beteiligten (BGE 125 V 191 f. E. 2a).
6.5 Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers beantragte im Einwand vom 21.
Februar 2013 die Gewährung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung (IV-act. 69).
Dazu nahm die Beschwerdegegnerin weder in der Verfügung vom 26. Februar 2013
noch in einer separaten Verfügung Stellung. Da sie selbst nach Eingang der
Beschwerde vom 28. März 2013 ans Gericht keinen Entscheid in dieser Sache fällte,
muss von einer Rechtsverweigerung ausgegangen werden. In der Folge ist die
Beschwerde auch bezüglich dieses Begehrens gutzuheissen und die Sache ist an die
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie über die unentgeltliche
Rechtsverbeiständung im Einwandverfahren verfüge.
7.
7.1 Damit ist die Beschwerde vollumfänglich gutzuheissen und die angefochtene Ver
fügung vom 28. Februar 2013 aufzuheben. Dem Beschwerdeführer ist mit Wirkung ab
1. Januar 2012 eine halbe Rente zuzusprechen. Die Sache ist zur Festsetzung der
Rentenhöhe sowie zur Ausrichtung der geschuldeten Leistungen an die
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Auch hinsichtlich des Gesuchs um
Eingliederungsmassnahmen ist die Angelegenheit an die Beschwerdegegnerin
zurückzuweisen, damit sie den Anspruch des Beschwerdeführers prüfe. In Bezug auf
die Rechtsverweigerung ist die Beschwerde ebenfalls gutzuheissen und die
Beschwerdegegnerin zu verpflichten, unverzüglich über den Anspruch des
Beschwerdeführers auf unentgeltliche Rechtsverbeiständung im Vorbescheidverfahren
zu verfügen.
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7.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr.
1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Praxisgemäss ist die Gerichtsgebühr für das
vorliegende Verfahren auf Fr. 600.-- festzulegen und der vollständig unterliegenden
Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
7.3 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei
Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom
Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der
Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In
der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art.
22 Abs. 1 lit. b HonO (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.--. Vorliegend
reichte die Rechtsvertreterin eine Honorarnote für bisher erbrachte Leistungen im
Rahmen von 17.39 Stunden in Höhe von Fr. 4'869.20 ein. Hierin noch nicht enthalten
sei der für das Urteilsstudium und die Abschlussbesprechung mit dem
Beschwerdeführer zu erwartende Aufwand von 2 Stunden (act. G 11). Die
Rechtsvertreterin geht in ihrer Honorarrechnung von einem Stundenansatz von
Fr. 280.-- aus, wobei sie nicht begründet (vgl. Art. 5 Abs. 1 HonO), weshalb sie das
mittlere Honorar (vgl. Art. 24 Abs. 1 HonO) von Fr. 250.-- pro Stunde überschreitet.
Somit ist das höhere Honorar unbeachtlich und es ist von einem Stundenansatz von
Fr. 250.-- auszugehen. Des Weiteren enthält die Honorarnote der Rechtsvertreterin
auch Aufwand für Leistungen des Verwaltungsverfahrens. Diese sind vorliegend nicht
zu berücksichtigen. Somit ist für das vorliegende Verfahren unter Berücksichtigung
eines zeitlichen Aufwands von 10.33 Stunden (8.33 Stunden + 2 Stunden nach
Urteilseingang) von einem Honorar von Fr. 2'582.50 auszugehen. Dieses erhöht um
pauschal 4% Barauslagen in Höhe von Fr. 103.30 (vgl. Art. 28 Abs. 1 HonO) und 8%
Mehrwertsteuer in Höhe von Fr. 214.90 (vgl. Art. 29 HonO) ergibt eine
Parteientschädigung von Fr. 2'900.70. Bei diesem Ausgang erübrigt sich die
Festlegung einer Entschädigung aus der gewährten unentgeltlichen
Rechtsverbeiständung.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP
bis
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