Decision ID: bcf31429-c268-49bf-9960-663b5cc40683
Year: 2019
Language: de
Court: ZH_OG
Chamber: ZH_OG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: civil_law

betreffend Eheschutz
Berufung gegen ein Teilurteil des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Meilen vom 5. November 2018 (EE180038-G)
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Rechtsbegehren: (Urk. 1 i.V.m. Urk. 11)
1. Es sei der Gesuchsgegner zu verpflichten, der Gesuchstellerin für das arbeitsrechtliche Verfahren gegen ihn vor Arbeitsgericht  (Geschäfts-Nr. AN170073) einen Prozesskostenvorschuss von CHF 22'000.– (zzgl. MWST) zu bezahlen.
2. Der Gesuchsgegner sei gestützt auf Art. 170 ZGB zur  seiner Einkommens- und Vermögensverhältnisse und  Edition folgender Unterlagen zu verpflichten: - Steuererklärung 2016 und 2017 inkl. sämtlicher Beilagen - Sämtliche Lohnausweise 2017 vollständig - Sämtliche Lohnabrechnungen ab Januar 2018 - Offenlegung sämtlicher Beteiligungen mit unterzeichneter
Vollständigkeitserklärung - Jahresrechnung der C._ GmbH 2017 vollständig mit
sämtlichen Kontoblättern und Belegen - Sämtliche aktuelle Kontoauszüge über all seine Konti in der
Schweiz und im Ausland mit unterzeichneter 
3. Es sei der Gesuchsgegner zu verpflichten, der Gesuchstellerin für das vorliegende Verfahren einen Prozesskostenbeitrag für - und Anwaltskosten in der Höhe von CHF 8'000.– ( 7.7 % MWST) zu bezahlen, eventualiter sei der Gesuchstellerin für das eherechtliche  die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren und ihr in der Person der Unterzeichnenden eine unentgeltliche  zu bestellen.
4. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MWST) zu Lasten des Gesuchsgegners.
Teilurteil des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Meilen:
1. In teilweiser Gutheissung wird der Gesuchsgegner unter Androhung der Un-
gehorsamsstrafe gemäss Art. 292 StGB im Unterlassungsfall verpflichtet,
der Gesuchstellerin (sowie im Doppel zuhanden des Einzelgerichts) innert
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20 Tagen ab Rechtskraft des vorliegenden Entscheids die nachfolgend ge-
nannten Auskünfte zu erteilen und Unterlagen einzureichen respektive dar-
zulegen, inwiefern er dieser Verpflichtung nicht nachkommen kann oder in-
wiefern er dieser Verpflichtung bereits nachgekommen ist:
– Steuererklärungen 2016 und 2017 inkl. Beilagen;
– sämtliche Lohnausweise 2017 sowie bis und mit September 2018;
– Jahresrechnung der C._ GmbH 2017 vollständig mit sämtlichen
Kontoblättern (ohne Belege);
– Aufstellung über sämtliche Beteiligungen;
– sämtliche aktuellen Kontoauszüge über alle Konti in der Schweiz und
im Ausland.
Im Übrigen wird das Begehren abgewiesen.
2. Die Festsetzung und Regelung der Kosten- und Entschädigungsfolgen wird
dem Endentscheid betreffend Prozesskostenvorschuss vorbehalten.
3. (Schriftliche Mitteilung)
4. (Rechtsmittel)
Berufungsanträge: (Urk. 50 S. 2)
" - das Teilurteil sei aufzuheben - unter voller Kostenfolge für die Beschwerdegegnerin und/oder
den Staat - dem Beschwerdeführer sei Prozesskostenhilfe zu gewähren, so
dass er in diesem komplizierten Sachverhalt keine persönlichen Nachteile in Folge inhaltlicher, Form-, Frist- bzw. anderer  Fehler auf Basis von Laienwissen erleide
- Parteientschädigung (zzgl. Mwst. vom 7.7%) - die ursprünglichen Anträge der Rechtsanwältin Y._ seien
gutzuheissen"
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Erwägungen:
A. Sachverhalt und Prozessgeschichte
1. Die Parteien sind seit dem tt. September 2013 miteinander verheiratet. Das
Getrenntleben wurde durch das Bezirksgericht Horgen mit Urteil vom 7. Dezem-
ber 2017 geregelt (Urk. 4/1).
2. Die Gesuchstellerin und Berufungsbeklagte (fortan Gesuchstellerin) hat mit
Eingabe vom 24. November 2017 am Arbeitsgericht Zürich einen arbeitsrechtli-
chen Prozess gegen den Gesuchsgegner und Berufungskläger (fortan Gesuchs-
gegner) anhängig gemacht (Urk. 4/2) und hat in diesem Verfahren um Zuspre-
chung eines Prozesskostenvorschusses ersucht (Urk. 4/2 S. 4). Das Arbeitsge-
richt Zürich hat die Gesuchstellerin mit Beschluss vom 2. Mai 2018 für die Gel-
tendmachung eines Prozesskostenvorschusses an das zuständige Eheschutzge-
richt verwiesen (Urk. 4/3, Dispositiv-Ziffer 4). Hierauf hat die Gesuchstellerin bei
der Vorinstanz das vorliegende Verfahren um Zusprechung eines Prozesskosten-
vorschusses und Auskunftserteilung anhängig gemacht (Urk. 1).
3. Die Vorinstanz hat unter dem Datum vom 5. November 2018 im Sinne eines
Teilurteils über das Auskunftsbegehren entschieden und hat dieses grossmehr-
heitlich gutgeheissen (Urk. 51). Hiergegen hat der Gesuchsgegner mit Eingabe
vom 14. November 2018 Berufung erhoben und die eingangs erwähnten Anträge
gestellt (Urk. 50).
4. Da sich die Berufung sogleich als unbegründet erweist, kann auf die Einho-
lung einer Berufungsantwort verzichtet werden.
B. Vorbemerkungen
1. Mit der Berufung können unrichtige Rechtsanwendung und unrichtige Fest-
stellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). Die Beru-
fungsinstanz verfügt über eine umfassende Überprüfungsbefugnis der Streitsa-
che, d.h. über unbeschränkte Kognition bezüglich Tat- und Rechtsfragen, ein-
schliesslich der Frage richtiger Ermessensausübung (Angemessenheitsprüfung;
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BGer 5A_184/2013 vom 26. April 2013, E. 3.1). In der schriftlichen Berufungsbe-
gründung (Art. 311 ZPO) ist hinreichend genau aufzuzeigen, inwiefern der erstin-
stanzliche Entscheid in den angefochtenen Punkten als fehlerhaft zu betrachten
ist bzw. an einem der genannten Mängel leidet (BGE 142 I 93 E. 8.2; BGE 138 III
374 E. 4.3.1). Was nicht oder nicht in einer den gesetzlichen Begründungsanfor-
derungen genügenden Weise beanstandet wird, ist – abgesehen von offensichtli-
chen Mängeln – von der Rechtsmittelinstanz grundsätzlich nicht zu überprüfen
(BGE 142 III 413 E. 2.2.4).
2. Gemäss Art. 317 Abs. 1 ZPO können im Berufungsverfahren neue Tatsa-
chen und Beweismittel (Noven) nur noch berücksichtigt werden, wenn sie kumula-
tiv ohne Verzug vorgebracht werden (lit. a) und trotz zumutbarer Sorgfalt nicht
schon vor erster Instanz vorgebracht werden konnten (lit. b). Dabei hat, wer sich
auf Noven beruft, deren Zulässigkeit darzutun (vgl. BGer 5A_330/2013 vom
24. September 2013, E. 3.5.1; BGer 5A_266/2015 vom 24. Juni 2015, E. 3.2.2).
3. Gegenstand des vorliegenden Berufungsverfahrens ist einzig das von der
Vorinstanz beurteilte Auskunftsbegehren der Gesuchstellerin. Soweit sich die Be-
rufungsschrift des Gesuchsgegners um den von der Gesuchstellerin beantragten
Prozesskostenvorschuss dreht, ist darauf nicht weiter einzugehen. Gleiches gilt
mit Blick auf die Ausführungen des Gesuchsgegners zu den zahlreichen übrigen
Verfahren, welche zwischen den Parteien anhängig sind (Arrest-, Konkurs- und
Strafverfahren) sowie die generelle Kritik an der Kostenintensität des gegneri-
schen Prozessverhaltens. Im Generellen gilt, dass auf die Parteivorbringen nur
insoweit eingegangen wird, als dies für die Entscheidfindung notwendig ist.
C. Auskunftsbegehren
1. Was die Voraussetzungen für die Beurteilung eines Auskunftsbegehrens
anbelangt, kann - um unnötige Wiederholungen zu vermeiden - auf die zutreffen-
den Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 51 S. 6 f.).
2. Die Vorinstanz hat in einem ersten Schritt überprüft, ob mit Blick auf das Be-
gehren um Zusprechung eines Prozesskostenvorschusses für den arbeitsrechtli-
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chen Prozess mit dem Eheschutzurteil des Bezirksgerichts Horgen eine abgeur-
teilte Sache vorliege. Dies hat sie verneint. Zur Begründung führte die Vorinstanz
an, aus dem zeitlichen Ablauf erhelle, dass die Gesuchstellerin das Begehren um
Zusprechung eines Prozesskostenvorschusses für das arbeitsrechtliche Verfah-
ren - entgegen dem Gesuchsgegner - nicht bereits anlässlich der Eheschutzver-
handlung vom 7. Dezember 2017 am Bezirksgericht Horgen habe stellen müssen.
Im Weiteren erscheine klar, dass die Parteien den streitgegenständlichen An-
spruch nicht zum Gegenstand des Eheschutzverfahrens gemacht hätten. Ebenso
wenig hätten sich die Parteien im Vergleich vom gleichen Tag über die besagte
Forderung geeinigt. Es bestehe damit kein Entscheid in derselben Sache (Urk. 51
S. 5).
Der Gesuchsgegner hält im Berufungsverfahren zusammengefasst daran fest,
dass die Gesuchstellerin ihren Anspruch auf Zusprechung eines Prozesskosten-
vorschusses für das arbeitsrechtliche Verfahren bereits im Eheschutzverfahren
am Bezirksgericht Horgen hätte thematisieren können. Offenbar sei eine interne
Abstimmung zwischen den beiden Rechtsvertreterinnen der Gesuchstellerin un-
terblieben, was nicht dem Gesuchsgegner zum Nachteil gereichen dürfe (Urk. 50
S. 3 f.).
Dem Gesuchsgegner ist zuzustimmen, dass die Gesuchstellerin vom zeitlichen
Ablauf her den Prozesskostenvorschuss im arbeitsrechtlichen Verfahren im Ehe-
schutzverfahren am Bezirksgericht Horgen zum Verfahrensgegenstand hätte ma-
chen können. Der Prozess am Arbeitsgericht Zürich wurde am 24. November
2017 anhängig gemacht, sodass die Gesuchstellerin anlässlich der Eheschutz-
verhandlung vom 7. Dezember 2017 Kenntnis von dem am Arbeitsgericht geltend
gemachten Anspruch hatte. Der Gesuchsgegner verkennt aber, dass die Gesuch-
stellerin den entsprechenden Anspruch nicht im Eheschutzverfahren am Bezirks-
gericht Horgen geltend machen musste. Es steht einer Partei im Rahmen der
Dispositionsmaxime frei, welche Eheschutzmassnahmen sie begehrt. Ein Ehe-
schutzverfahren kann sich auf die Regelung bestimmter Trennungsfolgen be-
schränken, ohne dass die Ehegatten dadurch mit der Geltendmachung von ande-
ren Eheschutzmassnahmen in einem späteren Eheschutzverfahren ausgeschlos-
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sen wären. Der Grundsatz der Einheit des Urteils gilt im Gegensatz zum Schei-
dungsverfahren nicht. Dies bedeutet mit anderen Worten, dass die Gesuchstelle-
rin all diejenigen Eheschutzbegehren, welche nicht im Eheschutzverfahren am
Bezirksgericht Horgen beurteilt wurden, zum Gegenstand eines späteren Ehe-
schutzverfahrens machen kann. Damit ist vorliegend nicht entscheidend, ob die
Gesuchstellerin das Begehren um Zusprechung eines Prozesskostenvorschusses
für den arbeitsrechtlichen Prozess im Eheschutzverfahren am Bezirksgericht Hor-
gen hätte stellen können, sondern ob sie diesen Anspruch gestellt hat und ob
darüber bereits befunden wurde. Hiervon geht auch der Gesuchsgegner nicht
aus. Vielmehr hat er im vorinstanzlichen Verfahren ausdrücklich ausgeführt, die
Gesuchstellerin habe im Eheschutzverfahren am Bezirksgericht Horgen keinen
Prozesskostenvorschuss für den Arbeitsrechtsprozess beantragt, sie habe keine
Bedarfsposition für die Zahlung eines Vorschusses an das Anwaltshonorar in ih-
rem Bedarf integriert, sie habe keine Unterhaltszahlung zur Deckung der im Ar-
beitsprozess anfallenden Anwaltskosten gefordert und sie habe keine güterrecht-
liche Akontozahlung zur Führung des Arbeitsrechtsprozesses verlangt (vgl.
Urk. 26 S. 3). Damit bestätigt der Gesuchsgegner die Darstellung der Gesuchstel-
lerin, wonach ein Prozesskostenvorschuss für den Arbeitsrechtsprozess nicht
Thema des Eheschutzverfahrens am Bezirksgericht Horgen war. Damit ist der Vo-
rinstanz zuzustimmen, dass der streitgegenständliche Anspruch durch das Be-
zirksgericht Horgen nicht beurteilt wurde. Es liegt damit kein Entscheid in der glei-
chen Sache vor.
3. In einem weiteren Schritt hat die Vorinstanz festgehalten, die Gesuchstelle-
rin habe glaubhaft dargelegt, dass sie ein schutzwürdiges Interesse an der Aus-
kunftserteilung habe. Zur Beurteilung der Frage, ob der Gesuchsgegner einen
Prozesskostenvorschuss leisten könne, benötige sie Angaben über seine finanzi-
ellen Verhältnisse. Da der Gesuchsgegner bis anhin lediglich einen Arbeitsvertrag
mit einer von ihm beherrschten Gesellschaft ins Recht gelegt habe, könne noch
nicht darüber befunden werden, ob er zur Tragung der Kosten in der Lage sei.
Der Antrag der Gesuchstellerin um Auskunftserteilung sei daher im Grundsatz
gutzuheissen (Urk. 51 S. 9).
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Der Gesuchsgegner äussert sich nur am Rande zu diesen vorinstanzlichen Erwä-
gungen. Er gibt an, er habe entgegen der Vorinstanz keine beherrschende Stel-
lung in der C._ GmbH 2017. Er halte keine Gesellschaftsanteile. Für ihn be-
stehe daher über die Vorlage seines Arbeitsvertrages hinaus keine weitere Ver-
pflichtung (Urk. 50 S. 7).
Dem Gesuchsgegner ist zu widersprechen. Zur Beurteilung seiner Leistungsfä-
higkeit ist eine Offenlegung seiner gesamten finanziellen Verhältnisse erforderlich.
Die Einreichung eines Arbeitsvertrages reicht hierzu von vornherein nicht aus, da
sich dieser nicht über die gesamte finanzielle Situation des Arbeitnehmers
(bespw. Privatbezüge, Nebenverdienste, Vermögen, etc.) äussert. Unabhängig
davon ist vorliegend zu bemerken, dass der Gesuchsgegner als Geschäftsführer
einer Unternehmung angestellt ist, welche er nach Darstellung der Gesuchstelle-
rin selber gegründet und finanziert hat. Die Gesuchstellerin hatte im vorinstanzli-
chen Verfahren ausführen lassen, der Gesuchsgegner sei alleiniger Geschäfts-
führer der C._ GmbH und wirtschaftlich allein Berechtigter an der Unterneh-
mung. Bei der im Handelsregister eingetragenen Gesellschafterin handle es sich
um die Mutter des Gesuchsgegners, welche mit der Unternehmung weder finan-
ziell noch anderweitig zu tun habe und bloss als Strohfrau auftrete (Urk. 43 S. 12).
Diese Darstellung liess der Gesuchsgegner im vorinstanzlichen Verfahren unwi-
dersprochen. Auch im Berufungsverfahren distanziert sich der Gesuchsgegner
nicht von der Rolle als wirtschaftlich Berechtigter. Unter diesen Umständen ist zur
Klärung der finanziellen Verhältnisse des Gesuchsgegners die Einreichung des
Arbeitsvertrages nicht ausreichend. Der Vorinstanz ist damit zuzustimmen, dass
die Gesuchstellerin nicht in der Lage ist, sich ein Bild über die Leistungsfähigkeit
des Gesuchsgegners zu machen, weshalb sie ein schutzwürdiges Interesse an
der Auskunftserteilung hat.
4. Schliesslich hat sich die Vorinstanz mit der Frage auseinandergesetzt, wel-
che Unterlagen die Gesuchstellerin zur Ermittlung der Leistungsfähigkeit des Ge-
suchsgegners benötige. Sie kam dabei zum Schluss, dass die Steuererklärungen
2016 und 2017 inkl. Beilagen, sämtliche Lohnausweise 2017 sowie bis und mit
September 2018, die Jahresrechnung der C._ GmbH 2017 vollständig und
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mit sämtlichen Kontoblättern (aber ohne Belege) sowie die Offenlegung sämtli-
cher Beteiligungen und sämtliche aktuellen Kontoauszüge über alle Konti in der
Schweiz und im Ausland von Nöten seien (Urk. 51 S. 9).
Hierzu führt der Gesuchsgegner im Berufungsverfahren einzig aus, die geforder-
ten Unterlagen seien teilweise (noch) nicht erstellt (Urk. 50 S. 7).
Wie in Dispositiv-Ziffer 1 des angefochtenen Teilurteils festgehalten, wurde der
Gesuchsgegner verpflichtet, der Gesuchstellerin (sowie im Doppel zuhanden des
Einzelgerichts) gewisse Auskünfte unter Einreichung der Unterlagen zu erteilen
respektive darzulegen, inwiefern er dieser Verpflichtung nicht nachkommen kön-
ne. Der Einwand, gewisse Unterlagen seien (noch) nicht vorhanden, ist daher
nicht im Berufungsverfahren zu erheben, sondern der Gesuchstellerin resp. der
Vorinstanz darzulegen.
5. Zu den von der Vorinstanz angeordneten Vollstreckungsmassnahmen äus-
sert sich der Gesuchsgegner im Berufungsverfahren nicht, weshalb es dabei sein
Bewenden hat.
6. Insgesamt erweisen sich die Vorbringen gegen die Gutheissung des Aus-
kunftsbegehrens als unbegründet, weshalb die Berufung abzuweisen und das an-
gefochtene Teilurteil zu bestätigen ist.
D. Kosten- und Entschädigungsfolgen
1. Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren ist in Anwendung von § 2
lit. a, c und d, § 5 Abs. 1, § 8 Abs. 1 sowie § 12 Abs. 1 in Verbindung mit Abs. 2
der Gebührenverordnung des Obergerichts vom 8. September 2010 (GebV OG)
auf Fr. 2'000.– festzusetzen. Ausgangsgemäss sind sie dem Gesuchsgegner auf-
zuerlegen (Art. 106 Abs. 2 ZPO). Parteientschädigungen sind für das Berufungs-
verfahren nicht zuzusprechen: Dem Gesuchsgegner zufolge seines Unterliegens,
der Gesuchstellerin mangels relevantem Aufwand (Art. 106 Abs. 1 ZPO).
2. Der Gesuchsgegner hat im Berufungsverfahren sinngemäss ein Begehren
um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gestellt (Urk. 50 S. 2). Da sich
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die Berufung von vornherein als aussichtslos erweist, ist dieses Begehren abzu-
weisen (vgl. Art. 117 lit. b ZPO).