Decision ID: 0cfb4a99-5b20-47bf-9e8e-163f8686b3b8
Year: 2022
Language: de
Court: GR_VG
Chamber: GR_VG_005
Canton: GR
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

I. Sachverhalt:
1. Mit Datum vom 12. Oktober 2022 (Poststempel) reichte die A._ AG
(nachfolgend: Beschwerdeführerin) beim Verwaltungsgericht des Kantons
Graubünden eine Beschwerde gegen eine Verfügung Nr. 2022-0103 der
Gemeinde B._ vom 13. September 2022 betreffend ein Baugesuch
an der C._ in B._ ein. Darin hielt sie sinngemäss fest, die
angefochtene Verfügung sei ihr erst am 11. Oktober 2022 zugestellt
worden und sie werde in der Woche vom 24. Oktober 2022 eine
Begründung ihrer Beschwerde nachreichen.
2. Mit Schreiben vom 14. Oktober 2022 teilte der Instruktionsrichter der
Beschwerdeführerin unter Hinweis auf Art. 38 VRG mit, dass ihre
Beschwerdeschrift vom 12. Oktober 2022 keinen konkreten Antrag, keine
Darstellung des Sachverhaltes und keine Begründung enthalte. Auch sei
die angefochtene Verfügung Nr. 2022-0103 der Beschwerde nicht
beigelegt worden. Sodann räumte er ihr eine nicht erstreckbare Frist bis
zum 26. Oktober 2022 ein, um die Eingabe entsprechend zu verbessern
(Stellung Anträge, Darstellung Sachverhalt, Begründung der Anträge,
angefochtenen Entscheid und ev. Beweismittel beilegen). Zudem wies er
daraufhin, dass das Gericht auf die Beschwerde nicht eintreten werde,
sofern die fristgemässe Verbesserung unterbleibe.
3. Bis zum heutigen Urteilsdatum ging beim Verwaltungsgericht keine
verbesserte Eingabe ein.

II. Der Einzelrichter zieht in Erwägung:
1. Gemäss Art. 43 Abs. 3 lit. b des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100) entscheidet das
Verwaltungsgericht in einzelrichterlicher Kompetenz, wenn ein
Rechtsmittel offensichtlich unzulässig oder offensichtlich begründet oder
unbegründet ist. Bei der Eingabe der Beschwerdeführerin vom
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12. Oktober 2022 handelt es sich – wie nachstehend dargelegt wird – um
ein offensichtlich unzulässiges Rechtsmittel, weshalb die Zuständigkeit
des Einzelrichters gegeben ist.
2.1.1. Im Beschwerdeverfahren vor Verwaltungsgericht müssen bestimmte
Prozessvoraussetzungen – darunter auch die Formerfordernisse gemäss
Art. 38 VRG – erfüllt sein, damit das Gericht auf eine Beschwerde eintritt,
die Sache inhaltlich (materiell) prüft und einen Sachentscheid fällt. Fehlt
es an einer dieser Voraussetzungen, führt dies zu einem
Nichteintretensentscheid (vgl. Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons
Graubünden R 17 65 vom 3. Mai 2018 E.1b mit Hinweis auf BERTSCHI, in:
Griffel [Hrsg.], Kommentar VRG, 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2014,
Vorbemerkungen zu §§ 19-28a Rz. 50 und 52).
2.1.2. Gemäss Art. 38 VRG sind Rechtsschriften in einer Amtssprache
abzufassen und sie haben das Rechtsbegehren, den Sachverhalt und eine
Begründung zu enthalten (Abs. 1). Sie sind zu unterzeichnen und im
Doppel unter Beilage der verfügbaren Beweismittel und des
angefochtenen Entscheids einzureichen. Weitere Beweismittel sind genau
zu bezeichnen (Abs. 2). Genügt eine Eingabe den gesetzlichen
Erfordernissen nicht oder ist sie in unziemlicher Form abgefasst,
unleserlich oder unnötig umfangreich, wird eine angemessene Frist zur
Behebung des Mangels angesetzt mit der Androhung, dass auf die
Eingabe sonst nicht eingetreten werde (Abs. 3).
2.2. Da die Eingabe der Beschwerdeführerin vom 12. Oktober 2022 den
Formerfordernissen gemäss Art. 38 VRG nicht genügte, wurde die
Beschwerdeführerin vom Instruktionsrichter mit Schreiben vom
14. Oktober 2022 dazu aufgefordert, ihre Eingabe entsprechend zu
verbessern (Stellung Anträge, Darstellung Sachverhalt, Begründung der
Anträge, angefochtenen Entscheid und ev. Beweismittel beilegen). Hierzu
wurde ihr eine nicht erstreckbare Frist bis zum 26. Oktober 2022
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eingeräumt, wobei sie darauf hingewiesen wurde, dass bei unbenutztem
Fristablauf auf ihre Beschwerde nicht eingetreten werde.
2.3. Nachdem die Beschwerdeführerin dem Gericht innert der nicht
erstreckbaren Frist bis zum 26. Oktober 2022 keine verbesserte Eingabe
eingereicht hat, tritt das Gericht mangels Erfüllung der Formerfordernisse
gemäss Art. 38 VRG auf die Beschwerde nicht ein.
3. Bei diesem Ausgang des Verfahrens gehen die Gerichtskosten zulasten
der Beschwerdeführerin (vgl. Art. 72 Abs. 1 i.V.m. Art. 73 Abs. 1 VRG).
Aufgrund des geringen Verfahrensaufwands rechtfertigt es sich, die
Staatsgebühr auf CHF 300.-- festzulegen (vgl. Art. 75 VRG).