Decision ID: d36f4fac-5d3f-522c-af96-b562029a68a7
Year: 2010
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge Nepal am (...) in Richtung (...) verliess und (...) von (...) nach Paris weiterreiste, von wo er per Taxi in (...) Stunden am 14. September 2009 unter Umgehung der Grenzkontrolle nach (...) gelangte,
dass er dort gleichentags um Asyl nachsuchte und, da er bei der  des Asylgesuchs keine Ausweispapiere abgab, noch  schriftlich aufgefordert wurde, innert 48 Stunden Ausweispapiere nachzureichen, verbunden mit der Androhung, im Unterlassungsfall werde auf das Asylgesuch nicht eingetreten (vgl. Vorakten A3/1),
dass er im Empfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) (...) am (...) zur Person befragt und am (...) in Anwendung von Art. 29 Abs. 1 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) durch das  (...) zu den Asylgründen angehört wurde,
dass er anlässlich der Anhörungen im Wesentlichen geltend machte, er stamme aus (...), gehöre der Volksgruppe der Phari an, sei alleinstehend und habe zusammen mit seiner Mutter in (...) im Gebiet der Volksgruppe der Tarai gelebt, wo er regelmässig (...) seines Lohnes als Spendengeld habe abgeben müssen, ansonsten er verprügelt worden sei,
dass er sich im (...) mit einigen Freunden in einem Lokal befunden habe, als (...) Tarai dieses betreten hätten, woraufhin er seinen Freunden erzählt habe, dass mindestens einer (...) versucht hätte, seine Schwester zu vergewaltigen,
dass seine Freunde daraufhin auf die Tarai losgegangen seien und es zu einer Schlägerei gekommen sei, an welcher er sich nicht beteiligt habe, sich indes nach der Flucht der (...) Tarai vor einem Racheakt gefürchtet und deswegen sofort nach (...) abgesetzt habe,
dass er noch auf der Reise dorthin von einem Freund erfahren habe, dass die Tarai ihn suchen würden und umbringen wollten, wobei sie bereits bei ihm zu Hause gewesen seien und seine Mutter bedroht hätten,
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dass er daraufhin seine in (...) wohnhafte Schwester um Geld gebeten und damit seine Ausreise finanziert habe,
dass das BFM mit Verfügung vom 22. April 2010 (...) gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf das Asylgesuch des  nicht eintrat und dessen Wegweisung aus der Schweiz anordnete, wobei er diese bis zum (...) zu verlassen habe,
dass die Vorinstanz zur Begründung ihres Entscheids im Wesentlichen ausführte, der Beschwerdeführer habe den Asylbehörden innerhalb der ihm dazu eingeräumten Frist von 48 Stunden ohne entschuldbare Gründe keine Reise- oder Identitätspapiere eingereicht,
dass er erklärt habe, er habe seinen (...) gültigen Reisepass und seine (...) Identitätskarte bereits in (...) dem Schlepper übergeben müssen, weshalb er keine Ausweispapiere habe einreichen können,
dass er zudem bei der Befragung im EVZ (...) erklärt habe, dass er (...) beschaffen könne, indes bis zum Abschluss der erstinstanzlichen Verfahrens keine Dokumente ein-gereicht habe,
dass das Vorbringen, wonach er die Kontrollen an den Flughäfen in (...) und Frankreich ohne Ausweispapiere habe passieren können, nicht glaubhaft sei und ebenso erhebliche Zweifel daran bestehen würden, dass er sich eine Taxifahrt von Paris nach Basel geleistet habe, abgesehen davon, dass die von ihm für diese Strecke  Fahrzeit eher unrealistisch sei,
dass er weder seine existierenden Ausweispapiere eingereicht noch Bemühungen für deren Beschaffung nachgewiesen habe,
dass unter diesen Umständen darauf zu schliessen sei, dass er weder bereit sei, seinen tatsächlichen Reiseweg aufzuzeigen noch seine Identität nachzuweisen,
dass seine Schilderung der Verfolgungsvorbringen eine Vielzahl wesentlicher Widersprüche aufweise, namentlich was den Wohnort seiner Mutter, die Zahl der Beteiligten am Vergewaltigungsversuch an seiner Schwester, die Umstände der Bezahlung der  vor der Flucht nach (...) sowie die Ausführungen im Zusammenhang mit dem Anführer der Tarai und der Unterdrückung durch diese anbelange,
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dass sich somit die Verfolgungsvorbringen als unglaubhaft erweisen würden und von einem insgesamt konstruierten Gesuchsvorbringen auszugehen sei,
dass der Vollzug der Wegweisung zulässig, zumutbar und möglich sei,
dass für die weitere Begründung auf die vorinstanzliche Verfügung zu verweisen ist,
dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 28. April 2010 (Datum des Poststempels) gegen diesen Entscheid beim  Beschwerde erhob und dabei unter Kosten- und  beantragte, es sei der angefochtene Entscheid  und die Vorinstanz anzuweisen, auf das Asylgesuch , die Flüchtlingseigenschaft pflichtgemäss zu prüfen und eine neue Verfügung zu erlassen, eventualiter sei die Unzumutbarkeit der Rückkehr in den Heimatstaat festzustellen und die vorläufige  in der Schweiz zu verfügen,
dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht um Gewährung der  Prozessführung im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des  vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) und um Verzicht auf die Erhebung eines  ersuchte,
dass die vorinstanzlichen Akten am (...) vollständig beim  eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),
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und zieht in Erwägung,
dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls  über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-33 des  vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),
dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung  berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung hat und daher zur Einreichung der  legitimiert ist, weshalb auf die frist- und formgerecht  Beschwerde einzutreten ist (Art. 108 AsylG sowie Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 und 52 VwVG),
dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),
dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in  Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters  einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur  zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),
dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen  verzichtet wurde,
dass das BFM den angefochtenen Nichteintretensentscheid auf der Grundlage von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG getroffen hat,
dass bei Beschwerden gegen solche Nichteintretensentscheide die Beurteilungskompetenz der Beschwerdeinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist, wogegen die Vorinstanz die Frage der  und des Vollzugs materiell prüft, weshalb dem  diesbezüglich volle Kognition zukommt,
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dass bei Begründetheit der Beschwerde die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen ist (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der  Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),
dass gemäss der revidierten, am 1. Januar 2007 in Kraft getretenen Bestimmung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf ein Asylgesuch nicht eingetreten wird, wenn Asylsuchende den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder  abgeben,
dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn  glaubhaft machen können, sie seien dazu aus  Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), oder wenn auf Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigenschaft festgestellt wird (Art. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG) oder wenn sich auf Grund der Anhörung die Notwendigkeit  Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Wegweisungsvollzugshindernisses ergibt (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),
dass mithin nach erfolgter Gesetzesrevision neu seit dem 1. Januar 2007 auch die Flüchtlingseigenschaft Prozessgegenstand des  bildet, wobei im Rahmen der summarischen  das offenkundige Fehlen der Flüchtlingseigenschaft – sei es, weil die Vorbringen offensichtlich unglaubhaft sind, oder sei es, weil sie  keine flüchtlingsrechtliche Relevanz nach Art. 3 AsylG  – und das offenkundige Fehlen von  zu beurteilen sind (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1),
dass in der Beschwerde ausgeführt wird, den Beschwerdeführer treffe keine Schuld an der fehlenden Einreichung von Identitätspapieren, da ihm diese vom Schlepper abgenommen und nicht mehr  worden seien,
dass die im Zusammenhang mit den Reise- beziehungsweise  abgefassten vorinstanzlichen Erwägungen nach einer Überprüfung der Akten und unter Berücksichtigung der  als zutreffend zu erachten sind und zwecks Vermeidung von Wiederholungen darauf verwiesen werden kann,
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dass der Beschwerdeführer somit nicht glaubhaft darzulegen vermag, er sei durch nicht selbst zu verantwortende Umstände an der  Einreichung von Reise- oder Identitätspapieren im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG gehindert worden (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG),
dass – wie bereits erwähnt – seit dem 1. Januar 2007 bei Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG die Flüchtlingseigenschaft  des Beschwerdeverfahrens bildet, wobei im Rahmen der summarischen Prüfung das offenkundige Fehlen der  und das offenkundige Fehlen von  zu beurteilen sind, und sich die Offensichtlichkeit auch auf die Asylrelevanz beziehen kann (vgl. BVGE 2007/8 E. 5.6.6),
dass die Überprüfung der Akten in diesem Kontext ergibt, dass die Vorinstanz die Vorbringen des Beschwerdeführers zu Recht als  unglaubhaft qualifizierte, wobei wiederum auf die  Erwägungen des BFM in der angefochtenen Verfügung verwiesen werden kann,
dass in der Beschwerde an den bisherigen Sachverhaltsvorbringen festgehalten und zusätzlich vorgebracht wird, zwischenzeitlich sei die Mutter des Beschwerdeführers in seinem Heimatstaat verstorben, so dass er dort kein Beziehungsnetz mehr habe,
dass er zudem versuchen werde, (...) einzureichen,
dass die geltend gemachten Verfolgungsvorbringen durch die  zu Recht als offensichtlich unglaubhaft qualifiziert wurden und sich aus den Ausführungen in der Beschwerdeschrift keine  ergeben, die zu einer von der Vorinstanz abweichenden  führen könnten,
dass unter diesen Umständen von zusätzlichen Abklärungen im Sinne von Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG abgesehen werden konnte,
dass das BFM demnach zu Recht gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist,
dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die  aus der Schweiz zur Folge hat, vorliegend der Beschwer-
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deführer weder eine Aufenthaltsbewilligung besitzt noch einen  auf Erteilung einer solchen hat, weshalb die verfügte  im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist (Art. 44 Abs. 1 AsylG, Art. 32 Bst. a der  1 vom 11. August 1999 über Verfahrensfragen [AsylV 1, SR 142.311]; vgl. EMARK 2001 Nr. 21),
dass zu prüfen bleibt, ob es Gründe gibt, die dem Vollzug der  entgegenstehen, da im Fall eines unzulässigen,  oder unmöglichen Vollzugs das Anwesenheitsverhältnis nach den Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme zu regeln ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]),
dass der Vollzug der Wegweisung in Beachtung der massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, weil keine Hinweise auf Verfolgung vorliegen und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung ersichtlich sind, die dem  in seinem Heimat- oder Herkunftsstaat drohen könnte (Art. 83 Abs. 3 AuG),
dass weder die im Heimatstaat herrschende politische Situation noch andere Gründe gegen die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs dorthin sprechen,
dass auch den Akten keine Anhaltspunkte zu entnehmen sind, wonach der Vollzug der Wegweisung für den Beschwerdeführer in den  unzumutbar wäre,
dass – selbst wenn die Mutter des Beschwerdeführers inzwischen verstorben wäre – von einem Beziehungsnetz in Nepal auszugehen ist, da er dort eigenen Angaben zufolge mehrere Freunde besitzt,  auf die in Aussicht gestellte Einreichung (...) verzichtet werden kann,
dass der Beschwerdeführer über Berufserfahrung (...) verfügt und ihm seine Schwester in (...) wohnhafte Schwester von dort aus die Reise von Nepal in die Schweiz finanziert habe, weshalb davon auszugehen ist, dass er bei einer Rückkehr in den Herkunftsstaat gegebenenfalls die Schwester erneut um Unterstützung ersuchen könnte,
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dass er noch relativ jung ist und, soweit aktenkundig, an keinen schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen leidet,
dass unter den gegebenen Umständen nicht davon auszugehen ist, er würde bei einer Rückkehr in eine existenzbedrohende Situation , die als konkrete Gefährdung im Sinne der zu beachtenden  zu werten wäre (Art. 83 Abs. 4 AuG),
dass schliesslich der Vollzug der Wegweisung auch als grundsätzlich möglich (Art. 83 Abs. 2 AuG) erscheint, da es Pflicht des  ist, sich um die Beschaffung der für die Rückkehr notwendigen Reisepapiere zu bemühen (Art. 8 Abs. 4 AsylG),
dass nach dem Gesagten der vom Bundesamt verfügte Vollzug der Wegweisung zu bestätigen ist,
dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde  ist,
dass der Antrag auf Verzicht auf die Erhebung eines  durch das vorliegende Urteil gegenstandslos wird, weshalb darüber nicht mehr zu befinden ist,
dass schliesslich das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG, ungeachtet der vom  nicht belegten Bedürftigkeit, abzuweisen ist, da die Beschwerdebegehren nach dem Gesagten als aussichtslos zu  sind,
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.-- (Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).
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