Decision ID: 38fb2d47-cacd-534b-9ef3-e28de0717809
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1955,
war zuletzt
als Reinigerin tätig (vgl.
Urk.
7/6
Ziff.
5.4) und
meldete sich am
8.
Juni 2015 wegen verschie
denen Beschwerden bei der Invalidenversicherung an (
Urk.
7/6). Die Sozialver
sicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, tätigte erwerbliche und medizi
nische Abklärungen und zog die Akten der Taggeldversicherung bei (
Urk.
7/13).
Sodann veranlasste sie eine
bidisziplinäre
Begutachtung (Gutachten vom
1.
Juni 2016;
Urk.
7/37;
Urk.
7/39;
Urk.
7/60). Nach durchgeführtem
Vorbescheidver
fahren
(
Urk.
7/41;
Urk.
7/54) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 2
8.
Februar 2017 einen Leistungsanspruch der Versicherten (
Urk.
7/65 =
Urk.
2).
2.
Gegen die Verfügung vom 2
8.
Februar 2017 (
Urk.
2) erhob die Versicherte am 3
0.
März 2017 Beschwerde mit dem Antrag auf Aufhebung des angefochtenen Entscheides und Rückweisung zur erneuten Prüfung (
Urk.
1 S. 2). Die Be
schwerdegegnerin beantragte mit Beschwerdeantwort vom 2
2.
Mai 2017 (
Urk.
6) die Abweisung der Beschwerde.
Dies wurde der Beschwerdeführerin am
6.
Juli 2017 zur Kenntnis gebracht (
Urk.
8).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge
sundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver
bleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Be
tracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er
werbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsren
te
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorak
ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete den angefochtenen Entscheid (
Urk.
2) wie folgt: Es sei gestützt auf das
bidisziplinäre
Gutachten von voller Arbeitsfähig
keit in der bisherigen Tätigkeit als Reinigerin auszugehen, sofern eher wechsel
belastende Tätigkeiten ausgeübt würden. Die bisherige Tätigkeit entspreche ei
ner den gesundheitlichen Einschränkungen angepassten Tätigkeit. Es sei kein anspruchsrelevanter Gesundheitsschaden ausgewiesen. Eine Übersetzung der auf Portugiesisch verfassten Arztberichte könne nicht zulasten der IV-Stelle gehen; solche Dokumente müssten übersetzt eingereicht werden. Die
bidisziplinäre
Zu
sammenfassung des Gutachtens sei eingeholt und im Rahmen des
Einwandver
fahrens
zugestellt worden (S. 1-2).
2.2
Die Beschwerdeführerin hielt dem entgegen (
Urk.
1),
sie habe seit zwei im Jahr 2006 erlittenen Treppenstürzen Beschwerden und zudem rund 40 kg zugenom
men. Sie sei allein infolge ihres Körperumfangs in ihrer Bewegungsfreiheit mas
siv eingeschränkt. Zumindest anteilsmässig seien eine Schilddrüsenerkrankung und die verschriebenen Medikamente Ursache ihres Übergewichts. Die
bidiszip
linären
Gutachter hätten keine Gesamtbeurteilung vorgenommen; zudem hin
gen beide
"am Tropf der IV", weshalb ein Gerichtsgutachten einzuholen sei (S. 2 f., S. 6). Weiter sei ihr Übergewicht nicht genügend in die Beurteilung mit ein
bezogen worden (S. 7), und der psychiatrische Gutachter habe ihre Krankenge
schichte nicht genügend berücksichtigt, zumal ihr behandelnder Psychiater von einer relevanten Einschränkung ausgehe. Auch wenn ihre einzelnen Krankhei
ten (nebst dem Übergewicht die Schilddrüsenerkrankung, eine entzündete Spei
seröhre sowie Medikamente, die zu Übergewicht führten) keine Arbeitsunfähig
keit begründen würden, könnten deren Auswirkungen bei einer Gesamtbeurtei
lung durchaus relevant sein. Zudem sei unklar, ob ihr Übergewicht überhaupt reduziert werden könne (S. 8 f.). Weiter habe die Beschwerdegegnerin ihr recht
liches Gehör verletzt, indem sie ihr keine Frist zur Übersetzung der portugiesi
schen Arztberichte angesetzt habe. Unabhängig davon könne diesen Berichte
n
auch ohne Sprachkenntnisse entnommen werden, dass auch für die Segmente C3 bis D1 der Wirbelsäule Befunde vorlägen, weshalb dieser Teil der Wirbelsäu
le hätte untersucht werden müssen
. Zudem sei aufgrund von näher dargelegten Gründen davon auszugehen, dass sie eine allfällige Restarbeitsfähigkeit auf
grund ihres Alters nicht mehr verwerten könne (S. 10).
2.3
Die Beschwerdeführerin beantragt sinngemäss eine Rente. Streitig und zu prü
fen ist somit ihr Invaliditätsgrad.
3.
3.1
Dr.
med.
Y._
, Facharzt für Rheumatologie und Rehabilitation, stellte mit Bericht vom
9.
November 2009 (
Urk.
7/12/7-8) folgende Diagnosen (S. 1):
-
chronische mediale Knieschmerzen rechts bei
-
Degeneration des medialen Meniskus
-
Status nach traumatischer Kniekontusion 2006, 2008
-
Lumbospondylogensyndrom
, traumatisch ausgelöst, bei
-
thorakolumbaler
Kyphose
-
Osteochondrose
L4/5 sowie Spondylarthrose L5/S1
Dr.
Y._
hielt fest, dass die chronifizierten Beschwerden lumbal und am rechten Knie wohl nur teilweise durch die nachgewiesene Strukturveränderung erklärt seien. Vor allem lumbal sei eine funktionelle Komponente nicht zu über
sehen.
Eine IV-Berentung könnte aus rheumatologischer Sicht für die jetzige Tätigkeit in einem Privathaushalt nicht begründet werden (S. 1-2).
Mit einem weiteren Bericht vom
9.
Februar 2010 (
Urk.
7/12/6) hielt
Dr.
Y._
fest, es sei unmöglich gewesen, die Patientin für eine aktivere, muskulär auf
bauende Therapie zu motivieren. Medikamentöse Massnahmen führten unwei
gerlich zu
Nebenwirkungen, wobei die Gewichtszunahme wohl eher der erhöh
ten Kalorienzufuhr als dem
Ponstan
zuzuschreiben sei. Die Indikation zu einer Schmerzbasistherapie mit zentralwirksamen Substanzen sei nicht gegeben, und von chirurgischen Massnahmen am rechten Knie sei dringend abzuraten.
Am 2
6.
August 2014 (
Urk.
7/12/5) hielt
Dr.
Y._
fest, die bildgebende Unter
suchung der Lendenwirbelsäule habe die degenerativen Veränderungen vor al
lem im Bereich des
thorakolumbalen
Übergangs bestätigt. Eine eigentliche Dis
kushernie finde sich nicht, hingegen finde sich eine zentrale Stenose im Seg
ment L1/2 sowie eine Einengung des
Foramens
L5/S1 links. Den therapeuti
schen Möglichkeiten seien leider Grenzen gesetzt. Dem Wunsch der Patientin, eine nicht nur symptomatische, sondern heilende Behandlung zu finden, könne kaum entsprochen werden. Eine die Symptome zweifellos erleichternde Ge
wichtsreduktion lasse sich kaum realisieren.
3.2
Dr.
Y._
stellte mit Bericht vom
2.
Juli 2015 (
Urk.
7/1
2/1
-3) folgende Dia
-
g
nosen
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (
Ziff.
1.1):
-
chronisches
Lumbospondylogen
-Syndrom, initial traumatisch ausgelöst
-
Segmentdegenerationen (
Osteochondrosen
L1/S2, Spondylarthrose L4/5)
-
zentraler Spinalkanalstenose L4/5 (von fraglicher Relevanz)
-
Symptomausweitung
-
chronische mediale Knieschmerzen rechts bei
-
Degeneration des medialen Meniskus
-
Status nach traumatischen Kniekontusionen (2006, 2008)
Die Beschwerdeführerin
klage
über Knieschmerzen rechts sowie über chronische lumbale Beschwerden, welche sie auf Unfälle zurückführe. Innerhalb der letzten Jahre sei eine massive Symptomausweitung mit Schmerzen am ganzen Körper, betont in den unteren Extremitäten und verbunden mit einer Beinschwäche, aufgetreten
. Eine aussagekräftige Untersuchung sei nie möglich gewesen, da schon bei geringster Berührung, insbesondere im Bereich des Beckens, heftigste Schmerzen angegeben worden seien. Die Schmerzreaktionen seien nicht adä
quat. Neurologisch seien nie verbindliche Defizite feststellbar gewesen. Erstaun
lich sei, dass in der Bildgebung eine sehr gut entwickelte autochthone Rücken
muskulatur zur Darstellung gelange
(
Ziff.
1.4).
Als Haushalthilfe sei sie nie ar
beitsunfähig
gewesen (
Ziff.
1.6).
3.3
Dr.
med.
Z._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und Haus
arzt der Beschwerdeführerin (vgl.
Urk.
7/6
Ziff.
6.4)
, stellte mit Bericht vom 2
4.
September 2015 (
Urk.
7/19) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (
Ziff.
1.1):
-
ausgeprägte degenerative Veränderungen der Wirbelsäule
-
beidseitige rechtsbetonte
Varusgonarthrose
-
massive Adipositas, depressive Episode
schweren Grades
Die Beschwerdeführerin klage seit mehreren Jahren über Rückenbeschwerden und allgemeine Körperschmerzen. Diverse Diätberatungen wegen Adipositas hätten eher zu Gewichtszunahme geführt. Insgesamt handle es sich um eine sehr schwierig zu führende Patientin (
Ziff.
1.4). Sie sei in der angestammten Tä
tigkeit seit November 2014 zu 100
%
arbeitsunfähig
(
Ziff.
1.7)
.
3.4
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, führte in ei
nem Überweisungsschreiben zur Stoffwechselabklärung vom 3
0.
August 2015 (
Urk.
7/25/9-11) aus, die Beschwerdeführerin sei ihm vom Hausarzt am 2
8.
August 2015 notfallmässig wegen fraglicher Suizidalität überwiesen wor
den. Er diagnostizierte eine präsuizidale Krise bei depressiver Episode schweren Grades und diversen somatischen Krankheiten, welche die Depressivität ver
stärkten, nebst Schmerzen die massive Adipositas. Neuroleptika und Antidepres
siva könnten die Adipositas verstärken. Eine
Hospitalisation
bleibe vorbehalten. Die Patientin bleibe vorläufig zu 100
%
arbeitsunfähig (S. 2 f.).
Am 1
7.
Dezember 2015 (
Urk.
7/23/1-5
=
Urk.
7/25/4-8
) berichtete
Dr.
A._
er
neut
und stellte folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (
Ziff.
1.1):
-
depressive Episode mittleren/schweren Grades
-
Adipositas
permagna
-
diverse internistische Krankheiten
Dr.
A._
hielt fest, dass jede der genannten Krankheiten die Arbeitsfähigkeit re
duziere. Wegen multipler Komorbiditäten verstärkten sich die Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (
Ziff.
1.1).
Seit der Gewichtszunahme sei die Beschwerdeführerin als
Spetterin
zu 100
%
arbeitsunfähig (
Ziff.
1.6).
3.5
Med.
pract
.
B._
, Kompetenzzentrum
C._
AG, hielt mit Bericht vom
4.
Februar 2016 (
Urk.
7/26) fest, die Adipositas Grad III habe keine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin (
Ziff.
1,
Ziff.
6). Es sei nach einem im Jahr 2006 erlittenen Sturz mit längerer Immobilität zu einer Gewichtszunahme von insgesamt 40 kg gekommen (
Ziff.
4). Die Behandlung umfasse regelmässige Ernährungsberatung und Ge
wichtskontrollen (
Ziff.
5).
3.6
Dr.
med.
Dr.
sc. nat.
D._
, Fachärztin für
Allgemeine
Innere Me
dizin und für Rheumatologie
,
stellte in ihrem am 2
8.
Mai 2016 nach Berück
sichtigung der Akten, Erhebung der Anamnese und Durchführung eigener und laborchemischer
Untersuchungen
erstatteten
rheumatologischen Teilg
utachten (
Urk.
7/37)
fol
gende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 31):
-
verminderte Belastbarkeit und Beschwerden der LWS bei
-
leichten degenerativen Veränderungen mit mässiger zentraler Spinal
kanaleinengung L1/2 durch paramediane
Diskusprotrusion
L1/L2 rechts mit möglichen Nervenwurzelkompressionen sowie multiseg
mentalen Einengungen der
Foramen
intervertebrale vor allem L5/S1 links mit möglicher Nervenwurzelirritation L5 links ohne Kompressi
on
-
bildgebend seit zwei Jahren im Wesentlichen unverändert
-
verminderte Belastbarkeit und Beschwerden beider Knie bei
-
beginnenden Gonarthrosen beidseits bei diskreter Verschmälerung des medialen Kompartiments mit beginnender
Osteophytose
und leichter Degeneration des medialen Meniskus rechts bei intaktem lateralen Meniskus und intakten Kreuz- und Seitbändern
Keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hätten die folgenden Diagnosen:
-
ausgedehnte chronische Schmerzen
-
Adipositas Grad III (BMI 47.7 kg/m2) mit erhöhtem HbA1c-Wert
-
Hypercholesterinanämie
-
Status nach Kontusion des rechten proximalen Unterschenkels Dezember 2006
-
Reflux-Ösophagitis Grad I mit Helicobacter-Infektion (Erstdiagnose 2008)
-
reizlose
Sigmadivertikulose
In der klinischen Untersuchung seien Diskrepanzen aufgefallen. Es bestehe eine Adipositas Grad III. Die Beschwerdeführerin stöhne oft wegen Schmerzen, wobei dieses Stöhnen bei Ablenkung verschwinde. Intermittierend zeige sie einen hin
kenden Gang, der sich bei Ablenkung normalisiere. Die Untersuchung des Be
wegungsapparates werde durch Gegenspannung erschwert. Die Beweglichkeit der Lenden -un
d Brustwirbelsäule
könne deshalb nicht beurteilt werden. Bei der direkten Prüfung der Halswirbelsäule zeige sich eine deutliche Einschränkung; bei Ablenkung sei die Beweglichkeit normal. Dies gelte auch für die Beweglich
keit der rechten Schulter. Alle anderen Gelenke seien normal beweglich. Es liege ein pathologischer
Dolorimetriebefund
im Sinne einer Schmerzausweitung vor. Die bildgebenden Befunde der LWS seien seit Juli 2014 im Wesentlichen unver
ändert und seien, wie auch diejenigen der Knie, gering und nicht besonders gravierend. Um der Beschwerdeführerin nicht Unrecht zu tun, würden diese ge
ringen Befunde dennoch unter den Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeits
fähigkeit aufgeführt, obwohl dies durchaus diskutiert werden könne (S. 32).
Keines der geprüften Medikamente sei laborchemisch nachweisbar gewesen. Die vorhandenen Befunde erklärten das Ausmass der Beschwerden nur teilweise. Die Beschwerdeführerin könne eine angepasste Tätigkeit zu 100
%
, bezogen auf ein 100%-Pensum, ausüben. Weiter zeigten die Gebrauchsspuren an den Hän
den, dass sie ihre Hände aktuell lang andauernd kraft
voll einsetze. Diskrepant dazu sei die gemessene Handkraft; sogar Personen mit einer fortgeschrittenen Arthritis und Verkrüppelung erreichten in der Regel eine höhere Handkraft als die Beschwerdeführerin. Die Angaben, dass sie gewisse Medikamente regelmäs
sig einnehme, habe sich anhand der Untersuchung als nachweislich falsch er
wiesen (S. 33).
Das Hantieren von Lasten sei ihr bis zu 12.5 kg zumutbar, was einem leichten bis knapp mittelschweren Belastungsniveau entspreche. Solche Tätigkeiten seien zu 100
%
zumutbar. Reinigungsarbeiten seien uneingeschränkt zumutbar, so
fern die Limitierung bezüglich der Lasten eingehalten werde. Es habe nie eine lang andauernde Arbeitsunfähigkeit vorgelegen (S. 35). Die medikamentöse Schmerztherapie habe ein grosses Optimierungspotential. Eine gymnastische und bariatrische Behandlung sei empfehlenswert (S. 36).
3.7
Prof.
Dr.
med.
E._
,
Facharzt für Neurologie sowie für Psy
chiatrie und Psychotherapie, erstattete sein psychiatrisches Teilgutachten am
1.
Juni 2016
(Urk. 7/39)
unter Berücksichtigung der Akten, Erhebung der Anamnese und Durchführung einer eigenen Untersuchung und stellte
keine Di
agnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Ohne Einfluss auf die Ar
beitsfähigkeit
seien
die folgenden Diagnosen (S. 30):
-
Remission einer depressiven Episode (ICD-10 F 32.4)
-
Persönlichkeitsakzentuierung mit histrionischen Anteilen (ICD-10
Z 73.1)
-
chronischer Schmerz
Die verdeutlichend und theatralisch vorgetragene Beschwerdeschilderung weise einige Diskrepanzen zum Aktenmaterial auf. Die Beschwerdeschilderung sei dif
fus. Während aus dem Aktenmaterial keine Hinweise auf ein chronisches gene
ralis
iertes Schmerzsyndrom hervorgingen
, habe die Versicherte angegeben, nach dem Sturz im Jahr 2006 rasch eine Symptomausweitung erlitten zu haben (S. 26 unten). Unklar sei, warum sie sich erst jetzt (nach dem Erbe ihres Elternhauses in Portugal und der AHV-Berentung ihres Ehemannes) als nicht mehr arbeitsfä
hig einstufe. Auch um die Aufnahme der psychiatrischen Therapie bestünden weiter Inkonsistenzen. Die Versicherte spreche davon, dass sie durch ihre Kran
kenkasse "gezwungen" worden sei. Der Psychiater wolle jedoch im Sommer 2015 eine
schwere Depression mit Suizidalität gesehen haben, habe die Versi
cherte jedoch nicht stationär eingewiesen und nicht medikamentös behandelt. Dies sei diskrepant und aus gutachterlicher Sicht nur schwer nachvollziehbar. Beim rheumatologischen Untersuch habe sich keines der geprüften Medikamen
te im therapeutischen Bereich gefunden. Die Angaben zur Medikamentenanam
nese im psychiatrischen Untersuch
seien nach Hinweis auf eine erneute Kon
trolle divergent zu den ersten Angaben gewesen. Aufgrund dieser Diskrepanzen könne nicht mit letzter Sicherheit ein Rentenbegehren ausgeschlossen werden. Der Leidensdruck sei zu hinterfragen, wenn man die geringen therapeutischen Bemühungen der Versicherten in den Jahren ihrer vermeintlichen chronischen Schmerzstörung betrachte
(S. 27 oben).
Im Vordergrund der Psychopathologie hätten aktuell die histrionischen Persön
lichkeitszüge gestanden. Die Befunddarstellung sei verdeutlichend gewesen und habe theatralisch gewirkt. Es hätten sich Hinweise auf Selbstlimitierung gezeigt. Die Versicherte sei sehr gut spürbar gewesen
und hab
e dominant und durchset
zungswillig gewirkt. Hinweise auf eine Depression hätten sich aktuell nicht er
geben (S. 27).
Im psychiatrischen Untersuch hätten sich nur geringe strukturelle Veränderun
gen gefunden, die die beklagten Beschwerden nicht hätten erklären können.
Es
hätten sich keine Hinweise auf eine somatoforme Schmerzstörung ergeben, da die wesentlichen Charakteristika ein Auftreten der chronischen Schmerzen unter psychosozialen/emotionalen Belastungsfaktoren und die Abhängigkeit der sub
jektiven Schmerzwahrnehmung hiervon nicht vorgelegen hätten. Das Störungs
bild sei eher einer Selbstlimitierung zuzuordnen. Ein Rentenbegehren sei zu dis
kutieren. Diagnostisch sei von chronischem Schmerz zu sprechen, um der Versi
cherten nicht unrecht zu tun (S. 27 unten).
Bezüglich der Ressourcenlage sei davon auszugehen, dass die Versicherte durch ihren Ehemann eine gute Unterstützung erfahre. Sie habe jahrelang gearbeitet. Sie verfüge über eine zumindest durchschnittliche Intelligenz, die sie aus psy
chiatrischer Sicht befähigen sollte, einfache, körperlich leidensgerechte Arbeiten durchzuführen. Aus psychiatrischer Sicht sei der aktuelle Unterbruch nicht nachvollziehbar (S. 28 oben).
Aus psychiatrisch-versicherungsmedizinischer Sicht könne im Zeitraum Som
mer bis Winter 2015 eine vorübergehende Arbeitsunfähigkeit infolge einer de
pressiven Episode bestanden haben. Psychiatrische Störungsbilder mit mittel- und langfristiger Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit lägen nicht vor. Auch in Anbetracht der dargestellten Inkonsistenzen könne von keinem IV-relevanten
Gesundheitsschaden ausgegangen werden. Die psychischen Störungsbilder und die
Somatik
führten zu keinen nennenswerten Interaktionen. Es lägen keine Hinweise auf Aggravation oder Simulation vor. Weiter gebe die Versicherte an, sozial gut integriert zu sein (S. 28). Sie verfüge über eine gute Teilhabe (was wiederum diskrepant zu den beklagten Beschwerden sei), eine gute Integration sei hingegen zu bezweifeln. Nach jahrzehntelangem Aufenthalt in der Schweiz spreche sie nur minimal deutsch, wobei ihre Sprachkenntnisse offenbar für den Alltagsgebrauch unzureichend seien. Auch habe sie wenig Kontakte zur schwei
zerischen Bevölkerung
. Für eine missglückte Integration spreche auch der Um
stand, dass sie Portugal als ihr Zuhause nenne (S. 29).
Es sei davon auszugehen, dass keine psychiatrischen Störungsbilder mit
handi
capierenden
Fähigkeitsstörungen vorlägen, die Auswirkung auf die mittel- und langfristige Arbeitsfähigkeit von 20
%
oder mehr hätten (S. 30 unten).
3.8
Die
bidisziplinäre
Zusammenfassung (
Urk.
7/60) ergab, dass die Beschwerdefüh
rerin aufgrund der gestellten Diagnosen eine LWS- und knieschonende Tätigkeit zu 100
%
ausüben könne, bezogen auf ein Pensum von 100
%
. Die angestamm
te Reinigungstätigkeit sei zumutbar, sofern dabei keine Lasten über 12.5 kg zu hantieren seien. In der angestammten oder in einer anderen angepassten Tätig
keit habe nie eine lang andauernde Arbeitsunfähigkeit bestanden.
4.
4.1
Die im Beschwerdeverfahren eingereichten Berichte (
Urk.
3/3-6) enthalten keine oder keine begründeten Angaben zur Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin, weshalb darauf nicht abgestellt werden kann. Was sodann den Bericht von
Dr.
A._
vom 2
5.
März 2017 (
Urk.
3/7) angeht, so
enthä
lt dieser Bericht keine objektiven Befunde - insbesondere keine, die die Diagnose einer schweren de
pressiven E
pisode zu untermauern vermöchten
-, weshalb
auch
damit den Be
weisanforderungen
(vgl. vorstehend E. 1.3)
nicht Genüge getan wird.
Dies gilt auch für die
auf Portugiesisch verfassten Berichte (
Urk.
7/49-53): Dabei handelt es sich um bildgebende Befund
e
ohne Einschätzung der Arbeitsfähigkeit
(vgl.
Urk.
7/50-51
;
Urk.
7/53
) und um Stellungnahmen von
behandelnden Spezial
ärzten (
Urk.
7/49;
Urk.
7/52), welche
jedoch
die durch die Gutachter
bidiszipli
när
ermittelten Ergebnisse nicht in Frage
stellen, zumal
Dr.
D._
unter Ab
lenkung überwiegend normale Befunde erhob (vgl. vorstehend E. 3.6).
4.2
Dr.
Y._
(vorstehend E. 3.1-3.2) vermochte die Beschwerden nur teilweise auf die nachgewiesene Strukturveränderung zurückzuführen und hielt fest, es sei vor
allem lumbal eine funktionelle Komponente nicht zu übersehen. Die Ge
wichtszunahme sei eher der erhöhten Kalorienzufuhr als der Einnahme von Schmerzmitteln zuzuschreiben. Eine aussagekräftige Untersuchung sei nie mög
lich gewesen, da die Beschwerdeführerin schon bei geringster Berührung hef
tigste Schmerzen angegeben habe. Diese Schmerzreaktion sei nicht adäquat.
Dr.
Y._
wies auf die Diskrepanz hin, wonach bildgebend eine sehr gut ent
wickelte autochthone Rückenmuskulatur sichtbar sei. Angesichts dieser Feststel
lungen ist nachvollziehbar, dass
Dr.
Y._
die Beschwerdeführerin in ihrer angestammten Tätigkeit nie als arbeitsunfähig betrachtete. Dass demgegenüber
Dr.
Z._
von einer vollen Arbeitsunfähigkeit seit November 2014 aus
ging (vgl. vorstehend E. 3.3), wurde nicht weiter begründet und ist wohl auf die Erfahrungstatsache zurückzuführen, dass
Hausärzte
im Hinblick auf ihre auf
tragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Pati
enten aussagen (vgl. BGE 125 V 353
E
. 3b/cc mit Hinweisen).
4.3
Dr.
A._
ging infolge einer von ihm diagnostizierten schwer- bis mittelgradigen depressiven Episode von voller Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin aus (vgl. vorstehend E. 3.4).
Trotz dieser doch gravierenden Diagnose ist nicht er
sichtlich, dass
Dr.
A._
die Beschwerdeführerin einer fachgerechten Therapie zu
führte; es fehlen Angaben zur Frequenz der Therapie und zur Frage, ob auch Antidepressiva hätten verschrieben werden können, die keinen massgeblichen Einfluss auf das Gewicht der Beschwerdeführerin gehabt hätten. Mit Prof.
E._
(vgl. vorstehend E. 3.7
) stellt sich zudem die Frage, weshalb
Dr.
A._
bei einer schweren Depression und fraglicher Suizidalität keine stationäre Therapie veranlasste. Insbesondere aber führte
Dr.
A._
- wie im Übrigen auch
Dr.
O._
(vgl. vorstehend E. 3.3)
-
die seiner Ansicht nach bestehende volle Arbeitsunfähigkeit auch auf die Adipositas der Beschwerdeführerin zu
rück, was nicht zu überzeugen vermag:
Fettleibigkeit begründet grundsätzlich keine Invalidität, wenn sie keine körperlichen, geistigen oder psychischen Schä
den bewirkt und nicht die Auswirkung von solchen Schäden ist. Hingegen muss sie unter Berücksichtigung der besonderen Gegebenheiten des Einzelfalles als invalidisierend betrachtet werden, wenn sie weder durch geeignete Behandlung noch durch zumutbare Gewichtsabnahme auf ein Mass reduziert werden kann, bei welchem das Übergewicht in Verbindung mit allfälligen Folgeschäden keine voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde Beeinträchtigung der Er
werbsfähigkeit beziehungsweise der Betätigung im bisherigen Aufgabenbereich zur Folge hat (ZAK 1984 S. 345 f. E. 3; Urteile des Bundesgerichts I 839/06 vom 17. August 2007 E. 4.2.3 und I 745/06 vom 21. März 2007 E. 3).
Auch wenn sich aufgrund ihrer Schilddrüsenoperation die Gewichtsabnahme verzögerte (vgl.
Urk.
3/5), sind v
orliegend keine objektiven medizinischen Gründe ersichtlich, weshalb der Beschwerdeführerin eine Gewichtsreduktion nicht zumutbar wäre. Insbesondere sind den Akten keine Hinweise darauf zu entnehm
en, dass die Beschwerdeführerin
diesbezüglich
seit 2006, als sie erheb
lich zunahm (vgl. vorstehend E. 3.5),
nachhaltige
Anstrengungen unternommen hätte.
Somit ist das Übergewicht, obschon zweifellos hindernd und der Gesund
heit nicht zuträglich, nicht arbeitsunfähigkeitsverursachend.
4.4
Das
bidisziplin
äre
Gutachten (vorstehend E. 3.6-3.8
)
erging unter Berücksichti
gung sämtlicher praxisgemässer Kriterien, die für die Bejahung des Beweiswerts einer medizinischen Expertise zu erfüllen sind. Insbesondere wurde auch eine laborchemische Kontrolle der Medikation vorgenommen, welche zeigte, dass die Beschwerdeführerin entgegen ihrer Darstellung
und trotz ihrer Schmerzen
kei
nerlei Medikamente einnimmt. Dies lässt Rückschlüsse auf den Leidensdruck zu.
Dr.
D._
und Prof.
E._
stell
t
en
weitere,
erhebliche Diskrepanzen fest. So habe die Beschwerdeführerin einen hinkenden Gang gezeigt, der bei Ablen
kung verschwunden sei. Die Untersuchung des Bewegungsapparates war durch Gegenspannen erschwert. Auch die Halswirbelsäule und die rechte Schulter wa
ren bei Ablenkung normal beweglich.
Die übrigen Gelenke waren normal be
weglich. Die bildgebenden Befunde der Wirbelsäule und der Knie seien nicht er
heblich. Insbesondere waren Gebrauchsspuren an den Händen ersichtlich, wel
che auf einen lang andauernden, kraftvollen Einsatz hinwiesen. Dennoch zeigte die Beschwerdeführerin eine Handkraft, die sogar von Personen mit fortge
schrittener Arthritis und Verkrüppelung übertroffen werde.
Dr.
D._
ging damit übereinstimmend mit
Dr.
Y._
von keiner substantiellen Einschrän
kung aus und nannte die von ihr gestellten Diagnosen lediglich deshalb als mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit, um der Beschwerdeführerin "nicht Unrecht zu tun". Aus versicherungsrechtlicher Sicht ist jedoch von voller Arbeitsfähig
keit auszugehen, was sich auch in der psychiatrisch
en Begutachtung bestätigte:
Prof.
E._
beschrieb
ein verdeutlichendes und theatralisches Verhalten mit diffuser Beschwerdeschilderung sowie hi
strionische Persönlichkeitszüge
. Die Be
schwerdeführerin habe dominant und durchsetzungswillig gewirkt. Prof.
E._
vermochte keine Hinweise auf eine Depression festzustellen und erwähnte ein Rentenbegehren. Aus psychiatrischer Sicht sei der Unterbruch der Arbeitsfä
higkeit nicht nachvollziehbar. Dementsprechend stellte Prof.
E._
keine Di
agnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
; einzig im Zeitraum Sommer bis Winter 2015 habe eine vorübergehende Arbeitsunfähigkeit infolge einer de
pressiven Episode bestanden.
Dass die Gutachterin und der Gutachter in der
bidisziplinären
Zusammenfas
sung bei einer knie- und rückenschonenden Tätigkeit keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit attestierten, ist somit schlüssig begründet. Angesichts der er
heblichen Inkonsistenzen und der fehlenden
psychiatrischen Diagnose ist auch nicht zu beanstanden, dass die Begutachtung eine - mit Ausnahme der
Ge
wichtslimite
- uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Reinigerin ergab.
Ein strukturiertes Beweisverfahren ist bei fehlender psychiatrischer Diagnose nicht
notwendig
(BGE 143 V 418 E. 7.1 und 143 V 409 E. 4.5.3).
Bei voller Ar
beitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit besteht keine Invalidität und damit kein Leistungsanspruch.
Die weiteren Vorbringen der Beschwerdeführerin ver
mögen an diesem Ergebnis nichts zu ändern. Insbesondere stellt sich
bei fehlen
der Invalidität
die Frage nach der Verwertbarkeit der Arbeitsfähigkeit bei fort
geschrittenem Alter
(vgl. dazu
das
Urteil
des Bundesgerichts 9C_954/2012 vom 10. Mai 2013 E. 2 mit Hinweisen, insbesondere auf BGE 107 V 17 E.
2c)
nicht.
4.5
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass keine Invalidität vorliegt. Ein Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung besteht nicht.
Auf
weitere
Abklärun
gen
(
vgl.
Urk.
1 S. 2)
kann in an
tizipierter Beweiswürdigung
(BGE 1
24 V 90 E. 4b; 122 V 157 E. 1d)
verzichtet werden.
Der angefochtene Entscheid ist rechtens. Dies führt zur Abweisung der Be
schwerde.
5.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom
Streitwert festzulegen (Art. 69
Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 6
00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Aus
gang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerle
gen.