Decision ID: b69f5e1d-844e-4967-bd82-46e657f07681
Year: 2019
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1961, war arbeitslos und dadurch bei der Suva
obliga
torisch unfall
versichert, als er laut Scha
denmeldung am 13. September 2017
bei einer Treppe stolperte und sich am rechten Fussgelenk verletzte (Urk. 9/1 = Urk. 9/20). Die Suva trat auf den Schaden ein (Urk. 9/6).
Im Verlauf traten Be
schwerden am linken Kniegelenk auf.
Am 18. Dezember 2017 teilte die Suva dem Versicherten mit, dass zwischen dem Ereignis vom 13. September 2017 und den Beschwerden am linken Knie kein si
cherer oder wahrscheinlicher Kausalzusammenhang bestehe, weshalb sie für die Beschwerden am linken Knie und deren Behandlung nicht leistungspflichtig sei, und
dass
die unfallbedingten Beschwerden am rechten Fuss als abgeheilt zu be
trachten seien. Der Fall werde per 3. Januar 2017 abgeschlossen und die Leistun
gen auf diesen Zeitpunkt eingestellt (Urk. 9/28/1-2).
Daran hielt sie mit Verfü
gung vom 23. März 2018 (Urk. 9/59) und
Einspracheentscheid
vom 29. Mai 2018 (Urk. 2 = Urk. 9/66) fest.
2.
Gegen den
Einspracheentscheid
vom 29. Mai 2018 (Urk. 2) erhob der Versicherte am 28. Juni 2018 Beschwerde mit dem Antrag, die Suva sei zu verpflichten, ihm die ihm aus dem Unfall vom 13. September 2017 zustehenden Unfallversiche
rungsleistungen zu erbringen, eventuell sei sie zu verpflichten
,
zusätzliche Ab
klärungen durchzuführen. In prozessualer Hinsicht ersuchte er um unentgeltliche Rechtsvertretung (Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 27. August 2017 schloss die Suva auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 8), was dem Beschwerdeführer am 19. September 2018 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 11).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Nach Art. 10 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (
UVG
)
hat die versicherte Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung ihrer Unfall
folgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu min
destens 10 Prozent invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG).
1.2
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des na
türlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Ent
sprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzu
sammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg
gedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm ob
liegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Be
weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Mög
lichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsan
spruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.2
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausal
zusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adä
quate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Er
folg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 402 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
Bei objektiv ausgewiesenen organischen Unfallfolgen deckt sich die adäquate, das heisst rechtserhebliche Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang prak
tisch keine selbständige Bedeutung (BGE 134 V 109 E. 2.1).
1.3
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin stellte die Leistungen mit der Begründung ein
(Urk. 2)
,
die geklagten Beschwerden am linken Knie seien gemäss der ärztlichen Beurtei
lung durch ihren Kreisarzt mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht auf das Unfallereignis vom 13. September 2017 zurückzuführen (S. 7).
2.2
Dagegen wandte der Beschwerdeführer im Wesentlichen ein (Urk. 1),
er habe beim Treppensturz ein Distorsionstrauma erlitten, welches
gemäss den Berichten der behandelnden Ärzte durchaus geeignet
gewesen sei,
die erlittenen Verletzungen zu verursachen.
Die Beschwerdegegnerin habe ihm auch hierfür die ihm zu
stehenden Leistungen zu erbringen (Ziff. 4 S. 6 f.).
2.3
Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht in Bezug auf die Kniebeschwerden links
zu Recht
verneint hat.
3.
3.1
Der erstbe
handelnde Arzt Dr. med.
Y._
, Facharzt für Innere Medi
zin, diagnostizierte im Arztbericht vom 13. Oktober 2017 (Urk. 9/12) eine Kontu
sion/Distorsion im Fersenbereich/oberen Sprunggelenk (OSG) rechts (Ziff. 5). Das rechte OSG sei nicht geschwollen, es bestehe ein leichter Schmerz bei Supination. An der Ferse bestehe eine diffuse
Druckdolenz
über der ganzen Fersenregion und ein minimer Achsenstossschmerz. Es sei kein Hämatom und keine Schwellung ersichtlich. Der Röntgenbefund vom 18. September 2017 zeige keine
ossären
Lä
sionen am OSG und am Fersen (Ziff. 4
; vgl. auch Urk. 9/37
).
Im Überweisu
ngsschreiben an Dr. med. Z._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, vom 3. November 2017 (Urk. 9/32/3
= Urk. 9/33 = Urk. 9/39/3
= Urk. 9/68/3)
berichtete Dr.
Y._
, im Verlauf sei
en
die Fersen
schmerzen langsam
abnehmend, aber ab zirka 13. Oktober
2017
seien neu Schmerzen links breitflächig diffus am distalen O
berschenkel
dorsal bis in
popli
teal
und lateral beidseitig des Knies aufgetreten. Der Beschwerdeführer hinke.
D
as Röntgen
des liken Knies zeige keinen Frakturnachweis, regelrechte Artikulations
verhältnisse, beginnende degenerative Veränderungen retropatell
a
r, einen mässi
gen Gelenk
erguss und keine
Weichteilkalzifikationen
(vgl. auch Urk. 9/38 = Urk. 9/39/6). D
ie Sonographie
des linken Knies
zeige
einen Gelenkerguss, eine Baker-Zyste (knapp 16 x 7 x 24 mm),
eine
punktförmige
Hyperechogenität
in
nerhalb der Baker-Zyste
(
möglicherweise einen
Detritus oder
einen
Gel
e
nkkör
per), keine Hyperämie oder
Synovia
(vgl. auch Urk. 9/38 = Urk. 9/39/6).
3.2
Laut Bericht von Dr.
Z._
vom 15. November 2017 (Urk. 9/22/2 = Urk. 9/32/2
= Urk. 9/39
)
leidet der Beschwerdeführer an einem
Innenmeniskushinterhornscha
den
des
linke
n
Kniegelenk
s
mit Erguss. Sämtliche Innenmeniskuszeichen seien positiv. Der Kollateralbandapparat sei in Streckung und 30°
-
Beugung stabil, es bestehe keine vordere oder hintere Schublade. Das
Lachman
-Zeichen sei negativ. Es bestünden keine Schmerzen über dem äusseren Gelenkteil.
Das
Röntgen
des
linke
n
Knie
s
anterior-posterior
(
a.p.
), des
linke
n
obere
n
Sprunggelenk
s
a.p.
und
des
Fersenbein
s
axial zeige keine knöchernen Verletzungen, allenfalls eine be
ginnende
erstgradige
Arthrose medial am linken Knie. Das ergänzende Röntgen linkes Knie seitlich, Patella axial und linkes OSG seitlich mit Fersenbein seitlich zeige keine Pathologie.
Es handle sich eindeutig um eine
Innenmeniskushinterhornschädigung
,
traumab
edingt
, die
arthroskopiert
werden sollte.
3.3
Kreisarzt Dr. med.
A._
, Facharzt für Orthopädie und Traumatologie des Bewegungsapparates, kam am 13. Dezember 2017 (Urk. 9/26) zum Schluss, dass die geltend gemachten Be
sch
werden am linken Knie nicht überwiegend wahrscheinlich auf den Unfall vom 13. September 2017 zurückzuführen seien, da initial keine Schmerzen beklagt worden seien S. 2).
Am 18. Dezember 2017 (Urk. 9/27) erachtete
er
eine weitere Behandlung des rechten Fusses unfallbedingt als nicht mehr notwendig (S. 2).
3.4
Laut Operationsbericht von Dr.
Z._
vom 26. Januar 2018 (
Urk. 3/4 =
Urk. 9/47 = Urk. 9/49/4) wurde gleichentags bei einer Innenmeniskus-Multiläsion
des
lin
ke
n
Kniegel
e
nk
s
eine
Innenmeniskushinterhorn
-Resektion links mittels Arthro
skopie durchgeführt. Intraoperativ habe sich eine ausgeprägte Rissbildung und Degeneration des
Innenmeniskushinterhorns
, die mit Stanzen reseziert worden seien, gefunden.
Die
Pars
intermedia
und Vorderhorn seien intakt und in situ geblieben. Knorpelschäden an der medialen und lateralen
Femurcondyle
sowie am lateralen und medialen
Tibiaplateau
hätten sich nicht gefunden. Das vordere und hintere Kreuzband seien intakt. Es gebe keine Schädigung des Aussenmenis
kus.
3.5
Dr.
A._
stellte in der ärztlichen Beurteilung vom 12. Februar 2018 (Urk. 9/50) fest,
aufgrund der anfänglichen Schilderungen, des Verlaufs zu Be
ginn und des intraoperativen Befundes könne nicht mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit eine Kausalität zwischen dem Ereignis vom 13. September 2017 und der Meniskusschädigung festgestellt werden. Der Status quo sine nach Zer
rung des Sprunggelenks sei nach 6 Wochen erreicht gewesen. Der Status quo sine für das Kniegelenk könne nicht definiert werden, da keine adäquate Kausalität zum Ereignis hergestellt werden könne. Die geklagten Kniebeschwerden seien mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf
eine
Abnützung zurückzuführen (S. 3 Mitte).
3.6
Dr.
Z._
hielt im Schreiben an die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers vom 17. Mai 2018 (Urk. 3/3 = Urk. 9/68/5) fest, grundsätzlich sei eine Innenmeniskus
verletzung auch bei einem Bagatelltrauma jederzeit möglich, da in Anbetracht des Alters des Beschwerdeführers hier auch eine degenerative Schädigung durch geringfügige Traumen möglich seien. Hier den Kausalzusammenhang zu bewei
sen
,
wäre anhand des Operationsberichtes eher möglich.
4.
4.1
Zum Sachverhalt (Unfallbeschreibung) kann der Unfallmeldung vom 20. Septem
ber 2017 entnommen werden, dass der Beschwerdeführer «bei der Treppe gestol
pert»
sei
(Ziff. 6). Verletzt habe er das rechte Fussgelenk (Ziff. 9).
4.2
Gegenüber dem erstbehandelnden Dr.
Y._
(E. 3.1) soll der Beschwerdeführer angegeben haben, er habe treppenabwärtslaufend mit dem rechten Fuss einen Tritt verpasst (Urk. 9/12 Ziff. 2).
Am 23. Januar 2018 teilte Dr.
Y._
der Beschwerdegegnerin mit, der Be
schwerdeführer habe ihn kontaktiert mit der Bitte um ergänzende Angaben be
züglich seiner Knieproblematik links beziehungsweise zur Unfallkausalität im Zu
sammenhang mit dem Ereignis vom
13. September 2017. Die Kniebeschwerden links hätten sich zwar erst zirka einen Monat nach dem Unfallereignis manifes
tiert, trotzdem könnte
eine entsprechende Unfallkausalität vorliegen, denn beim Unfallereignis scheine doch ein Distorsionstrauma des linken Knies vorgefallen zu sein.
Am 12. Juni 2018 berichtete Dr.
Y._
der Beschwerdegegnerin telefonisch (Urk. 9/67), der Beschwerdeführer habe seine Praxis aufgesucht und verlangt, dass er die Berichte anpasse.
Er
könne nur das bestätigen, was auch schon ver
merkt sei.
4.3
Dr.
Z._
(E. 3
.2
) beschrieb ein Sturzereignis mit dem rechten Fuss und Distorsi
onstrauma mit dem linken Knie.
Gegenüber der Rechtsvertreterin des Beschwer
deführers (E. 3.
6
) führte er aus, die Beschwerdegegnerin berufe sich auf den Erst
bericht, worin nach dem Erstkontakt offensichtlich keinerlei Angaben über Knie
beschwerden gemacht und erst am 13. Oktober
2017
neu hinzugekommene Schmerzen im Bereich des linken Kniegelenks schriftlich vermerkt worden seien. In seinem Erstbericht und in seiner Anamnese habe der Beschwerdeführer dies ausdrücklich anders vermerkt. Genauere Angaben zum Unfallhergang habe der Beschwerdeführer ihm gegenüber nicht gemacht.
4.4
Der Beschwerdeführer
beschrieb
den Unfall in der Besprechung vom 9. März 2018 (Urk. 9/53) dahingehend, er sei am 13. S
e
ptember 2017
eine Eisenwendeltreppe hinuntergegangen. Vor ihm sei ein Lehrling des Einsatzbetriebs gegangen. Etwa in der Mitte der Treppe sei er gestolpert, mit dem rechten Fuss eingeknickt - das Gelenk nach aussen stehend - und anschliessend die restlichen Tritte nach vorne hinuntergefallen. Zum Schluss sei er mit dem linken Knie auf dem Boden aufge
schlagen.
Nach dem Vorfall habe er Schmerzen im rechten Fussgelenk verspürt, weshalb er sich umgehend in ärztliche Behandlung begeben habe.
E
r habe starke Medikamente und Physiotherapie verordnet bekommen,
und
zu diesem Zeitpunkt hätten die Kniebeschwerden nicht im Vo
rdergrund gestanden. Dr.
Y._
habe die vorhandenen Verletzungen seines Erachtens nicht korrekt angeschaut. Er je
denfalls habe ihn von Beginn weg über die Schmerzen im linken Kniegelenk in
formiert. Der Arzt habe sich auch nicht nach dem genauen Unfallhergang erkun
digt (S. 1).
4.5
Der Lehrling des Einsatzbetriebs gab
zum Unfallhergang
am 21. März 2018 an (Urk. 9/57), er sei die Wendeltreppe aus Metall vor dem Verunfallten hinunterge
gangen. Als er bereits unten
gewesen sei
, habe er gehört, dass der Beschwerde
führer die Treppe hinuntergefallen sei. Gesehen habe er den Sturz nicht, aber er habe gesehen, dass der Beschwerdeführer am Boden gesessen sei und sich den Fuss gehalten habe.
5.
5.1
Unstrittig leidet der Beschwerdeführer an einer
behandlungsbedürftigen
Menis
kushinterhornläsion
. Der Beschwerdeführer stellt
e
sich auf den Standpunkt, dass diese auf den Unfall vom 13. September 2017 zurückzuführen sei, wohingegen die Beschwerdegegnerin davon ausg
ing
, dass diese deg
e
nerativ
bedingt seien.
5.2
Aus der medizinischen Dokumentation ist ersichtlich, dass sich der Beschwerde
führer kurz nach dem Unfallereignis in ärztliche Behandlung begab und dort Schmerzen
am
rechten Fuss
und Fussgelenk
abgeklärt wurden
und fünf Tage später ein Röntgen des Sprunggelenks und des
Calcaneus
(Fersenbein) rechts durchgeführt wurde. Erst im Überweisungsschreiben
an Dr.
Z._
vom 3. Novem
ber 2017 sind
ab zirka 13. Oktober neu aufgetretene breitflächige Schmerzen
pop
liteal
und lateral beidseitig des linken Knies dokumentiert (E. 3.1).
In seinem Bericht vom 15. November 2017 (E. 3.2) diagnostizierte Dr.
Z._
eine
traumabedingte
Innenmeniskushinterhornschädigung
. Weshalb er die
se
bei im Röntgen festgestellter beginnender
erstgradiger
Arthrose medial auf das Unfall
ereignis vom 13. September 2017 zurückführte, kann dem Bericht nicht entnom
men werden. Auch im Bericht an die Rechtsvertreterin liess er die Frage, weshalb die Meniskusschädigung auf das Unfallereignis zurückzuführen sei
,
offen, gab aber zu bedenken, dass
in Anbetracht des Alters des Beschwerdeführers auch eine degenerative Schädigung durch geringfügige Traumen möglich sei
,
und wies auf den Operationsbericht hin, mit welchem der Kausalzusammenhang zu beweisen wäre. Eine Erklärung dafür, wie der Beweis des Kausalzusammenhangs anhand des Operationsberichts, worin
neben
eine
r
ausgeprägte
n
Rissbildung
auch eine
Degeneration des
Innenmeniskushinterhorns
dokumentiert ist (E. 3.4),
erbracht worden sein sollte,
gab
er indessen nicht.
5
.3
Aufgrund der Schilderungen des Unfallhergangs muss davon ausgegangen wer
den, dass ein Knietrauma gar nie stattgefunden hat. Ein Sturzereignis wurde erst
mals von Dr.
Z._
gut zwei Monate nach dem Ereignis erwähnt
, allerdings ohne genauere Angaben zum Unfallhergang
(E. 4.
3
)
. Weder in der Schadenmeldung
(E. 4.1)
noch im ersten
Arztz
eugnis von Dr.
Y._
(E. 4.2)
wurde ein Sturz erwähnt. Ein
solcher
ist auch angesichts der eigenen Beschreibung des Unfallher
gangs durch den Beschwerdeführer ein halbes Jahr später
(E. 4.4)
nicht glaubhaft.
Wohl machte d
iese
r
geltend, er sei
eine Wendeltreppe
ab der Mitte
hinunter
ge
fallen, ohne indessen anzugeben,
über
wie viele Treppenstufen
er hinuntergefal
len
sei
oder wie viele Stufen die Wendeltreppe aufwies,
so dass die Schwere des behaupteten Sturzes nicht nachvollziehbar ist
. Nicht
zu erklären
ist aber auch, wie er
in der Mitte einer Wendeltreppe
«nach vorne» gefallen sein soll,
und dabei nur
das linke Knie angeschlagen haben soll
. Nach eigener Schilderung suchte er unmittelbar nach dem Ereignis den Arzt aufgrund von Schmerzen im rechten Fussgelenk auf
, was doch wieder mit der ärztlichen Anamnese von Dr.
Y._
und der Schadenmeldung übereinstimmt. Dass er aufgrund starker Schmerzmittel die Kniebeschwerden nicht verspürt haben soll, obwohl sie eigentlich vorhanden waren, erscheint angesichts der Tatsache, dass er trotz der
Einnahme der
starken Schmerzmittel
über nur langsam abnehmende
Schmerzen im Fuss berichtete,
doch
eher konstruiert.
Im Übrigen hielt er unmittelbar nach dem Ereignis am Bodensitzend den rechten Fuss und nicht das linke Knie, was
ebenfalls
darauf schliessen lässt, dass er nur Schmerzen im Fuss verspürte.
5
.4
Nach dem Dargelegten
ist nicht überwiegend wahrscheinlich, dass der Beschwer
deführer anlässlich des Ereignisses überhaupt ein
e
Knie
schädigung
erlitten hat, weshalb die Kniebeschwerden auch nicht auf den Unfall zurückzuführen sind. Damit hat die Beschwerdegegnerin die Leistungen zu Recht eingestellt, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
6
.
Der Beschwerdeführer hat es unterlassen, d
ie
ihm mit Gerichtsverfügung vom 3. Juli 2018 (Urk. 5 Ziff. 2) auferlegte Pflicht, das Formular zur Abklärung der prozessualen Bedürftigkeit einzureichen,
zu erfüllen,
weshalb androhungsgemäss davon auszugehen ist, dass keine prozessuale Bedürftigkeit besteht. Damit ist das Gesuch um unentgeltliche Rechtsvertretung abzuweisen.