Decision ID: 2cc0aecb-d121-433e-b7e5-9e33aafeb574
Year: 2017
Language: de
Court: CH_BSTG
Chamber: CH_BSTG_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: penal_law

Die Beschwerdekammer hält fest, dass:
- die Eidgenössische Spielbankenkommission (nachfolgend „ESBK“) gegen
A. wegen des Verdachts auf Widerhandlung gegen Art. 56 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes über Glücksspiele und Spielbanken vom 18. Dezember 1998
(Spielbankengesetz, SBG; SR 935.52) ein Verwaltungsstrafverfahren führt
(act. 2.3);
- die ESBK mit Verfügung vom 25. Oktober 2017 ein Tischgerät (inkl. Zubehör
und Kasseninhalt von Fr. 20.--) beschlagnahmte, das vorgängig anlässlich
einer polizeilichen Kontrolle in den Räumlichkeiten des Verein B. in Olten
sichergestellt wurde (act. 2.3);
- A. gegen die Beschlagnahmeverfügung beim Direktor der ESBK mit Schrei-
ben vom 27. Oktober 2017 Beschwerde einreichte (act. 1);
- der Direktor der ESBK die Beschwerde von A. samt seiner Stellungnahme
vom 2. November 2017 an die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts
weiterleitete (act. 2).

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass:
- bei der Verfolgung von Widerhandlungen gegen das SBG das Bundesgesetz
vom 22. März 1974 über das Verwaltungsstrafrecht (VStrR; SR 313.0) zur
Anwendung gelangt (Art. 57 Abs. 1 SBG);
- gegen Zwangsmassnahmen im Sinne der Art. 45 ff. VStrR und damit zusam-
menhängende Amtshandlungen bei der Beschwerdekammer des Bun-
desstrafgerichts Beschwerde geführt werden kann (Art. 26 Abs. 1 VStrR
i.V.m. Art. 37 Abs. 2 lit. b des Bundesgesetzes über die Organisation der
Strafbehörden des Bundes vom 19. März 2010 [StBOG; SR 173.71]);
- die Beschwerde innert drei Tagen, nachdem dem Beschwerdeführer von der
Amtshandlung Kenntnis erhalten hat, bei der zuständigen Behörde schriftlich
mit Antrag und kurzer Begründung einzureichen ist (Art. 28 Abs. 3 VStrR);
- der Beschwerdeführer in seiner Eingabe vom 27. Oktober 2017 lediglich aus-
führt, dass er beim Verein B. seit dem 31. Juli 2017 keine Funktionen mehr
innehabe (act. 1);
- 3 -
- die Beschwerdeschrift vom 27. Oktober 2017 weder eine eigentliche Begrün-
dung noch ein Rechtsbegehren i.S.v. Art. 28 Abs. 3 VStrR enthält;
- die Beschwerdeschrift daher – selbst unter Berücksichtigung des Umstan-
des, dass es sich beim Beschwerdeführer nicht um eine anwaltlich vertretene
Partei handelt – den Mindestanforderungen von Art. 28 Abs. 3 VStrR klarer-
weise nicht genügt;
- das VStrR für Beschwerden gegen Untersuchungshandlungen (Art. 26 ff.
VStrR) keine Möglichkeit der Nachfristansetzung zur Verbesserung der Be-
schwerde – anders als zum Beispiel bei der Einsprache gegen den Strafbe-
scheid (Art. 64 ff. VStrR; v.a. Art. 68 Abs. 3 VStrR) – vorsieht (vgl. Beschlüsse
des Bundesstrafgerichts BV.2015.8 vom 25. Juli 2015 und BV.2011.8 vom
8. April 2011);
- auf die vorliegende Beschwerde daher ohne Durchführung eines Schriften-
wechsels nicht einzutreten ist (vgl. Art. 82 VStrR i.V.m. Art. 390 Abs. 2 StPO
e contrario);
- die Gerichtskosten bei diesem Ausgang des Verfahrens dem Beschwerde-
führer aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs. 1 BGG analog; TPF 2011 25 E. 3);
- die Gerichtsgebühr vorliegend auf Fr. 200.-- festzusetzen ist (Art. 25 Abs. 4
VStrR i.V.m. Art. 73 StBOG und Art. 5 und 8 Abs. 1 des Reglements des
Bundesstrafgerichts vom 31. August 2010 über die Kosten, Gebühren und
Entschädigungen in Bundesstrafverfahren [BStKR; SR 173.713.162]).
- 4 -