Decision ID: ca8e8f96-b5c2-5928-b2d5-4522c13fcdfd
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1957, war
seit 1993 als Heizwerkführer bei der
Y._
angestellt und über diese bei der Suva
gegen die Folgen von Unfällen versichert, als
er am
12
.
Mai
20
13 einen Auffahrunfall er
litt (
Urk.
9/1).
Am 2
2.
Januar 2014 erfolgte die Schadenmeldung, worauf die
Suva Arztberichte (
Urk.
9/6-7
) ein
holte
, das
u
nfallanalytische Gutachten der
AXA Winterthur
(
Urk.
9/1
4)
und den Polizeirapport (
Urk.
9/17)
bei
zog
und
e
ine
kreis
ärztliche Beurteilung
veranlasste
(
Urk.
9/16
,
Urk.
9/24
).
Mit Verfügung vom
1
5.
August 2014
verneinte die
Suva
mangels eines natür
li
chen Kausalzusammenhangs zwischen de
n
Rückenbeschwerden
und dem Unfallereignis vom
1
2.
Mai 2013
einen Anspruch de
s
Versi
cherten auf Ver
siche
rungsleistungen (Urk.
9/25
). Die dagegen am
2
5.
September 2014
erhobene
und am 2
7.
November 2014 ergänzte
Einsprache (Urk.
9
/
30,
Urk.
9/34
) wies die
Suva
mit
Einspracheent
scheid
vom
11
. März 201
5
(Urk.
9/37
= Urk. 2)
ab
.
2.
Gegen den
Einspracheentscheid
vom 1
1.
März 2015 (Urk. 2) erhob der Versi
cherte am 2
4.
April 2015 Beschwerde und beantragte die Aufhe
bung des
Ein
spracheentscheids
und die Zusprechung
der gesetzlich vorgesehenen Leis
tungen, eventuell nach weiteren Abklärungen. Zudem beantragte er die
Kostenüber
nahme
für den
von ihm eingeholten
Bericht der
Osteopathin
Z._
vom 1
0.
November 2014 (Urk. 1 S. 2,
Urk.
3). Mit Beschwerdeantwort vom 1
6.
Juni 2015, welche dem
Beschwerdeführer
am 2
8.
August 2015 zur Kenntnisnahme zu
gestellt wurde (Urk. 10), bean
tragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde (Urk. 8).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva
lidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der glei
chen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schä
di
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungs
–
anspruches
nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.2
Der erstinstanzliche Sozialversicherungsprozess ist vom
Untersuchungsgrund
satz
beherrscht (
Art.
61
lit
. c
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG). Danach hat das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen. Dieser Grundsatz gilt indes
sen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korre
lat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 193 E. 2, 122 V 157 E.
1a, vgl. BGE 130 I 180 E. 3.2).
1.3
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vor
akten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
1.4
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unpar
teilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick
auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im
Sozialversiche
rung
s
recht
zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gut
achterin
allerdings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U 356 S. 572; BGE
135 V 465 E. 4.4, 125 V 351 E. 3b/
ee
, 122 V 157 E. 1c; vgl. auch BGE 123 V 331 E. 1c).
2.
Strittig und zu prüfen ist die Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin aus dem Ereignis vom 1
2.
Mai 2013 (Auffahrunfall) und dabei insbesondere die Frage, ob ein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen dem Ereignis und den geltend gemachten Rückenbeschwerden (Hernie) besteht
. Streitig ist weiter die Kostenübernahme für den vom Beschwerdeführer eingeholten Bericht der behandelnden
Osteopathin
.
3.
3.1
Im MRI vom 1
6.
Dezember 2013 (
Urk.
9/7
S. 1
) stellten die Ärzte des Spitals
A._
ein
lumboradikuläres
Schmerzsyndrom mit einer breiten
Diskus
pro
trusion
und -
hernierung
rechts median bis
foraminal
und eine Irritation der Wurzel L4 und L5 rechts fest. Weiter bestehe eine Streckhaltung der Brust- beziehungs
weise Lendenwirbelsäule mit S-förmiger Torsionsskoliose.
3.2
Dr.
med. B._
, zu dem sich der Beschwerdeführer am 1
9.
August 2013
in Erstbehandlung begab, diagnostizierte mit Bericht vom
3.
Februar 2014
(
Urk.
9/
6)
ein
lumboradikuläres
Schmerzsyndrom L5 bei Diskushernie L4/5 und Torsionsskoliose nach Trauma. Er führte aus, dass der Beschwerdeführer berichte, seit zwei bis drei Monaten an ausstrahlenden Rückenbeschwerden zu lei
den. Später habe er sich an einen Autounfall als möglichen Auslöser erinnert.
Es seien keine sensomotorischen Ausfälle feststellbar und der
Lasègue
-Test sei positiv. Ob es sich um Unfallfolgen handle, könne durch ihn nicht beurteilt werden, es sei möglich.
3.3
Laut
unfallanalytische
m
Gutachten der
AXA
Winterthur vom 1
1.
Juni 2014 (
Urk.
9/14)
konnte von einem Mittelwert von ca. 11 km/h ausgegangen werden bei
Annahme
einer durchschnittlichen Stosszeit. Eine relevante Drehung des Fahrzeugs sei nicht erfolgt, da die Seitenführungskräfte der Reifen eher grösser gewesen seien als die seitlichen
S
törkräfte infolge der
K
ollision. Die zwei Fahr
zeuginsassen hätte
n
sich infolge der Kollision in einem Winkel von ca. 0° nach hinten be
wegt.
3.
4
Mit Stellungnahme vom 1
2.
Juni 2014
(
Urk.
9/16)
führte
die Kreisärztin
Dr.
med. C._
,
Fachärztin für Chirurgie,
aus
, dass die im MRI vom 1
6.
Dezember 2013 diagnostizierte Diskushernie nicht durch das Ereignis vom 1
2.
Mai 2013 verursacht worden sei, da keine andere
n
strukturelle
n
Verletz
ungen in Bändern oder Knochen nachweisbar seien.
3.5
In der Beurteilung vom
7.
August 201
4
(
Urk.
9
/24)
hielt
Dr.
C._
fest, dass der Beschwerdeführer
gemäss
de
n
vorliegenden Unterlagen am 1
2.
M
ai
2013 einen Auffahrunfall erlitten habe. Gemäss unfallanalytischem Gutachten der AXA Winterthur
(
Urk.
9/14)
entspreche
das d
elta
-v
ei
ne
m
Mittelwert von etwa 11 km/h
.
Im
Aussendienstbericht
ge
be der Beschwerdeführer an, dass er nach dem Unfall Verspannungen verspürt habe und sich erst im Verlauf nach drei,
vier Wochen stärkere Schmerzen im Rücken mit Ausstrahlung eingestellt hätten
.
Eine Erstbehandlung beim Hausarzt sei am 1
9.
August 2013 erfolgt, drei Monate
nach
dem Unfall. Gemäss Angabe des H
ausarztes sei primär kein Trauma, son
dern
ein solches erst
später als möglicher Auslöser angegeben wor
den. Die ein
geleitete MRI-Diagnostik der Brust- und Lendenwirbelsäule etwa sieben Monate nach dem Unfallereignis zeige keine traumatische strukturelle Läsion. Sowohl MRI-Bilder wie auch die Beurteilung des Radio
logen lägen vor. Es würden auss
c
h
liesslich anlagebedingte und degenerative Veränderungen do
kumentiert. Aus pathophysiologischer Sicht werde gefordert, dass bei der Ent
stehung einer traumatischen Diskushernie auch Folgeverletzungen an Bän
dern/Knochen vor
liegen müssten. Seien diese nicht nachweisbar, sei
en
die
Band
scheibenhernie
/-
veränderungen eher degenerativer Natur. Im hier vorliegenden Fall seien im MR
I keine Band
- oder
Knochenverletzungen nachweisbar, sodass die Diskushernie L4 mit Irritation der Wurzel L4/
5
nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit durch den Unfall entstanden, sondern degenerativer Natur sei. Für diese Sicht
weise spreche auch, dass der Beschwerdeführer nicht sofort nach dem Unfall einstrahlende Schmerzen
gehabt habe
und auch drei Monate
später
bei der
Erst
konsultation
durch den Hausarzt sensomotorisch unauffällig
gewesen sei
. Somit liege aus medizinisch-pathophysiologischer Sicht mit über
wiegender Wahr
schein
lichkeit ein degenerativer Krankheitszustand vor.
3.6
Mit Bericht vom 1
0.
November 2014 (
Urk.
3) hielt
Z._
,
dipl.
Cranio
sacral
- und TCM-Therapeutin
und
Certifizierte
Osteopathin
, fest, dass der Be
schwerdeführer vom 1
6.
Januar bis 1
2.
März
2014 wegen Rückenschmerzen nach
einem Autounfall bei ihr in Behandlung gewesen sei. Weiter führte sie aus, aus Sicht der Osteopathie seien
bei Schleudertraumen nicht nur die
Hals
wirbelsäule
, sondern auch die Strukturen unter- oder oberhalb dieser oder wei
ter entfernt gelegene Strukturen und sogar Organe inklusive
f
luider
Kraftvekto
ren
betroffen. Der „ganze Mensch“ sei dem Trauma ausgesetzt. Der
E
influss des Nervensystems sei dabei von grosser Bedeutung, weil dieses zur Aufrechterhal
tung der inneren
Homöostase die lebenswichtigen Funktionen wie Herzschlag, Atmung,
B
lut
druc
k
, Verdauung und Stoffwechsel kontrolliere. Störungen in diesem Bereich könnten also weitreichende Folgen haben, welche auch ganz offensichtlich mit der Symp
tomatik des Beschwerdeführers in Zusammenhang gestanden hätten
. Er habe sich am 1
6.
Januar 2014 in ihrer Praxis vorgestellt und neben Rücken- und Beckenschmerzen auch über Schlafstörungen sowie eine depressive Ver
stimmung geklagt. Die Anwendung verschiedener
osteopa
thischer
Techniken habe bereits nach wenigen Behandlungen die Normalisie
rung erlaubt, und der Beschwerdeführer fühle sich trotz vorliegender Skoliose heute wieder symptom- und schmerzfrei.
4.
4.1
Die Würdigung der Akten ergibt, dass die
fach
ärztliche Beurteilung
durch
Dr.
C._
vom
7.
August 2014 (
Urk.
9/24, vorstehend E. 3.
5
)
für die Beant
wortung der gestellten Fragen umfassend ist.
Sie
beruht auf den erforderlichen allseitigen Unter
suchungen, berücksichtigt die vo
m
Beschwerdeführ
er
geklagten Beschwerden, und ist in Kenntnis der und in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
erstattet. Weiter leuchtet
sie
in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge ein. Die vo
n der Chirurgin
Dr.
C._
vorgenommenen Schluss
folgerungen sind ausführlich und nachvollziehbar begründet.
Ihr Bericht
genügt damit den praxisgemässen Anforderungen (vgl. vorstehend E. 1.
3-4
) vollum
fänglich, weshalb darauf abzustellen ist.
4.2
Dies
steht im Einklang mit der
Rechtsprechung, wonach
es im Bereich des
Un
fall
versicherungsrechts
einer medizinischen Erfahrungstatsache
entspricht
,
dass praktisch alle Diskushernien bei Vorliegen degenerativer
Bandscheibenver
ände
rungen
entstehen und ein Unfallereignis nur ausnahmsweise, unter beson
deren Voraussetzungen, als eigentliche Ursache in Betracht fällt. Als weitgehend
un
fall
bedingt
kann eine Diskushernie betrachtet werden, wenn das
Unfaller
eignis
von besonderer Schwere und geeignet war, eine Schädigung der Band
scheibe her
beizuführen, und die Symptome der Diskushernie (vertebrales oder
radiku
läres
Syndrom) unverzüglich und mit sofortiger Arbeitsunfähigkeit auf
treten
. Im Fall einer Auffahrkollision mit eine
r kollisionsbedingten
Geschwin
dig
keitsän
de
rung
(delta-v)
unterhalb oder innerhalb eines Bereichs von
10-15 km/h wurde ein Ereignis besonderer Schwere
verneint
. Zudem wurde festgehal
ten, dass aus unfallanalytischer und biomechanischer Sicht
bezüglich Be
schwerden an der Lendenwirbelsäule sogar
deutlich
höhere Werte
als harmlos gelten
(
Urteil des Bundesgerichts
8C_902/2011 vom 1
0.
Februar 2012
E. 2 mit Hinweisen auf:
SVR 2009 UV Nr. 1 S. 1, 8C_677/2007 E. 2.3; RKUV 2000 Nr. U 379 S. 192, U 138/99 E. 2a; Urteil U 15
9/95 vom 2
6.
August 1996 E. 1b
).
Im vorliegenden Fall ist
von
einer Auffahrkollision
mit einem d
elta
-v
von etwa 11 km/h
ohne
relevante Drehung des Fahrzeugs
und einer Bewegung der
Fahr
zeuginsassen
nach hinten
in einem Winkel von etwa 0°
auszugehen
(
Urk.
9/14
, vorstehend E. 3.3
)
.
Zudem traten laut
den Schilderungen des Beschwerdeführers (
Urk.
9/10 S. 2) nicht unverzüglich Symptome einer Diskushernie auf.
Vielmehr
führte
er
aus, dass
er gleich nach dem Unfall ein
kaum schmerzhaftes
Verspan
nungsgefühl
im unteren Rückenbereich bemerkt, diesem jedoch keine Bedeu
tung beigemessen habe. Erst nach drei bis vier Wochen seien die Schmerzen im
Rücken stärker geworden, und er habe erste Ausstrahlungen ins rechte Bein fest
gestellt.
Die fehlende Voraussetzung eines Unfallereignisses von besonderer Schwere ist
entscheidwesentlich
, weshalb die Unfallkausalität
auch
nach der dargelegten Rechtsprechung zu verneinen ist.
4.3
Der Beschwerdeführer machte geltend, dass auf den Bericht der
Osteopathin
Z._
vom 1
0.
November 2014 (
Urk.
3, vorstehend E. 3.6)
abzustellen be
ziehungsweise dieser zumindest geeignet sei, berechtigte Zweifel an den medi
zinischen Beweismitteln zu wecken, weshalb die Beschwerdegegnerin
nach dem Untersuchungsgrundsatz verpflichtet
gewesen wäre
, weitere Abklärungen zu treffen
(
Urk.
1 S.
3)
.
Der
Osteopathin
fehlt es indessen nicht nur an der
not
wendigen
fach
ärztlichen Qualifikation, sondern ihr Bericht
enthält auch
weit
gehend
Schilderun
gen zur Funktionsweise der Osteopathie im Allgemeinen ohne
Bezug darauf zu nehmen, welche Anhaltspunkte im konkreten Fall einen Kau
sal
zusammenhang zwischen der Diskushernie und dem Unfallereignis begrün
den
würden. Damit
vermag
dieser Bericht
am
Beweiswert des
fachärztlichen Bericht
s
von
Dr.
C._
keine
Zwei
f
el zu
wecken
(vorstehend E.
1.3
). Die
Beschwerde
geg
nerin
hatte
angesichts der schlüssigen Aktenlage
daher keinen Anlass
, weiter
gehende Abklärungen zu tä
tigen und verletzte den Untersuchungsgrundsatz nich
t (vorstehend
E. 1.2).
Der Beschwerdeführer wandte weiter ein, dass
er vor dem Unfallereignis nie Probleme mit dem Rücken gehabt und sowohl bei der beruflichen Belastung, als auch bei regelmässiger sportlicher Betätigung nie auch nur die geringsten Be
einträchtigungen habe feststellen müssen (
Urk.
9/10 S.
1)
. Dazu ist zu bemer
ken
,
dass
der natürliche Kausalzusammenhang zwischen de
n
Rückenbeschwer
den
und dem
Unfallereignis vom 1
2.
Mai 2013
auch nicht mit dem Hinweis darauf als nachgewiesen betrachtet werden
kann
,
d
er
Beschwerdeführer
sei vor dem Ereignis beschwerdefrei gewesen, lässt sich doch
rechtsprechungsgemäss
allein gestützt auf die Formel „
post
hoc ergo
propter
hoc“ im
unfallversiche
rungs
rechtlichen
Bereich kein
rechtsgenüglicher
Zusammenhang erstellen (vgl. BGE 119 V 335 ff. E. 4.2 b/
bb
).
4.4
In Anbetracht dieser Aktenlage erscheint das Bestehen eines natürlichen Kau
sal
zusammenhangs zwischen dem Unfallereignis vom
1
2.
Mai 2013
und de
n am 2
2.
Januar 2014
gemeldeten
Rückenbeschwerden
nicht als überwiegend wahr
schein
lich
(vorstehend E.
1.1)
, weshalb die Leistungspflicht der
Beschwer
degeg
ne
rin
zu verneinen ist
.
4.5
Da sich der vom Beschwerdeführer eingeholte Bericht der behandelnden
Osteo
pathin
(
Urk.
3) für die Beurteilung des Anspruchs als unerheblich erweis
t
(vor
stehend E. 4.1-4.3), sind die Kosten dafür nicht von der Beschwerdegegnerin zu übernehmen (
Art.
45
Abs.
1
ATSG
; Urteil des Bundesgerichts 8C_740/2008 vom 1
0.
November 2009 E. 5).
5.
Damit erweist sich der angefochtene Entscheid als rechtens, weshalb die dage
gen erhobene Beschwerde abzuweisen ist.