Decision ID: 9bd15ef7-e7cc-4877-bed1-b03f8eb4141f
Year: 2013
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren
19
51
,
war bis
Ende April 1995
als
Kranken
schwester
mit
ausländischem Diplom
(Urk. 3/2)
im Altersheim
Z._
an
gestellt
(Urk. 3/3, Urk. 8
, Urk. 12/1
, Urk. 12/10
).
Von September 1995 bis April 1996 besuchte sie
ei
nen Umsteigerinnenkurs zur Arztgehilfin (Urk. 12/17).
Sie leidet
insbesondere
an
Rücken-
, Hüft-
und
psychischen Beschwerden (
Urk. 12/8,
Urk. 12/11,
Urk.
12/15
, Urk. 12/110/7
, Urk. 12/110/12-13
).
1.2
Am
23. Februar 1995
meldete sich die Versicherte bei der Eidge
nössischen In
va
lidenver
sicherung zum Leistungsbezug an (Urk.
1
2
/5
). Die
Sozialversiche
rungs
anstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle (nach
folgend: IV-Stelle), klärte die erwerb
lich
en und medizinischen Verhältnisse ab
. Mit Verfügung vom 6. De
zem
ber 1996
(Urk. 12/42) wies sie das Begehren um berufliche Mass
nahmen und mit Ver
fü
gung vom
7.
März 1997 (Urk. 12/52) das Rentenbegehren ab.
Die da
gegen er
ho
be
ne
n
Beschwerde
n
(Urk. 12/58/26-41, Urk. 12/58/52-57)
hiess das
Sozialver
si
che
rungsgericht
des Kantons Zürich mit Urteil vom 31. August 1998 in dem Sinne
gut, dass
es die Sache zur ergänzenden Abklärung an die IV-Stelle zu
rückwies (
Verfahren Nr. IV.
1997.00045;
Urk. 12/58
/9
).
Die
Beschwerdegeg
ne
rin
holte in der Folge
das Gutachten von Dr. med.
A._
, Facharzt für Psy
chia
trie
und Psychotherapie, vom
6.
Februar 2000
ein
(Urk. 12/69) und sprach der Ver
sicherten gestützt darauf
(Urk. 12/73)
mit Verfügung vom 4. August 2000
mit Wirkung ab dem 1. September 1995
eine ganze Invalidenrente
bei ei
nem
Inva
li
ditätsgrad
von 100
%
zu (Urk. 12/76).
Im Rahmen des
Mitte 2003 angeho
be
nen
R
evisionsverfahren
(Urk. 7/83) wurde der Anspruch auf eine ganze Rente mit Mit
teilung vom
8.
März 2004 bestätigt (Urk. 12/90).
1.3
Im
März 2009 eröffnete
die IV-Stelle ein weiteres
Revisionsverfahren
(Urk. 7/92)
und
holte das interdisziplinäre Gutachten des
B._
vom 22. März 2010
ein
(Urk. 12/110).
Gestützt darauf
kün
digte sie mit Vor
bescheid vom
4.
Oktober 2010 die Aufhebung der bisheri
gen ganzen Rente an (Urk. 12/115), wogegen die Versicherte mit Schreiben vom 12. Oktober 2010 (Urk. 12/116) und vom 1
6.
November 2010 (Urk. 12/121) Ein
wände erhob.
Die IV-Stelle holte daraufhin d
en
Bericht der
C._
vom 21.
Februar 2011
über die sta
tionäre Behand
lun
g
der Versicherten
vom 18.
November 2010 bis 14. Januar 2011
(Urk. 12/138
),
den
Austritts
bericht
der
C._
vom
4.
März 2011 (Urk. 12/140)
und den Bericht des
C._
vom 27.
Dezem
ber 2010 über die neuro
psychologische Untersuchung
vom
22.
De
zem
ber 2010 (Urk. 12/142)
ein.
Im Anschluss
gab die IV-Stelle das psy
chi
a
trische Gutachten
der Klinik
D._
, er
stellt von Dr.
med.
E._
, Facharzt
für Psychiatrie und Psycho
therapie, vom
16.
Sep
tem
ber 2011 (Urk. 12/148) in
Auf
trag
, der eine 100%ige Arbeits
fä
higkeit in der an
gestammten
und in einer
leidensangepassten
Tätigkeit
seit Ja
nuar 2010
attestierte (Urk. 12/
148/12-13
)
.
An
fang 2012 fand eine
Einglie
de
rungsberatung
der IV-Stelle statt (Urk. 12/156). Mit
Schreiben vom
1.
Juni 2012 teilte die Versicherte der
IV-Stelle mit, dass sie am
27.
April 2012
in
F._
un
verschuldet
einen Auffahrunfall
mit
Schleu
der
trauma
erlitten habe (Urk. 12/158).
Vom 3.
bis 28.
September 2012 nahm die Ver
sicherte (Mitteilung vom 30. Juli 2012, Urk. 12/167) an der
Poten
tial
ab
klärung
, Modul
A, Arbeitsdiagnostik, der
G._
teil (
Abschlussbericht vom 12. Oktober 2012,
Urk.
12/170
).
Mit Ver
fügung vom
7. Dezember
2012
hob die IV-Stelle die
bisherige ganze
Rente wie ange
kündigt auf Ende des der
Zustellung der
Verfügung folgenden Monats auf und ent
zog einer dagegen erhobenen Be
schwerde die aufschiebende Wirkung (Urk. 2).
2.
Dagegen erhob d
ie Versicherte mit Eingabe vom
17. Januar
2013 Beschwerde und beantragte,
die Ver
fügung vom 7. Dezember 2012 sei aufzuheben und es sei
ihr weiterhin eine ganze Rente auszurichten; eventualiter seien ihr berufliche Mass
nahmen zur Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt zuzusprechen und bis
zu deren Abschluss weiterhi
n die ganze Rente auszurichten. Ausserdem sei
en
das
Valideneinkommen
und der IV-Grad neu zu berechnen.
In prozessualer Hin
sicht bean
tragte sie, es sei die aufschiebende Wirkung
der Beschwerde wie
der
herzustellen
und es sei ihr die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren
(Urk.
1
S.
1
).
Mit der Beschwerde reichte die Beschwerdeführerin den Bericht von Dr.
med.
H._
, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 20. De
zem
ber
2012 (Urk. 3/1) ein.
Die Beschwerdegegnerin
schloss
in der
Be
schwerdeantwort
vom
11. Februar 2013 auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 11).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, so
weit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1
.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze
oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den All
gemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesge
setzes über die Invalidenversicherung, IVG)
. Erwerbsunfähigkeit ist der durch Be
einträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Be
hand
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er
werbsmög
lich
keiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeits
markt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Er
werbs
un
fähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heit
lichen Beein
träch
tigung zu berück
sichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt
zu
dem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2
ATSG).
Beeinträchtigungen der psychischen Ge
sundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG
in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen
Ge
sundheitsschadens
und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als rele
vant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Per
son bei
Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwer
ten,
abwenden könnte; das Mass des
Forderbaren
wird dabei weitgehend objektiv be
stimmt. Festzu
stellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Er
werbs
tätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychi
schen Beein
trächtigung ver
einbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur s
o
weit zu einer Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), als angenommen werden kann,
die Ver
wer
tung der Arbeitsfähigkeit (Art. 6 ATSG) sei der versi
cherten Person so
zial-prak
tisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
1.2
Die seit dem 1. Januar 2004 massgeblichen Bestimmungen geben bei einem
In
validitätsgrad
von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei
einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Ren
te, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine
Drei
viertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent An
spruch
auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines
Ein
kom
mensvergleichs
zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die ver
sicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der me
dizinischen Behandlung
und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei
ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in
Bezi
ehung gesetzt zum Erwerbseinkom
men, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Va
liden
ein
kommen
). Der
Einkom
mensver
gleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig mög
lichst genau ermittelt und ei
nan
der ge
gen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der
Invalidi
täts
grad
bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.4
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zu
kunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG).
Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Ände
rung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Ren
tenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheits
zustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen
Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hin
weisen). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurtei
lung der Auswir
kungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Ge
sund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revisionsgrund im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurtei
lung einer
an
spruchserheblichen
Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräf
tige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Ein
spracheent
scheid
, welche oder
welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit
rechtskonfor
mer
Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und
Invaliditäts
bemessung
beruht (BGE 133 V
108; vgl. auch BGE 130 V 71 E.
3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 2
6.
März
2010 E.
1 mit Hinweisen).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin stellte sich im angefochtenen Entscheid auf den Stand
punkt, der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin habe sich
erheblich
ver
bessert.
Mit
der
von Dr.
E._
diagnostizierten leichten depressiven Episode im Rah
men einer rezidivierenden depressiven Störung liege
nebst der von den
B._
-Gutachtern diagnostizierten anhaltenden
somatoformen
Schmerzstörung keine psychiatrische
Komorbidität
von ausreichender Schwere und Dauer vor, um die Arbeitsfähigkeit längerfristig deutlich einzuschränken. Es sei ihr eine 100%ige leidensangepasste Erwerbstätigkeit zumut
bar, was einen rentenaus
schliessenden Invaliditätsgrad von 25
%
ergebe
(Urk. 2 S. 3 f.)
.
2.2
Die Beschwe
rdeführerin wendet dagegen ein, es be
stehe in psychischer Hinsicht keine Arbeitsfähigkeit auf dem freien Arbeitsmarkt mehr, wie sich aus der Stel
lung
nahme der behandelnden
Psychiaterin Dr.
H._
und dem
G._
-Bericht
er
gebe. Selbst wenn sich die Arbeitsfähigkeit verbessert haben sollte, was be
strit
ten
werde, hätte d
ie Beschwerdegegnerin die Rente
nicht einfach auf
he
ben dürfen, sondern diese hätte
angesichts ihres Alters von 62
Jahren und der Dauer des
Rentenbezugs von
über 17
Jahren berufliche Massnahmen in Form von
In
te
gra
tionsmassnahmen
zur Vorbereitung auf die berufliche Wiederein
gliede
rung in
den Arbeitsmarkt
unter Weiterausrichtung der Rente
zusprechen müssen
, nach
dem
die Arbeitsdiagnostik in der
G._
ergeben habe, dass noch keine
Ein
glie
de
rungsfähigkeit
vorliege
.
Ferner sei
es völlig unrealistisch
,
eine Person kurz vor
ihre
r
Pension
ierung
im Alter von 62 Jahren und
nach einer mehr als
17
-
jäh
rigen
Abwesenheit vom Arbeitsmarkt überhaupt noch einzugliedern.
Für sol
che Per
so
nen bestehe in der Regel auch auf dem ausgeglichenen Arbeits
markt keine
Ver
mittlungsfähigkeit
mehr. Im Übrigen sei das
Validen
ein
kommen
zu korrigieren und auf jenes einer Krankenschwester mit Besoldungsklasse und entsprechender Dienstjahresstufe anzupassen (Urk. 1 S. 3 f.).
2.3
Strittig und zu prüfen ist,
ob die Beschwerdeführerin
ab
1.
Februar 2012 weiter
hin Anspruch auf eine ganze Rente der Invalidenversicherung hat.
3.
3.1
Die ursprüngliche Zusprechung der
ganzen Rente ab 1.
September 1995 erfolgte au
fgrund der Einschätzung von Dr.
A._
einer
anhaltenden
100%igen Arbeits
un
fähigkeit in jeglicher Tätigke
it gemäss dessen psychiatrischem
Gutach
ten vom
6. Februar 2000
, der die Diagnose eines klassischen
Fibromyalgie
-Syndroms mit ausge
breitetem Schmerzsyndrom im Bewe
gungsapparat und
chronifizierter
De
pres
sion
mittleren Grades in
Komorbidität
mit einer schweren Angst
-Panik-Stö
rung (ICD-10 F45.4, F
32.1, F41.0
) stellte (
Urk. 12/69 S. 13
).
D
ie zum Ab
schluss des
im März 2003 angehobenen
Revisionsverfahren
s
eröffnete
Mittei
lung vom
8.
März 2004 bestätigte den Anspruch auf eine ganze Rente (Urk. 12/90) auf
grund
de
r
undatierten Berichte
von Dr.
med.
I._
,
Fachärztin für Inne
re Medizin (Versanddatum vom 16.
September 2003, Urk. 12/84/2, und vom
17.
Februar 2004, Urk. 12/88/3-4), welche aufgrund ei
ner mittelschweren De
pression mit chronischer Angs
t
störung und anhaltender
somatoformer
Schmer
z
störung
mit diffusen Schmerzen des Bewegungsapparates
eine 100%ige Ar
beits
unfähigkeit attestierte. Als zusätzliche Diagnose hielt sie jene eines
Warthin
-Tumor
s ohne Malignitätsnachweis und einer persistierenden
Parotis
fistel
links fest (Urk. 12/88/4
)
.
3.2
Die
B._
-Gutachter kamen
im Rahmen des hier massgeblichen
Revisions
verfah
rens
gemäss ihrem interdisziplinären Gutachten vom 22. März 2010 zum Schluss
, in psychischer Hinsicht bestehe keine Einschränkung der Arbeits
fähig
keit mehr. Es sei
nebst
einer an
hal
tenden
somatoformen
Schmerzstörung (ICD-10 F45.4)
bei e
inem un
spezifischen
multilokulären
Schmerzsyndrom (ICD-10 R52.9) ohne Auswirkung auf
die Arbeitsfähigkeit
keine weitere psychia
trische
Diagnose ge
geben
. Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit habe in somatischer Hin
sicht die Diag
no
se
eines chr
onischen panvertebralen Schmerz
syndroms ohne
radikuläre
Ausfälle (ICD-10 M54.80) insofern, als
die an
gestammte Tätigkeit als Krankenschwester und jegliche anderen körperlich an
haltend mittelschweren bis schweren Tätig
keiten nicht mehr zumutbar sei
en
. Bei leidensangepassten, kör
per
lich leichten bis
intermittierend mittelschweren Tätigkeiten ohne Heben und Tragen von Lasten
über 10 Kilogramm, inter
mit
tierend 15 Kilogramm, bestehe mindestens seit Januar
2010 eine 100%ige Arbeitsfähigkeit
(Urk. 12/110 S. 18 ff.).
Auch
Dr.
E._
kam gemäss dem psychiatrischen Gutachten der Klinik
D._
vom 16. September 2011 in psychischer Hinsicht zum Schluss,
der psychische Ge
sundheitszustand der Beschwerdeführerin habe sich seit 1994 gebessert. Eine
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestehe seit Januar 2010 nicht mehr,
ob
schon
sich der Gesundheitszustand seither wieder leicht verschlechtert und sich im
Rah
men einer Anpassungsproblematik eine leichte depressive Episode entwick
el
t
habe. Selbstverständlich sei während des stationären Aufenthaltes in der (
C._
-)
Klinik vom 1
8.
November 2010 bis 1
4.
Januar 2011 eine Arbeitsun
fähigkeit zu attestieren.
Es seien die Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeits
fähigkeit einer
re
zidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig leichte Epi
sode mit soma
ti
schen Symptomen (ICD-10 F33.01)
,
und eine Diagnose ohne Auswirkung auf die
Arbeitsfähigkeit
,
anamnestisch Panikstörung (ICD-10 F41.0), gegenwärtig weder von der Explorandin gesch
ildert noch klinisch beobachtet
worden
. Die Diagnose
einer anhaltenden
somatoformen
Schmerzstörung oder gar einer
Persönlich
keits
störung
könnten nicht gestellt wer
den
(Urk.
12/148 S. 9
).
Die Ärzte der
C._
hatten gemäss dem Austrit
tsbericht vom
4.
März 2011 die
Aus
trittsd
iagnosen
eine
r
nicht näher bezeichneten Persönlichkeitsstörung (ICD-
10 F60.9), einer re
zidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig
leichtgradige
Episode (ICD-10 F33.0)
,
und einer
Fibromyalgie
gestellt (Urk. 12/140/1).
Durch die IV-Rente seit 1995 hab
e
sich die depressive Symptomatik mit Angst- und Pa
nik
attacken aufgrund der reduzierten Belastungen deutlich verbessert.
Die Be
schwerdeführerin
habe weitgehend zurückgezogen gelebt und sei den allge
mei
nen
Stressoren we
ni
ger ausgesetzt gewesen.
I
m Rahmen der IV-Rentenrevision
sei es
zu einer er
neuten
psychischen Verschlechterung gekommen.
Die neuro
psychologische Ab
klärung habe gezeigt, dass die auffallenden
Persönlichkeits
merkmale
auch im Rahmen der frontalen Dysfunktionen erklärbar seien.
Als Zie
l de
s
Aufenthaltes sei eine Verbesserung der depressiven Symptoma
tik formuliert worden, jedoch hätten
in der fast dreimonatigen Behandlungszeit keine ausrei
chenden
Therapie
erfolge
erzielt werden können. Insofern werde die vorliegende Störung gröss
tenteils auf der Persönlichkeitsebene gesehen, wobei die Kriterien
einer ein
zel
nen spezifischen Störung nach ICD-10 nicht erfüllt seien, jedoch Merk
male verschiedener Störungen vorliegen würden (
Urk.
12/140 S. 3).
Gemäss
dem Be
richt der
C._
vom 2
1.
Februar 2011
bestünden Einschränkungen be
züg
lich der Arbeitsfähigkeit durch
Konzentrationsstörungen, redu
zierte spontane Flexi
bili
tät, Schwierigkeiten mit konzeptuellem Denken, rasche Ermüdbarkeit,
sehr ge
ringe Anpassungsfähigkeit und Verschlechterung der
Schmerzsymp
to
m
a
tik
durch allgemeine Belastung
. Es bestehe weder in der angestammten noch in ei
ner leidensangepassten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit. Es sei lediglich eine Tätig
keit in geschütztem Rahmen möglich
(Urk. 12/138/3-4
)
.
Dem
Abschlussb
ericht der
G._
zur Potentialabklärung
vom
12. Oktober 2012
ist
zu entnehmen,
dass die Beschwerdeführerin im Verlauf der vierwöchigen Arbeits
d
iagnostik regelmässig und pünktlich an den vereinbarten Terminen teil
genom
men ha
t
und teilweise vorzeitig wegen grosser Erschöpfung deutlich gegen ihren
Willen nach Hause geschickt
werden musste
. Sie sei in ihre
r
Arbeitsfähigkeit
stark beeinträchtigt. Neben teilweise deutlichen Ein
schrän
kun
gen
in einem Gross
teil der arbeitsdiagnostischen
Teilbereiche
habe sie Schwierig
keiten gehabt, sich an die entsprechenden sozialen Rahmen
bedin
gun
gen einer Arbeitsgruppe anzu
passen.
Sie zeige einen hohen Bedarf an Aus
tausch, benötige kontinuierliche Be
gleitung und Begrenzung. Es sei die Tendenz beobachtbar, dass sie durch ein den Situationen wenig angepasstes
Rollen
ver
halten
eine Ablehnung begünstige.
Eine Auseinandersetzung mit Belastungs
grenzen und einer möglichen berufli
che
n Perspektiventwicklung sei nur stark begrenzt möglich gewesen. Eine deutliche Stabilisierung der Arbeits
fähigkeit von aktuell maximal 10
%
bezogen auf den allgemeinen Arbeits
markt sei auf der Basis der arbeitsdiagnostischen Ergebnisse und der aktuellen ge
sundheit
li
chen Situation nicht zu erwarten. Die Beschwer
de
führerin erscheine trotz er
kennbarer Motivation in ihrer aktuellen Verfassung längerfristig nicht arbeits
fähig
(Urk. 12/170/3-5).
3
.3
3.3.1
Aufgrund
dieser
Berichte
ist ausgewiesen
, dass sich die psychische, na
mentlich
die depressive und Angst-Panik-Sympto
matik seit den neunziger Jahren und
ins
besondere mit Bezug auf den Gesundheitszustand, wie er massgeblich
der Mit
teilung vom 8. März 2004 (Urk. 12/90)
zugrunde lag,
verbessert hat.
Selbst wenn
man indes mit der Beschwerdegegnerin
gestützt auf das
B._
-Gutachten und das
Gutachten der Klinik
D._
von einer damit einhergehenden
er
hebli
chen Ver
besse
rung
mit einer
medi
zinisch-theoretischen
100%igen
Arbeitsfähig
keit in
einer leidensangepassten Tätigkeit ausgehen
könnte, was hier - wie sich aus dem
Fol
genden ergibt - nicht näher geprüft werden muss
, ist damit noch nichts über
die erwerbliche Verwertbarkeit der gutachterlich attestierten Arbeits
fähig
keit ge
sagt.
Zu beachten ist dazu wegen des fortgeschrittenen Alters der Be
schwerde
führerin
die folgende höch
strichterliche Rechtsprechung.
3.3.2
Das trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigung
zumutbarerweise
erzielbare Ein
kommen ist bezogen auf einen ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu ermitteln, wobei an die Konkretisierung von Arbeitsgelegenheiten und
Verdienst
aussich
ten
keine
übermässigen
Anforderungen zu stellen sind (im Einzelnen dazu Urteil des Bun
des
gerichts 9C_830/2007 vom 2
9.
Juli 2008 E. 5.1, in: SVR 2008 IV Nr. 62 S.
203).
Das fortgeschrittene Alter wird, obgleich an sich ein
invaliditäts
fremder
Faktor, in der Rechtsprechung als Kriterium anerkannt, welches zu
sammen mit weiteren persönlichen und beruflichen Gegebenheiten dazu führen kann, dass die einer versi
cherten Person verbliebene
Rest
erwerbs
fähigkeit
auf dem ausge
gli
chenen Arbeitsmarkt
realistischerweise
nicht mehr nachgefragt wird, und dass
ihr deren Verwertung auch gestützt auf die
Selbst
eingliede
rungslast
nicht mehr zumutbar ist. Fehlt es an einer wirt
schaftlich verwertbaren Resterwerbsfähigkeit,
liegt eine vollständige Er
werbs
unfähigkeit vor, die einen Anspruch auf eine ganze
Invalidenrente begründ
et (Urteil des Bundesgerichts I 831/05 vom 21. August 2006
E.
4.1.1 mit Hin
weisen). Der Einfluss des Lebens
alters auf die Möglichkeit,
das verbliebene Leistungs
ver
mögen auf dem ausge
glichenen Arbeitsmarkt zu ver
werten, lässt sich nicht nach einer allgemeinen Regel bemessen, sondern hängt
von den Umständen des Einzelfalls ab.
Massge
bend
können die Art und Be
schaffen
heit des
Gesundheits
schadens
und seiner Folgen, der absehbare
Um
stel
l
ungs
- und
Einarbeitungs
aufwand
und in diesem Zusammenhang auch Persön
lichkeits
struktur, vorhan
dene Begabungen und Fertigkeiten, Ausbildung, beruf
li
cher Werdegang oder Anwendbarkeit von Be
rufserfahrung aus dem ange
stammten Bereich sein. Die Mög
lichkeit, die ver
bliebene Arbeitsfähigkeit auf dem
aus
ge
glichenen Arbeits
markt zu verwerten, hängt nicht zuletzt davon ab, wel
cher
Zeitraum der ver
sicherten Person für eine berufliche Tätigkeit und vor allem
auch für einen allfälligen Berufswechsel noch zur Verfügung steht. Für den Zeit
punkt, in welchem die Frage nach
der Ver
wertbarkeit der (Rest-)
Arbeits
fähigkeit bei vorgerücktem Alter beantwortet wird, ist auf das Feststehen der medizi
ni
schen Zumutbarkeit einer (Teil-)Erwerbstätig
keit abzustellen (zum Gan
zen: BGE 138 V 457 E. 3 mit Hinweisen).
3.
4
3.4.1
Massgeblich
ist bei der Beurteilung der Frage nach der Verwertbarkeit
der
Rest
ar
beitsfähigkeit
somit nicht - wie die Beschwerdeführerin
wohl
annimmt (Urk. 1 S.
3
) -
der
Erlasszeitpunkt der
angefochtenen Verfügung vom 7.
De
zem
ber 2012
(Urk. 2
), sondern
- ausgehend
vom hier nicht zu klärenden Fall
einer
maximal
100%igen Arbeits
fähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit ge
mäss der Ein
schätzung der
B._
-Gutachter
(Urk. 12/110/19-20)
-
der
Zeit
punkt per
Januar 201
0.
Damals war
die Be
schwerde
führerin 59 Jahre alt
.
Bis zur Pen
sionierung
wäre
somit eine Erwerbs
dauer von rund
fünf
Jahren
verblieben
, was für sich allein
die Verwertbarkeit noch nicht ausschliesst
(vgl. Urteil des Bun
desgerichts
9C_954/2012
vom 10.
Mai 2013
E. 3.2.1).
Ins Gewicht fällt jedoch zusätzlich, dass die Beschwerde
führeri
n über 14 Jahre
nicht mehr erwerbstätig war und zuvor einzig auf ihrem Beruf als Kranken
schwester gearbeitet hat
te
(Urk. 12/153/1), welchen sie wegen der soma
tischen Ein
schränkungen unstrittig
nicht mehr ausüben kann
(Urk.
12/110
/19-20
).
Hinzu kommt, dass die
- erst nach
der
B._
-Be
gutachtung erhobene -
neuro
psychologische Unter
suchung
des
C._
vom 22. Dezember 2010
Ein
schrän
kungen
ergab, welche die
Konzentrati
ons
fähigkeit,
Flexibilität und
das konzep
tuelle Denken
betreffen
(Urk. 12/142/3
), so dass von
einer da
durch erschwerten Eingliederung und
der Notwendigkeit
einer
intensiven
und zeitlich längeren
Einarbeitung
aus
zugehen wäre.
Des Weiteren
zeigte sich sowohl bei der stationären Gruppenarbeit in der
C._
Ende 2010/Anfang 2011 (Urk. 12/138, Urk. 12/140)
als auch anlässlich der
ar
beitsdiagnostischen
Abklärung der
G._
im September 2012
(Urk. 12/170)
, dass Persönlichkeitsprobleme bestehen, welche eine Arbeitsintegration erheblich er
schweren.
So ist dem Bericht der
C._
vom 21. Februar 2011
zu entnehmen, dass
die auffallenden
Persönlichkeits
merkmale
, insbesondere die im klinischen Alltag
beobachtbare
Distanz
min
derung
, die gesteigerte Sprechaktivität, welche im Rah
men der frontalen Dys
funktion erklärt werden könnten, und
das
grenz
über
schrei
tende
, teils aggres
sive
Verhalten zeigten, weshalb ihre vielzähligen
Anstell
ungs
bewerbungen
in der Vergangenheit bereits bei einem ersten Vor
stellungs
ge
spräch gescheitert seien. Auch im Hinblick hierauf sei es gleich zu Beginn der
Hospitalisation
zu massiven Konflikten und Schwierig
keiten in der
Patienten
gruppe
gekommen.
Insbesondere aufgrund der
chroni
fizierten
Schmerzsymp
to
ma
tik
in Verbindung mit der auffälligen Persön
lichkeit und ih
rem auffälligen Erscheinungsbild sei ein erfolgreicher beruflicher
Wieder
einstieg
auf dem ersten Arbeitsmarkt als
un
möglich
zu beurteilen
.
Die Versicherte
sei im Alltag psy
chisch knapp kompensiert, jedoch bereit
s
bei leichten Stressoren sei
mit massi
ven psychischen Einbrüchen zu rechnen. Auch sei im klinischen All
tag deutlich
geworden, dass sie keine Integrationsfähigkeit und
Team
fähigkeit
habe. Thera
peu
tische Interventions
versuche hätten sich erfolglos ge
zeigt
(Urk. 12/138/5-6).
Auch im
Be
richt der
G._
vom 12. Oktober 2012
wurde
nebst den Schwierig
kei
ten
der Be
schwerde
führerin
,
sich auf die Bewäl
tigung der Aufgabeninhalte zu ko
n
zen
trieren und
eine
Handlungs- und Ablaufstruktur zu erinnern
sowie zu pro
du
zieren,
die Notwendigkeit der kontinuierlichen Be
gleitung und Begren
zung sowie
die Schwierigkeiten in der Anpassung des Verhaltens an eine Situa
tion und an die Bedürfnisse der anderen Teilnehmer betont. Durch die ihr nicht bewusste Prä
senz begünstige sie eine Ablehnung ihrer Person (Urk. 12/170/4-5).
Auch wenn
nach Ansicht von Dr.
E._
die
die Persönlichkeit betreffende
Symp
tomatik die Voraussetzungen der psychiatrische
n
Diagnose einer
Persön
lichkeitsstörung
nicht erfüllt
(Urk.
12/148 S.
10 ff.
)
,
ist davon auszugehen, dass
sich die
beschriebenen
Persönlichkeitsmerkmale
und neuropsychologischen De
fizite
in e
iner konkreten Arbeits
situation
und bereits bei der Stellensuche
realis
tischerweise
negativ
aus
wirken
.
3.4.2
Stellt man die
persönlichen und beruflichen Gegebenheiten den objektiven An
forderungen eines ausgeglichenen Arbeitsmarktes gegenüber, kommt man zum
Schluss, dass
die
Beschwerdeführer
in
mit überwiegender Wahr
schein
lichkeit kei
nen
Arbeitgeber mehr finden würde, der
sie
für eine geeignete, leichte
bis inter
mittierend mittelschwere
Verweisungstätigkeit einstell
en würde
. Nament
lich der
Umstand, dass
sie
im
massgebenden
Zeitpunkt nur rund fünf Jahre vor
ihrer
Pen
sionierung stand, würde einen durchschnittlichen Arbeit
geber davon abhalten,
die mit
ihrer
Beschäftigung verbundenen Risiken wie
krankheitsbe
dingte
Aus
f
älle, berufliche Unerfahrenheit,
alters
- sowie
persön
lichkeits
bedingt
ge
ringe An
pass
ungsfähigkeit,
grosser
Betreuungs
au
f
wand
und
geringe
Teamfä
higkeit
einzu
gehen
.
Zu demselben Schluss kam im Übrigen auch d
ie
Berufsbe
ratung der
Be
schwerdegegnerin
gemäss dem Verlaufsprotokoll vom 28. Februar 2012, wo sie fes
thielt, dass die Be
schwerde
führerin primär wegen ihres Alters und zudem we
gen des nicht mehr verwertbaren Fachausweises als Kranken
schwester sowie we
gen
ihrer redu
zierten Umstellfähigkeit auf dem ersten Ar
beitsmarkt nicht mehr vermittelbar sei. Sie benötige neben einer festen Arbeits
stelle Unter
stützung und
eng
maschige Begleitung beim Aufbau einer Tages
struktur und der
Arbeits
markt
fähigkeit
(Urk. 12/156/1).
Eine Gesamtwürdigung der für die Zumutbarkeitsfrage im vorliegenden Fall
massgebenden
, objektiven und subjektiven Umstände ergibt somit, dass die de
r
Beschwerdeführer
in
gemäss
dem
B._
-Gutachten vom 2
2.
März 2010
attestierte
n
ver
bliebene Einsatzfähigkeit mit Einschränkungen auch bei leichten bis nur
in
termittierend
mittelschweren Tätigkeiten
und
überdies mit
neuro
psycho
logi
schen
Defiziten,
mit
leicht depressive
n
Symptomen
und
mit
auffälliger Persön
lich
keit
auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit Blick auf
ihr
fortgeschrittenes Alter
realistischerweise
nicht mehr nachgefragt wird
.
Die
Verwertung der (
selbst
maxi
mal angenommenen) Restarbeitsfähigkeit
kann ihr folglich
auch ge
stützt auf die Selbsteingliederungspflicht nicht mehr zugemutet werden kann. Ist aber
ihre
Resterwerbsfähigkeit wirtschaftlich nicht mehr verwertbar, liegt eine voll
stän
di
ge
Invalidität im Sinne von
Art.
8
Abs.
1 ATSG vor.
3.4.
3
Ob die Beschwerdegegnerin vor der Aufhebung der Rente
Eingliederungsmass
nah
men
hätte durchführen müssen (vgl. dazu
Urteil des Bundesgerichts 8C_738/2012 vom 2
0.
Dezember 2012 E. 5.1 mit Hinweisen)
, wie dies die Be
schwer
deführerin geltend macht (
Urk.
1 S. 3), kann nach dem Gesagten offen bleiben.
Die angefochtene Ver
fügung vom
7.
Dezember 2012 ist somit
in
Gutheissung
der
Beschwerde aufzuheben und es
ist
festzustellen, dass die Beschwerdeführerin wei
ter
hin Anspruch auf eine ganze Rente hat.
4
.
Mit dem
gutheissenden
Entscheid in der Hauptsache ist die Frage der auf
schie
ben
den Wirkung der Bes
chwerde gegenstandslos (Urteil des Bundesgerichts
9C_
922/2008 vom 16. Januar 2009 E.
5 mit Hinweis).
Ebenso verhält es sich mit dem Antrag auf unentgeltliche Prozessführung.
5
.
Streitgegenstand des Verfahrens bildet die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen. Das Verfahren ist daher kostenpflichtig. Die Gerichts
kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert fest
zulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und ermessensweise auf Fr. 600.-- anzusetzen. Ausgangsgemäss
sind die Gerichtskosten
der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
Der Beschwerdeführerin ist eine Prozessentschädigung zuzusprechen, die nach Art. 61
lit
. g ATSG in Verbindung mit § 34 des Gesetzes über das
Sozialver
si
cherungsgericht
ohne Rücksicht auf den Streit
wert nach der Be
deutung der Streitsache, nach der Schwierigkeit des Prozesses, dem Zeitaufwand und den
Bar
auslagen
zu bemessen und auf Fr.
1‘600
.-- (inkl. Mehrwertsteuer und
Bar
auslagen
) festzusetzen ist.