Decision ID: bd46819d-e87b-4e8e-adbd-f17b26b0b870
Year: 2013
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführer,
gegen
ÖKK Kranken- und Unfallversicherung, Bahnhofstrasse 9, 7302 Landquart,
Beschwerdegegnerin,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Martin Schmid, Hartbertstrasse 11, Postfach 180,
7002 Chur,
betreffend
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Versicherungsleistungen
Sachverhalt:
A.
A.a A._ war bei der E._ als Lehrer angestellt und dadurch bei der ÖKK Kranken-
und Unfallversicherung (nachfolgend: ÖKK) obligatorisch gegen die Folgen von
Unfällen versichert, als er am 12. März 2008 beim Tennisspielen auf die rechte Schulter
stürzte und sich dabei eine dislozierte Claviculafraktur des mittleren Schaftdrittels
rechts zuzog (act. G 5.1/1, act. G 5.1/11). Die Fraktur wurde am 13. März 2008 im
Spital B._ mittels einer Reko-Platte osteosynthetisch versorgt (act. G 5.1/10 f.).
Nachfolgend kam es zu einer Wundheilungsstörung, die am 24. April 2008 ein
Wunddébridement, eine Spülung sowie ein Jetlavage erforderlich machte. Der
Versicherte hielt sich hierfür bis 26. April 2008 wiederum im Spital B._ auf (act. G
5.1/7 f.). Am 9. Mai 2008 musste sich der Versicherte wegen einer Nahtdehiszenz mit
freiliegender Platte im medialen Wundwinkel und leicht geröteten Wundrändern erneut
ins Spital B._ begeben, wo die Indikation zur Plattenentfernung mit
Wunddébridement gestellt wurde. Unmittelbar präoperativ kam es zu einem
Exzidationsstadium mit Sinustachycardie und Hypertonie, worauf die Operation
verschoben werden musste, schliesslich jedoch am 14. Mai 2008 vorgenommen
werden konnte (act. G 5.1/12 f.). Die ÖKK erbrachte für den Unfall vom 12. März 2008
Heilkosten- und Taggeldleistungen. Leistungen aus der obligatorischen
Unfallversicherung für einen Kuraufenthalt in Cademario, homöopathische
Behandlungen sowie Untersuchungen im Zusammenhang mit den
Herzrhythmusstörungen lehnte die ÖKK grundsätzlich ab, beteiligte sich jedoch
letztlich ohne Anerkennung einer Rechtspflicht teilweise an den Kosten (act. G 5.1/14,
16, 19, 21).
A.b Ab 11. Juni 2008 befand sich der Versicherte bei Dr. med. C._, Spezialarzt FMH
für physikalische Medizin und Rheumaerkrankungen, in Behandlung (act. G 5.1/28), auf
dessen Zuweisung am 23. Juni 2008 eine Arthro-MRI-Untersuchung des
Schultergelenks und der Clavikula rechts durch Dr. med. D._, FMH Radiologie, MR
Institut der Schulthess Klinik, erfolgte (act. G 5.1/22). Anlässlich eines Assessments
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vom 23. Juli 2008 teilte der Versicherte der ÖKK mit, dass er ab dem neuen Schuljahr
voraussichtlich wieder 100% arbeiten werde. Er sei lediglich im Sportunterricht durch
seine Verletzung eingeschränkt. Gefährlich seien dabei vor allem die
Spontanreaktionen. Zum Glück sei er Linkshänder (act. G 5.1/17). Am 18. August 2008
erstattete Dr. C._ einen ärztlichen Zwischenbericht UVG (act. G 5.1/28). Am 2.
September 2008 musste beim Versicherten eine Hämorrhoidalvenenthrombose
exzidiert werden. Der behandelnde Arzt, Dr. med. F._, Facharzt Gastroenterologie
FMH, begründete einen natürlichen Kausalzusammenhang zwischen der
Hämorrhoidalvenenthrombose und dem Unfall vom 12. März 2008 bzw. der
nachfolgenden Antibiotikatherapie (act. G 5.1/39). Nach Rücksprache mit ihrem
vertrauensärztlichen Dienst lehnte jedoch die ÖKK die Übernahme der
Behandlungskosten der Hämorrhoidalvenenthrombose ab (act. G 5.1/41). Am 3.
Oktober 2008 wurde der Versicherte wegen eines verbliebenen subjektiven
Spannungsgefühls im Bereich der rechten Clavicula Dr. med. G._, Orthopädie,
Schulthess Klinik, zur Untersuchung zugewiesen (act. G 5.1/44). Am 18. Mai 2009
folgte eine weitere Konsultation bei Dr. G._ wegen eines mittlerweile als
"Schraubstockgefühl" der rechten Schulter beschriebenen Befindens (act. G 5.1/54).
Nachdem der Versicherte der ÖKK am 4. Dezember 2009 gemeldet hatte, dass sich
sein Zustand in den letzten Wochen immer mehr verschlimmert habe (act. G 5.1/52),
fand im Januar 2010 eine Untersuchung durch Dr. med. H._, Medizinisches Zentrum
I._, statt. Am 21. Januar 2010 reichte Dr. H._ einen medizinischen Bericht,
zusammen mit einem im Kantonsspital Graubünden erhobenen Szintigraphiebefund
vom 18. Januar 2010, ein (act. G 5.1/55 f.) Am 27. Mai 2010 erfolgte eine weitere
Konsultation bei Dr. G._ sowie eine MRI-Untersuchung des Schultergürtels rechts
durch Dr. D._ (act. G 5.1/58). Am 21. Juni 2010 fand ausserdem eine Beurteilung
durch Dr. med. J._, Manuelle Medizin und interventionelle Rheumatologie an der
Schulthess Klinik, statt, der eine Neural- und Triggerpunkttherapie empfahl (act. G
5.1/59). Gestützt auf eine ausführliche Befragung und Untersuchung des Versicherten
schloss sich der Vertrauensarzt der ÖKK, Dr. med. K._, FMH Rheumatologie, FMH
Physikalische Medizin und Rehabilitation, FA Sportmedizin, FA Interventionelle
Schmerztherapie, in seinem Bericht vom 5. August 2010 diesem Therapievorschlag an
(act. G 5.1/60). Die durch L._, Therapeut der Klinik Valens, durchgeführte Therapie
wurde jedoch nach 4 Sitzungen wegen Wirkungslosigkeit abgeschlossen (act. G
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5.1/63). Nach einer weiteren Konsultation bei Dr. G._ vom 25. Oktober 2010 (act. G
5.1/64) folgte am 24. November 2010 nochmals eine Untersuchung durch Dr. K._. Im
Untersuchungsbericht vom 29. November 2010 sah dieser den Zeitpunkt für eine
Bestimmung des Integritätsschadens als gekommen. Es sei weder mit einer
wesentlichen Verbesserung noch mit einer Verschlechterung des Gesundheitszustands
zu rechnen. Nachdem die Triggerpunktbehandlung erfolglos geblieben sei, wäre als
Therapiemöglichkeit höchstens noch eine Akupunkturbehandlung sinnvoll (act. G
5.1/65).
A.c Mit Verfügung vom 5. Januar 2011 sprach die ÖKK dem Versicherten eine
Integritätsentschädigung aufgrund einer Integritätseinbusse von 10% zu (act. G
5.1/66). Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft.
A.d Mit Schreiben vom 19. Dezember 2011 teilte die ÖKK dem Versicherten mit, dass
der Status quo sine nach der von Dr. K._ vorgeschlagenen Akupunktur-
Behandlungsserie erreicht sein sollte. Es werde angenommen, dass die
Behandlungsserie stattgefunden habe, womit der Fall abgeschlossen werde (act. G
5.1/77). Mit E-Mail vom 20. Februar 2012 äusserte sich der Versicherte zum
angekündigten Fallabschluss (act. G 5.1/80).
A.e Mit Verfügung vom 14. Mai 2012 eröffnete die ÖKK dem damaligen
Rechtsvertreter des Versicherten, Rechtsanwalt lic. iur. R. Hochreutener, St. Gallen,
dass sämtliche Versicherungsleistungen per Ende Januar 2011 eingestellt würden (act.
G 5.1/79).
A.f Nachdem sich der Versicherte am 11. Juni sowie 2. Juli 2012 zur verfügten
Leistungseinstellung geäussert (act. G 5.1/80, 82) und Rechtsanwalt Hochreutener der
ÖKK am 19. Juli 2012 mitgeteilt hatte, dass sein Mandat seit Mitte Juni 2012 erloschen
sei (act. G 5.1/85), verfügte die ÖKK die Leistungseinstellung per 1. Februar 2011 am
13. August 2012 nochmals gegenüber dem Versicherten (act. G 5.1/90).
B.
Die gegen diese Verfügung vom Versicherten am 12. September 2012 erhobene
Einsprache (act. G 5.1/97) wies die ÖKK mit Einspracheentscheid vom 23. Oktober
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2012 ab (act. G 5.1/101). Der Krankenversicherer hatte eine vorsorglich erhobene
Einsprache (act. G 5.1/96) wieder zurückgezogen (act. G 5.1/100).
C.
C.a Gegen den Einspracheentscheid vom 23. Oktober 2012 erhob der Versicherte mit
Eingabe vom 19. November 2012 Beschwerde mit dem sinngemässen Antrag, der
Entscheid sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, die gesetz
lichen Leistungen über den 30. Januar 2011 hinaus auszurichten
(Heilungskostenleistungen und Taggelder, eventualiter Invalidenrente). Eventualiter sei
der Entscheid aufzuheben und eine weitere Untersuchung anzuordnen (act. G 1).
C.b In der Beschwerdeantwort vom 7. Januar 2013 beantragte Rechtsanwalt lic. iur.
M. Schmid, Chur, für die Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde (act. G 5).
C.c Mit Replik vom 18. Mai 2013 bestätigte der Beschwerdeführer seinen Standpunkt
(act. G 13). Mit Schreiben vom 29. Mai 2013 verzichtete der Rechtsvertreter der
Beschwerdegegnerin auf die Einreichung einer Duplik (act. G 15).
C.d Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie den Inhalt der

übrigen Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen näher
eingegangen.
Erwägungen:
1.
Ist die versicherte Person infolge des Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art. 6
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG;
SR 830.1]), so hat sie Anspruch auf ein Taggeld (Art. 16 des Bundesgesetzes über die
Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]). Sie hat zudem Anspruch auf die zweckmässige
Behandlung der Unfallfolgen (Art. 10 UVG). Ist die versicherte Person infolge des
Unfalls mindestens zu 10 Prozent invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente
(Art. 18 Abs. 1 UVG). Der Unfallversicherer ist demnach nur für Gesundheitsschäden
leistungspflichtig, die natürlich- und adäquatkausal mit dem versicherten Unfallereignis
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zusammenhängen. Ursachen im Sinn des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle
Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten
gedacht werden kann. Als adäquate Ursache eines Erfolgs hat ein Ereignis nach der
Rechtsprechung zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach
der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des
eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolgs also durch das Ereignis
allgemein begünstigt erscheint (vgl. BGE 129 V 181 E. 3.1 ff.; A. Rumo-Jungo/A.
Holzer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht,
Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2012, S. 53 ff.).
Während es Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist, den natürlichen
Kausalzusammenhang zu beurteilen, obliegt es dem Richter, die Frage nach dem
adäquaten Kausalzusammenhang zu beantworten (PVG 1984 Nr. 82, 174; BGE 123 III
112 E. 3a). Im Bereich klar ausgewiesener organischer Unfallfolgen spielt jedoch die
Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen
Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine
Rolle (BGE 127 V 103 E. 5b/bb).
2.
2.1 Die Arthro-MRI-Untersuchung des Schultergelenks und der Clavicula rechts vom
23. Juni 2008 zeigte laut Bericht von Dr. D._ vom 24. Juni 2008 eine intakte
Rotatorenmanschette, eine Tendinopathie der Supraspinatussehne mit begleitender
Bursitis subacromialis-subdeltoidea, eine Kapselschrumpfung caudal, eine leichte AC-
Aktivierung und eine deutliche Deformierung der Clavicula rechts bei Zustand nach
osteosynthetisch versorgter Claviculafraktur, jedoch keinen Nachweis einer
Osteomyelitis (act. G 5.1/22). Dr. C._ vermerkte im ärztlichen Zwischenbericht UVG
vom 18. August 2008 einen Status nach stark dislozierter Claviculafraktur im mittleren
Schaftdrittel rechts nach Sturz beim Tennis auf die rechte Schulter am 12. März 2008
mit operativer Reposition und Plattenosteosynthese, eine Wundheilungsstörung mit
Infekt, ein Débridement und eine Jetlavage am 24. April 2008 sowie - nach einem
erneuten Durchbruch der Haut mit Infekt und praktisch freiliegender Platte - eine
Entfernung der Platte am 14. Mai 2008. Der Beschwerdeführer sei heute praktisch
schmerzfrei. Es würde jedoch eine persistierende Deformation im Bereich der Fraktur
sowie eine persistierende leichte Einschränkung der Innenrotation sowie der Abduktion
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in 90° und Aussenrotation bestehen. Im rechten Schultergelenk würden ausserdem ein
knackendes Geräusch bei Abduktion sowie verminderte muskuläre Verhältnisse
persistieren. Der Beschwerdeführer sei allerdings Linkshänder (act. G 5.1/28). Die
röntgenologische Untersuchung durch Dr. G._ vom 3. Oktober 2008 zeigte eine
durchgebaute Fraktur ohne wesentliche Verkürzung. Im gleichentags erstellten
Untersuchungsbericht hielt er fest, dass die Dellenbildung im Bereich des proximalen
Musculus pectoralis durch narbige Veränderungen bei ventraler Plattenlage und Status
nach Infektsituation verursacht sei. Die Beschwerden in Form des geklagten
Spannungsgefühls dürften vorwiegend weichteilbedingt sein (act. G 5.1/44). In seinem
Bericht vom 18. Mai 2009 vermerkte Dr. G._ ein weiterhin störendes
"Schraubstockgefühl" der rechten Schulter, lokalisiert unter der Clavicula, und
erachtete diese immer noch störenden Restbeschwerden aufgrund der klinischen
Untersuchung erneut als klar weichteil-/narbenbedingt (act. G 5.1/54). Gegenüber Dr.
H._ klagte der Beschwerdeführer laut Untersuchungsbericht vom 21. Januar 2010
wiederum über ein chronisches Druckgefühl "wie ein Schraubstock" im Bereich der
Clavicula. Die Beschwerden seien eher zunehmend, vor allem bei Rotation der
Schulter. Auch sei das nächtliche Liegen auf der rechten Schulter stark schmerzhaft.
Die neurologischen Befunde an den oberen Extremitäten waren symmetrisch normal.
Ebenso zeigte sich eine freie Schulterbeweglichkeit und ein scapulothorakaler
Rhythmus. Die Clavicula selbst war jedoch deutlich druckempfindlich. Gestützt auf den
Szintigraphiebefund vom 18. Januar 2010 sah Dr. H._ die Ursache des
persistierenden Schmerzzustandes in einer möglichen chronischen, niedrig aktiven
Osteomyelitis (act. G 5.1/55). Im Rahmen der MRI-Untersuchung des rechten
Schultergürtels vom 27. Mai 2010 konnten sowohl ein entzündlicher Weichteilprozess
als auch eine Osteomyelitis der Clavicula ausgeschlossen werden, womit die
aufgeworfene Frage bezüglich der Letzteren beantwortet war. Hingegen förderte die
MRI-Untersuchung postoperative Veränderungen mit narbigem, partiellem Abriss des
kaum atrophen und nicht retrahierten Pectoralis major Muskels an der lateralen
Clavicula zutage. Dr. G._ vermerkte im Untersuchungsbericht vom 27. Mai 2010 eine
normale Trophik des Pectoralismuskels und wiederholte seine Beurteilung, wonach die
Beschwerden des Beschwerdeführers einer Narbenproblematik im Bereich der
ehemaligen Operationsnarben entsprechen würden (act. G 5.1/58). Die Untersuchung
durch Dr. J._ vom 21. Juni 2010 zeigte einen diffusen Weichteildruckschmerz sowie
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diverse Myogelosen und Triggerpunkte der periclaviculären Muskulatur, insbesondere
des Musculus subclavius sowie des noch zu palpierenden pectoralen Muskels (act. G
5.1/59). Dr. K._ stellte entsprechend in seinem Abklärungsbericht vom 5. August
2010 die Diagnose sekundärer Myogelosen und Tendomyosen sowie Triggerpunkte
periclaviculär rechts und im Bereich der Scapulalevatoren. Betreffend
Kausalzusammenhang zwischen Unfallereignis und jetzigen Beschwerden hielt der
Vertrauensarzt fest, dass der Kausalzusammenhang sicher im Zusammenhang mit der
primären Defektheilung und jetzigen Deformation der entsprechenden
Weichteilstrukturen zu sehen sei (act. G 5.1/60).
2.2 Angesichts der vorgenannten, einhelligen medizinischen Akten hat die
Beschwerdegegnerin zu Recht anerkannt, dass beim Beschwerdeführer infolge seiner
Verletzung der rechten Clavicula vom 12. März 2008 über das Datum der
Leistungseinstellung (31. Januar 2011) hinaus gewisse organische Restfolgen - eine
Deformation von Weichteilstrukturen; narbiger, partieller Abriss des Musculus
pectoralis major an der lateralen Clavicula - bestehen, und die Kausalität der vom
Beschwerdeführer geklagten Beschwerden im Bereich der rechten Clavicula -
insbesondere das von ihm beschriebene "Spannungs- bzw. Schraubstockgefühl", aber
auch eine gewisse Einschränkung der Beweglichkeit im rechten Schultergelenk - zu
den Unfallrestfolgen nicht in Frage gestellt. Entsprechend hat die Beschwerdegegnerin
dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 5. Januar 2011 eine
Integritätsentschädigung aufgrund einer Integritätseinbusse von 10% zugesprochen
(act. G 5.1/66).
3.
3.1 Strittig ist hingegen zunächst, ob per 31. Januar 2011 der sogenannte
"Fallabschluss" vorgenommen werden durfte, d.h. die Heilbehandlungs- und
Taggeldleistungen ab diesem Zeitpunkt eingestellt werden durften und der Anspruch
des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente zu prüfen war (vgl. A. Rumo-Jungo/A.
Holzer, a.a.O., S. 143).
3.2 Die Heilbehandlung (Art. 10 UVG) zählt wie das Taggeld (Art. 16 f. UVG) zu den
vorübergehenden Leistungen (BGE 133 V 63 f. E. 6.6 mit Hinweisen). Es kann dem
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ersten Kapitel des UVG nicht entnommen werden, bis zu welchem Zeitpunkt diese
beiden Leistungen durch den Unfallversicherer zu erbringen sind. Der massgebende
Zeitpunkt ergibt sich indessen aus Art. 19 UVG, der in Abs. 1 erstem Satz zunächst
festhält, dass der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen
Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands der versicherten
Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der
Invalidenversicherung (IV) abgeschlossen sind. Gemäss Satz 2 von Abs. 1 fallen mit
dem Rentenbeginn die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (vgl. auch Art.
16 Abs. 2 zweiter Satz UVG, wo dies für den Taggeldanspruch nochmals statuiert
wird). Rechtsprechungsgemäss hat der Versicherer die Heilbehandlung und das
Taggeld nur solange zu gewähren, als von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung
noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszustands erwartet werden kann. Trifft
dies nicht mehr zu, ist der Fall unter Einstellung der vorübergehenden Leistungen mit
gleichzeitiger Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und auf eine
Integritätsentschädigung abzuschliessen (vgl. BGE 134 V 113 f. E. 4.1 mit Hinweisen).
3.3 Ob im Zeitpunkt der Leistungseinstellung per 31. Januar 2011 von der Fortsetzung
der ärztlichen Behandlung noch eine namhafte Besserung der somatischen
Unfallfolgen im Bereich der rechten Schulter des Beschwerdeführers zu erwarten war,
bestimmt sich nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung
der Arbeitsfähigkeit, soweit diese unfallbedingt beeinträchtig ist (BGE 134 V 115 E. 4.3
mit Hinweisen). Die Verwendung des Begriffs "namhaft" verdeutlicht, dass es für eine
weiterdauernde Übernahme der Behandlungskosten nicht genügt, dass eine Therapie
lediglich eine unbedeutende Besserung erhoffen lässt oder dass für eine namhafte
Besserung nur eine weit entfernte Möglichkeit besteht (A. Maurer,
Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl. Bern 1989, S. 274). Von einer namhaften Besserung
des Gesundheitszustands, wie sie der Anspruch auf Heilbehandlung voraussetzt, kann
auch dann nicht gesprochen werden, wenn eine therapeutische Massnahme mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit nur die sich aus dem stationären
Gesundheitsschaden ergebenden Beschwerden für eine begrenzte Zeit zu lindern
vermag (RKUV 2005 Nr. U 557 S. 388). Der Abschluss des Falls durch die
Unfallversicherung im Sinn von Art. 19 Abs. 1 UVG bedingt keine vollständige
Schmerzfreiheit bzw. nicht, dass eine ärztliche Behandlung nicht länger erforderlich ist
(vgl. A. Rumo-Jungo, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum
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Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 3. Aufl. Zürich/
Basel/Genf 2003, S. 145; Urteil des Bundesgerichts vom 4. November 2008,
8C_467/2008,
E. 5.2.2.2).
3.4 Zur Frage "Therapie" hielt Dr. C._ in seinem ärztlichen Zwischenbericht UVG vom
18. August 2008 fest, dass gegenwärtig keine Behandlungen durchgeführt würden. Es
werde jedoch insbesondere mit einer langsam aufbauenden MTT (medizinischen
Trainingstherapie) zur weiteren Festigung des ganzen Schultergürtels begonnen (act. G
5.1/28). Dr. G._ hielt es in seinem Bericht vom 18. Mai 2009 in Anbetracht der immer
noch störenden, weichteil-/narbenbedingten Restbeschwerden für angebracht, den
weiteren Verlauf nochmals ein Jahr zu beobachten. In dieser Zeit sei zu prüfen, ob sich
die Narbe weiter Richtung Elastizität verändere. Die operativen Möglichkeiten seien
sicherlich limitiert. Zwischenzeitlich sei allenfalls eine Behandlung von muskulären
Verspannungen angezeigt (act. G 5.1/54). Dr. H._ bejahte in seinem Bericht vom 21.
Januar 2010 das Vorliegen noch behandlungsbedürftiger Unfallfolgen. Ob von der
Fortsetzung der ärztlichen Behandlung eine namhafte Besserung des
Gesundheitszustands erwartet werden könne, müsse aufgrund einer Verlaufskontrolle
in ca. 5 Monaten beurteilt werden. Aktuell sei keine gezielte Therapie vorgesehen (act.
G 5.1/55). Nachdem die MRI-Untersuchung des rechten Schultergürtels vom 27. Mai
2010 durch Dr. D._ postoperative Veränderungen mit narbigem, partiellem Abriss des
kaum atrophen und nicht retrahierten Musculus pectoralis major an der lateralen
Clavicula gezeigt hatte, hielt Dr. G._ in seinem Bericht vom 27. Mai 2010 fest, dass
bei einer völligen konservativen Therapie-Resistenz allenfalls eine Reinsertion des
Pectoralis-Muskels in Betracht komme, wobei das zu erwartende Resultat etwas
unsicher zu beurteilen sei. Aus seiner Sicht kämen auch alternative Massnahmen,
inklusive Osteopathie, in Betracht. Bei einer Therapie-Resistenz wäre dann eine
nochmalige Kontrolle in seiner Sprechstunde vorgesehen. Als nächstes sei nun die
Kontrolle und Beurteilung durch Dr. J._ beabsichtigt (act. G 5.1/58). Dr. J._ plante
sodann aufgrund seines Untersuchungsergebnisses vom 21. Juni 2010 einen Versuch,
die Beschwerden mittels Kombination von Neural- und Triggerpunkttherapie positiv zu
beeinflussen (act. G 5.1/59). Dr. K._ stellte sich am 5. August 2010 hinter diesen
Therapievorschlag (act. G 5.1/7). Die durch L._ durchgeführte
Triggerpunktbehandlung wurde jedoch nach 4 Sitzungen wegen Wirkungslosigkeit
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abgeschlossen. Der Therapeut klärte den Beschwerdeführer über die Chronifizierung
von Schmerzen auf und bat auch Dr. K._ nochmals um eine solche Information. Er
habe dem Beschwerdeführer geraten, das Beschwerdebild zu akzeptieren und nicht
immer nach der Ursache zu suchen. Eventuell könne man überlegen, ob eine
Osteopathie-Behandlung einen Durchbruch bringen könnte (act. G 5.1/63). In seinem
Bericht vom 25. Oktober 2010 wiederholte Dr. G._, dass bei einem abgelösten Pars
clavicularis des Pectoralis major lediglich ein Refixationsversuch angeboten werden
könne, wobei über das Outcome keinerlei Angaben gemacht werden könnten. Der
Beschwerdeführer habe bereits mehrere Meinungen gehört und viele Ärzte hätten ihm
geraten, sich von einer erneuten Operation eher zu distanzieren. Momentan könne er
sich nicht für ein weiteres Vorgehen entschliessen. Er, der Beschwerdeführer, werde
sich im Bedarfsfall erneut mit ihm - Dr. G._ - in Verbindung setzen (act. G 5.1/64). Dr.
K._ hielt sodann am 29. November 2010 fest, dass als Therapiemöglichkeit -
nachdem die Triggerpunktbehandlung nicht von Erfolg gekrönt gewesen sei -
höchstens eine Akupunkturbehandlung im Bereich der schmerzhaften Stelle des
Musculus pectoralis major pars clavicularis und auch pars intermedias sinnvoll sei (act.
G 5.1/65). Am 25. Januar 2011 teilte der Beschwerdeführer Dr. K._ mit, dass er sich
nicht mehr mit Akupunktur behandeln lassen wolle (act. G 5.1/70). Die
Beschwerdegegnerin hielt in einem Schreiben vom 19. Dezember 2011 an den
damaligen Rechtsvertreter des Beschwerdeführers fest, dass nach der - wie
anzunehmen sei - durchgeführten Akupunktur-Behandlungsserie der Status quo
erreicht sein sollte und der Fall somit abgeschlossen werde (act. G 5.1/77). Laut der
dem damaligen Rechtsvertreter des Beschwerdeführers eröffneten Verfügung vom 14.
Mai 2012 hatten jedoch keine Akupunkturbehandlungen stattgefunden (act. G 5.1/79).
3.5 Der in Erwägung 3.4 geschilderte Sachverhalt spricht klar dafür, dass von den
Unfallfolgen her zu Recht per 30. Januar 2011 von einem Behandlungsabschluss in
dem in Erwägung 3.3 erwähnten Sinn ausgegangen werden durfte. So wurden ab
diesem Zeitpunkt keine weiteren Therapien zur Aufrechterhaltung des Erreichten oder
zur Schmerzlinderung mehr durchgeführt oder geplant, und waren schon gar keine
therapeutischen Massnahmen mehr vorgesehen, welche zu einer Heilung der
Beschwerdeursachen hätten führen können. Die Therapiemöglichkeiten waren
offensichtlich ausgeschöpft. Dr. G._ zog nur "allenfalls" eine Reinsertion des
Pectoralis-Muskels in Betracht und beurteilte das dadurch zu erwartende Resultat als
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etwas unsicher (act. 58). Die fragliche Operation wurde jedenfalls letztlich nicht als
wirksame und erfolgversprechende Therapiemassnahme angesehen und auch nicht
von anderen Ärzten diskutiert. Auch Therapeut L._ sprach in seinem Bericht vom 4.
Oktober 2010 entsprechend der dargelegten medizinischen Sachlage von einer
Chronifizierung von Schmerzen (act. G 5.1/63), womit gerade ein beständiger, einer
Heilbehandlung schwer zugänglicher Gesundheitszustand beschrieben wird. Die
Beschwerdegegnerin hat demnach zu Recht per 31. Januar 2011 den Fallabschluss
vorgenommen bzw. die Heilbehandlungs- und Taggeldleistungen eingestellt.
4.
4.1 Zu prüfen bleibt damit, ob die Beschwerdegegnerin im angefochtenen
Einspracheentscheid vom 23. Oktober 2012 zu Recht davon ausging, der
Beschwerdeführer sei vollständig arbeitsfähig, und gestützt darauf einen Anspruch auf
eine Invalidenrente verneint hat.
4.2 Invalidität (vgl. Art. 18 Abs. 1 UVG) ist die voraussichtlich bleibende oder längere
Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen
Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung
verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in
Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Der Grad der
für den Rentenanspruch massgebenden Invalidität ist gemäss Art. 16 ATSG durch
einen Einkommensvergleich zu ermitteln, bei dem das Einkommen, das der
Beschwerdeführer nach dem Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der
medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte
(Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt wird zum Erwerbseinkommen, das er
erzielen könnte, wenn er nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Grundlage
der Bemessung des Invalideneinkommens bilden die Arbeitsfähigkeitsschätzung und
die Umschreibung der noch möglichen und zumutbaren Tätigkeiten. Arbeitsunfähigkeit
ist die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit
bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich
zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in
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einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG). Um das
Ausmass der Arbeitsunfähigkeit beurteilen zu können, ist die Verwaltung und im
Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des
Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung
zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte
Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4).
4.3 Der Beschwerdeführer arbeitet unbestrittenermassen seit Juni 2008 wieder zu
100% in seiner angestammten Tätigkeit als Lehrer (act. G 5.1/17, 43), wendet indessen
beschwerdeweise ein, in Wirklichkeit nicht 100% arbeitsfähig gewesen zu sein. Er habe
die Arbeit in der Schule einfach gemacht, habe sich durchgebissen und gelitten. Er
habe mit Beeinträchtigungen gelebt und gewisse Arbeiten - im Sportunterricht, aber
auch im Fachunterricht - nicht ausgeübt, wodurch die Qualität des Unterrichts
beeinträchtigt gewesen sei (act. G 1). Laut eigenen Angaben unterrichtet der
Beschwerdeführer zu 50% in der M._ - davon 3 Lektionen als Sportlehrer -, und ist in
den übrigen 50% in der Schuladministration/Praxisbegleitung/Teamarbeit tätig (act. G
5.1/80, 97). In einer E-Mail vom 28. Januar 2011 an Dr. K._ beschreibt der
Beschwerdeführer, dass bei längerem Schreiben an die Tafel Schmerzen im Arm und in
der Schulter auftreten würden, was ihm das Weiterschreiben unmöglich mache.
Teilweise würden auch beim Putzen der Tafel heftige Schmerzen auftreten (act. G
5.1/70). In einer E-Mail vom 8. August 2012 an die Beschwerdegegnerin wiederholte
der Beschwerdeführer diese - angesichts der Unfallrestfolgen - an sich plausiblen
Einschränkungen (act. G 5.1/87). Zumindest das Putzen der Tafeln muss sich jedoch
im Schulunterricht organisatorisch durch Einbezug der Schüler und Schülerinnen
kompensieren lassen. Was das Schreiben betrifft, ist sodann festzuhalten, dass der
Beschwerdeführer primär Linkshänder ist (vgl. act. G 5.1/17, 60) und die von ihm
angesprochenen Tätigkeiten in der Regel mit der Gebrauchshand bzw. dominanten
linken Hand ausgeübt werden - oder zumindest ausgeübt werden könnten, auch wenn
der Beschwerdeführer auf die rechte Hand umgeschult wurde. Insgesamt ist mithin
nicht ersichtlich, inwiefern er durch die unfallkausalen Restfolgen in der rechten
Schulter eingeschränkt ist. Entsprechend erklärte er selbst gegenüber der
Beschwerdegegnerin anlässlich des Assessments vom 23. Juli 2008, ab dem neuen
Schuljahr voraussichtlich wieder 100% zu arbeiten und lediglich im Sportunterricht
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durch die Verletzung eingeschränkt zu sein (act. G 5.1/17), und machte in der E-Mail
vom 8. August 2012 einzig geltend, er wolle vom Turn- und Schwimmunterricht befreit
werden (act. G 5.1/87). Eine Arbeitsunfähigkeit in Bezug auf die Unterrichtstätigkeit
ausserhalb der Sportstunden sowie die Schuladministration/Praxisbegleitung/
Teamarbeit kann mithin nicht angenommen werden. Aus praktischer Sicht bzw.
angesichts der unbestrittenen Schmerzen im Bereich der rechten Schulter, der
eingeschränkten Schulterbeweglichkeit sowie der Unmöglichkeit brüske Bewegungen
auszuführen (vgl. act. G 5.1/58) erscheinen sodann auch die Erklärungen des
Beschwerdeführers betreffend Einschränkungen im Sportunterricht nachvollziehbar.
Wie gesagt, erklärte er bereits anlässlich des Assessments vom 23. Juli 2008, dass er
ab dem neuen Jahr voraussichtlich 100% arbeiten werde, im Sportunterricht aber
durch die Verletzung eingeschränkt sei. In der E-Mail an Dr. K._ vom 25. Januar 2011
schilderte der Beschwerdeführer, dass er im Turnunterricht viele Übungen nicht mehr
vorzeigen und auch nicht mehr mitturnen könne, was jedoch pädagogisch notwendig
wäre (act. G 5.1/70). In einer E-Mail vom 11. Juni 2012 fügte er an, dass er bei der
Ausübung von Turnübungen durch die Schüler und Schülerinnen weder planmässig
noch unerwartet Hilfestellung leisten könne, was den Sportunterricht gefährlich mache
(act. G 5.1/80). Wenn Dr. C._ somit in seinem ärztlichen Zwischenbericht UVG vom
18. August 2008 feststellte, dass seit Behandlungsbeginn (11. Juni 2008) keine
Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers in seinem Beruf als Lehrer bestehe (act. G
5.1/28), dürfte sich diese Aussage auf die tatsächliche Situation der 100%-igen
Arbeitsaufnahme bezogen haben. Dr. G._ hielt demgegenüber in seinem Bericht vom
27. Mai 2010 fest, dass der Beschwerdeführer aufgrund des Befundes als Sportlehrer/
gymnastischer Turnlehrer wegen des Sicherheitsrisikos, insbesondere auch für
Hilfeleistungen, arbeitsunfähig sei; vorderhand während 3 Monaten, voraussichtlich
jedoch auch länger (act. G 5.1/58). Nachdem Unfallrestfolgen in der rechten Schulter
unbestrittenermassen vorliegen, sich die Schultersituation laut medizinischen Akten
seit dem vorgenannten Bericht von Dr. G._ trotz durchgeführter Therapien nicht
gebessert hat und die nachfolgenden ärztlichen Beurteilungen keine
Arbeitsfähigkeitsschätzung enthalten, lässt sich eine Arbeitsunfähigkeit als Sportlehrer
nicht ohne weiteres in Abrede stellen. In welchem Umfang der Beschwerdeführer
hinsichtlich seiner angestammten Tätigkeit als Sportlehrer eingeschränkt bzw. eine
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Herabsetzung des Arbeitsfähigkeitsgrads dadurch begründet ist, kann jedoch - wie die
nachfolgenden Erwägungen zeigen - offen bleiben.
4.4 Der Beschwerdeführer ist an der M._ lediglich zu einem kleinen Pensum von 10%
(3 Unterrichtslektionen wöchentlich im Verhältnis zu einem vollen Wochenpensum von
30 Lektionen [vgl. act. G 5.1/80]) als Sportlehrer tätig, d.h. er unterrichtet vorwiegend
andere Fächer. Hinsichtlich seiner Lehrertätigkeit in diesen anderen Fächern sowie
seinem 50%-Pensum in der Schuladministration/Praxisbegleitung/Teamarbeit kann,
wie in Erwägung 4.3 erwogen, davon ausgegangen werden, dass schulterbedingt keine
Arbeitsunfähigkeit besteht. Insofern lässt sich diese angestammte, nach wie vor
zumutbare Tätigkeit, leidensangepasst auf 100% ausdehnen bzw. die
Unterrichtstätigkeit durch eine Unterrichtstätigkeit in anderen Fächern ersetzen. Bei
langer Dauer ist denn auch die Arbeitsfähigkeit in dem noch zumutbaren Arbeitsbereich
zu berücksichtigen (vgl. Art. 6 Satz 2 ATSG). Unerheblich ist, ob der Beschwerdeführer
das Pensum an seiner Schule ohne Sportunterricht auf 100% aufstocken kann, da auf
den hypothetisch ausgeglichenen Arbeitsmarkt abzustellen ist und dieser jedenfalls
eine adaptierte 100%-Stelle beinhaltet (vgl. dazu U. Kieser, ATSG-Kommentar, 2. Aufl.
Zürich/Basel/Genf 2009, Art. 16 N 24).
4.5 Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-
erwerblichen Situation auszugehen, in der die versicherte Person konkret steht. Übt sie
nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der - kumulativ - besonders
stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr
verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint
zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als
Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn (BGE
129 V 475 E. 4.2.1). Der Beschwerdeführer verwertet seine Leistungs- bzw.
Arbeitsfähigkeit in der Schulgemeinde Niederbüren, wie bereits erwähnt, grösstenteils
als Lehrer in Nicht-Sport-Fächern sowie in anderen Funktionen. Der tatsächlich erzielte
Verdienst in diesen zumutbaren Tätigkeiten stellt eine verlässliche Grundlage für die
Bestimmung des Invalideneinkommens dar und es ist davon auszugehen, dass die
Verlagerung vom Fach Sport auf andere Fächer keine Auswirkungen auf die Lohnhöhe
hat. Nachdem der Lohn als Lehrer (50%-Pensum) und in der Tätigkeit in der
Schuladministration/Praxisbegleitung/Teamarbeit (50%-Pensum) auch die Grundlage
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der Ermittlung des Valideneinkommens bildet, erübrigt sich deren genaue Ermittlung.
Aus der Gegenüberstellung von Validen- und Invalideneinkommen resultiert kein
rentenbegründender Invaliditätsgrad bzw. der Invaliditätsgrad entspricht dem Grad der
Arbeitsunfähigkeit von 0%, weshalb die Beschwerdegegnerin einen Rentenanspruch
des Beschwerdeführers zu Recht abgelehnt hat.
5.
Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Bestätigung des
Einspracheentscheids vom 23. Oktober 2012 abzuweisen. Gerichtskosten sind keine
zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).
Demgemäss hat das Versicherungsgericht im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39