Decision ID: c74b67e3-229a-4066-912f-7294856136c3
Year: 2020
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren
1973,
Mutter einer Tochter (Jahrgang 2011)
,
absol
vierte
eine
Ausbildung
zur
Köchin
und eine
kaufmännische Weiterbildung
. Ab dem Jahr 1993 war sie in verschiedenen Anstellungsverhältnissen als Modever
käuferin
tätig
(vgl. Urk.
8/2/4, Urk. 8/12, Urk. 8
/25). Am 29. März 2006 meldete sie
sich
unter Hinweis auf eine Multiple Sklerose
(MS)
bei der
Invalidenver
si
cherung zum Leistungsbezug an (Urk. 8
/2).
Die
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
klärte die medizinische und erwerbliche Situation ab, qualifizierte
die Versicherte als vo
ll Erwerbstätige und sprach ihr
mit Verfügung vom 26. März 2007
bei einem Invaliditätsgrad von 50 % ab dem 1. August 2005
eine halbe Invalidenrente zu (vgl. Urk
.
8/38, Urk.
8/35
).
1.2
Im Februar 2010 leitete die IV-Stelle ein Rentenrevisionsverfahren ein (Urk. 8/
72).
Sie klärte die erwerblichen und medizinischen Verhältnisse erneut ab (Urk. 8/73-7
4).
In der Folge teilte
sie
der Versicherten
am
3.
September 2010
mit, dass bei der Überprüfung des Invaliditätsgrades keine Änderung festgestellt worden sei und sie deshalb weiterhin Anspruch auf die bisherige ha
lbe Invalidenrente habe (Urk. 8/90
).
1.3
Am 4. Oktober 2011 kam
ihre
Tochter
zur Welt
(Urk. 8/101
).
Die IV-Stelle leitete daraufhin im Oktober 2012 eine weitere Rentenrevision ein (Urk. 8/104).
Sie
zog
einen aktuellen IK-Auszug bei (Urk. 8/105) und
führte
am 23.
J
anuar 2013
eine Haushaltsabklärung durch
(Bericht vom 12. März 2013; Urk. 8/108
).
Mit Verfügung vom 7.
Mai 2013 hob die IV-Stelle die halbe Invalidenrente
auf. Dabei qualifizierte sie die Versicherte neu ausschliesslich als Hausfrau und Mut
ter und ermittelte gestützt auf die Haushaltsabklärung vom 23.
Januar 2013 einen
ren
tenausschliessenden
Invalidit
ätsgrad von 7 %
(Urk. 8/118
).
Dagegen erhob die Versicherte Beschwerde beim
Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
. Mit Urteil
IV.
2013.00530
vom
23. September 2014
qualifizierte
das Gericht die Versi
cherte
in Abänderung der angefochtenen Verfügung
als zu 60 % erwerbstätig und zu 40 % im Haushalt tätig. Ausgehend davon ermittelte
es
einen Gesamtin
validitätsgrad von maximal 19.46 %
, was zur Abweisung der Beschwerde führte
(Urk. 8/139
/12 f.
).
1.4
Am 10. April 2017 meldete sich die Versicherte
unter Hinweis auf einen Status
wechsel
(hypothetische volle Erwerbstätigkeit)
sowie eine Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes
erneut bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug an (Urk. 8/151
-
152
). Die IV-Stelle klärte wiederum die
erwerbliche und die
medizini
sche
Situation ab (
Urk. 8/157,
Urk. 8/165, Urk. 8/170
-
171, Urk. 8/173
)
und holte
insbesondere
eine Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) vom
8. März 2018 ein (Urk. 8/184/4 f.
).
Am 16. Mai 2018
erfolgte
eine
Abklärung in Beruf und
Haushalt
(Bericht vom 21. Juni 2018)
. Dabei
wurde
die Versicherte
unverändert
als zu 60 % erwerbstätig und
zu
40 % im Haushalt tätig
qualifiziert
(Urk. 8/182). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 8/187-188, Urk.
8/190, Urk. 8/199
-202, Urk. 8/210) sprach die IV-Stelle der Versicherten mit Verfügung vom 8. Februar 2019 bei einem Invaliditätsgrad von
51 %
ab 1. Okto
ber 2017
eine
ha
lbe Invalidenrente
zu (Urk. 8/212
, Urk. 8/204
= Urk. 2).
2.
Dagegen erhob die Versicherte am 11. März 2019 Beschwerde und beantragte, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und
es sei
ihr per 1. April 2017 eine ganze Rente auszurichten. Eventualiter sei die Sache an die Beschwerdegegnerin zur weiteren Abklärung des Sachverhalts zurückzuweisen.
In formeller Hinsicht
ersuchte sie um Gewährung der
unentgeltlichen Prozessführung und Rechtsver
tretung
(Urk. 1 S. 2)
.
Mit Beschwerdeantwort vom
18. April 2019 schloss die
IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 7). Dies wurde der Beschwerde
füh
rerin mit Verfügung vom 5. Juli 2019 zur Kenntnis gebracht. Gleichzeitig wurde ihr Gesuch um unentgeltliche Prozessführung und Rechtsvertretung abgewiesen (Urk. 12).
Am 13. September 2019 legte der Rechtsvertreter seine Kostennote auf (Urk. 14).
Am 23. Juni 2020 wurde die Sammelstiftung BVG der Allianz Suisse
Lebens
ver
sicherungs
-Gesellschaft zum Verfahren beigeladen (Urk. 15). Diese teilte am 9. Juli 2020 mit, sie verzichte auf eine Stellungnahme zum vorliegenden Verfah
ren (Urk. 17).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des
Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit
verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1
des Bundesgesetzes über
die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier
telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2
IVG
).
1.
3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommens
ver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts
grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2, 128 V 29 E. 1).
1.
4
Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind, wird für diesen Teil die Inva
lidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach Art. 28a Abs. 2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit und der Anteil der Tätigkeit im
Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (Art. 28a Abs. 3 IVG); dies ist die gemischte Methode der Invaliditätsbemessung (vgl. BGE 141 V 15 E. 3.2 mit Hinweisen).
Nach der bis 31. Dezember 2017 gültigen Gerichts- und Verwaltungspraxis zur Invaliditätsbemessung nach der gemischten Methode (grundlegend BGE 125 V 146
)
wird zunächst der Anteil der Erwerbstätigkeit und derjenige der Tätigkeit im Aufgabenbereich (vgl. Art. 27
der Verordnung über die Invalidenversicherung,
IVV) ermittelt. Die Invalidität bestimmt sich in der Folge dadurch, dass im Erwerbsbereich ein Einkommens- und im Aufgabenbereich ein Betätigungsver
gleich vorgenommen wird, wobei im Erwerbsbereich praxisgemäss berücksichtigt wird, was die versicherte Person im Gesundheitsfall aus ihrer Teilerwerbstätigkeit erzielen würde. Die Gesamtinvalidität ergibt sich aus der Addierung der in beiden Bereichen ermittelten und gewichteten
Teilinvaliditäten
(BGE 131 V 51 E. 5.5.1, 130 V 393 E. 3.3, 125 V 146 E. 2b und 5c).
1.
5
Am 1. Januar 2018 sind die geänderten Bestimmungen der
IVV vom 1. Dezember 2017 in Kraft getreten. Mit dieser Änderung wurde für die Festlegung des Inva
liditätsgrades von teilerwerbstätigen Versicherten nach der gemischten Methode (Art. 28a Abs. 3 IVG) in Art. 27
bis
Absatz 2–4 IVV ein neues Berechnungsmodell eingeführt.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die galten, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt verwirklicht hat (vgl. BGE 130 V 445 E. 1.2.1, 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen).
1.
6
Gemäss dem in Art. 27
bis
Abs. 2–4 IVV per 1. Januar 2018 eingeführten neuen Berechnungsmodell für die Festlegung des Invaliditätsgrads von teilerwerbs
täti
gen Versicherten nach der gemischten Methode (Art. 28a Abs. 3 IVG) werden der Invaliditätsgrad in Bezug auf die Erwerbstätigkeit und der Invaliditätsgrad in Bezug auf die Betätigung im Aufgabenbereich – weiterhin – summiert (Art. 27
bis
Abs. 2 IVV). Die Berechnung des Invaliditätsgrads in Bezug auf die Erwerbs
tätigkeit richtet sich nach Art. 16 ATSG, wobei das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person durch die Teilerwerbstätigkeit erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre, auf eine Vollerwerbstätigkeit hochgerechnet wird (Art. 27
bis
Abs. 3 lit. a IVV) und die prozentuale Erwerbseinbusse anhand des Beschäftigungsgrads, den die versicherte Person hätte, wenn sie nicht invalid ge
worden wäre, gewichtet wird (Art. 27
bis
Abs. 3 lit. b IVV). Für die Berechnung des Invaliditätsgrads in Bezug auf die Betätigung im Aufgabenbereich wird der prozentuale Anteil der Einschränkungen
bei der Betätigung im Aufgabenbereich im Vergleich zur Situation, wenn die versicherte Person nicht invalid geworden wäre, ermittelt. Der Anteil wird anhand der Differenz zwischen dem Beschäfti
gungsgrad nach Absatz 3 lit. b und einer Vollerwerbstätigkeit gewichtet (Art. 27
bis
Abs. 4 IVV).
1.
7
Sowohl bei der erstmaligen Prüfung des Rentenanspruchs als auch bei der Ren
tenrevision und im Neuanmeldungsverfahren ist die Methode der Invaliditätsbe
messung (Art. 28a IVG) zu bestimmen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 117 V 198 E. 3b).
Die für die Methodenwahl (Einkommensvergleich, gemischte Methode, Betäti
gungsvergleich) entscheidende Statusfrage, nämlich ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig einzustufen ist, beurteilt sich danach, was die Person bei im Übrigen unveränderten
Um
ständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde. Entschei
dend ist somit nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Per
son im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pen
sum sie hypothetisch erwerbstätig wäre. Bei im Haushalt tätigen Versicherten im Be
sonderen sind die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhält
nisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungs
aufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigungen und Begabungen zu berück
sichtigen. Massgebend sind die Verhältnisse, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben, wobei für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausge
übten (Teil-)Erwerbstätigkeit der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein
lich
keit erforderlich ist (BGE 144 I 28 E. 2.3, 141 V 15 E. 3.1, 137 V 334 E. 3.2, 125 V 146 E. 2c, 117 V 194 E. 3b).
Die Beantwortung der Statusfrage erfordert zwangsläufig eine hypothetische Beurteilung, die auch die hypothetischen Willensentscheidungen der versicherten Person zu berücksichtigen hat. Diese Entscheidungen sind als innere Tatsachen wesensmässig einer direkten Beweisführung nicht zugänglich und müssen in der Regel aus äusseren Indizien erschlossen werden (vgl. BGE 144 I 28 E. 2.4).
1.8
I
st die Verwaltung auf eine Neuanmeldung eingetreten (Art. 87 Abs. 3
IVV
), so ist im Beschwerdeverfahren zu prüfen, ob im Sinne von Art. 17 ATSG eine für den Rentenanspruch relevante Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten ist (BGE 117 V 198 E. 3a mit Hinweis).
1.9
Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, her
abgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der
Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich geblie
be
nem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Auf
ga
benbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Ferner kann ein Revisionsgrund unter Umständen auch in einer wesentlichen Änderung hin
sichtlich des für die Methodenwahl massgeblichen (hypothetischen) Sachverhalts bestehen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b, je mit Hin
weisen). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesent
lichen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbe
acht
lich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in recht
licher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
2.
2.1
In der angefochtene
n Verfügung vom 8. Februar 2019
erwog die Beschwerde
gegnerin, die Haushaltsabklärung habe ergeben, dass die Beschwerdeführerin seit Mai 2016 bei guter Gesundheit einer Erwerbstätigkeit von 60 % nachgehen wü
rde. Die restlichen 40 % würde s
ie zur Erledigung des Haushaltes sowie für die Kinderbetreuung aufwenden. In diesem Bereich sei sie zu 14 % eingeschränkt.
Zum Zeitpunkt des
frühest
möglichen Rentenanspruches
per
Oktober 2017 sei sie in ihrer bisherigen Tätigkeit als Verkäuferin/Modeberaterin nicht mehr arbeits
fähig. In einer angepassten, rein sitzenden Tä
tigkeit bestehe noch eine Rest
a
r
beitsfähigkeit von 15 %. Der Einkommensvergleich ergebe einen Gesamtinvalidi
täts
grad von 51 %
, weshalb sie Anspruch auf eine halbe Rente habe
.
Dies gelte auch nach Inkrafttreten der neuen Berechnungsmethode per 1.
Januar
2018
(Urk.
2 S. 3)
.
Die Angabe der Beschwerdeführerin, sie würde heute bei
guter
Gesundheit
in einem höheren Pensum einer
Erwerbstätigkeit nachgehen, könne nachvollzogen werden
, nicht jedoch
in
ein
em Pensum von
100
%
. Hierfür habe sie zu wenig konkrete Angaben
dazu
machen können, wer die Tochter an den Tagen betreue,
a
n denen sie nicht im Hort sei oder durch den
Partner
betreut werde.
Ihre
Angaben seien somit als rein theoretisch/hypothetisch anzusehen.
Die Betreuung durch die Schwägerin in
Y._
sei nicht realistisch und jene
r
durch die Nachbarin könne auch nicht
gänzlich gefolgt
werden (
Urk. 2
S. 4).
2.2
Demgegenüber stellte sich die Beschwerdeführ
erin auf den Standpunkt
,
ihr ge
sundheitlicher Zustand habe sich seit der letztmaligen Überprüfung gemäss
Urteil
des Sozialversicherungsgerichts vom 23. September
2014 nochmals erheblich ver
schlechtert. Sie weise
noch
eine Arbeitsfähigkeit von 15 % in einer angepassten, rein sitzenden Tätigkeit auf, was von der Beschwerdegegnerin anerkannt werde. D
er Haushaltsabklärungsbericht vom 21. Juni 2018
sei – aus näher dargelegten Gründen – nicht beweiskräftig und stelle keine genügende Grundlage dar, um einen lediglich 60%igen hypothetischen Erwerbstätigkeitsgrad im Gesundheitsfall mit überwiegender Wahrscheinlichkeit begründen zu können (
Urk. 1
S. 5 ff.)
.
Im Vergleich zur festgestellten Situation gemäss
Gerichtsurteil
hätten sich zudem relevante Änderungen in Bezug auf die Statusfrage ergeben (
Urk. 1
S. 8)
.
Ihre
Tochter sei zum Zeitpunkt der Haushalts
abklärung im Mai 2018 bereits
6
1⁄2-jährig gewesen und habe den 2. Kindergarten besucht. Im Vergleich zum Sach
verhalt gemäss Gerichtsurteil
weise sie daher altersbedingt einen reduzierten Be
treuungsbedarf
auf. K
urz im Anschluss an die Haushaltsabklärung
sei
die Tochter
eingeschult
worden, weshalb eine Fremdbetreuung auch finanziell erschwin
gli
cher gewesen wäre. Ferner sei
sie,
die
Beschwerdeführerin
,
bis zur Diagnos
ti
zierung der
Multiple
n
Sklerose im Jahr 2004 stets voll erwerbstätig gewesen und es sei nicht ihr Plan gewesen, diesen Erwerbstätigkeitsgrad aufgrund der Familiengründung (längerfristig) aufzugeben. Auch
die Situation betreffend die im allfälligen Trennungsfall geschuldeten Kinderunterhaltsbeiträge gestalte sich anders als zum Zeitpunkt des Gerichtsurteils. Überdies sei damals die finanzielle Situation nicht zutreffend dargestellt worden (
Urk. 1
S. 9 f.).
Des Weiteren
hätte
sie
auch im hypothetischen Trennungsfall aus diversen Gründen nie die Absicht
gehabt
, sich mit den geschuldeten Kinderunterhaltsbeiträgen zu begnügen (
Urk. 1
S. 10).
Basierend auf
ihren
Angaben sowie den aufgezeigten Umständen sei von einem hypothetischen Erwerbstätigkeitsgrad von 100 %,
mindestens
jedoch
von
80 %
,
auszugehen,
weshalb sie
rückwirkend ab April 2017
Anspruch auf
eine ganze I
nvalidenr
ente
habe
(
Urk. 1
S. 10 f.).
2.3
Nachdem die Beschwerdegegnerin auf die Neuanmeldung der
Beschwerde
füh
rerin
(Urk. 8/151)
eingetreten ist
,
gilt
es
zu prüfen,
ob sich der Gesundheits
zustand
beziehungsweise
die Statusfrage
seit Erlass der gerichtlich bestätigten
anspruchsverneinenden Verfügung vom
7.
Mai 2013
verändert haben
und wie es sich mit einem allfälligen Rentenanspruch
seit der Neuanmeldung im April 2017
verhält
.
3.
3.1
Mit der Rentenzuspr
e
ch
ung
ab Oktober 2017 hat die Beschwerdegegnerin einen Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 ATSG anerkannt.
Zwischen den Parteien ist
unbestritten, dass sich im Vergleich
s
zeitraum die gesundheitlichen Verhältnisse verschlechtert haben
; beide Parteien gehen davon aus,
dass
die Beschwerde
führerin in der angestammten Tätigkeit als Modeverkäuferin nicht mehr arbeits
fähig ist und dass
die Einsch
ränkung im Erwerbsbereich respektive die
Rest
arbeitsfähigkeit
zum Zeitpunkt
der angefochtenen Verfügung vom 8. Februar 2019
noch 15 % in angepasster Tätigkeit beträgt
(Urk. 1 S. 5
;
Urk. 2 S.
3
).
Dies ergibt sich
ohne Weiteres
aus den Akten
, insbesondere
aus der RAD-Stellung
nahme vom 8. März 2018.
Darin
h
ielt Dr. med.
Z._
, Facharzt für Orthopädie
, Chirurgie und Traumatologie,
als Diagnose mit dauerhafter Auswir
kung auf die Arbeitsfähigkeit eine schubförmig verlaufende Encephalitis
d
i
ssemi
nata
beziehungsweise Multiple Sklerose
mit Schüben in den Jahren 1997, 2005, 2013 und zuletzt im August 2017
, fest
.
D
ie Leistungsfähigkeit habe sich aufgrund des neuerlichen MS-Schubes deutlich verschlechtert.
Mit einer
Besserung des Gesundheit
szustandes sei nicht
zu rechnen
. Der nächste MS-Schub l
a
sse eine weitere Verschlechterung erwarten
.
Es sei nicht davon auszugehen, dass weitere medizinische Massnahmen zu einer relevanten Reduktion der Arbeitsunfähigkeit führten
(Urk. 8/184/4 f.).
Es bestehe
seit November 2016
eine
Arbeitsunfähigkeit
von 100 % in der angestammten Tätigkeit als Rezeptionistin in einem Coiffeur
salon
(ca.
30 %-Pensum)
. In einer angepasste
n, sitzenden Tätigkeit habe
bis August 2017 (neuer MS-Schub) eine Arbeitsunfähigkeit von 50 %
bestanden
und ab August 2017 eine solche von
80-90 %
(
Urk. 8/184/5
;
vgl.
dazu auch
das seitens des Krankentaggeldversicherers eingeholte Gutachten von Dr. med.
A._
,
Fachärztin für Neurologie,
Urk. 8/157/10; sowie
Berichte des Univer
sitätsspitals
B._
, Klinik für Neurologie, vom 11.
Oktober sowie 18./19.
Dezember 2017, Urk. 8/170
)
.
Dem Arbeitgeberbericht ist darüber hinaus zu entnehmen, dass der letzte effektive Arbeitstag am 4. Mai 2016 geleistet wurde
und seither eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestand (Urk. 8/173 Ziff. 2 und Ziff. 7), was
mit der Darstellung
der Beschwerdeführerin übereinstimmt
(Urk. 8/159/1) und nicht bestritten wurde.
Daher ist erstellt, dass die Beschwerdeführerin
seit
Mai
2016 in der angestamm
t
en Tätigkeit vollständig und
in
einer angepassten Tätigkeit
zu 50 % und ab August 2017
auch in einer solchen
zu 80-90 % arbeitsunfähig ist
.
R
echtspre
chungs
gemäss
ist
auf den Mittelwert
(
Arbeitsunfähigkeit von
85 %)
abzustellen
und von einer 15%igen Restarbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit auszugehen
(vgl. Urteil des Bundesgeri
chts
9C_730/2012 vom 4. Juni 2013 E. 4.2).
In diesem Zusammenhang ist bezüglich der Frage, welches die angestammte Tätigkeit ist, festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin zunächst als Modeverkäu
ferin und später als
Receptionistin
in einem Coiffeursalon
, mithin in einer weit
gehend stehenden Tätigkeit
tätig
war (Urk. 8/173/1).
Da nur noch sitzende Tätig
keiten zumutbar sind, ist davon auszugehen, dass beide dieser Tätigkeiten jeden
falls nicht mehr zumutbar sind.
3.2
Das Sozialversicherungsgericht beurteilte
mit Urteil vom 23. September 2014
die Frage der zumutbaren Arbeitsfähigkeit als Modeverkäuferin oder in einer anderen Tätigkeit nicht abschliessend, ging aber unter Verweis auf den Bericht von Dr. med.
C._
, Fachärztin FMH für Neurologie, vom 12.
Oktober
2012 (Urk.
8/104/4)
bei
der Bemessung des Invaliditätsgrades von einer Arbeits
fähig
keit von 50 % aus (Urk.
8/139 E. 4.3).
Eine
vollständige Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit
seit November 2016
und eine solche
von nurmehr 15 %
ab August 2017
in einer Verweistätigkeit stellt
ohne Zweifel
eine erhebliche Ver
schlechteru
ng des Gesundheitszustandes im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG dar
, weshalb die Beschwerdegegnerin zu Recht den Rentenanspruch
und dabei ins
besondere die Statusfrage
im
aktuell
massgebenden Zeitpunkt
neu beurteil
t hat
.
4.
4.1
Das Sozialversicherungsgericht qualifizierte die Beschwerdeführerin in seinem Urteil vom 23. September 2014 als Teilerwerbstätige (60 %
Erwerbstätigkeit
und 40 % Haushalt
, Urk. 8/139/10 ff.
).
Das Gericht erwog damals, aufgrund der Gegebenheiten liessen sich keine Anhaltspunkte für eine Erwerbstätigkeit
im Gesundheitsfall
von über 60 % finden. Zu dieser Beurteilung war es
insbesondere
gelangt, weil die Tochter der Beschwerdeführerin damals seit dem 1. Juli 2013 an drei Tagen pro Woche in der Kindertagesstätte (KiTa) betreut
worden war
.
Aller
dings habe die Beschwerdeführerin
mit einem zwischen 20 und 40 % schwanken
dem Pensum
ihre Arbeitsfähigkeit
von 50 %
schon vor der Geburt der Tochter nicht voll ausgeschöpft
. Das Arbeitsverhältnis mit der
D._
GmbH, bei welcher sie als Rezeptionistin tätig gewesen sei,
sei
auf Ende Januar 2009 gekündigt worden
und seither sei sie keiner Erwerbstätigkeit mehr nach
gegangen
(Urk. 8/139/10).
Eine ausgedehnte Erwerbstätigkeit dränge sich auch vor dem Hintergrund der im (hypothetischen) Trennungsfall geschuldeten Unter
haltsbeiträge ihres
Partners
für die gemeinsame Tochter nicht auf. Ferner sei die Tochter bei Erlass der damals angefochtenen Verfügung erst eineinhalb Jahre alt
gewesen
,
weshalb nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszu
geh
en sei, dass die
Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall
mehr als
zu 60 % erwerbs
tätig wäre
(Urk. 8/139/11)
.
4.2
Im Abklärungsbericht vom 21. Juni 2018 (Urk. 8/182)
ging die Abklärungsperson
unverändert
von einer 60%igen Erwerbstätigkeit aus.
Zur Begründung fügte sie an, die Beschwerdeführerin habe angegeben,
sie würde
ohne den Gesund
heits
schaden einer höheren Teilzeittätigkeit nachgehen. Die Tochter
sei
nun im Kindergarten integriert und es
sei
daher für sie eher machbar. Die Betreuung der Tochter sei geregelt.
Sie
besuche an zwei Tagen nach dem Kindergarten den Hort. Zudem
betreue
ihr
Partner
die Tochter, da er von zu Hause aus arbeiten könne. Ferner habe sie die Möglichkeit, ihre
Tochter bei der
Schwägerin in
Y._
betreuen zu lassen
.
Diese
sei zwar als
zu
100
%
erwerbs
tätige Immobilienmaklerin stet
s
unterwegs, habe jedoch ein Kindermädchen für ihre beiden Töchter. Kon
krete Angaben, wie die Betreuung tatsächlich aussehen könne, habe die Be
schwerdeführerin
vor Ort
nicht machen können (Urk. 8/182/7).
Mit Stellungnahme vom 19. September 2018
(Feststellungsblatt vom 4. Februar 2019, Urk. 8/210)
hielt die Abklärungsperson an
dies
er Qualifikation fest.
D
ie
Betreuung der Tochter sei gemäss der Beschwerdeführerin so geregelt, dass sie nach dem Kindergarten zwei halbe Nachmittage pro Woche im Hort betreut
werde
, am Samstag durch den
Partner
und an zwei Nachmittagen durch die Nachbarin oder die Schwägerin. Die Beschwerdeführerin sei
zuletzt
in einem 30 %-Pensum tätig gewesen. Es sei nachvollziehbar, dass sie heute ohne Gesund
heitsschaden ein höhere
s
Erwerbs
pensum
ausüben würde.
Die Betreuung der Tochter an zwei Nachmittagen pro Woche durch den Hort und
an
eine
m
Tag
durch den
Partner
(vorwiegend am Samstag) könne ebenfalls nachvollzogen werden
. Eine 100%ige Erwerbstätigkeit sei jedoch nicht nachvollziehbar (Urk. 8/210/2). Eine regelmässige Betreuung durch die Schwägerin in
Y._
sei aufgrund des Transportes der Tochter von
E._
(Kindergarten am Morgen) nach
Y._
nicht realistisch. Eine regelmässige Betreuung durch die Nachbarin könne auch nicht gänzlich
nachvollzogen
werden, da diese von der Beschwerdeführerin sehr spontan erwähnt worden sei und im Gegenzug die Betreuung deren Kindes als Gegenleistung bedinge (Urk. 8/210/3)
.
Der
Kundenberater der Beschwerdegegnerin
forderte die Abklärungsperson a
m 20. September 2018
zur ergänzenden
Stellungnahme auf.
G
emäss
seiner Ein
schät
zung sei mindestens ein Pensum von 80 % möglich, da die Tochter jeweils am Morgen im Kindergarten sei (50 %) und zwei Nachmittage im Hort verbringe (20 %). Zudem könne der
Partner
die Tochter an einem Tag betreuen oder sie könne einen Nachmittag
durch die
Schwägerin oder Nachbarin
betreut werden
(10-20 %, Urk. 8/210/3).
Am
25. Oktober 2018
fügte
die Abklärungsperson
an
, sie habe ihre Stellung
nahme vom 19. September 2018 angepasst, weshalb nun klar ersichtlich sein sollte, dass
bei guter Gesundheit
lediglich ein 60 %-Pensum realistisch
und nachvollziehbar
sei
. Welche Änderungen sie einfügte, ist
dem Feststellungsblatt nicht zu entnehmen
(Urk. 8/210/3
)
.
4.3
Die Beschwerdeführerin brachte bereits im Einwand vom 13. August 2018 vor, dass sie vor Eintritt des Gesundheitsschadens im Jahr 2004 immer voll erwerbs
tätig gewesen sei (Urk. 8/201
/2
). Dies ergibt sich auch aus den Akten (Urk.
8/14/2
, Urk.
8/25/1
).
Vor der Geburt der Tochter im Jahr 2011
war sie
indes
nurmehr
in einem
Pensum von 20-
40 % als Rezeptionistin bei der
D._
GmbH tätig
(Urk.
8/
72/2
).
Diese
s Arbeitsverhältnis
wurde
wegen der anstehenden Geburt
per Ende Januar 2009
aufgelöst
(Urk. 8/
126/9
)
.
Damals wurde ihr eine Arbeitsfähigkeit von 50 %
in der Tätigkeit als Modeberaterin
attestiert (vgl. Urk. 8/28/2).
Nach dem Mutterschaftsurlaub
und einem weiteren Krankheitsschub, aufgrund dessen sie zu 100 % arbeitsunfähig gewesen
war
,
ha
t
sie
laut
Arbeitgeberbericht vom 23. Februar 2018
bei der
ehemaligen Arbeitgeber
in, der
D._
GmbH
,
von September 2013 bis September 2016 (Kündigung au
s gesund
heitlichen Gründen
) w
ieder in einem Pensum von
rund 25 % (plus Ferienab
lösungen
)
gearbeitet (Urk.
8/173/2
; vgl. auch die vergleichbaren Einkommen der Jahr 2009/2010 und 2014/2015, Urk. 8/171
)
,
was sich nicht deckt mit dem
seitens der Beschwerdeführerin
angegebenen Pensum von 30-50 % (Urk.
8/151/6, Urk.
8/163/3, Urk.
8/182
/5
f.
).
Auch in dieser Zeitperiode
schöpfte sie
demnach
ihr
e
Arbeitsfähigkeit von 50 %
weiterhin unvollständig
(Urk. 8/157/10, Urk. 8
/139/10) aus
.
Immerhin ist
anzuerkennen
, dass
die Beschwerdeführerin
trotz ihrer Beschwerden und zusätzlich zu ihren Aufgaben als Hausfrau und Mutter
solange
eine Erwerbs
tätigkeit ausgeübt hat, b
is
ein weiterer
Krankheitsschub zum Stellenverlust führte. Ihr
Bestreben, s
ich
im Gesundheitsfall mittels einer Erhöhung ihres Arbeits
pen
sums
soweit möglich eine finanzielle Abhängigkeit zu bewahren (Urk. 1 S. 9 f.)
, ist vor diesem Hintergrund nicht
ohne Weiteres
von der Hand zu weisen. Dies gilt umso mehr, als die Alkoholprobleme des Ehemannes zu Konflikten mit der Be
schwerdeführerin führten
, wie aus dem Haushaltabklärungsbericht hervorgeht
(Urk. 8/182/2).
Daher
ist
davon aus
zugehen
, dass die Beschwerdeführerin
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
ihre Erwerbstätigkeit
im Gesundheitsfall mit zunehmendem Alter der Tochter
-
im Vergleich zum
seinerzeit
durch das Gericht
festgelegten 60%igen Pensum
-
erhöht hätte, was auch die Beschwerdegegnerin
und die Ab
klärungsperson
grundsätzlich
nicht in Abrede stellte
n
(Urk. 2 S. 4
, Urk. 8/210/3
; vgl. auch Urk. 8/182/7
).
Der Darstellung der Abklärungsperson, die zu
wenig klar
und konkret dargelegte Betreuungssituation spreche gegen Erhöhung des Pen
sums
, kann hingegen nicht gefolgt werden, da die Statusfrage zwangsläufig hypothe
tisch zu beantworten ist (vorstehend E. 1.7).
Z
um Zeitpunkt des
Abklärungsbericht
s
am 16. Mai 2018
besuchte die Tochter
den 2. Kindergarten
(Urk.
8/158, Urk.
8/182/6).
Bei Erlass
der angefochtenen Verfügung vom 9. Februar 2019 ging sie in die Primarschule (Urk. 1 S. 9)
.
Auf
grund dieser Umstände kann
bereits im Zeitpunkt der Neuanmeldung im April 2017
von einer mindestens 90%igen Erwerbstätigkeit ausgegangen werden, denn
die Betreuung
wäre - ungeachtet der zusätzlichen Betreuungsmöglichkeiten durch
die Nachbarin und die Schwägerin - unbestrittenermassen
durch den Kinder
garten jeweils morgens (insgesamt 50 %), durch den Hort an zwei Nachmittagen (insgesamt 20 %) und
an einem Tag
durch den
Partner
(20 %) gewährleistet (Urk. 8/182/
7, Urk. 8/210/2 f.).
Dementsprechend
ging auch die Kundenberatung der Beschwerdegegnerin
von einem
höheren
Erwerbspensum
aus, wobei die von ihr
postulierten
80 %
nach dem Gesagten zu kurz greifen
(Urk. 8/210/3).
Eine derartige Betreuungskonstellation ist durchaus nachvollziehbar, zumal die Beschwerdeführerin bereits effektiv von de
n genannten M
öglichkeiten Gebrauch macht. So führte sie im Haushaltsabklärungsbericht unter anderem aus, dass ihr Partner von zu Hause aus arbeite und die Tochter betreue, wenn sie vermehrt Arzt- und Therapietermine wahrnehmen müsse (Urk. 8/182/3).
Wie die Beschwer
de
führerin zu Recht vorbringt (Urk. 1 S. 9),
hätte
sich der Betreuungsaufwand
in persönlicher und finanzieller Hinsicht
mit der Einschulung der Tochter
in die Primarschule
nochmals
reduziert
. Dies ist
schlüssig
, da der Schulunterricht im Gegensatz zum Kindergarten auch nachmittags stattfindet.
Zudem kann davon ausgegangen werde
n
, dass eine ergänzende Betreuung durch die freiwillige Tages
schule mit Blick auf das Familieneinkommen erschwinglich wäre (Urk. 3/3, Urk. 8/182/6 f.).
Spätestens
mit der Einschulung der Tochter in den Kindergarten
(August 2016)
ist
demnach von einer
90%igen Erwerbstätigkeit der Beschwerde
führerin aus
zugehen
.
Der Annahme e
iner 100%ige
n
Erwerbstätigkeit steht die
Angabe
der Beschwerde
führerin gegenüber der Abklärungsperson entgegen, wonach sie eine Teilzeit
tätigkeit ausüben wür
d
e (Urk. 8/182/7).
Dieser
Aussage
, die
noch nicht von mög
lichen versicherungsrechtlichen Überlegungen geprägt
war
,
ist
rechtspre
chungs
gemäss erhöhtes Gewicht beizumessen
(Urteil des Bundesgerichts 8C_352/2008 vom 9. Oktober 2008 E. 3.2.2).
4.4
Nach dem Gesagten ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin
im Gesundheitsfall
wenigstens seit dem Zeitpunkt der Neuanmeldung
zu 90 % im Erwerbs- und zu 10 % im Aufgabenbereich (Haus
halt) tätig wäre.
Da
im Übrigen die Ausführungen im Haushaltsabklärungsbericht betreffend die Einschränkung in den Bereichen
Ernährung
, Haushaltsführung,
Wohnungs- und Hauspflege, Einkauf, Wäsche und
Kleiderpflege sowie der Be
treuung von Kindern
,
nachvollziehbar und
nich
t strittig sind,
ist die
Einschrän
kung von 14
% in der Verrichtung des Haushalts
nicht zu beanstanden
(Urk. 8/182/12
).
Von der beantragten
(Urk. 1 S. 6)
gerichtlichen Befragung der Beschwerde
füh
rerin
sowie
der Abklärungsperson sind ke
in
e neuen Erkenntnisse zu erwarten, weshalb darauf
in
antizipierter
Beweiswürdigung verzichtet werden kann (BGE 122 V 157 E. 1d mit Hinweisen).
Zu prüfen bleibt, wie sich
die E
in
schränkung des
Leistungsvermögens
der
Be
schwerdeführer
in
in
wirtschaftlicher H
in
sicht auswirkt.
5.
5.1
Da die Beschwerdeführerin im hypothetischen Gesundheitsfall nicht zu 100 % erwerbstätig wäre, ist d
er Invaliditätsgrad
vorliegend nicht mittels eines reinen Einkommensvergleichs, sondern in Anwendung der gemischten Methode im Sinne von
Art.
28a Abs. 3 IVG zu bemessen.
Ausgehend von der
vorgenommenen Qualifikation ist
zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin den Invaliditätsgrad der Beschwerdeführerin korrekt bemessen hat.
5.2
Wie
eingangs erwähnt, wurde per
1. Januar 2018
mit
Art. 27 Abs. 2-4
IVV
eine neue Berechnungsmethod
e bei Teilerwerbstätigen
eingeführt
. Die
angefochtene Verfügung ist am 8. Februar 2019
und somit nach Inkrafttreten der Verordnungs
änderung ergangen, wobei
angesichts der ab November 2016 bescheinigten Arbeits
unfähigkeit (vorstehend E. 3.1)
ein Sachverhalt zu beurteilen ist, der vor dem Inkrafttreten der revidie
rten Verordnungsbestimmungen am
1. Januar 2018 begonnen hat. Daher und aufgrund dessen, dass der Rechtsstreit eine Dauer
leis
tung betrifft, über welche noch nicht rechtskräftig verfügt wurde, ist entspre
chend
den
allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln für die Zeit bis 31. Dezember 2017 auf die damals geltenden Bestimmungen und ab diesem Zeitpunkt auf die revidierten Verordnung
sbestimmungen abzustellen
(BGE 130 V 445 E. 1.2.2)
.
5.
3
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validen
ein
kommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein
lichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Aus
nahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 139 V 28 E. 3.3.2, 135 V 58 E. 3.1, 134 V 322 E. 4.1).
Ist
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die versicherte Person die bisherige Tätigkeit unabhängig vom Eintritt der Invalidität nicht mehr ausgeübt hätte, kann das
Valideneinkommen
auf Grundlage der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE)
be
rechnet werden, wobei die für die Entlöhnung im Einzelfall gegebenenfalls rele
vanten persönlichen und beruflichen Faktoren zu berücksichtigen sind (BGE 139 V 28 E. 3.3.2; Meyer/Reichmuth, Bundesgesetz über die Invaliden
versicherung, 3. Auflage 2014,
Rn
55 f. zu Art.
28a
).
Daher ist danach zu
prüfen
, was die Beschwerdeführerin zum Zeitpunkt des
frühest
möglichen Rentenbeginns als Gesunde verdient hätte.
Diesbezüglich ist
festzuhalten,
dass g
emäss der höchstrichterlichen Rechtsprechung eine versi
cherte Person, die in der bisherigen Tätigkeit nicht mehr arbeitsfähig ist, deren Rentenanspruch jedoch deshalb verneint wurde, weil sie mit einer angepassten Tätigkeit ein rentenausschliessendes Einkommen erzielen konnte, kein neues Wartejahr mehr bestehen muss, wenn sie später wegen einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes auch die angepasste Tätigkeit nicht mehr in renten
aus
schliessendem Mass ausüben kann (vgl. das Urteil des Eidgenössischen Versiche
rungsgerichts I 285/02
vom 20. Juni 2003
E. 4.3). Ein Rentenanspruch kann demzufolge gemäss Art. 29 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 29 Abs. 3 IVG frühestens
nach
einer
Frist von sechs Monaten nach Art. 29 Abs. 1 IVG
entstehen (vgl. auch BGE 142 V 547 E. 3.2).
Die Beschwerdeführerin war
ausgewiesenermassen
wenigstens seit der Aufhe
bung der damaligen halben Rente mit Verfügung vom 7. Mai 2013 ununter
brochen zu 50 % arbeitsunfähig (vorstehend E. 3). Das Wartejahr hat sie
dem
nächst längst bestanden, weshalb ihr Rentenanspruch sechs Monate nach der
Neuanmeldung im April 2017
, mithin im November 2017
(wieder) entstehen konnte, wovon die Beschwerdegegnerin zu Recht ausging.
Der
Ansicht der Beschwerdeführerin
, wonach der
Rentenbeginn
in Anwendung von Art. 88
bis
Abs. 1 lit. a IVV
auf den Zeitpunkt der Neuanmeldung im April 2017 zu legen
sei
(Urk. 1 S. 11)
,
kann nicht gefolgt werden, da
der
Wor
t
laut
diese
r
Bestimmung
voraussetzt, dass ein
bereits entstandene
r
Rentenanspruch
erhöht wird
. Vorliegend handelt es sich jedoch um eine Neuanmeldung nach aufge
hobener Invalidenrente (Urk. 8/139). Infolge Fehlens einer revidierbaren Rente kann Art. 88
bis
Abs. 1 lit.
a IVV daher nicht
(analog)
zur Anwendung gelang
en
(
BGE 142 V 547
E. 3.
1-
2
)
.
5.4
Den unbestritten
gebliebenen
Ausführungen der Beschwerdegegnerin zu
m
Einkommensvergleich (Urk. 8/183/1, Urk. 1 S. 2 ff
.
) kann insoweit gefolgt werden, als das
Valideneinkommen
anhand der Tabellenlöhne der LSE zu berech
nen ist. Die Beschwerdeführerin war vor Eintritt des Gesundheitsschadens
im Jahr 2004
bei der
F._
S.A. als Modeberaterin angestellt (Urk. 8/14).
Da die
F._
S
.
A
.
im Jahr 2013 im Handelsregister des Kantons Tessin gelöscht wurde
und die Beschwerdeführerin damit unabhängig von ihrem Gesundheits
scha
den nicht mehr dort tätig wäre
, ist für die Berechnung des
Validenein
kommens
auf die LSE zurückzugreifen. Allerdings
ist die im Verfügungszeitpunkt aktuellste LSE 2016
(
TA1_triage_skill_level
, m
onatlicher Bruttolohn [Zentralwert] nach Wirtschaftszweigen, Kompetenzniveau und Geschlecht
, privater Sektor
)
zu verwenden (
BGE 143 V 295 E. 4.1.3
).
Die Beschwerdeführerin hat zwar in Deutschland eine Ausbildung als Köchin sowie eine kaufmännische Weiterbil
dung absolviert, allerdings war sie in der Schweiz im Detailhandel in der Mode
branche tätig. Es rechtferti
g
t sich daher auf das
Kompetenzniveau
1
,
Ziffer
47 (Detailhandel)
, abzustellen
.
Gemäss LSE
2016 betrug
das
entsprechende
Einkommen
von Frauen
Fr.
4’390
.--
bei 40 Arbeitsstunden pro Woche. Unter Berücksichtigung ein
er betriebsüblichen Arbeitszeit
von 41
.
9
Stunden pro Woche (Bundesamt für Statistik, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, Tabelle T 03.02.03.01.04.01) ergibt sich ein Einkommen von monatlich Fr.
4'598.50 bzw. Fr. 55'182.30
pro Jahr. Ange
passt an die Nominallohnentwicklung für Frauen (vgl. Bunde
samt für Statistik, Tabelle T39, Frauen
: 2016 = 2709
Punkte
, 2017 =
2719
Punkte
) beträgt das
massgebende
Einkommen im Jahr 2017 Fr
.
55'386.
--
(Fr. 4'390.-- / 40 x 41.9 x 12 / 2709 x 2719
)
in einem 100 %-Pensum beziehungsweise Fr. 49'847.40
in einem 90 %-Pensum
.
5.
5
Da die Beschwerdeführerin keiner Erwerbstätigkeit mehr nachgeht, ist betreffend das Invalideneinkommen ebenfalls auf die
Tabellenlöhne der LSE 2016
abzu
stellen
(BGE 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2, 129 V 472 E. 4.2.1).
Der Totalwert für Frauen gemäss LSE 2016, Kompetenzniveau 1, betrug im Jahr
2016 monatlich
Fr. 4'363.--
(LSE 2016, Tabelle TA1_tirage_skill_level, Total, Kompetenzniveau 1
), was
unter Berücksichtigung einer durchschnittlichen betriebsüblichen Arbeits
zeit von 41.7 Stunden im Jahr 201
7
und angepasst an die Nominallohn
ent
wick
lung ein hypothetisches
Invalideneinkommen
von
Fr. 54'782.60
(Fr. 4'363.-- / 40 x 41.7 x 12 / 2709 x 2719
)
und von Fr. 8'217.40 bei 15
%iger Restarbeitsfähig
keit in
angepassten Tätigkeiten ergibt
.
5.
6
Der
I
nvaliditätsgrad beläuft sich demnach in Anwendung der gemischten Methode nach
de
r
bis 31. Dezember 2017 gültig gewesenen Praxis
respektive
vo
m
1. Oktober
bis 31. Dezember 2017 auf
gerundet 8
3.5
% (
[Fr. 49'847.40
./.
Fr. 8'217.40] x 100 / Fr. 49'847.40
)
.
Anteilsmässig gewichtet
(90 % Erwerbstätig
keit und 10 % Haushalt)
ergibt sich ein Gesamtinvaliditätsgrad von
77
%
(83.5 % x 0.9 + 14 % x 0.1,
zum Runden: BGE 130 V 121
).
Per 1. Januar 2018
ist
im Erwerbsbereich
von einem 100 %-Pensum
und demzufolge einem Invaliditäts
grad von 85.16 % ([Fr. 55'386.-- ./. Fr. 8'217.40] x 100 / Fr. 55'386.--)
auszugehen. Daraus resultiert
anhand der
neue
n
Berechnungsmethode ein
Ge
samtinvaliditätsgrad
von
gerundet
87
% (
85.16 % + 14 % x 0.1
)
.
Die Anpassung an die
Nominallohnentwicklung
2018 kann unterbleiben, da sie sich beim Validen- und Invalideneinkommen gleichermassen auswirken würde.
5.
7
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich der Gesundheitszustand der Be
schwerdeführerin seit
Erlass
der
anspruchsverneinenden Verfügung vom
7.
Mai
2013 (Urk. 8/118)
wesentlich
verschlechterte und sich gleichzeitig ihr Status
im Sinne eines höheren Anteils an Erwerbstätigkeit
änderte. Sie hat
nach dem Gesagten
ab 1. Oktober 2017 Anspruch auf eine ganze Rente
, was zur
teilweisen
Gutheissung der Beschwerde führt
.
Zu bemerken bleibt, dass v
or diesem Hintergrund
letztlich
offen bleiben
kann
, ob
die Beschwerdeführerin
– wie sie beschwerdeweise vorbringt (Urk. 1 S. 6 ff.) – im Gesundheitsf
all zu 100 % erwerbstätig wäre
. Denn
bereits bei einer hypothe
tischen Erwerbstätigkeit von 90 %
besteht
Anspruch auf eine ganze Rente
ab
1. Oktober 2017
.
6.
6.1
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichts
kosten s
in
d nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert fest
zulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr.
9
00.-- anzusetzen.
Die zur Parteientschädigung ergangene bundes
gerichtliche Rechtsprechung zum «Überklagen»
ist nicht auf die Verteilung der Gerichtskosten im kantonalen Ver
fahren übertragbar (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_568/201
0 vom 3. Dezember 2010 E. 4.2).
Die Beschwerdeführer
in
obsiegt teilweise
in
dem S
in
ne, dass sie
ab
1. Oktober 2017
Anspru
ch auf eine ganze Rente hat
.
Mit
ihrem Antrag auf
eine ganze Rente ab 1. April 2017
(Urk. 1 S. 2) unterliegt sie. Es rechtfertigt sich,
die
Gerichtskosten entsprechend dem teilweisen Obsiegen
zu einem Fünftel
(Fr. 1
8
0.--)
der Beschwerdeführer
in
und
zu vier Fünfteln (Fr.
72
0.
)
der
Be
schwer
degegner
in
aufzuerlegen.
6
.2
Nach § 34 Abs. 1
des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (GSVGer)
hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Partei
kosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung
der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens
be
messen (§ 34 Abs. 3
GSVGer
).
Der mit Honorarnote vom 13. September 2019 (Urk. 14) geltend gemachte Auf
wand
von 10.17 Stunden
und Barauslagen von Fr. 33.20
erweist sich unter
Be
rücksichtigung der genannten Kriterien als angemessen.
Der gerichtsüblich zu entschädigende Ansatz beläuft sich
indes
auf Fr. 220.-- (
zuzüglich Mehrwert
steuer)
, von dem abzuweichen keine Gründe bestehen.
Die Entschädigung ist daher auf Fr. 2'445.40 ([10.17 x Fr. 220.-- + Fr. 33.20] x 107.7
%)
festzusetzen.
Ist das Quantitative e
in
er Leistung strittig, rechtfertigt e
in
Überklag
en
nach der
in
Rentenangelegenheiten ergangenen Rechtsprechung e
in
e Reduktion der Par
teientschädigung nur, wenn das ziffernmässig bestimmte Rechtsbegehren den Pro
zessaufwand bee
in
flusst hat (Urteil des Bundesgerichts 8C_568/2010 vom 3. Dezem
ber 2010 E. 4.1).
Obwohl dem Begehren der Beschwerdeführer
in
nur teilweise entsprochen wurde, hat ihr «Überklagen» den Prozessaufwand nicht wesentlich bee
in
flusst. Von e
in
er Kürzung der Prozessentschädigung ist daher abzusehen
.