Decision ID: d2a54d8d-6d79-4206-bcf8-d9dbc151b320
Year: 2016
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a Ein erstes Gesuch von A._ um Leistungen der Invalidenversicherung (IV) vom 22.
Januar 2009 wiesen die IV-Stelle mit Verfügung vom 15. Februar 2010 (IV-act. 50) und
das Versicherungsgericht mit Entscheid vom 4. April 2011 ab. Gestützt auf einen
Bericht der Klinik Valens vom 2. Februar 2010 wurde von einer uneingeschränkten
Arbeitsfähigkeit in einer rückenadaptierten Tätigkeit ausgegangen. Ansonsten sei mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin
vom 11. Mai bis 28. Oktober 2009 über eine volle Arbeitsfähigkeit verfügt habe. Das
Wartejahr (Beginn 17. Juni 2008) sei demnach am 11. Mai 2009 - und somit vor Ablauf
eines Jahres - wesentlich unterbrochen worden, weshalb auch kein Anspruch auf eine
befristete Invalidenrente habe entstehen können (Verfahren IV 2010/96, IV-act. 63, E.
5.3).
A.b Vom 7. bis 22. August 2012 wurde die Versicherte stationär im Palliativzentrum
des Spitals B._ behandelt. Als Diagnosen wurden unter anderem ein chronifiziertes
Schmerzsyndrom, Stadium 3 nach Gebershagen (Lumboischialgie dem Dermatom S1
links entsprechend bei Status nach Operation eines Bandscheibenvorfalls L5/S1 am
13. Februar 2009) und eine ängstlich-depressive Stimmungslage (pathologischer HDS-
Score) erhoben (Kurzaustrittsbericht vom 22. August 2012, IV-act. 67).
A.c Am 24. September 2012 meldete sich die Versicherte erneut bei der IV zum
Leistungsbezug an. Sie gab dabei an, unter einem Bandscheibenvorfall, Schmerzen im
Rücken, im linken Bein und in der linken Kopfhälfte zu leiden. Die ganze linke
Körperhälfte "schlafe ein". Es bestehe eine ängstlich-depressive Stimmungslage (IV-
act. 65).
A.d Dr.med. C._, Chefarzt Klinik D._, Psychiatrie-Dienste Süd, berichtete am 26.
November 2012, die Versicherte leide unter einer mittel- bis schwergradigen
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Depression, welche das bekannte Schmerzsyndrom überlagere. Sie sei in ihrer
bisherigen Tätigkeit zu 100 % und im Haushalt zu mindestens 80 % arbeitsunfähig (IV-
act. 76-1 f.).
A.e Die IV-Stelle teilte der Versicherten am 24. Januar 2013 mit, sie weise das
Leistungsbegehren um berufliche Massnahmen ab, da aufgrund des
Gesundheitszustandes keine beruflichen Massnahmen möglich seien (IV-act. 82).
A.f Dr.med. E._, FMH Allgemeinmedizin, nannte im Arztbericht vom 21./22. April
2013 als Diagnosen ein chronisches Schmerzsyndrom mit Lumboischialgie Dermatom
S1 links und eine depressive Verstimmung mit Insuffizienzgefühlen der Familie
gegenüber wegen chronischer Überforderung als Hausfrau und Mutter. Aufgrund der
Rückenschmerzen bei längerem Stehen oder Sitzen, rascher Ermüdung und fehlender
Konstanz und steter Unterbrechung bei der Arbeit sei kein mehrstündiger
Arbeitseinsatz möglich. Rein stehende und rein sitzende Tätigkeiten seien während
zwei bis vier Stunden, wechselbelastende Tätigkeiten während etwa vier Stunden
täglich zumutbar, jeweils mit einer Leistungsfähigkeit von 50 % (IV-act. 86).
A.g Das Zentrum für Medizinische Begutachtung Basel (ZMB) begutachtete die
Versicherte im Auftrag der IV-Stelle (Gutachten vom 21. Januar 2014; Untersuchungen
vom 4. bis 8. November 2013; Dr.med. F._, Innere Medizin, Dr.med. G._,
Neurologie, Dr.med. H._, Rheumatologie, Dr.med. I._, Psychiatrie). Die Gutachter
stellten die Diagnosen eines chronischen lumboradikulären Schmerzsyndroms S1 links
mit sensiblem Ausfall im Dermatom S1 links, einer rezidivierenden depressiven
Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode mit spezifischen Trennungsängsten und
spezifischer Angststörung unklarer Ätiologie, sowie einer chronischen Schmerzstörung
mit somatischen und psychischen Faktoren bei einer Persönlichkeit mit akzentuierten
(ängstlich-dependenten) Zügen. In einer adaptierten Tätigkeit, d.h. in einer leichten,
nicht rückenbelastenden Tätigkeit, wechselschichtig, ohne Überkopfarbeiten und ohne
Heben und Tragen von Gegenständen über 10 kg, sei die Versicherte aktuell unter
Aufbietung allen guten Willens aus somatischer Sicht zu 50 % arbeitsfähig. Auch aus
psychiatrischer Sicht bestehe eine Restarbeitsfähigkeit, welche aber wesentlich durch
die Ängste und ihr regressives Verhalten kompromittiert werde. Es sei der Versicherten
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im Sinne eines Entgegenkommens eine Einarbeitungszeit zu gewähren, was ihr
ermögliche, das attestierte Arbeitspensum von 50 % innert weniger Wochen zu
erreichen (IV-act. 103).
A.h In einer Stellungnahme vom 17. Februar 2014 führte der RAD aus, das Gutachten
entspreche formal und inhaltlich den Konventionen, die an ein
versicherungsmedizinisches Gutachten gestellt werden dürften (IV-act. 104).
A.i Mit Vorbescheid vom 11. März 2014 stellte die IV-Stelle der Versicherten in
Aussicht, das Rentenbegehren abzuweisen (IV-act. 109). Sie stützte sich dabei auf eine
Stellungnahme des Rechtsdienstes vom 21. Februar 2014, wonach die rezidivierende
depressive Störung keinen invalidisierenden Charakter habe, denn nach der Aktenlage
sei davon auszugehen, dass sie in engem Zusammenhang mit dem Schmerzleiden
stehe. Rechtlich gebe es keine hinreichenden Gründe, dem syndromalen Leiden
ausnahmsweise invalidisierende Wirkung beizumessen. Die Versicherte könne, objektiv
betrachtet, eine leidensangepasste Erwerbstätigkeit ohne wesentliche Einschränkung
verrichten (IV-act. 105).
A.j Die Versicherte erhob am 29. April 2014 Einwand (IV-act. 116-1 ff.). Sie berief sich
auf eine Stellungnahme von Dr. C._ vom 25. April 2014. Danach leide die Versicherte
unter einer gegenüber früher gravierend veränderten komplexen Störung, bei der vor
allem eine mittel- bis zeitweise schwergradig ausgeprägte Depression mit Angst im
Vordergrund stehe. Eine 100 % ige Arbeitsfähigkeit werde sowohl von den Gutachtern
als auch von den Behandlern ausgeschlossen (IV-act. 116-4 f.).
A.k Die IV-Stelle verfügte am 1. Mai 2014 die Abweisung des Rentenbegehrens. Das
Gutachten sei aus rechtlicher Sicht geprüft, beurteilt und gewürdigt worden. Hierauf
basiere die Stellungnahme des Rechtsdienstes vom 21. Februar 2014. Die
vorgebrachten Einwände brächten keine neuen Tatsachen hervor (IV-act. 117).
B.
B.a Gegen die Verfügung vom 1. Mai 2014 lässt A._ am 27. Mai 2014 Beschwerde
erheben. Sie beantragt, die angefochtene Verfügung sei unter Kosten- und
Entschädigungsfolgen aufzuheben und es sei ihr eine Invalidenrente zuzusprechen. Es
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liege kein syndromales Leiden vor; gemäss Gutachten seien für die beklagten
Schmerzen effektiv somatische Korrelate vorhanden. Die festgestellten organischen
Befunde wirkten sich auf die Leistungsfähigkeit aus. Hinsichtlich der depressiven
Störung sei von einem eigenständigen psychischen Leiden auszugehen. Es treffe nicht
zu, dass sie nicht in psychiatrischer Behandlung sei. Spätestens seit August 2012 sei
von einer rentenbegründenden Invalidität auszugehen (act. G 1).
B.b Mit Beschwerdeantwort vom 15. Juli 2014 beantragt die Beschwerdegegnerin, die
Beschwerde sei abzuweisen. Subjektive Schmerzangaben müssten durch damit
korrelierende, fachärztlich schlüssig feststellbare Befunde hinreichend erklärbar sein.
Bei der Beschwerdeführerin sei mangels relevanter organischer Befunde keine
quantitative Einschränkung der Leistungsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit zu
begründen. Aus somatischer Sicht sei von einer vollen Arbeitsfähigkeit in angepassten
Tätigkeiten auszugehen. Eine depressive Störung mittleren Grades bilde regelmässig
keine von depressiven Verstimmungszuständen klar unterscheidbare andauernde
Depression im Sinne eines verselbständigten Gesundheitsschadens, der es der
betroffenen Person verunmögliche, die Folgen der bestehenden Schmerzproblematik
zu überwinden. Vorliegend gehe aus dem Gutachten und aus der gesamten
medizinischen Aktenlage eindeutig hervor, dass sich die depressive Symptomatik
infolge der Schmerzsymptomatik entwickelt habe. Die Gesamtwürdigung ergebe, dass
die nach der Rechtsprechung erforderlichen Kriterien nicht in genügender Weise erfüllt
seien, um die Schmerzstörung als unüberwindbar anzusehen. Bei der
Beschwerdeführerin liege keine rechtlich relevante Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
vor (act. G 4).
B.c In ihrer Replik vom 20. August 2014 macht die Beschwerdeführerin geltend, das
Vorliegen eines unklaren syndromalen Beschwerdebildes ohne nachweisbare
organische Grundlage werde von den Gutachtern ausdrücklich verneint. Die
psychische Problematik sei nicht lediglich als reaktive Begleiterscheinung der
Schmerzstörung zu qualifizieren. Das Gutachten halte fest, dass aus psychiatrischer
Sicht lediglich eine Restarbeitsfähigkeit bestehe, welche allenfalls auf 50 % gesteigert
werden könne. Selbst wenn man nur den psychischen Bereich betrachten würde, wäre
von einer relevanten Arbeitsunfähigkeit auszugehen (act. G 6).
B.d Die Beschwerdegegnerin verzichtet auf eine Duplik (act. G 8).
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Erwägungen
1.
1.1 Gegenstand des Verfahrens bildet ein allfälliger Rentenanspruch der
Beschwerdeführerin.
1.2 Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) umschreibt Invalidität als voraussichtlich
bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit.
Erwerbsunfähigkeit ist der durch die gesundheitliche Beeinträchtigung verursachte und
nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende Verlust der
Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt
(Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind
ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen.
Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht
überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.3 Nach Art. 28 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR
831.20) besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person
mindestens zu 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie wenigstens zu 60 %, auf eine
halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 %, und auf eine Viertelsrente, wenn sie
mindestens zu 40% invalid ist. Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum
Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre
(Valideneinkommen, Art. 16 ATSG).
1.4 Die Beurteilung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsunfähigkeit ist ärztliche
Aufgabe (vgl. BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen; Urteil vom 1. Dezember 2015,
8C_586/2015, E. 2). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist
entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen
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Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen
Zusammenhänge und der medizinischen Situation einleuchtet und ob die
Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen;
BGE 141 V 14 E. 6.3.1). Gutachten von externen Spezialärzten, welche aufgrund
eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten
Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen
gelangen, ist volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen
die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 227 E. 1.3.4; BGE 125 V 353 E.
3b/bb).
2.
2.1 Der rheumatologische Gutachter führte aus, wie bereits im Austrittsbericht der
Klinik Valens vom 31. März 2010 beschrieben, hätten positive Waddell-Zeichen und
eine schwierige Untersuchungssituation bestanden (ausgeprägte Gegeninnervation,
Hyperventilation, auch bei Bewegungen fernab der Wirbelsäule). Die
Beschwerdeführerin leide an einem formal chronischen lumbospondylogenen
Schmerzsyndrom links bei Status nach Fenestration lumbosacral links mit Discektomie
und Nukleotomie am 13. Februar 2009 bei lumbosacraler Discushernie mit
Nervenwurzelkompression S1 links. Indes liege kein paravertebraler Muskelhartspann
vor und der Hauptschmerz werde nicht im Bereich der LWS, sondern im medialen
Beckenkamm links angegeben. In guter Korrelation mit der Aktenlage erscheine das
subjektiv ausgeprägte Beschwerdebild überwiegend bedingt durch somatisch nicht
begründbare Schmerzen bzw. stehe das vermehrte Schmerzgebaren ohne eigentliches
organisches Korrelat deutlich im Vordergrund. Aufgrund der beschriebenen
Discopathien und des Status nach Discushernienoperation bestünden dennoch
gewisse qualitative und quantitative Beeinträchtigungen, indem körperliche
Schwerarbeiten respektive die LWS spezifisch belastende Arbeitspositionen nicht
sinnvoll seien. Aus rein rheumatologischer Sicht habe sich der Gesundheitszustand im
Vergleich zur Berichterstattung der Klinik Valens von Februar/März 2010 nicht relevant
verändert (IV-act. 103-19 ff.). Die neurologische Gutachterin kam zum Ergebnis, die
Beschwerdeführerin leide unter einem persistierenden, chronischen Schmerzsyndrom
mit Lumboischialgie links bei Status nach Discushernienoperation L5/S1 links mit
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Schmerzausdehnung in die ganze linke Körperhälfte. Klinisch neurologisch finde sich
ein leicht verminderter ASR links gegenüber rechts sowie eine Sensibilitätsstörung im
Dermatom S1 links bei im Übrigen unauffälligem Neurostatus. Die Beschwerdeführerin
sei adaptiert zu mindestens 50 % arbeitsfähig. Die Einschränkung ergäbe sich
aufgrund der Schmerzsymptomatik mit Verlangsamung (IV-act. 103-22 f.).
2.2 Der psychiatrische Gutachter diagnostizierte eine rezidivierende depressive
Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10: F33.1) mit spezifischer
Angststörung (ICD-10: F41.8) unklarer Ätiologie und eine chronische Schmerzstörung
mit somatischen und psychischen Faktoren bei einer Persönlichkeit mit akzentuierten
(ängstlich-dependenten) Zügen (IV-act. 103-27). Er führte aus, aus psychiatrischer
Sicht stünden ein depressives Syndrom und ausgeprägte nächtliche Angstzustände
neben dem chronischen Schmerzerleben im Vordergrund. Aktuell zeige die
Beschwerdeführerin eine mittelgradige depressive Störung, welche sich durch
Verlangsamung, eine andauernde depressive Verstimmung, den Verlust von Interesse
und Freude und auch eine Verminderung des Antriebs auszeichne. Die
Beschwerdeführerin schildere sich bis mindestens 2005, eigentlich bis 2009 als
wesentlich unauffällige Person, gute Hausfrau und Mutter, ohne Probleme vollschichtig
arbeitsfähig. Dies würde vom Gatten bestätigt. Es müsse daher angenommen werden,
dass neben den dependenten Persönlichkeitszügen die somatisch begründbaren,
heute chronifizierten Schmerzen Einfluss bei der nun erfolgten affektiven Entwicklung
gehabt hätten. Es sei dabei ein Circulus vitiosus entstanden, indem die initial somatisch
begründbaren Schmerzen das heute vorhandene affektive Leiden angestossen hätten
und dieses affektive Leiden wiederum das Schmerzerleben verstärke (IV 103-28 f.).
Daneben bestünden in ihrer Ätiologie letztlich ungeklärte, ausgesprochene Ängste,
möglicherweise sogar Panikattacken, die im Sinne einer Trennungsangst (bei
akzentuierten Persönlichkeitszügen) verstanden werden könnten. Die Arbeitsfähigkeit in
ausserhäuslicher Tätigkeit sei deutlich vermindert. Mit medizinischen und beruflichen
Massnahmen könne eine Stabilisierung der Arbeitsfähigkeit bei 50 % erwartet werden
(IV-act. 103-28 ff.).
2.3 Interdisziplinär attestierten die Gutachter ab Zeitpunkt des Gutachtens eine
Arbeitsfähigkeit von 50 % (IV-act. 103-34 ). Sie hielten fest, hinsichtlich des
Schmerzsyndroms finde sich ein organisches Korrelat, welches die beklagten
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Schmerzen teilweise erkläre, aber psychogen erheblich überlagert worden sei und
werde. Die Beschwerdeführerin leide aktuell an einer depressiven Störung und einer
Angststörung (IV-act. 103-33, 37). Diese Diagnosen bilden die hauptsächliche
Grundlage der attestierten Arbeitsunfähigkeit, wie sich auch aus der Stellungnahme
des RAD vom 17. Februar 2014 ergibt (IV-act. 104-2). Die Gutachter legten sodann
gestützt auf die medizinischen Akten plausibel dar, dass ab August 2012 eine deutliche
Verschlechterung des Gesundheitszustands mit starker Depression eingetreten sei und
die Beschwerdeführerin mindestens seit der Hospitalisation im Palliativzentrum B._
vom 7. bis 22. August 2012 bis zum Begutachtungszeitpunkt nicht arbeitsfähig
gewesen sei (IV-act. 103-35 f.).
2.4 Insgesamt kann mit dem RAD auf das Gutachten abgestellt werden
(Stellungnahme vom 17. Februar 2014, IV-act. 104); dieses berücksichtigt die
vorhandenen Akten und die Angaben der Beschwerdeführerin und ist nachvollziehbar
und schlüssig. Die Beschwerdegegnerin trägt indes vor, bei der Begutachtung seien
keine beträchtlichen organischen Befunde festgestellt worden. Es sei die
Rechtsprechung betreffend organisch nicht erklärbare syndromale Leiden anzuwenden
und von einer 100 %igen Arbeitsfähigkeit in angepassten Tätigkeiten auszugehen
(Stellungnahme Rechtsdienst vom 21. Februar 2014, IV-act. 105). Diese Sichtweise
kann nicht geteilt werden: Die Gutachter halten fest, für das Schmerzsyndrom bestehe
teilweise ein organisches Korrelat, so dass kein pathogenetisch-ätiologisch unklares
Beschwerdebild ohne nachweisbare organische Grundlage vorliege (IV-act. 103-37).
Das Schmerzsyndrom beruht zwar auch auf psychischen - mithin organisch nicht
nachweisbaren - Faktoren. Diese sind jedoch durch die depressive Störung und die
Angststörung bedingt (vgl. IV-act. 103-37). Die diagnostizierte depressive Störung ist
nach dem Gesagten nicht lediglich unselbständige Begleiterscheinung der
Schmerzstörung, weshalb die Rechtsprechung zu den so genannt "unklaren
Beschwerdebildern" vorliegend nicht zur Anwendung kommt (vgl. Urteile des
Bundesgerichts vom 13. April 2016, 9C_168/2015, E. 3.3, vom 29. Juni 2015,
9C_173/2015, E. 4.2.2, vom 27. November 2014, 9C_420/2014, E. 3.1, und vom 26.
April 2013, 8C_484/2012, E. 4.3.1). Die selbständige Natur der depressiven Störung
bestätigt auch die Stellungnahme des RAD vom 17. Februar 2014, wonach sie
"dokumentiert" bzw. durch die Begutachtung objektiviert sei (IV-act. 104-2). Als
eigenständiges bzw. für die Beschwerden hauptsächlich verantwortliches psychisches
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Leiden ist das Beschwerdebild der depressiven Störung bezüglich seiner Überprüf-
und Objektivierbarkeit mit den somatischen Erkrankungen vergleichbar (vgl. BGE 139 V
562 E. 7.1.4 sowie die darin genannte Rz 1003 des Kreisschreibens über die
Schlussbestimmungen der Änderung vom 18. März 2011 des IVG [KSSB] in der ab 1.
Januar 2015 gültigen Fassung).
2.5
2.5.1 Leichte bis mittelgradige depressive Störungen rezidivierender oder episodischer
Natur sollen nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung im Allgemeinen therapeutisch
gut angehbar und daher nur dann invalidisierend sein, wenn sie erwiesenermassen
therapieresistent sind bzw. wenn eine konsequente Depressionstherapie befolgt wird,
deren Scheitern das Leiden als resistent ausweist (Urteile des Bundesgerichts vom 17.
Juli 2013, 9C_902/2012, E. 4.1, mit Hinweis auf BGE 137 V 64, vom 9. Juli 2012,
9C_210/2012, E. 3.1, sowie vom 14. Oktober 2016, 9C_530/2016, E. 6.3). Allerdings
steht - anders als etwa in der Unfallversicherung - in der Invalidenversicherung die
Therapierbarkeit eines somatischen oder psychischen Leidens dem Eintritt einer
rentenbegründenden Invalidität nicht im Weg. Einer allfälligen Verbesserung des
Gesundheitszustands ist durch eine Rentenrevision zu begegnen (Urteil des
Bundesgerichts vom 2. September 2014, 9C_395/2014, E. 4.5). Die Behandelbarkeit
einer psychischen Störung sagt denn auch, für sich allein betrachtet, nichts über deren
invalidisierenden Charakter aus (Urteil des Bundesgerichts vom 19. Juni 2013,
9C_947/2012, E. 3.2.1 mit Hinweis auf BGE 127 V 298 E. 4c). Das Bundesgericht hat
sodann in der jüngeren Rechtsprechung klargestellt, dass die Behandelbarkeit eines
psychischen Leidens sogar bei grundsätzlich guter Prognose einen - allenfalls
befristeten - Rentenanspruch nicht zum Vorneherein ausschliesst (Urteil des
Bundesgerichts vom 29. August 2014, 8C_148/2014 E. 3.1 mit Hinweis auf das Urteil
des Bundesgerichts vom 17. Juni 2014, 8C_56/2014, E. 4.1; vgl. auch Urteil des
Bundesgerichts vom 3. September 2014, 9C_292/2014, E. 3.2). Weiter hat das
Bundesgericht in einem neusten Entscheid betont, die Verweigerung einer
Rentenleistung wegen Behandelbarkeit des Leidens setze ein Mahn- und
Bedenkzeitverfahren gemäss Art. 21 Abs. 4 ATSG voraus (Urteil vom 4. November
2016, 9C_391/2016, E. 3.5). Schliesslich wird die Grundannahme der grundsätzlichen
Therapierbarkeit von leichten bis mittelschweren depressiven Erkrankungen von Seiten
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der Medizin in Frage gestellt bzw. eine zurückhaltende, individuelle Prognose vertreten
(vgl. HABERMEYER/VENZLAFF, Affektive Störungen, in: Psychiatrische Begutachtung,
5. Auflage 2009, S. 193; ULRIKE HOFFMANN -RICHTER, Psychische
Beeinträchtigungen in der Rechtsprechung: Ein Blick aus psychiatrischer Sicht, in: Ueli
Kieser (Hrsg.), Sozialversicherungsrechtstagung 2015, S. 78).
2.5.2 Bei der Beschwerdeführerin wurde durch Dr. C._, Psychiatrische Klinik D._,
eine mittel- bis schwergradige Depression, welche das bekannte Schmerzsyndrom
überlagere, diagnostiziert und eine 100 %ige Arbeitsunfähigkeit attestiert (Bericht vom
26. November 2012, IV-act. 76-1 f.). Im Zeitpunkt der Begutachtung war die depressive
Störung mittelgradiger Ausprägung. Es kann somit insgesamt nicht von einer nur
leichten bis mittelgradigen depressiven Störung ausgegangen werden. Zudem ist die
Beschwerdeführerin seit 21. September 2012 in psychiatrischer Behandlung (Bericht
Dr. C._ vom 25. April 2014 act. G 1.2) und die depressive Störung blieb selbst unter
dieser im Zeitpunkt der gutachterlichen Untersuchung (November 2013) noch
mittelgradig. Die Gutachter führen weiter aus, im Verlauf des Gesprächs sei deutlich
geworden, dass Ressourcen vorhanden seien; die Beschwerdeführerin sei früher sehr
leistungsfähig gewesen und habe offensichtlich auch mit Schmerzen längere Zeit
gearbeitet. Die Beschwerdeführerin verbringe ihre Zeit meist zu Hause, was sich
bezüglich Dekonditionierung, Regression und weiterer Angstentwicklung ungünstig
auswirke (IV-act. 103-29). Die Beschwerdeführerin sei in ihrer Selbständigkeit,
Flexibilität und Umstellfähigkeit, aber auch im Durchhaltevermögen für länger dauernde
Arbeit usw. eingeschränkt. Diesbezüglich bestehe eine bereits längere
Krankengeschichte, dennoch sei das Leiden aktuell nicht unüberwindbar fixiert (IV
103-33, 35). Die Gutachter berücksichtigten somit die bei der Beschwerdeführerin
vorhandenen Ressourcen bei der Arbeitsfähigkeitsschätzung. Auch die Persönlichkeit
der Beschwerdeführerin wird ausführlich gewürdigt, ihre Struktur, ihre kulturelle
Verwurzelung in der Familie, ihre ängstlich-dependenten Züge und ihre
Regressionstendenz (IV-act. 103-27, 33, 34). Damit wägen die Gutachter Ressourcen
und Einschränkungen ab, wie es die neue Rechtsprechung zu den unklaren
Beschwerdebildern erfordert. Die Gutachter erachteten die Beschwerdeführerin in der
bisherigen Tätigkeit als Restaurantangestellte vorwiegend aus somatischen Gründen
als nicht mehr arbeitsfähig seit Mai 2008 (IV-act. 103-34). In einer adaptierten Tätigkeit
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Tragen von Gegenständen über 10 kg) sei die Beschwerdeführerin zu 50 %
arbeitsfähig (IV-act. 103-33 f.). Damit tragen sie dem Umstand Rechnung, dass die
subjektiv vollständige Arbeitsunfähigkeit lediglich teilweise objektiviert werden kann,
bzw. dass es der Beschwerdeführerin trotz der Schmerzen und der depressiven
Störung mit Angststörung zumutbar ist, im Umfang von 50 % zu arbeiten. Mit dem
RAD ist auf das auf umfassenden Untersuchungen be¬ruhende, nachvollziehbare und
schlüssige Gutachten abzustellen (vgl. IV-act. 104). Es besteht somit kein Anlass, aus
rechtlichen Gründen von der gutachterlichen Schätzung der Arbeitsfähigkeit
abzuweichen.
3.
3.1 Die Beschwerdeführerin arbeitete vom 10. April 2007 bis 31. Mai 2008 vollzeitlich
in der Lingerie eines Restaurants und kündigte die Stelle gemäss ihrem Arbeitgeber,
um mehr Zeit für die Kinder zu haben (Fragebogen für Arbeitgebende, 10. Februar
2009; IV-act. 20-1). Anlässlich der Begutachtung gaben die Beschwerdeführerin und ihr
Ehemann an, sie habe gekündigt, als bzw. weil es ihr gesundheitlich schlechter
ergangen sei (IV-act. 103-12, 23). Am 27. Februar 2013 gab die Beschwerdeführerin im
Fragebogen zur Rentenabklärung betreffend Erwerbstätigkeit/Haushalt an, ohne
gesundheitliche Einschränkung zu 100 % als Produktionsmitarbeiterin erwerbstätig zu
sein (IV-act. 83-2). Dies erscheint in Anbetracht des angegebenen Einkommens des
Ehemannes (Fr. 4'500.--IV-act. 83-3) und des Alters der Kinder (damals 14 und 10
Jahre, IV-act. 9-2) plausibel. In den Jahren vor 2007 weist der Auszug aus dem
individuellen Konto (IK) schwankende Einkommen aus (IV-act. 110). Es rechtfertigt sich
daher, den Invaliditätsgrad anhand eines Prozentvergleichs zu ermitteln, nachdem auch
gemäss der angefochtenen Verfügung sowohl das Validen- als auch das
Invalideneinkommen ausgehend vom Durchschnittslohn als ungelernte Arbeitskraft
ermittelt wurde (Urteil des Bundesgerichts vom 4. Februar 2015, 9C_888/2014, E. 2).
3.2 Sind Validen- und Invalideneinkommen ausgehend vom selben Tabellenlohn zu
berechnen, entspricht der Invaliditätsgrad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter
Berücksichtigung des Abzuges vom Tabellenlohn. Beim Invalideneinkommen ist somit
in Form eines entsprechenden Abzugs der Tatsache Rechnung zu tragen, dass
persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung,
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Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und
Beschäftigungsgrad, Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können und je nach
Ausprägung die versicherte Person deswegen die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf
einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichen
Erfolg verwerten kann. Dabei ist der Abzug unter Würdigung der Umstände im Einzelfall
nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen. Er darf 25 % nicht
übersteigen (Urteil des Bundesgerichts vom 25. Januar 2011, 9C_882/2010, E. 7.3.1).
Die Beschwerdeführerin verfügt über die Niederlassungsbewilligung C (IV-act. 9-1).
Ihren Einschränkungen wird mit der attestierten Arbeitsunfähigkeit und mit der
Tatsache, dass der Tabellenlohn auch leichte bis mittelschwere Tätigkeiten umfasst
(vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts vom 23. Dezember 2014, 9C_630/2014, E. 2.1 mit
weiteren Verweisen), hinreichend Rechnung getragen, so dass sie keinen
Tabellenlohnabzug rechtfertigen, jedenfalls keinen von mehr als 10 %.
3.3 Gemäss Entscheid des Versicherungsgerichts vom 4. April 2011 verfügte die
Beschwerdeführerin in der Zeit vom 11. Mai bis 28. Oktober 2009 über eine volle
Arbeitsfähigkeit, womit das Wartejahr unterbrochen wurde (IV-act. 63, E. 5.3). Gemäss
ZMB-Gutachten erfolgten sodann ab 23. September 2010 keine Krankschreibungen
mehr durch die Oberärzte der Rheumatologie und auch der behandelnde Psychiater
Dr. C._ bestätigte, dass es der Beschwerdeführerin ab September 2010 aus
psychiatrischer Sicht gut ging (vgl. Bericht vom 26. November 2012, IV-act. 76-1 f.).
Das Gutachten bestätigt eine wesentliche Verschlechterung ab mindestens August
2012 (Hospitalisation im Palliativzentrum B._), wobei bis zur Begutachtung von einer
vollständigen ausserhäuslichen Arbeitsunfähigkeit auszugehen sei. Ab
Gutachtensdatum sei der Beschwerdeführerin unter Aufbietung allen guten Willens eine
50 %ige Arbeitsfähigkeit möglich (IV-act. 103-35 f.). Der RAD ist gestützt auf diese
Ausführungen davon ausgegangen, dass spätestens ab der Begutachtung im
November 2013 eine 50 %ige Arbeitsfähigkeit ausgewiesen sei bzw. ab 7. August 2012
eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %. Nach Ablauf des Wartejahrs hat somit die
Beschwerdeführerin ab August 2013 Anspruch auf eine ganze Rente und ab 1. März
2014, d.h. drei Monate nach Eintritt der Verbesserung der Erwerbsfähigkeit (vgl. Art.
88a Abs. 1 der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]), auf eine
halbe Rente.
4.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 14/15
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St.Galler Gerichte
4.1 In Gutheissung der Beschwerde ist die Verfügung vom 1. Mai 2014 aufzuheben
und der Beschwerdeführerin mit Wirkung ab 1. August 2013 eine ganze Rente und ab
1. März 2014 eine halbe Rente zuzusprechen. Zur Festsetzung und Ausrichtung der
Rentenleistung ist die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
4.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr.
1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint
als angemessen. Die Beschwerdegegnerin hat ausgangsgemäss die gesamte
Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen. Der von der Beschwerdeführerin geleistete
Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist ihr zurückzuerstatten.
4.3 Bei diesem Verfahrensausgang hat die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine
Parteientschädigung. Diese ist vom Gericht ermessensweise festzusetzen, wobei
insbesondere der Bedeutung der Streitsache und dem Aufwand Rechnung zu tragen
ist (Art. 61 lit. g ATSG; vgl. auch Art. 98 ff. VRP/SG, sGS 951.1). In der vorliegenden
Streitsache erscheint eine Parteientschädigung von pauschal Fr. 3'500.--
(einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) angemessen.