Decision ID: eef3f7e8-4173-5718-bb87-cbe608ce7991
Year: 2018
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ meldete am 10. Mai 2017 ihre Aufnahme einer selbstständigen
Erwerbstätigkeit per 1. April 2017 im Bereich Vermietung und Liegenschaftsunterhalt
an (act. G3.1/3-1 ff.). Am 8. Juni 2017 leitete die Sozialversicherungsanstalt des
Kantons St. Gallen (SVA) den Fall der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt
(Suva) zur Abklärung der sozialversicherungsrechtlichen Stellung weiter (act. G3.1/5-1).
Am 16. Juni 2017 meldete die Suva zurück, die Abklärungen hätten ergeben, dass es
sich um Eigenbedarfsarbeiten (eigenes Haus der Versicherten) handle, sie deshalb
keine weiteren Abklärungen durchführen würden und damit der SVA die weitere
Bearbeitung überlassen werde (act. G3.1/6-1). Die SVA lehnte die Anerkennung der
Versicherten als selbstständig Erwerbstätige mit Verfügung vom 13. Juli 2017 ab (act.
G3.1/9-1).
B.
B.a Mit Schreiben vom 19. Juli 2017 erhob die Versicherte dagegen Einsprache und
macht sinngemäss geltend, sie benötige 75% ihrer Arbeitskraft für den Unterhalt, die
Instandhaltung und das Management des Hauses. Diese Arbeitskraft sei erforderlich,
um die Mietzinseinnahmen zu erzielen. Zudem vermiete sie ihr Haus auf eigene
Rechnung, mit eigenem wirtschaftlichem Risiko und ohne fremde Weisung als freie
Unternehmerin (act. G3.1/10-1).
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B.b Mit Entscheid vom 26. Oktober 2017 wies die SVA St. Gallen die Einsprache ab.
Bei der Instandhaltung und der Umschwungspflege handle es sich um Eigenleistungen,
welche die eigenen Ausgaben minimierten (z.B. Anstellung eines Gärtners oder
Immobilienpflegers). Diese würden auch anfallen, wenn die Einsprecherin die
Liegenschaft alleine bewohnen und nicht teilweise vermieten würde. Zudem würden
gemäss Mitteilung des Steueramtes die Mietzinseinnahmen über das Privatvermögen
deklariert werden, weshalb diese nicht als Einnahmen aus selbstständiger
Erwerbstätigkeit abgerechnet werden könnten. Damit handle es sich bei den
Mietzinseinnahmen nicht um Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit (act.
G3.1/14-3 f.).
C.
C.a Mit einem an die SVA gerichteten Schreiben vom 13. November 2017 erhob die
Versicherte sinngemäss Beschwerde gegen den Einspracheentscheid vom 26. Oktober
2017. Die Beschwerdeführerin macht hauptsächlich geltend, mit dem Entscheid werde
sie genötigt ein falsches Zeugnis abzugeben. Dies werde sie jedoch nicht machen. Sie
sei nie nichterwerbstätig gewesen. Sie generiere ihr Einkommen durch ihre Arbeit von
50-70% und durch ihr Vermögen. Eine andere Deklaration würde nicht der Wahrheit
entsprechen. Zudem vermerkte die Beschwerdeführerin, dass sie bis Ende Jahr
abwesend sei (act. G1). Die SVA leitete die Eingabe am 25. November 2017
zuständigkeitshalber an das Versicherungsgericht weiter (act. G0).
C.b Mit Beschwerdeantwort vom 15. Dezember 2017 beantragt die
Beschwerdegegnerin, die Beschwerde sei abzuweisen, und macht geltend, die
Tätigkeit der Beschwerdeführerin falle nicht unter die Definition von selbstständiger
Erwerbstätigkeit, auch wenn sie sich als selbstständig Erwerbende betrachte. Es
handle sich um Eigenleistungen, weshalb der Liegenschaftsertrag kein
Erwerbseinkommen darstelle (act. G3).
C.c Mit Replik vom 5. Januar 2018 beantragt die Beschwerdeführerin, als selbstständig
Erwerbende anerkannt zu werden. Sie macht sinngemäss geltend, nach 20 Jahren
Arbeit habe sie das Haus fertigstellen können. Aktuell werde das Haus bis auf ein
Zimmer vermietet. Dabei handle es sich nicht um übliche Mietverhältnisse, da es sich
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um ein Frauen- und Umwelthaus handle. Eine vor circa 10 Jahren begonnene
Weiterbildung habe sie abbrechen müssen, da sie nicht die Kapazität gehabt habe, die
Weiterbildung zu absolvieren und gleichzeitig das Haus fertigzustellen. Das Haus
erfordere immer noch sehr viel Arbeit, da der grosse Umschwung und der Garten viel
Unterhalt und Pflege benötigten. Somit habe sie 20 Jahre am Haus gearbeitet, arbeite
immer noch daran und habe sich deshalb in all den Jahren nicht beruflich etablieren
können (act. G5).
C.d Mit Duplik vom 26. Januar 2018 hält die Beschwerdegegnerin an ihrem Antrag fest
und führt aus, die beigelegten unbefristeten Mietverträge widersprächen den Aussagen
der Beschwerdeführerin, wonach keine üblichen Mietverhältnisse beständen und ein
aufwändiges Frauenhaus/Umwelthaus geführt werde. Zudem habe die
Beschwerdeführerin mit Telefonat vom 13. Juli 2017 angegeben, dass sie von 2012 bis
2015 im Ausland auf Reisen geweilt und dort Kinder gegen Kost und Logis gehütet
habe. Die Gebäudeversicherung habe sie währenddessen über ihre Tochter laufen
lassen (act. G7).

Erwägungen
1.
Vorliegend ist die beitragsrechtliche Stellung der Beschwerdeführerin streitig und zu
prüfen.
1.1 Nach dem Bundesgesetz über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG;
SR 831.10) sind natürliche Personen mit Wohnsitz in der Schweiz nach diesem Gesetz
versichert (Art. 1a Abs. 1 lit. b AHVG). Die Versicherten sind beitragspflichtig, solange
sie eine Erwerbstätigkeit ausüben. Für Nichterwerbstätige beginnt die Beitragspflicht
am 1. Januar nach Vollendung des 20. Altersjahres und dauert bis zum Ende des
Monats, in welchem Frauen das 64. und Männer das 65. Altersjahr vollendet haben
(Art. 3 Abs. 1 AHVG).
1.2 Die Beiträge der erwerbstätigen Versicherten werden in Prozenten des
Einkommens aus unselbstständiger oder selbstständiger Erwerbstätigkeit festgesetzt
(Art. 4 Abs. 1 AHVG). Nichterwerbstätige bezahlen einen Beitrag nach ihren sozialen
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Verhältnissen. Der Mindestbeitrag beträgt Fr. 392.--. Der Höchstbeitrag entspricht dem
50-fachen Mindestbeitrag. Erwerbstätige, die im Kalenderjahr, gegebenenfalls mit
Einschluss des Arbeitgeberbeitrages, weniger als Fr. 392.-- entrichten, gelten ebenfalls
als Nichterwerbstätige (Art. 10 Abs. 1 AHVG i.V.m. Art. 28bis Abs. 1 der Verordnung
über die Alters- und Hinterlassenenversicherung [AHVV, SR 831.101]).
1.3 Gemäss Art. 4 Abs. 1 AHVG schuldet die erwerbstätige versicherte Person
Beiträge auf dem aus einer selbstständigen oder unselbstständigen Erwerbstätigkeit
fliessenden Einkommen. Gemäss Art. 9 Abs. 1 AHVG ist Einkommen aus
selbstständiger Erwerbstätigkeit jedes Erwerbseinkommen, das nicht Entgelt für in
unselbstständiger Stellung geleistete Arbeit darstellt.
1.4 Als Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit im Sinne von Art. 9 Abs. 1
AHVG gelten gemäss Art. 17 AHVV alle in selbstständiger Stellung erzielten Einkünfte
aus einem Handels-, Industrie-, Gewerbe-, Land- und Forstwirtschaftsbetrieb, aus
einem freien Beruf, sowie aus jeder anderen selbstständigen Erwerbstätigkeit,
einschliesslich der Kapital- und Überführungsgewinne nach Artikel 18 Absatz 2 DBG
(Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer vom 14. Dezember 1990; SR 642.11)
und der Gewinne aus der Veräusserung von land- und forstwirtschaftlichen
Grundstücken nach Artikel 18 Absatz 4 DBG, mit Ausnahme der Einkünfte aus zu
Geschäftsvermögen erklärten Beteiligungen nach Artikel 18 Absatz 2 DBG. Nicht unter
den Begriff der selbstständigen Erwerbstätigkeit im Sinne von Art. 9 Abs. 1 AHVG und
Art. 17 AHVV fällt gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung die blosse Verwaltung
des eigenen Vermögens. Der daraus resultierende reine Kapitalertrag unterliegt daher
nicht der Beitragspflicht. Gleiches gilt für Gewinne aus privatem Vermögen, welche in
Ausnützung einer zufällig sich bietenden Gelegenheit erzielt worden sind (vgl. Urteil des
Bundesgerichts vom 23. August 2012, 9C_803/2012, E.3.3.1, mit weiteren Hinweisen).
1.5 Ausgangspunkt für die Beurteilung der Frage, ob Einkünfte oder
Vermögenszuwächse (Erträge, Gewinne) aus einer selbstständigen Erwerbstätigkeit im
Sinne von Art. 4 Abs. 1 und Art. 9 Abs. 1 AHVG herrühren, bildet die
bundesgerichtliche Rechtsprechung zur Abgrenzung zwischen Privat- und
Geschäftsvermögen bei der Besteuerung von Kapitalgewinnen nach Art. 16 f. DBG.
Danach besteht das entscheidende Kriterium für die Zuteilung eines Vermögenswertes
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zum Geschäftsvermögen darin, dass er für Geschäftszwecke erworben worden ist
(Erwerbsmotiv) oder dem Geschäft tatsächlich dient (Zweckbestimmung). Wo sich die
Zugehörigkeit nicht ohne weiteres aus der äusseren Beschaffenheit des
Vermögenswertes ergibt, wie dies häufig bei so genannten Alternativgütern der Fall ist,
die sowohl mit dem Geschäft im Zusammenhang stehen als auch ausschliesslich für
eine private Verwendung geeignet sein können, ist darüber auf Grund einer Würdigung
aller für die Bestimmung der technisch-wirtschaftlichen Funktion des betreffenden
Gegenstandes bedeutsamen Umstände zu entscheiden (vgl. Urteil des Bundesgerichts
vom 23. August 2012, 9C_803/2012, E.3.3.2, mit weiteren Hinweisen).
1.6 Gemäss Art. 18 Abs. 2 Satz 3 DBG gelten als Geschäftsvermögen alle
Vermögenswerte, die ganz oder vorwiegend der selbstständigen Erwerbstätigkeit
dienen. Der Begriff des Geschäftsvermögens setzt sich steuerrechtlich somit aus zwei
Tatbestandsmerkmalen zusammen: einer selbstständigen Erwerbstätigkeit einerseits
und dem Umstand, dass der fragliche Vermögensgegenstand dieser tatsächlich dient
anderseits. Es sind keine Gründe erkennbar, sozialversicherungsrechtlich einen
Zusammenhang zwischen Geschäftsvermögen und selbstständiger Erwerbstätigkeit zu
verneinen. Schon aus begrifflicher Sicht kann nicht gesagt werden, Erträge aus der
Bewirtschaftung von Geschäftsvermögen seien Einkünfte aus privater
Vermögensverwaltung. Dass gleich wie im Steuerrecht auch im AHV-Beitragsrecht eine
Verbindung zwischen Geschäftsvermögen und selbstständiger Erwerbstätigkeit
besteht, ergibt sich aus Art. 17 AHVV (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 23. August
2012, 9C_803/2012, E.3.3.3, mit weiteren Hinweisen). Gemäss der bundesgerichtlichen
Rechtsprechung stellen sodann die aus der Vermietung von Liegenschaften des
Geschäftsvermögens erwirtschafteten Erträge Einkünfte aus selbstständiger
Erwerbstätigkeit dar, welche der AHV-Beitragspflicht unterliegen, ohne dass geprüft
werden müsste, ob es sich bei der Vermietung um eine selbstständige Erwerbstätigkeit
handelt oder nicht (BGE 134 V 255 E. 4.2 f.).
1.7 Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung stellt die Vermietung von
Wohnungen eines so genannten Renditenhauses Vermögensverwaltung dar, wenn und
soweit diese Tätigkeit sich auf die Erzielung der Erträgnisse des Vermögensobjekts an
sich beschränkt und nicht betrieblichen Charakter hat. Dagegen erhält die
Vermietertätigkeit dann betrieblichen Charakter, wenn sie die blosse
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Gebäudeverwaltung übersteigt. Für die beitragsrechtliche Abgrenzung von blosser
(privater) Vermögensverwaltung und betrieb¬licher (gewerbsmässiger) Nutzung ist das
in einer Liegenschaft investierte Fremdkapital grundsätzlich nur massgebend, wenn die
versicherte Person eine Tätigkeit ausübt, die auch Kapitalinvestitionen verlangt, wie der
Kauf und Verkauf von Grundstücken. Dagegen kommt diesem Kriterium keine
entscheidende Bedeutung zu, wenn die Tätigkeit sich darauf beschränkt, aus einer
eigenen Liegenschaft Mietzinseinnahmen zu erzielen. In einem solchen Fall ist die
Herkunft der Mittel für den Erwerb des Vermögensobjektes - Darlehen oder eigene
Gelder - von untergeordneter Bedeutung (Urteil des Bundesgerichts vom 23. August
2012, 9C_803/2012, E.3.4, mit weiteren Hinweisen).
1.8 Nicht zum Erwerbseinkommen gehören für private Zwecke erbrachte
Eigenleistungen, welche sich in der Einsparung von Auslagen erschöpfen und welche
ausserhalb des Rahmens der beruflichen Tätigkeit der oder des Versicherten erfolgen.
Der kaufmännische Angestellte oder der unselbstständigerwerbende Maurer, der
Arbeiten an der eigenen Liegenschaft ausführt, die üblicherweise an Dritte vergeben
werden, erbringt damit eine nicht zum Erwerbseinkommen gehörende Eigenleistung
(vgl. Rz 1086f. der Wegleitung über die Beiträge der Selbstständigerwerbenden und
Nichterwerbstätigen in der AHV, IV und EO [WSN]).
2.
2.1 Die Beschwerdeführerin hat das Haus – gemäss eigenen Angaben – vor 20 Jahren
gemeinsam mit ihrem damaligen Ehemann erworben und ihn vor 10 Jahren nach der
Scheidung ausbezahlt, so dass es aktuell zu ihrem Privatvermögen gehört. Gemäss
den Abklärungen der SVA vom 3. Juli 2017 beim Steueramt deklariert die
Beschwerdeführerin kein Geschäftsvermögen und die Mieteinnahmen als Ertrag aus
ihrem Privatvermögen (vgl. act. G3.1/13-2).
2.2 Aus den von der Beschwerdeführerin mit der Anmeldung eingereichten Unterlagen
ergibt sich, dass sie seit 15. November 2014 eine 2.5 Zimmer-Wohnung im ersten
Stock für Fr. 980.--, seit 1. Dezember 2015 ein Zimmer im Parterre für Fr. 600.-- und
seit 1. Dezember 2016 zwei Zimmer im Erdgeschoss für Fr. 850.-- jeweils (brutto) pro
Monat vermietet (act. G3.1/3-9ff.). Wobei der Mietvertrag über die zwei Zimmer am 26.
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April 2017 per Ende Mai 2017 gekündigt wurde (act. G3.1/3-8). Sie gab an, dass sie
Dreiviertel des Hauses vermieten und sich insbesondere um den Umschwung und die
Holzzentralheizung kümmern würde. Es handle sich um eine „Frauen WG/HG“ (act.
G3.1/3-4). Am 17. August 2017 hat die Beschwerdeführerin gegenüber der SVA
angegeben, dass sie die zwei Zimmer sowie die Wohnung unmöbliert vermiete (Notiz
auf act. G3.1/10-7). Sie vermietet die Wohnungen ausschliesslich an Frauen und legt
Wert auf naturnahes Wohnen (act. G5). Über die normale Benutzung hinaus bietet die
Beschwerdeführerin jedoch keine Zusatzdienstleistungen (wie Verpflegung, Wäsche,
Möblierung, Betreuung, Pflege oder ähnliches) an oder stellt solche Leistungen auch
nicht in Rechnung.
2.3 Die Beschwerdeführerin macht überdurchschnittlich viel Aufwand geltend, um den
Umschwung und den Garten des Hauses zu pflegen. Dies vermag keine selbstständige
Erwerbstätigkeit zu begründen, zumal sie sich dadurch Auslagen, wie etwa die
Anstellung eines Gärtners, erspart. Zudem ist aktenkundig, dass sich die
Beschwerdeführerin von 2012 bis 2016 im Ausland aufhielt und dort Kinder gegen Kost
und Logis hütete (act. G3.1/8-1). Somit begann die Beschwerdeführerin Teile des
Hauses zu vermieten, als sie sich noch im Ausland befand. Dies steht im Gegensatz zur
Aussage, dass das Haus bzw. dessen Vermietung übermässig viel Zeit in Anspruch
genommen habe.
2.4 Auch die Renovationsarbeiten am Haus, die 20 Jahre gedauert haben sollen,
hätten durch Externe – in wahrscheinlich kürzerer Zeit – erbracht werden können. Die
erbrachten Eigenleistungen stellen somit kein Einkommen aus selbstständiger
Erwerbstätigkeit dar.
2.5 Gesamthaft verfügt die Beschwerdeführerin über ein Privatvermögen. Sie verwaltet
dieses selbst, betreibt dafür einen gewissen zeitlichen und finanziellen Aufwand und
erzielt daraus gleichzeitig Einnahmen. Mit der Vermietung ihres Hauses erhält sie
hauptsächlich einen Deckungsbeitrag an ihre Fixkosten. Sie selbst bewohnt das Haus
zusammen mit den Mieterinnen in einer Wohngemeinschaft. Beim Kauf des Hauses lag
keine planmässige Verwirklichung einer Erwerbsabsicht vor und dieses stellt kein
Geschäftsvermögen dar. Über die blosse Vermietung der Räume hinaus bietet die
Beschwerdeführerin keine Zusatzdienstleistungen an. Solche sind auch den
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Mietverträgen nicht zu entnehmen. Die von ihr erbrachten Eigenleistungen ersparen ihr
zusätzliche Kosten und führen nicht zu einer Wertvermehrung der Liegenschaft. Die
Tatsache, dass sich die Beschwerdeführerin selbst als selbstständig Erwerbstätige
sieht, ist für die Qualifizierung nicht massgebend. Die Vermietung des Hauses stellt
somit private Vermögensverwaltung und nicht gewerbliche Nutzung dar.
3.
Nach dem Gesagten ist die Versicherte zu Recht als Nichterwerbstätige qualifiziert
worden und der Einspracheentscheid vom 26. Oktober 2017 nicht zu beanstanden. Die
Beschwerde ist daher abzuweisen.
4.
Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).