Decision ID: e92553df-11f4-43dd-9fe7-44e733c79f7a
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Der 1956 geborene
X._
war seit dem 1. Januar 2014 bei der
Y._
als Ingenieur tätig und
bei der
Vaudoise
Allgemeine Ver
sicherungs-Gesellschaft AG (nachfolgend:
Vaudoise
) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert, als er am 29. Juni 2014 beim Ausstieg aus der
Dusche stürzte und dabei Prellungen erlitt (Urk. 6/1
).
Die
Vaudoise
kam für die Heilbehandlung auf und richtete Taggelder aus. In der Folge holte sie Stellungnahme
n
ihres
beratenden Arztes
Dr. med.
Z._
,
Facharzt Physikalische Medizin und Rehabilitation
, ein (Urk. 6/
9
, Urk. 6/14 und 6/22
) und stellte gestützt darauf die Leistungen mit Verfügung vom
9. Oktober 2015
per 29. September 2014
ein (Urk. 6/
19
). Dagegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom
16. Oktober 2015
Einsprache (Urk. 6/
20
)
. Mit Entscheid vom
18. November 2015
wies die
Vaudoise
die Einsprache des Versicherten ab (Urk. 6/
24
= Urk. 2).
2.
Dagegen erhob d
er Versicherte mit Eingabe vom 15. Dezember 2015
Beschwerde und beantragte sinngemäss, der angefochtene Entscheid
sei aufzu
heben und die Beschwer
degegnerin sei zu verpflichten,
weiterhin
Leistungen zu erbringen (Urk.
1). Mit Beschwerdeantwort vom
26. Jan
u
a
r 2016
beantragte die Beschwerdegegnerin die
Abweisung der Beschwerde (Urk. 5
). Das Doppel
der Beschwerdeantwort
wurde dem Beschwerdeführer am 28. Januar 2016 zugestellt (Urk. 7
).
Mit Eingaben vom 2. und 10. Februar 2016
reichte der Beschwerdeführer Stellungnahme
n
ein
(8/
1-2)
,
welche der Beschwerdegegnerin am 18. Februar
2016
zur Kenntnis gebracht wurden (Urk. 9
).
Am 7. Juni 2016 reichte er
weitere
Arztberichte ein (Urk. 11/1-2).
Diese wurden der
Beschwerde
gegnerin
mit Verfügung vom 5. Dezember 2016 zur Stellungnahme
zuge
-
stellt (Urk. 12). Mit Eingabe vom 20. Dezember 2016 reichte die Beschwer
-
degegnerin
ihre Stellungnahme
sowie eine Beurteilung ihres Vertrauensarztes
ein (Urk. 14-15)
, welche dem Beschwerdeführer am 13. Januar 2017
zur Kenntnis gebracht wurden
(Urk. 16)
.
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen ist, soweit für die
Entscheidfindung
erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen einzuge
hen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva
lidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der glei
chen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungs
anspruches
nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.2
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder über
haupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr.
U 142 S.
75 E.
4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U
172/94 vom 26.
April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr.
U 363 S.
45; BGE
119 V 7 E. 3c/
aa
).
Die
blosse
Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht.
Da es
sich
hiebei
um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die ent
sprechende Beweislast
–
anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist
–
nicht bei der versicherten Per
son, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr.
U 206 S.
328
f. E.
3b, 1992 Nr.
U 142 S. 76).
Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes (
Art.
43
Abs.
1,
Art.
61
lit
. c des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG] aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 117 V 261 E. 3b in
fine
, Urteil des Bundesgerichts 8C_126/2008 vom 11. November 2008 E. 2.3, je mit Hinweisen).
1.3
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134
V
231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
1.4
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unpar
teilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im
Sozialversiche
rungsrecht
zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gut
achterin allerdings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U 356 S. 572; BGE 135 V 465 E. 4.4, 125 V 351 E. 3b/
ee
, 122 V 157 E. 1c; vgl. auch BGE 123 V 331 E. 1c).
2.
2.1
Im angefochtenen Entscheid erwog die Beschwerdegegnerin
,
gemäss den Ausführungen von
Dr.
Z._
seien die Schulterbeschwerden nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit auf die Kontusion vom 29. Juni 2014 zurückzuführen. Er
begründe überzeugend, dass es sich um eine unfallfremde degener
ative Sehnenveränderung handle
(Urk. 2 S. 5).
2.2
Der Beschwerdeführer
machte
dagegen
sinngemäss
im Wesentlichen
geltend
,
seine
über
d
en
29. September 2014
hinaus
bestehenden
Schulterbeschwerden seien unfallkausal
(Urk. 1)
.
3.
3.1
Streitig und zu prüfen ist, ob zwischen dem Unfallereignis vom
29. Juni 2014
und den vom Beschwerdeführer
nach
dem 29. September 2014
geklagten Schulterb
eschwerden ein Kausalzusammenhang besteht.
3.2
Im
Radiologiebefund
des
A._
vom 15. Juli 2014 betreffend Clavicula links, Schultergelenk links, Ellbogen links wurde festgehalten, dass insgesamt keine Frakturen objektivierbar seien
(Urk. 6/2).
3.3
Am 25. September 2014 wurde im
A._
ein MRI der linken Schulter nach
Arthrographie
durchgeführt. Dies
es
ergab ein
e
höhergradige
Tendinopathie
der
Supraspinatussehne
im
subacromialen
Verlauf mit Verdacht auf mittelgradige gelenkseitige Partialruptur der
Unterfläche sowie Zeichen des
I
mpingements
bursaseitig
durch ein hyperpla
stisches L
igamentum
coracoa
cromiale
sowie
Acromion
-Form Typ II mit Verschmälerung des
Subacromialraumes
auf minimal 3,8 mm als Hinweis auf ein
subacromiales
Impingement
. Darüber hin
aus
war das
Arthro
-MRI der linken Schulter
annähernd unauffällig
bei
leicht
gradiger
AC-Gelenksdegenerat
i
on
ohne relevante hyperplastische
Osteophyten
bildung
(Urk. 6/4)
.
3.4
Im Bericht der
B._
vom 27. Oktober 2014 betreffend die Konsultation vom 23. Oktober 2014 wurden die folgenden Diagnosen gestellt:
1.
Posttraumatische intervallnahe
Rotatorenmanschettenruptur
Schulter links
St. n. Sturz am 29.06.2014
Gelenkseitige Partialruptur der
Suprapinatussehne
(PASTA-Läsion)
Kraniale Partialruptur der
Subscapularissehne
Bizepssehneninstabilität
2.
Bursitis
olecrani
links
Als Befund wurde Folgendes genannt: Rechts konvexe
Thorakalskoliose
mit Knickbildung am
zervikot
h
orakalen
Übergang. Die Wirbel
s
äule steht ca. 4 cm nach links aus dem Lot. Keine Nackenbeschwerden. Freie Beweglichkeit der lin
ken Schulter, schmerzhaft bei Rotationen. Schmerzhafte
Bizepssehnen
provokationsmanöver
. Schmerzhafter
Bear
-Hug-Test. Gute Kraftentwicklung beim
Jobe
-Test.
Impingement
-Test negativ
(Urk. 6/5).
3.5
Im Bericht derselben Klinik vom 31. Oktober 2014 wurde als weitere Diagnose eine
Ansatztendinose
Musculus
pectoralis
major
mittleres
Claviculadrittel
links genannt. Der Befund wurde mit einer
Druckdolenz
über dem mittleren
Clavicu
ladrittel
ventral ergänzt (Urk. 6/6).
3.6
Am 21. November 2014 wurde ein ergänzendes MRI der linken Clavicula bei vormals unvollständiger Abbildung der Randregion des
Punctum
maximum
der Symptomatik im
A._
durchgeführt. Im Bericht vom 24. November 2014 wurde
Folgendes festgehalten:
S
ehr diskrete Signalanhebung im Knochenmark an der medialen Drittelgrenze der linksseitigen Clavicula ohne Strukturalteration der
Compacta
und ohne eindeutig umgebende
We
ichtei
lreak
tion
des Periosts bzw. der Ursp
rünge und A
nsätze der Muskulatur
,
dd
Stressre
aktion
ohne Nachweis einer vollendeten Stressfraktur,
dd
Artefakt. Kein Hinweis auf eine Weichteillazeration. Vorbeschriebene Zeichen unspezifischer Reaktio
nen am linksseitige
n AC-Gelenk,
dd
Überlastungsrea
k
t
ion und allenfalls initiale degenerative Veränderungen; kein Hinweis auf eine Kapselruptur oder
relevante Arthrose im linksseitigen AC-Gelenk
bei anatomischer Stellung (Urk. 6/7).
3.7
Der beratende Arzt der Beschwerdegegnerin,
Dr.
Z._
,
führte in seiner Stel
lungnahme vom 16. Juni 2015 aus, die Beschwerden seien für maxi
ma
l drei Monate nach dem Unfallereignis wahrscheinlich unfallkausal, denn der Beschwerdeführer habe beim Sturz aus der Badewanne
eine Prellung
erlitten. Im Bericht der Duke
Orthopaedics
(Urk. 6/8)
werde eine rasche und deutliche Bes
serung beschrieben und erst eine erneute Beschwerdezunahme, als der Beschwerdeführer wieder sportliche Übungen gemacht habe. Bei einer weiteren Kontrolle am 3. Dezember 2014 beschreibe MD GE
Garrigues
, dass er die Ver
änderungen an der
Rotatorenmanschette
als einen normalen Alterungsprozess und nicht ursächl
ich für die Beschwerden ansehe. Er führe die Beschwerden, welche hauptsächlich an der
Claviculamitte
empfunden würden, auf Verände
rungen/Vernarbungen an der
Pectoralis
Major Sehne zurück. Insgesamt gebe es keine Hinweise auf eine klare unfallbedingte Veränderung als Auslöser von Schulterproblemen. Die PASTA-Läsion an der
Supraspinatussehne
sei typi
scherweise ein degenerativer Zustand bei einer nachgewiesenen
Tendinopathie
. Der Beschwerdeführer habe beim Unfallereignis einen direkten Schulteranprall
erlitten. Auch dies spreche gegen eine unfallbedingte
Supraspinatussehnenpa
thologie
, da hierzu ein anderer Unfallmechanismus notwendig sei. Ein Anprall im Bereich des Ellbogens werde beim Unfallereignis ebenfalls nicht beschrieben, so dass auch eine Ellengelenkspathologie nicht kausal dem Unfallere
ignis zuge
ordnet werden könne (U
rk. 6/9).
3.8
Im Bericht der
C._
, Schulter/Ellbogen,
vom 1. Juli 2015 betreffend die Konsultation vom 29. Juni 2015 wurden die folgenden Diagnosen genannt:
Posttraumatische gelenksseitige Partialruptur der
Supraspinatussehne
(PASTA-Läsion),
craniale
Partialruptur der
Subsca
p
ularissehne
,
Bicepssehnen
-Instabilität links bei
St. n. Sturz am 29.06.14
Ansatztendinose
M.
pectoralis
major
mittlere
s
Claviculadrittel
links
Es wurde ausgeführt, dass die Beschwerden einerseits für eine
Ansatztendinose
des M.
pectoralis
major
sprächen
, jedoch auch Beschwerden
bestünden
, welche
zur
radiologisch nachgewiesenen PASTA-Läsion und Partialruptur der
Subsca
pularisseh
n
e
mit
Bicepsinstabilität
passen würden.
Die Beschwerden seien klar posttraumatisch aufgetreten, so dass von einer traumatisch bedingten Ursache auszugehen sei
(Urk. 6/11).
3.9
Dr.
Z._
führte
in seiner Stellungnahme vom 13.
August 2015
nach
Einsicht
nahme in das MRT vom 25. September 2014 aus, die Unterflächenläsion des
Supraspinatus
sei wenig ausgeprägt und der 59-jährige Beschwerdeführer tue gut dran, diesen Befund nicht operieren zu lassen. Eine PASTA-Läsion sei in der Regel keine typische unfallbedingte Läsion, sondern eine Folge degenerativer Pr
o
zesse. Auch das Unfallereignis (Kontusion) sei nicht geeignet, eine
Rotatorenmanschettenruptur
auszulösen.
Im Weiteren verweist
Dr.
Z._
auf seine Stellungnahme vom 18. Juni 2015 (Urk. 6/14).
3.10
Im Bericht der
C._
, Schulter/Ellbogen,
vom 9. September 2015 betreffend die Konsultation vom 31. August 2015
wurde
n die
bereits genannten Diagnosen aufgeführt und es wurde festgehalten
,
die Beschwerden passten unverändert gut zu einer
Ans
a
tztendinose
des M.
pectoralis
major
. Dass der Beschwerdeführer auf die diagnostische Infiltration
glenohumeral
nicht angesprochen habe, sei ein deutlicher Hinweis dafür, dass die Beschwerden nicht durch die PASTA-Läsion und Partialruptur der
Subscapularissehne
mit
Biceps
-Instabilität verursacht würden. Diese sei radiologisch klar nachweisbar, aber nicht für die Beschwerden verantwor
tlich. Im MRT Clavicula vom 21.
November 2014 seien zwar keine grossen Pathologien erkennbar, jedoch sei das für eine Ansatz-
Tendinose
des M.
pectoralis
major
durchaus üblich.
Die Beschwerden seien klar posttraumatisch aufgetreten und daher als Unfallfolge zu werten
(Urk. 6/18).
3.11
Im Bericht der
C._
, Sportmedizin,
vom 8. Oktober 2015 betreffend die Konsultation vom 2. Oktober 2015
wurden die folgenden Diagnosen genannt
(Urk. 6/20c)
:
Vd
. a.
Ansatztendinose
M.
pectoralis
major
mittleres
Claviculadrittel
links
Röntgen Clavicula
ap
/
tang
. Links 29.06.2015: Leichte Degeneration im SC-Gelenk. Sonst unauffällige Darstellung der Clavicula.
St. n. Sturz im Kindesalter mit Schulterverletzung und
Scapula
alata
links
Posttraumatische gelenksnahe Partialruptur der
Supraspinatussehne
(PASTA-Läsion), kraniale Partialruptur der
Subscapularissehne
,
Bizepssehneninstabilität
links
bei St. n. Sturz am 29.06.201
4
Arthro
-MRI Schulter links 25.09.2014: Subluxationsstellung des
Hume
ruskopfes
nach kranial und dorsal. Gelenksseitige Partialruptur der
Supraspinatussehne
. Fragliche kraniale Partialruptur der
Subsca
pularissehne
. Gute Muskelqualität ohne
Atrophiezeichen
.
Röntgen Schulter links 29.06.2015: Kleiner
Osteophyt
glenohumeral
inferior. Degeneration im AC-Gelenk. Keine
periartikulären
Weich
teilverkalkungen
3.12
In seiner Stellungnahme vom 3. November 2015 führte
Dr.
Z._
aus, neu sei,
dass selbst Prof. Meyer von der
C._
nicht mehr die PASTA-Läsion und die Veränderungen am
Subscapularis
und der
Bizepssehne
als ursächlich für die Beschwerden sehe, sondern ei
ne Ansatz-
Tendinose
des
Musculus
pect
oralis
major
. Es sei nicht überwiegend wahrscheinlich, dass eine
Ansatztendinose
des
Pectoralis
major
unfallbedingt sei. Es handle sich um eine unfallfremde degenerative Veränderung (Urk. 6/22).
3.13
In den vom Beschwerdeführer nach Abschluss des Schriftenwechsels eingereich
ten Berichten betreffend seine Behandlungen in den
D._
vo
m 28. Dezember 2015 und vom 12.
Januar 2016
wurde
die Diagnose einer
Akro
mioklavi
k
ulargelenk
s
luxation
(
A
/C
joint
separation
)
gestellt
(Urk. 11/1-2).
3.14
Der beratende Arzt der Beschwerdegegnerin,
Dr.
med.
E._
, FMH orthopädische Chirurgie, hielt in seiner Stellungnahme vom 20. Dezember 2016 fest, die vom Beschwerdeführer eingereichten Berichte vom
28. Dezember 2015
und vom
12.
Januar 2016
be
s
tätigten, dass keine
Rotatorenmanschettenläsion
vorliege, so dass von einer Schulterkontusion auszugehen sei, was einen Status quo nach drei Monaten rechtfertige. Die neue Diagnose einer AC-Distorsion bring
e bezüglich Beschwerden nichts N
eues vor. Zudem werde sie
durch die
Arthrographie
vom 25.
September 2014, welche drei Monate nach dem Unfall durchgeführt worden sei
,
nicht bestätigt (Urk. 15).
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei der Leistungseinstellung im Wesentli
chen auf die versicherungsinterne
n
Stellungnahme
n
von
Dr.
Z._
. Ein medizinischer Aktenbericht als
Entscheidgrundlage
ist zulässig, wenn die Akten ein vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Status erge
ben und diese Daten unbestritten sind; der Untersuchungsbefund muss lücken
los vorliegen, damit der Experte imstande ist, sich aufgrund der vorhandenen Unterlagen ein vollständiges Bild zu verschaffen (Urteil des Bundesgerichts 8C_833/2009 vom 26. Januar 2010 E. 5.1 mit Hinweisen), was vorliegend der Fall ist. Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kann Beweiswert beigemessen werden, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvoll
ziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (vgl. oben E. 1.3 und E. 1.4).
Die
Bericht
e
von
Dr.
Z._
erfüll
en
die Anforderungen an beweiskräftige medizinische
Ent
scheidgrundlage
n
, weshalb darauf abgestellt werden kann.
4.2
Aus den medizinischen Akten geht übereinstimmend hervor, dass die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden nicht durch die PASTA-Läsion und Partialruptur der
Subscapularissehne
mit
Biceps
-Instabilität verursacht
worden sind.
Dr.
Z._
weist darauf hin, dass
eine Ansatz-
Tendinose
des
Musculus
pectoralis
major
Grund für die Beschwerden sei
.
Diese sei
nicht überwiege
nd wahrscheinlich unfallbedingt
. Es handle sich um eine unfallfremde degenerative Veränderung (Urk.
6/22
).
Die Argumentation
in den Berichten der
C._
vom
1. Juli 2015
und vom
9. September 2015
,
wonach
die Beschwerden klar posttraumatisch aufgetreten
und daher als Unfallfolge zu werten
seien
(Urk. 6/11 und Urk. 6/
18
), entspricht letztlich der unzulässigen Beweisregel "
post
hoc ergo
propter
hoc", welche
zum Beweis
eines natürlichen Kausalzusammenhanges
nic
ht genügt (BGE 119 V 335 E. 2b/
bb
;
Urteil des Bun
desgerichts 8
C_332/2013 vom 25. Juli 2013 E.
5.1)
.
Soweit der Beschwerdefüh
rer geltend macht,
eine AC-Gelenksd
istorsion
habe seine Beschwerden verur
sacht
(Urk. 8/1),
ist darauf hinzuweisen,
dass eine solche durch die
Arth
r
ogra
phie
vom
25. September 2014 nicht
ausgewiesen
ist (
vgl.
Urk. 15).
Selbst wenn eine
Akromioklavik
ulargelenk
sluxation
Grad II vorgelegen hätte
,
ist davon aus
zugehen, dass die dadurch verursachten Beschwerden nach spätestens drei Monaten abgeklungen wären.
Somit
ist ein Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis vom
29. Juni 2014
und den über
September 2014
hinaus anhaltenden Schulterbeschwerden des Beschwerdeführers nicht mit überwie
gender Wahrscheinlichkeit ausgewiesen.
4.3
Im Übrigen ist festzuhalten, dass selbst unter der Annahme, der Vorzustand sei durch das Unfallereignis symptomatisch geworden, mithin der Unfall sei als beschwerdeauslösend zu betrachten, keine Unfallkausalität der ausgelösten Beschwerden ohne zeitliche Beschränkung bejaht werden könnte. Vielmehr genügt es für die Beendigung der Leistungspflicht des Unfallversicherers, dass der Status quo ante
vel
sine mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eingetreten ist. Der Beweis des Wegfalls des Kausalzusammenhangs muss dabei nicht durch den Nachweis unfallfremder Ursachen erbracht werden. Ebenso wenig geht es darum, vom Unfallversicherer den negativen Beweis zu verlangen, dass kein Gesundheitsschaden mehr vorliege oder die versicherte Person nun bei voller Gesundheit sei. Entscheidend ist allein, ob unfallbedingte Ursachen des
Gesund
heitsschadens
ihre kausale Bedeutung verloren haben, also dahingefallen sind (Urteile des Bundesgerichts 8C_79/2011 vom 9. März 2011 E. 2.2, 8C_901/2009 vom 14. Juni 2010 E. 3.2 und 8C_847/2008 vom 29. Januar 2009 E. 2, je mit Hinweisen), was vorliegend gestützt
auf die medizinische Aktenlage
im Zeit
punkt der Leistungseinstellung der Fall war,
zumal
davon auszugehen ist, dass die durch die
Schulterkontusion
verursachten Beschwerden nach drei Monaten abgeklungen
waren
(vgl. Urk. 6/9)
.
4
.4
.
Nach dem Gesagten hat d
ie Beschwerdegegnerin den Anspruch des Beschwerde
führers auf weitere Leistungen zu Recht verneint. Die Beschwerde erweist sich somit als unbegründet und ist abzuweisen.