Decision ID: 9d33e648-a89c-529c-a3ff-203f750c1948
Year: 2009
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Die Beschwerdeführenden reisten eigenen Angaben zufolge am 21. Oktober 2008 illegal in die Schweiz ein. Hier stellten sie am 23.  2008 im Empfangs- und Verfahrenszentrum D._ ihre . Am 3. November 2008 fanden die Kurzbefragungen im - und Verfahrenszentrum D._ statt. Am 12. November 2008 wurden die Beschwerdeführenden direkt zu ihren Asylgründen angehört.
B.
B.a Zur Begründung ihrer Asylgesuche machten die , Tamilen mit letztem Wohnsitz in Jaffna, im Wesentlichen , der Beschwerdeführer sei schon im Jahre 1995 verhaftet worden. Danach habe er mehrere Jahre als Flüchtling in Indien gelebt. Am 12. Januar 2008 sei der Beschwerdeführer bei einem Round up , misshandelt und beschuldigt worden, die LTTE (Liberation Tigers of Tamil Eelam) unterstützt zu haben. Danach habe man ihn in ein Camp gebracht, wo ihn die Beschwerdeführerin am zweiten Tag besucht habe. Sie sei dort geschlagen und unter anderem in den Bauch getreten worden, woraufhin sie ihr Kind verloren habe. Nach sieben Tagen sei der Beschwerdeführer wieder freigelassen worden. Am 1. Oktober 2008 hätten Unbekannte Geldleistungen von ihnen , denen sie weder hätten nachkommen können noch hätten  wollen. Im Anschluss daran hätten sie sich aus Angst zu  Tante begeben. Am 2. Oktober 2008 seien anlässlich einer  Fotos von Märtyrern und Helden der „Tigers“ bei ihnen gefunden worden. Noch am selben Tag hätten sie sich über E._ mit einem Fischerboot nach F._ begeben, wo sie dreizehn Tage lang im Haus eines Schleppers gelebt hätten. Am 21. Oktober 2008 seien sie von Colombo aus über Dubai nach Rom geflogen, von wo aus sie am selben Tag mit einem Auto illegal in die Schweiz gelangt seien.
Die Beschwerdeführerin ihrerseits habe in der Schule in einer Band Musik für die LTTE gemacht (vgl. A1/ S. 6) und sich von 1990 bis 1995 bei der „SOLT“ einer Studentenorganisation mit LTTE–Hintergrund  (vgl. A 32/ S.2). Deshalb habe sie immer wieder  erlitten.
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B.b Am 10. beziehungsweise am 14. November 2008 wurden mit , Frankreich und Deutschland Fingerabdruckvergleiche . Im Falle des Beschwerdeführers konnte dabei ein vorgängiger Aufenthalt in Frankreich festgestellt werden, wo er unter der Identität von B._ am 29. September 2006 ein Asylgesuch gestellt hatte.
B.c Am 31. März 2009 wurde den Beschwerdeführenden zum  des Beschwerdeführers das rechtliche Gehör gewährt.
B.d Die Beschwerdeführenden reichten verschiedene Beweismittel ins Recht.
C. Mit Verfügung vom 9. April 2009 - eröffnet am 15. April 2009 - lehnte das BFM die Asylgesuche der Beschwerdeführenden ab und ordnete die Wegweisung aus der Schweiz sowie deren Vollzug an. Zur  wurde ausgeführt, die Vorbringen der Beschwerdeführenden  den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit gemäss Art. 7 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) nicht.
D. Mit Beschwerde vom 15. Mai 2009 an das Bundesverwaltungsgericht liessen die Beschwerdeführenden die Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung beantragen. Es sei den Beschwerdeführenden Asyl zu . Eventualiter sei die Unzumutbarkeit der Wegweisung  und als Folge davon sei den Beschwerdeführenden von Amtes wegen die vorläufige Aufnahme zu erteilen. Subeventualiter sei der Entscheid des BFM vom 9. April 2009 aufzuheben und zur  und Sachverhaltsabklärung an das BFM zurückzuweisen. Es sei den Beschwerdeführenden die unentgeltliche Prozessführung zu  und es sei auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu . Die Vollzugsbehörden seien anzuhalten, mittels vorsorglicher Massnahmen von allfälligen Vollzugshandlungen abzusehen.
E. Mit Zwischenverfügung vom 20. Mai 2009 wurden die Gesuche um  der unentgeltlichen Rechtspflege sowie um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses infolge Aussichtslosigkeit der  abgelehnt und die Beschwerdeführenden unter Hinweis auf die Säumnisfolge zur Leistung eines Kostenvorschusses in Höhe von Fr. 600.-- bis zum 4. Juni 2009 aufgefordert.
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F. Die Beschwerdeführenden leisteten den einverlangten  am 4. Juni 2009 fristgerecht.
G. Mit Eingabe vom 5. Juni 2009 liessen die Beschwerdeführenden eine Unterstützungsbestätigung vom 30. April 2009 von der AOZ (Intake und Sozialberatung für Anerkannte Flüchtlinge) einreichen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das  Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des  vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des  vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
1.2 Die Beschwerde ist form- und fristgerecht eingereicht. Die  sind durch die angefochtene Verfügung berührt und haben ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung  Änderung. Die Beschwerdeführenden sind daher zur  der Beschwerde legitimiert (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1, 50 und 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten.
2. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
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3.
3.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl. Als Flüchtling wird eine ausländische Person , wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu  bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen  ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung von Leib, Leben oder Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken; den frauenspezifischen Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen (Art. 3 AsylG).
3.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft  oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender  für gegeben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich  sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG).
4. Im Sinne einer allgemeinen Verfahrensgarantie haben Parteien  Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen  vom 18. April 1999 (BV, SR 101) in sämtlichen  Anspruch auf rechtliches Gehör.
4.1 In der Beschwerde wird gerügt, der Beschwerdeführer habe im Verlauf der fraglichen Anhörung zugegeben, dass er in einzelnen Punkten gelogen habe. Aus der Anhörung sei auch hervorgegangen, dass er verwirrt und durcheinander gewesen sei. Dies habe ihm die Vorinstanz unbegründet als Verweigerung ausgelegt, seine Asylgründe geltend zu machen. Der Beschwerdeführer sei, obwohl er mitgeteilt habe, dass er noch Zeit brauche, um den „wahren“ Sachverhalt in aller Gründlichkeit zu schildern, ohne Pause weiterbefragt worden. Somit sei offensichtlich das rechtliche Gehör des Beschwerdeführers nicht gewahrt worden, da er verwirrt und überfordert gewesen sei. In seinem Zustand hätte er keiner Befragung ausgesetzt werden dürfen.
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4.2 Dieser Einwand stösst jedoch ins Leere. Vielmehr erhielten die  anlässlich der nochmaligen Anhörung vom 31. März 2009 die Gelegenheit, zu den daktyloskopischen Abklärungen Stellung zu nehmen beziehungsweise spezifische Aspekte ihrer Asylvorbringen nochmals anzusprechen und ergänzende Fragen zu beantworten. Die Einladung zu dieser Anhörung datiert vom 18. März 2009. Die Beschwerdeführenden hatten demnach genügend Gelegenheit sich auf die angekündigte Anhörung vorzubereiten. Davon abgesehen kann es nicht Sache der Vorinstanz sein, nachdem sie offensichtliche Unstimmigkeiten in den Schilderungen Asylsuchender aufgedeckt und diese damit konfrontiert hat, auf deren Befindlichkeiten in jeder Art und Weise einzugehen. Vielmehr ist an dieser Stelle darauf hinzuweisen, dass die Untersuchungspflicht der Asylbehörden ihre Grenzen an der Mitwirkungspflicht der Beschwerde führenden Partei findet (Art. 8 AsylG), die im Übrigen auch die Substanziierungslast trägt (Art. 7 AsylG).
4.3 In diesem Zusammenhang ist eine Verletzung des  Anspruchs auf rechtliches Gehör durch die Vorinstanz zu verneinen.
5.
5.1 Das BFM lehnte das Asylgesuch der Beschwerdeführenden ab, da deren Vorbringen den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit gemäss Art. 7 AsylG nicht standhielten. Aufgrund daktyloskopischer  stehe fest, dass sich der Beschwerdeführer seit September 2006 in Frankreich aufgehalten habe. Somit könne er nicht am 12.  2008 in Sri Lanka verhaftet worden sein. Die gemeinsame  der Beschwerdeführenden entspreche demnach nicht den Tatsachen. Anlässlich der nochmaligen Anhörung vom 31. März 2009 hätten die Beschwerdeführenden diesen Umstand zugegeben. Auch habe die Beschwerdeführerin eingestanden, dass sie damals im  2008 nicht schwanger gewesen sei und das Arztzeugnis auf ihren Wunsch mit falschen Angaben versehen worden sei. Die  der Beschwerdeführenden sei durch das Verschweigen des  und der Konstruktion einer gemeinsamen  Fluchtgeschichte grundsätzlich erschüttert. Die Haft des , die Misshandlungen der Beschwerdeführerin sowie die Geldforderungen vom Oktober 2008 könnten nicht geglaubt . Im Rahmen des rechtlichen Gehörs seien die  zudem aufgefordert worden, allfällige wahre Fluchtgründe zu er-
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wähnen. Diesbezüglich habe sich der Beschwerdeführer zuerst , weitere Gründe geltend zu machen, weil er zu verwirrt gewesen sei, nachdem er gelogen habe. Danach habe er geltend gemacht, er müsse sich zuerst mit seiner Ehefrau absprechen (vgl. A31/ S. 7 ff.). Die Beschwerdeführerin wurde ebenfalls aufgefordert, die allfälligen tatsächlichen Asylgründe zu nennen. Dabei habe sie widersprüchliche Aussagen sowohl im Verhältnis zu den Aussagen ihres Ehemannes als auch innerhalb ihrer eigenen Gründe gemacht. So habe sie unter anderem spontan geschildert, wie sie im Januar 2008 Probleme wegen ihrer LTTE-Vergangenheit bekommen habe. Man habe Geld von ihr verlangt, um sie nicht zu verraten. Sie sei geschlagen und bewusstlos ins Spital gebracht worden. Auf den Vorhalt, sie habe die zuvor geltend gemachte Fehlgeburt nicht mehr erwähnt, habe sie einerseits ihre Antworten angepasst, andererseits geschwiegen (vgl. A32/ S. 3). Danach habe sie gefragt, ob sie die Wahrheit sagen dürfe (vgl. A32/ S. 4), und unter anderem widersprüchliche Angaben zu den Aussagen ihres Ehemannes in Bezug auf Wohnort und Beruf gemacht sowie auf entsprechenden Vorhalt erklärt, sie wisse nicht, warum ihr Ehemann dies gesagt habe (vgl. A32/ S. 5). Aufgrund dieser widersprüchlichen Aussagen innerhalb der Verfolgungsgeschichte der Beschwerdeführerin könnten ihre für das Jahr 2008 geltend gemachten Probleme nicht geglaubt werden. Ebensowenig sei es den Beschwerdeführenden gelungen, für die Zeit der Ehe übereinstimmende Aussagen zu machen und gemeinsame Probleme zu schildern. Die jeweils geltend gemachten Probleme könnten nicht geglaubt werden. Somit sei es den Beschwerdeführenden nicht gelungen, eine aktuelle, asylrelevante Verfolgung glaubhaft zu machen. Zudem seien frühere kürzere Inhaftierungen wie diejenige im Jahre 1995 nicht asylrelevant.
5.2 In ihrer Rechtsmitteleingabe machen die Beschwerdeführenden unter anderem geltend, nun den effektiven Sachverhalt aufzuzeigen und damit ihre Asylgründe zu belegen.
5.3 Das Bundesverwaltungsgericht teilt die Auffassung des BFM,  durch das Verschweigen des Frankreichaufenthaltes des  und der Konstruktion einer gemeinsamen  Fluchtgeschichte die Glaubhaftigkeit der  grundsätzlich erschüttert ist. Daran vermögen auch die  Ausführungen in der Rechtsmitteleingabe der  nichts zu ändern, zumal die Beschwerdeführenden dort im We-
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sentlichen erklären, ihre Aussagen in den Anhörungen hätten in weiten Teilen der Wahrheit entsprochen, sie hätten lediglich den Sachverhalt so umgemünzt, dass sie eine gemeinsame Geschichte hätten  können (vgl. Beschwerdeschrift, S. 11). Zur Vermeidung von  wird somit an dieser Stelle auf die zutreffenden  in der angefochtenen Verfügung verwiesen, denen sich das  vollumfänglich anschliesst.
5.4 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass den Vorbringen der , sie seien im Zeitpunkt ihrer Ausreise in ihrer  in asylrechtlich relevantem Ausmass verfolgt worden, nicht  werden kann.
6.
6.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der  der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG).
6.2 Die Beschwerdeführenden verfügen weder über eine  Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf  einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht  (Art. 44 Abs. 1 AsylG; Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21).
7.
7.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich, so regelt das Bundesamt das  nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige  von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des  vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]).
7.2 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche  der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des  in den Heimat-, Herkunfts- oder in einen Drittstaat  (Art. 83 Abs. 3 AuG).
So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land  werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus  Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Ge-
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fahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]).
Gemäss Art. 25 Abs. 3 BV, Art. 3 des Übereinkommens vom 10.  1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder  unterworfen werden.
7.3 Die Vorinstanz wies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend darauf hin, dass der Grundsatz der Nichtrückschiebung nur Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen (vgl. MARIO GATTIKER, Das Asyl- und Wegweisungsverfahren, 3. Aufl., Bern 1999, S. 89). Da es den Beschwerdeführenden nicht gelungen ist, eine asylrechtlich  Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen  im vorliegenden Verfahren keine Anwendung finden. Eine Rückkehr der Beschwerdeführenden nach Sri Lanka ist demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig.
Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen der  noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass sie für den Fall einer Ausschaffung nach Sri Lanka dort mit beachtlicher  einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt wären. Gemäss Praxis des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) sowie jener des UN- müssten die Beschwerdeführenden eine konkrete Gefahr ("real risk") nachweisen oder glaubhaft machen, dass ihnen im Fall einer Rückschiebung Folter oder unmenschliche Behandlung  würde (vgl. EMARK 2001 Nr. 16 S. 122, mit weiteren Hinweisen; EGMR, Bensaid gegen Grossbritannien, Urteil vom 6. Februar 2001, Recueil des arrêts et décisions 2001-I, S. 327 ff.). Auch die allgemeine Menschenrechtssituation in Sri Lanka lässt den Wegweisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt klarerweise nicht als unzulässig erscheinen. Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung sowohl im Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig.
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7.4 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder  auf Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AuG – die vorläufige Aufnahme zu gewähren (vgl. Botschaft zum Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer vom 8. März 2002, BBl 2002 3818).
7.5
7.5.1 Das Bundesverwaltungsgericht nahm im Urteil BVGE 2008/2 zur Frage der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs abgewiesener  tamilischer Ethnie eine Lageanalyse vor. Gemäss der  neu festgelegten Praxis setzt die Anerkennung einer  Aufenthaltsalternative im Süden des Landes und damit die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs in den Grossraum Colombo für srilankische Asylsuchende tamilischer Ethnie, welche aus der Nord- oder Ostprovinz stammen, das Vorliegen besonders  Faktoren wie die Existenz eines tragfähigen familiären oder  Beziehungsnetzes sowie die Aussicht auf eine gesicherte - und Wohnsituation voraus (a.a.O., E. 7.6.2). Für  Asylsuchende tamilischer Ethnie, welche aus dem Grossraum Colombo oder dessen Umgebung stammen und dort über ein  Familien- oder Beziehungsnetz verfügen und mit einer konkreten Unterkunftsmöglichkeit rechnen können, ist grundsätzlich von der  des Wegweisungsvollzugs in diese Gebiete auszugehen, wobei die Dauer der Landesabwesenheit mitzuberücksichtigen ist; je kürzer der Aufenthalt in Colombo dauerte und je weiter er zeitlich , desto höhere Anforderungen sind an das Vorliegen eines  familiären oder sozialen Beziehungsnetzes zu stellen (a.a.O., E.7.6.1). Der Ende Mai 2009 durch die militärische Niederlage der LTTE beendete bewaffnete Konflikt hat an diesen  nichts geändert.
7.5.2 Bei unglaubhaften Angaben zu den Lebensumständen sind die Asylbehörden – analog der Fälle, in denen aufgrund vom  zu verantwortenden Umständen nicht feststeht, welches sein Herkunftsland beziehungsweise sein Herkunftsort ist (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts D-4638/2006 vom 4. November 2008 E. 5.3.3 S. 9) - nicht gehalten, nach möglichen Vollzugshindernissen zu suchen. Im vorliegenden Fall haben die Beschwerdeführenden nicht
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nur keine Identitätspapiere eingereicht, sondern darüber hinaus  Arztzeugnisse ins Recht gelegt, mit denen eine nicht erfolgter Abort hätte bewiesen werden sollen. Die Identität der  steht demnach nicht eindeutig fest. Da sie offensichtlich , den Asylbehörden mit tatsachenwidrigen Angaben eine  vorzutäuschen, kann ihnen auch die geltend gemachte  aus dem Norden Sri Lankas nicht geglaubt werden. Vielmehr ist davon auszugehen, dass sie sich über einen längeren Zeitraum im Grossraum Colombo aufgehalten haben. Die Beschwerdeführenden sind jung, soweit aktenkundig gesund und waren vor ihrer Ausreise in der Lage, ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Unter diesen  sollte es ihnen möglich sein, im Grossraum Colombo eine ihren Fähigkeiten und Kenntnissen entsprechende wirtschaftliche Existenz aufzubauen.
Nach dem Gesagten erweist sich Vollzug der Wegweisung auch als .
7.6 Schliesslich obliegt es den Beschwerdeführenden, sich bei der  Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr  Reisedokumente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AuG).
8. Insgesamt ist die durch die Vorinstanz verfügte Wegweisung zu . Die Vorinstanz hat deren Vollzug zu Recht als zulässig,  und möglich erachtet. Nach dem Gesagten fällt eine Anordnung der vorläufigen Aufnahme ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1-4 AuG).
9. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG). Die  ist nach dem Gesagten abzuweisen.
10. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten den  aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG), auf insgesamt Fr. 600.-- festzusetzen (Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsge-
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richt [VGKE, SR 173.320.2]) und mit dem am 4. Juni 2009 geleisteten Kostenvorschuss in derselben Höhe zu verrechnen.
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