Decision ID: 5d377ead-9589-4089-92d6-58b012705805
Year: 2015
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Werner Rechsteiner, FRT Rechtsanwälte,
Unterer Graben 1, 9001 St. Gallen,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
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betreffend
Rente
Sachverhalt:
A.
A.a A._ meldete sich am 19./29. November 2007 zum Bezug von Leistungen der
Invalidenversicherung an. Er war gemäss Arbeitgeberbescheinigung vom 20. Dezember
2007 (act. 11) seit dem 8. November 2004 als Produktionsmitarbeiter angestellt [....].
Dr. med. B._, Allgemeine Medizin FMH, berichtete am 20. Dezember 2007 (act. 12),
der Versicherte sei in einer sitzend/stehend auszuübenden Tätigkeit zu 50 %
arbeitsfähig. Am 11. Juni 2008 (act. 16) gab er an, eine abwechselnd sitzend und
gehend auszuübende Tätigkeit ohne schwere Belastung sei prinzipiell in einem zeitlich
reduzierten Rahmen möglich, möglicherweise von 50 %, mit einer Leistungsfähigkeit
von möglicherweise ebenfalls 50 %. Eine bleibende Einschränkung von 20 % bestehe
nicht; die Situation sollte langfristig verbessert werden. Die Ärztin C._ berichtete am
26. Januar 2009 (act. 29-1 ff.), der Versicherte könne im Moment nicht zu mehr als
50 % arbeiten. Seit zwei bis drei Wochen seien auch noch Schulterschmerzen links
hinzu gekommen. Die Klinik für Orthopädische Chirurgie am Kantonsspital St. Gallen
gab am 1. Mai 2009 (act. 34) folgende Diagnose an: Persistierender Hüftschmerz rechts
mit/bei unter anderem Osteochondrose L4-S1 mit Spondylarthrose ohne
Nervenkompression oder Spinalkanalstenose. Zur Arbeitsfähigkeit lägen keine
Angaben vor. In einem daraufhin veranlassten Gutachten vom 16. Juni 2009 (act. 39)
bezeichnete Dr. med. D._, Orthopädische Chirurgie FMH, als Diagnosen einen
Leistenschmerz nach Hüfttotalprothese rechts wegen Femurkopfnekrose, eine
Osteochondrose L3/4 und L4/5, ein subacromiales Impingement Schulter links und
eine Epicondylopathie radial rechts. In der zuletzt ausgeübten, ausschliesslich im
Stehen auszuübenden Tätigkeit sei der Versicherte zu 50 % arbeitsunfähig. Eine
alternative Tätigkeit müsste zeitweise im Sitzen erfolgen können. Die Sitzdauer wäre
allerdings eingeschränkt, vermutlich auf eine halbe Stunde. Überkopfarbeiten links
seien zu vermeiden. Wenn der Versicherte in Intervallen von zehn Minuten zwischen
Stehen, Gehen und Sitzen wechseln könnte, verbliebe nur eine zeitliche Einschränkung
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der Arbeitsfähigkeit von 30 %. Die Klinik für Orthopädische Chirurgie am Kantonsspital
St. Gallen (Dr. med. E._) gab im Arztbericht vom 24. Juni 2009 (act. 41) bekannt, bei
persistierenden Schmerzen und einem kurzfristigen Ansprechen auf die Infiltration
werde die Indikation zu einem Pfannenwechsel im Sinn einer Medialisierung und einer
gleichzeitigen Antevertierung der Pfanne als gegeben zu betrachten sein.
A.b Daraufhin wies die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle des Kantons St. Gallen
einen Rentenanspruch des Versicherten bei einem Invaliditätsgrad von 35 % mit einer
Verfügung vom 25. September 2009 (act. 50) ab. Eine gegen diese Verfügung
gerichtete Beschwerde mit dem Antrag, eine halbe Rente zuzusprechen, wurde mit
Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 20. April 2011
(act. 63) in dem Sinn gutgeheissen, dass die Verfügung aufgehoben und die Sache zur
Weiterführung des Verwaltungsverfahrens und zur anschliessenden neuen Verfügung

im Sinn der Erwägungen an die Verwaltung zurückgewiesen wurde. Das
Verwaltungsverfahren sei vorzeitig abgebrochen worden. Mit der Beschwerde war ein
Bericht der Klinik für Orthopädische Chirurgie am Kantonsspital St. Gallen (Dr. E._)
an Dr. B._ vom 14. Juli 2009 (act. 57-1 f.) eingereicht worden, wonach die einzige
Möglichkeit, die Beschwerden zu lindern, in einer Neupositionierung der Pfanne
bestehe. Das Gericht hielt fest, der medizinische Endzustand sei möglicherweise noch
nicht erreicht. Eine versicherte Person, die eine Rentenleistung beantrage, müsse sich
in Erfüllung ihrer IV-spezifischen Schadenminderungspflicht einer medizinischen
Massnahme unterziehen, wenn diese zumutbar und erfolgversprechend sei. Ob die
vorgeschlagene Operation diese Voraussetzungen erfülle, sei vom Gericht nicht zu
prüfen. Jedenfalls sei der einem allfälligen Rentenanspruch - es ergäbe sich bei einem
Einkommensvergleich ein Invaliditätsgrad von 43 % bei frühestem Rentenbeginn am
1. Juli 2008 - zugrunde zu legende Sachverhalt noch nicht ausreichend geklärt.
A.c Mit Schreiben vom 18. Mai 2011 (act. 65) reichte die Ärztin C._ verschiedene
Berichte (act. 66) ein. Sie habe bereits im Oktober 2010 von den Schulterproblemen
des Versicherten berichtet und sei unter Hinweis auf die Hüftabklärungen hingehalten
worden. Beigelegt war unter anderem ein Bericht der Klinik für Orthopädische Chirurgie
am Kantonsspital St. Gallen vom 29. Juli 2010 (act. 66-5 f.), wonach im Wesentlichen
ein subacromiales Impingement beidseits (rechts > links), persistierende
Hüftschmerzen rechts, ein Status nach Epikondylopathie lateral rechts mit operativer
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Revision 2005 und Adipositas vorlägen. Es sei eine operative Therapie zu empfehlen.
Dr. med. F._, Ärztin für Innere Medizin und Rheumatologie FMH, hatte C._ am
4. Januar 2010 (act. 66-1 bis 4) im Wesentlichen vom Vorliegen einer Periarthropathia
humero-scapularis rechts mit mässiger Bursitis subdeltoidea, teils chronisch, einer
chronischen Leistenschmerzproblematik postoperativ persistierend, eines St. n.
Epicondylopathielateral rechts und einer Adipositas berichtet.
A.d Auf Anfrage erklärte der RAD am 17. Juni 2011 (act. 68), es bestehe keine
überwiegende Wahrscheinlichkeit dafür, dass der Eingriff (operative Neupositionierung
der Hüftgelenkspfanne) langfristig erfolgreich sein und dass die Arbeitsfähigkeit steigen
könnte.
A.e Daraufhin wurde der Ausgleichskasse am 29. Juni 2011 (act. 72) der Beschluss
mitgeteilt, dass ab 1. August 2008 ein Invaliditätsgrad von 45 % bestehe. Der damalige
Rechtsvertreter des Versicherten erkundigte sich am 5. Juli 2011 (act. 73), ob darin die
Schulterproblematik mit einbezogen sei. Am 6. Juli 2011 (act. 74; Eingang 7. Juli 2011)
stellte die Ärztin C._ für den Versicherten ein Gesuch um "Anpassung" der Rente
("Erhöhungsgesuch"). Die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle teilte dem damaligen
Rechtsvertreter des Versicherten am 8. Juli 2011 (act. 75) mit, die Eingabe von C._
vom 18. Mai 2011 mit medizinischen Berichten sei berücksichtigt worden. Am
25. August 2011 ging ein Bericht von Dr. F._ an C._ vom 24. August 2011 (act. 76)
ein. Darin hatte die Ärztin erklärt, bei der ausgeprägt verdickten Bursa sei eine weitere
Infiltration nicht sinnvoll. Stattdessen seien die Vorschläge der Klinik für Orthopädie am
Kantonsspital St. Gallen umzusetzen (Dekompression mit Defilée-Erweiterung der
Schulter rechts mit vorangehender Arthro-MRI-Untersuchung). Eine Begründung zur
Erhöhung der Rente sei angesichts des gut behandelbaren Schulterproblems
schwerlich abzuleiten.
A.f Mit Verfügung vom 26. August 2011 (act. 78-1 ff.) sprach die
Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle des Kantons St. Gallen dem Versicherten ab
1. August 2008 eine Viertelsrente bei einem Invaliditätsgrad von 45 % zu. - Mit
Schreiben vom 15. September 2011 an die Verwaltung (act. 79) legte der Versicherte
dar, sein Gesundheitszustand sei sehr schlecht. Das operierte rechte Hüftgelenk
schmerze ohne Medikamenteneinnahme jeden Tag. Der rechte Ellbogen - ebenfalls
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operiert - sei immer geschwollen. Es würden ihm bei beiden Gelenken operative
Revisionen empfohlen. Seit zwei Jahren habe er Probleme mit beiden Schultern. Für
die rechte Schulter sei ihm eine Operation empfohlen worden, doch bestehe ein
Infektionsrisiko von 5 bis 7 %. Es gebe keine Garantie, dass es besser werde. Er könne
nur mit Ruhe und Medikamenten weiterleben. Der nicht korrekte Entscheid und die
prekäre finanzielle Situation belasteten ihn psychisch. Er erwarte eine "Revision" des
Falles. - Auf Beschwerde vom 23. September 2011 hin wurde die Verfügung vom
26. August 2011 mit Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom
28. Juni 2012 (IV-act. 106) aufgehoben und die Sache zur ergänzenden Abklärung an
die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle des Kantons St. Gallen zurückgewiesen. Es sei
ab 1. August 2008 von einem Anspruch des Versicherten auf eine Viertelsrente
auszugehen und abzuklären, ob sich infolge der im Mai 2011 aktenkundig geltend
gemachten zusätzlichen Leiden eine allfällige Verschlechterung des
Gesundheitszustands mit Einfluss auf die Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit ergeben
habe, sodass im Zeitablauf eine höhere Rente geschuldet sei. Der Beschwerde war
nebst einem Bericht der Klinik für Orthopädische Chirurgie am Kantonsspital St. Gallen
vom 29. Juli 2010 (IV-act. 85-2 f.) unter anderem ein solcher von Dr. G._ an Dr. B._
vom 19. Oktober 2009 (IV-act. 85-4) beigelegt gewesen.
A.g Inzwischen hatte die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle des Kantons St. Gallen
nach einem Vorbescheid vom 14. Oktober 2011 (IV-act. 87 f.) am 29. November 2011
(IV-act. 94) verfügt, es bestehe weiterhin Anspruch auf die bisherige Rente, da kein
medizinischer Revisionsgrund vorliege. Der Versicherte hatte am 20. Januar 2012 (IV-
act. 97) unter Beilage unter anderem eines Arztberichts von Dr. G._ an C._ vom
18. Januar 2012 (IV-act. 98) beantragt, die Sache erneut zu prüfen.
A.h Nach der gerichtlichen Rückweisung der Sache holte die Sozialversicherungs
anstalt/IV-Stelle einen Arztbericht von Dr. B._ ein. Dieser erklärte am 6. Oktober 2012
(IV-act. 112), die bisherige Tätigkeit sei dem Beschwerdeführer wie andere Tätigkeiten
nicht mehr zumutbar. Wechselbelastende Tätigkeiten bezeichnete er allerdings als
eventuell halbtags zumutbar. Die Angaben würden seit einer Zeit "vor den
Operationen" gelten. Daraufhin wurde eine medizinische Abklärung veranlasst.
Dr. med. H._ hielt im Gutachten vom 28. Mai 2013 (IV-act. 118) folgende Diagnosen
fest:
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Chronifizierendes Schmerzsyndrom inguinal rechts
- Totalendoprothesenimplantation Hüfte rechts 28.11.2007 wegen Femurkopfnekrose
III
- Infiltration 14.05.2008 wegen postulierter Bursitis trochanterica rechts
- Radiologisch Pfanneninklination 35° mit leichtem anteriorem (Rx axial)/apikalem (Rx
a/p) Überstand
- Szintigraphisch (04.05.2009 und 09.12.2011) und radiologisch fehlende Hinweise auf
Protheseninfekt/-Lyse oder -Lockerung
- Osteochondrose C6/7
- Initiale Osteochondrose L3/4 mit Retrospondylose und flachbogiger Discushernie
ohne Neurokompression, Osteochondrose L4/5 mit knöchern abgestützter dorsaler
hemizirkumferentieller Discushernie L4/5 ohne Neurokompression, dorsale, median
betonte Discushernie L5/S1 ohne Neurokompression, keine Spinalkanalstenose (MRI
29.08.2008)
- Facettengelenksinfiltrationen L3/4, L4/5, L5/S1 bds. 26.01.2009 (ineffektiv)
- Thoracale Hyperkyphose mit Kopfprotraktion, abgeflachte Lendenlordose
- Schmerzausweitungstendenz
Periarthropathia humeroscapularis tendinotica mit subacromialem
Impingementsyndrom rechtsbetont
- Mässige Bursitis subdeltoidea rechts, intakte Rotatorenmanschetten bds.
(Sonographie 22.12.2009)
- Subacromiale Injektionen rechts 22.12.2009 und 04.01.2010 (passager effektiv)
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Die volle Arbeitsunfähigkeit in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit sei nachvollziehbar. In
körperlich adaptierten (diversen Voraussetzungen entsprechenden) beruflichen Tätig
keiten lasse sich aufgrund der aktuell objektivierbaren Pathologien eine quantitative
Arbeitsunfähigkeit von über 30 % nicht hinreichend begründen. Der
Gesundheitszustand des Versicherten habe sich gegenüber dem orthopädischen
Vorgutachten vom 16.06.2009 insofern verschlechtert, als aktuell nicht die
subacromiale Impingementsymptomatik der linken, sondern der rechten Schulter im
Vordergrund stehe. Diese führe zu einer qualitativen Einschränkung der körperlichen
Leistungsfähigkeit für jegliche kraftanfordernden oder über der Horizontalen
ausgeführten Arbeiten mit den oberen Extremitäten. Seit dem Referenzzeitpunkt
(Bericht von Dr. F._ vom 4. Januar 2010 und Dossier der Klinik für Orthopädische
Chirurgie am Kantonsspital St. Gallen) habe sich der Zustand insofern verschlechtert,
als eine Chronifizierung des Beschwerdebildes mit Schmerzausweitung und Zeichen
eines nicht-organischen Krankheitsverhaltens festzustellen seien. Eine quantitative
Verschlechterung der Arbeitsfähigkeit lasse sich zwar bezüglich der zuletzt
ausgeführten Tätigkeit, nicht aber bezüglich einer adaptierten Arbeit hinreichend
begründen.
A.i Der RAD erklärte, auf das Gutachten könne vollumfänglich abgestellt werden (IV-
act. 121). Auf einen Vorbescheid vom 24. September 2013 (IV-act. 123 f.) hin liess der
Versicherte die Zusprache einer halben Rente beantragen. Sein gesundheitlicher
Zustand habe sich zweifellos verschlechtert. Es würden ein ärztlicher Bericht und eine
ausführlichere Begründung nachgereicht. - Am 11. November 2013 (IV-act. 128)
verfügte die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle des Kantons St. Gallen, das
Erhöhungsgesuch werde abgewiesen.
B.
Gegen diese Verfügung richtet sich die von Rechtsanwalt lic. iur. Werner Rechsteiner
für den Betroffenen am 11. Dezember 2013 erhobene Beschwerde. Der Rechtsvertreter
des Beschwerdeführers beantragt, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es
sei dem Beschwerdeführer mindestens eine halbe Invalidenrente zuzusprechen,
eventualiter sei die Angelegenheit zur Neubeurteilung bzw. Anordnung eines neuen
Gutachtens an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Mit Verfügung vom 28. Juni
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2011 sei eine Viertelsrente rechtskräftig festgesetzt worden. Eine Beschwerde gegen
die Abweisung eines Revisionsgesuchs vom Juli 2011 mit Verfügung vom
29. November 2011 sei dahingehend gutgeheissen worden, dass die Sache zu
ergänzenden Abklärungen zurückgewiesen worden sei. In der angefochtenen
Verfügung stelle sich die Beschwerdegegnerin unverständlicherweise auf den
Standpunkt, die verbliebene zumutbare Arbeitsfähigkeit von 70 % sei nachvollziehbar.
Im Gutachten vom 28. Mai 2013 werde eine Verschlechterung des
Gesundheitszustands mit qualitativer Einschränkung der körperlichen
Leistungsfähigkeit für alle kraftanfordernden oder über der Horizontalen ausgeführten
Arbeiten mit den oberen Extremitäten bestätigt. Die Begründung der Arbeitsfähigkeit
von 70 % verkenne den vom Gutachter selber diagnostizierten, deutlich
verschlechterten Zustand des Beschwerdeführers komplett. Es sei offensichtlich falsch
und lediglich zielorientiert, zu behaupten, die zusätzlich hinzugekommenen
Beschwerden und der verschlechterte Gesundheitszustand führten nicht zu einer
Veränderung der festgesetzten Arbeitsfähigkeit. Wie die Ärztin C._ im Bericht vom
6. Oktober 2012 ausgeführt habe, sei der Beschwerdeführer bereits damals nicht in der
Lage gewesen, die umschriebenen Tätigkeiten vorzunehmen. Zwischen den
Einschätzungen von C._ und dem Gutachter Dr. H._ bestehe ein klarer
Widerspruch. Nebst dem seit 2011 aufgezeigten Beschwerdebild an der Schulter
hätten sich zudem die Leiden bezüglich der Hüftpfanne mit Ausstrahlung in den Bein-
und Rückenbereich seither (wohl: seit dem Gutachten) offensichtlich noch mehr
verschlechtert. Mit einer Operation lasse sich die Problematik nicht beheben. Die im
Jahr 2011 festgestellte Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit von 70 % könne nicht
bestehen bleiben. Der Beschwerdeführer sei nicht in der Lage, die im Gutachten vom
28. Mai 2013 angenommene entsprechende Arbeitsfähigkeit zu leisten. Das Gutachten
sei unvollständig und tendenziös und entspreche nicht der aktuellen gesundheitlichen
Verfassung des Beschwerdeführers. Die markante Verschlechterung seit dem 28. Juni
2011 müsse zwingend zu einer Erhöhung des Invaliditätsgrads führen. Bei der
damaligen Festsetzung des Invaliditätsgrads auf 45 % gestützt auf das Urteil des
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 20. April 2011 habe vorwiegend
eine Hüftproblematik bestanden. In den folgenden zwei Jahren habe sich der Zustand
der Hüfte stark verschlechtert und es sei bei fortschreitendem Alter zu weiteren
Verschleisserscheinungen gekommen. Das Gutachten sei falsch, weil es den
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rechtskräftigen Entscheid vom 28. Juni 2011 und die darauf basierenden Gutachten
ignoriere. Eventualiter sei die Sache angesichts der gravierenden Auswirkungen der
angefochtenen Verfügung und der Zweifel am Gutachten vom 28. Mai 2013 zur
Einholung eines neutralen Gutachtens zurückzuweisen.
C.
In ihrer Beschwerdeantwort vom 30. Januar 2014 beantragt die Beschwerdegegnerin
die Abweisung der Beschwerde. Eine medizinische Administrativexpertise könne durch
die andere Ansicht eines behandelnden Arztes nur in Frage gestellt werden, wenn er
objektiv feststellbare Gesichtspunkte vorbringe, die im Rahmen der Begutachtung
unerkannt geblieben und geeignet seien, zu einer abweichenden Beurteilung zu führen.
Vorliegend mache einzig der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers geltend, die
gesundheitliche Verschlechterung wirke sich auf die Arbeitsfähigkeit aus, obwohl der
Gutachter plausibel das Gegenteil darlege. Der Verweis auf frühere Arztberichte von
behandelnden Ärzten sei unbehelflich, da sie nur eine andere Beurteilung desselben
Sachverhalts abgegeben hätten und ihre Berichte mit Vorbehalt zu würdigen seien, da
sie im Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagten. Ausserdem teile der RAD
die Meinung des Gutachters, dass sich die Arbeitsfähigkeit nicht reduziert habe. Es
leuchte auch allgemein ein, dass nicht jede Verschlechterung des
Gesundheitszustands eine Verminderung der Arbeitsfähigkeit zur Folge habe. Das
Gutachten von Dr. H._ erfülle alle Kriterien der Beweistauglichkeit.
D.
Mit Replik vom 17. Februar 2014 bringt der Rechtvertreter des Beschwerdeführers vor,
die Beschwerdegegnerin blende das Faktum der Verfügung vom 28. Juni 2011 und
jenes des Entscheids des Versicherungsgerichts vom 28. Juni 2012 aus. Sie
bescheinige dem Gutachten ohne nähere Begründung Plausibilität und tue die geltend
gemachten Widersprüche mit dem lapidaren Hinweis auf die auftragsrechtliche
Vertrauensstellung behandelnder Ärzte ab. Eher müsste aber gefragt werden, in
welchem Abhängigkeitsverhältnis der Gutachter zur Beschwerdegegnerin stehe. Die
Beschwerdegegnerin sei nicht bereit, sich mit den inhaltlichen Ausführungen von
Dr. B._ vom 6. Oktober 2012 auseinanderzusetzen. Nach jenen Angaben sei der
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Beschwerdeführer bereits damals nicht in der Lage gewesen, die von Dr. H._
vorausgesetzten Tätigkeiten vorzunehmen. Der klare Widerspruch bedürfe der
Auseinandersetzung. Dass mit Verfügung vom 28. Juni 2011 rechtskräftig von einer
Arbeitsfähigkeit von 70 % ausgegangen worden sei und die zusätzlichen Beschwerden
sowie der verschlechterte Zustand demgegenüber nicht zu einer Veränderung der
Arbeitsfähigkeit führen sollten, widerspreche sich. Der Gutachter zeige nicht auf,
weshalb der seit Juni 2011 objektiv verschlechterte Zustand nicht zu einer Reduktion
der Arbeitsfähigkeit und Erhöhung des Invaliditätsgrads führen solle. - Am 9. April 2014
reicht der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers eine Kostennote mit einem Betrag
von Fr. 3'043.65 ein (Honorar Fr. 2'750.--, Barauslagen Fr. 68.20 und MWSt Fr. 225.45).
Erwägungen
1.
Gemäss dem Wortlaut der angefochtenen Verfügung vom 11. November 2013 wurde
ein (Renten-)Erhöhungsgesuch (vom 7. Juli 2011) abgewiesen. Es handelt sich
allerdings um eine erstmalige Rentenzusprache mit der Ablehnung, eine den Anspruch
erhöhende Stufe vorzusehen. Denn die erste Rentenverfügung (Abweisung) vom
25. September 2009 ist mit Gerichtsentscheid vom 20. April 2011 und die eine Rente
zusprechende nächste Verfügung vom 26. August 2011 ist mit Entscheid vom 28. Juni
2012 aufgehoben worden. Das Schreiben vom 29. Juni 2011 (act. 72) dagegen war
keine Verfügung, sondern erst die Mitteilung eines Beschlusses an die Ausgleichskasse
mit der Aufforderung, die Geldleistung zu berechnen und dann eine Verfügung zu
erstellen. Die Verfügung vom 29. November 2011 des Weiteren war während der
Rechtshängigkeit des Prozesses über die erstmalige Rentenzusprache in der Meinung
ergangen, dass damit das erwähnte "Anpassungsgesuch" vom 6./7. Juli 2011
abgewiesen werde. Um ein Anpassungsgesuch hatte es sich indessen nicht gehandelt,
da damals (vor Erlass der Verfügung vom 26. August 2011) noch keine Rente
rechtskräftig zugesprochen gewesen war. Die Verfügung vom 29. November 2011 ist
vielmehr als blosse Verfügung pendente lite zu betrachten (welcher mit der
gerichtlichen Aufhebung der Verfügung vom 26. August 2011 die Grundlage entzogen
wurde). Im Entscheid vom 28. Juni 2012 ist schliesslich festgehalten worden, dass ab
1. August 2008 von einem Anspruch auf eine Viertelsrente auszugehen, aber noch
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abzuklären sei, ob im Zeitablauf (bis zum beurteilten Zeitpunkt vom 26. August 2011)
eine höhere Rente geschuldet sei. - Im Streit liegt demnach hier (nach Auslegung des
Dispositivs) eine am 11. November 2013 verfügte erstmalige Rentenzusprache ab
1. August 2008 (ohne Stufe).
2.
2.1 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn
die versicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn
sie mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 %
besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens
40 % Anspruch auf eine Viertelsrente.
2.2 Für die richterliche Beurteilung sind die tatsächlichen Verhältnisse massgebend,
wie sie bis zum Zeitpunkt der angefochtenen Verwaltungsverfügung bestanden haben
(BGE 121 V 366 E. 1b mit Hinweisen; BGE 125 V 150 E. 2c).
2.3 Im Fall einer rückwirkenden Rentenfestsetzung ist es unter Umständen notwendig,
den Invaliditätsgrad für verschiedene zurückliegende Zeitabschnitte nach Massgabe
der jeweiligen Erwerbsunfähigkeit unterschiedlich hoch zu bemessen (vgl. BGE
106 V 16; BGE 109 V 125).
3.
3.1 Was die medizinisch zumutbare Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in einer
angepassten Tätigkeit betrifft, ist für die Zeit bis September 2009 gemäss dem Urteil
des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 20. April 2011 von einer
solchen (ohne Operation) von 70 % und von einem Invaliditätsgrad auszugehen, der
Anspruch auf eine Viertelsrente begründet. Wie das Versicherungsgericht in der Folge
im Entscheid vom 28. Juni 2012 festgehalten hat, steht dem Beschwerdeführer ab
1. August 2008 eine Viertelsrente zu.
3.2 Bei der hierfür massgeblichen Arbeitsfähigkeitsschätzung von Dr. D._ vom Juni
2009 war nebst dem Leistenschmerz nach Hüfttotalprothese, der Osteochondrose L3/4
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und L4/5 und der Epikondylopathie radial rechts ein subacromiales Impingement der
Schulter links (Schmerzen seit etwa März 2009) berücksichtigt worden.
4.
4.1 Es ergaben sich in der Folge Anhaltspunkte für eine mögliche rentenrelevante
Verschlechterung des Gesundheitszustands nach der Begutachtung durch Dr. D._,
und zwar in Form von zusätzlichen Schulterbeschwerden. Nach Angaben von C._
hatte sie der Beschwerdegegnerin davon im Oktober 2010 mündlich berichtet. Gemäss
dem Bericht vom 4. Januar 2010 von Dr F._ (act. 66-1 bis 4) hatte damals eine
Periarthropathia humero-scapularis rechts mit mässiger Bursitis subdeltoidea
bestanden, teils chronisch. Der Beschwerdeführer hatte (an der Schulter) links kaum
noch Symptome angegeben. Gemäss dem Bericht der Klinik für Orthopädische
Chirurgie am Kantonsspital St. Gallen vom 29. Juli 2010 hatte ein subacromiales
Impingement rechts > links vorgelegen. Nach Angaben in einem Bericht des Instituts
fürRadiologie am Kantonsspital St. Gallen vom 11. Februar 2011 (act. 66-7) hat der
Beschwerdeführer auch links (offenbar wieder) zunehmend Schmerzen beklagt. Am
24. August 2011 hielt Dr. F._ fest, die Beschwerden seien nach Angaben des
Beschwerdeführers in den letzten zwei Jahren gleich geblieben, aber auch, die
Verlaufssonographie vom 23. August 2011 habe eine eher zunehmend ausgeprägte
(massive) chronische Bursaverdickung rechts über der Supraspinatussehne und wenig
echoarmen Erguss gezeigt. Es seien nun die Vorschläge der Klinik für Orthopädie am
Kantonsspital St. Gallen umzusetzen. Dr. G._ gab der Ärztin C._ am 18. Januar
2012 bekannt, eine 3-Phasen-Szintigraphie sei bezüglich der Hüftpfanne mehr oder
weniger normal ausgefallen mit normaler "Mehrbewegung" (wohl: Mehrbelegung)
dorsal der Hüftpfanne (und nicht ventral, wo sie zu erwarten wäre). Es sei nicht mit
Sicherheit feststellbar, ob die Beschwerden von der etwas flachen Lage der Pfanne
herrührten; nach seiner Erfahrung sei es aber möglich. Auch die Schultergelenke hätten
eine Mehrbelegung gezeigt und es sei eine Retropatellararthrose links gesehen worden.
An der Schulter könnte mittels einer Arthroskopie und einer Neer-Plastik eine
Verbesserung erzielt werden.
4.2 Bei der von der Beschwerdegegnerin veranlassten Begutachtung durch Dr H._
ergaben sich gemäss dem Gutachten vom 28. Mai 2013 (IV-act. 118) diagnostisch
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betrachtet im Vergleich zum Gutachten von Dr. D._ neu eine Osteochondrose C6/7,
eine thorakale Hyperkyphose mit Kopfprotraktion und eine abgeflachte Lendenlordose,
eine Schmerzausweitungstendenz und die Periarthropathia humeroscapularis
tendinotica mit Impingementsyndrom rechtsbetont (act. 118-16). Bezüglich der
Lendenwirbelsäule gab der Gutachter in der Diagnoseliste die Feststellungen aus
einem MRI vom 29. August 2008 wieder (unter anderem Discushernien auf den Höhen
L3/4, L4/5 und L5/S1). Beim selbst erhobenen (konventionellen) Röntgenbefund vom
27. März 2013 hatten sich unter anderem (neu erwähnt) eine lumbale
Streckhaltung,eine auf den lumbosakralen Übergang begrenzte Lordosierung, eine
Osteochondrose auch L5/S1, eine ventrale Spondylose L4 und 5, eine laterale
Spondylose L3/4 bds. und der Verdacht auf eine Spondylarthrose der distalen LWS
ergeben (act. 118-16 oben). Am Epikondylus lateralis rechts wurden hingegen keine
Beschwerden mehr geäussert (vgl. act. 118-15 und 118-19). - Der Gutachter hielt dazu
fest, es hätten sich bei der (durch das nicht-organische Krankheitsverhalten
erschwerten) Untersuchung weder muskuläre Atrophien noch (lumbo-)radikuläre Reiz-
oder sensomotorische Ausfallsymptome (hinsichtlich des Hüft- und Beinleidens), und
normotone muskuläre Strukturen sowie keine segmentalen Irritationszonen (bei der
Beweglichkeitsprüfung des Achsenskeletts) finden lassen. Eine vertebrogene
Überlagerung des Schmerzsyndroms der rechten Hüfte könne allerdings nicht sicher
ausgeschlossen werden. Die neuen Röntgenaufnahmen hätten gegenüber den früheren
bildgebenden Abklärungen keine neuen Gesichtspunkte ergeben. Der Gutachter stellte
fest, der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers habe sich gegenüber dem
orthopädischen Vorgutachten insofern verschlechtert, als aktuell die
Impingementsymptomatik (nicht der linken, sondern) der rechten Schulter im
Vordergrund stehe und als eine Chronifizierung des Beschwerdebildes mit
Schmerzausweitung und Zeichen eines nicht-organischen Krankheitsverhaltens
aufgetreten seien.
4.3 Die Begutachtung kann als umfassend bezeichnet werden. Die Vorakten wurden
ebenso zur Kenntnis genommen wie die vom Beschwerdeführer geklagten
Beschwerden. Zudem wurden neue Röntgenbilder angefertigt.
4.4 Der Beschwerdeführer hält das Ergebnis des Gutachtens, wonach seine Arbeits
fähigkeit in körperlich adaptierten beruflichen Tätigkeiten quantitativ nicht zu mehr als
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30 % eingeschränkt sei, für offensichtlich unzutreffend, zumal der Gutachter eine
Verschlechterung des Gesundheitszustands festgestellt habe. Der Experte ist zu dieser
Arbeitsfähigkeitsschätzung indessen aufgrund seiner Untersuchungen und der dabei
vorgefundenen objektivierbaren Pathologien gelangt. Er trug dabei dem Umstand
Rechnung, dass er bei Schmerzausweitungstendenz Inkonsistenzen und eine sehr tiefe
Selbsteinschätzung der körperlichen Leistungsfähigkeit durch den Beschwerdeführer
vorgefunden hat. Seine Begründung, die zusätzlichen Leiden würden zwar zu einer
qualitativen Einschränkung der körperlichen Leistungsfähigkeit für jegliche
kraftanfordernden oder über der Horizontalen ausgeführten Arbeiten mit den oberen
Extremitäten, aber nicht zu einer quantitativ 30 % übersteigenden Reduktion der
Arbeitsfähigkeit für eine adaptierte Arbeit führen, erscheint nachvollziehbar. Jedenfalls
findet sich kein stichhaltiger Anhaltspunkt dafür, dass die zumutbare Arbeitsfähigkeit
des Beschwerdeführers in einer seinen Beschwerden angepassten Tätigkeit damit
überschätzt worden sein könnte. Namentlich vermag die Beurteilung von Dr. B._ im
Bericht vom 6. Oktober 2012 (IV-act. 112) nicht, relevante Zweifel am
Begutachtungsergebnis zu begründen. Darin wurde einerseits angegeben, dem
Beschwerdeführer seien keine Tätigkeiten mehr zumutbar, anderseits aber auch,
wechselbelastende Tätigkeiten seien eventuell halbtags zumutbar. Diese
Arbeitsfähigkeitsschätzung ist somit unklar. Zudem scheint der Arzt nicht von einer im
Lauf der Zeit ausgeweiteten Arbeitsunfähigkeit auszugehen, bezog er seine
diesbezüglichen Angaben doch auf den Sachverhalt seit einer Zeit "vor den
Operationen".
4.5 Dem Ergebnis des Gutachtens vom 28. Mai 2013 kann demnach gefolgt werden.
Eine Veränderung der quantitativen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit für adaptierte
Tätigkeiten im Zeitablauf ist daher nicht zu verzeichnen.
5.
Angesichts der allerdings unbestrittenermassen eingetretenen Änderung des
medizinischen Sachverhalts (oben dargelegte zusätzliche Beeinträchtigungen) im Lauf
des zu beurteilenden Zeitraums ist zu klären, ob sich geänderte Auswirkungen auf die
erwerbliche Leistungsfähigkeit ergeben. Wie im Urteil vom 20. April 2011 festgehalten,
beträgt das Valideneinkommen des Beschwerdeführers im Jahr 2008 Fr. 64'955.--. Der
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gemäss der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik
festgesetzte Tabellenlohn für einfache und repetitive Tätigkeiten von Männern im
privaten Sektor machte in jenem Jahr Fr. 59'979.-- aus (vgl. Textausgabe
Invalidenversicherung der Informationsstelle AHV/IV, Ausgabe 2015, Anhang 2, S. 226).
Eine Erwerbstätigkeit des Beschwerdeführers ist an diverse einschränkende Vorgaben
geknüpft. Dennoch ist davon auszugehen, dass es auf einem ausgeglichenen
Arbeitsmarkt weiterhin genügend realistische Arbeitsmöglichkeiten für ihn gibt. Jedoch
ist - über den gesamten zu beurteilenden Zeitraum hinweg - damit zu rechnen, dass er
kein durchschnittliches Einkommen wird erzielen können. Der Tabellenlohn ist deshalb
(nach wie vor) herabzusetzen. Seit der Verschlechterung des Gesundheitszustands ist
die körperliche Leistungsfähigkeit für jegliche kraftanfordernde oder über der
Horizontalen auszuführende Arbeit gemäss dem Gutachten von Dr H._ qualitativ
(vermehrt) eingeschränkt. Das ist plausibel, sind doch neu beide Schultern
krankheitsbedingt beeinträchtigt, was eine erhebliche Erschwernis bedeutet. Der
Beschwerdeführer ist auch in einer leichten Tätigkeit deutlich beeinträchtigt. Es sind
nun Hüftbeschwerden rechts (beklagt auch links), Beschwerden lumbal und am rechten
lateralen Ober- und Unterschenkel, an beiden Schultern und im Nacken zu
berücksichtigen. Es stellt sich damit die Frage, ob sich das Zusammentreffen der
diversen Beschwerden in jüngerer Zeit auf das für den Beschwerdeführer generell
erreichbare Lohnniveau im Vergleich zum Sachverhalt vor der gesundheitlichen
Verschlechterung noch verstärkt mindernd auswirkt, weil damit zu rechnen ist, dass ein
potentieller Arbeitgeber betrieblich noch mehr Rücksicht zu nehmen hat. Das kann im
Ergebnis aber offen bleiben, weil selbst bei einer solchen Annahme ein Abzug vom
Tabellenlohn von mehr als 20 % vorliegend nicht in Betracht kommt und eine solche
Erhöhung des Abzugs nicht zu einer Rentenstufe führt. Denn würden 20 % (statt wie
zuvor 15 %) vom Tabellenlohn abgezogen, wäre das statistische Lohnniveau auf
Fr. 47'983.-- herabzusetzen. Bei Berücksichtigung der Arbeitsfähigkeit von 70 %
ergäbe sich diesfalls ein Invalideneinkommen von Fr. 33'588.-- und der Invaliditätsgrad
würde sich auf 48 % stellen. Eine rentenerhebliche Änderung der erwerblichen
Auswirkungen des Gesundheitsschadens während des zu beurteilenden Zeitraums
zeigt sich demnach jedenfalls nicht; es bleibt beim Anspruch auf eine Viertelsrente.
6.
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6.1 Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. In
Abänderung der angefochtenen Verfügung vom 11. November 2013 ist dem
Beschwerdeführer ab 1. August 2008 eine Viertelsrente zuzusprechen.
6.2 Nach Art. 69 Abs. 1 IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die
Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen
Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand
und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 200 bis 1000 Franken festgelegt. Eine
Entscheidgebühr von Fr. 600.-- erscheint vorliegend angemessen. Nach Art. 95 Abs. 1
VRP hat in Streitigkeiten jener Beteiligte die Kosten zu tragen, dessen Begehren ganz
oder teilweise abgewiesen werden. Der Beschwerdeführer ist mit der Beschwerde
unterlegen. Er hat die Gerichtskosten gesamthaft zu tragen. Mit dem von ihm
geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe ist die geschuldete Gerichtsgebühr
getilgt.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht