Decision ID: 8347d614-2b2f-4635-83af-f0d35d952288
Year: 2022
Language: de
Court: AG_OG
Chamber: AG_OG_008
Canton: AG
Region: Northwestern_Switzerland
Law Area: 

Das Obergericht entnimmt den Akten:
1.
Die Staatsanwaltschaft Rheinfelden-Laufenburg erhob am 28. Januar 2021
gegen den Beschuldigten Anklage wegen mehrfacher Pornografie gemäss
Art. 197 Abs. 5 Satz 2 StGB und qualifizierter Verletzung der Verkehrs-
regeln durch ungenügenden Abstand beim Hintereinanderfahren gemäss
Art. 90 Abs. 2 SVG i.V.m. Art. 34 Abs. 4 SVG und Art. 12 Abs. 1 VRV. Sie
beantragte, der Beschuldigte sei zu einer bedingten Geldstrafe von
180 Tagessätzen zu je Fr. 140.00 bei einer Probezeit von 3 Jahren und
einer Busse von Fr. 5'000.00, Ersatzfreiheitsstrafe 36 Tage, zu verurteilen
und es sei gegen ihn in Anwendung von Art. 67 Abs. 3 lit. b und lit. d Ziff. 2
StGB lebenslänglich jede berufliche und jede organisierte ausserberufliche
Tätigkeit, die einen regelmässigen Kontakt mit Minderjährigen umfasse, zu
verbieten. Zudem seien die beschlagnahmten Gegenstände einzuziehen.
2.
2.1.
Am 26. Juli 2021 fand vor der Präsidentin des Bezirksgerichts Rheinfelden
die Hauptverhandlung statt. Die Gerichtspräsidentin erkannte gleichentags:
1. Der Beschuldigte ist schuldig - des mehrfachen Beschaffens und Besitzes von harter Pornografie zum Eigenkonsum
gemäss Art. 197 Abs. 5 Satz 1 und 2 StGB - der groben Verletzung der Verkehrsregeln durch ungenügenden Abstand beim
Hintereinanderfahren gemäss Art. 90 Abs. 2 SVG i.V.m. Art. 34 Abs. 4 SVG, Art. 12 Abs. 1 VRV.
2. Der Beschuldigte wird in Anwendung der in Ziff. 1 erwähnten Bestimmungen und gestützt auf Art. 34, 47 und 49 Abs. 1 StGB zu 180 Tagessätzen Geldstrafe verurteilt. Der Tagessatz wird auf Fr. 130.00 festgesetzt. Die Geldstrafe beläuft sich auf Fr. 23'400.00.
3. Dem Beschuldigten wird gestützt auf Art. 42 Abs. 1 StGB für die Geldstrafe der bedingte Strafvollzug gewährt. Die Probezeit wird gestützt auf Art. 44 Abs. 1 StGB auf 3 Jahre festgesetzt.
Der Beschuldigte wird entsprechend der Vorschrift von Art. 44 Abs. 3 StGB über die Bedeutung und die Folgen der bedingten Strafe aufgeklärt: Wenn er sich bis zum Ablauf der Probezeit bewährt, d.h. keine Verbrechen und Vergehen mehr begeht, wird gemäss Art. 45 StGB die aufgeschobene Strafe nicht mehr vollzogen. Begeht er aber während der Probezeit ein Verbrechen oder Vergehen und ist deshalb zu erwarten, dass er weitere Straftaten verüben wird, so widerruft das Gericht die bedingte Strafe (Art. 46 Abs. 1 StGB).
4. Der Beschuldigte wird in Anwendung der in Ziff. 1 erwähnten Bestimmungen und gestützt auf Art. 42 Abs. 4 und 106 StGB zu einer Busse von Fr. 5'000.00 verurteilt.
- 3 -
5. Wird die Busse schuldhaft nicht bezahlt, so wird eine Ersatzfreiheitsstrafe von 38 Tagen vollzogen.
6. Dem Beschuldigten wird im Sinne von Art. 67 Abs. 3 lit. c aStGB für zehn Jahre jede berufliche und jede organisierte ausserberufliche Tätigkeit, die einen regelmässigen Kontakt zu Minderjährigen umfasst, verboten.
7. Gestützt auf Art. 197 Abs. 6 StGB werden folgende Gegenstände eingezogen und vernichtet:
- Harddisk 2.5" Seagate 1000GB - Harddisk 2.5" Seagate 250GB - M.2 Speicher Intel 512GB - Harddisk 2.5" WD 1000GB
8. Die Verfahrenskosten bestehen aus:
a) der Gebühr von Fr. 1'000.00
b) der Anklagegebühr Fr. 1'350.00
c) den Kosten für die amtliche Verteidigung von Fr. 0.00
d) den Kosten für die unentgeltl. Verbeiständung von Fr. 0.00
e) den Kosten für Übersetzungen von Fr. 0.00
f) den Kosten für Gutachten von Fr. 0.00
g) den Kosten der Mitwirkung anderer Behörden von Fr. 1'471.90
h) den Spesen von Fr. 60.00
i) andere Auslagen Fr. 0.00
Total Fr. 3'881.90
Dem Beschuldigten werden die Gebühren und die Kosten gemäss lit. a, b g und h im Gesamtbetrag von Fr. 3'881.90 auferlegt.
9. Der Beschuldigte trägt seine Kosten selber.
2.2.
Gegen dieses, ihr am 17. August 2021 im Dispositiv zugestellte Urteil
meldete die Staatsanwaltschaft Rheinfelden-Laufenburg am 18. August
2021 Berufung an. Das begründete Urteil wurde ihr am 23. September
2021 zugestellt.
3.
3.1.
Am 28. September 2021 reichte die Staatsanwaltschaft Rheinfelden-
Laufenburg die Berufungserklärung mit folgenden Anträgen ein:
1. Ziffern 5 und 6 des vorinstanzlichen Urteilsdispositivs seien aufzuheben und wie folgt neu zu fassen:
- 4 -
5. Wird die Busse schuldhaft nicht bezahlt, so wird eine Ersatzfreiheitsstrafe von 39 Tagen vollzogen.
6. Dem Beschuldigten wird im Sinne von Art. 67 Abs. 3 lit. d Ziff. 2 StGB lebenslang jede berufliche Tätigkeit und jede organisierte ausserberufliche Tätigkeit, die einen  Kontakt zu Minderjährigen umfasst, verboten.
2. Unter Kostenfolgen.
3.2.
Am 12. Oktober 2021 reichte die Staatsanwaltschaft Rheinfelden-Laufen-
burg die Berufungsbegründung ein.
3.3.
Der Beschuldigte erklärte mit Eingabe vom 10. November 2021, mit den
Anträgen der Staatsanwaltschaft einverstanden zu sein und aus diesem
Grund auf eine Berufungsantwort zu verzichten.
3.4.
Die Parteien erklärten sich mit der Durchführung des schriftlichen
Berufungsverfahrens einverstanden.

Das Obergericht zieht in Erwägung:
1.
Die Berufung der Staatsanwaltschaft Rheinfelden-Laufenburg bezieht sich
auf die Bemessung der Ersatzfreiheitsstrafe sowie auf die Dauer des
ausgesprochenen Tätigkeitsverbots. In den übrigen Punkten ist das Urteil
unangefochten geblieben. Diese sind somit nicht erneut zu überprüfen und
entsprechend in Rechtskraft erwachsen (Art. 404 Abs. 1 StPO).
2.
2.1.
2.1.1.
Die Vorinstanz hat den Beschuldigten wegen mehrfacher Pornografie
gemäss Art. 197 Abs. 5 Satz 1 und Satz 2 StGB und wegen qualifizierter
Verkehrsregelverletzung durch ungenügenden Abstand beim Hinterei-
nanderfahren gemäss Art. 90 Abs. 2 SVG i.V.m. Art. 34 Abs. 4 SVG und
Art. 12 Abs. 1 VRV zu einer bedingten Geldstrafe von 180 Tagessätzen zu
je Fr. 130.00 und einer Busse von Fr. 5'000.00 verurteilt. Die
Ersatzfreiheitsstrafe hat sie auf 38 Tage festgesetzt.
Die Staatsanwaltschaft beantragt, dass die Ersatzfreiheitsstrafe auf
39 Tage zu erhöhen sei.
- 5 -
2.1.2.
Das Gericht hat für den Fall, dass die Busse schuldhaft nicht bezahlt wird,
eine Ersatzfreiheitsstrafe von mindestens einem Tag und höchstens drei
Monaten auszusprechen (Art. 106 Abs. 2 StGB). Das Gericht bemisst
Busse und Ersatzfreiheitsstrafe je nach den Verhältnissen des Täters so,
dass dieser die Strafe erleidet, die seinem Verschulden angemessen ist.
Die Bestimmung stellt klar, dass die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des
Täters auch für die Bemessung der Busse eine zentrale Rolle spielt. Dem
Gericht steht bei der Bemessung der Ersatzfreiheitsstrafe ein weiter
Ermessensspielraum zu. Hat es bei der Bemessung der Geldstrafe die
wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Täters jedoch bereits ermittelt, ist
gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung die Tagessatzhöhe als
Umrechnungsschlüssel zu verwenden, indem der Betrag der Verbindungs-
busse durch jene dividiert wird. Dabei muss in jedem Fall auf mindestens
einen Tag Ersatzfreiheitsstrafe erkannt werden (Art. 106 Abs. 2 StGB) also
auch, wenn die Höhe des Tagessatzes den Bussenbetrag übersteigt
(BGE 134 IV 60 E. 7.3.3.).
2.1.3.
Die ausgesprochene Busse von Fr. 5'000.00 muss im Sinne der
dargelegten Rechtsprechung durch die Ersatzfreiheitsstrafe vollständig
abgegolten werden. Die Staatsanwaltschaft macht demnach zu Recht
geltend, dass die Ersatzfreiheitsstrafe jeweils aufzurunden und im
vorliegenden Fall eine Ersatzfreiheitsstrafe von 39 Tagen auszusprechen
ist. Auch der Beschuldigte zeigt sich damit einverstanden. Die Berufung der
Staatsanwaltschaft ist in diesem Punkt somit gutzuheissen.
2.2.
2.2.1.
Die Staatsanwaltschaft beantragt im Weiteren, dass gegen den
Beschuldigten ein lebenslanges Tätigkeitsverbot gemäss Art. 67 Abs. 3
lit. d Ziff. 2 StGB auszusprechen sei.
Die Vorinstanz hat gestützt auf den Umstand, dass der Beschuldigte einen
Teil der Delikte im Sinne von Art. 197 Abs. 5 StGB vor dem 1. Januar 2019
und damit vor Inkrafttreten der aktuellen gesetzlichen Fassung von Art. 67
StGB begangen hat, Art. 67 Abs. 3 lit. c StGB in der bis 31. Dezember 2018
geltenden Fassung angewendet und lediglich ein Tätigkeitsverbot von
10 Jahren ausgesprochen. Die Staatsanwaltschaft moniert zu Recht, dass
dieses Vorgehen nicht zulässig ist.
2.2.2.
Wird jemand wegen Pornografie gemäss Art. 197 Abs. 4 oder Abs. 5 StGB
verurteilt und gründet diese Verurteilung auf Gegenstände oder
- 6 -
Vorführungen, die sexuelle Handlungen von Minderjährigen zum Gegen-
stand haben, so sieht Art. 67 Abs. 3 lit. d Ziff. 2 StGB in der ab 1. Januar
2019 geltenden Fassung des StGB vor, dass das Gericht dieser Person
lebenslänglich jede berufliche und jede organisierte ausserberufliche
Tätigkeit, die einen regelmässigen Kontakt zu Minderjährigen zum Inhalt
hat, zu verbieten hat. Das bis zum 31. Dezember 2018 geltende Recht hatte
in Art. 67 Abs. 3 lit. c StGB demgegenüber in diesem Falle lediglich ein
Tätigkeitsverbot von 10 Jahren vorgesehen, sofern der Täter zu einer
Freiheitsstrafe von über 6 Monaten oder einer Massnahme nach den Art.
59-61 oder 64 StGB verurteilt wurde.
2.2.3.
Im vorliegenden Fall hat der Beschuldigte während des Zeitraums von ca.
29. Oktober 2018 bis 27. Juni 2019 diverse Bild- und Videodateien mit
kinderpornografischem Inhalt aus dem Internet heruntergeladen und sich
so nach Art. 197 Abs. 5 StGB strafbar gemacht. Es kann in diesem
Zusammenhang auf das vorinstanzliche Urteil verwiesen werden, welches
in diesem Punkt in Rechtskraft erwachsen ist (Art. 82 Abs. 4 StPO;
vorinstanzliches Urteil, E. 2).
Auch wenn der Beschuldigte die betreffenden Daten im erwähnten
Zeitraum regelmässig von einem sog. Peer-to-Peer-Netzwerk bezogen hat
und insofern ein enger sachlicher, zeitlicher und örtlicher Zusammenhang
besteht, handelt es sich dabei nicht um ein Dauerdelikt, sondern liegen
jeweils Einzeltaten vor. Mit Blick auf das anwendbare Recht können die
vom Beschuldigten begangenen Taten mithin nicht in ihrer Gesamtheit
beurteilt werden, sondern ist für jede einzelne Tat gesondert zu prüfen,
welches Recht darauf Anwendung findet (BGE 134 IV 82 E. 6.2.3). Ein Teil
der Taten wurde vom Beschuldigten nach dem 1. Januar 2019 begangen.
Entsprechend findet auf diese Taten der ab diesem Zeitpunkt geltende
Art. 67 StGB Anwendung.
2.2.4.
Für die Anwendung von Art. 2 Abs. 2 StGB besteht vorliegend kein Raum.
Gemäss Art. 2 Abs. 1 StGB wird eine Person nach dem geltenden Gesetz
verurteilt, sofern sie nach dessen Inkrafttreten ein Vergehen oder
Verbrechen begangen hat. Hat sie indessen ein Verbrechen oder Vergehen
vor Inkrafttreten des geltenden Gesetzes begangen, erfolgt die Beurteilung
aber erst nachher, so ist das geltende Gesetz nur anzuwenden, wenn es
für sie das mildere ist (Art. 2 Abs. 2 StGB). Es besteht nach dem Gesagten
keine gesetzliche Grundlage dafür, für Taten, welche nach Inkrafttreten
einer Gesetzesänderung begangen worden sind, das alte, mildere Recht
anzuwenden. Vielmehr findet in diesem Fall zwingend das im Tatzeitpunkt
geltende Recht Anwendung, auch wenn dieses strenger ist.
- 7 -
2.3.
2.3.1.
Gemäss Art. 67 Abs. 3 lit. d Ziff. 2 StGB ist damit grundsätzlich ein
lebenslanges Tätigkeitsverbot auszusprechen. Das Gericht kann in
Anwendung von Art. 67 Abs. 4bis StGB einzig ausnahmsweise in besonders
leichten Fällen davon absehen, wenn ein solches Verbot nicht notwendig
erscheint, um den Täter von der Begehung weiterer Straftaten abzuhalten,
wie sie Anlass für das Verbot sind. Nach dem Wortlaut der Bestimmung ist
damit von zwei kumulativen Voraussetzungen auszugehen. Neben einer
guten Legalprognose muss ein besonders leichter Fall einer Anlasstat
vorliegen. Damit soll verdeutlicht werden, dass nur Fälle in den
Anwendungsbereich der Ausnahmebestimmung fallen können, die in
objektiver und subjektiver Hinsicht eigentlichen Bagatellcharakter
aufweisen. Es ist ein strenger Massstab anzulegen. Die Formulierung
«ausnahmsweise» macht deutlich, dass das zwingende lebenslängliche
Tätigkeitsverbot die Regel sein soll. In der Botschaft werden als Beispiele
für das Vorliegen eines besonders leichten Falles die Tatbestände der
sexuellen Belästigung oder des Exhibitionismus genannt oder, wenn das
Gericht das Verschulden des Täters als besonders gering einstufe und
deshalb eine milde Strafe, beispielsweise eine Geldstrafe von wenigen
Tagessätzen, ausspreche (BBl 2016 6146, 6160 f.).
Der Beschuldigte hat sich im vorliegenden Fall grundsätzlich geständig
sowie einsichtig und reuig gezeigt. Er ist zudem nicht vorbestraft. Insofern
ist ihm grundsätzlich eine positive Legalprognose zu stellen. Unabhängig
von diesem Umstand kann vorliegend aber nicht auf die Aussprechung
eines Tätigkeitsverbots verzichtet werden, da kein besonders leichter Fall
vorliegt. Der Beschuldigte hat gesamthaft 138 Videos und 378 Bilder und
damit eine nicht mehr geringe Anzahl Dateien mit kinderpornografischem
Inhalt heruntergeladen, wovon er einen nicht unwesentlichen Teil nach dem
1. Januar 2019 beschafft hat. Die Bilder zeigen teilweise auch sehr junge
Mädchen beim Vaginal- oder Analverkehr sowie in einem Fall ein Mädchen
unter 16 Jahren beim Geschlechtsverkehr mit einem Hund (Unter-
suchungsakten [UA] act. 45, 74). Der Beschuldigte hat damit auch
Materialien beschafft und konsumiert, die die schwersten Formen von
kinderpornografischen Handlungen zeigen und die sexuelle Integrität der
betroffenen minderjährigen Mädchen in schwerem Masse verletzt haben.
Die von der Vorinstanz für die Widerhandlungen nach Art. 197 Abs. 5 StGB
festgesetzte Einsatzstrafe von 140 Tagessätzen ist zudem nicht gering
ausgefallen. Es kann mithin vorliegend nicht von einem besonders leichten
Fall gesprochen werden, weshalb Art. 67 Abs. 4bis StGB nicht zur
Anwendung gelangt.
- 8 -
2.3.2.
Die Berufung der Staatsanwaltschaft ist mithin auch in diesem Punkt
gutzuheissen und gegen den Beschuldigten ein lebenslanges Tätigkeits-
verbot im Sinne von Art. 67 Abs. 3 lit. d Ziff. 2 StGB auszusprechen. Der
Beschuldigte hat sich auch mit diesem Antrag der Staatsanwaltschaft
einverstanden erklärt.
3.
3.1.
Die Parteien tragen die Kosten des Berufungsverfahrens nach Massgabe
ihres Obsiegens bzw. Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Berufung
der Staatsanwaltschaft ist vollumfänglich gutzuheissen. Dem unter-
liegenden Beschuldigten sind dementsprechend die Kosten des
vorliegenden Berufungsverfahrens aufzuerlegen. Die Gerichtsgebühr ist
gemäss Art. 18 Abs. 1 VKD auf Fr. 1'200.00 festzusetzen.
3.2.
Aufgrund seines Unterliegens hat der Beschuldigte seine Parteikosten für
das Berufungsverfahren selber zu tragen (Art. 436 Abs. 2 StPO e contra-
rio).
4.
An der vorinstanzlichen Kostenverlegung sind keine Änderungen
vorzunehmen. Der Beschuldigte wird vollumfänglich schuldig gesprochen
und hat damit die Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens zu tragen (Art.
428 Abs. 3 i.V.m. Art. 426 Abs. 1 StPO). Er hat deshalb auch keinen
Anspruch auf Ausrichtung einer Parteientschädigung für das erstinstanz-
liche Verfahren (Art. 429 Abs. 1 StPO e contrario).