Decision ID: ba6dfa8a-6c23-4f5f-82a6-dd0c05b94f73
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Der
19
38
geborene
X._
war als
Geschäftsleiter/Coach
tätig und in dieser Eigenschaft
bei der AXA Versicherungen AG (AXA) gegen die Folgen von Unfällen versichert, als
er
am
14. April 2013
ausrutschte und auf die rechte
Ge
sässhälfte
fiel
(Schadenmeldung vom
3. Juni 2013
, Urk.
14
/A1). Am
7
.
Mai 2013
kon
sultierte der
Versicherte
bei einer
Lumboischialgie
PD
Dr. med.
Y._
, Spezialarzt FMH für Neurochirurgie
(Urk.
14/M1B1
)
.
Bei einer di
agnos
tizierten ausgeprägten Degeneration
auf Höhe L5/S1
mit Kompression der Wurzel S1 rechts durch stark degenerativ veränderte Gelenksanteile, einer Hy
p
o
tro
phie des Ligamentum
flavum
und einem
subligamentären
Diskussequester wurde
n
daraufhin
am 24. Mai 2013
in der Klinik
Z._
eine erweiterte
de
kompressive
Fenestration
L5/S1 sowie eine
Spondylodeseverlängerung
von
L
2 bis zum
Sakrum
durchgeführt (Urk. 14/M
9
).
Gestützt auf die
ärztliche Beurtei
lung von
Dr. med.
A._
, Facharzt FMH Rheumatologie und Innere Medizin, beratender Arzt der AXA vom 5. Juli 2013 (Urk. 14/M6)
teilte
die AXA
dem Versicherten m
it Schreiben vom
16
.
Juli 2013
(Urk. 1
4
/A
4
)
mit, mangels
Un
fallkausalität
bestehe für die Operation vom 24. Mai 2013 kein Anspruch auf
Leistungen
der Unfallversicherung
;
die Abklärungskosten würden bis zum 22. Mai
2013 übernommen
.
Der Versicherte erklärte sich damit nicht einver
stan
den (Urk. 14/A5), worauf die AXA mit Verfügung vom 29. August 2013 (Urk. 14/A6) unter Hinweis darauf, dass bis zum Zeitpunkt der Operation vom 24. Mai 2013 der Status quo sine erreicht gewesen sei, die Leistungen per 22. Mai 2
0
13
wie angekündigt
einstellte.
Die hiergegen
vom
Versicherten erho
bene Einsprache (Urk.
14/A8)
wies die AXA am
20
.
Januar 2014
ab (Urk. 2).
2.
Dagegen erhob
X._
mit Eingabe vom 10. Februar 2014 (Urk. 1)
und ergänzender Eingabe vom 14. Februar 2014 (Urk. 6) Beschwerde und bean
tragte
die Aufhebung des angefochtene
n Entscheides sowie die Ausrich
tung der gesetzlichen Leistungen
, insbesondere von Taggelder
n
ab
23. Mai 2013 bis 6. Oktober 201
3.
Eventualiter seien weitere medizinische Abklärungen vorzu
nehmen (Urk. 6 S. 2).
Nach ärztlicher Beurteilung durch Dr. med.
B._
,
Physikalische Medizin und
Rehabilitation, spez. Rheumaerkran
kungen FMH, beratender Arzt der Beschwerdegegnerin (Urk. 14/M10), schloss die
Be
schwerde
gegnerin
mit Beschwerdeantwort vom 8. Mai 2014 (Urk. 13) auf Ab
weisung der Beschwerde. Der
Beschwerdeführer hielt mit Replik vom
8. Juli
2014 (Urk. 1
9
) an
seinen
Anträgen fest.
Mit Duplik vom 19. August 2014 (Urk. 22) hielt auch die Beschwerdegegnerin an ihren Anträgen fest, was dem
Beschwerdeführer
am 22. August 2014 mit
geteilt wurde
(Urk. 2
3
).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
D
ie Beschwerdegegnerin
erwog
gestützt auf die medizinischen Beurteilungen der
Dres
.
A._
und
B._
,
spätestens vier Wochen nach dem Sturz vom 14. April 2013 sei vom Erreichen des Status quo sine auszugehen, weshalb
die Beschwer
den ab dem 22. Mai 2013 nicht
mehr
auf den
Unfall
vom 14. April 2013 zu
rückzuführen
und
die Leistungseinstellung
zu
diesem Zeitpunkt
zu Recht erfolgt sei
(Urk. 2, Urk.
13, Urk. 22
).
Demgegenüber brachte
der Be
schwerdeführer vor, der Unfall vom 14. April 2013
sei
zumindest
eine wesentli
che Mitursache der zwischen April und Oktober 2013 persistierenden
Rücken
beschwerden
gewesen
.
Wäre er am 14. April 2013 nicht gestürzt, hätte er nicht operiert werden müssen.
Die
Beschwerdegegnerin habe deshalb mit Blick auf Art. 36 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) die gesetzlichen Leistungen (Taggelder und
Heilungskosten) zu erbringen, allenfalls seien weitere Abklärungen vorzuneh
men
(Urk. 1
, Urk. 6, Urk. 19).
2.
2.1
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt zunächst voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzu
sammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht wegge
dacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesund
heitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwal
tung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm oblie
genden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen
Beweis
grad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglich
keit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
2.2
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder über
haupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand,
wie er un
mittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber der
jenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krank
haften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status
quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b mit Hinweisen; nicht publi
ziertes Urteil des Bundesgerichts U 172/94 vom 2
6.
April 1995). Das Da
hinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines
Gesund
heits
schadens
muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr. U 363
S. 45; BGE 119 V 7 E. 3c/
aa
).
Mit dem Erreichen des
status
quo sine
vel
ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der
status
quo sine
vel
ante noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf
Art.
36
Abs.
1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kostenvergütungen zu übernehmen, worunter auch die Heilbehandlungskosten nach
Art.
10 UVG fallen
(Urteil des Bundesgerichts 8C_637/20
13 vom 1
1.
März 2014 E. 2.3.2).
3.
3.1
Am
7.
Mai 2013 konsultierte der Beschwerdeführer Dr.
Y._
, welcher zuhanden der Beschwerdegegnerin berichtete,
der Beschwerdeführ
er sei am 14. April
2013
auf die rechte Seite gestürzt, wobei nachfolgend eine
Lumbo
ischialgie
aufgetreten sei. Diese Beschwerden seien als
Rückfall zu werten, da der Beschwerdeführer seit mehreren Jahren unter den Folgen einer
Mehretagen
pathologie
der Lendenwirbelsäule leide (Urk. 14/M1)
.
3.2
Bei einer diagnostizierten ausgeprägten
Degeneration
auf Höhe L5/S1
mit Kom
pression der Wurzel S1 rechts durch stark degenerativ veränderte Gelenksan
teile, einer Hypo
trophie des Ligamentum
flavum
und einem
subligamentären
Diskussequester wurde
n
in der Klinik
Z._
am 24. Mai 2013
(durch die
Ärzte
Dres
.
Y._
[FMH Neurochirurgie] und
C._
, [FMH Orthopä
die])
eine erweiterte
dekompressive
Fenestration
L5/S1 sowie eine
Spondylo
desever
längerung
von
L2 bis zum
Sakrum
durchgeführt
(Urk. 14/M9).
Dr.
Y._
notierte
in seinem Operationsbericht (Urk. 14/M9), es bestehe eine Mehretagenpathologie der Lendenwirbelsäule mit Status nach
dekompres
siver
Spondylodese
L4 bis L5 im Oktober 2009,
mit
Status nach
dekompressiver
V
erlängerungsspondylodese
von L2 bis
L5 im Juli 2011 und
mit
Status nach mehrfachen
periradikulären
Infiltrationen bei S1 und L5/S
1.
Am 14. April 2013 sei der Beschwerdeführer auf die rechte Seite gestürzt und leide seither unter ei
ner ausgeprägten
Lumboischialgie
rechts. Es
sei zu einer
Fussheberparese
und eine
Fusssenkerparese
rechts sowie
zu einer
Hyposensibilität und eine
r
Schmer
zausstrahlung
im
Dermatom
S1 rechts
gekommen
.
Das CT und die
Funktions
aufnahmen
der Lendenwirbelsäule vom 7. Mai 2013 hätten eine progrediente
epifusionelle
Degeneration von L5/S1 mit einer
Spondylarthrose
bei L5/S1 ge
zeigt, welche zu einer
re
z
essalen
Einengung von S1 rechts geführt hätten, zu
sätzlich habe sich eine
epifusionelle
zunehmende Degeneration auf den Höhen L1/S2 und Th12/L1 gezeigt. Es liege eine Instabilität auf den Höhen Th12/L1 und L5/S1 vor. Zusätzlich hätten sich Anhaltspunkte für eine Lockerung der Schraube in L5 gefunden (
Urk.
14/M9 S. 1).
Der
Operateur Dr.
C._
hielt
seinerseits
in seinem
Operationsbericht
(Urk. 14/M7)
fest, der Beschwerdeführer leide seit längerer Zeit unter rezidivie
renden Beschwerden im Bereich des
Interv
ertebralgelenkes
L5/S1 rechts.
Der Be
schwerdeführer
habe dies
es
bei Stürzen
auch wiederholt traumatisiert
. Jetzt sei zu den
lumbovertebralen
Beschwerden noch ein
radikuläres
Problem ge
kom
men mit sensomotorischen partiellen Ausfällen der Wurzeln L5 und S1 rechts. Eine konservative Behandlung
habe keinen Sinn mehr gemacht
(Urk. 14/M7)
.
3.3
Dr.
A._
hielt in seiner ärztlichen Beurteilung der Aktenlage vom
5. Juli
2013
(Urk.
14/M6
)
fest
,
am 14. Juni 2009 habe der Beschwerdeführer einen
Motor
radunfall
mit Kontusion des Gesässes rechts bei vorbestehend
bekannter
dege
nerativer Instabilität
bei L4/L5 mit unfallfremdem
radikulärem
Reiz- und Aus
fallsyndrom
bei
L5
erlitten
. Zusätzlich hätten schwere
Segementsdegenerationen
thorakal und lumbal bestanden. Ob das Sturzereignis tatsächlich eine
Nerven
kompression
bei vorausgehend engem
Foramen
bewirkt habe
,
sei möglich, je
doch nicht gesichert. Es sei zu erwähnen, dass der Beschwerdeführer bereits seit
Jahren immer wieder
unter
radikuläre
n
Reizungen
bei
L5
gelitten
habe. Eine richtung
s
gebende Veränderung sei nicht dokumentiert worden. Dieselbe Beur
teilung treffe für das Ereignis vom 14. April 2013
zu
.
E
s sei zu einer nicht richtungsgebenden vorübergehenden Verschlimmerung bei relevanten
Vorzu
ständen
degenerativ und postoperativ gekommen. Die Operation vom Mai 2013 sei höchstens möglich, eher aber nicht unfallkausal
zu begründen
. Zum Zeit
punkt der
Operation
sei die vorübergehende
,
nicht richtungsgebende Ver
schl
ech
t
erung
bereits abgeschlossen und bei einem offensichtlich leichten
Kon
tusions
ereignis
der Status quo sine erreicht gewesen.
3.4
Dr.
B._
hielt in seiner Beurteilung
vom
24. April 2014
dafür
(Urk.
14/M10
),
es
sei
en
wiederum – wie bereits beim
Unfall
im Jahr 2009 – ein Ereignis, jedoch keine Strukturveränderung
en
dokumentiert, welche die Kriterien einer trauma
t
is
chen Läsion erfüllen
würden
. Dagegen
bestehe ein
Vorzustand im Sinne einer
kom
plexen, multisegmentalen Degenerationserkrankung und einem Zustand nach
zwei Wirbelsäuleneingriffen
mit
Spondylodesen
bei L4/5 beziehungsweise
L2-L
5.
Es seien keine Fraktur, keine
ligamentäre
Läsion, keine
diskale
Läsion, kein Hämatom und kein Gewebeödem, mithin also kein
e
Läsionen dokumentiert,
welche traumatisch zu erklären wären.
Die unmittelbar zum Eingriff vom 24. Mai
2013 führende Indikation sei die sensomotorische Ausfallssymptomatik
bei
S1 gewesen, die sich im Anschluss an das Ereignis vom 14. April 2013
exazerbativ
verschlimmert habe. Das
Intervertebralgelenk
L5/S1 und d
ie
Wurzel
bei
S1 sei
en
bereits früher
im
Fokus
interventioneller
Schmerzbehandlungen ge
wesen. Diese sei
en
zuvor und auch jetzt einerseits durch die
foraminale
Steno
sierung
L5/S1 und andererseits möglicherweise zusätzlich durch den
Diskusse
quester
auf die
ser Höhe bedingt gewesen. Die Dekompression der Wurzel
bei
S1 habe dann zur
Erholung
derselben mit Ausklingen der neurologischen Sympto
matik geführt
(Urk. 14/M10 S. 2-3). Die
stenosierende
hypert
rophe
Spondylar
throse
L5/S1 ent
spreche keiner
Traumafolge
. Der beschriebene Diskussequester erfülle das Kri
te
rium einer traumatischen Läsion ebenfalls nicht. Eine traumati
sche lumbale
Dis
kushernie
– beziehungsweise
ein entsprechender Sequester – komme nur bei sehr
schweren Unfällen
vor, sofern die entsprechende Band
scheibe zuvor gesund ge
wesen sei.
Zusammenfassend
sei festzuhalten, dass es am 14. April 2013 zu einer vorübergehenden Verschlimmerung eines in seiner Gesamtheit massiven Vorzustandes gekommen sei, der die hauptsächliche Ursa
che der darauf fol
genden Beschwerden plausibel zu erklären vermöge, und dass das Ereignis lediglich Auslöser dieser Beschwerden gewesen sei. Eine
richtung
s
gebende
Ver
schlimmerung sei auch dieses Mal aufgrund fehlender, traumatisch erklärbarer Läsionen nicht überwiegend wahrscheinlich (Urk. 14/M10 S. 3). Der Arzt
führ
t
e weiter aus
,
es
sei
somit
davon auszugehen, dass der Status quo si
ne schnell er
reicht
gewesen
sei;
unter Berücksichtigung der Umstände des Ereig
nisses sp
ätes
tens vier Wochen danach beziehungsweise
am 13. Mai 2013
,
aus
gehend von einer vorübergehenden Verschlimmerung
(Urk. 14/M10 S. 4)
.
Zur Frage, ob die Operation vom 24. Mai
2013
mit überwiegender Wahrscheinlich
keit auch ohne Unfallereignis in absehbarer Zeit hätte durchgeführt werden müssen, hielt der
Arzt
dafür
, die Nervenwurzel
bei
S1 rechts sei durch die rechtsseitige ma
ssive Stenose
und wahrscheinlich auch durch den
Diskussequ
ester
aufgrund des sehr
geringen räumlichen Spielraums erheblich kompromit
tiert gewesen. Es sei davon
auszugehen, dass irgendeine Form von Überlastung oder auch ein
Bagatellsturz
je
derzeit zu einer Irritation beziehungsweise
Kom
pression der Wurzel S1 mit sensiblen oder motorischen Ausfällen hätte führen können, insbesondere auch des
halb, weil die im Juli 2011 durchgeführte
Spon
dylodese
nur bis zu L5 ge
führt und das die Nervenwurzel S1 führende Segment L5/S1 das einzige
bewe
gungsfreie
Segment unterhalb von L2 und somit für äussere mechanische Ein
flüsse besonders anfällig gewesen sei. Diese exponierte Ausgangslage des Seg
mentes L5/S1 sei mit der Operation vom 24. Mai 2013 beseitigt worden, indem die
Spondylodese
bis
zu
S1 verlängert worden sei. Es könne deshalb davon
ausgegangen werden, dass mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit auch ohne das
Ereignis vom 14. April 2013 früher oder später entsprechende Beschwerden auf
getreten wären, welche dem Segment L5/S1
hätten
zu
geordnet werden können (Urk. 14/M10 S. 5).
4.
4.1
Entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers ist es nicht zu beanstanden,
dass die Beschwerdegegnerin die Unfallkausalität spätestens ab dem 22. Mai 2013
verneinte.
Angesichts dessen, dass über keinerlei Unfallfolgen wie Frak
turen, Hämatome oder Ödeme berichtet wurde und der Beschwerdeführer erst
mals
mehr als
drei Wochen nach dem Unfall einen Arzt aufsuchte, ist die Beur
teilung von Dr.
B._
, wonach keine traumatisch bedingte Diskushernie
vor
gelegen habe
(E. 3.4)
, nachvollziehbar. Es
entspricht einer medizinischen Er
fahrungs
tat
sache, dass praktisch alle Diskushernien bei Vorliegen degenerativer
Bandschei
ben
veränderungen
entstehen und ein Unfallereignis nur ausnahms
weise
, unter besonderen Voraussetzungen, als eigentliche Ursache in Betracht fällt. Als weit
gehend unfallbedingt kann eine Diskushernie betrachtet werden,
wenn das
Un
fallereignis
von besonderer Schw
ere und geeignet war, eine Schädi
gung der Band
scheibe herbeizuführen, und die
Symptome der Diskushernie (ver
tebrales oder
radikuläres
Syndrom) unverzüglich und mit sofortig
er Arbeitsun
fähigkeit auftreten (Urteile des Bundesgerichts 8C_151/2012 vom 12. Juli 2012 E. 4;
U
441/04 vom 13. Juni 2005, E. 1 und 3.1)
, was nach dem Gesagten vor
liegend nicht der Fall war
.
Sodann kann
der Beurteilung
von Dr.
B._
auch ohne wei
teres gefolgt werden, wenn er
festhält
, dass die
stenosierende
hyper
trophe
Spon
dylarthrose
L5/S1 ebenfalls keiner
Traumafolge
entspreche
(E. 3.4)
.
Es
sind
s
omit
– wie von Dr.
B._
zu Recht ausgeführt –
keine
rlei
Strukturver
ände
rungen dokumentiert, welche die Kriterien einer traum
atischen Läsion er
füllen würden
.
Hätte
gemäss Dr.
B._
jede
rzeit
ein alltägliches Bagatellereignis
zu einer Irritation beziehungsweise
zu einer
Kompression der Wurzel S1 mit sen
sib
len oder motorischen Ausfällen führen können
(E. 3.4)
– was ange
sichts des massiven Vorzustandes
und des Unfallereignisses (keine Kontusionen oder ähn
liches dokumentiert) nachvollziehbar
erscheint -
, handelt es sich den
n beim Un
fall vom 14. April 2013
bloss
um
eine
Gelegenheits- oder
Zufallsursa
che
.
Eine
solche ist rechtssprechungsgemäss gegeben, wenn die unfallbedingte Einwir
kung
auf einen derart labilen Vorzustand trifft, dass jederzeit mit einem Eintritt der Schädigung zu rechnen gewesen wäre, sei es aus eigener Dynamik der patho
genen Schadensanlage oder wegen Ansprechens auf einen beliebigen anderen Zufallsanlass (Urteil des Bundesgerichts 8C_380/2011 vom 20. Oktober 2011 E. 4.2.1
mit Hinweisen
; vgl. auch
Rumo-Jungo
, Holzer in:
Murer
/Stauffer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum
Sozialversicherungs
recht
, UVG, 4.
Auflage, S. 54
mit Hinweisen auf die Rechtsprechung
).
Mithin ist es nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin ihre Leistungen per 22. Mai 2013 eingestellt hat.
4.2
Da die gesundheitlichen Beschwerden des Beschwerdeführers
somit
nach dem 22. Mai 2013 nicht mehr überwiegend wahrscheinlich unfallkausal waren, ist seine Berufung auf Art. 36 Abs. 1 UVG (vgl. E. 1 und E. 2.2) unbehilflich.
5.
Die Beschwerdegegnerin hat die gesetzlichen Leistungen
demen
ts
prechend
zu Recht ab dem 22. Mai 2013 eingestellt, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.