Decision ID: 7fbed296-176d-5b21-acca-4c9ebac486cf
Year: 2015
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ bezog ab dem 1. September 2007 neben einer Teil-IV-Rente eine jährliche
Ergänzungsleistung (EL-act. 202). Im Mai 2010 wurde eine Vertretungs- und
Verwaltungsbeistandschaft für ihn errichtet und C._ zu seinem Beistand ernannt (EL-
act. 150). Mit Verfügung vom 27. Dezember 2012 (EL-act. 101) wurde die EL ab 1.
Januar 2013 auf monatlich Fr. 3'299.-- festgelegt. Am 28. Dezember 2012 wurde D._
zum neuen Beistand des Versicherten ernannt (EL-act. 82). Die Stadt E._ teilte der
AHV-Zweigstelle am 22. März 2013 mit (EL-act. 79), dass der Versicherte am 30.
Januar 2012 (gemeint wohl: 2013) im Pflegeheim F._ eingezogen sei. Der Versicherte
plane, nach dem Heimaufenthalt wieder in die eheliche Wohnung zurückzukehren.
Wegen des Heimaufenthalts wurde die EL mit Verfügung vom 12. April 2013
rückwirkend ab 1. Februar 2013 erhöht (EL-act. 74). Dieser Erhöhung lag ein Wechsel
zur Anspruchsberechnung für den Versicherten und für dessen in die EL-Berechnung
einbezogene Ehefrau zugrunde. Die monatliche EL für den Versicherten belief sich für
den Februar 2013 auf Fr. 4'996.-- und ab 1. März 2013 auf Fr. 4'948.--, diejenige für die
Ehefrau betrug ab 1. Februar 2013 Fr. 2'715.-- (davon Fr. 230.-- ausserordentliche EL).
Mit Verfügung vom 1. Mai 2013 (EL-act. 69) wurde die EL ab 1. Mai 2013 auf Fr.
4'091.-- (Anspruchsberechnung Versicherter) resp. Fr. 1'858.-- (davon Fr. 230.--
ausserordentliche EL; Anspruchsberechnung Ehefrau) reduziert, da der Ehefrau neu ein
hypothetisches Erwerbseinkommen in der Höhe von Fr. 34'504.-- angerechnet wurde.
A.b Am 4. Juli 2013 (Eingang: 5. Juli 2013, EL-act. 64-1) teilte der damalige Beistand
der Sozialversicherungsanstalt St. Gallen zuhanden der EL-Durchführungsstelle und
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der IV-Stelle schriftlich mit, dass der Versicherte Ende Mai aus dem Pflegeheim
ausgetreten sei und seither wieder in der ehelichen Wohnung lebe. Die Kündigung des
Heimplatzes sei wegen der zweimonatigen Kündigungsfrist erst per 31. Juli 2013
möglich gewesen. Der Heimplatz werde also bis Ende Juli 2013 in Rechnung gestellt.
Am 21. August 2013 wurde B._ zum Beistand des Versicherten ernannt (EL-act. 51).
Anlässlich eines telefonischen Gesprächs vom 30. August 2013 (EL-act. 59) teilte der
ehemalige Beistand des Versicherten, D._, der EL-Durchführungsstelle noch einmal
mit, dass der Versicherte Ende Mai 2013 aus dem Heim ausgetreten sei, der Heimplatz
jedoch noch bis 31. Juli 2013 habe bezahlt werden müssen.
A.c Mit Verfügung vom 5. September 2013 (EL-act. 53) wurde die monatliche EL
wegen des Erreichens des ordentlichen AHV-Alters per 1. September 2013 angepasst.
Die EL-Durchführungsstelle ging weiterhin davon aus, dass der Versicherte im Heim
lebte. Die monatliche EL des Versicherten betrug neu Fr. 3'760.-- und diejenige der
Ehefrau neu Fr. 1'526.-- (davon Fr. 230.-- ausserordentliche EL).
A.d Mit Verfügung vom 22. September 2013 (EL-act. 45) wurde die EL rückwirkend
ab 1. September 2013 auf Fr. 922.-- (davon Fr. 80.-- ausserordentliche EL) reduziert.
Zur Begründung wurde der Heimaustritt per Ende Mai 2013 angegeben.
Zurückgefordert wurde irrtümlicherweise nur die für den Versicherten zu viel
ausbezahlte EL für den Monat September 2013 in der Höhe von Fr. 2'838.--, nicht
jedoch diejenige für seine Ehefrau. Ebenfalls mit Verfügung vom 22. September 2013
(EL-act. 42) wurde die EL wegen des Heimaustritts rückwirkend ab 1. Juni 2013 auf Fr.
1'585.-- reduziert. Wieder umfasste die Rückforderung irrtümlicherweise lediglich die
zugunsten des Versicherten zu viel ausbezahlte EL, nicht jedoch diejenige, die für die
Ehefrau ausbezahlt worden war. Die Rückforderung belief sich auf Fr. 7'518.--.
A.e Am 26. September 2013 (EL-act. 41-1) stellte der Beistand ein Erlassgesuch für
die EL-Rückforderungen ab 1. Juni 2013 (Verfügungen vom 22. September 2013). Zur
Begründung machte er geltend, dass der Heimaustritt am 4. Juli 2013 gemeldet
worden sei. Trotzdem seien die Leistungen von der EL-Durchführungsstelle weiterhin
bezahlt worden. Da der Versicherte auf eigenen Wunsch aus dem Heim ausgetreten
sei, habe er während der zweimonatigen Kündigungsfrist den Heimplatz weiter
bezahlen müssen. Mit Verfügung vom 24. Oktober 2013 (EL-act. 40) wies die EL-
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Durchführungsstelle das Gesuch um Erlass der EL-Rückforderung ab. Zur Begründung
führte sie an, dass die Voraussetzungen des guten Glaubens nicht erfüllt seien. In der
Verfügungsbegründung hielt sie fest, dass das Schreiben vom 4. Juli 2013 übersehen
und deshalb nicht bearbeitet worden sei. Indem der ehemalige Beistand den
Heimaustritt erst am 4. Juli 2013 mitgeteilt habe, habe er seine Meldepflicht verletzt.
Sofern er ‒ mangels Reaktion auf sein Schreiben vom 4. Juli 2013 ‒ angenommen
habe, dass die Heimkosten bis Ende Juli 2013 bezahlt würden, hätte ihm spätestens
Ende Juli 2013 auffallen müssen, dass er keine neue Verfügung erhalten habe. Der
ehemalige Beistand habe somit auch seine Kontrollpflicht für die Periode ab 1. August
2013 verletzt. Gegen diese Verfügung erhob der (aktuelle) Beistand des Versicherten
am 15. November 2013 Einsprache (EL-act. 38). Zur Begründung legte er ein Schreiben
des ehemaligen Beistandes vom 14. November 2013 bei (EL-act. 39). Dieser hatte
berichtet, er sei davon ausgegangen, dass die Heimtaxe bis Ende Juli 2013 von der EL-
Durchführungsstelle bezahlt würde. Er habe sofort nach Vorliegen des Bankauszugs für
den August 2013 reagiert und die EL-Durchführungsstelle telefonisch noch einmal über
den Heimaustritt informiert. Von einer meldepflichtigen Person könne nicht gefordert
werden, auf eine nicht erfolgte "Meldung" seitens der Beschwerdegegnerin zu
reagieren, zumal solche Schreiben oft auch sehr kurzfristig erfolgten. Er habe seine
Meldepflicht daher nicht verletzt.
A.f In einer internen Notiz vom 22. Januar 2014 (EL-act. 27) hielt eine EL-Sach
bearbeiterin fest, dass die Rückforderung der EL für die Ehefrau aufgrund eines
technischen Fehlers nicht erstellt worden sei. Die Rückforderungsverfügungen seien
nun manuell zu erstellen. Mit Verfügung vom 23. Januar 2014 (EL-act. 26) forderte die
EL-Durchführungsstelle die gesamte für die Ehefrau bezahlte EL für die Zeit vom
1. Juni bis 31. August 2013 in der Höhe von Fr. 5'574.-- zurück (3 x Fr. 1'858.--). Zur
Begründung führte sie an, dass die Neuberechnung wegen des Heimaustritts des
Versicherten aufgrund eines Systemfehlers nicht ausgelöst worden sei. Ebenfalls mit
Verfügung vom 23. Januar 2014 (EL-act. 25) forderte die EL-Durchführungsstelle die für
die Ehefrau ausbezahlte EL für den September 2013 von Fr. 1'526.-- zurück.
A.g Am 28. Januar 2014 (EL-act. 21) stellte der Beistand des Versicherten ein
Erlassgesuch für die EL-Rückforderungen ab 1. Juni 2013 betreffend die Ehefrau
(Verfügungen vom 23. Januar 2014).
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A.h Am 29. Januar 2014 reichte der Beistand auf Anfrage die Heimrechnungen für
die Monate Mai, Juni und Juli 2013 ein (EL-act. 22). Den Heimrechnungen war zu
entnehmen, dass ab dem 23. Mai 2013 nur noch der Pensionspreis für das Zimmer,
abzüglich einer Mahlzeitenvergütung, in Rechnung gestellt worden war. Der
Pensionspreis war bis und mit 22. Juli 2013 verlangt worden. Der Fachbereich der EL-
Durchführungsstelle hielt in einer Stellungnahme vom 3. März 2014 fest (EL-act. 19),
dass der Heimaustritt erstmals am 4. Juli 2013 und damit anderthalb Monate nach dem
Heimaustritt gemeldet worden sei. Der Heimplatz habe aufgrund der zweimonatigen
Kündigungsfrist bis zum 22. Juli 2013 bezahlt werden müssen. Gemäss den
nachgereichten Unterlagen betreffe dies nur die Hotelleriekosten (Pensionspreis)
abzüglich der Kosten für nicht eingenommene Mahlzeiten. Die EL-Neuberechnung sei
erst im September 2013 erfolgt. Für die Zeit von August bis September 2013 könne der
gute Glaube keinesfalls bejaht werden. Der Fachbereich überlasse es dem
Rechtsdienst zu entscheiden, ob die für die Zeit von Juni bis Juli 2013 zu Unrecht
bezogenen Ergänzungsleistungen gutgläubig bezogen worden seien oder nicht. Die
Voraussetzung der grossen Härte sei ohne weiteres erfüllt. Mit Verfügung vom 13. März
2014 (EL-act. 15) wies die EL-Durchführungsstelle das Gesuch um Erlass der
Rückforderung betreffend die EL der Ehefrau mit der Begründung ab, dass der gute
Glaube zu verneinen sei. Gegen diese Verfügung erhob der Beistand am 21. März 2014
Einsprache (EL-act. 13).
A.i Mit Entscheid vom 31. März 2014 (EL-act. 10) wies die EL-Durchführungsstelle
die Einsprache gegen die Verfügung vom 24. Oktober 2013 (Erlass der EL des
Versicherten) ab. Zur Begründung erklärte sie, dass der Beistand gegen die
Meldepflicht verstossen habe, indem er den Heimaustritt Ende Mai 2013 erst mit
Schreiben vom 4. Juli 2013 gemeldet habe. Für den Zeitraum Juni bis Juli 2013 könne
die Gutgläubigkeit daher nicht bejaht werden. Obwohl der Beistand ab dem 4. Juli
2013 keine Meldepflichtverletzung mehr begangen habe, könne er sich trotzdem nicht
auf den guten Glauben berufen. Es hätte ihm nämlich klar sein müssen, dass die EL
aufgrund des Heimaustritts des Einsprechers entsprechend hätte angepasst werden
müssen. Im Wissen darum habe er der EL-Durchführungsstelle am 30. August 2013
telefonisch gemeldet, dass die EL noch nicht angepasst worden sei.
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A.j Mit Entscheid vom 20. Mai 2014 (EL-act. 2) wies die EL-Durchführungsstelle die
Einsprache gegen die Verfügung vom 13. März 2014 (Erlass der EL der Ehefrau) ab. Die
Begründung war dieselbe wie im Einspracheentscheid vom 31. März 2014.
B.
B.a Gegen den Einspracheentscheid vom 31. März 2014 erhob der Beistand des
Versicherten am 16. Mai 2014 Beschwerde (act. G 1, EL-act. 2014/23). Er beantragte
die Aufhebung des Einspracheentscheides, den vollumfänglichen Erlass der EL-
Rückforderung (des Versicherten, nachfolgend: Beschwerdeführer) und die Vereinigung
der Verfahren EL 2014/23 und KV 2014/5. Zudem sei dem Beschwerdeführer die
unentgeltliche Rechtspflege für das Beschwerdeverfahren zu bewilligen. Zur
Begründung machte der Beistand geltend, dass der Beschwerdeführer aufgrund des
Heimvertrags verpflichtet gewesen sei, die Heimkosten bis zum Ablauf der
Kündigungsfrist am 31. Juli 2013 vollumfänglich zu bezahlen. Er habe deshalb in guten
Treuen davon ausgehen dürfen, dass die Heimkosten im Rahmen der EL anrechenbar
blieben. In dieser Annahme sei er dadurch, dass die EL-Durchführungsstelle auf seine
Meldung vom 4. Juli 2013 nicht reagiert habe, noch bestärkt worden. Es habe ihm
damit am Bewusstsein über den unrechtmässigen Leistungsbezug gefehlt. Das
fehlende Bewusstsein sei zudem entschuldbar; dies umso mehr, als der ehemalige
Beistand den Heimaustritt am 30. August 2013 nochmals gemeldet habe. Die
administrativen Probleme der EL-Durchführungsstelle dürften nicht zum Nachteil des
Beschwerdeführers ausgelegt werden. Dem EL-Bezüger obliege keine Pflicht,
sicherzustellen, dass die Mitteilung von Änderungen der Verhältnisse richtig verarbeitet
werde. Es sei einzig Aufgabe der Beschwerdegegnerin, zu prüfen, ob die Meldung
Konsequenzen für den EL-Anspruch habe oder nicht. Der Beistand machte schliesslich
noch Ausführungen zum Vorliegen einer grossen Härte.
B.b Gegen den Einspracheentscheid vom 20. Mai 2014 erhob der Beistand am 2.
Juni 2014 Beschwerde (act. G 1, EL 2014/25). Er beantragte die Aufhebung des
Einspracheentscheides, den vollumfänglichen Erlass der Rückforderung (der Ehefrau)
und die Vereinigung der Verfahren EL 2014/23, EL 2014/25 und KV 2014/5. Zudem sei
dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Rechtspflege für das Beschwerdeverfahren
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zu bewilligen. Die Beschwerdebegründung entsprach derjenigen in der Beschwerde
vom 16. Mai 2014 (EL 2014/23).
B.c Am 6. Juni 2014 reichte der Beistand eine Prozessvollmacht des
Beschwerdeführers für die Beschwerdeverfahren ein (act. G 4, EL 2014/23; act. G 4, EL
2014/25).
B.d Die Beschwerdegegnerin beantragte am 11. Juni 2014 die Abweisung der
beiden Beschwerden (act. G 5, EL 2014/23; act. G 5, EL 2014/25). Zur Begründung
verwies sie auf die Erwägungen in den Einspracheentscheiden.

Erwägungen
1.
Die Beschwerdegegnerin hat mit je zwei Verfügungen vom 22. September 2013 und
vom 23. Januar 2014 die für den Beschwerdeführer und seine Ehefrau zu viel bezahlte
EL für den Zeitraum 1. Juni bis 30. September 2013 von insgesamt Fr. 17'456.-- (Fr.
2'838.-- + Fr. 7'518.-- + Fr. 5'574.-- + Fr. 1'526.--) zurückgefordert (davon Fr. 600.--
ausserordentliche EL [AEL]). Diese Rückforderungsverfügungen sind unangefochten in
Rechtskraft erwachsen. Die Gesuche des Beistandes um Erlass der gesamten
Rückforderung sind mit den Verfügungen vom 24. Oktober 2013 und 13. März 2014
abgewiesen worden. Die vom Beistand gegen diese Verfügungen erhobenen
Einsprachen sind mit den Entscheiden vom 31. März 2014 und 20. Mai 2014
abgewiesen worden. Diese beiden Einspracheentscheide bilden den jeweiligen
Anfechtungsgegenstand der Beschwerdeverfahren EL 2014/24 und EL 2014/25. Die
Beschwerdegegnerin hat versehentlich zunächst nur die zu viel bezahlte EL, die sich
aus der Anspruchsberechnung für den Beschwerdeführer ergeben hatte, nicht jedoch
die gestützt auf die separate Anspruchsberechnung für die Ehefrau zu viel bezahlte EL
zurückgefordert. Da die zu viel bezahlte EL aus der getrennten Anspruchsberechnung
für die Ehefrau aus diesem Grund erst später zurückgefordert worden ist, hat die
Beschwerdegegnerin über den Erlass der EL-Rückforderung für den Zeitraum 1. Juni
bis 30. September 2013 betreffend die beiden separaten Anspruchsberechnungen in
zwei verschiedenen Einspracheentscheiden entschieden. Dabei ist zu beachten, dass
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zwar aufgrund des Heimaufenthalts getrennte EL-Berechnungen für den
Beschwerdeführer und seine Ehefrau vorgenommen worden sind, dass aber allein der
Beschwerdeführer anspruchsberechtigt geblieben ist, d.h. seine Ehefrau selbst hat
weiterhin keinen eigenen EL-Anspruch gehabt. Die Einspracheentscheide vom
31. März 2014 und 20. Mai 2014 haben somit den Erlass der gegen den
Beschwerdeführer selbst gerichteten EL-Gesamtrückforderung betreffend den
Zeitraum 1. Juni bis 30. September 2013 zum Gegenstand gehabt. Daher ist es
zweckmässig, über die gegen diese Entscheide erhobenen Beschwerden in einem
Urteil zu entscheiden. Dazu sind die Verfahren EL 2014/23 und EL 2014/25, wie vom
Beistand beantragt, zu vereinigen. Der Beistand hat ausserdem die Vereinigung dieser
EL-Beschwerdeverfahren mit dem Verfahren KV 2014/5 beantragt. In diesem Verfahren
geht es um den Erlass der Rückforderung der Pflegekostenvergütungen für den
Zeitraum 1. Juni bis 30. September 2013, d.h. massgebend ist derselbe Zeitraum wie
beim Erlass der EL-Rückforderung. Allerdings sind an den EL-Verfahren und am KV-
Verfahren nicht dieselben Sozialversicherungsträger Partei: Während in den EL-
Verfahren die EL-Durchführungsstelle als Beschwerdegegnerin auftritt, ist es im KV-
Verfahren die PF-Durchführungsstelle. Zwar gehören beide Durchführungsstellen unter
das (kantonalrechtlich gezimmerte) Dach der Sozialversicherungsanstalt des Kantons
St. Gallen, aber diese Durchführungsstellen sind bundesrechtlich betrachtet
selbständige Sozialversicherungsträger. Deshalb kann nicht argumentiert werden, in
den beiden EL-Beschwerdeverfahren und im KV-Beschwerdeverfahren sei jeweils die
Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen die Gegenpartei. Das Verfahren KV
2014/5 kann deshalb nicht mit den Verfahren EL 2014/23 und EL 2014/25 vereinigt
werden; der entsprechende Antrag des Rechtsvertreters ist abzuweisen.
2.
2.1 Unrechtmässig bezogene Leistungen sind zurückzuerstatten (Art. 25 Abs. 1 Satz
1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
[ATSG, SR 830.1]). Diese Rückerstattungspflicht der versicherten Personen korreliert
mit der Rückforderungspflicht der Sozialversicherungsträger, die Ausfluss des
Legalitätsprinzips (Art. 5 Abs. 1 der Bundesverfassung, BV, SR 101) und des
Gleichbehandlungsgebotes (Art. 8 Abs. 1 BV) ist. In Art. 25 Abs. 1 Satz 2 ATSG ist eine
Ausnahme vom Grundsatz der Rückerstattungspflicht unrechtmässig bezogener
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Leistungen vorgesehen: Unrechtmässig bezogene Leistungen müssen dann nicht
zurückerstattet werden, wenn sie in gutem Glauben empfangen worden sind und eine
grosse Härte vorliegt. Sind diese beiden kumulativen Voraussetzungen erfüllt, wird
einer versicherten Person eine Leistung, auf die sie von Gesetzes wegen keinen
Anspruch gehabt hätte, die also gesetzeswidrig ist, erlassen. Die versicherte Person
wird dadurch besser gestellt als alle anderen Versicherten, die "lediglich" die gesetzlich
vorgesehenen Leistungen erhalten haben. Für die Beurteilung der Frage, ob die
Leistungen gutgläubig bezogen worden sind, ist deshalb ein strenger Massstab
anzuwenden (zum Ganzen vgl. Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St.
Gallen vom 17. April 2015, EL 2013/61 E. 2.1). Der gute Glaube entfällt von vornherein,
wenn der Leistungsbezüger beim Bezug der unrechtmässigen Leistungen Kenntnis des
Rechtsmangels gehabt hat, d.h. bösgläubig gewesen ist. Ein gutgläubiger Bezug ist
auch dann zu verneinen, wenn die versicherte Person um die Unrechtmässigkeit der
Leistungen hätte wissen müssen. Das Mass der erforderlichen Sorgfalt beurteilt sich
dabei nach einem objektiven Massstab, wobei aber das der versicherten Person in
ihrer Subjektivität Mögliche und Zumutbare (Urteilsfähigkeit, Gesundheitszustand,
Bildungsgrad usw.) nicht ausgeblendet werden darf. Hat die versicherte Person um die
Unrechtmässigkeit der Leistungen nicht gewusst und auch nicht darum wissen
müssen, fehlt der gute Glaube, wenn die zu Unrecht erfolgte Leistungsausrichtung auf
eine arglistige oder grobe Melde- oder Auskunftspflichtverletzung zurückzuführen ist
(zum Ganzen siehe BGE 138 V 218 E. 4 mit Hinweisen). Von einer groben Verletzung
der Auskunfts- und Meldepflicht ist auszugehen, wenn der Leistungsbezüger nicht das
Mindestmass an Aufmerksamkeit aufgewendet hat, welches von einem verständigen
Menschen in gleicher Lage und unter den gleichen Umständen verlangt werden muss
(Urteil des Bundesgerichts vom 26. November 2006, 8C_759/2008 E. 3.5).
2.2 Gegenstand des vorliegenden Verfahrens ist nicht nur der Erlass der
Rückforderung ordentlicher EL, sondern auch der Erlass der Rückforderung
ausserordentlicher EL. Gemäss Art. 13 Abs. 1 lit. d des Ergänzungsleistungsgesetzes
des Kantons St. Gallen (ELG/SG, sGS 351.5) werden die Bestimmungen der
Bundesgesetzgebung über die Ergänzungsleistungen und über den Allgemeinen Teil
des Sozialversicherungsrechts bei der Rückforderung und dem Erlass der
Rückerstattung unrechtmässig bezogener (kantonaler) Leistungen sachgemäss
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angewendet. Die nachfolgenden Erwägungen beziehen sich deshalb jeweils auch auf
den Erlass der Rückforderung ausserordentlicher Ergänzungsleistungen.
3.
3.1 Zu prüfen ist, ob der gute Glaube für die im Zeitraum 1. Juni bis 30. September
2013 zu Unrecht bezogenen Ergänzungsleistungen zu bejahen ist. Der ehemalige und
der seit dem 21. August 2013 amtierende neue Beistand des Beschwerdeführers
haben sich um dessen EL-Angelegenheiten gekümmert. Darin eingeschlossen ist auch
die separate EL-Berechnung der Ehefrau, da diese auf dem Anspruch des
Beschwerdeführers gründet. Der Beschwerdeführer muss sich daher das Verhalten
seines damaligen Beistandes und seines neuen Beistandes anrechnen lassen (BGE
112 V 97 E. 3b).
3.2 Der gute Glaube ist in jenen Fällen ohne weiteres zu bejahen, in denen eine
unrechtmässige Rückforderung in Rechtskraft erwachsen ist. Denn rechnet eine EL-
Durchführungsstelle z.B. rückwirkend ein zu hohes, tatsächlich erzieltes
Erwerbseinkommen an, hat die versicherte Person im Zeitpunkt des Erhalts der EL
nicht wissen müssen und können, dass die EL-Durchführungsstelle diese
Einnahmenposition nachträglich ‒ gesetzeswidrig ‒ erhöht. Auch ihre Melde- und
Kontrollpflichtverletzung hat sie in diesem Fall nicht verletzt, da die ausgerichtete EL im
Einklang mit dem Gesetz gestanden hat (siehe hierzu auch den Entscheid des
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 17. Dezember 2014, EL 2013/69 E.
2.3.1 und 2.3.2). Somit ist zunächst zu prüfen, ob die Rückforderung korrekt gewesen
ist. Die Rückforderung ist dadurch entstanden, dass die Beschwerdegegnerin
rückwirkend ab dem 1. Juni 2013 keine Heimberechnung mehr vorgenommen hat, da
der Beschwerdeführer am 22. Mai 2013 aus dem Heim ausgetreten war. Die
Heimrechnung für den Monat Mai 2013 zeigt, dass dem Beschwerdeführer ab dem
23. Mai 2013 lediglich noch der Pensionspreis für das Zimmer in Rechnung gestellt
worden ist. Die Rückforderung der übrigen Kosten eines Heimaufenthalts (wie die
Tagestaxe Betreuung) mit Wirkung ab dem 1. Juni 2013 ist daher rechtmässig
gewesen, da der Beschwerdeführer diese Kosten dem Alters- und Pflegeheim ab dem
23. Mai 2013 nicht mehr geschuldet hat. Zu prüfen bleibt, ob die Rückforderung der
Pensionskosten rechtmässig gewesen ist, da der Beschwerdeführer diese Kosten bis
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und mit dem 22. Juli 2013 dem Alters- und Pflegeheim hat bezahlen müssen. Hierzu
sieht Rz. 3152.02 der Wegleitung über die Ergänzungsleistungen zur AHV und IV (WEL,
Stand 1. Januar 2015) vor, dass bei einer EL-beziehenden Person, bei der im Zeitpunkt
eines Heim- oder Spitaleintritts unklar ist, ob sie wieder nach Hause zurückkehren wird,
für den Monat der Rückkehr noch eine Heimberechnung vorzunehmen ist. Ab dem
Folgemonat der Rückkehr des Beschwerdeführers nach Hause, d.h. ab dem 1. Juni
2013, ist somit keine Heimberechnung mehr vorzunehmen gewesen. Die neue EL-
Berechnung für den Zeitraum 1. Juni bis 30. September 2013 ist daher rechtmässig
gewesen. Auch die Höhe der Rückforderung ist korrekt beziffert worden: Der
Beschwerdeführer und seine Ehefrau haben im Zeitraum 1. Juni bis 30. September
2013 Ergänzungsleistungen in der Höhe von Fr. 23'133.-- (davon Fr. 920.-- AEL)
vergütet erhalten (3 x Fr. 4'091.-- + 3 x Fr. 1'858.-- + Fr. 3'760.-- + Fr. 1'526.--, siehe
EL-act. 69 und 53). Anspruch haben sie in diesem Zeitraum jedoch nur auf Fr. 5'677.--
(davon Fr. 320.-- AEL) gehabt (3 x Fr. 1'585.-- + Fr. 922.--, siehe EL-act. 42, 45 und 25
f.). Hieraus resultiert eine Rückforderung von insgesamt Fr. 17'456.--, davon Fr. 600.--
AEL (Fr. 23'133.-- - Fr. 5'677.--).
3.3 Als Nächstes ist zu prüfen, ob der ehemalige Beistand gewusst hat oder hätte
wissen müssen, dass der Beschwerdeführer aufgrund des Heimaustritts ab dem 1. Juni
2013 eine zu hohe EL bezogen hatte. Der Heimrechnung für den Monat Mai 2013 (EL-
act. 22-3 f.), die gemäss dem Eingangsstempel am 3. Juni 2013 beim damaligen
Beistand eingegangen ist, kann entnommen werden, dass ab dem Heimaustritt am 23.
Mai 2013 nur noch die Pensionskosten abzüglich der Kosten für die Mahlzeiten in
Rechnung gestellt worden sind. Der damalige Beistand hätte also mit dem Eingang der
Heimrechnung für den Monat Mai am 3. Juni 2013 erkennen müssen, dass der
Beschwerdeführer vom 23. Mai bis zum Ablauf der Kündigungsfrist am 22. Juli 2013
nur noch die Kosten für das Zimmer würde bezahlen müssen. Dies hätte ihn dazu
veranlassen müssen, die aktuelle EL-Anspruchsberechnung des Beschwerdeführers
beizuziehen (EL-act. 68). Dabei wäre ihm aufgefallen, dass bei den anerkannten
Ausgaben neben den Kosten für das Zimmer auch die Mahlzeiten (beide in der
Tagestaxe Hotellerie enthalten), die Tagestaxe Betreuung und der Selbstbehalt
Pflegekosten angerechnet worden waren, d.h. dass dem Beschwerdeführer seit dem
Austritt aus dem Heim eine in einem erheblichen Umfang zu hohe EL ausbezahlt
worden war. Der damalige Beistand hätte daher bei der Aufwendung eines
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Mindestmasses an Aufmerksamkeit im Zeitpunkt des Erhalts der Heimrechnung am 3.
Juni 2013 erkennen müssen, dass der EL-Anspruch ab dem Monat Juni 2013 tiefer
ausfallen würde als während des Heimaufenthalts und damit herabgesetzt werden
musste. Die Auszahlung der EL erfolgt stets am 4. Arbeitstag des Monats. Die EL für
den Monat Juni 2013 ist also am 6. Juni 2013 ausbezahlt worden. Da die
Heimrechnung für den Mai dem damaligen Beistand am 3. Juni 2013 vorgelegen hat,
hätte dieser die für den 6. Juni 2013 anstehende Auszahlung der EL für Juni 2013
durch eine sofortige Meldung verhindern können. Der damalige Beistand hätte somit
ab dem 3. Juni 2013 einerseits wissen müssen, dass der Beschwerdeführer keinen
Anspruch auf den Teil der EL für den Juni mehr gehabt hätte, mit dem die vom Heim ab
dem 23. Mai 2013 nicht mehr in Rechnung gestellten Heimkosten vergütet worden sind
(d.h. Kosten für die Mahlzeiten und Betreuungs- und Pflegekosten). Erst recht hätte er
wissen müssen, dass auch die für die folgenden Monate (Juli bis September 2013)
ausbezahlte EL zu hoch sein würde und deshalb würde zurückerstattet werden
müssen. Andererseits hätte der damalige Beistand durch eine sofortige Meldung des
Heimaustritts nach Erhalt der Heimrechnung für den Mai 2013 verhindern können, dass
dem Beschwerdeführer ab Juni eine zu hohe EL ausbezahlt würde. Bezüglich der
durch den Wegfall mehrerer Ausgabepositionen (namentlich der Kosten für die
Mahlzeiten und der Betreuungs- und Pflegekosten) ab Juni 2013 und bezüglich der
durch den kompletten Wegfall der Heimkosten ab August 2013 zu viel bezahlten EL ist
die Erlassvoraussetzung des gutgläubigen Bezuges also nicht nur aufgrund einer
Verletzung der Meldepflicht, sondern bereits dadurch nicht mehr erfüllt gewesen, dass
der jeweilige Beistand des Beschwerdeführers um die Unrechtmässigkeit des Bezuges
der später zurückgeforderten EL hätte wissen müssen. Im Gegensatz zu den durch den
Heimaustritt sofort und tatsächlich weggefallenen Kosten (Pflege- und
Betreuungskosten und Kosten für die Mahlzeiten) hat der Beschwerdeführer den
Pensionspreis für das Zimmer (entspricht in der EL-Berechnung der Position Tagestaxe
Hotellerie abzüglich der Kosten für die Mahlzeiten) für die Monate Juni und Juli 2013
noch bezahlen müssen, da er die Kündigungsfrist nicht eingehalten hat. Diese Kosten
sind also tatsächlich angefallen. Zwar ist nicht offensichtlich gewesen ist, dass diese
Kosten von der Beschwerdegegnerin nicht mehr angerechnet und damit nicht durch
die EL gedeckt würden. Dem damaligen Beistand kann daher nicht vorgeworfen
werden, er hätte beim Empfang der EL für die Monate Juni und Juli 2013 wissen
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müssen, dass diese ‒ vom Beschwerdeführer unnötigerweise verursachten ‒ Kosten
von der EL nicht übernommen werden können. Der damalige Beistand hat aber auf
jeden Fall gewusst, dass das Heim ab dem 1. August 2013 gar keine Kosten mehr in
Rechnung stellte. Er hätte also beim Empfang der EL für August 2013 wissen müssen,
dass die EL im Umfang der gesamten angerechneten Heimkosten zu hoch ausgefallen
war. Dasselbe gilt für die zuviel bezahlte EL für den September 2013. Dass die
Beistandschaft zwischenzeitlich gewechselt hat, ändert daran nichts, da der neue
Beistand dieselben Pflichten hat wie der ehemalige Beistand. Obwohl der ehemalige
Beistand bei der Auszahlung der EL für den Juni und Juli 2013 nicht hat wissen
müssen, dass die Kosten für das Zimmer keine anerkannten Ausgaben waren, kann die
Gutgläubigkeit auch in Bezug auf diese zu Unrecht vergüteten Kosten nicht bejaht
werden, da eine Meldepflichtverletzung vorliegt. Denn der damalige Beistand hat den
Heimaustritt der Beschwerdegegnerin erst am 5. Juli 2013 gemeldet. Die EL für den
Juni und Juli ist jedoch bereits zuvor, nämlich am 6. Juni resp. 4. Juli ausbezahlt
worden. Hätte der damalige Beistand den Heimaustritt der Beschwerdegegnerin also
sofort gemeldet, hätte die Beschwerdegegnerin die Auszahlung der gesamten, zuviel
bezahlten EL für die Monate Juni und Juli 2013 verhindern können. Die Meldepflicht
beinhaltet auch die Pflicht, sich nach der Meldung einer anspruchsrelevanten
Veränderung der Verhältnisse noch einmal bei der zuständigen Stelle nach dem Stand
der Dinge zu erkundigen, wenn diese innert angemessener Zeit keine Reaktion gezeigt
hat. Der damalige Beistand hätte somit spätestens Ende Juli 2013 Kontakt zur
Beschwerdegegnerin aufnehmen müssen, nachdem diese bis zu diesem Zeitpunkt
keine neue EL-Verfügung erlassen hatte. Dadurch hätte er verhindern können, dass
dem Beschwerdeführer im August und September 2013 zu Unrecht eine zu hohe EL
ausbezahlt worden wäre. Der damalige Beistand hat somit für den gesamten
Rückforderungszeitraum seine Meldepflicht verletzt, da er den Heimaustritt einerseits
zu spät gemeldet hat und die Beschwerdegegnerin andererseits nach der am 5. Juli
2013 erfolgten Meldung nicht innert angemessener Frist erneut kontaktiert hat,
nachdem er mehrere Wochen nach der Meldung immer noch keine neue
Anspruchsberechnung erhalten hatte.
3.4 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die zu Unrecht ausgerichtete EL für
den gesamten massgebenden Zeitraum vom 1. Juni bis zum 30. September 2013 nicht
gutgläubig bezogen worden ist. Da die Rückerstattung nur erlassen werden kann,
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wenn die Voraussetzungen des gutgläubigen Bezuges und der grossen Härte kumulativ
erfüllt sind, erübrigt sich die Prüfung der grossen Härte. Die Beschwerdegegnerin hat
den Erlass der Rückforderung der zuviel bezahlten EL von insgesamt Fr. 17'456.--
(davon Fr. 600.-- AEL) daher zu Recht verweigert. Demnach ist die Beschwerde
abzuweisen.
4.
4.1 Betreffend einen allfälligen Weiterzug dieses Entscheides an die nächsthöhere
Instanz ist darauf hinzuweisen, dass gegen den bundesrechtlichen Teil, d.h. den Erlass
der ordentlichen EL in der Höhe von Fr. 16'856.--, beim Bundesgericht eine
Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten erhoben werden kann (Ziff. 1 des
Dispositivs). Gegen den kantonalrechtlichen Teil, d.h. den Erlass der
ausserordentlichen EL in der Höhe von Fr. 600.--, kann beim Verwaltungsgericht des
Kantons St. Gallen Beschwerde erhoben werden (Ziff. 2 des Dispositivs).
4.2 Es werden keine Gerichtskosten erhoben (Art. 61 lit. a ATSG). Der Beistand hat
ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gestellt. Dieser Antrag ist dahingehend zu
interpretieren, dass er sich nur auf die Gerichtskosten und nicht auf die Bewilligung
einer unentgeltlichen Rechtsverbeiständung bezieht. Beim Antrag um Befreiung von
den Gerichtskosten muss es sich um ein Versehen gehandelt haben, da das EL-
Beschwerdeverfahren kostenlos ist. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist
daher als gegenstandslos zu betrachten.