Decision ID: 5e4aba80-0010-469f-904c-b4da74218275
Year: 2018
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ war ab dem 1. Dezember 2002 bei der Genossenschaft D._ als
Sachbearbeiterin im Rechnungswesen in einem 80%-Pensum beschäftigt und dadurch
bei der Pensionskasse C._ vorsorgeversichert. Am 1. Februar 2011 wurde das
Arbeitsverhältnis per 30. Juni 2011 aufgelöst (IV-act. 2-3, 56-2 ff., act. G 11.2).
A.b Vom 12. April bis zum 2. Mai 2011 befand sich die Versicherte zur stationären
psychosomatischen Rehabilitation in der Klinik E._. Die behandelnden Ärzte
diagnostizierten eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte bis
mittelgradige Episode (ICD-10 F33.0-F33.1), anankastisch akzentuierte
Persönlichkeitszüge (ICD-10 Z73.1) sowie rezidivierende Rückenschmerzen bei
bekannter Diskushernie (Austrittsbericht vom 10. Mai 2011, vgl. IV-act. 15-4 ff., act. G
7.3). Von Juli 2011 bis Ende März 2012 bezog die Versicherte Leistungen der
Arbeitslosenversicherung (IV-act. 8, vgl. auch act. G 7.4).
A.c Ab dem 30. März 2012 war die Versicherte im 100%-Pensum bei der Bank F._
tätig und durch dieses Arbeitsverhältnis bei der BVG-Sammelstiftung B._
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vorsorgeversichert (IV-act. 11, G 1.7). Vom 16. bis 19. April 2012 war die Versicherte zu
100% arbeitsunfähig; ab dem 3. Juli 2012 bestanden Arbeitsunfähigkeiten zwischen
50% und 100% (vgl. IV-act. 1, 5-3, 15-21). Am 6. August 2012 kündigte die
Arbeitgeberin das Arbeitsverhältnis per 30. November 2012 (IV-act. 11-6). Daraufhin
meldete sich die Versicherte am 24. September 2012 beim Amt für AHV und IV des
Kantons Thurgau, IV-Stelle, zur Früherfassung an (IV-act. 2).
A.d Vom 15. Mai bis 19. Juni 2013 befand sich die Versicherte in stationärer und vom
24. Juni bis 12. September 2013 in teilstationärer Behandlung in der Klinik G._. Die
Ärzte diagnostizierten eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig
mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1) bei vordiagnostizierter anankastischer
Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.5) und attestierten eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit
im angestammten kaufmännischen Beruf (vgl. IV-act. 12-4 f., 13-7, 15-2 f., 18 f., 25-5
ff.). Zwischenzeitlich hatte sich die Versicherte am 7. Juni 2013 bei der IV-Stelle zum
Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung angemeldet (IV-act. 5).
A.e Im Juli 2014 wurde die Versicherte im Auftrag der IV-Stelle von Dr. med. H._,
Facharzt für Rheumatologie, und Dr. med. I._, Fachärztin für Psychiatrie und
Psychotherapie, bidisziplinär begutachtet (IV-act. 45). In der rheumatologisch-
psychiatrischen Konsensbeurteilung vom 7. Juli 2014 hielten die Gutachter fest, dass
aufgrund der rezidivierenden depressiven Störung bei gleichzeitig anankastischer
Persönlichkeitsstörung und dissoziierter Intelligenz in der angestammten Tätigkeit eine
100%ige Arbeitsunfähigkeit bestehe. In leidensangepassten Tätigkeiten sei die
Versicherte seit Anfang 2014 in der freien Wirtschaft maximal zu 30% arbeitsfähig. In
einem geschützten Rahmen sei mindestens eine 50%ige Arbeitsfähigkeit gegeben.
Aufgrund der Berufsanamnese sei in der angestammten Tätigkeit überwiegend
wahrscheinlich noch nie eine 100%ige Arbeitsfähigkeit vorhanden gewesen, sondern
schätzungsweise eher eine 80%ige. Aufgrund der Akten könne von einer 50%igen
Arbeitsunfähigkeit ab ca. April 2012 und von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit ab dem
15. Mai 2013 bis Ende 2013 ausgegangen werden (IV-act. 45-13 f.).
A.f Mit Vorbescheid vom 20. August 2014 stellte die IV-Stelle der Versicherten die
Zusprache einer ganzen Invalidenrente ab dem 1. Dezember 2013 in Aussicht. Gemäss
den Abklärungen sei sie seit dem 1. April 2012 in ihrer Arbeitsfähigkeit erheblich
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eingeschränkt. Für die Zeit ab 1. April 2013 bestehe ein Invaliditätsgrad von 50%, ab 1.
September 2013 ein Invaliditätsgrad von 100% und ab 1. März 2014 ein
Invaliditätsgrad von 77%. Die Leistungen würden sechs Monate nach der Anmeldung
vom 12. Juni 2013 und damit ab 1. Dezember 2013 ausgerichtet. Somit habe die
Versicherte ab 1. Dezember 2013 einen Anspruch auf eine ganze Invalidenrente bei
einem Invaliditätsgrad von 100% bzw. 77% (IV-act. 49).
A.g Dagegen erhob die B._ am 4. September 2014 Einwand und machte geltend,
der Beginn der einjährigen Wartezeit sei auf den Januar 2011 festzulegen; dies unter
der Berücksichtigung, dass die Versicherte bereits im Januar 2011 arbeitsunfähig
geworden und ihr damaliges Arbeitsverhältnis wegen einer bereits bestehenden
gesundheitlichen Beeinträchtigung von der damaligen Arbeitgeberin per 30. Juni 2011
aufgelöst worden sei. Bei der Aufnahme der Arbeit bei der Bank F._ am 30. März
2012 habe es sich sodann nur um einen Arbeitsversuch gehandelt (IV-act. 53).
A.h Am 10. Februar 2015 verfügte die IV-Stelle gemäss Vorbescheid vom 20. August
2014. Zu den Einwänden führte sie im Wesentlichen an, dass die Gutachter aus der
Aktenlage und den anamnestischen Angaben richtigerweise geschlossen hätten, dass
ab ca. April 2012 eine massgebliche Teilarbeitsunfähigkeit bestanden habe. Die
Kündigung bei der vorherigen Arbeitgeberin sei nicht aus gesundheitlichen Gründen
erfolgt (IV-act. 58, 61 f.).
A.i Nachdem die Versicherte einen entsprechenden Antrag auf Invalidenleistungen der
beruflichen Vorsorge gestellt hatte, verneinte die B._ ihre Leistungspflicht mit
Schreiben vom 3. Juni 2015 mit der Begründung, dass die Versicherte bei Beginn ihrer
Arbeitsunfähigkeit nicht bei ihr versichert gewesen sei. Sie sei bereits vor dem 1. April
2012 zu 20% arbeitsunfähig gewesen und der Rentenentscheid der IV-Stelle werde
deshalb als nicht korrekt erachtet (act. G 7.8 ff.). Daraufhin ersuchte die Versicherte die
C._ um Ausrichtung von Versicherungsleistungen (Schreiben vom 22. Februar 2016,
bei act. G 1.8). Diese teilte ihr am 3. Juni 2016 mit, dass sie ebenfalls keine
Versicherungsleistungen ausrichten werde, da der Krankheitsbeginn von der IV-Stelle
auf den 1. Dezember 2012 festgelegt worden sei (act. G 11.7).
B.
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B.a Mit Klage vom 7. Juni 2016 liess die Versicherte (nachfolgend Klägerin) durch ihren
Rechtsvertreter beantragen, es sei die B._ (nachfolgend Beklagte 1), eventualiter die
C._ (nachfolgend Beklagte 2), zu verpflichten, ihr mit Wirkung ab 1. Juli 2014 eine
Invalidenrente nach BVG basierend auf einem Invaliditätsgrad von 100% auszurichten;
alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Sie führte an, dass der Beginn der
Teilarbeitsunfähigkeit im IV-Gutachten vom 5. Juli 2014 ausdrücklich mit ca. April 2012
bezeichnet worden sei. An der Bindungswirkung der IV-Verfügung vom 10. Februar
2015 sei nicht zu zweifeln. In Ankerkennung dieser Bindungswirkung sei demnach von
einem Rentenbeginn per 1. Juli 2014 auszugehen (act. G 1).
B.b In der Klageantwort vom 14. Juli 2016 ersuchte die Beklagte 1 um Abweisung der
Klage im sie betreffenden Ausmass; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen. Sie
führte an, aufgrund der vorliegenden Akten sei die Klägerin spätestens seit April 2011
dauerhaft zumindest 20% arbeitsunfähig gewesen und zwar aus derselben Ursache,
die zur heutigen Invalidität geführt habe. Die Rentenverfügung der IV-Stelle sei
bezüglich des Beginns der Arbeitsunfähigkeit bereits aufgrund der verspäteten
Anmeldung der Versicherten zum IV-Leistungsbezug nicht bindend (act. G 7).
B.c Die Beklagte 2 liess mit Klageantwort vom 26. September 2016 ebenfalls die
vollumfängliche Abweisung der Klage im gegen sie gerichteten Umfang beantragen
und verwies zur Begründung auf die Bindungswirkung des Rentenentscheids der IV-
Stelle. Sie machte geltend, es sei nicht von einer verspäteten Anmeldung auszugehen.
Die Klägerin habe sich rechtzeitig bei der IV-Stelle angemeldet, wenngleich nur zur
Früherfassung. Die IV-Gutachter hätten eine dauerhafte Gesundheitsverschlechterung
ab April 2012 attestiert; zu diesem Zeitpunkt sei die Klägerin bei der Beklagten 1
vorsorgeversichert gewesen (act. G 11).
B.d Mit Schreiben vom 28. September 2016 informierte das Versicherungsgericht die
Parteien über den Beizug der IV-Akten betreffend die Klägerin (act. G 2, G 4.1 = IV-act.)
und gab ihnen Gelegenheit zur Einsicht- und allfälligen Stellungnahme, worauf diese
jedoch verzichteten (act. G 12, G 14).
B.e Mit Replik vom 24. Oktober 2016 liess die Klägerin an ihren Anträgen gemäss
Klageschrift vom 7. Juni 2016 festhalten (act. G 13). Die Beklagten hielten mit Dupliken
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vom 7. und 21. November 2016 an ihren jeweiligen Anträgen fest und bestätigten ihre
Standpunkte (act. G 15 f.).
B.f Auf Anfrage des Versicherungsgerichtes vom 6. April 2018 (act. G 20) reichte der
Rechtsvertreter der Klägerin Unterlagen betreffend die psychotherapeutischen
Behandlungen in den Jahren 2009 bis 2011 ein (act. G 21). Am 23. bzw. 28. Mai 2018
nahmen die Beklagten zu den eingereichten Unterlagen Stellung (act. G 23, G 24).

Erwägungen
1.
Gemäss Art. 73 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die berufliche Alters-, Hinterlassenen-
und Invalidenvorsorge (BVG; SR 831.40) bezeichnet jeder Kanton ein Gericht, das als
letzte kantonale Instanz über Streitigkeiten unter anderem zwischen
Vorsorgeeinrichtungen und Anspruchsberechtigten entscheidet. Im Kanton St. Gallen
ist nach Art. 65 Abs. 1 lit. ebis des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRP;
sGS 951.1) das Versicherungsgericht zuständig für Streitigkeiten nach Art. 73 BVG.
Gerichtsstand ist nach Art. 73 Abs. 3 BVG der Sitz oder Wohnsitz des Beklagten oder
der Ort des Betriebes, bei dem die versicherte Person angestellt wurde. Vorliegend ist
die örtliche Zuständigkeit des Versicherungsgerichts zu bejahen, weil sich sowohl die
Genossenschaft Wohnen im Alter als auch die Bank F._ im Kanton St. Gallen
befinden. Da auch sämtliche übrigen prozessualen Voraussetzungen erfüllt sind, ist auf
die Klage einzutreten.
2.
2.1 Streitig und vorliegend zu prüfen ist der Anspruch der Klägerin auf eine
Invalidenrente gegenüber der Beklagten 1, eventualiter der Beklagten 2. Dabei stellt
sich insbesondere die Frage, wann die relevante Arbeitsunfähigkeit der Klägerin, deren
Ursache zur Invalidität geführt hat, eingetreten ist.
2.2 Nach Art. 23 Abs. 1 lit. a BVG haben Personen, die im Sinn der
Invalidenversicherung zu mindestens 40% invalid sind und bei Eintritt der
Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Invalidität geführt hat, versichert waren,
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Anspruch auf Invalidenleistungen. Nach Art. 24 Abs. 1 BVG setzt der Anspruch auf eine
volle Invalidenrente eine mindestens 70%ige Invalidität im Sinn der IV voraus (lit. a).
Eine Dreiviertelsrente kommt zur Ausrichtung bei mindestens 60%iger Invalidität (lit. b).
Eine halbe Rente wird bei mindestens hälftiger Invalidität (lit. c) und eine Viertelsrente
bei mindestens 40%iger Invalidität ausgerichtet (lit. d).
2.3 Gemäss Art. 18 f. des Reglements der Beklagten 1 (Basisbestimmungen, gültig ab
1. Januar 2012, act. G1.6) liegt Invalidität vor, wenn die versicherte Person im Sinne der
IV invalid ist oder durch ärztlichen Befund objektiv nachweisbar ganz oder teilweise
ihren Beruf oder eine andere ihrer sozialen Stellung, ihren Kenntnissen und Fähigkeiten
angemessene Erwerbstätigkeit nicht mehr ausüben kann (Abs. 1). Ist die versicherte
Person teilinvalid, so wird die Höhe der Invaliditätsleistungen unter Berücksichtigung
des Invaliditätsgrades bestimmt. Ein Anspruch auf eine Invalidenrente besteht gemäss
Reglement bei einer Invalidität von mindestens 25% (Abs. 2). Gemäss Art. 13 des
Reglements der Beklagten 2 (gültig ab 1. Januar 2010, act. G 11.4) gilt eine versicherte
Person als invalid, wenn sie aus gesundheitlichen Gründen (Krankheit, Unfall oder
Gebrechen) ihre bisherige oder eine andere ihr zumutbare Tätigkeit nicht mehr ausüben
kann und ihre Invalidität von der IV festgestellt wurde (Ziff. 1).
2.4
2.4.1 Die Invalidenleistungen nach BVG werden von derjenigen Vorsorgeeinrichtung
geschuldet, bei der die ansprechende Person bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, deren
Ursache zur Invalidität geführt hat, versichert war. Der Anspruch setzt einen engen
zeitlichen und sachlichen Zusammenhang zwischen der Arbeitsunfähigkeit, die
während des Vorsorgeverhältnisses (einschliesslich Nachdeckungsfrist nach Art. 10
Abs. 3 BVG) bestanden hat, und der allenfalls erst später eingetretenen Invalidität
voraus (BGE 134 V 20 E. 3.2).
2.4.2 Der sachliche Zusammenhang ist gegeben, wenn der der Invalidität
zugrundeliegende Gesundheitsschaden im Wesentlichen derselbe ist, der zur
Arbeitsunfähigkeit geführt hat (BGE 138 V 409 E. 6.2). Der zeitliche Zusammenhang
setzt voraus, dass die versicherte Person nach Eintritt der Arbeitsunfähigkeit nicht
während längerer Zeit wieder arbeitsfähig geworden ist. Bei der Prüfung dieser Frage
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sind die gesamten Umstände des konkreten Einzelfalles zu berücksichtigen,
namentlich die Art des Gesundheitsschadens, dessen prognostische Beurteilung durch
den Arzt sowie die Beweggründe, welche die versicherte Person zur Wiederaufnahme
oder Nichtwiederaufnahme der Arbeit veranlasst haben. Zu den für die Beurteilung des
zeitlichen Konnexes relevanten Umständen zählen auch die in der Arbeitswelt nach
aussen in Erscheinung tretenden Verhältnisse, wie etwa die Tatsache, dass eine
versicherte Person über längere Zeit hinweg als voll vermittlungsfähige
Stellensuchende Taggelder der Arbeitslosenversicherung bezieht (Urteile des
Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; ab 1. Januar 2007: Sozialrechtliche
Abteilungen des Bundesgerichts] vom 26. Mai 2003, B 100/02, E. 4.1, und vom 18.
Oktober 2006, B 18/06, E. 4.2.1 in fine mit Hinweisen). Allerdings kann solchen Zeiten
nicht die gleiche Bedeutung beigemessen werden wie Zeiten effektiver
Erwerbstätigkeit. Mit Bezug auf die Dauer der den zeitlichen Konnex unterbrechenden
Arbeitsfähigkeit kann die Regel von Art. 88a Abs. 1 der Verordnung über die
Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) als Richtschnur gelten. Für Zeiträume ohne
formal ausgewiesene Arbeitsunfähigkeit darf eine solche nur angenommen werden,
wenn besondere Umstände vorliegen. Nach dieser Bestimmung ist eine
anspruchsbeeinflussende Verbesserung der Erwerbsfähigkeit in jedem Fall zu
berücksichtigen, wenn sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat
und voraussichtlich weiterhin andauern wird. Eine mindestens drei Monate andauernde
Arbeitsfähigkeit von 80%, gestützt auf welche eine dauerhafte Wiedererlangung der
Erwerbsfähigkeit als objektiv wahrscheinlich erscheint, stellt daher ein gewichtiges
Indiz für eine Unterbrechung des zeitlichen Zusammenhangs dar (vgl. Urteil des
Bundesgerichtes vom 20. Februar 2018, 9C_147/2017, insb. E. 4.5).
2.5 Die Arbeitsunfähigkeit ist relevant, wenn sie mindestens 20% beträgt und sich auf
das Arbeitsverhältnis sinnfällig auswirkt oder ausgewirkt hat (vgl. HANS-ULRICH
STAUFFER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Die
berufliche Vorsorge, 3. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2013, S. 74 mit Hinweisen). Es muss
arbeitsrechtlich in Erscheinung treten, dass die versicherte Person im bisherigen Beruf
an Leistungsvermögen eingebüsst hat, so etwa durch einen Abfall der Leistungen mit
entsprechender Feststellung oder gar Ermahnung des Arbeitgebers oder durch
gehäufte, gesundheitlich bedingte Arbeitsausfälle (Urteil des Bundesgerichts vom 11.
September 2008, 9C_368/2008, E. 2). Eine Reduktion des Arbeitspensums aus
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gesundheitlichen Gründen ist ein gewichtiges Indiz für das Vorliegen einer
berufsvorsorgerechtlich relevanten Arbeitsunfähigkeit (vgl. Urteil des EVG vom 10.
Oktober 2001, B 27/00, E. 5). Sie genügt allein in der Regel jedoch nicht für den
Nachweis einer funktionellen Leistungseinbusse. Dies gilt insbesondere, wenn die
Reduktion aus einem subjektiven Krankheitsgefühl heraus erfolgt oder, wenn
konkurrierende Gründe bestehen, wie mehr Zeit für bestimmte (Freizeit)-Aktivitäten zu
haben oder eine berufsbegleitende Weiterausbildung zu absolvieren (Urteil des EVG
vom 8. Juni 2006, B 34/05, E. 3.2). Es braucht grundsätzlich eine echtzeitliche ärztliche
Bestätigung, dass die Pensumsreduktion gesundheitlich bedingt notwendig ist (Urteil
des Bundesgerichts vom 11. September 2008, 9C_368/2008, E. 3.1 und 4.3).
3.
3.1 Gemäss den vorliegenden Akten war die Klägerin ab Dezember 2002 im 80%-
Pensum tätig (vgl. act. G 1.19 f.). Die begutachtende Psychiaterin hielt fest, die Klägerin
habe angegeben, dass sie sich im Jahr 2002 entschlossen habe, zu ihrer eigenen
Entlastung nur noch 80% zu arbeiten (vgl. IV-act. 45-43). Soweit daraus gefolgert
werden soll, dass die Klägerin ihr Pensum im Jahr 2002 aus gesundheitlichen Gründen
reduziert, mithin seither aufgrund ihres Gesundheitszustandes nur noch 80% gearbeitet
habe, ist festzuhalten, dass eine echtzeitliche ausdrückliche Bestätigung, dass es sich
bei der Reduktion des Arbeitspensums von 100% auf 80% um eine aus ärztlicher Sicht
notwendige Massnahme handelte, nicht vorliegt. Ebenso liegt keine echtzeitlich
attestierte Arbeitsunfähigkeit im Ausmass der Pensumsreduktion im Recht. Dass die
IV-Gutachterin im psychiatrischen Gutachten vom 5. Juli 2014 (IV-act. 45-15 ff.)
retrospektiv aufgrund der anamnestischen Angaben davon ausging, dass die Klägerin
praktisch nie zu 100% arbeitsfähig gewesen sei und wahrscheinlich maximal eine
80%ige Arbeitsleistung unter für sie optimalen Bedingungen habe erbringen können
(IV-act. 45-43), vermag für sich alleine eine gesundheitlich bedingte Pensumsreduktion
ebenfalls nicht überwiegend wahrscheinlich zu belegen. Immerhin konnte die Klägerin
in Normalzeit eine Lehre absolvieren und anschliessend während mehrerer Jahre
Vollzeit arbeiten, ohne dass Hinweise auf eine reduzierte Leistungsfähigkeit vorliegen.
Da auch von weiteren Abklärungen keine entscheidrelevanten neuen Erkenntnisse
bezüglich des Grundes der im Jahr 2002 erfolgten Pensumsreduktion erwartet werden
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können, liegt diesbezüglich Beweislosigkeit vor, deren Nachteil die Klägerin zu tragen
hat (Art. 8 des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs, ZGB; SR 210).
3.2 Allerdings ist mit Blick auf die vorliegenden Akten nicht von der Hand zu weisen,
dass bei der Klägerin seit unbestimmter Zeit eine gewisse berufliche Überforderung
bzw. Stress und Druck bei der Arbeit mit entsprechenden psychischen und
somatischen Symptomen im Vordergrund gestanden haben (vgl. diesbezüglich auch
die Ausführungen im psychiatrischen Gutachten, IV-act. 45-30 ff.). Im Februar 2011
wurde das Arbeitsverhältnis bei der Genossenschaft D._ per Ende Juni 2011 wegen
"stark unterschiedlicher Auffassung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmerin
betreffend Arbeitseinsatz und Arbeitserledigung" einvernehmlich beendet (vgl. act. G
1.19 f.). Aktenkundig ist weiter, dass es in diesem Zusammenhang zur stationären
psychosomatischen Rehabilitation in der Klinik E._ vom 12. April bis 2. Mai 2011
kam. Im Austrittsbericht vom 10. Mai 2011 wurde sodann u.a. festgehalten, dass bei
der Klägerin Probleme am Arbeitsplatz im Vordergrund stünden, welche aufgrund ihrer
Schilderungen durch anankastische Persönlichkeitszüge (ICD-10 Z73.1) mitbedingt
würden. Die Klägerin habe insbesondere von Überforderungsgefühlen bei nicht zur
Routine gehörenden Aufgaben, ihren langsamen und genauen Arbeitsstil, der bei
Vorgesetzen zu Kritik und zur Auflösung des Arbeitsverhältnisses Anlass gegeben
habe, und die damit verbundenen Versagensgefühle berichtet. Symptomatisch habe
sie eine seit mehreren Jahren bestehende und wiederkehrende Müdigkeit,
Schlaflosigkeit und Antriebslosigkeit und wiederkehrende Schmerzen geschildert. Dies
führe zur Diagnose einer rezidivierenden depressiven Störung mit gegenwärtig leichter
bis mittelgradiger Episode (ICD-10 F33.0-F33.1). Es wurde festgehalten, dass die
Klägerin psychisch und physisch erholt bei noch ungelöster Problematik bezüglich
Arbeitsstil und Arbeitssituation entlassen worden sei. Die Klägerin war bis am 8. Mai
2011 zu 100% und ab dem 9. Mai 2011 zu 50% arbeitsunfähig (vgl. act. G 7.3). Bereits
zuvor war sie von Januar 2009 bis März 2011 bei der Psychologin J._ in Behandlung
gewesen, wobei in etwa monatlichem Abstand Therapiesitzungen stattgefunden
hatten. Zwar ist den Therapieaufzeichnungen zu entnehmen, dass die Klägerin
hauptsächlich wegen Problemen in der Sexualität sowie aufgrund ihrer
problematischen Kindheit mit grossem Leistungsdruck in Behandlung war. Die
Psychologin hielt in den beigezogenen Therapieberichten als Diagnosen eine sexuelle
Problematik, eine Anpassungsstörung mit depressiven Episoden, eine Persönlichkeit
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mit emotional instabilen und schizoiden Zügen sowie psychosomatische Beschwerden
fest. In der Therapie wurden jedoch zu einem grossen Teil auch die Probleme bzw. der
Stress und Druck bei der Arbeit sowie die begleitenden körperlichen Symptome wie
Rückenschmerzen und Schwindel thematisiert (vgl. act. G 21). Insgesamt belegen die
medizinischen Akten somit zwar noch keine iv-rechtlich relevante Leistungseinbusse
bzw. Arbeitsunfähigkeit in der Zeit vor dem Klinikaufenthalt in E._; sie zeigen indes
immerhin, dass bereits damals gewisse psychische Beeinträchtigungen bestanden
haben.
3.3 Zusammenfassend legt eine Gesamtwürdigung der vorliegenden Akten den
Schluss nahe, dass sich die Klägerin im beruflichen Rahmen schon immer schnell
überfordert fühlte und bei Problemen bei der Arbeit mit entsprechenden (psychischen
und somatischen) Symptomen reagierte. Echtzeitlich ausgewiesen ist eine relevante
psychische Arbeitsunfähigkeit, welche bei der Klägerin schliesslich zur Invalidität
geführt hat, jedenfalls mit dem Klinikaufenthalt in E._ und damit ab April 2011.
4.
4.1 Wie bereits erwähnt setzt die zeitliche Konnexität voraus, dass zwischen der
früheren Arbeitsunfähigkeit und der späteren Invalidität bzw. deren Verschlimmerung
keine längere Periode der Arbeitsfähigkeit liegt (vgl. E. 2.4). Der zeitliche
Zusammenhang zwischen der Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 23 BVG und der
später eingetretenen Invalidität beurteilt sich dabei nach der Arbeitsunfähigkeit bzw.
Arbeitsfähigkeit in einer der gesundheitlichen Beeinträchtigung angepassten
zumutbaren Tätigkeit.
4.2 Nach Lage der Akten suchte die Klägerin ab Juni 2011 wieder eine Arbeitsstelle
(IV-act. 45-31 ff., 45-41 ff.) und war von Juli 2011 bis März 2012 bei der
Arbeitslosenversicherung angemeldet. Dabei bestand eine Vermittlungs- und
Arbeitsfähigkeit von 80% (act. G 7.4). In diesen ca. zehn Monaten sind weder
durchgeführte Behandlungen belegt noch konkrete Einschränkungen der
Arbeitsfähigkeit ausgewiesen. Dass die Klägerin seit jeher zu 20% arbeitsunfähig
gewesen ist und aus diesem Grund lediglich eine 80%ige Vermittlungs- bzw.
Arbeitsfähigkeit bestanden hat, ist, wie vorstehend dargelegt (E. 3.1), nicht mit dem
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Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt. Am 30. März 2012 nahm
die Klägerin eine Tätigkeit im 100%-Pensum bei der Bank F._ auf, wobei sie diese
Anstellung gemäss eigenen Angaben wegen des höheren Pensums und des
Arbeitswegs von täglich zweimal eineinhalb Stunden als Zwischenlösung angesehen
hatte (vgl. IV-act. 45-31 f.). Dass es sich dabei offensichtlich nicht um eine ihren
Fähigkeiten angepasste Tätigkeit handelte, ergibt sich nicht nur aus dem bereits
dargelegten Beschwerdeverlauf und der Berufsanamnese (vgl. auch E. 3.2), sondern
insbesondere auch mit Blick auf das von der psychiatrischen IV-Gutachterin erstellte
Zumutbarkeitsprofil. Demgemäss sind der Klägerin lediglich anspruchslosere Arbeiten
mit dem Fokus auf Genauigkeit und Präzision und nicht auf Schnelligkeit, ohne
komplexe Arbeitsabläufe und ohne zeitlichen Druck zumutbar (vgl. IV-act. 45-47).
Entsprechend fühlte sich die Klägerin bereits zu Beginn der Anstellung unter Druck und
war, wie bei ihren bisherigen Anstellungen, im weiteren Verlauf immer mehr überfordert,
litt unter Kopfschmerzen, Müdigkeit und anderen (psychosomatischen) Symptomen
(vgl. IV-act. 45-41 f.). Dies führte in der Folge dazu, dass die Klägerin vom 16. bis 19.
April 2012 zu 100%, vom 3. Juli bis 31. August 2012 zu 50% und ab September 2012
und bis auf Weiteres zu 100% arbeitsunfähig war. Ab November 2012 war sie bei den
bekannten Diagnosen einer rezidivierenden depressiven Störung sowie einer
anankastischen Persönlichkeitsstörung in ambulanter und (teil-)stationärer
psychiatrischer Behandlung (IV-act. 14, 15-8, IV-act. 25-5 ff.). Zusammenfassend
ergeben die echtzeitlichen Berichte somit, dass die Klägerin seit etwa April 2012
(teil-)arbeitsunfähig war, was auch im IV-Gutachten vom Juli 2014 bestätigt wird. Eine
angepasste Tätigkeit wurde von der psychiatrischen Gutachterin ab Anfang 2014
wieder im Umfang von maximal 30% als zumutbar erachtet (vgl. IV-act. 45-48 ff.).
4.3 Gestützt auf die vorstehend geschilderte Aktenlage war die Klägerin von Juli 2011
bis März 2012, mithin neun Monate, als Stellensuchende bei der
Arbeitslosenversicherung angemeldet. Für diesen Zeitraum ist eine Beeinträchtigung
der Arbeitsfähigkeit für eine adaptierte Tätigkeit weder formal ausgewiesen, noch
lassen die Umstände auf eine solche schliessen. Danach war die Klägerin in ihrer
neuen Anstellung bei der Bank zwar - wenn überhaupt - nur kurze Zeit voll arbeitsfähig,
allerdings handelte es sich dabei um eine ihr unzumutbare Tätigkeit. Entsprechend
kann der Einsatz bei der Bank entgegen der Ansicht der Beklagten 1 nicht als
gescheiterter Arbeitsversuch gewertet werden, welcher ein Indiz für die Wahrung des
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zeitlichen Zusammenhangs darstellen würde (vgl. zur zeitlichen Konnexität bei einem
blossen Arbeitsversuch das Urteil des Bundesgerichts vom 9. November 2016,
9C_142/2016 E. 3.2). Zwar lässt sich aus heutiger Sicht nicht mehr verlässlich
beantworten, wann – bzw. ob überhaupt – die Klägerin (wieder) arbeitsunfähig
geworden wäre, wenn sie im April 2012 eine ihr zumutbare Stelle angetreten hätte.
Entscheidend ist aber, dass sie unter den tatsächlich gegebenen Umständen Mitte
April 2012 erneut arbeitsunfähig geworden und ab diesem Zeitpunkt eine relevante
Arbeitsunfähigkeit (auch) in einer adaptierten Tätigkeit überwiegend wahrscheinlich
erstellt ist.
4.4 Nach dem Gesagten wurde der zeitliche Zusammenhang zwischen der
ursprünglichen, spätestens im April 2011 und damit während der
Versicherungsdeckung bei der Beklagten 2 eingetretenen Arbeitsunfähigkeit und der
späteren Invalidität unterbrochen, weil spätestens seit Juli 2011 bis April 2012, mithin
rund zehn Monate, eine Arbeitsunfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit nicht mit dem
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt ist. Hinweise darauf, dass
die Klägerin mit einer ihr zumutbaren Tätigkeit kein rentenausschliessendes
Einkommen hätte erzielen können (vgl. BGE 134 V 20), liegen nicht vor.
5.
5.1 Da für eine Leistungspflicht sowohl der zeitliche als auch der sachliche
Zusammenhang kumulativ erfüllt sein müssen, ist die Leistungspflicht der Beklagten 2
aufgrund des unterbrochenen zeitlichen Zusammenhanges abzulehnen. Eine
berufsvorsorgerechtliche Arbeitsunfähigkeit der Klägerin ist damit erst (wieder) ab April
2012 (vgl. vorstehende E. 4.2 ff.), während des Versicherungsschutzes bei der
Beklagten 1, eingetreten. Bei diesem Ergebnis erübrigt sich die Beantwortung der
Frage nach der Bindungswirkung der IV-Verfügung.
5.2 Nach dem Gesagten ist folglich die Beklagte 1 leistungspflichtig. Ihr Reglement
verweist zur Invaliditätsgradbemessung auf die IV-Gesetzgebung (act. G 1.6, vgl.
insbesondere Art. 18). Die Berechnung des Invaliditätsgrads durch die IV-Stelle (50%
ab 1. April 2013, 100% ab 1. September 2013 und 77% ab 1. März 2014; IV-act. 49)
wurde von den Parteien nicht in Frage gestellt und ist nach Lage der Akten nicht zu
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beanstanden. Der Rentenanspruch beginnt gemäss Art. 19 des Reglements, sobald die
Leistungen aus der bestehenden, gesetzeskonformen Krankengeldversicherung
erschöpft sind, spätestens aber nach Ablauf der Wartefrist. Da die Taggeldleistungen
am 28. Juni 2014 endeten (act. G 1.21), entstand der Invalidenrentenanspruch aus
beruflicher Vorsorge am 1. Juli 2014. Die Beklagte 1 ist demnach zu verpflichten, der
Klägerin ab 1. Juli 2014 eine ganze Invalidenrente basierend auf einem Invaliditätsgrad
von 77% bezahlen. Praxisgemäss sind die kantonalen Berufsvorsorgegerichte nicht
gehalten, die Rentenberechnung detailliert vorzunehmen, sondern es reicht aus, wenn
sie nur dem Grundsatz nach über den Leistungsanspruch entscheiden und die Sache
zur Ermittlung des Rentenbetrags an die zuständige Vorsorgeeinrichtung überweisen.
Dies hat das Bundesgericht insbesondere mit Hinweis auf die Gebote der Einfachheit
und Raschheit des Verfahrens nach Art. 73 Abs. 2 BVG begründet, wobei es auch die
Nähe zum Sozialversicherungsprozess betont hat (BGE 129 V 450 E. 3.4). Die Sache ist
damit zur Festsetzung der Rentenbeträge an die Beklagte 1 zu überweisen.
6.
6.1 Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Klage gegen die Beklagte 1
gutzuheissen und der Klägerin ab 1. Juli 2014 eine Invalidenrente basierend auf einem
Invaliditätsgrad von 77% zuzusprechen. Die Klage gegen die Beklagte 2 ist
abzuweisen.
6.2 Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 73 Abs. 2 BVG).
6.3 Dem Verfahrensausgang entsprechend sind der obsiegenden Klägerin in
Anwendung von Art. 98 Abs. 1 und Art. 98bis des st. gallischen Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege (VRP; sGS 951.1) die Parteikosten von der unterliegenden
Beklagten 1 zu erstatten. Das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen spricht in
BVG-Prozessen gestützt auf Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung für Rechtsanwälte
und Rechtsagenten (HonO; sGS 963.75) bei vollem Obsiegen regelmässig eine
pauschale Entschädigung zwischen Fr. 2'500.-- und Fr. 4'500.-- zu. Vorliegend ist bei
doppeltem Schriftenwechsel und zwei Beklagten insgesamt von einem
durchschnittlichen Aufwand auszugehen, weshalb das Honorar auf Fr. 3‘500.--
festzusetzen ist. Die Beklagten haben als mit öffentlich-rechtlichen Aufgaben betraute
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Versicherungen keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (vgl. BGE 118 V 169 f.
E. 7).