Decision ID: 3ae75bd4-98f0-47ba-b7c7-7d33bb1f3d36
Year: 2017
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ meldete sich am 4. März 2009 bei der Invalidenversicherung (IV) zum
Leistungsbezug an (IV-act. 7). In medizinischer Hinsicht verwies er auf einen Bericht
von Dr.med. B._, Eidg. Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 2. Februar
2009, wonach er unter einer längeren Anpassungsstörung mit Angst und depressiver
Reaktion (ICD-10: F43.22) wie auch mit Auftreten von anderen Gefühlen (Ärger, Sorgen,
Anspannung, Misstrauen) und entsprechender Störung des Sozialverhaltens
(Aggression, Stressintoleranz) leide (IV-act. 8).
A.b RAD-Ärztin Dr.med. C._, Fachärztin Psychiatrie/Psychotherapie, untersuchte
den Versicherten am 14. Mai 2009 zur Feststellung der Eingliederungsfähigkeit und
diagnostizierte eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit impulsiv aggressiven und
schizoiden Zügen (ICD-10: F61.0) und einen Zustand nach Anpassungsstörung mit
Angst und depressiver Reaktion (ICD-10: F43.22). Die Anpassungsstörung sei
weitgehend remittiert. Es lägen eine verminderte Stresstoleranz und eine Störung des
Sozialverhaltens vor. Insbesondere bestünden Schwierigkeiten im interpersonellen
Kontakt, eine Störung der Emotionsregulation mit deutlichem Mangel an Anpassungs-
und Teamfähigkeit sowie eine sehr niedrige Frustrationstoleranz und
Impulskontrollstörung. Tätigkeiten mit permanentem Zeit- und Termindruck, mit hohem
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Publikumsverkehr sowie mit hohen Anforderungen an die Anpassungs- und
Umstellungsfähigkeit sollten vermieden werden. Klar strukturierte Tätigkeiten in ruhiger
und emotional spannungsarmer Atmosphäre seien medizin-theoretisch zunächst zu 50
% zumutbar, bei gutem Verlauf steigerbar auf 100 % (Bericht vom 18. Mai 2009, IV-act.
25).
A.c Angeordnete berufliche Abklärungen in Appisberg vom 7. September bis 2.
Oktober 2009 (IV-act. 30, 37) und bei D._ vom 1. Dezember 2009 bis 26. Februar
2010 (IV-act. 48) scheiterten an einer Hospitalisation am 7. September 2009 wegen
Verdachts auf Colonpassagestörung (IV-act. 43) sowie an einer ab 2. Dezember 2009
attestierten 100 %igen Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 54-5, 55).
A.d Im Arztbericht vom 20. Februar 2010 hielt Dr. B._ die Diagnose einer
kombinierten Persönlichkeitsstörung mit impulsiv aggressiven und schizoiden Zügen
fest. Die Tätigkeit als Multimediaverkäufer bzw. Tätigkeiten im Verkauf seien seit 19.
Januar 2009 nicht mehr zumutbar. Es bestehe eine verminderte Stress- und
Frustrationstoleranz, Impulskontrollstörung und dadurch Schwierigkeiten im
interpersonellen Kontakt. Für Tätigkeiten in ruhiger und emotional spannungsarmer
Atmosphäre bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 50 % (IV-act. 61). Am 3. März 2010
bestätigte Dr. B._ erneut eine 100 %ige Arbeitsunfähigkeit "ab heute und bis auf
weiteres" (IV-act. 64), worauf die beruflichen Massnahmen abgebrochen wurden
(Verfügung vom 20. Mai 2010, IV-act. 70).
A.e Mit Verfügung vom 12. Oktober 2010 sprach die IV-Stelle dem Versicherten ab 1.
Januar 2010 eine halbe Rente zu (IV-act. 79, 81).
A.f Im Fragebogen zur amtlichen Revision gab der Versicherte am 21. Dezember 2011
an, sein Gesundheitszustand habe sich seit Anfang 2011 verschlechtert (IV-act. 82).
Dr.med. E._, Rheumatologie FMH, bezeichnete den Gesundheitszustand im
Arztbericht vom 20. Januar 2012 als stationär. Die Tätigkeit als Verkäufer sei wegen
erheblicher Stressintoleranz nicht mehr zumutbar. Die Zumutbarkeit anderer
Tätigkeiten müsse eventuell durch eine BEFAS abgeklärt werden (IV-act. 85). Dr. B._
berichtete am 13. Februar 2012 über die Diagnose einer sensitiv-paranoischen
Persönlichkeitsstörung ("ICD-10: F60.0 ?"), DD paranoide Psychose (ICD-10: F22.0).
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Seit April 2011 bestehe eine eindeutige paranoide Entwicklung mit Affektdurchbrüchen
und Auseinandersetzungen mit Mitmenschen und Behörden. Der Versicherte habe
Hausverbot in mehreren Geschäften. Wegen Neigung zu aggressivem Verhalten sei der
Versicherte keinem Arbeitsumfeld zumutbar und seit spätestens April 2011 zu 100 %
arbeitsunfähig (IV-act. 87).
A.g Im Auftrag der IV-Stelle wurde der Versicherte durch die Medizinisches
Gutachterzentrum Region St. Gallen GmbH (MGSG), MR Dr.med. F._, psychiatrisch
begutachtet (Gutachten vom 7. Juni 2012, IV-act. 91). Der Gutachter diagnostizierte
eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit sensitiv-paranoischen Zügen und impulsiv
aggressiven Zügen (ICD-10: F61.0) seit mindestens 2005. Zum
Untersuchungszeitpunkt hätten sich neben den eindeutigen Zeichen einer kombinierten
Persönlichkeitsstörung keine eindeutigen paranoiden Symptome gezeigt, und der
Versicherte versuche sich zumindest von Beobachtungsideen und Verfolgungsgefühlen
zu distanzieren (IV-act. 91-11). In einer angepassten Tätigkeit könne aus
psychiatrischer Sicht eine 40 %ige Arbeitsfähigkeit bei vollem Stundenpensum seit
etwa Januar 2011 angenommen werden, nachdem seit etwa Januar 2011 eine
Verschlechterung der psychischen Störung mit zunehmendem Misstrauen,
zunehmenden Verhaltensstörungen und paranoiden Tendenzen zu erheben sei (IV
91-14, 18).
A.h Nachdem Dr. F._ am 13. August 2012 ergänzende Fragen des RAD bzw. der IV-
Stelle beantwortet hatte (IV-act. 95, 92, 93), nahm der RAD am 12. März 2013 Stellung,
es könne trotz Mängel des Gutachtens auf die gesamthafte Einschätzung der
Arbeitsfähigkeit abgestellt werden (IV 96).
A.i Die IV-Stelle nahm am 19. April 2013 intern Stellung, die zunehmenden
Verhaltensstörungen mit paranoiden Tendenzen würden in der Beantwortung des
MGSG weitgehend relativiert. Damit fehle zum aktuellen Zeitpunkt ein medizinischer
Revisionsgrund. Derselbe Gesundheitsschaden mit seinen Folgen im aktuell etwas
mehr akzentuierten Verhalten des Versicherten mit den interaktionellen Problemen sei
bereits bei der Erstberentung bekannt gewesen (IV-act. 98). Sie teilte dem Versicherten
am 23. Mai 2013 mit, er habe weiterhin Anspruch auf die bisherige (halbe)
Invalidenrente (IV-act. 100). Auf von Dr. B._ unterstützte Eingabe vom 29. Mai 2013
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(IV-act. 102) hin erliess die IV-Stelle am 16. Juli 2013 einen entsprechenden
Vorbescheid (IV-act. 106). Hiergegen erhob Dr. B._ am 11. September 2013
Einwand, der Gesundheitszustand des Versicherten habe sich aufgrund der paranoiden
Persönlichkeitsstörung erheblich verschlechtert (IV-act. 108). Nach Einholung einer
RAD-Stellungnahme vom 16. Dezember 2013 (IV-act. 109) erliess die IV-Stelle am 15.
Mai 2014 einen neuen Vorbescheid, wonach der Versicherte ab 1. Dezember 2011
Anspruch auf eine Dreiviertelsrente habe (IV-act. 114). Gegen diesen liess der
Versicherte am 20. Juni 2014 "Einsprache" erheben, es sei ihm eine "volle" IV-Rente
zuzusprechen. Der Versicherte beantragte unter anderem eine RAD Untersuchung (IV-
act. 116).
A.j Die IV-Stelle liess den Versicherten durch RAD-Arzt Dr.med. G._, u.a. Facharzt
für Psychiatrie und Psychotherapie, untersuchen (Abklärung vom 23. Juli 2014, Bericht
vom 10. November 2014, IV-act. 119). Dieser diagnostizierte mit Auswirkung auf die
Arbeitsfähigkeit eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit narzisstischen, aggressiv-
impulsiven und deutlich paranoischen und selbstunwerten und sozial-phobischen
sowie schizoiden Zügen (ICD-10: F61.0) sowie eine rezidivierende depressive Störung,
gegenwärtig allenfalls leichte Episode (ICD-10: F33.0; IV-act. 119-12). Diagnostisch
bestehe aus der jeweiligen Befundobjektivierung von allen Untersuchern Einigkeit über
eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit sensitiv-paranoischen, schizoiden und
impulsiv-aggressiven Zügen (Dr. B._), mit sensitiv-paranoiden und impulsiv-
aggressiven Zügen (Dr. F._) bzw. mit impulsiv-aggressiven und schizoiden Zügen (Dr.
C._). Die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit sei von allen drei Untersuchern identisch
50 % bzw. 40 % bis 50 %. (IV-act. 119-13). Eine wesentliche Verschlechterung, die
eine völlige Arbeitsunfähigkeit zur Folge habe, habe sich aus den Vergleichsdaten und
Befunden von Dr. C._ (2009), Dr. B._ (2010, 2012) und Dr. F._ (2012) und
nachfolgend bis jetzt nicht eingestellt. Ein aggravatorisch ins Gewicht fallendes
bewusstes Verhalten liege nicht vor. Es ergäben sich utilisierbare Ressourcen
dahingehend, dass der Versicherte in verständnisvoller Atmosphäre, die ihm
Ernsthaftigkeit und Respekt entgegenbringe, sich steuern könne, also beeinflussbar
sei. Dies rechtfertige nicht die Annahme, er sei anderen Menschen, insbesondere
einem Arbeitgeber gegenüber, nicht zumutbar (IV 119-15). In einer Tätigkeit möglichst
ohne zugeordnete Teamarbeit, ohne Zeit- und Leistungsdruck, mit wenig
Lärmbelästigung, in ruhigem Arbeitsumfeld mit klar strukturierten Aufgaben, mit
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verständnisvoller und wohlwollender Einarbeitungsmöglichkeit, ohne Kundenverkehr
und mit geregelten Arbeitszeiten bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 4,2 Stunden täglich
mit voller Leistungsfähigkeit (Gesamtarbeitsfähigkeit 50 %) seit Rentenzusprache. Es
sei keine konkrete Verschlechterung gegenüber den Befunden 2010 und 2012 im
Längsverlauf mit bleibender Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit erkennbar, wohl aber
eine sich bedrohlich aufbauende Wand vor der Vorstellung, wieder in einen
Arbeitsprozess aktiv einzutreten. Die Eingliederung sollte nach langer
Arbeitsentwöhnung gestuft, am besten in einem geschützten Rahmen, erfolgen (IV
119-16).
A.k Am 4. Dezember 2014 nahm Dr. B._ zur Abklärung durch Dr. G._ Stellung, die
Einschätzung einer Arbeitsfähigkeit von 50 % "adaptiert" sei für ihn nicht
nachvollziehbar. Der Versicherte sei stress- und frustrationsintolerant, neige dabei zum
Verlust der Impulskontrolle und zu unberechenbaren Handlungen und sei daher
potentiell sowohl für sich selbst als auch für ein - wenn auch ruhiges - Arbeitsumfeld
nicht zumutbar. Er bleibe nach wie vor für sämtliche Arbeitstätigkeiten zu 100 %
arbeitsunfähig (IV-act. 122).
A.l Nachdem die IV-Stelle wiederum den RAD konsultiert hatte (Stellungnahme vom
17. Dezember 2014, IV-act. 123) stellte sie mit Vorbescheid vom 7. Januar 2015 die
Abweisung des Erhöhungsgesuchs in Aussicht (IV-act. 126). Mit "Einsprache" vom 11.
Februar 2015 liess der Versicherte die Bemessung des Invaliditätsgrades und die
Verweigerung eines Tabellenlohnabzuges rügen und eine Verletzung des
Untersuchungsgrundsatzes (fehlende BEFAS-Abklärung) geltend machen. Die
Einschätzung der adaptierten Arbeitsfähigkeit von Dr. G._ sei nicht nachvollziehbar.
Sie sei rein abstrakt-theoretischer Natur und nicht umsetzbar. Werde an dieser
Einschätzung festgehalten, werde eine BEFAS-Abklärung beantragt (IV-act. 127).
A.m Die IV-Stelle unterbreitete den Einwand dem RAD (Stellungnahme vom 26. Februar
2015, IV-act. 128) und wies mit Verfügung vom 6. Mai 2015 das Erhöhungsgesuch ab.
In einer dem Leiden adaptierten Tätigkeit sei der Versicherte nach wie vor zu 50 %
arbeitsfähig. Die 50 %ige Arbeitsfähigkeit sei dem Versicherten täglich mit voller
Leistung möglich. Demnach sei ein Teilzeitabzug nicht geschuldet. Ein Leidensabzug
sei ebenfalls nicht geschuldet, weil in Ausübung einer leidensadaptierten
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Erwerbsmöglichkeit keine leistungsbedingte Lohnminderung zu erwarten sei (IV-act.
129).
B.
B.a Mit Beschwerde vom 5. Juni 2015 beantragt A._, vertreten durch Rechtsanwältin
lic.iur. Ch. Rempfler, die Verfügung vom 6. Mai 2015 sei unter Kosten- und
Entschädigungsfolge aufzuheben und es sei ihm eine "volle" IV-Rente zuzusprechen.
Verfahrensrechtlich werden der Beizug der EL-Akten des Beschwerdeführers sowie die
Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung und Rechtsverbeiständung beantragt.
Zeitlicher Ausgangspunkt für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des
Invaliditätsgrades sei die rechtskräftige Verfügung vom 12. Oktober 2010. Diese stütze
sich auf den Untersuchungsbericht von RAD-Ärztin Dr. C._ und die Einschätzung des
behandelnden Psychiaters Dr. B._. Dieser habe im Verlaufsbericht vom 13. Februar
2012 eine Änderung der Diagnose und eine eindeutige paranoide Entwicklung seit April
2011 festgehalten. Seit spätestens April 2011 sei der Beschwerdeführer voll
arbeitsunfähig bzw. keinem Arbeitsumfeld mehr zumutbar. Dr. F._ habe im
Gutachten vom 7. Juni 2012 den diagnostischen Einschätzungen von Dr. B._
weitgehend zugestimmt und ebenfalls die Verschlechterung der psychischen Störung
seit etwa Januar 2011 bestätigt. Er habe die "adaptierte" Arbeitsfähigkeit auf 40 % bei
vollem Stundenpensum geschätzt. Die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit in adaptierten
Tätigkeiten durch Dr. G._ werde bestritten. Sie sei rein theoretischer Natur und weder
nachvollziehbar noch umsetzbar. Auch Eingliederungsmassnahmen seien aufgrund der
massiven Persönlichkeitsstörung weder umsetzbar noch dem Beschwerdeführer selbst
bzw. seinem Umfeld zumutbar. Der Beschwerdeführer könne im Rahmen eines
sozialen Arbeitstrainings bzw. im geschützten Rahmen kein Invalideneinkommen von
Fr. 30'888.-- generieren. Die Beschwerdegegnerin habe nicht angegeben, auf welche
Lohnstrukturerhebung sie sich stütze, und dadurch das rechtliche Gehör verletzt. Die
Beschwerdegegnerin verneine zu Unrecht einen Anspruch auf einen Leidens- sowie
Teilzeitabzug. Das rechtliche Gehör habe die Beschwerdegegnerin auch verletzt, indem
sie sich zum Bericht von Dr. B._ vom 4. Dezember 2014 nicht geäussert habe. Sie
habe den Untersuchungsgrundsatz verletzt, indem sie keine BEFAS-Abklärung
angeordnet habe. Denn gemäss RAD-Gutachten von Dr. G._ sei die 50 %ige
Arbeitsfähigkeit erst nach einem sozialen Arbeitstraining umsetzbar, weshalb nicht
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rechtens sei, auf diese Einschätzung abzustellen. Schliesslich müsse vorliegend aber
davon ausgegangen werden, dass eine BEFAS-Abklärung aufgrund der kombinierten
Persönlichkeitsstörung weder dem Beschwerde¬führer noch der BEFAS-
Abklärungsstelle zumutbar sei. Die berufliche Abklärung und Eingliederung sei
aktenkundig deshalb abgebrochen worden, weil der Gesundheitszustand des
Beschwerdeführers instabil schlecht gewesen sei. Er sei weiterhin zu 100 %
arbeitsunfähig geschrieben (act. G 1).
B.b Die Beschwerdegegnerin beantragt mit Beschwerdeantwort vom 22. Juli 2015, die
Beschwerde sei abzuweisen. Sowohl Dr. F._ (Gutachten vom 7. Juni 2012) als auch
Dr. G._ (Bericht vom 10. November 2014) zeigten erhebliche Ressourcen des
Beschwerdeführers auf. Dr. G._ lege nachvollziehbar dar, dass unter Vergleich der
Befunde und Vergleichsdaten von Dr. C._ im Jahr 2009 bis aktuell keine
Verschlechterung des Gesundheitszustandes vorliege. Es bestehe nach wie vor eine
Arbeitsfähigkeit von 50 % in einer angepassten Tätigkeit. Somit sei unter Verweis auf
den Abklärungs¬bericht vom 10. November 2014 das Vorliegen eines
Revisionsgrundes zu verneinen (act. G 4).
B.c Die Abteilungspräsidentin bewilligt am 5. August 2015 die unentgeltliche
Rechtspflege (Befreiung von den Gerichtskosten, unentgeltliche Rechtsverbeiständung;
act. G 6).
B.d Mit Replik vom 3. September 2015 macht der Beschwerdeführer erneut geltend,
die vorliegende Beschwerde sei unter Beizug der EL-Akten zu beurteilen. Er lässt dazu
ein Schreiben an die EL-Stelle vom 22. Juni 2015 und deren Antwortschreiben vom 13.
Juli 2015 (act. G 9.1 und 9.2) betreffend (strittiger) Anrechnung eines hypothetischen
Erwerbseinkommens vorlegen. Aus dem ebenfalls vorgelegten aktuellen Bericht von
Dr. B._ vom 1. September 2015 (act. G 9.3) gehe hervor, dass der Beschwerdeführer
nicht über erhebliche Ressourcen verfüge und weder vermittlungs- noch arbeitsfähig
sei. Gemäss Dr. G._ sei die adaptierte Arbeitsfähigkeit von 50 % nicht sofort auf dem
ersten Arbeitsmarkt umsetzbar. Damit bestätige er - in Übereinstimmung mit Dr. B._
- dass der Beschwerdeführer faktisch keinem Arbeitgeber in der freien Wirtschaft mehr
zumutbar sei und über keine bleibenden Ressourcen verfüge. Selbst die
Beschwerdegegnerin (Protokoll Rentenrevision vom 2. April 2014) bzw. der RAD
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(Stellungnahme vom 16. Dezember 2013) hätten das Vorliegen eines Revisionsgrundes
bejaht (act. G 9).
B.e Die Beschwerdegegnerin hielt am 15. September 2015 fest, bei der von Dr. B._
im Arztbericht vom 1. September 2015 vertretenen Einschätzung handle es sich um
eine abweichende Beurteilung des gleichen Sachverhalts. Im Übrigen werde auf eine
Duplik verzichtet und an der Beschwerdeantwort festgehalten (act. G 11).

Erwägungen
1.
1.1 Der Beschwerdeführer beantragt den Beizug der EL-Akten. Soweit dieser Antrag
zur Begründung des Anspruchs auf unentgeltliche Rechtspflege erfolgte (act. G 1-3),
hat er sich mit deren Bewilligung erübrigt. In der Replik wiederholt er den Antrag mit
der Begründung, die Beschwerde sei anhand der vollständigen Akten zu beurteilen
(act. G 9-1 f.). Aus dem eingereichten Schriftverkehr mit der EL-Stelle geht hervor, dass
Uneinigkeit besteht über die Verbindlichkeit der Festlegung des Invaliditätsgrades der
IV-Stelle für das EL-Verfahren (act. G 9.1 und 9.2). Es besteht jedoch keine Grundlage
dafür, dass im EL-Verfahren der Invaliditätsgrad für die IV-Stelle verbindlich zu
bestimmen wäre. Vielmehr bildet die Zusprache einer IV-Rente Voraussetzung für die
Zusprache einer Ergänzungsleistung (Art. 4 Abs. 1 lit. c des Bundesgesetzes über
Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung [ELG; SR
831.30]). Somit besteht kein Anlass zur Annahme, dass in den EL-Akten für die
Bemessung des Invaliditätsgrades massgebliche Berichte enthalten sein könnten,
welche für das IV-Verfahren wesentlich und in den IV-Akten nicht enthalten sind. Auf
deren Beizug kann verzichtet werden (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 136 I 236 E.
5.3; BGE 134 I 148 E. 5.3 und BGE 124 V 94 E. 4b).
1.2 Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung des rechtlichen Gehörs, da nicht
ersichtlich sei, auf welche Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik sich die
Beschwerdegegnerin abstütze, und da sich die Beschwerdegegnerin in der
angefochtenen Verfügung nicht zum Bericht von Dr. B._ vom 4. Dezember 2014 (IV-
act. 122) geäussert habe (act. G 1-12). Der Bericht von Dr. B._ vom (4.) Dezember
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2014 wurde dem RAD zur Stellungnahme unterbreitet (IV-act. 123), was in der
angefochtenen Verfügung erwähnt wird. Die RAD-Stellungnahme vom 26. Februar
2015 wurde sodann zusammen mit der Verfügung dem Beschwerdeführer zugestellt
(IV-act. 129-2). Aus dem Einkommensvergleich (IV-act. 125) geht hervor, dass diesem
die Angaben der einstigen Arbeitgeberin sowie die Lohnstrukturerhebung des Jahres
2011 zugrunde gelegt wurden. Die Aufrechnung auf das Jahr 2011 ist in der
angefochtenen Verfügung vermerkt; dass die Jahresangabe in Bezug auf die
Lohnstrukturerhebung nicht speziell erfolgte, stellt keine Verletzung des rechtlichen
Gehörs dar.
1.3 Schliesslich macht der Beschwerdeführer geltend, die Beschwerdegegnerin
verletze den Untersuchungsgrundsatz, indem sie unbegründet von einer BEFAS-
Abklärung absehe (act. G 1-13). Gleichzeitig wird jedoch vorgebracht, eine BEFAS-
Abklärung sei aufgrund der kombinierten Persönlichkeitsstörung weder dem
Beschwerdeführer noch der BEFAS-Abklärungsstätte zumutbar (act. G 1-14). Aus dem
Wesen der BEFAS-Abklärung ergibt sich ohne weiteres, dass diese nur aussagekräftig
sein kann, wenn sich die versicherte Person subjektiv dazu fähig fühlt. Dies ist
vorliegend gerade nicht der Fall. Von einer BEFAS-Abklärung waren daher im Zeitpunkt
der angefochtenen Verfügung keine weiteren Erkenntnisse zu erwarten, weshalb diese
unterbleiben durfte (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 136 I 236 E. 5.3; BGE 134 I 148
E. 5.3 und BGE 124 V 94 E. 4b).
2.
2.1 Nach Art. 28 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR
831.20) besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person
mindestens zu 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie wenigstens zu 60 %, auf eine
halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 %, und auf eine Viertelsrente, wenn sie
mindestens zu 40 % invalid ist. Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum
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Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre
(Valideneinkommen, Art. 16 ATSG).
2.2 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des
Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung
zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte
Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen). Hinsichtlich des
Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden
ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und der medizinischen
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind
(BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen; BGE 141 V 14 E. 6.3.1). Im Sinne einer Richtlinie
ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von externen
Spezialärzten und -ärztinnen, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und
Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der
Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, volle Beweiskraft
zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise
sprechen (BGE 137 V 227 E. 1.3.4; BGE 125 V 353 E. 3b/bb).
2.3 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft
entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR
830.1]). Zeitlicher Ausgangspunkt für die Beurteilung einer anspruchserheblichen
Änderung des Invaliditätsgrads ist bei der Prüfung eines Gesuchs um Erhöhung der
Rente wie auch bei der Prüfung einer Rentenanpassung von Amtes wegen die letzte
rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs
mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines
Einkommensvergleichs beruht (BGE 133 V 108; BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des
Bundesgerichts vom 26. März 2010, 9C_438/2009, E. 1). Anlass zur Rentenrevision gibt
jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der
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Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Anspruch zu beeinflussen.
Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des
Gesundheitszustandes oder der erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich
gebliebenen Gesundheitszustandes revidierbar. Dagegen stellt die unterschiedliche
Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen
Gesundheitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit keinen Revisionsgrund im Sinne von Art.
17 Abs. 1 ATSG dar (Urteil des Bundesgerichts vom 17. Januar 2008, 9C_552/2007, E.
3.1.2, mit weiteren Hinweisen). Die Beantwortung der Frage, ob eine massgebende
Änderung eingetreten ist, setzt einen Vergleich zweier Sachverhalte voraus (U. KIESER,
ATSG-Kommentar, 3. Aufl., Zürich 2015, Art. 17 N 25). Praxisgemäss genügt für die
Revision einer Invalidenrente, dass eine Tatsachenänderung aus dem gesamten
anspruchserheblichen Tatsachenspektrum eingetreten ist; nicht erforderlich ist, dass
gerade die geänderte Tatsache zur revisionsweisen Neufestsetzung der Invalidenrente
führt (Urteil des Bundesgerichts vom 26. März 2014, 8C_754/2013, E. 3.2.1).
3.
3.1 Medizinische Grundlage der angefochtenen Verfügung bildet der Bericht vom 10.
November 2014 über die RAD-Abklärung durch Dr. G._ vom 23. Juli 2014 (IV-act.
119). Dieser führte aus, aus der vertieften Kindheitsanamnese ergebe sich, dass
zumindest Entwicklungsasynchronien aufgetreten seien. Dadurch habe er sich früh
ausgegrenzt, ausgesetzt, abgelehnt und auch gedemütigt und seinen dadurch
entstandenen aggressiven Impulsen gegenüber ohnmächtig gefühlt. Anschaulich
beschreibe der Beschwerdeführer die Entwicklung seiner Schwierigkeiten an seiner
Arbeitsstelle bei H._ bis zur Kündigung mit ständiger Anspannung, affektiver
Unausgeglichenheit, Reizbarkeit, Hilflosigkeit gegenüber steigendem Arbeitsdruck,
Ängsten vor Versagen gegenüber anspruchsvoller Kundschaft und jüngeren, an
fachspezifischem Wissen ihm überlegenen Mitarbeitern. Unter diesem Druck sei die
belastete Persönlichkeitsstruktur mehr und mehr manifest geworden: Versagensangst,
aggressive Durchlässigkeit, massive Selbstunwertgefühle, Störung der Impulskontrolle,
Schwierigkeiten in der interaktionellen Kommunikation sowohl mit Vorgesetzten,
Mitarbeitern als auch Kunden. Somit ergäben sich insgesamt bereits aus der
psychiatrischen Vorgeschichte keine grundsätzlich abweichenden Beurteilungen in der
diagnostischen Einordnung der festzustellenden Psychopathologie (IV-act. 119-13). Auf
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den Verlust der letzten Arbeitsstelle habe sich nach einer Belastungs- und
Anpassungsstörung mit Angst, depressiven Verstimmungen, emotionaler Labilität mit
Dünnhäutigkeit und Angst, eigene Emotionen nicht kontrollieren zu können, eine aus
der Kindheitsentwicklung heraus resultierende kombinierte Persönlichkeitsstörung
entwickelt (IV 119-12). Die diagnostischen Kriterien für eine kombinierte
Persönlichkeitsstörung seien in vollem Umfang erfüllt. Dies betreffe auch die Merkmale
der einzelnen Persönlichkeitskomponenten wie schizoid, emotional-instabil vom
impulsiv-aggressiven Typ, paranoischen wie auch vermeidend-ängstlichen und
abhängig-asthenischen (selbstwertgestörten) Zügen. Der Versicherte habe länger
dauernde und wieder abgeklungene traurige Zustände geschildert, die als
rezidivierende leicht- bis allenfalls mittelgradige depressive Störung zu werten und
aktuell bei der Untersuchung im Juli 2014 als leichte Episode einzuschätzen seien.
Funktionsdefizite ergäben sich aus der kombinierten Persönlichkeitsstörung auf die
gesamte Lebensgestaltung, die von Misstrauen, Ängsten und sozialem Rückzug
mitbestimmt sei (IV-act. 119-14). Es ergäben sich utilisierbare Ressourcen
dahingehend, dass sich der Versicherte in verständnisvoller Atmosphäre, die ihm
Ernsthaftigkeit und Respekt entgegenbringe, steuern könne, also beeinflussbar sei.
Dies rechtfertige nicht die Annahme, er sei anderen Menschen, insbesondere einem
Arbeitgeber gegenüber, nicht zumutbar (IV 119-15). In einer adaptierten Tätigkeit
bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 4,2 Stunden täglich mit voller Leistungsfähigkeit
(Gesamtarbeitsfähigkeit 50 %) seit Rentenzusprache (IV-act. 119-16).
3.2 Dr. G._ kommt aufgrund eines nachvollziehbaren Vergleichs zum Ergebnis,
diagnostisch bestehe von allen Untersuchern Einigkeit über eine kombinierte
Persönlichkeitsstörung (mit gemäss Dr. B._ sensitiv-paranoischen, schizoiden und
impulsiv-aggressiven Zügen, mit gemäss Dr. F._ sensitiv-paranoiden und impulsiv-
aggressiven Zügen bzw. mit gemäss Dr. C._ impulsiv-aggressiven und schizoiden
Zügen [IV-act. 119-13 f.]). Ähnlich werden von den Fachmedizinern auch die
Funktionseinschränkungen beschrieben: Dr. C._ erwähnte eine verminderte
Stresstoleranz, eine Störung des Sozialverhaltens, insbesondere im interpersonellen
Kontakt, eine Störung der Emotionsregulation mit deutlichem Mangel an Anpassungs-
und Teamfähigkeit, eine sehr niedrige Frustrationstoleranz sowie eine
Impulskontrollstörung (IV-act. 25). Dr. F._ hielt eine erhebliche Beeinträchtigung der
emotionalen Belastbarkeit, der Frustrationstoleranz, der Anpassungsfähigkeit, der
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Teamfähigkeit und der Kontaktfähigkeit fest (IV-act. 91-12 f.). Dr. B._ führte im
Bericht vom 4. Dezember 2014 aus, der Beschwerdeführer sei stress- und
frustrationsintolerant, neige dabei zum Verlust der Impulskontrolle und zu
unberechenbaren Handlungen (IV-act. 122). Dr. G._ nennt als Funktionsdefizite
Beeinträchtigungen in der zwischenmenschlichen Kommunikation, in der
Empathiefähigkeit für die Befindlichkeit anderer, eine Störung der Impulskontrolle mit
Ängsten vor Kontrollverlust bei Anwesenheit aggressiv-tätlicher Gedanken, eine
eingeschränkte psychische Belastbarkeit und Affektlabilität (IV-act. 119-14).
3.3 Hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit in adaptierten Tätigkeiten schätzt Dr. G._ diese
auf 50 % (IV-act. 119-16). Die Beurteilung weicht vor allem vom behandelnden Dr.
B._ ab, der den Beschwerdeführer für ganz arbeitsunfähig bzw. keinem Arbeitgeber
zumutbar hält (vgl. Fremdanamnese Dr. G._, IV-act. 119-10; Stellungnahmen vom 4.
Dezember 2014, IV-act. 122, und vom 1. September 2015, act. G 9.3). Die von Dr.
B._ hervorgehobenen Verhaltensauffälligkeiten wie andauerndes Misstrauen und
Argwohn, Neigung, Erlebtes zu verdrehen bzw. neutrale oder freundliche Handlungen
als feindlich und verächtlich zu missdeuten, Streitsucht und Beharren auf eigenen
Rechten, die Auswirkungen der narzisstischen, aggressiv-impulsiven, selbstunwerten,
sozialphobischen und schizoiden Anteile der Persönlichkeitsstörung sind (act. G 9.3),
sind in die Beurteilung von Dr. G._ eingeflossen, was sich in seiner Diagnose einer
kombinierten Persönlichkeitsstörung mit narzisstischen, aggressiv-impulsiven und
deutlich paranoischen und selbstunwerten und sozial-phobischen sowie schizoiden
Zügen (ICD-10: F61.0) widerspiegelt (IV-act. 119-12). Dr. B._ beschreibt auch keine
von Dr. G._ nicht erfassten Funktionsdefizite (s.o., E. 3.2). Die Abweichung von der
Einschätzung von Dr. B._ begründen Dr. F._ (IV-act. 91-16) und Dr. G._
nachvollziehbar mit dem Vorhandensein von Ressourcen (IV-act. 119-15, wonach der
Beschwerdeführer in verständnisvoller Atmosphäre, die ihm Ernsthaftigkeit und
Respekt entgegenbringe, sich steuern könne bzw. beeinflussbar sei, vgl. E. 3.1). Diese
bestreitet Dr. B._ zwar (act. G 9.3). Er bringt jedoch keine bisher unberücksichtigten
medizinischen Fakten vor, vielmehr handelt es sich, wie aufgezeigt, um eine
abweichende Beurteilung desselben medizinischen Sachverhalts. Zum Verlauf gelangt
Dr. G._ zum Schluss, es sei keine konkrete Verschlechterung gegenüber den
Befunden 2010 und 2012 im Längsverlauf mit bleibender Auswirkung auf die
Arbeitsfähigkeit erkennbar (IV-act. 119-16). Im Gegensatz dazu bejahte Dr. F._ eine
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Verschlechterung im Jahr 2011. Er führte aus, aus psychiatrischer Sicht lasse sich beim
Beschwerdeführer seit mindestens 2005 eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit
emotional instabilen und reizbar aggressiven Zügen erheben mit mangelnder
Impulskontrolle. Neben wechselnder instabiler Stimmung reagiere der
Beschwerdeführer auf geringe Belastungen und empfundene Ungerechtigkeiten
jähzornig, reizbar mit Erregungszuständen und verbaler Aggressivität. Zusätzlich
liessen sich im Verlauf zunehmende Züge einer sensitiv-paranoischen
Persönlichkeitsstörung erheben, gekennzeichnet durch übertriebene Empfindlichkeit
und Frustrationsintoleranz mit zunehmendem Misstrauen. Laut behandelndem
Psychiater bestehe besonders seit Anfang 2011 die Neigung, Erlebtes zu verdrehen
und Handlungen anderer feindlich oder verächtlich zu missdeuten (IV-act. 91-12).
Nachdem seit etwa Januar 2011 eine Verschlechterung der psychischen Störung mit
zunehmendem Misstrauen, zunehmenden Verhaltensstörungen und paranoiden
Tendenzen zu erheben sei, könne aus psychiatrischer Sicht seit etwa Januar 2011 eine
40 %ige Arbeitsfähigkeit bei vollem Stundenpensum angenommen werden, wobei mit
therapeutischen Massnahmen prognostisch wieder eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit
auf 50 % erreicht werden könnte (IV-act. 91-15). Dr. G._ verneint diese von Dr. B._
und Dr. F._ beschriebene Verschlechterung (IV 119-16). Er setzt sich damit nicht
näher auseinander, sondern weist lediglich darauf hin, Dr. C._ und Dr. B._ hätten
im Mai 2009 bzw. Februar 2010 die Arbeitsfähigkeit mit 50 % und Dr. F._ im Juni
2012 mit 40 % bis 50 % eingeschätzt (IV-act. 119-14). Obwohl in Anamneseerhebung
(rund dreieinhalbstündige Untersuchung, IV-act. 119-1) und Diagnoseherleitung
ansonsten sehr aussagekräftig und umfassend, erweist sich der Bericht von Dr. G._
in diesem Punkt als unvollständig.
3.4 Zusammenfassend bestätigt Dr. G._ die von Dr. B._ und Dr. F._ vor-
diagnostizierte Persönlichkeitsstörung und die durch sie bewirkten Funktionsdefizite.
Weder Dr. G._ noch Dr. F._ teilen die Auffassung von Dr. B._, der
Beschwerdeführer sei keinem Arbeitsumfeld mehr zumutbar bzw. vollumfänglich
arbeitsunfähig und begründen dies nachvollziehbar mit dem Vorhandensein von
Ressourcen. Hinsichtlich der Frage, ob eine Arbeitsfähigkeit für adaptierte Tätigkeiten
von 50 % oder - nach Verschlechterung Anfang 2011 - von 40 % vorliegt, ist
Folgendes in Betracht zu ziehen: Die von Dr. G._ und Dr. F._ geschätzten
Arbeitsfähigkeiten liegen nahe beieinander. Von einer weiteren Abklärung sind in
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Anbetracht der bestehenden Übereinstimmung in Diagnostik und Funktionsdefiziten
keine wesentlich neuen Erkenntnisse zu erwarten. Der hinsichtlich der
Verschlechterung lückenhafte, sonst aber umfassende, nachvollziehbare und
schlüssige Bericht von Dr. G._ wird durch das Gutachten von Dr. F._ in diesem
Punkt sinnvoll und stimmig ergänzt. Dr. F._ zeichnet die geltend gemachte
Verschlechterung schlüssig nach und sein Gutachten liegt dieser zeitlich näher als der
Bericht von Dr. G._. Dr. C._ hielt Tätigkeiten mit permanentem Zeit- und
Termindruck, mit hohem Publikumsverkehr und mit hohen Anforderungen an die
Anpassungs- und Umstellungsfähigkeit für nicht zumutbar und eine ruhige, emotional
spannungsarme Atmosphäre für erforderlich (IV-act. 25-3). Dr. F._ umschrieb
Tätigkeiten ohne erhöhte emotionale Belastung, ohne erhöhten Zeit- und Termindruck
(Stressbelastung), ohne erforderliche Teamfähigkeit, ohne Kundenkontakte und ohne
überdurchschnittliche Dauerbelastung als adaptiert (IV-act. 91-15). Er hielt weiter fest,
der Beschwerdeführer sei dem Arbeitsumfeld nur eingeschränkt zumutbar und bedürfe
besonderer Rücksicht und Verständnisses (IV-act. 91-14). Dr. G._ bezeichnete
Tätigkeiten möglichst ohne zugeordnete Teamarbeit, ohne Zeit- und Leistungsdruck,
mit wenig Lärmbelastung, in ruhigem Arbeitsumfeld mit klar strukturierten Aufgaben,
mit verständnisvoller und wohlwollender Einarbeitungsmöglichkeit, ohne
Kundenverkehr und mit geregelten Arbeitszeiten als leidensangepasst (IV-act. 119-16).
Das Zumutbarkeitsprofil von Dr. G._ und Dr. F._ ist damit eingeschränkter als
dasjenige von Dr. C._, was eine seit Erlass der Verfügung vom 12. Oktober 2010
eingetretene Verschlechterung plausibilisiert. Es rechtfertigt sich daher, hinsichtlich der
Arbeitsfähigkeitsschätzung auf das externe Gutachten von Dr. F._ abzustellen. Somit
ist ab Januar 2011 von einer Arbeitsfähigkeit von 40 % auszugehen. Damit ist ein
Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 ATSG ausgewiesen, und der Rentenanspruch ist
umfassend neu zu beurteilen.
4.
4.1 Gemäss Dr. F._ besteht eine Arbeitsfähigkeit von 40 % in angepassten
Tätigkeiten "etwa" ab Januar 2011 (IV-act. 91-15). Nach Art. 88a Abs. 2 der
Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) ist eine Verschlechterung
der Erwerbsfähigkeit zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung
drei Monate gedauert hat. Die Erhöhung der Rente erfolgt bei einer Revision von Amtes
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wegen frühestens vom vorgesehenen Monat an (Art. 88bis Abs. 1 lit. b IVV). Das
Revisionsverfahren wurde im Dezember 2011 eingeleitet (IV-act. 82), womit die
Rentenerhöhung frühestens ab 1. Dezember 2011 rentenwirksam wird. Entsprechend
der erstmaligen Rentenzusprache, wo der Zeitpunkt des (frühestmöglichen) Entstehens
des Rentenanspruchs für den Einkommensvergleich massgebend ist (BGE 129 V 222)
ist, ist im Revisionsfall auf das Wirksamwerden der Änderung abzustellen. Somit ist der
Einkommensvergleich per 2011 vorzunehmen.
4.2 Im Auszug aus dem individuellen Konto des Beschwerdeführers (IK) sind für das
Jahr 2001 ein Einkommen von Fr. 62'650.-, für 2002 von Fr. 62'748.-- und für 2003 von
Fr. 65'052.-- verzeichnet (IV-act. 13-1 f.). Unter Berücksichtigung der
Nominallohnentwicklung bis zum Jahr 2011 (Bundesamt für Statistik [BFS],
Lohnentwicklung 2014, T39) betragen die Jahreseinkommen für 2001 Fr. 71'511.-- (Fr.
62'650.-- : 1902 x 2171), für 2002 Fr. 70'474.-- (Fr. 62'748.-- : 1933 x 2171) und für
2003 Fr. 72'129.-- (Fr. 65'052.-- : 1958 x 2171) und durchschnittlich Fr. 71'371.--. Die
Arbeitgeberin gab im Fragebogen am 27. April 2009 an, der Beschwerdeführer habe
Mühe gehabt, die neuen Technologien und Prozesse zu verstehen und anzuwenden.
Dieser Umstand habe zum Teil Probleme mit der anspruchsvollen Kundschaft
verursacht (IV-act. 23-10). Das Kündigungsschreiben vom 19. August 2004 verweist
auf diverse vorangegangene Gespräche betreffend Leistung und Verhalten (IV-act.
23-9). Dr. G._ hielt fest, der Beschwerdeführer beschreibe anschaulich die
Entwicklung seiner Schwierigkeiten an dieser Arbeitsstelle bis zur Kündigung mit
ständiger Anspannung, affektiver Unausgeglichenheit, Reizbarkeit, Hilflosigkeit
gegenüber steigendem Arbeitsdruck, Ängsten vor Versagen gegenüber der
anspruchsvollen Kundschaft und jüngeren, an fachspezifischem Wissen im Bereich
Unterhaltungs- und IT-Elektronik ihm überlegenen Mitarbeitern (IV-act. 119-13). Auch
wurde durch sämtliche Fachärzte eine 100 %ige Arbeitsunfähigkeit in dieser Tätigkeit
attestiert. Somit ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer die Stelle
gesundheitsbedingt verlor und ohne gesundheitliche Beeinträchtigung weiterhin am
bisherigen oder einem ähnlich entlöhnten Arbeitsplatz tätig wäre. Das
Valideneinkommen beträgt somit Fr. 71'619.-- (2011).
4.3 Für die Bemessung des Invalideneinkommens ist vom durchschnittlichen
Einkommen des Anforderungsniveaus 4, Männer, gemäss LSE/Lohnentwicklung 2011
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auszugehen. Dieses beträgt Fr. 61'910.-- (Informationsstelle AHV/IV, IV Ausgabe 2015,
Bern 2015, Anhang 2). Der Arbeitsfähigkeit von 40 % entsprechend beläuft es sich auf
Fr. 24'764.--.
4.3.1 Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen
Durchschnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn)
allenfalls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass
persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung,
Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und
Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 124 V 321 E.
3b/aa S. 323). Aufgrund dieser Faktoren kann die versicherte Person die verbliebene
Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt möglicherweise nur mit
unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten (BGE 126 V 75 E. 5b/aa in fine
S. 80). Der Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Würdigung der
Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen und
darf 25 % nicht übersteigen (BGE 126 V 80 E. 5b/bb-cc; 134 V 327 f. E. 5.2; Urteil
9C_368/2009 vom 17. Juli 2009 E. 2.1; zum Ganzen auch Urteil des Bundesgerichts
vom 23. Dezember 2014, 9C_630/2014, E. 2.1 mit weiteren Verweisen).
4.3.2 Der Beschwerdeführer macht einen Teilzeitabzug und einen Leidensabzug
geltend (act. G 1-12). Dr. F._ geht von einer 40 %igen Arbeitsfähigkeit "bei vollem
Stundenpensum" aus (IV-act. 91-15), attestiert indes auch in der angestammten
Tätigkeit eine "0 %ige Arbeitsfähigkeit bei vollem Stundenpensum" (IV-act. 91-14),
woraus zu schliessen ist, dass dieser Ausdruck lediglich bedeutet, dass die
Arbeitsfähigkeit in Prozenten eines Vollzeitpensums angegeben wird, nicht aber, dass
es sich um eine bei vollzeitlicher Anwesenheit reduzierte Leistungsfähigkeit handelt. Dr.
G._ hält eine Arbeitstätigkeit während 4,2 Stunden mit voller Leistung für möglich (IV-
act. 119-16). Somit ist ein Teilzeitabzug zu gewähren (Urteile des Bundesgerichts vom
26. August 2011, 8C_379/2011, E. 4.2.2.1 und vom 29. Februar 2016, 9C_808/2015, E.
3.3.2). Indes werden die Arbeitsfähigkeitsschätzungen mit verminderter Belastbarkeit
und Auswirkungen der Störung im zwischenmenschlichen Bereich begründet (vgl. E.
3.2), weshalb das Erfordernis einer besonders rücksichtsvollen Arbeitsumgebung
zumindest grösstenteils darin berücksichtigt ist und insoweit für einen Leidensabzug
kein Raum mehr verbleibt. Insgesamt erscheint ein Tabellenlohnabzug von 10 %
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begründet. Das Invalideneinkommen ist folglich mit Fr. 22'288.-- (0,9 x Fr. 24'764.--) zu
veranschlagen. Dies führt bei einem Valideneinkommen von Fr. 71'371.-- zu einem
Invaliditätsgrad von 68,8 %, womit der Beschwerdeführer Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente hat. Anzumerken bleibt, dass selbst wenn im Zeitpunkt der durch Dr.
G._ erfolgten Untersuchung von einer leichten Verbesserung und damit erneuten 50
%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen wäre, unter Berücksichtigung des
Tabellenlohnabzugs von 10 % für Teilzeit weiterhin eine Dreiviertelsrente geschuldet
wäre bei einem Invaliditätsgrad von 61 %.
5.
5.1 In teilweiser Gutheissung der Beschwerde ist die Verfügung vom 6. Mai 2015
aufzuheben und dem Beschwerdeführer mit Wirkung ab 1. Dezember 2011 eine
Dreiviertelsrente zuzusprechen. Zur Festsetzung und Ausrichtung der Rentenleistung
ist die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
5.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr.
1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint
als angemessen. Hinsichtlich der Beschwerde gegen die Rentenverfügung gilt es zu
beachten, dass gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung zur Überklagung in
sozialversicherungsrechtlichen Rentenfällen von einem vollständigen Obsiegen des
Beschwerdeführers auszugehen ist (Urteil des Bundesgerichts vom 25. Januar 2008,
9C_466/2007, E. 5 mit Hinweisen). Die Beschwerdegegnerin hat ausgangsgemäss die
gesamte Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen.
5.3 Bei diesem Verfahrensausgang hat der Beschwerdeführer Anspruch auf eine
Parteientschädigung. Diese ist vom Gericht ermessensweise festzusetzen, wobei
insbesondere der Bedeutung der Streitsache und dem Aufwand Rechnung zu tragen
ist (Art. 61 lit. g ATSG; vgl. auch Art. 98 ff. VRP/SG, sGS 951.1). In der vorliegenden
Streitsache erscheint eine Parteientschädigung von pauschal Fr. 3'500.--
(einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) angemessen. Die Festlegung einer
Entschädigung aus unentgeltlicher Rechtsverbeiständung erübrigt sich bei diesem
Prozessausgang.
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