Decision ID: fa689ebe-b4a6-5feb-b9bd-5a280303e2d6
Year: 2021
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass die Beschwerdeführenden am 25. November 2019 in der Schweiz um
Asyl nachsuchten,
dass A._ (nachfolgend: die Beschwerdeführerin) gegenüber dem
SEM zu Protokoll gab, sie sei zusammen mit ihren Kindern sowie ihrer
(volljährigen) Schwester und deren Kindern im März 2018 aus ihrem Hei-
matstaat ausgereist und später nach Griechenland gelangt, wo sie ein
Asylverfahren durchlaufen hätten, am 22. November 2019 aber in Richtung
Schweiz weitergereist seien,
dass ein am 27. November 2019 durchgeführter Abgleich mit der europäi-
schen Fingerabdruck-Datenbank (Eurodac) ergab, dass die Beschwerde-
führenden am 30. April 2018 in Griechenland ein Asylgesuch eingereicht
und am 16. Oktober 2018 dort internationalen Schutz erhalten hatten,
dass das SEM mit Verfügung vom 6. April 2020 in Anwendung von Art. 31a
Abs. 1 Bst. a AsylG (SR 142.31) auf das Asylgesuch der Beschwerdefüh-
renden nicht eintrat und deren Wegweisung aus der Schweiz nach Grie-
chenland sowie den Vollzug anordnete,
dass das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil D-2041/2020 vom 28. April
2020 die gegen die Verfügung des SEM erhobene Beschwerde wegen un-
zureichender Abklärung der gesundheitlichen Situation des Sohnes gut-
hiess, die Verfügung aufhob und zur weiteren Sachverhaltsabklärung und
erneuten Beurteilung an das SEM zurückwies,
dass die Beschwerdeführerin am 11. Juni 2020 nach Art. 29 AsylG vertieft
zu ihren Asylgründen angehört wurde,
dass sie dabei vorbrachte, sie seien kurdischer Ethnie und stammten aus
dem Dorf D._, das zu E._ gehöre,
dass sie bis zum 11. Lebensjahr in diesem Dorf gelebt habe und anschlies-
send mit der Familie nach F._ gezogen sei,
dass sie nach sieben Jahren Schulbesuch als Schneiderin gearbeitet und
ihren Ehemann im Jahr 2007 geheiratet habe,
dass ihr Ehemann ab dem Jahr 2012 gegen die Regierung demonstriert
und mit seinen Freunden in F._ viele Sitzungen abgehalten habe,
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wovon die Regierung erfahren und ihn daraufhin im fünften oder sechsten
Monat 2013 nach einer Hausdurchsuchung festgenommen habe,
dass sie selber bei der Festnahme ihres Ehemannes nicht im Haus gewe-
sen sei, sondern sich in der Nachbarschaft aufgehalten und gesehen habe,
wie ihr Mann gefesselt und in Handschellen abgeführt worden sei,
dass die Regierung anschliessend all ihre Besitztümer beschlagnahmt
habe, weshalb sie mit den Kindern in ihr Heimatdorf zurückgekehrt sei,
dass dieses in dem von der YPG (Yekîneyên Parastina Gel; Volksverteidi-
gungseinheiten) kontrollierten Gebiet gelegen habe, wo sie geschützt mit
ihren Kindern habe leben können,
dass sie von ihren Eltern finanziell unterstützt worden sei und sie zudem,
um Geld und Essen für sich und ihre Kinder zu bekommen, im Dorf für die
YPG und die YPJ (Yekîneyên Parastina Jin, Frauenkampfverbände der
YPG) gearbeitet habe, indem sie Geld für diese Einheiten gesammelt und
Hilfsgüter verteilt habe,
dass ihre ganze Familie die YPG unterstützt habe, sie jedoch nicht politisch
aktiv gewesen sei,
dass sie ihre Unterstützungsleistungen für die YPG bis zur Ausreise aus
dem Heimatort ausgeführt habe,
dass ihr Ehemann sie erstmals einen Monat nach der Inhaftierung aus dem
Gefängnis in der Provinz F._ angerufen und ihr berichtet habe, dass
er gefoltert werde, ihm Essen verweigert werde und dass er ständigen Be-
fragungen ausgesetzt sei und denke, dass er nicht lebend aus dem Ge-
fängnis kommen werde,
dass die Beamten im Gefängnis ihn auch nach dem Aufenthaltsort der Be-
schwerdeführerin und der Kinder gefragt hätten, wobei er erwidert habe,
dass er ihren Aufenthaltsort nicht kenne,
dass sie insgesamt fünf Mal mit ihrem Mann telefoniert habe, wobei dieser
sie vor der Regierung gewarnt und ihr geraten habe, die durch die Regie-
rung kontrollierten Städte zu meiden,
dass es in Syrien so sei, dass die Ehefrau automatisch betroffen sei, wenn
der Ehemann Probleme habe,
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dass nicht nach ihr gesucht worden sei, da sie nicht mehr in F._
gewesen sei, sondern ausserhalb der durch die Regierung kontrollierten
Gebiete (im Heimatdorf und in E._),
dass das Gefängnis im August 2013 bei Kämpfen angegriffen worden sei
und ihr Ehemann hierbei verletzt und an seinen Verletzungen gestorben
sei,
dass es zu Beginn des Jahres 2018 in ihrem Heimatdorf durch den Ein-
marsch der türkischen Truppen nicht mehr sicher gewesen sei und sie da-
her am 27. Februar 2018 das Dorf verlassen habe und nach E._
geflohen sei, wo indes ebenfalls türkische Truppen einmarschiert seien,
Frauen vergewaltigt und die Bewohner vertrieben hätten,
dass sie deshalb E._ verlassen habe und mit ihren Kindern, ihrer
Schwestern und deren Kindern am 18. März 2018 aus Syrien ausgereist
und in die Türkei und am 4. April 2018 weiter nach Griechenland gereist
sei,
dass ihre Eltern nach G._ (bei F._) gegangen seien und sich
noch immer dort aufhielten, wobei ihre Familie dort von einem ehemaligen
Dorfbewohner gewarnt worden sei, dass die türkischen Eroberer die Na-
men der YPG-Unterstützer des Dorfes kennen und sie töten würden, falls
sie in ihr Heimatdorf zurückkehrten, was auch die Beschwerdeführerin be-
treffe,
dass sie zur Ausreise gezwungen gewesen sein, da sie zum einen durch
die Regierung bedroht gewesen sei wegen der Oppositionstätigkeit ihres
Ehemannes und zum anderen durch die türkischen Truppen und nichtkur-
dische Milizen, da sie für die YPG und YPJ, Erzfeinde der Türkei, gearbeitet
habe,
dass die Beschwerdeführerin ihre syrische Identitätskarte und das Famili-
enbüchlein im Original sowie diverse Dokumente in Kopie den Ehemann
betreffend (Todesschein, Militärdokumente, Wahlregisterkarte, Arztdoku-
ment, Schreiben zum Todestag und Grab) einreichte,
dass die Beschwerdeführenden am 18. Juni 2020 dem erweiterten Verfah-
ren zugewiesen wurden,
dass das SEM die Asylgesuche der Beschwerdeführenden mit Verfügung
vom 2. Juli 2021 – eröffnet am 7. Juli 2021 – ablehnte, die Wegweisung
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aus der Schweiz verfügte, den Vollzug jedoch wegen Unzumutbarkeit auf-
schob und die Beschwerdeführenden vorläufig aufnahm,
dass das SEM zur Begründung im Wesentlichen anführte, es müsse grund-
sätzlich konkrete Hinweise auf eine Reflexverfolgung geben, die vorliegend
nicht gegeben seien, da der Ehemann gestorben und es daher nicht er-
sichtlich sei, weshalb die syrischen Behörden noch ein Verfolgungsinte-
resse hätten,
dass auch die Beschwerdeführerin keine diesbezüglichen Hinweise liefere,
dass sie trotz ihrer Tätigkeit für die YPG und YPJ über kein politisches Profil
verfüge,
dass zudem keine weiteren Risikofaktoren ersichtlich seien und ihre Angst
auf die schwierige Lage in Syrien zurückzuführen sei, der keine flüchtlings-
rechtlich relevante Verfolgung zukomme,
dass die Beschwerdeführenden mit Eingabe vom 6. August 2021 gegen
diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhoben
und beantragten, die vorinstanzliche Verfügung sei in den Dispositivpunk-
ten 1-3 aufzuheben, es sei festzustellen, dass sie die Flüchtlingseigen-
schaft erfüllten, und es seien ihnen Asyl zu gewähren,
dass in verfahrensrechtlicher Hinsicht unter Beilage einer Unterstützungs-
bestätigung vom 2. August 2021 beantragt wurde, auf die Erhebung eines
Kostenvorschusses zu verzichten,
dass in der Beschwerde vorgebracht wurde, entgegen den Behauptungen
der Vorinstanz seien die Vorbringen asylrelevant, die Behörden des Re-
gimes hätten sich auch für die Beschwerdeführerin interessiert,
dass es eine bekannte Tatsache sei, dass in Syrien auch Familienmitglie-
der (neben der festgenommenen Person) mit einer Kollektivstrafe belegt
würden,
dass der Ehemann die Beschwerdeführerin auch davor gewarnt habe,
dass sich das Regime an seiner Familie rächen würde und sie mit schwe-
ren Repressalien rechnen müssten,
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dass auch mit der beilegenden Schnellrecherche der Schweizerischen
Flüchtlingshilfe (SFH; Länderanalyse vom 25. Januar 2017 zu Syrien; Re-
flexverfolgung) die Angaben der Beschwerdeführerin bestätigt würden und
von einer Reflexverfolgung auszugehen sei,
dass die Beschwerdeführerin nicht nur durch das Regierungsregime, son-
dern auch durch die türkischen Invasoren in Nord-Syrien und die verbün-
deten gegen die Kurden operierenden Banden gefährdet sei, die eine kur-
disch-autonome Region zu verhindern versuchten,
dass der Name der Beschwerdeführerin und der anderen Dorfbewohner
den türkischen Truppen und ihren Verbündeten bekannt seien, weshalb es
sich um eine konkrete Bedrohung handle,
dass die Beschwerdeführerin und ihre Kinder somit persönlich sowohl
durch das Assad-Regime als auch durch die Türkei und verbündete Milizen
an Leib und Leben gefährdet und somit gezwungen gewesen seien, ins
Ausland zu fliehen,
dass das Bundesverwaltungsgericht am 9. August 2021 den Eingang der
Beschwerde bestätigte,

und zieht in Erwägung,
dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig
über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des SEM entschei-
det, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des Staates, vor
welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG
i.V.m. Art. 31–33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),
dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht
vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet,
dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet,
soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG),
dass die Beschwerdeführenden am Verfahren vor der Vorinstanz teilge-
nommen haben, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt
sind, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise
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Änderung haben und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert
sind (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),
dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-
treten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG),
dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen
Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten,
dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher
Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-
ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich,
wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb das Urteil
nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),
dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-
zichtet wurde,
dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1
AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im
Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-
tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer
politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-
gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3
Abs. 1 AsylG),
dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft
gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),
dass die angefochtene Verfügung nicht zu beanstanden ist und die Vor-
instanz die Asylvorbringen zu Recht als nicht asylrelevant qualifiziert hat,
dass den vorliegenden Akten keine substantiierten Hinweise zu entnehmen
sind, wonach die Beschwerdeführerin aufgrund der politischen Tätigkeit ih-
res verstorbenen Ehemannes eine Reflexverfolgung erlitten hat oder be-
gründete Furcht vor einer solchen Verfolgung hat,
dass eine Reflexverfolgung dann vorliegt, wenn Angehörige von verfolgten
Personen Repressalien ausgesetzt sind, sei es um Informationen über die
verfolgte Person zu erhalten, um die Familie als Ganze für die Aktivitäten
des Verfolgten zu bestrafen oder um die verfolgte Person zum Aufgeben
ihrer Aktivitäten zu zwingen (vgl. BVGE 2010/57 E. 4.1.3),
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dass eine solche flüchtlingsrechtlich relevant ist, wenn die von der Re-
flexverfolgung betroffene Person ernsthaften Nachteilen im Sinne von
Art. 3 Abs. 2 AsylG ausgesetzt ist oder sie die Zufügung solcher Nachteile
mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit und in absehbarer Zukunft begründe-
terweise befürchten muss,
dass der Ehemann bereits im Jahr 2013 im Gefängnis gestorben ist und
daher nicht ersichtlich ist, weshalb die syrischen Behörden nach dem Tod
noch ein Verfolgungsinteresse an der im März 2018 aus dem Heimatland
ausgereisten Beschwerdeführerin haben und sich an der Familie des Ver-
storbenen rächen sollten,
dass denn die Beschwerdeführerin nach der Festnahme ihres Ehemannes
im Jahr 2013 bis zu ihrer Ausreise im Jahr 2018 keinen Kontakt zu den
syrischen Behörden hatte und die telefonischen Warnungen ihres Eheman-
nes vor den syrischen Behörden, die nach ihr und den Kindern gefragt hät-
ten, keine konkreten Hinweise für eine ihr drohende Verfolgung darstellen
(vgl. act. A45, S. 15, F122),
dass die Beschwerdeführerin pauschal vorbringt, in Syrien sei die Frau au-
tomatisch betroffen, wenn der Mann Probleme habe, dass sie aber keine
substantiierten Anhaltspunkte für ihre vermeintliche Bedrohungslage vor-
bringt (vgl. act. A45, S. 15, F115),
dass auch nicht davon auszugehen ist, dass die – selber über kein politi-
sches Profil verfügende – Beschwerdeführerin den syrischen Behörden als
oppositionell verdächtige Person aufgefallen beziehungsweise registriert
worden wäre, zumal auch ihre Unterstützungsleistungen für die YPG und
YPJ nur dem Broterwerb dienten (vgl. act. A45, S. 8, F66),
dass die Beschwerdeführerin auch in der Schweiz nicht politisch aktiv ist
(vgl. act. A45, S. 17, F131),
dass überdies keine gezielte Suche der syrischen Behörden nach der Be-
schwerdeführerin erfolgt ist somit auch nicht davon auszugehen ist, dass
sie nach einer (hypothetischen) Rückkehr als regimefeindliche Person ins
Visier der syrischen Behörden geraten würde,
dass auch durch den Einmarsch der türkischen Truppen in die kurdisch
kontrollierten Gebiete keine gezielte asylrelevante Verfolgung der Be-
schwerdeführerin auszumachen ist, es sich hierbei vielmehr um allfällige
im Rahmen von Krieg und einer Situation allgemeiner Gewalt erlittene
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Nachteile handelt, die keine flüchtlingsrechtliche Verfolgung darstellen,
sondern die allgemeine Sicherheitslage betreffen,
dass es auch nur auf Hörensagen und Mutmassungen beruht, dass die
Beschwerdeführerin wegen ihrer (unpolitischen) Unterstützung der YPG
und YPJ persönlich in den Fokus der türkischen Truppen und deren ver-
bündete Milizen gelangt sei und bei einer (hypothetischen) Rückkehr durch
diese gefährdet wäre, da sie lediglich über ihre Eltern und einen ehemali-
gen Dorfbewohner von der Gefährdung der gesamten Dorfbevölkerung er-
fahren haben will (vgl. act. A45, S. 11, F83),
dass darauf zu schliessen ist, dass die Beschwerdeführerin und ihre Kinder
entgegen der geltend gemachten Befürchtung in der Beschwerde auch in
Berücksichtigung der aktuellen politischen Verhältnisse in Syrien bei einer
Rückkehr dorthin nicht mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit mit ernsthaften
Nachteilen gemäss Art. 3 AsylG seitens des syrischen Staates oder durch
Dritte rechnen müssten,
dass das SEM somit die Asylgesuche der Beschwerdeführenden zu Recht
abgelehnt hat,
dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt und den
rechtserheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt (Art. 106
Abs. 1 AsylG),
dass die Beschwerde somit abzuweisen ist,
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 750.– (Art. 1–
3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-
gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) den
Beschwerdeführenden aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG),
dass das Gesuch um Erlass eines Kostenvorschusses mit vorliegendem
Urteil gegenstandslos wird.
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