Decision ID: e25c83e7-c056-40d7-bc65-81ea4eff7c70
Year: 2008
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
G._,
K
läger,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Marco Bivetti, Oberer Graben 42, 9000 St. Gallen,
gegen
Personalvorsorgestiftung der A._,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Roland Hochreutener, St. Leonhard-Strasse 20,
Postfach, 9001 St. Gallen,
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Beklagte 1
und
Stiftung Auffangeinrichtung BVG, Zweigstelle Zürich, Binzstrasse 15, Postfach 2855,
8022 Zürich,
Beklagte 2
betreffend
Invalidenrente
Sachverhalt:
A.
Der 1948 geborene G._ (nachfolgend: Versicherter) war von März 1984 bis zum
31. Januar 2004 bei der A._ tätig (act. G 1.1/20) und dadurch bei deren
Personalvorsorgestiftung (nachfolgend als solche bezeichnet) berufsvorsorgeversichert.
Das Arbeitsverhältnis wurde von Seiten der Arbeitgeberin auf den 31. Januar 2004
aufgelöst (act. G 1.1/10). In der Folge bezog der Versicherte in der Zeit von Februar
2004 bis Januar 2006 Leistungen der Arbeitslosenversicherung, welche unter
Berücksichtigung der Verdienste aus dem Temporärarbeitsverhältnis bei der B._,
bzw. der Einsatzfirma C._ (act. G 6.1/49, 13.2/23) ausgerichtet wurden (act. G 1.1/11;
G 13.2/24). Aufgrund des ALV-Taggeldbezugs bzw. der Tätigkeit bei der B._ war der
Versicherte bei der Stiftung Auffangeinrichtung BVG (nachfolgend: Auffangeinrichtung)
vorsorgeversichert (act. G 6.1/50, 51). Mit Verfügungen vom 14. Oktober 2005 sprach
die Invalidenversicherung dem Versicherten mit Wirkung ab Mai 2005 eine Viertelsrente
auf der Basis eines IV-Grads von 40 % und ab August 2005 eine Dreiviertelsrente auf
der Basis eines IV-Grads von 60 % zu (act. G 6.1/58f). Der Versicherte wandte sich in
der Folge sowohl an die Personalvorsorgestiftung als auch an die Auffangeinrichtung
mit dem Begehren um Ausrichtung von Leistungen aus beruflicher Vorsorge. Beide
Vorsorgeeinrichtungen lehnten eine Leistungspflicht ab (act. G 1.1/2-8). Die IV
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bestätigte den Anspruch des Versicherten auf eine Dreiviertelsrente mit Verfügung vom
18. Juli 2007 (act. G 1.1/9 Beilage).
B.
B.a Mit Eingabe vom 15. Januar 2008 erhob Rechtsanwalt lic. iur. Marco Bivetti,
St. Gallen, für den Versicherten Klage gegen die Personalvorsorgestiftung (Beklagte 1)
und die Auffangeinrichtung (Beklagte 2) mit den Anträgen, die Beklagte 1 - eventuell
die Beklagte 2 - sei zu verpflichten, dem Kläger die gesetzlichen und
reglementarischen Leistungen, zuzüglich Zins zu 5 % ab Klageeinreichung, zu
entrichten. Die Beklagten seien zu verpflichten, die in Art. 27i BVV 2 aufgeführten
Vorsorgeunterlagen zu edieren. Dem Kläger sei die unentgeltliche
Rechtsverbeiständung zu bewilligen. Zur Begründung legte der Rechtsvertreter unter
anderem dar, das Einkommen des Klägers sei aufgrund der gesundheitlichen
Beschwerden gesunken. Die Leistungseinbusse aufgrund der Krankheit sei
offensichtlich. Wie aus den medizinischen Akten hervorgehe, habe seit der Hirnblutung
vom 7. Oktober 2002 eine ununterbrochene Arbeitsunfähigkeit bestanden, die zur
Zusprache einer Dreiviertelsrente der Invalidenversicherung geführt habe. Eine
uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit und damit ein Unterbruch des sachlichen und
zeitlichen Zusammenhangs habe nach dem 7. Oktober 2002 nie bestanden.
B.b In der Klageantwort vom 24. Januar 2008 beantragte die Beklagte 2, der Klage
gegen die Beklagte 1 sei stattzugeben, die Beklagte 2 sei von jeder Leistungspflicht
freizusprechen und es seien Kosten zulasten der Beklagten 1 vorzusehen. Zur
Begründung legte sie unter anderem dar, die Anstellung bei der B._ habe am 1. Juni
2004 begonnen. Die zur Invalidität führende Arbeitsunfähigkeit habe aber unzweifelhaft
vor dem 1. Juni 2004 begonnen. Deswegen sei sie - die Beklagte 2 - nicht zur
Ausrichtung einer Invalidenrente verpflichtet. Die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
des Klägers beruhe seit dem 7. Oktober 2002 auf der gleichen Ursache. Der
Arbeitsunfähigkeitsgrad habe durchgehend 25% betragen, so dass sich der Kläger nie
vollständig erholt und zu keinem Zeitpunkt wieder volle Arbeitsfähigkeit erlangt habe.
Die nach dem 31. Januar 2004 eingegangenen Arbeitsverhältnisse seien lediglich als
Arbeitsversuch zu qualifizieren.
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In der Klageantwort vom 29. Februar 2008 beantragte Rechtsanwalt lic. iur. Roland
Hochreutener, St. Gallen, für die Beklagte 1, die Klage sei abzuweisen, soweit der
Kläger eine Verpflichtung zur Ausrichtung von gesetzlichen und reglementarischen
Leistungen durch die Beklagte 1 beantrage. Zur Begründung führte der Rechtsvertreter
unter anderem aus, spätestens ab Anfang März 2003 sei der Kläger wieder
uneingeschränkt arbeitsfähig gewesen und habe fortan seine bisherige Arbeit als
Montagemitarbeiter bei der A._ ohne Verminderung der Leistungsfähigkeit fortsetzen
können. Die retrospektive Änderung der Arbeitsfähigkeitsschätzung durch den
Hausarzt vom Mai 2005 (act. G 1.1/15) sei nicht massgeblich, zumal die nachträgliche
Beurteilung in offensichtlichem Widerspruch zur echtzeitlichen Beurteilung stehe.
Indem der Hausarzt die nachweislich aus wirtschaftlichen Gründen erfolgte Entlassung
in Frage stelle und der Arbeitgeberin unterstelle, die Kündigung sei wohl aufgrund der
eingeschränkten Leistungsfähigkeit des Klägers erfolgt, verlasse er nicht nur seinen
Kompetenzbereich, sondern verrate dadurch gleichzeitig seine Befangenheit. Die
gegenüber dem Kläger ausgesprochene Kündigung sei im Rahmen einer
Massenentlassung erfolgt, welche den Tatbestand der Teilliquidation ausgelöst habe.
Der Kläger habe danach im Zwischenverdienst regelmässig ein Einkommen im
bisherigen Umfang erzielt. Im Juni 2004 habe er seinen bei der A._ erzielten
durchschnittlichen Monatslohn gar noch deutlich übertroffen. An die Feststellung des
Beginns der Wartezeit durch die IV-Stelle (1. Mai 2004) seien die Vorsorgeeinrichtungen
gebunden. Gründe für eine unkorrekte Festsetzung der Wartefrist seien nicht
ersichtlich. Dass im Jahr 2003 ein tieferes beitragspflichtiges AHV-Einkommen
resultiert habe, sei auf die noch bis Ende Februar 2003 bestehende (unbestrittene)
Herabsetzung der Arbeitsfähigkeit (mit Krankentaggeldbezug) zurückzuführen. Ab
Anfang März 2003 habe der Kläger wieder ein Monatseinkommen im bisherigen
Umfang erzielt. Sofern und soweit der Kläger sinngemäss geltend machen wolle, es
habe bis mindestens Mitte Februar 2008 eine volle Arbeitsunfähigkeit bestanden,
erweise sich diese Behauptung als offensichtlich aktenwidrig.
B.c Aufgrund der vom Rechtsvertreter des Klägers mit Eingabe vom 7. April 2008
gestellten Beweisanträge forderte das Versicherungsgericht die Beklagte 1 auf, die
vom Kläger angeführten Beweismittel im Zusammenhang mit der bei der A._ im
Oktober 2003 durchgeführten Teilliquidation nachzureichen (act. G 10). Die Beklagte 1
reichte die Unterlagen am 21. April 2008 ein (act. G 11).
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B.d Mit Replik vom 15. Januar 2008 (richtig wohl: 28. Mai 2008) hielt der
Rechtsvertreter des Klägers an seinen Rechtsbegehren fest (act. G 13). In der Duplik
vom 11. Juli 2008 bestätigte auch der Rechtsvertreter der Beklagten 1 seine Anträge
und Ausführungen (act. G 17). Die Beklagte 2 verzichtete auf eine weitere
Stellungnahme. - Auf die Darlegungen der Parteien wird in den nachstehenden

Erwägungen eingegangen.
B.e Am 24. Juli 2008 bewilligte der Gerichtspräsident die unentgeltliche
Rechtsverbeiständung des Klägers für das vorliegende Verfahren.
Erwägungen:
1.
Am 1. Januar 2005 trat die 1. BVG-Revision, welche auch eine Änderung der
Leistungsvoraussetzungen bei Invalidität (Art. 23 BVG) und der Leistungshöhe (Art. 24
BVG) mit sich brachte, in Kraft. Nach Art. 23 lit. a BVG (neue Fassung) haben (im
Obligatoriumsbereich) Anspruch auf Invalidenleistungen Personen, die im Sinn der IV
zu mindestens 40 Prozent invalid sind und bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, deren
Ursache zur Invalidität geführt hat, versichert waren. Anspruch auf eine volle
Invalidenrente hat die versicherte Person, wenn sie im Sinn der IV zu mindestens 70
Prozent invalid ist. Bei mindestens 60 prozentiger Invalidität besteht Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente. Der Anspruch auf eine halbe Rente setzt einen Invaliditätsgrad von
mindestens 50 Prozent voraus, derjenige auf eine Viertelsrente einen solchen von
mindestens 40 Prozent (Art. 24 Abs. 1 BVG). - In zeitlicher Hinsicht sind grundsätzlich
diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen
führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 127 V 467). Ferner stellt das
Versicherungsgericht bei der Fall-Beurteilung grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt
des Erlasses des angefochtenen Entscheids eingetretenen Sachverhalt ab (BGE 121 V
366; RKUV 2001 S. 101). Vorliegend sprach die Invalidenversicherung dem Kläger mit
Wirkung ab Mai 2005 eine Viertelsrente und ab August 2005 eine Dreiviertelsrente zu
(Beilagen zu act. G 3). Soweit mit Blick auf den IV-Rentenentscheid davon auszugehen
ist, dass das Klageverfahren, welchem kein vorinstanzlicher Entscheid zugrunde liegt,
Leistungsansprüche ab Mai 2005 betrifft, ist das ab 1. Januar 2005 gültige Recht der
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obligatorischen beruflichen Vorsorge anzuwenden, soweit ihm neben den
reglementarischen Regelungen der Beklagten eine eigenständige Bedeutung zukommt.
Die Frage, ob eine der Beklagten leistungspflichtig ist und wenn ja, ab welchem
Zeitpunkt, ist nachstehend zu prüfen.
2.
2.1 Aus der engen Verbindung zwischen dem Recht auf eine Rente der
Invalidenversicherung und demjenigen auf eine Invalidenleistung nach BVG ergibt sich,
dass der Invaliditätsbegriff im obligatorischen Bereich der beruflichen Vorsorge und in
der Invalidenversicherung grundsätzlich der gleiche ist. Aufgrund von Art. 6 BVG steht
es den Vorsorgeeinrichtungen frei, den Invaliditätsbegriff bereits in der obligatorischen
Versicherung zugunsten des Versicherten zu erweitern oder Invalidenrenten schon bei
einem Invaliditätsgrad von weniger als 50% auszurichten. Die Vorsorgeeinrichtungen
sind frei in der Wahl des Invaliditätsbegriffs; sie haben sich aber an eine einheitliche
Begriffsanwendung zu halten. Gehen sie ausdrücklich oder unter Hinweis auf das
Gesetz vom gleichen Invaliditätsbegriff aus wie die Invalidenversicherung, sind sie
hinsichtlich des versicherten Ereignisses an die Invaliditätsbemessung der IV-Stellen
gebunden, es sei denn, dass diese sich als offensichtlich unhaltbar erweist (vgl. BGE
126 V 308; BGE 115 V 208 und 215; BGE 118 V 35 Erw. 2b/aa; BGE 120 V 106 Erw.
3c). In BGE 129 V 73 wurde eine Bindungswirkung der
invalidenversicherungsrechtlichen Feststellungen für die Vorsorgeeinrichtung verneint,
wenn sie nicht spätestens im Vorbescheidsverfahren (Art. 73 IVV), bzw. nach dessen
(vorübergehender) Ersetzung durch das Einspracheverfahren in der Zeit von 1. Januar
2003 bis 31. Dezember 2006, angelegentlich der Verfügungseröffnung in das
invalidenversicherungsrechtliche Verfahren einbezogen wird. Hält sich die
Vorsorgeeinrichtung demgegenüber an das invalidenversicherungsrechtlich Verfügte,
ist das Problem des Nichteinbezugs des Vorsorgeversicherers ins IV-Verfahren
gegenstandslos. In diesem Fall kommt ohne Weiterungen die vom Gesetzgeber
gewollte, in den Art. 23ff BVG zum Ausdruck gebrachte Verbindlichkeitswirkung unter
Vorbehalt offensichtlicher Unrichtigkeit des IV-Entscheids zum Zuge. Stellt somit die
Vorsorgeeinrichtung auf die invalidenversicherungsrechtliche Betrachtungsweise ab,
muss sich die versicherte Person diese grundsätzlich entgegenhalten lassen, soweit
diese für die Festlegung des Anspruchs auf eine Invalidenrente entscheidend war (vgl.
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Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007:
Sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts] vom 14. August 2000 [B 50/99], Erw.
2b), und zwar ungeachtet dessen, ob der Vorsorgeversicherer im IV-Verfahren beteiligt
war oder nicht (vgl. dazu Urteil des EVG i/S F. vom 9. Februar 2004 [B 39/03], Erw. 3.1).
2.2 Invalidenleistungen nach BVG werden von derjenigen Vorsorgeeinrichtung
geschuldet, welcher der Ansprecher bei Eintritt des versicherten Ereignisses
angeschlossen war. Dieser Zeitpunkt fällt mit dem Eintritt der Arbeitsunfähigkeit
zusammen, deren Ursache zur Invalidität geführt hat. Die Versicherteneigenschaft muss
nur bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit gegeben sein, dagegen nicht notwendigerweise
auch im Zeitpunkt des Eintritts oder der Verschlimmerung der Invalidität. Für eine
einmal - aus während der Versicherungsdauer aufgetretenen Arbeitsunfähigkeit -
geschuldete Invalidenleistung bleibt die Vorsorgeeinrichtung leistungspflichtig, selbst
wenn sich nach Beendigung des Vorsorgeverhältnisses der Invaliditätsgrad ändert.
Entsprechend bildet denn auch der Wegfall der Versicherteneigenschaft keinen
Erlöschungsgrund (Art. 26 Abs. 3 BVG e contrario; BGE 118 V 35 Erw. 5; 123 V 262
Erw. 1a). Auf diese Weise wird dem Umstand Rechnung getragen, dass die versicherte
Person meistens erst nach einer längeren Zeit der Arbeitsunfähigkeit invalid wird. Damit
kommt der Schutz der zweiten Säule zum Tragen, wonach das Invaliditätsrisiko auch
dann gedeckt sein muss, wenn es rechtlich gesehen erst nach einer langen Krankheit
eintritt, während welcher die leistungsanbegehrende Person unter Umständen dem
Obligatorium nicht mehr unterstanden hat (BGE 118 V 35 Erw. 2b/aa; BGE 120 V 112
Erw. 2b). Damit die frühere Vorsorgeeinrichtung leistungspflichtig bleibt, ist allerdings
nicht nur erforderlich, dass die Arbeitsunfähigkeit zu einer Zeit einsetzte, als die
versicherte Person ihr angeschlossen war, sondern auch, dass zwischen dieser
Arbeitsunfähigkeit und der Invalidität ein direkter und enger Zusammenhang besteht.
Zwischen der Arbeitsunfähigkeit und der Invalidität muss sowohl ein sachlicher als
auch ein zeitlicher Zusammenhang bestehen. Der sachliche Zusammenhang ist
gegeben, wenn der invalidisierende Gesundheitsschaden der gleiche ist, wie er sich
bereits während der Zugehörigkeit zur Vorsorgeeinrichtung manifestierte. Die zeitliche
Konnexität setzt voraus, dass zwischen der früheren Arbeitsunfähigkeit und der
späteren Invalidität bzw. deren Verschlimmerung keine längere Periode der
Arbeitsfähigkeit liegt. Dabei sind die gesamten Umstände des konkreten Einzelfalles zu
würdigen, namentlich die Art des Gesundheitsschadens, dessen prognostische
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ärztliche Beurteilung und die Beweggründe, welche die versicherte Person zur
Wiederaufnahme der Arbeit veranlasst haben (BGE 123 V 262 Erw. 1c S. 264, 120 V
112 Erw. 2c/aa-bb S. 117 f., mit Hinweisen).
2.3 Gemäss Art. 14 Abs. 1 des Reglements der Beklagten 1, gültig ab 1. Juli 2003,
und Art. 15 Abs. 1 des Reglements der Beklagten 1, gültig ab 1. Januar 2005 (act. G
6.1/6, 7) haben Anspruch auf eine Invalidenrente versicherte Personen, die von der IV
eine Invalidenrente erhalten bzw. im Sinn der IV invalid sind, sofern sie bei Eintritt der
Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Invalidität geführt hat, in der Kasse versichert
waren. Der Grad der Invalidität entspricht mindestens dem von der IV festgestellten
Invaliditätsgrad. Der Stiftungsrat kann das Vorliegen von Invalidität durch Einholen
eines Gutachtens beim Vertrauensarzt der Kasse überprüfen (Art. 14 Abs. 2 Reglement
2003 und Art. 15 Abs. 2 Reglement 2005). Nach Art. 14 Abs. 4 des Reglements 2003
gibt eine Invalidität von weniger als 25% in keinem Fall Anspruch auf Leistungen. Bei
einer Invalidität von mindestens 66 2/3 % werden die vollen Leistungen gewährt. Art.
15 Abs. 3 lit. a des Reglements 2005 stimmt im Wesentlichen mit dem bereits
erwähnten Art. 23 lit. a BVG überein. Die versicherte Person hat Anspruch auf eine
Vollinvalidenrente, wenn sie zu mindestens 70 % invalid ist, auf eine Dreiviertelsrente,
wenn sie zu mindestens zu 60 % invalid ist, auf eine halbe Rente bei mindestens
50 %iger Invalidität und auf eine Viertelsrente bei mindestens 40 %iger Invalidität (Art.
15 Abs. 4 Reglement 2005). Der Anspruch beginnt nach Ablauf des Anspruchs auf
Lohnfortzahlung oder gleichwertige Zahlung (beispielsweise Krankentaggeld),
frühestens aber nach Ablauf einer Wartefrist von zwölf Monaten. Nach Erreichen des
Rücktrittsalters wird die Invalidenrente durch die Altersrente abgelöst (Art. 15 Abs. 5
und 7 Reglement 2005 und Art. 14 Abs. 5 Reglement 2003). Wird das Arbeitsverhältnis
eines Versicherten aufgelöst, ohne dass Leistungen gemäss Reglement fällig werden,
scheidet er mit dem Ablauf des letzten Tages, für den eine Lohnzahlungspflicht der
Firma besteht, aus der Kasse aus (Art. 26 Reglement 2005, Art. 25 Reglement 2003). -
Die Frage der Anwendbarkeit der beiden erwähnten Reglemente hängt von der
Beantwortung der Frage ab, ob - und wenn ja ab welchem Zeitpunkt - eine allfällige
von der Beklagten 1 zu übernehmende Erwerbsunfähigkeit zu bejahen ist.
Das Reglement 2005 der Beklagten 2 sieht vor, dass die Invalidenrente grundsätzlich
mit der Invalidenrente der IV fällig wird (Art. 14 Abs. 1 des ersten Teil des Reglements;
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Beilage zu act. G 3). Ist die versicherte Person im Sinn der IV invalid geworden, wird die
Höhe der Invalidenrente aufgrund des massgebenden Altersguthabens und des für
diese Person im Pensionsalter gültigen Umwandlungssatzes berechnet (Art. 14 Abs. 3
des ersten Teils des Reglements). Die Leistungsvoraussetzungen bei Invalidität
entsprechen denjenigen von Art. 23 BVG (vgl. Art. 14 lit. a des zweiten Teils des
Reglements).
3.
3.1 Die Ärzte der Klinik für Neurochirurgie am Kantonsspital St. Gallen
diagnostizierten am 23. Oktober 2002 im Nachgang zu einem stationären Aufenthalt
des Klägers vom 7. bis 18. Oktober 2002 eine intracerebrale Blutung in der rechten
Capsula interna und im "Nuleus lenticularis" bei bekannter arterieller Hypertonie (act. G
1.1/12 und 6.1/23). Im Anschluss daran hielt sich der Kläger in der Rheinburg-Klinik
Walzenhausen auf (act. G 1.1/13 und 6.1/24). Die A._ kündigte das Arbeitsverhältnis
mit ihm auf den 31. Januar 2004 und führte dafür im Kündigungsschreiben vom 24.
Oktober 2003 wirtschaftliche Gründe an und verneinte andere, in der Person des
Klägers liegende Gründe explizit (act. G 1.1/10). Im IV-Fragebogen bescheinigte die
Arbeitgeberin, dass der angegebene Lohn von Fr. 4'410.-- pro Monat der
Arbeitsleistung entsprochen habe (act. G 1.1/20). Dr. med. D._, Arzt für Allgemeine
Medizin FMH, bescheinigte am 23. Februar 2005 eine volle Arbeitsunfähigkeit vom 7.
Oktober bis 8. Dezember 2002, eine solche von 50 % vom 9. Dezember 2002 bis 16.
Februar 2003 und von 25 % vom 17. Februar bis 2. März 2003. Ab 22. November 2004
bescheinigte er wiederum eine Arbeitsunfähigkeit von 50 %. Der Arzt legte unter
anderem dar, die Rehabilitationsbehandlung in Walzenhausen (im Nachgang zur
intracerebralen Blutung vom 7. Oktober 2002) habe wohl eine deutliche Verbesserung
gebracht, aber keine Restitutio ad integrum. Es bestünden eine gewisse Schwäche und
vor allem Sensibilitätsstörungen im Bereich der ganzen linken Körperhälfte. Der Patient
habe Mühe, mit der linken Hand Gegenstände zu halten, was ihn in seiner
Arbeitsfähigkeit (bei manuellen Tätigkeiten) erheblich einschränke, weswegen er schon
an zwei Arbeitsplätzen die Kündigung erhalten habe. Dem Kläger seien
Kontrolltätigkeiten oder ähnliches zumutbar, bei denen die linke Hand nicht gebraucht
werde. Eventuell sei eine Berufsberatung sinnvoll. Eine Umschulung dürfte schwierig
sein; der Kläger spreche vorwiegend italienisch und habe bisher manuell gearbeitet. In
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der bisherigen Tätigkeit sei er eigentlich nicht mehr arbeitsfähig. Bei adaptierter
Tätigkeit sei von einer Arbeitsfähigkeit von 50 % auszugehen (act. G 1.1/14, 6.1/25). Im
Bericht vom 17. Mai 2005 ergänzte Dr. D._, de facto sei der Kläger seit dem Ereignis
vom 7. Oktober 2002 in der Arbeitsfähigkeit eingeschränkt. Solange er aber eine
Arbeitsstelle gehabt habe, habe dies nicht attestiert werden müssen, und die
wirtschaftlich begründete Kündigung sei mit grosser Wahrscheinlichkeit aufgrund der
eingeschränkten Arbeits- und Leistungsfähigkeit erfolgt. Das Datum des 22. November
2004 (Beginn der 50%igen Arbeitsunfähigkeit) sei willkürlich aufgrund der Umstände
gesetzt worden. Real bestehe eine eingeschränkte Arbeitsfähigkeit seit dem 7. Oktober
2002 (act. G 1.1/15). Aufgrund dieser Gegebenheiten ging die IV für die
Rentenverfügung davon aus, dass der Kläger schon seit der Hirnblutung vom
7. Oktober 2002 in wesentlichem Ausmass und seit 22. November 2004 in verstärktem
Ausmass arbeitsunfähig sei. In der Annahme, dass vor dem 22. November 2004 eine
Arbeitsunfähigkeit von schätzungsweise 25%ige und danach eine solche von 60%
bestanden habe, könne ihm in der Durchschnittsberechnung (6 Monate à 25% und 6
Monate à 60%) ab Mai 2005 eine Viertelsrente und ab August 2005 eine
Dreiviertelsrente gewährt werden (act. G 1.1/17). Auch der RAD-Arzt anerkannte
grundsätzlich einen Beginn der Arbeitsunfähigkeit seit Eintritt der Erkrankung im
Oktober 2002. Er hielt jedoch fest, dass dies bis zur Kündigung nicht zu einer
dauernden wirtschaftlichen Einbusse geführt habe. Der Kläger habe an seinem –
wahrscheinlichen - Nischenarbeitsplatz weiterhin voll arbeiten können (act. G 1.1/18).
3.2 Zu prüfen ist konkret zum einen die Frage, ob beim Kläger während des von März
1984 bis zum 31. Januar 2004 dauernden Vorsorgeverhältnisses bei der Beklagten 1
(vgl. act. G 1.1/10) eine Arbeitsunfähigkeit aufgetreten ist, welche in sachlichem und
zeitlichem Zusammenhang mit der von der IV ab Mai 2005 anerkannten Invalidität
steht. Unter Arbeitsunfähigkeit ist die gesundheitlich bedingte Einbusse an
funktionellem Leistungsvermögen im bisherigen Beruf zu verstehen. Die
Arbeitsunfähigkeit muss erheblich, offensichtlich und dauerhaft sein. Die Erheblichkeit
wird in der Regel dann bejaht, wenn die Einschränkung mindestens 20% beträgt (vgl.
Bundesamt für Sozialversicherung, Mitteilungen über die berufliche Vorsorge, Nr. 44 Rz
258 mit Hinweis auf EVG-Urteil vom 7. Oktober 1998 i/S M.B. [B 48/97]). Die Ermittlung
der Arbeitsunfähigkeit geht von ärztlichen Bewertungen aus. Wenngleich diese für das
Gericht nicht verbindlich sind, so sollen sie dennoch nicht ohne hinreichenden Grund
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umgestossen oder abgeändert werden. Der Beurteilungsspielraum, der dem Arzt oder
der Ärztin zukommt, ist auch vom Gericht zu respektieren (RSKV 1983, S. 266). Für die
Festlegung des Beginns und des Grads der Arbeitsunfähigkeit ist somit grundsätzlich
die nach ärztlicher Beurteilung medizinisch zumutbare Arbeitsfähigkeit massgebend.
Der von einer versicherten Person effektiv erbrachten Arbeitsleistung kann jedoch
soweit Bedeutung zukommen, als durch sie eine widersprechende ärztliche Beurteilung
der zumutbaren Arbeitsfähigkeit an Beweiskraft verlieren kann (Entscheid des st.
gallischen Versicherungsgerichts vom 25. Februar 2003 i/S G.D. [BV 2002/2] Erw. 3b).
Während für den Eintritt der Arbeitsunfähigkeit im Sinn von Art. 23 BVG die Einbusse
an funktionellem Leistungsvermögen im bisherigen Beruf massgeblich ist, beurteilt sich
der zeitliche Zusammenhang zwischen der Arbeitsunfähigkeit im Sinn von Art. 23 BVG
und der später eingetretenen Invalidität nach der Arbeitsunfähigkeit resp.
Arbeitsfähigkeit in einer der gesundheitlichen Beeinträchtigung angepassten
zumutbaren Tätigkeit. Darunter fallen auch leistungsmässig und vom
Anforderungsprofil her vergleichbare Tätigkeiten. Diese Tätigkeiten müssen jedoch
bezogen auf die angestammte Tätigkeit die Erzielung eines rentenausschliessenden
Einkommens erlauben (BGE 134 V 20 Erw. 5.3).
3.3 Mit Blick auf die in Erw. 2.3 dargelegten Reglementsbestimmungen ist
festzuhalten, dass die Beklagte 1 denselben Invaliditätsbegriff wie die IV verwendet.
Die Verfügungen vom 14. Oktober 2005 (act. G 6.1/58f) wurden der Beklagten 1 bzw.
der von ihr mit der Durchführung der Vorsorge betrauten E._ (vgl. dazu act. 1.1/20
Ziffer 26), zugestellt. Eine Bindung der Beklagten 1 an die Festlegung der
rentenbegründenden Arbeitsunfähigkeit und den IV-Grad durch die IV wäre somit an
sich zu bejahen. Die IV-Verfügung geht von einer krankheitsbedingten Reduktion der
Arbeitstätigkeit (um 25 %) ab 7. Oktober 2002 aus, setzt den Beginn der Wartefrist
aber dennoch erst im Mai 2004 an (act. G 3 Beilagen ["Verfügungsteil 2"]; act. G
1.1/17). Nach Lage der dargelegten medizinischen Akten des IV-Verfahrens wären die
Voraussetzungen für den Beginn des Wartejahres im Sinn von Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG
bereits ab 7. Oktober 2002 gegeben gewesen. Bei einer lediglich 25%igen
Arbeitsunfähigkeit konnte jedoch bis Mai 2005 eine durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit
von 40% während eines Jahres (Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG) nicht erreicht werden. Dies
deswegen, weil die Arbeitsunfähigkeit gemäss Bescheinigung von Dr. D._ erst im
November 2004 angestiegen war. Die Berechnung der IV (act. G 1.1/17 S. 2) ergab
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dementsprechend eine durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit von 42% ab Mai 2005 (6
Monate [22. Mai bis 21. November 2004] zu 25% und 6 Monate [22. November 2004
bis 21. Mai 2005] zu 60%). Der Eingliederungsberater war dabei, offenbar wegen des
Wegfalls des Arbeitsplatzes bei der B._ und im Sinn einer "erwerblichen Gewichtung"
der Arbeitsfähigkeit von 50 %, von einem Erwerbsausfall von 60 % ausgegangen (vgl.
act. G 1.1/17). - Für die berufliche Vorsorge sind diese Modalitäten, die für die
Berechnungen der IV wesentlich sind, nicht massgebend. Zu beantworten ist hier
vielmehr einzig die Frage, wann eine mindestens 20%ige Arbeitsunfähigkeit, deren
Ursache später zur Invalidität führte, eingetreten war. Dies war nach Lage der von der
IV verwendeten Akten am 7. Oktober 2002 der Fall. Damit ist allerdings die Frage, ob
dieses Datum auch für die hier streitige Angelegenheit massgebend ist, noch nicht
beantwortet. Bei der geschilderten Sachlage ist die Verbindlichkeit der Festsetzung des
Wartejahr-Beginns (Mai 2004) durch die IV-Stelle zu verneinen. Der Eintritt der
massgeblichen Arbeits- bzw. Erwerbsunfähigkeit sowie ein allfälliger Anspruch
gegenüber den Beklagten auf Invalidenleistungen sind daher von den Beklagten bzw.
vom angerufenen Versicherungsgericht selbständig abzuklären und festzulegen. Dabei
sind auch die im IV-Verfahren produzierten Akten mit zu berücksichtigen. Hinsichtlich
des von der IV vorgenommenen Einkommensvergleichs bzw. der festgelegten IV-Grade
(40% ab Mai 2005 bzw. 60% ab August 2005) besteht dagegen kein Anlass für eine
selbständige Festlegung in diesem Verfahren, zumal Anhaltspunkte für eine
offensichtliche Unrichtigkeit weder aus den Akten ersichtlich sind noch geltend
gemacht werden.
3.4 Am 17. Mai 2005 bestätigte Dr. D._ eine durchgehend eingeschränkte
Arbeitsfähigkeit des Klägers seit 7. Oktober 2002 (act. G 1.1/14, 1.1/15). Anderseits ist
aus den Akten ersichtlich, dass der Kläger nach dem krankheitsbedingten Unterbruch
Ende 2002 und Anfang 2003 bei der A._ von Anfang März 2003 bis Ende Januar
2004 wieder vollzeitlich tätig war und die Arbeitgeberin wie erwähnt eine
ausschliesslich wirtschaftlich bedingte Kündigung aussprach. Von März 2003 bis
Januar 2004 sind lediglich zwei Krankheitstage ausgewiesen (act. G 1.1/20 Beilagen,
6.1/26-48, 17.1/77-79). Die Kündigung des Arbeitsverhältnisses erfolgte im Rahmen
einer Massenentlassung, bei welcher auch eine Teilliquidation der Beklagten 1
diskutiert wurde (act. G 11.1/60-70). Mit Blick auf die von Seiten der A._ bescheinigte
effektive Arbeitsleistung des Klägers kann der von Dr. D._ bestätigten
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durchgehenden Teilarbeitsunfähigkeit seit 7. Oktober 2002 (act. G 1.1/15) keine
massgebende Bedeutung zukommen. Dies umso weniger, als der Arzt in der früheren
Bescheinigung eine Teilarbeitsunfähigkeit lediglich bis 2. März 2003 und dann - nach
einem über eineinhalbjährigen Unterbruch - erst wieder ab 22. November 2004
attestiert hatte (act. G 1.1/14, 6.1/25). Auch die Krankentaggeldversicherung war
dementsprechend von einer leistungsbegründenden Teilarbeitsunfähigkeit lediglich bis
2. März 2003 ausgegangen (act. G 6.1/47). Der Hinweis des Klägers, dass die A._ in
Widerspruch zu den übrigen Akten in der Jahresübersicht Fehltage für 2002 lediglich
bis 9. Dezember 2002 eine Arbeitsunfähigkeit vermerkt habe (act. G 1 S. 11 mit
Hinweis auf act. G 1.1/20 Beilage), ist zutreffend, vermag aber im Ergebnis zu keiner
veränderten Schlussfolgerung zu führen. Im Jahr 2001 erzielte der Kläger bei der A._
ein Einkommen von Fr. 58'334.-- (act. G 1.1/19). Zum Einwand, sein Lohn bei der A._
sei nach Eintritt der Krankheit im Jahr 2002 auf Fr. 53'085.-- und im Jahr 2003 auf Fr.
51'100.-- gesunken (act. G 13 S. 3), ist festzuhalten, dass es sich dabei um die AHV-
pflichtigen Einkommen - ohne die Krankentaggelder (vgl. Art. 6 Abs. 2 lit. b AHVV) von
Fr. 3'354.25 (2002) und Fr. 6'499.15 (2003) - handelt (vgl. Lohnrekapitulationen für 2002
und 2003 in act. G 1.1/19; act. G 13.2/22; act. G 17.1/71-75). Zusammen mit den
Krankentaggeldern, welche für vorübergehende Arbeitsunfähigkeiten ausbezahlt
worden waren, ergab sich für die Jahre 2002 und 2003 keine Einbusse im Vergleich
zum Jahr 2001. Vielmehr war der Grundlohn für 2002 und 2003 im Vergleich zu 2001
angestiegen. Der Umstand, dass für 2002 und 2003 im Gegensatz zu 2001 keine
Erfolgsbeteiligungen mehr ausgerichtet worden waren, dürfte mit Blick auf die im Jahr
2003 angeordnete Massenentlassung wirtschaftliche Gründe gehabt haben (vgl.
Beilagen zu act. G 1.1/19; 11.1/60-70; 17.1/73f). Auch aus dem Vorbringen, dass
lediglich ältere Mitarbeiter entlassen worden seien (act. G 13 S. 4 unten), lässt sich
entgegen der Auffassung des Klägers nicht ableiten, dass seine Leistungsfähigkeit als
eingeschränkt erachtet wurde. Im Nachgang zu einem am 22. April 2003 geführten
Mitarbeitergespräch wurde der Kläger als für die gegenwärtige Position gut geeignet
eingestuft und es wurde bestätigt, dass er die geforderte Leistung erbringe (act. G
17.1/76). Ein Eintritt einer effektiven Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache später zur
Invalidität führte, kann daher während der Dauer des Versicherungsverhältnisses bei
der Beklagten 1 nicht als belegt gelten. Hingegen ist von einem Eintritt der
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invalidisierenden Arbeitsunfähigkeit am 22. November 2004 (vgl. act. G 1.1/14, 6.1/25)
und damit während des Versicherungsverhältnisses bei der Beklagten 2 auszugehen.
3.5 Selbst wenn von einem Eintritt der invalidisierenden Arbeitsunfähigkeit während
des Versicherungsverhältnisses bei der Beklagten 1 auszugehen wäre, müsste - wie
nachstehend zu zeigen ist - der zeitliche Zusammenhang zwischen dieser
Arbeitsunfähigkeit und der späteren Invalidität als unterbrochen angesehen werden.
Denn auch die im Rahmen der Arbeitslosigkeit ab Februar 2004 ausgeübten
Zwischenverdienstbeschäftigungen bei der B._ konnte der Kläger soweit ersichtlich
ohne erhebliche Einschränkung vollzeitlich ausüben (vgl. Beilagen zu act. G 3; G
6.1/49). Bei der B._ hatte der Kläger in den Monaten März bis Oktober 2004 - unter
Ausserachtlassung der angebrochenen Monate Februar und November 2004 -
durchschnittlich rund Fr. 4'500.-- erzielt (act. G 13.2/23). Das hieraus errechnete
(hypothetische) Jahressalär von Fr. 54'000.-- (bei 12 Monatslöhnen) unterschreitet das
bei der A._ erzielte Gehalt nicht derart, dass es nicht rentenausschliessend wäre. Zu
berücksichtigen sind in diesem Zusammenhang die in der Arbeitswelt nach aussen in
Erscheinung tretenden Verhältnisse (SZS 2003 S. 509 [B 23/01]; Urteil des EVG i/S I. [B
73/00] vom 28. Mai 2002, Erw. 3a/bb). Einen Unterbruch des zeitlichen
Zusammenhangs hat die Rechtsprechung etwa bei einer über 17 Monate (SZS 2003 S.
510 [B 4/02]) oder mehr als zwei Jahre (Urteil des EVG i/S A. [B 51/05] vom 7.
September 2006, Erw. 4.1 und 5.3) hinweg bestehenden Erwerbstätigkeit ohne
nennenswerte Arbeitsunterbrüche und ohne reduzierte Arbeitsleistung angenommen; in
einem Fall erachtete das Eidgenössische Versicherungsgericht den zeitlichen
Zusammenhang - unter Berücksichtigung der Umstände des Einzelfalls - bereits durch
eine sechsmonatige Zeitspanne mit voller Arbeits- und Erwerbsfähigkeit als
unterbrochen (SZS 2002 S. 153 [B 19/98]; ähnlich Urteil des EVG i/S Pensionskasse D.
[B 100/05] vom 8. Februar 2006, Erw. 3.2 [Unterbruch durch über viermonatige volle
Erwerbstätigkeit]). Die vertraglich festgesetzte Pflicht zur Erbringung von Arbeit und die
dafür vorgesehene Entlöhnung sowie weitere im Rahmen des Arbeitsverhältnisses
getroffene Vereinbarungen sind in der Regel als den realen Gegebenheiten
entsprechend zu werten. Nur bei Vorliegen besonderer Umstände darf die Möglichkeit
einer von der arbeitsrechtlich zu Tage tretenden Situation in Wirklichkeit abweichenden
Lage - etwa in dem Sinn, dass ein Arbeitnehmer zwar zur Erbringung einer vollen
Arbeitsleistung verpflichtet war und auch entsprechend entlöhnt wurde, tatsächlich
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aber eben doch keine volle Arbeitsleistung hat erbringen können - in Betracht gezogen
werden, wobei aber äusserste Zurückhaltung geboten ist. Andernfalls bestünde die
Gefahr, in Spekulationen zu verfallen, mit der Folge, dass sich der Versicherungsschutz
des Arbeitnehmers verflüchtigen würde, indem dieser jeweils an die
Vorsorgeeinrichtung des früheren Arbeitgebers verwiesen werden könnte (Urteil des
EVG vom 28. Mai 2002 i/S I. Erw. 3a bb [B 73/00]). Findet beispielsweise jemand nach
langer Arbeitslosigkeit eine neue Stelle, bei welcher die Entlöhnung geringer als das
hochgerechnete Einkommen bei einem früheren Arbeitgeber ausfällt, lässt allein diese
tiefere Besoldung noch nicht auf eine gesundheitsbedingte Einschränkung des
Leistungsvermögens schliessen (Urteil des EVG vom 21. November 2002 i/S H. Erw.
3.4 [B 23/01]; vgl. auch Entscheid des st. gallischen Versicherungsgerichts vom 28.
November 2005 i/S A.L.R. [BV 2004/26], bestätigt durch Urteil des EVG vom 9. März
2007 [B 7/06]); Entscheid des st. gallischen Versicherungsgerichts vom 14. März 2005
i/S M.S. [BV 2003/25], bestätigt durch Urteil des EVG vom 7. September 2006 [B
51/05]).
Der Kläger war wie dargelegt innerhalb eines Zeitraums von acht vollen Monaten in der
Lage, die Erwerbstätigkeit bei der B._ bzw. bei der C._ (von März bis Oktober
2004; vgl. act. G 13.2/23) ohne krankheitsbedingte Unterbrüche und ohne ersichtliche
Leistungseinschränkung auszuüben. Die Arbeitslosigkeit war im Nachgang zu der
ausschliesslich aus wirtschaftlichen Gründen erfolgten Kündigung durch die A._
eingetreten. Selbst wenn somit gemäss Bestätigung von Dr. D._ seit Oktober 2002
eine dauernde medizinisch-theoretische Teilarbeitsunfähigkeit bestand, so hat sich
diese - und dies erscheint entscheidend - während eines relativ langen Zeitraums
erwerblich nicht ausgewirkt. Der Umstand, dass der Kläger in ärztlicher Behandlung
stand, hat seine Arbeitsfähigkeit nicht eingeschränkt. Von einer medizinischen
Unzumutbarkeit müsste allenfalls dort gesprochen werden, wo eine Person während
einiger Wochen oder auch Monate offensichtlich über ihre gesundheitlichen
Verhältnisse hinaus berufstätig war und nachher dauernd arbeitsunfähig wurde. Solche
Umstände liegen im Fall des Klägers jedoch nicht vor, konnte er die Tätigkeit bei der
B._ doch, ohne dass seine gesundheitlichen Probleme in irgendeiner für die
Berufsausübung relevanten Form (grössere Anzahl Krankheitstage,
Leistungsverminderung) manifest geworden wären, während eines Zeitraums von rund
8 Monaten ausüben. Es sind auch keine Anhaltspunkte dafür ersichtlich, dass die bei
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der A._ bezogenen bzw. die zu Beginn des Arbeitsverhältnisses mit der B._
abgemachten Entgelte aus gesundheitlichen Gründen nicht den vereinbarten
Tätigkeiten oder den Gegebenheiten des Arbeitsmarktes entsprochen haben. Unter
den dargelegten Verhältnissen kann nicht von einem blossen Arbeitsversuch bei der
B._ ausgegangen werden. Im Zeitpunkt des Antritts dieses Arbeitsverhältnisses hatte
die uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit des Klägers bereits knapp ein Jahr gedauert.
Auch in diesem Zeitpunkt bestand nach Lage der Akten kein Anlass, die
Arbeitsfähigkeit des Klägers nicht als dauerhaft zu betrachten. - Zusammenfassend ist
festzuhalten, dass die Arbeitsunfähigkeit, welche ab 1. Mai 2005 zur Invalidität des
Klägers führte, während des Vorsorgeverhältnisses mit der Beklagten 2 eintrat. Selbst
wenn die invalidisierende Arbeitsunfähigkeit während des Vorsorgeverhältnisses mit
der Beklagten 1 eingetreten wäre, müsste der zeitliche Zusammenhang dieser
Arbeitsunfähigkeit und der späteren Invalidität als durch die Arbeitstätigkeit bei der
B._ unterbrochen angesehen werden. Nachdem die medizinische und erwerbliche
Situation des Klägers durch die bestehenden Akten zeitlich und sachlich
nachvollziehbar dokumentiert sind und die Parteien insbesondere auch die
einschlägigen IV-Akten einreichten, erscheint es gerechtfertigt, auf den Beizug der
vollständigen IV-Akten (vgl. Antrag des Klägers in act. G 1 S. 6) zu verzichten. Ein
Anspruch des Klägers auf reglementarische Leistungen der Beklagten 2 auf der Basis
der von der IV festgelegten IV-Grade (40% ab Mai 2005 und 60% ab August 2005) ist
grundsätzlich zu bejahen.
3.6 Während Art. 14 Abs. 1 des ersten Teils des Reglements 2005 (Vorsorgeplan AN)
der Beklagten 2 (Beilage zu act. G 3) die Fälligkeit der Invalidenrente grundsätzlich
gleichzeitig mit derjenigen der IV-Rente eintreten lässt, entsteht der Leistungsanspruch
gemäss Art. 18 Abs. 1 des zweiten Teils des Reglements 2005 (Allgemeine
Bestimmungen AB; Beilage zu act. G 3) nach Ablauf der im Vorsorgeplan festgelegten
Wartefrist, frühestens aber nach Erschöpfung allfälliger Ansprüche aus
Taggeldversicherung. Die beiden Bestimmungen sind somit in der vorliegenden
Fallkonstellation (fehlende Bindung an den Beginn der Wartefrist der IV) nicht ohne
weiteres miteinander in Einklang zu bringen. Fest steht jedoch, dass die vertragliche
Wartefrist konkret 12 Monate beträgt (act. G 6.1/50). Gemäss Bescheinigung von Dr.
D._ war der Kläger ab dem 22. November 2004 zu 50% arbeitsunfähig (act. G 1.1/14,
6.1/25). Zuvor war er wie dargelegt trotz ärztlich bescheinigter Teilarbeitsunfähigkeit in
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der Lage, seine berufliche Tätigkeit bei der B._ ohne ersichtliche Einschränkung
auszuüben. Es rechtfertigt sich daher, von einem Beginn der zwölfmonatigen Wartefrist
am 22. November 2004 auszugehen. Der Kläger hat daher ab 22. November 2005
gegenüber der Beklagten 2 Anspruch auf eine Rente auf der Basis des von der IV für
diesen Zeitpunkt berechneten IV-Grades von 60%. Nachdem sich die Parteien zur
Leistungshöhe nicht äusserten, ist die Angelegenheit zur Berechnung der Leistungen
an die Beklagte 2 zu überweisen (vgl. dazu BGE 129 V 450 Erw. 3.4).
4.
4.1 Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beklagte 2 in Gutheissung der
Klage zu verpflichten, dem Kläger mit Wirkung ab 22. November 2005 eine
Invalidenrente auf der Basis des von der IV für diesen Zeitpunkt festgelegten IV-Grades
(60% seit August 2005) auszurichten. Die Angelegenheit ist zur Berechnung der
Leistungen an die Beklagte 2 zu überweisen (vgl. dazu BGE 129 V 450 Erw. 3.4).
4.2 Im Allgemeinen sind in der Sozialversicherung auf Leistungen keine
Verzugszinsen geschuldet (BGE 117 V 351; BGE 113 V 50; seit 1. Januar 2003 vgl. die
Regelung in Art. 26 Abs. 2 ATSG). Im Bereich der beruflichen Vorsorge anerkennt die
Rechtsprechung jedoch die Pflicht zur Entrichtung von Verzugszinsen bei einer
verspäteten Überweisung von Freizügigkeitsleistungen sowie bei verspäteter
Auszahlung eines Alterskapitals oder bei Invalidenrenten (Hans-Ulrich Stauffer,
Rechtsprechung des Bundesgerichts zur beruflichen Vorsorge, 1996, S. 27). Enthalten
die Statuten keine Bestimmung über die Höhe des Verzugszinses, beträgt dieser 5%
(Art. 104 Abs. 1 OR). Der Beginn der Zinspflicht richtet sich nach Art. 105 Abs. 1 OR
(BGE 119 V 133 Erw. 4 = Pra 83 (1994) Nr. 67), wonach ein Schuldner, der mit der
Entrichtung von Renten im Verzug ist, erst vom Tag der Anhebung der Betreibung oder
der gerichtlichen Klage an Verzugszinsen zu bezahlen hat. Im vorliegenden Fall hat der
Kläger am 15. Januar 2008 die Klage eingeleitet; somit schuldet ihm die Beklagte 2 ab
diesem Zeitpunkt Verzugszins zu 5% auf den ausstehenden Leistungen.
4.3 Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 73 Abs. 2 BVG). Hingegen hat der
Kläger bei diesem Verfahrensausgang Anspruch auf eine Parteientschädigung
gegenüber der Beklagten 2, womit die verfügte unentgeltliche Rechtsverbeiständung
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gegenstandslos wird. Auszugehen ist von der Kostennote des Rechtsvertreters des
Klägers mit einem in Rechnung gestellten Betrag von Fr. 3'823.55 (gekürztes Honorar
von Fr. 3'450.-- zuzüglich Barauslagen von Fr. 103.50 und Mehrwertsteuer von
Fr. 270.05). Die Honorarkürzung um einen Fünftel (vgl. Art. 31 Abs. 3 AnwG [sGS
963.75]) fällt wegen Gegenstandslosigkeit der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung
dahin, weshalb von einem Honorar von Fr. 4'312.50 auszugehen ist. Einschliesslich
Barauslagen und Mehrwertsteuer errechnet sich ein Betrag von Fr. 4'751.60. Der
Rechtsvertreter wies den entsprechenden Aufwand detailliert aus. Es rechtfertigt sich,
dem Kläger eine Entschädigung in der erwähnten Höhe zuzusprechen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG