Decision ID: aaa58b85-aad2-4071-8813-50274b96855e
Year: 2008
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Entscheid Versicherungsgericht, 16.04.2008 Art. 13 Abs. 1 FZV. Art. 25 FZG. Art. 73 Abs. 2 BVG. Abklärung des Anspruchs auf eine Invalidenrente auf der Grundlage einer -Police. Frage des anwendbaren Rechts. Feststellung des Sachverhalts von Amtes wegen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen, BV 2007/20).
Vizepräsident Joachim Huber, Versicherungsrichterin Lisbeth Mattle Frei und
Versicherungsrichter Martin Rutishauser; Gerichtsschreiber Walter Schmid
Entscheid vom 16. April 2008
in Sachen
K._,
Kläger,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Heinz Mäusli, Pestalozzistrasse 2,
9000 St. Gallen,
gegen
Zürich Lebensversicherungs-Gesellschaft, Postfach, 8085 Zürich,
Beklagte,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Heiner Schärrer, Simonius Pfrommer & Partner,
Aeschenvorstadt 67, Postfach, 4010 Basel,
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betreffend
Invalidenrente
Sachverhalt:
A.
A.a K._ war seit 1980 im Teppichhandel erwerbstätig (vgl. IV-act. 110). Am
24. Januar 1992 schloss er mit der VITA Lebensversicherungs-Gesellschaft, Zürich
(heute: «Zürich» Lebensversicherungs-Gesellschaft; nachfolgend: Zürich Leben) eine
Personalvorsorge-Freizügigkeits-Police ab. Versichert waren ein Alterskapital, fällig bei
Erleben des 31. März 2008, und eine Todesfallsumme, fällig bei Ableben vor diesem
Zeitpunkt, von jeweils Fr. 98'216.- sowie eine Invalidenrente von jährlich Fr. 48'261.-
bei voller Invalidität und entsprechend dem Grad der Erwerbsunfähigkeit gekürzt bei
teilweiser Invalidität (act. G 1.1/1 [BV 2005/23]). Wegen rezidivierender, 1995
computertomographisch abgeklärter Lumbalgien sowie Beschwerden im Bereich der
Halswirbelsäule, welche sich ab 1998 verstärkt hatten, meldete sich der Versicherte im
August 2000 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle des
Kantons St. Gallen holte unter anderem beim behandelnden Arzt Dr. med. B._, Innere
Medizin FMH, einen Bericht vom 17. Oktober 2000 ein. Danach bestanden seit
2. November 1999 Arbeitsunfähigkeiten zwischen 50 % und 100 % sowie ab
30. September 2000 von 75 % bis auf weiteres (IV-act. 8-3/12). Mit Verfügung vom
5. Juni 2001 verneinte die IV-Stelle mangels einer gesundheitlich bedingten
Erwerbseinbusse den Anspruch auf eine Invalidenrente. Mit Verfügung vom 14. Februar
2002 trat die IV-Stelle auf eine Wiederanmeldung nicht ein. Das Versicherungsgericht
des Kantons St. Gallen bestätigte diese Verfügung mit unangefochten in Rechtskraft
erwachsenem Entscheid vom 8. Oktober 2002 (IV 2002/39). Unter Hinweis auf die
rechtskräftige Verfügung vom 5. Juni 2001 lehnte die Zürich Versicherungs-
Gesellschaft mit Schreiben vom 16. Januar 2002 das Gesuch des Versicherten um
Ausrichtung einer Invalidenrente aus der mit der Zürich Leben abgeschlossenen
Personalvorsorge-Freizügigkeits-Police ab. Wegen eines neu aufgetretenen
Schulterleidens links meldete sich der Versicherte im Mai 2003 erneut bei der
Invalidenversicherung an und beantragte eine Rente (IV-act. 51). Mit Verfügung vom 8.
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November 2004 wies die IV-Stelle das Rentengesuch ab. Die Abklärungen hätten
ergeben, dass der Versicherte als selbständiger Teppichhändler seit Jahren den
Mindestbeitrag für Selbständigerwerbende abgerechnet habe, d.h. seit 2003 Fr.
8'307.--. Es sei ihm eine leidensangepasste Tätigkeit im Rahmen von 65% zumutbar.
Damit könne er ein Jahreseinkommen von Fr. 38'212.-- erzielen. Dieser Betrag liege
weit über dem Einkommen, welches er in der selbständigen Erwerbstätigkeit seit 1980
je ausgewiesen habe (IV-act. 114). Die hiegegen vom Rechtsvertreter des Versicherten
erhobene Einsprache (IV-act. 116) wies die IV-Stelle mit Einspracheentscheid vom 13.
Dezember 2004 ab (IV-act. 121). Dieser Entscheid erwuchs in Rechtskraft.
A.b Am 29. August 2005 liess der Versicherte beim Versicherungsgericht des Kantons
St. Gallen Klage gegen die Zürich Leben einreichen und beantragen, die Beklagte sei
zu verpflichten, ihm aufgrund der Personalvorsorge-Freizügigkeits-Police vom
24. Januar 1992 ab 2. November 2001 eine Invalidenrente im Betrag von jährlich
Fr. 48'261.-- oder in einem im Beweisverfahren zu bestimmenden Umfang zu bezahlen.
Nach Durchführung einer mündlichen Verhandlung wies das Versicherungsgericht des
Kantons St. Gallen die Klage gegen die Zürich Leben mit Entscheid vom 4. Dezember
2006 (BV 2005/23) ab.
B.
B.a Die gegen diesen Entscheid durch den Rechtsvertreter des Versicherten erhobene
Verwaltungsgerichtsbeschwerde hiess das Bundesgericht mit Urteil vom 21.
September 2007 in dem Sinn gut, dass der kantonale Entscheid aufgehoben und die
Sache an das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen zurückgewiesen wurde,
damit es nach Durchführung von Abklärungen über den Anspruch des Versicherten auf
eine Invalidenrente aus der Personalvorsorge-Freizügigkeits-Police bei der Zürich
Leben neu entscheide.
B.b Das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen zog in der Folge die Akten der
Invalidenversicherung betreffend den Kläger bei.
B.c In seiner Vernehmlassung vom 18. Dezember 2007 beantragte Rechtsanwalt Dr.
iur. H. Mäusli für den Kläger den Schutz des Klagebegehrens und hielt fest, im
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überobligatorischen Bereich der beruflichen Vorsorge unterliege die Vertragsgestaltung
der Parteiautonomie. Massgebend sei das Versicherungsvertragsgesetz (VVG), soweit
nicht in der Police, in AGB oder ZB besondere Abreden enthalten seien. In diesem
Bereich bestehe also grundsätzlich keine Bindungswirkung an das BVG/IVG; diese
würde nur bestehen, wenn der Versicherungsvertrag dies auch vorsehen würde.
Versicherungsverträge im weitergehenden Bereich würden nicht dem
Sozialversicherungsrecht unterstehen. Auf BVG/IVG sei nur abzustellen, wenn
zwingende Vorschriften des VVG das verlangen würden. Auch die Beklagte habe nicht
geltend gemacht, dass solche zwingenden Vorschriften im vorliegenden Fall zu
beachten wären. Der zu beurteilende Versicherungsvertrag weiche von den
Bestimmungen zum BVG/IVG im Sinn einer Besserstellung ab. In der Literatur werde
der Standpunkt vertreten, dass privatrechtliche Streitigkeiten (auf der Grundlage des
VVG) nicht durch die Versicherungsgerichte zu entscheiden seien. Der Gesetzgeber
habe anders entschieden. Auch im überobligatorischen Bereich sei der Klageweg nach
Art. 73 BVG zu beschreiten. Die Offizialmaxime sei sicher bestimmend im Bereich des
Obligatoriums. Im überobligatorischen Bereich sei für die Beweislast Art. 8 ZGB
massgebend. Dies gelte eben gerade dann, wenn ein eigener Begriff der Invalidität
gelte. Die Beklagte habe es indessen einfach dabei bewenden lassen, die ärztlichen
Zeugnisse des Klägers mit dem verfehlten Hinweis ausser Acht zu lassen, massgebend
sei die IV-Verfügung. Eigene Abklärungen habe sie nicht vorgenommen und
Beweisanträge habe sie nicht gestellt. Sie habe sich mit einem Beweisantrag im
Konjunktiv begnügt (Duplik S. 8 Absatz 2), dass über das tatsächliche Ausmass der
Arbeitsunfähigkeit eine gerichtliche Expertise einzuholen wäre. Dies sei prozessual
nicht ausreichend. Eine vollständig arbeitsunfähige Person sei zugleich erwerbsunfähig.
Die IV-Stelle habe die Anwendung des Grundsatzes "Eingliederung vor Rente" im
Hinblick auf das Alter des Klägers nicht in Betracht gezogen (IV-act. 117). Durchwegs
sei festgestellt worden, dass sich der Kläger als Teppichhändler in adaptierter Tätigkeit
betätige. In diesem Bereich sei er als arbeitsunfähig bezeichnet worden. Wenn die IV-
Stelle dem Kläger dennoch den Anspruch auf eine IV-Rente abgesprochen habe, so sei
damit dem Ergebnis des im vorliegenden Fall nicht zulässigen Einkommensvergleichs
entsprochen worden. Die privatautonome Bestimmung der Voraussetzungen des
Leistungsanspruchs gegenüber der Beklagten lasse es nicht zu, den
Invaliditätsanspruch nach Massgabe des Einkommensvergleichs zu bestimmen. Genau
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darauf beruhe aber die Aussage, eine bedeutsame berufliche Neuorientierung habe die
Erwerbsfähigkeit verbessert. Diese unzutreffende Begründung beruhe auf der
Begründung vom 26. April 2001 (IV-act. 17), auf welche schon im Hinblick auf den
massgebenden Bemessungszeitraum seit der Klageeinreichung nicht habe abgestellt
werden können. Das Fehlen konkreter Beweisanträge seitens der Beklagten lasse ein
erweitertes Beweisverfahren nicht zu. Auch nach Art. 73 BVG seien die Kantone nicht
zur Durchführung des Verfahrens im Rahmen der Offizialmaxime verpflichtet.
B.d In der Stellungnahme vom 29. Januar 2008 beantragte Rechtsanwalt Dr. iur. H.
Schärrer, Basel, für die Beklagte die teilweise Gutheissung der Klage und Zusprechung
einer Rente von 35% an den Kläger ab 2. November 2001. Zur Begründung legte der
Rechtsvertreter unter anderem dar, bei der selbständigen Tätigkeit des Klägers handle
es sich um die in den medizinischen Akten beschriebenen leichten Arbeiten, welche
wechselnd sitzend und stehend ausgeführt werden könnten. Für solche Arbeiten werde
im Gutachten von Dr. med. C._, Spezialarzt Orthopädische Chirurgie FMH, eine
Leistung von 35% attestiert. Darauf sei abzustellen.

Erwägungen:
1.
1.1 Streitig ist, ob der Kläger mit Wirkung ab 2. November 2001 Anspruch auf eine
Invalidenrente von jährlich Fr. 48'261.-- gemäss der am 24. Januar 1992
abgeschlossenen Personalvorsorge-Freizügigkeits-Police hat. Ausgehend von den
Überlegungen im st. gallischen Entscheid vom 4. Dezember 2006 (BV 2005/23;
Erwägung 2a) wäre in diesem Verfahren in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich das bis
31. Dezember 2004 gültig gewesene Recht der beruflichen Vorsorge anzuwenden.
Soweit jedoch die reglementarischen Regelungen der Beklagten den
Leistungsanspruch abschliessend regeln, kommt dem Recht der obligatorischen
beruflichen Vorsorge - und damit insbesondere Art. 23 BVG - hier keine eigenständige
Bedeutung zu (vgl. dazu Art. 13 Abs. 1 der Freizügigkeitsverordnung [FZV]; SR
831.425). Von Bedeutung ist in diesem Zusammenhang, dass die in Frage stehende
Personalvorsorge-Freizügigkeits-Police ausdrücklich auf die am 1. Januar 1987 in Kraft
getretene Verordnung über die Erhaltung des Vorsorgeschutzes vom 12. November
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1986 - im Sinn eines Vorbehalts - verweist, wobei einzelne Bestimmungen in Form
einer nicht abschliessenden Aufzählung ("insbesondere") aufgelistet werden. Diese
Verordnung wurde nun allerdings mit dem Erlass der FZV und seiner gesetzlichen
Grundlage (Freizügigkeitsgesetz; FZG, SR 831.42) am 1. Januar 1995 aufgehoben (vgl.
Art. 21 der Schlussbestimmungen zur FZV). Die FZV und das FZG sind daher - als
ergänzende Regelungen - auch für die Anwendung der hier streitigen Police
massgebend. Dies ergibt sich auch daraus, dass vorliegend Invalidenleistungen ab
November 2001 - und somit unter der Geltung des FZG und der FZV entstandene
Ansprüche - streitig sind. Das angerufene Gericht ist im übrigen auch nur deshalb für
die streitige Frage sachlich zuständig, weil es um die Beurteilung einer Angelegenheit
betreffend Erhaltung der Vorsorge im Sinn des FZG geht (Art. 73 Abs. 1 lit. a BVG; in
Kraft seit 1. Januar 2005). Die Bestimmungen des BVG betreffend die Rechtspflege
(Art. 73 BVG) sind als Folge davon sinngemäss anwendbar (Art. 25 FZG). Gemäss
Art. 73 Abs. 2 BVG hat das Gericht den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen. Es
gilt - entgegen der vom Rechtsvertreter des Klägers vertretenen Auffassung - der
Untersuchungsgrundsatz. Dies schliesst die Beweislast nach zivilprozessualen Regeln
im Sinne einer Beweisführungslast begriffsnotwendig aus (vgl. H.U. Stauffer, Berufliche
Vorsorge, Zürich 2005, Rz 1669).
1.2 Mit der Personalvorsorge-Freizügigkeits-Police vom 24. Januar 1992 wurde unter
anderem eine Invalidenrente versichert "zahlbar bei dauernder oder vorübergehender
Erwerbsunfähigkeit infolge Krankheit oder Unfall, solange die Invalidität dauert,
längstens bis und mit 31. März 2008. Die Invalidenrente beträgt bei völliger Invalidität
jährlich Fr. 48'261.-- und wird bei teilweiser Invalidität entsprechend dem Grad der
noch bestehenden Erwerbsunfähigkeit (recte: Erwerbsfähigkeit) gekürzt. Die
Invaliditätsleistungen treten in Kraft, nachdem der Versicherte 24 Monate
arbeitsunfähig war". Gemäss Art. 1 Ziff. 1 der Allgemeinen Bedingungen für
Freizügigkeits-Versicherungen der VITA (AB, in der bei Abschluss der Police gültigen
Ausgabe 1980) haben für die in der Police, den Allgemeinen Bedingungen und
Zusatzbedingungen für Freizügigkeits-Versicherungen sowie in besonderen Abreden
nicht geregelten Verhältnisse die Bestimmungen des Bundesgesetzes über den
Versicherungsvertrag (VVG) vom 2. April 1908 sowie die Verordnung über die
Aufhebung der Vertragsfreiheit für Freizügigkeits-Policen vom 1. März 1966 Geltung.
Laut Art. 13 AB hat der Versicherungsnehmer bzw. Anspruchsberechtigte zur
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Begründung des Anspruchs auf Invaliditätsleistungen auf seine Kosten einen Bericht
des behandelnden Arztes einzureichen über Beginn, Verlauf und Folgen der Krankheit
bzw. über die Art und die Folgen des Unfalles sowie über den Grad und die
voraussichtliche Dauer der Erwerbsunfähigkeit (Ziff. 3). Die VITA ist berechtigt, weitere
Auskünfte selbst einzuziehen bzw. auf ihre Kosten Erhebungen vorzunehmen und zu
verlangen, dass sich der Versicherte durch einen von ihr bezeichneten Arzt
untersuchen lasse (Ziff. 4). Nach Art. 2 der Zusatzbedingungen für Freizügigkeits-
Versicherungen, Invalidenversicherung (ZB [Ausgabe 1980]) liegt eine Invalidität bzw.
Erwerbsunfähigkeit vor, wenn die versicherte Person infolge medizinisch
nachweisbarer Krankheit, Zerfalls der geistigen und körperlichen Kräfte oder infolge
Unfalls ganz oder teilweise ausserstande ist, ihren Beruf oder eine andere
Erwerbstätigkeit auszuüben, die ihrer Lebensstellung, ihren Kenntnissen und
Fähigkeiten angemessen ist (Ziff. 1). Dauernde Invalidität liegt vor, wenn der Nachweis
erbracht ist, dass von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte
Besserung der Erwerbsfähigkeit der versicherten Person erwartet werden kann und
dass die Invalidität voraussichtlich lebenslänglich sein wird (Ziff. 2). Anspruch auf die
vollen Leistungen besteht, wenn der Invaliditätsgrad mindestens 66 2/3 % beträgt. Bei
einem Invaliditätsgrad von weniger als 66 2/3 % werden die Leistungen entsprechend
dem Invaliditätsgrad entrichtet. Eine Teilinvalidität von weniger als 25 % begründet
keinen Anspruch auf Leistungen (Ziff. 3).
1.3 Nach den diesbezüglich vom Bundesgericht bestätigten Erwägungen des st.
gallischen Versicherungsgerichts im Entscheid vom 4. Dezember 2006 weicht der
Invaliditätsbegriff gemäss Art. 2 Ziff. 1 ZB von dem nach Art. 23 BVG für den Anspruch
auf Invalidenleistungen der obligatorischen beruflichen Vorsorge massgebenden Begriff
in der Invalidenversicherung (Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 7 und 8 Abs. 1
ATSG) ab, indem bei der Zumutbarkeit von Arbeitsleistungen ausserhalb des
bisherigen Berufes nur Tätigkeiten berücksichtigt werden, die der bisherigen
Lebensstellung entsprechen. Zudem besteht ein Anspruch bereits bei einem
Invaliditätsgrad von 25 %. Für den Anspruch gemäss Freizügigkeitspolice genügt
jedoch eine Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit lediglich im bisherigen Beruf nicht. Es
ist daher in diesem Verfahren selbständig zu prüfen, ob eine Erwerbsunfähigkeit infolge
Krankheit im Sinne der Personalvorsorge-Freizügigkeits-Police vom 24. Januar 1992
sowie der einschlägigen Versicherungsbedingungen besteht. Das Ausmass der
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Erwerbsunfähigkeit kann nicht dem von der IV-Stelle ermittelten Invaliditätsgrad von
0 % gemäss Verfügung vom 5. Juni 2001 gleichgesetzt werden. Die IV-Stelle führte in
der erwähnten Verfügung aus, der Kläger habe als selbständiger Teppichhändler seit
1987 stets ein Jahreseinkommen von ca. Fr. 7000.-- abgerechnet. Offensichtlich habe
er sich innerhalb der letzten zwei Jahre beruflich erfolgreich neu orientiert. Bereits 1999
habe er einen Betriebsgewinn von rund Fr. 70'000.-- ausgewiesen. Im Jahr 2000 habe
der Gewinn Fr. 64'824.-- betragen, obwohl während der gesamten Dauer eine
gesundheitliche Beeinträchtigung bestanden habe. Auch wenn dem Kläger gemäss
seinen Angaben nur die Hälfte des erzielten Gewinns im Sinne einer Provision zustehen
würde, liege dieser Betrag weit über dem bisherigen Einkommen, welches er mit der
selbständigen Erwerbstätigkeit seit 1980 je ausgewiesen habe. Unter Vergleich eines
hypothetischen Einkommens ohne bzw. mit Behinderung von Fr. 8000.-- bzw.
Fr. 32'412.-- schloss die IV-Stelle auf einen Invaliditätsgrad von 0 %.
1.4 Im Urteil vom 21. September 2007 erachtete das Bundesgericht vorab als unklar,
worin die angebliche, in der IV-Verfügung erwähnte berufliche Neuorientierung
bestanden habe. Mangels entsprechender Angaben sei fraglich, ob das früher
abgerechnete Einkommen als Mass für den Verdienst gelten könne, den der Kläger
ohne gesundheitliche Beeinträchtigung erzielen könnte (vgl. Art. 17 ATSG). Weiter frage
sich, ob die Invalidität unter den gegebenen Umständen nicht nach der
ausserordentlichen Bemessungsmethode eines erwerblich gewichteten
Betätigungsvergleichs hätte ermittelt werden sollen. Dabei wäre näher zu prüfen
gewesen, ob dem Beschwerdeführer eine Erwerbseinbusse allenfalls dadurch
entstanden sei, dass er nicht mehr sämtliche Arbeiten selber habe ausführen können
und deshalb auf Hilfspersonen angewiesen gewesen sei. Wie es sich damit verhalte,
lasse sich den Akten nicht entnehmen (Urteil, a.a.O, Erw. 3.2). Das Bundesgericht
beanstandete nicht, dass das st. gallische Gericht als Mass für die Erwerbsunfähigkeit
die zu erwartende Erwerbseinbusse bei einer dem bisherigen Status des Klägers
angemessenen Verweisungstätigkeit gegenüber dem Verdienst in der bisherigen
Tätigkeit als Teppichhändler nahm (Urteil, a.a.O, Erw. 4.1). Hingegen führte es aus, die
Vorinstanz habe ihrem Entscheid im Wesentlichen die Tatsachen zugrunde gelegt, auf
welchen auch die Verfügung der IV-Stelle vom 5. Juni 2001 beruhe. Dabei verkenne
sie, dass der Prüfungszeitraum sich bis zur Klageeinreichung am 29. August 2005
erstrecke. Daran ändere nichts, dass das Begehren auf Zusprechung einer
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Invalidenrente ab 2. November 2001 gelautet habe. Ebenfalls sei ohne Belang, dass die
Zürich am 16. Januar 2002 eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin verneint
habe (vgl. BGE 117 V 329 Erw. 5d S. 336). Es seien daher auch allfällige später
eingetretene Umstände in die Beurteilung mit einzubeziehen (Urteil, a.a.O., Erw. 4.2.1).
1.5 Aus den Akten geht hervor, dass der Kläger seit dem 2. November 1999 stets
mindestens zu 50 % und ab Oktober 2000 mindestens zu 50 bis 75 % arbeitsunfähig
gewesen war (IV-act. 8-3/12; vgl. auch IV-act. 8-9/12, 10-5/5, 33-5/9). Im Bericht der
Klinik für Orthopädische Chirurgie, Kantonsspital St. Gallen, vom 2. Oktober 2000
wurde festgehalten, von den Beschwerden her bestehe für den Patienten kein
Operationswunsch. Er sei als mindestens 25-50% arbeitsfähig zu erachten (act. G
1.1/11 [BV 2005/23]). Am 23. November 2000 vermerkten die Ärzte der Klinik für
Orthopädie, aufgrund des progredienten klinischen Befundes und des konventionell
radiologischen und MRT-Befundes sei eine weiterführende Abklärung der LWS sowie
der Halswirbelsäule indiziert (act. G 1.1/12 [BV 2005/23]). Im Schreiben vom 12.
Oktober 2001 teilte der Kläger der IV-Stelle mit, im Jahr 2001 habe er mit seiner
Unternehmung bislang keine Erträge erwirtschaften können; es werde ein negatives
Jahresergebnis resultieren. Die positiven Ergebnisse, welche in den Jahren 1999 und
2000 trotz der Behinderung und ärztlich attestierter Arbeitsunfähigkeit erzielt worden
seien, stellten lediglich Früchte von früheren Perioden aktiver Geschäftstätigkeit vor
Eintritt der Arbeitsunfähigkeit (am 2. November 1999) dar. Aufgrund der andauernden
Arbeitsunfähigkeit im Jahr 2001 hätten die geschäftlichen Tätigkeiten weder in der
Schweiz noch in der Türkei wahrgenommen werden können (IV-act. 28-1/2). Das
Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen hielt zur Begründung seines Entscheids
vom 8. Oktober 2002 im IV-Verfahren 2002/39 (Bestätigung der
Nichteintretensverfügung der IV-Stelle vom 14. Februar 2002) zusammenfassend fest,
der Kläger habe seine Behauptung, wonach sich nach dem 5. Juni 2001 seine
Fähigkeit, Teppiche zu verkaufen und damit ein Erwerbseinkommen zu erzielen,
deutlich verschlechtert habe, nicht glaubhaft machen können. Die vertragliche
Neuregelung seines Verhältnisses zum Eigentümer des Teppichlagers vom 18. April
2002 (insbesondere die Reduktion der Verkaufsprovision; vgl. dazu IV-act. 47-1/2) sei
in diesem Zusammenhang irrelevant, weil sie nach dem hier massgebenden Zeitpunkt
des Erlasses der angefochtenen Nichteintretensverfügung vorgenommen worden sei
(Entscheid, a.a.O., S. 10). Die erwähnte vertragliche Neuregelung wurde im
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Wesentlichen mit der seit Jahren andauernden Krankheit des Klägers mit 25%iger
Arbeitsfähigkeit begründet (IV-act. 47-1/2). Die Jahresrechnung 2001 wies einen
Verlust von Fr. 52'323.30 (IV-act. 38-8/8) und diejenige für 2002 einen solchen von Fr.
49'676.70 aus (IV-act. 54). Im Frühjahr 2003 hatte sich der Gesundheitszustand des
Klägers verschlechtert, indem neben den Beschwerden im Bereich der Halswirbelsäule
und im lumbalen Bereich neu Schulterbeschwerden auftraten, welche die
Arbeitsfähigkeit zusätzlich beeinträchtigten. Dr. B._ bescheinigte am 10. Juni 2003
eine Arbeitsunfähigkeit von 75 % vom 19. August 2001 bis 27. März 2003 sowie eine
vollständige Arbeitsunfähigkeit ab 28. März 2003 mit der Feststellung, der Kläger habe
zufolge einer Ruptur der Rotatorenmanschette links seit April 2003 auch Schmerzen in
der linken Schulter. Im Vordergrund stünden die zervikalen und lumbalen Schmerzen
mit Parästhesien der rechten Hand (IV-act. 61). Am 16. Mai 2003 hatte sich der Kläger
erneut bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug angemeldet. Am 12. Oktober
2003 teilte Dr. B._ der IV-Stelle mit, wegen Schmerzen und einer eingeschränkten
Beweglichkeit der linken Schulter sei der Kläger in der Leistungsfähigkeit
eingeschränkt. Infolge der lumboradikulären Schmerzen könne er nicht länger als zehn
Minuten sitzen oder stehen; gehen könne er ca. eine Viertelstunde (IV-act. 66). Am
15. Januar 2004 berichtete der behandelnde Arzt, der Kläger sei bei den gegebenen
Symptomen (cervikales radikuläres und lumboradikuläres Syndrom) praktisch
vollständig arbeitsunfähig; seine Belastbarkeit belaufe sich auf höchstens 10 % (IV-act.
73). Dr. med. D._, Leitender Arzt Wirbelsäulenchirurgie am Kantonsspital St. Gallen,
schloss sich in seinem Bericht vom 13. Mai 2004 dieser Beurteilung mit der
Feststellung an, aufgrund der Zunahme der Beschwerden und der neuen MRI-Befunde
erachte er den Kläger aktuell als nicht mehr arbeitsfähig (IV-act. 86). Dr. med. E._,
Orthopädie am Rosenberg, hatte im Bericht vom 17. Februar 2004 an die IV-Stelle
festgehalten, bei einer Untersuchung von anfangs 2004 sei auch eine Läsion der
Supraspinatussehne rechts festgestellt worden. Wegen der beidseits schwer
beschädigten Rotatorenmanschetten sei der Kläger beim Tragen und Heben von
schweren Teppichrollen behindert; er könne die Tätigkeit als Teppichhändler nicht
mehr vollumfänglich ausüben. Allein vom Schulterleiden her sei die Arbeitsfähigkeit auf
mindestens 50 % (ganztägige Arbeit bei reduzierter Leistung) zu schätzen (act. 75).
Eine Begutachtung bei Dr. med. C._, Spezialarzt Orthopädische Chirurgie FMH,
ergab gemäss Bericht vom 15. September 2004 unter anderem, dass dem Kläger
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Tätigkeiten, die vorwiegend sitzend oder stehend ausgeführt werden müssten und bei
denen regelmässig Gegenstände über 5 kg gehoben oder getragen werden sollten und
die mit regelmässigen Arbeiten über der Horizontalen verbunden seien, nicht mehr
vollumfänglich zugemutet werden könnten. Die Arbeitsfähigkeit betrage bei voller
Stundenpräsenz ca. 65%. Mit Operationen (betreffend die Nacken-, Schulter- und
lumbosacralen Befunde) könne höchstwahrscheinlich eine Steigerung der
Arbeitsfähigkeit erreicht werden. Die Tätigkeit als selbständiger Teppichhändler
entspreche bereits einer adaptierten Tätigkeit (IV-act. 105).
2.
2.1 Vorweg ist festzuhalten, dass für die im Verfahren der Invalidenversicherung
getroffene Annahme einer beruflichen Neuorientierung des Klägers seit 1999 (vgl.
Verfügung der IV-Stelle vom 5. Juni 2001) keine Anhaltspunkte bestehen. Der Kläger
war vielmehr seit 1987 nach wie vor als selbständigerwerbender Teppichhändler tätig.
Eine vertragliche Neuregelung mit dem Geschäftspartner des Klägers vom 18. April
2002 (vgl. IV-act. 47-1/2) hatte ihren Grund vorab - neben wirtschaftlichen
Gegebenheiten (Veränderungen im Teppichmarkt) - in der Verschlechterung der
gesundheitlichen Situation des Klägers. Im Entscheid des Versicherungsgerichts vom
8. Oktober 2002 im IV-Verfahren 2002/39 (S. 10) wurde denn auch festgehalten, die
vertragliche Neuregelung könne allenfalls Anlass für eine Wiederanmeldung bei der
Invalidenversicherung geben. Die erwähnte Annahme einer beruflichen Neuorientierung
durch die Invalidenversicherung erweist sich somit insofern als unzutreffend, als aus ihr
auf eine dauerhaft gegebene Erwerbsfähigkeit des Klägers geschlossen wurde.
2.2 Die Arbeitsfähigkeitsschätzungen von Hausärzten dürfen nicht generell unter
Verweis auf eine mögliche Befangenheit als unbeachtlich beiseite geschoben werden.
Für die Überzeugungskraft der Arbeitsfähigkeitsschätzungen der Hausärzte wird
regelmässig vorgebracht, die Hausärzte hätten sich lange und intensiv um die
Gesundheitsbeeinträchtigungen ihrer Patienten gekümmert und könnten diese deshalb
besser beurteilen als jene Ärzte, die sich nur ganz kurz gutachterlich mit den Patienten
befasst hätten. Die lange Beschäftigung mit den Gebrechen der Patienten kann aber
genauso gut gegen die Überzeugungskraft der Hausarztschätzungen ins Feld geführt
werden. Die (pessimistische) subjektive Einschätzung eines Patienten schlägt sich
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nämlich in der Arbeitswelt sofort nieder. Dies wiederum erweckt den Anschein, dass
die Selbsteinschätzung richtig sei, sie bestätigt sich sozusagen selbst. Bei den
Hausärzten muss deshalb damit gerechnet werden, dass sie sich durch die "Macht des
Faktischen" von der Einschätzung ihrer Patienten überzeugen lassen (vgl. Entscheid
des Versicherungsgerichts vom 27. März 2003 i/S M. [IV 2002/10]). Unter Beachtung
des bei einer Begutachtung bestehenden Ermessensspielraums und der Divergenz von
medizinischem Behandlungs- und Abklärungsauftrag (BGE 124 I 175 Erw. 4; Urteil des
Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: sozialrechtliche
Abteilungen des Bundesgerichts) i/S P. vom 13. Juni 2001 [I 506/00]) kann es nicht
angehen, eine medizinische Administrativexpertise stets dann in Frage zu stellen und
zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte nachher
zu unterschiedlichen Einschätzungen gelangen oder an solchen vorgängig geäusserten
abweichenden Auffassungen festhalten. Anders verhält es sich hingegen, wenn die
behandelnden Ärzte objektiv feststellbare Gesichtspunkte vorbringen, welche im
Rahmen der Begutachtung unerkannt geblieben und die geeignet sind, zu einer
abweichenden Beurteilung zu führen (Urteil des EVG vom 13. März 2006 i/S G. [I
676/05], Erw. 2.4; vgl. auch Urteile des EVG vom 18. April 2006 i/S H. (I 783/05, Erw.
2.2), vom 27. November 2006 i/S T. (I 663/05, Erw. 2.2.2) und vom 15. Dezember 2006
i/S N. (I 865/05, Erw. 6.2).
2.3 Der Hausarzt Dr. B._ hält den Kläger wegen den nachweisbaren
Diskusprotrusionen und Spinalkanalstenosen als Teppichhändler seit Oktober 2000 für
75 bzw. 100% arbeitsunfähig (IV-act. 8-3/12, 33-6/9, 61, 73). Dabei ist allerdings zu
beachten, dass Dr. B._ als Internist zur Beurteilung der konkreten erwerblichen
Auswirkungen dieses Gesundheitsschadens nicht ohne weiteres die geeignete
Fachausrichtung aufweist. Wenn der Kläger von Seiten der Klinik für Orthopädische
Chirurgie im Oktober 2000 als mindestens 25-50% arbeitsfähig erachtet wurde (act. G
1.1/11 [BV 2005/23]), und Dr. D._ ihn am 13. Mai 2004 als nicht mehr arbeitsfähig
erachtete (IV-act. 86), so ist festzuhalten, dass diese Einschätzungen nicht näher
begründet wurden und auch keinen Bezug auf die konkret in Frage stehende Tätigkeit
nahmen. Am 16. August 2004 gab Dr. D._ der IV-Stelle bekannt, die bisherige
Tätigkeit sei dem Kläger nicht mehr zumutbar. Leichte Arbeiten, welche sitzend
ausgeführt werden könnten und kein Anheben der Schultern bedingen würden, seien
ihm während zweimal täglich ein bis zwei Stunden möglich. Es könne ca. eine Leistung
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von 75% in dieser Tätigkeit erreicht werden. Der Arzt machte sodann Vorschläge, wie
die Arbeitsfähigkeit therapeutisch verbessert werden könne (IV-act. 104). Dr. C._
gelangte zum Schluss, dem Kläger seien Tätigkeiten, die vorwiegend sitzend oder
stehend ausgeführt werden müssten und bei denen regelmässig Gegenstände über 5
kg gehoben oder getragen werden sollten und die mit regelmässigen Arbeiten über der
Horizontalen verbunden seien, bei voller Stundenpräsenz zu ca. 65% zumutbar. Die
selbständige Tätigkeit als Teppichhändler erachtete er als adaptiert. Er begründete dies
nachvollziebar, indem er ausführte, der Kläger könne abwechslungsweise stehend,
sitzend und gehend selbständig den Tagesverlauf einteilen. Als selbständiger
Teppichhändler arbeite er auch nicht über der Horizontalen. Regelmässiges Heben und
Tragen von Lasten sei bei dieser Arbeit nicht notwendig, zumal für gelegentliche
Transporte grösserer Teppiche eine andere Person organisiert werden könne (IV-act.
105). Zu erwähnen ist in diesem Zusammenhang auch, dass der Einspracheentscheid
der Invalidenversicherung vom 13. Dezember 2004 (IV-act. 121), welcher die auf dem
Gutachten von Dr. C._ basierende Verfügung vom 8. November 2004 bestätigte,
unangefochten in Rechtskraft erwuchs. Der Kläger anerkannte hier offenbar die
Einschätzung von Dr. C._. Dr. E._ ging im Bericht vom 17. Februar 2004 insofern
von einem unvollständigen Bild der Tätigkeit des Klägers aus, als er den Kläger beim
Heben und Tragen von schweren Teppichrollen als um mindestens 50% eingeschränkt
erachtete (IV-act. 75). Die Tätigkeit des Klägers umfasst jedoch nicht nur solche
Arbeiten, sondern es dürften - neben dem Zeigen der Ware im Ladengeschäft - im
Zusammenhang mit dem Ein- und Verkauf der Teppiche auch eine gewisse
Reisetätigkeit (vgl. verbuchte Reisespesen in IV-act. 38-6/8) sowie Büro- und
Marketingarbeiten (vgl. IV-act. 15-6/11) anfallen. Insofern handelt es sich bei der
angestammten Tätigkeit um eine leichte Arbeit, welche wechselbelastend (sitzend und
stehend) ausgeübt werden kann. Der Umstand, dass der Kläger schwere Gegenstände
(Teppiche) nicht mehr tragen kann, ist im Rahmen der um 35% verminderten
Leistungsfähigkeit zureichend berücksichtigt. Auf die Arbeitsfähigkeitsschätzung im
widerspruchsfrei begründeten Gutachten von Dr. C._ ist daher abzustellen.
2.4 Mit Blick auf die dargelegten Umstände ist als belegt zu erachten, dass der
Kläger infolge medizinisch nachweisbarer Krankheit teilweise ausserstande ist, seinen
angestammten Beruf oder eine andere Erwerbstätigkeit auszuüben, die seiner
Lebensstellung, seinen Kenntnissen und Fähigkeiten angemessen ist (Ziffer 1 der
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Zusatzbedingungen für Freizügigkeits-Versicherungen). Er erfüllt daher die
reglementarischen Voraussetzungen für die Zusprechung von Invalidenleistungen.
Aufgrund der vorstehend geschilderten medizinischen Gegebenheiten rechtfertigt es
sich, von einer 35%igen Einschränkung auszugehen; dies wird auch von Seiten der
Beklagten anerkannt. Unbestritten ist sodann der Beginn der rentenbegründenden
Arbeitsunfähigkeit am 2. November 1999 (IV-act. 8-3/12). Die zweijährige Wartezeit
gemäss Personalvorsorge-Freizügigkeits-Police war daher am 2. November 2001
abgelaufen. Ärztlicherseits wurde zwar von einer (schulterbedingten) Verschlechterung
des Gesundheitszustandes ab 2003 berichtet, wobei jedoch nach wie vor die
zervikalen und lumbalen Schmerzen mit Parästhesien der rechten Hand im
Vordergrund standen (IV-act. 61). Die erwerblichen Auswirkungen von verschiedenen
gesundheitlichen Einschränkungen im Rücken- und Schulterbereich überschneiden
sich in der Regel. Eine blosse Addition der mit Bezug auf einzelne Funktionsstörungen
und Beschwerdebilder geschätzten Arbeitsunfähigkeitsgrade ist nicht zulässig (vgl.
Urteil des EVG vom 3. März 2003 i/S E. [U 850/02] Erw. 6.4.1). Mit Blick auf diese
Umstände ist auch nicht davon auszugehen, dass insgesamt die erwerbliche
Einschränkung des Klägers in der Zeit ab November 2001 kleiner war als im Nachgang
zu Begutachtung durch Dr. C._ am 31. August 2004, zumal konkrete diesbezügliche
Anhaltspunkte nicht ersichtlich sind und auch von der Beklagten nicht geltend gemacht
werden. Sodann ist für die Zeit nach der Begutachtung durch Dr. C._ eine
Verschlechterung des Gesundheitszustandes des Klägers weder behauptet noch aus
den Akten ersichtlich. Der Kläger hat daher ab 2. November 2001 durchgehend
Anspruch auf Invalidenleistungen der Beklagten auf der Basis eines IV-Grades von
35%. Nachdem sich die Ausführungen des Klägers zum betraglichen Umfang der
Rente auf die Nennung des in der Police genannten Maximalbetrages beschränkten
und auch die Beklagte keine diesbezüglichen Darlegungen machte, wird es Sache der
Beklagten sein, die Rentenhöhe (unter Berücksichtigung allfälliger Überschussanteile;
Art. 5 AVB-F) festzulegen.
3.
Im Sinn der vorstehenden Erwägungen hat die Beklagte dem Kläger aus der
Personalvorsorge-Freizügigkeits-Police vom 24. Januar 1992 mit Wirkung ab 2.
November 2001 eine Invalidenrente aufgrund eines Invaliditätsgrades von 35%
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auszurichten. Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 73 Abs. 2 BVG). Bei diesem
Verfahrensausgang hat der Kläger Anspruch auf Parteientschädigung. Es rechtfertigt
sich, diese auf pauschal Fr. 4'250.-- (einschliesslich mündliche Verhandlung,
Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzulegen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG