Decision ID: 4cdc6828-b6a8-52ed-afbe-18dcbe60ecd0
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
,
geboren
1958,
ist
seit dem
1.
Mai 1998 bei der
Y._
AG als Kundenberate
r tätig (Urk. 8/7 und
Urk.
3/6
)
, wobei er ab Januar 2003 ganz oder teilweise arbeitsunfähig war (
Urk.
8/9/6-7,
Urk.
8/36/2)
.
Am 3
1.
Oktober 2003 meldete sich der Versicherte wegen
Depres
sionen, Platz
angst, Versagensängsten, Diabetes, Teilresektion
der Bauchspei
cheldrüse mit Kompli
kationen sowie fünf Bauchspeicheldrüsenentzündungen
bei der
Sozial
versicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
zum
Leis
tungsbezug
an und beantragte eine Rente (
Urk.
8/4). Nach erwerblichen und medizinischen Abklärungen, in deren Rahmen die IV-Stelle unter anderem das psychiatrisc
he Gutachten von Dr. med.
Z._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie,
vom 30. März 2005 (
Urk. 8/15/6-27)
beizog, sprach sie dem Versicherten, ausgehend von einem Invaliditätsgrad
von 60
%
, mit Verfügungen vom 3
0.
August 2005 mit Wirkung ab
1.
Januar 2004 eine
Dreiviertelsrente
zu (
Urk.
8/23-25).
1.2
Anlässlich der im Jahre 2008 eingeleiteten Rentenr
evision nahm die IV-Stelle wiederum erwerbliche und medizinische Abklärungen vor und stellte dem Ver
sicherten in der Folge
, ausgehend von einem Invaliditätsgrad von 45
%
,
mit Vorbescheid vom 5. Februar 2009 die Herabsetzung der bisherigen
Dreiviertels
rente
auf eine
Viertels
rente
in Aussicht (Urk. 8/48).
Mit Schreiben vom 16. Februar 2009 (Urk. 8/49), 2. März 2009 (Urk. 8/51) und 31. März 2009 (Urk. 8/56) erhob der Versicherte dagegen Einwand mit dem Begehren um wei
tere Ausrichtung einer
Dreiviertelsrente
.
Sod
ann stellte er mit Eingabe vom
25. August 2009
unter Hinweis auf eine erhebliche Verschlechterung des Gesundheitszustandes das Gesuch um Erhöhung der bisherigen Rente auf eine ganze Rente (
Urk.
8/64).
Die IV-Stelle liess
ihn daraufhin beim
A._
bidi
szi
plinär
– internis
tisch-
gastroenterolo
gisch
und psychiatrisch – begutach
ten (Gutachten vom 26. Februar 2010, Urk. 8/74).
Der Versicherte nahm am 27. und 31.
Mai 2010 zum
Gutachten Stellung und beantragte
weiterhin
die
Zusprache
einer gan
zen Invaliden
rente (Urk. 8/82
-83, unter Beilage einer Stellungnahme des behan
delnden Psychiaters
Dr.
med.
B._
, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, vom 2
6.
Mai 2010 [
Urk.
8/84]
). Nachdem
er am
14. Juli 2010
und 1
9.
Oktober 2010 weitere Arztberichte eingereicht hatte
(Urk. 8/
85-
86
und
Urk.
8/
87-88),
verfügte die IV-Stelle
, ausgehend von einem Invaliditätsgrad von 52
%
,
am
14. Dezember 2010 die H
erabsetzung der bisherigen
Drei
viertels
rente
auf eine halbe R
ente
per 1. Februar 2011
(Urk.
8/92).
Die dagegen vom Versicherten am 3
1.
Januar 2011 eingereichte Beschwerde (
Urk.
8/93/3-10) hiess das hiesige Gericht mit Urteil IV.2011.00095
vom 1
4.
Mai 2012 in dem Sinne gut, dass es die Verfügung der IV-Stelle vom 1
4.
Dezember 2010 aufhob mit der Feststel
lung, dass der Versicherte weiterhin Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
der Invalidenversicherung hat (
Urk.
8/95).
Dieses Urteil wurde von der IV-Stelle mit Verfügung vom 2
6.
Juli 2012 umgesetzt (
Urk.
8/101).
1.3
Am 2
7.
Mai 2013 stellte der Versicherte
erneut
das Gesuch um revisionsweise Erhöhung der
Dreiviertelsrente
auf eine ganze Rente (
Urk.
8/105, unter Beilage diverser Arztberichte [
Urk.
8/103]). Nach
Beizug
einer Stellungnahme des Regi
onalen Ärztlichen Dienstes (RAD,
Urk.
8/107/2-3) sowie durchgeführtem
Vor
bescheidverfahren
(Vorbescheid vom 2
8.
Juni 2013 [
Urk.
8/109], Einwand vom 2
6.
August 2013 [
Urk.
8/111]), in dessen Rahmen der Versicherte weitere
Arzt
berichte
einreichte (
Urk.
8/110 und
Urk.
8/114) und die IV-Stelle erneut mit dem RAD Rücksprache hielt (
Urk.
8/115/3),
wies sie mit Verfügung vom 24.
Oktober 2013 das Rentenerhöhungsgesuch des Versicherten ab (
Urk.
8/116 =
Urk.
2).
2
.
Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte mit Eingabe
vom 6.
November 2013 B
eschwerde und beantragte, es sei
die Beschwerdegegnerin zu verpflich
ten, ihm eine ganze Rente aufgrund eines Invaliditätsgrades von über 70
%
aus
zu
bezahlen (
Urk.
1). Die Beschwerdegegnerin ersuchte in ihrer
Beschwerdeant
wort
vom 2
4.
Januar 2014 um Abweisung der Beschwerde (Urk. 7), was dem Beschwerdeführer am 2
8.
Januar 2014 mitgeteilt wurde (Urk. 9). Am 1
2.
Juni 2014 legte der Beschwerdeführer die Bericht
e des
C._
vom 1
9.
und
2
8.
Mai
2014 ins Recht (
Urk.
10 und Urk. 11/1-2).
Mit Verfügung vom
3.
Dezember 2014 wurde der Beschwerdegegnerin Frist angesetzt, um zu diesen Berichten Stellung zu nehmen (
Urk.
12). Diese teilte am 1
2.
Januar 2015 mit, dass sie auf eine Duplik verzichte (
Urk.
14).
3
.
Auf die Vorbringen der Parteien sowie die eingereichten Unterlagen ist, soweit erforderlich, im Rahmen der nac
hfolgenden Erwägungen einzugehen
.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von
Art.
4
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) in Verbindung mit
Art.
8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschränkun
gen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des
Forderbaren
wird dabei weitgehend objektiv bestimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Erwerbstätig
keit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychischen Beeinträchti
gung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur soweit zu einer Erwerbsunfähigkeit (
Art.
7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (
Art.
6 ATSG) sei der versicherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
1.2
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und
in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revisi
onsgrund
im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Ein
spracheentscheid
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71
E.
3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hin
weisen).
1.3
Wird ein Gesuch um Revision eingereicht, ist darin glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität in einer für den Anspruch erhebli
chen Weise ge
än
dert hat (Art. 87 Abs. 2 der Verordnung über die Invalidenver
sicherung [IVV]).
Zur Frage des Bedeutungsgehalts des
Art.
87
Abs.
2 und 3 IVV hat das Bund
esge
richt in BGE 130 V 64 E.
5.2.5
festgehalt
en, dass die versicherte Per
son mit dem Revisionsgesuch die massgebliche
Tatsa
chenänderung
glaubhaft machen muss, ihr mithin ausnahmsweise eine Beweisführungslast zukommt. Tritt die Verwaltung auf das erneute
Leistungsbe
gehren
ein, hat sie demgegenüber gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserhebliche
n Sachverhaltes zu sorgen (Art. 43 ATSG, Art.
57 IVG in Verbindung mit Art.
69 ff. IVV; SVR
2006 IV Nr. 10 S. 39 E. 4.1 [I
457/04
]; vgl. auch BGE 117 V 198 E. 3a
).
1.4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
Bei der Würdigung von Berichten behandelnder
Ärzte darf und soll
berücksich
tigt werden, dass deren Beurteilung mitunter im Hinblick auf ihre
auftrags
rechtliche
Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zugunsten der Patienten ausfällt. Berichte behandelnder Ärzte können jedoch Anlass für weitere Abklä
rungen geben, wenn darin nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation ent
springende, objektiv feststellbare Gesichtspunkte vorgetragen werden, die einer Auseinandersetzung bedürfen (Urteile des Bundesgerichtes 9C_276/2009 vom 2
4.
Juni 2009 E. 4.2.3 und 9C_53/2008 vom 1
8.
Februar 2009 E. 4, je mit Hin
weisen).
2.
2.1
Streitig und zu prüfen ist, ob sich der
Gesundheit
s
zustand
sowie die Arbeitsfähig
keit
des Beschwerdeführers seit
der letzt
en rechtskräftigen Über
prüfung des Rentenanspruches Ende 2010
derart verschlechtert haben, dass ihm nunmehr eine ganze Invalidenrente zusteht.
2.2
Die Beschwerdegegnerin machte geltend, eine richtungsweise
nde
dauerhafte Veränderung von Gesundheitszustand und medizinisch-theoretischer Arbeitsf
ä
higkeit sei nicht ausgewiesen
. Der Aufenthalt in der Privatklinik
D._
liege fast ein Jahr zurück. Auch in den weiteren vom Beschwerdeführer eingereichten Arztberichten fehlten objektive Befunde, welche eine dauerhafte Verschlechte
rung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers begründen könnten
(
Urk.
2).
2.3
Der Beschwerdeführer brachte dagegen vor,
er habe immer alles daran gesetzt, erwerbstätig zu bleiben. Dies habe schlussendlich aufgrund seiner psychischen Erkrankung immer wieder zu Überforderung und somit zur Verstärkung der psychischen Problematik geführt. Hinzu kämen die diversen somatischen Erkrankungen, welche ausserordentlich belastend seien, aber auch durch die Einnahme diverser Medikamente zu weiteren Beeinträchtigungen führten, ins
besondere, weil der Diabetes nun seit längerer Zeit nicht mehr wirklich kontrol
lierbar sei (
Urk.
1 Seite 6).
Sei der
Diabetes früher noch als Befund ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit bewertet worden, so müsse heute da
von ausgegangen werden, dass er
einen wesentlichen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit habe
(
Urk.
1 Seite 5)
.
Hinzu
kämen hirnorganische Veränderungen, welche die kog
nitiven Fähigkeiten einschränkten.
Dr.
B._
habe in diesem Zusammen
hang Wortfindungsstörungen beobachten können, ebenso hätten sich die Panikstörungen vermehrt
und sich bei beginnender Ermüdung ausgeprägte Koordinations- und Gleichgewichtsstörungen gezeigt.
I
m Vergleich zum Gut
achten des
A._
vom 2
6.
Februar 2010
sei
klarerweise eine massive Ver
schlechterung seines Gesundheitszusta
ndes eingetreten
. Damals habe mit Hilfe der diversen Medikamente ein gewisses Gleichgewicht geha
lten werden können. Auch sei der Beschwerdeführer
in der Lage gewesen, den Diabetes zu kontrol
lieren. Aus dem Gutachten gingen Probleme wie zum Beispiel der Tremor nicht
hervor. Auch die kognitiven Fähigkeiten seien damals noch als genügend bezeichnet worden.
Auch habe
er
sich
seither
noch weiter zurückgezogen und isoliert. Vergleiche man die Medikamente
n
liste gemäss Gutachten mit der heu
tigen, falle auf, dass bei einigen Medikamenten die Dosis habe erhöht werden müssen, andere hätten ersetzt werden müssen und insgesamt müssten mehr Medikamente eingesetzt werden
. Auch dies dokumentiere, dass sich der Gesundheitszustand verschlechtert habe
(
Urk.
1 Seite 6).
3.
3.1
3.1.1
Das hiesige Gericht hat im Urteil IV
.2011.00095 vom 1
4.
Mai 2012 (
Urk.
8/95), mit welchem es die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 1
4.
Dezember 2010 (
Urk.
8/92) aufgehoben und festgestellt hatte, dass dem Beschwerdeführer wei
terhin eine
Dreiviertelsrente
zusteht
, unter anderem erwogen, dass
Dr.
Z._
in seinem
– der ursprünglichen
Ren
tenzusprache
vom 3
0.
August 2005
(
Urk.
8/23) zugrunde liegenden (vgl. Feststellungsblatt für den Beschluss vom 1
7.
Mai 2005, Urk. 8/20) -
psychiatrischen Gutachten vom 30. März 2005
die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
(50
%
bis 70
%
)
mit einer Vielzahl von somatischen Diagnosen, einer postoperativen Depression mittleren Grades mit Insuffizienz
gefühlen und Versagensängsten sowie einer
Zwangsstö
rung
im Sinne einer rigiden,
anankastischen
Persönlichkeit mit imperativer
Kontroll
zwangsympto
matik
begründet habe.
Rund fünf Jahre später
hätten
die
A._
-Gutachter die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit durch eine rezidi
vie
rende depressive Störung, gegenwärtig leicht- bis mittelgradige depres
sive Epi
sode (ICD-10 F33.1), eine
anankastische
Persönlichkeit (ICD-10 F60.5), eine chronisc
he,
initial
wahrscheinlich
chol
angiogene
Pankreatitis mit rezidivie
ren
den Schüben, einen seit November
2001 substituierten
pankreopri
ven
Diabetes mellitu
s, eine stark verzögerten Magen
entleerung und einen Verdacht auf intes
tinale bakterielle Fehlbesiedlung des Dünndarmes sowie einen Status nach schwerer postoperativer respiratorischer Insuffizienz mit
Langzeit
beatmung
vom 16. Januar bis am 17. Februar 2003 mit sei
therigen Flashbacks begründet
.
Das internistisch-
gastroenterologische
und psychiatrische Gutachten
des
A._
entspreche
den
rechtsprechungs
ge
mässen
Anforderungen an ein
beweiswer
-
tiges
ärztliches Gutachten. Was die Schlus
seinschätzung anbelange, seien
die Gut
achter von einer Adaption und deshalb von einer geringfügigen Steigerung der Arbeits
fähigkeit von 40 % auf 50 % ausgegan
gen
. Der RAD sei
den
A._
-Gut
achtern
gefolgt und
von einer Arbeitsfähigkeit von neu 50 % aus
gegangen
(Urk. 8/8
9/6). Diese Steigerung erscheine
allerd
ings reichlich
hypothetisch, zu
mal neue somatis
che Diagnosen dazugekommen seien
(Ulcus
duodeni
und bak
terielle Fehlbesiedlu
ng des Dünndarms). Zudem hätten
die Gut
-
achter selbst dar
auf hin
gewiesen
, dass bei grundsätzlich leichter Verbesse
-
rung
der psychi
schen Situation es zwi
schen
zeit
lich zur Verschlimmerung mit
Hospitalisation
– sie hätten
eine solche aus dem Jahre 2009
erwähnt – gekommen sei
. Die Beschwe
rdegeg
nerin
habe
denn auch in der angefoch
tenen Verfügung weiterhin auf eine 40%ige Arbeitsfähigkeit ab
gestellt
. Es sei
daher nicht zu
beanstanden, dass die Beschwer
degegnerin gestützt auf das
A._
-
Gutachten von keiner we
sentlichen Veränderung des Gesund
heitszustandes ausge
gangen sei (Urteil S. 19 bis 20).
Was der behandelnde Psychiater des Beschwerdeführers, Dr.
B._
, gegen das
A._
-
Gutachten
vorbringe
, vermöge nicht zu überzeugen.
Demnach könne
auf d
ieses Gutachten
abgestellt werden und sei
mit den Gutachtern davon aus
zugehen, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit dem 30. August 20
05
nicht wesentlich geändert habe, zumal diese
r Befund auch durch die
Berichte
des
Gastroenterlogen
Prof.
Dr.
med.
E._
, von Hausärztin
Dr.
med.
F._
, FMH für Allgemeinmedizin und Akupunktur TCM
, der
Diabetologin
Dr. med.
G._
, FMH Innere Medizin und
Endokrinologie-Dia
betologie
,
sowie von
Dr.
H._
von der Privatklinik
D._
nicht erschüt
tert werde
(Urteil S. 20
und 21
)
.
3.1.2
Im besagten Gutachten des
A._
vom 2
6.
Februar 2010 (
Urk.
8/74) waren zusammenfassend folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt worden (
Urk.
8/74/23):
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leicht- bis mittelgradige de
pressive Episode (ICD-10 F33.1);
anankastische
Persönlichkeit (ICD-10 F60.5);
chronische,
initial
wahrscheinlich
cholangiogene
Pankreatitis mit rezidivie
ren
den Schüben
L
aparaskopie
Cholezystektomie
im September 2001;
exokrine und endokrine Pankreasinsuffizienz seit November 2001;
linksseitige Pankreasschwanz- und Pankreaskopfresektion am 16. Ja
nuar 2003;
Pankreaskopfzystenoperation am 16. Mai 2003;
rezidivierender Dünndarm
Subileus
;
Bauchwand- und Narbenhernien mit Status nach Netzeinlage im Mai 2004;
Status nach Ulcus
duodeni
im Mai 2008 und Juli 2008 (
nichtsteroidales
Antirheumatika [NSAR]);
pankreopriver
Diabetes mellitus seit November 2001 substituiert;
stark verzögerte Magenentleerung und Verdacht auf intestinale bakterielle Fehlbesiedlung des Dünndarmes (Gastroskopie am 8. Januar 2010);
Status nach schwerer postoperativer respiratorischer Insuffizienz mit
Lang
zeit
beatmung
vom 16. Januar bis am 17. Februar 2003, seither sogenannte Flashbacks.
Als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit in der letzten Tätigkeit nannten sie (Urk. 8/74/23-24):
arterielle Hypertonie, medikamentös eingestellt;
Hypercholesterinämie
, medikamentös eingestellt;
hypogonadaler
Hypogonadismus
, mit Testosteron-Spritzen substituiert;
schädlicher Tabakgebrauch (ICD-10 F17);
Status
nach
operierter
Periarthropathia
humeroscapularis
calcarea
rechts
;
postoperative
Dekonditionierung
mit Flashbacks und passagären Muskel
atro
phien nach Pankreasschwanz- und Pankreaskopfresektion mit schwerer postoperativer respiratorischer Insuffizienz im Jahre 2003 und
Pankreas
kopfzystenoperation
im Jahre 2003.
Unter dem Titel „Versicherungsmedizinische Beurteilung und Synthese“ war ausgeführt worden, dass der Beschwerdeführer
polymorbide
sei
. Bereits aus internistischer Sicht führten die Folgen der mehrfach operierten
Pankre
aser
krankung
zu einer Einschrän
kung der Arbeitsfähigkeit. Zusätzlich bestehe beim Beschwerdeführer vor dem Hintergrund einer
anankastischen
Primärpersönl
ich
keitsstruktur
eine rezidivie
rende depressive Störung mit gegen
wärtig leicht- bis mittelgradig depressiver Symptomatik.
2008 und 2009 hätten Exazerbationen der depressiven Symptomatik zur Notwendigkeit einer psychiatrischen Hospita
lisierung geführt. Der Beschwerdeführer habe während der Hospitalisierungen zwar stabilisiert werden können, aber vor dem Hintergrund seiner
prog
nostisch ungünstigen Persönlich
keit
sstruktur
mit dysfunktionalem Verhalten und daraus resultierender
Dekompensations
bereitschaft
ergebe si
ch eine gesamthafte Min
de
rung der Arbeitsfähi
gkeit von 50 % (Urk. 8/74/24). Der Beschwerdeführer sei in der Lage, seine zuletzt ausgeübte Tätigkeit weiterhin zu verrichten, wobei eine Arbeitsfähigkeit von 50 % bestehe. D
abei seien sowohl die
Leistungsmin
derung
wie auch eine Redukti
on des möglichen Arbeitszeitpen
sums inbegriffen. Der Beschwerdeführer könne sämtliche körperlich leichten Arbeiten, die seinem
Ausbildungsstand entsprächen, verrichten. Er könne solche Verweistätigkeiten ebenfalls im Rah
men einer gesamten Arbeitsfähigkeit von 50 % unter einbezo
gener Minderung der Leistungsfähigkeit ausüben. Somit bestehe auch in adap
tierten Tätigkeiten ei
ne Arbeitsfähigkeit in der
Grössen
ordnung
von 50 % (Urk. 8/74/25).
3.1.3
Die behandelnden Ärzte und Ärztinnen
Dr.
B._
(
Urk.
8/66/2, Urk.
8/93/83-84),
Dr.
F._
(
Urk.
8/33/1 und
Urk.
8/85/2) und Dr.
G._
(
Urk.
8/
38)
hatten demgegenüber zusammengefasst angenommen, dass eine Arbeitsunfähigkeit von mindestens
70
%
bestehe.
3.2
3.2
.1
Zum Gesundheitszustand des Beschwerdeführers nach dem 1
4.
Dezember 2010 ist den vom Beschwerdeführer eingereichten Arztberichten zu entnehmen, dass er vom 1
8.
Juni bis 2
8.
Juli 2012 zum vierten Mal in der Privatklinik
D._
hospitalisiert war. Im betreffenden Bericht
von
Dr.
med.
I._
, leitender Arzt der Privatklinik
D._
,
an
Dr.
B._
vom 2
7.
Juli 2012 wurden
die fol
genden Diagnosen erhoben:
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode
mit somati
schen Syndrom (
ICD-10 F33.2);
hirnorganisch bedingte Einschränkung der Aufmerksamkeit und Informa
tions
verarbeitung (ICD-10 F06.8);
akzentuierte Persönlichkeitszüge mit zwanghaften und narzisstischen Antei
len (ICD-10 Z73.1);
Nikotinabhängigkeit (ICD-10 F17.25);
Diabetes
mellitus
Typ
I;
arterielle
Hypertonie;
metabolisches Syndrom, Hepatopathie;
chronische Pankreatitis, Status nach mehreren Bauchoperationen und wie
der
holtem
Subileus
;
Vitamin D- und Vitamin B12-Mangel
.
Laut den Angaben des Beschwerdeführers sei es ihm nach dem
letztmaligen Aufenthalt in der Privatk
linik
D._
(2
5.
Mai bis 1
0.
Juli 2010) d
och deut
lich besser gegangen. Er
sei damals mit vier
Temesta
ausgekommen. Seit einem halben Jahr sei er wieder andauernd depressiv gewesen. Seit einem Monat leid
e
e
r unter einer Blockade, es gehe nichts mehr. Auch der körperliche Zustand habe sich verbessert
(
Urk.
8/103/2)
. Anlässlich der in der Privatk
linik
D._
durchgeführten Behandlungen sei neben der verminderten Belastbarkeit die ständige Müdigkeit im Vordergrund gestanden,
aber auch Schlafstörungen und eine depressive Symptomatik seien während des ganzen Aufenthaltes vorhan
den gewesen. Aufgrund der Beobachtungen während des stationären Aufent
haltes bei ihnen, der Leidensgeschichte sowie der Einzelgespräche seien
die Ärzte der Privatklinik
D._
der Auffassung, dass der Beschwerdeführer in seinem bisherigen Beruf zu 100
%
arbeitsunfähig sei. Sie hätten ihm empfohlen, sich bei der Invalidenversicherung für eine 100%ige Rente anzumelden, da sie davon ausgingen, dass nur so eine psychische Stabilisierung über einen länge
ren Zeitraum erreicht werden könne. Sie hätten den Beschwerdeführer am 2
8.
Juli 2012 in körperlich und psychisch leicht
stabilisiertem Zustand in die a
lten Verhältnisse entlassen können. Er werde
die ambulante Therapie bei Dr.
B._
weiterführen (
Urk.
8/103/3).
3.2
.2
Dieser
berichtete der Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers am
2.
März 2013, es sei eine weitere deutliche Verschlechterung des gesundheitlichen Zustandes zu beobachten. Der Klinikaufenthalt in der Privatklinik
D._
vom 1
8.
Juni bis 2
8.
Juli 2012 habe lediglich eine geringfügige Stabilisierung gebracht. Von Seiten der Klinik sei festgehalten worden, dass eine weitergehende Stabilisie
rung nur mit einer völligen Aufgabe der Erwerbstätigkeit möglich sein dürfte. Da i
h
m diese bekann
tlich überaus wichtig sei, benutze
er die noch vorhandenen Fähigkeiten in der
weiter verminderten Zeitspanne
, in denen er diese abrufen könne. Er benötige dabei für den administrativen Teil deutlich mehr Zeit. Die Angst-Panik-Attacken träten sowohl verstärkt als auch generalisierter auf. Vom Tagesablauf her sei er von der nochmals verstärkten Ermüdbarkeit und Erschöpfbarkeit her vermehrt eingeengt. Ei
ne beginnende Ermüdung gehe ver
stärkt mit
Verlust der Konzentration und Gedankenkonfusion einher. Subjektiv und objektiv beobachtbar seien auch Wortfindungsstörungen. Ebenso träten bereits bei beginnender Ermüdung auch objektiv beobachtbar beim Gehen aus
geprägte Koordinations- und Gleichgewichtsstörungen auf. Insgesamt habe sich die (Rest-)Arbeitsfähigkeit nochmals deutlich und fassbar vermindert (
Urk.
8/103/6-7).
3.2
.3
Hausärztin
Dr.
F._
erhob
im – vom Beschwerdeführer
mit dem
Revisi
onsbegehren
vom 2
7.
Mai 2013
ins Recht gelegten -„Hausärztlichen Bericht zuhanden der SVA“ vom 1
4.
März 2013 (1) eine chronische
Pankreatitis
, (2) einen Status nach Pankreasschwanzteilresektion, Entfernung Pseudozyste,
Splenektomie
Januar 2001, (3) einen
pankreopriven
Diabetes m
ellitus,
Erstdiag
nose
2001, bei
Insulinresistenz
, (4) eine
hypertensive
Herzkra
nkheit mit
Links
hypertrophie
, (6
)
eine mittelschwere COPD mit Emphysem, Gold Stadium II,
eine allgemeine Muskelschwäche m
it Tremor unklarer Ätiologie, (7
) einen chroni
schen Schwindel bei intermittierender
ve
rtebrobasilärer
Insuffizienz, (8
) rezidi
vierende depressive
Störung bei Status nach mehreren
psychiatrischen
Hospita
lisationen
, hirnorganisch bedingter Einschränkung der Informationsverarbei
tung und der Aufmerks
amkeit, (9
) eine zervikale Diskushernie C6/7 rechts mi
t
radikulärem
Schmerzsyndrom, (10
) eine lumbale Diskushernie links L2/3,
Len
denwirbelsäul
enskoliose
und fortgeschrittene
Osteochondrose
mit
lumbos
pon
dylogenem
Schmerzsyndrom, (11
) ein hypogonadotroper
H
ypogonadismus
sowie (12
) einen
Colon
irritabile
mit
kollikartigen
Beschwerden, Blähungen
und Diarrhoe. Der Allgemeinzustand des Beschwerdeführers sei chronisch stark ein
geschränkt. Um seinen Zustand einigermassen stabil zu halten, müsse
er regel
mässig die Medikamente gemäss beiliegender Medikamentenliste (
Urk.
8/103/111) nehmen. Aufgrund der grossen Anzahl der notwendigen Medi
kamente und der erforderlichen hohen Dosierungen sei die Einstellung äusserst schwierig und führe wegen Interaktionen und Nebenwirkungen zu Kompromis
sen bezüglich Wahl und Dosierung der Medikamente. Ebenfalls müsse dadurch eine iatrogene chronisch starke Ermüdbarkeit
in Kauf genommen werden. Die Tätigkeit als Versicherungsvertreter verlange häufige Autofahrten zu Klienten. Da diese Fahrten und Sitzungen für den Beschwerdeführer einen grossen Stress mit Erschöpfungsgefahr bedeuteten, müsse er seinen Blutzucker vor der Abfahrt zu Hause auf einen Wert von 12 bis 15
Millimol
einstellen, um nicht unterwegs
hypoglykämisch
zu werden. Die dadurch entstehenden
Blutzuckerschwankun
gen
bedeuteten eine weitere
Instabilisierung
und ein dauerndes gesundheitliches Risiko. Schon geringe psychophysische Anspannungen äusserten sich als Tre
mor, vor allem der rechten Hand, was beim Schreiben und allgemein im Kon
takt mit Kunden inakzeptabel sei und nur durch
Temestakonsum
zu
coupieren
sei. Das wiederum bedeute eine Zunahme der Müdigkeit. Aufgrund des einge
schränkten Allgemeinzustandes sowie der psychischen Instabilität sei der Beschwerdeführer in seinem Beruf als Versicherungsvertreter sowie auch in anderen Arbeitsbereichen nicht mehr arbeitsfähig. Dem Beschwerdeführer sei bekannt, dass ein weiteres Festhalten an der Erwerbstätigkeit aus gesundheitli
cher Sicht nicht mehr ratsam sei. Nach eigenen Angaben arbeite er
zur Zeit
rund
20
%
(
Urk.
8/103/9-10).
3.2.4
Dr.
G._
hielt in ihrer – vom Beschwerdeführer
mit dem Revisionsbegehren vom 2
7.
Mai 2013
eingereichten – „Stellungnahme aus
diabetologischer
Sicht“ vom 1
9.
April 2013 fest,
dass
sich die Diabetes-Einstellung als ziemlich schwie
rig
gestalte
: Der Beschwerdeführer weise starke Blutzuckerschwankungen auf, die Blutzuckerwerte könnten in Ruhe recht hoch sein und sänken aber bei plötzlicher Bewegung bis zu heftigen Hypoglykämien ab. So erkläre sich auch, dass der Beschwerdeführer mit einem verhältnismässig hohen Blutzucker aus
dem Haus müsse, um unterwegs nicht eine Unterzuckerung zu erleiden. Weiter sei festzuhalten, dass psychische Schwankungen den Blutzucker massgeblich beeinflussten (
Urk.
8/103/8).
3.2
.5
RAD-Arzt
Dr.
med.
J._
, FMH Anästhesiologie, führte in seiner Stellungnahme vom 2
8.
Juni 2013 aus, der Aufenthalt in der Privatklinik
D._
liege fast ein Jahr zurück. Eine dauerhafte Verschlechterung von Gesundheitszustand und Arbeitsfähigkeit sei damit nicht ausgewiesen. Prospektiv (und spekulativ) werde zwar von einer Arbeitsunfähigkeit von 100
%
eine zusätzliche Stabilisierung erwartet, objektive Befunde für eine richtungweisende Verschlechterung gegen
über dem Zeitpunkt der Verfügung vom 2
6.
Juli 2012
(richtig: 14. Dezember 2010)
fehlten jedoch, ebenso eine Begründung, weshalb die im Urteil des
Sozi
alversicherungsgerichtes
vom
4.
Mai 2012 bestätigte Arbeitsfähigkeit von 40
%
nicht mehr zumutbar sein sollte. In den Berich
ten von
Dres
.
G._
,
F._
und
B._
fehlten
ebenfalls
objektive Befunde, welche eine dauer
hafte Verschlechterung begründen könnten. Sie stellten vorwiegend auf subjek
tive Angaben des Beschwerdeführers ab. D
araus folge, dass eine richtung
wei
sende dauerhafte Veränderung von Gesundheitszustand und medizinisch-theo
retischer Arbeitsfähigkeit nicht ausgewiesen sei (
Urk.
8/107/3).
3.2
.6
Im
-
vom Beschwerdeführer im Rahmen des
Vorbescheidverfahrens
eingereich
ten
-
Bericht vom 2
2.
August 2013 an se
ine Rechtsvertreterin
betreffend die Verfügung (richtig: den Vorbescheid) vom 2
8.
Juni 2013
hielt Dr.
F._
fest, dass
er
im Sommer 2012 wegen progredienter Verschlechterung seines psychischen Gesundheitszustandes erneut in der Privatklinik
D._
habe hospitalisiert werden müssen. Anders als anlässlich des ersten Aufenthaltes habe dort diesmal nur eine leichte körperliche und psychische Stabilisierung erreicht werden können. Der Stabilisierungseffekt habe nach Austritt nicht angehalten.
Im vergangenen Jahr sei es zu zunehmenden Schwierigkeiten der Blutzuckereinstellung
en
gekommen. Auch kleinere „Unternehmungen“, wie zum Beispiel die Fahrt in ihre Praxis
,
wirkten sich für den Beschwerdeführer belas
tend aus, was sich in schnellem Absenken des Blutzuckerspiegels ausdrücke und dazu führe, dass der Spiegel erst auf Werte um 15 mmol/l gehoben werden müsse, was wiederum medizinisch nicht akzeptabel sei. Stressigere Fahrten (beruflich, Fahrt zu Klienten) wirkten sich entsprechend stärker aus. Es komme zu massiven Schwankungen des Blutzuckerspiegels,
getriggert
und begleitet durch die Angst- und Spannungszustände des Beschwerdeführers, welche wie
derum medikamentös angegangen werden müssten.
Dazu kämen – ebenfalls in den letzten Monaten deutlich vermehrt – diffuse Magen-Darm-Symptome, dau
ernde Nausea, sowie Verdauungsstörungen, welche durch den
Gastroenterolo
gen
(Prof.
Dr.
K._
, Klinik
L._
) nicht mehr auch nur annähernd befrie
digend
therapiert werden könnten. Die insgesamt progrediente Schwäche erlaube kein ausreichendes Bewegungs- und Muskeltraining, was die Symptome der
cervikalen
und lumbalen Diskushernien verstärke. Sie erlebe den Beschwer
deführer als zunehmend erschöpft, bedrückt und von den Symptomen seiner vielen Erkrankungen geplagt. Sie könne der Argumentation der
Beschwerde
geg
nerin
nicht folgen (
Urk.
8/110
).
3.2
.7
Dr.
B._
führte in seinem – vom Beschwerdeführer ebenfalls im Rahmen des
Vorbescheidverfahrens
ins Recht gelegten – Bericht vom
5.
September 2013 aus, die stetige Verschlechterung seines gesundheitlichen Zustandes habe sich in den letzten sechs Monaten deutlich und auch fassbar fortgesetzt. In
s
beson
dere hätten sich die kognitiven Schwierigkeiten weiter akzentuiert. Die betref
fenden Symptome seien nach seiner Beu
rteilung eine Zunahme der in der
früher durchgeführten neuropsychologischen Testabklärung bereits dokumentierten hirnorganisch bedingten kognitiven Ausfälle.
Veränderungen des Hirns im Sinne einer vorzeitigen Alterung seien auch im MRI festgestellt worden.
Dieser Prozess könne und müsse dur
ch eine neuropsychologische Folge
untersuchung quantifiziert werden. Ebenso habe sich die körperliche Einschränkung verstärkt. Er leide nach wenigen Metern Gehen an einer zunehmenden Gangunsicherheit. Die bereits früher erwähnte Verunsicherung beim Autofahren habe weiter zuge
nommen. Er benutze das Auto kaum mehr auch nur für kurze Strecken. Ander
seits reagiere er beim Benutzen von öffentlichen Verkehrsmitteln bei dichterer Besetzung mit Paniksymptomen. Eine Verschlimmerung der inzwischen genera
lisierten Angststörung mit Panikattacken sei zusätzlich feststellbar.
Er habe sich sozial weiter zurückg
ezogen und lebe nahezu isoliert.
Bezüglich Psychophar
maka sei er bereits im oberen the
rapeutischen Dosierungsbereich (
Urk.
8/114).
3.2
.8
RAD-Arzt
Dr.
J._
nahm zu den im Rahmen des
Vorbescheidverfahrens
einge
reichten Arztberichten am
7.
Oktober 2013 dahingehend Stellung, dass im Bericht von
Dr.
F._
vom 2
2.
August 2013 neue objektivierbare Befunde fehlten, welche eine dauerhafte Verschlechterung von Gesundheitszu
stand und Arbeitsfähigkeit begründen könnten. Psychiater
B._
beschreibe die subjekt
iven Verschlechterungsangaben des Beschwerdeführers, aber keine neuen psychiatrischen Befunde und Diagnosen. Deshalb bestehe kein Anlass, von seiner Stellungnahme vom 2
8.
Juni 2013 abzuweichen (
Urk.
8/115/3).
4.
4.1
D
ie Beschwerdegegnerin
holte auf das Revisionsbegehren des Beschwerdefüh
rers
vom 2
7.
Mai 2013 (
Urk.
8/105)
hin einzig die Stellungnahmen des RAD
vom 2
8.
Juni und 1
7.
Oktober 2010 (
Urk.
8/107/2-3 und
Urk.
8/115/3) zu den
vom Beschwerdeführer mit dem Revisionsbegehren sowie im Rahmen des
Vor
bescheidverfahrens
eingereichten Arztberichten ein
und wies gestützt darauf das Erhöhungsgesuch ab (
Urk.
2). Weitere Abklärungen erfolgten nicht.
Es kann offenbleiben, ob
unter diesen Umständen die einen höheren materiellen Leistungsanspruch des Beschwerdeführers verneinende
Verfügung
vom 24.
Oktober 2013
-
vom massgeblichen rechtlichen Bedeutungsgehalt her
(vgl. Urteil des Bundesgerichtes I 41/06 vom 2
5.
August 2006 E. 3.2)
-
nicht
eine
Nichteintretensverfügung
mangels glaubhaft gemachter erhe
blicher
Ta
tsachen
änderungen
darstellt. Aufgrund der nachfolgenden Erwägungen hätte die Beschwerdegegnerin nämlich jedenfalls auf das Revisionsbegehren eintreten und den Sachverhalt vollständig abklären müssen.
4.2
4.2.1
L
aut den Feststellungen im (psychiatrischen
) Hauptgutachten des
A._
vom 2
6.
Februar 2010
hatte sich anlässlich der Begutachtung (Februar 2010)
erneut
das Bild einer rezidivierenden depressiven Störung mit derzeit leichter bis mit
telgradiger Ausprägung gezeigt. Ferner sei aufgefallen, dass der Beschwerde
führer vor dem Hintergrund seiner Persönlichkeitsstrukturen mit ausgeprägter Zwanghaftigkeit sowie daraus resultierenden dysfunktionalen
Verhaltensauffäl
ligkeiten
immer wieder zur Selbstüberforderung und damit auch zu depressiven Dekompensationen neige. Zeichen einer hirnorganisch bedingten
Leistungsmin
derung
nach Langzeitbeatmung hätten sich anlässlich der Begutachtung in der Psychopathologie des Versicherten nicht ergeben, aus rein psychiatrischer Sicht bestehe bei ihm ein eingeschränktes Durchhaltevermögen mit einer Beeinträch
tigung der Leis
tungsfähigkeit (Urk.
8/74/21).
Im
internistisch-gastroenterologi
schen
Teilgutachten
des
A._
vom 1
5.
Februar 2010 (
Urk.
8/74/31-38) war unter anderem festgestellt worden, dass die Bauchspeicheldrüsenfunktion voll
ständig verschwunden sei und mittels regelmässiger Einnahme von
bauchspei
che
l
drüsenhaltigen
Fermenten substituiert werden müsse.
Auch müsse regel
mässig
Insulin gespritzt werden. Beides habe der Beschwerdeführer
gut resp. recht gut im Griff. Im Weiteren bestehe eine Magenentleerungsstörung, welche die Blutzuckereinstellung stark erschweren könne und auch zu Blähungen im Bauchraum führe. Auch wegen der einzunehmenden Säureblocker könne es zu Blähungen, Durchfällen und Resorptionsstörungen kommen (
Urk.
8/74/36).
4.2.2
Au
s dem Austrittsbericht der Privatklinik
D._
vom 2
8.
Juli
2012 (Urk.
8/103/1-5)
geht hervor, dass der Beschwerdeführer dort
wegen verstärkter Depression
vom 1
8.
Juni bis 2
8.
Juli 2012 zum vierten Mal
hospitalisiert war, wobei
im Wesentlichen die gleichen Diagnosen erhoben wurden wie im Bericht
von
Dr.
med.
H._
von
d
er Privatklinik
D._
vom 9.
Juni 2010 betref
fend die
(dritte)
Hospitalisation
vom 2
5.
Mai bis 1
0.
Juli 2010 (
Urk.
8/85/3)
, namentlich auch eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode (ICD-10 F33.2)
.
Während
Dr.
H._
in diesem Bericht keine
– länger
fristigen -
Angaben zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers bei
Klinikaus
tritt
gemacht
hatte (vgl.
8/95 S. 21 E. 4.2.4)
, kam
Dr.
I._
im Austrittsb
ericht vom 2
7.
Juli 2012
zum Schluss, dass der Beschwerdeführer im bisherigen Beruf – bis auf Weiteres - zu 100
%
arbeitsunfähig sei
(
Urk.
8/103/3).
Sowohl
der behandelnde Psychiater
Dr.
B._
als auch
Hausärztin
Dr.
F._
gaben an, dass
in der Privatklinik
D._
zwar eine leichte Stabilisierung des psychischen und physischen Gesundheitszustandes habe erreicht werden kön
nen, diese
aber nicht angehalten habe
.
Dr.
B._
berichtete am
2.
März 2013 und
5.
September 2013 von einem stärkeren und
generalisierteren
Auf
treten der Angst-Panikattacken (Herzrasen, Zittern, Schweissausbrüche), von verstär
k
ter
Ermüdbarkeit und Erschöpfbarkeit
, von einem schon bei beginnen
der Ermüdung verstärkten Verlust der Konzentration und
Gedankenkonfusion
, von objektiv
beobachtbar
en
Wortfindungsstörungen
,
ausgeprägte
n
Koordina
tions
- u
nd Gleichgewichtsstörungen
beim Gehen sowie
von
einer zunehmenden Gangunsicherheit
(
Urk.
8/103/6-7
und
Urk.
8/114
).
Laut den A
ngaben von
Dr.
F._
in ihrem Bericht vom
2
2.
August 2013 kam es
im vergange
nen Jahr
unter anderem
zu zunehmenden Schwierigkeiten der Blutzuckerein
stellungen
sowie in den letzten Monaten deutlich vermehrt zu
(durch den
Gastroe
nterologen
nicht mehr
befriedigend therapierbaren)
diffusen Magen-Darm-Symptomen, dauernder Nausea sowie Verdauungsstörungen
(Urk.
8/110).
4.2.3
Beruhen neue medizinische Einschätzungen auf denjenigen Massstäben, auf welche
– wie hier (vgl. E. 3.1.3 und E. 3.1.1 zweiter Absatz
) -
bei der früheren Anspruchsbeurteilung rechtlich nicht abgestellt wurde,
kann auf
weitergehende
Abklärungen
(nur, aber immerhin)
solange verzichtet werden, wie aufgrund einer Analyse der neu vorliegenden medizinischen Unterlagen angenommen werden muss, es würden sich lediglich im früheren Verfahren bestehende Unterschiede fortsetzen. Anders verhält es sich, wenn Anhaltspunkte dafür
bestehen, dass die Einschätzung der behandelnden Ärzte durch neu eingetretene tatsächliche Verhältnisse begründet sein könnte (vgl. Urteil des Bundesgerichtes 9C_478/2012 vom 1
4.
Dezember 2012 E. 3.3.1
; vgl. auch vorstehende E. 1.4
).
Dies ist vorliegend
der Fall. Wohl entsteht der Eindruck, dass die behandelnden Ärzte, welche
den Gesundheitszus
tand des Beschwerdeführers
im Zeitpunkt der letztmaligen Überprüfung des Rentenanspruches Ende 2010 abweichend von den Gutachtern des
A._
als viel
gravierender eingestuft hatten
(vgl. E. 3.1.3
)
, in den aktuellen Berichten teilweise
(wiederum)
lediglich die subjektiven
Ver
schlechterungsangaben
des Beschwerdeführers wiedergegeben haben. Sie haben
aber durchaus auch
objektivierbare Anhaltspunkte dafür geliefert, dass
sich
die im Gutachten des
A._
vom 2
6.
Februar 2010
erhobenen Diagnosen in ihrer Intensität und in ihren Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit insbesondere in der angestammten Tätigkeit massgeblich verändert haben könnten. Darauf deutet insbesondere auch der Umstand hin, dass
seither offenbar die
psycho
pharmakologische
Medikation
erhöht wurde
(laut
A._
-Gutachten
vom 2
6.
Februar 2010
;
Cymbalta
: 3 x 60 mg täglich,
Trittico
: 2 x 100 mg abends;
Lamotrin
: 1 x 75 mg täglich;
Temesta
1.0
expidet
: 2
bis
4 x täglich
[Urk.
8/
74/33]
; lau
t
der von Dr.
F._
im Bericht vom 1
4.
März 2013 erwähnten Medikamentenliste vom 1
3.
September 2012:
Cymbalta
: 3 x 60 mg täglich plus 1 x 30 mg abends
[erhöht]
;
Trittico
: 2 x 100 mg abends;
Lamictal
[statt
Lamotrin
]: 2 x 100 mg
täglich
[erhöht]
;
Temesta
1.0
e
xpidet
: 6 bis 8 x täglich [
erhöht;
Urk.
8/103/11])
. Es kann nicht ohne Weiteres ausgeschlossen werden, dass sich
auch aus der höheren Dosierung
des
Cymbaltas
, des
Lamictals
sowie des
Temestas
zusätzliche Beeinträchtigungen ergeben
haben
oder bereits bestehende
allenfalls noch verstärkt wurden
, zumal als
Nebenwirkungen
im Arzneimittelkompendium
(vgl.
www.compendium.ch
, Suchworte
Cy
mbalta
60,
Lamictal
100,
Temesta
1.0
expidet
) beim
Cymbalta
unter anderem Schläfrigkeit (am häufigsten), Angst, Zittern (häufig), Aufmerksamkeits-, Bewegungs- und Gangstörungen (gelegentlich
)
, beim
Lamictal
unter anderem Koordinationsstö
rungen, Müdigkeit, Schläfrigkeit
(sehr häufig)
, Verwirrtheit
, Tre
mor
(
häufig
)
,
und beim
Temesta
unter anderem eine
Verminderung der Aufmerksamkeit (bei gleichzeitiger Einnahme von anderen Medikamenten)
sowie
der Fahrtüchtigkeit
und damit just
diejenigen Symptome
erwähnt
werden, welche laut den behan
delnden Ärz
ten resp. laut Beschwerdeführer
seit 2012
verstärkt aufgetreten sein sollen.
4.3
Nach dem Gesagten hat der Beschwerdeführer mit den von ihm - mit dem
Revisi
onsbegehren
vom 27. Mai 2013 sowie im Rahmen des
Vorbescheidver
fahrens
- eingereichten Arztberichten (nur, aber immerhin) glaubhaft gemacht, dass sich sein Gesundheitszustand sowie seine Arbeitsfähigkeit seit der letztma
ligen Überprüfung des Rentenanspruches (Dezember 2010) bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 2
4.
Oktober 2013 massgeblich verschlechtert haben. Die Beschwerdegegnerin hätte deshalb sein Erhöhungsgesuch nicht ohne
Weiteres
abweisen dürfen, sondern den medizinischen Sachverhalt vollständig abklären müssen.
Aufgrund der nachfolgenden Erwägungen kann jedoch darauf verzichtet wer
den, die Sache zur Vervollständigung des medizinischen Sachverhaltes an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
4.4
4.4.1
Dem vom Beschwerdeführer im Rahmen des Beschwerdeverfahrens am 1
2.
Juni 2014 eingereichten Austrittsbericht des
C._
vom 2
8.
Mai 2014 (
Urk.
11/1) ist nämlich zu entnehmen, dass er dort vom
5.
März bis 2
3.
Mai 2014 hospitalisiert war, wobei am 1
6.
April 2014 eine neuropsycholo
gische Untersuchung (in stationärem Rahmen) durchgeführt wurde (Bericht vom 1
9.
Mai 2014,
Urk.
11/2).
Oberärztin
Dr.
med.
M._
und die leitende Psychologin
Dr.
dipl.
-psych.
N._
führten im Austrittsbericht vom 2
8.
Mai 2014 unter dem Titel „Diagnosen nach ICD-10“ eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode (F33.2), sonstige näher bezeichnete organische psychische Störungen aufgrund einer Schädigung oder Funktionsstörung des Gehirns oder einer körperlichen Krankheit (F06.8) und einen Verdacht auf eine
anankastische
(zwanghafte) Persönlichkeitsstörung (F60.5) sowie ferner die bereits bekannten somatischen Diagnosen an (
Urk.
11/1 S. 1). Unter dem Titel „Zusammenfassende Beurtei
lung“ hielten sie fest, dass es im Rahmen des stationären Aufenthaltes zu einer Verbesserung der ängstlich-depressiven Problematik gekommen sei. Aufgrund der gesundheitlichen Situation gingen sie von einer weiterhin andauernden 100%igen Arbeitsunfähigkeit aus, zumal sich während des stationären Aufent
haltes herausgestellt habe, dass emotional aufwühlende Situationen wie auch längere geistige Aktivitäten rasch in Blutzuckerentgleisungen mündeten und der Beschwerdeführer insgesamt nur für kurze Zeitintervalle von 1,5 bis 2 Stunden belastbar gewesen sei. Neu diagnostiziert worden seien kognitive Einschränkun
gen (vor allem der
mnestischen
und exekutiven Funktionen, der Konzentration und konstruktiven
Apraxie
). Eine Verlaufskontrolle sollte nach Absetzen von
Lorazepam
, jedoch spätestens in einem Jahr dringend erfolgen. Grundsätzlich sei der Beschwerdeführer aufgrund der verschiedenen Krankheitsfaktoren aus ihrer Sicht derzeit und in Zukunft nicht in der Lage, seinem angestammten Beruf nachzugehen (
Urk.
11/1 S. 7-8).
Im Bericht vom 1
9.
Mai 2014 betreffend die neuropsychologische Untersuchung vom 1
6.
April 2014 hielten die Psychologinnen
Dr.
dipl.
psych.
N._
und
Dr.
rer
. nat.
O._
fest, dass sich beim Beschwerdeführer deutliche Einschränkungen im Bereich der
mnestischen
und exekutiven Funktionen zeigten. Es bestünden starke Konzentrationsschwierigkeiten sowie Hinweise auf eine konstruktive
Apraxie
. Im Vergleich zur neuropsychologischen Testung im Juni 2010 zeige sich eine deutliche Verschlechterung der Lern- und Gedächtnisleistung. Die Ursache für die auffälligen Testergebnisse sei nicht eindeutig festzumachen. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass die kognitiven Defizite durch die
langjährige und immer noch bestehende
Benzodiazepineinahme
mitbedingt sein könnte. Zudem bestünden seit 10 Jahren nicht näher bezeichnete organische Schädigungen und Funktionsstörungen des Gehirns. Grundsätzlich zeige sich die Verlaufskontrolle des MRI ohne Progression der organischen Komponente. Darüber hinaus sei zu beachten, dass die schwere depressive Symptomatik zum aktuellen Zeitpunkt ebenfalls deutliche Auswirkungen auf die kognitive Leis
tungsfähigkeit haben könnte. Es werde empfohlen, einen
Benzodiazepinabbau
einzuleiten und nach dem Medikamentenabbau sowie einer Besserung der depressiven Symptomatik eine neuropsychologische Untersuchung zur
Ver
laufsbeurteilung
durchzuführen (
Urk.
11/2 Seite 2).
4.4.2
Für die richterliche Beurteilung eines Falles sind zwar grundsätzlich die tatsächli
chen Verhältnisse zur Zeit des Abschlusses des Verwaltungsverfahrens massgebend. Tatsachen, die sich erst später verwirklichen, sind jedoch insoweit zu berück
sichtigen, als sie mit dem Streitgegenstand in engem Sach
zusammen
hang stehen und geeignet sind, die Beurteilung im Zeitpunkt des
Entscheider
lasses
zu beeinflussen (BGE 121 V 362 E. 1b; 99 V 98).
Wohl fanden die Untersuchungen im
C._
erst im März, April und Mai 2014 statt und wurden in den betreffenden Berichten keine konkreten Aussagen zum Gesundheitszustand des Beschwerdeführers im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung vom 2
4.
Oktober 2013 gemacht. Insbesondere mit Blick auf die seither bis zum Eintritt ins
C._
am
5.
März 2014 unverändert gebliebene hohe Dosierung der psychopharmakologischen Medika
tion (vgl.
Urk.
11/2 S. 3) ist jedoch anzunehmen, dass sich die neuropsycholo
gischen Befunde in etwa gleich präsentiert hätten, wenn die
Beschwerdegegne
rin
in Nachachtung der ihr obliegenden Untersuchungspflicht vor
Verfügungs
erlass
weitergehende psychiatrische und neuropsychologische Abklärungen getätigt hätte.
Im Vergleich zu den im Gutachten des
A._
vom 2
6.
Februar 2010 (
Urk.
8/74) erhobenen sowie den damit übereinstimmenden Befunden im Bericht der Pri
vatklinik
D._
vom 2
1.
Juni 2010 betreffend die neuropsychologische Untersuchung vom 1
4.
Juni 2010 (
Urk.
8/85/5-7) geht aus den – auf eingehen
den fachärztlichen Abklärungen in stationärem Rahmen beruhenden - Berichten des
C._
ein wesentlich schlechteres Zustandsbild des Beschwerdeführers hervor. Die von
Dr.
B._
sowie
Dr.
F._
in ihren Berichten vom
2.
März und 5. September 2013 resp. 1
4.
März und 22. August 2013 vorgenommene Beurteilung, wonach sich der Gesundheitszu
stand des Beschwerdeführers massgeblich verschlechtert hat, erscheint daher (nunmehr) befundmässig genügend untermauert, und ist zumindest deren Ein
schätzung, wonach der Beschwerdeführer in der angestammten Tätigkeit nicht mehr arbeitsfähig ist, nicht (mehr) in Frage zu stellen.
4.4.3
Im Weiteren ist in Betracht zu ziehen, dass es genügt, wenn eine Reduktion der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers lediglich dessen angestammte Tätigkeit als Kundenberater bei der
Y._
AG, nicht aber andere leidensangepasste – mutmasslich geringer
entlöhnte
– Tätigkeiten betreffen würde, denn bei der mittels Prozentvergleiches vorgenommenen
Inva
liditätsbemessung
(vgl.
Urk.
8/95 S. 21 und 22 E. 5) wurde auch das
Invaliden
einkommen
auf der Basis der bisherigen Tätigkeit berücksichtigt (vgl. Urteil des Bundesgerichtes 9C_683/2013 vom
2.
April 2014 E. 3.4.2 mit Hinweis). Dem
nach ist ein Anspruch des Beschwerdeführers auf eine ganze Rente bereits dann zu bejahen, wenn eine 70%ige Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers in der angestammten Tätigkeit besteht (vgl.
Art.
28
Abs.
2 IVG), was nach dem Gesagten ohne
Weiteres
angenommen werden kann.
5.
Gemäss
Art.
88
bis
Abs.
1
lit
. a IVV erfolgt die Erhöhung der Renten, sofern der Versicherte die Revision verlangt, frühestens von dem Monat an, in dem das Revisionsbegehren gestellt wurde. Das Revisionsbegehren des Beschwerdefüh
rers vom 2
7.
Mai 2013 ging am 2
8.
Mai 2013 bei der Beschwerdegegnerin ein (
Urk.
8/105, vgl. Aktenverzeichnis zu
Urk.
8/1-117). Dem Beschwerdeführer steht somit ab dem
1.
Mai 2013 eine ganze Invalidenrente zu.
6.
Demnach ist die angefochtene Verfügung vom 2
4.
Oktober 2013 in Gutheissung der Beschwerde aufzuheben und festzustellen, dass der Beschwerdeführer mit Wirkung ab
1.
Mai 2013 Anspruch auf eine ganze Rente der Invalidenversi
cherung hat.
7.
7.1
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 800.-- anzusetzen. Ausgangsgemäss sind sie der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
7.2
Der vertretene Beschwerdeführer hat überdies Anspruch auf eine
Prozessentschä
digung
, welche nach pflichtgemässem Ermessen auf
Fr.
1‘800.--
(inkl. Mehr
wert
steuer und Barauslagen)
festzusetzen ist (
§ 34 Abs. 1 des Geset
zes über das Sozialversicherungsgericht [
GSVGer
]).