Decision ID: d40321f2-8954-5e74-9018-3833e0883866
Year: 2012
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge seinen Heimatstaat
im Februar 2011 in Richtung Ghana, wo er sich einige Monate aufhielt,
verliess, am 24. Oktober 2011 in die Schweiz einreiste und gleichentags
um Asyl nachsuchte,
dass er anlässlich der Kurzbefragung im Empfangs- und Verfahrenszent-
rum (EVZ) B._ vom 1. November 2011 sowie der Anhörung vom 1.
Februar 2012 zur Begründung des Asylgesuchs im Wesentlichen geltend
machte,
dass er aus einer polygamen Familie stamme und sein Vater, welcher in
der Elfenbeinküste gelebt habe, fünf Frauen gehabt habe,
dass er mit der letzten Frau seines Vaters ein Verhältnis gehabt habe und
diese von ihm schwanger geworden sei,
dass sein Vater sich das Leben genommen habe, als er davon erfahren
habe, und die Geschwister des Beschwerdeführers daraufhin sein Haus
in Brand gesetzt hätten, so dass er all sein Hab und Gut verloren habe,
dass er diesen Vorfall dem Stadtammann gemeldet und sich bei diesem
um eine Mediation mit seiner Familie bemüht habe, diese hierzu aber
nicht bereit gewesen sei,
dass man gemäss Tradition seiner Familie gesteinigt werde, wenn man
eine Beziehung zu einer der Ehefrauen des Vaters unterhalte,
dass er deshalb zunächst zu seinem Onkel und dann nach Ghana ge-
gangen sei,
dass er in Ghana einige Monate gearbeitet habe und im August 2011 mit
einem Frachtschiff in Richtung Schweiz weitergereist sei,
dass das BFM mit Verfügung vom 28. Februar 2012 – eröffnet tags darauf
– in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 26. Juni
1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat und die Weg-
weisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,
dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen anführte, der Beschwer-
deführer habe trotz schriftlicher Aufforderung vom 24. Oktober 2011 keine
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rechtsgenüglichen Identitäts- beziehungsweise Reisepapiere eingereicht
und habe nicht glaubhaft machen können, dass er dazu aus entschuldba-
ren Gründen nicht in der Lage gewesen sei,
dass der Beschwerdeführer nämlich anlässlich seiner Anhörung zu den
Asylgründen angegeben habe, zwecks Papierbeschaffung nichts unter-
nommen zu haben, da er keine Kontakte in seine Heimat habe und we-
gen des Stresses bei der Schifffahrt alle Telefonnummern vergessen ha-
be,
dass ausserdem auch seine Angaben zu seiner Reise nach Europa auf-
fallend substanzarm seien,
dass im Weiteren auch die Asylvorbringen des Beschwerdeführers sub-
stanzarm und ausserdem nicht asylrelevant seien, da es sich um Über-
griffe durch Dritte handle und er es unterlassen habe, bei den staatlichen
Sicherheitskräften um Schutz nachzusuchen,
dass der Beschwerdeführer die Flüchtlingseigenschaft nicht erfülle und
zusätzliche Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder
eines Wegweisungsvollzugshindernisses aufgrund der Aktenlage nicht er-
forderlich seien,
dass die Wegweisung die Regelfolge eines Nichteintretensentscheides
darstelle, mangels Erfüllung der Flüchtlingseigenschaft der Grundsatz der
Nichtrückschiebung gemäss Art. 5 Abs. 1 AsylG nicht angewendet wer-
den könne und sich ferner aus den Akten keine Anhaltspunkte dafür er-
gäben, dass dem Beschwerdeführer im Falle einer Rückkehr in den Hei-
matstaat mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit eine durch Art. 3 der Kon-
vention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und
Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) verbotene Strafe oder Behandlung
drohe,
dass weder die in Burkina Faso herrschende politische Situation noch
andere Gründe gegen die Zumutbarkeit der Rückführung sprächen und
der Vollzug der Wegweisung technisch möglich und praktisch durchführ-
bar sei,
dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 5. März 2012 gegen diesen
Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und dabei
beantragte, die vorinstanzliche Verfügung sei aufzuheben, er sei als
Flüchtling anzuerkennen, eventualiter sei er in der Schweiz vorläufig auf-
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zunehmen, die aufschiebende Wirkung der Beschwerde sei wiederherzu-
stellen, ihm sei die unentgeltliche Prozessführung unter Verzicht auf die
Erhebung eines Kostenvorschusses zu gewähren, die Behörden seien
anzuweisen, weder Kontakt mit dem Heimatland aufzunehmen noch den
heimatlichen Behörden Daten weiterzugeben und im Falle, dass eine Da-
tenweitergabe bereits stattgefunden habe, sei der Beschwerdeführer dar-
über zu informieren,
dass er in der Begründung ausführte, seine heimatlichen Dokumente sei-
en zusammen mit seinem Haus verbrannt und er habe niemanden, der
ihm helfen könne, Dokumente zu beschaffen,
dass er anfangs Angst gehabt habe, Kontakt mit der Botschaft von Burki-
na Faso aufzunehmen, dies nun aber vorhabe, um neue heimatliche Do-
kumente zu erlangen,
dass er schnell habe ausreisen müssen und deshalb die Polizei im Hei-
matstaat nicht aufgesucht habe,
dass er nicht zurückkehren könne, da er von seiner Familie verfolgt wer-
de und ihn diese nicht nur in Burkina Faso sondern auch in der Elfen-
beinküste, Ghana, Togo und Benin suchen würde,
dass er sich an die Einzelheiten seiner Schiffsreise nicht zu erinnern ver-
möge, da dies eine schrecklich Zeit für ihn gewesen sei und er mindes-
tens während dreier Monate auf dem Schiff gewesen sei,
dass die vorinstanzlichen Akten am 7. März 2012 beim Bundesverwal-
tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,
dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig
über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 des Verwaltungsverfah-
rensgesetzes vom 20. Dezember 1968 [VwVG, SR 172.021]) des BFM
entscheidet, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des
Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht
(Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 – 33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom
17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesge-
richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),
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dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht
vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet,
dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-
men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein
schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-
rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist
(Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),
dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-
treten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 VwVG),
dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder
unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die
Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),
dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es
das BFM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu über-
prüfen (Art. 32 – 35 AsylG), die Beurteilungskompetenz der Beschwerde-
instanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu
Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2011/9 E. 5
S. 116),
dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintre-
tensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbstständigen mate-
riellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sa-
che zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. BVGE
2007/8 E. 2.1 S. 73 m.H.a. Entscheidungen und Mitteilungen der Schwei-
zerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),
dass demzufolge auf den Antrag, dem Beschwerdeführer sei Asyl zu ge-
währen, nicht eingetreten werden kann,
dass auf das Begehren um Wiederherstellung der aufschiebenden Wir-
kung der Beschwerde ebenfalls nicht einzugehen ist, da die Beschwerde
gemäss Art. 55 Abs. 1 VwVG ordentlicherweise aufschiebende Wirkung
hat und diese von der Vorinstanz nicht entzogen wurde,
dass indessen im Falle des Nichteintretens auf ein Asylgesuch gemäss
Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen der
Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, soweit
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dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. BVGE
2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),
dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfahren
ungeachtet der vorzunehmenden Überprüfung eines formellen
Nichteintretensentscheides auch die Flüchtlingseigenschaft
Prozessgegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),
dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle
Kognition zukommt,
dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher
Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise
einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es
sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt,
weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist
(Art. 111a Abs. 2 AsylG),
dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schriften-
wechsel verzichtet wurde,
dass der Beschwerdeführer unbestrittenermassen und ohne entschuldba-
re Gründe keine rechtsgenüglichen Identitätspapiere zu den Akten ge-
reicht hat,
dass er auch keine Anstrengungen zur Beibringung solcher Dokumente
innert 48 Stunden unternommen hat,
dass ausserdem die Beschreibung des Reiseweges – wie vom BFM rich-
tig festgestellt – als äusserst vage und realitätsfremd zu beurteilen ist,
dass das Bundesverwaltungsgericht zudem nach Prüfung der Akten die
Ansicht der Vorinstanz, wonach die Vorbringen des Beschwerdeführers
allgemein sehr unsubstanziiert ausgefallen seien, teilt,
dass insbesondere auffällt, dass der Beschwerdeführer weder zur Frau,
mit welcher er eine Beziehung gehabt haben will, noch zu dieser Bezie-
hung selber, detaillierte Angaben machte,
dass auch seine Aussagen bezüglich des Selbstmordes des Vaters und
des Todes der Mutter nur sehr vage ausfielen,
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dass die Vorbringen des Beschwerdeführers demzufolge als offensichtlich
unglaubhaft einzustufen sind, er die Flüchtlingseigenschaft nicht erfüllt
und keine zusätzlichen Abklärungen hinsichtlich Flüchtlingseigenschaft
oder Wegweisungsvollzugshindernissen erforderlich sind,
dass im Weiteren zwecks Vermeidung von Wiederholungen auf die zutref-
fenden vorinstanzlichen Erwägungen verwiesen werden kann,
dass sich ferner die Beschwerde weitgehend in Wiederholungen des be-
reits Bekannten erschöpft und deshalb keine andere Sichtweise zu erge-
ben vermag, weshalb es sich erübrigt, näher auf die kurzen, unbelegten
Ausführungen einzugehen,
dass es sich aufgrund des hiermit ergehenden ablehnenden Entscheides
erübrigt, auf die Anträge bezüglich Kontaktaufnahme und Datenweiterga-
be an die heimatlichen Behörden einzugehen und lediglich festzuhalten
ist, dass sich den Akten keine Hinweise entnehmen lassen, wonach be-
reits eine Kontaktaufnahme erfolgt wäre,
dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG zu
Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist,
dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat
(Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbewilli-
gung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen be-
steht (vgl. BVGE 2009/50 E. 9 S. 733 m.H.a. EMARK 2001 Nr. 21), wes-
halb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestim-
mungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wur-
de,
dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen
Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern regelt,
wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder
nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes
vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG,
SR 142.20]),
dass bezüglich der Geltendmachung von Wegweisungshindernissen ge-
mäss ständiger Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Be-
weisstandard wie bei der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind
zu beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist und andernfalls wenigs-
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tens glaubhaft zu machen (vgl. WALTER STÖCKLI, Asyl, in: Ueber-
sax/Rudin/Hugi Yar/Geiser [Hrsg.], Ausländerrecht, 2. Aufl., Basel 2009,
Rz. 11.148),
dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder
des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entge-
genstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),
dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-
gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem
Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft,
zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1
AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über
die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]),
dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mass-
geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es
dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche
Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in
Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-
Refoulement im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet und kei-
ne Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne
von Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenos-
senschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), von Art. 3 des Übereinkom-
mens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, un-
menschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105)
und der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum
Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) er-
sichtlich sind, die dem Beschwerdeführer im Heimat- oder Herkunftsland
droht,
dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar
erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von Situatio-
nen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notla-
ge konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),
dass die allgemeine Lage in Burkina Faso nicht auf eine konkrete Ge-
fährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lässt,
dass sich aus den Akten zudem keine konkreten Anhaltspunkte ergeben,
aufgrund derer allenfalls geschlossen werden könnte, der ledige, (...) jäh-
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rige Beschwerdeführer, der über eine Ausbildung und Arbeitserfahrung im
Bereich (...) verfügt, gerate im Falle der Rückkehr nach Burkina Faso aus
individuellen Gründen wirtschaftlicher, sozialer oder gesundheitlicher Na-
tur in eine existenzbedrohende Situation,
dass der Vollzug der Wegweisung in Berücksichtigung dieser Aspekte als
zumutbar zu erachten ist,
dass der Vollzug der Wegweisung dem Beschwerdeführer in den Heimat-
staat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen
(Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der Be-
schaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und
dazu auch BVGE 2008/34 E. 12 S. 513 - 515),
dass nach dem Gesagten der vom Bundesamt verfügte Vollzug der
Wegweisung zu bestätigen ist,
dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun,
inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den rechts-
erheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder unan-
gemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist,
dass aus den soeben dargelegten Gründen den Beschwerdebegehren
keine ernsthaften Erfolgsaussichten beschieden waren, weshalb das Ge-
such um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege unabhängig von
der Frage der prozessualen Bedürftigkeit des Beschwerdeführers abzu-
weisen ist,
dass mit dem Entscheid in der Sache selbst das Gesuch um Verzicht auf
die Erhebung eines Kostenvorschusses gegenstandslos geworden ist,
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.-
(Art. 1 – 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und
Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE,
SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1
VwVG).
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