Decision ID: dd75a7f9-8cfe-4e49-b1b9-8d7518442afa
Year: 2013
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren
1960,
erlitt in den Jahren 2000 und 2001 infolge von Stürzen Verletzungen an den Schultern und leidet seitdem an
Bewegungs
einschränkungen
b
eider Schultergelenke,
verminderter Kraft im linken Arm und Dauerschmerzen im linken Schultergelenk
(Urk. 6/3 S.
3 und S. 14
)
.
Infolge dieser Beschwerden wurde das seit
1999 bestehende Arbeitsverhältnis als Stell
vertretender Leiter Versand und Anlagen von der Firma
Y._
per 30. November 2003 aufgelöst
(Urk. 6/7 S.
6 am Anfang
und S.
12
)
.
Am 24. September 2003 hatte sich der Versicherte bei der Invalidenversicherung angemeldet und berufliche Massnahmen beantragt (Urk. 6/1). Die
Sozialversi
cherungsanstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die erwerblichen (Urk. 6/2) und medizinischen (Urk. 6/4-5 und Urk. 6/11) Verhältnisse des Versicherten ab, holte die Akten der Unfallversicherung ein (Urk. 6/3 und Urk. 6/6-7) und gewährte ihm mit Verfügung vom 8. September 2004
(Urk. 6/17) eine Kosten
gutsprache für die Umschulung zum Hauswart s
owie
Taggelder
während dersel
ben
(Urk. 6/18, Urk. 6/22 und Urk. 6/26-28). Am 26. Oktober 2006 schloss der Versicherte die
Ausbildung erfolgreich ab (Urk.
6/32) und
mit Verfügung vom 17. Januar 2007 wurden die beruflichen Massnahmen abgeschlossen (Urk. 6/37).
In der
Folge arbeitete der Versicherte sowohl im Rahmen einer Haupt
- als auch einer Neben
tätigkeit
als
Haus
wart
(Urk. 6/42 S. 6). Am
2.
Februar 2010 erlitt
er
durch einen Unfall einen Rückfall an der linken, bereits operierten Schulter (Urk. 6/42 S. 7
Ziff.
6.2-3
,
Urk. 6/55
sowie Urk. 6/63
)
und er war
in der Tätig
keit als
Haus
wart
ab dem
1.
September 2010 zu 100 %
arbeitsunfähig
und ab de
m 1.
November 2010 zu
50 bis 70 % arbeits
fähig (Urk. 6/70 S.
5 in der Mitte
).
Am
3.
Februar 2011 meldete sich der Versicherte
erneut
bei der Invalidenversi
cherung an (Urk. 6/42). Die IV-Stelle klärte die
persönlichen (Urk. 6/48 und 6/57), beruflichen (Urk. 6/49-50), medizinischen (Urk. 6/51
,
Urk.
6/54-55,
Urk. 6/63 und Urk. 6/67
) und erwerblichen (Urk. 6/52
und Urk. 6/65-66
) Verhältnisse des Versicherten erneut ab und
teilte ihm nach erfolgtem
Vorbescheidverfahren
(Urk. 7/71 ff.) mit Verfügung vom
2
4.
April 2012 mit, dass er keinen Anspruch auf eine Invalidenrente habe
, da sein Invaliditätsgrad
lediglich
3
5
% betrage (Urk. 2
S. 2
).
2.
Gegen die Verfügung vom 2
4.
April 2012 (Urk. 2) liess der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt Peter Stadler (Urk. 3), am 2
5.
Mai 2012 Beschwerde erheben und beantragen,
es sei ihm eine
Viertelsrente
zuzusprechen (Urk. 1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 2
8.
Juni 2012 schloss die IV-Stelle auf
Beschwerdeab
weisung
(Urk. 5).
Mit Verfügung vom 1
6.
Oktober 2013 (Urk. 8) wurde die BVG-Sammelstiftung Swiss Life zum Prozess beigeladen und aufgefordert, zur Beschwerde gegen die Verfügung vom 1
0.
Juni 2011 Stellung zu nehmen, andernfalls davon ausge
gan
gen werde, dass die Beigeladene
a
uf eine Stellungnahme verzichte
.
Mit Ein
gabe
vom 2
4.
Oktober 2013
(Urk. 10)
verzichtete die Beigeladene auf eine Stel
lungnahme.
Auf die einzelnen Ausführungen der Parteien und die weiteren Unterlagen wird, soweit erforderlich,
in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den Allgemein
en Teil des Sozialversicherungs
rechts
; ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4
Abs.
1 des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung; IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7
Abs.
1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 Prozent arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 IVG frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Artikel 29
Abs.
1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollendung des 18. Altersjahres folgt (
Abs.
1). Die Rente wird vom Beginn des Monats an aus
bezahlt, in dem der Rentenanspruch entsteht (
Abs.
3).
Die seit dem 1. Januar 2004 massgeblichen Rentenabstufungen geben bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28
Abs.
2 IVG).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid gewor
den wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
2.
2.1
Die IV-Stelle
ging davon aus, dass
de
r
Beschwerdeführer
nur noch
in einer
lei
densangepassten
, leichten
Tätigkeit
zu 100
% arbeitsfähig sei
.
Aus einem Ver
gleich zwischen dem
anhand der
Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik (LSE)
für das Jahr 2011
ohne Gewährung eines leidensbedingten Ab
zugs
ermittelte
n
Invalideneinkommen von
Fr.
61‘592.65
und
dem
vom Versi
cherten im Jahr 2009 als Hauswart samt Nebenbeschäftigungen erzielten und für das Jahr 2011 indexierten
Valideneinkommen
von Fr.
94‘745.65 ermittelte sie einen nicht rentenberechtigenden Invaliditätsgrad von 35 %.
2.2
Der Versicherte
bestreitet
weder
die von der IV-Stelle ermittelte Arbeitsfähigkeit
noch
das
festgestellte
Valideneinkommen
, sondern
macht
lediglich geltend, es sei bei der
Berechnung des Inv
alideneinkommens ein leidensbedingter Abzug
von mindestens 10 % vorzunehmen. Dadurch erhöhe sich der Invaliditätsgrad auf über 40 %, wodurch
er
Anspruch auf eine
V
ierte
lsrente
habe (Urk. 1 S. 3 Ziff.
7 ff.).
2.3
Bestritten und zu entscheiden ist somit, ob ein leidensbedingter Abzug zu gewäh
ren ist
, falls ja, in welchem Umfang, und allenfalls ab wann der Versi
cherte Anspruch auf eine
Invalidenrente
hat
.
3.
3.1
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durchschnitts
werten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kürzen. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass versicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwer
arbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten
nurmehr
beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ur
sprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Recht
sprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszuge
hörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhalts
punkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen ver
werten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen
und insgesamt auf höchstens 25
% des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75).
3.2
Die Frage, ob eine Herabsetzung des statistischen Lohnes wegen besonderer Um
stände (aufgrund der Behinderung der versicherten Person oder aus anderen Gründen) angezeigt ist, ist eine frei überprüfbare Rechtsfrage
(Urteil des Bun
desgerichts 8C_91/2013 vom 2
2.
August 2013 E. 3.2
m.w.H
.).
Demgegenüber ist die Frage nach der Höhe des (im konkreten Fall grundsätzlich angezeigten)
Lei
densabzuges
eine typische Ermessensfrage,
bei
deren Beantwortung
das Sozial
versicherungsgericht sein Ermessen nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen
darf.
3.3
Da es
konkret
um die
Frage der
Gewährung
des leidensbedingten Abzugs
an sich und nicht um dessen Bemessung
geht, kann
frei geprüft werden, ob die dafür notwendigen Kriterien erfüllt sind.
Die Beschwerdegegnerin verneint die Gewährung eines leidensbedingten Ab
zugs mit Hinweis auf die Rechtsprechung des Bundesgerichts (Urteil 9C_72/2009 vom 3
0.
März 2009 E. 3.4), wonach auch bei eingeschränkter Leis
tungsfähigkeit noch kein Abzug gerechtfertigt ist, wenn einem Versicherten leichte bis mittelschwere Arbeiten zumutbar sind (Urk. 5 S. 2).
Entgegen der Auffassung der IV-Stelle
kann
de
r
Beschwerdef
ührer gemäss unbestrittener medizinischer Beurteilung
(Urk. 6/70 S. 5 am Ende) allerdings
ausschliesslich körperlich leichte Arbeiten ohne Heben und Tragen von Lasten von mehr
als 10
kg bis Taillenhöhe bzw. von mehr als 5 kg bis Brusthöhe, ohne Arbeiten über Kopf, in Armvorhalte, in hockender oder kniender Position, ohne Besteigen von Leitern oder Gerüsten, ohne häufiges Treppensteigen oder Gehen auf unebenem Boden ausführen
(Urk.
5 S. 1)
.
Aufgrund dieser zahlreichen Einschränkungen im Rahmen de
r noch möglichen leichten Hilfsarbeitertätigkeit ist
ihm deshalb
gemäss der
massgeblichen
bundesgerichtlichen Rechtsprechung (BGE 126 V 75 E. 5a/
bb
) ei
n leidensbedingter Abzug zu gewähren, der nicht unter 10 % zu liegen kommen soll (
Ulrich Meyer, Rechtsprechung zum Bundesgesetz über die Invalidenversic
herung
,
2.
Auflage, Zürich 2010, S. 314
in der Mitte
).
Da der Versicherte trotz der zahlreichen Einschränkungen weiterhin zu 100 % arbeits
fähig ist, erscheint
ein 10%iger leidens
b
edingter Ab
zug als angemessen.
3.4
Bei Gewährung eines 10%igen leidensbedingten Abzugs reduziert sich das
Invali
deneinkommen
auf
Fr.
55
‘433.40 (90 % von Fr. 61‘592.65)
. Aus einem Vergleich mit dem
Valideneinkommen
von
Fr. 94‘745.65
resultiert ein
Invalidi
tätsgrad
von
41,5
%
und daraus der Anspruch auf eine
Viertelsrente
.
Es sei an dieser Stelle ausserdem darauf hingewiesen, dass sogar bei Annahme eines - an sich nicht gerechtfertigten - 15- oder sogar 20%igen Leidensabzugs eine unter 50 % liegende Invalidität resultieren würde, welche nicht zu einer höheren als de
r
zuzusprechende
n
Viertelsrente
berechtigen würde.
4
.
4
.1
Der Beschwerdeführer
meldete sich am
3.
Februar 2011
bei der Invaliden
-
versiche
rung
an (Urk. 6/42)
. In Anwendung von Art. 29 Abs. 1 IVG, wonach der Rentenanspruch frühestens nach Ablauf
von sechs Monaten nach Geltend
-
machung des Leistungsanspruchs entsteht, kann ihm frühestens ab
August
2011
eine Invalidenrente zugesprochen werden,
wenn
die weiteren Vo
raussetzungen erfüllt sind.
4
.2
Gemäss Art. 29 Abs. 1
lit
. b IVG setzt die Entstehung eines Rentenanspruchs weiter voraus, dass während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich eine mindestens 40%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden hat, wo
bei für die
Eröffnung der Wartezeit eine Einschränkung
der Arbeitsfähigkeit
von 20
%
genüg
t
(Meyer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG,
2.
Aufl., Zürich 2010,
Ziff.
II.2 zu
Art.
28 IVG, S. 279
, mit Hinweis auf AHI 1998 124).
Gemäss den im Feststellungsblatt für den Beschluss vom 1
4
.
Dezember
2011
enthaltenen Angaben war d
er
Versicherte vom
1.
September
bis
3
1.
Oktober
20
10
während
61
Tage
n
zu 100 %
arbeitsunfähig (Urk. 6/70 S. 6 am Anfang). V
om
1.
November 2010 bis 31. August 2011
ist von einer 50- bis 70%igen Ar
beitsfähigkeit, somit im Durchschnitt von einer 40%i
g
en Arbeitsunfähigkeit auszugehen (Urk. 6/70 S.
5 in der Mitte
).
Damit bestand ab dem 1. September 2010 während eines Jahres eine durchschnittliche
50
%ige Arbeitsunfähigkeit, wodurch das Warte
jahr am 3
1.
August 2011 erfüllt war. Gemäss
Rz
1030 des
Kreisschreiben
s
über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung (KSIH)
in der
ab
1.
Januar 2011 geltenden Fassung
tritt der Versicherungsfall
am ersten Tag nach Ablauf der einjährigen Wartezeit
, vorliegend also am
1.
September 2011, wodurch der Versicherte ab
September
2011 Anspruch auf eine
Viertelsrente
der Invalidenversicherung
hat
.
4.3
In Gutheissung der
Beschwerde
ist
die angefochtene Verfügung vom 2
4.
April
2012 (Urk. 2)
daher
aufzuheben
und dem Versicherten
ist
ab September 201
1
eine
Viertelsrente
zuzusprechen
.
5.
5.1
Gemäss Art. 69
Abs.
1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren um die Bewilligung oder die Verweigerung von Invaliditätsleistungen vor dem kantonalen
Versi
cherungsgericht
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensauf
wand
und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von
Fr.
200.-- bis
Fr.
1‘000.-- festgelegt. Die Kosten für das vorliegende Verfahren sind ermessensweise auf
Fr.
600.-- festzulegen und der Beschwerdegegnerin als unterliegender Partei aufzuerlegen.
5.2
Bei Gutheissung der Beschwerde hat d
er
vertretene Beschwerdefü
hrer
Anspruch auf eine Prozessentschädigung. Die Prozessentschädigung ist nach Art. 61
lit
. g ATSG in Verbindung mit
§
34 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht
ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, nach der Schwierigkeit des Prozesses, dem Zeitaufwand und den Barauslagen festzuset
zen.
Unter Berücksichtigung dieser Grundsätze ist de
m
Beschwerdefü
hrer
eine
Prozess
entschädigung
von
Fr.
2‘0
00.-- (inkl. Mehrwertsteuer und Barauslagen) zuzusprechen.
Das Gericht
erkennt
:
1.
In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung vom
24.
April
201
2
aufgehoben
und es wird festgestellt, dass d
er
Beschwerdeführer ab dem
1.
September 2011
Anspruch auf eine
Viertelsrente
hat.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
600
.-- werden
der Beschwerdegegnerin
auferlegt.
Rech
nung und Einzahlungsschein werden
der
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechts
kraft zugestellt.
3.
Die Beschwerdegegnerin wird
verpflichtet,
dem Beschwerdeführer
eine
Prozessent
-
schä
digung
von
Fr.
2‘000
.-- (inkl. Barauslagen und
MWSt
) zu bezahlen.
4.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
Rechtsanwalt
Dr.
Peter Stadler
, unter Beilage einer Kopie von Urk. 10
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
, unter Beilage einer Kopie von Urk. 10
Bundesamt für Sozialversicherungen
BVG-Sammelstiftung Swiss Life
sowie an:
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
5.