Decision ID: 20382a53-febf-4c2f-80ca-8b814d92033d
Year: 2014
Language: de
Court: CH_BSTG
Chamber: CH_BSTG_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: penal_law

Die Beschwerdekammer hält fest, dass:
- A. mit Strafanzeige vom 28. Oktober 2013 bei der Staatsanwaltschaft
Kreuzlingen (nachfolgend "StA TG") wegen Vernachlässigung von Unter-
haltspflichten (Art. 217 StGB) angezeigt wurde (Verfahrensakten, 1);
- die Anzeigerin, B., ihm vorwirft, er habe ihr den geschuldeten Unterhalt für
den Monat Oktober 2013 nicht bezahlt (Verfahrensakten, 1);
- die StA TG die Staatsanwaltschaft des Kantons Zürich (nachfolgend
"StA ZH") mit Schreiben vom 31. Oktober 2013 um Übernahme des obge-
nannten Verfahrens ersuchte (Verfahrensakten, 6/1);
- die StA ZH mit Übernahmeverfügung vom 21. November 2013 die Über-
nahme des Verfahrens gegen A. verfügte (act. 1.1);
- dieser dagegen mit Eingabe vom 4. Dezember 2013 Beschwerde bei der
Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts erhebt (act. 1);
- die StA TG mit Beschwerdeantwort vom 12. Dezember 2013 beantragt, die
Beschwerde sei unter Kostenfolge zu Lasten des Beschwerdeführers ab-
zuweisen (act. 3);
- die StA ZH sinngemäss die Abweisung der Beschwerde beantragt (act. 4);
- die Replik des Beschwerdeführers, in welcher er vollumfänglich an seiner
Beschwerde festhält, den Beschwerdegegnern zur Kenntnis zugestellt wur-
de (act. 8 und 9).

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass:
- sich die Parteien gegen die von den beteiligten Staatsanwaltschaften ge-
troffene Entscheidung über den Gerichtsstand (Art. 39 Abs. 2) innert
10 Tagen bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts beschwe-
ren können (Art. 41 Abs. 2 Satz 1 StPO i.V.m. Art. 37 Abs. 1 StBOG);
- Art. 32 Abs. 1 StPO folgendes sagt: "Für die Verfolgung und Beurteilung
einer Straftat sind die Behörden des Ortes zuständig, an dem die Tat ver-
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übt worden ist. Liegt nur der Ort, an dem der Erfolg der Straftat eingetreten
ist, in der Schweiz, so sind die Behörden dieses Ortes zuständig";
- gemäss Art. 217 StGB sich strafbar macht, wer seine familienrechtlichen
Unterhalts- oder Unterstützungspflichten nicht erfüllt, obschon er über die
Mittel dazu verfügt oder verfügen könnte; besteht die Unterhaltspflicht in ei-
ner Geldleistung, so ist der Ausführungsort dort, wo der Gläubiger zur Zeit
der Erfüllung seinen Wohnsitz hat (SCHWERI/BÄNZIGER, Interkantonale
Gerichtsstandsbestimmung in Strafsachen, 2. Aufl., Bern 2004, N.117
m.w.H.);
- B. in ihrer Anzeige vom 28. Oktober 2013 als Wohnadresse Z. (ZH) ange-
geben hat (Verfahrensakten, 1); die StA ZH am 13. Dezember 2013 Aus-
kunft bei der Gemeindeverwaltung Z. einholte; die Gemeindeverwaltung
bestätigte, dass B. am 1. Oktober 2013 in Z. polizeilich angemeldet war
und dies immer noch sei (Verfahrensakten, 6/6);
- somit der Wohnsitz von B. im obgenannten Sinne im vorliegend relevanten
Zeitpunkt - Oktober 2013 - in Z. lag; die nicht belegten Behauptungen des
Beschwerdeführers – B. arbeite in Y. (TG) und wohne nicht mehr in Z.,
weswegen ihr Lebensmittelpunkt in Y. liege - dies nicht zu beeinflussen
vermögen;
- der Beschwerdeführer zudem geltend macht, er wohne in Y. und der Sitz
der kontoführenden Bank seiner Frau sei im Kanton Thurgau (act. 1), was
für die Festlegung des Gerichtsstandes jedoch vorliegend irrelevant ist;
- nach dem Gesagten die Beschwerde abzuweisen ist;
- bei diesem Ausgang des Verfahrens die Gerichtskosten dem Beschwerde-
führer aufzuerlegen sind (Art. 428 Abs. 1 StPO);
- die Gerichtsgebühr auf Fr. 800.-- festzusetzen ist (Art. 73 StBOG sowie
Art. 5 und Art. 8 Abs. 1 des Reglements des Bundesstrafgerichts vom
31. August 2010 über die Kosten, Gebühren und Entschädigungen in Bun-
desstrafverfahren, BStKR; SR 173.713.162).
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