Decision ID: c8b2da91-a478-5a67-9f1e-6639bde13db8
Year: 2007
Language: de
Court: BE_VB
Chamber: BE_VB_001
Canton: BE
Region: Espace_Mittelland
Law Area: public_law

I. Sachverhalt
1. Herr A._ ist Eigentümer der Parzelle Matten Grundbuchblatt Nr. C._
an der D._strasse 60. Die Parzelle liegt in der Gewerbezone G. Mit
Gesamtentscheid im Sinn von Art. 4 Abs. 1 KoG1 erteilte der Regierungsstatthalter von
Interlaken am 19. Dezember 2003 der damaligen Pächterin (E._ GmbH) folgende
Bewilligungen:
 die Baubewilligung für die teilweise Umnutzung des Plattenausstellungsraumes in eine
Kaffeebar (F._ Bar) mit max. 30 Sitzplätzen und - im Sinn einer
Nebenbestimmung - mit einer beschränkten Öffnungszeit bis 23:00 Uhr;
 die Betriebsbewilligung A nach Art. 6 GGG2.
Anlässlich der Einspracheverhandlung hatte die Gesuchstellerin das Gesuch um generelle
Überzeit zurückgezogen und der Beschränkung der Öffnungszeit bis 23:00 Uhr
zugestimmt.
Mit Verfügung vom 24. November 2004 erteilte der Regierungsstatthalter dem neuen
Pächter, Herrn G._ (Bruder des Grundeigentümers), die Betriebsbewilligung A
nach Art. 6 GGG für den Gastgewerbebetrieb an der D._strasse 60 (neuer Name:
Bistro H._). Auch in dieser Verfügung wurde die Öffnungszeit auf 23:00 Uhr
beschränkt. Die gegen die Beschränkung der Öffnungszeit erhobene Beschwerde von
Herrn G._ wies die Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Bern (VOL) mit
Entscheid vom 12. Mai 2005 ab.
2. Herr G._ reichte am 9. August 2005 bei der Gemeinde ein Gesuch ein für
die Ausdehnung der Öffnungszeit auf die "gesetzliche Schliessungsstunde" von 00:30 Uhr
im Bistro H._. Gegen das Vorhaben gingen verschiedene Einsprachen ein. Der
Regierungsstatthalter holte bei der Fachstelle Lärmbekämpfung der Kantonspolizei
(nachfolgend: Lärmfachstelle) den Lärmfachbericht vom 3. April 2006 (nachfolgend:
Lärmfachbericht) ein. Mit Entscheid vom 15. Juni 2006 erteilte der Regierungsstatthalter
- unter gewissen Nebenbestimmungen - die Bewilligung für die Ausdehnung der
Öffnungszeit von bisher 23:00 Uhr auf neu 00:30 Uhr.
1 Koordinationsgesetz vom 21. März 1994 (KoG; BSG 724.1) 2 Gastgewerbegesetz vom 11. November 1993 (GGG; BSG 935.11)
3
3. Dagegen reichte die Einwohnergemeinde Matten am 29. Juni 2006 Beschwerde bei
der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern (BVE) ein. Sie beantragt die
Aufhebung des Entscheides vom 15. Juni 2006 und die Abweisung des Gesuchs um
Ausdehnung der Öffnungszeit auf 00:30 Uhr. In der Folge fand ein Meinungsaustausch im
Sinn von Art. 4 Abs. 2 VRPG3 zwischen der BVE und der VOL statt zur Frage der
Zuständigkeit zur Beurteilung der Beschwerde. Mit Verfügung vom 13. Juli 2006 übernahm
die BVE die Behandlung der Beschwerde. Das Rechtsamt, welches die
Beschwerdeverfahren für die BVE leitet4, führte den Schriftenwechsel durch.
Nachdem der Gesuchsteller, Herr G._ die Pacht im Bistro H._ per Ende
Juli 2006 gekündigt hatte, beteiligte das Rechtsamt mit Verfügung vom 18. August 2006
anstelle von Herrn G._ neu den Grundeigentümer, Herrn A._, als
Beschwerdegegner am Verfahren. Herr G._ schied aus dem Verfahren aus. Das
Rechtsamt holte beim neuen Beschwerdegegner und bei der Vorinstanz weitere
Informationen und Unterlagen ein. Die Parteien erhielten Gelegenheit,
Schlussbemerkungen einzureichen.
4. Auf die Rechtsschriften wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den
nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen
1. Die BVE prüft die Eintretensvoraussetzungen von Amtes wegen.
Angefochten ist der Entscheid vom 15. Juni 2006 über das Gesuch um Ausdehnung der
Öffnungszeit von bisher 23:00 Uhr auf neu 00:30 Uhr. Damit soll der Bauentscheid vom
19. Dezember 2003 geändert beziehungsweise die darin enthaltene Nebenbestimmung
(Beschränkung der ordentlichen Öffnungszeit von 00:30 Uhr auf 23:00 Uhr) aufgehoben
3 Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) 4 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion (OrV BVE; BSG 152.221.191)
4
werden. Es ist nachvollziehbar, dass der Regierungsstatthalter den angefochtenen
Entscheid als Bauentscheid behandelt hat. Bauentscheide können nach Art. 40 BauG5
innert 30 Tagen seit Eröffnung mit Baubeschwerde bei der BVE angefochten werden.
Beschwerdebefugt ist unter anderen die zuständige Gemeindebehörde (Art. 40 Abs. 2
BauG).
Auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist demnach einzutreten.
2. a) Die Beschwerdeführerin stellt sich auf den Standpunkt, über dasselbe Anliegen
von Herrn G._ (ursprünglicher Beschwerdegegner) habe bereits die VOL mit
Entscheid vom 12. Mai 2005 rechtskräftig entschieden (sogenannte res iudicata).
b) Baugesuche können jederzeit erneuert werden mit dem Ziel, eine zunächst
abgelehnte Baubewilligung zu erwirken oder - wie im vorliegenden Fall - eine belastende
Nebenbestimmung zu beseitigen. Voraussetzung ist aber, dass die Projektänderung den
Einwänden gegen das frühere Gesuch Rechnung trägt oder dass gegenüber dem
erstmaligen Verfahren sonstwie massgeblich veränderte Verhältnisse vorliegen. Ausser
den Revisionsgründen nach Art. 95 VRPG fallen auch alle tatbeständlichen oder
rechtlichen Veränderungen - einschliesslich Projektänderungen - in Betracht, die seit dem
erstmaligen Bauentscheid eingetreten sind6.
c) Seit dem Verfahren 2004/2005 sind die folgenden Veränderungen festzustellen: An
der D._strasse wurde ein generelles Parkverbot rechtskräftig verfügt. Auf der
Parzelle des Beschwerdegegners wurde die Neuorganisation der Parkierung rechtskräftig
bewilligt7. Zudem liegt zum ersten Mal ein Lärmfachbericht vor, welcher die Auswirkungen
der beantragten Ausdehnung der Öffnungszeit von 23:00 Uhr auf 00:30 Uhr eingehend
prüft. Im Übrigen hat in der Zwischenzeit erneut der Betreiber des Gastgewerbebetriebes
gewechselt.
5 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721) 6 Aldo Zaugg, Kommentar zum bernischen BauG, 2. Auflage, 1995, Art. 34 N. 8, mit Hinweisen 7 Kleine Baubewilligung der Gemeinde Matten vom 20. März 2006
5
d) Somit steht fest, dass gegenüber dem Verfahren 2004/2005 veränderte Verhältnisse
vorliegen und dass der Regierungsstatthalter zu Recht auf das Gesuch vom 9. August
2005 eingetreten ist.
3. a) In materieller Hinsicht macht die Beschwerdeführerin einzig geltend, das
"Problem Autolärm" sei nicht gelöst. Der Entscheid stosse beim Gemeinderat auf
Unverständnis. Es liege "auch im Interesse der Gemeinde, das Lokal spätestens um
23:00 Uhr zu schliessen". Zu Recht bestreitet die Gemeinde nicht die Zonenkonformität der
Ausdehnung der Öffnungszeit von 23:00 Uhr auf 00:30 Uhr. Umstritten und nachfolgend zu
prüfen ist also nur die Frage, ob die Ausdehnung der Öffnungszeit von 23:00 Uhr auf
00:30 Uhr unzulässige Sekundärlärm-Immissionen verursacht.
b) Es geht im vorliegenden Fall nicht um eine Bewilligung für generelle Überzeit (ÜZ) im
Sinn von Art. 14 Abs. 1 Bst. b GGG, sondern bloss um die Aufhebung der
Nebenbestimmung in den Bewilligungen vom 19. Dezember 2003 und vom 24. November
2004, welche die gesetzlich zulässige Öffnungszeit gemäss Art. 11 Abs. 1 GGG (bis
00:30 Uhr) einschränkt auf 23:00 Uhr. Der Beschwerdegegner verlangt also eine
Bewilligung nur für die normalerweise zulässige Öffnungszeit und nicht für eine
ausnahmsweise längere Öffnungszeit (ÜZ).
c) Mit dem Inkrafttreten des Bundesgesetzes über den Umweltschutz (USG8) hat das
kantonale und kommunale Recht betreffend den direkten Schutz vor Immissionen seine
selbständige Bedeutung verloren, soweit sich sein materieller Gehalt mit dem Bundesrecht
deckt oder weniger weit geht als dieses. Es hat sie dort behalten, wo es die
bundesrechtlichen Normen ergänzt oder - soweit erlaubt - verschärft. Städtebauliche
Nutzungsvorschriften des kantonalen und kommunalen Rechts haben weiterhin
selbständigen Gehalt, soweit sie die Frage regeln, ob eine Baute oder Anlage nach den
raumplanerischen Grundlagen am vorgesehenen Ort erstellt und ihrer Zweckbestimmung
übergeben werden darf9. Wie erwähnt geht es im vorliegenden Fall einzig um den direkten
Schutz vor (Lärm-)Immissionen. Zur Anwendung kommt somit einzig das
Umweltschutzrecht des Bundes.
8 Bundesgesetz vom 7. Oktober 1983 über den Umweltschutz (Umweltschutzgesetz, USG; SR 814.01) 9 BVR 2006 S. 316 E. 2a, BGE 118 Ib 590 E. 3a mit Hinweisen
6
d) Ziel des Immissionsschutzes im Umweltschutzrecht des Bundes ist der Schutz vor
schädlichen oder lästigen Einwirkungen wie zum Beispiel Lärm (Art. 1 Abs. 1 und Art. 7
USG). Zur Erreichung dieses Ziels sehen die Art. 11 und 12 USG ein zweistufiges Konzept
vor: In einer ersten Stufe sollen Emissionen im Rahmen der Vorsorge durch Massnahmen
bei der Quelle so weit begrenzt werden, als dies technisch und betrieblich möglich und
wirtschaftlich tragbar ist (Art. 11 Abs. 2 USG). Dazu dienen Emissionsbegrenzungen, wie
zum Beispiel Betriebsvorschriften (Art. 12 Abs. 1 Bst. c USG). Diese werden entweder in
Verordnungen oder, soweit diese nichts vorsehen, durch unmittelbar auf das Gesetz
gestützte Verfügungen vorgeschrieben (Art. 12 Abs. 2 USG). Wenn feststeht oder zu
erwarten ist, dass die Einwirkungen schädlich oder lästig werden, sind in einer zweiten
Stufe die Emissionsbegrenzungen zu verschärfen (Art. 11 Abs. 3 USG). Dieses Konzept
wird in der LSV10 aufgenommen. Für die Beurteilung der Schädlichkeit oder Lästigkeit von
Lärmeinwirkungen sind die Lärmempfindlichkeitsstufen (ES) im Sinn von Art. 43 LSV zu
beachten, welche für die Bauparzelle und die angrenzenden Parzellen gelten:
 Die ES I gilt in Zonen mit einem erhöhten Lärmschutzbedürfnis, namentlich in
Erholungszonen (Bst. a);
 Die ES II gilt in Zonen, in denen keine störenden Betriebe zugelassen sind, namentlich
in Wohnzonen sowie Zonen für öffentliche Bauten und Anlagen (Bst. b);
 Die ES III gilt in Zonen, in denen mässig störende Betriebe zugelassen sind, namentlich
in Wohn- und Gewerbezonen (Mischzonen) sowie Landwirtschaftszonen (Bst. c);
 Die ES IV gilt in Zonen, in denen stark störende Betriebe zugelassen sind, namentlich in
Industriezonen (Bst. d).
Zur Bestimmung der höchstzulässigen Lärmimmissionen am Ort ihrer Einwirkung sieht die
LSV Belastungsgrenzwerte vor. Fehlen für eine bestimmte Lärmart - wie im vorliegenden
Fall für den Sekundärlärm - Belastungsgrenzwerte, beurteilen sich die Lärmimmissionen
unmittelbar gestützt auf das Gesetz. Heranzuziehen sind die Kriterien von Art. 15, 19 und
23 USG11. Zu berücksichtigen sind der Charakter des Lärms, Zeitpunkt und Heftigkeit
seines Auftretens sowie die Lärmempfindlichkeit beziehungsweise die Lärmvorbelastung
der Zone, in der die Immissionen auftreten12. Bei der Beurteilung, ob eine Lärmstörung
erheblich ist, kann nicht auf die Empfindlichkeit des Einzelnen abgestellt werden. Es muss
von einer objektivierten Lärmempfindlichkeit des durchschnittlich lärmempfindlichen
Menschen ausgegangen werden.
10 Lärmschutzverordnung vom 15. Dezember 1986 (LSV; SR 814.41) 11 Art. 40 Abs. 3 LSV; Zäch/Wolf, in Kommentar USG, 2000, Art. 15 N. 41 12 BGE 123 II 355 E. 4d/bb
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e) Die Parzelle Matten Grundbuchblatt Nr. C._ mit dem Bistro H._ liegt
in der Gewerbezone G. Diese ist der ES IV zugeordnet (Art. 43 Abs. 1 Bst. d LSV; ES-Plan
der Gemeinde Matten13). Auch die nördlich und südlich an die Parzelle Nr. C._
angrenzenden Parzellen liegen in der ES IV. Gemäss Zonenplan der Gemeinde gehören
die südlich angrenzenden Parzellen zudem zum lärmbelasteten Immissionsgebiet entlang
der Autobahn A8. Die östlich (vis-à-vis über die D._strasse) gelegenen
Nachbarparzellen sind alle der ES III zugeordnet. Erst etwas weiter nördlich liegt die
Parzelle Matten Grundbuchblatt Nr. I._, für welche die ES II gilt. Diese Parzelle ist
aber zur Zeit nicht überbaut und wird landwirtschaftlich genutzt. Gemäss Abklärungen der
Vorinstanz14 sind für die Parzelle Nr. I._ auch keine Überbauungsprojekte
vorgesehen.
Somit steht fest, dass die Parzelle Nr. C._ mit dem Bistro H._ in einem
stark lärmvorbelasteten beziehungsweise lärmunempfindlichen Gebiet liegt, in dem sogar
stark störende Betriebe zugelassen wären. Zudem ist zu berücksichtigen, dass es sich
beim Bistro H._ nur um einen kleinen Gastgewerbebetrieb mit weniger als 30
Sitzplätzen handelt, der nur ein beschränktes Verkehrsaufkommen verursacht. Die
Sekundärlärm-Problematik im Zusammenhang mit dem Bistro H._ wurde zudem
entschärft durch das neue Parkverbot auf der D._strasse einerseits und die
rechtskräftig bewilligte15 Neuorganisation der Parkierung auf der Bauparzelle andererseits.
Angesichts dieser Situation ist es plausibel und überzeugend, dass die Lärmfachstelle in
ihrem Lärmfachbericht den Sekundärlärm nur rudimentär geprüft und das
Störungspotential des Bistro H._ innerhalb der gesetzlichen Öffnungszeit und bei
Beachtung der angeordneten Auflagen als nicht erheblich beurteilt hat. Angesichts dieser
Situation ist es nicht nötig, zur Frage des Sekundärlärms weitere Abklärungen
vorzunehmen.
Im Übrigen ist nicht zu vergessen, dass die primären (also durch den Gastgewerbebetrieb
selber verursachten) Lärmimmissionen durch die vorgesehenen Auflagen wirksam
13 Lärm-Empfindlichkeitsstufenplan der Gemeinde Matten vom 28. Mai 1999, genehmigt durch das Amt für Gemeinden und Raumordnung des Kantons Bern (AGR) am 17. August 1999 14 siehe Schreiben des Regierungsstatthalters von Interlaken vom 16. Oktober 2006 in den Akten des  der BVE 15 kleine Baubewilligung der Gemeinde Matten vom 20. März 2006
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verhindert werden: Auf Empfehlung des Lärmfachberichts verlangt der angefochtene
Entscheid die Verschiebung der Sitzplätze im Eingangsbereich und den Anbau einer
Schallschutzschleuse beim Eingang. Für den Anbau der Schallschutzschleuse liegt bereits
die kleine Baubewilligung vom 21. August 2006 vor.
f) Zusammenfassend ist festzustellen, dass die Aufrechterhaltung der Einschränkung
der gesetzlichen Öffnungszeit unverhältnismässig und insbesondere auch unter dem
Aspekt der verfassungsmässig garantierten Wirtschaftsfreiheit nicht zu rechtfertigen wäre.
Der Regierungsstatthalter hat zu Recht das Gesuch um Ausdehnung der Öffnungszeit von
bisher 23:00 Uhr auf 00:30 Uhr bewilligt. Die Beschwerde ist abzuweisen und der
angefochtene Entscheid des Regierungsstatthalters vom 15. Juni 2006 ist zu bestätigen.
4. a) Gemäss Art. 108 Abs. 1 VRPG sind die Verfahrenskosten im Beschwerdeverfahren der unterliegenden Partei aufzuerlegen. Gemeinden können jedoch
keine Verfahrenskosten auferlegt werden (Art. 108 Abs. 2 VRPG in Verbindung mit Art. 2
Abs. 1 Bst. b VRPG). Die Verfahrenskosten trägt demnach der Kanton.
b) Die unterliegende Partei hat der Gegenpartei die Parteikosten zu ersetzen, sofern nicht deren prozessuales Verhalten oder die besonderen Umstände eine andere Teilung
oder Wettschlagung gebieten oder die Auflage der Parteikosten an das Gemeinwesen als
gerechtfertigt erscheint (Art. 108 Abs. 3 VRPG). Die Kostennote des Anwaltes des
Beschwerdegegners gibt zu keinen Bemerkungen Anlass. Die Beschwerdeführerin hat
somit dem Beschwerdegegner die Parteikosten von Fr. 5'168.05 zu ersetzen.