Decision ID: 6f5a312d-77b5-4b79-9f24-ba2eb57c1a81
Year: 2015
Language: de
Court: SG_VWEK
Chamber: SG_VWEK_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt:
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A.- X und Y sind verheiratet und wohnen in A, Gemeinde B. X ist Wirtschaftsprüfer und
sowohl selbständig als auch unselbständig erwerbstätig. In der Steuererklärung 2013
deklarierten X und Y Einkünfte aus selbständigem Erwerb von Fr. -15‘458.– und ein
steuerbares Einkommen von Fr. 361‘900.–. Die Veranlagungsbehörde anerkannte die
Prämien einer Todesfallversicherung und einer Erwerbsunfähigkeitsversicherung sowie
einer Prämienbefreiung von insgesamt Fr. 12‘484.20 nicht als Geschäftsaufwand und
rechnete sie dem steuerbaren Einkommen hinzu. X und Y wurden für die Kantons- und
Gemeindesteuern 2013 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 374‘600.– und
einem steuerbaren Vermögen von Fr. 1‘718‘000.–, und für die direkte Bundessteuer
2013 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 373‘200.– veranlagt. Gegen diese
Veranlagungen erhoben die Eheleute Einsprache und beantragten, die nicht zum Abzug
zugelassenen und aufgerechneten Prämien der Unfall- und
Krankentaggeldversicherung für Selbständigerwerbende von Fr. 950.– sowie die
Prämien für die Erwerbsunfähigkeitsversicherung (inkl. Prämienbefreiung) von Fr.
6‘011.– seien zum Abzug zuzulassen und das steuerbare Einkommen sei entsprechend
zu reduzieren. Das kantonale Steueramt wies die Einsprachen mit Entscheiden vom
3. März 2015 ab.
B.- Mit Eingabe vom 4. März 2015 erhoben die Eheleute X und Y Rekurs und
Beschwerde bei der Verwaltungsrekurskommission mit dem Antrag, die nicht zum
Abzug zugelassenen und aufgerechneten Prämien der Unfall- und
Krankentaggeldversicherung für Selbständigerwerbende von Fr. 950.– sowie die
Prämien für die Erwerbsunfähigkeitsversicherung (inkl. Prämienbefreiung) von
Fr. 6‘011.– seien zum Abzug zuzulassen und das steuerbare Einkommen sei
entsprechend zu reduzieren. Die Vorinstanz beantragte in ihrer Vernehmlassung vom
14. April 2015 die Abweisung des Rekurses und der Beschwerde. Die Eidgenössische
Steuerverwaltung verzichtete stillschweigend auf eine Vernehmlassung zur
Beschwerde. X und Y erhielten Gelegenheit, sich zur Vernehmlassung der Vorinstanz
zu äussern. Dies taten sie mit Eingabe vom 4. Mai 2015.
Mit Schreiben vom 26. Mai 2015 wies der Abteilungspräsident der
Verwaltungsrekurskommission die Eheleute X und Y darauf hin, dass sich aus den
Akten nicht ergebe, dass im Jahr 2013 eine Prämie von Fr. 950.– für eine
Krankentaggeld- und Unfallversicherung für Selbständigerwerbende bezahlt und ein
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entsprechender Abzug gemacht bzw. dieser von der Steuerbehörde verweigert worden
sei. Die Prämien von Fr. 6‘011.– hingegen würden die Police Nr. 12.357.972 betreffen
und seien nachvollziehbar. Dazu nahmen die Eheleute mit Eingabe vom 27. Mai 2015
Stellung und führten aus, dass sie nun nach nochmaligem Studium der Unterlagen
festgestellt hätten, dass die Zahlung von Fr. 1‘188.30 (worin die Fr. 950.65 enthalten
seien) irrtümlich gar nicht dem Geschäftsaufwand belastet worden sei. Sollte dieser
Betrag infolge selbstverschuldeter Nichtgeltendmachung in der Steuererklärung im
vorliegenden Rekurs- und Beschwerdeverfahren nicht behandelt werden können, solle
dessen grundsätzliche Abzugsfähigkeit beurteilt werden, da sie vorhätten, diesen
Abzug in den Folgejahren geltend zu machen.
Auf die weiteren Ausführungen der Parteien wird, soweit erforderlich, in den
Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:
1.- Angefochten sind die Einspracheentscheide hinsichtlich der Veranlagungen der
Kantons- und Gemeindesteuern 2013 sowie der direkten Bundessteuer 2013. Zwar
müssen für Rekurs und Beschwerde verschiedene Entscheide ergehen; sie können
indessen in einem einzigen Dokument mit Verweisungen und einem gemeinsamen
Dispositiv, das die beiden Steuern allerdings ausdrücklich auseinanderhält, enthalten
sein (vgl. BGE 130 II 509 = Pra 2005 Nr. 114 E. 8.3, BGE 135 II 260 = Pra 2010 Nr. 37
E. 1.3.1).
2.- Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die
Verwaltungsrekurskommission ist zum Sachentscheid zuständig. Die Befugnis zur
Rechtsmittelerhebung ist gegeben. Der Rekurs und die Beschwerde vom 4. März 2015
sind rechtzeitig eingereicht worden. Sie erfüllen in formeller und inhaltlicher Hinsicht die
gesetzlichen Anforderungen (Art. 194 Abs. 1 des St. Galler Steuergesetzes, sGS 811.1,
abgekürzt: StG; Art. 140 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer,
SR 642.11, abgekürzt: DBG; Art. 7 der Verordnung zum Bundesgesetz über die direkte
Bundessteuer, sGS 815.1; Art. 41 lit. h Ziff. 1 und Art. 48 des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt: VRP). Auf den Rekurs und die
Beschwerde ist einzutreten.
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3.- Streitig ist der Abzug von Prämien für eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung und
Prämienbefreiung sowie von Prämien für eine Unfall- und Krankentaggeldversicherung
für Selbständigerwerbende.
a) Die Vorinstanz führte in ihrer Vernehmlassung vom 14. April 2015 aus, dass eine
Erwerbsunfähigkeitsversicherung die wirtschaftlichen Folgen einer Invalidität absichere.
In der Regel würden diese Leistungen nach Ablauf von Kranken- bzw.
Unfalltaggeldleistungen einsetzen und die Invalidenrente ergänzen. Eine solche
Versicherung decke somit ein Risiko ab, welches normalerweise erst nach Aufgabe der
selbständigen Erwerbstätigkeit zum Tragen komme. Sie sei deshalb als rein private
Vorsorge zu behandeln und stelle deshalb keinen geschäftsmässig begründeten
Aufwand dar. Die Frage, ob die Prämie für eine Kranken- und
Unfalltaggeldversicherung von Selbständigerwerbenden geschäftsmässig begründet
sei, richte sich danach, ob die Versicherung alleine dazu diene, den Fortbestand und
damit die Existenz des Betriebs sicherzustellen. Dies könne nur erfüllt werden, wenn
die Versicherungsleistung rasch beginne. Eine Wartefrist von 180 Tagen erfülle dies
nicht mehr. Dabei stehe nicht mehr die Aufrechterhaltung des Betriebs im Vordergrund,
sondern eher die Fortführung der gewohnten Lebenshaltung, weshalb es sich bei den
Prämien nicht um geschäftsmässig begründeten Aufwand handle.
b) Die Rekurrenten und Beschwerdeführer machen im Rekurs und in der Beschwerde
vom 4. März 2015 zur Erwerbsunfähigkeitsversicherung geltend, dass die
Erwerbsunfähigkeitsrente als Einkommen zu versteuern sei, weshalb im Gegenzug
auch die bezahlten Prämien abzugsfähig sein sollten. Zur Unfall- und
Krankentaggeldversicherung bringen sie im Wesentlichen vor, dass die Begründung
der Vorinstanz, wonach die Wartefrist von 180 Tagen zu lange sei, nicht stichhaltig sei.
Die Wartefrist für eine Leistung und die Prämienhöhe ständen in direktem
Zusammenhang. Es sei unbillig, eine kürzere Wartefrist mit höheren Prämien zu
akzeptieren, eine längere Wartefrist mit tieferen Prämien jedoch nicht. Eine
Taggeldversicherung, die erst nach 180 Tagen zu laufen beginne, dürfe nicht anders
qualifiziert werden wie eine Versicherung, bei der die Leistung schon nach 60 Tagen
einsetze. Die individuelle Ausgestaltung einer Versicherung solle Sache des
Versicherungsnehmers sein, und nicht der Steuerbehörde. Im Weiteren sei es störend,
wenn die Taggelder als Einkommen zu versteuern wären, die Prämien jedoch nicht zum
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Abzug zugelassen würden. Bei Unselbständigerwerbenden seien die Prämien, welche
dieselben Leistungen garantieren würden, auch abzugsfähig. Die Praxis anderer
Kantone zeige im Gegensatz zur Vorinstanz eine andere Beurteilung des gleichen
Sachverhalts. Und auch die Arbeitsgruppe Vorsorge der Schweizerischen
Steuerkonferenz empfehle, die Prämien für die Krankentaggeldversicherung von
Selbständigerwerbenden als geschäftsmässig begründeten Aufwand anzuerkennen. Es
sei mit dem Gebot der Gleichbehandlung nicht vereinbar, wenn in anderen Kantonen
die Veranlagung für die direkte Bundessteuer anders als im Kanton St. Gallen ausfallen
würde.
4.- Bei selbständiger Erwerbstätigkeit werden die geschäfts- oder berufsmässig
begründeten Kosten abgezogen (Art. 40 Abs. 1 StG, Art. 27 Abs. 1 DBG). Das
bedeutet, dass der Aufwand seinen Grund im Bereich der Erwerbstätigkeit des
Steuerpflichtigen haben und demnach zwischen Aufwand und Einkommen aus
selbständiger Erwerbstätigkeit ein wirtschaftlicher Zusammenhang bestehen muss
(Zigerlig/Oertli/Hofmann, Das st. gallische Steuerrecht, 7. Aufl. 2014, S. 72).
a) Eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung kann sowohl zur Abdeckung der Folgen eines
Unfalls wie auch der Folgen einer Krankheit abgeschlossen werden. Die
Erwerbsunfähigkeit ist ein wirtschaftlicher Begriff und bezeichnet die Unfähigkeit einer
Person, den angestammten Beruf oder eine andere zumutbare Tätigkeit aufgrund einer
Krankheit, eines Unfalls oder eines Gebrechens weiterhin auszuüben. Die Leistungen
bei Eintritt des Versicherungsfalls werden in der Regel in Rentenform ausgerichtet
(Jungo/Maute, Lebensversicherungen und Steuern, Band 5, Bern 2003, S. 90 f.). In der
Regel setzen diese nach Ablauf der Kranken- bzw. Unfalltaggeldleistungen ein und
ergänzen die Invalidenrente. Die Versicherung dient deshalb nicht mehr betrieblichen
Zwecken, sondern hat vielmehr privaten Vorsorgecharakter, weshalb sie dem
Privatvermögen zuzuordnen ist. Dementsprechend stellen die Versicherungsprämien
Privataufwand dar und sind nur in beschränktem Umfang im Rahmen des
Versicherungsabzugs abziehbar (vgl. Lazzarini/Ledergerber, Die steuerliche
Behandlung von Versicherungsleistungen im Geschäftsbereich, TREX 2007, S. 20; vgl.
auch Maute/Steiner/Rufener/Lang, Steuern und Versicherungen, 3. Aufl. 2011, S. 288,
Fn. 36). Die von den Rekurrenten und Beschwerdeführern geltend gemachten Prämien
von Fr. 5‘343.80 für die Erwerbsunfähigkeitsversicherung sind demzufolge von der
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Vorinstanz zu Recht nicht als geschäftsmässig begründeter Aufwand anerkannt
worden. Dasselbe gilt für die Prämie von Fr. 667.50 für die Prämienbefreiung, welche
bei Erwerbsunfähigkeit der versicherten Person eine Prämienbefreiung vorsieht und
entsprechend mit der Erwerbsunfähigkeitsversicherung in Zusammenhang steht. Der
Rekurs und die Beschwerde sind deshalb in diesem Punkt abzuweisen.
b) Die Rekurrenten und Beschwerdeführer haben die Prämien der Unfallversicherung
von Fr. 607.– und diejenigen der Krankentaggeldversicherung von Fr. 343.– (insgesamt
Fr. 950.–) nicht in der Einnahmen- und Ausgabenrechnung 2013 vom 9. Februar 2014
aufgeführt (vgl. act. 6/2.07) und entsprechend in der Steuererklärung 2013 nicht zum
Abzug gebracht. Solange keine rechtskräftige Veranlagung vorliegt, kann dieser Abzug
jedoch auch im Rekurs- und Beschwerdeverfahren noch geltend gemacht werden, da
es sich bei der Aufstellung steuerlich nicht um eine Buchhaltung, sondern um eine
Deklaration von Einnahmen und Ausgaben handelt.
Die Frage der Anerkennung von Prämien einer Unfall- und Krankentaggeldversicherung
eines Selbständigerwerbenden wird in Schrifttum und Praxis unterschiedlich behandelt.
In der Literatur zum st. gallischen Steuerrecht werden die Prämien für die persönliche
Kranken- und Unfallversicherung des Unternehmungsinhabers nur insoweit als
Unternehmensaufwand behandelt, als die Versicherung durch ein besonderes
Berufsrisiko begründet und auch für die Arbeitnehmer üblich, d.h. betrieblich bedingt
ist. Auch beim Vorliegen eines solchen Berufsrisikos habe sich der
Unternehmungsinhaber jedoch privat anrechnen zu lassen, was eine ähnlich gestellte
Person ohne Geschäftstätigkeit für Kranken- und Unfallversicherung ausgebe (Zigerlig/
Oertli/Hofmann, a.a.O., S 73). In der Praxis des Kantons St. Gallen wurden
Versicherungsprämien als Geschäftsaufwand anerkannt, soweit die Versicherung half,
den Betrieb bei Ausfall oder Verhinderung des Inhabers durchzuhalten und die
laufenden Kosten während einer gewissen Frist zu tragen. Damit sie diese Funktion
erfülle, müsse die Versicherungsleistung bei einem Erwerbsausfall rasch beginnen und
auf eine gewisse Dauer (höchstens zwei Jahre) befristet sein (GVP 2004 Nr. 28; vgl.
auch VRKE I/1-2010/171 vom 20. Oktober 2011, in: www.gerichte.sg.ch).
In der neueren Kommentierung zum Bundesrecht wird die Abzugsfähigkeit von
Prämien für eine Krankentaggeldversicherung bejaht (Reich/Züger, in: Zweifel/Athanas,
http://www.gerichte.sg.ch
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Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Band I/2a, 2. Aufl. 2008, N 22 zu Art. 27
DBG). Begründet wird dies damit, dass Krankentaggelder beim
Selbständigerwerbenden nicht nur Lohnfortzahlungscharakter hätten, sondern
vornehmlich der Weiterführung des Betriebes dienten, weshalb es gerechtfertigt
erscheine, die entsprechenden Prämienzahlungen als Geschäftsaufwand zu
qualifizieren. So hielt auch das Bundesgericht in einem Urteil aus dem Jahr 2008 fest,
die Absetzbarkeit der Prämie einer freiwilligen Krankentaggeldversicherung lasse sich
rechtfertigen, soweit ein Arbeitgeber diese für sich selbst abschliesse, weil die
Versicherungsleistung der Aufrechterhaltung des Betriebes diene. Die Praxis zu dieser
Frage scheine in den Kantonen aber uneinheitlich zu sein (Urteil des Bundesgerichts
2C_681/2008 vom 12. Dezember 2008 E. 3.5.5 mit Hinweisen). Mitunter wird die
Auffassung vertreten, dass der Selbständige die Prämien für eine Unfall- und
Krankentaggeldversicherung als Geschäftsaufwand von den Einkünften abziehen dürfe,
soweit er als Arbeitgeber auch für die Prämien seiner Arbeitnehmer aufkomme
(Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Handkommentar zum DBG, 2. Aufl. 2009, N 14 zu
Art. 27 DBG mit Hinweisen). Dabei wird hinsichtlich der Krankentaggeldversicherungen
auf die Praxis des Kantons St. Gallen (GVP 2004 Nr. 28) verwiesen. Der Umstand, dass
der Pflichtige als Arbeitgeber auch für die Prämien seiner Arbeitnehmer aufkommt, war
im entsprechenden Urteil allerdings nicht ausschlaggebend. In älteren
Kommentierungen wird die Nichtabzugsfähigkeit von
Krankentaggeldversicherungsprämien des Betriebsinhabers damit begründet, dass
hierfür auch bei Selbständigen nur ein betragsmässig limitierter anorganischer Abzug
vorgesehen sei (P. Locher, Kommentar zum DBG, I. Teil, Therwil/Basel 2001, N 46 zu
Art. 27 DBG). Die Verwaltungsrekurskommission gelangte kürzlich zum Schluss, dass
im Einklang mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung die Abzugsfähigkeit der
Prämie einer freiwilligen Krankentaggeldversicherung gerechtfertigt sei, weil die
Versicherungsleistung vorwiegend der Aufrechterhaltung eines Betriebes diene.
Ausschlaggebend könne nicht sein, ob der Arbeitgeber einen Angestellten beschäftige
oder als Einmann-Betrieb tätig sei (VRKE I/1-2014/136, 137 vom 25. November 2014
E. 4 b, SGE 2014 Nr. 28, auch in: www.gerichte.sg.ch). Dementsprechend ist die
Prämie für die Krankentaggeldversicherung in der Höhe von Fr. 607.– auch im
vorliegenden Fall dem geschäftsmässig begründeten Aufwand zuzuschreiben und zum
Abzug zuzulassen.
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Zur Unfallversicherung ist festzuhalten, dass sich gemäss Bundesgesetz über die
Unfallversicherung (SR 832.20) die in der Schweiz wohnhaften selbständig
Erwerbstätigen und ihre nicht obligatorisch versicherten mitarbeitenden
Familienmitglieder freiwillig versichern können. In diesem Fall sind die Bestimmungen
des Gesetzes über die obligatorische Versicherung sinngemäss anwendbar, weshalb
solche Prämien, obwohl freiwillig erbracht, voll abziehbar sind (Zigerlig/Oertli/Hofmann,
a.a.O., S. 161; SGE 1993 Nr. 5; VRKE I/1-2010/171 vom 20. Oktober 2011 E. 4 c). Die
Prämie für die Unfallversicherung in der Höhe von Fr. 343.– kann aufgrund dessen
ebenfalls in Abzug gebracht werden.
Zusammenfassend steht damit fest, dass sowohl die Prämie der
Krankentaggeldversicherung als auch diejenige der Unfallversicherung (insgesamt Fr.
950.–) zum Abzug zuzulassen sind. Der Rekurs und die Beschwerde sind entsprechend
teilweise gutzuheissen und die angefochtenen Einspracheentscheide vom 3. März 2015
aufzuheben. Die Rekurrenten und Beschwerdeführer sind für die Kantons- und
Gemeindesteuern 2013 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 373‘700.– und für
die direkte Bundessteuer 2013 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 372‘200.– zu
veranlagen. Das steuerbare Vermögen von Fr. 1‘718‘000.– bleibt unverändert.
5.- Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die Verfahrenskosten zu fünf Sechsteln
den Rekurrenten und Beschwerdeführern und zu einem Sechstel dem Staat
aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP; Art. 144 Abs. 1 DBG). Eine Entscheidgebühr von je
Fr. 600.– ist angemessen (Art. 144 Abs. 5 DBG i.V.m. Art. 7 Ziff. 122 der
Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Die geleisteten Kostenvorschüsse von je Fr.
600.– sind zu verrechnen und den Rekurrenten und Beschwerdeführern ist der Rest
von Fr. 200.– zurückzuerstatten.