Decision ID: e609bf52-ddfd-495f-b562-1c502d24b54c
Year: 2020
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1973, Mutter dreier Kinder (Jahrgänge 1992, 1995 und 1998), gelernte Schneiderin, meldete sich am 4. Juli 2005 (Eingangsdatum) wegen
Schmerzen und Bewegu
ngseinschränkungen im Nacken,
Rücken, in den Armen und Beinen, Kopfschmerzen sowie Gefühlsstörungen in Armen und Bei
nen
bei der So
zialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stell
e, zum Leis
tungsbezug an (Urk. 7
/3). Mit Verfügu
ng vom 12. Dezember 2005 (Urk. 7
/15) und
Einspracheentsc
heid
vom 26. Januar 2007 (Urk. 7
/39) verneinte die IV-Stelle ei
nen Anspruch der Versic
herten auf eine Invalidenrente
, da sie in einer angepass
ten Tätigkeit zu 100
% arbeitsfähig sei und keine Erwerbseinbusse erleide
.
Die dagegen von der Versiche
rten erhobene Beschwerde (Urk. 7
/40) wies das Sozial
versicherungsgericht mit Urteil IV.2007.00314 vom
3. Oktober 2008 (Urk. 7
/48) ab. D
agegen
erhob die Versicherte
Beschwerde (Urk. 7
/50), welche das
Bundesge
richt mit Urteil 8C_96
3/2008 vom 30. Juni 2009 (Urk. 7
/53
) teilweise guthiess
und die Sache
an die IV-Stelle zurückwies
, damit
diese eine polydisziplinäre
Begut
achtung
veranlasse
und über den Rentenanspruch neu verfüge. Daraufhin gab die IV-Stelle bei der MEDAS
Y._
ein polydisziplinäres Gutachten in Auftrag, welches am 15. M
ärz 2010 erstattet wurde (Urk. 7
/69). Mit Verfügung vom 12. Oktober 2011 wies die IV-Stelle das Rentenbegehren der Versicherten bei einem ermittelten Invaliditätsgrad von 0 %
erneut ab (
Urk.
7
/90). Die dagegen von der Versiche
rten erhobene Beschwerde (Urk. 7
/91) wies das Sozialversiche
rungs
gericht mit Urteil IV.2011.01201 vom
25. April 2013 (Urk. 7
/105) ab.
1.2
Am 12. Juli 2012 (Eingangsdatum) mel
dete sich die Versicherte
wiederum
bei der IV-Stel
le zum Leistungsbezug an (Urk. 7
/98). Die IV-Stelle gab bei PD Dr. med.
Z._
, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, ein Gutachten in Auftrag, das dieser am 22.
Februar 2015 erstattete (Urk. 7
/123). Mit Schreiben vom 16. April 2015 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, dass ihr Gesundheitszu
stand mit einer stationären und danach teilstationären Behandlung von insge
samt sechs Monaten wesentlich verbessert werden könne. Im Rahmen der ihr obliegenden Mitwirkungspflicht habe sie mitzuteilen, bei welchem Arzt oder wel
cher Ärztin respektive wo
sie die erwähnte Mas
snahme durchführen werde (Urk. 7
/127; vgl.
auch
Urk. 7
/132). Mit Eingabe vom 27. Mai 2015 teilte die Ver
sicherte der IV-Stelle mit, dass sie weiterhin bei Dr. med.
A._
, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, in ambulanter
Behandlung sei.
Zusammen mit ihm werde eine Hospitalisation veranlasst
(Urk. 7
/134). Mit Verfügung vom 17. August 2015 sprach d
ie IV-Stelle der Ver
sicherten
bei einem ermittelten In
validitätsgrad von
100 %
mit Wirkung ab dem 1. September 2013 eine ganze In
validenrente zu (Urk. 7
/143; vgl. auch Urk. 7
/136). Vom 25. August bis zum 30. September 2015 wurde die Versicherte in der
p
sychiatr
ischen
K
li
nik
B._
stationär behandelt (vgl. Urk. 7
/154).
1.3
Im Juni 2016 leitete die IV-Stelle von Amtes wegen ei
n Revisionsverfahren ein (Urk. 7
/157) und holte den Austrittsbericht der
B._
vom 30. September 2015 (Urk. 7
/158), den Bericht von Dr. med.
C._
, FMH Chir
urgie, vom 13. Juli 2016 (Urk. 7
/161) und den Bericht des Zentrums
D._
vom 28. Juli 2016 (Urk. 7
/164) ein.
Nachdem die Versicherte mit Ein
gaben vom
3.
März
, 1
3.
April
und 1
8.
Mai 2017 Einwände
gegen die von der IV-Stelle geplante polydisziplinäre Begutachtung
erhoben hatte (
Urk.
7/169, Urk.
7/173 und
Urk.
7
/183),
hielt
die IV-Stell
e mit Zwischenverfügung vom 23.
Juni 2017 an der Notwendigkeit
der
Begutachtung und an den
vorgesehenen Fachärzten
der
E._
fest (
Urk.
7/186
). Die dagegen von der Versicherten a
m 25. August 2017
erhobene
Beschwerde
(
Urk.
7/188
) wies das Sozialversicherungsgericht mit
Urteil
IV.2017.00865
vom
8.
Dezember 2017 (
Urk.
7/192
) ab. In der Folge gab die IV-Stelle
beim
E._
ein polydisziplinäres Gutachten (Innere Medizin, Psychiatrie und Rheumatologie) in Auftrag, das am
2.
August 20
18
erstattet wurde (
Urk.
7/209). Nach durchgeführ
tem Vorbescheidverfahren (Vorbes
cheid vom 2
7.
August 2018, Urk.
7/213, und Einwand der Versicherten vom 3
0.
August 2018,
Urk.
7/215
; vgl. auch
Einwan
dergänzungen
vom
9.
Oktober, 2
2.
November und 1
4.
Dezember 2018,
Urk.
7/218,
Urk.
7/224 und
Urk.
7/226
)
hob die IV-Stelle die Rente
mit Verfügung vom 2
4.
Januar 2019 (
Urk.
2) bei einem ermittelten Invaliditätsgr
ad von 30
%
mit Wirkung per 2
8.
Februar 2019 auf.
2.
Dagegen erhob die Versicherte am 2
6.
Februar 2019 Beschwerde und beantragte, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihr die gesetzlichen Leistungen zu gewähren, insbesondere unbe
fristete Rentenleistungen in der bisherigen Höhe. In prozessualer Hinsicht er
suchte sie um die Durchführung eines zweiten Schriftenwechsels (
Urk.
1 S. 2). Mit
Beschwerdeantwort
vom
5.
April 2019 beantragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde (
Urk.
6). Mit Verfügung vom
9.
April 2019 stellte das Gericht der Beschwerdeführerin die Beschwerdeantwort zu. Gleichzeitig hielt
es
fe
st, dass
die Anordnung eines weit
eren Schriftenwechsels nicht
erforderlich
sei
. Den Parteien bleibe es jedoch unbenommen, sich nochmals zur Sache zu
äussern
und weitere sachbezogene Unterlagen einzureichen (
Urk.
8). Am 1
6.
Juli 2019 reichte die Beschwerdeführerin eine Stellungnahme
und den Bericht des
Zentrums
D._
vom 2
9.
April 2019
ein (
Urk.
9
-10). Dies wurde der
Beschwerdegegnerin am
2.
August
2019 zur Kenntnis gebracht
(Urk.
11).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfo
lgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den All
ge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesund
heit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verblei
bende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurtei
lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines aner
kannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ih
rem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend ob
jek
tivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zu
mut
bar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 145 V 215 E. 5.3.2, 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.3
Mit BGE 143 V 418 entschied das Bundesgericht, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem struk
tu
rierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind (E. 6 und 7,
Änderung der Rechtsprechung; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2 speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere Depressionen).
Das strukturierte Beweisverfahren definiert systematisierte Indikatoren, die es
–
unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einer
seits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits
–
erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 9C_590/2017 vom 15.
Februar 2018 E. 5.1). Die Anerkennung eines rentenbegründenden In
va
li
ditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der me
di
zinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall an
hand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwie
gender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nach
weis, hat die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen der Beweis
losigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3).
Diese Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (Urteil des Bundesgerichts 9C_580/2017 vom 16. Januar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen).
1.4
Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V
281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1):
-
Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3)
-
Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1)
-
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)
-
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2)
-
Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)
-
Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res
sourcen, E. 4.3.2)
-
Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3)
-
Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4)
-
gleichmässige Einschränkung des
Aktivitätenniveaus
in allen vergleich
baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)
-
behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens
druck (E. 4.4.2)
Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 15. März 2018 E. 7.4).
1.5
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu
bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden
wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommens
ver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen
Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts
grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2, 128 V 29 E. 1).
1.6
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnitts
werten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kür
zen. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass versicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwer
arbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbei
ten
nurmehr
beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durch
schnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ursprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu ei
nem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Recht
sprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszuge
hörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhalts
punkte dafür bestehen, dass die versi
cherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest
)Arbeits
fähigkeit
auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit un
terdurch
schnittlichem Einkommen verwer
ten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invali
den
einkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25
%
des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75).
1.7
Die seit dem 1. Januar 2004
massgeblichen
Rentenabstufungen geben bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent An
spruch auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1.8
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezü
gers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Eine Invalidenrente ist demgemäss nicht nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 f. E. 3.5, 117 V 198 E. 3b, 113 V 273 E. 1a mit Hinweisen). Ob eine solche Änderung eingetreten ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeit
punkt der letzten, der versicherten Person eröffneten rechtskräftigen Verfügung vorlag, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechts
konformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerbli
chen Auswirkungen des Gesundheitszustands) beruht, mit demjenigen zur Zeit der streitigen Revisionsverfügung respektive des
Einspracheentscheides
(BGE 133 V 108 E. 5.4). Dabei stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkun
gen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesundheitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revisionsgrund im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG und alt
Art.
41 IVG dar (BGE 112 V 371 E. 2b mit Hinweisen; SVR 1996 IV Nr. 70 S. 204 E. 3a; Urteil des Bundesgerichts 9C_562/2008 vom 3. November 2008 E. 2.1 mit Hinweis).
1.
9
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorak
ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
Den von Versicherungsträgern im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten, den Anforderungen der Rechtsprechung entsprechenden Gutachten externer Spezial
ärzte (sogenannte Administrativgutachten) ist Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 135 V 465 E. 4.4; Urteil des Bundesgerichts 9C_823/2018 vom 11. Juni 2019 E. 2 mit Hinweisen).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Verfügung damit, dass
sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin
erheblich
verbessert habe. Spätestens seit der
E._
-
Begutachtung im April 2018 bestehe eine 70%ige Ar
beitsfähigkeit.
Ohne gesundheitliche Einschränkung könnte die Beschwerdefüh
rerin ein Einkommen von
Fr.
54‘931.-- und mit gesundheitlicher Einschränkung ein solches von
Fr.
38‘452.-- erzielen. Ein leidensbedingter Abzug sei nicht
zu
berücksichtigen.
Demgemäss
resultie
re eine
Erwerbseinbusse
von Fr.
16‘479.-- und ein Invaliditätsgrad von 30
%
.
Bei einem Invaliditätsgrad von unter 40
%
bestehe kein Anspruch auf eine Rente mehr (
Urk.
2).
2.2
Die Beschwerdeführerin ma
chte demgegenüber geltend, dass
die Expertise des
E._
den rechtsprechungsgemässen Anforderungen an
ein
beweiswertige
s
medi
zinische
s
Gutachten nicht
genüge und
nicht Grundlag
e eines Leistungsentscheids bilden
könne
.
Aufgrund der
Äusserungen der
behandelnden
Fachpersonen des
Zentrums
D._
bestünden
keine Hinweise auf eine Ver
besserung des
Gesundheits
zustands. Die Beschwerdeführerin habe deshalb nach wie vor Anspruch auf die bisherige
ganze
Rente. Sollte das Gericht auf das
E._
-Gutachten abstellen, wäre im Rahmen des Einkommensvergleichs
ein Tabellen
lohnabzug von mindestens 15
%
zu be
rücksichtigen und die Rente ledigl
ich her
abzusetzen (
Urk.
1 S. 15
).
3.
3.1
3.1.1
Der mit Verfügung vom 17. August 2015
(
Urk.
7
/143) erfolgten
Rentenzu
sprache
mit Wirkung ab dem 1. September 2013 lag in medizinischer Hinsicht im We
sentlichen das psychiatrische Gutachten von Dr.
Z._
vom 22. Februar 2015 (Urk.
7
/123) zugrunde.
3.1.2
Dr.
Z._
diagnostizierte in diesem Gutachten eine schwere Depression (ICD-10 F32.2), bestehend seit September 2012. Er gab an, dass seit September 2012 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit vorliege. Die psychiatrisch-psychotherapeu
tische Behandlung sei adäquat, betreffend Arbeitsfähigkeit aber bish
er ohne sub
stanti
ellen Erfolg
(Urk.
7
/123/17).
3.2
3.2.1
Im Rahmen des im Juni 2016 eingeleiteten Revisionsverfahrens sind
im Wesent
lichen
folgende ärztliche Beurteilungen aktenkundig:
3
.2.2
Dr.
C._
stellte im Bericht vom 13. Juli 2016 folgende Diagnosen mit Aus
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Urk.
7
/161/1):
(1)
lumbovertebrales
Syndrom mit
radikulärer
Ausstrahlung rechts bei im MRI
dargestellter Diskushernie L4/L5 mit Beeinträchtigung der Nervenwurzel L5
rechtsbetont beidseits
(2)
lumbosakrale
Übergangsstörung mit rechtsseitigem
Nearthros
Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte Dr.
C._
nic
ht. Er erklärte,
dass der Beschwerdeführerin
körperlich leichte Tätigkeiten in Wirbel
säulen-adaptierten Wechselpositionen mit der Möglichkeit zum Wechseln zwi
schen Sitzen, Stehen und Gehen zumutbar seien. Das Heben von schweren Las
ten,
von
mehr als 5 kg kurzfristig und 2 kg längerfristig, sei zu vermeiden. In einer solchen der Behinderung angepassten Tätigkeit wäre sie aus soma
tischer Sicht höchstens zu 30 % arbeitsfähig (Urk.
7
/161/1-2).
3
.2.3
Die Ärzte des
E._
stellten im Gutachten vom
2.
August 2018 folgende relevante Diagnosen mit und ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (
Urk.
7/209/5):
(1)
l
e
ichte depressive Episode (ICD-1
0 F32.0)
(2)
chronisches
lumbovertebrales
Schmerzsyndrom, anamnestisch b
estehend seit 2004
-
intermittierende tieflumbale Wurzelreizsymptomatik mit Differentialdiagnose:
Claudicatio
-Charakteristik rechts
dermatomal
L5
nicht ausgeschlossen
-
klinisch-
befundlich
mä
ssig schmerzhaft
e
ingeschränkte Lendenwirbelsäule-
(LSW)-Beweglichkeit in alle
Richtungen
-
bildgebend deutliche degenerative
LWS-Veränderungen,
lumbosakrale
Über-
gangsanomalie
mit rudimentärer Bandscheibe S1/S2 und schwerer
Osteo
-
chondrose
L5/S1 mehr als L4/5,
Bandscheibenhernierung
L5/S1 (in früherer
Segmentzählung L4/5) bekannt seit 2005 mit Wurzelkontakt S1 (früher etikettiert
L5) beidseits sowie mi
t Wurzelkontakt L4 links (MRI 1
9.
Oktober 2016)
(3)
chronisches
zervikovertebrales
Schmerzsyndrom mit nicht
radikulärer
inter-
mittierender
Schmerzausstrahlung in den rechten Arm
-
klinisch-
befundlich
allseitig mässig muskulär eingeschränkte Halswirbelsäulen-
(
HWS
-)Beweglichkeit, muskuläre Verspannungstendenzen
tiefnuchal
-
Thoracic
-outlet-Symptomatik aktuell rechts nachweisbar
-
radiologisch hypertrophe Querfortsätze von Halswirbelkörper (HWK) 7 beidseits
(Röntgen 3
0.
November 2017) und leichtgradige HWS-Segmentdegenerationen
mit prominenter Osteochondrose C5/6 mit
Anulus
Fibrosus
-Riss und mit nicht-
Nervenwurzel-komprimierenden
Rezessusstenosen
beidseits (MRI 2
2.
Septem
-
ber
2016)
(4)
Status nach früheren Hand- und Fussbeschwerden gemäss Akten, verheilt
-
radiologisch keine Anhaltspunkte für ein entzündliches arthritisches Leiden
(Röntgen
1
1.
April 2018
)
-
intakte Schraube in situ nach Grun
dphalanx
-Schaftfraktur am Kleinfinger rechts
vor Jahren
-
klinisch freie Handfunktionen beidseits
Die
Gutachter
des
E._
erklärten
,
dass die Beschwerdeführerin seit 2004 nicht mehr erwerbstätig sei. Zu den ausgeübten Tätigkeiten lägen keine Tätigkeitspro
file vor. In einer optimal angepassten Tätigkeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 70
%
.
Es sei eine Verbesserung des psychischen Gesundheitszustands eingetreten
(
Urk.
7/209/7).
3.2.4
Die Fachpersonen des Zentrums
D._
nannten in der
an den Beschwerdeführer gerichteten
Stellungnahme vom
3.
Dezember 2018
fol
gende psychiatrischen Diag
nosen (Urk. 7
/225/4
):
(1)
schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10 F32.2)
mit/bei
-
akustischen Halluzinationen in Form von
Akoasmen
bzw. Stimmen
-
Status
nach schwerer depressiver Episode mit psychotischen Symptomen
(ICD-
10 F32.3)
(2)
Status nach Suizidversuch 2007 (ICD-10 X79) mit dem Messer
Die Fachpersonen des Zentrums
D._
gaben an,
dass keine Verbesserung des Zustands
der Beschwerdeführerin
vorliege. Das Gutach
ten des
E._
sei ein Parteigutachten und nicht objektiv. Die Beschwerdeführerin sei
von
2004 bi
s heute
auch für angepasste Tätigkeiten
zu 100
%
arbeitsunfähig
(Urk. 7
/225/
2-
4
).
3.2.5
Im Bericht zur interdisziplinären Schmerzbehandlung vom 2
9.
April 2019 zuhan
den von
Dr.
med
.
G._
, FMH Innere Medizin,
ergänzten die Ärzte des
Zentrums
D._
, dass die
Beschwerdeführerin für ange
passte Tätigkeiten sowohl aus somatischer wie auch aus psychiatrischer Sicht zu 100
%
arbeitsunfähig sei (
Urk.
10).
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) in medizinischer Hinsicht auf das polydisziplinäre Gutac
hten des
E._
vom 2.
Au
gust 2018 (Urk. 7/209
).
4.2
Das Gutachten des
E._
basiert auf den erforderlichen allseitigen Untersuchun
gen (internistisch, rheumatologisch und psychiatrisch) und wurde in Kenntnis der und Auseinandersetzung mit den Vorakten abgegeben. Die
Gutachter des
E._
haben detaillierte Befunde erhoben, die geklagten Beschwerden berücksichtigt
und sich mit diesen sowie dem Verhalten der Beschwerdeführerin auseinander
gesetzt. Zudem haben sie die medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtend dargelegt. Das genannte Gutachten erfüllt demnach grundsätzlich die
rechtsprechungsgemässen
Anforderungen an eine beweiskräftige ärztliche Ent
s
cheidungsgrundlage (vgl. E. 1.8
).
4.3
Was den Gesundheitszustand aus somatischer Sicht betrifft, legten die Gutachter
des
E._
dar, dass d
ie rheumatologischen Befunde weitgehend vergleich
bar seien mit jenen, die im Rahmen
der gut
achterlichen Beurteilung
der MEDAS
Y._
im Jahr
2009
festgestellt worden seien
. Die radiomorphol
ogischen
Auf
fälligkeiten, insbesondere
lumbal und im Bereich einer Os
teochondrose L4/5,
seien
wohl etwas ausgeprägter. Dies entspreche dem
n
atürlichen Verlauf eines degene
r
ativen Segmentleidens.
Signifikante neue Aspekte seien
aber
weder kli
nisch noch radiomor
phologisch hin
zugekommen. Rheumatologisch sei
aktuell eine 30%ige Einschränkung für optimal adapti
erte Tätigkeiten festzustellen. Dies etwas in
Diskre
panz zur gutachterlichen
Vorbeurteilung
von
2009, als für ange
passt
e
Tätigkeiten eine v
olle Arbeitsfähigkeit attestiert
worden sei.
Die
Diskre
panz sei
mit einer aktuell etwas höheren Wertung des
organläsione
llen
Kerns des degenerativen Rü
ckenleidens
und mit der Annahme einer
intermittierend
vor
handenen Wurzelreizsymptomatik im rechten Bein zu erklären (
Urk.
7/209/5)
.
Zumutbar seien der
Beschwerdeführerin körperlich leichte Tätigkeiten, ohne Han
tieren von Laste
n von mehr als 3 bis 5
kg
, gehäuft
gebückt
oder über Kopf zu verrichtende
Tätigkeitsanteile, Arbeiten in fixierter Körperhaltung,
Arbeiten mit wiederholtem
Rotieren-Müssen des
Oberkörpers, ausschliesslichem
Gehen oder Stehen respektive Sitzen (je bis zur Hälf
t
e oder bis zu 2/3 der Ar
beitszeit, aber nicht am Stück;
Urk.
7/209/7).
Die
se Beurteilung
ist angesichts der genannten Befunde sowie der dazugehörigen Erläuterungen einleuchtend und plausibel. Das von den Gutachtern des
E._
er
stellte Belastungsprofil deckt sich
dabei
weit
gehend
mit jenem von
Dr.
C._
im Bericht vom 13. Juli 2016 (
Urk.
7/161
).
Dr.
C._
hat in
diesem
Bericht
jedoch nicht nachvollziehbar begründet, weshalb die Beschwerdeführerin selbst in der
umschriebenen, optimal an ihre Rückenbeschwerden
angepassten Tätigkeit zu 70
%
in der Arbeitsfähigkeit eingeschränkt sein soll.
4.4
Auf die
Einschätzung
der Gutachter des
E._
zum somatischen Gesundheitszu
stand und dessen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit, die von der Beschwer
deführerin im Übrigen nicht in Zweifel gezogen wurde (
Urk.
1), kann somit ab
gestellt werden.
5.
5.1
Was den Gesundheitszustand in psychiatrischer Hinsicht betrifft,
führten
die Gut
achter des
E._
aus
, dass
in der
aktuellen
psychiatrischen Untersuchung
eine nur noch sehr
leichte depressive Symptomatik beschrieben worden sei. Der psycho
pathologische Befund weise
im Rahmen der Affektivität
lediglich
eine
sehr leichte deprimierte Stimmungslage auf. Das leic
hte depressive Syndrom könne sich zwi
schenzeitlich
schwankend bis mittelgradig verschlechtern
, wobei unklar
sei
, wie lange diese Phasen der Verschlechterung anhalten
würden
. Da
in den Unterlagen bis anhin nie
eine volle Remission der
depr
essiven Erkrankung erwähnt worden sei, könne
nicht von einer rezidivierenden dep
ressiven Störung gesprochen wer
den. Seit wann die Verbesserung bestehe, könne nicht genau bestimmt werden.
Es
sei davon auszugeh
en, dass der aktuell
e Zustand schon länger bestehe.
Im letzten
ihnen
vorliegenden psychiatrischen Bericht
des Zentrums
D._
von Juli 2016 sei
eine schwere d
epressive Episode beschrieben wor
den. Möglicherweise sei
der Schweregrad aber auch anders beurteilt
worden
, da im sehr d
ifferenzierten Austrittsbericht
der
B._
im September 2015 bereits eine rezidivierende depressive Störung, damals m
ittelgradige
Episode,
f
estgestellt worden sei (
Urk.
7/209/4
).
Der psychiatrische Gutachter
des
E._
erklärte
, dass die Beschwerdeführerin im Gutachtenszeitpunkt zu maximal 20
%
in ihrer Ar
beitsfä
higkeit eingeschränkt sei
(
Urk.
7/209/58)
. Im Rahmen der Konsensbeurtei
lung kamen die Gutachter des
E._
zum Schluss, dass
die Einschränkung aus psychischen Gründen mit Blick darauf, dass es sich um ein leich
tes depressives Syndrom handle,
in der aus somatischen Gründen attestierten Einschränkung von 30
%
bereits berücksichtigt sei
(
Urk.
7/209/7).
Auch diese Beurteilung ist angesichts der genannten Befunde sowie der dazuge
hörigen Erläuterungen
einleuchtend und plausibel.
5.2
Was die Beschwerdeführer
in
d
agegen vorbrachte (
Urk.
1 S. 4 ff.
), ist nicht stich
haltig.
Dass der psychiatrische Gutachter des
E._
die eigenständige depressive Erkran
kung nur ungenügend erfasst und gewürdigt haben soll, ist unzutreffend.
Er
stellte
in diesem Zusammenhang
(
Urk.
7/209/53-54)
bei
d
er Befunderhebung
eine verminderte Konzentration,
einen
Energiemangel
,
Insuffizienzgefühle
und eine reduzierte bis
aufgehobene Libido
fest.
Der psychiatrische Gutachter
verneinte jedoch, dass die Beschwerdeführerin (
über einen längeren Zeitraum
) unter einer
deprimierte
n
Affektivität,
verminderte
n
Freude, ein
em Interessenmangel, einer
reduzierte
n
Schwingungsfähigkeit
und einem verminderten Antrieb
leide. Derar
tige Symptome
würden
lediglich in gewissen Situationen
auftreten.
Weiter hielt
er
fest, dass der Schlaf unter Behandlung mit
Quetiapin
in Ordnung
(zuvor hätten Ein- und Durchschlafstörungen bestanden)
und das Gewicht bei schwankendem
Appetit stabil
sei (
anlässlich der
Berichterstattung von
Dr.
C._
vom 1
3.
Juli 2016 und bei der Begutachtung im
E._
vom
April 2018
wog die Beschwerde
führer je
weils
72 kg;
Urk.
7/161/1 und
Urk.
7/209/69
).
Wegen der Kinder bestün
den keine Suizid
gedanken mit Handlungsabsichten.
Dass d
er psychiatrische Gut
achter gestützt auf diese Befunde
lediglich
noch
eine leichte
depressive Episode (ICD-10 F32.0)
diagno
stizierte,
ist
nachvollziehbar
(vgl.
zu den diagnostischen Leitlinien einer leichten depressiven Episode
Dilling
/
Mombour
/Schmidt,
Internationale
Klassifikation psychischer Störungen, ICD-10 Kapitel V, Klinisch-diag
nostische Leitlinien
, 10. Auflage, Bern 2015, S. 169 ff.
)
.
Erhebliche Anhalts
punkte dafür,
seine
Aussagen zum Schlaf der Beschwerdeführerin
und zur drei
wöchigen Behandlungsfrequenz
, die auf deren eigenen Angaben beruhen, falsch sein könnten, liegen nicht vor.
Im Weiteren
ist darauf hinzuweisen,
dass auch das
vom psychiatrischen Gutachter
durchgeführ
t
e
Mini-ICF
insgesamt
lediglich
geringe
Funktionsstörungen
ergab
(
Urk.
7/209/54-55).
E
ntgegen dem Einwand der Beschwerdeführerin
ist
ferner
unzutreffend, dass die Gutachter des
E._
al
lein von
der
Diagnose auf eine
Arbe
itsfähigkeit geschlossen hätten.
Ebenso er
weist sich das Vorbringen, im psychiatrischen Gutachten sei lediglich eine andere Beurteilung des unveränderten medizinischen Sachverhalts vorgenommen wor
den, als unbegründet.
Die Gutachter legten eingehend und nachvollzie
h
bar dar, dass sich die depressive Symptom
a
tik wesentlich verbessert hat. Ein Revisions
grund ist damit eindeutig
gegeben.
E
ine
hinreichende
Auseinandersetzung mit den normativen Vorgaben (Standar
dindikatoren)
gemäss
BGE 141 V 281
ist gestützt auf das Gutachten des
E._
sodann
möglich
(vgl. E. 1.4). Diesbezüglich ist
der
Expertise
insbesondere
zu ent
nehmen,
dass es keine Inkonsistenzen gebe und
die
Beschwerdeführerin die
de
pressive Symptomatik
selbst
als verbessert beschrieben
habe
(
Urk.
7/209/6).
Be
treffend
ihren
Tagesablauf
gab sie
an,
zwi
schen 7.00 und 8.00 Uhr aufzustehen
, zu frühstücken
, die Medikamente einzun
ehme
n
und
anschliessend
für 30 Minu
ten
draussen
zu
spaziere
n
. Dann mache sie die Übungen, die sie in der Physio
therapie gelernt habe
,
und
bereite das Mittagessen zu, das
sie gemeinsam mit dem Ehemann und dem Sohn einnehme. I
n Situation
en
, in welchen es ihr
zu viel werde, würde der Ehemann von auswärts etwas zu essen mitbringen.
Nach
dem Essen gehe die Beschwerdeführerin
nochmals 30 Minuten
laufen und mache im Anschluss
daran
erneut
die Übungen der Physiotherapie. Danach käme die Toch
ter von der Schule.
Abends
würden alle zusammen kochen
und
essen.
In der Folge
s
preche sie mit den Töchtern
über die Schule, sehe etwas fern und gehe zwischen 22.00 und 22.30 Uhr zu Bett. Das Staubsaugen und den Boden aufneh
men sei ihr nicht mehr möglich, das Kochen, Bügeln für eine gewisse Zeit, Wa
schen (mit Hilfe der
grossen
Tochter) und Putzen des Bades (mit Hilfe der
grossen
Tochter) könne sie noch erledigen. Der Einkauf werde mit der Familie gemeinsam getätigt. Autofahren sei ihr für kurze Strecken (5 km) möglich. Längere Strecken könne sie grund
sätzlich fahren, brauche aber entsprechend viele Pausen.
Schliesslich
gab die Beschwerdeführerin an, langjährige Freundschaften zu haben und kontaktfreudig zu sein (
Urk.
7/209/52-53).
Eine
gleichmässige
Einschrän
kung des
Aktivitätenniveaus
in allen vergleichbaren Lebensbereichen ist unter diesen Umständen zu verneinen.
Bei der Diskussion von Belastungsfaktoren und Ressourcen wiesen
die Gutachter des
E._
darauf hin, dass die Beschwerdefüh
rerin wahrscheinlich nur über wenig Ressourcen
zur Überwindung der aktuellen Situation und damit
einen
Umgang mit dem
depressiven Zustandsbild
und den
Schmerzen ver
füge (
Urk.
7
/209/6
)
.
Diese Einschätzung wird insbesondere mit der vom psychiatrischen Gutachter festgestellten Passivität der Beschwerdeführerin im Umgang mit ihrer Erkrankung begründet. So habe die Versicherte gleich zu Beginn der Exploration angegeben, aufgrund ihrer Beschwerden könne sie über
haupt nicht mehr arbeiten. Zudem hätten die behandelnden Ärzte der
B._
bereits im September 2015 berichtet, dass sich die Explorandin nicht wirklich auf die damalige Behandlung eingelassen habe und auch eine Verbesserung ihres Ge
sundheitszustandes während der stationären Behandlung nicht habe wahrneh
men können (
Urk.
7/209/58).
Angesichts der vom psychiatrischen Gutachter er
hobenen
(
geringgradigen
)
Befunde erweist sich seine Beurteilung der Arbeitsfä
higkeit auch unter Beachtung der massgebenden Indikatoren als hinreichend und nachvollziehbar begründet.
5.3
Die
Bericht
e des Zentrums
D._
vom
3.
Dezember 2018 und
vom
2
9.
April 2019 (
Urk.
7/225 und
Urk.
10) enthalten
sodann
keine
Hin
weise darauf
, dass sich der
psychische
Gesundheitszustand der Beschwerdefüh
rer
in
nach der
E._
-Begutachtung
im April 2018 erheblich verschlechtert haben könnte. Dies gilt
auch bezüglich der
angegebene
n
Gewichtszunahme von 72 kg (im April 2018) au
f 80 kg (im Dezember 2018, Urk.
7/225/2).
Im Weiteren ist in
diesem Zusammenhang darauf hinzuweisen, dass eine psychiatrische Exploration von der Natur der Sache her nicht ermessensfrei erfolgen kann. Sie eröffnet dem begutachtenden Psychiater daher praktisch immer einen gewissen Spielraum, in
nerhalb dessen verschiedene medizinisch-psychiatrische Interpretationen mög
lich, zulässig und zu respektieren sind, sofern der Experte
– wie vorliegend -
lege artis vorgegangen ist. Daher und unter Beachtung der Divergenz von medizini
schem Behandlungs- und Abklärungsauftrag kann es nicht angehen, eine medi
zinische Administrativ- oder Gerichtsexpertise stets dann in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehm
en, wenn die behandelnden Ärzte
nachher zu unterschiedlichen Einschätzungen gelang
en
oder an solchen vorgän
gig
geäusserten
abweichenden Auffassungen festh
alten
(Urteile des Bundesge
richts 9C_794/2012 vom 4. März 2013 E. 4.2, 8C_997/2010 vom 10. August 2011 E. 3.2 und 8C_694/2008 vom 5. März 2009 E. 5.1).
Hinsichtlich der
Einschätzung der Fachpersonen des
Zentrums
D._
,
wonach die Be
schwerdeführerin
aus psychischen Gründen
bereits seit 2004 in sämtlichen Tä
tigkeiten zu 100
%
arbeitsunfähig sein soll,
ist auf das beweiskräftige
, eine Leis
tungseinschränkung verneinende,
psychiatrische Teilgutachten der MEDAS
Y._
vom 2. November 2009
respektive das
Urteil IV.2011.01201 vom 25. April 2013 (Urk. 7/105)
zu verweisen
.
Überdies
darf und soll das Gericht
auch der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass behandelnde Fachpersonen mit
unter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc).
5.4
Auch auf die Beurteilung der Gutachter des
E._
zum psychischen Gesundheits
zustand und dessen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit kann somit abgestellt werden.
6.
6.1
Zu prüfen
bleibt, wie sich die
in einer leidensangepassten Tätigkeit um 30 %
eingeschränkte Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin in wirtschaftlicher Hinsicht auswirkt.
6.2
Die Beschwerdegegnerin ermittelte im Rahmen
des
für das Jahr
2018
vorzuneh
menden Einkommensvergleichs
gestützt auf die Tabellenlöhne
gemäss
der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung
(
LSE
2014)
ein
Valideneinkommen
von
Fr.
54‘931.--
und ein Invalideneinkommen von Fr.
38‘452.-- (
Urk.
2 und Urk.
7/211)
.
Die
se
Grundlagen
des
Einkommensvergleichs wurden von der Beschwerdeführe
rin nicht in Zweifel gezogen (vgl. Urk. 1). Für eine nähere Überprüfung von
Am
tes
wegen besteht kein Anlass (BGE 125 V 413 E. 1b und E. 2c).
6.3
Dem Einwand der Beschwerdeführerin, dass ihr im Rahmen der Bemessung des Invalideneinkommens ein Leidensabzug in der Höhe von
mindestens 1
5 % hätte gewährt
werden müssen (Urk. 1 S. 13 f.
), kann nicht beigepflichtet werden.
An
haltspunkte dafür,
dass die Beschwerdeführerin ihre
Arbeitsfähigkeit
von 70
%
in einer leidensangepassten Tätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt, der ei
nen breiten Fächer verschiedenster Tätigkeiten aufweist, nur mit unterdurch
schnittlichem Einkommen verwerten könnte, bestehen nicht. Angesichts des ärzt
lich umschriebenen Zumutbarkeitsprofils (vgl.
E. 4.3
) ist
davon auszugehen, dass
ihr
ein genügend breites Spektrum an zumutbaren Verweistätigkeiten zur Verfü
gung steht, umfasst der Tabellenlohn im Kompetenzniveau 1 doch auch eine Vielzahl von lei
chten Tätigkeiten (vgl. Urteil
des Bundesgerichts 8C_495/2019 vom 11. Dezember 2019 E. 4.2.2 mit Hinweisen).
Zudem
ist
zu beachten, dass die Gutachter des
E._
der Beschwerdeführerin bei weitgehend
vergleichbaren rheu
matologischen Befunden
wie anlässlich der Begutachtung
in der MEDAS
Y._
im Jahr 2009
aus
rheumatologischer Sicht
– anders als die Gutachter der MEDAS
Y._
– nicht mehr eine 100%ige, sondern lediglich noch eine 70%ige Arbeitsfähigkeit
in einer angepassten Tätigkeit attestiert haben.
Da
mit wurde dem vermehrten Pausenbedarf bezüglich des Rückenleidens bereits hinreichend Rechnung getragen
.
Auch wenn
in
der 30%igen
Einschränkung zu
sätzlich auch
die Auswirkungen
der
festgestellten
psychischen Beschwerden
mit
berücksichtigt sind
(vgl. E. 5.1)
, erweist sich die
se
Beu
rteilung der Gutachter des
E._
als
grosszügig
.
Die
länger dauernde,
mehrheitlich
nicht invaliditätsbedingte
Abwesenheit
der Beschwerdeführerin
vom Arbeitsmarkt
betrifft das Kriterium der Dienstjahre,
dessen Bedeutung
nach
der Rechtsprechung im privaten Sektor ab
nimmt, je niedr
iger das Anforderungsprofil ist,
und
rechtfertigt
keinen Abzug vom Tabellenlohn
(vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_805/2016 vom 22. März 2017 E. 3.3 mit Hinweisen, 9C_38/2019 vom 9. Mai 2019 E. 3.5.2)
.
Schliesslich
wirken sich vorliegend auch die Dauer der Betriebszugehörigkeit, die Nationalität sowie der Beschäftigungsgrad nicht lohnmindernd aus (vgl. dazu Meyer/
Reichmuth
,
Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Auflage 2014,
N 102 ff. zu Art. 28a).
Ein leidensbedingter Abzug ist daher nicht zu berücksichtigen.
6.4
Bei einem
Valideneinkommen
von Fr.
54‘931.--
und einem Invalideneinkommen von
Fr.
38‘452.--
resultiert
eine
Erwerbseinbusse
von 16‘479.--
und damit ein nicht rentenbegründender
Invaliditätsgrad von
30
% (Fr.
16‘479.--: Fr. 54‘931.--
).
7.
Di
e angefochtene Verfügung vom 2
4.
Januar 2019
(Urk. 2), mit welcher die Rent
e der Beschwerdeführerin per 2
8.
Februar 2019
aufgehoben wurde, erweist sich damit als rechtens. Die Beschwerde ist deshalb abzuweisen.
8.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens
aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 700.-- anzusetzen. Entsprechend dem Aus
gang des Verfahrens sind sie der
unterliegenden Beschwerdeführer
in
aufzuerlegen.