Decision ID: 091237fb-c06e-4853-aea0-28a0127b61bc
Year: 2009
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
M._,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Jürg Jakob, Rosenbergstrasse 42b,
9000 St. Gallen,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
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betreffend
Rente
Sachverhalt:
A.
A.a Die 1965 geborene M._ meldete sich am 9. Mai 2006 bei der
Invalidenversicherung zum Bezug von IV-Leistungen an und beantragte
Berufsberatung, Arbeitsvermittlung und eine Rente. Sie gab an, vom 1. März 2001 bis
20. Mai 2005 bei der Firma A._ AG als Hilfskraft zu 80% tätig gewesen zu sein.
Aufgrund der körperlich anstrengenden Arbeit leide sie seit dem 20. Mai 2005 an
Rückenbeschwerden, Knochenschmerzen sowie einer Depression (IV-act. 1).
A.b Der Arbeitgeber bestätigte, dass die Versicherte vom 1. März 2001 bis 31. August
2005 angestellt war. Dabei sei sie seit dem 1. April 2004 mit einem Teilzeitpensum von
7,2 Stunden pro Tag, 5 Tage pro Woche bis zum 20. Mai 2005 tätig gewesen und habe
im Jahr 2003 Fr. 38'616.-- Jahreslohn, im Jahr 2004 Fr. 38'315.-- Jahreslohn sowie im
Jahr 2005 bis zum 31. August 2005 Fr. 22'299.-- Verdienst erzielt (IV-act. 8).
A.c Im Arztbericht vom 16. Mai 2006 gab Dr. med. B._, Hausarzt, zusammenfassend
als Diagnosen ein chronisches Cervicobrachialsyndrom und chronische Lumbago bei
degenerativen Wirbelsäulenveränderungen, eine medio-rechts-laterale Diskushernie
L4/5 mit Nervenwurzelkompression L5 rechts im recessalen Anteil, eine ausgeprägte
Unterschenkelvarikosis bei chronisch venöser Insuffizienz, beginnende Senk- und
Spreizfüsse sowie eine depressive Verstimmung mit Somatisierung an. Dabei erklärte
Dr. med. B._, der Versicherten sei die bisherige Arbeitstätigkeit seit dem 22. Mai
2005 nicht mehr zumutbar und sie sei bis auf weiteres vollumfänglich arbeitsunfähig.
Betreffend weitere berufliche Massnahmen verwies Dr. med. B._ auf den Bericht der
Klinik Valens, in welcher sich die Versicherte vom 2. Mai bis 13. Mai 2006 aufgehalten
hatte (IV-act. 9). Die Klinik Valens hielt am 27. September 2006 in ihrem Arztbericht
fest, dass die Versicherte theoretisch eine leichte bis mittelschwere Tätigkeit im
Rahmen einer mindestens 50%igen Leistungsfähigkeit realisieren könne. Dazu seien
die Etablierung eines rekonditionierenden Trainings und das Erlernen von
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Copingstrategien zur Schmerzbewältigung erforderlich (IV-act. 19-4). Als Diagnosen
gab die Klinik Valens ein chronisches Panvertebralsyndrom und eine mittelgradige
Depression mit Somatisierungstendenzen bekannt (IV-act. 19-1).
A.d Am 29. November 2006 empfahl der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) eine
bidisziplinäre rheumatologisch-psychiatrische Begutachtung. Im Gutachten vom 13.
Februar 2007 gab Dr. med. c._, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, als Diagnose
eine somatoforme Schmerzstörung an. Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die
Arbeitsfähigkeit wurden eine mittelgradige depressive Störung und Schwierigkeiten bei
der kulturellen Eingewöhnung benannt. Dr. med. C._ erklärte sodann, der
Versicherten sei insgesamt eine 50%ige Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit
zumutbar (IV-act. 27). Dr. med. D._, Innere Medizin und Rheumaerkrankungen FMH,
gab in seinem Gutachten vom 20. Februar 2007 als Diagnosen mit Auswirkung auf die
Arbeitsfähigkeit ein chronisches panvertebrales Schmerzsyndrom mit Ausweitung zu
generalisiertem Schmerzsyndrom bei Bandscheibenprotrusion L4/5 median rechts
recessal, eine fortgeschrittene Osteochondrose L5/S1 mit begleitender leichter
Spondylarthrose, eine vordere Randleistenhernie Deckplatte LWK4 sowie eine Tendenz
zu generalisierten Weichteilschmerzen an (IV-act. 28). Er erklärte, der Versicherten sei
eine angepasste leichte Tätigkeit im zeitlichen Ausmass von 90% mit Lasthebegrenze
repetitiv 2 kg, einmalig 4 kg Tischhöhe sowie repetitiv 1 kg und einmalig 2 kg
Schulterhöhe, mit vermehrten Zwischenpausen und einer Leistungsminderung von
15% zumutbar (IV-act. 28-14). Im Haushalt resultiere ein Behinderungsgrad von 20%
(IV-act. 28-15).
A.e In einer Stellungnahme vom 5. März 2007 erachtete der RAD das rheumatologische
und das psychiatrische Gutachten als überzeugend. Er hielt eine Arbeitsfähigkeit von
M._ in leichten und einfachen Tätigkeiten von 50% eines Vollpensums sowie eine
zumutbare Arbeitsfähigkeit im Haushalt von 80% fest (IV-act. 29).
A.f Als Grundlage für eine Haushaltsabklärung beantwortete die Versicherte am
15. Mai 2007 einen Fragebogen. Darin gab sie u.a. an, sie würde heute ohne
Behinderung eine Erwerbstätigkeit im Ausmass von 100% ausüben (IV-act. 32-2). Am
15. Juni 2007 fand eine Abklärung der Verhältnisse im Haushalt von M._ statt. Der
Abklärungsbericht vom 9. Juli 2007 (IV-act. 36) hielt fest, dass sich die Versicherte in
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keiner Weise arbeitsfähig fühle und keine Arbeitsvermittlung der IV wünsche. Aufgrund
ihrer Selbsteinschätzung der Arbeitsfähigkeit werde sie deshalb auch keine Arbeit
suchen. Ausserdem wurde im Abklärungsbericht vermerkt, dass die Versicherte ohne
Behinderung weiterhin im gleichen Pensum von 80% erwerbstätig wäre. Insgesamt
ermittelte der Abklärungsbericht vom 13. Juli 2007 (IV-act. 37) eine Einschränkung der
Erwerbsfähigkeit von 39,22% und den entsprechenden Teilinvaliditätsgrad von
31,38%. Zusammen mit der Einschränkung im Haushalt von 5,43% und dem
Teilinvaliditätsgrad von 1,09% ergebe sich insgesamt ein Invaliditätsgrad von 32,47%.
Fr. 39'515.-- würde die Versicherte als Valideneinkommen bei 80% Tätigkeit und als
Invalideneinkommen bei 50% Tätigkeit Fr. 24'018.-- erzielen.
A.g Mit Vorbescheid vom 21./22. August 2007 stellte die IV-Stelle der Versicherten eine
Abweisung ihres Gesuchs um berufliche Massnahmen, Arbeitsvermittlung und eine
Invalidenrente, aufgrund des ermittelten Invaliditätsgrades von 32,47% und der
geänderten Anträge der Versicherten, in Aussicht (IV-act. 43/ 45). Rechtsanwalt lic. iur.
Jürg Jakob, als Vertreter der Versicherten, wandte am 21. September 2007 gegen den
Vorbescheid vom 21./22. August 2007 ein, das Leistungsbegehren von M._ sei
gutzuheissen und ihr sei rückwirkend auf das Datum der IV-Anmeldung eine
Viertelsrente der eidgenössischen Invalidenversicherung auszurichten. Dies begründete
er damit, dass bei der Festlegung des Invaliditätsgrades Korrekturen vorzunehmen
seien. So sei bei der Festlegung des Invalideneinkommens ein angemessener
Leidensabzug zu berücksichtigen. Des Weiteren sei bei der Haushaltsabklärung eine zu
tief angesetzte Einschränkung in der zumutbaren Haushaltstätigkeit erfolgt (IV-act. 50).
A.h Am 8. Oktober 2007 gab Dr. med. E._, Psychiatrie und Psychotherapie FMH,
früherer behandelnder Arzt, als Diagnosen eine mittelgradige depressive Störung mit
somatischen Symptomen auf dem Boden einer ängstlichen Persönlichkeit, eine
anhaltende somatoforme Schmerzstörung, ein chronisches lumbovertebrogenes und
lumboradikuläres Schmerzsyndrom und ein cervikocephales Schmerzsyndrom an. Aus
psychiatrischer Sicht sei die Versicherte für eine auswärtige Tätigkeit voll arbeitsunfähig
(IV-act. 60).
A.i Die Stellungnahme des RAD vom 18. Dezember 2007 hielt fest, dass der Einwand
des Rechtsvertreters der Versicherten vom 21. September 2007 keine neuen, bis anhin
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nicht bekannten medizinischen Elemente hervorbringe und keine Veranlassung
bestehe, die medizinischen Schlussfolgerungen in Frage zu stellen. In Bezug auf die
vom Rechtsvertreter zitierte Aussage von Dr. med. C._ aus dessen psychiatrischem
Gutachten, wonach bei der Versicherten eine Arbeitstätigkeit ausser Haus zu
bezweifeln sei, bemerkte der RAD, dass es sich bei dieser Aussage um einen IV-
fremden Faktor handle. Zudem wurde keine Veranlassung gesehen, den Bericht der
Haushaltsabklärung in Frage zu stellen (IV-act. 53).
A.j Mit Verfügung vom 3. Januar 2008 wies die IV-Stelle den Anspruch der Versicherten
auf eine Invalidenrente, berufliche Massnahmen und Arbeitsvermittlung ab (IV-act. 54).
B.
Gegen die Verfügung vom 3. Januar 2008 richtet sich die von Rechtsanwalt lic. iur.
Jürg Jakob am 1. Februar 2008 für M._ erhobene Beschwerde (act. G1). Der
Rechtsvertreter beantragt, die Verfügung sei aufzuheben und der Beschwerdeführerin
sei rückwirkend auf den 1. Mai 2006 eine Viertelsrente zuzusprechen. Dies begründet
er damit, dass bei der Festlegung des Invaliditätsgrades im Einkommensvergleich
sowie im Bereich des Tätigkeitsvergleichs Korrekturen anzubringen seien. So sei bei
der Festlegung des Invalideneinkommens ein angemessener Leidensabzug zu
berücksichtigen. Gestützt auf das Gutachten von Dr. med. D._ könne die
Beschwerdeführerin nur noch beschränkt für leichte Hilfstätigkeiten eingesetzt werden.
Noch wesentlich schwerer wiege die psychische Erkrankung, welche die
Beschwerdeführerin nur noch in einem geschützten Arbeitsumfeld einsetzbar mache.
Darüber hinaus seien auch die Wahrscheinlichkeit wiederholter krankheitsbedingter
Arbeitsausfälle und die schlechte Integration in der Schweiz zu berücksichtigen.
Aufgrund dieser Umstände erleide die Beschwerdeführerin auf dem Arbeitsmarkt einen
erheblichen Nachteil gegenüber gesunden Konkurrentinnen. Deswegen rechtfertige
sich die Anrechnung eines Leidensabzuges von insgesamt 20%. Ausserdem sei bei der
Haushaltsabklärung die zumutbare Mithilfe des Ehemannes und der beiden Söhne
überspannt worden. Aufgrund dessen sei auf den ärztlichen Bericht des RAD
abzustellen und eine behinderungsbedingte Einschränkung der Haushaltstätigkeit auf
20% festzulegen.
C.
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Mit Beschwerdeantwort vom 14. März 2008 (act. G4) beantragt die
Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Sie hält fest, dass eine
somatoforme Schmerzstörung zusammen mit einer mittelgradigen depressiven Störung
nur dann die Arbeitsfähigkeit einschränke, wenn eine psychische Komorbidität von
erheblicher Schwere, Ausprägung und Dauer (Entscheid des Bundesgerichts vom
22.01.2007, I 290/06) oder weitere Faktoren, welche die ansonsten zumutbare
Willensanstrengung für die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit behindern können,
vorliegen würden. Zudem sei der invalidisierende Charakter der erwähnten Diagnosen
von vornherein ausgeschlossen, wenn die präsentierte Symptomatik auf einer
Aggravation oder ähnlichen Konstellation beruhe (Entscheid des Eidgenössischen
Versicherungsgerichts vom 13.04.2006, I 288/04). Dies sei bei der Beschwerdeführerin
der Fall, indem ihr Schmerzempfinden mit einem angegebenen dauernden
Schmerzgrad von 8 bis 9 auf der 10-stufigen Schmerzskala übertrieben sei und nicht
im Einklang mit der Befundlage (vgl. Gutachten D._, S. 13) stehe. Dem Gutachten
von Dr. med. C._ komme bezüglich der erhobenen Befunde und der gestellten
Diagnosen volle Beweiskraft zu. Die psychiatrisch festgesetzte Arbeitsfähigkeit von
50% stehe jedoch nicht im Einklang mit der dargestellten Rechtsprechung des
Bundesgerichts. Insofern könne vom Gutachten C._ abgewichen werden. Gemäss
dem Gutachten von Dr. med. D._ sei bei der Beschwerdeführerin unter Beachtung
der somatischen und psychischen Einschränkungen von einer Arbeitsfähigkeit von
90% in einer adaptierten Tätigkeit auszugehen. Da davon ausgegangen werden könne,
dass sich Validen- und Invalideneinkommen etwa gleich entwickeln würden, könne eine
Aufwertung unterbleiben, womit das Valideneinkommen bei 80% Erwerbstätigkeit Fr.
38'315.-- betrage. Das Invalideneinkommen berechne sich anhand der
Lohnstrukturerhebungen des Bundesamtes für Statistik, da die Beschwerdeführerin
nicht mehr arbeite. Der entsprechende Wert für 2004 betrage Fr. 48'585.--. Aufgrund
des tieferen umgerechneten Valideneinkommens von Fr. 47'894.-- sei das
Invalideneinkommen auf diesen Wert zu reduzieren. Zudem sei ein Leidensabzug von
10% vorzunehmen, da die Beschwerdeführerin nur noch leichte Hilfstätigkeiten
ausführen könne. Bei den weiteren Gesichtspunkten handle es sich um
invaliditätsfremde Faktoren, welche insofern berücksichtigt worden seien, als das
Invalideneinkommen gemäss der niedrigsten Qualifikationsstufe 4 anhand der
Tabellenlöhne berechnet worden sei. Das Invalideneinkommen betrage somit Fr.
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38'794.--, wonach beim vorausgesetzten Valideneinkommen von Fr. 38'315.-- bei der
Beschwerdeführerin keine Invalidität im erwerblichen Bereich resultiere. Des Weiteren
könne offen bleiben, ob die Beschwerdeführerin im Haushalt zu 20% eingeschränkt
sei, da selbst dann lediglich ein Invaliditätsgrad im Haushalt von 4% resultieren würde.
Der erforderliche Invaliditätsgrad von mindestens 40% für eine Viertelsrente wäre auch
in diesem Fall nicht erreicht.
D.
In der Replik der Beschwerdeführerin vom 5. Mai 2008 hält deren Rechtsvertreter an
seinen Anträgen fest (act. G9). Darin bringt er vor, die Beschwerdegegnerin weiche von
den ärztlichen Gutachten von Dr. med. E._, Dr. med. C._ und der Klinik Valens ab,
welche alle von einer maximal zumutbaren Resterwerbsfähigkeit der
Beschwerdeführerin von 50% oder weniger ausgingen. Zudem komme der
somatoformen Schmerzstörung lediglich eine untergeordnete Bedeutung zu, weshalb
es sich nicht rechtfertige, alleine auf diese psychische Nebenbeschwerde abzustellen.
Das ermittelte depressive Leiden der Beschwerdeführerin sei eine vom psychogenen
Schmerzsyndrom losgelöste psychische Störung, welche Krankheitswert aufweise.
Somit könne auch nicht von einer zumutbaren Willensanstrengung zur Überwindung
der Folgen einer psychischen Beeinträchtigung ausgegangen werden. Die Steigerung
der Erwerbsfähigkeit auf die potentiell möglichen 50% sei der Beschwerdeführerin
ausserdem nur möglich, indem sie sich einer psychiatrischen Behandlung unterziehe.
Zusammen mit den körperlichen Einschränkungen sei bei der Beschwerdeführerin von
einer Resterwerbsfähigkeit von maximal 50% auszugehen. Bei der Festlegung des
Valideneinkommens müsse entsprechend dem Invalideneinkommen die
Lohnentwicklung bis ins Jahr 2007 berücksichtigt werden. Deshalb sei von einem
Valideneinkommen von Fr. 39'515.-- auszugehen. Zudem rechtfertige sich gestützt auf
die medizinischen Berichte ein Leidensabzug von 20%. Weiterhin sei bei der
Haushaltstätigkeit von einer Arbeitsunfähigkeit von 20% und einem IV-Grad von 4%
auszugehen. Unter Berücksichtigung der Resterwerbsfähigkeit von maximal 50% und
des Leidensabzugs von 20% ergebe sich ein Valideneinkommen von Fr. 19'214.40 und
damit ein Invaliditätsgrad von 45%. Der Beschwerdeführerin sei deshalb rückwirkend
eine Viertelsrente der Eidgenössischen Invalidenversicherung auszurichten.
E.
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Die Beschwerdegegnerin hat am 13. Mai 2008 auf die Einreichung einer Duplik
verzichtet (act. G11).

Erwägungen:
1.
1.1 Am 1. Januar 2008 sind die anlässlich der 5. IV-Revision vorgenommenen
Änderungen des IVG und anderer Erlasse in Kraft getreten. Die angefochtene
Verfügung wurde von der Beschwerdegegnerin am 3. Januar 2008 erlassen. Zu
beurteilen ist ein Sachverhalt, der sich vor Inkrafttreten der 5. IV-Revision entwickelt
hat. Aufgrund der allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln ist es gerechtfertigt, auf
den vor dem 31. Dezember 2007 zu beurteilenden Sachverhalt die damals geltenden
Bestimmungen und ab diesem Zeitpunkt die neuen Normen anzuwenden (vgl. BGE 130
V 446 E. 1). Für die Invaliditätsbemessung ergeben sich dadurch keine substanziellen
Änderungen. Neu normiert wurde demgegenüber der Zeitpunkt des Rentenbeginns,
der, sofern die entsprechenden Anspruchsvoraussetzungen gegeben sind (neuArt. 28
Abs. 1 IVG), gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens sechs Monate nach
Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach neuArt. 29 Abs. 1 ATSG entsteht. Es
fragt sich, ob und unter welchen Voraussetzungen bei Verfügungen unter neuem Recht
für den Anspruchsbeginn dennoch die bisherigen Bestimmungen anzuwenden sind.
Das Bundesgericht hat gestützt auf das Rundschreiben des Bundesamtes für
Sozialversicherungen (Nr. 253 vom 12. Dezember 2007), wenn der Rentenanspruch vor
dem 1. Januar 2008 entstanden ist, altes Recht angewendet (vgl. Entscheide des
Bundesgerichts vom 28. August 2008, 8C_373/2008 und vom 9. März 2009,
8C_491/08). Angesichts der IV-Anmeldung vom Mai 2006 sowie des Eintritts der
Arbeitsunfähigkeit im Mai 2005, wäre ein allfälliger Rentenanspruch der
Beschwerdeführerin vor dem 1. Januar 2008 entstanden. Demzufolge können
vorliegend die bis zum 31. Dezember 2007 gültig gewesenen Bestimmungen
angewendet werden.
1.2 Mit der angefochtenen Verfügung vom 3. Januar 2008 wies die
Beschwerdegegnerin den Anspruch auf berufliche Massnahmen, Arbeitsvermittlung
sowie den Rentenanspruch der Beschwerdeführerin mangels eines
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rentenbegründenden Invaliditätsgrades ab. Der Rechtsvertreter der
Beschwerdeführerin beantragt, die Verfügung sei aufzuheben und rückwirkend auf den
1. Mai 2006 eine Viertelsrente auszusprechen. Würde ohne
Eingliederungsmassnahmen ein Rentenanspruch drohen, wäre beim Streitgegenstand
notwendigerweise auch der Grundsatz "Eingliederung vor Rente" zu beachten.
Vorliegend sind somit der Rentenanspruch sowie der Anspruch auf berufliche
Massnahmen der Beschwerdeführerin streitig. Die Verfügung betreffend den Anspruch
auf Arbeitsvermittlung ist unangefochten in Rechtskraft erwachsen.
2.
2.1 Nach aArt. 28 Abs. 1 IVG besteht der Anspruch einer versicherten Person auf eine
ganze Invalidenrente, wenn sie mindestens zu 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie
mindestens zu 60% invalid ist. Liegt ein Invaliditätsgrad von mindestens 50% vor,
besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei mindestens 40% Anspruch auf eine
Viertelsrente.
2.2 Für die Bemessung des Invaliditätsgrades einer erwerbstätigen Versicherten wird
gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG i.V.m. Art. 16 ATSG das Erwerbseinkommen, das die
versicherte Person nach Eintritt der Invalidität durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei
ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung
gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid
geworden wäre (Valideneinkommen). Bei nicht erwerbstätigen Versicherten, die im
Aufgabenbereich tätig sind und denen eine Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden
kann, wird gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG für die Bemessung der Invalidität darauf
abgestellt, in welchem Mass für die versicherte Person eine Unmöglichkeit besteht,
sich im Aufgabenbereich zu betätigen. Sind Versicherte nur zum Teil erwerbstätig oder
arbeiten sie unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mit, wird für
diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. Sind sie daneben auch im
Aufgabenbereich tätig, wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach aArt. 28 Abs. 2 IVG
festgelegt. In diesem Fall sind gemäss der "gemischten Methode" nach aArt. 28 Abs.
2 IVG der Anteil der Erwerbstätigkeit sowie der Anteil der Tätigkeit im
Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad in beiden Bereichen zu
bemessen. Ist dabei anzunehmen, dass die Versicherten im Zeitpunkt der Prüfung des
bis
bis
ter
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Rentenanspruchs ohne Gesundheitsschaden ganztägig erwerbstätig wären, so ist die
Invaliditätsbemessung nach den Grundsätzen für Erwerbstätige zu bemessen (Art. 27
IVV).
2.3 Ob eine versicherte Person als ganztägig, als zeitweilig erwerbstätig oder als
nichterwerbstätig einzustufen ist, ergibt sich aus der Prüfung, was die versicherte
Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung bei im Übrigen unveränderten
Umständen täte. Abgestellt wird dabei gemäss Rechtsprechung des Bundesgerichts
auf die hypothetischen Erwerbsverhältnisse im Gesundheitsfall, wie sie sich bis zum
massgebenden Zeitpunkt, mit überwiegender Wahrscheinlichkeit, entwickelt haben.
Bei im Haushalt tätigen Versicherten sind die persönlichen, familiären, sozialen und
erwerblichen Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben
gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie
persönliche Neigungen und Begabungen zu berücksichtigen (vgl. BGE 130 V 395f. E.
3.3; BGE 125 V 150 E. 2c). Nebst dem früheren Arbeitsverhalten sind im Wesentlichen
die Absicht der versicherten Person und ihre Vorstellungen und Pläne zum Alltag ohne
Gesundheitsschaden zu berücksichtigen (vgl. Entscheid des Eidgenössischen
Versicherungsgerichts vom 20. Juni 2003, I 635/02). Von Bedeutung sind vor allem die
Sicherstellung der Kinderbetreuung und die Verdienstverhältnisse (Entscheid des
Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 4. Januar 2002, I 715/00). Das Gericht hat
dabei jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen
Geschehensabläufen unter den gegebenen Umständen als die wahrscheinlichste
würdigt (BGE 121 V 47 E. 2a). Die konkrete Situation und die Vorbringen der
Versicherten sind nach Massgabe der allgemeinen Lebenserfahrung zu würdigen
(Entscheid des Bundesgerichts vom 19. März 2007, I 185/06).
2.4 Im Fragebogen zur Rentenabklärung betreffend Erwerbstätigkeit und Haushalt vom
15. Mai 2007 (IV-act. 32) gibt die Beschwerdeführerin bei der Frage "Würden Sie heute
– ohne Behinderung – eine Erwerbstätigkeit ausüben?" an, sie würde ohne
Gesundheitsschaden einer Erwerbstätigkeit im Ausmass von 100% nachgehen. Dem
Abklärungsbericht Haushalt (IV-act. 36) wiederum ist bei derselben Frage zu
entnehmen, dass die Versicherte ohne Behinderung weiterhin im gleichen Pensum von
80% tätig wäre. In der Stellungnahme der Abklärungsperson im Abklärungsbericht
Haushalt ist angegeben, dass sich die Versicherte anfangs an der Befragung nicht
bis
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beteiligt hat und die Antworten von der eigentlich übersetzenden Verwandten der
Versicherten gekommen sind. Diese habe von der Abklärungsperson mehrmals darauf
aufmerksam gemacht werden müssen, dass die Fragen von der Versicherten und nicht
von ihr beantwortet werden müssen (IV-act. 37-8). Diese Angaben lassen die
Zuverlässigkeit der Befragung anzweifeln. Der Stellungnahme zufolge konnte sich die
Beschwerdeführerin nur schwer auf die Befragung konzentrieren. Es ist deshalb
fraglich, ob es ihr möglich war, von ihrer tatsächlichen Situation zu abstrahieren und
sich die hypothetischen Verhältnisse vorzustellen. Indem die anwesende Verwandte zu
Beginn ihrerseits die Fragen der Abklärung beantwortete, nahm sie zudem Einfluss auf
die Beschwerdeführerin. Unter diesen Umständen kann bei den protokollierten
Aussagen der Beschwerdeführerin im Abklärungsbericht Haushalt nicht mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass diese auf ihrer
eigenen hypothetischen Annahme, sie wäre gesund, basieren.
2.5 Bei der Frage, in welchem Ausmass die Beschwerdeführerin im hypothetischen
"Gesundheitsfall" einer Erwerbstätigkeit nachginge, ist daher vorliegend auf objektiv
feststellbare Gegebenheiten abzustellen (wie etwa im Entscheid des
Versicherungsgerichts des Kantons St.Gallen vom 10. Juni 2008, IV 2007/68, bestätigt
durch den Entscheid des Bundesgerichts 9C_650/2008). Die Beschwerdeführerin war
zuletzt seit dem 1. März 2001 bis 20. Mai 2005 bei der Firma A._ AG erwerbstätig,
wobei sie seit dem 1. April 2004 zu 80% tätig gewesen sei. Zum Beschäftigungsgrad
vor dem 31. März 2004 sowie zu den früheren Arbeitsstellen kann den Akten nichts
entnommen werden. Immerhin lassen die im IK-Auszug (IV-act. 7-1) vermerkten AHV-
pflichtigen Jahreseinkünfte darauf schliessen, dass die Beschwerdeführerin auch vor
2004 nicht in geringerem Umfang gearbeitet hatte. Gründe für eine
Teilzeiterwerbstätigkeit in der Vergangenheit können eine Begrenzung der Arbeitszeit
von Seiten des Arbeitgebers, die gesundheitliche Situation der Beschwerdeführerin
oder ihre familiären Pflichten gewesen sein. Rechtserheblich für den Erwerbsstatus ist
indessen jedoch allein, was die Beschwerdeführerin im Zeitpunkt der Prüfung des
Rentenanspruchs ohne gesundheitliche Beeinträchtigung effektiv tun würde (vgl.
Entscheid des Bundesgerichts vom 5. Januar 2007, I 701/06 E. 5.1). Es kann daher
nicht aus dem früheren Verhalten der Beschwerdeführerin auf das hypothetische
Verhalten im "Gesundheitsfall" geschlossen werden. Vielmehr sind neben den
erwerblichen Verhältnissen auch die persönlichen, familiären und sozialen Verhältnisse
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sowie die persönlichen Neigungen zu berücksichtigen. Die familiäre Situation der
Beschwerdeführerin stünde einer 100%igen Erwerbstätigkeit nicht entgegen. Sie hat
zwei Kinder, mit Jahrgängen 1987 und 1991, die selbständig und damit nicht mehr auf
Betreuung angewiesen sind. Bereits im Jahr 1997 begann die Beschwerdeführerin in
der Schweiz zu arbeiten, um ihren Mann, welcher als Mitarbeiter in einer Gussputzerei
tätig ist, finanziell zu unterstützen (IV-act. 7). Zudem sind nun auch die Kosten der
anstehenden Ausbildung des jüngeren Sohnes sowie weiterhin die Kosten der
Ausbildung des älteren Sohnes zu bestreiten. In der Haushaltführung haben die Söhne
und der Ehemann der Beschwerdeführerin unter den jetzigen Umständen einen
grossen Teil übernommen. Auf deren Mithilfe könnte auch im "Gesundheitsfall" gezählt
werden. Doch auch die Erledigung des Haushaltes am Abend und an den
Wochenenden durch die Beschwerdeführerin würde einer vollen Erwerbstätigkeit nicht
entgegen stehen. Aufgrund der bestehenden Verhältnisse verhindern demnach keine
konkreten Anhaltspunkte eine vollzeitliche Erwerbstätigkeit der Beschwerdeführerin. Im
Fragebogen zur Rentenabklärung betreffend Erwerbstätigkeit und Haushalt hat die
Beschwerdeführerin überdies ihre Absicht kundgetan, sie ginge heute ohne
Behinderung einer 100%igen Erwerbstätigkeit nach. Die "Aussage der ersten Stunde"
ist in der Regel unbefangener und zuverlässiger als spätere Angaben (BGE 121 V 47 E.
2a). Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung ist diesen Aussagen erhöhtes
Gewicht beizumessen, da sie noch nicht von möglichen versicherungsrechtlichen
Überlegungen geprägt sind (Entscheid des Bundesgerichts vom 9. Oktober 2008,
8C_352/2008, E. 3.2.2). Der Aussage der Beschwerdeführerin stehen denn auch keine
konkreten Hinweise entgegen, dass sie im "Gesundheitsfall" nicht einer vollzeitlichen
Erwerbstätigkeit nachgehen würde. Die wahrscheinlichste Variante des hypothetischen
Verhaltens der Beschwerdeführerin ist somit ein Beschäftigungsgrad von 100%. Die
Invalidität der Beschwerdeführerin ist also anhand eines reinen
Einkommensvergleiches zu ermitteln.
3.
3.1 Um die für den Einkommensvergleich massgebende prozentuale Arbeitsfähigkeit
ermitteln zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf
Unterlagen angewiesen, die der Arzt und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur
Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes ist es, den Gesundheitszustand zu
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beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher
Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (vgl. BGE 125 V 261f. E. 4). Das
Gericht hat den Sachverhalt objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die
verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches
gestatten. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht,
auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben
worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der
Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des
Experten begründet sind (vgl. BGE 125 V 352 E. 3a).
3.2 Die Beschwerdeführerin geht, gestützt auf die ärztlichen Gutachten, von einer
50%igen Arbeitsunfähigkeit bei adaptierter Tätigkeit seit dem 20. Mai 2005 aus. Diese
Einschätzung anerkannte die Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 3. Januar 2008,
wobei aber mangels rentenbegründenden Invaliditätsgrades keine Rente verfügt
wurde. Mit Beschwerdeantwort vom 14. März 2008 erklärt die Beschwerdegegnerin
wiederum, bei der Beschwerdeführerin sei von einer 90%igen Arbeitsfähigkeit in
adaptierter Tätigkeit auszugehen. Die Beschwerdegegnerin gibt dabei an, es könne von
der Arbeitsfähigkeitsschätzung im psychiatrischen Gutachten von Dr. med. C._
abgewichen werden, da diese nicht im Einklang mit der bundesgerichtlichen
Rechtsprechung bezüglich somatoformer Schmerzstörung stehe. Dem restlichen Teil
des Gutachtens werde der Beweiswert aber nicht abgesprochen. Im Weiteren
begründet die Beschwerdegegnerin, sei insgesamt auf das Gutachten von Dr. med.
D._ abzustellen, welches unter Beachtung der somatischen und psychischen
Einschränkungen der Beschwerdeführerin von einer Arbeitsfähigkeit von 90% in
adaptierter Tätigkeit ausgehe. Weitere Abklärungen zur Arbeitsfähigkeit wurden von der
Beschwerdegegnerin nicht angestrebt. Vielmehr zieht sie ihre eigenen Schlüsse anhand
der Erhebungen von Dr. med. C._ und legt, in Verbindung mit dem Gutachten von Dr.
med. D._, eine Arbeitsfähigkeit von 90% fest. Damit ersetzt die Beschwerdegegnerin
die Arbeitsfähigkeitsschätzung des psychiatrischen Gutachtens im Ergebnis durch eine
eigene Arbeitsfähigkeitsschätzung. Die Annahme einer 90%igen Arbeitsfähigkeit kann
aber nicht als überwiegend wahrscheinlich erachtet werden. Denn gemäss
höchstrichterlicher Rechtsprechung darf bei einer somatoformen Schmerzstörung nicht
ausnahmslos auf eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit geschlossen werden.
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3.3 Eine invaliditätsbegründende somatoforme Schmerzstörung muss nach
Einschätzung eines Arztes eine derartige Schwere aufweisen, dass der versicherten
Person die Verwertung ihrer verbleibenden Arbeitskraft auf dem Arbeitsmarkt bei
objektiver Betrachtung nicht mehr zumutbar ist (vgl. BGE 130 V 353ff. E. 2.2.3).
Unabdingbare Grundlage für die Beurteilung, ob und gegebenenfalls inwieweit einer
versicherten Person unter Aufbringung allen guten Willens die Überwindung ihrer
Schmerzen und die Verwertung ihrer verbleibenden Arbeitskraft zumutbar ist, bilden
ärztliche Stellungnahmen. Die begutachtende Fachperson der Psychiatrie muss im
Rahmen der ärztlichen Stellungnahme zur Arbeitsfähigkeit aufzeigen, ob und inwiefern
die versicherte Person über psychische Ressourcen verfügt, die es ihr erlauben, mit
ihren Schmerzen umzugehen (vgl. BGE 130 V 355f. E. 2.2.4 u. 2.2.5.). Oft liegt den
ärztlichen Arbeitsfähigkeitsschätzungen auch ein Abwägen zwischen der subjektiven
Arbeitsunfähigkeitsüberzeugung und der aufgrund der Art und der Schwere der
Gesundheitsbeeinträchtigung objektiv zumutbaren (Rest-)Arbeitsfähigkeit zugrunde.
3.4 Dies gilt auch für den vorliegenden Fall. Dr. med. C._ hat die offenkundige
subjektive Überzeugung der Beschwerdeführerin, für sämtliche Arten von
Erwerbstätigkeiten vollständig arbeitsunfähig zu sein, gegen die Art und die Schwere
der Gesundheitsbeeinträchtigung der Beschwerdeführerin abgewogen. Auch wenn im
psychiatrischen Gutachten der IV-Stelle eine Kompetenz zur Gewichtung der
Grundlagen zur "willentlichen Schmerzüberwindung" zugestanden wird, bedeutet dies
nicht, dass bei der psychiatrischen Arbeitsfähigkeitsschätzung die Ressourcen der
Beschwerdeführerin nicht beachtet worden wären. Vielmehr bezieht sich diese
Bemerkung auf die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit. Dr. med. C._attestiert der
Beschwerdeführerin aufgrund seiner Erhebungen, unter Abwägung aller gegebenen
Umstände, eine zumutbare Arbeitsfähigkeit von 50% in angepasster Tätigkeit. Diese
Einschätzung missachtet die Erkenntnis nicht, dass eine somatoforme Schmerzstörung
bzw. die durch sie ausgelöste subjektive Arbeitsunfähigkeitsüberzeugung in aller Regel
durch eine zumutbare Willensanstrengung überwunden werden kann. Vielmehr scheint
die Annahme von Dr. med. C._ durchaus plausibel, dass die Beschwerdeführerin mit
ihren geringen seelisch-geistigen Ressourcen auch bei einer zumutbaren
Willensanstrengung nur zu 50% einer adaptierten Erwerbstätigkeit nachgehen könne.
Das Gutachten von Dr. med. C._ steht somit weder im Beweiswert noch im Ergebnis
der bundesgerichtlichen Rechtsprechung entgegen. Darüber hinaus wurde vom RAD
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eine bidisziplinäre Begutachtung empfohlen, weshalb eine umfassende
Arbeitsfähigkeitsschätzung anhand des psychiatrischen sowie des rheumatologischen
Gutachtens vorgenommen werden muss. Im Gutachten von Dr. med. D._ wird die
Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin für eine angepasste leichte Tätigkeit im
zeitlichen Ausmass von 90% mit einer Leistungsminderung von 15% angegeben.
Abweichend von der Interpretation der Beschwerdegegnerin resultiert daraus
insgesamt eine körperliche Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin von 76,5%. Diese
Einschätzung zusammen mit der schwerer wiegenden psychiatrischen
Arbeitsunfähigkeit sowie frühere ärztliche Beurteilungen (Dr. med. B._, Klinik Valens,
Dr. med. E._) lassen darauf schliessen, dass die Beschwerdeführerin mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit in einer adaptierten Erwerbstätigkeit zu 50%
arbeitsfähig ist.
4.
4.1 Die Beschwerdeführerin ging seit Eintritt ihres Gesundheitsschadens keiner
Erwerbstätigkeit mehr nach. Für die Festsetzung des Invalideneinkommens kann
deshalb rechtsprechungsgemäss auf das statistische Durchschnittseinkommen der
Hilfsarbeiterinnen im Jahre 2006 abgestellt werden. Gemäss der Schweizerischen
Lohnstrukturerhebung 2006, Anhang Tabelle TA1, beträgt das durchschnittliche
Einkommen der Hilfsarbeiterinnen aller Branchen Fr. 4'019.-- bzw. umgerechnet auf
den schweizerischen Durchschnitt von 41,7 Wochenarbeitsstunden Fr. 4'190.--. Damit
ergibt sich ein Jahreseinkommen von Fr. 50'278.--. Gemäss den vorstehenden
Erläuterungen ist beim Invalideneinkommen von einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit in
adaptierter Tätigkeit auszugehen. Dies ergibt ein Invalideneinkommen der
Beschwerdeführerin von Fr. 25'139.--. Nach der Rechtsprechung kann anhand eines
allgemeinen behinderungsbedingten Abzugs dem Umstand Rechnung getragen
werden, dass versicherte Personen mit einer gesundheitlichen Beeinträchtigung in der
Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau nicht erreichen bzw. ihre
Restarbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem
erwerblichem Erfolg verwerten können. Anhand des konkreten Einzelfalles ist dabei zu
prüfen, ob und in welchem Ausmass die Tabellenlöhne gekürzt werden müssen (BGE
126 V 78ff. E. 5a und 5b). Dies hängt sodann von sämtlichen persönlichen und
beruflichen Merkmalen (namentlich leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre,
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Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad) der versicherten Person ab,
wobei der maximal zulässige Abzug auf 25% festzusetzen ist (BGE 129 V 481 E. 4.2.3).
Die Beschwerdeführerin ist für angepasste leichte und einfache Tätigkeiten zu 50%
arbeitsunfähig, wobei eine Lasthebegrenze repetitiv 2 kg, einmalig 4 kg Tischhöhe
sowie repetitiv 1 kg und einmalig 2 kg Schulterhöhe besteht (IV-act. 28-14). Die
Beschwerdegegnerin anerkennt einen sogenannten Leidensabzug von 10%, weil die
Beschwerdeführerin nur noch leichte Tätigkeiten verüben kann. Weitere Faktoren
wurden dabei nicht berücksichtigt, da diese invaliditätsfremd seien. Aufgrund des
Alters der Beschwerdeführerin sowie deren ausländischer Herkunft, kann im Bereich
der Hilfsarbeit kein Abzug geltend gemacht werden. Denn eine Mehrheit der
Hilfsarbeiter, auf deren Einkommen die Lohnstrukturerhebung basiert, sind Ausländer.
Da bei der Beschwerdeführerin aber zum Beispiel mit überdurchschnittlich vielen
Krankheitsabsenzen gerechnet, auf sie besondere Rücksicht genommen, vermehrte
Zwischenpausen ermöglicht werden müssten und keine Überstunden geleistet werden
könnten, weist sie Konkurrenznachteile auf. Die Nachteile gegenüber gesunden
Konkurrentinnen kann die Beschwerdeführerin nur kompensieren, indem sie ihre
Arbeitskraft zu einem unterdurchschnittlichen Lohn anbietet. Diese Faktoren müssen
beim sogenannten Leidensabzug Beachtung finden. In Verbindung mit der Invalidität
der versicherten Person kann aufgrund dieser Faktoren und den daraus im Einzelfall
resultierenden arbeitsmarktlichen Nachteilen ein behinderungsbedingter Abzug
erfolgen (vgl. BGE 134 V 327f. E. 5.2). Deshalb rechtfertigt sich bei der
Beschwerdeführerin ein Abzug von insgesamt 15% vom Tabellenlohn. Daraus resultiert
ein zumutbares Invalideneinkommen von Fr. 21'368.--. Eine berufliche Eingliederung
zur Erhöhung des zumutbaren Einkommens ist ausgeschlossen. Nur eine sogenannte
höherwertige Ausbildung könnte einen rentenrelevanten Eingliederungserfolg haben.
Die Beschwerdeführerin müsste durch eine qualifizierte Berufsausbildung in die Lage
versetzt werden, bei einem Beschäftigungsgrad von 50% ein rentenausschliessendes
Einkommen zu erzielen. Dies würde den uneingeschränkten Einsatz der
Beschwerdeführerin für die Ausbildung voraussetzen, wozu sie insbesondere aufgrund
der Beeinträchtigung ihrer psychischen Gesundheit sowie ihrer schlechten Integration
(mangelnde Deutschkenntnisse und Schulbildung) nicht in der Lage ist. Dem
Einkommensvergleich ist deshalb ein zumutbares Invalideneinkommen von Fr.
21'368.-- zu Grunde zu legen.
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4.2 Bei der Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die versicherte
Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird
in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen
Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft (BGE 134 V 325f. E. 4.1).
Da der Rentenanspruch vor Inkrafttreten der 5. IV-Revision am 1. Januar 2008
entstanden ist, wird vorliegend der frühestmögliche Rentenbeginn nach den bis zum
31. Dezember 2007 gültigen Bestimmungen festgelegt. Gemäss aArt. 29 Abs. 1 lit. b
IVG entsteht der Rentenanspruch frühestens im Zeitpunkt, in dem die versicherte
Person während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich
mindestens zu 40 Prozent arbeitsunfähig gewesen war. Aufgrund des Eintritts der
Arbeitsunfähigkeit am 20. Mai 2005 liegt der Zeitpunkt des frühestmöglichen
Rentenbeginns im Mai 2006 (aArt. 29 Abs. 2 IVG). Die Beschwerdeführerin war vor
Eintritt der Gesundheitsbeeinträchtigung als Hilfsarbeiterin bei der Firma A._ AG
tätig. Im Jahre 2006 hätte sie für ihre hypothetische erwerbliche Leistungsfähigkeit von
100% ohne den Gesundheitsschaden ein Jahreseinkommen von Fr. 49'051.-- verdient.
Bei Hilfsarbeitskräften reicht das Spektrum der Erwerbstätigkeiten von einfachen bis zu
anspruchsvollen Arbeiten. Die verübten Tätigkeiten der Hilfsarbeitskräfte sind meist
nicht die einzige Möglichkeit, bei welcher sie ihre Arbeitskräfte hätten einsetzen
können. Deshalb rechtfertigt es sich bei der Bemessung des Valideneinkommens auf
die statistischen Durchschnittswerte abzustellen. Das Valideneinkommen der
Beschwerdeführerin bemisst sich somit nach dem statistischen
Durchschnittseinkommen der Hilfsarbeiterinnen im Jahre 2006 auf Fr. 50'278.--. Die
behinderungsbedingte Erwerbseinbusse beläuft sich demnach auf Fr. 28'910.--. Dies
entspricht einem Invaliditätsgrad von 57.5%. Die Beschwerdeführerin hat deshalb
einen Anspruch auf eine halbe Invalidenrente.
4.3 Auf den Beginn des Rentenanspruchs sind vorliegend die bis zum 31. Dezember
2007 gültigen Rechtsnormen anzuwenden. Der Bericht von Hausarzt Dr. med. B._
attestiert der Beschwerdeführerin eine Arbeitsunfähigkeit seit dem 22. Mai 2005.
Gemäss aArt. 29 Abs. 1 lit. b IVG ist der Rentenbeginn der Beschwerdeführerin auf den
1. Mai 2006 festzusetzen.
5.
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5.1 Im Sinne der vorstehenden Ausführungen ist die Beschwerde gutzuheissen und
der Beschwerdeführerin eine halbe Invalidenrente seit dem 1. Mai 2006 zuzusprechen.
Allerdings kann die Höhe dieser halben Invalidenrente vom Gericht nicht ermittelt
werden, da dazu ein Zusammenruf der individuellen Beitragskonten der
Beschwerdeführerin erforderlich ist. Die Sache ist deshalb zur Vervollständigung an die
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
5.2 Die obsiegende Beschwerdeführerin hat Anspruch auf Ersatz der Parteikosten.
Dieser bemisst sich nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit
des Prozesses (Art. 61 lit. g ATSG). In Anwendung dieser Kriterien wird die von der
Beschwerdegegnerin auszurichtende Parteientschädigung auf Fr. 3'500.- (inklusive
Barauslagen und Mehrwertsteuer) festgesetzt. Das Beschwerdeverfahren ist
kostenpflichtig (Art. 69 Abs. 1 IVG). Die vollumfänglich unterliegende
Beschwerdegegnerin hat auch für die Gerichtskosten aufzukommen. Diese bemessen
sich nach dem Verfahrensaufwand. Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.- ist dem
Verfahrensaufwand angemessen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG