Decision ID: 46f5031f-5924-5210-8572-1c9b16f6697b
Year: 2010
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
D._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt Thomas Casanova, Arcas 22 / Postfach 433, 7002 Chur,
gegen
Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358,
6002 Luzern,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
Versicherungsleistungen
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Sachverhalt:
A.
A.a D._ war als Selbständigerwerbender tätig und dadurch bei der Suva
unfallversichert, als er der Suva am 17. Oktober 2003 melden liess, er habe am 3.
Oktober 2003 beim Arbeiten lange knien müssen. Beim Aufstehen habe er Schmerzen
im rechten Knie verspürt, welche er jedoch nicht weiter beachtet habe. Am Samstag
sei das Knie geschwollen gewesen (UV-act. III/1). Dr. med. A._, Spezialarzt für
Chirurgie FMH, stellte am 3. November 2003 die Diagnose einer Bursitis präpatellaris
und hielt fest, der Patient arbeite in einer knieenden Tätigkeit. Ohne direktes Trauma
habe er Schmerzen im Bereich des Schleimbeutels verspürt. Die Behandlung sei am
17. Oktober 2003 abgeschlossen worden. Am 20. Oktober 2003 habe der Versicherte
die Arbeit wieder voll aufgenommen (UV-act. III/2). Am 6. August 2004 liess der
Versicherte der Suva melden, er sei am 2. August 2004 schwimmen gegangen. Beim
Heraussteigen aus dem Wasser sei er ausgeglitten und nach rechts abgeknickt. Hierbei
verwies er auch auf das Ereignis vom 3. Oktober 2003. Als betroffenen Körperteil gab
er das rechte Knie an (UV-act. II/1). Im Bericht von Dr. A._ vom 17. August 2004
wurde das Ereignis dahingehend geschildert, dass der Versicherte beim Baden im
Wasser ausgeglitten sei und sich dabei das rechte Knie verdreht habe. Der Arzt
diagnostizierte eine Kniedistorsion rechts und eine fragliche Meniskusläsion rechts und
bescheinigte eine volle Arbeitsunfähigkeit seit 2. August 2004 (UV-act. II/2). Ab dem 24.
September 2004 bestand wieder eine volle Arbeitsfähigkeit im Rahmen der wegen
einer Schädigung des linken Knies vorbestehenden reduzierten Arbeitsfähigkeit von 40
%. Die ärztliche Behandlung war ebenfalls abgeschlossen worden (UV-act. II/4).
Kreisarzt Dr. med. B._ berichtete am 1. Februar 2005 über eine Untersuchung des
Versicherten. Am linken Kniegelenk bestehe ein bekannter Zustand mit
posttraumatischer Gonarthrose mit progredienter Varusdeformität. Aktuell sei die
Beschwerdesymptomatik mässig, sodass sich vorerst keine Knie-
prothesenimplantation aufdränge. Am rechten Sprunggelenk bestehe ein Zustand nach
Verletzung im Jahr 1989 mit stabilem Befund. Am rechten Kniegelenk werde ein
Zustand nach Kniedistorsionsereignis vom Oktober 2003 und August 2004 geltend
gemacht. Hier seien die klinischen Befunde stabil (UV-act. II/5).
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A.b Am 15. November 2008 liess der Versicherte der Suva melden, er sei am 20. Juli
2008 beim Aufstehen ausgerutscht und habe das rechte Knie verdreht und
angeschlagen. Er habe dies seiner Ärztin Dr. med. C._, FMH Physikalische Medizin
und Rehabilitation, gemeldet. Der Suva sei der Vorgang nicht früher mitgeteilt worden,
weil man angenommen habe, die Schmerzen seien auf eine "Entzündung im Blut"
zurückzuführen. Da die Entzündung aber wieder unter Kontrolle sei, müsse es "etwas
anderes" sein. Er habe die Arbeit ab 21. Juli 2009 (richtig wohl: 2008) wieder zu 40 %
aufgenommen; dies im Rahmen der Rente von 60 % (UV-act. I/1). Nach Durchführung
von medizinischen Abklärungen eröffnete die Suva dem Versicherten mit Verfügung
vom 15. April 2009, gemäss Beurteilung des Kreisarztes Dr. med. G._ seien die
Beschwerden am rechten Knie mit erstmaligem Arztbesuch am 28. Juli 2008 mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit Ausdruck eines rheumatischen Schubes gewesen.
Die anhaltenden Schmerzen würden hinreichend erklärt durch die krankhaften
Veränderungen aller Knorpel im inneren Kniegelenkbereich. Es handle sich nicht um
eine isolierte Meniskusläsion, sondern um Meniskusveränderungen im grösseren
Rahmen einer Gonarthrose. Die Suva sei daher mangels Nachweises eines
Unfallzusammenhangs nicht leistungspflichtig (UV-act. I/27). Die gegen diese
Verfügung erhobene Einsprache (UV-act. I/30) wies die Suva mit Einspracheentscheid
vom 20. August 2009 ab (UV-act. I/33).
B.
B.a Gegen diesen Einspracheentscheid erhob Rechtsanwalt lic. iur. Thomas
Casanova, Chur, für den Versicherten mit Eingabe vom 18. September 2009
Beschwerde mit den Anträgen, der Entscheid sei aufzuheben; dem Beschwerdeführer
seien die gesetzlichen Leistungen, insbesondere Taggelder und Heilbehandlungen,
auszurichten. Eventuell sei die Sache zur weiteren medizinischen Abklärung an die
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Zur Begründung legte der Rechtsvertreter unter
anderem dar, vor dem Hintergrund der bundesgerichtlichen Rechtsprechung erfülle
das Ausrutschen in der Badewanne ohne Weiteres die Anforderungen an eine
unfallähnliche Körperschädigung. Es sei durchaus nachvollziehbar, dass infolge eines
Ausrutschens in der Badewanne eine Meniskusverletzung diagnostiziert werden
müsse. Die Meinungen der Fachleute würden auseinandergehen. Dabei sei dem Urteil
des operierenden Arztes höheres Gewicht beizumessen, als dem von der
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Beschwerdegegnerin angestellten Kreisarzt, der sich lediglich aufgrund der Akten ein
Urteil gebildet habe. Der Unfall müsse für die fragliche gesundheitliche Störung
lediglich eine Teilursache darstellen. Es sei durchaus nachvollziehbar, wenn der
Beschwerdeführer die sofort auftretenden Schmerzen am rechten Knie, welche in der
Folge nicht mehr abgeklungen seien, vorerst im Zusammenhang mit den damals
bestehenden rheumatischen Schmerzen stelle und sich auf die Hemmung der
Entzündung konzentriert habe. Die behandelnde Ärztin Dr. med. C._ habe dem
Beschwerdeführer mitgeteilt, dass vorerst einmal die Entzündung zu behandeln sei.
Wenn hernach die Schmerzen nicht abklingen würden, könne immer noch eine
Schadenanzeige erfolgen. Auch mit Bezug darauf vermöge die Begründung der
Beschwerdegegnerin nicht zu überzeugen. Ein Ausrutschen in einer Badewanne mit
gleichzeitigem Verdrehen des Knies könne insbesondere bei einer stark
übergewichtigen Person zu einer Meniskusverletzung führen. Nicht ohne Grund sei der
operierende Arzt der Ansicht, dass ein Unfall vorliege. Das Geschehen vom 20. Juli
2007 (2008; UV-act. I/1) habe zumindest Teilursache für die operierte Meniskusläsion
gebildet. Folgerichtig seien die gesetzlichen Leistungen von der Beschwerdegegnerin
zu erbringen.
B.b In der Beschwerdeantwort vom 22. Oktober 2009 beantragte die
Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung verwies sie auf die
Darlegungen im angefochtenen Entscheid und führte aus, sie sei nicht
leistungspflichtig, weil das vom Beschwerdeführer behauptete Sturzereignis vom 20.
Juli 2008 nicht rechtsgenüglich bewiesen sei. Ferner sei auch ein
Kausalzusammenhang zwischen dem behaupteten Unfall bzw. unfallähnlichen ereignis
und dem Knieschaden rechts nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt. Bereits lange vor dem 20. Juli 2008 habe
der Beschwerdeführer unter einer chronischen rheumatoiden Arthritis gelitten, von
welcher nebst den Schultern und den Händen auch die Knie befallen gewesen seien.
Im angeblichen Unfallzeitpunkt sei er deswegen aktiv medizinisch behandelt worden.
Die Befunde der am 11. März 2009 durchgeführten Kniearthroskopie zeigten das Bild
einer Gonarthrose (UV-act. I/18, I/19). Die anhaltenden Schmerzen am rechten Knie
liessen sich mit den degenerativen Veränderungen erklären.
B.c Mit Replik vom 16. November 2009 bestätigte der Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers seine Anträge und
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Ausführungen. Die Beschwerdegegnerin verzichtet auf eine Duplik.

Erwägungen:
1.
Aus den Akten ist ersichtlich, dass die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer
aufgrund eines Unfalls vom 19. Februar 1977 mit Verletzung des linken Knies eine
Rente (von 60 %; vgl. UV-act. I/3 und Anmerkung in UV-act. I/1) ausrichtet. Im linken
Knie wurde aufgrund eines Pangonarthrosebefundes am 6. Juni 2007 eine
Prothesenimplantation durchgeführt (UV-act. I/25, I/33 S. 2f). Dr. med. E._,
Schulthess Klinik, berichtete am 19. Juni 2008 im Wesentlichen über die Situation am
linken Knie und hielt fest, der Patient sei zufrieden mit dem Resultat der
Kniearthroplastik links. Als Heizungsmonteur habe er etwa zwei Stunden pro Tag
gearbeitet. Die theoretische Arbeitsfähigkeit betrage 40 %. Es komme eine UV-Rente
von 60 % zur Ausrichtung (UV-act. I/11). Im vorliegenden Beschwerdeverfahren geht es
nicht um die vorerwähnten Umstände, sondern - bei einem im Rahmen der
verbliebenen Erwerbsfähigkeit vereinbarten vertraglichen Beschäftigungsgrad von 40
% (vgl. UV-act. I/1, I/5, I/17 und I/28) - ausschliesslich um die Frage der
Unfallbedingtheit der Beschwerden am rechten Knie.
2.
2.1 Dr. E._ hielt im Bericht vom 19. Juni 2008 unter anderem fest, beim rechten
Kniegelenk betrage die Flexion/Extension 130/0°. Es lagen kein Reiben und keine
Instabilität vor (UV-act. I/11). Dr. med. C._ berichtete am 3. Dezember 2008, die
Erstbehandlung für das Ereignis vom 20. Juli 2008 habe am 27. Oktober 2008
stattgefunden. Nach Angaben des Patienten bestünden seit dem 20. Juli 2008,
nachdem er in der Badewanne ausgerutscht sei, zunehmende Schmerzen im rechten
Knie. Die Ärztin diagnostizierte posttraumatische Schmerzen am rechten Knie nach
Kniekontusion und hielt fest, es lägen nicht ausschliesslich Unfallfolgen vor. Vielmehr
bestehe seit Jahren eine (nicht unfallbedingte) rheumatoide Arthritis. Seit dem 20. Juli
2008 bestehe eine volle Arbeitsunfähigkeit bis auf weiteres; die Behandlung dauere fort
(UV-act. I/2). Auf Anfrage der Beschwerdegegnerin (UV-act. I/3) führte Dr. C._ am 22.
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Dezember 2008 ergänzend aus, der Beschwerdeführer leide an einer chronischen
rheumatoiden Arthritis mit Befall der Hände, der Schulter und der Knie, welche seit Mai
dieses Jahres mit deutlichen Entzündungen aktiv sei, so dass die vom Sturz
ausgelösten Schmerzen im Rahmen des entzündlichen Geschehens aufgefasst worden
seien. Nachdem sich die rheumatische Entzündung im Blut sowie in den Gelenken
beruhigt habe, seien die Beschwerden im Knie geblieben, weshalb diese auf den Unfall
zurückzuführen gewesen seien. Deswegen habe sie auch die Arbeitsunfähigkeit,
welche die ganze Zeit bestanden habe, auf den Unfall vom 20. Juli 2008 rückwirkend
bestätigt. Es sei natürlich schwer zu trennen, was krankheits- und was unfallbedingte
Arbeitsunfähigkeit sei. Da aber noch eine Arbeitsunfähigkeit wegen des Knies bestehe,
sei anzunehmen, dass eine solche im früheren Verlauf genau so bestanden habe, auch
wenn sie nicht von der Krankheit überdeckt worden wäre. Hinsichtlich der
medizinischen Massnahmen gehe es um eine Beruhigung des Ergusses durch Ruhe
und Medikamente. Erst danach dürfe auch Physiotherapie gemacht werden. Bezüglich
der Frage der Unfallfolgen bei seit Jahren bekannter rheumatischer Arthritis könne sie
(die Ärztin) auch keine eindeutige Antwort geben. Falls die Beschwerden nicht bessern
würden, werde sie den Beschwerdeführer für ein orthopädisches Konsilium anmelden.
Natürlich sei die rheumatische Arthritis eine Voraussetzung für weniger resistenzfähiges
Gewebe, welches unter Trauma leichter geschädigt werde. Bis Ende Jahr bestehe
sicherlich eine volle Arbeitsunfähigkeit (UV-act. I/4, I/7). Anlässlich der Besprechung
vom 9. Januar 2009 schilderte der Beschwerdeführer das Ereignis vom 20. Juli 2008
(UV-act. I/8).
2.2 Am 29. Januar 2009 stellte Dr. E._ unter anderem die Verdachtsdiagnose auf
Meniskusriss medial rechts. Mit grosser Wahrscheinlichkeit liege ein Korbhenkelriss
medial rechts vor (UV-act. I/14). Dr. med. F._, Facharzt für Allgemeinmedizin FMH,
berichtete am 16. Februar 2009, der Patient sei am 28. Juli 2008 in seine Praxis
gekommen und habe über massivste Schmerzen im Bereich beider Schultern und
beider Hände im Rahmen eines schweren Schubes seiner Krankheit, einer primär
chronischen Polyarthritis, geklagt. Ein Unfallgeschehen habe er damals nicht
angegeben. Er sei nun am 2. Februar 2009 erneut in seine Praxis gekommen und habe
angegeben, dass er damals ein Rotationstrauma durch Ausgleiten erlitten habe und
darum bereits bei Dr. E._ in Behandlung stehe. Eine genaue Unfallanamnese müsse
durch die Suva aufgenommen werden. Eine Röntgenuntersuchung vom 4. August 2008
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habe deutliche degenerative Veränderungen ergeben. Ob Unfallfolgen vorlägen, sei
schwierig zu beurteilen. Seit 27. Juli 2008 bestehe eine volle Arbeitsunfähigkeit (UV-act.
I/16). Am 11. März 2009 trat der Beschwerdeführer mit Hinweis auf die Diagnose einer
medialen Meniskusläsion am rechten Knie stationär in die Schulthess Klinik ein (UV-act.
I/12). Dr. E._ diagnostizierte in den Berichten vom 12. und 13. März 2009 nach
Durchführung einer Arthroskopie am rechten Kniegelenk und einer
Teilmeniskusentfernung einen Meniskusriss medial rechts (UV-act. I/18f). Eine
Beurteilung durch Kreisarzt Dr. med. G._ ergab gemäss Bericht vom 23. März 2009,
es handle sich um einen stark übergewichtigen Patienten, welcher häufig in kniender
Stellung arbeite. Seit längerer Zeit leide er an einer chronischen Polyarthritis, welche
nicht nur die Knie, sondern auch Hände und Schultern betreffe. Diese Krankheit sei
offensichtlich in Schüben verlaufen. Die Dokumentation belege, dass die Konsultation
vom 28. Juli 2008 beim Hausarzt mit überwiegender Wahrscheinlichkeit aus dem
Grund erfolgt sei, dass es zu einem neuen Schub gekommen sei. Unter der
Behandlung von Frau Dr. C._ sei dieser Schmerzschub an Händen und Schultern
wieder abgeklungen. Zurückgeblieben seien die Beschwerden im rechten Kniegelenk,
welche erst Monate später vom Patienten und von Dr. C._ mit einem länger
zurückliegenden Ereignis in Zusammenhang gebracht worden seien. Es handle sich
nicht um eine isolierte Meniskusläsion, sondern um Meniskusveränderungen im
grösseren Rahmen einer medialen Gonarthrose. Es handle sich nicht um
Meniskusveränderungen gemäss Art. 9 Abs. 2 UVV, sondern um solche, welche ein Teil
der degenerativen Veränderungen des ganzen medialen Kniekompartimentes seien
(UV-act. I/21). Dr. E._ teilte im Bericht vom 24. März 2009 mit, voraussichtlich
bestehe ab 6. April 2009 wieder eine 40 %ige Arbeitsfähigkeit (UV-act. I/24). Am
14. April 2009 hielt Dr. E._ fest, es bestehe (am rechten Knie) keine erhebliche
Arthrose, sondern (allenfalls) eine beginnende Arthrose. Je nach Trauma könnten
Meniskus und Knorpel gleichzeitig geschädigt werden. Die Behandlung sei nach wie
vor unfallbedingt (UV-act. I/29). Im Bericht vom 31. August 2009 führte Dr. E._ aus, in
Bezug auf das rechte Kniegelenk bestehe eine leichtgradige Abnützung medial, bis
jetzt gut kompensiert. Hinsichtlich des Ereignisses am rechten Kniegelenk sei er der
Ansicht, dass dieses als Unfall im Sinn der Definition gelte (UV-act. I/34).
3.
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3.1 Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) umschreibt als Unfall die plötzliche, nicht
beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den
menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen
Gesundheit zur Folge hat. Das Eidgenössische Versicherungsgericht hat einen
äusseren Faktor dann als ungewöhnlich betrachtet, wenn er im Einzelfall den Rahmen
des Ereignisses oder der Situation, welche man objektiverweise als alltäglich oder
gewöhnlich qualifizieren könnte, übersteigt (BGE 116 V 138 Erw. 3b). Das für den
Unfallbegriff wesentliche Merkmal des ungewöhnlichen äusseren Faktors kann auch in
einer unkoordinierten Bewegung bestehen. So kann der Körper als Ganzes in
Bewegung kommen, indem er - z.B. bei einem Sturz - auf harter Unterlage aufschlägt
und Schaden nimmt. Der äussere und der ungewöhnliche Faktor sind hier ohne
weiteres gegeben. Dies trifft auch zu, wenn sich, wie beim Ausgleiten, Stolpern oder
Abwehren eines Sturzes, bloss einzelne Körperteile bewegen und in Verbindung mit
einem in der Aussenwelt liegenden Umstand zur gesundheitlichen Störung führen
(RKUV 1999 Nr. U 333 S. 199 E. 3c/aa und Nr. U 345 S. 422 E. 2b; Alfred Maurer,
Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl., Bern 1989, S. 176f; Rumo-Jungo,
Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz
über die Unfallversicherung, 3. Aufl., Zürich 2003, 27f).
Nach Art. 9 Abs. 2 lit. c UVV sind Meniskusrisse, sofern sie nicht eindeutig auf eine
Erkrankung oder eine Degeneration zurückzuführen sind, auch ohne ungewöhnliche
Einwirkung Unfällen (im Sinn von Art. 9 Abs. 1 UVV) gleichgestellt. Solche
Körperschädigungen können auch ganz oder teilweise auf Krankheits- oder
Degenerationserscheinungen beruhen. Der Auslösungsfaktor kann alltäglich und
diskret sein. Die Körperschädigung ist jedoch nur dann einem Unfall gleichzustellen,
wenn sie durch ein plötzliches schädigendes Ereignis, z.B. eine heftige Bewegung oder
das Aufstehen aus der Hocke, ausgelöst wurde (BGE 114 V 298 Erw. 3). So wurde die
Leistungspflicht des Unfallversicherers beispielsweise bejaht in einem Fall, in welchem
eine Versicherte einen schweren Wäschekorb mit dem linken Fuss verschieben wollte,
dabei eine ruckartige Bewegung ausführte und das rechte Knie verdrehte, was einen
Meniskusriss zur Folge hatte. Damit lag ein unmittelbares Geschehen vor, welches das
Merkmal der Plötzlichkeit aufwies; das Knie wurde bereits vor dem die Verletzung
auslösenden Ereignis belastet und alsdann durch eine weitere, unvermittelt
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einsetzende Bewegung zusätzlich erheblich in Anspruch genommen (RKUV 2000, 267).
Wo ein solches äusseres Ereignis mit Einwirkung auf den Körper nicht stattgefunden
hat, und sei es auch nur als Auslöser eines in Art. 9 Abs. 2 lit. a-h UVV aufgezählten
Gesundheitsschadens, liegt eine eindeutig krankheits- oder degenerativ bedingte
Gesundheitsschädigung vor (RKUV 2001, 332 Erw. 2c; Urteil des Eidgenössischen
Versicherungsgerichts vom 20. August 2003 [U17/03], auszugsweise publiziert in BGE
129 V 466). Erfolgt somit die Verletzung ausschliesslich aufgrund eines pathologischen
Prozesses oder ist die Verletzung wiederholten, im täglichen Leben erfolgten
Mikrotraumata zuzuschreiben, welche die allmähliche Abnützung und schliesslich das
Ausmass einer die Behandlung erforderlich machenden Schädigung bewirken, liegt
keine unfallähnliche Schädigung vor (BGE 114 V 298 Erw. 3b; 123 V 43 Erw. 2b).
Soweit aber ein äusseres Ereignis im erwähnten Sinn zu bejahen ist, muss medizinisch
nicht danach geforscht werden, ob und wann ein Meniskusriss auch ohne dieses
Ereignis eingetreten wäre (RKUV 2001, 332 Erw. 3b).
Die einzelnen Umstände des Unfallgeschehens sind von der leistungsanprechenden
Person glaubhaft zu machen. Kommt sie dieser Forderung nicht nach, indem sie
unvollständige, ungenaue oder widersprüchliche Angaben macht, die das Bestehen
eines unfallmässigen Schadens als unglaubwürdig erscheinen lassen, besteht keine
Leistungspflicht der Unfallversicherung. Im Streitfall obliegt es dem Gericht zu
beurteilen, ob die einzelnen Voraussetzungen des Unfallbegriffs erfüllt sind; zu diesem
Zweck hat es den Sachverhalt von Amtes wegen zu untersuchen, kann aber die
Mitwirkung der Parteien beanspruchen (RKUV 1990 Nr. U 86 S. 50).
3.2 Aus den vorstehenden Darlegungen ergibt sich, dass sowohl die Annahme eines
Unfalls als auch einer unfallähnlichen Körperschädigung - konkret steht ein
Meniskusriss am rechten Kniegelenk zur Diskussion - den Nachweis eines plötzlichen
schädigenden Ereignisses voraussetzt. Anlässlich der Besprechung mit dem SUVA-
Inspektor vom 9. Januar 2009 schilderte der Beschwerdeführer das Ereignis vom 20.
Juli 2008 dahingehend, dass er, um die Badewanne verlassen zu können, sich zuerst
mit dem linken Knie auf dem Wannenboden habe abstützen müssen. Das rechte Bein
habe er dann über den Wannenrand hinaus auf den Plattenboden gesetzt. Als er dieses
dann habe belasten wollen, sei der rechte Fuss seitlich weggerutscht und sein rechtes
Knie habe sich verrenkt. Wegen der Probleme am linken Knie habe er in dieser
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Situation nicht richtig Halt finden können. Er habe sich schliesslich das rechte
Kniegelenk am Badewannenrand angeschlagen. Er habe sofort "schmerzhafte
Episoden" am rechten Knie bemerkt und habe das Gelenk im ersten Moment kaum
mehr belasten können. In den folgenden 3-4 Tagen habe er starke Knieschmerzen
rechts gehabt. Er habe deswegen am 4. August 2008 Dr. F._ aufgesucht (UV-act. I/
8).
Durch den Bericht von Dr. F._ vom 16. Februar 2009 wird das erwähnte Vorbringen
des Beschwerdeführers, dass er den Arzt wegen Knieschmerzen rechts am 4. August
2008 - rund 14 Tage nach dem behaupteten Ereignis - aufgesucht habe, implizit
bestätigt, indem an jenem Datum vom Arzt eine Röntgenaufnahme des rechten Knies
angefertigt wurde. Diese ergab deutliche degenerative Veränderungen (vgl. UV-act. I/
16). Gemäss dem erwähnten Bericht von Dr. F._ hatte ihn der Beschwerdeführer
bereits rund eine Woche vorher - am 28. Juli 2008 - konsultiert und über Schmerzen im
Bereich beider Schultern und beider Hände im Rahmen eines (krankheitsbedingten)
Polyarthritis-Schubes geklagt. Dr. F._ bestätigte dabei ausdrücklich, dass der
Beschwerdeführer damals über kein Unfallereignis berichtet habe (UV-act. I/16). Der
Umstand, dass der Beschwerdeführer heute das Gegenteil behauptet und vorbringt,
Dr. F._ habe auf eine Schadenanzeige verzichtet, weil gleichzeitig eine Behandlung
bei Dr. C._ erfolgt sei (act. G 1 S. 3), erscheint angesichts der ausdrücklich
anderslautenden schriftlichen Bestätigung dieses Arztes nicht nachvollziehbar. Dies
umso weniger, als allein die gegenüber dem Arzt gemachte Aussage, es bestünden
Knieschmerzen rechts weshalb dann am 4. August 2004 das Röntgenbild angefertigt
wurde, offensichtlich nicht auf das Bestehen einer Einwirkung im Sinn eines Unfalls
oder einer unfallähnlichen Körperschädigung, d.h. auf ein plötzliches schädigendes
Ereignis, schliessen liess. Gemäss Angabe von Dr. F._ erfolgte die Mitteilung eines
Rotationstraumas nach Ausgleiten durch den Beschwerdeführer erst mehrere Monate
später, am 2. Februar 2009 (UV-act. I/16). Im Bericht von Dr. E._ vom 29. Januar
2009 ist sodann von einem Sturzereignisvom 20. Februar 2008 die Rede (UV-act. I/14),
wohingegen in den übrigen Akten ein Ausrutschen mit Verdrehen und Anschlagen des
rechten Knies am Badewannenrand mit Datum vom 20. Juli 2008 angegeben wurde
(UV-act. I/1, I/8). Wenn Dr. E._ im Bericht vom 31. August 2009 das Vorliegen eines
"Unfalls im Sinne der Definition" bescheinigte und sich damit zu einer Rechtsfrage
äusserte, gleichzeitig aber unter der Rubrik "Diagnose" eine Krankheit als Ursache
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anführte (UV-act. I/35), so vermag dies offensichtlich nichts zur Klärung der hier
streitigen Fragen beizutragen.
Bei Dr. C._, welche den Beschwerdeführer vorerst wegen des Arthritis-Schubes mit
Befall von Händen, Schultern und Knien behandelte, hatte die Erstbehandlung unter
dem Titel einer unfallmässigen Einwirkung auf das rechte Knie über drei Monate nach
dem behaupteten Ereignis - am 27. Oktober 2008 - stattgefunden (UV-act. I/2, I/4, I/7).
Auch dieser Ärztin war somit vor dem 27. Oktober 2008 kein Unfallereignis zur
Kenntnis gebracht worden. Der Beschwerdeführer macht in diesem Zusammenhang
geltend, Dr. C._ habe ihm mitgeteilt, dass eine Schadenmeldung "ohne weiteres zu
einem späteren Zeitpunkt" gemacht werden könne (act. G 1 S. 3). Diese Meldung
erfolgte hierauf am 15. November 2008 (UV-act. I/1). Der Beschwerdeführer hielt in der
Unfallmeldung fest, nachdem die "Entzündung" unter Kontrolle gewesen sei, habe es
"etwas anderes" sein müssen (UV-act. I/1). Er erinnerte sich somit - gewissermassen
als Ergebnis einer nachträglichen Ursachensuche - an ein Ereignis in der Badewanne
erst wieder, als die Behandlung des Arthritis-Schubes abgeschlossen war und damit
die weiterhin bestehenden Kniebeschwerden nicht mehr zu erklären vermochten. Auch
bei allfälliger Ursachen-Überlagerung durch die Arthritis wäre, sofern tatsächlich ein
Ereignis von Bedeutung vorgelegen hätte, eine frühere Unfallmeldung an die
Beschwerdegegnerin zu erwarten gewesen (vgl. dazu auch nachstehende Erw. 3.3),
zumal der Beschwerdeführer die Ereignisse am rechten Knie vom Oktober 2003 und
August 2004 (vgl. dazu Sachverhalt A.a) ohne grosse Verzögerung meldete. Der
Nachweis eines plötzlichen schädigenden Ereignisses in Bezug auf das rechte Knie
kann beim geschilderten Sachverhalt nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit als erbracht gelten. Die blosse Möglichkeit einer schädigenden
Einwirkung genügt aber nicht für die Begründung einer Leistungspflicht der
Beschwerdegegnerin. Weitere mögliche Beweismittel (insbesondere Zeugen) werden
weder geltend gemacht noch sind solche aus den Akten ersichtlich.
3.3 Die beim Beschwerdeführer gestellte Diagnose eines Meniskusrisses am rechten
Knie fällt aufgrund von Art. 9 Abs. 2 lit. c UVV als unfallähnliche Körperschädigung in
Betracht. Ein Einriss des Meniskus kann sowohl eine traumatische als auch eine
degenerative (krankheitsbedingte) Ursache haben (Pschyrembel Klinisches
Wörterbuch, 261. A.). Menisken können bei akuten schweren Knieverletzungen
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einreissen. Weit häufiger als die akuten Verletzungen sind die Risse chronisch
degenerierter Menisken ohne Unfall oder bei geringfügigem Trauma, wobei
insbesondere die stark strapazierten Menisken von Berufsleuten reissen, die viel in der
Hocke arbeiten müssen (Alfred M. Debrunner, Orthopädie/Orthopädische Chirurgie, 4.
A., 1057). Hinsichtlich des hier zur Diskussion stehenden Sachverhalts ist festzuhalten,
dass ein blosses Verdrehen und Anschlagen des Knies am Badewannenrand, wie es
vom Beschwerdeführer geltend gemacht wird, nicht geeignet sein dürfte, eine akute
schwere Knieverletzung herbeizuführen, zumal der Beschwerdeführer auch erst 14
Tage nach dem behaupteten Ereignis Dr. F._ wegen Schmerzen am rechten Knie
aufsuchte (vgl. UV-act. I/8). Nach Lage der Akten arbeitete er gemäss seinen Ende
2003 gemachten Angaben zu einem grösseren Anteil in knieender Stellung, was
damals auch zu Schmerzen im rechten Knie und entsprechender
Behandlungsbedürftigkeit führte (UV-act. III/1, III/2). Das Ergebnis der
Röntgenabklärung vom 4. August 2008 (deutliche degenerative Veränderungen; UV-
act. I/16) weist grundsätzlich auf einen krankheitsbedingten Befund hin. Wenn Dr. F._
dazu festhielt, es sei schwierig zu beurteilen, ob Unfallfolgen vorlägen (UV-act. I/16),
zeigt sich darin, dass er eine vollständig krankheitsbedingte Ursache nicht
auszuschliessen vermochte. Kreisarzt Dr. G._ führte diesbezüglich am 23. März 2009
aus, die Befunde der Kniearthroskopie vom 11. März 2009 würden das Bild einer
Gonarthrose des medialen Kompartimentes zeigen. Mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit seien die Schmerzen, welche zur Konsultation am 28. Juli 2008
geführt hätten, Ausdruck eines rheumatischen Schubes (Arthritis) gewesen. Die
anhaltenden Schmerzen am rechten Kniegelenk würden durch die degenerativen
Veränderungen aller Knorpel im medialen Kniegelenkskompartiment hinreichend
erklärt. Es handle sich nicht um eine isolierte Meniskusläsion, sondern um
Meniskusveränderungen im grösseren Rahmen einer medialen Gonarthrose. Es handle
sich nicht um Meniskusveränderungen gemäss Art. 9 Abs. 2 UVV, sondern um solche,
welche ein Teil der degenerativen Veränderungen des ganzen medialen
Kniekompartimentes seien (UV-act. I/21). Diese Darlegungen lassen sich aufgrund des
geschilderten Hergangs nachvollziehen und erscheinen begründet. Die Feststellung
von Dr. E._ vom 14. April 2009, wonach die Behandlung nach wie vor als
unfallbedingt zu gelten habe (UV-act. I/29), erfolgte demgegenüber ohne weitere
Begründung. Eine überwiegend wahrscheinliche (volle oder teilweise)
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Unfallverursachung lässt sich daraus jedenfalls nicht herleiten. Dies umso weniger, als
der Arzt immerhin eine beginnende Arthrose bzw. im späteren Bericht vom 31. August
2009 (UV-act. I/34) eine leichtgradige Abnützung medial, und damit krankheitsbedingte
Befunde anführte.
Bei diesem Sachverhalt stehen sich die Möglichkeiten des Einrisses eines chronisch
degenerierten Meniskus ohne jede Unfalleinwirkung bzw. ohne unfallähnliches Ereignis
(1) und diejenige bei geringfügigem Trauma (2) gegenüber, wobei letztere keine
grössere Wahrscheinlichkeit für sich beanspruchen kann als erstere. Wenn Dr. C._ im
Bericht vom 22. Dezember 2008 festhielt, nachdem sich die rheumatische Entzündung
beruhigt habe, seien nur (noch) die Beschwerden im Knie geblieben, so dass diese auf
den Unfall zurückzuführen gewesen seien (UV-act. I/7), so lässt sich auch hieraus - bei
gleichwahrscheinlichem Nebeneinanderstehen von zwei möglichen Ursachen für die
Knieschmerzen - keine überwiegend wahrscheinliche Unfallverursachung ableiten. Die
Ärztin führte denn auch aus, bezüglich der Frage der Unfallfolgen bei seit Jahren
bekannter Arthritis könne sie auch keine eindeutige Antwort geben (UV-act. I/7 S. 2).
Von einer Unfallursache oder einer unfallähnlichen Einwirkung im Sinn eines plötzlichen
schädigenden Ereignisses im Sinn eines abgeschlossenen schädigenden Vorgangs -
als Abgrenzung zu jenen Gesundheitsschäden, welche auf wiederholten oder
kontinuierlichen Einwirkungen beruhen (vgl. A. Bühler, Die unfallähnliche
Körperschädigung, in: SZS 1996, 88) - kann auch vor dem geschilderten medizinischen
Hintergrund nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ausgegangen werden. Weitere
medizinische Abklärungen zur Unfallkausalität, wie sie vom Beschwerdeführer
beantragt werden (act. G 1 S. 8, G 5 S. 2), wären in dieser Situation überwiegend
wahrscheinlich nicht geeignet, zu neuen oder "besseren" Erkenntnissen zu führen. Bei
Vorliegen von gleichwahrscheinlichen unfall- und krankheitsbedingten Ursachen kann
eine überwiegend wahrscheinliche (volle oder teilweise) Unfallursache nicht als belegt
gelten. Selbst wenn somit ein plötzliches schädigendes Ereignis anzunehmen bzw.
davon auszugehen wäre, dass ein durch Anschlagen bzw. Verdrehen des Kniegelenks
bewirkter Meniskusriss aufgrund des gleichzeitigen Arthritis-Schubes nicht bemerkt
werden konnte, müsste die überwiegend wahrscheinliche Unfallkausalität der
Beschwerden am rechten Knie verneint werden. Es lässt sich daher nicht beanstanden,
dass die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht ablehnte.
4.
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Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Bestätigung des
Einspracheentscheids vom 20. August 2009 abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu
erheben (Art. 61 lit. a ATSG).
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG