Decision ID: f834638a-eac5-4c0a-8cba-a0b317e4d138
Year: 2019
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1957, war
seit 2008 bei der
Y._
AG als
Receptionistin
angestellt und damit bei der Helsana Unfall AG
(nachfolgend: Helsana)
versichert, als sie am 1. Februar 2017 ausrutschte und auf den Boden stürzte (Urk. 8/K1; Urk. 8/K4
)
, wo
bei
sie sich
eine Halswirbelsäule
n
(HWS)-Dis
torsion sowie Kontusionen am rechten Handgelenk und an der rechten, bereits mit einer
Frozen
Shoulder
geschädigten, Schulter zuzog (Urk. 8/M1).
Nach getätigten Abklärungen stellte die Helsana die bis dahin erbrachten Leis
tungen mit Verfügung vom 9. Juni 2017 per 1. Juni 2017 ein und verneinte einen Anspruch auf weitere Leistungen über diesen Zeitpunkt hinaus (Urk. 8/K62). Die von der Versicherten am 22. Juni 2017 erhobene Einsprache (Urk. 8/K76) wies die Helsana am 10. November 2017 ab (Urk. 8/K90 = Urk. 2).
2.
Die Versicherte erhob am 12. Dezember 2017 Beschwerde gegen den
Ein
spra
cheentscheid
vom 10. November 2017 (Urk. 2) und beantragte, dieser sei aufzu
heben und es seien ihr die
gesetzlich geschuldeten Leistungen (Taggelder und Heilbehandlung, evtl. eine Rente und eine Integritätsentschädigung) zu bezahlen. Eventuell sei ein Gerichtsgutachten zur Frage der Unfallkausalität der Schulter
beschwerden anzuordnen und hernach in der Sache neu zu entscheiden (Urk. 1 S. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom
29. Januar 2018 (Urk. 7) beantragte die Helsana die Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin am 20. Februar 2018 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 10).
Die Beschwerdeführerin
legte
mit Eingaben vom 18. Februar (Urk. 8), 1. März (Urk. 11) und 10. Juli 2018 (Urk. 14) weitere medizinische Berichte (Urk. 9/1-3; Urk. 12/1-2; Urk. 15)
ins Recht
.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss Art. 6
des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG)
werden – soweit das Gesetz nichts
anderes
bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (Abs. 1). Die Versicherung erbringt ihre Leistungen auch
bei folgenden
Körperschädigungen, sofern sie nicht vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind
(Abs. 2): Knochenbrüche (
lit
. a), Verrenkungen von Gelenken (
lit
. b), Meniskus
risse (
lit
. c), Muskelrisse (
lit
. d), Muskelzerrungen (
lit
. e), Sehnenrisse (
lit
. f), Band
läsionen (
lit
. g) und Trommelfellverletzungen (
lit
. h). Ausserdem erbringt die Ver
sicherung ihre Leistungen für Schädigungen, die der verunfallten Person bei der Heilbehandlung zugefügt werden (Abs. 3).
1.2
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invali
di
tät, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhanden
sein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausal
zusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg
gedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.3
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursa
chen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vor
zustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr.
U 142 S.
75 E.
4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U
172/94 vom 26.
April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens
muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwie
genden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr.
U 363 S.
45; BGE
119 V 7 E. 3c/
aa
). Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die entsprechende Beweislast – anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausal
zu
sammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr.
U 206 S.
328
f. E.
3b, 1992 Nr.
U 142 S. 76). Diese Beweisgrundsätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten massgebend (Urteil des Bundes
gerichts 8C_637/2013 vom 11.
März 2014 E. 2.3.1 mit Hinweisen).
Mit dem Erreichen des Status quo sine
vel
ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der Status quo sine
vel
ante noch nicht wieder
erreicht
ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf Art. 36 Abs. 1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kostenvergütungen zu übernehmen, worunter auch die Heilbehandlungskosten nach Art. 10 UVG fallen (Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11. März 2014 E. 2.3.2).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versiche
rungs
interner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/
ee
). Das
Anstellungsverhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Versiche
run
gs
träger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befan
gen
heit schliessen (BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4). Soll ein Versiche
rungs
fall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungs
internen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzu
nehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).
2.
2.1
Die Beschwerdegegneri
n begründete ihren Entscheid (Urk. 2) damit, dass bei der Beschwerdeführerin eine Schädigung der
Rotatorenmanschette
vorliege, welche unbestrittenermassen vor dem Ereignis vom 1. Februar 2017 festgestellt worden sei. Die Schulterbeschwerden rechts und die Nackenbeschwerden seien bereits vor diesem Datum behandlungsbedürftig gewesen. Eine richtunggebende Verschlim
me
rung sei nicht ersichtlich. Zusammengefasst seien diese Beschwerden durch den Sturz vom 1. Februar 2017 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit bloss vor
übergehend verschlimmert worden und der Status quo sine sei vier Monate danach erreicht worden (S.
5 f.).
2.2
Die Beschwerdeführerin stellte sich demgegenüber auf
den Standpunkt (Urk. 1), aus nä
her dargelegten Gründen
seien ihre Beschwerden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit wenigstens zum Teil auf den Unfall vom 1. Februar 2017 zurückzuführen. Die Beschwerdegegnerin könne den von ihr geforderten Beweis, dass die bereits diagnostizierten Unfallursachen nicht mehr vorlägen respektive als Teilursache für ihr Beschwerdebild nicht mehr in Frage kämen, nicht
erbringen
, womit die Beschwerde gutzuheissen sei (S. 3 ff.).
2.3
Strittig und zu prüfen ist mithin der zeitliche Umfang der Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin.
3.
3.1
Im Dezember
2013
rutschte
die Beschwerdeführerin
auf dem Eis
aus und stü
r
zte nach hinten auf den Hinterkopf und die rechte Schulter. D
abei zog sie sich eine
Subscapularis
- und
Suprapinatussehne
-Ruptur sowie einen Partialriss der
Infra
spinatussehne
rechts zu, welche konservativ behandelt wurde (vgl. Urk. 8/U4-U8).
3.2
Dr. med.
Z._
, Facharzt für Chirurgie, diagnostizierte mit Bericht vom 20.
Oktober 2015 (Urk. 8/U8) eine
Subscapularis
- und
Supraspinatussehnen
-Ruptur sowie Partialruptur der
Infraspinatussehne
rechts mit instabiler langer
Bizepssehne
(
LBS
). Bildgebend sei eine
Subscapularis
- und
Supraspinatussehnen
-Ruptur, eine Oberrandläsion des
Infraspinatus
und eine beginnende, leichte fettige Degeneration festgestellt worden. Eine kleine Ruptur könne selbstver
ständlich konservativ behandelt werden. Bei einer so grossen Ruptur sei aber der konservative Behandlungserfolg eher eingeschränkt. Er habe der Patientin einen Operationstermin am 1. Dezember 2015 abgegeben (S. 1).
4
.
4.1
Gemäss den Angaben in der
Schadenmeldung
rutschte
d
ie Beschwerdeführerin am 1. Februar 2017 aus und stürzte zu Boden, wobei sie nicht mehr selbständig aufstehen konnte (Urk. 8/K1).
Im Fragebogen vom 10. Februar 2017 (Urk. 8/K4) führte die Beschwerdeführerin aus, sie sei auf dem Weg zum Wäschekorb gewesen, als sie auf dem frisch gereinigten, noch sehr nassen
,
aber
unmarkierten
Marmorboden ausgerutscht und mit einem Ruck auf Kopf und Rücken gestürzt sei (Ziff. 2).
4.2
Die Erstversorgung erfolgte gleichentags im Stadtspital
A._
. Die Ärzte diag
nostizierten
mit Bericht vom 1. Februar 2017 (Urk. 8/M1-M2)
eine HWS-Distor
sion Grad I sowie
eine Kontusion des rechten Handgelenks und der rechten
Schulter
bei bekannter
Frozen
Shoulder
rechts (S. 1). Eine Fraktur konnte nicht
festgestellt werden, weshalb der
Beschwerdefü
hrerin eine konservative
Therapie
mittels bedarfsgerechter Analgesie, Voltaren-Salbe und Ruhigstellung der Schulter
rechts in der
Mitellaschlinge
bis zur Beschwerdefreiheit empfohlen wurde (S. 2).
4.3
Ein
e
Arthro
graphie
-Magnetresonanztomographie (
MRI
)
der rechten Schulter vom 3. Februar 2017 zeigte unter anderem eine komplette
transmurale
Ruptur der
Supraspinatussehne
, eine
transmurale
Partialruptur der
Infraspinatus
- und
Subs
kapularissehne
, eine
Tendinopathie
und eine ventrale Luxation der langen
Bizeps
sehne
(Urk. 8/M3).
4.4
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, berichtete am 12. Februar 2017 der Beschwerdegegnerin (Urk. 8/M5). Er nannte als Unfallher
gang einen Sturz auf Schulter und Rücken (Ziff. 2) und diagnostizierte eine Schulterdistorsion bei vorbestehender Ruptur
der
Subscapularis
- und
Supraspina
tus
sehne
sowie Teilruptur der
Infraspinatussehne
(Ziff. 5). Aktuell werde die Beschwerdeführerin mit Analgesie und Physiotherapie therapiert (Ziff. 7). Es bestehe seit 1. Februar 2017 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit (Ziff. 8).
4.5
Die am 16. März 2017 in der Klinik
C._
durchgeführte radiologische Unter
suchung der HWS ergab eine sehr diskrete
Spondylarthrose
C2/3, C3/4, weniger ausgeprägt C4/5 sowie eine minimale
Osteochondrose
C4/5, hingegen keine
ossäre
Läsion (Urk. 8/M6
; vgl. auch Urk. 8/M9
).
4.6
PD Dr. med.
D._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und
Traumatologie des Bewegungsapparates, berichtete am 16. März 2017 (Urk. 8/M8
) von einer massiven, traumatischen
Rotatorenmanschettenruptur
rechts (
Supra
spinatus
und
Subscapularis
) mit luxierter
Bizepssehne
mit Pseudoparalyse bei Status nach Sturz auf dem Eis am 22. Dezember 2013 und erneutem Sturz am 1. Februar 2017 mit Vergrösserung der vorbestehenden Ruptur (S. 1 oben). Er führte aus, die Beschwerdeführerin sei ursprünglich im Dezember 2013 gestü
r
zt und habe sich
die rechte Schulter verletzt. Trotz bestehender Ruptur sei es ihr gut gegangen, sie habe fast alles wieder machen können. Nach dem Sturz am 1. Februar 2017 nach dorsal und erneuter Verletzung der rechten Schulter gehe es ihr schlecht. Sie habe starke Schmerzen im Schulterbereich rechts, ausstrahlend in den Oberarm wie auch in den Nacken. Sie könne nur schlecht längere Zeit sitzen. Im Moment bestehe eine vollständige Arbeitsunfähigkeit (S. 1 unten). Angesichts der Schulterverletzung sei eine
arthroskopische
Rotatorenman
schetten
rekonstruktion
zu empfehlen
. Bei bereits bestehender Pseudoparalyse und angesichts des Ausmasses der Ruptur sei die Prognose nicht mehr ausge
zeichnet (S. 2).
4.7
Die beratende Ärztin der Beschwerdegegneri
n, Dr. med.
E._
, Fach
ärztin für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, nahm am 25. April 2017 Stellung (Urk. 8/M10).
Die erhobenen Diagnosen (Schul
terdistorsion bei vorbestehender Ruptur) stünden möglicherweise in einem natürlichen Kausalzusammenhang mit dem Unfallereignis. Bereits nach dem Sturz auf die Schulter am 22. Dezember 2013 sei am 29. Juni 2015 im
MRI
eine
Supraspinatussehnenruptur
mit mässiger Muskelatrophie beschrieben worden. Der unter anderem untersuchende Arzt, Dr.
Z._
, habe bereits am 20. Okto
ber 2015 eine
Supraspinatusläsion
, eine
Subscapularisläsion
und eine teilweise
Infraspinatusläsion
mit Luxation der langen
Bizepssehne
nach medial beschrie
ben, also
dieselben
Verletzungsfolgen, die nach dem erneuten Sturz am 1. Februar 2017 auf dem MRI vom 3. Februar 2017 beschrieben worden seien
(S. 1 f.)
.
Ein unfallfremder Faktor sei der erste Sturz vom 22. Dezember 201
3.
Es handle sich um eine vorübergehende Verschlimmerung, eine Kontusion eines bereits vor
geschädigten Gelenks. Der Status quo ante oder sine sei erreicht, sobald die Nackenbeschwerden gebessert seien und die Schulter den vorherigen Bewegungs
umfang erreicht habe. Die Operation sei nicht im Zusammenhang mit dem Unfall vom 1. Februar 2017 zu übernehmen. Bezüglich der Nackenbeschwerden sei bis zur Operation im Juni 2017 eine Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen (S. 2 f.).
4.8
Auf die Bemerkung der beratenden Ärztin der Beschwerdegegnerin, wonach ungeklärt sei, weshalb Dr.
Z._
am 20. Oktober 2015 di
eselben Verletzungen beschreibe
wie nach dem aktuellen Sturz vom 1. Februar 2017 und dem erneuten MRI vom 16. Februar 2017
, obwohl
das
ihm wohl vorliegende MRI vom 29. Juni 2015 nur einen partiellen Riss der
Supraspinatussehne
zeige (Urk. 8/M10 Ziff. 7), liess sich Dr.
Z._
am 4. Mai 2017 vernehmen (Urk. 8/M11). Bei der Kon
sultation im Jahr 2015
habe die Beschwerdeführerin ihre MRI
nicht dabeigehabt. Im Zuweisungsschreiben des Hausarztes sei von einer partiellen Rissbildung ge
sprochen worden. E
r
habe die Bilder selber durchgeschaut
,
und auf Grund der Befunde und des klinischen Untersuchs sei die Sehne bereits vollständig
rupturiert
gewesen
.
Es bestehe ein sehr weiter Spielraum. Bis zum heutigen Zeitpunkt sei die Insertion des Supra- und
Infraspinatus
anatomisch gesehen immer noch nicht sicher definiert. Somit sei es also obsolet
,
auf Grund von Schnittbildern sagen zu wollen, ob einzelne Fasern zur Sehne des Supra- oder
Infraspinatus
gehörten. Die Abgrenzung zwischen einer partiellen und klinisch relevanten Ruptur sei eigentlich kaum zu machen (S. 1).
4.9
Dr. med.
F._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, welcher die Beschwerdeführerin auf Zuweisung ihres Hausarztes im Rahmen einer psy
chischen Überlastung aufgrund der Folgen eines Arbeitsunfalles seit dem 20. Apr
il 2017 behandelte, nannte in seinem Bericht vom 12. Mai 2017 (Urk. 8/M13) als Diagnosen
(S. 1)
eine Anpassungsstörung (ICD-10 F32.2) und eine Agoraphobie mit Panikstörung (ICD-10 F40.01).
Er führte aus, es zeige sich bei der Be
schwerdeführerin ein mittelgradiges depressives Syndrom mit unter anderem
gedrückter und freudloser Stimmungslage, Antriebsmangel, vermindertem Selbs
t
wertgefühl, pessimistischen Zukunftsperspektiven, Schlafstörungen und vermin
dertem Appetit. Ausserdem bestehe eine Angststörung, welche sich im Verlauf nach dem Unfall entwickelt habe (S. 4 Mitte).
Die Haftpflichtversicherung habe eine Regulation des Schadens abgelehnt mit der Begründung, die Beschwer
deführerin sei selber schuld an ihrem Sturz. Ausserdem habe die Beschwerde
gegnerin die Zahlungen für Taggelder und ärztliche Behandlungen bisher abge
lehnt und auch der Arbeitgeber verhalte sich abweisend und schiebe ihr die Schuld für den Sturz zu.
Bereits zuvor sei die Beschwerdeführerin bis zum Jahr 2016 bei Dr. med. Martin Keller in psychiatrischer Behandlung gewesen, weil sie über mehrere Jahre von einem Nachbarn
im
Mietshaus massiv
gestalkt
worden sei
(S. 3)
.
Bisher hätten drei Behandlungstermine stattgefunden (S. 4 am Schluss).
4.10
Hausarzt Dr.
B._
erstattete am 26. Mai 2017 der Beschwerdegegnerin Bericht (Urk. 10/M14). Anamnestisch hielt er fest, dass am 30. Juli 2012 die Beschwer
de
führerin wegen Nacken- und Schulterbeschwerden in der Sprechstunde
gewesen sei
. Es habe ein HWS-Syndrom bestanden mit einer
Zervikobrachialgie
(S. 1 oben). Am 7. Januar 2015 habe sich die Beschwerdeführerin wegen Schmerzen im Bereich der
rechten
Schulter
gemeldet
. Er habe das Beschwerdebild im Sinne
einer
Periarthropathia
humeroscapularis
(
PHS
)
tendinopathica
(vermutlich post
traumatisch) auf der rechten Seite interpretiert. Sie habe e
ntzündungshemmende Mittel und Ph
y
sio
therapie verordnet erhalten.
Da die Beschwerden persistierten, habe er die Beschwerdeführerin am 21. September 2015 Dr.
Z._
zugewie
sen. Dieser habe ihr eine operative Behandlung empfohlen,
welche
die Beschwer
deführerin aber nicht habe durchführen wollen (S. 1).
Am 1. Februar 2017 sei die Beschwerdeführerin ausgerutscht und habe wegen starken immobilisierenden Schmerzen die Notfallstation des
Spitals A._
aufge
sucht. Sie habe sich am 2. Februar 2017 wegen
der
Schmerzen
in
der rechten Schulter bei ihm gemeldet und es sei
tags darauf
eine bildgebende Untersuchung durchgeführt worden, welche eine komplette
transmurale
Ruptur der
Supraspina
tus
sehne
sowie eine
transmurale
Partialruptur der
Infraspinatus
- und
Subska
pu
larissehne
gezeigt habe.
Die Beschwerdeführerin habe sich bei Dr.
D._
in Behandlung begeben, welcher ihr
eine Operation empfo
hl
en habe
, die für Juni dieses Jahres vorgesehen sei (S. 2 Mitte).
Zusammenfassend könne postuliert werden, dass nach dem ersten Sturz am 22. Dezember 2013 bereits eine
Rotatorenmanschettenruptur
rechts mit
Supra
spinatus
und
Subscapularissehnenruptur
vorgelegen habe, welche sich nach dem erneuten Sturz am 1. Februar 2017 vergrössert habe (S. 2 am Schluss).
4.11
In ihrer Beurteilung vom 8. Juni 2017 (Urk. 8/M15) führte Dr.
E._
aus, dass bereits im Rahmen der Beurteilung durch Dr.
Z._
am 1
9.
Oktober 2015 eine Operationsindikation bei vollständig
rupturierter
Supraspinatussehne
bestanden habe. Somit hätten die Probleme schon langjährig im Vorfeld bestanden und die erwähnte Verletzung sei nicht durch den Unfall vom 1. Februar 2017 verursacht worden. Die Befunde vom
Arthro-MRI
rechte Schulter vom 3. Februar 2017 sprächen für eine chronische
Rotatorenmanschettenruptur
. Eine Vergrösserung der
Rotatorenruptur
durch den Sturz vom 1. Februar 2017 könne nicht bewiesen werden, da die letzte objektive Beurteilung der Schulter durch Dr.
Z._
am 19. Oktober 2015
bereits
von einer vollständigen Ruptur spreche.
Nach vorübergehender Verschlimmerung nach dem Sturz sollte mit intensiver Phy
siotherapie nach spätestens vier Monaten der vorherige Zustand wieder erreicht
werden
(S. 2).
4.12
PD Dr.
D._
beantwortete mit Bericht vom 19. Juni 2017 die Fragen der Rechtsvertretung der Beschwerdeführerin (Urk. 10/M
16
= Urk. 3). Der Status quo sine
vel
ante sei am 31. Mai 2017 nicht erreicht worden. Der erste Unfall am 22. Dezember 2013 habe den Riss ausgelöst und am 1. Februar 2017 sei der vor
bestehende Riss vergrössert worden. Somit habe der Sturz am 1. Februar 2017 den vorbestehenden Schaden vergrössert und
sich
eine richtunggebende Verän
de
rung ergeben. Somit seien die Beschwerden mit überwiegender Wahr
schein
lichkeit wenigstens zum Teil auf den Unfall vom 1. Februar 2017 zurückzuführen
(Ziff. 1 und 2). Darüber hinaus sei korrekt, dass eine Vergrösserung des Risses durch den Unfall vom 1. Februar 2017 nicht bewiesen werden könne. In der Regel
würden die Risse auch spontan grösser. Der Unfall habe aber die Symptome ver
ändert und eine vorher kompensierte Schulter in eine
dekompensierte
Schulter verwandelt (Ziff. 3).
4.13
De
r leitende Arzt Chirurgie am S
pital
G._
,
Dr. med.
H._
,
nannte in seinem Bericht vom 1. September 2017 (Urk. 8/M18)
als Diagnose eine
Schmerzexa
zerbation
Schulter rechts und führte aus, dass seit mehreren Jahren eine operativ sanierungsbedürftige Läsion der
Rotatorenmanschette
rechts bestehe, welche nun derart symptomatisch geworden sei, dass die Beschw
erdeführerin nicht mehr arbeits
f
ä
h
ig sei. Dies führe zunehmend zu einer psychosozialen Belastungs
situa
tion, welche dringlich therapiert werden müsse. Bereits im Februar 2017
hab
e sich eine
mässiggradige
Atrophie der
Supraspinatusmuskulatur
gezeigt
, die aber noch über der
Tangentlinie
liege. Somit wäre rein formal eine
Refixation
der
Supraspinatussehne
möglich. Es bestehe eine vollständige Arbeitsunfähigkeit vom 30. August bis 30
.
September 2017 (S. 1 f.).
Mit Bericht vom 9. November 2017 (Urk. 8/M19) führte der Arzt aus, im Hinblick auf die bevorstehende Schulteroperation habe er eine nochmalige MRI-Unter
suchung des rechten Schultergelenks durchgeführt.
Am 22. Dezember 2017 (Urk. 8/M20) konstatierte er, ihm sei
mitgeteilt
worden, dass zum jetzigen Zeitpunkt eine operative Intervention aus psychischer und
psychotraum
a
tologischer
Sicht
wegen der
psychosoziale
n
Belastungssituation und
den
Erschöpfungszustände
n
mit teils suizidalen Gedanken kontraindiziert sei. Nach dem Schultertrauma vom Februar 2013
(recte: Dezember 2013)
sei aus verschiedenen medizinischen und versicherungstechnischen Gründen die Schul
ter
intervention immer und immer wieder verschoben worden. Nun habe man eine sehr schlechte Ausgangslage, so dass die Rekonstruktion der
Rotatorenman
schette
nicht möglich sei. Als Alternative zur inversen Schulterprothese könnte allenfalls ein
Interponat
anstelle der gerissenen
Rotatorenmanschette
operativ eingebracht werden. Hätte man in der Vergangenheit nicht dauernd gezögert, wäre die Schultersituation operativ behandelt worden und die Funktion wäre wahrscheinlich kaum eingeschränkt zur Gegenseite gewesen (S. 1).
4.14
Nach Erlass des
Einspracheentscheids
reichte die Beschwerdeführerin
mit Eingabe
vom
18. Februar 2018 (Urk. 8
a) die drei MRI-
Berichte
vom 29. Juni 2015 (Urk.
9/1), 3. Februar (Urk. 9/3) und 3. November 2017 (Urk. 9/2) ein, aus denen
aus ihrer Sicht
ersichtlich sei, dass die
Supraspinatussehne
durch den Sturz vom 1. Februar 2017 komplett
ruptiert
hätte. Das MR
I
zeige zudem eine
transmurale
Partialruptur der
Infraspinatus
- und
Subskapularissehne
sowie eine
Tendinopathie
und ven
trale Luxation der langen
Bizepssehne
. Die bildgebenden Befunde aus dem Jahr
2017 zeigten – im Vergleich mit jenem aus dem Jahr 2015 –
eine deutliche
richtunggebende Verschlimmerung der Befunde des rechten Schultergelenks (S.
1).
4.15
Dem nachträglich eingereichten Bericht des derzeit behandelnden Arztes Dr.
med
I._
, Facharzt für Rheu
ma
tologie, vom 27. Februar 2018 (Urk. 12/1) lässt sich entnehmen, dass
zusammengefasst ein
chronifiziertes
Schmerzproblem mit zweizeitiger Traumatisierung und ausgedehnten Läsionen im Bereich der
Rotatorenmanschette
bestehe, progredient im Verlauf mit einer
kapsulären
Be
wegungseinschränkung
,
eher durch die längerdauernde Schme
rzvermeidung als durch eine
Frozen
Sh
oulder
hervorgerufen
,
sowie
ein rezidivierendes
Impinge
ment
, unter anderem bei bekannter Instabilität im Bereich der langen
Bizeps
sehne
, jedoch radiologisch ohne Hinweise für eine
Rotatorenmanschettendefekt-Arthropathie
(S. 2).
Ebenfalls geht aus dem Arztbericht der
Klinik J._
vom 28. Juni 2018 (Urk. 15) hervor, dass die Beschwerdeführerin an einschiessenden mechanisch bedingten Schmerzen leide und sie sich deshalb für einen operativen Eingriff entschieden habe (S. 2).
5.
5.1
Der zeitliche Umfang der Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin hängt davon ab, ob mit überwiegender Wahrscheinlichkeit feststeht, dass sich
die Beschwerde
führerin
am
1. Februar 2017
einen Riss der
Supraspinatussehne
zugezogen
beziehungsweise
der Riss sich
vergrössert
hat
und damit eine richtung
gebende Verschlechterung eines Vorzustandes vorliegt,
oder lediglich eine
S
chulter
kon
tusion
mit Nackenbeschwerden ohne
ossäre
Verletzung
, bezüglich derer
vier Monate später
der Status quo sine erreicht wurde.
5.2
Es kann als feststehend gelten, dass die
Rotatorenmanschette
und insbesondere die
Supraspinatussehne
im Ereigniszeitpunkt dur
ch einen Sturz im Dezember 2013
vorgeschädigt waren
(vgl. vorstehend E. 3).
Dies ergibt sich auch aus den bildgebenden Bef
unden vom 29. Juni 2015 (Urk. 8
/U5
= Urk. 9/1
) und der medi
zinischen Einschätzung von Prof. Dr. med.
K._
, Facharzt für Rheumatologie und Innere Medizin, vom
4. Juli 2015
(Urk. 8
/U6), wonach die Beschwerdeführerin
seit dem Sturztrauma an
einem
distalen Par
t
ialriss der
Supraspinatussehne
rechts mit
mässiger
Atrophie
litt
; e
benso auch durch die Beurteilung von Dr.
Z._
,
vom 20
. Oktober 2015 (
vgl. vorstehend E.
3.2
).
Haus
arzt Dr.
B._
ortete anfangs 2015 zusätzlich eine posttraumatische Schulter
gelenksentzündung (vgl. vorstehend E. 4.10).
5.3
Die
Berichte von
Dr.
E._
(vgl. vorstehend E.
4.7 und E. 4.11
)
beruhen auf fundierter Aktenkenntnis, da ihr die medizinischen Unterlagen vorlagen. Die Dar
legung der medizinischen Zusammenhänge ist schlüssig und die Beurteilung der medizinischen Situation leuchtet ein. Die Schlussfolgerung, dass die weiterhin geklagten Schulterbeschwerden nicht
mehr
kausal zum Ereignis vom
1. Februar 2017
sind, ist nachvollziehbar begründet. Indizien, die gegen die Zuverlässigkeit der Stellungnahmen sprechen, be
stehen keine.
5.4
Die Frage nach der Teilkausalität stellt sich angesichts der Ausführungen von Dr.
E._
entgegen den Vorbringen
der Beschwerdeführerin
nicht:
Dr.
E._
argumentierte schlüssig, dass von einem Vorzustand auszugehen sei, der durch das Trauma zeitlich limitiert verschlimmert worden sei, und begründete d
ies
einerseits
mit
den
selben
von Dr.
Z._
bereits im Oktober 2015 fest
gestellten
Verletzungs-
Befunden
(
vgl.
vorstehend
E.
3.2 und
E. 4.8
)
und
andererseits
mit der Tatsache, dass
der
Arzt
aufgrund der
grossen
Ruptur
bereits
zu dieser Zeit
eine Operationsindikation
ge
ge
ben ha
t
(
vgl. vorstehend E.
3.2
)
.
Die Richtigkeit dieser Feststellung ergibt
sich auch aus dem Bericht von Dr.
H._
vom September 2017
, wonach die Schädigungen der
Rotatorenmanschette
schon damals so massiv gewesen
sei
en
, dass eine Operation ang
e
zeigt gewesen wäre
(vgl. vorstehend E. 4.13)
.
Die
Beurteilung von
Dr.
B._
vom 26.
Mai 2017 (vgl.
vorstehend E. 4.10)
und d
i
e
Einschätzung
von
Dr.
D._
vom 19. Juni 2017
(vgl. vorstehend E. 4.12)
,
wonach sich der Riss
der
Rotatorenmanschette
aufgrund des Unfaller
eignisses vom 1. Februar 2017
vergrössert
habe,
vermögen
demgegenüber
nicht zu überzeugen, da der
im Jahr 2015
behandelnde Dr.
Z._
von einer bereits vollständig
rupturierten
Supraspinatussehne
ausging
und
überdies
nachvollzieh
bar darauf hinwies, dass all
eine aufgrund der Schnittbilder
eine Abgrenzung zwischen einer partiellen und klinisch relevanten Ruptur nicht zu machen sei (vgl. vorstehend E. 4.8)
.
Damit ist aber nicht
mit dem Beweisgrad der über
wie
genden Wahrscheinlichkeit
erstellt, dass das
Unfalle
reignis vom 1. Februar 2017
die vorbestehende Ruptur
richtung
gebend
vergrössert
hat, was auch Dr.
D._
mit der Ausführung, wonach es korrekt sei, dass eine
Vergrösserung
des Risses durch das Unfallereignis nicht bewiesen werden könne, anerkennt
,
wobei er
überdies
zugesteht, dass in der Regel die Risse auch spontan grösser werden (vgl. vorstehend E. 4.12).
A
uch das MRI vom 29. Juni 2015 (Urk. 9
/1)
mit dem
der Befund eine
s
distalen Partialrisses der
Supraspinatussehne
ohne abgrenzbares
Impingement
sowie eine massige Atrophie des
Supraspinatus
-Muskels
erhobe
n wurde, vermag daran
nichts zu ändern,
zumal das MRI auch zeitlich vor der Behandlung durch Dr.
Z._
erstellt wurde.
Entsprechend ist die Angabe Dr.
E._
s
, dass der Vorzustand zeitlich limitiert verschlimmert worden sei und der
Status
quo
sine
vier Monate danach
, das
heisst
nach Abheilung der Nacken
- und Schulter
beschwerden,
e
rreicht
word
en sei, schlüssig und nachvollziehbar begründet.
5.5
Die Einschätzung von
Dr.
E._
erfüllt zusammengefasst die
rechtspre
chungs
gemässen
Anforderungen an beweistaugliche ärztliche Entscheidungsgrundlagen (vgl.
vorstehend E. 1.4
). Gestützt auf diese Angaben ist mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit erstellt, dass der
Status
quo
sine
per
1. Juni 2017
erreicht
worden
ist. Der Fallabschluss und die Leistungseinstellung per
1. Juni 2017
erweisen sich damit als rechtens.
Von weiteren Abklärungen, wie
von der Beschwerdeführerin
gefordert, sind keine zusätzlichen Erkenntnisse zu erwarten, weshalb darauf in antizipierter Beweis
wür
digung (vgl. BGE 122 V 157 E.
1d mit Hinweisen) zu verzichten ist.
Damit ist die Beschwerde vollumfänglich abzuweisen.
6.
Das Verfahren ist kostenlos.