Decision ID: d3c8cb1a-3670-4c05-8fc9-e2b8d1e675b5
Year: 2020
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
meldete sich am
1
7.
Mai
2020
(Eingangsdatum)
bei der Sozial
versicherungsanstalt des Kantons Zürich, Ausgleichskasse, für den Bezug einer Erwerbsausfallentschädigung gestützt auf die Verordnung über Massnah
men bei Erwerbsausfall im Zusammenhang mit dem
Coronavirus
(Covid-19; Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall) an (
Urk.
7/205)
.
Die Ausgleichskass
e ver
neinte mit Verfügung vom 2
9.
Mai
2020 einen Anspruch von
X._
auf Ausrich
tung einer Erwerbsausfallentschädigung (
Urk.
7/206
).
Die von
X._
dagegen am
2.
Juli 2020 erhobene Einsprache (
Urk.
7/209) wies die Aus
gleichs
kasse mit
Einspracheentscheid
vom 2
1.
Juli 2020 ab (
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob
X._
mit Eingabe vom
3.
September 2020 Beschwerde (
Urk.
1) und beantragte, es sei sein Anspruch auf
Erwerbsausfalle
ntschädigung basierend auf
einem
Jahreserwerbseinkommen in Höhe von Fr. 88'000.
anzu
erkennen. Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Beschwer
de
antwort vom
1.
Oktober 2020 die Abweisung der Beschwerde (
Urk.
6), was dem Beschwerde
führer mit Verfügung vom 1
9.
Oktober 2019 angezeigt wurde (
Urk.
8).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Nach
Art.
185
Abs.
3 der Bundesverfassung (BV) kann der Bundesrat Verord
nungen und Verfügungen erlassen, um eingetretenen oder unmittelbar drohen
den schweren Störungen der öffentlichen Ordnung oder der inneren oder äusse
ren Sicherheit zu begegnen. Solche Verordnungen sind zu befristen (und zwar auf [maximal] sechs Monate, vgl.
Art.
7d
Abs.
2
lit
. a des Regierungs- und Ver
waltungsorganisationsgesetzes, RVOG).
Gestützt auf dieses Notverordnungsrecht erliess der Bundesrat - nebst anderen Verordnungen im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie, die sich teilweise (auch) auf das Bundesgesetz über die Bekämpfung übertragbarer Krankheiten des Menschen (
Epidemiengesetz
,
EpG
) stützen - am 2
0.
März 2020 die Covid-19-Ver
ordnung Erwerbsausfall. Die Verordnung wurde rückwirkend per 1
7.
März 2020
in Kraft gesetzt und der Geltungszeitraum bis zum 1
6.
September 2020 befristet (
Art.
11
Abs.
2). Während dieses Geltungszeitraums erfuhr die Verordnung am 2
3.
April und
6.
Juli 2020 je eine Änderung, bevor der Geltungszeitraum mit Änderung vom 1
7.
September 2020 bis zum 3
1.
Dezember 2021 verlängert wurde (
Art.
11
Abs.
4). Mit dem Bundesgesetz über die gesetzlichen Grundlagen für Verordnungen des Bundesrates zur Bewältigung der Covid-19-Epidemie vom 2
5.
Sep
tember 2020 (Covid-19-Gesetz) wurde rückwirkend per 17. September 2020 eine gesetzliche Grundlage für die Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall geschaffen (
Art.
15 in Verbindung mit
Art.
21
Abs.
3 Covid-19-Gesetz).
1.2
Gemäss Art. 2 Abs. 3 Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall in der bis
am
16. Sep
tember 2020 gültig gewesenen Fassung hatten
Selbständigerwerbende
im Sinne von
Art.
12
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversiche
rungsrechts (ATSG)
, die aufgrund einer Massnahme nach Art. 6 Abs. 1 und 2 der Verordnung 2 über Massnahmen zur Bekämpfung des
Coronavirus
(Covid-19; Covid-19-Verordnung 2) einen Erwerbsausfall erlitten, Anspruch auf eine Erwerbsausfallentschädigung.
Laut
Art.
6
Abs.
1 Covid-19-Verordnung 2 in der ab den 17. März 2020 gültig gewesenen Fassung war es
verboten, öffentliche oder private Veranstaltungen, einschliesslich Sportveranstaltungen und Vereinsaktivitäten durchzuführen.
Gemäss
Abs.
2 derselben Bestimmung
waren öffentlich zugängliche Einrich
tungen für das Publikum geschlossen.
1.3
1.3.1
Gemäss Art. 2 Abs. 3
bis
Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall in der bis am 16. September 2020 gültig gewesenen Fassung waren
Selbstständigerwerbende
im Sinne von
Art.
12 ATSG, die nicht unter Absatz 3 fallen, anspruchsberechtigt, wenn sie aufgrund der
bundesrätlichen
Massnahmen zur Bekämpfung des
Coronavirus
einen Erwerbsausfall erlitten und ihr für die Bemessung der Beiträge der AHV massgebendes Einkommen für das Jahr 2019 zwischen Fr. 10'000.-- und Fr. 90'000.-- Franken lag; dabei galt für die Berechnung des massgebenden Ein
kommens für das Jahr 2019
Art.
5
Abs.
2 zweiter Satz sinngemäss.
Gemäss
Art.
5
Abs.
2 zweiter Satz Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall in der vom 1
7.
März bis 1
6.
September 2020 gültig gewesenen Fassung konnte nach der Festlegung der Entschädigung eine Neuberechnung der Entschädigung nur vor
genommen werden, wenn eine aktuellere Steuerveranlagung bis zum 16. Sep
tember 2020 der anspruchsberechtigten Person zugestellt wurde und diese den Antrag zur Neuberechnung bis zu diesem Datum einreichte.
1.3.2
Gemäss
Rz
.
1041.3 des Kreisschreibens über die Entschädigung bei
Massnahmen
zur Bekämpfung des
Coro
navirus
- Corona-Erwerbsersatz in der bis 16. Sep
tember 2020 gültig gewesenen Fassung
(
KS CE
, Stand
3.
Juli 2020
)
wird
für die Ermittlung der Einkom
mensgrenzen (Fr. 10'000.-- und Fr. 90'000.--)
grund
sätzlich auf das Erwerbseinkommen, welches als Grundlage für die Beitragsrech
nungen 2019 (
Akontorechnungen
)
herangezogen wurde, abgestellt. Wenn dieses Einkommen
seit der letzten definitiven Beitragsverfügung nicht angepasst
wurde
, so
ist
auf Antrag auf das Einkommen der letzten definitiven Beitragsverfügung abzustellen. L
ag
zum Zeitpunkt des Antrages die definitive Steuerveranlagung für das Jahr 2019 bereits vor, so
ist
diese zu berücksichtigen. De
r Antrag auf Neuberechnung respektive
Revision oder Wieder
erwägung musste spätestens am 16.
September 2020 bei der Ausgleichskasse eingereicht sein (
Rz
. 1041.3 in Ver
bindung mit
Rz
.
1065.1).
Laut
Rz
. 1068
KS CE in der bis 1
6.
September 2020 gültig gewesenen Fassung
bewirkt eine nachträgliche Anpassung des Erwerbseinkommens infolge der defi
nitiven Steuermeldung für das Beitragsjahr 2019, die nach dem 1
6.
Sep
tember 2020
eingeht
, keine Änderung in der Entschädigung. Ebenso keine Änderung in der Höhe der Entschädigung bewirken nach dem 17. März 2020 erfolgte Anpassungen des den
Akontorechnungen
2019 zugrundeliegenden Erwerbsein
kommens.
1.3.3
Bei einem Kreisschreiben handelt es sich um eine von der Aufsichtsbehörde für richtig befundene Auslegung von Gesetz und Verordnung. Die Weisung ist ihrer Natur nach keine Rechtsnorm, sondern eine im Interesse der gleichmässigen Gesetzesanwendung abgegebene Meinungsäusserung der sachlich zuständigen Aufsichtsbehörde. Solche Verwaltungsweisungen sind wohl für die Durch
führungsorgane, nicht aber für die Gerichtsinstanzen verbindlich (BGE 118 V 206 E. 4c, vgl. auch 123 II 16 E. 7, 119 V 255 E. 3a mit Hinweisen). Das Gericht soll sie bei seiner Entscheidung mitberücksichtigen, sofern sie eine dem Einzelfall angepasste und gerecht werdende Auslegung der anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen zulassen. Es weicht anderseits insoweit von den Weisungen ab, als sie mit den anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen nicht vereinbar sind (BGE 123 V 70 E. 4a mit Hinweisen).
1.3.4
Mit Urteil EE.2020.00006 vom 2
9.
Oktober 2020 hat das hiesige Gericht erkannt, dass
Art.
5
Abs.
2 Satz 2 der Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall
sowie
Rz
. 1065.1 KS CE
in den bis 1
6.
September 2020 gültig gewesenen Fassungen
,
jedenfalls
insoweit gegen den verfassungsmässigen Grundsatz der Gleichbehand
lung (
Art.
8 BV) verstossen, als dass für die Berechnung des mas
sgeblichen Ein
kommens 2019 respektive
für die Neuberechnung der Entschädigung auf Grund
lagen abgestellt wird, auf deren Ausstellung die antragsstellende Person in zeit
licher Hinsicht keinen (alleinigen) Einfluss hat. Zu welchem Zeitpunkt die Steuer
veranlagung im Einzelfall erfolgt, hängt (auch) von Faktoren ab, die ausserhalb des Einflussbereichs der steuerpflichtigen Person liegen. Mithin käme es einer sachlich nicht zu rechtfertigenden Privilegierung oder aber Benachteiligung der antragstellenden Person gleich, würde der etwaige Anspruch davon abhängig gemacht, ob die definitive Steuerveranlagung über das Jahr 2019 im Zeitpunkt des
Antrags respektive
spätestens bis zum 1
6.
September 2020 bereits zugestellt wurde oder nicht. Mit anderen Worten ergeben sich rechtliche Unterscheidungen, für die kein vernünftiger Grund in den zu regelnden Verhältnissen ersichtlich ist
.
Daraus folgerte das Gericht, es bestehe ein
Anspruch darauf, dass die definitive Steuerveranlagung für das Jahr 2019 auch nach dem 16. Septem
ber 2020 zu berücksichtigen sei. Offengelassen wurde
die Frage, ob eine nachträgliche Kor
rektur gestützt auf veranlagte Bemessungsgrundlagen jedenfalls bis zum 16. Sep
tember 2020 hätte geltend gemacht werden müssen, auch wenn die relevanten Unterlagen erst nachträglich aufgelegt werden können (vgl. Art. 5 Abs. 2
bis
und 2
ter
der Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall in der ab dem
1
7. September bzw. 8.
Oktober 2020 geltenden Fassung;
erwähntes Urteil E.
3)
.
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin erklärte zur Begründung ihres Entscheides im Wesent
lichen
(
Urk.
2,
Urk.
6,
Urk.
7/206)
, ein Anspruch auf eine Corona-Erwerbsers
a
tz
entschädigung gestützt auf
Art.
2
Abs.
3
bis
Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall in der vom 1
7.
März bis 1
6.
September 2020 gültig gewesenen Fassung setze voraus, dass das AHV-pflichtige Einkommen für das Jahr 2019 zwischen Fr. 10'000.
und Fr. 90'000.
gelegen habe
.
Der Beschwerdeführer habe für das Jahr 2019 ein Einkommen von mehr als Fr. 90'000.
--
abgerechnet. Die letzte definitive Beitragsverfügung sei von 2017, damals sei ein Einkommen von Fr. 120'200.-- abgerechnet worden
.
Die Bundessteuer für das Jahr 2018 sei nicht massgeblich
für die
Festsetzung der definitiven Beiträge für das Jahr 201
8.
Das steuerbare Ein
k
ommen
, bei welchem die AHV-Beiträge bereits in Abzug gebracht worden sind,
bilde nicht die
Grundlage für das
beitragspflichtige Einkommen
. Im Übrigen beziffere der Beschwerdeführer das Einkommen aus der selbständigen Erwerbstätigkeit für das Jahr 2018 mit Fr. 96'672.--
,
das heisst mit
mehr als Fr. 90'000.
.
2.2
Der Beschwerdeführer brachte dagegen im Wesentlichen vor
(
Urk.
1), gemäss Art.
5
Abs.
2 Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall
in der bis am 1
6.
September 2020 gültigen Fassung
könne nach der Festlegung der Entschädigung eine Neu
berechnung vorgenommen werden, wenn eine aktuellere Steuerveranlagung der anspruchsberechtigten Person bis zum 1
6.
September 2020 zugestellt werde und diese den Antrag zur Neuberechnung bis zu diesem Datum einreiche. Genau dies sei mit der Einsprache vom
2.
Juli 2020, mit welcher die
definitive Steuerver
anlagung 201
8
eingereicht worden sei, gemacht worden. Vorliegend erge
b
e es auch keinen Sinn, auf das am 1
7.
März 2020 bei der AHV gemeldete Jahresein
k
ommen abzustellen: Sinn und Zwecke dieser zu Beginn der Corona-Krise auf
gestellten Regelung sei wohl gewesen, dass diejenigen Personen nicht in den Genuss von Entschädigungsleistungen basierend auf der Höhe des effektiven Jahreseinkommens 2019 gelangen sollte
n
, welche jahrelang ein zu tiefes Ein
k
om
men bei der Ausgleichskasse gemeldet und somit zu wenig Beiträge bezahlt hätte
n
. Bei Personen wie ihm, die ein zu hohes Einkommen gemeldet hätten, sei es ja so, dass sie zu hohe
Akontobeiträge
leisteten
und somit die Ausgleichskasse nicht unrechtmässig schädigten.
3.
3.1
Der Beschwerdeführer betreibt
einen
Hundehütedienst
.
Hundehütedienste
mussten nicht gestützt auf Art.
6
Abs.
1 und 2 Covid-19-Ver
ordnung 2 in der ab den 17. März 2020 gültig gewesenen Fassung schliessen (vgl. Erläuterungen zur Covid-19-Verordnung 2, Stand 1
7.
April 2020
,
S. 19). Der Beschwerdeführer
hat daher keinen Anspruch auf eine Corona-Erwerbsausfall
entschädigung gestützt auf
Abs.
3 von
Art.
2 Covid-19-Verordnung Erwerbsaus
fall in der vom 1
7.
März bis 1
6.
September 2020 gültig gewesenen Fassung (vgl. E. 1.2).
3.2
Zu prüfen bleibt, ob er gestützt auf die Härtefallregelung gemäss
Abs.
3
bis
von
Art.
2 Covid-19-Verordnung Erwerbsausf
all in der vom 1
7.
März bis 16.
Sep
tember 2020 gültig gewesenen Fassung Anspruch auf eine Corona-Erwerbs
ausfallentschädigung hat. Ein Anspruch gestützt auf diese Norm setzt, wie dargelegt (E. 1.3.1), voraus, dass das für die Bemessung der Beiträge der AHV massgebende Einkommen für das Jahr 2019 zwischen
Fr.
10'000.-- und Fr. 90'000.-- lag.
Die vom Beschwerdeführer für das Jahr 2019 zu leistenden Beiträge der AHV wurden noch nicht definitiv festgesetzt. Eine definitive Steuerveranlagung betreffend das Jahr 2019 liegt ebenfalls – noch – n
icht vor.
Die Beschwerdegegnerin hatte de
n
Beschwerdeführer am 2
9.
Januar 2019
darüber in Kenntnis gesetzt
, dass sie für die Jahr 2019
Akontobeiträge
gestützt auf ein Einkommen von Fr.
110'200.-- erhebe (
Urk.
7/179). Der Beschwerdeführer teilte
daraufhin der Beschwerdegegnerin am 1
2.
Februar 2019 mit, dass
sein Erwerbs
einkommen im Jahr 2019 voraussichtlich Fr. 90'000.-- betragen werde (
Urk.
7/181). In der Folge setzte die Beschwerdeführerin die
Akontobeiträge
gestützt auf ein Erwerbseinkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit von Fr. 90'000.— fest, wobei sich unter Aufrechnung
der vom Beschwerdeführer zu
leistenden persönlichen Beitrage
ein beitragspflichtiges Einkommen von Fr
. 99'600.-- ergab (
Urk.
7/182
). Dies wurde
vom Beschwerdefü
hrer nicht bean
standet
. Die Beschwerdegegnerin erhob somit
Akontobeiträge
gestützt auf ein
beitragspflichtiges
Einkommen, welches höher als Fr. 90'000.
--
war.
Aus der letzten definitiven Beitragsverfügung, welche das Jahr 2017 betrifft (
Urk.
7/194)
,
kann der Beschwerdeführer nichts zu seinen Gunsten ableiten,
belief sich
das beitragspflichtige
Einkommen doch
auf
Fr. 120'200.--
, mithin mehr als Fr. 90'000.--
.
Entgegen dem Vorbringen des Beschwerdeführers entspricht d
as steuerbare Ein
kommen
gemäss Veranlagungsverfügung direkte Bundessteuer
2018
nicht dem für die Einkommensgrenzen gemäss
Art.
2
Abs.
3
bis
Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall massgebenden
beitragspflichtigen
Einkommen.
So sind beispiels
weise
die
vom Beschwerdeführer im Jahr 2018 geleisteten
Einlagen in Einrich
tungen der
3.
Säule
a
in Höhe von
Fr. 6’
739.
--
(
Urk.
3/1)
für die Berechnung des steuerbaren Einkommens in Abzug zu bringen, für die Bestimmung des beitrags
pflichtigen Einkommens hingegen nicht (
BGE 115 V 337; vgl. auch BGE 129 V 293;
vgl. Wegleitung über die Beiträge der
Selbständigerwerbenden
und Nicht
erwerbstätigen in der AHV, IV und EO,
WSN,
Rz
. 1117)
. Der Beschwerdeführer hatte in seiner Steuererklärung denn auch Einkünfte aus selbständiger Tätigkeit in Höhe von Fr. 96'672.
--
deklariert
(
Urk.
3/1)
, zu welchem für die Berechnung des beitragspflichtigen Einkommens
zudem noch
die
von ihm zu leistenden
AHV/IV/EO-Beiträge hinzuzurechnen sind (vgl.
Art.
9
Abs.
4 AHVG, WSN
Rz
.
1169 ff
;
vgl.
Urk.
3/1)
. Aus der Steuererklärung
(
Urk.
3/1)
bzw.
der
Ver
anlagungs
verfüg
ung direkte Bundessteuer 2018
(
Urk.
3/3)
ergibt sich somit ein beitrags
pflichtiges Einkommen von über Fr. 90’000.--. Bei dieser Sachlage kann offen
bleiben,
ob die Steuerveranlagung 2018 überhaupt eine «aktuellere Steuer
ver
anlagung» im Sinne von
Art.
5
Abs.
2 Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall in der bis am 1
6.
September 2020 gültig gewesenen Fassung sein kann oder als «aktuellere Steuerveranlagung» lediglich die Steuerveranlagung 2019 gilt (vgl. KS
CE
in der bis 16. September 2020 gültig gewesenen Fassung, Stand
3.
Juli 2020,
Rz
. 1068).
Nach dem Gesagten und unter
Berücksichtigung
, dass der Beschwerdeführer weder geltend macht noch Hinweise darauf vorliegen, dass
sein
für die Bemes
sung der Beitr
ä
g
e
der AHV massgebende
s
Einkommen für das Jahr 2019 tiefer lag als in den Vorjahren (vgl.
E. 1.3.4
), erweist sich die Beschwerde als unbe
gründet und ist abzuweisen.