Decision ID: f33076c7-4022-5770-a227-739b08976bae
Year: 2018
Language: de
Court: SG_VG
Chamber: SG_VG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A. G._ besuchte im Schuljahr 2016/17 das dritte und damit letzte Schuljahr der
Fachmittelschule (FMS), Berufsfeld Gesundheit, an der Kantonsschule X._. Im Frühjahr
2017 reichte er seine Fachmaturitätsarbeit zum Thema „Z._“ ein. Mit Verfügung vom
28. April 2017 teilte der Rektor der Kantonsschule X._ G._ mit, dass der schriftliche
Teil der Fachmaturitätsarbeit von den Betreuern und der drittkorrigierenden Lehrperson
als ungenügend bewertet worden sei. Er habe die Möglichkeit, bis am 2. Juni 2017 eine
nachgebesserte schriftliche Fachmaturitätsarbeit abzugeben. Der Termin für die
Präsentation der nachgebesserten Arbeit werde auf den 20. Juni 2017 festgesetzt. Am
15. Juni 2017 verfügte der Rektor der Kantonsschule X._ das Nichtbestehen der
Fachmaturitätsarbeit. Auch der nachgebesserte Teil der schriftlichen
Fachmaturitätsarbeit sei von den Betreuern und der drittkorrigierenden Person mit der
Note 3,9 als ungenügend bewertet worden.
B. Gegen die Verfügung vom 15. Juni 2017 legte G._, vertreten durch H._, Rekurs
beim Erziehungsrat ein. Er beantragte, dass die Verfügung aufgehoben, die schriftliche
Arbeit mit einer Note 4 bewertet und er zur mündlichen Präsentation zugelassen werde.
In der Sitzung vom 15. Februar 2018 (Versand: 19. Februar 2018) beschloss der
Erziehungsrat die Abweisung des Rekurses. Es würden keine Anhaltspunkte vorliegen,
wonach die schriftliche Arbeit von G._ unkorrekt, widersprüchlich oder in
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rechtswidriger Weise geprüft worden wäre. Es bestehe somit kein Anlass, die
Verfügung betreffend Nichtbestehen der Fachmaturität aufzuheben oder die Note der
schriftlichen Fachmaturitätsarbeit zu korrigieren. Eine Zulassung an die mündliche
Präsentation der ungenügenden Arbeit sei bei diesem Verfahrensausgang nicht
möglich.
C.
a. Mit Eingabe vom 5. März 2018 erhob G._ (Beschwerdeführer), vertreten durch H._,
Beschwerde gegen den Entscheid des Erziehungsrates vom 15. Februar 2018 beim
Verwaltungsgericht. Er stellte die Rechtsbegehren, dass der Entscheid des
Erziehungsrates aufzuheben und ihm die Fachmaturität zu verleihen oder die Sache an
den Erziehungsrat zurückzuweisen sei, unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Zudem
sei ihm die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren und der Beschwerde die
aufschiebende Wirkung zu erteilen, sodass die Kantonsschule X._ zu verpflichten sei,
unverzüglich mit unbefangenen Experten die mündliche Präsentation abzunehmen.
b. Den prozessualen Antrag betreffend aufschiebende Wirkung zog G._ mit Schreiben
vom 13. März 2018 zurück. Zudem erklärte er, dass er unentgeltlich vertreten werde.
c. Der Präsident des Verwaltungsgerichts verfügte am 4. April 2018 die Abweisung des
Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege.
d. Der Erziehungsrat (Vorinstanz) ersuchte in seiner Vernehmlassung vom 27. April
2018 um Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolge zu Lasten des
Beschwerdeführers. Denselben Antrag stellte auch der Rektor der Kantonsschule X._
(Beschwerdegegnerin) in ihrer Vernehmlassung vom 9. Mai 2018.
Auf die Vorbringen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge sowie die
Akten wird, soweit für den Entscheid relevant, in den nachstehenden Erwägungen
eingegangen.

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1. (...).
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2. Vor Verwaltungsgericht können gemäss Art. 61 Abs. 1 und Abs. 2 VRP nur
Rechtsverletzungen sowie die unrichtige Feststellung des Sachverhalts gerügt werden;
die Rüge der Unangemessenheit ist – mit hier nicht einschlägigen Ausnahmen –
ausgeschlossen. Im Rahmen von Ermessensentscheiden stellen der Missbrauch sowie
die Überschreitung oder Unterschreitung des Ermessensspielraums
Rechtsverletzungen dar. Demgegenüber stellt die bloss unzweckmässige Ausübung
des Ermessens keine Rechtsverletzung dar und kann vor Verwaltungsgericht nicht
gerügt werden. Eine Ermessensüberschreitung liegt vor, wenn die Behörde Ermessen
ausübt, wo für dieses nach Gesetz kein Raum besteht. Eine Ermessensunterschreitung
liegt vor, wenn sich eine Behörde gebunden fühlt, obwohl ihr Ermessen zusteht bzw.
sie auf die Ausübung des ihr zustehenden Ermessens ganz oder teilweise verzichtet.
Ermessensmissbrauch wird angenommen, wenn die Ermessensausübung nicht
pflichtgemäss erfolgte, namentlich wenn sie von sachfremden Kriterien geleitet oder
überhaupt unmotiviert ist. Die Ermessensbetätigung hat sich an den allgemeinen
Rechtsgrundsätzen, den verwaltungsrechtlichen Grundprinzipien und den (weiteren)
verfassungsrechtlichen Schranken, insbesondere den Grundsatz der Rechtsgleichheit,
der Verhältnismässigkeit oder das Verbot der Willkür, zu orientieren (vgl. zum Ganzen
Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, 2. Aufl. 2003, Rz. 739
ff.).
2.1. Unter Umständen steht bereits die Natur der Streitsache einer unbeschränkten
Nachprüfung des angefochtenen Entscheids entgegen. Diesfalls ist eine (weitere)
Einschränkung der Kognition auch ohne gesetzliche Grundlage zulässig und verletzt
den Gehörsanspruch der Parteien (Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der
Schweizerischen Eidgenossenschaft; SR 101, BV) nicht. Namentlich bei der materiellen
Bewertung von Prüfungsleistungen (Benotung) ist dies der Fall. Das Verwaltungsgericht
auferlegt sich bei der Überprüfung von Prüfungsleistungen eine gewisse
Zurückhaltung, indem es nicht ohne Not von den Beurteilungen der Experten abweicht.
Diese Zurückhaltung wird damit begründet, dass der Rechtsmittelbehörde zumeist
nicht alle massgeblichen Faktoren der Bewertung bekannt sind und es ihr deshalb
nicht möglich ist, sich ein zuverlässiges Bild über die Gesamtheit der Leistungen des
Beschwerdeführers und der Leistungen der übrigen Kandidaten zu machen. Eine freie
und umfassende Überprüfung der Prüfungsbewertung würde die Gefahr von
Ungerechtigkeiten und Ungleichbehandlung gegenüber anderen Kandidaten in sich
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bergen. Überdies haben Prüfungen häufig Spezialgebiete zum Gegenstand, in denen
die Rechtsmittelbehörde über keine eigenen Fachkenntnisse verfügt (BGE 131 I 467 E.
3.1, BGer 2P.44/2007 vom 2. August 2007 E. 2.2, BVGer B-2613/2012 vom 15. März
2013 E. 2.2, VerwGE B 2017/220 vom 19. März 2018 E. 4). Diese Zurückhaltung ist
jedoch lediglich bei der an sich freien Überprüfung von Bewertungsfragen zulässig.
Rügen, die organisatorische bzw. verfahrensrechtliche Gesichtspunkte oder die
Auslegung und Anwendung von Rechtssätzen betreffen, haben die
Rechtsmittelinstanzen im Rahmen ihrer Kognition uneingeschränkt zu überprüfen
(VerwGE B 2017/220 vom 19. März 2018 E. 4, B 2014/151 vom 4. Dezember 2014
E. 2.2, www.gerichte.sg.ch).
2.2. Strittig ist vorliegend die Bewertung der schriftlichen Fachmaturitätsarbeit des
Beschwerdeführers. Somit liegt ein gestützt auf schulische Leistungsbewertungen
gefällter Ermessensentscheid vor. Das Verwaltungsgericht setzt sich nach dem
Gesagten nur insoweit mit den Rügen des Beschwerdeführers auseinander, als dieser
vorbringt, dass die Notengebung lediglich aus halben und ganzen Noten bestehen
dürfe und Verfahrensmängel bei der Beurteilung der Arbeit begangen worden seien.
3. Die Vorinstanz gelangte zusammengefasst zum Schluss, dass keine Hinweise auf
eine krasse Fehleinschätzung bei der Beurteilung der Fachmaturitätsarbeit vorliegen
würden. Die Anmerkungen der Betreuer würden nicht unangemessen und willkürlich
erscheinen. Die Kritik an der Arbeit sei angebracht. Die Bewertung der schriftlichen
Arbeit sei weder in stossender noch unhaltbarer Weise erfolgt. Die Einschätzung der
zweiten Lehrperson, vorliegend die Prorektorin, teile die Ansichten des Betreuers und
der Lehrperson. Gegen sie würde auch kein Ausstandsgrund im Sinne von
Befangenheit vorliegen. Ein Schüler habe sich Kritiken, Entscheidungen oder Rügen
von Lehrpersonen bzw. der Schulleitung gefallen zu lassen, ohne dass diese dadurch
für künftige Beurteilungen befangen seien. Indizien einer „ausgeprägten Feindschaft“
zwischen der Prorektorin und dem Beschwerdeführer seien weder augenscheinlich
noch vom Beschwerdeführer substantiiert worden. Das Ausstandsbegehren habe sich
überdies lediglich auf den Ausschluss von der mündlichen Präsentation bezogen.
4. Dagegen bringt der Beschwerdeführer im Wesentlichen vor, dass gemäss
Reglement über die Abschlussprüfung der Fachmittelschule und die Fachmaturität nur
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ganze und halbe Noten zulässig seien, so dass die erreichte Note von 3,933 auf eine 4
aufzurunden sei. Die Vorinstanz habe auf den Leitfaden zur Fachmaturitätsarbeit der
Fachmittelschulen des Kantons St. Gallen verwiesen. Darin fehle allerdings eine
Bestimmung, welche mit der Vergabe von Dezimalnoten das Abweichen vom
Reglement über die Abschlussprüfung der Fachmittelschule und die Fachmaturität
erlauben würde. Es sei rechtswidrig, wenn die Beschwerdegegnerin und die Vorinstanz
die Bestimmungen dieses Leitfadens anwenden würden. Die Bewertung der
schriftlichen Arbeit mit der Note 3,9 widerspreche dem Reglement. Diese Note sei auf
die Note 4 aufzurunden und somit sei die Arbeit als genügend zu bewerten. Damit wäre
er zur mündlichen Präsentation zuzulassen gewesen. Weiter beanstandet der
Beschwerdeführer, dass gemäss dem Reglement über die Abschlussprüfung der
Fachmittelschule und die Fachmaturität bei einer Zweitbeurteilung der schriftlichen
Arbeit durch eine weitere Lehrperson die definitive Note gemeinsam mit der ersten
Lehrperson festgesetzt werden müsse. Dies sei im vorliegenden Fall nicht erfolgt.
Zudem sei die Lehrperson, welche die zweite Beurteilung vorgenommen habe,
befangen. Es handle sich dabei um die Prorektorin und diese habe schon einige
Entscheide gegen ihn getroffen, ihm unter anderem einen Verweis und Eintrag im
Zeugnis wegen angeblich unentschuldigten Absenzen gegeben.
5.
5.1. Der Beschwerdeführer besuchte die FMS, Berufsfeld Gesundheit, an der
Kantonsschule X._. Er verfügt über den Fachmittelschulausweis vom 8. Juli 2016 und
machte einen Praxiseinsatz im I._. Im Rahmen der Abschlussprüfung zur
Fachmaturität beschäftigte er sich in seiner schriftliche Fachmaturitätsarbeit mit dem
Thema „Z._“. Diese Arbeit lehnte die Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 15. Juni
2017 aufgrund der erzielten ungenügenden Note 3,9 ab und der Beschwerdeführer
bestand die Fachmaturität folglich nicht. Dieser Entscheid wurde durch die Vorinstanz
bestätigt.
Die Beschwerdegegnerin ist eine staatliche Mittelschule, weshalb bei der Prüfung der
im Raum stehenden Fragen das Mittelschulgesetz sowie die dazugehörige Verordnung
zu berücksichtigen sind (Art. 1 Abs. 1, Art. 2 Abs. 1 lit. c und Art. 4 Abs. 1 lit. a des
Mittelschulgesetzes; sGS 215.1, MSG). In Art. 34 MSG wird festgehalten, dass die
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Leistungen der Schülerinnen und Schüler in einem Zeugnis mit Noten bewertet werden.
Reglemente des Erziehungsrates ordnen Aufnahme, Beförderung, Übertritt und
Abschlussprüfung (Art. 35 Abs. 1 MSG). Der Mittelschulverordnung (sGS 215.11, MSV)
ist betreffend die Leistungsbewertung im Zeugnis in Art. 14 Abs. 1 unter anderem zu
entnehmen, dass halbe Noten zulässig sind. Spezifische Bestimmungen über die
Abschlussprüfung für die Fachmaturität fehlen sowohl im MSG als auch in der MSV. In
Anwendung von Art. 35 MSG erliess der Erziehungsrat das Reglement über die
Abschlussprüfung der Fachmittelschule und die Fachmaturität (https://
www.schule.sg.ch mittelschule/handbuch_mittelschulen/abschlusspruefungen).
Gemäss Art. 26 dieses Reglements wird die Fachmaturität erteilt, wenn ein
Fachmittelschulausweis im gewählten Berufsfeld vorliegt, die zusätzliche Leistung
(Praktikum) als genügend und die Fachmaturitätsarbeit wenigstens mit der Note 4
bewertet wird. Diese Voraussetzungen müssen kumulativ erfüllt sein. Betreffend die
vorliegend strittige Fachmaturitätsarbeit finden sich in Art. 25 bis 25 des
Reglements spezifische Bestimmungen. Allgemein wird für die Erstellung der
Fachmaturitätsarbeit auf Art. 1 bis 4 des Reglements über die Abschlussprüfung der
Fachmittelschule und die Fachmaturität über die selbständige Arbeit verwiesen, soweit
dieses Reglement nichts anderes bestimmt (Art. 25 Abs. 1 des Reglements). Der
genügend bewertete schriftliche Teil der Fachmaturitätsarbeit zählt zu drei Vierteln für
die Gesamtnote (Art. 25 Abs. 1 des Reglements). Voraussetzung zur Zulassung an
die mündliche Präsentation ist ein genügend bewerteter schriftlicher Teil der
Fachmaturitätsarbeit. Die mündliche Präsentation zählt zu einem Viertel für die
Gesamtnote (Art. 25 des Reglements). Wird der schriftliche Teil mit einer
ungenügenden Note bewertet, kann sie einmal in einer von der Rektorin oder dem
Rektor festgelegten Frist nachgebessert werden. Ein nachgebesserter schriftlicher Teil
wird höchstens mit der Note 4.0 bewertet. Wird der schriftliche Teil ein zweites Mal mit
einer ungenügenden Note bewertet, ist die Fachmaturität nicht bestanden (Art. 25
Abs. 2 des Reglements).
5.2. Im vorliegenden Fall wurde die vom Beschwerdeführer verfasste schriftliche
Fachmaturitätsarbeit zum Thema „Z._“ ein erstes Mal durch seinen Betreuer bzw.
seine Lehrperson sowie die Fachperson bzw. seinen Praktikumsbetreuer, den Leiter
des I._, kontrolliert und bewertet. Die Bewertung erfolgte mittels des
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Bewertungsbogens für natur- und geisteswissenschaftlichen Fachmaturitätsarbeit
gemäss dem „Leitfaden zur Fachmaturitätsarbeit“ des Kantons St. Gallen. Dabei
werden einerseits das Produkt (u.a. Sprache, Gliederung und Inhalt) sowie der Prozess
(u.a. Analyseprozess und Engagement) je separat mit Punkten bewertet. Sowohl beim
Produkt als auch beim Prozess ergibt die erzielte Gesamtpunktzahl danach je einzeln
eine Note. Das Produkt der schriftlichen Fachmaturitätsarbeit des Beschwerdeführers
wurde von der Lehrperson und dem Praktikumsbetreuer mit 49 Punkten bewertet.
Davon wurden 4 abgezogen, da die Arbeit zu wenig Worte enthielt (2‘854 Wörter
anstatt 3‘000). Insgesamt erreichte der Beschwerdeführer somit eine
Produktbeurteilung von 45 Punkten, woraus eine Note von 3,75 (Note = Punktzahl/12)
resultierte. Bei der Prozessbeurteilung gaben die Lehrperson und der
Praktikumsbetreuer dem Beschwerdeführer 34 Punkte und eine Note von 3,4 (Note =
Punktzahl/10). Da die Arbeit als ungenügend eingestuft wurde, erfolgte eine Bewertung
durch eine zweite Lehrperson, vorliegend durch die Prorektorin. Diese bewertete die
Arbeit mit 48 Punkten, wovon 4 Punkte wegen zu wenig Worten abgezogen wurden.
Gestützt auf diese Punktzahl gab sie dem Beschwerdeführer die Note 3,66. Mit
Verfügung vom 28. April 2017 eröffnete der Rektor dem Beschwerdeführer, dass seine
Fachmaturitätsarbeit als ungenügend eingestuft werde und er Gelegenheit zur
Nachbesserung erhalte. Die nachgebesserte Fachmaturitätsarbeit wurde wiederum
durch die Lehrperson und den Praktikumsbetreuer überprüft und beurteilt. Bei der
Produktbeurteilung erzielte der Beschwerdeführer 49 Punkte und folglich die Note 4,08.
Der Prozess wurde mit 35,5 Punkten und mit der Note 3,55 bewertet. Auf den
Beurteilungsbögen finden sich handschriftliche Bemerkungen. Zudem wurde die
Punktzahl der ersten und der nachgebesserten Version am 7. Juli 2017 kurz schriftlich
begründet. Auch die zweite Lehrperson, wiederum die Prorektorin, kontrollierte und
bewertete die Fachmaturitätsarbeit nochmals. Sie machte darauf aufmerksam, dass im
Vergleich zur ersten Arbeit eine sprachlich unkorrigierte Fassung als Vorlage
genommen worden sei. Sie gab dem Beschwerdeführer für das Produkt 47,5 Punkte
und eine Note von 3,95. Selbst die nachgebesserte schriftliche Fachmaturitätsarbeit
(Produkt und Prozess) des Beschwerdeführers wurde somit als ungenügend eingestuft.
5.3. Gemäss den Bestimmungen zur selbständigen Arbeit, welche sachgemäss auf die
Fachmaturität anwendbar sind, wird eine nach der Erstkorrektur ungenügende
schriftliche Arbeit durch eine zweite Lehrperson bewertet. Die definitive Note wird von
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beiden bewertenden Lehrpersonen gemeinsam festgesetzt (Art. 2 Abs. 3 des
Reglements über die Abschlussprüfung der Fachmittelschule und die Fachmaturität).
Dieses Vorgehen ist in gleicher Weise auch im „Leitfaden zur Fachmaturitätsarbeit“ des
Kantons St. Gallen vorgesehen (S. 18). Unbestritten ist, dass nebst der Beurteilung
durch den Betreuer und den Praktikumsbetreuer eine zweite Beurteilung durch die
Prorektorin vorgenommen wurde. Den vorliegenden Akten nicht zu entnehmen ist, dass
die definitive Note - wie im Reglement verlangt - von beiden bewertenden
Lehrpersonen gemeinsam festgesetzt wurde. Die Erstbeurteilung der Lehrperson und
dem Praktikumsbetreuer enthält keine Datumsangabe. Die Zweitbeurteilung der
Prorektorin bezüglich die erste Arbeit erfolgte am 28. April 2017. Gleichentags
versandte die Beschwerdegegnerin die Verfügung über die ungenügende schriftliche
Fachmaturitätsarbeit. Bei der Beurteilung der nachgebesserten schriftlichen
Fachmaturitätsarbeit fehlt sowohl bei der Beurteilung durch die Lehrperson als auch
bei der zweiten beurteilenden Lehrperson eine Datumsangabe. Die Lehrperson gab
dem Beschwerdeführer bei der Produktbeurteilung eine 4,08 und beim Prozess eine
3,55. Die Prorektorin als zweite beurteilende Lehrperson bewertete das Produkt mit
einer 3,95. Auch bei diesen beiden unterschiedlichen Bewertungen fehlt es
offensichtlich an einer gemeinsamen Festsetzung der definitiven Note. Die Lehrperson
nahm am 7. Juli 2017 – erst nach Erlass der Verfügung vom 15. Juni 2017 betreffend
Nichtbestehen der Fachmaturität – schriftlich zur ersten und zur nachgebesserten
Version der Fachmaturitätsarbeit Stellung. Dieser Stellungnahme ist weder ein Hinweis
noch eine Auseinandersetzung mit der Zweitmeinung der Prorektorin zu entnehmen.
Dass von einer gemeinsamen Beurteilung abgesehen wurde, ergibt sich auch aus der
tabellarischen Übersicht über den zeitlichen Ablauf des Verfahrens, welche die
Beschwerdegegnerin mit Schreiben vom 26. Januar 2018 einreichte, sowie der
Berechnung der Note gemäss der Stellungnahme vom 15. August 2017 (Schnitt von
3,933 aus den gewichteten Noten 4,1 (50%) und 3,6 (25%)). Nach dem Stand der
Akten steht damit fest, dass die beiden bewertenden Lehrpersonen nicht gemeinsam
über die definitive Note nach Art. 2 Abs. 3 des Reglements über die Abschlussprüfung
der Fachmittelschule und die Fachmaturität entschieden haben. Folglich liegt ein
Verfahrensmangel vor. Da allerdings selbst mit der höheren Note der betreuenden
Lehrperson von 4,08 im Durchschnitt eine ungenügende Note von 3,9 resultiert, ist
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nachfolgend zu prüfen, ob bei der schriftlichen Arbeit lediglich ganze oder halbe Noten
zu verteilen sind bzw. die Note 3,9 aufzurunden gewesen wäre.
5.4. Die Vorinstanz sowie die Beschwerdegegnerin gehen davon aus, dass die Vergabe
der Dezimalnoten rechtens sei. Es sei nur die gesamte Fachmaturitätsarbeit (Produkt,
Arbeitsprozess, Präsentation) mit ganzen und halben Noten zu bewerten. Die
Beschwerdegegnerin weist darauf hin, dass sie für die Bewertung der
Fachmaturitätsarbeit den „Leitfaden zur Fachmaturitätsarbeit“ des Kantons St. Gallen
angewandt habe. In diesem Leitfaden wird unter anderem die Gewichtung der natur-
und geisteswissenschaftlichen Fachmaturitätsarbeit festgehalten (S. 10). Danach soll
das Produkt zu 50%, der Arbeitsprozess und die Präsentation je zu 25% gewichtet
werden. Aus diesen Leistungsteilbereichen ergebe sich die gerundete Schlussnote (S.
18). Hinsichtlich der vorliegend strittigen Frage, ob die ungenügende schriftliche Arbeit
mit halben oder ganzen Noten zu bewerten ist, ist dem Leitfaden nichts zu entnehmen.
Ein Rechenbeispiel der Gewichtung der Fachmaturitätsarbeits-Teile (Produkt,
Arbeitsprozess, Präsentation) zeigt lediglich, dass die Schlussnote, welche auf
Viertelnoten beruht, zu runden ist (Schlussnote 4,22 auf die gerundete Note 4,0, S. 18
des Leitfadens).
5.5. Wie bereits ausgeführt, enthalten die spezifischen Bestimmungen betreffend die
Fachmaturitätsarbeit (Art. 25 bis 25 des Reglements über die Abschlussprüfung
der Fachmittelschule und die Fachmaturität) keine Regelungen betreffend die
Bewertung mit ganzen und halben Noten. Damit sind die Bestimmungen in Art. 1 bis 4
des Reglements über die selbständige Arbeit sachgemäss anwendbar. Die
selbständige Arbeit wird mit Noten von 6 bis 1 bewertet. Noten von 6 bis 4 bezeichnen
genügende, Noten unter 4 ungenügende Leistungen. Es werden nur ganze und halbe
Noten erteilt (Art. 2 Abs. 2 des Reglements).
5.6. Im vorliegenden Fall wurde der Beschwerdeführer aufgrund der ungenügenden
Arbeit im schriftlichen Teil nicht zur mündlichen Präsentation zugelassen. Die zu
beurteilende Fachmaturitätsarbeit konnte somit nicht abschliessend mit einer
Schlussnote bewertet werden; es liegen lediglich die Teilnoten in den Bereichen
„Produkt“ und „Arbeitsprozess“ der schriftlichen Arbeit vor. Insofern konnte beim
Beschwerdeführer zwar keine Gesamtbeurteilung vorgenommen werden, jedoch wurde
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der schriftliche Teil abschliessend bewertet. Vorliegend hat die ungenügende
Bewertung der schriftlichen Arbeit gleichzeitig das Nichtbestehen der Fachmaturität zur
Folge. Die Bewertung der schriftlichen Fachmaturitätsarbeit entspricht demnach einer
Schlussnote. Bei einer abschliessenden Beurteilung der schriftlichen
Fachmaturitätsarbeit sind gemäss Art. 25 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 2 Abs. 2 des
Reglements über die Abschlussprüfung der Fachmittelschule und die Fachmaturität
folglich ganze und halbe Noten zu verteilen (vgl. beispielsweise auch die Regelungen in
anderen Kantonen, welche ebenfalls nur ganze und halbe Noten zulassen: Leitfaden zu
Fachmaturitätsarbeit im Kanton Bern Ziff. 5, Richtlinien zur Erlangung der
Fachmaturität der Kantonsschule Rychenberg und Zürich Birg Ziff. 26, Leitfaden zur
Fachmaturitätsarbeit Kanton Basel-Landschaft Ziff. 7.3, Leitfaden Fachmaturitätsarbeit
Bündner Kantonsschule Ziff. 12). Eine konkrete Regelung betreffend Rundung findet
sich nicht. Der Umstand, dass grundsätzlich mathematisch gerundet wird, erscheint
indes ohne weiteres als sachgerecht und gegeben (VerwGE B 2017/220 vom 19. März
2018 E. 7.5, B 2012/89 vom 24. Januar 2013 E. 2.4, www.gerichte.sg.ch). In dem von
der Beschwerdegegnerin angewandten und von der Vorinstanz rechtens erklärten
Leitfaden wird die Schlussnote ebenfalls nach den mathematischen Rundungsregeln
auf- bzw. abgerundet (S. 18). Wie bereits ausgeführt (E. 5.3) hätte im vorliegend
strittigen Fall die definitive Note zudem von beiden bewertenden Lehrpersonen
gemeinsam festgesetzt werden müssen. Eine solche definitive Note fehlt jedoch. Die
betreuende Lehrperson erteilte dem Beschwerdeführer für die nachgebesserte
schriftliche Fachmaturitätsarbeit für das Produkt die Note 4,08 und für den Prozess die
Note 3,55. Die vorliegend unbestrittene Gewichtung der beiden Teilleistungsbereiche
Produkt (50%) und Arbeitsprozess (25%) gemäss dem Leitfaden ergibt eine Note von
3,93 und somit eine gerundete Schlussnote von 4,0. Zum selben Ergebnis gelangt man
bei der Berechnung der Note gemäss der Bewertung der zweiten Lehrperson. Sie
bewertete das Produkt mit 3,95. Zusammen mit der Prozessbewertung der ersten
Lehrperson mit der Note 3,55 resultiert daraus für die schriftliche Arbeit die Note 3,81,
welche ebenfalls auf eine Schlussnote von 4,0 aufzurunden ist. Damit gilt die
schriftliche Fachmaturitätsarbeit als genügend und der Beschwerdeführer erfüllt die
Voraussetzung zur Zulassung an die mündliche Präsentation.
6. Der Beschwerdeführer verlangt, auf die Durchführung einer mündlichen Präsentation
zu verzichten. Eine solche Präsentation mache keinen Sinn mehr, nachdem seit der
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Erstellung der schriftlichen Arbeit mehr als ein Jahr vergangen sei. Dies gelte umso
mehr, als dass ein Teil der Lehrerschaft und des Erziehungsrates für die Abnahme
dieser Präsentation wegen Vorbefassung oder Befangenheit nicht mehr in Frage
kommen würden. Aus diesem Grund habe das Verwaltungsgericht ihm die
Fachmaturität direkt zu erteilen.
6.1. Wie bereits in den E. 5.1 und 5.6 ausgeführt, besteht die Fachmaturität aus einem
schriftlichen Teil, welcher zu drei Vierteln für die Gesamtnote zählt, und aus einer
mündlichen Präsentation, welche einen Viertel der Gesamtnote ausmacht (Art. 25
Abs. 1 und Art. 25 Abs. 2 des Reglements über die Abschlussprüfung der
Fachmittelschule und die Fachmaturität). Eine abschliessende gerichtliche Beurteilung
über das Bestehen oder Nichtbestehen der Fachmaturität ist aufgrund der fehlenden
mündlichen Präsentation entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers nicht möglich.
Bezüglich einer allfälligen Befangenheit der Teilnehmer an der mündlichen Präsentation
des Beschwerdeführers kann ebenfalls nicht abschliessend entschieden werden, da
die Zusammensetzung dieses Gremiums nicht bekannt ist. Hinzuweisen bleibt, dass
die Vorinstanz zu Recht ausgeführt hat, dass eine Befangenheit oder Vorbefassung
nicht ohne weiteres angenommen werden kann. Befangenheit ist in der Regel zu
bejahen, wenn eine ausgeprägte Freundschaft oder Feindschaft besteht. Hinsichtlich
einer allfälligen Vorbefassung einer Person ist entscheidend, dass das Verfahren in
Bezug auf den konkreten Sachverhalt und die konkret zu entscheidenden
(Rechts-)Fragen trotz der Vorbefassung als offen erscheinen muss und nicht der
Anschein der Vorbestimmtheit erweckt werden darf (Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 192 f.).
Allein das persönliche Empfinden einer Partei reicht nicht aus. Vernünftige Gründe
müssen das Misstrauen in die Unabhängigkeit und Unparteilichkeit objektiv
rechtfertigen (vgl. Cavelti/Vögeli, Rz. 191; BGer 2P.170/2000 vom 27. Oktober 2000 E.
4b/aa, VerwGE B 2013/251 vom 24. März 2015 E. 2.3.2, www.gerichte.sg.ch).
7. Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist festzuhalten, dass es sich bei der
vorliegend strittigen Bewertung der schriftlichen Fachmaturitätsarbeit um eine
Schlussnote handelt. Die Leistung ist in ganzen oder halben Noten zu bewerten. Die
strittige Note der schriftlichen Fachmaturitätsarbeit von 3,9 ist auf die genügende Note
4 aufzurunden und der Beschwerdeführer ist zur mündlichen Präsentation zuzulassen.
Damit ist die Beschwerde ausser im Antrag auf direkte Erteilung der Fachmaturität
ter
quater
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begründet. Der Entscheid der Vorinstanz ist demnach aufzuheben und die Beschwerde
teilweise gutzuheissen. Zufolge des Devolutiveffekts gilt auch die dem Entscheid der
Vorinstanz zugrundeliegende Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 15. Juni 2017
als aufgehoben (BGE 134 II 142 E. 4.1, BGer 2C_204/2015 vom 21. Juli 2015 E. 1.2).
8. Bei diesem Verfahrensausgang - Obsiegen des Beschwerdeführers in der
Hauptsache und Unterliegen betreffend der direkten Erteilung der Fachmaturität - sind
die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens zu vier Fünfteln der
Beschwerdegegnerin und zu einem Fünftel dem Beschwerdeführer aufzuerlegen
(Art. 95 Abs.1 VRP). Eine Entscheidgebühr von CHF 1'500 ist angemessen (Art. 7
Ziff. 222 der Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Der Kostenanteil des
Beschwerdeführers von CHF 300 ist mit dem geleisteten Kostenvorschuss in Höhe von
CHF 1‘500 zu verrechnen. Der Restbetrag von CHF 1‘200 ist ihm zurückzuerstatten.
Auf die Erhebung des Kostenanteils der Beschwerdegegnerin von CHF 1‘200 ist zu
verzichten (Art. 95 Abs. 3 VRP).
8.1. Neu zu verlegen sind auch die amtlichen Kosten des Rekursverfahrens, wobei
diese Kostenverlegung in der Regel in Bezug auf die Beteiligten und deren Anteile
analog dem Entscheid des Verwaltungsgerichts vorgenommen wird (vgl. R. Hirt, Die
Regelung der Kosten nach st. gallischem Verwaltungsrechtspflegegesetz, Diss.
St. Gallen 2004, S. 103). Die Kosten des Rekursverfahrens von CHF 1‘400 werden
darum dem Beschwerdeführer zu einem Fünftel und der Beschwerdegegnerin zu vier
Fünfteln auferlegt. Der Kostenanteil des Beschwerdeführers von CHF 280 wird mit dem
geleisteten Kostenvorschuss von CHF 1‘000 verrechnet; der Restbetrag von CHF 720
hat die Vorinstanz ihm zurückzuerstatten. Auf die Erhebung des Kostenanteils der
Beschwerdegegnerin von CHF 1‘120 ist zu verzichten.
8.2. Nachdem der Beschwerdeführer zumindest im Grundsatz obsiegt hat, stellt sich
die Frage der ausseramtlichen Entschädigung für das Beschwerdeverfahren.
Voraussetzung für die Zusprache einer solchen Entschädigung ist ein Antrag (vgl. Hirt,
a.a.O., S. 149). Der Beschwerdeführer stellte in seiner Beschwerde vom 5. März 2018
einen entsprechenden Antrag. Mit Schreiben vom 9. März 2018 teilte der Präsident des
Verwaltungsgerichts dem Vertreter mit, dass er nicht als berufsmässiger Vertreter gelte.
Daraufhin hielt der Vertreter im Schreiben vom 13. März 2018 fest, dass er den
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Beschwerdeführer unentgeltlich vertrete. Zu prüfen bleibt damit, ob dem
Beschwerdeführer eine Umtriebsentschädigung zusteht.
Im Sinne von Art. 98 Abs. 1 und Art. 98 VRP mit Verweis auf die Vorschriften des
Zivilprozessgesetzes zählen zu den amtlichen Kosten entweder die Auslagen für die
Vertretung, soweit sie der Interessenwahrung dienen, oder die Reiseauslagen und eine
angemessene Entschädigung des Zeitaufwandes, wenn der betreffende Beteiligte zum
Erscheinen vor dem Richter verpflichtet ist oder die Sache selbst führt (Cavelti/Vögeli,
a.a.O., Rz. 819). Das bedeutet, dass eine ausseramtliche Entschädigung maximal in
dieser Höhe geltend gemacht werden kann, die auch vom betreffenden Beteiligten
selbst beansprucht werden könnte. Allerdings stellt sich im Grundsatz die Frage, ob
überhaupt ein Entschädigungsanspruch besteht, da dem Beteiligten keine
Vertretungskosten erwachsen sind, weshalb nur mit guten Gründen eine
Entschädigung von nachgewiesenen Auslagen erfolgen könnte (vgl. Cavelti/Vögeli,
a.a.O., Rz. 842). Der Beschwerdeführer begründet keine zu entschädigenden Auslagen,
weshalb von einer Umtriebsentschädigung abzusehen ist (vgl. VerwGE K 2014/2 vom
25. Februar 2016 E. 4, B 2013/178 vom 12. Februar 2014 E. 4 und 5,
www.gerichte.sg.ch).