Decision ID: 2bac3864-514e-5458-8c03-852779fc8f7c
Year: 2009
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1 Nachdem die Ehe zwischen Y._ und X._ durch Urteil des Einzelrichters des Bezirksgerichts Zürich vom 4. September 2008 (Urk. 2/42) geschieden worden und das Scheidungsurteil am 14. Oktober 2008 in Rechtskraft erwachsen war (vgl. Urk. 1 S. 4), wurden die Akten (Urk. 2/1-49) zur Durchführung der Teilung der Austrittsleistungen an das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich überwiesen.
1.2 In der Folge wurde Y._ mit Verfügung vom 10. Dezember 2008 (Urk. 4) aufgefordert, dem Gericht mitzuteilen, ob noch weitere als die in den Akten des Scheidungsverfahrens dokumentierten Vorsorgeguthaben vorhanden seien. Die Personalvorsorge der K._ AG und die Schweizerische Lebensversicherungs- und Rentenanstalt, Swiss Life, bestätigten - auf entsprechende Aufforderung im genannten Entscheid (Urk. 4) hin - am 17. beziehungsweise 18. Dezember 2008 die Durchführbarkeit der Teilung der Austrittsleistungen von Y._ und von X._ (vgl. Urk. 6 und Urk. 9). Y._ gab am 3. Februar 2009 an, über keine weiteren Vorsorgeguthaben zu verfügen (vgl. Urk. 10).
1.3 In der Folge wurden Y._ die Stellungnahme der Personalvorsorge der K._ AG vom 17. Dezember 2008 (Urk. 6) und die dazu eingereichten Belege (Urk. 7/1-2) sowie die Stellungnahme der Schweizerischen Lebensversicherungs- und Rentenanstalt, Swiss Life, vom 18. Dezember 2008 (Urk. 9) zur Kenntnis gebracht, die sich ergebende Transferleistung beziffert und Gelegenheit gegeben, Anträge zu stellen. Im Weiteren wurde Y._ darauf hingewiesen, dass bei Stillschweigen von der Richtigkeit und Vollständigkeit der eingereichten Abrechnungen und der getroffenen Annahmen (namentlich betreffend Höhe der zu teilenden Austrittsleistung) ausgegangen und die Teilung entsprechend angeordnet werde (vgl. Verfügung vom 5. Februar 2009, Urk. 11).
Y._ liess daraufhin am 9. März 2009 mitteilen, dass sie von der Richtigkeit und Vollständigkeit der Abrechnungen ausgehe und daher darauf verzichte, Anträge zu stellen (vgl. Urk. 15).

Das Gericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Nach Art. 122 Abs. 1 des Zivilgesetzbuches (ZGB) hat jeder Ehegatte Anspruch auf die Hälfte der nach dem Freizügigkeitsgesetz (Bundesgesetz über die Freizügigkeit in der beruflichen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge, FZG) für die Ehedauer zu ermittelnden Austrittsleistung des anderen Ehegatten, wenn ein Ehegatte einer Einrichtung der beruflichen Vorsorge angehört oder beide Ehegatten einer solchen angehören und bei keinem Ehegatten ein Vorsorgefall eingetreten ist. Stehen den Ehegatten gegenseitig Ansprüche zu, so ist nur der Differenzbetrag zu teilen (Art. 122 Abs. 2 ZGB).
1.2 Laut Art. 142 Abs. 1 ZGB entscheidet das (Scheidungs-)Gericht über das Verhältnis, in welchem die Austrittsleistungen zu teilen sind, wenn keine Vereinbarung zustande kommt. Sobald der Entscheid über das Teilungsverhältnis rechtskräftig ist, überweist das Gericht die Streitsache von Amtes wegen dem nach dem Freizügigkeitsgesetz zuständigen Gericht (Art. 142 Abs. 2 ZBG). Gemäss Abs. 3 derselben Bestimmung ist diesem insbesondere der Entscheid über das Teilungsverhältnis (Ziffer 1), das Datum der Eheschliessung und das Datum der Ehescheidung (Ziffer 2), die Einrichtungen der beruflichen Vorsorge, bei denen den Ehegatten voraussichtlich Guthaben zustehen (Ziffer 3), und die Höhe der Guthaben der Ehegatten, die diese Einrichtungen gemeldet haben (Ziffer 4), mitzuteilen.
2. Der Einzelrichter des Bezirksgerichts Zürich meldete dem hiesigen Gericht mit Dispositivauszug des Urteils vom 4. September 2008 (Urk. 1) die notwendigen Eckdaten für die Teilung der Austrittsleistungen (Datum der Eheschliessung: _1995; Rechtskraft der Scheidung: _ 2008; Namen der beteiligten Vorsorgeeinrichtungen). Nach Eintreffen der Durchführbarkeitsbestätigungen einerseits der Personalvorsorge der K._ AG (Urk. 6) sowie der Beilagen dazu (Urk. 7/1-2) und andererseits der Schweizerischen Lebensversicherungs- und Rentenanstalt, Swiss Life (Urk. 9), sind die erforderlichen Angaben der Vorsorgeeinrichtungen über die Höhe der Guthaben der Scheidungsparteien sowie die Erklärungen, dass die angeordnete Teilung durchführbar sei (Urk. 6, Urk. 9), vollständig.
3. Y._ liess - wie erwähnt - keine Anträge stellen und anerkannte die Richtigkeit und Vollständigkeit der in den Erwägungen der Verfügung vom 5. Februar 2009 (Urk. 11) getroffenen Annahmen (vgl. Urk. 15).
Somit ist auf die in der fraglichen Verfügung (Urk. 11) genannten Zahlen abzustellen:
Das von X._ während der Ehe erworbene Freizügigkeitskapital beträgt Fr. 28'170.-- (vgl. Urk. 9), und dasjenige von Y._ beläuft sich auf Fr. 12'452.55 (vgl. Urk. 6). Bei Anwendung des in Dispositiv-Ziff. 8 des Scheidungsurteils vom 4. September 2008 (Urk. 42) angeordneten Teilungsschlüssels (50 : 50) ergibt sich eine Transferleistung zu Gunsten von Y._ und zu Lasten von X._ in der Höhe von Fr. 7'858.75 (= 1/2 x [Fr. 28'170.-- ./. Fr. 12'452.55]; die Hälfte der Differenz zwischen den beiden Guthaben).
Da die Teilung gemäss den Meldungen der Vorsorgeeinrichtungen durchführbar ist, ist die Schweizerische Lebensversicherungs- und Rentenanstalt, Swiss Life, zu verpflichten, den Betrag von Fr. 7'858.75 zu Lasten von X._ auf das Konto von Y._ bei der Personalvorsorge der K._ AG zu überweisen.
4. Rechtsprechungsgemäss (vgl. Urteil des damaligen Eidgenössischen Versicherungsgerichts in Sachen S. vom 6. Juni 2006, B 17/06 Erw. 4) ist die einem ausgleichsberechtigten Ehegatten im Falle der Scheidung zustehende Austrittsleistung vom massgebenden Stichtag der Teilung (Datum der Rechtskraft des Scheidungsurteils) an bis zum Zeitpunkt der Überweisung oder des Beginns der Verzugszinspflicht zu verzinsen. Dabei hat die Vorsorgeeinrichtung für den Bereich des Obligatoriums auf der Austrittsleistung den Mindestzinssatz von Art. 12 der Verordnung über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVV 2; ab 1. Januar 2005 mindestens 2,5 % p.a. [Art. 12 lit. d BVV 2]) oder den allenfalls höheren reglementarischen Zins zu vergüten. Für den Fall des Eintritts der Verzugszinspflicht (nach Ablauf von dreissig Tagen seit Rechtskraft des vorliegenden Entscheids) beliefe sich der anzuwendende Zinssatz auf den BVG-Mindestzinssatz plus einem Prozent (Art. 2 Abs. 4 FZG und Art. 26 Abs. 2 FZG in Verbindung mit Art. 7 der Freizügigkeitsverordnung).
Die Y._ geschuldete Austrittsleistung ist demnach ab 14. Oktober 2008 (Datum der Rechtskraft des Scheidungsurteils, vgl. Urk. 1) zu mindestens 2,5 % beziehungsweise nach Eintritt eines allfälligen Verzugsfalles nach dem genannten höheren Verzugszins zu verzinsen.