Decision ID: a10becb4-23fb-5a49-8e03-4218c30a7e30
Year: 2012
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführer,
gegen
CSS Kranken-Versicherung AG, Recht & Compliance,
Tribschenstrasse 21, Postfach 2568, 6002 Luzern,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
Forderung
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Sachverhalt:
A.
A.a A._ (nachfolgend Versicherter) ist bei der CSS Kranken-Versicherung AG
(nachfolgend CSS) seit dem 1. Januar 2010 im Rahmen der obligatorischen
Krankenpflege versichert (act. G 4.1/6). Mit Prämienabrechnung vom 10. April 2010
stellte die CSS die Prämien der Monate Mai und Juni 2010 in Höhe von monatlich
jeweils Fr. 262.20 (insgesamt Fr. 524.40) in Rechnung, mit Prämienabrechnung vom
5. Juni 2010 forderte die CSS den Versicherten auf, die Prämien der Monate Juli und
August 2010 von jeweils Fr. 262.20 (insgesamt Fr. 524.40) zu begleichen (act. G 4.1/7
und act. G 4.1/8). Nachdem die Zahlung des offenen Betrags nach Ablauf der
jeweiligen Zahlungsfrist ausblieb, liess die CSS dem Versicherten am 19. Juni 2010
bzw. am 21. August 2010 eine Zahlungserinnerung zukommen (act. G 4.1/7 und
act. G 4.1/8). Mit Mahnung vom 24. Juli 2010 ersuchte die CSS den Versicherten
erneut um Überweisung der Monatsprämien Mai und Juni 2010 unter Einschluss einer
Mahngebühr von Fr. 5.00 (insgesamt Fr. 529.40); (act. G 4.1/7). Mit Schreiben vom
18. September 2010 mahnte die CSS den Versicherten vergeblich zur Begleichung des
Prämienausstands der Monate Juli und August 2010 über Fr. 529.40 (inkl.
Mahngebühren in Höhe von Fr. 5.00.; act. G 4.1/8). Die CSS wies dabei auf die Folgen
des Zahlungsverzugs (Leistungsaufschub und kein Wechsel des Versicherers) hin.
A.b Am 22. Dezember 2010 stellte die CSS beim Betreibungsamt B._ das
Betreibungsbegehren über eine Forderung von Fr. 1'048.80 nebst Zins zu 5% seit
1. Juli 2010 zuzüglich Fr. 80.00 Spesen (act. G 4.1/3). Gegen den am 10. Januar 2011
zugestellten Zahlungsbefehl erhob der Versicherte am darauffolgenden Tag
Rechtsvorschlag (act. G 4.1/4). Mit Verfügung vom 10. März 2011 hob die CSS den
Rechtsvorschlag auf und erteilte sich für den Betrag von Fr. 1'165.00 (Fr. 1'048.80 +
Fr. 80.00 Spesen + Fr. 36.20 Verzugszins) definitive Rechtsöffnung (act. G 4.1/5). Die
gegen diese Verfügung erhobene Einsprache vom 12. April 2011 (act. G 4.1/2) wies die
CSS mit Einspracheentscheid vom 20. Mai 2011 ab (act. G 4.1/1).
B.
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B.a Gegen diesen Entscheid erhob der Versicherte mit Eingabe vom 16. Juni 2011
Beschwerde mit dem sinngemässen Antrag um Aufhebung des Entscheids, Löschung
der Betreibung Nr. 73359 des Betreibungsamtes B._ und Abschreibung der in
Betreibung gesetzten Forderung (act. G 1). Zur Begründung führte er sinngemäss an,
die CSS habe den formalen, gemäss KVG vorgegebenen Ablauf nicht eingehalten und
die 40-tägige Frist zwischen Mahnung und Einleitung der Betreibung in "äusserst
grobfahrlässiger Weise" unbenutzt verstreichen lassen. Zwar schweige sich der
Gesetzgeber über die Konsequenzen einer verspäteten Betreibung aus, allerdings sei
aufgrund der expliziten Festlegung der Frist auf 40 Tage von einer sogenannten
"Deadline" auszugehen.
B.b In der Beschwerdeantwort vom 11. August 2011 beantragt die
Beschwerdegegnerin die vollumfängliche Abweisung der Beschwerde (act. G 4). Zur
Begründung legte sie unter anderem dar, dass der Versicherte sinngemäss den
Bestand und die Höhe der verfügten Zahlungsausstände nicht bestreite. Die
Beschwerdegegnerin anerkannte zwar, dass mit dem Betreibungsbegehren vom
22. Dezember 2010 lediglich für die zweite Zahlungsfrist die Viermonatsfrist gemäss
Art. 105b Abs. 2 KVV eingehalten sei. Ihrer Ansicht nach handelt es sich bei der
Viermonatsfrist aber lediglich um eine reine Ordnungsfrist. Der Versicherte sei
verpflichtet, die in Betreibung gesetzten KVG-Prämien und die Mahnkosten zu
bezahlen.
B.c In der Replik vom 14. September 2011 (act. G 8) machte der Beschwerdeführer
unter anderem geltend, in den Zahlungserinnerungen fehle jeglicher Hinweis auf die
Folgen der Nichtbezahlung und in den Mahnungen werde lediglich auf Art. 64a KVG
verwiesen, während ein nach seiner Ansicht zwingend notwendiger Verweis auf eine
nachfolgende Betreibung fehle. Dies stelle eine Verletzung von Art. 105b Abs. 1 KVV
dar. Der Beschwerdeführer folgerte daraus sinngemäss, dass die Mahnungen keine
rechtlichen Wirkungen entfalten würden, zumal sie die Voraussetzungen des Art. 105b
Abs. 1 KVV nicht erfüllten. Zudem lägen die Monatsprämien Mai bis August 2010
ausserhalb der definierten Dreimonatsfrist. Hinsichtlich der Mahnkosten in Höhe von
Fr. 80.00 brachte der Beschwerdeführer sinngemäss vor, deren Höhe sei weder
gerechtfertigt noch substantiiert, zumal die angemessenen Bearbeitungsgebühren
lediglich die Portogebühr und das Büromaterial umfassen würden. Mit Verweis auf eine
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Mahnung vom 22. Januar 2011 (act. G 8.1) brachte der Beschwerdeführer an, die
Mahngebühr sei auf Fr. 10.00 gesenkt worden.
B.d Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine Duplik und wies in ergänzender
Weise darauf hin, dass sie entgegen der Vorbringen des Beschwerdeführers
ausdrücklich auf die Folgen der Nichtbezahlung hingewiesen habe und die Mahnungen
daher den gesetzlichen Anforderungen entsprächen (act. G 10).

Erwägungen:
1.
1.1 Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens sind offene Prämienforderungen
aus der obligatorischen Krankenpflegeversicherung des Beschwerdeführers für die Zeit
von Mai bis August 2010, wie sie mit Zahlungsbefehl vom 30. Dezember 2010 seitens
der Beschwerdegegnerin geltend gemacht wurden, und an welchen sie mit Verfügung
vom 10. März 2011 und im angefochtenen Einspracheentscheid festhielt.
1.2 Der Bestand der in Betreibung gesetzten Prämienausstände ist vorliegend nicht
bestritten. Es besteht kein Anlass, diesbezüglich an der Rechtmässigkeit der Forderung
zu zweifeln. Hingegen macht der Beschwerdeführer sinngemäss geltend, die
Mahnungen der Beschwerdegegnerin entsprächen nicht den gesetzlichen
Anforderungen und die Nichteinhaltung der Frist zur Betreibung habe zur Folge, dass
die Beschwerdegegnerin nicht mehr über die Ausstände verfügen könne.
2.
Am 1. Januar 2012 traten einige neue Bestimmungen im Bundesgesetz über die
Krankenversicherung (KVG; SR 832.10) und in der Verordnung über die Krankenver
sicherung (KVV; SR 832.102) in Kraft. Von dieser Revision waren die hier einschlägigen
Art. 64a KVG und Art. 105b KVV ebenfalls betroffen. Auf den vorliegenden Sachverhalt
betreffend die Prämienausstände von Mai bis August 2010 sind jedoch aufgrund der
allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln Art. 64a KVG in der Fassung vom
1. Januar 2006 und Art. 105b KVV in derjenigen vom 1. August 2007 anwendbar.
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Nachfolgend werden daher alle Bestimmungen vom KVG und KVV in der bis
31. Dezember 2011 gültig gewesenen Fassung zitiert.
3.
3.1 Nach Art. 90 KVV sind die Prämien im Voraus und in der Regel monatlich zu
bezahlen. Bezahlt die versicherte Person fällige Prämien nicht, so hat der Versicherer
sie schriftlich zu mahnen, ihr eine Nachfrist von dreissig Tagen einzuräumen und sie auf
die Folgen des Zahlungsverzugs hinzuweisen (Art. 64a Abs. 1 KVG). Der Versicherer
muss unbezahlte fällige Prämien und Kostenbeteiligungen im Rahmen der
obligatorischen Krankenpflegeversicherung, nachdem er mindestens einmal an diese
Ausstände erinnert hatte, getrennt von allfälligen anderen Zahlungsausständen
spätestens drei Monate ab Fälligkeit schriftlich mahnen. Mit der Mahnung muss er der
versicherten Person eine Frist von 30 Tagen zur nachträglichen Erfüllung ansetzen und
sie auf die Folgen der Nichtbezahlung hinweisen (Art. 105b Abs. 1 KVV). Bezahlt die
versicherte Person innerhalb der angesetzten Frist nicht, so muss der Versicherer die
Forderung innerhalb von weiteren vier Monaten getrennt von allfälligen anderen
Zahlungsausständen in Betreibung setzen (Art. 105b Abs. 2 KVV). Bei den Fristen von
Art. 105b KVV handelt es sich um Ordnungsvorschriften, deren Nichteinhaltung weder
den Anspruch auf die Ausstände noch auf den der betreibungsrechtlichen
Durchsetzung verwirken lässt. Der Krankenversicherer muss nach unbenütztem Ablauf
der Frist auch nicht das Mahnverfahren wiederholen. Er kann das eingeleitete
Betreibungsverfahren gleichwohl fortsetzen. Die einzige Konsequenz ist, dass die
Sanktionsfolgen von Art. 64a Abs. 2 KVG nicht eintreten können (vgl. Gebhard Eugster,
Krankenversicherung, in: Ulrich Meyer, Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht,
Soziale Sicherheit, 2. Auflage 2007, Rz 1028 S. 747 f. [nachfolgend zitiert als Gebhard
Eugster, Krankenversicherung]); unveröffentlichtes Bundesgerichtsurteil 9C_786/2008
vom 31. Oktober 2008, E. 3.2). Bezahlt die versicherte Person trotz Mahnung nicht und
wurde im Betreibungsverfahren ein Fortsetzungsbegehren bereits gestellt, so schiebt
der Versicherer die Übernahme der Kosten für die Leistungen auf, bis die
ausstehenden Prämien, Kostenbeteiligungen, Verzugszinse und Betreibungskosten
vollständig bezahlt sind (Art. 64a Abs. 2 Satz 1 KVG).
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3.2 Zunächst bringt der Beschwerdeführer vor, den Zahlungserinnerungen und
Mahnungen der Beschwerdegegnerin fehle es am Hinweis auf die Folgen der
Nichtbezahlung. Ausserdem sei seiner Ansicht nach bei den Mahnungen zwingend der
Hinweis auf eine nachfolgende Betreibung notwendig. Zudem seien die
Zahlungsausstände nicht innerhalb der Dreimonatsfrist des Art. 105b Abs. 1 KVV
gemahnt worden. Hierzu ist festzuhalten, dass Art. 105b lit. a KVV für
Zahlungserinnerungen keinen Hinweis auf die Folgen der Nichtbezahlung verlangt. Bei
den Mahnungen wurde in rechtsgenüglicher Weise ein entsprechender Hinweis
gemacht, indem der Inhalt des Art. 64a KVG teilweise wiedergegeben und damit
explizit darauf hingewiesen wurde, dass dem Beschwerdeführer bei Nichtbezahlung ein
Leistungsaufschub droht und kein Versicherungswechsel möglich ist. Dass ein
Gläubiger nach erfolgter Mahnung die Möglichkeit hat, seine Forderung mittels einer
Betreibung durchzusetzen, entspricht der gängigen Vorgehensweise nach Art. 67 ff.
des Bundesgesetzes über Schuldbetreibung und Konkurs (SchKG; SR 281.1). Darüber
hinaus findet sich im Reglement der Beschwerdegegnerin für die Versicherungen nach
KVG, Ausgabe 01.2005 (act. G 4.1/9; nachfolgend AVB) unter Art. 14 Ziff. 4 ein
entsprechender Passus. Der nach Abschluss des Schriftenwechsels vom
Beschwerdeführer mit Stellungnahme vom 3. Februar 2012 (act. G 12) angebrachte
Hinweis darauf, dass neuerdings in Mahnungen ausdrücklich die Einleitung einer
Betreibung als Folge der Nichtbezahlung erwähnt wird, ist unbeachtlich, da dies auf
einer am 1. Januar 2012 in Kraft getretenen Gesetzesänderung des Art. 64a KVG
beruht und vorliegend noch die alte Fassung dieses Artikels Anwendung findet (vgl.
E. 2 des Entscheids). Die Rüge der Nichteinhaltung der Mahnfrist ist unbegründet,
zumal die Monatsprämien Mai und Juni 2010 am 31. Mai 2010 fällig waren und am
24. Juli 2010 - also innerhalb der Dreimonatsfrist - gemahnt wurde(n) bzw. die
Monatsprämien Juli und August 2010 am 31. Juli 2010 fällig waren und am
18. September 2010 - ebenfalls innerhalb der Dreimonatsfrist - gemahnt wurde(n).
Selbst wenn diese Fristen nicht eingehalten worden wären, würde dies gemäss den
bisherigen Ausführungen weder zur Verwirkung des Anspruchs auf die Ausstände noch
von deren betreibungsrechtlicher Durchsetzung führen. Damit ist für beide
Prämienabrechnungen eine form- und fristgerechte Mahnung erfolgt.
3.3 Während der Beschwerdeführer geltend macht, die Nichteinhaltung der
Betreibungsfrist von vier Monaten gemäss Art. 105b Abs. 2 KVV habe zur Folge, dass
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die Beschwerdegegnerin die Prämienausstände nicht mehr einfordern könne, bestreitet
er weder den Bestand oder die Höhe der Forderung, noch wird in Abrede gestellt, dass
er die Prämienrechnungen, Zahlungserinnerungen und Mahnungen (act. G 4.1/7 und
G 4.1/8) erhalten habe. Nachdem diese nicht zur Zahlung geführt hatten, setzte die
Beschwerdegegnerin den Prämienbetrag betreffend die Monate Mai bis August 2010
von insgesamt Fr. 1'048.80 zuzüglich Fr. 80.00 Spesen in Betreibung. Die
Nichteinhaltung der Viermonatsfrist ist dabei irrelevant, zumal es sich hierbei - wie
bereits oben erwähnt - um eine reine Ordnungsfrist handelt, die lediglich die Folge
zeitigt, dass ein Leistungsaufschub gemäss Art. 64a Abs. 2 KVG nicht eintreten kann.
3.4 Zusammenfassend vermögen die Vorbringen des Beschwerdeführers nichts am
Bestand und der Durchsetzbarkeit der ausstehenden Prämienforderungen zu ändern.
Insbesondere sind die Krankenversicherer, entgegen der Ansicht des
Beschwerdeführers, dazu befugt, mit Verfügung über den Bestand ihrer Forderungen
gegenüber versicherten Personen zu entscheiden und einen im Betreibungsverfahren
erhobenen Rechtsvorschlag analog zu Art. 79 Abs. 1 SchKG zu beseitigen (vgl. BGE
121 V 109 E. 2; Art. 54 Abs. 2 ATSG).
4.
4.1 Die Erhebung angemessener Mahngebühren und Umtriebsspesen beim Verzug in
der Zahlung von Prämien und Kostenbeteiligungen ist unter der Voraussetzung der
schuldhaften Verursachung der (bei rechtzeitiger Zahlung unnötigen) Aufwendungen
durch die versicherte Person im Bereich des KVG zulässig, sofern der
Krankenversicherer in seinen allgemeinen Bestimmungen über die Rechte und Pflichten
der Versicherten eine entsprechende Regelung vorsieht (Art. 105b Abs. 3 KVV; BGE
125 V 276).
4.2 Eine Regelung zur Erhebung von Mahn- und Betreibungskosten nach Ablauf der
angesetzten Zahlungsfrist findet sich in Art. 14 Ziff. 3 der AVB der
Beschwerdegegnerin, ohne dass dort jedoch deren Höhe festgelegt wäre (vgl. dazu
auch Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 8. Juli 2008,
KV 2007/18 Erw. 4.4). Für die Beurteilung der Angemessenheit ist in solchen Fällen das
Kostendeckungs- oder Äquivalenzprinzip anzuwenden (Gebhard Eugster,
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Krankenversicherung, 2007 Rz 1045 S. 753). Angesichts der Tatsache, dass der
Beschwerdeführer trotz Zahlungserinnerung und Mahnung die Bezahlung der
geschuldeten Prämienbeträge unterliess und damit in schuldhafter Weise
Aufwendungen verursacht hat, die bei rechtzeitiger Zahlung nicht eingetreten wären,
lässt sich die Höhe der Mahngebühr von Fr. 80.00 nicht beanstanden.
5.
5.1 Für fällige Beitragsforderungen sind gemäss Art. 26 Abs. 1 des Bundesgesetzes
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1)
Verzugszinsen zu leisten. Der Satz für den Verzugszins auf fälligen Prämien beträgt 5
Prozent im Jahr (Art. 105a KVV). Ein Verzugszins ist in Bezug auf fällige KVG-
Forderungen grundsätzlich auch für geringe Beträge und kurzfristige Ausstände
geschuldet (RKUV 2004 463 Erw. 5.3.4). Vorliegend sind die geforderten Verzugszinsen
ausgewiesen.
5.2 Die Betreibungskosten von Fr. 70.00 sind von Gesetzes wegen geschuldet (Art.
68 SchKG) und vom Schuldner bei erfolgreicher Betreibung zusätzlich zum Betrag, der
dem Gläubiger zugesprochen wurde, zu bezahlen (RKUV 2003 226). Entsprechend sind
sie nicht in die Rechtsöffnung einzubeziehen.
6.
Die Beschwerde ist demnach abzuweisen und der Beschwerdeführer zu verpflichten,
der Beschwerdegegnerin den Betrag von Fr. 1'128.80 (Prämien von Fr. 1'048.80 und
Mahngebühr von Fr. 80.00) nebst Verzugszins von 5 % ab 1. Juli 2010 zu bezahlen. In
diesem Umfang ist in der Betreibung Nr. 73359 des Betreibungsamtes B._ definitive
Rechtsöffnung zu erteilen. Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP