Decision ID: 671d6ccc-606c-5078-b7ca-60bd58e93c36
Year: 2009
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
K._,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Louis A. Capt, Bahnhofstrasse 15, Postfach 1410,
8620 Wetzikon ZH,
gegen
Zürich Versicherungs-Gesellschaft, Postfach, 8085 Zürich,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
Versicherungsleistungen
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St.Galler Gerichte
Sachverhalt:
A.
K._, geb. 1968 (nachfolgend: Versicherte), war bei der A._ angestellt und dadurch
bei der "Zürich" Versicherungs-Gesellschaft (nachfolgend: Zürich) unfallversichert, als
sie am 15. Dezember 2001 als Lenkerin eines Personenwagens eine Auffahrkollision
erlitt (UV-act. Z1). Am 21. Dezember 2001 konsultierte die Versicherte Dr. med. B._,
Spital Wetzikon, welcher eine HWS-Distorsion diagnostizierte (UV-act. ZM1 und ZM2).
Die Zürich anerkannte ihre Leistungspflicht. Nachdem die Behandlung Ende September
2002 abgeschlossen und der behandelnde Arzt Dr. med. C._, Facharzt FMH für
Physikalische Medizin und Rehabilitation, Uster, volle Arbeitsfähigkeit ab 1. Oktober
2002 attestiert hatte (UV-act. ZM10f), erfolgte am 10. September 2003 erneut eine
ärztliche Behandlung (UV-act. ZM12). Nach Durchführung von medizinischen
Abklärungen eröffnete die Zürich der Versicherten mit Verfügung vom 8. Oktober 2007
die Leistungseinstellung auf den 9. Dezember 2004. Die geklagten Beschwerden
stünden nicht mehr in einem adäquat-kausalen Zusammenhang mit dem Unfall vom
15. Dezember 2001 (UV-act. Z190). Die gegen diese Verfügung erhobene Einsprache
wies die Zürich mit Einspracheentscheid vom 10. April 2008 ab. Der
Krankenversicherer der Versicherten hatte eine vorsorglich erhobene Einsprache
wieder zurückgezogen (UV-act. Z198, Z201).
B.
B.a Gegen den Einspracheentscheid vom 10. April 2008 liess die Versicherte durch
Rechtsanwalt Dr. L.A. Capt, Wetzikon, mit Eingabe vom 9. Mai 2008 Beschwerde beim
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich erheben, welches die Eingabe
zuständigkeitshalber dem Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen überwies. Der
Rechtsvertreter stellte den Antrag, es seien in Aufhebung der Verfügung vom 8.
Oktober 2007 der Beschwerdeführerin die UVG-Leistungen weiterhin zukommen zu
lassen. In formeller Hinsicht rügte er, dass im angefochtenen Einspracheentscheid auf
die in der Einsprache vorgetragene Begründung nicht eingegangen worden sei,
weshalb das rechtliche Gehör verletzt sei. Zur materiellen Begründung führte der
Rechtsvertreter unter anderem aus, Dr. C._ habe die Beschwerdeführerin bereits am
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19. April 2002 im Umfang von 20% krankschreiben wollen. Sie habe dies jedoch nicht
gewollt, da sie um ihre Arbeitsstelle gebangt habe. Falsch sei auch die Behauptung der
Beschwerdegegnerin, Dr. C._ habe die Behandlung am 27. September 2002
abgeschlossen. Die Beschwerdegegnerin versuche an verschiedenen Stellen, eine rund
einjährige behandlungsfreie Zeit einer beschwerdefreien Zeit gleichzusetzen, was
aktenwidrig sei. Die Beweglichkeit der HWS sei nie ein Thema gewesen. Hingegen
seien Nacken- und Hinterkopfschmerzen, Rachialgie, vestibuläre und okuläre
Störungen immer Thema zwischen der Beschwerdeführerin, dem Chiropraktor Dr. med.
D._ und der Physiotherapeutin E._ gewesen (Beweisantrag: Edition der
Krankengeschichte durch E._ sowie Einvernahme der Genannten als Zeugin). Der
Verweis der Beschwerdegegnerin, dass keine Arbeitsunfähigkeit attestiert worden sei,
bedeute nicht, dass eine solche nicht vorhanden gewesen sei. Vielmehr habe die
Beschwerdeführerin versuchen wollen, trotz ihrer Schmerzen ihren arbeitsvertraglichen
Verpflichtungen nachzukommen. Sie habe Mühe gehabt mit dem Gedanken, als nicht
mehr voll arbeitsfähig abgestempelt zu werden. Der Beschwerdeverlauf habe die
notwendige Kontinuität aufgewiesen. Es bestehe kein Hinweis auf irgendwelche
degenerative Veränderungen oder eine muskuläre Dysbalance des jungen, sportlichen
Unfallopfers. Tatsache sei, dass die Beschwerdeführerin vor dem Unfallereignis
vollkommen gesund und fit gewesen sei und seit dem Unfall unter den geschilderten
Symptomen leide. Das Gutachten von Dr. med. F._, FMH für Physikalische Medizin
und Rehabilitation, speziell Rheumatologie, sei in verschiedenen Punkten weder korrekt
noch vollständig. Es sei weder nachvollziehbar noch schlüssig. Nachdem das Resultat
des fundierten Gutachtens von Dr. med. G._, FMH Neurologie, Universitätsspital
Zürich, der Beschwerdegegnerin offensichtlich nicht genehm gewesen sei, habe sie die
Ansprüche der Beschwerdeführerin gestützt auf das vormalige Gutachten von Dr. F._
abgelehnt. Sie unterlasse es, sich mit dem Gutachten von Dr. G._
auseinanderzusetzen. Beim Gutachten von Dr. G._ handle es sich nicht um ein
Obergutachten über das rheumatologische Gutachten von Dr. F._, sondern um ein
ergänzendes neurologisches Gutachten. Sollte die Beschwerde nicht gutgeheissen
werden, wäre ein neues neurologisches und rheumatologisches Gutachten zu
veranlassen, welches sich auch mit den Resultaten der bisherigen Gutachten
auseinandersetze, was auch eventualiter beantragt werde. Es könne keine Rede davon
sein, dass der Endzustand im Dezember 2004 eingetreten sei. Entsprechend sei es zu
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früh, um eine Adäquanzprüfung vorzunehmen. Trotzdem sei festzuhalten, dass auch
die Adäquanz zwischen Unfallereignis und den eingetretenen Gesundheitsschäden
gegeben wäre; mehrere Adäquanzkriterien seien erfüllt.
B.b In der Beschwerdeantwort vom 20. August 2008 beantragte die
Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung verwies sie auf die
Ausführungen im angefochtenen Entscheid und legte unter anderem dar, bei der
Beschwerdeführerin sei wohl eine HWS-Distorsion diagnostiziert worden. Hingegen
habe sie weder das typische Beschwerdebild für eine solche Verletzung beklagt, noch
habe sich der übliche Verlauf nach einer solchen Verletzung gezeigt. Die im
Einsprache- und Beschwerdeverfahren geltend gemachten zusätzlichen Beschwerden
seien aktenmässig nicht dokumentiert; dies obwohl die Beschwerdegegnerin sämtliche
involvierten Ärzte und Therapeuten wiederholt nach den subjektiv geklagten
Beschwerden befragt habe. Selbst wenn die Beschwerdeführerin in der
behandlungsfreien Zeit (Oktober 2002 bis September 2003) allenfalls nicht gänzlich
beschwerdefrei gewesen sei, so seien die Kopfschmerzen auf jeden Fall deutlich
abgeklungen und hätten sich offenbar - wenn vorhanden - anders manifestiert. Auch
habe nach der Geburt des ersten Kindes rund neun Monate keine
Behandlungsbedürftigkeit bestanden. Vor diesem Hintergrund sei mehr als fraglich, ob
das Zervikalsyndrom im September 2003 noch auf den Auffahrunfall zurückzuführen
gewesen sei, umso mehr, als nie ein konkreter unfallspezifischer pathologischer Befund
habe festgestellt werden können. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin
geniesse das Gutachten von Dr. F._ vollen Beweiswert. Die Kausalitätsbeurteilung
von Dr. G._ folge der unzulässigen Maxime "post hoc ergo propter hoc" und basiere
auf einer unzureichenden Würdigung des behandlungs- und beschwerdefreien
Intervalls und der medizinischen Vorakten. Auf das Gutachten von Dr. G._ könne
nicht abgestellt werden. Die Beschwerdeführerin habe kurze Zeit nach dem Unfall
einen neuen Lebensabschnitt begonnen. Sie habe seit dem Unfall zwei Kinder geboren
und ihre berufliche Karriere als Ausbildungsverantwortliche im Spital Wetzikon
aufgegeben. Weitere Abklärungen seien nicht indiziert. Aufgrund der Akten sei eine ins
Gewicht fallende Besserung des Gesundheitszustands im Zeitpunkt der
Leistungseinstellung nicht mehr zu erwarten gewesen. Die Beschwerdegegnerin habe
damit zu Recht per Ende 2004 die Adäquanz geprüft. Es sei kein einziges der
rechtsprechungsgemäss geforderten Adäquanzkriterien erfüllt.
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B.c Mit Replik vom 8. September 2008 bestätigte der Rechtsvertreter der
Beschwerdeführerin seinen Standpunkt. Zusätzlich hielt er fest, es sei richtig, dass die
Beschwerdeführerin seit dem Unfall zwei Kinder geboren und ihre berufliche Karriere
als Ausbildungsverantwortliche im Spital Wetzikon aufgegeben habe. Sie arbeite
seither aber zu 40% auf der Intensivstation und leide auch in ihrem neuen
Lebensabschnitt täglich unter den Unfallfolgen. Bis heute besuche sie regelmässig die
Therapiesitzungen bei Dr. D._ und E._.
B.d In der Duplik vom 1. Oktober 2008 hielt die Beschwerdegegnerin an ihrem Antrag
und ihren Ausführungen fest.

Erwägungen:
1.
1.1 Die Beschwerdeführerin lässt rügen, dass im angefochtenen Einspracheentscheid
auf die von ihr in der Einsprache vorgetragene Begründung nicht eingegangen worden
sei, weshalb das rechtliche Gehör verletzt sei. – Einspracheentscheide, wie bereits
Verfügungen, die den Begehren der Parteien nicht voll entsprechen, sind zu begründen
(Art. 52 Abs. 2 bzw. Art. 49 Abs. 3 ATSG). Die grundsätzliche Pflicht einer Behörde,
ihren Entscheid zu begründen, folgt aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör. Dabei
sind die Anforderungen an die Begründungsdichte unter Berücksichtigung aller
Umstände des Einzelfalls sowie der Interessen der Betroffenen festzulegen. Die
Begründung muss so abgefasst sein, dass der Betroffene den Entscheid
gegebenenfalls sachgerecht anfechten kann. In diesem Sinn müssen wenigstens kurz
die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde leiten liess und auf
welche sich ihr Entscheid stützt. Je grösser der Spielraum der Behörde (unter anderem
infolge Ermessen) und je stärker der Entscheid in die individuellen Rechte eingreift,
desto höhere Anforderungen sind an seine Begründung zu stellen (BGE 112 Ia 107
Erw. 2b mit Hinweisen; BGE 118 V 58). Die Verwaltung darf sich nicht damit begnügen,
die von der betroffenen Person vorgebrachten Einwendungen zur Kenntnis zu nehmen
und zu prüfen; sie hat ihre Überlegungen der betroffenen Person gegenüber auch
namhaft zu machen und sich dabei ausdrücklich mit den Einwendungen
auseinanderzusetzen oder zumindest die Gründe anzugeben, weshalb sie gewisse
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Gesichtspunkte nicht berücksichtigen kann (BGE 124 V 180 Erw. 2b). Ein Mangel in der
Verfügungsbegründung kann unter bestimmten Voraussetzungen im
Beschwerdeverfahren geheilt werden (LVGE 1994, 219 Erw. 2b; ZAK 1990, 396 Erw. 2).
Eine - nicht besonders schwerwiegende - Verletzung des rechtlichen Gehörs kann
dann als geheilt gelten, wenn die betroffene Person die Möglichkeit erhält, sich vor
einer Beschwerdeinstanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt wie die Rechtslage
frei überprüfen kann. Diese Voraussetzung ist im Fall des Versicherungsgerichts erfüllt
(vgl. Art. 46 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, VRP [sGS 951.1]).
1.2 Die Beschwerdegegnerin begründete den angefochtenen Entscheid mit dem
Hinweis auf die in der Verfügung vom 8. Oktober 2007 angeführten rechtlichen
Grundlagen. Sie zeigte sodann die Überlegungen, von denen sie sich bei der
Verneinung der Unfallkausalität und der Leistungseinstellung leiten liess, in
zureichender Weise auf und setzte sich mit den wesentlichen Gesichtspunkten
auseinander. Eine Verpflichtung, sich mit jeder tatbeständlichen Behauptung oder
jedem rechtlichen Einwand zu befassen, besteht nicht (vgl. BGE 124 V 180 Erw. 1a).
Ein Begründungsmangel ist somit nicht ersichtlich. Aber selbst wenn von einer
Verletzung der Begründungspflicht auszugehen wäre, könnte dieser Mangel im
vorliegenden Verfahren als geheilt gelten.
2.
2.1 Streitig ist, ob die Leistungen, welche von der Beschwerdegegnerin aufgrund des
Unfallereignisses vom 15. Dezember 2001 ausgerichtet wurden, auf den 9. Dezember
2004 eingestellt werden durften oder nicht. Die Leistungspflicht des Unfallversicherers
entfällt erst, wenn das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten
Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein
üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen ist. Da es
sich dabei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast -
anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher
Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht bei der versicherten Person, sondern beim
Unfallversicherer (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 Erw. 2 mit Hinweisen). Dabei muss der
Unfallversicherer jedoch nicht den Beweis für unfallfremde Ursachen erbringen. Welche
Ursachen ein nach wie vor geklagtes Leiden hat, ist unerheblich. Denn es ist nicht so,
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dass der Unfallversicherer bei einmal bejahter Unfallkausalität so lange haftet, als er
unfallfremde Ursachen nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachzuweisen
vermag. Entscheidend ist allein, ob unfallbedingte Ursachen eines
Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren haben (RKUV 1994 Nr. U 206
S. 329 Erw. 3b). Ebenso wenig hat der Unfallversicherer den negativen Beweis zu
erbringen, dass kein Gesundheitsschaden mehr vorliegt oder dass die versicherte
Person nun bei voller Gesundheit sei (Urteile des Eidgenössischen
Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: Sozialrechtliche Abteilungen des
Bundesgerichts] vom 18. Dezember 2003 i/S Z. [U 258/02], vom 25. Oktober 2002 i/S
L. [U 143/02] und vom 31. August 2001 i/S O. [U 285/00]).
2.2 Gemäss ständiger Praxis des EVG kann ein nach einem versicherten Unfall neu
aufgetretenes Leiden nur dann als dessen Folge betrachtet werden, wenn und soweit
es sicher oder doch zumindest überwiegend wahrscheinlich von jenem Unfall herrührt
(natürliche Kausalität; BGE 115 V 133 sowie 117 V 359 und 134 V 109). Die blosse
Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung des
Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 181 Erw. 3.1; BGE 119 V 338 Erw. 1 und 118 V
289 Erw. 1b je mit Hinweisen). Der Unfallversicherer haftet sodann nur für jene Folgen,
die mit dem Unfall adäquat-kausal zusammenhängen (SVR 2000 UV Nr. 14 S. 45).
Während es Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist, den natürlichen
Kausalzusammenhang zu beurteilen, obliegt es dem Gericht, die Fragen nach dem
adäquaten Kausalzusammenhang zu beurteilen (BGE 123 III 110 Erw. 3a). Im Bereich
klar ausgewiesener organischer Unfallfolgen im Sinn von nachweisbaren strukturellen
Veränderungen (ein organisches Substrat konnte mit Bild gebenden
Untersuchungsmethoden [Röntgen, Computertomogramm, EEG] nachgewiesen
werden) spielt die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen
Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine
Rolle. Sie ist bei ausgewiesener natürlicher Kausalität ohne weiteres zu bejahen (BGE
127 V 103 Erw. 5b/bb, 123 V 102 Erw. 3b, 118 V 291 Erw. 3a, 117 V 365 Erw. 5d/bb
mit Hinweisen). Sind dagegen die Unfallfolgen organisch nicht (hinreichend) fassbar, ist
eine eigenständige Adäquanzbeurteilung durchzuführen, bei welcher wie folgt zu
differenzieren ist: Hat die versicherte Person beim Unfall kein Schleudertrauma bzw.
keine schleudertraumaähnliche Verletzung erlitten, gelangt die Rechtsprechung
gemäss BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa zur Anwendung. Ergeben die Abklärungen indessen
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das Vorliegen einer Schleudertraumaverletzung, muss geprüft werden, ob die zum
typischen Beschwerdebild einer solchen Verletzung gehörenden Beeinträchtigungen
zwar teilweise vorliegen, im Vergleich zur psychischen Problematik aber ganz in den
Hintergrund treten. Trifft dies zu, sind für die Adäquanzbeurteilung ebenfalls die in BGE
115 V 140 Erw. 6c/aa für Unfälle mit psychischen Folgen aufgestellten Grundsätze
massgebend (BGE 123 V 99 Erw. 2a). Andernfalls erfolgt die Beurteilung der Adäquanz
gemäss den in BGE 117 V 359 festgelegten und in BGE 134 V 109 präzisierten
Kriterien. Die Anwendung der Rechtsprechung zum adäquaten Kausalzusammenhang
bei Schleudertraumen der HWS setzt voraus, dass die psychischen Beschwerden aus
dem Unfall hervorgehen und zusammen mit den organischen Beschwerden, die
ebenfalls auf das Unfallereignis zurückzuführen sind, ein komplexes Gesamtbild
ergeben (RKUV 2000 Nr. U 397 S. 328 Erw. 3b).
3.
3.1 Dr. B._ diagnostizierte bei der Beschwerdeführerin am 7. Januar 2001 eine
HWS-Distorsion und verneinte eine Arbeitsunfähigkeit (UV-act. ZM1, ZM2). Dr. C._
bestätigte im Bericht vom 22. April 2002 einen Status nach HWS-Trauma am 15.
Dezember 2001 mit segmentalen Dysfunktionen im HWS-Bereich mit Auslösung von
migräneartigen Kopfschmerzen sowie segmentalen Dysfunktionen im LWS-Bereich mit
belastungsabhängigen Kreuzschmerzen. Er bescheinigte eine volle Arbeitsfähigkeit ab
19. April 2002 und eine um 20% eingeschränkte Arbeitsfähigkeit ab 6. Mai 2002 (UV-
act. ZM3f, ZM6). Am 19. Juni und 12. August 2002 diagnostizierte Dr. C._ ein
posttraumatisches Cervikalsyndrom. Initial nach dem Unfall hätten sehr starkes
Kopfweh mit Nacken- und Rückenschmerzen bestanden. In der Folge hätten
vermehrtes Kopfweh sowie ischialgieforme Rückenschmerzen bestanden (UV-act.
ZM5, ZM7). Ab 1. Oktober 2002 bestätigte Dr. C._ wieder eine volle Arbeitsfähigkeit;
die Behandlung dauerte bis 27. September 2002 (UV-act. ZM10f).
3.2 Am 17. September 2003 berichtete Dr. C._, nach einer fast einjährigen Pause,
während welcher die Beschwerdeführerin ein Kind geboren habe, sei keine Behandlung
bezüglich Nackenbeschwerden erfolgt. Es bestünden jedoch permanent wieder
auftretende Kopfschmerzen je nach Belastung. Eine physikalische Therapie bzw.
medizinische Kräftigungstherapie sei indiziert (UV-act. ZM12). Der Chiropraktor Dr.
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D._ hielt im Bericht vom 4. Oktober 2003 die Diagnose eines posttraumatischen
Cervikocephal- und Lumbalsyndroms bei Status nach Auffahrkollision am 15.
Dezember 2001 fest und legte dar, neben den bezüglich Kopfschmerzen relevanten
Dysfunktionen im craniocervikalen Übergang seien es vor allem thorakolumbale
(Zwerchfell) sowie lumbosacrale Bereiche, welche das Beschwerdebild aufgrund
reflektorischer Zusammenhänge immer wieder verstärkt hätten (UV-act. ZM14). Am 1.
April 2004 bestätigte Dr. D._, der Behandlungsabschluss sei noch offen (UV-act.
ZM17). Dr. F._ führte im rheumatologischen Gutachten vom 9. Dezember 2004 unter
anderem aus, die Kopfschmerzen hätten nach dem Unfall bis zum
Begutachtungszeitpunkt persistiert. Einzig während ca. eines halben Jahres nach der
Geburt der Tochter im November 2002 seien sie etwas abgeklungen. Die
Beschwerdeführerin klage aktuell über hemicraniale Schmerzen mit Ausstrahlungen
gegen den Oberkiefer und mit Taubheitsgefühl in der Wange. Der Gutachter kam zum
Schluss, der Unfallmechanismus habe zu einer craniocephalen Akzeleration geführt
ohne Kopfaufprall. Auch wenn relativ untypische und schwer rekonstruierbare
Umstände bzw. Symptome bestehen würden, könne doch davon ausgegangen
werden, dass die Kopfschmerzen zunächst in Zusammenhang mit dem
Unfallgeschehen zu bringen seien. Unklar bleibe allerdings ihre jahrelange Persistenz.
Die Beschwerdeführerin habe durch das Ereignis vom 15. Dezember 2001 eine
vorübergehende Schädigung (Kopfschmerzen) erfahren, die in der Regel bei den
vorliegenden Unfallmechanismen zeitlich limitiert in Erscheinung träten. Die Persistenz
der Beschwerden könne medizinisch nicht erklärt werden. Beim anzunehmenden
Unfallmechanismus sei eine Erholung (Restitutio ad integrum) nach ca. einem Jahr zu
erwarten. Die zur Zeit bestehenden Beschwerden seien bezüglich Unfallkausalität im
Grad einer Möglichkeit zu werten. Unfallfremde Faktoren könnten nicht eruiert werden.
Eine weitere Behandlung sei nicht erfolgversprechend. Die Behandlung sei denn auch
Ende November (2004) durch den behandelnden Chiropraktor nach 36 Behandlungen
abgeschlossen worden. Retrospektiv lasse sich vertreten, dass die Behandlung (im
Sinn von Unfallfolgen) nach spätestens einem Jahr habe abgesetzt werden können.
Sicherlich aber könne jetzt ein Schlussstrich gezogen werden (UV-act. ZM18).
3.3 Dr. D._ legte am 11. Februar 2005 dar, die Therapie habe per 16. Dezember
2004 wieder aufgenommen werden müssen, nachdem die Behandlungen Ende
November 2004, nach stabilem Verlauf (rund einmonatige Schmerzfreiheit), sistiert
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worden seien. Bewegungseinschränkungen seien weder von den Ärzten noch von der
Beschwerdeführerin je festgestellt worden. Es sei immer nur von
belastungsabhängigen Beschwerden die Rede gewesen. Auch während Phasen
ausgeprägter Beschwerden seien in der Vergangenheit ausser multisegmentalen
Druckdolenzen im Bereich der HWS und lumbosakral nie weitere Auffälligkeiten
festzustellen gewesen. Die Beschwerdeführerin sei trotz Kopfaufprall an der Kopfstütze
nie von einem Facharzt der Neurologie nach möglichen Kontusionsverletzungen
untersucht worden. Bei leichten Schädel-Hirntraumen müsse der Kopfaufprall
ätiologisch nicht zwingend vorhanden sein. Angesichts der bestehenden
Ungereimtheiten im rheumatologischen Gutachten sei die Angelegenheit nochmals von
einem neutralen Gutachter zu beurteilen (UV-act. ZM19). Die in der Folge veranlasste
neurologische Begutachtung durch Dr. G._ ergab gemäss Bericht vom 11. Juni 2007
die Diagnosen von chronifizierten täglichen Kopfschmerzen, formal semiologisch vom
Spannungstyp bei Status nach HWS-Beschleunigungstrauma am 15. Dezember 2001,
häufigen migräneformen Exazerbationen und möglicher cervikogener Komponente
sowie eines lumbovertebralen Schmerzsyndroms. Das klinische Beschwerdebild sei
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit (> 50%), jedoch nicht ausschliesslich auf das
Unfallereignis vom 15. Dezember 2001 zurückzuführen. Als unfallfremder Faktor seien
die vorbestehenden, episodischen Kopfschmerzen zu erwähnen, welche als
leichtgradige sporadische Migräne ohne Aura gedeutet werden könnten. Allfällige
unfallfremde Ursachen würden im ganzen Beschwerdebild eine untergeordnete Rolle
spielen, so dass der status quo sine bzw. status quo ante noch nicht erreicht worden
sei. Von einer weiteren ärztlichen Behandlung der Unfallfolgen (medikamentöse und
entspannend-detonisierende Massnahmen) sei voraussichtlich eine weitere, unter
Umständen namhafte Besserung des Gesundheitszustands längerfristig möglich. Die
geschilderten Beschwerden seien grösstenteils organischer Genese. Obwohl die
Beschwerden mit den im Vordergrund stehenden chronischen Kopf- und
Nackenschmerzen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit unfallbedingt seien, sei ein
Teil der unfallbedingten Beschwerden als sekundär-psychodynamisch im Sinn einer die
chronische Schmerzsymptomatik verstärkenden ungünstigen Entwicklung zu sehen.
Dieser Anteil sei jedoch als untergeordnet (< 50%) zu betrachten. Die möglichen
unfallfremden Ursachen hätten ohne das Unfallereignis aus ihrer eigenen Dynamik
heraus die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin mit überwiegender
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Wahrscheinlichkeit nicht oder nur in einer unwesentlichen Weise beeinträchtigt. Die
Arbeitsfähigkeit unter Berücksichtigung der unfallbedingten Beschwerden organischer
Genese sei formal als 20-25% zu schätzen. In einer ihren Beschwerden angepassten
Tätigkeit könnte die Beschwerdeführerin schätzungsweise eine Arbeitsfähigkeit von
65-70%, unter bestmöglichen Bedingungen (optimale Kopfschmerzbehandlung)
erreichen, allenfalls noch höher. Zumutbar seien leichtgradige, teilzeitliche körperliche
Arbeiten mit der Möglichkeit, mehrere Pausen einzulegen, sowie die Körperposition
häufig zu wechseln (UV-act. ZM20).
4.
4.1 Eine manuelle ärztliche Untersuchung der versicherten Person fördert klinische,
nicht aber objektivierbare Ergebnisse zu Tage. Objektivierbar sind Ergebnisse, die
reproduzierbar sind und von der Person des Untersuchenden und den Angaben des
Patienten unabhängig sind. Würde auf Ergebnisse klinischer Untersuchungen
abgestellt, so würde fast in allen Fällen ein organisches Substrat namhaft gemacht.
Folglich kann von organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen erst dann
gesprochen werden, wenn die erhobenen Befunde mit apparativen/bildgebenden
Abklärungen bestätigt werden (vgl. BGE 134 V 109 Erw. 9, 117 V 359 Erw. 5d/aa; SVR
2007 UV Nr. 25 S. 81 Erw. 5.4 mit Hinweisen [U 479/05]). Diese
Untersuchungsmethoden müssen zudem wissenschaftlich anerkannt sein (BGE 134 V
231 Erw. 5.1 mit Hinweisen). Beispielsweise sind ein Thoracic outlet Syndrom (TOS),
myofasziale und tendinotische bzw. myotendinotische Befunde für sich allein nicht als
organisch hinreichend nachweisbare Unfallfolgen zu betrachten. Auch Verhärtungen
und Verspannungen der Muskulatur, Druckdolenzen im Nacken sowie
Einschränkungen der HWS-Beweglichkeit können für sich allein nicht als klar
ausgewiesenes organisches Substrat der Beschwerden qualifiziert werden. Gleiches
gilt für Nackenverspannungen bei Streckhaltung der HWS mit Retrohaltung (Urteil des
Bundesgerichts vom 17. Oktober 2008 i/S H.B.-G. [8C_124/2008] mit vielen Hinweisen,
sowie vom 7. Februar 2008 i/S D. [U 13/07] Erw. 3.2 und 3.3).
Ist ein Schleudertrauma oder eine äquivalente Verletzung der HWS diagnostiziert und
liegt kein fassbarer organischer (unfallbedingter) Befund an der HWS vor, muss für die
Bejahung der natürlichen Kausalität ein typisches Beschwerdebild mit einer Häufung
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von Beschwerden wie diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und
Gedächtnisstörungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit und Visusstörungen, Reizbarkeit,
Affektlabilität, Depression, Wesensveränderung usw. gegeben sein (BGE 117 V 359
Erw. 4b; vgl. auch BGE 117 V 369 Erw. 3e; Bestätigung in BGE 134 V 109 Erw. 9).
Dieses Beschwerdebild mit einer Häufung von Beschwerden muss jedoch nicht in
seiner umfassenden Ausprägung innerhalb von 24 bis höchstens 72 Stunden nach dem
Unfall aufgetreten sein. Vielmehr genügt es, wenn sich in diesem Zeitraum
Beschwerden in der Halsregion oder an der HWS manifestiert haben (Urteile des
Bundesgerichts vom 30. Januar 2007 [U 215/05] i/S T. und vom 15. März 2007 [U
258/06] i/S G.; RKUV 2000 Nr. 359 S. 29 Erw. 5e).
4.2 Gemäss Fragebogen vom 23. Januar 2001 gab die Beschwerdeführerin an, nach
dem Unfall an Kopfschmerzen sowie Nacken- und Rückenschmerzen gelitten zu
haben. Als Vorzustand bestehe ein Wirbelbruch (vor 10 Jahren) mit Beschwerden (UV-
act. Z4). Im Zusatzfragebogen bei HWS-Verletzungen vermerkte Dr. B._ am 1.
Februar 2002, es habe ein Kopfanprall (Abknickmechanismus) bei gerader Kopfstellung
stattgefunden. Die Beschwerdeführerin sei von der Kollision überrascht worden. Etwa 5
Stunden nach dem Unfall seien Kopf- und Nackenschmerzen mit Ausstrahlung in die
Schulter aufgetreten (UV-act. ZM2). Dr. C._ bestätigte am 22. April 2002, dass es zu
einem Kopfanprall an der Kopfstütze gekommen sei und keine Bewusstlosigkeit
vorgelegen habe. In der Folge seien migräneartige Kopfschmerzen aufgetreten. Vor
dem Unfall hätten keinerlei Kopfschmerzen bestanden. Von einer BWK12-Fraktur 1987
anlässlich eines Skiunfalls habe sich die Beschwerdeführerin vollständig erholt. Sie
habe jahrelang ohne Probleme Sport betrieben und keine Rückenschmerzen dabei
gehabt (UV-act. ZM3). Gegenüber Dr. F._ hatte die Beschwerdegegnerin angegeben,
dass sie sich an einen Kopfanprall nicht erinnern könne, worauf dieser einen
Kopfanprall verneinte (UV-act. ZM18 S. 3 und 7). Dr. D._ erklärte demgegenüber am
11. Februar 2005, es sei durchaus zu einem Kopfanprall gekommen (UV-act. ZM19 S.
2).
Bei fehlender Bewusstlosigkeit und Kopfanprall lediglich an der (weichen) Nackenstütze
sowie ohne Hinweise für eine mögliche Amnesie/Bewusstlosigkeit fällt vorliegend eine
leichte traumatische Hirnverletzung (MTBI) zum vornherein ausser Betracht (vgl. dazu
S. Johannes/R. Schaumann-von Stosch, Grundlegende Aspekte der leichten
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traumatischen Hirnverletzung, Medizinische Mitteilungen der SUVA Nr. 78 [2007], 74ff).
Im weiteren kann angesichts der geschilderten Aktenlage - da über den ganzen
Zeitraum nach dem Unfall lediglich von Kopf- und Nackenschmerzen die Rede war -
nicht ohne weiteres vom Auftreten eines typischen Beschwerdebilds mit einer Häufung
von Beschwerden gesprochen werden. Die weiteren in der Einsprache und im
vorliegenden Verfahren zusätzlich geltend gemachten Beschwerden (UV-act. Z102 S.
7) sind aktenmässig - insbesondere auch bei Dr. D._ - nicht dokumentiert.
Äusserungen der Therapeutin E._ und der Osteopathin H._ (vgl. act. G 1.2.2 S. 4
unten; act. G 5 S. 4 und S. 7 oben) sind - abgesehen von Rechnungen (UV-act. Z159) -
überhaupt nicht aktenkundig. Die Beschwerdegegnerin ging im Resultat von einer -
wenn auch zeitlich befristeten - Unfalleinwirkung aus, indem sie ihre Leistungspflicht für
die Erst-Behandlung bis Ende September 2002 anerkannte und auch für den Rückfall
von September 2003 Leistungen erbrachte, diese jedoch mit Wirkung ab 9. Dezember
2004 einstellte.
4.3 Während im Gutachten des Rheumatologen Dr. F._ jedenfalls für die Zeit nach
der streitigen Leistungseinstellung weder von einer unfallbedingten Arbeitsunfähigkeit
noch von einer Behandlungsbedürftigkeit ausgegangen wurde (UV-act. ZM18),
bestätigte Dr. G._ sowohl eine unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit (von 75-80% in der
angestammten Tätigkeit) als auch einen unfallbedingten Behandlungsbedarf. - Laut den
anamnestischen Angaben im Gutachten von Dr. F._ arbeitete die
Beschwerdeführerin vor dem Unfall mit einem Pensum von 90% auf der Intensivstation
des Spitals und war teilzeitlich als Lehrkraft tätig (UV-act. 18 S. 5). Gemäss Dr. D._
musste sie nach dem Unfall aufgrund der Progredienz der Beschwerden und der
verminderten Belastbarkeit die Arbeit auf der Intensivstation per 6. Mai 2002 sistieren.
Auch bei ihrer Teiltätigkeit als Gymnastiklehrerin habe sie Anpassungen vornehmen
müssen und habe anstelle der Aerobiclektionen aufgrund der verminderten
Belastbarkeit nur noch Rücken- und Haltungsturnen unterrichtet (UV-act. ZM19 S. 2).
Nachdem die ärztliche Unfall-Behandlung bei Dr. C._ - bei Vorliegen eines deutlich
gebesserten Zustandes und gelegentlichem Kopfweh - auf Ende September 2002
abgeschlossen worden war und gemäss diesem Arzt ab 1. Oktober 2002 auch keine
unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit mehr vorlag (UV-act. ZM10f), brachte die
Beschwerdeführerin am 11. November 2002 das erste Kind zur Welt. Vorgesehen war
danach ein Mutterschaftsurlaub bis Ende Mai 2003 mit anschliessender
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Wiederaufnahme der Berufstätigkeit im Rahmen von 40% (UV-act. Z33). Gegenüber Dr.
F._ hatte die Beschwerdeführerin das Pensum als Gymnastiklehrerin von zwei
Stunden pro Woche sowie dasjenige als IPS-Schwester von 40% bestätigt (UV-act.
ZM18 S. 5). Vor dem geschilderten Hintergrund erscheint die von Dr. G._
bescheinigte unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit "organischer Genese" (vgl. UV-act.
ZM20 S. 11 unten) von 75-80% bezogen auf die bisherige Tätigkeit und von 30-35% in
einer adaptierten Tätigkeit nicht ohne weiteres nachvollziehbar, zumal der Arzt diese
Einschätzungen auch nicht eingehend begründete. Dabei ist von Bedeutung, dass der
Neurostatus - als Fachgebiet des Gutachters Dr. G._ - durchwegs unauffällige
Befunde ergab (vgl. UV-act. ZM20 S. 7f). Es ist damit nicht nachvollziehbar, worin die
vom Gutachter angeführte "organische Genese" besteht. Soweit ersichtlich ging Dr.
G._ bei seiner Einschätzung von den anamnestischen Angaben der
Beschwerdeführerin aus, welche im Juni 2006 das zweite Kind geboren hatte und
plante, eine neue Stelle als Praxisgehilfin/Krankenschwester zu 40% zu übernehmen.
Sie hatte im weiteren mitgeteilt, dass sie sich in einer adaptierten Tätigkeit eine
Leistungsfähigkeit von 60-70% vorstellen könne (vgl. UV-act. ZM20 S. 7).
4.4 Nach der Rechtsprechung sind die Anforderungen an den Beweis des natürlichen
Kausalzusammenhangs im Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit desto
strenger, je grösser der zeitliche Abstand zwischen dem Unfall und dem (erneuten)
Eintritt der Gesundheitsschädigung ist (RKUV 1997, 188 Erw. 1c). Zwischen
Behandlungsabschluss bei Dr. C._ und der Meldung von erneut aufgetretenen
Beschwerden lagen konkret gut elf Monate (Oktober 2002 bis September 2003). In der
Einsprache und im vorliegenden Verfahren liess die Beschwerdeführerin diesbezüglich
geltend machen, Dr. C._ habe am 27. September 2002 die Behandlung nicht
abgeschlossen. Vielmehr sei sie mitten im Trainingsprogramm gewesen und habe
wegen frühzeitiger Wehen am Ende des sechsten Schwangerschaftsmonats alle
Therapien abbrechen müssen. Sie sei von ihrem Gynäkologen zu 100%
krankgeschrieben worden, weshalb die (zuvor von Dr. C._ bestätigte) 20%ige
Arbeitsunfähigkeit hinfällig geworden sei. Die restliche Zeit bis zur Geburt am 11.
November 2002 sei ihr (während der letzten dreieinhalb Monate der Schwangerschaft)
Bettruhe verordnet worden. Gleichwohl habe sie wegen ihrer unfallbedingten
Verletzungen die Therapie besuchen dürfen; der letzte Besuch habe am 30. Oktober
2002 stattgefunden. Nach der Geburt habe die Beschwerdeführerin wegen
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Geburtsfolgen und dem damit verbundenen Heilungsprozess während den ersten
Monaten keine Therapien absolvieren dürfen, obwohl sie unter unfallbedingten
Schmerzen gelitten habe. Sie habe sich auf Heimübungen beschränken müssen. Im
Frühsommer 2003 hätten die Kopfschmerzen wieder zugenommen, weshalb sie im
September 2003 Dr. C._ erneut konsultiert habe (UV-act. Z202 S. 3f).
Damit wieder aufgetretene Beeinträchtigungen auch noch nach einer längeren Zeit,
während der sich die anfängliche Symptomatik zurückgebildet hat, mit hinreichender
Zuverlässigkeit dem Unfall als dem versicherten Ereignis zugerechnet werden können,
muss der Beschwerdeverlauf eine gewisse Kontinuität aufweisen. Dieser zeitliche
Zusammenhang ist gerade nach Distorsionsverletzungen der Halswirbelsäule von
grosser Bedeutung für die Beurteilung der Kausalität, weil ein Zervikalsyndrom - als
das nach einer Schleudertraumaverletzung meist zentrale Symptom - in dem Sinn
ätiologisch unspezifisch ist, als oft auch andere Faktoren (degenerative Veränderungen,
muskuläre Dysbalance etc.) als massgebende Ursachen für diese Beeinträchtigungen
in Betracht fallen (vgl. Urteil des EVG vom 6. Juni 2006 i/S P. [U12/06] Erw. 4.2). -
Vorliegend ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin anlässlich einer Besprechung
mit dem Schadeninspektor der Beschwerdegegnerin am 15. Januar 2003 keine
unfallbedingten Beschwerden geltend machte (UV-act. Z33). Anlässlich der erneuten
Konsultation im September 2003 berichtete sie gegenüber Dr. C._ über "permanent
wieder auftretende Kopfschmerzen je nach Belastung" (UV-act. ZM12). Gegenüber
dem Rheumatologen Dr. F._ hatte sie angegeben, nach der Geburt sei eine (ca.
halbjährige) Periode angebrochen, in der sie deutlich weniger häufig und nicht
belastungsabhängige Kopfschmerzen gehabt habe (ca. einmal pro Woche; vgl. UV-act.
ZM18 S. 4 und S. 8 oben). Auch wenn somit die Beschwerdeführerin während des
behandlungsfreien Intervalls hinsichtlich Kopfschmerzen nicht vollständig
beschwerdefrei war, so waren diese doch während eines längeren Zeitraums deutlich
abgeklungen. Damit erscheint zumindest fraglich, ob die im September 2003 wieder
(verstärkt) aufgetretenen Beschwerden noch auf den Auffahrunfall vom 15. Dezember
2001 zurückgeführt werden können. Dr. G._ hatte sich zu dem behandlungsfreien
Intervall überhaupt nicht geäussert. Eine Würdigung dieser - hier entscheidenden -
Umstände findet sich in seinem Gutachten insbesondere im Zusammenhang mit der
Festlegung der unfallbedingten Arbeitsfähigkeit und Behandlungsbedürftigkeit nicht
(vgl. UV-act. ZM20 S. 8ff). Angesichts dieser Verhältnisse können die
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Schlussfolgerungen von Dr. G._ hinsichtlich unfallbedingter Arbeitsfähigkeit und
Behandlungsbedürftigkeit nicht als überzeugend begründet gelten.
4.5 Wie dargelegt konnten weder Dr. G._ noch Dr. F._ - bezogen auf ihr
angestammtes medizinisches Fachgebiet - relevante (neurologische und
rheumatologische) Befunde erheben oder die Persistenz der Kopfbeschwerden
erklären. Dr. D._ bemängelte am Gutachten von Dr. F._ unter anderem, dass dieser
von Einschränkungen am Bewegungsapparat ausgegangen sei. Solche hätten jedoch
nie zur Diskussion gestanden. Es sei immer nur um belastungsabhängige Beschwerden
gegangen. Im Weiteren habe der Gutachter linksseitige Affektionen vermerkt, obschon
diese auf der rechten Seite bestehen würden. Fehlende radiologische Befunde seien
bezüglich einer ätiologischen Diagnose (HWS-Verletzungen) irrelevant. Es stelle sich
die Frage, wieso einerseits der direkte kausale Zusammenhang zwischen initialen
Symptomen und Unfall bestätigt werde und anderseits die Beschwerdeführerin heute
rein zufällig und unerklärlich noch an denselben Symptomen leiden solle (UV-act.
ZM19).
Angesichts dieser medizinischen Einwände, welche sich aufgrund der Akten nicht ohne
weiteres widerlegen lassen, sind auch die Schlussfolgerungen von Dr. F._ in Frage
gestellt. Bei dieser Aktenlage ist nicht abschliessend geklärt, ob per 9. Dezember 2004
noch eine unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit und Behandlungsbedürftigkeit vorlag bzw.
ob von einem Fallabschluss im Sinn von Art. 19 Abs. 1 UVG - als Voraussetzung für die
Adäquanzprüfung (BGE 134 V 109) – ausgegangen werden durfte oder nicht. Damit
würde sich grundsätzlich eine interdisziplinäre (rheumatologische und neurologische)
Begutachtung im Sinne einer Gesamtschau aufdrängen (vgl. dazu BGE 134 V 109 Erw.
10.2.4). Ob eine solche im Ergebnis erforderlich ist, bleibt nachstehend zu prüfen.
Dabei ist von Bedeutung, dass eine weitere Begutachtung an dem bereits von
Dr. G._ festgestellten Fehlen von relevanten neurologischen Befunden überwiegend
wahrscheinlich nichts zu ändern vermöchte. Eine Begutachtung wäre insbesondere
dann nicht notwendig, wenn die Adäquanz auch unter Zugrundelegung der
Begutachtungsergebnisse von Dr. G._ verneint werden müsste. Wenn somit trotz der
dargelegten Vorbehalte während des ganzen hier zu prüfenden Zeitraums von 9.
Dezember 2004 bis 10. April 2008 (Datum angefochtener Entscheid; vgl. BGE 121 V
362 Erw. 1b mit Hinweisen; Urteil des EVG vom 27. August 2002 [U 172/00] Erw. 3.2
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und 4.2) ein teilweise unfallkausales typisches Beschwerdebild - und damit auch das
Vorliegen der weiteren, von der Beschwerdeführerin behaupteten, aber nicht
aktenkundigen Beschwerden (vgl. act. G 1.2.2 S. 4 unten; act. G 5 S. 4 und S. 7 oben) -
zu bejahen wäre, bliebe zu klären, ob die Beschwerden ab 9. Dezember 2004 eine
adäquat-kausale Folge des Unfalls darstellen. Die Adäquanz beurteilt sich nach
Massgabe der in BGE 117 V 359 Erw. 6 entwickelten und in BGE 134 V 109 Erw. 10
präzisierten Kriterien. Dabei ist auf eine Differenzierung zwischen psychischen und
physischen Komponenten zu verzichten, fehlt es doch nach Lage der Akten an einer
Dominanz psychischer Probleme (vgl. BGE 123 V 98 Erw. 2a). Letzteres trifft sowohl
bezogen auf den Einstellungszeitraum als auch die Zeit danach zu.
5.
Bei der in Frage stehenden Auffahrkollision ist von einem mittelschweren Ereignis im
Grenzbereich zu den leichten Unfällen auszugehen (UV-act. Z5, ZM18 S. 3, ZM20 S. 1;
RKUV 2005 Nr. U 549 S. 236). Die Adäquanz des Kausalzusammenhangs ist somit zu
bejahen, wenn ein einzelnes der in die Beurteilung einzubeziehenden Kriterien in
besonders ausgeprägter Weise vorliegt oder die zu berücksichtigenden Kriterien in
gehäufter oder auffallender Weise gegeben sind (BGE 117 V 359 Erw. 6b). Von
besonders dramatischen Begleitumständen oder einer besonderen Eindrücklichkeit
des Unfalls kann nicht gesprochen werden. Sodann vermag die Diagnose eines HWS-
Distorsionstraumas die Schwere oder besondere Art der Verletzung für sich alleine
nicht zu begründen. Es bedarf hierzu einer besonderen Schwere der für das
Schleudertrauma typischen Beschwerden oder besonderer Umstände, welche das
Beschwerdebild beeinflussen können. Diese können beispielsweise in einer beim Unfall
eingenommenen Körperhaltung und den dadurch bewirkten Komplikationen bestehen.
Solche Umstände sind hier nicht gegeben. Es liegt auch keine besondere Schwere der
für das Schleudertrauma typischen Beschwerden vor (vgl. BGE 134 V 109 Erw. 10.2.2
mit Hinweisen).
Was das Kriterium der fortgesetzt spezifischen, belastenden ärztlichen Behandlung
(vgl. BGE 134 V 109 Erw. 10.2.3) betrifft, ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin
nach dem Unfall bis 27. September 2002 in ärztlicher Behandlung stand. Dabei
handelte es sich um die Durchführung einer physikalischen Therapie (UV-act. ZM3,
http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=Diskushernie+HWS&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F117-V-359%3Ade&number_of_ranks=0#page359
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ZM5, ZM7, ZM11). Nach einem längeren behandlungsfreien Intervall, welches - unter
Ausklammerung des schwangerschaftsbedingten Behandlungsunterbruchs - gut acht
Monate von Januar bis Anfang September 2003 dauerte, kam es zu einer erneuten
physiotherapeutischen Behandlung bzw. manuellen Therapie wegen permanent wieder
auftretenden Kopfschmerzen und intermittierenden Cervikal- und Lumbalbeschwerden
sowie Schweregefühl in beiden Beinen (vgl. UV-act. ZM12, ZM14, ZM16f, ZM19, Z35;
Z105, Z159). In Anbetracht dieser Aktenlage kann eine fortgesetzt spezifische, die
Beschwerdeführerin belastende ärztliche Behandlung im Sinn der Rechtsprechung (vgl.
Urteil des Bundesgerichts vom 13. Juni 2008 i/S S. [8C_331/2007], Erw. 4.2.3) nicht als
belegt gelten. Wenn Dr. G._ vier Jahre nach der erneuten Aufnahme der
physiotherapeutischen Behandlung eine weitere physiotherapeutische und neu auch
medikamentöse Behandlung vorschlug, so kann mit Blick auf die nicht schlüssige
Begründung des Gutachtens nicht von der Unfallbedingtheit dieser Therapie
ausgegangen werden. Aber selbst wenn ein Behandlungsbedarf im Sinn des
Gutachtens von Dr. G._ anzunehmen wäre, müsste der fortgesetzte Charakter der
Behandlung schon mit Blick auf das lange Behandlungsintervall verneint werden.
Adäquanzrelevant können im Weiteren in der Zeit zwischen dem Unfall und dem
Fallabschluss nach Art. 19 Abs. 1 UVG ohne wesentlichen Unterbruch bestehende
erhebliche Beschwerden sein. Die Erheblichkeit beurteilt sich nach den glaubhaften
Schmerzen und nach der Beeinträchtigung, welche die verunfallte Person durch die
Beschwerden im Lebensalltag erfährt (BGE 134 V 109 Erw. 10.2.4). Die
Beschwerdeführerin leidet gemäss den anamnestischen Angaben im Gutachten von
Dr. G._ an "insgesamt erträglichen" chronischen dumpf-drückenden Kopf- und
Nackenschmerzen, welche im Intervall bestünden sowie an rezidivierenden, ungefähr
ein bis dreimal pro Woche vorkommenden Kopfschmerzattacken mit Schwierigkeiten,
sich zu konzentrieren und mit dem Gefühl eines eingeschränkten Allgemeinzustandes.
Es bestehe "keine sichere Abhängigkeit" der Kopfschmerzen von Regelblutungen,
Ernährung und Wetterwechsel. Während den beiden Schwangerschaften hätten die
Kopfschmerzattacken in ihrer Intensität abgenommen (UV-act. ZM20 S. 5f). Zum
Zeitraum nach der Geburt des ersten Kindes im November 2002 bis September 2003
finden sich keine Angaben zur Schmerzsituation. Hingegen hatte die
Beschwerdeführerin wie erwähnt anlässlich einer Besprechung vom 15. Januar 2003
keine unfallbedingten Beschwerden geltend gemacht (UV-act. Z33). Gegenüber dem
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Rheumatologen Dr. F._ hatte sie angegeben, nach der Geburt sei eine (ca.
halbjährige) Periode angebrochen, in der sie deutlich weniger häufig und nicht
belastungsabhängige Kopfschmerzen gehabt habe (ca. einmal pro Woche; vgl. UV-act.
ZM18 S. 4 und S. 8 oben). Wenn somit während eines längeren Zeitraums von einem
Wegfall bzw. einem deutlichen Abklingen der Kopfschmerzen auszugehen ist, erscheint
das Kriterium der ohne wesentlichen Unterbruch bestehenden erheblichen
Beschwerden nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt. Ein schwieriger
Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen können nicht schon dann angenommen
werden, wenn die Therapien zu keinem Heilungserfolg führten. Das Kriterium ist
deshalb nicht erfüllt. Ebenso wenig kann von einer ärztlichen Fehlbehandlung, welche
die Unfallfolgen erheblich verschlimmert hat, gesprochen werden. Der in der
Einsprache geltend gemachte Vorfall anlässlich der Begutachtung durch Dr. F._,
wonach es während der Untersuchung in Bauchlage auf Höhe der Brustwirbel deutlich
hörbar geknackt habe und dies "wohl die Ursache der in der Folge eingetretenen
Verschlechterung des Gesundheitszustandes.." gewesen sei (UV-act. ZM202 S. 5),
kann für sich allein - ohne entsprechende Belege für ärztliche Fehlmanipulationen -
nicht als die Unfallfolgen erheblich verschlimmernde ärztliche Fehlbehandlung im
erwähnten Sinn gelten. Inwiefern im Weiteren das von Dr. C._ angeordnete
Muskeltraining, welches bei der Beschwerdeführerin durch unpassende
Gewichtsübungen immer wieder zu Kopfweh geführt habe (act. G 1.2.2 S. 10f), eine die
Unfallfolgen erheblich verschlimmernde ärztliche Fehlbehandlung darstellen soll, ist
nicht ohne weiteres ersichtlich. Einzig aufgrund des Umstands, dass durch eine
Behandlung Kopfweh hervorgerufen wird, lässt sich nicht schon eine erhebliche
Verschlimmerung der Unfallfolgen bejahen. Vielmehr stellt dies einen Anlass dar, die Art
der Behandlung zu ändern.
Was schliesslich das Kriterium der Arbeitsfähigkeit anbelangt, ist gemäss BGE 134 V
109 Erw. 10.2.7 dem Umstand Rechnung zu tragen, dass bei leichten bis
mittelschweren Schleudertraumen der HWS und ähnlichen Verletzungen ein längerer
oder gar dauernder Ausstieg aus dem Arbeitsprozess vom medizinischen Standpunkt
aus als eher ungewöhnlich erscheint. Nicht die Dauer der Arbeitsunfähigkeit ist daher
massgebend, sondern eine erhebliche Arbeitsunfähigkeit als solche, die zu überwinden
die versicherte Person ernsthafte Anstrengungen unternimmt. Konkret muss ihr Wille
erkennbar sein, sich durch aktive Mitwirkung raschmöglichst wieder in den
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Arbeitsprozess einzugliedern. Solche Anstrengungen der versicherten Person können
sich insbesondere in ernsthaften Arbeitsversuchen trotz allfälliger persönlicher
Unannehmlichkeiten manifestieren. Sodann können Bemühungen um alternative, der
gesundheitlichen Einschränkung besser Rechnung tragende Tätigkeiten ins Gewicht
fallen. Nur wer in der Zeit bis zum Fallabschluss nach Art. 19 Abs. 1 UVG in
erheblichem Masse arbeitsunfähig ist und solche Anstrengungen auszuweisen vermag,
kann das Kriterium erfüllen (BGE 134 V 109 Erw. 10.2.7). - Aus den Akten ergibt sich,
dass die Beschwerdeführerin nach dem Unfall nicht arbeitsunfähig war. Erst ab dem 6.
Mai 2002 - rund fünf Monate nach dem Unfall - ergab sich eine 20%ige
Arbeitsunfähigkeit (UV-act. ZM2-ZM9), welche von Dr. C._ bis Ende September 2002
bescheinigt wurde (UV-act. ZM10f). Soweit das Vorbringen der Beschwerdeführerin,
wonach Dr. C._ sie bereits am 19. April 2002 im Umfang von 20% habe
krankschreiben wollen, sie jedoch um ihre Arbeitsstelle gebangt habe (act. G 1.2.2 S.
3), zutrifft, wäre von einem gut viermonatigen Zeitraum nach dem Unfall ohne
Arbeitsunfähigkeit auszugehen. Nach der erneuten Behandlungsaufnahme im
September 2003 äusserten sich Dr. C._ und Dr. D._ nicht zur Arbeitsfähigkeit (UV-
act. ZM12, ZM14, ZM16f, ZM19) bzw. bestätigten keine Einschränkung derselben. Dr.
F._ bescheinigte im Gutachten vom 9. Dezember 2004 aus unfallbedingter Sicht eine
volle Arbeitsfähigkeit (UV-act. ZM18). Erst Dr. G._ bestätigte im Gutachten vom 11.
Juni 2007 eine erhebliche unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit (UV-act. ZM20). Vorliegend
geht es um den Zeitraum ab 9. Dezember 2004. Das letzterwähnte Gutachten wurde
jedoch rund zweieinhalb Jahre später erstellt und basiert auf Untersuchungen vom
September 2006. Selbst wenn darauf abgestellt werden könnte (vgl. dazu vorstehende
Erw. 4.3 bis 4.5), wäre für die Zeit bis zur Begutachtung durch Dr. G._ eine
erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen nicht belegt.
Dementsprechend könnte das Kriterium - wenn überhaupt - höchstens in geringem
Umfang als erfüllt gelten.
Dem Unfall vom 15. Dezember 2001 kann somit keine adäquanzrechtlich
massgebende Bedeutung für die über den 9. Dezember 2004 hinaus andauernden
Beschwerden mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit zugemessen werden. Eine
weitere medizinische Begutachtung kann bei diesem Ergebnis ebenso unterbleiben wie
die (zur Dokumentation des - hier als gegeben angenommenen - typischen
Beschwerdebildes beantragte) Edition der Krankengeschichte durch E._ sowie die
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Einholung von Verlaufsberichten bei der behandelnden Osteopathin H._, bzw. die
Einvernahme der Genannten als Zeugen (act. G 5 S. 4). Die Einstellung der Leistungen
auf den 9. Dezember 2004 lässt sich demgemäss nicht beanstanden.
6.
Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. Gerichtskosten
sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG