Decision ID: 13407efb-0e81-547b-99d2-cbcb9c02c584
Year: 2016
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ (nachfolgend: Versicherter) war seit dem 24. August 2011 als Bauarbeiter
(Maurer) bei der B._, bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt
(nachfolgend: Suva) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert. Am 22.
Oktober 2012 meldete die Arbeitgeberin der Suva einen Unfall des Versicherten (Suva-
act. 1), den dieser - gemäss Festhaltung eines Suva-Aussendienstmitarbeiters - wie
folgt schilderte: Er sei am 18. Oktober 2012 auf einer Baustelle an einem ca. 3.90 m
hohen Schalelement vorbeigegangen, als ein auf der anderen Seite arbeitender Kollege
ein Kantholz von ca. 1 m Länge und 12 x 8 cm Stärke über das Schalelement geworfen
habe. Das Kantholz sei senkrecht heruntergefallen und habe ihn direkt am Kopf
getroffen. Glücklicherweise habe er einen Helm getragen, dessen Bänder jedoch stark
in seinen Kopf hineingedrückt worden seien. Infolge der Wucht sei der Helm
schliesslich vom Kopf abgesprungen (Suva-act. 50, vgl. auch Suva-act. 54). Der
Versicherte wurde noch am Unfalltag im Spital K._ untersucht, dessen Ärzte nach
einer computertomographischen Untersuchung des Schädels und der HWS (Suva-act.
16) sowie nach Erhebung des Neurostatus ein leichtes Schädelhirntrauma
diagnostizierten. Eine stationäre Aufnahme erfolgte nicht. Dem Versicherten wurde
jedoch bis zum 22. Oktober 2012 eine Arbeitsunfähigkeit attestiert (Suva-act. 14). Die
Suva anerkannte ihre Leistungspflicht und erbrachte die gesetzlichen Leistungen
(Heilkosten- und Taggeldleistungen; Suva-act. 2).
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A.b Am 22. Oktober 2012 konsultierte der Versicherte seinen Hausarzt Dr. med.
C._, Facharzt FMH für Allgemeinmedizin, und klagte über Kopfschmerzen und
Schwindel. Dr. C._ attestierte dem Versicherten weiterhin eine 100%-ige
Arbeitsunfähigkeit und überwies ihn für eine neurologische Abklärung an Dr. med.
D._, Facharzt Neurologie FMH, (Suva-act. 17, 19). Dr. D._ führte am 23. November
2012 eine klinisch-neurologische sowie elektroenzephalographische Untersuchung
durch und diagnostizierte gestützt darauf einen persistierenden unsystematischen
Schwindel und bitemporo-frontalen Kopfschmerz nach Schädelhirntrauma vom 18.
Oktober 2012 (Suva-act. 20).
A.c Nachdem der Versicherte seine Arbeit am 14. Januar 2013 wieder
aufgenommen hatte, traten bei ihm ab 31. Januar 2013 derart heftige Beschwerden in
Form von Kopfschmerzen, Augenblitzen, Hals- und Nackenschmerzen auf, dass er die
Arbeit wieder abbrechen musste (Suva-act. 17, 19). Dr. C._ wies ihn darauf Dr. med.
E._, FMH Physikalische Medizin und Rehabilitation, zu, die den Versicherten am 8.
Februar 2013 untersuchte, die Diagnose eines Cervicocranial- und
Panvertebralsyndroms bei massiver Dysbalance stellte und den Versicherten aktuell für
körperlich schwere Tätigkeiten arbeitsunfähig erklärte (Suva-act. 24).
A.d Am 19. März 2013 wurde der Versicherte durch Dr. med. F._, Fachärztin FMH
für Ohren-, Nasen- und Halskrankheiten, Hals- und Gesichtschirurgie, von der
Abteilung Arbeitsmedizin der SUVA neurootologisch (Audiometrie und
Vestibularisdiagnostik) wegen seiner Schwindelbeschwerden und Kopfschmerzen
abgeklärt. Dr. F._ stellte im Untersuchungsbericht vom 21. März 2013 fest, dass die
Abklärungen eine massive periphere vestibuläre Unterfunktion des rechten
Gleichgewichtsorgans mit inkompletter zentraler vestibulärer Kompensation bei
zentraler Präponderanz nach links bei einem Status nach Commotio labyrinthi ergeben
hätten. Die subjektiv geklagten okzipitofrontalen Kopfschmerzen und nuchalen
muskulären Verspannungen liessen sich vor dem Hintergrund der vestibulären
Symptomatik teilweise erklären, jedoch sei die angstüberlagerte Bewegungshemmung
im HWS-Bereich (subjektiver Versuch dem Schwindel auszuweichen) eine ungünstige
Selbstheilungstherapie (Suva-act. 35).
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A.e Vom 5. März bis 9. April 2013 hielt sich der Versicherte zur stationären
Abklärung, insbesondere hinsichtlich Schwindel-, Kopfschmerz- sowie HWS-
Problematik, einschliesslich psychiatrischer Einschätzung, sowie zur
Neurorehabilitation in der Rehaklinik G._ auf. Im Austrittsbericht vom 9. April 2013
diagnostizierten deren Ärzte den Verdacht auf eine leichte traumatische Hirnverletzung
bei Differentialdiagnose Schädelprellung, eine Commotio labyrinthi mit partiellem
Ausfall des rechten Gleichgewichts sowie eine chronische Schmerzstörung mit
somatischen und psychischen Faktoren (Suva-act. 39 f.).
A.f Nach dem Aufenthalt in der Rehaklinik G._ bestätigte Dr. C._ dem
Versicherten weiterhin eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit (Suva-act. 48). Am 25. April
2013 fand auf seine Veranlassung hin eine MRT-Untersuchung der HWS im
Röntgeninstitut H._ statt (Suva-act. 46). Auf Anraten von Suva-Kreisarzt Dr. med.
I._ wurde am 17. September 2013 ausserdem eine MRT-Untersuchung des
Neurocraniums durchgeführt (Suva-act. 78). Wiederum auf Zuweisung von Dr. C._
wurde der Versicherte sodann am 15. September 2013 erneut durch Dr. D._
untersucht, der seine erstmalige Diagnose vom November 2012 – persistierender
unsystematischer Schwindel und Kopfschmerz nach Schädelhirntrauma vom 18.
Oktober 2012 - bestätigte (Suva-act. 79).
A.g Am 25. September 2013 fand durch die Abteilung Arbeitsmedizin der Suva bzw.
durch Dr. F._ eine otoneurologische Verlaufsuntersuchung mit Otoskopie,
vestibulärer Diagnostik und kalorischer Reizprüfung statt. Aus otologischer Sicht
beurteilte Dr. F._ das Gesamtbild im Untersuchungsbericht vom 26. September 2013
als einen mit hoher Wahrscheinlichkeit definitiven, posttraumatischen subtotalen
Ausfall des rechten Gleichgewichtsorgans im Sinne eines Status nach Commotio
labyrinthi mit zur Zeit weitestgehend kompletter, zentraler vestibulärer Kompensation
ohne Abbildung von Spontan- oder Provokationsnystagmen (Suva-act. 81).
A.h Obwohl ihm Dr. C._ weiterhin eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit attestierte
(Suva-act. 86), teilte die Suva dem Versicherten nach Beurteilung des Schadenfalls
durch Dr. I._ (Suva-act. 84) mit Schreiben vom 28. Oktober 2013 den Fallabschluss
mit. Sie erklärte, dass aus medizinischer Sicht die Wiedereingliederung geplant werden
könne, obwohl nach Angaben des Versicherten noch Kopfschmerzen vorhanden seien.
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Ihm könne eine langsam aufbauende Teilzeitarbeit ohne Gerüstarbeiten zugemutet
werden. Die Suva leiste dennoch das Taggeld weiterhin zu 100% bis Ende November
2013. Danach würden keine Taggelder mehr ausgerichtet (Suva-act. 95)
A.i Entsprechend der Mitteilung an den Hausarzt stellte die Suva mit Verfügung
vom 28. Oktober 2013 die Taggeldleistungen per 30. November 2013 mangels
Kausalität der verbliebenen, organisch nicht hinreichend nachweisbaren
Kopfschmerzen mit dem Unfall ein und verneinte auch einen Anspruch auf weitere
Geldleistungen (Rente, Integritätsentschädigung). Einer allfälligen Einsprache entzog
sie die aufschiebende Wirkung (Suva-act. 96).
B.
Die gegen diese Verfügung von Rechtsanwältin Dr. iur. Ch. Schiavi, Zürich, für den Ver
sicherten erhobene Einsprache (Suva-act. 107) wies die Suva mit Einspracheentscheid
vom 6. Mai 2014 ab und entzog der Einsprache sowie einer allfälligen Beschwerde
gegen den Einspracheentscheid die aufschiebende Wirkung (Suva-act. 119).
C.
C.a Gegen den Einspracheentscheid erhob Dr. iur. Schiavi für den Versicherten
(nachfolgend: Beschwerdeführer) am 27. Mai 2014 Beschwerde und liess dessen
Aufhebung sowie die Einholung eines interdisziplinären Gutachtens zur Abklärung des
Gesundheitszustands beantragen. Weiter liess sie beantragen, die aufschiebende
Wirkung sei während des Abklärungsverfahrens und des Beschwerdeverfahrens nicht
aufzuheben, alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Suva
(nachfolgend: Beschwerdegegnerin; act. G 1). Mit der Beschwerde reichte die
Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers ein Arbeitsunfähigkeitszeugnis von Dr. C._
vom 28. Oktober 2013 ein (act. G 1.3).
C.b In der Beschwerdeantwort vom 4. August 2014 beantragte Rechtsanwalt Dr. iur.
St. Mattmann, Luzern, für die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde
und verlangte insbesondere auch die Abweisung des Gesuchs um aufschiebende
Wirkung der Beschwerde (act. G 5).
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C.c Mit Replik vom 22. Oktober 2014 bestätigte die Rechtsvertreterin des
Beschwerdeführers ihre in der Beschwerde gestellten Rechtsbegehren. Zusätzlich
beantragte sie, die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, die gesetzlichen
Leistungen betreffend weiterer ärztlicher Behandlung, insbesondere intensiver
Physiotherapie, zu übernehmen und bis zum Abschluss der noch nötigen
medizinischen Behandlung und rückwirkend seit Verfügungserlass weiterhin Taggelder
nach Massgabe einer Arbeitsunfähigkeit von 50% auszurichten. Nach Abschluss der
medizinischen Behandlung seien der Integritätsschaden und die Rente zu prüfen (act.
11). Mit der Replik legte die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers ein Gutachten
von Prof. Dr. J._, Facharzt für Neurologie FMH, vom 29. September 2014 ins Recht
(act. G 11.1).
C.d Mit Duplik vom 21. November 2014 beantragte der Rechtsvertreter der
Beschwerdegegnerin die Abweisung sämtlicher von der Rechtsvertreterin des
Beschwerdeführers gestellten Rechtsbegehren (act. G 15).
C.e Mit einzelrichterlichem Entscheid vom 31. Dezember 2014 wies der zuständige
Abteilungspräsident des Versicherungsgerichts das Gesuch um Wiederherstellung der
aufschiebenden Wirkung der Beschwerde ab (act. G 16).
C.f Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie die weiteren
Ausführungen in den medizinischen Akten wird, soweit entscheidnotwendig, in den
nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Erwägungen
1.
Anfechtungsgegenstand der vorliegenden Beschwerde bildet der Einspracheentscheid
vom 6. Mai 2014 (Suva-act. 119), dem die Verfügung vom 28. Oktober 2013 zugrunde
liegt (Suva-act. 96). Darin stellte die Beschwerdegegnerin die Heilbehandlungs- und
Taggeldleistungen per 30. November 2013 ein und verneinte einen Anspruch des
Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung.
2.
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2.1 Ist die versicherte Person infolge des Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig
(Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
[ATSG; SR 830.1]), so hat sie Anspruch auf ein Taggeld (Art. 16 des Bundesgesetzes
über die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]). Sie hat zudem Anspruch auf die
zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Art. 10 UVG). Ist die versicherte Person
infolge des Unfalls mindestens zu 10 Prozent invalid, so hat sie Anspruch auf eine
Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Erleidet sie durch den Unfall eine dauernde
erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat
sie Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG). Der
Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine
namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten Person mehr erwartet
werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV)
abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die
Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG). Für die Bejahung des medizinischen
Endzustands wird keine vollständige Schmerzfreiheit vorausgesetzt. Ebenfalls nicht
verlangt wird, dass eine ärztliche Behandlung nicht länger erforderlich ist (vgl. Urteil des
Bundesgerichts [bis 31. Dezember 2006 Eidgenössisches Versicherungsgericht, EVG]
vom 4. November 2008, 8C_467/2008, E. 5.2.2.2; vgl. auch BGE 134 V 112 ff. E. 3 und
4; Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre Holzer, Rechtsprechung des Bundesgerichts
zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl.
Zürich/Basel/Genf 2012, S. 143, 145). Die Integritätsentschädigung wird mit der
Invalidenrente festgesetzt oder, falls kein Rentenanspruch besteht, bei der Beendigung
der ärztlichen Behandlung gewährt (Art. 24 Abs. 2 UVG).
2.2 Im Rahmen der in Erwägung 2.1 angeführten gesetzlichen Bestimmungen bildet
die Unfallkausalität Anspruchsvoraussetzung für jegliche Leistungen der
Unfallversicherung. Eine Leistungspflicht des Unfallversicherers besteht demnach nur
für Gesundheitsschäden, die natürlich und adäquat kausal mit einem versicherten
Unfallereignis zusammenhängen (vgl. Art. 6 Abs. 1 UVG; BGE 129 V 181 E. 3; Rumo-
Jungo/Holzer, a.a.O., S. 53 ff.). Die Prüfung der Voraussetzungen für das Ende des
Anspruchs auf Heilbehandlung und Taggeld bzw. des Fallabschlusses (vgl. Erwägung
2.1) hat nur dann zu erfolgen, wenn zwischen dem Unfall und den fortdauernd
geklagten Beschwerden sowohl die natürliche als auch die adäquate Kausalität zu
bejahen ist. Andernfalls entfällt zum Vornherein ein Anspruch auf Heilbehandlung und
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Taggeld. In Bezug auf die Heilbehandlung muss diesfalls auch nicht mehr geprüft
werden, ob von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung eine namhafte Besserung
des Gesundheitszustands erwartet werden kann (vgl. Art. 19 Abs. 1 UVG; BGE 116 V
44 E. 2c; Alfred Maurer, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl. Bern 1989,
S. 274).
2.3 Für die Beantwortung der Tatfrage nach dem Bestehen natürlicher
Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin ist das Gericht bisweilen auf Angaben
ärztlicher Experten oder Expertinnen angewiesen. Die Frage nach dem adäquaten
Kausalzusammenhang ist demgegenüber eine Rechtsfrage, die vom Gericht nach den
von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist (BGE 129 V 181 E. 3.1,
BGE 123 III 110; PVG 1984 Nr. 82, 174). Im Bereich organisch objektiv ausgewiesener
Unfallfolgen spielt die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem
natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers
praktisch keine Rolle, da sich hier die adäquate weitgehend mit der natürlichen
Kausalität deckt (BGE 134 V 109 E. 2.1, BGE 127 V 102 E. 5b/bb). Sind dagegen die
Unfallfolgen organisch nicht (hinreichend) fassbar, ist eine eigenständige
Adäquanzbeurteilung durchzuführen, bei welcher wie folgt zu differenzieren ist: Hat die
versicherte Person beim Unfall kein Schleudertrauma bzw. keine
schleudertraumaähnliche Verletzung und kein Schädelhirntrauma erlitten, gelangt die
Rechtsprechung gemäss BGE 115 V 140 E. 6c/aa zur Anwendung. Ergeben die
Abklärungen indessen das Vorliegen einer Schleudertraumaverletzung oder eines
Schädelhirntraumas, muss geprüft werden, ob zum typischen Beschwerdebild einer
solchen Verletzung gehörende Beeinträchtigungen zwar teilweise vorliegen, im
Vergleich zur psychischen Problematik aber ganz in den Hintergrund treten. Trifft dies
zu, sind für die Adäquanzbeurteilung ebenfalls die in BGE 115 V 140 E. 6c/aa für
Unfälle mit psychischen Unfallfolgen aufgestellten Grundsätze massgebend.
Andernfalls erfolgt die Beurteilung der Adäquanz gemäss den in BGE 117 V 359
festgelegten und in BGE 134 V 109 präzisierten Kriterien. Die Anwendung der
Rechtsprechung zum adäquaten Kausalzusammenhang bei Schleudertraumen der
HWS und Schädelhirntraumen setzt voraus, dass die psychischen Beschwerden aus
dem Unfall hervorgehen und zusammen mit den organischen Beschwerden, die
ebenfalls auf das Unfallereignis zurückzuführen sind, ein komplexes Gesamtbild
ergeben (RKUV 2000 Nr. U 397 S. 328 E. 3b).
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2.4 Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch
die beklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese)
abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Situation einleuchtet und
ob die Schlussfolgerungen des Experten oder der Expertin begründet sind (BGE 125 V
352 E. 3a). In diesem Rahmen geht die Rechtsprechung in Bezug auf Berichte und
Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen seit je davon aus, dass das
Gericht in seiner Beweiswürdigung auch ihnen folgen darf, solange nicht konkrete
Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (RKUV 1991 Nr. U 133 S. 311 ff.; BGE 125
V 353 f. E. 3b/ee). Das Gericht hat seinen Entscheid nach dem Beweisgrad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten
Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht (Thomas Locher/Thomas
Gächter, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl. Bern 2014, § 70 N 58 f.;
BGE 117 V 360 E. 4a mit Hinweisen).
3.
3.1 Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers macht zunächst formell-rechtlich
geltend, die Beschwerdegegnerin habe durch den angefochtenen Einspracheentscheid
den Anspruch des Beschwerdeführers auf rechtliches Gehör verletzt, indem sie ihrer
Begründungspflicht nicht nachgekommen sei.
3.2 Einspracheentscheide sind gemäss Art. 52 Abs. 2 ATSG zu begründen. Dabei
sind die Anforderungen an die Begründungsdichte unter Berücksichtigung aller
Umstände des Einzelfalls sowie der Interessen der Betroffenen festzulegen. Die
Begründung muss so abgefasst sein, dass der Betroffene den Entscheid
gegebenenfalls sachgerecht anfechten kann. In diesem Sinn müssen wenigstens kurz
die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde leiten liess und auf die
sich der Entscheid stützt. Je grösser der Spielraum, welcher der Behörde infolge
Ermessens und unbestimmter Rechtsbegriffe eingeräumt ist, und je stärker ein
Entscheid in die individuellen Rechte eingreift, desto höhere Anforderungen sind an
dessen Begründung zu stellen (BGE 118 V 58, BGE 112 Ia 107 E. 2b mit Hinweisen).
Die Verwaltung darf sich nicht damit begnügen, die von der betroffenen Person
vorgebrachten Einwendungen zur Kenntnis zu nehmen und zu prüfen; sie hat ihre
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Überlegungen der betroffenen Person gegenüber auch namhaft zu machen und sich
dabei ausdrücklich mit den Einwendungen auseinander zu setzen oder zumindest die
Gründe anzugeben, weshalb sie gewisse Gesichtspunkte nicht berücksichtigen kann
(BGE 124 V 180 E. 2b). Ein Mangel in der Einspracheentscheidsbegründung kann unter
bestimmten Voraussetzungen im Beschwerdeverfahren geheilt werden (ZAK 1990, 396
E. 2). Eine - nicht besonders schwerwiegende - Verletzung des rechtlichen Gehörs
kann dann als geheilt gelten, wenn der Betroffene die Möglichkeit erhält, sich vor einer
Beschwerdeinstanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt wie die Rechtslage frei
überprüfen kann. Diese Voraussetzung ist im Fall des Versicherungsgerichts erfüllt (vgl.
Art. 46 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, [VRP; sGS 951.1]).
3.3 Die Beschwerdegegnerin begründete ihren ablehnenden Einspracheentscheid
insbesondere mit dem Hinweis auf aus ihrer Sicht organisch nicht hinreichend
nachweisbare Unfallrestfolgen, bezeichnete die geklagten Beschwerden des
Beschwerdeführers als psychisch bedingt und stellte fest, dass diesbezüglich der
adäquate Kausalzusammenhang zum Unfallereignis vom 18. Oktober 2012 nicht
gegeben sei. Mit ihren Ausführungen zeigte sie die Überlegungen, von denen sie sich
leiten liess, in zureichender Weise auf. Indem die Verwaltung - wie bereits gesagt - für
die Feststellung des Vorliegens physischer Unfallfolgen bzw. der natürlichen Kausalität
zwischen geklagten Gesundheitsschäden und Unfall im Bereich der Medizin auf
Angaben ärztlicher Experten angewiesen ist (vgl. Erwägung 2.3), gab die
Beschwerdegegnerin den Inhalt derjenigen ärztlichen Beurteilungen bzw.
radiologischen Untersuchungsergebnisse wieder, auf welche sie sich hauptsächlich
abstützte (Ergebnis der CT-Untersuchung der HWS und des Neurocraniums im Spital
K._ vom 18. Oktober 2012 [Suva-act. 16], der MRI-Untersuchung der HWS im
Röntgeninstitut H._ vom 25. April 2013 [Suva-act. 46] und der MRT-Untersuchung
des Neurocraniums in der L._ vom 17. September 2013 [Suva-act. 78]; Bericht von
Dr. F._ vom 26. September 2013 [Suva-act. 81]). Der Einspracheentscheid umfasst
im Weiteren eine ausführliche, nachvollziehbare Adäquanzbeurteilung der nach Ansicht
der Beschwerdegegnerin bestehenden psychischen Problematik. Eine Verpflichtung,
sich mit jeder tatbeständlichen Behauptung oder mit jedem rechtlichen Einwand zu
befassen, besteht nicht (vgl. BGE 124 V 180 E. 1a). Ein Begründungsmangel ist somit
nicht ersichtlich. Die Fragen, ob die von der Beschwerdegegnerin als massgeblich
betrachteten ärztlichen Beurteilungen die Annahme eines überwiegend
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wahrscheinlichen Sachverhalts zulassen und die Adäquanzbeurteilung richtig erfolgt
ist, stellen materiell-rechtliche Fragen dar, die es nachfolgend zu prüfen gilt. Aber
selbst wenn eine Verletzung der Begründungspflicht darin zu sehen wäre, dass die
Beschwerdegegnerin im angefochtenen Einspracheentscheid nicht explizit zu der vom
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers in der Einsprache vom 27. November 2013
angeführten Problematik Stellung genommen hat, dass die Kopfschmerzen und
Schwindelbeschwerden des Beschwerdeführers allenfalls auf die Kompensation des
Gleichgewichtsausfalls zurückgeführt werden könnten, müsste der Mangel im
vorliegenden Verfahren als geheilt gelten. Der Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin
hat in der Beschwerdeantwort vom 4. August 2014 (act. G 5) zu dieser Frage Stellung
genommen, womit sich die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers dazu in der
Replik vom 22. Oktober 2014 grundsätzlich äussern konnte. Im Folgenden ist damit der
materielle Standpunkt zu prüfen.
4.
4.1 Diesbezüglich argumentiert die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers, die
Frage, ob die gesundheitlichen Störungen des Beschwerdeführers auf eine
unfallkausale somatische Ursache zurückzuführen seien, sei von der
Beschwerdegegnerin nicht genügend abgeklärt worden. Sie betrachtet damit
offensichtlich den sogenannten „Fallabschluss“ als zu früh erfolgt. Sie macht
sinngemäss geltend, die erforderlichen Abklärungen seien nachzuholen und bei einem
allfälligen Vorliegen unfallkausaler somatischer Restfolgen seien die Heilbehandlungs-
und Taggeldleistungen solange zu übernehmen, als von einer
Behandlungsbedürftigkeit mit Aussicht auf eine namhafte Verbesserung auszugehen
sei (vgl. dazu die Anträge in der Replik vom 22. Oktober 2014 [act. G 11]).
4.2 Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers betrachtet die Abklärungen durch
die Beschwerdegegnerin zunächst insofern als unvollständig, als diese die
Gegebenheiten des Unfalls vom 18. Oktober 2012 angesichts der in den Akten
enthaltenen, voneinander abweichenden Angaben betreffend Gewicht und Grösse des
dem Beschwerdeführer auf den Kopf gefallenen Kantholzes und der Fallhöhe des
Kantholzes (Suva-act. 14, 31, 33, 50) durch ihre Abteilung Arbeitssicherheit nicht habe
näher abklären lassen (act. G 1, Ziff. 2.2.1). Grundsätzlich ist einzuräumen, dass die
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Schwere einer Verletzung bzw. das Ausmass der Schädigung bei einer stumpfen
Gewalteinwirkung auf den Körper durchaus von der Grösse und dem Gewicht des die
Kontusion verursachenden Gegenstandes abhängig sein kann. Auch ein
Zusammenhang zwischen der Fallhöhe und der kontusionierenden Krafteinwirkung
kann allgemein nicht in Abrede gestellt werden. Weiter zeigt die Erfahrung, dass
schwere Unfälle mit einer hohen Krafteinwirkung auf den Körper die Gefahr einer
längeren Heilungsdauer sowie bleibender Unfallrestfolgen in sich bergen. Neben diesen
Zusammenhängen und Erfahrungen kommt jedoch immer auch wieder die einfache
Lebensweisheit zum Tragen, dass man Glück im Unglück haben kann. Insofern ist
letztlich entscheidend, welche Verletzungen die verunfallte Person im konkreten Fall
tatsächlich erlitten hat bzw. welche Unfallrestfolgen sie davonträgt. Mit der
Beschwerdegegnerin ist im Übrigen festzuhalten, dass sie bezüglich des Gewichts und
der Abmessungen des Kantholzes sowie der Fallhöhe offensichtlich sowieso von den
Angaben des Beschwerdeführers in der Unfallschilderung vom 13. Mai 2013
ausgegangen ist (vgl. dazu Suva-act. 50; vgl. Sacherhalt lit. A des angefochtenen
Einspracheentscheids [Suva-act. 119]). Zusammenfassend ist mithin festzuhalten, dass
der Sachverhalt hinsichtlich Unfallereignis rechtsgenüglich abklärt ist bzw. keiner
weiteren Abklärungen bedarf, da davon keine weiteren entscheidrelevanten
Erkenntnisse zu erwarten sind.
5.
Im Folgenden ist zu prüfen, welche der gesundheitlichen Beeinträchtigungen des
Beschwerdeführers als unfallkausal zu betrachten und damit im Rahmen der
Festlegung des Fallabschlusses sowie der Ansprüche auf Versicherungsleistungen
relevant sind. Laut Aussage der Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers leidet dieser
auch heute noch unter körperlichen Unfallfolgen, konkret unter Schwindelbeschwerden
sowie Kopf- und Nackenschmerzen (vgl. Suva-act. 39 f., 50, 58, 79, 81, 110). Die
Feststellung des Rechtsvertreters der Beschwerdegegnerin, hierbei handle es sich um
ein psychisches und nicht um ein somatisches Beschwerdebild, wird von der
Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers in Abrede gestellt.
5.1 Für die Annahme unfallkausaler somatischer Restfolgen werden grundsätzlich
eine organisch-strukturelle Läsion bzw. eine schlecht verheilte organisch-strukturelle
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Läsion als objektivierbares Korrelat verlangt. Objektivierbar sind
Untersuchungsergebnisse, die reproduzierbar und von der Person des
Untersuchenden und den Angaben des Patienten unabhängig sind. Eine manuelle
ärztliche Untersuchung fördert klinische, nicht aber objektivierbare organisch-
strukturelle Ergebnisse zu Tage. Würde auf Ergebnisse klinischer Untersuchungen
abgestellt, so würde fast in allen Fällen ein organisches Substrat namhaft gemacht.
Folglich kann von objektiv ausgewiesenen organisch-strukturellen Unfallfolgen erst
dann gesprochen werden, wenn die erhobenen Befunde mit apparativen/bildgebenden
Abklärungen bestätigt werden und die dabei angewendeten Untersuchungsmethoden
wissenschaftlich anerkannt sind (vgl. BGE 134 V 121 E. 9, BGE 134 V 232 E. 5.1 mit
Hinweisen, BGE 117 V 363 E. 5d/aa; SVR 2007 UV Nr. 25 S. 81 E. 5.4 mit Hinweisen [U
479/05]; Urteil des Bundesgerichts vom 7. August 2008, 8C_806/2007, E. 8.2 mit
zahlreichen Hinweisen). Beim Beschwerdeführer wurden die bei den von ihm beklagten
Beschwerden (vgl. Erwägung 5) und dem von ihm erlittenen Unfall (dem
Beschwerdeführer fiel ein Kantholz aus einer Höhe von ca. 4 Metern auf den Kopf)
angezeigten Untersuchungen (radiologische Untersuchungen des Neurokraniums und
der HWS, apparative neurootologische Untersuchungen, neurologische EEG-
Untersuchung) durchgeführt.
5.2
5.2.1 Nachdem die computertomographische Untersuchung der HWS im Spital K._
vom 18. Oktober 2012 keine Fraktur, ein regelrechtes vorderes und hinteres
Alignement, keine spinalen Einengungen und keine Diskushernie gezeigt hatte (Suva-
act. 16), kamen bei der MRT-Untersuchung im Röntgeninstitut H._ vom 25. April
2013 eine mässiggradige Osteochondrose in den Segmenten C3/4 bis und mit C6/7
mit kleinen ventralen spondylophytären Anbauten und eine mediorechtslaterale
Diskusprotrusion in den Segmenten C3/4 und C6/7 mit nahem Kontakt zu den
entsprechenden Wurzeln im Abfaltungsbereich, jedoch mit fraglicher klinischer
Signifikanz, zur Darstellung. Posttraumatische Veränderungen im Sinne eines Bone
bruise der Wirbelkörper oder der posterioren Elemente konnten keine nachgewiesen
werden (Suva-act. 46). Bei der Diskusprotrusion und der Osteochondrose handelt es
sich zweifelsohne um klare organische Substrate. Wie jedoch das EVG in seiner
Rechtsprechung festhielt, entspricht es einer medizinischen Erfahrungstatsache im
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Bereich des Unfallversicherungsrechts, dass Diskushernien und folglich auch
Diskusprotrusionen in aller Regel degenerative Erkrankungen darstellen (RKUV 2000
Nr. U 379 S. 192 E. 2a mit Hinweisen; Urteile des EVG vom 3. Oktober 2005, U 163/05,
E. 3.1, zusammengefasst und kommentiert durch David Weiss in AJP 2006, S. 877,
und vom 18. Februar 2002, U 459/00, E. 3b; Wolfgang Meier, Lumbale Diskushernie
und Unfall, in: Medizinische Mitteilungen der Suva Nr. 68 [1995], S. 16; vgl. dazu auch
Alfred M. Debrunner, Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. Bern 2005, S. 879
f.; Roche Lexikon Medizin, 5. Aufl. München 2003, S. 182; Leitlinie der Orthopädie,
Hrsg. von der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie und
dem Berufsverband der Ärzte für Orthopädie, 2. Aufl., Köln 2002, S.5). Auch im
konkreten Fall liegen keine überzeugenden Anhaltspunkte für eine überwiegend
wahrscheinlich unfallbedingte Verursachung der Diskusprotrusion vor. Laut
Unfallschilderung des Beschwerdeführers traf das Kantholz nicht seine HWS, sondern
fiel auf seinen Kopf. Anlässlich der Erstuntersuchung im Spital K._ war die HWS aktiv
frei beweglich. Es bestanden nur leichte bewegungsabhängige Schmerzen sowie ein
leichter Druckschmerz mit p.m. (punctum maximum) über dem Muskelansatz des M.
Trapezius beidseits (Suva-act. 14). Anzufügen ist, dass auch Prof. Dr. J._ in seinem
Gutachten vom 29. September 2014 festhält, die Bandscheibenprotrusionen im MRI
hätten nichts mit dem Unfall zu tun. Sie seien ein Normalbefund üblicher degenerativer
Veränderungen der HWS in diesem Alter (act. G 11.1). Bei der Osteochondrose handelt
es sich ebenfalls um eine häufige, im Rahmen eines Degenerationsvorgangs
auftretende, mithin nicht traumatisch bedingte Veränderung an der Wirbelsäule, die ein
Vorstadium oder eine Begleiterscheinung der Diskusprotrusion bzw. Diskushernie
bilden kann (vgl. dazu Debrunner, a.a.O., S. 852 ff.; Pschyrembel, Klinisches
Wörterbuch 2013, 264. Aufl., S. 230 f., 1528 f.). Insofern ergeben die beiden
Gesundheitsschäden zusammen das Bild einer geschlossenen degenerativen
Problematik im Bereich der HWS. Entsprechend erwähnte die Radiologin des
Röntgeninstituts H._ im Untersuchungsbericht vom 25. April 2013 degenerative
Veränderungen mit Osteochondrosen.
5.2.2 Indem die Radiologin des Röntgeninstituts H._ die klinische Signifikanz der
Diskusprotrusion als fraglich bezeichnete, erscheint ohnehin zweifelhaft, ob die
organischen Substrate im Bereich der HWS des Beschwerdeführers ursächlich für
seine Nackenbeschwerden sein können (Suva-act. 46). Dr. D._ erhob beim
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Beschwerdeführer anlässlich seiner klinischen neurologischen Untersuchung vom 15.
September 2013 eine eingeschränkte Beweglichkeit der HWS in alle Richtungen sowie
einen diffusen Druckschmerz im Schultergürtelbereich bzw. über dem Scheitel. Diese
Befunde ordnete er im entsprechenden Untersuchungsbericht einem chronifizierten
Schmerzsyndrom im Schulter-/Nackenbereich zu (Suva-act. 79). Laut Roche Lexikon
Medizin (a.a.O., S. 1791) handelt es sich bei einem Syndrom um ein sich stets mit etwa
den gleichen Krankheitszeichen, d.h. einer Symptomatik mit weitgehend identischem
„Symptommuster“ manifestierendes Krankheitsbild mit unbekannter, vieldeutiger,
durch vielfältige Ursachen - u. a. auch psychische Ursachen - bedingter oder nur
teilweise bekannter Ätiogenese. Zur fraglichen Diagnose führt mithin eher das vom
jeweiligen Patienten subjektiv angegebene „Symptommuster“ als ein objektiv
erhobener organischer Befund. Von der Schmerzsyndrom-Diagnose lässt sich mithin
keine organische Ursächlichkeit der Schmerzen und damit auch keine strukturelle
organische Unfallrestfolge ableiten. Der Zusatz „chronisch“ zementiert sodann
zumindest das Nichtvorliegen einer organischen Unfallrestfolge. Der Begriff „chronisch“
steht dem Begriff „traumatisch“ entgegen. Während letzter einen akut aufgetretenen
Zustand beschreibt, bedeutet chronisch „langsam sich entwickelnd, langsam
verlaufend“ (Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch, 266. Aufl. Berlin 2014, S. 389; Roche
Lexikon Medizin, a.a.O., S. 334). Bei einer Chronifizierung, die nach einem Unfall
aufgetreten ist und wie im konkreten Fall keine traumatische organisch-strukturelle
Läsion verursacht hat (vgl. Erwägung 6.2.1), geht die medizinische Literatur davon aus,
dass diese nicht auf eine ungenügende Gewebeheilung zurückzuführen ist, sondern
dass andere, unfallfremde Gründe für den Schmerz verantwortlich sind (vgl. Bär/Kiener,
Medizinische Mitteilungen der Suva Nr. 67 vom Dezember 1994, S. 45 ff.).
5.3
5.3.1 Dem Beschwerdeführer fiel beim Unfall vom 18. Oktober 2012
unbestrittenermassen ein Kantholz auf den Kopf. Die Ärzte des Spitals K._ stellten
am Unfalltag die Diagnose eines leichten Schädelhirntraumas. Diese definiert zwar eine
schädigende Einwirkung des Unfalls auf den Schädel. Allein damit sind jedoch keine
organischen Unfallrestfolgen objektiv erstellt. Hierzu bedarf es einer feststellbaren
intrakraniellen Läsion oder eines messbaren Defektzustands in Form neurologischer
Ausfälle. Das Ergebnis der im Spital K._ am 18. Oktober 2012 durchgeführten CT-
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Untersuchung des Neurokraniums zeigte keine intrakraniellen Traumafolgen, keine
Blutung und keine Fraktur, sondern einzig eine chronische Schleimhautschwellung im
Bereich des Sinus maxillaris beidseits sowie des Sinus sphenoidalis links (Suva-act.
16). Das MRT des Radiologen der L._ vom 17. September 2013 ergab ebenfalls
einen altersentsprechenden Befund des Schädels, insbesondere keinen Nachweis
einer posttraumatischen Schädel-/Hirnverletzung (Suva-act. 78).
5.3.2 Auch die neurologischen Untersuchungen durch Dr. D._ haben keine klar
ausgewiesene traumatisch verursachte und bleibende Hirnverletzung gezeigt. Das von
Dr. D._ am 23. November 2012 neben der klinisch neurologischen Untersuchung mit
vollumfänglich normalen Befunden durchgeführte EGG zeigte keinerlei Auffälligkeiten
(Suva-act. 20). Eine von ihm am 15. September 2013 durchgeführte klinisch-
neurologische Untersuchung ergab erneut einen regelrechten Hirnnervenbefund (Suva-
act. 79). In den entsprechenden Untersuchungsberichten vom 24. November 2012 und
15. September 2013 stellte er schliesslich die Diagnose eines persistierenden
unsystematischen Schwindels und Kopfschmerzes nach Schädelhirntrauma vom 18.
Oktober 2012. Die Formulierung „unspezifisch“ (= unklar, nicht genau bestimmt, nicht
differenziert) steht für die Unbestimmtheit der Ätiologie der geklagten Beschwerden
und lässt damit die überwiegend wahrscheinliche Annahme einer organischen
Unfallrestfolge nicht zu.
5.3.3 Zusammenfassend ist mithin festzuhalten, dass sich die Beschwerden des
Beschwerdeführers nicht auf eine objektivierbare organische, irreversible
Hirnverletzung zurückführen lassen. Zum selben Ergebnis kam Prof. Dr. J._ in seinem
Gutachten vom 29. September 2014 (act. G 11.1: „Meine Diagnose lautet: Status nach
leichtem Schädelhirntrauma. Ein Hirntrauma ist ausgeschlossen.“). Beim leichten
Schädelhirntrauma, bei dem die Unfallfolgen nie wirklich radiologisch als strukturelle
Verletzung sichtbar gemacht werden konnten, kann - wie im vorliegenden Fall - in einer
ersten Phase eine Beeinträchtigung der körperlichen Gesundheit angenommen
werden. Aufgrund einer medizinischen Erfahrungstatsache können aber die nach dem
Unfall aufgetretenen bzw. ausgelösten Beschwerden nach einem bestimmten Zeitraum,
trotz ihres möglichen Fortdauerns, nicht mehr dem Unfall angelastet werden. Von
Seiten der medizinischen Forschung (Gerhard Jenzer, Klinische Aspekte bei HWS-
Belastungen durch Kopfanprall oder Beschleunigungsmechanismus; Grenzbereich zum
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leichten Schädel-Hirn-Trauma, SZS 1996, S. 462 ff. und insbesondere S. 467) wird
festgehalten, dass der typische posttraumatische Verlauf nach einer Commotio cerebri
bzw. einem leichten Schädelhirntrauma einer Erholung innert sechs bis zwölf Wochen
entspreche. Ungewöhnlich lang dauernde und schwere Verläufe nach
Beschleunigungsverletzung würden bei Fehlen der klinischen Kriterien einer
traumatischen Hirnschädigung nach einer Interpretation ausserhalb einer
hirnorganischen Schädigung rufen (Jenzer, a.a.O., S. 469 mit Hinweis und S. 463; vgl.
auch Bogdan P. Radanov, Über den Stellenwert der neuro-psychologischen Diagnostik
bei Patienten nach HWS-Distorsion, in: SZS 1996 S. 471 ff. und S. 475). Angesichts der
dargelegten medizinischen Erfahrungstatsache kann im konkreten Fall mit dem
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit per 30. November 2013 (Datum der
Leistungseinstellung; Suva-act. 96) von einem Dahinfallen des unfallkausalen Anteils an
den fortdauernd geklagten Beschwerden ausgegangen werden.
5.4
5.4.1 Mit den neurootologischen Untersuchungen bzw. Vestibularisprüfungen
(kalorische Prüfung, Posturographie, Videookulographie, Otoskopie) vom 19. März und
25. September 2013 durch Dr. F._ (Suva-act. 35, 81) wurden schliesslich allfällige
organische Ursachen des geklagten bewegungsabhängigen Schwindels abgeklärt.
Besagte Ärztin hielt in der Beurteilung vom 21. März 2013 bezüglich ihrer ersten
Untersuchung fest, dass die Abklärungen eine massive periphere vestibuläre
Unterfunktion des rechten Gleichgewichtsorgans mit inkompletter zentraler vestibulärer
Kompensation bei zentraler Präponderanz nach links ergeben hätten. Die
persistierenden feinstschlägigen linksgerichtenen spontanen Ausfallnystagmen würden
das noch nicht ausgeheilte periphere vestibuläre Gleichgewichtssystem bei einem
Status nach Commotio labyrinthi mit partiellem Ausfall des rechten Gleichgewichts
bestätigen. Die massiven subjektiv beklagten okzipitofrontalen Kopfschmerzen und
nuchalen muskulären Verspannungen liessen sich vor dem Hintergrund der
vestibulären Symptomatik teilweise erklären (Suva-act. 35). Am 26. September 2013
schrieb Dr. F._ über ihre Verlaufsuntersuchung vom 25. September 2013, dass bei
der vestibulären Diagnostik im Vergleich zu der 6 Monate zuvor durchgeführten
Untersuchung eine unveränderte und persistierende Unterfunktion bis Areflexie des
rechten Gleichgewichtsorgans festzustellen sei. Zwischenzeitlich sei jedoch die zentral
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vestibuläre Kompensation weitestgehend erfolgt, so dass sich keine Spontan- oder
Provokationsnystagmen mehr abbilden liessen. Der Beschwerdeführer sollte im
Rahmen dieser zentralen Kompensation eigentlich betreffend Schwindelsymptomatik
nur noch geringgradige subjektive Symptome im Rahmen einer Höhenunsicherheit
wahrnehmen oder unter zentral supprimierenden Medikamenten und Alkoholeinfluss
verspüren. Es bleibe strukturell unklar, was die subjektive kurze Unsicherheit oder die
Sekunden-Schwindelsymptome verursache, da die Untersuchungsbefunde keine
diesbezüglichen Hinweise mehr geben würden. Aus otologischer Sicht beurteile sie das
Gesamtbild heute als einen mit hoher Wahrscheinlichkeit definitiven, posttraumatischen
subtotalen Ausfall des rechten Gleichgewichtsorgans im Sinne eines Status nach
Commotio labyrinthi mit zur Zeit weitestgehend kompletter, zentraler vestibulärer
Kompensation (Suva-act. 81). Angesichts der Beurteilungen von Dr. F._ nahm die
Beschwerdegegnerin im angefochtenen Einspracheentscheid zutreffend an, dass beim
Beschwerdeführer ein dem Unfall vom 18. Oktober 2012 zuzuschreibender
Vestibularisschaden verblieben sei.
5.4.2 Die neurootologische Abklärung der Schwindelsymptomatik durch den von der
Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers beauftragten Prof. Dr. J._ bringt zumindest
hinsichtlich einer weiteren fassbaren organischen unheilbaren Läsion des Gleich
gewichtsorgans keine bedeutsamen neuen Erkenntnisse hervor. Prof. Dr. J._
beleuchtet zwar die medizinische Situation teilweise abweichend von Dr. F._, indem
er infolge des am 18. Oktober 2012 erlittenen Kopftraumas von einem gutartigen
paroxysmalen Lagerungsschwindel ausgeht. Ein solcher sei durch ein Kopftrauma
statistisch viel häufiger als eine sogenannte Kontusion oder Commotio mit
Unterfunktion oder eventuell Ausfall eines Labyrinths. Seine weiteren Ausführungen im
Gutachten vom 29. September 2014 (act. G 11.1) lassen jedoch darauf schliessen,
dass er im Zeitpunkt der Leistungseinstellung (30. Oktober 2013) nicht mehr von
organisch begründeten Beschwerden wegen des von ihm erwogenen gutartigen
paroxysmalen Lagerungsschwindels ausgeht. Im Grunde stellt er bereits eine beim
Unfall erlittene und den Schwindel organisch ausgelöste Läsion in Frage, wenn er
angibt, dass die anamnestischen Angaben des Beschwerdeführers einen (eventuell nur)
intermittierend auftretenden Lagerungsschwindel und -nystagmus vermuten liessen,
der bei früheren Untersuchungen nicht habe beobachtet werden können. Prof. Dr.
J._ beschreibt sodann zwei verschiedene Arten von gutartigen paroxysmalen
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Lagerungsschwindeln und hält fest, dass diese erfahrungsgemäss von den Ärzten in
Unkenntnis nicht immer umfassend untersucht würden. Die Diagnose eines solchen
brauche spezielle Kenntnisse und auch ein hierfür spezielles Lagerungsmanöver. Im
Falle des Beschwerdeführers sei die Diagnose in Unkenntnis dieser Möglichkeit
verpasst worden. Seinen Ausführungen kommt allerdings angesichts seiner
abschliessenden Beurteilung - ein früherer Lagerungsschwindel könne zwar nicht
ausgeschlossen werden, dieser sei jedoch sistiert bzw. selbst verheilt, womit das
Vorliegen eines solchen jetzt zu verneinen sei - keine rechtliche Relevanz mehr zu. Prof.
Dr. J._ fand bei seiner Untersuchung keine Auffälligkeiten ausser einer massiven
Reaktion des Beschwerdeführers bei den verschiedenen Lagerungsmanövern. Dies sei
selten bei Patienten zu beobachten, die den Lagerungsschwindel als so bedrohlich
erlebt hätten, dass sie - als idiosynkratische Reaktion - in Erwartung des Schwindels in
Panik gerieten - Hyperventilisation des Patienten -, auch wenn die Ursache des
Schwindels - die im Bogengang freien Partikel seien ja verschwunden - nicht mehr
vorhanden sei. Offensichtlich schreibt Prof. Dr. J._ die fortdauernden Beschwerden
bzw. die persistierende Schwindelerwartung im Ergebnis keinem fassbaren
organischen Substrat, sondern vielmehr einer psychischen Komponente zu. So lautet
die von ihm bezüglich der Schwindelsymptomatik gestellte Diagnose: „Psychisch
persistierende Schwindelerwartung und -beschwerden ohne Nystagmus und damit
ohne Nachweis einer jetzigen organischen Genese bei Verdacht auf vorangegangenen
Lagerungsschwindel des rechten horizontalen Bogengangs (geotrope Form) mit
möglicherweise Unterfunktion desselben mit Erholung. Vergesslichkeit und
Nackenbeschwerden sind im Rahmen dieser ständigen Schwindelerwartung zu
interpretieren. Keine Hinweise auf eine Angstkrankheit“. Prof. Dr. J._ stimmt in seiner
Beurteilung mit Dr. D._ überein, der in seinen Untersuchungsberichten einen
persistierenden „unsystematischen“ Schwindel nach Schädelhirntrauma vom 18.
Oktober 2012 diagnostizierte und festhielt, dass insgesamt keine Hinweise für einen
peripher- oder zentral-vestibulären Schwindel hätten gefunden werden können.
5.4.3 Hinsichtlich des von Dr. F._ erhobenen Befundes beschreibt Prof. Dr. J._
generell die Wahrscheinlichkeit eines positiven Heilungsverlaufs und erklärt weiter,
inwiefern aufgrund der vorliegenden medizinischen Aktenlage und
Untersuchungsergebnisse die von Dr. F._ angenommene Unterfunktion
problematisch sei (fehlendes initiales Beschwerdebild, widersprechende Diagnose
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eines „unsystematischen Schwindels“ von Dr. D._, fehlende klinische Untersuchung).
Prof. Dr. J._ zeigt in seinem Gutachten also auch insofern keine weiteren, den vom
Beschwerdeführer fortdauernd wahrgenommenen Schwindel begründenden
unfallkausalen organischen Läsionen auf, als er die von Dr. F._ angenommene
organische Unfallrestfolge eines Status nach Commotio labyrinthi mit weitestgehend
erfolgter zentral vestibulärer Kompensation ausschliesst.
6.
Gestützt auf die in den Erwägungen 5.2 bis 5.4 dargelegten medizinischen Akten nahm
Dr. I._ am 2. Oktober 2013 eine Gesamtbeurteilung hinsichtlich der Frage des
Vorliegens objektivierbarer organischer Unfallrestfolgen vor und kam zum
nachvollziehbaren Schluss, dass bis auf den kompensierten Vestibularisschaden keine
weiteren natürlich-kausalen organischen Unfallfolgen hätten bestätigt werden können
(Suva-act. 84). Inwiefern ein solcher einen Anspruch des Beschwerdeführers auf
konkrete Versicherungsleistungen der Beschwerdegegnerin begründet, bleibt
nachfolgend zu prüfen (vgl. Erwägung 9 f.).
7.
7.1 Dem Einwand der Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers, die
Beschwerdegegnerin habe ungenügend abgeklärt, ob und wie sehr die Kompensation
der Gleichgewichtsunterfunktion, welche insbesondere von den Augen übernommen
werden müsse, zu einer Überlastung der Augen führe und aus diesem Grund
Kopfschmerzen hervorrufe, kann nicht gefolgt werden. Der Rechtsvertreter der
Beschwerdegegnerin weist in der Beschwerdeantwort vom 4. August 2014 in
Übereinstimmung mit den medizinischen Akten darauf hin, dass der Beschwerdeführer
bereits vor der Kompensation über Kopfschmerzen und Schwindel geklagt habe (vgl.
Suva-act. 20, 24, 27, 35, 39, 58, 79, 81). Das seit dem Unfall durchgehend geklagte,
gleichbleibende Beschwerdebild spricht ebenfalls nicht überwiegend wahrscheinlich für
die Kompensation des Vestibularisschaden als Ursache für die Kopfschmerzen.
Kopfschmerzen können überhaupt mit vieldeutigen unfallunabhängigen Einflüssen
erklärt werden. Dr. F._ sprach bereits in ihrer ersten Beurteilung vom 21. März 2013
von einer ungünstigen Selbstheilungsstrategie in Form einer angstüberlagerten
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Bewegungshemmung im HWS-Bereich (subjektiver Versuch, dem Schwindel
auszuweichen; Suva-act. 35). In ihrer Verlaufsbeurteilung vom 26. September 2013
bestätigte sie die Beobachtung einer Tendenz zu einer angstüberlagerten
Somatisierung während des gesamten Untersuchungsgangs betreffend der starken
Cephalea-Symptomatik. Immer wieder habe der Beschwerdeführer während der
Untersuchung seine occipito-bitemporalen Kopfschmerzen, welche ihn sehr
beunruhigten, beklagt (Suva-act. 81). Von einer stark angstüberlagerten Somatisierung
ging schliesslich auch Dr. C._ in seinem Bericht an die Beschwerdegegnerin vom 4.
November 2013 aus (Suva-act. 102). Vor allem auch die Fachpersonen der Rehaklinik
G._, welche den Beschwerdeführer während seines stationären Aufenthalts (5. März
bis 9. April 2013) psychiatrisch untersucht und behandelt hatten, hatten im
psychiatrischen Bericht vom 9. April 2013 die Diagnose einer chronischen
Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10: F45.41) gestellt.
Dabei würden die Kopf- und Nackenschmerzen im Vordergrund stehen, die ihren
Ausgangspunkt im Ereignis vom 18. Oktober 2012 hätten. Beim Beschwerdeführer
würden psychosoziale Belastungsfaktoren vorliegen, die eine Chronifizierung der
Symptome möglicherweise begünstigen könnten (Suva-act. 40). Eine somatische
Unfallrestfolge im Sinne indirekt begründeter Kopfschmerzen im Zusammenhang mit
dem Vestibularisschaden ist angesichts dieser übereinstimmenden ärztlichen
Beurteilungen mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit
auszuschliessen und muss medizinisch nicht weiter abgeklärt werden.
Wahrscheinlicher erscheint ein psychisch bedingter Kopfschmerz (vgl. insbesondere
auch die Diagnose von Prof. Dr. J._ [act. G 11.1]). Die Frage, ob die
Beschwerdegegnerin für einen solchen leistungspflichtig ist, ist im Rahmen einer
eigenständigen Adäquanzbeurteilung nach der sogenannten Psychopraxis zu prüfen
(vgl. Erwägung 2.3 und nachfolgende Erwägung 7.3).
7.2 Eine Adäquanzprüfung nach Massgabe der in BGE 134 V 109 begründeten
Rechtsprechung bzw. der sogenannten Schleudertrauma-Praxis fällt ausser Betracht.
Das Vorliegen eines Schädelhirntraumas, worunter sämtliche Hirnfunktionsstörungen
mit oder ohne morphologisch fassbare Schädigung des Gehirns subsumiert werden,
rechtfertigt die analoge Anwendung der Schleudertrauma-Praxis, wenn die erlittene
Hirnerschütterung mindestens im Grenzbereich zwischen Commotio und Contusio
cerebri liegt. Leichte Hirnerschütterungen hingegen reichen hierfür nicht aus (vgl. Urteil
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des Bundesgerichts vom 14. August 2014, 8C_358/2014, E. 2.4.1, vgl. auch Urteile des
EVG vom 6. Mai 2003, U 6/03, und vom 13. Juni 2005, U 276/04, E. 2.2.1). Die
Schwere eines Schädelhirntraumas wird üblicherweise nach dem Punktwert in der
Glasgow-Coma-Skala (GCS) eingeteilt. In dieser Skala erhält der Patient für bestimmte
Reaktionen (wie Augenöffnen, Reaktion auf Schmerzreize und sprachliche
Äusserungen) eine Anzahl von Punkten, welche zum Schluss addiert werden. Der
schlechteste Wert beträgt 3, der beste 15. Von einem leichten Schädelhirntrauma
spricht man bei einem GCS-Wert von 13 bis 15 (mittelschwer: 9 bis 13, schwer: 3 bis 8;
vgl. Pschyrembel, a.a.O., zu „Bewusstseinsstörung“ und „Glasgow Coma Scale“; Urteil
des EVG vom 13. Juni 2005, U 276/04, E. 2.2.1). Der Beschwerdeführer zeigte sich am
Unfalltag beim Eintritt ins Spital K._ in normalem Allgemeinzustand, wach,
autopsychisch sowie zeitlich und örtlich orientiert. Laut ambulantem Bericht vom 18.
Oktober 2012 wurde bei ihm eine GCS-Überwachung durchgeführt, welche den Wert
15 ergab. Die Untersuchung des Neurostatus zeigte auch sonst keine Auffälligkeiten.
Entsprechend wurde die Diagnose eines leichten Schädelhirntraumas gestellt.
Bestimmte zum typischen Beschwerdebild eines Schädelhirntraumas gehörende
Beeinträchtigungen (Kopf- und Nackenschmerzen, Schwindel) werden zwar vom
Beschwerdeführer fortdauernd beklagt (vgl. BGE 117 V 360 E. 4b), doch ist gestützt auf
die übereinstimmende medizinische Aktenlage eben davon auszugehen, dass hierfür
mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit psychische Gründe und
nicht mehr das am 18. Oktober 2012 erlittene leichte Schädelhirntrauma verantwortlich
sind.
7.3
7.3.1 Laut psychiatrischem Bericht der Fachleute der Rehaklinik G._ vom 9. April
2013 besteht aus rein psychiatrischer Sicht keine arbeitsrelevante Leistungsminderung
(Suva-act. 40). Mangels einer psychischen Störung, die den Schwellenwert der
Psychopathologie erreicht und die Arbeitsfähigkeit einschränkt, könnte grundsätzlich
von einer Adäquanzbeurteilung abgesehen werden. Eine allfällige psychische
Problematik ist damit nämlich ohne Einfluss auf den Anspruch des Beschwerdeführers
auf Versicherungsleistungen. Der Vollständigkeit halber ist dennoch festzustellen, dass
selbst eine Adäquanzbeurteilung zu keinem anderen Resultat führen würde. Die
Beschwerdegegnerin hat im angefochtenen Einspracheentscheid die rechtlichen
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Voraussetzungen des Vorliegens eines adäquat-kausalen Zusammenhangs bei
psychischen Unfallfolgen zutreffend dargelegt (Erwägung 4). Darauf kann verwiesen
werden. Die Adäquanzbeurteilung führte sie sodann mit Blick auf die Kasuistik (vgl.
Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 61 ff.) und den augenfälligen Geschehensablauf des
Unfalls vom 18. Oktober 2012 - dem Beschwerdeführer fiel ein Kantholz auf den mit
einem Helm geschützten Kopf - zutreffenderweise für einen mittelschweren Unfall
durch, wobei höchstens von einem mittelschweren Unfall im engeren Sinn
ausgegangen werden kann. Für eine Bejahung der Adäquanz müssen hier drei der
massgeblichen Kriterien (oder eines der Kriterien ausgeprägt) erfüllt sein (Rumo-Jungo/
Holzer, a.a.O., S. 65; Urteil des Bundesgerichts vom 29. Januar 2010, 8C_897/2009, E.
45).
7.3.2 Wie die Ausführungen der Beschwerdegegnerin zu den einzelnen
Adäquanzkriterien im angefochtenen Einspracheentscheid zeigen, wäre im konkreten
Fall keines der Adäquanzkriterien erfüllt und die Adäquanz zwischen den psychischen
Beschwerden und dem Unfall demzufolge zu verneinen. Entgegen der Argumentation
der Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers kann aus dem Gutachten von Prof. Dr.
J._ bzw. aus der anderslautenden Diagnose von Dr. F._ auch keine ärztliche
Fehlbehandlung abgeleitet werden. Dass eine Fehldiagnose zu einer Fehlbehandlung
führt und diese wiederum - mangels Heilbehandlung der eigentlichen, tatsächlich
vorhandenen Gesundheitsstörung - zu einer Verschlimmerung des
Gesundheitszustands führt, ist grundsätzlich eine nachvollziehbare Konsequenz. Bei
den vom Beschwerdeführer fortdauernd wahrgenommenen Schwindelbeschwerden
handelt es sich gemäss Beurteilung von Prof. Dr. J._ um eine idiosynkratische
Reaktion infolge einer abnormen Schwindelerwartung, die - auch wenn sie ohne
vorausgegangenen gutartigen Lagerungsschwindel nicht aufgetreten wäre - eine
psychische Unfallfolge darstellt. Die psychischen Beschwerden sind jedoch im Rahmen
der Adäquanzbeurteilung gemäss der Psychopraxis, wo es gerade um die Beurteilung
der Unfallkausalität psychischer Beschwerden geht, auszuklammern. Zu
berücksichtigen sind beim Kriterium der ärztlichen Fehlbehandlung nur solche in Bezug
auf die fehlbehandelte somatische Unfallverletzung erheblich verschlimmerten
somatischen Unfallfolgen (vgl. BGE 134 V 109 E. 6.1). Wie in Erwägung 5.4.1
ausgeführt, geht Dr. F._ von einem kompensierten Vestibularisschaden und Prof. Dr.
J._ von einer spontanen Heilung des von ihm angenommenen gutartigen
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paroxysmalen Lagerungsschwindels aus. Eine somatische Unfallrestfolge im Sinne
eines durch Fehlbehandlung verschlimmerten somatischen Gesundheitsschadens fällt
damit in beiden Fällen ausser Betracht.
8.
8.1 Im Rahmen der nachfolgenden Prüfung von Ansprüchen des Beschwerdeführers
auf Leistungen der Beschwerdegegnerin ist damit einzig der somatische rechtsseitige
Vestibularisschaden zu berücksichtigen. Dr. F._ sprach in ihrer Beurteilung vom 26.
September 2013 von einem definitiven posttraumatischen Zustand, ohne Bestimmung
eines weiteren therapeutischen Vorgehens (Suva-act. 81). Der bestmöglich zu
erreichende Gesundheitszustand ist beim Vestibularisschaden mit der zentralen
Kompensation offensichtlich erreicht. Folglich ist nicht zu beanstanden, dass die
Beschwerdegegnerin per 30. Oktober 2013 den Fallabschluss vornahm und die
vorübergehenden Heilkosten- und Taggeldleistungen einstellte (vgl. dazu Erwägung
2.1).
8.2 Am 15. Oktober 2013 teilte die IV der Beschwerdegegnerin mit, dass sie einen
Anspruch des Beschwerdeführers auf berufliche Massnahmen abgewiesen habe. Dies
mit der Begründung, dass sich der Beschwerdeführer nicht in der Lage fühle, an
Eingliederungsmassnahmen mitzuwirken (Suva-act. 91). Eingliederungsmassnahmen
der IV stehen damit einem Fallabschluss bzw. der Einstellung der vorübergehenden
Taggeld- und Heilbehandlungsleistungen nicht entgegen.
9.
9.1 Zu prüfen ist somit der Rentenanspruch des Beschwerdeführers. Der Grad der
für den Rentenanspruch massgebenden Invalidität ist gemäss Art. 16 ATSG durch
einen Einkommensvergleich zu ermitteln, bei dem das Einkommen, das die versicherte
Person nach dem Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen
Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare
Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in
Beziehung gesetzt wird zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie
nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Grundlage der Bemessung des
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Invalideneinkommens bilden die Arbeitsfähigkeitsgradschätzung und die
Umschreibung der trotz der Gesundheitsbeeinträchtigung noch möglichen und
zumutbaren Tätigkeiten. Um das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit beurteilen zu können,
ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die
ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben.
Die Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen
und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten
die versicherten Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen).
9.2 Sowohl die Fachleute der Rehaklinik G._ im Austrittsbericht vom 9. April 2013
als auch Prof. Dr. J._ in seinem Gutachten vom 29. September 2014 gehen davon
aus, dass dem Beschwerdeführer seine angestammte Tätigkeit als Maurer, mit dem
Erfordernis auf Baugerüsten zu arbeiten, wegen seines Schwindels nicht mehr
zugemutet werden könne (Suva-act. 39, act. G 11.1). In einer in körperlicher Hinsicht
leichten bis mittelschweren Tätigkeit betrachten die Fachleute der Rehaklinik G._ den
Beschwerdeführer hingegen als arbeitsfähig. Speziell eingeschränkt sei er dadurch,
dass er keine absturzgefährdenden Tätigkeiten ausüben könne (Suva-act. 39). Dr. F._
ist offensichtlich gleicher Meinung, wenn sie festhält, dass ihr eine anfänglich langsam
aufbauende Tätigkeit ohne Gerüstarbeiten verantwortbar und absolut zumutbar
erscheine, insbesondere bei allen Arbeiten auf festem Grund (Suva-act. 81). Die
Fachleute der Rehaklinik G._ führen zudem einschränkend eine aufgrund des
Schwindels nicht gegebene Fahreignung des Beschwerdeführers an (Suva-act. 39). Der
Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin stützt sich in der Beschwerdeantwort vom 4.
August 2014 auf diese - angesichts der einzigen somatischen Unfallrestfolge eines
kompensierten Vestibularisschadens -nachvollziehbaren und schlüssigen
Arbeitsfähigkeitsschätzungen bzw. Zumutbarkeitsbeurteilungen. Dabei ist
insbesondere auf die Aussage von Dr. F._ in ihrem Bericht vom 26. September 2013
hinzuweisen, dass der Beschwerdeführer im Rahmen der zentralen Kompensation
betreffend der Schwindelsymptomatik nur noch geringgradige subjektive Symptome im
Rahmen einer Höhenunsicherheit wahrnehmen oder unter zentral supprimierenden
Medikamenten und Alkoholeinfluss verspüren sollte (Suva-act. 81). Auch Prof. Dr. J._
geht beim Beschwerdeführer in einer ruhigen, eventuell sitzenden Tätigkeit von einer
vollen Arbeitsfähigkeit aus. In seiner heutigen Tätigkeit als Magaziner zu 50% erachtet
er den Beschwerdeführer bei Untherapierbarkeit vollständig eingegliedert, hält aber
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fest, dass er in einer anderen Verweistätigkeit theoretisch zu einem höheren
Prozentsatz arbeiten könnte, wenn eine Therapie erfolgreich sei. Der von ihm gesehene
Therapiebedarf bezieht sich jedoch einzig auf die Behandlung der von ihm
festgestellten, psychisch bedingten persistierenden Schwindelerwartung. Mit Blick auf
die somatischen Unfallrestfolgen kann mithin in einer schwindeladaptierten Tätigkeit
von einer 100%-igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden. An dieser Beurteilung
vermag im gleichen Sinne auch das von der Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers
eingereichte Arbeitsunfähigkeitszeugnis von Dr. C._ vom 28. Oktober 2013 mit einer
nur 50%-igen Arbeitsfähigkeit ab 1. November 2013 (Suva-act. 107, act. G 1.3) nichts
zu ändern. Dr. C._ empfahl in seinem Schreiben vom 4. November 2013 ebenfalls nur
eine psychiatrische Behandlung (Suva-act. 102), womit die von ihm attestierte
Arbeitsunfähigkeit als krankheitsbedingt zu betrachten ist.
9.3 Betreffend Berechnung des Invaliditätsgrades kann ohne Weiteres auf den
Einkommensvergleich der IV im Vorbescheid vom 20. März 2014 (Suva-act. 118)
verwiesen werden. Die IV ging von einem Valideneinkommen von Fr. 65‘325.-- aus,
was in etwa mit der Lohnangabe in der Unfallmeldung der Arbeitgeberin vom 22.
Oktober 2012 (Fr. 5‘000.-- /Monat; Suva-act. 1) übereinstimmt. Das
Invalideneinkommen in einer dem Leiden des Beschwerdeführers adaptierten, d.h.
leidensangepassten, körperlich leichten Erwerbstätigkeit legte die IV auf Fr. 61‘776.--
fest. Im Vergleich zu den Tabellenlöhnen gemäss Schweizerischer
Lohnstrukturerhebung (LSE) ist ein solches Invalideneinkommen für den
Beschwerdeführer sogar vorteilhaft. In Anwendung der LSE-Tabelle 2012, Tabelle TA1,
privater Sektor, Total, Männer, Kompetenzniveau 1 (einfache Tätigkeiten körperlicher
oder handwerklicher Art) lag der Durchschnittslohn für einen Mann bei einer
wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden bei Fr. 5‘210.--. Bei einer betriebsüblichen
Wochenarbeitszeit für das Jahr 2013 von 41.7 und nominalindexiert bis 2013 (Index:
2013: + 0.8%) ergibt sich ein Jahreseinkommen von Fr. 65‘700.-- (12 x Fr. 5‘475.--).
Aus der Gegenüberstellung des von der IV angenommenen Validen- und
Invalideneinkommens errechnet sich ein Invaliditätsgrad von 5%, womit der
Mindestprozentsatz für einen Anspruch auf eine Invalidenrente gemäss UVG (Art. 18
Abs. 1 UVG: 10%) nicht erreicht ist.
10.
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Ebenfalls zu verneinen ist ein Anspruch des Beschwerdeführers auf eine
Integritätsentschädigung. Während ein Integritätsschaden hinsichtlich des
kompensierten Vestibularisschadens von Dr. F._ und Dr. I._ (Suva-act. 81, 84) nicht
einmal thematisiert wurde, hat Prof. Dr. J._ einen solchen aus organischen Gründen
ausdrücklich verneint (act. G 11.1). Mit Bezug auf eine psychische Komponente des
Beschwerdeführers sowie Beschwerden, die von ihm psychisch bedingt
wahrgenommen werden, entfällt ein unfallbedingter Integritätsschaden mangels
Unfallkausalität.
11.
Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. Gerichtskosten
sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer
keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung.