Decision ID: c5a6cf8c-042e-40ea-b8ce-35e666fefe15
Year: 2012
Language: de
Court: SG_VGN
Chamber: SG_VGN_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ a) X. Y., am 10. Juni 1984 in Ampan geboren, ist Staatsangehöriger von Sri Lanka.
Er reiste am 28. Mai 2000 im Rahmen des Familiennachzugs zu seinem in der Schweiz
ansässigen Vater, wo er eine Aufenthaltsbewilligung erhielt. Diese wurde letztmals am
21. Juli 2010 unter Vorbehalt des Ausgangs des damals hängigen Strafverfahrens
betreffend eines Verkehrsunfalls mit Todesfolge bis 27. Mai 2011 verlängert.
b) Von August 2002 bis Juni 2004 absolvierte er in einer Autogarage im Kanton
Graubünden eine Anlehre als Fahrzeugwart. In der Folge machte er sich verschiedener
Verkehrsdelikte schuldig, wofür er am 10. August 2004, 29. November 2004, 6. April
2005, 14. Juni 2005 und 5. Oktober 2007 mit jeweils mehrhundertfränkigen Bussen
bestraft wurde. Ende Februar 2010 lenkte er an einem Samstagmorgen alkoholisiert ein
Fahrzeug und verlor dabei die Herrschaft über das Auto, so dass sich das Fahrzeug
überschlug. Dabei verunglückte einer seiner beiden mitfahrenden Landsmänner tödlich.
Das Kreisgericht Werdenberg-Sarganserland verurteilte ihn dafür am 25. November
2010 wegen fahrlässiger Tötung, falscher Anschuldigung und Fahrens in
angetrunkenem Zustand zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 15 Monaten und einer
Busse von Fr. 2'000.-.
c) Am 20. Oktober 2010, knapp einen Monat vor der Verurteilung zur bedingten
Freiheitsstrafe, heiratete X. Y. eine Landsfrau. Diese war ihrerseits am 20. März 1996
als Asylantin in die Schweiz eingereist. Ihr Gesuch wurde in der Folge zwar abgelehnt,
sie erhielt aber eine Aufenthaltsbewilligung als Härtefall.
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d) Mit Strafbefehl vom 20. Januar 2012 sprach das Untersuchungsamt Uznach X. Y.
der einfachen Körperverletzung (mit gefährlichem Gegenstand), des Raufhandels und
der Tätlichkeiten schuldig und verurteilte ihn deswegen zu einer Geldstrafe von 60
Tagessätzen zu je Fr. 50.- unbedingt.
B./ Am 8. April 2011 widerrief das Migrationsamt des Kantons St. Gallen die
Aufenthaltsbewilligung des Verurteilten und ordnete an, dass er die Schweiz bis
spätestens 19. Juni 2011 zu verlassen habe. Dabei verwies sie auf sein bisheriges
strafbares Verhalten und auf seine Schulden. Gegen den Widerruf der
Aufenthaltsbewilligung liess X. Y. durch seinen Rechtsvertreter am 14. April 2011 beim
Sicherheits- und Justizdepartement des Kantons St. Gallen Rekurs erheben. Dieses
bestätigte mit Entscheid vom 20. April 2012 den Widerruf bzw. die Wegweisung.
C./ Gegen den abschlägigen Entscheid liess der Rekurrent am 23. April 2012 beim
Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen mit dem Antrag Beschwerde erheben, der
Rekursentscheid und die Verfügung des Migrationsamtes seien kostenpflichtig
aufzuheben und es sei von einem Widerruf der Aufenthaltsbewilligung bzw. seiner
Wegweisung abzusehen. Eventuell sei ihm der Aufenthalt mit Auflagen und
Bedingungen bzw. auf Zusehen hin zu gestatten.
a) Am 27. April 2012 stellte er ein Gesuch um unentgeltliche Prozessführung, das der
Verwaltungsgerichtspräsident mit Verfügung vom 30. April 2012 abwies.
b) Am 10. Mai 2012 ergänzte der Beschwerdeführer seine Beschwerde und stellte ein
Ausstandsbegehren gegen den Gerichtspräsidenten. Am 15. Mai 2012 reichte er eine
Arbeitsbestätigung nach. Mit Entscheid vom 24. Mai 2012 wies der Vizepräsident des
Verwaltungsgerichts das Ausstandsbegehren gegen den Präsidenten kostenpflichtig
ab.
D./ Mit Vernehmlassung vom 9. Juli 2012 beantragt die Vorinstanz, die Beschwerde
kostenpflichtig abzuweisen und verzichtet ansonsten auf eine Stellungnahme.
E./ Auf die weiteren von den Verfahrensbeteiligten vorgebrachten Ausführungen wird,

soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.
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Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. (...).
2.
2.1. Der Beschwerdeführer präzisiert mit Beschwerdebegründung vom 10. Mai 2012
seine Anträge bzw. wiederholt, dass eine Staatsentschädigung aus unentgeltlicher
Rechtsverbeiständung festzusetzen sei, obwohl das Gericht sein Gesuch um
unentgeltliche Prozessführung und Rechtsverbeiständung bereits mit Verfügung vom
30. April 2012 abgewiesen hat. Davon abgesehen, dass er gegen den abschlägigen
Entscheid kein Rechtsmittel erhoben hatte, begründet er seinen erneuten Antrag nicht
weiter. Da der Beschwerdeführer auch nicht geltend macht, geschweige denn
begründet darlegt, dass sich seine finanziellen Verhältnisse und die Erfolgsaussichten
seiner Beschwerde zwischenzeitlich entscheidend geändert hätten, kann auf das
erneute Gesuch um unentgeltliche Rechtsverbeiständung nicht eingetreten werden.
2.2. Das Gleiche gilt für seine Verweise auf seine sämtlichen Vorbringen beim
Migrationsamt und bei der Rekursbehörde. Solche pauschalen Verweise sind nach
ständiger Rechtsprechung ungenügend. Eine Begründung ist nur dann ausreichend,
wenn mit ihr selbst die Argumente vorgebracht werden, nach denen der angefochtene
Entscheid auf einer fehlerhaften Sachverhaltsdarstellung oder Rechtsanwendung
beruht (VerwGE B 2011/182 vom 3. Juli 2012 E. 2 mit Hinweisen, abrufbar unter:
www.gerichte.sg.ch).
2.3. Der Beschwerdeführer rügt weiter, dass zur aufschiebenden Wirkung des
Rechtsmittels nichts erwähnt worden sei. Dies ist auch nicht nötig. Der Beschwerde
kommt bereits von Gesetzes wegen aufschiebende Wirkung zu (Art. 64 Abs. 1 VRP in
Verbindung mit Art. 51 Abs. 1 VRP).
2.4. Schliesslich verlangt er den Beizug der gesamten Strafakten bei der
Staatsanwaltschaft Uznach und dem Kreisgericht Werdenberg-Sarganserland mit der
Begründung, den Vorinstanzen hätten offenbar nicht alle Akten zur Verfügung
gestanden. Der Beschwerdeführer begründet aber wiederum nicht, was ihn zu dieser
Vermutung veranlasst, noch ist sonst ersichtlich, wieso dem Migrationsamt und der
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Rekursinstanz sämtliche Strafakten hätten lückenlos vorgelegen sein müssen. Soweit
das strafbare Verhalten und die persönlichen Verhältnisse für das fremdenpolizeiliche
Verfahren relevant sind, sind dafür alle Unterlagen in den Vorakten vorhanden. Der
Antrag auf Beizug der lückenlosen Strafakten ist daher abzuweisen. Insbesondere nicht
entscheidend ist in diesem Zusammenhang, dass der Beschwerdeführer die
strafrechtlichen Verurteilungen nicht einfach so hingenommen, sondern angefochten
hätte, wenn er anwaltlich vertreten gewesen wäre. Die gerügten Strafentscheide sind
rechtskräftig. Revisionsgründe gemäss Art. 410 der Schweizerischen
Strafprozessordnung (SR 312.0) macht er weder geltend, noch hat er ein
entsprechendes Rechtsmittel eingelegt.
3. Nach 33 Abs. 3 des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer (SR
142.20; abgekürzt AuG) in Verbindung mit Art. 62 lit. b AuG kann die
Aufenthaltsbewilligung eines Ausländers nicht mehr verlängert bzw. widerrufen werden,
wenn er zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe verurteilt wurde. Eine längerfristige
Freiheitsstrafe liegt vor, wenn die Freiheitsstrafe mehr als ein Jahr beträgt. Wird diese
Grenze erreicht, spielt es keine Rolle, ob die Freiheitsstrafe bedingt, teilbedingt oder
unbedingt ausgesprochen wurde (BGer 2C_28/2012 vom 18. Juli 2012 E. 3.1 mit
Hinweisen). Mit der Freiheitsstrafe von 15 Monaten hat der Beschwerdeführer den
genannten Widerrufsgrund fraglos erfüllt.
4. Ob die Bewilligung widerrufen wird, liegt im pflichtgemässen Ermessen der
zuständigen Behörde (S. Hunziker in: Caroni/Gächter/Thurnherr [Hrsg.], Bundesgesetz
über die Ausländerinnen und Ausländer, Bern 2010, N 6 f. zu Art. 62 AuG). Es spielt
somit keine Rolle, dass das Vorliegen eines Widerrufsgrunds nicht zwingend die
Wegweisung zur Folge hat, wie der Beschwerdeführer an sich zu Recht einwendet.
Anders als die Vorinstanz (Art. 46 VRP) überprüft das Verwaltungsgericht den
entsprechenden Ermessensentscheid nicht mit voller Kognition (Art. 61 VRP). Das
Verwaltungsgericht schreitet daher nur ein, wenn die Rekursinstanz das ihr zustehende
Ermessen überschritten oder missbraucht hat (VerwGE B 2011/182 vom 3. Juli 2012 E.
4.1. mit Hinweisen, in: www.gerichte.sg.ch). Wird wie vorliegend die Rechtmässigkeit
des angewendeten Widerrufsgrundes bejaht, muss folglich nicht mehr überprüft
werden, ob der Ausländer darüber hinaus auch noch andere Widerrufsgründe nach
Art. 62 AuG erfüllt bzw. zusätzlich gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung
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verstossen hat. Für den Widerruf der Aufenthaltsbewilligung genügt ein einziger
gesetzlicher Beendigungsgrund (BGer 2C_470/2009 vom 4. November 2009 E. 3.1).
5. Dem Widerruf muss nicht zwingend eine Verwarnung gemäss Art. 96 Abs. 2 AuG
voran gehen, wie der Beschwerdeführer behauptet. Eine Abmahnung kann zwar eher
verlangt werden, wenn sich der Ausländer lange in der Schweiz aufgehalten und sich
keines schweren Delikts schuldig gemacht hat (BGer 2C_283/2011 vom 30. Juli 2011
E. 2.3 mit Hinweisen). Entscheidend sind aber einzig die jeweiligen Umstände des
Einzelfalles. Mit der Verwarnung soll eine Verhaltensänderung bewirkt werden. Die
Androhung des Widerrufs soll deshalb erfolgen, wenn die Anordnung dieser
Massnahme absehbar ist (B. Schindler in: Caroni/Gächter/Thurnherr [Hrsg.], a.a.O.,
N 19 zu Art. 96 AuG). Dies ist insbesondere bei sich fortsetzender Schuldenwirtschaft
denkbar oder bei vermögensrechtlichen Delikten, regelmässig aber nicht wie
vorliegend bei einem Tötungsdelikt. Zwar war der automobilistische Leumund des
Beschwerdeführers bereits erheblich getrübt, als er den tödlichen Verkehrsunfall
verursacht hat. Damit, dass der Beschwerdeführer nach seinen zahlreichen
verkehrsrechtlichen Verfehlungen als Nächstes einen Mitfahrer tödlich verletzen würde,
musste die Migrationsbehörde aber gleichwohl nicht rechnen. Sodann hätte eine
fremdenpolizeiliche Verwarnung den Beschwerdeführer wohl kaum davon abhalten
können, angetrunken zu fahren und dabei die Herrschaft über sein Fahrzeug zu
verlieren.
6. Im Wesentlichen macht der Beschwerdeführer geltend, ihm könne eine Wegweisung
nicht zugemutet werden, weil er sich schon seit über 12 Jahren in der Schweiz aufhalte
und hier die lebensprägende Zeit verbracht habe. Für die Tötung seines Mitfahrers
habe er sich bei dessen Cousin entschuldigt, und der Strafrichter habe ihm eine gute
Prognose gestellt. Dazu komme seine volle berufliche Integration und, dass er
zwischenzeitlich praktisch all seine Schulden abbezahlt habe. Nebst dem, dass nahezu
seine gesamte Verwandtschaft hier lebe, habe er sich zwischenzeitlich mit einer hier
ansässigen Landsfrau verheiratet.
6.1. Der Widerruf einer Aufenthaltsbewilligung ist anzuordnen, wenn er bei sorgfältiger
Abwägung der Interessen verhältnismässig erscheint (Art. 5 Abs. 2 der
Bundesverfassung, SR 101, abgekürzt BV). Dabei berücksichtigen die Behörden nach
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Art. 96 Abs. 1 AuG die öffentlichen Interessen und die persönlichen Verhältnisse sowie
den Grad der Integration, wobei namentlich die Schwere des Verschuldens, die Dauer
der Anwesenheit in der Schweiz sowie die dem Ausländer und seiner Familie
drohenden Nachteile ins Gewicht fallen (BGer 2C_295/2009 vom 25. September 2009
E. 4.3). Je länger ein Ausländer in der Schweiz lebt, desto strengere Anforderungen
sind an die Voraussetzungen einer Wegweisung nach Art. 66 AuG zu stellen. Eine
solche ist indessen selbst bei einem Ausländer, der bereits in der Schweiz geboren ist
und hier sein ganzes bisheriges Leben verbracht hat (sogenannte Ausländer der
zweiten Generation), insbesondere bei Gewaltdelikten bzw. wiederholter schwerer
Straffälligkeit, nicht ausgeschlossen. Ausschlaggebend ist die Verhältnismässigkeit der
Massnahme im Einzelfall, die praxisgemäss gestützt auf die gesamten wesentlichen
Umstände geprüft werden muss (BGer 2C_779/2011 vom 6. August 2012 E. 2.3; BGer
2C_160/2009 vom 1. Juli 2009 E. 3.1; BGE 2A.71/2007 vom 7. Mai 2007 E. 3.2, mit
Hinweisen).
6.2. Ausgangspunkt und Massstab der fremdenpolizeilichen Güterabwägung ist in
erster Linie die Schwere des Verschuldens, die sich nach dem Wortlaut des Gesetzes
in einer längeren Freiheitsstrafe niederschlagen soll. Die Administrativbehörde hat sich
dabei mit den Erwägungen des Strafrichters auseinanderzusetzen, um zu einer eigenen
Gefahrenprognose zu gelangen (Nägeli/Schoch in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser
[Hrsg.], Ausländerrecht, 2. Auflage, Basel 2009, Rz. 22.188 und 22.198). Straf- und
Ausländergericht bzw. -behörde nehmen die Prüfung der Frage, inwiefern von
künftigem Wohlverhalten ausgegangen werden könne, freilich aus unterschiedlichen
Warten vor (BGer 2C_141/2012 vom 30. Juli 2012 E. 6.2).
6.2.1. Das Kreisgericht Werdenberg-Sarganserland hat mit Kurzurteil vom
25. November 2010 im Wesentlichen auf die Anklageschrift vom 24. August 2010
verwiesen. Demnach wiegt das Verschulden des Verurteilten hinsichtlich der Tötung
seines Mitfahrers schwer, weil er das Unfallfahrzeug stark alkoholisiert (die
Blutalkoholkonzentration betrug mindestens 1,46 Promille) gelenkt hat, obwohl er für
die Sicherheit seiner beiden Mitfahrer verantwortlich war und ihm auf Grund seiner
vollen Zurechnungsfähigkeit bewusst sein musste, dass seine Fahrfähigkeit stark
eingeschränkt war. Weiter lasteten ihm die Staatsanwaltschaft bzw. das Gericht die
falsche Anschuldigung als schweres Verschulden an. Statt die Verantwortung für seine
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Verfehlung zu übernehmen, beschuldigte er einen seiner Mitfahrer, das Unfallfahrzeug
gelenkt zu haben. Gemäss Anklageschrift kann deshalb von keiner Fehlreaktion im
ersten Schock die Rede sein, weil er ein eigentliches Lügengebäude aufzustellen
versuchte. Damit hat er skrupellos einen Unschuldigen einer ungerechtfertigten
Strafverfolgung ausgesetzt. Strafmilderungsgründe fand das Gericht keine,
strafmindernd erachtete es das nachträgliche Geständnis, dass er sich im
Untersuchungsverfahren anständig verhalten und durch den verursachten Tod
Betroffenheit gezeigt hatte. Den bedingten Strafvollzug gab es deshalb, weil
strafrechtlich grundsätzlich eine günstige Prognose zu vermuten ist, wenn keine
gegenteiligen Anhaltspunkte bekannt sind.
6.2.2. Die bedingt ausgesprochene Freiheitsstrafe hinderte den Beschwerdeführer
sodann
nicht daran, wieder straffällig zu werden. Trotz laufender Probezeit und obwohl das
fremdenpolizeiliche Wegweisungsverfahren bereits am Laufen war, beteiligte sich der
Beschwerdeführer am 30. April 2011 in U. an einer grossen Schlägerei mit zahlreichen
Beteiligten, wobei er mit einer Holzlatte auf einen Beteiligten einschlug und diesem
dabei die Mittelhand und zwei Finger brach. Die Strafbehörde sprach ihn deshalb der
einfachen Körperverletzung, des Raufhandels und der Tätlichkeiten schuldig, wobei es
die Geldstrafe unbedingt aussprach. Dies erlaubte dem Staatsanwalt, auf den Widerruf
des bedingten Strafvollzugs der Vorstrafe zu verzichten. Wie beim Tötungsdelikt stritt
der Beschwerdeführer anfangs jede Verantwortung ab. Erst nach umfangreichen
polizeilichen Ermittlungen und erstellter Beweislage bequemte er sich dazu zuzugeben,
an den Schlägereien mitgewirkt und dabei einen Beteiligten verletzt zu haben.
6.2.3. Heute weist der Beschwerdeführer wiederum jegliche Schuld von sich und
macht geltend, er sei beim Raufhandel blosses Opfer gewesen. Abgesehen davon,
dass die zahlreichen Ergebnisse der Strafuntersuchung, die sich in den
fremdenpolizeilichen Vorakten befinden, das Gegenteil aufzeigen, ist der
entsprechende Strafbefehl unangefochten in Rechtskraft erwachsen. Damit ist
abschliessend erstellt, dass sich der Beschwerdeführer aktiv am Raufhandel beteiligt
hat. Es entspricht seinem bekannten Verhaltensmuster, seine Verantwortung für sein
Tun zu verleugnen und die Schuld auf andere abzuschieben. Es ist deshalb nicht nötig,
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für seine gegenteiligen Behauptungen die gesamten Strafakten, soweit sie nicht schon
in den Akten liegen, beizuziehen, wie der Beschwerdeführer im Rekurs- und nun wieder
im Beschwerdeverfahren verlangt.
6.2.4. Davon abgesehen, dass die bedingt ausgesprochene Freiheitsstrafe beim
Beschwerdeführer offensichtlich ihre Wirkung verfehlt hat, ist die Rückfallgefahr beim
Ermessensentscheid ausserhalb des Anwendungsbereichs des vorliegend nicht
massgebenden Freizügigkeitsabkommens vom 21. Juni 1999 (SR 0.142.112.681) nicht
das entscheidende Kriterium. Ausschlaggebend ist vielmehr die Gesamtsituation des
Ausländers, wobei in die Abwägung neben dem Rückfallrisiko auch generalpräventive
Motive einbezogen werden können. Vorliegend fällt ins Gewicht, dass sich der
Beschwerdeführer trotz zahlreicher Verkehrsdelikte, wofür er strafrechtlich belangt
wurde, nicht davon abhalten liess, weiterhin verkehrsregelwidrig herumzufahren, was
schliesslich ein anderer Mensch mit seinem Leben bezahlen musste. Auch wenn der
Beschwerdeführer die daraus folgende Wegweisung als zweifache Bestrafung
empfindet, ändert sich nichts daran, dass der dem Strafurteil folgende Widerruf seiner
Aufenthaltsbewilligung keine unzulässige Doppelbestrafung darstellt, sondern lediglich
eine Administrativmassnahme ohne Strafcharakter (BGer 2C_282/2012 vom 31. Juli
2012 E. 2.5 f.).
6.3. Damit ist auch im Administrativverfahren von einem schwerwiegenden
Verschulden des Beschwerdeführers auszugehen, selbst wenn er seinen Landsmann
nicht absichtlich ums Leben gebracht hat. Nachdem der Beschwerdeführer immer
wieder wegen Verkehrsregelverletzungen, unter anderem schon einmal wegen
Nichtbeherrschens des Fahrzeugs, bestraft werden musste, verursachte er schliesslich
einen tödlichen Verkehrsunfall. Dabei feierte er die Nacht zusammen mit Kollegen
durch, fuhr mit diesen um drei Uhr nachts von Q. nach U., wo sie etwas assen und zu
fünft drei Flaschen Whisky leerten. Anschliessend fuhr der Beschwerdeführer
zusammen mit zwei Landsleuten ohne zwingenden Grund weiter, wobei er wie gesagt
die Herrschaft über sein Fahrzeug verlor, so dass dieses von der Strasse abkam und
einen Holzzaun durchbrach. Ein Stück dieses Zauns durchbohrte dabei den Hals eines
der Mitfahrer. Die Vorinstanz hat die Schwere der begangenen Straftaten somit als
gravierend und die Schuld des Beschwerdeführers folgerichtig zutreffend als schwer
erachtet. Dabei erachtet es auch das Verwaltungsgericht als besonders verwerflich,
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dass der Beschwerdeführer in der Folge kaltblütig versucht hatte, die Schuld für den
Verkehrsunfall mit Todesfolge dem unschuldigen überlebenden Mitfahrer anzuhängen.
Völlig unverständlich ist alsdann, dass er sich noch während der Probezeit und obwohl
das Wegweisungsverfahren bereits am Laufen war, wiederum strafbar machte, indem
er sich aktiv an einem Raufhandel beteiligt und dabei wiederum, dieses Mal allerdings
absichtlich, einen Mitmenschen mit einem gefährlichen Gegenstand verletzt hat.
6.4. Davon, dass sich der Beschwerdeführer seit der bedingt verhängten Freiheitssrafe
wohlverhalten habe, kann somit keine Rede sein. Dass er zwischenzeitlich seine
Schulden abbezahlt hat, sich von den Sozialen Diensten Werdenberg-Buchs betreuen
liess und sich ansonsten wohlverhalten und seiner Betreuerin gegenüber beteuert hat,
keinen Alkohol mehr zu trinken, sich von seinen Kollegen zurückziehen zu wollen und
die Krise mit seiner Ehefrau überwunden zu haben, ist angesichts der erwähnten
Vorgeschichte und des eingeleiteten Widerrufsverfahrens offensichtlich in erster Linie
unter dem Damoklesschwert der drohenden Wegweisungsmassnahme zu sehen und
somit nicht entscheidend. Zudem fällt auf, dass er auch im Zusammenhang mit dem
Raufhandel entgegen seinen Beteuerungen alkoholisiert war. Unter diesen Umständen
ist nicht ausschlaggebend, dass sein Vertrauensarzt aus "hausärztlicher Sicht" keine
Rückfallgefahr mehr sieht, weil er dessen Verfehlungen in erster Linie seinem damals
noch unreifen Charakter zuschreibt. An der Entfernung und Fernhaltung des
Beschwerdeführers besteht somit ein grosses sicherheitspolizeiliches und
generalpräventives Interesse, das nur durch entsprechend gewichtige private
Interessen aufgewogen werden könnte.
6.5. Ein solcher Umstand wäre insbesondere bei einer erfolgreichen Integration
gegeben. Dafür wäre in analoger Anwendung von Art. 77 Abs. 4 der Verordnung über
Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit (SR 142.201, abgekürzt VZAE) nötig, dass
der Ausländer die rechtliche Ordnung und die Werte der Bundesverfassung respektiert
sowie den Willen zur Teilnahme am Wirtschaftsleben und zum Erwerb der am Wohnort
gesprochenen Landessprache bekundet. Mit dem unbestimmten Rechtsbegriff der
geglückten Integration wird insbesondere auf ein grundsätzliches Legalverhalten
abgezielt. Mit anderen Worten ist in erster Linie zu prüfen, ob eine erhebliche
Straffälligkeit vorliegt (vgl. M. Spescha, in: Spescha/Thür/Zünd/Bolzli, Kommentar zum
Migrationsrecht, 3. Auflage, Zürich 2012, Rz. 5 zu Art. 50 AuG).
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6.5.1. Gegen seine erfolgreiche Integration sprechen in erster Linie seine wiederholten
Verurteilungen. Der Beschwerdeführer beging anfänglich zahlreiche Bagatelldelikte. Im
Jahr 2004 verursachte er einen Auffahrunfall. Im gleichen Jahr wurde er wegen Fahrens
mit Reifen mit ungenügendem Profil gebüsst. Im darauffolgenden Winter verursachte er
im Ausland einen Verkehrsunfall. 2005 wurde er gebüsst, weil er die Sicherheitsgurten
nicht trug, die Nebellichter missbräuchlich eingeschaltet hatte und auf der
Autobahneinfahrt auf dem Pannenstreifen fuhr. Im gleichen Jahr fuhr er mit defekten
Lichtern, ohne Fahrzeugausweis, ohne Kontrollschilder und ohne
Haftpflichtversicherung. Im Jahr 2007 fuhr er innerorts fast 20 km/h zu schnell. im Jahr
2010 verursachte er alsdann den erwähnten tödlichen Verkehrsunfall, den er auf seinen
Mitfahrer abzuschieben versuchte. Damit ist nicht bloss der Vorinstanz zuzustimmen,
dass sein strafrechtlichen Verhalten eine steigende Tendenz aufweist. Dazu kommt,
dass er sich selbst von der bedingt ausgesprochenen Freiheitsstrafe nicht davon
abhalten liess, weiterhin gegen die hiesige Rechtsordnung zu verstossen. Nach
wiederum anfänglichem Leugnen musste er zugeben, wiederum straffällig geworden zu
sein und jemanden - dieses Mal absichtlich mit einem gefährlichen Gegenstand -
verletzt zu haben.
6.5.2. Beruflich ist der Beschwerdeführer unbestrittenermassen integriert bzw. seit
Dezember 2010 temporär angestellt. Gemäss Anklageschrift verdient er dabei einen
Nettolohn von Fr. 3'000.-- pro Monat. Auf Grund der nachgereichten
Arbeitsbestätigung vom 8. Mai 2012 hat er Aussicht auf eine Festanstellung. Nach dem
Zwischenzeugnis der T. GmbH vom 1. Mai 2012 handelt es sich dabei um eine
unqualifzierte Tätigkeit in einer Produktion bzw. Abfüllerei (Abfüllen von chemischen
Substanzen, Bedienen und Unterhalt der Restwasseranlage, Verschliessen und
Etikettieren von Gebinden, etc.). Für das kleine Team, in dem arbeitet, ist er für die
Gruppenführer Ansprechspartner. Dass er damit eine Vorgesetztenfunktion erfülle, lässt
sich daraus allerdings nicht ableiten, wie sein Rechtsvertreter geltend macht.
6.5.3. Auch wenn der Beschwerdeführer zwischenzeitlich deutsch spricht, verbringt er
seine Freizeit ausschliesslich in seinem Kulturkreis mit Landsleuten. Daran ändert
nichts, dass er auch andere Schweizer und Ausländer kennt.
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6.5.4. Auf Grund des Gesagten hat die Vorinstanz - ohne dabei unrealistische
Anforderungen zu stellen - zu Recht angenommen, dass bei Würdigung der gesamten
Umstände beim Beschwerdeführer keine erfolgreiche Integration stattgefunden hat.
Zwar ist er willens, am Wirtschaftleben teilzunehmen, wobei er aktuell auch in der Lage
ist, zusammen mit seiner Ehefrau, die etwa den gleichen Lohn erzielt, für den Unterhalt
der Familie aufzukommen. Dies gilt zumindest, solange die Ehe kinderlos bleibt.
Massgebend ins Gewicht fällt aber, dass er immer wieder - zum Teil erheblich -
straffällig wurde.
6.6. Für den weiteren Verbleib des Beschwerdeführers spricht somit einzig noch, dass
er mit einer Landsfrau verheiratet ist, die ebenfalls über eine - von ihm unabhängige -
Aufenthaltsbewilligung verfügt. Vor ihrer jetzigen Erwerbstätigkeit, sie arbeitet derzeit
bei der gleichen Temporärfirma wie ihr Mann, war die 23-Jährige arbeitslos. Zudem hat
sie den Beschwerdeführer geheiratet, nachdem dieser den tödlichen Verkehrsunfall
verursacht hatte. Im Wissen um die Straftat mit Todesfolge mussten ihr die möglichen
fremdenpolizeilichen Konsequenzen bewusst sein bzw. sie konnte nicht damit rechnen,
dass sie die Ehe in der Schweiz werden leben können (BGer 2C_136/2012 vom
17. April 2012 E. 5.3). Davon abgesehen kann es ihr auch zugemutet werden,
zusammen mit ihrem Ehemann in ihr Heimatland zurückzukehren. Sie spricht die
Sprache ihres gemeinsamen Heimatlandes und ist mit der Kultur dort ebenfalls
vertraut, auch wenn sie länger als der Beschwerdeführer in der Schweiz lebt. Ihr
Asylgesuch wurde rechtskräftig abgewiesen, weshalb nicht massgebend ist, dass sie
die politische Lage in Sri Lanka heute noch immer als unsicher empfindet. Ihre
zwischenzeitlich eingetretenen ehelichen Probleme wollen sie mit Hilfe der Sozialen
Dienste Werdenberg gelöst haben, so dass sie ihre Beziehung vorübergehend auch
"living apart together" pflegen können - was im umgekehrten Fall häufig geltend
gemacht wird (vgl. Spescha, a.a.O., Rz. 2 zu Art. 49 AuG) -, bis der Beschwerdeführer
in ihrem Heimatland wieder eine Existenzgrundlage geschaffen haben wird.
6.7. Damit erweist sich die angefochtene Wegweisung als verhältnismässig, selbst
wenn sich die Ehefrau entschliessen sollte, (vorerst) dem Beschwerdeführer nicht in ihr
gemeinsames Heimatland zu folgen. Dass die Betroffenen in diesem Fall in affektiver
Hinsicht beeinträchtigt werden, versteht sich von selbst. Angesichts der Schwere der
Straftaten lässt dieser Umstand ein Absehen von der verfügten fremdenpolizeilichen
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Massnahme gleichwohl nicht als zwingend geboten erscheinen. Die Eheleute werden
ihre Beziehung zumindest mit den heutzutage für jedermann zugänglichen
Kommunikationsmitteln und mittels gegenseitigen Besuchen weiterhin aufrecht
erhalten können. Persönliche Besuche werden künftig selbst in der Schweiz möglich
sein, weil mit Inkrafttreten des neuen Ausländergesetzes per 1. Januar 2008 das
Instrument der Ausweisung mit Ausnahme der sogenannten politischen Ausweisung
gemäss Art. 68 AuG abgeschafft wurde. Anders als die altrechtliche Ausweisung stellt
ein Bewilligungswiderruf keine Fernhaltemassnahme mehr dar. Ein allfälliges
Einreiseverbot müsste vielmehr zusätzlich vom zuständigen Bundesamt verfügt werden
(Art. 67 AuG). Allein durch die hier streitige Massnahme werden Reisen in die Schweiz
zu Besuchszwecken bei Erfüllung der gesetzlichen Einreisevoraussetzungen nicht
verunmöglicht (VerwGE B 2011/16 vom 31. Mai 2011 E. 4.9.3., abrufbar unter:
www.gerichte.sg.ch). Da der Gattin andererseits zugemutet werden kann, mit dem
Beschwerdeführer auszureisen, sofern sie das will, liegt auch kein staatlicher Eingriff in
das Recht auf Familienleben bzw. keine Verletzung von Art. 8 der Europäischen
Menschenrechtskonvention (SR 0.101) vor (Hunziker, a.a.O., Rz. 10 zu Art. 62 AuG mit
Hinweisen). Allerdings verfügt die Ehefrau des Beschwerdeführers ohnehin über kein
gefestigtes Anwesenheitsrecht in der Schweiz, da sie weder Schweizerin ist, noch eine
Niederlassungs- oder Aufenthaltsbewilligung besitzt, die auf einem gefestigten
Rechtsanspruch (BGer 2C_141/2012 vom 30. Juli 2012 E. 4.1 mit Hinweisen) beruht.
Folglich gelangt Art. 8 EMRK in diesem Zusammenhang grundsätzlich nicht zur
Anwendung. Der ebenfalls angerufene Art. 17 des UNO-Pakts II (SR 0.103.2) bietet wie
Art. 13 Abs. 1 BV keinen über Art. 8 EMRK hinausgehenden Schutz (P. Uebersax, in:
Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser [Hrsg.], a.a.O., Rz. 7.129).
6.8. Der Beschwerdeführer reiste erst als 16-Jähriger in die Schweiz ein. Damit hat er
seine Schul- und im Wesentlichen seine Jugendzeit in Sri Lanka verbracht, was die
eigentlich lebensprägenden Jahre sind, auch wenn diese nach seinem Empfinden nicht
seine wichtigsten Lebensjahre waren. Damit ist ihm nicht bloss die Sprache, sondern
auch die Kultur seines Heimatlandes bestens vertraut. Zwar verbrachte er die letzten
12 Jahre in der Schweiz. Seine soziale Integration ist aber gleichwohl überwiegend auf
seine Landsleute begrenzt geblieben. Auch konnten ihn seine Familie, sein
Freundeskreis und selbst seine damals Verlobte nicht davon abhalten, straffällig zu
werden. In Sri Lanka hat er zumindest noch eine Verwandte, mit der er wieder Kontakt
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aufnehmen kann. An der Zumutbarkeit seiner Rückkehr ändern selbst die
Empfehlungsschreiben seiner Sozialberaterin und seines Hausarztes sowie der
Umstand nichts, dass er hier auch Leute ausserhalb seines Kulturkreises kennt. Das
gleiche gilt für die unbestrittene Tatsache, dass ihm in Sri Lanka nicht die gleichen
wirtschaftlichen Perspektiven offen stehen und die gleichen Sozialleistungen zustehen
werden. Dieser Umstand hat er seinem eigenen gesetzwidrigen Verhalten
zuzuschreiben, weshalb er die entsprechenden Einbussen eigenverantwortlich tragen
muss. Nicht massgeblich ist auch, dass er sonst seine Pflichten als Sohn erfüllt und
darüber hinaus seine Eltern finanziell unterstützt hat (VerwGE B 2010/126 vom
24. August 2010 E. 2.2., abrufbar unter: www.gerichte.sg.ch). Davon abgesehen, dass
im vorliegenden Fall eine Wegweisung bereits aus generalpräventiven Überlegungen
vertretbar ist, hat sich mit Blick auf die erneute Verurteilung gezeigt, dass sie die
einzige geeignete Massnahme ist, um eine erneute Gefährdung zu verhindern. Das
Gemeinwesen ist gehalten, sowohl die öffentliche Sicherheit (Art. 57 Abs. 1 BV), als
auch das Leben und die Gesundheit seiner Bewohner zu schützen (Art. 10 Abs. 1 Satz
1 und Art. 10 Abs. 2 je in Verbindung mit Art. 35 Abs. 2 BV). Eine blosse Verwarnung
macht, nachdem er nach der fahrlässigen Tötung wiederum einen anderen Menschen
verletzt hat, keinen Sinn mehr.
6.9. Aus dem Gesagten folgt, dass dem Beschwerdeführer zugemutet werden kann, in
sein Heimatland zurückzukehren, auch wenn dies für ihn - wie bereits ausgeführt - mit
beruflichen, wirtschaftlichen und familiären Nachteilen verbunden ist und seine Familie
belasten wird. Insgesamt überwiegt das öffentliche Interesse an seiner Wegweisung die
privaten Interessen des Beschwerdeführers am Verbleib in der Schweiz. Der Widerruf
bzw. die Nichtverlängerung seiner Aufenthaltsbewilligung erweist sich daher als
verhältnismässig.
7. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Vorinstanz die Aufenthaltsbewilligung
zu Recht im Sinn von Art. 62 lit. b AuG widerrufen bzw. nicht mehr verlängert hat. Da
dem Rekurs und der Beschwerde aufschiebende Wirkung zukommt, war der
Beschwerdeführer vorderhand weiterhin berechtigt, sich in der Schweiz aufzuhalten
(Art. 59 Abs. 2 VZAE). Nachdem die angesetzte Ausreisefrist zwischenzeitlich
abgelaufen ist, wird ihm das Migrationsamt wie von der Vorinstanz angeordnet eine
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neue angemessene Ausreisefrist ansetzen (Art. 66 Abs. 2 AuG). Die Beschwerde ist
folglich abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.
8. (...).
Demnach hat das Verwaltungsgericht