Decision ID: 856c7434-052e-5d94-a7f5-44b3cd38db67
Year: 2010
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Der Beschwerdeführer verliess eigenen Angaben zufolge auf dem Seeweg den Iran im Februar 2002 und gelangte nach Z._, wo er sich rund vier Monate aufhielt. Anschliessend reiste er mit dem Reiseziel Y._ auf einem Frachter weiter, verliess diesen an einem ihm unbekannten Ort und gelangte in der Folge am 18. Juli 2002 in einem LKW in die Schweiz, wo er drei Tage später um Asyl nachsuchte.
Nach einer Kurzbefragung in der Empfangsstelle (neu: Empfangs- und Verfahrenszentrum [EVZ]) X._ vom 23. Juli 2002 wurde der  für die Dauer des Verfahrens dem Kanton W._ zugewiesen. Die zuständige kantonale Behörde hörte den  am 26. August 2002 und 1. Oktober 2002 zu den Asylgründen an.
Zur Begründung seines Asylgesuches führte der Beschwerdeführer im Wesentlichen aus, er habe sich seit etwa sechs Jahren vor seiner  für andere Religionen interessiert. Er sei deswegen mit dem Ideologie-Politbeamten in Konflikt geraten. Wiederholt sei er verwarnt, schliesslich festgenommen (April 1998) und zu einem Jahr und drei Tagen Haft verurteilt worden. Aufgrund einer Amnestie sei er nach  Monaten entlassen worden. Auch habe er seine Arbeitsstelle  müssen. Nach seiner Freilassung habe er zunächst als  auf einer Insel gearbeitet und danach auf den Namen seines Schwagers in der Nähe der Universität von S. eine Druckerei eröffnet, ehe er anfangs Oktober 2000 für rund zehn Monate nach  umgezogen sei. Er sei in den Jahren 1999, 2000 und 2001  im Sommer nach V._ gereist, da er zum Christentum habe konvertieren wollen. Er sei dort am 6. Juli 2001 getauft worden. Drei Tage nach der Rückreise sei er anlässlich des Besuchs im Haus seines Vaters in S. von drei Beamten kontrolliert worden, wobei sein Pass beschlagnahmt und er auf den Polizeiposten mitgenommen  sei, wo man ihn mehrere Stunden verhört habe. Ungefähr einen Monat nach diesem Vorfall habe er seinen Wohnsitz nach S. verlegt. Am 24. Februar 2002 sei er bei seinem Onkel gewesen als sein Sohn B. ihn telefonisch informiert habe, dass Beamte die Wohnung  und eine grosse Anzahl christlicher Bücher beschlagnahmt . Auch sei seine Ehefrau festgenommen worden. Er habe sich da-
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raufhin bei seinem Grossvater versteckt und wenig später einen  Kollegen in einem entlegenen Nomadendorf aufgesucht. Vor diesem Hintergrund sei er schliesslich ausgereist.
B. Abklärungen bei den deutschen Behörden ergaben, dass der  am 25. Februar 2002 in Deutschland eingereist war und dort ein Asylgesuch gestellt hatte, welches erstinstanzlich als  abgewiesen worden war. Das gegen diesen Entscheid  Gerichtsverfahren wurde infolge Untertauchens des  am 27. Dezember 2002 eingestellt. Festgehalten  ausserdem, dass der Beschwerdeführer den deutschen  einen iranischen Reisepass übergeben hatte, welcher in der Folge dem BFF überwiesen wurde.
C. Zum Abklärungsergebnis wurde dem Beschwerdeführer unter  mit Schreiben des BFF vom 5. Dezember 2003 und 12. März 2004 das rechtliche Gehör gewährt. Auf die entsprechenden  vom 12. Januar 2004 sowie 26. März 2004 wird, soweit , in den Erwägungen eingegangen.
D. Das BFF stellte mit Verfügung vom 9. Juni 2004 fest, der  erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, und lehnte das  ab. Gleichzeitig verfügte es die Wegweisung des  aus der Schweiz und ordnete den Wegweisungsvollzug an.
Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, die Vorbringen des Beschwerdeführers genügten den Anforderungen an die  gemäss Art. 7 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) nicht, so dass die Asylrelevanz nicht geprüft werden . Die Darlegungen seien tatsachenwidrig, da sie in wesentlichen Punkten den gesicherten Erkenntnissen des BFF widersprechen  (Schilderungen zur Verhaftung und Verurteilung wegen  im Jahre 1998; widersprüchliche Angaben zur Dauer und den  des Gefängnisaufenthalts; Verurteilung durch ein ; Angaben im Zusammenhang mit der in V._  Taufe; Taufbescheinigung vermöge aufgrund der mühelosen  im Iran keinen asylrelevanten Sachverhalt nachzuweisen;  in Deutschland; Ausreiseumstände aus dem Iran). Die weiteren Vorbringen zu einer Verfolgung durch die Behörden we-
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gen des Besitzes verbotener Bücher und Schriftstücke seien ebenfalls unglaubhaft und würden der allgemeinen Erfahrung oder der Logik des Handelns widersprechen (Verkennung der politischen Gegebenheiten im Iran; Angaben zur Verhaltensweise nach Erlass eines Haftbefehls und anschliessenden Verhörs hinsichtlich der Aufbewahrung  Bücher sowie persönlicher Notizen zu Hause; Verleihung  Bücher an interessierte Freunde; Gefährdung aufgrund  Predigten). Aufgrund des Profils des Beschwerdeführers als  einfacher Konvertit sei eine solche Rolle nicht nachvollziehbar und verstärke den Eindruck, er konstruiere eine . Der Vollzug der Wegweisung sei durchführbar und zumutbar; ihm stünden keine triftigen Gründe entgegen.
E. Mit Beschwerde bei der damaligen schweizerischen  (ARK) vom 9. Juli 2004 beantragte der Beschwerdeführer durch seinen vormaligen Rechtsvertreter unter Kosten- und  die Aufhebung der angefochtenen Verfügung. Dem  sei die Flüchtlingseigenschaft zuzuerkennen und Asyl zu gewähren. Der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu , insbesondere sei von der Wegweisung gemäss Ziff. 4 (Vollzug) . Auf die Begründung der mit fremdsprachigen Beweismitteln untermauerten Beschwerde wird, soweit entscheidwesentlich, in den Erwägungen eingegangen.
F. Mit Zwischenverfügung vom 15. Juli 2004 wurde auf die Erhebung  Kostenvorschusses verzichtet und Frist zur Übersetzung der mit der Beschwerde eingereichten fremdsprachigen Beweismittel .
G. Nach gewährter Fristverlängerung kam der Beschwerdeführer mit  vom 13. August 2004 dieser Aufforderung nach und reichte  Beweismittel inklusive Übersetzungen ein (u.a. , Haftentlassung aus dem Gefängnis A., Dakty-Bogen und -Personalausweis des Gefängnisses A.). Ebenso fanden weitere Beweismittel mit Eingaben vom 27. August 2004 und 7. September 2004 Eingang in die Akten. Soweit entscheidwesentlich, wird darauf in den Erwägungen eingegangen.
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H. In seiner Vernehmlassung vom 10. Januar 2005 hielt das BFM an  Verfügung fest und beantragte die Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, das Ergebnis der im Einverständnis mit der ARK vorgenommenen Botschaftsabklärung im Iran (vgl. nachfolgend Bst. K.) stütze die bisherigen Erwägungen des BFM.
I. Am 31. Oktober 2005 wurde der Mandatswechsel durch den im  bezeichneten Rechtsvertreter angezeigt.
J. Mit Eingabe vom 24. April 2006 teilte der neu mandatierte  unter anderem mit, der Beschwerdeführer habe von Verwandten telefonisch von der Ermordung seines Sohnes B. durch zwei Basijis . Bei den Basij handle es sich um eine paramilitärische Miliz im Iran, die sich aus Freiwilligen rekrutiere und organisatorisch eine  der iranischen Revolutionsgarde seien. Obschon zum  keine gesicherten Informationen vorliegen würden, müsse davon ausgegangen werden, dass B. als Sohn des Beschwerdeführers einer Reflexverfolgung zum Opfer gefallen sei. Als Beweismittel wurden ein Obduktionsbericht, eine Todesanzeige sowie eine private  eingereicht.
K. In seiner ergänzenden Vernehmlassung vom 4. Juli 2006, worin das Bundesamt um Stellungnahme zur Eingabe vom 24. April 2006 (vgl. Bst. J) sowie um Zusammenfassung des Ergebnisses der  (vgl. Bst. H) im Hinblick auf die Gewährung des rechtlichen Gehörs gebeten wurde, hielt dieses an seiner Verfügung fest und  die Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, die Ergebnisse der im Rahmen des  vom BFM durchgeführten Botschaftsabklärung vom 23. November 2004 (entsprechende Zusammenfassung der  wird im vorinstanzlichen Dossier unter dem  A53/2 geführt) würden den erstinstanzlichen Entscheid  stützen. Insbesondere würden sie darauf verweisen, dass die Angaben des Beschwerdeführers zu seiner angeblichen behördlichen Verfolgung realitätsfremd und konstruiert seien. An dieser  ändere auch das Vorbringen des Beschwerdeführers nichts, wo-
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nach sein Sohn seinetwegen im Rahmen einer Reflexverfolgung  worden sein soll. So habe der Beschwerdeführer bisher keine eigene Verfolgung glaubhaft darzulegen vermocht, weshalb auch die von ihm für seinen angeblich ermordeten Sohn abgeleitete  ernsthaft bezweifelt werden müsse. Diese Zweifel würden  erhärtet, als dass der Beschwerdeführer den Tod seines Sohnes nicht mit einem offiziellen amtlichen Dokument belegen könne. Bei den eingereichten Schriftstücken – Kopie eines Obduktionsbefunds, eine Zeitungsanzeige sowie eine private Todesanzeige – handle es sich um äusserst manipulationsanfällige Schreiben, welche keinen  Beweiswert zu entfalten vermöchten. Damit seien weder die  Ermordung des Sohnes des Beschwerdeführers noch die  asylrelevanten Umstände seines angeblichen Todes .
L. Unter Beilage einer umfangreichen Dokumentation hinsichtlich der exilpolitischen Tätigkeit des Beschwerdeführers beantragte der Rechtsvertreter mit Eingabe vom 9. August 2006 für diesen die  der Flüchtlingseigenschaft aufgrund subjektiver  sowie die Anordnung der vorläufigen Aufnahme im Sinne von Art. 54 AsylG. Hinsichtlich der Begründung wird auf die Akten .
M. Nachdem der Beschwerdeführer am 15. Juli 2005 eine iranische Staatsangehörige geheiratet hatte, welche im Besitz einer  C ist, und ihm in der Folge vom Kanton W._ eine Aufenthaltsbewilligung B erteilt worden war, wurde er mit  vom 4. Dezember 2006 über seinen Rechtsvertreter angefragt, ob er an der Beschwerde festhalte oder diese allenfalls  gedenke.
N. Mit Eingabe vom 18. Dezember 2006 teilte der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers mit, dass dieser an der Beschwerde hinsichtlich der Flüchtlingseigenschaft festhalte. Ferner wurden weitere, noch nicht aktenkundige Beweismittel zu den Akten gereicht, die geeignet seien, die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers wegen subjektiver Nachfluchtgründe aus religiösen Gründen (missionarische Aktivitäten)
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herbeizuführen. Hinsichtlich der Begründung wird auf die Akten .
O. Im Rahmen einer ergänzenden Vernehmlassung, welche unter dem Gesichtspunkt von subjektiven Nachfluchtgründen des  mit politischem sowie religiösem Hintergrund durchgeführt , hob das BFM mit Verfügung vom 28. Mai 2009 die Ziff. 1, 4 und 5 seines Entscheids vom 9. Juni 2004 wiedererwägungsweise auf und hielt fest, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft und ordnete wegen Unzulässigkeit des Vollzugs der Wegweisung die  Aufnahme an.
P. Mit Instruktionsverfügung vom 3. Juni 2009 wurde der  angefragt, ob er an der Beschwerde (hinsichtlich Asyl) festhalte oder diese allenfalls zurückzuziehen gedenke. In seiner Antwort vom 22. Juni 2009 teilte der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers mit, dass dieser an der Beschwerde im Asylpunkt festhalte. Gleichzeitig wurde eine Kostennote eingereicht.
Q. Mit Instruktionsverfügung vom 28. Juli 2009 wurden dem  des Beschwerdeführer die bisher noch nicht zur Kenntnis  beiden Vernehmlassungen (vgl. Bst. H. und K), die  (A 41/6), die vom BFM erstellte Zusammenfassung der  (vgl. Bst. K) sowie die unter Abdeckung der geheim zu haltenden Stellen für Vergleichszwecke erforderliche  Stellungnahme des Vertrauensanwalts der Botschaft zur Replik . Auf die Stellungnahme vom 12. August 2009 wird, soweit , in den Erwägungen eingegangen.
R. Mit Eingabe vom 18. August 2009 wird die Kostennote des vormaligen Rechtsvertreters des Beschwerdeführers zu den Akten gereicht.
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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17.  2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht  gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde; es entscheidet auf dem  des Asyls endgültig (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des  vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
1.2 Das Bundesverwaltungsgericht hat am 1. Januar 2007 die  der bei der ARK hängigen Rechtsmittel übernommen. Das neue Verfahrensrecht ist anwendbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 VGG).
1.3 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht. Der  ist durch die angefochtene Verfügung berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Der Beschwerdeführer ist daher zur Einreichung der  legitimiert (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1, Art. 50 und 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten.
2. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
3. 3.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl. Als Flüchtling wird eine ausländische Person , wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu  bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen  ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung von Leib, Leben oder Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 AsylG).
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3.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft  oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender  für gegeben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich  sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG).
4. 4.1 Vorab ist festzuhalten, dass das BFM mit Verfügung vom 28. Mai 2009 dem Beschwerdeführer aufgrund subjektiver Nachfluchtgründe die Flüchtlingseigenschaft zuerkannt hat (vgl. Bst. O). Demnach ist die Beschwerde, soweit die Flüchtlingseigenschaft betreffend,  geworden. Nachdem ausdrücklich kein Beschwerderückzug erfolgt ist, bildet Gegenstand des vorliegenden Verfahrens einzig noch die Beurteilung der Frage der Asylgewährung (vgl. Bst. P).
4.2 In casu gelangt das Bundesverwaltungsgericht zum Schluss, dass der Beschwerdeführer im Zeitpunkt der Ausreise weder asylrelevanter Verfolgung ausgesetzt war noch begründete Furcht hatte, einer  ausgesetzt zu sein. Mithin erfüllte der Beschwerdeführer zu  Zeitpunkt die Voraussetzungen zur Zuerkennung der  nicht, weshalb das BFM das Asylgesuch zu Recht . Dabei wird die Konversion des Beschwerdeführers zum  vom Bundesverwaltungsgericht nicht bezweifelt. Hingegen  das Gericht – wie nachstehend noch aufzuzeigen sein wird – die geltend gemachte Verhaftung respektive den Gefängnisaufenthalt des Beschwerdeführers im Jahr 1998 weder in zeitlicher noch sachlicher Hinsicht als kausal für dessen Ausreise. Auf die in diesem  ergangenen Erwägungen der Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung oder die diesbezüglich in den Rechtsschriften mit diversen Beweismitteln untermauerten Ausführungen der Rechtsvertretung braucht mangels Asylrelevanz daher nicht eingegangen zu werden.
4.3 Die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 AsylG erfüllt eine  Person nach Lehre und Rechtsprechung dann, wenn sie Nachteile von bestimmter Intensität erlitten hat bzw. mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit und in absehbarer Zukunft begründeterweise  muss, welche ihr gezielt und aufgrund bestimmter  durch Organe des Heimatstaates oder durch nichtstaat-
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liche Akteure zugefügt worden sind bzw. zugefügt zu werden drohen (vgl. BVGE 2008/4 E. 5.2 S. 37; EMARK 2006 Nr. 18 E. 7 und 8 S. 190 ff.; EMARK 2005 Nr. 21 E. 7 S. 193). Aufgrund der Subsidiarität des flüchtlingsrechtlichen Schutzes setzt die Zuerkennung der  ausserdem voraus, dass die betroffene Person in  Heimatland keinen ausreichenden Schutz finden kann (vgl. BVGE 2008/4 E. 5.2 S. 37 f.; EMARK 2006 Nr. 18 E. 10 S. 201 ff.; EMARK 2005 Nr. 21 E. 7.3 S. 194 und E. 11.1 S. 201 f.). Ausgangspunkt für die Beurteilung der Flüchtlingseigenschaft ist die Frage nach der im  der Ausreise vorhandenen Verfolgung oder begründete Furcht vor einer solchen. Die Situation im Zeitpunkt des Asylentscheides ist jedoch im Rahmen der Prüfung nach der Aktualität der  ebenfalls wesentlich. Veränderungen der objektiven Situation im Heimatstaat zwischen Ausreise und Asylentscheid sind deshalb  und zulasten der das Asylgesuch stellenden Person zu be- rücksichtigen (vgl. BVGE 2008/4 E. 5.4 S. 38 f.; EMARK 2000 Nr. 2 E. 8a S. 20; WALTER STÖCKLI, Asyl, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser [Hrsg.], Ausländerrecht, Basel/Bern/Lausanne 2009, Rz. 11.17 und 11.18; WALTER KÄLIN, Grundriss des Asylverfahrens, Basel/Frankfurt a.M. 1990, S. 135 ff.).
4.4 Der Beschwerdeführer gab an, im November 1998 aus der Haft entlassen worden zu sein und seine Stelle als Polizeioffizier verloren zu haben. Aus den Akten ergeben sich keine Hinweise, wonach er bis zum erwähnten Vorfall vom 24. Februar 2002 (Hausdurchsuchung;  verbotener Bücher und Schriftstücke) ernsthaften Nachteilen im Sinne des Asylgesetzes durch staatliche Organe ausgesetzt gewesen ist. Zwar sei ihm nach mehreren Monaten im Herbst 1999 durch den Geheimdienst untersagt worden, seiner auf einer Insel als  ausgeübten Erwerbstätigkeit weiter nachzugehen, da er dort nicht hätte arbeiten dürfen. Dieses Verbot hinderte ihn jedoch nicht daran, nach S. – seinem Herkunftsort – zurückzukehren, um in der Nähe der dortigen Universität unter dem Namen seines Schwagers eine Druckerei zu eröffnen, die er bis zu seinem Wegzug nach Teheran zu Beginn des Monates Oktober im Jahr 2000 ohne nennenswerte Schwierigkeiten betrieben hat. Als Grund für seine Wohnsitzverlegung vermerkte er bloss, sein Haus sei beschattet und das Telefon  worden. Irgendwelche asylbeachtlichen Benachteiligungen für die Zeit seines ungefähr 10 Monate dauernden Aufenthaltes in  sind den Protokollen ebenfalls nicht zu entnehmen. Ferner kann die Passbeschlagnahmung einige Tage nach seiner Rückkehr aus
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V._ am 13. Juli 2001 im Hause seines Vaters in S., wo er sich zu Besuch aufhielt, sowie das in diesem Zusammenhang erfolgte mehrstündige Verhör nicht als relevantes Ereignis im Sinne der  Bestimmungen gewertet werden. Umstände wie die bloss rund eine Woche nach diesem Vorfall erfolgte Ausstellung eines neuen Passes sowie die rund einen Monat spätere Übersiedlung nach S.  zusätzlich auf, dass dem Beschwerdeführer ein  Leben in seinem Heimatland nicht unzumutbar erschwert oder gar verunmöglicht worden wäre. Erhärtet wird diese Sichtweise nicht  dadurch, dass der Beschwerdeführer im Besitze eines gültigen Reisepasses noch über ein halbes Jahr mit der Ausreise zuwartete, wobei die Akten für diesen Zeitraum keine Anhaltspunkte hinsichtlich allfälliger Behelligungen des Beschwerdeführers durch die Behörden enthalten.
4.5 In der angefochtenen Verfügung wird die geltend gemachte  Verfolgung wegen des Besitzes verbotener Bücher und Schriftstücke als unglaubhaft bezeichnet. Insbesondere legt die  ausführlich dar, weshalb das in diesem Zusammenhang vom Beschwerdeführer gezeigte Verhalten nicht mit den politischen  im Iran in Einklang zu bringen sei. Um Wiederholungen zu vermeiden, kann zum einen auf die diesbezüglichen, nicht zu  Ausführungen des BFF in der angefochtenen Verfügung verwiesen werden. Zum anderen ist ergänzend anzumerken, dass der Beschwerdeführer wiederholt und unmissverständlich als Beginn der behördlichen Verfolgung respektive Anlass der Flucht den 24. Februar 2002 – den Zeitpunkt der angeblichen Hausdurchsuchung – nannte (kantonales Protokoll S. 3, 7 und 9). Aufgrund des Ausreisestempels in seinem Reisepass steht aber unzweifelhaft fest, dass der  bereits einen Tag zuvor am 23. Februar 2002 über den  von Teheran ausgereist ist. Mithin erweisen sich seine  rund um die behauptete Hausdurchsuchung als nicht , da er sie nach dem Erwähnten ja gar nicht miterlebt haben konnte. Selbst wenn davon auszugehen wäre, dass sich der  im Datum der stattgefundenen Hausdurchsuchung  haben sollte – was aufgrund der Bedeutung dieses Ereignisses kaum nachvollziehbar wäre – spricht das Verhalten des  im Zusammenhang mit der Ausreise jedenfalls gegen seine  Gefährdungssituation. Es erscheint nämlich kaum , dass sich der Beschwerdeführer als angeblich gesuchte Person, insbesondere in Anbetracht der Schwere der von den Behörden gegen
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ihn erhobenen Vorwürfe, mit einem auf seinen Namen lautenden und mit seinem Foto versehenen Reisepass dem Risiko des  ausgesetzt haben soll, indem er ausgerechnet über den mit  Kontrollen ausgestatteten Flughafen von Mehrabad ausgereist ist. Der Erklärungsversuch in der Beschwerde, wonach der  dank internen Kenntnissen die strengen Ausreisekontrollen am Flughafen habe überwinden können, erweist sich als unbehelflich und überzeugt nicht: Als Polizeioffizier absolvierte der  seinen Dienst gemäss Akten jeweils nicht in Teheran sondern in anderen Gegenden des Irans.
4.6 Nachdem sich die Schilderungen des Beschwerdeführers über seine Ausreiseumstände (mehrtägiger Aufenthalt bei einem Freund in einem Nomadendorf vor der Ausreise, Überfahrt auf dem Seeweg nach Z._, viermonatiger Aufenthalt in Z._, Weiterreise nach Europa) aufgrund des Abklärungsergebnisses bei den  Behörden als nachweislich falsch erwiesen haben, bleibt –  der Motivation des Beschwerdeführers diesen Umstand den Schweizerbehörden gegenüber zunächst zu verschweigen – , dass er bis anhin überhaupt keine Unterlagen hinsichtlich des gegen ihn eingeleiteten und aus der Hausdurchsuchung  Verfahrens beigebracht hat. Erstaunlich erweist sich dies  deshalb, will doch sein Schwager (Ehemann der Schwester) als Untersuchungsoffizier bei den Ordnungskräften einen Blick in seine Akten geworfen und seinem Onkel gegenüber ausgerichtet haben, die Vorwürfe gegen ihn seien schwerwiegend. Auch will der  von einem ihn in Z._ besuchenden Freund über die  ihn erhobenen Anklagepunkte unterrichtet worden sein. Nicht  sind auf die Eingaben vom 24. April 2006 und 12. August 2009 hinzuweisen, aus denen hervorgeht, dass zwei Onkel des  als Polizeioffiziere tätig sind, und einer von ihnen gar als  im Gefängnis von A. seinen Dienst verrichtet, wo der  im Jahre 1998 eingesessen ist und diesbezüglich  Beweisunterlagen eingereicht hat (vgl. Bst. G). Vor diesem Hintergrund – die Zumutbarkeit und Möglichkeit der Beibringung von entsprechenden Unterlagen ist zu bejahen – ist mit der Vorinstanz  auszugehen, dass es sich bei dem vom Beschwerdeführer  Sachverhalt hinsichtlich der behaupteten asylrelevanten - und Bedrohungssituation im Zeitpunkt der Ausreise um ein Konstrukt handelt.
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4.7 Was die Gefährdungssituation des Beschwerdeführers im  des Urteils anbelangt, so wurde diesem Aspekt mit der  der Flüchtlingseigenschaft aufgrund subjektiver  mit religiös motiviertem Hintergrund (u.a. missionarische Aktivitäten in der Schweiz) Rechnung getragen. Soweit die Flüchtlingseigenschaft betreffend, ist die Beschwerde daher – wie bereits oben erwähnt (E. 4.1) – gegenstandslos geworden.
4.8 Zusammenfassend ergibt sich, dass das BFM dem  zu Recht das Asyl verweigert hat. Auf die übrigen  braucht bei dieser Sachlage nicht mehr eingegangen zu werden.
5. Die zuständige kantonale Behörde erteilte dem Beschwerdeführer  seiner Heirat eine Jahresaufenthaltsbewilligung (vgl. Bst. M). Damit ist die Beschwerde sowohl hinsichtlich der Wegweisung als auch hinsichtlich deren Vollzugs gegenstandslos geworden. Was die Anordnungen betreffend Wegweisung (Ziff. 3 des Dispositivs der  des BFF vom 9. Juni 2004) und Vollzug der Wegweisung (Ziffern 3 bis 6 des Dispositivs der Verfügung des BFM vom 28. Mai 2009) , so fallen diese ohne weiteres dahin (vgl. EMARK 2000 Nr. 30).
6. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung vom 9. Juni 2004 hinsichtlich der Frage der Asylgewährung  nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und  feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG). Die  ist somit – soweit sie durch die Verfügung des BFM vom 28. Mai 2009 (Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft) und den Eheschluss des Beschwerdeführers (Anordnung der Wegweisung) nicht  geworden ist – abzuweisen.
7. 7.1 Bei diesem Ausgang des Beschwerdeverfahrens sind die um zwei Drittel reduzierten Verfahrenskosten (Obsiegen hinsichtlich der  der Flüchtlingseigenschaft, der Wegweisung und deren , da Letzterer aufgrund der Anerkennung der  als unzulässig zu bezeichnen gewesen wäre) von Fr. 200.– dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG und Art. 5 des
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Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und  vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2]).
7.2 Dem Beschwerdeführer ist angesichts des teilweisen Obsiegens im Beschwerdeverfahren in Anwendung von Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 37 VGG für die Kosten der Vertretung und allfälligen weiteren  Auslagen eine Parteientschädigung zuzusprechen (vgl. auch Art. 7 Abs. 2 VGKE). Gemäss Kostennoten vom 22. Juni 2009 sowie vom 18. August 2009 (vgl. Bst. P und R) werden für das  Aufwendungen von (abgerundet) insgesamt Fr. 3'883.–  gemacht. Unter Berücksichtigung von Umfang und Schwierigkeit des vorliegenden Verfahrens erscheint dieser Betrag als angemessen. Die Parteientschädigung ist daher um einen Drittel gekürzt (siehe oben E. 7.1 sowie Art. 15 i.V.m. Art. 5 VGKE) auf Fr. 2'589.– (inkl.  und Mehrwertsteuer) festzusetzen.
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