Decision ID: 1623af46-dddf-5cf6-89bf-dc3f67904a03
Year: 2008
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Die Beschwerdeführer verliessen nach eigenen Angaben am 18. Juli 2001 den Heimatstaat legal mit Pässen und Schengen-Visa. Über  und Deutschland gelangten sie am 23. Juli 2001 illegal in die Schweiz, wo sie gleichentags um Asyl nachsuchten. Am 27. Juli 2001 fand die Erstbefragung im Empfangszentrum Vallorbe statt. Am 21. Februar 2002 wurde der Beschwerdeführer und am 19. April 2002 die Beschwerdeführerin von der zuständigen kantonalen Behörde zu den Asylgründen angehört.
Im Wesentlichen machte der Beschwerdeführer geltend, er stamme aus D._ und sei am 12. Februar 2001 der Partei E._ beigetreten. Am 9. März 2001 habe er an einer Massenkundgebung in Kiew teilgenommen und sei, neben anderen Teilnehmern, von der Miliz festgenommen worden. Da er sich geweigert habe, ein Geständnis zu unterschreiben, sei er misshandelt und einen Monat lang in Untersuchungshaft versetzt worden. Dank seines Anwalts sei er später nach D._ verlegt worden. Sein Rechtsvertreter habe ihm mitgeteilt, dass die Partei ihn als Mitglied ausgeschlossen habe, weil sie keine Häftlinge in ihren Reihen dulde. Am 22. oder 23. April 2001 sei der Beschwerdeführer mit der Auflage frei gelassen worden, seinen Wohnort nicht zu verlassen. Ungefähr einen Monat danach habe er wiederum an einer Kundgebung teilgenommen. Indessen sei es ihm beim Erscheinen der Miliz gelungen, sich rechtzeitig und unbehelligt nach Hause zu entfernen. Noch gleichentags sei er mit Freunden zum Fischen aufs Land gefahren. Dort habe er von seiner Frau erfahren, dass die Miliz eine Hausdurchsuchung vorgenommen und dabei alle Dokumente ausser dem Reisepass sowie dem  beschlagnahmt habe. Für die übrigen Aussagen des  wird auf die Akten verwiesen.
Im Wesentlichen machte die Beschwerdeführerin geltend, sie habe die Ukraine wegen der Probleme ihres Mannes verlassen. Nachdem die Miliz eine Hausdurchsuchung durchgeführt habe, sei sie am 22. Mai 2001 auf den Polizeiposten vorgeladen und zum Aufenthaltsort ihres Mannes befragt worden. Darauf sei die Miliz noch einige Male zu Hause erschienen, um sich nach dem Verbleib des Mannes zu erkundigen.
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Die Beschwerdeführer reichten ihre ukrainischen Reisepässe, zwei , einen Steckbrief, ein Flugblatt und eine polizeiliche  zu den Akten.
B. Mit Verfügung vom 11. Juli 2003 – eröffnet am 15. Juli 2003 – stellte das Bundesamt fest, die Vorbringen der Beschwerdeführer hielten den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit nicht stand, weshalb ihre  nicht geprüft werden müsse. Infolgedessen erfüllten die  die Flüchtlingseigenschaft nicht. Das Bundesamt  das Asylgesuch ab, verfügte gleichzeitig die Wegweisung der  aus der Schweiz und ordnete den  an.
C. Mit Beschwerde vom 14. August 2003 an die damals zuständige Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) beantragten die  die Aufhebung der angefochtenen Verfügung, die  der Flüchtlingseigenschaft sowie die Asylgewährung,  die Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zur persönlichen  und zum anschliessenden neuen Entscheid, subeventuell die Feststellung der Unzulässigkeit sowie Unzumutbarkeit der , verbunden mit der Anordnung der vorläufigen Aufnahme. In  Hinsicht wurde die Gewährung der unentgeltlichen  und der Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses . Die Beschwerdeführer reichten als Beweismittel zwei  von der Kundgebung vom 9. März 2001 und ein fremdsprachiges Schreiben eines Anwalts vom 30. Juli 2003 zu den Akten. Zudem  sie die Einreichung weiterer Beweismittel in Aussicht.
D. Mit Zwischenverfügung der damals zuständigen Instruktionsrichterin vom 1. September 2003 wurde auf die Erhebung eines  verzichtet und der Entscheid über die Gewährung der  Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des  vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Gleichzeitig wurden die Beschwerdeführer aufgefordert, innert fünfzehn Tagen die Übersetzung des eingereichten Dokuments nachzureichen.
E. Mit Eingabe vom 11. September 2003 gaben die Beschwerdeführer
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drei Dokumente mit Übersetzungen zu den Akten: eine  Bestätigung (analoges, wie mit der Beschwerde eingereichtes ; Original), eine schriftliche Verpflichtung und ein  (beides Fotokopien).
Mit Eingabe vom 13. November 2003 (Postaufgabe) reichten die  wiederum die Fotokopie der erwähnten schriftlichen Verpflichtung ein.
F. In seiner Vernehmlassung vom 28. Dezember 2005 hielt das  an seiner Verfügung fest und verneinte das Vorliegen einer schwerwiegenden persönlichen Notlage (im Sinne des mittlerweile  Art. 44 Abs. 3 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]).
G. Mit Zwischenverfügung vom 3. Januar 2006 wurde den  Gelegenheit geboten, sich zu den Feststellungen des  zu äussern und allfällige Gegenbeweismittel zu nennen und .
H. Mit Eingabe vom 17. Januar 2006 (Postaufgabe) nahmen die  zur Vernehmlassung des Bundesamtes Stellung. Mit ihrer Replik legten sie verschiedene Beweismittel (Zeugnisse, , mehrere Sympathieschreiben, Bestätigung, an den Vater des Beschwerdeführers gerichtete behördliche Schreiben vom _) ins Recht.
I. Am 5. April 2007 wurde den Beschwerdeführern mitgeteilt, dass das bei der ARK anhängig gemachte Beschwerdeverfahren per 1. Januar 2007 vom Bundesverwaltungsgericht übernommen worden sei und von der Abteilung V behandelt werde.
J. Mit Eingabe vom 1. Mai 2007 (Postaufgabe) reichten die  die Kopien von Deutsch-Diplomen, Arbeitszeugnissen und eines Ausweises der Tochter zu den Akten.
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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das  Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das  für Migration (BFM) gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts. Eine Ausnahme, was das Sachgebiet angeht, ist nicht gegeben (Art. 32 VGG). Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zuständig für die  der vorliegenden Beschwerde und entscheidet in diesem  endgültig (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des  vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die  erfolgt nach neuem Verfahrensrecht (vgl. Art. 53 Abs. 2 VGG).
1.2 Das Bundesverwaltungsgericht hat bei gegebener Zuständigkeit am 1. Januar 2007 die bei der ARK hängigen Rechtsmittel übernommen. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde.
1.3 Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die  oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen  und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
2. Die Beschwerde ist form- und fristgerecht eingereicht; die  sind legitimiert (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48, 50 und 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist mithin einzutreten.
3.
3.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl. Als Flüchtling wird eine ausländische Person , wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, wo sie zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu  bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen  ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung von Leib, Leben oder Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen
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Druck bewirken; den frauenspezifischen Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen (Art. 3 AsylG).
3.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft  oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender  für gegeben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich  sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG).
4.
4.1 In ihrer Rechtsmitteleingabe vom 14. August 2003 machen die  mit Bezug auf die Argumentation der Vorinstanz zur Begründung der Unglaubhaftigkeit der Vorbringen Folgendes geltend:
4.1.1 Der Beschwerdeführer wisse selber nicht mit Sicherheit,  er anlässlich der viel grösseren Demonstration in Kiew verhaftet worden sei, nicht jedoch anlässlich derjenigen in D._. Möglicherweise sei dies deshalb so geschehen, weil er in Kiew als Redner aufgetreten sei und die Miliz am Bahnhof gezielt Leute aus D._ angehalten habe. Die Kundgebung in D._ habe demgegenüber im Zusammenhang mit dem legalen, öffentlichen Auftritt eines Abgeordneten stattgefunden; zudem habe sich der Beschwerdeführer dort auch vorsichtiger verhalten.
4.1.2 Angesichts des von Korruption und mafiösen Machenschaften durchdrungenen ukrainischen Justizsystems sei die Entlassung aus der Untersuchungshaft trotz drohender zwölfjähriger Gefängnisstrafe durchaus vorstellbar. Mit Bezug auf die behördlich beschlagnahmten Dokumente bringt der Beschwerdeführer vor, er habe nie behauptet, Pass und Führerschein seien zum Zeitpunkt der Hausdurchsuchung auch zu Hause gewesen. Der Schluss des BFM sei falsch, die Miliz habe diese Dokumente absichtlich nicht mitgenommen und habe wohl kein echtes Verfolgungsinteresse. Tatsächlich sei der Pass bei seinen Eltern und der Führerschein in deren Auto verblieben, das er  benutzt habe.
4.1.3 Auch die fehlenden Kenntnisse des Beschwerdeführers über die Struktur seiner Partei seien kein Indiz gegen die Glaubhaftigkeit seiner
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politischen Aktivitäten. Wichtig sei ihm beim Parteibeitritt nicht die Doktrin der Organisation gewesen, sondern namentlich die , seiner Empörung über das Zugrunderichten seines Geschäfts Luft zu machen. Dass sich Parteikollegen nicht – beispielsweise mit der Hilfe von Nichtregierungsorganisationen – für den inhaftierten  eingesetzt hätten, hänge damit zusammen, dass solche Organisationen im Aufbau begriffen und wenig einflussreich seien. Zudem sei der Festnahmeort unbekannt gewesen und dem Beschwerdeführer bis zur Unterzeichnung des falschen Geständnisses sei jeder Aussenkontakt verweigert worden.
4.1.4 Nach der Haftentlassung habe sich der Beschwerdeführer  politisch engagiert, weil er sich unbedingt gegen die von ihm für eine Lüge gehaltene Ansicht eines Abgeordneten habe wehren wollen, wonach eine Union mit Russland die Misere im Lande beheben würde.
4.1.5 Dass den drei Parteiführern und Kundgebungsorganisatoren im Gegensatz zum Beschwerdeführer nichts geschehen sei, sei aus  Aussagen nicht abzuleiten.
4.1.6 Schliesslich habe die Vorinstanz die vom Beschwerdeführer  Folterungen und ihre Folgen bei der Beurteilung der  ausser Acht gelassen (vgl. Beschwerde S. 5). Insbesondere bei der kantonalen Anhörung, die ihn emotional sehr belastet habe, habe er sehr detailliert und alles andere als stereotyp die unmenschliche Behandlung durch Untersuchungsbehörden und Mithäftlinge .
4.1.7 Zu seiner landesweiten Verfolgung (vgl. Beschwerde S. 5) sei zu sagen, dass der Steckbrief in D._ geschrieben worden sei und bei Verschwinden einer gesuchten Person der Radius der Suche stufenweise erweitert werde. Es sei nicht erstaunlich, dass am provinziellen Grenzübergang zu Polen noch keine Meldung über die Suche nach dem Beschwerdeführer eingegangen sei – zumal er nicht als Schwerverbrecher gesucht worden sei – und er dort legal habe ausreisen können.
4.1.8 Hinsichtlich der Beweismittel (vgl. Beschwerde S. 5 f.) wird  gemacht, die eingereichten Fotografien seien entgegen der  der Vorinstanz datiert und – wenn auch kein Beweis für die geschilderte Verfolgung – jedenfalls ein Beleg für das politische  des Beschwerdeführers.
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4.1.9 Die fehlende Grundangabe auf der Vorladung der  spreche ebenfalls nicht gegen das Vorliegen einer  Verfolgung; die ukrainischen Justizbehörden müssten ihre Handlungsweise gegenüber niemandem rechtfertigen.
4.2 Nach Prüfung der Akten, kommt das Bundesverwaltungsgericht zum Schluss, dass die angefochtene Verfügung einer Überprüfung im Ergebnis insgesamt standhält. Die Vorinstanz hat in ihrer Verfügung nachvollziehbar und überzeugend aufgezeigt, weshalb die Vorbringen des Beschwerdeführers als im Wesentlichen unglaubhaft zu  sind. Im Einzelnen ist zwecks Vermeidung unnötiger  vorab auf die Erwägungen in der angefochtenen Verfügung zu . Die Ausführungen in der Beschwerdeschrift sind insgesamt nicht geeignet, die Einschätzung der Vorinstanz zu entkräften.
4.2.1 Soweit in der Beschwerde ausgeführt wird, der  sei an der Grossdemonstration gegen den damaligen  Kutschma selber als Redner aufgetreten (vgl. Beschwerde S. 3 und 4), ist nach Durchsicht der Anhörungsprotokolle festzuhalten, dass der Beschwerdeführer solches nie geltend gemacht hatte. Wäre dies tatsächlich der Fall gewesen, hätte er es kaum versäumt, dieses für die Begründung eines Asylgesuchs offensichtlich potenziell wichtige Sachverhaltselement bei der Befragung zu erwähnen. Zwar ist , dass der Beschwerdeführer – wie Tausende anderer Personen – bei jener Kundgebung anwesend war. Das Vorbringen, die Miliz habe am Bahnhof von Kiew gezielt Personen aus D._ angehalten (vgl. Beschwerde S. 4), hinterlässt aber einen unrealistischen und konstruierten Eindruck, zumal sich sowohl unzählige Kundgebungsteilnehmer aus anderen Ortschaften als auch viele andere Leute seinerzeit auf dem Bahnhof aufgehalten haben dürften, so dass die angebliche Gruppe aus D._ als solche kaum aufgefallen sein dürfte.
4.2.2 Das Bundesverwaltungsgericht schliesst sich weiter namentlich der Auffassung der Vorinstanz an, wonach das vom Beschwerdeführer geschilderte Verhalten der Partei gegenüber dem angeblich  Genossen, dessen Informationsstand betreffend die Organisation sowie auch die Freilassung unter den vom Beschwerdeführer geschilderten Umständen unlogisch und lebensfremd erscheinen. Dass dieser sein Heimatland ohne weiteres legal habe verlassen
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können, während er bereits mittels Steckbrief zur Fahndung ausgeschrieben gewesen sei, ist offensichtlich nicht glaubhaft.
4.2.3 Die beim BFM eingereichten Fotografien erwecken einen wenig authentischen Eindruck und weisen, wie von der Vorinstanz korrekt festgestellt, keine Datierung auf. Mit Bezug auf die anderen  Dokumente ist festzuhalten, dass nach Kenntnis des  Verfahrensdokumente aller Art im Heimatland der Beschwerdeführer ohne Aufwand käuflich erworben werden können, was deren Beweiswert grundsätzlich in Frage stellt. Die vorliegend eingereichten Unterlagen vermögen eine tatsächlich bestandene Verfolgungssituation umso weniger zu belegen, als es sich dabei teilweise um nicht verifizierbare Fotokopien oder um ohne ersichtliche Veranlassung angeblich lange Zeit nach der Ausreise der Beschwerdeführer erstellte Schriftstücke handelt.
4.3 Hinzu kommt Folgendes:
4.3.1 Der Beschwerdeführer führt seine angebliche persönliche  auf Vorkommnisse zurück, welche sich zur  des ukrainischen Präsidenten Kutschma – gegen den sich auch die Kundgebung vom 9. März 2001 gerichtet habe, die nach Wissen des Beschwerdeführers von Viktor Juschtchenko mitorganisiert worden sei (vgl. kantonales Anhörungsprotokoll Beschwerdeführer S. 16) –  haben sollen.
Im Zusammenhang mit den ukrainischen Präsidentschaftswahlen von 2004 mündeten die Ereignisse um die Stichwahl im November in die so genannte Orangefarbene Revolution, einen mehrwöchigen  Protest gegen Wahlfälschungen, nachdem zunächst der von  Kutschma (der nach zwei Amtszeiten nicht mehr kandidiert ) als Nachfolger vorgeschlagene Kandidat Viktor Janukowitsch zum Wahlsieger erklärt worden war. Nach einem Beschluss des Obersten Gerichts wurde die Stichwahl am 26. Dezember 2004 wiederholt. Am 10. Januar 2005 wurde der westlich orientierte Viktor Juschtchenko zum neuen Präsidenten der Ukraine ernannt.
4.3.2 Nach Lehre und Praxis ist der Zeitpunkt des Asyl-  Beschwerdeentscheids massgebend für die Beurteilung einer asylrelevanten Bedrohungssituation im Heimatland eines . Aus den Akten ergeben sich keine Hinweise auf zwingende Gründe im Sinne von Art. 1 C Ziff. 5 Abs. 2 des Abkommens vom
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28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30) aufgrund derer den Beschwerdeführern die Änderung der politischen Verhältnisse im Heimatland nicht entgegengehalten werden könnte (vgl. zum Ganzen auch Entscheidungen und  der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 1997 Nr. 14 S. 101 ff.).
Die angeblichen Befürchtungen des Beschwerdeführers vor  Verfolgungsmassnahmen wegen seines Engagements gehen den früheren Präsidenten Kutschma würden sich schon aufgrund dieser neuen politischen Situation im Heimatland nicht mehr als begründet erweisen.
4.4 Aufgrund der vorstehenden Erwägungen erübrigt es sich, auf die weiteren Ausführungen in der Beschwerdeschrift einzugehen, weil sie am Ergebnis nichts ändern können. Der rechtserhebliche Sachverhalt ist genügend erstellt, eine zusätzliche Befragung des  erweist sich als ebenso wenig erforderlich wie die beantragte Rückweisung der Akten an die Vorinstanz.
Zusammenfassend folgt, dass den Vorbringen des  sowohl die Glaubhaftigkeit als auch die flüchtlingsrechtliche  abzusprechen ist. Das Gleiche muss hinsichtlich der Angaben der Ehefrau gelten, welche sich vollumfänglich auf die vom  geltend gemachten Asylgründe abstützt. Die  hat das Asylgesuch demnach zu Recht abgelehnt.
5.
5.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an; dabei ist der Grundsatz der Einheit der Familie zu berücksichtigen (Art. 44 Abs. 1 AsylG). Ist der Vollzug der  nicht möglich, nicht zulässig oder nicht zumutbar, so regelt das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen  über die vorläufige Aufnahme von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]).
5.2 Der Vollzug ist nicht möglich, wenn die Ausländerin oder der  weder in den Herkunfts- oder in den Heimatstaat noch in einen Drittstaat verbracht werden kann. Er ist nicht zulässig, wenn
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völkerrechtliche Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen. Der Vollzug kann für Ausländerinnen oder Ausländer unzumutbar sein, wenn sie in Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage im Heimat- oder Herkunftsstaat konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 2 - 4 AuG).
5.3 Die Beschwerdeführer verfügen weder über eine  Aufenthaltsbewilligung noch einen Anspruch auf Erteilung einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (Art. 44 Abs. 1 AsylG; vgl. EMARK 2001 Nr. 21).
5.4
5.4.1 Niemand darf in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land  werden, in dem sein Leib, sein Leben oder seine Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet sind oder in dem die Gefahr besteht, dass er zur Ausreise in ein solches Land gezwungen wird (Art. 5 Abs. 1 AsylG). Gemäss Art. 25 Abs. 3 der  der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende  oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten vom 4. November 1950 (EMRK, SR 0.101) darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung  werden.
5.4.2 Die Vorinstanz wies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend darauf hin, dass der Grundsatz der Nichtrückschiebung nur Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen (vgl. MARIO GATTIKER, Das Asyl- und Wegweisungsverfahren, Bern 1999, S. 89). Da es den Beschwerdeführern nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non- im vorliegenden Verfahren keine Anwendung finden. Eine  der Beschwerdeführer in ihren Heimatstaat ist demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig.
5.4.3 Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen der  noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass sie für den Fall einer Ausschaffung in ihren Heimatstaat dort mit beachtlicher
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Wahrscheinlichkeit einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK  Strafe oder Behandlung ausgesetzt wären. Gemäss Praxis des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte sowie jener des -Folterausschusses müssten die Beschwerdeführer eine konkrete Gefahr ("real risk") nachweisen oder glaubhaft machen, dass ihnen im Fall einer Rückschiebung Folter oder unmenschliche Behandlung  würde (vgl. EMARK 2001 Nr. 16, S. 122, m.w.H.). Die allgemeine Menschenrechtssituation in ihrem Heimatstaat lässt den  zum heutigen Zeitpunkt klarerweise nicht als unzulässig erscheinen. Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung  im Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig.
5.5
5.5.1 Aus humanitären Gründen, nicht in Erfüllung völkerrechtlicher Pflichten der Schweiz, wird auf den Vollzug der Wegweisung auch , wenn die Rückkehr in den Heimatstaat für den Betroffenen eine konkrete Gefährdung darstellt. Eine solche Gefährdung kann  der im Heimatland herrschenden allgemeinen politischen Lage, die sich durch Krieg, Bürgerkrieg oder durch eine Situation  Gewalt kennzeichnet, oder aufgrund anderer , wie beispielsweise einer nicht zur Verfügung stehenden  medizinischen Behandlung, angenommen werden (vgl.  zum Bundesbeschluss über das Asylverfahren vom 22.  1990, BBl 1990 II 668).
5.5.2 Eine Situation, welche die Beschwerdeführer als "Gewalt- oder De-facto-Flüchtlinge" qualifizieren würde, lässt sich aufgrund der  Situation in der Ukraine nicht bejahen. Nach dem oben Gesagten ist nicht davon auszugehen, dass die Beschwerdeführer nach einer Rückkehr in ihr Heimatland relevanten Behelligungen ausgesetzt . Die Beschwerdeführer lebten und arbeiteten in der Stadt D._, wo sie zweifellos über ein soziales und berufliches Beziehungsnetz verfügen. Ihre Angehörigen leben nach wie vor im Heimatstaat. Angesichts ihrer beruflichen Ausbildung und Erfahrungen wird es ihnen möglich sein, sich in der Ukraine wieder eine Existenz aufzubauen.
Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung somit auch als zumutbar zu bezeichnen.
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5.6
5.6.1 Die bisherigen Bestimmungen betreffend vorläufige Aufnahme infolge einer schwerwiegenden persönlichen Notlage (Art. 44 Abs. 3-5 AsylG; Art. 14a Abs. 4bis ANAG) sind mit Änderung des Asylgesetzes vom 16. Dezember 2005 aufgehoben worden. Per 1. Januar 2007 ist eine neue Härtefallregelung in Kraft getreten, welche insbesondere eine Verschiebung der Zuständigkeit zur Prüfung des Vorliegens einer Notlage mit sich brachte: Gemäss Art. 14 Abs. 2 AsylG haben neu die Aufenthaltskantone bei Personen aus dem Asylbereich die Möglichkeit, bei Vorliegen eines schwerwiegenden persönlichen Härtefalles – unabhängig von der Hängigkeit des ordentlichen Asylverfahrens – eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen. Der Kanton, der von der Möglichkeit Gebrauch machen will, dem Ausländer mit Zustimmung des BFM gestützt auf Art. 14 Abs. 2 AsylG eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen, hat dies dem BFM unverzüglich zu melden (Art. 14 Abs. 3 AsylG). Der betroffene Ausländer hat nur im Zustimmungsverfahren Parteistellung (Art. 14 Abs. 4 AsylG). Gegen die Verweigerung der Zustimmung durch das BFM kann beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhoben werden.
5.6.2 Die Beschwerdeführer haben in ihren Eingaben auf ihre überdurchschnittlich gute Integration hingewiesen und verschiedene Unterlagen zum Beleg dieses Vorbringens zu den Akten gereicht. Das Bundesverwaltungsgericht ist nach dem oben Gesagten nicht mehr zuständig, das Vorliegen eines schwerwiegenden persönlichen Härtefalles zu prüfen. Dem zuständigen Aufenthaltskanton werden zusammen mit dem vorliegenden Urteil – zur gutscheinenden Verwendung, nicht im Sinne einer formellen Überweisung – auch Kopien der von den Beschwerdeführern unter diesem Titel eingereichten Dokumente zur Kenntnis gebracht.
5.7 Schliesslich obliegt es den Beschwerdeführern, sich bei der  Vertretung ihres Heimatstaates die für eine Rückkehr  Reisedokumente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG),  der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu bezeichnen ist.
5.8 Insgesamt ist auch die durch die Vorinstanz verfügte Wegweisung zu bestätigen. Die Vorinstanz hat deren Vollzug zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich erachtet. Nach dem Gesagten fällt eine  der vorläufigen Aufnahme ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1-4 AuG).
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6. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG). Die  ist deshalb abzuweisen.
7. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten von insgesamt Fr. 600.-- den Beschwerdeführern aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). In ihrer Eingabe beantragten sie den Erlass des Kostenvorschusses sowie die unentgeltliche Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG. Mit diesem Entscheid in der Sache selbst ist erstgenannte  gegenstandslos geworden. Nachdem gemäss Akten nach wie von der Bedürftigkeit der Beschwerdeführer auszugehen ist und die Beschwerde zum Zeitpunkt ihrer Einreichung nicht als aussichtslos im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG qualifiziert werden musste, ist dem  auf unentgeltliche Rechtspflege zu entsprechen und folglich auf die Auferlegung von Verfahrenskosten zu verzichten.
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