Decision ID: 8a5cf525-6a5e-4ffc-80fe-3c73c067c381
Year: 2010
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1 X._ wurde am ... 1978 in Italien geboren, wo er die Primarschule sowie die Oberstufe besuchte (Urk. 7/1). Im Juni 2004 reiste er in die Schweiz ein (Urk. 7/1) und war ab Juli 2004 bei der Y._ AG in Z._ als Hilfsgipser tätig (Urk. 7/1 und 7/6). Am 15. September 2006 war der Versicherte als Beifahrer in einen Auffahrunfall verwickelt. Er erlitt eine HWS-Distorsion und eine BWS-Hyperextension (Urk. 7/10/9). Die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) trat auf den Schaden ein und gewährte die versicherten Leistungen. Am 1. Oktober 2007 meldete sich der Versicherte bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, wegen starker Schmerzen am Hals und oberen Rücken nach Schleudertrauma zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an (Urk. 7/1). In der Folge zog die IV-Stelle den Auszug aus dem individuellen Konto (IK-Auszug) vom 22. Oktober 2007 (Urk. 7/6) sowie den Arbeitgeberbericht der Y._ AG vom 31. Oktober 2007 bei (Urk. 7/9). Ferner nahm sie den Arztbericht von Dr. med. A._, Allgemeine Medizin FMH, vom 4. November 2007 mit dem Bericht von Dr. med. B._, Rheumatologie und Innere Medizin FMH, vom 4. Juli 2007, dem Bericht des Spitals I._ vom 15. September 2006 sowie dem Bericht des Spitals C._ vom 6. März 2006 zu den Akten (Urk. 7/10). Weiter holte sie die Akten der SUVA ein (Urk. 7/11/1-90), unter anderem mit der ärztlichen Beurteilung durch den Kreisarzt Dr. med. D._, FMH für Chirurgie, (Urk. 7/11/4-5) und dem Bericht der kreisärztlichen Untersuchung vom 27. Juni 2007 (Urk. 7/11/9-11). Ebenso wurden ein undatierter Bericht von Dr. med. E._, Spezialarzt FMH für Chirurgie, (Urk. 7/13) sowie der Arztbericht von Dr. B._ vom 13. Februar 2008 (Urk. 7/27) beigezogen. Die SUVA stellte die Taggeldleistungen per 30. November 2007 ein (Urk. 7/16). Gegen diesen Entscheid liess der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt Peter Bolzli, am 7. Dezember 2007 Einsprache erheben (Urk. 7/65/2), welche mit unangefochten gebliebenem Entscheid vom 13. November 2008 abgewiesen wurde (Urk. 7/65).
1.2 Am 18. April 2008 erging der Vorbescheid durch die IV-Stelle (Urk. 7/40). Dieser sah die Abweisung des Leistungsanspruches vor. Gegen den Vorbescheid liess der Versicherte durch seinen Rechtsvertreter Einwände erheben (Urk. 7/41) und unter anderem beantragen, zwecks Bestimmung der Arbeitsfähigkeit des Versicherten in der angestammten sowie in einer behinderungsangepassten Tätigkeit sei ein versicherungsexternes medizinisches Gutachten einzuholen. Die IV-Stelle nahm in der Folge den Bericht von Dr. med. F._ vom 7. Juli 2008 (Urk. 7/55) inklusive eines Berichts der Klinik H._ vom 1. Juli 2008 (Urk. 7/55/7) und vom 4. Juni 2008 (Urk. 7/55/14) sowie einen Bericht von Dr. B._ vom 24. September 2008 (Urk. 7/58) zu den Akten. Am 3. November 2008 ordnete sie ein Gutachten durch Dr. med. G._, FMH Innere Medizin und Rheumaerkrankungen an (Urk. 7/63), welches dieser am 4. März 2009 erstattete (Urk. 7/66). Mit Verfügung vom 1. April 2009 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren von X._ ab (Urk. 7/71).
2. Dagegen liess X._ durch Rechtsanwalt Bolzli am 4. Mai 2009 Beschwerde erheben mit den Anträgen, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und die Sache sei zwecks weiterer medizinischer Abklärungen und anschliessender Neubeurteilung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Eventualiter sei die Beschwerdegegnerin anzuweisen, dem Beschwerdeführer, ausgehend von einem Invaliditätsgrad von 40 %, eine Viertelinvalidenrente auszurichten (Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 2. Juni 2009 beantragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde (Urk. 6 unter Beilage ihrer Akten, Urk. 7/1-75). Davon wurde der Beschwerdeführer am 3. Juni 2009 in Kenntnis gesetzt (Urk. 8).
3. Auf die Vorbringen der Parteien wird, sofern erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Strittig ist, ob die Beschwerdegegnerin ihrer Abklärungspflicht nachgekommen ist oder ob sie weitere medizinische Abklärungen vorzunehmen und hernach über den Rentenanspruch neu zu entscheiden hat.
1.2 Der Beschwerdeführer lässt vorbringen, dass laut dem Gutachter Dr. G._ „deutliche Hinweise“ für somatisch nicht erklärbare Beschwerden bestehen würden. Solche Beschwerden könnten auf eine psychosomatisch-psychiatrische Affektion abstützbar sein (Urk. 1 S. 7). Das von Dr. G._ diagnostizierte chronische „Schmerzsyndrom“ und die „schmerzvermittelnde Mimik und Gestik“ würden unter den Sammelbegriff der „somatoformen Schmerzstörungen“ fallen. Eine derartige Problematik könne nach ständiger Rechtsprechung durchaus unter den Begriff des sozialversicherungsrechtlichen Invaliditätsbegriffs subsumiert werden. Die von Dr. G._ erkannte psychisch/psychiatrische Problematik des Beschwerdeführers könne nicht einfach ausgeblendet werden. Bei Vorliegen eines solchen Beschwerdebildes bedürfe es vielmehr grundsätzlich weiterer Abklärungen, in der Regel der Einholung eines psychiatrischen Gutachtens, damit über das Ausmass der durch die Schmerzstörung verursachte Arbeitsunfähigkeit befunden werden könne (Urk. 1 S. 8).
1.3 Die Beschwerdegegnerin ihrerseits verneint dies und macht geltend, konkrete Hinweise für psychiatrische Affektionen seien weder in den medizinischen Vorakten noch im rheumatologischen Gutachten von Dr. G._ gemacht worden. Der Beschwerdeführer habe zur Begründung seines Rückweisungsantrages für die Durchführung von ergänzenden medizinischen/psychiatrischen Abklärungen einzig einen aus dem Gesamtzusammenhang gerissenen Satz im Gutachten von Dr. G._ herangezogen. Entgegen den Behauptungen des Beschwerdeführers weise Dr. G._ in seinem Gutachten weder auf deutliche somatoforme Schmerzstörungen noch auf andere psychische Störungen hin, so dass zurzeit die Frage von ergänzenden medizinischen/psychiatrischen Abklärungen nicht im Raum stehe (Urk. 6 S. 2).
2.
2.1 Am 1. Januar 2008 sind die im Zuge der 5. IV-Revision revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 6. Oktober 2006, der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) vom 28. September 2007, des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) sowie das Bundesgesetz über die Schaffung und die Änderung von Erlassen zur Neugestaltung des Finanzausgleichs und der Aufgabenteilung zwischen Bund und Kantonen (NFA) vom 6. Oktober 2006 in Kraft getreten. In materiellrechtlicher Hinsicht gilt jedoch der allgemeine übergangsrechtliche Grundsatz, dass der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen sind, die bei Erlass des angefochtenen Entscheids respektive im Zeitpunkt gegolten haben, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende Sachverhalt verwirklicht hat (vgl. BGE 127 V 467 Erw. 1, 126 V 136 Erw. 4b, je mit Hinweisen). Die angefochtene Verfügung ist am 1. April 2009 ergangen, wobei ein Sachverhalt zu beurteilen ist, der vor dem Inkrafttreten der revidierten Bestimmungen der 5. IV-Revision am 1. Januar 2008 begonnen hat. Daher und aufgrund dessen, dass der Rechtsstreit eine Dauerleistung betrifft, über welche noch nicht rechtskräftig verfügt wurde, ist entsprechend den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln für die Zeit bis 31. Dezember 2007 auf die damals geltenden Bestimmungen und ab diesem Zeitpunkt auf die neuen Normen der 5. IV-Revision abzustellen (vgl. zur 4. IV-Revision: BGE 130 V 445 ff.; Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 7. Juni 2006 in Sachen M., I 428/04, Erw. 1). Dies fällt materiellrechtlich jedoch nicht ins Gewicht, weil die 5. IV-Revision hinsichtlich der Invaliditätsbemessung keine substanziellen Änderungen gegenüber der bis 31. Dezember 2007 gültig gewesenen Rechtslage gebracht hat, so dass die zur altrechtlichen Regelung ergangene Rechtsprechung weiterhin massgebend ist (Urteil des Bundesgerichts in Sachen A. vom 19. Mai 2009, 8C_76/2009, Erw. 2). Im Folgenden werden die massgeblichen Gesetzesbestimmungen - soweit nichts anderes vermerkt ist - in der seit dem 1. Januar 2008 geltenden Fassung zitiert.
2.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG).
2.3 Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG).
2.4. Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 Erw. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt - was vor allem bei psychischen Fehlentwicklungen nötig ist -, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinandersetzung mit den Vorakten abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegebenenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 Erw. 5.1; 125 V 352 Erw. 3a, 122 V 160 Erw. 1c; U. Meyer-Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H. Fredenhagen, Das ärztliche Gutachten, 3. Aufl. 1994, S. 24 f.).
3.
3.1 Gemäss dem Bericht von Dr. B._ vom 13. Februar 2008 leidet der Beschwerdeführer seit Sommer 2005 an einer „seronegativen HLA-B27 positiven Spondarthropie mit entzündlichem Stammskelettbefall (Morbus Bechterew)“. Nach dem Auffahrunfall vom 15. September 2006 sei eine vorübergehende Verschlimmerung der Schmerzen im Bereiche der Halswirbelsäule (HWS) und der Brustwirbelsäule (BWS) eingetreten (Urk. 7/27). Die SUVA hat gestützt auf den kreisärztlichen Bericht von Dr. D._ (Urk. 7/11/4-5 sowie 7/11/9-11), ihre Leistungen per 30. November 2007 eingestellt (Urk. 7/16), weshalb davon auszugehen ist, dass die Verschlimmerung spätestens per 30. November 2007 behoben war.
3.2 Dr. G._ stellte in seinen Gutachten vom 4. März 2009 folgende Diagnosen: mit langdauernder Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (1) eine Spondylitis ankylosans Bechterew und ohne langdauernde Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (2) ein chronisch sich generalisierendes Schmerzsyndrom sowie (3) Nikotinkonsum von ca. 6 pack years. Aus somatischer Sicht nicht beurteilt hatte Dr. G._ (4) schmerzvermittelnde Mimik und Gestik. Sodann führte Dr. G._ aus, dass beim Beschwerdeführer deutliche Hinweise für nicht somatisch abstützbare Beschwerden bestehen würden. Diese Beschwerden könnten auf eine psychosomatisch-psychiatrische Affektion abstützbar sein, was jedoch nicht zwingend der Fall sein müsse. Hinweise für eine psychosomatisch-psychiatrischen Affektion seien in der ihm vorliegenden Dokumentation nicht namentlich erwähnt worden. Spätestens dann, wenn Einschränkungen der Leistungsfähigkeit mit einer psychosomatisch-psychiatrischen Affektion begründet würden, könne sich eine entsprechende Begutachtung anbieten (Urk. 7/66/19).
3.3 Dass beim Beschwerdeführer konkrete Anhaltspunkte für eine psychiatrische Erkrankung vorliegen würden, ergibt sich indes aus keinem der im Recht liegenden Arztberichten. Dem Bericht von Dr. A._ vom 4. November 2007 ist zu entnehmen, dass alle psychischen Ressourcen des Beschwerdeführers uneingeschränkt sind (Urk. 7/10/6). Ferner wird sowohl im (undatierten) Bericht des Spitals C._ (Urk. 7/13/6) als auch im Bericht von Dr. B._ vom 3. Juni 2008 betreffend die medizinische Zumutbarkeit der Arbeit (Urk. 7/52) festgehalten, dass die psychischen Ressourcen beziehungsweise Funktionen des Beschwerdeführers nicht eingeschränkt sind. Auch die neue Hausärztin des Beschwerdeführers, Dr. F._, kommt in ihrem Bericht an die IV-Stelle vom 7. Juli 2008 zum Schluss, dass die psychischen Ressourcen des Beschwerdeführers uneingeschränkt sind (Urk. 7/55/6).
3.4 Bei der Begutachtung stellte Dr. G._ beim Beschwerdeführer eine schmerzvermittelnde Mimik und Gestik mit Nachweis von 3 der 5 Waddell-Zeichen fest (Urk. 7/66/4). Diese Mimik und Gestik sei medizinisch nicht abstützbar und würde mit keinem bekannten somatischen Krankheitsbild übereinstimmen. Die vom Beschwerdeführer präsentierte schmerzvermittelnde Mimik und Gestik sei teilweise so grotesk ausgeprägt gewesen, dass er (Dr. G._) den Beschwerdeführer derart zu untersuchen hatte, dass dieser nicht immer realisieren konnte, auf welchen Körperabschnitt sich der Gutachter gerade konzentriert habe. Es liege eine deutliche Diskrepanz zwischen der subjektiven Einschätzung des Beschwerdeführers und den objektivierbaren Befunden vor (Urk. 7/66/11). Der Beschwerdeführer habe ihm gegenüber erklärt, dass er sich mit seinen derzeitigen Beschwerden kaum mehr in der Lage sehe, eine berufliche Tätigkeit auszuüben, nachdem er sich selbst im Haushalt als nicht mehr „unterstützend“ einstufe (Urk. 7/66/12).
4. Die Nichterklärbarkeit des demonstrativen Verhaltens des Beschwerdeführers beim Gutachter macht als solche noch keine psychiatrische Abklärung notwendig, nachdem sich in den Akten keine Hinweise auf eine ernsthafte psychische Störung finden. Damit ist auch keine weitere medizinische Abklärung angezeigt, umsoweniger, als die Empfehlungen von Dr. G._ zur Beeinflussung bzw. zur Linderung der Beschwerden (Urk. 7/66/18-19) weder eine Abklärung in psychiatrischer Hinsicht noch die Durchführung einer Psychotherapie enthalten. Im Übrigen sind die Schlussfolgerungen des Gutachters Dr. G._ hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers - seit Anfang November 2006 sei der Beschwerdeführer als Hilfsgipser zu 50 % arbeitsfähig, für eine angepasste Verweisungstätigkeit bestehe phasenweise, aber nicht immer, eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von maximal 20 % (Urk. 7/66/17-18) - von keiner Partei in Zweifel gezogen worden. Es ist somit darauf abzustellen, da das Gutachten sämtlichen Anforderungen an eine Expertise genügt sowie schlüssig und überzeugend ist. Daraus folgt, dass der Beschwerdeführer in der Tätigkeit als Hilfsgipser zu 50 % und in einer leidensangepassten Tätigkeit mindestens zu 80 % arbeitsfähig ist.
5.
5.1 Mit seinem Eventualantrag verlangt der Beschwerdeführer die Zusprechung einer Viertelsrente. Dabei ist strittig und vorab zu prüfen, ob das Valideneinkommen des Beschwerdeführers anhand des tatsächlichen letzten Verdienstes oder anhand der statistischen Tabellenlöhnen gemäss LSE zu bestimmen ist. Sodann verlangt der Beschwerdeführer beim Invalideneinkommen einen leidensbedingten Abzug von 25 % statt von 20 %.
5.2 Der Beschwerdeführer macht geltend, gemäss der Beschwerdegegnerin betrage sein Valideneinkommen, das heisst sein Einkommen in der letzten Tätigkeit als Hilfsgipser, Fr. 57'966.38. Damit liege dieses Valideneinkommen tiefer als das von der Beschwerdegegnerin eingesetzte Invalideneinkommen nach den Tabellenlöhnen gemäss den vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE), das bei einer 100%igen Hilfstätigkeit Fr. 60'144.-- betrage. Da der Beschwerdeführer aus invaliditätsfremden Gründen in der bisherigen Tätigkeit offensichtlich unterdurchschnittlich verdient habe, sei auch sein Valideneinkommen anhand der statistischen Tabellenlöhnen gemäss den LSE zu bestimmen (Urk. 1 S. 9). Die Beschwerdegegnerin weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass der Beschwerdeführer das von ihr ermittelte Valideneinkommen nicht gerügt habe (Urk. 6 S. 3).
6.
6.1 Der Einkommensvergleich gemäss Art. 28a Abs. 1 IVG (bis 31. Dezember 2007: Art. 28 Abs. 2 IVG) in Verbindung mit Art. 16 ATSG hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt. Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte miteinander zu vergleichen (BGE 128 V 30 Erw. 1; AHI 2000 S. 309 Erw. 1a mit Hinweisen). Wird eine Schätzung vorgenommen, so muss diese nicht unbedingt in einer ziffernmässigen Festlegung von Annäherungswerten bestehen. Viel-mehr kann auch eine Gegenüberstellung blosser Prozentzahlen genügen. Das ohne Invalidität erzielbare hypothetische Erwerbseinkommen ist alsdann mit 100 Prozent zu bewerten, während das Invalideneinkommen auf einen entsprechend kleineren Prozentsatz veranschlagt wird, so dass sich aus der Pro-zentdifferenz der Invaliditätsgrad ergibt (sogenannter Prozentvergleich; BGE 114 V 313 Erw. 3a mit Hinweisen; Urteile des Eidgenössischen Versicherungs-gerichtes in Sachen S. vom 21. August 2006, I 850/05, Erw. 4.2 und in Sachen G. vom 2. Dezember 2005, I 375/05, Erw. 3.2).
6.2 Bezog eine versicherte Person aus invaliditätsfremden Gründen (z.B. geringe Schulbildung, fehlende berufliche Ausbildung, mangelnde Deutschkenntnisse, beschränkte Anstellungsmöglichkeiten wegen Saisonnierstatus) ein deutlich unterdurchschnittliches Einkommen, ist diesem Umstand bei der Invaliditätsbemessung nach Art. 16 ATSG Rechnung zu tragen, sofern keine Anhaltspunkte dafür bestehen, dass sie sich aus freien Stücken mit einem bescheideneren Einkommensniveau begnügen wollte. Nur dadurch ist der Grundsatz gewahrt, dass die auf invaliditätsfremde Gesichtspunkte zurückzuführenden Lohneinbussen entweder überhaupt nicht oder aber bei beiden Vergleichseinkommen gleichmässig zu berücksichtigen sind. Diese Parallelisierung der Einkommen kann praxisgemäss entweder auf Seiten des Valideneinkommens durch eine entsprechende Heraufsetzung des effektiv erzielten Einkommens oder aber auf Seiten des Invalideneinkommens durch eine entsprechende Herabsetzung des statistischen Wertes erfolgen (BGE 135 V 58 Erw. 3.1 S. 59, 134 V 322 Erw. 4.1 S. 325 mit Hinweisen). Eine Parallelisierung ist indessen nur vorzunehmen, wenn die Differenz zum massgebenden Durchschnitt deutlich ist. Im Urteil 8C_652/2008 vom 8. Mai 2009 hat das Bundesgericht die bis anhin offengelassene Rechtsfrage betreffend die rechtsprechungsgemäss geforderte Höhe der Deutlichkeitsschwelle in dem Sinne beantwortet, dass der Erheblichkeitsgrenzwert der Abweichung des tatsächlich erzielten Verdienstes vom branchenüblichen LSE-Tabellenlohn, ab welchem sich eine Parallelisierung der Vergleichseinkommen im Sinne von BGE 134 V 322 Erw. 4.1 rechtfertigen kann, auf 5 % festzusetzen ist (Urteil 8C_652/2008 Erw. 6.1.2).
Sodann hat das Bundesgericht erkannt, dass hinsichtlich des Leidensabzugs, welcher praxisgemäss in einem gegenseitigen Abhängigkeitsverhältnis zu den Voraussetzungen der Einkommensparallelisierung steht, dieselben einkommensbeeinflussenden Faktoren nicht sowohl eine Parallelisierung als auch einen Leidensabzug zu begründen vermögen (BGE 135 V 297 Erw. 6).
6.3 Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durchschnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kürzen. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass versicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwerarbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten nurmehr beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ursprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Rechtsprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-) Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnitt-lichem Einkommen verwerten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25 % des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75).
7.
7.1 Der Vergleich des von der Beschwerdegegnerin ermitteltenden Valideneinkommens von Fr. 57'996.38 im Jahr 2007, das vom Beschwerdeführer betragsmässig nicht beanstandet wurde, mit dem Einkommen gemäss Tabellenlohn von Fr. 60'144.--, ergibt eine Differenz von rund 3,6 %. Entsprechend der vom Bundesgericht aufgestellten Grundsätze (s. Erw. 6.2) handelt es sich hier also nicht um ein deutlich unterdurchschnittliches Einkommen. Deswegen hat die Beschwerdegegnerin richtigerweise keine Parallelisierung der beiden Einkommen vorgenommen.
7.2 Auch nach der eigenen Berechnung des Beschwerdeführers ergäbe sich im vorliegenden Fall nur dann ein Invaliditätsgrad von 40 %, wenn sowohl eine Parallelisierung der Einkommen als auch ein leidensbedingter Abzug von 25 % beim Invalideneinkommen vorgenommen würden (Urk. 1 S. 9). Nun schliessen sich die Einkommensparallelisierung und die Gewährung des Leidensabzugs jedoch aus, wenn sie auf die gleichen einkommensbeeinflussenden Faktoren zurückzuführen sind, was vorliegend der Fall ist. Im Übrigen ist der von der Beschwerdegegnerin vorgenommene Leidensabzug von 20 % auch im Hinblick darauf, dass der Gutachter mit einer maximalen Einschränkung von 20 % auch in einer Verweisungstätigkeit gewissen - nur zeitweise auftretenden - Erschwernissen Rechnung getragen hat, grosszügig und trägt jedenfalls den Verhältnissen des Beschwerdeführers angemessen Rechnung.
8. Gestützt auf diese Erwägungen erweist sich die Beschwerde in jeder Hinsicht als unbegründet, weshalb sie abzuweisen ist.
9.
9.1 Gemäss dem seit 1. Juli 2006 in Kraft stehenden Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von Leistungen der Invalidenversicherung vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Abweichung von Art. 61 lit. a ATSG kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt.
9.2 Vorliegend erweist sich eine Kostenpauschale von Fr. 600.-- als angemessen. Ausgangsgemäss sind die Kosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.