Decision ID: e4780d16-c60f-4705-ae1d-484d06f6b7f1
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1960,
Reinigungsangestellte,
meldete sich am 24. Februar 2015
(Eingangsdatum)
aufgrund eines beidseitigen Fersensporns bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk.
6
/1
). Diese
tätigte medizinische und erwerbliche Abklärungen (
Urk.
6/10, 6/16-17, 6/21, 6/24
, 6/28-29
) und
zog
die Akten des Krankentaggeldversicherers bei (Urk. 6/7)
. Zudem wurde Beratung und Unter
stützung beim Erhalt des Arbeitsplatzes gewährt. Nach durchgeführtem
Vorbe
scheidverfahren
(Vorbescheid vom 2
8.
Juli 2016 [
Urk.
6/32], Einwand vom
9.
August 2016 [
Urk.
6/33], Begründung vom 1
4.
September 2016 [
Urk.
6/36]) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 1
8.
Januar 2016 (richtig: 2017
, vgl. auch das Aktenverzeichnis der Beschwerdegegnerin
) einen Anspruch der Versi
cherten auf eine Rente der Invalidenversicherung (
Urk.
2 [=6/40]).
2.
Dagegen erhob die Versicherte mit Eingabe vom 1
3.
Februar 2017 Beschwerde und be
antragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei ihr eine
halbe
Rente
der Invalidenversicherung
auszurichten. Eventualiter sei ihr eine
V
iertels
r
ente
auszurichten, eventualiter nach Durchführung einer Abklärung im Haushalt.
Subeventualiter
sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und die IV-Stelle zu verpflichten, eine Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit sowie eine Abklärung im Haushalt durchzuführen. Danach sei die IV-Stelle zu verpflichten
,
über den Anspruch auf beruflic
he Massnahmen oder aber eine IV
Rente zu verfügen.
Mit Beschwerdeantwort vom 1
7.
März 2017 beantragte die IV-Stelle die Abwei
sung der Beschwerde (
Urk.
5), was der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 2
1.
März 2017 angezeigt wurde (
Urk.
7).
Am
4.
September 2017 liess die Beschwerdeführerin die Berichte vom
4.
Juli und
4.
August 2017 der
B._
(
Urk.
9/1-2)
auf
legen (
Urk.
8), welche der Beschwerdegegnerin am
7.
September 2017 zur
Kenntnis gebracht wurden (Urk.
10)
3.
Auf die Vorbringen der Parteien sowie die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts;
ATSG).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung;
IVG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursach
te und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder
herstellen,
erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsren
te
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
1.4
Die regionalen ärztlichen Dienste (RAD) stehen den IV-Stellen zur Beurteilung der medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs zur Verfügung. Sie setzen die für die Invalidenversicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funkti
onelle Leistungsfähigkeit der Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im Aufgabenbereich auszuüben. Sie sind in ihrem medizinischen Sachentscheid im Einzelfall unabhängig (Art. 59 Abs. 2
bis
IVG). Nach Art. 49 IVV beurteilen die RAD die medizinischen Voraussetzungen des Leistungsan
spruchs. Die geeigneten Prüfmethoden können sie im Rahmen ihrer medizini
schen Fachkompetenz und der allgemeinen fachlichen Weisungen des Bundes
amtes frei wählen (Abs. 1). Die RAD können Versicherte bei Bedarf selber ärzt
lich untersuchen. Sie halten die Untersuchungsergebnisse schriftlich fest (Abs. 2; Urteil des Bundesgerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweis auf BGE 135 V 254 E. 3.5).
Die Funktion interner RAD-Berichte besteht darin, aus medizinischer Sicht
– gewissermassen als Hilfestellung für die medizinischen Laien in Verwaltung und Gerichten, welche in der Folge über den Leistungsanspruch zu entscheiden haben – den medizinischen Sachverhalt zusammenzufassen und zu würdigen, wozu namentlich auch gehört, bei widersprüchlichen medizinischen Akten eine Wertung vorzunehmen und zu beurteilen, ob auf die eine oder die andere Ansicht abzustellen oder aber eine zusätzliche Untersuchung vorzunehmen sei. Sie würdigen die vorhandenen Befunde aus medizinischer Sicht (Urteil des Bun
desgerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweisen).
RAD-Berichte sind versicherungsinterne Dokumente, die von Art. 44 ATSG betreffend Gutachten nicht erfasst werden; die in dieser Norm vorgesehenen Verfahrensregeln entfalten daher bei Einholung v
on RAD-Berichten keine Wir
kung
(Urteil des Bundesgerichts 8C_385/2014 vom 16. September 2014 E. 4.2.1 mit Hinweis auf BGE 135 V 254 E. 3.4).
Praxisgemäss kommt einer reinen Aktenbeurteilung des RAD im Vergleich zu einer auf allseitigen Untersuchungen beruhenden Expertise, welche auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und die Schluss
folgerungen widerspruchsfrei begründet, nicht der gleiche Beweiswert zu (Urteil des Bundesgerichts
8C_971/2012 vom 11. Juni 2013 E. 3.4).
Der Beweiswert von RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. 2 IVV ist mit jenem externer medizinischer Sachverständigengutachten vergleichbar, sofern sie den praxisgemässen Anforderungen an ein ärztliches Gutachten (
BGE 134 V 231
E. 5.1)
genügen und die Arztperson über die notwendigen fachlichen Qualifika
tionen verfügt (
BGE 137 V 210
E. 1.2.1). Allerdings kann auf das Ergebnis ver
sicherungsinterner ärztlicher Abklärungen – zu denen die RAD-Berichte gehö
ren – nicht abgestellt werden, wenn auch nur geringe Zweifel an ihrer Zuverläs
sigkeit und Schlüssigkeit bestehen (Urteil des Bundesgerichts 8C_197/2014 vom 3. Oktober 2014 E. 4.2 mit Hinweisen auf
BGE 139 V 225
E. 5.2;
135 V 465
E. 4.4 und E. 4.7).
2.
2.1
Im angefochtenen Entscheid wurde erwogen, dass die Beschwerdeführerin
gemäss den medizinischen Abklärungen
in der Ausübung ihrer angestammten Tätigkeit eingeschränkt sei.
In einer behinderungsangepassten Tätigkeit sei jedoch von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen. Weitere medizinische Abklärungen würden sich nicht aufdrängen.
Unter Zugrundelegung einer vollen Erwerbstätigkeit bestehe damit ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von 2
%
(Urk. 2).
2.2
Demgegenüber brachte die Beschwerdeführerin im Wesentlichen vor, gestützt auf die medizinischen Akten sei sie in einer angepassten, teils sitzenden, teils ebenerdig gehenden und kurzzeitig stehenden Tätigkeit lediglich zu 40 % arbeitsfähig. Zudem sei ihr ein leidensbedingter Abzug von 20 % einzuräumen. Infolgedessen bestehe Anspruch auf Ausrichtung einer halben
Rente der Invali
denversicherung
(
Urk.
1 S. 5-7). Eventualiter sei
sie als
zu 50 % arbeitsfähig
zu qualifizieren
und es sei ihr ein leidensbedingter Abzug von 20 % einzuräumen, weshalb eine
V
iertel
sr
ente
auszurichten sei. Sollte
demgegenüber das Gericht von einer vollst
ändigen Arbeitsfähigkeit ausgehen, so stehe ihr
ein leidensbe
dingter Abzug von 25 % zu, weshalb ebenfalls eine
Viertelsrente
auszurichten sei (
Urk.
1 S.
7
–8).
3.
3.1
I
m
Bericht vom 2
5.
Juni 2015 führt
e PD
Dr.
med.
Y._
, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates,
die
Diag
nose
therapieresistente
Fasciitis
plantaris
rechts
mit Auswirkungen auf die A
rbeitsfähigkeit auf
(
Urk.
6/16).
Dab
ei
sei bei
der Patientin eine operative Inter
vention keine zwingende Indikation.
Wenn die Möglichkeit bestehe, eine Arbeit mit grösstenteils sitzender Tätigkeit auszuüben, so brauche es keine Operation. Eine
solche
stütze sich lediglich auf den Beschwerdegrad ab. Wäre dieser so hoch, dass
eine Besserung nur durch eine Operation zu erwarten wäre, wäre die
Indikation korrekt. Aus
seiner
Sicht empfehle sich eine angepasste Tätigkeit
, z.B. in einer Wäscherei, bei der in sitzender Position eine Sortierung der Kleider durchgeführt werden könne.
3.2
Dr.
med.
Z._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie FMH,
nannte
in seinem Bericht vom
4.
August 2015
ebenfalls die
Diagnose
Fasziitis
plantaris
beidseits
auf (
Urk.
6/17
/1
)
. Er hielt fest, f
ür die
Patientin
bestehe dahingehend eine Einschränkung, dass sie
nicht lange stehen und schwere Sachen heben
könne
(Urk. 6/17
/2
). Die bisherige Tätigkeit sei aus medizinischer Sicht noch in einem zeitlichen Rahmen von 50
% zumutbar.
Die Einschränkung lasse sich durch die medizinische Massnahme einer Operation, welche durch
PD
Dr.
Y._
im
Verlauf geplant sei, vermindern
(
Urk.
6/17
/3
).
Dazu
,
welche Arbeiten der versicherten Person unter Berücksichtigung ihrer gesundheitlichen Einschränkungen in behinderungsangepasster
Tätigkeit noch zumutbar sind,
führte er aus
:
eine rein sitzende Tätigkeit sei ganztags möglich, eine rein stehende sowie vorwiegend im Gehen ausgeübte Tätigkeit sei nicht möglich und eine wechselbelastende Tätigkeit sowie eine
mit
Rotation im Sitzen und Stehen
verbundene Tätigkeit
sei im Umfang von 50
% möglich
. Dabei wür
den sämtliche Angaben seit Juli 2014 gelten
(
Urk.
6/17
/
5).
3.
3
Dr.
med.
A._
,
Facharzt Anästhesiologie / Interventionelle Schmerzmedizin,
B._
,
nannte mit Bericht
vom 1
7.
Mai 2016 (
Urk.
6/24
/
6)
einen über den
Nervus
t
ibialis
blockierbare
n
Schmerz
, einen
Ver
dacht auf Baxter-Neuropathie
sowie einen
Zustand nach
Plantarfaszienlösung
.
Seit 2014 würden Schmerzen im Bereich des rechten Fusses bestehen. In der Folge sei
en
Physiotherapie, Anpassung von losen Einlagen und Infiltration
und im Herbst 2015
eine operative Versorgung mit postoperativer Schmerzreduktion erfolgt, allerdings habe sich der bis anhin vorliegende Brennschmerz hin
zu einem stechenden Schmerz geändert. Aktuell bestehe kein Ruheschmerz, jedoch bereits bei Belastung mit Gewicht beginnende Schmerzen im Bereich der latera
len Fusskante vom
Rückfuss
bis zum
Vorfuss
sowie ein diskreter Schmerz im Fersenbereich. Bei stärkerer Belastung bestünde eine deutliche Schmerzzunahme im Bereich der Fussaussenkante. Parästhesien oder eine Überempfindlichkeit würden nicht beschrieben.
Eine Arbeitsunfähigkeit attestierte
Dr.
A._
nicht.
3.
4
In der Stellungnahme
des RAD-Arztes
Dr.
med.
C._
, Facharzt Chi
rurgie
,
vom 2
5.
Juli 2016 wurden
, g
estützt auf den Bericht von Dr.
A._
vom 1
7.
Mai 2016
(
Urk.
6/24)
, die
von diesem
auf
geführten
Diagnosen
mit dau
erhafter Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
genannt
(
Urk.
6/31
/3
)
. Dabei bestünden in Bezug auf
die bisherige Tätigkeit
der Beschwerdeführerin
als Rei
nigungsangestellte funktionelle
Einschränkungen. Tätigkeiten mit Heben, Tra
gen und Transportieren von Lasten, mit Ersteigen von Treppen, Leitern und Gerüsten, in kniender oder kniebeugender Körperhaltung sowie überwiegende Geh- und Stehbelastung sollte
n
vermieden werden.
In einer angepassten Tätigkeit gemäss Belastungsprofil bestehe
seit dem 27. Juni 2014 bis auf weiteres eine
10
0%-
ige
Arbeitsfähigkeit. Bei angepasster Arbeit sei eine vollschichtige Tätigkeit im Rahmen einer beruflichen Aktivität zumutbar, welche wechselbelastend, teils sitzend, teils ebenerdig gehend oder kurzzeitig stehend ausgeführt werden könne, wobei die Sitzphase wenn möglich mindestens 50 % ausmachen sollte. Das sporadische Anheben und Tragen von mittelschweren Gewichten (10 – 15 kg) sei ebenfalls zumutbar.
4.
4.1
Die ärztlichen Berichte stimmen bezüglich Befunderhebung und Diagnosestel
lung
im Wesentlichen
überein.
Es ist unbestritten, dass die Beschwerdeführerin
aufgrund ihrer Fussbeschwerden
in der angestammten Tätigkeit
als Reinigungs
angestellte
nur
eingeschränkt arbeitsfähig ist.
Während die Beschwerdegegnerin aber von einer vollständigen Arbeitsfähigkeit in angepassten Tätigkeiten aus
geht, machte die
Beschwerdeführerin geltend,
es bestehe lediglich eine 50%-
ige
Arbeitsfähigkeit, welche sich überdies auf das zuletzt ausgeübte 80%-Pensum beziehe, wodurch eine 40%-
ige
Arbeitsfähigkeit resultiere
(E. 2.2)
.
4.2
Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin ist gestützt auf die aufliegenden Akten von einer ungeschmälerten Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit aus
zugehen. Bereits der Orthopäde
Dr.
Z._
erachtete eine rein sitzende Tätigkeit als ganztags zumutbar (E. 3.2). Des Weiteren hielt der behandelnde Arzt,
Dr.
A._
,
B._
, zu Händen der Beschwerdegegnerin fest, es sei kein Ruheschmerz vorhanden; Gewichtsbelastungen würden jedoch zur Entstehung von Schmerzen führen (E. 3.3). Wenngleich die Fragestellungen der Beschwerdegegnerin ausdrücklich auch auf die Erkundigung nach der Leis
tungsfähigkeit der Beschwerdeführerin gerichtet waren (vgl. insbesondere 1.6 und 1.7;
Urk.
6/24/2), lassen sich im Bericht von
Dr.
A._
keinerlei Hin
weise dafür finden, dass aufgrund der geschilderten Problematik eine Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit in leidensangepassten Tätigkeiten bestünde. Der Arzt verzichtete denn auch darauf, eine Arbeitsunfähigkeit zu attestieren (E. 3.3). Dass RAD-Arzt Dr.
C._
eine vollschichtige Tätigkeit bei angepasster Arbeit (wechselbelastend, teils sitzend, teils ebenerdig gehend oder kurzzeitig stehend, mit möglichst 50%iger Sitzphase) als zumutbar erachtete (E. 3.4), ist vor diesem Hintergrund nicht zu beanstanden.
Hieran vermögen auch die von der Beschwerdeführerin im vorliegenden Beschwerdeverfahren eingelegten Berichte von
Dr.
A._
vom
4.
Juli und 8. August 2017 (
Urk.
9/1-2) nichts zu ändern. Gegenteils hielt
Dr.
A._
am
4.
Juli 2017 ausdrücklich fest (
Urk.
9/1), die Fussproblematik würde eine Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit sicherlich zulassen. Eine Einschrän
kung der Leistungsfähigkeit in Bezug auf leidensangepasste Tätigkeiten liesse sich ebenso wenig mit dem weiteren Bericht vom
8.
August 2017 (
Urk.
9/2) begründen. Im Übrigen ist darauf hinzuweisen, dass Grenze des richterlichen Beurteilungszeitraums die angefochtene Verfügung vom 18. Januar 2017 ist und seither neu eingetretene Tatsachen Gegenstand einer neuen Verfügung bil
den sollen (BGE 121 V 362).
4.3
Soweit die
Beschwerdeführerin
in ihren Ausführungen zur Arbeitsfähigkeit auf ihre
Tätigkeit als Reinigungsangestellte im
Sanatorium
O._
abstellte, ist festzuhalten, dass es sich hierbei nicht
um eine ihren Beschwerden angepasste Tätigkeit
handelt
. Auch der Arbeitsversuch in der Wäscherei
ist nicht als
ange
passte Tätigkeit
zu qualifizieren
, musste die Beschwerdeführerin dabei doch einen
Grosst
eil der Arbeit im Stehen verrichten
;
nur das Zusammenfalten der Wäsche konnte im Sitzen
erledigt
werden (
Urk.
6/26/3).
4.4
S
chliess
lich vermag die Beschwerdeführerin auch nichts aus der Telefonnotiz, wonach
Dr.
D._
eine sitzende Tätigkeit zu 50
%
als gut bezeichnet habe (
Urk.
6/26/4), zu ihren Gunsten abzuleiten (
Urk.
1 S. 7f.), fand doch die genann
te Besprechung im Rahmen der Eingliederungsberatung im Frühjahr 2015 statt, lange bevor die Beschwerdegegnerin bei den behandelnden Ärzten Berichte zum Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin einholte.
Mithin vermögen die Vorbringen der Beschwerdeführerin die Einschätzung des RAD nicht in Frage zu stellen. Weitere medizinische Abklärungen erübrigen sich damit.
5.
5.1
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkom
men), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkom
mensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypo
thetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkom
mensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
5.2
Für die Bemessung des
Valideneinkommens
ist entscheidend, was die versi
cherte Person im rele
vanten Zeitpunkt nach dem Beweisgrad der überwie
genden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich erzielen würde und nicht, was sie bestenfalls verdienen könnte. Die Ermittlung des
Valideneinkommens
muss so konkret wie möglich erfolgen. Da die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden erfahrungsgemäss fortgesetzt worden wäre, ist in der Regel vom letzten Einkommen auszugehen, das vor Eintritt der Gesund
heitsschädigung erzielt wurde (SVR 2008 IV Nr. 35 S. 118 E. 3.2.2). Dies setzt freilich voraus, dass die versicherte Person noch am entsprechenden Arbeits
platz beschäftigt wäre. Falls sie unabhängig von ihren gesundheitlichen Beschwerden nicht mehr an der gleichen Arbeitsstelle tätig wäre – beispiels
weise wegen Stellenabbau aus strukturellen Gründen -, kann der vor Eintritt der Invalidität konkret bezogene Lohn nicht mehr zur Bestim
mung des
Vali
deneinkommens
herangezogen werden. In einem solchen Fall ist danach zu fragen, welche Tätigkeit eine versicherte Person im Gesundheitsfall ausüben würde und welches Salär sie damit erzielen könnte.
Hiezu
kann auf lohnsta
tistische Angaben zurückgegriffen und ein Tabellenlohn herangezogen wer
den (vgl. dazu Urteile des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 19. April 2006, I 175/06, E. 3 und vom 15. April 2003, I 1/03, E. 4.3).
Die Beschwerdegegnerin
hat gestützt auf den
Auszug aus dem
individuellen Konto festgestellt,
dass die Beschwerdeführerin im Jahr
2013 einen Jahreslohn von Fr. 54'179.
--
erzielte, während dieser im Jahr 2014
gemäss Arbeitgeber
mit Fr.
42’231
.--
ausfiel (
Urk.
6/29
/
3
, 6/30, 6/10/3
). Deshalb qualifizierte sie die Beschwerdeführeri
n
bei Eintritt der gesundheitlichen Beeinträchtigung als voll erwerbstätig (
Urk.
2). Diese Einschätzung ist nicht zu beanstanden
.
Als
Validen
einkommen
ist daher das Einkommen aus dem Jahr 2013 heranzuziehen, wel
ches das letzte Einkommen vor Eintritt der Gesundheitsschädigung widerspie
gelt. Angepasst an die Entwicklung der Nominallöhne für weibliche Angestellte von 2'648 Punkten im Jahr 2013 auf 2'686 Punkte im Jahr 2015
(
vgl. die auf der Website des Bundesamtes für Statistik [www.bfs.admin.ch] unter „Statisti
ken finden“ unter der Rubrik „03 – Arbeit und Erwerb“ und der Unterrubrik „Löhne, Erwerbseinkom
men und Arbeits
kosten“ publizierten Lohnentwick
lungsdaten)
ergibt dies ein Jahreseinkommen von rund Fr. 54'957.--. Damit ist dem Einkommensvergleich ein
Valideneinkommen
in dieser Höhe zugrunde zu legen.
5.3
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens können nach der Rechtspre
chung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch her
ausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139
V
592
E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2, 129 V 472 E. 4.2.1,
126 V 75 E. 3b). Dabei sind grundsätzlich die im Verfügungszeitpunkt aktuellsten veröffentlichten Tabellen der LSE zu verwenden (Urteile des Bundesgerichts 9C_699/2015 vom 6. Juli 2016 E. 5.2, 8C_78/2015 vom 10. Juli 2015 E. 4 und 9C_526/2015 vom 11. September 2015 E. 3.2.2; zur Verwendung der aktuellsten statistischen Daten bei Rentenrevisionen vgl. BGE 142 V 178 E. 2.5.8.1 und BGE 133 V 545 E. 7.1). Der
Beizug
der
Lohnstatistik erfolgt nur, wenn eine Ermittlung des Inva
lideneinkommens aufgrund und nach Massgabe der konkreten Gegebenheiten des Einzelfalles nicht möglich ist (
vgl. BGE 142 V 178 E. 2.5.7, 139 V 592 E. 2.3,
135 V 297 E. 5.2; vgl. auch Meyer/Reichmuth, IVG, 3. Aufl., N 55 und 89 zu Art. 28a, mit weiteren Hinweisen auf die Rechtsprechung).
Die Beschwerdeführerin ist derzeit in ihrer angestammten Tätigkeit als Mitarbei
terin Reinigungsdienst zu 40 % arbeitstätig (
Urk.
6/28). Wie oben ausgeführt, wäre in einer angepassten Tätigkeit eine 100%-
ige
Arbeitstätigkeit zumutbar
(E. 4)
. Im Falle der Beschwerdeführerin erfolgt daher keine
vollständige
Verwertung der Restarbeitsfähigkeit, weshalb für die Bestimmung des Invalidenlohnes nicht auf das tatsächlich erzielte Einkommen als Mitarbeiterin Reinigungsdienst im 40 % Pensum
abzustellen
, sondern
ein statistischer Tabellenlohn heranzuziehen
ist
. Angesichts der fehlenden beruflichen Ausbildung der Beschwerdeführerin und vor dem Hintergrund, dass Arbeitsplätze, an denen Tätigkeiten zu verrich
ten sind, die dem vom RAD erstellten Belastungsprofil entsprechen, in allen Branchen bestehen, ist auf den branchenunabhängigen Lohn für Hilfsarbeiten (Zentralwert), Kompetenzniveau 1, abzustellen und somit von einem standardi
sierten monat
lichen Einkommen von Fr. 4'300.--
auszugehen (LSE 2014, Tabelle TA1, TOTAL, Kompetenzniveau 1, Frauen). Aufgerechnet auf die durchschnittli
che betriebsübliche Arbeitszeit vo
n 41.7 Stunden pro Woche
(vgl. Bundesamt für Statistik, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, A-S) und angepasst an die Ent
wicklung der Nominal
löhne für
weibliche Angestellte von 2‘673
Punkten
im Jahr 2014 auf 2‘686 Punkte im Jahr 2015
(vgl. die auf der Website des Bundesamtes für Statistik [www.bfs.admin.ch] unter „Statistiken finden“ unter der Rubrik „03 – Arbeit und Erwerb“ und der Unterrubrik „Löhne, Erwerbseinkom
men und Arbeitskosten“ publizierten Lohnentwick
lungsdaten)
ergibt dies bei einem – der Beschwerdeführerin zumutbaren Beschäftigungsgrad
von 100 % - ein Bruttoeinkommen von rund 54‘054.-- (Fr. 4‘300.-- / 40 x 41.7 x 12 / 2‘673 x 2‘686).
5.4
Bei einem
solchermassen
ermittelten Invalideneinkommen
von Fr. 54'054.--
resultiert im Vergleich zum
Valideneinkommen
von
Fr. 54'957.--
eine
Erwerbs
einbusse
von Fr. 903.--, was
einem
rentenausschliessenden
Invali
ditätsgrad
von rund 2 % entspricht
.
5.5
In
casu
kann offengelassen werden, ob der Beschwerdeführerin darüber hinaus ein leidensbedingter Abzug zu gewähren
wäre
. Ein solcher Abzug ist unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen und darf 25 % nicht übersteigen (BGE 135 V 297 E. 5.2; 134 V 322 E. 5.2 und 126 V 75 E. 5b/
bb
-cc). Da der Einkommensvergleich bei der Beschwerdeführerin zu einem rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von 2 % führt, würde selbst die Gewährung eines maximalen leidensbedingten Abzuges
von 25 %
keinen rentenbegründenden Invaliditätsgrad ergeben.
5.
6
In Anbetracht der gemachten Ausführungen ist d
ie
angefochtene Verfügung daher nicht zu beanstanden, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.
6.
Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 600.
--
festzulegen und ausgangsgemäss von der Beschwerdeführerin zu tragen (
Art. 69 Abs. 1
bis
IVG
).
Das Gericht
erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
600
.-- werden
der Beschwerdeführerin
auferlegt.
Rechnung und Einzahlungsschein werden
der
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwältin Christine Fleisch
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4.