Decision ID: f8470859-c2fa-48eb-8ddf-eb7d125400cb
Year: 2022
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass der Beschwerdeführer, ein in Deutschland geborener libyscher
Staatsangehöriger, am (...) Mai 2022 in der Schweiz um Asyl nachsuchte,
dass er einen libyschen Reisepass und diverse Unterlagen in Kopie aus
Deutschland, aus der B._ und aus Libyen einreichte,
dass ein Abgleich mit der europäischen Fingerabdruck-Datenbank (Zent-
raleinheit Eurodac) ergab, dass er am (...) April 2021 in Italien illegal in das
Hoheitsgebiet der Dublin-Staaten eingereist war und am 26. Juli 2021 in
Deutschland um Asyl ersucht hatte,
dass er am 16. Mai 2022 die ihm zugewiesene Rechtsvertretung bevoll-
mächtigte,
dass das SEM am 27. Mai 2022 die Personalienaufnahme vornahm und
am 7. Juni 2022 mit ihm das persönliche Gespräch nach Art. 5 der Verord-
nung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom
26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfahren zur Bestimmung
des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines von einem Drittstaatsangehö-
rigen oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat gestellten Antrags auf inter-
nationalen Schutz zuständig ist (nachfolgend: Dublin-III-VO), führte,
dass ihm dabei auch das rechtliche Gehör zur mutmasslichen Zuständig-
keit Italiens oder Deutschlands für die Behandlung seines Asylgesuchs so-
wie zu seinem Gesundheitszustand gewährt wurde,
dass die Vorinstanz am 7. Juni 2022 ein Informationsersuchen an die deut-
schen Behörden richteten, welches unbeantwortet blieb,
dass die Vorinstanz gleichentags die italienischen Behörden um Über-
nahme des Beschwerdeführers gestützt auf Art. 18 Abs. 1 Bst. b Dublin-III-
VO ersuchte,
dass die italienischen Behörden das Gesuch gestützt auf die gleiche Be-
stimmung am 20. Juni 2022 guthiessen,
dass das SEM mit Verfügung vom 20. Juni 2022 – eröffnet tags darauf – in
Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG (SR 142.31) auf das Asylge-
such nicht eintrat, die Wegweisung des Beschwerdeführers aus der
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Schweiz nach Italien anordnete und ihn aufforderte, die Schweiz spätes-
tens am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen,
dass es gleichzeitig feststellte, einer allfälligen Beschwerde gegen den Ent-
scheid komme keine aufschiebende Wirkung zu, und die Aushändigung
der editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis verfügte,
dass die Rechtsvertretung ihr Mandat am 23. Juni 2022 niederlegte,
dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 27. Juni 2022 gegen diese
Verfügung beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob,
dass er beantragte, die Verfügung sei aufzuheben und das SEM anzuwei-
sen, sich für das Asylverfahren für zuständig zu erklären, eventualiter sei
die Sache wegen Verletzung des rechtlichen Gehörs an die Vorinstanz zu-
rückzuweisen,
dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht um Erteilung der aufschiebenden
Wirkung der Beschwerde und Aussetzung des Vollzugs sowie um Gewäh-
rung einer angemessenen Nachfrist zur Beschwerdeergänzung ersuchte,
dass er weiter beantragte, es sei auf die Erhebung eines Kostenvorschus-
ses zu verzichten und ihm die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren,
dass die Eingabe vom 27. Juni 2022 den Anforderungen an eine Be-
schwerde nicht genügte, weil sie keine hinreichende Begründung enthielt,
dass die Instruktionsrichterin mit Verfügung vom 28. Juni 2022 einstweilen
auf die Erhebung eines Kostenvorschusses verzichtete, der Beschwerde
die aufschiebende Wirkung erteilte und den Beschwerdeführer unter An-
drohung des Nichteintretens auf die Beschwerde aufforderte, innert drei
Tagen ab Erhalt der Zwischenverfügung eine Beschwerdeverbesserung
einzureichen,
dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 1. Juli 2022 eine Beschwer-
deergänzung einreichte, welcher er Akten betreffend sein Asylverfahren in
Deutschland und medizinische Unterlagen betreffend seine in Deutschland
lebende (...) beilegte,
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und zieht in Erwägung,
dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der Re-
gel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-
gen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31‒33
VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),
dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-
men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein
schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-
rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105
AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),
dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-
treten ist (Art. 108 Abs. 3 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG),
dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher
Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-
ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich,
wie nachfolgend aufgezeigt wird, um eine solche handelt, weshalb das Ur-
teil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),
dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-
zichtet wurde,
dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich
Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und
unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt
werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),
dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asylsu-
chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des
Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a
Abs. 1 Bst. b AsylG),
dass gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO jeder Asylantrag von einem einzi-
gen Mitgliedstaat geprüft wird, der nach den Kriterien des Kapitels III (Art.
8–15 Dublin-III-VO) als zuständiger Staat bestimmt wird (vgl. auch Art. 7
Abs. 1 Dublin-III-VO),
dass der Beschwerdeführer gemäss einem Abgleich seiner Fingerabdrü-
cke mit der «Eurodac»-Datenbank am (...) April 2021 in Italien aufgegriffen
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worden war und am 26. Juli 2021 in Deutschland einen Asylantrag gestellt
hatte,
dass er diese Angaben anlässlich des Dublin-Gesprächs vom 7. Juni 2022
bestätigte und dabei zu Protokoll gab, in Deutschland sei das Asylgesuch
wegen der Fingerabdrücke in Italien abgelehnt worden und er dagegen Be-
schwerde erhoben, aber keinen Entscheid erhalten habe,
dass er ungefähr (...) Tage vor dem religiösen Fest des Ramadans dieses
Jahres von Deutschland nach Italien rücküberführt worden sei,
dass er sich in der Folge rund (...) Wochen in Italien aufgehalten habe,
bevor er von dort in die Schweiz gereist sei,
dass sich aus den vom Beschwerdeführer im vorinstanzlichen Verfahren
eingereichten Unterlagen ergibt, dass er Ende April 2022 aus Deutschland
abgeschoben worden war (SEM-Akt. [...]-14/11),
dass gemäss dem sogenannten «Versteinerungsprinzip» (Art. 7 Abs. 2
Dublin-III-VO) bei der Bestimmung des nach den Kriterien des Kapitels III
zuständigen Mitgliedstaats von der Sachlage ausgegangen wird, die zum
Zeitpunkt gegeben ist, in welchem die schutzsuchende Person zum ersten
Mal internationalen Schutz in einem Mitgliedstaat beantragt,
dass die Regeln des «Take-Back»-Verfahrens greifen, sobald eine Person
später in einem anderen Mitgliedstaat ein weiteres Asylgesuch stellt,
dass die Zuständigkeit im «Take-Back»-Verfahren nicht mehr ermittelt,
sondern «versteinert» aus dem ersten Verfahren gilt (vgl. Urteil des BVGer
E-6739/2018 vom 18. März 2020 E. 5.1),
dass die Vorinstanz nach dem Gesagten zu Recht von der Zuständigkeit
Italiens für die Durchführung des Asyl- und Wegweisungsverfahrens des
Beschwerdeführers ausging und gestützt auf Art. 18 Abs. 1 Bst. b Dublin-
III-VO am 7. Juni 2022 ein Wiederaufnahmegesuch stellte, welches die ita-
lienischen Behörden am 20. Juni 2022 guthiessen,
dass die grundsätzliche Zuständigkeit Italiens somit gegeben ist,
dass die auf Beschwerdeebene vorgetragenen Argumente nicht geeignet
sind, die Zuständigkeit Italiens für das Asylverfahren in Frage zu stellen,
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dass der Beschwerdeführer insbesondere aus dem in der Beschwerdeer-
gänzung angerufenen Art. 16 Abs. 1 Dublin-III-VO nichts zu seinen Guns-
ten abzuleiten vermag, hätte er doch das behauptete Abhängigkeitsver-
hältnis zwischen ihm und seiner kranken (...) in Deutschland bei den deut-
schen Behörden geltend machen müssen,
dass er zudem erstmals in der Beschwerdeergänzung behauptet, es liege
ein solches Abhängigkeitsverhältnis vor, dies aber weder im Dublin-Ge-
spräch am 7. Juni 2022 noch in seiner Klage vor dem Verwaltungsgericht
C._ vom 17. Oktober 2021 geltend machte (vgl. Beilage zur Be-
schwerdeergänzung vom 1. Juli 2022), was erhebliche Zweifel an seinem
Vorbringen weckt,
dass auch die Tatsache, dass er in Deutschland geboren und dort mehrere
Jahre seiner Kindheit verbracht hat, an der Zuständigkeit Italiens nichts zu
ändern vermag,
dass es nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts keine
Gründe für die Annahme gibt, das Asylverfahren und die Aufnahmebedin-
gungen für Antragsteller in Italien wiesen – trotz punktueller Schwachstel-
len – systemische Mängel im Sinne von Art. 3 Abs. 2 Sätze 2 und 3 Dub-
lin-III-VO auf, weshalb – entgegen der Auffassung in der Beschwerdeer-
gänzung – eine Übernahme der Zuständigkeit gestützt auf die genannte
Bestimmung nicht angezeigt ist (vgl. etwa Referenzurteil des BVGer
F-6330/2020 vom 18. Oktober 2021 E. 9),
dass die allgemein gehaltenen Ausführungen in der Beschwerdeschrift
nicht geeignet sind, diese grundsätzliche Einschätzung in Frage zu stellen,
zumal sich der Beschwerdeführer nach seiner Rücküberführung aus
Deutschland nur (...) Tage in Italien aufgehalten hat,
dass es dem Beschwerdeführer insbesondere freisteht, in Italien um inter-
nationalen Schutz, mithin um Zugang sowie Integration ins italienische
Asylsystem zu ersuchen (vgl. Art. 18 Abs. 2 Dublin-III-VO),
dass gemäss Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dublin-III-VO jeder Mitgliedstaat abwei-
chend von Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO beschliessen kann, einen bei ihm von
einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen gestellten Antrag auf in-
ternationalen Schutz zu prüfen, auch wenn er nach den in dieser Verord-
nung festgelegten Kriterien nicht für die Prüfung zuständig ist (sog. Selbst-
eintrittsrecht),
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dass Art. 29a Abs. 3 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 (AsylV 1,
SR 142.311) das Selbsteintrittsrecht landesrechtlich konkretisiert und es
ins pflichtgemässe Ermessen der Vorinstanz legt, ein Gesuch aus humani-
tären Gründen auch dann zu behandeln, wenn die Prüfung ergeben hat,
dass ein anderer Staat dafür zuständig ist,
dass indessen auf die Ausübung des Selbsteintrittsrechts nur dann ein ein-
klagbarer Anspruch besteht, wenn die Überstellung des Antragstellers in
den an sich zuständigen Mitgliedstaat übergeordnetes Recht, namentlich
eine Norm des Völkerrechts verletzen würde (vgl. BVGE 2010/45 E. 7.2;
ferner Urteil des BVGer E-2851/2021 vom 28. Juni 2021 E. 8.4.1; je m.H),
dass Italien Signatarstaat der EMRK, des Übereinkommens vom 10. De-
zember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder er-
niedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und des Abkommens
vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK,
SR 0.142.30) sowie des Zusatzprotokolls der FK vom 31. Januar 1967
(SR 0.142.301) ist, und seinen sich daraus ergebenden völkerrechtlichen
Verpflichtungen nachkommt,
dass auch anzunehmen ist, dieser Staat anerkenne und schütze die
Rechte, die sich für Schutzsuchende aus den Richtlinien des Europäischen
Parlaments und des Rates 2013/32/EU vom 26. Juni 2013 zu gemeinsa-
men Verfahren für die Zuerkennung und Aberkennung des internationalen
Schutzes (sog. Verfahrensrichtlinie, ABl. L 180/96 vom 29. Juni 2013) so-
wie 2013/33/EU vom 26. Juni 2013 zur Festlegung von Normen für die Auf-
nahme von Personen, die internationalen Schutz beantragen (sog. Aufnah-
merichtlinie, ABl. L 180/96 vom 29. Juni 2013), ergeben,
dass zwar die Vermutung, Italien halte seine völkerrechtlichen Verpflichtun-
gen ein, im Einzelfall widerlegt werden kann, es hierfür aber konkreter und
ernsthafter Hinweise bedarf, die gegebenenfalls vom Betroffenen glaubhaft
darzutun sind (vgl. BVGE 2010/45 E. 7.4 f.; Urteil des BVGer D-5698/2017
vom 6. März 2018 E. 5.3.1),
dass der Beschwerdeführer mit seinen nicht weiter substantiierten Vorbrin-
gen, er habe in Italien massive Diskriminierungen von Seiten der Beamten
und der Polizei vor Ort erfahren und sei verbal angegriffen und misshandelt
worden, nichts geltend macht, was die Vermutung einer völker- und ge-
meinschaftsrechtskonformen Behandlung durch Italien erschüttern könnte,
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dass auch seine Angaben im Rahmen des Dublin-Gesprächs betreffend
seine Mitbewohner im Haus in Italien und die fehlende medizinische Un-
terstützung nicht geeignet sind, die Vermutung, das Land halte seine völ-
kerrechtlichen Verpflichtungen ein, umzustossen,
dass beim Beschwerdeführer gemäss medizinischer Dokumentation eine
Verletzung des (...), Gelenkschmerzen in der (...), Ein- und Durchschlaf-
störungen und Vitamin-D-Mangel diagnostiziert wurden (SEM-Akt. [...]-
13/6),
dass zur Behandlung ein (...) sowie zunächst das pflanzliche Arzneimittel
(...) und in der Folge das Medikament (...) verschrieben wurden, der Vita-
min-D-Mangel mittels Injektion substituiert wurde und der Beschwerdefüh-
rer (...) behandelt wird (SEM-Akt. [...]-13/6),
dass die am 2. Juni 2022 durchgeführte (...) der (...) unauffällig war und
bei der gleichentags vorgenommenen (...) eine (...) diagnostiziert wurde,
sich ansonsten aber (...) ein unauffälliger (...) ergab (SEM-Akt. [...]-24/2
und [...]-25/2),
dass auf Beschwerdeebene keine gesundheitlichen Beschwerden geltend
gemacht werden,
dass Italien grundsätzlich über eine ausreichende medizinische Infrastruk-
tur verfügt (vgl. Urteile des BVGer F-1025/2022 vom 9. März 2022 E. 5.3.2;
D-869/2022 vom 1. März 2022),
dass es dem Beschwerdeführer im Hinblick auf allfällige gesundheitliche
Beschwerden zugemutet werden kann, in Italien seine Rechte in Bezug auf
eine allfällige medizinische Hilfeleistung sowie sonstige Unterstützung ge-
mäss Art. 19 Aufnahmerichtlinie bei den zuständigen staatlichen Stellen
einzufordern (vgl. bspw. Urteil des BVGer F-158/2022 vom 20. Januar
2022 E. 4.1.3),
dass somit weder den Ausführungen des Beschwerdeführers noch den
vorliegenden Akten etwas entnommen werden kann, was der Schweiz An-
lass geben könnte oder sie gar verpflichten würde, von ihrem Selbstein-
trittsrecht nach Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dublin-III-VO Gebrauch zu machen,
dass im Übrigen die Dublin-III-VO den Schutzsuchenden kein Recht ein-
räumt, den ihren Antrag prüfenden Staat selber auszuwählen (vgl. auch
BVGE 2010/45 E. 8.3),
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dass die Vorinstanz demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1
Bst. b AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten
ist und – weil er nicht im Besitz einer gültigen Aufenthalts- oder Niederlas-
sungsbewilligung ist – in Anwendung von Art. 44 AsylG die Überstellung
nach Italien angeordnet hat (Art. 32 Bst. a AsylV 1),
dass unter diesen Umständen allfällige Vollzugshindernisse gemäss
Art. 83 Abs. 3 und 4 AIG (SR 142.20) nicht mehr zu prüfen sind, da das
Fehlen von Überstellungshindernissen bereits Voraussetzung des Nicht-
eintretensentscheides gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG ist (vgl. BVGE
2015/18 E. 5.2 m.H.),
dass sich die nicht näher begründete Rüge der Verletzung des rechtlichen
Gehörs als unbegründet erweist, so dass das betreffende Eventualbegeh-
ren abzuweisen ist,
dass die Beschwerde aus diesen Gründen abzuweisen und die Verfügung
der Vorinstanz zu bestätigen ist,
dass die Begehren – wie sich aus den vorstehenden Erwägungen ergibt –
als aussichtslos zu bezeichnen sind, weshalb das Gesuch um Gewährung
der unentgeltlichen Prozessführung gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG unbese-
hen der geltend gemachten Bedürftigkeit abzuweisen ist,
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 750.–
(Art. 1 – 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-
schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2])
dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).
(Dispositiv nächste Seite)
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