Decision ID: 0311e46f-6b8c-5948-b4be-45b397fe2c2e
Year: 2009
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Eigenen Angaben zufolge verliess der Beschwerdeführer, ein  Staatsbürger (...) Volkszugehörigkeit mit letztem Wohnsitz in Kabul, seinen Heimatstaat am 9. August 2003, gelangte mit mehreren Fahrzeugen sowie zu Fuss über Pakistan und den Iran in die Türkei, von dort per Schiff über Griechenland nach Italien und schliesslich mit dem Zug via Frankreich illegal in die Schweiz, wo er am 1.  2003 um Asyl nachsuchte. Am 9. September 2003 fand in Basel die Empfangsstellenbefragung statt, und am 21. November 2003  die Anhörung zu den Asylgründen durch den Kanton B._.
Im Wesentlichen machte der Beschwerdeführer dabei geltend, er sei in C._ (Bezirk D._, Provinz E._) geboren und in F._ (Provinz G._) aufgewachsen. Von 1994 bis 2003 habe er in H._ studiert, wobei er sich auch stark mit dem Islam auseinandergesetzt habe. Dadurch habe er sich immer stärker von seiner Religion distanziert und betrachte sich seit 2001 nicht mehr als Moslem. In diesem Jahr habe er anlässlich eines Ferienaufenthalts in der Heimat mit seinen Cousins über seine Ansichten gesprochen. Im März 2003 sei er definitiv nach Afghanistan zurückgekehrt. Zunächst habe er bei seiner Familie in Kabul gelebt, welche infolge der bewaffneten Kämpfe in G._ inzwischen dorthin gezogen sei. Danach habe er sich in sein Heimatdorf in der Provinz E._ begeben, um sich um die Ländereien der Familie zu kümmern. Dort sei seine Abkehr vom muslimischen Glauben unter der Bevölkerung bekannt geworden, worauf er zum Dorfmullah gebracht worden sei. Eine Versammlung von Dorfältesten habe dann entschieden, dem Beschwerdeführer gemäss der Scharia eine dreitätige Bedenkfrist zu geben, nach deren Ablauf er zum Tode verurteilt würde, sofern er sich weigere, zum Islam zurückzukehren. Hiernach habe ihn der Mullah einem Onkel übergeben, welcher garantiert habe, ihn nach Ablauf der Bedenkfrist zu einer erneuten Versammlung zu überbringen. In der zweiten Nacht sei der Beschwerdeführer aus dem Haus des Onkels entkommen und nach Kabul geflohen, wo er sich in der Folge mit der Familie und einigen Freunden beraten habe. Schliesslich habe er sich entschlossen, Afghanistan zu verlassen, und er sei mit einem PW / Taxi über die pakistanische Grenze nach Quetta gereist um über die
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vorstehend genannten Transitländer am 30. August 2003 in die Schweiz zu gelangen.
B. Mit Verfügung vom 8. Dezember 2004 stellte das BFF fest, der  erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, und lehnte sein Asylgesuch ab. Gleichzeitig verfügte es die Wegweisung aus der Schweiz und den Vollzug.
C. Gegen diesen Entscheid erhob der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 10. Januar 2005 durch seine Rechtsvertreterin Beschwerde bei der damals zuständigen Schweizerischen Asylrekurskommission (ARK) und beantragte, die Verfügung des BFF sei vollumfänglich  und sein Asylgesuch sei gutzuheissen. Eventualiter sei der Entscheid des BFF aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Subeventualiter sei die  aufzuheben und die vorläufige Aufnahme anzuordnen.  der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde sei der Kanton B._ anzuweisen, vorderhand von jeglichen Vollzugs-  Wegweisungsmassnahmen abzusehen. Es sei dem  das Replikrecht zu allfälligen Stellungnahmen des BFM einzuräumen.
D. Mit prozessleitender Verfügung vom 13. Januar 2005 stellte der  zuständige Instruktionsrichter fest, der Beschwerdeführer könne den Ausgang des Verfahrens in der Schweiz abwarten und verzichtete auf die Erhebung eines Kostenvorschusses.
E. Mit ergänzender Eingabe vom 28. Januar 2005 liess der  weitere Ausführungen zur Situation von Nichtgläubigen in  vornehmen sowie einen unübersetzten Auszug aus dem afghanischen Strafgesetzbuch in Kopie zu den Akten reichen.
F. F.a Die Vorinstanz beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 11.  2005 die Abweisung der Beschwerde.
F.b Mit prozessleitender Verfügung vom 16. Februar 2005 brachte der Instruktionsrichter der ARK dem Beschwerdeführer die Vernehmlas-
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sung des BFM zur Kenntnis und gewährte ihm Frist zur Stellungnahme bis am 2. März 2005.
G. Mit Eingabe vom 2. März 2005 liess der Beschwerdeführer zur  des BFM Stellung nehmen und beantragen, es sei eine erneute Befragung des Beschwerdeführers zu den Hintergründen und Motiven seiner Abkehr vom Islam durchzuführen, eventualiter sei ihm eine angemessene Frist zu einer entsprechenden schriftlichen  anzusetzen.
H. Mit Schreiben vom 22. Oktober 2007 ersuchte der Beschwerdeführer das neu zuständige Bundesverwaltungsgericht um Zustellung seiner Originalidentitätskarte respektive einer Kopie derselben. Mit Zustellung einer Kopie des Dokuments in der Beilage zum Schreiben vom 1.  2007 wurde dem Ersuchen entsprochen.
I. I.a Mit Schreiben vom 6. Juni 2008 ersuchte das Zivilstandsamt B._ um Zustellung von verschiedenen zur Heirat des  benötigten Dokumente, welche am 25. Juni 2008 .
I.b Der in den Akten sich befindlichen Trauungsmitteilung des  vom 24. Oktober 2008 ist zu entnehmen, dass der  am 23. Oktober 2008 die (...) Staatsangehörige I._ geheiratet hat.
J. Mit prozessleitender Verfügung vom 2. März 2009 wurde dem Beschwerdeführer Frist angesetzt, innert welcher er anzugeben habe, seit wann sich seine Ehefrau in der Schweiz aufhalte, über welchen Aufenthaltstitel sie verfüge und ob sich infolge der Heirat eine Änderung seines Aufenthaltstitels ergeben habe. Weiter wurde der Beschwerdeführer aufgefordert, innert derselben Frist eine Kopie des Aufenthaltstitels seiner Ehefrau sowie bei Vorliegen einer eigenen Aufenthaltsbewilligung eine Kopie derselben zu den Akten zu reichen.
K. Mit Eingabe vom 23. März 2009 teilte der Beschwerdeführer mit, seine Ehefrau sei seit (...) 2000 in der Schweiz wohnhaft. Er selber habe
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kein Gesuch um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung gestellt. Als Beilage wurde eine Kopie der Aufenthaltsbewilligung B der Ehefrau des Beschwerdeführers zu den Akten gereicht.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das  Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des  vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
1.2 Das Bundesverwaltungsgericht hat am 1. Januar 2007 die  der bei der ARK hängigen Rechtsmittel übernommen. Das neue Verfahrensrecht ist anwendbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 VGG).
1.3 Die Beschwerde ist form- und fristgerecht eingereicht. Der  ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Der Beschwerdeführer ist daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1, Art. 50 und 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten.
2. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
3. 3.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl. Als Flüchtling wird eine ausländische Person , wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu  bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen An-
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schauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung von Leib, Leben oder Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken; den frauenspezifischen Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen (Art. 3 AsylG).
3.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft  oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender  für gegeben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich  sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG).
4. 4.1 Das BFF lehnte das Asylgesuch des Beschwerdeführers ab, da seine Vorbringen den Anforderungen an die Flüchtlingseigenschaft  Art. 3 AsylG nicht zu genügen vermöchten.
Dazu führte es unter anderem aus, gemäss Subsidiaritätsprinzip seien Personen mit einer innerstaatlichen Fluchtalternative nicht auf den Schutz eines Drittstaates angewiesen. Bei den vom Beschwerdeführer geltend gemachten Nachteilen handle es sich um regional oder lokal beschränkte Verfolgungsmassnahmen, zumal er nach eigenen  bei unauffälliger Lebensweise in Kabul hätte bleiben können, ohne grosse Probleme zu haben. Damit könne er sich den geltend  Verfolgungsmassnahmen durch einen Wegzug in einen anderen Landesteil entziehen, dies umso mehr, als seine Familie in Kabul lebe. Die Frage schliesslich, ob ihm die Inanspruchnahme einer  Fluchtalternative zugemutet werden könne, werde unter dem Aspekt der Wegweisung und nicht als Kriterium der  geprüft.
Infolge offensichtlich fehlender Asylrelevanz der Vorbringen könne darauf verzichtet werden, auf vorliegend vorhandene  in denselben einzugehen.
4.2 Aus der Rechtsmitteleingabe sowie deren Ergänzungen ergibt sich sich als Rüge die unrichtige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Verletzung von Bundesrecht, indem zu Unrecht
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vom Bestehen einer innerstaatlichen Aufenthaltsalternative  und deshalb auf fehlende Asylrelevanz der Vorbringen  worden sei.
4.2.1 Zunächst ist festzustellen, dass den Befragungsprotokollen nicht unzweideutig entnommen werden kann, wann und auf welche Weise die Dorfbewohner von C._ von der atheistischen Gesinnung des Beschwerdeführers erfahren haben sollen. In der Erstbefragung gab dieser an, er sei im Jahr 2001 ferienhalber nach Afghanistan zurückgekehrt. Dabei habe er mit einigen seiner – den Taliban  – Cousins über seine Ansichten diskutiert, so dass diese und die Dorfbewohner von seiner Entscheidung gewusst hätten (A1 S. 5). Selbst wenn die Eltern des Beschwerdeführers bereits Ende (...) nach Kabul umgezogen sein sollen (A8 S. 4), muss davon ausgegangen werden, dass mit der Bezeichnung "Dorfbewohner" die Bevölkerung von C._ und nicht jene der hiervon rund 200 km entfernt liegenden Drei-Millionen-Stadt Kabul gemeint war. Gemäss Aussagen des Beschwerdeführers anlässlich der kantonalen Anhörung sollen dieselben Dorfbewohner demgegenüber erst am 24. Juli 2003 von seiner Abkehr vom Islam Kenntnis erhalten haben (A8 S. 11).
4.2.2 Unbestritten ist jedenfalls, dass der Beschwerdeführer im Jahr 2003 nach Kabul zurückgekehrt ist, nachdem in C._ eine Dorfversammlung zu seiner Bekehrung einberufen worden sei. Dies erhellt, dass er zumindest vor 2003 in Kabul offenbar nicht gefährdet war, mithin die afghanische Hauptstadt als innerstaatliche  genutzt hat.
4.3 Infolge fehlender Vorverfolgung in Kabul bleibt nachfolgend zu , ob Kabul eine innerstaatliche Fluchtalternative für allfällige lokal beschränkte Verfolgungsmassnahmen darstellt.
4.3.1 Die Unmöglichkeit eines Verbleibs in der Hauptstadt wurde  anlässlich der kantonalen Anhörung angetönt, indem der  vorbrachte, nach seiner Heimkehr seien seine Eltern sehr aufgebracht gewesen und hätten von ihm verlangt, dass er sich der Versammlung stellen solle (A8 S. 14). Bei der Erstbefragung hatte er demgegenüber ausgeführt, in Kabul habe er sich mit seiner Familie beraten und dann beschlossen, das Land zu verlassen (A1 S. 5). Die örtliche Ausweitung der Bedrohungslage bei der kantonalen Anhörung erscheint damit als nachgeschobene Sachverhaltsanpassung, welche ihm nicht geglaubt werden kann. Mithin ist festzustellen, dass es sich
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beim Beschwerdeführer um einen (...)-jährigen Hochschulabgänger handelt, welcher keineswegs darauf angewiesen ist, bei seinen Eltern wohnen zu können und von diesen unterstützt zu werden.
4.3.2 Schliesslich bleibt zu prüfen, ob allein infolge der Abkehr des Beschwerdeführers vom Islam begründete Furcht besteht, dass er in Kabul mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit und in absehbarer Zukunft asylrelevanten Nachteilen ausgesetzt werden könnte. Auf  wird mit Verweis auf einen Länderbericht der  Flüchtlingshilfe (SFH) vom 1. März 2004 geltend gemacht,  seiner religiösen Gesinnung unterliege der Beschwerdeführer einer landesweiten Verfolgung, zumal Strafverfolgung bei Kovertiten die  Position des afghanischen Staates darstelle. Die am 26.  2004 in Kraft getretene neue Verfassung garantiere die  nur soweit, als die Ausübung der eigenen religiösen  nicht gegen die islamische Gesetzgebung verstosse. In seiner Vernehmlassung vom 11. Februar 2005 entgegnete das BFM,  sei das Heimatland des Beschwerdeführers, der islamische Glauben eine Ausprägung der dortigen Kultur. Es könne deshalb vom Beschwerdeführer erwartet werden, dass er auf die Befindlichkeiten und kulturell-religiösen Besonderheiten seiner Heimat Rücksicht  und seine Einstellung zur Religion als etwas Privates für sich . In seiner Stellungnahme zur Vernehmlassung vom 2. März 2005 bezeichnete der Beschwerdeführer diese Feststellung als lebensfremd und überaus unangebracht. Es erstaune schon sehr, wenn in einem Land wie der Schweiz, in der die Religionsfreiheit seit Jahrzehnten anerkannt sei, gefordert werde, jemand müsse seine religiöse  unterdrücken.
Angesichts der Darstellung in der vorgenannten Stellungnahme,  der Beschwerdeführer bekennender Atheist sei, drängt sich die Frage auf, welche Handlungen diese Gesinnung sichtbar zum  bringen würden und bei einer Rückkehr nach Afghanistan  werden müssten. Atheismus zeichnet sich gerade durch die Verneinung der Existenz von Gott, die bewusste Ablehnung des Glaubens und typischerweise die Nichtvornahme religiöser  aus. Die Darstellung des Beschwerdeführers, in welcher seine Ungläubigkeit zu einer eigenständigen Glaubenszugehörigkeit stilisiert wird, erweist sich vor diesem Hintergrund als überaus . Nach zutreffender Auffassung des BFM ist nicht einzusehen, wieweit die Abkehr des Beschwerdeführers vom islamischen Glauben
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eine positive religiöse Überzeugung darstellen sollte, welcher  zu verleihen dem Beschwerdeführer – ungeachtet der  in der Heimat – ein Bedürfnis wäre. Sodann handelt es sich bei den drei Millionen Einwohnern Kabuls keineswegs ausnahmslos um orthodoxe Muslime. Der Einschätzung in der genannten , wonach der Beschwerdeführer sich rechtfertigen müsse, wenn er nicht nach Mekka bete oder die Moschee aufsuche, ist damit nicht zu folgen. Dies umso weniger, als der Beschwerdeführer noch bei der kantonalen Anhörung selbst ausführte, er hätte in der Stadt Kabul unbehelligt weiterleben können (A8 S. 18).
Es trifft zu, dass die afghanische Verfassung vom 26. Januar 2004 stark vom islamischen Glauben überlagert ist. So werden der richtige Glaube und der Kampf darum als konstituierende Faktoren des Staates im Verfassungstext der Möglichkeit einer Änderung entzogen. Wenngleich das eigentliche islamische Recht der Scharia in der Verfassung nicht ausdrücklich genannt wird, bildet die Religion eine wichtige Grundlage der Gesetze und deren Interpretation (vgl. Zeitschrift für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht 65 [2005]: Justizreform und Islam in Afghanistan, S. 260, 263 und 267). So werden in Verfassung und Strafgesetzgebung ungeregelte Belange (inklusive Konversion und Blasphemie) nicht selten entlang der Linie der Scharia interpretiert, welche für Konversion die Todesstrafe vorsieht. Aus den letzten Jahren sind jedoch keine Fälle bekannt, in welchen ein Todesurteil wegen Konversion vollstreckt worden wäre (US Department of State, Afghanistan, International Religious Freedom Report 2008 vom 19. September 2008, S. 2 und 5).
Aufgrund dieser tatsächlichen Gegebenheiten in Afghanistan erscheint die Furcht des Beschwerdeführers, dass er allein infolge seiner Abkehr vom Islam mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit und in absehbarer  landesweit asylrelevanten Nachteilen ausgesetzt werden könnte, nicht als begründet im Sinne von Art. 3 AsylG.
An dieser Feststellung vermöchte auch eine erneute Befragung des Beschwerdeführers respektive eine schriftliche Stellungnahme zu den Hintergründen und Motiven seiner Abkehr vom Islam nichts zu ändern, zumal nicht die Hintergründe seiner Entscheidung, sondern deren mögliche Konsequenzen das massgebliche Beurteilungskriterium für die Gefahr künftiger Verfolgung darstellen. Diese können allein  der Tatsache, dass der Beschwerdeführer kein gläubiger Mos-
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lem ist, zuverlässig abgeschätzt werden. Der entsprechende Antrag vom 2. März 2005 wird daher abgewiesen.
4.4 Wie das BFM zutreffend festgestellt hat, kann infolge fehlender Asylrelevanz der Vorbringen darauf verzichtet werden, auf darin enthaltene Ungalubhaftigkeitselemente einzugehen. Der  halber ist jedoch festzustellen, dass der Inhalt der  sich teilweise nicht mit den Vorbringen in der  deckt. Nebst den unter Ziffer 4.2.1 aufgezeigten Widersprüchen fällt etwa auf, dass der Beschwerdeführer gemäss seinen Aussagen anlässlich der Befragungen im Jahr 2001 respektive 2003 mit  Cousins über seinen Gesinnungswandel diskutiert habe (A1 S. 5; A8 S. 11), währenddem auf Beschwerdeebene vorgebracht wird, er habe mit seinem Cousin K._ über den Islam diskutiert, und dieser habe ihn an die übrige Verwandtschaft verraten. Unabhängig von deren Asylrelevanz wecken die genannten Unstimmigkeiten  Zweifel an der Glaubwürdigkeit des Beschwerdeführers.
4.5 Das BFF hat somit zu Recht erwogen, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, und sein Asylgesuch gestützt auf Art. 3 AsylG zu Recht abgewiesen.
5. 5.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der  der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG).
Vorliegend ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer über keine ausländerrechtliche Aufenthaltsbewilligung verfügt. Es stellt sich  die Frage, ob er infolge seiner Heirat einen Anspruch auf  einer solchen hat. Der Aufenthalt seiner Ehefrau in der Schweiz ist mit einer kantonalen Aufenthaltsbewilligung B geregelt. Bei diesem Aufenthaltsrecht handelt es sich nicht um einen gefestigten  im Sinne der bundesgerichtlichen Praxis zu Art. 8 der  vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101; zur Bundesgerichtspraxis vgl. BGE 130 II 281 E. 3.1 S. 285 f., BGE 129 II 193 E. 5.3.1 S. 211, BGE 126 II 335 E. 2a S. 339 f., BGE 126 II 377 E. 2b S. 382 mit weiteren Hinweisen), sondern lediglich um eine fremdenpolizeiliche . Bei dieser Sachlage hat der Beschwerdeführer  keinen Anspruch auf Erteilung einer aus Art. 8 EMRK fliessen-
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den Aufenthaltsbewilligung (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21 E. 11a S. 177) Auch kann er aus dem Grundsatz der Berücksichtigung der Einheit der Familie gemäss Art. 44 Abs. 1 AsylG nichts zu seinen Gunsten ableiten. Indessen ist es ihm unbenommen, ein  Gesuch um Familiennachzug bei der dafür zuständigen  Behörde zu stellen (vgl. Art. 44 des Bundesgesetzes vom 16.  2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]). Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (Art. 44 Abs. 1 AsylG; EMARK 2001 Nr. 21).
6. Das Bundesamt regelt das Anwesenheitsverhältnis nach den  Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG).
6.1 In der Rechtsmitteleingabe wird im Zusammenhang mit der - und Zumutbarkeitsprüfung des Wegweisungsvollzugs , aus den aufgeführten Gründen sei der Vollzug der Wegweisung unzulässig und unzumutbar.
Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich, so regelt das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG).
6.2 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche  der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des  in den Heimat-, Herkunfts- oder in einen Drittstaat  (Art. 83 Abs. 3 AuG).
So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land  werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]).
Gemäss Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des Über-
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einkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere , unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder  unterworfen werden.
Die Vorinstanz wies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend  hin, dass der Grundsatz der Nichtrückschiebung nur Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen (vgl. MARIO GATTIKER, Das Asyl- und Wegweisungsverfahren, 3. Aufl., Bern 1999, S. 89). Da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich  Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non- im vorliegenden Verfahren keine Anwendung finden. Eine Rückkehr des Beschwerdeführers in den Heimatstaat ist demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig.
Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen des  noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall einer Ausschaffung in den Heimatstaat dort mit beachtlicher  einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt wäre. Gemäss Praxis des  Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) sowie jener des UN-Anti-Folterausschusses müsste der Beschwerdeführer eine konkrete Gefahr ("real risk") nachweisen oder glaubhaft machen, dass ihm im Fall einer Rückschiebung Folter oder unmenschliche  drohen würde (vgl. EMARK 2001 Nr. 16 S. 122, mit weiteren ; EGMR, Bensaid gegen Grossbritannien, Urteil vom 6. Februar 2001, Recueil des arrêts et décisions 2001-I, S. 327 ff.). Auch die  Menschenrechtssituation im Heimatstaat lässt den  zum heutigen Zeitpunkt klarerweise nicht als unzulässig erscheinen. Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung  im Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig.
6.3 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder  auf Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung festgestellt, ist - unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AuG - die vorläufige Aufnahme zu gewähren (vgl. Botschaft
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zum Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer vom 8. März 2002, BBl 2002 3818).
Die ARK hat in ihrem unter EMARK 2006 Nr. 9 publizierten und  zutreffenden Urteil aufgrund der politischen Entwicklung seit dem Sturz des Taliban-Regimes eine differenzierte Lagebeurteilung  und nach EMARK 2003 Nr. 10 und EMARK Nr. 30 erneut die Zumutbarkeit des Vollzugs der Wegweisung nach Afghanistan geprüft. Dabei gelangte sie zum Schluss, der Vollzug der Wegweisung sei nur in Regionen als zumutbar zu bezeichnen, in denen seit 2004 keine bedeutenden militärischen Aktivitäten mehr zu verzeichnen sind oder keine dauernde Instabilität besteht. Darunter fallen die Provinz Kabul (vgl. bereits EMARK 2003 Nr. 10), die nördlich der Hauptstadt gelegenen Provinzen Parwan, Baghlan, Takhar, Badakhshan, Kunduz, Balkh, Sari Pul sowie die Gebiete um Samangan, die nicht zum Hazarajat gehören (traditionelles Siedlungsgebiet der Hazara, vgl. EMARK 2003 Nr. 30 E. 7a S. 193) sowie die Provinz Herat im Westen des Landes. Im Weiterein ist der Vollzug der Wegweisung bei einer differenzierten Beurteilung der individuellen Zumutbarkeitskriterien nur für Personen als zumutbar zu erachten, die aus diesen Regionen stammen oder dort über ein tragfähiges Beziehungsnetz verfügen und konkrete Möglichkeiten der Sicherung des Existenzminimums und der Wohnsituation bestehen (vgl. dazu EMARK 2003 Nr. 10 E. 10b.cc S. 68, EMARK Nr. 30 E. 7b S. 193 f.). Zudem ist die Rückkehr in diese Provinzen nur bei jungen, unverheirateten Personen oder kinderlosen Paaren ohne schwere gesundheitliche Probleme zumutbar.
Die Stadt Kabul wird entgegen den Ausführungen des  betreffend jüngste Veränderungen der Sicherheitslage im Übrigen auch vom UNHCR aktuell als sicher eingestuft (Afghanistan Security Update Relating to Complementary Forms of Protection vom 22. Oktober 2008).
Es sind auch keine individuellen Gründe ersichtlich, welche gegen die Zumutbarkeit einer Rückkehr nach Afghanistan sprechen würden. Beim Beschwerdeführer handelt es sich um einen (...)-jährigen und damit noch recht jungen, gemäss Aktenlage gesunden Mann mit überdurchschnittlicher Ausbildung, der in der Stadt Kabul mit (...) Geschwistern auch nebst seinen Eltern über ein umfangreiches familiäres Beziehungsnetz verfügt (A1 S. 2 f.).
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Angesichts der Aufenthaltsdauer in der Schweiz ist der Vollständigkeit halber darauf hinzuweisen, dass aufgrund der per 1. Januar 2007  Gesetzesänderung (Änderung des Asylgesetzes vom 16.  2005, AS 2005 4745 ff.) eine vorläufige Aufnahme gestützt auf den früheren Art. 44 Abs. 3 AsylG nicht mehr zu prüfen ist. Gemäss Art. 14 Abs. 2 AsylG kann der zuständige Kanton mit Zustimmung des Bundesamts eine Aufenthaltsbewilligung erteilen, wenn die betroffene Person sich seit Einreichung des Asylgesuches mindestens fünf Jahre in der Schweiz aufhält und wegen der fortgeschrittenen Integration ein schwerwiegender persönlicher Härtefall vorliegt. Es steht dem  auch nach Abschluss des vorliegenden  frei, sich in dieser Sache an die zuständige kantonale Behörde zu wenden.
Zusammenfassend kann somit gesagt werden, dass dem  sowohl die soziale wie auch wirtschaftliche Reintegration  sollte. Der Vollzug der Wegweisung erweist sich als zumutbar.
6.4 Schliesslich verfügt der Beschwerdeführer über einen gültigen Reisepass, weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AuG).
6.5 Insgesamt ist die durch die Vorinstanz verfügte Wegweisung zu bestätigen. Die Vorinstanz hat deren Vollzug zu Recht als zulässig,  und möglich erachtet. Nach dem Gesagten fällt eine  der vorläufigen Aufnahme ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1-4 AuG).
7. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG). Die Beschwerde ist nach dem Gesagten abzuweisen.
8. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem  aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG) und auf insgesamt Fr. 600.- festzusetzen (Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem  [VGKE, SR 173.320.2]).
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