Decision ID: eec8dbd2-44c5-4445-8ea6-a457ce616a1e
Year: 2020
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Mit Urteil vom 16. Juni 2017 im Prozess Nr. IV.2017.00035
hiess
das Sozialversicherungsgericht die Beschwerde der 1974 geborenen
X._
vom 13. Januar 2017 in dem Sinne gut, dass es
die Verfügungen der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 30. November 2016 mit der Feststellung
aufhob
, dass
die
Versicherte
folgende Ansprüche hat (Urk. 2/12, Dispositiv-Ziff. 1):
-
Dezember 2006 bis Juni 2007
: ganze Rente
-
Juli 2007 bis Februar 2009:
Dreiviertelsrente
-
März bis Juni 2009
: ganze Rente
-
Juli 2009 bis März 2010:
Dreiviertelsrente
-
Februar bis Mai 2012
: ganze Rente
-
November 2013 bis November 2014:
Viertelsrente
-
ab Dezember 2014
: ganze Rente
Das Bundesgericht
änderte
diesen Entscheid mit Urteil vom 9. Mai 2018 insoweit a
b
, als
es
der Versicherten für den Monat Juni 2007 eine
Dreiviertelsrente
zu
sprach
.
D
en Rentenanspruch für die Zeit ab 1. November 2013 betreffend wurde der Entscheid aufgehoben und die Sache zu neuem Entscheid an
das Sozialversicherungsgericht
zurückgewiesen (Urk. 2/16 = Urk. 1 Dispositiv Ziff. 1).
2.
In der Folge
forderte
das Gericht
die
Y._
zu
eine
r
ergänzende
n
Stellungnahme zu ihrem Gutachten vom 31. Dezember 2014 (Urk. 2/9/166
) auf (Urk. 4). Nachdem die
Y._
am 27. Juni 2019 mitgeteilt hatte, dass die
Beschwerdeführerin
für eine Stellungnahme nochmals exploriert werden müsse (Urk. 13), ordnete das Gericht mit Beschluss vom 20. August 2019
(Urk. 18) und Verfügung vom 11. September 2019 (Urk. 22) die polydisziplinäre Begutachtung durch Experten der
Medas
Z._
an.
Das Gutachten wurde
am
26. Mai 2020 erstattet (Urk. 35) und die Parteien nahmen hierzu am 17. Juni 2020 (Urk. 41) beziehungsweise 2. September 2020 (Urk. 43) Stellung.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
Im Entscheid des hiesigen Gerichts vom 16. Juni 2017 (Urk. 2/12) wurden die Bestimmungen über die Voraussetzungen für einen Rentenanspruch und dessen Umfang (Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG)
, zur
I
n
validitätsbemessung (Art. 16 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG, in Verbindung mit Art. 28a IVG
)
sowie die Grundsätze hinsichtlich des Beweiswerts ärztlicher Berichte (BGE 125 V 351 E. 3a) dargelegt, wora
uf verwiesen wird.
Zu ergänzen ist, dass das Bundesgericht
m
it BGE 143 V 418 entschied, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind (E. 6 und 7, Änderung der Rechtsprechung; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2 speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere Depressionen).
Das strukturierte Beweisverfahren definiert systematisierte Indikatoren, die es
–
unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einer
seits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits
–
erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 9C_590/2017 vom 15
.
Februar 2018 E.
5.1). Die Anerkennung eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nach
weis, hat die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3).
Diese Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (Urteil des Bundesgerichts 9C_
580/2017 vom 16. Januar 2018 E.
3.1 mit Hinweisen).
2.
2.1
Das Bundesgericht begründete die Rückweisung der Sache in Bezug auf einen Rentenanspruch ab November 2013 damit, die
Leistungszusprache
des hiesigen Gerichts sei unter Mitberücksichtigung der sich aus einem psychischen Leiden ergebenden Einschränkungen
erfolgt
. Nach der durch BGE 143 V 409 und 418 geänderten Rechtsprechung dürfe eine
Leistungszuspr
a
ch
e
aufgrund eines psychischen Leidens grundsätzlich nur nach Durchführung eines strukturierten
Beweisverfahrens im Sinne von BGE 141 V 281 erfolgen. Ein solches strukturiertes Beweisverfahren habe im vorliegenden Fall nicht stattgefunden
und sei auch nicht
entbehrlich. Das hiesige Gericht habe, allenfalls nach weiteren medizinischen Abklärungen, ein solches Beweisverfahren durchzuführen und hernach über den Rentenanspruch der Beschwerdeführerin neu zu entscheiden
(Urk. 1 E. 6)
.
2.2
In der Folge holte das Gericht das Gutachten der
Medas
Z._
vom
26. Mai 2020 ein (Urk. 35). Die Beschwerdeführerin erachtete dieses als schlüssig und nachvollziehbar im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung. Insbesondere sei das psychiatrische Teilgutachten äusserst umfangreich und detaillier
t
verfasst worden und es sei lege artis auch eine Fremdanamnese erhoben worden. Mithin könne auf die Beurteilung ihrer invalidenversicherungsrechtlichen Ansprüche darauf abgestellt werden (Urk. 41).
2.3
Die Beschwerdegegnerin
wandte gegen das
Gutachten der
Medas
Z._
ein, die psychische Erkrankung stehe ausser Zweifel. Jedoch gründe deren Aus
prägung aus näher dargelegten Gründen nicht auf einem stimmigen Gesamtbild. In Anbetracht dessen liessen sich die gutachterlich attestierten massiven Ein
schränkungen und damit letztlich die vollständige Arbeitsunfähigkeit gestützt auf das Gutachten nicht nachvollziehen (
Urk. 43
S. 2 unten).
3.
3.1
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Rheumatologie,
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie
,
und
Dr.
med.
C._
, Fachärztin für Psychiatrie und Psychiatrie, stellten im Gutachten der
Medas
Z._
vom 26. Mai 2020 (Urk. 35) folgende Diagnosen (S. 33 Ziff. 5):
-
anhaltende schwere depressive Episode F32.2
-
DD zusätzlich chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren F45.41
-
DD zusätzlich ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstörung F60.60
-
schmerzhaft eingeschränkte Schulterfunktion rechts nach:
-
AC-Gelenksresektion am 26. Oktober 2006
-
Schulter-Arthroskopie am 1. Dezember 2008
-
Acromion-Osteotomie am 1. November 2011
-
Schrauben-Entfernung zirka 2013
-
schmerzhafte AC-Arthrose links
-
morgendliche Steifigkeit der Finger beidseits nach:
-
Carpal-Tunnel-Operation im Oktober 2010 links
-
Carpal-Tunnel-Operation im Januar 2011 links
-
degenerative Veränderungen der Lendenwirbelsäule (LWS)
-
leichter
Hallux
valgus beidseits
-
Adipositas (BMI 33 kg/m
2
)
-
Langzeit-Opiattherapie wegen chronischer Schmerzen
3.2
Dr.
A._
führte aus, i
n rheumatologischer Hinsicht klage die Beschwerdeführerin, was den Bewegungsapparat anbelange, als Hauptproblem
über
Schmerzen im Bereich der rechten Schulter, zudem
über
Schmerzen in der linken Schulter, in beiden Händen sowie am Rücken tieflumbal (S. 40 unten).
Was den Schulterschmerz rechts anbelange, so bestehe ein auffällig hohes Schmerzniveau im Bereich von VAS 8-10 (auf der 10er Skala), dies trotz Dauer
medikation (unter anderem mit Opiat). Die rechte Schulter sei insgesamt
vier
mal operiert worden. Subjektiv habe die Beschwerdeführerin keinen der
vier
Eingriffe als hilfreich empfunden. Ausgangspunkt
sei
ein Ereignis mit einer abrupten Bewegung beim Auffangen einer Person im Pflegeheim
im Jahr
200
5.
Unter der Verdachtsdiagnose, dass ein mechanisches
subakromiales
Impingement
vorliege, seien mehrere
subakromiale
Dekompressionen vorgenommen worden. Bei der klinischen Untersuchung zeige sich aktiv eine Beweglichkeit von 80 bis 90 Grad Anteversion und Elevation, passiv sei unter Überwindung von Schmerzen ein Bewegungsausmass bis 130 Grad möglich
,
und die Musk
e
lumfänge zeigten keine Seitendif
f
erenz. Die Bewegungsausmasse seien nicht verdächtig auf ein Kapsel
muster (keine
frozen
shoulder
). Die Beweglichkeit sei überwiegend wahrscheinlich durch die Schmerzen bedingt eingeschränkt. Bei Zustand nach mehreren AC-Resektionen und Nachresektionen seien eine verminderte Belastbarkeit und ein gewisser Reizzustand im Sinne einer
Periarthropathie
somatisch erklärbar. Die gesamte Konstellation mit Dauerschmerzen (VAS 8-10) selbst unter Opiattherapie und weitgehender Therapieresistenz trotz
vier
Operationen spreche aber für ein h
o
hes Mass an somatisch nicht erklärbaren Schmerzen.
Vermutlich sei dieser Schmerz längst zentral fixiert und mit einer an der Peripherie angreifenden somatischen Therapie nicht behandelbar. Die neu angefertigten Röntgenbilder zeigten im Wesentlichen einen Zustand nach Resektion des AC-Gelenkes (S. 40 unten f.).
An der linken Schulter zeige sich klinisch das Bild einer leichtgradigen
Periarthropathie
, radiologisch eine leichte AC-Arthrose. Das Bewegungsausmass sei nur leicht eingeschränkt (S. 40 Mitte).
An den Händen bestehe eine normale Konfiguration der Fingergelenke mit voll
ständigem Faustschluss, es seien keine Synovitiden objektivierbar
und
bei der Temperaturmessung ergäben sich auch keine Hinweise auf eine Überwärmung. Diese Schmerzen könnten nicht mit pathologischen Befunden erklärt werden. Auf
beiden Seiten sei
im Jahr
2011 ein Karpaltunnel-Syndrom mit gutem Erfolg operiert worden
. D
ie zuvor vorhandenen Sensibilitätsstörungen hätten sich danach erholt (S. 41 Mitte).
Die Beschwerdeführerin
klage
über
tieflumbale Rückenschmerzen von wechseln
dem Ausmass,
attackenweise
von stark störendem Ausmass. Klinisch zeige sich eine leichte
S
-förmige Skoliose, eine Adipositas mit einem Body Mass Index von 33
kg/m
2
und eine lokale segmentale
Druckdolenz
auf Höhe L5/S1 median und paramedian rechts. Radiologisch bestehe in diesem Segment eine leichtgradige
Osteochondrose
L5/S
1.
In der Magnetresonanztomografie vom 19. Februar
2019
zeigten sich mediane
Diskusprotrusionen
auf den Etagen L4/5 und L5/S1 ohne Zeichen einer Kompression neuraler Strukturen. Die geringen Deckplattenunregelmässigkeiten spr
ä
chen für einen Zustand nach geringgradigem Morbus Scheuermann, einer in der Jugend durchgemachten Wachstumsstörung. Aktuell bestünden - wie schon bei den orthopädischen Vor
gutachten von 2010 und 2014 - keine Anhaltspunkte für eine radikuläre Kompression. Phänomenologisch handle es sich um chronisch rezidivierende un
spezifische Rückenschmerzen (S. 41 unten).
3.3
Dr.
B._
führte aus, der orthopädische
Zustand sei auf tiefem Niveau stabil. Eine Änderung des Schmerz-Zustandes und der Funktionsstörung der rechten Schulter sei nicht zu erwarten - weder im Sinne einer namhaften Besserung noch einer Verschlechterung. Auch von Seiten der linken AC-Arthrose, de
r
Beschwerden an den Händen und der Lendenwirbelsäule sei keine nennens
werte Änderung zu erwarten (S. 43 oben).
3.4
Dr.
C._
legte dar, dass die
psychische Erkrankung insgesamt schwerwiegend und langdauernd
sei
.
In Anlehnung an das Mini-ICF-APP Instrumentarium sei die Fähigkeit zur Anpassung an Regeln und Routinen nicht eingeschränkt, die Fähigkeit zur Planung und Strukturierung von Aufgaben schwer eingeschränkt, die Flexibilität und Umstellungsfähigkeit schwer eingeschränkt, die Kompetenz- und Wissensanwendung mittelschwer eingeschränkt, die Entscheidungs- und Urteilsfähigkeit schwer eingeschränkt, die Proaktivität und Spontanaktivitäten schwer eingeschränkt, die Widerstands- und Durchhaltefähigkeit schwer eingeschränkt, die Selbstbehauptungsfähigkeit schwer eingeschränkt, die Konversation und Kontaktfähigkeit zu Dritten schwer eingeschränkt, die Gruppenfähigkeit schwer eingeschränkt, die Fähigkeit zu engen dyadischen Beziehungen aktuell nicht zuverlässig einschätzbar, die Fähig
keit zur Selbstpflege und Selbstversorgung leicht eingeschränkt
und
die Mobilität und Verkehrsfähigkeit mittelschwer bis schwer eingeschränkt. Gesamthaft bedeute dies, dass die Beschwerdeführerin
in
für jegliche berufliche Tätigkeit relevanten Fähigkeiten
ausgeprägt eingeschränkt
sei
. Die Einschränkungen beträfen auch den privaten Bereich (S. 43 Mitte).
3.5
Insgesamt bestehe in
somatischer
Hins
icht eine gewisse Inkonsistenz zwischen der subjektiven Schmerzintensität und den objektiven Befunden an der rechten Schulter. Der massive Leidensdruck sei aber mit der schwerwiegenden psychiatrischen Erkrankung erklärbar. Aus psychiatrischer Sicht gebe es keine Hinweise auf Aggravation. Vielmehr gebe es Hinweise auf das grosse Anliegen der Beschwerdeführerin, nicht in erster Linie psychisch krank zu sein und ent
sprechend eine Tendenz zur Dissimulation der psychischen Beeinträchtigung.
3.6
Die bisherige Tätigkeit sei der Beschwerdeführerin sowohl aus somatischer als auch psychiatrischer Sicht nicht mehr zumutbar (S. 44 Ziff. 7.1).
Aus somatischer Sicht best
eh
e noch eine gewisse, dem Zumutbarkeitsprofil entsprechende Restarbeitsfähigkeit. Aus rein mechanischen Überlegungen wären sitzende Tätigkeiten mit den Händen unter Brusthöhe zumutbar. Heben und Tragen von Lasten über 10 kg mit herabhän
g
endem Arm wären möglich
. Das Anheben auf Tischhöhe von Lasten über 5 kg sei nicht möglich. Da auch die linke Schulter durch die AC-Arthrose schmer
z
haft sei, sei auch ein beidhändiges Heben von Lasten über 5 kg auf Tischhöhe nicht möglich. Infolge der degenerativen Veränderungen der LWS seien längeres Stehen und
vornüberge
neigtes
Arbeiten nicht zumutbar. Aus fachpsychiatrischer Sicht sei das psychische Leiden derart schwerwiegend, dass keine Arbeitsfähigkeit mehr bestehe (S. 44 Ziff. 7.2).
3.7
Von orthopädischer Se
i
te
her
könnten keine erfolgsversprechenden Behandlungs
vorschläge gemacht werden. Im Gegenteil müsse in Anbetracht der Schmerzent
wicklung von einer Schmerzstörung ausgegangen werden. Bei solchen Störungen seien erfahrungsgemäss alle operativen und invasiven Massnahmen - ausser bei lebensbedrohlichen Zuständen - obsolet.
Medizinisch-psychiatrisch empfeh
le
sich nochmals eine
Reevaluation
der analgetischen und antidepressiven Pharmakotherapie.
Diese
müsste sorgfältig mit der Beschwerdeführerin erwogen werden, da sie in der Vergangenheit vielfältige Schmerzmittel und Antidepressiva versucht habe und nach wie vor das primäre Problem in ihren Schmerzen sehe (S. 44 f. Ziff. 7.3).
4.
4.1
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung weicht
das Gericht
bei Gerichtsgutachten nach
der Praxis nicht ohne zwingende Gründe von der Ein
schätzung des medizinischen Experten ab, dessen Aufgabe es ist, seine Fach
kenntnisse der Gerichtsbarkeit zur Verfügung zu
stellen, um einen bestimmten Sachverhalt medizinisch zu erfassen. Ein Grund zum Abweichen kann vorliegen, wenn die
Gerichtsexpertise
widersprüchlich ist
,
oder wenn ein vom
Gericht
ein
geholtes
Obergutachten
in überzeugender Weise zu andern Schlussfolgerungen gelangt. Abweichende Beurteilung kann ferner gerechtfertigt sein, wenn gegen
sätzliche Meinungsäusserungen anderer Fachexperten dem
Gericht
als triftig genug er
scheinen, die Schlüssigkeit des
Gerichtsgutachtens
in Frage zu stellen, sei es, dass er die Überprüfung durch einen Oberexperten für angezeigt hält, sei es, dass er ohne
Oberexpertise vom Ergebnis des
Gerichtsgutachtens
abweichende Schlussfolgerungen zieht
(
BGE 125 V 351 E. 3b/
aa
).
4.2
Die Einwendungen der Beschwerdegegnerin vermögen
ein Abweichen vom
Gut
achten
der
Medas
Z._
nicht zu begründen
,
sind diese
doch nicht mit
gegensätzlichen fachärztlichen
Einschätzungen
untermauert
.
Was
ihre
Zweifel am Schweregrad der Erkrankung betrifft, da bis anhin keine Behandlung im stationären Rahmen etabliert worden sei
, ist der Beschwerdegegnerin vorab ent
gegen zu halten, dass sich die Schwere einer psychischen Erkrankung nicht allein aus den durchgeführten medizinischen Massnahmen ergibt.
Zu beachten ist vor
liegend, dass die Beschwerdeführerin zu Beginn der Erkrankung drei kleine Kinder zu betreuen hatte, wovon
eines an einer Autismus-Spektrum-Störung leidet
, und sie mehrmals aufgrund der Schulter
beschwerden
operiert
wurde
.
Ausserdem wies
Dr.
C._
darauf hin, dass
die behandelnde Psychiaterin eingeräumt habe,
sie habe die Schwere der Erkrankung unterschätzt
(Urk. 35
,
Psychiatrisches Teilgutachten S. 36).
Auch der psychiatrische Gutachter des
Z
entrums
D._
(
Urk. 2/9/59/23-39)
führte die psychischen
Beschwerden auf die chronischen Schulterbeschwerden zurück (S. 13 Ziff. 3.5.2) und empfahl lediglich die Fortsetzung der psychiatrischen und psychotherapeutischen Behandlung mit einer zusätzlichen Intensivierung der antidepressiven Medikation (S. 15 Ziff. 3.7).
Der psychiatrische Gutachter der
Y._
sodann
ging
bezüglich Arbeitsfähigkeit von einer schlechten Prognose
aus
und war der Ansicht
, dass durch eine Intensivierung der Therapie allenfalls ein Gewinn für die Lebensqualität
, nicht aber für die Arbeitsfähigkeit
erreicht werden könne, es sei aber aufgrund der langjährigen Chronifizierung wichtig, dass die Behandlungsmassnahmen zwischen der
Beschwerdeführerin
und dem therapeutischen Umfeld abgesprochen und schrittweise eingeleitet wer
den könn
t
en (Urk.
2/9/166 S. 41 Ziff. 7.5)
.
Ausserdem gibt es l
aut
Dr.
C._
Hinweise,
dass es der Beschwerdeführerin ein grosses Anliegen sei, nicht in erster Linie psychisch krank zu sein und entsprechend eine Tendenz zur Dissimulation der psychischen Beeinträchtigungen vorl
ie
ge
(E. 3.5)
, was
neben der
Auffassung
der behandelnden und begutachtenden Ärzte
, die Depression stehe vor dem Hintergrund der besserungsfähigen Schulterbeschwerden,
nach
vollziehbar
auch dazu geführt haben
dürfte, dass eine stationäre Therapie nie in Erwägung gezogen wurde.
Die Frage, ob sich die Schmerzmedikamente möglicherweise auf die Vitalgefühle der Beschwerdeführerin auswirken
,
kann
offen
bleiben
, wurde doch die Dia
gnose einer schweren Depression
sorgfältig und nachvollziehbar
fachärztlich
hergeleitet
;
herabgesetzte Vitalgefühle allein
begründen
keine schwere Depression
, sondern sind im Kontext mit weiteren Symptomen zu sehen
.
Ausser
dem
ging
Dr.
C._
davon aus, dass die Depression Ursache der Schmerzen
ist
,
und die psychischen Einschränkungen
schon bestand
en
hatte
n
, als
die
Schmerzmedikamente verschrieben wurden.
Indem sich die Beschwerdegegnerin auf den Standpunkt stellt
e
, die erhobenen Befunde liessen nicht auf eine schwere psychis
che Erkrankung schliessen, verka
nnt
e
sie, dass
von den drei Grundsymptomen einer depressiven Störung bei der Beschwerdeführerin sämtliche und von den weiteren häufigen Symptomen ausser Suizidgedanken oder gar -handlungen (hingegen passive Todeswünsche)
die meisten
erfüllt
sind
, wenn auch die Konzentration und Aufmerksamkeit nur leicht beziehungsweise punktuell eingeschränkt ist (Urk. 35
,
psychiatrisches Teil
gutachten S. 46).
Sodann kam der
Y._
-Psychiater b
ereits im Jahr 2014 zum Schluss, dass bei der Beschwerdeführerin alle Kriterien für eine schwere depressive Episode erfüllt seien (Urk. 2/9/166/1-44 S. 39).
Zusammenfassend erfüllt das Gutachten
der
Medas
Z._
die praxisgemässen
Anforderungen.
So ist es für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend, erklärt
es
doch, welche Befunde zu den gestellten Diagnosen führen und wie sich diese auf die
Leistungsfähigkeit
de
r
Beschwerdeführer
in
aus
wirken
(vorstehende E. 3.4)
. Das Gutachten beruht auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen
und
den Fremda
uskünften der behandelnden Psychiaterin und des Ehemannes
. Die Expertise berücksichtigt detailliert die Auf
fälligkeiten de
r
Beschwerdeführer
in
und setzt sich mit
ihrem
Verhalten auseinander, das Ausdruck der gestellten Diagnosen und ein wesentliches Beurteilungskriterium für die Frage der Arbeitsunfähigkeit ist. Das Gutachten wurde sodann in Kenntnis und in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
abgegeben.
Insbesondere
erklärt
e
Dr.
C._
nachvollziehbar, dass
die klare Diagnose retrospektiv erst spät gesellt
worden sei
, weil einerseits eine Ab
wehr
bis Verleugnung der Beschwerdeführerin selbst, an einer psychischen Störung zu leiden
, zu beobachten sei
und
anderseits auf behandelnder
ärztlicher Seite
keine Erklärung vor
gelegen habe
,
wie es dazu kommen sollte, dass eine gesunde junge Frau wegen einer nicht gravierenden Schulterver
letzung dauerhaft dekompensiert
(Urk. 35
,
psychiatrisches Teilgutachten S. 53 Ziff. 5).
5.
5.1
Zu prüfen bleiben schliesslich die Schlussfolgerungen der Gutachter, mithin ist die attestierte Arbeitsunfähigkeit dem strukturierten Beweisverfahren zu unter
ziehen.
5.2
Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1):
-
Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3)
-
Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1)
-
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)
-
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2)
-
Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)
-
Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res
sourcen, E. 4.3.2)
-
Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3)
-
Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4)
-
gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleich
baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)
-
behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens
druck (E. 4.4.2)
Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 1
5.
März 2018 E. 7.4).
5.3
Zur Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde führte die psychiatrische Gutachterin aus
(Urk. 35)
, die depressive Störung sei seit Jahren schwer ausgeprägt. Die klinisch wiederholt beschriebenen Aufmerksamkeits- und Sprachbeeinträchtigungen, die sich in der aktuellen Untersuchung mittels Test hätten verifizieren l
a
ssen, seien ein weiterer Hinweis auf die Schwere der Störung. Schwierig habe sich die psychiatrische Behandlung gestaltet, weil auch dort lange Zeit die Schulterverletzung im Zentrum gestanden habe, die Beschwerdeführerin Verweise darauf, dass das Problem anderswo liegen müsse, als Kränkung erlebt habe und deshalb den Hausarzt gewechselt, die Behandlung bei der Psychiaterin in
der Anfangszeit zweimal unterbrochen habe und auch die Hinweise des erst
behandelnden Orthopäden als Entwertung ihres Leidens erlebt habe. Bis heute dominiere das strikt somatische Krankheitskonzept bei der Suche der Beschwerdeführerin nach Behandlungsoptionen. Dass sie depressiv sei, räumten sie und ihr Ehemann inzwischen zwar ein, führten dies aber weiterhin auf die vermeintliche Fehlbehandlung der Schulter und hinzugekommene körperliche Abnützungserscheinungen zurück. Dadurch seien die Psychopharmakotherapie und die psychotherapeutische Arbeit nur bedingt möglich gewesen. Andererseits nehme sie - neben einer recht hohen Dosis an Analgetika - seit Jahren Antidepressiva ein (
S. 50
lit
. a).
Laut den übereinstimmenden vorliegenden Informationen sei die Beschwerdeführerin von ihrer Grundstruktur her eine aktive, ausgeprägt leistungsorientierte Persönlichkeit. Differenzialdiagnostisch stehe eine Persönlichkeitsstörung mit ängstlich-vermeidenden Zügen zur Diskussion. Komorbiditäten depressiver Störungen mit Persönlichkeitsstörungen seien häufig (S.
50 f.
lit
. b).
Von Seiten der Beschwerdegegnerin sei die Kündigung als vermeintlich relevanter sozialer Faktor angeführt worden. Hierzu sei zum einen anzumerken, dass die depressive Störung bereits ausgeprägt bestanden habe, als es zur Kündigung gekommen sei. Zum zweiten werde eine Kündigung von der weit überwiegenden Mehrzahl von Menschen als Kränkung erlebt. Zum dritten sei auf die
synthym
überwert
i
gen Ideen der Beschwerdeführerin im Kontext der schweren depressiven Störung zu verweisen. Wie schwer die Kränkung in ihrer Wahrnehmung ausgefallen sei, stimme mit dem depressiven Denken und Erleben überein. Im Zeitpunkt der Erkrankung habe die Beschwerdeführerin ausserdem mit der Autismus-Spektrum-Störung ihrer zweiten Tochter zurechtkommen müssen. Diese könnte ein Faktor sein, der die depressive Störung mitausgelöst habe. Die depressive Störung sei klinisch bis in jene Jahre zurück rekonstruierbar und trotz längst stabilem Familienleben mit der kranken Tochter sei es nicht zu einer relevanten Besserung gekommen (S. 5
1
lit
. c).
Die ausgeprägte Einschränkung bestehe in allen Lebensbereichen. Dies sei Teil der grossen Vorwürfe, die sich die Beschwerdeführerin mache. Die Kinder hätten früh so selbständig wie möglich werden müssen und hätten die Mutter/Eltern im Haushalt unterstützt (S. 56
lit
. c).
5.
4
Mit ihren Ausführungen setzte sich die psychiatrische Gutachterin eingehend mit den Standa
rdindikatoren (vorstehend E. 5.2
) auseinander. Ihre Beurteilung um
fasst das ganze Leistungsprofil mit sowohl negativen als auch positiven Anteilen und ist
so verfasst, dass die attestierte Arbeitsunfähigkeit «gleichsam aus dem Saldo aller wesentlichen Belastungen und Ressourcen» (BGE 141 V 281 E.
3.4.2.1) abgeleitet wurde.
Dr.
C._
ist bei der Beantwortung der Frage, wie sie das Leistungsvermögen einschätzte, den einschlägigen Indikatoren gefolgt, sie hat ausschliesslich funktionelle Ausfälle berücksichtigt, welche Folge der gesund
heitlichen Beeinträchtigung sind, und ihre versicherungsmedizinische Zumutbarkeitsbeurteilung ist auf objektivierter Grundlage erfolgt. Die von der Rechtsanwendung zu prüfende Frage, ob er sich an die massgebenden normativen Rahmenbedingungen gehalten und das Leistungsvermögen in Berücksichtigung der einschlägigen Indikatoren eingeschätzt hat (BGE 141 V 281 E. 5.2.2), ist klar zu bejahen. Die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage lassen sich anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit nachweisen, weshalb auf das Gutachten abzustellen ist.
6.
6.1
Zum Verlauf der Arbeitsunfähigkeit
führten die Gutachter
aus
(Urk. 35)
,
dass
sich
das in der Fragestellung genannte Stichdatum vom November 2013 aus den verschiedenen Gerichtsurteilen
ergebe
. Ein medizinisches Ereignis zu diesem Zeit
punkt sei in den Akten nicht vermerkt. Ebenso wenig sei das zweite
-
mehrfach genannte - Stichdatum vom November 2016 medizinisch
nicht
von Belang (S. 51 unten f.).
Hinweise für eine psychische Störung fänden sich schon relativ früh, angefangen mit der Überweisung durch den Hausarzt an die behandelnde Psychiaterin
. Ebenso fänden sich schon früh Hinweise darauf, dass die Beschwerdeführerin nicht habe psychisch krank sein wollen. Erst anlässlich der
Y._
-Begutachtung sei die Diagnose als schwere depressive Episode erschienen. Stelle man jedoch die Befunde einander gegenüber, sei die schwere Symptomatik schon 2006, spätestens 2008 dokumentiert
(S. 51 unten f.)
.
6.2
Das Sozialversicherungsgericht
stützte sich
im Urtei
l vom 16. Juni 2017 (Urk. 2/12)
bezüglich Arbeitsfähigkeit auf
das
D._
-Gutachten vom 9. Februar 2010
(Urk. 2/9/59)
, wonach
im Beurteilungszeitpunkt
(Januar 2010)
in psychiatrischer Hinsicht eine 60%ige Arbeitsfähigkeit in behinderungsangepasster Tätigkeit attestiert wurde, und auf das
Y._
-Gutachten
vom 31. Dezember 2014 (Urk. 2/9/166)
, in welchem in psychiatrischer Hinsicht
im Beurteilungszeitpunkt (September 2014)
eine vollständige Arbeitsunfähigkeit in jeglichen Tätigkeiten bescheinigt wurde
E. 5.5).
Aufgrund
des Fehlens weiterer
echtzeitlicher
relevanter
Einschätzungen ist im zeitlichen Verlauf hieran festzuhalten
. Daran ändert auch der Bericht der behandelnden Psychiaterin vom 29. Februar 2008 (Urk. 2/9/14; vgl. auch Urk. 2/12 E. 4.1) nichts, worin gemäss
Dr.
C._
die schwere Symptomatik bereits dokumentiert sei, attestierte diese zwar eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit, berücksichtigte dabei aber auch die körperlichen Beschwer
den.
Es ist daher
davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin
von Januar 2010 bis August 2014 in behinderungsangepasster Tätigkeit zu
60 % arbeitsfähig war und
seit September 201
4
keine Arbeitsfähigkeit mehr gegeben ist.
Damit ergibt sich, dass die Beschwerdeführerin ab November 2013, dem Zeit
punkt, ab welchem
sie
ohne Gesundheitsschaden die Erwerbstätigkeit von 50 auf 80 % erhöht hätte
(vgl.
Urk. 2/12 E. 3.2)
,
zu 60 % in einer behinderungsangepassten Tätigkeit arbeitsfähig war, woraus sich unter Berück
sichtigung
einer Erwerbseinbusse von 45.8 % (vgl. Urk. 2/12 E. 6.3) und
der Einschränkungen im Haushalt von 32.15 %
(
vgl. Urk. 2/12 E. 7.1) ein Gesamtinvaliditätsgrad von
rund
43 %
(0.8 x 45.8 + 0.2 x 32.15)
errechnet (vgl.
auch
Urk. 2/12 E. 8)
, was
Anspruch auf
eine
Viertelsrente
gibt
.
Seit der
Y._
-
Begutachtung im September 2014 besteht eine vollständige Arbeits
unfähigkeit, was unter Berücksichtigung der Einschränkungen im Haushalt von
70 % einem Gesamtinvaliditätsgrad von
94
%
(0.8 x 100 + 0.2 x 70)
entspricht und
einen Anspruch auf eine ganze Rente
ab Dezember 2014 (vgl. Art. 88
bis
der Verordnung über die Invalidenversicherung, IVV)
begründet
.
6
.3
.
Nach dem Dargelegten hat die Beschwerdeführerin
somit
Anspruch auf eine
Viertelsrente
ab November 2013 und auf eine ganze Rente ab Dezember 201
4.
Dies führt zur Gutheissung der Beschwerde
.
7.
7.1
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens
aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG
). Vorliegend sind die im Urteil vom 16. Juni 2017 (Urk. 2/12) festgesetzten Gerichtskosten auf Fr. 1'000.
zu erhöhen und der unterliegenden Beschwerde
gegnerin aufzuerlegen.
7.2
Die erneute Begutachtung war aufgrund der nach Erlass der angefochtenen Verfügung geänderten Rechtsprechung erforderlich, so dass für die Überbindung
der entsprechenden Kosten
an die Beschwerdegegnerin kein Raum besteht (vgl.
BGE 143 V 269).
7.3
Mit Urteil vom 16. Juni 2017 (Urk. 2/12 wurde die Prozessentschädigung ermessensweise auf Fr. 2'000.
angesetzt. Da der Beschwerdeführerin weitere Unkosten angefallen sind, ist die Prozessentschädigung beim praxisgemässen
Stundenansatz von Fr. 220.
zuzüglich Mehrwertsteuer
ermessensweise um Fr. 1'200.
auf insge
samt Fr. 3'200.
(inklusive Mehrwertsteuer und Barauslagen)
zu erhöhen.