Decision ID: 4c96d0fb-2e26-4e6c-b160-fb06915be69e
Year: 2016
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ ersuchte in der IV-Anmeldung vom 22. April 1998 bei der IV-Stelle des
Kantons St. Gallen um Gewährung von Umschulungsmassnahmen (IV-act. 2). Nach der
Einholung verschiedener medizinischer Berichte verfügte die IV-Stelle am 1. Oktober
1998 die Abweisung des Gesuchs, da dem Versicherten eine Erwerbstätigkeit im
bisherigen Rahmen uneingeschränkt zumutbar sei (IV-act. 14).
A.b Der behandelnde Dr. med. B._, Facharzt für Allgemeine Medizin FMH, teilte der
IV-Stelle am 20. Mai 1999 mit, eine am 20. April 1999 durchgeführte MRI-Untersuchung
(siehe hierzu IV-act. 22-3) zeige eine mediane Diskushernie L5/S1 bei dehydrierter
Bandscheibe. Es müsse daher nochmals über berufliche Massnahmen diskutiert
werden (IV-act. 22). Die IV-Stelle nahm das Schreiben von Dr. B._ offenbar als
Wiederanmeldung entgegen. Sie ordnete zunächst eine berufliche Abklärung in der
BEFAS Appisberg an. Diese fand vom 14. Februar bis 20. März 2000 statt. Die
Abklärungspersonen gelangten im Schlussbericht vom 29. März 2000 zur Auffassung,
gesamthaft gesehen erscheine ein ganztägiger Arbeitseinsatz für rückengerechte
Tätigkeiten zumutbar. Die medizinisch-theoretisch bescheinigte 100%ige
Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten sei am besten im Rahmen einer
beruflichen Übergangslösung (z.B. Arbeitstraining oder Berufsförderkurs) zu erreichen,
damit sich der Versicherte wieder an arbeitsspezifische Belastungen bei
behinderungsangepassten Tätigkeiten gewöhnen könne - unter Berücksichtigung der
nun schon länger vorliegenden Arbeitskarenz und der schonungsbedingten
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Dekonditionierung (IV-act. 34). Daraufhin erteilte die IV-Stelle Kostengutsprache für
eine weitere berufliche Abklärung für die Dauer vom 10. April bis 9. Juli 2000 in der
Abklärungsstelle C._ (Mitteilung vom 20. April 2000, IV-act. 38). Die
Abklärungsperson des C._ führte im Schlussbericht vom 11. Juli 2000 aus, es sei
offensichtlich, dass es die behinderungsbedingten Einschränkungen nicht zulassen
würden, den Versicherten in irgendwelche Arbeitsprozesse einzugliedern. Auch im
geschützten Rahmen sei eine Integration nicht sinnvoll und nicht möglich (IV-act. 39).
A.c Am 6. September 2000 berichteten die behandelnden medizinischen
Fachpersonen der Klinik für Orthopädische Chirurgie am Kantonsspital St. Gallen
(KSSG), der Versicherte leide an einem chronischen Lumbovertebralsyndrom. Nach
ihrer Ansicht stehe die mediane Diskushernie nicht im Zusammenhang mit der
Symptomatik des Versicherten, weshalb eine operative Therapie nicht indiziert sei. Der
Versicherte sei für eine leidensangepasste Tätigkeit 100% arbeitsfähig (IV-act. 42; vgl.
auch die Stellungnahme vom 13. Dezember 2000, IV-act. 49-3). Im Auftrag der IV-Stelle
wurde der Versicherte am 10. August 2001 anlässlich eines vierwöchigen
Rehabilitationsaufenthalts in der Klinik Valens rheumatologisch-psychiatrisch
begutachtet. Die Gutachter diagnostizierten: ein chronisches thorako-spondylogenes
Schmerzsyndrom (ICD-10: M54.6), eine Neurasthenie (ICD-10: F48.0) und ein
chronisches lumbo-spondylogenes Schmerzsyndrom (ICD-10: M54.4). Die zuletzt
ausgeführte körperlich schwere Tätigkeit als Maschinenführer sei dem Versicherten
nicht mehr zumutbar. Sowohl aus rheumatologischer als auch aus psychiatrischer
Sicht bestehe für eine leidensangepasste Tätigkeit je eine sich insgesamt nicht additiv
auswirkende 50%ige Arbeitsunfähigkeit (Gutachten vom 4. Februar 2002, IV-act. 55).
Gestützt auf diese medizinische Beurteilung sprach die IV-Stelle dem Versicherten mit
Verfügungen vom 12. und 24. September 2002 mit Wirkung ab 1. Januar 1999 eine
halbe Rente zu (IV-act. 68 f.). Die von Amtes wegen in den Jahren 2004 und 2007
durchgeführten Revisionsverfahren ergaben einen unveränderten Anspruch auf eine
halbe Rente (Mitteilungen vom 4. Oktober 2004, IV-act. 84, und vom 13. November
2007, IV-act. 92).
A.d Im Rahmen eines neuerlichen von Amtes wegen eingeleiteten Revisionsverfahrens
gab der Versicherte an, sein Gesundheitszustand sei unverändert geblieben
(Fragebogen vom 3. Januar 2011, IV-act. 96). Die behandelnde Dr. med. D._,
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Fachärztin für Neurologie FMH, gab im Verlaufsbericht vom 18. Januar 2011 an, der
Gesundheitszustand des Versicherten sei stationär. Allerdings hätten sich die
Diagnosen verändert. Es bestünden u.a.: rezidivierende depressive Episoden mit
somatischem Syndrom; ein gesteigertes Schmerzempfinden; eine
Impulskontrollstörung bei chronischem Paarkonflikt; ein intermittierendes
Impingement-Syndrom; ein chronisches Panvertebralsyndrom, cervical und
lumbosakral betont; eine im Verlauf deutliche Schmerz-Symptomausweitung bei
Verdacht auf eine somatoforme Schmerzstörung; aktuell anhaltende
Spannungskopfschmerzen (IV-act. 99). Dr. B._ bestätigte im Verlaufsbericht vom
20. Januar 2011 ebenfalls einen stationären Gesundheitszustand (IV-act. 100; siehe
auch den Verlaufsbericht von dessen Praxisnachfolger Dr. med. E._, Facharzt für
Allgemeine Innere Medizin FMH, vom 17. Januar 2013 (IV-act. 111).
A.e Auf Vorschlag von RAD-Arzt Dr. med. F._, Facharzt u.a. für Rheumatologie FMH
(Stellungnahme vom 5. März 2013, IV-act. 115), wurde der Versicherte im Auftrag der
IV-Stelle am 1., 2. und 3. Juli 2013 polydisziplinär (allgemeininternistisch,
rheumatologisch und psychiatrisch) in der MEDAS Zentralschweiz begutachtet. Die
MEDAS-Gutachter stellten mit wesentlicher Einschränkung der zumutbaren
Arbeitsfähigkeit die Diagnosen eines chronischen lumbalen Schmerzsyndroms und
einer leichten Impingementsymptomatik der rechten Schulter vom Supraspinatustyp.
Ohne wesentliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestehe u.a. ein Status nach
Neurasthenie. Eine leidensangepasste Tätigkeit sei dem Versicherten sowohl aus
rheumatologischer als auch psychiatrischer Sicht uneingeschränkt zumutbar. Ursache
für die im Vergleich zum Gutachten der Klinik Valens abweichende
Arbeitsfähigkeitsbeurteilung sei nicht eine Veränderung der somatischen Befunde,
sondern eine heutzutage andere Einschätzung der Situation (MEDAS-Gutachten vom
15. November 2013, IV-act. 121). RAD-Arzt Dr. F._ hielt das MEDAS-Gutachten für
beweiskräftig (Stellungnahme vom 26. November 2013, IV-act. 122).
A.f Gestützt auf die Arbeitsfähigkeitsschätzung der MEDAS-Gutachter verfügte die IV-
Stelle nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Vorbescheid vom 9. Januar 2014,
IV-act. 127; Einwand vom 13. Februar 2014, IV-act. 131) am 12. März 2014 die
revisionsweise Rentenaufhebung per 30. April 2014 (IV-act. 132).
B.
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B.a Gegen die Verfügung vom 12. März 2014 richtet sich die vorliegende Beschwerde
vom 30. April 2014. Der Beschwerdeführer beantragt darin unter Kosten- und
Entschädigungsfolge deren Aufhebung und die weitere Ausrichtung einer halben
Rente. Ausserdem sei die IV-Stelle zu verpflichten, dem Beschwerdeführer
Massnahmen zur Wiedereingliederung für die Restarbeitsfähigkeit von 42%
zuzusprechen. Zur Begründung bringt er vor, die somatischen Verhältnisse und
Diagnosen gemäss rheumatologischen MEDAS-Teilgutachten hätten sich gegenüber
der Einschätzung der Gutachter der Klinik Valens nicht verbessert. Die
Arbeitsfähigkeitsbeurteilung des rheumatologischen MEDAS-Gutachters stelle eine
bloss unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen
Sachverhalts dar. Zudem liege weiterhin eine Neurasthenie bei ihm vor (act. G 1).
B.b Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 4. August 2014
die Abweisung der Beschwerde. Sie stellt sich auf den Standpunkt, dass aus dem
psychiatrischen Teil des MEDAS-Gutachtens eine Verbesserung der gesundheitlichen
Situation hervorgehe. Hinzu komme, dass gegen die Schmerzen diverse
Behandlungsoptionen offen stünden. Selbst wenn aktuell eine psychiatrische Diagnose
einer Neurasthenie gestellt würde, wäre diese nicht invalidisierend. Der Antrag des
Beschwerdeführers um Durchführung von Eingliederungsmassnahmen bzw.
beruflichen Massnahmen sei der zuständigen Abteilung zur Bearbeitung weitergeleitet
worden (act. G 4).
B.c In der Replik vom 18. November 2014 hält der Beschwerdeführer unverändert an
der Beschwerde fest und macht gestützt auf ein MRI vom 26. September 2014 eine
Verschlechterung seiner somatischen Situation geltend (act. G 10).
B.d Die Beschwerdegegnerin hält ihrerseits in der Duplik vom 3. Dezember 2014 an der
beantragten Beschwerdeabweisung fest (act. G 12).
B.e Auf Ersuchen der Verfahrensleitung (Schreiben vom 4. März 2016, act. G 14) hat
die Beschwerdegegnerin die seit der Weiterleitung des Gesuchs des
Beschwerdeführers um Durchführung von beruflichen Massnahmen ergangenen Akten
am 8. März 2016 eingereicht (act. G 15). Der Beschwerdeführer hat hierzu am 20. April
2016 Stellung genommen und weitere Unterlagen vor allem betreffend seine
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erfolglosen Stellenbemühungen eingereicht. Er bringt sodann vor, die angefochtene
Verfügung sei ungenügend begründet worden, wodurch sein Anspruch auf rechtliches
Gehör verletzt worden sei. Die angefochtene Verfügung hält er daher für nichtig (act.
G 21, S. 2 f.).

Erwägungen
1.
Vorab ist das Vorbringen des Beschwerdeführers zu beurteilen, die
Beschwerdegegnerin habe die angefochtene Verfügung unzureichend begründet. Aus
der Verfügung gehe weder ein Rückkommenstitel noch ein Revisionsgrund hervor (act.
G 21).
1.1 Verfügungen sind zu begründen, wenn sie den Begehren der Parteien nicht voll
entsprechen (Art. 49 Abs. 3 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Die grundsätzliche Pflicht einer Behörde,
ihren Entscheid zu begründen, folgt aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör. Dabei
darf sich die Verwaltung nicht damit begnügen, die von der betroffenen Person
vorgebrachten Einwendungen zur Kenntnis zu nehmen und zu prüfen. Die Verwaltung
hat vielmehr ihre Überlegungen auch namhaft zu machen und sich dabei ausdrücklich
mit den Einwendungen auseinander zu setzen oder zumindest die Gründe anzugeben,
weshalb sie gewisse Gesichtspunkte nicht berücksichtigen kann (BGE 124 V 183
E. 2b). Eine - nicht besonders schwerwiegende - Verletzung des rechtlichen Gehörs
kann dann als geheilt gelten, wenn die betroffene Person die Möglichkeit erhält, sich
vor einer Beschwerdeinstanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt wie die
Rechtslage frei überprüfen kann. Diese Voraussetzung ist im Fall des
Versicherungsgerichts erfüllt (vgl. Art. 61 lit. c ATSG i.V.m. Art. 46 des Gesetzes über
die Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1]).
1.2 Zwar weist die angefochtene Verfügung in der Begründung nicht ausdrücklich auf
die ihr zugrunde liegende Revision der Rentenleistungen im Sinn von Art. 17 Abs. 1
ATSG hin. Hingegen geht aus der Verfügungsbegründung eindeutig hervor, dass die
angeordnete Renteneinstellung auf einer gesundheitlichen Verbesserung beruht. Die
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Beschwerdegegnerin führte aus, „unsere medizinischen Abklärungen haben ergeben,
dass sich Ihr Gesundheitszustand verbessert hat“. Der psychische
Gesundheitszustand habe sich im Vergleich zur Referenzsituation unzweifelhaft
verbessert, womit „ein medizinischer Revisionsgrund“ gegeben sei, der es erlaube,
auch die somatischen Beeinträchtigungen nach den heutigen Massstäben zu
beurteilen. Es sei von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste
Tätigkeiten auszugehen (IV-act. 132-2). Sodann gab die Beschwerdegegnerin die
revisionsrechtlich relevanten Bestimmungen von Art. 31 des Bundesgesetzes über die
Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) und von Art. 88a Abs. 1 und Art. 88 Abs. 2
lit. a der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) im Wortlaut
wieder (IV-act. 132-1 f.). Die erst am 20. April 2016 erhobene Gehörsrüge des
Beschwerdeführers erweist sich damit als unbegründet. Bezeichnend ist sodann, dass
der rechtskundig vertretene Beschwerdeführer zuvor weder in der Beschwerde vom
30. April 2014 (act. G 1) noch in der Replik vom 18. November 2014 (act. G 10) eine
Gehörsverletzung rügte. In der Beschwerde ging er denn auch von einer Revision im
Sinn von Art. 17 ATSG aus (act. G 1, S. 3). Er war somit offensichtlich in der Lage, die
verfügte Renteneinstellung sachgerecht anzufechten (act. G 1 und G 10).
2.
Zwischen den Parteien umstritten und zu prüfen ist die Frage, ob die von der
Beschwerdegegnerin im Rahmen einer Revision gemäss Art. 17 Abs. 1 ATSG per
30. April 2014 verfügte Rentenaufhebung rechtmässig ist.
2.1 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn
die versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn
sie mindestens zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50%
besteht ein Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von
mindestens 40% ein Anspruch auf eine Viertelsrente.
2.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder
teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Invalidität kann Folge von
Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit
ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen
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Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung
verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in
Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die
Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen
der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit
liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2
ATSG).
2.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im
Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des
Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung
zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte
Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen
Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche
Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V
261 E. 4 mit Hinweisen). Für das gesamte Verwaltungs- und
Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt der Grundsatz der freien
Beweiswürdigung. Danach haben die Versicherungsträger und das
Sozialversicherungsgericht die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche
Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Hinsichtlich des
Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden
ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der
medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten
begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen).
2.4 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer rentenbeziehenden Person erheblich, so wird
die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht,
herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt
jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den
Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist
somit nicht nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustands, sondern
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auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich
gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 349 f.
E. 3.5). Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung
bildet die letzte rechtskräftige Verfügung, die auf einer materiellen Prüfung des
Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und
Durchführung eines Einkommensvergleichs beruht; vorbehalten bleibt die
Rechtsprechung zur Wiedererwägung und prozessualen Revision (BGE 133 V 108
E. 5.4). Hingegen stellt die bloss andere, abweichende Beurteilung eines im
Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts keine revisionsbegründende und auch
keine im Rahmen einer Revision relevante Änderung dar (Urteil des Bundesgerichts
vom 28. April 2008, 9C_720/2007, E. 1.1 mit Hinweisen; vgl. zum Inhalt der Revision
Rudolf Rüedi, Die Verfügungsanpassung als verfahrensrechtliche Grundfigur
namentlich von Invalidenrentenrevisionen, in: René Schaffhauser/ Franz Schlauri
[Hrsg.], Die Revision von Dauerleistungen in der Sozialversicherung, St. Gallen 1999,
S. 11 und S. 14 f.).
3.
Zu prüfen gilt es zunächst die Frage, ob sich der Gesundheitszustand des
Beschwerdeführers seit dem massgebenden Referenzzeitpunkt (Verfügungen vom
12. und 24. September 2002, IV-act. 68 f.) leistungserheblich verändert hat.
3.1 Die ursprüngliche Rentenzusprache beruhte in medizinischer Hinsicht auf dem
bidisziplinären Gutachten der Klinik Valens vom 4. Februar 2002, worin die Experten
sowohl aus rheumatologischer als auch psychiatrischer Sicht je eine (sich gegenseitig
nicht additiv auswirkende) 50%ige Arbeitsunfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten
bescheinigten (IV-act. 55-25).
3.2 In medizinischer Hinsicht stützt sich die angefochtene Verfügung auf das MEDAS-
Gutachten vom 15. November 2013 (IV-act. 132), worin dem Beschwerdeführer für
leidensangepasste Tätigkeiten eine 100%ige Arbeitsfähigkeit attestiert wurde (IV-
act. 121-11). Die Beweiskraft dieser medizinischen Expertise wird von den Parteien
grundsätzlich nicht substanziiert bestritten. Aus den Akten ergeben sich sodann keine
Aspekte, die Zweifel an der Beurteilung der MEDAS-Experten entstehen lassen.
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Insoweit der Beschwerdeführer vorbringt, er leide nach wie vor an einer Neurasthenie
(act. G 1, S. 7 unten), ist von Bedeutung, dass bereits schon Dr. D._ - im Einklang mit
dem MEDAS-Gutachten - keine entsprechende Diagnose mehr erwähnt hatte (IV-
act. 99-1). Entgegen der Darstellung des Beschwerdeführers (act. G 10, S. 4) ergeben
sich aus dem MRI der Wirbelsäule (BWK12-SWK3) des Kantonsspitals St. Gallen vom
26. September 2014 (act. G 10.1) keine Gesichtspunkte, die auf eine vor
Verfügungserlass vom 12. März 2014 eingetretene gesundheitliche Verschlechterung
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten hindeuten.
3.3 Der psychiatrische Experte der Klinik Valens begründete die von ihm für
leidensangepasste Tätigkeiten bescheinigte 50%ige Arbeitsunfähigkeit mit
Beeinträchtigungen des Befindens durch Schmerzen, Schwäche nach nur geringer
körperlicher Anstrengung, Reizbarkeit, Nachlassen der geistigen Spannkraft und
Schlafstörungen (IV-act. 55-43 oben). Als Befunde erwähnte er u.a. einen reduzierten
Allgemeinzustand. Wegen eines Gewichtsverlusts (von 68 kg auf 55 bzw. 59 kg) bei
kachektisch wirkendem Beschwerdeführer hatte die Klinik zum Ausschluss eines
Tumorleidens Laboruntersuchungen durchgeführt (IV-act. 55-10 und -21). Der
Beschwerdeführer wirke erschöpft und „abgespannt“ (IV-act. 55-42) und empfinde eine
Erschöpfung selbst im Zustand der Ruhe (IV-act. 55-38). Die Beeinträchtigungen des
Beschwerdeführers hätten zu einem sozialen Rückzug geführt (IV-act. 55-24).
Demgegenüber nahm der psychiatrische MEDAS-Gutachter keine den genannten
Befindlichkeitsbeeinträchtigungen entsprechende Defizite mehr wahr. Der
Beschwerdeführer berichtete, dass „meistens keine Müdigkeit“ bestehe. Er klagte nicht
über ein eingeschränktes Vitalgefühl. Das Vorliegen einer Interesselosigkeit oder
Antriebslosigkeit wurde verneint. Der Beschwerdeführer sei der Exploration ruhig und
lange ohne erkennbares Schmerzverhalten gefolgt (IV-act. 121-30). Es habe sich ein
Explorand gezeigt, der offen wirkend über sich, sein Leben und seine Beschwerden
berichte (IV-act. 121-31; zum unauffälligen Allgemeinzustand bzw. normosomen
Zustand bei 70 kg Gewicht siehe IV-act. 121-8 und -19). Anhaltspunkte für einen
wesentlichen sozialen Rückzug wurden nicht beschrieben. Aus dem vom
Beschwerdeführer dargelegten Alltag ergibt sich vielmehr ein normales soziales
Beziehungsniveau (IV-act. 121-7 und -29; zur Verneinung des sozialen Rückzugs siehe
IV-act. 121-30). In mit den erhobenen Befunden zu vereinbarender Weise hielt der
psychiatrische MEDAS-Gutachter ferner fest, „angesichts des Fehlens jeglicher
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psychischer Belastungen ausser dem rezidivierenden Geldmangel, was aber eher nicht
zu einem primären Krankheitsgewinn führt, ist eine somatoforme Schmerzstörung
ausgeschlossen. Auch eine Neurasthenie ist heute nicht mehr feststellbar“ (IV-
act. 121-32). Unter diesen vom psychiatrischen MEDAS-Gutachter dargelegten
Umständen ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die vom
psychiatrischen Gutachter der Klinik Valens früher beschriebenen
Funktionsbeeinträchtigungen nicht mehr, zumindest nicht mehr in gleicher Ausprägung
bestehen, und kein die Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten
einschränkendes psychosomatisches Leiden (Neurasthenie) mehr besteht. Eine
revisionsrechtlich erhebliche gesundheitliche Verbesserung ist damit aus
psychiatrischer/psychosomatischer Sicht zu bejahen.
3.4 Des Weiteren ist zu prüfen, ob sich der vom rheumatologischen Gutachter der
Klinik Valens beurteilte Gesundheitszustand verbessert hat.
3.4.1 Dieser diagnostizierte syndromale Leiden (IV-act. 55-19). Aus dessen Sicht stand
als Beeinträchtigung auf der körperlichen Ebene „eine deutlich reduzierte
Belastbarkeit“ im Vordergrund (IV-act. 55-23). Bei der Einschätzung der
Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten stützte sich der rheumatologische
Experte - wie im Übrigen auch der psychiatrische Gutachter (IV-act. 55-46) - auf die
Testresultate der Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit („entsprechend der
Testresultate“, IV-act. 55-24). Indessen wurde weder im Rahmen der durchgeführten
Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (die das gesamte geklagte Leidensbild
einschliesslich der Neurasthenie berücksichtigte, IV-act. 55-47) noch im
rheumatologischen Gutachtensteil eine Differenzierung hinsichtlich somatisch
ausgewiesener und psychosomatischer Beeinträchtigungen vorgenommen. Es fehlen
gutachterliche Ausführungen zum Verhältnis der subjektiven Beschwerden mit den
objektiven Befunden. Eine spezifische Erkrankung der skelettalen, muskulären oder
bindegewebigen Strukturen wurde nicht festgestellt. Ebenfalls fehlten Hinweise auf
eine neurogene Verursachung der Muskelschwäche oder auf ein internmedizinisches
Leiden (IV-act. 55-43). Deshalb und da rheumatologische Schmerzzustände oftmals
kaum von symptomgleichen psychosomatischen Beschwerdebildern abzugrenzen sind
(Urteil des Bundesgerichts vom 19. März 2014, 8C_918/2013, E. 3.3.2), ist mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der rheumatologische
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Gutachter der Klinik Valens bei seiner Arbeitsfähigkeitsschätzung hauptsächlich - wie
sein psychiatrischer Mitgutachter - den auf das (damalige) psychosomatische Leiden
des Beschwerdeführers zurückzuführenden Beeinträchtigungen (Schmerzen und
reduzierte körperliche Belastbarkeit) Rechnung getragen hat. Diese Sichtweise wird
durch den Bericht der Klinik für Orthopädische Chirurgie am KSSG vom 30. Juni 1999
bekräftigt, worin die Ärzte ausführten, die festgestellte Diskushernie könne nicht für die
vom Beschwerdeführer angegebenen Beschwerden verantwortlich gemacht werden,
und (aus somatischer Sicht) eine 100%ige Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste
Tätigkeiten bescheinigten (IV-act. 49-8 f.; vgl. auch den Bericht vom 13. Dezember
2000, IV-act. 49-3). In ähnlicher Weise äusserten sich auch RAD-Arzt Dr. F._ (kein
organisches Korrelat, welches das Beschwerdebild somatisch erklären könne, IV-
act. 115-3) und der behandelnde Dr. med. G._, Spezialarzt für Neurologie FMH
(„Wieweit die zeitliche Arbeitsfähigkeit durch die Beschwerden des Patienten
eingeschränkt ist oder wieweit hier auch ein längst gefundener anderer Lebensstil mit
hineinspielt, vermag ich nicht sicher zu unterscheiden“, IV-act. 90-3; vgl. ferner die
damit zu vereinbarende Befunderhebung des rheumatologischen MEDAS-Gutachters,
IV-act. 121-23).
3.4.2 Nach dem Gesagten beinhaltet die Arbeitsfähigkeitsschätzung des
rheumatologischen Gutachters der Klinik Valens - wie diejenige seines psychiatrischen
Mitgutachters - die psychosomatisch bedingten Einschränkungen. Die hinsichtlich des
psychosomatischen Leidens bzw. von dessen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit
vom psychiatrischen MEDAS-Teilgutachter schlüssig dargelegte (revisionsrechtlich
relevante) Verbesserung beschlägt damit auch den rheumatologischen Teil des
Gutachtens der Klinik Valens. Daran ändert nichts, dass der rheumatologische MEDAS-
Gutachter zum Ausdruck brachte, er habe im Vergleich mit dem Gutachten der Klinik
Valens keine relevante Änderung des Gesundheitszustands festgestellt (IV-act. 121-24
und -25), beschränkte er sich doch bei seiner Begutachtung ausschliesslich auf die
Einschätzung des somatischen Leidens. Er habe nur „bescheidene Befunde“ am
Bewegungsapparat gefunden, die eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit hinsichtlich
einer leidensangepassten Tätigkeit nicht begründen liessen (IV-act. 121-25).
3.5 Vor diesem Hintergrund ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit entgegen der
Auffassung des Beschwerdeführers (act. G 21, S. 3) davon auszugehen, dass sich der
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Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit der ursprünglichen Rentenzusprache
erheblich verbessert hat und dass er seit dem 26. September 2013
(Schlussbesprechung der MEDAS-Gutachter) für leidensangepasste Tätigkeiten über
eine 100%ige Arbeitsfähigkeit verfügt (IV-act. 121-11). Es kann damit offen bleiben, ob
auch die Voraussetzungen für eine Anpassung der bisherigen Rentenleistungen
gestützt auf die Schlussbestimmungen zur Änderung des IVG vom 18. März 2011
erfüllt wären.
4.
Die Beschwerdegegnerin geht hinsichtlich der 100%igen Arbeitsfähigkeit für
leidensangepasste Tätigkeiten von der Möglichkeit der Selbsteingliederung aus.
Angesichts dessen, dass der Beschwerdeführer mit Wirkung ab 1. Januar 1999 (IV-
act. 68-3) und damit im Zeitpunkt der rentenaufhebenden Verfügung vom 12. März
2014 (IV-act. 132) bereits mehr als 15 Jahre eine halbe Rente bezogen hat, ist näher zu
prüfen, ob der Beschwerdeführer zur Verwertung der wiedergewonnenen vollständigen
Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten auf die Selbsteingliederungspflicht
verwiesen werden kann.
4.1 Nach der Rechtsprechung können nach langjährigem Rentenbezug oder bei
fortgeschrittenem Alter ausnahmsweise Erfordernisse des Arbeitsmarkts der sofortigen
Anrechnung einer medizinisch vorhandenen Leistungsfähigkeit und medizinisch
möglichen Leistungsentfaltung entgegenstehen. Dies ist dann der Fall, wenn aus den
Akten einwandfrei hervorgeht, dass die Verwertung eines bestimmten
Leistungspotenzials ohne vorgängige Durchführung befähigender Massnahmen allein
vermittels Eigenanstrengung der versicherten Person nicht möglich ist. Diese
Rechtsprechung ist allerdings auf Fälle beschränkt worden, in denen die (revisions-
oder wiedererwägungsweise) Rentenherabsetzung bzw. -aufhebung eine versicherte
Person betrifft, die das 55. Altersjahr zurückgelegt oder die Rente seit mehr als
15 Jahren bezogen hat (Urteil des Bundesgerichts vom 23. Juli 2015, 8C_90/2015, E. 4
mit Hinweisen). Massgebender Zeitpunkt ist das Datum der rentenaufhebenden
Verfügung (BGE 141 V 5).
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4.2 Auch wenn die Rentenbezugsdauer lediglich knapp über 15 Jahre liegt, der
Beschwerdeführer neu für leidensangepasste Tätigkeiten über eine 100%ige
Arbeitsfähigkeit verfügt und aus seinen Alltagsaktivitäten zum Teil auch vom
Arbeitsmarkt nachgefragte Ressourcen hervorgehen (lese gerne und beschäftige sich
auch am PC, IV-act. 121-7), kann der Beschwerdeführer zur Verwertung der
Arbeitsfähigkeit nicht einfach auf die Selbsteingliederungspflicht verwiesen werden.
Von Bedeutung ist dabei, dass mit dem Rentenbezug während über 15 Jahren im Alter
von 23 bis 37 Jahren eine berufliche und arbeitsmarktliche Abstinenz einhergeht, die
sich während eines Grossteils der gesamten erwerblichen Aktivitätsdauer und
insbesondere während der beruflichen Entwicklungsphase ereignet hat (zum früher
bejahten, über die Hilfestellung in Form von Arbeitsvermittlung hinausgehenden
Eingliederungsbedarf des Beschwerdeführers siehe im Übrigen den Schlussbericht des
Berufsberaters vom 6. Januar 2000, IV-act. 28). Hinzu kommt, dass die
Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer - entgegen der Empfehlung von Dr. D._
(siehe hierzu IV-act. 99-2 und IV-act. 101) - vor der Rentenaufhebung keine
Eingliederungsmassnahmen angeboten oder näher geprüft hat. Es geht ausserdem
weder aus den Akten noch den Ausführungen der Beschwerdegegnerin hervor, dass
der Beschwerdeführer trotz Rentenbezugs regelmässig gearbeitet hätte oder dass
andere Umstände vorliegen, die Zweifel an der infolge der langen Rentenbezugsdauer
eingetretenen arbeitsmarktlichen Desintegration entstehen lassen. Solche ergeben sich
auch nicht aus den nachträglich eingeholten Eingliederungsakten (act. G 15.1; zu den
geringen Ressourcen und den Bedarf an Unterstützung bei der Eingliederung siehe die
Einschätzung des Eingliederungsverantwortlichen im Assessmentprotokoll vom
2. September 2014, act. G 15.1.11-3). Unter diesen Umständen hätte sich die
Beschwerdegegnerin gemäss der genannten Rechtsprechung (siehe vorstehende
E. 4.1) vor der Herabsetzung der Invalidenrente vergewissern müssen, ob sich das
medizinisch-theoretisch wiedergewonnene Leistungsvermögen ohne Weiteres in einem
entsprechend tieferen Invaliditätsgrad niederschlägt oder ob dafür ausnahmsweise im
Einzelfall eine erwerbsbezogene Abklärung und/oder die Durchführung von
Eingliederungsmassnahmen im Rechtssinn vorausgesetzt ist (vgl. zu diesen
gegebenenfalls zu treffenden Vorkehrungen Urteile des Bundesgerichts vom
21. August 2014, 9C_275/2014, E. 4.3 mit Hinweisen, und vom 26. April 2011,
9C_228/2010, E. 3.3). Die Rentenaufhebung ohne vorgängige Prüfung von
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Eingliederungsbemühungen erweist sich demnach als unzulässig. Die
Beschwerdegegnerin, an welche die Sache zurückzuweisen ist, hat daher die
Verwertbarkeit der wiedergewonnenen Arbeitsfähigkeit - die Motivation des
Beschwerdeführers vorausgesetzt (Art. 21 Abs. 4 ATSG; vgl. auch Silvia Bucher,
Eingliederungsrecht der Invalidenversicherung, Bern 2011, Rz. 124 und 539 [zum
Erfordernis der objektiven und subjektiven Eingliederungsfähigkeit der versicherten
Person]) - zu prüfen und die sich nach den konkreten Umständen als unerlässlich
herausstellenden Eingliederungsmassnahmen an die Hand zu nehmen, sofern und
soweit deren Voraussetzungen erfüllt sind. Anschliessend ist über die revisionsweise
Aufhebung des Rentenanspruchs neu zu verfügen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom
28. August 2012, 8C_338/2012, E. 4.2.2 mit Hinweisen).
5.
5.1 In Gutheissung der Beschwerde ist die Verfügung vom 12. März 2014 aufzuheben
und die Sache an die Beschwerdegegnerin zur Vornahme weiterer Abklärungen und zu
neuem Entscheid im Sinn der Erwägungen zurückzuweisen.
5.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis
Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--
erscheint als angemessen. Die Beschwerdegegnerin hat ausgangsgemäss die gesamte
Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen. Der vom Beschwerdeführer geleistete
Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist ihm zurückzuerstatten.
5.3 Bei diesem Verfahrensausgang hat der Beschwerdeführer Anspruch auf eine
Parteientschädigung. Diese ist vom Gericht ermessensweise festzusetzen, wobei
insbesondere der Bedeutung der Streitsache und dem Aufwand Rechnung zu tragen
ist (Art. 61 lit. g ATSG; vgl. auch Art. 98 ff. VRP/SG, sGS 951.1). In der vorliegenden
Streitsache erscheint mit Blick auf den zusätzlichen Schriftenwechsel (vgl. act. G 16,
G 20 und G 21) eine Parteientschädigung von pauschal Fr. 4'000.-- (einschliesslich
Barauslagen und Mehrwertsteuer) angemessen.