Decision ID: b8382e7e-2d2e-483e-9d1c-e30dadf2a35f
Year: 2022
Language: de
Court: AG_OG
Chamber: AG_OG_008
Canton: AG
Region: Northwestern_Switzerland
Law Area: 

Die Beschwerdekammer entnimmt den Akten:
1. Die Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm führt gegen den Beschwerdeführer eine Strafuntersuchung, unter anderem wegen gewerbsmässigen Betrugs. Es besteht (unter anderem) der dringende Tatverdacht, dass der  über die B. AG mit Sitz in [...], deren Alleinaktionär und (einziger) Verwaltungsrat mit Einzelunterschrift er ist, bei Dritten auf betrügerische Weise Treibstoff bezog, jedoch nicht bezahlte.
2. Mit Beschlagnahmebefehl vom 31. März 2022 beschlagnahmte die  Zofingen-Kulm folgende Vermögenswerte der B. AG zum Zwecke der Kostensicherung und Einziehung:
- Lieferwagen [...], Stamm-Nr. [...] - Sachentransportanhänger [...], Stamm-Nr. [...] - Lastwagen [...], Stamm-Nr. [...], Kontrollschild [...] - Lastwagen [...], Stamm-Nr. [...], Kontrollschild [...] - Lastwagen [...], Stamm-Nr. [...], Kontrollschild [...]
3. 3.1. Mit Eingabe vom 8. April 2022 erhob der Beschwerdeführer Beschwerde gegen den ihm am 5. April 2022 eröffneten Beschlagnahmebefehl der Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm vom 31. März 2022 bei der  in Strafsachen des Obergerichts des Kantons Aargau und :
" 1. Der durch die Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm mit Datum vom 31. März 2022 ergangenen [recte: ergangene] Beschlagnahmebefehl sei  [gemeint wohl: aufzuheben].
Eventualiter sei der Beschlagnahmebefehl unter Ausschluss des Lfw [...], . [...] auszuführen [gemeint wohl: aufrechtzuerhalten].
Subeventualiter sei der Beschlagnahmebefehl vollumfänglich auszuführen [gemeint wohl: aufrechtzuerhalten], dem Beschuldigten jedoch die sich im Lfw [...], Stamm-Nr. [...] [fehlt: befindlichen] Sachen, insbesondere die Hundebox, der Werkzeugkoffer sowie die persönlichen Gegenstände (u.a. Kleider) herauszugeben.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge."
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3.2. Mit Beschwerdeantwort vom 19. April 2022 beantragte die  Zofingen-Kulm:
" 1. Die Beschwerde sei abzuweisen.
2. Unter Kostenfolgen."

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung:
1. 1.1. Jede Partei, die ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung eines Entscheides hat, kann ein Rechtsmittel ergreifen (Art. 382 Abs. 1 StPO). Bei Beschwerden gegen Beschlagnahmebefehle wird ein rechtlich geschütztes Interesse bejaht, wenn die beschwerdeführende  sich auf ein Eigentumsrecht oder ein beschränktes dingliches Recht (insbesondere ein Pfandrecht) an den beschlagnahmten Gegenständen berufen kann. Überdies wird die Beschwerdelegitimation auch dem Inhaber von beschlagnahmten Bankguthaben zuerkannt, da dessen persönliches Verfügungsrecht über das Bankkonto wirtschaftlich einem dinglichen Recht an Bargeld gleichkommt. Dem bloss wirtschaftlich Berechtigten kommt demgegenüber keine Beschwerdelegitimation zu. So ist etwa der Aktionär einer Gesellschaft, deren Konten gesperrt wurden, nicht zur Beschwerde berechtigt, da er nur indirekt betroffen ist (Urteile des Bundesgerichts 1B_319/2017 vom 26. Juli 2017 E. 5, 1B_94/2012 vom 2. April 2012 E. 2.1 und 6B_859/2016 vom 26. September 2016 E. 4).
Soweit sich die Beschwerde gegen die Beschlagnahme der Fahrzeuge der B. AG richtet, fehlt es dem Beschwerdeführer an der . Als einziger Aktionär sowie einziger Verwaltungsrat (mit ) der B. AG ist er zwar wirtschaftlich an den Fahrzeugen der B. AG berechtigt. Nach der oben dargestellten bundesgerichtlichen  genügt eine solche wirtschaftliche Berechtigung für die  jedoch nicht. Auf die Beschwerde ist folglich, soweit die  des Beschlags über die Fahrzeuge verlangt wird, nicht einzutreten.
1.2. Mit Bezug auf die übrigen Gegenstände, d.h. die persönlichen  des Beschwerdeführers (unter anderem Kleider), die Hundebox  den Werkzeugkoffer, welche gemäss Beschwerdeführer aus dem  zu entlassen seien, führte die Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm in der Beschwerdeantwort aus, dass nichts gegen deren Herausgabe einzu-
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wenden sei. Diese Gegenstände seien ja auch gar nie beschlagnahmt . Diesen Ausführungen der Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm ist . Dem Beschwerdeführer mag zwar zugutegehalten werden, dass ihm aufgrund des Beschlagnahmebefehls möglicherweise nicht ganz klar war, ob bloss die Fahrzeuge oder auch die sich darin befindlichen  mit Beschlag belegt wurden. Dies hätte sich durch eine Anfrage bei der Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm aber ohne weiteres klären lassen. Jedenfalls verhält es sich vorliegend so, dass die Staatsanwaltschaft -Kulm die infrage stehenden Gegenstände nicht beschlagnahmte,  diese Gegenstände auch nicht aus dem Beschlag entlassen werden können. Folglich ist auf die Beschwerde auch hinsichtlich dieser  nicht einzutreten.
2. Die Beschwerde erweist sich als unzulässig. Bei diesem  sind die Verfahrenskosten gestützt auf Art. 428 Abs. 1 StPO dem  aufzuerlegen. Entschädigungen sind keine zu sprechen.