Decision ID: 4a279f25-7422-41f1-8a5e-70c3fae00e32
Year: 2009
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
L._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Bruno A. Hubatka, Obere Bahnhofstrasse 24,
Postfach, 9501 Wil,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
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betreffend
IV-Leistungen (Versicherungsvoraussetzungen)
Sachverhalt:
A.
A.a L._, Jahrgang 1967, reiste am 29. Mai 1998 aus China in die Schweiz ein. Im Juni
2008 meldete er sich zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung (IV) an (IV-
act. 1). Dr. med. A._, Psychiatrische Klinik Wil, nannte im Arztbericht vom 21. Juli
2008 die Diagnosen kombinierte Persönlichkeitsstörung und Reaktion auf schwere
Belastungen und Anpassungsstörung sowie längere depressive Reaktion. Der Patient
sei nicht arbeitsfähig (IV-act. 17).
A.b Mit Mitteilung vom 25. August 2008 teilte die IV-Stelle dem Leistungsansprecher
mit, dass aufgrund seines Gesundheitszustands zurzeit keine
Eingliederungsmassnahmen möglich seien (IV-act. 25).
A.c Mit Vorbescheid vom 11. November 2008 stellte die IV-Stelle die Abweisung des
Rentengesuchs in Aussicht (IV-act. 49). Trotz Einwand des Rechtsvertreters des
Leistungsansprechers, der die versicherungsmässigen Voraussetzungen als erfüllt
bezeichnete (IV-act. 53), verfügte die IV-Stelle am 9. Februar 2009 gemäss
Vorbescheid. Der Leistungsansprecher habe im Jahr 2001 während sieben Monaten
AHV-Beiträge entrichtet. Als Nichterwerbstätiger könne er nicht erfasst werden, da er
nicht anerkannter Flüchtling sei, weshalb die versicherungsmässigen Voraussetzungen
nicht erfüllt seien. Bis zum Eintritt der Invalidität spätestens im September 2002 werde
die erforderliche einjährige Beitragszeit nicht erfüllt. Eine Nachzahlung der Beiträge für
das Jahr 2001 sei nicht mehr möglich, da nur rückwirkend für maximal fünf Jahre
Beiträge nachbezahlt werden könnten (act. G 1.1).
B.
B.a Gegen diese Verfügung richtet sich die Beschwerde von Rechtsanwalt Bruno
A. Hubatka vom 11. März 2009. Er beantragt deren Aufhebung und die Zusprache einer
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Invalidenrente. Dem Beschwerdeführer sei die unentgeltliche Prozessführung und
Rechtsverbeiständung zu gewähren. Der Begründung ist zu entnehmen, dass der
Beschwerdeführer China aus Gründen der persönlichen Sicherheit verlassen habe. Er
habe sich in China mehrmals kritisch über das sozialistische System und die Korruption
geäussert, was die Einweisung in Arbeitslager und den Verlust der Arbeitsstelle zur
Folge gehabt habe. Er habe schliesslich aus China fliehen müssen. In der Schweiz
habe man ihm den Flüchtlingsstatus bis anhin nicht erteilt. In Wahrheit sei er jedoch
politischer Flüchtling. Wie das Bundesamt für Flüchtlinge auch festgehalten habe, sei
für ihn persönlich eine Wegweisung nach China unzumutbar. Da der Beschwerdeführer
faktisch ein Flüchtling sei, sei der Bundesbeschluss über die Rechtsstellung der
Flüchtlinge in der Invalidenversicherung anzuwenden. Somit habe er unter den gleichen
Voraussetzungen wie Schweizer Anspruch auf ordentliche IV-Renten. Er sei als
Nichterwerbstätiger zu qualifizieren. Durch seinen im Jahr 2001 geleisteten AHV-/IV-
Beitrag von Fr. 325.30 habe er die minimale Beitragspflicht als Nichterwerbstätiger
erfüllt (act. G 1). Auf Aufforderung liess der Beschwerdeführer am 3. April 2009 das
ausgefüllte Gesuchsformular für die unentgeltliche Prozessführung einreichen
(act. G 4).
B.b Die Beschwerdegegnerin beantragt mit Beschwerdeantwort vom 3. April 2009 die
Abweisung der Beschwerde. Zwischen China und der Schweiz bestehe kein
Sozialversicherungsabkommen. Zudem sei der Beschwerdeführer kein anerkannter
Flüchtling. Spätestens seit Anfang Juli 2002 sei von einer invalidisierenden psychischen
Erkrankung auszugehen. Der Versicherungsfall in Bezug auf die Invalidenrente sei
daher spätestens am 1. Juli 2003 eingetreten. Im Jahr 2001 habe der
Beschwerdeführer keine Beiträge als Nichterwerbstätiger bezahlt. Er habe nicht
während mindestens eines vollen Jahres vor Eintritt des Versicherungsfalls Beiträge
geleistet. Zudem habe er sich vor dem Versicherungsfall nicht während zehn Jahren in
der Schweiz aufgehalten. Die Rentenabweisung sei rechtmässig (act. G 5).
B.c Die zuständige Abteilungsvizepräsidentin bewilligte am 23. April 2009 das Gesuch
um unentgeltliche Prozessführung (Befreiung von den Gerichtskosten und Bewilligung
der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung; act. G 8).
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B.d Der Beschwerdeführer lässt mit Replik vom 7. Mai 2009 an seinen Anträgen
festhalten. Die Beschwerdegegnerin habe sich nicht zum de facto Status als Flüchtling
und einem allfälligen daraus resultierenden Anspruch auf eine Rente geäussert, sodass
davon auszugehen sei, dass sie diesbezüglich keine Einwände vorzubringen habe
(act. G 9).
B.e Die Beschwerdegegnerin verzichtete am 8. Mai 2009 auf die Einreichung einer
Duplik (act. G 11).

Erwägungen:
1.
Am 1. Januar 2008 sind mit der 5. IVG-Revision verschiedene Änderungen des
Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) in Kraft getreten. Der
Beschwerdeführer ist unbestrittenermassen mindestens seit Juli 2002 in erheblichem
Ausmass in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt (vgl. act. G 1.4; IV-act. 36-1; 17-2).
Der Eintritt des Versicherungsfalls ist somit unter Berücksichtigung des Wartejahrs
gemäss Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG (in der bis Ende 2003 gültig gewesenen Fassung) auf
spätestens den 1. Juli 2003 festzusetzen. Weil in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich
diejenigen Rechtssätze massgebend sind, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen
führenden Tatbestands Geltung haben (BGE 132 V 215 Erw. 3.1.1; Urteil 8C_589/2007
vom 14. April 2008, Erw. 3), sind vorliegend die vor Inkrafttreten der 4. IV-Revision bis
zum 31. Dezember 2003 gültig gewesenen materiellen Bestimmungen anzuwenden.
2.
2.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 IVG haben schweizerische und ausländische
Staatsangehörige sowie Staatenlose Anspruch auf Leistungen gemäss den
nachstehenden Bestimmungen. Abs. 2 bezeichnet ausländische Staatsangehörige –
vorbehältlich Art. 9 Abs. 3 IVG – nur als anspruchsberechtigt, solange sie ihren
Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt in der Schweiz haben und sofern sie bei Eintritt
der Invalidität während mindestens eines Jahres Beiträge geleistet oder sich
ununterbrochen während zehn Jahren in der Schweiz aufgehalten haben. Betreffend
Renten legt Art. 36 Abs. 1 IVG fest, dass der Anspruch auf eine ordentliche Rente
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besteht, wenn bei Eintritt der Invalidität während mindestens eines vollen Jahres
Beiträge geleistet wurden.
2.2 Flüchtlinge mit Wohnsitz und gewöhnlichem Aufenthalt in der Schweiz haben
gemäss Art. 1 Abs. 1 des Bundesbeschlusses über die Rechtsstellung der Flüchtlinge
und Staatenlosen in der Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung neues
Fenster (FlüB; SR 831.131.11 neues Fenster) unter den gleichen Voraussetzungen wie
Schweizer Bürger Anspruch auf ordentliche Renten der Invalidenversicherung. Das
Jahr Mindestbeitragszeit gilt folglich für Flüchtlinge ebenso wie für Schweizer.
2.3 Im IK-Auszug des Beschwerdeführers vom 13. Juni 2008 finden sich nur im Jahr
2001 Einträge über Fr. 11'617.- (IV-act. 12). Ansonsten leistete der Beschwerdeführer
während seiner gesamten Aufenthaltsdauer in der Schweiz weder Beiträge aus
Erwerbseinkommen noch Nichterwerbstätigenbeiträge. Der Beschwerdeführer muss
das Mindestbeitragsjahr erfüllen ungeachtet dessen, ob er nun als Flüchtling im Sinn
des FlüB zu qualifizieren ist oder nicht. Weitere Ausführungen zur Qualifikation
erübrigen sich folglich.
3.
3.1 Art. 2 IVG verweist betreffend Beitragspflicht unter anderem auf Art. 3 des
Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG; SR 831.10).
Dieser bezeichnet Versicherte als beitragspflichtig, sobald sie eine Erwerbstätigkeit
ausüben. Für Nichterwerbstätige beginnt die Beitragspflicht am 1. Januar nach
Vollendung des 20. Altersjahres und dauert bis zum Ende des Monats, in dem Frauen
das 64. und Männer das 65. Altersjahr vollendet haben (Abs. 1). Gemäss Art. 10 Abs. 1
AHVG bezahlen Nichterwerbstätige je nach ihren sozialen Verhältnissen einen Beitrag
von Fr. 324.- bis Fr. 8'400.- pro Jahr (im vorliegend massgebenden Jahr 2001).
Erwerbstätige, die im Kalenderjahr, gegebenenfalls unter Einschluss der
Arbeitgeberbeiträge, weniger als Fr. 324.- entrichten, gelten als Nichterwerbstätige.
Art. 28 bis der Verordnung über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVV; SR
831.101) hält fest, dass Personen, die nicht dauernd voll erwerbstätig sind, die Beiträge
wie Nichterwerbstätige leisten, wenn ihre Beiträge vom Erwerbseinkommen zusammen
mit denen ihres Arbeitgebers in einem Kalenderjahr nicht mindestens der Hälfte des
http://www.admin.ch/ch/d/sr/831_131_11/index.html http://www.admin.ch/ch/d/sr/831_131_11/index.html http://www.admin.ch/ch/d/sr/831_131_11/index.html http://www.admin.ch/ch/d/sr/831_131_11/index.html
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Beitrags gemäss Art. 28 entsprechen. Ihre Beiträge vom Erwerbseinkommen müssen
auf jeden Fall Fr. 324.- erreichen.
3.2 Nach Art. 3 Abs. 1 IVG wird vom Einkommen aus einer Erwerbstätigkeit ein Beitrag
von 1.4% erhoben. Für die Beitragsbemessung gilt sinngemäss das AHVG, so auch
dessen Art. 13, der die Arbeitgeberbeiträge auf dieselbe Höhe wie die
Arbeitnehmerbeiträge festsetzt.
3.3 Der Beschwerdeführer wurde im Jahr 2001 während sieben Monaten als
Unselbstständigerwerbender qualifiziert, wobei er ein beitragspflichtiges Einkommen
von Fr. 11'617.- erzielte. Seine Beiträge beliefen sich damit auf Fr. 325.-. Da er also die
Höhe des Mindestbeitrags erreichte, kommt eine Qualifikation als Nichterwerbstätiger
gemäss Art. 10 Abs. 1 AHVG für die Zeit der von ihm effektiv ausgeübten
Erwerbstätigkeit nicht in Frage. Weil er als Erwerbstätiger nicht während zwölf Monaten
Beiträge bezahlte, erfüllt er die Mindestbeitragsdauer gemäss Art. 36 IVG für den
Rentenbezug nicht.
3.4 Mit Ausnahme der sieben Monate im Jahr 2001, in denen der Beschwerdeführer
einer Erwerbstätigkeit nachging, wäre er grundsätzlich als Nichterwerbstätiger zu
qualifizieren. Er bezahlte jedoch während dieser ganzen Zeit keine
Nichterwerbstätigenbeiträge. Werden Beiträge nicht innert fünf Jahren nach Ablauf des
Kalenderjahres, für welches sie geschuldet sind, durch Verfügung geltend gemacht, so
können sie gemäss Art. 16 Abs. 1 AHVG nicht mehr eingefordert oder entrichtet
werden. Vorliegend ist es also nicht möglich, die Beiträge ab 1998 bis zum Eintritt des
Versicherungsfalls spätestens im Juni 2003 nachzubezahlen. Der Beschwerdeführer
weist demnach auch bei einer Qualifikation als Nichterwerbstätiger nicht zwölf
Beitragsmonate auf. Eine Umdeutung der Beiträge, die er 2001 auf sein
Erwerbseinkommen bezahlte, in Nichterwerbstätigenbeiträge kommt wie erläutert nicht
in Frage. Somit erfüllt der Beschwerdeführer die versicherungsmässigen
Voraussetzungen für den Rentenbezug nicht.
4.
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4.1 Nach Art. 39 Abs. 1 IVG richtet sich der Anspruch von Schweizer Bürgern auf
ausserordentliche Renten nach den Bestimmungen des AHVG (Art. 42-43 AHVG).
Flüchtlinge mit Wohnsitz und gewöhnlichem Aufenthalt in der Schweiz haben nach
Art. 1 Abs. 2 FlüB unter den gleichen Voraussetzungen wie Schweizer Bürger Anspruch
auf ausserordentliche Renten der Invalidenversicherung, wenn sie sich unmittelbar vor
dem Zeitpunkt, von welchem an die Rente verlangt wird, ununterbrochen fünf Jahre in
der Schweiz aufgehalten haben. Der Anspruch auf ausserordentliche Rente setzt unter
anderem voraus, dass der Rentenansprecher während der gleichen Zahl von Jahren
versichert war wie sein Jahrgang (Art. 42 Abs. 1 AHVG). Diese Voraussetzung ist erfüllt,
wenn eine Person vom 1. Januar nach Vollendung des 20. Altersjahres bis zum Eintritt
des Versicherungsfalls lückenlos obligatorisch oder freiwillig versichert war (vgl.
Rz. 7003 der vom Bundesamt für Sozialversicherung herausgegebenen Wegleitung
über die Renten [RWL]). Ausserordentliche Invalidenrenten erhalten somit in der
Schweiz wohnende Geburts- und Kindheitsinvalide, d.h. Personen, die von Geburt an
invalid sind oder vor der Vollendung des 21. Altersjahres in rentenbegründendem
Ausmass invalid geworden sind, aber keinen Anspruch auf eine ordentliche Rente
erworben haben (Rz. 7006 RWL).
4.2 Im vorliegenden Fall erfüllt der Beschwerdeführer die Voraussetzung des Art. 42
Abs. 1 AHVG nicht. Somit kann auch bezüglich ausserordentliche Rente offen bleiben,
ob der FlüB auf ihn anwendbar ist. Ein Anspruch auf eine ausserordentliche Rente
besteht jedenfalls nicht.
5.
Am Rand ist zu erwähnen, dass selbst bei Erfüllung der Beitragszeit ein
Rentenanspruch des Beschwerdeführers fraglich wäre. Sofern nämlich eine Person bei
ihrer erstmaligen Einreise in die Schweiz bereits 40% invalid ist, ist der
rentenspezifische Versicherungsfall eingetreten, bevor die Anspruchsvoraussetzungen
erfüllt sein konnten (Urteil I 76/05 des Bundesgerichts vom 30. Mai 2006). Die
psychische Gesundheitsbeeinträchtigung des Beschwerdeführers liegt offenbar
weitgehend in den Erfahrungen begründet, die er vor seiner Flucht aus China machte.
Nach Angabe seiner behandelnden Ärztin Dr. A._ bestanden die
arbeitsfähigkeitsrelevanten psychischen Störungen schon bei der Einreise in die
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Schweiz 1998 (IV-act. 36). Somit käme ein Rentenanspruch wohl selbst dann nicht in
Frage, wenn der Beschwerdeführer die erforderliche Mindestbeitragsdauer erfüllen
würde.
6.
6.1 Gemäss den vorstehenden Erwägungen ist die angefochtene Verfügung vom
9. Februar 2009 nicht zu beanstanden und die Beschwerde abzuweisen.
6.2 Dem Beschwerdeführer wurde die unentgeltliche Rechtspflege und
Rechtsverbeiständung am 23. April 2009 bewilligt. Wenn seine wirtschaftlichen
Verhältnisse es gestatten, kann er jedoch zur Nachzahlung der Gerichtskosten, der
Auslagen für die Vertretung und der vom Staat entschädigten Parteikosten verpflichtet
werden (Art. 288 Abs. 1 ZPO/SG i.V.m. Art. 99 Abs. 2 VRP/SG).
6.2.1 Dem unterliegenden Beschwerdeführer sind die Gerichtskosten in der Höhe von
Fr. 600.- aufzuerlegen. Zufolge unentgeltlicher Rechtspflege ist er von der Bezahlung
zu befreien.
6.2.2 Der Staat ist zufolge unentgeltlicher Rechtsverbeiständung zu verpflichten, für die
Kosten der Rechtsvertretung des Beschwerdeführers aufzukommen. Die Höhe der
Parteientschädigung ist vom Gericht ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der
Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses zu bemessen
(Art. 61 lit. g ATSG; vgl. auch Art. 98 ff. VRP/SG, sGS 951.1). Angemessen ist ein
Honorar von pauschal Fr. 3'500.- inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer. Im Rahmen
der unentgeltlichen Prozessführung wird dieses Honorar um 20% reduziert (Art. 31
Abs. 3 des Anwaltsgesetzes). Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ist somit mit
Fr. 2'800.- zu entschädigen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG