Decision ID: d77348cd-f8ad-4fc8-a9fe-1e0f17afa73e
Year: 2007
Language: de
Court: SG_VG
Chamber: SG_VG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ Mit Verfügung vom 14. November 2005 erliess das Polizeikommando des Kantons
St. Gallen als Verkehrsanordnung auf der Bahnhofstrasse in X. zwischen dem
Restaurant Bahnhof und der Liegenschaft Alterswohnungen eine Signalisation als
Begegnungszone (Signal Nr. 2.59.5) mit einer Reduktion der Höchstgeschwindigkeit
auf 20 km/h. Gegen diese Verkehrsanordnung erhoben A., B., C., D., E. und Z (als
Vereinigung IG-Begegnungszone Bahnhofstrasse X.) am 23. November 2005 Rekurs
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beim Justiz- und Polizeidepartement und beantragten unter anderem, die
Fahrbahnbreite sowie die Tempobeschränkung seien im bisherigen Zustand zu
belassen. Zur Begründung brachten sie unter anderem vor, der öffentliche Verkehr
sowie die Zufahrt zu den Gewerbebetrieben und zum Bahnverlad werde behindert und
die Reduktion der Höchstgeschwindigkeit auf 20 km/h sei unverhältnismässig.
Mit Entscheid vom 24. Oktober 2006 wies das Justiz- und Polizeidepartement den
Rekurs ab, soweit es darauf eintrat.
B./ Mit Eingaben vom 7. und 22. November 2006 erhob die IG Begegnungszone
Bahnhofstrasse X., nunmehr noch bestehend aus A., B., C., D. und Z., Beschwerde
beim Verwaltungsgericht und beantragte, der Rekursentscheid vom 24. Oktober 2006
sowie die Verfügung des Polizeikommandos vom 14. November 2005 mit der
Signalisation einer Begegnungszone und der Reduktion der Höchstgeschwindigkeit auf
20 km/h seien in allen Teilen aufzuheben. Zur Begründung machen sie im wesentlichen
geltend, die Begegnungszone sei ungerechtfertigt und unverhältnismässig. Ausserdem
berufen sie sich auf das Urteil des Bundesgerichts zur Geschwindigkeitsreduktion im
Quartier Hüttenwies in St. Gallen. Auf die einzelnen Vorbringen wird, soweit wesentlich,
in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.
Das Justiz- und Polizeidepartement sowie die Politische Gemeinde X. beantragen in
ihren Vernehmlassungen vom 30. November und 19. Dezember 2006 unter Hinweis auf
die Erwägungen des angefochtenen Entscheids die Abweisung der Beschwerde.

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1./ Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Die
Beschwerdeführer sind zur Beschwerdeführung legitimiert (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung
mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerdeeingaben vom 7. und 22. November 2006
entsprechen zeitlich, formal und inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 Abs.
1 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und 48 Abs. 1 und 2 VRP). Auf die Beschwerde ist
einzutreten.
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2./ Grundlage für die Beurteilung der streitigen Verkehrsanordnung sind Art. 3 und Art.
32 des Bundesgesetzes über den Strassenverkehr (SR 741.01, abgekürzt SVG). Art. 3
SVG regelt die Befugnisse der Kantone und Gemeinden im Bereich des
Strassenverkehrs. Diese Befugnisse bilden Ausnahmen vom Grundsatz, wonach die
Regelung des Strassenverkehrs Sache des Bundes ist (Art. 82 Abs. 1 der
Bundesverfassung, SR 101, abgekürzt BV).
a) Nach Art. 3 Abs. 2 SVG sind die Kantone befugt, für bestimmte Strassen
Fahrverbote, Verkehrsbeschränkungen und Anordnungen zur Regelung des Verkehrs
zu erlassen. Nach Art. 3 Abs. 3 SVG kann der Motorfahrzeug- und Fahrradverkehr auf
Strassen, die nicht dem allgemeinen Durchgangsverkehr geöffnet sind, vollständig
untersagt oder zeitlich beschränkt werden; Fahrten im Dienste des Bundes bleiben
jedoch gestattet. Andere Verkehrsbeschränkungen oder Anordnungen zur Regelung
des Verkehrs können erlassen werden, soweit der Schutz der Bewohner oder
gleichermassen Betroffener vor Lärm und Luftverschmutzung, die Beseitigung von
Benachteiligungen von Menschen mit Behinderungen, die Sicherheit, die Erleichterung
oder die Regelung des Verkehrs, der Schutz der Strasse oder andere in den örtlichen
Verhältnissen liegende Gründe dies erfordern. Aus solchen Gründen können
insbesondere in Wohnquartieren der Verkehr beschränkt und das Parkieren besonders
geregelt werden (Art. 3 Abs. 4 SVG).
Abs. 3 regelt die sog. Totalfahrverbote, während die Anordnungen nach Abs. 4 als
funktionelle Verkehrsanordnungen bzw. -beschränkungen gelten (vgl. BBl 1999, S.
4481; R. Schaffhauser, Grundriss des schweizerischen Strassenverkehrsrechts, Band I,
2. Aufl., Bern 2002, Rz. 35 ff.).
b) Für Geschwindigkeitsbeschränkungen gelten aus-serdem die besonderen
Bestimmungen in Art. 32 SVG. Nach Art. 32 Abs. 2 SVG beschränkt der Bundesrat die
Geschwindigkeit der Motorfahrzeuge auf allen Strassen. Nach Art. 32 Abs. 3 SVG kann
die vom Bundesrat festgesetzte Höchstgeschwindigkeit für bestimmte
Strassenstrecken von der zuständigen Behörde nur aufgrund eines Gutachtens herab-
oder heraufgesetzt werden. Der Bundesrat kann Ausnahmen vorsehen.
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c) Der Bundesrat hat von der Kompetenz zum Erlass näherer Bestimmungen in Art. 108
der Signalisationsverordnung (SR 741.21, abgekürzt SSV) Gebrauch gemacht. Dies
erfolgte im Bestreben, dass abweichende Geschwindigkeiten im schweizerischen
Verkehrsraum nach einheitlichen Kriterien erfolgen sollten (Schaffhauser, a.a.O., Rz.
61). Die Gründe für eine Herabsetzung der allgemeinen Höchstgeschwindigkeit bzw.
die Zwecke, die damit verfolgt werden, sind in Art. 108 Abs. 1 SSV in allgemeiner
Weise und in Art. 108 Abs. 2 SSV detailliert und abschliessend aufgeführt
(Schaffhauser, a.a.O., Rz. 62).
Zur Vermeidung oder Verminderung besonderer Gefahren im Strassenverkehr, zur
Reduktion einer übermässigen Umweltbelastung oder zur Verbesserung des
Verkehrsablaufs kann die Behörde oder das Bundesamt für bestimmte
Strassenstrecken Abweichungen von den allgemeinen Höchstgeschwindigkeiten
anordnen (Art. 108 Abs. 1 SSV).
Die allgemeinen Höchstgeschwindigkeiten können nach Art. 108 Abs. 2 SSV
herabgesetzt werden, wenn eine Gefahr nur schwer oder nicht rechtzeitig erkennbar
und anders nicht zu beheben ist (lit. a), bestimmte Strassenbenützer eines besonderen,
nicht anders zu erreichenden Schutzes bedürfen (lit. b), auf Strecken mit grosser
Verkehrsbelastung der Verkehrsablauf verbessert werden kann (lit. c), dadurch eine im
Sinne der Umweltschutzgesetzgebung übermässige Umweltbelastung (Lärm,
Schadstoffe) vermindert werden kann, wobei der Grundsatz der Verhältnismässigkeit
zu wahren ist (lit. d). Die Anordnung tieferer als der vom Bundesrat festgelegten
Höchstgeschwindigkeiten ist nur zulässig, wenn sie aus einem der in Art. 108 Abs. 2
SSV aufgezählten Gründe erforderlich ist (vgl. Schaffhauser, a.a.O., Rz. 64).
Vor der Festlegung von abweichenden Höchstgeschwindigkeiten wird durch ein
Gutachten abgeklärt, ob die Massnahme nötig sowie zweckmässig und
verhältnismässig ist oder ob andere Massnahmen vorzuziehen sind. Dabei ist
insbesondere zu prüfen, ob die Massnahme auf die Hauptverkehrszeiten beschränkt
werden kann (Art. 108 Abs. 4 SSV).
Art. 108 Abs. 5 SSV regelt die abweichenden Höchstgeschwindigkeiten auf den
verschiedenen Strassenkategorien; u.a. ist als abweichende Höchstgeschwindigkeit
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innerorts mit Zonensignalisationen 30 km/h nach Art. 22a SSV und 20 km/h nach Art.
22b SSV zulässig (Art. 108 Abs. 5 lit. e SSV).
Diese Höchstgeschwindigkeit ist besonders zu signalisieren: das Signal
«Begegnungszone» (2.59.5) kennzeichnet nach Art. 22b SSV Strassen in Wohn- oder
Geschäftsbereichen, auf denen die Fussgänger und Benützer fahrzeugähnlicher Geräte
die ganze Verkehrsfläche benützen dürfen. Sie sind gegenüber den Fahrzeugführern
vortrittsberechtigt, dürfen jedoch die Fahrzeuge nicht unnötig behindern. Die
Höchstgeschwindigkeit beträgt 20 km/h.
d) Das Bundesgericht hat in einem kürzlich gefällten Urteil (BGE 2A.38/2006 vom 13.
Juli 2006) eine Beschwerde gegen ein Urteil des Verwaltungsgerichts zu einer
Zonensignalisation als Tempo-30-Zone im Quartier Hüttenwies in St. Gallen
abgewiesen. Das Bundesgericht hielt fest, die Gründe, welche eine Herabsetzung der
allgemeinen Höchstgeschwindigkeit erforderlich machen könnten, seien in Art. 108
Abs. 2 SSV abschliessend aufgezählt (E. 2.3). Den Kantonen und Gemeinden bleibe
daher keine Befugnis, tiefere Geschwindigkeitslimiten unmittelbar gestützt auf Art. 3
Abs. 4 SVG anzuordnen (E. 3.3). Es sei nicht zu beanstanden, dass Tempo-30-Zonen
den abweichenden Höchstgeschwindigkeiten zugeordnet und nicht als eigenes
"Verkehrsregime" betrachtet würden, welches den Rahmen einer blossen
(abweichenden) Geschwindigkeitsbeschränkung im Sinne von Art. 108 SSV sprengen
würde (E. 3.4.1). Nicht anders verhält es sich bei den Begegnungszonen, welche
ebenfalls als Zonen mit reduzierter Höchstgeschwindigkeit ausgestaltet sind.
e) Die Vorinstanz erwog, im Zusammenhang mit dem Umbau des Bahnhofs X. sei auch
der Bereich des Bahnhofplatzes neu gestaltet und eine Mischverkehrsfläche
geschaffen worden. Der Vorplatz vor dem Bahnhofgebäude sowie die Fahrbahn der
Bahnhofstrasse befänden sich neu auf gleichem Niveau und würden mit Gitternetzlinien
als optischem Gestaltungselement versehen. Insbesondere führe die weisse
linienförmige Bodenmarkierung auf der Fahrbahn bei vielen Verkehrsteilnehmern zu
Verwirrung, indem sie falsche Fahrspuren bzw. Fahrtrichtungen vortäusche. Ebenso sei
die heutige Vortrittsregelung nicht klar. Darüber hinaus werde immer wieder auf dem
den Fussgängern vorbehaltenen Bahnhofvorplatz ordnungswidrig parkiert, was unter
anderem eben auf die irreführende Markierung zurückzuführen sei. Mit der
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Begegnungszone solle ganz allgemein die heutige, verkehrstechnisch unbefriedigende
Situation geklärt und eine verbindliche Verkehrsregelung eingeführt werden. Die
Einführung der Begegnungszone bezwecke einerseits, die Verkehrssicherheit zu
erhöhen, klare Vortrittsverhältnisse zu schaffen und die Fahrgeschwindigkeiten auf
tieferem Niveau anzupassen. Anderseits solle das "wilde" Parkieren vor dem Bahnhof
unterbunden werden. Diese Zielsetzungen lägen im öffentlichen Interesse (Art. 5 Abs. 2
BV) und seien grundsätzlich durch Art. 108 Abs. 1 und 2 SSV gedeckt.
f) Das Verwaltungsgericht kann sich dem Standpunkt der Vorinstanz nicht
anschliessen. Diese hat offenbar weder das Urteil des Verwaltungsgerichts noch das
bestätigende Urteil des Bundesgerichts zu den Tempo-30-Zonen zur Kenntnis
genommen, obwohl die dort festgelegten Grundsätze auch für die Begegnungszonen
gelten. Aufgrund des angefochtenen Entscheids und der vorliegenden Akten ist nicht
ersichtlich, inwiefern im Bereich der Bahnhofstrasse X. eine nur schwer oder nicht
rechtzeitig erkennbare Gefahr besteht, die nicht anders behoben werden kann. Im
Gutachten vom 27. September 2005 wird festgehalten, dass namentlich die weisse
linienförmige Bodenmarkierung für Verwirrung sorge, weil sie teilweise falsche
Fahrtrichtungen vortäusche. Dies bestätigt die Stellungnahme der Kantonspolizei im
Rekursverfahren, wonach sich diese von Anfang an gegen die weisse, mit der
Signalfarbe verwechselbare Markierung der Fahrbahn gewendet und eine Gestaltung
mit anderen Farben verlangt habe und dass die auf der Fahrbahn angebrachten
Markierungslinien die Fahrzeuglenker verwirrten und zu Fehlverhalten führten. Dass die
unklare und irreführende Markierung aber eine nur schwer oder nicht rechtzeitig
erkennbare Gefahr darstellt, die nicht anders als durch eine
Geschwindigkeitsbeschränkung behoben werden kann, wird weder von der Vorinstanz
und von der Beschwerdegegnerin geltend gemacht, noch lassen sich entsprechende
Anhaltspunkte aus den Akten entnehmen. Vielmehr wäre zu prüfen, ob nicht die
Markierung selbst geändert und den Vorgaben der Kantonspolizei entsprechend
angebracht werden müsste.
Aus dem Gutachten geht weiter hervor, dass sich gemäss Unfallstatistik der
Kantonspolizei vom 1. Januar 2000 bis 1. Juli 2005 ein Fussgängerunfall mit einem
Verletzten, zwei Kollisionen zwischen Fahrzeugen sowie zehn Kollisionen beim
Parkieren bzw. Manövrieren und ein weiterer, nicht typisierter Unfall ereigneten. Auch
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diese relativ geringe Zahl von Unfällen bildet keinen Hinweis für eine schwere, nicht
rechtzeitig erkennbare und nicht anders zu behebende Gefahr. Eine solche legte auch
die Vorinstanz ihrem Entscheid nicht zugrunde.
Im weiteren ist auch nicht ersichtlich, inwiefern bestimmte Strassenbenützer eines
besonderen, nicht anders zu erreichenden Schutzes bedürfen. Aufgrund des
Gutachtens findet im Zusammenhang mit der Bahnhofnutzung insbesondere in der
Morgen- und Abendspitze ein reger Fussgänger- und Veloverkehr auf dem
Bahnhofplatz statt, wobei die aus der L-strasse kommenden Fussgänger dazu neigen,
die Bahnhofstrasse direkt auf der Höhe L-strasse, also noch vor dem eigentlichen
Bahnhofplatz, zu überqueren, während die zwischen Park + Ride-Parkplatz und
Kioskgebäude befindliche Veloabstellanlage von den Velofahrern aus allen
Himmelsrichtungen und vor allem am Morgen im Eiltempo angefahren wird. Eine
besondere Gefährdung von Fussgängern oder Radfahrern ist aber aufgrund des
Gutachtens nicht ersichtlich; eine solche wird auch im angefochtenen Entscheid nicht
näher begründet.
Die gefahrenen Geschwindigkeiten im Bereich der Bahnhofstrasse lagen bei den im
Rahmen des Gutachtens vorgenommenen Messungen bei 85 Prozent aller
Motorfahrzeuge im Bereich bis 38 km/h und bei 50 Prozent aller Motorfahrzeuge im
Bereich bis 28 km/h. Aufgrund der Messresultate im Anhang überschritt kein Fahrzeug
die Limite von 50 km/h. Daraus wurde im Gutachten die Schlussfolgerung gezogen, es
sei ein "recht tiefes Geschwindigkeitsniveau" erreicht worden. Somit besteht auch
aufgrund der gefahrenen Geschwindigkeiten keine schwere Gefährdung bzw. keine
Notwendigkeit zum Schutz besonderer Kategorien von Verkehrsteilnehmern.
Zu prüfen ist weiter, ob es sich beim fraglichen Strassenabschnitt um eine Strecke mit
grosser Verkehrsbelastung handelt, auf der der Verkehrsablauf verbessert werden
kann. Im Gutachten sind keine näheren Angaben über die gesamte Verkehrsbelastung
enthalten. In den Spitzenzeiten zwischen 17.00 und 18.00 Uhr wurden in beiden
Fahrtrichtungen 163 bzw. 267 Fahrzeuge pro Stunde gemessen, wobei der Anteil
Lastwagen 5 bzw. 6 Prozent betrug. Zwischen 7.00 und 8.00 Uhr passierten 150 bzw.
164 Fahrzeuge und zwischen 11.30 und 12.30 Uhr 159 bzw. 167 Fahrzeuge die
Messstelle. Von einer grossen Verkehrsbelastung kann unter diesen Umständen nicht
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gesprochen werden, was im übrigen auch von der Vorinstanz nicht geltend gemacht
wird.
Schliesslich ist auch nicht ersichtlich, inwiefern eine im Sinne der
Umweltschutzgesetzgebung übermässige Umweltbelastung vorliegt, welche mit einer
Herabsetzung der Höchstgeschwindigkeit reduziert werden könnte.
g) Zusammenfassend ergibt sich aus den vorstehenden Erwägungen, dass die in Art.
108 Abs. 2 SSV abschliessend aufgezählten Voraussetzungen für die Anordnung einer
Begegnungszone offensichtlich nicht erfüllt sind. Die bestehende, zum Teil
unbefriedigende Situation ist offenbar auf Fahrbahnmarkierungen und Gestaltungen
zurückzuführen, die entgegen der Vorgaben der Kantonspolizei angebracht wurden. Es
ist zu prüfen, ob die Mängel der bestehenden Situation dadurch verringert werden
können, dass diese Markierungen geändert werden. Da die gesetzlichen
Voraussetzungen für die Anordnung einer Begegnungszone nicht erfüllt sind, ist die
Beschwerde gutzuheissen, und der Rekursentscheid vom 24. Oktober 2006 sowie die
Verfügung des Polizeikommandos vom 14. November 2005 sind aufzuheben.
3./ Dem Verfahrensausgang entsprechend gehen die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens zulasten der Beschwerdegegnerin (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
Entscheidgebühr von Fr. 2'000.-- ist angemessen (Ziff. 382 Gerichtskostentarif, sGS
941.12). Auf die Erhebung ist zu verzichten (Art. 95 Abs. 3 VRP). Den
Beschwerdeführern ist der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 2'500.--
zurückzuerstatten.
Ausseramtliche Kosten sind nicht zu entschädigen, da die Beschwerdeführer nicht
anwaltlich vertreten sind und keinen entsprechenden Antrag gestellt haben (Art. 98ter
VRP in Verbindung mit Art. 263 Abs. 3 des Zivilprozessgesetzes, sGS 961.2).