Decision ID: 4d7e53d2-f165-4dbd-87d2-c6cb99abdbca
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1967, meldete sich am
3
1.
Oktober 2010
unter Hinweis auf
Schmerzen, Verspannungen und Kopfschmerzen
bei der Invalidenversiche
rung zum Leistungsbezug an (Urk.
6/6
). Die Sozialversicherungsanstalt des Ka
ntons Zürich, IV-Stelle, verneinte
mit Verfügung vom
1
5.
November 2011
einen
Rentenanspruch
(
Urk.
6/28).
1.2
Am 2
4.
September 2012 meldete sich die Versicherte erneut bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug an (
Urk.
6/36). D
ie IV-Stelle
liess die Versicherte darauf hin
durch den Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) am 1
0.
März 2015 orthopädisch abklären (
Urk.
6/96)
. Nach
durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
6/100
;
Urk.
6/106
)
verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 2
1.
Juli 2015
erneut
einen Rentenanspruch (
Urk.
6/108 =
Urk.
2).
2.
Die Versicherte erhob am
7.
August 2015
Beschwerde
gegen die Verfügung vom
2
1.
Juli 2015
(
Urk.
2) und beantragte, diese sei aufzuheben und
die Sache sei
zur weiteren medizinischen Abklärung zurückzuweisen
(
Urk.
1 S. 2).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
2
5.
August 2015
(
Urk.
5
) die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde der Beschwerdeführerin am
1
4.
September 2015
zur Kenntnis gebracht (
Urk.
7
).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revi
sionsgrund
im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar.
Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Ände
rung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Einspracheentscheid
, welche oder welcher auf einer mate
riellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer
Sachverhaltsabklä
rung
, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hinweisen).
1.3
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
1.4
Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte haben die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfüg
baren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt.
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) gestützt auf die medizinischen Abklärungen, insbesondere den
orthopädischen
Untersu
chungsbericht des RAD vom
1
0.
März
201
5
(Urk.
6/96
), davon aus, dass
der
Beschwerdeführer
in optimal angepasste Tätigkeiten
zu 100
%
zumutbar sei
en
. Gestützt darauf verneinte sie einen Anspruch auf Leistungen der Invalidenversi
cherung.
2.2
D
ie
Beschwerdeführerin
bestritt beschwerdeweise (Urk. 1) die von der
Beschwer
de
gegnerin
angenommene volle Arbeitsfähigkeit
in einer angepassten Tätigkeit
und machte
im Wesentlichen
geltend,
die Beurteilung des RAD widerspreche klar der Einschränkungsbeurteilung des behandelnden Arztes. Aufgrund dieser ungeklärten Widersprüche könne nicht geklärt werden, von welcher Arbeits
fähigkeit nun auszugehen sei (S. 3 unten
Ziff. 3.
f.).
2.3
Strittig und zu prüfen ist, ob bei der Beschwerdeführerin seit Erlass de
r
renten
ab
lehnenden
Verfügung
vom
1
5.
November 2011
(Urk.
6
/
28
) eine
anspruchs
begründende
Verschlechterung des Gesundheitszustandes eingetreten ist.
3.
3.1
Die massgebende medizinische Aktenlage bei Erlass der ursprünglichen Ver
fügung vom
1
5.
November 2011
(Urk.
6
/
28
)
stellte sich wie folgt dar:
3.2
Die Ärzte der
Klinik Y._
berichteten am
6.
Januar 2010
(
Urk.
6/19/9-10) ohne Erhebung eigener Befunde
von einer Notfallkonsultation Mitte Dezember 2009 und führten aus, seit der Einnahme von Analgetika und Sistieren von physiotherapeutischen Übungen hätten sich die Beschwerden insgesamt deutlich gebessert und seien aktuell nahe
zu
verschwunden.
Es bestehe aktuell ein deutli
cher Rückgang der Beschwerden und der
Kribbelparästhesien
bei bekannter
Dis
kushernie
C6/7 links. Zurzeit bestehe aufgrund des geringen Leidensdruckes keine Indikation für eine operative Therapie. Die Ärzte attestierten eine entspre
chende Arbeitsunfähigkeit vom 2
5.
Dezember 2009 bis 1
7.
Januar 2010.
3.3
Im Auftrag des Unfallversicherers erstattete Prof.
Dr.
med.
Z._
, Chefarzt Neurochirurgie des
A._
, am 1
3.
April 2011 ein neu
rochirurgisches Fachgutachten (
Urk.
6/23/4-12). Der neurologische Untersu
chungsbefund habe bei der Beschwerdeführerin keinen Hinweis auf eine rele
vante Beeinträchtigung ergeben (S. 6 Mitte).
Die Beschwerdeführerin habe keine nennenswerten Beschwerden mehr angegeben. Sie arbeite zurzeit in einem 80
%
Pensum und plane dieses auf 100
%
zu steigern
(S. 6 unten)
. B
ei der körperli
chen Untersuchung
habe
kein spezieller pathologischer Befund festgestellt wer
den können
(S. 7 oben)
.
3.4
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin,
führte in seinem Bericht
vom
2.
Juni 2011 (
Urk.
6/19/1-5)
aus, er behandle die Beschwer
deführerin seit
November 2009
(
Ziff.
1.2) und
nannte als Diagnose mit Aus
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine Diskushernie C7 mit Wurzelirritation C7
links mit/bei Status nach Sturz am 1
6.
November 2009 (
Ziff.
1.1).
In den nächsten Wochen könne mit der Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit in der Höhe von 100
%
gerechnet werden (
Ziff.
1.9).
4.
4.1
Für die Zeit nach der rechtskräftigen Verfügung vom
1
5.
November 2011
(Urk.
6
/
28
) finden sich in d
en Akten im Wesen
tlichen die folgenden Berichte:
4.2
Dr.
med.
C._
, Facharzt für
Anästhesiologie
, sprach im Bericht vom 2
0.
Juni 2014 (
Urk.
6/87/17-
21
) von einer deutlich eingeschränkten Belastbarkeit auch bei leichter
Tätigkeit
, so dass die Möglichkeiten der Erwerbsfähigkeit (reduziert) durch die Versicherung zu prüfen seie
n
(S.
2
Mitte)
.
Bei der Beschwerdeführerin bestehe ein ausgeprägtes degeneratives
Lendenwir
belsäulensyndrom
mit deutlicher Einschränkung der beruflichen Rolle
(S.
5
oben)
.
4.3
Dr.
med.
D._
, Facharzt für
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates
, Oberarzt in der
Klinik Y._
, berichtete am
2.
Juli 2014
(
Urk.
6/89/10-11) von einem guten Ansprechen auf die erfolgten Infiltrationen. Es bestehe aktuell kein weiterer Handlungsbedarf.
4.
4
Dr.
med.
E._
,
Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Trauma
tolo
gie des Bewegungsapparates, RAD, nannte im Untersuchungsbericht vom 1
0.
März 2015 (
Urk.
6/96) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeits
fähigkeit (S. 8 unten):
s
chmerzhafte Bewegungseinschränkung des Schultergelenkes links bei bekannter, MRI-tomografisch gesicherter
Supraspinatustendinose
und Partialläsion des
Subscapularis
-Oberrandes
Belastungsbeschwerden der Kniegelenke bei MRI-tomographisch ge
sicher
ter, lateral betonter Gonarthrose und
Femoropatellararthrose
rechts > links bei
Genu
valgum
beidseits
Impingementsymptomatik
wechselnder Intensität rechte Hüfte bei bekann
ter Hüftdysplasie und Pfannenrandsyndrom
c
hronisch rezidivierende, belastungsabhängige Lumbalgie bei MRI-tomo
graphisch gesicherter degenerativer
Gefügestörung
L4/5 mit dege
nerativer
Spondylolisthese
und ausgeprägte
r
Facettengelenkarthrose
Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit führte er die
f
olgen
den auf (S. 8 unten):
r
ezidivierende, belastungsabhängige
Dorsalgie
bei MRI-gesicherten dege
ne
rativen Veränderungen und
Zustand nach
thorakalem Morbus Scheuermann, aktuell beschwerdefrei
Zustand nach
cervikoradiku
läre
m
Schmerzsyndrom C7 links bei MRI-tomographisch gesicherter Diskushernie C6/7 links nach Sturz
November
2009, aktuell beschwerdefrei
Supraspinatustendinose
rechts, aktuell beschwerdefrei
r
eizfreie Operationsnarbe am Oberbauch nach
Narbenhernienplastik
November
2012 nach offenem proximalem Magenbypass und
Chole
cystektomie
Juni
2011
r
eizfreie alte Operationsnarbe über der distalen
Ulna
rechts nach
Ulnaver
kürzungsosteotomie
1992
Dazu hielt er fest, die eigene klinische Untersuchung habe keine wesentlichen Differenzen zu den aktenkundigen radiologischen Befunden ergeben (S. 8 Mitte). Aufgrund der klinisch-orthopädischen Untersuchung
hätten
die akten
kundigen klinischen Befunde weitgehend bestätigt werden
können
, leichte Differenzen hätten sich lediglich bei der Ausprägung der verschiedenen Beschwerdekomplexe ergeben (S. 9 oben).
Bei der Versicherten seien
anhand der vorliegenden medizinischen Aktenlage und der körperlichen Untersuchung
verschiedene somatische
Gesundheitsschä
den
ausgewiesen, welche die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigen
würden (
S. 9).
In der früheren Tätigkeit als selbst mitarbeitende Krippenleiterin bestehe aktuell unter Berücksichtigung der anamnestischen Angaben der Beschwerdeführerin sowie des derzeitigen klinischen Befundes nur noch eine eingeschränkte beziehungsweise stundenweise Arbeitsfähigkeit von etwa 30-40
%
. Retrospektiv sei hingegen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass nach der Magenoperation im Jahr 2011 aufgrund der damals bestehenden
Dekonditionierung
eine Zeit lang gar keine Arbeitsfähigkeit für diese Tätigkeit vorgelegen habe.
Die stundenweise Ausübung der ursprünglichen Tätigkeit als Krippenleiterin wäre - medizintheoretisch - kombinierbar mit der aktuell ausge
übten Tätigkeit als Kursleiterin von Baby- und Kinder-Schwimmkursen (S.
9 Mitte).
In optimal angepasster Tätigkeit bestehe zum Zeitpunkt der Untersuchung
medi
zintheoretisch
keine wesentliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit, sofern das nachfolgend genannte Belastungsprofil beachtet werde: körperlich leichte, wechselbelastende Tätigkeiten ohne Heben, Tragen oder
Hantieren
mit Lasten von mehr als 6 bis 8 kg, ohne Verharren in gebückten oder verdrehten
Zwangs
haltungen
des Rumpfes, ohne häufige Arbeiten über der Brusthöhe und niemals über Kopf, ohne Knien, Kauern und Hocken, auf Leitern und Gerüsten oder häufiges Treppensteigen (S. 9 Mitte). Bei Berücksichtigung der eigenen anam
nestischen Angaben der Beschwerdeführerin
sei retrospektiv mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht von einer wesentlichen Veränderung des Gesundheits
zustandes in den letzten zwölf Monaten auszugehen (S. 9 unten).
4.5
Dr.
D._
(vorstehend E. 4.3)
führte im Bericht vom 3
1.
Oktober 2014 (
Urk.
6/89/6-7) aus, dass
durch die Ärzte der
Klinik Y._
keine Arbeits
unfähigkeit attestiert worden sei.
5.
5.1
Die Frage, ob sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin in einer für den Anspruch erheblichen Weise verschlechtert hat, beurteilt sich durch einen Vergleich des Gesundheitszustandes im Zeitpunkt der Verfügung vom
1
5.
November 2011 (
Urk.
6/28)
mit dem Gesundheitszustand im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung (Urk. 2). Die Beschwerdegegnerin stütze
ihren abweisenden Entscheid
auf den RAD-Untersuchungsbericht
(vorstehend E. 4
.
4
), wonach
bei der
Beschwerdeführer
in
von einer vollen Arbeitsfähigkeit in
einer
optimal angepassten körperlich leichten, wechselbelastenden
Tätigkeit auszuge
hen sei.
5.2
Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/
ee
S. 353 f.). Bestehen auch nur geringe Zweifel in Hin
blick auf die Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit einer versicherungsinternen ärztlichen Feststellung, so sind ergänzende Abklärungen mittels unabhängiger Begutachtung vorzunehmen (BGE 135 V 465 E. 4.4 S. 470 mit Hinweis).
Folglich kann auch
auf
Untersuchungsberichte
des RAD nur abgestellt werden, wenn
sie
den allgemeinen beweisrechtlichen Anforderungen an einen ärztlichen Bericht genüg
en
. Sie müssen insbesondere in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden sein und in der Beschreibung der medizinischen Situa
tion und Zusammenhänge einleuchten; die Schlussfolgerungen sind zu begrün
den. Die RAD-Ärzte müssen sodann über die im Einzelfall gefragten persönli
chen und fachlichen Qualifikationen verfügen (Urteil des Bundesgericht 9C_904/2009 vom 7. Juni 2010 E. 2.2 mit Hinweisen).
5.3
Für die Beantwortung der Frage, ob eine Verschlechterung eingetreten ist, kann vorliegend auf den Untersuchungsbericht des RAD (vorstehend E. 4.
4
) abgestellt werden. So ergibt die Würdigung der medizinischen Akten, dass die ärztliche Beurteilung durch Dr.
E._
auf für die strittigen Belange umfassenden orthopä
dischen Untersuchungen der Beschwerdeführerin sowie auf einer ausführlichen Anamnese beruhen und die von ihr geklagten Beschwerden sowie sämtliche Befunde in angemessener Weise berücksichtigen. Sodann wurde sie in Kenntnis der und in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
erstellt und trägt der konkre
ten medizinischen Situation Rechnung. Die Darlegung der medizinischen Befunde sowie deren Beurteilung leuchten ein, und die Schlussfolgerungen sind nachvollziehbar begründet.
Die Ausführungen in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sind einleuchtend und die gezogenen Schlussfolgerungen zu Gesundheitszustand und Arbeitsfähigkeit werden nachvollziehbar begründet. So zeigte Dr.
E._
in nachvollziehbarer Weise auf, dass bei der Beschwerdeführerin
verschiedene somatische Gesundheitsschäden ausgewiesen seien
,
welche
die Arbeitsfähigkeit beeinträchtig
en
. Er legte
ausserdem
plausibel dar, dass aufgrund der somati
schen Beschwerden in einer angepassten körperlich leichte
n,
wechselbelasten
den
Tätigkeit
ohne Heben, Tragen oder Hantieren mit Lasten von mehr als 6 bis 8 kg, ohne Verharren in gebückten oder verdrehten Zwangshaltungen des Rumpfes, ohne häufige Arbeiten über der Brusthöhe und niemals über Kopf,
ohne Knien, Kauern und Hocken, auf Leitern und Gerüsten oder häufiges Treppensteigen keine wesentliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit besteht.
5.4
Der Bericht von Dr.
E._
ist in sich widerspruchsfrei, und es bestehen entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführerin keine Indizien, die gegen seine Zuverlässigkeit sprechen. Er ist für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend, beruht auf einer eingehenden klinischen Untersuchung und erfüllt damit die
praxisgemässen
Kriterien (vgl. vorstehend E. 1.4) vollumfänglich, so dass für die
Entscheidfindung
und insbesondere die Einschätzung der Arbeitsfä
higkeit darauf abgestellt werden kann.
Nach dem Gesagten ist gestützt auf den Untersuchungsbericht des RAD von keiner revisionsrelevanten Verschlechterung der Arbeitsfähigkeit auszugehen.
5.5
Wie die Beschwerdeführerin zu Recht festhält, enthalten die Berichte der
Klinik Y._
(vorstehend E. 4.3, E. 4.5) keine Angaben zur Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin. Sie können deshalb vorliegend nur von
untergeordneter Bedeutung sein.
Soweit die Beschwerdeführerin weiter vorbringt, dass die
Einschränkungs
beurtei
lung
durch
Dr.
C._
(vgl. vorstehend E. 4.2) der Beurteilung des RAD klar widerspreche
und somit nicht geklärt werden könne, von welcher Arbeitsfähigkeit nun ausgegangen werden müsse
, kann ihr
hinge
gen nicht gefolgt werden. Gleich wie
Dr.
C._
geht auch
Dr.
E._
vom
RAD nicht von einer völligen Beschwerdefreiheit aus, sondern
erachtete in seinem Bericht v
erschiedene somatische Gesundheitsschäden
als
ausgewiesen
und ging von einer entsprechenden Beeinträchtigung der
Ar
beitsfähigkeit
aus
.
Weiter konnten in der klinisch-orthopädischen Untersuchung durch
Dr.
E._
die aktenkundigen klinischen Befunde weitgehend bestätigt werden, da sich keine wesentlichen Differenzen zu den aktenkundigen radiologischen Befunden erge
ben hätten.
5.6
Die Beurteilung
durch
Dr.
C._
als Facharzt für
Anästhesiologie
ist
-
im Vergleich zu derjenigen im orthopädischen Untersuchungsbericht
durch
Dr.
E._
- hinsichtlich Befunderhebung und Einschätzung der Arbeitsfähigkeit (sowohl angestammt wie auch adaptiert) deutlich rudimentärer ausgefallen
(vgl. vorstehend E. 1.3) und erlaubt daher keine
entscheidrelevante
Schlussfolgerung
(vgl. vorstehend E. 1.4)
. Folglich vermag sie auch
die Beurteilung
durch
Dr.
E._
nicht in Frage zu stellen
, zumal
sich
daraus
entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin
ohnehin
keine anderslautende Einschätzung
(vgl. vorste
hend E. 5.5)
entnehmen
lässt
.
5.7
Zusammenfassend ist daher festzuhalten,
dass keine anderslautenden somati
schen Befunde und somit keine objektiv feststellbaren Gesichtspunkte vorliegen, welche Zweifel am Untersuchungsbericht des RAD begründen würden. Damit ist der medizinische Sachverhalt als dahingehend erstellt zu betrachten, dass sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin nicht in einer für den Anspruch erheblichen Weise
verändert beziehungsweise
verschlechtert hat.
Soweit die Beschwerdeführerin verlangt, es seien weitere Abklärungen durchzu
führen (
Urk.
1 S.
2)
, kann darauf in antizipierter Beweiswürdigung verzichtet werden (BGE 127 V 491 E. 1b S. 494 mit Hinweisen). Der Gesundheitszustand und die medi
zinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit sind aufgrund der medizini
schen Akten hinreichend abgeklärt.
Nachdem offenbar auch aus den weiteren Untersuchungen
in
der
Klinik Y._
(
Urk.
1 S. 3 unten) keine
anderslau
tenden Einschätzungen
hervorgingen
und eingereicht wurden
, wären auch v
on weiteren Untersuchungen
keine neuen Er
kenntnisse zu erwarten.
5.8
Der von der Beschwerdegegnerin durchgeführte Einkommensvergleich (
Urk.
2 S.
2) blieb beschwerdeweise unbestritten und ist nach Lage der Akten nicht zu beanstanden. Entsprechend dem errechneten Invaliditätsgrad von
35
%
hat die Beschwerdegegnerin zu Recht
einen Rentenanspruch
verneint
.
Nach dem Gesagten erweist sich die angefochtene Verfügung demnach als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
6.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) auf Fr. 600.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen.