Decision ID: 21e08be4-ce02-5972-909e-681ea75960da
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1965 geborene
X._
meldete sich am 28. Juni 2011
unter Hinweis auf R
ückenschmerzen
zum Bezug von Leistungen
(Massnahmen für die berufliche Eingliederung)
der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) an (Urk. 13/5).
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, traf daraufhin
berufliche, erwerbliche sowie
medizinische Abklärungen
und zog die Akten des Krankentaggeldversicherers bei (Urk. 13/10
)
.
Am 26. Oktober 2011 teilte s
ie dem Versicherten mit
, dass
berufliche Massnahmen aufgrund seines Gesundheitszustandes derzeit nicht möglich seien (Urk. 13/21)
. In der Folge verfügte sie – in Bestätigung ihres
Vorbescheid
s
vom 11. April 2012 (Urk. 13/25)
und
unter Hinweis auf eine 75%ige Arbeitsfähigkeit in der ange
stam
mten Tätigkeit –
am 11. Juni 2012 die Abweisung des Rentenbegehrens (Urk. 13/32).
1.2
Im Februar 201
3
stellte
X._
abermals
ein Leistungsgesuch (Urk. 13/34-37).
Nach erneuten
beruflichen, erwerblichen sowie medizinischen
Abklärungen
und nach Durchführung des
Vorbescheidverfahrens
(Urk. 13/57) wies die IV-Stelle am 30. Januar 2014 auch dieses Rentenbegehren ab (Urk. 2).
2.
Gegen diese Verfügung (Urk. 2) erhob
X._
am 17. Februar 2014 Beschwerde mit dem sinngemässen Antrag, es sei ihm eine Rente zuzusprechen (Urk. 1 = Urk. 8). Die IV-Stelle schloss am 13. Mai 2014 auf Abweisung der Beschwerde (vgl. Beschwerdeantwort, Urk. 12), was dem Beschwerdeführer am 14. Mai 2014 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 14).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen ist, soweit für die
Entscheidfindung
erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen ein-zugehen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen
Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreivier
tels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG]).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sogenanntes
Invalidenein
kommen
), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sogenanntes
Valideneinkom
men
). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt wer
den, worauf sich aus der
Einkom
mensdifferenz
der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.4
War eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert worden und ist die Verwaltung auf eine Neuanmeldung eingetreten (Art. 87 Abs. 3 der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV]), so ist im
Beschwerdeverfah
ren
zu prüfen, ob im Sinne von Art. 17 ATSG eine für den Rentenanspruch
relevante Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten ist (BGE 117 V 198 E. 3a mit Hinweis).
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 11. Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revisi
onsgrund
im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG dar.
Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Ein
spracheentscheid
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E.
3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hinweisen).
1.5
Zur Annahme der Invalidität nach Art. 8 ATSG ist - auch bei psychischen Erkran
kungen - in jedem Fall ein medizinisches Substrat unabdingbar, das (fach-)ärztlicherseits schlüssig festgestellt wird und nachgewiesenermassen die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Je stärker psychosozi
ale und soziokulturelle Faktoren wie beispielsweise Sorge um die Familie oder Zukunftsängste (etwa ein drohender finanzieller Notstand) im Einzelfall in den Vordergrund treten und das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss eine fachärztlich festgestellte psychische Störung von Krankheitswert vor
handen sein. Das bedeutet, dass das klinische Beschwerdebild nicht einzig in Beeinträchtigungen, welche von den belastenden soziokulturellen Faktoren herrühren, bestehen darf, sondern davon psychiatrisch zu unterscheidende Befun
de zu umfassen hat, zum Beispiel eine von depressiven
Verstimmungszu
ständen
klar unterscheidbare andauernde Depression im fachmedizinischen
Sinne oder einen damit vergleichbaren psychischen Leidenszustand. Solche von der soziokulturellen Belastungssituation zu unterscheidende und in diesem Sinne verselbstständigte psychische Störungen mit Auswirkungen auf die
Ar
beits
- und Erwerbsfähigkeit sind unabdingbar, damit überhaupt von Invalidität gesprochen werden kann. Wo die begutachtende Person dagegen im Wesentli
chen nur Befunde erhebt, welche in den psychosozialen und soziokulturellen Umständen ihre hinreichende Erklärung finden, gleichsam in ihnen aufgehen, ist kein invalidisierender psychischer Gesundheitsschaden gegeben (BGE 127 V 294 E.
5a; Urteil des Bundesgerichts 8C_730/2008 vom 23. März 2009 E. 2).
Wenn und soweit psychosoziale und soziokulturelle Faktoren zu einer eigentli
chen Beeinträchtigung der psychischen Integrität führen, indem sie einen ver
selbstständigten Gesundheitsschaden aufrechterhalten oder den Wirkungsgrad seiner - unabhängig von den invaliditätsfremden Elementen bestehenden - Fol
gen verschlimmern, können sie sich mittelbar invaliditätsbegründend auswirken (Urteil
des Bundesgerichts
9C_
537/2011
vom
2
8.
Juni 20
12
E. 3.2
mit Hinwei
sen
).
2.
2.1
Die IV-Stelle begründete die erneute Rentenverweigerung damit, dass
sich der Gesundheitszustand
– abgesehen von
einer neu aufgetretenen
Schlafstörung
– seit der erstmaligen Abweisung des Leistungsgesuchs nicht wesentlich verändert habe und der Beschwerdeführer
,
bei dem erhebliche psychosoziale
Belastungs
faktoren
bestünden
, nach wie vor zu 80 % arbeitsfähig sei (Urk. 2 S. 2, Urk. 12 S. 1).
2.2
Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt,
er sei, auch wenn sich die psychischen Beschwerden zwischenzeitlich deutlich gebes
sert hätten, aufgrund
massiver Schlafstörungen und verschiedener physischer
Leiden
erheblich in seiner Leistungsfähigkeit beeinträchtigt (Urk. 1).
3.
3.1
3.1.1
Betreffend den Gesundheitszustand im Zeitpunkt der am 11. Juni 2012
verfüg
ten Rentenverweigerung
(Urk. 13/
32
) geht aus den Akten im Wesentlichen Fol
gendes hervor:
Die Ärzte der
Y._
diag
nostizierten am 19. September 2011 eine Anpassungsstörung mit depressiv-
dysphorischer
Reaktion auf familiären
Konflikt und Trennungssituation, ICD-10 F43.23
(Urk. 13/18 S. 2). Die leicht- bis mittelgradige depressive Symptomatik sei grösstenteils vor dem Hintergrund der belastenden Lebenssituation zu sehen. In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Verkäufer bestehe seit 27. April 2011 eine 20%ige Arbeitsunfähigkeit. Längerfristig sei davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer bei einer Stabilisierung der äusseren Lebensbedingungen wieder eine volle Arbeitsfähigkeit erlangen werde (Urk. 13/18 S. 1 und S. 3
f.
).
3.1.2
Am 29. September 2011 unterzog sich der Beschwerdeführer einem i
m Auftrag
seines
Krankentaggeldversicherers
im
Z._
, Rheumaklinik und Institut für Physikalische Medizin, durchgeführten
Arbeitsassessment
. Im Bericht vom nämlichen Datum stellten die zuständigen Ärzte folgende
arbeits
relevanten
Diagnosen (Urk. 13/19 S. 2):
Chronisches
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom
,
rechtsbetont, ICD-10 M54.4
mit
myofaszialen
Befunden bei muskulärer
Dysbalance
und
Haltungs
insuffizienz
bei mässiger
Spondylarthrose
L4-S1, fortgeschrittener
Osteochondrose
L1/2,
Kompakt
a
inseln
im Beckenbereich (bildgebende Abklärungen)
ohne Hinweise für pathologischen
ossären
Prozess (Szintigraphie
vo
m September 2010)
Chronisches
zervikospondylogenes
Schmerzsyndrom
,
rechtsbetont, ICD-10 M53.0
segmentale Dysfunktion
zervikothorakal
muskuläre
Dysbalance
im Nacken-Schultergürtelbereich mit
myofas
zialen
Befunden
Chronische rechtsseitige
Thoraxschmerzen
, ICD-10 M54.6
nach Fraktur d
er 8.
Rippe
dorsolateral
bei
Thoraxkontusion
im August 2010
Zudem bestünden eine chronische Gastritis, ein Vitamin D-Mangel und eine subklinische Hypothyreose (Urk. 13/19 S. 2).
In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Lieferant
von
Elektro
artikeln
bestehe aufgrund der eingeschränkten Belast
barkeit noch eine 75%ige Arbeitsfähigkeit. Eine mittelschwere Tätigkeit sei dem Beschwerdeführer – mit einer Leistungseinbusse von 15 % - vollzeitlich zumut
bar. Mittels medizinischer Massnahmen lasse sich längerfristig wieder eine uneingeschränkte Leistungsfähigkeit erreichen (Urk. 13/
19
S. 3 f.).
3.1.3
D
r. med.
A._
, Praktischer Arzt FMH, stellte in seinem Bericht
vom 6. März 2012
nachstehende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
(Urk. 13/23 S. 1):
Chronisches rezidivierendes zervikales und lumb
ales Schmerzs
yndrom
unklare
Dysästhesien
beider Arme und Beine
depressive Entwicklung bei ausgeprägter psychosozialer
Überlastung
Keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit resultiere aus der überdies bestehen
den
Cholezystolithiasis
(Urk. 13/23 S. 1).
Die geklagten bunten Beschwerden hätten sich trotz zahlreicher einschlägiger Untersuchungen noch immer nicht genügend objektivieren lassen; wahrscheinlich seien sie zu einem wesentlichen Teil vor dem Hintergrund der psychosozialen Überlastung zu sehen.
In der ange
stammten Tätigkeit bestehe seit dem 24. März 2011 und bis auf
Weiteres
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Durch medizinische Massnahmen lasse sich die Arbeitsfähigkeit noch verbessern (Urk. 13/23 S. 2 f.).
3.1.4
In ihrer gestützt auf die Akten verfassten Stellungnahme vom 1
2.
beziehungsweise 15. März 2012 gelangten die Ärzte des Regionalärztlichen Dienstes (RAD) der IV zum Schluss,
dass der Beschwerdeführer seit März 2011 in der angestammten Tätigkeit zu 75 % arbeitsfähig sei.
Eine leidensangepasste Tätigkeit sei ihm zu 80 % zumutbar.
Es sei davon auszugehen, dass sich mittel
s geeigneter medizinischer Mass
nahmen innert sechs bis neun Monaten wieder eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit erreichen lasse (Urk. 13/24 S. 3).
3.2
3.2.1
Die Verfügung vom 30. Januar 2014 (Urk. 2) beruht auf folgenden medizini
schen Berichten:
Die - ambulant behandelnden - Ärzte des
Z._
, Klinik für Neurologie, stellten am 15. November 2012 nachstehende Diagnosen (Urk. 13/33 S. 5):
Exzessive Tagesschläfrigkeit
im Rahmen eines instabilen Ruhe-Aktivitätsmusters mit
Schlaf
pha
sen
umkehr
bei schwerer Depression
DQB1*06:02 nicht nachweisbar (Mai 2012)
MRI Schädel vom Juni 2012: normale hochauflösende dynamisch kontrastverstärkte MR-Untersuchung der
hypothalamischen
-
hypo
physären
Achse
Depression
aktuell: Beginn Behandlung mit
Trittico
Chronisches
lumbospondylogenes
und
myofasziales
Schmerzsyndrom
,
rechts
betont
mässige
Spondylarthrose
L4-S1, fortgeschrittene
Osteochondrose
L1/2,
Kompakt
a
inseln
im Beckenbereich
keine Hinweise für pathologischen
ossären
Prozess (Szintigraphie vom September 2010)
Die
Aktimetrie
habe ein absolut instabiles Ruhe-Aktivitätsmuster mit unregel
mässigen Bettgehzeiten am Vormittag und unterschiedlicher Bettruhezeit ge
zeigt; in der Nacht sei der Beschwerdeführer zumeist aktiv.
Dessen
Fahreig
nung
sei derzeit nicht gegeben.
Es sei ihm
dringend eine psychiatrische Be
handlung
(auch zur Schlafphasenumkehr) empfohlen worden (Urk. 13/33 S. 5).
Es lieg
e eine deutliche Aggravation vor. Die Tagesmüdi
gkeit sei in erster Linie auf den
völlig variablen Schlaf-Wach-Rhythmus zurückzuführen, zu dem
wohl
auch die
weiterhin persistierende Depression beitrage (Urk. 13/33 S. 6).
3.2.2
Die Ärzte der
Y._
, von denen sich der Beschwerdeführer vom 8. bis 21. Januar 2013 hatte stationär behandeln lassen, stellten im Austrittsbericht vom 18. Januar 2013 folgende Diagnosen (Urk. 13/33 S. 1):
Leichte depressive Episode, ICD-10 F32.0
mit Schlafstörungen nachts
Chronisches
lumbo
-,
zervikospondylogenes
und
myofasziales
Schmerz
syn
drom
,
rechtsbetont
Status nach Fraktur der 8. Rippe
dorsolateral
bei Kontusion im August 2010
Chronische Gastritis
Cholez
ystektomie
(laut Patient) im März 2012
Der
Beschwerdeführer, der schon seit längerem eine stationäre Behandlung gewünscht habe, leide gemäss eigenen Angaben vordergründig an
Schlafprob
lemen
. Die Schlafstörung, die nicht habe verifiziert werden können, sei im Ver
lauf subjektiv in den Hinterg
rund getreten (Urk. 13/33 S. 2).
3.2.3
Dr.
A._
berichtete in seinem Schreiben an die IV-Stelle vom 11. Februar 2013 (Urk. 13/34) über eine Veränderung der diagnostischen und therapeutischen Situation seit der Verfügung vom
11. Juni 2012
(Urk. 13/
32
). Aufgrund der der
zeitigen medikamentösen Behandlung sei die Ausübung einer Arbeitstätigkeit ausgeschlossen. Diesbezüglich sei eine psychiatrische Beurteilung erforderlich.
3.2.4
Die Neurologen des
Z._
hielten am 11. Juni 2013 fest,
gemäss dem
Beschwerdeführer sei
es
weder betreffend den gesundheitlichen Verlauf noch bezüglich der sozialen Probleme (Scheidung, Sorgerechtsstreit) zu einer Verän
derung gekommen. Die
Akti
graphie
habe erneut ein instabiles Ruhe
-
und Aktivitätsmuster mit Verlagerung der Hauptruhezeit in die späte Nacht bis zur Mittagszeit sowie insgesamt lange L
i
egezeiten
ergeben
,
was
auf eine man
gelnde Schlafhygiene hin
weise
.
Auch wenn sich die Befunde gebessert hätten, sei die Fahreignung nach wie vor zu verneinen. Es sei eine tagesklinische psychiatrische Betreuung indiziert, um die Tagesstruktur zu verbessern und die psychopharmazeutische Behandlung zu optimieren (Urk. 13/52 S. 2).
3.2.5
Die Ärzte des
Z._
, Rheumaklinik, stellten am 17. Juli 2013 folgende Diagnosen (Urk. 13/54 S. 1):
Chronisches
lumbospondylogenes
und
myofasziales
Schmerzsyndrom
,
rechtsbetont
mässige
Spondylarthrose
L4-S1, fortgeschrittene
Osteochondrose
L1/2,
Kompaktainseln
Beckenbereich (radiologische Untersuchung vom August 2010)
keine Hinweise für pathologischen
ossären
Prozess (Szintigraphie vom September 2010)
Skelettszint
igraphie vom September 2010: Verdacht auf
Kompa
k
tain
seln
/
Osteome
Becken und proximaler
Femurbereich
beidseits, Rippenfraktur 8. Rippe rechts
dorsolatera
l
, am ehesten
belastungsbe
dingt
;
Differentialdiagnose: entzündliche Mehrbelegung im AC-Gelenk beidseits, beider Ellbogen-, Handwurzel-, MTP-Gelenke II bis V und PIP IV rechts
Chronisches
zervikospondylogenes
und
myofasziales
Schmerzsyndrom
,
rechts
betont
segmentale Dysfunktion
zervikothorakal
Fraktur der
8.
Rippe
dorsolateral
bei
Ko
ntusion im August 2010
Verdacht auf
femoropatelläre
Arthrose beidseits
Chronische Gastritis
Subklinische Hypothyreose
Der Beschwerdeführer leide seit Jahren an mehrheitlich belastungsabhängigen,
multilokulären
Gelenksbeschwerden. Angesichts des mehrjährigen
therapiere
fraktären
Verlaufs sei nun eine multimodale stationäre Komplextherap
ie vorge
sehen (Urk. 13/54 S. 2).
3.2.6
Gestützt auf die Akten gelangte die RAD-Ärztin med.
pract
.
B._
,
Fachärz
tin
FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, am 13. August 2013 zum Schluss, dass sich der Gesundheitszustand sei
t der letzten Beurteilung durch den RAD lediglich insofern verändert habe, als nun zusätzlich Schlafstö
rungen bestünden. Aus versicherungsmedizinischer Sicht sei von einer Arbeits
aufnahme eine Verbesserung der Tagesstruktur und damit auch der Schlafstö
rungen zu erwarten. Derzeit seien Tätigkeiten mit erhöhten Anforderungen an die Konzentrationsfähigkeit und Ausdauer sowie monotone Belastungen zu vermeiden. Unter Berücksichtigung dieser Einschränkung bestehe in einer Tätigkeit mit dem bereits nach der Erstanmeldung definierten Belastungsprofil weiterhin eine 80%ige Arbeitsfähigkeit (Urk. 13/55 S. 2).
3.2.7
Nachdem sie den Beschwerdeführer vom 2. Juli bis 10. September 2013
tages
klinisch
behandelt hatten, stellten die Ärzte des
C._
im Austrittsbericht vom 19. September 2013 folgende Diag
nosen (Urk. 13/63 S. 3):
Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode; ICD-10 F33.0
Familienzerrüttung durch Trennung; ICD-10 Z63.5
Hauptthemen in den Einzelgesprächen
seien
die angespannte psychosoziale Situa
tion (Schulden in unbekannter Höhe, drohende Wohnungsräumung der Noch-Ehefrau aufgrund von Mietzinsschulden) und die anhaltenden zerrütteten Familienverhältnisse (laufendes Scheidungs- und Sorgerechtsverfahren)
gewe
sen
. Der weitere Verlauf werde insbesondere von der Entwicklung der äusserst schwierigen sozio-familiären Situation abhängen (Urk. 13/63 S. 4 f.).
3.2.8
Am 1. Oktober 2013 stellten die Ärzte des
Z._
, Klinik für Rheumatologie, von denen sich der Beschwerdeführer vom 10. bis 28. Sep
tem
ber 2013 hatte stationär behandeln lassen, folgende Diagnosen (Urk. 13/63 S. 12):
Chronisches
lumbospondy
l
ogenes
Schmerzsyndrom
,
rechtsbetont
,
mit
myofaszialen
Befunden
klinisch
Myogelosen
paravertebral lumbal
,
rechtsbetont, deutlich ver
kürzte
ischiocrurale
Muskulatur beidseits
Bildgebung
-
mä
ssige
Spondylarthrose
L4-S1, fortgeschrittene
Osteochondrose
L1/2,
Kompaktainseln
Beckenbereich (
radiologische Untersuchung
vom August
2010)
-
Skelettszintigrafie
vom September 2010
: V
erdacht auf
Kompak
t
ainsel
/
Osteom
Becken und proximaler
Femurbereich
b
eidseits,
Rippenfraktur
8.
Rippe rechts
dorsolateral
, am eh
e
sten
belastungsbedingte (differentialdiagnostisch
entzündliche)
Mehrbelegung im AC-Gelenk b
eidseits
, beider
Ellenbogen-,
Handwur
zel-, MTP-
Gelenke II bis V und PIP IV rechts; k
eine
Hinweise für
pathologischen
ossären
Prozess
-
MRI
Lendenwirbelsäule (
LWS
)
/
Becken mit
intravenösem Kontrast
mittel
am
11.
September 2013: a
m ehesten mechanisch-
degenera
ti
ve
Veränderungen des rechten ISG, M
orbus
Baastrup
-äh
nli
che
Veränderungen dorsale LWS;
k
eine klaren entzündlichen
V
er
ände
rungen
der LWS und der ISG
;
LWK 3/4:
n
euroforaminale
Einengung mit
osteodiskogenem
Kontak
t der Nervenwurzel L3
beidseits; m
ittelgradige
Spondylarthrose
; LWK 4/5:
n
eurofora
mi
nale
Einengung mit
osteodiskogenem
Kontakt der Nerv
enwurzel
L4
beidseits;
m
ittelgradige
Spondylarthrose
-
CT Thorax/Oberbauch
vom
20.
September 2013: n
ormale native
thorakale Computertomographie,
insbesondere keine Pathologien
im Bereich der rechten unteren
Thoraxapertur
,
nebenbefundlich
ei
nzelne kleine indeterminierte
pl
euraständige
Noduli
beziehungsweise
Verdichtungen
beidseits
(
differentialdiagnostisch
am ehesten narbig/postentzündlich), kleine
hypodense
Leberläsion
im Segment
VIII (Differentialdiagnose:
Zyste)
Behandlung
-
Status nach
Sakralblock mit 80 mg
Kenacort
am 13.
September
2013
-
multimodale rheumatologische Komplexb
ehandlung 93.
38.02
Chronisches
z
ervikospondylogenes
und
zervikoze
phales
Schmerzsyn
drom
rechts mit
myofaszialen
Befunden
klinisch segmentale Dysfunktion
z
ervikothorakal
,
Myogelosen
paravertebral untere
Halswirbelsäule (
HWS
)
rechts,
Musculus
trapezius
rechts, paravertebral mittlere
Brustwirbelsäule (
BWS
)
rechts
St
atus
n
ach
HWS-Mobilisation mittels Tra
ktion am 1
0.
September 20
13
Schmerzchronifizierung
mit psychischen und somatischen Faktoren,
chronifizierte
, aktuell
leic
hte
bis mittelschwere depressive Episode
psychosoziale Belastungssituation
Chronische Gastritis, chronische Diarrhoe
,
seit Jahren
Verdacht auf Colon
irritabile
Chronischer Nikotinkonsum, anhaltend, seit Jahren
Status nach traumatischer Fraktur Costa 8 rechts
dorsolateral
nach
Thorax
kontusion
im August 2010
Die stationäre Behandlung sei zur multimodalen
rheumatologischen
Komplex
behandl
ung
bei
seit 17 Jahren bestehenden chron
ischen panvertebralen Schmer
zen erfolgt. D
as Beschwerdebild
sei im Wesentlichen
im Rahmen eines
myofas
z
ialen
Schmerzsyn
droms zu interpretieren; die
Beinschmerzen
seien wohl vor dem Hintergrund einer
Verkürzung der
ischiocruralen
Muskulatur
zu sehen
.
Es liege eine
Schmerzchronifizierung
mit psychischen und
somatisch
en Faktoren vor;
überdies bes
t
ehe
aktuell eine leicht
e
bis mittelschwere
depressive Episode. Im Rahmen de
s
zweiwöchigen
Klinikaufenthalts sei
es zu eine
r subjek
tiven Verbesserung der
z
e
rvikoz
epha
l
en
und
lumbospondylogenen
Schmerzen um 20
bis
30
%
gekommen
, objektiv
habe während der gesamten Dauer der
Hospitalisation
eine
uneingeschränkte
Mobilität bestanden
. Die Rehabilitation
sei erschwert worden durch die
psychosoziale Belastungssituation bei laufender Ehescheidung und derzeit noch ausstehendem
Sorgerechtszuspruch
betreffend
den Sohn
(Urk. 13/63 S. 13). Es sei eine
Physiotherapie zur Konsolidierung des Heimprogrammes und
zur
lumbothorakalen
Stabilisierung
indiziert
.
Es sei zu hoffen, dass die Klärung der psychosozialen Belastungssituation eine
Schmerz
verbesserung b
ringen werde
. Die Ärzte attestierten eine vollumfängliche Arbeits
unfähigkeit während der Dauer des Aufenthalts
(Urk. 13/63 S. 13 f.).
3.2.
9
Dr.
A._
attestierte dem Beschwerdeführer am 25. Oktober 2013 eine seit 27. Januar 2011 und bis auf
Weiteres
bestehende 100%ige Arbeitsunfähigkeit (Urk. 13/63 S. 2).
3.2.10
Die Neurologen des
Z._
gaben am 19. November 2013 an, der (erneute) entsprechende Test habe beim Beschwerdeführer, der nun eine Schlafhygiene einhalte, erfreulich
erweise
eine vollumfängliche
Wachbleibe
fähigkeit
in monotonen
Situationen ergeben. A
us schlafmedizinischer Sicht sei die
Fahreignung
daher wieder uneingeschränkt
gegeben
. Weitere Kontrollen seien nicht vorgesehen
(Urk. 13/74
S. 19 f.
)
.
3.2.11
Die – ambulant behandelnden – Ärzte der
Y._
stellten am 10. Januar 2014 fol
gende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 13/67 S. 2):
Depression, aktuell leichte bis mittelschwere depressive Episode
mit soma
tischem Syndrom, ICD-10
F32.11
bestehend seit mindestens 2011 in unterschiedlicher Ausp
rägung
Schweregrad zwischen schwer- bis
leichtgradig
ausgeprägt, seit 2011 nie eine Vollremission erreicht,
aktuell nach Austritt aus der
Tages
klinik
in leicht- bis mittelgradiger
Ausprägung
teilweise
als psychoreaktiv/exogen beurteilt im Rahmen einer seit Jah
ren bestehenden psycho-sozialen
Belastungssituation (Trennung, Scheidung, Sorgerechtsstreit, finanzielle Nöte/Schulden)
Störungen durch Sedativa oder H
ypnotika, schädlicher Gebrauch, ICD-10
F13.1
Keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hätten nachstehende
Diagnosen
:
Chronisches
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom
,
rechtsbetont (seit 17 J
ahren
)
Chronisches
zerviko
spondylogenes
und
zervikoz
ephales
Schmerzsyn
drom
rechts
Chronische Gastritis
St
atus
n
ach
Cholezystektomie
2011
Verdacht auf
Colon
irritabile
bei chronischer Diarrhoe (seit zwei
J
ahren
)
St
atus nach
traumatischer Fraktur der Costa 8 rechts
dorsolateral
nach
Thoraxkontusion
im August
2010
Hypovitaminose
Vitamin D-Mangel, aktuell substituiert
Subklinische Hypothyreose (19.
Juni
2013)
Es fänden zirka alle zwei Wochen
supportive
Gespräche statt, wobei sich deren Fokus auf eine Psychoedukation
(Alltagsbewältigung, Tagesstrukturierung, adä
quate Medikamenteneinnahme) richte; zudem erfolge eine Psychopharmako
therapie (Urk. 13/67 S. 4).
Im Rahmen der Behandlung erzielte
leichtgradige
Verbesserungen
der depressiven Symptomatik
(Schlafhygiene,
Medikamenten
compliance
, Tage
sstrukturierung)
hielten jeweils
nur kurzfristig an, da die künf
tige Entwicklung der äusserst schwierigen sozio-familiären Situation weiterhin unklar bleibe (laufendes Scheidungs- und Sorgerechtsverfahren, drohende Wohnungsräumung der Noch-Ehefrau,
bei welcher die Kinder lebten; Urk. 13/67 S. 3).
Aus rein psychiatrischer Sicht habe in den Jahren 2012 und 2013 eine zwischen 20 und 50 % fluktuierende
Einschränkung der Arbeitsfä
higkeit in der Tätigkeit als Verkäufer bestanden (Urk. 13/67 S. 4). Längerfristig sei mit einer 80%igen Arbeitsfähigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt zu rechnen, wobei sich die Reintegration prognostisch schwierig gestalten werde (Urk. 13/67 S. 5).
3.2.12
Die wegen unklarer
Abdominalbeschwerden
am 22. Januar 2014 durchgeführ
te
n Untersuchungen (
Koloskopie
[vgl. Bericht
Z._
, Klinik für Gastroenterologie und Hepatologie, vom 22. Januar 2014; Urk. 13/74 S. 31] und Biopsie der Dünn- und
der
Dickdarmschleimhaut [vgl. undatierter Bericht
Z._
, Institut für Klinische Pathologie; Urk. 13/74 S. 33])
ergaben einen unauffälligen Befund
.
3.2.13
Das MRI des Darms vom
7. Februar 2014
z
eigte keine Hinweise auf eine
inflamm
atorische
Darmerkrankung (vgl. Bericht
Z._
, Institut für Diagnostische und
Interventionelle
Radiologie, vom 7. Februar
2014
; Urk. 3/7 S. 1).
4.
4.1
In physischer Hinsicht hat
sich der Gesundheitszustand des
Beschwerdeführer
s
nach Lage der Akten seit der ursprünglichen (unangefochten in Rechtskraft er
wachsenen) leistungsabweisenden Verfügung vom
11. Juni 2012
(Urk.
13/32
) nicht erheblich verschlechtert.
So
gaben die Rheumatologen des
Z._
am 17. Juli 2013 an, die – schon im Bericht vom 29. September 2011 (Urk. 13/19) dokumentierten - (mehrheitlich belastungsabhängigen)
mul
tilokulären
Gelenksbeschwerden erwiesen sich seit Jahren als therapieresistent (Urk. 13/54 S. 2)
;
die in der Folge im September 2013 durchgeführte stationäre Behandlung begründeten sie am 1. Oktober 2013 mit bereits seit 17 Jahren be
stehenden chronischen panvertebralen Schmerzen (Urk. 13/63 S. 13).
Auch
die
Abdominalbeschwerden
, für welche sich im Rahmen der im Januar und Februar 2014 durchgeführten Darmuntersuchungen keine organische Ursache feststellen liess (Urk. 13/74 S. 31 ff. und Urk. 3/7 S. 1)
und denen nach Lage der Akten ohnedies keine einschränkende Wirkung auf die Arbeitsfähigkeit zukommt (vgl. etwa Urk. 13/67 S. 2)
,
sind gemäss den Ärzten des
Z._
schon seit Jahren vorhanden (vgl. Bericht vom 1. Oktober 20
1
3, Urk. 13/63 S. 1
3
). Eine anspruchsrelevante Verschlimmerung der organisch objektivierba
ren Gesundheitsstörungen ist
auch aufgrund der Beurteilungen
des Hausarztes Dr.
A._
nicht anzunehmen.
Dieser begründete die von ihm
am 11. Februar 201
3
–
wie schon
vor Erlass der ersten leistungsabweisenden Verfügung vom
11. Juni 2012 (Urk. 13/32; vgl
.
Bericht vom 6. März 2012
[
Urk. 13/23 S. 2
]
)
–
attestierte
100%ige Arbeitsunfähigkeit
nämlich
nicht
etwa
mit einer Ver
schlechterung der somatischen Befunde, sondern
(ausschliesslich)
mit den Nebenwirkungen der – aus psychischen Gründen eingenommenen – Medika
men
te
(Urk. 13/34)
,
und gab am 25. Oktober 2013 (erneut) an, die gänzliche Arbeits
un
fähigkeit bestehe schon seit 27. Januar 2011 (Urk. 13/63 S. 2).
4.2
Was den psychischen Gesundheitszustand anbelangt,
leidet der Besch
werdefüh
rer neu an einer
Schlafstörung beziehungsweise
an
Tagesschläfrigkeit. Diese Beschwerden sind aufgrund der fundierten einschlägigen Abklärungen nicht mit einem organisch objektivierbaren Gesundheitsschaden, sondern mit einer man
gelnden Schlafhygiene
(
vgl.
Urk. 13/33 S. 5
f.
, Urk. 13/52 S. 2
, Urk. 13/67 S. 3
)
beziehungsweise mit
psychosozialen
Belastungsf
aktoren
(
Trennungs- bezie
hungsweise
Scheidung
sverfahren
, Sorgerechtsstreit,
Schulden
[
vgl.
Urk. 13/18 S. 2,
Urk. 13/33 S. 2,
Urk. 13/52 S. 2
, Urk. 13/63 S. 3
f
f.
und S. 13
, Urk. 13/67 S. 2
f.
]
)
zu erklären. Letztere sind, wie aus den zitierten medizinischen Akten übereinstimmend hervorgeht, auch ursächlich für die
–
gemäss
Beurteilung
der Ärzte der
Y._
(in variierender Ausprägung) seit
mindestens
2011 bestehende (Urk. 13/67
S. 2
) und
nach Angaben des Be
schwerdeführers mittlerweile
weitge
hend remittierte (Urk. 1 S. 1) -
depressive Symptomatik.
Gemäss den Neurolo
gen des
Z._
hat die Einhaltung einer Schlafhygiene zwi
schenzeitlich zu einer erheblichen Verbesserung der Tagesschläfrigkeit und damit (aus schlafmedizinischer Sicht) zum Wiedererlangen der vollen Fahrtaug
lichkeit geführt (vgl. Bericht vom 19. November 2013, Urk. 13/74
S. 19 f.
).
Ob überhaupt und gegebenenfalls inwieweit es aus psychischer Sicht zu einer sich auf das Leistungsvermögen auswirkenden
dauerhaften
Verschlechterung des Gesundheitszustandes gekommen ist, braucht vorliegend nicht abschlies
send geprüft zu werden.
Da psychosoziale
und soziokulturelle Faktoren
recht
sprechungsgemäss
nicht als gesundheitliche Beeinträchtigungen im Sinne des Gesetzes zu verstehen sind, vermögen die Schlafstörung und die
depressive Symptomatik
, welche - wie dargelegt - durch ungünstige soziale Umstände ver
ursacht werden und bei Wegfall der Belastungsfaktoren nach Lage der Akten mit überwiegender Wahrscheinlichkeit wieder verschwänden
(vgl.
hiezu
insbe
sondere Austrittsbericht
C._
vom
19. September 2013; Urk. 13/63 S. 4 f.)
, jedenfalls keinen Rentenanspruch zu begründen (vgl.
hiezu
etwa Urteile des Bundesgerichts 9C_830/2007 vom 29. Juli 2008 E 4.2 in
fine
, 9C_578/2007 vom 13. Februar 2008 E. 2.2 in
fine
sowie 9C_161/2009 vom 18. September 2009 E. 2.2 in
fine
).
4.3
Da sich der
physische und psychische Gesundheitszustand des Beschwer
defüh
rers
nach dem Gesagten
seit der am 11. Juni
2012 verfügten Abweisung des
ersten Leistungsgesuchs (Urk. 13/32) nicht in anspruchsrelevanter Weise ver
schlechtert hat
, erweist sich
die erneute Rentenverweigerung als rechtens
. Die
Beschwerde
ist demnach
abzuweisen.
5.
Gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen abweichend von Art. 61
lit
. a ATSG vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streit
wert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten in Höhe von Fr. 700.-- dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.