Decision ID: 8120edb2-bb08-4b01-9063-20f9181ea342
Year: 2016
Language: de
Court: SG_VGN
Chamber: SG_VGN_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A.
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a. Die Miteigentümergemeinschaft F. ist Eigentümerin des im Süden des Dorfzentrums
von X. gelegenen, grösstenteils unüberbauten und landwirtschaftlich genutzten
Grundstücks Nr. 0000 im Gebiet A. Dieses liegt nach dem kommunalen Zonenplan vom
25. Januar 1995 mehrheitlich im übrigen Gemeindegebiet (üG), teilweise in der
Landwirtschaftszone und zu einem kleinen Teil in der Wohnzone W2. Am 22. November
2011 liess die Miteigentümergemeinschaft F. durch Rechtsanwalt lic. iur. Alex Keller,
St. Gallen, beim Gemeinderat X. ein Einzonungsgesuch für das Grundstück Nr. 0000
einreichen mit den Anträgen, das Grundstück sei, soweit es dem üG zugewiesen sei,
der Wohnzone (W3 im Norden und W2 im Süden) zuzuweisen. Soweit dies für die
zweckmässige Abgrenzung des Baugebiets oder die strassenmässige Erschliessung
des Grundstücks Nr. 0000 notwendig sei, seien die erforderlichen Flächen der dem üG
zugewiesenen Teile der angrenzenden Grundstücke Nrn. 001 und 002 ebenfalls der
Wohnzone zuzuweisen. Der Gemeinderat erachtete in der Folge eine teilweise
Einzonung der Grundstücke Nrn. 0000 und 001 als möglich, wobei die gemeinsame
Erschliessung zu planen sei, eine sinnvolle Etappierung der Überbauung aufzuzeigen
sei, ein Erschliessungsvertrag abzuschliessen sei und der Gemeinde aus einer
allfälligen Altlastensanierung keine Kosten erwachsen dürften. Die anschliessenden
Verhandlungen führten zu keinem Ergebnis, weshalb der Gemeinderat die Einzonung
des Gebiets A. im Rahmen der laufenden Zonenplanrevision zurückstellte und am 12.
November 2012 die Teilrevision des Zonenplans (mit unveränderter Zonierung des
Gebiets A.) beschloss; der Erlass wurde vom 19. November bis 18. Dezember 2012
öffentlich aufgelegt. Auf die hiergegen von der Miteigentümergemeinschaft F. erhobene
Einsprache fasste der Gemeinderat am 29. April 2013 den Beschluss, dass das
Einzonungsbegehren vom 22. November 2011 sowie die Einsprache gegen den

Teilzonenplan ganze Gemeinde im Sinn der Erwägungen abgewiesen würden.
b. Gegen die im vorerwähnten Beschluss verfügte Abweisung des Einzonungsgesuchs
liess die Miteigentümergemeinschaft F. am 16. Mai 2013 Rekurs beim Baudepartement
erheben und ihre Anträge im Gesuch vom 22. November 2011 bestätigen (Rekurs 1).
Der Teilzonenplan ganze Gemeinde (Teilrevision Zonenplan 2012) wurde vom 3. Mai bis
12. Juni 2013 dem fakultativen Referendum unterstellt. Mit Schreiben vom 15. Juli 2013
gab der Gemeinderat der Miteigentümergemeinschaft F. Kenntnis von der Zustimmung
der Bürgerschaft zum Teilzonenplan, worauf diese gegen den Beschluss der
Bürgerschaft am 29. Juli 2013 Rekurs erheben und Aufhebung des Teilzonenplans
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beantragen liess (Rekurs 2). Mit Entscheid vom 25. Oktober 2013 wies das
Baudepartement die Rekurse 1 und 2 ab.
B. Die gegen diesen Entscheid von Rechtsanwalt Alex Keller für die
Miteigentümergemeinschaft F. mit Eingabe vom 11. November 2013 erhobene
Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen mit Entscheid vom
28. Mai 2015 (B 2013/238) ab. Die gegen diesen Entscheid erhobene Beschwerde
hiess das Bundesgericht mit Urteil 1C_365/2015 vom 9. Dezember 2015 teilweise gut
und hob den angefochtenen Entscheid auf, soweit er die Beschwerde gegen den
Teilzonenplan (ganze Gemeinde) abwies. Es wies die Sache zur Neuverlegung der
Kosten und Entschädigungen an das Verwaltungsgericht und zur Beurteilung im Sinn
der Erwägungen an das Baudepartement zurück.
Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1. Gemäss Bundesgerichtsurteil 1C_365/2015 (E. 5) sind die Kosten- und
Entschädigungsfolgen der kantonalen Verfahren (Beschwerde und Rekurs) neu
festzusetzen. Der Entscheid des Verwaltungsgerichts vom 28. Mai 2015, welcher
sowohl die Abweisung des Einzonungsgesuchs der Beschwerdeführer als auch den
von der Beschwerdegegnerin erlassenen Teilzonenplan bestätigte, wurde insoweit
teilweise aufgehoben, als darin die Beschwerde gegen den Teilzonenplan abgewiesen
worden war. Soweit er das Einzonungsgesuch der Beschwerdeführer abweist, bleibt
der kantonale Entscheid bestehen (vgl. BGer 1C_365/2015, E. 6). Der Teilzonenplan
hatte zuvor Gegenstand des (abgewiesenen) Rekurses 2 gebildet.
2. Nach Art. 95 Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRP;
sGS 951.1) hat in Streitigkeiten jener Beteiligte die amtlichen Kosten zu tragen, dessen
Begehren ganz oder teilweise abgewiesen werden. Dementsprechend sind die
amtlichen Kosten des Rekurses 2 von Fr. 2‘250.-- vollständig und des Verfahrens vor
dem Verwaltungsgericht von Fr. 3'500.-- gemäss Urteil B 2013/238 vom 28. Mai 2015
zur Hälfte (Fr. 1‘750.--) der Politischen Gemeinde X. aufzuerlegen, da sie in der Frage
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des Teilzonenplans unterliegt. Auf die Erhebung der Kosten gegenüber der
Beschwerdegegnerin ist zu verzichten (Art. 95 Abs. 3 VRP). Die andere Hälfte der
Kosten des Beschwerdeverfahrens (Fr. 1‘750.--) haben die Beschwerdeführer zu
tragen, unter Anrechnung des von ihnen geleisteten Kostenvorschusses von
Fr. 3‘500.-- und Rückerstattung des Restbetrags von Fr. 1‘750.--. Der im Rekurs 2
geleistete Kostenvorschuss von Fr. 1‘000.-- ist den Beschwerdeführern durch das
Baudepartement zurückzuerstatten.
Im Rekurs 1 bleibt es bei der Kostenregelung gemäss Rekursentscheid vom 25.
Oktober 2013 (Dispositiv Ziff. 2b: Entscheidgebühr von Fr. 2‘250.-- zulasten der
Beschwerdeführer, unter Anrechnung des Kostenvorschusses von Fr. 1‘000.--).
3.
3.1. Nach Art. 98 Abs. 1 VRP besteht im Beschwerdeverfahren vor
Verwaltungsgericht Anspruch auf Ersatz der ausseramtlichen Kosten, welche den am
Verfahren Beteiligten gemäss Art. 98bis VRP nach Obsiegen und Unterliegen auferlegt
werden. Die Vorschriften der Schweizerischen Zivilprozessordnung (SR 272, ZPO) über
die Parteientschädigung finden sachgemäss Anwendung (Art. 98ter VRP). Hat keine
Partei vollständig obsiegt, so werden die Prozesskosten nach dem Ausgang des
Verfahrens verteilt (Art. 106 Abs. 2 ZPO). - Bei gleichmässigem (je hälftigem) Obsiegen
der Beschwerdeführer und der Beschwerdegegnerin werden die Kosten
wettgeschlagen. Das Begehren der Beschwerdeführer um Ersatz der ausseramtlichen
Kosten ist deshalb abzuweisen.
3.2. Nach Art. 98 Abs. 2 VRP werden im Rekursverfahren ausseramtliche Kosten
entschädigt, soweit sie aufgrund der Sach- oder Rechtslage notwendig und
angemessen erscheinen. Die Rechtsfragen, die sich im Rekurs 2 stellten, rechtfertigten
den Beizug eines Rechtsvertreters. Unter Berücksichtigung des Aufwandes und des
Streitwertes erscheint eine Entschädigung von pauschal Fr. 2'000.-- zuzüglich
Barauslagen von Fr. 80.-- (4%) und Mehrwertsteuer zulasten der Politischen Gemeinde
X. als angemessen (Art. 6, 19, 22 Abs. 1 Ingress und lit. b, 28bis Abs. 1 und 29 HonO).
3.3. Für diesen Entscheid werden weder amtliche Kosten erhoben (Art. 97 VRP)
noch ausseramtliche Kosten entschädigt.
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