Decision ID: 875b8598-5b5b-53d0-b476-7009f943de07
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1956, Mutter
eines
Kind
es
(Jahrgang 1993
),
war vom 1
1.
Dezember 2002 bis August 2008 im Café
A._
als
Geschäftsführe
rin/Inhaberin (Service und Buffet)
tätig
(
Urk.
7/17
,
Urk.
7/88
). Ab dem
1.
Mai 2009 war die Versicherte sodann für die
B._
als Geschäftsfüh
re
rin/Inhaberin tätig (
Urk.
7/88
).
Unter Hinweis auf
Rücken
beschwerden
, beste
hend seit ein
er Operation von April 2006,
meldete sich
die Versicherte
am 2
1.
Mai 2008
bei der Invalidenversicherun
g zum Leistungsbezug an (
Urk.
7/2
). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizi
nisch
e und erwerbliche Situation ab.
Mit Mitteilung vom 1
0.
Juli 2008 (
Urk.
7/13) teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, dass keine beruflichen Eingliederungsmassnahmen möglich seien, da sie den Arb
eitsplatz nicht wechseln wolle.
Nach
ergangenem
Vorbescheid
(
Urk.
7/
91
) verneinte die IV-Stelle mit Verfü
gung vom
1
4.
Januar 2013
einen Rentenanspruch (
Urk.
7/93).
1.2
A
m 1
2.
Oktober 2013 (
Urk.
7/96) ersuchte die Versicherte um Revision der Verfü
gung vom 1
4.
Januar 201
3.
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
7/103-
116) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 2
2.
Dezember 2014 (
Urk.
7/118 =
Urk.
2)
erneut
einen Rentenanspruch.
2.
Die Versicherte erhob am
2.
Februar 2015
Beschwerde (
Urk.
1)
gegen die Verfü
gung vom 2
2.
Dezember 2014
(
Urk.
2) und beantragte, diese sei aufzuheben
und es sei
durch das Gericht ein Gutachten erstellen zu lassen, in welchem zu den Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit der bei der Operation von Juli 2009 erfolgten
Duralverletzung
sowie der lockeren Schraube bei L2 Stellung genom
men werde
(S. 2
Ziff.
1 und 2
),
und es seien ihr die gesetzlichen Leistungen (befristete Rente) auszurichten
(S. 2
Ziff.
3
).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
1
1.
März 2015
(
Urk.
6
) die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde
d
er Beschwerdeführerin am
1
7.
Juni 2015
zur Kenntnis gebracht (
Urk.
8
).
Mit Eingabe vom 1
6.
Februar 2016 (
Urk.
9) reichte die Beschwerdeführerin wei
tere medizinische Berichte zu den Akten (
Urk.
10/1-2). Diese wurden der Beschwerdegegnerin am 1
9.
Februar 2016 zur Kenntnis gebracht (
Urk.
11). Am
2
6.
Mai 2016 (
Urk.
12) reichte die Beschwerdeführerin wiederum medizinische Berichte zu den Akten (
Urk.
13/1-2), welche der Beschwerdegegnerin am 3
0.
Mai 2016 zur Kenntnis gebracht wurden (
Urk.
14).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1 des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung; IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
1.3
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
1.
4
Gemäss einem allgemeinen Grundsatz des
Sozialversiche
rungsrechts
kann die Verwaltung eine formell rechtskräftige Verfügung, welche nicht Gegenstand materieller richter
licher Beurteilung gebildet hat, in Wiedererwägung ziehen, wenn sie zweifellos unrichtig und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (
Art.
53
Abs.
2 ATSG; BGE 127 V 466 E. 2c mit Hinweisen).
Von der Wiedererwägung ist die so genannte prozessuale Revision von
Ver
waltungsverfügungen
zu unterscheiden. Danach ist die Verwaltung gemäss
Art.
53
Abs.
1 ATSG verpflichtet, auf eine formell rechtskräftige Verfügung zurück
zukommen, wenn erhebliche neue Tatsa
chen oder neue Beweismittel ent
deckt werden, die geeignet sind, zu einer anderen rechtlichen Beurteilung zu führen (BGE 127 V 466 E. 2c mit Hinweisen). Erheblich können nur Tatsachen sein, die zur Zeit der Erstbeurteilung bereits bestanden, jedoch unverschulde
terweise un
bekannt waren oder unbewiesen blieben (BGE 119 V 180 E. 3a, 477 E. 1a, je mit Hinweisen).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung vom 22. Dezember 2014 (Urk. 2) gestützt auf die medizinischen Abklärungen davon aus,
aus den Tatsachen, welche sich bei der Operation im Juli 2013 herausge
stellt hätten,
lasse sich nicht definitiv ableiten
, dass alle ärztlichen Befunde, welche zum Entscheid vom 1
4.
Januar 2013 geführt hätten, überholt seien.
Die Einschätzung der Leistungsfähigkeit sei nicht in erster Linie aufgrund der
Rönt
genbefunde
, sondern viel mehr
gestützt
auf die Einschätzung der funktionellen Leistungsfähigkeit erfolgt. Es sei weiterhin an der Einschätzung des Regional
en Ärztlichen Dienstes (RAD) vom
April 2012 festzuhalten, welcher sich auf die Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) der Rehaklinik
C._
vom 1
4.
März 2012 abgestützt habe.
Im Rahmen des Gesu
chs seien zwar neue Tatsachen
vorgebracht worden, jedoch würden sich diese nicht eignen, um zu einer anderen Beurteilung zu führen. Die Beurteilung des RAD habe auf den tatsächlichen Befunden der EFL basiert. Bei der EFL sei die tatsächliche Belast
barkeit der Beschwerdeführerin getestet worden. Die Umstände, welche nun als neue Beweismittel hervorgebracht würden, seien nicht geeignet
,
diese Einschät
zung zu ändern, zumal die effektive Belastbarkeit und die effektiven Fähigkei
ten der Beschwerdeführerin ermittelt worden seien.
2.2
Demgegenüber stellte sich die Beschwerdeführerin auf den Standpunkt (
Urk.
1), dass d
ie EFL auf heute überholten medizinischen Erkenntnissen
beruhe
. Es sei davon auszugehen, dass auch die Beurteilung der effektiven Leistungsfähigkeit
anders
erfolgt
wäre, wenn die tatsächliche Ursache der Beschwerden bekannt gewesen wäre. Auf Grund der neuen Erkenntnisse sei nachvollziehbar, dass
s
ie in den Jahren 2009 bis 2013 auch in einer angepassten Tätigkeit nur zu 50
%
arbeitsfähig gewesen sei. Es werde beantragt, dass das Gericht ein Gutachten erstellen lasse, das sich auf der Grundlage der neuen medizinischen Erkennt
nisse zu
ihre
r Arbeitsfähigkeit in den Jahren 2009 bis 2013 äussere. Darauf basierend seien nach Erhalt des Gutachtens das
Valideneinkommen
und das Invalideneinkommen neu zu berechnen und der IV-Grad neu zu bestimmen
(S.
8 f.)
.
2.3
Strittig und zu prüfen
ist, ob
eine erhebli
che neue Tatsache und damit ein Grund für eine prozessuale Revis
ion der Verfügung vom 1
4.
Januar 2013 vor
liegt.
3.
3.1
Mit Austrittsbericht
vom 2
7.
April 2006
berichtet
en die Ärzte der Privat-Klinik
D._
(
Urk.
7/15/17-19)
über die stationäre Rehabilitation der Beschwerde
führerin vom 1
9.
bis 27 April 2006
und nannten als Diagnose einen
Status nach Dekompression L4/5 beidseits
mit
Interlaminotomie
, ventraler
Teilfacettectomie
, beidseitiger E
ntfernung der Ligamentum
Flavum
sowie beidseitiger Disk
e
k
tomie L4/
5.
Sie führten aus,
dass im gesamten Aufenthalt weder eine
Wurzelsympto
matik
noch eine neurologische Ausfallsymptomatik aufgetreten seien.
Bei der abschliessenden Untersuchung habe die Beschwerdeführerin berichtet, sich physisch und psychisch gut erholt und von den Therapien profitiert zu haben. Sie sei aktuell bei der Einhaltung der verordneten
Limite
beschwerdefrei.
3.2
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie
, berichtete am
2
2.
Mai 2006 (
Urk.
7/15/13-14)
und führte aus, subjektiv gehe es der Beschwer
deführerin sehr gut, es bestünden keine Ischialgien und auch vom Rücken her keine Probleme. Im Alltagsleben sei die Beschwerdeführerin soweit kompensiert (S. 1). Es zeige sich ein sehr erfreulicher Verlauf bereits 6 Wochen postoperativ. Frische
radikuläre
Reizzeic
hen seien keine vorhanden. Jetzt beginne der pro
gressive Belastungsaufbau mit sukzessivem Aufheben der Sitzkarenz (S. 2).
3.3
Dr.
E._
berichtete erneut am
13./1
6.
Juni 2008 (
Urk.
7/10/1-8)
und nannte folgende
Diagnose
n
:
chronisches
lumbovertebragenes
Syndrom bei aktivierter
Chondrose
mit Spondylose L2/3,
Chondrose
L3/4, bestehend seit Frühjahr 2008
St
atus
n
ach
Dekompression
und
intercorporeller
Aufrichtespondylodese
instrumentiert L4/5 im April 2006
bei schwerer
Osteochondrose
L4/5
,
Pseudospondylolisthese
L4, luxierte Diskushernie L4/5 mit Hyperalgesie und sensibler Ausfallsymptomatik L4
Er führte aus, dass eine
Arbeitsunfähigkeit
von
50
%
ab
dem
1.
April 2008 bis auf weiteres
bestehe. V
om
9.
April 2006 bis 3
1.
Juli 2006
habe eine 100%ige
Ar
beitsunfähigkeit und v
om
1.
August 2006 bis 2
0.
August 2006
eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden
(S. 1)
.
I
n behinderungsangepasster Tätigkeit wäre die
Beschwerdeführerin
voll arbeitsfähig, dies ab sofort
(S. 2).
3.4
Dr.
med.
F._
, Fachärztin für Allgemeine
Innere
Medizin
, berichtete am
2
5.
August 2008 (
Urk.
7/15/1-6)
, nannte die bekannten Diagnosen und führte aus, dass seit April 2006 eine
70%ige Arbeitsunfähigkeit
bestehe. I
n
einer
behinderungsangepasste
n
Tätigkeit
bestehe eine
30-40%ige Arbeitsfähigkeit
.
3.5
Mit
Operationsbericht vom
3.
Juli 2009 (
Urk.
7/44
/1-3
)
berichtete
Dr.
E._
über die am
2.
Juli 2009 durchgeführte lumbale Revision und Dekompression L2/3 beidseits und führte aus, dass die Indikation bei zunehmend therapierefraktären
Lumboischialgien
mit
radikulärer
Reiz- und beginnender motorischer Ausfall
symptomatik links gegeben sei. Die p
ostoperative Röntgenkontrolle z
e
i
ge die gewünschte Stellung der Schrauben.
3.6
Die Ärzte der
Privat-Klinik
D._
berichteten mit Austrittsbericht
vom 1
6.
September 2009
(
Urk.
7/44/4-6)
über die stationäre Rehabilitation der Beschwerdeführerin vom 1
5.
bis 2
8.
Juli 2009 und führte
n
aus,
dass die Beschwerdeführerin ein intensives Therapieprogramm erhalten habe. Unter die
sem Programm sei es im Verlauf erfreulicherweise zu einer deutlichen Besse
rung der Schmer
zsymptomatik gekommen. Es hätte
keine sensomotorischen Ausfälle gegeben. Sie könne ebenerdig sicher gehen und auch das Treppenstei
gen sei unproblematisch. Die Narbe sei reizlos gewesen
(S. 1)
.
3.7
Dr.
E._
berichtete am
1
1.
Februar 2010 (
Urk.
7/32)
und nannte folgende
Diag
nose
n
:
sensomotorische Ausfallsymptomatik links bei instabilem
Segmentkol
laps
L2/3 mit voluminöser Diskushernie und laterale
r
Spinalkanalstenose
St
atus nach
Deco
-PLIF L4/5 vor vier Jahren
Er führte aus, dass eine 100%ige
Arbeitsunfähigkeit
vom
2.
Juli 2009 bis
4.
Oktober 2009
, eine
75%
ige
Arbeitsunfähigkeit
vom
5.
Oktober 2009 bis
8.
November 2009
, eine
50%
ige Arbeitsunfähigkeit
vom
9.
November 2009 bis 3
0.
November 2009
, eine
25%
ige Arbeitsunfähigkeit
vom
1.
Dezember bis
9.
Dezember 2009
und wiederum
eine
50%
ige Arbeitsunfähigkeit
ab
dem
1
0.
Dezember 2009 bis auf Weiteres
bestanden habe.
Dr.
E._
berichtete sodann am
8.
September 2010 (
Urk.
7/52/9-10)
und führte aus, dass subjektiv persistierende Weichteilschmerzen, jetzt vorwiegend im Ober- und Unterschenkel inklusive Waden bestünden. Aus orthopädischer Sicht bestehe eine durchgebaute
Spondylodese
,
hingegen keine neurologische Reiz- oder Ausfallsymptomatik.
Im
Bericht
v
om 1
1.
Oktober 2010 (
Urk.
7/52/11)
führte
Dr.
E._
aus, dass eine
50%ige Arbeitsfähigkeit im angestammten Beruf
bestehe.
3.8
Die Ärzte der
G._
berichteten am
3
0.
November 2010 (
Urk.
7/55/5-6)
und nannten folgende Diagnosen:
lumbale Schmerzen mit Ausstrahlungen über das Gesäss bis zur Ferse rechts
Status nach lumbaler Revision und Dekompression L2/3 sowie
interkorpo
relle
Aufrichtungsspondylodese
L2/3 mit
pedikulärer
Instru
mentierung im Juli 2009
Status nach Dekompression L4/5 beidseits mit
Interlaminotomie
, ve
ntra
ler
Teilfacettektomie
, beidseitige Entfernung des Ligamentum
flavums
, beidseitige Diskektomie L4/5,
interkorporelle
Aufrichtungsspondylodese
L4/5 beidseits
Sie führten aus,
dass es drei Tage nach der
Spondylodese
L2/3 im Juli 2009 nach physiotherapeutischen Übungen zu den jetzt bestehenden starken lumba
len Schmerzen gekommen sei, die über das Gesäss distal in das rechte Bein bis zur Ferse ausstrahlen würden.
Langes Sitzen, Stehen oder Gehen führe zur Schmerzverstärkung. Im Liegen sei die Beschwerdeführerin beschwerdefrei. Jedoch könne sie nicht lange in einer bestimmten Position liegen. Es bestehe ein Anlaufschmerz. Mit Hilfe der bisher vorliegenden Untersuchungsbefunde könnten die bestehenden ausstrahlenden Beschwerden nicht eindeutig erklärt werden. Es bestehe eine exquisite
Druckdolenz
im Bereich der
Beckenkammspa
nentnahmestelle
rechts mit Auslösung des Memory
pains
. Es werde eine lokale Infiltration unter Röntgenkontrolle empfohlen.
Mit Operationsbericht
vom
7.
Februar 2011 (
Urk.
7/58/7-8)
berichteten die Ärzte der
G._
über die am
4.
Februar 2011 durchgeführte Infiltration des rechten Beckenkammes.
Am
2
2.
Dezember 2012
berichteten die Ärzte der
G._
erneut
(
Urk.
7/77/1-4)
und führten aus, dass i
n der vorliegenden Situa
tion
keine valide Beurteilung der Arbeitsfähigkeit abgegeben werden
könne
. Empfohlen werde die Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit.
3.9
Die Ärzte der Rehaklinik
C._
berichteten am
1
4.
März 2012 (
Urk.
7/81)
über die Evaluation der Funktionellen Lei
s
tungsfähigkeit (EFL) und
nannten folgende
Diagnosen
:
chronisches
lumbovertebrales
Syndrom
arterielle Hypertonie
Sie führten aus, dass
es sich bei der
berufliche
n
Tätigkeit als Gesch
äftsführerin einer Boutique um
eine ganztägige
Tätigkeit ohne
spezielle Einschränkungen
(
wechselbelastende Arbeit, ohne länger vorgeneigte und/oder verdrehte
Rumpf
positionen
)
handle (S. 2)
.
D
ie funktionelle Leistungsfähigkeit liege deutlich unter den
Belastungsfanfor
derungen
der bisherigen Arbeit
im Café
A._
(S. 5 unten)
.
Die Beschwerdeführerin
könne die
aktuelle
Arbeit
als Inhaberin einer Boutique
im Wesentlichen bewältigen, dies
rein medizinisch-theoretisch auch im Rahmen ei
nes Vollarbeitspensums ganztags
(
S. 7 oben)
.
Sie führten weiter aus, dass eine
undifferenzierte Beschreibung der Einschrän
kungen
(pauschalisierend, ohne Details) gemacht worden sei. Die Beschwerde
führerin könne laut eigenen Angaben kaum eine Aktivität bewältigen. So seien das Heben von Lasten und das Bewältigen des Haushalts kaum möglich. Erst nach längerer und eingehender Befragung relativiere sich dies. So gehe die Beschwerdeführerin selbständig einkaufen und erledige auch den Haushalt, ausser der Bodenpflege und dem Anlegen der Fixleintücher der Betten. Auch im Kleidergeschäft räume sie selbständig Kleiderkisten aus und hebe dabei leichte Lasten. In der Freizeit gehe sie mit dem Hund spazieren
(S. 7 Mitte)
.
Es bestehe eine D
iskrepanz zwischen dem Ausmass der angegebenen Einschränkungen im Fragebogen zur Selbsteinschätzung der Leistungsfähigkeit (PACT-Test) und den beobachteten funktionellen Fähigkeiten (S. 7 unten)
.
3.10
Dr.
med.
rer
. pol.
I._
,
Facharzt für
Allgemeine
Innere Medizin, RAD,
nahm am
1
2.
April 2012
Stellung
(
Urk.
7/90/11)
und führte aus, dass die Beschwerdeführerin in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit mit der EFL (2
9.
Februar 2012) zu 100
%
arbeitsfähig sei und ihr auch eine rückenadaptierte Tätigkeit von jeher zu 100
%
möglich wäre.
3.11
Die Ärzte der
G._
berichteten mit Austrittsbericht vom
1
6.
Juli 2013 sowie mit Operationsbericht vom 1
5.
Juli 2013 (
Urk.
7/95/1-4)
über die d
orsale Dekompression und
transforaminale
lumba
le intersomatische Fusion L3/4 sowie die
Respondylodese
L2 bis L5 mit
Pseudarthrosenrevision
L2/3 dor
sal vom 1
1.
Juli 201
3.
Sie führten aus, dass der operative Eingriff auf
wirbel
säulenchirurgischer
Sicht komplikationsfrei gewesen sei. Die Beschwer
deführe
rin habe zeitgerecht ohne sensomotorische Defizite mobilisiert werden können (S. 1).
Sie führten sodann aus, dass beim vorangegangenen Eingriff auf Höhe L2/3 auf der rechten Seite nach grosszügiger
Laminektomie
wahrschein
lich eine
Duralverletzung
verursacht worden sei. Beim Präparieren entstehe eine etwa 3 mm lange leichte Durektase. Hier werde eine Naht gelegt und mehr
schichtig geklebt. Danach erfolge das Entfernen der
Pedikelschrauben
und des
Carbon
plattensystems
. Die neuen Schrauben würden einen sehr guten Sitz zei
gen, so auch die entfernen Schrauben mit Ausnahm
e von L2 rechts. Diese Schraube
sei locker gewesen (S. 2).
Am
4.
September
2013 führten die Ärzte der
G._
aus
(
Urk.
7/98/5-6)
, dass es der Beschwerdeführerin mittlerweile
sehr gut
gehe. S
ie habe so wenig Schmerzen wie seit vier Jahren nicht mehr
. A
llerdings sei der postoperative Verlauf noch sehr schwierig gewesen
.
Wegen massiver Schmerzen nach der Entlassung habe vorübergehend eine hochdosierte Morphin-Therapie begonnen werden müssen. Seit zwei Wochen sei nun eine deutliche Besserung eingetreten.
Am 1
7.
Oktober 2013 führten die Ärzte der
G._
aus
(
Urk.
7/98/7-8)
, dass der
Verlauf
drei Monate nach der Fusionsoperation
von Seiten der Schmerzreduktion sehr erfreulich
sei. Beeinträchtigt werde das Befinden der Beschwerdeführerin noch durch eine Müdigkeit und allgemeine Schwäche, die seit der Narkose bestehe. S
ie arbeite mittlerweile wieder voll
.
3.12
Dr.
med.
H._
, Facharzt
für Allgemeine
Innere Medizin,
berichtete am 2
8.
Februar 2014 (
Urk.
7/100)
und nannte die folgende Diagnosen:
chronisches
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom
Status nach
Spondylodese
L4/5 2006
Status nach
Spondylodese
L2/3 2009
anhaltende
Lumboischialgie
rechts
Status nach Metallentfernung,
Pseudoarthrosenrevision
L2/3,
Respondy
lo
dese
L2-5 2013
Er
führte aus, dass eine
100%ige Arbeitsunfähigkeit als selbständige Verkäufe
rin im eigenen Kleidergeschäft vom 1
1.
Ju
li bis 1
1.
Oktober 2013 bestanden habe, danach jedoch eine
100%ige Arbeitsfähigkeit
bestehe.
3.13
Dr.
med.
I._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie u
nd Traumato
logie, RAD, nahm am
2.
Juli 2014
Stellung
zum vorgebrachten Revisionsgrund
(
Urk.
7/112/2-3)
und führte aus,
aus der Tatsache, dass sich
bei einer erneuten Wirbelsäulen-
Operation im Juli 2013 herausgestellt habe, dass bei einer
lang
streckigen
lumbalen
Spondylodese
über 3 Segmente (L2 bis L5) eine von vielen Schrauben locker gewesen sei und in einem der Segmente (L2/3) eine unvoll
ständige knöcherne
Durchbauung
bestanden habe, sei definitiv nicht abzuleiten, dass damit alle ärztlichen Beurteilungen der Arbeitsfähigkeit ab 2009 ungültig beziehungsweise überholt seien. Eine Beurteilung der Arbeitsfä
higkeit stütze sich ja nicht in erster Linie auf Röntgenbefunde, sondern vielmehr auf klinische Befunde, aus denen eine Einschränkung der funktionellen Leis
tungsfähigkeit ersichtlich sei, welche dann im Idealfall durch korrelierende radiologische Befunde bestätigt werde. Im hier vorliegenden Fall sei 2012 eine umfangreiche medizinische Abklärung der Leistungsfähigkeit in Form einer EFL erfolgt, wel
che natürlich auch eine klinische Untersuchung beinhaltet habe. Auf diese sei völlig korrekt bei der letzten RAD-Stellungnahme abgestützt worden. Somit sei eine vorübergehende Verschlechterung des Gesundheitszustandes und damit der Arbeitsfähigkeit lediglich für den Zeitraum von Juli bis Oktober 2013 ausge
wiesen.
Am 2
8.
Juli 2014 führte RAD-Arzt
Dr.
I._
sodann aus, dass inzwischen drei Arztberichte der
G._
vorlägen. Im neuen Bericht vom 1
3.
Januar 2014 werde von einer Rückbildung der rechtsausstrahlenden Schmerzen berichtet, die nur noch bei Belastungen aufträten, ebenso auch die Rücken
schmerzen. Dieser letzte Bericht bestätige das sich bereits im Bericht vom 1
7.
Oktober 2013 abzeichnende gute Ergebnis. Neue Erkenntnisse seien ansonsten nicht enthalten, sodass es bei einer lediglich vorübergehenden Ver
schlechterung des Gesundheitszustandes bleibe.
4.
4.1
Formell
rechtskräftige Verfügungen
müssen
gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG
in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungs
träger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war. Der Begriff "neue Tatsa
chen oder Beweismittel" ist bei der (prozessualen) Revision eines
Verwaltungs
entscheides
nach
Art.
53
Abs.
1 ATSG gleich auszulegen wie bei der Revision eines kantonalen Gerichtsentscheides gemäss
Art.
61
lit
. i ATSG oder bei der Revision eines Bundesgerichtsurteils gemäss
Art.
123
Abs.
2
lit
. a
des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht
(
BGG; Urteil des Bundesgerichts 8C_349/2014 vom 18. August 2014 E. 3.3 mit Hinweisen).
Als n
eue Tatsachen im Sinne von Art. 53
Abs.
1 ATSG gelten Tatsachen, welche sich vorliegend bis zum
Erlass der Verfügung vom 1
4.
Januar 2013 verwirklicht
haben, der
Beschwerdeführer
in
jedoch trotz hinreichender Sorgfalt nicht bekannt waren. Die neuen Tatsachen müssen ferner erheblich sein, das heisst sie müssen geeignet sein, d
ie
tatbeständliche
Grundlage de
s
angefochte
nen
Ent
scheides
zu verändern und bei zutreffender rechtlicher Würdigung zu ei
ner andern Entscheidung zu führen.
Neue
Beweismittel haben entweder dem Beweis der die Revision begründen
den neuen erheblichen Tatsachen oder dem Beweis von Tatsachen zu dienen, die zwar im früheren Verfahren bekannt gewesen, aber zum Nachteil der
ge
suchstellenden
Person unbe
wiesen geblieben sind
(vgl. BGE 134 III 669 E. 2.1
,
BGE 127 V 353 E. 5b,
SVR 2012 UV Nr. 17 S. 63, 8C_434/2011 E. 7.1; Urteil
des Bundesgerichts
9C_955/2012 vom 1
3.
Februar
2013 E. 3.1; je mit Hinweisen).
Sollen bereits vorgebrachte Tatsachen mit den neuen Mitteln bewiesen werden, so hat der Gesuchsteller auch darzutun, dass er die Beweismittel im früheren Verfahren nicht beibringen konnte.
Entscheidend
ist ein Beweismittel, wenn
angenommen werden muss
, es hätte zu einem ande
ren
Entscheid
geführt, falls die Verwaltung davon Kenntnis gehabt hätte. Aus
schlaggebend ist, dass das Beweismittel nicht
bloss
der Sachverhaltswürdigung, sond
ern der
Sachver
haltsermittlung
dient.
Es genügt daher beispielsweise nicht, dass ein neues Gut
achten den Sachverhalt anders bewertet; vielmehr bedarf es neuer Elemente tatsächlicher Natur, welche die Entscheidungsgrundlagen als objektiv mangel
haft erscheinen lassen
. Für die Revision eines Entscheides genügt es nicht, dass der Gutachter aus den im Zeitpunkt des
Entscheids
bekannten Tatsachen nach
träglich andere Schlussfolgerungen zieht als
die Ver
waltung
.
Auch ist e
in
Revi
sionsgrund
nicht schon
gegeben, wenn
die Verwal
tung bereits
bekannte Tatsa
chen
möglicherweise
unrichtig gewürdigt hat. Not
wendig ist vielmehr, dass die unrichtige Würdigung erfolgte, weil für den Ent
scheid wesentliche Tatsachen
nicht bekannt waren oder
unbewiesen gebl
ieben sind (
BGE 138 V 327
E. 3.2;
127 V 358 E. 5b
und 110 V 141 E. 2).
Betrifft der Revisionsgrund - wie hier die Feststellung des Gesundheitszustandes und dessen Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit - eine materielle Anspruchsvoraussetzung, deren Beurteilung massgeblich auf Schätzung oder Beweiswürdigung beruht, auf Elementen also, die notwendigerweise
Ermessens
züge
aufweisen, so ist eine vorgebrachte neue Tatsache als solche in der Regel nicht erheblich. Ein (prozessrechtlicher) Revisionsgrund fällt demnach über
haupt nur in Betracht, wenn bereits im ursprünglichen Verfahren der unter
su
chende Arzt und die entscheidende Behörde das Ermessen wegen eines neu erhobenen Befundes zwingend anders hätten ausüben und infolgedessen zu einem anderen Ergebnis hätten gelangen müssen. An diesem
prozessualrevisi
onsrechtlich
verlangten Erfordernis fehlt es, wenn sich das Neue im Wesentli
chen in (differenzial-) diagnostischen Überlegungen erschöpft, also auf der Ebene der medizinisch
en Beurteilung anzusiedeln ist (
Urteil
e
des Bundesgerichts 8C_349/2014 vom 18. August 2014 E. 3.3.2 und
9C_955/2012 vom 1
3.
Februar 2013 E. 3.3.1).
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung hat im Revisionsverfahren der Gesuchsteller die erhebliche neue Tatsache nachzuwei
sen (BGE 127 V 353 E. 5b,
RKUV 1994 Nr. U 190 S. 140, U 52/93 E. 3a in
fine
mit Hinweisen
,
Urteil 9C_955/201
2 vom 1
3.
Februar 2013 E. 3.2).
Gelingt es ihm nicht, den
Revisi
onsgrund
mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu bele
gen, ist das Revisionsgesuch abzuweisen. Die IV-Stelle und später das kantonale Gericht sind insbesondere nicht dazu verpflichtet, im Sinne von
Art.
43 bzw. 61
lit
. c ATSG den kompletten Sachverhalt neu festzustellen und aktiv nach neuen Tatsach
en und Beweismitteln zu suchen (
Urteil des Bundesgerichts 9C_955/2012 vom 1
3.
Februar 2013 E. 3.2
).
4.2
Die von der Beschwerdeführerin erwähnten Berichte der Ärzte der
G._
betreffend die Operation von Juli 2013 (vgl. vorstehend E. 3.11)
enthalten als neue Tatsachen lediglich
den
Hinweis auf eine lockere Schraube bei einer
langstreckigen
lumbalen
Spondylodese
über 3 Segmente (L2 bis L5) sowie auf eine
n
unvollständige
n
knöcherne
n
Durchbau
in einem der Segmente (L2/3)
. Weitere,
erhebliche medizinische Faktoren, die zur Zeit der erstmaligen
Renten
prüfung
im Januar 2013 bereits vorhanden, indes (noch) nicht erkannt worden waren, werden darin nicht aufgeführt.
So hatten
sowohl
Dr.
E._
(vgl. vorste
hend E. 3.
3, E. 3.5 und E. 3.7
) als auch
die Ärzte der Privat-Klinik
D._
(vgl. vorstehend E. 3.) im Wesentlichen bereits dieselben Diagnosen gestellt wie die Ärzte der
G._
(vgl. vorstehend E. 3.11) und
Dr.
H._
(vgl. vor
stehend E. 3.12)
.
Insbesondere v
or dem Hintergrund der zitierten Rechtspre
chung (vgl. vorstehend E. 4.1) erscheint die Beurteilung durch den RAD-Arzt
, wonach aus der vorgebrachten Tatsache nicht abzuleiten sei, dass damit alle ärztlichen Beurteilungen der Arbeitsfähigkeit ab 2009 ungültig beziehungsweise überholt seien, nachvollziehbar und schlüssig. So führte er
richtigerweise aus, es sei einzig erheblich, ob und in welchem Mass eine Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit vorliegt, und zwar unabhängig von der Diagnose und der Äti
ologie.
Den Ausführungen von RAD-Arzt
Dr.
I._
, wonach sich eine Beurtei
lung der Arbeitsfähigkeit nicht in erster Linie auf Röntgenbefunde, sondern vielmehr auf klinische Befunde
abstütze
, aus denen eine Einschränkung der funktionellen Leis
tungsfähigkeit ersichtlich
sei,
die im
Idealfall durch korrelie
rende radiol
ogische Befunde bestätigt werde
, ist beizupflichten.
Nach dem Gesagten vermögen denn auch die
Vorbringen
der Beschwerdeführerin, wonach
eine retrospektive Einschätzung der Arbeitsfähigkeit anders ausfallen würde, nicht zu überzeugen. Denn die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit beruhte vor
liegend auf einer umfangreichen medizinischen Abklärung der Leistungsfähig
keit der Beschwerdeführerin in Form einer EFL mit integrierter klinischer Untersuchung (vgl. vorstehend E. 3.9), der im Rahmen der Abklärung der Arbeitsfähigkeit – wie dargelegt - grundsätzlich mehr Gewicht zukommt als der bildgebenden Diagnostik allein. Von daher steht – entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin – auch nicht fest, dass die ärztliche Beurteilung ihrer
Rest
arbeitsfähigkeit
anders ausgefallen wäre, wenn die lockere Schraube sowie die unvollständige knöcherne
Durchbauung
schon früher entdeckt worden wäre
n
.
Dies gilt umso mehr als medizinische Einschätzungen meist auf
ärztlichem Ermessen beruhen, welchem
insbesondere bei der Festsetzung der Arbeitsfähig
keit
grosse Bedeutung
zukommt
. So basiert die Einschätzung der Arbeitsfähig
keit massgeblich auf der Schätzung oder Würdigung der erfragten und ent
deckten Symptome. Ob die tatsächliche Ursache der Symptome beziehungsweise der Beschwerden
den Ärzten im Rahmen der EFL
bekannt war, is
t
daher
nach dem Gesagten
grundsätzlich nicht relevant.
Zusammenfassend ist somit nicht ersichtlich, dass den Ärzten der Rehaklinik
C._
, welche die Beschwerdeführerin vor der Verfüg
ung
vom
Januar 2013 im Rahmen einer EFL auf ihre Le
i
stungsfähigkeit hin untersucht hatten, nam
hafte und entscheidende Befunde oder Aspekte gänzlich verborgen geblieben waren, was jedoch vorauszusetzen wäre, damit von neuen Tatsachen ausgegan
gen werden könnte.
4.3
Nach dem Gesagten ist kein Revisionstatbestand im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG gegeben, und die Beschwerdegegnerin hat es demnach zu Recht abge
lehnt, ihren früheren Entscheid prozessual zu revidieren.
Die angefochtene Verfügung
erweist sich daher
als rechtens, was zur Abwei
sung der Beschwerde führt.
5.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem
Ver
fahrens
aufwand
und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 700.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen.