Decision ID: 167c58d0-63f4-4a34-9124-9648e8fd4c18
Year: 2011
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführerin,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
Rentenrevision
Sachverhalt:
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A.
A.a A._ meldete sich am 14. März 1989 für Berufsberatung und den Bezug einer
Rente der Invalidenversicherung an (IV-act. 1). Mit Verfügung vom 17. April 1990 wurde
ihr bei einem Invaliditätsgrad von 40 % eine Viertelsrente mit Wirkung per 1. Januar
1989 zugesprochen (IV-act. 24; vgl. auch IV-act. 21); ein dagegen erhobener Rekurs an
das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen wurde mit Entscheid vom 7. Mai 1991
abgewiesen (IV-act. 37).
A.b Am 28. November 1991 (Posteingang) beantragte die Versicherte eine Anpassung
der Rente (IV-act. 38). Im Auftrag der IV-Kommission des Kantons St. Gallen erstattete
das Zentrum für Medizinische Begutachtung in Basel (ZMB) am 14. September 1992
ein polydisziplinäres Gutachten. Die Gutachter diagnostizierten eine depressiv-
hypochondrische Entwicklung mit ausgeprägten Somatisierungstendenzen und ein
chronisches Zerviko-Thorako-Lumbalschmerzsyndrom und attestierten eine 50%ige
Arbeitsunfähigkeit sowohl in der angestammten als auch in einer dem Leiden
angepassten Tätigkeit (IV-act. 52). Mit Verfügung vom 3. Dezember 1992 wurde der
Versicherten mit Wirkung per 1. November 1991 eine halbe Rente (Invaliditätsgrad
50 %) zugesprochen (IV-act. 59).
B.
B.a Im Rahmen einer 1995 von Amtes wegen eingeleiteten Überprüfung der
tatsächlichen Verhältnisse ging der IV-Stelle ein Austrittsbericht des Spitals Grabs vom
4. Juli 1995 zu, in welchem die Verdachtsdiagnose rezidivierender Panik-Attacken und
die Diagnose degenerativer Veränderungen der Wirbelsäule gestellt wurden (IV-act. 63).
Der Hausarzt der Versicherten, Dr. med. B._, Facharzt FMH für Allgemeinmedizin,
beurteilte in seinem Bericht vom 17. Januar 1996 den Gesundheitszustand der
Versicherten als stationär und attestierte eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % (IV-act. 65).
Mit Verfügung vom 14. Februar 1996 wurde dennoch ein unveränderter
Rentenanspruch festgestellt (IV-act. 67).
B.b Am 17. Juli 1996 beantragte die Versicherte wiederum eine Anpassung der Rente
(IV-act. 69). Dr. B._ erstattete am 12. August 1996 einen Arztbericht, in welchem er
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weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestierte und den Gesundheitszustand als
sich verschlechternd beurteilte (IV-act. 70–1 f.). In der Folge beauftragte die IV-Stelle
Dr. med. C._, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, mit der Erstellung
eines psychiatrischen Verlaufsgutachtens, welches am 11. Dezember 1996 erstattet
wurde. Dr. C._ diagnostizierte eine depressiv-hypochondrische Entwicklung mit
Somatisierungstendenzen und wies darauf hin, dass sich der psychische Zustand seit
den Begutachtungen 1989 und 1992 weder qualitativ noch quantitativ geändert habe
(IV-act. 75). Am 18. Februar 1997 erfolgte eine ambulante Untersuchung durch die
Klinik für Orthopädische Chirurgie des Kantonsspitals St. Gallen; im Bericht vom
19. Februar 1997 wurden chronische Zerviko-Brachialgien und chronische Lumbo-
Ischialgien diagnostiziert und die Durchführung einer Magnetresonanztomographie der
Halswirbelsäule und des zerviko-thorakalen Übergangs angeregt (IV-act. 77–2 f.). Im
Folgebericht vom 17. April 1997 wurde darauf hingewiesen, dass die
Magnetresonanztomographie eine kleine medio-rechts-laterale knapp nach foraminal
reichende Diskushernie C6/7 ohne jegliche Einengung des Myelons und ohne
Einengung des Foramens zur Darstellung gebracht habe (IV-act. 83). Am 2. Mai 1997
und am 16. Juni 1997 erstattete Dr. B._ je einen weiteren Arztbericht, in welchen er
wiederum eine volle Arbeitsunfähigkeit attestierte (IV-act. 78–1 f. und 84). Mit
Verfügung vom 30. Juni 1997 wies die IV-Stelle das Gesuch um Erhöhung der Rente ab
(IV-act. 87).
B.c Im Rahmen einer 1999 von Amtes wegen eingeleiteten Überprüfung der
tatsächlichen Verhältnisse erstattete Dr. B._ am 6. April 1999 einen weiteren
Arztbericht, in welchem er wiederum eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestierte (IV-
act. 89–1 f.). Dem Bericht lag ein Bericht von Dr. med. D._, Facharzt FMH für Innere
Medizin und Kardiologie, vom 11. März 1999 bei, in welchem ein „strenger Verdacht“
auf eine koronare Herzkrankheit geäussert wurde (IV-act. 89–3 ff.). Auf Anfrage der IV-
Stelle führte Dr. D._ am 11. Mai 1999 aus, aus rein kardiologischer Sicht bestehe kein
Grund für eine Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 90). Am 4. Juni 1999 wurde der Versicherten
mitgeteilt, sie habe nach wie vor Anspruch auf eine halbe Rente der
Invalidenversicherung (IV-act. 92). Nachdem die Versicherte dagegen am 18. Juni 1999
„Einspruch“ erhoben hatte (IV-act. 93), hielt die IV-Stelle mit Verfügung vom 12. Juni
1999 fest, dass weiterhin eine Erwerbsfähigkeit von 50 % für zumutbar erachtet werde,
sodass die Rente unverändert bleibe (IV-act. 95).
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B.d Am 9. November 2000 ersuchte die Versicherte erneut um Anpassung der Rente
(IV-act. 100). Am 31. Januar 2001 erstattete Dr. B._ einen Arztbericht, in welchem er
weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestierte (IV-act. 101–1 f.). Dem Bericht lag
ein Austrittsbericht der Klinik Valens vom 19. Oktober 2000 bei, in welchem ein
Panvertebralsyndrom rechtsbetont diagnostiziert und eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit
attestiert worden war (IV-act. 101–3 ff.). Am 21. Mai 2001 erstattete Dr. B._ einen
Verlaufsbericht, in welchem er unter anderem eine interdisziplinäre Abklärung
befürwortete (IV-act. 109). Am 5. Dezember 2001 erstattete die Medizinische
Abklärungsstelle (MEDAS) Universitätskliniken Basel ein polydisziplinäres
Verlaufsgutachten. Die Gutachter diagnostizierten im Wesentlichen ein
thorakospondylogenes Syndrom beidseits, eine klinisch diskrete Periarthropathia
humeroscapularis rechts, eine diskrete sensomotorische Ausfallsymptomatik L5 rechts
und eine Somatisierungsstörung und attestierten eine Arbeitsfähigkeit von 70 % in
einer adaptierten Tätigkeit (IV-act. 120). Am 13. Mai 2002 bestätigte Dr. B._ erneut,
dass der Zustand stationär und keine Arbeitsfähigkeit mehr gegeben sei (IV-act. 131).
Mit Verfügung vom 3. Juni 2002 wies die IV-Stelle auch das Erhöhungsgesuch vom
9. November 2000 ab (IV-act. 134). Eine dagegen erhobene Beschwerde an das
Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen wurde in der Folge wieder vorbehaltlos
zurückgezogen; das Verfahren wurde abgeschrieben (IV-act. 142).
B.e Am 23. Februar 2004 ersuchte die Versicherte erneut um Anpassung der Rente
(IV-act. 144). Am 16. April 2004 erstattete Dr. med. E._, Fachärztin FMH für
Physikalische Medizin und Rehabilitation, einen Arztbericht, in welchem sie im
Wesentlichen ein Panvertebralsyndrom, eine sekundäre Fibromyalgie, eine
Periarthropathia humeroscapularis beidseits, eine Coxarthrose links und den Verdacht
auf eine Depression mit somatoformer Schmerzstörung diagnostizierte und eine
100%ige Arbeitsunfähigkeit attestierte (IV-act. 147). Am 6. April 2005 erstattete die
MEDAS Universitätskliniken Basel ein weiteres polydisziplinäres Verlaufsgutachten. Die
Ärzte diagnostizierten im Wesentlichen ein chronisches panvertebrales
Schmerzsyndrom, eine Periarthropathia humeroscapularis tendopathica links, eine
Somatisierungsstörung und eine mittelgradige depressive Episode und attestierten eine
Arbeitsfähigkeit von 50 % in einer dem Leiden angepassten Tätigkeit (IV-act. 156).
Gestützt darauf wurde mit Verfügung vom 24. Juni 2005 auch dieses
Rentenerhöhungsgesuch abgewiesen (IV-act. 163). Eine dagegen erhobene Einsprache
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(IV-act. 169) wurde mit Entscheid vom 8. November 2005 abgewiesen (IV-act. 175).
Gegen diesen Einspracheentscheid erhob die Versicherte Beschwerde an das
Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen, der sie einen Bericht von Dr. med. F._,
Facharzt FMH für Neurologie, vom 30. September 2005, in welchem eine 100%ige
Arbeitsunfähigkeit attestiert wurde (IV-act. 180), beilegte. Im hängigen
Beschwerdeverfahren reichte sie sodann einen Bericht des Medizinischen Zentrums
Geissberg vom 24. Februar 2006 ein, in welchem im Wesentlichen eine mittelgradige
depressive Episode, eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung und ein
Panvertebralsyndrom diagnostiziert wurden (IV-act. 184–3 ff.). Die Beschwerde wurde
mit Entscheid IV 2005/169 vom 20. Oktober 2006 abgewiesen (IV-act. 186). Auf eine
gegen diesen Beschwerdeentscheid erhobene Beschwerde an das Eidgenössische
Versicherungsgericht trat dieses am 19. Februar 2007 nicht ein (Entscheid I 1030/06
vom 19. Februar 2007; IV-act. 190).
C.
C.a Am 5. September 2007 ersuchte die Versicherte wiederum um Anpassung der
Rente (IV-act. 193). Dem Gesuch legte sie diverse medizinische Unterlagen bei,
namentlich einen Bericht des Psychiaters Dr. med. G._ vom 13. Oktober 2005, in
welchem eine mittelgradige bis schwergradige depressive Störung mit somatischen
Symptomen auf dem Boden einer ängstlichen Persönlichkeit und ein chronifiziertes
Schmerzsyndrom diagnostiziert wurden und eine Arbeitsunfähigkeit von mindestens
70 % attestiert wurde (IV-act. 194–6 ff.), einen Bericht von Dr. med. H._, Facharzt
FMH für Chirurgie, vom 22. Dezember 2005, in welchem im Wesentlichen eine
mittelgradige depressive Episode mit somatoformer Schmerzstörung, ein
Panvertebralsyndrom, eine sekundäre Fibromyalgie sowie eine Periarthropathia
humeroscapularis beidseits diagnostiziert wurden und eine Arbeitsunfähigkeit von
100 % attestiert wurde (IV-act. 194–9 f.), den Bericht des Medizinischen Zentrums
Geissberg vom 24. Februar 2006 sowie eine Stellungnahme desselben vom
20. November 2006 zum Entscheid des kantonalen Gerichts vom 20. Oktober 2006 (IV-
act. 194–1 f.).
C.b Am 8. November 2007 erstattete Dr. G._ einen weiteren Arztbericht, in welchem
er eine mittel- bis schwergradige depressive Störung auf dem Boden einer ängstlichen
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Persönlichkeit, eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung, eine Fibromyalgie und
ein Panvertebralsyndrom bei bekannten Wirbelsäulenänderungen diagnostizierte und
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestierte (IV-act. 200).
C.c Gleichentags erstattete auch Dr. E._ einen weiteren Arztbericht, in welchem sie
im Wesentlichen ein Panvertebralsyndrom, eine Mischung zwischen entzündlichen und
funktionellen muskulo-skelettalen Beschwerden mit positiven antinukleären
Antikörpern, eine Periarthropathia humeroscapularis beidseits und eine Depression mit
somatoformer Schmerzstörung diagnostizierte und eine volle Arbeitsunfähigkeit
attestierte (IV-act. 201).
C.d Im Auftrag der IV-Stelle erstattete die Academy of Swiss Insurance Medicine
(asim) am 12. Dezember 2008 ein polydisziplinäres Verlaufsgutachten. Die Gutachter
diagnostizierten im Wesentlichen eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit
ängstlich-vermeidenden und abhängigen Zügen, eine mittelgradige depressive
Episode, eine Somatisierungsstörung und ein chronisch-generalisiertes diffuses
Schmerzsyndrom mit fokalen Akzentuierungen und attestierten eine 50%ige
Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit (IV-act. 213).
C.e Mit Vorbescheid vom 5. Februar 2009 wurde die Abweisung des
Rentenerhöhungsgesuchs Aussicht gestellt (IV-act. 220).
C.f Dagegen brachte die Versicherte am 20. Februar 2009 mündlich Einwände
vornehmlich appellativer Natur vor (IV-act. 221), welche durch schriftliche Eingabe vom
5. März 2009 ergänzt wurden. In dieser Eingabe führte sie im Wesentlichen aus, die aus
rheumatologischer Sicht attestierte 50%ige Arbeitsunfähigkeit und die aus
psychiatrischer Sicht attestierte 50%ige Arbeitsunfähigkeit gemäss Gutachten der asim
führten gesamthaft zu einer Arbeitsunfähigkeit von mindestens 60 %. Zudem sei ein
„Leidensabzug“ von 25 % vorzunehmen, womit sich ein Invaliditätsgrad von
mindestens 70 % ergebe. Auch die behandelnden Ärzte würden ausnahmslos eine
Arbeitsunfähigkeit von 70–100 % attestieren (IV-act. 222).
C.g Am 2. April 2009 verfügte die IV-Stelle dennoch gemäss Vorbescheid. In
medizinischer Hinsicht sei auf die anlässlich der Konsensbesprechung der Gutachter
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der asim geschätzte Arbeitsunfähigkeit abzustellen; in erwerblicher Hinsicht rechtfertige
sich die Berücksichtigung eines „Leidensabzuges“ von 25 % nicht (IV-act. 223).
D.
D.a Mit Beschwerde vom 30. April 2009 beantragte die Beschwerdeführerin die
Aufhebung der Verfügung vom 2. April 2009 und die Zusprache einer ganzen Rente der
Invalidenversicherung. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen an, ihr
gesundheitlicher Zustand habe sich seit Zusprache der halben Rente verschlechtert.
Ein Invaliditätsgrad von 50 % sei realitätsfremd, was diverse Arztberichte belegen
würden, in denen eine Arbeitsunfähigkeit von 70–100 % attestiert würde. Ausserdem
sei ein „Leidensabzug“ von 25 % zu berücksichtigen (act. G 1).
D.b Mit Beschwerdeantwort vom 16. Juni 2009 beantragte die Beschwerdegegnerin
die Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen aus,
gemäss dem überzeugenden Gutachten der asim vom 12. Dezember 2008 sei eine
wesentliche Verschlechterung nicht ausgewiesen (act. G 4).
D.c Am 26. Juni 2009 verfasste Dr. med. I._, Fachärztin FMH für Innere Medizin, ein
ärztliches Zeugnis zuhanden des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen, in
welchem sie einerseits eine mindestens mittelgradige depressive Episode bei
langjähriger Depression sowie ein wechselndes Schmerzsyndrom bestätigte und
andererseits darauf hinwies, dass eine Computertomographie der Halswirbelsäule eine
mediolaterale Bandscheibenprotrusion auf der Höhe C6/7 und C7/8 mit möglicher
Pelottierung des Rezessus gezeigt habe (act. G 6). Der Eingabe lagen ein Bericht des
Spitals Grabs vom 11. Juni 2006 bei, gemäss welchem anhand des Befundes von
Fremdbildern ein mediolateraler Bandscheibenvorfall C6/7 rechts und mehrere
generalisierte Bandscheibenprotrusionen in den drei unteren lumbalen Segmenten
festgestellt wurden (act. G 6.2), sowie ein Schreiben von Dr. H._ vom 6. März 2007
an Dr. G._, in welchem – im Hinblick auf das hängige Verfahren – empfohlen wurde,
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit zu attestieren (act. G 6.3).
D.d Mit Replik vom 4. Juli 2009 hielt die Beschwerdeführerin an ihren Anträgen fest.
Dabei wies sie unter anderem darauf hin, dass sie kürzlich einen Unfall erlitten hätte,
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bei dem sie sich am rechten Handgelenk und an der Wirbelsäule verletzt habe
(act. G 7). Der Replik lag unter anderem ein Bericht des Spitals Grabs vom 15. Juni
2009 bei, in welchem der Verdacht auf eine Läsion des medialen Seitenbandes und
des medialen Meniskus links diagnostiziert worden war (act. G 7.2).
D.e Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine Duplik (act. G 9).

Erwägungen:
1.
1.1 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin
für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG;
SR 830.1]). Der Veränderung des Invaliditätsgrades ist – mit Blick auf Art. 17 Abs. 2
ATSG – stets dann mittels Rentenerhöhung, Rentenherabsetzung oder
Rentenaufhebung Rechnung zu tragen, wenn sich der der Leistung zu Grunde liegende
Sachverhalt nachträglich erheblich verändert hat. Bei der Anpassung einer
Invalidenrente im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG geht es mithin darum, eine
ursprünglich tatsächlich und rechtlich korrekte formell rechtskräftige Verfügung über
eine Dauerleistung (Rente) an nach Eintritt der formellen Rechtskraft eingetretene
Veränderungen tatsächlicher Natur anzupassen, das heisst eine nachträglich
eingetretene tatsächliche Unrichtigkeit der formell rechtskräftigen Verfügung zu
beheben.
1.2 Zeitlicher Ausgangspunkt für die Beurteilung einer anspruchserheblichen
Änderung des Invaliditätsgrads ist bei der Prüfung eines Gesuchs um Erhöhung der
Rente wie auch bei der Prüfung einer Rentenanpassung von Amtes wegen die letzte
rechtskräftige Verfügung (oder der letzte rechtskräftige Einspracheentscheid, der in
diesem Zusammenhang einer Verfügung gleichzustellen ist), welche auf einer
materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung,
Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs beruht (BGE 133 V
108).
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2.
2.1 Vorliegend ist demnach zu prüfen, ob sich seit dem Einspracheentscheid vom
8. November 2005 die tatsächlichen Verhältnisse so verändert haben, dass damit eine
erhebliche Änderung des Invaliditätsgrads einhergeht. Im Fokus steht dabei eine
Änderung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin.
2.2 Die Feststellung des Gesundheitsschadens, das heisst die Befunderhebung und
die gestützt darauf gestellte Diagnose, aber auch die Prognose und die Ätiologie, die
durch den festgestellten Gesundheitsschaden verursachte Arbeitsunfähigkeit sowie
das noch vorhandene funktionelle Leistungsvermögen oder das Vorhandensein und die
Verfügbarkeit von Ressourcen sind Tatfragen (BGE 132 V 398 E. 3.2), deren
Beantwortung entsprechendes Fachwissen voraussetzt. Im Rahmen des
Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG) hat die IV-Stelle daher in aller Regel
ärztliche Sachverständige zur Beantwortung dieser Fragen beizuziehen (vgl. Art. 43
Abs. 2 ATSG und Art. 69 Abs. 2 und 4 der Verordnung über die Invalidenversicherung
[IVV; SR 831.201]), etwa jene des IV-internen regionalen ärztlichen Dienstes (RAD; vgl.
Art. 49 Abs. 1 IVV) oder solche einer MEDAS (vgl. Art. 72 IVV). Aufgabe der IV-Stelle
und des Versicherungsgerichts ist es, diese Tatsachen rechtlich zu würdigen, das
heisst zu beurteilen, ob die ärztlichen Aussagen und Schätzungen die zuverlässige
Beurteilung des Leistungsanspruchs erlauben und, falls dies der Fall ist, gestützt auf
diese Feststellungen sowie die Feststellungen zu den beiden Vergleichseinkommen
den Invaliditätsgrad zu bemessen (vgl. BGE 132 V 398 f. E. 3.2 f.).
2.3 In medizinischer Hinsicht bildete das Gutachten der MEDAS Universitätskliniken
Basel vom 6. April 2005 Grundlage des Einspracheentscheides vom 8. November
2005. Darin wurden aus rheumatologischer Sicht ein panvertebral generalisiertes
Schmerzsyndrom sowie eine Impingement-Symptomatik der linken Schulter
festgestellt und dementsprechend eine Einschränkung der Belastbarkeit der
Wirbelsäule für körperlich schwere Tätigkeiten in Zwangspositionen und der oberen
Extremitäten attestiert. Aus psychiatrischer Sicht wurden eine Somatisierungsstörung
sowie eine mittelgradige depressive Episode diagnostiziert. Aus polydisziplinärer Sicht
wurde im angestammten Beruf als Näherin und in jeder anderen körperlich leichten,
den Beschwerden angepassten, wechselbelastenden Tätigkeit ohne vermehrte
bis
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Belastung der oberen Extremitäten eine Arbeitsfähigkeit von 50 % attestiert (vgl. IV-
act. 156).
2.4 Die Gutachter der asim fanden in der klinischen Untersuchung im Vergleich zu
den Vorbefunden ebenso wie in der Anamnese keine grundsätzlich neuen Aspekte.
Ebenso wenig seien die radiologischen Befunde hinweisend auf eine Progredienz, sie
seien insgesamt eher mässig ausgeprägt und würden das Ausmass der Beschwerden
genauso wenig erklären wie die subjektiv daraus abgeleitete vollständige
Leistungsunfähigkeit. Für die gemäss Akten postulierten Hinweise auf eine mögliche
entzündlich-rheumatologische Erkrankung fänden sich weder anamnestisch noch
klinisch noch im Labor signifikante Korrelate. Insgesamt sei der Beschwerdeführerin
sicherlich, wie schon früher mehrfach attestiert, eine verminderte Belastbarkeit des
Bewegungsapparats und insbesondere des Achsenskeletts somatisch zuzuerkennen.
Für angepasste Verweistätigkeiten sei die geltend gemachte Einschränkung der
Leistungsfähigkeit und der hohe Grad an de facto Invalidisierung, wie er sich aus der
Anamnese ergebe, in erster Linie auf die psychiatrische Erkrankung zurückzuführen.
Die Gutachter konnten das erhebliche depressive Syndrom bestätigen. Auch die
Somatisierung sei nach wie vor augenfällig. Allerdings müsse anhand der Anamnese,
der Akten, der aktuellen Beschwerden sowie des jetzigen Befunds davon ausgegangen
werden, dass es sich um eine Somatisierungsstörung, also um eine komplexe,
vielfältige somatische Manifestation eines primär psychischen Leidens handle, und
nicht um eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung, bei welcher organisch nicht
erklärbare Schmerzen das Leitsymptom darstellten. Die Somatisierungsstörung
schliesse nicht aus, dass auch Schmerzen einen Anteil an der Gesamtsymptomatik
hätten. Schliesslich könne auch die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung gestellt
werden. Diese schwere psychiatrische Komorbidität könne erklären, wieso die Gesamt-
Erkrankung einen so langen und insgesamt sehr ungünstigen Verlauf, welcher sich
durch eine erhebliche Chronifizierung auszeichne, genommen habe. Aus muskulo-
skelettaler Sicht sei bleibend keine mittelschwere und schwere sowie achsenskelettär
belastende oder monotone Tätigkeit mehr zuzumuten. Für körperlich angepasste,
leichte Tätigkeiten, nicht repetitiv über Kopf oder gebückt oder kniend zu verrichten,
ohne repetitives Heben, Stossen oder Ziehen von Lasten von mehr als fünf Kilogramm
und ohne Notwendigkeit zu monotonen Körperpositionen erscheine muskulo-skelettal
eine Arbeitsfähigkeit von mindestens 50 % in täglicher stundenweiser Umsetzung
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zumutbar, bei muskulo-skelettal insgesamt gleichem Zustand wie schon im Gutachten
2005 formuliert. Da die psychiatrischen Diagnosen mit den somatischen Beschwerden
hochgradig interagierten, sei eine additive Wirkung nicht zu begründen. Insgesamt
unterscheide sich die aktuelle Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit nicht von der
Beurteilung aus dem Jahr 2005 (IV-act. 213).
2.5 In somatischer Hinsicht wäre demnach, wenn auf das Gutachten der asim vom
12. Dezember 2008 abzustellen wäre, von einem weitgehend unveränderten Zustand
auszugehen, nachdem zwar diskrete neue Befunde festgestellt wurden, diese aber als
sich nicht massgebend auf die Arbeitsfähigkeit auswirkend qualifiziert wurden. In
psychiatrischer Hinsicht wäre gleichermassen von einem im Wesentlichen
unveränderten Zustand auszugehen. Zwar wurden neue Diagnosen gestellt, doch geht
aus dem Gutachten hervor, dass es sich dabei im Wesentlichen um eine
Neuinterpretation der Befunde – auch unter Berücksichtigung des zwischenzeitlichen
Verlaufs – handelt, und wird die Arbeitsfähigkeit als gleichermassen eingeschränkt
qualifiziert wie im Gutachten der MEDAS Universitätsspital Basel vom 6. April 2005.
Gesamthaft ist aufgrund des Gutachtens der asim vom 12. Dezember 2008 mithin
keine Veränderung des Sachverhalts, die mit einer erheblichen Änderung des
Invaliditätsgrads einher gehen würde, ausgewiesen.
3.
Es ist indessen zu prüfen, ob auf das Gutachten der asim vom 12. Dezember 2008
abgestellt werden kann.
3.1 Der Bericht des Spitals Grabs vom 15. Juni 2009 betreffend die
Notfallkonsultation vom 15. Juni 2009 in Folge des Sturzes vom 1. Juni 2009 ist dabei
nicht zu berücksichtigen, da sich der Sturz rund zwei Monate nach Erlass der
angefochtenen Verfügung und damit ausserhalb des für das Versicherungsgericht
massgebenden Zeitraums ereignet hat (vgl. BGE 132 V 220 E. 3.1.1 mit Hinweisen).
3.2 Der Austrittsbericht des Spitals Grabs vom 4. Juli 1995, in welchem festgehalten
wurde, der Anspruch auf eine halbe Rente der Invalidenversicherung sei nur
ungenügend nachvollziehbar (IV-act. 63), das Gutachten von Dr. C._ vom
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11. Dezember 1996, in welchem Veränderungen in quantitativer oder qualitativer
Hinsicht gegenüber der Erstbegutachtung 1989 verneint wurden (IV-act. 75), die
Berichte der Klinik für Orthopädische Chirurgie des Kantonsspitals St. Gallen vom
19. Februar und 17. April 1997, gemäss welchen lediglich eine kleine Diskushernie C6/7
ohne Beeinträchtigung von neuralen Strukturen festgestellt wurde (IV-act. 77–2 f. und
83), der Bericht von Dr. D._ vom 11. März 1999, zu welchem Dr. D._ am 11. Mai
1999 ergänzend ausführte, aus kardiologischer Sicht bestehe kein Grund für eine
Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 89–3 ff. und 90), der Austrittsbericht der Klinik Valens vom
19. Oktober 2000, in welchem eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert wurde (IV-
act. 101–3 ff.), das Gutachten der MEDAS Universitätskliniken Basel vom 5. Dezember
2001, in welchem die zuvor erhobenen Befunde im Wesentlichen bestätigt wurden,
aber eine Arbeitsfähigkeit von 70 % attestiert wurde (IV-act. 120), und das Gutachten
der MEDAS Universitätskliniken Basel vom 6. April 2005, in welchem eine
Arbeitsfähigkeit von 50 % attestiert wurde (IV-act. 156), bestätigen im Wesentlichen die
Befunde und Schlussfolgerungen im Gutachten der asim vom 12. Dezember 2008 bzw.
stehen damit jedenfalls nicht in Widerspruch.
3.3 Der Hausarzt der Beschwerdeführerin, Dr. B._, attestierte in seinen Berichten
durchwegs eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 65, 70–1 f., 78–1 f., 84, 89–1 f.,
101–1 f., 131), ohne jedoch auf von ihm erhobene Befunde oder sonstige konkrete
Indizien für diese von den jeweiligen Gutachten erheblich abweichende Einschätzung
der Arbeitsfähigkeit hinzuweisen. Mangels solcher objektiver Gesichtspunkte, anhand
derer die Schätzung vollständiger Arbeitsunfähigkeit nachvollzogen werden könnte,
überzeugen die Berichte von Dr. B._ nicht. Es handelt sich dabei – in Relation zu den
Gutachten der verschiedenen MEDAS – offensichtlich lediglich um eine abweichende
Beurteilung desselben Sachverhalts. Zweifel an der Zuverlässigkeit des Gutachtens der
asim vom 12. Dezember 2008 ergeben sich aufgrund der Berichte von Dr. B._
jedenfalls nicht.
3.4 Im Bericht von Dr. E._ vom 16. April 2004 wurde zwar eine 100%ige
Arbeitsunfähigkeit attestiert, dies jedoch bei im Wesentlichen denselben Befunden, wie
sie im Rahmen der vorherigen Begutachtungen durch die verschiedenen MEDAS
erhoben worden waren (IV-act. 147). Zudem führte Dr. E._ in ihrem zweiten Bericht
vom 8. November 2007 aus, sie habe damals eine Wiederaufnahme der Arbeit aus
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psychosozialen Gründen für unmöglich gehalten (IV-act. 201). Der Bericht vom 16. April
2004 ist also nicht geeignet, Zweifel an der Zuverlässigkeit des Gutachtens der asim
vom 12. Dezember 2008 aufkommen zu lassen. Was sodann die von Dr. E._ im
Bericht vom 8. November 2007 erwähnten Befunde (erhöhte antinukleäre Antikörper)
betrifft, aufgrund derer sie eine entzündliche Komponente des Leidens postulierte, so
konnten diese anlässlich der Begutachtung durch die asim weder klinisch noch
labormässig verifiziert werden. Die einmaligen, nicht näher bezeichneten
Testergebnisse, auf welche im Bericht von Dr. E._ vom 8. November 2007
hingewiesen wird, begründen daher ebenfalls keine Zweifel an der Zuverlässigkeit des
Gutachtens der asim vom 12. Dezember 2008.
3.5 Was sodann den Bericht von Dr. F._ vom 30. September 2005 (IV-act. 180)
betrifft, so ist zu bemängeln, dass Dr. F._ offensichtlich nur sehr unzureichend über
die medizinische Aktenlage informiert war bzw. ihm die vorhandenen Akten nicht
vorlagen. Seine Schlussfolgerung, die Beschwerdeführerin sei auf dem Arbeitsmarkt
nicht mehr vermittelbar, gründete sodann nicht etwa auf neurologischen Befunden,
sondern auf der Feststellung der unspezifischen Rückenbeschwerden und dem
Verdacht auf psychische Überlagerung und Depression. Dr. F._ als Facharzt für
Neurologie gehen aber die Fachkenntnisse zur Beurteilung dieser
Beschwerdekomplexe ab, weshalb seiner Beurteilung kein Beweiswert zukommt.
3.6 Die Ärzte des Medizinischen Zentrums Geissberg haben in ihrem Bericht vom
24. Februar 2006 (IV-act. 184–3 ff.) und in ihrer Stellungnahme vom 20. November 2006
(IV-act. 194–1 f.) lediglich die damals aktenkundigen Diagnosen wiedergegeben und
sich nicht zur Arbeitsfähigkeit geäussert. Auch diesbezüglich besteht deshalb kein
Anlass, an der Zuverlässigkeit des Gutachtens der asim vom 12. Dezember 2008 zu
zweifeln.
3.7 Den Berichten von Dr. H._ und Dr. G._ kommt sodann von vorneherein kein
Beweiswert zu, nachdem Dr. H._ Dr. G._ in seinem Schreiben vom 6. März 2007
(act. G 6.3) empfohlen hatte, mit Blick auf das hängige Verfahren eine volle
Arbeitsunfähigkeit zu attestieren, und Dr. G._ dem in der Folge nachgekommen ist
(IV-act. 200; vgl. auch IV-act. 194–6 ff.).
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3.8 Das ärztliche Zeugnis von Dr. I._ vom 26. Juni 2009 schliesslich enthält einzig
bezüglich der mittels Computertomographie nachgewiesenen degenerativen
Veränderungen auf der Höhe C6/7 und C7/8 allenfalls neue Gesichtspunkte (act. G 6).
Der diesem Bericht beiliegenden Beurteilung des Spitals Grabs vom 11. Juni 2009
lassen sich degenerative Veränderungen auf der Höhe C6/7 und eine Reizung der im
nächsttieferen Fach austretenden Nervenwurzel entnehmen (act. G 6.2). Die
degenerativen Veränderungen auf der Höhe C6/7 waren indessen bereits bekannt und
wurden bei der Erstellung des Gutachtens der asim vom 12. Dezember 2008
hinreichend berücksichtigt. Auch die Reizung der Nervenwurzel C7/8 fand bereits im
Gutachten der asim vom 12. Dezember 2008 zumindest indirekt ihren Niederschlag:
Die Beschwerdeführerin beklagte unter anderem ein Schwächegefühl in den Händen
mit Einschlafen der Finger III–V beidseits tags wie nachts in Episoden, was von den
Gutachtern der asim bei deren Schlussfolgerungen berücksichtigt wurde. Da
hinsichtlich der Arbeitsfähigkeitsschätzung weder die bildgebenden Befunde noch die
genaue Diagnose primär massgebend sind, sondern vielmehr auf den klinischen
Befund abzustellen ist, ist der nachträgliche Hinweis auf eine Reizung der
Nervenwurzel C7/8 in kernspintomographischen Aufnahmen für sich alleine nicht
geeignet, zu einer wesentlich anderen Einschätzung zu führen. Dieser Hinweis fand
zudem nicht einmal Einfluss in die zusammenfassende Beurteilung des Spitals Grabs
vom 11. Juni 2009. In antizipierter Beweiswürdigung ist davon auszugehen, dass diese
Reizung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine Erhöhung der Arbeitsunfähigkeit
über 50 % zur Folge hat. Schliesslich ist auch darauf hinzuweisen, dass die Beurteilung
des Spitals Grabs erst nach Erlass der angefochtenen Verfügung und damit
grundsätzlich ausserhalb des für die gerichtliche Beurteilung massgebenden Zeitraums
abgegeben worden ist.
3.9 Abschliessend ist darauf hinzuweisen, dass das Gutachten der asim vom
12. Dezember 2008 auf sorgfältiger, umfassender Befunderhebung beruht, die
Schlussfolgerungen ausführlich und nachvollziehbar begründet sind und zudem den
Schlussfolgerungen der zahlreichen Vorgutachten und übrigen beweiswertigen
medizinischen Berichten im Wesentlichen entsprechen. Für die Beurteilung, ob sich der
Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin seit November 2005 massgeblich
verändert hat, ist deshalb auf dieses Gutachten abzustellen.
4.
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4.1 Auch wenn sich dem Gutachten der asim vom 12. Dezember 2008 gewisse
Unterschiede in Bezug zu den vorherigen Gutachten entnehmen lassen, so ergibt sich
doch kein Unterschied bezüglich der Schätzung der Restarbeitsfähigkeit. Eine
erhebliche Änderung des Invaliditätsgrads seit November 2005 ist deshalb zu
verneinen. Vor diesem Hintergrund ist die Beschwerde abzuweisen.
4.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis
Fr. 1’000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--
erscheint angemessen. Da die Beschwerdeführerin vollständig unterliegt, hat sie unter
Anrechnung des von ihr geleisteten Kostenvorschusses von Fr. 600.-- diese
Gerichtsgebühr allein zu tragen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP