Decision ID: 69ad9f4d-e2ea-40a4-a85d-c2eb1100fd81
Year: 2019
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ (nachfolgend Versicherter) meldete sich am 4. November 2011 aufgrund
einer Schulterproblematik rechts zum Bezug von IV-Leistungen an (IV-act. 1). Dr.med.
B._, Facharzt FMH für Allgemeinmedizin, St. Gallen stellte ab dem 24. Januar 2011
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit fest (IV-act. 5). Am 14. März 2011 diagnostizierte
Dr.med. C._, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des
Bewegungsapparates, ein ausgeprägtes subacromiales Impingement der rechten
Schulter sowie einen positiven Muskeltriggerpunkt des Infraspinatus; Status 20 Jahre
nach Osteosynthese einer distalen Humerusfraktur rechts. Als diagnostische und
therapeutische Massnahme nahm er eine subacromiale Infiltration unter bildgebendem
Verfahren vor (IV-act. 15-1 und 6-3). Am 17. August 2011 operierte Dr. C._ den
Versicherten, wobei er durch eine Arthroskopie an der rechten Schulter eine
Acromioplastik sowie eine Resektion der Bursa subacromialis/subdeltoidea vornahm
(IV-act. 15-2 und 6-1). Nach einer weiteren subacromialen Infiltration unter
bildgebendem Verfahren am 4. November 2011 schlugen Dr. C._ und Dr.med. D._,
FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, dem
Versicherten eine zweite Schultergelenksarthroskopie mit Narbenlösung und
Narkosemobilisation vor (IV-act. 15-2 f.). Am 21. Februar 2012 nahm Dr. D._ eine
Schulterarthroskopie, eine intraartikuläre Synovectomie und eine subacromiale
Dekompression mit Nachresektion des Acromiosporns vor. Gleichzeitig wurde eine
Sehnenbiopsie entnommen und die Supraspinatussehne mittels Corkscrew-Anker
rekonstruiert (IV-act. 17-1). Gemäss Verlaufsbericht vom 9. Juli 2012 erfolgte am 21.
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Mai 2012 erneut eine Infiltration der rechten Schulter unter bildgebendem Verfahren,
wonach die Grundschmerzen deutlich nachliessen. Am 22. Juni 2012 klagte der
Versicherte erstmals über akute starke Kopfschmerzen. Im Rahmen dieser
Besprechung zwischen dem Versicherten und Dr. D._ empfahl letzterer einen
Arbeitsversuch im Umfang von 25% (leichte Arbeit halbtags) (IV-act. 26).
A.b Ab dem 9. Juli 2012 attestierte Dr. B._ dem Versicherten eine 50%ige
Arbeitsunfähigkeit und darauffolgend vom 22. August 2012 bis 30. November 2012
wieder eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 40). Am 14. September 2012 kündigte
der Versicherte das Arbeitsverhältnis per 30. November 2012 selbst (IV-act. 33-2). Dr.
B._ attestierte dem Versicherten eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in angepasster
Tätigkeit ab dem 1. Dezember 2012 (IV-act. 40-1). Der Versicherte meldete sich
entsprechend per 1. Dezember 2012 beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum
(RAV) und der Arbeits¬losenkasse an (IV-act. 37). Am 23. Januar 2013 teilte die IV-
Stelle des Kantons St. Gallen dem Versicherten mit, dass das Leistungsbegehren um
eine berufliche Massnahme abgewiesen werde. Gemäss den Abklärungen sei er in
einer adaptierten Tätigkeit 100% arbeitsfähig. Demnach leide er nicht an
gesundheitsbedingten Einschränkungen, welche die Stellensuche beeinträchtigen
würden (IV-act. 49).
A.c Am 8. April 2013 erliess die IV-Stelle den Vorbescheid und sprach dem
Versicherten eine befristete ganze Rente vom 1. Mai 2012 bis 28. Februar 2013 zu (IV-
act. 56). Da der Versicherte keinen Einwand erhob, wurde am 21. Juni 2013 die
Verfügung über die Rentenzusprache erstellt (IV-act. 62).
B.
B.a Am 4. Juli 2013 stellte der Versicherte bei der IV-Stelle einen neuen Antrag auf
eine Rente (IV-act. 58). Mit Vorbescheid vom 30. Oktober 2013 trat die IV-Stelle nicht
auf das Gesuch ein. Der Versicherte lege nicht glaubhaft dar, dass sich die
tatsächlichen Verhältnisse nach der Zusprache der befristeten ganzen Rente am 21.
Juni 2013 in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hätten (IV-act. 70).
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B.b Mit Einwand vom 1. Dezember 2013 brachte der Versicherte vor, die Schmerzen in
der rechten Schulter und im oberen rechten Rückenbereich hätten sich weiterhin stark
verschlechtert (IV-act. 71). Mit Verfügung vom 8. Januar 2014 hielt die IV-Stelle an
ihrem Entscheid fest. Mit dem Einwand nenne der Versicherte keine neuen
medizinischen Fakten (neue Befunde oder Diagnosen), welche eine objektivierbare
Veränderung des Gesundheitszustandes nachweisen würden (IV-act. 72).
B.c Mit Beschwerde vom 4. Februar 2014 beantragte der Versicherte, vertreten durch
Rechtsanwalt Robert Baumann, die Aufhebung der Verfügung vom 8. Januar 2014 (IV-
act. 79). Am 24. Oktober 2014 hiess das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen
die Beschwerde gut, hob die Verfügung vom 8. Januar 2014 auf und wies die Sache
zur Behandlung der Wiederanmeldung vom 4. Juli 2013 an die IV-Stelle zurück (IV-act.
99).
C.
C.a Im Verlaufsbericht vom 15. Januar 2015 gab Dr. B._ an, die Beschwerden
würden seit mehreren Jahren bestehen. Bei den Beschwerden, welche die
Arbeitsfähigkeit beeinflussen würden, handle es sich um paracapsuläre
Restbeschwerden nach der Schulterarthroskopie mit Dekompression rechts vom 17.
August 2011 und der Schulterarthroskopie rechts vom 21. Februar 2012 mit
Synovektomie, subacromialer Nachresektion Acromion und Rekonstruktion der
Supraspinatussehne bei Partialruptur. Dazu kämen chronische Schmerzen im Nacken
und Arm rechts, bei einer Radikulopathie C5/6 rechts mit chronischer neurogener
Veränderung im EMG des Musculus biceps rechts. Der Arzt, der diese Diagnose 20
Jahre nach einer Plattenosteosynthese einer distalen Humerusfraktur rechts (1991) mit
klinischem Rotationsfehler stellte, hielt fest, dass der Versicherte nicht mehr in der Lage
sei, die bisherige Tätigkeit (Event- und Messebau) auszuüben (IV-act. 106). Für die
Ausführung einer theoretischen leidensadaptierten Tätigkeit, bei welcher keine
Gewichte getragen werden müssten und die auch nicht repetitiv und häufig
durchgeführt würde, der Versicherte keiner wesentlichen Zug-, Druck- und
Vibrationsbelastung ausgesetzt wäre und die nicht über Brusthöhe ausgeführt werden
müsste, könne die Arbeitsfähigkeit möglicherweise verbessert werden (Bericht vom 28.
Januar 2015, IV-act. 112). Die weiteren Berichte enthielten keine wesentlich anderen
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Diagnosen (vgl. Berichte von Dr.med. E._ und Dr.med. F._, IV-act. 113; Dr.med.
G._, IV-act. 114; Dr.med. H._, IV-act. 115).
C.b Nach Einholen sämtlicher Arztberichte empfahl der Regionale Ärztliche Dienst der
Invalidenversicherung (nachfolgend: RAD) am 22. Juli 2015 eine bidisziplinäre
(orthopädisch-psychiatrische) Begutachtung, um den medizinischen Sachverhalt zu
klären und die Arbeitsfähigkeit in leidensadaptierter Tätigkeit einzuschätzen. Die IV-
Stelle erteilte den Gutachtensauftrag der SMAB AG Swiss Medical Assessment- and
Business-Center (nachfolgend: SMAB AG; IV-act. 133 und 134).
C.c Im bidisziplinären Gutachten der SMAB AG vom 30. Oktober 2015 wurde eine
Belastungsminderung des rechten Schultergelenks bei leicht- bis mittelgradiger
Funktionseinschränkung nach zweimaliger Arthroskopie, subacromialer
Dekompression (08/2011 und 02/2012) sowie ein chronisch rezidivierendes
cervicospondylogenes Schmerzsyndrom bei neurologisch gesicherter Radiculopathie
C6 rechts mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit diagnostiziert. Als Diagnose ohne
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit bestünden Anpassungsstörungen, eine längere
depressive Reaktion, ein Cannabisabusus, vor allem emotional-instabile
Persönlichkeitszüge und Untergewicht bei einem BMI 18.5 kg/m2 (IV-act. 141-11). Im
Hinblick auf die Arbeitsfähigkeit werde aus orthopädischer Sicht eingeschätzt, dass der
Versicherte aufgrund der genannten Beschwerden in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit
arbeitsunfähig sei. Die Arbeitsfähigkeit sei in leidensadaptierter Tätigkeit nicht
eingeschränkt. In psychiatrischer Hinsicht liege eine behandlungsbedürftige auch mit
dem Leidensdruck verbundene psychische Erkrankung vor, eine quantitative
Verminderung der Arbeitsfähigkeit ergebe sich daraus jedoch nicht (IV-act. 141-11 f.).
C.d Mit Vorbescheid vom 5. Januar 2016 stellte die IV-Stelle dem Versicherten in
Aussicht, dass er keinen Anspruch auf eine IV-Rente habe. In einer dem Leiden
angepassten Tätigkeit bestehe eine 100%ige Arbeitsfähigkeit (körperlich leichte und
mittelschwere Tätigkeit mit Heben und Tragen von Lasten bis zu 15 kg, ständig im
Stehen, Gehen und Sitzen, IV-act. 145).
C.e Dagegen erhob der Rechtsvertreter des Versicherten am 9. Februar 2016 Einwand
und reichte einen Bericht und eine Stellungnahme zum psychiatrischen Gutachten von
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med.pract. J._, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 3. Februar
2016, ein Schreiben des Versicherten sowie einen Bericht von Dr. B._ ein (IV-act.
146). Der RAD kam am 11. April 2016 zum Schluss, dass durch den Einwand ein
veränderter Gesundheitszustand glaubhaft gemacht worden sei und die
Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit ab dem 20. Januar 2016 (Behandlungsbeginn
bei med.pract. J._) offen sei. Die versicherungsmedizinische Relevanz einer
möglichen Änderung könne nur durch eine neuerliche Verlaufsdiagnostik beurteilt
werden (IV-act. 147-2). Im Folgegutachten vom 2. Juni 2016 stellte der psychiatrische
SMAB-Gutachter fest, dass das Krankheitsbild weitgehend der Situation bei der ersten
Begutachtung (Untersuchung) im September 2015 entspreche. Dabei könne er die
Diagnose von med.pract. J._, einer schweren depressiven Episode, nicht bestätigen.
Für die Zeit zwischen der ersten und zweiten Begutachtung sei nicht ausgeschlossen,
dass eine stärker ausgeprägte und gegebenenfalls auch arbeitsunfähigkeitsrelevante
Symptomatik bestanden habe; aktuell (Zeitpunkt der zweiten Begutachtung vom 24.
Mai 2016) liege diese aber eindeutig nicht mehr vor. Der Gesundheitszustand sei
gegenüber der ersten psychiatrischen Begutachtung vom 16. September 2015 nicht
verändert (IV-act. 156-12 f.). Das Teilgutachten datiert vom 3. Oktober 2016, die
Untersuchung fand am 16. September 2015 statt (IV-act. 141-27).
C.f Gestützt auf die jüngsten medizinischen Abklärungen erliess die IV-Stelle am 20.
Juli 2016 einen neuen Vorbescheid (IV-act. 162). Am 20. September 2016 erhob der
Rechtsvertreter des Versicherten Einwand und legte Arztberichte von med.pract. J._
vom 15. September 2016 und von Dr.med. K._, Innere Medizin und Rheumatologie
FMH, vom 19. Mai 2016 sowie ein Schreiben des Versicherten vom 19. Juli 2016 bei
(IV-act. 163). Gemäss Angaben des RAD vom 11. Oktober 2016 habe sich durch den
Einwand und die neuen Arztberichte keine neue Sachlage ergeben. Durch weitere
medizinische Abklärungen sei keine höhere Aussagesicherheit zu erwarten (IV-act.
164). Die IV-Stelle kam zum Schluss, dass kein Anspruch auf eine Invalidenrente
bestehe und erliess am 12. Dezember 2016 die entsprechende Verfügung (IV-act. 167).
D.
D.a Gegen diese Verfügung richtet sich die durch den Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers eingereichte Beschwerde vom 11. Januar 2017 (Poststempel) mit
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dem Antrag, die angefochtene Verfügung der Beschwerdegegnerin sei vollumfänglich
aufzuheben. Dem Beschwerdeführer sei mit Wirkung ab wann rechtens, allerspätestens
jedenfalls ab dem 1. Januar 2014, eine ganze Invalidenrente zuzusprechen und
auszurichten. Eventualiter sei in Aufhebung der angefochtenen Verfügung die
Streitsache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit diese weitere
medizinische Abklärungen sowie eine Neubeurteilung und Neufestsetzung der
Leistungsansprüche vornehme. Subeventualiter seien dem Beschwerdeführer
Eingliederungsmassnahmen zu gewähren. Das Gutachten der SMAB AG, gemäss
welchem der Beschwerdeführer für angepasste Tätigkeiten zu 100% arbeitsfähig sei,
sei in verschiedener Hinsicht zu beanstanden. In Bezug auf die psychischen Leiden sei
von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen, wie dies med.pract. J._ im
Bericht vom 3. Februar 2016 festgestellt habe. In Bezug auf die somatischen Leiden sei
angesichts der im Bericht des Rheumatologen Dr. K._ vom 19. Mai 2016 gestellten
Diagnosen nicht nachvollziehbar, weshalb der Beschwerdeführer gemäss
orthopädischem SMAB-Gutachten für die Ausübung einer leidensadaptierten Tätigkeit
in der Arbeitsfähigkeit nicht eingeschränkt sein sollte. Die unzutreffende
Arbeitsunfähigkeitseinschätzung des SMAB-Gutachters müsse durch die
Feststellungen von Dr. K._ als widerlegt betrachtet werden. Des Weiteren sei unter
Berücksichtigung sämtlicher Kriterien ein Abzug vom Tabellenlohn im Maximalbereich,
nämlich 25%, zu gewähren (act. G 1).
D.b Mit Beschwerdeantwort vom 16. März 2017 beantragt die Beschwerdegegnerin die
Abweisung der Beschwerde. Es gebe keine Hinweise, dass der Beschwerdeführer
durch den Gutachter nicht ausführlich und kompetent untersucht worden sei. Auch
Zeichen von Befangenheit oder gar Respektlosigkeit gegenüber dem
Beschwerdeführer seien im SMAB-Gutachten nicht zu finden. Die Berichte von
med.pract. J._ würden nicht überzeugen. Der Bericht des Rheumatologen enthalte
keine Aspekte, welche die SMAB AG nicht gewürdigt habe. Die
Arbeitsfähigkeitseinschätzung von Dr. B._ im Bericht vom 19. Januar 2016 würde
nicht überzeugen. Weitere medizinische Abklärungen seien entgegen der Ansicht des
Beschwerdeführers nicht angezeigt. Die angefochtene Verfügung sei rechtmässig (act.
G 4).
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D.c Mit Replik vom 26. April 2017 wiederholt der Beschwerdeführer im Wesentlichen
seine Ausführungen betreffend Objektivität des SMAB-Gutachtens und Feststellungen
in den Berichten von med.pract. J._. Aufgrund dieser Umstände sei am SMAB-
Gutachten zu zweifeln und weitere medizinische Abklärungen vorzunehmen. Gleiches
würde für die somatischen Feststellungen im SMAB-Gutachten gelten, woran aufgrund
des rheumatologischen Berichts von Dr. K._ zu zweifeln sei (act. G 7).

Erwägungen
1.
Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist der vom
Beschwerdeführer am 4. Juli 2013 (wieder) angemeldete Rentenanspruch (IV-act. 58).
1.1 Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) umschreibt Invalidität als voraussichtlich
bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit.
Erwerbsunfähigkeit ist der durch die gesundheitliche Beeinträchtigung verursachte und
nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende Verlust der
Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt
(Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind
ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen
(Art. 7 Abs. 2 ATSG). Demgegenüber ist gemäss Art. 6 ATSG Arbeitsunfähigkeit die
durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit
bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich
zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in
einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt.
1.2 Nach Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR
831.20) haben Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im
Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wiederherstellen, erhalten oder verbessern können, Anspruch auf eine Rente (lit. a),
wenn sie während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich
mindestens 40% arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu
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mindestens 40% invalid sind (lit. c). Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf
eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige
auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60% invalid ist. Bei einem
Invaliditätsgrad von mindestens 50% besteht ein Anspruch auf eine halbe Rente und
bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein Anspruch auf eine Viertelsrente.
1.3 Der Grad der für einen allfälligen Rentenanspruch massgebenden Invalidität wird
gemäss Art. 16 ATSG durch einen Einkommensvergleich ermittelt, bei dem das
Einkommen, das die versicherte Person nach dem Eintritt der Invalidität und nach der
Durchführung der notwendigen und zumutbaren Eingliederungsmassnahmen bei
ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (zumutbares Invalideneinkommen), in
Beziehung gesetzt wird zum Einkommen, das die versicherte Person erzielen könnte,
wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen).
1.4 Um den Grad der Arbeitsunfähigkeit und gestützt darauf die Erwerbsunfähigkeit
bzw. Invalidität bemessen zu können, sind Verwaltung und Gericht auf Unterlagen
angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu
stellen haben. Aufgabe der ärztlichen Sachverständigen ist es, den
Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang
und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V
261 E. 4 mit Hinweisen). Unter Berücksichtigung des Grundsatzes der freien
Beweiswürdigung hat das Gericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig
davon, von wem sie stammen. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist
deshalb allein entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist,
auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden
berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der Darlegung der
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 125 V
352 E. 3a). Je mehr ein Gutachten von diesen Qualitätsanforderungen abweicht, desto
kleiner ist sein Beweiswert (GABRIELA RIEMER-KAFKA [Hrsg.],
Versicherungsmedizinische Gutachten, 2007, S. 20).
2.
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Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der angefochtenen Verfügung (IV-act. 167) auf
die Arbeitsfähigkeitseinschätzungen der SMAB AG im Gutachten vom 30. Oktober
2015 (IV-act. 141) sowie im Folgegutachten vom 2. Juni 2016 (IV-act. 156). Der
Beschwerdeführer hält beide Gutachten für nicht beweiskräftig (act. G 1).
2.1
2.1.1 Der Beschwerdeführer rügt, das erste psychiatrische Teilgutachten der SMAB
AG vom 30. Oktober 2015, erstellt von Dr.med. L._, erfülle die Anforderungen an ein
psychiatrisches Gutachten im Sinne der neusten Rechtsprechung des Bundesgerichts
nicht. Sodann sei von ganz zentraler Bedeutung, dass die Beurteilung durch Dr. L._
die nötigen Voraussetzungen betreffend Objektivität und Neutralität ganz offensichtlich
nicht erfülle (act. G 1 S. 7). Entgegen der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit von Dr.
L._ und der Beschwerdegegnerin sei von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit
aufgrund psychischer Leiden auszugehen. Med.pract. J._ stelle im Bericht vom 3.
Februar 2016 die Diagnose der schwergradigen depressiven Episode sowie der nicht
näher bezeichneten organischen oder symptomatischen psychischen Störung, mit
Hinweisen auf eine etwas eingeschränkte Intelligenz, aber ohne Hinweise auf eine
Intelligenzminderung. Die Erkrankung habe sich in der Zeit nach dem 16. September
2015 (nach der Untersuchung des SMAB-Psychiaters) entwickelt, wodurch der
Beschwerdeführer im Laufe der Zeit immer stärker in der Arbeitsfähigkeit eingeschränkt
gewesen sei. Die prognostische Einschätzung von Dr. L._, dass sich eine stärker
ausgeprägte, über eine Anpassungsstörung hinausgehende depressive Symptomatik
entwickeln könnte, habe sich verwirklicht. Med.pract. J._ zeige anhand der Kriterien
in ICD-10 auf, weshalb eine depressive Episode vorgelegen habe. Er erachte die
Beurteilung einer Prognose als sehr schwierig, sodass im Zeitpunkt der Erstellung
seines Berichts mittelfristig von einem in psychiatrischer Hinsicht unveränderten
Gesundheitszustand habe ausgegangen werden müssen, mithin die Voraussetzungen
für die Zusprache einer Rente gegeben gewesen seien (act. G 1 S. 5 f.).
2.1.2 Aufgrund des Berichts von med.pract. J._ ordnete die Beschwerdegegnerin
ein psychiatrisches Folgegutachten an, welches von Dr. L._ am 2. Juni 2016 erstellt
wurde (vgl. IV-act. 156-1 bis 23). Der Beschwerdeführer bringt vor, es sei zu erwarten
gewesen, dass Dr. L._ an seiner Beurteilung, Diagnosestellung und
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Arbeitsunfähigkeitseinschätzung festhalten würde. Med.pract. J._ begründe in der
weiteren Stellungnahme vom 15. September 2016 detailliert, weshalb er eine andere
psychiatrische Diagnose erhoben habe und eine völlig andere
Arbeitsunfähigkeitseinschätzung als Dr. L._ vornehme. Daraus ergebe sich zwingend,
dass die Diagnosestellung und Arbeitsunfähigkeitseinschätzung von Dr. L._ nicht
massgebend, weil schlechterdings nicht möglich seien. Der Beschwerdeführer habe
sich vom Gutachter belächelt und respektlos behandelt gefühlt, was er in seinem
Schreiben vom 29. Mai 2016 (vgl. IV-act. 163-24) dargelegt habe. In der Stellungnahme
vom 19. Juli 2016 (vgl. IV-act. 163-29 f.) stelle der Beschwerdeführer entgegen den
Angaben im Folgegutachten richtig, dass er sich selbst nie zu 100% arbeitsfähig
betrachtet habe, und sich auch nie in diese Richtung geäussert habe (act. G 1 S. 8 f.).
Die Feststellungen im orthopädischen SMAB-Gutachten seien durch die Feststellungen
von Dr. K._ als widerlegt zu betrachten (vgl. Bericht von Dr. K._, IV-act.156-27 bis
30). Gemäss dem Bericht von Dr. B._ sei der Beschwerdeführer ganz klar vermindert
leistungsfähig (vgl. IV-act. 146-23 f.) Es bestünden deshalb Zweifel an der
Zuverlässigkeit des orthopädischen Teilgutachtens der SMAB AG (act. G 1 S. 11).
2.2 Das Gesamtgutachten vom 30. Oktober 2015 enthält eine umfassende Darstellung
der Vorakten. Darunter befinden sich die Berichte des Hausarztes Dr. B._ und der
Ärzte Dr. C._ und Dr. D._ der Orthopädie St. Gallen, Dr. E._ und Dr. F._, Dr.
G._ sowie Dr. H._ des Kantonsspitals St. Gallen. Der Beschwerdeführer wurde bis
zu diesem Zeitpunkt nicht psychiatrisch behandelt oder untersucht, weshalb keine
diesbezüglichen Unterlagen vorgelegen haben (vgl. IV-act. 112 sowie 141-4 bis 10).
2.2.1 Hinsichtlich der somatischen Beschwerden stellte der SMAB-Gutachter Dr.med.
M._ im orthopädisch-traumatologischen Gutachten die gleichen Diagnosen wie die
anderen Ärzte, welche den Beschwerdeführer untersuchten (vgl. SMAB-Gutachten IV-
act. 141-11 bis 26, Berichte des Kantonsspitals St. Gallen IV-act. 113 bis 115). Der
Beschwerdeführer stellt die orthopädisch-traumatologischen gestellten Diagnosen
nicht in Frage, beanstandet jedoch die daraus abgeleitete Beurteilung der
Arbeitsfähigkeit. Er stützt sich im Besonderen auf den Bericht des Rheumatologen Dr.
K._ vom 19. Mai 2016, der im Bereich der Schulter ein cervico-thoraco-brachiales
Syndrom rechts, klinisch vorwiegend muskulär, und eine Chronifizierung der
Beschwerden diagnostizierte (IV-act. 156-27 bis 30). Dr. M._ diagnostizierte eine
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Belastungsminderung des rechten Schultergelenkes bei leicht- bis mittelgradiger
Funktionseinschränkung nach zweimaliger Arthroskopie, subacromialer
Dekompression 08/2011 und 02/2012 sowie ein chronisch rezidivierendes
cervicospondylogenes Schmerzsyndrom bei neurologisch gesicherter Radiculopathie
C6 rechts (vgl. IV-act. 141-11 und 23). Dr. K._ machte keine Angaben zur
resultierenden Arbeitsfähigkeit und hatte ausserdem keine Kenntnis der Resultate
früherer Untersuchungen (vgl. IV-act. 156-27 bis 30). Er setzte sich dementsprechend
nicht mit den Diagnosen und der Arbeitsfähigkeitseinschätzung des SMAB-Gutachters
oder der anderen Ärzte auseinander. Im Zusammenhang mit den weiteren
Ausführungen im Bericht von Dr. K._ sowie im SMAB-Gutachten ergeben sich
Übereinstimmungen hinsichtlich der Beweglichkeit des rechten Arms sowie der
Ausbildung der Muskulatur im Schulterbereich (vgl. IV-act. 141-21 und 24; IV-act.
159-29). Beide Ärzte stellten Einschränkungen in der Beweglichkeit des rechten
Schultergelenks fest. Dr. M._ hielt in seinem Gutachten denn auch fest, dass
Tätigkeiten, die überwiegend und ständig in und über Kopfhöhe auszuüben seien,
vermieden werden sollten. Die Abweichung der gestellten Diagnosen lässt sich eher mit
dem fachspezifischen Hintergrund der beiden Experten erklären als mit abweichenden
Feststellungen hinsichtlich des Beschwerdebildes. So hielt auch der RAD in seiner
Bewertung vom 11. Oktober 2016 fest, dass sich aus dem Bericht von Dr. K._ im
Vergleich zum Gutachten vom 30. Oktober 2015 keine wesentlich neuen Aspekte
ergeben würden (IV-act. 164). Insgesamt sind im SMAB-Gutachten im Vergleich zum
Bericht von Dr. K._ keine Lücken hinsichtlich der Anamnese des Beschwerdeführers
erkennbar. Darüber hinaus liegen keine Hinweise auf eine ungenügende Feststellung
des medizinischen Sachverhalts vor, sodass das orthopädisch-traumatologische
Gutachten nicht zu bemängeln ist.
2.2.2 Im psychiatrischen Gutachten der SMAB AG vom 30. Oktober 2015 wurde
darauf hingewiesen, dass keine psychiatrischen Akten vorgelegen hätten und die
Anmeldung bei der IV aufgrund der Schmerzen in der rechten Schulter erfolgt sei. Der
Gutachter, Dr. L._, diagnostizierte Anpassungsstörungen, längere depressive
Reaktionen (F43.21), einen Cannabisabusus (F12.19) sowie einen Verdacht auf
emotional-instabile Persönlichkeitszüge (Z73) ohne Auswirkungen auf die
Arbeitsfähigkeit. Er stellte eine kritische Prognose aus. Es bestehe die Gefahr, dass
sich eine stärker ausgeprägte, über eine Anpassungsstörung hinausgehende
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depressive Symptomatik entwickle. Die vom Beschwerdeführer ins Auge gefasste
psychiatrische Behandlung solle daher begonnen werden (IV-act. 141-27 bis 35).
Med.pract. J._ diagnostizierte im Rahmen des Erstgesprächs mit dem
Beschwerdeführer am 20. Januar 2016 eine schwergradige depressive Episode
(ICD-10/F32.2) und eine nicht näher bezeichnete organische oder symptomatische
psychische Störung, Hinweise für eine etwas eingeschränkte Intelligenz, aber ohne
Hinweise für eine Intelligenzminderung (ICD-10/F09). Der Beschwerdeführer sei
deshalb zu 100% arbeitsunfähig, sowohl für die Tätigkeit im Event- und Messebau als
auch für jede andere Tätigkeit im ersten Arbeitsmarkt. Med.pract. J._ gibt an, die
Abweichung im Vergleich zu den Feststellungen von Dr. L._ seien auf den
unterschiedlichen Zeitpunkt der psychiatrischen Untersuchung zurückzuführen. So
erkenne er keine Hinweise auf eine unvollständige Begutachtung durch Dr. L._. Das
Gutachten von Dr. L._ sei formal korrekt, ausführlich und auch gut lesbar. So habe er
seine Diagnosen anhand seiner Befunde begründet und auch die Beurteilung der
Arbeitsfähigkeit anhand seiner Diagnosen vorgenommen. Der Beschwerdeführer habe
seit dem 16. September 2015 (Begutachtung durch Dr. L._) eine schwergradige
depressive Episode entwickelt (IV-act. 146-17 bis 20). Betreffend das psychiatrische
Teilgutachten von Dr. L._ hielt der behandelnde Psychiater med.pract. J._
demgemäss selbst fest, dass dieses formal und inhaltlich korrekt sei und der
Beschwerdeführer erst danach eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes
erfahren habe. Auch der RAD hielt dieses für verwertbar (vgl. RAD-Stellungnahme vom
5. November 2015, IV-act. 142), und es sind auch sonst keine Anhaltspunkte dafür
ersichtlich, dass das Gutachten mangelhaft sein soll. Das lediglich pauschale
Vorbringen, das Gutachten entspreche den Anforderungen an ein psychiatrisches
Gutachten gemäss neusten bundesgerichtlicher Rechtsprechung nicht, verfängt nicht,
da das Gutachten sowohl in formeller sowie materieller Hinsicht alle geforderten
Elemente enthält.
2.3 Im Folgegutachten vom 2. Juni 2016 wurde bezüglich der Vorgeschichte auf die
Ausführungen im Erstgutachten vom 30. Oktober 2015 verwiesen und ergänzend
wurden sämtliche neuen Berichte berücksichtigt (IV-act. 156-3 bis 6). Der SMAB-
Gutachter, Dr. L._, stellte die Diagnosen der sonstigen anhaltenden affektiven
Störung (F34.8), des Cannabisabusus (F12.1) und des Verdachts auf emotional
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instabile Persönlichkeitszüge (Z73), welche keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
haben.
2.3.1 Die Untersuchung des Beschwerdeführers durch den SMAB-Gutachter am 24.
Mai 2016 ergab keine Einschränkung der Konzentrationsfähigkeit. Die Auffassung sei
nicht erschwert und die Konzentration durchgehend gut. Dem Gesprächsverlauf könne
der Beschwerdeführer sehr aufmerksam folgen, und er bewältige Themenwechsel
problemlos. Auch subjektiv erachte er seine Konzentration als nicht beeinträchtigt (zur
Konzentration, IV-act. 156-9). Weiter stellte Dr. L._ eine leichte Affektlabilität im Sinne
von Gereiztheit fest, wobei sich der Beschwerdeführer aber im Gespräch durchgehend
sozial adäquat verhalte. Es würden keine Interesselosigkeit, kein ausgewiesener
sozialer Rückzug, keine Anhedonie sowie keine Schuldgefühle oder Selbstvorwürfe
vorliegen (vgl. zur Affektivität, IV-act. 156-10). In der Untersuchungssituation hätten
sich ausreichend strukturierte und regelrechte Willenskräfte gezeigt. Aus Sicht des
Beschwerdeführers würden weder zum Zeitpunkt der Untersuchung noch während der
letzten Monate Einschränkungen hinsichtlich Energie, Antrieb, Initiative und
Durchhaltevermögen vorliegen. Aufgrund dieser Selbsteinschätzung prüfte der
Gutachter zudem auch das allfällige Vorliegen einer Dissimulation, bei welcher ein
Patient oder eine Patientin (krankheitsbedingt) keine Einschränkung des Antriebs
wahrnimmt, diese aber dennoch vorliegt. Im konkreten Fall spreche nebst dem
klinischen Eindruck in der Untersuchungssituation auch die gemäss Schilderung des
Beschwerdeführers durchgehend relativ aktive Alltagsgestaltung, mit u.a.
mehrstündigen Wanderungen bei schönem Wetter, Musikhören, Lesen, Erstellen von
Grafiken am Computer, teils Schwimmen oder Erledigen von leichteren Hausarbeiten,
gegen eine entsprechende Krankheit (vgl. zu Tagesablauf und Freizeitgestaltung, IV-
act. 156-6; zu Willen und Antrieb, IV-act. 156-10).
2.3.2 Nach der Vornahme einer ausführlichen Anamnese sowie Befunderhebung kam
Dr. L._ zum Ergebnis, dass sich seit der letzten Begutachtung durch ihn am 16.
September 2015 keine depressive Episode, schon gar nicht eine schwere depressive
Episode entwickelt hätte. Für eine auch nur leichte depressive Episode müssten
mindestens zwei der drei Hauptsymptome einer depressiven Episode (bedrückte
Stimmung, Antriebsminderung, Verlust von Interesse und Freude) vorliegen. Es bestehe
keine Antriebsminderung, denn der Versicherte nehme regelmässig bzw. täglich
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umfangreich positiv besetzte Aktivitäten wahr, ein Verlust von Interesse und Freude
bestehe nicht. Der Beschwerdeführer bemühe sich denn auch sehr engagiert um eine
neue Arbeitsstelle und bewerbe sich fortlaufend. Ausserdem zeige er eine sehr gute
Arbeitsmotivation, und es würden keine Hinweise auf eine Dekonditionierung vorliegen.
Die bei der Erstbegutachtung gestellte Diagnose der Anpassungsstörung könne
längstens zwei Jahre gestellt werden. Zum Zeitpunkt der Folgebegutachtung am 24.
Mai 2016 bestehe die chronische Verstimmung schon länger als zwei Jahre, sodass die
Anpassungsstörung nicht mehr diagnostiziert werden könne (IV-act. 156-12). Dr. L._
setzte sich weiter mit den von med.pract. J._ beschriebenen Selbstvorwürfen und
ausgeprägten, unangemessenen Schuldgefühlen auseinander. Gegenüber Dr. L._
habe sich der Beschwerdeführer ausgesprochen vorwurfsvoll anderen gegenüber
geäussert. So habe er ausgeführt, sei immer wieder "verarscht" worden, verschiedene
Ärzte hätten ihn hinsichtlich seiner Schmerzen schlecht behandelt, ihm Medikamente
statt Physiotherapie verordnet, damit die Pharmaindustrie genug verdiene. Auch passe
es laut Dr. L._ nicht zu Schuldgefühlen und Selbstvorwürfen, dass der
Beschwerdeführer gegenüber med.pract. J._ die Konfliktsituationen am Arbeitsplatz
als Mobbing bezeichnet habe (IV-act. 156-12 bis 14).
2.3.3 In einem Schreiben vom 19. Juli 2016 äusserte sich der Beschwerdeführer zum
Folgegutachten der SMAB AG. Er verneinte, sich beworben zu haben. Er würde sich
bewerben, wenn es für ihn eine Tätigkeit gäbe, was mit seinen Beschwerden jedoch
nicht möglich sei. Er leide unter gedrückter, depressiver Stimmung, welche mit
verschiedenen Ängsten verbunden sei. Er erachte sich nicht zu 100% arbeitsfähig (IV-
act. 163). Im Bericht vom 15. September 2016 setzte sich med.pract. J._ mit dem
Folgegutachten der SMAB AG auseinander. Med.pract. J._ diagnostizierte in
Abweichung zu seinem ersten Bericht nur noch eine mittelgradige depressive Episode
(ICD-10/F32.1) sowie eine emotional-instabile Persönlichkeitsstörung vom Borderline-
Typus (ICD-10/F60.31; vgl. IV-act. 163-16). Der SMAB-Gutachter habe zwar die
Erkrankung mit depressiven Symptomen erkannt, dabei jedoch den Schweregrad nicht
richtig eingeschätzt und deshalb nur die Diagnose von sonstigen anhaltenden
affektiven Störungen gestellt (vgl. IV-act. 163-9 bis 13). Der Beschwerdeführer habe
weiterhin eine betrübte Stimmung, die manchmal auch gereizt sei. Auch der Antrieb sei
weiterhin eingeschränkt. Weil der Beschwerdeführer wieder etwas mehr Freude für
verschiedene Sachen verspüre, sei das Kriterium der Freudlosigkeit und
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Interessenlosigkeit nicht mehr gegeben. Als weitere Kriterien der depressiven Episode
erfülle der Beschwerdeführer diejenigen der Einschlafstörungen, Durchschlafstörungen,
Konzentrationsprobleme, einer inneren Anspannung und eines eingeschränkten
Selbstbewusstseins. Im Weiteren beschrieb med.pract. J._ die Diagnose der
emotional-instabilen Persönlichkeitsstörung vom Borderline-Typus ausführlich (vgl. IV-
act. 163-10 bis 14). In einem weiteren Bericht vom 8. November 2016 hielt med.pract.
J._ fest, dass sich der Gesundheitszustand, die Diagnosen, die Behandlung sowie
die Arbeitsfähigkeitseinschätzung seit der letzten Berichterstattung am 15. September
2016 nicht verändert hätten. Im Weiteren zitierte med.pract. J._ die Ausführungen
aus der Stellungnahme des RAD, Dr.med. N._, vom 11. Oktober 2016 (vgl. IV-act.
164-2 f.).
2.3.4 Vorweg ist anzumerken, dass die IV-Anmeldung ursprünglich aufgrund
körperlicher Beschwerden erfolgte. Seit der Erhebung des bidisziplinären Gutachtens
fokussiert sich der Beschwerdeführer allerdings vermehrt auf psychische
Beschwerden, aufgrund welcher eine rentenbegründende Invalidität vorliegen würde.
Die Feststellungen der beiden Psychiater weichen bezüglich der Kriterien des eigenen
Willens und Antriebs des Beschwerdeführers sowie der Gewichtung ihrer
Untersuchungsresultate stark voneinander ab. Gemäss med.pract. J._ könne sich
der Beschwerdeführer über fast nichts mehr freuen, die Stimmung sei bedrückt, fast
gar nicht spürbar und der Antrieb sei stark eingeschränkt. Der Beschwerdeführer sei
fast immer zu Hause und mache fast gar nichts. Er gehe auch fast gar nicht aus dem
Haus. Den Berichten von med.pract. J._ fehlen konkrete Angaben und
Beschreibungen zu den Aussagen des Beschwerdeführers, welche auf die gestellten
Diagnosen schliessen lassen. Konkrete Aktivitäten oder genauere Angaben über den
Tagesablauf sind dem Bericht nicht zu entnehmen. So schreibt der Arzt sehr pauschal,
der Beschwerdeführer sage, dass die Stimmung schlecht sei und er wenig
Lebensenergie habe, sich freue, dass er seine Freundin habe, ansonsten aber nur an
wenigen Sachen Freude habe. Der Bericht enthält keine Ausführungen zu Rückfragen
des Arztes hinsichtlich seiner Tagesstruktur und seiner Aktivitäten. Es ist nicht
nachvollziehbar, anhand welcher konkreten Lebensumstände der Arzt namentlich die
schlechte Stimmung und den Mangel an Lebensenergie als weitere Kriterien der
Depression erkennt. Da der Beschwerdeführer wieder etwas mehr Freude verspüre, sei
die Freud- und Interesselosigkeit nicht mehr gegeben. Er leide deshalb nicht mehr an
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einer schwergradigen, jedoch immer noch an einer mittelgradigen depressiven
Episode. Damit bleiben die von med.pract. J._ festgestellten Symptome zur
psychischen Verfassung des Beschwerdeführers sehr pauschal dargestellt und sind
nicht genügend stringent begründet. Der Beschwerdeführer bestreitet in seinem
Schreiben vom 19. Juli 2016 die Ausführungen im SMAB-Folgegutachten zu seinen
täglichen Aktivitäten und den daraus resultierenden Einschätzungen bezüglich der
Symptome einer Depression nicht. Die Ausführungen bezüglich der
zwischenmenschlichen Kontakte und dem sozialen Rückzug des Beschwerdeführers
unterscheiden sich inhaltlich nicht, weshalb diese Feststellungen korrekt erscheinen.
2.4 Insgesamt erscheint das Gutachten der SMAB AG (inkl. Folgegutachten)
vollständig, klar verständlich und strukturiert. Der Sachverhalt wurde umfassend
abgeklärt. Die gestellten Diagnosen wurden gestützt auf die Resultate der
Untersuchungen gestellt und entsprechend nachvollziehbar begründet. Das SMAB-
Gutachten beruht damit auf eigenständigen, bidisziplinären Abklärungen und ist für die
streitigen Belange umfassend. Unter Berücksichtigung der Vorbringen des
Beschwerdeführers sowie der Berichte von Dr. K._ und med.pract. J._ bestehen
keine Anhaltspunkte dafür, dass objektiv wesentliche Tatsachen nicht berücksichtigt
worden wären. Vor diesem Hintergrund besteht kein Anlass, die Beweiskraft des
SMAB-Gutachtens bzw. der darin enthaltenen Arbeitsfähigkeitsschätzung (100%ige
Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten) in Frage zu stellen. Selbst wenn
davon auszugehen wäre, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers
zwischen der ersten Untersuchung durch Dr. L._ am 16. September 2015 sowie der
zweiten Untersuchung am 24. Mai 2016 stark verschlechtert und anschliessend wieder
gebessert hätte, wäre eine daraus resultierende Arbeits¬unfähigkeit lediglich
vorübergehend, während weniger Monate, gegeben gewesen, was IV-rechtlich nicht
von Bedeutung ist bzw. keinen Rentenanspruch auslösen konnte. In beiden Gutachten
ist vermerkt, dass der Beschwerdeführer selbst angab, eine leichte Tätigkeit bis zu
100% versuchen zu wollen (IV-act. 141-30 und 156-8). Diese Aussagen wurden von
ihm selbst im Schreiben vom 19. Juli 2016 bestritten und auch in der Beschwerde wird
dieser Punkt geltend gemacht. Es ist nicht ersichtlich, weshalb der Gutachter nicht
gemachte Aussagen protokollieren sollte; letztlich ist aber nicht feststellbar, was der
Beschwerdeführer tatsächlich gesagt hat. Nachdem sich aber bereits aufgrund der
Befunde sowie des geschilderten Tagesablaufs nicht ergibt, weshalb der
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Beschwerdeführer nicht sollte arbeiten können, erübrigen sich Weiterungen zu diesem
Punkt. Hinzu kommt, dass der Beschwerdeführer betreffend die somatischen
Beschwerden keinerlei Behandlungen durchführt und lediglich bei Bedarf
Schmerzmittel einsetzt (vgl. orthopädisches Teilgutachten, IV-act. 141-19). Auf explizite
Nachfrage erklärte der Beschwerdeführer keinerlei Einschränkungen hinsichtlich
Energie, Antrieb, Initiative und Durchhaltevermögen zu verspüren (IV-act. 156-10), alle
zwei Wochen einen Termin bei med.pract. J._ wahrzunehmen und ein
Johanniskrautpräparat einzunehmen (IV-act. 156-7). Zusammengefasst ist unter
Berücksichtigung des geschilderten Tagesablaufs, der Interessen sowie des
Aktivitätsniveaus von einer seit der Wiederanmeldung am 4. Juli 2013 gegebenen –
allenfalls kurzzeitlich unterbrochenen – Arbeitsfähigkeit von 100% in
schulterangepassten (IV-act. 141-14) sowie überwiegend sachorientierten Tätigkeiten
ohne erhöhte Anforderungen an die emotionale Belastbarkeit (IV-act. 156-12)
auszugehen.
3.
3.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die
versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der
medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte
(Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen
könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen, Art. 16 ATSG). Der
Beschwerdeführer bemängelt die Festlegung der Basis der beiden
Vergleichseinkommen nicht, beantragt bei der Ermittlung des Invalideneinkommens
jedoch die Gewährung eines Tabellenlohnabzugs von mindestens 20% aufgrund der
zahlreichen Beschwerden, eines Teilzeitabzuges sowie in Berücksichtigung der langen
Absenz vom Arbeitsmarkt, des Alters sowie der Dienstjahre.
3.2 Der Beschwerdeführer erzielte vor Eintritt der Gesundheitsschädigung einen
unterdurchschnittlichen Verdienst. Diesen hat die Beschwerdegegnerin im Umfang von
5.1% berücksichtigt (vgl. Einkommensvergleich vom 10. Dezember 2015, IV-act. 143).
Da jedoch keine Anhaltspunkte dafür bestehen, dass sich der Beschwerdeführer aus
freien Stücken dauerhaft mit einem bescheidenen Einkommensniveau hätte begnügen
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wollen, kann für das Valideneinkommen und für den Ausgangspunkt zur Bestimmung
des Invalideneinkommens vom selben Wert ausgegangen werden. Der Invaliditätsgrad
entspricht unter solchen Verhältnissen dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter
Berücksichtigung des Abzuges vom Tabellenlohn (Urteil des Bundesgerichts vom 4.
Februar 2015, 9C_888/2014, E.2 sowie Entscheid des Versicherungsgerichts des
Kantons St. Gallen vom 9. Januar 2013, IV 2011/107, E.2.6).
3.3 Die Beschwerdegegnerin hatte einen "Leidensabzug" von 10% gewährt (vgl.
Einkommensvergleich vom 10. Dezember 2015, IV-act. 143). Der Beschwerdeführer ist
gemäss den vorliegenden Gutachten in der Lage körperlich leichte und mittelschwere
Tätigkeiten mit Heben und Tragen von Lasten bis zu 15 kg, ständig im Stehen, Gehen
und Sitzen durchzuführen. Lediglich Tätigkeiten überwiegend und ständig in Kopf- und
Überkopfhöhe sollten vermieden werden. Gut geeignet seien überwiegend
sachorientierte Tätigkeiten ohne erhöhte Anforderungen an die emotionale
Belastbarkeit (IV-act. 141-14 und 156-12). Bei diesen Adaptionskriterien besteht kein
Raum für die Gewährung eines Tabellenlohnabzuges, weil der Tabellenlohn im
Kompetenzniveau 1 bereits eine Vielzahl von leichten und mittelschweren Tätigkeiten
umfasst, die Relevanz der langen Abwesenheit vom Arbeitsmarkt im privaten Sektor
abnimmt, je niedriger das Anforderungsprofil ist und Hilfsarbeiten auf dem hypothetisch
ausgeglichenen Arbeitsmarkt unabhängig vom Alter nachgefragt werden (Urteil des
Bundesgerichts vom 22. März 2017, 8C_805/2016, E.3.2 ff.). Zudem ist nicht zu
erwarten, dass sich die Unzumutbarkeit der Ausführung von ständigen Tätigkeiten auf
oder über Kopfhöhe negativ auf das Einkommen auswirken würde (Urteil des
Bundesgerichts vom 17. März 2011 8C_25/2011, E.3.3.3). Demnach ist kein Abzug
vom Tabellenlohn im Sinne von BGE 126 V 75 E. 5 S. 78 ff. einzuräumen. Auf der Basis
einer 100%igen Arbeitsfähigkeit für adaptierte Tätigkeiten würde ausserdem selbst
unter Berücksichtigung eines 10%igen oder gar 20%igen Tabellenlohnabzuges kein
rentenbegründender IV-Grad resultieren. Bei Berücksichtigung des Minderverdienstes
würde der IV-Grad überdies noch geringer. Die angefochtene Verfügung erweist sich
somit im Ergebnis als korrekt.
4.
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Der Beschwerdeführer beantragt subeventualiter die Gewährung von beruflichen
Eingliederungsmassnahmen gemäss Art. 15 ff. IVG. Die Wiederanmeldung erfolgte
lediglich im Hinblick auf Rentenleistungen (vgl. IV-act. 58). Der im Rahmen der
Erstanmeldung vom 29. November 2011 geprüfte Anspruch auf berufliche
Massnahmen wurde mit Mitteilung vom 23. Januar 2013 unter Hinweis auf die 100%ige
Arbeitsfähigkeit für adaptierte Tätigkeiten abgelehnt (vgl. IV-act. 49). Die angefochtene
Verfügung beschlägt ausschliesslich den Rentenanspruch. Während des Verfahrens
wurde vom Beschwerdeführer zu keiner Zeit Unterstützung für die berufliche
Wiedereingliederung geltend gemacht. Auch im vorliegenden Beschwerdeverfahren
wird unter Verweis auf eine geltend gemachte, vollständige Arbeitsunfähigkeit im
Hauptantrag die Zusprache einer ganzen Rente, spätestens ab dem 1. Januar 2014,
beantragt. Demnach ist der Anspruch auf berufliche Massnahmen nicht Gegenstand
der vorliegenden Beschwerde und auf den Antrag nicht einzutreten. Es ist dem
Beschwerdeführer grundsätzlich unbenommen, sich für die Durchführung von
beruflichen Massnahmen bei der IV-Stelle neu anzumelden.
5.
5.1 Gemäss den vorstehenden Erwägungen hat die Beschwerdegegnerin das
Rentengesuch zu Recht abgelehnt. Die Beschwerde ist folglich abzuweisen, soweit
darauf einzutreten ist.
5.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr.
1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint
in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem unterliegenden
Beschwerdeführer sind die Gerichtskosten in der Höhe von Fr. 600.-- aufzuerlegen. Der
von ihm geleistete Kostenvorschuss in gleicher Höhe ist anzurechnen. Der
Beschwerdeführer hat bei diesem Verfahrensausgang keinen Anspruch auf eine
Parteientschädigung (vgl. Art. 61 lit. g ATSG).