Decision ID: e62f949b-f3f6-4f6f-8365-3ecde8560351
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
Die 1957 geborene
X._
, Mutter zweier Töchter (geboren 1988 und 1993)
und gelernte Telefonistin
,
war
zuletzt
von
Juni 1990
bis
November 2004
mit einem Pensum von
knapp
20 % als
Aushilfs-
Telefonistin
beim
Y._
angestellt
(Urk
. 6/4
,
Urk. 6/9 S.
1 f.
,
Urk. 6/
56 und Urk. 6/44/3
)
. Am
9. Mai 1995
meldete sie sich
unter Hinweis auf eine Diskushernie sowie eine
osteochondrotische
Dis
k
opathie
L4/5 bei der Invalidenversicherung zu
m
Leistungsbezug an (Urk. 6/1).
Die
Sozial
versicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, tätigte medizinische und erwerbliche Abklärungen
, veranlasste eine Abklärung im Haushalt (Bericht vom 8. Mai 1996; Urk. 6/9)
und sprach ihr mit Verfügung vom
16. August 1996
ab 1. Mai
1994
gestützt auf eine 0%ige Einschränkung im Erwerbsbereich (hypo
the
tische Erwerbstätigkeit 1
9
%) sowie eine Einschränkung von
5
2
% im Haushalt (Anteil 81 %)
eine
Viertelsrente
(zuzüglich Kinderrent
en)
zu
(
Gesamt
invaliditätsgrad 42 %
;
Urk. 6/12
)
.
Mit Mitteilungen vom 14
. September 2000
(Urk. 6/17) und
26. Januar 2004 (Urk. 6/23)
wurde die
Rentenzusprache
bestätigt
.
1.2
Nach dem Tod des Ehemannes der Beschwerdeführerin im März 2004 (Urk.
6/24/1)
wurde ihre
Rente
(inklusive
die Kinderrenten
[
Urk. 6/28-29
]
)
neu verfügt
beziehungsweise
neu berechnet. Die (undatierte) Verfügung der IV-Stelle trug den Vermerk: "Die Neu-Berechnung Ihrer Inva
lidenrente mit
einem Zuschlag für Verwitwete
ist vorteilhafter als die Wit
wenrente. Somit haben
S
ie Anspruch auf eine ganze Invalidenrente mit einem Zuschlag für Verwitwete
“
(Urk. 6/27).
Mit Mitteilung vom 29. Juli 2009 (Urk. 6/43) bestätigte die IV-Stelle den An
spruch auf die bisherige Invalidenrente (Invaliditätsgrad:
42 %).
Im
Juli
2014 leitete die IV-Stelle
wiederum
ein
Revisionsverfahre
n ein
(Urk. 6/68 S. 1)
, tätigte medizinische Abklärungen und
führte am 27. Mai 2015
erneut
eine Haushaltsabklärung durch (Bericht vom 29. Juli 2015
;
Urk. 6/68).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Urk. 6/71
und Urk.
6/72
bezieh
un
gs
weise Urk. 6/75
) hob
sie
die
Rente
mit Verfügung vom 3. März 2016
gestützt auf eine weiterhin 0%ige Einschränkung im Erwerbsbereich (hypothe
tische Erwerbstätigkeit neu 20 %) und eine Einschränkung von 11 % im Haus
halt (Anteil 80 %)
bei einem Gesamtinvaliditätsgrad von 9 %
auf Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden Monats
auf (Urk. 2).
2.
Dagegen erhob die Versicherte
am
19. April 2016 Beschwerde
(Urk. 1)
und bean
tragte, die Verfügung vom 3. März 2016
sei
aufzuheben und es sei ihr weiterhin eine ganze Rente auszurichten.
Eventualiter
seien ihr Eingliede
rungsmassnahmen zu gewähren respektive
seien
weitere medizinische Abklä
run
gen in Auftrag zu geben (
S. 2).
Am
18. Mai 2016
beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde
(Urk. 5), was der Beschwerdeführerin
mit Verfügung vom
19. Mai 2016
zur Kenntnis gebracht
wurde (Urk. 7).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit
verur
-
sachte
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1.
3
Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufga
benbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach Art. 28a Abs. 2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit oder der unent
geltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad
entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (Art. 28a
A
bs. 3 IVG; gemischte Methode der Invaliditätsbemessung).
Nach der Gerichts- und Verwaltungspraxis wird zunächst der Anteil der Erwerb
s
tätigkeit und derjenige der Tätigkeit im Aufgabenbereich (so unter an
derem im Haushalt) ermittelt
.
Im Rahmen der gemischten Methode bestimmt sich die Invalidität dadurch, dass im Erwerbsbereich ein Einkommens- und im Aufga
ben
bereich ein Betätigungsvergleich vorgenommen wird, wobei sich die Gesamt
in
validität aus der Addierung der in beiden Bereichen ermittelten und gewich
teten
Teilinvaliditäten
ergibt (BGE 130 V 393 E. 3.3 mit Hinweisen; vgl. BGE 134 V 9).
1.
4
Die Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 28 Abs. 1
lit
. b IVG
(bis 31. Dezember 2007: Art. 29 Abs. 1
lit
. b IVG)
entspricht der Einbusse an funktionellem Leis
tungsvermögen im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich (Art. 6 ATSG; BGE 105 V 156 E. 2a). Bei der Bemessung der Invalidität von im Haushalt tätigen Versicherten ist die Schadenminderungspflicht von erheblicher Relevanz. Nach der Rechtsprechung ist dabei vom Grundsatz auszugehen, dass einem Leis
tungsansprecher im Rahmen der Schadenminderungspflicht Massnahmen zuzu
muten sind, die ein vernünftiger Mensch in der gleichen Lage ergreifen würde, wenn er keinerlei Entschädigung zu erwarten hätte. Für die im Haushalt tätigen Versicherten bedeutet dies, dass sie Verhaltensweisen zu entwickeln haben, welche die Auswirkungen der Behinderung im hauswirtschaftlichen Bereich redu
zieren und ihnen eine möglichst vollständige und unabhängige Erledigung der Haushaltarbeiten ermöglichen. Kann die versicherte Person wegen ihrer Behinderung gewisse Haushaltarbeiten nur noch mühsam und mit viel höherem Zeitaufwand erledigen, so muss sie in erster Linie ihre Arbeit einteilen und in üblichem Umfang die Mithilfe von Familienangehörigen in Anspruch nehmen. Ein invaliditätsbedingter Ausfall darf bei im Haushalt tätigen Personen nur insoweit angenommen werden, als die Aufgaben, welche nicht mehr erfüllt werden können, durch Drittpersonen gegen
Entlöhnung
oder durch Angehörige verrichtet werden, denen dadurch nachgewiesenermassen eine Erwerbseinbusse oder doch eine unverhältnismässige Belastung entsteht. Die im Rahmen der Invaliditätsbemessung bei einer Hausfrau zu berücksichtigende Mithilfe von Familienangehörigen geht daher weiter als die ohne Gesundheitsschädigung üblicherweise zu erwartende Unterstützung. Geht es um die Mitarbeit von Familienangehörigen, ist danach zu fragen, wie sich eine vernünftige Fami
liengemeinschaft einrichten würde, wenn keine Versicherungsleistungen zu erwarten wären. Dabei darf nach der Rechtsprechung unter dem Titel der Schadenminderungspflicht nicht etwa die Bewältigung der Haushalttätigkeit in einzelnen Funktionen oder insgesamt auf die übrigen Familienmitglieder
überwälzt werden mit der Folge, dass gleichsam bei jeder festgestellten Ein
schränkung danach gefragt werden müsste, ob sich ein Familienmitglied finden lässt, das allenfalls für eine ersatzweise Ausführung der entsprechenden Teil
funktion in Frage kommt.
Schliesslich vermag die Tatsache, dass sich die der Rechtsprechung zugrunde liegenden, in Art. 159 Abs. 2 und 3 ZGB zwischen
den Ehegatten und in Art. 272 ZGB zwischen Eltern und Kindern statuierten Be
i
standspflichten nicht unmittelbar durchsetzen lassen (d.h. weder klagbar noch vollstreckbar sind), sondern nur freiwillig erfüllt werden können (
Honsell
/
Vogt/Geiser [Hrsg.], Basler Kommentar, 3. Aufl., Basel 2006, N. 9 zu Art. 272 ZGB;
Bräm
/
Hasenböhler
, Zürcher Kommentar, 3. Aufl., Zürich 1998, N. 168 zu Art. 159 ZGB), an der Schadenminderungspflicht der im Haushalt beschäftigten Versicherten nichts zu ändern. Denn wie auch im Erwerbsbereich darauf abzu
stellen ist, ob die verbleibende Erwerbsfähigkeit auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt grundsätzlich verwertbar ist, unabhängig davon, ob eine solche Anstellung rechtlich durchsetzbar ist, ist auch in Bezug auf den Haushaltbereich davon auszugehen, was in der sozialen Realität üblich und zumutbar ist, unab
hängig davon, ob eine Mithilfe rechtlich durchsetzbar ist (BGE 133 V 504 E. 4.2 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_729/2009 vom 30. November 2009 E. 4.1-3
).
1.5
Die von einer qualifizierten Person durchgeführte Abklärung vor Ort (nach Mass
gabe des Art. 69 Abs. 2
der Verordnung
über die Invalidenversicherung [
IVV
]
; vgl. auch
Rz
. 3084 ff. des Kreisschreibens des BSV über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung [KSIH]) stellt für gewöhnlich die geeignete und genügende Vorkehr zur Bestimmung der gesundheitlichen Ein
schränkung im Haushalt dar (Urteil des Bundesgerichts 9C_201/2011 vom 5. September
2011 E.
2, in: SVR 2012 IV Nr.
19 S.
86). Einer ärztlichen Fachperson, die sich zu den einzelnen Positionen der Haushaltführung unter dem Gesichtswinkel der Zumutbarkeit zu äussern hat, bedarf es nur in Aus
nah
mefällen, namentlich bei unglaubwürdigen Angaben der versicherten Person, die im Widerspruch zu den ärztlichen Befunden stehen (Urteil des
Bundes
ge
-
richts
8C_817/2013 vom 28. Mai 2014 E. 5.1 mit weiteren Hinweisen
).
Für den Beweiswert eines Berichtes über die Abklärung im Haushalt einer ver
sicherten Person sind – analog zur Rechtsprechung betreffend die Beweiskraft von Arztberichten (BGE 125 V 351 E. 3a mit Hinweis) – verschiedene Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis von den örtlichen und räumlichen Verhält
nissen sowie den aus den medizinischen Diagnosen sich ergebenden Beein
träch
tigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Angaben der versicherten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im
Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext schliesslich muss plausibel, begründet und angemessen detailliert bezüglich der einzelnen Einschränkungen sein und in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Abklärungsbericht voll beweiskräftig (AHI 2003 S. 218 E.
2.3.2 [in BGE 129 V 67 nicht veröffentlichte Erwägung]; Urteil des Bun
des
gerichts I 733/03 vom 6. April 2004 E. 5.1.2; vgl. auch BGE 130 V 61 E. 6.2 und 128 V 93 E. 4 betreffend Abklärungsberichte im Zusammenhang mit der Haus
pflege und Hilflosigkeit). Diese Beweiswürdigungskriterien sind nicht nur für die im Abklärungsbericht enthaltenen Angaben zu Art und Umfang der Behinde
rung im Haushalt massgebend, sondern gelten analog für jenen Teil eines Abklärungsberichts, der den mutmasslichen Umfang der erwerblichen Tätigkeit
von teilerwerbstätigen Versicherten mit häuslichem Aufgabenbereich im Gesund
heitsfall betrifft (Urteil des Bundesgerichts
8C_817/2013 vom 28. Mai
2014 E. 5.1 mit weiteren Hinweisen
).
1.
6
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbe
zügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidier
bar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E.
3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bundesgerichts 9C_261/2009 vom 11.
Mai
2009 E.
1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heits
zustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revi
sionsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Ein
spracheentscheid
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E.
3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 2.1 mit Hinweisen).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene leistungsabweisende Ver
fügung vom 3. März 2016
(Urk. 2) damit, dass die Beschwerdeführerin als zu 20 % Erwerbstätige
und zu 80 % im Haushalt Tätige zu qualifizieren sei. Eine angepasste Tätigkeit (leichte, teilweise sitzende und stehende Verrichtungen) sei ihr zu 100 % zumutbar. Die Einschränkung im Haushalt betrage 11 %.
Es
resul
tiere ein rentenausschliessender Gesamtinvaliditätsgrad von 9 % (S. 2).
2.2
Die Beschwerdeführerin stellte sich d
emgegenüber auf den Standpunkt, die Quali
fikation als
zu
20 % Erwerbstätige sei nicht nachvollziehbar. Ohne gesund
heit
liche Beeinträchtigungen wäre sie aktuell zu 80 % erwerbstätig (Urk. 1 S. 4-8
).
Aus dem Bericht von
Dr. med.
Z._
, FMH Rheumatologie, Physi
kali
sche Medizin und Rehabilitation, vom 10. und 11. Februar 2015
(
Urk. 6/62) folge zudem, dass sich
ihr Gesundheitszustand
zwischenzeitlich verschlechtert habe,
sodass
die Beschwerdegegnerin verpflichtet gewesen wäre, weitere Arztberichte einzuholen, falls sie der Meinung gewesen wäre, die eingereichten Berichte
würden
nicht
ausreichen
(S. 8 f.). Im Weiteren sei eine allfällige Restarbeits
fähigkeit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht mehr wirtschaftlich verwertbar, weshalb von einer vollständigen Erwerbsunfähigkeit auszugehen sei (S. 9-11).
3
.
Vergleichszeitpunkt für eine
revisionsrechtlich relevante
Veränderung
des Ge
sund
heitszustands der Beschwerdeführerin
beziehungsweise
der tatsächlichen Verhält
nisse
bildet vorliegend
die Verfügung vom
16. August 1996
(Urk. 6/12), mit welcher ihr erstmals eine
Viertelsrente
zugesprochen wurde.
Ihr
Gesundheitszustand wurde in der Folge lediglich anhand von kurzen Hausarztberichten überprüft und die
Rentenzusp
rache
diesbezüglich (siehe Sachverhalt E.
1.1 und E.
1.2)
jeweils formlos bestätigt,
was für eine
rechtskonforme Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditäts
-
bemessung
im Sinne der Rechtsprechung (E. 1.6
hievor
) nicht ausreicht.
4.
4.1
Die ursprüngliche
Rentenzusprache
(gemischte Methode IV-Grad 42 %)
stützte sich auf folgende
medizinische
Berichte:
4.1.1
Dr. med.
A._
hielt in seinem bei der Beschwerdegegnerin am 12. Oktober 1995 eingegangenen
, undatierten
Bericht (Urk. 6/5/1-3) unter anderem die Diag
nose einer Diskushernie L4/L5 fest und führte dazu aus, die Beschwerde
führerin könne keine schweren körperlichen Arbeiten mehr verrichten und nicht lange sitzen oder stehen.
4.
1.
2
Der Hausarzt Dr. med.
B._
stellte in seinem Bericht vom 6. März 1996 (Urk. 6/6/1-3) die Diagnose einer Diskushernie L4/L5 rechts und hielt dazu fest, die Beschwerdeführerin sei Hausfrau und als solche etwa 50 % arbeitsfähig. In einer teilweise sitzenden und stehenden Tätigkeit ohne
dass sie
Gegenstände von mehr als 5 kg heben und tragen
müsste,
sei sie jedoch zu 100 % arbeits
fähig.
4.
1.
3
Oberarzt Dr.
C._
, Leiter Wirbelsäulen-Chirurgie an der Orthopädischen Univer
si
tätsklinik
D._
, führte in seinem Bericht vom 27. April 1995 (Urk. 6/5/4-5) folgende Diagnosen auf:
-
Segmentdegeneration L4/5 mit
Osteochondrose
, Spondylose und beginnen
der
Segmentkyphosierung
-
im CT nachgewiesene Diskushernie L4/5
Dazu hielt er fest, dass
zurzeit
ein
Lumbovertebralsyndrom
bei schwerer Seg
mentdegeneration L4/5 mit
Osteochondrose
, Spon
d
ylose und
Kyphosierung
bei nachgewiesener medianer Diskushernie L4/5 vorliege. Es würden Zeichen einer
radikulären
Reizung oder neurologische Ausfälle fehlen. Der Leidensdruck der Beschwerdeführerin sei noch mässig, so dass vorläufig konservative Mass
nah
men mit intensiver physikalischer Therapie, Stabilisation, Wärme, Locke
rung, eventuell Dale-Bandage genügen würden. Aufgrund der seit 1982 zunehmenden Segmentdegeneration L4/5 müsse die Prognose als ungünstig beurteilt werden.
4.2
Im vorliegenden Revisionsverfahren wurden
nach
folgende
Berichte eingeholt
:
4.2.1
Dr.
B._
führte in seinem Bericht vom 7. November 2014
(
Urk.
6/58)
aus, es ergebe sich keine Änderung
[seit]
der letzten Beurteilung. Die Beschwerde
führerin könne leichte Arbeiten bis 10 kg zeitweise im Stehen, zeitweise im Gehen und überwiegend im Sitzen verrichten.
4.2.2
Dr.
Z._
vom Rheumazentrum
E._
stellte in seinem Bericht vom 10.
und 11. Februar 2015
(
Urk. 6/62
)
folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
(Urk. 6/62/5)
:
-
Funktionelle Instabilität der
Lendenwirbelsäule
(LWS)
bei mehrsegmentalen
Osteochondrosen
,
Spondylarthrosen
und Spondylose (seit 1993)
-
Diskushernie L4/L5 rechts (seit 1993)
-
belastungsabhängig gelegentliches Einknicken im rechten Kniegelenk, ausgeprägte muskuläre Verspannungen und Kreuzschmerzen mit Aus
strah
lungen rechts betont
-
Deutliche
Osteochondrose
und
Sp
ondylarthrose
der mittleren
und unteren
Halswirbelsäule
mit
radikulärer
Ausstrahlung rechts C6 und C7
(seit 2007)
-
rezidivierende
Epicondylopathia
humeri
lateralis
beidseits
, wechselnd aus
geprägt
(seit 1993)
-
zeitweilig verminderter Faustschluss und Gefühlsstörungen (C6 rechts)
-
Frozen
shoulder
rechts, a
usgedehnte Sehnenverkalkung
Supraspinatussehne
(seit 2010)
-
Polyarthrose der grossen und kleinen Gelenke
(seit
1993
)
-
Fingerendgelenksarthrose
-
Cox- und Gonarthrose beidseits
-
Mässiggradige
Arth
r
ose im
unteren Sprunggelenk, 2007
traumatische Akti
vierung, rezidivierende, belastung
s
abhängige Fussschmerzen
(seit 2007)
-
Osteopenie
der LWS und Hüften
-
Osteodensitometrie
DEXA vom 1
0. April
2013, SD der T-Werte: LWS
ap
(L1-L4) -1,5, Schenkelhals links -1,2,
Warddreieck
-1,4, Vorderarm links Normwerte
-
Chronische,
gastrooeso
phageale
Refluxkrankheit
(GERD; seit
ca.
2000
)
-
Ausgeprägter
Reizdarm
, ausgeprägte Bauchschmerzen und Stuhlunrege
l
mässig
keiten
Dazu führte er aus, der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin habe sich verschlechtert. Sie sei auf Wechselhaltungen angewiesen, immer wieder seien auch Liegepausen notwendig. Sie könne nicht länger als zwei Stunden sitzen, eine halbe Stunde Gehen, Stehen nur 10-15 Minuten. Sie habe Schmerzen im Nacken und
im Kreuz betont mit Ausstrahlu
n
g
in die Arme, rechts betont sowie ins rechte Bein.
Gelegentlich bestehe ein Einknicken im Knie. Zudem bestehe ein Kribbeln in den Zehen, speziell in der Grosszehe rechts, ebenso Belas
tungsschmerzen in Hüfte und Knie beidseits sowie eine Einschränkung der funktionellen Geschicklichkeit der Hände.
Sie
sei nicht berufstätig und zu 50 % als Hausfrau tätig. Es sei mit einer Zunahme der degenerativen Veränderungen zu rechnen und es bestehe keine realisierbare Arbeitsfähigkeit (Urk. 6/62/5-7).
5.
Aus dem Vergleich der der ursprünglichen
Rentenzusprache
zugrunde liegenden
medizinischen
Berichte mit dem
jenigen
von Dr.
Z._
ergibt sich im massgeb
lichen Vergleichszeitraum (vgl. E.
3
hievor
) eine Verschlechterung des Gesund
heitszustandes. So sind seither zusätzlich Beschwerden in der Halswirbelsäule, der rechten Schulter und im unteren Sprunggelenk aufgetreten.
Auch
die Be
schwerdeführerin macht geltend
, dass sich
ihr
Gesundheitszustand verschlech
tert ha
be
(Urk. 1 S. 8 f.).
Dies wirkt sich
gemäss Dr.
Z._
auf die
- im Zeitpunkt der ursprünglichen
Rentenzusprache
nicht eingeschränkte (vgl. Urk. 6/9/4) -
Arbeitsfähigkeit aus und stellt folglich eine erhebliche Tatsachenänderung (Revisionsgrund) im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG dar.
Steht das Vorliegen eines Revisionsgrundes für ein Sachverhaltselement fest, so können im Revisionsverfahren auch die anderen Elemente der Anspruchs
berechtigung frei überprüft werden. Es ist nicht erforderlich, dass gerade die geänderte Tatsache zu einer Neufestset
zung der Invalidenrente führt; vielmehr kann sich bei der allseitigen Prüfung des Rentenanspruchs ergeben, dass ein anderes Anspruchselement zu einer Herauf-, Herabsetzung oder Aufhebung der Invalidenrente führt (
vgl.
Urteile des Bundesgerichts 8C_646/2011 vom 17. November 2011 E.
4.3 mit Hinweis auf
Urteil
I 652/00
vom 12. März 2002 und
9C_378/2014 vom 2
1.
Okto
ber 2014 E. 4.2 mit Hinweisen).
Ausführungen bezüglich veränderte tatsächliche Verhältnisse im angewandten
Aufgaben
be
-
reich
(Haushalt) der Beschwerdeführerin
beziehungsweise
dort liegendem Revisionsgrund erübrigen sich somit.
6
.
6.1
Die Beschwerdegegnerin führte am 8. Mai 1996 eine Abklärung im Haushalt durch (Urk. 6/9), welche eine 52%ige Einschränkung der im 81 %-Pensum ausgeübten Haushaltstätigkeit ergab. Am 27. Mai 2015 machte sie erneut eine
Haushalt
s
abklärung (Urk. 6/68).
6
.2
Sowohl im Rahmen einer erstmaligen Prüfung des Rentenanspruches als auch anlässlich einer Rentenrevision (Art. 17 Abs. 1 ATSG) stellt sich unter dem Ge
sichtspunkt des Art. 28a Abs. 3 IVG in Verbindung mit Art. 16 und 7 Abs. 2 ATSG die Frage nach der anwendbaren Invaliditätsbemessungsmethode.
Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig einzustufen ist, führt je zur Anwendung einer anderen Me
thode der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich, Betätigungsvergleich, gemischte Methode) und ergibt sich aus der Prüfung, was die Person bei im Üb
rigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchti
gung bestünde. Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch, das
heisst ohne Gesundheitsschaden, aber bei sonst gleichen Verhältnissen, erwerbstätig wäre (Art. 27
bis
IVV). Die ge
mischte Methode bezweckt damit eine möglichst wirklichkeitsgerechte Bemes
sung des Invaliditätsgrades (BGE 133 V 504 E. 3.3
mit Hinweisen).
Die Statusfrage beurteilt sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben. Dabei sind die kon
krete Situation und
die Vorbringen
der versicherten Person nach Massgabe der allgemeinen Lebenserfahrung zu würdigen. Für die hypothetische Annahme ei
ner im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Erwerbstätigkeit ist der im Sozialversi
cherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erfor
derlich (
BGE 137 V 334
E. 3.2,
130 V 393
E. 3.3,
125 V 146
E. 2c, je mit Hin
weisen).
Bei im Haushalt tätigen Versicherten im Besonderen (vgl. Art. 27 IVV) sind die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigun
gen und Begabungen zu berücksichtigen (Urteil des Bundesgerichts 9C_915/2012 vom 15. Mai 2013 mit Hinweisen auf BGE 133 V 504 E. 3.3).
Die gemischte Methode findet auch Anwendung, wenn der (in einem Aufgaben
bereich tätigen) versicherten Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung eine vollzeitliche Erwerbstätigkeit zumutbar wäre, sie aber trotzdem eine solche nicht ausüben würde (vgl. BGE 133 V 504 E. 3.3 in
fine
).
Bei der Bestimmung der im konkreten Fall anwendbaren Invaliditäts-
bemes
sungs
methode
und damit der Beantwortung der entscheiden
den Status- frage handelt es sich um eine hypothetische Beurteilung, die auch hypothetische Willensentscheidungen der versicherten Person berücksichtigen muss. Dies gilt auch für die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person ohne gesund
heitliche Beeinträchtigung erwerbstätig wäre. Diese inneren Tatsa
chen sind indessen einer direkten Beweisführung nicht zugänglich und müssen in aller Regel aus äusseren Indizien erschlossen werden. Die Beurteilung hypo
thetischer Geschehensabläufe ist eine Tatfrage, soweit sie auf Beweiswürdigung beruht, selbst wenn darin auch Schlussfolgerungen aus der allgemeinen Le
benser
fahrung mitberücksichtigt werden. Rechtsfragen sind hingegen Folgerun
gen, die ausschliesslich – losgelöst vom konkreten Sachverhalt – auf die allge
meine Lebenserfahrung gestützt werden oder die Frage, ob aus festgestellten In
dizien mit Recht auf bestimmte Rechtsfolgen geschlossen worden ist (vgl. Ur
teile des
Bundesgerichts 9C_287/2013 vom 8. November 2013 E.
3.5
und 8C_511/2013 vom 30. Dezember 2013, je
mit Hinweisen).
6.3
Die Beschwerdeführerin war bis im November 2004 in einem knapp 20 %-Pen
sum erwerbstätig,
2006 und 2007 erzielte sie lediglich noch ein geringes Ein
kommen und geht seither keine
m Erwerb
mehr nach (Urk. 6/56), obwohl sie
aus Sicht ihres Hausarztes Dr.
B._
bis mindestens im
Mai 2009 in einer ange
passten Tätigkeit zu
jedenfalls
80 % arbeitsfähig war
(Urk. 6/41 S. 5; vgl. auch Urk. 6/15 und 6/21)
. Gemäss
seinem Bericht vom 7. November 2014 (Urk. 6/58) ergibt sich keine Än
derung
[seit]
der letzten Beurteilung.
E
in Arbeitspensum von (gerundet) 20 % wäre ihr damit auch nach
dem Tode des Ehemannes im Jahr
2004 weiterhin zumutbar gewesen. Nach Angaben der Beschwerdeführerin hätte ihre Mutter die Kinderbetreuung übernehmen können (Urk. 6/68 S. 3),
sodass auch das Betreuungsbedürfnis
ihrer
im Jahre 200
5
1
2
und 1
7
Jahre alten Töchter nicht
da
gegen gesprochen
hätte.
Dennoch ist
sie
nach 2004 nie mehr einer Tätigkeit
auch nicht in
einem 20 %-Pensum nachgegangen.
Die von
ihr
erwähnten Bemühungen, eine Arbeit zu finden (Urk. 6/68 S. 3), sind
überdies nirgends belegt
(Urk. 6/68 S. 4).
Es ist
somit
davon auszugehen, dass sie aus freien Stücken auf
eine
Erwerbstätigkeit
im
Unfang
von 20 % verzichtete. Nicht nachvollziehbar ist
damit
ihr Vorbringen
, dass sie nach dem Tod ihres Ehe
mannes im März 2004
im G
esundheitsfall
einer Tätigkeit
in einem
Pensum
von 70 %
nachgegangen wäre und diese inzwischen gar auf 80 % gesteigert hätte
.
Mit
den ihr zustehenden Sozialversicherungsleistungen
(
vgl.
hiezu
Urk. 6/68 S. 4)
und n
achdem sie
die Lebenskosten mit ihrem
Konkubinatspartner
teilt, sprechen auch die finanziellen Verhältnisse nicht
zwingend
für eine Erhöhung des Arbeits
pensums.
D
ie von der Beschwerdeführerin
behauptete
Erwerb
stätigkeit von 80 % im Gesundheitsfall
ist in Anbetracht dieser Umstände
nicht über
wiegend wahrscheinlich. Vielmehr ist gestützt auf die
Haushalt
s
abklärung
vom 27. Mai 2015
(Urk. 6/68)
weiterhin von einer bei guter Gesundheit 20%igen Erwerbstätigkeit sowie einer 80%igen Tätigkeit im Haushalt auszugehen.
6.4
Die dem Lebenspartner und der Tochter auferlegte Schadenminderungspflicht
wird von der Beschwerdeführerin lediglich in pauschaler Weise bestritten (Urk. 1
S. 8). Die in diesem Zusammenhang von der Abklärungsperson gemachten Ausführungen (Urk. 6/68/7-9) sind indessen nachvollziehbar
und erscheinen nicht als übermässig
e Belastung
(vgl. dazu E. 1.4
hievor
)
. Es besteht kein Anlass,
von den anlässlich der Haushalt
s
abklärung gemachten Feststellungen abzuweichen
, womit von einer 11.3%igen Einschränkung im Aufgabenbereich auszugehen ist. Dies ergibt bei
einer Gewichtung zu 80 % einen Teilin
vali
di
tätsgrad von 9.04 %.
6.5
Zum Einwand der Beschwerdeführerin, die gemischte Methode dürfe aufgrund der Rechtsprechung im Fall Di
Trizio
nicht mehr zur Anwendung kommen, ist festzuhalten,
dass das Bundesgericht in Umsetzung des Urteils des EGMR in Sachen Di
Trizio
vom 2. Februar 2016 festgehalten hat,
dass die gemischte Methode nach geltender Praxis nicht per se als diskriminierend erachtet wird. Lediglich sei es konventionswidrig, wenn für die revisionsweise Herabsetzung oder Aufhebung einer Invalidenrente allein familiäre Gründe (wie die Geburt von Kindern und die damit einhergehende Reduktion des Erwerbspensums) für einen Statuswechsel von „vollerwerbstätig“ zu „teilerwerbstätig“ sprechen (vgl. dazu Urteile des Bundesgerichts 9C_90/2017 vom 4. Juli 2017 E. 4, 9F_8/2016 vom 20. Dezember 2016 E. 4 sowie IV-Rundschreiben Nr. 355 vom 31. Oktober 2016). Diese Konstellation ist vorliegend nicht gegeben.
Das vom Bundesrat für die Festlegung des Invaliditätsgrades
von Teilerwerbs
tätigen eingeführte neue
Be
rechnungsmodell – die entsprechende Veränderung der IVV wird per 1. Janu
ar
2018 in Kraft gesetzt – kommt hier noch nicht zur Anwendung (vgl. zum
G
anzen Medienmitteilung des Bundesrates vom 1.
Dezember
2017; abrufbar unter
www.admin.ch
,
Medienmitteilungen).
7
.
Vorliegend ist unklar, in welchem Umfang die Beschwerdeführerin in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt ist. Auch die behandelnden Ärzte machten dazu keine
vollumfänglich nachvollziehbaren
Angaben. Nachdem jedoch selbst bei einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit in der 20%igen Erwerbstätigkeit kein Ren
ten
anspruch mehr bestehen würde (0.8 x 11.3 [Haushalt] + 0.2 x 100 [Erwerb] = 29 %), kann von weiteren diesbezüglichen Abklärungen abgesehen werden. Aus demselben Grund kann offengelassen werden, ob eine allfällige Arbeitsfähigkeit in der 20%igen Erwerbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt noch verwertet werden könnte
, was von der Beschwerdeführerin bestritten wird
.
8
.
Zum Antrag der Beschwerdeführerin auf Eingliederungsmassnahmen ist festzu
halten, dass eine
Rentenaufhebung ohne
deren
Durchführung nicht zu bean
stan
den
ist
, wenn die Eingliederung mangels Interesse nicht
erfolgsver
spre
chend
ist
.
Die Beschwerdeführerin fühlt sich
nach eigenen Angaben nicht mehr arbeitsfähig (Urk. 6/44/2), entsprechend ist sie - trotz einer zumindest bis im
Mai 2009 noch bestehenden 80%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätig
keit (vgl. Urk. 6/41) - seit 200
4
auch keiner Arbeitstätigkeit
von mindes
tens 20 %
mehr nachgegangen.
Zudem ist
sie
der Ansicht, dass ihre Erwerbsfähigkeit ohnehin nicht mehr verwertet werden könnte (Urk. 1 S. 9-11).
Ein erfolgs
ver
sprechendes Eingliederungsinteresse ist damit nicht ersichtlich, weshalb nicht
zu
beanstanden
ist
, dass die Beschwerdegegnerin keine
entsprechenden Massnah
men
durchgeführt hat.
Dies umso mehr, als der Erwerbsbereich vorliegend nicht
entscheidrelevant
ist.
Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.
9.
Die Kosten des Verfahrens (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) sind auf Fr.
8
00.-- festzulegen und ausgangsgemäss der Beschwerdeführerin aufzuerlegen.