Decision ID: 134cffea-6a1a-5b51-bc05-72024a40ff11
Year: 2020
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A.
Der Beschwerdeführer – ein afghanischer Staatsangehöriger und ethni-
scher Hazara aus B._ – suchte am 18. November 2019 in der
Schweiz um Asyl nach.
B.
Anlässlich der Personalienaufnahme vom 18. November 2019 und der
Erstbefragung vom 28. November 2019 gab der Beschwerdeführer an, am
1. Januar 2005 geboren worden zu sein.
C.
Aufgrund von Zweifeln am angegebenen Lebensalter des Beschwerdefüh-
rers, ordnete das SEM die Erstellung eines Altersgutachtens beim Institut
für Rechtsmedizin des Kantonsspitals St. Gallen an. Am 6. Dezember 2019
wurde eine Röntgenuntersuchung der linken Hand, eine Computertomo-
grafie der Schlüsselbeine, eine Panoramaschichtaufnahme des Gebisses
sowie eine körperliche Untersuchung zur Ermittlung des Entwicklungssta-
diums der sexuellen Reifezeichen durchgeführt. Das Gutachten vom
11. Dezember 2019 ergab, dass der Beschwerdeführer unter Berücksichti-
gung der erhobenen Befunde im Zeitpunkt der Untersuchung (6. Dezember
2019) das 15. Lebensjahr «sicher vollendet» habe. Das vom Beschwerde-
führer angegebene Geburtsdatum (chronologisches Lebensalter von 14
Jahren und 11 Monaten) könne somit aufgrund der Ergebnisse der foren-
sischen Altersschätzung «knapp nicht zutreffen». Demgegenüber könne
eine Vollendung des 18. Lebensjahres nicht mit der notwendigen Sicher-
heit belegt werden.
D.
Mit Schreiben vom 14. Januar 2020 kündigte die Vorinstanz an, sie beab-
sichtige, das Geburtsdatum des Beschwerdeführers im Zentralen Migrati-
onsinformationssystem (ZEMIS) auf den 1. Januar 2004 anzupassen, und
gewährte dem Beschwerdeführer dazu das rechtliche Gehör.
E.
Mit Schreiben vom 16. Januar 2020 nahm die Rechtsvertretung des Be-
schwerdeführers zum Schreiben des SEM vom 14. Januar 2020 Stellung.
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F.
Mit Eingabe vom 21. Januar 2020 reichte die Rechtsvertretung des Be-
schwerdeführers verschiedene ärztliche Berichte des Kinderspitals Zürich
ein.
G.
Am 23. Januar 2020 wurde der Beschwerdeführer einlässlich angehört.
H.
Mit Eingabe vom 24. Januar 2020 reichte die Rechtsvertretung des Be-
schwerdeführers eine Ergänzung zu ihrer Stellungnahme vom 16. Januar
2020 ein.
I.
Am 10. Februar 2020 gab die Vorinstanz der zugewiesenen Rechtsvertre-
tung des Beschwerdeführers Gelegenheit, zum Entscheidentwurf Stellung
zu nehmen. Die entsprechende Stellungnahme wurde am 11. Februar
2020 durch die Rechtsvertretung des Beschwerdeführers eingereicht.
J.
Mit Verfügung vom 12. Februar 2020 (gleichentags eröffnet) stellte die Vor-
instanz fest, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht,
lehnte das Asylgesuch ab und verfügte die Wegweisung aus der Schweiz.
Den Wegweisungsvollzug schob sie wegen Unzumutbarkeit zu Gunsten
einer vorläufigen Aufnahme auf. Als Geburtsdatum des Beschwerdeführers
wurde im Zentralen Migrationsinformationssystem ZEMIS der 1. Januar
2004 erfasst und mit einem Bestreitungsvermerk versehen.
K.
Mit Eingabe vom 11. März 2020 erhob der Beschwerdeführer – handelnd
durch seine Rechtsvertretung – beim Bundesverwaltungsgericht Be-
schwerde. Er beantragte die Aufhebung der Dispositionsziffer 8 der vor-
instanzlichen Verfügung sowie die Änderung seines Geburtsdatums im
ZEMIS auf den 1. Januar 2005. Eventualiter sei die Sache zur vollständi-
gen Feststellung des Sachverhalts an die Vorinstanz zurückzuweisen. In
prozessualer Hinsicht ersuchte er um unentgeltliche Prozessführung sowie
um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses.
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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Das Bundesverwaltungsgericht beurteilt gemäss Art. 31 des Verwal-
tungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) Beschwer-
den gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Da keine Ausnahme nach
Art. 32 VGG vorliegt, ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung der
vorliegenden Beschwerde zuständig. Das Verfahren vor dem Bundesver-
waltungsgericht richtet sich nach dem VwVG, sofern das VGG nichts an-
deres bestimmt (Art. 37 VGG).
1.2 Der Beschwerdeführer ist als Verfügungsadressat zur Beschwerde le-
gitimiert (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die frist- und formgerecht eingereichte
Beschwerde (Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1VwVG) ist einzutreten.
2.
2.1 Das Bundesverwaltungsgericht überprüft die angefochtene Verfügung
auf Verletzung von Bundesrecht sowie unrichtige oder unvollständige Fest-
stellung des rechtserheblichen Sachverhaltes und Unangemessenheit hin
(Art. 49 VwVG). Es ist weder an die Anträge noch die Begründungen der
Parteien gebunden und wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 62
VwVG).
2.2 Auf einen Schriftenwechsel im Sinne von Art. 57 Abs. 1 VwVG wurde
vorliegend verzichtet.
3.
Die Beschwerde richtet sich einzig gegen die ZEMIS-Eintragung (Disposi-
tiv-Ziffer 8). Die Feststellung der Flüchtlingseigenschaft, die Ablehnung des
Asylgesuchs und die Anordnung der Wegweisung blieben unangefochten
und sind mit Ablauf der Beschwerdefrist in Rechtskraft erwachsen.
4.
4.1 Der Beschwerdeführer stellt im vorliegenden Verfahren den Antrag,
sein Geburtsdatum sei im ZEMIS entsprechend seinen Angaben im Asyl-
verfahren und in der Beschwerde auf den 1. Januar 2005 zu ändern.
4.2 Die Vorinstanz führt zur Erfüllung ihrer gesetzlichen Aufgaben das
ZEMIS, welches der Bearbeitung von Personendaten aus dem Ausländer-
und dem Asylbereich dient (Art. 1 Abs. 1 i.V.m. Art. 2 des Bundesgesetzes
über das Informationssystem für den Ausländer- und Asylbereich vom
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20. Juni 2003 [BGIAA, SR 142.51]) und in der Verordnung über das Zent-
rale Migrationsinformationssystem vom 12. April 2006 (ZEMIS-Verord-
nung, SR 142.513) näher geregelt ist. Nach Art. 19 Abs. 1 ZEMIS-Verord-
nung richten sich die Rechte der Betroffenen, insbesondere deren Aus-
kunfts-, Berichtigungs- und Löschungsrecht sowie das Recht auf Informa-
tionen über die Beschaffung besonders schützenswerter Personendaten,
nach dem Datenschutzgesetz (DSG, SR 235.1) und dem VwVG.
4.3 Wer Personendaten bearbeitet, hat sich über deren Richtigkeit zu ver-
gewissern (Art. 5 Abs. 1 DSG). Werden Personendaten von Bundesorga-
nisationen bearbeitet, kann jede betroffene Person insbesondere verlan-
gen, dass unrichtige Personendaten berichtigt werden (Art. 5 Abs. 2 i.V.m.
Art. 25 Abs. 3 Bst. a DSG). Auf die Berichtigung besteht in einem solchen
Fall ein absoluter und uneingeschränkter Anspruch (vgl. Urteile des Bun-
desverwaltungsgerichts [BVGer] A-7588/2015 vom 26. Februar 2016 E. 3.2
und A-7822/2015 vom 25. Februar 2016 E. 3.2, je m.w.H.; vgl. ferner Urteil
des Bundesgerichts [BGer] 1C_224/2014 vom 25. September 2014 E. 3.1).
Die ZEMIS-Verordnung sieht im Übrigen in Art. 19 Abs. 3 ausdrücklich vor,
dass unrichtige Daten von Amtes wegen zu berichtigen sind.
4.4 Grundsätzlich hat die das Berichtigungsbegehren stellende Person die
Richtigkeit der von ihr verlangten Änderung zu beweisen, die Bundesbe-
hörde im Bestreitungsfall dagegen die Richtigkeit der von ihr bearbeiteten
Personendaten (vgl. Urteil des BGer 1C_240/2012 vom 13. August 2012
E. 3.1; BVGE 2013/30 E. 4.1). Nach den massgeblichen Beweisregeln des
VwVG gilt eine Tatsache als bewiesen, wenn sie in Würdigung sämtlicher
Erkenntnisse so wahrscheinlich ist, dass keine vernünftigen Zweifel blei-
ben; unumstössliche Gewissheit ist dagegen nicht erforderlich. Die mit dem
Berichtigungsbegehren konfrontierte Behörde hat zwar nach dem Untersu-
chungsgrundsatz den Sachverhalt grundsätzlich von Amtes wegen abzu-
klären (Art. 12 VwVG); die gesuchstellende Person ist jedoch gemäss
Art. 13 Abs. 1 Bst. a VwVG verpflichtet, an dessen Feststellung mitzuwir-
ken (vgl. zum Ganzen Urteile des BVGer A-7588/2015 vom 26. Februar
2016 E. 3.3 und A-7822/2015 vom 25. Februar 2016 E. 3.3, je m.w.H.).
4.5 Kann bei einer verlangten oder von Amtes wegen beabsichtigten
Berichtigung weder die Richtigkeit der bisherigen Personendaten noch
diejenige der neuen Personendaten bewiesen werden, dürfen
grundsätzlich weder die einen noch die anderen Daten bearbeitet werden
(vgl. Art. 5 Abs. 1 DSG). Dies ist jedoch nicht immer möglich, müssen doch
bestimmte Personendaten zur Erfüllung wichtiger öffentlicher Aufgaben
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notwendigerweise bearbeitet werden. Das gilt namentlich auch für im
ZEMIS erfasste Daten. In solchen Fällen überwiegt das öffentliche
Interesse an der Bearbeitung möglicherweise unzutreffender Daten das
Interesse an deren Richtigkeit. Unter diesen Umständen sieht Art. 25
Abs. 2 DSG deshalb die Anbringung eines Vermerks vor, in dem darauf
hingewiesen wird, dass die Richtigkeit der bearbeiteten Personendaten
bestritten und/oder nicht gesichert ist. Spricht dabei mehr für die Richtigkeit
der neuen Daten, sind die bisherigen Angaben zunächst zu berichtigen und
die neuen Daten anschliessend mit einem derartigen Vermerk zu
versehen. Ob die vormals eingetragenen Angaben (als Neben-
beziehungsweise Aliasidentität) weiterhin abrufbar bleiben sollen oder
ganz zu löschen sind, bleibt grundsätzlich der Vorinstanz überlassen.
Verhält es sich umgekehrt, erscheint also die Richtigkeit der bisher
eingetragenen Daten als wahrscheinlicher oder zumindest nicht als
unwahrscheinlicher, sind diese zu belassen und mit einem Bestreitungs-
vermerk zu versehen. Über die Anbringung eines entsprechenden
Vermerks ist jeweils von Amtes wegen und unabhängig davon zu
entscheiden, ob ein entsprechender Antrag gestellt worden ist (vgl. zum
Ganzen Urteile des BVGer A-7588/2015 vom 26. Februar 2016 E. 3.4 und
A-7822/2015 vom 25. Februar 2016 E. 3.4, je m.w.H.; vgl. ferner Urteil des
BGer 1C_240/2012 vom 13. August 2012 E. 3.2).
4.6 Vorliegend obliegt es demnach grundsätzlich dem SEM zu beweisen,
dass das aktuell im ZEMIS eingetragene Geburtsdatum (1. Januar 2004)
korrekt ist. Der Beschwerdeführer hat wiederum nachzuweisen, dass das
von ihm in der Beschwerde geltend gemachte Geburtsdatum (1. Ja-
nuar 2005) richtig beziehungsweise zumindest wahrscheinlicher ist, als
das im ZEMIS erfasste, ihm mithin eine höhere Glaubwürdigkeit zukommt
als dem bisherigen Eintrag. Gelingt keiner Partei der sichere Nachweis, ist
dasjenige Geburtsdatum im ZEMIS zu belassen oder einzutragen, dessen
Richtigkeit wahrscheinlicher ist.
4.7
4.7.1 Das SEM führte in seiner Verfügung aus, es habe starke Zweifel an
den Altersangaben des Beschwerdeführers, weil er keine Papiere einge-
reicht habe, keine plausiblen Gründe für das Fehlen der Papiere vorge-
bracht und sehr ungenaue Angaben zu seinem Alter gemacht habe sowie
älter aussehe als angegeben. Zudem habe er gemäss dem vom SEM beim
Institut für Rechtsmedizin des Kantonsspitals St. Gallen in Auftrag gege-
bene Altersgutachten zum Zeitpunkt der Untersuchungen (6. Dezember
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2019) das fünfzehnte Lebensjahr mit Sicherheit vollendet, was als starkes
Indiz gegen das von ihm behauptete Geburtsdatum zu werten sei.
4.7.2 Der Beschwerdeführer wandte demgegenüber in seiner Beschwerde
ein, er habe in den Befragungen konsistent und glaubhaft ausgesagt, dass
er gemäss den Aussagen seiner Eltern, im Jahr 2020 fünfzehn Jahre alt
werde beziehungsweise im Jahr 2019 vierzehn Jahre alt geworden sei, in-
des sein genaues Geburtsdatum nicht kenne. Das vom SEM in Auftrag ge-
gebene Altersgutachten habe zwar ergeben, dass er im Untersuchungs-
zeitpunkt (6. Dezember 2015) das fünfzehnte Lebensjahr sicher vollendet
habe und das von ihm angegebene Geburtsdatum (chronologisches Le-
bensalter von vierzehn Jahren und elf Monaten im Untersuchungszeit-
punkt) knapp nicht zutreffe. Bei einer solchen «marginalen Abweichung»
sei seine Altersangabe jedoch als gleich wahrscheinlich zu betrachten, wie
jene vom SEM. Bei gleich wahrscheinlichen Altersangaben sei gemäss
dem Grundsatz «in dubio pro minore» die von ihm geltend gemachte Al-
tersangabe im ZEMIS einzutragen.
4.8
4.8.1 Als erstes ist festzuhalten, dass die Identität des Beschwerdeführers
nicht feststeht und er unter anderem keine Identitätsdokumente eingereicht
hat, welche die Richtigkeit seiner Altersangaben stützen würde.
Das SEM gelangte vorliegend zutreffend zur Einschätzung, dass die Aus-
sagen des Beschwerdeführers in den Befragungen zu seinem Alter aus-
weichend und unbestimmt ausgefallen sind. Zwar hat er übereinstimmend
erklärt, er werde im Jahr 2020 fünfzehn Jahre alt beziehungsweise er sei
im Jahr 2019 vierzehn Jahre alt geworden. Indes sind seine Antworten auf
die Frage, woher er sein Geburtsdatum kenne, – entgegen der Be-
schwerde (vgl. daselbst, S. 7) – vage ausgefallen, und er war offensichtlich
nicht in der Lage, ein genaues Alter beziehungsweise ein genaues Ge-
burtsdatum zu nennen. Im Weiteren erscheint es in Berücksichtigung der
Tatsache, dass er in Afghanistan die Schule besucht hat und eine Tazkara
besass, unplausibel, dass er sein Alter nur nach dem westlichen Kalender
benennen konnte. Dem durchgeführten Altersgutachten (vgl. Bst. C vorste-
hend) zufolge hat der Beschwerdeführer im Zeitpunkt der Durchführung
des Gutachtens (6. Dezember 2019) zudem das 15. Lebensjahr «sicher
vollendet», was seinen Altersangaben in den Befragungen, wenn auch nur
ganz knapp, entgegensteht. Die in der Beschwerde aufgeworfene Frage,
welche Aussagekraft dem Altersgutachten angesichts der geringfügigen
Abweichung zwischen behauptetem und festgestellten Alter zukommt,
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muss nicht abschliessend beurteilt werden, da es dem Beschwerdeführer
nicht gelungen ist, überzeugend darzutun, dass sein angegebenes Alter
wahrscheinlicher erscheint als das vom SEM eingetragene. Angesichts der
Tatsache, dass die Minderjährigkeit des Beschwerdeführers nicht fraglich
erscheint, kommt – entgegen der Auffassung in der Beschwerde – vorlie-
gend der Grundsatz in «dubio pro minore» nicht zur Anwendung.
4.8.2 Aufgrund sämtlicher Indizien (Altersgutachten, Aussageverhalten) ist
vorliegend – auch in Berücksichtigung des geringen Unterschieds zwi-
schen dem angegebenen Alter und dem festgestellten Alter im Gutachten
– somit weder die Richtigkeit des eingetragenen Geburtsdatums des Be-
schwerdeführers noch die des behaupteten Geburtsdatums des Beschwer-
deführers als wahrscheinlicher zu betrachten. Der Eintrag im ZEMIS ist
folglich unverändert zu belassen.
5.
Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung
Bundesrecht nicht verletzt und auch sonst nicht zu beanstanden ist (Art. 49
VwVG). Zur Rückweisung der Sache an die Vorinstanz besteht nach dem
Gesagten kein Anlass. Die Beschwerde ist abzuweisen.
6.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären dessen Kosten grundsätzlich
dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Da sich die
Beschwerde indessen nicht als aussichtslos erweist, ist das in der Be-
schwerde gestellte Gesuch um unentgeltliche Prozessführung gutzuheis-
sen, und es sind dem Beschwerdeführer keine Verfahrenskosten aufzuer-
legen. Mit dem vorliegenden Urteil ist der Antrag auf Verzicht auf einen
Kostenvorschuss gegenstandslos geworden.
7.
Entscheide des Bundesverwaltungsgerichts auf dem Gebiet des Daten-
schutzes sind gemäss Art. 35 Abs. 2 der Verordnung vom 14. Juni 1993
zum Bundesgesetz über den Datenschutz (VDSG, SR 235.11) dem Eidge-
nössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten (EDÖB) bekannt
zu geben.
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