Decision ID: 9a17c4d6-6af6-4c34-9e00-c5f4f10870ab
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1949, arbeitete
zuletzt
seit
Dezember 1989
als Sachbearbeiterin bei der
Bank Z._
(
Urk.
8/9/2
). Am 1
2.
Oktober 2010 (Eingangsdatum) meldete sich die Versicherte wegen
Unter
a
rm
beschwerden
rechts nach zweimaliger
Ellbogen-
Operation bei der Sozial
versicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (
Urk.
8/1). Die IV-Stelle
liess einen Auszug aus dem individuellen Konto erstel
len (IK-Auszug vom
2.
November 2010,
Urk.
8/6) und
holte den Bericht des
Spitals A._
vom
3.
November 2010 (Eingangsdatum,
Urk.
8/5), die Akten der zuständigen Unfallversicherung Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG (
nachfolgend: Zürich,
Urk.
8/8), den Arbeitgeberbericht der
Bank Z._
vom
9.
November 2010 (
Urk.
8/9) und die Berichte von
Dr.
med.
B._
, FMH Innere Medizin, vom 2
5.
Januar 2011 (
Urk.
8/10) und vom 2
0.
Mai 2011 (
Urk.
8/14) ein. D
araufhin
nahm sie
den Bericht von
PD
Dr.
med.
C._
, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapp
arates, vom 2
4.
Juni 2011 (Urk.
8/17)
zu den Akten
und
zog den von der
Zentrum D._
in Auftrag gegebenen Bericht
zur f
unktionsorientierte
n m
edizinischen Abklärung
der Versicherten
vom 19.
November 2012
(
Urk.
8/34)
bei
.
Mit Verfü
gung vom 25.
April 2013 stellte
die
Zürich die Taggeldleistungen per 3
1.
Oktober 2012 ein und sprach der Versicherten
aufgrund einer
Integritäts
einbusse
von 7,5
%
eine Integritätsentschädigung zu. Zudem hielt die Zürich fest, dass keine Rente
nach dem
Bundesgesetz über die Unfallver
sicherung geschuldet sei (
Urk.
8
/29). In der Folge
holte die IV-Stelle von
Dr.
C._
den Auszug aus der Krankengeschichte vom
6.
Juni 2013 (
Urk.
8/33) ein
. Mit Vorbescheid vom 8.
August 2013 stellte sie der Versicherten die
Zusprache
einer von April 2011 bis Dezember 2012 befristeten halben Rente in Aussicht (
Urk.
8/38), wogegen diese
am
6.
September bzw.
1
5.
Oktober 2013 Einwand erhob (
Urk.
8/41 und
Urk.
8/47). Mit Verfügung vom 3
0.
Oktober 2013 ver
neinte die IV-Stelle
einen Anspruch auf berufliche Massnahmen, da die Versi
cherte angemessen eingegliedert sei (
Urk.
8/49). Mit Verfügung
vom 1
8.
November 2013
sprach die IV-Stelle der Versicherten
schliesslich
wie ange
kündigt -
gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 50
%
eine mit Wirkung a
b dem
1.
April 2011 bis zum 31.
Dezember 2012 befristete halbe Rente zu (
Urk.
2
und
Urk.
8/50
).
2.
Dagegen erhob die Versicherte am
6.
Dezember 2013 Beschwerde und bean
tragte, es sei ihr
(auch)
vom
1.
Januar bis zum 3
1.
Oktober 2013 eine halbe Rente zuzusprechen.
Eventualiter seien in Rückweisung an die Vorinstanz wei
tere medizinisc
he Abklärungen (allenfalls
eine interdisziplinäre Begutachtung) anzuordnen (
Urk.
1). Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 2
2.
Januar 2014 auf
Abweisung der Beschwerde (Urk.
7), was der Beschwerdeführerin am 2
3.
Ja
nuar 2014 angezeigt wurde (Urk.
9).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Streitig und zu prüfen ist
, ob die Beschwerdegegnerin die
der Beschwerdeführe
rin
ab
April 2011
zugesprochene
halbe Rente zu Recht
per
Ende Dezember 2012 aufgehoben hat.
1.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversi
cherung (IVG) aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Einglie
derungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen
Erwerbsein
kommen
ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenüberge
stellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.4
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.5
Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leistung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung. Letztere setzt voraus, dass Revisionsgründe (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen) vorliegen, wobei der Zeitpunkt der Aufhebung oder Herabsetzung nach Massgabe des analog anwendbaren (AHI 1998 S. 121 E. 1b mit Hinweisen)
Art.
88a der Ver
ordnung über die Invalidenversicherung (IVV) festzuse
tzen ist (vgl. BGE 121 V 264 E.
6b/
dd
mit Hinweis). Ob eine für den Rentenanspruch erhebliche Ände
rung des Invaliditätsgrades eingetreten und damit der für die Befristung oder Abstufung erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Ver
gleich des Sachverhalts im Zeitpunkt der Rentenzusprechung oder des
Renten
beginns
mit demjenigen zur Zeit der Aufhebung beziehungsweise Herabsetzung der Rente (BGE 125 V 413 E. 2d
am Ende
, 113 V 273 E. 1a, 109 V 262 E. 4a, je mit Hinweisen; vgl. BGE 130 V 343 E. 3.5). Spricht die Verwaltung der versi
cherten Person eine befristete Rente zu und wird beschwerdeweise einzig die Befristung der Leistungen angefochten, hat dies nicht eine Einschränkung des Gegenstandes des Rechtsmittelverfahrens in dem Sinne zur Folge, dass die unbestritten gebliebenen Bezugszeiten von der Beurteilung ausgeklammert bleiben (BGE 125 V 413 E. 2d mit Hinweisen). Die gerichtliche Prüfung hat vielmehr den Rentenanspruch für den gesamten verfügungsweise geregelten Zeitraum und damit sowohl die Zusprechung als auch die Aufhebung der Rente
zu erfassen (Urteil des Bundesgerichts I 526/06 vom 31. Oktober 2006 E. 2.3 mit Hinweisen).
1.6
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein
leuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet s
ind (BGE 134 V 231 E. 5.1 mit we
iteren Hinweisen)
.
2.
2.1
Dr.
med.
E._
, Leitende
Ärztin Handchirurgie des S
pitals
A._
, stellte im Bericht vom
3.
November 2010 folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (
Urk.
8/5/1):
(1)
eine leichte
axonale
senso
-motorische Schädigung des
Nervus
ulnaris
im
Ell
bogen
bereich
recht
s bei Status nach dorsaler Ell
bogenluxationsfraktur am
1
9.
Januar 2010 und Osteosynthese am 2
5.
Januar 2010
-
Status nach
Neur
olyse
Nervus
ulnaris
im
Sulcus
rechts und submuskulärer
Vorverlagerung am 2
8.
Juli 2010
(2)
eine Tendovaginitis
stenosans
Dig
. I rechts
-
Status nach Fing
er
bandspaltung A1
Dig
. I rechts
am 2
8.
Juli 2010
Weiter erklärte
Dr.
E._
, dass
ihr
Diagnosen ohne Auswirkung auf die
Arbei
ts
fä
higkeit
nicht bekannt seien.
Die Beschwerdeführerin sei als Bankan
gestellte vom 1
9.
Januar bis zum
3.
September 2010 zu 100
%
arbeitsunfähig gewesen.
Mit einer Wiederaufnahme der beruflichen
Tätigkeit könne gerechnet w
erden, wobei sie den Beginn
nicht abschätzen könne. Ein Teilzeitpensum zu min
destens 50
%
sollte
der Beschwerdeführerin
aber
ab sofort möglich sei
n (
Urk.
8/5/1-5
).
2.2
Dr.
B._
gab in seinem Bericht vom 2
5.
Januar 2011 an, dass die Beschwerde
führerin
in ihrer
zuletzt ausgeübten
Tätigkeit als
Bankangestellte
, bei der es sich um eine angepasste Tätigkeit handle,
vom 1
9.
Januar bis zum 4.
Oktober 2010 zu 100
%
arbeitsunfähig gewesen sei. Seit dem
5.
Oktober
2010
bestehe
bis auf
Weiteres
eine Arbeitsunfähigkeit von 50
%
(
Urk.
8/
10/2-
3).
2.3
Dr.
C._
diagnostizierte im Auszug a
us der Krankengeschichte vom 4.
Oktober 2011
in Bezug auf den Ellbogen rechts
eine post
traumatische
Ellbo
genarthrose
und eine
postero
-lateral
rotatorische
Instabilität. Er gab an, dass
zudem
auch eine Neuropathie des
Nervus
ulnaris
bestehen
würde
.
Sollten die Beschwerden
zunehmen, könnte eine Ellbogentotalprothese implantiert werden.
Die Prognose bezüglich der Schmerzen im Ellbogenbereich sei gut, bezüglich der Neuropathie des
Nervus
ulnaris
eher ungünstig. Die Arbeitsfähigkeit von 50
%
könne wegen des Ellbogens wohl im Moment und auch langfristi
g nicht gesteigert werden (Urk.
8/33/5).
2.4
Dr.
med.
F._
, FMH Physikalische Medizin und Rehabilitation,
erklärte
im
D._
-Bericht vom 1
9.
November 2012
, dess
en Gegenstand eine funktionsorientierte medizinische Abklärung der Arbeitsfähigkeit in Bezug auf die Ellbogenverletzung rechts bildete,
dass der Beschwerdeführerin aufgrund
der aktuellen Anamnese, der klinischen Untersuchung, der Bildg
ebung (Befun
dung) sowie der
Testresultate und Beobachtungen
anlässlich
der Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit
(EFL)
die angestammte Tätigkeit (als
Sachbear
beiterin bzw.
Datatypistin
) ganztags mit vermehrten Pausen über den ganzen Tag verteilt von einer Stunde zumutbar sei
, wobei
dies rück
blickend bereits
ca.
ab
dem
1.
Januar 2011
der Fall
gewesen sei (Urk.
8/34/7).
2.5
Dr.
med
.
G._
, Facharzt O
rthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD)
kam in sei
nen
Stellungnahmen vom
1.
Juli und
8.
August 2013
zum Schluss,
dass die bisherige Tätigkeit der Beschwerdeführerin als Bankangestellte vom
Belas
tungsprofil
her einer a
ngepassten Tätigkeit entspreche
und ging
zusammen
gefasst -
von folgenden Arbeitsunfähigkeiten
aus
(
Urk.
8/35/8-9):
100
%
ab dem 1
9.
Januar
bis zum 2
7.
Juni 2010
50
%
ab dem 2
8.
Juni bis zum 2
6.
Juli 2010
100
%
ab dem 2
7.
Juli bis zum
4.
Oktober 2010
50
%
ab dem
5.
Oktober 2010 bis zum 2
8.
Juni 2011
100
%
ab dem 2
9.
Juni bis zum
4.
September 2011
50
%
ab
d
em
5.
September 2011 bis zum
29./
3
0.
Oktober 2012
0
%
ab
dem 3
1.
Oktober
2012
2.
6
Im
an
die
Zürich gerichteten
Bericht vom
1.
Oktober 2013 gab
Dr.
C._
an, dass bei der Beschwerdeführerin eine relevante Gelenkschädigung des rechten Ellbogens und klare
Hinweise auf eine post-lateral
rotatorische
Instabi
lität vorliegen würden.
Da vor allem der radiale Ellbogenbereich schmerzhaft sei, könnte therapeutisch ein lokaler Gelenksersatz des
Capitulums
und des Radiusköpfchens diskutiert werden und beim Versagen dieser Mass
nahme eine Ellbogentotalprothese. Diesbezüglich scheine der Leidensdruck der Beschwer
deführerin aber noch nicht genügend ausgeprägt zu sein.
Er würde
sie
in diesem Zustand als zu 50
%
ar
beitsfähig einstufen (
Urk.
8/46
).
2.7
In seiner Stellungnahme vom 2
1.
Oktober 2013 führte RAD-Arzt
Dr.
G._
aus, dass im Bericht von
Dr.
C._
vom
1.
Oktober 2013 keine neuen medi
zinischen Tatsachen genannt würden und die Angabe einer 50%igen Arbeits
unfähigkeit ebenfalls nicht neu sei. Im Vergleich zum
D._
-
Bericht vo
n
Dr.
F._
handle es sich
um eine andere Beurteilung desselben medizini
schen Sachverhalts (
Urk.
8/48/2).
3.
3.1
Der
angefochtenen Verfügung vom 1
8.
November 2013
liegen
in medizinsc
her Hinsicht
im Wesentlichen
die
drei
Stellungnahme
n
von
RAD-Arzt
Dr.
G._
vom
1.
Juli,
8.
August
und
2
1.
Oktober 2013
zugrunde (
Urk.
8/35/7-9 und Urk. 8/48/2).
3.2
Was die
Annahme einer
grundsätzlich
uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin ab
dem
29./
3
0.
Oktober
2012 betrifft,
stützte sich RAD-Arzt
Dr.
G._
auf den Bericht
des Zentrums D._
von
Dr.
F._
vom 1
9.
November
201
2.
Dr.
F._
erklärte
in diesem
Bericht
, dass sich bei der aktuellen klinischen Untersuchung
der Beschwerdeführerin
(vom 29./3
0.
Oktober 2012) ein
Streck
defizit
von ca. 25° im Ellbogen rechts, jedoch höchstens eine minime Ein
schränkung für die Pro- und
Supination
des Unterarmes rechts und eine wenig ausgedehnte Sensibilitätsverminderung, welche noch dem
Ulnaris
zugerec
hnet werden könne, finde
. Eine klinisch relevante
manifeste
Schwäche der dem
Ulnaris
zuordenbaren Muskulatur
liege nicht vor
. Bei der EFL
habe die Beschwerdeführerin eine gute Leistungsbereitschaft und keine Inkonsistenzen gezeigt. Eine nachweisbare, irgendwie relevante Funktionseinschränkung
, zum
Beispiel
bei der Handkoordination oder der
Handkraft
, habe sich
nicht
feststel
len lassen
. Auch bei den Hebe- und
Gewichtsbelastungen hätten sich
im Bereich des rechten Armes im Vergleich zu links keine muskulären Erscheinun
gen (zum Beispiel eine vorzeitige raschere Muskelkontraktion oder ähnliches) gezeigt, die irgendwie die in der Anamnese beklagte arbeitsbehindernde
,
raschere Ermüdbarkeit medizinis
ch plausibel und
nachvollziehbar
hätte
n
erklä
ren können
.
Ca. ein bis drei Mal
habe die Beschwerdeführerin
während des halbstündigen PC-spezifischen Tests
den Arm für maximal eine Minute
hängen lassen. Eine Funktionseinschränkung
für das Bedienen der PC-Tastatur beid
händig, des Nummernblocks allein rechts und der Maus rechts (weitere physi
sche Arbeitsanforderungen fänden sich nicht – die Telefonbedienung erfolge links)
- auch durch das Streckdefizit oder die verdächtige
rotatorische
Instabi
lität im Ellbogen - sei
jedoch
nicht verifizierbar gewesen. Die muskuläre Belas
tung
der Arm-/Unterarmmuskulatur im Rahmen der Tätig
keit der Beschwerde
führerin sei
vorwi
egend statisch und gleichförmig.
Beim Abstützen des Unter
armes vol
ar
(
üblicherweise ja nicht mit
der
ulnaren
Kante und nicht mit dem Ellbogen
)
auf einer vor sich befindenden Flä
che bzw. einem Tisch bei der
B
edienung
des
PC
werde weder ein grosser
Druck noch ein
Bewegungs
im
pakt
auf
das Ellbogengelenk bzw. die Ellbogenarthrose ausgeübt. Da sich das Gelenk meistens in einem ca. 90°-Beugewinkel
befinde
und der Ellbogen kaum stark
bewegt
und gestreckt werden müsse
, sei eine funktionelle Einschränkung für die
se Tätigkeit
weder theoretisch nachvollziehbar noch
habe eine solche
anläss
lich der EFL
objektiviert werden können. Nachvollziehbar seien bei dieser
sta
tischen
,
gleichförmigen Tätigkeit bei einem mittler
en Schmerzniveau gelegent
liche
schmerz- und evtl. verkrampfungsvorbeugende Entlastungen bzw. das Schütteln des rechten Armes. Auf eine Stunde verteilt sei hier von maximal fünf bis sieben Entlastungen bzw. Kurzpausen von je einer Minute auszugehen
(
Urk.
8/34/4-5
)
.
Dr.
F._
kam daher
zunächst
zum Schluss, dass der Beschwerdeführerin aufgrund der aktuellen Anamnese, der klinischen Untersu
chung, der Bildgebung (Befundung) sowie der EFL
Testresultate und
Beobachtungen die angestammte Tätigkeit (als
Sachbearbeiterin bzw.
Data
typistin
) ganztags mit vermehrten Pausen über den ganzen Tag verteilt von einer Stunde zumutbar sei (
Urk.
8/34/7).
Die
se
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit
der Beschwerdeführerin im Zeitpunkt der Untersuchung vom 29./3
0.
Oktober 2012, die
Dr.
F._
in Kenntnis und Auseinan
dersetzung mit den
Vorakten
abgab
,
erscheint angesichts der genann
ten Befunde und der Erläuterungen dazu
ohne Weiteres
plausibel
.
3.3
Was die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin
vor dem 29./3
0.
Oktober
2012 anbelan
gt,
wich RAD-Arzt
Dr.
G._
von
der ret
rospektiven Beurteilung von Dr.
F._
,
wonach
die Beschwerdeführerin
bereits
ca.
ab dem
1.
Januar 2011 nicht mehr in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt gewesen sei,
ab. Wie
unter E.
2.5
erwähnt
,
ging
er
ab dem 1
9.
Januar 2010
von einer
mindestens
50%ige
n
Arbeitsun
fähigkeit
aus und erachtete
nach Ablauf des Wartejahres
am 1
8.
Januar 2011
(vgl. E. 1.4)
eine dauern
de 50%ige Arbeitsunfähigkeit
in der angepassten
Tätigkeit als Sachbearbeiterin
bis zum 2
8.
Oktober 2012
unter
brochen durch eine kürzere, weniger als drei Monate
an
dauernde
(
ope
rationsbedingte
)
Arbeitsunfähigkeit von 100
%
vom 2
9.
Juni bis zum 4.
Sep
tember 2011
,
die revisions
rechtlich somit unbeachtlich ist
(
vgl.
Art.
88a IVV
)
-
als ausgewiesen.
Er stützte
sich
dabei
auf die
echtzeitlichen B
erichte von
Dr.
E._
vom
Spital
A._
,
Dr.
C._
und
Dr.
B._
(vgl.
E. 2.1-3)
.
Ob diese
Rentenzusprache
zu Recht erfolgt ist, kann vorliegend offen bleiben. Auf der einen Seite ist von der Möglichkeit einer
reformatio
in
peius
zurückhaltend Gebrauch zu machen (Urteil des damaligen
Eidg
. Versicherungsgerichts
H
161/06 vom
6.
August 2007
E. 5.6). Auf der anderen Seite muss, wenn eine nur auf den Begutachtungszeitpunkt abgestützte Beurteilung keine Verbesse
rung nachweist und die Verwaltung gleichwohl zugunsten der versicherten Person eine befristete Rente zuspricht, eine Verbesserung (bis zum
Begutach
tungszeitpunkt
) auch nicht nachgewiesen werden (Urteil des Bundesgerichts 9C_17/2010 vom 2
7.
Oktober 2009 E. 3.1.2).
3.4
Was den im Rahmen des
Vorbescheidverfahrens
eingereichten Bericht von
Dr.
C._
vom
1.
Oktober 2013 betrifft
(vgl. E. 2.7)
, wies RAD-Ar
zt Dr.
G._
i
n seiner Stellungnahme vom 2
1.
Oktober 2013
darauf hin, dass in diesem
Bericht keine neuen medizinischen Tatsachen genannt würden und die Angabe einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit ebenfalls nicht neu sei. Im Vergleich zum
D._
-
Bericht vo
n
Dr.
F._
handle es sich
um eine andere Beurtei
lung desselben medizinischen Sachverhalts (
vgl. E. 2.8
).
Auch diese Darlegun
gen von RAD-Arzt
Dr.
G._
sind
nachvollziehbar
und finden in den vorliegen
den medizinischen Akten ihre
Stütze.
Schliesslich
ist
auch aufgrund des
im Beschwerdeverfahren nach
gereichten
B
ericht
s
von
Dr.
C._
vom
6.
November 2013
(
Urk.
3/4)
nicht ausge
wiesen, dass nach der Untersuchun
g bei
Dr.
F._
am 29./30.
Oktober 2012
eine
erhebliche
Verschlechterung der Ellbogenproblematik
rechts mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
eingetreten wäre.
3.5
Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass auf die
Beurteilung von
RAD
Arzt
Dr.
G._
betreffend Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin
abge
stellt werden kann.
4.
Die
beiden
von der Beschwerdegegnerin im Rahmen der Invaliditätsbemessung
vorgen
ommene
n
Einkommensvergleich
e, die per April 2011 einen
Invaliditäts
grad
von 50
%
und
per
Oktober 2012
einen In
validitätsgrad von 0
% ergaben
(
Urk.
8/50
)
,
wurden von der Beschwerdeführerin nicht in Zweifel gezogen. Für eine nähere Prüfung von Amtes wegen besteht kein Anlass (BGE 125 V 413 E.
1b und 2c).
Die angefochtene Verfügung vom 1
8.
November 2013, mit welcher der Beschwer
deführerin mit Wirkung ab dem
1.
April 2011 bis zum 3
1.
Dezember 2012 eine befristete halbe Rente zugesprochen wurde, erweist sich damit als rechtens
und die Beschwerde ist abzuweisen.
5.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht,
ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem
Ver
fahrens
aufwand
und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 600.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen.