Decision ID: 06720266-6f7e-4e25-8f39-95d91c574dc6
Year: 2019
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1956, zog sich am
4.
Juli 2006 bei einer Auffahr
kollision ein Distorsionstrauma der Halswirbelsäule zu. Er hatte bei einem Fuss
gängerstreifen angehalten, um einen Fussgänger die Strasse überqueren zu las
sen, als ein Sattelschlepper (
O._
) auf das Heck seines VW Golf aufprallte. Mit Verfügung vom 1
1.
Nove
mber 2010 sprach ihm die Sozial
versicherungsan
stalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, gestützt auf das vom Unfallversicherer einge
holte Gutachten der Z._
AG, vom 1
3.
Juli 2009 (mit psychiatrischer sowie neurologisch-neuropsycholo
g
ischer Abklärung durch das A._
;
Urk.
7/25/2-41
) mit Wirkung ab
1.
Mai 2008 eine halbe, bis zum 3
0.
September 2008 befristete Invalidenrente zu
(
Urk.
7/63-64+69)
, welche das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich mit Entscheid vom 3
1.
Mai 2012 bestätigte (
Urk.
7/83).
1.2
Am 3
1.
August 2012
(
Urk.
7/89/7-16)
beantragte
X._
unter Hinweis auf einen Bericht des
B._
, Röntgen
institut
C._
, vom
9.
August 2012 die Revision des Entscheides vom 3
1.
Mai 201
2.
Das Sozialversich
erungsgericht
wies das Gesuch mit Beschluss vom 2
6.
September 2012 ab, so
weit es darauf eintrat (
Urk.
7/89
/1-6
). Die dageg
en er
hobene Beschwerde hiess das Bundesgericht mit Urteil 8C_899/2012 vom
7.
Mai 2013 gut und wies die Sache an das hiesige Gericht zu ergänzenden Abklärungen und zur neuen Entscheidung über das
Revisionsgesuch zurück (
Urk.
7/95
/1-7
).
1.3
Im Rahmen der ergänzenden Abklärungen nach erfolgter Rückweisung ergab sich, dass
X._
am 1
5.
Juli 2009 einen weiteren Auffahru
nfall erlitten hatte
. Das Sozialversicher
ungsgericht zog die entsprechen
den Unfallakten bei und liess die Parteien dazu Stellung
nehmen (vgl.
Urk.
7
/121/2
). Zudem veranlasste es beim
Z._
ein
Gerichts- resp. Ergänzungsgutachten, welc
hes am
2.
Oktober 2015 erstattet wurde (
Urk.
7/114/3-
29
, 7/118/3-13). Mit Urteil vom
3.
März 2016 wies das Sozialversicherungsgericht das Revisionsgesuch ab (
Urk.
7/121).
Die dagegen erhobene Beschwerde wies das Bundesgericht mit Urteil 8C_323/16 vom 1
1.
August 2016 ab (
Urk.
7/132)
.
1.4
Mit Verfügung vom
6.
September 2016 (
Urk.
7/141) schrieb das Bundesgericht das Beschwerdeverfahren gegen das Urteil des hiesigen Gerichts vom 3
1.
Mai 2012 zufolge Rückzugs der Beschwerde ab.
2.
X._
hatte sich inzwischen am 2
4.
April 2016
- insbesondere unter Verweis auf das
Z._
-Gutachten vom
2.
Oktober 2015 -
erneut bei der In
validenversicherung zum Rentenbezug angemeldet (
Urk.
7/124,
vgl. auch
Urk.
7/133
, 7/149).
In der Folge tätigte die IV-Stelle weitere Abklärungen (
Urk.
7/156, 7/158, 7/159; vgl. auch
Urk.
7/154). Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
verneinte sie mit Verfügung vom
6.
September 2017 einen Ren
tenanspruch (
Urk.
2, 7/165, 7/168).
3.
Dagegen liess
X._
am
9.
Oktober 2017 Beschwerde erheben und die Zusprache einer halben Invalidenrente, eventualiter die Rückweisung der Sa
che an die Vorinstanz beantragen. In prozessualer Hinsicht liess er um unentgelt
liche Rechtspflege sowie um Durchführung einer öffentlichen Verhandlung ersu
chen (
Urk.
1 S. 2 f.). Die IV-Stelle schloss in der Beschwerdeantwort vom 1
4.
No
vember 2017 auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
6), was dem Beschwerdeführer zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
9). Er selber liess am 2
0.
November 2017
mit
teilen
, dass seine Rechtsschutzversicherung Kostengutsprache für das vorliegende V
erfahren erteilt habe (
Urk.
8).
Am 2
0.
Mai 2019 liess er den Antrag auf Durch
führung einer Hauptverhandlung zu Gunsten einer Referentenaudienz zurückzie
hen (
Urk.
10). Diese fand am 1
0.
Juli
2019 statt (
Urk.
11, Prot. S. 3
ff., vgl. auch
Urk.
14).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Wurde eine Rente
wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades
verweigert, so wird nach
Art.
87
Abs.
3
der Verordnung über die Invalidenversicherung
(
IVV
)
eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss
Abs.
2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den An
spruch erheblichen Weise geändert hat. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmel
dung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invalidi
tätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach
Art.
17
Abs.
1
des Allgemeinen Teil des Sozial
versicherungsrechts
(
ATSG
)
vorzugehen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Ver
änderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidität zu beja
hen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche mate
rielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b).
1.2
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berück
sichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam
menhänge und in der Beurteilung der m
edizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE
134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a
). Aus rechtlicher Sicht kann von einer medizinischen Einschät
zung der Arbeitsunfähigkeit abgewichen werden, ohne dass diese ihren Beweis
wert verlöre (SVR 2015 IV Nr. 16 S. 45
E. 2.3 [9C_662/2013]; Bundesgerichtsurteil 9C_648/2017 vom 2
0.
November 2017 E. 2.3.2
).
2.
2.1
Die IV-Stelle begründete die leistungsabweisende Verfügung
damit, aus dem
Z._
-Gutachten
vom
2.
Oktober 2015, auf welche sich der Beschwerdeführer be
rufe,
ergebe sich, dass einzig die neurologischen Diagnosen Au
s
wirkungen auf die Arbeitsfähigkeit hätten. Psychiatrische Diagnosen bestünden nicht. Insgesamt sei von einer
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 30
%
in der bi
sherigen Tä
tigkeit als Händler
von Auto-Occasionen
auszugehen, was einen Anspruch auf eine Invalidenrente ausschliesse (
Urk.
2).
2.2
Der Beschwerdeführer moniert, dass keine psychiatrische Abklärung vorgenom
men worden sei. Insofern sei der Sachverhalt unvollständig abgeklärt
(
Urk.
1
S. 9 f.). Dem
Z._
-Gutachten, welches soweit beweiskräftig sei, sei zu entnehmen, dass er unter verschiedenen Einschränkungen leide. Dies führe zu Interaktionen. Gemäss gutachterlicher Einschätzung habe sich die Arbeitsfähigkeit seit Juli 2006 schl
eichend verschlechtert und habe
zum Gutachtenszeitpunkt vom 1
4.
Novem
ber 2014 50
%
betragen. Da von einer linearen Verschlechterung auszugehen sei, habe die Einschränkung per
1.
Januar 2013 40
%
betragen. Ab diesem Zeitpunkt sei der Anspruch auf eine halbe Invaliden
rente ausgewiesen (
Urk.
1 S. 8 u. 11).
3.
Da die IV-Stelle auf die Neuanmeldung eintrat, ist zu prüfen, ob eine wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen eingetreten ist.
Vergleichszeitpunkt für eine für die Neuanmeldung relevante Veränderung bildet die
Verfügung vom 1
1.
November 2010
, mit welcher die Beschwerdegegnerin
eine von Mai bis Sep
tember 2008 befristete halbe Rente zugesprochen hat.
4.
4.
1
Die IV-Stelle stützte sich im Vergleichszeitpunkt auf folgende Berichte
.
4.2
Gemäss
dem psychiatrischen und
n
eurologisch-neuropsychologischen
A._
-Gutachten vom
3.
Januar 2009 (
Urk.
7/25/29-41)
, verfasst von
Dr.
med.
D._
, Fachärztin FMH für Neurologie,
und
Dr.
med.
Dr.
phil.
E._
, Facharzt FMH für P
sychiatrie und Psychotherapie,
konnten beim Beschwerdeführer keine psy
chopathologischen Veränderungen festgestellt werden. Aus psychiatrischer Sicht liess sich einzig ein subklinisches affektpathologisches Beschwerdebild feststellen (
Urk.
7/25/36+39).
Aus neurologischer
-neuropsychologischer
Sicht
fanden sich bei subjektiver Ein
schränkung der Aufmerksamkeits- und Gedächtnisleistungen seit dem Unfaller
eignis aktuell unter Berücksichtigung eines prämorbid mittleren Leistungsprofils durchwegs unauffällige Befunde.
Die Ärzte
hielten fest, insbesondere hätten keine Hinweise auf eine kortikale oder subkortikale Funktionsstörung beziehungsweise für eine hirnorganisch bedingte Leistungseinschränkung bestanden. Ebenso er
gebe sich gestützt auf die aktuellen
Konsensuskriterien
für die Feststellung einer substantiellen beziehungsweise strukturellen Hirnschädigung der diesbezüglichen massgeblichen Begutachtungsleitlinien kein Anhalt für eine im Rahmen des Un
falls erlittene traumatische Hirnschädigung. Die subjektiven neurokognitiven Be
schwerden seien hinreichend durch die chronifizie
rte Schmerzsymptomatik und müdigkeits
assoziierte Interferenzen erklärbar. Eine durch das Unfallereignis be
dingte dauernde oder erhebliche Schädigung der körperlichen oder geistigen In
tegrität lasse sich nicht ableiten.
Nach Auffassung der Gutachter
blieben die vom Beschwerdeführer
beschriebenen
präsynkopalen
Zustände unklar, die einerseits beim Stehen sowie beim Gehen ausgeprägt seien und subjektiv mit einer Gang
unsicherheit und Gangabweichung einhergingen, anderseits auch beim Essen in sitzender und weniger in stehender Körperposition verspürt würden. Phänomeno
logie und Verlauf der Symptomatik würden gegen
epileptische Anfälle sprechen (
Urk.
7/25/37).
Zur Arbeitsfähigkeit wurde ausg
eführt, dass es dem Beschwerdeführer
vor dem
Hintergrund der
festgestellten klinischen Schweregradbeurteilung aus neuropsy
chiatrischer Sicht normativ zumutbar sei, seiner angestammten Tätigkeit bezie
hungsweise einer ausbildungsadäquaten Verweistätigkeit im Umfange von 100
%
nachzugehen. Der
aus psychiatrischer Sicht zu erhebende
n
subklinische
n
bis höchstens affektpathologische
n
Symptomatologie komme kein Krankheitswert zu und
diese
habe mithin auch keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
(
Urk.
7/25/39-40
).
4.3
Im
von
PD
Dr.
F._
, Facharzt
FMH für Physikalische Medizin, und Rehabili
tation/Rheumatologie,
Dr.
G._
,
Facharzt FMH für Innere Medi
zin/
Rhaumatologie
,
sowie Physiotherapeutin Fünffinger verfassten
Z._
-Gutachten vom 1
3.
Juli 2009
wu
rden
ein
zerviko
spondylogenes
Schmerzsyn
drom, Kopfschmerzen vom Spannungstyp, Ohnmachtsgefühle, neurokognitive Symptome, neurasthenische
Symptome, eine leichtgradige af
fektpathologische Symptomatologie, sowie
ein Status nach HWS-Distorsionstrauma
diagnostiziert
(
Urk.
7/25/10
).
Unter dem Titel „angegebene B
eschwerden“ habe der Beschwer
deführer
ausgeführt, er sei im Anschluss an das Unfallereignis am
4.
Juli 2006 schockiert gewesen und habe Nacken- und Kopfschmerzen verspürt. In den Mo
naten Dezember 2006 bis Mai 2007 habe er aber weitgehend ein volles Pensum bewältigen können. Die Symptomatik habe sich verschlechtert
,
nachdem er beim Autofahren ein „Ohnmachtsgefühl“ gehabt habe. Danach habe er sein Pensum reduzieren müssen, im Vordergrund s
eien die Ohnmachtszustände, welche seinen Alltag einschränkten (
Urk.
7/25/6). Laut den Gutachtern
blieben die geschilder
te
n,
im Vordergrund stehenden Ohnmachtszustände ätiologisch unklar. Sie führ
ten aus, auch eine intern-medizinische Ursache könne die Symptomatik kaum erklären. Weiter hielten die Guta
chter unter Ver
weis auf die Ausführungen von
Dr.
D._
fest, die Phänomenologie der beschriebenen Symptomatik und der bisherige Verlauf mit unveränderter Sym
ptomatik über zwei Jahre sprächen
ge
gen epileptische Anfälle. Ferner lägen keine Hinweise für eine milde traumatische Hirnschädigung vor. Auch eine damit zusammenhängende zervikale Funktio
ns
störung erscheine sehr unwahr
scheinlich. Nach Auffassung der Gutachter waren sodann die Resultate der in einer Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit dur
chgeführten Belastbar
keitstests wegen Selbstlimitierung nur teilweise ver
wertbar. Insbesondere aufgrund der A
nnahme, dass sich der Beschwerdeführer
keine traumatische Hirnverlet
zung zugezogen habe, wurden weiterhin anha
ltende Unfallfolgen ausgeschlos
sen. Die Folgen des HWS-Distorsionstraumas seien spä
testens zwei Jahre nach dem Unfallereignis abgeklungen. Hinsichtlich der Ar
beitsfähigkeit wurde sodann ausgeführt, unabhängig von der Unfallk
ausalität sei die zuletzt ausge
übte Tätigkeit aus rheumatologischer und psychiatrischer Sicht ganztags und in vollem Leistungsausmass zumutbar (
Urk.
7/25/8-13).
4.4
Gestützt auf diese Aktenlage ging die IV-Stelle in der Verfügung vom 1
1.
No
vember 2010 davon aus, dass nach dem Unfall vom
4.
Juli 2006 die Arbeitsfä
higkeit anfänglich zu 50
%
eingeschränkt gewesen sei, indessen sich der Gesund
heitszustand spätestens per 3
0.
Juni 2008 wieder verbessert habe und ab diesem Zeitpunkt von einer vollen Arbeitsfähigkeit au
szugehen sei (
Urk.
7/64). Diese
Auffassung bestätigte das Sozialversicherungsgericht mit Urteil vom 3
1.
Mai 2012 (
Urk.
7/83). Im Rahmen des
(prozessualen) Revisionsverfahrens erg
ab sich, dass kein rentenbegründeter Invaliditätsgrad resultierte
auch bei Berücksichti
gung des MRI des Schädels
vom
9.
August 201
2.
Dabei hatten sich multiple Lä
sionen im Marklager und im Bereich des
Crus
cerebri sowie eine leichte Volu
menentwicklung des Grosshirns gezeigt
(
Urk.
7/85/21, 7/121, 7/132
).
5.
5.1
Die angefochtene
Verfü
gung vom
6.
September 2017 basierte
insbesondere auf dem
Z._
-Gutachten vom
2.
Oktober 2015, welches vom Sozialversicherungsge
richt im prozessualen Revisionsverfahren eingeholt
worden war
. Dieses enthält ein Hauptgutachten sowie ein von
Dr.
D._
verfasstes Teilgutachten vom 2
0.
März 2015
(vgl.
Urk.
2)
.
Daneben lagen ein Bericht von
Dr.
med.
H._
, Facharzt für Innere Medizin, vom 1
0.
Februar 2017 und ein Bericht von
Dr.
med.
I._
, Facharzt für Rheumatologie und Physikalische Medizin, vom 2
3.
Februar 2017 vor (
Urk.
7/156, 7/158, vgl. auch
Urk.
7/164).
5.2
5.2.1
Nach einer neuerlichen Untersuchung hielt
Dr.
D._
im Teilgutachten vom 2
0.
M
ärz 2015 fest, der Beschwerdeführer
zeige keine Antriebs-, Init
i
ations- oder Impulsstörungen und keine psychomotorische Hemmung oder anderweitige af
fektpathologische Störungsbilder. Jedoch bestünden leichte berufsrelevante neu
rokognitive Funktionsdefizite. Aufgrund der neuropsychologisch-leistungsp
s
y
chologischen Abklärung liessen sich hinsichtlich der kognitiven Basisfunktionen eine sprachlich betonte Lernschwäche sowie ein eingeschränktes sprachlich kon
zeptuelles Denken feststellen, hinweisend auf eine links frontotemporale Funk
tionsstörung und gut vereinbar mit den neuroradiologisch beschriebenen Läsio
nen. Im Vergleich zur Erstuntersuchung
vom 2008 zeige sich eine Befund
ver
schlechterung, die sich am ehesten im Rahmen einer vaskulären Enzephalopathie erklären lasse. Unfallbedingte Läsionen seien hingegen, wie bereits im Gutachten 2008 ausgeführt, nicht objektivierbar. Eher unwahrscheinlich sei, dass die im (so
genannten offenen) MRI vom
9.
August 2008 beschriebenen Befunde Folgen des Unfalls vom
4.
Juli 2006 seien. Vielmehr seien diese unter Berücksichtigung des vaskulären Risikoprofils mit Hypertonie und Blutdruckkrisen sowie dem fortge
führten Nikotinkonsum gut mit
mikroangiopathischen
Veränderungen erklärbar. Auch die aktuell angegebenen Kopfschmerzen seien am ehesten im Rahmen der hypertonen Krisen zu beurt
eilen. Zu den vom Beschwerdeführer
beschriebenen lageabhängigen Schwi
ndelsymptomen erklärte
Dr.
D._
, es bestünden Hin
weise auf einen benignen, paroxysmalen
Lagerungsschwindel (
Urk.
7/118/8
). Bei der
Befunderhebung war ein Spontan
nystagmus oder Kopfschüttelnystagmus je
doch nicht
eruierbar
. Ebenso war bei der Lagerung nach
Hallpike
, welche
gemäss Angaben des Beschwerdeführers
zu stärkstem Drehschwindel führte, unter der
Fre
nzelbrille
kein Nystagmus sicht
bar. Eine konklusive Beurteilung war letztlich kooperationsbed
ingt nicht möglich (
Urk.
7/118/7
). Zusammen
fassend hielt
Dr.
D._
fest, dass aufgrund der dargestellten Befunde keine durch das besagte Unfallereignis bedingte dauernde oder erhebliche Schädigung der kör
perlichen oder geistigen Integrität ableitbar sei. Die Leistungsfähigkeit schätzte sie im Vergleich zur Erstuntersuchung als geringer ein. Für die angestammte Tä
tigkeit als Autoverkäufer sowie für jede andere bildungsadäquate Tätigkeit attes
tierte sie eine 70%ige Arbeitsfähigkeit. Eine Steigerung der Leistungsfähigkeit durch eine adäquate Behandlung hielt sie für möglich. Explizit hielt sie fest, dass die Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit nicht un
fallbedingt sei (
Urk.
7/118/
8-9
).
5.2.2
Im
Z._
-Hauptgutachten vom
2.
Oktobe
r 2015, verfasst von PD
Dr.
F._
,
Dr.
D._
und Physiotherapeut
J._
, wurde ein multifaktorielles komplexes Beschwerdebild
bei
zervikospondylogem
sowie
zervikozephalem
Schmerzsyn
drom, myofaszial betont, Wirbelsäulenfehlform und -
fe
hlhaltung
, überlagernde
Kopfschmerzen vom Spannungstyp (DD
:
Hy
pertonie bedingt),
präsynkopale
Ereignisse
, neurokognitive
Minderbelastbarkeit und neur
a
sthenische
Symptome und kardiovaskuläre
Risikofaktoren (arterielle Hypertonie, Status nach Niko
tinabusus) diagnostiziert
(
Urk.
7/114/10-11). Dazu wurde festgehalten, die
lage
rungsbedingte Schwindel- und Übelkeitsneigung stelle ein geringeres Problem dar und sei wohl multifaktoriell bedingt im Sinne eines paroxysmalen Lagerungs
schwindels in Kombination mit ein
er Angstkomponente (
Urk.
7/114/10
). Im Ver
gleich zur Beurteilung vom 2008 ergebe sich eine Verschlechterung der neuro
kognitiven Leistungsfähigkeit bei sonst objektiv unveränderten Voraussetzungen. Diese sei aber unabhängig von den Unfallereignissen vom
4.
Juli 2006 und 1
5.
Jul
i 2009 zu taxieren (
Urk.
7/114/11
).
Insgesamt sei der Beschwerdefunktionskomplex in sich kohärent und mindestens teilweise durch die organisch-strukturellen Veränderungen erklärbar. Der Um
stand, dass keine Schmerzmittel eingenommen würden, spreche für eine stärkere chronisch-zentrale Schmerzkomponente, wobei die neuropsychologische Leis
tungsminderung durchaus auch die Stresstoleranz indirekt beeinflussen könne. Aus rein rheumatol
ogisch-orthopädischer Sicht ergä
ben sich keine relevanten Defizite hinsichtlich der beruflichen Tätigkeit (
Urk.
7/114/11). Anderseits bestehe doch ein nachvollziehbarer Beschwerde- und Schmerzkomplex im Bereich des Nackens und der Schulter, welcher interaktiv mit den
neuropsychologischen Leis
tungsminderungen wirken könne. Dadurch könne auch die Arbeitsfähigkeit in einem gewissen Masse beeinflusst werden (
Urk.
7/114/11).
A
uf entspre
chende
F
rage
hin
führten die
Z._
-Hauptgutachter aus
, dass
Dr.
D._
bei der Erstbegutachtung auch in Kenntnis des MRI des Schädels vom
9.
August 2012 zur Beurteilung gelangt wäre, dass die subjektiven neuro-kognitiven Besc
hwerden durch die chronifizierte
Schmerzproblematik und müdigkeitsassoziierte Interferenzen hinreichend erklärbar seien. Weiter habe
Dr.
D._
bei der Erstun
tersuchung die vom Beschwerdeführer
beschriebenen
präsynkopalen
Zustände als unklar beschrieben. Auch in Kenntnis des MRI vom
9.
August 2012 bleibe sie bei dieser Einschä
tzung (
Urk.
7/114/
13
). Im Gutach
ten wurde
sodann darauf hingewiesen, dass die (im Rahmen der neuerlichen Begut
achtung abgegebene) Beurteilung von
Dr.
D._
interdiszplinär
-konsensuell abgeglichen worden sei und sämtliche Gutachter diese Einschätzung t
eilten (
Urk.
7/114/16
). Ein Zusammenhang zwischen den neurokognitiven Beschwerden resp. den
präsynkopalen
Ereignissen mit dem Unfall vom
4.
Juli 2006 lasse sich nach wie vor nicht mit überwiegender Wahrscheinlichk
eit herstellen (
Urk.
7/114/13-14
).
Die weitere Gutachterfrage, ob das MRI vom
9.
August 2012 nach Ansicht von
Dr.
D._
zu einer anderen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit führe, bejahten die
Z._
-Gutachte
r
.
Sie führten dazu aus
, es sei inzwischen zu einer Verschlech
terung der neurokognitiven Leistungsfähigkeit gekommen (
Urk.
7/114/15).
Unter Verweis auf das Teilgutachten von
Dr.
D._
hielten sie fest,
aus
neurologisch-
neuropsychologisch-verhaltensneurologischer Sicht betrage die Arbeitsfähigkeit
aufgrund dieser Verschlechterung
nunmehr 70
%
(
Urk.
7/114/16
).
Die
Z._
-Gutachter erklärten weiter
, aus interdisz
i
plinärer-konsensueller Sicht er
gebe sich eine gewisse Interaktion. Die neurokognitiven Defizite könnten bei er
höhten Leistungsanforderungen zu Stressreaktionen führen, welche sich in einer Erhöhung sowohl der arteriellen Hypertonie als auch der muskuloskelettalen Be
schwerden äussern könnten. Insofern bestehe eine Circulus
vitiosus
-Situation. Konsensuell sei daher die Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit höher anzuset
zen. In der angestammten Tätigkeit bestehe eine (ausschliesslich krankheitsbe
dingte) Einschränkung von 50
%
im Rahmen einer Ganztagestätigkeit. Eine leichte bis mittelschwere Tätigkeit, die mit wenig Verantwortung und Erfolgsab
hängigkeit verbunden sei, sei aus interdisziplinärer Sicht
zu 70
%
zumutbar (
Urk.
7/114/16
). In ihren ergänzenden Bemerkungen wiesen die Gutachter darauf hin, dass es sich hinsichtlich der in diesem Gutachten gemachten Einschätzung der Arbeitsfähigkeit um ein Mischbild einer verschlechternden Gesundheitssitua
tion und einer Neubeurteilung eines bereits bekannten Gesundheitszustandes handle. Zum Verlauf der Arbeitsfähigkeit führten sie aus, konsequenterweise sei zum Zeitpunkt der Erstbegutachtung von einer Einschränkung in der Arbeitsfä
higkeit von 20
%
sowohl für die angestammte als auch für eine angepasste Tä
tigkeit auszugehen. Schleichend sei es dann zu einer Verschlechterung der neu
rokognitiven Leistungsfähigkeit ab März 2009 mit linear zunehmender Ein
schränkung der Arbeitsf
ähigkeit gekommen (
Urk.
7/114/17
).
5.3
Dr.
H._
führte im Bericht vom 1
0.
Februar 2017 aus, beim Beschwerdeführer be
stehe ein chronisches
Zervikalsyndrom
, eine arterielle Hypertonie und eine peri
phere arterielle
Verschlusskrankheit
. Im Vordergrund stünden die Nacken
probleme. Deswegen stehe der Beschwerdeführer bei
Dr.
I._
in Behandlung. Die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ergebe sich aufgrund dieser Problematik und w
e
rde vom Spezialarzt beurteilt (
Urk.
7/156).
5.4
Dr.
I._
hielt im Bericht vom 2
3.
Februar 2017 fest, er kenne den Beschwer
deführer seit der Erstkonsultation vom 1
7.
März 2008 wegen eines chronischen
zervikozephalen
Syndroms. Aus rheumatologischer Sicht sei der Gesundheitszu
stand über die
Jahre weitgehend gleichgeblieben
. Von seiner Seite seien
in
den letzten zwei Jahren keine spezifischen Therapien mehr erfolgt. Aus rein
rheuma
tologisch
-somatischer Sicht bestünden keine objektivierbaren Veränderungen, welche eine relevante Funktionseinschränkung begründen würden (
Urk.
7/158).
6.
6.1
Das
Z._
-Gutachten vom
2.
Oktober 2015 ents
pricht den praxisgemässen Anfor
derungen an den Beweiswert einer Expertise. Das Gutachten ist für die streitigen Belange umfassend. Ihm kommt somit voller Beweiswert zu. Daran ändert nichts, dass - wie sich aus den nachfolgenden Erwägungen ergibt - aus rechtlicher Sicht der medizinischen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit nicht gefolgt werden kann
(vgl. dazu E. 1.2 hiervor). D
avon, d
as
s dem
Z._
-Gutachten vom
2.
Oktober 2015
grundsätzlich
Beweiskraft zukommt, gehen auch die Parteien aus. Aufgrund der Berichte von
Dr.
H._
und
Dr.
I._
ist
sodann
ausgewiesen, dass es seither zu keiner Veränderung des Gesundheitszustands gekommen ist, wovon offe
nbar auch die Parteien ausgehen.
6.2
Die Aktenlage ist für die streitigen Belange umfassend. Die IV-Stelle kam ihrer Abklärungspflicht vollumfänglich nach. Soweit der Beschwerdeführer moniert, es hätte eine psychiatrische Abklärung stattfinden müssen, kann ihm nicht gefolgt werden. Es bestehen k
einerlei Anhaltspunkte, dass er
an einer psychiat
rischen Erkrankung leidet
. Im
A._
-
Gutachten vom
3.
Januar 2009 schloss der Psychia
ter
Dr.
E._
ein relevantes psychisches Geschehen aus (
Urk.
7/25/39-40
). Die
Z._
-Gutachten erachteten in ihrem Gutachten vom
2.
Oktober 2015
eine weiter
gehende psychiatrische Exploration nicht für notwendig. Im Rahmen der
Neuan
meldung machte der Beschwerdeführer mit keinem Wort eine Einschränkung aus psychischen Gründen geltend (
Urk.
7/149
). Aus den weiteren beigezogenen Akten ergeben sich keine Hinweise, dass er in einer psychiatrischen Behandlung stehen würde
, was er im Rahmen der Referentenaudienz
denn auch bestätigte (Prot.
S. 5
).
Da es
an Anhaltspunkten für ein relevantes psychisches Geschehen fehlt, be
stand für die IV-Stell
e daher
kein Anlass
, eine psychiatrische Untersuchung an
zuordnen.
Eine Verletzung der
Abklärungspflicht ist folglich
zu verneinen.
6.3
6.3.1
Im
Z._
-Gutachten vom
2.
Oktober 2015 gehen die Experten von einem prog
r
e
dienten Geschehen aus. Aus diesem Grund, aber auch aufgrund der Neubeurtei
lung des bereits bekannten und insoweit unveränderten Gesundheitszustands attestierten sie
nunmehr eine Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit vo
n 30
%
in einer leidensangepassten
respektive
von
50
%
in der bisherigen Tätigkeit
(
Urk.
7/114/16-17
).
6.3.2
Was die
se
Einschätzung der Arbeitsfähigkeit
anbelangt, hat das Sozialversiche
rungsgericht bereits im Urteil vom
3.
März 2016 festgehalten, dass darauf nicht abges
tellt werden kann (
Urk.
7/121/
10
).
Dr.
D._
stellte anlässlich ihrer Zweituntersuchung am 1
4.
November 2014 aufgrund der durchgeführten Leistungstests leichte neurokognitive Funktions-
de
fizite fest. Dies betraf
das verbale Lerne
n und das sprachliche konzeptio
nel
le Den
ken, wo eine leichte respektive
eine mittel
schwere Beeinträchtigung festge
stellt wurde. S
ämtliche
weiteren
Funktionen
blieben
unauffällig (
Urk.
7/118/
10-13
)
. In der klinischen Untersuchu
ng waren keine Verhaltensauffäl
ligkeiten auszu
machen. Insbesondere ergaben sich keine Auffälligkeiten in der Kommunikation (
Urk.
7/118/6+13)
. Vor diesem Hintergrund erscheint
die von
Dr.
D._
attes
tierte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 30
%
als Auto-Occasionshändler
als grosszügig
.
Da die festgestellten Defizite
jedoch
berufsrelevant sind (vgl. auch
Urk.
7/118/1
2-13
), ist
ihre Einschätzung
nachvollziehbar.
Anders
verhält es sich mit der konsensual festgelegten Arbeitsfähigkeit. Im We
sentlichen wird dabei aufgrund der myof
aszial dominierten muskuloske
lettalen Beschwerden, die rein aus rheumatolo
gischer Sicht keine arbeitsrele
vante Ein
schränkung zu bewirken vermögen, im Zusammenspiel mit Stressoren, unter an
derem ausgelöst durch die neuroko
gnitiven Defizite, auf eine Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit von 50
%
als Auto-Occasionshändler geschlossen. Ausgeführt wird in diesem Zus
ammenhang, der vom Beschwerdeführer
ausgeübte Beruf sei nur teilweise optimal. Na
chteilig wirkten sich die neuro
kognitiven Beeinträchti
gungen und die Neigung zur Stressreaktion aus (
Urk.
7/114/16). Dazu ist fest
hal
ten, dass – ausser nicht relevanten neurasthenischen Symptomen und einer leichtgradigen
dyst
hymen
affektpathologischen
Symp
tomologie
-
keine psy
chiatrischen D
iagnosen bestehen (
Urk.
7/25/36+39
). Der Neigung zu Stressreak
tionen kommt deshalb kein Krankheitswert zu. Eine über die aus neurologischer Sicht hinaus attestierte Arbeitsunfähigkeit vermag daher nicht zu überzeugen. Zu bemerken ist weiter, dass die
Z._
-Ärzte im Gutachten vom 1
3.
Ju
li 2009 noch ein Kräftigungspro
gramm
empfohlen hatten (
Urk.
7/25/10
). Das myofasziale Schmerzsyndrom ist also therapierbar. Ebenso ist eine Behandlung des Lage
rungsschwindels möglich und auch die kardiovaskulären Risikofaktoren (arteri
elle Hypertonie, Nikotinabusus) sind reduzierbar (
Urk.
7/118/
8
)
.
Die von den Gut
achtern ins Feld geführten hypertonen Krisen sowie die nicht
konrollierte
Hyper
tonie (
Urk.
7/114/16) als Auslöser der neurokognitiven Defizite waren unter adä
quater Therapie kontrollierbar und haben keine Auswirkung auf die Arbeitsfä
higkeit (
Urk.
7/156).
Im Rahmen der Zweitbegutachtung am 17./1
8.
November 2014 wurde eine Eva
luatio
n der funktionellen Leistungsfä
higkeit durchgeführt. Infolge Selbstlimitie
rung und Inkonsistenzen waren die Resultate der Belastungstests teilweise nicht verwertbar (
Urk.
7/114/10+12+20-29)
. Bei vorliegender Ausgangslage kann in
dessen offen bleiben, ob es sich dabei bloss um ein verdeutlichendes
Verhalten oder aber um eine ren
tenausschliessende Aggravation handelt (vgl. dazu Bundes
gerichtsurteil 8C_438/2015 vom 1
3.
Oktober 2015 E. 6).
6.4
Vor diesem Hintergrund
rechtfertigt es sich
,
hinsichtlich der Beurteilung der Ar
beitsfähigkeit nicht auf das
Z._
-Hauptgutachten, sondern auf das neurologische Teilgutachten von
Dr.
D._
a
bzustellen (vgl. BGE 143 V 124
E. 2.2.4). Es ist daher
nicht zu beanstanden, dass die IV-Stelle eine über die aus neurologischer Sicht hinaus attestierte Arbeitsunfähigkeit nicht anerkannte und dementspre
chend von einer Arbeitsfähigkeit von 70
%
in der angestammten Tätigkeit aus
ging
.
Da die angestammt
e Tätigkeit als eine
angepasste Tätigkeit für den Be
schwerdeführer zu quali
fizieren ist
(vgl.
Urk.
7/118/9; E. 5.2.1 hiervor)
, erübrigt sich
ein konkreter Einkommensvergleich zur Ermittlung des Invaliditätsgrades, weil für das Validen- und das Invalideneinkommen von gleichen Werten auszu
gehen ist (vgl. dazu BGE 114 V 310 E. 3a,
Bundesgerichtsurteil 8C_506/2008 vom
5.
März 2009 E. 5.1).
Der Grad der Arbeitsfähigkeit ist dem Invaliditätsgrad gleichzusetzen. Dieser beträgt mithin 30
%
. Es besteht damit kein Anspruch auf eine Invalidenrente. Im Übrigen spricht entgegen der Ansicht des Beschwerde
führers (
Urk.
1 S. 12) nichts gegen die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit. Nachdem er nach wie vor
als Auto-Occasionshandler arbeitsfähig
ist
, wenn auch in einem reduzierten Pensum, bedarf es insbesondere keiner Eingliederungsmass
nahmen.
Diese Erwägungen führen zur Abweisung der Beschwerde.
7.
7.1
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist abzuweisen, da dem Beschwerde
führer von seiner Rechtsschutzversicherung Kostengutsprache für das vorlie
gende Verfahren gewährt wurde (
Urk.
8, 10
)
.
7.2
Die Kosten gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG sind ermessensweise auf Fr.
1’0
00.-- fest
zusetzen und ausgangsgemäss dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.