Decision ID: 511e228f-8616-5878-80c5-a4b59fc92569
Year: 2010
Language: de
Court: SG_VG
Chamber: SG_VG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ a) M. M., geb. 19. Oktober 1983, ist Staatsangehöriger von Mazedonien. Ihm wurde
am 23. Mai 2000 im Rahmen des Familiennachzugs zu seinem in Zuckenriet (Politische
Gemeinde Niederhelfenschwil) wohnhaften Vater I. M. eine Niederlassungsbewilligung
erteilt. M. M. liess sich aber nicht in der Schweiz nieder, sondern besuchte weiterhin
eine Schule in Mazedonien. Mit Schreiben vom 30. April 2004 forderte ihn das
Ausländeramt auf, bis spätestens 31. Oktober 2004 in der Schweiz Wohnsitz zu
nehmen. Am 1. November 2004 reiste M. M. in die Schweiz ein und meldete sich am
2. November 2004 beim Einwohneramt Niederhelfenschwil an. Bis 30. März 2008
arbeitete er im Gartenbaubetrieb seines Vaters. In der Folge reiste er infolge
Differenzen mit seinem Vater nach Mazedonien zurück. Dort heiratete er am
19. September 2008 eine Landsfrau. Nachdem sein Vater erkrankt war, kehrte er am
15. November 2008 in die Schweiz zurück. Am 12. Dezember 2008 reiste er wieder
nach Mazedonien. Am 1. März 2009 verstarb I.M. M. M. reiste in der Folge am
14. März 2009 erneut in die Schweiz. Am 1. Juli 2009 zog er zu Verwandten nach
Rorschach.
b) A.M., die Mutter von M. M., erhielt im Rahmen des Familiennachzugs zu ihrem
Ehemann eine Aufenthaltsbewilligung. Als Wohnadresse gaben die Eheleute eine
Einzimmerwohnung in Zuckenriet an. A.M. hielt sich aber dort nur sporadisch zu
Besuchen bei ihrem Ehemann auf. Während des gesamten Jahres 2008 und bis
15. März 2009 hielt sie sich in Mazedonien auf. Mit Verfügung vom 25. September 2009
stellte das Ausländeramt fest, dass die Aufenthaltsbewilligung von A.M. infolge eines
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Auslandaufenthalts von über sechs Monaten erloschen ist. Diese Verfügung erwuchs in
Rechtskraft. Am 8. Oktober 2009 verliess A.M. die Schweiz.
c) Am 2. September 2009 teilte das Ausländeramt M. M. mit, es beabsichtige, das
Erlöschen der Niederlassungsbewilligung festzustellen. Zur Begründung führte es an,
M. M. habe sich für mehr als sechs Monate im Ausland aufgehalten.
Mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 28. September 2009 beantragte M. M., es sei
davon abzusehen, das Erlöschen der Bewilligung zu verfügen, und es sei ihm
wiederum die Niederlassungsbewilligung zu gewähren, eventuell die
Aufenthaltsbewilligung, eventuell sei der Aufenthalt in Anerkennung eines Härtefalls
nach Art. 30 Abs. 1 lit. b und/oder k des Ausländergesetzes (SR 142.20, abgekürzt
AuG) neu zu regeln durch Gewährung einer Niederlassungsbewilligung, allenfalls
zumindest einer Aufenthaltsbewilligung, unter Kosten- und Entschädigungsfolge.
Mit Verfügung vom 4. November 2009 stellte das Ausländeramt fest, die
Niederlassungsbewilligung von M. M. sei erloschen. Das Gesuch um Erteilung einer
Aufenthaltsbewilligung wies es ab.
B./ Gegen die Verfügung des Ausländeramts erhob M. M. durch seinen Rechtsvertreter
mit Eingabe vom 9. November 2009 Rekurs, der vom Sicherheits- und
Justizdepartement mit Entscheid vom 9. August 2010 abgewiesen wurde.
C./ Mit Eingaben seines Rechtsvertreters vom 16. und 30. August 2010 erhob M. M.
Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem Antrag, der Entscheid des Sicherheits-
und Justizdepartements vom 9. August 2010 und die Verfügung des Ausländeramts
vom 4. November 2009 seien aufzuheben, es sei davon abzusehen, das Erlöschen der
Niederlassungsbewilligung zu verfügen und es sei wiederum die
Niederlassungsbewilligung zu gewähren, eventuell allermindestens die
Aufenthaltsbewilligung, eventualiter sei der Aufenthalt in Anerkennung eines Härtefalls
nach Art. 30 Abs. 1 lit. b und/oder k AuG neu zu regeln durch Gewährung einer
Niederlassungsbewilligung, allenfalls zumindest einer Aufenthaltsbewilligung, alles
unter Kosten- und Entschädigungsfolge.
Am 1. September 2010 reichte der Beschwerdeführer weitere Unterlagen ein.
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Die Vorinstanz beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 2. September 2010 unter
Hinweis auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids die Abweisung der
Beschwerde.
Die Erwägungen des angefochtenen Entscheids sowie die vom Beschwerdeführer
vorgetragenen Ausführungen werden, soweit wesentlich, in den nachstehenden
Erwägungen dargelegt und gewürdigt.

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Der
Beschwerdeführer ist zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 64 Abs. 1 in
Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerdeeingaben vom 16. und 30. August
2010 sowie vom 1. September 2010 entsprechen zeitlich, formal und inhaltlich den
gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48
Abs. 1 und 2 VRP). Auf die Beschwerde ist daher einzutreten.
2. Das Erlöschen von ausländerrechtlichen Bewilligungen ist in Art. 61 AuG geregelt.
Nach Art. 61 Abs. 1 AuG erlischt eine Bewilligung mit der Abmeldung ins Ausland (lit.
a), mit der Erteilung einer Bewilligung in einem anderen Kanton (lit. b), mit Ablauf der
Gültigkeitsdauer der Bewilligung (lit. c) oder mit der Ausweisung nach Art. 68 AuG.
Art. 61 Abs. 2 AuG bestimmt, dass beim Verlassen der Schweiz ohne Abmeldung die
Kurzaufenthaltsbewilligung nach drei Monaten und die Aufenthalts- sowie die
Niederlassungsbewilligung nach sechs Monaten erlöschen. Auf Gesuch hin kann die
Niederlassungsbewilligung während vier Jahren aufrechterhalten werden.
2.1. Einer Abmeldung kommt die weitreichende Konsequenz, die Bewilligung erlöschen
zu lassen, nur zu, wenn sie klar und eindeutig dahin zu verstehen ist, dass der
Aufenthalt in der Schweiz definitiv aufgegeben werden soll. Dies trifft nicht zu, wenn die
Erklärung, die der Ausländer abgibt, nicht frei von Willensmängeln dahin verstanden
werden muss, dass er die Zelte abbricht und definitiv in seine Heimat zurückkehrt.
Ausländer mit Niederlassungsbewilligung sind daher praxisgemäss bei der Abmeldung
ausdrücklich auf die weitreichenden Folgen derselben hinzuweisen (vgl. Zünd/ Arquint
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Hill, in: Ausländerrecht, 2. Aufl., Basel 2009, Rz. 8.8 mit Hinweisen auf die
Rechtsprechung).
Verlässt eine ausländische Person die Schweiz, ohne sich abzumelden, so erlöschen
die Aufenthalts- und die Niederlassungsbewilligung nach sechs Monaten. Nicht
entscheidend ist hierbei, ob der Mittelpunkt der Lebensverhältnisse in der Schweiz
aufgegeben und stattdessen im Ausland ein neuer Wohnsitz begründet wurde;
massgebend ist vielmehr das formale Kriterium des sechsmonatigen Aufenthalts im
Ausland (BGE 120 Ib 372). Auch das unfreiwillige Verweilen im Ausland, z.B. aus
gesundheitlichen Gründen oder wegen Freiheitsentzugs, hat deshalb das Erlöschen der
Bewilligung zur Folge. Umgekehrt lässt die Verlegung des Lebensmittelpunkts ins
Ausland die Bewilligung nicht erlöschen, wenn sich der Ausländer vor Ablauf von sechs
Monaten eines anderen besinnt und in die Schweiz zurückkehrt. Es genügt zur
Beibehaltung der Bewilligung allerdings nicht, vor Ablauf der sechsmonatigen Frist kurz
in die Schweiz zurückzukehren und wieder auszureisen. Die sechsmonatige Frist wird
zudem durch vorübergehende Besuchs-, Tourismus- oder Geschäftsaufenthalte in der
Schweiz nicht unterbrochen (Art. 79 Abs. 1 der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt
und Erwerbstätigkeit, SR 142.201, abgekürzt VZAE), wenn der Lebensmittelpunkt ins
Ausland verlegt worden sei und eine definitive Rückkehr in die Schweiz vor Fristablauf
nicht erfolgt (vgl. Zünd/Arquint Hill, a.a.O., Rz. 8.9 mit zahlreichen Hinweisen auf die
bundesgerichtliche Rechtsprechung).
2.2. Der Beschwerdeführer äusserte am 26. August 2009 gegenüber dem
Ausländeramt, er habe bis zum 30. März 2008 in der Firma seines Vaters, der M.+ M.
Gartenbau, gearbeitet. Da er mit der Geschäftsführung und dem Verhalten seines
Vaters nicht einverstanden gewesen sei, seien die Auseinandersetzungen unerträglich
geworden. Aus diesem Grund sei er zu seiner Mutter nach Mazedonien gefahren. Als
sein Vater an Krebs erkrankt sei, sei er zurückgekommen und habe ihm im November
und Dezember 2008 gesundheitlich wie geschäftlich geholfen, leider ohne Erfolg. Eine
Arbeitsbestätigung der M.+ M. Gartenbau könne er leider nicht vorlegen, da nach
Ausbruch der Krankheit seines Vaters die Administration der Firma total vernachlässigt
worden sei. Nach dem Tod seines Vaters und der Auflösung der M.+ M. Gartenbau
habe er versucht, sein Leben neu zu organisieren. Ab 1. April 2009 bis 30. Juli 2009
habe er bei der Firma A. gearbeitet. Nun arbeite er bei der Firma s. Nach Auflösung des
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Haushalts seiner Eltern in Niederhelfenschwil habe er in der Nähe seiner Familie sein
wollen. Aus diesem Grund wohne er zur Zeit bei seinem Cousin in Rorschach. Mit
seiner Hilfe und derjenigen seiner Familie habe er seinen Lebensunterhalt finanzieren
können. Er sei aber sehr daran interessiert, eine eigene Wohnung zu finden. Sein Ziel
sei es, in der Schweiz bleiben zu können, eine Arbeit zu haben und eine Familie
gründen zu können. Daher ersuche er, die Niederlassung zu verlängern.
Die Vorinstanz hielt aufgrund der Angaben des Beschwerdeführers und der von ihm
eingereichten Bestätigung des Reiseunternehmens Durmo Tours fest, dass der
Beschwerdeführer Anfang April 2008 in sein Heimatland reiste. Am 15. November 2008
passierte er gemäss Passeintrag die Grenze von Serbien nach Kroatien. Er reiste nach
den Feststellungen der Vorinstanz gleichentags wieder in die Schweiz ein und hielt sich
rund einen Monat in der Schweiz auf, worauf er nach Mazedonien zurückkehrte. Dies
ist durch einen Grenzübertritt am 13. Dezember 2008 nach Kroatien belegt. Am
14. März 2009 reiste er nach den Feststellungen der Vorinstanz wiederum in die
Schweiz ein und hält sich seither in der Schweiz auf. Im April 2009 ist erneut eine Reise
nach Mazedonien dokumentiert.
Zutreffend stellte die Vorinstanz somit fest, dass der Beschwerdeführer mehr als sechs
Monate im Ausland weilte und daher die Niederlassungsbewilligung erloschen ist. Am
9. Juli 2008 wurde zwar ein Stempel im Pass eingetragen, doch belegt dieser keine
Einreise in die Schweiz im fraglichen Zeitraum. Im vorliegenden Fall hat sich der
Beschwerdeführer bei der Ausreise nach Mazedonien im April 2008 nicht auf dem
Einwohneramt abgemeldet. Die Einwohnerbehörden hatten daher gar keine
Möglichkeit, den Beschwerdeführer auf die Folgen seines Verhaltens hinzuweisen. Im
übrigen ist nach den gesetzlichen Bestimmungen ein Aufenthalt von mehr als sechs
Monaten im Ausland hinreichend, um die Bewilligung erlöschen zu lassen. Das Gesetz
sieht nicht vor, dass der Ausländer subjektiv die Absicht haben muss, die Schweiz
definitiv zu verlassen. Soweit sich der Beschwerdeführer auf eine Aufweichung der
bundesgerichtlichen Praxis beruft, wonach es bei entschuldbarer Säumnis bzw. bei
Vorliegen ausserordentlicher Umstände als zulässig betrachtet werde, dass auch noch
innert kurzer Zeit nach Ablauf eines sechsmonatigen Auslandaufenthalts eine
Verlängerung des Auslandaufenthalts beantragt werden könne, sind seine Vorbringen
nicht stichhaltig. Das Bundesgericht hat in den vom Beschwerdeführer zitierten Urteilen
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(in: Zünd/Arquint Hill, a.a.O., Rz. 8.10, Fn. 27) entschieden, dass in ausserordentlichen
Konstellationen ein Gesuch um Verlängerung des bewilligten Auslandaufenthalts auch
kurze Zeit nach Ablauf der sechsmonatigen Frist gemäss dem früheren Art. 9 Abs. 3 lit.
c ANAG gestellt werden könne (BGE 2A.514/2003 vom 5. November 2003, E. 3.2). Im
vorliegenden Fall hat dies der Beschwerdeführer nicht getan, sondern erst nach der
Anzeige des Erlöschens der Niederlassung ein Gesuch um Verlängerung der
Bewilligung gestellt.
Auch im Urteil 2A.308/2001 bestätigte das Bundesgericht seine Praxis; im übrigen
betraf dieser Entscheid einen Sonderfall, da der Beschwerdeführer geltend machte, er
habe davon ausgehen dürfen, er verfüge über das Schweizer Bürgerrecht. Das Urteil
2A.365/1999 ist nicht publiziert; es finden sich indes im Urteil 2A.308/2001 keine
Hinweise auf eine abweichende Beurteilung.
Im Urteil 2A.86/2004 ging es auch um die Frage, ob ein Gesuch um Verlängerung der
sechsmonatigen Frist nach Art. 9 Abs. 3 lit. c ANAG kurze Zeit nach Ablauf der ersten
sechs Monate gestellt werden kann und ob ein solches Gesuch den Betroffenen davon
entbindet, in jedem Fall vor Ablauf von sechs Monaten in die Schweiz zurückzukehren
(E. 2.2.2). Auch im Urteil 2A.14/2004 wird die ständige Praxis des Bundesgerichts
bestätigt. Allein aus den Erwägungen des Bundesgerichts, inwieweit allenfalls im
Hinblick auf die Handlungsunfähigkeit des Beschwerdeführers auf ein nachträgliches
Verlängerungsgesuch hätte eingetreten werden müssen, lässt sich nichts zugunsten
des Beschwerdeführers ableiten, da bei diesem zu keiner Zeit eine
Handlungsunfähigkeit bestand. Auch im Urteil 2A.376/2004 ging es um ein
Verlängerungsbegehren nach Art. 9 Abs. 3 lit. c ANAG.
Aus den vorstehenden Erwägungen ergibt sich, dass es keine ausschlaggebende Rolle
spielt, ob der Beschwerdeführer bei der Ausreise nach Mazedonien im April 2008
beabsichtigte, längerfristig dort zu bleiben oder ob er den Aufenthalt in Mazedonien nur
als vorübergehende Übersiedlung betrachtete. Im übrigen versteht es sich von selbst,
dass eine Berufung auf Unkenntnis der gesetzlichen Regelung ausser Betracht fällt
(BGE 2A.514/2003 E. 3.2).
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Vorliegend fällt auf, dass der Beschwerdeführer nach der Erkrankung des Vaters nicht
definitiv in die Schweiz zog, sondern rund einen Monat nach der Einreise wiederum
nach Mazedonien zurückkehrte. Sein Einwand, es erscheine unverhältnismässig, aus
einem derart kurzen Überziehen der tolerierten Abwesenheitsdauer die überaus harte
Konsequenz des Erlöschens der Niederlassungsbewilligung zu ziehen, ist nicht
stichhaltig, da in diesem Bereich keine Interessenabwägung bzw. keine Prüfung der
Verhältnismässigkeit stattfinden kann (vgl. VerwGE B 2010/49 vom 1. Juli 2010, in:
www.gerichte.sg.ch). Das Gesetz sieht als zwingende Folge eines Aufenthalts von mehr
als sechs Monaten ohne Abmeldung ein Erlöschen der Niederlassungsbewilligung vor.
Auch ist nicht entscheidend, ob sich der Beschwerdeführer bewusst war, dass ein
Auslandaufenthalt von mehr als sechs Monaten das Erlöschen der Bewilligung zur
Folge haben würde. Selbst wenn ihm sein Vater eine entsprechende Auskunft gegeben
hätte, würde dies nichts daran ändern, dass die zwingende gesetzliche Folge
eingetreten ist. Auf eine Befragung des Beschwerdeführers als Auskunftsperson und
einer weiteren bei der angeblichen Auskunft des Vaters anwesenden Person ist im
vorliegenden Fall zu verzichten. Aus den dargelegten Gründen wäre eine
entsprechende Auskunft des Vaters nämlich gar nicht relevant. Der Vater war ohnehin
nicht berechtigt, irgendwelche Zusicherungen abzugeben. Im übrigen verweist die
Vorinstanz zu Recht auf das Schreiben des Ausländeramts vom 30. September 2004
an den Beschwerdeführer, worin dieser ausführlich auf das Erlöschen der
Niederlassung nach einem Auslandaufenthalt von sechs Monaten hingewiesen wurde.
Falls der Beschwerdeführer seinen Vater mit der Regelung seiner persönlichen
Angelegenheiten beauftragte, hat er sich dessen Handlungen anrechnen zu lassen. Es
ist aber ohnehin nicht überzeugend, dass sich der Beschwerdeführer in solchen
Angelegenheiten von seinem Vater beraten liess, da er geltend macht, er habe mit ihm
Schwierigkeiten gehabt und sei deswegen nach Mazedonien zurückgekehrt. Bei dieser
Sachlage ist es nicht nachvollziehbar, dass der Beschwerdeführer seinen Vater, mit
dem er sich zerstritten hat, mit entsprechenden Fragen angegangen hat. Auch die
weiterhin erfolgte Zahlung der Krankenkassenprämien spielt keine ausschlaggebende
Rolle. Dass diese Prämien weiterhin bezahlt wurden, kann ohne weiteres darin
begründet sein, dass der Beschwerdeführer auch während eines längeren Aufenthalt
im Ausland die in der Schweiz zur Verfügung stehenden medizinischen Leistungen
beanspruchen wollte.
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Schliesslich ist festzuhalten, dass aus dem Urteil 2A.257/2000, E. 2b, die vom
Beschwerdeführer geltend gemachte Informationspflicht nicht ersichtlich ist. Das Urteil
hat einen streitigen Familiennachzug zum Gegenstand. Unbegründet ist auch der
Einwand, es widerspreche Treu und Glauben, wenn angesichts des langjährigen
früheren Aufenthalts dem fehlenden Willen zur Aufgabe der Niederlassungsbewilligung
und des Nichtwissens um die Konsequenzen des Bewilligungserlöschens und um die
Möglichkeit der Reservation keine Bedeutung zukommen würden.
2.3. Zusammenfassend ist daher festzuhalten, dass ein Aufenthalt des
Beschwerdeführers in der Schweiz zwischen April 2008 und 15. November 2008 nicht
nachgewiesen ist und kein Gesuch um Verlängerung der Bewilligung gestellt wurde,
weshalb die Niederlassungsbewilligung von Gesetzes wegen erloschen ist. Wie
erwähnt, sind die Gründe für den Aufenthalt im Ausland unbeachtlich. Sowohl
gesundheitliche Gründe als auch unfreiwillige Abwesenheiten führen nach dem Willen
des Gesetzgebers zum Erlöschen der Niederlassung. Auch ist ein Verschulden des
Bewilligungsinhabers nicht ausschlaggebend, und eine Prüfung der
Verhältnismässigkeit bzw. eine Güterabwägung finden nicht statt. Daher haben
Ausländeramt und Vorinstanz zu Recht entschieden, dass die
Niederlassungsbewilligung des Beschwerdeführers gemäss Art. 61 Abs. 2 AuG
erloschen ist.
2.4. Weiter beantragt der Beschwerdeführer, es sei ihm eine Bewilligung gestützt auf
Art. 30 Abs. 1 lit. b bzw. lit. k AuG zu erteilen.
Bei der Beurteilung, ob eine Aufenthaltsbewilligung wegen eines schwerwiegenden
persönlichen Härtefalls im Sinn von Art. 30 Abs. 1 lit. b AuG zu erteilen ist, sind nach
Art. 31 VZAE insbesondere die Integration des Gesuchstellers, die Respektierung der
Rechtsordnung durch den Gesuchsteller, die Familienverhältnisse, insbesondere der
Zeitpunkt der Einschulung und die Dauer des Schulbesuchs der Kinder, die finanziellen
Verhältnisse sowie der Wille zur Teilhabe am Wirtschaftsleben und zum Erwerb von
Bildung, die Dauer der Anwesenheit in der Schweiz, der Gesundheitszustand und die
Möglichkeiten für eine Wiedereingliederung im Herkunftsstaat zu berücksichtigen.
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Nach Art. 30 Abs. 1 lit. k AuG kann von den Zulassungsvoraussetzungen nach Art. 18
bis 29 AuG abgewichen werden, wenn die Wiederzulassung von Ausländerinnen und
Ausländern, die im Besitz einer Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung waren,
erleichtert werden soll. An ausländische Personen können gestützt auf diese
Bestimmung Kurz- oder Aufenthaltsbewilligungen erteilt werden, wenn ihr früherer
Aufenthalt mindestens fünf Jahre gedauert hat und ihre freiwillige Ausreise aus der
Schweiz nicht länger als zwei Jahre zurückliegt (Art. 49 Abs. 1 lit. b VZAE).
Ob ein fünfjähriger Aufenthalt in der Schweiz gegeben ist bzw. ob dieser
ununterbrochen gedauert haben muss, erscheint im vorliegenden Fall fraglich, kann
aber offen bleiben.
Wie der Beschwerdeführer zutreffend festhält, liegt der Entscheid über die Erteilung
einer Aufenthaltsbewilligung nach Art. 30 Abs. 1 lit. b oder lit. k AuG im Ermessen der
Behörde. Das Verwaltungsgericht kann die Ausübung des Ermessens des
Ausländeramts bzw. der Vorinstanz nicht überprüfen; seine Kognition ist auf die
Rechtskontrolle beschränkt (Art. 61 Abs. 1 und 2 VRP). Nach Art. 96 Abs. 1 AuG
berücksichtigen die zuständigen Behörden bei der Ermessensausübung die
öffentlichen Interessen und die persönlichen Verhältnisse sowie den Grad der
Integration der Ausländerinnen und Ausländer. Eine gesetzliche Pflicht, Ermessen in
irgend einer Weise grosszügig zu handhaben, besteht nicht.
Der bisherige Aufenthalt des Beschwerdeführers in der Schweiz dauerte von November
2004 bis April 2008, also etwas mehr als drei Jahre und war damit verhältnismässig
kurz. Ausserdem hat der Beschwerdeführer während seines Aufenthalts in Mazedonien
eine Landsfrau geheiratet, welche dort lebt und nie in der Schweiz ansässig war. Bei
dieser Sachlage ist nicht nachvollziehbar, inwiefern ein Härtefall vorliegt oder mit der
Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung die Wiederzulassung des Aufenthalts des
Beschwerdeführers in der Schweiz erleichtert werden soll. Im übrigen ist es zulässig,
dass die Ausländerbehörden im Hinblick auf die hohe Zahl von Ausländern in der
Schweiz bei der ermessensweisen Erteilung von Bewilligungen an Personen, welche
keinen Rechtsanspruch auf eine Bewilligung haben, eine restriktive Praxis anwenden.
Dies gilt auch dann, wenn die zeitlichen Voraussetzungen für die Stellung eines
Gesuchs um Wiederzulassung nach Art. 30 Abs. 1 lit. k AuG erfüllt sind. Allein der
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Umstand, dass sich der Beschwerdeführer in der Schweiz unbescholten verhalten hat,
dass er über eine Arbeitsstelle verfügt und eine gewisse Integration nicht von der Hand
zu weisen ist, lässt die Verweigerung einer Aufenthaltsbewilligung nicht als Missbrauch
oder Überschreitung des Ermessens erscheinen. Aufgrund der persönlichen
Verhältnisse durfte die Vorinstanz ohne Rechtsverletzung die Verweigerung einer
Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung bestätigen. Insbesondere bildet der
Umstand, dass die Ehefrau des Beschwerdeführers in Mazedonien lebt, einen
sachlichen Grund, der einer Bewilligung für den Beschwerdeführer in der Schweiz
entgegensteht, zumal er als Jahresaufenthalter keinen Rechtsanspruch auf
Familiennachzug seiner Ehefrau hätte (Art. 44 AuG).
Aus dem Gesagten ergibt sich, dass in der Verweigerung der Erteilung einer
Bewilligung nach Art. 30 Abs. 1 lit. b und k AuG keine Rechtsverletzung erblickt werden
kann.
3. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerde abzuweisen ist.
Dem Verfahrensausgang entsprechend hat der Beschwerdeführer die amtlichen Kosten
des Beschwerdeverfahrens zu bezahlen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr
von Fr. 2'000.-- ist angemessen (Art. 13 Ziff. 622 Gerichtskostentarif, sGS 941.12). Der
geleistete Kostenvorschuss in gleicher Höhe ist zu verrechnen.
Ausseramtliche Kosten sind nicht zu entschädigen (Art. 98bis VRP).
Demnach hat das Verwaltungsgericht