Decision ID: fd0015e0-e8a6-48df-afa4-321ad76995ed
Year: 2015
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Entscheid Versicherungsgericht, 15.04.2015 Art. 6 Abs. 1 UVG; Art. 4 ATSG. Natürliche Kausalität zwischen geklagten linksseitigen Kniebeschwerden und Rückenbeschwerden einerseits und einer unfallbedingten Fehlbelastung andererseits (mittelbare Unfallkausalität) nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen.Art. 18 Abs. 1 UVG; Art. 16 ATSG: Bestimmung des Invaliditätsgrads mittels DAP-Methode nicht zu beanstanden. Offenlegung sämtlicher DAP-Blätter abgelehnt. (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 15. April 2015,UV 2013/94).Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_400/2015.Präsident Joachim Huber, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug undMiriam Lendfers; a.o. Gerichtsschreiber Silvan BötschiEntscheid vom 15. April 2015in SachenA._,Beschwerdeführer,vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. David Husmann, schadenanwälte.ch AG,Alderstrasse 40, Postfach 517, 8034 Zürich,gegenSchweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358,6002 Luzern,Beschwerdegegnerin,betreffendVersicherungsleistungenSachverhalt:
A.
A.a A._ (nachfolgend Versicherter) war als Schleifer bei der B._ AG angestellt und
dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (nachfolgend Suva)
obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert, als er sich am 9. August 2005
bei einem Sturz von einer Leiter am rechten Fuss eine Calcaneusfraktur
(Fersenbeinbruch) sowie eine mediale Malleolarfraktur (Sprunggelenkfraktur) zuzog
(Suva-act. 1 f. und 4).
A.b Der Versicherte konnte seine Arbeit im März 2006 trotz
Bewegungseinschränkungen versuchsweise wieder aufnehmen und sein
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Arbeitspensum bis Juni 2006 sukzessiv auf 100 % ausbauen (Suva-act. 20, 24, 25, 26,
28 und 30). In der Folge verschlechterte sich jedoch der Gesundheitszustand des
Versicherten und sein Arbeitsverhältnis wurde auf den 1. Februar 2009 aufgelöst
(vgl. Suva-act. 62). Die Suva hatte ihm mit Verfügung vom 27. November 2008 eine
Integritätsentschädigung in der Höhe von Fr. 10'680.-- bei einer Integritätseinbusse im
Umfang von 10 % gewährt (Suva-act. 54). Mit Verfügung vom 11. Dezember 2009
sprach sie dem Versicherten zudem rückwirkend seit 1. Februar 2009 eine monatliche
Invalidenrente von Fr. 984.45 zu, gründend auf einer Erwerbsunfähigkeit von 21 %
(Suva-act. 73 ff.).
A.c Nach erfolgloser Einsprache (Suva-act. 80 ff. und 88) erhob der anwaltlich
vertretene Versicherte am 14. Juni 2011 Beschwerde gegen die Rentenverfügung vom
21. Dezember 2009 (Suva-act. 73) und verlangte gestützt auf die geltend gemachten
Rücken- und insbesondere die Kniebeschwerden eine Erhöhung der Invalidenrente der
Unfallversicherung und die Ausrichtung einer angemessenen Integritätsentschädigung
(Suva-act. 93). Mit Entscheid vom 14. Mai 2012 verneinte das Versicherungsgericht des
Kantons St. Gallen in der Angelegenheit UV 2011/45 die Unfallkausalität der
rechtsseitigen Kniegelenkbeschwerden. In Bezug auf die linksseitigen
Kniegelenkschmerzen konnte es eine Teilkausalität infolge Fehlbelastung nicht mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit ausschliessen und wies die Streitsache insoweit zur
ergänzenden Abklärung und anschliessend neuer Verfügung an die Suva zurück. Zur
Unfallkausalität der Rückenbeschwerden äusserte sich das Versicherungsgericht nicht
(vgl. Suva-act. 133). Ferner befand es nicht über die Höhe der
Integritätsentschädigung, zumal die entsprechende Verfügung vom 27. November 2008
(Suva-act. 54) unangefochten in Rechtskraft erwachsen war (Suva-act. 107).
A.d Anhand einer neuerlichen Untersuchung der linksseitig geklagten
Kniegelenkbeschwerden verneinte der von der Suva beauftragte Gutachter, Dr. med.
C._, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des
Bewegungsapparates, am 17. Januar 2013 eine Unfallkausalität zum Leitersturz vom
9. August 2005 (Suva-act. 124). Der neue Rechtsvertreter des Versicherten nahm dazu
am 13. Mai 2013 Stellung und verlangte eine zusätzliche Beurteilung der ebenfalls
geklagten Rückenbeschwerden sowie der neuerdings festgestellten
Fusswurzelarthrose (Suva-act. 139). Anlässlich einer kreisärztlichen Untersuchung vom
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16. Mai 2013 wurden deshalb sämtliche Beschwerden untersucht (Suva-act. 140) und
am 30. Mai 2013 ergänzende Röntgenaufnahmen (vgl. Suva-act. 142) erstellt. Gestützt
darauf wurden eine mittelbare Unfallkausalität der Knie- und Rückenbeschwerden
sowie eine richtungweisende Verschlimmerung der Fussbeschwerden am 21. Juni
2013 verneint (Suva-
act. 145). Infolge dieses Ergebnisses bezifferte die Suva die Erwerbsunfähigkeit des
Versicherten gestützt auf interne Referenzlohndaten (Dokumentation von
Arbeitsplätzen [DAP]; vgl. Suva-act. 75) auf nach wie vor 21 % und sprach ihm mit
Verfügung vom 11. Juli 2013 eine unveränderte Invalidenrente von monatlich Fr. 984.45
zu (Suva-act. 146).
B.
B.a Mit Einsprache vom 12. September 2013 beantragte der Versicherte die
Aufhebung der Verfügung der Suva vom 11. Juli 2013 (Suva-act. 150) unter
Ausrichtung einer Invalidenrente der Unfallversicherung von mindestens 50 % und
einer angemessenen Integritätsentschädigung. Ferner sei ein externes medizinischen
Gutachten zur Einschätzung der Restarbeitsfähigkeit und der Integritätsschädigung des
Versicherten einzuholen. Begründend brachte der Versicherte vor, dass die
linksseitigen Knie- und Rückenbeschwerden zumindest mittelbar unfallkausal seien
und sich die Arbeitsunfähigkeit aufgrund der fortschreitenden Fusswurzelarthrose
erhöht habe. Die kreisärztliche Beurteilung der Fussbeschwerden (Suva-act. 140 und
145) sei mit Blick auf die aktenkundigen Röntgenbilder nicht nachvollziehbar und
system- und verfahrensbedingt weniger beweisgewichtig als das anderslautende
verwaltungsexterne Gutachten (Suva-act. 124). Letzteres überzeuge aber hinsichtlich
der Kausalitätsbeurteilung der Knie- und Rückenbeschwerden nicht und erfülle die
"medico-legalen" Anforderungen an ein Gutachten nicht; diesbezüglich wurde auf die
Stellungnahme vom 11. Juli 2013 (Suva-act. 139) verwiesen. Insofern beruhe die
Invaliditätsbemessung der Suva auf einer unzulänglichen Grundlage und stütze sich mit
der DAP in widerrechtlicher Weise auf eine statistisch irrelevante und geheime
Datensammlung (Suva-act. 150).
B.b Die Suva wies die Einsprache des Versicherten mit Einsprache-Entscheid vom
7. November 2013 ab und begründete dies unter anderem mit dem im Sinne des
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Rückweisungsentscheids vom 14. Mai 2012 (Suva-act. 107) eingeschränkten
Abklärungsgegenstand, welcher der Verfügung vom 11. Juli 2013 (Suva-act. 146)
zugrunde liege. Demnach sei die Unfallkausalität der rechtsseitigen Kniegelenk- sowie
der rechtsseitigen Fussbeschwerden bereits abschliessend gerichtlich beurteilt
worden. Die zusätzlichen medizinischen Abklärungen hätten gezeigt, dass die
Unfallkausalität der linksseitigen Kniegelenkschmerzen und der Rückenbeschwerden
nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sei. Im Übrigen masse sich
der Rechtsvertreter des Versicherten in Ermangelung der entsprechenden Expertise
eine medizinische Einschätzung eines bereits beurteilten Sachverhalts im Sinne einer
unzulässigen "second opinion" an. In Bezug auf die Invaliditätsbemessung halte sich
die Suva an die bundesgerichtlichen Vorgaben (Suva-act 156).
C.
C.a Am 11. Dezember 2013 reichte der Versicherte (nachfolgend Beschwerdeführer)
beim Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen die vorliegend zu beurteilende
Beschwerde gegen den Einsprache-Entscheid der Suva (nachfolgend
Beschwerdegegnerin) vom 7. November 2013 ein und beantragte dessen Aufhebung
unter Ausrichtung einer Invalidenrente der Unfallversicherung von über 38 %. Es sei ein
Gerichtsgutachten zur Kausalitätsbeurteilung der linksseitigen Knie- sowie der
Rückenbeschwerden und zur Untersuchung der rechtsseitigen Fussbeschwerden
einzuholen; die Integritätsentschädigung für diese Gebrechen sei zu erhöhen.
Eventualiter sei die Streitsache zur Sachverhaltsergänzung an die Beschwerdegegnerin
zurückzuweisen. Zur Begründung bringt er vor, die von der Beschwerdegegnerin auf
Geheiss des Versicherungsgerichts veranlasste Untersuchung (Suva-act. 124) sei
unvollständig, "inhaltlich vorbefasst", widerspreche den "medico-legalen" Vorgaben
und vermöge in sachlogischer Hinsicht nicht zu überzeugen. Die Beschwerdegegnerin
habe den Untersuchungsgrundsatz verletzt, indem sie in Kenntnis dieser Defizite auf
das entsprechende Gutachten abgestellt habe. Mit Blick auf die medizinische
Aktenlage sei eine massgebende Verschlechterung der Fussbeschwerden
ausgewiesen und bestünden Anhaltspunkte auf eine mittelbare Unfallkausalität der
linksseitigen Knie- sowie der Rückenbeschwerden. Unter diesen Umständen sei eine
Invaliditätsbemessung nicht möglich, werde von der Beschwerdegegnerin aber unter
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Verletzung des rechtlichen Gehörs und gestützt auf eine unzulängliche Grundlage
vorgenommen (act. G 1).
C.b Mit Beschwerdeantwort vom 28. Januar 2014 beantragte die Beschwerdegegnerin
die Abweisung der Beschwere vom 11. Dezember 2013 (act. G 1). Die Rügen des
Beschwerdeführers seien unbegründet. So sei die nachträgliche Begutachtung (Suva-
act. 124) in jeglicher Hinsicht rechtsprechungskonform durchgeführt worden und voll
beweiswertig. Aufgrund der medizinischen Aktenlage (vgl. Suva-act. 95, 124, 140 und
145) sei die Unfallkausalität der linksseitigen Kniebeschwerden nicht mit dem
erforderlichen Beweisgrad nachgewiesen und seien eine mittelbare Unfallkausalität der
Rückenbeschwerden sowie eine Verschlechterung der unfallbedingten Beschwerden
am rechten Fuss widerlegt. An diesem Ergebnis vermöchten die Ausführungen des
Beschwerdeführers nichts zu ändern und weitere medizinische Abklärungen würden
sich erübrigen. Die Invaliditätsbemessung sei rechtskonform und inhaltlich korrekt
durchgeführt worden (act. G 7).
C.c In seiner Replik vom 5. Juni 2014 stellte der Beschwerdeführer zusätzlich
folgenden Antrag:
"Es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, die gesamte DAP Sammlung offen zu
legen und dem Beschwerdeführer auszuhändigen."
Zur diesbezüglichen Begründung verwies er auf einen beigelegten Auszug eines Urteils
des Kantonsgerichts Luzern vom 16. Mai 2014 (act. G 17.1) sowie ein Schreiben der
Beschwerdegegnerin betreffend eine andere Angelegenheit (act. G 17.2) und warf
verfassungs- und wettbewerbsrechtliche Bedenken auf. Im Übrigen äusserte er weitere
Zweifel an der Schlüssigkeit der aktenkundigen medizinischen Unterlagen sowie an
den gestützt darauf ergangenen Ausführungen der Beschwerdegegnerin (act. G 17).
C.d Duplizierend hielt die Beschwerdegegnerin am 9. Juli 2014 im Wesentlichen an
den Ausführungen in ihrer Beschwerdeantwort vom 28. Januar 2014 (act. G 7) fest.
Eine Offenlegung der DAP-Blätter sei mit Blick auf die bundesgerichtliche
Rechtsprechung nicht angezeigt; dem ins Recht gelegten Urteil des luzernischen
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Verwaltungsgerichts (act. G 17.1) liege eine andersartige Sachverhaltskonstellation
zugrunde, weshalb diese im vorliegenden Verfahren bedeutungslos sei (act. G 19).
C.e Der Schriftenwechsel wurde am 21. Juli 2014 abgeschlossen (act. G 20).

Erwägungen:
1.
1.1 Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet der
Einspracheentscheid vom 7. November 2013 betreffend Invalidenrente der
Unfallversicherung (Suva-act. 156). Streitig ist, ob die linksseitigen Kniebeschwerden
und die Rückenbeschwerden des Beschwerdeführers in mittelbar kausaler Weise auf
das Unfallereignis vom 9. August 2005 zurückzuführen sind und sich die rechtsseitigen
Fussbeschwerden seither in richtunggebender Weise verschlimmert haben. Ferner ist
umstritten, ob der Invaliditätsgrad des Beschwerdeführers gestützt auf diese
Beurteilung korrekt bemessen worden ist.
1.2 Wie das Gericht bereits in seinem Entscheid vom 14. Mai 2012 in der
Angelegenheit UV 2011/45 (Suva-act. 107) festgestellt hat, ist die Verfügung vom
27. November 2008 betreffend Integritätsentschädigung (Suva-act. 54) unangefochten
in Rechtskraft erwachsen. Zudem war die Integritätsentschädigung nicht Gegenstand
des Verwaltungsverfahrens, das der vorliegend zu beurteilenden Beschwerde zugrunde
gelegen hat (vgl. Suva-act. 146 und 156). Entsprechend ist auf das Begehren um
Erhöhung der mit Verfügung vom 27. November 2008 zugesprochenen
Integritätsentschädigung nicht einzutreten.
2.
2.1 Die Unfallversicherung gewährt gemäss Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über
die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen,
Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten. Die Leistungspflicht eines
Unfallversicherers setzt in Anwendung von Art. 4 des Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) zunächst voraus,
dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit,
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Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des
natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der
eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht
zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser
Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht
erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher
Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen
Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne
dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele. Ob zwischen einem
schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher
Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung bzw. im
Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach
dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs
genügt für die Begründung eines Leistungsanspruches nicht (BGE 129 V 181 E. 3.1).
Die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der aus dem natürlichen
Kausalzusammenhang sich ergebenden Haftung des Unfallversicherers spielt bei
physischen Unfallfolgen indessen praktisch keine Rolle, indem die Unfallversicherung
auch für seltenste, schwerwiegendste Komplikationen haftet, welche nach der
unfallmedizinischen Erfahrung im allgemeinen gerade nicht einzutreten pflegen (BGE
118 V 291 f. E. 3a; vgl. BGE 117 V 365 E. 5d/bb). Im Falle der Beweislosigkeit fällt der
Entscheid zu Ungunsten jener Partei aus, die aus dem unbewiesen gebliebenen
Sachverhalt Rechte ableiten wollte (vgl. BGE 138 V 221 f. E. 6).
2.2 Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der
Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die
urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln
sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig
davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die
verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs
gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht,
auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der
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Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen
Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und
ob die Schlussfolgerungen der Fachperson begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a).
2.3 Das Bundesgericht misst den Berichten versicherungsinterner Ärzte vollen
Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in
sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die
Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem Anstellungsverhältnis zum
Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf
Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das
Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen
lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im
Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Berichterstatters
allerdings ein strenger Massstab anzulegen (Urteil des Bundesgerichts 8C_887/2009
vom 21. Januar 2010 E. 6.2.1 mit Verweis auf BGE 125 V 353 f. E. 3b/ee).
2.4 Aus dem Grundsatz der Waffengleichheit folgt das Recht der versicherten Person,
mittels eigener Beweismittel die Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen
Feststellungen der versicherungsinternen Fachpersonen in Zweifel zu ziehen. Diese von
der versicherten Person eingereichten Beweismittel stammen regelmässig von
behandelnden Ärztinnen und Ärzten oder von anderen medizinischen Fachpersonen,
die in einem auftragsrechtlichen Verhältnis zur versicherten Person stehen. Da sich die
behandelnden Ärztinnen und Ärzte in erster Linie auf die Behandlung zu konzentrieren
haben, verfolgen deren Berichte nicht den Zweck einer den abschliessenden Entscheid
über die Versicherungsansprüche erlaubenden objektiven Beurteilung des
Gesundheitszustandes und erfüllen deshalb kaum je die rechtsprechungsgemäss
geforderten materiellen Anforderungen an ein Gutachten. Aus diesen Gründen und
aufgrund der Erfahrungstatsache, dass Hausärzte und behandelnde Ärzte im
Allgemeinen mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung im
Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen, wird im Streitfall eine direkte
Leistungszusprache einzig gestützt auf die Angaben der behandelnden Ärztinnen und
Ärzte denn auch kaum je in Frage kommen (vgl. BGE 135 V 470 f. E. 4.5). Diese
Erfahrungstatsache befreit das Gericht indessen nicht von seiner Pflicht zu einer
korrekten Beweiswürdigung, bei der auch die von der versicherten Person aufgelegten
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Berichte mitzuberücksichtigen sind. Diese sind daraufhin zu prüfen, ob sie auch nur
geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der Feststellungen
versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte wecken (BGE 135 V 471 E. 4.6).
2.5 Erachtet das Sozialversicherungsgericht die rechtserheblichen tatsächlichen
Entscheidungsgrundlagen bei pflichtgemässer Beweiswürdigung als schlüssig, darf es
den Prozess ohne Weiterungen, insbesondere ohne Beizug eines Gerichtsgutachtens,
abschliessen. Es kann dabei abschliessend gestützt auf Beweisgrundlagen urteilen, die
im wesentlichen oder ausschliesslich aus dem Verfahren vor dem
Sozialversicherungsträger stammen, wobei jedoch strenge Anforderungen an die
Beweiswürdigung zu stellen sind (vgl. BGE 122 V 162 E. 1d in fine).
3.
3.1 Nachdem das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen die Beschwerde
gegnerin mit Entscheid vom 14. Mai 2012 (Suva-act. 107) angewiesen hatte, die
(indirekte) Unfallkausalität der vom Beschwerdeführer geklagten linksseitigen
Kniebeschwerden rechtsgenüglich abzuklären, wurde Dr. C._ mit der Erstellung eines
entsprechenden Gutachtens betraut (vgl. Suva-act. 111, 113 und 121). Dem damaligen
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers wurde die Gelegenheit zur Stellungnahme
sowohl zur gutachterlichen Fragestellung als auch zur Person des Gutachters
eingeräumt (Suva-act. 112), wovon jedoch innert Frist kein Gebrauch gemacht wurde
(Suva-act. 118).
3.2 Nachdem Dr. C._ ausserhalb des eigentlichen Gutachtensauftrags (vgl. Suva-
act. 121) auch die Unfallkausalität der geklagten Rückenbeschwerden beurteilt und
eine "beginnende Fusswurzelahrthose nach ausgeheilter Calcaneus-Fraktur mit
Osteosynthese rechts" diagnostiziert hatte (Suva-act. 124), veranlasste die
Beschwerdegegnerin am 23. April 2013 eine kreisärztliche Beurteilung sämtlicher
Beschwerden (Suva-act. 133 f.). Es ist angezeigt, die geklagten Beschwerden
nachfolgend in tatsächlicher Hinsicht einzeln zu beurteilen.
3.3
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3.3.1 Betreffend die linksseitigen Kniebeschwerden kam Dr. C._ in seinem
Gutachten vom 17. Januar 2013 (Suva-act. 124) aufgrund einer klinischen und
radiologischen (vgl. Suva-act. 125) Untersuchung vom 15. Januar 2013 und gestützt
auf die dokumentierte und vom Beschwerdeführer wiedergegebene Krankengeschichte
sowie die aktenkundigen medizinischen Unterlagen zum Schluss, dass die
diagnostizierte "beginnende Retropatellararthrose links" nicht mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit auf die Unfallfolgen am rechten Fuss zurückzuführen sei. Er betonte
dabei, dass eine Fehlbelastung als Schmerzursache vorsichtig zu beurteilen sei. Der
Beschwerdeführer habe nämlich von bereits vor dem Unfallereignis bestehenden
Kniebeschwerden berichtet. Ferner ergebe sich aus dem Austrittsbericht des Spitals
D._ (Suva-act. 6), dass beim Unfall das Kniegelenk nicht verletzt worden sei. Zumal
sich der Beschwerdeführer nach der Entlassung aus dem Spital mithilfe von
mehrheitlich beidseitig eingesetzten Krücken fortbewegt habe und den rechten Fuss
habe teilbelasten können, ergebe sich – unter der Annahme einer korrekten
Gehschulung – ein symmetrisches und harmonisches Gangbild ohne linksseitige
Überbelastung. Entgegen der Beurteilung des Radiologen (vgl. Suva-act. 125) seien
denn am linken Knie radiologisch auch nur "geringe [retropatellare] degenerative
Veränderungen" feststellbar. Die anamnestischen Angaben des Beschwerdeführers
seien mit Blick auf dessen Alter nicht ungewöhnlich und für die Diagnose einer Arthrose
zu wenig ausgeprägt (Suva-act. 124).
3.3.2 Am 16. Mai 2013 untersuchte Kreisarzt Dr. med. E._, Facharzt für
Chirurgie FMH, den Beschwerdeführer erneut (Suva-act. 140). Anhand der
Krankengeschichte und unter Berücksichtigung sämtlicher vorhandener medizinischer
Unterlagen gelangte er nach einer weiteren radiologischen Untersuchung (vgl. Suva-
act. 142) zum Schluss, dass die linksseitigen Kniegelenkbeschwerden "höchstens
möglicherweise" auf die Calcaneusfraktur zurückzuführen seien. Die radiologisch
festgestellten "diskreten Veränderungen" des linken Knies (Suva-act. 140) entsprächen
den "minimalen degenerativen Veränderungen" auf der rechten Seite und seien
altersentsprechend, da keine traumatische Einwirkung dokumentiert sei (Suva-act.
145). Eine linksseitige Überbelastung sei "äusserst unwahrscheinlich", zumal keine
entsprechende Veränderung der Fusssohlenbeschwielung erkennbar sei (Suva-act.
140).
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3.3.3 Der Beschwerdeführer bringt diesbezüglich vor, dass es entgegen den
Ausführungen von Dr. C._ (vgl. Suva-act. 124) aus medizinrechtlicher Sicht keinen
Grund gebe, die indirekte Unfallkausalität infolge Fehlbelastung mit besonderer
Vorsicht zu beurteilen (act. G 1; vgl. Suva-act. 139 und 150). So spreche die Tatsache,
dass der Beschwerdeführer bereits vor dem Unfall an linksseitigen Kniebeschwerden
gelitten habe, nicht gegen die entsprechende Unfallkausalität; vielmehr habe infolge
der diesbezüglich "erhöhten Vulnerabilität" eine richtunggebende Verschlechterung
stattgefunden (act. G 1), weshalb die Unfallkausalität umso wahrscheinlicher sei (Suva-
act. 139). Dem Beschwerdeführer ein entsprechendes "Kausalitätsbedürfnis" zu
unterstellen sei tendenziös (Suva-act. 139; vgl. Suva-act. 150). Der eigentlichen
medizinischen Beurteilung der Kausalitätsfrage könne aus mehreren Gründen nicht
gefolgt werden. Zum einen weiche der Gutachter ohne Begründung von der
Einschätzung des Radiologen, welcher "ostheophytäre Reaktionen" (vgl. Suva-
act. 125), "also Zeichen eines fortgeschrittenen Arthrosegeschehens" erkenne, ab. Zum
andern lasse sich aus einer altersmässig gewöhnlichen Kniegelenksdegeneration in
Bezug auf die geklagten Beschwerden nichts ableiten; vielmehr falle auf, dass die
Degeneration nur einseitig auftrete (Suva-act. 139) und eine radiologische
Untersuchung des rechten Knies unterblieben sei (act. G 17). Im Übrigen erfolge die
Verneinung der Unfallkausalität im Wesentlichen ("Hauptargument") gestützt auf die
Annahme einer "idealen ergonomischen Versorgung und eines idealen Gangbilds durch
Gehschulung" nach dem Unfall (vgl. Suva-act 124). Dies treffe aber nachweislich nicht
zu (Suva-act. 150 und act. G 1). So würden die festgestellten "retropatellaren Befunde"
gegen eine Idealbelastung nach dem Unfall sprechen. Die festgestellte Hypotrophie der
rechtsseitigen Beinmuskulatur (vgl. Suva-act. 140) lasse vielmehr auf eine Fehlstatik
und eine Überbelastung der unteren Extremität auf der linken Seite schliessen (Suva-
act. 150). Zudem sei bereits im Austrittsbericht der Rehaklinik Bellikon vom 28. Februar
2006 (Suva-act. 18) von einer "Schonhaltung mit einer Zunahme der vorbestehenden
Kniebeschwerden" die Rede. Ferner könne einem Kreisarztbericht vom 15. Oktober
2008 (Suva-act. 48) entnommen werden, dass die Fussbettung nicht ideal gewesen sei
und keine symmetrische Belastung stattgefunden habe, sondern vermehrt der rechte
laterale Fussrand belastet worden sei, was zu einer Fehlhaltung geführt habe. Die
Tatsache, dass der Beschwerdeführer eine Gehschulung erhalten und eine
Bewegungstherapie besucht habe, vermöge daran nichts zu ändern (act. G 1). Die
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Schlussfolgerung, dass die linksseitigen Kniegelenkbeschwerden des
Beschwerdeführers von einer Fehlbelastung herrührten, sei durch die hausärztliche
Einschätzung (vgl. Suva-act. 63) medizinisch begründet (act. G 1). Die
Beschwerdegegnerin habe überdies anerkannt, dass eine vermehrte Belastung des
rechten Fussrandes eine Auswirkung auf das linke Knie habe, "indem sie solcherlei
nicht ausschliesst, sondern die Kausalität zumindest als möglich bezeichnet" (act.
G 17). Im Übrigen habe das Versicherungsgericht bereits im Entscheid vom 14. Mai
2012 (Suva-act. 107 E. 3.4) festgehalten, dass ein Zehenspitzengang mit
zunehmendem Entlastungshinken festgestellt worden sei, "was für eine sekundäre
Unfallfolge geradezu typisch" sei (act. G 1). Schliesslich wird vorgebracht, es handle
sich beim Abstellen auf die fehlende Unfallkausalität der linksseitigen Kniebeschwerden
(und der Rückenbeschwerden) aus koordinationsrechtlichen Gründen um eine
leistungsaufhebende Tatsache, die von der Beschwerdegegnerin mit dem Beweisgrad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu beweisen sei; dieser Beweis sei nicht
erbracht (Suva-act. 139).
3.3.4 Die Beschwerdegegnerin hält zunächst fest, dass sich der
Beschwerdeführer das linke Knie beim Unfall vom 9. August 2005 "in keiner Art und
Wiese direkt verletzt" habe und bis zum Oktober 2009 "nie an linksseitigen
Kniebeschwerden" gelitten habe. Erst "mehr als vier Jahre nach dem Unfall" habe der
Beschwerdeführer erstmals Kniebeschwerden geltend gemacht, die von dessen
Hausarzt am 6. November 2009 "ohne jegliche Begründung" und in Ermangelung der
"erforderlichen orthopädischen Ausbildung" auf eine Fehlbelastung infolge der
Calcaneusfraktur zurückgeführt worden seien (vgl. Suva-act. 63). Korrekterweise zeige
das in der Folge angefertigte MRI vom 3. Februar 2009 (vgl. Suva-act. 64) – wie von
Dr. med. F._, Facharzt für Chirurgie FMH, Suva Luzern, festgehalten (vgl. Suva-act.
95) – lediglich "altersentsprechende degenerative Veränderungen". Diese Einschätzung
werde anhand von bildgebenden Untersuchungen durch Dr. C._ (vgl. Suva-act. 124)
und Dr. E._ (vgl. Suva-act. 145) bestätigt (act. G 7). Auch habe ein diesbezüglicher
radiologischer Vergleich des linken mit dem rechten Knie (vgl. Suva-act. 142)
stattgefunden (act. G 19). Es sei hingegen nicht erkennbar, inwiefern Dr. C._ in
seinem Gutachten vom 17. Januar 2013 (Suva-act. 124) von der radiologischen
Befundung Dr. G._ (Suva-act. 125) abweiche, zumal letzterer keine eigene
Beurteilung vornehme (Suva-act. 156). Im Übrigen hätten Dr. C._ und Dr. E._ auch
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anlässlich von klinischen Untersuchungen keine (indirekten) Unfallfolgen mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit nachweisen können. Insbesondere sei eine
linksseitige Überbelastung als "äusserst unwahrscheinlich" (vgl. Suva-act. 140)
betrachtet worden (act. G 7). Der Beschwerdeführer habe sich nämlich einer
Gehschulung und einer Bewegungstherapie unterzogen, in deren Verlauf sich die
Schmerzen gelindert hätten und die entsprechende Medikation eingestellt worden sei
(Suva-act. 156). Im Austrittsbericht der Rehaklinik Bellikon vom 28. Februar 2006
(Suva-act. 18) sei denn von ärztlicher Seite auch nicht die Rede von einer angeblichen
Schonhaltung; eine solche sei lediglich vom Beschwerdeführer behauptet worden. Im
kreisärztlichen Bericht vom 15. Oktober 2008 (Suva-act. 48) sei bloss eine
Mehrbelastung des lateralen Fussrandes erwähnt. Eine angebliche "Fehlbelastung des
rechten Fusses mit Auswirkung auf das linke Knie" sei hingegen nicht dokumentiert.
Dies stimme mit der Einschätzung von Dr. C._ (vgl. Suva-act. 124) überein, wonach
eine einseitige Belastung des rechten Aussenfusses höchstens Beschwerden am
rechten und nicht am linken Knie bewirken könne; auch gemäss Dr. F._ (vgl. Suva-
act. 95) bestehe diesbezüglich "keine wissenschaftliche Basis". Ein unharmonischer
und asymmetrischer Gang sei durch den Einsatz von Krücken vermieden worden. Auf
diese Weise habe der Beschwerdeführer seine Arbeitsfähigkeit im angestammten Beruf
kontinuierlich wiedererlangt und sei während längerer Zeit "ohne jegliche Probleme am
linken Knie" vollständig arbeitsfähig gewesen. Aus "physischer Sicht" sei es denn auch
umso erstaunlicher, dass der Beschwerdeführer erst nach seinem Stellenverlust –
mithin nach Wegfall der beruflichen Körperbelastung – über Schmerzen am linken Knie
geklagt habe (act. G 7). Insgesamt masse sich der Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers in Ermangelung der entsprechenden Expertise eine medizinische
Sachverhaltsbeurteilung im Sinne einer "second opinion" an (Suva-act. 156).
3.3.5 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass das linke Knie des
Beschwerdeführers bei der Verunfallung am 9. August 2006 unbestrittenermassen
keine traumatische Einwirkung erfuhr (Suva-act. 4 und 6; vgl. Suva-act. 124 und 145).
Die einzige medizinische Einschätzung, welche die linksseitigen Kniebeschwerden – in
mittelbarer Weise – auf den Unfall vom 9. August 2006 zurückführt, stammt vom
Hausarzt des Beschwerdeführers, Dr. med. H._, Facharzt für Allgemeine Innere
Medizin FMH. Dieser bringt in einem Schreiben vom 6. November 2009 (Suva-act. 63)
ohne nähere Begründung vor, dass die "erheblichen Beschwerden in beiden
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Kniegelenken, insbesondere im linken", "zweifellos im Rahmen einer Fehlbelastung"
aufgetreten seien, da "früher nie über solche [Beschwerden] geklagt worden" sei. Diese
Aussage erstaunt insofern, als dass Dr. H._ aufgrund eines an ihn adressierten
Schreibens von Dr. med. I._, Facharzt für Orthopädische Chirurgie FMH, Klinik J._,
vom 9. Februar 2009 (Suva-act. 65) von der 11 Jahre zuvor durchgeführten
Arthroskopie am rechten Kniegelenk wissen musste. Ferner gab der Beschwerdeführer
gegenüber Dr. E._ an, bereits im Jahre 1995 an linksseitigen Kniebeschwerden
gelitten zu haben (Suva-act. 124). Dr. C._ gelangt denn in Übereinstimmung mit
Dr. E._ auch zum Schluss, dass am linken Knie radiologisch nur "geringe
degenerative Veränderungen retropatellär" (Suva-act. 124) bzw. "minimale [...]
retropatelläre Degenerationen" (Suva-act. 140) erkennbar seien, welche überdies "in
diesem Alter [des Beschwerdeführers] nicht ungewöhnlich" (Suva-act. 124) bzw.
angesichts der minimalen, retropatellär betonten degenerativen Veränderungen im
rechten Knie "altersentsprechend" (Suva-act. 145) seien. Beide Ärzte schliessen eine
Fehl- bzw. Überbelastung des linken Knies infolge der rechtsseitigen Fussverletzung
angesichts der gleichmässigen Fusssohlenbeschwielung und unter Hinweis auf ein
symmetrisches Gangbild infolge korrekter Gehschulung und Verwendung von Krücken
aus (Suva-act. 140; vgl. Suva-act. 124 und 145). Mit der Beschwerdegegnerin ist
zudem festzustellen, dass im Austrittsbericht der Rehaklinik Bellikon vom 28. Februar
2006 (Suva-act. 18) von ärztlicher Seite keine "Schonhaltung" erwähnt wurde. Gleiches
gilt für den kreisärztlichen Untersuchungsbericht vom 15. Oktober 2008 (Suva-act. 48),
wo dem Beschwerdeführer zufolge von einer Fehlbelastung die Rede sein soll.
Vielmehr hält Dr. E._ darin lediglich eine vermehrte Belastung des lateralen
Fussrandes rechts fest. Eine solche wird auch von Dr. C._ erkannt ("rechts nur
laterale Belastung" [Suva-act. 124]). Als Folge einer rechtsseitigen Fussverletzung
müsste diese aber nach den plausiblen Ausführungen von Dr. F._ und Dr. C._ mit
Blick auf die medizinische Lehre eher zu Beschwerden im rechten Knie führen (Suva-
act. 95 und 124). Insgesamt beurteilen Dr. C._ und Dr. E._ die linksseitigen
Kniebeschwerden nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit (Suva-act. 124) bzw.
höchstens möglicherweise (Suva-act. 145) als Folge des Unfalls vom 9. August 2005.
Nach dem Gesagten kann deren (indirekte) Unfallkausalität nicht als überwiegend
wahrscheinlich erwiesen betrachtet werden.
3.4
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3.4.1 Die vom Beschwerdeführer geklagten Rückenbeschwerden stufte Dr. C._
anlässlich der medizinischen Untersuchung vom 15. Janaur 2013 als
altersentsprechend ein; sie seien bereits früher bei Belastung aufgetreten und seien
unfallfremd (Suva-act. 124). Gegenüber Dr. E._ gab der Beschwerdeführer an, die
Rückenbeschwerden würden nur selten auftreten; sie wurden entsprechend als
"unauffälliger Befund" beschrieben (Suva-act. 140). Die radiologisch festgestellten
"mehrsegmentalen degenerativen Veränderungen" der Lendenwirbelsäule seien
altersentsprechend; eine richtungweisende strukturelle Veränderung sei aber
"insgesamt nicht bestätigt" (Suva-act. 145). Mit Blick auf das "nur geringradig
auffällige" Gangbild seien die Rückenbeschwerden keine überwiegend wahrscheinliche
Folge der Calcaneusfraktur (Suva-act. 140 und 145).
3.4.2 Der Beschwerdeführer führt diesbezüglich aus, dass die festgestellte Hypo
trophie der rechtsseitigen Beinmuskulatur (vgl. Suva-act. 140) auf eine Fehlstatik und
eine Überbelastung der unteren Extremität auf der linken Seite schliessen lasse,
wodurch sich eine "Auswirkung auf den Rücken ergebe" (Suva-act. 150). Ferner
spreche die zeitliche Koinzidenz des Auftretens bzw. der Verschlimmerung der Knie-
und Rückenbeschwerden für "eine Fehlstatik und Fehlbelastung, welche zu einer
entsprechenden richtunggebenden Verschlechterung geführt" habe (act. G 1). Die
blosse Behauptung, die Rückenbeschwerden seien eine altersentsprechende
Degeneration, sei nicht zu hören, denn die diesbezügliche Unfallkausalität könne
rechtsprechungsgemäss nicht durch blossen Verweis auf das Alter verneint werden. Im
Übrigen habe betreffend die Unfallkausalität der Rückenbeschwerden gar kein
Begutachungsauftrag bestanden (Suva-act. 139; vgl. act. G 1).
3.4.3 Die Beschwerdegegnerin hält den Ausführungen des Beschwerdeführers
entgegen, dass dieser lediglich im Mai 2008 (vgl. Suva-act. 43 f.) über
Rückenschmerzen geklagt habe. Anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung vom
15. Oktober 2008 (vgl. Suva-act. 48) habe er hingegen keine Rückenprobleme mehr
geltend gemacht. Gleiches gelte für das gesamte Verfahren, welches zum Entscheid
des Versicherungsgerichts vom 14. Mai 2012 (vgl. Suva-act. 107) geführt habe;
entsprechend seien auch keine diesbezüglichen Abklärungen angeordnet worden.
Ferner habe er gegenüber Dr. C._ angegeben, im Rahmen seiner beruflichen
Betätigung schon vor dem Unfall vom 9. August 2005 an Rückenschmerzen gelitten zu
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haben (vgl. Suva-act. 124). Am 16. Mai 2013 habe er Dr. E._ mitgeteilt, dass die
Rückenschmerzen nur noch selten auftreten würden (vgl. Suva-act. 140). Entsprechend
hätten sowohl Dr. C._ (vgl. Suva-act. 124) als auch Dr. E._ (vgl. Suva-act. 140) die
Rückenbeschwerden als unauffällig beurteilt; diese stellten somit "bloss eine
unbedeutende Randerscheinung ohne massgebende Beeinträchtigung des
Wohlbefindens" dar. In Ermangelung eines objektivierbaren "organischen/strukturellen
Substrats als Folge einer unfallbedingten Fehlbelastung" und in Anbetracht der "bloss
vereinzelten" Klagen nach langer Latenzzeit könnten die Rückenbeschwerden nicht als
indirekte Unfallfolge qualifiziert werden (act. G 7).
3.4.4 Vorab ist festzuhalten, dass eine körperliche Fehl- bzw. Überbelastung als
Folge der unfallbedingten rechtsseitigen Fussverletzung nicht mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit nachgewiesen werden konnte (siehe E. 3.3.5), weshalb die
entsprechenden Ausführungen des Beschwerdeführers bezüglich der
Rückenbeschwerden nicht mehr näher zu prüfen sind. Unbestrittenermassen litt der
Beschwerdeführer bereits vor dem Unfall vom 9. August 2005 an Rückenbeschwerden;
"bei der Arbeit auf der Baustelle habe er Rückenschmerzen gehabt und deswegen eine
Bandage getragen" (Suva-act. 124). Insofern ist die Behauptung des
Beschwerdeführers, wonach die Rückenbeschwerden unfallkausal seien, weil sie
zeitlich mit den linksseitigen Kniebeschwerden aufgetreten seien, nicht stichhaltig und
vermag nicht zu überzeugen. Gemäss eigenen Aussagen anlässlich der kreisärztlichen
Untersuchung vom 16. Mai 2013 treten die Rückenschmerzen zudem nur selten auf.
Sie wurden von Dr. E._ entsprechend als "unauffällig" bezeichnet (Suva-act. 140).
Dr. C._ stufte diese als "altersentsprechend" und "unfallfremd" ein (Suva-act. 124).
Zum gleichen Schluss kam Dr. E._ nach einer radiologischen Kontrolluntersuchung;
die dabei festgestellten "mehrsegmentalen degenerativen Veränderungen" der
Lendenwirbelsäule würden keine richtungweisende Degeneration darstellen und seien
nicht überwiegend wahrscheinlich unfallkausal (vgl. Suva-act. 140). An diesem
Ergebnis vermag der – nicht aufschlussreiche – Verweis des Beschwerdeführers auf die
bundesgerichtliche Rechtsprechung nichts zu ändern. Die mittelbare Unfallkausalität
der geklagten Rückenbeschwerden ist daher nicht mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit nachgewiesen
3.5
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3.5.1 Anlässlich der medizinischen Untersuchung vom 15. Januar 2013 stellte Dr.
C._ eine "beginnende Fusswurzelarthrose nach ausgeheilter Calcaneus-Fraktur mit
Osteosynthese rechts" fest, ohne näher darauf einzugehen (Suva-act. 124). Bei der
Beurteilung, ob es seit der unfallbedingten Fussverletzung vom 9. August 2005 zu einer
"namhaften Verschlechterung" (vgl. Suva-act. 140) gekommen ist, stellte Dr. E._
aufgrund der radiologischen Untersuchung vom 30. Mai 2013 (vgl. Suva-act. 142) fest,
dass im Bereich des oberen und unteren Sprunggelenks seit der radiologischen
Untersuchung vom 13. November 2008 (Suva-act. 49) keine wesentliche Zunahme der
Degeneration stattgefunden habe. Entsprechend sei eine richtungweisende
Verschlimmerung der Folgen der Calcaneusfraktur nicht überwiegend wahrscheinlich
nachgewiesen, weshalb das diesbezügliche Zumutbarkeitsprofil unverändert gelte und
sich die Integritätsbeeinträchtigung nicht verändert habe (Suva-act. 145).
3.5.2 Der Beschwerdeführer bringt dazu vor, dass es sich entgegen der
Einschätzung von Dr. C._ vom 17. Januar 2013 (Suva-act. 124) nicht mehr um eine
"beginnende", sondern um eine "fortschreitende" Fusswurzelarthrose handle. Hierfür
spreche, dass von Dr. E._ bereits "im Jahr 2008 eine beginnende Fusswurzelarthrose
festgestellt" worden sei (vgl. Suva-act. 48) und es nicht sachlogisch erscheine, "dass
per 2013 immer noch der gleiche Befund bestehen soll"; die ursprünglich festgestellte
Fusswurzelarthrose habe sich im Zeitverlauf nämlich fortentwickelt (act. G 1). Ferner
weise der Röntgenbefund von Dr. med. G._, Radiologe FMH, vom 15. Januar 2013,
wonach insbesondere im distalen Calcaneus ein verschmälerter Gelenkspalt und eine
vermehrte Sklerotisierung feststellbar seien (vgl. Suva-act. 125), auf eine "bestehende"
Arthrose hin (Suva-act. 150; vgl. act. G 1 und G 17). Somit habe Dr. G._ "bildgebend
tatsächlich eine fortschreitende Arthrose erkannt" (act. G 1). Unter diesen Umständen
sei eine Verschlechterung der Fussbeschwerden überwiegend wahrscheinlich
ausgewiesen (act. G 17). Hingegen vermöge die Einschätzung von Dr. C._ vor dem
Hintergrund der ausgeprägten Röntgenbefunde mit "viel Osteosynthesematerial" nicht
zu überzeugen (act. G 1). Ferner erstaune es bei dieser Aktenlage, dass die
Beschwerdegegnerin "bloss vier Monate später selber" Röntgenaufnahmen erstellen
lassen habe (vgl. Suva-act. 142), gestützt auf welche das Fortschreiten der Arthrose
verneint werde (Suva-act. 150). Der entsprechende Röntgenbericht vom 31. Mai 2013
(Suva-act. 142) könne jedoch nicht verwertet werden, da er die Röntgenaufnahmen
vom 13. November 2008 (vgl. Suva-act. 49) nicht berücksichtige (act. G 17).
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3.5.3 Die Beschwerdegegnerin erwidert auf diese Vorbringen, dass Dr. E._ am
24. November 2008 (vgl. Suva-act. 51) von einem "leichten Ausbildungsgrad" der
arthrotischen Veränderungen berichtet habe. Sodann sei gemäss einem Nachtrag vom
24. November 2008 (Suva-act. 52) zum kreisärztlichen Untersuchungsbericht vom
15. Oktober 2008 (Suva-act. 48) keine wesentliche Arthrose im oberen und unteren
Sprunggelenk (OSG und USG) erkennbar gewesen. Auf diesen Befund habe sich
Dr. E._ am 21. Juni 2013 (vgl. Suva-act. 145) bezogen und festgestellt, dass seither
"keine namhafte Zunahme der degenerativen Veränderungen" stattgefunden habe.
Wenn der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers die Beurteilung einer "beginnenden
Fusswurzelarthrose" durch Dr. C._ vom 17. Januar 2013 (Suva-act. 124) beanstande,
masse er sich ohne entsprechendes Fachwissen eine medizinische
Sachverhaltseinschätzung an. Im Übrigen sei die Bewertung der Fussbeschwerden
nicht Gegenstand des Beurteilungsauftrags von Dr. C._ gewesen (Suva-act. 156; vgl.
act. G 7). Insgesamt könne eine wesentliche Veränderung der rechtsseitigen
Fussbeschwerden gestützt auf einen Vergleich der Röntgenaufnahmen vom
13. November 2008 (Suva-act. 49) mit den Röntgenaufnahmen vom 30. Mai 2013
(Suva-act. 142) sowie den diesbezüglichen klinischen Untersuchungsergebnissen vom
21. Juni 2013 (Suva-act. 145) in objektiver Weise ausgeschlossen werden (act. G 7).
3.5.4 Es ist dem Beschwerdeführer insoweit zuzustimmen, dass die von Dr. C._
am 17. Januar 2013 gestellte Prognose einer "beginnenden Fusswurzelarthrose" (Suva-
act. 124) auf den ersten Blick erstaunen mag, zumal Dr. E._ bereits am 24. November
2008 ausführte, dass sich "die arthrotischen Veränderungen noch in einem leichten
Ausbildungsgrad" befänden, in Zukunft jedoch mit einer progredienten USG-Arthrose
zu rechnen sei (Suva-act. 51). "Eine wesentliche Arthrose im OSG und USG" zeigte
sich zum damaligen Zeitpunkt nicht (Suva-act. 52). Ferner hält ein Röntgenbericht vom
13. November 2008 (Suva-act. 49) fest, dass "kein Nachweis einer Arthrose"
auszumachen gewesen ist. Die von Dr. C._ am 17. Januar 2013 gestellte Diagnose
einer beginnenden Fusswurzelarthrose (Suva-act. 124) hält somit lediglich fest, dass
sich der Fortschreitungsgrad der bereits im Jahr 2008 ausgemachten Arthrose seither
nicht bzw. nicht wesentlich verändert hat. Dies deckt sich mit der anlässlich einer
eingehenden klinischen Untersuchung und insbesondere anhand eines Vergleichs
aktueller radiologischer Unterlagen (vgl. Suva-act. 145 und 142) mit den
Röntgenaufnahmen vom 13. November 2008 (vgl. Suva-act. 49) gezogenen
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Schlussfolgerung Dr. E._s vom 21. Juni 2013, dass am OSG und am USG "keine
namhafte Zunahme der degenerativen Veränderungen" stattgefunden habe und
entsprechend "keine richtungweisende Verschlimmerung überwiegend wahrscheinlich
nachgewiesen werden" könne (Suva-act. 145). Im Gegensatz dazu mutet es als
medizinische Spekulation an, wenn der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers den
röntgenologisch festgestellten verschmälerten Gelenkspalt im Calcaneus mit
vermehrter Sklerosierung und leichten osteophytären Reaktionen (Suva-act. 125)
dahingehend interpretiert, dass "tatsächlich eine fortschreitende Arthrose erkannt"
worden sei. Dies gilt umso mehr, als dass Dr. G._ eine Diagnose bewusst offen
gelassen hat ("Arthrose im USG?" [Suva-act. 125]). Zudem hat Dr. E._ das vom
Beschwerdeführer erwähnte "viele Ostheosynthesematerial" durchaus bemerkt (vgl.
Suva-act. 140 und 145). Er kam jedoch zum Schluss, dass dieses "nicht gelockert" sei
und "keine relevanten degenerativen Veränderungen des oberen und unteren
Sprunggelenks" stattgefunden hätten (Suva-act. 145). Mit Blick auf diese medizinische
Aktenlage ist eine richtunggebende Verschlechterung der rechtsseitigen
Fussbeschwerden nicht überwiegend wahrscheinlich nachgewiesen.
3.6
3.6.1 Abgesehen von der Kritik an der materiellen Richtigkeit der im Recht
liegenden Gutachten beanstandet der Beschwerdeführer diese auch in anderweitiger
Hinsicht. So genüge die Abklärung durch Dr. C._ (Suva-act. 124) den "medico-
legalen" Anforderungen an eine Begutachtung nicht, da sie unvollständig, "inhaltlich
vorbefasst" sowie "tendenziös" sei, in sachlogischer Hinsicht nicht zu überzeugen
vermöge und die mittelbare Unfallkausalität entgegen der diesbezüglichen
Rechtsprechung zu restriktiv beurteile (Suva-act. 139; act. G 1; vgl. act. G 17). Ferner
habe Dr. C._ die Frage nach der Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers nicht
beantwortet (vgl. Suva-act. 121 und 124), weshalb "die Kernfrage eines jeden
Gutachtens nicht beantwortet" sei (act. G 1; vgl. act. G 17). Demgegenüber sei das
Gutachten von Dr. E._ (Suva-act. 140 und 145) aufgrund dessen Näheverhältnis zur
Beschwerdegegnerin "weniger gewichtig" und "inhaltlich [...] voreingenommen" (Suva-
act. 150). Rechtsprechungsgemäss dürfe nicht auf eine versicherungsärztliche
Beurteilung abgestellt werden, wenn sich Anhaltspunkte der Einseitigkeit ergäben.
Zudem sei der Beurteilung von angestellten Versicherungsärzten nicht zu folgen, wenn
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auch nur leichte Zweifel an deren Richtigkeit bestünden. Vorliegend bestünden mehr
als bloss leichte Zweifel (act. G 17).
3.6.2 Die Beschwerdegegnerin entgegnet diesbezüglich, dass vom
Versicherungsgericht lediglich eine zusätzliche Abklärung betreffend die
Unfallkausalität der linksseitigen Kniebeschwerden verlangt worden sei (vgl. Suva-act.
107); wenn nun die Kniebeschwerden als nicht unfallkausal beurteilt worden seien, sei
deren Auswirkung auf die Erwerbsfähigkeit des Beschwerdeführers aus
unfallversicherungsrechtlicher Sicht irrelevant. Insofern beantworte das Gutachten von
Dr. C._ sämtliche Gutachtensfragen in schlüssiger und überzeugender Weise (Suva-
act. 156; vgl. act. G 7). Es basiere auf dessen eigenen Untersuchungen sowie aktuellen
bildgebenden Unterlagen und sei in Kenntnis der gesamten Aktenlage verfasst worden.
An der Zuverlässigkeit des Gutachtens bestünden somit keine Zweifel; vielmehr sei
dieses durch die kreisärztlichen Ausführungen von Dr. E._ bestätigt worden. Letzterer
sei ein Facharzt im Bereich der Unfallversicherung und verfüge als solcher über
besonders ausgeprägte traumatologische Kenntnisse und Erfahrungen. Seinem
schlüssigen, nachvollziehbaren und widerspruchsfreien Gutachten käme deshalb
rechtsprechungsgemäss eine vorrangige Bedeutung zu (act. G 7).
3.6.3 Zunächst ist mit der Beschwerdegegnerin festzuhalten, dass Dr. C._ die
Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers angesichts des konkreten
Gutachtensauftrags (vgl. Suva-act. 121) nicht zu beurteilen hatte, nachdem er die
(mittelbare) Unfallkausalität der linksseitigen Kniebeschwerden verneint hatte. Da er
sämtliche an ihn getragenen Fragen beantwortet hat, ist sein Gutachten somit in
jeglicher Hinsicht vollständig. Sodann verkennt der Beschwerdeführer, dass Dr. C._
nicht die mittelbare Kausalität zwischen den linksseitigen Kniebeschwerden und dem
Unfallereignis, sondern die "Fehlbelastung als [direkte] Schmerzursache" vorsichtig
beurteilt (vgl. Suva-act. 124). Der Vorwurf der inhaltlichen Vorbefassung geht somit
fehl. Im Übrigen sind die Gutachten von Dr. C._ und Dr. E._ formell zweckmässig
ausgestaltet und vermögen angesichts der vorangehenden Ausführungen auch in
materieller Hinsicht zu überzeugen; sie erscheinen mit Blick auf den jeweiligen
Abklärungsgegenstand als umfassend, basieren neben fachrichtungsspezifischen
Abklärungen auch auf den anamnestischen Angaben seitens des Beschwerdeführers
und berücksichtigen die zum Zeitpunkt ihrer Erstellung bestehende medizinische
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Aktenlage in umfassender Weise. Die entsprechenden Einschätzungen werden
abgesehen von den mitunter spekulativen Beanstandungen des Beschwerdeführers
von keiner medizinischen Fachperson angezweifelt. Somit bestehen keine auch nur
geringen Zweifel an deren Zuverlässigkeit und die beiden Gutachten erscheinen als voll
beweiswertig. Infolgedessen schadet auch das geltend gemachte Näheverhältnis
zwischen der Beschwerdegegnerin und Dr. E._ der Beweiswertigkeit von dessen
Gutachten nicht.
3.7 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die mittelbare Unfallkausalität der vom
Beschwerdeführer geklagten linksseitigen Kniebeschwerden und die mittelbare
Unfallkausalität der von ihm geklagten Rückenbeschwerden nicht mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Auch eine richtunggebende Verschlechterung
der unfallbedingten rechtsseitigen Fussbeschwerden ist nicht mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit nachgewiesen. Angesichts der medizinischen Aktenlage ist davon
auszugehen, dass auch durch weitere Sachverhaltsabklärungen die Unfallkausalität
bzw. eine richtunggebende Verschlechterung der geklagten Beschwerden nicht mit
dem rechtlich geforderten Beweismass nachgewiesen werden kann und es erübrigt
sich folglich die Rückweisung der Angelegenheit an die Vorinstanz oder die Anordnung
eines Gerichtsgutachtens.
4.
4.1 Ist eine versicherte Person infolge des Unfalles mindestens zu 10 % invalid, so hat
sie gemäss Art. 18 Abs. 1 UVG Anspruch auf eine Invalidenrente. Zur Bestimmung des
Invaliditätsgrades wird gemäss Art. 16 ATSG das Erwerbseinkommen, das die
versicherte Person nach Eintritt der unfallbedingten Invalidität und nach Durchführung
allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine zumutbare Tätigkeit bei
ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in
Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht
invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Kann betreffend das
Invalideneinkommen nicht auf das tatsächlich erzielte Erwerbseinkommen abgestellt
werden, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens
keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen
hat, so können nach der Rechtsprechung entweder Tabellenlöhne gemäss den vom
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Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE)
oder die Zahlen der DAP der Suva herangezogen werden (vgl. BGE 139 V 593 f. E. 2
mit Verweis auf BGE 129 V 475 f. E. 4.2.1).
4.2 Die DAP ist eine Sammlung von Beschreibungen in der Schweiz tatsächlich
existierender Arbeitsplätze. Damit unterscheidet sie sich von der tabellarischen
Darstellung von Durchschnittslöhnen, die im Rahmen der LSE regelmässig erhoben
werden. Neben allgemeinen Angaben und Verdienstmöglichkeiten werden in der DAP
die physischen Anforderungen an die Stelleninhaber oder Stelleninhaberinnen
festgehalten. In der LSE werden personen- und arbeitsplatzbezogene Merkmale zwar
ebenfalls erfasst. Da diese von den Rechtsanwendenden im Rahmen der
Invaliditätsbemessung aber nur schwer mit der erforderlichen statistischen
Zuverlässigkeit auf den Einzelfall übertragen werden können, entschloss sich die Suva
zum Aufbau der DAP mit dem Zweck, das Invalideneinkommen entsprechend den
gerichtlichen Anforderungen so konkret wie möglich ermitteln zu können (vgl. BGE 139
V 591 f. E. 6.1 mit weiteren Hinweisen).
4.3 In Anwendung der DAP-Methode hat sich die Ermittlung des
Invalideneinkommens auf mindestens fünf zumutbare Arbeitsplätze zu stützen.
Zusätzlich sind Angaben zu machen über die Gesamtzahl der aufgrund der gegebenen
Behinderung in Frage kommenden dokumentierten Arbeitsplätze, über den Höchst-
und den Tiefstlohn sowie über den Durchschnittslohn der dem jeweils verwendeten
Behinderungsprofil entsprechenden Gruppe. Ist die SUVA nicht in der Lage, im
Einzelfall den erwähnten Anforderungen zu genügen, kann im Bestreitungsfall nicht auf
den DAP-Lohnvergleich abgestellt werden; die Suva hat diesfalls im Einsprache-
Entscheid die Invalidität aufgrund der LSE-Löhne zu ermitteln. Im
Beschwerdeverfahren ist es Sache des angerufenen Gerichts, die Rechtskonformität
der DAP-Invaliditätsbemessung zu prüfen, gegebenenfalls die Sache an den
Versicherer zurückzuweisen oder an Stelle des DAP-Lohnvergleichs einen
Tabellenlohnvergleich gestützt auf die LSE vorzunehmen (BGE 139 V 591 f. E. 6.3).
4.4
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4.4.1 Der Beschwerdeführer bringt bezüglich der Bestimmung des
Invaliditätsgrades vor, dass die Beschwerdegegnerin ein zu hohes Invalideneinkommen
ermittelt habe. Angesichts seiner gesundheitlichen Einschränkungen, seines
fortgeschrittenen Alters sowie seiner unrealistischen Perspektiven auf dem
Arbeitsmarkt sei das mittels DAP-Methode ermittelte Invalideneinkommen um 25 % zu
reduzieren. Darüber hinaus handle es sich bei den von der Beschwerdegegnerin
verwendeten DAP-Profilen hinsichtlich der beruflichen Belastung und des Arbeitswegs
um keine zumutbaren Tätigkeiten. Aus diesen Gründen sei das Invalideneinkommen
gestützt auf die LSE anstatt mittels DAP-Methode zu ermitteln (act. G 1).
4.4.2 Die Beschwerdegegnerin entgegnet, dass die Invaliditätsbestimmung in
Ermangelung unfallversicherungsrechtlich relevanter Veränderungen nach wie vor
gestützt auf die kreisärztliche Zumutbarkeitsbeurteilung vom 15. Oktober 2008 (Suva-
act. 48; vgl. Suva-act. 145) zu erfolgen habe. Entsprechend könne zur Bestimmung des
Invalideneinkommens unverändert auf die von ihr unter Berücksichtigung der besagten
Zumutbarkeitsbeurteilung ausgewählten DAP-Profile (vgl. Suva-act. 75) abgestellt
werden, wodurch sich ein Invaliditätsgrad von 21 % ergebe. Eine
Invaliditätsbemessung basierend auf den Daten der LSE sei angesichts der
rechtskonform durchgeführten DAP-Methode nicht angezeigt. Bei letzterer erübrige
sich ein Leidensabzug genauso wie eine zusätzliche Berücksichtigung des
fortgeschrittenen Alters, welches sich bei den der Berechnung zugrunde liegenden
Hilfsarbeitstätigkeiten im Übrigen lohnerhöhend auswirken würde. Ferner sei nicht
massgebend, ob die bestehende Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers effektiv
verwertbar sei, da es sich beim ausgeglichenen Arbeitsmarkt um die Hypothese eines
konjunkturunabhängigen Gleichgewichts von Angebot und Nachfrage nach
Arbeitsstellen handle, welches die Wettbewerbsnachteile von Teilinvaliden ausblende
(act. G 7).
4.4.3 Da weder die mittelbare Unfallkausalität der Knie- und der
Rückenbeschwerden des Beschwerdeführers noch eine richtunggebende
Verschlechterung seiner Fussbeschwerden rechtsgenüglich nachgewiesen und somit
keine unfallversicherungsrechtlich relevante Veränderung seines Gesundheitszustands
aktenkundig ist, gibt es keinen Anlass, von der ursprünglichen
Zumutbarkeitsbeurteilung (Suva-act. 48) abzuweichen. Nach den überzeugenden
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Ausführungen von Dr. E._ (Suva-act. 145) ist diese nach wie vor zutreffend. Ferner
hat Dr. C._ davon abgesehen, das leidensangepasste Tätigkeitsprofil abzuändern
(Suva-act. 124). Infolgedessen ist dem Beschwerdeführer prinzipiell in vollem
Arbeitspensum eine wechselbelastende leichte bis mittelschwere Arbeit mit frei
wählbarer Arbeitsposition zumutbar, wobei häufiges Treppen- oder Leitersteigen, das
Begehen von unebenem Gelände sowie kniende und kauernde Zwangshaltungen zu
vermeiden sind (Suva-act. 48). Gestützt darauf hat die Beschwerdegegnerin der
Bestimmung des Invalideneinkommens des Beschwerdeführers die Arbeitsplatzprofile
des Montagearbeiters (DAP-Nr. 11305), des Verpackers (DAP-Nr. 10724), des
Qualitätskontrolleurs (DAP-Nr. 9982), des Produktionsmitarbeiters (DAP-Nr. 8314) und
des Abfüllers (DAP-Nr. 6800) zugrunde gelegt. All diesen Tätigkeiten ist gemeinsam,
dass höchstens sehr leichte Lasten bis 5 kg zu heben oder tragen sind, keine
Manipulationen mit schweren bzw. grobmanuellen Instrumenten vorzunehmen sind, die
Arbeit im Sitzen oder Stehen verrichtet werden kann und nur geringste ebenerdige
Distanzen zurückzulegen sind (vgl. Suva-act. 75). Solche Betätigungen sind dem
Beschwerdeführer mit Blick auf seine leidensbedingten Behinderungen ohne Weiteres
zumutbar. Diesbezüglich kämen insgesamt 115 in der DAP verzeichnete Arbeitsplätze
in Frage, deren Lohn höchstens Fr. 74'266.-- und mindestens Fr. 43'810.--, im
Durchschnitt aber rund Fr. 59'928.-- beträgt (Suva-act. 75). Der Durchschnittslohn der
von der Beschwerdegegnerin ausgewählten Tätigkeiten beträgt Fr. 56'311.80 und liegt
somit rund 6 % unter dem Durchschnittslohn aller in Frage kommenden Tätigkeiten.
Zumal im Rahmen des DAP-Systems aufgrund einer ärztlichen
Zumutbarkeitsbeurteilung anhand von Arbeitsplatzbeschreibungen konkrete
Verweisungstätigkeiten ermittelt werden, sind Abzüge grundsätzlich nicht sachgerecht
und deshalb rechtsprechungsgemäss nicht zulässig (vgl. BGE 139 V 597 E. 7.3).
Weiterungen zu den vom Beschwerdeführer geltend gemachten Abzügen infolge
fortgeschrittenen Alters und mangelnder Berufsperspektiven erübrigen sich somit.
Unter diesen Umständen ist die von der Beschwerdegegnerin getroffene Auswahl an
Arbeitsplätzen sowohl hinsichtlich des Zumutbarkeitsprofils des Beschwerdeführers als
auch hinsichtlich der Repräsentanz der Löhne nicht zu beanstanden. Ferner hat sie
rechtsprechungskonform sämtliche notwendigen Lohndaten offengelegt.
Zusammenfassend ist deshalb festzuhalten, dass an der von der Beschwerdegegnerin
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vorgenommenen DAP-Invaliditätsbestimmung nichts auszusetzen ist und es keinen
Grund gibt, einen Tabellenlohnvergleich gestützt auf die LSE vorzunehmen.
4.5
4.5.1 In seiner Replik vom 5. Juni 2014 (act. G 17) beantragt der
Beschwerdeführer zusätzlich, die Beschwerdegegnerin sei zur Offenlegung und
Aushändigung der gesamten DAP-Sammlung zu verpflichten. Es verstosse gegen Art.
29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV; SR 101)
und Art. 6 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten
(EMRK; SR 0.101), wenn die Beschwerdegegnerin im Rahmen der
Invaliditätsberechnung zur Ermittlung des Invalideneinkommens auf die nicht
veröffentlichte DAP abstelle. Auf diese Weise könne das Auswahlermessen der
Beschwerdegegnerin nicht kontrolliert werden. Im Übrigen erhalte die
Beschwerdegegnerin durch diese "Sonderwohltat" einen Wettbewerbsvorteil
gegenüber den anderen Unfallversicherern, der nicht mit Art. 2 des Bundesgesetz
gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG; SR 241) zu vereinbaren sei. Die
privatrechtlichen Unfallversicherer müssten sich nämlich zur Ermittlung des
Invalideneinkommens auf die öffentlich einsehbare LSE abstützen und hätten die so
berechneten Werte um einen Leidensabzug von 25 % zu reduzieren, wodurch
deutliche höhere Invalidenrenten auszurichten seien. Sodann verweist die
Beschwerdeführerin auf ein beigelegtes Urteil des Kantonsgerichts Luzern vom 16. Mai
2014 (act. G 17.1), demzufolge es derselben Beschwerdegegnerin infolge nicht
nachvollziehbaren Auswahlermessens untersagt wurde, die DAP-Methode
anzuwenden, und sie stattdessen auf die LSE abstellen musste (act. G 17).
4.5.2 Die Beschwerdegegnerin entgegnet diesbezüglich, dass eine Offenlegung
der DAP-Datenbank gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ausgeschlossen sei,
zumal das Auswahlermessen anhand der im konkreten Fall angewandten DAP-Blätter
und der in diesem Zusammenhang bekannt gegebenen Kennzahlen (vgl. Suva-act. 75)
überprüft werden könne. Infolgedessen fehle es für die Offenlegung an einem
entsprechenden Rechtsschutzinteresse. Ausserdem betreffe das Urteil des
Kantonsgerichts Luzern (act. G 17.1) eine mit der vorliegenden Angelegenheit nicht
vergleichbare Konstellation, in welcher das mittels DAP-Methode ermittelte
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Invalideneinkommen rund 8 % über dem Durchschnittslohn sämtlicher 318 in der DAP-
Datenbank verzeichneten Arbeitsplätze liege.
4.5.3 Mit der geforderten Offenlegung der DAP-Daten sowie den hier erneut
vorgebrachten grundsätzlichen Einwänden betreffend die Ermittlung des
Invalideneinkommens auf der Grundlage der DAP hat sich das Bundesgericht –
notabene in einer vom Rechtsvertreter des Beschwerdeführers vertretenen
Angelegenheit – bereits einässlich auseinandergesetzt. Eine Pflicht zur Offenlegung
sämtlicher DAP-Blätter wurde dabei explizit verneint (BGE 139 V 596 ff. E. 7). Die
diesbezüglichen Ausführungen des Bundesgerichts können demnach als bekannt
vorausgesetzt werden. Insofern braucht auf diese als aussichtslos zu beurteilenden
Vorbringen des Beschwerdeführers im vorliegenden Fall nicht weiter eingegangen zu
werden. Sodann ist darauf hinzuweisen, dass ein Entscheid des Kantonsgerichts
Luzern für das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen grundsätzlich keine
Bindungswirkung entfaltet. Dies vorausgeschickt ist mit der Beschwerdegegnerin
festzustellen, dass das ins Recht gelegte nicht publizierte Urteil des Kantonsgerichts
Luzern vom 16. Mai 2014 (act. G 17.1) insofern eine besondere Sachlage betrifft, als
dass das Auswahlermessen der Beschwerdegegnerin einen unmittelbaren Einfluss auf
"den Bestand oder Nichtbestand eines Rentenanspruchs nach Art. 18 UVG" hatte.
Diese entscheidwesentliche Gegebenheit liegt in der vorliegend zu beurteilenden
Angelegenheit nachweislich nicht vor. Ferner liegt der Durchschnittslohn der von der
Beschwerdegegnerin gewählten DAP-Profile vorliegend unterhalb des
Durchschnittslohns der theoretisch zumutbaren DAP-Tätigkeiten. Angesichts dessen
sind die Einwände des Beschwerdeführers nicht stichhaltig und das entsprechende
Begehren ist abzuweisen.
5.
5.1 Der natürliche Kausalzusammenhang zwischen den vom Beschwerdeführer
geklagten Knie- und Rückenbeschwerden einerseits und dem Unfallereignis vom 10.
Juli 2008 andererseits sowie eine richtunggebende Verschlechterung der vom ihm
geklagten rechtsseitigen Fussbeschwerden ist nicht mit dem im
Sozialversicherungsrecht geforderten Beweismass der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit nachgewiesen.
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5.2 Entsprechend der im Sozialversicherungsrecht geltenden Beweislastverteilung
trägt der Beschwerdeführer als Leistungsansprecher die diesbezüglichen Folgen der
Beweislosigkeit (vgl. BGE 138 V 221 f. E. 6). Die gegenteiligen Ausführungen in der
Stellungnahme des Beschwerdeführers vom 13. Mai 2013 (Suva-act. 139) zielen ins
Leere.
5.3 Weitere Sachverhaltsabklärungen mittels Anordnung eines Gerichtsgutachtens
oder Rückweisung der Angelegenheit an die Vorinstanz erübrigen sich unter diesen
Umständen.
5.4 Die von der Beschwerdegegnerin vorgenommene Ermittlung des
Invalideneinkommens des Beschwerdeführers gestützt auf die DAP-Methode ist nicht
zu beanstanden.
5.5 Das Begehren um Offenlegung und Aushändigung sämtlicher DAP-Blätter ist
abzuweisen.
5.6 Unter diesen Umständen ist die zugesprochene Invalidenrente rechtmässig und
die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf eingetreten wird.
5.7 Gerichtskosten werden in Anwendung von Art. 61 lit. a ATSG keine erhoben.
5.8 In Anwendung von Art. 61 lit. f ATSG wurde dem Beschwerdeführer die
unentgeltliche Rechtspflege unter Befreiung von den Gerichtskosten und
unentgeltlicher Rechtsverbeiständung gewährt (act. G 12). Der Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers hat keine Honorarnote eingereicht.
5.9 In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht
nach Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten
(HonO; sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.--. Gemäss Art. 19 HonO wird
das Grundhonorar innerhalb des für eine Pauschale gesetzten Rahmens nach den
besonderen Umständen, namentlich nach Art und Umfang der Bemühungen, der
Schwierigkeit des Falles und den wirtschaftlichen Verhältnissen der Beteiligten,
bemessen. Im hier zu beurteilenden Fall erscheint eine Parteientschädigung von
Fr. 4'000.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) als angemessen. Diese
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ist in Anwendung von Art. 31 Abs. 3 des Anwaltsgesetzes (AnwG; sGS 963.70) um
einen Fünftel zu kürzen. Somit hat der Staat den Rechtsvertreter der
Beschwerdeführerin pauschal mit Fr. 3'200.-- (einschliesslich Barauslagen und
Mehrwertsteuer) zu entschädigen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP