Decision ID: 175cb66a-a70e-454e-90d6-775a587f94c7
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_OG
Chamber: ZH_OG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: civil_law

betreffend Kinderunterhalt
Berufung gegen ein Urteil des Einzelgerichts am Bezirksgericht Zürich, 8. Abteilung, vom 19. Juli 2013 (FP090260-L)
Rückweisung: Urteil des Bundesgerichts vom 3. September 2015 ( Verfahren LZ130015-O)
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A. Ursprüngliches Rechtsbegehren der Klägerin 1 (Urk. 2 und Urk. 10 ):
" 1. Der Beklagte sei zu verpflichten, folgende Unterhaltsbeiträge zu bezahlen (zuzüglich vertragliche oder gesetzliche Kinder- und/oder Familienzulagen, die der Klägerin zustehen):
pauschal CHF 500.00 vom 22. Mai 2008 bis 31. Mai 2008
pauschal CHF 2'500.00 vom 1. Juni 2008 bis 30. Juni 2008 monatlich CHF 10'000.00 vom 1. Juli 2008 bis 30. Juni 2009
2. Der Beklagte sei zu verpflichten, folgende, indexierte  zu bezahlen (zuzüglich vertragliche oder gesetzliche Kinder- und/oder Familienzulagen, die der Klägerin zustehen):
monatlich CHF 4'680.- vom 1. Juli 2009 bis zum Abschluss einer Ausbildung, mindestens jedoch bis zur Mündigkeit.
Diese Unterhaltsbeiträge beinhalten die Unterbringungskosten in einer Pflegefamilie von CHF 4'050.00 im Monat sowie weitere und Bekleidungskosten von CHF 630.00 gemäss Empfehlungen des Amtes für Jugend- und Berufsberatung des Kantons Zürich. Reduzieren sich die Fremdunterbringungskosten, so reduzieren sich auch die Unterhaltsbeiträge entsprechend. Bezüglich der Fremdunterbringungskosten besteht zu Gunsten des Beklagten ein Informationsrecht und zu Lasten der Klägerin eine . Diese Unterhaltsbeiträge basieren im Umfang von CHF 800.00 auf dem Landesindex der Konsumentenpreise des Bundesamtes für Statistik (BFS) per Ende Oktober 2009 mit 103,7 Punkten ( im Monat Dezember 2005 bei 100 Punkten). Sie werden jährlich auf den 1. Januar dem Indexstand per Ende November des Vorjahres angepasst, erstmals per 1. Januar 2011. : ursprünglicher Unterhaltsbeitrag geteilt durch  Index multipliziert mit neuem Index.
3. Befindet sich das Kind in hauptsächlicher Obhut der Mutter,  sich die monatlichen Unterhaltsbeiträge auf CHF 1'400.00 ab Datum der Übernahme der vollen Pflegeverantwortung durch die Mutter. Auch diesbezüglich besteht zu Gunsten des Beklagten ein Informationsrecht und zu Lasten der Klägerin eine .
Diese Unterhaltsbeiträge basieren in vollem Umfang auf dem Landesindex der Konsumentenpreise des Bundesamtes für  (BFS) per Ende Oktober 2009 mit 103.7 Punkten ( im Monat Dezember 2005 bei 100 Punkten). Sie werden  auf den 1. Januar dem Indexstand per Ende November des Vorjahres angepasst, erstmals per 1. Januar 2011. Berechnungs-
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art: ursprünglicher Unterhaltsbeitrag geteilt durch ursprünglichen Index multipliziert mit neuen Index.
4. Es sei der Klägerin als einem einkommens- und vermögenslosen Kleinkind die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des ."
B. Modifiziertes Rechtsbegehren der Klägerinnen 1 und 2 (Urk. 50):
"Der Beklagte sei zu verpflichten, an den Unterhalt des Kindes B._ die für den Zeitraum 13. Mai 2009 bis zum Zeitpunkt der Urteilsfällung in den Klageanträgen des Kindes vom 13. Mai 2009 bzw. in der  vom 21. Januar 2010 spezifizierten Unterhaltsbeiträge an die Stadtgemeinde Zürich, Sozialdepartement, Soziale Dienste Zürich, zu bezahlen:
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Beklagten."
C. Ursprüngliches Rechtsbegehren des Beklagten (Urk. 12):
" 1. Die Klage sei im Umfang der Anerkennung durch den Beklagten wie folgt gutzuheissen:
1.1. Der Beklagte sei zu angemessenen Unterhaltsbeiträgen an den gesetzlichen Vertreter bzw. die gesetzliche Vertreterin der  wie folgt zu verpflichten:
- ab tt.mm.2008 (Geburt der Klägerin) bis 31. Mai 2014  Fr. 800.-- (zuzüglich gesetzlicher oder vertraglicher Kinderzulagen)
- ab 1. Juni 2014 bis 31. Mai 2020 monatlich Fr. 1'000.- ( gesetzlicher oder vertraglicher Kinderzulagen)
- ab 1. Juni 2020 bis zur Mündigkeit, längstens jedoch bis zur ordentlichen Erstausbildung der Klägerin monatlich Fr. 1'200.- (zuzüglich gesetzlicher oder vertraglicher ).
1.2. Der Beklagte sei zu verpflichten, die monatlichen  im Voraus auf den Ersten eines jeden Monats an den  Vertreter, bzw. die gesetzliche Vertreterin der Klägerin zu bezahlen.
1.3. Die monatlichen Unterhaltsbeiträge seien praxisgemäss zu . In die Indexklausel sei die Bestimmung aufzunehmen, dass falls der Beklagte nachweisen kann, dass sich sein  nicht entsprechend der Indexentwicklung  hat, eine Anpassung der Unterhaltsbeiträge lediglich im Ver-
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hältnis seiner effektiven Einkommensveränderung zu erfolgen hat.
2. Im Mehrumfang sei das klägerische Rechtsbegehren unter - und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Klägerin bzw. ihrer gesetzlichen Vertreterin, bzw. ihres gesetzlichen Vertreters .
3. Die Klägerin sei zu verpflichten, den kapitalisierten Streitwert ihrer Klage im Sinne von § 21 ZPO zu beziffern.
4. Ziff. 4 des klägerischen Rechtsbegehrens betreffend Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung sei - unter Kosten- und  zu Lasten der Klägerin bzw. ihrer gesetzlichen Vertreterin, bzw. ihres gesetzlichen Vertreters - abzuweisen."
D. Modifiziertes Rechtsbegehren des Beklagten (Urk. 40):
" 1. Der Beklagte hält an seinen bisherigen Anträgen vollumfänglich fest.
2. Auf das klägerische Rechtsbegehren gemäss Ziffern 1 und 2 der Klage vom 6. November 2009 sei mit Bezug auf die  verfallener und vom Gemeinwesen bezahlter  zu Folge fehlender Aktivlegitimation der Klägerin nicht einzutreten, bzw. sei im Umfang der geltend gemachten  gemäss Ziffern 1 und 2 des Klagebegehrens .
3. Es sei davon Vormerk und zur Kenntnis zu nehmen, dass der  folgende, auf das Gemeinwesen subrogierte  in unpräjudizieller Weise und unter der Bedingung , dass keine entsprechende Forderungsklage des  gegenüber dem Beklagten erhoben werde.
-pauschal Fr. 5'320.-- vom 28.05.2008 - 31.07.2008
- pauschal Fr. 8'370.-- vom 01.08.2008 - 31.10. 2008 (Krisenintervention Kinderhaus E._)
- monatlich Fr. 905.-- (inkl. Kinderzulage) vom 1.11.2008 bis zur Rechtskraft des Urteils des vorliegenden Prozesses.
4. Der Beklagte sei - in teilweiser Abänderung der mündlich  Klageantwort - zu verpflichten, der Klägerin, bzw. ihrer  Vertreterin, folgende Unterhaltsbeiträge zu bezahlen:
- monatlich Fr. 905.-- (inkl. Kinderzulage) ab Rechtskraft des Ur - teils des vorliegenden Prozesses bis 22.05.2014 - monatlich Fr. 1'005.-- (inkl. Kinderzulage) vom 23.05.2014 - 22.05.2020
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- monatlich Fr. 1'205.-- (inkl. Kinderzulage) vom 23.05.2020 bis zur Erreichung der Mündigkeit der Klägerin, bzw. bis zum Ab- schluss der Erstausbildung gemäss Art. 277 Abs. 2 ZGB.
Die festzusetzenden Unterhaltsbeiträge seien praxisgemäss zu indexieren. 5. Bei der Festsetzung der Unterhaltsbeiträge gemäss Ziffer 4 hier-
vor sei von folgenden gegenwärtigen finanziellen Verhältnissen der Parteien auszugehen:
Klägerin: - Erwerbseinkommen Fr. 0.-- - Vermögen Fr. 0.-- Beklagter: - Reineinkommen: Fr. 67'069.-- (gemäss Steuererklärung 2010)
- Vermögen: Fr. 1'812'703.-- (gemäss Steuererklärung 2010) 6. Der Beklagte sei zu verpflichten, die monatlichen Unterhaltsbei-
träge im Voraus auf den Ersten eines jeden Monats an den  Vertreter, bzw. die gesetzliche Vertreterin der Klägerin zu bezahlen.
7. Im Mehrumfang sei auf die Klage mangels Zuständigkeit des  des Bezirks Zürich nicht einzutreten.
8. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Klägerin, bzw. ihrer gesetzlichen Vertretung.
9. Es sei die Kindsmutter, Frau F._, ... [Adresse] zu , ihre Einkommens- und Vermögensverhältnisse ab tt.mm.2008 bis heute gegenüber dem Einzelrichteramt des  Zürich offenzulegen und anhand entsprechender Urkunden wie Steuererklärungen, Bankauszüge und Lohnausweise etc. zu belegen.
10. Falls auf die Klage gemäss Ziff. 1 und 2 des klägerischen Rechtsbegehrens vom 6. November 2009 - trotz fehlender  der Klägerin - eingetreten würde, sei die  der Stadt ... zu verpflichten, einen Amtsbericht über den Einweisungsgrund der Klägerin und die erforderliche Dauer der Krisenintervention im Kinderhaus E._ zuhanden des Einzelrichteramtes zu erstatten. Diesfalls sei dem Beklagten Gelegenheit zu einer schriftlichen Stellungnahme zum Amtsbericht zu geben.
11. Es sei die Firma G._ GmbH, ... [Adresse], bzw. das  H._, ... [Adresse] zu verpflichten, den Pflegevertrag zwischen der Firma G._ GmbH und den Pflegeeltern I._, ... [Adresse] zu edieren."
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Urteil des Einzelgerichts im ordentlichen Verfahren am Bezirksgericht Zürich, 8. Abteilung, vom 19. Juli 2013:
1. Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin 1 für den Zeitraum tt.mm.2008
bis 14. Mai 2009 für ihren Unterhalt den Betrag von Fr. 48'460.-- (für das
Jahr 2008 Fr. 30'460.-- sowie für das Jahr 2009 Fr. 18'000.--) zu bezahlen,
zahlbar an die gesetzliche Vertretung.
2. Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin 2 für den Zeitraum vom 8. No-
vember 2009 bis zum Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils folgende Unter-
haltsbeiträge zu bezahlen:
- Für November und Dezember 2009 je Fr. 4'000.-- (total Fr. 8'000.--);
- Für das Jahr 2010 monatlich je Fr. 2'650.-- (total Fr. 31'800.--);
- Für das Jahr 2011 monatlich je Fr. 3'200.-- (total Fr. 38'400.--);
- Für das Jahr 2012 monatlich je Fr. 3'200.-- (total Fr. 38'400.--);
- Vom 1. Januar 2013 bis zur Rechtskraft dieses Urteils Fr. 3'200.--, pro
Monat, zahlbar monatlich im Voraus auf den Ersten eines jeden Mo-
nats. Gesetzliche oder vertragliche Kinder- oder Ausbildungszulagen,
auf deren Bezug der Beklagte Anspruch hat, sind zusätzlich zu bezah-
len.
3. Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin 1 ab Rechtskraft dieses Urteils
bis zur Mündigkeit Unterhaltsbeiträge von Fr. 3'200.-- pro Monat zu bezah-
len, zahlbar monatlich im Voraus an die jeweilige gesetzliche Vertretung des
Kindes. Gesetzliche oder vertragliche Kinder- oder Ausbildungszulagen, auf
deren Bezug der Beklagte Anspruch hat, sind zusätzlich zu bezahlen.
Sollte die Klägerin 1 vor der Mündigkeit eine angemessene Ausbildung ab-
geschlossen haben, sind die Unterhaltsbeiträge bis zum Abschluss der Aus-
bildung zu bezahlen.
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Es wird auf die Möglichkeit der Abänderung gemäss Art. 286 Abs. 2 ZGB
und auf allfällige weitere Ansprüche des Kindes gemäss Art. 277 Abs. 2
ZGB hingewiesen.
4. Diese Unterhaltsbeiträge (Basisunterhaltsbeiträge) basieren auf dem Lan-
desindex für Konsumentenpreise des Bundesamtes für Statistik, Stand Ende
Juni 2013 mit 99.3 Punkten (Basis Dezember 2010 = 100 Punkte). Sie wer-
den jeweils auf den 1. Januar eines jeden Kalenderjahres, ausgehend vom
jeweiligen Indexstand per Ende November des Vorjahres, erstmals auf den
1. Januar 2014, nach folgender Formel angepasst:
neuer Unterhaltsbeitrag = Basisunterhaltsbeitrag x neuer Index
Basisindex
5. Die gemäss der Verfügung vom 20. Januar 2012 vom Beklagten im Rahmen
der vorsorglichen Massnahmen während der Dauer des Prozesses geschul-
deten Zahlungen von monatlich Fr. 1'800.-- werden ab 1. November 2011 an
die Unterhaltsbeiträge gemäss Dispositiv Ziffern 2. und 3. hiervor angerech-
net, soweit sie vom Beklagten tatsächlich bezahlt worden sind.
6. Die Gerichtsgebühr (Pauschalgebühr) wird auf Fr. 12'000.-- festgesetzt. All-
fällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.
7. Die Kosten werden der Klägerin 1 zu zwei Achteln, der Klägerin 2 zu einem
Achtel und dem Beklagten zu fünf Achteln auferlegt.
8. Der Beklagte wird verpflichtet, die auf die Klägerin 1 entfallenden Kosten zu
bezahlen.
9. Es werden keine Prozess- oder Umtriebsentschädigungen zugesprochen.
10. (Mitteilung)
11. (Rechtsmittel)
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Berufungsanträge:
A. Des Beklagten, Berufungsklägers (Urk. 82):
" 1. Es sei die Berufung gutzuheissen und das Urteil des  Zürich, 8. Abteilung vom 19. Juli 2013 aufzuheben.
2. Es sei das Rechtsbegehren der Stadt Zürich gemäss Ziffern 1 und 2 der Klage vom 6. November 2009 an das Bezirksgericht Zürich sei mit Bezug auf die Geltendmachung verfallener und vom Gemeinwesen bezahlter Unterhaltsforderung zu Folge  Aktivlegitimation der Klägerin abzuerkennen, bzw. sei im Umfang der geltend gemachten Ansprüche gemäss Ziffern 1 und 2 des Klagebegehrens abzuweisen.
3. Eventualiter seien die, im Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 8.  vom 19. Juli 2013 unter Punkt 1 und 2 (S. 43) auferlegten Unterhaltsbeiträge, den richtigen und tatsächlichen Einkommen und Ausgaben des Berufungsklägers entsprechend, angemessen zu reduzieren und es seien gleichzeitig die belegten Ausgaben vollumfänglich anzuerkennen.
4. Es sei die Kinderschutzbehörde der Stadt Zürich (früher ) zu verpflichten, einen umfassenden  über den Einweisungsgrund von B._ und die  Dauer der Krisenintervention im Kinderhaus E._  der hiesigen Berufungsinstanz zu erstatten. In der Folge sei dem Berufungskläger Gelegenheit zu einer schriftlichen  zum Amtsbericht zu geben. (Untersuchungsmaxime Art. 296 ZPO).
Es sei die Firma G._ GmbH, bzw. das Sozialzentrum H._, ... [Adresse] zu verpflichten, den Pflegevertrag zwischen der Firma G._ GmbH und den Pflegeeltern I._, ... [] zu edieren.
Gleichzeitig sei das Sozialzentrum H._ zu verpflichten, einen umfassenden Amtsbericht betreffend der Leistungen welche die Beiständin, Frau J._ gegenüber dem Kind erbracht hat, bzw. noch erbringt, sowie die Notwendigkeit des Beizugs von privaten Firmen, wie der Firma G._ GmbH bezüglich des  von B._ ihrer Instanz zu belegen.
5. Es seien die Unterhaltsbeiträge für das Jahr 2012 bis zur  des Kindes des in der Steuererklärung für das Jahr 2012  Einkommens und Ausgaben neu zu berechnen, bzw. festzulegen.
6. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu lasten der  2."
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B. Der Klägerinnen 1 und 2, Berufungsbeklagten 1 und 2 (Urk. 89):
" 1. Es sei die Berufung abzuweisen, soweit darauf eingetreten wird. 2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Beklagten und
Berufungsklägers. Eventualiter - für den Fall der vom erstinstanzlichen Urteil abweichenden
Kostenregelung für das erstinstanzliche Verfahren sowie für den Fall der Kostenauflage zulasten der Klägerin 1 und Berufungsbeklagten 1 im  - sei dieser die unentgeltliche Rechtspflege für das erst- und zweitinstanzliche Verfahren zu gewähren.
Subeventualiter - für den Fall, dass der Klägerin 1 die unentgeltliche Rechtspflege nicht gewährt wird - sei der Beklagte und Berufungskläger zu verpflichten, die auf die Klägerin 1 entfallenden Kosten zu bezahlen."
Anschlussberufungsanträge:
A. Der Klägerinnen 1 und 2, Berufungsbeklagten 1 und 2 und  1 und 2 (Urk. 89):
" 1. Der Beklagte und Berufungskläger sei in Ergänzung von Ziff. 1
des vorinstanzlichen Urteils vom 19. Juli 2013 zu verpflichten, der Klägerin für den Zeitraum vom 14. Mai 2009 bis zum 08.  2009 für ihren Unterhalt den Betrag von CHF 26'947.– zu .
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten des Beklagten.
Eventualiter sei der Klägerin 1 die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren.
Subeventualiter sei der Beklagte zu verpflichten, die der Klägerin 1 auferlegten Kosten zu bezahlen."
B. Des Beklagten, Berufungsklägers und Anschlussberufungsbeklagten (Urk. 95)
" 1. Es sei die Berufungsantwort der Klägerinnen 1 und 2 vom
11. November 2013 vollumfänglich abzuweisen. 2. Es sei ebenfalls die Anschlussberufung der Berufungsbeklagten 1
vom 11. November 2013, ausgenommen der Eventualantrag  Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege für B._, vollumfänglich abzuweisen.
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3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der  2, resp. der Stadtgemeinde Zürich, ."
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Erwägungen:
A. Sachverhaltsübersicht und Prozessgeschichte
1. Die am tt.mm.2008 geborene Klägerin 1, Berufungsbeklagte 1 und An-
schlussberufungsklägerin 1 (fortan Klägerin 1) ist die Tochter von F._.
Letzterer wurde mit Beschluss der damaligen Vormundschaftsbehörde der
Stadt ... vom 26. Juni 2008 die elterliche Obhut über die Klägerin 1 entzo-
gen und das Kind einstweilen im Kinderhaus E._ untergebracht (Urk.
15/1). Dort verblieb die Klägerin 1 bis zum 1. Juni 2009. Unter Vermittlung
der G._ GmbH konnte die Klägerin 1 im Anschluss bei der Pflegefamilie
I._ in ... platziert werden, wo sie noch heute lebt.
2. Der Beklagte, Berufungskläger und Anschlussberufungsbeklagte (fortan Be-
klagter) hat die Klägerin 1 am 30. Juli 2009 anerkannt (Urk. 3).
3. Mit Eingabe vom 6. November 2009 und unter Beilage der Weisung vom
20. Juli 2009 erhob die Klägerin 1 Klage mit den eingangs aufgeführten An-
trägen (Urk. 1 und 2). Nachdem der Beklagte die Aktivlegitimation der Kläge-
rin 1 mit Bezug auf die Geltendmachung verfallener und vom Gemeinwesen
bezahlter Unterhaltsforderungen anlässlich der Fortsetzung der Hauptver-
handlung vom 19. Mai 2011 bestritten hatte, zeigte die Klägerin 1 mit Einga-
be vom 28. Oktober 2011 einen Parteiwechsel von ihr auf die Klägerin 2, Be-
rufungsbeklagte 2 und Anschlussberufungsklägerin 2 (fortan Klägerin 2) be-
treffend die seit Klageeinleitung bisher geleisteten und bis Rechtskraft des
vorliegenden Verfahrens noch zu leistenden Unterhaltsbeiträge an. Die Klä-
gerin 2 ihrerseits reichte eine Abtretungserklärung hinsichtlich der vom
tt.mm.2008 (Geburt Klägerin 1) bis zum 13. Mai 2009 (Einleitung Sühnver-
fahren, Urk. 1) aufgelaufenen Unterhaltsforderungen in der Höhe von
Fr. 119'031.75 an die Klägerin 1 ein und zeigte die Abtretung mittels Notifi-
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kation vom 28. Oktober 2011 sowohl dem Beklagten als auch dessen
Rechtsvertreter an (Urk. 50-54).
4. Am 19. Juli 2013 fällte die Vorinstanz das eingangs wiedergegebene Urteil
(Urk. 83). Hiergegen erhob der Beklagte innert Frist Berufung mit den eben-
falls eingangs angeführten Anträgen (Urk. 82). Die Klägerinnen 1 und 2 be-
antworteten die Berufung mit Eingabe vom 11. November 2013 und erhoben
mit derselben Eingabe Anschlussberufung (Urk. 89). Die Anschlussberu-
fungsantwort des Beklagten datiert vom 14. Dezember 2013 (Urk. 95) und
wurde der Gegenseite zur Kenntnisnahme zugestellt (Urk. 96).
5. Mit Verfügung vom 13. Mai 2014 wurde die G._ GmbH aufgefordert,
den Pflegevertrag mit der Pflegefamilie I._ zu edieren (Urk. 98). Dieser
Aufforderung kam die G._ GmbH mit Eingabe vom 16. Mai 2014 nach
(Urk. 99 und 100), worauf die edierten Unterlagen den Parteien zur Kennt-
nisnahme zugestellt wurden (Prot. S. 9).
6. Die erkennende Kammer erledigte das Berufungsverfahren unter dem Da-
tum vom 17. Juni 2014 mit folgendem Beschluss und Urteil (Urk. 102):