Decision ID: 30243f40-ae4f-41a9-9a9c-73de0a8365d4
Year: 2012
Language: de
Court: ZH_VG
Chamber: ZH_VG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: public_law

hat sich ergeben:
hat sich ergeben:
I. A. Auf Antrag der Abteilung Sicherheit der Stadtpolizei D verfügte die Kantonspolizei Zürich am 23. August 2010 ein Verbot für Motorwagen, Motorräder und Motorfahrräder auf einem Abschnitt des E-Wegs in D. Die Verkehrsanordnung wurde am 4. September 2010 amtlich publiziert und daraufhin rechtskräftig. Noch innerhalb der Rekursfrist, wenn auch nicht in Form bzw. im Sinn eines Rechtsmittels, machte ein Anwohner geltend, er habe bewilligte Parkplätze am E-Weg, zu denen er zufahren können müsse. Am 22. September 2011 stellte die Abteilung Sicherheit daher dem Stadtrat D den Antrag, es sei das Fahrverbot wieder aufzuheben; dieser folgte mit Verfügung vom 27. September 2011 dem Antrag und überwies die Sache demgemäss der Kantonspolizei Zürich.
B. Anlässlich einer Besprechung vom 16. Januar 2012 zwischen der Stadt D und der Kantonspolizei wurde festgehalten, dass die Kantonspolizei dem Antrag der Stadt D vom 22. bzw. 27. September 2011 nicht folge, womit die Verfügung vom 23. August 2010 umgesetzt werden könne. Die Stadt D verzichtete auf ihren Aufhebungsantrag, und es wurde festgehalten, dass die Signalisation des Fahrverbots in den folgenden Wochen gesetzt werden solle.
C. Der Anwalt A hatte am 1. Juli 2011 eine Anzeige bei der Baudirektion des Kantons Zürich erhoben, mit der Begründung, die Stadt D habe das Fahrverbot am E-Weg noch nicht signalisiert. Die Aufsichtsbeschwerde wurde dem Statthalteramt des Bezirks D überwiesen. Mit Schreiben vom 3. Januar 2012 teilte das Statthalteramt RA A mit, dass es seiner Aufsichtsbeschwerde keine Folge leiste, und wies ihn darauf hin, dass das infrage stehende Fahrverbot unter Missachtung eines bestehenden Rechts fälschlicherweise verfügt und nunmehr wieder aufgehoben worden sei.
II.
Am 23. Januar 2012 rekurrierte RA A beim Statthalteramt des Bezirks D gegen die ihm im Schreiben vom 3. Januar 2012 mitgeteilte Aufhebung des Fahrverbots am E-Weg. Am 10. Februar 2012 reichte er in seinem Namen und dem seiner Eltern B und C eine Ergänzung zur Rekursschrift ein. Er beantragte, der Widerruf des Fahrverbots durch den Stadtrat D sei unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu dessen Lasten aufzuheben. Das Statthalteramt trat mit Verfügung vom 2. April 2012 auf den Rekurs mangels eines rechtsgenüglichen Anfechtungsobjekts nicht ein und auferlegte die Kosten in Höhe von Fr. 450.- den Rekurrenten je zu einem Drittel.
III.
Darauf reichte RA A am 7. Mai 2012 im Namen seiner Eltern sowie in eigenem Namen Beschwerde beim Verwaltungsgericht ein. Sie beantragten, die Verfügung des Statthalteramts vom 2. April 2012 sei insoweit aufzuheben, als ihnen Verfahrenskosten auferlegt wurden, und es sei ihnen eine angemessene Umtriebsentschädigung für das Rekurs- und für das Beschwerdeverfahren zuzusprechen. Das Statthalteramt beantragte am 23. Mai 2012 sinngemäss die Abweisung der Beschwerde. Innert erstreckter Frist reichte RA A im Namen seiner Eltern sowie in eigenem Namen am 24. August 2012 eine Replik ein und stellte zusätzlich den Antrag auf Rückweisung der Sache an dieVorinstanz zur Überweisung (eventualiter: Direktüberweisung) des Rekurses an die Sicherheitsdirektion des Kantons Zürich.

Die Einzelrichterin erwägt:
Die Einzelrichterin erwägt:
1. 1.1 Das Verwaltungsgericht ist gemäss § 41 Abs. 1 in Verbindung mit § 19 Abs. 1 lit. a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Angesichts des unter Fr. 20'000.- liegenden Streitwerts fällt die Sache in die Zuständigkeit der Einzelrichterin (§ 38b Abs. 1 lit. c VRG). Da auch die übrigen Prozessvoraussetzungen erfüllt sind, ist auf die Beschwerde, mit Ausnahme des in der Replik gestellten Zusatzantrags (dazu E. 4 nachstehend) einzutreten.
1.2 Die Kognition des Verwaltungsgerichts ist vorliegend gemäss § 50 Abs. 1 in Verbindung mit § 20 Abs. 1 VRG auf die Prüfung von Rechtsverletzungen, einschliesslich Ermessensmissbrauch, Ermessensüberschreitung oder Ermessensunterschreitung (lit. a), sowie die unrichtige oder ungenügende Feststellung des Sachverhalts (lit. b) beschränkt.
1.3 Der Klarheit halber ist festzuhalten, dass Verfahrensgegenstand nur die Kostenfolge der Nichteintretensverfügung des Statthalteramts vom 2. April 2012 betreffend das Fahrverbot am E-Weg sein kann, nicht jedoch die von den Beschwerdeführenden gegen die Stadt D erhobene Aufsichtsbeschwerde bzw. den damit zusammenhängenden Verfahrensablauf.
1.3 Der Klarheit halber ist festzuhalten, dass Verfahrensgegenstand nur die Kostenfolge der Nichteintretensverfügung des Statthalteramts vom 2. April 2012 betreffend das Fahrverbot am E-Weg sein kann, nicht jedoch die von den Beschwerdeführenden gegen die Stadt D erhobene Aufsichtsbeschwerde bzw. den damit zusammenhängenden Verfahrensablauf.
2. 2.1 Die Beschwerdeführenden machen geltend, die Verfahrenskosten des Rekursverfahrens in der Höhe von insgesamt Fr. 450.- seien nicht ihnen aufzuerlegen. Der Beschwerdeführer 1 hätte sich in guten Treuen zur Rekurserhebung veranlasst gesehen, da ihm die Vorinstanz im Rahmen des Aufsichtsbeschwerdeverfahrens mitgeteilt habe, dass das infrage stehende Fahrverbot aufgehoben worden sei.
2.2 Laut § 13 Abs. 1 VRG können die Verwaltungsbehörden für ihre Amtshandlungen Gebühren und Kosten auferlegen. Der Regierungsrat bezeichnet die kostenpflichtigen Amtshandlungen und die hierfür zu erhebenden Gebühren in einer Verordnung, nämlich der Gebührenordnung für die Verwaltungsbehörden vom 30. Juni 1966. Gemäss § 5 der Gebührenordnung betragen die Staatsgebühren für Entscheide im Rechtsmittelverfahren Fr. 50.- bis Fr. 4'000.-. § 7 der Gebührenordnung regelt die Schreibgebühren.
2.3 Im Rekursverfahren tragen mehrere am Verfahren Beteiligte die Kosten in der Regel entsprechend ihrem Unterliegen (§ 13 Abs. 2 Satz 1 VRG). Ergänzend sieht § 13 Abs. 2 Satz 2 VRG vor, dass derjenige die Kosten zu tragen hat, der sie verursacht hat. Nach dem Verursacherprinzip können den Verfahrensbeteiligten jene Kosten auferlegt werden, die sie durch Verletzung von Verfahrensvorschriften oder nachträgliches Vorbringen von Tatsachen oder Beweismitteln verursacht haben. Wenn indessen sowohl das Unterlieger- als auch das Verursacherprinzip zu einem unbilligen Ergebnis führen, können diese beiden Prinzipien der Kostenauflage aus Billigkeitsgründen Einschränkungen erfahren (Alfred Kölz/Jürg Bosshart/Martin Röhl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 2. A., Zürich 1999, § 13 N. 23).
2.3 Im Rekursverfahren tragen mehrere am Verfahren Beteiligte die Kosten in der Regel entsprechend ihrem Unterliegen (§ 13 Abs. 2 Satz 1 VRG). Ergänzend sieht § 13 Abs. 2 Satz 2 VRG vor, dass derjenige die Kosten zu tragen hat, der sie verursacht hat. Nach dem Verursacherprinzip können den Verfahrensbeteiligten jene Kosten auferlegt werden, die sie durch Verletzung von Verfahrensvorschriften oder nachträgliches Vorbringen von Tatsachen oder Beweismitteln verursacht haben. Wenn indessen sowohl das Unterlieger- als auch das Verursacherprinzip zu einem unbilligen Ergebnis führen, können diese beiden Prinzipien der Kostenauflage aus Billigkeitsgründen Einschränkungen erfahren (Alfred Kölz/Jürg Bosshart/Martin Röhl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 2. A., Zürich 1999, § 13 N. 23).
3. 3.1 Die Vorinstanz ist auf den Rekurs der Beschwerdeführenden nicht eingetreten mit der Begründung, der Antrag der Abteilung Sicherheit vom 22. September 2011 an der Stadtrat auf Aufhebung des Fahrverbots stelle kein Anfechtungsobjekt dar, da mit ihm noch kein Rechtsverhältnis festgelegt werde. Ebenso wenig wäre der Antrag des Stadtrats vom 27. September 2011 auf Aufhebung des Fahrverbots durch die Kantonspolizei anfechtbar gewesen. Erst ein entsprechender Aufhebungsentscheid der Kantonspolizei (der zu publizieren gewesen wäre) hätte angefochten werden können.