Decision ID: 84b2f6d4-d226-5f4e-af7b-de4e865b68c6
Year: 2013
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
Der 19
50
geborene
X._
meldete sich im
Mai
2003
bei der Invaliden
versicherung zum Bezug
einer Invalidenrente an (Urk. 11/2
). Die Sozialver
sicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, traf erwerbliche und medizini
sche Abklärungen
und verneinte m
it
Einspracheentscheid
vom 18. November 2004
(Urk. 11/25)
den Ren
tenanspruch
. Die von
X._
hiegegen
erho
bene Beschwerde
wurde vom
hiesigen Gericht
mit Urteil
IV.2004.00929 vom 27. Dezember 2005
(Urk. 11/30
)
in dem Sinne gutgeheissen, als der angefoch
tene
Einspracheentscheid
(
vom
18.
November 2004
)
aufgehoben und die Sache an die
IV-Stelle
zurückgewiesen wurde, damit diese nach weiterer Abklärung neu über den Rentenanspruch
verfüge.
Die IV-Stelle
veranlasste in der Folge
ein
Gutachten bei
Dr.
med.
Z._
,
Fach
arzt für Orthopädische Chirurgie
, vom 1. April 2006
(Urk. 11/34)
. D
arauf
hin sprach sie
X._
mit Verfügung vom 22.
März 2007
rückwirkend ab 1. November 2004
eine halbe Rente der Invalidenversicherung zu (Invaliditätsgrad: 54 %; U
rk. 11/55, vgl. „Verfügungsteil
2“ [Urk. 11/52], siehe auch Feststellungsblatt vom 21. November 2006 [Urk. 11/39
-40
]).
Zudem auferlegte sie
X._
eine
Schadenminderungspflicht
dahingehend lautend, dass
dieser
bis Dezember 2007 beidseitig
Kniegelenksendoprothese
n
implantieren lasse
(Schreiben vom 21. November 2006 [Urk. 11/44]).
1
.2
Im Dezember
2007
l
eitete die IV-Stelle
eine
revisionsweise Überprüfung des Rentenanspruchs ein (Urk.
11/59
).
Nach Einholung
eines
Bericht
s
von Dr.
med.
A._
, Facharzt für Chirurgie,
vom
26.
April
20
08
(
Urk. 11
/
61
)
sowie
einer Stellungnahme des internen Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD)
vom 21. Juli 2008 (Feststellungsblatt vom 5. Februar 2010 [Urk. 11/63/2])
wurde dem Versicherten mit Vorbescheid vom
5. Februar 2010 (Urk. 11/65
) die Aufhebung der bisherigen halben Rente in Aussicht gestellt (Invaliditätsgrad: 5 %
)
, mit der Begründung, er habe sich den Knieoperationen nicht unter
zogen
. Nach Kenntnisnahme der dagegen am 8. März und 11. April 2010 erho
benen Einwände (
Urk. 11
/70, 11/73)
veranlasste d
ie
IV-Stelle
– nach
Einholung
eines B
erichts
von Facharzt für Psychi
atrie und Psychotherapie B._
und Psychologe Dr. phil.
C._
,
Institution D._
,
vom 13. September 2010
(
Urk.
11/78) und eines
Operationsberichts von Dr.
med.
E._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie, vom 17. Januar 2011 (
Art des Eingriffs: M
ediale
Teilmeniskektomie
medial beidseits bei Kni
earthroskopie rechts und links [
Urk. 11/84
]
)
–
am 19. Januar 2011 (Urk. 11/82)
ein
ortho
pädisch-psychiatrisches Gutachten
durch
die Institution F._
,
welches
am 5. August
2011
erstattet wurde (
gezeichnet:
Dres
med.
G._
, Facharzt
für Orthopädie, und
H._
, Facharzt
für
Psychiatrie und Psychotherapie
; samt psychiatrischem Teilgutachten von Dr.
H._
vom
15. Juni 2011
[
Urk. 11/85
])
.
Gestütz
t darauf verfügte die IV-Stelle
nach Anhörung des Beschwerdeführers (vgl. Urk
.
11/86, 11/88, 11/93)
am
13. Januar
2012 im a
ngekündigten Sinne (Aufhebung
der bisherigen
halben
Rente
auf das Ende des der Verfügu
ngszustellung folgenden Monats,
Urk. 11/102 =
2).
2.
2.1
Dagegen liess der Versicherte
am 12. Februar
2012 (
Urk. 1)
Beschwerde erheben und
– unter
Aufheb
ung der angefochtenen Verfügung -
die
Zusprache
einer ganzen
Rente
beantragen
.
In prozessualer Hinsicht liess der Beschwerdeführer um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung nach
suchen (Urk. 1 S.
1
). Die Verwaltung beantragte mit Beschwerdeantwort vom
10. April
2012 (Urk.
10
) die
Abweisung
der Beschwerde
, wo
von dem Beschwerdeführer am 12.
April 2012 Kenntnis gegeben wurde (Urk. 12)
. M
it Zuschrift vom 19. Juli 2013 (Urk. 13)
reichte der Beschwerdeführer einen
(
weiteren
)
Bericht der Institution D._
vom 15. Juli 2013 (Urk. 14
)
ein
.
2.2
Auf die Ausführungen
der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]
). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1
des Bun
desgesetzes über
die Invalidenversicherung [IVG]
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von
Art.
4
Abs.
1 IVG in Verbindung mit
Art.
8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als rele
vant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Per
son bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des
Forderbaren
wird dabei weitgehend objektiv bestimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Erwerbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychi
schen Beeinträchtigung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur soweit zu einer Erwerbsunfähigkeit (
Art.
7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (
Art.
6 ATSG) sei der versi
cherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 Prozent arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Die seit dem 1. Januar 2004 massgeblichen Rentenabstufungen geben bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent Anspruch auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.4
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 S. 349 mit Hinweisen). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Aus
wirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesundheitszustan
des auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revisionsgrund im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurtei
lung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Einspracheentscheid
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3 S. 75 ff; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hinweisen).
1.5
Im Gebiet der Invalidenversicherung gilt ganz allgemein der Grundsatz, dass die invalide Person, bevor sie Leistungen verlangt, alles ihr Zumutbare selber vor
zukehren hat, um die Folgen ihrer Invalidität bestmöglich zu mildern (BGE 113 V 22 E. 4a mit Hinweisen). Dieses Gebot der Selbsteingliederung ist Ausdruck des in der ganzen Sozialversicherung geltenden Grundsatzes der Schadenminderungspflicht (vgl. BGE 120 V 368 E. 6b, 117 V 275 E. 2b, 400), wobei jedoch von der versicherten Person nur Vorkehren verlangt werden können, die unter Berücksichtigung der gesamten objektiven und subjektiven Gegebenheiten des Einzelfalles zumutbar sind (BGE 113 V 22 E. 4a mit Hinweisen auf Lehre und Rechtsprechung; ZAK 1989 S. 214 E. 1c). Einem Leistungsansprecher sind Massnahmen zuzumuten, die ein vernünftiger Mensch in der gleichen Lage er
greifen würde, wenn er keinerlei Entschädigung zu erwarten hätte. Gemäss gel
tender Rechtsprechung darf sich die Verwaltung bei den Anforderungen, welche unter dem Titel der Schadenminderung an eine versicherte Person gestellt werden, nicht einseitig vom öffentlichen Interesse an einer sparsamen und wirt
schaftlichen Versicherungspraxis leiten lassen, sondern sie hat auch die grund
rechtlich geschützten Betätigungsmöglichkeiten des Leistungsansprechers in seiner Lebensgestaltung angemessen zu berücksichtigen. Welchem Interesse der Vorrang zukommt, kann nicht generell entschieden werden. Als Richtschnur gilt, dass die Anforderungen an die Schadenminderungspflicht zulässigerweise dort strenger sind, wo eine erhöhte Inanspruchnahme der Invalidenversicherung in Frage steht. Dies trifft beispielsweise zu, wenn der Verzicht auf schadenmindernde Vorkehren Rentenleistungen auslösen oder zu einer grundlegend neuen Eingliederung Anlass geben würde
(BGE 113 V 22 E. 4d S. 32; SVR 2007 IV Nr.
34 S. 121
E.
3.1; Urteil des Bundesgerichts 8C_128/2007 vom 14. Januar 2008 E. 3 mit Hinweisen).
1.6
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist ent
scheidend, ob es für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderli
chen allseitigen Untersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berück
sichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person aus
einander setzt
was vor allem bei psychischen Fehlent
wicklungen nö
tig ist
, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Ex
per
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu
räu
mende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer
Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutachten,
3.
Aufl. 1994, S. 24 f.).
1.7
Nach ständiger Rechtsprechung beurteilt das Sozial
versicherungsgericht die Gesetzmässigkeit des angefochtenen Entscheids in der Regel nach dem Sachver
halt, der zur Zeit des Abschlusses des Verwaltungsverfahrens gegeben war. Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung sein (BGE 131 V 242 E. 2.1 S.
243; 121 V 362 E. 1b S. 366).
2
.
2
.1
Streitig und zu beurteilen ist die
A
ufhebung der bisherigen halben
Rente
.
2.2
Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Rentenaufhebung damit,
dass sich der Beschwerdeführer einerseits der auferlegten
Schadenminderungs
pflicht
nicht unterzogen habe und dass es ihm
gemäss
Gutachten
der Institution F._
vom 5. August 2011
anderseits
zumutbar wäre, eine
behinderungsangepasste, kör
perlich leichte Tätigkeit
zu 100 % auszuüben.
Dabei
–
unter Berücksicht
igung eines Leidensabzugs von 10
% auf
dem Tabellenlohn
–
könnte
d
er
Beschwer
deführer
ein Invalideneinkommen von
Fr. 54'129.--
pro Jahr erzielen. Dies führe bei einem
Valideneinkommen
von
Fr. 57'138.-- z
u einem
Invaliditätsg
rad von 5 %,
weshalb er
keinen Rentenanspruch mehr habe
; Eingliederungsmass
nahmen seien nicht möglich
(Urk. 2).
In der
Vernehmlassung (Urk. 10
) verwies die Beschwerdege
gnerin
in medizinischer Hinsicht
auf die Aktenbeurteilung
en
des
RAD (
Feststellungsblatt vom 13. Januar 2012 [Urk. 11/101])
.
2.3
Demgegenüber
stellt
e
sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt, dass er auch in einer Verweistätigkeit voll arbeitsunfähig sei. Dabei
wies
er
insbeson
dere
auf die
Bericht
e
de
r Institution D._
hin (
vgl. Berichte
vom 17. Oktober 2011 [
Urk.
11/94
], 24. Oktober 2011 [
Urk.
11/92
]
und
15.
Juli 2013 [Urk. 14]
).
3.
3.1
Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Ände
rung ist vorliegend die –
auf dem
orthopädischen
Gutachten von Dr.
Z._
vom 1. April 2006 (Urk. 11/34)
basie
rende (vgl. Feststellungsblatt vom 21. November 2006, Urk. 11/39/2)
–
Verfügung vom 22. März 2007 (Urk. 11
/
55
). Laut
dem Gutachten
von Dr.
Z._
wurde
n seinerzeit folgende Diagnosen
erhoben (
Urk. 11/34/7
):
intermittierende
Lumboi
schialgie
links bei Status nach Diskushernien-Operation L5/S1 links
fortgeschrittene medial betonte Pan-
Gonarthrose
beidseits, links ausge
prägter als rechts
diskrete
Periarthropathia
humero-scapularis
(PHS)
rechts
Status nach Endglied-Amputation der Finger III-V links
Dar
aus resultier
t
e
– aufgrund
der
orthopädischen
Problematik -
in einer ange
passten
Tätigkeit
insgesamt eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit
. Da
bei
bemerkte
Dr.
Z._
, er unterstütze die Indikation des Orthopäden Dr.
A._
zur operativen Intervention
an den
Kniegelenke
n
, zunächst links dann rechts, und zwar im Sinne der Implantation einer
Totalendoprothese
. Die Operation am linken Knie solle möglichst bald durchgeführt werden. Vier Monate nach der zweiten
Operation bestehe dann wieder eine volle Arbeitsfähigkeit in
angepass
ter Tätigkeit (vgl. Urk. 11/34/9
).
Der gutachterlichen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit pflichtete Dr.
A._
im Bericht vom 29. August 2006 bei (Urk. 11/36).
3.2
Hinsichtlich des medizinischen Sachverhalts bis zum eingangs erwähnten Urteil IV.2004.00929 vom 27. Dezember 2005 (Urk. 11/30)
kann
im Übrigen
auf die
dort gemachten Ausführungen verwiesen werden.
Insbesondere bestand danach
in psychischer Hins
icht - gemäss dem als beweiskräftig
beurteilten (vgl.
Urteil IV.2004.00929
E. 3.3) Gutachten von Fachpsychologe
lic
. phil.
I._
und Dr. med.
J._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 17. Juni 200
4 (Urk. 11/14)
-
eine leichte depressive Episode und ein Schmerzsyndrom, welche
Diagnosen
die Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht nicht ein
schränkten.
4.
4.1
Dr.
A._
hielt in seinem
Bericht vom 26. April 2008
zu
Handen
der IV-Stelle
(Urk. 11/61/2) fest
,
die
beidseitige Kniegelenks
operation
sei
bisher
nicht durchgeführt worden. Hauptgrund
dafür
sei das Alter des Beschwer
deführers; dieser
wolle
mit d
er Operation zuwarten.
Der Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit seien unverändert.
4.2
D
ie Beschwerdegegnerin
stützte sich
bei ihrer A
n
nahme,
dass
beim
Beschwerde
führer
für körperlich leichte Tätigkeiten nunmehr eine volle Arbeitsfähigkeit bestehe
,
auf das
Gutachten
der Institution F._
vom 5. August 2011
(
Urk.
11/85
).
In der auf medizinischen
Vorakten
– darunter
d
em
Bericht von Psychiater B._
und Psychologe Dr.
C._
vom 13. September 2010 (Urk. 11/78
/6-8;
vgl.
Gutachten
der Institution F._
S.
14, 23 bzw. 29
)
- sowie eigenen orthopädisch-
psy
chi
atrischen Untersuchungen vom 14. Juni
2011 beruhenden Expertise
der
Dr
es
.
G._
und
H._
wurden folgende Diagnosen mit Einfluss auf die
Arbeitsfähigkeit gestellt (
„
Interdisziplinäre Zusammenfas
sung und Beurteilung
“
,
S. 27
Ziff.
8
.1):
fortgeschrittene
Spondylarthrose
C4/5 sowie
mässige
Osteochondrose
mit Disk
ushernie C5/6 und
Foraminalstenose
beidseits mit möglicher Reizung der Nervenwurzel C6 beidseits sowie mässige
Osteochondrose
C6/7 mi
t
Uncovertebralarthrose
und Disk
ushernie
Acromioclaviculargelenksarthrose
rechts
mässige Disk
usdegeneration L5/S1 mit kleiner
breitbasiger
ins recht
e
Neu
roforamen
verlaufender Disk
ushernie ohne neurale Kompression so
wie leichte
Spondylarthrose
L4/5 und L5/S1
mediale
Gonarthrose
bei
Status nach medialer
Teilmenisk
ektomie
01/2011 und
Varusalignement
rechts
mediale
Gonarthrose
bei Status n
ach medialer
Teilmenisk
ektomie
und
Null
achse
links
Ellbogenarthrose rechts
Präadipositas
chronische depressive Verstimmung (
Dysthymie
), bestehend seit etwa 01/2008, ICD-10 F34.1
Status nach rezidivierender depressiver Störung mit leichten bis mittel
gradigen depressiven Episoden, bestehend von minde
stens 2004 bis 12/2007, ICD-10 F33.0
, F33.1
Als
Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
wurden genannt
(S.
27
f.
Ziff.
8.2):
Status nach Endgliedamputa
tion der Finger III bis V links
Senk-/Spreizfüsse
arterielle Hypertonie
Diabetes mellitus
Aortensklerose
In ihrer
gemeinsamen
Stellungnahme zur Arbeitsfähigkeit erklärten die
Gutachter
der Institution F._
(S.
28
Ziff.
9
)
,
dem Beschwerdeführer
könnten
k
örperlich leichte Tä
tigkeiten
gesamthaft bei voller Stundenpräsenz seit Januar 2008 vollumfänglich
zugemutet werden
. Dabei wurde folgendes Zumutbarkeitsprofil angegeben:
A
bwechslungsweise sitzend und stehend ausgeübte
Tätigkeiten
in temperierten Räumen, ohne
häufig
inklinierte,
reklinierte
und
rotierte Körperhaltungen
, ohne
kniende Po
sitionen, ohne
häufig
es
Treppen
steigen
,
ohne
Steigen auf
Leitern,
ohne
Gehen auf
schrägen Ebene
n
oder unebenem Gelände
, ohne häufiges
Arbeiten über der Horizontalen sowie
ohne
Heb
en und Tragen von Lasten über 5
kg, keine
Arbeit mit
er
höhte
r
emotionale
r
Belastung, keine Stressbelastung und keine
überdurchsc
hnittliche Dauerbelastung
(
S. 28
Ziff.
9.2)
.
Zudem
hielt Dr.
H._ in seinem psychiatrischen
Teilgutachten
für die Institution
F._
fest
,
in einer angepasster Tätigkeit - ohne erhöhte emotionale Belastung, ohne erhöhten Zeitdruck (Stressbelastung) und ohne überdurchschnittliche Dauerbelastung
–
könne
aus psychiatrischer Sicht eine
100%ige Arbeitsfähigkeit bei vollem Stundenpensum (Arbeitsunfähigkeit
: 0 %) seit etwa Januar
2008 angenommen wer
den
(Urk. 11/85/48)
.
In ihrer
„
Stellungnahme zu früheren ärztlichen Einschätzungen
“
(S.
29
Ziff.
9.3
)
erklärten die
Gutachter
der
Institution
F._
sodann
, d
ie von der
Klinik K._
tem
porär attestierte
Arbeitsunf
ähigkeit
kö
nn
e
bei
Schmerzexazerbation
nachvollzo
gen werden. Bei u
nspezifischer
Lumboischialgie
kö
nn
e
auch die volle Arbeits
fähigkeit unterstützt werden, die v
on der
Klinik L._
attestiert
wo
rde
n sei
. Aufgrund der vorliegend
en Befunde kö
nn
t
e
n dagegen
weder die
von
Chirurge
Dr.
A._
attestierte
100%ige Arbei
tsunfähi
gkeit noch die
jenige
des
ortho
pädischen Gutachters Dr.
Z._
plausibilisiert werden.
Der von Psychiater
B._
am 13. September 2010
(Urk.
11/78/6-8) gestellten Diagnose „mittel
gradige depressive Episode und Panikstörung“ könne nicht zugestimmt werden
. Es lasse
sich seit etwa Januar
2008 lediglich eine chronische depressive Ver
stimmung entsprechend einer
Dysthymie
und keine isoliert
e Panikstörung erhe
ben. Davor könne
von mindestens 2004 bis Dezember
2007 eine rezidivierende depressive Störung mit leichten bis mittelgradigen depressiven Episoden ang
e
nommen werden. Nachdem seit Januar
2008 eine deutliche Besserung des psychischen
Zustandsbilds festzustellen sei, seien
auch die Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit ent
sprechend gering einzuschätzen.
In Bezug auf berufliche Massnahmen oder Integrationsmassnahmen erklärten die Gutachter
der
Institution
F._
(S. 30
Ziff.
9.6), obwohl aus psychiatrischer Sicht aufgrund der
Dysthymie
nur eine leichte depressive Störung vorliege, würden aufgrund der Fixierung de
s
Beschwerdeführers auf die Beschwerden
entsprechende
Massnahmen zum jetzi
gen Zeitpunkt eher w
enig aussichtsreich erscheinen. Auf
die Frage, ob durch die Implantation einer Knietotalprothese beidseits prognostisch eine 100%ige Ar
beitsfähigkeit angepasst möglich gewesen wäre und se
i (S. 31
Ziff.
3), erklärten die Gutachter
der
Institution
F._
, eine optimal adaptierte Tätigkeit wäre auch ohne Im
plan
tation einer Knietotalprothese beidseits vollumfänglich möglich gewesen.
In Bezug auf etwaige abweichende Stellungnahmen zur Arbeitsfähigkeit erklär
ten die
Gutachter
der
Institution
F._
(S. 31 f.
Ziff.
4), die von der Klinik
L._
attestierte volle Arbeitsfähigkeit beziehe sich nur
auf lumbale Beschwerden. Sodann sei die von Dr.
A._
gestellte Diagnose
Omarthrose
falsch, da radiologisch keine
humeroscapulare
Arthrose nachweisbar sei. Weshalb der orthopädische Gutachter Dr.
Z._
seinerzeit auch für adaptierte Tätigkeiten lediglich eine 50%ige Arbeitsfähigkeit bestätigt habe, bleibe unklar.
Schliesslich
bemerkten die
Gutachter
der
Institution
F._
, das
s
sich
das
Erstellen des Guta
ch
tens aufgrund der postoperativen Rehab
ilitation des
Beschwerdeführers
nach
beidseitiger Kniegelenksarthroskopie verzögert
habe
(
S. 32).
4
.3
In ihrer
Stellungnahme zum
Gutachten
der
Institution
F._
kritisierten Psychiater
B._
und Psychologe
C._
am
24. Oktober 2011 (
Urk.
11/92)
,
dass
d
ie psychiat
rische
Untersuchung
der
Institution
F._
bloss
ungefähr eine Stunde gedauert
habe
und
ohne Übersetzung
erfolgt
sei
, weshalb
vo
n deutlichen Missverständnissen
aus
zugehen
sei
.
Zudem seien die Beschwerden
sehr oberflächlich aufgenommen
worden
. Tatsächlich bekl
age der Beschwerdeführer seit 2003
folgende Be
schwerden
(Urk. 11/92/2
Ziff.
8)
:
Angst, Nervosität, Herzrasen, Zittern ohne Ursache, Depressionen mit Lust- und Interesselosigkeit, Müdigkeit, Rückzug (kaum mehr Kollegen), Antriebslosigkeit, Konzentrationsstöru
ngen (fernsehen ungefähr 15 Minuten), Vergesslichkeit (Tabletten vergessen
), Gedankenkreisen, Sinnlosigkeitsgedanken, Appetitverminderung (78
kg bei 165
cm), Verlust von Selbstvertrauen, Sc
huldgefühle (keine Arbeit mehr). D
aher seien 2011 die Symptome für eine mittelgradige depressive Episode 2011 vollständig gegeben, weshalb die gegenteilige Behauptung im
psychiatrischen
Teilg
utachten
der
Institution
F._
von Dr.
H._
falsch
sei
.
Psychiater
B._
un
d Psychologe
C._
hielten
folgende Diagnosen
fest
:
zervik
o
zephales
Syndrom mit
Begleitschwindel (Diagnose Dr.
A._
vom 16.05.05)
lumbo
vertebrales
Syndrom mit Ausstrahlung re
chts
(Diagnose Dr.
A._
vom 16.05.05)
m
it
/b
ei
St
atus
nach
Diskushernienoperation
L5/S1
b
eidseits
1978
Omarthrose
und PHS rechts
mediale Meniskusläsion links
,
diffuse
Chondromalazi
e
im Bereich der
me
dialen Kniegelenkko
mpartimente mit
Gonarthrose
beidseits
AC-Gelenksarthrose rechts
Panikstörung (ICD-10
F41.0)
mittel
gradige depressive Episode (
ICD-10
F32.1)
Übergewicht (E66, BMI
=
28)
Zur Arbeitsfähigkeit erklärten Psychiater
B._
und Psychologe
C._
(Urk. 11/92/3)
, der Beschwerdeführer sei aufg
rund von - neuropsychologisch bestätigten -
Einschränkungen
auch für angepasste Tätigkeiten zu
100 % ar
beitsunfähig
.
4.4
I
m nachfolgenden
Bericht
vom
17. Oktober 2011
über die
„
interdisziplinäre Schmerzbehandlung
“
bestätigten
die Fachärzte
der
Institution
D._
die
vor
erwähnten Diagnosen
und attestierten
eine volle Arbeit
s
unfähigkeit
für alle
Tätigkeiten (Urk. 11/94).
4.5
Schliesslich
hielten
die Experten
der
Institution
D._
mit
neu aufgelegtem
(
Verlaufs
-)
B
ericht vom 15.
Juli 2013
(Urk. 14)
eine V
er
schlech
terung
der
Symptomatik
seit
17.
Oktober 2011
im Bereich des
linken Arm
s
,
der
Gonarthrose
,
der rechten Hüfte,
der
Wirbelsäule sowie
bezüglic
h
der Schmerze
n und der Depression fest (S. 6
).
5.
5.1
I
n
psychischer
Hinsicht
ist
vorweg festzustellen
, dass
soweit im psychiatrischen
Teilgutachten
der
Institution
F._
eine Verbesserung des psychischen Gesundheitszustands ab 2008 postuliert wird
(vgl. Urk.
11/85 S. 14
f.)
, eine
entsprechende
Verbesse
rung
unbeachtlich ist, da
im Vergleichszeitpunkt
gemäss dem
durch das hiesige Gericht
als beweiskräftig
beurteilten Gutachten von Fachpsychologe
lic
. phil.
I._
un
d Dr.
J._
vom 17. Juni 200
4
seinerzeit
eine psychisch bedingte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
verneint
und bei der
Rentenzusprache
ent
sprechend nicht berücksichtigt worden
war (E.
3
hievor
)
.
D
ie
aktuelle
psychiatrische
Teil-Expertise
der
Institution
F._
berücksichtigt
die geklagten Beschwerden und beruht auf sorgfältiger (psychiatrischer) Anamnese- und Befunderhebung und ist schlüssig begründet. Dafür, dass die für eine Beurteilung der psychischen Situation notwendige Untersuchung von Dr.
H._
nicht unter Gewährleistung der sprachlichen Verständigung vorgenommen worden wäre, liegen keine Anhaltspunkte vor (vgl. dazu auch E. 3.3 des eingangs er
wähnten Urteils IV.2004.00929 [Urk. 11/30/6]). Soweit Psychiater
B._
und Psychologe
C._
weiter die Dauer der psychiatrischen Exploration
der
Institution
F._
bemängeln (Psychiater
B._
und Psychologe
C._
veranschlagen diese auf knapp eine Stunde [Urk. 11/92/2
Ziff.
5]), ist festzuhalten, dass der zu be
treibende zeitliche Aufwand der Fragestellung und der zu beurteilenden Leiden angemessen sein muss
.
F
ür den Aussagegehalt eines medizinischen Gutachtens
kommt
es in erster Linie darauf an, ob die Expertise inhaltlich vollständig und im Ergebnis schlüssig ist. Trifft dies - wie hier - zu, ist die Untersuchungsdauer grundsätzlich nicht entscheidend. Im Übrigen liegt es in der Natur der Sache, dass eine psychiatrische Begutachtung sich nicht auf einen gleich langen Beobachtungszeitraum stützen kann wie die Berichte behandelnder Fachleute. Dies allein vermag den Beweiswert einer Expertise nicht zu schmälern. Mit Blick auf die sorgfältige Befunderhebung und Auseinandersetzung mit den
Vorakten
, und da im Rahmen der vorliegenden Rentenrevision bloss die Veränderung einer bekannten, gut dokumentierten
gesundheitlichen Situation zu beurteilen war, er
scheint der für die Begutachtung betriebene zeitliche Untersuchungsaufwand vorliegend hinreichend (vgl. etwa Urteile des Bundesgerichts 9C_671/2012
vom 15. November 2012 E. 4.5 oder
I 1094/06 vom 14. November 2007 E. 3.1.1).
Was sodann die in der Stellungnahme von Psychiater
B._
und Psychologe
C._
vom 24. Oktober 2011 (Urk. 11/92) beschriebenen
Befunde angeht, ist festzustellen, dass diese kaum von ihren früheren Feststellungen abweichen, welche die Gutachter
der
Institution
F._
kritisch gewürdigt hatten. Es ist zu berücksichti
gen, dass insbesondere der behandelnde Psychiater
B._
in seinem früheren Bericht vom 28. September 2010 eine seit 1998 bestehende volle Arbeits
un
fähigkeit für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Lagerist oder für eine behinderungsangepasste Tätigkeit angegeben hatte
.
Diese Einschätzung weicht
vom Gutachten von Psychiater Dr.
J._
und Fachpsychologe
lic
. phil.
I._
, welches Gutachten im erwähnten Urteil IV.2004.00929 vom hiesigen Gericht als zuverlässig und massgeblich beurteilt worden war, ab (vgl. auch entsprechende Stellungnahme von RAD-Arzt Dr. med.
M._
, Facharzt für Allgemeine Medizin, vom 17. Januar 2011 [Feststellungsblatt vom 13. Januar 2012, Urk. 11/101/2-3])
; i
m Gutachten von Psychiater Dr.
J._
und Psychologe
I._
war der
Besch
werdeführer als voll
arbeitsfähig betrachtet worden. Damit stellt die
Beurteilung der
Arbeitsfähigkeit von Psychiater
B._
lediglich
eine unterschiedliche medizinische Beurteilung des gleichen Sachverhalts dar.
Als solche
vermag
sie
das psychiatrische
Teilg
utachten
der
Institution
F._
nicht zu entkräften.
S
oweit der Beschwerdeführer
eine Verschlechterung in psychiatrischer Hinsicht geltend macht, kann ihm nicht gefolgt werden. Im
-
vorerwähnten
-
Bericht der
Institution
D._
vom 24. Oktober 2011
(Urk. 11/92 S. 3 unten)
wird zwar die vom Beschwerdeführer behauptete Verschlechterung
des Gesundheitszustand
e
s erwähnt
, doch wird nicht
nachvollziehbar dargelegt, inwiefern aus medizinischer Sicht eine Verschlechterung eingetreten sein soll.
So
dann sprechen
die Ärzte der
Institution
D._
un
ver
ändert von einer mittelgradigen depressiven Episode.
Insgesamt ist keine wesent
liche
Verschlechterung
des Gesundheitszustandes
auszumachen
.
In Bezug auf den
neu
aufgelegten (Verlaufs-)Bericht
der Experten der
Institution
D._
vom 15. Juli 2013 (Urk. 14), in welchem diese
wiederum
eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers seit 17. Oktober 2011 (Datum ihres vorherigen Berichts
,
Urk. 11/94
) postulieren
(Urk. 14 S. 6)
,
bestehen
keine Anhaltspunkte für eine erhebliche Ver
ände
rung
. Die Experten beschreiben
zur Hauptsache subjektiv zugenommene Beschwer
den, aber
keine
objektivierbare wesentliche Verschle
chterung. Die von den Ärzten der
Institution
D._
attestierte Arbeitsunfähigkeit von 100 % in leidensangepasster Tätigkeit ist deshalb ihrerseits als eine andere
(
zurückhaltendere
) Beurteilung des grundsätzlich gleichen Sachverhalts zu be
trachten, weshalb sie im Rahmen der
Revision nicht massgebend ist. Schliesslich darf und muss
berücksichtigt werden, dass regelmässig behandelnde Spezial
ärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung erfahrungsgemäss im Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (vgl.
Urteil des Bundesgerichts vom 2. April 2007, I 551/06, E. 4.2; ferner auch BGE 125 V
353 E. 3a/cc).
Zusammenfassend vermögen die Einschätzungen der Ex
perten der
Institution
D._
eine Verschlechterung in
psy
chiatrische
r Hinsicht nicht zu begründen
.
5.2
Die orthopädische Beeinträchtigung des Beschwerdeführers, welche zur
Zusprache
der halben Rente geführt hat (vgl.
Urk. 11/39/2 am Ende), wurde vom
Orthopäde
n
Dr.
G._
fachärztlich abgeklärt
.
Diese
r
hielt
Beschwerden in Form von Schulter- und HWS-Schmerzen, lumbalen Schmerzen und
Kniegelenksschmerzen sowie eine
verminderte Ellbogengelenksbeweglichkeit
fest
(vgl. Gut
achten S. 9 f.
Ziff.
5.3).
Jedoch
erklärten die
Gutachter
der
Institution
F._
in ihrer „Stellungnahme
zu
den
früheren ärztlich
en Einschätzungen“ (S. 29 Ziff. 9.3)
,
es könnten
weder die
von
Chirurge
Dr.
A._
attestierte 100%ige Arbeits
unfähig
keit noch diejenige des Gutachters Dr.
Z._
plausibilisiert werden.
Damit stellt
die
orthopädische
Stellungnahme
der
Institution
F._
zur Arbeitsfähig
k
eit
eine unterschiedliche medizinische Beurteilung des gleichen Sachverhalts dar
, wel
che
revisionsrechtlich
nicht zu berücksichtigen ist (vgl. E.
1.4
hievor
)
. Vorlie
gend ist i
n Bezug
auf die somatischen Befunde
keine wesentliche Ände
rung
er
sichtlich
.
Auch
dem Bericht
der
Institution
D._
vom 17. Oktober 2011
(Urk. 11/94)
ist
keine Ver
änd
erung
zu
entnehmen
.
In Be
zug auf die i
m Bericht vom 15.
Juli 2013
ab 17. Oktober 2011 neu gültigen Diag
nosen -
mittel- bis hochgradige
Gonarthrose
,
femoropatelläre
Arthrose,
Menis
kusverkalkung
– ist
sodann
festzustellen, dass d
ie entsprechenden Be
funde
nicht
neu sind, sondern
schon im MRI vom 28.
April 2010 erhoben wor
den waren. Zudem
berichtete Dr.
A._
, dass es nach der Operation vom 17. Januar 2011 sogar zu einer Verbesserung der Kniebeschwerden gekommen sei.
5.3
Zusammenfassend kann aufgrund des Gutachtens
der
Institution
F._
ebenso wenig eine Verbesserung
wie mit den Berichten
der
Institution
D._
eine Verschlechterung belegt werden
kann
. Zudem erweist sich
die ursprüngli
che Rentenzu
sprechung angesichts der damaligen Aktenlage (vgl. E. 3
.1
2
hier
vor)
nicht als zweifel
los unri
chtig
(vg
l.
dazu etwa
Urteil des Bundesgerichts 8C_1013/2010 vom 19.
August 2011 E. 3.4).
Hingegen erscheint
die vorbehalt
lose Überprüfung des Rentenanspruchs wegen einer anderweitigen Sachverhaltsänderung
gerechtfertigt
.
6.
6.1
Die Rentenzusprechung mit Verfügung vom 22. März 2007 erfolgte im Hinblick darauf, dass
sich
der Beschwerdeführer der von Dr.
Z._
empfohlenen Ope
ration (Implantation von
Kniegelenksendoprothesen
) unterziehen werde. Dies geht aus dem Schreiben vom 21. November 2006 hervor, womit die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer die halbe Rente in Aussicht stellte
. Gleich
zeitig hielt sie fest,
dass
nach dieser Operation eine volle Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit erwartet
werde. Unter Hinweis auf Art. 21
Abs.
4 ATSG drohte sie an, dass sie bei Nichtbefolgen dieser Aufforderung anlässlich der nächsten amtlichen Revision vom Dezember 2007 den Anspruch so beurteilen werde, wie wenn sich der Beschwerdeführer der Operation unterzogen hätte. Dies könne zur Einstellung oder Kürzung der Rente führen (Urk. 11/44).
Diese Schadenminderungspflicht hat der Beschwerdeführer bis heute unstreitig nicht erfüllt. Zwar hat er am 17. Januar 2011 die Knie operieren
(
Teilmeniskektomie
medial beidseits bei Kniearthroskopie rechts und links [Urk. 11/84
]), aber keine
Endoprothesen
implantieren lassen. In Anbetracht der Aufforderung zur Schadenminderung stellte sowohl die Durchführung der Operation als auch deren Unterlassung eine Sachverhaltsänderung dar, welche die
Überp
rüfung des Rentenanspruches nach
Massgabe von
Art.
21
Abs.
4 ATSG
nach
sich zieht.
6.2
Mit dem Schreiben vom 2
1.
November 2006 hat die Beschwerdegegnerin
ohne Zweifel
den formellen Anforderungen,
welche
Art.
21
Abs.
4 ATSG für das Mahn- und
Bedenkzeitverfahren
aufstellt, Genüge getan. Die
verlangte
Mass
nahme wurde klar
um
schrieben und
es wurde
festgehalten, welche Rechtsfolgen der Beschwerdeführer zu gewärtigen habe, falls er sich innert der eingeräumten
-
mehr als einjährigen
-
Frist der Behandlung nicht unterziehe.
Bei der von der Beschwerdegegnerin verlangten Operation handelt es sich nicht um eine Massnahme, die eine Gefahr für Leben und Gesundheit darstell
t
, so dass sie ohne
Weiteres
zumutbar ist. Aufgrund der medizinischen Akten ist so
dann davon auszugehen, dass die entsprechende Behandlung eine wesentliche
Steigerung
der Arbeitsfähigkeit zur Folge hätte:
Dr.
A._
empfahl noch am
9.
August 2002 mit Blick auf die deutliche Besserung unter der konservativen Behandlung, mit einer operativen Sanierung der Meniskusläsion sei zuzuwarten (
Urk.
11/6/10). Davon abweichend
berichtete
der Beschwerdeführer
dem Gutachter
Dr.
Z._
anlässlich der Untersuchung vom 3
0.
März 2006
, Dr.
A._
habe ihm unter
anderen eine
Knieoperation in Aussicht gestellt (
Urk.
11/34 S. 3
oben). Aufgrund seiner Untersuchung und gestützt auf die Akten schloss
Dr.
Z._
in seiner Expertise
, dass nach einer
Endoprothesen
-Operation wieder mit einer vollen Arbeitsfähigkeit
in einer Verweistätigkeit
ge
rechnet werden könne.
Dr.
A._
führte am 2
6.
April 2008 denn auch keine medizinischen Gründe an für
das Absehen von der Operation, sondern
verwies auf
das Alter des Beschwerdeführers und dessen Wunsch, mit der Operation zuzuwarten (vgl. vorstehend E. 4.1). Dr.
E._
hielt
im Bericht
vom 17. Januar 2011
über die Arthroskopien
seinerseits fest, eine
Knietotalendoprothese
sei notw
endig (Urk. 11/84), was im
Gutachten
der
Institution
F._
bestätigt wurde (Urk. 11/85 S. 11). Im Lichte dieser Beurteilungen erscheint die Darstellung im Bericht vom 17. Oktober 2011 über die Interdisziplinäre Schmerzb
ehandlung in der
Institution
D._
, wonach eine Operation von
anästhesistischer
und orthopädischer Seite abgelehnt werde (Urk. 11/94 S. 5 Mitte), nicht nachvollziehbar, zumal
der gleiche
Dr.
E._ im Verlaufsbericht der
Institution
D._
vom 1
5.
Juli 2013 die Operationsindikation ohne Weiteres wieder bejahte (Urk. 14 S. 6 oben).
Es ist daher davon auszugehen, dass die Indikation der von der Beschwerdegegnerin verlangten
Endoprothesenimplantation
gegeben war und der Beschwer
deführer
mit dem Unterlassen des Eingriffes
die ihm auferlegte Schadenminderungspflicht verletzt hat.
Ebenso ist gestützt auf das Gutachten von
Dr.
Z._
erstellt, dass mit dieser Operation die Arbeitsfähigkeit
in einer leidensangepassten Tätigkeit
wieder hätte erlang
t werden können, zumal die
Gutachter
der
Institution
F._
sogar erklärten, eine volle Arbeitsfähigkeit sei auch ohne diesen Eingriff gegeben (vgl
.
Urk.
11/85 S.
31
Ziff.
3 und 4; vgl. vorstehende E. 4.2 am Ende).
Daher ist es
nicht zu beanstanden, wenn die Beschwerdegegnerin, wie bei der Auferlegung der Schadenminderungspflicht
in Aussicht gestellt
, verfügungs
w
e
i
se von einer Ar
beits
fähigkeit von 100 % ausgegangen ist, wie sie nach durch
ge
führter Opera
tion gegeben gewesen wäre.
7
.
Demnach darf
vorliegend von einer
vol
l
e
n
Arbeits
fähigkeit
hinsichtlich
einer
physisch und ps
ychisch angepassten Tätigkeit
ausgegangen werden.
Dabei hängt die ausgewiesene Leistungsfähigkeit trotz des Alters des Beschwerdefüh
rers
(Jahrgang 1950)
nicht von weiteren Eingliederungsvorkehren ab
: D
ie
Gutachter
der
Institution
F._
erachteten
berufliche Massnahmen o
der Integrationsmassnahmen
aufgrund der ausgeprägten subjektiven Krankheits- und Insuffizienzüberzeugung des Beschwerdeführers nicht
für
angezeigt (
vgl.
S.
30
Ziff.
9.6
, vgl.
auch „Verlaufsprotokoll
Eingliederungsberatung“ vom
9.
Januar 2012 [Urk. 11/100/3-4]
)
.
D
er Beschwerdeführer
verwertete
die
bei der
Rentenzusprache
vorhandene Restarbeitsfähigkeit von 50 % (vgl.
orthopädisches
Gutachten von
Dr.
Z._
vom 1. April 2006 [
Urk. 11/34
]
)
nicht
(vgl. etwa Urteil des Bundesgerichts 9C_726/2011 vom 1. Februar 2012 E. 5.2)
und er wusste bereits im Zeitpunkt der Auferlegung der Schadenminderungspflicht am 21. November 2006, dass spätestens per Ende 2007 von einer vollständigen Arbeitsfähigkeit auszugehen sei. In jenem Zeitpunkt war der Beschwerdeführer durchaus noch in der Lage, seine Restarbeitsfähigkeit zu verwerten (BGE 138 V 462 E. 3.3).
Zu prüfen bleibt
damit
die erwerbliche Seite.
8
.
8
.1
Beim Einkommensvergleich ging die
Beschwerdegegnerin
von einem unbe
strittenen Validen- und Invalideneinkommen von Fr. 57'138.-- respektive Fr. 54'129.-- (Tabellenlohn
gemäss den vom Bundesamt für Statistik
periodisch
herausge
gebenen Lohnstrukturerhebungen [LSE]
) aus, was einen rentenaus
schliessenden
Invaliditätsgrad von 5 % ergibt.
8
.2
Was die wirtschaftliche Verwer
tbarkeit der medizinisch-theoretischen Rest
ar
beits
fähigkeit
im Besonder
en (
beziehu
ngsweise das Abstellen beim Invalideneinkommen auf den Tabellenlohn)
angeht, ist zu beachten
, dass der theoretische und abstrakte Begriff des ausgeglichenen Arbeitsmarktes (welcher
dazu dient, den Leis
tungs
anspruch der Invalidenversicherung v
on jenem der Arbeitslosen
ver
sicherung abzugren
zen) einerseits ein bestimmtes Gleichgewicht zwischen dem Angebot von und der Nachfrage nach Stellen umschlies
st und anderseits einen Arbeitsmarkt bezeich
net, der von seiner Struktu
r her einen Fächer ver
schieden
artiger Stellen offen hält, und zwar sowohl bez
üglich der dafür ver
langten be
ruf
lichen und intellektuellen Voraussetzungen w
ie auch hinsichtlich des körper
lichen Ein
satzes (BGE 110 V 273 E. 4b; ZAK 1991 S. 321 E. 3b und 1985 S. 462 E. 4b; vgl. auch BGE 130 V 343 E. 3.2). An di
e Konkretisierung von Arbeitsgelegen
heiten und Verdienstaussichten sind pra
xisgemäss nicht über
mässige An
forde
rungen zu stellen; diese hat vielmehr nur
soweit
zu gehen, als im Einzelfall eine zuverlässige Ermittlung des Invaliditätsgrade
s gewährleistet ist. Für die Invali
ditätsbemessung ist nicht darauf abzustellen, ob eine invalide Person unter den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen verm
ittelt werden kann, sondern ein
zig darauf, ob sie die ihr verbliebene Arbeitskraft noch wirtschaft
lich nützen könnte, wenn die verfügbaren Arbeitsplätze dem Angebot an Ar
beitskräften entsprechen würden (AHI 1998 S.
290 f. E. 3b; Urteile des Bundes
gerichts I 273/04 vom 29. März
2005, I 591/02 vom 5.
Mai 2004, I 285/99
vom
13.
März 2000 und U 176/98 vom 17. April 2000). Unter diesen Gesichtspunk
ten kann
entgegen dem Vorbringen des Beschwerdeführers (
vgl. Urk. 1
S. 2 am Ende
)
- nicht gesagt werden
, e
s falle für ihn
etwa
aufgrund seines
Alters auf dem als ausgeglichen unterstellten Arbeitsmarkt keine Anstellung
mehr in Be
tracht.
Selbst wenn
von einem
tieferen Invalideneinkommen mit einem – vorliegend nicht gerechtfertigte
n, da
das
geltend gemachte Merkmal Alter
beim
Anforderungsniveau 4 eine
geringe Rolle
spielt
(v
gl. Urteil des Bundesgerichts I
654/05 vom 2
2. November 2006 E. 10.2.
2
)
- behinderungsbedingten Maximalabzug von 25 % auf den LSE-Tabellenlohn auszugehen wäre (zum Ganzen vgl. BGE 126 V
75), führte dies nicht zu einem rentenbe
gründenden Invaliditätsgrad von wenigstens 40 %
.
Die angefochtene Verfügung erweist sich damit als rechtens, und die dagegen erhobene Beschwerde ist abzuweisen.
9
.
Die in Anwendung von Art. 69 Abs. 1
bis
IVG auszufällende Gerich
tskostenpau
schale ist auf Fr. 8
00.-- festzusetzen und ausgangsgemäss dem Beschwerdefüh
rer aufzuerlegen. Da die entsprechenden Voraussetzun
gen gegeben
sind
,
ist dem Beschwerdeführer
antragsgemäss
die unentgeltliche Prozessführung zu gewäh
ren (§ 16 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht [
GSVGer
]) und sind die Gerichtskosten demzufolge einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.