Decision ID: 96695ed8-ec48-50eb-8e7e-19773d39db1c
Year: 2021
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1982, ist
y._
Staatsangehöriger und meldete der Einwoh
nerkontrolle der Stadt
Z._
seinen Zuzug aus
A._
per
7.
Januar 201
9.
Mit Schreiben vom
8.
Februar 2019 informierte die Einwohnerkontrolle
der Stadt
Z._
die
Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich darüber
und ersuchte sie im Namen von
X._
um Prüfung von dessen Befreiung vom schweizerischen
Krankenversicherungsobligatorium
(
Urk.
8/1).
X._
liess der Gesundheits
direktion daraufhin mit Schreiben vom
4.
April 2019 (
Urk.
8/3) die verlangten Angaben und Unterlagen zukommen (
Urk.
8/4/1-3; Aufforderung der Gesund
heitsdirektion vom 1
9.
Februar 2019,
Urk.
8/2)
und brachte namentlich vor, er
arbeite zwar in der Schweiz, sein Lebensmittelpunkt befinde sich aber in
A._
und er verfüge über eine Kranken- und Unfallversicherung bei einem
a._
Versicherer. In der Folge
teilten die Städtischen Gesundheitsdienste
X._
nach dessen
Umzug in die Stadt
B._
mit Brief vom 1
2.
Juli 2019 mit, dass
sie
den Entscheid der Gesundheitsdirektion über das Befreiungsgesuch
abwarteten
und bis dahin keine weiteren Vorkehren träfen (
Urk.
8/5/1).
Mit Verfügung vom 2
3.
Juli 2019
entschied
die Gesundheitsdirektion
abschlägig über
das Befreiungsgesuch von
X._
(
Urk.
8/6).
Dieser erhob mit Eingabe vom 1.
September 2019 Einsprache (
Urk.
8/8). Mit Entscheid vom
9.
März 2021 wies die Gesundheitsdirektion die Einsprache ab (
Urk.
2 =
Urk.
8/14).
2.
X._
beschwerte sich mit Eingabe vom 3
1.
März 2021 beim Sozialversiche
rungsgericht des Kantons Zürich gegen den
Einspracheentscheid
vom
9.
M
ärz 2021 (
Urk.
1). In der Beschwerdeantwort vom 1
2.
Mai 2021 schloss die Gesund
heitsdirektion auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
7).
X._
blieb in der Replik vom 2
5.
Juni 2021 bei seinem Antrag auf Befreiung von der schweizerischen Versicherungspflicht (
Urk.
12); die Gesundheitsdirektion hielt in der Duplik vom 2
6.
August 2021 ebenfalls an ihrem Standpunkt fest (
Urk.
15). Mit Verfügung vom 3
0.
August 2021 wurde die Duplik dem Beschwerdeführer zur Kenntnis gebracht (
Urk.
17).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
Strittig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer
dem
schweizerischen
Kran
kenversicherungs
obligatorium
untersteht
.
2.
Nach der schweizerischen Rechtsordnung muss sich gemäss Art. 3 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG) jede Person mit Wohnsitz in der Schweiz innert drei Monaten nach der
Wohnsitznahme
oder der Geburt in der Schweiz für Krankenpflege versichern
, wobei sie gemäss
Art.
4
KVG unter den Versicherern
, die nach dem Krankenversicherungsaufsichtsgesetz (KVAG
) eine Bewilligung zur Durchführung der sozialen Krankenversicherung haben,
frei wählen kann. In Art. 3 Abs. 3 KVG wird dem Bun
desrat die Kompetenz über
tra
gen
, die Versicherungspflicht auf Personen ohne Wohnsitz in der Schweiz auszu
dehnen. Gestützt darauf hat der Bundesrat in Art. 1 Abs. 2
lit
. d der Verord
nung über die Krankenversicherung (KVV) unter anderem diejenigen Personen
katego
rien als versicherungspflichtig bezeichnet, die aufgrund des Personenfrei
zügig
keitsabkommens (Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweize
rischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Gemein
schaft und ihren Mit
glied
staaten andererseits über die Freizügigkeit [FZA]) der schweize
rischen Ver
sicherung unterstellt sind (vgl. Anhang II Abschnitt A/1
lit
. i Ziff
er
3
lit
. a FZA).
Art.
3
Abs.
2 KVG ermächtigt den Bundesrat, Ausnahmen von der Versiche
rungs
pflicht vorzusehen. Zunächst sind in
Art.
2
Abs.
1 KVV und in Art.
6
Abs.
1 KVV die Personenkategorien aufgezählt, die von vornherein vom
Versicherungsob
ligatorium
ausgenommen sind. S
odann hat der Bundesrat in Art.
2
Abs.
2-8 KVV für
Personen in
verschiedene
n
Sachverhaltskonstellationen
die Möglichkeit geschaf
fen, auf Gesuch hin vom
Versicherungsob
ligatorium
befreit zu werden.
3.
Der Beschwerdeführer
ist
y._
Staatsangehöriger mit Aufenthaltsbewil
ligung B, und gemäss seinem Schreiben an die Beschwerdegegnerin vom
4.
April 2019 und dem ausgefüllten Fragebogen zu ihren
Handen
arbeitet er in der Schweiz und lebt in der arbeitsfreien Zeit
in
A._
zusammen mit seiner Part
nerin und seiner Tochter, die im Jahr 2011 geboren wo
rden ist (
Urk.
8/3 und
Urk.
8/4/
1)
.
Es liegt somit
ein Sachverhalt vor, der
in persönlicher Hinsicht
vom
FZA
erfasst ist;
Anhang II des FZA erklärt ausserdem die
Verord
nung (E
G)
Nr. 883/2004 vom
2
9.
April 2004 zur Koordinierung der Syst
eme der sozialen Sicherheit (VO
883/2004) und die
Verordnung (EG) Nr. 987/2009
vom 1
6.
September 2009 zur Festlegung der Modalitäten für die Durchführung der VO 883/2004
(
VO
987/2009
) als anwendbar.
In sachlicher Hinsicht s
ind das FZA sowie
die VO
883/2004
und die VO
987/2009
ebenfalls anwendbar, da Leistungen bei Krankheit im Sinne von
Art.
3 Abs. 1
li
t
. a
VO 883/2004
zur Diskussion stehen.
Die VO 883/2004 enthält K
ollisionsnormen, die
das anwendbare Landesrecht fest
legen. Nach diesen Kollisionsnormen ist zunächst zu eruieren, ob der Beschwer
deführer überhaupt der schweizerischen Rechtsordnung untersteht. Erst wenn dies der Fall ist, kann sich die weitere Frage stellen, ob
er gestützt auf die
Normen des KVG und der KVV dem schweizerischen
Versicherungsobligatori
um
grund
sätzlich unterworfen ist
und ob er gegebenenfalls davon befreit werden kann.
4.
4.1
Die Bestimmung des anwendbaren Rechts ist in Titel II der VO 883/2004 geregelt.
Personen, für
welche
die V
O 883/2004 g
ilt, unterliegen den Rechtsvorschriften nur eines Mitgliedstaats. Welche Rechtsvorschriften dies sind, bestimmt sich nach diesem Titel
(
Art.
11
Abs.
1 VO 8
8
3/2004)
.
Nach
Art.
11
Abs.
3
lit
. a VO 883/2004
unterliegt eine Person, die in einem Mit
gliedstaat eine B
eschäfti
gung oder eine selbständige Erwerbstätigkeit ausübt, den Rechtsvorschriften dieses Mitgliedstaats.
In
Art.
13 VO 883/2004 sind sodann Regeln für das anwendbare Recht in denjenigen Fällen aufgestellt, in denen eine Person in zwei oder mehr Mitgliedstaaten eine Tätigkeit (Beschäftigung oder selbständige Erwerbstätigkeit) ausübt.
E
ine
Person, die gewöhnlich in zwei oder mehr Mitgliedstaaten eine Beschäftigung ausübt, unterliegt nach
Art.
13
Abs.
1
lit
. a VO 883/2004
den Rechtsvorsc
hriften des Wohnmitgliedstaats, wenn sie
dort einen wesentlichen Teil ihrer Tätigkeit ausüb
t. Wenn sie
demgegenüber im Wohn
mitgliedstaat keinen wesentlich
en Teil ihrer Tätigkeit ausübt und
nur bei einem einzigen Unternehmen beziehungsweise Arbeitgeber beschäftigt ist, so unterliegt sie nach
Art.
13
Abs.
1
lit
. b Punkt i VO 883/2004
den Rechtsvorschriften des
jenigen
Mitgliedstaats, in dem das Unternehmen oder der Arbeitgeber seinen Sitz
oder Wohnsitz hat.
4.2
Der Beschwerdeführer
steht gemäss seinen Darlegungen
im Schreiben an die Beschwerdegegnerin vom
4.
April 2019 in einem unbefristeten, ein Pensum von 80
%
umfassenden Arbeitsverhältnis mit einem schweizerischen Arbeitgeber, und er führte in diesem Schreiben weiter aus,
er arbeite jeweils 19 Tage in der Schweiz und gehe dann nach
A._
zu seiner Familie (Partnerin und Tochter), wo er auch die Feiertage und die Ferien verbringe (
Urk.
8/3).
Bei dieser Sac
hlage hat die Beschwerdegegnerin
gestützt auf die Regelung in
Art.
11
Abs.
3
lit
. a VO 883/2004 richtigerweise das schweizerische Recht
- das Recht des Beschäftigungslandes -
als anwendbar erachtet (vgl.
Urk.
2 S. 2,
Urk.
7 S. 2 f.). Namentlich hat sie
in der Duplik
auch zutreffend darauf hingewiesen, dass die zeitweilige Arbeitsverrichtung im Homeoffice in
A._
, auf
die sich der Beschwerdeführer
in der Replik berief
(vgl.
Urk.
12 S. 2), an der Anwendbar
keit des schweizerischen Rechts nichts ändert (
Urk.
15). Denn da diese Arbeits
weise gemäss
den Vorbringen
des Beschwerdeführers in erster Linie durch die Pandemie bedingt war oder ist (vgl.
Urk.
12 S. 2),
fehlt es bereits am Kriterium
des
gewöhnlichen
Ausübens einer Tätigkeit in mehr als einem M
itgliedstaat. Die Sonderregeln
in
Art.
13
Abs.
1 VO 883/2004
gelangen
daher
schon aus diesem Grund
nicht zur Anwendung, ohne dass zu prüfen wäre, ob der
jenige
Teil der Arbeit, die der Beschwerdeführer von
A._
aus verrichtet, als wesentlich im Sinne von
Art.
13
Abs.
1
lit
. a VO 883/2004 zu qualifizieren wäre (vgl. hierzu
Art.
14
Abs.
8
VO 987/2009
).
Dieses Ergebnis deckt sich auch mit der Auslegung des Bundesamtes für Sozialversicherungen (BSV) im eingereichten Merkblatt, wonach sich die Versicherungsunterstellung
von Personen, die dem FZA unter
stehen,
nicht aufgrund der Covid
-19-Einschränkungen ändern soll
(
Urk.
16).
5.
5.1
Untersteht der Beschwerdeführer
somit
für den Bereich der Krankenversicherung der schweizerischen Rechtsordnun
g, so ist
er gestützt auf
Art.
3
Abs.
3 KVG in Verbindung mit
Art.
1
Abs.
2
lit
.
d KVV
auch dann versicherungspflichtig, wenn er
- was aufg
rund der dargelegten Lebenssituation zu bejahen ist -
nicht in der Schweiz, sondern in
A._
W
ohnsitz hat.
5.2
E
ine Sachverhaltskonstellation
nach den Regelungen in
Art.
2
Abs.
1 und
Art.
6
Abs.
1 KVV
, die den Beschwerdeführer von vornherein von der Versicherungs
pflicht ausgenommen hätte, liegt nicht vor. Insbesondere ist der Beschwerde
führer nicht im Sinne von
Art.
2
Abs.
1
lit
. f KVV als Familienangehöriger einer Person zu qualifiziere
n, die im Sinne von
Art.
2 Abs.
1
lit
. c KVV wegen ihrer Erwerbstätigkeit in einem anderen Staat (also in
A._
) den Rechtsvorschriften dieses Staates unterstellt ist. Denn er verneinte im einschlägigen Fragebogen die Frage, ob seine Partnerin
arbeitst
ätig («
employed
») sei (
Urk.
8/4/
1 S. 2).
Richtigerweise hat die Beschwerdegegnerin demgegenüber geprüft, ob eine
der
Sachverhaltskonstellation
en
in
Art.
2
Abs.
2-8 KVV
vorliegt, aufgrund welcher der Beschwerdeführer seinem Gesuch entsprechend vom
Versicherungsobligato
rium
zu befreien wäre.
5.3
5.3.1
Nach
Art.
2
Abs.
2 KVV sind auf Gesuch hin
Personen
von der
Versicher
ungs
pflicht ausgenommen
, die nach dem Recht eines Staates, mit dem keine Regelung über die Abgrenzung der Versicherungspflicht besteht, obligatorisch krankenver
sichert sind, sofern der Einbezug in die schweizerische Versicherung für sie eine Doppelbelastung bedeuten würde und sie für Behandlungen in der Schwei
z über einen gleichwertigen Versicherungsschutz verfügen.
Des Weiteren sind gemäss
Art.
2
Abs.
6 KVV Personen auf Gesuc
h hin von der Versicherungspflicht ausgenommen
, die i
n einem Mitgliedstaat
der
EU wohn
en, sofern sie nach dem
FZA
sowie seinem Anhang
II von der Versicherungspflicht befreit werden können und nachweisen, dass sie im Wohnstaat und während eines Aufenthalts in einem anderen Mitg
liedstaat der EU
und in der Schweiz für
den Krankheitsfall gedeckt sind.
Schliesslich werden
nach
Art.
2
Abs.
8 KVV a
uf Gesuch hin
Personen befreit, für die
eine Unterstellung unter die schweizerische Versicherung eine klare Ver
schlechterung des bisherigen Versicherungsschu
tzes oder der bisherigen Kosten
deckung zu
r Folge hätte und die sich
zusätzlich
aufg
rund ihres Alters und/oder ihres Gesundheitszustandes nicht oder nur zu kaum tragbaren Bedingungen im bisherigen Umfang zusatzversichern könnten.
5.3.2
Die Ausnahmebestimmung in
Art.
2
Abs.
2 KVV gelangt deshalb nicht zur Anwendung, weil das FZA und die Kollisionsnormen in
Art.
11 ff. VO 883/2004 eine Abgrenzung der Versicherungspflicht treffen, indem sie sicherstellen, dass eine Person nur den Rechtsvorschriften eines einzigen Mitgliedstaates untersteht (vgl.
Art.
11
Abs.
1 VO 883/2004).
Art.
2
Abs.
2 KVV
kann daher nur Sachver
halte ausserhalb des Anwendungsbereichs des FZA betreffen.
Was die Ausnahmeregelung in
Art.
2
Abs.
6 KVV anbelangt, so
wies die Beschwerdegegnerin zutreffend darauf hin, dass
A._
nicht unter den L
ändern figuriert, denen
im Anhang XI
der
VO 883/2004
(«Schweiz», Ziffer 3
lit
. b in Verbindung mit
lit
. a
; vgl.
Art.
83 VO 883/2004
)
ein Wahlrecht eingeräumt wird (
Urk.
2 S. 3,
Urk.
7 S.
4).
Ebenfalls zutreffend verneinte die Beschwerdegegnerin auch die Befreiungsmög
lichkeit nach
Art.
2
Abs.
8 KVV
(
Urk.
7 S. 4 f.)
. Denn diese Möglichkeit steht, wie
die Beschwerdegegnerin richtig bemerkte, nur Personen offen, die aufgrund ihres
Alters oder ihres Gesundheitszustandes oder beidem nicht oder nur unter erschwer
ten Bedingungen eine Zusatzversicherung zur Grundversicherung des schweizerischen
Versicherungsobligatoriums
abschliessen könnten. Zu diesem
Personenkreis gehört der Beschwerdeführer jedoch nicht, da er mit Jahrgang 1982 noch keine 40 Jahre alt ist
und
zudem
im Fragebogen zuha
nden der Beschwer
degegnerin auch
die Passage betreffend
das Erschwernis
aufgrund des Gesund
heits
zustandes durchgestrichen hat
(
Urk.
8/4/
1 S. 2).
Unter diesen Umständen wäre eine Befreiung gestützt auf
Art.
2
Abs.
8 KVV auch dann nicht möglich, wenn die
Unterstellung unter die schweizerische Versicherung
im Sinne dieser Bestimmung eine
klare Verschlechterung des bisherigen Versicherungsschu
tzes oder der bisherigen Kosten
deckung
bedeuten würde. Es erübrigt sich daher, die Unterlagen des Beschwerdeführers über seine private Versicherung bei der
a._
C._
(
Urk.
8/4/2-3,
Urk.
8/
5/5 und
Urk.
8/
9/3) einer Prüfung unter diesem Aspekt zu unterziehen.
Die weiteren Befreiungssachverhalte (Personen, die sich im Rahmen einer Aus- oder Weiterbildung in der Schweiz aufhalten,
Art.
2
Abs.
4 KVV; in die Schweiz entsandte Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen,
Art.
2
Abs.
5 KVV; Personen mit einer Aufen
t
haltsbewilligung für Personen ohn
e Erwerbstätigkeit,
Art.
2 Abs.
7 KVV) kommen offensichtlich nicht in Betracht, sodass darauf nicht näher einzugehen ist
.
5.3.3
Damit hat die Beschwerdegegnerin es zu Recht abgelehnt, den Beschwerdeführer vom schweizerischen
Versicherungsobligatorium
zu befreien.
Soweit der Beschwerdeführer die Frage aufwarf, ob er für Behandlungen in
A._
versichert sei (
Urk.
12), so
ist auf
Art.
17 VO 883/2004 hinzuweisen, der unter der Überschrift «Wohnort in einem anderen als dem zuständigen Mitglied
staat» steht. Danach erhalten ein Versicherter oder seine Familienangehörigen, die in einem andern als dem zuständigen Mitgliedstaat (hier als
o
der Schweiz) wohnen, ihre Sachleistungen im Wohnmitgliedstaat
(hier also in
A._
)
, und diese Leistungen werden vom Träger des Wohnorts nach den für ihn geltenden Rechtsvorschriften für Rechnung des zuständigen Trägers erbracht, als ob sie nach diesen Rechtsvorschriften versichert wären.
Ferner haben die in
Art.
17 genannten Versicherten nach
Art.
18
Abs.
1
VO 883/2004 auch während des Aufenthalts im zuständigen Mitgliedstaat Anspruch auf Sachleistungen, und diese werden vom zuständigen Träger für dessen Rechnung nach den für ihn geltenden Rechtsvorschriften erbracht, als ob die betreffenden Personen in diesem Mitgliedstaat wohnen würden.
6.
Aufgrund dieser Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen.