Decision ID: a8fcd865-6aa2-46d7-9e94-95566bbfd3aa
Year: 2019
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ meldete sich erstmals im Juni 2014 zum Bezug von Leistungen der
Invalidenversicherung bei der IV-Stelle des Kantons St. Gallen an (IV-act. 1). Der
Versicherte arbeitete seit 1. November 1997 als Mechaniker/Maschinen-führer bei der
B._ AG (IV-act. 7, vgl. auch IV-act. 22). Im Bericht vom 28. Oktober 2014 gab der
Hausarzt Dr. med. C._, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, an, dass die
Arbeitsunfähigkeit vom 6. Januar bis 24. Juni 2014 ausschliesslich der invalidisierenden
Femurkopfnekrose rechts geschuldet sei. Am 12. August 2014 habe der Versicherte
zudem einen subakuten Myokardinfarkt erlitten. Die aktuelle Arbeitsunfähigkeit bestehe
noch wegen dem Status nach Hüfttotalprothese vom 26. Juni 2014 (IV-act. 13). Im
Bericht der Klinik für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des
Bewegungsapparates des Kantonsspitals St. Gallen (KSSG) vom 29. September 2014
gaben die Ärzte an, dass aufgrund der Femurkopfnekrose rechts und der Implantation
einer Hüfttotalprothese rechts noch bis Ende des Monats eine volle Arbeitsunfähigkeit
bestehe. Danach sei aus orthopädischer Sicht die bisherige Tätigkeit wieder zu 100%
zumutbar (IV-act. 16). Anlässlich eines Gesprächs mit der IV-Stelle vom 10. November
2014 berichtete der Versicherte, dass er immer noch Schmerzen in der Herzgegend
habe und auch die Hüfte noch extrem schmerze, vor allem seit der Wiederaufnahme
der Arbeit im Umfang von 50% per 20. Oktober 2014 (IV-act. 22). RAD-Arzt Dr. D._,
Facharzt für Chirurgie, hielt am 10. November 2014 fest, dass er aus
versicherungsmedizinischer Sicht erhebliche Zweifel habe, ob die angestammte
Tätigkeit dem Versicherten auf Dauer noch zumutbar sei. Von kardiologischer Seite
müsste zumindest derzeit wieder eine gute Belastbarkeit bestehen. Grundsätzlich
müsste also aus medizinischer Sicht erprobt werden, ob der Versicherte die
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angestammte Tätigkeit noch ausüben könne. In einer körperlich leichten Tätigkeit,
wechselbelastend, kein Heben und Tragen von Lasten über 10 kg, vorwiegend sitzend,
keine Tätigkeiten in gebückter oder kniender Haltung, bestehe eine Arbeitsfähigkeit von
100% (IV-act. 24). Im März 2015 erhöhte der Versicherte sein Arbeitspensum in
teiladaptierter Tätigkeit auf 80% und ab 1. Juni 2015 auf 100% (vgl. IV-act. 25). Mit
Schreiben vom 23. Juni 2015 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, dass er keinen
Anspruch auf berufliche Massnahmen und Rentenleistungen habe, da er per 1. Juni
2015 seiner Tätigkeit im angepassten Rahmen wieder nachgehen könne und somit
rentenausschliessend eingegliedert sei (IV-act. 27).
A.b Am 23. Juli 2015 erlitt der Versicherte einen Mopedunfall, wobei er sich eine
Schulterluxation rechts und eine Schnittwunde am rechten Unterschenkel tibial zuzog
(vgl. Bericht des Landeskrankenhauses E._ vom 23. Juli 2015, act. G 4.2.7-31 f.).
A.c Am 19. November 2015 meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf den Unfall
vom 23. Juli 2015 und einen Sehnenriss in der rechten Schulter erneut zum Bezug von
Leistungen der Invalidenversicherung bei der IV-Stelle an (IV-act. 29). Im Bericht der
Klinik für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates des
KSSG vom 8. Januar 2016 wurde eine Rotatorenmanschettenruptur rechts bei Status
nach Schulterluxation rechts am 23. Juli 2015, eine alte ausgedehnte Supraspinatus
sehnenläsion rechts und ein Status nach Implantation einer Hüfttotalprothese rechts,
minimal invasiv bei Femurkopfnekrose rechts am 24. Juni 2014 diagnostiziert. Es könne
prinzipiell nochmals eine Infiltration durchgeführt werden, wobei die Ärzte sich davon
keine eindeutige Besserung erhoffen würden. Alternativ könne eine
Schulterarthroskopie mit Bicepstenotomie, Débridement und allenfalls Infraspinatus-
Partialrekonstruktion durchgeführt werden. Von einer Schulterprothese werde aufgrund
des Alters noch abgeraten (IV-act. 43). RAD-Arzt Dr. D._ hielt in der Stellungnahme
vom 20. Januar 2016 fest, dass falls der Eingriff nicht durchgeführt werde, der
Versicherte medizinisch theoretisch in einer schulterentlastenden Tätigkeit voll
arbeitsfähig wäre, zusätzlich müsste jedoch in einer adaptierten Tätigkeit beachtet
werden, dass eine koronare Drei-Gefäss-Erkrankung und ein Status nach
Myokardinfarkt und Stenting vorliegen würden. Desgleichen müsste auch bei einer
adaptierten Tätigkeit hinsichtlich Belastung beachtet werden, dass der Versicherte
rechts eine Hüftprothese habe. Auch mit einer operativen Intervention werde die
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Schulter nicht mehr voll funktions- und belastungsfähig werden. Dem Versicherten
seien auf Dauer keine schulterbelastenden Tätigkeiten mehr zumutbar (IV-act. 45). Der
Hausarzt Dr. C._ gab im Bericht vom 27. Januar 2016 an, dass der Versicherte unter
starken, invalidisierenden Schmerzen bei kleinsten Bewegungen im Bereich der
rechten Schulter leide und aufgrund dessen seit dem 23. Juli 2015 zu 100%
arbeitsunfähig sei (IV-act. 48). Am 11. März 2016 wurden im KSSG operativ eine
Schulterarthroskopie, eine Bicepstenotomie, eine Rotatorenmanschetten-
Rekonstruktion (Supraspinatus und Infraspinatus) sowie eine Augmentation mit Patch
und eine Acromioplastik rechts durchgeführt (IV-act. 57). Am 21. April 2016 berichteten
die Ärzte des KSSG von einem unauffälligen postoperativen Verlauf (IV-act. 60). Im
Verlaufsbericht vom 3. Juni 2016 führten die Ärzte des KSSG aus, dass der Versicherte
in der Tätigkeit als Mechaniker bis am 9. August 2016 zu 100% arbeitsunfähig sei. Für
Büroarbeit wäre er in ca. drei Wochen wieder einsetzbar, zu Beginn mit 50%, mit einer
anschliessenden raschen Steigerung der Arbeitsfähigkeit (IV-act. 67). Dr. C._ hielt im
Bericht vom 27. Juli 2016 fest, dass die leichte Verbesserung der
Schulterbeweglichkeit und ein Rückgang der Schmerzen keinen Einfluss auf die
Arbeitsfähigkeit hätten. Der Versicherte sei als Mechaniker zu 100% arbeitsunfähig und
aus seiner Sicht komme auch keine andere Tätigkeit in Frage (IV-act. 69). In der
Stellungnahme vom 23. August 2016 führte RAD-Arzt Dr. D._ aus, dass eher nicht zu
erwarten sei, dass dem Versicherten nochmals eine schulterbelastende Tätigkeit auf
Dauer zuzumuten sei. In einer leidensangepassten Tätigkeit sei zwischenzeitlich von
einer 100%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen (IV-act. 71).
A.d Im Auftrag des Unfallversicherers wurde der Versicherte am 12. September 2016
kreisärztlich untersucht. Die Kreisärztin kam im Bericht vom 13. September 2016 zum
Schluss, dass aktuell von einer mindestens 50%igen Arbeitsfähigkeit in einer
angepassten Tätigkeit auszugehen sei. Die Tätigkeit sollte gänzlich ohne belastete
Überkopfarbeiten sein, Arbeiten auf Brusthöhe nur selten. Arbeiten auf Tischniveau
seien dem Versicherten problemlos zuzumuten, auch Arbeiten am kurzen Hebel und
Tragen von Lasten am kurzen Hebel. Das Tragen von Lasten am langen Hebel sei nicht
zumutbar. Gesamthaft sei zurzeit von einer maximal leichten Tätigkeit auszugehen.
Bezüglich Präsenz dürfe innerhalb der nächsten drei bis vier Wochen eine Steigerung
auf mindestens 75% erwartet werden (act. G 4.2.64).
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A.e Mit Mitteilungen vom 16. November 2016 sprach die IV-Stelle dem Versicherten
sowohl Arbeitsvermittlung als auch ein Job-Coaching zu (IV-act. 84 f.). Am 22. Februar
2017 wurde dem Versicherten zudem ein Arbeitsversuch bei der F._ AG
zugesprochen (IV-act. 90). Der Arbeitsversuch begann am 1. März 2017 bei einem
Startpensum von 50%. Die Präsenzzeit konnte auf 80% erhöht werden, bei einer
maximalen Leistungsfähigkeit von 50%. Nach dem Abschluss des Arbeitsversuchs per
30. Juni 2017 wurde der Versicherte bei der F._ AG als Hilfsarbeiter im Rahmen einer
40%igen Anstellung (Präsenzzeit von mindestens 80% bei einer Leistung von 50%) ab
dem 1. Juli 2017 angestellt (vgl. Schlussbericht der G._, IV-act. 97, und
Arbeitsvertrag vom 27. Juni 2017, IV-act. 95).
A.f Im Verlaufsbericht vom 9. August 2017 attestierte Dr. C._ dem Versicherten in der
bisherigen Tätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit von 60% (50% Leistungsfähigkeit bei 80%
Anwesenheit). Allenfalls wären dem Versicherten andere eher leichtere Tätigkeiten
zumutbar. Die aktuelle seit 1. März 2017 ausgeführte Arbeit schätzte Dr. C._ als
wieder körperlich schwerer ein (IV-act. 111).
A.g Am 27. September 2017 wurde im Auftrag des Unfallversicherers eine
kreisärztliche Abschlussuntersuchung vorgenommen. Die Kreisärztin kam zum Schluss,
dass bezüglich der Schulter von einem Endzustand auszugehen sei. Die angestammte
Tätigkeit sei nicht mehr zumutbar, da diese zu schwer und schulterbelastend sei.
Zumutbar seien generell leichte bis selten mittelschwere Tätigkeiten in voller Präsenz.
Auszuschliessen seien Vibrationen und Schläge auf die rechte obere Extremität,
repetitives Besteigen von Leitern und Gerüsten. Auszuschliessen seien ebenfalls
Arbeiten über Brustniveau und das Tragen von Lasten am langen Hebel rechts. Ein
vermehrter Pausenbedarf sei für eine leidensangepasste Tätigkeit nicht zu erwarten
(act. G 4.3.31). Ausgehend von einer vollen Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten
Tätigkeit und gestützt auf die Tabellenlöhne gemäss der vom Bundesamt für Statistik
periodisch herausgegebenen schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) unter
Berücksichtigung eines Abzuges von 10% ermittelte der Unfallversicherer einen
Invaliditätsgrad von 19% und sprach dem Versicherten mit Verfügung vom 14.
November 2017 ab 1. Juli 2017 eine Invalidenrente auf dieser Basis sowie eine
Integritätsentschädigung von 15% zu (act. G 4.3.39).
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A.h RAD-Arzt Dr. D._ führte in der Stellungnahme vom 27. November 2017 aus, dass
die nicht unfallbedingten Gesundheitsstörungen in der Akutphase jeweils zu
vorübergehenden Arbeitsunfähigkeiten geführt hätten. Die von der Suva aufgestellten
Kriterien für eine adaptierte Tätigkeit würden auch die Erkrankungen Status nach
Herzinfarkt und Status nach Implantation einer Hüftprothese subsumieren. Auf den
kreisärztlichen Bericht könne abgestellt werden. In einer adaptierten Tätigkeit bestehe
eine Arbeitsfähigkeit von 100% (IV-act. 115).
A.i Mit Vorbescheid vom 27. November 2017 stellte die IV-Stelle dem Versicherten die
Abweisung des Rentenbegehrens in Aussicht. Die Abklärungen hätten ergeben, dass
der Versicherte in einem 40% Pensum erwerbstätig sei und dabei ein
Jahreseinkommen von Fr. 26'000.-- erziele. In einer adaptierten Tätigkeit bestehe
weiterhin eine volle Arbeitsfähigkeit. Bei Verwertung dieser Arbeitsfähigkeit sei es dem
Versicherten gestützt auf die LSE Tabellenlöhne möglich, ein Jahreseinkommen von Fr.
64'622.-- zu erzielen, dies unter Berücksichtigung eines Leidensabzugs von 10%.
Daraus resultiere ein nicht rentenbegründender Invaliditätsgrad von 19% (IV-act. 118).
Mit Verfügung vom 7. Februar 2018 wies die IV-Stelle das Rentenbegehren des
Versicherten ab (IV-act. 120).
B.
B.a Gegen diese Verfügung richtet sich die vorliegend zu beurteilende Beschwerde
vom 12. März 2018. Der Beschwerdeführer beantragt unter Kosten- und
Entschädigungsfolge die Aufhebung der Verfügung vom 7. Februar 2018 und die
Ausrichtung der ihm zustehenden Leistungen aus dem IVG (Rente). Eventualiter sei die
Angelegenheit zur weiteren medizinischen Abklärung an die Beschwerdegegnerin
zurückzuweisen. Die von der Beschwerdegegnerin angenommene Arbeitsfähigkeit von
100% in einer angepassten Tätigkeit sei nicht zutreffend und auf die Beurteilung des
RAD-Arztes Dr. D._ könne nicht abgestellt werden. Die medizinischen Unterlagen
würden keine zuverlässige Einschätzung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers
erlauben. Auf die Einholung eines polydisziplinären Gutachtens könne jedoch verzichtet
werden, sofern auf die Ergebnisse der beruflichen Eingliederung abgestellt werden
könne. Diese seien bei einwandfreiem Arbeitsverhalten/-einsatz des
Beschwerdeführers entstanden und würden gemäss Einschätzung der Berufsfachleute
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inklusive Arbeitgeber den objektiven Gegebenheiten entsprechen. Entsprechend sei
davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer die ihm verbleibende Arbeitsfähigkeit
bei einer Leistung von 50% bei 80% Präsenz in zumutbarer Weise voll ausschöpfe,
was einen Invaliditätsgrad von rund 67% ergebe (act. G 1).
B.b Mit Beschwerdeantwort vom 9. Mai 2018 beantragt die Beschwerdegegnerin die
Abweisung der Beschwerde. Aus dem Kreisarztbericht vom 27. September 2017 gehe
klar hervor, dass der Beschwerdeführer in einer adaptierten Tätigkeit 100% arbeitsfähig
sei. Zudem halte der RAD in der Stellungnahme vom 27. November 2017 fest, dass
auch unter Berücksichtigung der unfallfremden Diagnosen von einer vollen
Arbeitsfähigkeit in einer leichten Tätigkeit auszugehen sei. Bereits in der Stellungahme
vom 10. November 2014 habe der RAD festgehalten, dass dem Beschwerdeführer eine
körperlich leichte Tätigkeit voll zumutbar sei. Weitere Abklärungen seien nicht
angezeigt gewesen (act. G 4).
B.c Mit Replik vom 30. Mai 2018 hält der Beschwerdeführer unverändert an der
Beschwerde fest (act. G 7). Die Beschwerdegegnerin verzichtet mit Schreiben vom 6.
Juni 2018 auf die Einreichung einer Duplik (act. G 9).

Erwägungen
1.
1.1 Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist der
Rentenanspruch des Beschwerdeführers.
1.2 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über
die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit
oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare
Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40%
arbeitsunfähig gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40%
invalid sind. Als Invalidität gilt laut Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) die voraussichtlich
bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit.
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Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder
psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und
Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf
dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für
die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen
der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit
liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2
ATSG).
1.3 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die
versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie
wenigstens zu 60% invalid ist. Liegt ein Invaliditätsgrad von mindestens 50% vor, so
besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens
40% auf eine Viertelsrente.
1.4 Um das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit beurteilen und somit den Invaliditätsgrad
bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf
Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur
Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den
Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang
und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im
Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der
Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden
können (BGE 132 V 93 E. 4 mit Hinweisen). Für das gesamte Verwaltungs- und
Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt der Grundsatz der freien
Beweiswürdigung. Danach haben Versicherungsträger und Sozialversicherungsgericht
die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und
pflichtgemäss zu würdigen. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist
entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen
Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen
Zusammenhänge und der medizinischen Situation einleuchtet und ob die
Schlussfolgerungen der Fachperson begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a mit
Hinweisen). Auch den Berichten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kann
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rechtsprechungsgemäss Beweiswert beigemessen werden, solange nicht konkrete
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen. Auf das Ergebnis
versicherungsinterner ärztlicher Abklärungen kann nicht abgestellt werden, wenn auch
nur geringe Zweifel an ihrer Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit bestehen (BGE 139 V
225 E. 5.2, BGE 135 V 465 E. 4.4 und Urteil des Bundesgerichts vom 17. Dezember
2018, 9C_546/2018 E. 4.3). Eine reine Aktenbeurteilung bzw. ein reines Aktengutachten
ist nicht an sich beweisuntauglich. Die direkte ärztliche Auseinandersetzung mit der zu
begutachtenden Person rückt dann in den Hintergrund, wenn es im Wesentlichen nur
um die Beurteilung eines feststehenden medizinischen Sachverhalts geht und sich
neue Untersuchungen erübrigen; in einem solchen Fall kann auch ein reines
Aktengutachten voll beweiswertig sein (Urteil des Bundesgerichts vom 27. Juni 2012,
8C_681/2011, E. 4.1 mit Hinweisen). Für die Beweistauglichkeit entscheidend ist aber,
dass genügend Unterlagen von persönlichen Untersuchungen vorliegen (RKUV 1988
Nr. U 56 S. 370 E. 5b).
2.
2.1 Die Beschwerdegegnerin geht in der angefochtenen Verfügung von einer vollen
Arbeits- und Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers in einer adaptierten Tätigkeit
aus und stützt sich dabei auf die Stellungnahmen des RAD-Arztes und auf die
kreisärztliche Untersuchung vom 27. September 2017 (vgl. IV-act. 117-2).
2.2 Der Beschwerdeführer kritisiert die Beurteilung des RAD-Arztes und bringt vor,
dass aus der kreisärztlichen Beurteilung vom 12. September 2016 klar hervorgehe,
dass am Tag der klinischen Untersuchung eine Arbeitsfähigkeit in einer angepassten
maximal leichten Tätigkeit von 50% bestanden habe. Bezüglich der zeitlichen
Einschränkung (Präsenz) habe mit einer Steigerung auf mindestens 75% gerechnet
werden dürfen. Fälschlicherweise sei die Beschwerdegegnerin in der Folge einfach von
einer 75%igen bzw. sogar einer 100%igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen (act. G 1, S. 8
f.). Der Beschwerdeführer übersieht dabei, dass nach der ersten kreisärztlichen
Untersuchung vom 12. September 2016 am 27. September 2017 eine zweite
kreisärztliche Untersuchung stattfand. Dabei kam die Kreisärztin zum Schluss, dass
eine leichte bis selten mittelschwere Tätigkeit in voller Präsenz zumutbar sei, wobei
Vibrationen und Schläge auf die rechte obere Extremität, repetitives Besteigen von
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Leitern und Gerüsten wegen allenfalls verminderter Haltefunktion, Arbeiten über
Brustniveau und das Tragen von Lasten am langen Hebel rechts auszuschliessen
seien. Ein vermehrter Pausenbedarf sei für eine leidensangepasste Tätigkeit nicht zu
erwarten. Weiter gab sie auch an, dass von einem Endzustand auszugehen sei und
keine namhafte Besserung des unfallbedingten Gesundheitszustandes mehr erzielt
werden könne (IV-act. 31-7). Somit ist die Kritik, dass der RAD-Arzt entgegen der
kreisärztlichen Untersuchung von einer vollen Arbeitsfähigkeit ausging, für den
Zeitpunkt ab kreisärztlicher Abschlussuntersuchung vom 27. September 2017
unbegründet.
2.3 Weiter bringt der Beschwerdeführer vor, dass nicht gesagt werden könne, die
Kreisärztin habe die unfallfremden Gesundheitsstörungen bei der Bestimmung der
Kriterien für eine zumutbare Tätigkeit berücksichtigt. Diesbezüglich seien auch die
Stellungnahmen des RAD-Arztes widersprüchlich, wenn dieser zunächst am 20. Januar
2016 erkläre, dass die koronare Erkrankung sowie die Hüfttotalprothese rechts bei
einer adaptierten Tätigkeit unbedingt zu berücksichtigen seien, und andererseits am
27. November 2017 ausführe, dass die nicht unfallbedingten Gesundheitsstörungen
lediglich in der Akutphase jeweils zu vorübergehenden Arbeitsunfähigkeiten geführt
hätten (act. G 1, S. 9).
2.4 Der RAD-Arzt hielt in der Stellungnahme vom 10. November 2014 – d.h. nach der
Hüfttotalprothese rechts vom 24. Juni 2014 und nach dem Myokardinfarkt vom 12.
August 2014 – fest, dass in einer körperlich leichten, wechselbelastenden, vorwiegend
sitzenden Tätigkeit ohne Heben und Tragen von Lasten über 10 kg und ohne
Tätigkeiten in gebückter oder kniender Haltung eine Arbeitsfähigkeit von 100% bestehe
(IV-act. 24-3). Nach dem Unfall vom 23. Juli 2015 berichtete der RAD-Arzt am 20.
Januar 2016, dass ohne Eingriff an der Schulter in einer schulterentlastenden Tätigkeit
eine volle Arbeitsfähigkeit bestehe. Zusätzlich müsste jedoch in einer adaptierten
Tätigkeit beachtet werden, dass eine koronare Drei-Gefäss-Erkrankung und ein Status
nach Myokardinfarkt und Stenting vorliege. Desgleichen müsse auch bei einer
adaptierten Tätigkeit hinsichtlich Belastung beachtet werden, dass der
Beschwerdeführer eine Hüfttotalprothese habe (IV-act. 45-2). Dies ist in dem Sinne zu
verstehen, dass bei einer adaptierten Tätigkeit neben der Entlastung der rechten
Schulter auch noch weitere qualitative Einschränkungen zu berücksichtigen sind, nicht
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jedoch, dass deswegen eine tiefere quantitative Arbeitsfähigkeit vorliegen würde. Somit
sind die Ausführungen des RAD-Arztes nicht widersprüchlich, wenn er lediglich eine
vorübergehende Arbeitsunfähigkeit festhält.
2.5 Gemäss der kreisärztlichen Beurteilung vom 27. September 2017 sind dem
Beschwerdeführer generell leichte bis selten mittelschwere Tätigkeiten in voller Präsenz
zumutbar, wobei Vibrationen und Schläge auf die rechte obere Extremität, repetitives
Besteigen von Leitern und Gerüsten, das Arbeiten über Brustniveau und das Tragen
von Lasten am langen Hebel auszuschliessen sind. Ein vermehrter Pausenbedarf ist
nicht zu erwarten (act. G 4.3.31-7). Bezüglich der kardiologischen Beschwerden hielten
die Ärzte der Klinik H._ bereits im Austrittsbericht vom 9. September 2014 fest, dass
nicht kardiologische Probleme, sondern die damals noch vorhandenen Hüftschmerzen
der limitierende Faktor einer weiteren Leistungssteigerung gewesen seien (IV-act. 13-3
f.). Auch Dr. C._ gab im Arztbericht vom 28. Oktober 2014 an, dass der
Beschwerdeführer noch aufgrund der Hüftbeschwerden arbeitsunfähig sei,
kardiologische Limitierungen wurden nicht geltend gemacht (IV-act. 13-1). Auch im
weiteren Verlauf liegen keine Unterlagen vor, die darauf hinweisen würden, dass der
Beschwerdeführer aus kardiologischer Sicht in der Arbeitsfähigkeit eingeschränkt wäre.
Seitens der Hüfte ist nicht ersichtlich, dass zusätzlich Einschränkungen zu
berücksichtigen sind. Schliesslich wurde bereits im Bericht des KSSG vom 29.
September 2014 festgehalten, dass nach der Hüfttotalprothese wieder eine volle
Belastung der rechten Hüfte möglich sei und keine Einschränkungen aus
orthopädischer Sicht mehr bestehen würden. Dem Beschwerdeführer wurde selbst für
die angestammte Tätigkeit eine volle Arbeitsfähigkeit attestiert (IV-act. 16-2), was
allerdings der RAD-Arzt bezweifelte (IV-act. 24). Vor dem Unfall vom 23. Juli 2015
konnte der Beschwerdeführer seine Arbeitsfähigkeit in einer teiladaptierten Tätigkeit
beim bisherigen Arbeitgeber kontinuierlich auf 100% steigern (vgl. IV-act. 25-8). Somit
ist es nachvollziehbar, dass keine zusätzlichen Einschränkungen bezüglich der
koronaren Erkrankung bzw. der Hüfttotalprothese zu berücksichtigen sind, zumal
aufgrund der Schulterproblematik nur noch leichte bis selten mittelschwere Tätigkeiten
als zumutbar erachtet wurden.
2.6 Zusammenfassend kann im vorliegenden Fall auf die Stellungnahmen des RAD
abgestellt werden und es besteht kein Bedarf für die Vornahme weiterer medizinischer
Abklärungen.
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3.
3.1 Weiter kritisiert der Beschwerdeführer, dass die beruflichen Abklärungsergebnisse
ohne irgendeine Erklärung unberücksichtigt geblieben seien (act. G 1, S. 9). Im
Schlussbericht der G._ wird dargelegt, dass der Beschwerdeführer im Rahmen eines
Arbeitsversuches bei der F._ AG sein Arbeitspensum im Verlauf von 50% auf 80%
habe steigern können. Am Ende des Arbeitsversuches habe bei einer maximal
möglichen Präsenzzeit von 80% eine maximale Leistungsfähigkeit von 50% resultiert.
Die reduzierte Leistungsfähigkeit resultiere einerseits aus der körperlichen
Belastungsgrenze, und andererseits sei der Beschwerdeführer in Druck- und
Stresssituationen an seine Grenzen gestossen. Dieser habe selber angegeben, dass er
bei anstrengenderen Arbeiten infolge seiner Muskelschwäche im rechten Arm an seine
Grenzen stosse (IV-act. 97-1).
3.2 Diese Einschätzung steht im Widerspruch zur ärztlichen
Arbeitsfähigkeitsschätzung. Diesbezüglich ist zu berücksichtigen, dass nach der
Rechtsprechung die Frage nach den noch zumutbaren Tätigkeiten und
Arbeitsleistungen nach Massgabe der objektiv feststellbaren Gesundheitsschädigung
in erster Linie durch die Ärzte und nicht durch die Eingliederungsfachleute auf der
Grundlage der von ihnen erhobenen, subjektiven Arbeitsleistung zu beantworten ist
(Urteil des Bundesgerichts vom 21. Februar 2018, 8C_802/2017, E. 5.1.1 mit
Hinweisen). Aus dem Bericht der G._ ergeben sich keine konkreten Punkte, die ein
Abweichen von der ärztlichen Arbeitsfähigkeitsschätzung rechtfertigen würden, da die
geltend gemachten Einschränkungen sehr allgemein gehalten und nicht näher
substantiiert sind. Dr. C._ ging im Verlaufsbericht vom 9. August 2017 sodann davon
aus, dass es sich bei der seit 1. März 2017 ausgeführten Arbeit wieder um eine
körperlich schwerere handelt (IV-act. 111), d.h. um eine nur teilweise adaptierte
Tätigkeit. Es ist auch zu berücksichtigen, dass die Kreisärztin ihre Schlussfolgerung in
Kenntnis des Berichts der G._ getroffen hat und somit über die tatsächliche Tätigkeit
des Beschwerdeführers informiert war.
4.
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4.1 Zu prüfen ist, ob gegebenenfalls ein befristeter Rentenanspruch des
Beschwerdeführers besteht. Gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG entsteht der Rentenanspruch
frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach der Geltendmachung des
Leistungsanspruchs. Der Beschwerdeführer meldete sich am 19. November 2015 zum
Bezug von Leistungen bei der IV-Stelle an (IV-act. 29), somit ist ein Rentenanspruch
frühestens per 1. Mai 2016 entstanden. Zu diesem Zeitpunkt war jedoch das Wartejahr
gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG noch nicht erfüllt. Dieses wurde mit der
Arbeitsunfähigkeit aufgrund des Unfalls vom 23. Juli 2015 ausgelöst (vgl. act. G
4.3.31-7). Ein allfälliger Rentenanspruch entstand somit frühestens per 1. Juli 2016.
4.2 Im Bericht des KSSG vom 3. Juni 2016 hielten die Ärzte fest, dass aus ihrer Sicht
gegen Ende Monat mit einer 50%igen Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit
gerechnet werden könne (act. G 4.2.44-2). Auch die Kreisärztin kam anlässlich ihrer
Untersuchung vom 12. September 2016 zum Schluss, dass aktuell von einer
mindestens 50%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen sei. Bezüglich Präsenz dürfe
innerhalb der nächsten drei bis vier Wochen eine Steigerung auf mindestens 75%
erwartet werden (act. G 4.2.64-6). Mit Schreiben vom 13. Oktober 2016 teilte die Suva
dem Beschwerdeführer mit, dass gestützt auf die kreisärztliche Untersuchung in einer
angepassten Tätigkeit ab dem 1. November 2016 von einer vollschichtigen
Arbeitsfähigkeit auszugehen sei und somit per dieses Datum die Taggeldleistungen
eingestellt würden (act. G 4.3.3-4). Die Ärzte des KSSG berichteten am 23. März 2017,
dass sich anlässlich der durchgeführten Nachkontrolle ein sehr zufriedenstellender
postoperativer Verlauf gezeigt habe. Es würde nur eine leichte postoperative
Einschränkung der Beweglichkeit ab Horizontal und eine leicht abgeschwächte Kraft
des Supra- und Infraspinatus zeigen, welche den Patienten im Alltag jedoch nicht
einschränkten (act. G 4.3.20-2). Schliesslich kam die Kreisärztin anlässlich der
Abschlussuntersuchung vom 27. September 2017 zum Fazit, dass von einem
Endzustand auszugehen und dem Beschwerdeführer eine adaptierte Tätigkeit wieder
zu 100% zumutbar sei (act. G 4.3.31-7).
4.3 Aufgrund dieser medizinischen Akten ist für die Zeit ab 1. Juli 2016 von einer
50%igen Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers auszugehen. Entgegen der Ansicht
der Suva lässt sich aus dem kreisärztlichen Bericht vom 12. September 2016 keine
100%ige Arbeitsfähigkeit ab 1. November 2016 ableiten. Selbst die Steigerung der
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Präsenz auf 75% ist lediglich als Prognose festgehalten und wird in den weiteren
ärztlichen Unterlagen nicht bestätigt. Erst anlässlich des Berichts des KSSG vom 23.
März 2017 ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von einer 100%igen
Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit auszugehen. Somit ist zusammenfassend
für die die Zeit vom 1. Juli 2016 bis am 23. März 2017 von einer Arbeitsfähigkeit von
50% und anschliessend von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen.
5.
5.1 Für das Valideneinkommen ist massgebend, was die versicherte Person im
Zeitpunkt des allfälligen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am
zuletzt erzielten, der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten
Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige
Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 134 V 322 E. 4.1).
5.2 Die ehemalige Arbeitgeberin des Beschwerdeführers gab gegenüber dem
Unfallversicherer an, dass der Beschwerdeführer im Jahr 2016 inklusive Schichtzulagen
einen Monatslohn von Fr. 6'210.-- erzielt hätte, was inklusive 13. Monatslohn einen
Jahreslohn und somit ein Valideneinkommen von Fr. 80'730.-- ergibt (vgl. act. G
4.3.6-2).
5.3 Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-
erwerblichen Situation auszugehen, in der die versicherte Person konkret steht, sofern
kumulativ besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist,
dass die versicherte Person die ihr verbleibende Leistungsfähigkeit in zumutbarer
Weise voll ausschöpft und das Einkommen aus der Arbeitsleistung angemessen und
nicht als Soziallohn erscheint. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen
gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt der
Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine an sich zumutbare neue
Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so ist auf Erwerbstätigkeiten abzustellen, die der
versicherten Person (nach zumutbarer Behandlung und allfälliger Eingliederung)
angesichts ihrer Ausbildung und ihrer physischen sowie intellektuellen Eignung
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zugänglich wären. Rechtsprechungsgemäss werden hierzu die Tabellenlöhne gemäss
LSE herangezogen (BGE 129 V 472 E. 4.2.1).
5.4 Der Beschwerdeführer steht zwar in einem stabilen Arbeitsverhältnis, in diesem
leistet er jedoch nur ein Pensum von 40% und schöpft damit seine Arbeitsfähigkeit
nicht in zumutbarer Weise aus. Zudem besteht dieses Arbeitsverhältnis erst seit dem 1.
Juli 2017. Somit ist vorliegend hinsichtlich des Invalideneinkommens auf die
Tabellenlöhne gemäss LSE abzustellen. Für eine Hilfsarbeitertätigkeit resultiert für das
Jahr 2016 ein Einkommen von Fr. 66'803.-- (vgl. Anhang 2: Lohnentwicklung, IVG-
Gesetzesausgabe der Informationsstelle AHV/IV, Ausgabe 2019).
5.5 Nach der Rechtsprechung hängen die Fragen, ob und in welchem Ausmass
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, von sämtlichen persönlichen und beruflichen
Umständen des konkreten Einzelfalls ab (etwa leidensbedingte Einschränkung, Alter
und Beschäftigungsgrad), die nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu
schätzen sind, wobei der maximal zulässige Abzug auf 25% festzusetzen ist. Eine
schematische Vornahme des Tabellenlohnabzugs ist unzulässig (BGE 126 V 79 E. 5b
und 129 V 481 E. 4.2.3 mit Hinweisen).
5.6 Bezüglich der leidensbedingten Einschränkungen ist zu berücksichtigen, dass der
Beschwerdeführer zwar leichte bis selten mittelschwere Tätigkeiten ausüben kann,
dass aber selbst bei diesen Tätigkeiten diverse weitere Einschränkungen zu
berücksichtigen sind (vgl. E. 2.2). Hinzu kommt auch das fortgeschrittene Alter des
Beschwerdeführers, welcher im Zeitpunkt des allfälligen Rentenbeginns bereits 61-
jährig war und nur noch eine rund 4-jährige (ordentliche) Aktivitätsdauer vor sich hatte.
Auch diesem Faktor ist zumindest teilweise Gewicht beizumessen. Zusammenfassend
rechtfertigt sich ein Tabellenlohnabzug von 15%.
5.7 Somit beträgt das Invalideneinkommen bei einer Arbeitsfähigkeit von 50% und
einem Tabellenlohnabzug von 15% Fr. 28'391.-- (Fr. 66'803.-- x 0.5 x. 0.85). Bei einem
Valideneinkommen von Fr. 80'730.-- und einem Invalideneinkommen von Fr. 28'391.--
resultiert eine Erwerbseinbusse von Fr. 52'339.-- (Fr. 80'730.-- – Fr. 28'391.--) bzw. ein
Invaliditätsgrad von gerundet 65% (Fr. 52'339.-- / Fr. 80'730.--). Selbst bei einem
maximalen Tabellenlohnabzug von 25% würde kein rentenrelevant höherer
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Invaliditätsgrad von mindestens 70% vorliegen. Mit der 100%igen Arbeitsfähigkeit ab
23. März 2017 resultiert bei einem Tabellenlohnabzug von 15% ein
Invalideneinkommen von Fr. 56'783.-- und somit eine Erwerbseinbusse von Fr.
23'947.-- (Fr. 80'730.-- – Fr. 56'783.--) was einen Invaliditätsgrad von gerundet 30%
(Fr. 23'947.-- / Fr. 80'730.--) ergibt. Selbst bei einem maximalen Tabellenlohnabzug
von 25% resultiert kein rentenbegründender Invaliditätsgrad von mindestens 40%.
Somit hat der Beschwerdeführer unter Berücksichtigung der Dreimonatsfrist gemäss
Art. 88a Abs. 2 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV, SR 831.201)
Anspruch auf eine befristete Dreiviertelsrente vom 1. Juli 2016 bis 30. Juni 2017. Bei
der Ausrichtung der Rentenleistungen wird die Beschwerdegegnerin zu beachten
haben, dass der Beschwerdeführer während der Dauer vom 1. März bis 2. Juli 2017
(vgl. IV-act. 92) IV-Taggeldleistungen bezog. Dies führt – unter Vorbehalt von Art. 20
Abs. 1 IVV – dazu, dass für die IV-Taggeldperiode keine Rentenleistungen geschuldet
sind bzw. der Rentenanspruch unterbrochen wird (Art. 29 Abs. 2 IVG; Ulrich Meyer,
Bundesgesetz über die Invalidenversicherung [IVG], in Murer/Stauffer [Hrsg.],
Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Zürich 2014, S.
411).
6.
6.1 In teilweiser Gutheissung der Beschwerde ist die angefochtene Verfügung vom 7.
Februar 2018 aufzuheben. Dem Beschwerdeführer ist eine befristete Dreiviertelsrente
vom 1. Juli 2016 bis 30. Juni 2017 zuzusprechen. Zur Festsetzung der Rentenhöhe ist
die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
6.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr.
1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint
in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Da die Sache
bezüglich eines befristeten Rentenanspruchs teilweise gutgeheissen wird, ist von
einem teilweisen Obsiegen des Beschwerdeführers auszugehen. Die Gerichtsgebühr ist
den Parteien daher in der Höhe von je Fr. 300.-- aufzuerlegen, wobei dem
Beschwerdeführer der von ihm geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- zur Hälfte
angerechnet und zur Hälfte rückerstattet wird.
ter
bis
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6.3 Da der Beschwerdeführer teilweise obsiegt, hat er einen reduzierten Anspruch auf
eine Parteientschädigung. In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor
Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung für Rechtsanwälte
und Rechtsagenten (HonO; sGS 963.75) pauschal Fr. 1'500.-- bis Fr. 15'000.--. Der
Bedeutung und dem Aufwand der Streitsache erscheint eine Parteientschädigung von
pauschal Fr. 3'500.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) bei vollem
Obsiegen als angemessen. Einem teilweisen Obsiegen entsprechend hat die
Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführer mit Fr. 1'750.-- (inkl. Barauslagen und
Mehrwertsteuer) zu entschädigen.