Decision ID: 31560d92-a370-5d0f-84f5-6572604098c9
Year: 2009
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
G._,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Werner Kupferschmid, Weinbergstrasse 20,
8023 Zürich,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
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Rentenrevision
Sachverhalt:
A.
A.a Die 1968 geborene G._ beantragte am 19. Mai/3. Juni 2002 bei der
Invalidenversicherung die Ausrichtung einer Rente. Sie habe eine Anlehre als
Schneiderin gemacht und sei 1984 in die Schweiz gekommen. Seit mindestens 1989
sei sie chronisch müde, habe Schwindel, rezidivierende Kopfschmerzen und Phobien,
sei deprimiert und leide an vielen somatoformen Störungen. Zuletzt habe sie von
September 2000 bis Mai 2001 als Betriebsangestellte gearbeitet (IV-act. 47).
A.b Dr. med. A._, FMH Allgemeinmedizin, der die Versicherte seit 1989 behandelte,
gab im Arztbericht vom 26. Juli 2002 (IV-act. 55) an, sie leide seit 1998 an
Angstkrankheit und CFS (chronic fatigue syndrom) und sei seit Juli 2000 als Arbeiterin
voll arbeitsunfähig. Die Zumutbarkeit von Erwerbstätigkeit sei eine subjektive
Angelegenheit. Die Erfahrung habe gezeigt, dass neue Stellen jeweils kurz nach Antritt
wieder aufgegeben worden seien, bzw. dass die geklagte Müdigkeit und die
Befindlichkeitsstörungen zu Arbeitsunfähigkeiten führten. Nach ihren Angaben brauche
die Versicherte selbst bei Haushaltarbeit Hilfe. Damit seien
Wiedereingliederungsbemühungen wahrscheinlich frustran. Am 2. Mai 2001 (IV-
act. 55-20/23) hatte er die Versicherte der Psychiatrischen Klinik St. Pirminsberg zur
Abklärung einer hirnorganischen Störung überwiesen und erklärt, sie und ihre
Umgebung gäben an, sie sei in den letzten Monaten zunehmend vergesslich. Er sei
sich nicht sicher, wieweit sich das objektivieren lasse. Die Einschränkungen aus dem
Bereich Angst, chronische Müdigkeit und psychosomatische Beschwerden basierten
praktisch nur auf anamnestischen Angaben. Eine breite somatische Untersuchung sei
(mit Ausnahme eines Eisenmangels) ohne Befund geblieben. Am 8. November 2001
hatte er sie einem ihre Muttersprache sprechenden Psychiater zugewiesen und dabei
berichtet, für die geklagten Beschwerden fänden sich im somatischen Bereich keine
Korrelate. Am 14. Juni 2002 war schliesslich die Zuweisung an das Psychiatrische
Zentrum Wetzikon erfolgt.
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A.c Das Psychiatrische Zentrum Wetzikon gab im Arztbericht vom 4. April 2003 (IV-
act. 43) an, die Versicherte stehe seit dem 28. Oktober 2001 (2002?) wöchentlich
einmal in Behandlung. Es liege als Diagnose eine rezidivierende depressive Störung vor
(Ersterkrankung 1997, gegenwärtig mittelgradige depressive Episode mit somatischem
Syndrom bei ausgeprägter Somatisierungstendenz). Es habe bereits eine gewisse
Chronifizierung des psychiatrischen Zustandsbilds stattgefunden. Als Fabrikarbeiterin
und in anderen Tätigkeiten sei die Versicherte seit 1997 voll arbeitsunfähig.
A.d Die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle des Kantons St. Gallen sprach der
Versicherten mit Verfügung vom 25. August 2003 ab 1. Juli 2001 eine ganze Rente bei
einem Invaliditätsgrad von 100 % zu (IV-act. 32).
B.
B.a In einem Fragebogen für die Revision gab die Versicherte am 10. August 2004 an,
ihr Gesundheitszustand habe sich seit März verschlimmert (IV-act. 28).
B.b Dr. A._ bescheinigte am 7. September 2004, an den Diagnosen habe sich nichts
geändert. Der Krankheitsverlauf sei eher sich verschlechternd. Der Versicherten sei
- gemäss der fachärztlichen Beurteilung beim Rentenentscheid - keine Erwerbstätigkeit
zumutbar (IV-act. 27).
B.c Das Psychiatrische Zentrum Wetzikon gab im Verlaufsbericht vom 25./30.
November 2004 (IV-act. 25) bekannt, die Diagnose habe sich geändert. Der
Gesundheitszustand der Versicherten habe sich mit tendenziell positivem Einfluss auf
die Arbeitsfähigkeit verbessert. Es lägen nun eine rezidivierende depressive Störung,
zurzeit leichte Episode, bei ausgeprägter Somatisierungstendenz sowie der Verdacht
auf eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung vor. Der genaue Zeitpunkt der
Besserung der depressiven Symptomatik könne nicht angegeben werden. Spätestens
vom jetzigen Zeitpunkt an sei von einer Teilremission auszugehen. Es habe sich im
Verlauf eine Verbesserung der depressiven Symptomatik, aber eine Zunahme der
beklagten körperlichen Beschwerden ergeben, weshalb die Verdachtsdiagnose einer
anhaltenden somatoformen Schmerzstörung gestellt werde. Zunächst müssten aber
rheumatologische Differentialdiagnosen ausgeschlossen werden. In welchem Ausmass
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sich die Änderung insgesamt genau auf die Arbeitsfähigkeit der Versicherten auswirke,
könne zurzeit nicht angegeben werden, da die empfohlene rheumatologische
Beurteilung noch ausstehend sei. Aus psychiatrischer Sicht bestehe zurzeit eine
Arbeitsfähigkeit von 50 %, eventuell halbtags. Die Versicherte sei aufgrund ihrer
depressiven Symptomatik und ihrer körperlichen Schmerzen in ihrer Belastbarkeit
eingeschränkt. Zumutbar wären auch Heimarbeiten (IV-act. 25).
B.d Der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) der Invalidenversicherung empfahl am
1. Februar 2005 die Durchführung einer bidisziplinären Begutachtung mit der
Zusatzfrage, ob sich der Gesundheitsschaden und die Arbeitsfähigkeit seit 2001
relevant verbessert hätten (IV-act. 24). Dr. med. B._, Spezialarzt FMH Innere Medizin
und Physikalische Medizin und Rehabilitation, stellte sich in seinem Gutachten vom
18. Juli 2007 (IV-act. 19-1 bis 9/19) auf den Standpunkt, den beklagten Schmerz- und
anderen Körperbeschwerden könne kein organmedizinischer - wenn, dann
ausschliesslich symbolhafter Ausdrucks- - Charakter zugeordnet werden. Ein
körperliches Leiden sei derzeit nicht zu diagnostizieren. Als interdisziplinäre
Stellungnahme wurde im Gutachten von Dr. B._ festgehalten, die Versicherte sei in
der angestammten wie in einer angepassten Tätigkeit voll arbeitsfähig. Dr. med. C._,
Psychiatrie und Psychotherapie FMH, hatte in seinem Gutachten vom 21. Juni 2007
(IV-act. 19-10 ff./19) erklärt, er könne zurzeit keine die Arbeitsfähigkeit einschränkende
psychiatrische Erkrankung diagnostizieren. Sicherlich habe kein relevant depressives
Zustandsbild vorgelegen. Allenfalls könnte eine gering ausgeprägte Neurasthenie in
Erwägung gezogen werden, die aber bei geeigneter Therapie keine
Arbeitsfähigkeitsrelevanz haben sollte. Die geltend gemachten Beschwerden erlaubten
es der Versicherten, der jahrelangen Überforderungssituation durch Erfüllung der
Hausfrauen- und Mutterrolle und gleichzeitig einer vollzeitlichen auswärtigen
Erwerbstätigkeit ein Ende zu setzen. Rentenleistungen seien therapeutisch als
kontraproduktiv zu betrachten, da sie das "Kranksein" festigten statt reduzierten. Die
vom RAD aufgeworfene Frage, ob sich der Gesundheitsschaden und die
Arbeitsfähigkeit der Versicherten seit 2001 relevant verbessert hätten, war nicht gestellt
worden.
B.e Der RAD (Dr. med. D._) beurteilte die Begutachtung als umfassend, konsistent,
nachvollziehbar und in sich widerspruchsfrei. Beide Gutachter hätten ein auffälliges,
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demonstratives Verhalten der Versicherten betont, das offensichtlich auf ein starkes
Leiden aufmerksam machen wolle. Dieses Verhalten werde psychiatrischerseits
analysiert und gewertet, früher gestellte Diagnosen würden diskutiert. Auf das
Gutachten könne abgestellt werden (IV-act. 17).
B.f Mit einem Vorbescheid gab die IV-Stelle der Versicherten am 5. September 2007
Gelegenheit, zur vorgesehenen Einstellung der Rente Stellung zu nehmen (IV-act. 15 f.).
Die Versicherte liess durch ihren Rechtsvertreter am 29. November 2007 (IV-act. 9)
unter Hinweis auf ein Schreiben von Dr. A._ vom 22. Oktober 2007 einwenden, ihr
Gesundheitszustand habe sich nicht verändert. Durch den jahrelangen Rentenbezug
sei sie weniger denn je in der Lage, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Was sich
geändert habe, sei der Zeitgeist; dies allein berechtige aber nicht, die Rente
aufzuheben. Eigentliche Revisionsgründe lägen keine vor. Die beigezogenen Gutachter
hätten sich nicht ernsthaft mit dem Beschwerdebild der Beschwerdeführerin
auseinandergesetzt. Das Vorliegen einer depressiven Störung hätte sorgfältiger
abgeklärt werden müssen. Eine neue Verwaltungs- oder Gerichtspraxis vermöge keine
Revision des laufenden Rentenanspruchs zu ihrem Nachteil zu rechtfertigen. Je länger
jemand nicht gearbeitet habe, desto unwahrscheinlicher sei, dass er die Schmerzen
überwinden und die Arbeitskraft wieder verwerten könne. Der Versicherten sei der
Wiedereinstieg nicht zumutbar. Dr. A._ hatte am 22. Oktober 2007 (IV-act. 10-2 f./3)
erklärt, der Gesundheitszustand der Versicherten sei aktuell derselbe, wie er anlässlich
der Untersuchung im November 2002 in der Klinik St. Pirminsberg gewesen sei und
wie er Grundlage der Berentung gebildet habe. Der Zustand habe sich allenfalls
insofern geändert, als keine Arbeitsfähigkeiten mehr beurteilt werden müssten und so
auch Symptome in den Hintergrund träten.
B.g Mit Verfügung vom 10. Dezember 2007 stellte die IV-Stelle die Rente der
Versicherten auf Ende Januar 2008 ein (mit Entzug der aufschiebenden Wirkung). Die
Abklärungen hätten ergeben, dass sie keine Einschränkungen mehr aufweise, welche
die Arbeitsfähigkeit IV-relevant beeinträchtigen würden. Neue medizinische Unterlagen,
welche das Ergebnis des Gutachtens ändern könnten, seien nicht beigebracht worden
(IV-act. 8).
C.
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Gegen diese Verfügung richtet sich die von Rechtsanwalt lic. iur. Werner Kupferschmid
für die Betroffene am 23. Januar 2008 erhobene Beschwerde. Der Rechtsvertreter der
Beschwerdeführerin beantragt, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und der
Beschwerdeführerin sei weiterhin eine Invalidenrente aufgrund eines Invaliditätsgrades
von mindestens 50 % zuzusprechen, eventualiter sei die Angelegenheit zur
rechtskonformen Abklärung zurückzuweisen, und die Beschwerdegegnerin sei zu
verpflichten, die Beschwerdeführerin aktiv bei der Suche eines geeigneten
Arbeitsplatzes zu beraten (Arbeitsvermittlung) und zu unterstützen
(Integrationsmassnahmen). Die Gutachter hätten sich gar nicht bemüht, ein
Vertrauensverhältnis zur Beschwerdeführerin aufzubauen, wie es für ein korrektes
Gutachten notwendig wäre. Ihnen sei es wohl einzig darum gegangen - und das
möglichst rasch -, für die Versicherung den Nachweis zu erbringen, dass der
Beschwerdeführerin nichts fehle. Auffälliges Krankheitsverhalten dürfe nicht voreilig auf
Simulation und Begehrlichkeit schliessen lassen; es sei vielmehr oft Ausdruck von
Verunsicherung und Verzweiflung, die durch das offenkundige Misstrauen der
begutachtenden Ärzte noch verstärkt werde. Die Gutachter seien nicht bereit gewesen,
den Gesundheitszustand unvoreingenommen und mit den therapeutischen
Grundhaltungen der Echtheit und Wertschätzung abzuklären, und hätten so einen
Ablehnungsgrund und erhebliche Zweifel an der Qualität des Gutachtens gesetzt. Die
Beschwerdeführerin sei jedenfalls nach der Untersuchung bei Dr. C._ schockiert und
verletzt gewesen. Abzuklären seien in einer Gesamtschau die Voraussetzungen einer
Revision (Veränderung des Gesundheitszustands) und das Vorliegen einer depressiven
Störung, namentlich, ob sich die vorwiegend auf psychosoziale oder andere
Belastungen zurückzuführenden Beeinträchtigungen im Lauf der Zeit nicht weiter
verselbständigt und chronifiziert hätten. Zudem sei das Vorliegen einer somatoformen
Schmerzstörung zu prüfen. Eine psychosozial belastende Situation sei, obwohl vom
Gutachter nicht erkannt, nachweisbar (arrangierte Ehe mit 15 Jahren mit einem bis dato
unbekannten Mann, Entwurzelung durch Migration in die Schweiz, vierfache Mutter,
Belastung durch die Spielsucht des Ehemannes, Erlebnis häuslicher Gewalt). Dr. A._
halte dafür, der Gesundheitszustand sei derselbe wie im November 2002. Das
Psychiatrische Zentrum Wetzikon übe Kritik am Gutachten von Dr. C._. Es liege
danach eine somatoforme Schmerzstörung vor. Wesentliche psychosoziale
Belastungsfaktoren seien von Dr. C._ in ihrer Relevanz nicht erkannt worden. Eine
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Exploration von zweieinviertel Stunden lasse eine gründliche psychiatrische Abklärung
nicht zu. Gesamthaft gesehen habe sich der Zustand verbessert und aus
psychiatrischer Sicht liege eine Arbeitsfähigkeit von 50 % vor. Angesichts der
Divergenzen mit der Beurteilung der behandelnden Ärzte sei ein neues
interdisziplinäres Gutachten einzuholen. Werde sich eine Verbesserung zeigen, so
werde die Verwaltung vor der eigentlichen Invaliditätsbemessung berufliche
Integrations- und Eingliederungsmassnahmen prüfen müssen, sei die
Beschwerdeführerin doch seit mehr als acht Jahren keiner Erwerbstätigkeit mehr
nachgegangen. In der Beilage fand sich ein Bericht von Dr. med. E._, Klinik Schlössli,
an den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin vom 4. November 2007. Darin wurde
festgehalten, die Beschwerdeführerin sei mit einer depressiven Symptomatik
zugewiesen worden, die als Anpassungsstörung mit depressiver Reaktion im Rahmen
der Aberkennung der Invalidenrente beurteilt worden sei. Die diagnostische Zuordnung
sei nicht einfach. Es fänden sich intermittierend einzelne depressive Symptome, die
jedoch die Diagnose einer depressiven Störung nicht rechtfertigten. Das geklagte
Ganzkörperschmerzsyndrom sei am ehesten als anhaltende somatoforme
Schmerzstörung einzuordnen. Eine emotionale Konfliktsituation bzw. eine belastete
psychosoziale Situation sei nachweisbar und wahrscheinlich das Leiden
aufrechterhaltend, da sich insbesondere der Ehemann der Beschwerdeführerin ihr seit
der Erkrankung erheblich mehr zuwende. Die Beschwerdeführerin sei belastet und
leidend, doch ein psychisches Leiden im engeren Sinn liege nicht vor. Die Symptomatik
berge für die Beschwerdeführerin viele Vorteile im Sinn eines primären und sekundären
Krankheitsgewinns, ohne dass angenommen werden müsse, die Vorgänge würden
bewusst ablaufen. Psychiatrischerseits sei von einer uneingeschränkten
Arbeitsfähigkeit auszugehen. Es würde die Prognose verbessern, wenn die
Beschwerdeführerin sich zurück ins Arbeitsleben begäbe. Zur Entwicklung des
Gesundheitszustands seit 2001 könne keine Angabe gemacht werden. Zu überschauen
sei nur die Periode der Hospitalisation vom 25. September bis 31. Oktober 2007.
D.
Mit Beschwerdeantwort vom 11. April 2008 beantragt die Beschwerdegegnerin die
Abweisung der Beschwerde, soweit auf sie einzutreten sei. Die angefochtene
Verfügung habe einzig die Rente zum Gegenstand, auf die Anträge bezüglich
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beruflicher Massnahmen sei demnach nicht einzutreten. Die psychiatrische
Untersuchung durch Dr. C._ habe sich auf die umfassende Anamnese, die
subjektiven Angaben der Beschwerdeführerin und die Vorakten abstützen können.
Auch die Schilderung der Befundlage und die abschliessende Beurteilung würden im
Gutachten einen breiten Raum einnehmen. Die Beschwerdeführerin sei demnach von
Dr. C._ ausreichend untersucht worden. Hinweise auf eine Befangenheit des Arztes
fänden sich im Gutachten nicht. Es sei nötig, dass ein Gutachter seine Beobachtungen
genau schildere und gegebenenfalls auf Aggravationstendenzen einer versicherten
Person hinweise. Die Schilderungen Dr. C._s würden deutlich belegen, dass die
Beschwerdeführerin aggraviere. Sein Gutachten sei ausführlich abgefasst und die
Schlussfolgerungen erschienen zusammen mit der Arbeitsfähigkeitsschätzung
begründet. Im Gegensatz dazu überzeuge der Bericht von Dr. A._ nicht. Als
Allgemeinmediziner sei er nicht fachärztlich kompetent, eine psychiatrische Beurteilung
abzugeben. Schon deshalb bilde sein Bericht keine taugliche Beweisgrundlage. Im
Übrigen ergebe sich daraus mit aller Deutlichkeit seine Befangenheit zugunsten der
Beschwerdeführerin, sei er doch der Meinung, die IV-Stellen beabsichtigten aufgrund
von politischen Vorgaben, versicherten Personen die Rente einzustellen. Medizinische
Fakten, die das psychiatrische Gutachten erschüttern könnten, fänden sich im Bericht
von Dr. A._ nicht. Schliesslich werde der Beschwerdeführerin auch im Bericht der
psychiatrischen Klinik Schlössli eine volle Arbeitsfähigkeit attestiert. Auch das
rheumatologische Gutachten Dr. C._s sei nicht rechtsfehlerhaft. Auf das
polydisziplinäre Gutachten sei ohne Abstriche abzustellen. Die in den Vordergrund
gestellten psychosozialen Faktoren würden im Übrigen keine Invalidität begründen.
Zum Zeitpunkt der rentenzusprechenden Verfügung habe die Beschwerdeführerin an
einer rezidivierenden mittelgradigen depressiven Störung gelitten. Demgegenüber habe
anlässlich der Begutachtung durch Dr. C._ kein relevantes depressives Zustandsbild
mehr vorgelegen. Somit habe sich der Gesundheitszustand wesentlich verändert, wie
bereits im Verlaufsbericht der Klinik Schlössli festgestellt worden sei. Selbst wenn aber
kein Revisionsgrund vorläge, könnte die Rente der Beschwerdeführerin mit der
substituierten Begründung der Wiedererwägung eingestellt werden, da die
ursprüngliche Rentenverfügung gestützt auf einen unvollständig erhobenen
medizinischen Sachverhalt ergangen und damit formell rechtswidrig gewesen sei. Das
Psychiatrische Zentrum habe der Beschwerdeführerin eine volle Arbeitsunfähigkeit seit
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1997 attestiert, während sie doch bis Mai 2001 ohne Absenzen in einem Vollpensum
gearbeitet habe. Das Psychiatrische Zentrum habe offenbar keine Kenntnis von den
Vorakten gehabt und unkritisch auf die dramatischen Schilderungen der
Beschwerdeführerin abgestellt. Es hätten damals weitere medizinische Abklärungen
erfolgen müssen. Der RAD hatte am 20. März 2008 (IV-act. 1) dafürgehalten, es gebe
keinen objektiven medizinischen Grund, von der gutachterlichen Beurteilung einer
Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit von 100 % abzuweichen. Der
Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin habe sich seit Juli 2003 nicht verändert.
E.
Am 11. Mai 2009 stellt der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin dem Gericht zwei
Berichte der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich vom 31. Oktober 2008 und vom
19. Dezember 2008 (Austrittsbericht über eine stationäre Behandlung vom 7. Oktober
bis 11. Dezember 2008) und zwei Berichte der Klinik St. Pirminsberg, Psychiatrie-
Dienste Süd, vom 18. Dezember 2008 und vom 12. Februar 2009 über eine stationäre
Behandlung vom 11. bis 18. Dezember 2008 und vom 5. bis 15. Januar 2009 zu. Die
medizinischen Berichte bildeten einerseits die Grundlage für ein bereits eingereichtes
Revisionsgesuch und würden andererseits Rückschlüsse auf die Qualität des IV-
Gutachtens von Dr. B._ erlauben. Diese jüngsten Berichte sprächen von einer
schweren depressiven Entwicklung, die nach seiner (des Rechtsvertreters) Auffassung
immer bestanden habe. Eine interdisziplinäre (neue) Begutachtung erscheine zwingend
notwendig. In der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich wurden als Diagnosen
angegeben: eine schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome,
dissoziative Störungen gemischt, Agoraphobie (ohne Panikstörung), spezifische
(isolierte) Phobien (Situationstyp: Duschen), V.a. Spannungskopfschmerz, und
Hypercholesterinämie. Die Klinik St. Pirminsberg hatte diagnostiziert: eine
rezidivierende depressive Störung, bei Eintritt schwere Episode mit latenter Suizidalität
und psychotischem Erleben, eine somatoforme Störung, nicht näher bezeichnet,
spezifische (isolierte) Phobien, sonstige Adipositas, sowie psychische und
Verhaltensstörungen durch Sedativa oder Hypnotika: Abhängigkeitssyndrom.
F.
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Die Beschwerdegegnerin hat am 12. März 2009 auf eine Stellungnahme zu den
nachgereichten medizinischen Unterlagen verzichtet.

Erwägungen:
1.
1.1 Da ein Sachverhalt zu beurteilen ist, wie er sich bis zum Zeitpunkt des Erlasses der
angefochtenen Verfügung am 10. Dezember 2007 entwickelt hat, sind die ab 1. Januar
2008 in Kraft getretenen Rechtsänderungen nicht anwendbar.
1.2 Mit der strittigen Verfügung hat die Beschwerdegegnerin den Anspruch der
Beschwerdeführerin auf eine ganze Rente anpassungsweise eingestellt.
1.3 Über berufliche Massnahmen hat die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen
Verfügung nicht ausdrücklich entschieden. Sie hat lediglich ausgeführt, es sei der
Beschwerdeführerin wieder möglich und zumutbar, einer Tätigkeit zu 100 %
nachzugehen. Impliziert wird damit aber, dass berufliche Massnahmen nicht notwendig
seien. Bevor eine Rente revisionsweise aufgehoben werden kann, muss denn auch
geprüft werden, ob die Verwertbarkeit der wiedererlangten Arbeitsfähigkeit auf einem
ausgeglichenen Arbeitsmarkt tatsächlich gegeben ist oder ob es hierzu vorerst
beruflicher Massnahmen bedarf (vgl. Bundesgerichtsentscheid i/S S. vom 28. April
2008, 9C_720/07). Sowohl die Rentenfrage als auch die Frage eines allfälligen
Anspruchs auf berufliche Massnahmen bilden vorliegend demnach
Anfechtungsgegenstand. Auf die Beschwerde ist vollumfänglich einzutreten.
2.
2.1 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG (in der vom 1. Januar 2004 bis 31. Dezember 2007 gültig
gewesenen Fassung) besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die
versicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie
mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 %
besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens
40 % Anspruch auf eine Viertelsrente.
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2.2 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft
entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur
Rentenrevision gibt nach der Rechtsprechung jede wesentliche Änderung in den
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den
Rentenanspruch zu beeinflussen (BGE 130 V 349 f. E. 3.5). Eine bloss unterschiedliche
Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhaltes stellt dagegen
praxisgemäss keine revisionsbegründende Änderung dar (BGE 112 V 372 E. 2b; SVR
1996 IV Nr. 70 S. 203). Ob eine revisionsbegründende Änderung eingetreten ist,
beurteilt sich nach einer neuen Rechtsprechung durch Vergleich des Sachverhalts, wie
er im Zeitpunkt der letzten (der versicherten Person eröffneten) rechtskräftigen
Verfügung bestand, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit
rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines
Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen
Auswirkungen des Gesundheitszustands) beruht (BGE 133 V 108), mit demjenigen zur
Zeit der streitigen Neubeurteilung (BGE 130 V 351 E. 3.5.2; BGE 125 V 369 E. 2).
2.3 Für die richterliche Beurteilung sind grundsätzlich die tatsächlichen Verhältnisse
massgebend, wie sie bis zum Zeitpunkt der angefochtenen Verwaltungsverfügung
bestanden haben (BGE 121 V 366 E. 1b; BGE 125 V 150 E. 2c). Tatsachen, die sich
erst später verwirklichen, sind jedoch insoweit zu berücksichtigen, als sie mit dem
Streitgegenstand in engem Sachzusammenhang stehen und geeignet sind, die
Beurteilung im Zeitpunkt des Verfügungserlasses zu beeinflussen (Entscheid des
Eidgenössischen Versicherungsgerichts i/S T. vom 22. März 2001, I 597/00; vgl. BGE
99 V 102).
3.
Bei der Zusprechung der ganzen Rente am 25. August 2003 hatte der
Beschwerdegegnerin ein Bericht des Psychiatrischen Zentrums Wetzikon vom 4. April
2003 vorgelegen, wonach die Beschwerdeführerin (seit 1997) wegen einer
rezidivierenden depressiven Störung (gegenwärtig mittelgradige depressive Episode
mit somatischem Syndrom bei ausgeprägter Somatisierungstendenz) gänzlich
arbeitsunfähig sei. Offenbar hatte dem Zentrum ein Bericht der Klinik St. Pirminsberg
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vom Jahr 2002 vorgelegen, hat es doch dargelegt, ausführliche Abklärungen (inklusive
Neuropsychologie) seien bereits damals dort gemacht worden. Ausserdem hatte auch
Dr. A._ am 26. Juli 2002 aufgrund der Diagnosen einer Angstkrankheit und eines CFS
eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % in der angestammten Tätigkeit als Arbeiterin wie
auch in jeder anderen Tätigkeit ab Juli 2000 attestiert.
4.
4.1 Gemäss dem Anpassungsverfahren ergab sich aus der Sicht der
Beschwerdeführerin eine Verschlechterung. Dr. A._ ging im September 2004 von
einem stationären bzw. sich eher verschlechternden Verlauf aus. Das Psychiatrische
Zentrum Wetzikon dagegen berichtete im November 2004 von einer Verbesserung der
psychischen Situation. Es habe eine Teilremission der depressiven Symptomatik
stattgefunden. Aus rein psychiatrischer Sicht bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 50 %.
Die bidisziplinäre Begutachtung durch die Dres. B._ und C._ ergab gemäss dem
Gutachten vom 18. Juli 2007 keine Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. Die
Beschwerdeführerin sei in angestammter und angepasster Tätigkeit voll arbeitsfähig.
4.2 Dr. B._ hat gemäss dem Gutachten die Akten zur Kenntnis genommen, die
Anamnese aufgenommen, die Beschwerdeführerin nach den aktuellen Klagen befragt
und einen klinischen Untersuchungsstatus erhoben. Er hat ferner eine bildgebende
Diagnostik vom 15. März 2007 beurteilt. Der Untersuchungsstatus ergab nach seiner
Beurteilung durchwegs altersentsprechende skelettmotorische Funktionen. Daher
resultiere aus der somatischen Abklärung eine volle Arbeitsfähigkeit. In der
Beobachtung sei aber deutlich zum Ausdruck gekommen, dass die
Beschwerdeführerin das Leiden demonstrativ zum Ausdruck bringe, an das Mitgefühl
des Umfeldes appelliere und dieses um sie und ihre Krankheit strukturiere, und in einer
ausgesprochen passiven Versorgungs- und unreifen Bewältigungshaltung verharre.
Das Gutachten ist kurz gehalten, doch sind die Darlegungen des Gutachters
nachvollziehbar und das Ergebnis ist begründet. Auch die psychiatrische Begutachtung
stützt sich auf die Akten und eine eigene Untersuchung. Der Gutachter hat sich mit
verschiedenen möglichen Diagnosen auseinandergesetzt und seine
Schlussfolgerungen begründet. Er hat in nachvollziehbarer Weise erklärt, die Erfüllung
der Hausfrauen- und Mutterrolle und gleichzeitig einer vollzeitlichen auswärtigen
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Erwerbstätigkeit sei langfristig nicht den Ressourcen angepasst. In gemeinsamer
Würdigung der Sachlage sind beide Gutachter zur Überzeugung gelangt, die
Beschwerdeführerin sei für alle Tätigkeiten voll arbeitsfähig. In der Tat ist für das
Gericht einsichtig, dass die Beschwerdeführerin in einer ihren Kräften angepassten
Beschäftigung, z.B. ausschliesslich der Bewältigung des Haushalts oder einer leichten
Erwerbstätigkeit ohne zusätzliche Haushaltverpflichtungen, rentenausschliessend
arbeitsfähig ist. Wäre die richtige Bemessung der zumutbaren Arbeit von Anfang an in
die Therapiebemühungen eingeflossen, hätte die Beschwerdeführerin einen
befriedigenden Gesundheitszustand vermutlich erhalten oder wiedergewinnen können.
4.3 Die Beschwerdeführerin lässt geltend machen, auf das Gutachten könne von
vornherein nicht abgestellt werden, weil es nicht vorurteilsfrei erstellt worden sei. So
hätten sich die Gutachter nicht ausreichend sorgfältig mit dem Beschwerdebild
auseinandergesetzt, sich nicht um ein Vertrauensverhältnis zur Explorandin bemüht
und voreilig auf Simulation und Begehrlichkeit geschlossen. Auf eine solche
Konstellation deutet aber nichts hin. Es gibt keine Hinweise darauf, dass die
medizinischen Experten bei der Abklärung, Diagnosestellung und Beurteilung nicht
fachgerecht und ausreichend gründlich vorgegangen wären. Dass wesentliche
psychosoziale Belastungsfaktoren ungenügend gewürdigt geblieben sein sollten, lässt
sich nicht erkennen. Wie viel Zeit für eine Exploration erforderlich ist, schwankt nach
der Rechtsprechung des Bundesgerichts (Entscheid des Eidgenössischen
Versicherungsgerichts i/S S. vom 13. Juni 2006, I 58/06 E. 2.2) in weiten Grenzen und
ein genereller Zeitrahmen lässt sich nicht verbindlich angeben. Der bei einer
psychiatrischen Untersuchung zu betreibende zeitliche Aufwand ist von der
Fragestellung und der zu beurteilenden Psychopathologie abhängig (Urteil des
Bundesgerichts i/S L. vom 14. November 2007, I 1094/06 E. 3.1.1). Das vorliegende
Gutachten erscheint auch in dieser Hinsicht nicht mangelhaft.
4.4 Zu beachten ist insbesondere, dass die Klinik Schlössli im Bericht vom November
2007 ebenfalls festhielt, ein psychisches Leiden in einem engeren Sinn liege bei der
Beschwerdeführerin (mit Ausnahme einer initial bestehenden Anpassungsstörung
- [erst] im Rahmen der Rentenaberkennung - und des Verdachts auf eine somatoforme
Schmerzstörung) nicht vor. Die Klinik bestätigte auch die Einschätzung, dass die
Übernahme der Krankenrolle für die Beschwerdeführerin einen primären und
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sekundären Krankheitsgewinn bedeute. Die Beschwerdeführerin sei uneingeschränkt
arbeitsfähig.
4.5 Auf die übereinstimmenden medizinischen Beurteilungen des Gutachtens und der
Klinik Schlössli kann für die Zeit ab Juli 2007 abgestellt werden. Aufgrund des Berichts
des Psychiatrischen Zentrums Wetzikon vom November 2004, wo ein direkter
Vergleich möglich war, da der Bericht vom April 2003 bereits von gleicher Stelle
verfasst worden war, kann angenommen werden, dass seit der Rentenzusprechung in
psychiatrischer Hinsicht eine Verbesserung der ursprünglich relevanten depressiven
Symptomatik und eine Arbeitsfähigkeit von einstweilen 50 % erreicht werden konnten.
Auf diese fachärztliche, überzeugende Einschätzung kann abgestellt werden, auch
wenn Dr. A._ und der RAD keine Sachverhaltsveränderung im Zeitablauf erkennen.
4.6 Die am 11. März 2009 eingereichten Akten schliesslich hat der Rechtsvertreter der
Beschwerdeführerin zu Recht als Ausgangspunkt für eine Neuanmeldung genommen.
Aus diesen nachträglichen Entwicklungen (Hospitalisation ab Oktober 2008) lässt sich
für den vorliegend zu beurteilenden Sachverhalt nichts ableiten.
4.7 Angesichts der bis zur Begutachtung wiedererreichten vollen Arbeitsfähigkeit in
adaptierter Tätigkeit ergibt sich in erwerblicher Hinsicht - unabhängig vom Ausmass
eines allfälligen Abzugs von dem zu wählenden Tabellenlohn - kein invaliditätsbedingter
Ausfall mehr, der einen rentenbegründenden Grad erreichte, zumal die
Beschwerdeführerin als Gesunde kein über dem Durchschnitt für Hilfstätigkeiten
liegendes Einkommen erzielt hatte.
4.8 Nach der Rechtsprechung (ZAK 1969 S. 385; ZAK 1980 S. 508; Entscheide des
Bundesgerichts i/S S. vom 28. April 2008, 9C_720/07, und i/S B. vom 27. Mai 2008,
9C_24/08) besteht der Anspruch auf eine Rente so lange weiter, als die bestehende
Erwerbsunfähigkeit nicht (oder noch nicht) mit geeigneten Eingliederungsmassnahmen
tatsächlich behoben oder rentenausschliessend verringert werden konnte. Es ist daher
die Frage zu prüfen, wie es sich mit einer allfälligen Eingliederung der
Beschwerdeführerin verhält. Da sie als Hilfsarbeiterin zu betrachten ist, kann davon
ausgegangen werden, dass die bisherige Erwerbsunfähigkeit mit Erreichen der vollen
Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt von
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 15/15
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St.Galler Gerichte
der Beschwerdeführerin ohne berufliche Massnahmen überwunden werden kann. Im
Übrigen stand vor dem Verfügungserlass kein Arbeitsvermittlungsgesuch zur Debatte.
Die Beschwerdeführerin hat die Zumutbarkeit eines beruflichen Wiedereinstiegs
vielmehr verneint (IV-act. 9).
4.9 Es ist daher nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin den
Rentenanspruch der Beschwerdeführerin anpassungsweise einstellte.
5.
5.1 Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen.
5.2 Nach Art. 69 Abs. 1 IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die
Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen
Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand
und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 200 bis 1000 Franken festgelegt. Als
unterliegende Partei hat die Beschwerdeführerin die Gerichtskosten zu bezahlen (vgl.
Art. 95 Abs. 1 VRP). Diese sind ermessensweise auf Fr. 600.-- zu veranschlagen. Mit
dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe ist die geschuldete Gerichtsgebühr
getilgt.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG