Decision ID: 61788873-70e3-4da9-a780-1ac7137bf8cc
Year: 2008
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
R._
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Leo R. Gehrer, Pestalozzistrasse 2,
9000 St. Gallen,
gegen
Zürich Versicherungs-Gesellschaft, Recht, Postfach, 8085 Zürich,
Beschwerdegegnerin,
vertreten durch Rechtsanwalt Hermann Rüegg, Bahnhofstrasse 11, Postfach 670,
8630 Rüti ZH,
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betreffend
Versicherungsleistungen
Sachverhalt:
A.
A.a Die 1955 geborene R._ war seit 1990 bei A._ während fünfzehn Stunden pro
Woche als Raumpflegerin tätig und in dieser Eigenschaft bei der ELVIA Schweizerische
Versicherungs-Gesellschaft, Zürich (heute: Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft)
unfallversichert. Zudem arbeitete sie seit 1995 zwanzig Stunden pro Woche als Lager-
und Versandmitarbeiterin bei der B._. Am 19. März 1996 zog sie sich bei einem Sturz
während ihrer Tätigkeit als Raumpflegerin Verletzungen im Bereich der
Lendenwirbelsäule und des Kreuzbeins zu. Für die Folgen dieses Unfalls sprach die
Allianz der Versicherten mit Verfügung vom 21. September 2005 eine 50%-Rente ab 1.
März 1998 sowie eine 33%-Rente ab 1. November 2019 und eine
Integritätsentschädigung von 15% zu (act. Z-89 Beilage 3, 5, 6). Am 7. Oktober 2001
erlitt die Versicherte im Rahmen eines Auffahrunfalls eine HWS-Distorsion. Die Allianz
anerkannte ihre Leistungspflicht. Mit Verfügung vom 21. September 2005 stellte sie die
Leistungen mit Hinweis darauf, dass ein adäquater Kausalzusammenhang zwischen
Gesundheitsschädigung und Unfall nicht mehr gegeben sei, rückwirkend per 31. Mai
2003 ein (act. Z-89/Beilage 7).
A.b Am 1. Juli 1999 hatte die Versicherte durch ihren Arbeitgeber einen Unfall vom 27.
Juni 1999 wie folgt melden lassen: "Tier auf der Autobahn. Beim Bremsen Kopf an der
Kopfstütze angeschlagen" (act. Z-1). Dr. med. C._, FMH Allgemeine Medizin,
bestätigte am 31. Juli 1999 eine HWS-Distorsion nach Beschleunigungstrauma (act.
ZM-2). Nach Durchführung von weiteren Abklärungen lehnte die Zürich ihre
Leistungspflicht für den Unfall vom 27. Juni 1999 mit Verfügung vom 10. November
2000 ab. Primär sei der Unfallbegriff nicht erfüllt, und sekundär sei auch der adäquate
Kausalzusammenhang zu verneinen (act. Z-49). Die gegen diese Verfügung erhobene
Einsprache (act. Z-54, Z-89) wies die Zürich mit Einspracheentscheid vom 30. Oktober
2006 ab (act. Z-91). Die IV-Stelle des Kantons St. Gallen hatte der Beschwerdeführerin
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mit Wirkung ab 1. Januar 2001 eine ganze Rente auf der Basis eines IV-Grads von
100% zugesprochen mit dem Hinweis, dass sie seit dem Unfall vom 27. Juni 1999
nicht mehr erwerbsfähig sei (act. G 1.1/2a-2c).
B.
B.a Gegen den Einspracheentscheid vom 30. Oktober 2006 erhob Rechtsanwalt lic. iur.
Leo R. Gehrer, St. Gallen für die Versicherte am 31. Januar 2007 Beschwerde mit den
Anträgen, der Entscheid sei aufzuheben und die Streitsache zur neuen Beurteilung,
insbesondere des Rentenbegehrens und der Integritätsentschädigung, an die
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Zur Begründung hielt der Rechtsvertreter unter
anderem fest, die Beschwerdeführerin habe am 27. Juni 1999 den Kopf beim
Zurückschleudern nach dem Bremsmanöver an der Kopfstütze angeschlagen, womit
ein Unfall zu bejahen sei. Das Merkmal des ungewöhnlichen äusseren Faktors könne
auch in einer unkoordinierten Bewegung bestehen. Aufgrund der Umstände seien das
Zurückschleudern sowie der Aufprall auf der Kopfstütze völlig unkoordiniert,
unvorhersehbar und auch heftiger ausgefallen als bei einem Bremsmavöver mit
niedriger Geschwindigkeit und in normaler Sitzposition. Entgegen der Auffassung der
Beschwerdegegnerin seien sowohl die natürliche als auch die adäquate Kausalität
gegeben. Das Gutachten der Klinik Valens vom 10. Oktober 2000 halte bezüglich
verschiedener Folgerungen und Feststellungen einer vertieften Prüfung nicht Stand und
sei von der IV-Stelle zu Recht übergangen bzw. dem Gutachten von Prof. Dr. med.
D._, Orthopädische Universitätsklinik des Kantonsspitals Basel, vom 22. Mai 2003,
hintan gesetzt worden. Der klaren Aussage von Prof. D._ zufolge sei die
Einschränkung der Schulterfunktion links sowie die Verspannung der suprascapulären
Muskulatur links objektivierbar. In gleicher Weise stelle auch Dr. med. E._ fest, dass
sich die neurootologische Symptomatik anhand der neuro-otometrischen Testverfahren
objektivieren lasse. Entsprechend sei die Adäquanz nicht über die von der
Beschwerdegegnerin gewählte Methode zu beurteilen; vielmehr sei auf das
Beschwerdebild abzustellen. Nach diesem sei, wie aus den Gutachten von Prof. D._
und Dr. E._ hervorgehe, der adäquate Kausalzusammenhang zu bejahen. Selbst
wenn die Adäquanz entsprechend der für psychische Störungen nach einem Unfall
entwickelten Methode beurteilt werde, sei die Adäquanz zu bejahen. Die Höhe der
Rentenleistungen könne erst festgelegt werden, wenn Klarheit über die Auswirkungen
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des Unfalls vom 27. Juni 1999 auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit der
Beschwerdeführerin bestehe. Entsprechend sei ein Gutachten zu dieser Frage und zur
Frage der Integritätsentschädigung anzuordnen.
B.b In der Beschwerdeantwort vom 22. Juni 2007 beantragte Rechtsanwalt Hermann
Rüegg, Rüti, für die Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde. Die
Beschwerdegegnerin halte an ihrer Darstellung im angefochtenen Entscheid fest. Sie
habe keine Leistungen zu erbringen, weil das Ereignis vom 27. Juni 1999 nicht als
Unfall zu qualifizieren und die von der Beschwerdeführerin geltend gemachten
Beschwerden weder natürlich noch adäquat kausal seien. Dass die
Beschwerdeführerin sich in gebückter Stellung, mit dem Kopf nach unten und seitlich
geneigt, im Auto befunden habe, sei nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit nachgewiesen, würde aber am Fehlen des Faktors
Ungewöhnlichkeit auch nichts ändern. Für die Kausalitätsprüfung sei das Gutachten
der Klinik Valens das wichtigste medizinische Aktenstück, zumal dieses - im Gegensatz
etwa zum Gutachten von Prof. D._ - zwischen dem hier zu beurteilenden Ereignis
und dem nachfolgenden Unfallereignis (Auffahrunfall) vom 7. Oktober 2001 erstellt
worden sei. Somit hätten die Gutachter der Klinik Valens die Folgen des Ereignisses
vom 27. Juni 1999 am authentischsten beurteilen können, ohne Überlagerung durch
das Unfallereignis vom 7. Oktober 2001. Eventualiter, d.h. für den Fall, dass das
Ereignis vom 27. Juni 1999 als Unfall qualifiziert und auch der natürliche und adäquate
Kausalzusammenhang bejaht werde, sei die Streitsache zur Festlegung der Leistungen
an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
B.c Mit Replik vom 19. September 2007 hielt der Rechtsvertreter der
Beschwerdeführerin an seinem Standpunkt fest und reichte weitere medizinische Akten
(act. G 15.1/4-8b) ein. Die Beschwerdeführerin beantragte im Weiteren, zum Hergang
des Unfalls durch das Gericht befragt zu werden, falls der von ihr geltend gemachte
Kopfanprall auf die Kopfstütze wider Erwarten nicht als erwiesen betrachtet werde.
B.d In der Duplik vom 4. Oktober 2007 bestätigte der Rechtsvertreter der
Beschwerdegegnerin seinen Antrag und seine Ausführungen.

Erwägungen:
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1.
1.1 Streitig ist vorliegend zum einen, ob es sich beim Ereignis vom 27. Juni 1999 um
einen Unfall im Sinn von Art. 9 Abs. 1 UVV (in Kraft bis 31. Dezember 2002) bzw. von
Art. 4 ATSG (in Kraft seit 1. Januar 2003; SR 830.1) handelt. Art. 4 ATSG umschreibt -
inhaltlich übereinstimmend mit dem zur Zeit des streitigen Unfalls anwendbaren Art. 9
Abs. 1 UVV - als Unfall die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung
eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper. Dem von der
Beschwerdegegnerin im angefochtenen Entscheid erwähnten Urteil des
Eidgenössischen Versicherungsgerichts (EVG; seit 1. Januar 2007: Sozialrechtliche
Abteilungen des Bundesgerichts) vom 25. März 2004 i/S M. [U 131/03]) lag ein
Sachverhalt zugrunde, gemäss welchem das betroffene Auto wegen eines unvermittelt
einschwenkenden anderen Personenwagens bis zum Stillstand abbremsen musste,
ohne dass es zu einer Kollision kam, wobei der Kopf der Versicherten ohne Anprall an
einen Gegenstand zweimal nach vorne und nach hinten geschleudert wurde (Erw. 3.1).
Das EVG führte aus, das starke und völlig unerwartete Abbremsen bei Autofahrten sei
nicht aussergewöhnlich. Es gehöre zum programmgemässen Ablauf einer am
Strassenverkehr mit einem Fahrzeug teilnehmenden Person, dass der Körper und
namentlich die auf Distorsionen anfällige HWS bei Bewegungsänderungen, wie
insbesondere Bremsungen, physikalischen Kräften ausgesetzt würden. In solchen
Situationen, in welchen der Körper möglicherweise auch stark belastet werde, sei
nichts Ungewöhnliches zu erblicken, wenn nichts Besonderes, wie zum Beispiel ein
Zusammenstoss, hinzutrete (Erw. 3.4. mit Hinweis auf Urteile des EVG i/S A. vom 9.
Mai 2003 [U 117/02] und B. vom 3. August 2000 [U 349/99]).
1.2 Die Beschwerdeführerin liess durch ihre Arbeitgeberin melden, sie habe beim
Bremsen auf der Autobahn den "Kopf an der Kopfstütze angeschlagen" (act. Z-1). Dr.
med. F._, Innere Medizin, speziell Rheumatologie FMH, berichtete am 12. Mai 2000,
er habe die Beschwerdeführerin anlässlich einer einmaligen Notfallbehandlung vom 13.
Juli 1999 gesehen. Die Patientin sei gemäss ihren eigenen Angaben Beifahrerin
gewesen und habe zum Zeitpunkt des Bremsmanövers den Blick auf die Knie gerichtet
gehabt. Eine Kollision habe nicht stattgefunden. Sie sei beim Bremsmanöver in die
Gurten geworfen worden und habe beim Rückschlag den Kopf an der Kopfstütze
angeschlagen. Er habe damals ein zervikobrachiales, anamnestisch
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zervikospondylogenes Syndrom nach möglichem HWS-Beschleunigungstrauma
diagnostiziert (act. ZM-12). In der Schadenmeldung vom 1. Dezember 1999 erklärte die
Beschwerdeführerin demgegenüber lediglich, sie sei als Beifahrerin bei einer
Vollbremsung mit dem Kopf nach vorne genickt. Es seien Nackenschmerzen
aufgetreten (act. Z-6). Im Zusatzfragebogen bei HWS-Verletzungen wurde von Dr.
C._ am 31. Juli 1999 ein "abrupter Stopp" vermerkt und ein Kopfanprall ausdrücklich
verneint (act. ZM-3/1). Im Bericht vom gleichen Tag bestätigte Dr. C._ eine HWS-
Distorsion nach Beschleunigungstrauma. Ein Kopfanprall wurde nicht erwähnt (act.
ZM-2). Im Bericht des Schadeninspektors vom 13. März 2000 wurden als Angaben der
Beschwerdeführerin festgehalten, sie habe sich zum Zeitpunkt des brüsken
Bremsmanövers ihres Cousins nach vorne gebückt gehabt und nach einer
heruntergerutschten Handtasche gesucht. Sie habe den Kopf nicht angeschlagen (act.
Z-16/2). Auch gegenüber den Gutachtern der Klinik Valens gab die Beschwerdeführerin
im Juni 2000 an, am 27. Juni 1999 im Zeitpunkt der Bremsung auf der Autobahn damit
beschäftigt gewesen zu sein, die nach vorne gerutschte Handtasche zu ergreifen,
wobei sie im Rahmen einer Beschleunigung der HWS mit dem Kopf nach vorne
gekommen sei, jedoch ohne den Kopf anzuschlagen (act. ZM-13 S. 8). Sodann
berichtete Dr. med. E._, Spezialarzt FMH für Otorhinolaryngologie, Hals- und
Gesichtschirurgie, am 11. April 2001, es habe sich beim streitigen Unfall um eine starke
Anteflexion des Oberkörpers und des cerviko-cervikalen Übergangs in der ersten
Phase mit anschliessend starker Hyperexzision des Kopfs in der zweiten Unfallphase
vom "head-non-contact"-Typ gehandelt (act. G 1.1/3 S. 2). Auch dieser Arzt ging somit
nicht von einem Kopfanprall aus. Schliesslich ging auch der orthopädische Gutachter
Prof. D._ im Gutachten vom 22. Mai 2003 aufgrund der anamnestischen Angaben
der Beschwerdeführerin von einem Ereignis ohne Anschlagen des Kopfes aus (act.
Z-84 Beilage S. 3 Mitte). In diesem Verfahren lässt die Beschwerdeführerin wiederum
ein Anschlagen des Kopfs an der Kopfstütze behaupten (act. G 1 S. 3). Aufgrund der
geschilderten uneinheitlichen Aktenlage lässt sich nicht zweifelsfrei festlegen, ob die
Beschwerdeführerin anlässlich des Ereignisses vom 27. Juni 1999 den Kopf - an der
Kopfstütze oder an einem anderen Ort - angeschlagen hatte. Wenn sich die Verneinung
des Kopfanschlagens, wie die Beschwerdeführerin geltend machen lässt (act. G 1 S.
10f), in den vorerwähnten Aktenstücken nur auf die Vorwärtsbewegung des Kopfes
bezog und den anschliessenden Aufprall an der Kopfstütze nicht beinhaltete, so liesse
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sich ein Aufprall des Kopfes an der Kopfstütze nicht ausschliessen. Wird
demgegenüber ein Kopfanprall als nicht belegt erachtet, wäre ein Unfallereignis mit
Blick auf die dargelegte Rechtsprechung, gemäss welcher einem abrupten
Bremsvorgang allein - d.h. ohne nachfolgenden Zusammenstoss - der Unfallcharakter
abzusprechen ist, nicht als mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen. Auch
wenn die unmittelbar nach dem Unfall erstellten Akten zum Teil einen Kopfanprall an
der Kopfstütze bestätigten, spricht die uneinheitliche Aktenlage, welche einer weiteren
Klärung im heutigen Zeitpunkt nicht mehr zugänglich ist, eher für das Fehlen eines
Kopfanpralls. – Würde dennoch von einem Unfallereignis ausgegangen würde, müsste
der natürliche und adäquate Kausalzusammenhang zwischen Unfall und
Gesundheitsschädigung, wie nachstehend zu zeigen sein wird, verneint werden. Die in
der Replik beantragte Befragung der Beschwerdeführerin zum Unfallhergang kann
daher unterbleiben.
2.
2.1 Wurde ein Schleudertrauma bzw. eine dem Schleudertrauma ähnliche Verletzung
diagnostiziert und liegt ein für diese Verletzung typisches Beschwerdebild mit einer
Häufung von Beschwerden wie diffusen Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations-
und Gedächtnisstörungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit, Visusstörungen, Reizbarkeit,
Affektlabilität, Depression, Wesensveränderung usw. vor, so ist der natürliche
Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und der danach eingetretenen Arbeits-
und Erwerbsunfähigkeit in der Regel anzunehmen (BGE 117 V 360 Erw. 4b). Aber auch
im Bereich von schleudertraumatypischen Beschwerden bedarf es für die
Leistungsberechtigung gegenüber dem Unfallversicherer, dass die geklagten
Beschwerden medizinisch einer fassbaren gesundheitlichen Beeinträchtigung
zugeschrieben werden können, und dass diese Gesundheitsschädigung mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit in einem ursächlichen Zusammenhang mit dem
versicherten Unfall steht. Hat der sich im Zusammenhang mit HWS-Verletzungen
manifestierende Beschwerdekomplex allenfalls auch noch andere Ursachen, darf dies
nicht zum vornherein zur Verneinung der natürlichen Kausalität führen, da der Unfall als
Teilursache für die Bejahung der natürlichen Kausalität genügt (BGE 119 V 341
Erw. 2b/bb).
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2.2 Dr. Frei bestätigte am 31. Juli 1999 eine HWS-Distorsion nach
Beschleunigungstrauma mit Schwindel, Übelkeit und Erbrechen (act. ZM-2, ZM-3/1).
Am 29. März 2000 bescheinigte Dr. med. G._, Arzt für Psychiatrie und
Psychotherapie, eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung und eine 100%ige
Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer Sicht. Gegenüber diesem Arzt klagte die
Beschwerdeführerin über starke Nacken- und Rückenschmerzen, Schwindelgefühle,
Übelkeit, Konzentrationsschwäche und Schlafstörungen (act. ZM-7). Eine
multidisziplinäre Begutachtung in der Klinik Valens ergab gemäss Gutachten vom 10.
Oktober 2000 unter anderem die Diagnose eines chronifizierten cephalen und
zervikobrachialen Schmerzsyndroms bei Status nach brüskem Bremsmanöver ohne
Kontusion. Die Patientin gebe Beschwerden im Bereich der gesamten HWS mit
Ausstrahlung in den linken Arm an. Doch sei die Beschwerdeangabe derart
inkonsistent, dass von einem funktionellen Beschwerdebild gesprochen werden müsse.
Die zur Zeit noch vorhandenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen seien im Rahmen
des Zervikalsyndroms (lediglich) wahrscheinlich auf das Ereignis vom 27. Juni 1999
zurückzuführen. Es handle sich (als unfallfremde Ursache) um ein inkonsistentes
Verhalten sowohl bei der Untersuchung durch den rheumatologisch-orthopädischen
Gutachter als auch bei derjenigen durch den neurologischen und
neuropsychologischen Gutachter. Nach Ablauf von 12 Monaten sei in der Regel ein
solches Beschwerdebild abgeheilt. Die von der Patientin formulierten
neuropsychologischen Sensationen seien nicht nachvollziehbar. Es könne davon
ausgegangen werden, dass die Patientin seit dem Untersuchungsdatum vom 7. Juni
2000 wieder ihre Arbeitsfähigkeit als Reinigungsangestellte vor dem Unfallereignis,
nämlich 50%, erreicht habe (act. ZM-13). Dr. E._ kam im Bericht vom 11. April 2001
unter anderem zum Schluss, vor dem Unfall vom Juni 1999 habe die Patientin an
keinen Schwindelbeschwerden gelitten. Es sei eindeutig eine komplexe
Funktionsstörung innerhalb des Gleichgewichtssystems im Rahmen eines
posttraumatischen multi-modalen Vertigo-Syndroms zu erkennen. Nach experimentell-
klinischen Untersuchungsergebnissen der Arbeitsgruppe um Bogduk gelte als
bewiesen, dass nach einem HWS-Beschleunigungstrauma die cervikalen
Facettengelenke in über 50% der Fälle Ursache für chronifizierende und häufig
therapieresistente Cervikal-Schmerzen seien. Er empfehle die Vornahme der Abklärung
nach Bogduk bei Prof. D._ (act. G 1.1/3 S. 7f). Der Orthopäde Prof. D._ kam in der
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Folge im Gutachten vom 22. Mai 2003 zuhanden der Allianz zum Schluss, die
Einschränkung der Schulterfunktion links sowie die Verspannung der suprascapulären
Muskulatur links seien anamnestisch auf die Unfälle von 1999 und 2001
zurückzuführen und seien objektivierbar. Er schätze die Beschwerdeführerin in einer
sitzenden Tätigkeit, z.B. leichte Kontrollarbeiten, Telefonistin usw., zu 20% arbeitsfähig
(act. Z-84 Beilage S. 7). Am 9. Juli 2004 äusserte sich Dr. I._ zur aktuellen
gesundheitlichen Situation der Beschwerdeführerin (act. G 15.1/4). Am 19. August 2004
nahm Prof. D._ zu Ergänzungsfragen der Allianz Stellung (act. Z-89 Beilage 2). Dr.
E._ bestätigte im Bericht vom 27. Februar 2007 im Wesentlichen die von ihm im
früheren Bericht erhobenen Befunde (act. G 15.1/6). Dr. C._ und Dr. H._, Facharzt
für Anästhesie, äusserten sich am 4. bzw. 6. September 2007 zu den aktuellen
Beschwerden und zur Behandlung der Beschwerdeführerin. Das von Dr. E._
vorgeschlagene Verfahren nach Bogduk war zur Anwendung gelangt, ergab jedoch
objektiv keine Verbesserung (act. G 15.1/7b, 8b).
2.3 Wenn - wie dies konkret der Fall ist - keine organisch nachweisbare Schädigung an
der HWS bzw. kein eigentlicher organischer Befund vorliegt (vgl. act. ZM-10) bzw.
Prof. D._ eine anatomische Ursache der Schmerzen im Nacken nicht feststellen
konnte (act. Z-84 Beilage S. 7), muss für die Bejahung der natürlichen Kausalität eine
Häufung von Beschwerden, wie sie bei Distorsionsverletzungen der HWS
typischerweise vorkommen, bestehen (vgl. BGE 117 V 360 Erw. 4b, 119 V 338 Erw. 1;
Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 2. März 2005 i/S S. Erw. 4.2
[U 309/03]). Dies war nach Lage der dargelegten medizinischen Akten im Nachgang
zum Unfall und auch noch ein Jahr später der Fall. Nach der Rechtsprechung ist es
jedoch wie erwähnt auch im Bereich von schleudertraumatypischen Beschwerden für
die Leistungsberechtigung gegenüber dem Unfallversicherer erforderlich, dass die
geklagten Beschwerden medizinisch einer fassbaren gesundheitlichen
Beeinträchtigung zugeschrieben werden können und dass diese
Gesundheitsschädigung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in einem ursächlichen
(natürlichen) Zusammenhang mit dem versicherten Unfall steht. Was die von Dr. E._
erhobenen Befunde betrifft, ist vorweg auf die Darlegungen des EVG im Urteil vom 29.
März 2006 i/S J. (U 254/04) zu verweisen. Gestützt auf ein in einem anderen Verfahren
erstelltes Gutachten kam das EVG zum Schluss, dass es sich bei der Posturographie
um eine in Fachkreisen zwar nicht unbestrittene, jedoch weit verbreitete und auch in
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Universitätskliniken schon seit längerer Zeit verwendete Untersuchungsmethode
handelt, deren Wissenschaftlichkeit nach dem heutigen Stand der Medizin kaum zu
bestreiten ist. Die damit zu gewinnenden Erkenntnisse sind indessen beschränkt. Die
Posturographie liefert zwar zusätzliche Informationen und es lassen sich damit sonst
nicht fassbare Gleichgewichtsstörungen objektivieren. Sie vermag jedoch keine
direkten Aussagen zur Ätiologie des Leidens und zu dessen allfälliger Unfallkausalität
zu machen. Auch lässt sich daraus nicht unmittelbar auf eine bestimmte Arbeits- und
Erwerbsunfähigkeit schliessen. Sie bildet deshalb lediglich ein zusätzliches Element bei
der Beurteilung vestibulärer Störungen (Erw. 2.3.2 mit Hinweisen auf die medizinische
Literatur).
Gemäss dem einlässlich begründeten Gutachten der Klinik Valens, in welchem sowohl
rheumatologisch-orthopädische als auch neurologische, neuropsychologische und
psychiatrische Aspekte untersucht wurden, sind die gesundheitlichen
Beeinträchtigungen im Rahmen des lokalen Zervikalsyndroms - bei inkonsistentem
Resultat mit grossen Leistungsschwankungen - lediglich wahrscheinlich auf das
Ereignis vom 27. Juni 1999 zurückzuführen, wobei die Gutachter das Vorliegen von
Unfallfolgen als solches in Frage stellten (UV-act. Z-13 S. 28-30). Das rein
orthopädische Gutachten von Prof. D._ vom 22. Mai 2003 vermag das Ergebnis der
multidisziplinären Abklärung durch die Klinik Valens nicht grundsätzlich in Frage zu
stellen, zumal dieser Arzt seine Schlussfolgerung, wonach die Einschränkung der
Schulterfunktion links sowie die Verspannung der suprascapulären Muskulatur links
anamnestisch auf die Unfälle von 1999 und 2001 zurückzuführen und objektivierbar
seien (act. Z-84 S. 7), weder näher begründete noch eine detaillierte Abgrenzung der
Folgen der beiden Unfälle vornahm. Zu Recht weist der Rechtsvertreter der
Beschwerdegegnerin in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Gutachter der
Klinik Valens die Folgen des Ereignisses vom 27. Juni 1999 ohne Überlagerung durch
Folgen des - nicht durch die Beschwerdegegnerin versicherten - Auffahrunfalls vom 7.
Oktober 2001 beurteilen konnten. Einzig der Hinweis von Prof. D._, dass die Nacken-
und Kopfschmerzen nach dem Unfall vom 27. Juni 1999 aufgetreten seien und die
Beschwerdeführerin seither nie mehr beschwerdefrei gewesen sei, wobei unfallfremde
Faktoren keine Rolle spielen würden (act. Z-84 S. 8), belegt noch keine überwiegend
wahrscheinliche Unfallkausalität in Bezug auf das streitige Ereignis. Dies umso weniger,
als die Maxime "post hoc ergo propter hoc" beweisrechtlich unzureichend ist (BGE 119
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V 341) und überdies den unfallfremden Faktoren anlässlich der Begutachtung in der
Klinik Valens wie dargelegt ein erhebliches Gewicht zukam. Prof. D._ legte
insbesondere auch nicht dar, inwiefern die von ihm festgestellte Schultereinschränkung
in natürlich kausalem Zusammenhang zum streitigen Unfall vom 27. Juni 1999 steht,
nachdem in den unmittelbar nach dem Unfall erstellten medizinischen Akten eine -
neben den Cervikalgien bestehende - Schulterproblematik nicht erwähnt worden war.
So gingen auch die Gutachter der Klinik Valens von einem (nicht unfallbedingten)
lokalen Zervikalsyndrom aus (vgl. act. ZM-13 S. 26 und 28). Eine ausschliesslich aus
orthopädischer Sicht vorgenommene Einschätzung vermag sodann den bei der
Beschwerdeführerin vorliegenden Gesundheitsschäden und unfallfremden
Gegebenheiten (insbesondere den gezeigten unfallfremden Inkonsistenzen bei der
Untersuchung) nicht zureichend Rechnung zu tragen. Zum Einwand der
Beschwerdeführerin, die Gutachter der Klinik Valens hätten sich nicht zu den
(unfallfremden) Ursachen des Gesundheitsschadens geäussert (act. G 1 S. 18), ist
festzuhalten, dass der Unfallversicherer nicht den Beweis für unfallfremde Ursachen zu
erbringen, sondern nur darzutun hat, dass die unfallbedingten Ursachen des
Gesundheitsschadens keine kausale Bedeutung (mehr) haben. Ebenso wenig geht es
darum, vom Unfallversicherer den negativen Beweis zu verlangen, dass kein
Gesundheitsschaden mehr vorliegt oder die versicherte Person nun bei voller
Gesundheit ist (vgl. Urteil des EVG vom 27. Februar 2004 i.S. A. [U 29/03]). Die
Feststellung der Gutachter der Klinik Valens, es habe sich beim Ereignis vom 27. Juni
1999 nicht um einen Unfall im Rechtssinn gehandelt (act. ZM-13 S. 26), betrifft zwar
eine Frage, welche nicht vom medizinischen Gutachter zu beantworten ist. Allein
dadurch wird jedoch das Ergebnis der Begutachtung noch nicht in Frage gestellt. Auch
der Hinweis im Gutachten der Klinik Valens, die Anamneseerhebung habe auf
Italienisch erfolgen müssen, obwohl die Patientin am 22. Oktober 1987 in die Schweiz
eingereist sei (act. ZM-13 S. 3), belegt als sachliche Feststellung entgegen der
Auffassung der Beschwerdeführerin (act. G 1 S. 19) noch keine Parteilichkeit der
Gutachter. Angesichts der dargelegten Aktenlage ist ein natürlicher
(Teil-)Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den für die Zeit danach geltend
gemachten gesundheitlichen Einschränkungen nicht mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit ausgewiesen.
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2.4 Selbst wenn jedoch der natürliche Kausalzusammenhang zu bejahen wäre, müsste
- wie nachstehend zu zeigen sein wird - die Adäquanz verneint werden. Soweit beim
Ereignis vom 27. Juni 1999 ein Unfallereignis bejaht würde, wäre höchstens von einem
mittelschweren Unfall im Grenzbereich zu den leichten Ereignissen auszugehen. Eine
besondere Eindrücklichkeit oder dramatische Begleitumstände sind nicht belegt, zumal
dafür das objektive Unfallgeschehen und nicht das subjektive Erleben des Ereignisses
massgebend ist (vgl. die Kasuistik zu diesem Kriterium in Rumo-Jungo,
Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz
über die Unfallversicherung, 3. A., S. 58-64, sowie Urteile des EVG vom 23. November
2004 i/S B., Erw. 2.3 [U 109/04] und vom 2. März 2005 i/S S., Erw. 5.1 [U 309/03]). Bei
der erlittenen HWS-Distorsion handelt es sich nicht um eine Verletzung, die durch ihre
Schwere oder besondere Art charakterisiert wäre (vgl. Urteil des EVG vom 9. August
2004 i/S J. [U 116/04]).
Hinsichtlich Länge der Behandlungsdauer ist festzuhalten, dass die Gutachter der
Klinik Valens die erfolgversprechendste Behandlung darin sahen, dass die Patientin
wieder regelmässig ihrer Tätigkeit als Reinigungsfrau nachkomme, um aus der
häuslichen, das Beschwerdebild eher verstärkenden Situation bei der drohenden
Invalidität ihres Gatten mit den entsprechenden psychodynamischen Auswüchsen,
entkommen zu können (act. ZM-13 S. 29). Prof. D._ hielt im Gutachten vom 22. Mai
2003 fest, er könne keine spezifischen Massnahmen empfehlen. Die von ihm erwähnte
Wassertherapie bezog sich auf das Ereignis vom 19. März 1996 (act. Z-89 Beilage S.
9). Die versicherte Person hat Anspruch auf die zweckmässige Behandlung (Art. 10
Abs. 1 UVG) der Unfallfolgen für so lange, als von ihrer Fortsetzung eine namhafte
Besserung des Gesundheitszustands erwartet werden kann (Art. 19 Abs. 1 UVG e
contrario). Aufgrund der dargelegten Umstände kann die Notwendigkeit einer
eigentlichen (durch den Unfall vom 27. Juni 1999 bedingten) Behandlung über den
Zeitpunkt der Begutachtung in der Klinik Valens hinaus nicht bejaht werden. In diesem
Sinn sind eine lange Behandlungsdauer, aber auch ein schwieriger Heilverlauf und
erhebliche Komplikationen zu verneinen. Von einer ärztlichen Fehlbehandlung ist
ebenfalls nicht auszugehen.
Nach der Rechtsprechung (vgl. zusammenfassende Darstellung im Urteil des EVG vom
30. August 2001 [U 56/00] Erw. 3d) wäre eine lang dauernde Arbeitsunfähigkeit zu
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St.Galler Gerichte
bejahen, wenn ein rein durch den streitigen Unfall bedingter, erheblicher Anteil einer
derartigen Arbeitsunfähigkeit als nachgewiesen anzusehen wäre. Die Gutachter der
Klinik Valens hielten diesbezüglich fest, dass die Patientin ab dem
Untersuchungsdatum vom 7. Juni 2000 wieder die Arbeitsfähigkeit als
Reinigungsangestellte vor dem Unfallereignis, nämlich 50%, erreicht habe. Dieselbe
Teilarbeitsfähigkeit ergebe sich auch für andere Kontroll- und Überwachungstätigkeiten
in einem den Bewegungsapparat einschliesslich HWS wechselbelastenden Rahmen
(act. ZM-13 S. 29). Wenn Prof. D._ eine 20%ige Arbeitsfähigkeit bezogen auf alle drei
Unfälle vom 19. März 1996, vom 27. Juni 1999 und vom 7. Oktober 2001 bestätigt und
eine Arbeitsunfähigkeit von 50% den Unfällen vom 27. Juni 1999 und vom 7. Oktober
2001 zuordnet (act. Z-84 Beilage S. 8 und 9), so kann gestützt darauf eine erhebliche,
allein durch das streitige Ereignis vom 27. Juni 1999 bedingte Arbeitsunfähigkeit nicht
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit als erstellt gelten. Dies umso weniger, als bereits
aus dem Ereignis von 1996 eine 50%ige Einschränkung resultierte (vgl. act. Z-89
Beilagen 3, 5, 6) und Prof. D._ die Nacken- und Kopfschmerzen hauptsächlich auf
den Unfall vom 7. Oktober 2001 zurückführt (act. ZM-84 Beilage S. 8). Das Vorliegen
von Dauerschmerzen lässt sich gestützt auf die Angaben der Beschwerdeführerin in
den medizinischen Akten ebenfalls nicht bejahen. Vielmehr schilderte die
Beschwerdeführerin ihre Beschwerden als bewegungs- und belastungsabhängig (vgl.
Gutachten von Prof. D._; act. Z-84 Beilage S. 4). Ein Anlass für weitere medizinische
Abklärungen ist nicht ersichtlich. Damit lässt es sich nicht beanstanden, dass die
Beschwerdegegnerin die adäquate Unfallkausalität verneint hat.
3.
Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. Gerichtskosten
sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG