Decision ID: b82fae41-7d8a-45c7-987a-56d9addc8546
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1957, ist gelernte Verkäuferin (Urk. 7/2 Ziff. 5.3), arbeitet jedoch seit dem Jahre 1990 in einem Pensum von 80 bis 100 % als selbst
ständige Therapeutin (Urk. 7/2 Ziff. 5.4). Am 25. Juli 2016 meldete sie sich unter Hinweis auf einen Morbus
Sudeck
bei der Invalidenversicherung zum Leistungs
bezug an (Urk. 7/2 Ziff. 6.1). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische (Urk. 7/15, Urk. 7/32-33, Urk. 7/45) und erwerbliche (Urk. 7/11) Situation ab. Mit Schreiben vom 29. August 2016 hielt die IV-Stelle fest, die Versicherte wünsche keine beruflichen Eingliederungsmass
nahmen (Urk. 7/14).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Urk. 7/38-39, Urk. 7/52), in dessen Rahmen weitere Arztberichte eingeholt wurden (Urk. 7/45, Urk. 7/48, Urk. 7/53), verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 21. September 2017 einen Rentenan
spruch der Versicherten (Urk. 7/56 = Urk. 2).
2.
Die Versicherte erhob am 4. Oktober 2017 Beschwerde gegen die Verfügung vom 21. September 2017 (Urk. 2) und beantragte sinngemäss, dieses sei aufzuheben und es sei ihr eine Rente zuzusprechen (Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 27. November 2017 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 6), was der Beschwerdeführer
in
am 14. Februar 2018 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 8). Am 9. April 2018 wurde eine Instruktionsverhandlung durchgeführt (Prot. S. 3). Die Beschwerdeführerin nahm am 9. Juli 2018 Einsicht in die Akten (Urk. 12).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesund
heit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver
bleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur
tei
lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der
gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsun
fähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken.
Rechtsprechungsgemäss
ist bei psychi
schen Beeinträchtigungen zu prüfen,
ob ein psychischer Gesundheits
schaden mit Krankheitswert besteht, welcher
die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein
rentenausschliessendes
Erwerbseinkommen zu erzielen (
vgl.
BGE
139 V 547
E. 5
,
131 V 49
E. 1.2
,
130 V 352
E. 2.2.1
; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_125/2015 vom 1
8.
November 2015 E. 5.4).
Die Annahme
eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt
eine psychiatrische,
lege
artis
auf die Vorgaben eines aner
kannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (
vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2,
141 V 281 E. 2.1
, 130 V 396 E. 5.3 und E.
6
). Eine fachärztlich
einwand
frei
festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeu
tend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beein
trächtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die
nach einem weitgehend objektivierten Mass
stab zu beurteilende
Frage, ob es der ver
sicherten Person zumutbar ist, eine Arb
eitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7,
139 V 547 E. 5.2
, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG
).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhal
ten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, wel
che Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin erwog in der angefochtenen Verfügung vom 21. Sep
tember 2017 (Urk. 2), die Beschwerdeführerin sei aufgrund eines Unfalls seit dem 25. Dezember 2015 in ihrer Erwerbsfähigkeit eingeschränkt. Seit dem 28. Oktober 2016 bestehe wieder eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in der bisherigen selbständi
gen Tätigkeit (S. 1). In den vorhandenen Unterlagen seien keine Beschwerden ausgewiesen, welche die Beschwerdeführerin in der bisherigen Tätigkeit als Therapeutin einschränkten. Spätestens seit Oktober 2016 könne wieder von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden. Dabei sei zu berücksichtigen, dass häufiges Gehen, Stehen und Heben von Lasten vermieden werde. Da die Beschwerdeführerin bei Beachtung des Belastungsprofils vor Ablauf der Warte
zeit zu 100 % arbeitsfähig sei, bestehe kein Anspruch auf Leistungen der Invali
denversicherung (S. 2).
Im Rahmen der Beschwerdeantwort führte die Beschwerdegegnerin sodann ergänzend aus, die Beschwerdeführerin habe in den letzten drei Jahren ein durch
schnittliches Jahreseinkommen von Fr. 9'174.-- erzielt. Selbst wenn ihr die angestammte Tätigkeit nicht mehr möglich wäre, müsste demnach für einen Invaliditätsgrad von 40 % eine Arbeitsfähigkeit von unter 10 % in einer ange
passten Tätigkeit vorliegen, ausgehend von dem Lohn einer Hilfsarbeitertätigkeit des Kompetenzniveaus 1 der
Lohnstrukturerhebung
(
LSE
)
Tabelle 1 des Jahres
201
4.
Dies sei auch bei einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes nicht überwiegend wahrscheinlich (Urk. 6 S. 3 oben).
2.2
Demgegenüber machte die Beschwerdeführerin geltend, seit ihrem Unfall im Dezember 2015 sei sie vollständig arbeitsunfähig. Sie nehme alle acht Stunden Opiate ein, damit sie ihre durchgehend bestehenden Schmerzen ertragen könne. Sie könne weder sitzen noch lange stehen. Sie sei rund um die Uhr damit beschäftigt, ihr Leben mit Schmerzen einigermassen lebenswert zu machen (Urk. 1).
2.3
Strittig und zu prüfen ist demnach die Arbeits-
und
Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin und damit der Invaliditätsgrad.
3.
3.1
Dr.
med.
Y._
, Facharzt für Chirurgie,
sowie für Orthopädische Chirurgie
und Traumatologie
des Bewegungsapparates
, Leitender Arzt Chirurgie,
Z._
, nannte in seinem Bericht vom 20. April 2016 (Urk. 7/33/3-4) folgende Diagnosen (S. 1):
-
chronic
resional
pain
syndrome
(
CRPS
)
Stadium I (Morbus
Sudeck
) Fuss rechts mit/bei
-
in Extensionsfehlstellung verheilte distale MT V-Schaftfraktur vom 25. Dezember 2015
-
fleckförmige
Osteolysen
im gesamten Fussskelett
Nach einem Treppensturz mit Distorsion des rechten Fusses am 25. Dezember 2015 habe sich die Beschwerdeführerin zur konservativen Therapie der genann
ten Fraktur entschieden. Nun bestünden unerklärliche Schmerzen des gesamten Fusses mit Hitzegefühl, Schwellung und Schmerzen sowohl dorsal als auch plantar. Eine Belastung sei noch nicht möglich. Die fleckförmigen
Osteolysen
, die
Sudotrophik
und die unerklärlichen Schmerzen frakturfern seien wegweisend für ein CRPS. Eine Therapie mit
Miacalcic
Nasenspray, DMSO Salbe, hochdosiert Vitamin C und
antiinflammatorische
Analgesie begleitet von
supportiver
Physio
therapie sei rezeptiert worden (S. 1). Inwieweit die Extensionsfehlstellung sympto
matisch werde, bleibe offen. Im Vordergrund stehe sicherlich das CRPS (S. 2).
3.2
In seinem Bericht vom 28. Oktober 2016 (Urk. 7/33/1-2)
diagnostizierte
Dr.
Y._
zusätzlich
sudotrophische
Veränderungen sowie eine massive Schwellung mit Schmerz (S. 1). Als Nebendiagnose nannte Dr.
Y._
eine
aggravierte
Depression. Insgesamt sei die Situation deutlich verbessert, es bestehe nahezu keine Schwellung mehr, am
anterioren
oberen Sprunggelenk bestehe eine
Druck
dolenz
. Das Gangbild sei harmonisch flüssig. Die Kombination aus Physiotherapie und Schmerztherapie habe einen Quantensprung an Fortschritt herbeigeführt. Der
Fuss der Beschwerdeführerin sei so gut wie noch nie, auch wenn sie immer wieder Schmerzen beklage. Aktuell sei bei deutlich verbesserter Situation kein MRI indi
ziert (S. 1).
3.3
Bei unveränderten Diagnosen hielt
Dr.
Y._
in seinem Bericht vom 5. De
zember 2016 (Urk. 7/32 Ziff. 7) fest, die am 25. Dezember 2015 traumatisch erlittene MT V-Fraktur sei in leichter Fehlstellung unter initialer Ruhigstellung ohne Operation verheilt. Im Verlauf habe sich ein Vollbild eines Morbus
Sudeck
entwickelt. Die Sudecktherapie sei am 20. April 2016 eingeleitet worden
, unter welcher
es zu einer deutlichen Besserung der Beschwerden gekommen
sei
. Zusätzlich sei die Beschwerdeführerin in der Schmerzklinik in Behandlung. Es bestünden Bewegungseinschränkungen im oberen Sprunggelenk sowie in allen
Metatarsophalangealgelenken
des rechten Fusses. Schmerzbedingt bestehe sodann eine Belastungsintoleranz des rechten Fusses (Ziff. 8). Leichte Tätigkeiten könne die Beschwerdeführerin regelmässig verrichten (Ziff. 9). In Frage kämen Tätigkeiten ohne Nässe, Hitze, Rauch, Gase, Dämpfe oder Kälte sowie ohne Bücken, Heben und Tragen von Lasten (Ziff. 10.1). Zumutbar seien Tätigkeiten mit zusätzlichen Pausen, mit wechselnder Körperhaltung abwechselnd im Gehen, Stehen und Sitzen sowie ohne besonderen Zeitdruck (Ziff. 10.2). Die letzte Tätig
keit könne nicht mehr vollschichtig verrichtet werden, vier Stunden täglich seien zumutbar (Ziff. 11.4). In einer behinderungsangepassten Tätigkeit sei die Beschwerdeführerin in einem Pensum von 100 % arbeitsfähig, sofern
sie auch gehen und stehen könne und das
Heben von Lasten ausgeschlossen
sei
(Ziff. 11.6). Diese Angaben würden vorläufig bis März 2017 gelten (Ziff. 11.10). Er empfehle die Fortführung der Physiotherapie, eine schmerztherapeutische Anbindung sowie eine CRPS-Therapie (Ziff. 11.11).
3.4
In seinem Bericht vom 14. März 2017 (Urk. 7/53) führte
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Anästhesiologie und
für
Intensivmedizin, bei unver
änderter Diagnose aus, nach dem Unfall sei unter medikamen
töser Therapie und Physiotherapie eine gewisse Besserung eingetreten. Seit einigen Wochen sei es nun allerdings zu einer Stagnation gekommen. Die Schmerzen seien weit überwiegend belastungsassoziiert, massiv im Fussballen, mit Ein
strahlung ins Sprunggelenk und den Unterschenkel rechts. Im Sitzen bestünden nach einiger Zeit Schmerzen beim Herunterhängenlassen des Beines, im Liegen beklage die Beschwerdeführerin keine Schmerzen. Gegen Abend komme es zu Schwellungen vor allem im Fussballen und am ganzen Fuss, die Marmorierung nehme zu (S. 1). Die letzte Konsultation habe am 6. Januar 2017 stattgefunden (S. 1). Am 24. Januar 2017 habe die Beschwerdeführerin tele
fonisch mitgeteilt, es gehe gut und sie melde sich bei Bedarf wieder (S. 3). Angaben zur Arbeitsfähigkeit machte Dr.
A._
nicht (S. 2).
3.5
Dr.
med.
B._
, Fachärztin für Anästhesiologie, Leiterin Zentrum für Schmerzmedizin,
C._
, nannte in ihrem Bericht vom 29. Juni 2017 (Urk. 3/2) folgende Diagnosen (S. 1):
-
Status nach CRPS Restsymptomatik Fuss rechts mit
-
belastungsabhängigen Schmerzen Mittelfuss
-
regrediente
Allodynie
Fusssohle
-
sympathische Dysregulation in Form eines Hitzegefühls in Ruhe
-
bei Status nach MT V Schaftfraktur am 25. Dezember 2015
-
reaktive depressive Episode, aktuell unter
Cymbalta
-
Mai 2017: Hinweis auf Depression
Die Beschwerdeführerin sei primär von Dr.
A._
schmerztherapeutisch betreut worden. Der Verlauf sei nach intensiver Behandlung grundsätzlich sehr erfreulich. Die aktuellen Symptome zeigten sich hauptsächlich noch in belastungs
abhängigen Schmerzen im Mittelfuss und einer Missempfindung/
All
o
d
y
nie
der Fusssohle. Zusätzlich bestehe noch eine leichte Körperschemastörung (Tiefen
wahrnehmung) des rechten Fusses, die sich in einer leichten Gang
unsi
cherheit beziehungsweise Gleichgewichtsstörung äussere. Die Schwellung im Fuss sei deutlich zurückgegangen, auch die livide Farbe sei selten bis nicht mehr vorhanden. Auffällig sei immer noch der Schmerz in Form eines Hitzegefühls nach kurzem Sitzen, wo
bei
die Beschwerdeführerin dann aufstehen müsse. Laufen sei grundsätzlich besser als sitzen (S. 1). Der Beschwerdeführerin sei ein multi
modales Therapieprogramm angeboten worden. Sie sei bereits in einer physio
therapeutischen Behandlung eingebunden. Die Schmerzen hätten sich unter
Tramal
deutlich reduziert, der Nachtschlaf habe verbessert werden können. Gemäss ihren eigenen Angaben habe die Beschwerdeführerin in ihrem Beruf als selbstständige Reinkarnationstherapeutin nicht wieder arbeiten können. Eine andere Tätigkeit habe sie nicht ausprobiert (S. 2).
3.6
Der Hausarzt
Dr.
med.
D._
nannte in seinem Bericht vom 19. Juli 2017 folgende Diagnosen:
-
CRPS (Morbus
Sudeck
) rechter Fuss
-
Status nach distaler MT-V-Schaftfraktur am 25. Dezember 2015
-
s
chleppender Verlauf der massiv belastungsverstärkten Schmerzen
-
Polyneuropathie
Am 25. Dezember 2015 sei es nach einem Treppensturz zu einer distalen MT-V-Schaft
fraktur rechts gekommen. Im Verlauf habe sich ein Morbus
Sudeck
entwi
ckelt, an welchem die Beschwerdeführerin immer noch stark leide. Am 19. Mai 2016 sei eine Schmerztherapie in der
E._
begonnen worden. Der Erfolg sei für die Beschwerdeführerin unbefriedigend und durch die Persistenz der
Beschwerden habe sich auch die psychische Situation deutlich verschlechtert (Urk. 7/45).
3.7
Dr.
med.
F._
, Facharzt für Chirurgie, Orthopädische Chirurgie und Trau
ma
tologie, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD) der Beschwerdegegnerin, hielt am 18. September 2017 fest, der letzte fachärztliche Untersuchungsbefund stamme von Oktober 201
6.
Zu diesem Zeitpunkt hätten keine klinischen Zeichen eines CRPS bestanden. Die Arbeitsfähigkeit in einer überwiegend sitzenden Tätigkeit unter Vermeidung
von
häufige
m
Gehen
und
Stehen
sowie
Heben von Lasten sei mit 100 % angegeben worden. Das von der Beschwerdeführerin am 17. August 2017 beschrieben Tätigkeitsprofil könne als angepasst erachtet werden. Neue Diagnosen mit dauerhafter Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit, insbesondere psychiatrische Diagnosen, würden nicht vorliegen. Aus versiche
rungsmedizini
scher Sicht könne seit dem
5.
Dezember 2016 von einer 100%igen Arbeitsfähig
keit in einer angepassten, fussentlastenden Tätigkeit ausgegangen werden. Gemäss dem beschriebenen Tätigkeitsprofil sei die aktuelle Tätigkeit ausreichend angepasst (Urk. 7/55 S. 4 f.).
3.
8
Am 9. Oktober 2017 führte Dr.
Y._
(vorstehend E. 3.3)
bei unveränderten Diagnosen aus, sehr wohl sei in seinem früheren Bericht eine 100%ige Arbeitsfä
higkeit in sitzender Position erwähnt. Diese berücksichtige jedoch den aktuellsten Befund nicht. Der Morbus
Sudeck
habe auch röntgenologisch-morphologisch zu einer massiven fleckförmigen Veränderung und
sudo
trophischen
Veränderung geführt. Diese würden auch in sitzender Position zu massiven Schmerzen und Schwellungen führen. Die Gesamtsituation sei sehr tragisch, er bitte unter Nicht
be
rücksichti
gung seiner Aussage zur Arbeitsfähigkeit um eine gutachterliche Beurteilung der aktuellen Situation. Nach neuerlicher Beurteilung sei in seinen Augen eine 100%ige Arbeitsfähigkeit nicht gegeben. Inwieweit diese wieder zu erreichen sei, bleibe offen. Es handle sich um ein Komplettbild eines Morbus
Sudeck
(Urk. 4).
3.
9
Die übrigen bei den Akten liegenden Arztberichte (Urk. 7/15, Urk. 7/33/5-9) ent
halten keine für die Beurteilung der vorliegend strittigen Fragen relevanten Angaben und insbesondere keine Beurteilung der Arbeitsfähigkeit, so dass auf deren detaillierte Wiedergabe verzichtet werden kann.
4.
4.1
Bei den medizinischen Akten liegen Berichte des behandelnden Chirurgen Dr.
Y._
, des früheren Hausarztes Dr.
D._
sowie der Schmerz
mediziner Dr.
A._
und Dr.
B._
, wobei sich ausschliesslich Dr.
Y._
z
ur vorliegend
strittigen Frage der Arbeitsfähigkeit äusserte.
In
seinem Bericht vom 5. Dezember 2016
ging er dabei
zunächst von einer Restarbeits
fähigkeit von 50 % in der bisherigen Tätigkeit als Reinkarnations
therapeutin sowie einer sol
chen von 100 % in einer körperlich leichten, wechselbelastenden Tätigkeit mit zusätzlichen Pausen sowie ohne besonderen Zeitdruck aus (E. 3.3). Mit Schreiben vom 9. Oktober 2017 nahm Dr.
Y._
seine frühere Beurteilung wieder zurück und führte aus, diese habe den aktuellsten Befund nicht berück
sichtigt.
Der Morbus
Sudeck
habe auch röntgenologisch-morphologisch zu einer massiven fleckförmigen Veränderung wie auch
sudotrophischen
Verände
rungen geführt, welche auch in sitzender Position zu massiven Schmerzen und Schwellungen führen würden. Nach neuerlicher Beurteilung sei in seinen Augen eine 100%ige Arbeitsfähigkeit nicht gegeben (E. 3.
8
).
Zu beachten ist
jedoch
, dass Dr.
Y._
die
am
9. Oktober 2017 erwähnten fleckförmigen wie auch
sudotrophischen
Veränderungen bereits am 20. April 2016 beziehungsweise 28. Oktober 2016 diagnostiziert hatte
(E. 3.1-2) und damit
keine neuen Befunde vorlagen
.
Eine andere Begründung für die veränderte Beur
teilung der Restarbeitsfähigkeit führte Dr.
Y._
sodann
nicht an.
Hinzu kommt, dass Dr.
Y._
am 28. Oktober 2016 von einer deutlich ver
besserten Situation mit einem Quantensprung an Fortschritt ausging. Er hielt dabei ausdrücklich fest, der Fuss der Beschwerdeführerin sei so gut wie noch nie, auch wenn sie immer wieder Schmerzen beklage (E. 3.2). Die Beschwerdeführerin beendete Ende Januar 2017 denn auch die schmerztherapeutische Behandlung bei Dr.
A._
und teilte diesem mit, sie melde sich bei Bedarf wieder (E. 3.4). Die Schmerztherapeutin Dr.
B._
sodann beschrieb
am 29. Juni 2017
einen erfreulichen Verlauf mit hauptsächlich noch belastungsabhängigen Schmerzen im Mittelfuss und einer Missempfindung der Fusssohle sowie einer leichten Kör
perschemastörung des rechten Fusses (E. 3.5).
Insgesamt
vermögen
die Ausführungen von Dr.
Y._
vom 9. Oktober 2017
nicht zu überzeugen und es erscheint nicht nachvollziehbar, aus welchen medi
zinischen Gründen und gestützt auf welche objektiven Befunde er seine Beurtei
lung der Restarbeitsfähigkeit geändert hat. D
er medizinische Sachverhalt ist
dem
nach
als dahingehend erstellt zu betrachten, dass die Beschwerdeführerin
ab spätestens 5. Dezember 2016 in der bisherigen Tätigkeit als Rein
karnations
thera
peutin wieder zu 50 % sowie in jeder anderen,
körperlich leichten, wechsel
be
lastenden
Tätigkeit
ohne besonderen Zeitdruck und mit vermehrten Pausen
in einem Pensum von 100 % arbeitsfähig ist.
Anzumerken bleibt, dass selbst wenn auch in einer behinderungsangepassten Tätigkeit von einer lediglich 50%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen wäre, kein Rentenanspruch resultieren würde
(vgl. nachfolgend E. 5.
4
)
.
4.2
Was sodann den psychischen Gesundheitszustand betrifft,
nannte bereits Dr.
Y._
in seinem Bericht vom 28. Oktober 2016 als Nebendiagnose eine
aggravierte
Depression (E. 3.2)
.
D
ie Schmerztherapeutin
Dr.
B._
diagno
sti
zierte
in ihrem Bericht vom 29. Juni 2017 eine reaktive depressive Episode und hielt fest, die Beschwerdeführerin nehme aktuell
Cymbalta
ein (E. 3.5). Auch der frühere Hausarzt Dr.
D._
wies am 19. Juli 2017
auf eine deutliche Ver
schlechterung der psychischen Situation aufgrund der
Persistenz der Beschwer
den
hin
(E. 3.6).
Auf entsprechende Nachfrage der Beschwerdegegnerin hielt die Beschwerdeführerin im August 2017
jedoch
fest, sie sei nicht in psychiatrischer Behandlung (Urk. 7/52) und auch im Protokoll des Standortgespräches am 24. August 2016 finden sich keine Hinweise auf eine psychiatrische Behandlung (vgl. Urk. 7/13 S. 3 Ziff. 5). Von fachärztlicher Seite gestellte psychiatrische Diagnosen liegen demnach nicht vor
und
eine aus invalidenversiche
rungs
recht
licher Sicht relevante psychische Erkrankung der Beschwerdeführerin kann dem
nach ausgeschlossen werden.
5.
5.1
Es bleibt die Prüfung der erwerblichen Auswirkungen der bestehenden Einschrän
kungen mittels Einkommensvergleich.
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommens
ver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypo
thetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ein
ander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts
grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommens
vergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
5.2
Für die Ermittlung des
Valideneinkommens
von selbständig erwerbstätig gewe
senen Personen, das der Bestimmung des Invaliditätsgrades nach Art. 16 ATSG
zugrunde zu legen ist, sollten in erster Linie die aus dem Auszug aus dem Indivi
duellen Konto (IK) ersichtlichen Löhne herangezogen werden. Weist das bis Ein
tritt der Invalidität erzielte Einkommen starke und verhältnismässig kurzfristig in Erscheinung getretene Schwankungen auf, ist dabei auf den während einer längeren Zeitspanne erzielten Durchschnittsverdienst abzustellen (Urteil des Bun
desgerichts 8C_626/2011 vom 29. März 2012 E. 3, E. 4.1 f.).
Bei selbständig Erwerbenden wird namentlich dann nicht auf das zuletzt erzielte Einkommen abgestellt, wenn aufgrund der Umstände mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit anzunehmen ist, dass der Versicherte im Gesundheitsfall seine nicht einträgliche selbständige Tätigkeit aufgegeben und eine besser
entlöhnte
andere Tätigkeit angenommen hätte, oder dann, wenn die vor der Gesundheits
beeinträchtigung ausgeübte selbständige Tätigkeit wegen ihrer kurzen Dauer keine genügende Grundlage für die Bestimmung des
Valideneinkommens
dar
stellt, zumal in den ersten Jahren nach Aufnahme der selbständigen Erwerbs
tä
tigkeit üblicherweise aus verschiedenen Gründen (hohe Abschreibungsquote auf Neuinvestitionen usw.) die Betriebsgewinne gering sind. Wenn sich hingegen der Versicherte, auch als seine Arbeitsfähigkeit noch nicht beeinträchtigt war, über mehrere Jahre hinweg mit einem bescheidenen Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit begnügt hat, ist dieses für die Festlegung des
Valideneinkom
mens
massgebend, selbst wenn besser
entlöhnte
Erwerbsmöglich
keiten bestanden hätten. Das Bundesgericht hat denn auch eine Parallelisierung der Einkommen bei selbständig Erwerbenden in der Regel abgelehnt (Urteil des Bundesgerichts 8C_626/2011 vom 2
9.
März 2012 E. 4.4 mit Hinweisen auf
BGE 135 V 58
E. 3.4.6-7).
Die Rente der Invalidenversicherung stellt grundsätzlich eine Erwerbs
a
usfall-Versicherungsleistung dar, weshalb nicht der Gesundheits
schaden an sich versichert ist, sondern der durch den Gesund
heitsschaden verursachte Verlust der Erwerbsmöglichkeit. Umgekehrt deckt die Invaliden
ver
sicherung nur diejenigen Erwerbsverluste ab, die durch Gesundheits
beein
trächti
gungen verur
sacht sind, nicht Einbussen, die auf andere Gründe (beispielsweise wirt
schaftliche oder persönliche Gründe) zurückzuführen sind (BGE 135 V 58 E. 3.4.1).
Im Rahmen der Anmeldung bei der Invalidenversicherung hielt die Beschwerde
führerin fest, sie arbeite seit dem Jahre 1990 je nach Bedarf in einem Pensum zwischen 80 und 100 % (Urk. 7/2 Ziff. 5.4). Diese Angaben bestätigte sie
grund
sätzlich
anlässlich des Standortgespräches am 24. August 2016 (Urk. 7/13 Ziff. 2). Aus dem IK-Auszug (Urk. 7/11) ergibt sich sodann, dass die Beschwerdeführerin seit dem Jahre 1990 als
Selb
st
ständigerwerbende
tätig ist und damit jährliche Einkommen schwankend zwischen Fr. 5’278.-- im Jahre 1990 und Fr. 22'400.-- im Jahre 2005 erzielt hat.
In den Jahren
1990 bis 2013
lag das
durchschnittliche Einkommen
bei rund
Fr. 12'05
4.--
. Dieses Durchschnittseinkommen deckt sich
sodann mit dem durchschnittlichen Einkommen der letzten fünf bekannten Jahre von 2009 bis 2013, welches
rund
Fr. 12'924.
--
beträgt (2009: Fr. 15'800.--; 2010: Fr. 21'300.--: 2011: Fr. 9'094.--; 2012: Fr. 9'094.--; 2013: Fr. 9'333.--). Diese Einkommenszahlen stellen damit insgesamt eine verlässliche Grundlage für die Ermittlung des
Valideneinkommens
dar.
Unter Berücksichtigung der Nominallohnerhöhung (Schweizerischer Lohnindex ins
gesamt [1939 = 100], Stand 2013: 2648, Stand 2016: 2709;
www.bfs.admin.ch
, Arbeit und Erwerb, Löhne/Erwerbseinkommen, detaillierte Daten, Lohnent
wick
lung) ergibt
sich
für das Jahr 2016 ein
Valideneinkommen
von rund Fr. 13’222.
- (Fr. 12'924.
--
:
2648 x 2709).
5.3
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausge
ge
benen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592
E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2, 129 V 472 E. 4.2.1,
126 V 75 E. 3b). Dabei sind grund
sätzlich die im Verfügungszeitpunkt aktuellsten veröffentlichten Tabellen der LSE zu verwenden (
BGE 143 V 295 E. 4.1.3
; zur Verwendung der aktuellsten statisti
schen Daten bei Rentenrevisionen vgl.
BGE 143 V 295 E. 4.2.2,
142 V 178 E. 2.5.8.1
,
133 V 545 E. 7.1). Der
Beizug
der
Lohnstatistik erfolgt nur, wenn eine Ermittlung des Invalideneinkommens aufgrund und nach Massgabe der konkre
ten Gegebenheiten des Einzelfalles nicht möglich ist (v
gl. BGE 142 V 178 E. 2.5.7, 139 V 592 E. 2.3,
135 V 297 E. 5.2; vgl. auch Meyer/
Reichmuth
, IVG, 3. Aufl., N
55 und 89 zu Art. 28a, mit weiteren Hinweisen auf die Rechtsprechung).
Die Beschwerdeführerin ist gelernte Verkäuferin (Urk. 7/1; Urk. 7/2 Ziff.
5.3), arbeitete jedoch seit dem Jahre 1990 als selbständige Reinkarnationstherapeutin (Urk. 7/2 Ziff. 5.4).
Diese Tätigkeit
hat sie jedoch
gemäss ihren eigenen Angaben seit dem 25. Dezember 2016 nicht mehr
ausgeübt
(Urk. 7/2 Ziff. 5.4, Urk. 7/52)
, so dass d
as Invalideneinkommen gestützt auf den standardisierten Durch
schnitts
lohn in sämtlichen Zweigen des privaten Sektors zu bestimmen
ist. Es
ist
damit
vom mittleren Lohn für Frauen, die einfache
Tätigkeiten körperlicher oder hand
werklicher Art
ausführen, auszugehen. Dieser belief sich im Jahre
2014 auf Fr. 4'300.--
monatlich (LSE 2014, Tabelle TA1_tirage_skill_level, Total, Niveau 1), mithin Fr. 51'600.-- im Jahr (Fr. 4'300.-- x 12). Unter Berück
sichti
gung einer durchschnittlichen wöchentlichen Arbeitszeit von 41.7 Wochenstun
den (betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, Total;
www.bfs.admin.ch
, Arbeit und Erwerb, Erwerbstätigkeit und Arbeitszeit, detail
lierte Daten) sowie der Nominallohnerhöhung (Schweizerischer Lohnindex insge
samt [1939 = 100], Stand 2014: 2673, Stand 2016: 2709;
www.bfs.admin.ch
,
Arbeit und Erwerb, Löhne/Erwerbseinkommen, detaillierte Daten, Lohnent
wick
lung) ergibt dies für das Jahr 2016 ein Invalideneinkommen von rund Fr. 54'517.
- (Fr. 51'600.-- : 40 x 41.7 : 2673 x 2709).
5.4
Selbst
wenn man auch in einer behinderungsangepassten Tätigkeit von einer
lediglich
50%igen Restarbeitsfähigkeit ausgehen würde
(vgl. vorstehend E. 4.1)
und darüber hinaus den gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zu
lässigen maximal möglichen leidensbedingten Abzug in der Höhe von 25 % gewähren würde, ergäbe sich ein zumutbares Invalideneinkommen in der Höhe von rund Fr. 20'444.-- (Fr. 54'517.
- x 0.5 x 0.75). Dieses wäre
noch
immer höher als das
Valideneinkommen
in der Höhe von Fr. 13'222.--, welches die Beschwer
deführerin mit ihrer selbständigen Tätigkeit als Reinkarnations
therapeutin erzielte.
Damit liegt keine Invalidität vor und es besteht kein Anspruch auf eine Invalidenrente.
5.5
Zusammenfassend ist das von der Beschwerdeführerin trotz Gesundheits
beein
trächtigung erzielbare Invalideneinkommen höher als das früher erzielte
Validen
einkommen
, womit keine Invalidität im Rechtssinne vorliegt und kein Anspruch auf eine Invalidenrente besteht.
Die angefochtene Verfügung vom 21. September 2017 erweist sich damit als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
6.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV
Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr.
7
00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind
sie der Beschwerdeführerin aufzuerlegen.