Decision ID: c8810a41-6f56-575d-b916-b28ac159147c
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1977,
ist seit dem
1.
November 2007 als
Produktionsmit
arbeiter
bei der
Y._
AG tätig (
Urk.
7/4
Ziff.
5.4). Unter Hinweis auf Analschmerzen
sowie eine
Darmf
unktionsstörung (beim Stuhlgang) beziehungsweise Bauchschmerzen meldete er sich am 2
6.
Januar 2013 bei der
In
validenversicherung zum
Leis
tungsbezug
an
(
Urk.
7/4)
.
Die
Sozialver
siche
rung
s
anstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische und erwerb
liche Situation ab (
Urk.
7/10-11,
Urk.
7/14,
Urk.
7/18
-19
,
Urk.
7/27
)
,
zog
ein
im Auftrag der Taggeldversicherung erstellte
s
Gutachten (
Urk.
7/24) bei
und lud den Versicherten zum Standortgespräch ein (
Urk.
7/8)
.
Nach durchgeführ
tem
Vo
rbescheidverfahren
(
Urk.
7/31-33
) verneinte die IV-Stelle mit Verfügu
ng vom 1
1.
November 2013 (
Urk.
7/35
=
Urk.
2) einen Ren
ten
anspruch.
2.
Der Versicherte erhob am 1
0.
Dezember 2013 Beschwerde gegen die Verfügung vom 1
1.
November 2013 (
Urk.
2) und beantragte, diese sei aufzuheben und seine gesundheitliche Lage sei nochmals zu prüfen (
Urk.
1 S. 1). Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 2
3.
Januar 2014 (
Urk.
6) die Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer am 1
1.
Februar 2014 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
8).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze
oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den All
g
emeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge
sundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver
bleibende
ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er
werbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu be
tätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit
bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
),
in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie
nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensver
gleic
h
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen
Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ei
nander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der
Invaliditäts
grad
bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im
Be
schwerdefall
das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage,
welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen
(BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.5
Nach der allgemeinen Beweisregel (
Art.
8 ZGB
) hat die versicherte Person die
invalidisierenden Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung mit dem
Be
weis
grad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachzuweisen. Gelingt dieser Nach
weis nicht, verfügt sie über keinen Leistungsanspruch. Mit anderen Worten wird bei Beweislosigkeit vermutet, dass sich der geklagte Gesundheitsschaden nicht
invalidisierend auswirkt: Vermutet wird Validität, nicht Invalidität. An diesem
Nachweis kann es unter mehreren Aspekten mangeln: Die Einschrän
kung ist nicht gesundheitlich, sondern sozial/soziokulturell bedingt (1); die ge
sundheit
liche
Einschränkung ist nicht evident, wiegt nicht schwer, sodass sie über
wind
bar und der versicherten Person die Verrichtung einer adaptierten Tä
tigkeit den
noch zumutbar ist (2); die Einschränkung ist medizinisch angeh- oder gar heil
bar
(3); die Einschränkung ist nur vorübergehender Natur, sei es, weil sie von selbst oder nach einer medizinischen Behandlung abklingt (4). Die entspre
chenden Elemente (gesundheitlicher Charakter, Evidenz und Erheblichkeit, Un
heilbarkeit und Dauerhaftigkeit der Beeinträchtigung) sind stets nachzuweisen, damit ein Anspruch auf eine Dauerleistung der Invalidenversicherung geltend gemacht werd
en kann (BGE 139 V 547 E. 8.1).
1.6
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam
men
hänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und
ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a,
122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (
Urk.
2) gestützt auf die medizinischen Abklärungen davon aus, dass
kein Leiden mit
langdau
ernder
und andauernder Tangierung der Arbeitsfähigkeit ausgewiesen sei. Es
könne ärztlicherseits kein nachvollziehbares Korrelat für die
g
eklagten Schmer
zen
gefunden werden. Die angestammte Tätigkeit sei dem Beschwerdeführer wiede
rum zu 100
%
zumutba
r (S. 1). Es liege somit kein IV
-relevanter
Gesund
heits
schaden
vor. Auf die Ausführungen von
Dr.
med.
Z._
vom 1
0.
Okto
ber 2013 werde mangels Legitimation des Arztes sowie fehlenden Ein
wandes durch den Beschwerdeführer nicht weiter eingetreten (S. 2).
2.2
Demgegenüber vertrat der Beschwerdeführer den Standpunkt (
Urk.
1), dass
viele Untersuchung
en durchgeführt worden seien, aus
denen die Komplexität seiner Besch
werden hervorgehe
.
2.3
Strittig und zu prüfen ist
der Rente
nanspruch des Beschwerdeführers und insbe
sondere, ob ein invalidisierender Gesundheitsschaden vorliegt.
3.
3.1
Dr.
med.
Z._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, führte in sei
nem Bericht vom 1
3.
März 2012 (
Urk.
7/18) aus, dass er den Beschwerdeführer seit dem
1.
Dezember 2012 behandle (
Ziff.
1.2)
,
und nannte folgende Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (
Ziff.
1.1):
chronische anale Schmerzen bei Status nach
Einzipfelresektion
am 2
5.
Februar 2012 bei prolabierten Hämorrhoidalknoten
Status nach multiplen und unergiebigen Abklärungen
rezidivierende depressive Episoden im Rahmen der analen Problema
tik
Dr.
Z._
führte weiter aus, dass zunehmende Schmerzen das längere Stehen respektive stehende Arbeiten im Lager verhindern würden. Sitzende Tätigkeiten seien aufgrund der chronischen Entzündung im
Perianalbereich
nicht über län
gere Zeit möglich. Die bisherige Tätigkeit sei aus medizinischer Sicht nicht mehr zumutbar (
Ziff.
1.7).
3.2
Am 2
9.
April 2013 erfolgte die von der Taggeldversicherung in Auftrag gege
bene psychiatrische sowie
internistische Begutachtung des Beschwerdeführers
durch
Dr.
med. A._
, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin,
die
ihr internistisches Gutachten am 2
1.
Juni 2013
erstattete
(
Urk.
7/24/13-21) und fol
gende Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
nannte
(S.
8):
Hämorrhoiden Grad IV bei persistierenden Schmerzen
Status nach
Einzipfelresektion
am 2
5.
Februar 2012 und
Botoxinjek
tionen
anal am 1
9.
April 2012
Dr.
A._
führte aus, dass sich kein organisches Korrelat fände, welches die Beschwerden erkläre und somit eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in der ange
stammten Tätigkeit bedingen würde.
Dr.
B._
(vgl. nachstehend E.
3.4)
habe ih
r
am
8.
Juli 2013 telefo
nisch mitgeteilt, dass die Verlaufsuntersuchung eine kleine
Fistel gezeigt habe, welche allerdings keine Arbeitsunfähigkeit erkläre.
Zu
sam
menfassend führte
Dr.
A._
aus, dass dem Beschwerdeführer aus internis
ti
scher Sicht
eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit zumutbar
sei
(S. 9).
Dr.
med. C._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, erstattete sein Gutachten am
7.
Juli 2013 (
Urk.
7/24/3-12)
und nannte weder eine psychi
atrische Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit noch eine psychiat
rische Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 7). Aus psychiat
rischer Sicht könne der Beschwerdeführer in einem 100
%
-Pensum bei 100
%
Leistung arbeiten (S. 8).
3.3
Dr.
med. D._
, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD),
empfahl am
5.
August 2013
,
auf die Angaben im Gut
achten
abzustellen. Aus medizinischer Sicht sei ab dem
8.
Juli 2013 von einer
100%igen Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit auszugehen (
Urk.
7/29 S.
5)
. Mit erneuter Stellungnahme vom 1
6.
September 2013 führte
Dr.
D._
aus,
dass trotz eingehenden Abklärungen kein Gesundheitsschaden gefunden w
o
rde
n
sei
, welcher eine hohe, andauernde oder lang dauernde Arbeitsun
fähig
keit be
grün
de (S. 6).
3.4
PD
Dr.
med.
B._
, Leitender Arzt, Facharzt für Chirurgie,
Stadt
spital
E._
, nannte mit Schreiben vom 2
8.
August 2013 (
Urk.
3/1) fol
gende Diagnose:
Status nach
Fistelutomie
am 1
5.
August 2013 mit/bei:
subcutaner
Analfistel bei 12 Uhr
Steinschnittlage (SSL
)
Status nach
Einzipfel
-Resektion am 2
5.
Februar 2012
PD
Dr.
B._
führte aus, dass der Beschwerdeführer von einer kontinuierlichen Besserung der Schmerzsymptomatik berichtet habe. Schmerzen habe er noch etwas beim Stuhlgang und auch nach längerem Laufen. Er werde nach dreimo
natiger Arbeitsunfähigkeit nächste Woche wieder mit seiner Arbeit beginnen.
3.5
Dr.
Z._
(vorstehend
E.
3.1)
führte in seinem Schreiben zu
Handen
der
Be
schwerdegegnerin
aus, dass die dringend indizierte Physiotherapie des
Be
cken
bodens
mit Biofeedback bis heute bei Unmöglichkeit der analen Sondie
rung nicht
habe durchgeführt werden können. Zusammenfassend sei festzuhal
ten, dass durch
aus ein anatomisches Korrelat zu den
g
eklagten Beschwerden bestehe. Es müsse offen bleiben, wieso es beim Beschwerdeführer bei dem pri
mär banalen
Hämorrhoidprolaps
zu der beschriebenen, die Arbeitsfähigkeit und das Privat
leben bis hin zur Sexualität massiv kompromittierenden Problematik gekommen sei (
Urk.
3/2).
4.
4.1
Bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit stützte sich die Beschwerdegegnerin
ins
besondere auf die beiden Teilgutachten
von Dr.
A._
vom 2
1.
Juni 2013
und
Dr.
C._
vom
7.
Juli 2013 (
Urk.
7/24), wonach
der Be
schwerdeführer an Hämo
r
rhoiden Grad IV bei
persistierenden Schmerzen leide
, die bisherige Tätigkeit dem
Beschwerdef
ührer aber zu 100
%
zumutbar sei
. Eine psychi
atri
sche Diagnose
habe
nicht gestellt werden
können
(vgl. vorstehend E. 3.2).
4.2
D
as Gutachten (
vorstehend E.
3.2
)
be
rücksichtigt
die vom Beschwerdeführer ge
klagten Beschwerden in angemessener Weise,
wurde
in Kenntnis der und in Aus
einandersetzung mit den
Vorakten
er
stattet und
trägt
der konkreten medizini
schen Situation Rechnung. Die Beurteilung leuchtet
in der Darlegung der medi
zinischen Zusammenhänge ein und die vorgenommenen Schlussfolgerungen zu
Gesundheitszustand und Ar
beitsfähigkeit werden ausführlich begründet. Die Beur
teilung durch die
Gutachterin und den
Gut
achter ist nach dem Gesagten für die Beantwortung der gestellten Fragen um
fassend. Das Gutachten erfüllt damit die praxisgemässen Kriterien (vgl. vorste
hend E. 1.6) vollumfänglich, so dass für die Entscheidfindung darauf abgestellt werden kann
.
4.3
Die Tatsache, dass die Beschwerdegegnerin
selbst
eine fachspezifische Begut
ach
tung
in Aussicht genommen hatte
(
Urk.
7/21), nach Erhalt des im Auftrag der
Taggeldversi
cherung
erstellten Gutachtens indessen darauf verzichtete, lässt keine Zweifel an der schlüssigen, nachvollziehbaren und glaubhaften Beurtei
lung
aufkom
men
. Die
an
geforderte Begutachtung im Auftrag der
Beschwerde
gegnerin
hätte
zwar die Disziplinen Proktologie, Urologie, Psychiatrie und ev
en
tuell
Neurologie
beinhaltet
, wogegen die tatsächlich erfolgte Begutachtung im
Auftrag der
Tag
geldversicherung
den internistischen und psychiatrischen Bereich
umfasste. Eine
proktologische beziehungsweise urologische
Untersuchung ist im vorlie
genden Fall allerdings nicht
zwingend
angezeigt, da
nicht
die
Diagnose
strittig war oder ist
.
E
in
e
Internist
in
ist
durchaus
in der Lage
, die Auswirkungen einer Diagnose auf die Arbeitsfähigkeit zu beurteilen,
so dass
sich folglich hie
raus nichts zu Gunsten des Beschwerdeführers ableiten
lässt
.
4.4
Die von
Dr.
Z._
– einem Facharzt
für Allgemeine Innere
Medizin
und nicht
für
Psychiatrie
-
diagnostizierte rezidivierende depressive Episode im Rahm
en der analen Problematik (vorstehend E. 3.1)
konnte anhand der gutachterli
chen Beurteilung nicht bestätigt werden
. Selbst der Beschwerdeführer macht
e
keine
psychischen Beschwerden geltend
.
Hierfür ergeben sich auch ansons
ten keiner
lei
Hinweise.
4.5
Hinsichtlich der Hämorrhoiden wird die gutachterliche Einschätzung der Ar
beitsfähigkeit auch durch die Aussagen von
PD
Dr.
B._
gestützt,
welcher eine kontinuierliche Besserung attestierte und erwähnte, dass der Beschwerdeführer seine Arbe
it wieder aufnehmen werde (
vorstehend E.
3.4). Auch führte er aus, dass die kleine Fistel keine A
rbeitsunfähigkeit erkläre (
vorstehend E. 3.2). Selbst der behandelnde Hausarzt
Dr.
Z._
stellte sich die Frage, inwie
fern die wahr
genommenen Beschwerden tatsächlich noch organisch bedingt seien (
Urk.
7/24 S.
17). Dennoch attestierte
Dr.
Z._
dem Beschwerdeführer eine vollständige Arbeitsunfähigkeit in
der bisherigen Tätigkeit (
vorstehend E. 3.1). Diesbezüglich gilt es zu berücksichtigen, dass das Gericht nach der Rechtsprechung Gutachten externer Spezialärzte, welche von Versicherungsträ
gern nach
Art.
44 ATSG ein
ge
holt wurden und den einschlägigen Anforderun
gen entsprechen, vollen
Be
weis
wert
zuerkennt, solange – wie vorliegend – keine konkreten Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen. Demge
genüber stehen die behan
deln
den Ärztinnen und Ärzte in einem
auftragsrechtli
chen
Verhältnis zur ver
sicherten Person und haben sich zudem in erster Linie auf die Behandlung zu konzentrieren. Ihre Berichte verfolgen daher nicht den Zweck einer den ab
schliessenden Entscheid über die Versicherungsansprüche erlaubenden objekti
ven
Beurt
ei
lung des Gesundheitszustandes und erfüllen des
halb kaum je die mate
riellen Anforderungen an ein Gutachten gemäss BGE 125 V 351 E.
3a. Aus die
sen
Gründen und aufgrund der Erfahrungstatsache, dass Hausärzte – beziehungs
weise behandelnde Spezialärzte (vgl. Urteil des Bundes
gerichts I 551/06 vom
2.
April
2007 E.
4.2) – mitunter im Hinblick auf ihre
auf
tragsrechtliche
Vertrau
ensstellung im Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer Pati
enten aussagen, kommt ein
direktes Abstellen einzig gestützt auf die Angaben der behandelnden Ärztinnen und Ärzte nur selten in Frage (vgl. Urteil des Bun
desgerichts 8C_1055/2010 vom 1
7.
Februar 2011 E. 4.1).
4.6
Aufgrund der schlüssigen Einschätzung ist schliesslich nicht ersichtlich, inwie
fern die vom Beschwerdeführer geforderte nochmalige Prüfung seiner gesund
heitlichen Lage (
Urk.
1 S. 1) für die Beurteilung des vorliegenden Falls entschei
dende Erkenntnisse liefern könnte, sodass darauf im Sinne der antizipierten
Be
weiswürdigung
zu verzichten ist (BGE 122 V 157 E. 1d).
4.7
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass kein invalidisierender
Gesundheitsscha
den
ausgewiesen und demzufolge von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in der bisherigen sowie in jeglicher adaptierten Tätigkeit auszugehen ist.
Die angefochtene Verfügung erweist sich demnach als rechtens, was zur Abwei
sung der Beschwerde führt.
5.
Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, dass es eine Zumutung sei, dass die Beschwerdegegnerin eine mangelnde Legitimation seines Hausarztes geltend
gemacht habe (
Urk.
1 S. 1), so ist ihm zu entgegnen, dass hiermit nicht die feh
lende
Legitimation als Arzt, sondern die
fehlende
Legitimation zur Erhebung des Einwandes gegen den ergangenen Vorbescheid gemeint ist.
Gemäss
Art.
57a
Abs.
1 IVG kann die von einem Vorbescheid betroffene Person Einw
ä
nd
e
erhe
ben, falls sie mit dem Entscheid nicht einverstanden ist. Dieses Vorgehen dient der Wahrung des rechtlichen Gehörs. Vorliegend erhob der behandelnde Haus
arzt
Dr.
Z._
am 1
0.
Oktober 2013 (
Urk.
3/2) Einw
ä
nd
e
gegen den ergange
nen
Vorbescheid, obwohl es sich bei ihm nicht um eine vom Vorbescheid direkt be
troffene Person handelt.
Deshalb befasste sich die Beschwerdegegnerin nicht näher
mit seinen Ausführungen. Vom Gericht hingegen wurden sie im
vorliege
nen
Verfahren
durchaus berücksichtigt, wenn auch ohne Einfluss auf das Er
gebnis.
6
.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen
(
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
6
00.
--
anzusetzen. Entsprechend dem Aus
gan
g des Verfahrens sind sie dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerle
gen.