Decision ID: 2ae8834d-df52-5938-9c78-f42be37803cc
Year: 2009
Language: de
Court: SG_VG
Chamber: SG_VG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ P. X., geb. 1957, ist verheiratet und wohnt in W./AR. Er ist als Landwirt und
Geflügelzüchter selbständig erwerbstätig. In Z. besitzt er u.a. das Grundstück Nr. xxxx.
Darauf stehen fünf Hühnerställe, ein Schopf und eine Brüterei. Dieses Grundstück hatte
P. X. am 1. Juli 2004 von seinem in Z. wohnhaft gewesenen Vater Johann X., geb.
1921, geschenkt erhalten. Es bestand neben den erwähnten Gebäuden aus 5'304 m
Gebäudegrundfläche, Hofraum, Garten, Wiese, Wald und Gewässer. Johann X. hatte
es 1947 käuflich erworben. Im öffentlich beurkundeten Schenkungsvertrag wurde
festgehalten, dass der Beschenkte gemäss Art. 626 ff. ZGB für das Schenkungsobjekt
ausgleichspflichtig sei. Ein Anrechnungswert wurde nicht festgelegt. Gemäss
Schenkungsvertrag war das Grundstück im Zeitpunkt der Schenkung an P. X.
vermietet. Der Vertrag wurde am selben Tag zur Eintragung im Grundbuch angemeldet.
In der Folge vermietete P. X. nach eigener Darstellung die Liegenschaft per 1. Juli 2004
an die A. AG. Diese Gesellschaft bezweckt den Betrieb einer Trutenbrüterei sowie den
Import von Trutenbruteiern und -eintagsküken. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in W. und
wird von P. X. beherrscht.
P. X. deklarierte in der Steuererklärung 2004 für den Wohnsitzkanton Appenzell-
Ausserrhoden einen Mietertrag aus der Liegenschaft Nr. xxxx von Fr. 30'000.--
abzüglich Fr. 15'000.-- Inventaranteil. Die Steuerverwaltung Appenzell-Ausserrhoden
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setzte den Ertrag für die Satzbestimmung des steuerbaren Einkommens auf
Fr. 30'000.-- abzüglich einer Unterhaltspauschale von Fr. 3'000.-- fest. Eine von den
Pflichtigen gegen diese Veranlagung erhobene Einsprache wurde von der
Steuerverwaltung Appenzell-Ausserrhoden abgewiesen. Auch wies das
Verwaltungsgericht Appenzell-Ausserrhoden eine Beschwerde der Steuerpflichtigen
ab.
Das Kantonale Steueramt St. Gallen übernahm die Veranlagung des Wohnsitzkantons
und veranlagte P. X. mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 15'400.-- zum Satz von
Fr. 75'900.-- und einem steuerbaren Vermögen von Fr. 1'106'000.-- zum Satz von
Fr. 2'457'000.--. Die Einkünfte aus der Liegenschaft in Z. wurden auf Fr. 30'000.--
festgelegt, wobei für Liegenschaftsunterhalt ein Abzug von Fr. 6'000.-- gewährt wurde.
Die Liegenschaften im Kanton St. Gallen bzw. in Z. wurden mit Fr. 1'595'040.--
bewertet (Repartitionssatz 80 %, für Ausscheidung massgebender Wert
Fr. 1'993'800.--).
P. X. erhob gegen die Veranlagung des Kantons St. Gallen Einsprache. Diese wurde
mit Entscheid vom 18. April 2007 teilweise gutgeheissen. Bezüglich der Aufrechnung
des für Inventarmiete abgerechneten Ertragsanteils von Fr. 15'000.-- wurde die
Einsprache abgewiesen. Das kantonale Steueramt stützte sich gemäss
Einspracheentscheid auf die Veranlagung des Kantons Appenzell-Ausserrhoden. Das
steuerbare Einkommen wurde auf Fr. 9'800.-- zum Satz von Fr. 71'400.-- und das
steuerbare Vermögen auf Fr. 644'000.-- zum Satz von Fr. 2'457'000.-- festgelegt. Die
Reduktion des Einkommens gründete darauf, dass bei der Steuerausscheidung die
Schuldzinsen ausschliesslich aufgrund der Lage der Aktiven verlegt wurden. Die
Korrektur des steuerbaren Vermögens gründete darin, dass die Liegenschaften in Z.
um Fr. 665'520.-- tiefer bewertet wurden. Anlass hiezu war offenbar der Umstand, dass
Johann X. vor der Schenkung des Grundstücks Nr. xxxx an seinen Sohn eine
erhebliche Fläche abgetrennt hatte, was bei der der ersten Veranlagung
zugrundeliegenden Schätzung noch nicht berücksichtigt war. Dadurch wurde der
Verkehrswert von ehedem Fr. 1'460'000.-- auf Fr. 669'000.-- reduziert.
B./ Gegen den Einspracheentscheid des kantonalen Steueramts erhob P. X. mit
Eingabe seines Rechtsvertreters vom 1. Mai 2007 Rekurs und beantragte, ein
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Mietanteil von Fr. 15'000.-- für Einrichtungen und Maschinen in der Liegenschaft
Nr. xxxx sei nicht als Einkommen zu besteuern.
Die Verwaltungsrekurskommission hiess den Rekurs mit Entscheid vom 13. November
2007 teilweise gut und wies die Streitsache zu weiteren Abklärungen an das kantonale
Steueramt zurück. Zur Begründung führte sie an, das Grundstück Nr. xxxx habe sich
Ende 2004 samt Maschinen und Einrichtungen im Privatvermögen von P. X. befunden.
Unbestritten sei auch, dass es sich bei den Maschinen und Einrichtungen nicht um
Bestandteile des Grundstücks, sondern um Fahrhabe und damit grundsätzlich um
bewegliches Vermögen handle. Da die Maschinen und Einrichtungen jedoch Zugehör
des Grundstücks darstellten, seien sie nicht am Wohnsitz des Pflichtigen zu versteuern.
Die Einkünfte aus Vermietung seien steuerbar, soweit sie nicht Entgelt für die
Sachabnützung oder einen Kaufpreisanteil darstellten. Von den Mieteinnahmen könne
daher eine angemessene Entschädigung für die Wertverminderung der
Mietgegenstände abgezogen werden. Bis anhin habe der Pflichtige weder die Höhe
des für Maschinen und Einrichtungen erzielten Bruttomietertrages noch die behauptete
Sachabnützung nachgewiesen. Das rudimentäre Inventar per Ende Dezember 2004,
das von einem damaligen Verkehrswert von Fr. 470'000.-- ausgehe, stelle keinen
rechtsgenüglichen Nachweis dar. In der Steuererklärung 2004 sei der Wert mit lediglich
einem Franken angegeben worden. Die Veranlagungsbehörde habe den Pflichtigen
allerdings entgegen seiner ausdrücklichen Bereitschaft nicht aufgefordert, den Wert
mittels zusätzlicher Beweismittel zu belegen. Schliesslich habe sie vom Gesamtertrag
den Pauschalabzug für Liegenschaftsunterhalt gewährt, obwohl dieser nur für
Wohnliegenschaften gelte. Dem Pflichtigen sei deshalb Gelegenheit zu geben, die
effektiven Unterhaltskosten geltend zu machen.
In der Folge forderte das kantonale Steueramt P. X. auf, die Deklaration für 2004 mit
den schriftlichen Mietverträgen der A. AG inkl. Nachweis der Mieten für die
Liegenschaften bzw. separat für das Inventar, dem Nachweis des Wertes der
vermieteten Maschinen und Einrichtungen sowie den effektiven Unterhaltskosten zu
ergänzen. Der Pflichtige anerbot in der Folge die Einholung eines Gutachtens zur
Bestimmung des Wertes der Maschinen und Einrichtungen per 1. Juli 2004. Das
kantonale Steueramt erklärte sich damit einverstanden, hielt aber fest, es erachte sich
an das Ergebnis der Expertise nicht gebunden. In der Folge liess P. X. beim
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Landwirtschaftlichen Zentrum St. Gallen in Flawil eine Bewertung erstellen. Diese ergab
einen Wert der Maschinen und Einrichtungen per 1. Juli 2004 von Fr. 264'504.-- und
einen solchen per 1. Januar 2008 von Fr. 165'595.--. Mit Entscheid vom 4. Februar
2008 hiess das kantonale Steueramt die Einsprache teilweise gut. Für die Staats- und
Gemeindesteuern 2004 wurde das steuerbare Einkommen auf Fr. 8'600.-- zum Satz
von Fr. 71'200.-- und das steuerbare Vermögen auf Fr. 748'000.-- zum Satz von
Fr. 2'628'000.-- festgesetzt. Das kantonale Steueramt erwog, nach den Feststellungen
des Experten betrage der Wert der Maschinen und Anlagen per 1. Juli 2004
Fr. 264'504.--. Nach seiner Beurteilung liege dieser Wert 30 % über dem
brachenüblichen Buchwert. Dieser betrage somit gerundet Fr. 185'000.--. Massgebend
für die Vermögensbewertung sei der Verkehrswert. Dieser Wert fehle in der Expertise;
es sei jedoch davon auszugehen, dass bestenfalls der branchenübliche Buchwert,
keinesfalls aber der nur für diesen Betrieb geltende interne Wert gelöst werden könnte.
Es werde als Steuerwert Fr. 185'000.-- per Schenkungsdatum anerkannt, auch wenn
der Verkehrswert weiterhin nicht nachgewiesen sei und wahrscheinlich tiefer liege. Der
massgebende Steuerwert per 31. Dezember 2004 werde um die altersbedingte
Abnutzung von 0,5 Jahren reduziert (Fr. 185'000.-- abzüglich Fr. 14'000.--) und belaufe
sich auf Fr. 171'000.--. Im weiteren anerkannte die Veranlagungsbehörde einen Anteil
von 20 % an den Bruttomieteinnahmen von Fr. 30'000.-- als Abgeltung für die
Abnutzung des Inventars. Den steuerbaren Nettomietertrag setzte sie demnach auf
Fr. 24'000.-- fest. Effektive Liegenschaftsunterhaltskosten wurden mit Fr. 135.10
beziffert.
C./ Mit Eingabe seines Vertreters vom 22. Februar 2008 erhob P. X. Rekurs mit dem
Antrag, der Nettomietertrag sei auf Fr. 15'000.-- festzusetzen und die Maschinen und
Einrichtungen in der Liegenschaft in Z. seien mit Fr. 249'504.-- zu bewerten und die
Steuerausscheidung entsprechend anzupassen.
Die Verwaltungsrekurskommission wies den Rekurs mit Entscheid vom 20. August
2008 ab. Sie kam zum Schluss, die Vorinstanz habe ihr Ermessen in erheblichem Mass
zugunsten des Steuerpflichtigen ausgeübt, indem sie den Verschleiss des Inventars im
Jahr 2004 auf Fr. 12'000.-- pro Jahr bzw. Fr. 6'000.-- für die Zeit vom 1. Juli bis
31. Dezember 2004 geschätzt habe. Das Ergebnis entspreche einer Abschreibung von
rund 15 % vom Wiederbeschaffungswert im ersten Jahr und vom jeweils verbleibenden
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Buchwert in den Folgejahren. Soweit daher im Rekurs eine Korrektur des steuerbaren
Einkommens beantragt werde, sei er abzuweisen. Weiter hielt die
Verwaltungsrekurskommission fest, der vom Steueramt anerkannte Verkehrswert der
Maschinen und Einrichtungen von Fr. 171'000.-- per Ende 2004 erscheine keinesfalls
zu tief. Er liege auch deutlich über jenem Wert, den der Experte auf telefonische
Anfrage hin gegenüber der Veranlagungsbehörde beziffert habe. Danach habe der
Veräusserungswert am 1. Juli 2004 höchstens Fr. 100'000.-- betragen. Massstab für
den Verkehrswert sei der Marktwert im Fall des Kaufs. Für die Schätzung des
Verkehrswerts sei einerseits von den unbestrittenen Wiederbeschaffungswerten, wie
sie der Experte ermittelt habe, und anderseits von der Tatsache auszugehen, dass die
für die Bestimmung eines Marktwerts massgebende Entwertung nicht linear, sondern
degressiv verlaufe. Beim angenommenen Abschreibungssatz von 20 % vom
Wiederbeschaffungswert im ersten Jahr und vom jeweils verbleibenden Buchwert in
den Folgejahren ergebe sich ausgehend von den Wiederbeschaffungswerten und den
Anschaffungszeitpunkten gemäss Schätzung des Experten ein Wert von knapp
Fr. 37'000.--. Bei einem Abschreibungssatz von 10 % ergäbe sich ein Wert von knapp
Fr. 147'000.--. Der von der Vorinstanz anerkannte Verkehrswert von Fr. 171'000.-- per
31. Dezember 2004 erscheine angesichts dieser Überlegungen keinesfalls zu tief.
D./ Gegen den Rekursentscheid vom 20. August 2008 erhob P. X. mit Eingabe seines
Vertreters vom 17. September 2008 Beschwerde beim Verwaltungsgericht und stellte
folgenden Antrag:
"1. Der Antrag bleibt unverändert zum Antrag an die Verwaltungsrekurskommission.
Der steuerfreie Wertverzehr auf den Maschinen und Einrichtungen soll Fr. 15'000.--
betragen, nicht wie im Entscheid Fr. 6'000.--. Der steuerbare Wert der Maschinen und
Einrichtungen per 31.12.2004 soll entsprechend der Expertise Fr. 249'504.-- betragen
(Fr. 264'504.-- per 1.7.2004 abzüglich Wertverminderung Fr. 15'000.--) und nicht wie
im Entscheid Fr. 171'000.--.
2. Eventualiter sei der Entscheid der Verwaltungsrekurskommission vom 20. August
2008 (versandt am 25. August 2008) aufzuheben und die Streitsache sei im Sinne der
Erwägungen an die Vorinstanz zurückzuweisen, wobei möglichst die Besteuerung der
Mieteinnahmen aus den Maschinen und Einrichtungen basierend auf dem Wert der
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Schätzung des Landwirtschaftlichen Zentrums in Flawil vom 8.1.2008 per 1. Juli 2004
mit linearer Abschreibung innert der Restnutzungsdauer zu erfolgen hat. Der
wertvermindernde Teil des Mietertrages sei nicht zu besteuern. Der Wert der
Maschinen und Einrichtungen ergibt sich aus dem Restwert gemäss Schätzung vom
8.1.2008 abzüglich der Wertabnahme.
Unter Kosten- und Entschädigungsfolge."
Die vom Beschwerdeführer zur Begründung seiner Anträge gemachten Ausführungen
werden, soweit wesentlich, in den nachstehenden Erwägungen dargelegt und
gewürdigt.
Die Vorinstanz und der Beschwerdegegner schliessen in ihren Vernehmlassungen vom
14. Oktober und 21. Oktober 2008 unter Hinweis auf die Erwägungen des
angefochtenen Entscheids auf Abweisung der Beschwerde.

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 196 Abs. 1
des Steuergesetzes, sGS 811.1, abgekürzt StG; Art. 59 Abs. 1 des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Die Legitimation des
Beschwerdeführers zur Anfechtung des Rekursentscheids ist grundsätzlich gegeben,
und die Beschwerdeeingabe vom 17. September 2008 erfüllt zeitlich, formal und
inhaltlich die gesetzlichen Anforderungen (Art. 196 Abs. 1 und Art. 161 StG in
Verbindung mit Art. 64 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 VRP).
Der Beschwerdeführer beantragt eine Erhöhung des steuerbaren Vermögens per
31. Dezember 2004. Es fragt sich, inwiefern er beschwert ist, wenn das steuerbare
Vermögen in der Veranlagung tiefer angesetzt wird als in der Selbstdeklaration bzw. als
es dem Antrag des Pflichtigen entspricht. Im vorliegenden Fall bezweckt der
Beschwerdeführer, die Liegenschaft in Z. oder Teile davon bzw. die darin befindlichen
Einrichtungen an die von ihm beherrschte A. AG zu veräussern. Dieser Tatbestand
würde eine Grundstückgewinnsteuerpflicht begründen (Art. 130 Abs. 1 StG). Mit einer
möglichst hohen Bewertung der in der Liegenschaft befindlichen Maschinen und
Einrichtungen bezweckt der Beschwerdeführer, den steuerbaren Grundstückgewinn zu
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vermindern, da ein Gewinn aus der Veräusserung des als Privatvermögen behandelten
Inventars einen steuerfreien Kapitalgewinn darstellen würde. Aufgrund dieser
Umstände kann die Legitimation des Beschwerdeführers zur Anfechtung der
Vermögensveranlagung bejaht werden.
Auf die Beschwerde ist einzutreten.
2. Unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer als Eigentümer des Grundstücks Nr.
xxxx in Z. im Kanton St. Gallen aufgrund wirtschaftlicher Zugehörigkeit steuerpflichtig
ist (Art. 14 Abs. 1 lit. b StG).
2.1. Das Verwaltungsgericht übt im Beschwerdeverfahren eine Rechtskontrolle aus
(Art. 161 StG in Verbindung mit Art. 61 Abs. 1 und 2 VRP). Die Ermessensbetätigung
der Verwaltung wird hingegen im Beschwerdeverfahren nicht überprüft. Ähnliches gilt,
soweit im Veranlagungsverfahren steuerrechtlich massgebende Sachverhalte nur
annäherungsweise bzw. durch Schätzung festgestellt werden können. Schätzungen
beruhen auf Tatsachenfeststellungen (vgl. F. Gygi, Bundesverwaltungsrechtspflege,
2. Aufl., Bern 1983, S. 279). Sie führen zu annäherungsweise ermittelten Zahlen. Das
Verwaltungsgericht übt daher gegenüber Schätzungen dieselbe Zurückhaltung wie
gegenüber verwaltungsbehördlichen Ermessensentscheiden, und es schreitet nur ein,
wenn eine Schätzung im Ergebnis offensichtlich unrichtig erscheint bzw. wenn der
Rekursbehörde offenkundige Fehler oder Irrtümer unterlaufen sind oder wenn sie bei
der Schätzung wesentliche Gesichtspunkte übergangen oder falsch gewürdigt hat (vgl.
statt vieler GVP 1978 Nr. 8 und 1995 Nr. 27 mit Hinweisen; VerwGE B 2006/8 vom 8.
Juni 2006, in: www.gerichte.sg.ch).
Unbestritten ist weiter, dass entsprechend der Beweislastregel im Steuerrecht der
Steuerpflichtige die steuermindernden Tatsachen nachzuweisen hat, während die
Steuerbehörde steuerbegründende Tatsachen nachzuweisen hat (Weidmann/
Grossmann/Zigerlig, Wegweiser durch das st. gallische Steuerrecht, Muri-Bern 1999,
6. Aufl., S. 379 f.).
2.2. Fest steht, dass im Mietvertrag zwischen dem Beschwerdeführer und der von ihm
beherrschten A. AG ein Mietzins von Fr. 5'000.-- pro Monat und damit von Fr. 60'000.--
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pro Jahr für die Liegenschaft in Z. festgelegt wurde. Der Mietvertrag datiert vom
1. September 2004, und als Mietbeginn wurde der 1. August 2004 angegeben.
Demgegenüber wird in der Beschwerde ausgeführt, die Vermietung sei per 1. Juli 2004
erfolgt. Als Mietobjekt wurde der Betrieb in Z., beinhaltend eine Brüterei mit drei
Vorbrütern und einem Schlupfbrüter, Kistenwaschraum, Kükenkistenlager,
Kükenbatterieraum und benötigte Ställe angegeben. Eine Aufteilung des Mietzinses
einerseits für die Gebäude und anderseits für Einrichtungen und Maschinen wurde
nicht gemacht.
Grundsätzlich sind sämtliche Einkünfte aus der Vermietung von unbeweglichen und
beweglichen Vermögensgegenständen steuerbares Einkommen. Nach Art. 34 Abs. 1
lit. a StG sind insbesondere Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung oder sonstiger
Nutzung von unbeweglichem Vermögen steuerbar. Nach Art. 33 lit. d StG sind sodann
Einkünfte aus Vermietung, Verpachtung oder sonstiger Nutzung beweglicher Sachen
steuerbares Einkommen. Nach der Praxis wird das Entgelt für die Minderung oder für
den Verschleiss des beweglichen Vermögensgegenstandes als Veräusserungserlös
qualifiziert und dem Bereich des steuerfreien Kapitalgewinns zugeordnet. Insoweit ein
konkreter Miet- oder Pachtzins Entgelt für die Abnützung von beweglichen
Vermögenswerten darstellt, gilt er daher nicht als Vermögensertrag (vgl. Markus Reich,
in: Kommentar zum schweizerischen Steuerrecht, I/2a, Rz. 88 zu Art. 20 DBG mit
Hinweisen; Weidmann/ Grossmann/Zigerlig, a.a.O., S. 115).
2.3. Das Vermögen wird zum Verkehrswert besteuert (Art. 54 StG). Für unbewegliches
Vermögen gilt die besondere Regel von Art. 57 StG. Als Verkehrswert gilt der Wert, der
bei einer Veräusserung im gewöhnlichen Geschäftsverkehr normalerweise zu erzielen
wäre, den also ein Käufer unter normalen Umständen für den betreffenden
Vermögensgegenstand zahlen würde (Weidmann/Grossmann/Zigerlig, a.a.O., S. 209).
2.4. Streitig ist im vorliegenden Fall die Bewertung der Maschinen und Einrichtungen in
den Gebäuden auf dem Grundstück Nr. xxxx.
2.4.1. Die Vorinstanz hielt fest, es sei unbestritten, dass es sich bei den Maschinen und
Einrichtungen nicht um Bestandteile des Grundstücks handle, sondern um Fahrhabe
und damit grundsätzlich um bewegliches Vermögen. Sie erwog indes, entgegen der
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Auffassung des Pflichtigen sei dieses bewegliche Vermögen nicht am Wohnsitz zu
besteuern. Zwischen den Einrichtungen und Maschinen sowie dem Grundstück in Z.
bestehe ein enger tatsächlicher und wirtschaftlicher Zusammenhang. Ohne die Anlagen
könnte auf dem Grundstück keine Hühnerbrüterei betrieben werden. Die Anlagen
stellten daher Zugehör zur Liegenschaft dar. Der Ertrag aus der Vermietung der
Maschinen und Einrichtungen sei folglich im Kanton St. Gallen steuerbar.
2.4.2. Sowohl Bestandteile als auch Zugehör werden steuerrechtlich dem Grundstück
zugerechnet und sind somit ebenfalls im Belegenheitskanton steuerpflichtig. Das
Bundesgericht hatte sich im Rahmen der doppelbesteuerungsrechtlichen Praxis
wiederholt mit der Frage zu befassen, welche Einrichtungen auf einem Grundstück als
Bestandteil oder als Zugehör zu betrachten sind. Dabei hat es die Erfüllung der
zivilrechtlichen Voraussetzungen als nicht notwendig erachtet. Es genügt ein enger
tatsächlicher und wirtschaftlicher Zusammenhang einer Sache mit einem Grundstück
(vgl. Höhn/Mäusli, Interkantonales Steuerrecht, 4. Aufl., Bern/Stuttgart/Wien 2000,
Rz. 6 zu § 9). Das Bundesgericht hat bewegliche Teile einer Fischbruteinrichtung als
Zugehör qualifiziert. Es hielt fest, diese Teile seien dauernd für den Gebrauch des
unbeweglichen Teils der Einrichtung bestimmt und zum Teil mit ihm verbunden, so
dass der bewegliche Teil zivilrechtlich Zugehör zum unbeweglichen Teil bilde.
Zumindest diene der bewegliche Teil dauernd für den wirtschaftlichen Gebrauch des
unbeweglichen Teils in sei wirtschaftlichen und steuerrechtlich wie Zugehör des
unbeweglichen zu betrachten; deshalb stehe er unter der gleichen Steuerhoheit wie
dieser (BGE vom 1. April 1943 i.S. R., in: Locher, Das interkantonale
Doppelbesteuerungsrecht, § 7 I A 2 Nr. 6).
2.4.3. Sind die Anlagen doppelbesteuerungsrechtlich als Zugehör und damit als Teil
des Grundstücks einzustufen, so bleibt grundsätzlich kein Raum für die Ausscheidung
eines auf bewegliches Vermögen entfallenden Ertragsanteils, und es bleibt auch kein
Raum für die Ausscheidung eines Anteils an beweglichem Vermögen. Der Mietvertrag
spricht nicht gegen eine solche Beurteilung. Es wurde kein gesonderter Mietzins für
Gebäulichkeiten und Einrichtungen vereinbart. Das Mietobjekt wird als Betrieb
bezeichnet, und es werden die verschiedenen Räume aufgezählt, teilweise mit dem
Zusatz "inkl. 3 Vorbrüter, 1 Schlupfbrüter" und "inkl. Anlage". Selbst eine gesonderte
Festlegung von Mietzinsen wäre im vorliegenden Fall nicht ausschlaggebend, da es
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sich bei den Vertragsparteien nicht um unabhängige Drittpersonen handelt, sondern
der Vermieter die Mieterin wirtschaftlich beherrscht.
Der Beschwerdeführer hat eine Inventarliste eingereicht, wonach die Einrichtungen per
Ende 2004 "Fr. 470'000.-- ZW" aufweisen. Die Abkürzung "ZW" ist nicht näher
erläutert. Sie soll offenbar "Zeitwert" bedeuten, wobei offen ist, welche Bedeutung ein
solcher Wert hat. Auch wird der Neuwert der einzelnen Anlagen und Einrichtungen
aufgeführt. Gesamthaft belaufen sich die addierten Neuwerte auf Fr. 1'080'000.--.
Diese Aufstellung vermag allerdings keine für die streitige Veranlagung massgebenden
Tatsachen zu beweisen. Sie stützt sich nicht auf konkrete Unterlagen, etwa Belege
über Kauf oder Anschaffung einzelner Maschinen und Einrichtungsteile. Fest steht
jedenfalls, dass im Schenkungsvertrag kein Hinweis auf das Inventar gemacht wurde.
Auch hat der Vater des Beschwerdeführers das Inventar nicht als bewegliches
Vermögen versteuert. Diese Umstände sprechen dagegen, die Einrichtungen steuerlich
als selbständige bewegliche Vermögensteile zu behandeln.
Weiter steht fest, dass im Rahmen der Erbteilung nach dem Tod von Johann X. kein
Ausgleich für das Schenkungsobjekt stattfand, obwohl im Schenkungsvertrag
ausdrücklich auf die Ausgleichungspflicht nach Art. 626 ff. ZGB hingewiesen wurde.
Offenbar besteht auch keine gesonderte Versicherung für diese Anlagen; der
Beschwerdeführer hat jedenfalls weder eine entsprechende Behauptung gemacht noch
Beweisunterlagen eingereicht. Hinzu kommt, dass der Beschwerdeführer die
Einrichtungen in der eigenen Steuererklärung lediglich pro memoria mit einem
Erinnerungsfranken deklariert hat.
Die vom Beschwerdeführer eingeholte Expertise vermag im vorliegenden Fall an dieser
Beurteilung nichts zu ändern. Der landwirtschaftliche Experte versuchte, die Anfang
2008 vorgefundenen Einrichtungen und Anlagen zu bewerten. Dabei ging er aber
davon aus, dass es sich bei den Anlagen um Geschäftsvermögen handelt. Vorliegend
ist jedoch die Liegenschaft mit den Gebäuden und Einrichtungen Bestandteil des
Privatvermögens des Beschwerdeführers. Der Verkehrswert der Einrichtungen kann
daher nicht anhand der Neuwerte unter Berücksichtigung von Abschreibungen ermittelt
werden. Auf Privatvermögen können keine Abschreibungen vorgenommen werden.
Solche sind nur auf Geschäftsvermögen zulässig, wenn sie verbucht werden (Art. 40
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Abs. 2 lit. a StG). Soweit der Experte und die Vorinstanz mit fiktiven
Abschreibungsquoten ihre Schätzung begründen, handelt es sich um ein
behelfsmässiges Vorgehen. Im weiteren geht aus der Expertise auch nicht genau
hervor, was der Beschwerdeführer bzw. dessen Ehefrau mit dem Experten mündlich
besprochen haben. Fest steht jedenfalls, dass für die Maschinen und Einrichtungen
keine Kaufbelege eingereicht wurden und offenbar auch keine solchen vorhanden sind.
Der Experte beziffert den Verkaufswert der Anlagen nach Demontage auf höchstens
Fr. 100'000.--. Inwieweit diese Bewertung im Lichte der Restnutzungsdauer von
weniger als zehn Jahren plausibel ist, erscheint fraglich. Zudem fehlen Angaben über
die Marktsituation für Occasionsgeräte im Bereich der Geflügelzucht.
2.4.4. Der Beschwerdeführer hält in seiner Eingabe fest, sein Vater habe den Betrieb
per 1. Oktober 1988 aufgelöst (S. 4 unten). Wie es sich damit verhält, lässt sich den
Akten nicht entnehmen. Der Vater des Beschwerdeführers hatte Jahrgang 1921. Eine
Betriebsaufgabe per 1988 erscheint daher plausibel. Weiter macht der
Beschwerdeführer geltend, nach der Betriebsaufgabe des Vaters hätten mehrere
Nutzer die Maschinen und Einrichtungen in den besagten Räumlichkeiten in Z. genutzt.
Doch macht er keine Angaben über die Anschaffung von Einrichtungen. Auch ist nicht
ersichtlich, dass der Vater des Beschwerdeführers nach der Betriebsaufgabe im
Hinblick auf eine Vermietung der Grundstücke neue Betriebseinrichtungen anschaffte.
Es ist daher nicht nachvollziehbar, weshalb der landwirtschaftliche Experte das Alter
gewisser Anlageteile per 1. Januar 2008 auf lediglich zehn bzw. fünfzehn Jahre
festlegte. Die Restnutzungsdauer der Anlagen beträgt zwischen fünf und acht Jahren.
Einzig einem Getreidesilo wird eine längere Restnutzungsdauer von zehn Jahren
zuerkannt. Demontierte Fütterungs- und Tränkeanlagen wurden als abgeschrieben
qualifiziert.
Das Grundstück und die Anlagen waren im Zeitpunkt der Schenkung im Jahr 2004 an
den Beschwerdeführer vermietet. Dieser macht aber keine Angaben über die Zeitdauer
des Mietverhältnisses mit dem Vater. Zum Zeitpunkt des Beginns des Mietverhältnisses
mit dem Vater müsste der Beschwerdeführer nähere Angaben machen können. Träfen
die auf den Auskünften des Beschwerdeführers beruhenden Annahmen des Gutachters
zu, wonach die meisten Anlagen per Anfang 2008 ein Alter von 15 oder weniger Jahren
haben, so hätten diese allesamt nach der Betriebsaufgabe des Vaters installiert bzw.
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angeschafft werden müssen. Ob dies der Vater des Beschwerdeführers nach der
Betriebsaufgabe noch getan hat, geht aus den Akten nicht hervor. Es erscheint
allerdings wenig wahrscheinlich, dass der Vater nach der Betriebsaufgabe zahlreiche
Anschaffungen tätigte, welche dem Privatvermögen hätten zugerechnet werden
müssen und deshalb nicht hätten abgeschrieben werden können.
Nicht massgebend sind die Abgrenzungen, welche für die Gebäudeversicherung
gelten. Die Abgrenzung von versicherten Gebäudeteilen und nicht versicherten
Einrichtungsgegenständen erfolgt nach den Richtlinien der
Gebäudeversicherungsanstalt bzw. gestützt auf das Gesetz über die
Gebäudeversicherung. Diese Abgrenzung muss nicht identisch sein mit jener des
Steuerrechts.
2.5. Die Vorinstanz hat im angefochtenen Entscheid den von der Veranlagungsbehörde
festgesetzten Wert von Fr. 171'000.-- bestätigt und festgehalten, dieser sei keinesfalls
zu tief (Erw. 4 c). Aufgrund der vorstehenden Erwägungen ist ein noch höherer Wert für
Maschinen und Einrichtungen jedenfalls nicht ausgewiesen. Streitgegenstand ist
vorliegend die Einkommens- und Vermögenssteuer. Der im vorliegenden Fall
festgelegte Verkehrswert der Maschinen und Einrichtungen ist im Hinblick auf eine
allfällige Veräusserung des Grundstücks samt Maschinen und Einrichtungen nicht
bindend. Im Rahmen einer allfälligen Grundstückgewinnbesteuerung wäre der Wert des
Grundstücks zu ermitteln. Dieser Wert könnte jedenfalls nicht dadurch festgestellt
werden, indem vom amtlichen Verkehrswert des Grundstücks oder von einem
zwischen dem Beschwerdeführer und einer von ihm beherrschten Käuferin
festgelegten Preis der vorliegend streitige, für die Vermögenssteuer massgebende Wert
abgerechnet würde. Insoweit würde eine Erhöhung des Verkehrswertes im
vorliegenden Fall eine reformatio in peius darstellen. Da die Bewertung der Vorinstanz
und der Veranlagungsbehörde auf einer Schätzung beruft, rechtfertigt es sich indes,
von einer Änderung der Vermögensveranlagung zuungunsten des Beschwerdeführers
abzusehen. Die Beschwerde ist in diesem Punkt abzuweisen.
2.6. Die Veranlagungsbehörde anerkannte von den Mieteinnahmen von Fr. 30'000.-- im
zweiten Halbjahr 2004 einen Anteil von Fr. 6'000.-- als Sachabnutzung und brachte
diesen von den steuerbaren Einkünften zum Abzug. Dies entspricht einem Anteil von 20
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Prozent der Mieteinnahmen. Sie stützte sich dabei auf die Regelung der
Veranlagungspraxis bei möblierten Wohnungen. Mangels genauer Unterlagen über die
Einrichtungen ist diese Schätzung vertretbar. Die Vorinstanz hat aufgrund der
behelfsmässig vorgenommenen Abschreibungen eine Sachabnutzung von Fr. 4'588.--
ermittelt. Wegen Fehlens eines ziffernmässig nachgewiesenen Wertes liesse sich
fragen, ob ein Abzug für eine Sachabnutzung überhaupt zulässig ist. Da die
Veranlagung aber auch in diesem Punkt auf einer Schätzung bzw. einer
Ermessensbetätigung beruht, sieht das Verwaltungsgericht von einer Verschlechterung
der Rechtsstellung des Beschwerdeführers ab. Ein höherer Anteil an steuermindernder
Sachabnutzung ist jedenfalls nicht ausgewiesen. Folglich ist die Beschwerde auch in
diesem Punkt unbegründet.
3. Aufgrund der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen.
Dem Verfahrensausgang entsprechend hat der Beschwerdeführer die amtlichen Kosten
des Beschwerdeverfahrens zu bezahlen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr
von Fr. 2'000.-- ist angemessen (Ziff. 382 Gerichtskostentarif, sGS 941.12). Der
geleistete Kostenvorschuss in gleicher Höhe ist anzurechnen.
Ausseramtliche Kosten sind nicht zu entschädigen (Art. 98bis VRP). Der
Beschwerdeführer ist unterlegen (Art. 98bis VRP), und der Beschwerdegegner hat
keinen Anspruch auf Kostenersatz (vgl. R. Hirt, Die Regelung der Kosten nach st.
gallischem Verwaltungsrechtspflegegesetz, Diss. St. Gallen 2004, S. 176).
Demnach hat das Verwaltungsgericht