Decision ID: 8beafecf-1699-45bd-94e4-1e5f3769ae13
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1964, war als Bauarbeiter bei der
Y._
,
Z._
, tätig, als er am 11. September 2009 an seinem Arbeitsplatz auf einer Baustelle einen Unfall erlitt (Urk.
7/13
/
94-95, Urk. 7/13/65-77
) und sich dabei Kontusionen der rechten Hand, des rechten Handgelenks, der
Lenden
wirbelsäule
, des Thorax und des rechten Unterschen
kels zuzog (Urk.
7/13/96
).
Am 1
4.
Mai 2010 meldete sich der Versicherte bei der Invalidenversicherung zum Bezug von Massnahmen für die berufliche Eingliederung und einer Rente an (
Urk.
7/6/1-10 S. 1). Die
So
zialver
sicherungs
anstalt
des Kan
tons Zürich, IV
Stelle, zog einen Auszug
aus dem individuellen Konto des
Versicherten (Urk. 7/1-2)
und
bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) die Akten
zum Unfall vom 1
1.
September 2009 (
Urk.
7/13/1-112)
bei
,
holte
medizinische
Beri
chte (Urk.
7/17/6-9,
Urk.
7/22/5-9,
Urk.
7/23/6-8)
sowie
Arbeitgeberberichte (
Urk.
7/18/1-7,
Urk.
7/19/1-7, Urk.
7/20/1
7,
Urk.
7/24/1-7
,
Urk.
7/25/1-8) ein
und
liess den Versicherten ortho
pädisch und psychiatrisch begutachten (Gutachten vom 1
2.
November 2010 (Urk.
7/35/1-22).
1.2
Mit Mitteilung
en
vom 2
3.
August 2011 (
Urk.
7/56)
und vom 2
1.
Oktober 2011 (
Urk.
7/62)
erteilte die IV-Stelle dem Versicherten Kostengutsprache für ein Arbeitstraining
bei
der
A._
vom 2
5.
Juli 2011
bis 20.
Januar 201
2.
Mit Mitteilung vom 2
3.
Januar 2012 (
Urk.
7/74) schloss die IV-Stelle die Arbeitsvermittlung ab.
1.3
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
7/77-78,
Urk.
7/81)
verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 2
7.
Juni 2012 (
Urk.
7/83 =
Urk.
2) einen Ren
tenanspruch des Versicherten.
2.
Gegen
die Verfügung
vom
2
7.
Juni 2012
(Urk. 2) erhob der Ver
sicherte am
29.
August 2012
Beschwerde und bean
tragte,
die
se
sei aufzuheben und es sei die
Beschwerdegegnerin
zu verpflichten,
ihm eine Invalidenrente auszurichten (
Urk.
1 S. 2)
.
Mit Beschwerdeantwort vom
3.
Oktober 2012 (
Urk.
6) beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde. Mit Verfügung vom
7.
Januar 2013
wurde
n
antragsgemäss (
Urk.
1 S. 3 oben) die unentgeltliche Prozessführung und
Rechts
vertretung
bewilligt,
es wurde
eine Kopie des unfallversicherungsrechtlichen Urteils des hiesigen Gericht in Sachen des Beschwerdeführers vom
7.
September 2012 (Prozess Nr. UV.2011.00077; Urk. 13) zu den Akten genommen und den
Parteien
Gelegenheit zur Stellungnahme dazu eingeräumt. Während die Beschwerdegegnerin am 21.
Januar 2013 auf eine Stellungnahme verzichtete (
Urk.
16), liess sich der Beschwerdeführer nicht vernehmen. Eine Kopie der Ein
gabe der Beschwerdegegnerin vom 2
1.
Januar 2013 wurde dem Beschwerde
führer am 7.
Februar 2013 zugestellt (
Urk.
17).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze
oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den All
ge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bun
des
ge
setzes über die Invalidenversicherung, IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Bee
inträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit ver
ur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
hig
keit liegt zu
dem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Ein
tritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung
und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei
ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
)
, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie
nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensver
gleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen
Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ei
nander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der
Invali
di
täts
grad
bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu be
tä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 Prozent arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (Art. 8 ATSG)
sind.
Die seit dem 1. Januar 2004 massgeblichen Rentenabstufungen geben bei einem
In
validitätsgrad
von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei
einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sam
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und
ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a,
122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2
S. 2
) davon aus, dass
der Beschwerdeführer
seit dem 1
1.
September 2009 in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt sei,
und
dass er seit Ablauf des Wartejahres am 1
0.
September 2010 in einer behinderungsangepassten Tätigkeit vollumfänglich arbeitsfähig sei,
weshalb
k
ein
Anspruch auf eine In
vali
den
rente
bestehe
.
2.2
Der
Beschwerdeführer bringt
hiegegen
vor, dass
ihm
die Ausübung einer Erwerbs
tätigkeit im Umfang eines Vollzeitpensums nicht zuzumuten sei, und dass ein Rentenanspruch zu bejahen sei (Urk. 1
S. 5
).
Auf das Gutachten des
B._
vom 1
2.
November 2010 (Urk. 7/35/1-22) könne nicht abgestellt werden,
weil
er sich
anlässlich der psy
chiatrischen Begutachtung
mangels
Beizugs
eines Dolmetschers
durch die Gut
achter
aus sprachlichen Gründen nur ungenügend mit dem Gutachter habe ver
ständigen können
(
Urk.
1 S. 6).
3.
3.1
Im Hinblick auf einen Rentenanspruch gilt es im Folgenden vorerst die medizi
nisch beurteilte Arbeitsfähigkeit zu prüfen.
3.2
Die Ärzte des
C._
(nachfolgend:
C._
) erwähnten im Austrittsbericht vom 13. September 2009 (Urk.
7/13/91-92
), dass der Beschwer
deführer am 11. September 2009 von einer einstürzenden Decke auf der Bau
stelle teilweise verschüttet worden sei und sich dabei multiple Prellun
gen und Schürfungen zugezogen habe. Sie stellten die folgenden Diagnosen:
Hand- und Handgelenkskontusion rechts
Kontusion der Lendenwirbelsäule (LWS)
Thoraxkompression
rechts lateral
Unterschenkelkontusion rechts
asymptomatische
Umbilikalhernie
Ossäre
Läsionen und Organverletzungen seien radiologisch beziehungsweise
sonographisch
auszuschliessen. Der Beschwerdeführer sei vom 11. bis 13. Sep
tem
ber 2009 hospitalisiert gewesen und unter Analgesie in gebessertem
Allge
meinzustand
nach Hause entlassen worden (S. 1).
3.3
Am 2. März 2010 stellte
Dr. med.
D._
, Innere Medizin FMH,
fest, dass der Beschwerdeführer weiter
hin unter einer Schwäche des rechten Beines leide und als Bauarbeiter nicht einsatzfähig sei. Seit einem gescheiterten Arbeitsversuch im November 2009 hätten die Beschwerden im Bereich seines rechten Beines und die Mus
kelschwäche zugenommen (Urk.
7/13/39
).
Mit Bericht vom 3. März 2010 führte Dr.
D._
aus, dass der Beschwer
deführer im Januar 2010 wegen einer Schwäche im Bereich seines rechten Bei
nes eine weitere Arbeitsaufnahme abgebrochen habe und stellte eine Arbeits
unfähigkeit von 100 % fest (Urk. 12/26).
3.4
Im MRI-Bericht vom 15. März 2010 (Urk.
7/13/9
) führten die Ärzte des
E._
, Institut für Radiologie, aus, dass eine gleichentags durchgeführte MRI-Untersuchung des rechten Oberschenkels des Beschwerde
führers als einzige
Abnormalität
ein geringes Knochenmarksödem im
posterio
ren
Abschnitt des
Femurkopfes
ergeben habe. Differenzial
diagnostisch könne es sich auch um eine kleine
osteochondrale
Läsion oder um ein Residuum nach einem Knochenmarksödem-Syndrom handeln. Je nach Klinik sei eine weitere Abklärung der Hüfte mittels MR-
Arthrographie
angezeigt.
3.5
SUVA-Kreisarzt PD Dr. med.
F._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie, erwähnte in seinem Untersuchungsbericht vom 30. April 2010 (Urk.
7/13/19
22
), dass der Beschwerdeführer vor allem unter Rückenschmerzen im Bereich des
thora
kolumbalen
Übergangs bis zur
Glutealregion
leide. Die
Beschwerden im Bereich seines rechten Oberschenkels seien deutlich besser geworden. Ein
en
in der vergan
genen Woche durchgeführte
n
Arbeitsversuch habe er beschwerdebedingt abbre
chen müssen (S. 2). Gegenwärtig leide der Beschwerdeführer vornehmlich unter Lumbalgien ohne klinischen Nachweis einer neurologischen Symptomatik. Strukturelle Verletzungen seien auszu
schliessen (S. 3).
3.6
Die Ärzte des
E._
, Rheumatologie, stellten in ihrem Be
richt vom 21. April 2010 (Urk.
7/13/14-16
) die folgenden Diagnosen (S. 1):
lumbospondylogenes
und möglicherweise -
radikuläres
Reizsyndrom L5 rechts mit/bei:
osteodiskal
enge
Foramina
intervertebralia
beidseits L5/S1 mit mög
li
cher
foraminaler
Kompression der Wurzeln L5 beidseits
Weichteilkontusion des lateralen rechten Ober- und Unterschenkels bei Status nach Arbeitsunfall auf einer Baustelle mit Sturz aus 6 Metern Höhe und Verschüttung am 11. September 2009 mit/bei:
geringem Knochenmarksödem im
posterioren
Abschnitt des
Femur
kopfes
Status nach Ausschluss
ossärer
Läsionen im Bereich der LWS, des Be
ckens, der rechten Hüfte, des rechten Handgelenks, des rechten Un
terschenkels und des rechten oberen
Sprungglenks
am 11. September 2009
Status nach
sonographischem
Ausschluss einer abdominellen
Organ
ver
letzung
am 11. September 2009
Die Ärzte führten aus, unmittelbar nach dem Unfall vom 11. September 2009 habe der Beschwerdeführer an einer stark druckschmerzhaften Schwellung im Bereich des lateralen rechten Ober- und Unterschenkels gelitten. Seither
klage
er trotz Rückgangs der Schwellung am rechten Bein über Schmerzen im Bereich des rechten Unter- und Oberschenkels bis in den Rücken, über ein
Taubheits
gefühl
im Bereich der Füsse und über eine subjektive Kraftminderung im rech
ten Bein. Die Beweglichkeit der LWS sei deutlich eingeschränkt mit fast aufge
hobener Flexion. Eine MRI-Untersuchung der LWS und des rechten Oberschen
kels habe
osteodiskal
enge
Foramina
intervertebralia
beidseits im Bereich L5/S1 mit positionsabhängig möglicher Kompression der Wurzeln L5 beidseits erge
ben. Im Bereich des rechten Oberschenkels habe als einzige Abnormität ein geringes Knochenmarksödem im
posterioren
Abschnitt des
Femurkopfes
resul
tiert. In der neurologischen elektrophysiologischen Un
tersuchung habe sich kein Hinweis für eine Nervenläsion oder Beteiligung des Plexus
sacralis
finden las
sen.
Anlässlich der Kontrolluntersuchung vom 8. April 2010 sei der Beschwerdefüh
rer nahezu beschwerdefrei gewesen, weshalb eine Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess ab dem 12. April 2010 mit zunächst 50 % geplant worden sei.
Am 27. April 2010 habe der Beschwerdeführer über zunehmende Beschwerden während der Arbeit geklagt, da er nicht wie vorgesehen für leichte, sondern vorwiegend für schwere Arbeit eingesetzt worden sei. Bis zum 23. Mai 2010 werde dem Beschwerdeführer weiterhin eine Arbeitsfähigkeit von 50 % attes
tiert (S. 3).
3.7
Am 1
4.
Juni 2010 stellten die Ärzte des
E._
fest, dass aktuell aus rheumatologischer Sicht keine eindeutige Ursache der geschilderten B
eschwerden eruiert werden könne, weshalb
eine orthopädische Beurteilung angezeigt
sei. In der bisherigen Tätigkeit des Beschwerdeführers als Maurer und Bauarbeiter habe vom 1
1.
September 2009 bis 1
2.
April 2010 eine Arbeits
unfä
higkeit von 100
%
und vom 1
2.
April bis 2
3.
Mai 2010 eine solche von 50
% bestanden (
Urk.
7/17/6-9 S. 3).
3.8
Die Ärzte der
G._
führten in ihrem Bericht vom 1
5.
Juni 2010 aus, dass die MRI-Untersuchung der Lendenwirbelsäule des Beschwerde
führers kein pathologischer Befund
erkennen lasse
, welcher die vom Beschwer
de
führer geklagten Beschwerden erklären könne. Aus
wirbelsäulen
chirurgischer
Sicht seien die vom Beschwerdeführer geklagten Schmerzen nicht zu erklären (
Urk.
7/23/7).
3.9
Dr.
D._
stellte in seinem Bericht vom 2
4.
Juni 2010 einen besserungs
fähigen Gesundheitszustand fest und stellte vom 1
9.
bis 2
7.
April 2010 eine Arbeits
unfähigkeit von 50
%
und ab 1
8.
April 2010 eine solche von 100
%
fest (
Urk.
7/22/5-6 S. 1).
3.10
Die Ärzte des
B._
erwähnten in ihrem interdisziplinären
orthopädisch-psychiatrischen
Gut
achten vom 12.
November (richtig
wohl
Dezember
;
vgl.
S. 2 oben
; Urk.
7/35/1-22
)
2010
, dass
sie den
Be
schwer
deführer am 27. Oktober 2010 ortho
pädisch und psychiatrisch untersucht
hätten
, dass am 25. November 2010 eine
Upright
-MRI-Untersuchung der LWS
durchgeführt worden sei
, und dass
die Konsensbeurteilung
am 29. November 2010
stattge
funden habe
(S.
2)
. Sie
stell
ten die folgenden Diagnosen (S. 19 f.):
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
mässige
Osteochondrose
L4-S1 mit Gelenksergüssen der
Zwischenwir
belgelenke
L4-S1
Präadipositas
Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
Status nach Oberschenkel- und Unterschenkelkontusion rechts
Anpassungsstörungen mit längerer depressiver Reaktion, bestehend seit September 2009
anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung, bestehend seit etwa Sep
tem
ber 2009
Die
Gutachter
führten aus, in orthopädischer Hinsicht seien die lumbalen Schmer
zen und die abnormen Untersuchungsbefunde der LWS auf die im MRI sichtbare
Osteochondrose
im Bereich der Wirbelkörper L4-S1 und auf die
Gelenks
ergüsse
im Bereich der Zwischenwirbelgelenke L4-S1 zurückzuführen. Die bei der Untersuchung der rechten Hüfte festgestellten Schmerzen im LWS
Be
reich mit gleichzeitiger Einschränkung der Hüftgelenksbeweglichkeit seien nicht eindeutig zu interpretieren. Die MRI-Untersuchung des rechten Ober
schenkels habe kein
Impingement
ergeben
;
e
s
sei
ein Residuum nach einem
Knochenmarksödemsyndrom
beziehungsweise eine kleine
osteochondrale
Läsion in Erwägung gezogen worden
(S. 6
Ziff.
5.3)
.
Die
bis
herige Tätigkeit als Bauarbeiter und körperlich schwere Tätigkeiten,
über
wiegend stehend
e
oder sitzen
de
sowie Tätigkeiten, welche
oft die Einnahme inklinierter,
reklinierter
oder rotierender Körperhaltungen sowie das Tragen und Heben von Lasten über einem Gewicht von zehn Kilo
gramm erforderten, seien dem Beschwerdeführer noch im Umfang eines
Ar
beitspensums
von 50 % zuzu
muten (S. 6
Ziff.
5.5
).
K
örperlich leichte Tä
tigkeiten, welche sowohl sitzend als auch stehend auszuführende Verrichtungen umfassten, und welche nicht oft die Einnahme von inklinierten,
reklinierten
oder rotierenden Körperhaltungen sowie nicht oft ein Tragen und Heben von Lasten über einem Gewicht von fünf Kilo
gramm erforderten, seien dem Be
schwerdeführer ohne Leistungseinbusse im Umfang eines vollzeitlichen
Arbeits
pensums
zuzumuten (S. 7
Ziff.
5.6
).
Aus psychiatrischer Sicht
wurde ausgeführt,
der Beschwerdeführer
habe
nach dem Unfall vom 11. September 2009 eine leichte Anpassungsstörung mit län
gerer depressiver Reaktion ohne Krankheitswert entwickelt. Zusätzlich bestün
den Hinweise auf eine anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung. Die organisch nicht hinreichend zu erklärenden Schmerzen träten in Verbindung mit emo
tionalen Konflikten und psychosozialen Problemen auf (S. 15
Ziff. 3.5.1
). Da die Symptome der
Anpassungs
störung
mit längerer depressiver Reaktion sehr gering ausgeprägt seien und kei
nen Krankheitswert erreichten, sei keine Beein
trächtigung der emotionalen Belastbarkeit, der geistigen Flexibilität und der Dauerbelastbarkeit anzunehmen
(S. 16 oben)
. Es sei sodann davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer über ausreichende psychische Ressourcen verfüge, und dass er in der Schmerzverarbeitung und
Schmerzbewältigung nicht beein
trächtigt sei. Neben der
somatoformen
Schmerz
störung
bestehe keine psychische
Komorbidität
von erheblicher Schwe
re, Aus
prägung und Dauer, weshalb es dem Beschwerdeführer zuzumuten sei, die nicht organisch begründbaren Schmerzen mit einer zumutbaren
Willens
an
strengung
zu überwinden. Aus psychiatrischer Sicht sei dem Be
schwerdeführer die Aus
übung der bisherigen Tätigkeit als Maurer und (Bau
)Hilfs
arbeiter sowie die Ausübung von
behinderungsange
passten
Tätigkeiten ohne Einschränkungen in vollzeitlichem Umfang zuzumuten (S.
12 und S.
16 f.
Ziff.
3.6
).
Insgesamt
werde
die
Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers
primär
durch ein somatisches Leiden
mit Krankheitswert eingeschränkt; daneben liessen sich erhebliche psychosozial belastende Faktoren mi
t
mangelnder Integration, sozia
ler Isolierung und finanziellen Problemen erheben (S. 21
Ziff.
9.7)
. Dem
Beschwerdeführer
sei die bisherige, körperlich schwere Tätigkeit als Bauarbeiter noch im Umfang eines Arbeitspensums von 50
%
zuzumuten
(S. 20
Ziff.
9.1)
.
B
ehinde
rungs
angepasste
, körperlich leichte, sitzend und stehend auszuführende Tätigkeiten
in temperierten Räumen
ohne häu
fi
ge inklinierte,
reklinierte
oder rotierende Körperhaltungen und ohne das Heben und Tragen von Lasten über einem Gewicht von fünf Kilogramm
sei
en
dem Beschwerdeführer hingegen
im Umfang eines vollzeitlichen Arbeitspensums ohne Leistungseinbusse zuzu
muten
(S. 20
Ziff.
9.2)
.
Zu der davon abweichenden Beurteilung durch Dr.
D._
könnten sie nicht Stellung nehmen, da diese nicht mit ent
sprechenden somatischen Befunden begründet worden sei (S. 20
Ziff.
9.3
).
3.11
Der Arzt des Regionalen Ärztlichen Dienstes der Beschwerdegegnerin
(RAD)
, med.
pract
.
H._
, Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilita
tion,
führte
in seiner Stellungnahme vom 1
4.
Dezember 2010 (Urk.
7/76/5)
aus
, dass die Ärzte des
B._
in ihrem Gutachten vom 12. Dezember 2010 angege
ben hätten, dass
sie
die Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit durch
Dr.
D._
mangels somatischer Befunde nicht
kommentieren
könn
t
e
n
, dass sich
indes
ihre
gutachterliche Beurteilung der Arbeitsfähigkeit mit
derjeni
gen
durch
Dr.
D._
decken würde. Aus diesem Grunde könne auf die
Arbeitsfähig
keitsbeurteilung
durch Dr.
D._
bis zum Zeitpunkt der Begutachtung durch die Ärzte des
B._
abgestellt werden.
V
om 1
1.
September 2009 bis 1
8.
April 2010 sei daher von einer Arbeitsunfähigkeit von 100
%
und für die Zeit vom 1
9.
April 2010 bis 2
8.
November 2010 von einer solchen von 50
%
auszugehen
.
4.
4.1
Den medizinischen Akten ist zu entnehmen, dass sich der Beschwerdeführer anlässlich des Unfalls vom 11. September 2009, als er von einer einstürzenden Decke auf einer Baustelle teilweise verschüttet wurde, multiple Prellungen und Schürfungen, eine Kontusion der rechten Hand und des rechten Hand
gelenks, eine Kontusion der LWS, eine
Thoraxkompression
und eine Kontusion des rechten Unterschenkels ohne
ossäre
Läsionen oder Organverletzungen zuge
zo
gen hat. In der Folge litt er unter
einer deutlich eingeschränkten Beweglichkeit
der LWS, unter
Schmerzen im Bereich der LWS und im rechte
n Bein und Unterschenkel
.
4.2
Die
Ärzte des
B._
gingen in ihrem Gutachten vom 12. Dezember 2010 (
vorste
hend E.
3.10
)
davon aus, dass
der Beschwerdeführer
in seiner Arbeits
fä
higkeit
aus
schliesslich durch sein Rückenleiden
, hingegen
nicht
durch
ein
Leiden
im Bereich
des rechten
Ober- und Unterschenkels
und nicht
durch ein psychi
sches Leiden
i
n seiner Arbeitsfähigkeit
beeinträchtigt werde
. Die
Ausübung
seiner
bisherigen Tätigkeit als Bauarbeiter und die Ausübung körperlich schwerer Tätig
keiten
sei dem Beschwerdeführer
noch im Umfang eines Arbeitspensums von
50 %
zuzumuten
.
K
örperlich leichte
, wechselbelastende
Tä
tigkeiten
,
ohne
inkli
nierte und
reklinierte
oder rotierende
Körperhaltungen
und ohne
ein häufiges
Tragen und Heben von Lasten über einem Gewicht von fünf Kilogramm,
sei
en
ihm
hingegen
im Umfang eines vollzeitlichen
Arbeits
pensums
zuzumuten
. Damit übereinstimmend attestierten die
Ärzte des
E._
dem Beschwerdeführer
für die Zeit
vom
12. April 2010 bis 23. Mai 2010 e
ine Arbeitsunfähigkeit in
seiner
bisherigen
Tätigkeit
von 50
%
(
vorstehend E.
3.6
).
Demgegenüber vertrat
Dr.
D._
die Meinung, dass
vom 1
9.
bis 2
7.
April 2010 eine Arbeitsunfähigkeit von 50
%
und
für die Zeit
ab 1
8.
April 2010 eine solche von 100
%
bestanden habe
(
vorstehende E.
3.9
).
4.3
Das
Gutachten der Ärzte des
B._
vom 12. Dezember 2010
erfüllt
sämtliche nach der Rechtspre
chung für eine beweiskräftige medizi
nische
Entscheidungs
grundlage
vor
aus
gesetzten Kriterien (vgl.
vorstehend E.
1.4
). Denn einerseits waren mit einem Facharzt für Orthopädie und einem Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie Fachpersonen aus denjenigen medizinischen Teilge
bieten an der Abklärung beteiligt, welche auf Grund der Leiden des Beschwerde
führers ange
zeigt waren. Anderer
seits setzten sich die Gutachter des
B._
einge
hend mit den geklag
ten Beschwerden sowie den me
dizini
schen
Vorakten
ausei
nander und führten eige
ne
spezialärztli
che
Untersuchungen durch. Ge
stützt auf die Ergebnisse dieser Untersuchungen kamen sie zum Schluss, dass der Beschwer
deführer durch ein Rückenleiden in seiner Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt werde, dass er sich anlässlich des versicherten Unfalls zwar eine Kontusion des rechten Ober- und Unterschenkels zugezogen habe, dass dieses Leiden den Beschwer
deführer in seiner Arbeitsfähigkeit jedoch nicht beeinträchtigte
.
Auf diese nach
voll
ziehbare und überzeugende Beurteilung der Gutachter des
B._
kann in soma
tischer Hinsicht abgestellt werden. Die Beurteilung der Ärzte des
B._
vermag auch insofern zu überzeugen, als sie in psychischer Hinsicht davon aus
gingen, dass der Beschwerdeführer an keinem
behandlungs
bedürftigen
und die Arbeitsfähigkeit einschränkenden psychischen Leiden von Krankheitswert leide.
4.4
Demgegenüber kann auf die Arbeitsfähigkeitsbeurteilung durch Dr.
D._
vom 2
4.
Juni 2010 (vorstehend E.
3.9
) schon deshalb nicht abgestellt werden, weil es dieser an einer nachvollziehbaren Begründung für die darin postulierte Arbeitsunfähigkeit von 100
%
für die Zeit ab 1
8.
April 2010
fehlt
.
Sodann gilt es in Bezug auf
Dr.
D._
die
Erfahrungs
tatsa
che zu be
achten, dass be
han
delnde Ärzte
und Hausärzte
im Hinblick auf ihre
auftrags
rechtliche
Ver
trauensstellung mitun
ter eher zugunsten ihrer Pati
enten aussagen dürften (BGE
125 V 35
1
E. 3b/cc), und dass es wegen der unterschiedli
chen Natur des
Behand
lungs
auftrages
des therapeutisch tätigen Arztes und des
Begutach
tungs
auftrages
des amtlich be
stellten medizinischen Experten nach der Recht
spre
chung nicht geboten ist, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten zum Anlass weiterer Ab
klä
rungen zu nehmen, wenn die be
handelnden Ärzte zu anderslau
tenden Ein
schätzungen ge
langen, ausser die be
handelnden Ärzte brächten ob
jektiv fest
stell
bare Ge
sichts
punkte vor, welche im Rahmen der Begutachtung uner
kannt ge
blieben und ge
eignet wären, zu einer abweichenden Beurteilung zu füh
ren. Dies trifft hier nicht zu.
4.
5
In psychischer Hinsicht ist davon auszugehen, dass der psychiatrische Teil des
B._
-
Gut
achtens sämtliche der erwähnten Kriterien der Rechtspre
chung für eine beweiskräftige medizi
nische
Entschei
dungs
grundlage
erfüllt (vgl. vorste
hend E.
4.3
). Denn der psychiatrische Teilgutachter
Dr.
med.
I._
, welcher als Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie über eine für die Beur
teilung der geklagten psy
chischen Beschwerden angezeigte Spezialisierung verfügt, setzte sich eingehend mit den me
dizini
schen
Vorakten
auseinander und begründete seine Schlussfol
gerungen in nachvollziehbarer Weise.
Der Beschwerdeführer
wandte
gegen das
B._
Gutachten
ein, dass er
nur schlecht deutsch spreche, und dass die Ärzte des
B._
für die
psychiatrische Untersuchung
eine
n Dolmetscher oder eine
Dolmetscherin hätte
n
beiziehen müssen (Urk.
1 S. 6
).
Nach der Rechtsprechung hat grundsätzlich der Gutachter im Rahmen sorgfälti
ger Auftragserfüllung zu entscheiden, ob eine medizinische Abklärung in der Muttersprache der versicherten Person oder unter
Beizug
einer
Übersetzungs
hilfe
im Einzelfall geboten ist. Besonderes Gewicht kommt der bestmöglichen Verständigung zwischen Gutachter und versicherter Person im Rahmen von psychiatrischen Abklärungen zu. Dort setzt eine gute Exploration auf beiden Seiten vertiefte Sprachkenntnisse voraus. Ist der Gutachter der Sprache der ver
sicherten Person nicht mächtig, erscheint es grundsätzlich medizinisch und sachlich geboten, dass er eine Übersetzungshilfe beizieht (AHI 2004 S. 143
E. 4.2.1; Urteile des Bundesgerichts U 99/06 vom 25.
April 2007 E. 3.2 und I
642/01 vom 25. Juli 2003 E. 3.1).
Vorliegend hielten die Ärzte des
B._
in
ihrem
Gutachten fest, dass die
psychi
atrische Begutachtung ohne weitere anwesende Personen durchgeführt worden sei,
und
dass
in der psychiatrischen Untersuchung
eine ausreichende Verständigung mit dem Beschwerdeführer, welcher gebrochen deutsch spreche, möglich gewesen sei (
Urk.
7/35/1-22 S. 5 unten).
Dem Gutachten ist sodann zu entnehmen, dass
der
Beschwer
deführer
ausführlich und differenziert über
seine
Lebensgeschichte,
seinen
Alltag und
sein
Leben berichten
konnte
.
So erwähnten die Ärzte des
B._
beispielsweise
, dass
sich der Beschwerdeführer weiterhin ständig unruhig fühle und nachts im Schlaf und im Traum das Gefühl habe, zu fallen, dass e
r morgens um sechs Uhr aufstehe
, Kaffee trinken und ungefähr eine halbe Stunde spazieren
gehen
würde, dass er anschliessend ungefähr eine Stunde liegen und anschliessend
erneut
spazieren würde
(
Urk.
7/35/1-22 S. 9).
Es ist demnach davon auszugehen, dass sich
der Beschwerdeführer anlässlich der psychiatrischen Untersuchung
in ausreichendem Masse auch ohne Dol
metscher
mit
Dr.
I._
verständigen
konnte. Unter diesen Umständen ist
die Notwendigkeit für den
Beizug
eines Dolmetschers bei der
psychiatrischen
Begutachtung
nicht erstellt. Es lässt sich daher nicht beanstanden, dass Dr.
I._
die sprachlichen Fähigkeiten der Beschwerdeführerin als ausrei
chend für eine Exploration erachtete
,
zumal
der Beschwerdeführer
auch nicht explizit eine Übersetz
ungs
hilfe wünschte. Dass
er
nicht in der Lage gewesen sein sollte,
die Ärzte des
B._
auf
seine
Verständigungsprobleme gehörig aufmerksam zu machen, wird weder behaup
tet, noch wäre dies nachvollziehbar
(vgl.
dazu
Urteil des Bundesgerichts I 743/05 vom 16. Januar 2006 E. 2.3.1)
.
Auf Grund der Akten bestehen daher keine Anhaltspunkte, dass Verständi
gungsschwierigkeiten die Untersuchung durch Dr.
I._
beeinträchtigt hätten. Demnach ist davon auszugehen, dass die Begutachtung durch
die Ärzte des
B._
auch in psychiatrischer Hinsicht
beweisrechtlich verwertbare Aussagen gebracht hat, sodass
darauf
abgestellt werden kann.
4.6
Den
nachvollziehbaren Beurteilung
en der Ärzte des
B._
ist auch insofern zu folgen, als
sie
davon ausging
en
, dass
der Beschwerdeführer durch die anhal
tende
somatoforme
Schmerzstörung in seiner
Arbeitsfähigkeit nicht beeinträch
tigt werde
und über genügen
d
psychische Ressourcen zu deren Überwindung verfüge (
Urk.
7/35/1-22 S. 12)
. Denn nach der Rechtsprechung begründet eine
fachärztlich (psychiatrisch) diagnostizierte anhaltende
somatoforme
Schmerz
störung
als solche noch keine Invalidität. Vielmehr besteht eine Vermutung, dass die
somatoforme
Schmerzstörung oder ihre Folgen mit einer zumutbaren Willensanstrengung überwindbar sind. Bestimmte Umstände, welche die
Schmerz
bewältigung
intensiv und konstant behindern, können den
Wiederein
stieg
in den Arbeitsprozess unzumutbar machen, weil die versicherte Person alsdann nicht über die für den Umgang mit den Schmerzen notwendigen Res
sourcen verfügt. Ob ein solcher Ausnahmefall vorliegt, entscheidet sich im Ein
zelfall anhand verschiedener Kriterien. Im Vordergrund steht die Feststellung einer psychischen
Komorbidität
von erheblicher Schwere, Ausprägung und Dauer. Massgebend sein können auch weitere Faktoren, so: chronische körperli
che Begleiterkrankungen; ein mehrjähriger,
chronifizierter
Krankheitsverlauf mit unveränderter oder progredienter Symptomatik ohne längerdauernde Rück
bildung; ein sozialer Rückzug in allen Belangen des Lebens; ein verfestigter, therapeutisch nicht mehr beeinflussbarer innerseelischer Verlauf einer an sich missglückten, psychisch aber entlastenden Konfliktbewältigung (primärer Krankheitsgewinn; "Flucht in die Krankheit"); das Scheitern einer konsequent durchgeführten ambulanten oder stationären Behandlung (auch mit unter
schiedlichem therapeutischen Ansatz) trotz kooperativer Haltung der versicher
ten Person. Je mehr dieser Kriterien zutreffen und je ausgeprägter sich die ent
sprechenden Befunde darstellen, desto eher sind - ausnahmsweise - die Vor
aussetzungen für eine zumutbare Willensanstrengung zu verneinen (BGE 130 V 352).
Nach der Rechtsprechung hat die rechtsanwendende Behörde bei einer anhal
ten
den
somatoformen
Schmerzstörung zunächst die
aufgrund der medi
zinischen Aktenlage zu beantwortende - Frage zu prüfen, ob und inwieweit bei der versicherten Person neben der diagnostizier
ten, allein nicht invalidisieren
den (BGE 130 V 352 E. 2.2.3) anhaltenden
soma
toformen
Schmerz
störung
zu
sätzliche psychische Beeinträchtigungen im Sinne des
recht
sprechungsge
mässen
Kriterienkatalogs vorliegen, welche einer adäquaten
Schmerz
bewälti
gung
ob
jektiv entgegen
stehen. Die entsprechenden Fest
stellungen sind tatsäch
licher Natur.
Des
Weitern gilt es zu prüfen, ob eine allenfalls fest
gestellte psy
chische
Komorbidität
hinreichend erheblich ist und/oder ein
zelne oder mehrere der fest
gestellten weiteren Kriterien in genügender Intensität und Konstanz vor
liegen, um gesamthaft den Schluss auf eine nicht mit zumut
barer
Willensan
strengung
überwindbare Schmerzstörung und somit auf eine inva
lidisierende
Gesund
heitsschädigung
zu gestatten. Diese Frage ist rechtlicher Art: Ihre abschliessende Beantwortung obliegt damit nicht den Ärztinnen und Ärz
ten, sondern den rechtsanwendenden Behörden (Urteile des Bundesgerichts 9C_820/2007 vom 2. September 2008 E. 4.1 mit Hinweisen und 9C_636/2007 vom 28. Juli 2008,
E. 3.3.1).
Vorliegend ist auf Grund der Akten indes keine eigenständige psychische
Komor
bidität
von erheblicher Schwere, Dauer und Intensi
tät ausgewiesen. Um
eine solche handelt es sich jedenfalls nicht
bei den von den Ärzten des
B._
festgestellten
,
sehr gerin
g
ausgeprägten Anpassungsstörungen mit längerer depressiver Reaktion
. Denn diese
m Leiden kommt
gemäss der Beurte
ilung durch die Gutachter kein
Krankheitswert
zu
, weshalb es sich dabei
nicht um ein eigenständiges depressives Leiden im Sinne einer psychischen
Komorbidität
handeln kann.
Zudem gilt
p
raxisgemäss
selbst eine leichte bezie
hungs
weise mittelschwere Depression als Begleiterschei
nung der
soma
to
formen
Schmerz
störung
und nicht als selbststän
dige, von der
Schmerzverarbeitungs
störung
los
gelöste psychische
Komorbidität
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_945/2009 vom 23. September 2010 E. 10.1 mit Hinwei
sen). Eine eigen
stän
dige psychische
Komorbidität
von erheblicher Schwere, Dauer und Intensi
tät liegt somit nicht vor. Auch die übrigen Kriterien, welche gemäss der Rechtsprechung einem adä
quaten Umgang mit den geklagten Schmerzen entgegenstehen können, insbe
sondere ein sozialer Rückzug in allen Belangen des Lebens, sind vorliegend nicht
,
beziehungsweise nicht hinreichend gehäuft und ausgeprägt erfüllt, um insge
samt den Schluss auf eine invalidisierende
Gesundheits
schädi
gung
zu gestatten.
4.7
Gestützt auf die nachvollziehbaren Beurteilungen durch die Ärzte des
B._
und durch die Ärzte des
E._
ist daher mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer
in Bezug auf seine bisherige Tätigkeit als Bauarbeiter und Maurer und in Bezug auf weitere körperlich schwere Tätigkeiten
ab 1
2.
April 2010 im Umfang von 50
%
in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt war, und dass ihm spätestens seit dem Zeitpunkt der Untersuchung durch die
B._
-Gutachter
vom 2
7.
Oktober 2010 die Aus
übung
behinderungs
angepasster
, körperlich leichter, sitzend und stehend in temperierten Räumen auszuführender Tätigkeiten ohne häu
fi
ge inklinierte,
reklinierte
oder rotierende Körperhaltungen und ohne das Heben und Tragen von Lasten über einem Gewicht von fünf Kilogramm im Umfang eines
vollzeit
lichen
Arbeitspensums zuzumuten war.
5.
Die Einwendungen des Beschwerdeführers vermögen an diesem Ergebnis nichts
zu ändern, weshalb es - entgegen seinen diesbezüglichen Vorbringen (Urk. 1 S.
6
)
angesichts der schlüssigen medizi
nischen Aktenlage keiner zusätzlichen Ab
klä
rung bedarf. Von ergänzenden
Beweis
massnahmen
oder einer
Rückwei
sung
der
Sache an die
Beschwerdegeg
nerin
zur Durchführung ergänzender Abklärungen ist daher abzusehen (antizi
pierte
Be
weiswürdigung
; BGE 124 V 90 E.
4b, 122 V 157
E. 1d mit Hin
weis; RKUV 2006 Nr. U 578 S. 176 E. 3.6; SVR 2001 IV Nr. 10 E. 4b S. 28).
6.
6.1
Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen.
6
.2
Das
Valideneinkommen
ist dasjenige Einkommen, das die versicherte Person er
zie
len könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG, Art. 28a Abs. 1 IVG). Für die Ermittlung des
Valideneinkommens
ist
recht
sprechungs
ge
mäss
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest
mögli
chen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlich
keit als Gesunde tatsächlich verdienen würde, und nicht, was sie bestenfalls verdienen könnte (BGE 131 V 53 E. 5.1.2; Urteil des Bundesgerichts vom 5. September 2008, 9C_488/2008, E. 6.4). Dabei wird in der Regel am zuletzt er
zielten, nöti
g
en
falls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung an
gepassten Ver
dienst angeknüpft, da erfahrungs
gemäss die bisherige Tätigkeit ohne
Gesund
heits
schaden
fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen von diesem Erfahrungssatz müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 135 V 59 E. 3.1).
6.3
Angesichts des in Art. 25 Abs. 1 IVV festgehaltenen Abstellens auf die AHV
recht
lich beitragspflichtigen Ein
kommen bei der Berechnung der IV-recht
lich massgebenden hypothetischen Vergleichseinkommen kann das
Validen
ein
kom
men
Selbstständig- (Urteil des Bundesgerichts 9C_428/2009 vom 13. Okto
ber 2009 E. 3.2.1 mit Hinweisen) wie auch
Unselbstständigerwerbender
(Urteil des Bundesgerichts 9C_111/2009 vom 21. Juli 2009 E. 2.1.2 mit Hin
weisen) grundsätzlich auf der Basis der Einträge im individuellen Konto bestimmt wer
den. Weist das bis Eintritt der Invalidität erzielte Einkommen starke und ver
hältnismässig kurzfristig in Erscheinung ge
tretene Schwankungen auf, ist dabei auf den während einer längeren Zeit
spanne erzielten
Durch
schnitts
verdienst
ab
zustellen (Urteile des Bundesgerichts 8C_576/2008 vom 10. Februar 2009 E. 6.2 und 8C_671/2009 vom 23. Dezember 2009 E. 5.2.1 mit Hinweisen).
6
.4
Anspruch auf eine Rente haben
gemäss
Art.
28
Abs.
1
lit
. b und c IVG
Versi
cherte, die
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 Prozent arbeitsunfähig gewesen sind
und
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid sind.
Der Beginn des Rentenanspruchs wird gestützt auf
Art.
29
Abs.
1 IVG bestimmt
. Nach dieser Bestimmung kann
der Rentenanspruch frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltend
machung des Leistungsanspruchs nach Artikel 29
Abs.
1 ATSG entstehen.
6
.5
Gemäss der medizinischen Aktenlage war der Beschwerdeführer seit dem Unfall vom 1
1.
September 2009 in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt, vorerst im
Umfang von 100
%
, ab 1
2.
April 2010 im Umfang von 50
%
(vgl. vorstehende E.
4.7
).
Da sich der Beschwerdeführer am 1
0.
Mai 2010 für den Bezug von Ver
sicherungsleistungen angemeldet hatte (Urk. 7/13/6)
,
konnte
der Rentenan
spruch frühestens am
1.
November 2010 und die Wartezeit von einem Jahr frühestens am
1.
November 2009 entstehen. Beim Einkommensvergleich sind daher
die erwerblic
hen Verhältnisse des Jahres 2010
massge
bend.
6
.
6
Gemäss dem Auszug aus dem individuellen Konto des Beschwerdeführers (Urk. 7/11/1-5) hat dieser vor dem Unfall vom 1
1.
September 2009 im Jahre 2008 einen AHV-beitragspflichtigen Verdienst von insgesamt
Fr.
65‘496.--, im Jahre 2007 einen solchen von
Fr.
66‘476.-- und im Jahre 2006 einen solchen von
Fr.
72‘724.-- erzielt. Unter diesen Umständen ist nicht zu beanstanden, dass die
Beschwerdegegnerin
- infolge der nicht unerheblichen Schwankungen in der Einkommenserzielung -
bei der Bemessung des
Valideneinkommens
den Durchschnittswert der Jahre 2006 bis 2008 berücksichtigte (vgl.
Urk.
7/44/1).
6.7
Unter Berücksichtigung der durchschnittlichen
Nominallohn
ent
wicklung
im Jahre
2007 von 1.6
%
, im Jahre 2008 von 2.0
%
, im Jahre 2009 von 2.1
%
und im Jahre 2010 von 0.8
%
(Die Volkswirtschaft 7/8-2011 S. 99 Tabelle B10.2)
resul
tiert im Jahre
2010
ein
Validen
einkommen
von
rund Fr.
71‘584
.--
(
[
Fr.
72‘724
x 1.01
6 x 1.02 x 1.021 x 1.008 + Fr
66‘476.-- x 1.02 x 1.021 x 1.008 +
Fr.
65‘496.-- x 1.021 x 1.008] ÷ 3
).
7
.
7
.1
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-er
werb
lichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jeden
falls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge
nommen hat, so kön
nen nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen
Lohnstrukturerhebun
gen
(LSE) heran
ge
zogen werden (BGE 126 V 75 f. E. 3b/
aa
und
bb
, vgl. auch BGE 129 V 472 E. 4.2.1). Für die Invaliditätsbemessung wird praxisgemäss auf die standardi
sier
ten Bruttolöhne (Tabellengruppe A) abgestellt (BGE 129 V 472 E. 4.2.1 mit Hin
weis), wobei jeweils vom so genannten Zentralwert (Median) auszugehen ist. Bei der Anwendung der Tabellengruppe A gilt es ausserdem zu berücksichtigen, dass ihr generell eine Arbeitszeit von 40 Wochenstunden zugrunde liegt, weshalb der massgebliche Tabellenlohn auf die entsprechende betriebsübliche
Wochenar
beits
zeit
aufzurechnen ist (BGE 129 V 472 E. 4.3.2, 126 V 75 f. E. 3b/
bb
, 124 V 321 E. 3b/
aa
; AHI 2000 S. 81 E. 2a).
Die Rechtspre
chung wendet in der Regel die Monatslöhne gemäss LSE-Tabelle TA1, Zeile „Total Privater Sektor", an (BGE 124 V 321 E. 3b/
aa
; nicht in BGE 134 V 545 veröffentlichte E. 5 des Urteils 9C_237/2007 vom 24. August 2007).
7.2
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnitts
werten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kür
zen. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass ver
sicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwer
arbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Ar
bei
ten
nurmehr
beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ur
sprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Recht
sprech
ung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszuge
hö
rigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Aus
wirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht auto
matisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhalts
punkte da
für bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merk
male ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allge
meinen Ar
beitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen ver
werten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in
Be
tracht fal
len
den Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25 % des
Tabel
len
lohnes
zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75). Dabei ist zu beach
ten, dass allfällige bereits bei der Parallelisierung der
Vergleichsein
kommen
mit
ver
antwortliche invaliditätsfremde Faktoren im Rahmen des soge
nannten
Leidens
abzuges
nicht nochmals berücksichtigt werden dürfen (BGE 134 V 322 E. 5.2).
7.3
Die Beschwerdegegnerin hat einen behinderungsbedingten Abzug vom
Tabellen
lohn
von insgesamt 15
%
vorgenommen.
Gemäss
der Beurteilung durch die
B._
-Gutachter
(vorstehend E.
3.10
)
ist dem Beschwerdeführer
die Aus
übung
behinderungs
angepasster
, körperlich leichter, wechselbelastender Tätig
keiten in temperierten Räumen, ohne häu
fi
ge inklinierte,
reklinierte
oder rotierende Körperhaltungen und ohne das Heben und Tragen von Lasten über einem Gewicht von fünf Kilogramm im Umfang eines vollzeitlichen
Arbeits
pensums
zuzumuten.
Da der Beschwerdeführer, welchem lediglich noch die Ausübung körperlich leichter Tätigkeiten zuzumuten ist, auf Grund seines Gesundheitss
chadens mit einer Verdiensteinbusse zu rechnen hätte,
erscheint diesbezüglich ein leidensbedingter Abzug vom T
abellenlohn als gerechtfertigt.
Weitere einkommensbeeinflussende Merkmale sind nicht auszumachen. Ein Abzug wegen des Aufenthaltsstatus fällt vorliegend schon deswegen ausser Betracht, weil die Beschwerdeführerin über eine Niederlassungsbewilligung C verfügt (
Urk.
7/
7/1
) und wegen
seines
Aufenthaltsstatus mit keiner
Lohnein
busse
rechnen müsste.
In Würdigung sämtlicher konkreter Gegebenheiten, die beim Beschwerdeführer als abzugsrelevant in Betracht fallen können, ist daher nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer einen Abzug vom Tabellenlohn von insgesamt 15
%
zugestand.
7.4
Unter Berücksichtigung des Zentralwerts für
einfache und repetitive
Tätigkeiten (Anforderungsniveau
4
) für
Männer
im gesam
ten privaten Sektor der Tabelle T
A1 der LSE 2010
(
www.bfs.admin.ch
)
von Fr.
4‘901
.
--, einer durch
schnittli
chen
be
triebs
übli
chen
wö
chent
l
ichen Arbeits
zeit im Jahre 201
0 von 41.6
Stun
den (Die Volkswirtschaft
12-2012 S. 90
Tabelle B9.2)
,
ei
ner
Rest
arbeitsfähigkeit
in zu
mutbaren
behinde
rungs
angepassten
Tätigkeiten von 100 % und einem Abzug vom Tabellenlohn von
1
5
% (vgl.
vorstehende
E.
7.3
)
resultiert
im Jahre
2010
ein
Inva
li
den
einkommen
von
rund
Fr.
51
‘990.--
(Fr.
4‘901
.
x 12 Monate ÷ 40 Stun
den x 41.
6
Stun
den x
0.
85
).
8
.
Der Vergleich des Invalideneinkommens von Fr.
51
‘990.--
mit dem
Validenein
kom
men
von
Fr. 71‘584.--
ergibt
eine
Er
werbs
einbusse
von Fr.
19
‘
594
.--.
Dar
aus resultiert ein Invaliditätsgrad von (
gerundet)
27
%. Damit
wird
ein für den Anspruch auf eine Invalidenrente mindestens vorausgesetzter
Inva
liditätsgrad
von 40 % nicht
erreicht.
Da ein
Anspruch
des
Beschwer
deführers
auf eine Invalidenrente nicht ausge
wiesen
ist, ist
die angefochtene Verfügung nicht zu beanstanden und
die
Be
schwerde abzuweisen.
9
.
Gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweige
rung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind
nach dem
Verfah
rens
aufwand
und unabhängig vom Streitwert
innerhalb des gesetzlichen Rahmens (Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.--) auf F
r.
8
00.-- fest
zusetzen und dem
unt
erlie
genden Beschwerde
führer
aufzuerlegen.
Zufolge Gewährung der unentgeltlichen
Pro
zessführung
sind die Gerichtskosten einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.
10.
A
usgangsgemäss ist der unentgeltliche Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, Rechtsanwalt
Dominique
Chopard
, Zürich
, nach Einsicht in den
Tätigkeitsnach
weis
vom
1
6.
Dezember 2013
(
Urk.
18
), ausgehend von einem gerichtsüblichen Stundenansatz von
Fr.
200.-- und Barauslagen von
Fr.
61.
50 (zuzüglich Mehr
wertsteuer) mit
Fr.
1‘500
.
-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse zu entschädigen.