Decision ID: d7e35a91-b59b-51a6-b8dc-c0cf6d065e95
Year: 2012
Language: de
Court: SG_VWEK
Chamber: SG_VWEK_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt:
A.- X und YZ sind verheiratet und wohnen in T. In den Jahren 2008 und 2009 bezog XZ
Arbeitslosentaggelder. Zuvor war er Gesellschafter und Geschäftsführer der XZ GmbH,
welche die Ausführung von Gips- und Bauarbeiten bezweckte und im Jahr 2007
Konkurs ging. YZ war in jener Zeit bei der P AG angestellt. Ferner war sie Inhaberin der
anfangs 2008 ins Handelsregister eingetragenen Einzelfirma YZ mit Sitz an ihrem
Wohnort. Die Firma bezweckte die Ausführung von Gips- und Bauarbeiten. In der
Steuererklärung für die Staats- und Gemeindesteuern 2009 deklarierten die
Steuerpflichtigen Einkünfte aus unselbständiger Erwerbstätigkeit beider Ehegatten,
Einkünfte aus selbständiger Erwerbstätigkeit der Ehefrau (gestützt auf die
Jahresrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar 2008 bis 31. März 2009),
Arbeitslosentaggelder des Ehemannes sowie Einkünfte aus beweglichem Vermögen.
Das deklarierte steuerbare Einkommen betrug Fr. 105'881.--. Die Veranlagungsbehörde
nahm einige Korrekturen vor; unter anderem wurde der Gewinn aus selbständiger
Erwerbstätigkeit zufolge Aufrechnung von Privatanteilen an den Auto- und
Telefonkosten um Fr. 10'000.-- auf Fr. 44'122.-- erhöht. X und YZ wurden für die
direkte Bundessteuer 2009 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 114'200.--
veranlagt.
B.- Mit Schreiben ihrer Vertreterin vom 10. September 2010 erhoben X und YZ
Einsprache mit dem Antrag, die aufgerechneten Privatanteile seien auf Fr. 1'200.-- zu
reduzieren und die beruflich bedingten Mehrkosten für auswärtige Verpflegung beim
Ehemann zum Abzug zuzulassen. In der Folge nahm das kantonale Steueramt bei der
Einzelfirma eine Buchprüfung vor, wobei sie diverse Mängel sowie geschäftsmässig
nicht begründeten oder nicht belegten Aufwand feststellte. Mit Schreiben vom 27. April
2011 stellte die Veranlagungsbehörde den Steuerpflichtigen neu eine Aufrechnung von
Fr. 63'200.-- statt wie bisher Fr. 10'000.-- in Aussicht. Daraufhin zogen X und YZ die
Einsprache mit Schreiben ihrer Vertreterin vom 24. Mai 2011 zurück. Der
Steuerkommissär teilte den Steuerpflichtigen mit Schreiben vom 16. Juni 2011 mit,
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dass dem Rückzug der Einsprache nicht Folge geleistet werde. Dazu reichte die
Vertreterin von X und YZ mit Eingabe vom 29. Juli 2011 eine Stellungnahme ein. Mit
Einsprache-Entscheid vom 28. September 2011 wies das kantonale Steueramt die
Einsprache ab und erhöhte das steuerbare Einkommen für die direkte Bundessteuer
2009 gleichzeitig auf Fr. 167'400.--, was einer Aufrechnung von Fr. 63'200.--
entsprach.
C.- Mit Eingabe ihrer Vertreterin vom 6. Oktober 2011 (Poststempel: 7. Oktober 2011)
erhoben X und YZ gegen den Einsprache-Entscheid Beschwerde bei der
Verwaltungsrekurskommission mit dem Antrag, das steuerbare Einkommen sei auf Fr.
135'400.-- zu reduzieren.
Die Vorinstanz beantragte mit Vernehmlassung vom 30. November 2011 die
kostenfällige Abweisung der Beschwerde. Die Beschwerdebeteiligte verzichtete
stillschweigend auf eine Vernehmlassung. Die Beschwerdeführer erhielten Gelegenheit
zur Stellungnahme, äusserten sich jedoch nicht mehr dazu.
Auf die von den Beteiligten zur Begründung ihrer Anträge gemachten Ausführungen ist,
soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen einzugehen.

Erwägungen:
1.- Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die
Verwaltungsrekurskommission ist zum Sachentscheid zuständig. Die Befugnis zur
Beschwerdeerhebung ist gegeben. Die Beschwerde vom 6. Oktober 2011 ist
rechtzeitig eingereicht worden. Sie erfüllt in formeller und inhaltlicher Hinsicht die
gesetzlichen Anforderungen (Art. 140 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die direkte
Bundessteuer, SR 642.11, abgekürzt: DBG; Art. 7 der Verordnung zum Bundesgesetz
über die direkte Bundessteuer, sGS 815.1; Art. 41 lit. h Ziff. 1 des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt: VRP). Auf die Beschwerde ist
einzutreten.
2.- Die Beschwerdeführer beantragen, die von der Vorinstanz beim Einkommen aus
selbständiger Erwerbstätigkeit gemachten Aufrechnungen von Fr. 63'200.-- seien auf
Fr. 31'200.-- zu reduzieren.
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a) Nach Art. 18 Abs. 1 DBG sind alle Einkünfte aus einem Handels-, Industrie-,
Gewerbe-, Land- und Forstwirtschaftsbetrieb, aus einem freien Beruf sowie aus jeder
anderen selbständigen Erwerbstätigkeit steuerbar. Natürliche Personen mit Einkommen
aus selbständiger Erwerbstätigkeit müssen der Steuererklärung die unterzeichneten
Jahresrechnungen der Steuerperiode, oder, wenn sie nach dem Obligationenrecht
nicht zur Führung von Geschäftsbüchern verpflichtet sind, Aufstellungen über Aktiven
und Passiven, Einnahmen und Ausgaben sowie Privatentnahmen und Privateinlagen
beilegen (Art. 125 Abs. 2 DBG). Der genaue Nachweis über die steuerlich
massgebenden Gewinn- und Kapitalverhältnisse gelingt den buchführungspflichtigen
Unternehmensinhabern nur, wenn sie ordnungsgemäss Buch geführt haben und der
Steuerbehörde eine beweiskräftige Buchhaltung vorlegen können. Eine
ordnungsgemässe, nach kaufmännischen Erkenntnissen geführte Buchhaltung hat die
Vermutung der materiellen Richtigkeit für sich. Sie wird als Veranlagungsgrundlage
herangezogen, sofern sie in ihrem zahlenmässigen Ergebnis mit den eigenen
Kenntnissen und hinreichend ausgewiesenen Erfahrungszahlen der Steuerbehörde
nicht in offensichtlichem Widerspruch steht oder sofern stichhaltige Gründe
vorgebracht werden, die einen allfälligen Widerspruch erklären. Zur
Ordnungsmässigkeit gehört die materielle Richtigkeit, die Vollständigkeit, die
Widerspruchsfreiheit, die Stetigkeit und die Vergleichbarkeit (vgl. K. Käfer, Berner
Kommentar zum Obligationenrecht, Bern 1999, N 450 ff. zu Art. 957 OR).
Haupterfordernisse jeder ordnungsgemässen Buchhaltung sind zuverlässige
Grundaufschriebe über den Kassa-, Post- und Bankverkehr sowie eine wirksame
Kontrolle über Kreditgeschäfte. Die Grundbücher sind laufend nachzuführen,
aufzuaddieren und regelmässig zu saldieren. Für sämtliche Buchungen müssen nach
Möglichkeit Belege vorhanden sein, auf die einfach und so rasch als möglich
zurückgegriffen werden kann. Umgekehrt sollen anhand der Belege möglichst leicht die
entsprechenden Buchungen gefunden werden können (Weidmann/Grossmann/Zigerlig,
Wegweiser durch das st. gallische Steuerrecht, 6. Aufl. 1999, S. 384).
Die am Bilanzstichtag vorhandenen Vermögenswerte müssen unabhängig von der
Buchhaltung, gegebenenfalls durch körperliche Bestandesaufnahme, im einzelnen
festgestellt und in einem Verzeichnis nach Art und Menge sowie mit dem
frankenmässigen Wert festgehalten werden, d.h. es müssen detaillierte Eingangs- und
Ausgangsinventare über alle Vermögenswerte vorhanden sein (Weidmann/Grossmann/
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Zigerlig, a.a.O., S. 384). Mit der Bilanzierung und Bewertung der Geschäftsaktiven wird
der Unternehmensgewinn massgeblich bestimmt (vgl. Mäusli/Oertli, Das
schweizerische Steuerrecht – Ein Grundriss mit Beispielen, 3. Auflage, Bern 2004, S.
78). Aktivierungsfähig sind alle Wirtschaftsgüter, die der Unternehmung wirtschaftlich
zur Verfügung stehen und der Unternehmung über den Bilanzstichtag hinaus einen
Nutzen abwerfen sowie als Objekte einzeln identifizierbar und bewertbar sind (vgl.
Höhn/Waldburger, Steuerrecht, Band II, 9. Aufl. 2002, Rz. 57 zu § 46). In Beachtung der
handelsrechtlichen Aktivierungspflicht für Wirtschaftsgüter, die für die Unternehmung
über den Bilanzstichtag hinaus einen Nutzwert haben, gilt als Ausgangswert für alle
Aktivteile des Unternehmensvermögens der Gestehungswert, d.h. für zugekaufte
Anlagen und Waren der Anschaffungswert, für selbst hergestellte Anlagen und Waren
der Herstellungswert. Zum Anschaffungswert gehören alle Aufwendungen, die gemacht
worden sind, um den betreffenden Gegenstand zu erlangen, insbesondere der
Einkaufspreis (Weidmann/Grossmann/Zigerlig, a.a.O., S. 54).
Gemäss Art. 27 Abs. 1 DBG werden bei selbständiger Erwerbstätigkeit die geschäfts-
oder berufsmässig begründeten Kosten abgezogen. Das bedeutet, dass der Aufwand
seinen Grund im Bereich der Erwerbstätigkeit des Steuerpflichtigen haben und
demnach zwischen Aufwand und Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit ein
qualifiziert enger Konnex bestehen muss. Dafür trägt der Steuerpflichtige die
Beweislast. Dies entspricht dem allgemein anerkannten Grundsatz der
Beweislastverteilung, wonach die Steuerbehörde die steuerbegründenden, der
Steuerpflichtige die steuermindernden Sachverhalte nachzuweisen hat (vgl. Weidmann/
Grossmann/Zigerlig, a.a.O., S. 379 f.). Zum Unternehmungsaufwand gehören alle
nachgewiesenen Kosten im betriebswirtschaftlichen Sinn. In erster Linie bestimmt der
Unternehmungsinhaber durch entsprechende Verausgabung bzw. Verbuchung den
"notwendigen" Unternehmungsaufwand. Es kommt nicht darauf an, ob eine Ausgabe
grundsätzlich oder der Höhe nach objektiv unvermeidbar oder vermeidbar, sinnvoll
oder unzweckmässig ist. Was tatsächlich von der Unternehmung aufgewendet wird
und in diesem Zeitpunkt geeignet erscheint, der Erreichung des Unternehmungszieles
zu dienen, ist abziehbar ohne Rücksicht darauf, ob der Unternehmungsinhaber
sparsamer sein könnte oder sollte oder auch anders, unter Umständen rationeller hätte
vorgehen können (vgl. Reich/Züger in: Zweifel/Athanas [Hrsg.], Kommentar zum
Schweizerischen Steuerrecht, Bd. I/2a, 2. Aufl. 2008, Rz. 7 ff. zu Art. 27 DBG).
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Zu den geschäfts- oder berufsmässig begründeten Aufwendungen gehören
insbesondere die Abschreibungen und Rückstellungen (Art. 27 Abs. 2 lit. a DBG).
Geschäftsmässig begründete Abschreibungen sind zulässig, soweit sie buchmässig
oder, wenn eine kaufmännische Buchhaltung fehlt, in besonderen
Abschreibungstabellen ausgewiesen sind. In der Regel werden die Abschreibungen
nach dem tatsächlichen Wert der einzelnen Vermögensteile berechnet oder nach ihrer
voraussichtlichen Gebrauchsdauer angemessen verteilt (Art. 28 Abs. 1 und 2 DBG).
Abzugsfähig können selbstredend nur Abschreibungen auf tatsächlich erworbenen
Gegenständen des Geschäftsvermögens sein.
Gemäss Art. 34 DBG sind die übrigen Kosten und Aufwendungen nicht abziehbar,
insbesondere die Aufwendungen für den Unterhalt des Steuerpflichtigen und seiner
Familie sowie der durch die berufliche Stellung des Steuerpflichtigen bedingte
Privataufwand (lit. a). Nicht zum Unternehmungsaufwand gehören deshalb die privaten
Lebenshaltungskosten, zu denen die Aufwendungen des Steuerpflichtigen und seiner
Familie für Nahrung, Bekleidung, standesgemässes Auftreten, Unterhaltung und
Vergnügen, private Autofahrten und dergleichen zu zählen sind. Solche Auslagen
dienen nicht der Erzielung von Unternehmungserträgen wie die Gewinnungskosten,
sondern stellen Verwendung des erzielten Einkommens dar, wenngleich sie teilweise
ganz allgemein die notwendigen Voraussetzungen für die Erhaltung der Arbeitskraft
und für jede einkommenserzielende Tätigkeit bilden. Sie sind erfolgsneutral. In der
Buchhaltung sind die privaten Aufwendungen dem Privatkonto bzw. dem Kapitalkonto
zu belasten. Wird ein Aufwandkonto belastet oder werden die Privatbezüge in der Form
eines festen Eigenlohns und/oder Eigenkapitalzinses verbucht, sind sie dem
steuerbaren Gewinn zuzurechnen. Keine Gewinnungskosten bilden Bussen, die dem
Selbständigerwerbenden aufgrund seiner persönlichen strafrechtlichen Verantwortung
für die Verletzung von Rechtsnormen auferlegt wurden, und zwar unabhängig davon,
ob die Straftat im Geschäftsbetrieb begangen wurde (vgl. Reich/Züger, a.a.O., Rz. 10
ff. zu Art. 27 DBG und Rz. 3 ff. zu Art. 34 DBG). Die getroffene Unterscheidung
zwischen Unternehmungsaufwand und Lebenshaltungskosten ist grundsätzlich klar
und einleuchtend, gibt aber in Grenzfällen häufig Anlass zu Auseinandersetzungen. So
stellt sich etwa die Frage, ob die der Erfolgsrechnung belasteten Autokosten, Reise-
und Kundenspesen, Auslagen für Miete, Heizung, Reinigung usw. in vollem Umfang als
Gewinnungskosten anzusehen sind oder ob es sich mindestens teilweise um nicht
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abziehbare Kosten der privaten Lebenshaltung handelt. In solchen Fällen sind
regelmässig "Grenzbereinigungen" nötig. Aufwendungen, die privaten Charakter haben
und mit der Unternehmung in keinen sachlichen Zusammenhang gebracht werden
können, werden unter dem Titel "Privatanteil an Unkosten" oder "über Unkosten
verbuchte Privatauslagen" zum ausgewiesenen Gewinn hinzugerechnet. Die
Privatanteile an Unkosten werden entweder der tatsächlichen Höhe entsprechend oder
nach allgemeinen Normen bemessen (Weidmann/Grossmann/Zigerlig, a.a.O., S. 73 f.).
b) aa) Umstritten ist die Aufrechnung von Fr. 10'000.-- bei den verbuchten Mietzinsen.
Die Beschwerdeführer bringen vor, der gesamte Mietaufwand betrage Fr. 15'460.--.
Davon seien Fr. 12'600.-- dem Konto Nr. 4000 "Einkauf Material" gutgeschrieben
worden. Diese Buchung habe daher keinen Aufwand zur Folge gehabt. Folglich betrage
der erfolgswirksame Mietaufwand nur Fr. 2'860.--. Eine Aufrechnung von Fr. 10'000.--,
wie sie die Vorinstanz vorgenommen habe, ergäbe einen nicht vorhandenen Mietertrag.
Die Vorinstanz hält entgegen, bei der von den Beschwerdeführern erwähnten Buchung
von Fr. 12'600.-- Mietaufwand zulasten des Materialaufwands handle es sich lediglich
um eine berechtigte Korrekturbuchung, nachdem die monatlichen Mietzinse in diesem
Umfang anfänglich dem Konto Materialaufwand belastet worden seien. Trotz
mehrmaliger Aufforderung sei kein Mietvertrag mit der A AG betreffend
Büroräumlichkeiten eingereicht worden. Die Annahme, dass es sich um Mietkosten der
Wohnung handle, liege damit auf der Hand. Unter Anerkennung der ausgewiesenen
Magazinmiete von Fr. 1'960.-- und eines üblicherweise anerkannten Arbeitszimmers
von ermessensweise Fr. 3'500.-- erschienen Mietkosten von total Fr. 5'460.-- als
angemessen.
bb) Die Beschwerdeführerin hat auf dem Konto "Mietzins" (Nr. 6000) nebst den
zugelassenen Mietzinsen für ein Magazin von total Fr. 1'960.-- Mietzinsen für ein Büro
im Umfang von Fr. 13'500.-- verbucht (15 x Fr. 900.-- an A AG). In der Höhe von
Fr. 12'600.-- erfolgte diese Buchung zwar erfolgsneutral (Mietaufwand an
Materialaufwand). Es handelte sich dabei jedoch um eine Korrekturbuchung, da diese
Mietzinse zuvor dem Konto Nr. 4000 "Einkauf Material" belastet worden waren. Dort
finden sich 14 Buchungen über Fr. 836.43 mit dem Vermerk "A AG; Einkauf Material".
Zudem wurden im Konto Nr. 1170 "Vorsteuer Material/Dienstleistungen" 14 Buchungen
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über Fr. 63.57 vorgenommen. Die Miete für den März 2009 von Fr. 900.-- bezahlte die
Beschwerdeführerin zugunsten ihres Kapitalkontos (Konto Nr. 2850). Im Ergebnis
wurden somit entgegen der Behauptung der Beschwerdeführer Mietzinse für ein Büro
von Fr. 13'500.-- erfolgswirksam verbucht. Ein entsprechender Mietvertrag wurde nie
vorgelegt. Es ist auch nicht bekannt, wo sich diese Büroräumlichkeiten befinden
sollten, nachdem die Geschäftsadresse mit der Wohnadresse der Beschwerdeführer
übereinstimmt. Den Belegen für die monatlichen Zahlungen von Fr. 900.--, die lediglich
aus den Einzahlungsabschnitten bestehen, sind ebenfalls keine näheren Angaben zu
entnehmen. Der Nachweis, dass es sich bei den angeblichen Mietzinszahlungen um
geschäftsmässig begründete Kosten handelt, ist folglich nicht erbracht. Die
entsprechende Aufrechnung der Vorinstanz von Fr. 10'000.-- erweist sich demzufolge
als rechtmässig. Es verbleiben Fr. 3'500.-- als Entschädigung für die Miete eines Büros
in der Privatwohnung der Beschwerdeführer, was angemessen ist.
c) aa) Einen weiteren Streitpunkt bilden die Fahrzeugkosten. Die Beschwerdeführer
machen im Wesentlichen geltend, der Buchhaltung sei insgesamt ein Fahrzeugaufwand
von Fr. 39'831.12 belastet worden. Davon sei ein Privataufwand von Fr. 2'091.10
ausgeschieden worden. Wie von der Vorinstanz richtig festgehalten, handle es sich um
fünf Fahrzeuge, alle mit sehr tiefen Einkaufswerten. Je älter ein Fahrzeug sei, desto
mehr Reparaturen würden anfallen. Die Fahrzeuge seien teilweise mit
Wechselkontrollschildern ausgestattet. Die private Nutzung durch die Steuerpflichtige
sei höchstens zu einem Fünftel gegeben. Sie könne lediglich mit einem Fahrzeug
gleichzeitig privat unterwegs sein. Hinzu komme, dass die Fahrzeuge für den Bau
entsprechend ausgestattet und mit Material und Werkzeugen beladen gewesen seien.
Der Privatanteil sei daher auf 20%, was rund Fr. 8'000.-- entspreche, festzusetzen. Der
von der Vorinstanz ausgeschiedene Privatanteil betrage beinahe 60%. Eine
Umsatzgenerierung von Fr. 221'000.-- mit nur wenig Fremdpersonal sei eine
beachtliche Leistung. Es verbleibe daher nicht viel Freizeit, in welcher der
Steuerpflichtige mit den Autos hätte unterwegs sein können.
Die Vorinstanz bringt vor, die Fahrzeugkosten würden insgesamt Fr. 39'830.--
betragen. Aufgrund von nur sporadisch beschäftigten Arbeitnehmern seien höchstens
zwei Fahrzeuge geschäftsmässig begründet. Bei einer proportionalen Verteilung der
Gesamtkosten beliefen sich die anerkannten Geschäftskosten für zwei Fahrzeuge auf
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Fr. 15'932.--, was zur Aufrechnung eines Privatanteils von Fr. 23'898.-- führen müsste.
Nach Abzug des bereits verbuchten Privatanteils von Fr. 2'250.-- und in Anbetracht der
den Autokosten belasteten Bussen erweise sich eine gerundete Aufrechnung von
Fr. 22'000.-- durchaus als sachgerecht.
bb) Die verbuchten Fahrzeugkosten betragen zusammen Fr. 39'831.12 (Konto Nr. 6200
"Reparaturen, Service, Reinigung": Fr. 11'097.52; Konto Nr. 6210 "Betriebsstoffe":
Fr. 10'933.10; Konto Nr. 6220 "Versicherungen, Gebühren": Fr. 12'178.15; Konto Nr.
6920 "Abschreibungen": Fr. 5'622.35). Als Privatanteil wurden Fr. 2'250.-- (Konto
Nr. 2850) ausgeschieden. Die Vorinstanz erachtete rund 60% der Fahrkosten als nicht
geschäftsmässig begründet und nahm eine Aufrechnung von Fr. 22'000.-- vor. Die
Beschwerdeführer hatten in den fraglichen Jahren fünf Fahrzeuge, teilweise mit
Wechselnummern, eingelöst. Als Geschäftsfahrzeuge waren indessen nur vier
Fahrzeuge aktiviert (Konto Nr. 1530: Zweimal Opel Astra, Fiat Ducato und VW Golf
GTI). Aus den Belegen ist ersichtlich, dass neben diesen auch die Kosten für weitere
Fahrzeuge (Audi S4 Quattro, Mercedes Benz CLK 320 Sport, Alfa Romeo 156 2,5 V6)
verbucht wurden. Bei diesen Modellen handelt es nicht um für einen handwerklichen
Betrieb gängige Geschäftsfahrzeuge. Für den Materialtransport sind sie nicht geeignet.
In den Steuererklärungen 2008 und 2009 deklarierten die Beschwerdeführer beim
Privatvermögen jeweils einen Audi. Offenbar handelt es sich dabei um den Audi S4
Quattro, dessen Kosten dem Geschäft belastet wurden. Ein Privatanteil von rund Fr.
2'250.-- erscheint unter diesen Umständen viel zu gering. Hinzu kommt, dass ein
Fahrzeugaufwand von Fr. 40'000.-- im Vergleich zum Umsatz von Fr. 220'000.-- sehr
hoch erscheint. Die Beschwerdeführerin beschäftigte nur gerade während eines
Monats (Dezember 2008) mehrere Mitarbeiter (sieben Angestellte). Im November 2008
und im März 2009 waren es drei und im Oktober 2008 zwei Arbeitnehmer. Während der
übrigen Zeit war jeweils nur ein Angestellter für sie tätig (vgl. act. 7/II-13). Vor diesem
Hintergrund erscheinen vier Geschäftsfahrzeuge mit derart hohen Kosten nicht
glaubhaft. Im Umfang von Fr. 1'300.-- wurden zudem Verkehrsbussen verbucht,
welche keinen geschäftsmässig begründeten Aufwand darstellen. Einige davon
stammen aus dem Ausland (Österreich), was auf längere private Fahrten schliessen
lässt. In Übereinstimmung mit der Vorinstanz rechtfertigt es sich daher, lediglich rund
40% der verbuchten Fahrzeugkosten (rund Fr. 16'000.--), was in etwa dem
anteilmässigen Aufwand von zwei Fahrzeugen entspricht, als geschäftsmässig
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begründet anzuerkennen. Die restlichen 60% (ca. Fr. 24'000.--) sind als Privataufwand
abzugrenzen. Fr. 2'250.-- wurden in der Buchhaltung bereits berücksichtigt. Die
Aufrechnung von Fr. 22'000.-- erweist sich daher als angemessen.
d) aa) Schliesslich sind die Abschreibungen auf den eingebrachten Sachanlagen
umstritten. Die Beschwerdeführer bringen vor, mit Buchungsdatum 20. Januar 2008
habe die Einzelfirma von der konkursiten XZ GmbH Aktiven von Fr. 18'300.--
übernommen. In der GmbH seien die entsprechenden Werte mit Fr. 25'938.-- geführt
worden. Das Warenlager, das mit Fr. 13'099.-- bewertet gewesen sei, sei ebenfalls
übernommen worden. Das Konkursamt habe keine Quittungen ausgestellt. Hätte die
Beschwerdeführerin die Geräte und Maschinen, Mobiliar und EDV sowie das
Warenlager neu erwerben müssen, hätte ein viel höherer Preis bezahlt werden müssen.
Die Aktivierung von Fr. 18'300.-- sei deshalb absolut realistisch. Eine Aufrechnung von
Fr. 10'000.-- entbehre jeglicher Grundlage.
Die Vorinstanz führt aus, die Behauptung der Beschwerdeführer, aus dem Konkurs der
XZ GmbH seien diverse Aktiven ausgekauft und als Sacheinlagen in der Einzelfirma
aktiviert worden, sei nachweisbar falsch. Der Konkurs der GmbH sei mangels Aktiven
eingestellt worden. Eine konkursamtliche Verwertung sei nicht erfolgt. Sämtliches
Mobiliar sei bei den Beschwerdeführern als Gesellschaftern verblieben. Es sei offen,
wie viel davon in die Einzelfirma eingebracht worden sei. Die Aktivierung der Mobilien
sei in jedem Fall nicht zulässig, da die Sacheinlage keine eingebrachte Leistung der
Firmeninhaberin darstelle. Gleich verhalte es sich mit den offenbar von der konkursiten
GmbH übernommenen Waren. Nach Rücksprache mit dem Konkursamt seien nur
wertlose Aktiven vorhanden gewesen. Die Behauptung, es seien Sachwerte von rund
Fr. 38'000.-- übernommen worden, sei daher absolut unrealistisch. Der belastete
Abschreibungsaufwand für die Aktivierungen von Fr. 18'300.-- habe Fr. 8'099.--
betragen. Die Aufrechnung von Fr. 10'000.-- sei daher zwar etwas zu hoch, werde aber
durch Verbuchung eindeutig privater Aufwendungen (Spenden an islamistische
Vereinigung, Anwaltshonorar, Steuerbusse, etc.) mehr als kompensiert.
bb) Per 20. Januar 2008 (Gründung der Einzelfirma) wurde Anlagevermögen im Umfang
von Fr. 18'300.-- aktiviert (Maschinen Fr. 10'700.--, Mobiliar Fr. 1'200.--, Hard- und
Software Fr. 2'500.-- sowie Werkzeuge, Geräte und Kleininventar Fr. 3'900.--). Darauf
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wurden Abschreibungen von gut Fr. 8'000.-- vorgenommen (Konto Nr. 6920). Mangels
sachlicher Grundlage für eine korrekte Bewertung nahm die Vorinstanz eine
Aufrechnung von Fr. 10'000.-- vor. In den von der Vertreterin der Beschwerdeführer
eingereichten Unterlagen befindet sich weder eine Eröffnungsbilanz mit Inventar des
eingebrachten Anlagevermögens noch sonst ein Beleg, aus welchem hervorgeht,
welche Sachgegenstände zu welchem Wert in die Einzelfirma eingebracht wurden.
Auch ein Inventar per 31. März 2009 (Abschluss Geschäftsjahr) ist nicht vorhanden. Die
von der Vorinstanz im Schreiben vom 27. April 2011 (act. 7/I.10) erwähnte
handschriftliche Notiz des Beschwerdeführers konnte ebenfalls nicht gefunden werden.
Welche Gegenstände in die Einzelfirma eingebracht wurden, ist daher nicht bekannt.
Folglich kann deren Bewertung nicht überprüft werden. Da der Konkurs über die XZ
GmbH bereits eineinhalb Monate nach dessen Eröffnung mangels Aktiven wieder
eingestellt werden musste, ist davon auszugehen, dass die Gesellschaft über keine
nennenswerten Aktiven verfügte, die von der Einzelfirma hätten übernommen werden
können. Eine konkursamtliche Verwertung ist nicht erfolgt. Daran vermögen auch die
angebliche Bewertung dieser Sachwerte in der GmbH mit Fr. 25'938.-- sowie die
Übernahme des Warenlagers (Wert in der GmbH Fr. 13'099.--), nichts zu ändern. Ohne
Inventar und Eröffnungsbilanz kann nicht überprüft werden, ob es sich um dieselben
Gegenstände handelt. Der fehlende Nachweis der Einbringung von Aktiven mit einem
Wert von Fr. 18'300.-- hat zur Folge, dass die auf diesen Sachwerten vorgenommenen
Abschreibungen von rund Fr. 8'000.-- mangels geschäftsmässiger Begründetheit
aufzurechnen sind. Die Beschwerdeführerin hat zudem mehrere Positionen, welche
keinen geschäftlichen Bezug haben und den privaten Lebenshaltungskosten
zuzurechnen sind, der Einzelfirma belastet. Auf dem Konto Nr. 6530 wurde ein
Anwaltshonorarvorschuss, der im Zusammenhang mit einem Verfahren betreffend
Regress der Sozialversicherungsanstalt gegenüber dem Beschwerdeführer stand, von
Fr. 1'394.05 verbucht. Auf demselben Konto findet sich ein periodenfremdes Honorar
des Treuhänders aus dem Jahr 2007 von Fr. 929.35 (act. 7/II-14). Ferner wurde eine
Steuerbusse von Fr. 300.-- verbucht (Konto Nr. 6360). Somit erweist sich die
Aufrechnung der Vorinstanz in der Höhe von Fr. 10'000.-- als gerechtfertigt und
angemessen.
e) Die Beschwerde ist folglich abzuweisen.
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3.- Dem Verfahrensausgang entsprechend haben die Beschwerdeführer die Kosten des
Verfahrens zu bezahlen (Art. 144 Abs. 1 DBG). Eine Entscheidgebühr von Fr. 800.-- ist
angemessen (vgl. Art. 144 Abs. 5 DBG in Verbindung mit Art. 7 Ziff. 122 der
Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Der Kostenvorschuss von Fr. 800.-- ist zu
verrechnen.