Decision ID: d8c99aa3-544c-59af-bc71-b048b9c6626f
Year: 2010
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Mit an die schweizerische Vertretung in Colombo gerichtete schriftliche Eingabe vom 28. November 2006 (Eingang bei der schweizerischen Botschaft in Colombo am 11. Dezember 2006) ersuchte der  – ein srilankischer Staatsangehöriger tamilischer  aus B._ mit aktuellem Wohnsitz in C._ – um  von Asyl in der Schweiz. Die schweizerische Vertretung in Colombo hat anschliessend das Asylgesuch dem BFM überwiesen, welches zuständigkeitshalber über die Einreisebewilligung in die Schweiz gemäss Art. 20 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) entscheidet. Mit Schreiben vom 21. Dezember 2009 gab das BFM dem Beschwerdeführer die Möglichkeit, seine aktuelle persönliche Situation darzulegen und allfällige neue Gesuchsgründe vorzubringen. Gleichzeitig wurde ihm eröffnet, dass es die Aktenlage erlaube, ohne Durchführung einer Befragung über sein Asylgesuch zu entscheiden. Die diesbezügliche Stellungnahme des  im Rahmen der Gewährung des rechtlichen Gehörs datiert vom 2. Februar 2010 (Eingang bei der schweizerischen Botschaft in Colombo am 6. Februar 2010).
B. Insgesamt machte der Beschwerdeführer zur Begründung seines  im Wesentlichen geltend, im Jahr 1989 habe er die Arbeit als Polizeibeamter aufgenommen. Am 12. Januar 1990 sei er nach D._ beordert worden und habe im dortigen Fort seinen Dienst geleistet. Bei einem Angriff der Liberation Tigers of Tamil Eelam (LTTE) auf das Fort sei er verletzt worden, woraufhin er am 15. September 1990 zur ärztlichen Behandlung nach E._ gebracht worden sei. Nach seiner Entlassung aus dem Spital sei er nach F._ transferiert worden. Damals habe er diverse Drohanrufe seitens  erhalten. Er vermute, es habe sich bei diesen Anrufern um Angehörige der LTTE gehandelt. Seit dem Ende des Bürgerkriegs habe er keine Probleme mehr mit der LTTE gehabt. Am 25. August 2007 habe ein Mitglied der Tamil Makkal Viduthalai Pulikal (TMVP) versucht sein Motorrad zu stehlen. Es sei ihm aber gelungen, diesen Mann zu verjagen. Der Beschwerdeführer habe jedoch damit die Wut der TMVP auf sich gezogen. Daraufhin habe die TMVP , dass sein Verwandter G._ ein Mitglied der Tamil United Liberation Front (TULF) sei und im Jahr 2006 an Lokalwahlen
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teilgenommen habe. Am 29. August 2008 seien Unbekannte bei ihm zu Hause vorbeigekommen und hätten ihn aufgefordert, telefonisch mit der TMVP Kontakt aufzunehmen. Nach diesem Vorfall sei der  nach H._ gezogen. Schliesslich habe er am 20. November 2009 von der TMVP einen Brief erhalten, in welchem er aufgefordert worden sei, sich bei der Organisation zu melden. Der Beschwerdeführer befürchte, zukünftig von der TMVP verfolgt zu werden und ersuche deshalb die Schweiz um Schutz.
Für die im vorinstanzlichen Verfahren eingereichten Beweismittel wird auf die Akten verwiesen.
C. Mit Verfügung vom 23. März 2010 verweigerte das BFM die Einreise des Beschwerdeführers in die Schweiz und lehnte das Asylgesuch ab. Zur Begründung ihres Entscheides führte die Vorinstanz im  aus, Befürchtungen künftig staatlichen oder quasi-staatlichen Verfolgungsmassnahmen ausgesetzt zu sein, seien nur dann , wenn begründeter Anlass zur Annahme bestehe, dass sich die Verfolgung mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit und in  Zeit verwirklichen werde. Angesichts der zahlreichen Gewalt - ereignisse der letzten Jahre habe das BFM durchaus Verständnis dafür, dass der Beschwerdeführer Angst vor Verfolgungsmassnahmen habe und in die Schweiz ausreisen wolle. Dennoch könne dem  Gesuch um Einreise in die Schweiz nicht entsprochen werden. Vorliegend gelange die Vorinstanz zum Schluss, dass der Beschwerdeführer – bei einer objektivierten Betrachtungsweise – nicht akut gefährdet sei. Der Beschwerdeführer begründe sein  im Wesentlichen damit, dass er seit dem 25. August 2007 diverse Behelligungen seitens der TMVP zu erdulden gehabt habe und sich vor zukünftigen Verfolgungsmassnahmen fürchte. Diesbezüglich sei festzuhalten, dass die TMVP nach der Niederlage der LTTE im Mai 2009 sich als politische Partei etabliert habe und nicht mehr als militante Gruppierung agiere. Folglich sei seine Furcht, zukünftig seitens der TMVP asylrelevanten Verfolgungsmassnahmen ausgesetzt zu sein, als objektiv unbegründet einzustufen. Des Weiteren habe die TMVP ihn nie festgenommen oder sich an ihm oder seiner Familie vergriffen. Somit könne davon ausgegangen werden, dass der  schon längst von konkreten Massnahmen seitens der Organisation betroffen gewesen wäre, wenn tatsächlich ein  bestanden hätte. Deshalb komme das BFM zum
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Schluss, dass der Beschwerdeführer in Sri Lanka nicht akut gefährdet sei.
Übergriffe durch Dritte oder Befürchtungen, künftig solchen ausgesetzt zu sein, seien nur dann für die Erteilung einer Einreisebewilligung rele - vant, wenn der Staat seiner Schutzpflicht nicht nachkomme oder nicht in der Lage sei, Schutz zu gewähren. Generell sei Schutz , wenn der Staat geeignete Massnahmen treffe, um die  zu verhindern, beispielsweise durch wirksame Polizei- und Justizorgane zur Ermittlung, Strafverfolgung und Ahndung von , und wenn Antragssteller Zugang zu diesem Schutz hätten. Der Beschwerdeführer mache diesbezüglich geltend, seitens der TMVP behelligt worden zu sein. Wie bereits erwähnt, präsentiere sich die heutige politische Situation in Sri Lanka anders als noch vor Jahresfrist. Deshalb sei grundsätzlich zu erwarten, dass er Übergriffe durch die TMVP der Polizei melden könne. Zudem könnten aus der vorliegenden Aktenlage keine Hinweise entnommen werden, welche auf eine Schutzunwilligkeit des Staates hindeuten würden. Diese Schlussfolgerung werde unter anderem dadurch belegt, dass der Beschwerdeführer nie Probleme mit staatlichen Behörden gehabt habe und als ehemaliger Polizeibeamter über die  informiert sei. Zusammenfassend könne somit festgehalten werden, dass er nicht den Schutz der Schweiz bedürfe, um vor Verfolgungen seitens der TMVP sicher zu sein.
Schliesslich seien gemäss dem Subsidiaritätsprinzip Personen mit ei - ner innerstaatlichen Fluchtalternative nicht auf den Schutz eines Dritt - staates angewiesen. Die TMVP sei hauptsächlich im Osten Sri Lankas aktiv. Folglich gelange das BFM zum Schluss, dass es sich bei den vom Beschwerdeführer geltend gemachten Schwierigkeiten um  handle, welche sich aus regional beschränkten  ableiten liessen. Die Vorinstanz gehe deshalb davon aus, dass er sich diesen lokalen Nachteilen gegebenenfalls durch eine Wohnsitznahme in einen anderen Landesteil entziehen könne und  nicht den Schutz der Schweiz benötige. Es könne daher  werden, dass der Beschwerdeführer nicht auf den Schutz der Schweiz angewiesen sei.
An diesen Erwägungen vermöchten auch die vom Beschwerdeführer eingereichten Dokumente nichts zu ändern, würden diese doch  seine Vorbringen stützen, deren Glaubhaftigkeit vorliegend nicht in
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Frage gestellt werde. Bei offensichtlich fehlender Schutzbedürftigkeit sei darauf zu verzichten, auf allfällig vorhandene  in den Asylvorbringen des Beschwerdeführers einzugehen.
Zusammenfassend sei festzustellen, dass der Beschwerdeführer nicht schutzbedürftig im Sinne des Asylgesetzes (Art. 3 AsylG) sei. Daher sei das Asylgesuch abzulehnen und die Einreise in die Schweiz nicht zu bewilligen.
D. Mit vom 29. März 2010 datierter, am 7. April 2010 bei der Schweizer Vertretung in Colombo eingegangener Eingabe focht der  die Verfügung des BFM beim Bundesverwaltungsgericht an. In dieser führte er sinngemäss aus, sein Gesuch sei unter humanitären Gründen zu prüfen. Zur Untermauerung seines Vorbringen reichte er drei Referenzschreiben (zwei Schreiben von kirchlichen  vom 30. März 2010 und vom 26. Februar 2007 sowie ein Schreiben eines Referenten einer Bildungsinstitution vom 24. März 2010) in Kopie zu den Akten.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das  Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des  vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entscheidet in  Bereich endgültig (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG).
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1.3 Aus den Akten geht hervor, dass die Verfügung des BFM vom 8. März 2010 dem Beschwerdeführer mit Begleitschreiben der schweizerischen Botschaft in Colombo am 17. März 2010 verschickt worden ist. In den vorinstanzlichen Akten befindet sich keine Empfangsbestätigung. Der genaue Zeitpunkt der Eröffnung der  Verfügung steht somit nicht fest. Indessen trägt die  für die erfolgte Zustellung und deren Zeitpunkt die Behörde, welche die Zustellung veranlasst hat (vgl. FELIX UHLMANN/ALEXANDRA SCHWANK, in: Bernhard Waldmann/Philippe Weissenberger [Hrsg.], Praxiskommentar VwVG, Zürich/Basel/Genf 2009, Art. 34, N 10). Die Verfügung konnte dem Beschwerdeführer also frühestens am 18. März 2010 eröffnet worden. Da seine Beschwerde vom 29. März 2010 am 7. April 2010 bei der schweizerischen Vertretung in Colombo einging, ist die 30-tägige Beschwerdefrist gemäss vorhandener Akten ohne weiteres eingehalten. Ein früheres Eröffnungsdatum ist nach  nicht nachgewiesen. Somit ist im vorliegenden Fall davon , dass die Beschwerde innert der gesetzlichen Frist (Art. 108 Abs. 1 AsylG) erhoben worden ist.
1.4 Die Beschwerde ist somit als frist- und formgerecht eingereicht zu erachten; der Beschwerdeführer ist legitimiert (Art. 108 Abs. 1 AsylG; Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG sowie Art. 48 Abs. 1 und Art. 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist folglich einzutreten.
2. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
3. Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in  Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters  einer zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachstehend aufgezeigt, handelt es sich vorliegend um eine solche, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG).
Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde vorliegend auf die  des Schriftenwechsels verzichtet.
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4. 4.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl. Als Flüchtling wird eine ausländische Person , wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie  wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen  ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung von Leib, Leben oder Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 AsylG).
4.2 Das Bundesamt kann ein im Ausland gestelltes Asylgesuch , wenn die asylsuchenden Personen keine Verfolgung glaubhaft machen können oder ihnen die Aufnahme in einem Drittstaat  werden kann. Glaubhaft machen heisst, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden (vgl. Art. 3, Art. 7 und Art. 52 Abs. 2 AsylG).
4.3 Gemäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts ist die asylsu- chende Person im Auslandverfahren in der Regel zu befragen. Davon kann nur abgewichen werden, wenn eine Befragung faktisch oder aus organisatorischen oder kapazitätsmässigen Gründen nicht möglich ist. Falls die Befragung nicht durchgeführt werden kann, muss die ein  stellende Person – soweit möglich und notwendig – mittels eines individualisierten und konkretisierten Schreibens aufgefordert werden, ihre Gründe für das Asylgesuch schriftlich einzureichen. Dabei ist sie auf die allfällige Konsequenz eines negativen Entscheids infolge  ihrer Mitwirkungspflicht aufmerksam zu machen. Ist der  schon aufgrund des eingereichten Asylgesuchs entscheidreif erstellt, kann sich eine persönliche Befragung ebenfalls erübrigen; zeichnet sich ein negativer Entscheid ab, ist der asylsuchenden  diesbezüglich das rechtliche Gehör zu gewähren. Das Bundesamt ist gehalten, den Verzicht auf eine Befragung im Ausland in der  zu begründen (vgl. BVGE 2007/30 E. 5 S. 362).
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Vorliegend ging das BFM G.offenbar davon aus, der Sachverhalt sei schon aufgrund der schriftlichen Eingaben entscheidreif erstellt. Diese Sichtweise erscheint als vertretbar, sind doch die Eingaben vom 28. November 2006 (schriftliches Asylgesuch) sowie vom 2. Februar 2010 (Stellungnahme anlässlich der Gewährung des rechtlichen ) detailliert und klar formuliert. Unter diesen Umständen erübrigte sich für die Vorinstanz die Aufbietung des Beschwerdeführers zu einer Befragung. Da den vom Bundesverwaltungsgericht ferner aufgeführten Erfordernissen (Gewährung des rechtlichen Gehörs; Begründung des Verzichts auf eine Befragung) ebenfalls Rechnung getragen wurde, ist die Vorgehensweise des BFM nicht zu beanstanden.
4.4 Gemäss Art. 20 Abs. 2 AsylG bewilligt das BFM Asylsuchenden die Einreise zur Abklärung des Sachverhaltes, wenn ihnen nicht  werden kann, im Wohnsitz- oder Aufenthaltsstaat zu bleiben oder in ein anderes Land auszureisen. Gestützt auf Art. 20 Abs. 3 AsylG kann das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) schweizerische Vertretungen ermächtigen, Asylsuchenden die Einreise zu bewilligen, die glaubhaft machen, dass eine unmittelbare Gefahr für Leib und Leben oder für die Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG bestehe.
4.5 Bei diesem Entscheid gelten restriktive Voraussetzungen für die Erteilung einer Einreisebewilligung, wobei den Behörden ein weiter  zukommt. Neben der erforderlichen Gefährdung im Sinne von Art. 3 AsylG sind namentlich die Beziehungsnähe zur Schweiz, die Möglichkeit der Schutzgewährung durch einen anderen Staat, die Beziehungsnähe zu anderen Staaten, die praktische  und objektive Zumutbarkeit zur anderweitigen Schutzsuche  die voraussichtlichen Eingliederungs- und  in Betracht zu ziehen (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 1997 Nr. 15 E. 2.e-g S. 131 ff.; die dort akzentuierte Praxis hat nach bloss redaktionellen Änderungen bei der letzten Totalrevision des Asylgesetzes nach wie vor Gültigkeit).
5. 5.1 Einleitend ist festzuhalten, dass das Bundesverwaltungsgericht in Übereinstimmung mit der Vorinstanz die Glaubhaftigkeit der  des Beschwerdeführers nicht in Frage stellt. Der Vorfall am 15. September 1990, bei welchem er in seiner Funktion als Polizei -
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beamter bei einem Angriff der LTTE verletzt und hospitalisiert worden sei, liegt schon viele Jahre zurück. Die danach erlittenen Drohanrufe – angeblich und vermutungsweise von Angehörigen der LTTE initiiert – endeten gemäss seinen eigenen Angaben seit dem Ende des  im Mai 2009, da er seither keine Probleme mehr mit den LTTE gehabt habe. Im aktuellen Zeitpunkt können diese Ereignisse mithin nicht mehr als kausal für die beantragte Einreise in die Schweiz und die Asylgewährung angesehen werden.
5.2 Die vorgebrachten Probleme mit der TMVP sind sodann in ihrer  und Ausprägung nicht asylrelevant. Gemäss eigenen Angaben litten sowohl der Beschwerdeführer wie auch seine  nie unter physischer Gewalt seitens der TMVP oder sind jemals von diesen festgenommen worden. Zudem ist festzuhalten, dass sich die TMVP nach der Niederlage der LTTE im Mai 2009 als politische Partei etabliert hat und nicht mehr als militante Gruppierung agiert. Die heutige politische Situation in Sri Lanka lässt es überdies ohnehin grundsätzlich zu, dass allfällige Übergriffe seitens der TMVP bei der Polizei gemeldet werden könnten. Der Beschwerdeführer als  Polizeibeamter sollte über die diesbezüglichen  bestens informiert sein. Der vorliegenden Aktenlage sind überdies keine Hinweise zu entnehmen, welche generell auf die Schutzunwilligkeit des srilankischen Staates hindeuten würden. Schliesslich ist festzuhalten, dass die TMVP hauptsächlich im Osten von Sri Lanka aktiv ist. Bei den vom Beschwerdeführer geltend  Schwierigkeiten handelt es sich somit um regional  Nachteile, welchen er sich durch eine Wohnsitznahme in einem anderen Landesteil seiner Heimat problemlos entziehen könnte. Insgesamt vermitteln die geltend gemachten Fluchtgründe nicht den Eindruck einer zielgerichtet und asylrelevant verfolgten Person vor Ort. Die Furcht des Beschwerdeführers vor einer Verfolgung in seinem Heimatland ist daher – in Übereinstimmung mit den Ausführungen des BFM – als objektiv nicht begründet im Sinne des Asylgesetzes einzustufen.
5.3 Das Bundesverwaltungsgericht hat sodann im Grundsatzurteil BVGE 2008/2 eine Lageanalyse betreffend Sri Lanka vorgenommen und gelangte dabei zum Schluss, dass sich die allgemeine  seit Januar 2006 insgesamt, insbesondere aber in Colombo kontinuierlich verschlechtert habe. Seit Ergehen dieses Urteils am 14. Februar 2008 hatte sich der bewaffnete Konflikt zwischen der Re-
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gierung und der LTTE weiter zugespitzt. Nach der Rückeroberung des letzten von der LTTE kontrollierten Gebietes im Raum Mullaitivu wurde am 18. Mai 2009 seitens der Regierung der endgültige Sieg über die LTTE verkündet und der Bürgerkrieg offiziell für beendet erklärt. Nach dieser Niederlage der LTTE haben die srilankischen Behörden –  im Grossraum Colombo – die Sicherheitsmassnahmen nicht gelockert. Daher laufen junge Männer Gefahr, überall und jederzeit von srilankischem Sicherheitspersonal einer minuziösen Personenkontrolle unterzogen und öfters auch für eingehendere Abklärungen auf den Posten mitgenommen oder in ein Armeecamp beordert zu werden. Diese so genannten "Anti-Terrormassnahmen" werden im Raum  – unbesehen der Rügen des Supreme Courts – als repressives Instrument gegen befürchtete Infiltrationen tamilischer Separatisten angewandt. Diesen Massnahmen, denen ein Grossteil der tamilischen Bevölkerung im ganzen Land (vor allem im Grossraum Colombo)  sind, kommt indes aufgrund mangelnder Intensität kein Verfol - gungscharakter im Sinne von Art. 3 AsylG zu. Der aktuelle Wohnsitz des Beschwerdeführers ist im östlichen Teil von Sri Lanka in C._, weshalb der Beschwerdeführer – welcher gemäss Akten ohnehin nie Mitglied der LTTE war und sich auch nicht politisch engagierte – aller Voraussicht nach nicht mit diesbezüglichen Repressalien zu rechnen haben wird. Er vermag mithin nicht substanziiert darzutun, inwiefern das BFM zu Unrecht geschlossen habe, er sei nicht schutzbedürftig im Sinne des AsylG.
6. Zusammenfassend ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer keine Verfolgung im Sinne von Art. 3 AsylG glaubhaft machen konnte und nicht als Flüchtling anerkannt werden kann. Aufgrund der  Erwägungen erübrigt es sich, auf die weiteren  und die – bereits erwähnten – eingereichten Beweismittel näher einzugehen, da sie am festgestellten Ergebnis nichts zu ändern vermögen. Das BFM hat demnach zu Recht die Einreise in die Schweiz nicht bewilligt und das Asylgesuch abgelehnt.
7. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG). Die  ist nach dem Gesagten abzuweisen.
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8. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten von Fr. 600.-- an sich dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG); aus verwaltungsökonomischen Gründen wird indessen in Anwendung von Art. 6 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) auf das Erheben von Verfahrenskosten verzichtet.
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