Decision ID: d7416c66-becb-5ea2-a21e-d650d56f6836
Year: 2012
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. E. Ronald Pedergnana, Rorschacher Strasse 21,
Postfach 27, 9004 St. Gallen,
gegen
Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358,
6002 Luzern,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
Versicherungsleistungen
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Sachverhalt:
A.
A.a A._ war als Chauffeur bei der B._ tätig und dadurch bei der Suva
unfallversichert, als er am 25. März 2009 beim Abladen von Harassen ein
Distorsionstrauma der rechten Schulter erlitt (UV-act. 1). Gemäss Bericht von Dr. med.
C._, Arzt für allg. Medizin, bestand ab Unfalldatum eine vollständige
Arbeitsunfähigkeit (UV-act. 4). Die Ärzte der Klinik für orthopädische Chirurgie am
Kantonsspital St. Gallen bestätigten am 3. April 2009 eine Rotatorenmanschettenruptur
der rechten Schulter, die operativ zu versorgen sei (UV-act. 5). In der Folge wurde ein
operativer Eingriff an der rechten Schulter durchgeführt (UV-act. 9, 10, 13). Nach
weiteren Behandlungen und Abklärungen eröffnete die Suva dem Versicherten mit
Schreiben vom 28. Juni 2010, dass die Taggeldleistungen auf Ende Juli 2010
eingestellt würden. Für die Kosten von Schmerzmedikamenten (nur rechte Schulter)
komme sie weiterhin auf (UV-act. 85). Mit Verfügung vom 28. Juni 2010 gab die Suva
dem Versicherten bekannt, dass er Anspruch auf eine Integritätsentschädigung
aufgrund einer unfallbedingten Integritätseinbusse von 12.5% habe (UV-act. 86).
Gegen diese Verfügung liess der Versicherte am 23. August 2010 (Poststempel) durch
seine Rechtsschutzversicherung (UV-act. 93) und erneut am 6. September 2010 durch
Rechtsanwalt Dr. E. Ronald Pedergnana, St. Gallen, Einsprache erheben (UV-act. 98).
A.b Am 21. September 2010 sprach die Suva dem Versicherten mit Wirkung ab
1. August 2010 eine Invalidenrente auf der Basis eines Erwerbsunfähigkeitsgrads von
13% zu (UV-act. 106). Gegen diese Verfügung liess der Versicherte durch
Rechtsanwalt Pedergnana Einsprache erheben (UV-act. 108). Mit Einspracheentscheid
vom 13. Dezember 2010 wies die Suva die Einsprachen ab (UV-act. 115).
B.
B.a Gegen diesen Einspracheentscheid erhob Rechtsanwalt Pedergnana für den
Versicherten am 28. Januar 2011 Beschwerde mit den Anträgen, der Entscheid sei
aufzuheben und die Angelegenheit sei zwecks Neubeurteilung des Ausmasses der
körperlichen Beeinträchtigung des Beschwerdeführers und zur Ausrichtung der
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gesetzlichen Leistungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Das
Beschwerdeverfahren sei bis zum Vorliegen der von der IV veranlassten
interdisziplinären Expertise zu sistieren. Zur Begründung legte der Rechtsvertreter
unter anderem dar, die Funktionstüchtigkeit des rechten Arms sei weit schwerer
eingeschränkt, als dies die Beschwerdegegnerin wahrhaben wolle. Die
Ellbogenbeschwerden seien auf den Unfall zurückzuführen. Auch die psychische
Erkrankung erscheine in rechtlicher Hinsicht als adäquat unfallkausal. Der
Beschwerdeführer beantrage den Beizug der IV-Akten, auch wenn einzuräumen sei,
dass die Unfallkausalität nicht Gegenstand der von der IV in Auftrag gegebenen
Expertise sei. Allenfalls könnte durch Zusatzfragen an die Gutachter auch noch die
Unfallkausalität der Ellbogenbeschwerden abgeklärt werden.
B.b Mit Eingabe vom 18. Februar 2011 beantragte die Beschwerdegegnerin Abweisung
des Antrags des Beschwerdeführers auf Verfahrenssistierung bis zum Vorliegen des
von der IV in Auftrag gegebenen medizinischen Gutachtens (act. G 3). Am 23. Februar
2011 teilte der Gerichtspräsident dem Rechtsvertreter mit, dass die
Verfahrenssistierung abgelehnt werde.
B.c Am 21. März und 6. April 2011 reichte der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers
ergänzende Beschwerdebegründungen ein, mit welchen er die Durchführung einer
öffentlichen Verhandlung beantragte und das bi-disziplinäre Gutachten des
medizinischen Center D._ vom 10. März 2011 einschliesslich zweier Teilgutachten ins
Recht legte. Die Probleme am Ellbogen seien nicht vorbestehend gewesen.
Medizinisch müsse eigentlich gar nichts mehr gemacht werden. Der Fall sei
abschlussreif geklärt mit einem unabhängigen versicherungsmedizinischen Gutachten,
das detailliert und nachvollziehbar sei, zumindest was die internistisch-
rheumatologisch-orthopädischen Befunde betreffe. Es liege zumindest eine
Teilursächlichkeit des Unfalls vor. Die Ellbogenprobleme seien "sekundär degenerativ",
also unfallkausal. Die andere Teilursache dürfte eine Überlastung im Sinn einer
Berufskrankheit sein. Es sei zu klären, warum der rechte Ellbogen geschädigt sei und
der linke nicht. Der Arm des Beschwerdeführers sei nicht mehr gebrauchsfähig im
beruflichen Alltag. Die Depression habe sich erst entwickelt, als der Beschwerdeführer
ständige Schmerzen gehabt und keinen Heilungsfortschritt mehr gesehen habe; sie sei
Folge des Unfalls und der Dauerschmerzen. Es habe sich um ein mittleres
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Unfallereignis gehandelt. Der Beschwerdeführer sei vollständig arbeitsunfähig aufgrund
körperlicher Beschwerden. Dauerschmerzen und faktische Einarmigkeit hätten zur
Depression geführt (act. G 7 und 9).
B.d In der Beschwerdeantwort vom 20. April 2011 beantragte die Beschwerdegegnerin
Abweisung der Beschwerde und Bestätigung des angefochtenen Entscheids. Zur
Begründung verwies sie auf die Ausführungen im angefochtenen Entscheid und führte
unter anderem aus, die Ellbogenproblematik rechts stehe nicht mit dem Beweisgrad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit in einem natürlichen Kausalzusammenhang
zum Unfall vom 25. März 2009. Nach den ärztlichen Einschätzungen liege eine volle
Arbeitsfähigkeit in einer behinderungsgerechten Tätigkeit vor. Die von der Suva
ausgewählten DAP-Arbeitsplätze seien mit den übereinstimmenden ärztlichen
Zumutbarkeitsbeurteilungen in jeder Hinsicht vereinbar. Allfällige psychische Probleme
des Beschwerdeführers würden nicht in einem adäquaten Kausalzusammenhang zum
Unfall stehen. Die Schulterverletzung rechts sei lediglich aufgrund einer schnellen
Bewegung des rechten Armes entstanden, was einem banalen/leichten Unfallereignis
entspreche. Die Unfalladäquanz sei somit in Bezug auf psychische Beschwerden zum
vornherein zu verneinen.
B.e Mit Replik vom 18. August 2011 bestätigte der Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers seinen Standpunkt und beantragte zusätzlich, eventualiter sei dem
Beschwerdeführer eine halbe Rente zuzusprechen. Der Abteilungspräsident sei wegen
Befangenheit von der Entscheidfindung auszuschliessen (act. G 19).
B.f In der Duplik vom 6. September 2011 hielt die Beschwerdegegnerin an ihrem
Antrag und ihren Ausführungen fest. Die ausgewählten DAP-Arbeitsplätze seien dem
Beschwerdeführer selbst unter Einbezug der unfallfremden Ellbogenproblematik mit
einem Vollpensum zumutbar. Damit würden sich zum vornherein weitere Abklärungen
erübrigen; dies selbst bei (falscher) Annahme, die Ellbogenprobleme seien unfallkausal
(act. G 21).
B.g Am 20. September 2011 wies die Gerichtspräsidentin das Ausstandsbegehren ab
(act. G 25).

Erwägungen:
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1.
Streitig ist, ob die beim Beschwerdeführer vorliegenden psychischen Beschwerden in
einem adäquat-kausalen Zusammenhang zum Unfall vom 25. März 2009 stehen.
Streitig ist sodann, ob der Beschwerdeführer als Folge des Unfalls vom 25. März 2009
Anspruch auf eine Integritätsentschädigung hat, welche auf einer Integritätseinbusse
von mehr als 12.5% beruht. Abzuklären ist auch, welcher Invaliditätsgrad der
Unfallrente des Beschwerdeführers zugrunde zu legen ist. Die Beschwerdegegnerin
legte die rechtlichen Voraussetzungen der Unfallkausalität von gesundheitlichen
Beschwerden sowie der Zusprechung von Integritätsentschädigungen und
Rentenleistungen im angefochtenen Entscheid (E. 2, 3e, 8a) zutreffend dar. Darauf ist
zu verwiesen.
2.
2.1 Die Ärzte der Klinik für orthopädische Chirurgie berichteten am 29. Juli 2009, das
Ergebnis drei Monate nach der Operation sei eigentlich recht ordentlich. Der Patient
habe keine Schmerzen in der rechten Schulter mehr. Die Beweglichkeit habe sich
überhaupt nicht verbessert. Hier sei eine weitere Bewegungsübung erforderlich. Das
Stemmen von Harassen auf Schulterhöhe sei sicher noch nicht möglich. In einer etwas
leichteren Tätigkeit wäre der Patient sicher zu 100% arbeitsfähig (UV-act. 18). Kreisarzt
Dr. med. E._, Facharzt FMH für Chirurgie, hielt gestützt auf eine kreisärztliche
Untersuchung am 3. September 2009 fest, für die Tätigkeit als Chauffeur mit Be- und
Entladen von Harassen sei der Patient zur Zeit nicht arbeitsfähig (UV-act. 22). Nach
einem stationären Aufenthalt des Beschwerdeführers hielten die Berichterstatter der
Rehaklinik Bellikon am 1. Februar 2010 fest, als aktuelle Probleme bestünden
belastungsabhängige Schmerzen der rechten Schulter, eine ausgeprägte
Bewegungseinschränkung und eine erhebliche Symptomausweitung. Es sei davon
auszugehen, dass bei gutem Effort eine bessere Leistung erbracht werden könnte als
bei den Leistungstests und im Behandlungsprogramm gezeigt. Infolge Selbstlimitierung
hätten die zu erwartenden Verbesserungen bezüglich Funktion und Belastbarkeit nicht
erreicht werden können. Die Resultate der physischen Leistungstests seien deshalb für
die Beurteilung der zumutbaren körperlichen Belastbarkeit nur teilweise verwertbar.
Das Ausmass der demonstrierten physischen Leistungseinschränkung einschliesslich
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der praktischen Therapieresistenz lasse sich mit den objektivierbaren Befunden sowie
den Diagnosen nur zum Teil erklären. Neben dem mangelnden Effort würden auch
maladaptive Überzeugungen eine Rolle spielen. Dass sich in den kommenden Monaten
eine bessere Beweglichkeit einstelle, sei eher nicht wahrscheinlich. Aus unfallkausaler
Sicht sei die Tätigkeit als Chauffeur aktuell nicht zumutbar. Eine leichte bis
mittelschwere Tätigkeit (maximal zu hantierende Lasten: 5-15kg) ohne Arbeiten über
Brusthöhe sei ganztags zumutbar. Aus medizinischer Sicht werde die Prognose für
einen beruflichen Wiedereinstieg beim sehr schmerzfokussierten Patienten als sehr
fraglich beurteilt (UV-act. 55). Am 2. Februar 2010 teilte die Arbeitgeberin mit, sie habe
die Kündigung bewusst auf einen längeren (späteren) Zeitpunkt ausgesprochen, um bei
Veränderung des Zustands das Arbeitsverhältnis aufrecht erhalten zu können. Sie
könne dem Beschwerdeführer eine den Beschwerden angepasste Tätigkeit anbieten.
Auf dieses Angebot sei bisher nicht gross reagiert worden (UV-act. 53). Am 8. Februar
2010 reichte sie eine Tätigkeitsbeschreibung nach (UV-act. 59). Am 9. März 2010 gab
der Beschwerdeführer auf die Information, dass seine Arbeitgeberin einen alternativen
Arbeitsplatz anbiete, bekannt, dass er im Moment auf keinen Fall arbeiten könne. Sein
rechter Ellbogen schmerze sehr stark (UV-act. 63).
2.2 Dr. med. F._, teilte am 26. März 2010 mit, dass es sich bei den
Ellbogenproblemen um eine Tricepssehnenansatzverkalkung handle. Die in Bellikon
festgestellte Symptomausweitung sei eine schlechte Voraussetzung für eine
Behandlung. Trotzdem sei ein konservativer Versuch mit Physiotherapie begonnen
worden (UV-act. 64; vgl. auch Beilagen zu UV-act. 77). Kreisarzt Dr. med. G._ führte
am 13. April 2010 aus, die Beschwerden im rechten Ellbogen seien lediglich
möglicherweise unfallkausal. Echtzeitliche Beschwerden hätten nicht bestanden, und
bildgebend habe keine Verletzung vorgelegen. Dem Beschwerdeführer sei das
zweihändige Tragen einer Bierkiste vor dem Bauch zumutbar (UV-act. 65). Da die
Wiedereingliederung in den von der Arbeitgeberin angebotenen Arbeitsplatz nicht
zustande kam, kündigte diese das Arbeitsverhältnis auf Ende April 2010 (vgl. UV-act.
76). Eine Beurteilung der Fahreignung ergab gemäss ärztlichem Bericht vom 4. Mai
2010, dass diese Fahreignung weiterhin gegeben sei, bis die beruflichen Massnahmen
der IV abgeschlossen seien. Nach Ablauf eines Jahres sei gegebenenfalls eine weitere
Beurteilung der Fahreignung für die Kat. C (Lastwagen) vorzunehmen (UV-act. 79). Im
Bericht der ärztlichen Abschlussuntersuchung vom 15. Juni 2010 hielt Dr. E._ fest, es
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bestehe, wie auch bei der Befunderhebung in der Rehaklinik Bellikon, die
Schwierigkeit, die subjektiven Einschränkungen und Beschwerden objektivierbar
korrelieren zu können. Es bestünden zur Zeit keine weiteren medizinischen
Massnahmen, die zu einer wesentlichen Verbesserung des Zustands führen würden, so
dass der administrative Abschluss empfohlen werde. Die Unfallfolgen (organisch
strukturelle Komponenten, ohne vermutete nicht organische somatoforme Problematik)
seien dauernd und erheblich und würden eine Integritätsentschädigung begründen.
Nach Abschluss sei in Reserve ein Schmerzmedikament für die rechte Schulter
weiterzuführen. Die Ellbogenpathologie mit dem radiologisch sichtbaren
Olecranonsporn sei krankhafter Genese, und in den Echtzeitdokumenten sei eine
Kontusio des Ellbogens nicht dokumentiert, weshalb lediglich eine mögliche natürliche
Kausalität verbleibe. Bezüglich der medizinischen Zumutbarkeit werde auf die
Feststellungen der Rehaklinik Bellikon verwiesen (UV-act. 80). Gleichentags schätzte
Dr. E._ den unfallbedingten Integritätsschaden gestützt auf Suva-Tabelle 1 auf
12.5%. Eine Schulterbeweglichkeit bis zur Horizontalen sei mit 15% und bis 30 Grad
über der Horizontalen mit 10% bewertet. Aus rein organisch struktureller Sicht werde
beim Patienten ein Zustand einer Schulterbeweglichkeit an der Grenze Horizontale mit
10% extrapoliert, auch im Sinn einer mässigen Periarthrosis humeroscapularis. Dies
unter Berücksichtigung der im MRI festgestellten intakten Rotatorenmanschettennaht.
Die Berücksichtigung des aktuellen Funktionszustands einschliesslich nicht organische
Komponente ergebe eine Einschränkung von 15%; ohne letztere erachte er den
Mittelwert von 12.5% geschuldet (UV-act. 81).
2.3 Die Ärzte der Klinik H._ AG bescheinigten am 28. April 2010, dass beim
Beschwerdeführer eine depressive Entwicklung nach einem Trauma, gegenwärtig
mittelgradige depressive Episode, vorliege. Er benötige auch weiterhin psychiatrische
und psychotherapeutische Behandlung (UV-act. 89). Am 7. September 2010 bestätigte
der Beschwerdeführer, dass er den rechten Arm wegen der Ellbogenbeschwerden in
keiner Weise einsetzen könne (UV-act. 97). Eine bi-disziplinäre (internistisch-
rheumatologisch-orthopädische und psychiatrische) Begutachtung im Medizinischen
Center D._ ergab gemäss Bericht vom 10. März 2011 (Gutachterkonsens) mit
Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit die Diagnosen eines therapierefraktären Schulter-
Hand-Syndroms rechts und von chronischen Ellbogenschmerzen rechts. Ohne Einfluss
auf die Arbeitsfähigkeit bestünden eine Anpassungsstörung mit längerer depressiver
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Reaktion sowie eine arterielle Hypertonie. Die Ellbogenschmerzen würden als
unfallfremd beurteilt. Aus rheumatologisch-orthopädischer Sicht sei dem Exploranden
die Tätigkeit als Chauffeur mit Ein- und Ausladen von grossen Gewichten seit dem
Unfall vom 25. März 2009 nicht mehr zumutbar. In einer leidensangepassten Tätigkeit
sei der Explorand zu 70% arbeitsfähig. Dabei handle es sich um eine sitzende Tätigkeit
mit vorwiegendem Einsatz der linken oberen Extremität im Rahmen von z.B.
Kontrollgängen und Überwachungen. Diese Tätigkeit komme stehend und gehend in
Frage. Aus psychiatrischer Sicht bestehe keine Problematik der Umsetzbarkeit dieser
Tätigkeit in der freien Wirtschaft oder in einem geschützten Rahmen. Da der Explorand
jedoch schon seit längerer Zeit nicht arbeitsfähig gewesen sei, sei mit einer 50%igen
Arbeitsfähigkeit zu beginnen, die dann gesteigert werden müsse. Es bestünden klare
Hinweise für eine deutliche Symptomausweitung und Fixation auf die Schmerzen. Der
Explorand sehe sich aus psychischen wie somatischen Gründen überhaupt nicht mehr
arbeitsfähig. Im Austrittsbericht der Rehaklinik Bellikon sei bereits von einer
erheblichen Symptomausweitung die Rede gewesen; eine psychiatrische Diagnose sei
aber nicht gestellt worden. Erst im Bericht über die erste Konsultation in der Klinik
H._ von Dr. I._ vom 16. April 2000 werde eine mittelgradige depressive Episode
beschrieben und zudem der Verdacht auf posttraumatische Belastungsstörung
geäussert. Nach telefonischer Rücksprache habe der Psychiater diesen Verdacht aber
nicht bestätigt. Aktuell sei aus psychiatrischer Sicht eine schwerwiegende
psychiatrische Erkrankung ausgeschlossen. Es handle sich nicht um eine mittelgradige
depressive Episode mit der notwendigen medikamentösen antidepressiven Therapie.
Vielmehr habe der Explorand anlässlich der Untersuchung vom 17. Dezember 2010
psychopathologisch kaum Auffälligkeiten gezeigt. Mit einer Anpassungsstörung lasse
sich keine anhaltende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit begründen (act. G 9.1/2). Im
psychiatrischen Teilgutachten von Dr. med. J._, Facharzt FMH für Psychiatrie und
Psychotherapie, vom 23. Februar 2011 wurde unter anderem festgehalten, es sei sicher
sinnvoll, die psychiatrische und psychotherapeutische Behandlung weiterzuführen;
diese habe jedoch keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit, weil letztere aus
psychiatrischer Sicht nicht eingeschränkt sei. Der Psychiater erachtete die
Einschätzung im Bericht der Klinik H._ vom 26. April 2010 als nicht plausibel und
begründete diesen Standpunkt ausführlich (act. G 9.1/3 S. 32f).
3.
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3.1 Mit Bezug auf die vom Beschwerdeführer als Unfallfolgen geltend gemachten
Ellbogenbeschwerden ist vorab festzuhalten, dass der rechte Ellbogen nach Lage der
medizinischen Akten anlässlich des streitigen Unfalls nicht in Mitleidenschaft gezogen
und dementsprechend auch keine Unfall-Diagnose gestellt wurde. Ärztlicherseits
wurde diesbezüglich denn auch lediglich eine mögliche Unfallkausalität in Betracht
gezogen (vgl. UV-act. 65, 80) bzw. eine Beschwerdeursache degenerativer Art
bescheinigt (act. G 9.1/2 S. 20). Eine überwiegend wahrscheinliche Unfallverursachung
der Ellbogenprobleme kann daher nicht als belegt gelten. Es ist nicht Sache des
Unfallversicherers, das Nichtbestehen einer Unfallkausalität von gesundheitlichen
Beeinträchtigungen zu beweisen, welche ursprünglich nicht thematisiert worden waren
(Urteil des Bundesgerichts [bis 31. Dezember 2006: Eidgenössisches
Versicherungsgericht, EVG] vom 15. März 2006, U 6/06, E. 2.2). Eine Berufskrankheit
des rechten Ellbogens, wie sie der Beschwerdeführer neu vermuten lässt (act. G 7 S.
3), bildete weder Thema des angefochtenen Entscheids noch der ihm zugrunde
liegenden Verfügung; hierauf kann daher im vorliegenden Verfahren nicht weiter
eingegangen werden.
Kreisarzt Dr. E._ verwies im Bericht vom 15. Juni 2010 (UV-act. 80) auf die
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit durch die Rehaklinik Bellikon vom 1. Februar 2010.
Diese erachtete den Beschwerdeführer - gestützt auf die Beobachtungen während
eines mehrwöchigen stationären Aufenthalts - unter Zugrundelegung der somatischen
Befunde in der rechten Schulter für eine körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeit
ohne Arbeiten über Brusthöhe als ganztags einsetzbar (UV-act. 55). Die Ärzte der Klinik
für orthopädische Chirurgie hatten den Beschwerdeführer im Übrigen bereits im Bericht
vom 29. Juli 2009 in einer "etwas leichteren Tätigkeit" (als der angestammten) zu 100%
arbeitsfähig eingeschätzt (UV-act. 18). Dr. E._ bestätigte sodann - wie die Gutachter
der Rehaklinik Bellikon sowie diejenigen des späteren bi-disziplinären Gutachtens
zuhanden der IV - das Vorliegen von Inkonsistenzen bzw. einer erheblichen
Symptomausweitung. Der Beschwerdeführer erreiche - obwohl er eine 11⁄2 Liter
Flasche nicht hantieren könne - eine ordentliche Faustschlusskraft von 12 kg; die Kraft
zwischen Daumen und Zeigefinger beim Pinchgriff erreiche sogar 5 kg (UV-act. 80 S.
3f). Wenn die IV-Gutachter die Leistungsfähigkeit auf 70% schätzten, so ist zu
beachten, dass sie - bei zwischenzeitlich unverändert gebliebenem somatischem
Befund - die Leistungseinschränkung um 30% auch mit den (unfallfremden)
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Einschränkungen im rechten Ellbogen begründeten. Als Grund, wieso er aus seiner
Sicht nicht arbeiten könne, gab der Beschwerdeführer ausschliesslich die Schmerzen
im rechten Ellbogen und damit nicht unfallkausale Gegebenheiten an (vgl. UV-act. 63
und 97). Da das bi-disziplinäre Gutachten zuhanden der Invalidenversicherung erstellt
wurde, spielten Kausalitätsfragen bzw. die Aufteilung der Einschränkung in somatische
und psychische Aspekte keine Rolle. Im internistisch-rheumatologisch-orthopädischen
Teilgutachten vom 4. März 2011 führte Dr. med. K._ aus, dass eine (den
Gesundheitsschäden in der rechten Schulter und im rechten Ellbogen) angepasste
Tätigkeit dem Beschwerdeführer mindestens zu 70% zumutbar sei. Ob er wirklich eine
mittelschwere Tätigkeit ganztags ausüben könne, sei zu bezweifeln. Eine mindestens
leichte bis mittelschwere, die obere Extremität links belastende Tätigkeit sei ihm
anderseits zumutbar. Dementsprechend sei er (der Gutachter) mit den Beurteilungen
der Suva einverstanden (act. G 9.1/1 S. 22). Dieses Gutachten-Ergebnis erscheint
insofern nachvollziehbar und begründet, als der Gutachter unter Berücksichtigung der
Gesundheitsschäden in der rechten Schulter und im Ellbogen eine höchstens 30% -ige
Einschränkung attestierte, jedoch bei alleiniger Betrachtung der unfallkausalen
Schulterbeschwerden rechts für eine die obere Extremität links bestehende Tätigkeit
keine Arbeitsfähigkeits-Einschränkung bescheinigen konnte. Die Beurteilung der
unfallkausalen Beeinträchtigung (rechte Schulter) und deren Auswirkung auf die
Leistungsfähigkeit durch die Rehaklinik Bellikon und Dr. E._ erweisen sich vor dem
geschilderten Hintergrund als überzeugend.
3.2 Aus den Akten (vgl. UV-act. 55, 64, 77, 80) ergibt sich auch, dass jedenfalls Ende
Juli 2010 von weiteren somatischen Behandlungen keine namhafte Besserung des
Zustands zu erwarten war und die durchgeführten Behandlungsmassnahmen (bei
unsicherem Behandlungserfolg) lediglich der Schmerzlinderung und Aufrechterhaltung
des erreichten Zustands dienten. Im bi-disziplinären Gutachten vom 10. März 2011
wurde festgehalten, im Rahmen einer längerdauernden stationären Rehabilitation habe
der Explorand eine deutliche Symptomausweitung gezeigt und sei derart auf die
Schmerzen fixiert gewesen, dass sowohl diagnostische als auch therapeutische
Schritte ineffizient gewesen seien. Trotzdem müsse versucht werden, den Exploranden
gezielt auch medizinisch zu unterstützen bei entsprechender Exazerbation einer
lokalisierten Schmerzproblematik. Die Prognose sei geprägt vom Verhalten des
Exploranden (act. G 9.1/2). Der Abschluss des Falls durch den Unfallversicherer im
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Sinn von Art. 19 Abs. 1 UVG bedingt lediglich, dass von weiteren medizinischen
Massnahmen keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands mehr erwartet
werden kann, nicht aber, dass eine ärztliche Behandlung nicht länger erforderlich ist
(vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 4. November 2008, 8C_467/2008, E. 5.2.2.2.). Es
genügt für eine weiterdauernde Übernahme der Behandlungskosten nicht, dass eine
Therapie lediglich eine unbedeutende Besserung erhoffen lässt oder dass für eine
namhafte Besserung nur eine weit entfernte Möglichkeit besteht (A. Maurer,
Unfallversicherungsrecht, 2. A., Bern 1989, 274). Von einer namhaften Besserung des
Gesundheitszustands kann auch dann nicht gesprochen werden, wenn eine
therapeutische Massnahme mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nur die sich aus
einem stationären Gesundheitsschaden ergebenden Beschwerden für eine begrenzte
Zeit zu lindern vermag (RKUV 2005, 388). Für die Bejahung eines medizinischen
Endzustands wird keine vollständige Schmerzfreiheit vorausgesetzt (vgl. Rumo-Jungo,
Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 3. A., S. 145). Die unfallbedingte
somatische Situation ist unter den geschilderten Umständen als ausgewiesen zu
erachten, und auch der Rechtsvertreter vermag diesbezüglich keine konkreten
Anhaltspunkte für fehlerhafte Annahmen zu nennen. Ein Anlass, welcher eine weitere
medizinische Begutachtung erforderlich machen würde, liegt nicht vor.
4.
4.1 Hinsichtlich der psychischen Probleme des Beschwerdeführers kann die Frage der
natürlichen Unfallkausalität sowie die Frage, welche Diagnose zu stellen sei und ob
daraus gegebenenfalls eine Arbeitsunfähigkeit resultiert, offen bleiben, da, wie
nachstehend zu zeigen sein wird, die Adäquanz zu verneinen ist (vgl. SVR 1995 UV Nr.
23, S. 68 E. 3c). Für die Beurteilung der Adäquanz dieser Beschwerden ging die
Beschwerdegegnerin beim Unfall vom 25. März 2009 mit Distorsionstrauma der
rechten Schulter im angefochtenen Entscheid von einem leichten bzw. höchstens
mittelschweren Ereignis aus. Letzteres steht mit der einschlägigen Praxis (vgl. A.
Rumo-Jungo, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 3. A., S. 54-56) in Einklang.
Der Unfall lässt sich nicht als leichtes/banales Ereignis interpretieren. Jedoch ist er bei
den mittelschweren Ereignissen eher dem Grenzbereich zu den leichten Unfällen
zuzuordnen (vgl. Urteil des EVG vom 12. August 2005, U 191/04, E. 5.1). Was die im
Zusammenhang mit mittelschweren Unfällen von der Rechtsprechung aufgestellten
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Kriterien betrifft (vgl. angefochtener Entscheid, E. 3e), können dramatische
Begleitumstände oder eine besondere Eindrücklichkeit nicht bejaht werden. Die
erlittenen Verletzungen waren zwar nicht unerheblich. Eine Verletzung besonderer Art
oder Schwere mit erfahrungsgemässer Eignung, psychische Fehlentwicklungen
auszulösen, lässt sich jedoch nicht bejahen.
4.2 Nach dem Unfall vom 25. März 2009 zeigten sich beim Beschwerdeführer an der
rechten Schulter eine Supraspinatussehnenruptur und ein subakromiales Impingement
sowie eine ausgeprägte Bewegungseinschränkung, klinisch als frozen shoulder
imponierend. Die Berichterstatter der Rehaklinik Bellikon bestätigten am 1. Februar
2010 neben den erwähnten Befunden eine erhebliche Symptomausweitung und
Selbstlimitierung bei praktischer Therapieresistenz. Sie empfahlen die Fortführung des
in der Rehaklinik erlernten Heimprogramms (UV-act. 55 S. 2f). Die Therapieresistenz
und die Selbstlimitierung bestätigten sich im weiteren Verlauf. Soweit die ärztlichen
Bemühungen in somatischer Hinsicht Abklärungsmassnahmen, nicht jedoch
eigentliche Behandlungen umfassten, haben sie bei der Festlegung der Dauer der
ärztlichen Behandlung ausser Betracht zu bleiben (vgl. dazu Urteile des Bundesgerichts
vom 6. März 2006, U 219/05, E. 6.4.2, und vom 16. August 2006, U 258/05, E. 4.3.3).
Mit Blick auf die weniger als 11⁄2jährige Behandlung von körperlichen Unfallfolgen
(psychische Einschränkungen sind hier nicht zu berücksichtigten) bis zum
Fallabschluss (vgl. vorstehende E. 3.2) kann nicht von einer ungewöhnlich langen Dauer
der ärztlichen Behandlung gesprochen werden. Nachdem das Zustandsbild und damit
auch Schmerzempfinden bereits ab Anfang 2010 in erheblichem Umfang durch die
psychische Situation beeinflusst waren, kann auch das Kriterium von körperlichen
Dauerschmerzen nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit als erfüllt betrachtet
werden. Das Kriterium eines schwierigen Heilungsverlaufs bzw. von erheblichen
Komplikationen (solche setzen nicht unbedingt eine lang dauernde Behandlung von
somatischen Unfallfolgen voraus) lässt sich ebenfalls nicht bejahen. Für eine die
Unfallfolgen erheblich verschlimmernde ärztliche Fehlbehandlung, wie sie vom
Beschwerdeführer bezogen auf die Revision der Rotatorenmanschette behauptet wird
(act. G 7 S. 2), finden sich keinerlei Anhaltspunkte in den Akten (vgl. UV-act. 13, 18).
Einzig die Feststellung, dass für den Beschwerdeführer das Operationsresultat
"durchzogen" gewesen sei (zwar langsame Abnahme der Schmerzen, aber keine
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Zunahme der Gebrauchsfähigkeit des Arms; act. G 7 S. 2f), belegt noch keine
Fehlbehandlung.
4.3 Nach dem streitigen Unfall bescheinigten die Ärzte der Rehaklinik Bellikon im
Februar 2010 eine vollumfänglich zumutbare Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten
Tätigkeit (UV-act. 55). Von einer vollen Arbeitsfähigkeit aus somatischer Sicht ging am
15. Juni 2010 auch der Kreisarzt (UV-act. 80) aus. Eine lang dauernde, somatisch
begründete Arbeitsunfähigkeit liegt damit ebenfalls nicht vor. Soweit aus dem
ärztlichen Bericht der Klinik H._ AG (UV-act. 89) und dem bi-disziplinären IV-
Gutachten eine Arbeitsunfähigkeit hervorgeht, ergingen die entsprechenden
Einschätzungen weitgehend unter Berücksichtigung der psychischen bzw.
nichtorganischen Faktoren sowie unfallfremder Beschwerden (vgl. vorstehende E. 3.1),
die vorliegend ausser Acht bleiben müssen. Damit muss der adäquate
Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 25. März 2009 und den psychischen
Beschwerden verneint werden. Dabei ist darauf hinzuweisen, dass gemäss
Rechtsprechung für die Bejahung einer Unfallkausalität bei mittelschweren Unfällen
(Schleudertrauma-Bereich) im engeren Sinn die Erfüllung von drei Adäquanzkriterien
vorausgesetzt wird, während bei mittelschweren Ereignissen an der Grenze zu den
leichten Fällen vier Adäquanzkriterien erfüllt sein müssen (vgl. Urteil des
Bundesgerichts vom 2. Oktober 2009, 8C_421/2009). Für die Bemessung der
Invalidität können dementsprechend lediglich die unfallkausalen somatischen
Beeinträchtigungen mit einbezogen werden.
5.
5.1 Zur Festlegung des Valideneinkommens 2010 von Fr. 66'430.-- ging die
Beschwerdegegnerin von den Angaben der früheren Arbeitgeberin aus, welche einen
Grundlohn pro Monat (13x) von Fr. 5'110.-- meldete (UV-act. 137). Von diesem
unbestritten gebliebenen Betrag ist nachstehend auszugehen.
5.2 Das Invalideneinkommen legte die Beschwerdegegnerin gestützt auf DAP-Zahlen,
d.h. die Arbeitsplätze Nr. 989, 9969, 7469, 3602 und 472054 in UV-act. 101, mit
Fr. 57'538.-- (Durchschnitt) fest. Im Hinblick auf die geforderte Repräsentativität der
DAP-Profile und die daraus abgeleiteten Lohnangaben hat die Beschwerdegegnerin
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nach der Rechtsprechung, zusätzlich zur Auflage von mindestens fünf DAP-Blättern,
Angaben zu machen über die Gesamtzahl der aufgrund der gegebenen Behinderung in
Frage kommenden dokumentierten Arbeitsplätze, über den Höchst- und den Tiefstlohn
sowie über den Durchschnittslohn der dem jeweils verwendeten Behinderungsprofil
entsprechenden Gruppe. Im Beschwerdeverfahren ist es Sache des angerufenen
Gerichts, die Rechtskonformität der DAP-Invaliditätsbemessung zu prüfen,
gegebenenfalls die Sache an den Versicherer zurückzuweisen oder an Stelle des DAP-
Lohnvergleichs -einen Tabellenlohnvergleich gestützt auf die LSE vorzunehmen (Urteil
des EVG vom 28. August 2003, U 35/00, E. 4.2.2). Konkret liegen die von der
Rechtsprechung geforderten Angaben vor und die von der Beschwerdegegnerin
ausgewählten DAP-Arbeitsplätze sind den behinderungsbedingten Einschränkungen
des Beschwerdeführers angepasst.
Die Bemessung anhand statistischer Löhne würde zu einem vergleichbaren
Invalideneinkommen führen. Aus der LSE 2008 TA 1 Niveau 4 ist für Männer ein
durchschnittliches Monatssalär von Fr. 4'806.-- ersichtlich. Das hieraus errechnete
Jahressalär von Fr. 57'672.-- basiert auf 40 Wochenstunden und ist auf die
betriebsübliche durchschnittliche Arbeitszeit 2010, d.h. auf 41.6 Stunden,
aufzurechnen, woraus sich ein Betrag von Fr. 59'979.-- ergibt. In den Jahren 2009 und
2010 stiegen die Nominallöhne um 2.1% und 0.8%, woraus ein Betrag von Fr.
61'728.-- resultiert. Unter Berücksichtigung eines 10%igen Leidensabzuges ergäbe
sich ein Betrag von Fr. 55'555.--. Nachdem dieses Einkommen weniger als 5% unter
dem DAP-Wert liegt, erscheint es gerechtfertigt, auf das DAP-Einkommen von Fr.
57'538.-- abzustellen. Die Gegenüberstellung dieses Betrags mit dem
Valideneinkommen von Fr. 66'430.-- ergibt eine Erwerbsunfähigkeit von 13.4%
(gerundet 13%; BGE 130 V 122 E. 3.2). Im Übrigen ist festzuhalten, dass die IV den IV-
Grad von 36% auf der Basis der 70%igen Leistungsfähigkeit gemäss bi-disziplinärem
Gutachten, und damit unter Berücksichtigung von nicht unfallbedingten Diagnosen mit
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit, berechnet hatte. Der IV-Entscheid basiert somit
auf anderen Grundlagen, die hier nicht zum Tragen kommen.
6.
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Zu prüfen bleibt die Höhe des unfallbedingten Integritätsschadens. Die
Beschwerdegegnerin legte die rechtlichen Voraussetzungen für die Zusprechung einer
Integritätsentschädigung im angefochtenen Entscheid (E. 8a) zutreffend dar.
Anhaltspunkte für eine Unrichtigkeit der Einschätzung des Integritätsschadens
aufgrund der unfallbedingten Schulterverletzung durch Dr. E._ (UV-act. 81) lassen
sich den Akten nicht entnehmen. Solche werden auch vom Beschwerdeführer nicht
geltend gemacht. Da es an der adäquaten Unfallkausalität der Ellbogenprobleme und
des psychiatrischen Befunds fehlt, lässt sich hieraus zum vornherein kein zusätzlicher
unfallbedingter Integritätsschaden ableiten.
7.
Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Bestätigung des
Einspracheentscheids vom 13. Dezember 2010 abzuweisen. Gerichtskosten sind keine
zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).
Demgemäss hat das Versicherungsgericht im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39
VRP entschieden:
1. Die Beschwerde wird abgewiesen.
2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.
Publikationsplattform St.Galler Gerichte Entscheid Versicherungsgericht, 05.07.2012 Art. 6, 18 und 24 UVG. Art. 16 ATSG. Unfallkausalität gesundheitlicher (physischer und psychischer) Beschwerden. Bemessung von Rente und Integritätsentschädigung (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 5. Juli 2012, UV 2011/7).
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2021-09-19T14:09:56+0200 "9001 St.Gallen" Publikationsplattform Kanton St.Gallen