Decision ID: 54c6715a-ec74-5f13-8c1c-779643f6fed8
Year: 2011
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Entscheid Versicherungsgericht, 13.04.2011 Art. 73 Abs. 1 lit. b und 82 Abs. 2 BVG: Leistungspflicht aus gebundener Vorsorge der Säule 3a. Bemessung der Invaliditätsleistungen bei einem selbständigen Erwerbstätigen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 13. April 2011, BV 2010/2). Vizepräsident Joachim Huber, Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider und Versicherungsrichter Martin Rutishauser; Gerichtsschreiber Walter Schmid Entscheid vom 13. April 2011 in Sachen A._, Kläger, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Roland Hochreutener, St. Leonhard-Strasse 20, Postfach, 9001 St. Gallen, gegen Vaudoise Leben , Place de Milan, 1001 Lausanne, Beklagte, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Walter Wagner, Poststrasse 23, 9001 St. Gallen, betreffend Invalidenrente Sachverhalt:
A.
A.a A._ (nachfolgend: Versicherter) schloss bei der Vaudoise Leben Versicherungs-
Gesellschaft (nachfolgend: Vaudoise) eine gebundene Vorsorge-Versicherung B._ mit
Beginn am 1. September 1999 ab. Als Leistungen wurden unter anderem eine jährliche
Rente von Fr. 36'000.-- bis 30. Dezember 2017 bei Erwerbsunfähigkeit vom 31.
Dezember 2003 bis 30. Dezember 2015, zahlbar nach einer Wartefrist von 24 Monaten,
sowie die Prämienbefreiung nach einer Wartefrist von drei Monaten bei
Erwerbsunfähigkeit vom 31. Dezember 2003 bis 30. Dezember 2017 vereinbart (act. G
1.1/1). Am 11. Januar 2006 meldete der Versicherte der Vaudoise seit dem 16.
Dezember 2005 bestehende starke Rücken- und Schulterschmerzen (act. G 1.1/2). Dr.
med. C._, FMH Allgemeine Medizin, Waldkirch, bescheinigte am 23. Januar 2006 ein
lumbospondylogenes Schmerzsyndrom mit vollständiger Arbeitsunfähigkeit seit dem 4.
Januar 2006 (act. G 1.1/3). Mit Schreiben vom 13. Februar 2006 korrigierte Dr. C._
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den Beginn der Arbeitsunfähigkeit auf den 16. Dezember 2005 (act. G 1.1/4). Die
Vaudoise gewährte dem Kläger nach Ablauf der vertraglichen Wartefrist von drei
Monaten eine Prämienbefreiung vom 1. April bis 31. Oktober 2006 von 100 %, für den
November 2006 von 50 % und für Dezember 2006 von 25 % (act. G 7.1/2f). Der
Versicherte hatte von Anfang 1991 bis 31. August 2006 als Selbständig Erwerbender
Installationen für die D._ durchgeführt. Seit 1. März 2007 war er als Geschäftsführer
der E._ tätig (IV-act. 1). Für die Jahre 2007 und 2008 attestierte Dr. C._ dem
Versicherten Arbeitsunfähigkeiten von mindestens 50 % (act. G 1.1/5). Die Vaudoise
gewährte ihm eine entsprechende (teilweise) Prämienbefreiung bis 31. Dezember 2006
und schloss den Fall für die Folgezeit ab (act. G 7.1/4).
A.b Im Januar 2008 meldete sich der Versicherte zum Leistungsbezug bei der
Invalidenversicherung an (IV-act. 1). Nach Durchführung von medizinischen
Abklärungen eröffnete ihm die IV-Stelle des Kantons St. Gallen, dass er ab 1. Februar
2008 Anspruch auf eine Viertelsrente bei einem IV-Grad von 40 % habe. Er könne seit
dem 1. Februar 2007 nicht mehr als selbständig erwerbender Installateur tätig sein.
Dennoch sei ihm die aktuell ausgeübte Tätigkeit noch im Umfang von 60 % zumutbar.
Dabei könne er noch ein Einkommen von Fr. 69'697.-- erzielen. Das Einkommen ohne
Behinderung sei mit Fr. 116'163.-- ermittelt worden (act. G 1.1/8). Gegen diese
Verfügung beschwerte sich Rechtsanwalt lic. iur. R. Hochreutener, St. Gallen, für den
Versicherten am 10. November 2009 beim Versicherungsgericht des Kantons St.
Gallen. Dieses hiess die Beschwerde mit Entscheid vom 25. März 2011 in dem Sinn
teilweise gut, dass die Verfügung vom 5. Oktober 2009 aufgehoben und die
Beschwerdegegnerin verpflichtet wurde, dem Beschwerdeführer ab 1. Januar 2007
eine Viertelsrente auszurichten.
A.c Am 30. Juni 2009 hatte der Versicherte durch seinen Rechtsvertreter bei der
Vaudoise mit dem Hinweis auf den IV-Grad von mindestens 40 % die Ausrichtung einer
entsprechenden Erwerbsunfähigkeitsrente und die Gewährung der Prämienbefreiung
beantragen lassen (act. G 1.1/9). Mit Schreiben vom 1. September 2009 teilte die
Vaudoise dem Rechtsvertreter des Versicherten mit Verweis auf ein Gutachten von
Dr. med. F._, Facharzt FMH für Innere Medizin, vom 22. September 2008 mit, dem
Versicherten sei eine leichte körperliche Tätigkeit (im jetzigen Berufsumfeld) mit
wechselnden Körperpositionen zumutbar. Im Rahmen einer Tätigkeit als
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Immobilienmakler und Bauleiter von Renovationen (leichte körperliche Tätigkeit) sei ihm
eine 80 bis 100 %ige Arbeitsfähigkeit zuzumuten. Sie halte daher an ihrer
Stellungnahme vom 2. Oktober 2008 fest und werde weiterhin keine
Leistungsabrechnung erstellen. Der Fall sei für sie abgeschlossen (act. G 1.1/10).
B.
B.a Am 28. Januar 2010 erhob Rechtsanwalt Hochreutener für den Versicherten Klage
gegen die Vaudoise mit den Anträgen, die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger
gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 68 % mit Wirkung ab 1. Januar 2008 eine
Invalidenrente von jährlich Fr. 36'000.-- sowie eine vollumfängliche Befreiung von der
Jahresprämie von Fr. 6'000.-- nebst Verzugszins zu 5 % ab mittlerem Verfall zu
bezahlen. Eventualiter sei die Beklagte zu verpflichten, dem Kläger gestützt auf einen
Invaliditätsgrad von 40 % mit Wirkung ab 1. Januar 2008 eine Invalidenrente von
jährlich Fr. 14'400.-- sowie eine Befreiung von der Jahresprämie in der Höhe von Fr.
2'400.-- nebst Verzugszins zu 5 % ab mittlerem Verfall zu bezahlen. Diesfalls sei vom
Nachklagerecht Vormerk zu nehmen. Subeventualiter sei die Streitsache zur
Durchführung weiterer Abklärungen an die Beklagte zurückzuweisen. Zur Begründung
legte der Rechtsvertreter unter anderem dar, nachdem die Beklagte die
Erwerbsunfähigkeit in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen im Ergebnis nach
Massgabe der sozialversicherungsrechtlichen Grundsätze definiert habe, könnten der
Beurteilung die entsprechenden Bestimmungen und Bemessungsgrundsätze zugrunde
gelegt werden. Das Gutachten von Dr. med. G._, Orthopädische Chirurgie FMH,
erweise sich insgesamt als überzeugend und in der Beurteilung der medizinischen
Situation einleuchtend. Als Durchschnitt der Einkommen 2001 bis 2005 des Klägers
resultiere ein Valideneinkommen von Fr. 146'538.-- (bis 2007 der
Nominallohnentwicklung angepasst). Würden die Einkommen der Jahre 2002 bis 2004
berücksichtigt, resultiere ein teuerungsbereinigtes Valideneinkommen 2007 von Fr.
117'938.--. Die von der Invalidenversicherung getroffene Annahme, der Kläger könne
als Bauleiter ein Invalideneinkommen von rund Fr. 10'000.-- bis Fr. 12'000.-- pro Monat
erzielen, beruhe auf einer pauschalen Annahme. Die IV-Stelle gehe sodann von der
(falschen) Annahme aus, der Kläger könne in Zukunft weiterhin als Bauleiter der von
ihm erworbenen und finanzierten Bauprojekte tätig sein sowie - trotz der massiven
gesundheitlichen Beeinträchtigung - mindestens ein Einkommen in Höhe des
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bisherigen Durchschnittsverdienstes als Gesunder erzielen. Die bisher ausgeübte
Tätigkeit als Bauleiter im eigenen Betrieb könne mit grösster Wahrscheinlichkeit nur
noch während einer befristeten Zeit bis zum Abschluss des Investitionsprojektes
ausgeführt werden. Nur dank der Möglichkeit des zeitlich flexiblen Einsatzes und der
Einlegung von Pausen habe der Kläger diese Tätigkeit als Bauleiter überhaupt
ausführen können. Auf dem freien Arbeitsmarkt wäre ihm eine Bauleitertätigkeit aus
gesundheitlichen Gründen sowie aufgrund seiner Berufsausbildung nicht möglich.
Aufgrund seiner Ausbildung als Spengler-Installateur könnte er als gesunder
Arbeitnehmer in der Baubranche ein Jahreseinkommen von Fr. 78'828.-- erzielen. Bei
einer 60 %igen Resterwerbsfähigkeit ergebe sich ein Invalideneinkommen von
Fr. 47'297.--. Aus der Gegenüberstellung mit dem Valideneinkommen von
Fr. 146'538.-- resultiere ein IV-Grad von 68 % und damit ein Anspruch auf eine ganze
Invalidenrente. Die Arbeitsunfähigkeit bestehe seit 16. Dezember 2005, so dass die
Rente nach Ablauf von 24 Monaten ab 1. Januar 2008 zur Zahlung fällig werde. Bei
Annahme eines Valideneinkommens von Fr. 117'938.-- und eines Invalideneinkommen
von Fr. 35'786.-- (für Hilfsarbeiten gemäss LSE-Tabelle Niveau 4) resultiere ein IV-Grad
von 70 %. Werde der Standpunkt vertreten, dass dem Kläger die Tätigkeit als Bauleiter
im Rahmen eigener Investitionsprojekte auf Dauer möglich und zumutbar wäre, so
käme die Beklagte nicht umhin, eingehende betriebliche Abklärungen durchzuführen
und gestützt darauf das ausserordentliche Bemessungsverfahren für selbständig
Erwerbende zur Anwendung zu bringen.
B.b In der Klageantwort vom 14. April 2010 beantragte Rechtsanwalt lic. iur. Walter
Wagner, St. Gallen, für die Beklagte Abweisung der Klage, unter Kosten- und
Entschädigungsfolge zulasten des Klägers. Zur Begründung führte er unter anderem
aus, der im Eventualantrag angebrachte Nachklagevorbehalt sei nicht zulässig. Es
handle sich um eine reine Leistungsklage. Soweit der Kläger einen Invaliditätsgrad von
40 % behaupte, habe er die daraus resultierenden Leistungen zu beziffern. Ein Grund,
weshalb eine Bezifferung im Zeitpunkt der Klageeinleitung nicht möglich gewesen sein
sollte, sei nicht ersichtlich. Ebenso sei der Subeventualantrag betreffend Rückweisung
an die Beklagte nicht zulässig. Die in den Attesten von Dr. C._ angegebenen
Arbeitsunfähigkeiten, die sich ab 1. Februar 2007 über 80 % und 66 % auf 50 %
reduzieren würden, seien bestritten. Die Beklagte habe keine Kenntnis davon, wann
sich der Kläger zum Bezug von Leistungen der IV angemeldet habe. Die Beklagte
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anerkenne die für die IV-Stelle abgegebene Begutachtung von Dr. G._ nicht. Die
selbst in Auftrag gegebene Begutachtung durch Dr. F._ zeige ein anderes Bild. Auf
die hier fragliche Invalidenrente seien die Bestimmungen des VVG sowie die
Allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB) der Beklagten und nicht diejenigen des
Sozialversicherungsrechts anwendbar. Ein allenfalls von der IV-Stelle eingeholtes
Gutachten könne höchstens den Wert eines Parteigutachtens, nämlich des Klägers, der
daraus etwas ableiten wolle, haben. Der wesentliche Unterschied zu den hier
anwendbaren Bestimmungen des Privatrechts und des VVG gegenüber den vom
Kläger bemühten Bestimmungen des Sozialversicherungsrechts bestehe darin, dass
hier ein strikter Beweis verlangt sei, während dort auch auf die überwiegende
Wahrscheinlichkeit abgestellt werden könne. Aufgrund der divergierenden
Äusserungen der medizinischen Gutachter würden Zweifel bestehen bleiben, weshalb
der Hauptbeweis nicht erbracht sei. Im Übrigen könne Dr. F._ allein aufgrund seiner
medizinischen Spezialisierung eine fachliche Qualifikation nicht abgesprochen werden.
Eine klinisch nachvollziehbare Begründung für die festgestellte Beeinträchtigung sei
dem Gutachten von Dr. G._ nicht zu entnehmen. Es sei daher eine Expertise
durchzuführen. Für die Bemessung des Valideneinkommens sei in Anwendung der AVB
der Beklagten vom Durchschnitt der Einkommen in den Jahren 2004 und 2005
auszugehen (Fr. 88'555.--). Auch die Bestimmung des Invalideneinkommens sei nicht
nach denjenigen des sozialversicherungsrechtlichen Verfahrens vorzunehmen. Der
Kläger verfüge aufgrund der langjährigen Erfahrung in der bisherigen Tätigkeit über
weite Erfahrungen im Baugewerbe und über ein Netzwerk, dass ihm ein
Invalideneinkommen im Bereich des von der IV-Stelle festgestellten Betrags von rund
Fr. 69'700.-- (bei 40 % medizinisch theoretischer Arbeitsunfähigkeit) ermöglichen
sollte. Die hier massgebende Erwerbseinbusse betrage mithin maximal 22 %.
B.c Mit Replik vom 3. Mai 2010 (act. G 10) und Duplik vom 9. Juni 2010 (act. G 14)
hielten die Parteien an ihren Standpunkten fest.
B.d Das Versicherungsgericht zog die Akten der Invalidenversicherung betreffend den
Kläger für das vorliegende Verfahren bei (act. G 16). Mit Eingabe vom 22. November
2010 (act. G 20) und 10. Dezember 2010 (act. G 22) bestätigten die Parteien ihre
Darlegungen.

Erwägungen:
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1.
1.1 Streitig ist die Leistungspflicht der Beklagten aus einer gebundenen
Vorsorgeversicherung der Säule 3a nach Art. 82 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die
berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG; SR 831.40). Solche
Streitigkeiten fallen in die sachliche Zuständigkeit der Berufsvorsorgegerichte (Art. 73
Abs. 1 lit. b BVG, in der Fassung gemäss Ziff. I des Bundesgesetzes vom 3. Oktober
2003 [1. BVG-Revision], in Kraft seit 1. Januar 2005; Urteil des Bundesgerichts [B
163/06] vom 11. Februar 2008, Erw. 3).
1.2 Gemäss den auf den zur Diskussion stehenden Vorsorgevertrag anwendbaren
Allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB), Ausgabe 1. September 1999, liegt eine
Erwerbsunfähigkeit vor, wenn die versicherte Person infolge medizinisch objektiv
feststellbarer Krankheit oder eines Unfalls ausser Stande ist, ihren Beruf oder eine
andere zumutbare Erwerbstätigkeit auszuüben (ohne Berücksichtigung der
Arbeitsmarktlage) und sie dadurch gleichzeitig einen Erwerbsausfall oder einen diesem
entsprechenden finanziellen Nachteil erleidet. Zumutbar ist eine Tätigkeit, wenn sie den
Fähigkeiten und der Lebensstellung der versicherten Person entspricht, auch wenn die
hierfür benötigten Kenntnisse erst durch eine Umschulung erworben werden müssen
(Art. 2.1 Abs. 1 AVB). Der Grad der Erwerbsunfähigkeit entspricht der Differenz
zwischen dem Erwerbseinkommen, das die versicherte Person vor dem Eintritt der
Erwerbsunfähigkeit erzielt hat und demjenigen, das die versicherte Person nach Eintritt
der Erwerbsunfähigkeit erzielt oder bei ausgeglichenem Arbeitsmarkt erzielen könnte
(Art. 2.1 Abs. 2 AVB). Teilweise Erwerbsunfähigkeit gibt Anspruch auf herabgesetzte
Leistungen. Beträgt die Erwerbsunfähigkeit jedoch mindestens 66 2/3 %, besteht der
volle Leistungsanspruch; beträgt die Erwerbsunfähigkeit zwischen 25 % und weniger
als 66 2/3 %, werden die Leistungen im Verhältnis zum Grad der Erwerbsunfähigkeit
berechnet (Art. 2.3 AVB). Beträgt die Erwerbsunfähigkeit der versicherten Person
weniger als 25 %, erlischt der Leistungsanspruch (Art. 2.5 AVB).
1.3 Der Invaliditätsbegriff gemäss Art. 2.1 AVB weicht von dem nach Art. 23 BVG für
den Anspruch auf Invalidenleistungen der obligatorischen beruflichen Vorsorge
massgebenden Begriff in der Invalidenversicherung (Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit
Art. 7 und 8 Abs. 1 ATSG) insofern ab, als bei der Zumutbarkeit von Arbeitsleistungen
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ausserhalb des bisherigen Berufs nur Tätigkeiten berücksichtigt werden, die der
bisherigen Lebensstellung entsprechen. Zudem besteht ein Anspruch bereits bei einem
Invaliditätsgrad von 25 %. Dies bedeutet eine Besserstellung gegenüber der
allgemeinen gesetzlichen Regelung, welche aber nicht so weit geht, dass der Anspruch
aus gebundener Vorsorge lediglich eine Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit im
bisherigen Beruf voraussetzte (vgl. auch Entscheid des st. gallischen
Versicherungsgerichts vom 16. April 2008 i/S K. [BV 2007/20] Erw. 1.3). Daher ist
vorliegend selbständig zu prüfen, ob eine Erwerbsunfähigkeit infolge Krankheit im Sinn
der Vorsorge-Police vom 10. Februar 2004 sowie der einschlägigen
Versicherungsbedingungen besteht. Dabei sind die medizinischen und erwerblichen
Akten, welche Grundlage für den Entscheid der Invalidenversicherung bildeten, in die
Beurteilung mit einzubeziehen. Für das vorliegende Verfahren kommt die
Untersuchungsmaxime zur Anwendung, womit der rechtserhebliche Sachverhalt von
Amtes wegen zu erheben ist (Art. 73 Abs. 2 BVG). Die Parteien tragen eine Beweislast
nur insofern, als bei Beweislosigkeit der Entscheid zuungunsten derjenigen Partei
ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte (H.U.
Stauffer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Die
berufliche Vorsorge, 2. A., 194f). Sodann erscheint es sachgerecht, die
Invaliditätsbemessung insoweit in Anlehnung an die Rechtsprechung der
Invalidenversicherung vorzunehmen, als sich dies mit den anwendbaren
reglementarischen oder vertraglichen Bestimmungen vereinbaren lässt bzw. die
Anlehnung durch diese Bestimmungen gestützt wird.
2.
2.1 Im Bericht vom 1. Februar 2008 hielt der Wirbelsäulenchirurg Dr. med. H._ beim
Kläger als Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit eine Diskopathie L4/5 und L5/
S1 mit rezidivierenden Lumbagoattacken fest. Klinisch bestehe der Verdacht auf eine
Instabilität im Bereich L5/S1. Der Kläger habe seit Anfang 2005 an wiederholten
Lumbagoattacken mit damit einhergehender Arbeitsunfähigkeit gelitten. In absehbarer
Zeit werde eine operative Stabilisierung notwendig werden. Eine wechselbelastende
leichte Tätigkeit ohne Heben von Lasten von mehr als 10 bis 15 kg und ohne Arbeiten
mit Inklinationsstellung sei ihm während 8 Stunden pro Tag zumutbar, wobei eine um
50 % verminderte Leistungsfähigkeit bestehe (IV-act. 9). Im Gutachten zuhanden der
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Invalidenversicherung vom 18. Dezember 2008 kam Dr. med. G._, Orthopädische
Chirurgie FMH, unter anderem zum Schluss, dass beim Kläger im Verlauf der letzten
vier Jahre zunehmend lumbale Rückenbeschwerden aufgetreten seien. Klinisch zeige
sich das Bild einer akuten Lumbago mit statisch ungünstiger Inklination des
Oberkörpers. Die verminderte Belastbarkeit der Wirbelsäule führe dazu, dass die früher
ausgeübte schwere körperliche Tätigkeit des Kabelverlegens nicht mehr ausgeübt
werden könne. Ähnlich sehe es mit der Tätigkeit als Sanitärinstallateur aus. Bei beiden
Arbeiten würden Zwangshaltungen vorkommen, und es müssten Gewichte von mehr
als 20 kg gehoben werden. Die Beschwerden würden vom Kläger genau und
konsistent angegeben, und die Befunde entsprächen der gesundheitlichen Situation.
Der Vorteil der aktuellen Tätigkeit als Bauleiter liege darin, dass dabei
Wechselpositionen eingenommen werden können (Auto fahren,
Baustellenbesichtigung, kurze Tätigkeit im Sitzen, Hinlegen). Bei einem
angenommenen 9-Stundentag entstehe durch die Notwendigkeit vermehrter Pausen
eine zeitliche Einbusse von 40 %, neben der qualitativen Einschränkung im Vergleich
zur letzten Tätigkeit (act. G 1.1/6; IV-act. 33). Am 17. Januar 2009 ergänzte Dr. G._,
dass die Sitzdauer auf eine Stunde beschränkt sei. Vom Kläger könnten keine Arbeiten
auch in geringer Inklination des Oberkörpers mehr ausgeführt werden. Einseitige
Belastungen und Drehbewegungen könnten nicht mehr vorgenommen werden. Man
müsse sich also eine Tätigkeit vorstellen, bei welcher relativ viel gegangen, aber nur
kurze Zeit gesessen werde. So könnte beispielsweise eine leichte Lagertätigkeit als
angepasst bewertet werden. Der klinische Eindruck vermittle eine erhebliche
gesundheitliche Beeinträchtigung, welche auch begründet werden könne. Mit der
beschriebenen Tätigkeit könne die zeitliche Einschränkung nicht unter 30 % gesenkt
werden (act. G 1.1/7; IV-act. 36).
2.2 Der Internist Dr. F._ kam im Gutachten vom 22. September 2008 zuhanden der
Beklagten zum Schluss, zwingende Gründe, weshalb dem Kläger eine leichte
körperliche Tätigkeit mit wechselnden Körperpositionen nicht möglich sei, seien zur
Zeit nicht feststellbar. Eine leichte Tätigkeit mit wechselnden Körperpositionen sei (im
jetzigen Berufsumfeld) zumutbar. Insbesondere sollte versucht werden, die
schmerzbedingte Einschränkung und Bewegungseinschränkung mit einer allenfalls
medikamentösen Schmerztherapie oder sogar mit einem Rehabilitationsaufenthalt zu
verbessern. Im Rahmen der Tätigkeit als Immobilienmakler und als Bauleiter von
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Renovationen (leichte körperliche Tätigkeit) sei dem Kläger eine 80 bis 100 %ige
Arbeitsfähigkeit zuzumuten. Eine erhebliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
bestehe bei schwerer körperlicher Arbeit (act. G 1.1/11). Der RAD-Arzt Dr. med. I._
hielt unter Bezugnahme auf die beiden Berichte von Dr. G._ am 26. Januar 2009 fest,
in der aktuell ausgeübten Tätigkeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 60 % (ganztags
mit vermehrten und betriebsüblichen Pausen). In einer optimal leidensangepassten
Tätigkeit könne die Arbeitsfähigkeit allerhöchstens auf 70 % gesteigert werden (IV-act.
37). Am 27. Juli 2009 vermerkte der RAD-Arzt zu einem entsprechenden Einwand des
Beschwerdeführers, in der Tat verwende Dr. G._ im Gutachten vom 18. Dezember
2008 die Limite von 10 kg, während dem er im ergänzenden Schreiben vom 17. Januar
2009 von 20 kg spreche. Es erscheine jedoch gerechtfertigt, auf die Angaben im
Gutachten mit der 10 kg Gewichtslimite abzustellen (IV-act. 47).
3.
3.1 Streitig und zu prüfen ist die Höhe der der Rentenbemessung zugrunde zu
legenden Vergleichseinkommen (Art. 2.1 AVB). Hierzu ist zunächst die zumutbare
Arbeitsfähigkeit des Klägers abzuklären. Dabei bildet der Umstand allein, dass
divergierende ärztliche Berichte und Gutachten vorliegen, noch keinen Anlass für
weitere Begutachtungen. Letzteres wäre erst der Fall, wenn keiner der im Recht
liegenden Berichte zu überzeugen vermöchte. Vorweg ist festzuhalten, dass sich aus
dem Hinweis von Dr. H._ vom 22. Juni 2006, wonach nach Mitte Juni 2006 (bei stabil
gutem Verlauf) ein Arbeitsversuch möglich sein sollte (act. G 7.1/5), nichts für die
Klärung der dauerhaften Arbeitsfähigkeit und deren Ausmass (vgl. act. G 7 S. 4 oben)
ableiten lässt. Dies umso weniger, als auch Dr. H._ für den allfälligen Eintritt eines
Schmerzrückfalls mit Arbeitsunfähigkeit weitere Behandlungsmassnahmen vorsah (act.
G 7.1/5). Am 19. Oktober 2006 verneinte Dr. H._ die Indikation eines operativen
Vorgehens und bejahte, nachdem die Beschwerden durch körperliche Schonung
gebessert hätten, eine medizinische Trainingstherapie (act. G 7.1/8). Wenn Dr. C._
auf Anfrage des Vertrauensarztes Dr. med. J._, Innere Medizin FMH, (act. G 7.1/6)
am 30. Oktober 2006 mitteilte, leichtere Tätigkeiten wären dem Kläger sicher zumutbar
(act. G 7.1/7), so ist damit noch nichts zum zumutbaren Pensum ausgesagt. Die hierauf
vorgenommene Festsetzung der Arbeitsfähigkeit auf 100 % ab 1. Januar 2007 durch
Dr. J._ erfolgte ohne jede weitere Begründung lediglich mit Hinweis zuhanden von
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Dr. C._, dass er (Dr. J._) gerne Argumente empfange, aufgrund welcher die
Situation neu überdacht werden könne (act. G 7.1/9). Hierauf lässt sich die weitere
Argumentation offensichtlich nicht aufbauen. Während der Orthopäde Dr. G._ rund
zwei Jahre später in begutachtender Funktion zuhanden der Invalidenversicherung
bezogen auf die vom Kläger ausgeübte, wechselbelastende Tätigkeit als Bauleiter eine
40 %ige Einbusse bestätigte (IV-act. 33) und der RAD diese Einschätzung übernahm
(IV- act. 37), erachtete Dr. F._ eine leichte Tätigkeit mit wechselnden
Körperpositionen (im jetzigen Berufsumfeld) zu 80-100 % zumutbar (act. G 1.1/11). Das
Vorbringen von Dr. F._, es sprächen keine zwingenden Gründe gegen die
(vollzeitliche) Zumutbarkeit einer leichten, wechselbelastenden Tätigkeit, erscheint
jedoch als pauschale Feststellung zum einen nicht fundiert. Zum anderen lässt es die
hier wesentlichen orthopädischen Aspekte ausser Acht. Als Internist war Dr. F._ denn
auch fachlich nicht prädestiniert, zu den erwerblichen Auswirkungen des beim Kläger
bestehenden Gesundheitszustands Stellung zu nehmen. Dr. G._ begründete seine
Einschätzung ausführlich mit Darlegung der beim Kläger vorliegenden orthopädischen
Gegebenheiten. Unzutreffend ist in diesem Zusammenhang der Einwand der
Beklagten, die von Dr. G._ festgestellte Beeinträchtigung stütze sich im Wesentlichen
allein auf die Aussagen des Klägers (act. G 7 S. 9). Konkrete Anhaltspunkte für
unrichtige Annahmen oder Würdigungen im Gutachten G._ werden weder geltend
gemacht noch sind solche aus den Akten ersichtlich. Ein Anlass für eine weitere
Begutachtung erscheint damit nicht ausgewiesen. Auszugehen ist somit von der vom
orthopädischen Gutachter auf 60 % geschätzten Arbeitsfähigkeit in der im
Begutachtungszeitpunkt (und soweit ersichtlich auch in den Folgejahren) ausgeübten
Tätigkeit.
3.2 Der Kläger war von 1994 bis Ende 2005 als selbständig Erwerbender tätig (vgl.
Auszug aus dem individuellen Konto; IV-act. 7). Nach Aufgabe dieser körperlich
belastenden Tätigkeit gründete er im Oktober 2006 die E._. Diese Gesellschaft kaufte
eine renovationsbedürftige Liegenschaft. Als Bauführer/Projektleiter führte der Kläger
deren Renovation. Im Handelsregister ist er als Gesellschafter und Geschäftsführer der
GmbH eingetragen, welche das Geschäft der früheren Einzelfirma übernommen hatte.
Im IV-Antrag wurde der Kläger entsprechend als Arbeitnehmer der E._ angeführt (IV-
act. 1, 10). Deren Umsatz bestand (im Jahr 2007) aus Eigenleistungen (vgl. IV-act.
22-10/13). Mit der Gründung der GmbH hat sich an seiner faktischen Stellung in der
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Unternehmung - abgesehen von der krankheitsbedingten, nicht lediglich auf ein
einzelnes Projekt bezogenen Neuausrichtung der Tätigkeit (vgl. IV-act. 23-9/13) - nichts
Grundlegendes geändert. Von 2003 bis zum Eintritt der Arbeitsfähigkeitseinschränkung
war er - abgesehen von sporadischer Dritthilfe durch Bekannte, welche selber
Sozialversicherungsbeiträge abrechneten - der einzige Mitarbeiter seiner Einzelfirma
(IV-act. 23-4/13f). Hieran änderte sich soweit ersichtlich auch in der Folgezeit (nach
Gründung der GmbH) nichts. Bei diesem Sachverhalt ist der Kläger auch für die
Prüfung des IV-Rentenanspruchs als selbständig Erwerbender zu qualifizieren (vgl.
Entscheid des st. gallischen Versicherungsgerichts vom 25. März 2011 (IV 2009/425),
Erw. 4.1 mit Hinweis auf Urteil des EVG vom 14. Dezember 2006 [I 534/06], Erw. 2,
sowie Urteil des Bundesgerichts vom 19. Januar 2009 [9C_538/2008], welches den st.
gallischen Entscheid vom 15. Mai 2008 i/S K.H. [IV 2007/4] bestätigte).
3.3 Der im Verfügungszeitpunkt 57jährige Kläger war wie dargelegt seit 1994 und
damit während rund 15 Jahren (2009) in seiner Unternehmung tätig. Unter Würdigung
der Gesamtsituation (vgl. dazu Urteil des EVG vom 23. Dezember 2004 [I 316/04]
Erw. 2.2) konnte von ihm unter dem Gesichtspunkt der Schadenminderung
unbestrittenermassen nicht verlangt werden, seine "selbständige" Tätigkeit (in seiner
GmbH) zugunsten einer anderen unselbständigen Tätigkeit aufzugeben. Damit hat die
Invaliditätsbemessung aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse zu erfolgen. Die
Invalidenversicherung nahm zur Invaliditätsbemessung einen Einkommensvergleich
vor, wobei sie der Rentenverfügung ein Valideneinkommen 2008 von Fr. 116'163.-- (IV-
act. 42) zugrundelegte. Hierfür ging sie von den aus dem individuellen Konto
ersichtlichen Einkommen für die Jahre 2003 (Fr. 118'600.--) und 2004 (Fr. 93'100.--; IV-
act. 7-1/4) aus und entnahm dasjenige für 2002 (Fr. 119'595.--) der Betriebsanalyse im
Anhang zur Jahresrechnung 2003 (IV-act. 13-6/12). Den von ihr ermittelten
Durchschnitt von Fr. 110'862.-- (richtig wäre wohl ein Betrag von Fr. 110'431.--)
rechnete sie auf die Verhältnisse des Jahres 2008 auf (vgl. IV-act. 23-12/13). Der Kläger
lässt demgegenüber - wie bereits im IV-Verfahren - den Einbezug auch des (hohen)
Einkommens 2001 beantragen (act. G 1 S. 12). Im Abklärungsbericht vom 11. Juli 2008
hielt der zuständige Sachbearbeiter dazu fest, im Jahr 2001 habe eine andere
Betriebskonstellation mit Arbeitnehmern und einem einmaligen Ausnahmeerfolg von
mehr als Fr. 200'000.-- bestanden. Wegen der gemachten Erfahrungen mit
unqualifiziertem Personal wolle der Beschwerdeführer nicht mehr in einer solchen
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Konstellation arbeiten, denn Mitarbeiter müssten selbständig auf einer Baustelle
arbeiten können, wie er erklärt habe (IV-act. 23-12/13). Im IV-Entscheid (IV 2009/425,
Erw. 4.2) erachtete das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen die
Ausklammerung des Einkommens 2001 angesichts des langjährigen
Einkommensverlaufs sowie der später veränderten tatsächlichen Verhältnisse (ohne
Beschäftigung von Arbeitnehmern) als nachvollziehbar. Nach Lage der medizinischen
Akten traten beim Kläger seit 2004 zunehmend lumbale Rückenschmerzen auf. Im April
2005 erfolgte eine Hospitalisation wegen akuter Lumbago (IV-act. 33-2/6, 33-5/6). Seit
Dezember 2005 traten Arbeitsunfähigkeiten wechselnden Ausmasses bzw. von
mindestens 50 % auf (IV-act. 17-1/3). Aus dem IK-Auszug ist ersichtlich, dass die
Einkommen von 1994 bis 2001 anstiegen und sich danach verminderten (vgl. IV-act.
7-1/4: Einkommen 1995 von Fr. 40'500.--, 2001 von Fr. 275'800.--, 2002 von Fr.
127'300.--, 2003 von Fr. 118'600.--, 2004 von Fr. 93'100.-- und 2005 von Fr. 97'100.--.
Im Abklärungsbericht Selbständigerwerbende der Invalidenversicherung wurde
hinsichtlich des Einkommens nach Eintritt des Gesundheitsschadens festgehalten,
grundsätzlich gehe man davon aus, dass ein vollzeitig tätiger Bauleiter monatlich Fr.
10'000.-- bis Fr. 12'000.-- verdiene. Für das laufende Projekt werde von einem Betrag
von Fr. 130'000.-- (pro Jahr) ausgegangen. Die Realisierung des Projekts dauere
jedoch doppelt so lange wie sonst üblich (IV-act. 23-4/13). Der Betätigungsvergleich
ergab für die Zeit seit September 2006 eine Arbeitsfähigkeit von 50 % mit dem
Hinweis, dass der Kläger mit einem halben Pensum, d.h. ca. drei bis vier Stunden als
Bau- und Projektleiter arbeite (IV-act. 23-6/13). Der Treuhänder der GmbH gab das
AHV-pflichtige Einkommen vorerst mit Fr. 0.-- (2006) und mit Fr. 34'500.-- (2007) an
(IV-act. 11-4/7). In einem E-Mail vom 20. Juni 2008 erklärte er, das Gehalt des Klägers
seit 1. März 2007 basiere auf Fr. 120'000.-- Bruttolohn bei voller Arbeitsfähigkeit (IV-
act. 23-8/13). In einem weiteren E-Mail vom 6. Juli 2008 ergänzte der Treuhänder, dass
für das laufende Umbauprojekt von einem Bruttolohn von Fr. 100'000.-- ausgegangen
werden könne, da dem Kläger bei 50 % Arbeitsfähigkeit ein Bruttolohn von jährlich Fr.
60'000.-- bzw. Fr. 5'000.-- pro Monat ausgerichtet werden könne. Mit dem Wechsel
vom Handwerk in die Bauleitung habe er seine Möglichkeiten bereits optimiert. Er
erziele ein Erwerbseinkommen von Fr. 60'000.-- jährlich bei 50 % Arbeitsfähigkeit (IV-
act. 23-9/13f).
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3.4 Im IV-Entscheid 2009/425 kam das Versicherungsgericht zum Schluss, der IK-
Auszug sowie die erwähnten Angaben des Treuhänders würden für sich allein keine
verlässliche Grundlage zur Ermittlung der Vergleichseinkommen (Validen- und
Invalideneinkommen) darstellen, zumal davon auszugehen sei, dass die betriebliche
Entwicklung von verschiedenen, in ihrer Wirkung nicht im Einzelnen abschätzbaren
Faktoren beeinflusst und nicht nur vom Gesundheitszustand des Klägers abhängig
gewesen sei. Insgesamt lasse sich keine zuverlässige Korrelation zwischen den
erwähnten Zahlen und der auf dem eigenen Leistungsvermögen des Klägers
beruhenden Wertschöpfung herstellen. Die Invaliditätsbemessung habe aus diesen
Gründen nach der Methode des ausserordentlichen Bemessungsverfahrens bzw.
aufgrund eines blossen Prozentvergleichs zu erfolgen. Grundsätzlich sei zunächst im
Rahmen des ausserordentlichen Bemessungsverfahrens anhand des
Betätigungsvergleichs die leidensbedingte Behinderung festzustellen. Sodann sei diese
im Hinblick auf ihre erwerbliche Auswirkung besonders zu gewichten (IV-Entscheid
2009/425, Erw. 4.2 und 4.3 mit Hinweis auf Urteil des EVG vom 15. Januar 2003 i/S W.
[I 152/02] Erw. 3.4, BGE 128 V 29 Erw. 1 und 2, AHI 1998 S. 119, BGE 104 V 136
Erw. 2c und Urteil des EVG vom 7. April 2004 i/S A. [I 202/03], Erw. 5.5).
Vorliegend kann auf diese Grundlagen nur unter Berücksichtigung des Umstandes
abgestellt werden, dass die hier anwendbaren vertraglichen Bestimmungen explizit
einen Einkommensvergleich statuieren und überdies bei selbständig Erwerbenden für
die Bemessung des Valideneinkommens das Durchschnittseinkommen der dem
Beginn der Erwerbsunfähigkeit vorangehenden zwei vollen Kalenderjahre als
massgebend bezeichnen (Art. 2.1 Abs. 2 und 3 AVB). Für die Bemessung des
Invalideneinkommens sind aber auch hier selbstredend die konkreten Umstände im
Betrieb des Klägers mit einzubeziehen.
3.5 Der im Abklärungsbericht der IV vom 11. Juli 2008 vorgenommene
Betätigungsvergleich ergab einen noch "möglichen Anteil", d.h. eine Arbeitsfähigkeit
von 50% bei der seit September 2006 und im Berichtszeitpunkt ausgeübten Tätigkeit.
Zur Begründung hielt der Berichterstatter fest, mit ca. einem halben Pensum, d.h. drei
bis vier Stunden, arbeite der Beschwerdeführer als Bau- und Projektleiter. Von seiner
handwerklichen Erfahrung her könnte er (als Gesunder) vollzeitig als Handwerker
arbeiten und entsprechend gut verdienen (IV-act. 23-6/13). Angesichts der Tatsache,
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dass ausschliesslich die Tätigkeit als Bau- und Projektleiter - diese beinhaltet sowohl
administrative als auch (zum kleineren Teil) handwerkliche Aspekte - in Frage stand und
nicht weitere, eigenständige und anders entschädigte Tätigkeitsbereiche zu
unterscheiden waren, konnte im IV-Verfahren auf eine erwerbliche Gewichtung unter
Beizug branchenüblicher Einkommenswerte verzichtet werden. Die Wertschöpfung des
Beschwerdeführers im Betrieb resultiert m.a.W. ausschliesslich aus der Bau- und
Projektleitung. Die Invaliditätsbemessung stellte unter diesen Umständen im
Wesentlichen das Ergebnis eines globalen Einkommensvergleichs bzw.
Prozentvergleichs dar (IV-Entscheid 2009/425, a.a.O., Erw. 4.4). Diese
Bemessungsgrundlagen stehen auch in Einklang mit der hier zur Anwendung
kommenden reglementarischen Vorgabe eines Einkommensvergleichs (Art. 2.1 AVB).
Aufgrund der dargelegten medizinischen Situation ist für die Rentenbemessung in der -
hier einzig in Frage stehenden - Tätigkeit des Beschwerdeführers in seiner GmbH von
der durch Dr. G._ plausibel begründeten Arbeitsfähigkeit von 60 % auszugehen.
4.
4.1 Nach der von der Beklagten eingereichten Version der AVB, Ausgabe 1.
September 1999, erfolgt bei Selbständigerwerbenden die Berechnung des
Valideneinkommens (für den Einkommensvergleich im Sinn von Art. 2.1 Abs. 2 AVB)
wie erwähnt aufgrund des Durchschnittseinkommens der dem Beginn der
Erwerbsunfähigkeit vorangehenden zwei vollen Kalenderjahre (Art. 2.1 Abs. 3 AVB).
Gemäss der vom Kläger ins Recht gelegten Ausführung der AVB, ebenfalls als
Ausgabe 1. September 1999 bezeichnet, erfolgt demgegenüber die Berechnung
aufgrund des Durchschnittseinkommens der dem Beginn der Erwerbsunfähigkeit
vorangehenden 24 Monate (act. G 1.1/1). Mit Blick auf die daraus resultierende unklare
Situation erschiene es grundsätzlich gerechtfertigt, die von der Beklagten eingereichte
(offenbar Ende 2009 aktualisierte) Version zur Anwendung zu bringen, zumal diese -
wie sich nachstehend ergeben wird - für den Kläger zu einem höheren
Valideneinkommen führt. Die Bemessung des Valideneinkommens anhand der
Einkommen der letzten zwei vollen Kalenderjahre erweist sich auch deshalb in der
Regel angemessener, weil die Einkommen unmittelbar in der Zeit vor Eintritt der
Arbeits- bzw. Erwerbsunfähigkeit bereits durch die Gesundheitssituation des
Betroffenen beeinflusst sein können. Wie sich nachstehend ergeben wird, braucht die
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Frage, welche Fassung anwendbar sei, jedoch nicht abschliessend beantwortet zu
werden.
4.2 Zu klären ist vorab die Frage des Beginns der Erwerbsunfähigkeit im Sinn von
Art. 2.1 Abs. 3 AVB. Dr. C._ bescheinigte seit 16. Dezember 2005
Arbeitsunfähigkeiten wechselnden Ausmasses bzw. von mindestens 50 % (IV-act.
17-1/3). Hinsichtlich der Frage des Rentenbeginns hielt der RAD-Arzt am 27. Juli 2009
fest, es sei (mit dem orthopädischen Gutachter) davon auszugehen, dass der
Beschwerdeführer in der Tätigkeit als selbständiger Kabelzieher ab Dezember 2005
deutlich eingeschränkt gewesen sei. Ob für den Beginn der ununterbrochenen
Arbeitsfähigkeit auch auf die leidensangepasste Tätigkeit abgestellt werden könne, sei
eine juristische Frage. Tatsache sei aber auch, dass in einer leidensangepassten
Tätigkeit nicht von einer vollständigen Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden könne (IV-
act. 47-2/2). Bei diesem Sachverhalt ist im Sinn der übereinstimmenden ärztlichen
Äusserungen von einem Beginn einer mindestens 50 %igen Arbeitsunfähigkeit ab 16.
Dezember 2005 auszugehen. Die vertraglichen Bestimmungen der Beklagten sehen
keine mit der Situation in der IV vergleichbare Wartefrist für den Beginn der
Erwerbsunfähigkeit vor, sondern lediglich eine solche für den Beginn der
Leistungsausrichtung (vgl. Art. 2.2 AVB). Der Beginn der Arbeitsunfähigkeit fällt damit
mit dem Beginn der Erwerbsunfähigkeit zusammen.
4.3 Von letzterem geht auch die Beklagte aus, wenn sie ausführt, für die Bemessung
des Valideneinkommens sei der Durchschnitt Jahreseinkommen 2004 und 2005
massgebend (act. G 7 S. 10). Art. 2.1 Abs. 3 AVB in der von der Beklagten
eingereichten Variante stellt auf das Durchschnittseinkommen der dem Beginn der
Erwerbsunfähigkeit vorangehenden zwei vollen Kalenderjahre ab, womit das Jahr 2005
ausser Betracht zu bleiben hätte und der Durchschnitt der Jahre 2003 und 2004 (vgl.
IV-act. 7), d.h. ein Betrag von Fr. 105'850.--, zur Anwendung käme. Bei Anwendung
der vom Kläger eingereichten Variante von Art. 2.1 Abs. 3 AVB (24 Monate vor Eintritt
der Erwerbsunfähigkeit) ergäbe sich aus dem Einkommensdurchschnitt der Jahre 2004
(Fr. 93'100.--) und 2005 (Fr. 97'800.--) sowie der Berücksichtigung eines halben
Monats des Jahres 2003 (rund Fr. 5'000.-- bzw. 1/24 von Fr. 118'600.--) ein
Valideneinkommen von rund 100'000.--. Wenn der Kläger es als fraglich erachtet, ob
die erwähnte Bestimmung einer Geltungs- und Inhaltskontrolle von AVB standzuhalten
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vermöchte (act. G 10 S. 6), so ist festzuhalten, dass das Abstellen auf einen
Zweijahres-Durchschnitt eine klare und praktikable Regelung mit voraussehbaren
Rechtsfolgen darstellt. Auch wenn der Zeitraum von zwei Jahren eher kurz bemessen
erscheint, so kann doch nicht von einer willkürlichen Festlegung gesprochen werden.
Das vom Rechtsvertreter des Klägers mit Fr. 117'938.-- Einkommen ohne
Gesundheitsschaden (Variante mit Berücksichtigung der Einkommen der Jahre 2002
bis 2004 und Nominallohnanpassung bis 2007; act. G 1 S. 12 unten) fällt ausser
Betracht, weil es die vertraglichen Vorgaben (Art. 2.1 Abs. 3 AVB) nicht berücksichtigt.
4.4 Auch wenn IK-Auszug und Buchhaltungsunterlagen sowie Treuhänderangaben für
sich allein keine verlässliche Grundlage zur Invaliditätsermittlung darstellen, erscheint
vor dem geschilderten Hintergrund doch der Schluss gerechtfertigt, dass die
Wertschöpfung (von rund Fr. 100'000.-- bei einem Vollzeiteinsatz) der vor dem Jahr
2007 vom Beschwerdeführer ausgeübten selbständig erwerbenden Tätigkeit (vor
Eintritt des Gesundheitsschadens) und diejenige der ab Februar 2007 ausgeübten
Arbeit als Bau- und Projektleiter im Wesentlichen übereinstimmt, wobei letztere
unabhängig vom Geschäftserfolg ausschliesslich für das geleistete Pensum
entschädigt wird (vgl. IV-act. 23-9/13f). Nachdem dem Kläger im Jahr 2007 und soweit
ersichtlich auch später die Erzielung eines Einkommens als Bau- und Projektleiter
zumutbar war und er diese Tätigkeit auch ausübte, bleibt für eine Bemessung des
Invalideneinkommens aufgrund von Tabellenlöhnen (vgl. act. G 1 S. 14f) oder
branchenüblichen Werten kein Raum. In Frage steht ausschliesslich die im Umfang von
60 % zumutbare Tätigkeit des Klägers in seiner eigenen GmbH und - entgegen dem
Standpunkt, welchen offenbar seines Rechtsvertreter einnimmt (act. G 1 S. 14) -
nicht eine Invalidenkarriere als Unselbständiger in der Baubranche mit daraus
resultierenden Salären gemäss LSE. Dies umso weniger, als der Kläger selbst
feststellen lässt, dass er aufgrund seiner Berufsausbildung auf dem freien Arbeitsmarkt
für eine Bauleitertätigkeit ausser Betracht fallen würde (act. G 1 S. 14 oben). Auch aus
der Sicht des Treuhänders gewährt die Tätigkeit in der GmbH dem Kläger die
Möglichkeit, überhaupt ein Einkommen zu erzielen (IV-act. 23-8/13). Im Fragebogen für
Arbeitgebende zuhanden der IV wurde das Einkommen in der GmbH ab 1. Februar
2007 (nach Eintritt des Gesundheitsschadens) bezogen auf ein Vollpensum mit Fr.
10'000.-- pro Monat beziffert (IV-act. 11-3/7). Einzig aus dem Umstand, dass das
Einkommen in der GmbH gemäss Angaben des Treuhänders auf Fr. 60'000.-- (pro
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Jahr) bei 50 % Arbeitsfähigkeit festgelegt wurde (IV-act. 23-8/13, 23-9/13f; vgl. auch
IV-act. 11-3/7), lässt sich zum Umfang der gesundheitlichen Einschränkung keine
abschliessende Aussage ableiten, zumal der Kläger eine zumutbare Tätigkeit wie
erwähnt zumindest zu 60 %, und nicht bloss zu 50 %, auszuüben in der Lage wäre.
Hierbei ist auch von Bedeutung, dass die Tätigkeit des Klägers in der GmbH -
entgegen den nunmehr von seinem Rechtsvertreter gemachten Ausführungen (act. G 1
S. 13 Mitte) - grundsätzlich auf Dauer angelegt ist, sollen doch, wie der
Beschwerdeführer durch seinen Treuhänder im Juli 2008 darlegen liess, nach
Abschluss des ersten Bauprojekts weiterhin Dienstleistung im Bereich der Bauführung
und Projektleitung erbracht werden. Bereits heute seien Aufträge vorhanden, welche
die GmbH jedoch nicht annehmen könne, weil der Projektleiter ausgelastet sei (vgl. IV-
act. 23-9/13f). Aus einem allfälligen Abschluss eines (ersten) Bauprojekts liesse sich
damit eine fehlende Dauerhaftigkeit der Tätigkeit nicht ableiten. Insofern ist von
einigermassen stabilen erwerblichen Verhältnissen auszugehen, und es bestehen keine
Anhaltspunkte dafür, dass sich diesbezüglich zwischenzeitlich eine Änderung ergeben
hätte. Ein Grund, noch weitere betriebliche Abklärungen zu tätigen (act. G 1 S. 15), ist -
jedenfalls für die Jahre 2007 und 2008 - nicht ersichtlich. In diesem Zusammenhang ist
sodann festzuhalten, dass das Invalideneinkommen gemäss IV-Verfügung von
Fr. 69'697.-- auf einer blossen Umrechnung des dort mit Fr. 116'163.-- ermittelten
Valideneinkommens auf die medizinisch zumutbare Arbeitsfähigkeit von 60 % beruht,
weshalb ihm im vorliegenden Zusammenhang keine eigenständige Bedeutung
zukommt. Angesichts der geschilderten Verhältnisse erscheint vielmehr die Annahme
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ausgewiesen, dass die Arbeitsfähigkeit in der
seit 2007 ausgeübten Tätigkeit mit der Erwerbsfähigkeit übereinstimmt und der Kläger
im erwähnten Zeitraum von seinem Gesundheitszustand her in der Lage war, die
60%ige Erwerbsfähigkeit in der GmbH zu verwerten bzw. ein Einkommen zumindest in
der Grössenordnung von Fr. 60'000.-- (60 % von Fr. 100'000.--) zu erzielen.
5.
5.1 Mit Blick auf die dargelegten Umstände ist als belegt zu erachten, dass der Kläger
infolge medizinisch nachweisbarer Krankheit teilweise ausserstande ist, seinen
angestammten Beruf oder eine andere Erwerbstätigkeit auszuüben, die seiner
Lebensstellung, seinen Kenntnissen und Fähigkeiten angemessen ist (vgl. Art. 2.1
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AVB). Er erfüllt daher die reglementarischen Voraussetzungen für die Zusprechung von
Invalidenleistungen. Aufgrund der vorstehend geschilderten medizinischen
Gegebenheiten rechtfertigt es sich, von einer 40%igen Einschränkung im Sinn der AVB
mit Wirkung ab 16. Dezember 2005 auszugehen. Die zweijährige Wartezeit gemäss
Vorsorge-Police (act. G 1.1/1) war daher am 15. Dezember 2007 abgelaufen. Mit Blick
auf die dargelegten medizinischen Umstände ist nicht davon auszugehen, dass die
erwerbliche Einschränkung des Klägers in der Zeit ab Dezember 2005 kleiner war als
im Nachgang zur Begutachtung durch Dr. G._ im Dezember 2008, zumal konkrete
diesbezügliche Anhaltspunkte nicht ersichtlich sind und auch von der Beklagten nicht
geltend gemacht werden. Sodann ist für die Zeit nach der Begutachtung durch Dr.
G._ eine Verschlechterung (oder Verbesserung) des Gesundheitszustandes des
Klägers weder behauptet noch aus den Akten ersichtlich. Der Kläger hat daher ab 16.
Dezember 2007 durchgehend Anspruch auf Invalidenleistungen der Beklagten auf der
Basis eines IV-Grads von 40%, d.h. auf einen jährlichen Betrag von Fr. 14'400.-- (Fr.
36'000.-- x 40 %; vgl. act. G 1.1/1), sowie Prämienbefreiung im jährlichen Betrag von
Fr. 2'400.-- (Fr. 6'000.-- x 40 %; vgl. act. G 1.1/1).
5.2 Im IV-Beschwerdeverfahrens liess der Kläger geltend machen, dass er den
bisherigen Umfang der Bauleitertätigkeit aufgrund seiner gesundheitlichen
Beeinträchtigung im Jahr 2009 nicht mehr alleine habe bewältigen können, so dass
seine GmbH einen Teilzeit-Angestellten zur Unterstützung habe anstellen müssen. Im
Jahr 2009 habe er ein Jahressalär von lediglich Fr. 30'000.-- bezogen, bei
Jahressalärkosten der GmbH von Fr. 50'400.--. Die GmbH weise per 31. Dezember
2009 einen Bilanzverlust von Fr. 273'800.-- aus. Aus wirtschaftlicher Sicht sei der
Erfolg des einmaligen Bauprojekts alles andere als klar, zumal der Verkauf der
erstellten Wohnungen sehr schleppend verlaufe (act. G 9 S. 4). Das
Versicherungsgericht hielt diesbezüglich im IV-Entscheid 2009/425 fest, konkrete
Anhaltspunkte für eine gesundheitliche Verschlechterung im Jahr 2009 in dem Sinn,
dass der Beschwerdeführer aus diesem Grund den bisherigen Umfang der
Bauleitertätigkeit nicht mehr alleine habe bewältigen können und die GmbH deswegen
einen Teilzeit-Angestellten habe anstellen müssen, würden nicht durch einen ärztlichen
Bericht belegt. Ein Revisionsgrund sei nicht dargetan. - Von diesen Feststellungen ist
auch für das vorliegende Verfahren auszugehen. Dem Kläger steht es jedoch frei, für
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die Folgezeit allfällig verschlechterte gesundheitliche Verhältnisse gegenüber der
Beklagten geltend zu machen und zu belegen (vgl. Art. 2.6 Abs. 2 AVB).
6.
6.1 Im Sinn der vorstehenden Erwägungen hat die Beklagte dem Kläger aus der
Vorsorge-Police vom 10. Februar 2004 mit Wirkung ab 16. Dezember 2007 eine
Invalidenrente aufgrund eines Invaliditätsgrades von 40 % auszurichten.
Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 73 Abs. 2 BVG). Bei diesem
Verfahrensausgang hat der Kläger Anspruch auf Parteientschädigung. Es rechtfertigt
sich, diese auf pauschal Fr. 4'000.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer)
festzulegen.
6.2 Im Bereich der beruflichen Vorsorge anerkennt die Rechtsprechung die Pflicht zur
Entrichtung von Verzugszinsen bei einer verspäteten Überweisung von
Freizügigkeitsleistungen, sowie bei verspäteter Auszahlung eines Alterskapitals oder
bei Invalidenleistungen (Hans-Ulrich Stauffer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zur
beruflichen Vorsorge, 2. A., S. 63). Enthalten die Statuten keine Bestimmung über die
Höhe des Verzugszinses, beträgt dieser 5% (Art. 104 Abs. 1 des Schweizerischen
Obligationenrechts [OR; SR 220]). Der Beginn der Zinspflicht richtet sich nach Art. 105
Abs. 1 OR (BGE 119 V 133 Erw. 4 = Pra 83 (1994) Nr. 67); wonach ein Schuldner, der
mit der Entrichtung von Renten im Verzug ist, erst vom Tag der Anhebung der
Betreibung oder der gerichtlichen Klage an Verzugszinsen zu bezahlen hat. Im
vorliegenden Fall hat der Kläger am 28. Januar 2010 Klage beim Versicherungsgericht
erhoben; somit schuldet ihm die Beklagte ab diesem Zeitpunkt Zins zu 5% auf den
ausstehenden Leistungen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP