Decision ID: 3a9104b2-ea34-507e-b539-90b9dc170757
Year: 2015
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ meldete sich am 13. November 2002 erstmals zum Bezug von IV-
Leistungen an (IV-act. 1). Gemäss den eingeholten medizinischen Berichten der Klinik
für Orthopädische Chirurgie, Kantonsspital St.Gallen, litt der Versicherte an einer
komplexen Vorfussdeformität beider Füsse; er war nach mehreren Operationen auf
orthopädische Schuhe angewiesen (IV-act. 15). Zudem stellte seine Hausärztin Dr.
med. B._, FMH für Allgemeinmedizin und Innere Medizin, Au, am 14. Januar 2003
eine chronische Bronchitis sowie eine leichte Thrombopenie fest (IV-act. 15/1 ff.). Der
Regionale Ärztliche Dienst (RAD) ging gestützt auf die Arztberichte von Dr. B._ davon
aus, dass keine zusätzlichen medizinischen Abklärungen notwendig seien und dass
beim Versicherten in einer adaptierten Tätigkeit eine volle Arbeitsfähigkeit vorliege (IV-
act. 19). Mit einer Verfügung vom 27. November 2003 eröffnete die IV-Stelle dem
Versicherten, dass sie einen Invaliditätsgrad von lediglich 11 Prozent ermittelt habe und
deshalb das Rentenbegehren abweise (IV-act. 21). Der Versicherte erhob am 9.
Dezember 2003 bei der IV-Stelle mündlich Einsprache (IV-act. 25). Der RAD erachtete
darauf weitere medizinische Abklärungen für notwendig (IV-act. 29). Die IV-Stelle
widerrief am 24. Dezember 2003 die Verfügung vom 27. November 2003 (IV-act. 35)
und schrieb das gegenstandslos gewordene Einspracheverfahren ab (IV-act. 37).
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A.b Die IV-Stelle gab eine medizinische Abklärung in Auftrag (IV-act. 40). Gemäss
dem Bericht von Dr. med. C._, FMH Orthopädische Chirurgie, vom 2. Februar 2004
bestanden beim Versicherten beidseits chronische Vorfussbeschwerden bei
ausgeprägter Spreizfussproblematik mit therapieresistenten Metatarsalgien und
chronisch rezidivierende Lumbalgien mit Schmerzausstrahlungen ins rechte Gesäss
(IV-act. 41/1). Aus seiner Beurteilung ging hervor, dass der Versicherte in einer
stehenden Tätigkeit nur zu 50 Prozent, in einer sitzenden Tätigkeit aber voll arbeitsfähig
sei (IV-act. 41/2). Der RAD stimmte gemäss einer Stellungnahme vom 23. Februar 2004
mit der Einschätzung einer 100-prozentigen adaptierten Arbeitsfähigkeit überein (IV-
act. 43). Mit Verfügung vom 27. Februar 2004 eröffnete die IV-Stelle dem Versicherten,
dass der Invaliditätsgrad nach weiteren medizinischen Abklärungen bei 10.96 Prozent
liege, so dass kein Rentenanspruch bestehe (IV-act. 46). Am 23. März 2004 erhob der
Sekretär der Gewerkschaft Bau & Industrie im Namen des Versicherten vorsorglich
Einsprache (IV-act. 52). Am 18. Mai 2004 meldete sich der Versicherte erneut zum
Bezug von IV-Leistungen an; er gab nun auch psychische Probleme an (IV-act. 64). Er
verwies auf seine frühere Anmeldung und bat darum, bei der zuständigen
sozialpsychiatrischen Beratungsstelle eine Stellungnahme einzuholen (IV-act. 64/7). Er
liess sich nun anwaltlich vertreten (IV-act. 72). Der Rechtsvertreter reichte am 2. August
2004 die Begründung der Einsprache nach (IV-act. 75). Die IV-Stelle widerrief daraufhin
die Verfügung vom 27. Februar 2004 (IV-act. 105). Sie gab ein polydisziplinäres
Gutachten beim Zentrum für Medizinische Begutachtung Basel (ZMB) in Auftrag (IV-
act. 106, vgl. IV-act. 82).
A.c Vom 16. bis 20. Januar 2006 hielt sich der Versicherte stationär zur eingehenden
Untersuchung im ZMB Basel auf (IV-act. 129/2). Das Gutachten vom 28. Februar 2006
beruhte auf den Abklärungen zum allgemeinen und internistischen, zum
orthopädischen sowie zum psychiatrischen Status des Versicherten. Aus der
allgemeinen bzw. internistischen Begutachtung ergaben sich die Diagnosen chronische
Bronchitis, hypertrophe Kardiomyopathie, Adipositas sowie idiopathische
Thrombozytopenie (IV-act. 129/12). Es bestand auch der Verdacht auf ein
Schlafapnoesyndrom (IV-act. 129/23). Gemäss dem Gutachter Dr. med. D._,
Facharzt für Innere Medizin, waren dem Versicherten weder Arbeiten in mit Luftnoxen
belasteter Atmosphäre noch körperlich anstrengende Arbeiten zuzumuten (IV-act.
129/15). Aus orthopädischer Sicht stellte Dr. med. E._ die Diagnosen rechtsbetontes
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lumbosakrales Schmerzsyndrom bei thorakolumbaler Torsionsskoliose mit
paravertebraler muskulärer Dysbalance im Bereich der untersten LWS-Abschnitte
rechtsbetont und bei Flachhaltung der LWS sowie chronische, belastungsabhängige
Vorfussschmerzen beidseits bei Status nach Helal-Osteotomien II bis IV beidseits
1997, bei Status nach komplexen Vorfussrevisionen beidseits 2001 (Chevron-
Osteotomien I und V, Hammerzehenkorrektur II bis IV) und bei ausgeprägtem Hohl-/
Spreizfuss (IV-act. 129/18). Er gab an, aus rein orthopädischer Sicht sei eine
Teilarbeitsfähigkeit für leichte Arbeiten mit Möglichkeit zum Positionswechsel gegeben.
Rein stehende oder sitzende Arbeiten, das Heben oder Tragen von Lasten über 5-10
kg sowie Zwangshaltungen (Hocke, Leiter, Bücken) sollten vermieden werden (IV-act.
129/19). Aus psychiatrischer Sicht diagnostizierte Dr. med. F._ eine
Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion, Probleme in Verbindung mit
Berufstätigkeit und Arbeitslosigkeit (Kündigung der Stelle aus gesundheitlichen
Gründen) sowie eine leichte Klaustrophobie (IV-act. 129/22). Die Gutachter kamen
gesamthaft zum Schluss, dass lediglich drei Hauptdiagnosen Einfluss auf die
Arbeitsfähigkeit hätten, nämlich die chronischen, belastungsabhängigen
Vorfussschmerzen, das rechtsbetonte lumbosakrale Schmerzsyndrom sowie die
chronische Bronchitis (IV-act. 129/23). Als leidensangepasste Tätigkeiten betrachteten
die Gutachter Arbeiten in vorwiegend sitzender Position mit der Möglichkeit zum
Wechsel der Körperhaltung, ohne Rückenbelastung und ohne Luftnoxen. Der
Versicherte sei zudem 30 Prozent in seiner adaptierten Arbeitsfähigkeit eingeschränkt,
weil er infolge seines Fuss- und Rückenleidens vermehrt Pausen einlegen und sich
vermehrt aktiv bewegen müsse (IV-act. 129/25). Der RAD erachtete die Beschreibung
der Gesundheitsschäden und die Schlussfolgerungen der ZMB-Gutachter als
konsistent (IV-act. 130). Die Sachbearbeiterin hielt im Schlussbericht fest, dass
aufgrund einer Kumulation verschiedener Einschränkungen ein Tabellenlohnabzug von
15 Prozent angezeigt sei (IV-act. 139/2). Auf Anfrage der IV-Stelle teilten die Gutachter
mit, dass die 30-prozentige Einschränkung in einer adaptierten Tätigkeit seit dem
operativen Eingriff, also seit ca. Mitte 2001 bestehe (IV-act. 145, vgl. IV-act. 143).
A.d Mit Vorbescheid vom 29. Januar 2007 kündigte die IV-Stelle dem Versicherten
an, dass sie einen Invaliditätsgrad von 44 Prozent ermittelt habe und er hiermit ab 1.
November 2003 Anspruch auf eine Viertelsrente habe (IV-act. 156/2). Der Versicherte
ersuchte am 1. März 2007 darum, vom Erlass einer Verfügung gemäss Vorbescheid
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abzusehen und ihm mit Wirkung ab spätestens 1. Januar 2002 mindestens eine halbe
Rente basierend auf einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent auszurichten
(IV-act. 159). Am 23. März 2007 reichte er die Begründung nach (IV-act. 162). Mit einer
Verfügung vom 25. Juli 2007 hielt die IV-Stelle an der Zusprache einer Viertelsrente ab
1. November 2003 fest (IV-act. 177, vgl. IV-act. 173). Mit Beschwerde vom 14.
September 2007 beantragte der Versicherte die Aufhebung der Verfügung und mit
Wirkung ab spätestens 1. Januar 2002 die Ausrichtung mindestens einer
Dreiviertelsrente basierend auf einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent (IV-
act. 189/3). Das Versicherungsgericht hiess die Beschwerde am 24. Juni 2009 teilweise
gut und sprach dem Beschwerdeführer für die Zeit vom 1. November 2003 bis 31.
Januar 2004 eine halbe Rente zu. Im Übrigen wies es die Beschwerde ab (IV-act. 207).
Die IV-Stelle erliess am 14. Oktober 2009 eine entsprechend angepasste Verfügung:
Der Versicherte habe vom 1. November 2003 bis 31. Januar 2004 ausgehend von
einem Invaliditätsgrad von 50 Prozent einen Anspruch auf eine halbe Rente. Ab 1.
Februar 2004 habe er ausgehend von einem Invaliditätsgrad von 47 Prozent einen
Anspruch auf eine Viertelsrente (IV-act. 211, IV-act. 212).
B.
Der Versicherte reichte am 13. Dezember 2010 einen ausgefüllten Fragebogen
betreffend Revision der Invalidenrente ein. Als Grund für einen verschlechterten
Gesundheitszustand gab er eine mediale Meniskusläsion rechts an. Er legte dem
Gesuch mehrere medizinische Berichte bei (IV-act. 243). Gemäss einem Bericht von Dr.
med. G._, Orthopädie Spital H._, vom 28. September 2010, lag am rechten Knie
eine mediale Meniskusläsion vor (IV-act. 246). Dr. med. I._, FMH Pneumologie und
Innere Medizin, bestätigte aus pulmonaler Sicht eine verminderte Leistungsfähigkeit
und ging von einer 30-prozentigen Arbeitsunfähigkeit aus (IV-act. 252/2). Dr. med.
J._, Psychiatrisches Zentrum K._, gab als Diagnosen eine Panikstörung, eine
episodisch paroxysmale Angst (ICD-10 F41.0) seit Januar 2010 sowie eine
leichtgradige depressive Episode (ICD-10 F32.0) seit Januar 2009 an. Dr. J._ hielt
fest, dass bei Auftreten der Panikattacken die Leistungsfähigkeit bei der Arbeit
beeinträchtig sein könne und der Versicherte deshalb in seiner angestammten Tätigkeit
als Bauarbeiter zu 20 Prozent arbeitsunfähig sei (IV-act. 262/2). RAD-Arzt Dr. med.
L._ hielt in seiner Stellungnahme vom 4. Mai 2011 zusammenfassend fest, dass sich
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der Gesundheitszustand psychiatrisch verschlechtert habe. Dies wirke sich jedoch
einzig zu 20 Prozent auf die Arbeitsfähigkeit aus. Weil auch pulmologisch eine
Einschränkung bestehe, liege die Arbeitsfähigkeit adaptiert insgesamt bei 75 Prozent
für leichte, vorwiegend sitzende Tätigkeiten in einer noxenfreien Umgebung. Allfällige
orthopädische Einschränkungen seien bereits durch die Art der adaptierten Tätigkeit
aufgefangen. Da die ZMB-Begutachtung aus dem Jahr 2006 eine adaptierte
Arbeitsfähigkeit von 70 Prozent ergeben habe, liege insgesamt aus medizinischer Sicht
kein Revisionsgrund vor (IV-act. 263/2). Am 12. Mai 2011 teilte die IV-Stelle dem
Versicherten mit, dass sie keine Änderung des Invaliditätsgrades festgestellt habe,
weshalb weiterhin ein Anspruch auf die bisherige Invalidenrente (Invaliditätsgrad: 44
Prozent) bestehe (IV-act. 265).
C.
C.a Am 1. März 2013 stellte der Rechtsvertreter des Versicherten einen Antrag auf
Rentenerhöhung. Er gab an, der Versicherte leide unter anderem an chronischer
Bronchitis, Gastritis, Hepatitis, Ceratin-Kinase-Erhöhung und es bestehe der Verdacht
auf eine koronare Herzkrankheit (IV-act. 290/1). Der Rechtsvertreter führte aus, dass
aus den eingereichten medizinischen Berichten hervorgehe, dass sich der
Gesundheitszustand des Versicherten verschlechtert habe (IV-act. 290/2). Gemäss
Bericht von Dr. med. M._ und Dr. med. N._, Kantonsspital St.Gallen, vom 3.
Oktober 2011, war der Versicherte am 2. Oktober 2011 wegen brennender
Oberbauchschmerzen in der Notaufnahme erschienen. Der Versicherte litt an Gastritis,
Hepatitis, Thrombozytopenie, chronischer Bronchitis, Ceratin-Kinase-Erhöhung und es
bestand der Verdacht auf eine hypertensive Kardiopathie sowie auf eine koronare
Herzkrankheit, welche einer weiteren Abklärung bedurften (IV-act. 291). Gemäss einem
übersetzten Bericht von Dr. med. O._, Facharzt Innere Medizin, vom 28. August 2012
litt der Versicherte an einer arteriellen Hypertonie, an einer Ausweitung der
aufsteigenden Aorta, an Herzrhythmusstörungen, an einer chronischen, obstruktiven
Lungenerkrankung, an einer Adipositas, an einem Hypersplenismus und es bestand der
Verdacht auf ein Reizdarmsyndrom. Dr. O._ hatte ausgeführt, der
Gesundheitszustand schränke die Arbeitsfähigkeit des Versicherten, insbesondere
hinsichtlich Belastungstätigkeiten, wesentlich ein. Nachuntersuchungen und Therapien,
die der mehrfachen Komorbidität Rechnung trügen, seien notwendig (IV-act. 291/3).
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Gemäss einem Kurzaustrittsbericht des Kantonsspitals St.Gallen, Departement Innere
Medizin, vom 8. Mai 2013 waren zusätzlich die Diagnosen einer schweren
Refluxösophagitis, einer Lebersteatose Grad II sowie multipler pulmonaler Rundherde
beidseits gestellt worden (IV-act. 294/1). Der Augenarzt, Dr. med. P._, FMH
Ophthalmologie, teilte mit, dass beim Versicherten im rechten Auge vereinzelte
Sanguinationen im Sinne einer beginnenden, nicht proliferativen diabetischen
Retinopathie zu finden seien (IV-act. 296).
C.b RAD-Ärztin Dr. Q._ fasste in ihrer Stellungnahme vom 1. Juli 2013 zusammen,
dass den eingereichten medizinischen Unterlagen zahlreiche neue Diagnosen
entnommen werden könnten. Eine Veränderung des Gesundheitszustandes könne zum
aktuellen Zeitpunkt bestätigt werden. Unklar seien jedoch die Auswirkungen auf die
Arbeitsfähigkeit. Deshalb wurde der neue Hausarzt, Dr. med. R._, Facharzt
Allgemeinmedizin, gebeten, einen IV-Arztbericht auszufüllen sowie Zusatzfragen zu
beantworten. Ihm wurde das ZMB-Gutachten aus dem Jahr 2006 als Vergleichsbasis
zur Verfügung gestellt (IV-act. 297). Auf die Zusatzfrage, ob sich im Zusammenhang mit
den Funktionsausfällen im Vergleich zum ZMB-Gutachten von 2006 eine
Verschlechterung ergeben habe, antwortete Dr. med. R._, dass eine
Verschlechterung der Situation mit den Füssen sowie eine zunehmende nächtliche
Atemproblematik wegen enormer Schleimbildung beständen (IV-act. 299/12). Im IV-
Arztbericht vom 23. August 2013 hielt er fest, dass die bisherige Tätigkeit für den
Versicherten nicht zumutbar sei. Es bestehe eine verminderte Leistungsfähigkeit und
der Versicherte sei zu maximal 4 Stunden am Tag in einer adaptierten Tätigkeit (rein
sitzende oder wechselbelastende Tätigkeit) arbeitsfähig. Es bestehe eine verminderte
Leistungsfähigkeit im Ausmass von 50-70 Prozent (für schwere Arbeiten 70 Prozent; IV-
act. 299/1-6). Gemäss einem Bericht vom 31. Juli 2013 von Dr. med. S._,
Assistenzärztin Kantonsspital St.Gallen, Departement Innere Medizin, stellte sich der
Versicherte am 29. Juli 2013 in der Notaufnahme mit Verdacht auf eine Infektion im
rechten Unterschenkel vor. Er sei am 4. Juli 2013 vom Velo gestürzt und gemäss
eigenen Aussagen sei damals in der Notaufnahme eine Prellung am Thorax rechts
lateral sowie am rechten Unterschenkel festgestellt worden. Seit dem Unfall bestehe
eine Rötung am rechten Unterschenkel (IV-act. 299/7).
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C.c Dr. med. Q._ vom RAD hielt in ihrer Stellungnahme vom 19. September 2013
fest, dass die chronischen belastungsabhängigen Vorfussschmerzen (beidseits) sowie
die chronische Bronchitis gemäss den ihr vorliegenden Berichten Auswirkungen auf die
Arbeitsfähigkeit hätten. Aus der Sicht des RAD könne sich jedoch die Lungenfähigkeit
mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit seit der Begutachtung im Jahr 2006 nicht
dermassen verschlechtert haben, wenn der Versicherte weiterhin fähig sei, Fahrrad zu
fahren. Dem Versicherten seien zudem orthopädische Massschuhe für seine
Fussprobleme zugesprochen worden. Insgesamt sei festzuhalten, dass sich der
Hausarzt auf subjektiv geäusserte Beschwerden des Versicherten und nicht auf
objektivierte Befunde abgestützt habe. Bezüglich der zumutbaren Arbeitsfähigkeit liege
eine andere Einschätzung des gleichen medizinischen Sachverhalts vor und es sei kein
medizinischer Revisionsgrund gegeben (IV-act. 300).
C.d Mit einem Vorbescheid vom 26. September 2013 kündigte die IV-Stelle dem
Versicherten an, dass sie das Erhöhungsgesuch abweisen werde. Gemäss der
Einschätzung des RAD lägen keine objektivierbaren Befunde vor, die eine
Verschlechterung des Gesundheitszustandes mit einer relevanten Auswirkung auf die
Arbeitsfähigkeit belegen könnten (IV-act. 303). Der Versicherte beantragte am 16.
Oktober 2013 die Zusprache einer ganzen IV-Rente und eventualiter das Einholen eines
neutralen polydisziplinären Gutachtens (IV-act. 304/2). Der RAD merkte in seiner
Stellungnahme vom 30. Oktober 2013 an, dass dem Hausarzt bereits alle eingereichten
medizinischen Berichte vorgelegen hätten und er zahlreiche im Einwand genannte
Diagnosen als ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit interpretiert habe (IV-act. 305).
Mit einer Verfügung vom 15. November 2013 wies die IV-Stelle das Revisionsbegehren
ab (IV-act. 306).
D.
D.a Der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer) liess am 18. Dezember 2013
Beschwerde gegen die Abweisung des Rentenrevisionsgesuches erheben. Sein
Rechtsvertreter beantragte die Zusprache einer ganzen IV-Rente, spätestens ab
Oktober 2011. Eventualiter sei ein neutrales polydisziplinäres Gutachten einzuholen.
Subeventualiter sei die vorliegende Streitsache zur vollumfänglichen Abklärung des
medizinischen Sachverhalts an die Vorinstanz zurückzuweisen; alles unter Kosten- und
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Entschädigungsfolge zulasten der Beschwerdegegnerin. Zur Begründung führte der
Rechtsvertreter an, dass der Beschwerdeführer neben den Hauptdiagnosen mit
Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit und den Nebendiagnosen ohne Einfluss auf die
Arbeitsfähigkeit aktuell noch an einer schweren Refluxösophagitis, an einem
Hypersplenismus, an einer Lebersteatose Grad II, an multiplen pulmonalen Rundherden
beidseits sowie an einem Diabetes Mellitus Typ II leide und dazu auch der Verdacht auf
eine koronare Herzkrankheit bestehe. Selbst wenn der Hausarzt nicht sämtliche
Diagnosen aufgreife, so würden sich die Fussbeschwerden und die nächtliche
Atemproblematik doch in einer derart wesentlichen Verschlechterung des
Gesundheitszustandes äussern, dass Dr. R._ noch von einer 30-prozentigen
Arbeitsfähigkeit ausgegangen sei. Auch kritisierte der Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers, dass der RAD die Atemproblematik nicht sachgemäss beurteilt
und ihm das Fahrradfahren als Beleg dafür vorgehalten habe, dass keine
Verschlechterung der Lungenfähigkeit vorliegen könne. Die nächtlichen
Schlafstörungen aufgrund der Atemprobleme und des Auswurfes seien nicht
berücksichtigt worden. Der RAD habe sich nicht zur gesundheitlich verschlechterten
Gesamtsituation geäussert und auch nicht ausgeführt, weshalb die von Dr. R._
geschätzte Arbeitsunfähigkeit von 70 Prozent unzutreffend sei. Dem Beschwerdeführer
sei es im Übrigen nicht mehr zumutbar, die allfällige verbleibende Restarbeitsfähigkeit
zu verwerten. Weiter müsse den persönlichen Umständen mit einem höheren
Tabellenlohnabzug von maximal 25 Prozent Rechnung getragen werden. Auch sei das
Valideneinkommen aus dem Jahr 2004 nicht hinreichend der Teuerung angepasst
worden (G. 1).
D.b Die Beschwerdegegnerin beantragte in der Beschwerdeantwort vom 18. Februar
2014 die Abweisung der Beschwerde. Sie führte zur Begründung an, die Revision
bezwecke die Anpassung einer Rentenverfügung an die geänderten Verhältnisse
(Revisionsgrund). Eine bloss unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich
gebliebenen Sachverhalts stelle dagegen praxisgemäss keine revisionsbegründende
Änderung dar. Die Beschwerdegegnerin machte geltend, dass der Beschwerdeführer
gemäss dem Bericht von Dr. R._ Tätigkeiten mit gesamtheitlicher körperlicher
Belastung nur während maximal vier Stunden nachgehen könne. RAD-Ärztin Dr. Q._
habe aber angegeben, dass Dr. R._ sich nicht auf objektivierbare Befunde abgestützt
habe. Bezüglich der zumutbaren Arbeitsfähigkeit liege eine andere Einschätzung des
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gleichen medizinischen Sachverhalts vor. Deshalb liege kein medizinischer
Revisionsgrund vor. Die schwere Refluxösophagitis und v.a. die Schlafapnoe seien
ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit. Die „Situation mit den Füssen“ sei bereits
im ZMB-Gutachten berücksichtigt worden, da vorwiegend Arbeiten im Sitzen als
leidensangepasste Tätigkeiten angesehen worden seien und dem Beschwerdeführer
bereits aufgrund eines Bedarfs an vermehrten Pausen eine 30-prozentige
Einschränkung zugestanden worden sei. Insgesamt liege keine Verschlechterung des
Gesundheitszustandes mit einer (weiteren) Einschränkung der Arbeitsfähigkeit vor (G.
8).
D.c Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hielt in seiner Replik vom 21. März
2014 an den in der Beschwerdeschrift formulierten Rechtsbegehren fest und ergänzte
sie um den Antrag, die Verfügung vom 15. November 2013 vollumfänglich aufzuheben.
Zur Begründung machte der Beschwerdeführer geltend, die Beschwerdegegnerin führe
aktenwidrig auf, dass er pro Tag maximal 4 Stunden körperlich schwer arbeiten könne,
jedoch sei er gemäss Arztbericht von Dr. R._ in einer leidensangepassten Tätigkeit zu
maximal 40 Prozent arbeitsfähig. In der Verfügung vom 15. November 2013 sei keine
umfassende Stellungnahme abgegeben worden und es fehlten auch Stellungnahmen
zu zahlreichen eingereichten Arztberichten. Die Beschwerdegegnerin sei ihrer
Begründungspflicht nicht nachgekommen und habe damit das rechtliche Gehör des
Beschwerdeführers verletzt. Zudem sei hinreichend glaubhaft gemacht worden, dass
der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers sich verändert habe. Die
Beschwerdegegnerin sei darauf jedoch nicht eingegangen und habe insbesondere
Einschränkungen aufgrund der bestehenden Atem- und Lungenprobleme nicht
hinreichend untersucht. Im Übrigen sei kein Revisionsgesuch gestellt worden, sondern
ein „Gesuch um Rentenerhöhung“. Die Beschwerdegegnerin sei ihrer Pflicht nicht
nachgekommen, die nötigen Sachverhaltsabklärungen vorzunehmen, nachdem der
Beschwerdeführer glaubhaft gemacht habe, dass sich der Grad der Invalidität
verändert habe (G. 10).
D.d Mit Schreiben vom 25. April 2014 teilte die Beschwerdegegnerin mit, dass sie
die Replik zur Kenntnis genommen habe und auf eine Duplik verzichte. Sie liess jedoch
anmerken, dass der Beschwerdeführer - entgegen seiner Ansicht - sehr wohl ein
Revisionsgesuch gestellt habe und auf das Gesetz zu verweisen sei (G. 12).
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Erwägungen
1.
1.1 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin
für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 2 des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR
830.1]). Die Revision im Sinne einer Rentenanpassung gemäss Art. 17 ATSG betrifft die
nachträgliche Änderung des Sachverhalts (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 3. Aufl.
Zürich 2015, N 8 zu Art. 17). In einem solchen Fall ist eine Anpassung der Verfügung
vorzunehmen, soweit es sich um die Regelung eines Dauerrechtsverhältnisses handelt
(Ueli Kieser, a.a.O., N 6 zu Art. 53). Der Rechtsvertreter hat geltend gemacht, dass er
kein Revisionsgesuch, sondern ein „Gesuch um Rentenerhöhung“ gestellt habe. Er
muss sich mit dieser Aussage wohl auf die Revision gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG
bezogen haben. Art. 53 ATSG betrifft diejenigen Entscheide des
Verwaltungsverfahrens, die anfänglich unrichtig waren (Ueli Kieser, a.a.O., N 11 zu Art.
53). Vorliegend liegt jedoch keine ursprüngliche, sondern eine (behauptete)
nachträgliche Unrichtigkeit bezogen auf die tatsächlichen Grundlagen des Entscheids
vor. Der Rechtsvertreter hat vorgebracht, dass sich der Gesundheitszustand des
Beschwerdeführers verschlechtert habe. Die in Frage stehende Rente stellt eine
Regelung eines Dauerrechtsverhältnisses dar. Das eingereichte „Gesuch um Rentener
höhung“ ist somit als Gesuch um Rentenrevision gemäss Art. 17 ATSG zu qualifizieren.
1.2 Gemäss Art. 87 Abs. 2 Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; SR
831.201) ist in einem Gesuch um Revision glaubhaft zu machen, dass sich der Grad
der Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Die
Glaubhaftmachung einer erheblichen Änderung des Invaliditätsgrades stellt beim
Revisionsgesuch eine Eintretensvoraussetzung dar. Es ist zu prüfen, ob die Vorbringen
des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers glaubhaft gemacht worden sind. Der
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat in seinem Revisionsgesuch zahlreiche
neue Diagnosen vorgebracht und die entsprechenden medizinischen Berichte
eingereicht. Beim Beschwerdeführer liegen bereits zahlreiche Leiden vor; einerseits
solche, die sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirken (chronische, belastungsabhängige
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Vorfussschmerzen, rechtsbetontes, lumbosakrales Schmerzsyndrom, chronische
Bronchitis, Panikstörung) und andererseits solche, die keine Auswirkungen auf die
Arbeitsfähigkeit haben (hypertrophe Kardiomyopathie, Adipositas, Thrombozytopenie,
Anpassungsstörungen mit längerer depressiver Reaktion, leichte Klaustrophobie,
Verdacht auf Schlafapnoesyndrom, arterielle Hypertonie, Diabetes mellitus Typ II,
schwere Refluxösophagitis). Der Rechtsvertreter macht geltend, dass nun zusätzlich
weitere Diagnosen (Verdacht auf hypertensive und koronare Herzkrankheit,
Hypersplenismus ungeklärter Ätiologie, Lebersteatose Grad II und multiple pulmonale
Rundherde beidseits) hinzugetreten seien und dass sich diese auf seine
Arbeitsfähigkeit auswirkten. Eine mögliche Veränderung des Invaliditätsgrades
aufgrund neuer Diagnosen kann bei einem bereits stark vorbelasteten
Gesundheitszustand, insbesondere in Anbetracht der Vielzahl der beim
Beschwerdeführer diagnostizierten Krankheiten, durchaus nachvollzogen werden. Dem
Beschwerdeführer ist bei einem Invaliditätsgrad von 44 Prozent eine Viertelsrente
zugesprochen worden. Für die Zusprache einer halben Rente müsste ein
Invaliditätsgrad von 50 Prozent vorliegen (vgl. Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Der Gesundheitszustand des
Beschwerdeführers müsste sich demnach soweit verschlechtert haben, dass der
Invaliditätsgrad um 6 Prozent höher wäre, damit die IV-Stelle dem Beschwerdeführer
bei einer Revision die nächsthöhere, mindestens eine halbe, Rente gewähren könnte.
Bei der Vielzahl der Leiden des Beschwerdeführers erscheint eine Erhöhung des
Invaliditätsgrades um lediglich 6 Prozent als durchaus möglich. Der Rechtsvertreter hat
somit eine erhebliche Veränderung des Gesundheitszustandes mit Auswirkungen auf
die Arbeitsfähigkeit glaubhaft gemacht. Die Beschwerdegegnerin ist somit zu Recht auf
das Revisionsgesuch eingetreten.
2.
2.1 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht ein Anspruch auf eine ganze Invalidenrente,
wenn die versicherte Person mindestens zu 70 Prozent, auf eine Dreiviertelsrente,
wenn sie wenigstens zu 60 Prozent invalid ist. Liegt ein Invaliditätsgrad von mindestens
50 Prozent vor, so besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem
Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent auf eine Viertelsrente. Für die Bestimmung
des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach
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Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und
allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei
ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (zumutbares Invalideneinkommen), in
Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht
invalid geworden wäre (Valideneinkommen; Art. 16 ATSG). Was dem Beschwerdeführer
unter Berücksichtigung seiner gesundheitlichen Beeinträchtigungen noch zuzumuten
ist, muss auf der Grundlage einer medizinischen Beurteilung bestimmt werden. Wurde
eine zumutbare Tätigkeit für den Versicherten ermittelt, muss abgeklärt werden, ob für
diese Tätigkeit eine quantitative Einschränkung der Arbeitsfähigkeit besteht. Dies setzt
eine rechtsgenügliche Abklärung der medizinischen Situation voraus, um dem
Beweismass der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu genügen.
2.2 Dem Beschwerdeführer wurde eine Viertelsrente basierend auf einem
Invaliditätsgrad von 44 Prozent zugesprochen. Im Revisionsgesuch hat der
Rechtsvertreter eine erhebliche Verschlechterung des Gesundheitszustandes geltend
gemacht. Für eine Anpassung des Invaliditätsgrades sind nur Veränderungen des
Gesundheitszustandes mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit zu berücksichtigen.
Eine Erheblichkeit der Veränderung des Invaliditätsgrades gemäss Art. 17 Abs. 2 ATSG
kann auch bei einer geringfügigen Veränderung des Invaliditätsgrades gegeben sein,
wenn die allfällige Zusprache einer höheren Rente im Raum steht (vgl. Ueli Kieser,
ATSG-Kommentar, 3. Aufl., Zürich 2015, N 40 ff. zu Art. 17). Das Gericht hat zu prüfen,
ob eine Veränderung des Gesundheitszustandes mit Auswirkungen auf die
Arbeitsfähigkeit vorliegt und der sich aus den Akten ergebende medizinische
Sachverhalt dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit genügt.
2.2.1 Gemäss dem Arztbericht vom 23. August 2013 von Dr. R._ haben die arterielle
Hypertonie, die hypertrophe Kardiomyopathie, das Schlafapnoesyndrom, der Diabetes
mellitus Typ II sowie die schwere Refluxösophagitis keine Auswirkung auf die
Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers gehabt (IV-act. 299/1). In Anbetracht der
Erfahrung, dass Hausärzte wegen ihres Behandlungsauftrags dazu neigen, den
Gesundheitszustand und damit auch die Arbeitsfähigkeit ihrer Patienten eher
pessimistisch einzuschätzen, kann davon ausgegangen werden, dass sich diese
Diagnosen effektiv nicht nachteilig auf die Arbeitsfähigkeit auswirken. Für die
Aussagekraft von Dr. R._s Arztbericht spricht, dass er nicht im Interesse einer weit
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ausgelegten Schonung des Patienten versucht hat, aus sämtlichen in Betracht
fallenden Diagnosen eine Arbeitsunfähigkeit zu begründen, sondern sachlich aufgezählt
hat, welche davon keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit haben und dabei immer
noch die gesundheitlichen Interessen des Beschwerdeführers gewahrt hat. Die
Beurteilung von Dr. R._ macht deshalb hinsichtlich der Diagnosen ohne Auswirkung
auf die Arbeitsfähigkeit einen glaubwürdigen Eindruck. Diese Diagnosen sind damit für
die Prüfung der Rentenanpassung nicht relevant. Aus unterschiedlichen Berichten
gehen zusätzlich die Diagnosen des Hypersplenismus, der Thrombozytopenie, der
Lebersteatose Grad II, der Hepatitis, der diabetischen Retinopathie, der multiplen
pulmonalen Rundherde sowie der Verdacht auf eine hypertensive Kardiopathie und auf
eine koronare Herzkrankheit hervor. Der Rechtsvertreter hat diese zusätzlichen
Diagnosen nochmals erwähnt, auch wenn der Hausarzt Dr. R._ bei seiner Beurteilung
des Gesundheitszustandes nicht weiter darauf eingegangen ist (G.1/6). Da keiner der
Ärzte – weder Dr. R._ noch RAD-Ärztin Dr. Q._ – bei ihrer aktuellen
Arbeitsfähigkeitsschätzung diese Diagnosen aufgenommen haben, ist anzunehmen,
dass sie keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit haben. Es kann zudem davon
ausgegangen werden, dass sowohl der Hausarzt, der den Beschwerdeführer schon
länger betreut, als auch der RAD diese Erkrankungen aufgrund ihrer Fachkunde als
vernachlässigbar erachtet haben, da sie sich nach den allgemeinen, medizinischen
Erfahrungen typischerweise nicht auf die Arbeitsfähigkeit auswirken. Zudem lassen
sich den Akten keine schwerwiegenden Beschwerden entnehmen, die ihre Ursache in
den von Dr. R._ unerwähnt gelassenen Diagnosen finden würden. Damit sind auch
diese Diagnosen für die Beurteilung der Rentenanpassung nicht von Relevanz.
2.2.2 Anders als im ZMB-Gutachten aus dem Jahr 2006 (IV-act. 129/23) findet das
rechtsbetonte, lumbosakrale Schmerzsyndrom im Arztbericht von Dr. R._ vom 23.
August 2013 keine Erwähnung mehr (vgl. IV-act. 299/1). In den eingereichten
medizinischen Berichten, die Dr. R._ als Grundlage gedient haben, ist das besagte
Schmerzsyndrom nicht mehr erwähnt. Aus den eingereichten Akten ergeben sich keine
Hinweise auf noch bestehende Rückenbeschwerden sowie auf deren Auswirkungen
auf die Arbeitsfähigkeit. Da der Hausarzt in Kenntnis des Gesundheitszustands des
Beschwerdeführers keine Veranlassung gesehen hat, ein Rückenleiden zu erwähnen,
kann davon ausgegangen werden, dass auch hier keine Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit vorliegt.
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2.2.3 Im Folgenden sind die Diagnosen zu betrachten, die den Beschwerdeführer
auch aktuell in einer adaptierten Tätigkeit einschränken könnten. Auswirkungen auf die
Arbeitsfähigkeit haben gemäss Dr. R._ die chronischen belastungsabhängigen
Vorfussschmerzen beidseits bei ausgeprägten Hohl- und Spreizfüssen sowie die
chronische Bronchitis bei zylindrischen Bronchiektasen in den Unterlappen beidseits
(IV-act. 299/1). Der Beschwerdeführer soll deshalb auch in einer adaptierten Tätigkeit
wegen vermehrten Pausenbedarfs um 30 Prozent vermindert leistungsfähig sein (vgl.
IV-act. 299/5). Bei der ursprünglichen Zusprache einer Viertelsrente ist die IV-Stelle von
einer Arbeitsunfähigkeit von 30 Prozent in einer adaptierten Tätigkeit ausgegangen.
Dabei hat sie berücksichtigt, dass der Beschwerdeführer aufgrund von zunehmenden,
lumbosakralen rechtsbetonten Rückenbeschwerden sowie aufgrund von
Fussbeschwerden mit ausgeprägten plantaren Druckbeschwerden nur noch in
sitzenden Tätigkeiten mit Möglichkeit zum Positionswechsel adaptiert arbeitsfähig sei.
Wegen der damals in Kombination vorliegenden Fuss- und Rückenleiden müsse der
Beschwerdeführer vermehrt Pausen einlegen und sich aktiv bewegen können (vgl. IV-
act. 129/18 f.; act. 129/25). Da das Rückenleiden in den aktuellen medizinischen
Berichten keine Erwähnung mehr findet und auch anderweitige Hinweise fehlen, muss
angenommen werden, dass sich die Rückenbeschwerden – anders als zum Zeitpunkt
der zugesprochenen Viertelsrente – aktuell nicht mehr auf die Arbeitsfähigkeit in einer
adaptierten Tätigkeit auswirken (vgl. Ausführungen oben).
2.2.4 Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat dem Revisionsgesuch zahlreiche
medizinische Berichte beigelegt, jedoch befindet sich darunter kein Bericht, der sich
mit einer Veränderung der Fussbeschwerden befassen würde. Einzig Dr. R._ hat sich
in seinem zusammenfassenden Bericht dahingehend geäussert, dass sich die
„Situation mit den Füssen“ verschlechtert habe (IV-act. 299/12). Eine nachvollziehbare
Symptomatik und das Ausmass dieser Verschlechterung sind von Dr. R._ nicht
beschrieben worden. Im Gegensatz zu Dr. R._s Einschätzung steht der Bericht vom
4. Dezember 2012 betreffend die Kostengutsprache für orthopädische Schuhe. Darin
beurteilt der Orthopäde im Rahmen der halbjährlichen Kontrolle die medizinische
Situation als unverändert bzw. stabil (IV-act. 287, act. 292). Da anzunehmen ist, dass
der Beschwerdeführer wegen der Fussschmerzen einen erhöhten Pausenbedarf hat
und während dieser Zeit aktive Bewegungen zur Schmerzlinderung ausüben können
muss, müssten sich die Beschwerden erheblich verstärkt haben, damit ein zusätzlicher
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Pausen- und Bewegungsbedarf entstanden und der Beschwerdeführer deshalb
zusätzlich in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt wäre. Der ZMB-Gutachter hielt aber
fest, dass der vermehrte Pausen- und Bewegungsbedarf in einer sitzenden Tätigkeit
aufgrund des kombinierten Leidens an Füssen und Rücken vorliege (IV-act. 129/25).
Jedoch hat Dr. R._ das Rückenleiden nicht mehr erwähnt, weshalb anzunehmen ist,
dass es entweder stationär geblieben oder sich sogar gebessert hat. Jedenfalls kann
daraus geschlossen werden, dass keine Verschlechterung des Rückenleidens mit
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eingetreten ist. Daraus kann nach wie vor keine
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit abgeleitet werden. Im
Weiteren bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass eine Zunahme der
Fussbeschwerden für sich allein tatsächlich eine zusätzliche Einschränkung in einer
bereits adaptierten Tätigkeit zu begründen vermöchte. Eine über die bereits
zugesprochene Rente hinausgehende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit müsste
derart massiv sein, dass der Hausarzt nicht darum herum käme, ein entsprechend
auffälliges Gangbild in seinem Bericht festzuhalten. Er müsste dem behandelnden
Orthopäden grundsätzlich widersprechen und eine entsprechende Begründung
abgeben. Eine konkrete Begründung vom Hausarzt fehlt aber. Aus diesen Umständen
kann keine Veränderung des Invaliditätsgrades gefolgert werden. Deshalb erscheint
aufgrund der Aktenlage eine verminderte, adaptierte Arbeitsfähigkeit vorliegend als
nicht überwiegend wahrscheinlich.
Als sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirkende Diagnose kommt des Weiteren die
chronische Bronchitis in Frage. Dr. O._ hat in seinem Bericht festgehalten, dass der
Beschwerdeführer an einer chronischen obstruktiven Lungenerkrankung leide. Jedoch
hat er nur angemerkt, dass der Beschwerdeführer in Belastungstätigkeiten wesentlich
eingeschränkt sei (IV-act. 291/3). Allfällige Angaben über das Ausmass der
Einschränkungen in einer adaptierten Tätigkeit hat Dr. O._ nicht gemacht. Schon seit
der ersten Rentenverfügung ist aber festgestanden, dass der Beschwerdeführer keine
Tätigkeiten mit körperlicher Belastung mehr ausüben kann (vgl. ZMB-Gutachten, IV-
act. 129/23 ff.). Eine allfällige Verschlechterung des Gesundheitszustandes kann
anhand dieses Berichtes nicht nachvollzogen werden, da sich der Arzt offenbar auf die
angestammte Tätigkeit, die zuletzt im Jahr 2004 ausgeübt wurde, bezieht. Konkreter
hat sich Dr. R._ geäussert. Er hat in seinem vom RAD veranlassten Bericht
festgehalten, dass eine zunehmende nächtliche Atemproblematik wegen enormer
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Schleimbildung bestehe (IV-act. 299/12). Der nächtliche Husten und der massive
Auswurf hätten sich auf die bisherige Tätigkeit ausgewirkt (IV-act. 299/2) und es habe
eine verminderte Leistungsfähigkeit im Ausmass von 50-70 Prozent (70 Prozent für
schwere Arbeiten) bestanden (IV-act. 299/5 f.). In einer adaptierten Tätigkeit könnten
dem Beschwerdeführer täglich nur 4 Stunden zugemutet werden (IV-act. 299/6). Der
RAD stufte diese Beurteilung als nicht auf objektiven Befunden basierend ein.
Tatsächlich ist nicht ersichtlich, weshalb sich die chronische Bronchitis dermassen
verschlechtert haben sollte, dass sie den Invaliditätsgrad merklich erhöhen würde. Den
Akten keine objektive Befundaufnahme (wie beispielsweise eine Blutgasanalyse, eine
Messung des forcierten exspiratorischen Volumens, eine Beurteilung des Sputums,
eine Klassifikation des Schweregrades der Bronchitis [I bis IV] oder dergleichen) zu
entnehmen. Die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit dürfte deshalb allein auf den
subjektiven Aussagen des Beschwerdeführers basieren. Bei der aufgeführten
nächtlichen Hustenproblematik ist nach der allgemeinen Lebenserfahrung
anzunehmen, dass nicht das Husten an sich, sondern eine reduzierte Schlafqualität
und -dauer sich in einer verminderten Leistungsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit
auswirken würden. Klinische Symptome für das obstruktive Schlafapnoesyndrom sind
eine abnorme Tagesmüdigkeit, diskontinuierliches, lautes Schnarchen, eine
Konzentrations- und Gedächtnisstörung, eine Persönlichkeitsveränderung und
morgendliche Kopfschmerzen (vgl. dazu Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch, 266.
Aufl., Berlin 2014, S. 1908 f.). Dr. R._ hat aber festgehalten, dass sich das obstruktive
Schlafapnoesyndrom nicht auf die Arbeitsfähigkeit auswirke (IV-act. 299/1). Da der
Husten nur eine qualitative und/oder quantitative Verschlechterung des Schlafs
bewirken kann, kann nicht nachvollzogen werden, weshalb der Beschwerdeführer
einerseits trotz Schlafapnoe arbeitsfähig sei, andererseits aber wegen des nächtlichen
Hustens tagsüber nur noch eine maximal 4-stündige adaptierte Tätigkeit zuzumuten
sein soll (IV-act. 299/6). Eine eingeschränkte Leistungsfähigkeit, die sich tagsüber
äussern würde, ist von Dr. R._ nicht erfasst worden. Wie schon zuvor dargelegt, kann
aufgrund des nicht mehr erwähnten Rückenleidens davon ausgegangen werden, dass
der Erholungsbedarf bereits durch die 30-prozentige Arbeitsunfähigkeit gemäss erster
Rentenverfügung aufgefangen ist. Mangels Hinweisen auf eine sich zur Tageszeit
auswirkende Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit kann auf die Beurteilung der
Auswirkungen der Schlafapnoe verwiesen und auf eine weitere Abklärung verzichtet
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werden. Der Einschätzung des RAD, die keinen medizinischen Revisionsgrund und
keinen weiteren Abklärungsbedarf sieht, ist zu folgen.
2.3 Zusammenfassend sind in den medizinischen Unterlagen keine genügenden
Anhaltspunkte für eine Erhöhung der andauernden relevanten Beeinträchtigung der
Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers dokumentiert. Weitere medizinische
Untersuchungen wurden aufgrund des Aktenstands durch die Beschwerdegegnerin zu
Recht nicht durchgeführt oder in Auftrag gegeben.
3.
Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde vom 18. Dezember 2013
abzuweisen. Der unterliegende Beschwerdeführer hat die gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG
zu erhebenden und angesichts des durchschnittlichen Aufwands auf Fr. 600.--
festzusetzenden Gerichtskosten zu bezahlen. Der unterliegende Beschwerdeführer hat
keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung.