Decision ID: fea901dd-d8e0-5651-be47-9b0e47835a15
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1957, ist Kadermitarbeiter bei der
Y._
GmbH und über diese bei der
AXA Versicherungen AG
unfallversi
chert
(
Urk.
10/5). Am 18. Oktober 2011 erlitt er einen Selbstunfall, als er mit dem Fahrrad
mit erheblicher Geschwindigkeit
gegen
ein Verkehrsschild prallte (
Urk.
10/5, 10/M1). Die erstbehandelnden Ärzte des Spitals
Z._
diag
nostizierten eine Rissquetschwunde der Augenbraue rechts, Schürfwunden
an Oberlippe und Kinn, eine
Kontusion
der Halswirbelsäule (HWS)
, eine Schürf
wunde am
Knie links und eine Kontusion des
Fuss
es
links (
Dig
. I;
Urk.
10/M1).
Ab dem 24. Oktober 2011 konnte
X._
die Arbeit wieder auf
neh
men (
Urk.
10/5). Für die Heilbehandlung kam die AXA auf.
Mit Schreiben vom 17. September 201
2
teilte sie
X._
mit, die noch bestehenden Beschwerden seien nicht mehr auf den Unfall vom 18. Okto
ber 2011 zurückzuführen, weshalb die Versicherungsleistungen per sofort ein
gestellt würden (
Urk.
10/25). In diesem Sinne
verfügte sie am 21. November 2012 (
Urk.
10/36). Die dag
egen erhobene Einsprache
(
Urk.
10/45)
wies s
i
e
mit Entscheid vom 20. August 2013 ab (
Urk.
2).
2.
Dagegen liess
X._
am 17. September 2013 Beschwerde erheben und beantragen, es sei die AXA zu verpflichten, ihm weiterhin Leistungen
zu erbringen. Eventualiter sei
ein unabhängiges Gutachten einzuholen (
Urk.
1 S. 2). Die AXA schloss in der Beschwerd
eantwort
vom 13. Januar 2014
auf Abwei
sung der Beschwerde (
Urk.
9 S.
2). Mit Replik vom 19. Mai 2014 hielt
X._
an seinen Anträgen fest
(
Urk.
18 S. 2). Mit Eingabe vom 10. Septem
ber 2014 reichte er ein MRI des lumbalen Wirbelsäulenbereich
s aus dem Jahr 2003 ein (
Urk.
24
, 25).
Die AXA hielt in der Duplik vom 25. September 2014 ebenfalls an ihren Anträgen fest (
Urk.
28). Am 6. Oktober 2014 nahm sie Stel
lung
zum eingereichten MRI (
Urk.
30-32
). Zu dieser Stellungnahme liess sich
X._
am 29. Oktober 2014 vernehmen (
Urk.
33).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) werden - soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt - die Versicherungs
leistun
gen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt.
1.2
1.2.1
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt zunächst voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sin
ne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Um
stände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als einge
treten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entspre
chend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des na
türli
chen Kau
salzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die al
lei
nige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schä
digende Ereignis zu
sammen mit anderen Bedingungen die kör
perliche oder geistige Integrität der versicherten Person beein
trächtigt hat, der Unfall mit an
dern Worten nicht wegge
dacht werden kann, ohne dass auch die ein
getretene gesund
heitliche Stö
rung entfiele (BGE 129 V 181 E. 3.1, 406 E. 4.3.1, 123 V 45 E. 2b, 119 V 337 E. 1, 118 V 289 E
. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesund
heitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang be
steht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im
Be
schwerdefall
das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden
Be
weis
würdigung
nach dem im Sozialversicherungsrecht übli
chen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungs
ans
pruches
nicht (BGE 129 V 181 E. 3.1, 119 V 338 E. 1, 118 V 289 E
. 1b, je mit Hinwei
sen).
1.2.2
Ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nach
ge
wiesen, entfällt die deswegen anerkannte Leistungspflicht des
Unfall
ver
si
cherers
erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und
ausschliesslich
auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem
schicksalsmässigen
Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist. Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines
Gesundheits
schadens
mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die
blosse
Möglich
keit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt
die entsprechende Beweislast - anders als bei der Frage, ob ein
leistungs
begrün
dender
natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht beim Versicher
ten, sondern beim Unfallversicherer
(RKUV 1992 Nr. U 142 S. 76 E
. 4b; vgl. auch R
KUV 1994 Nr. U 206 S. 328 f. E
. 3b).
Der Unfallversicherer muss jedoch nicht den Beweis für unfallfremde Ursachen erbringen. Welche Ursachen ein nach wie vor geklagtes Leiden hat, ist unerheblich. Entscheidend ist allein, ob die
unfall
be
dingten
Ursachen eines Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeu
tung verloren haben, also dahingefallen sind.
Ebensowenig
geht es darum, vom
Unfallversi
cherer
den negativen Beweis zu verlangen, dass kein
Gesundheits
schaden
mehr vorliege oder dass die versicherte Person nun bei vol
ler Gesund
heit sei (
Bundes
gerichts
urteil
8C_369/2008
vom 1
1. August 2008 E
. 2.2.4).
1.2
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise b
egründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E
. 1c). Auch den Berich
ten und Gutachten
versicherungs
inter
ner
Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu. Soll jedoch ein Versicherungs
fall ausschliesslich gestützt auf versicherungsinterne Beurteilungen entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen: be
stehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen, sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE
125 V 351 E. b/
ee
,
122 V 162
Erw
. 1d
).
2.
2.1
Zunächst ist auf die in der Beschwerde erhobenen formellen Einwände einzuge
hen.
2.2
Die AXA stützte sich im
Einspracheentscheid
massgeblich auf die Einschätzung ihres beratenden Arztes,
Dr.
med.
A._
, Facharzt
für Chirurgie. Dessen Stel
lungnah
me
vom 13. August 2013
hatte sie im Rahmen des
Einspracheverfah
rens
eingeholt. Der Beschwerdeführer wirft der A
XA
vor,
ihre
im
„
Verfügungs
verfahren
“
getätigten medizinischen Abklärungen seien ungenügend gewesen. Die zur Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts notwendigen Abklärun
gen habe sie in das
Einspracheverfahren
verschoben,
was unzulä
ssig sei. Über
dies habe er zur versicherungsinternen
Stellungnahme von
Dr.
A._
nicht vorgängig Stellung nehmen können (
Urk.
1 S. 7).
Vor Erlass ihres Schreibens vom 17. September 2011 respektive der Verfügung vom 21. November 2011 holte die AXA bei den behandelnden Ärzten die erfor
derlichen Auskünfte ein.
Zudem liess sie
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Rheuma
tologie und Innere Medizin, von ihrem medizinischen Die
nst zur Sache Stellung nehmen (
Urk.
10/M1-15
).
Damit kam sie ihrer Abklärungspflicht (Art. 43 des Allgemeinen Teils des Sozialversicherungsrechts, ATSG) hinreichend nach.
Das
Einspracheverfahren
dient der verfügenden Stelle dazu, den von ihr gefällten Entscheid erneut zu überprüfen (
Kieser
, ATSG-Kommentar, 2009,
2.
Auflage, Art. 52
Rz
16). Dass die AXA in diesem Rahmen die Akten zusätzlich
Dr.
A._
unterbreitete, entspricht daher dem Sinn dies
es Verfahrens und ist nicht
zu beanstanden.
Da es sich bei dessen
Bericht um eine
versicherungsin
terne
Stellungnahme handelt,
welche lediglich die bereits erfolgte Einschätzung bestätigt,
war die AXA
auch
nicht verpflichtet, dem Beschwerdeführer Gelegen
heit zur vorgängigen Stellungnahme einzuräumen
(BGE 135 V 465 E. 4.2).
Auch wenn von einer Verletzung des rechtlichen Gehörs auszugehen wäre, gälte diese als geheilt, konnte doch der Beschwerdeführer im vorliegenden Verfahren umfassend Stellung nehmen und rechtfertigte sich angesichts der eindeutigen Aktenlage keine Rückweisung an die Beschwerdegegnerin.
2.3
Weiter rügt der Beschwerdeführer eine Verletzung der Begründungspflicht (
Urk.
1 S. 8 und 16). Diese Rüge erweist sich ebenfalls als unbegründet. Denn ü
ber die Tragweite des
Einsprachee
ntscheides
lä
sst sich hinreichend klar
ein Bild machen. Es werden die Überlegungen genan
nt, von denen sich die AXA
leiten liess. Dass die Beschwerdegegnerin sich nicht ausdrücklich mit jeder
tat
beständlichen
Behauptung und jedem rechtlichen Einwand auseinandersetzte, ist ihr nicht vorzuwer
fen, da
sie sich über die für den Entscheid wesentliche
n Gesichtspunkte ausliess (
BGE 126 V 75 5
b/
dd
).
Die Möglichkeit zur sachbezoge
nen Anfech
tung der Leistungseinstellung war
folglich gewahrt, wie die
Be
schwerdeeingabe
denn auch hinlänglich dokumentiert.
3
.
3.1
Materiell ist
zu prüfen, ob die AXA zu Recht ihre
Leistungen per 17. September 20
1
2
eingestellt hat.
3.2
Zwischen den
Parteien ist strittig, ob
die
über den
Zeitpunkt
der
Leistungseinstel
lung
hinaus geklagten
Beschwerden im Bereich der
Halswirbel
säule
und
der Brustwirbelsäule (BWS)
sowie die
Hypästhesien
an beiden
Klein
fingern
auf den Unfall vom 18. Oktober 2011 zurückzuführen sind
.
Unbestritten
ist, dass die daneben bestehenden Beschwerden im Bereich der
Lendenwirbel
säule
(LWS) degenerativ bedingt sind.
4.
4.1
Der Unfall vom 18. Oktober 2011 bewirkte keine organische
n
Schäd
en an der Halswirbelsäule (
Urk.
10/M1, 10/M7, 10/M10
).
Dr.
A._
führte deshalb die zum Zeitpunkt der Leistungseinstellung noch vorhandenen Beschwerden in diesem Bereich auf degenerative Veränderungen zurück (
Urk.
10/M16). Zu die
sem Schluss gelangte auch der behandelnde
Dr.
med.
C._
, Facharzt für Orthopädie (
Bericht vom
5. April 2012
,
Urk.
10/M6). Davon abweichende ärztli
che Beurteilungen bestehen nicht
(vgl. auch
Urk.
10/M9, 10/M13, 10/M14)
. Eine Unfallkausalität bezüglich der Beschwerden an der Halswirbelsäule zum Zeit
punkt der Leistungseinstellung ist damit ohne
Weiteres
zu verneinen. Damit korrespondiert auch die Aussage des Beschwerdeführers im Schreiben vom
27. September 20
12, wonach nun der Zustand der Halswirbelsäule
gleich
wie vor dem Unfall sei (
Urk.
3/20
=
Urk.
10/27
).
4.2
Intermi
ttierend leidet der Beschwerdeführer an Missempfindungen an den bei
den Kleinfingern. Gemäss Beurteilung von
Dr.
med.
D._
, Fachärztin für Neurologie, handelt es sich
dabei
um eine leichte
Ulnaris
-Reizsymptomatik ohne Hinweise auf eine
zervikoradikuläre
Problematik (Bericht vom
2
9. Mai 2012,
Urk.
10/M11).
Die
beratenden Ärzte der AXA
,
Dr.
A._
und
Dr.
B._
, beu
rteilten diese Druckneuropathie
als unfallfremd (
Urk.
10/M13, 10/M16
). Da
von ging offenbar auch
Dr.
D._
aus, da sie diese Diagnose, anders als das von ihr
ebenfalls diagnostizierte
thorakolumbale
Schmerzsyndrom, nicht in den Zusammenhang mit dem Unfall
v
om 18. Oktober 2011 brachte (
Urk.
10/M11).
Wiederum bestehen keine ärztliche
n
Einschätzungen, die eine Unfallkausalität behaupten. Selbst wenn dem so wäre, wäre dies
versicherungs
rechtlich
irrelevant. Eine Arbeits
un
fähigkeit besteht nicht, weshalb sich die Frage nach Taggeldern nicht stellt. Als Behandlung empfiehlt
Dr.
D._
einzig
das Vermeiden einer Druckeinwi
rkung (
Urk.
10/M11). Eine
(
kostenauslö
sende
)
Heilbehandlung
ist damit nicht verbunden
.
5.
5.1
Kontrovers zwischen den Parteien ist
sodann
die Frage nach
der
Unfallkausali
tät
der Beschwerden an der Brustwirbelsäule.
Ein MRI
der Brustwirbelsäule vom
2.
April 2012
zeigte Deckplattenfrakturen der Wirbel BWK 10 und 11.
Der
Radio
loge Prof.
Dr.
med.
E._
erklärte dazu
, es handle sich um alte Einbrüche. Frische Frakturen nach dem Velosturz fänden sich nicht
. Er erwähnte degenera
tive Veränderungen an der BWS
(
Urk.
10/M7). Ein MRI der Lendenwirbelsäule vom 26. April 2012 bestätigte den genannten Befund auf der Höhe BWK 10 und 11. Der Radiologe Prof.
Dr.
med.
F._
sprach von einem posttraumati
schen Befund, ohne sich über den Zeitpunkt der Traumat
isierung zu äussern (
Urk.
10/M12
).
Demgegenüber kam
Dr.
B._
zum Schluss, dass sich dieser Be
fund ohne
Weiteres
mit dem ausgeprägten
thorakolumbalen
Morbus Scheuer
mann erklären lasse. Jedenfalls sei eine Wirbelfraktur durch den Unfall vom
18. Oktober 2011 auszuschliessen, da
unmittelbar danach keine
Druckdolenz
im Bereich der Brust- und Lendenwirbelsäule bestanden habe (
Urk.
10/M9, 10/M13, 10/M14).
5.2
Dr.
A._
teilte, nachdem ihm das
MRI vom 26. April 2012
zur Beurteilung vorgelegt worden war,
die Ansicht, dass es sich
bei
den Deckplatteneinbrüchen BWK 10 und 11
um posttraumatische Fr
akturen handle
(
Urk.
10/M16)
.
Nach Einsichtnahme in die Bilder des Klinikums
G._
vom 24. März 2003 (
Urk.
25)
erklärte
er
, anhand der Röntgenbild
er
sei es nicht möglich, den Zeit
punkt der Entstehung der Frakturen zu bes
timmen. Gegen eine Fraktur
anläss
lich des Unfalls vom 18. O
ktober 2011 spreche
, dass
auf der Höhe
BWK 10 bis 12 knöcherne
Spangenbildungen bestünden
. Diese seien mit praktischer Sicher
heit vor
bestehend und hätten
sich nicht innerhalb von sechs Monaten nach ei
ner Traumatisierung entwickeln
können
. Zudem seien
zum Unfallzeitpunkt ex
plizit Schmerzen im
thorokalen
und lumbalen Wirbelsäulenbereich verneint wo
rden. Hätten Deckplattenfrakturen vorgelegen, wären diese äussert schmerz
haft gewesen (
Urk.
31).
5.3
Demgegenüber erklärte
Dr.
C._
, er könne sich der Meinung, w
onach die Frakturen bereits vor dem Unfall vom 18. Oktober 2011 bestanden hätten
, nicht anschliessen. Die auf dem MRI vom 26. Ap
ril 2012 sichtbaren Frakturen wü
rden durchaus Zeichen aufweisen, welche typisch seien für eine nicht ganz frische, aber auch nicht alte Fraktur. Anamnestisch bestünden beim Beschwerdeführer zudem keine gröberen Unfälle mit Schmerzen am thor
a
kalen Übergang (
Urk.
3/23
=
Urk.
10/45 Beilage 1
).
Die konsolidierten
Kompressionsfrakturen BWK 10 und 11
würden die bandförmigen Schmerzen in diesem Bereich hin
länglich erklären
(
Urk.
10/M6
).
6.
6.1
Die Rettungss
anitäter, welche den Beschwerdeführer
unmittelbar
nach dem Un
fall in das Spital
Z._
verbrachten, notierten
auf dem von ihnen auszu
füllenden Befunderhebungsblatt
Beschwerden
am Kopf und
an der
Halswirbel
säule
, nicht aber an der Brust- und Lendenwirbelsäule
(
Urk.
10/M15). Die
erst
behandelnden
Ärzte des Spitals hielten
am Unfalltag ebenfalls eine
Druckdolenz
der Halswirbelsäule fest. Die Brust- und Lendenwirbelsäule beschrieben sie als druckindolent (
Urk.
10/M1).
6.2
Aufgrund dieser beiden unabhängig voneinander erfolgten
Bestandesaufnah
men
ist davon auszugehen, dass unmittelbar nach dem Unfall keine Schmerzen im Bereich der Brust- und Lendenwirbelsäule bestanden. Daran ändern auch der Bericht der
Osteopathin
H._
vom 6. September 2013 und der Bericht des Physiotherapeuten
I._
vom 11. September 2013
nichts, d
ie
ausführten
,
anlässlich ihrer Untersuchung vo
m 28. Oktober 2011 respektive vom
6. Dezem
ber 2012
habe
der Beschwerdeführer eine
Druckdolenz
im Bereich BWK 10 bis 12 angegeben (
Urk.
10/M17-18).
6.3
Da nach dem Unfall vom 18. November 2013 keine
Dolenz
im Bereich der Brust- und Lendenwirbelsäule bestand, ist
gestützt auf die Beurteilungen von
Dr.
A._
und
Dr.
B._
auszuschliessen, dass die Deckplattenfraktur
en
BWK 10 und
11 durch den Velosturz verursacht worden war
en
. Ob
Dr.
C._
die fehlenden Schmerzen in diesem Bereich bekannt war
en
, ist fraglich, da er
sich zu diesem Punkt überhaupt nicht äussert
.
Massgebend ist einzig, dass die Deckplattenfraktur
en
BWK
10 und
11 nicht auf den Unfall vom 18.
Oktober 2011 zurückzuführen sind
. Vor diesem Hintergrund sind auch die Röntgenbilder der Brustwirbelsäule aus dem Jahr 1999 bezie
hungsweise das MRI
vom
24
.
März 2003 der lumbalen Wirbelsäule vorliegend ohne Belang.
Aus diesen Bildern ist gemäss de
n
ärztlichen Einschätzungen nicht zu ersehen, ob zum Zeitpunkt ihrer Erstellung die Deckplattenfraktur
en
auf der Höhe BW
K 10 und
11 bereits bestanden hatte
n
(
Urk.
3/29,
Urk.
10/M16,
Urk.
31). Selbst wenn dies zu verneinen wäre, vermöchte der Beschwerdeführer daraus nichts zu seinen Gunsten ableiten
, da die Bilder zeitlich zu weit zurück
liegen, als dass daraus in Bezug auf den Unfall vom 18. Oktober 2011 Rück
schlüsse gezogen werden könnten.
7.
7.1
Doch auch
bei
Bejahung der Unfallkausalität erwiese sich die Einstellung der Leistungen als rechtmässig.
Eine noch zu erwartende Verbesserung des Gesund
heitszustandes reicht nicht aus, um auf den Fallabschluss zu verzichten. Taggeld und Heilbehandlung sind so lange zu gewähren, wie die prognostizierte Ver
besserung noch namhaft ist, unbedeutende Verbesserungen genügen nicht. Die namhafte Verbesserung bezieht sich hierbei in erster Linie auf die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit (BGE 134 V 115 E. 4.3). Ist eine versicherte Person wieder in der Lage, in ihrer angestammten Tätigkeit vollzeitlich erwerbstätig zu sein, so wird der Fall in der Regel abzuschliessen sein, selbst wenn die Befindlichkeit der versicherten Person durch die Fortsetzung der medizinischen Behandlung noch verbessert werden könnte (Bundesgerichtsurteile 8C_743/2009
vom 25. Februar 2010 E. 6.1.2 und
8C_432/2009 vom
2.
November 2009 E. 3.2).
7.2
Da der Beschwerdeführer seit dem 24. Oktober 2011 in der angestammten
Tätig
keit
wieder voll arbeitsfähig ist
(
Urk.
10/M5)
, ist der Fallabschluss per 17. Sep
tember 2012 nicht zu beanstanden
.
Therapeutisch
wurde
noch eine Stärkung der Muskulatur empfohlen (
Urk.
10/M
6). Der Beschwerdeführer nahm daraufhin denn auch ein Fitnesstraining auf
(vgl.
Urk.
10/21
). Dabei handelt es sich jedoch nicht um eine ärztliche Behandlung im Sinne von Art. 19
Abs.
1 UVG, welche ein Hinausschieben des Fallabschlusses mit Prüfung der Rentenfrage begründen könnte (Bundesgerichtsurteil 8C_188/2010 vom 2
2.
November 2010 E. 3.2). Gleich verhält es sich mit den klassischen Massagen, welche der Beschwerde
führer
zum
Zeitpunkt der Leistungs
einstellung überdies zur Linderung der Be
schwerden in Anspruch nahm
(
Urk.
19/3
).
Ein Anspruch auf eine UVG-Invalidenrente besteht angesichts der fehlenden Erwerbseinbusse unbestrittenermassen nicht.
Bereits aus
diesem Grunde
ent
fällt
auch die Übernahme von Heilbehan
dlungskosten nach Massagebe von
Art.
21 UVG, welche Bestimmungen unter gewissen Vorauss
e
tzungen die Gewährung von Heilbehandlung nach Festsetzung einer Rente vorsieht (Bundesgerichtsurteil 8C_191/2011 vom 1
6.
September 2011 E. 5.3).
Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.