Decision ID: 408b5f28-22fc-4675-b9ec-3a6193a0ce44
Year: 2018
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Entscheid Versicherungsgericht, 29.05.2018 Art. 17 Abs. 2 ATSG. Revision der Ergänzungsleistungen. Sogenannte „Kalenderjahr-Praxis“. Eine jährliche Ergänzungsleistung kann wie jede andere Dauerleistung einer Sozialversicherung jederzeit mittels einer Revision angepasst werden, sofern sich der massgebende Sachverhalt massgebend verändert hat. Die künstliche Befristung der Rechtsbeständigkeit einer EL-Verfügung auf ein Kalenderjahr ist folglich unnötig. Die entsprechende Praxis findet auch keine ausreichende Grundlage im Gesetz (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 29. Mai 2018, EL 2017/17). Aufgehoben durch Urteil des Bundesgerichts 9C_480/2018.
Entscheid vom 29. Mai 2018
Besetzung
Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und Karin Huber-
Studerus; Gerichtsschreiber Tobias Bolt
Geschäftsnr.
EL 2017/17
Parteien
A._,
Beschwerdeführerin,
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St.Galler Gerichte
vertreten durch Rechtsagent Edwin Bigger,
RGB Consulting, Sonnenbühlstrasse 3, 9200 Gossau,
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen, Ausgleichskasse, Brauerstrasse
54, Postfach, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
Gegenstand
Ergänzungsleistung zur IV (Pflegefamilie-Finanzierung)
Sachverhalt
A.
A.a Der Vater von A._ (Jahrgang 2008) bezog Ergänzungsleistungen zu einer Rente
der Invalidenversicherung (vgl. elektronische Notiz zu EL-act. 55). Im Mai 2013 wurde
die nicht beim Vater, sondern bei der Mutter lebende A._ zum Bezug von
Ergänzungsleistungen angemeldet (EL-act. 55). Am 15. September 2013 verfügte die
EL-Durchführungsstelle mit Wirkung ab dem 1. Mai 2013 eine für A._ gesondert
berechnete Ergänzungsleistung im Sinne des Art. 7 Abs. 1 lit. c ELV von 552 Franken
pro Monat (EL-act. 42). Bei der Anspruchsberechnung hatte sie die kantonale
Durchschnittsprämie für die obligatorische Krankenpflegeversicherung, einen Teil des
Mietzinses für die Wohnung der Mutter und die Lebensbedarfspauschale als Ausgaben
und die Kinderrente zur Invalidenrente des Vaters als Einnahme berücksichtigt (EL-act.
43). Diese Verfügung erwuchs unangefochten in formelle Rechtskraft.
A.b Am 13. Oktober 2015 meldete das Sozialamt der Wohngemeinde (EL-act. 28),
dass A._ am 22. Januar 2015 fremdplatziert worden sei. Sie habe sich bis zum 13.
Februar 2015 im B._ aufgehalten und sei dann in eine Pflegefamilie platziert worden.
Der Tagessatz für die Betreuung in der Pflegefamilie belaufe sich auf 180 Franken (EL-
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act. 28–8). Ein Sachbearbeiter der EL-Durchführungsstelle notierte am 14. Oktober
2015, es handle sich um ein kantonal bewilligtes Pflegeverhältnis (EL-act. 27). Mit einer
Verfügung vom 26. November 2015 erhöhte die EL-Durchführungsstelle die laufende
Ergänzungsleistung per 1. Oktober 2015 auf 1’001 Franken pro Monat (EL-act. 24). Bei
der Anspruchsberechnung hatte sie die kantonale Durchschnittsprämie für die
obligatorische Krankenpflegeversicherung, die maximale Tagestaxe für den
Heimaufenthalt (12’045 Franken = 365 × 33 Franken) sowie die Pauschale für die
persönlichen Auslagen als Ausgaben und die Kinderrente zur Invalidenrente des Vaters
als Einnahme berücksichtigt (EL-act. 25). In der Verfügungsbegründung hatte sie
ausgeführt, gemäss dem Art. 1b Abs. 2 der kantonalen Verordnung über die nach dem
ELG anrechenbaren Tagespauschalen sei bei einem Aufenthalt in einer anerkannten
Pflegefamilie von Kindern, die einen Anspruch auf eine Kinderrente begründeten, die
anrechenbare Tagespauschale auf den im Art. 11 Abs. 1 AHVV enthaltenen Ansatz für
Verpflegung und Unterkunft (33 Franken) begrenzt. Diese Verfügung wurde
unangefochten formell rechtskräftig.
A.c Mit einer Verfügung vom 21. Dezember 2015 setzte die EL-Durchführungsstelle die
Ergänzungsleistung für die Zeit ab dem 1. Januar 2016 unverändert auf 1’001 Franken
pro Monat fest (EL-act. 21). Auch diese Verfügung erwuchs unangefochten in formelle
Rechtskraft. Am 23. Dezember 2016 ging der AHV/IV-Zweigstelle ein ausgefülltes
Formular für die periodische Überprüfung der Ergänzungsleistung zu (EL-act. 10). Der
beiliegenden Rechnung der Organisation C._ vom 7. November 2016 liess sich
entnehmen, dass der Tagessatz immer noch 180 Franken betrug (EL-act. 11). Bereits
am 19. Dezember 2016 war eine weitere Anpassungsverfügung ergangen, mit der die
EL-Durchführungsstelle die monatliche Ergänzungsleistung per 1. Januar 2017 auf
1’007 Franken erhöht hatte (EL-act. 18).
A.d Am 6. Januar 2017 liess die nun durch einen Rechtsagenten vertretene A._ eine
Einsprache gegen die Verfügung vom 19. Dezember 2016 erheben (EL-act. 6). Ihr
Rechtsvertreter beantragte die Anrechnung der vollen Kosten der Pflegefamilie für die
Zeit ab dem 1. Januar 2017. Zur Begründung führte er an, die kantonale
Ergänzungsleistungsordnung dürfe nicht dazu führen, dass ein EL-Bezüger
sozialhilfeabhängig werde. Vorliegend müsse deshalb die ganze Tagestaxe für den
Aufenthalt in der Pflegefamilie berücksichtigt werden. Das Versicherungsgericht des
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Kantons St. Gallen habe in seinem Entscheid EL 2012/21 vom 19. Juni 2015
unmissverständlich ausgeführt, dass eine Subsumtion von Sachverhalten mit Kindern
in einer Pflegefamilie, die einen Anspruch auf eine Kinderrente begründeten, unter den
Art. 1a Abs. 2 der Verordnung über die nach dem ELG anrechenbare Tagespauschale
ausgeschlossen sei. Für Kinder mit Aufenthalt in Pflegefamilien sehe das St. Galler
Sozialhilfegesetz nämlich (anders als für Kinder in Kinder- und Jugendheimen, die der
interkantonalen Vereinbarung für soziale Einrichtungen unterstellt seien) keine
Staatsbeiträge vor. Mit einem Entscheid vom 14. März 2017 wies die EL-
Durchführungsstelle die Einsprache ab (EL-act. 3). Zur Begründung führte sie an, eine
EL-Verfügung „entfalte“ jeweils nur für ein Kalenderjahr „Rechtsbeständigkeit“,
weshalb die Frage nach der Höhe der anzurechnenden Tagestaxe frei überprüft werden
könne. Das Bundesgericht habe in seinem Urteil 9C_459/2016 vom 13. Januar 2017
festgehalten, dass der Art. 10 Abs. 1 lit. a ELG die Kantone nicht verpflichte, die
Tagestaxen auch bei anderen Einrichtungen als anerkannten Pflegeheimen nach Art. 39
Abs. 3 KVG so festzusetzen, dass die dort lebenden EL-Bezüger in der Regel nicht
Sozialhilfe beantragen müssten. Da sich Chiara nicht in einem anerkannten Pflegeheim
aufhalte und da das kantonale Recht für ihren Fall keinen Ersatz der vollen Tagestaxe
vorsehe, erweise sich die Anrechnung des Maximalbetrages von 33 Franken pro Tag
als rechtmässig.
B.
B.a Am 27. April 2017 liess A._ (nachfolgend: die Beschwerdeführerin) eine
Beschwerde gegen den Einspracheentscheid vom 14. März 2017 erheben (act. G 1). Ihr
Rechtsvertreter beantragte die Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheides
und die Zusprache einer unter Berücksichtigung der gesamten Auslagen für die
Fremdplatzierung berechneten Ergänzungsleistung für die Zeit ab dem 1. Januar 2017.
Zur Begründung führte er an, das Bundesgericht habe zwar offenbar kürzlich seine
Rechtsprechung geändert, aber das ändere nichts an der Tatsache, dass die
Tagestaxe von 33 Franken die effektiven Kosten nicht einmal im Ansatz decke. Die
fehlenden Leistungen würden bei einer Platzierung in einer Pflegefamilie nicht durch
Staatsbeiträge aufgefangen.
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B.b Die EL-Durchführungsstelle (nachfolgend: die Beschwerdegegnerin) beantragte

am 23. Mai 2017 unter Hinweis auf die Erwägungen im angefochtenen
Einspracheentscheid die Abweisung der Beschwerde (act. G 5).
Erwägungen
1.
Die Beschwerdeführerin bezieht selbst keine Ergänzungsleistung, sondern erhält
lediglich einen – gesondert berechneten – Teil der Ergänzungsleistung des eigentlichen
EL-Bezügers, nämlich ihres Vaters, direkt ausbezahlt. Zur Erhebung einer Beschwerde
an das kantonale Versicherungsgericht ist allerdings gemäss dem Art. 59 ATSG nicht
nur der Bezüger einer Sozialversicherungsleistung, sondern jede Person legitimiert, die
durch eine Verfügung oder durch einen Einspracheentscheid berührt ist und die ein
schutzwürdiges Interesse an der Aufhebung oder Abänderung der Verfügung
respektive des Einspracheentscheides hat. Als Empfängerin eines Teils der
Ergänzungsleistung ihres Vaters ist die Beschwerdeführerin durch den angefochtenen
Einspracheentscheid offensichtlich berührt. Da die Höhe des ihr direkt ausbezahlten
Teils der Ergänzungsleistung ihres Vaters einen unmittelbaren Einfluss auf ihre
finanzielle Lage hat und unter anderem für die Beantwortung der Frage entscheidend
ist, ob die Beschwerdeführerin Sozialhilfeleistungen beziehen muss, hat sie ein
schutzwürdiges Interesse an der Abänderung oder Aufhebung des angefochtenen
Einspracheentscheides. Sie ist folglich im Sinne des Art. 59 ATSG zur Erhebung einer
Beschwerde gegen den angefochtenen Einspracheentscheid legitimiert. Da auch die
übrigen Eintretensvoraussetzungen erfüllt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.
2.
2.1 Mit der Verfügung vom 19. Dezember 2016 hat die Beschwerdegegnerin ein
gewöhnliches Revisionsverfahren im Sinne des Art. 17 Abs. 2 ATSG auf den
Jahreswechsel 2016/2017 hin abgeschlossen. Ein Vergleich der Berechnungsblätter zu
den Verfügungen vom 19. Dezember 2016 und vom 21. Dezember 2015 zeigt, dass
sich nur die kantonale Durchschnittsprämie für die obligatorische
Krankenpflegeversicherung verändert hat. Im Einspracheverfahren, das mit dem
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angefochtenen Entscheid vom 14. März 2017 abgeschlossen worden ist, hätte die
Beschwerdegegnerin folglich nur prüfen dürfen, ob es rechtmässig gewesen ist, die
Prämienpauschale zu erhöhen und die übrigen Berechnungspositionen unverändert zu
lassen.
2.2 Die Beschwerdegegnerin hat im angefochtenen Einspracheentscheid unter
Hinweis auf eine entsprechende Praxis des Bundesgerichtes festgehalten, dass eine
EL-Verfügung immer nur für ein Kalenderjahr verbindlich sei und dass deshalb im
Rahmen einer Anpassung der Ergänzungsleistung auf den Beginn eines neuen
Kalenderjahrs hin sämtliche Anspruchspositionen frei geprüft werden könnten (sog.
„Kalenderjahr-Praxis“). Diese Auffassung beruht auf einem falschen Verständnis des
Wortlautes der materiellen Bestimmungen des ELG. Diese verwenden zwar den
Ausdruck „jährliche Ergänzungsleistung“, aber das bezieht sich nur auf die
Anspruchsberechnung. Gemeint ist, dass bei der Anspruchsberechnung mit
Jahreswerten zu rechnen sei, wie die Materialien zum ELG eindeutig belegen (vgl.
RALPH JÖHL, Ergänzungsleistungen zur AHV/IV, in: Bundessozialversicherungsrecht,
Band XIV Soziale Sicherheit, 3. Aufl. 2016, Rz. 5, mit Hinweisen). Eine
verfahrensrechtliche Bedeutung ist damit nicht verbunden. Die Interpretation des
Bundesgerichtes lässt sich auch in systematischer Hinsicht nicht halten, denn eine
derart weitreichende Abweichung vom allgemeinen
Sozialversicherungsverfahrensrecht, laut dem Dauerleistungen in aller Regel unbefristet
zugesprochen werden und der Revision (Art. 17 ATSG) unterstehen, hätte explizit in
einer der (wenigen) Verfahrensnormen des ELG statuiert werden müssen. Zudem wäre
es nicht nachvollziehbar, wenn die „Grundleistung“ (eine Rente der ersten Säule)
unbefristet, die ergänzende Leistung aber nur jeweils zeitlich auf ein Kalenderjahr
befristet zugesprochen würde, zumal sich die Versicherten in ihrer Lebensplanung
darauf verlassen können müssen, die einmal zugesprochenen Leistungen ausgerichtet
zu erhalten, solange sich die tatsächlichen Verhältnisse nicht wesentlich verändern (vgl.
JÖHL, a.a.O., Rz. 16). Da angesichts der jederzeitigen Revisionsmöglichkeit
offensichtlich keine verfahrensrechtliche Notwendigkeit für die Beschränkung der
Rechtsbeständigkeit der EL-Verfügungen auf ein Kalenderjahr besteht (vgl. JÖHL,
a.a.O., Rz. 17), hält die Auffassung des Bundesgerichtes auch einer teleologischen
Interpretation nicht stand. Im Übrigen hätte die Auffassung des Bundesgerichtes zur
Folge, dass immer auf den 1. Januar eine umfassende Überprüfung aller Einnahmen-
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und Ausgabenpositionen erfolgen müsste, denn die Neufestsetzung unterstünde in
vollem Umfang dem Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Schliesslich hat
das Bundesgericht selbst schon verschiedentlich festgehalten, dass ein EL-Ansprecher
nicht mehrfach dieselben Berechnungsgrundlagen beanstanden könne, ohne sich dem
Vorwurf einer mutwilligen Prozessführung auszusetzen (z.B. Urteil 8C_94/2007 vom 15.
April 2008; Urteil 9C_52/2015 vom 3. Juli 2015), was nichts anderes bedeuten kann, als
dass die Verfügungen eben doch eine Rechtsbeständigkeit über den Ablauf eines
Kalenderjahres hinaus entfalten (vgl. JÖHL, a.a.O., Rz. 18). Auch in der Lehre wird
selbst von Autoren, die für die „Kalenderjahr-Praxis“ plädieren, die Auffassung
vertreten, dass EL-Verfügungen teilweise über einen Kalenderjahreswechsel hinaus
rechtsbeständig blieben: „Wo es aber nicht zu solchen erheblichen Änderungen
kommt, geht die Verwaltungspraxis zu Recht davon aus, dass eine Verfügung über eine
jährliche Ergänzungsleistung gilt, bis sich die für den Anspruch massgebenden
Verhältnisse rechtserheblich ändern“ (ULRICH MEYER-BLASER, Die Anpassung von
Ergänzungsleistungen wegen Sachverhaltsveränderungen, in: René Schaffhauser/Franz
Schlauri [Hrsg.], Die Revision von Dauerleistungen in der Sozialversicherung, 1999, S.
34). Entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin hat die Verfügung vom 19.
Dezember 2016 also gemäss der ständigen Praxis des Versicherungsgerichtes des
Kantons St. Gallen keine umfassende Prüfung sämtlicher Anspruchspositionen erlaubt
beziehungsweise erfordert. Hinsichtlich der Heimtaxe hat folglich nur geprüft werden
dürfen, ob diesbezüglich eine massgebende Veränderung eingetreten war. Das ist nicht
der Fall gewesen, denn die Tagestaxe hat sich gemäss einer Rechnung vom November
2016 nach wie vor auf 180 Franken belaufen. Folglich sind die Voraussetzungen für
eine revisionsweise Korrektur der entsprechenden Berechnungsposition nicht erfüllt
gewesen. Im Ergebnis erweist sich der Einspracheentscheid vom 14. März 2017 als
rechtmässig.
3.
Die Beschwerde ist deshalb abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu erheben.
Zufolge der Bewilligung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung hat der Staat dem
Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin eine Entschädigung auszurichten. Angesichts
des sehr geringen Aktenumfangs und unter Berücksichtigung des Umstandes, dass
sich das Verfahren auf eine isolierte Rechtsfrage beschränkt hat, ist der erforderliche
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Vertretungsaufwand als deutlich unterdurchschnittlich zu qualifizieren. Die
Entschädigung wird deshalb auf 80 Prozent (Art. 31 Abs. 3 AnwG) von 2’000 Franken
festgesetzt. Sollten es ihre wirtschaftlichen Verhältnisse dereinst gestatten, wird die
Beschwerdeführerin zur Rückerstattung dieser Entschädigung verpflichtet werden
können (Art. 99 Abs. 2 VRP i.V.m. Art. 123 ZPO).