Decision ID: f362f8a9-3c71-55ba-9273-4a8d0e3927f0
Year: 2011
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. A.a. Der Beschwerdeführer, ein ethnischer Tadschike mit letztem Wohnsitz in Kabul, verliess Afghanistan eigenen Angaben gemäss am 2. Februar 2007 und reiste am 17. Juli 2007 in die Schweiz ein, wo er gleichentags um Asyl nachsuchte.
A.b. Anlässlich der Befragung im Transitzentrum Altstätten vom 31. Juli 2007 erklärte der Beschwerdeführer betreffend die Gründe für das Verlassen des Heimatlandes, sein Vater sei am 3. Februar 2003 in Kabul von den Mudschahedin getötet worden, weil er als Bauingenieur mit ausländischen Firmen zu tun gehabt habe. Er selbst habe auch bei einigen ausländischen Firmen gearbeitet. Während dieser Zeit hätten seine beiden Schwestern und er Drohbriefe erhalten. Sein Onkel, B._, sei Anfang 2005 von Kanada nach Afghanistan zurückgekehrt. Sie hätten vor Gericht erreicht, dass die Panshiris, die dessen Haus in Besitz genommen hätten, hätten ausziehen müssen. Ab November 2006 hätten sie dieses Haus vermietet. Sein Onkel sei anschliessend nach Kanada zurückgekehrt. Er (der Beschwerdeführer) sei im Juli 2006 vor dem Gericht in Kabul durch einen Panshiri namens C._ mit einer Pistole bedroht worden. Anfang 2007 habe der Mieter des Hauses ihm gesagt, er verlasse das Haus, er wolle nicht getötet werden. Er (der Beschwerdeführer) habe festgestellt, dass die ausgewiesenen Leute wieder im Haus gelebt hätten. Sie hätten ihn mit Maschinenpistolen bedroht. Daraufhin seien sie (der Beschwerdeführer und seine Schwestern) zu einem Onkel, der im gleichen Quartier gewohnt habe, gezogen. Er habe sich nicht mehr getraut, zur Arbeit zu gehen. Jemand habe am 15. Januar 2007 versucht, eine seiner Schwestern zu entführen. Es sei ihnen klar gewesen, dass sie nicht mehr in Kabul hätten weiterleben können. Zur Stützung seiner Vorbringen gab der Beschwerdeführer vier Dokumente ab (act. A6/1).
A.c. Am 11. September 2007 hörte das BFM den Beschwerdeführer zu seinen Asylgründen an. Er machte im Wesentlichen geltend, er könne mit den eingereichten Dokumenten belegen, dass der afghanische Staat nicht in der Lage gewesen sei, das Gerichtsurteil durchzusetzen. Der Kommandant, der ihnen das Eigentum entzogen habe, sei mächtiger als der Staat. Sein Leben sei von zwei Männern bedroht worden, die eine "grosse Bande" angeführt hätten. Erstmals sei er im 7. Monat 2006 in der Öffentlichkeit von C._ vor dem Gerichtsgebäude mit einer Pistole
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bedroht worden. Sein Vater sei von dieser Organisation getötet worden, anschliessend habe er Drohbriefe erhalten. Er habe in den Jahren 2004 einen und im Jahr 2006 mehrere solcher Briefe erhalten. 2006 habe man ihm geschrieben, er dürfe nicht mehr für die ausländischen Organisationen arbeiten, sonst werde man ihn und seine Familie umbringen. Als in Afghanistan die Widerstandskämpfer an der Macht gewesen seien, hätten diese das Haus seines Onkels besetzt. Etwa einen Monat nach dem Vorfall vor dem Gerichtsgebäude sei er von einem Mann C._ gegenüber der Sicherheitskommandantur der Stadt Kabul mit einer Pistole bedroht worden. Im 9. Monat 2006 hätten diese Leute versucht, ihn von seinem Arbeitsort weg zu entführen. Er sei aber zu diesem Zeitpunkt nicht anwesend gewesen und habe danach nicht mehr dort gearbeitet. Seine Probleme hätten zugenommen, nachdem sein Onkel im Jahr 2005 nach Afghanistan gekommen sei. Er habe seinen Onkel, der seinen Besitz habe zurückerhalten wollen, begleitet und unterstützt. Sie hätten unzählige Male bei Behörden vorsprechen und etwa 100'000 USD an Bestechungsgeldern zahlen müssen. Nach mehreren Prozessen hätten die Leute seinem Onkel im 11. Monat 2006 das Haus wieder übergeben. Zirka einen Monat später hätten die Leute das Haus gewaltsam wieder in Besitz genommen. Sie hätten ihn und seine Familie aus Afghanistan vertreiben wollen, damit es zu keinen Gerichtsverfahren mehr komme. Der Staat habe ihnen nicht helfen können, da diese Leute selber im Staat vertreten seien. Nachdem er im 7. Monat 2006 bedroht worden sei, sei sein Onkel zusammen mit ihm zum Innenminister gegangen. Dieser habe versprochen, die Leute vorzuladen; es sei aber nichts geschehen.
B. Mit Verfügung vom 11. Dezember 2008 stellte das BFM fest, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, und lehnte das Asylgesuch ab. Gleichzeitig verfügte es die Wegweisung aus der Schweiz und ordnete den Vollzug der Wegweisung an.
C. Mit Eingabe vom 31. Dezember 2008 liess der Beschwerdeführer durch seinen damaligen Rechtsvertreter gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erheben und beantragen, die Verfügung sei aufzuheben und es sei ihm Asyl zu gewähren. Es sei eine Abklärung vor Ort in Auftrag zu geben. Er sei in jedem Fall vorläufig aufzunehmen. Es seien kein Kostenvorschuss und keine
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Verfahrenskosten zu erheben. Der Eingabe lagen Kopien mehrerer, teilweise bereits beim BFM eingereichter Dokumente bei.
D. D.a. Mit Zwischenverfügung vom 8. Januar 2009 hiess der Instruktionsrichter das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege unter der Voraussetzung, dass der Beschwerdeführer innerhalb angesetzter Frist eine Fürsorgebestätigung einreiche sowie unter Vorbehalt der Veränderung der finanziellen Lage des Beschwerdeführers, gut. Gleichzeitig forderte er den Beschwerdeführer auf, bis zum 23. Januar 2009 eine Fürsorgebestätigung einzureichen oder einen Kostenvorschuss von Fr. 600.– zu leisten, verbunden mit der Androhung, auf die Beschwerde werde nicht eingetreten, wenn die Fürsorgebestätigung oder der Kostenvorschuss nicht innert Frist eingereicht werde.
D.b. Am 19. Januar 2009 wurde ein Kostenvorschuss von Fr. 600.– eingezahlt.
E. E.a. Der Instruktionsrichter forderte den Beschwerdeführer am 26. Januar 2009 auf, die der Beschwerde beigelegten fremdsprachigen Dokumente bis zum 10. Februar 2009 in eine der Amtssprachen übersetzen zu lassen, unter der Androhung, das Verfahren werde bei ungenutzter Frist aufgrund der Akten weitergeführt.
E.b. Am 6. Februar 2009 (Poststempel) wurden die angeforderten Übersetzungen eingereicht.
F. F.a. Mit Verfügung vom 11. Februar 2009 bot der Instruktionsrichter dem BFM Gelegenheit, innert Frist eine Vernehmlassung zur Beschwerde einzureichen. Dieses beantragte in seiner Vernehmlassung vom 13. Februar 2009 die Abweisung der Beschwerde. Am 17. Februar 2009 stellte der Instruktionsrichter die Vernehmlassung dem Beschwerdeführer zur Kenntnisnahme zu
G. Mit Schreiben vom 26. April 2011 teilte der neu bestellte Rechtsvertreter des Beschwerdeführers die Übernahme des Mandats mit. Er führte aus, er habe vom vormaligen Rechtsvertreter einen Teil dessen Akten erhalten und behalte sich ein Gesuch um Akteneinsicht vor.
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H. Der Instruktionsrichter ordnete mit Zwischenverfügung vom 8. August 2011 einen weiteren Schriftenwechsel an. Das BFM beantragte in seiner Vernehmlassung vom 17. August 2011 erneut die Abweisung der Beschwerde. Die Vernehmlassung wurde dem Beschwerdeführer vom Instruktionsrichter am 22. August 2011 zur Kenntnisnahme zugestellt.
I. Mit Eingabe vom 23. August 2011 ersuchte der Beschwerdeführer um Einsicht in die Akten des Bundesverwaltungsgerichts.
I.a. Der Instruktionsrichter liess dem Beschwerdeführer am 1. September 2011 die wesentlichen, sich noch nicht in seinem Besitz befindlichen Akten zustellen.
J. Am 10. September 2011 reichte der Beschwerdeführer eine Stellungnahme und eine Kostennote ein.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1. 1.1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entscheidet auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – so auch vorliegend – endgültig (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
1.2. Die Beschwerde ist frist und formgerecht eingereicht (Art. 108 Abs. 1 AsylG; Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 52 Abs. 1 VwVG). Der Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise
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Änderung. Er ist daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten.
2. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
3. 3.1. Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 AsylG).
3.2. Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG).
4. 4.1. Das BFM führte zur Begründung seiner Verfügung aus, die vom Beschwerdeführer geltend gemachten Benachteiligungen seien von Drittpersonen ausgegangen. Er habe die Möglichkeit, bei den staatlichen Organen um Schutz vor weiteren Benachteiligungen zu ersuchen. Es lägen keine konkreten Hinweise dafür vor, dass diese ihrer Schutzpflicht nicht nachkommen würden. Seine Angabe, man habe ihn auf dem Sicherheitsposten lediglich beschwichtigt, als er nach Erhalt eines Drohbriefs dorthin gegangen sei, sei als blosse Behauptung einzustufen. Zudem seien die Behörden nicht in der Lage, jederzeit allumfassend Schutz zu gewähren. Der Onkel des Beschwerdeführers habe nach einem Gerichtsverfahren sein Eigentum zurückerhalten. Allein dieser
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Umstand spreche gegen eine Unterlassung der Schutzpflicht der afghanischen Behörden. Die Asylvorbringen hielten den Anforderungen an die Flüchtlingseigenschaft von Art. 3 AsylG nicht Stand, woran auch die eingereichten Beweisunterlagen nichts ändern könnten.
Die Vorbringen wiesen im Übrigen verschiedene Unglaubhaftigkeitspunkte auf. Der Beschwerdeführer sei nicht in der Lage gewesen, das genaue Datum der Bedrohung durch C._ im Juli 2006 anzugeben. Er habe gesagt, es sei in der ersten Hälfte des siebten Monates gewesen. Zudem habe er unsubstanziierte Angaben bezüglich der Reise in die Schweiz zu Protokoll gegeben. Angesichts seiner Ausbildung und beruflichen Tätigkeit hätten von ihm differenziertere Ausführungen erwartet werden können. Er habe behauptet, seit 2004 mehrere Drohbriefe erhalten zu haben und von C._ mit einer Pistole bedroht worden zu sein. Trotzdem habe er Afghanistan erst im Februar 2007 verlassen. Hätte er sich tatsächlich um sein Leben gefürchtet, hätte er mit der Ausreise nicht so lange zugewartet.
4.2. In der Beschwerde wird demgegenüber geltend gemacht, die "feindliche Übernahme" eines Hauses gehöre in Afghanistan zum Alltag. Der Staat nehme seine Schutzfunktion nicht richtig wahr, auch wenn das Gerichtsurteil zugunsten des Beschwerdeführers gelautet habe. Die Situation sei entgegen der Meinung des BFM als staatlich geduldete Verfolgung und Unterdrückung zu qualifizieren. Seine Vorbringen seien in Afghanistan leicht überprüfbar, sie entsprächen der Wahrheit.
4.3. In der Stellungnahme vom 10. September 2011 wird ergänzend ausgeführt, der Beschwerdeführer habe in Kabul keine Verwandten und kein anderweitiges Beziehungsnetz. Bei einer Rückkehr hätte er dort weder Zugang zu einer einigermassen garantierten Ernährung und Unterkunft noch könnte er einer existenzsichernden Erwerbstätigkeit nachgehen. Somit würde er in absehbarer Zeit in eine existenzbedrohende Situation geraten.
5. 5.1. Glaubhaft sind die Vorbringen eines Asylsuchenden grundsätzlich dann, wenn sie genügend substanziiert, in sich schlüssig und plausibel sind; sie dürfen sich nicht in vagen Schilderungen erschöpfen, in wesentlichen Punkten nicht widersprüchlich sein oder der inneren Logik entbehren und auch nicht den Tatsachen oder der allgemeinen Erfahrung widersprechen. Darüber hinaus muss die gesuchstellende Person
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persönlich glaubwürdig erscheinen, was insbesondere dann nicht der Fall ist, wenn sie ihre Vorbringen auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abstützt, aber auch dann, wenn sie wichtige Tatsachen unterdrückt oder bewusst falsch darstellt, im Laufe des Verfahrens Vorbringen auswechselt, steigert oder unbegründet nachschiebt, mangelndes Interesse am Verfahren zeigt oder die nötige Mitwirkung verweigert. Glaubhaftmachung bedeutet ferner – im Gegensatz zum strikten Beweis – ein reduziertes Beweismass und lässt durchaus Raum für gewisse Einwände und Zweifel an den Vorbringen des Gesuchstellers. Entscheidend ist, ob im Rahmen einer Gesamtwürdigung die Gründe, die für die Richtigkeit der Sachverhaltsdarstellung des Asylsuchenden sprechen, überwiegen oder nicht. Dabei ist auf eine objektivierte Sichtweise abzustellen (vgl. Art. 7 Abs. 2 und 3 AsylG; Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2005 Nr. 21 E. 6.1 S. 190 f.).
5.2. Der Beschwerdeführer erklärte anlässlich der Anhörungen, er habe seinen Onkel im Verfahren vor den Instanzen begleitet und diesen während den Verhandlungen praktisch vertreten, weil dieser ein älterer Mann sei (vgl. act. A1/13 S. 5, A17/20 S. 6). Diese Darstellung des Beschwerdeführers erscheint nicht plausibel. Der Beschwerdeführer hat zwar zum Zeitpunkt des Rechtsstreits, der sich über längere Zeit hinzog, InformatikKurse besucht (vgl. act. A1/13 S. 2); über einen eigentlichen Berufsabschluss verfügt er jedoch nicht. Es ist daher unwahrscheinlich, dass sein Onkel, der selber Rechtsprofessor sein soll (vgl. act. A17/20 S. 17), sich von seinem in Rechtshändeln unerfahrenen, fachlich nicht qualifizierten und zum fraglichen Zeitpunkt gerademal 20jährigen Neffen hat vertreten lassen. Der Behauptung des Beschwerdeführers, er sei "Rechtsvertreter" seines Onkels gewesen (vgl. act. A17/20 S. 6), kann folglich kein Glauben geschenkt werden. Denkbar ist allenfalls, dass der Beschwerdeführer seinen Onkel manchmal begleitete und ihm in administrativen Dingen behilflich war. Anderseits wird in keinem der auf Beschwerdeebene eingereichten, das Verfahren betreffenden Dokumente der Name des Beschwerdeführers erwähnt. In einem bei der Vorinstanz eingereichten, im Beweismittelumschlag A6/1 unter 3. als Besitzurkunde aufgenommenen Dokument wird hingegen der Name eines C._ genannt, bei dem es sich aufgrund der angefügten Namen der Eltern um einen Bruder von B._ handeln dürfte. Somit kann der Beschwerdeführer auch mit den eingereichten Beweismitteln, deren Authentizität vom BFM nicht ausdrücklich bezweifelt wurde, nicht
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belegen, dass er massgeblich in das Verfahren um das Eigentum am Haus seines Onkels involviert war.
Die Schlussfolgerung, der Beschwerdeführer könne nicht massgeblich am Verfahren beteiligt gewesen sein, wird durch mehrere Ungereimtheiten und Widersprüche in seinen Aussagen gestützt. Gemäss seinen Aussagen wäre er ab Juli 2006 von Anhängern der gegnerischen Prozesspartei mehrfach und ernsthaft bedroht worden. Trotz dieser Bedrohungslage – er soll sogar mit dem Tod bedroht worden sein (vgl. act. A17/20 S. 7) – will er weiterhin in der Wohnung an der seinen Gegnern bekannten Adresse gelebt haben. Sein Erklärungsversuch, im Block, in dem er gewohnt habe, habe es 75 Wohnungen gegeben, weshalb seine Gegner seine Wohnung nicht einfach hätten ausfindig machen können, überzeugt nicht, da es den angeblich einflussreichen Gegnern ein Leichtes gewesen wäre, diese ausfindig zu machen, oder ihn im Umkreis des Hauses abzufangen. Bei der Befragung im Transitzentrum gab der Beschwerdeführer an, er habe sich im 8. Monat 2006 vor der Kommandantur befunden, als C._ zusammen mit einem anderen Mann zu ihm gekommen sei. Dieser habe eine Pistole auf ihn gerichtet, worauf er in die Kommandantur gerannt sei (vgl. act. A1/13 S. 7 f.). Bei der Anhörung sagte er indessen aus, sein Onkel und er seien von C._ vor der Kommandantur mit einer Pistole bedroht worden. Sie hätten geschrien, worauf Polizisten gekommen seien, die C._ und dessen Begleiter weggeschoben hätten (vgl. act. A17/20 S. 15). Die Darstellung des Beschwerdeführers, sein Onkel und er seien in der Öffentlichkeit bedroht worden, weshalb man ihnen nichts habe antun können (vgl. act. A17/20 S. 15), erscheint nicht plausibel. Bei den Gegnern des Beschwerdeführers soll es sich um einflussreiche Personen gehandelt haben, die über bewaffnete Leute verfügten. Angesichts der allgemeinen Lage in Afghanistan kann nicht ernsthaft davon ausgegangen werden, dass derart einflussreiche Personen nicht in der Lage gewesen wären, einem einfachen Bürger wie dem Beschwerdeführer auch in der Öffentlichkeit etwas anzutun, ohne sich dabei persönlich erkennen zu geben.
Aufgrund dieser Erwägungen ist das Vorbringen des Beschwerdeführers, wonach er wegen des Streits um das Eigentum am Haus seines Onkels an Leib und Leben bedroht gewesen sei, als überwiegend unwahrscheinlich und somit unglaubhaft zu qualifizieren.
6.
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6.1. Die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 AsylG erfüllt eine asylsuchende Person nach Lehre und Rechtsprechung dann, wenn sie Nachteile von bestimmter Intensität erlitten hat beziehungsweise mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit und in absehbarer Zukunft begründeterweise befürchten muss, welche ihr gezielt und aufgrund bestimmter Verfolgungsmotive durch Organe des Heimatstaates oder durch nichtstaatliche Akteure zugefügt worden sind beziehungsweise zugefügt zu werden drohen (vgl. BVGE 2008/4 E. 5.2 S. 37). Aufgrund der Subsidiarität des flüchtlingsrechtlichen Schutzes setzt die Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft ausserdem voraus, dass die betroffene Person in ihrem Heimatland keinen adäquaten Schutz finden kann (vgl. BVGE 2008/12 E. 7.2.6.2 S. 174 f., BVGE 2008/4 E. 5.2 S. 37 f.). Ausgangspunkt für die Beurteilung der Flüchtlingseigenschaft ist die Frage nach der im Zeitpunkt der Ausreise vorhandenen Verfolgung oder begründeten Furcht vor einer solchen. Die Situation im Zeitpunkt des Asylentscheides ist jedoch im Rahmen der Prüfung nach der Aktualität der Verfolgungsfurcht ebenfalls wesentlich. Veränderungen der objektiven Situation im Heimatstaat zwischen Ausreise und Asylentscheid sind deshalb zugunsten und zulasten der das Asylgesuch stellenden Person zu berücksichtigen (vgl. BVGE 2008/34 E. 7.1 S. 507 f., BVGE 2008/12 E. 5.2 S. 154 f., WALTER STÖCKLI, Asyl, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser [Hrsg.], Ausländerrecht, 2. Aufl., Basel/Bern/Lausanne 2009, Rz. 11.17 und 11.18).
6.2. Der Beschwerdeführer machte anlässlich seiner Befragungen geltend, er habe nach der Ermordung seines Vaters am 3. Februar 2003 zusammen mit seinen Schwestern Drohbriefe bzw. einen Drohbrief erhalten. Er habe diesen jedoch keine grosse Bedeutung beigemessen, da Kabul sowieso unsicher sei (vgl. act. A1/13 S. 5, A17/20 S. 4 ff.). Unbesehen der Frage der Glaubhaftigkeit dieses Vorbringens ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer sich von dieser Drohung nicht beeindrucken liess. Einerseits hatte der Drohbrief keine Folgen, zumal der Beschwerdeführer bei der Anhörung zu den Asylgründen angab, er sei im Jahr 2005 nicht bedroht worden (vgl. act. A17/20 S. 5), anderseits sah er sich deshalb nicht veranlasst, irgendwelche Massnahmen geschweige denn die Flucht zu ergreifen. Somit kann ihm aus diesem Grund weder subjektiv noch objektiv begründete Furcht vor zukünftiger Verfolgung zuerkannt werden.
6.3. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer in Afghanistan bis zu seiner Ausreise keiner asylrechtlich relevanten
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Verfolgung ausgesetzt war. Ihm kann weder für den Zeitpunkt der Ausreise aus dem Heimatland noch heute begründete Furcht vor Verfolgung zuerkannt werden. Es erübrigt sich, auf die weiteren Ausführungen in der Beschwerde einzugehen, da diese an der rechtlichen Würdigung des Sachverhalts nichts zu ändern vermögen. Aufgrund des Gesagten erweist es sich zudem als nicht notwendig, Abklärungen vor Ort in Auftrag zu geben, weshalb der entsprechende Antrag abzuweisen ist. Das BFM hat das Asylgesuch im Ergebnis zu Recht abgelehnt.
7. 7.1. Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG).
7.2. Der Beschwerdeführer verfügt weder über eine ausländerrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (Art. 44 Abs. 1 AsylG; BVGE 2009/50 E. 9 S. 733, BVGE 2008/34 E. 9.2 S. 510, Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21).
8. 8.1. Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich, so regelt das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]).
Bezüglich der Geltendmachung von Wegweisungshindernissen gilt gemäss ständiger Praxis der gleiche Beweisstandard wie bei der Flüchtlingseigenschaft, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. WALTER STÖCKLI, a.a.O., Rz. 11.148).
8.2. 8.2.1. Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des
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Ausländers in den Heimat, Herkunfts oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG).
So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwungen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]).
Gemäss Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden.
8.2.2. Die Vorinstanz wies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend darauf hin, dass das Prinzip des flüchtlingsrechtlichen NonRefoulement nur Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann der in Art. 5 AsylG verankerte Grundsatz der Nichtrückschiebung im vorliegenden Verfahren keine Anwendung finden. Eine Rückkehr des Beschwerdeführers nach Afghanistan ist demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig.
Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen des Beschwerdeführers noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall einer Ausschaffung nach Afghanistan dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt wäre. Gemäss Praxis des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) sowie jener des UNAnti Folterausschusses müsste er eine konkrete Gefahr ("real risk") nachweisen oder glaubhaft machen, dass ihm im Fall einer Rückschiebung Folter oder unmenschliche Behandlung drohen würde (vgl. EGMR [Grosse Kammer], Saadi gegen Italien, Urteil vom 28. Februar 2008, Beschwerde Nr. 37201/06, §§ 124 – 127, mit weiteren Hinweisen). Dies ist ihm unter Hinweis auf die Erwägungen zum
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Asylpunkt nicht gelungen. Auch die allgemeine Menschenrechtssituation in Afghanistan lässt den Wegweisungsvollzug im vorliegenden Fall zum heutigen Zeitpunkt nicht als unzulässig erscheinen. Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung sowohl im Sinne der asyl als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig.
8.3. 8.3.1. Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat oder Herkunftsstaat auf Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AuG – die vorläufige Aufnahme zu gewähren.
8.3.2. In Bezug auf die allgemeine Lage in Afghanistan ist auf die vom Bundesverwaltungsgericht vorgenommene Einschätzung der Lage im zur Publikation vorgesehenen BVGE E7625/2008 vom 16. Juni 2011 verwiesen werden. Das Gericht stellt darin zusammenfassend fest, dass in weiten Teilen von Afghanistan – ausser allenfalls in Grossstädten – eine derart schlechte Sicherheitslage und derart schwierige humanitäre Bedingungen bestünden, dass die Situation als existenzbedrohend im Sinne von Art. 83 Abs. 4 AuG zu qualifizieren sei. Von dieser allgemeinen Feststellung sei die Situation in der Hauptstadt Kabul zu unterscheiden. Angesichts des Umstandes, dass sich dort die Sicherheitslage im Verlaufe des vergangenen Jahres nicht weiter verschlechtert habe und die humanitäre Situation im Vergleich zu den übrigen Gebieten etwas weniger dramatisch sei, könne der Vollzug der Wegweisung nach Kabul unter Umständen als zumutbar qualifiziert werden. Solche Umstände könnten grundsätzlich namentlich dann gegeben sein, wenn es sich beim Rückkehrer um einen jungen, gesunden Mann handle. Angesichts der bisher aufgezeigten konstanten Verschlechterung der Lage über die vergangenen Jahre hinweg und der auch in Kabul schwierigen Situation verstehe es sich aber von selbst, dass die bereits in EMARK 2003 Nr. 10 formulierten strengen Bedingungen in jedem Einzelfall sorgfältig geprüft und erfüllt sein müssten, um einen Wegweisungsvollzug nach Kabul als zumutbar zu qualifizieren. Unabdingbar sei in erster Linie ein soziales Netz, das sich im Hinblick auf die Aufnahme und Wiedereingliederung des Rückkehres als tragfähig erweise. Ohne Unterstützung durch Familie oder Bekannte würden die schwierigen Lebensverhältnisse auch in Kabul unweigerlich in eine existenzielle beziehungsweise lebensbedrohende Situation führen (vgl. a.a.O. E. 9.9.1 f.).
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8.3.3. Der Beschwerdeführer stammt aus Kabul. Gemäss der soeben dargelegten Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts ist nicht von der generellen Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs dorthin auszugehen.
8.3.4. Bei dieser Sachlage stellt sich die Frage, ob dem Beschwerdeführer eine Rückkehr nach Kabul aufgrund einer individuellen Prüfung der Verhältnisse zuzumuten ist. Die Bejahung der Zumutbarkeit einer Rückkehr nach Kabul setzt insbesondere die Existenz eines tragfähigen Beziehungsnetzes, die konkrete Möglichkeit der Sicherung des Existenzminimums sowie eine gesicherte Wohnsituation voraus (vgl. der zur Publikation vorgesehene BVGE E7625/2008 vom 16. Juni 2011 E. 9.9.2. mit Verweis auf EMARK 2003 Nr. 10 E. 10 cc).
8.3.5. Anlässlich der Anhörungen machte der Beschwerdeführer geltend, seine Mutter und seine Schwestern seien zusammen mit ihm nach Pakistan geflohen und zwei Onkel mütterlicherseits lebten in Kabul (vgl. act. A1/13 S. 3). Nachdem sich bereits die vom Beschwerdeführer zur Begründung seines Asylgesuches geltend gemachten Vorbringen als unglaubhaft erwiesen haben, ist allerdings auch den Aussagen des Beschwerdeführers, wonach seine Mutter und seine Schwestern Kabul hätten verlassen müssen, mit Skepsis zu begegnen. Mangels konkreter anderweitiger Anhaltspunkte ist daher davon auszugehen, dass seine engsten Familienangehörigen und zwei Onkel nach wie vor in Kabul leben, womit er dort über ein tragfähiges Beziehungsnetz verfügt, welches ihm bei der Reintegration in dieser Stadt behilflich sein wird. Insbesondere ist anzunehmen, dass er nach seiner Rückkehr nach Kabul bei Verwandten wohnen kann, bis er allenfalls eine eigene Wohnung gefunden hat, und dass seine Familie ihn bei der Suche nach einer Arbeitsstelle unterstützt. Eigenen Angaben zufolge verfügt er über mehrjährige Berufserfahrung im Büro und Informatikbereich (vgl. act. A1/9 S. 2). Er spricht Dari, seine Muttersprache, und verfügt über gute Englisch, Urdu und PaschtuKenntnisse, weshalb davon auszugehen ist, dass er sich bei einer Rückkehr nach Afghanistan auch beruflich wird integrieren können. Schliesslich ist darauf festzuhalten, dass mehrere gutsituierte Verwandte des Beschwerdeführers (vgl. act. A17/20 S. 4) ausserhalb Afghanistans leben, weshalb angenommen werden kann, dass er bei Bedarf – zumindest finanziell – auch auf deren Hilfe wird zurückgreifen können.
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8.3.6. Zusammenfassend ergibt sich aufgrund des Gesagten, dass sich der Vollzug der Wegweisung nach Kabul im Falle des Beschwerdeführers nicht als unzumutbar erweist.
8.4. Schliesslich obliegt es dem Beschwerdeführer, sich bei der zuständigen Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr notwendigen Reisedokumente zu beschaffen (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12 S. 513 ff.), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AuG).
8.5. Das BFM hat demnach den Wegweisungsvollzug zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich erachtet. Die Anordnung der vorläufigen Aufnahme fällt daher nicht in Betracht (Art. 83 Abs. 1 – 4 AuG).
9. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG). Die Beschwerde ist demnach abzuweisen.
10. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 600.– festzusetzen (Art. 1 – 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Sie sind durch den in derselben Höhe geleisteten Kostenvorschuss gedeckt und mit diesem zu verrechnen.
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D14/2009
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