Decision ID: e3706b3e-9eff-46d9-a917-aa5d153b315b
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Die 1951 geborene
X._
meldete sich am 2
5.
Juli 2010 bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Renten
bezug an (
Urk.
9/1). Die IV-Stelle traf daraufhin medizinische und erwerbliche Abklärungen und verneinte – unter Hinweis auf das Fehlen einer Erwerbsein
busse – mit Verfügung vom 1
5.
März 2011 einen Leistungsanspruch (
Urk.
9/20).
Am 1
7.
Juni 2011 meldete sich die Versicherte erneut zum Leistungsbezug an (
Urk.
9/21). Nach neuerlicher Abklärung der medizinischen und erwerblichen Verhältnisse (
Urk.
9/27-28, 9/30, 9/33, 9/35, 9/44 und 9/58) un
d nach Einho
lung eines Haushalt
abklärungsberichts (Bericht vom 2
8.
Juni 2012 [Urk. 9/47]) verneinte die Verwaltung – nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (
Urk.
9/51) – den Rentenanspruch der Versicherten mit Verfügung vom 1
6.
November 2012 abermals (
Urk.
9/62 =
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob die Versicherte mit Eingabe vom
4.
Januar 2013 Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es seien ihr die geset
zlichen Leistungen auszurichten;
eventuell seien weitere Abklärungen vor
zunehmen (
Urk.
1). Mit Beschwerdeantwort vom 1
2.
Februar 2013 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
8). Am 1
9.
Februar 2013 legte die Beschwerdeführerin einen Bericht über das Erstgespräch mit dem an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des
Y._
tätigen PD
Dr.
med.
Z._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 23. Januar 2013 auf (
Urk.
12-13). Mit Replik vom 22. März 2013 hielt sie
sodann
an ihren Anträgen fest (
Urk.
14). Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf die Einreichung einer Duplik (
Urk.
17). Am 2
5.
Juli und 2
7.
September 2013 reichte die Beschwerdeführerin weitere Arztberichte zu den Akten (
Urk.
19-20 und
Urk.
22-23), was der Beschwerdegegnerin jeweils zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
21 und
Urk.
24).
3.
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesund
heit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs
unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Bei Versicherten mit vollendetem 2
0.
Altersjahr, die vor der Beeinträchtigung ihrer körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit nicht erwerbstätig waren und denen eine Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, gelten als invalid, wenn eine Unmöglichkeit vorliegt, sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen.
Art.
7
Abs.
2 ATSG ist sinngemäss anwendbar: Demnach sind für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit ausschliesslich die Fol
gen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs
unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwind
bar ist (
Art.
8
Abs.
3 ATSG in Verbindung mit
Art.
5
Abs.
1 IVG).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (
IVG
)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 Prozent arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.4
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit
Art.
28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkom
men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Der Einkom
mensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des Einkommensver
gleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird für diesen Teil die Invalidität nach
Art.
16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufga
benbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach
Art.
28a
Abs.
2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit oder der unent
geltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (
Art.
28a
Abs.
3 IVG; gemischte Methode der Invaliditätsbemessung).
Nach der Gerichts- und Verwaltungspraxis wird zunächst der Anteil der Erwerbs
tätigkeit und derjenige der Tätigkeit im Aufgabenbereich (so unter anderem im Haushalt) ermittelt; die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung erwerbstätig wäre, beurteilt sich mit Rücksicht auf die gesamten Umstände, so die persönlichen, familiären, sozi
alen und erwerblichen Verhältnisse. Im Rahmen der gemischten Methode bestimmt sich die Invalidität dadurch, dass im Erwerbsbereich ein Einkommens- und im Aufgabenbereich ein Betätigungsvergleich vorgenommen wird, wobei sich die Gesamtinvalidität aus der Addierung der in beiden Bereichen ermittel
ten und gewichteten Teilinvaliditäten ergibt (BGE 130 V 393 ff. E. 3.3 mit Hin
weisen; vgl. BGE 134 V 9).
1.
5
War eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert worden und ist die Verwaltung auf eine Neuanmeldung eingetreten (Art. 87 Abs. 3 der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV]), so ist im Beschwerdever
fahren zu prüfen, ob im Sinne von
Art.
17 ATSG eine für den Rentenanspruch
relevante Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten ist (BGE 117 V 198 E. 3a mit Hinweis).
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezü
gers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidier
bar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revisi
onsgrund im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige Ein
spracheentscheid, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E.
3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hin
weisen).
1.
6
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die abermalige Verneinung des Leistungs
an
spruchs hauptsächlich damit, dass die Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall einer Erwerbstätigkeit als Pflegehelferin mit einem Pensum von 60
%
nach
gehen würde und im Übrigen im Aufgabenbereich Haushalt tätig wäre. Aus medi
zi
nischer Sicht sei sie in einer behinderungsangepassten Tätig
keit zu 50
%
arbeitsfähig. Mit einer solchen Arbeit könne sie unter Berücksich
tigung eines leidensbedingten Abzugs von 15
%
ein Invalideneinkommen von
Fr.
22‘851.10 erzielen. Bei einem Valideneinkommen von
Fr.
32‘542.80 und einer Ein
schränkung von 26
%
im Aufgabenbereich Haushalt resultiere ein renten
ausschliessender G
esamtinvaliditätsgrad von 28.27
% (
Urk.
2 S. 2).
Aus dem Bericht von
Dr.
med.
A._
, Facharzt FMH für Physikalische Medi
zin und Rehabilitation, Rheumatologie und Allgemeine Innere Medizin, vom 1
0.
Juli 2012 gehe zudem hervor, dass die Beschwerdeführerin zwar „seit circa 2008“ an Schmerzen leide, in einer behinderungsangepassten Tätigkeit jedoch uneingeschränkt arbeitsfähig sei. Daraus könne daher nicht abgeleitet werden, dass die Versicherte seit 2008 in ihrer Arbeitsfähigkeit massiv einge
schränkt sei. Angesichts der medizinischen Aktenlage sei ausserdem nicht nachvollziehbar, weshalb der RAD nicht von einer höheren als einer 50%igen Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit ausgegangen sei (Urk. 8 S. 1 ff.).
Der Verlust der Arbeit
als medizinische Praxisassistentin sei 2006 aus wirt
schaftli
chen und nicht aus gesundheitlichen Gründen erfolgt. Die neue Tätigkeit als Pflegehelferin habe sie noch vor Eintritt eines sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirkenden Gesundheitsschadens angetreten. Aus diesen Gründen
könne
bei der Ermittlung des Valideneinkommens auf den als Pflege
helfe
rin erzielten Lohn abgestellt we
rden (
Urk.
8 S. 1 f.).
2.2
Die Beschwerdeführerin stellte sich demgegenüber im Wesentlichen auf den Standpunkt, ihre gesundheitlichen Einschränkungen seien erstmals zur Zeit ihrer Stellensuche nach der Praxisaufgabe von
Dr.
B._
aufgetreten. Unter diesen Umständen und angesichts ihres fortgeschrittenen Alters habe sie eine Tätigkeit mit einem unterdurchschnittlichen Einkommen annehmen müssen. Die Vergleichseinkommen müssten daher parallelisiert werden, womit sich im Erwerbsbereich ein Invaliditätsgrad von 52.5
%
ergebe und bei einer Einschrän
kung im Haushaltsbereich von 10.4
%
ein Gesamtinvaliditätsgrad von 63
%
resultiere. Ein Anspruch auf eine Dreiviertelsrente der Invalidenversicherung sei deshalb ausgewiesen (
Urk.
1 S. 4 f.). Sie leide zudem seit Sommer 2012 unter einer depressiven Störung (
Urk.
14 S. 3).
3.
3.1
3.1.1
Der rentenablehnenden Verfügung vom 1
5.
März 2011 (
Urk.
9/20) lagen die folgenden medizinischen Berichte zugrunde:
Die an der Augenklinik des
C._
tätigen Ärzte diagnostizierten am 2
7.
September 2010 (
Urk.
9/10/5-6) eine funktionelle Monokelsituation rechts bei diabetischer Retinopathie beidseits und beim linken Auge einen Sta
tus nach fokaler Laserkoagulation der Fovea im Rahmen der panretinalen Laserbehandlung bei diabetischer Retinopathie vor mehr als 15 Jahren (S. 1). Was die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit betreffe, sei die langjährig betreuende Augenärztin
Dr.
med.
D._
, Fachärztin FMH für Ophthalmologie, zu kontaktieren (S. 2).
3.1.2
Dr.
D._
nannte am
7.
Oktober 2010 (
Urk.
9/11) folgende Diagnosen mit Aus
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 1):
Beide Augen:
Proliferative diabetische Retinopathie
Funktionell Monokel rechts
Rechtes Auge:
Status nach automatisierter lamellärer Keratoplastik
Verdacht auf kleine beginnende Neovaskularisation
Linkes Auge:
Makulanarbe nach Lasertherapie anamnestisch, ca.
1982
Dem auf beiden Augen beginnenden Katarakt mass sie keinen Einfluss auf die Arbeits
fähigkeit bei (S. 1).
Sie berichtete von einer stabilen Situation bezüglich des rechten Auges (S. 1) und attestierte für Tätigkeiten, die kein intaktes Stereosehen erforder
te
n, eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit (S. 4).
3.2
3.2.1
Im Zeitpunkt des Erlasses der Verfügung vom 1
6.
November 2012 (
Urk.
2) präsen
tierte sich der medizinische Sachverhalt wie folgt:
Dr.
med.
E._
, Fachärztin FMH für Endokrinologie/Diabetologie und Allge
meine Innere Medizin, diagnostizierte am 1
8.
Juli 2011 (
Urk.
9/27) mit Auswir
kung auf die Arbeitsfähigkeit eine Polyarthritis und Armschmerzen. Dem Dia
betes mellitus Typ I und der koronaren Herzkrankheit mit Status nach Antero
septalinfarkt mass sie keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit bei (S. 1). Sie führte aus, die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin müsse ein Rheumato
loge beurteilen. Aus endokrinologischer Sicht seien der Versicherten keine Nachtschichten zumutbar und sie müsse jederzeit die Möglichkeit haben, ihren Blutzucker zu messen und etwas zu essen (S. 1 und S. 3).
3.2.2
Dr.
A._
stellte am 1
7.
Juli 2011 (
Urk.
9/28) folgende Diagnosen mit Aus
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 1):
Psoriasis-Arthropathie
Hand-, Ellenbogen-, Schulter-, Knie- und Iliosakralgelenke
z
weites rechtes und drittes linkes
Metatarsophalangeal-Gelenk
Tendovaginitis Fingerflexoren II beidseits
Kniegelenke rechts
Rezidivierendes lumbales Schmerzsyndrom, vor allem bei körperlicher Belastung
Dem Diabetes mellitus Typ I mass er keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit bei (S. 1). Er attestierte für eine wechselbelastende Tätigkeit ohne Heben von Lasten über zehn Kilogramm eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit. Da sich die Beschwerdeführerin einarbeiten müsse, empfahl er in den ersten fünf Arbeits
wochen die Ausübung einer halbtägigen Erwerbstätigkeit (S. 3).
3.2.3
PD
Dr.
med.
F._
, Facharzt FMH für Kardiologie und Allgemeine Innere Medi
zin, nannte am
7.
Februar 2012 (
Urk.
9/44/2-3) folgende Diagnosen (S. 1):
Koronare Herzkrankheit mit Eingefässerkrankung
Status nach perkutaner Koronararterien-Intervention/Rekanalisation mit Stentimplantationen (Drug Eluting Stent) des chronischen, proxi
malen Ramus interventricularis anterior-Verschlusses am 3. November 2011 in anterograder Technik
Status nach frustranem Rekanalisationsversuch des Ramus interventri
cularis anterior bei Ballondilatation im Ostium am 25. Januar 2011
mässige Veränderungen des Ramus circumflexus respektive der rech
ten Koronararterie, weiterhin kein Interventionsbedarf
aktuell: keine Hinweise auf residuelle myokardiale Durchblutungsstö
rung bei pulsmässig ausbelasteter Patientin
Gut erhaltene linksventrikuläre Auswurffraktion (Ejektionsfraktion biplan = 68
%
) bei
anteroapikaler und sepal-apikaler Hypokinesie bei Status nach inap
perzeptem anteroseptale
m
Myokardinfarkt 1990, übrige Segmente ohne Kontraktionsstörungen
Erhöhter Ruhepuls, Neigung zu Tachykardien (Holter vom 2
7.
Dezember 2011 sowie aktuelle Kontrolle)
Einleitung der Therapie mit Procoralan
Kardiovaskuläre Risikofaktoren: insulinpflichtiger Diabetes mellitus, behandelte Lipide
Status nach entgleistem Diabetes mellitus unter Steroidbehandlung (Blutzu
cker bis 24 mmol/l), rezidivfrei
Zervikalgien/arthritische Schübe auch an den Händen, deswegen Steroid
behandlung
Coxarthrose links
Status nach Bandzerrung des oberen Sprunggelenkes
A
nfang September 2011
Torticollis
Er
berichtete, die aktuelle Verlaufskontrolle habe einen stabilen und erfreuli
chen Verlauf ergeben. Hinweise auf eine residuelle myokardiale Durchblu
tungsstörung seien keine ersichtlich und die linksventrikuläre Pumpleistung sei global gesehen weiterhin gut erhalten. Eine kardiale respektive kardiovaskuläre Limitation bestehe nicht. Die nächste Kontrolle erfolge im üblichen Rahmen oder spätestens in einem Jahr (S. 1 f.).
3.2.4
Dr.
A._
stellte am 1
0.
Juli 2012 (
Urk.
9/58) folgende Diagnosen (S. 1):
Psoriasis-Arthropathie
intermittierend auftretende Schmerzen Schultergelenk links, Ellbogen, Hand-, Finger- und Iliosakralgelenke beidseits
Tendovaginitis Flexorensehne II rechts und III links
Synovitis mit palmarem Ganglion Handgelenk rechts
Verdacht auf Coxitis/Coxarthrose?
Lumbospondylogenes Syndrom links, Spondylarthrose, leichte zentrale Spinalkanaleinengung L4/5 durch Diskusprotrusion, Spondyloarthritis nicht ausgeschlossen
Linkskonvexe Torsionsskoliose der Lendenwirbelsäule mit Beckenschief
stand zuungunsten der linken Seite
Asthenischer Habitus mit Tendenz zu Untergewicht (Länge 163 cm, Gewicht 47 kg, BMI 18.0)
Diabetes mellitus Typ I
Er hielt die Ausübung der körperlich belastenden Pflegearbeiten und von Arbei
ten mit dauerndem Lastenheben über zehn Kilogramm seit
1.
Juni 2011 nicht mehr für zumutbar. Für wechselbelastende Tätigkeiten mit intermittierendem Lastenheben bis zehn Kilogramm attestierte er eine 100%ige Arbeitsfähigkeit (S.
2; vgl. insbesondere
Ziff.
4 und 8).
3.2.5
In seiner aufgrund der Akten verfassten Stel
lungnahmen vom 1
9.
März und 16.
November 2012 gelangte
Dr.
med.
G._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, vom Regionalen Ärztlichen Dienst der IV-Stelle (RAD) zum Schluss, in einer körperlichen leichten, wechselbelastenden Tätigkeit mit zusätzlichem
Pausenbedarf und einer Gewichtslimite von zehn Kilogramm bestehe eine 50%ige Arbeitsfähigkeit (
Urk.
9/49 S. 3 und
Urk.
9/61 S. 2).
4.
4.1
Nach Lage der Akten ist keine anspruchsbeeinflussende Veränderung des Gesund
heitszustands der Beschwerdeführerin seit Erlass der (unangefochten in Rechtskraft erwachsenen) Verfügung vom 1
5.
März 2011 (
Urk.
9/20) ausge
wiesen. Die in physischer Hinsicht festgestellten Befunde waren grösstenteils schon im Zeitpunkt der erstmaligen Anspruchsprüfung – die nur drei Monate vor der erneuten Anmeldung zum Leistungsbezug erfolgte – vorhanden. So berichteten die behandelnden Ärzte übereinstimmend von einer seit mehreren Jahren bestehenden Arthritis (
Urk.
9/27 S. 1, 9/28 S. 1 und 9/58 S. 1), was auch von der Beschwerdeführerin selbst bestätigt wurde (vgl. IV
Anmeldung vom 1
7.
Juni 2011 [
Urk.
9/2
1
S. 5]). Entsprechendes gilt für den seit 1965 bestehen
den Diabetes mellitus (
Urk.
9/27 S. 1). Dem Bericht von Dr.
A._
vom 1
0.
Juli 2012 kann bezüglich der lumbalen Rückenschmerzen entnommen wer
den, dass die Beschwerdeführerin seit 2008 an einer schmerzhaften Wirbelsäule leidet und zur Behandlung der tieflumbalen Schmerzen 2010 Infiltrationen der Facettengelenke L4/5 und L5/S1 durchgeführt wurden (Urk. 9/58 S. 1). Hin
sichtlich der ko
ronaren Herzkrankheit konnte PD
Dr.
F._
keine Hinweise auf eine residuelle myokardiale Durchblutungsstörung feststellen und die links
ventrikuläre Pumpleistung beurteilte er als weiterhin gut erhalten (
Urk.
9/44/2-3 S. 2). Unter diesen Umständen ist von keiner daraus resultierenden, invaliden
versicherungsrechtlich bedeutsamen Einschränkung des funktionellen Leis
tungsvermögens auszugehen. Was die Coxarthrose betrifft, ist festzuhalten, dass der Rheumatologe
Dr.
A._
einzig eine Verdachtsdiagnose stellte und keine Limitierung der Arbeitsfähigkeit darauf zurückführte (
Urk.
9/58).
Soweit der von PD
Dr.
Z._
verfasste Bericht über das Erstgespräch vom 2
3.
Januar 2013 (
Urk.
13) überhaupt Rückschlüsse auf den psychischen Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin zum Zeitpunkt der Neuanmeldung respektive der angefochtenen Verfügung zulässt (vgl. BGE 131 V 407 E. 2.1.2.1 und BGE 129 V 354 E. 1), ist anzumerken, dass
die von ihm diagnostizierte
mittelgradige depressive Episode – sofern sie nicht ohnehin in invalidenversi
cherungsrechtlich irrelevanten ungünstigen
psychosozialen Faktoren (
BGE 127 V 294 E. 5a sowie Urteil des Bundesgerichts 8C_730/2008 vom 23. März 2009 E. 2) ihre hinreichende Erklärung findet – keine von
depressiven Verstim
mungszuständen klar unterscheidbare andauernde Depression darstellt. Leichte bis höchstens mittelschwere psychische Störungen aus dem dep
ressiven For
menkreis gelten auch
grundsätzlich als therapeutisch angehbar (vgl. Haber
meyer/Venzlaff, Affektive Störungen, in: Psychiatrische Begutachtung,
5.
Aufl. 2009, S. 193).
Folglich ist
aus psychischer Sicht keine Einschränkung der funk
tionellen Leistungsfähigkeit ausgewiesen.
4.2
Auch wenn f
ür die richterliche Beurteilung grundsätzlich die tatsächlichen Ver
hältnisse zur Zeit des Erlasses der angefochtenen Verwaltungsverfügung mass
gebend
sind (BGE 121 V 362 E. 1b
mit Hinweisen)
, sind
Tatsachen, die sich erst später verwirklichen, jedoch insoweit zu berücksichtigen, als sie mit dem Streit
gegenstand in engem Sachzusammenhang stehen und geeignet sind, die Beur
teilung im Zeitpunkt des Verfügungserlasses zu beeinflussen (
Urteil des Bundes
gerichts 9C_67/2012 vom
4.
Juli 2012 E. 2.2 mit Hinweis auf
BGE 99 V 98).
Die von der Beschwerdeführerin am 2
5.
Juli (
Urk.
19) und 2
7.
September 2013 (
Urk.
22) aufgelegten Arztberichte wurden zwar erst nach Erlass der angefoch
tenen Verfügung verfasst, nämlich am 1
5.
Juli (
Urk.
20) und am 19. August 2013 (
Urk.
23). Sie befassen sich jedoch mit den beiden chronischen Erkrankun
gen der Beschwerdeführerin, der Psoriasis-Arthritis und dem Diabetes, und sind daher grundsätzlich geeignet, die Sachlage im Zeitpunkt des Verfügungserlasses zu erhellen, zumal die Berichte keine Hinweise auf seither eingetretene Verän
derungen enthalten.
Prof.
Dr.
H._
,
Klinikdirektor der Rheumaklinik
des
Y._
,
bescheinigte wegen der Gelenkserkrankung eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
für manuelle Arbeiten wie auch für Schreibarbeiten (Urk. 20). Prof. Dr.
I._
,
Leitender Arzt der Klinik für Endokrinologie, Diabetologie & kli
nische Ernährung, vom
Y._
,
erachtete es als ausgeschlos
sen, dass die Beschwerdeführerin in Anbetracht des Alters und der mannigfa
chen rheuma
tologischen und psychischen Beschwerden sowie des sehr labilen Diabetes noch eine Arbeitsstelle finde (
Urk.
23).
4.3
Was die – invalidenversicherungsrechtlich relevante – Auswirkung der fest
gestell
ten Gesundheitsstörungen auf die Leistungsfähigkeit anbelangt, ist gestützt auf die überzeugende
n
Beurteilung
en
von
Dr.
A._
vom 1
0.
Juli 2012 (
Urk.
9/58)
und von
Dr.
E._
vom 1
8.
Juli (
Urk.
9/27)
– trotz der im Wesentlichen unveränderten Diagnosen – von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit
nurmehr
in einer behinderungsangepassten Tätigkeit und damit von einer wei
tergehenden Einschränkung der Leistungsfähigkeit auszugehen.
Diese neue Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit ist auch deshalb gerechtfertigt, weil im Rahmen der erstmaligen Rentenprüfung sowohl die bereits damals vorgelegene Psoriasis-Arthritis wie auch der Diabetes unberücksichtigt blieben.
Die vom RAD-Arzt angenommene Arbeitsfähigkeit von 50
%
ist angesichts der zitierten Arztberichte nicht nachvollziehbar und findet darin auch keine Stütze. So
bescheinigte Dr.
A._
– wie bereits erwähnt – in seinem jüngsten Bericht eine vollständige Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit (Bericht vom 1
0.
Juli 2012 [
Urk.
9/58 S. 2
Ziff.
8]) und bestätigte damit seine ein Jahr zuvor abgegebene Einschätzung (
Urk.
9/28 S. 3).
Nichts anderes kann aus den nach
gereichten Berichten geschlossen werden: Prof.
Dr.
H._
beurteilte nicht die Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit, sondern erwähnte ledig
lich die aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zumutbaren manuellen Arbeiten und die Schreibarbeiten. Prof.
Dr.
I._
äusserte sich nicht zur aus rein medizinischer Sicht noch zumutbaren Arbeitsfähigkeit, sondern begründete die von ihm postulierte Unmöglichkeit, noch eine Stelle zu finden - soweit darin überhaupt ein Arbeitsunfähigkeitsattest erblickt werden kann -, auch mit dem Alter, welcher Umstand bei der Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit als IV
fremd ausser Acht zu lassen ist.
4.
4
Auch dem bezüglich Plausibilität, Begründetheit und Deta
illiertheit genügenden Haus
halt
abkläru
ngsbericht
vom 2
8.
Juni 2012 (
Urk.
9/47) können keine Anhaltspunkte für eine zwischenzeitlich eingetretene, weitergehende Beein
trächtigung im Aufgabenbereich Haushalt entnommen werden.
In Übereinstim
mung mit der Verwaltungspraxis wurden darin die Haushaltstätigkeiten in sieben Aufgabenbereiche eingeteilt und anschliessend deren prozentuale Gewichtung im Vergleich zu sämtlich anfallenden Tätigkeiten bewertet (v
gl.
Randziffer 3086 des Kreisschreibens über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung). In der Folge klärte die Abklärungsperson für jeden der sieben Aufgabenbereich die konkrete Einschränkung ab und ermittelte auf diese Weise die Beeinträchtigung in der Haushaltsführung. Die Angaben der Beschwerdeführerin wurden dabei erwähnt und berücksichtigt. In Anbetracht der konkreten Gegebenheiten sind weder die Gewichtung der einzelnen Aufga
benbereiche noch die dazu festgehaltenen Beeinträchtigungen zu beanstanden
(vgl. auch E. 5.3
h
ern
ach
).
4.
5
Bei dieser Sachlage ist nicht ersichtlich, inwiefern weitere Abklärung neue, für die Beurteilung des vorliegenden Falls entscheidende Erkenntnisse liefern könnten, sodass darauf zu verzichten ist (antizipierte Beweiswürdigung; BGE
122 V 162 E. 1d).
Zu prüfen bleibt, ob
die Minderung der Arbeitsfähigkeit
(nur in angepassten Tätigkeiten arbeitsfähig)
zu einem rentenbegründenden Invaliditätsgrad führt
.
5.
5.
1
Was das Vorbringen der Beschwerdeführerin, sie habe sich aufgrund ihrer gesund
heitlichen Einschränkungen und ihres fortgeschrittenen Alters mit einem unterdurchschnittlichen Einkommen an ihrer neuen Arbeitsstelle
(Beginn Arbeitsverhältnis 1
1.
März 2009 [
Urk.
9/33 S. 1])
im Alterszentrum
J._
begnügt (
Urk.
1 S. 4), betrifft, geht aus den Akten hervor, dass die Beschwerde
führerin in ihrer Erstanmeldung vom 2
5.
Juli 2010 als gesundheitliche Beein
trächtigung einzig den Verlust der Sehleistung des linken Auges angab und keine Rückenbeschwerden
geltend machte (
Urk.
9/1 S. 8).
Dr.
A._
attes
tierte ihr
sodann
erst ab
1.
Juni 2011 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit als Pfle
gehelferin (
Urk.
9/28 S. 2 und
Urk.
9/58 S. 2) und
die
weiteren Arztberichte
soweit aktenkundig
bescheinigen k
eine zeitlich vorangehende Arbeitsun
fähig
keit
.
Ins Gewicht fällt ausserdem, dass
die Beschwerdeführerin nach ihrem durch die Praxisaufgabe von
Dr.
B._
bedingten Stellenverlust eine im Ver
gleich zur bislang ausgeübten Tätigkeit als
m
edizinische Praxisassistentin (
Urk.
9/1 S. 7) körperlich schwerere Arbeit als Pflegehelferin annahm und am 1
5.
März 2011 mit
-
dem jetzigen Rechtsvertreter auch zugestellter
-
rechts
kräftiger Verfügung eine Arbeitsfähigkeit von 100
%
in der bisherigen Tätigkeit festgestellt wurde (Urk.
9/20). Unter diesen Umständen ist die schlechter bezahlte Aufnahme der Arbeit als Pflegehelferin nicht mit gesundheitlichen, sondern mit invaliditätsfremden Gründen
-
worunter auch die Tatsache, dass das Alter die Stellensuche faktisch negativ beeinflussen kann (Urteil des Bun
desgerichts
8C_328/2011 vom 7. Dezember 2011 E. 10.2), fällt
-
zu erklären.
Hinweise, d
ass die Beschwerdeführerin aus gesundheitlichen Gründen ge
zwungen war, eine schlechter bezahlte Tätigkeit aufzunehmen
, sind
damit
nicht vorhanden.
Auch wurde nicht geltend gemacht, der Lohn als Pflegehelfe
rin sei unterdurchschnittlich gewesen.
Eine Parallelisierung
der Einkommen drängt sich daher
nicht auf.
5
.
2
Nach dem Gesagten ist der von der Beschwerdegegnerin durchgeführte Einkom
mensvergleich insoweit nicht zu beanstanden, als die Verwaltung bei der Ermittlung des Valideneinkommens auf das auf der Basis der Einträge im indi
viduellen Konto (vgl.
Urteil des Bundesgerichts 8C_671/2009 vom 23. Dezember 2009
E. 5.2.1)
vor Eintritt der Gesundheitsschädigung im Alterszentrum
J._
erzielte Einkommen abstellte
(SVR 2008 IV Nr. 35 S. 118 E. 3.2.2; vgl.
Urk.
8 S. 2) und bei der Bestimmung des Invalideneinkommens
-
unter Berück
sichtigung eines leidensbedingten Abzugs von 15
%
- vom nicht nach Branchen
differenzierten standar
disierten monatlichen Bruttolohn (inklusive 13. Monats
lohn, basierend auf
einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden) für
weibliche
Arbeitskräfte an Ar
beitsplätzen des niedrigsten Anforderungsni
veaus (Kategorie 4) von Fr. 4‘225.-- ausging (Tabelle TA1 der LSE 2010, S. 26). Unter
Beachtung einer uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätig
keit und eines Teilinvaliditätsgrads von 10.40
%
im Bereich Haushalt
(vgl.
auch
E.
5.3
hernach
) resultiert ein rentenausschliessender Gesamtinvalidi
täts
grad von gerundet 23
%
(
zur
Rundung BGE 130 V 121 E.
3.2).
5
.3
Im Übrigen bleibt anzufügen, dass die von der Beschwerdegegnerin vorgenom
mene Qualifikation der Beschwerdeführerin als zeitweise erwerbstätig keines
wegs eindeutig ist. Denn es bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass die Versi
cherte im Vergleich mit einer verheirateten Person ohne Erziehungs- und Betreuungsaufgaben, die einem 100
%
-Arbeitspensum nachgeht, für ihren Haus
halt einen grösseren Aufwand tätigen müsste (vgl. zum Ganzen auch Siki, Invalidität und Sozialversicherung, Zürich 2012, S. 173 ff).
6
.
Zusammenfassend ist festzuhalten,
dass
keine anspruchsbeeinflussende Verände
rung der tatsächlichen Verhältnisse seit März 2011 ausgewiesen ist, so
dass nach wie vor kein Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung besteht. Die ange
fochtene Verfügung
ist damit
im Ergebnis nicht zu beanstan
den
, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
7
.
Die Kosten des Verfahrens sind auf
Fr.
800.-- festzulegen und ausgangsgemäss der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG).