Decision ID: 0935c994-f4f6-5004-baea-381647083138
Year: 2019
Language: de
Court: AR_OG
Chamber: AR_OG_004
Canton: AR
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

Sachverhalt
A. A_ (nachfolgend auch: Beschwerdeführer) ist Eigentümer der landwirtschaftlichen
Liegenschaft Grundbuch B_, Parzelle Nr. 001, C_ (nachfolgend auch: Liegenschaft
C_), deren Verkehrs- bzw. Ertragswert gemäss rechtskräftiger Schätzung vom
20. Dezember 1993 auf Fr. 96‘000.-- bzw. Fr. 44‘000.-- festgelegt worden war.
B. Am 12. Dezember 2003 wurde die Liegenschaft C_ im Rahmen der üblichen 10-
Jahresturnus-Revision neu eingeschätzt. Die neue Steuerschätzung wurde dem
Beschwerdeführer am 1. März 2004 mit folgenden Werten eröffnet:
Verkehrswert: Fr. 232‘000.--
Landwirtschaftlicher Ertragswert: Fr. 16‘000.--
Verkehrswert (VW)-Zuschläge: Fr. 177‘000.--
Ertragswert inkl. VW Zuschläge: Fr. 193‘000.--
Belastungsgrenze BGBB: Fr. 199‘000.--
Ertragswert Wald: Fr. 700.--
C. Gegen diese Neuschätzung erhob der Beschwerdeführer am 1. April 2004 fristgerecht
Einsprache beim Grundbuchamt B_, welches die Einsprache zur Behandlung an die
landwirtschaftliche Grundstückschätzungskommission überwies. Am 23. Juni 2004 fand im
Beisein des Beschwerdeführers eine erneute Besichtigung der Liegenschaft C_ statt und
die Schätzungskommission nahm im Anschluss eine Neubeurteilung der
Grundstückschätzung vor. Am 28. Juli 2004 teilte sie dem Beschwerdeführer mit
eingeschriebenem Einspracheentscheid mit, seine Einsprache gegen die ursprüngliche
Schätzung vom 12. Dezember 2003 / 1. März 2004 werde teilweise gutgeheissen und
eröffnete folgende, revidierte Schätzwerte für die Liegenschaft C_:
Verkehrswert: Fr. 210‘000.--
Landwirtschaftlicher Ertragswert: Fr. 45‘000.--
Verkehrswert nichtlandw. Gebäude: Fr. 111‘000.--
Ertragswert total: Fr. 156‘000.--
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Belastungsgrenze BGBB: Fr. 172‘000.--
Ertragswert Wald: Fr. 700.--
D. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob der Beschwerdeführer am 25. August 2004
fristgerecht Rekurs beim Regierungsrat von Appenzell Ausserrhoden (nachfolgend:
Vorinstanz). Mit Schreiben vom 21. September 2005 liess die Vorinstanz dem
Beschwerdeführer mitteilen, dass sie beabsichtige, eine Rekursschätzung der in Frage
stehenden Liegenschaft C_ durchzuführen. Diese erfolgte schliesslich am 19. November
2007 durch das Schatzungsamt des Kantons Appenzell Innerrhoden, welches einen
Verkehrswert im Betrag von Fr. 214‘000.-- bzw. einen landwirtschaftlichen Ertragswert im
Betrag von Fr. 40‘000.-- ermittelte. Nach Abschluss des Schriftenwechsels wies die
Vorinstanz mit Beschluss RRB-2008-518 vom 2. September 2008 den vom
Beschwerdeführer eingereichten Rekurs ab, erklärte die Schätzungsergebnisse der
angefochtenen Einspracheschätzung vom 28. Juli 2004 als verbindlich und auferlegte dem
Beschwerdeführer eine Staatsgebühr im Betrag von Fr. 1‘200.--.
E. Gegen diesen Beschluss der Vorinstanz richtet sich die vom Beschwerdeführer am
8. Oktober 2008 (Postaufgabe) fristgerecht beim Obergericht (damals noch:
Verwaltungsgericht) eingereichte Beschwerde, mit welcher in erster Linie sinngemäss die
Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids und Anordnung einer Neuschätzung bzw.
Berichtigung der Schätzung verlangt wurde. Der beim Beschwerdeführer für das
Beschwerdeverfahren angeforderte Kostenvorschuss im Betrag von Fr. 600.-- ging
rechtzeitig bei der Gerichtskasse ein. Innert erstreckter Frist reichte die Vorinstanz eine
Vernehmlassung ein und beantragte Abweisung der Beschwerde, soweit überhaupt darauf
einzutreten sei. Am 24. Juni 2009 fand eine mündliche Verhandlung im Obergerichtssaal in
Trogen statt, an welcher der Beschwerdeführer seine Rechtsbegehren wiederholte und
begründete. Im Anschluss an diese Verhandlung forderte der damals zuständige
Gerichtsschreiber beim Beschwerdeführer weitere Unterlagen an, welche am 6. Juli bzw.
6. August 2009 beim Gericht eingingen. Die Vorinstanz verzichtete auf die Einreichung
einer zusätzlichen Stellungnahme zu diesen Unterlagen.
F. Nach verschiedenen gerichtsinternen Abklärungen wurde die Sache schliesslich am
25. April 2019 in der inzwischen für verwaltungsrechtliche Verfahren zuständigen vierten
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Abteilung des Obergerichts abschliessend beraten und darüber entschieden. Namentlich
unter Berücksichtigung der langen Verfahrensdauer und der Tatsache, dass die mit der
vorliegend zu beurteilenden Beschwerde in materieller Hinsicht angefochtene Schätzung
aus dem Jahr 2003 / 2004 aktuell ohnehin längst überholt sein dürfte, entschied das
Obergericht, die Beschwerde insoweit gutzuheissen, als die angefochtene Schätzung
ersatzlos aufgehoben und unverzüglich eine aktuelle Neuschätzung angeordnet werden
soll. Beim Entscheid über die Kostenfolgen wurde berücksichtigt, dass die lange
Verfahrensdauer nicht dem Beschwerdeführer anzulasten ist.

Erwägungen
1. Formelles
1.1. Die von Amtes wegen vorzunehmende Prüfung der prozessualen Voraussetzungen ergibt,
dass das Obergericht nach Art. 54 Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege
(VRPG, bGS 143.1) zuständig ist, über die Beschwerde gegen den angefochtenen
Beschluss des Regierungsrats befinden. Das Gesamtgericht hat Beschwerden mit
allgemeinen verwaltungsrechtlichen Fragestellungen, wozu auch die Überprüfung von
Grundstückschätzungen gehört, der 4. Abteilung zur Beurteilung zugewiesen (so publiziert
im Staatskalender Appenzell Ausserrhoden für das Amtsjahr 2018/19, S. 83), weshalb
diese zur Beurteilung der Beschwerde zuständig ist. Der Beschwerdeführer ist als
Eigentümer der Liegenschaft C_ zur Beschwerde legitimiert. Da auch die übrigen Form-
und Fristerfordernisse erfüllt sind, ist auf die Beschwerde grundsätzlich einzutreten,
allerdings mit folgenden Einschränkungen:
a. Dem Beschwerdeführer dürften seine prozessualen Rechte zwar bereits aus den
verschiedenen anderen Verfahren, die er beim Obergericht führt und führte, hinlänglich
bekannt sein. Trotzdem wird er an dieser Stelle ein weiteres Mal ausdrücklich darauf
hingewiesen, dass sich der von ihm geltend gemachte Anspruch auf Durchführung einer
Mediation oder die Durchführung von Vergleichsverhandlungen in dem hier vorliegenden
Verfahren und bei der hier vorliegenden Materie weder aus Bundesrecht noch aus
kantonalem Recht ableiten lässt. Der entsprechende Antrag des Beschwerdeführers ist
daher zum Vornherein abzuweisen, sofern darauf überhaupt einzutreten ist.
b. Insoweit der Beschwerdeführer Akteneinsicht beantragt, wurde diesem Begehren im
Verlauf des Schriftenwechsels entsprochen, so dass dieses inzwischen gegenstandslos
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geworden ist: Der Beschwerdeführer erhielt gestützt auf Art. 13 Abs. 2 VRPG Gelegenheit,
sämtliche Akten auf der Kanzlei des Obergerichts einzusehen, darunter auch die Akten der
Vorinstanz. Es erübrigt sich unter diesen Umständen, auf die sinngemässe Rüge des
Beschwerdeführers in der Beschwerdebegründung, wonach die Vorinstanz sein rechtliches
Gehör verletzt habe, näher einzugehen, da dem Beschwerdeführer jedenfalls im
vorliegenden Verfahren Akteneinsicht in sämtliche vorhandenen Akten gewährt wurde. Der
Beschwerdeführer verkennt zudem, dass der Anspruch auf rechtliches Gehör nicht einem
Anspruch auf kostenlose Zurverfügungstellung von Kopien der Akten gleichzusetzen ist.
Gemäss Art. 13 Abs. 2 VRPG sind schriftliche Stellungnahmen einer Partei der
Gegenpartei in einem Verfahren zur Einsichtnahme aufzulegen oder in Kopie zuzustellen,
wobei das Obergericht praxisgemäss - und damit im Ergebnis dem Anliegen des
Beschwerdeführers in seinen Rechtsbegehren entsprechend - letzteres macht, so auch im
vorliegenden Fall. Sofern Kopien von den (übrigen) Akten erstellt werden sollen, regelt die
Kanzleigebührenverordnung (KGV, bGS 233.21) die dafür zu erhebenden Kosten (Art. 2
Abs. 7 KGV). Es besteht keine Ausnahmevorschrift, welche im Fall des Beschwerdeführers
eine kostenfreie Zustellung von Aktenkopien vorsehen würde.
c. Der Beschwerdeführer verlangt in seinen Rechtsbegehren die Ansetzung einer generellen
Mindestfrist von 60 Tagen für sämtliche ihn betreffende Prozesshandlungen. Sollten dem
Beschwerdeführer von der Verfahrensleitung angesetzte Fristen zur Einreichung von
Unterlagen oder Stellungnahmen aus seiner Sicht zu knapp bemessen sein, steht es ihm
jeweils frei, rechtzeitig eine Verlängerung der ihm konkret angesetzten Frist zu verlangen
(vgl. Art. 6 Abs. 1 VRPG); auf ein allgemeines Gesuch ohne Bezug auf eine konkrete Frist
ist dagegen zum Vornherein nicht einzutreten.
d. Das vom Beschwerdeführer in seinen Rechtsbegehren beantragte mündliche
Anhörungsrecht wurde ihm im Rahmen der mündlichen Verhandlung bereits gewährt. Der
Beschwerdeführer hatte anlässlich dieser mündlichen Verhandlung zudem Gelegenheit,
während seiner Parteivorträge Ergänzungen zur schriftlich eingereichten Beschwerdeschrift
anzubringen.
1.2 Insoweit der Beschwerdeführer im vorliegenden Beschwerdeverfahren erneut eine
„Datenschutzverletzung“ im Zusammenhang mit einem Entscheid vom 8. November 2004
des Grundbuchamts B_ geltend macht, ist festzuhalten, dass der damals zuständige
Verwaltungsgerichtspräsident bereits im Rahmen des Verfahrens VGP 04 62 zu diesem
Begehren Stellung genommen und auf die eigenen Regeln des Datenschutzgesetzes (bGS
146.1) zum Schutz der betroffenen Personen hingewiesen hat. Es besteht unter diesen
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Umständen kein Anlass, im Rahmen des vorliegenden Beschwerdeverfahrens erneut näher
auf dieses Vorbringen einzugehen. Anfechtungsobjekt ist im vorliegenden Fall der
Regierungsratsbeschluss RRB-2008-518 vom 2. September 2008, in dem es in materieller
Hinsicht um die Grundstückschätzung der Liegenschaft C_ geht. Streitgegenstand der
vorliegenden Beschwerde kann somit offensichtlich weder eine angebliche Verletzung des
Datenschutzgesetzes noch öffentlich-rechtlicher Schadenersatz sein.
1.3. Im Zusammenhang mit der Behauptung des Beschwerdeführers, für die Verordnung über
die amtliche Grundstückschätzung vom 3. Januar 1984, auf welche sich die angefochtene
Schätzung der Liegenschaft C_ stützt, bestehe ohnehin gar keine Rechtsgrundlage,
weshalb die Schätzung allein schon aus diesem Grund aufzuheben sei, ist schliesslich auf
Art. 152 des Steuergesetzes (StG, bGS 621.11) hinzuweisen. Dieser Gesetzesartikel legt
fest, dass die Bewertung der Grundstücke durch die Schätzungsbehörde erfolgt und räumt
dem Regierungsrat die Kompetenz zur Bestimmung der Organisation der
Schätzungsbehörde und zum Erlass von Vorschriften über die Grundstückschätzung ein.
Davon, dass die „Schatzung keine Rechtsgrundlage hat“, wie der Beschwerdeführer meint,
kann somit offensichtlich nicht die Rede sein.
2. Materielles
2.1 In materieller Hinsicht verlangt der Beschwerdeführer mit seiner Beschwerde sinngemäss
in erster Linie die Aufhebung der Grundstückschätzung C_, welche vom Regierungsrat
gemäss Entscheid RRB-2008-518 vom 2. September 2008 mit folgenden Werten bestätigt
wurde: Der Verkehrswert der Liegenschaft beträgt gemäss angefochtenem Entscheid
Fr. 210‘000.--, der landwirtschaftliche Ertragswert Fr. 45‘000.--, der Verkehrswert der
nichtlandwirtschaftlichen Gebäude Fr. 111‘000.--, die Belastungsgrenze nach BGBB
Fr. 172‘000.-- und der Ertragswert des Waldes Fr. 700.--.
2.2 Im angefochtenen Entscheid ist ausführlich begründet, gestützt auf welche Grundlagen die
Schätzwerte der Liegenschaft C_ festgelegt wurden. Die Vorinstanz liess ausserdem
zusätzlich von der Schätzungskommission von Appenzell Innerrhoden eine
Vergleichsschätzung durchführen. Gestützt auf die Schätzungsergebnisse dieser
zusätzlichen Schätzung, welche durchaus in der Grössenordnung der vom
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Beschwerdeführer beanstandeten Schätzung lagen, kam die Vorinstanz schliesslich zum
Schluss, die vom Beschwerdeführer angefochtenen Schätzwerte seien zu bestätigen.
2.3 Der Beschwerdeführer bemängelt in seiner Beschwerdebegründung diverse konkrete
Punkte der Schätzung, so unter anderem eine angeblich ungenaue Angabe der kubischen
Ausmasse, ein mangelhaftes Ausmessen des Grundstücks und Gebäudes mit willkürlich
vorgenommenen rechnerischen Rundungen zu seinen Lasten und Nichtberücksichtigung
der Verkehrslage. Gemäss Auffassung des Beschwerdeführers ist der Verkehrswert dem
landwirtschaftlichen Ertragswert der Liegenschaft gleichzusetzen und für die Liegenschaft
C_ auf Fr. 84‘000.-- festzulegen. Anlässlich der mündlichen Verhandlung vom 24. Juni
2009 legte der Beschwerdeführer zur vertieften Begründung eine Stellungnahme zur
Schätzung der Liegenschaft C_ ins Recht, welche am 17. Juni 2009 vom
Schweizerischen Bauernverband erstellt worden war. In dieser Stellungnahme wurden im
Vergleich zur angefochtenen Schätzung deutliche Unterschiede festgestellt bei der
Festlegung der Raumeinheiten für den Normalbedarf, dem Mietzins des Wohnraumes und
der Bewertung des Wohnhauses inklusive Verkehrslage und Kapitalisierungssatz. Die
Schätzer des Bauernverbandes wiesen ausdrücklich darauf hin, dass ihrer Auffassung
nach die Grundlagen und Annahmen der kantonalen Schätzung in verschiedener Hinsicht
nicht nachvollziehbar seien.
2.4 Nach diversen internen Abklärungen und eingehender Beratung der Streitsache an der
Sitzung vom 25. April 2019 gelangte das Obergericht zum Schluss, dass gestützt auf die im
vorliegenden Verfahren vorhandenen Unterlagen letztlich nicht ohne Beizug eines
Fachgutachters abschliessend beurteilt werden könnte, ob die vom Beschwerdeführer
vorgelegte Stellungnahme des Bauernverbands tatsächlich genügen würde, um die vom
Kanton vorgenommene - immerhin durch eine zusätzliche Rekursschätzung der
Schätzungsbehörde des Kantons Appenzell Innerrhoden bestätigte - Schätzung in Frage
zu stellen.
a. Da allerdings ohnehin üblicherweise alle 10 Jahre eine Neuschätzung der Liegenschaften
im Kanton vorgenommen wird, sind im heutigen Zeitpunkt vertiefte Abklärungen im
Zusammenhang mit einem über 10 Jahre alten Schätzwert offensichtlich nicht mehr weiter
von Nutzen: Im konkreten Fall ist nämlich angesichts des Zeitablaufs für die Liegenschaft
C_ längst eine aktuelle Neuschätzung angezeigt. Das heisst: Selbst wenn die alten, im
vorliegenden Beschwerdeverfahren angefochtenen Schätzwerte aus dem Jahr 2003 / 2004
noch vertieft überprüft würden, würde dies nichts daran ändern, dass diese Werte innert
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kürzester Zeit durch eine ohnehin anzuordnende aktuelle Neueinschätzung sogleich wieder
überholt sein würden. Eine vertiefte materielle Überprüfung der im vorliegenden Verfahren
angefochtenen Schätzwerte macht daher aus objektiver Sicht gar keinen Sinn mehr. Es
erscheint unter den gegebenen Umständen vielmehr angezeigt, die angefochtene
Schätzung - nachdem diese gestützt auf die vorhandenen Unterlagen noch nicht
abschliessend beurteilt werden kann - zugunsten des Beschwerdeführers ausnahmsweise
ersatzlos aufzuheben und stattdessen das Grundbuchamt anzuweisen, direkt eine aktuelle
Neuschätzung der Liegenschaft C_ in die Wege zu leiten.
b. Dieses Vorgehen erweist sich aus pragmatischer Sicht als die sinnvollste Lösung, wobei
hervorzuheben ist, dass im konkreten Fall auch in rein subjektiver Hinsicht kein Interesse
des Beschwerdeführers daran erkennbar wäre, die von ihm angefochtenen alten
Schätzwerte einer vertieften Prüfung zu unterziehen, im Gegenteil: Es ist nämlich zu
bedenken, dass je nach Ergebnis allfälliger weiterer Abklärungen durchaus nicht nur die
Möglichkeit einer Gutheissung der Beschwerde in Frage kommt, sondern dass die
Beschwerde, insoweit die angefochtenen Schätzwerte gestützt auf weitere Abklärungen
schliesslich doch ganz oder teilweise bestätigt würden, allenfalls - nebst den zahlreichen
Begehren formeller Art, die bereits unter E. 1 vorstehend behandelt wurden - auch in
materieller Hinsicht dementsprechend abzuweisen wäre, was sich auf die Kostenfolgen
(inklusive der Kosten, welche überhaupt erst durch die weiteren vertieften Abklärungen
entstünden) auswirken würde. Weitere (im konkreten Fall ohne Zweifel kostspielige)
Abklärungen wären für den Beschwerdeführer nur zumutbar, wenn diese weiteren
Abklärungen zumindest einen gewissen faktischen Nutzen aufweisen würden; ein solcher
Nutzen ist aber im konkreten Fall angesichts der Tatsache, dass die Steuerbehörden für die
Steuerveranlagungen bis anhin auf die alte rechtskräftige Schätzung aus dem Jahr 1993
abgestellt haben und nach Abschluss des vorliegenden Verfahrens ohnehin unverzüglich
auf eine aktuelle Neueinschätzung hinwirken würden, gerade nicht erkennbar. Der
Beschwerdeführer hat von der langen Verfahrensdauer des vorliegenden
Beschwerdeverfahrens - welche allerdings nicht ihm anzulasten ist - offensichtlich insofern
profitiert, als die Steuerbehörden sich bei den Steuerveranlagungen bis dato jeweils auf die
letzte rechtskräftige Schätzung vom Dezember 1993 abstützen mussten, welche als
Ertragswert inklusive Verkehrswertzuschläge noch von einem tiefen Wert im Betrag von
Fr. 44‘000.-- ausging. Es ist somit letztlich durchaus im Interesse des Beschwerdeführers,
wenn die von ihm angefochtene Schätzung nun ersatzlos aufgehoben wird, weil bis zur
rechtkräftigen Erledigung der nun unverzüglich anzuordnenden Neuschätzung weiterhin die
alten Werte gemäss Schätzung 1993 gelten werden.
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2.5 Zusammengefasst macht es aus praktischer Sicht zum jetzigen Zeitpunkt schlichtweg
keinen Sinn mehr, die urspünglich angefochtene Schätzung aus dem Jahr 2003 / 2004
näher zu überprüfen. Die turnusgemässe Neuschätzung, welche normalerweise alle 10
Jahre erfolgt, ist längst fällig. Nachdem bis heute aufgrund der Anfechtung der
Neuschätzung im Jahr 2003 / 2004 immer noch die alten rechtskräftigen Schätzwerte der
Liegenschaft C_ aus dem Jahr 1993 rechtsgültig sind, entsteht dem Beschwerdeführer
offensichtlich kein Rechtsnachteil, wenn statt einer Überprüfung der Schätzung per 2003 /
2004 direkt die längst fällige aktuelle Neuschätzung durchgeführt wird, welche ab deren
Rechtskraft Wirkung entfalten und an die Stelle der alten Schätzung aus dem Jahr 1993
treten wird. Entsprechend wird die Beschwerde insoweit gutgeheissen, als die
angefochtene Schätzung ersatzlos aufgehoben wird.
Das Grundbuchamt B_ wird angewiesen, unverzüglich eine aktuelle Neuschätzung
der Liegenschaft C_ einzuleiten. Dem Beschwerdefü hrer wird diese aktuelle
Neuschätzung im ordentlichen Verfahren zu eröffnen sein, so dass dieser - sollte er
mit der aktuellen Neuschätzung nicht oder nicht vol lumfänglich einverstanden sein -
allenfalls erneut eine Überprüfung dieser Neuschätz ung auf dem ordentlichen
Rechtsmittelweg in die Wege leiten können wird. Sob ald der aktuelle Neuschätzwert
rechtskräftig geworden ist, wird dieser an Stelle d es letzten rechtskräftigen Werts
aus dem Jahr 1993 treten.
3. Kosten- und Entschädigungsfolgen
3.1 Wer eine Amtshandlung verlangt oder veranlasst, hat die Verfahrenskosten zu entrichten
(Art. 19 Abs. 1 VRPG). Im Rechtsmittelverfahren ist gebühren- und kostenpflichtig, wer
ganz oder teilweise unterliegt oder auf dessen Rechtsmittel nicht eingetreten wird (Art. 19
Abs. 3 VRPG). Aus Gründen der Billigkeit kann von der Erhebung von Verfahrenskosten
ganz oder teilweise abgesehen werden (Art. 22 Abs. 4 VRPG).
a. Da die Beschwerde wie dargelegt in materieller Hinsicht insofern gutzuheissen ist, als die
angefochtenen Schätzwerte ersatzlos aufgehoben werden und stattdessen unverzüglich
eine Neuschätzung der Liegenschaft C_ einzuleiten ist, werden dem Beschwerdeführer
namentlich unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die ausserordentlich lange
Verfahrensdauer im konkreten Fall nicht ihm anzulasten ist, keine Kosten auferlegt. Die
Gerichtskasse hat dem Beschwerdeführer den für das Beschwerdeverfahren einbezahlten
Kostenvorschuss im Betrag von Fr. 600.-- entsprechend zurückzuerstatten.
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b. Gestützt auf dieselben Überlegungen erscheint es angezeigt, dass auch die vorinstanzliche
Kostenauflage an den Beschwerdeführer aufgehoben wird. Die Vorinstanz wird
aufgefordert, dem Beschwerdeführer den bei ihr für das Rekursverfahren einbezahlten
Kostenvorschuss im Betrag von Fr. 700.-- ebenfalls vollständig an den Beschwerdeführer
zurückzuerstatten, nachdem der Beschwerdeführer beim vorliegenden Verfahrensausgang
mit seinem sinngemässen Hauptantrag auf Aufhebung des angefochtenen
Regierungsratsbeschlusses und damit der in materieller Hinsicht angefochtenen Schätzung
obsiegte.
3.2 Der Antrag des Beschwerdeführers um Ausrichtung einer Parteientschädigung ist dagegen
abzuweisen, nachdem dieser Antrag im Verlauf des Verfahrens nicht näher konkretisiert
wurde und der mutmassliche Aufwand des Beschwerdeführers nicht offensichtlich das
Mass dessen übersteigt, was dem Einzelnen zur Besorgung eigener Angelegenheiten
zugemutet werden darf.
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