Decision ID: a5255147-fab5-4794-b43a-addee5aa0b1a
Year: 2021
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1975, war zuletzt vom
1.
Oktober 2001 bis 3
0.
November 2016 als Fachmitarbeiter in der Warenlogistik bei der
Y._
tätig (
Urk.
14/18
/1-2
Ziff.
2.1,
Ziff.
2.7
,
Urk.
14/18/7
)
,
und meldete sich erstmals am 2
1.
Juni 2016 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
14/5). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische und erwerbliche Situation ab
und
zog die Akten des Krankentaggeldversicherers bei (
Urk.
14
/
6,
Urk.
14/20,
Urk.
14/24)
.
Mit
Mitteilung
vom 1
6.
Februar 2017
gewährte sie dem Versicherten
vom 2
1.
Februar bis 2
0.
Oktober 2017
Arbeitsvermittlung direkt in Form von Beratung und Unterstützung bei der Stellensuche (
Urk.
14/26), welche
mit
Mitteilung vom 2
7.
März 2017
vorzeitig
abgeschlossen wurde
(
Urk.
14/27).
Nach ergangenem Vorbescheid (
Urk.
14/30) verneinte die IV-Stelle mit Ver
fügung vom 1
2.
Juni 2017 einen Anspruch auf IV-Leistungen (
Urk.
14/31).
Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft.
1.2
Unter Hinweis auf Operationen am Daumen, Handgelenk und der Schulter meldete sich der Versicherte am 2
3.
Oktober 2019 erneut bei der Invaliden
versicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
14/35
Ziff.
6.1)
, woraufhin die IV-Stelle weitere medizinische und erwerbliche Abklärungen tätigte.
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
14/53,
Urk.
14/56), in welchem der Versicherte weitere medizinische Berichte zu den Akten reichte (
Urk.
14/63), verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 1
9.
Januar
2021
einen Anspruch auf eine Invalidenrente (
Urk.
14/65 =
Urk.
2).
2.
Mit
undatierter,
am 1
5.
Februar 2021
am
hiesigen Gericht eingegangener Beschwerde gegen die Verfügung vom 1
9.
Januar
2021 (
Urk.
2)
respektive
am 2
9.
März 2021
eingegangener
Beschwerdeverbesserung beantragte der V
er
sicherte sinngemäss,
diese sei aufzuheben und es
sei
ihm
eine IV-Rente
zuzu
sprechen
(
Urk.
1,
Urk.
10). Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 1
0.
Mai 2021 (
Urk.
13) die Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwerde
führer am 1
8.
Mai 2021 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
15).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den All
gemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurtei
lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird nach Art. 87 Abs. 3
der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV)
eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss Abs. 2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den An
spruch erheblichen Weise geändert hat.
Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten Person glaub
haft gemachte Veränderung des
Invaliditätsgrades auch
tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach Art. 17
Abs. 1 ATSG vorzugehen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidität zu bejahen, und her
nach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungs
pflicht auch dem Gericht (
Urteil des Bundesgerichts 9C_351/2020 vom 21. September 2020 E. 3.1, insbesondere mit Hinweis auf
BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b).
1.4
Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, her
abgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebenem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Aufgabenbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Fer
ner kann ein Revisionsgrund unter Umständen auch in einer wesentlichen Änderung hinsichtlich des für die Methodenwahl massgeblichen (hypothetischen) Sachverhalts bestehen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b,
je mit Hinweisen). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kon
text unbeachtlich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen). Weder eine im Vergleich zu früheren ärztlichen Einschätzungen ungleich attestierte Arbeitsunfähigkeit noch eine unterschiedliche diagnostische Einordnung des geltend gemachten Leidens genügt somit per se, um auf einen verbesserten oder verschlechterten Gesundheitszustand zu schliessen; notwendig ist in diesem Zusammenhang viel
mehr eine veränderte Befundlage (Urteil des Bundesgerichts 9C_135/2021 vom 27. April 2021 E. 2.1 mit Hinweisen).
Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in recht
licher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
1.5
Die regionalen ärztlichen Dienste (RAD) stehen den IV-Stellen zur Beurteilung der medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs zur Verfügung. Sie setzen die für die Invalidenversicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funktionelle Leistungsfähigkeit der Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbs
tätigkeit oder Tätigkeit im Aufgabenbereich auszuüben. Sie sind in ihrem medizinischen Sachentscheid im Einzelfall unabhängig (Art. 59 Abs. 2
bis
IVG). Nach Art. 49 IVV beurteilen die RAD die medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs. Die geeigneten Prüfmethoden können sie im Rahmen ihrer medizinischen Fachkompetenz und der allgemeinen fachlichen Weisungen des Bundesamtes frei wählen (Abs. 1). Die RAD können Versicherte bei Bedarf sel
ber ärztlich untersuchen. Sie halten die Untersuchungsergebnisse schriftlich fest (Abs. 2; Urteil des Bundesgerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweis auf BGE 135 V 254 E. 3.3.2).
Die Funktion interner RAD-Berichte besteht darin, aus medizinischer Sicht
gewissermassen als Hilfestellung für die medizinischen Laien in Ver
waltung und Gerichten, welche in der Folge über den Leistungsanspruch zu ent
scheiden haben – den medizinischen Sachverhalt zusammenzufassen und zu wür
digen, wozu namentlich auch gehört, bei widersprüchlichen medizinischen Akten eine Wertung vorzunehmen und zu beurteilen, ob auf die eine oder die andere
Ansicht abzustellen oder aber eine zusätzliche Untersuchung vorzunehmen sei. Sie würdigen die vorhandenen Befunde aus medizinischer Sicht (Urteil des Bundesgerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweisen).
Der Beweiswert von RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. 2 IVV ist mit
jenem externer medizinischer Sachverständigengutachten
vergleichbar, sofern sie den praxisgemässen Anforderungen an ein ärztliches Gutachten (
BGE 134 V 231
E. 5.1) genügen und die Arztperson über die notwendigen fachlichen Qualifikationen verfügt (
BGE 137 V 210
E. 1.2.1).
Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweis
würdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 145 V 97 E. 8.5, 142 V 58 E. 5.1 mit Hinweisen).
1
.6
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (
Urk.
2) davon aus, dass
beim Beschwerdeführer
seit März 2018 eine Arbe
itsunfähigkeit aus
gewiesen sei, wobei von
Mai bis Dezember 2019 eine vollumfängliche Arbeits
unfähigkeit bestanden
habe
.
Aus ärztlicher Sicht sei ihm die Ausübung einer körperlich leichten Tätigkeit ab
1
6.
Dezember
2019 wieder zu 100
%
zumutbar. Der Rentenanspruch könne frühestens sechs Monate nach der IV-Anmeldung ent
stehen. Er habe die Anmeldung im Oktober 2019 eingereicht, weshalb der Rentenanspruch erst per April 2020 geprüft werde (S. 1). Ein Anspruch auf eine Invalidenrente entstehe bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40
%
. Der Ein
kommensvergleich habe einen Invaliditätsgrad von 2
%
ergeben, womit kein An
spruch auf eine Invalidenrente bestehe.
Der vom Beschwerdeführer eingereichte Bericht von
Dr.
Z._
zeige keinen klinischen oder radiologischen Befund auf, welche die vorliegende Einschätzung in Frage stellen würde. Es werde
daher weiterhin
davon ausgegangen, dass dem Beschwerdeführer eine körperlich leichte Tätigkeit
ab 1
6.
Dezember 2019
wieder zu 100
%
zumutbar sei (S. 2).
In der Beschwerdeantwort vom
1
0.
Mai 2021
führte
die Beschwerdegegnerin aus (
Urk.
13), die RAD-Beurteilung vom 1
9.
Juni 2020 sei schlüssig, stütze sich auf die Berichte der behandelnden Ärzte und berücksichtige den vom Beschwerde
führer geltend gemachten Gesundheitsschaden. Es fänden sich keine medizinischen Berichte in den Akten, welche Zweifel an der Einschätzung des RAD-Arztes aufkommen liessen (S. 1). Ferner
seien die
Schwierigkeiten
des Beschwerdeführers
, eine Arbeitsstelle zu finden, nicht auf die gesundheitliche Be
ein
trächtigung zurückzuführen
.
Eine
angepasste
Tätigkeit
sei ihm
voll zumutbar (S. 2).
2.2
Demgegenüber wandte der Beschwerdeführer im Wesentlichen ein (
Urk.
1,
Urk.
10)
, er sei mit dem Entscheid der Beschwerdegegnerin nicht einverstanden.
Im
Jahr 2015
habe er aufgrund eines Arbeitsunfalls
seinen rechten D
aumen operieren müssen
. Seither habe er Schmerzen, was ihn beim Arbeiten sehr störe. Im Jahr 2016 habe er die linke Schulter operiert. Seine bisherige Tätigkeit als Lagerist könne er
nach Aussage seines Chirurgen
nicht mehr ausüben. Auch
beim RAV (Regionales
Arbeitsvermittlungszentrum) sei ihm mitgeteilt worden, er solle keine Tätigkeit als Lagerist mehr
suchen.
Nach
Erwähnung der Schulteroperation
habe er jedoch
lediglich Absagen erhalten. 2019 sei sein link
es Handgelenk operiert worden, s
either habe er
noch
mehr Beschwerden als vor der O
peration
,
insbesondere be
im
Heben
. Nun habe er auch noch
Rücken- und Nacken
beschwerden und i
m MRI sei auch eine Arthrose zu sehen. Momentan gehe er
in
die
Physiotherapie
. Vor 15 Jahren habe er eine Knieoperation gehabt, wobei es in letzter Zeit wieder zu Schmerzen am Knie gekommen sei. Seit einem Jahr sei er beim Sozialamt angemeldet. In dieser Situation sei es sehr schwierig, eine Stelle zu finden.
Das Gericht soll
e gemeinsam mit der Suva schauen, da diese
aufgehört
habe
zu zahlen, obwohl die Beschwerden im Handgelenk und Daumen gemäs
s Aussage seines Arztes
im Zusammenhang mit dem Unfall stünden
(
Urk.
10 S. 1 f.).
2.3
Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf
eine
Invaliden
rente
hat und ob der medizinische Sachverhalt diesbezüglich
rechtsgenüglich
ab
geklärt wurde.
Die Beschwerdegegnerin ist auf die erneute Anmeldung des Beschwerdeführers vom
2
3.
Oktober 2019
(
Urk.
14/35
)
materiell eingetreten. Es ist daher zu beurteilen, ob sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers im mass
geblichen Zeitraum zwischen der anspruchsverneinenden Verfügung vom
1
2.
Juni 2017
(
Urk.
14/31)
und der angefochtenen Verfügung vom
1
9.
Januar 2021
(
Urk.
2) insoweit verschlechtert hat, dass nunmehr ein Anspruch auf eine Rente besteht.
3.
3.1
Beim Erlass der Verfügung
vom 1
2.
Juni 2017
(
Urk.
14/31)
lagen im Wesent
lichen die
nachfolgenden medizinischen Berichte
vor
:
3.2
Dr.
med.
A._
, Facharzt für
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates
, erstattete am
9.
November 2016 eine Kurzbeurteilung
im Auftrag des Krankentaggeldversicherers
(
Urk.
14/20/3-6) und stellte
die folgende
D
iagnose
(S. 3):
-
Status nach
arthroskopischer
Supraspinatusrekonstruktion
und Bizeps-
Longus
-
Tenodese
im Januar 2016, bei:
-
subacromialem
Schmerzsyndrom links mit
transmuraler
Supra
spinatusruptur
und instabiler Bizeps-
Longus
-Sehne
Der postoperative Verlauf habe sich unauffällig gestaltet (S. 1). Der Explorand klage weiterhin über Restbeschwerden, insbesondere bei Bewegungen knapp unter und über der Horizontalen
.
Eigentlich sei vorgesehen gewesen, dass er ab September 2016 zu 50
%
in einer leichten Tätigkeit an seinem alten Arbe
itsplatz eingesetzt werden könn
e. Sein Arbeitgeber habe sich aber quergestellt, sodass der Operateur
Dr.
B._
(vgl. nachfolgend E. 3.3
)
ihn bis nach der
Einjahres
kontrolle
im Januar 2017 zu 100
%
arbeitsunfähig geschrieben habe (S. 2).
Der aktuelle Behandlungsverlauf sei eigentlich sehr gut. Es könne weiterhin mit einer namhaften Besserung gerechnet werden. Das Weiterführen der MTT (Medizinische Trainingstherapie) werde empfohlen (S. 3). Der Explorand bleibe in der bisherigen Tätigkeit als Fachmitarbeiter Waren bis und mit ein Jahr post
operativ zu 100
%
arbeitsunfähig. Sämtliches Heben von schweren Lasten mit dem linken Arm repetitiv
sowie
Überkopfarbeit seien ihm bis ein Jahr postoperativ zu 100
%
nicht zumutbar. Nach dem 2
7.
Januar 2017 dürfte er in seiner angestammten Tätigkeit
indes
wieder voll arbeitsfähig sein (S. 4).
3.3
Dr.
med.
B._
, Facharzt für
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates
,
Zentrum für
Endoprothetik
und Gelenk
chirurgie,
Klinik
C._
, nannte im Bericht vom 1
7.
Januar 2017 (
Urk.
14/25) die folgende Diagnose (S. 1):
-
Status nach
arthroskopischer
Supraspinatusrekonstruktion
in
Suture
-Bridge-Technik und Bizeps-
Longus
-
Tenodese
Schulter links
vom 2
7.
Januar 2016, bei:
-
subakromialem
Schmerzsyndrom links mit
transmuraler
Supra
spinatusruptur
und instabiler Bizeps
longus
Sehne
Der Patient habe eine zufriedenstellende Schulterbeweglichkeit erreicht. Er spüre noch einen Kraftverlust der linken oberen Extremität beim Heben von Lasten. Ein Jahr postoperativ bestehe eine praktisch seitengleiche Beweglichkeit. Der leichte Kraftverlust der linken Schulter in Abduktion und Flexion könne durch die rechte Schulter gut kompensiert werden (S. 1). Diesbezüglich denke er, dass der Patient noch in den nächsten 3-6 Monaten eine Normalisierung der Kraft erfahren werde. Die Behandlung bei ihm könne abgeschlossen werden. Er attestiere ihm noch bis 2
8.
Februar 2017 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Ab März könne der Patient eine leichte Arbeit wiederaufnehmen (S. 2).
3.4
Am
4.
April 2017 nahm
Dr.
med.
D._
, Facharzt für
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates
, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), Stellung zum medizinischen Sachverhalt (
Urk.
14/29 S. 3-4). Der Gesundheitsschaden des Versicherten sei inzwischen stabil.
Hinsichtlich der Bewertung der Arbeitsfähigkeit für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als «Fach
mitarbeiter Warenlogistik» sei der aktenkundige Verlauf mit einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit vom 2
7.
Januar bis 3
1.
August 2016 plausibel. Als durchaus nachvollziehbar erweise sich auch die danach vom Operateur bescheinigte 50%ige Arbeitsfähigkeit vom
1.
bis 3
0.
September 2016 (vgl.
Urk.
14/38/29-30).
Es sei medizintheoretisch aus orthopädischer Sicht im Hinblick auf die beschriebenen, klinischen Befunde
indes
absolut nicht nachvollziehbar, weshalb nicht spätestens ab
1.
September 2016 eine angepasste, körper
lich leichte Tätig
keit unterhalb
der Schulterhöhe zu mindestens 50
%
und ab 2
7.
Januar 2017 zu 100
%
nicht hätte möglich sein sollen. Unter Berücksichtigung aller vorliegenden Arztberichte habe für das vollständige Anforderungsprofil der zuletzt ausgeübten Tätigkeit vom 2
7.
Januar 2016 bis 2
8.
Februar 2017
eine 10
0%ige Arbeitsun
fähigkeit und ab
1.
März 2017 eine Arbeitsunfähigkeit von 0
%
bestanden. Für eine behinderungsangepasste Tätigkeit sei retrospektiv ab
1.
September 2016 bis 2
6.
Januar 2017 von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit und ab 2
7.
Januar 2017 von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen. Das Belastungsprofil beinhalte körperlich leichte Tätigkeiten ohne Heben und Tragen von Lasten über 10 kg bis Hüfthöhe und über 5 kg bis Schulterhöhe
, ohne längeres Arbeiten in und niemals über Schulterhöhe (S. 4).
3.5
Insbesondere g
estützt auf die RAD-Beurteilung
vom April 2017
(vorstehend E. 3.4
)
ging die Beschwerdegegnerin in der Verfügung vom
1
2.
Juni
2017 (
Urk.
14/3
1
) davon aus,
dass der Beschwerdeführer
in seiner bisherigen Tätigkeit
seit
1.
März 2017 wieder voll arbeitsfähig sei, weshalb sein Leistungsbegehren abgewiesen wurde.
4.
4.1
Der vorliegend angefochtenen Verfügung vom
1
9.
Januar 2021
(
Urk.
2) lagen im Wesentlichen die folgenden medizinischen Berichte zugrunde
:
4.2
Dr.
med.
E._
, Facharzt für
Orthopädische Chirurgie und Trauma
tologie des Bewegungsapparates
und für Handchirurgie, Klinik
F._
, stellte in seinem Bericht vom 2
9.
Juni 2018 (
Urk.
14/38/18-19) die folgenden Diagnosen (S. 1):
-
Handgelenksdistorsion links am 2
4.
März 2018, bei
:
-
Partialläsion
des
palmaren
SL-Band
es
mit konsekutivem
palmarem
radiokarpalem Ganglion
-
Status nach MCP-
Arthrodese
im November 2015 rechts
Am 2
4.
März 2018
sei der Patient mit dem
Hoverbo
a
r
d
seiner Kinder gestürzt und habe sich dabei ein Ext
ensionstrauma seines linken
a
dominanten
Handgelenks,
eine Hüftprellung rechts und eine Schulterkontusion links zugezogen. Als Lage
rist sei er zu 100
%
arbeitsunfähig. Die Schmerzen im Handgelenk seien zwischenzeitlich deutlich
regredient
. Auf eine Analgesie sei er nicht angewiesen. Unter Belastung träten die Schmerzen noch gelegentlich auf (S. 1).
MR-tomographisch sei
palmar
eine Partialläsion des SL-Bandes sichtbar, was mit dem vom Patienten beschriebenen Trauma vereinbar wäre. Das
palmare
asympto
matische Handgelenksganglion
werde
in diesem Zusammenhang
gesehen
. Er habe dem Patienten erklärt, dass die Stabilität der Handwurzel trotz dieser Läsion
gegeben sei und das Handgelenk nach Massgabe der Beschwerden
problemlos belastet werden könne. Für eine Arbeitsunfähigkeit aufgrund dieser 3 Monate zurückliegenden Verletzung bei unauffälligem Bewegungsumfang sehe er keine Rechtfertigung (S. 2).
4.3
Dem Bericht von
Dr.
B._
vom 1
2.
Juli 2018 (
Urk.
14/38/14-15
=
Urk.
14/43
) sind die folgenden Diagnosen zu entnehmen (S. 1):
-
exazerbiertes
subacromiales
Schmerzsyndrom links nach Sturz mit axialem Stosstrauma der linken Schulter vom 2
4.
März 2018, bei
:
-
transmuraler
Ruptur der
anterioren
Hälfte der
Supraspinatussehne
ohne wesentliche Sehnenretraktion der rechten Schulter mit inter
mittierendem
subacromialem
Schmerzsyndrom
-
Status nach
arthroskopischer
Supraspinatusrekonstruktion
in
Suture
-Bridge-Technik und Bizeps
longus
Tenodese
der linken Schulter vom 2
7.
Januar 2016, bei:
-
subakromialem
Schmerzsyndrom links mit
transmuraler
Supra
spinatusruptur
und instabiler Bizeps
longus
Sehne
Die
subacromialen
Schmerzen links seien deutlich rückläufig und die Schulter
beweglichkeit links habe sich verbessert (S. 1). Es zeige sich ein zufrieden
stellender Verlauf. Die rekonstruierten Sehnen der
Rotatorenmanschette
seien in
takt. Die langfristige Prognose sei gut. Er attestiere noch eine volle Arbeitsunfähigkeit bis Ende Juli. Der Patient gehe Anfang August
in die Ferien
. Nach der Rückkehr könne er die angestammte Tätigkeit wiederaufnehmen (S. 2).
4.4
Die Ärzte der Abteilung für Handchirurgie an der Universitätsklinik
G._
stell
ten im Bericht vom
8.
März 2019
(
Urk.
14/38/10-11
)
die folgenden Diagnosen (S. 1):
-
Handgelenksdistorsion links (
adominant
) am 2
4.
März 2018, bei:
-
Partialläsion des
palmaren
SL-Band
e
s mit konsekutivem
palmarem
radiokarpalem Ganglion
-
intraossärem
Ganglion am
Trapezium
-
Status nach MCP-
Arthrodese
rechts vom November 2015
Nach wie vor bestünden unveränderte Beschwerden radiokarpal
palmar
betont und belastungsabhängig verstärkt. Der Patient sei aufgrund des Status nach externer Schulteroperation als Lagerist aktuell arbeitsunfähig (S. 1).
Ihrem Bericht vom 2
3.
Mai 2019
über die geplante Verlaufskontrolle
(
Urk.
14/38/
4-5
)
sind die folgenden Diagnosen zu entnehmen
(S. 1):
-
Status nach Exzision Ganglion
radiopalmar
, Arthroskopie und
arthro
skopische
Synovialektomie
, Curettage und
Spongiosafüllung
intraossäres
Ganglion
Trapezium
links vom
7.
Mai 2019, mit/bei:
-
Status nach Handgelenksdistorsion links vom 2
4.
März 2018
Es bestehe eine Dysästhesie
palmar
und
ulnar
der Wunde. Es werde eine ergo
therapeutische Desensibilisierung vorgeschlagen, gleichzeitig solle die Kräftigung und Dehnung aktiv und passiv im Handgelenk stattfinden. Eine klin
ische Ver
laufskontrolle solle in
2-3 Monaten beim Hausarzt stattfinden. Der Patient werde aus handorthopädischer Sicht noch für 4 Wochen arbeitsunfähig geschrieben (S. 1).
4.5
Dr.
med.
H._
, Facharzt für Chirurgie und für Handchirurgie,
diagnostizierte im Bericht vom 2
5.
Oktober 2019 (
Urk.
14/38/1) rezidivierende Schmerzen MP I rechts bei einem Status nach
Zuggurtungsarthrodese
im November 201
5.
Die
Arthrodese
sei konsolidiert, rezidivierend komme es zu Schmerzen und teilweise auch zu einer Schwellung im operierten Gelenk. Er habe
dem Beschwerdeführer
schon im März 2016 eine
Oste
o
synthesematerial
entfernung
empfohlen. Nun sei es wieder zu einem Schmerzschub mit Schwellung gekommen. Bei der heutigen Untersuchung sei das Gelenk nicht geschwollen und stabil.
Die Restbeschwerden im Bereich
des
arthrodesierten
Daumengrundgelenks rechts seien ihm ätiologisch nicht ganz klar. Möglicherweise störe das noch liegende Material, trotz korrekter Lage. Eine Materialentfernung wäre deshalb sicherlich sinnvoll.
4.6
Am 1
0.
Dezember 2019 nahm RAD-Arzt
Dr.
D._
Stellung zum medizinischen Sachverhalt (
Urk.
14/52 S. 2-4)
und führte aus, dass sich der Gesundheitszustand des Versicherten im Vergleich zum Zeitpunkt der letzten RAD-Stellungnahme vom
4.
April 2017 (vgl. vorstehend E. 3.4
) definitiv verändert habe, nach der
zeitiger Befundlage offenbar durch die Folgen eines Stolpersturzes vom 2
4.
März 2018
(S. 3).
4.7
Die Ärzte der Abteilung für Handchirurgie an der Universitätsklinik
G._
nannten im Bericht vom 2
3.
Dezember 2019 (
Urk.
14/44/7-8) die folgenden Diagnosen (S. 1):
-
unklare Restschmerzen HG dorsal links bei Reizz
ustand Handgelenk
i.R.
Tendosynovitis
2.
Strecksehnenfach, Insuffizienz SL-Band, mit/bei:
-
Status nach Exzision Ganglion
radiopalmar
, Arthroskopie und
arthro
skopische
r
Synovialektomie
, Curettage und
Spongiosafüllung
intra
ossäres
Ganglion
Trapezium
links vom
7.
Mai 2019 bei Status nach Handgelenksdistorsion links vom 2
4.
März 2018
Der Patient präsentiere sich mit unklaren Restbeschwerden im Handgelenk links mit keiner Besserung durch die Operation. Die Schmerzen würden aktuell vor allem radiodorsal sowie auch
ulnar
angegeben. Bildmorphologisch zeige sich ein vermehrter Reizzustand des Handgelenks, möglicherweise bedingt durch ein ver
grössertes Intervall über dem SL-Band bei jedoch keiner klar nachgewiesenen Ruptur. Zudem hätten sich auch zentrale Defekte des TFC
(
Triangular
Fibrocartilage
Complex
) g
ezeigt, welche auch für den Reizzustand im Gelenk ver
antwortlich gemacht werden könnten. Zudem zeige sich ein Reizzustand der
Extensorensehnen
des
2.
Stecksehnenfachs. Alles in allem liege insgesamt zu wenig Befund für das Anbieten einer sinnvollen operativen Therapie vor, sodass mit dem Patienten die Möglichkeit einer Infiltration entweder in das radiale Handgelenk oder in das
2.
Strecksehnenfach besprochen werde
. Insgesamt müsse festgehalten werde, dass sich seit dem Unfall persistierende Schmerzen zeigen würden, welche durch die Exzision des Ganglions nicht wesentlich hätten ver
bessert werden können, sodass von einem
Unfallresidium
ausgegangen werden müsse (S. 2).
4.8
Dr.
med.
Z._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, führte in seinem Bericht vom
8.
Juni 2020 (
Urk.
14/50/2-5) aus, dass er den Patienten seit 1
9.
September 2006 behandle (
Ziff.
1.1). Vom 1
5.
August
bis 1
5.
Dezember 2019 habe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden, für leichte Arbeit bestehe seit 1
6.
Dezember 2019 keine Arbeitsunfähigkeit. Nach wie vor sei der Beschwerde
führer als Lagerist zu 100
%
arbeitsunfähig (
Ziff.
1.3). Für leichte Arbeit bis maximal 5 kg Heben und Tragen sei er zu 100
%
arbeitsfähig (
Ziff.
2.7).
4.9
RA
D-Arzt
Dr.
D._
(vorstehend E. 3.4
) nahm am 1
9.
Juni 2020 abschliessend Stellung zum medizinischen Sachverhalt (
Urk.
14/52 S. 7-8) und hielt fest, dass beide Gesundheitsschäden inzwischen stabil seien. Aus versicherungs
medizinisch-orthopädischer Sicht sei in Übereinstimmung mit der Aktenlage eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit für die bisherige beziehungsweise zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Lagerist ab 2
4.
März 2018 nachvollziehbar. Für eine behinderungs
angepasste Tätigkeit gebe es keine beziehungsweise kaum Angaben in den Berichten. Einzig im aktuellen Bericht des Hausarzte
s
Dr.
Z._
(vgl. vorstehend E. 4.8
) werde eine ab 1
6.
Dezember 2019 bestehende 100%ige Arbeitsfähigkeit für eine leichte Arbeit genannt, was durchaus plausibel sei. Retrospektiv sei medizintheoretisch mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
davon auszugehen, dass
für maximal 3 Monate nach dem Sturz am 2
4.
März 2018 infolge der Schulterschmerzen eine
100%ige Arbeitsunfähigkeit, danach mindestens eine 75%ige Arbeitsfähigkeit
bestanden habe
.
Nach der Handgelenksoperation am
7.
Mai 2019 sei erneut durchgehend bis 1
5.
Dezember 2019 von einer 100%ige
n
Arbeitsunfähigkeit auszugehen. Ab 1
6.
Dezember 2019 bestehe wiederum eine 100%ige Arbeitsfähigkeit. Das Belastungsprofil beinhalte körperlich leichte Arbeiten, strikt unterhalb der Schulterhöhe, ohne Heben und Tragen von Lasten körpernah über 10 kg und körperfern über 2 kg sowie ohne besondere Anforderungen an die Kraft und Geschicklichkeit der linken Hand (S. 8).
4.10
Die Beurteilung des MRI der HWS (Halswirbelsäule) vom 2
9.
September 2020 (
Urk.
14/60/2) ergab degenerative Veränderungen der HWS mit Betonung des Segments C3/4 und C5/6 mit
foraminaler
Stenose C3/4 rechts infolge der
osteo
diskalen
Appositionen mit zumindest Kontakt zur austretenden Nervenwurzel C4 rechts. Eine Kompression des zervikalen
Myelons
sowie eine abgrenzbare Myelopathie konnten nicht festgestellt werden.
4.11
Dr.
Z._
(vorstehend E. 4.8
) nannte in seinem im Rahmen des
Vorbescheid
verfahrens
eingereichten Bericht vom 2
2.
Oktober 2020 (
Urk.
14/60/1) die folgenden Diagnosen:
-
Cervicalsyndrom
-
Handgelenksdistorsion links (
adominant
) am 2
4.
März 2018, mit/bei
:
-
Partialläsion des
palmaren
SL-Bands mit konsekutivem
palmarem
radiokarpalem Ganglion
-
Status nach MCP
Arthrodese
rechts vom November 2015
Der Patient habe berichtet, dass er immer noch Schmerzen im linken Handgelenk habe und dass diese nach der Operation nicht besser geworden seien. Dazu kämen noch die Schmerzen im rechten Daumen, welcher auch operiert worden sei. In den letzten sechs Monaten seien auch Schmerzen im rechten Ellbogen und Fuss dazugekommen. Seit drei Monaten habe er auch Schmerzen im HWS-Bereich.
5.
5.1
Im Rahmen der erstmaligen Prüfung des Leistungsanspruchs wurde beim Beschwerdeführer ein Zustand nach Schulterarth
roskopie links vom
2
7.
Januar 2016 mit
Tenodese
der
Bizepssehne
,
subacromialer
Bursektomie
,
Acromioplastik
und
Supraspinatus
-Rekonstruktion
diag
nostiziert (vgl. vorstehend E. 3.2-3.4
). RAD-Arzt
Dr.
D._
eracht
ete den Beschwerdeführer
ab
1.
März 2017
wieder
als zu 100
%
arbeitsfähig in seiner zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Waren
logistiker (vgl. vorstehend E. 3.4
).
Gemäss Aktenlage erlitt der Beschwerdeführer am 2
4.
März 2018 einen Stolper
sturz, wobei
er sich
insbesondere
eine
Distorsion des linken Handgelenks zuzog.
Kernspintomographisch konnten ein
radiopalmares
Handgelenksganglion sowie
e
in
intraossäres
Ganglion am linken
Trapezium
nachgewiesen werden, woraufhin am
7.
Mai 2019 eine Handgelenksoperation
statt
fand.
Den im Rahmen der erneuten Anmeldung vom 2
3.
Oktober 2019 (
Urk.
14/35) eingereichten
weiteren
Berichte
n
sind ferner ein
exazerbiertes
subacromiales
Schmerzsyndrom der linken Schulter nach dem Sturz mit axialem
Strosstrauma
vom 2
4.
März 2018, eine
transmurale
Ruptur der
anterioren
Hälfte der
Supraspinatussehne
ohne wesent
liche Sehnenretrakt
i
on der rechten Schulter mit intermittierendem
subacromialem
Schmerzsyndrom
sowie
rezidivierende Schmerzen am rechten Daumengrundgelenk
bei Status nach einer
Zuggurtungsarthrodese
am 2
3.
Oktober 2019
als Diagnosen zu
entnehmen (vgl. vorstehend E. 4.2-4.11
).
Da
mit hat sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers im massgeblichen Zeitraum zwischen der rentenablehnenden Verfügung
vom 1
2.
Juni 2017 (
Urk.
14/31) und der angefochtenen Verfügung vom 1
9.
Januar 2021 (
Urk.
2)
un
streitig wesentlich
verändert (vgl. vorstehend E. 1.3-1.4
).
5.2
Die Beschwerdegegnerin beurteilte den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers im Wesentlichen gestützt auf die Aktenbeurteilung durch RA
D-Arzt
Dr.
D._
(vorstehend E. 4.9
). Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung kann auch einer Aktenbeurteilung voller Beweiswert zukommen, wenn ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die ärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht (vgl. Urteil
e
des Bundesgerichts
8C_750/2020 vom 2
3.
April 2021 E. 4
;
8C_281/2018 vom 2
5.
Juni 2018 E. 3.2.2 mit weiteren Hinweisen).
Insbesondere in den Berichten der Ärzte der Abteilung für Handchirurgie an der Universitätsklinik
G._
(vorstehend E. 4.4 und E. 4.7) sowie den Berichten von
Dr.
B._
(vorstehend E. 4.3),
Dr.
E._
(vor
stehend E. 4.2),
Dr.
H._
(vorstehend E. 4.5) und
Dr.
Z._
(vorstehend E. 4.8 und E. 4.11) sind die im Verlauf berichteten Beschwerden und erhobenen Befunde ausführlich dokumentiert.
RAD-Arzt
Dr.
D._
, welcher als Facharzt für Ortho
pädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates über die konkret erforderliche fachärztliche Qualifikation verfügt, konnte sich anhand der ihm zur Verfügung gestellten Akten
somit
ein vollständiges Bild über die Anamnese, den Krankheitsverlauf sowie den gegenwärtigen Gesundheitszustand des Beschwerdeführers verschaffen.
Seine Stellungnahme leuchtet in der Beurteilung der medizinischen Situation ein und enthält nachvollziehbare Begründungen. Da
mit erfüllt sie die an eine beweiskräftige ärztliche Entscheidungsgrundlage ge
stellten Anfor
derungen (vgl. vorstehend E. 1.5-1.6)
.
5.3
RAD-Arzt
Dr.
D._
beurteilte den medizinischen Sachverhalt in seiner Stellung
nahme vom
1
9.
Juni 2020
(vgl. vorsteh
end E. 4.9
) dahingehend, dass
seit
2
4.
März 2018
durchgehend
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in der
bisherigen
beziehungsweise zuletzt ausgeübten Tätigkeit bestehe. Dies ist vorliegend nicht streitig und erweist sich in Anbetracht der ausgewiesenen Befunde und des Anforderungsprofils der Tätigkeit als
Lagerist beziehungsweise Fachmitarbeiter in der Warenlogistik
als nachvollziehbar.
Auch h
insichtlich der
attestierten
Arbeitsfähigkeit
in einer dem Leiden angepassten
Tätigkeit
ist auf die schlüssige Beurteilung durch den RAD-A
rzt,
welche
weitgehend
mit der Beurteilung durch den Hausarzt
Dr.
Z._
vom
8.
Juni 2020 (
vorstehend
E. 4.
8) übereinstimmt, ab
zustellen.
Eine
weitreichendere Einschränkung des Beschwerdeführers in einer
leidens
angepassten Tätigkeit
ergibt sich im Übrigen auch aus den weiteren
Berichten der behandelnden Ärzte nicht
, welchen kaum Angaben zur attestierten Arbeitsunfähigkeit zu entnehmen sind.
Hinsichtlich der Schulterbeschwerden
führte
Dr.
B._
im
Juli 2018 (vorstehend E. 4.3
)
noch
aus
, dass sich ein zufriedenstellender Verlauf zeige, die langfristige Prognose gut sei und der Beschwerdeführer ab August 2018, nach
der
Rückkehr aus seinen Ferien, sogar seine angestammte Tätigkeit wiederaufnehmen könne.
Im Zusammenhang mit den
Handgelenksbeschwerden
hielten die
Ärzte der Universitätsklinik
G._
im Bericht
vom Mai 2019 (vorstehend E. 4.4
)
fest
, dass der Beschwerdeführer aus handorthopädischer Sicht noch für 4 Wochen arbeitsunfähig geschrieben werde und eine Verlaufskontrolle beim Hausarzt stattfinden solle.
Der Hausarzt
Dr.
Z._
beurteilte die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers im Juni 2020 (vorstehend E. 4.8) schliesslich dahingehend, dass dem Beschwerdeführer
seit 1
6.
Dezember 2019
eine körperlich leichte Tätigkeit zu 100
%
zumutbar sei.
Im Zusammenhang mit den im
MRI der HWS vom September 2020 (vorstehend E. 4.10)
festgestellten degenerativen Veränderungen der HWS diagnostizierte
Dr.
Z._
im Bericht vom Oktober 2020 (vorstehend E. 4.11)
ein
Cervicalsyndrom
, welches
nun
mittels Physiotherapie behandelt wird (vgl.
Urk.
7).
Auch in diesem Bericht wurde dem Beschwerdeführer aktuell keine Arbeitsunfähigkeit
in angepasster Tätigkeit
attestiert.
Somit ergeben sich
anhand der
Berichte der behandelnden Ärzte
keine Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der Beurteilung durch den RAD-Arzt.
5.4
Die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden fanden
ferner
vol
l
umfängliche Berücksichtigung in dem vom RAD-Arzt genannten
Belastungs
profil.
Dieses beinhaltet
körperlich leichte Arbeiten, strikt unterhalb der Schulter
höhe, ohne Heben und Tragen von Lasten körpernah über 10 kg und körperfern über 2 kg sowie ohne besondere Anforderungen an die Kraft und Geschicklichkeit der linken Hand. E
ntsprechend erfolgt
bei
Ausübung einer Tätigkeit unter Berücksichtigung des genannten Belastungsprofils
keine unzumutbare Belastung
der Hand respektive
des
Handgelenks
,
der Schultern
oder
des Nackens
.
Eine darüberhinausgehende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in quantitativer Hin
sicht leuchtet angesichts der ausgewiesenen Befunde und festgestellten Funktionseinschränkungen
somit
nicht ein.
Die vom Beschwerdeführer geltend gemachten Schwierigkeiten bei der Stellen
suche sind grundsätzlich zwar nachvollziehbar,
bei der Beurteilung des Vor
liegens einer Erwerbsunfähigkeit
können aus
invalidenversicherungsrechtlicher Sicht
indes
ausschliesslich
die
Folgen der gesundheitlichen Bee
inträchtigung berücksichtigt werden (
Art.
7
Abs.
2
ATSG).
Von untergeordneter Bedeutung für die Beurteilung eines Rentenanspruchs der Invalidenversicherung ist somit auch der Umstand,
d
ass
die Ärzte der Universitätsklinik
G._
im Bericht
vo
m Dezember 2019 (vorstehend E. 4.7
)
hinsichtlich der persist
ierenden Handgelenks
beschwerden
von einem
Unfallresidium
ausgehen.
5.5
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die sich aus den vorhandenen Beschwerden ergebenden Einschränkungen in der durch den RAD-Arzt vor
genommenen Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sowie dem von ihm genannten zumutbaren Belastungsprofil vollumfänglich berücksichtigt wurden, weshalb da
rauf abzustellen ist. Der Gesundheitszustand und die medizinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers sind somit aufgrund der vorhandenen medizinischen Akten und der zuverlässigen medizinischen Beurteilung durch den RAD-Arzt hinreichend abgeklärt.
Gestützt auf die Beurteilung durch RAD-Arzt
Dr.
D._
ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Lagerist seit 2
4.
März 2018 nicht mehr arbeitsfähig ist. Für maximal 3 Monate nach dem Sturz am 2
4.
März 2018 bestand auch in einer dem Leiden angepassten Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit und danach eine mindestens 75%ige Arbeits
fähigkeit. Nach der Handgelenksoperation am
7.
Mai 2019 bis 1
5.
Dezember 2019 war der Beschwerdeführer auch in einer behinderungsangepassten Tätigkeit zu 100
%
arbeitsunfähig. Seit 1
6.
Dezember 2019 ist ihm eine angepasste Tätigkeit
gemäss
Belastungsprofil wieder zu 100
%
zumutbar.
5.6
Zu erwähnen bleibt, dass a
rbeitsunfähige Versicherte
(vgl.
Art.
6 ATSG)
, welche eingliederungsfähig sind, gemäss
Art.
18 IVG
grundsätzlich
Anspruch auf Arbeitsvermittlung haben
. Hinsichtlich des Anspruchs auf Arbeitsvermittlung liegt die massgebende Invalidität vor, wenn der Versicherte bei der Suche nach einer geeigneten Arbeitsstelle aus gesundheitlichen Gründen Schwierigkeiten hat. Zwischen dem Gesundheitsschaden und der Notwendigkeit der Arbeits
vermittlung muss ein Kausalzusammenhang bestehen. Ist die fehlende berufliche Eingliederung im Sinne der Verwertung einer bestehenden Arbeitsfähigkeit nicht auf gesundheitlich bedingte Schwierigkeiten bei der Stellensuche zurückzu
führen, fällt die Arbeitsvermittlung auch weiterhin nicht in die Zuständigkeit der Invalidenversicherung, sondern gegebenenfalls in den Bereich der Arbeitslosen
versicherung. Ist die Arbeitsfähigkeit einzig insoweit eingeschränkt, als dem Ver
sicherten - wie vorliegend (vgl. vorstehend E. 5.5) - leichte Tätigkeiten voll zu
mutbar sind, bedarf es zur Begründung des Anspruchs auf Arbeitsvermittlung zusätzlich einer spezifischen Einschränkung gesundheitlicher
Art.
Daran ist nach Inkrafttreten der
4.
und der
5.
IV-Revision festgehalten worden (Meyer/
Reichmuth
,
Bundesgesetz über die Invalidenversicherung,
3.
Auflage 2014, S. 214 ff.
Ziff.
II zu
Art.
18 IVG mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 9C_142/2015 vom
5.
Juni 2015 E. 4.3).
Des Weiteren
ist für den Anspruch auf Arbeitsvermittlung
auch
vorausgesetzt, dass die versicherte Person objektiv und subjektiv eingliederungsfähig ist (Urteil des Bundesgerichts 9C_966/2011 vom
4.
Mai 2012 E. 3.2).
6.
6.1
Der Rentenanspruch entsteht gemäss
Art.
29 IVG frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruc
hs nach Artikel 29
Abs.
1 ATSG.
Die Rente wird vom Beginn des Monats an ausbezahlt, in dem der Rentenanspruch entsteht (
Art.
29
Abs.
3
IVG
).
Meldet sich eine versicherte Person mehr als sechs Monate nach
Beginn der Arbeitsunfähigkeit
bzw. der Eröffnung der
einjährigen
Wartezeit bei der IV-Stelle an, liegt eine verspätete Anmeldung vor und die versicherte Person verliert den Rentenanspruch für jeden Monat
, den sie sich zu spät anmeldet (
vgl. Kreisschreiben über Invalidität und Hilflos
igkeit in der IV (KSIH),
Rz
. 2027).
Vorliegend meldete sich der Versicherte am 2
3.
Oktober 2019
zum Leistungs
bezug an (
Urk.
14/35
), womit ein Rentenanspruch frühestens per April 2020 ent
stehen könnte.
Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfügungs
erlass zu berücksichtigen sind (BGE 143 V 295 E. 4.1.3, 129 V 222 E. 4.1 und E. 4.2, 128 V 174).
Für die Berechnung des Invaliditätsgrads mittels Einkommens
vergleichs ist somit auf die Begebenheiten
im April 2020
abzustellen.
6.2
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommens
vergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommens
vergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2, 128 V 29 E. 1).
6.3
Gemäss Auszug aus dem individuellen Konto (IK-Auszug)
vom 1
9.
Dezember 2019
bezo
g der Beschwerdeführer von 2017 bis
2018 Arbeitslosenentschädigung (
Urk.
14/40). Zuvor war er vom
1.
Oktober 2001 bis 3
0.
November 2016
und so
mit rund 15 Jahre
als Fachmitarbeiter in der Warenlogistik bei der
Y._
tätig (
Urk.
14/18/1). Es ist somit
grundsätzlich
nicht zu beanstanden, dass die Beschwerde
gegnerin
auf den gemäss Arbeitgeber
fragebogen vom September 2016 (
Urk.
14/18/1-4) erzielten Jahresgrundlohn inklusive 1
3.
Monatslohn in der Höhe von
Fr.
68'029.--
, hochgerechnet auf das Jahr 2019,
abstellte
(
Urk.
14/51)
.
Daraus resultiert
– in Abweichung der Berechnung der Beschwerdegegnerin unter Berücksichtigung der nunmehr fest
stehenden Nominallohnveränderung von 0.9
%
für das Jahr 2019 -
ein
Validen
einkommen
von
Fr.
69'
675.95
.
Aus medizinisch-
theoretischer Sicht ist dem Beschwerdeführer seit
1
6.
Dezember 2019
eine körperlich leichte Tätigkeit (vgl. vorst
ehend E. 5.5
) zumutbar.
Ent
sprechend stellte die Beschwerdegegnerin zu Recht auf das von Männern für ein
fache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art durchschnittlich erzielte Einkommen
ab (
Urk.
14/51). Ausgehend von der Lohnstrukturerhebung (LSE) 2018 des Bundesamtes für Statistik beträgt der Lohn für Männer in einfachen Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art für das Jahr 2018
Fr.
5'417.
--
(LSE
2018
, TA1_triage_skill_level, Total Männer, Kompetenzniveau 1)
.
Auf
gerechnet auf ein Jahr und u
nter Berücksichtigung der durchschnittlichen Wochenarbeitszeit
sowie der Nominallohnentwicklung
beläuft sich das Invalideneinkommen für das Jahr 2019 auf
Fr.
68'376.55.
6.4
Zusammenfassend erleidet der Beschwerdeführer bei einem
Valideneinkommen
von
Fr.
69'
675
.
9
5
und einem I
nvalideneinkommen von
Fr.
6
8'376.55
eine Erwerbseinbusse von
Fr.
1'
299
.
40
, was einem Invaliditätsgrad von
rund
2
%
ent
spricht.
Damit wird ein für den Anspruch auf eine Invalidenrente vorausgesetzter Invaliditätsgrad von mindest
ens 40
%
(vgl. vorstehend E. 1.2
) nicht erreicht. Der Beschwerdeführer hat demzufolge keinen Anspruch auf eine Invalidenrente.
6.5
Nach dem Gesagten
hat die Beschwerdegegnerin einen Rentenanspruch des Beschwerdeführers zu Recht verneint. Die angefochtene Verfügung erweist sich als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
7.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV
-
Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
6
00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Ver
fahrens sind sie dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.