Decision ID: 075f1c55-af2a-4475-a84d-b00dd0ceca8b
Year: 2022
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
B.
A._ meldete sich am 12. Mai 2021 als Nichterwerbstätiger bei der
Ausgleichskasse des Kantons St. Gallen (nachfolgend: Ausgleichskasse) an (SVA-
act. G4.1.1). Dabei erklärte er, seine Erwerbstätigkeit ca. im Mai 2016 zu 50%
aufgegeben zu haben (SVA-act. G4.1.1-3). Dem Anmeldeformular legte er den
Lohnausweis für die Steuerperiode 2016 sowie die Veranlagungsverfügung und
Schlussrechnung der Kantons- und Gemeindesteuern 2019 bei (SVA-act. G4.1.7)
A.a.
Am 3. Juni 2021 ging bei der Ausgleichskasse die Steuermeldung für das Jahr
2016 ein (G4.1.4). Gestützt darauf setzte die Ausgleichskasse die Beiträge für
Nichterwerbstätige des Versicherten für das Jahr 2016 mit Verfügung vom 8. Juni 2021
fest (SVA-act. G4.1.13). Für die Jahre 2017 bis 2021 erliess die Ausgleichskasse
gleichentags Akonto-Beitragsverfügungen für die persönlichen AHV/IV/EO-Beiträge als
Nichterwerbstätiger (SVA-act. G4.1.12, 14-17). Gleichzeitig erhob die Ausgleichskasse
mit Mitteilungen vom 8. Juni 2021 Verzugszinsen zu 5% für die Beitragsnachforderung
der Jahre 2016 bis 2019 (SVA-act. G4.1.18-22).
A.b.
Am 22. Juni 2021 liess der Versicherte durch seinen in der Zwischenzeit
mandatierten Rechtsanwalt, lic. rer. publ. Michael B. Graf, Einsprache gegen die
Beitragsverfügung vom 8. Juni 2021 erheben. Er beantragte, dass die Beiträge für das
B.a.
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C.
Jahr 2016 auf einem Renteneinkommen von Fr. 45'621.-- bzw. Fr. 912'420.--
(Fr. 45'621.-- x 20) festzusetzen und die Akontobeiträge für die Jahre 2017 bis 2021
lediglich in der Höhe des Mindestbetrages in Rechnung zu stellen seien (SVA-
act. G4.1.25).
Die Steuermeldungen der Jahre 2017 bis 2019 gingen am 18. Juni 2021 bei der
Ausgleichskasse ein (SVA-act. 4.1.33 ff.).
B.b.
Mit Schreiben vom 6. September 2021 liess der Versicherte die
Einsprachebegründung nachreichen und liess im Wesentlichen ausführen, er sei ab
2016 zu Recht als Nichterwerbstätiger qualifiziert worden. Die persönlichen Beiträge
seien jedoch falsch berechnet worden. In den Jahren 2016 und 2017 habe der
Einsprecher Taggelder der Krankenversicherung bezogen. Das Renteneinkommen sei
für diese Jahre auf dieser Basis festzusetzen. Auch sei der Verzugszins entsprechend
zu reduzieren (act. G4.1.42).
B.c.
Mit Verfügungen vom 24. September 2021 setzte die Ausgleichskasse die
Beiträge für Nichterwerbstätige für die Jahre 2017 bis 2019 gestützt auf die
Steuermeldung definitiv fest (SVA-act. G4.1.48-50).
B.d.
Mit Entscheid vom 8. Oktober 2021 wies sie die Einsprache gegen die
Beitragsverfügung vom 8. Juni 2021 betreffend die Beiträge für Nichterwerbstätige für
das Beitragsjahr 2016 ab. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen aus, dass bei der
Berechnung des Renteneinkommens nebst den Taggeldern auch das
Erwerbseinkommen der Ehefrau zu berücksichtigen sei (SVA-act. G4.1.53).
B.e.
Gegen diesen Einspracheentscheid vom 8. Oktober 2021 betreffend die Beiträge
für Nichterwerbstätige für das Jahr 2016 richtet sich die am 4. November 2021
erhobene Beschwerde. Der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer), weiterhin
vertreten durch Rechtsanwalt Michael B. Graf, beantragte darin die Aufhebung des
Einspracheentscheids vom 8. Oktober 2021 und die Neuberechnung des
Renteneinkommens sowie der Verzugszinsen für die Beiträge 2016; unter Kosten- und
Entschädigungsfolgen zzgl. Mehrwertsteuern zulasten der Ausgleichskasse
C.a.
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(nachfolgend: Beschwerdegegnerin). Zur Begründung liess der Beschwerdeführer
ausführen, im Bereich des Abgaberechts, wozu auch Sozialversicherungsbeiträge
gehörten, gelte ein strenges Legalitätsprinzip. So müsse insbesondere die
Bemessungsgrundlage in einem Gesetz im formellen Sinn festgehalten werden. Das
AHVG enthalte keine ausreichende Rechtsgrundlage für die Beitragsbemessung,
sondern delegiere diese pauschal an den Bundesrat. Die fehlende beziehungsweise
nicht ausreichende formal gesetzliche Grundlage berechtige insbesondere nicht zu
einer extensiven Beitragserhebung bei den Nichterwerbstätigen unter Einbezug des
Eigenmietwerts oder des Bruttoeinkommens des Ehegatten. Wenn eine
Berücksichtigung des Einkommens der Ehefrau zulässig wäre, so dürfe dabei nicht auf
das Bruttoeinkommen abgestellt werden. Davon abzuziehen seien sodann auch die
Schuldzinsen sowie die Beiträge an die Säule 3a. Die Beschwerdegegnerin behaupte
zwar, dass der Begriff des Renteneinkommens im Sinne des AHV-Rechts nicht
identisch mit demjenigen der direkten Bundessteuer sei. Das Gegenteil treffe zu. Nach
Art. 10 Abs. 1a AHVG hätten Nichterwerbstätige einen Betrag nach ihren sozialen
Verhältnissen zu bezahlen. Bei der Beitragserhebung werde somit von der finanziellen
Leistungsfähigkeit ausgegangen, welche der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit bzw.
dem Leistungsfähigkeitsprinzip bei der Besteuerung entspreche. Nur so erhalte Art. 29
Abs. 4 AHVV überhaupt eine Berechtigung, wonach die Ausgleichskasse das
Renteneinkommen in Zusammenarbeit mit den kantonalen Steuerbehörden ermittle.
Auch bei den selbständig Erwerbenden seien die Gewinnungskosten abzuziehen. Das
Gleiche habe für die Beiträge für Nichterwerbstätige zu gelten, welche auf dem
hälftigen Einkommen des Ehepartners erhoben würden. Im Übrigen habe der
Beschwerdeführer im Jahr 2016 Beiträge als Erwerbstätiger geleistet, die den
Mindestbeitrag überstiegen. Er habe die Beitragspflicht somit vollumfänglich erfüllt.
Andernfalls sei die Beschwerdegegnerin anzuweisen, die geleisteten Beiträge
anzurechnen (act. G1).
Mit Beschwerdeantwort vom 10. Dezember 2021 beantragte die
Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde und machte geltend, dass sich
die Berechnung des massgebenden Renteneinkommens nicht auf das Steuerrecht
stütze. Bei der Ermittlung des massgebenden Renteneinkommens könnten keine
C.b.
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Erwägungen
1.
Der Beschwerdeführer beantragt im Beschwerdeverfahren neben der Neufestsetzung
des Renteneinkommens und der Beiträge für Nichterwerbstätige auch die
steuerrechtlichen Abzüge berücksichtigt werden. Im Übrigen habe das Bundesgericht
die Gesetzmässigkeit von Art. 28 Abs. 4 Satz 1 AHVV bejaht (act. G4).
Am 12. Mai 2022 liess der Beschwerdeführer mitteilen, dass die IV-Stelle ihm eine
ganze Invalidenrente ab dem 1. Oktober 2016 in Aussicht gestellt habe. Er werde den
Vorbescheid akzeptieren. Folglich seien seine AHV-Beiträge für das Jahr 2016
entsprechend dem Renteneinkommen festzusetzen (act. G7).
C.c.
Mit Schreiben vom 23. Mai 2022 wurde die Beschwerdegegnerin aufgefordert,
den IK-Auszug des Beschwerdeführers einzureichen und gleichzeitig Gelegenheit
eingeräumt, Stellung zum Schreiben des Beschwerdeführers vom 12. Mai 2020 zu
nehmen (act. G8).
C.d.
Am 8. Juni 2022 reichte die Beschwerdegegnerin den IK-Auszug des
Beschwerdeführers ein und teilte mit, dass entgegen der Ansicht des
Beschwerdeführers die mit Vorbescheid vom 11. Mai 2022 in Aussicht gestellte
Invalidenrente kein Renteneinkommen darstelle und folglich für die Bemessung der
Beiträge der Nichterwerbstätigen nicht berücksichtigt werde (act. G9).
C.e.
Am 30. August 2022 machte der Beschwerdeführer unter Verweis auf die
Verfügung der IV-Stelle vom 24. August 2022 geltend, die IV-Stelle rechne dem
Beschwerdeführer im Jahr 2016 lediglich ein Einkommen von Fr. 50'501.-- an. Die
Beschwerdegegnerin erhebe jedoch Beiträge auf einem jährlichen Renteneinkommen
von Fr.115'278.--. Für die Beitragserhebung und für die Rentenberechnung dürften
nicht unterschiedliche Einkommen berücksichtigt werden (act. G11).
C.f.
Mit Schreiben vom 8. September 2022 forderte das Versicherungsgericht das
Steueramt B._ auf, die Steuerveranlagung des Beschwerdeführers und dessen
Ehefrau einzureichen (act. G10). Am 28. September 2022 ging die Steuerveranlagung
ein (act. G12).
C.g.
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Neuberechnung der Verzugszinsen (act. G1). Gegenstand des angefochtenen
Einspracheentscheides bildet einzig die Beitragsverfügung vom 8. Juni 2021. Die mit
Mitteilung vom 8. Juni 2021 erhobenen Verzugszinsen wurden im Einspracheentscheid
trotz des Antrags des Beschwerdeführers (act. G4.1.42-3) nicht behandelt. Die
Verzugszinspflicht setzt zwar den Bestand einer Hauptleistung voraus und hat insofern
akzessorischen Charakter (BGE 119 V 233 E. 4). Der Verzugszinsanspruch ist jedoch
als eigenständiges Rechtsverhältnis zu qualifizieren. Dieses kann – vorbehältlich der
Ausdehnung des Anfechtungsgegenstandes – im Rechtsmittelverfahren nur überprüft
werden, wenn die Vorinstanz darüber befunden hat (Anfechtungsgegenstand) und der
vorinstanzliche Entscheid in dieser Hinsicht angefochten wird (Streitgegenstand; siehe
zum Ganzen das Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG] vom
9. September 2005, U 59/04, E. 4, sowie dasjenige des Bundesgerichts vom
16. Dezember 2016, 8C_425/2016, E. 6). Auf den entsprechenden Antrag des
Beschwerdeführers ist mangels Behandlung des Verzugszinses im
Einspracheentscheid nicht einzutreten (vgl. Entscheid des Versicherungsgerichts vom
21. Dezember 2021, UV 2021/3, E. 1, und vom 21. Juni 2022, IV 2021/234, E. 1).
2.
Es ist zunächst zu prüfen, ob der Beschwerdeführer für das Jahr 2016 AHV-
rechtlich als Erwerbstätiger oder als Nichterwerbstätiger beitragspflichtig ist. Der
Beschwerdeführer stellt sich diesbezüglich auf den Standpunkt, er habe im Jahr 2016
auf einem AHV-pflichtigen Lohn von Fr. 10'208.45 Beiträge als Erwerbstätiger geleistet
und damit mehr als den Mindestbetrag für Nichterwerbstätige bezahlt. Entsprechend
sei er als Erwerbstätiger zu qualifizieren.
2.1.
2.2.
Die in der Alters- und Hinterlassenenversicherung versicherten Personen sind
gemäss Art. 3 Abs. 1 Satz 1 des Bundesgesetzes über die Alters- und
Hinterlassenenversicherung (AHVG; SR 831.10) beitragspflichtig, solange sie eine
Erwerbstätigkeit ausüben. Die Beiträge der erwerbstätigen Versicherten werden in
Prozenten ihres Einkommens aus unselbständiger und selbständiger Erwerbstätigkeit
festgesetzt (Art. 4 Abs. 1 AHVG).
2.2.1.
Der Begriff der Erwerbstätigkeit im Sinne von Art. 4 Abs. 1 AHVG setzt die
Ausübung einer auf die Erzielung von Erwerbseinkommen gerichteten (bestimmten)
persönlichen Tätigkeit (vgl. Art. 6 Abs. 1 der Verordnung über die Alters- und
Hinterlassenenversicherung [AHVV; SR 831.101]) voraus, mit welcher die
2.2.2.
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wirtschaftliche Leistungsfähigkeit erhöht werden soll. Für die Beantwortung der Frage,
ob Erwerbstätigkeit vorliegt, kommt es nicht darauf an, wie die beitragspflichtige
Person sich selber – subjektiv – qualifiziert. Entscheidend sind vielmehr die
tatsächlichen wirtschaftlichen Verhältnisse und Gegebenheiten, die durch eine Tätigkeit
begründet werden oder in deren Rahmen eine solche ausgeübt wird. Mit anderen
Worten muss die behauptete Erwerbsabsicht aufgrund der konkreten wirtschaftlichen
Tatsachen nachgewiesen sein. Wesentliches Merkmal einer Erwerbstätigkeit ist sodann
die planmässige Verwirklichung einer Erwerbsabsicht in Form von Arbeitsleistung,
welches Element rechtsgenüglich erstellt sein muss (Urteil des Bundesgerichts vom
1. Juli 2016, 9C_168/2016, E. 2; BGE 139 V 15 E. 4.3). Entsprechend dieser
Legaldefinition besteht ein direkter Zusammenhang zwischen der Erwerbstätigkeit und
dem daraus resultierenden Zufluss geldwerter Leistungen (Hanspeter Käser,
Unterstellung und Beitragswesen in der obligatorischen AHV, 2. Auflage, Bern 1996,
S. 19 f.).
Als nichterwerbstätig im Sinne von Art. 10 AHVG gelten Personen, die keine
Erwerbstätigkeit im eben genannten Sinn ausüben. Ob eine versicherte Person dem
Beitragsstatus einer Erwerbstätigen oder einer Nichterwerbstätigen untersteht, hängt
davon ab, ob sie im Zeitraum, auf den sich die Beitragserfassung bezieht, eine
Erwerbstätigkeit mit gewissen Beiträgen auf dem Arbeitserwerb (Art. 10 Abs. 1 Satz 2
AHVG) und von bestimmtem zeitlichen Umfang (Art. 10 Abs. 1 Satz 3 AHVG i.V.m. Art.
28 AHVV) ausübte (BGE 115 V 161). Nichterwerbtätig im AHV-Beitragsrecht sind
nicht einzig Personen, die überhaupt keiner Erwerbstätigkeit nachgehen; auch wer eine
bloss geringfügige oder sehr unregelmässige Erwerbstätigkeit ausübt, kann
nichterwerbstätig sein (vgl. Franziska Grob, Die Beiträge der Nichterwerbstätigen in der
AHV, in: AHV-Beitragsrecht, St. Gallen 2011, S. 75).
2.2.3.
bis
Gemäss Art. 28 Abs. 1 AHVV müssen Personen, die nicht dauernd voll
erwerbstätig sind, Beiträge wie Nichterwerbstätige leisten, wenn ihre Beiträge vom
Erwerbseinkommen zusammen mit denen ihres Arbeitgebers in einem Kalenderjahr
nicht mindestens der Hälfte des Beitrages als Nichterwerbstätige entsprechen. Ihre
Beiträge vom Erwerbseinkommen müssen auf jeden Fall den Mindestbetrag von
Fr. 392.-- (vgl. Fassung des AHVG vom 01.10.2016) erreichen. Mit Art. 28 AHVV hat
der Bundesrat den gesetzlichen Auftrag erfüllt und die in Art. 10 Abs. 1 AHVG
vorgezeichnete Schwergewichtsmethode zur Abgrenzung der Nichterwerbstätigen von
den Erwerbstätigen konkretisiert. Zu der Kategorie "nicht dauernd voll erwerbstätige
Versicherte" gehören Personen, die zwar dauernd, aber nicht voll, oder voll, aber nicht
dauernd erwerbstätig sind. Unerheblich ist, ob die Merkmale einer selbständigen oder
2.2.4. bis
bis
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unselbständigen Erwerbstätigkeit vorliegen (Wegleitung des Bundesamtes für
Sozialversicherung über die Beiträge der Selbständigerwerbenden und
Nichterwerbstätigen [WSN], Rz. 2033 f.).
Gemäss Art. 6 Abs. 2 lit. b AHVV gehören Versicherungsleistungen bei Unfall,
Krankheit oder Invalidität nicht zum Erwerbseinkommen. Wer statt einer Lohnzahlung
Taggelder der Krankentaggeldversicherung erhält, hat darauf keine
Sozialversicherungsbeiträge zu leisten. Wer beitragsfreie Versicherungsleistungen
erhält und nicht wegen einer sonstigen Erwerbstätigkeit der AHV-Beitragspflicht
unterstellt ist, gilt als nicht erwerbstätig im Sinne von Art. 10 AHVG. Wenn eine
versicherte Person einerseits Taggelder der Unfall- oder Krankentaggeldversicherung,
anderseits einen (beitragspflichtigen) Lohn erhält, besteht AHV-rechtlich eine nicht
dauernd volle Erwerbstätigkeit im Sinn von Art. 28 AHVV, wenn die beitragspflichtige
Person nicht während mindestens der halben üblichen Arbeitszeit tätig ist (BGE 140 V
340 E. 1.2). Ferner gilt die Erwerbstätigkeit als nicht dauernd, die während weniger als
neun Monaten im Kalenderjahr ausgeübt wird (Urteil des Bundesgerichts vom
24. Januar 2019, 9C_615/2018, E. 2.2 ff. m.w.H.).
2.2.5.
bis
Dem Auszug aus dem individuellen Konto (IK) ist zu entnehmen, dass der
Beschwerdeführer im Jahr 2016 ein Einkommen von Fr. 1'366.-- erzielt hat. Zwar
macht er in der Beschwerde geltend, während den ersten drei Monaten des Jahres
2016 einen AHV-pflichtigen Lohn von gesamthaft Fr. 10'208.45 erzielt zu haben; dies
wohl gestützt auf das Lohnblatt (vgl. SVA-act. G4.1.26). Diese Angaben decken sich
jedoch nicht mit den übrigen Unterlagen (vgl. IK-Auszug; act. G9.1 und Lohnausweis;
SVA-act. G4.1.1-7). Der im Beschwerdeverfahren eingereichte IK-Auszug wird sodann
nicht bestritten. Nach dem Gesagten ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon
auszugehen, dass der Beschwerdeführer im Jahr 2016 neben den Taggeldleistungen
der Krankentaggeldversicherung lediglich ein beitragspflichtiges Einkommen in der
Höhe von Fr. 1'366.-- (Monate Januar bis März) erzielt hat. Da der Beschwerdeführer
somit nicht während mindestens neun Monaten bzw. der üblichen Arbeitszeit einer
Erwerbstätigkeit nachging, war er nicht dauernd voll erwerbstätig im Sinne von
Art. 28 AHVV. Im Übrigen würde auch das — vom Beschwerdeführer geltend
gemachte — während der ersten drei Monate im Jahr 2016 erzielte Einkommen von
Fr. 10'208.45 zu keinem anderen Schluss führen.
2.3.
bis
Dem Beschwerdeführer kann nicht gefolgt werden, wenn er meint, er sei als
Erwerbstätiger zu qualifizieren, da er den Mindestbetrag bezahlt habe. Denn für die
Frage der beitragsrechtlichen Qualifikation als Nichterwerbstätiger ist Art. 28 Abs. 1
AHVV massgebend, wonach die geleisteten Beiträge die Hälfte des
2.4.
bis
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3.
Nichterwerbstätigenbeitrags übersteigen müssen, damit er als Erwerbstätiger zu
qualifizieren ist (Satz 1). Der Mindestbeitrag muss jedoch auf jeden Fall erreicht sein
(Art. 28 Abs. 1 AHVV, zweiter Satz), was vorliegend — entgegen der Ansicht des
Beschwerdeführers — nicht zutrifft. Mit der Beschwerdegegnerin ist festzuhalten, dass
der Beschwerdeführer lediglich AHV/IV/EO-Beiträge aus Erwerbstätigkeit in der Höhe
von Fr. 140.-- entrichtet hat (10.25% von Fr. 1'366.-- [Einkommen gemäss IK-Auszug]).
bis
Vorliegend kommt auch Art. 3 Abs. 3 lit. a AHVG nicht zur Anwendung.
Demgemäss gelten die Beiträge bei nichterwerbstätigen Ehegatten von erwerbstätigen
Versicherten als bezahlt, sofern der Ehegatte Beiträge von mindestens der doppelten
Höhe des Mindestbeitrages bezahlt hat (lit. a). Die Ehefrau des Beschwerdeführers hat
im Jahr 2016 im Fürstentum Liechtenstein gearbeitet. Damit untersteht sie auf Grund
des in Art. 5 Abs. 1 des Abkommens zwischen der Schweizerischen
Eidgenossenschaft und dem Fürstentum Liechtenstein über Soziale Sicherheit
(SR 0.831.109.514.1) statuierten Erwerbsortprinzips trotz ihres schweizerischen
Wohnsitzes einzig der liechtensteinischen Sozialversicherungsgesetzgebung. Der
Beschwerdeführer wäre mithin nach Art. 3 Abs. 3 lit. a AHVG nur dann nicht
beitragspflichtig, wenn seine Ehefrau für den massgebenden Zeitraum mindestens den
doppelten Mindestbetrag an die schweizerische AHV entrichtet hätte, welche
Voraussetzung vorliegend nicht erfüllt ist (vgl. zum Ganzen BGE 125 V 233 E. 2b).
2.5.
Die Beschwerdegegnerin hat den Beschwerdeführer somit zu Recht der
Beitragspflicht als Nichterwerbstätiger unterstellt.
2.6.
Es bleibt zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin die persönlichen AHV/IV/EO-
Beiträge für Nichterwerbstätige für das Jahr 2016 korrekt berechnet hat.
3.1.
3.2.
Gemäss Art. 10 Abs. 1 AHVG bezahlen Nichterwerbstätige einen Beitrag nach
ihren sozialen Verhältnissen. Der Mindestbeitrag beträgt für das Beitragsjahr 2016
Fr. 392.-- (vgl. Fassung des AHVG vom 01.10.2016) und der Maximalbetrag jeweils das
50-fache des Minimalbeitrages. Den Mindestbetrag bezahlen nach Art. 10 Abs. 2 AHVG
nichterwerbstätige Studierende bis zum 31. Dezember des Jahres, in welchem sie das
25. Altersjahr vollenden (lit. a); Nichterwerbstätige, die ein Mindesteinkommen oder
andere Leistungen der öffentlichen Sozialhilfe erhalten (lit. b) sowie Nichterwerbstätige,
die von Drittpersonen finanziell unterstützt werden (lit. c). Art. 10 Abs. 2 AHVG
3.2.1.
bis
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ermächtigt den Bundesrat, den Mindestbeitrag für weitere Nichterwerbstätige
vorzusehen, denen höhere Beiträge nicht zuzumuten sind. Art. 10 Abs. 3 Satz 1 AHVG
verpflichtet sodann den Verordnungsgeber, nähere Vorschriften über die
Beitragsbemessung zu erlassen.
Nach Art. 28 Abs. 1 AHVV bemessen sich die Beiträge der Nichterwerbstätigen,
die mehr als den jährlichen Mindestbeitrag zu entrichten haben, aufgrund ihres
Vermögens und des sogenannten Renteneinkommens, wobei die Beiträge nach der in
Art. 28 Abs. 1 AHVV enthaltenen Tabelle berechnet werden. Verfügt ein
Nichterwerbstätiger gleichzeitig über Vermögen und Renteneinkommen, so wird der
mit 20 multiplizierte jährliche Rentenbetrag zum Vermögen hinzugerechnet (Abs. 2). Für
die Berechnung des Beitrages ist dieser Betrag schliesslich auf die nächsten
Fr. 50'000.-- abzurunden (Art. 28 Abs. 3 AHVV). Zum massgebenden
"Renteneinkommen" gehört unter anderem auch das Erwerbseinkommen der Ehefrau
oder des Ehemannes bzw. der eingetragenen Partnerin oder des eingetragenen
Partners, mit dem diese oder dieser nicht der Beitragspflicht in der schweizerischen
Versicherung unterliegt (WSN Rz. 2089).
3.2.2.
Im IK wird bei nicht erwerbstätigen Personen ein Einkommen eingetragen, das
den bezahlten Beiträgen entspricht (Art. 138 Abs. 2 AHVV). Der Wert kann der für das
betreffende Jahr gültigen Beitragstabelle entnommen werden (Wegleitung des BSV
über Versicherungsausweis und individuelles Konto [WL VA/IK] Rz. 2336). Sind bei der
Festsetzung des Nichterwerbstätigenbeitrags Beiträge aus einer Erwerbstätigkeit
angerechnet worden, so ist in Abweichung von Rz. 2336 [...] der nach Abzug der
anrechenbaren Erwerbstätigenbeiträge verbleibende Nichterwerbstätigenbeitrag mit
9.479 zu vervielfachen und dieser Betrag als Einkommen im IK einzutragen (WL VA/IK
Rz. 2351).
3.2.3.
Die Beiträge werden für jedes Beitragsjahr festgesetzt. Als Beitragsjahr gilt das
Kalenderjahr (Art. 29 Abs. 1 AHVV). Die Beiträge bemessen sich aufgrund des im
Beitragsjahr erzielten Renteneinkommens und des Vermögens am 31. Dezember
(Art. 29 Abs. 2 Satz 1 AHVV). Das für die Beitragsberechnung Nichterwerbstätiger
massgebende Vermögen wird durch die kantonale Steuerbehörde aufgrund der
rechtskräftigen kantonalen Veranlagung ermittelt (Art. 29 Abs. 3 AHVV). Die
Steuerbehörden übermitteln die Angaben für jedes Steuerjahr laufend der
Ausgleichskasse (Art. 29 Abs. 7 AHVV in Verbindung mit Art. 27 Abs. 2 AHVV). Die
entsprechenden Angaben der kantonalen Steuerbehörden sind für die
3.2.4.
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Ausgleichskassen verbindlich (vgl. Art. 29 Abs. 7 AHVV in Verbindung mit Art. 23 Abs. 4
AHVV).
Grundlage der Beitragsfestsetzung für das Jahr 2016 war die Steuermitteilung vom
3. bzw. die Steuermeldung vom 8. Juni 2021 (vgl. SVA-act. G4.1.4; G12). Gestützt
darauf ging die Beschwerdegegnerin von einem gemeinsamen, massgebenden
Renteneinkommen von Fr. 115'278.-- (Fr. 230'556.-- / 2) und einem gemeinsamen
Vermögen von Fr. 0.-- aus (vgl. SVA-act. G4.1.13). Bei der Berechnung des
Renteneinkommens berücksichtigte die Beschwerdegegnerin die Krankentaggelder
des Beschwerdeführers von Fr. 43'473.-- sowie das Bruttoeinkommen seiner Ehefrau
in der Höhe von Fr. 187'083.-- und multiplizierte die Hälfte dieser Beträge mit dem
Faktor 20, woraus Fr. 2'305'560.-- resultierte. Entgegen der Ansicht des
Beschwerdeführers wurde der Eigenmietwert nicht mitberücksichtigt.
3.3.
Der Beschwerdeführer bestreitet die Höhe des berücksichtigten
Renteneinkommens der Ehefrau an sich nicht. Er macht vielmehr geltend, Art. 28
Abs. 4 Satz 1 AHVV (Bemessung der Beiträge aufgrund der Hälfte des ehelichen
Vermögens und Renteneinkommens) beruhe auf keiner ausreichenden formellen
gesetzlichen Grundlage. So müsse insbesondere die Bemessungsgrundlage in einem
formellen Gesetz festgehalten sein. Das AHVG delegiere diese jedoch pauschal an den
Bundesrat (act. G1 Rz. 11 und 15).
3.4.
Das Bundesgericht (vormals: EVG) hat bereits in der Vergangenheit wiederholt
festgestellt, dass die Beitragsbemessung auf Grund sowohl des Renteneinkommens
als auch des Vermögens gemäss Art. 28 AHVV gesetzmässig ist (ZAK 1984 S. 484). In
BGE 125 V 221 hat es diese Rechtsprechung bestätigt und die hälftige Anrechnung
des ehelichen Vermögens gemäss Art. 28 Abs. 4 AHVV als gesetz- und
verfassungsmässig erklärt und die gegenseitige Anrechnung des Einkommens beider
Ehegatten mit der ehelichen Beistands- und Unterhaltspflicht begründet (E. 3c/bb;
bestätigt in BGE 135 V 361, E. 5.1 und im Urteil des Bundesgerichts vom
29. September 2010, 9C_522/2010, E. 5.3.2). Im Urteil 9C_572/2008 vom 17. Juli 2009
hat das Bundesgericht sodann konkretisiert, dass aus beitragsrechtlicher Sicht
grundsätzlich unerheblich sei, ob und in welchem Umfang die Ehegatten tatsächlich
Geldzahlungen leisten würden; massgebend sei, dass sie gesetzlich dazu verpflichtet
seien, nötigenfalls auch unter Inanspruchnahme ihres Vermögens, zum Unterhalt der
Familie beizutragen (E. 5.3.1. m.w.H.).
3.5.
Dem Beschwerdeführer ist insoweit zu folgen, als sich der Entscheid des
Bundesgerichts, BGE 125 V 221, mit der Frage befasst, ob Art. 28 Abs. 4 AHVV mit
3.6.
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4.
dem Gleichheitsgebot vereinbar ist. Das Bundesgericht hat jedoch im Urteil H 29/06
vom 6. Februar 2007 ausdrücklich festgehalten, dass eine genügende gesetzliche
Grundalge für die in Art. 28 ff. AHVV geregelte Frage bestehe, wann Versicherte, die ein
Einkommen aus unselbständiger oder selbständiger Erwerbstätigkeit erzielten,
(trotzdem) als Nichterwerbstätige gälten, und wie diesfalls die Beiträge zu bemessen
seien (E. 5.2). Die Kritik des Beschwerdeführers erweist sich somit als unbegründet. Die
in Art. 28 Abs. 4 AHVV für verheiratete Nichterwerbstätige vorgesehene
Beitragsbemessung ist gesetzes- und verfassungskonform.
Nach dem Gesagten sind die Beiträge aufgrund der Hälfte des ehelichen
Vermögens und Renteneinkommens zu berechnen. Entgegen den Ausführungen des
Beschwerdeführers können dabei die steuerlichen Abzüge nicht berücksichtigt werden
(BGE 127 V 71 E. 4d/aa, bestätigt im Urteil des EVG vom 4. Februar 2002, H 234/01,
E. 2d). Der Gesetzgeber hat nur für die Ermittlung des Einkommens aus selbständiger
Erwerbstätigkeit eine Regelung getroffen (Art. 9 Abs. 2 lit. 4 AHVG), während für die
unselbständige Erwerbstätigkeit in Art. 5 Abs. 2 AHVG lediglich der massgebende
Lohn, nicht aber dessen Ermittlung bzw. mögliche Abzüge davon geregelt werden. Eine
Regelung findet sich bloss in Art. 9 AHVV. Nach dieser Verordnungsbestimmung gelten
diejenigen Auslagen als Unkosten, die dem Arbeitnehmer bei der Ausführung seiner
Arbeit entstehen, wobei sich diese teilweise von den Berufskosten im Sinne von Art. 26
des Bundesgesetztes über die direkte Bundessteuer (DBG; SR 642.11) unterscheiden
(Reto Böhi, Der unterschiedliche Einkommensbegriff im Steuerrecht und im
Sozialversicherungsrecht und seine Auswirkungen auf die Beitragserhebung, Bern
2001, S. 125 ff.; vgl. auch WSN Rz. 2092). Für die Bejahung des Unkostencharakters
von Aufwendungen ist gemäss Rechtsprechung nebst dem Kausalzusammenhang mit
der Berufstätigkeit einerseits eine strikte objektive Notwendigkeit für die Lohnerzielung
erforderlich und anderseits, dass die Auslagen nicht Lohnverwendung zur Deckung
allgemeiner Lebenshaltungskosten darstellen (AHI-Praxis 2001, S. 222, E. 5a).
4.1.
Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, es seien die Fahrkosten zwischen
dem Wohnort zum gewöhnlichen Arbeitsort sowie die üblichen Verpflegungskosten am
gewöhnlichen Arbeitsort der Ehefrau in Abzug zu bringen, ist darauf hinzuweisen, dass
der Begriff des Renteneinkommens gemäss Art. 28 AHVV unabhängig vom Begriff des
Einkommens im Sinne des Steuerrechts bestimmt wird und keine besonderen Abzüge
vorgesehen sind (vgl. vorstehend E. 4.1). Selbst wenn beim Renteneinkommen nach
Art. 28 AHVV Unkosten analog Art. 9 AHVV (Beiträge vom Einkommen aus
unselbständiger Erwerbstätigkeit) abgezogen werden könnten, fiele ein Abzug für die
4.2.
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5.
6.
Fahrkosten vom Wohnort zum Geschäftsort sowie die Kosten für Verpflegung ohnehin
nicht in Betracht (vgl. Wegleitung zum massgebenden Lohn [WML] Rz. 3003). Dasselbe
gilt für die vom Beschwerdeführer geltend gemachten weiteren Abzüge (Säule 3a,
Schuldzinsen), zumal diese Abzüge von vornherein nicht abzugsfähig sind, da diese in
keinem direkten Zusammenhang mit der Erzielung des Erwerbseinkommens stehen.
Die Berechnung der Beiträge für Nichterwerbstätige für das Jahr 2016 durch die
Beschwerdegegnerin ist daher nicht zu beanstanden. Daran ändern auch die vom
Beschwerdeführer im Beschwerdeverfahren eingereichten Unterlagen betreffend die
mit Vorbescheid vom 11. Mai 2022 in Aussicht gestellte IV-Rente ab 1. Oktober 2016
nichts, zumal Personen, die eine IV-Rente beziehen, weiterhin als Nichterwerbstätige
gelten. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers stellen Renten und Taggelder
der IV keine beitragspflichten Renteneinkommen dar (Art. 28 Abs. 1 letzter Satz AHVV).
Unbehelflich ist auch der Einwand des Beschwerdeführers, die IV-Stelle gehe von
einem Einkommen von Fr. 50'501.-- aus, die Beschwerdegegnerin erhebe jedoch
Beiträge auf einem jährlichen Renteneinkommen von Fr. 115'278.-- (vgl. hierzu
vorstehend E. 3.2.3; vgl. auch den IK-Auszug; act. G9.1). Vor diesem Hintergrund kann
offen bleiben, ob die im Beschwerdeverfahren eingereichten Unterlagen überhaupt zu
berücksichtigen wären (vgl. BGE 116 V 248 E. I.1a m.w.H.).
4.3.
Der Beschwerdeführer macht schliesslich geltend, dass, sollte er nicht als
Erwerbstätiger qualifiziert werden, mindestens die AHV/IV/EO-Beiträge aus
Erwerbseinkommen anzurechnen seien. Der Beitragsverfügung vom 8. Juni 2021 sowie
dem Einspracheentscheid ist zu entnehmen, dass für das Jahr 2016 auf einem Lohn
von Fr. 1'366.-- AHV/IV/EO-Beiträge von Fr. 140.-- im Sinne von Art. 30 AHVV
angerechnet wurden. Diesem Begehren wurde demnach bereits entsprochen.
5.1.
Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen.6.1.
Mit dem am 1. Januar 2021 in Kraft getretenen Art. 61 lit. f ATSG gilt neu eine
differenzierte Kostenpflicht bei Leistungsstreitigkeiten. Die im bisherigen Art. 61 lit. a
ATSG verankerte generelle Kostenlosigkeit wurde aufgehoben (vgl. dazu Botschaft zur
Änderung des ATSG vom 2. März 2018, BBl 2018 1624 ff.). Für das vorliegende
Verfahren, das keine Leistungsstreitigkeit betrifft, bedeutet diese Gesetzesrevision,
dass es kostenpflichtig ist. Nach Art. 95 Abs. 1 des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege (VRP; sGS 951.1) hat in Streitigkeiten jene beteiligte Partei die
6.2. bis
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