Decision ID: 4bf08409-033d-535b-826a-795174fb0a3d
Year: 2015
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Entscheid Versicherungsgericht, 19.01.2015 Art. 6 Abs. 1 UVG; Art. 4 ATSG. Natürliche Kausalität zwischen der diagnostizierten Hydromyelie und dem Unfall als Folge eines Schleudertraumas mit überwiegender Wahrscheinlichkeit verneint. Adäquanzprüfung gemäss BGE 134 V 109. Einstufung des Ereignisses als im engeren Sinne mittelschwerer Unfall. Adäquate Kausalität der myofaszialen Schmerzen im Nackenbereich sowie der hyperästhetischen Missempfindungen und dem Unfall verneint (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 19. Januar 2015, UV 2013/87).Präsident Joachim Huber, Versicherungsrichterinnen Karin  undMiriam Lendfers; a.o. Gerichtsschreiber Silvan BötschiEntscheid vom 19. Januar 2015in SachenA._,Beschwerdeführerin,vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Adrian Fiechter, Anwalt und Beratung GmbH, Poststrasse 6, Postfach 239, 9443 Widnau,gegenSchweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 6002 Luzern,Beschwerdegegnerin,betreffendVersicherungsleistungenSachverhalt:
A.
A.a A._ (nachfolgend Versicherte) war bei der B._ GmbH angestellt, als sie am 10.
Juli 2008 mit einem Personenwagen in eine am Strassenrand stehende Mauer prallte
(Suva-act. 2). Sie musste in der Folge von der Rega ins Kantonsspital St. Gallen
geflogen werden, wo ein ischämischer Hirninfarkt und ein stumpfes Abdominaltrauma
diagnostiziert wurden (Suva-act. 8).
A.b Nachdem die Versicherte am 31. Juli 2008 aus der stationären Behandlung des
Kantonsspitals St. Gallen entlassen worden war, trat sie am 6. August 2008 in das
Rehabilitationszentrum der Kliniken Valens ein, wo sie bis 30. September 2008 zwecks
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neuropsychologischer Therapie verblieb und ein Programm zum Aufbau
berufspraktischer Kompetenzen durchlief (Suva-act. 30). Anschliessend wohnte sie
wieder bei ihren Eltern in C._ und absolvierte vom 13. Oktober 2008 bis zum 23.
Dezember 2008 ein ambulantes berufliches Förderprogramm des
Rehabilitationszentrums in Valens (Suva-act. 39).
A.c Mit Verfügung vom 10. Dezember 2008 kürzte die Suva die Taggeldleistungen der
Versicherten rückwirkend ab 13. Juli 2008 um 10 %, weil sie bei der Kollision vom 10.
Juli 2008 nachweislich keine Sicherheitsgurte getragen hatte (Suva-act. 34)
A.d Ab Ende Februar 2009 besetzte die Versicherte im Rahmen einer
Eingliederungsmassnahme eine Arbeitsstelle beim Verein D._, wo sie im Textilatelier
unter anderem Näharbeiten erledigte (Suva-act. 47). Anfangs erfüllte sie ein Pensum
von 70 %, welches ab 24. März 2009 auf 80 % und schliesslich auf 100 % erhöht
wurde (Suva-act. 52 und 182). Nebenbei war sie in regelmässiger
physiotherapeutischer Behandlung (Suva-act. 53, 59, 74 und 84). Ab Mitte Juni 2009
arbeitete die Versicherte bis Januar 2010 im second-hand-Laden des D._, wo das
Arbeitspensum wegen Sprach- und Konzentrationsschwierigkeiten auf 50 % reduziert
werden musste (Suva-act. 58, 80 und 182).
A.e Am 10. Februar 2010 trat die Versicherte eine stationäre neurologische
Rehabilitationsbehandlung in der Rehaklinik Bellikon an (Suva-act. 90), welche bis zum
2. Juli 2010 dauerte (Suva-act. 115).
A.f Ab 10. August 2010 war die Versicherte im Rahmen einer erneuten
Eingliederungsmassnahme in einem 50 %-Pensum im Textilatelier des D._
beschäftigt (Suva-act. 117). Zeitgleich absolvierte sie eine Medizinische
Trainingstherapie und war in regelmässiger logopädischer und psychotherapeutischer
Behandlung (Suva-act. 127, 132 und 146). Da die Versicherte ihre Präsenzzeit nicht
erhöhen konnte, gab sie ihre Tätigkeit beim D._ per Ende 2010 auf und bemühte sich
in der Folge um eine Beschäftigung im Lebensmittelbereich (Suva-act. 145 und 153).
A.g Ab 24. Januar 2011 arbeitete die Versicherte probeweise jeweils halbtags in der
Küche des Vereins E._ (Suva-act. 150). Am 26. Januar 2011 beklagte sie sich über
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starke Schmerzen sowohl am Rücken als auch in den Beinen und musste die Arbeit in
der Folge für zwei Tage aussetzen. Am 3. Februar 2011 wurde der Arbeitseinsatz
schliesslich im gegenseitigen Einverständnis beendet (Suva-act. 147 und 150).
A.h Mangels hinreichender Erfolgsaussichten von weiteren
Eingliederungsmassnahmen strebte die Suva ab 29. März 2011 die abschliessende
Erledigung des Versicherungsfalls an (Suva-act. 153). Zwecks Abklärung eines
allfälligen Rentenanspruchs der Versicherten beauftragte die Suva am 18. April 2011
Dr. med. F._, Facharzt für Neurologie FMH, mit der Erstellung eines neurologischen
bzw. interdisziplinären Gutachtens (Suva-act. 157; vgl. Suva-act. 170). Mit Eingabe
vom 31. Mai 2011 bzw. vom 20. Juli 2011 reichte die anwaltlich vertretene Versicherte
einen Katalog mit zusätzlichen im Rahmen der Begutachtung zu stellenden Fragen ein
(Suva-act. 161, 166 und 178).
A.i Gemäss dem unter Leitung von Dr. F._ erstellten interdisziplinären Gutachten
vom 8. November 2011 ging der von der Versicherten erlittene Hirninfarkt dem
Zusammenstoss vom 10. Juli 2008 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zeitlich
unmittelbar voraus und löste den Unfall erst aus. Die heute bestehenden Defizite seien
überwiegend wahrscheinlich durch den Hirninfarkt verursacht worden bzw. bereits
vorbestehend gewesen (Suva-act. 180).
A.j Mit Schreiben vom 21. November 2011 liess die Suva der Versicherten das
interdisziplinäre Gutachten vom 8. November 2011 zukommen und stellte die
Einstellung der Versicherungsleistungen per 30. November 2011 in Aussicht (Suva-
act. 184).
A.k Am 27. April 2012 teilte die Versicherte der Suva mit, dass sie noch immer an
Nacken-, Rücken- und Nierenbeschwerden leide, die auf den Zusammenstoss vom 10.
Juli 2008 zurückzuführen seien. Aufgrund dieser Beschwerden sei sie mindestens
einmal pro Monat bei ihrem Hausarzt, Dr. med. G._, praktischer Arzt, in Behandlung
gewesen. Als Beleg reichte sie ein entsprechendes ärztliches Zeugnis vom 3.
Dezember 2011 ein, demzufolge sie bereits seit dem 4. August 2008 immer wieder
über Nacken- und Rückenbeschwerden geklagt habe (Suva-act. 196).
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A.l Mit Schreiben vom 21. Mai 2012 machte die Suva Dr. G._ darauf aufmerksam,
dass in dessen Zeugnis vom 3. Dezember 2011 erstmalig von Rücken- und
Nackenbeschwerden die Rede sei. Entsprechend forderte sie ihn zur Erstellung eines
ausführlichen Berichts auf, der Auskunft über allfällige objektivierbare Befunde gebe
(Suva-act. 198).
A.m Am 2. Juli 2012 liess Dr. G._ der Suva einen in seinem Auftrag erstellten Bericht
von Dr. med. H._, Facharzt für Neurochirurgie FMH, vom 26. Juni 2012 zukommen.
Dessen Beurteilung zufolge sind die Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule
(LWS) auf eine Bandscheibendegeneration zurückzuführen. Die Beschwerden im
Bereich der Halswirbelsäule (HWS) und die hyperästhetischen Missempfindungen der
Versicherten fänden ihr Korrelat hingegen in einer höchstwahrscheinlich
posttraumatischen Hydromyelie im zervikothorakalen Übergang (Suva-act. 199 f.).
A.n In der Folge liess die Suva den Bericht von Dr. H._ durch Kreisarzt Dr. med.
I._, Facharzt für Chirurgie, in Bezug auf die Unfallkausalität der Beschwerden aus
versicherungsärztlicher Sicht beurteilen (Suva-act. 202). In seinem Gutachten vom
23. August 2012 kam Dr. I._ zum Schluss, dass die beim Zusammenstoss erlittenen
Milz- und Nierenverletzungen unproblematisch und deren Behandlung spätestens ab
18. Juli 2008 abgeschlossen gewesen seien. Von Rückenschmerzen sei erstmals
zweieinhalb Jahre nach dem Zusammenstoss die Rede und Dr. H._ habe diese in
seinem Bericht vom 26. Juni 2012 erstmals ärztlich dokumentiert. Im Bereich der LWS
seien die Beschwerden auf eine Degeneration zurückzuführen, weshalb eine
Unfallkausalität ausgeschlossen werden könne. Dies gelte auch mit Blick auf die Latenz
der Beschwerden. Bezüglich der diagnostizierten Hydromyelie im Bereich des
zervikothorakalen Überganges beantragte Dr. I._ eine Überprüfung durch einen
Versicherungsmediziner der Suva (Suva-act. 203).
A.o Daraufhin fragte die Suva am 25. September 2012 Dr. med. J._, Facharzt für
Neurologie FMH des Kompetenzzentrums Versicherungsmedizin der Suva, um eine
Beurteilung der Ursache der von Dr. H._ diagnostizierten Hydromyelie im Bereich des
zervikothorakalen Überganges an (Suva-act. 204).
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A.p Ab 26. November 2012 arbeitete die Versicherte vorerst probeweise und
schliesslich als festangestellte Verkäuferin in einer Bäckerei der K._ GmbH mit einem
Pensum von rund 50 % (Suva-act. 209 und 218).
A.q Am 16. April 2013 erstattete Dr. J._ sein versicherungsmedizinisches Gutachten,
in welchem er sich mit sämtlichen bisher durchgeführten medizinischen
Untersuchungen auseinandersetzte, um auf dieser Grundlage die medizinische
Beurteilung von Dr. H._ zu überprüfen. Im Ergebnis verneinte er eine Unfallkausalität
der diagnostizierten Hydromyelie und folglich der Schmerzen im Bereich der HWS
aufgrund des Zeitpunkts und der Art der geäusserten Beschwerden sowie des
typischerweise angeborenen Ursprungs der Hydromyelie bei gleichzeitigem Fehlen von
Anzeichen, die auf deren traumatische Verursachung hindeuteten (Suva-act. 211).
A.r Mit Verfügung vom 28. Juni 2013 stellte die Suva die Leistungen für Taggelder und
Heilbehandlungen rückwirkend per 30. November 2011 ein, da seither keine
Unfallfolgen mehr vorlägen. Die gegenwärtig noch beklagten Beschwerden seien nicht
unfallkausal (Suva-act. 212).
B.
B.a Die Versicherte erhob am 29. Juli 2013 Einsprache gegen die Verfügung der Suva
vom 28. Juni 2013 und beantragte deren Aufhebung unter Ausrichtung der
gesetzlichen Leistungen der Unfallversicherung (Suva-act. 214). Zur Begründung
brachte sie mit separater Eingabe vom 2. September 2013 vor, dass sie derzeit
unfallbedingt lediglich halbtags arbeiten könne. Darüber hinaus sei sie mindestens
einmal monatlich wegen unfallbedingter Rücken- und Nackenbeschwerden in ärztlicher
Behandlung (Suva-act. 217).
B.b Mit Einspracheentscheid vom 1. Oktober 2013 lehnte die Suva die Einsprache der
Versicherten vom 29. Juli 2013 ab. Eine Unfallkausalität der Rücken- und
Nackenbeschwerden sei mittels interdisziplinärem Gutachten und von mehreren
Fachleuten in umfassender und schlüssiger Weise verneint worden. Die gegenteilige
Einschätzung von Dr. H._ habe überzeugend widerlegt werden können. Überdies
genüge die Tatsache, dass die Beschwerden der Versicherte zeitlich erst nach dem
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Unfallereignis aufgetreten seien, für den Nachweis einer unfallbegründenden Kausalität
nicht (Suva-act. 220).
C.
C.a Mit vorliegend zu beurteilender Beschwerde vom 4. November 2013 gelangte die
Versicherte (nachfolgend Beschwerdeführerin) an das Versicherungsgericht des
Kantons St. Gallen und beantragte die Aufhebung des Einspracheentscheids der Suva
(nachfolgend Beschwerdegegnerin) vom 1. Oktober 2013 unter Ausrichtung der
gesetzlichen Leistungen der Unfallversicherung. Eventualiter wurde die Erstellung eines
unabhängigen, neutralen orthopädischen, neurologischen und psychologischen
Gutachtens beantragt. Zur Begründung wird im Wesentlichen auf den Bericht von
Dr. H._ (Suva-act. 200) verwiesen. Das von Dr. F._ erstellte interdisziplinäre
Gutachten (Suva-act. 180) sowie die medizinische Beurteilung durch Dr. I._ (Suva-
act. 203) und Dr. J._ (Suva-act. 211) seien unvollständig und gingen von einem
tatsachenwidrigen Sachverhalt aus (Suva-act. 240).
C.b In ihrer Beschwerdeantwort vom 23. Dezember 2013 bringt die
Beschwerdegegnerin vor, die nachträglichen Behauptungen der Beschwerdeführerin
zum Auftreten der Nacken- und Rückenschmerzen würden sich nicht mit den
echtzeitlichen Untersuchungsbefunden decken. Aus diesem Grund komme dem
diesbezüglichen hausärztlichen Zeugnis (Suva-act. 196) keinerlei beweismässige
Bedeutung zu. Die geklagten Schmerzen seien unfallfremder Natur und die von Dr.
H._ diagnostizierte posttraumatische Hydromyelie bzw. Syringomyelie sei von Dr.
J._ (Suva-act. 211) in überzeugender Weise widerlegt worden (act. G 4).
C.c Mit Replik vom 13. März 2014 hielt die Beschwerdeführerin an den Anträgen ihrer
Beschwerdeschrift vom 4. November 2013 fest und ergänzte ihre Begründung durch
Verweis auf weitere Sachverhaltselemente. Des weiteren bemängelte sie die
Vollständigkeit und inhaltliche Schlüssigkeit der vorgenommenen Abklärungen sowie
die Objektivität der Gutachter (act. G 15).
C.d Mit separater Eingabe vom 4. April 2014 ergänzte die Beschwerdeführerin ihre
Beschwerde vom 4. November 2013 um eine Stellungnahme Dr. H._s zum
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Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom (act. G 17). Gemäss dieser
Stellungnahme soll die Beschwerdeführerin bereits während ihrer
Rehabilitationsaufenthalte über die Symptome einer Hydromyelie geklagt haben. Diese
sei wahrscheinlich auf den Unfall zurückzuführen, was letztendlich aber wohl
unbeweisbar bleibe (act. G 17.1).
C.e In ihrer Duplik vom 28. April 2014 hielt die Beschwerdegegnerin an ihren Anträgen
und im Wesentlichen auch an ihrer Begründung fest. Dr. H._ habe keine eigenen
echtzeitlichen medizinischen Erhebungen vorgenommen und seine Beurteilung beruhe
auf einer unvollständigen und einseitigen Aktenlage. Im Endeffekt müsse die
Beschwerdeführerin die Folgen der von ihm bestätigten Beweislosigkeit tragen (act.
G 19).

Erwägungen:
1.
1.1 Die Unfallversicherung gewährt Leistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen
und Berufskrankheiten (Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung
[UVG; SR 832.20]). Als Unfall gilt die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende
Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die
eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit oder
den Tod zur Folge hat (Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1].
1.2 Zum Zeitpunkt des Zusammenstosses am 10. Juli 2008 war die
Beschwerdeführerin aufgrund ihrer unselbständigen Anstellung erwiesenermassen
durch die Beschwerdegegnerin obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert
(Suva-act. 7).
1.3 Die Beschwerdeführerin macht geltend, an den Folgen eines Unfalls im Sinne des
Gesetzes zu leiden und erhebt einen Anspruch auf entsprechende
Versicherungsleistungen (Suva-act. 214 und G 1). Unbestrittenermassen stellte die
Kollision vom 10. Juli 2008 eine plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung
eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den Körper der Beschwerdeführerin dar.
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Die Beschwerdegegnerin bestreitet hingegen, dass die gegenwärtig vorhandene
Gesundheitsbeeinträchtigung der Beschwerdeführerin noch eine Folge dieser Kollision
sei (Suva-act. 212 und 220).
1.4 Zur Beurteilung der Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin ist demnach zu
prüfen, ob die nach dem 30. November 2011 noch bestehende
Gesundheitsbeeinträchtigung der Beschwerdeführerin in kausaler Weise auf den Unfall
vom 10. Juli 2008 zurückzuführen ist.
2.
2.1 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt zunächst voraus,
dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit,
Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des
natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der
eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht
zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser
Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht
erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher
Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen
Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne
dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele. Ob zwischen einem
schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher
Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung bzw. im
Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach
dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs
genügt für die Begründung eines Leistungsanspruches nicht (BGE 129 V 181 E. 3.1).
2.2 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass
zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater
Kausalzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als
adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der
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Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von
der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das
Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 181 E. 3.2).
3.
3.1 Die Beschwerdegegnerin gelangte gemäss Einspracheentscheid gestützt auf ein
interdisziplinäres neurologisches, neuropsychologisches und psychiatrisches
Gutachten (Suva-act. 180 ff.) sowie zwei versicherungsmedizinische Beurteilungen
(Suva-act. 203 und 211) und eines von der Beschwerdeführerin ins Recht gelegten
neurochirurgischen Berichts (Suva-act. 200) zum Schluss, dass seit 30. November
2011 keine unfallbedingten Gesundheitsbeeinträchtigungen mehr vorliegen würden
(Suva-act. 212). Die festgestellte residuelle, inkomplette sensomotorische
Halbseitensymptomatik rechts mit latenter Hemiparese sowie die feinmotorisch-
koordinativen Defizite seien organisch als Folge des erlittenen Hirninfarkts nachweisbar
und somit überwiegend wahrscheinlich nicht unfallkausal. Das MRI habe keine
Hinweise auf eine traumatische Hirnverletzung zu Tage gefördert. Die Behandlung der
bei der Kollision vom 10. Juli 2008 zugezogenen subkapsulären Milz- und
Nierenverletzung sei komplikationslos verlaufen und spätestens am 18. Juli 2008
abgeschlossen gewesen. Von den einspracheweise vorgebrachten Rückenschmerzen
(vgl. Suva-act. 217) sei erstmals in einem physiotherapeutischen Verlaufsbericht vom
28. März 2011 (Suva-act. 155), also erst mehr als zweieinhalb Jahre nach dem
Kollisionsereignis, die Rede gewesen. Ärztlich dokumentiert seien die
Rückenbeschwerden erstmals in einem Bericht vom 26. Juni 2012 (Suva-act. 200). Im
Bereich der LWS seien die Rückenbeschwerden jedoch unbestrittenermassen
degenerativ bedingt, und eine Unfallkausalität könne schon aufgrund der Latenz der
Beschwerden ausgeschlossen werden. Im Bereich des zervikothorakalen Überganges
spreche ebenfalls die Latenz der Beschwerden gegen eine unfallkausale traumatische
Syringo- bzw. Hydromyelie. Im Übrigen sei eine Hydromyelie definitionsgemäss stets
angeborenen Ursprungs (vgl. act. G 4.1). Bezüglich einer traumatischen Syrinx-
Entwicklung fehle es an einer zeitnahen Dokumentation der charakteristischen
klinischen Parameter, wie brennend-reissende Schmerzen lokaler Ausprägung, die
häufig mit einer dissoziierten Sensibilitätsstörung, mit Lähmungserscheinungen und mit
Blasenstörungen einhergingen. Die gegenwärtig geäusserten Beschwerden im Bereich
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der HWS seien als myofasziale Schmerzen einzuordnen und deswegen nicht
unfallkausal. Die attestierte Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin (vgl. Suva-
act. 217) stehe somit in keinem Zusammenhang mit dem Unfallereignis vom 10. Juli
2008 (Suva-act. 220).
3.2 Die Beschwerdeführerin bringt demgegenüber vor, bereits im Austrittsbericht des
Kantonsspitals St. Gallen vom 4. August 2008 (Suva-act. 8) und im Austrittsbericht der
Kliniken Valens (Suva-act. 30) sei ein Polytrauma diagnostiziert worden. Einem Bericht
ihres Hausarztes (Suva-act. 196) zufolge habe sie erstmals am 4. August 2008 und
seither immer wieder über Nacken- und Rückenbeschwerden geklagt. Ferner habe sie
auch anlässlich eines Standortgesprächs am 30. Juni 2009 (Suva-act. 58) sowie der
psychiatrischen Teilbegutachtung vom 15. August 2011 (Suva-act. 182) über Rücken-
und Beinschmerzen bei zu langem Sitzen oder Stehen geklagt. Gleiches könne einer
Telefonnotiz (Suva-act. 147) entnommen werden. Vor diesem Hintergrund würden die
von der Beschwerdegegnerin in Auftrag gegebenen Begutachtungen (Suva-act. 180,
203 und 211) bezüglich der Latenz der Beschwerden von einem falschen Sachverhalt
ausgehen. Gleiches gelte für die Behauptung, sie habe sich nie über
Lähmungserscheinungen beklagt (Suva-act. 211). Richtigerweise habe sie sich bereits
am 10. September 2008 (Suva-act. 20) über ein Taubheitsgefühl im rechten Arm
geäussert. Bei der psychiatrischen Teilbegutachtung vom 15. August 2011 habe sie
zudem ausgeführt, dass sie ihre Hand "nicht mehr so wie vorher" spüre (Suva-
act. 182). Der von ihr konsultierte Neurochirurge Dr. H._ (vgl. Suva-act. 200) vertrete
die Ansicht, dass die hyperästethischen Missempfindungen ihr Korrelat in einer
Hydromyelie im zervikothorakalen Übergang fänden, welche mit grösster
Wahrscheinlichkeit posttraumatisch sei. Ein derartiges oder ähnliches Beschwerdebild
sei im interdisziplinären Gutachten vom 8. November 2011 (Suva-act. 180) in keiner
Weise behandelt worden, weshalb dieses ohne Beweiswert sei. Ganz allgemein sei der
relevante Sachverhalt nicht genügend abgeklärt worden und die beauftragten
Versicherungsmediziner aufgrund ihres Auftrags- bzw. Anstellungsverhältnisses
befangen, weshalb ein neutrales orthopädisches und neurologisches Gutachten
erstellen zu lassen sei (act. G 1 und G 15).
3.3 Die Beschwerdegegnerin entgegnet, dass sich die nachträgliche hausärztliche
Bestätigung der Nacken- und Rückenbeschwerden (Suva-act. 196) nicht mit den
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echtzeitlichen medizinischen Untersuchungsbefunden decke. Wenn dem
interdisziplinären Gutachten vom 8. November 2011 (Suva-act. 180) keine Angaben
betreffend Nacken- oder Rückenschmerzen entnommen werden könnten, so liege dies
daran, dass die Beschwerdeführerin anlässlich der entsprechenden Begutachtung
nicht über solche Schmerzen geklagt habe. Ferner führe der von der
Beschwerdeführerin beauftragte Arzt (Suva-act. 200) die Rückenbeschwerden im
Bereich der LWS auf einen Bandscheibenvorfall zurück und äussere sich in keiner
Weise zu einer allfälligen Unfallkausalität. Eine solche liege nicht vor, da die
diesbezüglichen bundesgerichtlichen Voraussetzungen nicht erfüllt seien. Die
Beschwerden im Bereich der HWS seien gemäss beschwerdeführerischem Bericht
(Suva-act. 200) auf eine "posttraumatische" Hydromyelie beim zervikothorakalen
Übergang zurückzuführen. Der so behauptete zeitliche Konnex ("posttraumatisch")
bedeute aber noch keine Unfallkausalität, welche im Bericht weder beurteilt noch
begründet werde. Die geschilderten Missempfindungen in der rechten Hand (Suva-act.
182) stünden in keinem Zusammenhang mit der HWS-Problematik und seien
vollständig auf den Hirninfarkt zurückzuführen. Schliesslich müsse beachtet werden,
dass den versicherungsmedizinischen Expertisen der Suva gegenüber den hausärzt
lichen Beurteilungen aufgrund der beruflichen und funktionellen Stellung sowie der
Interessenlage der jeweiligen Sachverständigen rechtsprechungsgemäss eine
vorrangige Bedeutung zukommen (act. G 4 und G 19).
3.4 Aus einer separat eingereichten Stellungnahme des von der Beschwerdeführerin
beauftragten Arztes Dr. H._ (act. G 17.1) geht hervor, dass sie bereits während ihrer
Rehabilitatsionsaufenthalte über hyperästhetische, dysästhetische und brennende
Missempfingungen sowie linksbetonte Nuchalgien geklagt habe, welche erst seit dem
Unfall vorherrschen würden. Die MRI lasse eine Defektsituation im zentralen
Rückenmark erkennen, wie sie gelegentlich nach einem Hyperextensionstrauma
erkennbar sei. Angesichts der Tatsache, dass die brennenden Dysästhesien erst im
Anschluss an die Kollision vom 10. Juli 2008 aufgetreten seien, könne auf eine
wahrscheinlich unfallbedingte Veränderung im zervikalen Rückenmark geschlossen
werden. Hingegen könne der kausalitätsverneinende Befund von Dr. J._ (Suva-
act. 211) weder bewiesen noch bestätigt werden und sei eine blosse Vermutung,
Behauptung bzw. Hypothese. Mangels magnetresonanztomographischer oder
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elektrophysiologischer Aufzeichnungen aus der Zeit vor dem Kollisionsereignis bleibe
die Unfallkausalität der Hydromyelie wohl auch unbeweisbar.
4.
4.1 Das Bundesgericht misst den Berichten versicherungsinterner Ärzte vollen
Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in
sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die
Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem Anstellungsverhältnis zum
Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf
Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das
Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen
lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im
Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Berichterstatters
allerdings ein strenger Massstab anzulegen (Urteil des Bundesgerichts 8C_887/2009
vom 21. Januar 2010 E. 6.2.1 mit Verweis auf BGE 125 V 354 f. E. 3b/ee).
4.2 Aus dem Grundsatz der Waffengleichheit folgt das Recht der versicherten Person,
mittels eigener Beweismittel die Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen
Feststellungen der versicherungsinternen Fachpersonen in Zweifel zu ziehen. Diese von
der versicherten Person eingereichten Beweismittel stammen regelmässig von
behandelnden Ärztinnen und Ärzten oder von anderen medizinischen Fachpersonen,
die in einem auftragsrechtlichen Verhältnis zur versicherten Person stehen. Da sich die
behandelnden Ärztinnen und Ärzte zudem in erster Linie auf die Behandlung zu
konzentrieren haben, verfolgen deren Berichte nicht den Zweck einer den
abschliessenden Entscheid über die Versicherungsansprüche erlaubenden objektiven
Beurteilung des Gesundheitszustandes und erfüllen deshalb kaum je die
rechtsprechungsgemäss geforderten materiellen Anforderungen an ein Gutachten. Aus
diesen Gründen und aufgrund der Erfahrungstatsache, dass Hausärzte mitunter im
Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung im Zweifelsfall eher zu Gunsten
ihrer Patienten aussagen, wird im Streitfall eine direkte Leistungszusprache einzig
gestützt auf die Angaben der behandelnden Ärztinnen und Ärzte denn auch kaum je in
Frage kommen (BGE 135 V 470 f. E. 4.5).
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4.3 Diese Erfahrungstatsache befreit das Gericht indessen nicht von seiner Pflicht zu
einer korrekten Beweiswürdigung, bei der auch die von der versicherten Person
aufgelegten Berichte mitzuberücksichtigen sind. Diese sind daraufhin zu prüfen, ob sie
auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der Feststellungen
versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte wecken (BGE 135 V 471 E. 4.6).
5.
5.1 Nachdem die Beschwerdegegnerin ihre Leistungen per 30. November 2011
eingestellt hat (Suva-act. 212), leidet die Beschwerdeführerin ihren eigenen Aussagen
zufolge zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch immer an Rücken- und
Nackenbeschwerden, die auf das Kollisionsereignis vom 10. Juli 2008 zurückzuführen
seien und ihr lediglich eine Arbeitsfähigkeit von 50 % ermöglichten (Suva-act. 214 und
217).
5.2 Die von Dr. G._ relativ allgemein als "Nacken- und Rückenbeschwerden" (Suva-
act. 196) bzw. als "Nacken- und Rückenschmerzen" (Suva-act. 199) bezeichneten
Beschwerden wurden von Dr. H._ anlässlich einer Untersuchung und aufgrund einer
Magnetresonanztomographie vom 14. Juni 2012 in zwei separate Beschwerdebilder
eingeteilt: Im Rumpf- bzw. Lendenbereich leide die Beschwerdeführerin an
"beidseitigen, rechtsbetonten Beschwerden mit pseudoradikulären Ausstrahlungen bis
zum rechten Knie unter Belastung" und im Nackenbereich an "linksbetonten
Beschwerden mit hyperästhetischen Missempfindungen bei Hydromyelie im
cervicothoracalen Übergang". Die geklagten Schmerzen im Lendenbereich fänden ihr
Korrelat in einer "Bandscheibendegeneration im Segment L4/5". Im Nackenbereich
fänden die Schmerzen und insbesondere die hyperästhetischen Missempfindungen ihr
Korrelat in einer "mit grösster Wahrscheinlichkeit" posttraumatischen "Hydromyelie im
cervicothoracalen Übergang" (Suva-act. 200). Im zentralen Myelon sei eine
"Defektsituation, wie man sie gelegentlich nach Hyperextionstrauma und leichten
Einblutungen in das Myelon" beobachten könne, erkennbar. Gestützt auf die Angabe
der Beschwerdeführerin, wonach die "brennenden Dysästhesien" erst im Anschluss an
den Zusammenstoss vom 10. Juli 2008 aufgetreten seien, gelangt Dr. H._ zum
"Schluss einer wahrscheinlich unfallbedingten Veränderung im cervikalen Myelon".
Mangels magnetresonanztomographischer oder elektrophysiologischer
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Aufzeichnungen zum einem vor dem Zusammenstoss liegenden Zeitpunkt bleibe die
Unfallkausalität aber letztlich "unbeweisbar" (act. G 17.1).
5.3 In Würdigung der aktenkundigen Krankengeschichte der Beschwerdeführerin
bestätigte Dr. I._ in seinem Gutachten vom 23. August 2012 (Suva-act. 203) den
Befund Dr. H._s, wonach die Schmerzen im Rumpf- bzw. Lendenbereich auf eine
unfallfremde Degeneration der LWS zurückzuführen seien, und verneinte eine
Unfallkausalität auch im Hinblick auf die lange Latenz der Beschwerden.
5.4 In seinem Gutachten vom 16. April 2013 (Suva-act. 211) wies Dr. J._ nach, dass
die von Dr. H._ aufgestellte Vermutung einer traumatischen Hydromyelie bzw. einer
Syringomyelie aufgrund des Zeitpunkts und der Art der geäusserten Beschwerden
sowie des typischerweise angeborenen Ursprungs der Hydromyelie bei gleichzeitigem
Fehlen von Anzeichen auf eine traumatische Verursachung, aus medizinischer Sicht
nicht haltbar ist.
5.5 Die verschiedenen ärztlichen Einschätzungen können dahingehend
zusammengefasst werden und stimmen insofern überein, als dass die geltend
gemachten Schmerzen im Bereich der LWS unbestrittenermassen auf einer
unfallfremden Degeneration beruhen (Suva-act. 200 und 203) und eine natürliche
Unfallkausalität der diagnostizierten Hydromyelie nicht mit dem erforderlichen
Beweismass der überwiegenden Wahrscheinlichkeit bewiesen werden kann (Suva-
act. 211) und letztlich "unbeweisbar" ist (act. G 17.1). Unter diesen Umständen ist
davon auszugehen, dass auch durch weitere Sachverhaltsabklärungen die
Unfallkausalität der geklagten Beschwerden nicht mit dem rechtlich geforderten
Beweismass nachgewiesen bzw. widerlegt werden kann und es erübrigt sich folglich
die Rückweisung der Angelegenheit an die Vorinstanz oder die Anordnung eines
Gerichtsgutachtens.
6.
6.1 Der fehlende Nachweis, dass die diagnostizierte Hydromyelie eine organisch
objektive Folge der Kollision vom 10. Juli 2008 darstellt, schliesst die natürliche
Unfallkausalität der geklagten myofaszialen Schmerzen im Nackenbereich sowie der
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hyperästhetischen Missempfindungen und folglich der geltend gemachten Arbeits-
bzw. Erwerbsunfähigkeit praxisgemäss nicht aus. Deshalb ist anlässlich einer
besonderen Adäquanzprüfung der augenfällige Geschehensablauf unter Einbezug
weiterer unfallbezogener Kriterien zu würdigen. Ergibt sich hierbei, dass es an der
Adäquanz der vorgebrachten Beschwerden fehlt, erübrigen sich auch Weiterungen zu
deren natürlicher Kausalität (siehe Urteil des Bundesgerichts 8C_786/2009 vom 4.
Januar 2010 E. 4.1 mit Verweis auf BGE 134 V 111 f. E. 2.1).
6.2 Das Bundesgericht verlangt für die Bejahung der Adäquanz im Einzelfall, dass
dem Unfall eine massgebende Bedeutung für die Entstehung der Arbeits- bzw.
Erwerbsunfähigkeit zukommt. Dies trifft dann zu, wenn er eine gewisse Schwere
aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht fällt. Für die Beurteilung dieser
Frage ist an das Unfallereignis anzuknüpfen, wobei – ausgehend vom augenfälligen
Geschehensablauf – zwischen banalen bzw. leichten Unfällen einerseits, schweren
Unfällen andererseits und schliesslich dem dazwischen liegenden mittleren Bereich
unterschieden wird. Während der adäquate Kausalzusammenhang in der Regel bei
schweren Unfällen ohne weiteres bejaht und bei leichten Unfällen verneint werden
kann, lässt sich die Frage der Adäquanz bei Unfällen aus dem mittleren Bereich nicht
aufgrund des Unfallgeschehens allein schlüssig beantworten. Es sind weitere, objektiv
erfassbare Umstände, welche mit dem Unfall unmittelbar in Zusammenhang stehen
oder als direkte bzw. indirekte Folgen davon erscheinen, in eine Gesamtwürdigung
einzubeziehen. Je nachdem, wo im mittleren Bereich der Unfall einzuordnen ist und
abhängig davon, ob einzelne Kriterien in besonders ausgeprägter Weise erfüllt sind,
genügt zur Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs ein Kriterium oder
müssen mehrere herangezogen werden (BGE 134 V 126 f. E. 10.1 mit Hinweisen).
6.3 Bei der Beurteilung der Adäquanz von Unfällen mit Schleudertraumen der
Halswirbelsäule ohne organisch nachweisbare Funktionsausfälle oder ähnlichen
Verletzungsmechanismen sowie bei Unfällen mit Schädel-Hirntraumen sind dies
folgende Kriterien: besonders dramatische Begleitumstände oder besondere
Eindrücklichkeit des Unfalls, Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen,
fortgesetzte spezifische und belastende ärztliche Behandlung, erhebliche
Beschwerden, eine ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich
verschlimmert, ein schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen sowie
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eine erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz nachgewiesener Anstrengungen (BGE 134 V
127 ff. E. 10.2 und 10.3).
6.4 Dem polizeilichen Unfallrapport (Suva-act. 13) sowie einem technischem
Gutachten zum Fahrzeugzustand (Suva-act. 17) samt Fotodossier (Suva-act. 18) ist zu
entnehmen, dass die Beschwerdeführerin als Lenkerin eines Personenwagens auf einer
Hauptstrasse mit signalisierter Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h vermutlich
ungebremst seitlich-frontal in eine auf der rechten Strassenseite liegende Gartenmauer
prallte. Dem augenfälligen Geschehensablauf entsprechend, wonach die
Beschwerdeführerin bei mittlerer Geschwindigkeit mit einem statischen, mit dem
Erdboden verbundenen Objekt kollidierte und daraufhin bäuchlings gegen das Lenkrad
und mit dem Kopf gegen die Windschutzscheibe prallte, dabei aber im Fahrzeug
verblieb, ist das Ereignis im Lichte der diesbezüglichen Praxis als ein im engeren Sinne
mittelschwerer Unfall einzustufen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_711/2010 vom
14. Juni 2011 E. 5.3 mit einem Überblick zur Kasuistik; 8C_673/2008 vom 10. Juli 2009
E. 5.3.1; 8C_821/2007 vom 28. Juli 2008 E. 5.1).
7.
7.1 Bei im engeren Sinne mittelschweren Unfällen ist die Adäquanz des
Kausalzusammenhangs nur dann zu bejahen, wenn drei der gemäss BGE 134 V 127 ff.
massgeblichen Kriterien bzw. eines der Kriterien in ausgeprägter Weise erfüllt ist (vgl.
Urteil des Bundesgerichts 8C_899/2013 vom 15. Mai 2014 E. 5.1.)
7.2 Die Beurteilung besonders dramatischer Begleitumstände oder einer besonderen
Eindrücklichkeit des Unfalls ist anhand objektiver Kriterien und nicht aufgrund des
subjektiven Empfindens bzw. Angstgefühls des Versicherten vorzunehmen. Das
Bundesgericht bejahte dieses Kriterium etwa bei einer Massenkarambolage auf einer
Autobahn (Urteil 8C_623/2007 vom 22. August 2008 E. 8.1; vgl. auch Urteil
8C_633/2007 vom 7. Mai 2008 E. 6.3), bei einem Zusammenstoss zwischen einem
Personenwagen und einem Lastwagen in einem Autobahntunnel mit mehreren sich
anschliessenden Kollisionen mit der Tunnelwand (Urteil 8C_257/2008 vom 4.
September 2008 E. 3.3.3), bei einem Zusammenprall zwischen einem Sattelschlepper
und einem Personenwagen, wobei der Fahrer des Sattelschleppers die Kollision
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zunächst nicht bemerkte und den Personenwagen der versicherten Person noch auf
einer längeren Distanz vor sich herschob, und die Insassen des Personenwagens
verzweifelt versuchten, den Unfallverursacher auf sie aufmerksam zu machen (Urteil
8C_508/2008 vom 22. Oktober 2008 E. 5.3), bei einem Unfall mit hoher
Geschwindigkeit auf einer Autobahn, bei dem das Fahrzeug des Versicherten bei
starkem Verkehr mehrmals über die Fahrbahn geschleudert wurde und sich dabei
wiederholt überschlug (Urteil 8C_799/2008 vom 11. Februar 2009 E. 3.2.3) oder bei
einem in der 29. Woche schwangeren Unfallopfer (Urteil 8C_590/2008 vom 3.
Dezember 2008 E. 5.3). Die Kollision vom 10. Juli 2008 ereignete sich nicht unter solch
anerkannten oder auch nur bloss ähnlichen Umständen. Dem Zustand, in dem die
Beschwerdeführerin aufgefunden wurde (vgl. Suva-act. 8), ist eine gewisse Dramatik
zutreffenderweise nicht abzusprechen. Der eigentliche Unfallhergang dauerte aber
lediglich den Bruchteil einer Sekunde, beschränkte sich auf einen minimalen
Strassenabschnitt und schloss aufgrund des tageszeitbedingt geringen
Verkehrsaufkommens keine weiteren Fahrzeuge oder Personen ein (Suva-act. 8 und
13). Alles in allem spielte sich das Ereignis also weder unter besonders dramatischen
Begleitumständen ab, noch war es besonders eindrücklich.
7.3 Eine Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzung wurde vom
Bundesgericht in einem gleich gelagerten Fall, wo eine Hydromyelie zusammen mit
milden traumatischen Hirnverletzung diagnostiziert worden waren, verneint (Urteil
8C_786/2009, a.a.O., E. 5.3). Entsprechend ist dieses Kriterium vorliegend nicht erfüllt.
7.4 An das Kriterium der fortgesetzten spezifischen, belastenden ärztlichen
Behandlung werden praxisgemäss höhere Anforderungen gestellt, als eine stationäre
Rehabilitationstherapie gefolgt von ambulanter Physiotherapie, Medizinischer
Trainigstherapie, Medikamenteneinnahme und psychologischer Gesprächstherapie.
Selbst ein zweiter stationärer Rehabilitationsaufenthalt vermag daran nichts zu ändern
(Urteil des Bundesgerichts 8C_310/2010 vom 29. Juni 2010 E. 7.4). Die medizinische
und therapeutische Behandlung der Beschwerdeführerin zeichnet sich nicht durch
qualifizierende Behandlungsformen aus (vgl. Suva-act. 180), weshalb das Kriterium der
fortgesetzten spezifischen, belastenden ärztlichen Behandlung vorliegend nicht erfüllt
ist.
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7.5 Die Erheblichkeit der Beschwerden beurteilt sich nach den glaubhaften
Schmerzen und nach der Beeinträchtigung, welche die verunfallte Person durch die
Beschwerden im Lebensalltag erfährt. Sie ist praxisgemäss zu verneinen, wenn die
versicherte Person trotz ihrer Beeinträchtigungen nach dem Unfall zunächst während
längerer Zeit mehrheitlich bei voller Arbeitsfähigkeit ihre angestammte Tätigkeit weiter
ausüben konnte und es ihr nach Beginn der anhaltenden Teilarbeitsunfähigkeit möglich
war, gewisse Aktivitäten zu verrichten, wie etwa die Haltung eines Hundes,
regelmässige Spaziergänge, die Besorgung des Haushalts, die Kleiderwäsche,
Einkäufe erledigen und dergleichen. Eine allenfalls geltend gemachte
Wesensveränderung vermag daran nichts zu ändern (vgl. Urteil des Bundesgerichts
8C_421/2009 vom 2. Oktober 2009 E. 5.4). Nach abgeschlossener Heilbehandlung
baute die Beschwerdeführerin ihr Arbeitspensum vorerst kontinuierlich auf 100 % aus
(Suva-act. 182) und besuchte parallel dazu eine Physiotherapie. Nachdem die
Beschwerdeführerin ihre Arbeitstätigkeit aufgrund von Rücken- und Beinbeschwerden
vorerst reduzieren und schliesslich vollständig aufgeben musste (vgl. Suva-act.
138, 147 und 150), war es ihr gemäss eigenen Angaben nach wie vor möglich, diverse
Hausarbeiten zu verrichten, Einkäufe zu tätigen, sich um die Gartenpflege zu kümmern,
mit dem Hund spazieren zu gehen, das Fitnessstudio zu besuchen und auszugehen
(Suva-act. 182). Unter diesen Umständen können ihre Beschwerden mit Blick auf die
diesbezügliche Praxis nicht als erheblich betrachtet werden.
7.6 Das Kriterium der ärztlichen Fehlbehandlung kann vorliegend ohne Weiteres
verneint werden.
7.7 Zur Bejahung des Kriteriums des schwierigen Heilungsverlaufs und/oder der
erheblichen Komplikationen bedarf es besonderer Gründe, welche die Heilung
beeinträchtigt haben. Solche Gründe bestehen nicht, falls sich aus den medizinischen
Akten nicht ergibt, dass sich die Hydromyelie in irgendeiner Weise auf den
Heilungsprozess der geklagten Nacken- und Rückenbeschwerden ausgewirkt hätte
(vgl. Urteil 8C_786/2009, a.a.O., E. 5.5). Die anhaltenden Nacken- und
Rückenbeschwerden der Beschwerdeführerin wurden von Dr. G._ anlässlich der
regelmässig stattfindenden Nachkontrollen schmerztherapeutisch behandelt (Suva-
act. 196). Wegen denselben Beschwerden war sie gleichzeitig in physiotherapeutischer
Behandlung bei L._, Dipl. RM Masseur/MFR, gemäss dessen Verlaufsberichten die
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anhaltenden und ausstrahlenden Schmerzen im Nackenbereich, die ausstrahlenden
Kopfschmerzen sowie die Rückenschmerzen im Lendenbereich vorerst stark reduziert
(Suva-act. 155) und schliesslich "vollständig" bzw. "fast zu 100 % gelöst" werden
konnten (Suva-act. 169). Unter diesen Umständen sind keine Gründe ersichtlich,
inwiefern sich die diagnostizierte Hydromyelie auf den Heilungsprozess der
Beschwerdeführerin ausgewirkt haben sollte.
7.8 Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist das Kriterium der erheblichen
Arbeitsunfähigkeit trotz nachgeweisener Anstrengung nicht – zumindest nicht in
besonders ausgeprägter Weise – gegeben, wenn die versicherte Person, eine ihrer
angestammten Tätigkeit vergleichbare Beschäftigung (allenfalls mit
leidensangepasstem Aufgabenbereich) im Teilzeitpensum wieder aufnehmen kann (vgl.
Urteil des Bundesgerichts 8C_786/2009, a.a.O., E. 5.7). Ab 26. November 2012
arbeitete die Beschwerdeführerin probeweise und seit 27. Mai 2013 als festangestellte
Verkäuferin bei der K._ GmbH mit einem Pensum von 50 % (Suva-act. 209 und 218).
Zu ihrer Tätigkeit gehören die Durchführung des kompletten Backprogramms,
Sauberhaltung und Reinigung des Ladenlokals sowie der Verkauf der Bäckereiprodukte
(Suva-act. 218). Von den gestellten Anforderungen her verrichtet sie somit eine
vergleichbare und ähnlich anspruchsvolle Tätigkeit wie in ihrem angestammtem Beruf
vor dem 10. Juli 2008 (vgl. Suva-act. 182). Angesichts dieser Tatsache können die
Einschränkungen betreffend die Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin nicht als
erheblich eingestuft werden.
7.9 Zusammenfassend liegt keines der gemäss BGE 134 V 127 ff. massgeblichen
Adäquanzkriterien in besonders ausgeprägter Weise vor. Selbst wenn man das
Kriterium der erheblichen Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen
zugunsten der Beschwerdeführerin als erfüllt erachten würde, so wären die Kriterien
nicht in gehäufter Weise gegeben. Aus diesem Grund vermöchte auch die Einstufung
des Unfallereignisses als mittelschwer im Grenzbereich zu den schweren Ereignissen
im Ergebnis nichts zu ändern. Die Adäquanz des Kausalzusammenhangs zwischen der
Kollision vom 10. Juli 2008 und den über den 30. November 2011 hinaus anhaltend
geklagten, organisch nicht im Sinne der Rechtsprechung hinreichend nachweisbaren
Beschwerden, welche die Beschwerdeführerin eigenen Angaben zufolge an der
Ausübung einer vollzeitigen Erwerbstätigkeit hindern, ist demnach zu verneinen.
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8.
8.1 Der Kausalzusammenhang zwischen den von der Beschwerdeführerin nach dem
30. November 2011 beklagten Nacken- und Rückenbeschwerden und dem
Unfallereignis vom 10. Juli 2008 kann nicht mit dem im Sozialversicherungsrecht
geforderten Beweismass der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen
werden.
8.2 Entsprechend der im Sozialversicherungsrecht geltenden Beweislastverteilung
trägt die Beschwerdeführerin als Leistungsansprecherin die Folgen der Beweislosigkeit
(vgl. BGE 138 V 221 f. E. 6).
8.3 Aus diesem Grund ist die rückwirkende Leistungseinstellung der
Beschwerdegegnerin per 30. November 2011 nicht zu beanstanden und die
Beschwerde abzuweisen.
8.4 Gerichtskosten werden in Anwendung von Art. 61 lit. a ATSG keine erhoben.
8.5 In Anwendung von Art. 61 lit. f ATSG wurde der Beschwerdeführerin die
vollumfängliche unentgeltliche Rechtspflege unter Befreiung von den Gerichtskosten
und unentgeltlicher Rechtsverbeiständung gewährt (act. G 12). Nach Abschluss des
Schriftenwechsels stellte der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin dem Gericht am
5. Mai 2014 eine Honorarnote in der Höhe von Fr. 4'981.40 inkl. Barauslagen und
Mehrwertsteuer zu (act. G 21).
8.6 In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht
nach Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten
(HonO; sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.--. Gemäss Art. 19 HonO wird
das Grundhonorar innerhalb des für eine Pauschale gesetzten Rahmens nach den
besonderen Umständen, namentlich nach Art und Umfang der Bemühungen, der
Schwierigkeit des Falles und den wirtschaftlichen Verhältnissen der Beteiligten,
bemessen. Im hier zu beurteilenden Fall erscheint eine Parteientschädigung von
Fr. 4'000.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) als angemessen. Diese
ist in Anwendung von Art. 31 Abs. 3 des Anwaltsgesetzes (AnwG; sGS 963.70) um
einen Fünftel zu kürzen. Somit hat der Staat den Rechtsvertreter der
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Beschwerdeführerin pauschal mit Fr. 3'200.-- (einschliesslich Barauslagen und
Mehrwertsteuer) zu entschädigen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP