Decision ID: b2f7ed94-42be-55e1-af88-e031dd0159ca
Year: 2009
Language: de
Court: SG_VG
Chamber: SG_VG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ E. D. und A. D. sind Eigentümer des Grundstücks Nr. 0000, Grundbuch Z., A-
strasse 45, das mit einem Einfamilienhaus überbaut ist. Am 5. Juli 2007 meldete E. D.
der Gebäudeversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen (abgekürzt GVA) einen
Schaden, der auf ein Ereignis zurückzuführen sei, das sich am 21. Juni 2007
zugetragen habe. Im Schadenermittlungsprotokoll vom 9. Juli 2007 hat der
Schadenexperte unter der Rubrik "Schadenumfang" die Stichworte "Wassereintritt EG/
UG" angebracht, unter der Rubrik "Schadenursache" notierte er "Sturmwind und
Regen". Zudem bemerkte er: "Über zwei Hebeschiebetüren an der Westfront ist
Wasser eingedrungen und hat am Parkett leichte Schäden verursacht (vgl. Foto). Der
beigezogene Parkettfachmann hat Parkettreparatur und ganze Böden (Wohnen/Essen/
Küche 1. UG: 68 m /Zimmer 2. UG: 38 m ) schleifen und neu versiegeln offeriert. Das
Wasser ist infolge Winddruck über die flachen Schwellen der Hebeschiebetüren
eingedrungen. Neben der Frage ob überhaupt GVA-versichert stellt sich die Frage der
Verhältnismässigkeit der offerierten Sanierung".
Am 18. Juli 2007 teilte die GVA E. D. mit, dass Schäden, die durch Eindringen von
Wasser durch Fenster und Türen entstehen würden, nicht versichert seien. Nachdem
am 28. August 2007 ein Augenschein stattgefunden hatte, lehnte es die GVA am
3. September 2007 ab, eine Versicherungsleistung zu erbringen.
Gegen die Verfügung vom 3. September 2007 erhob
E. D. am 12. September 2007 Einsprache bei der GVA. Er stellte die Rechtsbegehren,
die Verfügung sei aufzuheben und es seien die gesetzlichen Versicherungsleistungen
zu erbringen. Die Einsprache wurde am 31. Oktober 2007 abgewiesen, und die
Ablehnung, eine Versicherungsleistung zu erbringen, wurde bestätigt.
Gegen den Einspracheentscheid vom 31. Oktober 2007 erhob E. D. am 14. November
2007 Rekurs bei der Verwaltungskommission der GVA. Er beantragte, der
angefochtene Entscheid sei aufzuheben und es seien die gesetzlichen
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Versicherungsleistungen zu erbringen. Eventuell sei die Sache zur korrekten
Sachverhaltsermittlung und zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen.
Nachdem am 11. Januar 2008 ein Augenschein durchgeführt worden war und der
Rekurrent Stellung genommen hatte, wies die Verwaltungskommission der GVA den
Rekurs am 25. Juni 2008 ab.
B./ Am 15. August 2008 erhob E. D. gegen den Entscheid der Verwaltungskommission
der GVA vom 25. Juni 2008 Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Er beantragte, der
angefochtene Entscheid sei aufzuheben (Ziff. 1) und die GVA sei zu verpflichten, ihm
die gesetzlichen Leistungen aus der Gebäudeversicherung zu erbringen, mindestens im
Betrag von Fr. 7'241.50 (Ziff. 2). Eventualiter sei die Sache zur korrekten
Sachverhaltsermittlung und neuen Entscheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen
(Ziff. 3).
Die Verwaltungskommission der GVA nahm am 8. September 2008 Stellung und
beantragte, der Beschwerde sei keine Folge zu geben.
E. D. machte am 25. September 2008 von der Möglichkeit Gebrauch, sich zu neuen
tatsächlichen und rechtlichen Argumenten zu äussern.

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. Das Verwaltungsgericht ist zum Entscheid sachlich zuständig (Art. 56 des Gesetzes
über die Gebäudeversicherung, sGS 873.1, abgekürzt GVG, in Verbindung mit
Art. 59bis Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1,
abgekürzt VRP). Sodann ist E. D. zur Beschwerde legitimiert, weil der von ihm geltend
gemachte Gebäudeschaden nicht als Elementarschaden anerkannt worden ist (Art. 64
Abs. 1 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Im weiteren entspricht die
Beschwerdeeingabe vom 15. August 2008 zeitlich, formal und inhaltlich den
gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48
Abs. 1 VRP).
Auf die Beschwerde ist einzutreten.
2. Der Beschwerdeführer beantragt, es seien in verschiedener Hinsicht Beweise
abzunehmen.
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Der Anspruch auf rechtliches Gehör gebietet, dass rechtzeitig und formrichtig
angebotene Beweismittel abzunehmen sind, es sei denn, diese betreffen eine nicht
erhebliche Tatsache oder seien offensichtlich untauglich, über die streitige Tatsache
Beweis zu erbringen (BGE 124 I 242 E. 2; 117 Ia 268 E. 4b).
Im vorliegenden Fall ergeben sich die rechtserheblichen Tatsachen aus den Akten,
weshalb auf die Abnahme der beantragten Beweise verzichtet werden kann.
3. Strittig ist, ob es sich beim Schaden an Parkettböden im Erdgeschoss und im
Obergeschoss der Liegenschaft A-strasse 00, Z., um einen versicherten
Gebäudeschaden handelt.
3.1. Der Beschwerdeführer macht geltend, die Liegenschaft befinde sich am O, einer
äusserst wind- und wetterexponierten Lage. Das Gebäude weise zwei Vorplätze auf.
Der eine befinde sich im Erdgeschoss. Er sei mit Betonverbundsteinen ausgekleidet
und gehe in eine Rasenfläche über. Der andere liege im Obergeschoss. Es handle sich
um eine Terrasse, die mit Platten belegt und mit einer Mauer von rund 20 cm Höhe
umgrenzt sei. Beide Aussenbereiche seien vom Inneren des Gebäudes her mittels
Hebeschiebetüren zu erreichen. Am 21. Juni 2007 sei ein Sturm über Z. gefegt, der von
grossen Niederschlagsmengen begleitet gewesen sei. Auf den Bodenplatten der
beiden Vorplätze hätten sich innert kürzester Zeit grosse Mengen an
Oberflächenwasser gesammelt, die nicht mehr über die seitlich der Hausfassade
liegenden Entwässerungsvorrichtungen hätten abgeführt werden können. Zudem
hätten die starken Winde das Regenwasser gegen die Aussenfassade der Liegenschaft
gepeitscht und das vor der Fassade liegende Oberflächenwasser gegen die
Fensterpartien gedrückt, bis es aufgrund des stetigen Drucks durch die
Hebeschiebetüren ins Innere des Gebäudes gedrungen sei. Demzufolge sei das mit
Wind und Regen begleitete Sturmereignis Ursache des Schadens, der an den
Parkettböden entstanden sei.
3.2. Die GVA erbringt nach Art. 31 Ziff. 3 des Gesetzes über die Gebäudeversicherung
(sGS 873.1, abgekürzt GVG) Versicherungsleistungen, wenn Gebäudeschäden u.a.
durch "Sturmwind" und "Überschwemmungen" entstanden sind; ausgenommen sind
Schäden, die im wesentlichen auf andere Ursachen zurückgehen. Anspruch auf
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Versicherungsleistungen besteht nach Art. 45 der Verordnung zum GVG (sGS 873.11,
abgekürzt GVV), wenn ein versichertes Ereignis vorliegt, ein Gebäudeschaden
entstanden ist, der unmittelbar auf das versicherte Ereignis zurückgeführt werden kann,
und die
Ereigniseinwirkung nicht bestimmungsgemäss war. Eine Ereigniseinwirkung ist nach
Art. 48 GVV bestimmungsgemäss, wenn sie zufolge ordentlicher Abnützung oder
ordentlicher Erfüllung des Zweckes des Gebäudes oder Gebäudeteils eintritt. Geht der
Gebäudeschaden überwiegend auf das versicherte Ereignis zurück, wird er ihm
gemäss Art. 47 Abs. 1 GVV voll zugerechnet. Geht der Gebäudeschaden ganz oder
überwiegend auf andere Ereignisse zurück, wird er nicht entschädigt. Nicht vergütet
werden insbesondere Schäden, die auf fortgesetztes Einwirken zurückgehen oder die
nicht auf eine plötzliche, ausserordentlich heftige Einwirkung zurückzuführen sind, wie
unter anderem Schäden zufolge fehlerhafter Konstruktion, verwahrlostem Zustand oder
eingedrungenem Schnee- oder Regenwasser (Art. 47 Abs. 2 GVV). Geht der
Gebäudeschaden weder überwiegend auf das versicherte Ereignis noch überwiegend
auf andere Ereignisse zurück, wird er dem versicherten Ereignis anteilmässig
zugerechnet (Art. 47 Abs. 3 GVV). Nach der Rechtsprechung hat das Ereignis dann als
adäquate Ursache eines Erfolgs zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung geeignet ist, einen Erfolg von der Art
des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolgs somit durch das Ereignis
allgemein als begünstigt erscheint (GVP 2005 Nr.41 mit Hinweis auf GVP 2003 Nr. 42
und VerwGE vom 22. Januar 2002 i.S. W.K.).
Nach der allgemeinen Regel von Art. 8 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches
(SR 210, abgekürzt ZGB) hat derjenige, der ein Recht behauptet, die Sachumstände zu
beweisen, die nach dem massgebenden Rechtssatz diese Rechtsfolge erzeugen. Auch
im Privatversicherungsrecht gilt der Grundsatz, wonach Personen, die gegenüber
einem Versicherer einen Versicherungsanspruch erheben, im Sinn von Art. 8 ZGB
bezüglich der Frage, ob ein Versicherungsfall eingetreten ist, grundsätzlich
behauptungs- und beweispflichtig sind. Behauptet der Versicherer demgegenüber eine
die Leistungspflicht ausschliessende oder herabsetzende Tatsache, ist es an ihm,
diese zu beweisen. Diese Beweislastverteilung gilt auch im öffentlichen
Gebäudeversicherungsrecht, namentlich bei der Anwendung von Art. 31 Ziff. 3 GVG
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(GVP 2005 Nr. 41 mit Hinweis auf GVP 2003 Nr. 42 und A. Maurer, Schweizerisches
Privatversicherungsrecht, 3. Aufl., Bern 1995, S. 381 und RB/ZH 1983, S. 171).
3.3. Der Beschwerdeführer stellt sich auf den Standpunkt, die Vorinstanz sei zu
Unrecht davon ausgegangen, am 21. Juni 2007 habe im Bereich der Liegenschaft A-
strasse 45 kein "Sturmwind" im Sinn von Art. 31 Ziff. 3 GVG getobt. Er habe anhand
verschiedener Dokumente indirekt bewiesen, dass Z. und Umgebung gegen Abend des
besagten Tages von einer aussergewöhnlich heftigen Gewitter- und Sturmlage, einem
sog. "Superzellen-Gewitter", heimgesucht worden seien, das landesweit zu
Überschwemmungen geführt habe. Die Vorinstanz habe indessen lediglich festgestellt,
damit könne nicht nachgewiesen werden, im Bereich der Liegenschaft A-strasse 00 sei
ein "Sturmwind" feststellbar gewesen. Auf Grund der Wetter- und Sturminformationen
von MeteoSchweiz und NZZ Online, einer Mitteilung des Interkantonalen
Rückversicherungsverbands und einer Bestätigung eines ortsansässigen
Wetterexperten sei indessen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit dargetan,
dass in der Region Z. Windgeschwindigkeiten von mehr als 75 km/h geherrscht hätten,
was auch zu (anderen) erheblichen Schäden geführt haben müsse. Die Vorinstanz sei
aufzufordern, für den 21. Juni 2007 eingegangene Schadenmeldungen zu edieren und
Aufschluss über ihr gemeldete Feuerwehreinsätze zu geben.
3.3.1. Art. 31 Ziff. 3 GVG führt nicht näher aus, was unter "Sturmwind" zu verstehen ist.
Das Verwaltungsgericht hat die Konkretisierung des unbestimmten Begriffs durch die
Vorinstanz am 25. Januar 2005 geprüft und ist zum Ergebnis gelangt, sie sei sachlich
haltbar (GVP 2005 Nr. 41). Danach gilt ein Wind als "Sturmwind" im Sinn dieser
Vorschrift, wenn er eine Geschwindigkeit von mindestens 75 km/h (Windstärke 10) im
10-Minuten-Mittel aufweist und Gebäude abdeckt oder Bäume umwirft, so dass
Kollektivschäden entstehen, d.h. gleichzeitig mehrere Gebäude in der Umgebung der
versicherten Sache vom selben Sturmereignis betroffen sind. Wer Entschädigung
beansprucht, muss nachweisen, dass am Versicherungsort oder in der Umgebung
durch den Sturm Bäume gefällt oder Dächer abgedeckt worden sind. Der Grund liegt
darin, dass oft ein fehlerhaft konstruiertes Gebäude Angriffsziel des Windes ist bzw.
dass bei Einzelschäden meist sturmfremde Faktoren mitwirken, wie insbesondere
fehlerhafte Konstruktion des Gebäudes (vgl. auch A. Kleiner, Das Recht der öffentlichen
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Gebäudeversicherungen, Separatdruck aus: "Mitteilungen", Jahrgänge 1978/79 des
Interkantonalen Rückversicherungsverbands Bern, S. 65).
Was Windmessungen anbetrifft, hat das Verwaltungsgericht ausgeführt, sie könnten
nur im Sinn eines Indizes Aufschluss darüber geben, welche Windstärke an einem
bestimmten Ort zu einem bestimmten Zeitpunkt geherrscht habe. Weil ein direkter
Beweis nicht möglich sei, könne er indirekt erbracht werden, d.h. durch den Beweis
von Sachumständen, die den Schluss auf andere rechtswesentliche Tatsachen
zuliessen. Im Fall eines behaupteten Sturmschadens sei ein derartiger Sachumstand in
erster Linie das Schadenbild, das sich in der Umgebung präsentiere. Allerdings könne
ein Sturm ausnahmsweise eng begrenzt auftreten und nur ein Gebäude treffen, z.B. als
Böe eine Hütte in einer Waldlichtung. Dies erfordere indessen eine eingehende
Abklärung der Schadenursache, zumal bei Einzelschäden meist sturmfremde Faktoren
für den Schaden verantwortlich seien (GVP 2005 Nr. 41 Ziff. 3c).
3.3.2. Der Beschwerdeführer vermag weder mit den von ihm ins Recht gelegten
Berichten noch mit der Meinungsäusserung eines in Z. ansässigen Wetterexperten
nachzuweisen, dass am Abend des 21. Juni 2007 im Bereich der Liegenschaft A-
strasse 00 am O. in Z. ein "Sturmwind" im Sinn des Gesetzes geherrscht hat. Die
meteorologischen Berichte und Aufnahmen beziehen sich nicht auf ein eng begrenztes
Gebiet und der Atmosphärenphysiker hat in einer E-Mail-Antwort an den vormaligen
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers vom 5. November 2005 lediglich eine
Einschätzung vorgenommen. Der Beschwerdeführer wendet zwar ein, die Schätzungen
des Wetterfachmanns seien nicht aus der Luft gegriffen, weil er mit Messgeräten und
anderen Wetterinstrumenten arbeite. Sachdienliche Aufzeichnungen des
Atmosphärenphysikers hat er indessen nicht beigebracht. Hinzu kommt, dass die
Windmessstation Tänikon gegen Abend des 21. Juni 2007 keine Windspitzen registriert
hat, die als "Strumwind" zu qualifizieren wären. Dem Verlauf der
Windgeschwindigkeiten an diesem Tag, der dort aufgezeichnet worden ist, kann
entnommen werden, dass eine einzige Böe um 08.00 Uhr eine Geschwindigkeit von
mehr als 75 km/h erreicht hat. Auch einem Bericht "Aktuelles zum Wettergeschehen
Unwetter vom 20./21. Juni 2007" des Bundesamtes für Meteorologie und Klimatologie
(abrufbar unter www.meteo-schweiz.admin.ch neues Fenster) kann entnommen
werden, dass am 21. Juni 2007 lediglich morgens um 09.00 Uhr im Flachland verbreitet
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Windspitzen von 90 bis über 100 km/h gemessen worden sind, dass die Front eine
halbe Stunde später bereits den Bodensee erreicht und dass sich die Lage nördlich der
Alpen hinter dem Frontdurchgang beruhigt hat. Entscheidend ins Gewicht fällt
indessen, dass der Beschwerdeführer den Nachweis nicht zu erbringen vermag, dass
auch andere Gebäude in der Umgebung der Liegenschaft A-strasse 00 am 21. Juni
2007 gleichzeitig durch "Sturmwind" beschädigt worden sind. Auch gemäss einer
Zusammenstellung der Schadenmeldungen der GVA ist für den 21. Juni 2007 in Z. kein
auf "Sturmwind" zurückzuführendes Schadenereignis gemeldet worden und am
20. Juni 2007 hat sich ein einziger durch Sturm verursachter Schaden ereignet
(Beschädigung von Vordach und Treppe).
3.3.3. Zusammenfassend ergibt sich somit, dass sich die Beschwerde in dieser
Hinsicht als unbegründet erweist. Die Vorinstanz durfte davon ausgehen, dem
Beschwerdeführer sei es nicht gelungen, den Nachweis zu erbringen, dass ein
versichertes Sturmereignis als Ursache für den geltend gemachten Schaden an der
Liegenschaft A-strasse 00 in Z. in Frage komme.
Hinzu kommt, dass nach der allgemeinen Lebenserfahrung nicht davon auszugehen ist,
ein "Sturmwind" im Sinn von Art. 31 Ziff. 3 GVG komme als adäquate Ursache für einen
Schaden wie den vorliegenden in Frage, der durch Eindringen von Wasser im Bereich
von Hebeschiebetüren in ein Gebäude entstanden ist. Es ist zumindest
unwahrscheinlich, dass Windböen strömendes Regenwasser und auf einem Vorplatz
stehendes Wasser so lange gegen unbestrittenermassen funktionstüchtige
geschlossene Hebeschiebetüren drücken können, bis Wasser oberirdisch ins Innere
eines Gebäudes gelangt.
3.4. Der Beschwerdeführer hält weiter dafür, wenn der Schaden nicht auf einen
"Sturmwind" zurückzuführen sei, liege die Ursache in einer "Überschwemmung". Er
begründet dies damit, die grossen Wassermengen, die sich auf den Aussenbereichen
im Erd- und Obergeschoss angesammelt hätten, seien durch den Druck des Windes
über die flachen Schwellen der Hebeschiebetüren in das Innere des Gebäudes
gedrückt worden. Auch wenn diese nur eine kleine konstruktionsbedingte Öffnung
aufweisen würden, sei es nachvollziehbar, dass auf Grund des starken Drucks innert
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weniger Minuten derart viel Wasser ins Haus gelangt sei, dass der Parkettboden habe
beschädigt werden können.
3.4.1. "Überschwemmungen" bestehen in der Überflutung von Land, Grund, Boden
und Bauwerken, die nach ihrem Zweck oder ihrer Bewirtschaftung nicht zur Aufnahme
von Wasser bestimmt sind (VerwGE vom 23. April 2004 i.S. T. und D. D. mit Hinweis
auf VerwGE vom 22. Januar 2002 i.S. W.K. GmbH mit Hinweis auf Hauswirth/Suter,
Sachversicherung, 2. Aufl., Bern 1990, S. 161). Sie spielen sich auf ebener Erde ab und
setzten Gebietsteile unter Wasser. Von hier aus dringt das Oberflächenwasser in
Räume und Keller ein (VerwGE vom 22. Januar 2002 i.S. Erbengemeinschaft K. W.-R.
mit Hinweis auf Hauswirth/Suter, a.a.O., S. 161 und H.R. Suter, Sachversicherung,
Leitfäden für das Versicherungswesen, Neue Folge, Band 8, Bern und Zürich 1982,
S. 119). Fortgesetzes Eindringen von Wasser in ein Gebäude stellt keine
"Überschwemmung" dar (Art. 47 Abs. 1 GVV und VerwGE vom 23. April 2004 i.S. T.
und D. D.). Nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts verursacht sodann nur
Wasser, das sich von der Oberfläche her in ein Gebäude ergiesst, einen
Elementarschaden (VerwGE vom 23. April 2004 i.S. T. und D. D.).
3.4.2. Was den Schaden im Obergeschoss des Hauses anbetrifft, führt die Vorinstanz
aus, das Schadenereignis "Überschwemmung" falle ohnehin ausser Betracht, weil sich
Wasser in diesem Fall nicht ebenerdig, sondern nur von
einem dem Gebäude vorgelagerten Balkon aus ins Gebäude ergiessen könne.
Demgegenüber beruft sich der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang auf das
Urteil des Verwaltungsgerichts vom 23. April 2004 i.S. T. und D. D. und stellt sich auf
den Standpunkt, zur Annahme eines versicherungsrelevanten Vorfalls im Sinn einer
"Überschwemmung" genüge es, wenn sich Wasser von einer Oberfläche in ein
Gebäude ergiesse und nicht unterirdisch eindringe.
Zutreffend ist, dass im erwähnten Urteil ausgeführt wird, Wasser, das sich von der
Oberfläche her in ein Gebäude ergiesse, verursache einen Elementarschaden. Daraus
kann indessen nicht geschlossen werden, stehendes Oberflächenwasser, das sich auf
einem Balkon befinde und in das Gebäude eindringe, sei als "Überschwemmung" im
Sinn von Art. 31 Ziff. 3 GVG zu qualifizieren. Im erwähnten Urteil wird ebenfalls darauf
hingewiesen, dass sich "Überschwemmungen" auf ebener Erde abspielen bzw. dass
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sie auf diese Weise Gebietsteile aber auch Bauwerke unter Wasser setzen.
Demgegenüber hat die Überflutung eines Balkons, von dem aus Wasser ins Innere des
Gebäudes gelangt, dem er vorgelagert ist, ihre Ursache in einer fehlerhaften
Konstruktion und/oder in verstopften bzw. überlasteten Sickerleitungen. Entgegen der
Annahme des Beschwerdeführers kann eine "Überschwemmung" im Sinn von Art. 31
Ziff. 3 GVG somit nicht Ursache eines Wasserschadens im Obergeschoss des
Gebäudes A-strasse 00 in Z. sein.
3.4.3. Was den Schaden im Erdgeschoss anbetrifft, geht die Vorinstanz davon aus,
eine "Überschwemmung" im Sinn des Gebäudeversicherungsrechts könne
grundsätzlich als Schadenursache in Frage kommen. Im vorliegenden Fall fehle es
indessen am Elementarereignis und demzufolge auch an
einem adäquaten Zusammenhang zwischen Elementarereignis und
Schaden.
3.4.3.1. Die Vorinstanz begründet dies vorab damit, es könne ausgeschlossen werden,
dass sich auf dem Vorplatz im Erdgeschoss Wasser habe aufstauen können. Er sei mit
Betonverbundsteinen belegt, die nicht wasserdicht seien, weshalb Wasser versickern
könne. Sodann betrage die Höhendifferenz zwischen der Schwelle der
Hebeschiebetüre und dem tiefsten Punkt des Vorplatzes 11,3 cm, weshalb das Wasser
mindestens auf diese Höhe hätte steigen müssen, bevor es hätte ins Gebäude
eindringen können, was äusserst unwahrscheinlich sei. Im weiteren sei die Schwelle im
Gegensatz zur Auffassung des Beschwerdeführers nicht flach. Die Höhendifferenz
zwischen Schiene und Ende der Blechabdeckung betrage 4,6 cm. Hinzu komme, dass
der Vorplatz von der bis zu 3 m auskragenden Balkondecke überspannt werde, was
den Regenfall auf dem Vorplatz vermindere. Schliesslich habe das Regenwasser auf
beiden Seiten des Vorplatzes freie Abflussmöglichkeit.
Diese Feststellungen sind unbestritten geblieben. Der Beschwerdeführer hält fest, es
treffe zu, dass der Vorplatz im Erdgeschoss mit Betonverbundsteinen belegt sei und
dass er sich leicht neige. Dies führt seiner Ansicht nach indessen nur bei leichtem
vertikal niederfallendem Regen dazu, dass das Wasser versickert und abfliesst.
Demzufolge würde aber ein Konstruktionsfehler vorliegen. Hinzu kommt, dass nicht
anzunehmen ist, dass der Wasserpegel auf dem Vorplatz auf eine Höhe von über
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11 cm anzusteigen vermag und dass das gestaute Wasser zudem aufgrund heftiger
Windstösse horizontal gegen die Fassade gepeitscht wird, so dass es durch die
Hebeschiebetüre ins Innere des Hauses eindringt.
3.4.3.2. Die Vorinstanz argumentiert weiter, selbst wenn von einer "Überschwemmung"
ausgegangen werden müsste, wäre es auf Grund der konkreten Verhältnisse äusserst
unwahrscheinlich, dass Wasser durch die geschlossene Hebeschiebetüre ins Innere
des Hauses hätte gelangen können. Die Türe sei nach Einschätzung des Experten
funktionstüchtig und wasserdicht, und es sei nicht nachvollziehbar, wie durch die sehr
keine Öffnung an der Ecke der Türe so viel Wasser ins Gebäudeinnere hätte gelangen
können, dass sich der Teppich auf dem Parkett mit Wasser vollgesogen hätte.
Der Beschwerdeführer bestreitet nicht, dass die Hebeschiebetüre im Erdgeschoss
funktionstüchtig und dicht ist und nur eine kleine konstruktionsbedingte Öffnung
aufweist. Sodann stellt er nicht in Abrede, dass er anlässlich des Augenscheins der
Vorinstanz vom 11. Januar 2008 ausgesagt hat, als er am 21. Juni 2007 nach Hause
gekommen sei, sei der Teppich mit Wasser vollgesogen und das versiegelte Parkett
hinter der rechten Hebeschiebetüre (von innen gesehen) beschädigt gewesen. Auch
wenn sich, entsprechend der Annahme des Beschwerdeführers, auf dem Vorplatz eine
grosse Wassermenge angesammelt haben sollte, die nicht abfliessen konnte, ist nach
der allgemeinen Lebenserfahrung demzufolge nicht ersichtlich, wie bei korrekt
geschlossener Hebeschiebetüre innert kurzer Zeit derart viel Wasser ins Innere des
Hauses gedrungen sein soll, zumal das Parkett nur hinter der rechten Hebeschiebetüre
aufgequollen ist. Denkbar wäre höchstens, dass eine kleine Menge Wasser in Form
einzelner Tropfen durch die konstruktionsbedingte Öffnung in das Gebäude gelangt ist.
3.4.4. Es ergibt sich somit, dass der Schaden am Gebäude des Beschwerdeführers
auch nicht ganz oder überwiegend auf das versicherte Ereignis "Überschwemmung"
zurückgeführt werden kann und dass die Vorinstanz somit zu Recht davon ausgeht, die
GVA habe auch aus diesem Grund dafür keine Versicherungsleistungen zu erbringen.
An dieser Beurteilung ändert nichts, dass sich der Beschwerdeführer darauf beruft, der
Schadenexperte habe im Schadenermittlungsprotokoll festgehalten "das Wasser ist
infolge Winddruck über die flachen Schwellen der Hebeschiebefenster eingedrungen".
Abgesehen davon, dass der Schadenexperte mit dem Schadenermittlungsprotokoll in
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Frage gestellt hat, dass ein versichertes Schadenereignis vorliege, war er ebenso wenig
Augenzeuge des Ereignisses wie die Vorinstanz, die den Sachverhalt umfassend
abgeklärt und am 11. Januar 2008 in diesem Zusammenhang einen Augenschein
durchgeführt hat.
4. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerde abzuweisen ist.
Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
Entscheidgebühr von fr. 2'000.-- ist angemessen (Ziff. 382 des Gerichtskostentarifs,
sGS 941.12). Sie ist mit dem Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu verrechnen.
Der unterliegende Beschwerdeführer kann keine ausseramtliche Entschädigung
beanspruchen (Art. 98 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 98bis VRP).
Demnach hat das Verwaltungsgericht