Decision ID: cc147326-6dbe-5e3d-b9a3-eb3ecf7f5acd
Year: 2015
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ meldete sich am 16. Juni 2011 zum Bezug von IV-Leistungen an (IV-
act. 3). Die medizinischen Fachpersonen des Psychiatrie-Zentrums B._
diagnostizierten eine seit Oktober 2009 bestehende rezidivierende depressive Störung
mit somatischem Syndrom (ICD-10: F33.11). Sie bescheinigten der Versicherten eine
100%ige Arbeitsunfähigkeit (Bericht vom 15. Juli 2011, IV-act. 9). Am 8. Dezember
2011 führte die IV-Stelle eine Abklärung im Haushalt der Versicherten durch. Die
Abklärungsperson führte im Bericht vom 23. Dezember 2011 aus, die Versicherte
würde im Gesundheitsfall mit einem Pensum von je 50% erwerbstätig und im Haushalt
tätig sein. Im Haushaltsbereich bestehe keine Einschränkung (IV-act. 21). Der
behandelnde Dr. med. C._, Arzt für Allgemeine Medizin FMH, berichtete am
1. Februar 2012, die Versicherte leide mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit an einem
Ganzkörpersyndrom im Sinn einer Fibromyalgie, an einer schweren depressiven
Entwicklung sowie an einer wiederholten Eisenmangelanämie. Für die zuletzt von der
Versicherten ausgeübte Tätigkeit als Reinigungsangestellte bestehe eine 100%ige
Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 23-4 und -12 f.).
A.b Im Auftrag der IV-Stelle wurde die Versicherte am 19. März 2012 von den
Dres. med. D._, Spezialarzt FMH für Innere Medizin, speziell Rheumaerkrankungen,
und E._, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, begutachtet. Mit Einfluss auf die
Arbeitsfähigkeit diagnostizierten die Experten eine anhaltende somatoforme
Schmerzstörung (ICD-10: F45.4) und eine depressive Störung, aktuell mittelgradige
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Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10: F32.11), und eine Fibromyalgie, DD
Pseudo-Fibromyalgie (ICD-10: F45.4) mit Ganzkörperschmerzsyndrom ohne hierfür
ausreichend erklärende radiologische und labormässige Befunde zu haben. Mit der
letzten Geburt im Jahr 200_ hätten sich Ganzkörperschmerzen entwickelt, verstärkt im
Jahr 2005, zeitlich zusammenfallend mit der Behinderungs-Diagnose ihrer
letztgeborenen Tochter. Aus rein somatischer Sicht sei die Versicherte unter
Zubilligung von vermehrten Pausen mindestens 80% arbeitsfähig für leichte, teils
sitzend, wenig stehend, gehende Arbeit wohl eher im industriellen Bereich ("ganztags
Arbeit mit vermehrten Pausen, leicht reduzierter Leistung"). Eine Küchentätigkeit
komme nur in Frage, wenn sie teils sitzend ausgeübt werden könne. Allenfalls käme
eine leichte Reinigungstätigkeit, eher als Hauswartin, in Frage. Aus psychiatrischer
Sicht bestehe eine 60%ige Arbeitsfähigkeit für sämtliche Tätigkeiten, die keine hohen
Anforderungen an Konzentration und Aufmerksamkeit stellten. Interdisziplinär sei von
einer 60%igen Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten auszugehen
(Gesamtgutachten vom 28. April 2012, IV-act. 29; zum psychiatrischen Teilgutachten
vom 16. April 2012 siehe IV-act. 28). Auf Rückfrage der IV-Stelle vom 23. Juli 2012 (IV-
act. 31) nahm Dr. E._ Stellung zu den Foerster-Kriterien und der
Arbeitsfähigkeitsschätzung der behandelnden psychiatrischen Fachpersonen
(Schreiben vom 27. August 2012, IV-act. 34)
A.c Am 28. Februar 2013 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, das Begehren um
berufliche Massnahmen werde abgewiesen, da sie sich nicht in der Lage fühle, an
Eingliederungsbemühungen mitzuwirken (IV-act. 47). Mit Vorbescheid vom 19. März
2013 stellte die IV-Stelle der Versicherten mangels rentenbegründenden
Invaliditätsgrads die Abweisung des Rentengesuchs in Aussicht (IV-act. 50). Dagegen
erhob die Versicherte am 6. Mai 2013 Einwand (IV-act. 53; zur ergänzenden
Begründung siehe die Eingabe vom 28. Juni 2013, IV-act. 58). In der Stellungnahme
vom 10. Juli 2013 äusserte sich die Abklärungsperson zur Kritik der Versicherten an
den Ergebnissen der Haushaltsabklärung und hielt an diesen fest (IV-act. 59). Im
neuerlichen Vorbescheid vom 15. Juli 2013 stellte die IV-Stelle der Versicherten
wiederum die Abweisung des Rentengesuchs in Aussicht (IV-act. 60). Dagegen erhob
die Versicherte am 23. September 2013 Einwand (IV-act. 62). Am 4. Oktober 2013
verfügte die IV-Stelle die Abweisung des Rentengesuchs. Sie ermittelte in Anwendung
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der gemischten Methode (Pensum von je 50% für Erwerb und Haushalt im
Gesundheitsfall) einen Invaliditätsgrad von 0% (IV-act. 63).
B.
B.a Gegen die Verfügung vom 4. Oktober 2013 richtet sich die vorliegende
Beschwerde vom 16. Oktober 2013. Die Beschwerdeführerin beantragt darin deren
Aufhebung und die Zusprache einer ganzen Rente ab spätestens Januar 2012.
Eventualiter sei die Sache zur Vornahme weiterer Abklärungen an die
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen; unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Zur
Begründung bringt sie im Wesentlichen vor, für die Verwertung der bescheinigten
Restarbeitsfähigkeit von 60% sei sie auf eine ganztägige Präsenz angewiesen. Daher
sei es nicht zulässig, von einer 50%igen Erwerbstätigkeit im Gesundheitsfall
auszugehen und anschliessend anzunehmen, dass sie zu 60% arbeitsfähig sei. Gegen
die gutachterliche Beurteilung wendet sie ein, die Experten hätten keine hinreichenden
Kenntnisse über die Behinderung der 200_ und 200_ geborenen Kinder gehabt. Den
gesundheitlichen Störungen der Kinder sei ferner bei der Haushaltsabklärung nicht
Rechnung getragen worden. Darüber hinaus seien die Einschätzungen der
Beschwerdegegnerin anlässlich der Haushaltsabklärung nicht plausibel und liessen
sich nicht mit der gutachterlichen Beurteilung in Einklang bringen. Des Weiteren sei der
Sachverhalt zwischen der gutachterlichen Beurteilung und dem Verfügungserlass nicht
abschliessend beurteilbar (act. G 1).
B.b Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 7. Januar
2014 die Abweisung der Beschwerde. Sie verneint das Vorliegen eines
invalidisierenden Gesundheitsschadens (act. G 4).
B.c In der Replik vom 15. Januar 2014 hält die Beschwerdeführerin unverändert an
der Beschwerde fest. Ergänzend führt sie aus, die Verneinung eines invalidisierenden
Gesundheitsschadens durch die Beschwerdegegnerin sei unzutreffend (act. G 9).
B.d Die Beschwerdegegnerin hat auf eine Duplik verzichtet (act. G 11).

Erwägungen:
1.
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Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist der Rentenanspruch
der Beschwerdeführerin. Dabei ist zwischen ihnen unbestritten, dass die
Beschwerdeführerin im hypothetischen Gesundheitsfall mit einem Pensum von 50%
einer Erwerbstätigkeit nachgegangen und zu 50% im Haushalt tätig gewesen wäre (IV-
act. 58-5, Rz 8, und IV-act. 63-2).
1.1 Als Invalidität gilt laut Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen
Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) die ganze oder teilweise
Erwerbsunfähigkeit, es sei denn, eine versicherte Person sei vor dem Eintritt der
Gesundheitsbeeinträchtigung nicht erwerbstätig gewesen und es habe ihr auch nicht
zugemutet werden können, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. In diesem Fall gilt
gemäss Art. 8 Abs. 3 ATSG die Unmöglichkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen,
als Invalidität. Die Invalidität im Sinn von Art. 8 Abs. 1 ATSG wird durch einen
Einkommensvergleich ermittelt (Art. 16 ATSG). Die Methode zur Bemessung der
konkreten Unmöglichkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wird vom ATSG nicht
geregelt. Diese Lücke füllt Art. 28a Abs. 2 des Bundesgesetzes über die
Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20): Es ist darauf abzustellen, in welchem Mass die
betreffende Person behindert ist, sich im Aufgabenbereich zu betätigen. Als
Aufgabenbereich der im Haushalt tätigen Person gelten insbesondere die übliche
Tätigkeit im Haushalt, die Erziehung der Kinder sowie gemeinnützige und künstlerische
Tätigkeiten (Art. 27 der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]).
Die Bestimmung von Art. 28a Abs. 3 IVG regelt die sogenannte gemischte Methode der
Invaliditätsbemessung bei Personen, die zum Teil erwerbstätig und zum Teil im
Aufgabenbereich tätig sind. In einem solchen "gemischten" Fall sind der Anteil der
Erwerbstätigkeit und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der
Invaliditätsgrad ist entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen.
Ist bei einer Person, die nur zum Teil erwerbstätig ist, anzunehmen, dass sie im
Zeitpunkt der Prüfung des Rentenanspruchs ohne den Gesundheitsschaden vollzeitlich
erwerbstätig wäre, so ist die Invaliditätsbemessung ausschliesslich nach den
Grundsätzen für Erwerbstätige zu bemessen (Art. 27 IVV).
1.2 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn
die versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn
sie wenigstens zu 60% invalid ist. Liegt ein Invaliditätsgrad von mindestens 50% vor,
bis
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so besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von
mindestens 40% auf eine Viertelsrente.
1.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im
Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des
Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung
zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte
Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Für das gesamte Verwaltungs- und
Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt der Grundsatz der freien
Beweiswürdigung. Danach haben die Versicherungsträger und das
Sozialversicherungsgericht die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche
Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Hinsichtlich des
Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden
ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der
medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten
begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen). Das Gericht hat den Sachverhalt
von Amtes wegen festzustellen und demnach zu prüfen, ob die vorliegenden
Beweismittel eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruchs
gestatten. Diese Untersuchungspflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung
des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (vgl.
SVR 2001 IV Nr. 10 S. 28 E. 4b mit Hinweisen).
2.
Zu prüfen ist zunächst, ob der medizinische Sachverhalt rechtsgenüglich abgeklärt ist.
Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei der verfügten Leistungsabweisung auf das
bidisziplinäre Gutachten der Dres. D._ und E._ vom 28. April 2012 (siehe hierzu IV-
act 29 und zur ergänzenden Stellungnahme von Dr. E._ vom 27. August 2012 IV-
act. 34). Die Beschwerdeführerin bringt gegen die gutachterliche Beurteilung
verschiedene Rügen vor (act. G 1).
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2.1 Die Beschwerdeführerin bemängelt, die Dres. D._ und E._ hätten die Akten
der behinderten Kinder nicht beigezogen. Ein Beizug wäre indessen erforderlich
gewesen, um das Ausmass der Auswirkungen auf ihren eigenen psychischen
Gesundheitszustand zuverlässig beurteilen zu können. Eine übermässige
Beanspruchung sei ausgewiesen (act. G 1, S. 5).
2.1.1 Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin kann im fehlenden Beizug von
medizinischen Akten betreffend die beiden behinderten Kinder kein Mangel an der
Begutachtung erblickt werden. Die Gutachter konnten sich anhand der Vorakten (IV-
act. 29-1 f.) und der Angaben der Beschwerdeführerin hinreichende Kenntnis über die
Behinderungen der Kinder verschaffen. Im Übrigen ergibt sich weder aus den Akten
noch den Ausführungen der Beschwerdeführerin, dass die Behinderung des Sohns
einen wesentlichen Einfluss auf den Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin hat.
Das Gesagte gilt sinngemäss auch mit Blick auf die Haushaltsabklärung.
2.1.2 Was die Krankheit der Tochter anbelangt, so erhielt Dr. E._ bei der
persönlichen Untersuchung ein vollständiges Bild über die Auswirkung der
Behinderung der Tochter auf die Psyche der Beschwerdeführerin. Diese führte aus, die
Behinderung der Tochter habe sie schockiert und traumatisiert. Zunächst habe sie
noch Hoffnung auf Besserung gehabt. Sie hätten für die Tochter viele Therapien
ausprobiert, ab ca. 2005 habe sie jedoch einsehen müssen, dass ihre Tochter für
immer krank sei. Seither habe sie Schmerzen am ganzen Körper entwickelt und sei
depressiv geworden (IV-act. 28-3; "eine Welt [sei] für sie zusammengebrochen, als die
Tochter die Diagnose «Autismus» bekommen habe",
IV-act. 28-4). Des Weiteren berichtete die Beschwerdeführerin dem psychiatrischen
Gutachter über ihren Alltag mit der behinderten Tochter (IV-act. 28-3 f.). Beim
Psychostatus hielt Dr. E._ fest, die belastenden Lebensumstände seien emotional
aufgewühlt berichtet worden. Vorherrschend seien Klagen über Schwierigkeiten des
familiären Zusammenlebens aufgrund der behinderten Tochter (IV-act. 28-5). Bei der
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit setzte er sich mit der Behinderung der Tochter und
deren Einfluss auf die Beschwerdeführerin ausführlich und schlüssig auseinander (IV-
act. 28-5 f.; vgl. auch IV-act. 29-11).
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2.1.3 Sodann stehen im hier zu beurteilenden Fall die gesundheitlichen
Beeinträchtigungen der Beschwerdeführerin im Vordergrund, welche die Gutachter im
Rahmen eigener Untersuchungen lege artis und von der Beschwerdeführerin
ansonsten nicht kritisiert abgeklärt haben. Umfassende Detailkenntnisse der
Behinderung der Kinder als (Mit-)Ursache der gesundheitlichen Beschwerden waren
deshalb für eine aussagekräftige Einschätzung der Arbeitsfähigkeit der
Beschwerdeführerin nicht erforderlich. Die Beschwerdeführerin benennt denn auch
keine relevanten Gesichtspunkte (vgl. act. G 1, S. 5), welche die Gutachter übersehen
hätten. Vor diesem Hintergrund besteht kein Anlass für den von der
Beschwerdeführerin beantragten Beizug der "Akten der Beschwerdegegnerin bezüglich
der Kinder der Beschwerdeführerin" (siehe hierzu act. G 1, Verfahrensantrag, S. 2).
2.2 Des Weiteren hält die Beschwerdeführerin die gutachterliche Beurteilung im
Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung vom 4. Oktober 2013 für veraltet (act. G 1,
S. 8). Die Untersuchung durch die Gutachter erfolgte am 19. März 2012 (IV-act. 29-1).
Angesichts dessen, dass kein degenerativer oder ein sonstwie zwangsläufig
fortschreitender Krankheitszustand vorliegt und sich weder aus den Akten noch den
Ausführungen der Beschwerdeführerin Hinweise für eine gesundheitliche
Verschlechterung bis Verfügungserlass ergeben, kann mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit von einem stationären Gesundheitszustand ausgegangen werden.
Es besteht damit kein Anlass für weitere medizinische Abklärungen.
2.3 Bei der Würdigung der gutachterlichen Einschätzung (IV-act. 29 und IV-act. 34)
der Beschwerdeführerin fällt ferner ins Gewicht, dass sie auf eigenständigen
Abklärungen beruht und für die streitigen Belange umfassend ist. Die medizinischen
Vorakten wurden verwertet und die von der Beschwerdeführerin geklagten
Beschwerden gewürdigt. Die Bescheinigung einer 60%igen Arbeitsfähigkeit leuchtet in
der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der
medizinischen Situation ein. Weiter bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass objektiv
wesentliche Tatsachen nicht berücksichtigt worden wären.
3.
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Ausgehend von einer 60%igen Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten ist für
den Erwerbsbereich die Erwerbsunfähigkeit zu bestimmen. Dabei kann offen bleiben,
ob - wie die Beschwerdegegnerin erst im Beschwerdeverfahren geltend macht (act.
G 4, Rz 5 und Rz 9 f.) -, dem medizinisch festgestellten Gesundheitsschaden die
invalidisierende Wirkung abgeht. Denn selbst wenn dies verneint würde, resultiert kein
rentenbegründender Invaliditätsgrad (siehe nachstehende E. 5).
3.1 Wie die Beschwerdeführerin zutreffend vorbringt (act. G 1, S. 5), ist sie aus
somatischer Sicht zur Erreichung der bescheinigten Arbeitsfähigkeit aufgrund
vermehrten Pausenbedarfs und reduzierter Leistungsfähigkeit auf eine ganztägige
Präsenz angewiesen (IV-act. 29-8; siehe auch Stellungnahme des RAD vom 15. Mai
2012, IV-act. 30-1). Da die Beschwerdeführerin somit unabhängig vom ausgeübten
Pensum über eine verminderte Leistungsfähigkeit verfügt, sinkt diese entsprechend der
Reduktion des Beschäftigungsgrades (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom
20. Dezember 2013, 8C_428/2013, E. 4.3 und 4.3.1 f.). Mit anderen Worten entspricht
die Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten stets 60% des Erwerbspensums.
In Anbetracht dessen, dass die Beschwerdeführerin in der Vergangenheit erheblich
schwankende Einkommen erzielt hat (siehe IK-Auszug, IV-act. 6) und damit keine
repräsentative Grundlage für die Bestimmung des Valideneinkommens besteht, ist
entsprechend der Bestimmung des Invalideneinkommens auf die Tabelle TA1 der
Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik, Total
sämtlicher Wirtschaftszweige, tiefstes Anforderungsniveau, Frauen, abzustellen. Da die
beiden Vergleichseinkommen somit auf derselben Grundlage zu berechnen sind, kann
ein Prozentvergleich vorgenommen werden (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 25.
Januar 2011, 9C_882/2010, E. 7.1).
3.2 Zu klären ist damit lediglich noch die Frage nach der Höhe des
Tabellenlohnabzugs. Die Beschwerdeführerin ist selbst bei leichten körperlichen
Tätigkeiten über die quantitative Beeinträchtigung hinaus erheblich qualitativ
beeinträchtigt (IV-act. 29-7, -11 und -12 f.; IV-act. 30-1 f.), was verglichen mit
gesunden Hilfsarbeiterinnen einen wesentlichen Konkurrenznachteil darstellt. Andere
Gründe, die einen lohmindernden Effekt auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt befürchten
lassen, bestehen nicht. Deshalb erscheint ein Tabellenlohnabzug von höchstens 10%
angemessen. Bei einem 10%igen Tabellenlohnabzug ergibt sich für den
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Erwerbsbereich ein Invaliditätsgrad von 46% (40% + [60% x 10%]) bzw. gewichtet an
das 50%ige Erwerbspensum von 23% (46% x 50%).
4.
Sodann ist zwischen den Parteien der Umfang der Beeinträchtigungen im Haushalt
umstritten.
4.1 Hinsichtlich des Beweiswerts eines Abklärungsberichts Haushalt ist wesentlich,
dass er von einer qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis der örtlichen und
räumlichen Verhältnisse sowie der aus den medizinischen Diagnosen sich ergebenden
Beeinträchtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Angaben der versicherten
Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht
aufzuzeigen sind. Der Berichtstext muss schliesslich plausibel, begründet und
angemessen detailliert bezüglich der einzelnen Einschränkungen sein sowie in
Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen (in der
Amtlichen Sammlung nicht veröffentlichte, aber in AHI 2003 S. 218 publizierte E. 2.3.2
des Urteils BGE 129 V 67 [I 90/02 vom 30. Dezember 2002]). Dabei hat sich die
Abklärung im Haushalt auch auf den zumutbaren Umfang der Mithilfe von
Familienangehörigen, die im Rahmen der Schadenminderungspflicht zu
berücksichtigen ist und weiter geht als die ohne Gesundheitsschädigung üblicherweise
zu erwartende Unterstützung, zu erstrecken (BGE 133 V 509 f. E. 4.2 mit Hinweisen).
Rechtsprechungsgemäss bedarf es des Beizugs einer ärztlichen Fachperson, die sich
zu den einzelnen Positionen der Haushaltführung unter dem Gesichtswinkel der
Zumutbarkeit zu äussern hat, nur in Ausnahmefällen, namentlich bei unglaubwürdigen
Angaben der versicherten Person, die im Widerspruch zu den ärztlichen Befunden
stehen (Urteile des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007:
Sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts] vom 6. September 2004, I 249/04,
E. 5.1.1; zum Ganzen: Urteil des EVG vom 20. Dezember 2006, I 693/06, E. 6.2 mit
Hinweisen). Denn ausschlaggebend ist nicht die medizinisch-theoretische
Arbeitsunfähigkeit, sondern wie sich der Gesundheitsschaden in der nichterwerblichen
Betätigung konkret auswirkt, was durch die Abklärung an Ort und Stelle zu erheben ist
(Urteil des Bundesgerichts vom 30. Juni 2008, 9C_25/2008, E. 4.2).
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4.2 Gegen die im Abklärungsbericht vom 23. Dezember 2011 vorgenommene
Beurteilung der Einschränkungen im Haushalt (IV-act. 21) wendet die
Beschwerdeführerin verschiedene Mängel ein (act. G 1).
4.2.1 Aus der Sicht der Beschwerdeführerin spricht die medizinische Beurteilung der
Dres. D._ und E._ gegen die Ergebnisse der Haushaltsabklärung (act. G 1, S. 6 f.).
Die Gutachter hatten Kenntnis der Haushaltsabklärung (IV-act. 29-10). Sie setzten sich
damit indessen nicht näher auseinander, sondern beliessen es bei unkommentierten
Hinweisen. Aus somatischer Sicht hielt Dr. D._ eine (erwerbliche) Küchentätigkeit für
zumutbar, wenn sie körperlich leicht und teilweise sitzend ausübbar sei (IV-act. 29-7).
Für ihn wären auch leichte Reinigungstätigkeiten "eher als Hauswartin" im Rahmen
einer Erwerbstätigkeit denkbar (IV-act. 29-11). Hinzu kommt, dass die
Haushaltstätigkeit der von Dr. E._ aus psychiatrischer Sicht definierten
leidensangepassten Tätigkeit im Wesentlichen entspricht (IV-act. 28-6), da sie keine
hohen Anforderungen an Konzentration und Aufmerksamkeit stellt und weder mit
Fliessbandarbeit oder (wesentlicher) Maschinenbedientätigkeit einhergeht. In
Anbetracht dieses Anforderungsprofils an leidensangepasste Tätigkeiten, der
flexibleren, der raschen Erschöpfbarkeit (siehe hierzu IV-act. 29-11) besser
entsprechenden Zeiteinteilung im Rahmen der Haushaltstätigkeit und der
rechtsprechungsgemäss zu berücksichtigenden Mithilfe der Familienangehörigen
erscheint es nachvollziehbar, dass im Rahmen der Haushaltsabklärung erheblich
geringere Einschränkungen als in einer Erwerbstätigkeit resultieren. Ferner wirken sich
die von den Gutachtern angesprochenen, die Ausübung einer Erwerbstätigkeit
limitierenden Aspekte der mangelnden Bildung und schlechten Deutschkenntnisse (IV-
act. 29-11) nicht negativ aus. Schliesslich sind die Abklärungsergebnisse auch
vereinbar mit den Angaben von Dr. C._ zu den gesundheitlichen Einschränkungen in
leidensangepassten Tätigkeiten (IV-act. 23-4).
4.2.2 Soweit die Beschwerdeführerin ohne nähere Begründung die von der
Abklärungsperson berücksichtigte Mithilfe der Familienangehörigen rügt (act. G 1,
S. 6 f.), so ergeben sich weder daraus noch aus den Akten Mängel am
Abklärungsbericht. Die Abklärungsperson stützte sich beim Einbezug der zumutbaren
Mithilfe auf die Angaben der Beschwerdeführerin, wonach ihr Ehegatte und ihr ältester
Sohn (geboren 199_) Unterstützung im Haushalt böten (IV-act. 17-6 f.). Eine
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Unzumutbarkeit ist weder dargetan noch ersichtlich.Aus den Angaben der
Beschwerdeführerin geht des Weiteren hervor, dass sie einen Grossteil der anfallenden
Haushaltstätigkeiten noch selbst verrichten kann (Kochen, Küchenreinigung, Füllen der
Abwaschmaschine, Staubsaugen, Böden aufnehmen, Kleineinkauf, Sortieren und
Füllen der Waschmaschine, Aufhängen und Bügeln, IV-act. 21-4; siehe auch ihre
Angaben anlässlich der psychiatrischen Begutachtung, IV-act. 28-3 f.) und auch bei der
Betreuung der Kinder, insbesondere der Tochter, nicht wesentlich eingeschränkt ist (IV-
act. 21-4). Die Tochter der Beschwerdeführerin befindet sich werktags an drei Tagen
von 9:00 bis 15:30 Uhr und an zwei Tagen von 9:00 Uhr bis mittags auswärts in einer
Behinderteninstitution (IV-act. 21-2 und act. G 1, S. 8). Zu Hause wird die Tochter nicht
nur durch die Beschwerdeführerin, sondern auch andere Familienmitglieder betreut (IV-
act. 21-2). Nachts benötigt die Tochter grundsätzlich keine Betreuung (IV-act. 21-4).
4.2.3 Dass die Abklärungsperson im Licht dieser Verhältnisse, in Kenntnis der
Familienumstände (insbesondere der Behinderung der Tochter) und in Nachachtung
der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zur zumutbaren Mithilfe der
Familienangehörigen (BGE 133 V 509 E. f. E. 4.2) das Bestehen umfangreicher
Einschränkungen verneint hat, erscheint nachvollziehbar. Ob die gänzliche Verneinung
einer Einschränkung im Haushalt sämtlichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen und
der Gesamtsituation der Beschwerdeführerin und ihrer Familie indessen gerecht wird,
kann vorliegend offen bleiben. Denn gestützt auf das vorstehend Ausgeführte kann
zumindest eine über 30% liegende Einschränkung im Haushalt mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit verneint werden. Um einen rentenbegründenden
Gesamtinvaliditätsgrad zu erreichen, wäre indessen ein ungewichteter Invaliditätsgrad
von mindestens 33% erforderlich.
5.
Selbst wenn zugunsten der Beschwerdeführerin für den Haushaltsbereich von einem
ans Pensum gewichteten Teilinvaliditätsgrad von 15% (30% x 50%) ausgegangen
würde, resultierte bei einem ans Pensum gewichteten Teilinvaliditätsgrad im
Erwerbsbereich von 23% (siehe vorstehende E. 3.2) ein nicht rentenbegründender
Gesamtinvaliditätsgrad von 38% (15% + 33%).
6.
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Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen. Das Beschwerdeverfahren ist
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom
Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG).
Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint in der vorliegend zu beurteilenden
Angelegenheit als angemessen. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend ist sie
vollumfänglich der Beschwerdeführerin aufzuerlegen. Der von ihr geleistete
Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist daran anzurechnen. Ausgangsgemäss hat die
Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung.