Decision ID: c47cbe65-276e-4f4b-8354-82828609f842
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren
1978
, war seit dem 4.
Januar
2010
als Archi
tekt bei der
Y._
GmbH, Zürich, tätig
und über diese bei der Suva gemäss dem Bundes
gesetz über die Unfall
ver
siche
rung (UVG) gegen Unfälle, unfallähn
liche Kör
perschä
digun
gen und
Berufs
krankheiten ver
sichert, als er am 2
5.
März 2012 beim Eishockey Spielen
von einem Mitspieler gestossen wurde, stürzte und sich an seiner linken
Schulter verletzte (
Urk.
7/1). In der Folge teilte ihm
die Suva am 2
9.
März 2012 mit, dass sie für den Unfall vom 2
5.
März 2012 die Versicherungsleistungen erbringen werde (
Urk.
7/3). Am 1
9.
April 2012 teilte die
Y._
GmbH der Suva mit, dass der Versicherte auf Grund des Ereignisses vom 2
5.
März 2012 während insgesamt zwei Tagen,
nämlich
vom 2
5.
bis 2
6.
März 2016, arbeitsunfähig gewesen sei, und dass die
Behand
lung der Unfallfolgen abgeschlossen worden sei
(
Urk.
7/7), worauf die Suva den Fall
formlos abschloss
.
1.2
Am 1
1.
März 2014 meldete die
Y._
GmbH der Suva
, dass der Versicherte am 2
8.
November 2012 einen Rückfall
zum Unfall vom 2
5.
März 2012
erlitten habe (
Urk.
7/12)
. Diesbezüglich wurde die Heilbehandlung im Februar 2014
abgeschlossen (
Urk.
7/17),
worauf
die Suva den Fall formlos ab
schloss
.
1.3
Am 2
6.
November 2015 meldete die
Y._
GmbH der Suva
, dass der Versicherte
am
2
6.
September 2015
einen weiter
e
n Rückfall zum Umfall vom 2
5.
März 2012 erlitten habe
(
Urk.
7/19).
Mit Schreiben vom
3.
März 2016 (Urk.
7/32/11-12) teilte die Suva dem Versicherten mit, dass
eine Leistungs
pflicht für den gemeldeten Rückfall zum Unfall vom 2
5.
März 2012 mangels eines sicheren oder wahrscheinlichen Kausalzusammenhang
s
zwischen
den gegenwärtig bestehende
n
Schulterbeschwerden
und dem versicherten Unfall
zu verneinen sei. Da
ran
hielt
sie
mit Erlass der Verfügung vom
2
5.
April 2016 (
Urk.
7/33) fest.
Die vom Versicherten
am
1
1.
Mai 2016
dagegen erhobene Ein
sprache (
Urk.
7/34/1-2)
wies die Suva
mit Entscheid vom 2
3.
September 2016
(Urk.
7/46
=
Urk.
2
) ab.
2.
Gegen den Einspracheentscheid vom 23.
September
2016 (Urk. 2) erhob der Ver
si
cherte
am
2
6.
Oktober
2016 Be
schwerde und beantragte, dieser sei auf
zuhe
ben und es
sei die Suva zu verpflichten, ihm
die gesetzlichen Leistungen, ins
besondere Heilbehandlung und Taggeld, zu erbringen; eventuell sei eine neu
trale fachmedizinische Beurteilung in Auftrag zu geben (
Urk.
1 S. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom
1
7.
November 2016
beantragte die Suva die Abwei
sung der Beschwerde (Urk.
6
S. 2), worauf
der Beschwerdeführer mit Ein
gabe vom 1
1.
Januar 2017 (
Urk.
8) einen weiteren
Arztbericht (
Urk.
9) ein
reichte. Mit
Verfügung vom
24.
Januar
2017 (Urk. 10)
wurden der Suva
eine Kopie der Eingabe des Versicherten vom 1
1.
Januar 2017 und dem Versicherten eine Kopie der Beschwerdeantwort zugestellt.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. November 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundesge
setzes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfall
versicherung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen,
die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat
(vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).
Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am
2
5.
März 2012
ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva
lidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der glei
chen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit
andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.3
Die Versicherungsleistungen werden auch für Rückfälle und Spätfolgen gewährt (Art. 11 UVV). Bei einem Rückfall handelt es sich um das Wiederaufflackern einer vermeintlich geheilten Krankheit, so dass es zu ärztlicher Behandlung, möglicherweise sogar zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt; von Spätfolgen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe längerer Zeit organische oder auch psychische Veränderungen bewirkt, die zu einem anders gearteten Krankheitsbild
führen können (BGE 118 V 293 E.
2c mit Hinweisen).
1.4
Bei einem Rückfall obliegt es der versicherten Person, das Vorliegen eines natürli
chen Kausalzusammenhangs zwischen dem neuen Beschwerdebild und dem Unfall mit dem im Sozialversicherungsrecht geltenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachzuweisen. Je grösser der zeitliche Abstand zwischen dem Unfall und dem Auftreten der gesundheitlichen Beein
trächtigung ist, desto strengere Anforderungen sind an den Wahrscheinlich
keitsbeweis des natürlichen Kausalzusammenhangs zu stellen. Bei Beweislosig
keit fällt der Entscheid zu Lasten der versicherten Person aus. Werden durch ei
nen Unfall Beschwerden verursacht, übernimmt die Unfallversicherung den durch das Unfallereignis verursachten Schaden, spätere Gesundheitsstörungen dagegen nur, wenn eindeutige Brückensymptome gegeben sind (Urteil des Bun
desgerichts 8C_113/2010 vom 7. Juli 2010 E. 2.3 mit Hinweisen).
1.
5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorak
ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2
.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging im angefochtenen Einspracheentscheid vom 2
3.
September 20
16
(
Urk.
2) gestützt die Beurteilung durch Suva-Kreisarzt,
Dr.
med.
Z._
, Facharzt für Chirurgie, vom 1
6.
Juni 2016 davon aus, dass die in der Zeit ab 2
6.
September 2015 erneut aufgetretenen Beschwerden im Bereich der linken Schulter des Beschwerdeführers degenerativer Natur und nicht durch das Unfallereignis vom 2
5.
März 2012 verursacht worden seien, weshalb dafür keine Leistungspflicht bestehe (S. 6).
2.2
Der Beschwerdeführer bringt
hiegegen
vor, dass
es sich bei den erneut aufgetrete
nen Schulterbeschwerden weiterhin um Folgen des Unfalls vom 2
5.
März 2012
gehandelt habe. Er habe
zwischenzeitlich nur deswegen
keine Beschwerden mehr verspürt
, weil er
in dieser Zeit
seine Schulter besonders geschont habe (
Urk.
1 S. 3).
3.
3.1
Den Akten ist zu entnehmen, dass
der Beschwerdeführer auf
Grund des
ursprüng
lichen Unfalls
vom 2
5.
März 2012
lediglich
während insgesamt zwei Tagen,
am Unfalltag
vom 2
5.
März 201
2
sowie am darauf folgenden Tag, arbeitsunfähig war (
Urk.
7/7), sodass ein Taggeldanspruch nicht entstanden ist (
Art.
16
Abs.
2 UVG). Unter diesen Umständen ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin den
ursprüngliche
n
Unfall administrativ formlos
abschloss (
Art.
51
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
).
Des Gleichen ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin
nach dem
Rückfall vom
2
8.
November 2012 (
Urk.
7/12)
den Fall erneut formlos abschloss. Denn es bestand keine Arbeitsunfähigkeit und es wurde lediglich Heilbehandlung geleistet
(
Urk.
7/17)
.
3.2
Streitig und zu prüfen ist
im Folgenden daher anhand des massgebenden medizi
nischen Sachverhalts
, ob
der Beschwerdeführer
hinsichtlich der
ab 2
6.
September 2015 aufgetretenen Schulterbeschwerden (
Urk.
7/19), welche als
Rückfall zum Unf
all vom 2
5.
März 2012 gemeldet wurden
, einen Leistungsan
spruch
hat. Dabei stellt sich insbesondere die Frage, ob die geklagten Beschwer
den in einem natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang
zum
Ereignis vom
2
5.
März 2012
stehen.
3.3
Die Ärzte des Spitals
A._
, Radiologie, erwähnten in ihrem Bericht vom
8.
Dezember 2012 (
Urk
7/26/2-3), dass beim Beschwerdeführer am
7.
Dezember 2012 eine
Arthrographie
und eine Magnetresonanztomographie (MRI) des linken Schultergelenks durchgeführt worden sei
en. Diese Untersuchungen
hätten
eine
v
ordere Intervalll
äsion
, erkennbar an Konturunregel
mässigkeiten am
Oberrand
der
Subscapularissehne
,
und
ein verdicktes
korakohumerales
und
superiores
glenohumerales
Ligament, ohne Hinweise auf weitere wesentliche Rupturen im Bereich der
Rotatorenmanschette
, ohne
ossäre
Läsionen und ins
besondere ohne
eine
Hill-Sachs-Läsion
,
ergeben. Bei geringen Unregelmässig
keiten am Unterrand der
Su
praspinatussehne
bestehe
zudem ein
Verdacht auf eine
Pastal
äsion
(S. 2).
3.4
Dr.
med.
B._
, Fachärztin für
Allgemeine Innere Medizin
,
diagnost
i
zierte mit Bericht vom 1
8.
Dezember 2015 (
Urk.
7/23/1) eine
Impinge
ment
symptomatik
bei Sturz nach Trauma mit
Pastaläsion
im März 2012 und erwähnte, dass der Beschwerdeführer seit dem Unfallereignis vom März 2012 unter intermittierend auftretenden Schmerzen im Bereich der linken Schulter und seit drei Monaten unter akzentuierten Beschwerden, insbesondere bei Ele
vation, leide. Sie führte aus, dass die Behandlung voraussichtlich in acht Wochen, nach Beendigung der Physiotherapie abgeschlossen werden könne.
3.5
Die Ärzte der Klinik
C._
, Radiologie, erwähnten im MRI-Bericht vom 1
7.
Februar 2016 (
Urk.
7/39/3), dass eine gleichentags durchgeführte
Arthro
-MRI der linken Schulter des Beschwerdeführers eine
subacromiale
Impinge
ment-Konfiguration
, eine Bursitis
subacromialis
/
subdeltoidea
, eine
Tendinopa
thie
der
Supraspinatussehne
mit einer kleinen gelenksseitigen und einer kleinen
bursaseitigen
Partialläsion sowie eine
Tendinopathie
der
Infraspinatussehne
, der
Subscapularissehne
sowie der
langen
Bizepssehne
ergeben
habe
.
3.6
Dr.
med.
D._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und für Rheuma
tologie, führte in seiner Stellungnahme vom
1.
April 2016 (
Urk.
7/32/8) zuhanden des Beschwerdeführers aus, dass die Überlegung
en
der Suva im Hin
blick auf die beabsichtigte Leistungseinstellung durchaus plausibel seien, dass andererseits die Beschwerden erstmals nach dem Unfallereignis im Jahre 2012 aufgetreten seien, dass Brückensymptome vorhanden seien, dass die Suva im Jahre 2014 einen vorgängigen Rückfall anerkannt habe, und dass seit dem Unfallereignis im Jahre 2012 bildgebend keine wesentlichen neuen Befunde erhoben worden seien.
3.7
Der Kreisarzt der Beschwerdegegnerin,
Dr.
med.
Z._
,
Facharzt für Chirur
gie, führte in seine
r
auf Grund der Akten verfassten
Beurteilung
vom 1
5.
Juni 2016 (
Urk.
7/40) aus, dass die im MRI vom
7.
Dezember 2012 beschriebe
nen Veränderungen keine eindeutig unfallbedingte, strukturelle Läsi
onen darstellten, und dass sämtliche beschriebenen Veränderungen auch einer rein degenerativen Genese zugeschrieben werden könnten. Insbesondere sei
nur der Verdacht auf
eine
Pastal
äsion
erhoben worden, weshalb eine solche nicht
gesichert
sei.
Sodann seien an der
Subscapularissehne
lediglich Konturunregel
mässigkeiten und kein Riss beschrieben worden. Gegen eine traumatisch bedingte Läsion sp
reche auch die zwischenzeitlich eingetretene
Beschwerde
freiheit. Denn bei einer traumatischen
Rotatorenmanschettenläsion
sei
nicht bereits nach
einer kurzen
Zeit
mit
eine
r
Beschwerdefreiheit zu
rechnen
. Bei unfallbedingten strukturellen Läsionen sei vielmehr davon auszugehen, dass die Beschwerden nach dem Trauma kontinuierlich anhielten
(S. 4)
.
Gestützt auf die Ergebnisse der
am 1
7.
Februar 2016 durchgeführten MRI sei davon auszugehen, dass die
Rotatorenmanschettenveränderungen
, einschliess
lich der Bursitis
subacromialis
/
subdeltoidea
,
durch eine
subacromiale
Impinge
ment
konfiguration
verursacht
worden sei. Dieses
Impingement
sei
durch Dege
neration oder Einklemmung von Gelenkkapsel- oder Sehnenmaterial zwischen dem Oberarmkopf und dem Schulterdach
entstanden. Dabei seien
die Sehnen
strukturen und der Schleimbeutel bei jedem Anheben des Armes etwas gequetscht
worden, was
zu einer
Tendinopathie
und zu (Partial
)Rupturen der Sehnen
geführt haben könnte
. Diese Veränderungen seien nicht unfallbedingt, sondern entsprächen einer degenerativen Schädigung. Für eine degenerative Schädigung spreche sodann der Umstand, dass die Beschwerden gemäss den Angaben des Beschwerdeführers ungefähr einen Monat nach der Wiederauf
nahme des Krafttrainings aufgetreten seien
. Des Weiteren sei auch kein adä
quater Unfallmechanismus für eine
Rotat
orenmanschettenläsion
erstellt. Denn dafür reiche eine
Kontusion nicht aus (S. 5).
3.8
Dr.
med.
E._
, Facharzt für
Orthopädische Chirurgie und Trauma
tologie des Bewegungsapparates
, diagnostizierte in seinem Bericht vom 2
1.
Dezember 2016 (
Urk.
9) ein posttraumatisches, chronisches,
subacromiales
Impingement
der linken Schulter bei Status nach Schlag mit nachfolgendem Sturz beim Eishockeyspiel im April 2012 (S. 1) und stellte fest, dass für die Schulterbeschwerden des Beschwerdeführers vor allem ein posttraumatisches
Impingement
, welches sich im Lauf der Zeit chronifiziert habe, ursächlich sei (S. 2).
4.
4.1
Den erwähnten medizinischen Akten ist zu entnehmen, dass
Dr.
B._
in ihrem Bericht vom 1
8.
Dezember 2015 (vorstehend E.
3.4
) eine
Impingement
symptomatik
bei Sturz nach Trauma mit
Pastaläsion
im März 2012 diagnostizierte und davon ausging, dass der Beschwerdeführer seit dem Unfall
ereignis vom 2
5.
März 2012 unter intermittierend auftretenden Schmerzen im Bereich der linken Schulter gelitten habe.
Dr.
D._
stellte
in
seiner Stellung
nahme vom
1.
April 2016 (
vorstehend E.
3.6
)
fest, dass der
Beschwerdeführer
vor
dem Unfallereignis im Jahre 2012
nicht unter Schulterbeschwerden gelitten
habe, dass
Brückensymptome vorhanden
seien
,
dass die Beschwerdegegnerin
im Jahre 2014
bereits
einen Rückfall anerkannt habe, und dass seit dem Unfaller
eignis im Jahre 2012 bildgebend keine wesentlichen neu
en Befunde erhoben worden seien. Daraus zog er den Schluss, dass
eine Unfallkausalität der Schul
terbeschwerden nicht auszuschliessen sei. Demgegenüber ging
Dr.
Z._
in seine
r
Beurteilung
vom 1
5.
Juni 2016 (
vorstehend E.
3.7
)
davon aus
, dass
eine Unfallkausalität der Schulterbeschwerden zu verneinen sei, weil einerseits die
MRI vom
7.
Dezember 2012 keine eindeutig unfallbedingte, strukturelle Läsio
nen
und eine am 1
7.
Februar 2016 durchgeführte MRI ein
subacromiales
Impin
gement
,
bei welchem es sich um eine degenerative Schädigung handle, ergeben habe,
und
weil andererseits eine zwischenzeitlich aufgetretene
Beschwerdefrei
heit
gegen eine Unfallkausalität der Schulterbeschwerden spreche.
Sodann sei
lediglich eine Kontusion und damit kein adäquater Unfallmechanismus für eine
Rotatorenmanschettenläsion
erstellt.
Dr.
E._
vertrat schliesslich die Ansicht, dass die Schulterbeschwerden des
Beschwerdeführes
auf ein posttrau
matisches
subacromiales
Impingement
der linken Schulter
zurückzuführen seien
. Dieses habe sich im Lauf der Zeit chronifiziert
(vorstehend E.
3.8
)
.
4.2
Die Beurteilung durch Dr.
Z._
vom
1
5.
Juni
2016 (vorstehend E.
3.7
) er
füllt die nach der Rechtspre
chung für eine beweiskräf
tige medizi
nische Ent
schei
dungs
grundlage vor
aus
ge
setzten
Kri
terien (vgl. vor
steh
end E.
1.5
). Denn einer
seits verfügte er
als Facharzt für Chirurgie über eine für die Beurteilung
des somatischen Gesundheitsschadens des Beschwerde
führers angezeigte medi
zini
sche Weiter
bildung. Andererseits setzte er sich eingehend mit dem Unfall
hergang sowie mit den
me
dizi
nischen Vorakten und den Ergebnissen der
bildgebenden Untersu
chungen auseinander und begrün
dete seine Schluss
fol
gerungen
,
wonach
die Gesundheits
beeinträchtigung im Bereich der linken Schulter durch ein unfallfremdes, degeneratives Geschehen im Sinne eines
subacromialen
Impingement
verursacht worden sei,
und wonach
Rückfallkausalität zu vernei
nen sei,
in nachvollziehbarer Weise
.
4.3
Die Beurteilung durch Dr.
Z._
vermag auch insofern zu überzeugen, als er die Ansicht vertrat, dass
die MRI des linken Schultergelenks des Beschwerdeführers vom
7.
Dezember 2012 und vom 1
7.
Februar 2016 keine eindeutig unfallbe
dingte, strukturelle Läsionen
,
sondern ein
subacromiales
Impingement
ergeben hätten,
welches durch
Einklemmung von Gelenkkapsel- oder Sehnenmaterial zwischen dem Oberarmkopf und dem Schulterdach
entstanden sei
, wodurch eine
Tendinopathie
beziehungsweise
(Partial-)R
upturen
von
Sehnen
hätten verursacht werden können
, und dass es sich dabei um eine degenerative
Schädi
gung
handle. Des Weiteren vermag zu überzeugen, dass
Dr.
Z._
in Berück
sichtigung der
medizinische
n
Erfahrungstatsache, wonach nach unfallbeding
ten, strukturellen Läsionen im Bereich der
Rotatorenmanschette
kontinuierlich anhaltende Beschwerden
zu erwarten sei
en
,
die Ansicht vertrat,
dass die beim Beschwerdeführer
bereits kurze Zeit nach dem Unfallereignis
aufgetretene Beschwerdefreiheit gegen eine Unfallkausalität
der am 2
6.
September 2015 auf
getretenen Beschwerden
spreche. Diese Beurteilung ist auf Grund des Umstan
des, dass der Beschwerdeführer unmittelbar nach dem Unfallereignis vom 2
5.
März 2012 lediglich während zwei Tagen arbeitsunfähig war,
sowie des Umstandes,
dass die unfallbedingte Behandlung im April 2012 vorerst hatte abgeschlossen werden können (Urk. 7/7) und erst nach dem Rückfall vom 2
8.
November 2012 (
Urk.
7/12) wieder aufgenommen wurde, nicht zu beanstan
den. Schliesslich vermag zu überzeugen
, dass
Dr.
Z._
auf Grund des Umstan
des, dass die erstbehandelnden Ärzte nach dem Unfall vom 2
5.
März 2012 unbestrittenermassen (vgl.
Urk.
1 S. 2) lediglich eine Schulterkontusion diagnostizierten (vgl.
Urk.
7/6)
,
einen adäquaten
Unfallmechanismus für ein
e
Rotatorenmanschettenläsion
verneinte.
4.4
Demgegenüber ist dem Beschwerde
führer nicht zu folgen, wenn
er gestützt darauf
, dass er
nach
dem gemeldeten Rückfall vom 2
6.
September 2015 (vgl.
Urk.
7/19)
unter den gleichen Beschwerden wie unmittelbar nach dem Unfall vom 2
5.
März 2012 gelitten habe,
auf eine Unfallkausalität sei
ner Beschwerden schliessen will (Urk. 1 S. 3)
Denn, entgegen der Ansicht des Beschwerde
führers,
entspräche
dies
der unzulässigen
Beweismaxime "
post
hoc ergo
propter
ho
c" (vgl. BGE 119 V 335 E. 2b/
bb
) und
genügt
e
dem im Sozialver
sicherungsrecht erforderlichen Beweisgrad der über
wiegenden Wahr
schein
lich
keit nicht
.
4.5
Die Beurteilung durch Dr.
Z._
vermag grundsätzlich die für eine
beweiskräf
tige medizi
nische Ent
scheidungs
grundlage vor
aus
ge
setzten Kriterien
zu erfüllen. Dabei schadet nicht, dass es sich um ein Aktengutachten handelt, da auch reinen Aktengutachten voller Be
weiswert zukommen kann, sofern ein lücken
loser Befund vorliegt und es im Wesent
li
chen nur um die ärztliche Beurteilung
eines an sich feststehenden me
dizini
schen
Sachverhalts geht (Urteil des Bundes
gerichts 8C_641/2011 vom 22. Dezember 2011 E. 3.2.2 mit Hinweisen). Dies ist vorliegend der Fall.
Einer Ak
tenbeurteilung stand daher
nichts entgegen.
4.6
In Bezug auf die Beurteilung durch Dr.
Z._
gilt es indes zu beachten, dass
dieser Kreisarzt der Beschwerdegegnerin ist, und dass Berichten versiche
rungs
in
terner medizinischer Fachpersonen rechtspre
chungsgemäss zwar Beweis
wert zukommt, dass diesen Berichten indes nicht dieselbe Beweiskraft wie einem gerichtlichen oder einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG vom Versiche
rungsträ
ger in Auftrag gegebenen externen Gutachten zu
erkannt wird, wes
halb bei auch nur geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versiche
rungsinternen ärztlichen Feststellungen ergän
zende Abklärungen vor
zu
nehmen sind (BGE 135 V 471 E. 4.6).
Zu prüfen ist im Folgenden daher, ob die übrigen medizinischen Akten geeignet sind,
Zweifel an der Zuver
lässigkeit und Schlüs
sigkeit der Feststellungen
durch
Dr.
Z._
zu begründen.
4.7
Die Beurteilung durch
Dr.
B._
vom 1
8.
Dezember 2015
(
vorste
hend E.
3.4
) vermag insofern nicht zu überzeugen, als sie darin eine
Impinge
ment
symptomatik
bei Sturz nach Trauma mit
Pastaläsion
im März 2012 diagnostizierte und davon ausging, dass der Beschwerdeführer seit dem Unfall
ereignis vom 2
5.
März 2012 unter intermittierend auftretenden Schmerzen im Bereich der linken Schulter gelitten habe. Denn
diese Beurteilung steht im Widerspruch zu den Ergebnissen der
MRI des linken Schultergelenks vom
7.
Dezember 201
2.
Dabei wurden
lediglich geringe Unregelmässigkeiten am Unterrand der
Supraspinatussehne
sowie ein
Verdacht auf eine
Pastal
äsion
fest
gestellt
, ohne dass
darin
der Befund einer
Pastal
äsion
erhoben worden wäre. Andererseits steht auf Grund der Akten fest, dass der Beschwerdeführer spä
testens ab April 2012 (vgl.
Urk.
7/7) bis zum Rückfall vom 2
8.
November 2012 (
Urk.
7/12) beschwerdefrei war, und dass die Behandlung der Unfallfolgen hatte eingestellt werden können. Insofern
Dr.
B._
in ihrem Bericht vom 1
8.
Dezember 2015 eine Unfallkausalität der seit dem 2
6.
September 2015 aufgetretenen Schulterbeschwerden postulieren wollte,
beruht ihre Beurteilung
daher
auf unzutreffenden tatsächlichen Annahmen, weshalb darauf vorliegend nicht abgestellt werden kann.
4.8
Nicht zu überzeugen vermag sodann
die Beurteilung durch
Dr.
D._
vom
1.
April 2016 (vorstehend E. 3.6)
, insofern
dieser darin davon ausging
, dass
Brückensymptome vorhanden
gewesen seien. Denn auf Grund der Akten ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer spätestens ab April 2012 (vgl.
Urk.
7/7) bis zum Rückfall vom 2
8.
November 2012 (
Urk.
7/12) und anschlies
send nach
Abschluss der Heilbehandlung
im Februar 2014 (
Urk
7/17)
bis zum gemeldeten Wiederauftreten der Schulterbeschwerden am 2
6.
Sep
tember 2015 beschwerdefrei war
, ohne
dass
den Akten
Hinweise auf Brücken
symptome
zu entnehmen wären
. Insofern
Dr.
D._
aus dem Umstand, dass
seit dem Unfallereignis bildgebend keine wesentlichen neuen Befunde erhoben
wurden
, auf
eine Unfallkausalität der Schulterbeschwerden
schliessen will, kann auf dessen Beurteilung zudem nicht abgestellt werden, weil
dies
der
unzu
lässigen
Beweismaxime "
post
hoc ergo
propter
hoc"
entspräche
(vgl.
vorstehend E.
4.4
).
4.9
Nicht abgestellt werden kann schliesslich auf die Beurteilung durch
Dr.
E._
, weil es dessen Beurteilung
an einer nachvollziehbaren Begrün
dung der
darin
postulierten Unfallkausalität beziehungsweise der
darin
gestell
ten Diagno
se eines
chronifzierten
, posttraumatischen,
subacromialen
Impinge
ment
s
der linken Schulter fehlt (vorstehend E. 3.8).
4.10
Nach Gesagtem steht fest, dass
die Beurteilungen durch
Dr.
B._
.
,
Dr.
D._
und
Dr.
E._
nicht geeignet sind, die von
Dr.
Z._
in Bezug auf die Unfallkausalität gezogenen Schlüsse in Zweifel zu ziehen.
Es kann vor
liegend daher auf die nachvollziehbare Beur
tei
lung durch Dr.
Z._
vom
1
5.
Juni
2016 (vorstehend E.
3.7
) abgestellt werden.
5
.
5
.1
Gestützt auf die nachvollziehbare und schlüssige Beurteilung durch
Dr.
Z._
vom
1
5.
Juni
2016 (vorstehend E.
3.7
) steht
daher
mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit fest, dass die Gesundheits
beein
trächtigungen
, unter welchen der Beschwerdeführer
ab 2
6.
September 2015
im Bereich
seiner linken Schulter
litt, welche der Beschwerdegegnerin als Rückfall zum Unfall vom 2
5.
März 2012 (
Urk.
7/19) gemeldet wurden,
ausschliesslich degenerativen Ursprungs sind und weder durch das versi
chert
e
Unfallereignis verursacht
noch dadurch richtungge
bend ver
schlim
mert
wurden.
Sodann ist gestützt darauf davon auszugehen, dass strukturelle Läsionen im Bereich der
linken
Rotatorenmanschette
einerseits
auf Grund der Ergebnisse der bildgebenden Untersuchungen
zu verneinen sind. Andererseits stellt der Umstand, dass
bereits kurze Zeit nach dem Unfallereignis
eine
Beschwerdefreiheit
auftrat, ein Indiz dar, welches gegen eine Unfallkausa
lität der am 2
6.
September 2015 aufgetretenen Schulterbeschwerden spricht. Ein weiteres Indiz gegen eine Unfallkausalität stellt sodann die durch die erstbehan
delnden Ärzte gestellte Diagnose
eine
r
Schulterkontusion
dar. Denn dadurch erscheint ein für eine
Rotatorenmanschettenläsion
adäquater Unfallme
cha
nismus nicht als überwiegend wahrscheinlich.
In Würdigung der gesamten Umstände ist daher mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit
davon auszugehen, dass
die
Beschwerden im Bereich der linken Schulter des Beschwerdeführers
durch ein
subacromiales
Impingement
, welches auf ein degeneratives Geschehen zurückzuführen ist
, verursacht wurden
.
5
.2
Da davon auszugehen ist, dass ergänzende Beweismassnahmen an diesem Ergeb
nis überwiegend wahrscheinlich nichts ändern,
da
sich insbesondere
ein
deutige Brückensymptome, welche für die Bejahung eines natürlichen Kausal
zusammenhangs bei einem Rückfall vorausgesetzt werden, den medizinischen Akten
nicht in rechtsgenügender Weise
entnehmen
lassen,
und da daran
auch eine nachträgliche Begutachtung nichts ändern würde,
besteht - entgegen der diesbezüglichen Eventualvorbrin
gen des Be
schwerdeführers (Urk. 1 S. 2) - für weitere Abklärungen keine Notwendigkeit (antizipierte Beweiswürdigung; BGE
124 V 90 E. 4b, 122 V 157 E. 1d mit Hinweisen).
5
.3
Obwohl für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erfor
der
lich ist, dass der Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesund
heitlicher Störu
ngen ist (vgl. vorstehend E. 1.2
; BGE 129 V 177 E. 3.1), steht auf Grund der Beurteilung durch Dr.
Z._
vom
1
5.
Juni
2016 (vorstehend E.
4.3
) fest, dass
es sich bei
den
am
2
6.
September 2015 aufgetretenen Beschwerden im Bereich der linken Schulter
des Beschwerdeführers
ausschliesslich
um solche
degenera
tiven Ursprungs handelt
e
, für welche das versicherte
Unfallereignis
vom 2
5.
März 2012
keine Teilursache mehr dar
stellte
.
Demnach ergibt sich auch
aus Art. 36 Abs. 1 UVG nichts zu Gunsten
des Beschwerdeführers
.
6.
Nach Gesagtem steht fest, dass der Beschwerdeführer einen natürli
chen Kausal
zu
sammenhangs zw
ischen den
am
2
6.
September 2015
aufgetretenen
Beschwerden im Bereich der linken Schulter
und dem
versicherten
Unfall
ereig
nis
vom 2
5.
März 2012
mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein
lichkeit
nicht
zu beweisen vermag
. Demnach handelte es sich bei dem
am 2
6.
September 2015 neu aufgetretenen Beschwerdebild nicht um einen Rückfall zum Unfall vom 2
5.
März 2012 im Sinne von
Art.
11 U
VV, weshalb
die Beschwerde a
bzuweisen
ist
.