Decision ID: 574e4398-d422-525d-aaaa-bac41e0e6a42
Year: 2006
Language: de
Court: SG_VG
Chamber: SG_VG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ S. und C. St.-Sch. sind in X. wohnhaft. Der Ehemann ist als
Unternehmensvorsorgeberater bei der B. Versicherungs-Gesell¬schaft tätig und
besuchte im Jahr 2003 an der Verwaltungsfachschule in Olten Kurse für den Abschluss
als Verwaltungsfachmann für Personalvorsorge. Die Ehefrau arbeitet im Bereich
Hauswartung der E. Liegenschaften Verwaltung AG und betreibt zusätzlich ein
Dekorationsgeschäft in X.
In der Steuererklärung 2003 deklarierte das Ehepaar St.-Sch. gemeinsam ein
steuerbares Einkommen in der Höhe von Fr. 72'297.-- sowie ein steuerbares Vermögen
in der Höhe von Fr. 0.--. Die Veranlagungsbehörde nahm in der Folge verschiedene
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Aufrechnungen vor und veranlagte die Eheleute für die Steuerperiode 2003 mit einem
steuerbaren Einkommen in der Höhe von Fr. 81'600.-- und einem steuerbaren
Vermögen in der Höhe von Fr. 0.--. Die hiergegen erhobene Einsprache vom 12.
September 2004 hiess das kantonale Steueramt teilweise gut, indem es den geltend
gemachten Verlust aus selbständiger Erwerbstätigkeit der Ehefrau anerkannte und das
steuerbare Einkommen dementsprechend in der Höhe von Fr. 81'100.-- festsetzte.
B./ Mit Eingabe vom 4. Juni 2005 erhoben S. und C. St.-Sch. gegen den
Einspracheentscheid vom 4. Mai 2005 Rekurs bei der Verwaltungsrekurskommission
und beantragten, die geltend gemachten Abzüge und Kosten im Zusammenhang mit
der Weiterbildung sowie der unselbständigen Nebenerwerbstätigkeit des Ehemannes
als privater Versicherungsvermittler seien gemäss ihrer Deklaration vollumfänglich
anzuerkennen und zum Abzug zuzulassen. Mit Schreiben vom 24. Oktober 2005
nahmen die Eheleute unaufgefordert Stellung zur Vernehmlassung des kantonalen
Steueramtes im Rekursverfahren.
Die Verwaltungsrekurskommission wies den Rekurs mit Entscheid vom 11. Januar
2006 ab, wobei sie das Schreiben vom 24. Oktober 2005 nicht zuliess. Zur Begründung
führte die Verwaltungsrekurskommission im wesentlichen an, dass die Provision des
Ehemannes für Vermittlung und Abschluss von Einzelversicherungsverträgen im
Rahmen seiner Haupterwerbstätigkeit als Unternehmensvorsorgeberater erfolgt sei,
weshalb die diesbezüglich geltend gemachten Kosten nicht zum Abzug zuzulassen
seien. Des weiteren seien die im Zusammenhang mit der Weiterbildung zum
Verwaltungsfachmann für Personalvorsorge geltend gemachten Aufwendungen
entweder private Lebenshaltungskosten oder nicht hinreichend belegt, weshalb sie
nicht abgezogen werden könnten.
C./ Mit Eingabe vom 25. Januar 2006 erhob das Ehepaar St.-Sch. Beschwerde beim
Verwaltungsgericht und beantragt die "Vollumfängliche Aufhebung des Entscheides
der Verwaltungsrekurskommission vom 11.1.06 sowie der gleichzeitig erhobenen
Kosten". Zur Begründung machen die Pflichtigen im wesentlichen geltend, der
Sachverhalt sei unrichtig und unvollständig festgestellt sowie Beweismittel nicht
gewürdigt worden. Die Auslegung der Gesetzesgrundlagen und die theoretischen
Ansätze der zitierten Erwägungen seien für Laien nicht nachvollziehbar. Des weiteren
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sei im Entscheid kein Ansatz ersichtlich, wonach den speziellen Gegebenheiten der
Verwaltungsfachschule Rechnung getragen würde. Schliesslich fehle ein
Verständigungsversuch durch die Rekursinstanz.
Mit Vernehmlassung vom 17. Februar 2006 bzw. 10. März 2006 beantragen die
Verwaltungsrekurskommission und das kantonale Steueramt die Abweisung der
Beschwerde.

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1./ Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 196 Abs. 1
des Steuergesetzes, sGS 811.1, abgekürzt StG). Die Beschwerdeführer sind zur
Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 196 Abs. 1 StG). Die Eingabe vom 25.
Januar 2006 entspricht zeitlich, formal und inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen
(Art. 196 Abs. 1 StG sowie Art. 161 Abs. 1 StG in Verbindung mit Art. 64 Abs. 1 und Art.
48 Abs. 1 des Gesetzes
über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Auf die Beschwerde ist
einzutreten.
2./ a) Die Beschwerdeführer rügen zunächst, die Vorinstanz habe den Sachverhalt
unrichtig und unvollständig festgestellt. Aus der vorinstanzlichen Formulierung, wonach
auf die Vorbringen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge sowie die
Akten, soweit notwendig, in den Erwägungen eingegangen werde, müsse abgeleitet
werden, dass nicht alle eingereichten Unterlagen, Akten, Beweismittel etc.
berücksichtigt worden seien. Wären sämtliche Unterlagen und Stellungnahmen
gewürdigt worden, würde sich eine andere Sachlage zeigen.
aa) Unvollständig ist ein Sachverhalt, wenn entscheidrelevante Umstände nicht oder
nicht ausreichend abgeklärt wurden; unrichtig ist ein Sachverhalt festgestellt, wenn aus
den vorhandenen Beweismaterialien unrichtige oder gar aktenwidrige Schlüsse
gezogen werden (Cavelti/Vögeli, Die Verfahren vor dem Verwaltungsgericht des
Kantons St. Gallen, St. Gallen 2003, Rz. 587). Hinsichtlich der unvollständigen
Sachverhaltsermittlung ist zu berücksichtigen, dass den Beschwerdeführer im
Rechtsmittelverfahren eine Behauptungslast trifft, indem er zur Darstellung des
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Sachverhalts verpflichtet ist (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 48 Abs. 1 VRP) und
hierzu allfällige Beweismittel beizulegen oder sie zu bezeichnen hat (Art. 64 Abs. 1 in
Verbindung mit Art. 50 Abs. 1 VRP; Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 610 ff).
Im Verwaltungsverfahren und im Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der Grundsatz der
freien Beweiswürdigung (Art. 21 Abs. 3 VRP). Gelangt die Verwaltung oder der Richter
bei pflichtgemäßer Beweiswürdigung zur Überzeugung, der Sachverhalt, den eine
Partei beweisen will, sei nicht rechtserheblich oder der angebotene Beweis vermöge
keine Abklärungen herbeizuführen, kann auf ein beantragtes Beweismittel verzichtet
werden (vgl. Häfelin/Müller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. Aufl., Zürich 2002, Rz.
1686 mit weiteren Hinweisen).
bb) Die Beschwerdeführer schliessen aus dem vor¬instanzlichen Hinweis, wonach auf
die Vorbringen der Verfahrensbeteiligten und die Akten, soweit notwendig, in den
Erwägungen eingegangen werde, pauschal auf eine unrichtige und unvollständige
Sachverhaltsermittlung. Indes legen sie nicht dar, inwiefern die Vorinstanz den
Sachverhalt konkret unrichtig oder unvollständig festgestellt bzw. angebotene
Beweismittel nicht gewürdigt haben soll. Das vorinstanzliche Urteil enthält keine
Hinweise, welche auf eine mangelhafte Sachverhaltsfeststellung schliessen lassen
würden. Vielmehr kann dem vorinstanzlichen Entscheid entnommen werden, dass sich
die Verwaltungsrekurskommission in ihrem Entscheid mit den einzelnen
Beanstandungen der Pflichtigen ausführlich auseinandergesetzt hat. Die Rüge der
Beschwerdeführer erweist sich vor diesem Hintergrund als nicht hinreichend
substantiiert.
b) Die Beschwerdeführer machen des weiteren geltend, ihre Eingabe vom 24. Oktober
2005 sei von der Vorinstanz zu Unrecht nicht zugelassen worden, zumal darin
zusätzliche Informationen enthalten seien. Sodann könnten die von der Vorinstanz
zitierten Quellenangaben innerhalb der gesetzten Rechtsmittelfrist von 14 Tagen nicht
vollumfänglich beschafft, gelesen und nachvollzogen werden.
aa) Aus Art. 53 Abs. 1 VRP wird nach ständiger Rechtsprechung abgeleitet, dass im
Rekursverfahren grundsätzlich nur ein einfacher Schriftenwechsel stattfindet. Davon
abweichend werden Eingaben dann zugelassen, wenn in der Vernehmlassung eine
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Schlechterstellung der Rechtsmittelkläger beantragt wird, wenn darin neue, zuvor nicht
erörterte prozessuale Vorfragen aufgeworfen oder wenn von den Beteiligten neue
Rechts- oder Tatsachenbehauptungen vorgetragen werden, die für die Beurteilung der
Streitsache von erheblichem Einfluss sind (vgl. Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 951 mit
weiteren Hinweisen).
bb) In der Rekursvernehmlassung vom 2. August 2005 beantragte der
Beschwerdegegner die Abweisung des Rekurses unter Kostenfolge; eine
Schlechterstellung der Beschwerdeführer gegenüber dem Einspracheentscheid wurde
nicht beantragt. Auch wurden in der Stellungnahme keine neuen, bis dahin noch nicht
erörterte prozessuale Vorfragen aufgeworfen oder neue Rechts- oder
Tatsachenbehauptungen vorgetragen. Unter diesen Umständen ist es nicht zu
beanstanden, wenn die Vorinstanz die Eingabe vom 24. Oktober 2005 aus dem Recht
gewiesen hat, zumal die Beschwerdeführer darin lediglich ihre bereits im Rekurs
dargelegten Überlegungen bekräftigt und keine neuen tatsächlichen oder rechtlichen
Vorbringen geltend gemacht haben.
cc) Als unbehelflich erweist sich auch der Einwand der Beschwerdeführer, sie hätten
die von der Vorinstanz zitierte Quelle "Cavelti/Vögeli Rz. 951" nicht nachvollziehen
können. Das Vorbringen der Beschwerdeführer, sie besässen keinerlei Zugriff auf
dieses "Quellenuniversum" ist müssig. Den Beschwerdeführern bzw. insbesondere
dem Ehemann wäre es gegebenenfalls zuzumuten gewesen, sich das entsprechende
Buch, das von der Vorinstanz im übrigen in Erw. 2 unter Angabe der Autorennamen
und des Titels vollständig zitiert wurde, über eine öffentliche Bibliothek zu beschaffen;
es darf vorausgesetzt werden, dass dem Beschwerdeführer als
Unternehmensvorsorgeberater und Absolvent einer Weiterbildung an einer höheren
Fachhochschule der Umgang mit solchen Literaturhinweisen vertraut ist. Auch der
Hinweis auf die Kürze der gesetzlichen Rechtsmittelfrist von Art. 196 Abs. 1 StG geht
zum vornherein an der Sache vorbei, zumal die Beschwerdeführer die Frist bei weitem
nicht ausgenützt haben.
c) Die Beschwerdeführer rügen des weiteren, die Rekursinstanz habe einen
Verständigungsversuch nach Art. 54 VRP zu Unrecht unterlassen.
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aa) Gemäss Art. 54 VRP versucht die Rekursinstanz in geeigneten Fällen eine gütliche
Verständigung. Der Anwendungsbereich für Verständigungsversuche ist, insbesondere
im öffentlich-rechtlichen Verfahren, beschränkt. Das öffentliche Recht weist
überwiegend zwingenden Charakter auf, weshalb die grundsätzliche Befugnis zur
vergleichsweisen Streitbeilegung dem Gericht keinen wesentlich weiteren Spielraum
eröffnet als im Fall eines Urteils (Cavelti/Vö¬geli, a.a.O., Rz. 1113 ff.). Ob ein
Verständigungsversuch im Sinne von Art. 54 VRP durchzuführen ist, liegt im
pflichtgemässen Ermessen der entscheidenden Instanz.
bb) Vorliegend sind die Abzugsfähigkeit geltend gemachter Weiterbildungskosten
sowie der Pauschalabzug aus unselbständiger Erwerbstätigkeit strittig. Das
Steuergesetz hält in Art. 38 Abs. 1 fest, dass zur Ermittlung des Reineinkommens von
den gesamten steuerbaren Einkünften die Aufwendungen und die allgemeinen Abzüge
gemäss Art. 39 bis 46 StG abgezogen werden. Nebst den Gewinnungskosten, die
unmittelbar mit der Einkommenserzielung zusammenhängen, können somit weitere
Abzüge geltend gemacht werden, die als Lebenshaltungskosten grundsätzlich nicht
zum Abzug zugelassen sind (Art. 47 lit. a StG). Die im Gesetz vorgesehene Liste von
Abzügen ist abschliessend; andere als die ausdrücklich erwähnten
Abzugsmöglichkeiten bestehen nicht (Weidmann/Grossmann/Ziger¬lig, Wegweiser
durch das st. gallische Steuerrecht, 6. Aufl., Muri-Bern 1999, S. 151). Folglich besteht
für die Veranlagungsbehörde resp. für die Rechtsmittelinstanz kein Spielraum bei der
Frage der Zulässigkeit von Abzügen. Aufgrund dieser zwingenden Bestimmungen
erweist sich die vorliegende Streitsache für einen Verständigungsversuch im Sinne von
Art. 54 VRP als ungeeignet. Der Entscheid der Vorinstanz ist folglich nicht zu
beanstanden.
3./ a) Die Beschwerdeführer rügen in materieller Hinsicht zunächst, dass die dem
Beschwerdeführer ausgerichtete Provision von Fr. 7'787.-- im Rahmen einer
unselbständigen Nebenerwerbstätigkeit ausbezahlt worden sei, weshalb ihm
diesbezüglich der Pauschalabzug zu gewähren sei.
aa) Nach Art. 29 Abs. 1 StG unterliegen alle wiederkehrenden und einmaligen Einkünfte
der Einkommenssteuer. Diese Bestimmung bringt den auch in den übrigen
schweizerischen Steuerordnungen geltenden Grundsatz der
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Gesamtreineinkommensbesteuerung zum Ausdruck. Nach diesem Grundsatz werden
nur die reinen Einkünfte erfasst, d.h. die zur Erzielung der Bruttoeinkünfte notwendigen
Aufwendungen - Gewinnungskosten und Berufsauslagen bei unselbständiger
Erwerbstätigkeit - sind zum Abzug zuzulassen (Weidmann/Gross¬mann/Zigerlig,
a.a.O., S. 28 f.; M. Reich, in: Kommentar zum StHG, Bd. I/1, 2. Aufl., Basel 2002, N 4 ff.
zu Art. 9 StHG). Nach Art. 39 Abs. 1 StG sind ausschliesslich unmittelbare
Berufsauslagen, namentlich die Kosten für Fahrten zwischen Wohn- und Arbeitsstätte,
die Mehrkosten für auswärtige Verpflegung und für Schichtarbeit sowie die
berufsspezifischen Weiterbildungs- und Umschulungskosten abzugsfähig. Bei
unselbständiger Nebenerwerbstätigkeit werden die notwendigen Berufskosten nach
den für die direkte Bundessteuer massgebenden Pauschalansätzen abgezogen, wobei
der Nachweis höherer notwendiger Kosten vorbehalten bleibt (Art. 22 der
Steuerverordnung, sGS 811.11). Als Nebenerwerb gilt eine Erwerbstätigkeit, die
gleichzeitig neben einem Hauptberuf, aber unabhängig davon sowie für einen anderen
Arbeitgeber ausgeübt wird resp. auf einem anderen Rechtsgrund beruht (Weidmann/
Grossmann/Zigerlig, a.a.O., S. 45; vgl. Urteil des aargauischen Steuerrekursgerichts
vom 29. April 2004, in: AGVE 2004 299).
bb) Die Beschwerdeführer machen geltend, es liege hinsichtlich der ausbezahlten
Provisionen eine unselbständige Nebenerwerbstätigkeit vor, da die Betätigung
ausserhalb des übertragenen Aufgabengebiets als Unternehmensvorsorgeberater
sowie an einem anderen Arbeitsort erfolge. Zudem handle es sich um einen anderen
Arbeitgeber, sei doch der Ehemann absolut ungebunden, bei welcher
Versicherungseinrichtung der Abschluss einer Privatversicherung erfolge. Des weiteren
würden bei dieser Vermittlungstätigkeit andere Hilfsmittel und Produkte als bei der
Haupttätigkeit benutzt. Die Vermittlungstätigkeit erfolge schliesslich ausserhalb der
üblichen Arbeitszeit und beruhe nicht auf dem ordentlichen Arbeitsvertrag.
cc) Die Provision von Fr. 7'787.-- ist im Lohnausweis vom 31. Dezember 2003 unter der
Rubrik "2. Im vorstehenden Lohn sind u.a. inbegriffen" aufgeführt. Sie ist
dementsprechend Bestandteil des ausgewiesenen Bruttolohnes des
Beschwerdeführers, von welchem die B. Versicherungs-Gesellschaft als Arbeitgeberin
die Sozialversicherungsbeiträge entrichtet. Letztere ist somit sowohl hinsichtlich der
Haupt- als auch der Vermittlungstätigkeit des Beschwerdeführers Arbeitgeberin, und
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die ausgerichtete Provision entspringt dem Grundarbeitsverhältnis. Die
anderslautenden Behauptungen der Beschwerdeführer finden keine Stütze in den
Akten. Folglich fehlt es an den wesentlichen Voraussetzungen der unselbständigen
Nebenerwerbstätigkeit, weshalb der Pauschalabzug nicht beansprucht werden kann.
Nicht massgeblich ist dabei, dass die Vermittlungstätigkeit, wie von den
Beschwerdeführern vorgebracht, ausserhalb der üblichen Arbeitszeit, mit anderen
Hilfsmitteln und an einem anderen Arbeitsort erfolgte.
b) Die Beschwerdeführer machen des weiteren Weiterbildungskosten im Umfang von
Fr. 11'118.80 geltend, die sich wie folgt zusammensetzen: Fahrkosten und Verpflegung
betreffend den Lehrgang 'Pensionskassen-Verwaltungsfach¬mann' Fr. 1'728.70;
Materialkosten (PC-Kosten, diverses Büro- und Verbrauchsmaterial, Fachmitteilung) Fr.
722.--; Fahrkosten Lerngruppe Fr. 3'663.--; Aufwendungen für Weiterbildungskurse/
Seminare etc. Fr. 5'005.10 (Fahrkosten für Fachvorträge, GV, Mitgliederbeitrag ASDA;
Better Value Fonds 03; Jahresbeitrag, Fahrkosten, Sitzungen und Veranstaltung sowie
Spesen pauschal betr. FDP; Verbrauchsmaterial; Internetgebühren; Zeitschriften;
Mitgliederbeitrag, Essen, Fahrkosten und Vorträge betr. Junge Wirtschaftskammer). Die
Veranlagungsbehörde anerkannte indes lediglich Fr. 3'370.-- der geltend gemachten
Aufwendungen als Weiterbildungskosten (Fr. 1'729 für den Lehrgang; Fr. 332.-- für
Materialkosten exkl. PC; Fr. 297.-- für Aufwendungen im Zusammenhang mit ASDA; Fr.
57.-- für Better Value Fonds; Fr. 531.-- für Zeitungen und Fachliteratur sowie Fr. 424.--
für Aufwendungen im Zusammenhang mit der Jungen Wirtschaftskammer).
aa) Zu den gemäss Art. 39 Abs. 1 lit. c StG abzugsfähigen Weiterbildungskosten
gehören jene Aufwendungen, die dazu dienen, sich im ausgeübten Beruf
weiterzubilden, um die berufliche Stellung zu halten oder um einen Aufstieg im
bisherigen Beruf zu ermöglichen. Diese Aufwendungen müssen in unmittelbarem
Zusammenhang mit der Berufsausübung stehen und notwendig sein. Abzugsfähig sind
insbesondere Fachliteratur, Kurs- sowie Schulgelder, Lehrmittel, Fahrtkosten,
Unterkunft und Verpflegung (vgl. zum Ganzen: Mäusli-Allens¬pach/Oertli, Das
Schweizerische Steuerrecht, 3. Aufl., Bern 2004, S. 70 f.; Weidmann/Grossmann/
Zigerlig, a.a.O., S. 44 f.). Für die Anerkennung als abzugsfähige Weiterbildungskosten
ist darauf abzustellen, ob die Aufwendungen für die Erzielung des Einkommens nützlich
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sind und nach der Verkehrsauffassung im Rahmen des Üblichen liegen (BGE vom 17.
Oktober 2005, 2A.182/2005, Erw. 2.3.1).
bb) Die Beschwerdeführer verlangen den Abzug der Aufwendungen (Autofahrkosten)
des Ehemannes im Zusammenhang mit der Lerngruppe, welche sich während des
Lehrgangs zum Verwaltungsfachmann für Personalvorsorge gebildet hat. Zur
Begründung machen die Beschwerdeführer geltend, dass der Lehrgang auf veralteten
Grundlagen beruht habe, weshalb es unerlässlich gewesen sei, aktuelles Wissen in der
Lerngruppe zu erarbeiten, vertiefen und verinnerlichen. Zur Veranschaulichung legten
die Beschwerdeführer entsprechende Manuals des Lehrgangs ins Recht, welche
teilweise von vor 1995 datieren. Zudem liegen den Akten Schreiben bei, worin andere
Lerngruppenmitglieder die Teilnahme des Beschwerdeführers an Treffen der
Lerngruppe bestätigen.
cc) Wie bereits ausgeführt, sind jene Weiterbildungskosten abzugsfähig, die mit dem
Beruf zusammenhängen und notwendig sind (Art. 39 Abs. 1 lit. c StG). Dies ergibt sich
aus der allgemeinen Definition der Weiterbildungskosten als Gewinnungskosten und
dem Umstand, dass im Rahmen der Weiterbildung anfallende Kosten gleich zu
behandeln sind wie die für die Berufsausübung anfallenden, gleichartigen Kosten
(Weidmann/Grossmann/Zigerlig, a.a.O., S. 44; vgl. Urteil des aargauischen
Steuerrekursgerichts vom 26. Februar 2004, in: AGVE 2004 304). Die Bildung von
Lerngruppen zur gemeinsamen Erarbeitung des Prüfungsstoffes ist im Rahmen von
Weiterbildungen nicht ungewöhnlich. Das konkrete Vorgehen bei der Bewältigung des
Prüfungsstoffes ist jedoch von den individuellen Neigungen der Studierenden abhängig
(vgl. Urteil des aargauischen Steuerrekursgerichts vom 26. Februar 2004, in: AGVE
2004 304). Hinsichtlich des vom Beschwerdeführer besuchten Lehrgangs zum
Verwaltungsfachmann für Personalvorsorge gibt es keine Vorschriften für die
Prüfungsvorbereitung. Hinweise, dass im Rahmen des Lehrgangs Lern- bzw.
Arbeitsgruppen zur Erarbeitung von Präsentationen, Falllösungen oder schriftlichen
Arbeiten hätten gebildet werden müssen, fehlen. Die Kursteilnehmer haben sich
aufgrund der Manuals und Vorbereitungsdispositionen auf jedes Thema vorzubereiten,
welches dann im Unterricht anhand praktischer Fälle vertieft wird (vgl. Kursinhalte auf
www.verwaltungsfachschule.ch ->Eidg. Fachausbildung ->Inhalt Schulstoff). Die
Bildung einer Lerngruppe ist damit zur Kursbewältigung nicht notwendig, selbst wenn
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sie diese unter Umständen, d.h. je nach persönlicher Präferenz und Lerntypus, zu
erleichtern vermag. Daran ändert nichts, dass die Vorbereitung der einzelnen Themen
mit erheblichem zeitlichem Aufwand verbunden war, zumal dieser Aufwand unabhängig
davon zu erbringen war, ob die Vorbereitung der Themen alleine oder in der
Lerngruppe erfolgte. Ebenso unbehelflich ist das Vorbringen, die Unterlagen seien
derart veraltet gewesen, dass in der Lerngruppe aktuelle Grundlagen hätten erarbeitet
werden müssen. Eine Durchsicht der von den Beschwerdeführern zu den Akten
gelegten Vorbereitungsdispositionen/Manuals zeigt, dass diese im wesentlichen der
Erarbeitung von Grundlagenwissen in den verschiedenen Fächern dienen. Der
vermittelte Stoff ist somit nicht geprägt durch Aktualität bzw. sich wesentlich ändernde
wissenschaftliche Erkenntnisse. Vor diesem Hintergrund ist der Vorinstanz
zuzustimmen, dass die Notwendigkeit der Gruppenarbeit zur Kursbewältigung nicht
erstellt ist und es sich bei den hierfür geltend gemachten Aufwendungen um nicht
abzugsfähige Lebenshaltungskosten handelt.
c) Des weiteren machen die Beschwerdeführer unter der Bezeichnung "Materialkosten"
diverse "PC-Kosten" im Umfang von Fr. 400.-- geltend. Diese Kosten seien ohne
weiteres nachvollziehbar, zumal bereits eine Farbpatrone für den HP G85-Drucker Fr.
60.-- kosten würde. Zusätzlich machen die Beschwerdeführer Fr. 500.--
Unterhaltskosten und Verbrauchsmaterial für den Computer sowie Kosten für den
Zugang und die Benützung des Internets von Fr. 300.-- geltend (je abzüglich eines
Privatanteils von 50%).
Auch im Beschwerdeverfahren haben die Beschwerdeführer keine Belege bzw.
Beweismittel für die geltend gemachten Kosten eingereicht. Abzugsfähig sind indes
grundsätzlich nur die tatsächlich belegten Aufwendungen (Weidmann/Grossmann/
Zigerlig, a.a.O., S. 45); der angefochtene Entscheid ist folglich nicht zu beanstanden.
Im übrigen hat der Beschwerdegegner den Posten "Büro- und Verbrauchsmaterial" von
pauschal Fr. 300.-- akzeptiert, obwohl auch hierfür keine Belege bestehen.
d) Die Beschwerdeführer beanstanden, die Vorinstanz habe verkannt, dass es sowohl
beim Schweizerischen Verein der Dipl. Versicherungsfachleute (abgekürzt ASDA) als
auch bei der Jungen Wirtschaftskammer um die berufliche Weiterbildung der Mitglieder
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gehe, und die entsprechenden Kosten seien zu Unrecht nicht zum Abzug zugelassen
worden.
aa) Beiträge, die ein unselbständig Erwerbender an einen Berufsverband leistet, stehen
in einem unmittelbaren Zusammenhang mit der Erwerbstätigkeit. Sie sind zwar
freiwillig, werden aber doch als Gewinnungskosten betrachtet, weil die Mitgliedschaft
in der Regel mit verschiedenen Vorteilen für die Mitglieder verbunden ist. Da es sich in
der Regel um verhältnismässig kleine Beträge handelt, werden sie meistens über den
Pauschalabzug von Art. 39 Abs. 1 lit. c StG abgegolten (vgl. B. Knüsel, in: Kommentar
zum Schweizerischen Steuerrecht, Bd. I/2a, Basel 2000, N 15 zu Art. 26 DBG).
bb) Der Beschwerdegegner hat die Hälfte der von den Beschwerdeführern geltend
gemachten Kosten von Fr. 594.-- für die Mitgliedschaft im ASDA (Mitgliederbeitrag,
Fahrkosten zu Fachvorträgen und zur Generalversammlung) als Weiterbildungskosten
anerkannt, obwohl namentlich die geltend gemachten Fahrkosten nicht belegt wurden.
Die andere Hälfte hat der Beschwerdegegner als übrige berufsnotwendige
Berufskosten nach Art. 39 Abs. 1 lit. c StG qualifiziert und in der geltend gemachten
Pauschale von Fr. 2'400.-- miterfasst.
cc) Art. 2 der Statuten des ASDA kann entnommen werden, dass die Organisation
neben der Förderung der Aus- und Weiterbildung ihrer Mitglieder auch andere Zwecke
wie die Beziehungspflege mit Versicherungsgesellschaften und anderen
Berufsorganisationen sowie den Schutz der Stellung ihrer Mitglieder bezweckt (vgl. Art.
2 lit. e und f Statuten ASDA). Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer bestehen
die Ziele des ASDA somit nicht ausschliesslich in der Aus- und Weiterbildung der
Mitglieder. Es ist folglich sachgerecht, wenn der Beschwerdegegner lediglich die Hälfte
der geltend gemachten Kosten, d.h. Fr. 297.--, als Weiterbildungskosten anerkannt hat
und die andere Hälfte mit dem Abzug der übrigen berufsnotwendigen Berufskosten
nach Art. 39 Abs. 1 lit. c StG abgegolten hat.
dd) Auch bezüglich der geltend gemachten Kosten für die Mitgliedschaft des
Beschwerdeführers in der Schweizerischen Jungen Wirtschaftskammer fällt in
Betracht, dass die Organisation entsprechend den in der Beschwerdeschrift
wiedergegebenen Zielen und Aktivitäten nicht ausschliesslich die Weiterbildung der
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Mitglieder verfolgt. Im Vordergrund stehen auch gemeinnützige Zwecke sowie die
allgemeine persönliche Entwicklung der Mitglieder. Unter diesen Umständen ist es
nicht zu beanstanden, wenn der Beschwerdegegner lediglich die Hälfte der geltend
gemachten Kosten als Weiterbildungskosten anerkannt und die andere Hälfte in der
Pauschale gemäss Art. 39 Abs. 1 lit. c StG erfasst hat.
e) Schliesslich fordern die Beschwerdeführer nach wie vor die Abzugsfähigkeit der
Kosten im Zusammenhang mit der Mitgliedschaft des Beschwerdeführers bei der FDP.
Politische Parteien gelten als steuerbefreite juristische Personen mit öffentlicher
Zwecksetzung. Der Beschwerdegegner hat den Jahresbeitrag von Fr. 60.-- somit zu
Recht als freiwillige Zuwendung nach Art. 46 lit. c StG in Abzug gebracht (vgl.
Weidmann/Grossmann/Zigerlig, a.a.O., S. 164). Die Aufwendungen für die Fahrten zu
den Parteisitzungen und –veranstaltungen sowie die in diesem Zusammenhang
anfallenden Spesen, welche die Beschwerdeführer ohne entsprechende Belege mit Fr.
500.-- veranschlagen, stellen dagegen weder abzugsfähige Weiterbildungskosten noch
übrige Berufskosten dar. Wie die Vorinstanz zu Recht erwogen hat, steht die Teilnahme
an Parteianlässen nicht in einem unmittelbaren Zusammenhang mit der beruflichen
Weiterbildung
oder der Berufstätigkeit des Beschwerdeführers. Die Kosten betreffen
dementsprechend ausschliesslich die private Lebenshaltung und sind nicht
abzugsfähig. Dass der Beschwerdeführer, wie er geltend macht, von den
Parteianlässen in beruflicher Hinsicht profitiert, vermag daran nichts zu ändern.
4./ Zusammenfassend ergibt sich, dass sich die Beschwerde hinsichtlich der formalen
Rügen, des geltend gemachten Pauschalabzugs aus unselbständiger
Nebenerwerbstätigkeit und der geltend gemachten Weiterbildungskosten als
unbegründet erweist. Die Beschwerde ist folglich abzuweisen.
5./ Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens den Beschwerdeführern aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
Entscheidgebühr von Fr. 1'500.-- ist angemessen (Ziff. 382 Gerichtskostentarif, sGS
941.12). Sie ist mit dem einbezahlten Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu verrechnen.
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Ausseramtliche Entschädigungen sind nicht zuzusprechen (Art. 98 Abs. 1 in
Verbindung mit Art. 98bis VRP).
Demnach hat das Verwaltungsgericht