Decision ID: 659b8a21-882d-43be-8fe4-76e2c6a87dcf
Year: 2013
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Duri Poltera, Hadwigstrasse 6a, 9000 St. Gallen,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
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Rente
Sachverhalt:
A.
A.a A._ wurde am 21. Februar 2008 von seinem Vater zum Bezug von IV-Leistungen
angemeldet (IV-act. 1, 2). Er hatte am 10. August 1998 eine Lehre als Carrosserie-
Spengler begonnen, die am 9. August 1999 in eine Anlehre als Carrosserie-Reparateur
umgewandelt worden war (IV-act. 6). Die Arbeitgeberin des Versicherten, die B._ AG,
teilte der IV-Stelle am 11. März 2008 mit (IV-act. 19), sie richte dem Versicherten einen
Lohn von Fr. 3'700.-- (x13) aus. Der Arbeitsleistung würde aber ein Lohn von Fr.
1'850.-- entsprechen. Die Arbeitsleistung sei nämlich über die Jahre hinweg
schleichend schlechter geworden. Der Versicherte könne die Vorgabezeiten nicht
einhalten. Er benötige zwei- bis dreimal mehr Zeit. Aus sozialen Gründen sei immer der
volle Lohn ausbezahlt worden. Die vom Versicherten erbrachte Leistung betrage etwa
50%. Dr. med. C._, Facharzt FMH für Innere Medizin, gab am 29. Februar/8. März
2008 an, der Versicherte sei als angelernter Carrosserie-Spengler zu ca. 20%
arbeitsunfähig (IV-act. 20). Der Vater des Versicherten teilte am 5. August 2008 mit (IV-
act. 25), seit dem 1. April 2008 werde nur noch ein Lohn von Fr. 2'200.-- ausgerichtet.
Dr. C._ berichtete am 22. Januar 2009 (IV-act. 38-12 f.), der Versicherte scheine nicht
nur sehr gehemmt, sondern auch in seiner cerebralen Leistungsfähigkeit leicht
eingeschränkt zu sein. Die Tatsache, dass der Versicherte keine volle Lehre habe
absolvieren könne, sei typisch für eine relevante Leistungsschwäche. Er schätze die
Arbeitsunfähigkeit auf 40%. Dr. C._ stützte sich dabei auf einen Bericht der
psychiatrischen Klinik Wil vom 22. Dezember 2008 über eine testpsychologische
Untersuchung (IV-act. 38-2 ff.). Lic. phil. D._, Psychologe FSP, hatte darin
ausgeführt, die Intelligenzleistung habe im knapp durchschnittlichen Bereich gelegen.
Aufgrund der signifikant besseren Leistungen im Bereich der fluiden Intelligenz sei
jedoch von einem höheren Leistungspotential auszugehen. Das kognitive
Leistungsprofil habe Teilleistungsschwächen mit leicht reduzierten Leistungen bei der
komplexen Sprachaufnahme und mit mittelgradig reduzierten Leistungen bei der
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Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit ergeben. Das verbale Lernen, die
Reaktionsgeschwindigkeit und die Daueraufmerksamkeit seien grenzwertig gewesen.
Bei den komplexen Funktionen seien die Handlungsplanung, die mentale Flexibilität,
die Konzeptbildungsfähigkeit, die verbale Abstraktionsfähigkeit und das
Arbeitsgedächtnis diskret reduziert gewesen. Alle übrigen getesteten Funktionen
(verbale Erfassungsspanne, Langzeitgedächtnis, visuell-räumliche Wahrnehmung,
visuell-räumliches Gedächtnis, selektive Aufmerksamkeit, Impulskontrolle, geteilte
Aufmerksamkeit, Handlungskontrolle, analytisches und schlussfolgerndes Denken)
seien unauffällig gewesen. Die offenbar schon in der Schule und nun auch am
Arbeitsplatz beobachtete Verlangsamung sei in der Testung nicht durchgehend
nachweisbar gewesen. Vielmehr seien die Tempoleistungen sehr unterschiedlich
gewesen, was einerseits aufgabenspezifisch und andererseits durch den zwanghaft
anmutenden Arbeitsstil begründet gewesen sein könne. Auffällig seien Aussetzer bei
der Aufmerksamkeitszuwendung bei einigen Tests gewesen, die organisch bedingt
sein könnten und im beruflichen Kontext ein deutliches Handicap darstellen dürften.
Der Versicherte habe klinisch deutliche Kontakt- und Kommunikationsstörungen
gezeigt, was die Untersuchung, die Informationsrelevanz und letztlich die Beurteilung
deutlich erschwert habe. Diese Entwicklung könnte ev. im Rahmen einer Cluster-C-
Persönlichkeitsstörung nach DSM IV mit vermeidend-selbstunsicheren, zwanghaften
und insbesondere dependenten Zügen erklärt werden. Differentialdiagnostisch sei auch
an Entwicklungsstörungen oder an Verhaltens- und emotionale Störungen in der
Kindheit und Jugend zu denken. Für die Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit dürften
insgesamt weniger die kognitiven Defizite als die auffälligen Persönlichkeitsmerkmale
ausschlaggebend sein. Die IV-Stelle ging von einem Arbeitsunfähigkeitsgrad von 20%
aus. Sie verglich ein Einkommen von Fr. 4'440.-- (Fr. 3'700.-- zuzüglich 20% ohne
Behinderung) bzw. Fr. 57'720.-- mit einem Einkommen von Fr. 3'700.-- bzw. Fr.
48'100.-- und ermittelte so einen Invaliditätsgrad von 17%. Mit einer Verfügung vom 4.
Februar 2009 wies sie das Rentenbegehren ab (IV-act. 40). Diese Verfügung wurde
angefochten. Das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen hob sie am 25. Juni
2009 auf (IV-act. 56). Es wies die Sache zur weiteren Abklärung im Sinn der

Erwägungen an die IV-Stelle zurück. Zur Begründung führte es sinngemäss aus, die
vorhandenen medizinischen Akten reichten nicht aus, um den Arbeitsfähigkeitsgrad
des Versicherten mit dem erforderlichen Grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit
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bestimmen zu können. Die vom Versicherten eingeschlagene Berufskarriere sei durch
die Behinderung beeinflusst worden. Im fiktiven "Gesundheitsfall" hätte er nämlich
keine Anlehre absolviert, sondern er hätte den Beruf des Autospenglers erlernt.
Deshalb bemesse sich das Valideneinkommen nach dem Lohn, den der Versicherte als
Autospengler erzielen würde. In Bezug auf das zumutbare Invalideneinkommen sei
nach der Abklärung der Arbeitsfähigkeit eine allfällige berufliche Eingliederung des
Versicherten zu prüfen.
A.b Die IV-Stelle beauftragte am 26. August 2009 die Psychiatrie-Dienste Süd, Klinik
St. Pirminsberg, mit einer psychiatrisch-neuropsychologischen Begutachtung (IV-act.
61). Der Vater des Versicherten teilte am 3. Dezember 2009 mit (IV-act. 62), letzterer
habe einen neuen Arbeitgeber, nämlich die E._ AG. Diese habe den Betrieb und die
Arbeitnehmer von der B._AG übernommen. Der Lohn sei unverändert. Gemäss dem
neuen Arbeitsvertrag belief er sich auf Fr. 28'600.-- (IV-act. 64-2). Die Oberärzte F._
und G._ führten in ihrem Gutachten vom 28. Mai 2010 aus, die
Längsschnittbetrachtung der Angaben zur Lebensgeschichte zeige bereits im
Kindergartenalter auffallende Defizite, die auch in der Schulzeit, während der Lehre
bzw. Anlehre und schliesslich im Berufsalltag trotz langjähriger Routine aufgetreten
seien. Es liege also eine Störung mit einem andauernden Charakter vor. In der
testpsychologischen Untersuchung habe sich eine deutliche Diskrepanz zwischen der
fluiden (eher bildungsunabhängigen, theoretischen) und der kristallinen (eher
bildungsabhängigen) Intelligenz gezeigt. Auch wenn der Gesamt-IQ mit 83 leicht
unterdurchschnittlich ausgefallen sei, sei aufgrund der einzelnen Ergebnisse von einer
durchschnittlichen allgemeinen Intelligenz und damit von einem höheren
Leistungspotential auszugehen. Es gebe keine Hinweise auf eine Hirnschädigung. Die
Verhaltensbeobachtung bei der testpsychologischen Untersuchung habe eine
ausgeprägte Selbstunsicherheit gezeigt. Die Einschätzungen, die aus den
testpsychologischen Untersuchungen herrührten, deckten sich mit der erhobenen
Psychopathologie und mit der biographischen Anamnese. Aufgrund des biographisch
tief verwurzelten und anhaltenden Verhaltensmusters, das sich in unterschiedlichen
persönlichen und sozialen Lebenslagen zeige, sei in erster Linie an eine
Persönlichkeitsstörung zu denken. Die vom ICD-10 zur Diagnose einer spezifischen
Persönlichkeitsstörung (F 60) vorgesehenen sechs Eingangskriterien seien erfüllt. Die
beobachtbaren Eigenschaften und Verhaltensweisen beinhalteten ängstlich-
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verunsichernde Verhaltensmerkmale. Diese zeigten sich in erster Linie im
zwischenmenschlichen Kontakt, was dazu führe, dass der Versicherte soziale
Aktivitäten weitestgehend vermeide. Dadurch lägen auch leicht zwanghaft anmutende
Persönlichkeitsmerkmale vor. Die zwanghaften Verhaltenskomponenten entsprängen
der Selbstunsicherheit. Mit dem sehr sorgfältigen, zumindest tendenziell zwanghaften
Arbeitsstil versuche der Versicherte, Fehler möglichst zu vermeiden, was sich
schliesslich in einer Verlangsamung seines Arbeitstempos niederschlage. Im Sinn eines
Circulus vitiosus verstärke die Wahrnehmung des vergleichsweise tiefen Arbeitstempos
den Stress, was wiederum zu einer Akzentuierung der Selbstunsicherheit führe. Aus
diagnostischer Sicht handle es sich um eine ängstlich-vermeidende
Persönlichkeitsstörung mit zwanghaften Anteilen (ICD-10 F 60.6). Diese Störung sei ein
Vulnerabilitätsfaktor für die Entstehung anderer psychiatrischer Erkrankungen
(Angststörungen, Depressionen, Zwangsstörungen, somatoforme Störungen,
Substanzmittelmissbrauch). Unbehandelt könne keine günstige Prognose gestellt
werden. Bei einer erfolgreichen Therapie könnte der Versicherte Ängste und
Unsicherheiten abbauen und hinsichtlich seiner sozialen Kompetenz Fortschritte
erzielen. Eine erfolgversprechende Behandlung müsste längerfristig (ein bis zwei Jahre)
angelegt sein. Die ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstörung führe dazu, dass der
Versicherte nicht in allen Bereichen der Tätigkeit eines Carrosserie-Reparateurs
eingesetzt werden könne. Grundsätzlich sei die bisherige Tätigkeit aber zumutbar. Der
Versicherte könne die branchenübliche Tagesarbeitszeit ohne Einschränkung leisten. In
der Leistungsfähigkeit hingegen sei er eingeschränkt. Die Arbeitsfähigkeit betrage
70%. Andere Tätigkeiten seien grundsätzlich zumutbar. Die durch die ängstlich-
vermeidende Persönlichkeitsstörung bewirkten Einschränkungen würden sich
allerdings auch dort zeigen. Auf Zeit- und/oder Produktionsdruck würde der
Versicherte auch in einer anderen Tätigkeit mit einer Verlangsamung des
Arbeitstempos reagieren, da dann die anankastischen Züge der Persönlichkeit wegen
der Angst vor Kritik stärker verhaltenswirksam würden. Aus psychiatrischer Sicht sei
ein Wechsel in eine andere Tätigkeit nicht ohne Bedenken zu empfehlen, denn die
Berufserfahrung als Carrosserie-Reparateur sei als wesentliche Ressource zu werten.
Bei einer beruflichen Neuorientierung könnte durch das Wegfallen der vertrauten
Abläufe eine zusätzliche Verunsicherung auftreten, die im Kontext mit den
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selbstunsicheren und ängstlichen Persönlichkeitsanteilen zu einer (möglicherweise
nicht unerheblichen) Destabilisierung führen könnte.
A.c Die IV-Stelle verglich ein Valideneinkommen von Fr. 57'720.-- mit einem
zumutbaren Invalideneinkommen von Fr. 40'404.-- und ermittelte so einen
Invaliditätsgrad von 30% (IV-act. 79-2). Mit einem Vorbescheid vom 6. August 2010
teilte sie dem Versicherten mit, dass sie beabsichtige, sein Rentengesuch abzuweisen
(IV-act. 81). Am 28. September 2010 verfügte sie entsprechend (IV-act. 84). Der
Versicherte liess Beschwerde erheben (IV-act. 90). Sein Rechtsvertreter machte
sinngemäss geltend, das Valideneinkommen müsse anhand des Lohns eines
qualifizierten Autospenglers ermittelt werden. Das zumutbare invalideneinkommen
belaufe sich auf Fr. 33'670.--, nämlich auf 70% des früher ausbezahlten Lohns von Fr.
48'100.-- (Fr. 3'700.--x13). Allenfalls wirke sich die medizinisch-theoretische
Arbeitsunfähigkeit von 30% im konkreten Berufsalltag höhergradig aus, weshalb die
Leistungseinbusse eher 40% betrage. Zur definitiven Ermittlung des Invaliditätsgrads
müsse deshalb eine Arbeitsplatzabklärung erfolgen. Der Berufsberater der IV-Stelle gab
am 26. November 2010 an (IV-act. 98), gemäss seinen Abklärungen verdiene ein
Carrosseriespengler mit Fähigkeitszeugnis und langjähriger Berufserfahrung zwischen
Fr. 5'500.-- und Fr. 6'000.-- (x13). Am 6. Dezember 2010 widerrief die IV-Stelle die
angefochtene Abweisungsverfügung (IV-act. 102), worauf das Beschwerdeverfahren
abgeschrieben wurde (IV-act. 108). Die IV-Stelle verglich nun ein Valideneinkommen
von Fr. 74'750.-- (Fr. 5'750.--x13) mit einem zumutbaren Invalideneinkommen von Fr.
41'985.--, das sie ausgehend vom Durchschnitt aller Hilfsarbeiterlöhne und einem
Arbeitsfähigkeitsgrad von 70% ermittelt hatte. Es resultierte ein Invaliditätsgrad von
43,83% (IV-act. 109). Der zuständige Sachbearbeiter notierte am 3. Januar 2011 (IV-
act. 110), erst im Bericht der Z._ vom 2. Dezember 2008 seien deutliche Defizite zum
Vorschein gekommen. Seit diesem Zeitpunkt sei eine relevante Verminderung der
Arbeitsfähigkeit medizinisch sicher indiziert. Der Beginn der Arbeitsunfähigkeit sei
deshalb auf den 2. Dezember 2008 zu legen, d.h. ein Rentenanspruch bestehe ab 1.
Dezember 2009. Mit einem Vorbescheid vom 4. Januar 2011 kündigte die IV-Stelle
dem Versicherten die Zusprache einer Viertelsrente an (IV-act. 112). Der Versicherte
liess am 26. Januar 2011 einwenden (IV-act. 115), die Validenkarriere sei diejenige
eines Carrosseriespenglers. Deshalb dürfe nicht auf einen Durchschnittslohn gemäss
der "LSE 2009" abgestellt werden. Das maximale Einkommen am bestehenden
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Arbeitsplatz betrage Fr. 48'100.--. Davon seien 70% bzw. Fr. 33'670.-- als
Invalideneinkommen zu berücksichtigen. Allenfalls ergäbe eine Arbeitsplatzabklärung
sogar ein noch tieferes Invalideneinkommen. Bei einem Invalideneinkommen von Fr.
33'670.-- und einem Valideneinkommen von Fr. 74'750.-- resultiere ein Invaliditätsgrad
von 55%. Mit einer Verfügung vom 28. März 2011 sprach die IV-Stelle dem
Versicherten mit Wirkung ab 1. Dezember 2009 eine Viertelsrente von Fr. 426.-- bzw.
ab 1. Januar 2011 von Fr. 434.-- zu (IV-act. 120). Die Rentenbeträge beruhten auf einer
Beitragsdauer von 9 Jahren (Rentenskala 44) und einem massgebenden
durchschnittlichen Jahreseinkommen von Fr. 40'368.--. Zur Begründung führte die IV-
Stelle in der Verfügung u.a. aus, es wäre dem Versicherten zumutbar, eine Hilfsarbeit
auszuüben, mit der er ein Jahreseinkommen von Fr. 41'985.-- erzielen könnte. Bei
einem Invalideneinkommen in dieser Höhe belaufe sich der Invaliditätsgrad auf 44%.
B.
B.a Der Versicherte liess am 18. April 2011 Beschwerde erheben und die Zusprache
mindestens einer halben Invalidenrente beantragen; eventualiter sei die Sache zur
Arbeitsplatzabklärung und damit zur Ermittlung des Einkommens eines Carrosserie-
Reparateurs an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Der Rechtsvertreter führte
zur Begründung sinngemäss aus, zur Ermittlung des Valideneinkommens müsse von
einem durchschnittlichen Lohn eines Carrosseriespenglers ausgegangen werden, der
auch den Höchstlohn bei Vorgesetztenfunktion von Fr. 6'300.-- berücksichtige. Das
ergebe ein Jahreseinkommen von Fr. 76'700.--. Das zumutbare Invalideneinkommen
sei anhand des konkreten Lohns zu ermitteln, da das im Urteil vom 25. Juni 2009 so
angeordnet worden sei und da das psychiatrische Gutachten den Sinn einer
beruflichen Neuorientierung verneint habe. Auszugehen sei deshalb von einem
maximalen Jahreseinkommen am bestehenden Arbeitsplatz von Fr. 3'700.-- bzw. Fr.
48'100.--, wenn 70% anzurechnen seien. Die Leistungseinbusse betrage aber wohl
eher 40% als nur 30%, da der Beschwerdeführer deutlich langsamer als ein gesunder
Carrosserie-Reparateur arbeite und da er nicht alle Arbeiten ausführen könne, die zu
diesem Beruf gehörten. Möglicherweise betrage das zumutbare Invalideneinkommen
also nur Fr. 28'600.--, wie der Arbeitgeber geltend gemacht habe. Das ergäbe einen
Invaliditätsgrad von 62,7%.
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B.b Die Beschwerdegegnerin beantragte am 25. Mai 2011 die Abweisung der
Beschwerde (act. G 4). Sie führte aus, der Beschwerdeführer habe durchaus die
Möglichkeit, eine seiner Gesundheitsbeeinträchtigung angepasste Arbeit zu finden.
Deshalb sei das Invalideneinkommen anhand von Tabellenlöhnen zu ermitteln. Das
Valideneinkommen betrage Fr. 74'750.--, denn es sei nicht ausgewiesen, dass der
Beschwerdeführer jemals eine Führungsposition hätte innehaben können. Da der
effektiv ausgerichtete Lohn als Soziallohn erscheine, könne zur Ermittlung des
Invalideneinkommens nicht auf ihn abgestellt werden. Es sei von einem um 30%
gekürzten durchschnittlichen Hilfsarbeiterlohn von Fr. 41'985.30 auszugehen. Daraus
resultiere ein Invaliditätsgrad von 43,8%.
B.c Der Beschwerdeführer liess am 7. Juni 2011 darauf hinweisen (act. G 6), dass eine
berufliche Neuorientierung gemäss den Angaben der Gutachter zu einer
Destabilisierung führen könnte. Deshalb sei es ihm nicht zumutbar, die bestehende
Arbeitsstelle aufzugeben. Dem Problem des Soziallohns könne dadurch Rechnung
getragen werden, dass auf den Arbeitgeberbericht vom 11. März 2008 abgestellt werde
oder dass man den massgebenden Lohn durch einen Berufsberater ermitteln lasse.
B.d Die Beschwerdegegnerin verzichtete am 15. Juni 2011 auf eine Stellungnahme
(act. G 8).
Erwägungen:
1.
Die Anmeldung zum Bezug einer Invalidenrente datiert vom 21. Februar 2008. Gemäss
der seit dem 1. Januar 2008 geltenden Fassung des Art. 29 Abs. 1 IVG entsteht der
Rentenanspruch frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach der
Geltendmachung des Leistungsanspruchs. Demnach könnte der Beschwerdeführer
frühestens ab 1. August 2008 einen Anspruch auf eine Invalidenrente begründen. Laut
einer (lückenfüllend geschaffenen) Übergangsregelung (vgl. das IV-Rundschreiben Nr.
253 vom 12. Dezember 2007 des Bundesamtes für Sozialversicherungen) ist die
altrechtliche, am 31. Dezember 2007 ausser Kraft getretene Regelung der Entstehung
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des Rentenanspruchs weiter anwendbar, wenn der Versicherungsfall vor dem 1. Januar
2008 eingetreten ist und die Anmeldung spätestens am 31. Dezember 2008 (gemäss
BGE 138 V 475 ff. Erw. 3.4 bis 30. Juni 2008) eingereicht wird. In einem solchen Fall gilt
gemäss aArt. 29 Abs. 1 lit. b IVG, dass der Anspruch auf eine Invalidenrente mit der
Erfüllung des sogenannten Wartejahrs entsteht. Gemäss aArt. 48 Abs. 2 IVG ist die
Nachzahlung allerdings auf die zwölf der Anmeldung vorausgehenden Monate
beschränkt. Ist die Anmeldung also beispielsweise achtzehn Monate nach der Erfüllung
des Wartejahres und damit nach der Entstehung des Rentenanspruchs entstanden, ist
der Anspruch auf eine Nachzahlung für die ersten sechs Monate verwirkt. Unter
Berücksichtigung dieser zwölfmonatigen Verwirkungsfrist für Rentennachzahlungen
kann der Beschwerdeführer frühestens ab 1. Februar 2007 einen Anspruch auf die
Auszahlung einer Invalidenrente begründen. Massgebend für die Anwendbarkeit dieser
Übergangsregelung ist der Zeitpunkt des Eintritts des Versicherungsfalls, d.h. der
Zeitpunkt der Erfüllung des Wartejahres. Der Beschwerdeführer hat im August 1998
eine Lehre als Carrosserie-Spengler begonnen. Spätestens im August 1999 hat er
diese Lehre behinderungsbedingt abbrechen müssen. Das bedeutet, dass er in Bezug
auf den gewählten Beruf des Carrosserie-Spenglers bereits während der Ausbildung in
einem erheblichen Mass arbeitsunfähig gewesen sein muss. Demnach hat er das
Wartejahr bereits vor dem Erreichen des 20. Altersjahres (Juni 1999) erfüllt. Es liegt also
ein Anwendungsfall der Übergangsregelung vor. Ein allfälliger Rentenanspruch ist
somit ab dem 1. Februar 2007 zu prüfen.
2.
Anspruch auf eine Invalidenrente haben Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit nicht
durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder
verbessern können (Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG, Grundsatz "Eingliederung vor Rente", vgl.
U. Kieser, ATSG-Kommentar, 2. A., Vorbemerkungen N. 47), die während eines Jahres
ohne wesentlichen Unterbruch mindestens 40% arbeitsunfähig gewesen sind (Art. 28
Abs. 1 lit. b IVG, sogenanntes Wartejahr) und die nach Ablauf dieses Jahres zu
mindestens 40% invalid sind (Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG).
2.1 Der Beschwerdeführer hat eine Anlehre als Carrosserie-Reparateur absolviert.
Seit Sommer 2001 arbeitet er in diesem Beruf. Die Beschwerdegegnerin ist der
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Auffassung, dass er als Hilfsarbeiter an einem behinderungsadaptierten Arbeitsplatz ein
höheres Einkommen erzielen könnte als in seinem Beruf. Sie geht deshalb davon aus,
dass der Beschwerdeführer in Erfüllung seiner beruflichen Eingliederungspflicht eine
entsprechende Hilfsarbeit aufnehmen müsse. Dabei übersieht sie aber, dass der
Beschwerdeführer als Berufsmann zu qualifizieren ist, auch wenn sich seine
Ausbildung auf eine Anlehre beschränkt hat und er nicht alle Arbeiten ausführen kann,
die zum Beruf des Carrosserie-Reparateurs gehören. Der Wechsel in eine Hilfsarbeit ist
deshalb mangels qualitativer Gleichwertigkeit nicht zumutbar, selbst wenn der
Beschwerdeführer damit ein höheres Einkommensniveau erreichen könnte. Die
berufliche Eingliederung könnte nur in einer Umschulung in einen
behinderungsadaptierten Beruf bestehen, der dem Beruf des Carrosserie-Reparateurs
qualitativ mindestens gleichwertig wäre und der das Einkommensniveau des
Beschwerdeführers in einem rentenrelevanten Ausmass ansteigen liesse. Eine solche
Umschulung (wie im Übrigen auch ein Wechsel in eine Hilfsarbeit) wäre aber mit dem
Risiko einer erheblichen Verschlechterung des Gesundheitszustands (und damit einer
Zunahme der Arbeitsunfähigkeit) behaftet. Die Gutachter der Psychiatrie-Dienste Süd
haben nämlich überzeugend dargelegt, dass das Fehlen der vertrauten Abläufe und der
Verlust der Berufserfahrung als Carrosserie-Reparateur eine erhebliche Destabilisierung
der Persönlichkeit des Beschwerdeführers bewirken könnten. Eine berufliche
Eingliederungsmassnahme, mit der die Gefahr einer erheblichen Verschlechterung des
Gesundheitszustands verbunden wäre, ist nicht zumutbar. Mit dem Verzicht auf die
Durchsetzung einer beruflichen Eingliederung hat die Beschwerdegegnerin also den
Grundsatz "Eingliederung vor Rente" nicht verletzt. Zu prüfen bleibt, ob das auch für
die von den Gutachtern vorgeschlagene medizinische Eingliederungsmassnahme gilt.
Die ambulante Psychotherapie ist von den Gutachtern als zumutbar betrachtet worden,
wenn sie in einem Sicherheit vermittelnden therapeutischen Rahmen durchgeführt
werde. Einer solchen Ausgestaltung der Psychotherapie steht grundsätzlich nichts im
Weg. Die Gutachter haben aber auch darauf hingewiesen, dass eine solche Therapie
nicht erfolgversprechend sei, solange der Beschwerdeführer ihr ablehnend
gegenüberstehe. Die Motivation für eine Psychotherapie kann nicht mittels eines Mahn-
und Bedenkzeitverfahrens (Art. 21 Abs. 4 ATSG) erzwungen werden, vor allem wenn
die ablehnende Haltung - wie im vorliegenden Fall - zumindest teilweise auf die
Krankheit selbst zurückzuführen ist. Die Beschwerdegegnerin hat deshalb zu Recht
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darauf verzichtet, auf einer medizinischen Eingliederung zu beharren. Da somit weder
eine berufliche noch eine medizinische Eingliederung möglich gewesen ist, ist die
Anspruchsvoraussetzung gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG erfüllt gewesen. Dasselbe
gilt, wie der vorhergehenden Erwägung zu entnehmen ist, auch für die in Art. 28 Abs. 1
lit. b IVG geregelte Anspruchsvoraussetzung der Erfüllung des Wartejahres.
2.2 Der Grad der für den Rentenanspruch massgebenden Invalidität ist gemäss Art.
16 ATSG durch einen Einkommensvergleich zu ermitteln, bei dem das Einkommen, das
die versicherte Person nach dem Eintritt der Invalidität und nach der Durchführung der
medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte
(Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt wird zum Erwerbseinkommen, das sie
erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen).
2.2.1 Grundlage der Bemessung des Valideneinkommens bildet die
Validenkarriere, d.h. die Berufslaufbahn, die der Beschwerdeführer eingeschlagen
hätte, wenn er gesund geblieben wäre. Es fehlt jedes Indiz dafür, dass der
Beschwerdeführer den Beruf des Carrosserie-Spenglers bereits unter dem Druck der
Krankheit gewählt hätte, dass er also im fiktiven "Gesundheitsfall" einen anderen,
besser entlöhnten Beruf erlernt hätte. Die plausibelste berufliche Laufbahn ist deshalb
die Tätigkeit als Carrosserie-Spengler mit bestandener Lehrabschlussprüfung und
langjähriger Berufserfahrung. Ausgehend von dieser Validenkarriere ist das
Valideneinkommen zu ermitteln. Die Beschwerdegegnerin ist von einem Lohn von Fr.
5'750.-- (x13) ausgegangen. Sie hat sich dabei auf eine telephonische Auskunft des
Präsidenten der Ostschweizer Sektion des Schweizerischen Carrosserieverbandes
abgestützt. Laut der entsprechenden Telephonnotiz (vgl. IV-act. 98) hatte die befragte
Person angegeben, bei langjähriger Berufserfahrung liege das Einkommen zwischen Fr.
5'500.- und Fr. 6'000.- (x13), mit der Übernahme einer Führungsfunktion bei maximal
Fr. 6'300.-- (x13). Rechtsprechungsgemäss stellt eine formlos eingeholte und in einer
Aktennotiz festgehaltene mündliche oder telephonische Auskunft nur für blosse
Nebenpunkte ein zulässiges und taugliches Beweismittel dar. Für Auskünfte über
wesentliche Punkte des massgebenden Sachverhalts kommt nur eine schriftliche
Anfrage und Auskunft in Betracht (vgl. etwa BGE 117 V 285). Die Telephonnotiz vom
26. November 2010 ist der auskunftserteilenden Person nicht zur Bestätigung
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zugestellt worden, obwohl ein wesentliches Sachverhaltselement, nämlich die Höhe
des Valideneinkommens, Gegenstand der Abklärung gebildet hat. Mit einer solchen
Bestätigung hätte die Telephonnotiz das Erfordernis der schriftlichen Auskunft erfüllt,
so dass sie beweistauglich wäre. Da das nicht geschehen ist, steht das von einem
qualifizierten und erfahrenen Carrosserie-Spengler erzielbare Einkommen - und damit
das Valideneinkommen des Beschwerdeführers - nicht mit dem erforderlichen
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit fest. Die Beschwerdegegnerin wird
diesbezüglich weitere Abklärungen vorzunehmen haben. Dabei wird das durchschnitt
liche Einkommen ab dem Jahr 2007 massgebend sein, da ein Rentenanspruch ab
diesem Jahr zur Diskussion steht. Sollte die (schriftliche) Auskunft wieder in einem
unteren und einem oberen Wert bestehen und einen noch höheren Wert bei der
Wahrnehmung einer Führungsfunktion angeben, so wird, wie die Beschwerdegegnerin
zu Recht geltend gemacht hat, nicht von einer möglichen Führungsfunktion des
Beschwerdeführers ausgegangen werden können, da jeder Hinweis darauf fehlt, dass
dieser im fiktiven "Gesundheitsfall" fähig gewesen wäre, eine solche Funktion
wahrzunehmen. Hingegen kann mit ausreichender Plausibilität davon ausgegangen
werden, dass der Beschwerdeführer im fiktiven "Gesundheitsfall" eine
durchschnittliche Qualifikation als Carrosserie-Spengler erreicht hätte, so dass er mit
der bis 2007 erworbenen Berufserfahrung ein durchschnittliches Einkommen erzielt
hätte.
2.2.2 Da weder eine Umschulung in einen behinderungsadaptierten, besser
entlöhnten Beruf noch ein Wechsel in eine Hilfsarbeit in Frage kommt, besteht die
Invalidenkarriere in der weiteren Ausübung des erlernten Berufs des Carrosserie-
Reparateurs. Daraus folgt aber nicht, dass der effektiv ausgerichtete Lohn von Fr.
2'200.-- (x13) als zumutbares Invalideneinkommen in den Einkommensvergleich
einzusetzen wäre, obwohl er aus einem langjährigen Arbeitsverhältnis resultiert. Die
Einschätzung der Leistung bzw. der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers durch den
Arbeitgeber stimmt nämlich nicht notwendigerweise mit der massgebenden
medizinischen Einschätzung überein und im Übrigen ist nicht auszuschliessen, dass
der Lohn auch im Hinblick auf eine erhoffte Invalidenrente tendenziell zu tief festgelegt
worden ist. Der früher ausgerichtete Lohn von Fr. 3'700.-- beinhaltete eine - nicht
genau bestimmbare - Soziallohnkomponente und kann deshalb nicht als Ausdruck der
Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers akzeptiert werden. Auch ein Abstellen auf
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die im GAV für das Schweizerische Carrosseriegewerbe enthaltenen Mindestlöhne ist
nicht sinnvoll, da die Arbeitsleistung des Beschwerdeführers nicht so eingeschätzt
werden kann, dass sie genau den Mindestlohn rechtfertigt. Anders als beim
Einkommen des Carrosserie-Spenglers als Grundlage der Bemessung des
Valideneinkommens hat es die Beschwerdegegnerin unterlassen, nach dem
Durchschnittslohn eines Carrosserie-Reparateurs zu forschen. Da nur dieser
Durchschnittslohn als Grundlage der Bemessung des zumutbaren
Invalideneinkommens in Frage kommt, wird die Beschwerdegegnerin auch in diesem
Punkt weitere Abklärungen vorzunehmen haben. In Bezug auf den
Arbeitsfähigkeitsgrad wird die Beschwerdegegnerin auf das überzeugende Ergebnis
der Begutachtung durch die Psychiatrie-Dienste Süd abstellen, d.h. sie wird von einem
Arbeitsfähigkeitsgrad von 70% ausgehen. Von Seiten des Arbeitgebers ist zwar
verschiedentlich geltend gemacht worden, dass der Beschwerdeführer die
Zeitvorgaben überschreite. Es ist aber nicht objektiv belegt worden, dass das für alle
Arbeiten gelte und dass die Verlangsamung nicht teilweise durch die sorgfältige und
sich auf eine grosse Erfahrung stützende Arbeitsweise kompensiert werde. Der
Arbeitgeber hat weiter behauptet, die Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers habe
in den letzten Jahren stetig abgenommen. Das lässt sich anhand der medizinischen
Abklärungen nicht belegen. Die Angaben des Arbeitgebers vermögen deshalb die
Überzeugungskraft der gutachterlichen Arbeitsfähigkeitsschätzung nicht zu
erschüttern. Die vom Rechtsvertreter des Beschwerdeführers beantragte
Arbeitsplatzabklärung soll nicht der Überprüfung der medizinischen
Arbeitsfähigkeitsschätzung dienen, sondern die Frage beantworten, ob die
Arbeitsleistung des Beschwerdeführers als Carrosserie-Reparateur tatsächlich die
Ausrichtung eines Lohns im Umfang von 70% des Durchschnittslohns in diesem Beruf
rechtfertige. Der Beschwerdeführer weist nämlich als Arbeitnehmer gewisse Nachteile
auf, die bei einem gesunden zu 70% beschäftigten Carrosserie-Reparateur nicht
anzutreffen wären (z.B. werden gewisse zum Beruf gehörende Arbeiten nicht
ausgeführt und der Beschwerdeführer benötigt besondere Rücksichtnahme seitens der
Vorgesetzten und auch der Kollegen). Es geht also um dieselbe Problematik, die in
anderen Fällen bei der Bemessung des zumutbaren Invalideneinkommens anhand der
Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik als Tabellenlohnabzug bekannt
ist. Da das zumutbare Invalideneinkommen des Beschwerdeführers anhand des
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Durchschnittslohns der Carrosserie-Reparateure zu bemessen ist, steht einem
zusätzlichen Abzug nichts im Weg. Wenn dem Beschwerdeführer ein Lohn von 70%
des Durchschnittslohns der Carrosserie-Reparateure als zumutbares
Invalideneinkommen angerechnet würde, wäre darin unzulässigerweise ein
Soziallohnanteil enthalten, weil die Arbeitsleistung - unter notwendiger
Berücksichtigung der aus betriebswirtschaftlicher Sicht als verdeckte
Lohnnebenkosten zu wertenden Nachteile - nicht 70% des Durchschnittslohns wert ist.
Die Notwendigkeit eines zusätzlichen Abzugs vom Durchschnittslohn ist also
ausgewiesen. Allerdings kann die Höhe dieses zusätzlichen Abzugs nur sehr pauschal
geschätzt werden. Sie dürfte wenigstens 10% des nach Abzug des
Arbeitsunfähigkeitsanteils verbleibenden Betrags ausmachen.
3.
Die Rentenberechnung beruht auf einer vollständigen Beitragsdauer (Rentenskala 44)
und einem massgebenden durchschnittlichen Jahreseinkommen von Fr. 40'368.--, d.h.
auf der Annahme, dass der Versicherungsfall im Jahr 2009 eingetreten sei. Da der
Versicherungsfall, wie oben dargelegt, effektiv bereits vor der Vollendung des 20.
Altersjahrs eingetreten sein dürfte, kann der Beschwerdeführer die
Mindestbeitragsdauer (bis 31. Dez. 2007: ein Jahr, seither: drei Jahre gemäss Art. 36
Abs. 1 IVG) als Voraussetzung des Anspruchs auf eine ordentliche Invalidenrente wohl
nicht erfüllt haben. Demnach steht ein Anspruch auf eine ausserordentliche
Invalidenrente gemäss Art. 39 Abs. 1 i.V.m. Art. 40 Abs. 3 IVG zur Diskussion. Da
gemäss den Ausführungen in den Erw. 2.2.1 und 2.2.2 Grund zur Annahme besteht,
dass der Invaliditätsgrad nach der Durchführung der notwendigen Abklärungen
wenigstens 50% betragen, d.h. ein Anspruch auf mindestens eine halbe Rente
bestehen wird, kann im möglichen Wechsel von einer ordentlichen zu einer
ausserordentlichen Invalidenrente keine i.S. von Art. 61 lit. d ATSG relevante
Verschlechterung erblickt werden. Deshalb wird auf eine entsprechende Ankündigung
und auf den Hinweis auf die Rückzugsmöglichkeit (Art. 61 lit. d Satz 2 ATSG)
verzichtet.
4.
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Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die angefochtene Rentenverfügung in Bezug
auf die Invaliditätsbemessung auf einem unzureichend abgeklärten, nicht mit dem
erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellten
Sachverhalt beruht. Damit erweist sie sich als rechtswidrig und ist deshalb aufzuheben.
Die Sache ist zur weiteren Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
Dieser Verfahrensausgang ist im Hinblick auf die Kosten des Beschwerdeverfahrens
praxisgemäss als vollumfängliches Obsiegen des Beschwerdeführers zu werten. Die
Beschwerdegegnerin hat deshalb sowohl für die Gerichts- als auch für die
Vertretungskosten aufzukommen. Die dem Beschwerdeführer zustehende
Parteientschädigung ist angesichts des durchschnittlichen Vertretungsaufwands
praxisgemäss auf Fr. 3'500.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer)
festzusetzen. Die Gerichtsgebühr beträgt auf der Grundlage des ebenfalls
durchschnittlichen Beurteilungsaufwands Fr. 600.--. Der vom Beschwerdeführer
geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist zurückzuerstatten.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP