Decision ID: a2800396-0654-4ca4-bf6a-ce4aad3b3b87
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1956,
Hausfrau und
Mutter einer Tochter
(J
ahrgang 1996
)
,
meldete sich a
m
2.
Oktober 2012 unter Hinweis
auf
seit einem
Treppen
sturz
bestehende
Probleme mit dem
linken
Knie, dem
rechten
Oberarm
, beiden Füssen und
dem
N
acken
bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an
(
Urk.
7/4
Ziff.
4.5
,
Ziff.
5.5
und
Ziff.
6.2).
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medi
zini
sche und erwerbliche Situation ab
und veranlasste eine Abklärung der beeinträchtigte
n
Arbeitsfähigkeit in Beruf und Haushalt, über welche am 2
6.
Juni 2013 Bericht erstattet wurde (
Urk.
7/20).
Nach durchgeführt
em
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
7/22,
Urk.
7/27,
Urk.
7/29-30
) ver
neinte die
IV-Stelle mit Verfügung vom 1
6.
Oktober 2013
einen Rentenan
spruch
und einen Anspruch auf berufliche Massnahmen
(
Urk.
7/32
=
Urk.
2)
.
2.
Die Versicherte erhob am 1
3.
November 2013
Beschwerde gegen die V
erfügung vom 1
6.
Oktober 2013
(
Urk.
2) und beantragte, diese
sei aufzuheben und es sei ihr eine halbe Invalidenrente zuzusprechen (
Urk.
1 S. 2
).
Die IV-Stelle beantra
gte mit Beschwerdeantwort vom 1
7.
Dezember 2013 (
Urk.
6
) die Abweisung der Beschwerde.
Mit Gerichtsverfügung vom 1
4.
Januar 2014 wurden antragsgemäss (vgl.
Urk.
1
S. 2)
die unentgeltliche Prozessführung und Rechtsvertretung bewilligt und der Beschwerdeführerin die Beschwerdeantwort zugestellt (
Urk.
8
).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Bei Versicherten mit vollendetem 2
0.
Altersjahr, die vor der Beeinträchtigung ihrer körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit nicht erwerbstätig waren und denen eine Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, gelten als invalid, wenn eine Unmöglichkeit vorliegt, sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen.
Art.
7
Abs.
2
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG)
ist sinngemäss anwendbar: Demnach sind für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit ausschliesslich die Fol
gen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs
unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwind
bar ist (
Art.
8
Abs.
3 ATSG in Verbindung mit
Art.
5
Abs.
1
des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung; IVG
).
1.2
Bei nichterwerbstätigen Versicherten, die im Aufgabenbereich tätig sind, und denen eine Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, wird für die Bemes
sung der Invalidität in Abweichung von
Art.
16 ATSG darauf abgestellt, in wel
chem Masse sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen.
Art.
7
Abs.
2 ATSG ist sinngemäss anwendbar (
Art.
28a
Abs.
2 IVG in Verbindung mit
Art.
8
Abs.
3 ATSG; spezifische Methode; statt vieler BGE 130 V 97 E. 3.3.1). Als Aufgabenbereich der im Haushalt tätigen Versicherten gelten insbesondere die übliche Tätigkeit im Haushalt, die Erziehung der Kinder sowie gemein
nützige und künstlerische Tätigkeiten (
Art.
27
der Verordnung über die Invali
denversicherung; IVV
).
1.3
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent besteht Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.4
Die Arbeitsunfähigkeit im Sinne von
Art.
28
Abs.
1
lit
. b IVG (bis 31. Dezember 2007:
Art.
29
Abs.
1
lit
. b IVG) entspricht der Einbusse an funktionellem Leis
tungsvermögen im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich (
Art.
6 ATSG; BGE 105 V 156 E. 2a
). Bei der Bemessung der Invalidität von im Haushalt tätigen Versicherten ist die Schadenminderungspflicht von erheblicher Relevanz
. Nach der Rechtsprechung ist dabei vom Grundsatz auszugehen, dass einem
Leis
tungsansprecher
im Rahmen der Schadenminderungspflicht Massnahmen zuzumuten sind, die ein vernünftiger Mensch in der gleichen Lage ergreifen würde, wenn er keinerlei Entschädigung zu erwarten hätte. Für die im Haushalt tätigen Versicherten bedeutet dies, dass sie Verhaltensweisen zu entwickeln haben, welche die Auswirkungen der Behinderung im hauswirtschaftlichen Bereich reduzieren und ihnen eine möglichst vollständige und unabhängige Erledigung der Haushaltarbeiten ermöglichen. Kann die versicherte Person wegen ihrer Behinderung gewisse Haushaltarbeiten nur noch mühsam und mit viel höherem Zeitaufwand erledigen, so muss sie in erster Linie ihre Arbeit ein
teilen und in üblichem
Umfang die Mithilfe von Familienangehörigen in Anspruch nehmen. Ein invaliditätsbedingter Ausfall darf bei im Haushalt täti
gen Personen nur insoweit angenommen werden, als die Aufgaben, welche nicht mehr erfüllt werden können, durch Drittpersonen gegen
Entlöhnung
oder durch Angehörige verrichtet werden, denen dadurch nachgewiesenermassen eine Erwerbseinbusse oder doch eine unverhältnismässige Belastung entsteht
.
Die im Rahmen der Invaliditätsbemessung bei einer Hausfrau zu berücksichti
gende Mithilfe von Familienangehörigen geht daher weiter als die ohne Gesundheitsschädigung üblicherweise zu erwartende Unterstützung. Geht es um die Mitarbeit von Familienangehörigen, ist danach zu fragen, wie sich eine ver
nünftige Familiengemeinschaft einrichten würde, wenn keine Versicherungs
leistungen zu erwarten wären. Dabei darf nach der Rechtsprechung unter dem Titel der Schadenminderungspflicht nicht etwa die Bewältigung der
Haushalttä
tigkeit
in einzelnen Funktionen oder insgesamt auf die übrigen Familienmit
glieder überwälzt werden mit der Folge, dass gleichsam bei jeder festgestellten Einschränkung danach gefragt werden müsste, ob sich ein Familienmitglied fin
den lässt, das allenfalls für eine ersatzweise Ausführung der entsprechenden Teilfunktion in Frage kommt. Schliesslich vermag die Tatsache, dass sich die der Rechtsprechung zugrunde liegenden, in
Art.
159
Abs.
2 und 3
des Schweizeri
schen Zivilgesetzbuches (ZGB)
zwischen den Ehegatten und in
Art.
272 ZGB zwischen Eltern und Kindern statuierten Beistandspflichten nicht unmittelbar durchsetzen lassen (d.h. weder klagbar noch vollstreckbar sind), sondern nur freiwillig erfüllt werden können (
Honsell
/Vogt/Geiser [Hrsg.], Basler Kommen
tar,
3.
Aufl., Basel 2006,
N.
9 zu
Art.
272 ZGB;
Bräm
/
Hasenböhler
, Zürcher Kommentar,
3.
Aufl., Zürich 1998,
N.
168 zu
Art.
159 ZGB), an der
Schaden
minderungspflicht
der im Haushalt beschäftigten Versicherten nichts zu ändern. Denn wie auch im Erwerbsbereich darauf abzustellen ist, ob die verbleibende Erwerbsfähigkeit auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt grundsätzlich ver
wertbar ist, unabhängig davon, ob eine solche Anstellung rechtlich durchsetz
bar ist, ist auch in Bezug auf den Haushaltbereich davon auszugehen, was in der sozialen Realität üblich und zumutbar ist, unabhängig davon, ob eine Mit
hilfe rechtlich durchsetzbar ist (BGE 133 V 504 E. 4.2 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_729/2009 vom 3
0.
November 2009 E. 4.1-3).
1.5
Für den Beweiswert eines Berichtes über die Abklärung im Haushalt einer versi
cherten Person sind - analog zur Rechtsprechung betreffend die Beweiskraft von Arztberichten (BGE 125 V 351 E. 3a mit Hinweis) - verschiedene Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis von den örtlichen und räumlichen Verhält
nissen sowie den aus den medizinischen Diagnosen sich ergebenden Beein
trächtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Angaben der versicher
ten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext schliesslich muss plausibel, begründet und angemessen detailliert bezüglich der einzelnen Einschränkungen sein und in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Abklärungsbericht voll beweiskräftig (AHI 2003
S. 218 E. 2.3.2 [in BGE 129 V 67 nicht veröffentlichte Erwägung]; Urteil des Bundesgerichts I 733/03 vom
6.
April 2004 E. 5.1.2; vgl. auch BGE 130 V 61 E.
6.2 und 128 V 93 f. E. 4 betreffend Abklärungsberichte im Zusammenhang mit der Hauspflege und Hilflosigkeit). Diese Beweiswürdigungskriterien sind nicht nur für die im Abklärungsbericht enthaltenen Angaben zu Art und Umfang der Behinderung im Haushalt massgebend, sondern gelten analog für jenen Teil eines Abklärungsberichts, der den mutmasslichen Umfang der er
werbli
chen Tätigkeit von teilerwerbstätigen Versicherten mit häuslichem Aufgabenbereich im Gesundheitsfall betrifft (Urteil des Bundesgerichts I 236/06 vom 19. Juni 2006 E. 3.2).
Der Abklärungsbericht ist seiner Natur nach in erster Linie auf die Ermittlung des Ausmasses physisch bedingter Beeinträchtigungen zugeschnitten, weshalb seine grundsätzliche Massgeblichkeit unter Umständen Einschränkungen er
fahren kann, wenn die versicherte Person an psychischen Beschwerden leidet. Grundsätzlich jedoch stellt er auch dann eine beweistaugliche Grundlage dar, wenn es um die Bemessung einer psychisch bedingten Invalidität geht, das heisst wenn die Beurteilung psychischer Erkrankungen im Vordergrund steht (AHI 2004 S. 137 E. 5.3). Widersprechen sich die Ergebnisse der Abklärung vor Ort und die fachmedizinischen Feststellungen zur Fähigkeit der versicherten Person, ihre gewohnten Aufgaben zu erfüllen, ist aber in der Regel den ärztli
chen Stellungnahmen mehr Gewicht einzuräumen als dem Bericht über die Haushaltsabklärung, weil es der Abklärungsperson regelmässig nur beschränkt möglich ist, das Ausmass des psychischen Leidens und der damit verbundenen Einschränkungen zu erkennen (Urteile des Bundesgerichts 9C_986/2009 vom 11. November 2010 E. 7.2 und 9C_631/2009 vom 2. Dezember 2009 E. 5.1.2 mit Hinweisen).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete ihre leistungsverneinende Verfügung (
Urk.
2) damit, dass die Beschwerdeführerin in ihrem Aufgabenbereich Haus
haltsführung zu 36
%
eingeschränkt sei, welche Einschränkung dem
Invalidi
tätsgrad
entspreche (S. 1).
Auf den Haushaltabklärungsbericht könne abgestellt werden
,
und die medizinische Neubeurteilung habe ebenfalls keine Änderung des Gesundheitszustandes ergeben (S. 2).
2.2
Dagegen machte die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde (
Urk.
1) geltend,
auf die vom Neurologen gestellte Diagnose und auf die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit im angestammten Beruf als Hausfrau
durch die Hausärztin
sei die Beschwerdegegnerin zu Unrecht nicht eingegangen (S. 4 f.
Ziff.
3). Auf den
Haushaltabklärungsbericht könne nicht abgestellt werden. So bestehe im Bereich Haushaltsführung, Ernährung und Wohnungspflege eine Einschränkung von
50
%
und im Bereich Einkauf und weitere Besorgungen eine von 80
%
, womit insgesamt eine Behinderung von 51
%
resultiere (S. 6 f.).
3.
3.1
Dr.
med.
Y._
, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie, führte in seinem Bericht vom
6.
Mai 2011 (
Urk.
7/3/12 =
Urk.
7/12/10) aus, die Beschwer
deführerin habe sich erstmals am 3
1.
März 2011 bei ihm vorgestellt. Es bestünden seit über einem Jahr Knöchel
-
und Schulterbeschwerden. Die Beschwerdeführerin sei vor allem von der Schulter her limitiert. Eine Arthrose oder eine operationswürdige Pathologie habe er aber im Moment nicht gefun
den. Wahrscheinlich seien weitere Abklärungen nötig.
Die Beschwerdeführerin sei im Moment für Arbeit nicht vermittelbar.
Dr.
Y._
führte aus, er habe ihre berufliche Anamnese nicht erhoben. Mit Wahrschein
lichkeit sei sie in den letzten Jahren Hausfrau gewesen. Der Ehemann sei seit 12
Jahren arbeitsunfähig und prozessiere gegen die
Schweizerische
Unfallversi
cherungsanstalt
(
SUVA
)
. Im Moment könne man mit der schmerzhaften rechten Schulter nicht von einer Arbeitsfähigkeit ausgehen und er denke, dass sie auch als Hausfrau mit den geäusserten Beschwerden eingeschränkt sei. Diese Ein
schränkung dürfte zwische
n 30 und 50
%
betragen. Die Beschwerdeführerin
scheine in der Lage zu sein, den einen Haushalt zu führen mit entsprechend vermehrten Beschwerden und
verlängerter Zeit.
3.
2
Dr.
med.
Z._
,
Praktische Ärztin
,
stell
t
e in ihrem
Bericht vom 1
3.
No
vember 2011 (
Urk.
7/12/1-5) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeits
fähigkeit (
Ziff.
1.1):
Plexus
brachialis
beidseits
Status nach multiplen Prellungen / Sturz bestehend seit dem 1
2.
April 2010 in Mazedonien
Kontusion Schulter rechts
, Fuss rechts
und links, Knie links
MRI Schulter rechts
- Läsion der
Supraspinatus
- und
Infraspinatus
sehne
sowie fettige Atr
o
phie der zugehörigen Muskelbäuche
A
kromioklavikular
(A
C
)
-Gelenksarthrose
aktivierte Bursitis
subakromialis
(2011)
cervikale
Polydiskopathie
bestehend seit November 2011
(
Klinik A._
)
Diskushernie C6/7 mit
foraminaler
Enge C7 links
Verdacht auf
aktivier
t
e
Gonarthrose
rechts
Als Diagnosen ohne Auswirkung nannte
Dr.
Z._
eine arterielle Hypertonie (therapiebedürftig, Erstdiagnose Mai 2011), eine
Dyslipidämie
und einen Vita
min D3
-
und B12- Mangel
(Substitution)
.
Dr.
Z._
führte aus, die Beschwerdeführerin sei seit dem 1
3.
Mai 2011 bei ihr in Behandlung und die letzte Kontrolle habe am 1
5.
Oktober 2012 stattge
funden (
Ziff.
1.2).
Es bestehe eine lange Geschichte mit diffusen Gelenkbeschwerden, weshalb die Beschwerdeführerin im Jahr 2011 mehrere Ärzte aufgesucht habe. Am 1
2.
April 2010 habe sie einen Treppensturz in Mazedonien erlitten und sich dabei am rechten Schultergelenk, am linken Knie und an
beiden
Füssen verletzt. In Maze
donien sei die Erstversorgung durchgeführt worden. Da keine
knöcherne
n Ver
letzungen bestätigt worden seien, sei eine konservative Behandlung mittels medikamentöser Analgesie erfolgt.
Seit Mai 2011 leide die Beschwerdeführerin an zunehmend wechselnden Schmer
zen in den Schultern beidseits.
Es bestehe eher eine Verschlechterung durch die
Chronifizierung
der
Beschwerde
symptomatik
, namentlich durch die Aktivierung der degenerativen altersbedingten Veränderungen durch den Sturz am 1
2.
April 2010 (
Ziff.
1.4).
In der zuletzt ausg
eüb
ten
Tätigkeit als Hausfrau bestehe seit dem 1
3.
Mai 2011 ei
ne Arbeitsunfäh
i
g
keit von 100
%
(
Ziff.
1.6).
Es bestünden körperliche Ein
schränkungen im Sinne von schmerzhaften Bewegungseinschränkungen im beidseitigen Schulterbereic
h, des rechten Kniegelenks und d
es linken Sprung
gelenkes. Es seien weitere psychische Einschränkungen dadurch gegeben, dass sie Moslemin sei und keine sozialen Kontakte in der Schweiz habe und auch über keine deutschen Sprachkenntnisse verfüge. Die Tätigkeit als Hausfrau sei ihr gemäss
Dr.
Y._
noch maximal im Umfang von 30 bis 50
%
zumutbar,
zur Zeit
bestehe jedoch eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (
Ziff.
1.7).
Dr.
Z._
führte abschliessend aus, aufgrund der nun bereits seit längerem bestehenden 100%igen Arbeitsunfähigkeit aus gesundheitlichen Gründen mit chronischer Verlaufsform sei an ein Wiedereinstieg in da
s Arbeitsleben nicht zu denken.
Sie sei Moslemin, lebenslange Hausfrau, habe keine Ausbildung und
verfüge über keine
deutschen Spr
achkenntnisse (
Ziff.
1.11).
3.3
Die Ärzte der
Klinik A._
nannten in ihrem Bericht vom 1
7.
Oktober 2012 (
Urk.
7/10/5-6) als Diagnose eine Diskushernie C6/7 mit
foraminaler
Enge C7 links (
Ziff.
1.1). Die Beschwerdeführerin sei vom 2
9.
Juli bis
6.
September 2011 bei ihnen in Behandlung gewesen (
Ziff.
1.2). Sie sei aufgrund starker
Schulter
schmerzen
, welche in den linken Arm ausgestrahlt hätten
,
zugewiesen worden.
Bei Hypo- und
Dysästhesien
Dig
I
- III sowie Schmerzausstrahlung in den Arm sei ein MRI der Halswirbelsäule
(HWS)
angefertigt worden, wobei sich eine
dorsolaterale
Diskushernie C6/7 links gezeigt habe. Die Beschwerdeführerin sei anschliessend für eine Nervenwurzelblockade C7 links zugewiesen worden (
Ziff.
1.4). Eine medizinisch begründete Arbeitsunfähigkeit in der zuletzt ausge
übten Tätigkeit sei nicht ersichtlich (
Ziff.
1.6). Die Ärzte führten aus, von ihrer Seite her sei bei der letzten Konsultation am
6.
September 2011 keine Arbeits
unfähigkeit ausgestellt worden. Wie sich die Situation heute darstelle, sei ihnen nicht ersichtlich (
Ziff.
1.11).
3.
4
Dr.
med.
B._
, Facharzt FMH für Neurologie
,
nannte in seinem Bericht vom 1
6.
Juli 2013 (
Urk.
7/29) als Diagnose ein posttraumatisches,
cervico-cephales
Schmerzsyndrom, bei einem Status nach Treppensturz am 1
2.
April. 201
0.
Er habe am 1
5.
Juli 2013 eine neurologische Untersuchung der Beschwer
deführerin durchgefüh
rt.
Die Beschwerdeführerin leide seit einem am 1
2.
April 2010 erlittenen
Treppen
stu
rz
, wobei sie sich den Kopf angeschlagen habe, unter ständigen Nacken- und Kopfschmerzen mit Schmerzausstrahlungen der Nackenschmerzen in Schulter und Arme beidseits, hauptsächlich links, mit begleitenden Einschlafgefühlen der Finger I bis III der linken Hand. Im weiteren Verlauf seien die Schmerzen dann auch zunehmend in die rechte Schulter gegangen und die Beschwerdeführerin beklage eine schmerzhafte Schwellung des rechten Knies (S.
1).
Dr.
B._
führte aus, die anhaltenden Nacken- und Kopfschmerzen liessen sich zwangslos dem Treppensturz vom April 2010 zuordnen, bei dem es auf
grund der anamnestischen Angaben zu einem Kopfanprall und wahrscheinlich auch zu einem Überdehnungstrauma der H
WS
gekommen sei. Für letz
t
eres sprächen die
cervico-cephalen
Beschwerden mit
einer
im Status eingeschränk
ten Beweglichkeit der HWS
, mit
palpatorisch
verdickter und
druckdolenter
Nacken- und Schultermuskulatur.
An neurologischen Ausfällen habe die Beschwerdeführerin Gefühlsstörungen in den Segmenten C6 und C7 am linken Arm, bzw. an der linken Hand angegeben. Eine leichte Schädigung dieser zervikalen Wurzeln sei anzunehmen, wobei keine motorischen Ausfälle vorhanden seien, so dass eine gröbere Läsion nicht anzunehmen sei (S.
2).
3.5
Am 2
6.
Juni 2013 erstattete di
e Abklärungsperson über die am 2
2.
Mai 2013
durchgeführte Haushaltabklärung Bericht (
Urk.
7/20). Zu Beginn und Ausmass der Beschwerden führte die Abklärungsperson die Diagnosen gemäss Bericht der
Hausärztin
Dr.
Z._
(vgl. vorstehend E
. 3.
2
) auf
und verwies im Übrigen auf das Dossier
(S. 1
Ziff.
1).
Am 1
2.
April 2010 habe die Beschwerdeführerin in Mazedonien einen
Treppen
sturz
erlitten. Sie sei auf der nassen Treppe ausgerutscht und habe sich mit dem rechen Arm am Geländer auffangen wollen. Seither habe sie Schmerzen in beiden Armen und Schultern, rechts habe sie permanente Schmerzen. Beide Arme könne sie schmerzbedingt nur noch bis zur Brusthöhe anheben. Die Schmerzen im linken Arm strahl
t
en bis in den linken Daumen aus, wo sie ein Taubheitsgefühl habe und kein kaltes Wasser ertrage. Das Taubheitsgefühl im linken Daumen trete meh
rheitlich gemeinsam mit den HWS-
Beschwerden auf, etwa drei bis viermal pro Woche. Sie habe schon diverse Male Injektionen in die rechte Schulter erhalten, die jedoch nur kurzzeitige Linderung verschafft hätten (S. 2 oben).
In den Füssen und Knien habe sie auch beidseits permanent Schmerzen, auch in Ruhe, links stärker als rechts. Bei Belastung der Knie nähmen die Schmerzen zu und die Knie und Füsse seien, wenn sie lange gehen müsse
,
auch oftmals geschwollen. Wenn sie zum Hausarzt im Dorf gehe, verspüre sie auch Schmer
zen in der linken Hüfte.
Auch in der HWS habe sie regelmässige Besch
w
erden, etwa drei bis viermal pro Woche. Die Schmerzen strahlten vom Hinterkopf über den Nacken bis in die Schultern und in den linken Arm oder Daumen aus.
Laut Angaben der Beschwerdeführerin verstärkten
Bügeln
,
Fensterreinigung und Kochen
die Beschwerden. Diese Tätigkeiten seien nur noch bedingt möglich. Im Hinterkopf verspüre sie jeweils ein Hitzegefühl. Auch ihr Schlaf sei gestört und sie wache immer wieder aufgrund der Schmerzen auf (S. 2 Mitte).
Am 3
0.
April 2013 sei sie notfallmässig ins Spital
C._
gegangen. Sie habe Poulet gegessen und habe ein Fremdkörpergefühl im Hals gehabt. Es sei eine Gastroskopie durchgeführt worden ohne Befund. Das Fremdkörpergefühl im Hals bestehe weiterhin, weshalb sie am 2
4.
Mai 2013 einen Termin beim Spezialisten habe (S. 2 unten).
Die Abklärungsperson führte aus, die Beschwerdeführerin habe acht Jahre die Grundschule in Mazedonien besucht und keine Ausbildung gemacht (S.
2
Ziff.
2.1). Gemäss eigenen Angaben
würde
sie
heute bei guter Gesundheit auf
grund der finanziellen Situation etwa zu 50
%
zum Beispiel als
Reinigungsmit
arbeiterin
arbeiten.
Die Abklärungsperson merkte hierzu an, es se
i nicht wahrscheinlich, dass die Beschwerdeführerin bei guter Gesundheit einer Erwerbstätigkeit nachginge.
Sie sei immer Hausfrau gewesen,
sei in der Schweiz nie einer Erwerbstätigkeit nachgegangen und habe sich nie um eine Stelle bemüht, da der Ehemann das Einkommen gesichert habe. Der Ehemann sei bis Mai 2009 zu 50
%
berentet
gewesen und ab Juni 2009 bestehe bei ihm eine Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit von 100
%
. Somit wäre es dem Ehemann aus gesundheitlichen Grün
den möglich gewesen, das Einkommen weiterhin zu sichern. Der Ehemann habe die Restarbeitsfähigkeit von 50
%
nicht ausgeschöpft, da das Einkommen mit der halben Rente kn
app ausgereicht habe zum Leben
. Somit seien die Gründe der finanziellen Notwendigkeit nicht nachvollziehbar, da der Ehemann seine Restarbeitsf
ähigkeit bereits bevor die SUVA-Rente gestrich
en worden sei, nicht ausgeschöpft habe und die Beschwerdeführerin sich vor dem Treppensturz nie um eine Stelle bemüht habe. Würde der Ehemann seine Arbeitsfähigkeit aus
schöpfen, würde das Argument der finanziellen Notwendigkeit hinfällig
. Die Beschwerdeführerin sei daher als zu 100
%
im Haushalt Tätige zu qualifizieren
(S. 3
f.
Ziff.
2.5).
Zum Bereich Haushaltsführung hielt die Abklärungsperson fest, die Pla
nung und Organisation übernehme
weiterhin die Beschwerdeführerin, sie delegiere einfach ihrem Ehemann und Verwandten diverse Aufgaben, weshalb eine Ein
schränkung von 0
%
vorliege (S. 5
Ziff.
6.1). Im Bereich Ernährung sei es dem Ehemann zumutbar, seine Ehefrau täglich bei den Rüstarbeiten zu unterstützen sowie beim Hantieren mit Pfannen und beim Tischen. Der Beschwerdeführerin sollte es möglich sein, für zwei Personen den Abwasch zu erledigen. Das Han
tieren
mit
schweren Gegenständen, wie zum Beispiel Pfannen, sei dem Ehemann im Rahmen seiner Mitwirkungspflicht aufzuerlegen. Es resultiere eine Ein
schränkung von 40
%
(S. 6
Ziff.
6.2). Im Bereich Wohnungspflege resultiere eine Einschränkung
von 50
%
. Das Abstauben sei der Beschwerdeführerin
nach wie vor zumutbar, wenn auch mit einer Armverlängerung. Dem Ehemann sei es zumutbar, zweimal pro Woche staubzusaugen, sowie alle drei Tage
die
Bade
zimmerreinigung
zu übernehmen
(S. 6 f.
Ziff.
6.3). Zum Bereich Einkauf und weitere Besorgungen führte die Abklärungsperson aus, dass
laut Beschwerde
führerin
früher wie heute der Ehemann die Grosseinkäufe erledige. Früher sei die Beschwerdeführerin Kleinigkeiten wie Brot oder
Milch selbständig einkaufen gegangen. Heute gehe nur noch der Ehemann einkaufen und sie bleibe zu Hause, da das Laufen die Kniebeschwerden verstärken würde, aber auch, da sie mit dem Bus die Einkäufe erledigen müsse und das Geld nicht für zwei Billets ausreiche. Das Administrative habe schon immer der Ehemann erledigt. Persön
liche Sachen
sei
sie aufgrund der finanziellen Knappheit schon seit Jahren nicht mehr einkaufen gegang
en. Die Abklärungsperson merkte
an, dass
es aus gesundheitlichen Gründen
der Beschwerdeführerin möglich sein sollte, Kleinig
keiten selbständig einkaufen zu gehen. Die nächste Bushaltestelle liege drei Gehminuten von der Wohnung entfernt und das Zentrum sei in fünf Fahrmi
nuten erreichbar. In diesem Bereich resultiere keine Einschränkung (S. 7
Ziff.
6.4). Im Bereich Wäsche und Kleiderpflege ermittelte die Abklärungsperson eine Einschränkung von 40
%
(S. 7
Ziff.
6.5) und zusammenfassend
eine ges
amthafte Einschränkung von 36
%
(S.
8. Ziff.
6.8
).
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin ging gestützt auf den Ha
ushaltabklärungsbericht vom Juni 2013 (
vorstehend E. 3
.
5
)
davon aus, dass
bei der Beschwerdeführerin
gemäss der Beurteilung der einzelnen Tätigkeiten im Haushalt
s
b
ereich eine Einschränkung von 36
%
bestehe.
4.2
Nach der Rechtsprechung stellt der durch die IV-Stelle eingeholte Bericht über die Abklärung vor Ort eine geeignete und im Regelfall genügende Grundlage zur Ermittlung des Invaliditätsgrades von im Haushalt tätigen Versicherten dar.
Wie ausgeführt
(vorstehend E. 1
.1
)
, ist
für die Feststellung der Behinderung Nicht
erwerbstätiger
im anerkannten Aufgabenbereich
nicht die medizinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit
ausschlaggebend
, sondern wie sich der Gesund
heitszustand in der nichterwerblichen Betätigung konkret auswirkt, was durch die Abklärung an Ort und Stelle im Haushalt der versicherten Person erhoben wird.
Für den Beweiswert eines entsprechenden Berichtes ist analog auf die Rechtspre
chung zur Beweiskraft von Arztberichten (BGE 125 V 352 E. 3a und b, BGE 122 V 160 E. 1c) zurückzugreifen. Sind die entsprechenden Kriterien (vor
stehend E
.
1.5) erfüllt, ist der Abklärungsbericht voll beweiskräftig. Das Gericht greift
diesfalls
in das Ermessen der Abklärungsperson nur ein, wenn klar fest
stellbare Fehleinschätzungen oder Anhaltspunkte für die Unrichtigkeit der Abklärungsresultate (zum Beispiel infolge von Widersprüchlichkeiten) vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, dass die fachlich kompetente
Abklä
rungsperson
näher am konkreten Sachverhalt steht als das im Beschwerdefall zuständige Gericht.
4.3
Die zuständige Abklärungsp
erson führte am 2
2.
Mai 2013
die
Haushaltabklä
rung
an Ort und Stel
le durch.
Sie hat dabei unter Berücksichtigung der von der Beschwerdeführerin geklagten Leiden und Behinderungen sowie der
Familien
grösse
, der Wohnverhältnisse, der technischen Einrichtungen und der örtlichen Lage eine Einschränkung der Beschwerdeführer
in im Haushaltsbereich von 36
%
festgestellt.
Der von der Abklärung
sperson verfasste Bericht vom 2
6.
Juni 2013
befasst sich umfassend mit den einzelnen Haushaltsbereichen und deren prozentualer Gewichtung und umschreibt die zu verrichtenden Tätigkeiten sowie die an Ort
und Stelle festgestellten Einschränkungen in diesen Bereichen. Ebenfalls berücksichtigt
wurde die Mitwirkungspflicht des Ehemannes
.
Der Abklärungsbericht ist sodann schlüssig und in nachvollziehbarer Weise begründet. Es sind vorliegend keine besonderen Umstände gegeben, welche den Abklärungsbericht als mangelhaft oder ungeeignet erscheinen liessen; vielmehr entspricht dieser den an ihn gestellten Anforderungen, so dass für die
Ent
scheidfindung
grundsätzlich darauf abgestellt werden kann.
4.4
Wo die Beschwerdeführerin geltend macht, sie sei im Bereich Haushaltsführung, wo es um die Planung, Organisation, Arbeitseinteilung und Kontrolle und nicht um tatsächliche körperliche Betätigung geht, zu 50
%
eingeschränkt (vorstehend E. 2.2), kann ihr nicht gefolgt werden.
Anhaltspunkte, dass sie in geistiger Hin
sicht hierzu nicht mehr
in der Lage
wäre, liegen keine vor.
Die übrige von der Beschwerdeführerin geäusserte Kritik am Haushaltabklärungsbericht scheint insbesondere daher zu rühren, dass die Folge der bestehenden
Mitwirkungs
pflicht
des Ehemannes
(vgl. vorstehend E. 1.4)
im Sinne einer Reduktion der resultieren
den
Einschränkung nicht verstanden wurde.
So wurde
im Bereich Ernährung korrekterweise
die Einsc
hränkung der Beschwer
deführerin
unter Berücksichtigung der
Mitwirkungspflicht
des Ehe
mannes festgehalten
, was in der Konsequenz zu einer weniger weit reichenden Einschränkung führt
. Gleiches ist im Hinblick auf die zum Bereich
Wohnungs
pflege
geäusserte Kritik zu sagen.
Hinsichtlich
der
von der Beschwerdeführerin
getätigten Äusserung, die Einschränkung im Bereich Wohnung
spflege würde noch um einiges hö
her ausfallen, wenn man im Detail und mit der Stoppuhr messen würde
(vgl.
Urk.
1 S. S. 6 unten)
,
ist zu beachten, dass auch
sie selbst im Rahmen ihrer Schadenminderungspflicht gehalten
ist
,
allfällige Arbeiten in Etappen und in dem noch möglichen Tempo auszuführen.
Auch die
Schlussfol
gerung der Abklärungsperson, dass
im Bereich Einkauf und weitere Besor
gungen
keine Einschränkung resultiere, ist nicht zu bemängeln.
Aus dem Umstand, dass der Ehemann den grössten Teil der Einkäufe übernimmt
,
kann nicht einfach auf eine Einschränkung von 80
%
geschlossen werden.
So hat er dies schon seit jeher getan.
O
hne jegliche Relevanz
ist auch
, o
b die Beschwerdeführerin nun öffentliche Verkehrsmittel oder Treppen nur selten und ausnahmsweise alleine benü
tze oder nicht
(vgl.
Urk.
1 S. 7
Ziff.
3).
4.5
Weiter machte die Beschwerdeführerin geltend, die Beschwerdegegnerin habe es
trotz der anderslautenden Einschätzung der behandelnden Hausärztin
Dr.
Z._
(vorstehend E. 3.2)
und
des nachgereichten Berichtes von
Dr.
B._
(vorstehend E. 3.4)
unterlassen, weitere Abklärungen zu tätigen (vorstehend E. 2.2).
Betreffend die Einschätzung der Hausärztin
Dr.
Z._
ist festzuhalten, dass ihre Diagnosen im Rahmen der Haushaltabklärung umfassend berücksichtig wurden. Dagegen vermag
ihre Einschätzung
, dass im Haushalt eine 100%ige Einschränkung vorliege
,
nicht zu überzeugen. Wo sie auf
Dr.
Y._
(vorstehend E. 3.1)
verweist, welcher pauschal eine Einschränkung im Haushalt von 30 bis 50
%
festhielt
,
ist zu beachten, dass
abgesehen davon, dass die von der
Abklä
rungsperson
ermittelte Einschränkung von 36
%
in diesem Bereich liegt,
Dr.
Y._
bei seiner Einschätzung
die Mitwirkungspflicht des Ehemannes
nicht berücksichtigte.
Überdies ist für die
Feststellung der Behinderung
Nichterwerb
s
tätiger
im Aufgabenbereich
die durch eine hierfür ausgebildete
Abklärungs
person
durchgeführte
Abklärung
vor Ort massgebend.
Dem
Bericht von
Dr.
B._
,
welchen die Beschwerdeführerin nach ergange
nem Vorbescheid im Juli 2013 aufsuchte, sind ebenfalls keine weitergehenden Einschränkungen zu entnehmen. Er führte lediglich
das auch schon von anderer Seite her abgeklärte Beschwerdebild
(vgl. vorstehen E. 3.3)
auf ein über drei Jahre zurückliegendes Unfallereignis zurück und stützte sich dabei ausschliess
lich auf die Angaben der Beschwerdef
ührerin,
da echtzeitliche aussagekräftige Arztberichte betreffend dieses Ereignis fehl
t
en.
4.6
Zusammenfassend bestehen somit keine Anhaltspunkte für Fehleinschätzungen der Abklärungsperson, welche eine gerichtliche Ermessenskorrektur der vor Ort erhobenen gesundheitsbedingten Beeinträchtigungen rechtfertigen, und es kann
auf den Abklärungsbericht vom 2
6.
Juni 2013
abgestellt werden. Ergänzende medizinische Abklärungen sind unter den gegebenen Umständen nicht erfor
derlich.
Es ist nach dem Gesagten von einer Einschränkung von
36
.00
%
im
Haus
haltsbe
reich
und damit von einem rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von
36
%
auszugehen.
Die angefochtene Verfü
gung vom 1
6.
Oktober 2013
erweist sich als
rechtens
, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
5
.
5
.1
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
800.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang de
s Verfahrens sind sie der
unterliegenden Beschwerdeführer
in
aufzuerlegen, zufolge Gewährung der unentgeltlichen
Pro
zessführung
jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.
5.2
Mit Kostennote vom
1.
September
2014
(
Urk.
10-11
) machte der unentgeltliche Rechtsver
treter der Beschwerdeführerin
einen Aufwand von insgesamt
25
Stun
den und Bar
auslagen von
Fr.
722.60 geltend. Entgegen seiner Ansicht wurde das hiesige Verfahren nicht mit dem Verfahren betreffend den Ehemann der Beschwerdeführerin vereinigt, weshalb er seine diesbezüglichen Aufwen
dungen nicht verrechnen kann.
Da aus der eingereichten Abrechnung nicht ab
schliessend nachvollziehbar ist, welche Aufwendungen nun die Beschwerde
führerin und welche ihren Ehemann betreffen, ist die Entschädigung
unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Pro
zesses und beim massgebenden Stundenansatz von
Fr.
200.-- (zuz
üglich Mehr
wertsteuer) auf
Fr.
2‘0
00.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzu
legen.
Demgemäss ist Rechtsanwalt
Ervin
Deplazes
mit
Fr.
2'000.--
(inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) aus der
Gerichtskasse zu entschädigen.