Decision ID: d6dc4fa9-e112-551c-9ff3-3a516b08bc63
Year: 2009
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Eigenen Angaben zufolge verliess der Beschwerdeführer seinen  Sri Lanka am 23. November 2007 und gelangte am 28.  2007 in die Schweiz, wo er gleichentags beim Empfangs- und Verfahrenszentrum A._ ein Asylgesuch stellte. Am 29.  2007 wurde der Beschwerdeführer im Empfangszentrum  zu seinen Asylgründen befragt. Am 8. Januar 2008 fand eine direkte Anhörung durch das BFM im Sinne von Art. 29 Abs. 1 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) statt.
B. Abklärungen des BFM beim Bundespolizeiamt Weil am Rhein ergaben, dass eine Person unter den vom Beschwerdeführer angegebenen Personalien am (...) 1997 in Deutschland einreiste und um Asyl ersuchte und am (...) 1999 nach unbekannt fortzog, sowie dass das betreffende Asylgesuch am (...) abgewiesen wurde.
C. C.a Zur Begründung seines Asylgesuchs brachte der  im Wesentlichen vor, er stamme aus B._, habe aber ab 1985 in C._ gelebt. Seine Eltern und eine Schwester seien in den Jahren (...) beziehungsweise (...) bei kriegerischen Ereignissen ums Leben gekommen. Er sei am (...) nach Indien gereist, um seine bei einem Artillerieangriff auf das Geschäft seiner Familie erlittenen Verletzungen behandeln zu lassen. In Indien sei er am 29. Dezember 1990 unter dem Verdacht, der LTTE anzugehören, festgenommen und gefoltert worden. Am 15. August 1995 sei es ihm gelungen, mit  anderen Häftlingen aus dem Gefängnis zu fliehen und er sei nach D._ gereist. Auf einer Plantage in E._ habe er Arbeit gefunden. Nach einem halben Jahr habe sein Arbeitgeber davon Kenntnis erhalten, dass er ein geflohener Häftling sei und habe ihn in der Folge unter sklavenähnlichen Bedingungen auf der Plantage festgehalten. Am 25. Mai 2003 habe er schliesslich von dort fliehen können und sei nach F._ gereist, um von dort per Boot nach Sri Lanka zurückzukehren. Auf der Überfahrt sei er vom srilankischen Militär festgenommen und darauf in der Festung B._  und misshandelt worden. Nach eineinhalb Monaten habe sein Bruder mittels Geldzahlung seine Freilassung erreicht. Er und sein Bruder hätten im Jahre 2004 ein Geschäft in B._ eröffnet. Er
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sei wiederholt von Leuten in einem weissen Van auf ihren Posten  und geschlagen worden. Sie hätten ihm auch Blut  und Geldzahlungen von ihm verlangt. Am 1. November 2007 hätten diese Leute eine Summe von 1 Mio Rupien von ihm und seinem Bruder verlangt und am 5. November 2007 hätten sie ihnen ihre  abgenommen. Am selben Tag hätten sie, da sie die  Summe nicht hätten bezahlen können, zwei andere Personen mit der Führung ihres Geschäfts beauftragt und hätten sich im Wald versteckt. Am 14. November 2007 hätten sie von einem Verwandten, welcher sie jeweils mit Lebensmitteln versorgt habe, erfahren, dass die beiden mit der Führung ihres Geschäfts betrauten Personen von den White-Van Leuten erschossen worden seien. Diese hätten auch , seinen Bruder und ihn umzubringen und Leute mit der  ihres Hauses beauftragt. Daraufhin hätten er und sein  B._ verlassen und seien mithilfe eines singhalesischen Schleppers nach G._ gereist. Dort habe sein Bruder seine Ausreise organisiert. Er sei mit einem vom Schlepper beschafften  mit einer ihm unbekannten Airline am 23. November 2007 via Dubai nach Italien geflogen und von dort in die Schweiz gebracht . Er habe im Übrigen nie einen Reisepass gehabt und seine  sei ihm von den White-Van-Leuten abgenommen worden.
Im Übrigen bestritt der Beschwerdeführer auf entsprechenden Vorhalt, sich in den Jahren 1997 bis 1999 in Deutschland aufgehalten zu haben und hielt daran fest, in diesem Zeitraum in Indien gewesen zu sein.
C.b Zur Stützung seiner Vorbringen reichte der Beschwerdeführer Kopien eines Geburtsscheins, eines am 9. September 1990 durch das Camp (...), H._, (...), Indien, ausgestellten , sowie von Todesscheinen betreffend seine Mutter und seine Schwester ein.
D. Mit Verfügung vom 28. Januar 2008 - eröffnet am 29. Januar 2008 - trat das BFM gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf das  des Beschwerdeführers nicht ein und ordnete die Wegweisung aus der Schweiz sowie deren Vollzug an. Auf die detaillierte  wird - soweit entscheidwesentlich - in den Erwägungen .
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E. Mit Eingaben seiner Rechtsvertreterin vom 5. und 7. Februar 2008 erhob der Beschwerdeführer Beschwerde gegen diese Verfügung und beantragte, diese sei aufzuheben und die Vorinstanz anzuweisen, auf sein Asylgesuch einzutreten. Eventualiter sei die Unzulässigkeit  Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs festzustellen.  beantragte er, es sei ihm Einsicht in sämtliche ihn betreffenden vorinstanzlichen Akten, sowie die sich im Dossier seines Bruders befindlichen Sterbeurkunden der gemeinsamen Familienangehörigen im Original zu gewähren. Zudem seien die möglicherweise ihn  Akten der deutschen Behörden beizuziehen und ihm  und es sei ein Fingerabdruckvergleich mit den deutschen  durchzuführen. Schliesslich sei von Amtes wegen eine ärztliche Untersuchung anzuordnen. In formeller Hinsicht beantragte er die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und den Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses sowie das Absehen von allfälligen Vollzugsmassnahmen. Auf die Begründung wird - soweit  - in den Erwägungen eingegangen.
Zum Beleg seiner Vorbringen reichte der Beschwerdeführer folgende Dokumente in Kopie ein: eine Todesanzeige der beiden im Geschäft umgebrachten Angestellten, eine Bestätigung des (...) Hospital, I._, Indien vom 11. Januar 2008, dass er dort von 1998 - 2002 in Behandlung gewesen sei, ein Arztzeugnis von Dr. med. (...), J._, vom 5. Februar 2008, ein Schreiben des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte vom 23. Oktober 2007, ein SFH- zu srilankischen Identitätsausweisen vom 15. Oktober 2007 und eine SFH-Analyse betreffend Sri Lanka vom Dezember 2007. Zudem stellte er die Einreichung der Originale der Todesanzeige sowie der Bestätigung des indischen Spitals inklusive Übersetzung in Aussicht.
F. Mit Zwischenverfügung vom 8. Februar 2008 hiess der zuständige  das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) unter Vorbehalt der  einer Fürsorgebestätigung gut und forderte den  dazu auf, innert Frist entweder eine Bestätigung seiner  nachzureichen oder einen Kostenvorschuss einzuzahlen.
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G. Mit Eingabe vom 25. Februar 2008 reichte der Beschwerdeführer eine Fürsogebestätigung des (...) vom 21. Februar 2008 ein.
H. Mit Eingabe vom 7. April 2008 reichte der Beschwerdeführer eine Übersetzung der Todesanzeige, eine weitere Bestätigung des (...) , I._ vom 28. Januar 2008, im Original, inklusive  sowie das Original des ärztlichen Zeugnisses von Dr. med. (...), J._, vom 5. Februar 2009 ein.
I. Mit Verfügung vom 28. April 2008 hob die Vorinstanz im Rahmen der Vernehmlassung die Ziffern 3 und 4 ihrer Verfügung vom 28. Januar 2008 auf und gewährte dem Beschwerdeführer die vorläufige  wegen Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs.
J. Mit Zwischenverfügung vom 15. Mai 2008 stellte der zuständige  fest, dass die Beschwerde vom 5. Februar 2008  – soweit den Vollzug der Wegweisung betreffend –  geworden sei und fragte den Beschwerdeführer an, ob er unter diesen Umständen an der Beschwerde, soweit die Frage des Eintretens auf sein Asylgesuch betreffend festhalten oder diese zurückziehen wolle.
K. Mit Eingabe vom 30. Juni 2008 erklärte der Beschwerdeführer innert erstreckter Frist an der Beschwerde, soweit nicht gegenstandslos geworden, festhalten zu wollen.
L. Mit Eingabe vom 25. September 2008 reichte der Beschwerdeführer eine Bestätigung des Dorfvorstehers von K._, B._ vom 2. Juni 2008, inklusive Übersetzung, ein.
M. In ihrer Vernehmlassung vom 17. Februar 2009 hielt die Vorinstanz soweit die Frage des Eintretens auf das Asylgesuchs betreffend an ihrer Verfügung fest und beantragte die Abweisung der Beschwerde.
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N. Mit Eingabe vom 30. März 2009 machte der Beschwerdeführer innert erstreckter Frist von dem ihm mit Zwischenverfügung vom 24. Februar 2009 eingeräumten Recht zur Stellungnahme Gebrauch.
O. Auf entsprechende Aufforderung des Instruktionsrichters hin reichte die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers mit Eingabe vom 19.  2009 eine Kostennote zu den Akten.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das Bundesamt für Migration (BFM) gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts. Eine das  betreffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entscheidet in diesem Bereich  (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des  vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
1.2 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht; der  hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Er ist daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 108 AsylG sowie Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 und 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten.
2. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
3. Die Beurteilung von Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide des Bundesamtes ist praxisgemäss auf die Überprüfung der Frage
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beschränkt, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht  ist. Bei Begründetheit des Rechtsmittels ist die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen (vgl. die weiterhin massgeblichen  und Mitteilungen der Schweizerischen  [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.). Volle Kognition kommt dem Bundesverwaltungsgericht hingegen bei der Überprüfung der vom Bundesamt angeordneten Wegweisung und deren Vollzugs zu.
4. Gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG wird auf ein Asylgesuch nicht , wenn Asylsuchende den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des Gesuches Reise- oder  abgeben. Keine Anwendung findet diese Bestimmung, wenn  entschuldbare Gründe für das Unvermögen, innerhalb von 48 Stunden nach Gesuchseinreichung Reise- oder Identitätspapiere abzugeben, glaubhaft machen können (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), wenn auf Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigenschaft festgestellt wird (Art. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG), oder wenn sich die Notwendigkeit zusätzlicher Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines  ergibt (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG). Vor Erlass einer Nichteintretensverfügung nach Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG hat eine Anhörung nach den Artikeln 29 und 30 AsylG stattzufinden (Art. 36 Abs. 1 AsylG).
5. 5.1 Zur Begründung seiner Verfügung führte das Bundesamt aus, interkontinentale Reisen seien kaum ohne echte Reisepapiere . Die Ausführungen des Beschwerdeführers zu den Umständen  Reise in die Schweiz seien stereotyp und unsubstanziiert . Zudem habe er nichts Konkretes zur Beschaffung von Papieren unternommen. Es sei davon auszugehen, dass er den  Behörden seine Identitätsdokumente vorenthalte, um den  Reiseweg zu verheimlichen. Aus diesen Gründen würden keine entschuldbaren Gründe für die unterlassene Einreichung eines rechtsgenüglichen Identitätspapiers vorliegen. Im Weiteren seien die Asylvorbringen des Beschwerdeführers als unglaubhaft zu bewerten. Auch wenn dies vom Beschwerdeführer bestritten werde, sei davon auszugehen, er habe sich von 1997 bis 1999 in Deutschland als  aufgehalten. Im Asylverfahren in Deutschland seien diesel-
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ben Todesscheine eingereicht worden wie im vorliegenden Verfahren. Ferner liege eine erhebliche Übereinstimmung der in den beiden  gemachten Angaben zu den Familienverhältnissen und  im Heimatstaat vor. Es würden aber auch in wesentlichen Punkten Widersprüche zwischen den Aussagen im deutschen  und denjenigen gegenüber den schweizerischen Asylbehörden bestehen. So habe der Beschwerdeführer gegenüber den deutschen Asylbehörden angegeben, er habe sich bis zur Einreichung des  in Deutschland durchwegs in Sri Lanka aufgehalten und nur seine Ehefrau und seine Mutter seien im Jahre 1990 nach Indien gegangen. Im Gegensatz dazu habe er sich gegenüber den Schweizer Behörden als ledig bezeichnet und einen Aufenthalt in Indien geltend gemacht. Zudem habe er divergierende Angaben zu Anzahl und  seiner Geschwister gemacht. Die Erklärungen des  für den Vermerk "Schw. der Ehefrau" auf dem  der Schwester seien nicht plausibel. Insgesamt vermöge er  präzisen und übereinstimmenden Aussagen zu seiner Biografie und seinen Familienverhältnissen zu machen. Sein angeblicher Aufenthalt in Indien und die für diesen Zeitraum geschilderten Erlebnisse könnten nicht geglaubt werden. Der eingereichte Flüchtlingsausweis vermöge nicht zu einer anderen Einschätzung zu führen. Dieser habe als Kopie unbestimmter Herkunft kaum Beweiswert. Vor diesem Hintergrund  auch massive Zweifel an der angeblichen Rückkehr des  nach Sri Lanka und den angeblich dort in der Folge erlebten Übergriffen gerechtfertigt. Seine entsprechenden Vorbringen seien als vage und oberflächlich und damit unsubstanziiert zu bewerten. Im Übrigen stelle der Umstand, dass er seit den 80er Jahren vom  im Norden Sri Lankas betroffen gewesen und ihm deswegen  gesicherte Lebensführung möglich gewesen sei, keine asylrechtlich relevante Verfolgung im Sinne von Art. 3 AsylG dar.
5.2 Der Beschwerdeführer stellte sich zur Begründung seiner  zunächst auf den Standpunkt, er habe entgegen der  der Vorinstanz entschuldbare Gründe dafür, keine  einreichen zu können. Seine Identitätskarte sei ihm von den White-Van-Leuten abgenommen worden und es sei bekannt, dass die Schlepper die von ihnen organisierten Reisepapiere ihren "" wieder abnehmen würden. Zudem sei zu berücksichtigen, dass er durch die erlebten Ereignisse und das erzwungene Zurückbleiben  Bruders in der Heimat traumatisiert gewesen sei, und nur  lesen und schreiben könne, weshalb keine detaillierteren Anga-
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ben zur Reise erwartet werden könnten. Die Behauptung der , er habe sich in Deutschland aufgehalten, werde zurückgewiesen. Es würden dafür keine handfesten Beweise vorliegen. Er habe  den schweizerischen Behörden schlüssige und glaubhafte  zu den Personalien von ihm und seinen Familienangehörigen gemacht, wohingegen die entsprechenden gegenüber den deutschen Behörden gemachten Angaben fehlerhaft seien. Daher sei davon , dass der damals dort aufgetretene Gesuchsteller nicht mit ihm identisch sei. Vielmehr habe es sich dabei um eine  der Familie gehandelt, welche missbräuchlicherweise seine Dokumente verwendet habe, um ein Asylgesuch zu stellen. Diese  sei ein ehemaliger Beamter gewesen, welchem seine Familie alle wichtigen Dokumente anvertraut habe. Im Übrigen obliege bezüglich dieser Frage die Beweislast dem BFM im Rahmen der Untersuchungspflicht. Dieser Pflicht sei das Bundesamt indessen nicht genügend nachgekommen. Namentlich sei ihm nicht Einsicht in die umstrittenen Akten gewährt worden. Im Weiteren sei die  angesichts des Bürgerkriegs in Sri Lanka gegeben. Er habe glaubhaft dargelegt, dass er in Sri Lanka an Leib und Leben gefährdet sei und ihm im Falle der Rückkehr ernsthafte Verfolgung und Verhaftung sowohl durch die tamilischen Konfliktparteien als auch durch die srilankische Armee drohe.
5.3 In ihrer Vernehmlassung hielt das Bundesamt daran fest, dem Beschwerdeführer sei zum Vorwurf, er habe sich in Deutschland , das rechtliche Gehör gewährt worden. Seine Aussagen zum Aufenthalt in Indien im fraglichen Zeitraum seien pauschal und  und könnten daher nicht geglaubt werden. Die  auf dem Foto, welches auf der von den deutschen Behörden zugestellten Verfügung angebracht sei, wiesen eine grosse  mit dem Beschwerdeführer auf. In Anbetracht dieser  sei die Darstellung des Beschwerdeführers, es habe sich beim Gesuchsteller in Deutschland nicht um ihn, sondern um eine  der Familie gehandelt, nicht plausibel. Im Weiteren zeige die Fotografie auf dem vom Beschwerdeführer eingereichten  die Gesichtszüge eines etwa vierzigjährigen Mannes,  der Beschwerdeführer im angegebenen Zeitpunkt der  dieses Dokuments erst (...)-jährig gewesen sei. Zudem liege dieses Dokument nur in Form einer Kopie vor, weshalb ihm keinen Beweiswert zukomme. Der auf dem vom Beschwerdeführer  Arztbericht des (...) Hospital, I._ vermerkte Name („Mr.
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[...]“) stimme nicht mit der von ihm im vorliegenden Verfahren  Identität überein. Zudem fehlten der Vorname sowie weitere Hinweise in diesem Dokument, die klar auf den Beschwerdeführer schliessen lassen würden. Es liege keine Übersetzung vor und es sei festzustellen, dass derartige Dokumente leicht gefälscht oder in  gegeben werden könnten. Aus diesen Gründen könne dieser  kein Beweiswert beigemessen werden. Bei der Todesanzeige der stellvertretenden Geschäftsführer handle es sich um ein , welches nicht amtlich und zudem leicht nachzumachen oder zu fälschen sei, weshalb auch dieses Schriftstück keinen Beweiswert habe. Dies treffe schliesslich auch auf das Bestätigungsschreiben des Dorfvorstehers zu. Dessen Inhalt sei vage und pauschal gehalten und zudem nach Angaben des Beschwerdeführers von einer Verwandten aufgesetzt worden. Es handle sich somit um ein . Weiter fehle ein zeitlicher und kausaler Zusammenhang zwischen der angeblich vom Beschwerdeführer in den Jahren 1989/90 erlittenen Verletzung am Hinterkopf und seiner vorgebrachten Ausreise im Jahre 2007. Zu den Ursachen der im eingereichten Arztzeugnis angeführten Brandverletzungen habe sich der Beschwerdeführer weder anlässlich der Befragungen noch in der Beschwerdeeingabe geäussert.
5.4 In seiner Replik hielt der Beschwerdeführer im Wesentlichen an seiner Rüge der Verletzung des rechtlichen Gehörs durch nicht  Einsicht in die Akten der deutschen Behörden fest. Es sei zu berücksichtigen, dass die Vorinstanz dem angeblichen Aufenthalt in Deutschland erhebliche Bedeutung beigemessen habe. Durch die blosse Konfrontation mit dem Vorwurf und der Einräumung der , hiezu Stellung zu nehmen, sei dem Anspruch auf rechtliches Gehör nicht genüge getan. Der ihm offengelegte Auszug aus einem Befragungsprotokoll der deutschen Behörden enthalte keinerlei  Angaben und lasse keinen Aufschluss über die Identität der gesuchstellenden Person zu. Das von der Vorinstanz zur  des Verzichts auf einen Fingerabdruckvergleich vorgebrachte Argument der Prozessökonomie vermöge nicht zu überzeugen. Die Auffassung des BFM, das Foto auf dem eingereichten  zeige nicht die Gesichtszüge eines jungen Mannes, sei . Es bestünden keine Zweifel an der Echtheit dieses Dokuments, weshalb ihm volle Beweiskraft zukomme. Zudem sei nachvollziehbar, dass er nicht mehr im Besitz des Originals dieses Ausweises sei. Im Weiteren seien die Argumente des Bundesamts, mit welchen dem Arztbericht des (...) Hospitals die Beweiskraft abgesprochen werde,
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verfehlt. Die unterschiedlichen Namensangaben stellten lediglich unterschiedliche Schreibweisen desselben Namens dar. Dass nur sein Rufname angegeben sei, sei gemäss dem tamilischen Verständnis durchaus üblich, habe der Vatersname doch nicht denselben  wie der Familienname gemäss schweizerischem Verständnis.
6. 6.1 Gemäss Art. 26 VwVG hat die Partei oder ihr Vertreter  Anspruch darauf, sämtliche Aktenstücke, welche geeignet sind, in einem konkreten Verfahren als Beweismittel zu dienen, . Die Einsichtnahme darf gemäss Art. 27 Abs. 1 VwVG nur  werden, wenn wesentliche öffentliche oder private Interessen oder das Interesse einer noch nicht abgeschlossenen amtlichen  dies erfordern. Das BFM hat im Aktenverzeichnis die von den deutschen Behörden übermittelten Akten mit dem Vermerk „Akten anderer Behörden“ als nicht editionspflichtig bezeichnet. Allerdings wurde dem Beschwerdeführer der Auszug aus einem  der deutschen Behörden offengelegt, nicht aber die in Kopie , mit einem Foto versehene Verfügung der Ausländerbehörde der Stadt L._ betreffend Verlängerung der . Es sind jedoch keine überwiegenden Interessen ersichtlich,  die Geheimhaltung des genannten Dokuments gebieten würden. Demzufolge ist festzustellen, dass die Vorinstanz zu Unrecht dem Beschwerdeführer die Einsicht in dieses Aktenstück verweigert hat. Ob es sich dabei um eine Verletzung des rechtlichen Gehörs in einem Ausmass handelt, welches die Kassation der angefochtenen  gebieten würde, oder ob eine Heilung auf Beschwerdeebene möglich wäre, kann indessen offengelassen werden. Denn, wie im Folgenden zu zeigen sein wird, rechtfertigt sich bereits aus anderen Überlegungen eine Rückweisung der Sache an die Vorinstanz.
6.2 Der Beschwerdeführer reichte anlässlich der  einen Geburtsschein sowie einen Flüchtlingsausweis in Kopie, inklusive Übersetzung, ein. Diese Dokumente stellen jedoch gemäss den in BVGE 2007/7 dargelegten Kriterien klarerweise keine  im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG dar. Demnach steht fest, dass der Beschwerdeführer den Behörden innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung seines Asylgesuches keine  Reise- oder Identitätspapiere abgegeben hat. Auf die  nach Einreichung rechtsgenüglicher Papiere gab der  zu Protokoll, der zur Ausreise verwendete Reisepass sei bei
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einem Schlepper geblieben und seine Identitätskarte sei von den White-Van-Leuten beschlagnahmt worden. Demnach steht fest, dass vorliegend grundsätzlich ein Nichteintretensgrund im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG gegeben ist und es ist im Folgenden zu prüfen, ob einer der in Art. 32 Abs. 3 AsylG genannten Ausnahmetatbestände erfüllt ist.
6.3 Nicht nur in Bezug auf die Qualität der abzugebenden , sondern auch hinsichtlich der Beweismassanforderungen und des zulässigen Prüfungsumfangs wurde mit der Neuformulierung des Nichteintretensgrundes der Papierlosigkeit eine Verschärfung . Der Gesetzgeber hat mit der Bestimmung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG - wie bereits in Ziffer 3 festgehalten - ein  geschaffen, in welchem über das Bestehen  das Nichtbestehen der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell befunden wird, soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist. Einzutreten ist auf das Asylgesuch dann, wenn bereits auf Grund einer summarischen Prüfung festgestellt werden kann, dass die asylsuchende Person die Flüchtlingseigenschaft im Sinne der Definition von Art. 3 AsylG offensichtlich erfüllt (Art. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG). Demgegenüber ist auf das Asylgesuch nicht , wenn bereits auf Grund einer summarischen Prüfung  werden kann, dass die asylsuchende Person die  offensichtlich nicht erfüllt. Die Offensichtlichkeit der  Flüchtlingseigenschaft kann sich dabei aus der Unglaubhaftigkeit der Vorbringen, genauso aber auch aus der fehlenden Asylrelevanz ergeben. Kann auf Grund einer summarischen Prüfung nicht  festgestellt werden, ob die asylsuchende Person  Flüchtling ist oder offensichtlich nicht Flüchtling ist, ist auf das Asylgesuch zwecks weiterer im ordentlichen Verfahren  Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft  (vgl. zum Ganzen BVGE 2007/8 E. 3-5 S. 74 ff.).
6.4 6.4.1 Die Vorinstanz hat ihre Einschätzung, die Vorbringen des Beschwerdeführers seien unglaubhaft, zu einem wesentlichen Teil auf das Argument abgestützt, er habe sich in den Jahren 1997 bis 1999 in Deutschland und nicht, wie von ihm angegeben, in Indien aufgehalten. Dieser Vorwurf stützt sich auf die Auskunft der deutschen Behörden, es sei unter der vom Beschwerdeführer gegenüber den  Behörden angegebenen Identität ein Gesuchsteller in Deutsch-
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land aktenkundig, sowie auf die von den deutschen Behörden  Akten, namentlich eine mit einem Foto des betreffenden  versehene Verfügung der zuständigen Ausländerbehörde. Da jenes Dokument aber nur in Kopie vorliegt, ist ein aussagekräftiger Vergleich des Fotos mit einem Bild des Beschwerdeführers nicht . Auch anhand der übrigen vorliegenden Akten der deutschen Behörden lässt sich nicht zweifelsfrei feststellen, ob der  mit dem in Deutschland unter derselben Identität aufgetretenen Gesuchsteller identisch ist. Namentlich ergeben sich aus dem  vorliegenden Befragungsprotokoll der deutschen Behörden zwar gewisse Übereinstimmungen mit den Aussagen des  gegenüber den schweizerischen Behörden, aber in etlichen Punkten auch erhebliche Abweichungen. Ferner schliesst auch der Umstand, dass in beiden Verfahren identische Dokumente eingereicht wurden, nicht aus, das diese von verschiedenen Personen verwendet wurden. Eindeutig klären lässt sich diese Frage nur mittels eines , auf welchen die Vorinstanz jedoch aus  Gründen verzichtete.
6.4.2 Die Einschätzung der Vorinstanz, die vom Beschwerdeführer zum Beleg seines Aufenthalts in Indien beigebrachten Dokumente  bloss einen reduzierten Beweiswert, ist zu bestätigen, da sie  in Kopie vorliegen (Flüchtlingsausweis, Bestätigung des (...) , I._ vom 11. Januar 2008) beziehungsweise keinen  Rückschluss auf den Adressaten zulassen (Bestätigung des (...) Hospital vom 28. Januar 2008). Die Ausführungen des  zu seinem Aufenthaltsort und seinen Erlebnissen in den Jahren 1997 bis 1999 sind aber nicht derart unsubstanziiert , dass sie bereits aufgrund einer summarischen Prüfung ohne  als unglaubhaft bezeichnet werden könnten.
6.4.3 Im Weiteren ist aber festzustellen, dass, selbst wenn der  sich im fraglichen Zeitraum entgegen seinen Angaben in Deutschland aufgehalten haben sollte, dies zwar seine generelle Glaubwürdigkeit beeinträchtigen, aber die Glaubhaftigkeit der nach seiner Darstellung ausreiserelevanten Ereignisse im Jahre 2007 nicht per se ausschliessen würde. Die Frage eines allenfalls  Aufenthalts in Deutschland ist somit für die Beurteilung des Bestehens der Flüchtlingseigenschaft im Zeitpunkt der Ausreise nicht von vorrangiger Bedeutung. Daraus folgt, dass die Vorinstanz diesem Punkt in ihren Erwägungen bezüglich der Glaubhaftigkeit der Vorbring-
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en des Beschwerdeführers einen unverhältnismässig grossen  beigemessen hat. Der Einschätzung des Bundesamts, die  des Beschwerdeführers zu seinen Erlebnissen im Jahre 2007 seien oberflächlich und vage und damit unsubstanziiert, kann nicht ohne Weiteres gefolgt werden. Seine diesbezüglichen  sind zwar nicht überaus ausführlich ausgefallen, erscheinen aber auch nicht derart knapp und undifferenziert, dass sie ohne  als unglaubhaft bezeichnet werden könnten. In diesem  ist zu berücksichtigen, dass zu jener Zeit Übergriffe gegen tamilische Geschäftsleute in der Herkunftsregion des  gemäss Berichten verschiedener Nichtregierungsorganisationen und staatlicher Stellen gehäuft vorkamen (vgl. Minority Rights Group International: One year on: counter-terrorism sparks human rights crisis for Sri Lanka's minorities, Dezember 2007, S. 7; US Department of State, Country Reports on Human Rights Practices 2007: Sri Lanka, Section 1 g; Human Rights Watch, Return to War, Human Rights Under Siege, August 2007, S. 103). Vor diesem Hintergrund  die Schilderungen des Beschwerdeführers nicht völlig unplausibel.
6.4.4 Nach dem Gesagten ist festzuhalten, dass gestützt auf die bestehende Aktenlage eine abschliessende Beurteilung der  der Vorbringen des Beschwerdeführers im Rahmen eines  Verfahrens nicht möglich ist, sondern nähere Abklärungen sowie eine sorgfältige Abwägung aller wesentlichen Argumente  erscheinen.
6.5 Schliesslich ist auch zu berücksichtigen, dass sich die allgemeine Lage in Sri Lanka aufgrund der Beendigung des Bürgerkrieges durch den Sieg der Regierungstruppen über die LTTE und die Einnahme des von dieser kontrollierten Gebiets wesentlich verändert hat. Inwieweit diese Entwicklung einen Einfluss auf die Gefährdungssituation des Beschwerdeführers hat, lässt sich im heutige Zeitpunkt nicht  abschätzen. Somit ist es auch unter diesem Gesichtspunkt nicht erwiesen, dass der Beschwerdeführer die Flüchtlingseigenschaft nicht erfüllt.
6.6 Im Ergebnis ist festzustellen, dass in Anbetracht der bestehenden Aktenlage entgegen der Auffassung des BFM das Vorliegen  Verfolgung nicht bereits aufgrund einer summarischen Prüfung der Aktenlage verneint werden kann. Damit steht fest, dass es im vor-
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liegenden Fall weiterer Abklärungen zur Feststellung der  bedarf (vgl. Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG).
6.7 Bei diesem Ergebnis kann offenbleiben, ob die Begründung des Beschwerdeführers für die unterlassene Einreichung  Identitätspapiere als entschuldbar zu bewerten sind und  auch der Ausnahmetatbestand von Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG erfüllt ist.
6.8 Das Asylgesuch des Beschwerdeführers kann demzufolge nicht im Rahmen des Nichteintretensverfahrens im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG entschieden werden, sondern es muss auf das  eingetreten und das ordentliche Verfahren durchgeführt werden. Dabei wird das BFM die vom Beschwerdeführer in seiner  gestellten Beweisanträge (Ziffern 3 – 6 der Rechtsbegehren) bei der Entscheidfindung zu berücksichtigen haben.
7. Zusammenfassend ergibt sich, dass das BFM zu Unrecht gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG einen Nichteintretensentscheid erlassen und dadurch Bundesrecht verletzt hat (vgl. Art. 106 AsylG). Die Beschwerde ist daher gutzuheissen, soweit sie nicht gegenstandslos geworden ist. Die Dispositiv-Ziffern 1 und 2 der angefochtenen  des BFM vom 28. Januar 2008 sind aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung im Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zurückzuweisen.
8. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind keine Kosten aufzuerlegen (vgl. Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG).
9. Sodann ist dem vertretenen Beschwerdeführer angesichts seines  in Anwendung von Art. 64 VwVG und Art. 7 Abs. 1 des  vom 11. Dezember 2006 über die Kosten und  vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) eine Entschädigung für die ihm notwendigerweise erwachsenen  zuzusprechen. Diese wird unter Berücksichtigung der Kostennote seiner Rechtsvertreterin vom 19. Oktober 2009 auf Fr. 500.– (inklusive Auslagen und Mehrwertsteuer) festgesetzt.
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