Decision ID: 8a0826cd-a5ab-51c1-b566-ba55819e2f8b
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1956, arbeitete ab Ok
tober 2008 in einem Restaurant
, ab Juli 2009 in einem Pensum von 32 Wochenstunden, und war mit allgemeinen Reinigungsarbeiten und Vorbereitungsarbeiten in der Küche betraut (Angaben im Fragebogen für
Arbeitgebende
vom 6. Mai 2013, Urk. 7/14). Wegen inter
mittierender Schulterschmerzen begab sich
X._
im November 2011 in die Behandlung der Klinik
Y._
. Dort wurde eine Ruptur der
Supra
spinatussehne
des rechten Schultergelenks festgestellt (Berichte der Klinik
Y._
von November 2011 bis Januar 2012, Urk. 7/16/5-10), und im Januar 2013 wurde eine Schultergelenksrevision mit
Akromioplastik
durchgeführt (Berichte von Dr. med.
Z._
, Spezialarzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 16. Oktober 2012
und
vom
2.
Mai 2013, Urk. 7/22/5-7).
Am 25.
Februar 2013 meldete sich
X._
bei der Invalidenversicherung an (Urk.
7
/1), nachdem ihr die
S
telle im Restaurant
p
er Ende März 2013 gekün
digt
worden war
(vgl. Urk. 7
/14/1)
.
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich (SVA), IV-St
elle, holte den Bericht von
Dr.
Z._
vom 19. Juli 2013 ein (Urk. 7
/22/1-3)
und
zog Akten der zuständigen Krankentaggeldversicherin
Swica
Krankenversicherung AG (
Swica
) bei (Urk.
7
/5, insbesondere mit dem Bericht der Hausarztpraxis vom 23. November 2012, Urk.
7
/5/7-8, und dem Bericht des behandelnden Rheu
matologen Dr. med.
A._
, Spezialarzt für Rheumatologie, vom 4. Dezember 2012, Urk.
7
/5/3
)
.
Im
Vorbescheidverfahren
(Schreiben von
Dr.
Z._
vom 24. September 2013, Urk. 7/29)
holte d
ie IV-Stelle
einen
weitere
n
Bericht
von
Dr.
Z._
vom 14. Januar 2014
ein
(Urk. 7/35 und die Zusatzangabe von Dr.
Z._
vom 6. März 2014, Urk. 7/38)
und erfuhr, dass
die Versicherte am 14. November 2013 gestürzt war und im
Januar 2014
eine Re-Ruptur der
Supraspinatussehne
festgestellt worden war
(Bericht von Dr.
Z._
an die Klinik
Y._
vom 13. Dezember 2013, Urk. 7/36/4-5; Bericht der Klinik
Y._
vom 21. Januar 2014, Urk. 7/37/6-7). M
it Verfügung vom
8.
April 2014
entschied
die IV-Stelle
im Sinne ihres Vorbescheids und verneinte sowohl den Anspruch der Versicherten auf berufliche Eingliederungsmassnahmen als auch denjenigen auf eine Invalidenrente (Urk.
7
/40). Die Verfügung blieb unangefochten.
1.2
Am 4. Juli 2014 meldete sich
X._
erneut bei der Invalidenversiche
rung an
(Urk. 7/41) und reichte im Nachgang zu
r Anmeldung
den
Austritts
bericht
des
B._
vom 14. Februar 2014 nach, der einen
Treppen
sturz
und
eine
dabei erlittene Frak
t
u
r im linken oberen Sprunggelenk
vom 30. Januar 2014
sowie
die Operat
ionen vom 30. Januar und vom 7.
Februar 2014
(
Reposition und Plattenosteosynthese)
dokumentierte (Urk.
7
/43).
Nach Durch
führung des
Vorbescheidverfahrens
trat die IV-Stelle mit Verfügung vom 8. Oktober 2014 auf die neue Anmeldung nicht ein (Urk. 7
/54
).
Mit Urteil vom 24. Februar 2015 hiess das Sozialversicherungsgericht die dage
gen erhobene Beschwerde gut und verpflichtete die IV-Stelle dazu, auf die
neue Anmeldung vom 4. Juli 2014 einz
utreten (Urk. 7/63; Prozess Nr.
IV.2014.01179).
Zur Begründung führte das Gericht aus, die massgebliche Veränderung seit der rechtskräftig gewordenen Verfügung vom 8. April 2014 sei nicht der Unfall vom 30. Januar 2014, der sich vor dem Verfügungserlass ereignet habe, und auch nicht der Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, sondern viel
mehr
der Zeitablauf bei fortbestehender Arbeitsunfähigkeit, auch wenn deren Ausmass gleich bleibe. Eine solche Veränderung in Form der Fortdauer der be
stehenden Arbeitsunfähigkeit sei
mit dem beigebrachten Unfallschein der
Schweizerischen Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG (Mobiliar;
Urk. 7/50) glaubhaft
gemacht
im Sinne der entsprechenden
Eintre
tensvoraussetzung
(Urk.
7/63 E. 2.4).
1.3
Gestützt auf das Urteil vom 24. Februar 2015, das unangefochten blieb,
holte die IV-Stelle den hausärztlichen Bericht von
Dr.
med.
C._
vom 23.
Mai 2015 mit verschiedenen Berichten des
B._
des Zeit
raums November 2014 bis Mai 2015 ein (Urk
.
7/71/1-14)
und liess durch das
B._
die Berichte von
Juni und Juli 2015 erstellen
, ebenfalls mit vorangegangenen weiteren Berichten (Urk. 7/80
und Urk. 7/87
). Ausserdem
zog sie
die medizinischen Unterlag
en der Mobiliar bei (Urk. 7/74)
und erhielt die Ve
rfügung vom 10. Juni 2015, mit welcher die M
obiliar die Taggeldleistungen
per 1. Juli 2015 ein
gestellt hatte
(Urk. 7/75). Nachdem die IV-Stelle eine Beur
teilung ihres RAD-Arztes
Dr.
med.
D._
, Facharzt für Orthopädische Chirur
gie und Traumatologie, vom 30. Juni 20
15 eingeholt hatte (Urk. 7/89/2
3), teilte sie der Versicherten mit Vorbescheid vom
16. Juli 2015 mit, dass sie ihr von Januar bis Juni 2015 eine ganze Rente zuzusprechen und für die Zeit danach den Rentenanspruch zu verneinen gedenke (Urk. 7/91; vgl. auch das
Feststel
lungsblatt
in Urk. 7/89). Die Versicherte liess der IV-Stelle mit Schreiben vom 15. Oktober 2015 (Urk. 7/103) einen Bericht des
B._
vom 21. September 2015
über die letzte Untersuchung vom 24. August 2015
sowie
vorangegangene
Radiologieberichte
zukommen
(Urk. 7/102), welche die IV-Stelle indessen als verspätet eingereicht erachtete (Schreiben an die Versicherte vom 19. Oktober 2015, Urk. 7/109).
Mit Verfügung vom 13.
November 2015 entschied die IV-Stelle im Sinne ihres Vorbescheids und sprach
d
er Versicherten von Januar bis Juni 2015 eine ganze Rente aufgrund eines Invaliditätsgrades von 100
%
zu, verneinte demgegenüber d
en Rentenanspruch für die nach
folgende Zeit (Urk. 2).
2.
Gegen die Verfügung vom 13. November 2015 liess
X._
, vertreten durch Rechtsanwalt
Kaspar Gehring
,
mit Eingabe vom 11. Dezember 2015 Beschwerde
erheben (Urk. 1) und beantragen, die Ver
fügung sei insoweit aufzu
h
eben, als ihr
ab Juli 2015 keine Invalidenrente mehr gewährt werde, und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten,
ihr
die gesetz
lichen Leistungen zu erbringen, insbesondere
ab Juli 2015 weiterhin
eine Rente auszurichten bezie
hungsweise allenfalls Eingliederungsmassnahmen vorzu
nehmen (Urk. 1 S.
2).
Als neue Unterlagen liess sie unter anderem Arbeitsunfähigkeitsatteste von
Dr.
C._
und des
B._
vom 3. September und vom 4.
November 2015 einreichen (Urk. 3/6 und Urk. 3/7).
Die IV-Stelle
erstattete
am 21. Januar 2016
die Beschwerdeantwort
und stellte den Antrag, die Beschwerde sei teilweise gutzuheissen im Sinne einer Rückweisung zu weiteren Abklä
rungen (Urk. 6). In der Replik vom 11. Mai 2016 (Urk. 12) liess die Versicherte ihr Einverständnis mit der Rückweisung zu weiteren Abklärungen
bekunden. Dabei liess sie beantragen, die IV-Stelle sei im Rückweisungsentscheid
anzu
weisen, die Abklärungen durch einen
ausgewiesene
n
Spezialisten für
Fussprob
lematiken
zu treffen,
nämlich entweder
durch
Dr.
med.
E._
oder
durch
Prof.
Dr.
med.
F._
(
Urk.
12 S.
2). Die IV-Stelle verzichtete mit Ein
gabe vom 24. Mai 2016 auf
die Erstattung
eine
r
Duplik (
Urk.
14), was der Ver
sicherten am 25.
Mai 2016 mitgeteilt wurde (Urk.
15).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerb
sunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]
).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit ode
r Unfall sein (Art.
4
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG]
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 70 %, auf eine
Dreiviertelsrente
, wenn sie mindestens zu 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 % oder auf eine
Viertelsrente
, wenn sie mindestens zu 40 % invalid sind.
Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird nach Art. 16 ATSG das
Erwerbs
einkommen
, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum
Erwerbsein
kommen
, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre.
Der Rentenanspruch entsteht nach Art. 28
Abs.
1 IVG frühestens in dem Zeit
punkt, in dem die versicherte Person während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 40
%
arbeitsunfähig war (
lit
. b), so
fern sie nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40
%
invalid ist (
lit
. c). Wäh
rend bei der Ermittlung des Invaliditätsgrades die Erwerbseinbusse und damit die Höhe des Einkommens eine entscheidende Rolle spielt, das auf dem gesam
ten in Frage kommenden Arbeitsmarkt mit einer dem Gesundheitsschaden angepassten zumutbaren Tätigkeit erzielbar ist (Art. 7 ATSG), beurteilt sich die Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG) im Sinne von Art. 28
Abs.
1
lit
. b IVG nach der durch einen Gesundheitsschaden bedingten Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen, und es kommt dabei in der Regel einzig auf die Einschrän
kungen im bisherigen Beruf an (vgl. BGE 130 V 97 E. 3.2, 105 V 156 E. 2a, 97 V 226 E. 2).
1.3
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbe
zügers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt rechtsprechungsgemäss jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den
Invaliditäts
grad
und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen (vgl. BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Die Grundsätze zur Rentenrevision gelten
rechtsprechungs
gemäss
auch dort, wo sich eine versicherte Person, deren Rentenanspruch ver
neint worden ist, bei der Invalidenversicherung erneut zum Rentenbezug anmeldet. Auch dort ist zu prüfen, ob seit dem Erlass des rentenabweisenden Entscheids eine wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen ein
getreten ist (vgl. BGE 130 V 71 E. 3.1 und 3.2 mit Hinweisen; vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.4).
Bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit nach Art. 17 Abs. 1 ATSG ist gestützt auf Art. 88a Abs. 1
der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV)
die anspruchsbeeinflussende Änderung für die Herabsetzung oder Aufhe
bung der Leistung von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenom
men werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird, und sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird.
2.
2.1
Das
Gericht
hatte
die Beschwerdegegnerin mit
dem
Urteil vom 24.
Februar 2015 dazu
verpflichtet
, auf die neue Anmeldung vom
4. Juli 2014 einzutreten, da
seit dem Ergehen
der Verfügung vom 8. April 2014
eine Veränderung in Form der Fortdauer der Arbeitsunfähigkeit seit dem Unfall vom 30. Januar 2014 glaub
haft sei (
Urk.
7/63). Im Zuge der nachfolgenden materiellen Beurteilung gelangte die Beschwerdegegnerin zum Schluss,
ab dem 30.
Januar 2014
habe
tatsächlich
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit fortbestanden und sich bis Mitte März 2015 erstreckt, ab dann sei die Beschwerdeführerin aber für eine ange
passte sitzende Tät
igkeit wieder zu 100
%
arbeits
fähig gewesen.
Auf dieser Fol
gerung basiert die angefochtene Verfügung, mit der die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin nach Ablauf
des Wartejahres nach Art. 28
Abs.
1 IVG von Januar bis Juni 2015 eine ganze Rente aufgrund einer Erwerbseinbusse von 100
%
zugesprochen hat und diese Rente unter Annahme einer Erwerbseinbusse
von nur noch 13
%
ab Mitte März 2015 gestützt auf Art. 88a
Abs.
1 IVV
per 1.
Juli 2015 aufgehoben hat (
Urk.
2).
2.2
Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei ihrer Beurteilung auf die Stellung
nahme ihres RAD-Arztes
Dr.
D._
vom 3
0.
Juni 2015
(
Urk.
7/87/2-3
)
. Dieser
analysierte vorab die Berichte des
B._
über die Behandlung des linken oberen Sprunggelenks und erachtete es als plausibel, dass
das Spital der
Beschwerdeführer
in
ab dem Unfall vom 3
0.
Januar 2014 bis zur Kontrolle vom 1
5.
Juni 2015 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bescheinigt hatte. Gleichzeitig hielt er relativierend fest, es sei nicht klar, welches Anforderungsprofil die zuletzt ausgeübte Tätigkeit habe. Ebenfalls einleuchtend schien
Dr.
D._
die Angabe des
B._
im Bericht vom 2
2.
Juni 2015, wonach ab
Mitte Juni beziehungsweise Anfang
Juli
2015
mit der Wiedereingliederung zu einem Pensum von zunächst 50
%
während zwei bis vier Wochen begonnen werden könne (vgl.
Urk.
7/87/6). Als zumutbare Arbeiten nannte
Dr.
D._
körperlich leichte
, wechselbelastende Tätigkeiten;
diese Umschreibung entnahm er offen
bar den Notizen des beratenden Arztes der Mobiliar,
Dr.
med.
G._
, vom 1
8.
März 2015
(
Urk.
7/74/26) und einer weiteren Stellungnahme von
Dr.
G._
, die in der taggeldeinstellenden Verfügung der Mobiliar vom 1
0.
Juni 2015 wie
dergegeben ist und der Beschwerdeführerin
eine 100%ige Arbeitsfähigkeit für
Tätigkeiten im Sitzen wie auch
für
wechselbelaste
nde Tätigkeiten in überwie
gend
sitzender/stehender Position
att
estiert
(vgl. Urk.
7/75/3).
Schliesslich wies
Dr.
D._
darauf hin, dass eine Koordination mit der Unfallversicherung zu erfolgen habe, da ein rein unfallbedingter Gesundheitsschaden vorliege.
2.3
2.3.1
Der Beschwerdegegnerin ist darin zuzustimmen (vgl.
Urk.
6), dass die vorhande
nen Unterlagen für eine abschliessende Beurteilung des Rentenanspruchs der Beschwerdeführerin nicht ausreichen.
2.3.2
So
lässt die Annahme von
Dr.
D._
, es stünden ausschliesslich
unfallbedingte gesundheitliche Beeinträchtigungen zur Diskussion, die Schulterproblematik ausser Acht, die
vor dem
Erlass der Verfügung vom
8.
April 2014
(
Urk.
7/40)
Gegenstand von Behandlungen gewesen war.
Es gilt indessen zu beachten, dass
Dr.
Z._
der Beschwerdeführerin im Bericht vom 1
9.
Juli 2013 eine 25%ige Arbeitsunfähigkeit für die ursprüngliche Tätigkeit attestiert hatte (
Urk.
7/22/2-3) und im Bericht vom
1
4.
Januar 2014
festgehalten hatte, die 25%ige Arbeitsun
fähigkeit daure an und sie gelte auch für die neue Stelle (
Urk.
7/35/2 mi
t der Bestätigung
vom
6.
März 2014 in
Urk.
7/38)
, nämlich
eine Tätigkeit im Umfang von zwei Tagen in der Woche als Haushälterin in einem Privathaushalt (vgl.
das Schreiben von
Dr.
Z._
vom 2
4.
September 2013,
Urk.
7/29, und die
Telefon
notiz
der Beschwerdegegnerin vom 1
7.
Dezember 2013,
Urk.
7/34). Dementspre
chend hatte
Dr.
Z._
schulterbedingte Einschränkungen beim Heben von Gegenständen und für Arbeiten über Kopf formuliert (
Urk.
7/35/3).
Es
ist
daher
erforderlich
,
dass
die
Beschwerdegegnerin
-
auch
ohne
entsprechende
Hinweise
der
Beschwerdeführerin
in
der
neuen
Anmeldung
(
vgl
.
Urk
.
7/41/5) - die
medi
zinischen
Angaben
zum
Zustand
der
rechten
Schulter
aktualisieren
lässt
.
2.3.3
Stehen neben der Fussverletzung unfallfremde Schulterprobleme zur Diskussion, so fällt schon deswegen ausser Betracht, dass die Beschwerdegegnerin
die
Arbeitsfähigkeitsbeurteilung
der Mobiliar in der taggeldeinstellenden Verfügung vom 1
0.
Juni 2015 (
Urk.
7/75) einfach übernimmt. Darüber hinaus besteht die Koordinationspflicht zwischen Invalidenversicherung und Unfallversicherung ohnehin nicht in einer Bindung des einen Versicherers an den En
t
scheid des anderen, sondern
die beiden Versicherer haben die
Invaliditätsbemessung
selb
ständig vorzunehmen und dürfen sich nicht
ohne weitere eigene Prüfung mit der Übernahme
der Einschätzung
des
jeweils anderen Versicherers begnügen
(vgl. BGE 133 V 549 E. 6).
Unter diesen Umständen hält d
ie Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort zu Recht auch in Bezug auf die Fussverletzung weitere medizinische Abklärun
gen für nötig. Denn
zur Zeit der Stellungnahme
von
Dr.
G._
zuhanden der Mobiliar
vom 1
8.
März 2015 (
Urk.
7/74/26)
war vor rund vier Wochen im
B._
das
Osteosynthesematerial
entfernt worden (Austrittsbericht vom 2
4.
Februar 2015 und Operationsbericht vom 2
6.
Februar 2015,
Urk.
7/74/35-37). D
ie Einschätzung von
Dr.
G._
hatte
dementsprechend
erst prognostischen Charakter
und bezog sich auf die Zeit nach etwa zwei Monaten. Für diese spätere Zeit liegen jedoch
weitere
Arbeitsunfähigkeitsatteste des
B._
vor;
das
Spital nahm
in einem Bericht vom
4.
Mai 2015
noch eine volle A
rbeitsunfähigkeit bis Anfang Juni 2015
an
(
Urk.
7/80/6) und
hielt
in einem Bericht
an
Dr.
C._
vom 2
2.
Juni 2015
dann fest
, am 1.
Juli 2015 kö
nne mit der Wiedereingliederung
begonnen werden, zunächst mit
einem 50%-Pensum für zwei bis vier Wochen und nachher für
weitere zwei bis vier Wochen mit
einem 70%-Pensum
(
Urk.
7/87
)
.
Auch die
se
Atteste des
B._
erlauben indessen keine zuverlässige, abschliessende Ein
schätzung der Arbeitsfähigkeit.
Z
um einen handelt
es sich
nämlich
hier wiede
rum um erst prognostische Angaben
- gemäss dem späteren Bericht des
B._
vom 2
1.
September 2015 klagte die Beschwerdeführerin bei einer Konsultation von Ende August 2015 nach wie vor über Schmerzen und teilte mit, sie habe keine vollständige Arbeitsf
ähigkeit erreichen können (Urk.
7/102/1)
, und in einem Attest vom
4.
November 2015
schrieb das
B._
die Beschwerdeführerin wieder zu 50
%
arbeitsunfähig
(Urk.
3/7)
-,
und zum andern ist nicht ausreichend bekannt,
von
welchem
Anforderungs
profil
das
B._
ausging, denn im Bericht vom Juli 2015 ist zur bisherigen Tätigkeit, deren stufenweise Wiederaufnahme anzustreben sei, ledig
lich
festgehalten, die Beschwerdeführerin habe nach ihren eigenen Angaben Kinder betreut (
Urk.
7/87/1).
2.4
Damit ist die Rückweisung der Angelegenheit zur weiteren medizinischen Abklä
rung, wie sie im vorliegenden Verfahren von beiden Parteien beantragt wird, gerechtfertigt. Entgegen dem Antrag der Beschwerdeführerin in der Replik (
Urk.
12 S. 2) ist es indessen nicht Sache des Gerichts, die Person oder die Stelle zu bestimmen, die mit den zusätzlichen Abklärungen zu betrauen ist. Vielmehr wird es der Beschwerdegegnerin obliegen, im dafür vorgeschriebenen Verfahren (vgl. BGE 139 V 349, 137 V 210) die Auswahl der geeigneten
Fachleute
zu treffen.
Damit ist die Beschwerde in
dem Sinne gutzuheissen, dass die
angefochtene
Verfügung vom 1
3.
November 2015 aufzuheben
und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist, damit diese die erforderlichen Abklä
rungen im Sinne der Erwägungen tätige und hernach über
den Rentenanspruch neu befinde
.
3.
Gestützt auf
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG ist das Verfahren für die unterliegende Beschwerdegegnerin kostenpflichtig. Die Kosten sind unter Berücksichtigung des g
esetzlichen Rahmens (Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.--) ermessensweise auf Fr. 400.--
festzusetzen.
4.
Nach Art. 61
lit
. g ATSG hat die obsiegende
beschwerdeführende
Person Anspruch auf den vom Gericht festzusetzenden Ersatz der Parteikosten, die ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses zu bemessen sind; als weitere
Bemessungskrite
rien
nennen die ergänzenden kantonalen Vorschriften (
§
34 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht [
GSVGer
] sowie
§
8 der Verordnung über die Gebühren, Kosten und Entschädigungen vor dem Sozialversicherungsgericht [
GebV
SVGer
]) den Zeitaufwand und die Barauslagen.
Der Rechtsvertreter der
Beschwerdeführerin hat gemäss der Aufstellung
in der Replik
zeitliche Aufwendungen von
6
Stunden und Barauslage
n im Gesamt
betrag von
Fr.
54.--
gehabt
(
Urk.
12 S. 3)
. Diese Aufwendungen erscheinen
als angemessen. In Anwendung des gerichtsüblichen Stundenansatzes von
Fr.
2
2
0.
-- beläuft sich damit die Prozess
entschädigung, die
der Beschwerde
-
führerin zuzusprechen ist,
unter Berücksichtigung der Mehrwertsteuer v
on 8
%
auf den Betrag von
Fr.
1‘483.90.