Decision ID: 311f7fb0-3ae8-449c-a604-692ae456cbb3
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
,
geboren 1955, war seit 1996 als Ausrüsterin bei der
Y._
AG
in
einem Pensum von 100
%
tätig
und
meldete sich unter Hinweis auf eine Darm- und Gallensteinoperation mit Komplikationen
und
Beschwerden seit dem
2.
Januar 2012 am
8.
Mai 2012 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
8/2
Ziff.
5.4 und
6.2). Die
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, holte ein Gutachten ein, das von den Ärzten d
er MEDAS
Z._
am 2
6.
August 2014 erstattet wurde (
Urk.
8/44)
,
und wies
das Leistungsbegehren
- nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (
Urk.
8/47,
Urk.
8/58) -
mit Verfügung vom
2.
Dezember 2014
ab (
Urk.
8/63=
Urk.
2)
.
2.
Die Versicherte erhob am 1
9.
Januar 2015 Beschwerde gegen die Verfügung vom
2.
Dezember 2014 (
Urk.
2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei ihr rückwirkend eine ganze Rente zuzusprechen, eventuell seien weitere gut
achterliche Sachverhaltsabklärungen zu tätigen (
Urk.
1 S. 2 oben
Ziff.
1-3).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 2
5.
Februar 2015 (
Urk.
7) die Abweisung der Beschwerde.
Das Gericht holte einen zusätzlichen Arztbericht ein, der am
9.
April 2015 erstat
tet wurde (
Urk.
11). Dazu nahm der Gutachter der MEDAS
Z._
am 1
9.
Mai 2015 Stellung (
Urk.
14).
Die
Beschwerdegegnerin äusserte sich am
3.
Juli 2015 ein weiteres Mal (
Urk.
16), was der Beschwerdeführerin am
7.
Juli 2015 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
18).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge
sundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver
bleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine
Erwerbs
unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorak
ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
1.3
Nach ständiger Rechtsprechung beurteilt das Sozialversicherungsgericht die Gesetzmässigkeit der Verwaltungsverfügungen beziehungsweise der Einsprache
entscheide in der Regel nach dem Sachverhalt, der zur Zeit des Abschlusses des Verwaltungsverfahrens gegeben war. Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungs
verfügung sein (BGE 121 V 362 E. 1b).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (
Urk.
2) davon aus, die Beschwerdeführerin
sei seit Januar 2012 in der Arbeitsfähigkeit einge
schränkt. Gemäss Gutachten sei sie nach Ablauf der Wartezeit generell zu 30
%
eingeschränkt
. Die
ursprüngliche Tätigkeit als Ausrüsterin gelte als angepasste Tätigkeit
, damit betrage der Invaliditätsgrad 30
%
(S. 2). Aus einem neuen Arzt
bericht vom August 2014 gehe nichts Neues hervor (S. 2 f.).
In ihrer ergänzenden Eingabe vom
3.
Juli 2015 führte sie aus, mit den aktuell vorliegenden Arztberichten sei eine zumindest
vorübergehende Verschlechte
rung glaubhaft gemacht, die jedoch erst nach Erlass der angefochtenen Verfü
gung eingetreten sei (
Urk.
16 S. 1 unten).
2.2
Die Beschwerdeführerin stellte sich unter anderem auf den Standpunkt (
Urk.
1),
a
uf das MEDAS Gutachten könne nicht abgestellt werden. Sämtliche anderen Ärzte seien von einer weit höheren Arbeitsunfähigkeit ausgegangen
(S. 8
Ziff.
21). Auch sei
ihr Zustand nicht stabil
(S. 8 f.
Ziff.
22)
.
Sie sei zudem weder Büroangestellte noch Versandmitarbeiterin, sondern
Ausrüsterin, was eine vor
wiegend stehende Tätigkeit sei
; mit dieser Arbeit nicht vereinbar sei der
unvor
hergesehene Gang zur Toilette (
S. 11 f.
Ziff.
26
)
. S
eit Erstellung des MEDAS-Gutachtens habe sich
ihr
Zustand vers
chlechtert, auch der psychische
(S. 14 f.
Ziff.
32).
Es sei weiter abzuklären, ob ein selbständiges psychisches Leiden im Sinne einer somatoformen S
chmerzstörung
vorliege (
S. 15 f.
Ziff.
34).
Schliess
lich
leide
sie auch
an
Arthrosebeschwerden
in den Knien, was von der Beschwer
degegnerin zu Unrecht
nicht berücksichtig worden sei
(S. 16
Ziff.
36).
2.3
Strittig und zu prüfen ist somit, wie es sich mit dem Gesundheitszustand, der Arbeitsfähigkeit und allenfalls dem Invaliditätsgrad verhält.
3.
3.1
Vom
2.
bis 1
0.
Januar 2012 weilte die Beschwerdeführerin stationär im Spital
A._
, wo wegen einer rezidivierenden Sigmadivertikulitis mit ausgedehnten Adhäsionen am
3.
Januar 2012 eine laparaskopische Sigmaresektion mit ausge
dehnter Adhäsiolyse vorgenommen wurde (
Urk.
3/1).
Vom 1
2.
Januar bis
8.
Februar 2012 weilte die Beschwerdeführerin
wiederum
stationär im
Spital
A._
,
wo laut Austrittsbericht
(
Urk.
8/3/2-7
=
Urk.
3/2
)
die
folgende
n initialen
Diagnosen gestellt wurden (S. 1
Mitte):
Cholezystitis bei Cholezystolithiasis
ischiämisierende Verwachsungen im rechten Unterbauch mit Ileus bei
Status nach laparoskopischer Sigmaresektion mit ausgedehnter Adhäsi
olyse am
3.
Januar 2012 bei rezidivierender Sigmadivertikulitis mit ausgedehnten Adhäsionen und Status nach multiplen abdomina
len Voreingriffen
Am 1
6.
Januar
2012
wurden eine offene Cholezystektomie, eine Relapar
a
tomie und eine Ileocoekalresektion vorgenommen (S. 1 unten
Ziff.
1-3), am 2
6.
Januar 2012 eine computertomografische Abszessdrainage (S. 1 unten
Ziff.
4) und am 3
0.
Januar 2012 eine Spreizung und Nahtentfernung bei sekundärem Wundin
fekt (S. 1 unten
Ziff.
7).
3.2
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin,
seit Oktober 2010 Hausarzt der Beschwerdeführerin (vgl.
Urk.
8/24/7-11
Ziff.
3.1),
nannte
in seinem Bericht vom
2
3.
März 2012 (
Urk.
8/3/1)
als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfäh
igkeit chronische Schmerzen mit/
bei (
Ziff.
1.1):
Beckenbodenschmerzen bei klinischem Verdacht auf Analfissur
entzündlichem Konglomerattumor im Bereich der enterocutanen Fistel mit passagerer Subileussymptomatik
Ileozökalresektion am 1
8.
Januar 2012
Bildung einer enterocutanen Fistel nach Ileozökalresektion
Kolonteilresektion mit Divertikulose am
4.
Januar 2012
offene
Cholezystektomie
Januar 2012 mit anämisierender
Nachblutung
ESBL (
Extended
Spectrum
Betalaktamase
)
Status nach Débridement Analfissur vom
3.
September 2012
Als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte er einen Status nach arthroskopischer subacromialer Dekompression mit Bursektomie und Acromioplastik Schulter rechts am
2.
Februar 2011 bei subacromialem Impin
gement (
Ziff.
1.2).
Weiter führte er
aus, die Patientin leide an rezidivierenden Bauchschmerzen; diese seien grundsätzlich rückläufig, der Verbandwechsel müsse aber täglich weitergeführt werden (
Ziff.
2). Die Patientin sei s
eit dem
2.
Januar 2012
zu 100
%
arbeitsunfähig (
Ziff.
5); es bestehe zum jetzigen Zeitpunkt auch keine Arbeitsfähigkeit in einer anderen Tätigkeit (
Ziff.
6).
3.3
Ab dem
6.
August 2012 weilte die Beschwerdeführerin stationär im
C._
, worüber provisorisch am
9.
August 2012
berichtet wurde (
Urk.
8/15).
Es wurde eine Arbeitsunfähigkeit von
100
%
vom
6.
bis
1
9.
August 2012
attes
tiert (S. 1 unten).
Unter anderem wurde ausgeführt, ein MRI des Abdomens vom
7.
August 2012
zeige schwerste postoperative Veränderungen im Bereich der Ileocoecalregion sowie im Bereich des Sigmas
(S. 3 Mitte).
3.4
Dr.
med.
D._
, Leitender Arzt,
Klinik für Viszeralchirurgie,
C._
, berich
tete am
6.
September 2012 über ein am
3.
September 2012 erfolgtes Débridement einer Analfissur
(
Urk.
8/31/36-37
; vgl.
Urk.
8/31/40-41
)
.
In seinem ebenfalls am
6.
September 2012 verfassten Bericht
an
den behandeln
den Arzt führte er unter anderem aus, ein MRI vom
7.
August 2012 zeige im Bereich des Unterbauch
s
deutliche postoperative Veränderungen, welche am ehesten ausgeprägten Verwachsungen entsprächen (
Urk.
8/31/38-39
S. 1 unten
)
.
Dr.
B._
bestätigte in einem Zeugnis vom
1
9.
September 2012
, dass es für die Patientin aus medizinischen Gründen nicht möglich sei, die öffentlichen Ver
kehrsmittel ohne Begleitung zu benutzen
(
Urk.
8/18).
3.5
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und für Gastro
enterologie, berichtete am 2
6.
Oktober 2012 über seine vertrauensärztliche Untersuchung im Auftrag des Taggeldversicherers
(
Urk.
8/19 =
Urk.
8/24/26-28)
.
Er nannte die folgenden, hier verkürzt angeführten Diagnosen (S. 2):
chronisches perianales Schmerzsyndrom
chronisches Abdominalschmerzsyndrom
Er führte unter anderem aus, die Beschwerdeführerin
habe seit dem
1.
Oktober
2012
die
Tätigkeit
in der angestammten Arbeitsposition
wieder zu 20
%
aufge
nommen
. Sie
müsse Post sortieren
und Drucksachen verpacken
. Die Arbeit
könne sitzend oder stehend durchgeführt werden. Die Arbeit werde aktuell erst nachmittags durchgeführt, da die Patientin am Morgen jeweils über mehrere Stunden bis zu 5 Stuhle
ntleerungen durchführ
en müsse, was d
anach jeweils
zu den beschriebenen
Schmerzen
führe
(S. 2 Mitte).
Die Arbeit erscheine für die Patientin im Zusammenhang mit den Beschwerden geeignet zu sein, da sie sowohl sitzend wie auch stehend verrichtet werden könne. Die Arbeitsfähigkeit von 20
%
sollte nur langsam gesteigert werden
(S. 2 unten)
. Es sei damit zu
r
echnen, dass nach dem Januar 2013 die Arbeit auf 40
%
gesteigert
werden könne
, später allenfalls auf 50
%
und bei günstigem Verlauf ev
entuell sogar auf 100
%
(S. 2 f.).
3.6
Am 3
1.
Oktober 2012 berichteten
Dr.
D._
(vorstehend E. 3.4) und eine Assis
tenzärztin,
C._
, über die Untersuchung vom Vortag
(
Urk.
8/24/24-25)
und führten unter anderem aus, die Patientin berichte über anhaltende perianale Schmerzen; sie arbeite seit dem
1.
Oktober 2012 wieder zu 20
%
(S. 1 unten). Bertreffend Procedere sahen sie weiterhin die Einstellung der Analgesie durch die Schmerztherapie im Hause
vor
(S. 2 oben).
3.7
Vom
7.
August bis
5.
Dezember 2012 wurde die Beschwerdeführerin im Schmerz
zentrum des
C._
ambulant behandelt, worüber am
3
1.
Dezember 2012
berichtet wurde
(
Urk.
8/24/20-22)
. Dabei wurden als Diagnose chronische peri
anale sowie abdominale Schmerzen genannt (S. 1 Mitte). Empfohlen wurde eine psychiatrische
Evaluation und eine stationäre psychosomatische Rehabilitation (S. 2 Mitte).
3.8
Am 2
8.
Februar 2013 erfolgte im
C._
eine Koloskopie, über die am
1.
März 2012 berichtet wurde (
Urk.
8/24/16-17).
Im Bericht vom
1
8.
März 2013 (
Urk.
8/24/14-15)
wurde ausgeführt,
die Gastroskopie und Koloskopie vom 2
8.
Februar 2013 hätten unauffällige Schleimhautverhältnisse gezeigt
(S. 1 un
ten)
.
3.9
Dr.
E._
(vorstehend E. 3.5) teilte dem Taggeldversicherer am
2.
April 2013
mit, er teile die Meinung des Hausarztes
Dr.
B._
, wonach die Arbeitsfähigkeit
von 20
%
aktuell die oberste Grenze sei
(
Urk.
3/3)
.
3.10
Am
4.
April 2013 berichtete
Dr.
med.
F._
,
Facharzt für
Gastroen
tero
logie
und Innere Medizin
,
über seine Untersuchung vom Vortag
(
Urk.
8/24/12-13)
. Er nannte folgende Diagnosen (S. 1 Mitte):
chronische Proctalgie
Status nach chronischer Analfissur, Debridierung September 2012
chronische Abdominalschmerzen bei Status nach multiplen Abdominal
eingriffen
Er führte unter anderem aus, im klinischen Untersuch könne er keine Ursache für die analen Schmerzen detektieren; aufgrund der aktuellen Befunde würde er von funktionellen Beschwerden im Sinne einer chronischen Proctalgie ausgehen (S. 1 unten). Eine Behandlung in einer spezialisierten Schmerzklinik sei sicher angebracht (S. 2 oben).
3.11
Dr.
B._
(vorstehend E. 3.2) führte in seinem Bericht vom
1
3.
Mai 2013 (
Urk.
8/24/7-11)
unter anderem aus,
die Patientin leide täglich an starken abdo
minalen Schmerzen, welche trotz hochdosierten Opiaten nicht im Griff seien (
Ziff.
3.4). Er attestierte für die zulet
zt ausgeübte Tätigkeit im Büro
eine Arbeits
unfähigkeit von 100
%
vom
3.
Januar bis
7.
Oktober 2012, von 80
%
vom
8.
Oktober 2012 bis 2
0.
Januar 2013 und von 70
%
seit dem 2
1.
Januar 2013 (
Ziff.
2).
3.12
Vom 1
0.
bis 3
0.
Mai 2013 weilte die Beschwerdeführerin stationär in der
Reha
clinic
G._
,
worüber am
2
9.
Mai 2013
berichtet wurde
(
Urk.
8/31/31-32)
. Dabei wurde unter anderem ausgeführt, die Zuweisung sei in deutlich dekondi
tioniertem Allgemeinzustand bei persistierenden abdominellen Beschwerden er
folgt (S. 1 unten). Der Hauptfokus habe auf der Therapie des muskulo-ske
lettalen Systems gelegen. An der abdominalen Problematik - deren
baldmög
lich
ste
interdisziplinäre Abklärung durch einen Gastroenterologen empfohlen werde - habe sich nichts geändert (S. 2 oben). Die Patientin sei in gutem Allge
meinzustand entlassen worden (S. 2 Mitte).
3.13
Ein CT des Abdomens am
5.
Juni 2013
ergab eine voluminöse Narbenhernie im Mittelbauch und eine kleine Narbenhernie im Oberbauch (
Urk.
8/31/24).
3.14
Vom 1
6.
Juni bis 3
1.
Juli 2013 weilte die Beschwerdeführerin stationär im
P._
-10)
am 1
7.
Juni 2013
eine
Narbenhernienoperation mit Bauchwandrekonstruktion
(S. 1 unten
Ziff.
1) erfolgte, dies mit Revisionen am 2
8.
Juni,
3.
und
5.
Juli (S. 1 unten
Ziff.
2-4) und einer Sekundärnaht der Bauchwand am 2
6.
Juli 2013 (S. 2 oben
Ziff.
6).
Attestiert wurde eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
vom 1
6.
Juni 2013 bis 1
5.
August 2013
(S. 4 oben).
3.15
Dr.
med.
I._
, Facharzt für Chirurgie,
P._
,
führte in seinem
Bericht vom 1
4.
November 2013 (
Urk.
8/31/1-6)
unter anderem aus, die Be
schwerdeführerin sei in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit,
mit ab
gebrochen
em
Arbeitsversuch
, seit dem
1.
Januar 2012 zu 100
%
arbeitsunfähig (
Ziff.
1.6)
. Die Patientin sei
für die Postverteilung in einer
Druckerei
verantwortlich gewesen. W
egen den starken abdominalen Beschwerden und Beschwerden im Bereich der linken Schulter
sei sie
nicht mehr fähig, diese Arbeit durchzuführen.
Aufgrund der komplizierten
Verläufe nach multiplen Abdominaleingriffen und des chro
nischen Schmerzsyndroms betrachte er die Patientin als zu 100
%
arbeitsunfä
hig (
Ziff.
1.7).
Rein
sitzende Tätigkeit
en bezeichnete
Dr.
I._
als
zumutbar (
Urk.
8/31/5
).
3.16
Am 2
6.
August 2014
erstatteten
die Ärzte der MEDAS
Z._
ein i
nterdisziplinä
res Gutachten
im Auftrag der Beschwerdegegnerin (
Urk.
7/44)
, dies nach Untersuchungen am
7.
und
9.
Mai sowie 1
8.
Juni 2014 (S. 1)
.
Die Gutachter
nannten folgende Diagnosen mit Relevanz für die Arbeitsfähig
keit in angestammter Tätigkeit (S. 18
, S. 21 lit. E
):
Abdominalbeschwerden
bei Status nach laparaskopischer Sigmaresektion mit ausgedehnter Adhäsiolyse nach gynäkologischen Voreingriffen und Appendektomie am
3.
Januar 2012
bei rezidivierenden Sigmadivertikulitiden
bei Status nach offener Cholezystektomie bei symptomatischer Cholezystolithiasis, mit postoperativer schwerer Nachblutung aus der Arteria cystica, Entzündung
i
leozökal mit nachfolgender Ileozökalre
sektion, Abszessbildung in der Gallenblasenloge
bei Status nach Ausbildung einer enterkutanen Fistel im Bereich der Laparatomienarbe (
...), Pankreasfistel
Status nach chronischer Analfissur mit Débridements und Status nach zweimaliger Botox-Injektion, aktuell reizlos
Status nach grosser Narbenhernienoperation mit Bauch
decken
re
kon
struk
tion, ausgedehnter Adhäsiolyse und Netzplastik am 1
7.
Juni 2013 mit nachfolgender Wundheilungsstörung im Sinne von Serombildung
Als Untersuchungsbefunde führten die Gutachter unter anderem aus, die am 1
9.
Mai 2014 durchgeführte Magen-Dünndarm-Passage sei unauffällig gewe
sen; zusammen mit der unauffälligen Kolonoskopie zeige sich als
o
kein sicheres Passagehindernis. Dies bedeute natürlich nicht, dass keine Verwachsungen da seien, dass es krankhafte Schmerzen geben könne, ebenfalls seien natürlich häufige Stuhlfrequenzen nicht ganz ausgeschlossen (S. 17 oben).
In ihrer Beurteilung führten die Gutachter unter anderem aus, die initiale Annahme von schweren postoperativen Veränderungen im rechten Unterbauch respektive Sigmabereich habe sich in der
Kolonoskopie
nicht bestätigt (S. 17 Mitte).
Aus
abdominalchirurgischer und unfallchirurgischer Sicht sei die Versicherte aktuell mit Sicherheit in einer Anstellung mit leichter und passager mittel
schwerer Belastung zu 70
%
arbeitsfähig
; e
s finde sich kein entsprechendes
Korrelat, um eine höhere
Arbeitsunfähigkeit
als 30
%
zu rechtfertigen
(S. 18 oben)
.
Auch in einer Verweistätigkeit mit ähnlicher Belastung wie Büroangestellte s
ei
die Arbeitsfähigkeit mit 70
%
zu beziffern (S. 18 unten).
Die
Arbeitsfähigkeit l
iege angestammt und angepasst bei 70
%
, wobei der Gang zur Toilette gewähr
leistet sein müsse (S
.
21 unten).
Retrospektiv lasse sich eine durchgehende
Arbeitsunfähigkeit
von 100
%
nicht begründen. Aus gutachterlicher Sicht sei eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
ab
3.
Januar bis zur Kolonoskopie vom
7.
September 2012 (mit Nachweis eines unauffälligen Bef
undes im Kolon) gerechtfertigt. E
s sei anzunehmen, dass danach eventuell schon Beschwerden seitens der Narbenhernien bestanden hät
ten, daher seien nur leichte Arbeiten bis zur Operation der Narbenhernie im Juni 2013 als zumutbar anzusehen, gefolgt von einer mindestens dreimonatigen (vollen) Arbeitsunfähigk
eit bei wieder etwas erschwertem
postoperativen Ver
lauf. Ab
Ende September 2013 sei die Versicherte mindestens 70
%
arbeitsfähig bei zumutbarer voller Anwesenheit (S. 22 oben).
3.17
Dr.
B._
(vorstehend E. 3.2)
nannte
in seinem Bericht vom
2
8.
August 2014 (
Urk.
8/57
=
Urk.
3/5
)
folgende Diagnosen:
Status nach laparaskopischer Sigmaresektion am
3.
Januar 2012
Status nach Cholezystektomie am 1
6.
Januar 2012 bei Cholezystitis
Status nach Relaparatomie bei Blutung aus dem Leberbett am 1
6.
Januar 2012
Status nach Laparatomie mit ausgedehnter Adhäsiolyse, Rekonstruk
tion Bauchwand, Weichteilkorrekturen Bauchwand am 1
7.
Juni 2013
Status nach Débridement Analfissur vom
3.
September 2012
Er führte
aus, bei einer weiteren
CT-
U
ntersuchung
(vgl.
Urk.
3/7)
hätten sich erneute Adhäsionen und eine
f
lüssigkeitsgefüllte Strukturalteration
von 6 x 8 x 2.3 cm
gezeigt. Dies sei vom Radiologen und Gynäkologen als Schmerzursache identifiziert
worden
. Es sei zu bedenken, dass die
Patientin
vor der neuen Ope
ration
(wohl vom Juni 2013)
diesen Befund noch nicht
gehabt habe
und weder vor noch nach der Operation länger beschwerdefrei gewesen sei.
3.18
Ein CT des Abdomens am 1
7.
Dezember 2014 ergab als Befunde eine leichte Grössenzunahme des Seroms zwischen Dünndarm und ventraler Abdominal
wand, einen Zustand nach Sigmaresektion, Cholezystektomie und Hysterekto
mie, sowie einen Verdacht auf kompensierte pyelo
u
rethrale Abgangsstenosen (
Urk.
3/8).
Im Bericht vom 2
9.
Dezember 2014 (
Urk.
3/9) wurde ausgeführt, die am 1
7.
Dezember 2014 gesehene Flüssigkeitskollektion median der Bauchdecke
habe sich sonografisch nicht sicher darstellen lassen; auch eine Punktion sei - aus näher dargelegten Gründen - nicht möglich gewesen (S. 1 unten).
3.19
Dr.
D._
(vorstehend E. 3.4) erstattete - auf Ersuchen des Gerichts (vgl.
Urk.
9-10)
-
a
m
9.
April 201
5
einen Bericht (
Urk.
11). Darin nannte er als Diag
nose eine rezidivierende Sigmadivertikulitis und erwähnte nebst den beiden Operationen vom Januar 2012 und derjenigen vom Juni 2013 eine am
9.
März
2015 im
C._
erfolgte Abszessausräumung mit Bauchwand- und partieller Netzexzision bei chronischem Netzinfekt mit Abszess subfaszial (S. 1
Ziff.
1).
Er berichtete, es sei der Spontanverlauf der computertomografisch gefundenen Flüssigkeitskollektion unterhalb der
Bauchwandfaszie abgewartet worden. Nach Anstieg der Infektparameter sei im Februar 2015 eine CT-gesteuerte Punktion erfolgt und im März 2015 der chronische Netzinfekt ausgeräumt worden (S. 1 f.
Ziff.
2/3).
Angesichts der sehr langen und komplikationsträchtigen Vorgeschichte seien die Schmerzen sicher multifaktoriell bedingt. Wieviele der Beschwerden vom chronischen Netzinfekt herkämen, werde sich erst im Verlauf der nächsten Monate zeigen (S. 2
Ziff.
4).
Aktuell sei die Patientin aufgrund der offenen Wundbehandlung mit der im März 2015 durchgeführten Operation nicht arbeitsfähig. Nach erfolgter Wund
heilung müsse die Arbeitsfähigkeit neu beurteilt werden (S. 2
Ziff.
5).
3.20
Auf Ersuchen des Gerichts (vgl.
Urk.
12) nahm am 1
9.
Mai 2015 der MEDAS-Gutachter
Dr.
med.
J._
, Facharzt für
Gastroenterologie
und Innere Medizin, Stellung (
Urk.
14).
Er führte unter anderem aus, bei seiner Untersuchung am 1
8.
Juni 2014 sei das Abdomen leicht druckdolent gewesen mit normalen Darmgeräuschen. Es hätten sich keine manifesten, klinischen Zeichen eines chronischen Bauchwandinfektes gefunden: keine Bauchwand-Zellulitis, keine Sinusöffnungen und Fistelbildun
gen. Der begutachtende Chirurg und Internist hätten ebenfalls reizlose Wund
verhältnisse im Bereich der Operationsnarbe festgestellt (S. 2 Mitte).
B
auchlückenverschlüsse mit Netz-
(Mesh
-)
Implantationen würden in der moder
nen Chirurgie der Bauchdeckenrekonstruktion eingesetzt. Mesh-Infektio
nen stellten ein bekanntes Problem der Hernienchirurgie dar und würden laut Literaturangaben bei 1-16
%
von operierten Patienten festgestellt. Netzimplan
tation werde lebenslänglich als ein Risikofaktor für lokale Infektionen angese
hen. Das Zeitintervall zwischen Mesh-Implantation und Notwendigkeit einer Reoperation infolge Lokalinfekts betrage laut Literaturangaben zirka 17 Monate und könne zwischen 7 und 49 Monaten variieren (S. 2).
Der Zeitpunkt von klinisch manifester Infektaktiv
ierung sei bei der Versicherten
mit chronischer
abdominaler Schmerzsymptomatik
retrospektiv schwer zu beurteilen. Zum Zeitpunkt der Begutachtung (Mai/Juni 2014) hätten sich weder klinisch noch labormässig Zeichen ei
nes Bauchwandinfektes gefunden (S.
2 unten).
3.21
Die Beschwerdegegnerin führte in einer Stellungnahme vom
3.
Juli 2015 (
Urk.
16) gestützt auf eine entsprechende RAD-Beurteilung (vgl.
Urk.
17) aus, mit den aktuellen Arztberichten sei eine - zumindest vorübergehende - Ver
schlechterung glaubhaft gemacht. Diese sei jedoch erst nach Verfügungserlass eingetreten. Weitere Abklärungen seien im Rahmen eines Revisionsgesuches durchzuführen (S. 1 unten).
4.
4.1
Die medizinischen Akten vermitteln ein klares und übereinstimmendes Bild der gesundheitlichen Situation der Beschwerdeführerin: Im Verfügungszeitpunkt (Dezember 2014
)
und
danach
dominierte
eine
Darm- und Bauchproblematik (Sigmadivertikulitis, Sigmaresektion, Bauchdeckenrekonstruktion, Abszessbil
dung und -ausräumung).
Als nicht mehr akut erscheinen (nach erfolgter Cholezystektomie) die Gallenblasenproblematik und diejenige einer Analfissur.
Der Standpunkt der Beschwerdeführerin, es seien zu Unrecht eine psychische Problematik sowie Kniebeschwerden unberücksichtigt geblieben (vorstehend E.
2.2), findet in den Akten keine Stütze. In den von den viszeralchirurgischen und gastroenterologischen Spezialärzten und vom seit 2010 zuständigen Haus
arzt angeführten Bef
unden und gestellten Diagnosen wurde nichts Derartiges erwähnt, insbesondere auch nicht vom Hausarzt in seinem nach Vorliegen des Gutachtens im August 2014 erstatteten Ber
icht (vorstehend E. 3.17
).
4.2
Das MEDAS-Gutachten
stellt eine überzeugende schlüssige Beurteilung dieser gesundheitlichen Situation dar, so dass, zumal es alle praxisgemässen Kriterien (vorstehend E. 1.2) vollumfänglich erfüllt, grundsätzlich darauf abzustellen ist.
Dies gilt namentlich für die ab September 2013 attestierte Arbeitsfähigkeit von 70
%
für leichte und gelegentliche mittelschwere Tätigkeiten mit der Möglich
keit zum Toilettengang.
Der beschwerdeweise erhobene Einwand, von behandelnder Seite werde eine höhere Arbeitsunfähigkeit attestiert (vorstehend E. 2.2), vermag daran nichts zu ändern, denn be
handelnde Ärztinnen und Ärzte stehen in einem auftragsrecht
lichen Verhältnis zur versicherten Person und haben sich zudem in erster Linie auf die Behandlung zu konzentrieren
; i
hre Berichte verfolgen daher nicht den
Zweck einer den abschliessenden Entscheid über die Versicherungsansprüche erlaubenden objektiven Beurteilung des Gesundheitszustandes und erfüllen des
halb kaum je die materiellen Anforderungen, welche die Rechtsprechung für Gutachten entwickelt hat (vgl. BGE 125 V 351 E. 3a).
4.3
Die Angaben im
Gutachten zum Verlauf der Arbeitsunfähigkeit
sind
in einem Punkt erläuterungsbedürftig
: Die Gutachter führten aus, die ab Januar 2012 bestehende volle Arbeitsunfähigkeit sei (lediglich) „bis zur Kolonoskopie vom 07.09.2012 gerechtfertigt, damals mit Nachweis eines unauffälligen Befunds im Kolon“ (
Urk.
8/44 S. 22 oben). I
n den Akten finde
t
sich jedoch
kein Bericht über
eine
zu
diesem Zeitpunkt erfolgte Untersuchung. Auch in der Aktenanalyse
im Gutachten
(S. 5 ff.) wurde kein Bericht
über
eine am
7.
September 2012 erfolgte Darmuntersuchung
erwähnt (
S. 6 Mitte
, S. 10 unten
)
.
F
ür die von den Gutachtern verwendete Info
rmation liegt somit kein originaler Bericht vor. Dennoch ist sie dokumentiert, und zwar im Bericht der Ärztinnen des Schmerzzentrums des
C._
vom 3
1.
Dezember 2012 (vorstehend E. 3.7), wo zum Verlauf unter anderem ausgeführt wurde, in einer am
7.
September 2012 durchgeführten Kolonoskopie sei eine reizlose Schleimhaut gefunden worden; differentialdiagnostisch müsse (auch) an eine funktionelle gastrointestinale Problematik gedacht werden (
Urk.
8/24/20-23 S. 2 unten). Auf diese Angabe nahmen die Gutachter im Rahmen ihrer Beurteilung Bezug (
Urk.
8/44 S. 16 Mitte).
Somit kann die im Gutachten erfolgte Datierung der vollständigen Arbeitsun
fähig
keit bis
7.
September 2012 übernommen werden, zumal die
mit Originalbe
richten dokumentierten
Untersuchungen im Februar 2013 weiterhin unauffällige Verhältnisse ergaben (vorstehend E. 3.8).
4.4
Für die Zeit von September 2012 bis Ende September 2013 nannten die Gutach
ter keine bezifferte Arbeitsfähigkeit, sondern führten lediglich aus, es sei anzu
nehmen, dass eventuell schon Beschwerden seitens der Narbenhernien bestan
den hätten, daher seien bis zur Operation der Narbenhernie im Juni 2013 nur leichte Arbeiten als zumutbar anzusehen (
Urk.
8/44 S. 22 oben).
Da das Wartejahr im Sinne von
Art.
28
Abs.
1 lit. b des Bundesgesetzes über die
Invalidenversicherung (IVG)
per
1. Januar 2013
als bestanden zu erachten ist, stellt sich die Frage, ob ab Januar 2013 (bis und mit September 2013) eine anspruchsbegründende Invalidität bestanden haben könnte.
Sie kann nicht gestützt a
uf die unbezifferte retrospektive Einschätzung seitens der Gutacht
er beantwortet werden.
Als sachgerechter erscheint, diesbezüglich auf die echtzeitlichen Angaben des Vertrauensarztes des Taggeldversicherers abzustellen. Dieser erachtete die angestammte Tätigkeit als auch leidensangepasst
und attestierte dafür eine Arbeitsfähigkeit von 20
%
(vorstehend E. 3.5), dies auch im April 2013 (vorste
hend E. 3.9).
Somit ist für die Zeit von Januar bis September 2013 eine Arbeitsunfähigkeit und damit gleichzeitig ein Invaliditätsgrad von 80
%
ausgewiesen, womit der Beschwerdeführerin eine entsprechend befristete ganze Rente zusteht.
4.5
Die Beschwerdeführerin hat ferner geltend gemacht, ihr Gesundheitszustand habe sich seit dem Zeitpunkt der Begutachtung verschlechtert (vorstehend E.
2.2).
Die Abklärungen des Gerichts haben ergeben, dass
die
im August 2014 neu fest
gestellte Flüssigkeitskollektion unter der Bauchdecke (vorstehend E. 3.
17)
er
st im Februar 2015 Entzündungszeichen aufwies und sodann im März 2015 als chronischer Netzinfekt identifiziert und ausgeräumt wurde (vorstehend E.
3.19). Zu diesem Verlauf führte der vom Gericht konsultierte MEDAS-Gutachter aus, im Begutachtungszeitpunkt im Juni 2014 habe (noch) kein Bauch
wandinfekt vorgelegen; die Latenzzeit
zwischen Netzimplantation und nachfolgender Infektion betrage zirka 17 Monate, mit Werten zwischen 7 und 49 Monaten (vorstehend E. 3.20).
Zwischen der Implantation im Juni 2013 und der im Februar 2015 einsetzenden Entzündung lagen rund 20 Monate, was mit den eben erwähnten Ausführungen vollständig vereinbar ist. Daraus folgt, dass
sich der Gesundheitszustand
der Beschwerdeführerin tatsächlich nach
der
Begutachtung verschlechtert hat, dies aber
-
mit der im Februar 2015 aufgetretenen Entzündung
-
erst nach Erlass der im Dezember 2014 ergangenen Verfügung. Wie die Beschwerdegegnerin zutreffend ausgeführt hat (vorstehend E. 3.21), ist dies somit nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens, sondern im Rahmen eines Revisionsgesuchs gel
tend zu machen
(vgl. vorstehend E. 1.3)
.
4.6
Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass der Beschwerdeführerin eine von Januar bis September
2013
befristete ganze Rente zusteht. In diesem Sinn ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen.
5.
5.1
Die Verfahrenskosten gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
des Bundesgesetzes über die Invali
denversicherung (IVG) sind ermessensweise auf
Fr.
900.-- festzusetzen
und ausgangsgemäss zu zwei Dritteln der Beschwerdeführerin und zu einem Drittel der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
5.2
Der teilweise obsiegenden anwaltlich vertretenen Beschwerdeführerin ist eine auf einen Drittel reduzierte Prozessentschädigung
zuzusprechen. Nach Einsicht in die Honorarnote vom 1
9.
Januar 2015 (
Urk.
5) ist sie
beim praxisgemässen Stundenansatz von
Fr.
2
2
0.-- (zuzüglich Mehrwertsteuer) ermessenweise auf
Fr.
9
00.--
(inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen.