Decision ID: 1ad9eaf1-efcb-54ac-945a-6d5437519bff
Year: 2008
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Der Beschwerdeführer, ein aus Z._ (Distrikt Y._, Zone X._) stammender Staatsangehöriger Nepals suchte am 15. Februar 2005 in der Schweiz um Asyl nach. Am 18. Februar 2005 erhob das BFM im Empfangszenturm Basel die Personalien des Beschwerdeführers und befragte ihn zum Reiseweg und zu den Gründen für das Verlassen des Heimatlandes. Am 22. März 2005 hörte ihn das (...) zu den Asylgründen an.
Im Wesentlichen machte der Beschwerdeführer zur Begründung  Asylgesuches geltend, er habe nach dem Tod seines Vaters sein Studium aufgeben und sich um den Laden der Familie kümmern . Am 21. Juni 2002 sei im Laden ein entfernter Verwandter durch Maoisten ermordet worden. Am 23. Juni 2002 sei er deswegen von der Polizei im Laden festgenommen und auf den Polizeiposten  worden. Dort habe man ihn geschlagen und ihn zu seinen  zu den Maoisten verhört. Nach drei Tagen sei er dank der  seiner Mutter und einiger Nachbarn freigelassen worden. Er habe daraufhin wieder im Laden gearbeitet, wohin weiterhin Maoisten gekommen seien und wo sich auch entfernte Verwandte versteckt bzw. um finanzielle Hilfe gebeten hätten. Er sei schliesslich unter Druck , weil er einerseits den Maoisten über die Polizei und anderseits der Polizei über die Maoisten hätte Auskunft geben sollen. Am 14. April 2003 seien rund 60 Armeeangehörige erschienen; er sei  und zum Militärposten mitgenommen worden, wo man ihn geschlagen habe. Da sie keine Beweise gegen ihn gehabt hätten, habe man ihn schliesslich wieder gehen lassen, wobei man ihm aber gedroht habe, man werde ihn erschiessen, falls er den Maoisten helfe. Als in der Folge Maoisten wieder seine Hilfe in Anspruch hätten  wollen, habe er dies abgelehnt. Am 19. Dezember 2004 hätten  zwei bewaffnete Maoisten Verpflegung und eine  verlangt. Als diese bei ihm verweilt seien, habe das Militär das Haus umstellt. Einer der Maoisten sei in der Folge auf der Flucht  worden, während der andere Maoist und er selbst  worden seien. Auf dem Militärposten sei er sehr schlecht  worden und er habe niemanden sehen dürften. Nach 15 Tagen sei er an einen anderen Ort verlegt worden. Dort habe er einen  getroffen, der gute Beziehungen zum Oberst gehabt habe. Dank dieser Unterstützung sei er schliesslich am 16. Januar 2005 freigelas-
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sen worden mit der Auflage, sich jeweils Montags und Freitags zu  und den Distrikt nicht zu verlassen. Er habe sich jedoch nie , sondern sei noch am selben Tag nach Indien geflüchtet, via Dehli nach Paris geflogen und anschliessend in die Schweiz gelangt.
Am 17. Mai 2005 liess der Beschwerdeführer durch seine am 1. April 2005 mandatierte Rechtsvertreterin Bestätigungen der "Tribhuvan ", des "Village Development Committee of Z._" und der "Shree Jagannath Dedraj Janta Secondry School" (vgl. act. A11) .
B. Mit Verfügung vom 22. November 2006 - eröffnet am 24. November 2006 - stellte das BFM fest, der Beschwerdeführer erfülle die  nicht, und lehnte das Asylgesuch ab. Gleichzeitig  es die Wegweisung aus der Schweiz und ordnete deren Vollzug an.
C. Mit Eingabe vom 21. Dezember 2006 erhob der Beschwerdeführer  diesen Entscheid bei der Schweizerischen Asylrekurskommission (ARK) Beschwerde und liess durch seine Rechtsvertreterin , die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei Asyl zu gewähren. Eventualiter sei die Unzumutbarkeit und Unzulässigkeit der Wegweisung festzustellen und die Vorinstanz anzuweisen, ihn  aufzunehmen. In verfahrensrechtlicher Hinsicht liess er beantragen, es sei die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren und es sei auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten.
D. Mit Eingabe vom 10. Januar 2007 liess der Beschwerdeführer die  der mit Beschwerde in Kopie eingereichten Dokumente (ein Schreiben des "Village Developement Commitee of Z._", zwei als "Drohbriefe der Maoisten" bezeichnete Dokumente) sowie diverse Internetberichte einreichen.
E. Mit Verfügung vom 18. Januar 2007 stellte der Instruktionsrichter des Bundesverwaltungsgerichts fest, der Beschwerdeführer könne den Ausgang des Verfahrens in der Schweiz abwarten. Gleichzeitig wies er das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ab, ver-
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zichtete auf die Erhebung eines Kostenvorschusses und überwies die Akten dem BFM zur Vernehmlassung.
F. Das BFM beantragte in seiner Vernehmlassung vom 19. Februar 2007, die Beschwerde sei abzuweisen.
G. Mit Replik vom 12. März 2007 nahm der Beschwerdeführer mittels  Rechtsvertreterin zur Vernehmlassung des BFM Stellung.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das  Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des  vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
1.2 Das Bundesverwaltungsgericht hat am 1. Januar 2007 die  der bei der ARK am 31. Dezember 2006 hängig gewesenen Rechtsmittel übernommen. Das neue Verfahrensrecht ist anwendbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 VGG).
1.3 Die Beschwerde ist form- und fristgerecht eingereicht. Der  ist durch die angefochtene Verfügung besonders  und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung  Änderung. Der Beschwerdeführer ist daher zur  der Beschwerde legitimiert (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 und Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten.
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2. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
3. 3.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl. Als Flüchtling wird eine ausländische Person , wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu  bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen  ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung von Leib, Leben oder Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 AsylG).
3.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft  oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender  für gegeben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich  sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG).
4. 4.1 Das Bundesamt führte zur Begründung seines Asylentscheides aus, die Situation im Heimatland des Beschwerdeführers habe sich seit dessen Ausreise massgeblich verändert. Die Maoisten würden seit dem Waffenstillstand Ende April 2006 von der neuen nepalesischen Regierung nicht mehr als verbotene Terrororganisation betrachtet. Sie seien mit der Unterzeichnung des Friedensabkommens sowohl im  Parlament als auch im Kabinett namhaft vertreten. Diese Entwicklung habe insgesamt zu einer Entspannung und zu einer  Verbesserung der Menschenrechtssituation im ganzen Land . Personen, welche - wie dem Beschwerdeführer - eine Mitarbeit oder Unterstützung der Maoisten vorgeworfen werde, hätten somit  keine Verfolgungsmassnahmen zu befürchten. Die dargelegte Furcht des Beschwerdeführers vor Verfolgung durch die  sei demzufolge nicht asylbeachtlich. Was die vom Beschwerde-
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führer allfällig befürchteten Sanktionen seitens der Maoisten , sei ebenfalls auf die seit der Ausreise veränderte Situation in  Heimatland hinzuweisen. Für Personen, welche trotz dieser  Situation weiterhin Bedrängungen durch die Maoisten , bestehe die Möglichkeit, sich diesen befürchteten  - gestützt auf die in Nepal gewährte Niederlassungsfreiheit - durch Wohnsitznahme in einem anderen Teil Nepals zu entziehen. Sie seien demnach nicht auf den Schutz der Schweiz angewiesen. Die nachgereichten Beweismittel würden die schulische Laufbahn und die Familienverhältnisse des Beschwerdeführers betreffen und damit  Sachverhalt belegen, der nicht bestritten werde. Das im Jahr 2005 verfasste Schreiben des Village Development Committee, in welchem von einer Gefährdung des Beschwerdeführers gesprochen werde, sei angesichts der seither eingetretenen Veränderung im Heimatland des Beschwerdeführers nicht mehr aktuell.
4.2 In der Beschwerde wird demgegenüber unter Hinweis auf die  Internetberichte im Wesentlichen geltend gemacht, auch wenn die Anführer der Maoisten in die Friedensgespräche  seien, so gebe es doch manche Gruppen aus ihrem eigenen Fussvolk, die den Friedensprozess nicht so recht mittragen wollten oder ihn sogar ablehnen würden. Es sei wiederholt deutlich geworden, dass einige maoistische Splittergruppen mit dem Weg der  nicht einverstanden seien, so beispielsweise die Janatantrik Terai Mukti Morcha (JTMM). Es komme fast täglich zu Entführungen, , Erpressungen und Morden durch Maoisten. Die Lage sei nach wie vor angespannt, insbesondere auch im Heimatdistrikt des  werde regelmässig über gewalttätige  mit den Maoisten berichtet. Die Maoisten hätten dem  vorgeworfen, er kooperiere mit der Polizei. Die  des Beschwerdeführers mit den Maoisten würden im , vom "Gemeindesekretär" der Gemeinde Z._ ausgestellten Schreiben bestätigt. Die Mutter des Beschwerdeführers habe zudem während seiner Abwesenheit immer wieder Drohbriefe seitens der Maoisten erhalten. Zwei solche Schreiben würden der Beschwerde beiliegen. Viele Massnahmen der Maoisten hätten dazu beigetragen, eine grosse Zahl von Zivilpersonen in den Konflikt hineinzuziehen. Hierzu gehörten Zwangsrekrutierung, die Erzwingung von , die erzwungene Verköstigung und Übernachtung maoistischer Rebellen in Privathäusern und die Bespitzelung der Zivilbevölkerung, die sich immer wieder maoistischer Beschuldigungen ausgesetzt sehe,
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sie würde mit den Sicherheitskräften kooperieren; letzteres habe Misshandlungen, Folterungen und manchmal sogar Ermordungen beschuldigter Zivilpersonen zur Folge. Von einer Entspannung und deutlichen Verbesserung der Menschenrechtssituation in Nepal könne nicht gesprochen werden. Die Bedrohung durch die Maoisten sei nach wie vor aktuell und der Beschwerdeführer befürchte, bei einer Rückkehr nach Nepal sogleich von den Maoisten wieder eingezogen und bestraft zu werden. Zu der vom BFM erwähnten Möglichkeit, sich allfälligen Bedrängungen durch die Maoisten in einem anderen Landesteil entziehen zu können, sei zu erwähnen, dass diese ihre Leute im ganzen Land stationiert hätten. Es sei daher schwierig, sich vor ihnen versteckt zu halten und trotzdem ein normales Leben führen zu können.
4.3 In der Vernehmlassung hält das BFM fest, die Maoisten würden seitens der Regierung amnestiert und diese würden im Gegenzug grundsätzlich auf Gewaltanwendung verzichten. In einzelnen Fällen, wo es dennoch zu Gewaltanwendung komme, würden die Täter  verfolgt, die Schutzwilligkeit der Regierung sei gegeben.  des Einwandes, es sei schwierig sich vor den Maoisten zu verstecken, weil diese im ganzen Land stationiert seien, sei , dass der Umstand, dass die Mutter des Beschwerdeführers,  sich dieser damals bereits nicht mehr in Nepal aufgehalten habe, rund zehn Schreiben der Maoisten erhalten haben soll, in  der Beschwerdeführer aufgefordert worden sein soll, sich zu , zeige, dass dies im vorliegenden Fall offensichtlich nicht zutreffe. Was die nachgereichte Bestätigung des "Village Development  of Bharaul" anbelange, könne nicht als authentisch gelten, dass Gemeinden unterstützten, dass ein Bürger im Ausland um Asyl .
4.4 In der Replik wird ausgeführt, die nicht abnehmenden Nachrichten von Unruhen und gewalttätigen Überfällen würden beweisen, dass die Regierung zur Zeit noch nicht schutzfähig sei. Der Beschwerdeführer sei überzeugt, dass die Gefahr nach wie vor gross sei, dass die , die er damals in seinem Land gehabt habe, weitergehen , sobald er zurückkehre. Die Maoisten hätten ihre Informanten im ganzen Land und der Beschwerdeführer müsse früher oder später  rechnen, dass diese wieder auf ihn aufmerksam würden. Er könnte sich deshalb nicht frei bewegen und sich unmöglich eine neue  aufbauen. Die Bestätigung des "Village Development Committee
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of Bharaul" sei authentisch; die Funktion und Tätigkeit einer nepalesischen Gemeinde könne nicht mit einer hiesigen Gemeinde verglichen werden.
4.5 Massgeblich für die Beurteilung der Flüchtlingseigenschaft ist die
Situation im Zeitpunkt des Asylentscheides. Ausgangspunkt der Prü-
fung ist die Frage nach der im Zeitpunkt der Ausreise vorhandenen
Furcht vor einer absehbaren Verfolgung im Heimatstaat. Veränderun-
gen der objektiven Situation im Heimatstaat zwischen Ausreise und
Asylentscheid sind zugunsten und zulasten der Asylgesuch stellenden
Person zu berücksichtigen (vgl. BVGE 2008/4 E. 5.4 S. 38 f.).
4.5.1 Die allgemeine Lage in Nepal hat sich seit der Ausreise des  im April 2003 bzw. seit Einreichung der vorliegenden Beschwerde im Dezember 2006 wesentlich verändert. Bereits die ARK hat als Vorgängerorganisation des Bundesverwaltungsgerichts die  Situation in Nepal ausführlich beurteilt und festgestellt, die allgemeine Sicherheits- und Menschenrechtslage habe sich seit der Aufnahme von Friedensverhandlungen zwischen den Maoisten ("Communist Party of Nepal" [CPN-M]) und der Regierung bzw. der Verkündung der Maoisten vom 28. Juli 2006, den Waffenstillstand zu verlängern, erheblich verbessert (vgl. Entscheidungen und  der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2006 Nr. 31 E. 4.3.4 und 4.3.5 S. 332 ff.)
Seither hat sich die politische Lage weiter verbessert. Am 21.  2006 unterzeichneten die Regierung und Maoisten ein Friedensab-
kommen. Gemäss diesem Vertrag beteiligten sich die Maoisten am
Übergangsparlament und stellten 73 der 330 Abgeordneten. Im De-
zember 2006 wurde die Interimsverfassung verabschiedet. Am 15. Ja-
nuar 2007 beschloss das Übergangsparlament seine Auflösung und es
erfolgte die Neubestellung des interimistischen Parlaments, welchem
83 Abgeordnete der Maoisten angehörten. Nach einigen Verzögerun-
gen wurde am 16. Januar 2007 mit der Entwaffnung der Rebellen be-
gonnen. Am 10. April 2008 erfolgte die Wahl der verfassungsgeben-
den Versammlung. Dabei wurden die Maoisten vor dem Nepali
Congress zur stärksten Kraft (vgl. Maoisten gewinnen die Wahl, NZZ
Online, International, 24. April 2008; Mehr Sitze für die Maoisten in
Nepal, NZZ Online, International, 25. April 2008). Am 28. Mai 2008
schuf die verfassungsgebende Versammlung an ihrer konstituierenden
Sitzung die fast 240 Jahre alte Monarchie ab und erklärte das Land
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zur Republik (vgl. Nepal schafft die Monarchie ab, NZZ Online,
International, 29. Mai 2008). Am 11. Juni 2008 verliess der
entmachtete Monarch Nepals, König Gyandendra, seinen Palast in
Kathmandu (vgl. Nepals entmachteter König verlässt den Palast, NZZ
Online, International, 12. Juni 2008). Die verfassungsgebende
Versammlung wählte schliesslich am 21. Juli 2008 Ram Baran Yadav
vom Nepali Congress zum ersten Präsidenten der Republik (vgl.
Erster Präsident Nepals gewählt, NZZ Online, International,
21. Juni 2008) und am 15. August 2008 wählte sie den Chef der
Maoisten, Pushpa Kamal Dahal (Prachanda), zum Ministerpräsidenten
(vgl. Maoisten-Chef neuer Ministerpräsiden in Nepal, NZZ Online,
International, 15. August 2008).
In Anbetracht dieser Entwicklung geht das Bundesverwaltungsgericht
davon aus, dass für den Beschwerdeführer aufgrund des mittlerweile
beinahe vier Jahre zurückliegenden Vorfalls vom Dezember 2004
jedenfalls im heutigen Zeitpunkt keine begründete Furcht vor einer
künftiger Verfolgung durch Maoisten mehr besteht. Es kann daher
darauf verzichtet werden, auf die Ausführungen in der Beschwerde
und die eingereichten, durch die beschriebene Veränderung der
Situation im Heimatland überholten bzw. weitgehend zu
relativierenden Internetberichte bzw. und Beweismittel im Einzelnen
näher einzugehen, da sie am Ergebnis nichts zu ändern vermögen.
4.6 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer keine Gründe nach Art. 3 AsylG glaubhaft machen oder nachweisen
kann. Das BFM hat das Asylgesuch des Beschwerdeführers demnach
zu Recht abgelehnt.
5. 5.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der  der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG).
5.2 Der Beschwerdeführer verfügt weder über eine  Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung  solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (Art. 44 Abs. 1 AsylG; vgl. EMARK 2001 Nr. 21).
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6.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich, so regelt das Bundesamt das  nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige  von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des  vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]).
6.2 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche  der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des  in den Heimat-, Herkunfts- oder in einen Drittstaat  (Art. 83 Abs. 3 AuG).
So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land  werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus  Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie  läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]).
Gemäss Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des  vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere , unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4.  1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden.
6.3 Die Vorinstanz wies in der angefochtenen Verfügung zutreffend darauf hin, dass der Grundsatz der Nichtrückschiebung nur Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen (vgl. MARIO GATTIKER, Das Asyl- und Wegweisungsverfahren, 3. Aufl., Bern 1999, S. 89). Da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich  Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non- im vorliegenden Verfahren keine Anwendung finden. Eine Rückkehr des Beschwerdeführers nach Nepal ist demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig.
Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen des  noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall ei-
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ner Ausschaffung nach Nepal dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder  ausgesetzt wäre. Gemäss Praxis des Europäischen  für Menschenrechte (EGMR) sowie jener des UN-Anti- müsste der Beschwerdeführer eine konkrete Gefahr ("real risk") nachweisen oder glaubhaft machen, dass ihm im Fall einer Rückschiebung Folter oder unmenschliche Behandlung drohen würde (vgl. EMARK 2001 Nr. 16 S. 122, mit weiteren Hinweisen; EGMR, Bensaid gegen Grossbritannien, Urteil vom 6. Februar 2001, Recueil des arrêts et décisions 2001-I, S. 327 ff.). Auch die allgemeine  in Nepal lässt den Wegweisungsvollzug zum  Zeitpunkt nicht als unzulässig erscheinen. Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung sowohl im Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig.
6.4 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder  auf Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung festgestellt, ist - unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AuG - die vorläufige Aufnahme zu gewähren (vgl. Botschaft zum Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer vom 8. März 2002, BBl 2002 3818).
Wie bereits vorstehend unter Erwägung 4.5.1 dargelegt, hat sich die allgemeine Lage in Nepal seit der Ausreise des Beschwerdeführers wesentlich verändert. Aktuell präsentiert sich die Situation in Nepal nicht dergestalt, als dass von einer Situation allgemeiner Gewalt ge-
sprochen werden kann, weshalb die Rückkehr nach Nepal nicht  als unzumutbar bezeichnet werden kann.
Aus den Akten ergeben sich zudem keine konkreten Anhaltspunkte,
die darauf schliessen liessen, der heute 34-jährige und - soweit er-
sichtlich - gesunde Beschwerdeführer gerate im Falle der Rückkehr in
seine Heimat aus individuellen Gründen wirtschaftlicher, sozialer oder
gesundheitlicher Natur in eine existenzbedrohende Situation. Der Be-
schwerdeführer verfügt über eine überdurchschnittliche Schulbildung
(vgl. A6/20, S. 5). Neben seiner Muttersprache spricht er auch Eng-
lisch sowie ein wenig Hindi (vgl. A1/9, S. 2). Gemäss seinen Angaben
leben in Nepal ausser seiner Mutter und seinen zwei Brüdern zahlrei-
che weitere Verwandte (vgl. A6/20, S. 3), mit deren Unterstützung er
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bei der Reintegration in Nepal wird rechnen können. Ergänzend ist
darauf hinzuweisen, dass allein wirtschaftliche Schwierigkeiten, von
welchen die vor Ort ansässige Bevölkerung generell betroffen ist, wie
beispielsweise Wohnungsnot oder ein schwieriger Arbeitsmarkt, für
sich allein ohnehin keine konkrete Gefährdung zu begründen vermag
(vgl. EMARK 2003 Nr. 24 E. 5e S. 159). Der Vollzug der Wegweisung
kann mithin in Bezug auf den Beschwerdeführer nicht als unzumutbar
im Sinne von Art. 83 Abs. 4 AuG bezeichnet werden.
6.5 Schliesslich obliegt es dem Beschwerdeführer, sich bei der  Vertretung des Heimatstaates die für die Rückkehr  Reisedokumente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AuG).
6.6 Zusammenfassend ergibt sich, dass das BFM den Vollzug der Wegweisung zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich erachtet hat. Die Anordnung der vorläufigen Aufnahme fällt mithin nicht in  (Art. 83 Abs. 1-4 AuG).
7. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG). Die  ist demnach abzuweisen.
8. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschwer-
deführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG) und auf insgesamt
Fr. 600.-- festzusetzen (Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar
2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwal-
tungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).
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