Decision ID: 49a490c1-d1f0-58db-b6ab-f035b90465b8
Year: 2008
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Der im Jahr 1949 geborene G._ lebt in Israel und ist Mitglied der freiwilligen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung. Mit Schreiben vom 31. Oktober 2006 ([Vorinstanz] act. 35) hat die Schweizerische Ausgleichskasse (nachfolgend: SAK) G._ gemahnt, die per 30. Juni 2006 ausstehenden Beiträge von Fr. 5'799.-- zu begleichen. Mit eingeschriebener Mahnung vom 25. Januar 2007 (act. 36) hat ihn die SAK erneut gemahnt, die bis zu diesem Zeitpunkt ausstehenden Beiträge für die Jahre 2006 und 2007 zu begleichen, ansonsten ihm der Ausschluss aus der freiwilligen Versicherung drohe.
B. Mit Verfügung vom 17. Januar 2008 (act. 37) wurde G._ aus der freiwilligen Versicherung ausgeschlossen, weil er die gemahnten Beiträge nicht bezahlt hatte.
C. Gegen die Verfügung vom 17. Januar 2008 hat G._ am 10. Februar 2008 bei der SAK Einsprache erhoben (act. 39) und die Einsprache sinngemäss damit begründet, dass er in den letzten zwei Jahren aufgrund des Todes seiner Eltern eine schwierige Zeit erlebt habe und daher die Bezahlung der Beiträge vergessen gegangen sei.
Mit Einspracheentscheid vom 8. April 2008 hat die SAK die  abgewiesen mit der Begründung, dass persönliche oder  Gründe den Ausschluss nicht zu verhindern vermögen (act. 41).
D. Gegen den Einspracheentscheid vom 8. April 2008 erhob G._ (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 4. Mai 2008 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht und beantragte sinngemäss die Aufhebung der Ausschlussverfügung.
E. Mit Vernehmlassung vom 26. Mai 2008 beantragte die SAK aus den bereits im Einspracheverfahren angeführten Gründen die Abweisung der Beschwerde.
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F. In seiner Replik vom 25. Juni 2008 hielt der Beschwerdeführer an  Antrag fest und reichte nebst den bereits eingereichten  seiner Eltern ein Attest seines Psychiaters über  Gesundheitszustand ein.
G. Die SAK liess sich darauf nicht mehr vernehmen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) in Verbindung mit Art. 33 lit. d VGG und Art. 85bis Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1946 über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG, SR 831.10)  das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden von Personen im Ausland gegen Verfügungen der Schweizerischen Ausgleichskasse. Es liegt keine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG vor. Das  ist somit zur Beurteilung der Beschwerde zuständig.
1.2 Aufgrund von Art. 3 lit. dbis des Bundesgesetzes vom 20.  1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) findet das VwVG keine Anwendung in Sozialversicherungsrechtssachen,  das Bundesgesetz vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) anwendbar ist. Gemäss Art. 1 Abs. 1 AHVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die im ersten Teil geregelte Alters- und Hinterlassenenversicherung , soweit das AHVG nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht.
1.3 Der Beschwerdeführer ist durch den angefochtenen  berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung, so dass er im Sinne von Art. 59 ATSG  ist.
1.4 Da die Beschwerde im Übrigen frist- und formgerecht (Art. 60 Abs. 1 ATSG und Art. 52 Abs. 1 VwVG) eingereicht wurde, ist auf die Beschwerde einzutreten.
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2. Vorliegend ist strittig und vom Bundesverwaltungsgericht zu prüfen, ob die SAK den Beschwerdeführer zu Recht aus der freiwilligen  ausgeschlossen hat.
2.1 Art. 2 Abs. 1 AHVG bestimmt, dass Schweizer Bürger und  der Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaft oder der Europäischen Freihandelsassoziation, die nicht in einem  der Europäischen Gemeinschaft oder der Europäischen  leben, der freiwilligen Versicherung beitreten können, falls sie unmittelbar vorher während mindestens fünf  Jahren obligatorisch versichert waren.
2.2 Gemäss Art. 5 der Verordnung vom 26. Mai 1961 über die  Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (VFV, SR 831.111) sind die Versicherten gehalten, der Auslandsvertretung, der Ausgleichskasse und der IV-Stelle für Versicherte im Ausland alle zur Durchführung der freiwilligen Versicherung benötigten Angaben zu machen und auf Verlangen deren Richtigkeit zu belegen. Gemäss Art. 2 Abs. 3 AHVG werden Versicherte, welche die nötigen Auskünfte nicht erteilen oder ihre Beiträge nicht fristgerecht bezahlen, aus der freiwilligen Versicherung ausgeschlossen.
2.3 Art. 13 VFV regelt die Voraussetzungen des Ausschlusses.  Art. 13 Abs. 1 lit. a VFV werden Versicherte aus der freiwilligen Versicherung ausgeschlossen, wenn sie die für das Beitragsjahr  Beiträge bis zum 31. Dezember des folgenden  nicht vollständig bezahlen.
Vor Ablauf der Frist stellt die Ausgleichskasse den Versicherten eine eingeschriebene Mahnung mit Androhung des Ausschlusses zu. Die Androhung kann mit der Mahnung gemäss Art. 17 Abs. 2 zweiter Satz erfolgen (Art. 13 Abs. 2 VFV). Werden fällige Beiträge nicht bezahlt, so ist innert zweier Monate schriftlich unter Ansetzung einer Nachfrist von 30 Tagen zu mahnen. Wird auch die Nachfrist nicht eingehalten, so hat die Ausgleichskasse eine letzte Zahlungsfrist anzusetzen und auf die Folgen der Nichtzahlung aufmerksam zu machen (Art. 17 Abs. 2 VFV).
2.4 Der Ausschluss aus der Versicherung tritt nicht ein, wenn der  die Beiträge infolge höherer Gewalt nicht rechtzeitig  kann oder die Überweisung der Beiträge in die Schweiz unmöglich ist (Art. 13 Abs. 4 VFV).
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2.5 Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (vgl. BGE 117 V 103 E. 2c, bestätigt mit Urteil vom 28. April 2005 i.S. P. V. S. [H 224/04]), stellt der Ausschluss aus der freiwilligen  einen äusserst schwerwiegenden Eingriff in die Rechtsstellung des Betroffenen dar. Der vom Ausschluss bedrohte Versicherte muss daher genau wissen, wie er den Ausschluss abwenden kann. Aus  Grund wurde in Art. 13 Abs. 2 VFV festgelegt, dass eine  vor Ablauf der in Art. 13 Abs. 1 VFV vorgesehenen Frist ergehen muss.
3.
3.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, es sei ihm in dieser für ihn schwierigen Zeit, als innert elf Monaten seine Mutter und sein Vater verstorben seien, entfallen, dass er die Beiträge an die freiwillige  bezahlen müsse. Er habe zwar die Mahnungen erhalten, habe ihnen aber aufgrund der schwierigen familiären Umstände nicht die nötige Aufmerksamkeit geschenkt. Er habe bereits seit vielen Jahren Beiträge geleistet, und es sei für ihn sehr wichtig, dass er dies auch weiterhin tun könne.
3.2 Die SAK macht demgegenüber geltend, sie habe das gesetzlich vorgesehene Mahnverfahren eingehalten und der Beschwerdeführer habe die ausstehenden Beiträge trotzdem nicht bezahlt. Die vom  als Erklärung für die Nichtbezahlung angeführten Gründe könnten einen Ausschluss nicht verhindern. Der Ausschluss aus der freiwilligen Versicherung sei somit gerechtfertigt.
3.3 Im Gesetz ist der Ausschluss sowie auch das dafür einzuhaltende Verfahren detailliert geregelt. Vorliegend ist unbestritten, dass der  die Beiträge für die Periode 2006 bis zum Ablauf des Jahres 2007 nicht bezahlt hat und die SAK das Mahnverfahren korrekt durchgeführt sowie auf die Folgen der Nichtbezahlung aufmerksam gemacht hat. Die gesetzlichen Bestimmungen lassen – wie die SAK zu Recht ausgeführt hat – keinen Raum für Härtefallregelungen. Ein Fall von Art. 13 Abs. 4 VFV liegt hier ebensowenig vor, weshalb der  des Beschwerdeführers aus der freiwilligen Versicherung nicht zu beanstanden ist.
Zusammenfassend ist demzufolge festzuhalten, dass der Ausschluss zu Recht erfolgt ist und die Beschwerde gegen den  vom 8. April 2008 somit im einzelrichterlichen Verfahren ge-
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mäss Art. 23 Abs. 2 VGG in Verbindung mit Art. 85bis Abs. 3 AHVG  ist.
4.
4.1 Das Verfahren ist für die Parteien kostenlos (Art. 85bis Abs. 2 AHVG), so dass keine Verfahrenskosten zu erheben sind.
4.2 Der unterliegende Beschwerdeführer hat keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario).
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