Decision ID: e9aa1873-72e2-526b-b058-7a92fca59cd3
Year: 2008
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
B._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Felix Schmid, Oberer Graben 42, 9000 St. Gallen,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
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betreffend
Rente; Arbeitsvermittlung
Sachverhalt:
A.
A.a B._ meldete sich am 8. November 2005 zum Bezug von Leistungen der IV an
(Berufsberatung, Umschulung, Rente; act. G 4.1/5). Mit Arztbericht vom 13. Dezember
2005 diagnostizierte Dr. med. A._, Facharzt FMH für Chirurgie und Hausarzt des
Versicherten, eine mediale Meniskusläsion Knie beidseits, einen Status nach
Meniskusteilresektion rechts, retropatelläre Chondropathie Knie beidseits, mehrere
Gichtepisoden Knie, OSG und Metatarsophalangealgelenk I, eine arterielle Hypertonie
mit Fundus hypertonicus beidseits Grad I, eine Cervikalgie bei degenerativen HWS-
Veränderungen sowie ein Asthma bronchiale. Dr. A._ attestierte eine 100 %ige
Arbeitsunfähigkeit ab dem 19. Januar 2005. Weiter gab Dr. A._ an, dass dem
Versicherten weder die bisherige noch eine andere Tätigkeit zumutbar sei (act. G
4.1/14.1 - 14.4).
A.b In der Folge liess die IV-Stelle St. Gallen den Versicherten durch die Ärztliche
Begutachtungsinstitut GmbH, Basel (ABI), abklären. Das entsprechende Gutachten
vom 15. Juni 2006 enthält als Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit Gonalgien
beidseits bei medialer Meniskusläsion (ICD-10: M23.2/3), ein chronisches
zervikospondylogenes Syndrom beidseits (M 53.1) sowie ein chronisches
thorakolumbovertebrales Schmerzsyndrom (M54.5). Als Diagnosen ohne Einfluss auf
die Arbeitsfähigkeit führt das Gutachten eine leichte depressive Episode (F32.0), eine
Schmerzverarbeitungsstörung sowie ein metabolisches Syndrom auf (act. G 4.1/20.17).
Zur Arbeitsfähigkeit führte das ABI aus, ausgehend von einer erheblich verminderten
Belastbarkeit der Wirbelsäule und einer leicht verminderten Belastbarkeit der
Kniegelenke beidseits sei die angestammte Tätigkeit als Bauarbeiter dem Versicherten
aus rheumatologischer Sicht bleibend nicht mehr zumutbar. Der Beginn der
Arbeitsunfähigkeit sei auf den 22. Dezember 2004 zu datieren. Aus Sicht des
Bewegungsapparates seien nur mehr körperlich leichte bis gelegentlich mittelschwere,
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wechselbelastende Tätigkeiten zumutbar, die ohne Heben, Stossen und Ziehen von
Lasten über 10 kg, ohne Tätigkeiten über der Horizontalen, ohne Arbeiten auf
unebenem Gelände sowie Besteigen von Treppen und Leitern und ohne
Rotationsbelastung der Lendenwirbelsäule ausgeführt werden könnten. Eine derartige
Tätigkeit sei dem Versicherten ganztägig zumutbar mit einer Leistungseinbusse von 30
%. Die leichte depressive Episode bewirke keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
(act. G 4.1/20.18 f.).
A.c Mit Vorbescheiden vom 4. und 5. September 2006 teilte die IV-Stelle St. Gallen
dem Versicherten mit, er habe ab 1. Dezember 2005 Anspruch auf eine Viertelsrente,
nicht jedoch auf berufliche Massnahmen (act. G 4.1/31 und 33). Mit Einwand vom 5.
Oktober 2006 liess der Versicherte durch RA Dr. Felix Schmid die Begehren stellen,
ihm sei gestützt auf die durch den Hausarzt diagnostizierte Arbeitsunfähigkeit eine
ganze Rente zuzusprechen. Ausserdem seien berufliche Massnahmen zu erbringen.
Auf das ABI-Gutachten könne nicht abgestellt werden. Es sei deshalb ein zweites
Gutachten einzuholen. Der Versicherte sei weder in der Lage lange zu stehen noch zu
sitzen. Ausserdem habe der Versicherte offenbar einen verschlossenen Darm sowie
Atemnot-Attacken. Eine adaptierte Tätigkeit sei nicht vorstellbar (act. G 4.1/37).
A.d Mit Verfügung vom 16. November 2006 schloss die IV-Stelle die Arbeitsvermittlung
ab und lehnte damit berufliche Massnahmen ab. Auf Grund der subjektiven
Krankheitsüberzeugung des Versicherten könnten keine solchen vorgeschlagen
werden (act. G 4.1/42). Mit Verfügung vom 29. November 2006 sprach die IV-Stelle
dem Versicherten eine Viertelsrente, beginnend am 1. Dezember 2005 zu. Dabei ging
sie von einem Valideneinkommen von Fr. 67'160.-- sowie von einem
Invalideneinkommen von Fr. 36'741.-, entsprechend einem Invaliditätsgrad von 45 %
aus (act. G 4.1/41 und 43).
B.
B.a Gegen diese (unbestrittenermassen am 29. November 2006 eingegangenen)
Verfügungen richtet sich die Beschwerde vom 15. Januar 2007 mit den Anträgen, beide
Verfügungen seien aufzuheben. Sodann sei dem Beschwerdeführer eine ganze Rente
der IV zuzusprechen. Eventualiter seien ihm berufliche Massnahmen zuzusprechen. Zur
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Begründung wird im Wesentlichen vorgebracht, das ABI-Gutachten sei
widersprüchlich, lückenhaft und inkonsistent. Gemäss Arztbericht vom 14. November
2005 (richtig: 13. Dezember 2005) von Dr. A._ bestehe eine 100 %ige
Arbeitsunfähigkeit für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit. Es stünden die schweren
Knieprobleme im Vordergrund, Teil davon seien Meniskusläsionen und Gichtepisoden.
Überdies schränkten die arterielle Hypertonie, ein Zervikalsyndrom sowie Asthma
bronchiale die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers ein, dass ihm sowohl die
angestammte als auch andere Tätigkeiten nicht mehr zugemutet werden könnten.
Gemäss Dr. A._ sei es dem Beschwerdeführer nicht mehr möglich, während längerer
Zeit zu stehen oder zu sitzen. Das Tragen von Lasten über 5 kg sei unmöglich. Der
Beschwerdeführer könne nicht länger als höchstens einen Kilometer laufen, wobei er
nach 100 Meter Dyspnoe und thorakale Schmerzen bekäme. Treppensteigen sei ihm
nicht mehr möglich.
Demgegenüber sei die im rheumatologischen Teilgutachten festgestellte
Arbeitsfähigkeit von 70 % für leicht wirbelsäulen- und gelenkbelastende Tätigkeiten
ohne Heben und Ziehen von Lasten über 10 kg widersprüchlich. Dr. E._
diagnostiziere unter anderem Gonalgien beidseits bei medialer Meniskusläsion, ein
chronisches zervikospondylogenes Syndrom beidseits, ein chronisches
thorakolumbovertebrales Schmerzsyndrom sowie ein Karpaltunnelsyndrom beidseits.
Es stehe sodann gemäss rheumatologischer Beurteilung fest, dass der
Beschwerdeführer unter anderem an Knieschmerzen leide, die bereits nach kurzer
Gehdistanz aufträten. Weiter leide der Beschwerdeführer an Kreuzbeschwerden mit
Schmerzausstrahlung in den linken lateralen Oberschenkel sowie Nackenschmerzen
mit Ausstrahlung in die oberen Extremitäten, einer deutlichen Schmerzhaftigkeit der
Wirbelsäule und Beschwerden in beiden Schultergelenken. Auf Grund dieser
Diagnosen und Beschwerden könne nicht mehr von einer 70 %igen Arbeitsfähigkeit für
leichte Tätigkeiten ausgegangen werden.
Schliesslich bestünden weitere Diskrepanzen zwischen dem rheumatologischen
Gutachten und dem multidisziplinären Konsens, zwischen dem rheumatologischen und
dem psychiatrischen Teilgutachten, sowie zwischen dem Gutachten und früheren
ärztlichen Berichten.
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Das Gutachten sei zudem unvollständig, da kein pneumologisches Teilgutachten
erstellt worden sei. Ausserdem lasse es den geforderten Verweis auf die dem
Beschwerdeführer zumutbaren Tätigkeiten vermissen, was jedoch bei den
einschränkenden Anforderungen nicht verwundere. Nachdem dem Gutachten kein
relevanter Beweiswert zukomme, bleibe die Beurteilung durch Dr. A._ massgebend.
Wolle man nicht auf das Gutachten abstellen, sei ein umfassendes, neutrales und
objektives Gutachten einzuholen.
Für den Fall, dass das Gericht zur Ansicht gelange, dem Beschwerdeführer sei noch
eine Erwerbstätigkeit zumutbar, sei das Invalideneinkommen (ohne invaliditätsbedingte
Einschränkungen) auf Fr. 53'225.-- festzusetzen. Dabei sei zu berücksichtigen, dass
die Einkommen in der Ostschweiz unter dem gesamtschweizerischen Mittel lägen. Da
der Beschwerdeführer nur noch leichte Tätigkeiten ausüben könne und
schmerzbedingte Arbeitsunterbrüche mit Pausen zur Auflockerung einschalten müsse,
sei zusätzlich ein Leidensabzug vorzunehmen. Lohnmindernd wirke sich auch die
Tatsache aus, dass der Beschwerdeführer nur noch in einer Teilzeitbeschäftigung
arbeiten könne. Zu berücksichtigen seien ebenfalls die mangelnde Anzahl Dienstjahre
in einer neuen Tätigkeit sowie der Aufenthaltsstatus. Es sei deshalb der maximal
zulässige Leidensabzug von 25 % zu gewähren.
In Bezug auf die beruflichen Massnahmen treffe es nicht zu, dass der
Beschwerdeführer subjektiv nicht eingliederungsfähig sei. Vielmehr habe er auf Grund
der objektivierten schmerzbedingten Einschränkungen der Leistungsfähigkeit Mühe,
auf dem freien Arbeitsmarkt eine Stelle zu finden (act. G 1).
B.b Mit Beschwerdeantwort vom 29. März 2007 beantragt die Verwaltung Abweisung
der Beschwerde. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers erscheine es plausibel,
dass die nicht besonders schwerwiegenden, teilweise sogar altersentsprechenden
Beeinträchtigungen im Knie-, Nacken- und Kreuzbereich lediglich eine 30 %ige
Einschränkung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit
bewirkten. Weiter stehe die psychiatrische Beurteilung, wonach eine psychische
Überlagerung der körperlichen Beschwerden anzunehmen sei, nicht im Widerspruch
zur rheumatologischen Beurteilung. Schliesslich sei auch die internistische Beurteilung,
wonach die angestammte, körperlich schwere Tätigkeit zwar als ungeeignet, wenn
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auch nicht als absolut unzumutbar angesehen werde, schlüssig. Zusammengefasst
leuchte die in einem multidisziplinären Konsens gezogene Schlussfolgerung der ABI-
Gutachter ein, wonach dem Beschwerdeführer körperlich leichte bis gelegentlich
mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeiten ganztägig mit einer Leistungseinbusse
von 30 % zumutbar seien. Das Gutachten erfülle die Anforderungen an eine
beweiskräftige medizinische Entscheidungsgrundlage. Demgegenüber seien die
Angaben von Dr. A._ teilweise von den Selbstangaben des Beschwerdeführers
beeinflusst.
In Bezug auf das Invalideneinkommen sei entgegen der Ansicht des
Beschwerdeführers nicht auf die regionalen Löhne der Ostschweiz, sondern auf den
gesamtschweizerischen Durchschnittswert abzustellen. Dieser habe im Jahr 2004 im
privaten Sektor, Männer, Anforderungsniveau 4 bei einer betriebsüblichen Arbeitszeit
von 41,6 Wochenstunden Fr. 57'258.-- betragen. Bei einer zumutbaren Arbeitsfähigkeit
von 70 % sei von einem Jahreslohn von Fr. 40'081.-- auszugehen. Für einen weiteren
Abzug vom Tabellenlohn könne vorliegend einzig der Umstand berücksichtigt werden,
dass der Beschwerdeführer auf Grund seiner gesundheitlichen Beeinträchtigung wohl
eine verminderte Belastbarkeit aufweise. Die weiteren vom Beschwerdeführer geltend
gemachten Faktoren rechtfertigten dagegen keinen Abzug. Insgesamt sei von einem
Abzug von 10 % auszugehen, sodass das Invalideneinkommen Fr. 36'073.-- und der
Invaliditätsgrad 45 % betrage (act. G 4).
B.c Mit Replik vom 4. Mai 2007 stellt sich der Beschwerdeführer erneut auf den
Standpunkt, dass auf das ABI-Gutachten nicht abgestellt werden könne, zumal
gerichtsnotorisch sei, dass gegen Dr. C._ von der ABI GmbH ein Strafverfahren
wegen Urkundenfälschung laufe. Zudem erstaune, dass die Beschwerdegegnerin nun
die Berücksichtigung regionaler Löhne von Grossregionen ablehne, nachdem sie in der
angefochtenen Verfügung noch derartige Löhne angewendet habe (act. G 6).
B.d Mit Duplik vom 21. Mai 2007 führt die Beschwerdegegnerin aus, dass es
vorliegend keine Anzeichen von strafbaren Handlungen im Sinn einer
Falschbegutachtung gebe. Selbst wenn sich die Vorwürfe gegen Dr. C._ erhärten
sollten, könne dies die Verwertbarkeit des beweiskräftigen Gutachtens nicht tangieren
(act. G 8).
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B.e Mit einer weiteren Eingabe vom 15. April 2008 macht der Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers geltend, es lägen neue medizinische Erkenntnisse vor, welche die
bereits geäusserten Bedenken gegenüber dem Gutachten unterstreichen und belegen
würden, dass die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit allein aus psychiatrischer Sicht
signifikant höher sei als bislang angenommen. So habe Dr. med. D._, Psychiatrie und
Psychotherapie, eine mittelgradige bis schwere depressive Episode mit somatischem
Syndrom diagnostiziert. Diese Ärztin gehe von einer 50 %igen Arbeitsfähigkeit in einer
leichten Tätigkeit aus (act. G 10).
B.f Mit Schreiben der Gerichtsleitung vom 20. Mai 2008 wurden beim ABI die
Teilgutachten zum Gutachten vom 15. Juni 2006 sowie weitere Dokumente
(Lungenfunktionsprüfung, Unterlagen des multidisziplinären Konsensus) eingeholt (act.
G 12 und 14).
B.g Mit Stellungnahme vom 24. Juni 2008 weist der Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers darauf hin, dass zwar Teilgutachten vorlägen, dass es aber nicht
genüge, wenn das Schlussgutachten lediglich von Dr. C._ unterzeichnet sei. Daran
könne auch nichts ändern, wenn die beteiligten Gutachter die Bestätigung vom 3. Juni
2008 ebenfalls unterzeichnet hätten. Die Beschwerdegegnerin verzichtet auf eine
Stellungnahme (act. G 18).

Erwägungen:
1.
Die Beschwerdegegnerin erliess am 29. November 2006 eine "Verfügung 2", wonach
dem Beschwerdeführer ab 1. Dezember 2006 eine Viertelsrente zustehe. Gleichzeitig
stellte sie für den Zeitraum vom 1. Dezember 2005 bis 30. November 2006 eine weitere
Verfügung in Aussicht (act. G 4.1/43.3). Diese "Verfügung 1" erging am 2. Februar 2007
(act. G 4.1/48.1). Zwar wurde gegen diese spätere Verfügung nicht separat
Beschwerde erhoben. Indessen handelt es sich lediglich um eine aus technischen
Gründen später erfolgte Abrechnung der bzw. Verrechnung mit für den Zeitraum vom
Dezember 2005 bis November 2006 bereits erbrachten Leistungen der
Krankenversicherung. Für die vorliegend massgebende Frage, in welchem Umfang der
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Beschwerdeführer Anspruch auf eine Rente oder berufliche Massnahmen hat, ist
dieses Vorgehen ohne Belang. Zudem verfügte die Beschwerdegegnerin im
"Verfügungsteil 2" vom 29. November 2006 den Anspruch auf eine Viertelsrente ab 1.
Dezember 2005 (act. G 4.1/41.2). Vorliegend ist deshalb der Rentenanspruch ab 1.
Dezember 2005 zu prüfen.
2.
2.1 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG (ab 1. Januar 2004; ab 1. Januar 2008: Art. 28 Abs. 2
IVG) besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person
mindestens zu 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60
% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf
eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % Anspruch auf
eine Viertelsrente. Bei der Beurteilung ist ferner auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses
der streitigen Verfügung eingetretenen Sachverhalt abzustellen (BGE 121 V 366
Erw. 1b).
2.2 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird gemäss Art. 16 ATSG das
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum
Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre
(Valideneinkommen; sog. allgemeine Methode). Die Differenz entspricht der
invaliditätsbedingten Erwerbseinbusse oder - in Prozenten des Valideneinkommens
ausgedrückt - dem Invaliditätsgrad.
2.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im
Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des
Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung
zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte
Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 Erw. 4). Das Gericht hat den Sachverhalt von
Amtes wegen festzustellen und demnach zu prüfen, ob die vorliegenden Beweismittel
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eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruchs gestatten. Hinsichtlich
des Beweiswertes eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der
Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der
medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten
begründet sind (BGE 125 V 352 Erw. 3a).
3.
3.1 Streitig ist, ob der Beschwerdeführer in gesundheitlicher Hinsicht im vom ABI-
Gutachten attestierten Ausmass arbeitsfähig ist, wie gross der bei der Berechnung des
Invaliditätsgrades (Invalideneinkommen) vorzunehmende Abzug sein soll und ob dem
Beschwerdeführer - für den Fall, dass ihm keine ganze Rente zusteht - berufliche
Massnahmen zu gewähren sind.
Die Verwaltung stellte für die Arbeitsfähigkeitsschätzung vollumfänglich auf das ABI-
Gutachten vom 15. Juni 2006 ab. Mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
diagnostizierte das ABI Gonalgien beidseits bei medialer Meniskusläsion (ICD-10:
M23.2/3) bei Status nach arthroskopischer Resektion des medialen
Meniskushinterhornes rechts am 31. Mai 2005 und eine Chondropathia patellae
beidseits, ein chronisches zervikospondylogenes Syndrom beidseits (M53.1) bei
fortgeschrittenen Osteochondrosen C3/4 sowie C5/6 mit Unkovertebral- und
Spondylarthrosen sowie Retrospondylose und sekundären Foraminalstenosen, eine
muskuläre Dysbalance vom Schulter-/Nackengürteltyp, ein chronisches
thorakolumbovertebrales Schmerzsyndrom (M54.5) mit Osteochondrosen L3/4 und
L4/5, Spondylarthrosen L4 bis S1 sowie beginnende DISH (diffuse idiopathic skeletal
hyperostosis) der mittleren BWS, eine Wirbelsäulenfehlform und -fehlhaltung sowie
eine hochgradige muskuläre Insuffizienz vom Beckengürteltyp. Als Diagnosen ohne
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit hielt das ABI eine leichte depressive Episode
(F32.0), eine Schmerzverarbeitungsstörung, ein Karpaltunnelsyndrom beidseits (G56.0),
anamnestisch ein leichtes Asthma bronchiale (J45.8) sowie einen Status nach
Nephrektomie fest (act. G 4.1/20.17).
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Diese Diagnosen sind weitgehend unbestritten. Soweit der Beschwerdeführer im
vorliegenden Beschwerdeverfahren vorbringt, es lägen mittlerweile neue medizinische
Erkenntnisse vor, wonach sich sein psychischer Gesundheitszustand verschlechtert
habe, ist darauf nicht einzugehen. Massgebend ist nur der bis zum Erlass der streitigen
Verfügung vom 29. November 2006 eingetretene Sachverhalt (vgl. Erw. 3.1). Die
Behandlung bei Dr. D._ begann jedoch erst am 7. Februar 2008 (act. G 10.1). Weiter
besteht Einigkeit, dass der Beschwerdeführer auf Grund der verschiedenen Probleme
an Wirbelsäule und Kniegelenken aus rheumatologischer Sicht nicht mehr in seinem
angestammten Beruf als Bauarbeiter tätig sein kann. Ebenso ist der Beginn der
Arbeitsunfähigkeit am 22. Dezember 2004 unbestritten. Umstritten ist demgegenüber
die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in einer leidensangepassten Tätigkeit. Das
ABI geht in der Gesamtbeurteilung von einer Arbeitsfähigkeit von 70 % in einer
körperlich leichten bis gelegentlich mittelschweren, wechselbelastenden Tätigkeit aus,
die ohne Heben, Stossen und Ziehen von Lasten über 10 kg, ohne Tätigkeiten über der
Horizontalen, ohne Arbeiten auf unebenem Gelände sowie Besteigen von Treppen und
Leitern und ohne Rotationsbelastung der Lendenwirbelsäule auskommt. Eine solche
Tätigkeit sei dem Beschwerdeführer ganztägig zumutbar mit einer Leistungseinbusse
von 30 % (act. G 4.1/20.18). Bei dieser Beurteilung steht vor allem die
rheumatologische Sicht im Vordergrund, während sich aus internistischer - mit
Ausnahme der körperlich schweren Tätigkeiten - und vor allem psychiatrischer Sicht
keine wesentlichen Einschränkungen ergeben. Nach dieser Definition wären dem
Beschwerdeführer etwa Kontroll- und Überwachungsaufgaben zumutbar.
3.2 Demgegenüber geht der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers davon aus, dass
bei den vorliegenden Diagnosen, Beschwerden und Einschränkungen auch in einer
anderen als der angestammten Tätigkeit eine 100 %ige Arbeitsunfähigkeit bestehe.
Dabei stützt er sich auf den Arztbericht von Dr. A._ vom 13. Dezember 2005, wonach
dem Beschwerdeführer weder die angestammte noch eine andere Tätigkeit zumutbar
sei (vgl. act. G 4.1/14). Die Unterschiede in der Beurteilung führt der Rechtsvertreter
darauf zurück, dass das Gutachten widersprüchlich, unvollständig und tatsachenwidrig
sei.
Diesbezüglich macht er zunächst geltend, die rheumatologische Beurteilung sei in sich
widersprüchlich. So sei widersprüchlich, wenn Dr. E._ einerseits die Diagnosen (mit
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Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit) von Gonalgien beidseits, eines chronischen
zervikospondylogenen Syndroms, eines chronischen thorakolumbovertebralen
Schmerzsyndroms und eines Karpaltunnelsyndroms stelle (genaue Diagnosen vgl.
oben Erw. 4.1), zudem die noch möglichen Tätigkeiten stark einschränke (nur leichte
Tätigkeiten, kein Heben und Ziehen von Lasten über 10 kg, keine Treppen, kein
unebenes Gelände), auf der anderen Seite aber angesichts dieser Diagnosen und
Beschwerden von einer zumutbaren Arbeitsfähigkeit von 70 % ausgehe. Auch Dr.
A._ bestätige in seinem Zeugnis vom 10. Oktober 2006, dass dies ein Widerspruch in
sich sei. Im besagten Zeugnis erklärt Dr. A._ zwar, dass es seiner Meinung nach
widersprüchlich sei, bei dem im ABI-Gutachten dargestellten Gesundheitszustand des
Beschwerdeführers von einer 70 %igen Arbeitsfähigkeit auszugehen. Man solle das
Gutachten einfach ignorieren und den Beschwerdeführer erneut abklären lassen. Eine
genauere Begründung für seine Ansicht liefert Dr. A._ jedoch nicht. Ausserdem ist er
selber nicht ganz konsequent, wenn er dem Beschwerdeführer einerseits eine volle
Arbeitsunfähigkeit in sämtlichen Tätigkeiten attestiert (vgl. act. G 4.1/14), im fraglichen
Zeugnis dann aber ausführt, seines Erachtens käme für den Beschwerdeführer
(lediglich) eine Arbeit in Frage, wo er sitzend, laufend und stehend abwechslungsweise
arbeiten könne und keine Lasten über 5 kg tragen müsse, wie etwa Ticketverkäufer an
Sportanlässen (act. G 1.4).
3.3 Weiter beanstandet der Rechtsvertreter die psychiatrische Untersuchung vom
2. Mai 2006. Namentlich wird kritisiert, dass der Gutachter, Dr. G._, von nicht
objektivierten somatischen Beschwerden, und damit von einer psychischen
Überlagerung ausgegangen sei. Dies stehe im Widerspruch zum rheumatologischen
Teilgutachten sowie zu sämtlichen übrigen beteiligten Ärzte. Dr. G._ nehme nicht
Bezug auf die vorgutachterlichen Diagnosen sowie die Diagnose des Rheumatologen.
Zwar ist tatsächlich davon auszugehen, dass die anlässlich der Untersuchung
geklagten Beschwerden (Knie- und Rückenbeschwerden sowie Schmerzen in den
Handgelenken) auf Grund der degenerativen Erscheinungen und des
Karpaltunnelsyndroms somatisch objektiviert werden konnten, so dass diese
Feststellung des psychiatrischen Gutachters als nicht stichhaltig erscheint. Immerhin
stützt der Gutachter seine Schlussfolgerung der psychischen Überlagerung in der
psychiatrischen Beurteilung (Ziff. 4.2.4) nicht mehr auf die mangelnde Objektivierung
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der Schmerzen sondern auf die Feststellung, dass dem Beschwerdeführer auf Grund
der somatischen Befunde - implizierend, dass er diese gekannt hat - eine adaptierte
Tätigkeit zugemutet werden könne. Das Fehlen einer somatoformen Schmerzstörung
und der Entwicklung körperlicher Symptome aus psychischen Gründen führt er darauf
zurück, dass der Beschwerdeführer weder unter lang anhaltenden psychosozialen oder
emotionalen Belastungen gelitten habe (act. G 4.1/20.15 f.). Entgegen der Auffassung
des Rechtsvertreters ist davon auszugehen, dass dem Gutachter die Vorakten bekannt
waren, wird doch unter Ziff. 4.2.1.1 darauf verwiesen. Die Diagnosen des
Rheumatologen flossen sodann immerhin im Rahmen der Gesamtbeurteilung auch in
die psychiatrische Diagnose ein (act. G 4.1/20.17). Im Übrigen ist nicht ersichtlich,
inwiefern die gestellte Diagnose anders lauten würde, wäre der Gutachter nicht von
einer psychischen Überlagerung ausgegangen, können doch sowohl die leichte
depressive Episode (F32.0) als auch die Schmerzverarbeitungsstörung auch bei
somatisch objektivierten Beschwerden auftreten.
3.4 Schliesslich rügt der Rechtsvertreter die Gesamtbeurteilung im ABI-Gutachten. So
anerkenne der Rheumatologe das Karpaltunnelsyndrom beidseits als Diagnose mit
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit, während dies der multidisziplinäre Konsens
verneine. Der Rheumatologe sehe sodann eine zumutbare Arbeitsfähigkeit von 70 %
für eine geeignete, die Wirbelsäule nur leicht belastende Tätigkeit. Gemäss Konsens
sollen jedoch auch gelegentlich mittelschwere Tätigkeiten zumutbar sein. Es sei
deshalb anzunehmen, dass der Rheumatologe am Konsens nicht beteiligt gewesen sei.
Ein Widerspruch liege auch in der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit. Während der
Rheumatologe von einer Teilzeittätigkeit (70 %) ausgehe, gehe der Konsens von einer
Vollzeittätigkeit mit 30 %iger Leistungseinbusse aus.
Weiter sei widersprüchlich, wenn der unterzeichnende Begutachter in der arteriellen
Hypertonie sowie dem Asthma bronchiale keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit sehe,
gehe doch der gleiche Arzt im Konsens von einer lediglich möglichen leichten bis
mittelschweren Tätigkeit aus. Die Diagnosen hätten somit einen Einfluss auf die
Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit.
Das Gutachten stehe sodann im Widerspruch zu anderen ärztlichen Einschätzungen.
So gehe Dr. A._ davon aus, dass sowohl die arterielle Hypertonie als auch das
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Asthma bronchiale die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers beschränke. Auch Dr.
F._, Facharzt Pneumologie, St. Gallen, stelle in seinem Bericht vom 12. April 2005
das Vorhandensein von leichten bis mittelschweren obstruktiven Ventilationsstörungen
sowie eine recht schwere bronchiale Hyperreagibilität fest und stelle die Diagnose
eines Asthma bronchiale. Im Gegensatz dazu habe Dr. C._ nur ein leichtes Asthma
bronchiale festgestellt. Aus Dr. F._s Angaben zur Arbeitsfähigkeit sei zu erkennen,
dass dieser - im Zusammenhang mit weiteren Beschwerden - durchaus von einer
Arbeitsunfähigkeit ausgehe.
3.5 Zunächst fällt tatsächlich auf, dass im ABI-Gutachten verschiedene Leiden, denen
von den Gutachtern ein Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit attestiert wurde, in der
Gesamtbeurteilung nur noch als Diagnose ohne Einfluss aufgeführt werden. Dies
betrifft einerseits das vom Rheumatologen als Diagnose mit Einfluss auf die
Arbeitsfähigkeit festgestellte Karpaltunnelsyndrom, andererseits das metabolische
Syndrom und das Asthma bronchiale, dem der fallführende Internist immerhin für
schwere Arbeit eine gewisse einschränkende Wirkung attestierte, indem er solche
Arbeit für nicht mehr geeignet, wenn auch nicht für absolut unzumutbar erachtete (act.
G 4.1/20.19). Entgegen der Ansicht des Rechtsvertreters kann allein daraus aber noch
keine Unverwertbarkeit des Gutachtens abgeleitet werden. Immerhin erachtete auch
Dr. A._ das Karpaltunnelsyndrom als Diagnose ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
(act. G 4.1/14.1). Auch die Tatsache, dass der Rheumatologe von leichten, der
Konsens aber von leichten und gelegentlich mittelschweren Tätigkeiten spricht, ist
nicht massgebend, wird doch die Gewichtslimite beide Male auf 10 kg festgelegt. Dies
wurde etwa von der Interessengemeinschaft Versicherungsmedizin Schweiz noch als
leichte Tätigkeit eingestuft (Zumutbare Arbeitsfähigkeit nach Unfall und bei Krankheit,
1. Aufl., 2007, S. 8). Entscheidend muss somit sein, ob die im Gutachten postulierte 70
%-ige Arbeitsfähigkeit für eine adaptierte Tätigkeit auf Grund der (unbestrittenen)
Diagnosen nachvollziehbar ist.
3.6 Anlässlich der Untersuchung vom 2. Mai 2006 fand der Rheumatologe Dr. E._
reizlose Kniegelenke vor mit fraglich positivem Meniskuszeichen medial rechts sowie
obkjektivierbarer verkürzter Quadrizepsmuskulatur rechts auf Grund einer längeren
Schonung. Ebenso eine leicht vermehrte mediale Aufklappbarkeit, während sich die
übrigen Gelenksbinnenstrukturen als normal erwiesen. Hinweise auf eine relevante
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Funktionseinschränkung von Seiten der Kniegelenke fand der Rheumatologe nicht.
Weiter hätten in der Arthroskopie relevante arthrotische Veränderungen der
femerotibialen Kompartimente wie auch femeropatellär ausgeschlossen werden
können. Bezüglich den chronischen Kreuzschmerzen objektivierte der Gutachter
degenerative Wirbelsäulenveränderungen, die jedoch altersentsprechend seien und zu
keinen radikulären Beschwerden führten (act. G 4.1/20.12 f.). Im Weiteren verfügte Dr.
E._ über die rheumatologische Anamnese und setzte sich mit der Ansicht von Dr.
A._ auseinander. Diesbezüglich führte er aus, dass die von diesem Arzt postulierte
100 %ige Arbeitsunfähigkeit nicht nachvollziehbar sei. Dr. A._ selber bestätigte in
seinem Schreiben vom 10. Oktober 2006 grundsätzlich die im Gutachten geschilderte
gesundheitliche Situation. Bezüglich Arbeitsfähigkeit führte er ohne weitere
Begründung lediglich aus, die im Gutachten angegebene Arbeitsfähigkeit von 70 % sei
bei den geschilderten Beschwerden in sich widersprüchlich (act. G 1.4). Wie bereits
erwähnt sind die Angaben von Dr. A._ zudem insofern widersprüchlich, als auch er
selber im genannten Schreiben eine leichte Tätigkeit nicht für gänzlich ausgeschlossen
hält. Mithin liegen von Seiten des Hausarztes keine stichhaltigen Gründe vor, weshalb
das ABI-Gutachten ignoriert und der Beschwerdeführer nochmals begutachtet werden
sollte.
3.7 Als weiterer Arzt äusserte sich Dr. F._ zur Arbeitsfähigkeit. Dieser Arzt stellte
allerdings im April 2005 keine (signifikante) Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit fest,
diagnostizierte aber ein Asthma bronchiale mit einer recht schweren bronchialen
Hyperreagibilität (act. G 4.1/14.13). Die Lungenfunktionsprüfung anlässlich der
Begutachtung vom 2. Mai 2006 ergab indessen eine normale Lungenfunktion ohne
feststellbare obstruktive Störung, sodass im Gutachten diesbezüglich lediglich die
Diagnose eines leichten Asthma bronchiale gestellt wird (act. G 4.1/20.8 und 20.18).
Die Begutachtung im ABI erfolgte rund ein Jahr nach dem Untersuch durch Dr. F._,
sodass nicht ohne Weiteres davon ausgegangen werden kann, der frühere Untersuch
sei zutreffender, zumal Dr. F._ das Asthma als behandelbare Erkrankung erachtet. Er
rät denn auch lediglich zu einer medikamentösen asthmakontrollierenden Behandlung
und Verlaufskontrolle in einem Jahr (act. G 4.1/14.13). Nach vorhandener Aktenlage ist
somit nicht davon auszugehen, dass das Asthma einen massgebenden Einfluss auf die
Arbeitsfähigkeit hat. Eine weitere pneumologische Beurteilung ist deshalb nicht
erforderlich. Ebenfalls ist aus der internistischen Beurteilung (act. G 4.1/20.19) nicht
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ersichtlich, dass das metabolische Syndrom (bzw. die Hypertonie) den
Beschwerdeführer über die anerkanntermassen festgestellte Einschränkung für
schwere Arbeiten hinaus auch bei leichten und mittelschweren Tätigkeiten hinaus
beeinträchtigt, so dass diesbezüglich kein innerer Widerspruch des Gutachtens
vorliegt.
3.8 Zusammengefasst ist somit festzustellen, dass die Arbeitsfähigkeitsschätzung des
Gutachtens weder durch Widersprüche des Gutachtens noch durch andere
Arztberichte ernsthaft erschüttert werden kann. Zudem beruht es auf allseitigen
Untersuchungen, erscheint für die streitigen Belange umfassend, berücksichtigt die
geklagten Beschwerden, ist in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden, befasst sich
mit der Meinung des Hausarztes und des Pneumologen und leuchtet in der Darlegung
der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation
ein. Es ist deshalb auf die Arbeitsfähigkeitsschätzung des Gutachtens abzustellen.
3.9 Im Weiteren rügt der Rechtsvertreter, dass dem Beschwerdeführer gemäss
ärztlicher Beurteilung nur eine Arbeit möglich sei, bei der er abwechselnd sitzend,
laufend und stehend arbeiten könne, ohne Lasten über 5 kg tragen zu müssen. Selbst
in einer derartigen Tätigkeit wäre er erheblich eingeschränkt (zeitliche Begrenzung,
Auflockerung, etc.) Eine derartige Tätigkeit existiere auch auf dem hypothetischen
ausgeglichenen Arbeitsmarkt nicht, mit Sicherheit nicht im hinreichenden Ausmass
(Beschwerde, S. 18).
Bei der Prüfung der wirtschaftlichen Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit darf nicht
von realitätsfremden Einsatzmöglichkeiten ausgegangen werden. Insbesondere kann
von einer Arbeitsgelegenheit dort nicht gesprochen werden, wo die zumutbare
Tätigkeit nur in so eingeschränkter Form möglich ist, dass sie der allgemeine
Arbeitsmarkt (Art. 16 ATSG) praktisch nicht kennt oder dass sie nur unter nicht
realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre
und das Finden einer entsprechenden Stelle deshalb zum Vornherein als
ausgeschlossen erscheint (ZAK 1991 S. 320 E. 3b, 1989 S. 321 E. 4a). Ferner
beinhaltet der Begriff des ausgeglichenen Arbeitsmarktes nicht nur ein gewisses
Gleichgewicht zwischen dem Angebot und der Nachfrage nach Stellen, sondern
bezeichnet auch einen Arbeitsmarkt, der von seiner Struktur her einen Fächer
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verschiedenartiger Stellen offen hält, und zwar sowohl bezüglich der dafür verlangten
beruflichen und intellektuellen Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des körperlichen
Einsatzes (BGE 110 V 273 E. 4b S. 276 mit Hinweisen; ZAK 1991 S. 321 E. 3b). Nach
diesen Gesichtspunkten bestimmt sich im Einzelfall, ob eine invalide Person die
Möglichkeit hat, ihre restliche Erwerbsfähigkeit zu verwerten, und ob sie ein
rentenausschliessendes Einkommen zu erzielen vermag oder nicht (BGE 110 V 273 E.
4b S. 276; AHI 1998 S. 291 E. 3b). Weder gestützt auf die Pflicht zur
Selbsteingliederung noch im Rahmen der der versicherten Person auf einem
ausgeglichenen Arbeitsmarkt offen stehenden Möglichkeiten zur Verwertung ihrer
Resterwerbsfähigkeit dürfen von ihr Vorkehren verlangt werden, die unter
Berücksichtigung der gesamten objektiven und subjektiven Gegebenheiten des
Einzelfalles nicht zumutbar sind (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts
[heute: Bundesgericht, Sozialversicherungsrechtliche Abteilungen] vom 11. Juni 2007
Erw. 4.2, mit Hinweisen auf BGE 113 V 28 Erw. 4a und Urteil I 394/04 vom 2. Februar
2005, E 3.1).
Es kann nicht davon ausgegangen werden, sämtliche Hilfsarbeiten seien körperlich
streng. Vielmehr ist davon auszugehen, dass auf dem oben beschriebenen
ausgeglichenen Arbeitsmarkt auch körperlich leichtere Tätigkeiten existieren, wie etwa
Überwachungs- und Kontrolltätigkeiten. Entgegen der Annahme des
Beschwerdeführers sind solche Tätigkeiten mit den im Gutachten formulierten
Einschränkungen vereinbar, sind diese doch in der Regel weder mit dem Tragen oder
Heben von Gewichten über 10 kg (gemäss Gutachten), oder selbst 5 kg (Dr. A._),
noch mit den übrigen Einschränkungen verbunden (unebenes Gelände, "Besteigen"
von Treppen und Leitern, Rotationsbelastung der Lendenwirbelsäule). Dass der
Beschwerdeführer vermehrte Pausen zur Auflockerung benötigt, ist in der 30 %igen
Leistungseinbusse berücksichtigt. Hierin kann im Übrigen auch kein Widerspruch zum
rheumatologischen Teilgutachten erblickt werden, äusserte sich Dr. E._ lediglich
dahingehend, dass seiner Ansicht nach eine Arbeitsfähigkeit von 70 % bestehe. Dabei
legte Dr. E._ die Arbeitsfähigkeit nicht auf eine 70 %-Teilzeittätigkeit fest. Der
Konsens erscheint diesbezüglich nicht als Widerspruch zum Teilgutachten, sondern als
dessen Präzisierung, zumal die im Konsens festgelegte 100 %ige zeitliche Präsenz bei
reduzierter Arbeitsleistung auch sachlich einleuchtet.
4.
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4.1 Für den Fall, dass das Gericht von einer verwertbaren Arbeitsfähigkeit ausgeht,
beantragt der Beschwerdeführer die Neuberechnung des Invaliditätsgrades. Dabei sei
von einem Valideneinkommen von Fr. 66'495.-- auszugehen. Nicht nachvollziehbar sei
das Invalideneinkommen gemäss Einkommensvergleich (act. G 4.1/25). Sowohl
gemäss TA 13 der LSE 2006 als auch gemäss Fachstelle für Statistik des Kantons St.
Gallen lägen die Zentralwerte im privaten Sektor in der Grossregion Ostschweiz beim
Durchschnittslohn unter dem gesamtschweizerischen Durchschnitt. Es sei von einem
Wert von Fr. 53'225.-- auszugehen. Unter Berücksichtigung der zumutbaren
Arbeitsfähigkeit von 70 %, ergebe sich ein Wert von Fr. 37'258.--. Davon sei sodann
ein Leidensabzug von 25 % vorzunehmen, so dass von einem Invalideneinkommen von
Fr. 27'944.-- auszugehen sei. Der Invaliditätsgrad betrage mithin 58 %, womit selbst
bei Abstellen auf das ABI-Gutachten Anspruch auf eine halbe Rente bestehe.
4.2 Beim Valideneinkommen berücksichtigte die Beschwerdegegnerin in
Übereinstimmung mit dem Beschwerdeführer das 2005 zuletzt erzielte Einkommen bei
der Hagmann AG von 5'115.-- (X13). Während sie in der angefochtenen Verfügung
noch eine Teuerung von einem Prozent berücksichtigte, ging sie im vorliegenden
Verfahren von einem Valideneinkommen von Fr. 66'495.-- aus, was nicht zu
beanstanden ist. Für das Invalideneinkommen berücksichtigte sie im
Beschwerdeverfahren das zuletzt erfasste Jahr 2004 (privater Sektor, Männer,
Anforderungsniveau 4, 41,6 Wochenstunden; Beschwerdeantwort, S. 9), also einen
Jahreslohn von Fr. 57'258.-- (Textausgabe IVG der Informationsstelle AHV/IV 2008,
Anhang 2: Lohnentwicklung). Dies ist ebenfalls nicht zu beanstanden, ist doch für die
Berechnung des Invalideneinkommens auf die gesamtschweizerischen Löhne
abzustellen (I 424/05, Erw. 3.2.2). Bei einem Arbeitsfähigkeitsgrad von 70 % ist somit
von einem Einkommen von Fr. 40'081.-- (unter Vernachlässigung der Teuerung von 2
% seit 2004 [vgl. Anhang 2, 2005]) auszugehen.
4.3 Im Weiteren beantragt der Rechtsvertreter, es sei vom Invalideneinkommen ein
Leidensabzug von 25 % vorzunehmen. Dem Beschwerdeführer seien nur noch leichte
Tätigkeiten zumutbar. Schmerzbedingte Arbeitsunterbrüche und zur Auflockerung
einzulegenden Pausen sowie die wechselbelastende Tätigkeit seien in der Reduktion
der Arbeitsfähigkeit auf 70 % nicht inbegriffen. Die erheblichen Einschränkungen (nur
geeignete, leichte Wirbelsäule und Gelenke schonende Tätigkeit ohne Heben und
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Ziehen von Lasten über 5 kg, Wechselbelastung, kein unebenes Gelände, kein
Besteigen von Treppen und Leitern) rechtfertigten einen Abzug von 15 %. Zusätzlich
lohnmindernd wirke sich die Tatsache aus, dass der Beschwerdeführer lediglich noch
in einer Teilzeitbeschäftigung arbeiten könne, was einen weiteren Lohnabzug von 10 %
rechtfertige. Hinzu kämen weitere Reduktionen vom mittleren Tabellenlohn auf Grund
der Dienstjahre und des Aufenthaltsstatus. Der 53-jährige Beschwerdeführer hätte in
einem für ihn unbekannten Tätigkeitsbereich bei einem neuen Arbeitgeber eine Stelle
finden müssen. Ohne Dienstjahre und Berufserfahrung würde sein Lohn unter dem
Tabellenlohn von TA 1 liegen. In Anbetracht der Umstände sei der maximale Abzug von
25 % zu gewähren.
Demgegenüber will die Beschwerdegegnerin nur einen 10 %igen Leidensabzug gelten
lassen. In BGE 126 V 75 neues Fenster hat das Bundesgericht festgestellt, dass die
Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, von sämtlichen
persönlichen und beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalls (leidensbedingte
Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und
Beschäftigungsgrad) abhängig ist. Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das
Invalideneinkommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, d.h.
dass nicht für jedes Merkmal der entsprechende Abzug zu quantifizieren ist und die
einzelnen Abzüge zusammenzuzählen sind. Schliesslich ist der Abzug auf höchstens
25 % zu begrenzen. Bei der Überprüfung des gesamthaft vorzunehmenden Abzugs
darf das Sozialversicherungsgericht sein Ermessen nicht ohne triftigen Grund an die
Stelle desjenigen der Verwaltung setzen; es muss sich somit auf Gegebenheiten
abstützen können, die seine abweichende Ermessensausübung als nahe liegender
erscheinen lassen.
Grundsätzlich sind mit dem von der Beschwerdegegnerin zugestandenen
Leidensabzug die Einschränkungen in Bezug auf die noch in Frage kommenden
Tätigkeiten genügend berücksichtigt. Wie oben bereits angetönt, hält der Arbeitsmarkt
eine Reihe von Tätigkeiten bereit. In Betracht fallen etwa Kontroll- und
Überwachungstätigkeiten in Industrie und Gewerbe, einfache
Maschinenbedienungsfunktionen sowie Hilfsarbeiten, wie Montage-, Sortierungs-,
Prüf- und Verpackungstätigkeiten in Produktions- und Dienstleistungsbetrieben. Dies
gilt umso mehr, als in Industrie und Gewerbe Arbeiten, welche physische Kraft
https://swisslex.westlaw.com/search/Document.asp?DocService=DocLink&D=BGEx126xVx75_82&AnchorTarget=BGEx126xVx75
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erfordern, in zunehmendem Mass durch Maschinen verrichtet werden, während den
körperlich weniger belastenden Bedienungs- und Überwachungsfunktionen eine stetig
wachsende Bedeutung zukommt (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts
vom 23. Oktober 2006 [U 42/06] E. 3.2.4; mit Hinweisen auf SVR 1999 IV Nr. 6 S. 15
Erw. 2b/aa; ZAK 1991 S. 318; Urteil V. vom 27. April 2001, I 259/00, je mit Hinweisen).
Entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin hat jedoch das Bundesgericht in seiner
neueren Rechtsprechung festgestellt, dass der Teilzeitabzug auch bei einer Verwertung
der Resterwerbsfähigkeit in einem Vollpensum bei reduzierter Leistung vorzunehmen
ist. Ein reduziertes Arbeitspensum, das lediglich über einen ganzen Arbeitstag verteilt
erbracht werden könne und nicht beispielsweise vormittags oder nachmittags, sei aus
betriebswirtschaftlicher Sicht (Auslastung des Arbeitsplatzes) als lohnmässig relevante
Erschwernis für die erwerbliche Verwertung der verbliebenen Arbeitsfähigkeit
anzuerkennen (Entscheid vom 8. Januar 2008 [9C_603/2007] Erw. 4.2.3 mit Hinweis auf
Urteil U 471/2005 vom 15. März 2006 Erw. 3; vgl. auch Entscheid des
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 29. September 2008 [IV 2007/242]
Erw. 4.3.4).
Gemäss LSE 2004, Tabelle T6* (S. 25) verdienten Männer im Jahr 2004 mit einem
Teilzeitpensum zwischen 50 % und 74 % - hochgerechnet auf ein Vollzeitpensum -
rund 10 % weniger als bei einer 100 %-Tägigkeit. Dies bedeutet nun nicht, dass dieser
Wert einfach zum von der Beschwerdegegnerin zugestandenen Leidensabzug
hinzuzuzählen wäre. Vielmehr ist der Leidensabzug im Sinn einer Gesamtschau
festzulegen (vgl. oben). Vorliegend rechtfertigen sodann weder das Alter (zum
Zeitpunkt des Verfügungserlasses 54 Jahre) noch die Ausländereigenschaft des
Beschwerdeführers einen weiteren Abzug. So hat das Bundesgericht etwa in einem
Urteil vom 28. Juli 1999 einen Abzug betreffend einen 53-jährigen Versicherten
abgelehnt (AHI 1999, S. 237; vgl. auch Urteil des Versicherungsgerichts des Kantons
St. Gallen vom 29. September 2008 [IV 2007/242] Erw. 4.3.5). Es sind schliesslich auch
keine Anhaltspunkte ersichtlich, dass der Beschwerdeführer als Ausländer in dem für
ihn in Frage kommenden Arbeitsmarkt benachteiligt ist. Insgesamt erscheint somit ein
Leidensabzug von 15 % als angemessen.
Das Invalideneinkommen beträgt damit Fr. 34'069.--, der IV-Grad entsprechend
48,77 %. Der Beschwerdeführer hat somit Anspruch auf eine Viertelsrente. Die
angefochtene Verfügung vom 26. November 2006 erweist sich damit als korrekt.
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5.
5.1 Nach Art. 8 Abs. 1 IVG haben invalide oder von einer Invalidität unmittelbar
bedrohte Versicherte Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit diese
notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im
Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern.
Dabei ist die gesamte noch zu erwartende Arbeitsdauer zu berücksichtigen. Die
Eingliederungsmassnahmen bestehen unter anderem in Massnahmen beruflicher Art
(Berufsberatung, erstmalige berufliche Ausbildung, Umschulung und
Arbeitsvermittlung; Art. 8 Abs. 3 lit. b IVG).
5.2 Der Rechtsvertreter macht im Wesentlichen geltend, dass der Beschwerdeführer
auf Grund der objektivierten schmerzbedingten Einschränkungen der
Leistungsfähigkeit auf dem freien Arbeitsmarkt nur mit Mühe eine Stelle finden könne
und dass ihm die Beschwerdegegnerin bislang keine konkreten Möglichkeiten
aufgezeigt habe. Damit spricht er die Arbeitsvermittlung an. Vorausgesetzt ist beim
Anspruch auf Arbeitsvermittlung unter anderem, dass die versicherte Person objektiv
und subjektiv eingliederungsfähig ist (I 427/05, Erw. 4.1.1, mit Hinweisen). Mit der
Beschwerdegegnerin ist diesbezüglich davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer
sich selbst als vollständig arbeitsunfähig erachtet. So äusserte er sich gegenüber dem
internistischen Gutachter, wonach er für sich keine Arbeitsfähigkeit mehr sehe und
bezweifle, dass es für ihn überhaupt noch eine leichtere Tätigkeit geben würde (act. G
4.1/20.8). Gleich äusserte er sich gegenüber dem rheumatologischen Gutachter, wo er
für sich ebenfalls keine Tätigkeit - auch keine leichtere, adaptierte - mehr vorstellen
könne (act. G 4.1/20.10). Schliesslich geht auch der psychiatrische Gutachter davon
aus, dass auf Grund der ausgeprägten subjektiven Krankheitsüberzeugung und der
fehlenden Motivation im Moment keine beruflichen Massnahmen durchführbar seien
(act. G 4.1/20.17). Anhaltspunkte dafür, dass sich die subjektive Bereitschaft bis zum
Erlass des angefochtenen Entscheids (16. November 2006) geändert hätte, sind aus
den Akten nicht ersichtlich und werden auch nicht geltend gemacht. Vielmehr lässt der
Beschwerdeführer in diesem Verfahren mit Wirkung ab Dezember 2005 die Ausrichtung
einer ganzen Rente beantragen. Die Beschwerdegegnerin lehnte unter diesen
Umständen den Anspruch auf Arbeitsvermittlung zu Recht ab. Die Formulierung in der
Verfügung vom 16. November 2006, dass eine Arbeitsvermittlung "zur Zeit" nicht
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möglich sei (act. G 4.1/42.1), zeigt im Übrigen, dass eine spätere Neuanmeldung zur
Arbeitsvermittlung nicht ausgeschlossen ist.
6.
6.1 Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Bestätigung der
Verfügungen vom 16. und 29. November 2006 abzuweisen.
6.2 Das Verfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand im
Rahmen von Fr. 200.- bis Fr. 1000.- festzulegen (Art. 69 Abs. 1 IVG). Der
Verfahrensaufwand erweist sich als durchschnittlich. Praxisgemäss rechtfertigt dies
eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--, die vom vollumfänglich unterliegenden
Beschwerdeführer zu bezahlen ist. Die Gerichtsgebühr ist durch den vom
Beschwerdeführer geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 600.-- gedeckt.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG