Decision ID: 4e3d9405-1c6d-4ea6-ac5d-0e0a08fdad67
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1957, arbeit
ete ab Anfang 2000 bis zur Auf
lösung des Arbeitsverhältnisses aus gesundheitlichen Gründen per Ende Dezember 2007 als Lagermitarbeiter
bei der
Y._ AG
(Urk.
7/18). Er wurde am 19
. Februar 2008 bei der Sozialversicherungsanstal
t des Kantons Zürich, IV
Stelle,
zur Früherfassung gemeldet (Urk.
7/9
) und ersuch
te mit Anmeldung vom
3.
März
2008 unter Angabe von Beschwerden im Bereich „Bandschei
ben, Wirbelsäule“ um Gewährung von beruflichen Massnahmen
(Umschulung, Arbeits
vermittlung, Urk.
7/
14). Nachdem die IV-Stelle
diverse Arztberichte bei
gezogen (
Urk.
7/19 und
Urk.
7/22-23) und
die berufliche Eingliederung geprüft hatte, teilte sie dem Versicherten am 31. Juli 2008 mit, dass berufliche Mass
nahmen zur Zeit wegen der vollständigen Arbeitsunfähigkeit nicht möglich seien, diese aber in einem späteren Zeitpunkt wieder geprüft würden (Urk.
7/
28). Mit Mitteilung vom 22. Dezember 2008 schloss die IV-Stelle die Arbeitsver
mittlung ab, da sich der Versicherte aus gesundheitlichen Gründen nicht in der Lage fühlte, irgendwelche Tätigkeiten auszuüben (Urk.
7/
32
). Mit Vorbe
scheid vom 11. März 2009 (Urk.
7/
36
) stellte sie dem Versicherten gestützt auf einen ermittelten Invaliditätsgrad von 55 % eine halbe Rente ab Mai 2009 in
Aussicht. Hiergegen erhob der Versicherte am 17. März 2009 Einwand
(Urk.
7/
39) und machte geltend, er sei zu 100 % arbeitsunfähig. Die AXA Win
terthur, bei wel
cher der Versicherte aufgrund des letzten Arbeitsverhältnisses im Rahmen der ber
uflichen Vorsorge versichert war
, wandte zudem am 6. April 2009 gegen den Vorbescheid ein, der Beginn des Wartejahres müsse auf den 15. November 2007 festgelegt werden (Urk.
7/
43)
. Die IV-Stelle liess den Versi
cherten in der Folge rheumatologisch-psych
iatrisch begutachten (Internistisch-rheumatologisches Gutachten
von
Dr.
med.
und Dr.
sc. nat. ETH
Z._
, FMH Innere Medizin, speziell Rheumaerkrankungen, vom 2
3.
Januar 2010 und
Psychiatri
sches Gutachten von
Dr.
med.
A._
, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, Klinik
B._
, mit
interdiszi
plinärer
Zusammenfassung vom
1. Februar 2010, Urk.
7/
56-
57)
. Mit neuerlichem
Vorbescheid vom 20. Juli 2010
stellte sie dem Versicherten, ausgehend von einem
Invali
ditätsgrad
von 26 %
,
die Abweisung des Rentengesuchs in Aussicht (Urk.
7/
62) und
verfügte
nach erhobenem Ein
wand vom 14. September 2010 (Urk.
7/
70)
am
10. Dezember 2010
wie
vorbe
schieden
(
Urk.
7/78). Die dagegen vom Versicherten am 1
6.
Dezember 2010 erhobene Beschwerde
(
Urk.
7/83)
hiess das hiesige Gericht mit Urteil IV.201
0.01240 vom 2
1.
März 2012 (Urk.
7/103) in dem Sinne gut, dass es die angefochtene Verfügung aufhob und die Sache an die IV-Stelle zurückwies,
damit diese abkläre, ob sich die medizinische Situation im Zeitraum von knapp einem Jahr seit der Untersuchung durch
Dres
.
Z._
und
A._
im Dezem
ber 2009
bis zum Erlass der Verfügung vom 1
0.
Dezember 2010 verändert ha
be
, und hernach über den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers neu verfüge.
1.2
In der Folge liess die IV-Stelle die Auszüge aus dem Individuellen Konto des
Versicherten erstellen (
Urk.
7/106
,
Urk.
7/115,
Urk.
7/127 und
Urk.
7/130
)
, holte den Verlaufsbericht des damaligen Hausarztes
Dr.
med.
C._
, FMH Allge
meinmedizin,
vom 3
0.
Juli 2012 (
Urk.
7/108/5-9, unter Beilage diverser Berichte [
Urk.
7/108/
10-36
]
)
ein
und gab
bei
Dres
.
Z._
und
A._
ein
bidiszipli
näres
(rheuma
tologisch/psychiatrisches) Verlaufs
gutachten in Auftrag. Dieses wur
de am
2
2.
Dezember 2012 (internistisch-rheumatologisches
Verlauf
sgutach
ten
,
Urk.
7/117) resp. 1
0.
Januar 2013 (Psychiatrisches G
utachten mit interdis
ziplinärer Zus
ammenfassung,
Urk.
7/118
) erstattet.
Nach durchgeführtem
Vor
bescheidverfahren
(Vorbescheid vom 2
9.
A
pril 2013 [Urk.
7/122], Einwand vom 3
0.
Mai
2013 [
Urk.
7/125] und
Einwandergänzungen
vom
2
8.
August 2013
und 2
8.
Februar 2014
[
Urk.
7/132 und
Urk.
7/136
])
wies die IV-Stelle
, ausgehend vo
n einem Invaliditätsgrad von 30
%, mit Verfügung vom 1
0.
März 2014 das Leistungsbeg
ehren des Versicherten ab (Urk.
7/138 =
Urk.
2).
2.
Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte mit Eingabe vom
9.
April 2014 Beschwerde und beantragte, es sei ihm ab Dezember 2010 mindestens eine halbe Invalidenrente zuzusprechen; in prozessualer Hinsicht ersuchte er um Anordnung eines zweiten Schriftenwechsels (
Urk.
1).
Die Beschwerdegegnerin schloss
in ihrer Beschwerdea
ntwort vom 2
0.
Mai 2014 auf
Abweisung der Beschwerde (
Urk.
6), wovon dem Beschwerdeführer am 2
8.
Mai 2014 Mitteilung gemacht wurde (
Urk.
8). Mit Eingabe vom 2
7.
November 2014 legte der Beschwerdeführer weitere Arztberichte ins Recht (
Urk.
9 und
Urk.
10/1-4). Diese wurden der Beschwerdegegnerin am
2.
Dezember 2014 zur Kenntnisnahme zugestellt (
Urk.
11).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien sowie die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [
ATSG
]
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von
Art.
4
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) in Verbindung mit
Art.
8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschränkun
gen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des
Forderbaren
wird dabei weitgehend objektiv bestimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Erwerbstätig
keit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychischen Beeinträchti
gung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur soweit zu einer Erwerbsunfähigkeit (
Art.
7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (
Art.
6 ATSG) sei der versicherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe
Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit
Art.
28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.4
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustel
len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beur
teilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Be
richte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzu
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze ent
scheidend, ob es für die Beant
wortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt - was vor allem bei psychischen Fehlent
wicklungen nö
tig ist -, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer-Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversi
cherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutach
ten,
3.
Aufl. 1994, S. 24 f.).
2.
2.1
Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung hat.
2.2
Die Beschwerdegegnerin machte geltend, gemäss den aufgrund des Urteils vom 2
1.
März 2012 getätigten medizinischen Abklärungen habe sich der psychische Gesundheitszustand
des Beschwerdeführers
seit Dezember 2009
nicht wesentlich verschlechtert und verbleibe eine 70%ige Arbeitsfähigkeit für eine
behinde
rungsangepasste
Tätigkeit. Der somatische Gesundheitszustand habe sich auf
grund einer neu nachgewiesenen Veränderung an der rechten Schulter mit funktionellen Einsch
ränkungen seit Oktober 2012 (richtig: 2010)
verschlechtert, weswegen sich das Ressourcenprofil bei weiterhin 100%iger Arbeitsfähigkeit geändert habe. Gesamthaft sei der Beschwerdeführer weiterhin und unverändert zu 100
%
arbeitsunfähig in der bisherigen Tätigkeit. In einer angepassten Tätig
keit sei er weiterhin zu 70
%
arbeitsfähig, allerdings bei seit Oktober 2010 geändertem Ressourcenprofil.
Ausgehend von einem
Valideneinkommen
2012
von
Fr.
62‘262.50 und einem Invalideneinkommen
2012
von
Fr.
43‘675.70 ergebe sich ein Invaliditätsgrad von 30
%
. Es bestehe deshalb kein Rentenan
spruch.
2.3
Der Beschwerdeführer brachte dagegen vor, dass
Dr.
Z._
anlässlich der neuerlichen Begutachtung trotz der von ihm geklagten erheblichen
Hüftbe
schwerden
auf bildgebende Abklärungen verzic
htet habe. Im Weiteren halte
Dr.
Z._
zwar fest, dass die postoperative MRI-Untersuchung (Oktober 2012) weiterhin eine Nervenwurzelkompression L4 beidseits und Kontakte zur Nervenwurzel L5 beidseits zeige,
und räume bezüglich der Situation der LWK 4/5 und LWK 5/SWK 1 eine erhebliche Verschlechterung ein. Sie
attestiere aber weiterhin eine Arbeitsfähigkeit ganztags für Lasten bis 15 Kilogramm, was nicht nachvollziehbar sei.
Auch
bezüglich der AC-Gelenksarthrose
räume
Dr.
Z._
eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes ein. Sie liefere aber keinerlei Erklärung für das von ihr postulierte Zumutbarkeitsprofil trotz massiver Befunde der Lenden- und Halswirbelsäule sowie der
Schultern samt
Coxarthrosen
. Ausserdem
werfe
er
ihr Voreingenommenheit und Befangenheit vor.
Es sei deshalb eine orthopädische Oberexpe
rtise anzuordnen. Gutachter Dr.
A._
räume ihm weiterhin eine 30%ige Arbeitsunfähigk
eit ein. Berück
sichtige man das
von ihm für die verbleibende 70%ige Arbeitsfähigkeit festge
stellte
Arbeitsprofil
, resultiere
zusammen mit den erwähnten somatischen Befunden
eine
Arbeitsfähigkeit von maximal 50
% für behinderungsangepasste Tätigkeiten (
Urk.
1 S. 6)
.
3.
3.1
Die bis zur erstmaligen Begutachtung des Beschwerdeführers
im
Dezember 2009
vorliegenden medizinischen Akten
wurden im betreffenden Gutachten von
Dr.
Z._
vom 2
3.
Januar 2010
(
Urk.
7/56/4-18) in chronologischer Rei
henfolge einzeln aufgeführt und in
den Erwägungen (E.) 2.1 bis 2.6 des Urteils IV.2010.01240
vom 2
1.
März 2012
(Urk.
7/103/4-5
) zusammenfassend wieder
gegeben. Darauf wird verwiesen.
3.2
3.2.1
Im internistisch-rheumatologischen Gutachten von
Dr.
Z._
vom 23.
Jan
uar 2010 (
Urk.
7/56/2-59) wurden
die folgenden rheumatologischen Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeit
sfähigkeit gestellt
: (1)
Cervikospondylogenes
Syndrom linksbetont
bei (a)
Cervicobrachialgie
links seit Mitte 2007 bei
Wurzelkompressionsyndrom
C7 links mit
Foramenstenose
C5/C6 und C6/C7 (MRI Dezember 2007), (b) Status nach operativer Diskektomie C5/C6 und C6/C7 mit Implantation zweier Bandscheibenprothesen am
2.
Mai 2008 (c) postoperativ ohne
radikuläre
Zeichen mit mässiger knöcherner
forami
naler
Enge C6/C7
(gemeint wohl C5/C6)
und
leichtgradiger
knöcherner
forami
naler
Einengung C6/C7 links (MRI und CT HWS November 2008
)
und
(2)
eine
chronische
Rotatorenmanschetten
-Läsion links
mit (a) Partialruptur des
M.
Supraspinatus
(7 Millimeter), (b)
Tendinose
der
Infra
-
und
Subscapularis
-Sehne (MRI Dezember
2008), (c) mässiger AC-Gelenksarthrose (nicht aktiviert) mit (d) normaler Schulterbeweglichkeit, jedoch deutlichem
s
ubacromiale
m
Impinge
ment
bei normaler Kraft in
den
resistiven
Prüfungen der
Rotatorenmanschette
und ohne Instabilität
.
Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit hatte
Dr.
Z._
(1) einen
Nikotinabusus
, (2) ausgedehnte chronische Schmerzen, (3) einen Vitamin D-Mangel, (4) einen Diabetes mellitus (
Erstdiag
nose
2002) mit oraler medikamentöser Therapie sowie (5) einen Status nach schmerzhaftem Fersensporn (Erstdiagnose 2007) genannt (
Urk.
7/56/32).
Die Operation der Halswirbelsäule mit Einsetzen zweier Bandscheibenimplantate im Mai 2008 habe die seit Mitte 2007 bestehende linksbetonte
Cervikobrachial
gie
deutlich gebessert. Bildgebend persistierten eine mässige
foraminale
Enge C6/C7 (gemeint wohl: C5/C6) links und eine leichte Einengung C6/C7 links. Die chronische
Rotatorenmanschettenläsion
links schränke den Beschwerdeführer im Gebrauch der linken Schulter leicht ein. Unter Berücksichtigung seiner Kla
gen, aufgrund der Anamnese, der klinischen Untersuchung sowie den Resulta
ten der bildgebenden und Laborabklärungen könne der Beschwerdeführer eine adaptierte Tätigkeit zu 100 % ausüben. Die Muskelschmerzen könnten ein
Symp
tom eines Vitamin-D-Mangels sein, der durch Vitaminsubstitution in der Regel gut behoben werden könne. Der Beschwerdeführer habe ausgedehnte Schmer
zen angegeben. In der
Dolorimetrie
seien sämtliche (18 von 18) Tender Points pathologisch wie auch sieben der acht Kontrollpunkte. Sanfte Berührun
gen würden von ihm bereits als schmerzhaft angegeben. Eine
Fibromyalgie
bestehe definitionsgemäss nicht, wenn die Mehrheit der Ko
ntrollpunkte patho
logisch sei
. Die vom Beschwerdeführer angegebenen lumbalen Schmerzen seien im Rahmen der ausgedehnten chronischen Schmerzen zu sehen. Aufgrund der klinischen Untersuchung und der Resultate der bildgebenden Abklärungen bestehe keine wesentliche lumbale Erkrankung. Schmerzen in den Fersen, die früher Beschwerden verursacht hätten, würden keine (mehr) angegeben. Der Beschwerdeführer habe eine maximale Handkraft von 50 % der Norm rechts und 15 % links gezeigt. Diskrepant hierzu sei der normale Handeinsatz beidseits bei der Untersuchung. Hier sei von einer Selbstlimitierung in der
Untersu
chungssituation
auszugehen. Aus rheumatologischer Sicht sei für eine deutlich verminderte Handkraft keine Ursache ersichtlich. Die Angaben des Beschwer
deführers zum Medikamentengebrauch seien wenig genau, was die Arbeit der behandelnden Ärzte erschwere und seine Glaubwürdigkeit mindere. Wie die Daten seiner Krankenkasse gezeigt hätten, habe er im Zeitraum vom 1. Januar 2008 bis 6. Oktober 2010 (richtig: 2009) knapp die Hälfte der Menge an Antide
pressiva bezogen, die er angeblich brauche. Auch von den übrigen Medika
menten habe er weniger als die Hälfte der angegebenen Menge bezogen. In diesem Zeitraum habe er ferner nur jeden dritten Tag eine Schmerztablette zur Verfügung gehabt. Mit dieser Medikamentenmenge sei eine adäquate Therapie nicht möglich gewesen. Im Bluttest hätten sich die beiden geprüften Schmerz
mittel (
Mefenacid
und
Dafalgan
) sowie das Antidepressivum
Claropram
nicht nachweisen lassen, was auf eine nicht ausreichende Therapie schliessen lasse. Dies weise darauf hin, dass sich der Beschwerdeführer offenbar selber nicht als derart krank einschätzt
e
, dass er ohne
Weiteres
die zumutbaren medizinischen Massnahmen korrekt durchführen würde.
Im Rahmen der Beurt
eilung der Arbeitsfähigkeit gab
Dr.
Z._
an, dass der Beschwerdeführer in Bezug auf die rechte Schulter und den rechten Arm normal funktionsfähig sei. Die Funktion der linken Schulter sei durch die chronische
Rotatorenmanschettenläsion
gering eingeschränkt. Eine Einschränkung in der funktionellen Leistungsfähigkeit ergebe sich zudem durch die Beschwerden in der Wirbelsäule. Der Beschwerdeführer könne Lasten bis 25 kg heben oder tra
gen (mittelschweres Belastungsniveau). Da sein rechter Arm voll funktionsfähig sei, könne er Lasten bis 25 kg auch über Brusthöhe heben. Tätigkeiten mit Überkopfarbeiten sowie Vibrationen könne er allerdings wegen seiner
Halswir
belsäulen-Funktionseinschränkung
nicht ausüben. Tätigkeiten,
die dem genannten Profil entsprä
chen, könne er zu 100 % ausüben (Urk. 7/56)
3.2.2
Dr.
A._
stellte
in seiner Expertise vom 1. Februar 2010 (Urk. 7/57) aus psychi
atrischer Sicht die Diagnose einer leichten depressiven Episode mit soma
tischen Symptomen (ICD-10: F32.01), die sich schleichend seit Mai 2008 im Rahmen der Anpass
ungsprobl
ematik entwickelt habe
(
Urk.
7/57/5)
.
Im Rahmen der psychiatrischen Beurteilung
bemerkte
Dr.
A._
, dass der Beschwerdeführer den sozialen Anforderungen über viele Jahre gewachsen gewesen sei. Er lebe aber seit etwa zehn Jahren in einer sehr belastenden psy
chosozialen Situation, hauptsächlich wegen der Krebserkrankung der Ehefrau, wobei sich seine Prob
leme durch die eigene Erkrankung verstärkt hätten. Nach der Operation im Mai 2008 sei es beim Beschwerdeführer im Rahmen der Anpassungsproblematik zu einer zunehmenden depressiven Entwicklung gekommen, die vor vier Monaten beim Hausarzt zum ersten Mal zum Ausdruck gebracht worden und als depres
sive Dekompensation zu verstehen sei. Die im Psychostatus erhobenen Symptome würden mit den anamnestischen Angaben die Kriterien einer leich
ten depressiven Episode mit somatischen Symptomen erfüllen und die Arbeits
fähigkeit etwa um 30 % einschränken
(
Urk.
7/57/7)
.
3.2.3
In der interdisziplinären
Zusammenfassung (Urk. 7/57/7-9
)
wurde ausgeführt
, dass
der Beschwerdeführer die bisherige Tätigkeit, die offenbar sehr hohe Anfor
derungen an die Konzentration, geistige Flexibilität und Schnelligkeit gefordert habe, trotz der nur leichten depressiven Symptomatik und aus rheu
matologischer Sicht nicht mehr ausüben könne. In adaptierten Tätigkeiten bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 70 %. Die Einschränkung sei auf leichte for
male Denkstörungen, leichte Antriebsstörungen, reduzierte psychische Belast
barkeit sowie auf eine reduzierte Ausdauer zurückzuführen. Zu empfehlen seien Tätigkeiten, die dem rheumatologischen Anforderungsprofil entsprächen und keine sehr hohen Anforderungen an die Konzentration, geistige Flexibilität und Schnelligkeit stellten; zudem seien Nachtschichten
nicht zu empfehlen.
3.3
3.3.1
Hinsichtlich des
Verlauf
es
der gesundheitlichen Situation
sei
t Dezember 2009
ist den medizinischen Akten zu entnehmen, dass sowohl der Beschwerdeführer als auch
sein Hausarzt,
Dr.
C._
,
– noch vor Erlass der Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 1
0.
Dezember 2010 (
Urk.
7/78) - im Juni resp. im September 2010 darauf hingewiesen hatten, dass
sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers aus somatischer Sicht verschlechtert habe (Hüftschmer
zen mit röntgendiagnostisch festgestellter Hüftgelenksarthrose ab März 2010, Notwendigkeit einer erneuten Halswirbelsäulenoperation,
Notwendigkeit einer
Operation am Kreuzband
[
Urk.
7/60,
Urk.
7/70/1, Urk.
7/72; vgl. E. 2.8 und
E.
3.2.1 des Urteils IV.2010.01240 vom 2
1.
März 2012,
Urk.
7/103/9-11
).
3.3.2
Dr.
med.
D._
, Oberarzt der Klin
ik für Rheumatologie des E._
,
diagnostizierte
in seinem Bericht an
Dr.
C._
vom 2
2.
Oktober 2010 (
Urk.
7/108
/19-20)
(1) ein c
hronisches
cervikovertebrales
Syndrom (
cervikothorakaler
Übergang) beidseits, rechtsbetont
,
(2) eine
PHS
cal
carea
rechts und
tendopathica
links (Ru
ptur der M.
Supraspinatussehne
bei
Impingement
)
, (3) ein c
hronisches
lumbospondylogenes
Syndrom beidseits, linksbetont
(4) s
ymptomatische
Coxarthrosen
beidseits
, (5) einen
Diabetes mel
litus Typ 2 unter OAD
sowie (6) eine a
rterielle Hypertonie
.
Im Vordergrund stehe ein
chronifiziertes
Schmerzsyndrom bei
S
pondylo
sis
hyperostatica
der Wirbelsäule mit reaktiven muskulären Befunden. Auf die begonnene Medikation habe der Beschwerdeführer noch ungenügend angesprochen, weshalb die Dosis zu verdoppeln sei. Bezüglich PHS der Schulter beidseits
habe am 2
0.
Oktober 2010 eine Infiltration stattgefunden.
3.3.3
In seinem Bericht an
Dr.
C._
vom 2
1.
Januar 2011 (
Urk.
7/108/14-15) führte
Dr.
D._
vom
E._
bei gleichen D
iagnosen wie im Bericht vom 22.
Oktober 2010 aus, da
ss in der Zwischenzeit aufgrund der Medikation eine 35%ige bis 50%ige Schmerzreduktion habe erreicht werden können. Im
Vorder
grund stünden belastungs
abhängige
chronische
Schmerzen insbesondere der unteren LWS ohne Ausstrahlung. In der von
Dr.
med.
F._
, Oberarzt der Klinik für Neurochirurgie des
E._
,
durchgeführten MRI-Untersuchung der LWS vom
2.
Dezember 2010 zeige sich weiterhin eine
Diskusprotrusion
L4/5 mit
geringgradiger
Einengung
der
Neuroforamina
L4/5 resp. Wu
rzel L4 beidseits. Aus rheumatologischer Sicht seien die Beschwerden als
spondylogen
zu beur
teilen. Zum aktuellen Zeitpunkt bestünden keine klinischen Hinweise für eine
Radikulopathie
. Zusätzlich bestehe ein
chronisches Schmerzsyndrom mit ungünstigen prognostischen Faktoren (
hängiges
Gerichtsverfahren mit IV, Arbeitslosigkeit, finanzielle Not). In dieser Situation sei aus rheumatologischer
Sicht eine Indikation für eine operative Stabilisation resp. Dekompression nur mit Zurückhaltung zu stellen. Er empfehle eine Verlaufsbeobachtung.
3.3.4
Dr.
F._
diagnostizierte in seinem
Bericht an
Dr.
C._
vom 28
.
Januar 2011 (
Urk.
7/108/30
)
linksseitige
Lumboischialgien
bei
Segmentde
generation
L4/5 mit
Recessusstenosen
, (2) Schulterschmerzen beidseits, (3)
Cer
vicobrachialgien
beidseits sowie
(4)
einen Status nach Diskektomie C5/6 und C6/7 mit Implantatio
n von Prodisc-C-Prothesen am 2.
Mai 2
00
8.
Angesichts der Tatsache, dass die LWS-Beschwerden aktuell wieder etwas in den Hintergrund getreten seien, kein neurologisches Defizit vorliege und er nach den Erfahrun
gen an der HWS an einem Erfolg einer weiteren Operation der LWS zweifle, sei vereinbart worden, zunächst den weiteren Verlauf abzuwarten.
3.3.5
In seinem Bericht an
Dr.
G._
vom 3
1.
März 2011 (
Urk.
7/108/31) führte
Dr.
F._
vom
E._
bei gleichen Diagnosen aus, der Beschwerdeführer habe anlässlich der Konsultation vom 2
9.
März 2011 über praktisch unverän
dert bestehende Schmerzen im Sinne von linksseitigen
Lumboischialgien
mit Schmerzausstrahlung vom Rücken in den lateralen Ober- und Unterschenkel berichtet. Ausserdem plage ihn ein schnellender Mittelfinger der linken Hand. Aktuell nehme er aber keine Schmerzmedikamente ein.
Ein sensomotorisches Defizit bestehe nicht. Anhand des im Dezember 2010 durchgeführten MRI mit Nachweis einer
Recessusstenose
bei Diskusdegeneration L4/5 bestehe die Emp
fehlung einer Dekompression mit Diskektomie. Der Beschwerdeführer neige dazu, die Operation durchführen zu lassen, wolle sich jedoch noch den genauen Termin überlegen.
3.3.6
Im Bericht der Wirbelsäulen- und Schmerz-
Clinic
H._
an
Dr.
C._
vom
7.
April 2011 (
Urk.
7/108/10)
wurde ausgeführt,
dem Beschwerdeführer
sei
anhand der bildgebenden Diagn
ostik (LWS-MRI vom Dezember 2010
) die Ursa
che seiner Beschwerden erklärt
worden
. Bei unauffälligem Neurostatus und unverän
dertem Befund seit 2007 sei
ihm
eine weitere konservative Behandlung empfohlen
worden
.
3.3.7
Dr.
F._
hielt in seinem Berich
t
an
Dr.
C._
vom 1
8.
Mai 2011
(
Urk.
7/108/32)
fest, dass sich der Beschwerdeführer
a
ngesichts der zun
ehmen
den Schmerzen
jetzt für die Operation
der LWS
entschieden
habe
. Eine neue Schmerzsymptomatik bestehe nicht. Weiterhin zeige sich kein sensomotorisches Defizit.
Aufgrund der schon länger zurückliegenden MRI-Aufnahmen werde präoperativ noch ein aktuelles
MRI
veranlasst.
3.3.8
Das in der Folge am
1
7.
Juni 2011
durchgeführte MRI der LWS zeigte auf dem Niveau L4/5
eine fokale Diskushernie median bis
recessal
mit begleitender deut
licher
Recessuseinengung
beidseits linksbetont und
rezessalen
Kompressionen der Wurzeln L5 beidseits linksbetont (
Urk.
7/108/34).
3.3.9
V
om 2
6.
Juni bis
1.
Juli 2011
war der Beschwerdeführer
in der Klinik für Neuro
chirurgie des
E._
hospitalis
iert, wobei dort
am 2
7.
Juni 2011
von
Dr.
F._
eine mikrochirurgische Dekompression beidseits von links vorge
nommen wurde. Im betreffenden
Austrittsbericht vom
6.
Juli 2007 wurde dem Beschwerdeführer für die Zeit vom 2
4.
Juni bis 3
0.
August
2011
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert (
Urk.
7/108/33).
3.3.10
Am 3
1.
August 2011 berichtete
Dr.
F._
Dr.
C._
, dass die Dekompres
sion der
Recessusstenose
beim Beschwerdeführer nicht den gewünschten Erfolg gebracht habe. Subjektiv beklage er eher mehr Beschwer
den, auch wenn er keine Schmerzen mehr im Ober- und Unterschenkel angebe. Auch die Schulter- und Nackenschmerzen hätten zugenommen. In dieser schwierigen Situation halte er eine stationäre Behandlung
für angezeigt.
Des W
eiteren erscheine ihm –
Dr.
F._
– auch eine erneute Evaluation durch die IV durchaus gerechtfertigt (
Urk.
7/108/35-36).
3.3.11
Dr.
C._
verwies in seinem Verlaufsbericht vom
3
0.
Juli 2012 in diagnosti
scher Hinsicht auf die von ihm beigelegten
– vorstehend auszugsweise wiedergegebenen -
Bericht
e
des
E._
. Seit dem To
d der Ehefrau am 1
4.
August 2011
nach langjährigem Tumorleiden bestehe eine zunehmende depressive Verstimmung. Anlässlich der letzten Kontrolle vom
3.
Juli 2012 habe sich ein deutlich depressiver Beschwerdeführer gezeigt. Körperlic
h habe er ihn nicht untersucht.
Die gegenwärtige Behandlung bestehe in regelmässigen
Kurzgesprä
chen
und in einer medizinisch
en Behandlung mit
Mirtazapin
. I
n der zuletzt ausgeübten Tätigkeit sei der Beschwerdeführer seit dem 1
5.
April 2008 bis andauernd zu 100
%
arbeitsunfähig. Es sei ihm keine Tätigkeit mehr zumutbar (
Urk.
7/108/6-9).
3.4
3.4.1
In der Folge wurde der Beschwerdeführer im Auftrag der Beschwerdegegnerin erneut durch
Dres
.
Z._
und
A._
bidisziplinär
(internistisch-rheumato
logisch und psychiatrisch) begutachtet, wobei er am 1
7.
Oktober 2012 durch
Dr.
Z._
und am
8.
November 2012 durch
Dr.
A._
fachärztlich unter
sucht wurde (
Urk.
7/117-118).
3.4.2
Dr.
Z._
erhob in ihrem internistisch-rheumatologischen Verlaufsgutachten vom 2
2.
Dezember 2012 (basierend auf d
em Gutachten vom 2
3.
Januar 2010
,
Urk.
7/117) die folgenden
rheumatologischen
Diagnosen mit Auswi
rkung auf die Arbeitsfähigkeit
(
Urk.
7/117/54): (1)
Cervikospondylogenes
Syndrom
links
betont
bei (a)
Cervicobrachialgie
links seit Mitte 2007 bei Wurzelkompression
syndrom C7 links mit
Foramenstenose
C5/C6 und C6/C7 (MRI Dezember 2007), (b) Status nach operativer Diskektomie C5/C6 und C6/C7 mit Implantation zweier Bandscheibenprothesen am
2.
Mai 2008 und guter Lage der Implantate (Röntgen August 2010), (c) ohne
radikuläre
Zeichen mit mässiger knöcherner
foraminaler
Enge C6/C7
(gemeint wohl: C5/C6)
und
leichtgradiger
knöcherner
foraminaler
Einengung C6/C7 lin
ks (MRI und CT HWS November 2008
)
, (2) ein
lumbospondylogenes
Syndrom links mehr als recht
s
bei (a)
Status nach
mikro
chirurgischer
Dekompression L4/L5 beidseits am 1
7.
Juni 2011 wegen
Wurzel
kompressionssyndrom
L5 links bei
Recessus
s
tenose
L4/L5 beidseits mit statio
närer medianer bis
recessaler
linksbetonter Diskushernie L4/L5 und stationärer
osteodiskaler
neuroforaminaler
Einengung der Ner
venwurzeln L4 beidseits und
for
aminalem
Kontakt zu den Nervenwurzeln L5 beidseits (MRI Oktober 2012) (b) ohne
radikuläre
Zeichen, (3) Schulterschmerzen links mehr als rechts bei (a) links
:
chronischer
Rotatorenmanschetten
-Läsion links mit Partialruptur des
M.
Supraspinatus
(7 Millimeter),
Tendinose
der
Infra
- und
S
ubscapularis
-Sehne (MRI Dezember 2008) sowie mässiger AC-Gelenksarthrose und beginnende
r
Omarthrose
(Röntgen Oktober 2010) und (b) rechts: beginnender
Omarthrose
, kleinster Verkalkung am Ansatz des
Supraspinatus
-Muskels ohne Ruptur und schwerer AC-Arthrose (Röntgen und Ultraschall Oktober 2010
)
. Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte
Dr.
Z._
(1) einen
Niko
tinabus
u
s
, (2) einen Vitamin D-Mangel (Erstdiagnose
Dezember
2009), (3) einen Diabetes mellitus (Erstdiagnose 2002 mit ungenügender Einstellung unter oraler Therapie, (4) eine geringe
Coxarthrose
beidseits (Röntgen
und Sonographie
Oktober 2010) sowie (5) einen Status nach schmerzhaftem Fersensporn (
Erstdi
agnose
November
2007
).
Der Beschwerdeführer
klage
über ausgedehnte Schmerzen und gebe an, dass weder die Operation an der HWS noch diejenige an der LWS seine Schmerzen gelindert habe. In der aktuellen Untersuchung sei nun neu eine leicht einge
schränkte Beweglichkeit der LWS in allen Richtungen vorhanden. Unter Ablen
kung bewege er weiterhin die HWS normal. Die Brustwirbelsäule und alle peri
pheren Gelenke seien normal beweglich. Die Muskulatur sei nicht verspannt. Sein zeitweise hinkender Gang normalisiere sich unter Ablenkung.
Radikuläre
Zeichen seien nicht vorhanden. Es fänden sich nun Gebrauchsspuren an den Fingerkuppen des Daumens und des Zeigefingers beidseits, während bei der
Erstuntersuchung nur rechts Gebrauchsspuren sichtbar gewesen seien.
Die maximale Kraft der Hände habe sich gegenüber der Erstuntersuchung massiv erhöht.
Die Bioimpedanz-Anal
y
s
e habe sowohl im Dezember 2009 als auch im Oktober 2012 eine erfreulich grosse Muskelmasse gezeigt. Eine lang andauernde
körperliche
Schonung habe daher nicht stattgefunden. Nach ihrer klinischen Untersuchung im Dezember 2009 seien im Oktober 2010 geringe
Coxarthrosen
beidseits und eine schwere AC-Gelenksarthrose rechts bildgebend dokumentiert. Die Lage der
cervikalen
Implantate sei im Oktober 2010
bildgebend
unverändert gut gewesen. Die postoperative MRI-Untersuchung der LWS
(Oktober 2012 [vgl. Bericht des
Institutes für Radiologie des
E._
an
Dr.
Z._
vom 2
3.
Oktober 2012,
Urk.
7/117/60-61]) habe weiterhin Nervenwurzelkompressionen L4 beid
seits und Kontakte zu den Nervenwurzeln L5 beidseits gezeigt. In der Blutun
tersuchung sei, wie schon im Dezember 2009,
weiterhin ein ungenügend einge
stellter Diabetes mellitus vorhanden gewesen. Auch habe sich weiterhin ein deutlicher Vitamin D-Mangel gezeigt, nun etwas weniger ausgeprägt als bei der
Erstuntersuchung
. Die Medikamentenanalyse
im Blut
zeige jetzt eine deutlich bessere Compliance als anlässlich der Erstanalyse. Die vorhandenen Befunde erklärten zwar die Beschwerden des Beschwerdeführers, aber nicht deren Aus
mass
. Im Vergleich zur Voruntersuchung sei er weiterhin durch die einge
schränkte Funktion der Wirbelsäule limitiert. Neu sei er seit Oktober 2010 auch durch eine reduzierte Funktion des rechten Schultergelenkes eingeschränkt
(
Urk.
7/117/55)
.
Was die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers betreffe, so
sei
er unverändert weiterhin durch die eingeschränkte Funktion der Wirbelsäule sowie durch die eingeschränkte Funktion der linken Schulter limitiert. Neu sei er seit Oktober 2010 auch durch die eingeschränkte Funktion der rechten Schulter limitiert. Seither könne er nur noch Lasten bis zu 15 Kilogramm heben und tragen (leichtes bis mittleres Belastungsprofil). Tätigkeiten, welche diesem Profil ent
sprächen, könne er ganztags ausüben. In einer adaptierten Tätigkeit sei er nie langfristig arbeitsunfähig gewesen. Bis Oktober 2010 habe er in einer adaptier
ten Tätigkeit Lasten bis zu 25 Kilogramm hantieren können, danach nur noch Lasten bis zu 15 Kilogramm. Nicht adaptierte Tätigkeiten habe er ab dem
8.
Februar 2007 nicht mehr ausüben
können (
Urk.
7/117/56)
.
3.4.
3
Dr.
A._
führte
in seinem psychiatrischen (Verlaufs-
)Gutachten vom 10.
Januar 2013 als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine leichte depressive Episode mit somatischen Symptomen (ICD-10 F32.01) an
(
Urk.
7/118/8)
. Im Verlauf seit Oktober 2010 bis zum Tode der Ehefrau könne aufgrund der vorliegenden Berichte des
E._
vom 1
8.
und 2
2.
Oktober sowie vom 2
1.
Januar 2011 und aufgrund des Berichtes der Schmerzklinik
H._
vom
7.
April 2011 von einer höchstens leichten depressiven Episode ausgegangen werden, welche weder den Ärzten auffällig noch behandlungsbedürftig gewesen sei. Nach dem Tod der Ehefrau am 1
4.
August 2011 sei es allerdings im Rahmen der Trauerreaktion zur erneuten Verschlechterung der depressiven Symptomatik gekommen, weshalb ihm vom Hausarzt
Dr.
C._
das Antidepressivum
Mirtazapin
verordnet worden sei. In seinem Bericht vom 3
0.
Juli 2012 habe
Dr.
C._
depressiv bedingte Einschränkungen
der psychokognitiven Funk
tionen (Konzentrationsvermögen, Auffassungsvermögen, Anpassungsfähigkeit und Belastbarkeit) dokumentiert, welche anlässlich seiner Exploration vom
8.
November 2012 nicht mehr festzustellen gewesen seien. Er habe objektiv eine ganz unauffällige Konzentrationsfähigkeit aufgewiesen. Der Beschwerdeführer leide objektiv seit 2008 unter anhaltenden depressiven Symptomen, welche die psychische Belastbarkeit und seine geistige
Flexibiliät
sowie Sch
n
elligkeit im Denken und Handeln doch leicht einschränkten, weshalb ihm weiterhin aus psychiatrischer Sicht eine 30%ige Arbeitsunfähigkeit zu attestieren wäre. Der vom Beschwerdeführer geschilderte Tagesablauf spreche für erhaltene Ressour
cen, so dass unter weiteren therapeutischen Massnahmen von der Erhaltung der 70%igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden könne. Eine weitere Verbesse
rung der Arbeitsfähigkeit sei nicht auszuschliessen, allerdings nur, falls der Beschwerdeführer sein
e
Opferrolle abbaue und sowohl geistig als auch emotio
nal und körperlich gefördert werde
(
Urk.
7/118/8-9)
.
Für die verbleibende 70%ige Arbeitsfähigkeit sei der Beschwerdeführer für Tätig
keiten mit sehr hohen Anforderungen an die
Konzentration
(z. B. Fliess
bandarbeit),
an die geistige Flexibilität
(Arbeiten mit sehr schnellem Wechsel der Arbeitsabläufe oder vielen Kundenkontakten)
und
an die körperliche Schnelligkeit (Fliessbandarbeit) sowie
für Tätigkeiten mit sehr vielen äusseren Reizen, insbesondere Lärm- und Nachtarbeit, nicht geeignet
(
Urk.
7/118/9).
3.4.
4
Im Rahmen der
interdisziplinären
Zusammenfassung und Beurteilung wurde dem Beschwerdeführer für die angestammte Tätigkeit
eine
100%ige Arbeitsun
fähigkeit attestiert. In adaptierten Tätigkeiten, welche die im internistisch-rheumatologischen und im psychiatrischen Gutachten aufgeführten Einschrän
kungen berücksichtigten,
sei der Beschwerdeführer zu 70
% arbeitsfähig (
Urk.
7/118/11).
3.5
3.5.1
Dr.
med.
I._
, Facharzt A
llgemeinmedizin, hielt in seinen
– im Rahmen des
Vorbescheidverfahrens
eingereichten -
Bericht
en
an die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers vom 1
5.
und 2
7.
Mai 2013 fest, dass er den Beschwerdefüh
rer im Rahmen der Praxisübernahme von
Dr.
C._
seit dem
9.
Januar 2013 betreue. Der Beschwerdeführer leide im Rahmen eines chronischen
Schmerzsyn
droms
an einer Depression (innere) Traurigkeit und stetig vorhandenen schmerzhaften Bewegungseinschränkungen beider Schultern (Schulterarthrose rechts, chronische
Rotatorenmanschettenläsion
lin
ks), der Halswirbelsäule (
zer
vi
kospondylogenes
Syndrom) sowie auch gelegentlich unter lokal lumbal auf
tretenden Bewegungsschmerze
n (
lumbospondylogenes
Syndrom [
Urk.
7/133
/1]
).
G
em
äss seiner ersten groben Einsch
ä
t
zung und unter dem Vorbehalt erstens einer angepassten Tätigkeit und zweitens einer stabilen psychischen Verfassung
unterlege er
die Z
umutbarkeit einer 75%-Stelle (6
Stunden am Tag). Dies sei als Richtungshilfe, jedoch ausdrücklich nicht als gutachterliche Aussage zu verste
hen (
Urk.
7/
133/1-3
).
3.5.2
Dr.
F._
erhob in seinem – ebenfalls im Rahmen des
Vorbescheidverfah
rens
eingereichten – Bericht an die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers vom 2
2.
Juli 2013
im Wesentlichen
(1) chronische
Lumboischialgien
bei dege
nerativen LWS-Veränderungen mit
Rezessusstenosen
LWK4/5 beidseits, (2) einen Status nach mikrochirurgis
cher Dekompression L4/5 beidseits von links am 2
7.
Juni 2011, (3) chronische
Cervikobrachialgien
linksbetont bei degenera
tiven Veränderungen, (4) einen Status nach Diskektomie C5/6 und C6/7 mit Implantation von Diskusprothesen am
2.
Mai 2008
sowie
(5) linksbetonte Schulterschmerzen bei chronischer
Rotatorenmanschettenläsion
links und
Omarthrose
beidseits
.
Für eine einfache Hilfsarbeitertätigkeit bestünden keine Einschränkungen, bezüglich komplexer anspruchsvollerer Tätigkeiten mit ent
sprechenden Anforderungen an die körperliche Belastungsfähigkeit bestehe jedoch eine Beeinträchtigung. Insbesondere schnelle repetitive Arbeiten, Arbei
ten in gebückter oder sitzender Position sowie Überkopfarbeiten, sch
weres Heben oder Tragen über 15
Kilogramm seien zumindest vollschichtig nicht durchführbar. Für eine nicht adaptierte Hilfsarbeit schätze er die Beeinträchti
gung auf mindestens 50
%
.
Die Leistungsfähigkeit
des Beschwerdeführers
sei auch in einer Hilfsarbeitertätigkeit entsprechend den erwähnten
Limiten
einge
schränkt. Für eine solche Tätigkeit halte er ihn für zu 70
%
arbeitsfähig (
Urk.
7/133/4-5
; vgl. auch
Urk.
7/131
).
3.6
In den Akten liegen im Weiteren die vom Beschwerdeführer im Rahmen des Beschwerdeverfahrens eingereichten Berichte
der
J._,
vom 1
4.
Juli 2014 und
des
Muskulo
-Skelettal-Zentrums, Orthopädie Obere Extremitäten, der
K._
Klinik vom 2
0.
und 2
1.
August sowie vom 2
0.
Oktober 2014 (
Urk.
10/1-4). Daraus geht hervor, dass am 1
1.
Juli und 2
0.
August 2014 bildgebende Abklärungen bezüglich der Schultern statt
fanden
(
Urk.
10/1-2)
. Im genannten Bericht der
K._
Klinik vom 2
1.
August 2014 wurde ausgeführt, dass klinisch ein chronisches
Impinge
mentsyndrom
beider Schultern imponiere. Gestützt auf die Bildgebung liessen sich die Beschwerden durch die heute erhobenen Befunde erklären. Auf der lin
ken Seite sei die
Rotatorenmanschetten
-Ruptur bereits im Dezember 2008 dokumentiert. Gestützt auf die
sonographischen
Befunde scheine eine Progres
sion vorzuliegen. Es dränge sich hier die Wiederholung der
Arthro
-MR-Bildge
bung auf
(
Urk.
10/3)
. Laut dem Berich
t der
K._
Klinik vom 20.
Oktober 2014 wurde gleichentags eine diagnostische therapeutische Schulterarthroskopie links mit
Bursektomie
,
Acromioplastik
,
arthrotischer
Tenotomie und
Tenodese
der langen
Bizepssehne
sowie eine
arthroskopische
Rotatorenmanschetten
-Rekonstruktion vorgenommen. Es bestehe eine Arbeitsunfähigkeit im ange
stammten Beruf als Lagerist von mindestens drei Monaten (
Urk.
10/4).
4.
4.1
Das
bidisziplinäre
Gutachten von
Dr.
Z._
und
Dr.
A._
vom
2
3.
Januar resp.
1.
Februar 2010 (
Urk.
7/56-57) wurde im Urteil IV.2010.01240 vom 2
1.
März 2012 bereits gewürdigt. Das Gericht erwog hierzu, Dr.
Z._
und Dr.
A._
hätten einlässlich dargelegt, dass der Beschwerdeführer seit Mai 2008 aus somatischer Sicht ganztägig Arbeiten mit etwa mittelschweren kör
perlichen Anforderungen ausführen könne, in seiner Leistungsfähigkeit aber aus psychi
atrischer Sicht etwa zu 30 % eingeschränkt
sei
. Die Einschätzung von Dr.
Z._
, dass der Beschwerdeführer – gegebenenfall
s mit der entsprechen
den
Medika
mentation
– aufgrund der diagnostizierten Einschränkungen trotz seiner Schme
r
zen eine körperlich wenig anspruchsvoll
e Arbeit verrichten könnte, sei
nachvollz
iehbar. Ebenfalls plausibel
sei
-
an
gesichts der schwierigen Lebens
situation des Beschwerdeführers im Zeitpunkt der Begutachtung
-
die durch Dr.
A._
diagnostizierte psychische Dekompensation in der Form einer leich
ten depressiven Episode und die dadurch verminderte
Leistungsfähigkeit.
Auf die gutachterlich am 1. Februar 2010 interdisziplinär beurteilte medizi
nisch-theoretische Leistungsfähigkeit von ca. 70 %
in angepassten Tätigkeiten könne
nach dem Gesagten somit abgestellt werden.
An der damaligen
Schlussfolgerung
des Gerichts
kann – auch unter Berücksichti
gung der aktualisierten Aktenlage – ohne
Weiteres
festgehalten werden.
4.2
Das
bidisziplinäre
Verlaufsg
utachten von
Dr.
Z._
und
Dr.
A._
vom
22.
Dezember 2012 resp. 1
0.
Januar 2013
(
Urk.
7/117-118)
beruht
auf den erforderlichen fachärztlich
en Untersuchungen und wurde
in Kenntnis der sowie in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
(Anamnese) abgegeben. Die Gutachter haben die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten des Beschwerdeführers auseinandergesetzt.
Auch haben sie die
medi
zinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtend dargelegt und ihre Schlussfolgerungen nachvollziehbar begründet.
D
as Verlaufsgutachten
erfüllt demnach alle recht
sprechungsgemässen Kriterien für eine beweistaugliche medizinische
Entschei
dungsgrundlage
, weshalb ihm – wie bereits dem
Vorgut
achten
- grundsätzlich voller
Beweiswert zukommt (vgl. E. 1.4
)
.
4.3
4.3.1
Auf ein den rechtsprechungsgemässen Anforderungen an sich genügendes Gut
achten darf dann nicht abgestellt werden, wenn Umstände vorliegen, die in objektiver Weise und nicht bloss aufgrund des subjektiven Empfindens der Partei geeignet sind, Misstrauen in die Unparteilichkeit und Unvoreingenom
menheit des Verfassers resp. der Verfasserin zu erwecken (BGE 137 V 210
E.
6.1.2).
Nach der Rechtsprechung begründet eine Vorbefassung des Arztes, der zur erneu
ten Begutachtung beigezogen wird, nicht von vornherein den Anschein der Befangenheit (BGE 132 V 93 E. 7.2.2). Entscheidend ist, dass das Ergebnis der Begutachtung nach wie vor als offen und nicht vorbestimmt erscheint. Dies ist zu bejahen, wenn der Sachverständige andere Fragen zu beantworten oder sein erstes Gutachten lediglich zu erläutern oder zu ergänzen hat, nicht aber, wenn er die Schlüssigkeit seiner früheren Expertise überprüfen sollte
(vgl. Urteile des Bundesgerichtes 9C_134/2011 vom
6.
Juni 2011 E. 2.2 und 8C_35/2014 vom 1
6.
Juni 2014 E. 2.3, je mit Hinweisen).
Im Urteil IV.2010.01240 vom 2
1.
März 2012 waren ergänzende medizinische Abklärungen einzig deshalb als erforderlich erachtet worden, weil aufgrund der damals gegebenen Aktenlage nicht zuverlässig hatte beurteilt werden können, ob sich die medizinische Situation im Zeitraum von knapp einem Jahr seit der Untersuchung des Beschwerdeführers durch Dr.
Z._
und Dr.
A._
im Dezember 2009 bis zum Erlass der Verfügung vom 10. Dezember 2010 (Urk. 2) verändert hat
te
(
Urk.
7/103/10-11)
.
Aus der Vorbefassung von
Dr.
Z._
an sich kann demnach nicht auf Befangenheit geschlossen werden.
Der Beschwer
deführer begründet seinen Vorwurf der Voreingenommenheit
von Dr.
Z._
denn auch nicht mit der
en
Vorbefassung, sondern damit, dass sie ihn mehrfach suggestiv befragt habe, warum er nicht nach Hause gehe, ob er denn in den letzten Jahren nicht mehr in die Heimat gereist sei. Er habe ihr geantwortet, er besitze die finanziellen Mittel nicht, um nach
L._
zu reisen. Er sei in all den Jahren nie mehr in seine Heimat gereist.
Dr.
Z._
habe ihm nicht geglaubt. Vielmehr habe sie verlangt, dass er ihr seinen Pass vorweise, was er auch getan habe (
Urk.
1 Seite 5).
Im internistisch-rheumatologischen Gutachten vom 2
3.
Januar 2010 hatte Dr.
Z._
unter dem Titel „Jetziges Leiden und subjektive Angaben der ver
sicherten Person inkl. Tagesablauf“ unter anderem festgehalten, gemäss seinen Angaben habe der Beschwerdeführer einen Führerausweis und besitze ein Auto. Seit sechs oder sieben Jahren sei er nicht mehr im Ausland in den Ferien gewesen (
Urk.
7/56/22). Im Verlaufsgutachten vom 2
2.
Dezember 2012 führte sie unter dem gleichen Titel unter anderem ebenfalls an, der Beschwerdeführer habe einen Führerausweis und besitze ein Auto. Er sei schon viele Jahre lang nicht mehr in
L._
gewesen (
Urk.
7/117/45).
Dazu ist vorab zu bemerken, dass sich radiologisch erhobene Veränderungen, namentlich im Wirbelbefund, allein nicht notwendi
gerweise im Ausmass der funktionellen Einschränkung niederschlagen
. Es gehört daher zur Aufgabe des Gutachters, der
artige Befunde anhand der Klinik zu überprüfen und deren Aus
wirkungen bei der Untersuchung und im Alltag
substantiiert darzulegen (Urteile des Bundesgerichtes 8C_282/2012 vom 11. Mai 2012 E. 5 und 9C_68/2014 vom 2. Juni 2014 E. 3.3).
Dazu
gehören auch
Feststellungen zum
Verhalten sowie die Freizeitbeschäftigungen
der versicherten Person.
Die Frage von
Dr.
Z._
nach allfälligen Reisen ins Ausland, namentlich auch in die Heimat, erscheint deshalb durchaus als sachbezogen und
einer nachvollziehbaren Begründung
der Schlussfolgerungen dienlich.
Auch die übri
gen Feststellungen von
Dr.
Z._
erscheinen sachlich und neutral,
weshalb
objektiv
der Vorwurf der
Vor
eingenommenheit nicht nachvollzogen werden kann.
4.3.2
Der Beschwerdeführer brachte gegen das Verlaufsgutachten von
Dr.
Z._
vom 2
2.
Dezember 2012 im Weiteren vor, dass
sie
auf neue bildgebende Abklärungen bezüglich der
Coxarthrosen
verzichtet und das von ihr neu for
mulierte Arbeitsprofil nicht begründet habe.
Hierzu ist festzuhalten, dass nach der Rechtsprechung der
Gutachter
in
, was die Wahl der Untersuchungsmethoden betrifft, ein weiter Ermessensspielraum zu
kommt (Urteil des Bundesgerichtes 8C_768/2012 vom 2
4.
Januar 2013 E. 3).
Es blieb demnach grundsätzlich
Dr.
Z._
überlassen, über Art und Umfang der aufgrund der konkreten ärztlichen Fragestellung erforderlichen Untersu
chungen zu befinden
(vgl.
Urteil des Bundesgerichtes 8C_639/2011 vom
5.
Januar 2012 E. 4.3.4
mit Hinweis).
Dr.
Z._
hat in ihrem
Verlauf
s
gut
achten
die Entwicklung der gesundheitlichen Situation des Beschwerdeführers seit der erstmaligen Begutachtung im Dezember 2009 sehr sorgfältig und umfassend dokumentiert (
Urk.
7/117/5-44). Daraus geht zwar hervor, dass im März 2010 durchgeführte Röntgenaufnahmen leichte bis mässige
coxarthroti
sche
Veränderungen ergeben hatten
(
Urk.
7/117/19)
. Allfällige daraus resultie
rende Beschwerden bildeten in der Folge aber im Rahmen der zahlreichen ärzt
lichen Konsultationen und Unte
rsuchungen
(vgl. auch E. 3.3
)
kein Thema mehr. Die von
Dr.
Z._
im Oktob
er 2012
durchgeführte klinische Untersuchung ergab
sodann
bezüglich der Hüftbeweglichkeit unauffällige Befunde
(Urk.
7/117/50)
.
Es ist deshalb nicht zu beanstanden, dass
Dr.
Z._
bezüg
lich der Hüften keine aktuellen bildgebenden Abklärungen veranlasst
hat
.
Im Weiteren ist aufgrund der medizinischen Akten zwar ausgewiesen, dass seit der erstmaligen Begutachtung im Dezember 2009 neue Diagnosen und Befunde im Bereich der
Schultern (Sonographie vom 2
0.
Oktober 2010,
Urk.
7/117/24)
dazu gekommen sind
und eine Zunahme der Beschwerden im Bereich der LWS stattgefunden hat, weshalb der Beschwerdeführer im Juni 2011 operiert wurde
.
Indes lässt sic
h daraus nicht einfach auf eine höhere
Einschränkung der Leistungsfähigkeit
schliessen.
Invalidenversicherungsrechtlich sind nicht die Diagnosen und deren Anzahl entscheidend, sondern die Auswirkungen der gesundheitlichen Beein
trächtigungen auf die Arbeitsfähigkeit (Urteil des Bundesgerichtes 9C_948/2012 vom 2
2.
Juli 2013 E. 4.1 unter Hinweis auf BGE 136 V 279 E. 3.2.1 mit Hinweis auf BGE 127 V 294 E. 4c und 5a).
Dr.
Z._
hat anlässlich der
Verlaufs
begutachtung
im Oktober 2012 – wie bereits anlässlich der Begutach
tung im Dezember 2009
(
Urk.
7/56/23-31)
– eine einlässliche klinisch
e Untersu
chung durchgeführt
(
Urk.
7/117/47-53
)
. Dabei hat sich zwar neu eine
Bewe
gungseinschränkung
der LWS gezeigt.
Radikuläre
Zeichen waren aber – wie b
ereits in der Voruntersuchung sowie anlässlich der zahlreichen Konsultationen im
E._
(vgl. E. 3.3
)
-
nicht
festzustellen
. Im Rahmen ihrer Beurteilung hat
Dr.
Z._
alsdann nachvollziehbar
dargelegt, dass und weshalb sich die
von ihr
erhobenen – nach dem Gesagten für die Einschätzung des Ausmasses der funktionellen Einschränkungen massgebenden – klinischen Befunde
zwar auf die körperliche Belastbarkeit
des Beschwerdeführers
auswirken
und
ab Oktober 2010
eine Anpassung des in ihrem Vorgutachten vom 2
3.
Januar 2010
formu
lierten Belastungsprofil
s erforderlich machen,
der vollzeitlichen Ausübung einer dem neuen Belastungsprofil entsprechenden
Tätigkeit aber nicht entgegen
ste
hen.
Die Einschätzung von
Dr.
Z._
erscheint daher überzeugend.
4
.4
Ebenso verhält es sich bei der von
Dr.
A._
aufgrund der neuerlichen psychiat
rischen Untersuchung vom
8.
November 2012
(
Urk.
7/118)
vorgenom
menen Beurteilung
der Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht
, welche denn seitens des Beschwerdeführers auch nicht in Frage gestellt wurde. Anzumerken ist, dass die Einschätzung der psychisch b
edingten
(zeitlichen)
Einschränkung mit 30
%
angesichts der von
Dr.
A._
erhobenen Befunde und
der dement
sprechend als leicht eingestuften depressiven Symptomatik
aus
invalidenversi
cherungsrechtlicher
Sicht sehr
grosszügig erscheint
, zumal offenkundig auch psychosoziale Faktoren (langjährige Krankheit und Tod der Ehefrau, finanzielle Probleme) massgebend zum Beschwerdebild beigetragen haben
.
Hinzu kommt, dass sich der Beschwerdeführer bislang
noch nie einer regelmässigen fachärztli
chen Behandlung unterzogen und zumindest zeitweise offenbar
auch die vom
Hausarzt
seit 2009
verschriebene
n Psychopharmaka abgesetzt hat (
Urk.
7/118/5 und
Urk.
7/133/
2), was nicht auf einen erheblichen
psychischen
Leidendruck schliessen lässt
und sich im Übrigen mit
Blick auf die dem Beschwerdeführer obliegende Schadenminderungspflicht als bedenklich
erweist
.
4
.5
Soweit sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt stellt
e
, die psychisch bedingte Einschränkung sei zusätzlich zu den somatischen Befunden zu berücksichtigen, ist zu bemerken, dass
d
ie Kombination me
hrerer Funktions
störungen
nicht notwendigerweise zu einer Addition der in unterschiedlichen medizinischen Fachdisziplinen attestierten Arbeitsunfähigkeiten
führt
. Beim Zusammentreffen verschiedener Gesundheitsbeeinträchtigungen überschneiden sich vielmehr in aller Regel deren erwerbliche Auswirkungen, weshalb der Grad der Arbeitsunfähigkeit grundsätzlich in einer sämtliche Behinderungen umfas
senden medizinischen Gesa
mtbeurteilung zu bestimmen ist (Urteil des Bundes
gerichtes 9C_948/2012 vom 2
2.
Juli 2013 E.
4.3 mit Hinweisen).
Die Gutachter
sind im Rahmen der interdisziplinären Beurteilung
vom 10.
Januar 2013
zum Schluss gelangt, dass
dem Beschwerdeführer unter Berücksichtigung sowohl der somatischen als auch der psychischen Befunde eine behinderungsangepasste Tätigkeit – nach wie vor - zu 70
%
zumutbar ist (
Urk.
7/118/11), was überzeugend erscheint.
4.6
4.6
.1
Die weiteren in den Akten liegenden Arztberichte enthalten keine Angaben, welche die gutachterliche Einschätzung in Frage zu stellen vermöchte
n
und/oder auf eine nach der Verlaufsbegutachtung im Oktober/November 2012
bis zum
Erlass der
– rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der richterli
chen Überprüfungsbefugnis bildenden
(BGE 130 V 446 E. 1.2 mit Hinweisen) –Verfügung vom 1
0.
März 2014 (
Urk.
2)
eingetretene massgebliche Verschlech
terung der gesundheitlichen Situation des Beschwerdeführers schliessen lassen würden.
4.6
.2
Dr.
G._
attestierte dem Beschwerdeführer in seinem Bericht vom 3
0.
Juli 2012 – wie bereits in den Vorberichten – eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit für jegliche Tätigkeiten (
Urk.
7/108/5-9). Wie bereits im Urteil IV.2010.01240 vom 2
1.
März 2012 (
Urk.
7/103/10) bemerkt wurde, erscheint dies angesichts des Behandlungsauftrages zwar verständlich, ist aber aufgrund der von ihm gestellten Befunde und Diagnosen nicht nachvollziehbar.
4.6
.3
Dr.
I._
und
Dr.
F._
gingen
in ihren Berichten an die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers vom 15./2
7.
Mai 2013 (
Urk.
7/133/1-3) resp.
16./2
2.
Juli 2013 (
Urk.
7/131
) und
Urk.
7/133/4-5) – in Übereinstimmung mit den Gutach
tern – von einer 70%igen resp. (
Dr.
F._
) resp. sogar von einer 75%igen Arbeitsfähigkeit (
Dr.
I._
) in behinderungsangepasster Tätigkeit aus. Das von
Dr.
F._
formulierte Belastungsprofil stimmt dabei im Wesentlichen mit dem gutachterlichen überein. Namentlich beziffert
e
auch er die zumutbare
Gewichtslimite
mit 15 Kilogramm. Wohl nahmen
Dr.
I._
und
Dr.
F._
ihre Einschätzungen insbesondere aus somatischer Sicht vor. Aufgrund ihrer Angaben entsteht jedoch der Eindruck, dass auch psychische Faktoren massge
blich in ihre Beurteilungen miteingeflossen si
nd (
s.
insbesondere Urk. 7/131/2 und
Urk.
7/133/2
).
Hinzu kommt, dass (auch)
sie als behandelnde Ärzte
mitun
ter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zugunsten des Beschwerdeführers aussagen dürften
(BGE 125 V 353
E.
3b/cc, BGE 122 V 160 E
. 1c, je mit Hinweisen).
Mit den Berichten von
Dr.
I._
und Dr.
F._
lässt sich daher eine über 30
%
hinausgehende Arbeitsunfä
higkeit
in einer behinderungsangepassten Tätigkeit
ebe
nfalls nicht begründen.
4.6
.4
Zu den vom Beschwerdeführer im Rahmen des Beschwerdeverfahrens eingereich
ten Berichten (
Urk.
10/1-4
; vgl. E. 3.6
) ist
schliesslich
zu bemerken, dass für die Beurteilung der Gesetzmässigkeit der angefochtenen Verfügung der Sachverhalt im Zeitpunkt des Verfügungserlasses
massgebend ist (BGE 130
V
138 E. 2.1). Ausserdem
geht aus
diesen Berichten
zwar eine Progredienz der
Befunde im Bereich der Schultern
hervor. Dies lässt a
ber nach dem Gesagten (vgl. E. 4.3.1
) nicht ohne Weiteres darauf
schliessen, dass sich
auch
die Arbeitsfähigkeit
des Beschwerdeführers
in einer behinderungsangepassten Tätigkeit
seit der Begutachtung
im Oktober/November 2012
massgeblich
ver
schlecht
ert hat
, zumal ihm
im Operationsbericht vom 20. Oktober 2014
posto
perativ nur für die angestammte Tätigkeit als Lagerist eine Arbeitsunfähigkeit attestiert wurde
(Urk.
10/4).
Entgegen seiner Auffassung (
Urk.
9) kann der Beschwerdeführer daher
auch
aus diesen Berichten nichts zu seinen Gunsten ableiten.
4.7
Demnach ist gestützt auf die Gutachten von
Dr.
Z._
und
Dr.
A._
(Urk. 7/56-57 und
Urk.
7/117-118)
davon auszugehen, dass seit
8.
Februar 2007 in der angestammten Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit
besteht. In einer
– bis September 2010 d
en
gutachterlichen
Belastungsprofilen
gemäss interdisziplinärer Zusammenfassung
vom
1.
Februar
2010
(
Urk.
7/56/7-8
)
und ab Oktober 2010 de
njenigen
gemäss interdisziplinärer Zusammenfassung vom 10. Januar 2013 (
Urk.
7/118/11
)
Rechnung tragenden -
behinderungsangepass
ten
Tätigkeit
war und ist der Beschwerdeführer jedoch zu 70
%
arbeitsfähig
.
5.
5
.1
Zu prüfen bleibt, wie sich d
ie eingeschränkte Leistungsfähigkeit des Beschwerde
führers in erwerblicher Hinsicht auswirkt.
5.2
Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des Beginns des Rentenanspruches massgebend, wobei Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfällige rentenwirksame Ände
rungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 129 V 222).
Vorliegend bestand in der angestammten Tätigkeit ab Februar 2007 eine 100%i
ge Arbeitsunfähigkeit (vgl. E. 4.7
).
Die Anmeldung zum Lei
stungsbezug erfolgte im März
2008 (
Urk.
7/14
, Aktenverzeichnis zu
Urk.
7/1-137
).
Ein allfälliger Rentenanspruch konnte
demnach frühestens
im September
2008
entstehen
(
Art.
29
Abs.
1 IVG)
.
5
.
3
5.3.1
Das
Valideneinkommen
hat die Beschwerdegegnerin aufgrund des vom Beschwer
deführer vor Eintritt des Gesundheitsschadens im Jahr 2006 bei der
Y._
AG erzielten Einkommens (Fr.
4‘350.-- x 13 [
Urk.
7/18/3]
=
Fr. 56‘550.--
) ermittelt, was nicht zu beanstanden ist. Für den massgeblichen Zeitpunkt eines allfälligen Rentenbeginns
(2008
)
ergibt sich unter Berücksichti
gung der Nominallohnerhöhung für Männer
(Index 2006: 115.5; Index 2008: 120.0
[Bundesamt für Statistik, Nominallohnindex 1993 – 2010]
ein
Validen
einkommen
von
Fr.
58‘
753.3
0
(=
Fr.
56‘550.
-- :
115.5 x 120
)
.
5.3.2
Die Beschwerdegegnerin hat zur Bemessung des Invalideneinkommens
zu Recht
den monatlichen Bruttolohn (Zentralwert) von Männern für einfache und repe
titive Tätigkeiten (Anforderungsniveau 4) im privaten Sektor herangezogen. D
ieser betrug im Jahr 2008
Fr. 4‘
806
.-- bei 40 Ar
beitsstunden pro Woche (LSE 2008
TA1 S. 26), was bei einer durchschnittl
ichen Wochenarbeitszeit von 41,6
Stunden
im Jahre 2008
(vgl. d
ie Vol
ksw
irtschaft 12
-2014, Tabelle B9.2 S. 92) einen monat
lichen Verdienst von Fr.
4‘998.20
resp. eine
n Jahresverdienst von Fr.
59‘978.40
(x 12)
und
für das zumutbare Pensum
von 70
%
einen solchen von
Fr.
41‘984.90
(=
Fr.
59‘978.40
x 0,7)
ergibt.
5.3.3
Soweit sich die Beschwerdegegnerin
auf den Standpunkt
stellte
, dass dem Beschwerdeführer kein Abzug vom Tabellenlohn zu gewähren sei
(
Urk.
7/119), kann ihr aufgrund der nachfolgenden Erwägungen nicht gefolgt werden
.
Mit dem Abzug vom Tabellenlohn nach BGE 126 V 75 soll der Tatsache Rech
nung getragen werden, das persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder
Aufent
haltskategorie
und Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können und je nach Ausprägung die versicherte Person deswegen die verblie
bene Arbeitsfähigkeit auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nur mit unter
durchschnittlichem Erfolg verwerten kann. Der Abzug ist unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schät
zen. Er darf 25 % nicht übersteigen (statt vieler: Urteil des Bundesgerichtes 9C_796/2013 vom 28. Januar 2014 E. 3.1 mit Hinweisen).
Vorliegend ist mit Bezug auf einen allfälligen behinderungsbeding
ten Abzug zu beachten, dass die
von
den Gutachtern
formulierte
n
Anforderungs- und
Be
las
tungsprofil
e
grundsätzlich eine zum zeitlich nur noch reduziert zumutbaren Arbeitspensum tretende qualitative Einschränkung
der Arbeitsfä
higkeit darstel
len
. Dem Beschwerdeführer steht aber
, auch nach der ab
O
ktober 2010 ausge
wiesenen Verschlechterung
(vgl. E. 4.3)
,
noch ein
weites Spektrum an zumut
baren Hilfsarbeiten, wie zum Beispiel
Kon
troll
- und Überwac
hungsaufgaben
sowie andere leichte bis mittelschwere Betriebsarbeiten,
offen. Wie dargelegt (vgl. E. 4.4
), ist sodann die gutachterliche Einschätzung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in einer behinderungsangepassten Tätigkeit mit 70 % aus invalidenversicherungsrechtlicher Sicht als
sehr
grosszügig zu betrachten. Für einen zusätzlichen „leidensbedingten“ Abzug besteht deshalb kein Anlass.
Ebenso wenig sind der
Migrationshinter
grund
des Beschwerdeführers, dessen Alter oder der mehrjährige
Arbeitsunter
bruch
mit Blick auf einfache Tätigkeiten
im Anforderungsniveau 4 der LSE ein lohnminderndes Erschwernis im Sinne der Rechtsprechung (
Urteil des Bundes
gerichtes 9C_199/2013 vom
4.
Februar 2014 E. 3.4.2
). Zu berücksichtigen ist jedoch, dass sich die Teilzeitarbeit bei Männern im Anforderungsniveau 4 ten
denziell lohnmindernd auswirkt (Urteile des Bundesgerichtes 9C_643/2010 vom 27. Dezember 2010 E. 3.4 und 9C_796/2013 vom 28. Januar 2014 E. 3.1.2 unter Hinweis auf die nach dem Beschäftigungsgrad differenzierten Tabellen T2* in der LSE 2006 und T6* in der LSE 2004). Im Jahr 2006 erzielten Männer im Anforderungsniveau 4 bei einem Arbeitspensum zwischen 75 % und 89 % auf
gerechnet auf ein Vollzeitpensum durchschnittlich ein um 6,1 % tieferes Ein
kommen als Vollzeitbeschäftigte (LSE 2006 Seite 16). Dies wurde von der Beschwerdegegnerin zu Unrecht ausser Acht gelassen. Selbst wenn man dem Beschwerdeführer unter diesem Titel einen grosszügigen Abzug von 10 % gew
ähren würde, ergäbe
sich
kein
rentenbegrün
dender
Invaliditätsgrad.
Diesfalls
wäre nämlich das Invalideneinkommen
2008
mit
Fr.
37‘786.40
(= 0,9 x
Fr.
41‘984.90
) zu beziffern. Ausgehend vom ermittel
ten
Valideneinkommen
2008
von Fr.
58‘753.30
ergäbe sich eine
Erwerbsein
busse
von
Fr.
20‘966.90
resp. ein Invalid
itäts
grad von aufgerundet 36
%
, was für den Anspruch auf eine Invali
denrente
nach wie vor
nicht ausreicht.
6
.
Demnach hat die Beschwerdegegnerin einen Rentenanspruch des Beschwerdefüh
rers im Ergebnis zu Recht verneint, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
7
.
Gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist abweichend von Art. 61
lit
. a ATSG das
Be
schwerdeverfahren
bei Streitigkeiten
um die Bewilligung oder die Verweige
rung von IV-Leistungen vor dem kanto
na
len Versicherungsgericht kostenpflich
tig. Die Kosten werden nach dem
Ver
fah
rensaufwand
und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 200-1000 Fran
ken
festgelegt.
D
ie Gerichtskosten sind auf Fr. 7
00.-- festzusetzen und ausgangsgemäss dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.