Decision ID: 56ce1816-a287-4e3b-8a03-b2426cda22bf
Year: 2018
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ (nachfolgend: Versicherter) absolvierte seit 8. August 2016 bei der Stiftung
B._ ein Praktikum und war dadurch bei der Visana Versicherungen AG (nachfolgend:
Visana) gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Am 15.
September 2016 meldete die Arbeitgeberin der Visana, der Versicherte habe sich am
12. September 2016 beim Fussballspielen das rechte Knie verdreht (act. G 3.1/1). Am
23. September 2016 reichte Dr. med. C._, Allgemeine Innere Medizin FMH, der
Visana einen Arztbericht ein, worin er eine Erstbehandlung am 13. September 2016
vermerkt, unter Hinweis auf das Ergebnis einer durch ihn veranlassten MRI-
Untersuchung des rechten Kniegelenks des Versicherten in der Klinik D._ vom 15.
September 2016 (act. G 3.1/5) eine Distorsion Knie rechts am 12. September 2016 mit
Läsion Knorpel am lateralen Femurkondylus und Läsion Hinterhorn Innenmeniskus
diagnostiziert, das ausschliessliche Vorliegen von Unfallfolgen bejaht und seit 13.
September 2016 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestätigt hatte (act. G 3.1/9). Die
Weiterbehandlung war am 15. September 2016 durch Dr. med. E._, Allgemeine
Innere Medizin FMH, Sportarzt SGSM, Manuelle Medizin SAMM, erfolgt, der dem
Versicherten vom 13. bis 29. September eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert hatte
(act. G 3.1/6).
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A.b Auf Zuweisung von Dr. E._ wurde der Versicherte am 28. September 2016 durch
Prof. Dr. F._, Chefarzt der Klinik für Orthopädische Chirurgie des Spitals G._
untersucht, der die Diagnose eines traumatischen Knorpeldefekts lateraler
Femurkondylus rechts mit freiem Knorpelfragment nach Distorsionstrauma beim
Fussballspielen am 12. September 2016 stellte und eine operative Entfernung des
freien Knorpelfragments als unumgänglich bezeichnete (act. G 3.1/16 f.). Am 30.
September 2016 wurde der Visana ein entsprechendes Kostengutsprachegesuch
eingereicht (act. G 3.1/10).
A.c Anlässlich eines Telefongesprächs vom 3. Oktober 2016 teilte der Versicherte einer
Mitarbeiterin der Visana mit, dass er heute operiert werde. Die Mitarbeiterin erwiderte,
der Schadenfall sei noch offen und man erwarte seinen Fragebogen zum Unfallereignis.
Laut Telefonnotiz befragte sie den Versicherten zum Verlauf des Ereignisses vom 12.
September 2016 (act. G 3.1/12).
A.d Am 3. Oktober 2016 wurden beim Versicherten im Spital G._ durch Dr. med.
H._, Oberarzt Orthopädie, eine Kniearthroskopie mit Entfernung eines freien
Gelenkknorpels über dem posterolateralen Portal, und eine AMIC-Plastik am lateralen
Femurkondylus über eine laterale Mini-Arthrotomie rechts durchgeführt (act. G 3.1/13).
A.e Mit Schreiben vom 14. Oktober 2016 teilte die Visana dem Versicherten mit, dass
sie für das gemeldete Ereignis keine Leistungen aus der Unfallversicherung erbringen
könne. Die Kniebeschwerden seien weder auf einen Unfall noch auf eine unfallähnliche
Körperschädigung zurückzuführen (act. G 3.1/24 f.).
A.f Bei einem Telefongespräch vom 18. Oktober 2016 mit der Mitarbeiterin der Visana
widersprach der Versicherte der Leistungsablehnung (act. G 3.1/30), worauf die Visana
diese mit Verfügung vom 21. Oktober 2016 bestätigte (act. G 3.1/31 ff.).
B.
B.a Gegen diese Verfügung liess der Versicherte am 11. November 2016 durch seine
Rechtsschutzversicherung Einsprache erheben (act. G 3.1/36 f.). Am 16. November
2016 erfolgte eine Einspracheergänzung durch Rechtsanwalt lic. rer. publ. HSG M.
Graf, St. Gallen (act. G 3.1/53 ff.).
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B.b Mit Entscheid vom 20. April 2017 wies die Visana die Einsprache des Versicherten
ab (act. G 3.1/64 ff.).
C.
C.a Gegen diesen Einspracheentscheid erhob Rechtsanwalt Graf für den Versicherten
(nachfolgend: Beschwerdeführer) am 23. Mai 2017 Beschwerde mit dem Antrag, der
Einspracheentscheid der Visana (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) vom 20. April
2017 und die diesem zugrunde liegende Verfügung vom 21. Oktober 2016 seien
aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, dem Beschwerdeführer
für das Ereignis vom 12. September 2016 die gesetzlichen Leistungen zu erbringen,
insbesondere Heilbehandlung, Kosten und Taggeld, unter Kosten- und
Entschädigungsfolge (act. G 1).
C.b In der Beschwerdeantwort vom 5. Juli 2017 beantragte die Beschwerdegegnerin
die Abweisung der Beschwerde (act. G 3).
C.c Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers verzichtete auf die Einreichung einer
Replik (act. G 4 f.).

Erwägungen
1.
Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die
Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung
(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur
Änderung vom 25. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die
sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem
Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. Vorliegend kommen
daher, nachdem der Streitigkeit ein Ereignis aus dem Jahr 2016 zu Grunde liegt, die bis
31. Dezember 2016 gültigen Bestimmungen zur Anwendung.
2.
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Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin als obligatorischer
Unfallversicherer für die Folgen des Ereignisses vom 12. September 2016
leistungspflichtig ist. Während der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers geltend
macht, es handle sich beim fraglichen Ereignis um einen Unfall im Sinne von Art. 4 des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR
830.1), zumindest liege eine unfallähnliche Körperschädigung gemäss Art. 9 Abs. 2
UVV vor, für welche die Unfallversicherung ebenfalls leistungspflichtig wäre, verneint
die Beschwerdegegnerin sowohl ein Unfallereignis als auch eine unfallähnliche
Körperschädigung.
3.
3.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG werden Leistungen der Unfallversicherung bei
Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz
nichts anderes bestimmt. Als Unfall gilt gemäss Art. 4 ATSG die plötzliche, nicht
beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den
menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen
Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. Dabei bezieht sich das Begriffsmerkmal der
Ungewöhnlichkeit nicht auf die Wirkung des äusseren Faktors, sondern auf den Faktor
selbst. Ohne Belang für die Prüfung der Ungewöhnlichkeit ist somit, dass der äussere
Faktor allenfalls schwerwiegende, unerwartete Folgen nach sich zog (BGE 112 V 202 f.
E. 1). Der äussere Faktor ist ungewöhnlich, wenn er den Rahmen des im jeweiligen
Lebensbereich Alltäglichen oder Üblichen überschreitet. Ob dies zutrifft, beurteilt sich
im Einzelfall, wobei grundsätzlich nur die objektiven Umstände in Betracht fallen (RKUV
2000 Nr. U 368 S. 99 E. 2b mit Hinweisen; BGE 122 V 233 E. 1, 121 V 38 E. 1a, je mit
Hinweisen). Nach Lehre und Rechtsprechung kann das Merkmal des ungewöhnlichen
äusseren Faktors auch in einer unkoordinierten Bewegung (RKUV 1999 Nr. U 333 S.
199 E. 3c/aa und Nr. U 345 S. 422 E. 2b; ALFRED MAURER, Schweizerisches
Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl. Bern 1989, S. 176 f.) oder in einer (im Hinblick auf die
Konstitution und berufliche oder ausserberufliche Gewöhnung der betreffenden
Person) ausserordentlichen Überanstrengung (vgl. BGE 116 V 139 E. 3b; RKUV 1994
Nr. U 180 S. 38 E. 2) bestehen.
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3.2 Bei Körperbewegungen ist das Merkmal der Ungewöhnlichkeit erfüllt, wenn ein in
der Aussenwelt begründeter Umstand den natürlichen Ablauf einer Körperbewegung
gleichsam "programmwidrig" beeinflusst hat. Bei einer solchen unkoordinierten
Bewegung ist der ungewöhnliche äussere Faktor zu bejahen; denn der äussere Faktor -
Veränderung zwischen Körper und Aussenwelt - ist wegen der erwähnten
Programmwidrigkeit zugleich ein ungewöhnlicher Faktor (BGE 130 V 117 E. 2.1; Urteil
des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: Sozialrechtliche
Abteilungen des Bundesgerichts] vom 7. Oktober 2003, U 32/02, E. 2.2; RKUV 1996
Nr. U 253 S. 204 E. 4c und 1994 Nr. U 180 S. 38 E. 2 mit Hinweisen). Von einer
programmwidrigen Störung der körperlichen Bewegung ist beispielsweise dann
auszugehen, wenn die versicherte Person stolpert, ausgleitet oder sich an einem
Gegenstand anstösst oder wenn sie, um ein Ausgleiten zu verhindern, eine reflexartige
Abwehrhaltung ausführt oder auszuführen versucht. Wo sich die Schädigung auf das
Körperinnere beschränkt und sie erfahrungsgemäss auch als alleinige Folge von
Krankheiten, namentlich von degenerativen Veränderungen eines Körperteils innerhalb
eines durchaus normalen Geschehensablaufs auftreten kann, muss die unkoordinierte
Bewegung als unmittelbare Ursache der Schädigung unter besonders sinnfälligen
Umständen gesetzt worden sein (RKUV 1999 Nr. U 345 S. 422 E. 2b). Bei einer
Sportverletzung ist ohne besonderes Vorkommnis das Merkmal der Ungewöhnlichkeit
und damit das Vorliegen eines Unfalls zu verneinen (BGE 130 V 118 E. 2.2 mit Hinweis).
Bei sportlichen Tätigkeiten ist ein Unfall im Rechtssinne nur dann anzunehmen, wenn
die sportliche Übung anders verläuft als geplant (vgl. RKUV 1992 Nr. U 156 S. 258).
Wenn sich hingegen das in einer sportlichen Übung inhärente Risiko einer Verletzung
verwirklicht, liegt kein derartiges Unfallereignis vor. Ein solches ist auch dann zu
verneinen, wenn die Übung zwar nicht ideal verläuft, die Art der Ausführung sich aber
noch in der Spannweite des Üblichen bewegt (RKUV 2004 Nr. U 502 S. 185 E. 4.4).
Eine relevante Programmwidrigkeit liegt jedoch unter anderem dann vor, wenn die sich
sportlich betätigende Person stürzt oder ausgleitet (Urteil des EVG vom 7. Oktober
2003, U 322/02, E. 4 mit Hinweisen).
3.3 Der Bundesrat kann sodann Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalls
ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen (Art. 6 Abs. 2 UVG). In Art. 9 Abs. 2 lit. a -
h UVV hat er von dieser Kompetenz in einer abschliessenden Aufzählung (vgl. dazu
BGE 114 V 302 E. 3d; RKUV 1990 Nr. U 112 S. 374 E. 2b) Gebrauch gemacht. Als so
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genannte unfallähnliche Körperschädigungen gelten Knochenbrüche, Verrenkungen
von Gelenken, Meniskusrisse, Muskelzerrungen, Sehnenrisse, Bandläsionen und
Trommelfellverletzungen.
4.
4.1 Im Folgenden ist zunächst zu prüfen, ob der Beschwerdeführer am 12. September
2016 einen Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG erlitten hat. Diesbezüglich ist unter den
Verfahrensparteien streitig, ob ein ungewöhnlicher äusserer Faktor auf den Körper des
Beschwerdeführers eingewirkt hat. Damit beurteilt werden kann, ob das fragliche
Ereignis vom 12. September 2016 einen Unfall im Rechtssinn darstellt, muss vorab
geprüft werden, wie sich das Ereignis mit überwiegender Wahrscheinlichkeit abgespielt
hat.
4.2 Im Unfallversicherungsrecht herrscht, wie allgemein im Sozialversicherungsrecht,
der Untersuchungsgrundsatz. Der Unfallversicherer und im Streitfall das Gericht haben
den Sachverhalt von Amtes wegen zu ermitteln, dürfen aber die Mitwirkung der
leistungsansprechenden Person beanspruchen. Sie muss die Umstände des Unfalls
glaubhaft machen. Kommt sie dieser Aufforderung nicht nach, indem sie
unvollständige, ungenaue oder widersprüchliche Angaben macht, die das Bestehen
eines unfallmässigen Schadens als unglaubwürdig erscheinen lassen, besteht keine
Leistungspflicht des Unfallversicherers (THOMAS LOCHER/THOMAS GÄCHTER,
Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl. Bern 2014, § 70 N 2 f., § 70 N 20;
UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 3. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2015, Art. 43 N 13, Art. 61
N 96 ff., Art. 61 N 111 f.; ALEXANDRA RUMO-JUNGO/ANDRÉ PIERRE HOLZER,
Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz
über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2012, S. 29; BGE 122 V 158 E.
1a, 114 V 305 f. E. 5b; RKUV 1990 Nr. U 86 S. 50). Der Untersuchungsgrundsatz
schliesst eine Beweislast im Sinn einer Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Die
Parteien tragen aber eine Beweislast insofern, als im Fall der Beweislosigkeit der
Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesenen Sachverhalt
Rechte ableiten wollte (vgl. RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 4 f., 29; RKUV 2000 Nr.
U 363 S. 46 E. 2 mit Hinweisen, 1994 Nr. U 206 S. 328 E. 3b mit Hinweisen). Wird also
auf dem Wege der Beweiserhebung das Vorliegen eines Unfallereignisses nicht mit
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dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt - die blosse
Möglichkeit genügt nicht (LOCHER/GÄCHTER, a.a.O., § 70 N 58 f.; BGE 117 V 360 E.
4a mit Hinweisen) - so hat dieses als unbewiesen zu gelten, was sich zu Lasten der den
Anspruch erhebenden Person auswirkt.
4.3 Bei sich widersprechenden Angaben der versicherten Person über den
Unfallhergang kann praxisgemäss auf die Beweismaxime abgestellt werden, wonach
die so genannten spontanen "Aussagen der ersten Stunde" in der Regel unbefangener
und zuverlässiger sind als spätere Darstellungen, die bewusst oder unbewusst von
nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst
sein können. Wenn die versicherte Person ihre Darstellung im Lauf der Zeit wechselt,
kommt den Angaben, die sie kurz nach dem Unfall gemacht hat, in der Regel grösseres
Gewicht zu, als jenen, die sie nach einer Ablehnungsverfügung des Versicherers getan
hat. Dabei handelt es sich indessen nicht um eine förmliche Beweisregel, sondern
lediglich um eine im Rahmen der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG) zu
berücksichtigende Entscheidungshilfe. Sie kann zudem nur dann zur Anwendung
gelangen, wenn von zusätzlichen Beweismassnahmen keine neuen Erkenntnisse mehr
zu erwarten sind (Urteile des Bundesgerichts vom 22. September 2088, 8C_827/2007,
E. 5, und 23. Oktober 2009, 8C_319/2009, E. 2; Urteil des EVG vom 26. Februar 2004,
U 64/02, E. 1.2; BGE 121 V 47 E. 1a mit Hinweisen; RKUV 1988 Nr. U 55 S. 363 E. 3b/
aa; RUMO-JUNGO, a.a.O., S. 29 f.). Bauen spätere Aussagen auf früheren Aussagen
auf bzw. zeichnen sich erstere einzig durch einen höheren Detaillierungsgrad aus, kann
auch ein im Nachhinein dargelegter Sachverhalt als ausgewiesen gelten bzw.
berücksichtigt werden. Die verschiedenen Aussagen müssen jedoch in sich kongruent
und miteinander vereinbar sein.
4.4 Der mangelnde Nachweis eines die Merkmale des Unfalls erfüllenden Ereignisses
lässt sich nur selten durch medizinische Feststellungen ersetzen. Diesen kommt im
Rahmen der Beweiswürdigung, ob eine Schädigung auf eine ungewöhnliche äussere
Einwirkung und somit auf einen Unfall zurückzuführen ist, in der Regel nur die
Bedeutung von Indizien zu (Urteil des Bundesgerichts vom 1. März 2012, 8C_50/2012,
E. 5.2 mit Hinweis auf BGE 134 V 72 E. 4.3.2.2; RKUV 1990 Nr. U 86 S. 51. E. 2).
5.
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5.1 Gemäss der von der Arbeitgeberin des Beschwerdeführers am 15. September
2016 eingereichten Schadenmeldung hat sich dieser am 12. September 2016 beim
Fussballspielen das Knie verdreht (act. G 3.1/1). Offensichtlich versuchte die
Beschwerdegegnerin nach Eingang der Schadenmeldung den Sachverhalt bezüglich
des Ereignisses vom 12. September 2016 mit einem Fragebogen zu erheben (vgl. act.
G 3.1/12). Der Fragebogen dient der Unfallversicherung zur detaillierten Erhebung der
tatsächlichen Verhältnisse bei der leistungsansprechenden Person. Im Vordergrund
stehen entsprechend Fragen betreffend die für die Leistungspflicht des
Unfallversicherers massgebenden Voraussetzungen des Unfallgeschehens (Urteile des
EVG vom 26. Februar 2004, U 64/2002, E. 2.2.3, und 27. Juni 2002, U 148/01, E. 2.b).
Dass der Beschwerdeführer den Fragebogen ausgefüllt und damit seiner
Mitwirkungspflicht nachgekommen wäre (vgl. Erwägung 4.2), ist weder in den Akten
belegt noch wurde solches beschwerdeweise geltend gemacht. Die sich daraus
ergebenden beweisrechtlichen Folgen, insbesondere in Bezug auf die
Beweiswürdigung nachträglich vorgebrachter Substantiierungen des
Beschwerdeführers hinsichtlich des Ereignishergangs, wirken sich mithin zu seinen
Lasten aus (vgl. Erwägung 4.2). Am 3. Oktober 2016 wurde der Beschwerdeführer
offenbar von einer Mitarbeiterin der Beschwerdegegnerin telefonisch zum
Ereignisablauf befragt. Diese notierte folgende Sachverhaltsdarstellung des
Beschwerdeführers: "Beim Fussball das Knie verdreht. Ohne äussere Einwirkung." und
fügte hinzu "Habe ihn gefragt, ob sonst noch etwas passiert sei. Er hat dies
verneint." (act. G 3.1/12). Am 14. Oktober 2016 erging das
Leistungsablehnungsschreiben. Nachdem die Beschwerdegegnerin dem
Beschwerdeführer darin mitgeteilt hatte, der von ihm geschilderte Sachverhalt
(während dem Fussballspielen Knie verdreht) stelle keinen Unfall dar, da sich nichts
Ungewöhnliches im Sinne der erwähnten Gesetzesbestimmung wie zum Beispiel ein
Sturz, Misstritt, Anschlagen, Stolpern usw. ereignet habe, erklärte dieser bei einem
Telefongespräch vom 18. Oktober 2016 mit der Mitarbeiterin der Beschwerdegegnerin,
er sei beim Zweikampf beim Fussballspielen gestürzt. Darauf angesprochen, weshalb
er dies nicht bereits anlässlich des Telefongesprächs vom 3. Oktober 2016 mitgeteilt
habe, erklärte der Beschwerdeführer laut Telefonnotiz, er sei damals kurz vor der
Operation nicht zurechnungsfähig gewesen (act. G 3.1/30). Am 21. Oktober 2016
bestätigte die Beschwerdegegnerin ihre Leistungsablehnung verfügungsweise (act. G
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3.1/31). Daraufhin folgten in der Einspracheergänzung vom 16. Dezember 2016 sowie
in der Beschwerde vom 23. Mai 2017 eingehende Ausführungen zum Ereignis vom 12.
September 2016: Beim Fussballspiel vom 12. September 2016 habe es sich um ein
Tabellenspiel der Alternativliga gehandelt. Der Beschwerdeführer habe im Mittelfeld
gespielt, den Ball erobert, den ersten Gegenspieler ausgedrippelt und sei mit dem Ball
Richtung Grundlinie beim gegnerischen Tor gelaufen. Als er einen weiteren
Gegenspieler mit einem Richtungswechsel habe täuschen wollen, habe sich dieser im
Zweikampf gewehrt, indem er den Beschwerdeführer weggeschubst habe. Der
Beschwerdeführer habe das Gleichgewicht verloren, sei eingeknickt, gestürzt und habe
sich dabei das Knie verdreht. Er habe sofort einen Zwick gespürt und gewusst, dass
etwas nicht in Ordnung gewesen sei (act. G 3.1/55).
5.2 Unstreitig ist, dass ein Sturz einen Unfalltatbestand im Sinne von Art. 4 ATSG
darstellt (vgl. Erwägung 3.2) und die Beschwerdegegnerin bei einem Ereignis, wie es
anlässlich des Telefonats vom 18. Oktober 2016 und vor allem in der
Einspracheergänzung und Beschwerde dargetan wurde, leistungspflichtig wäre. In
Übereinstimmung mit der Beschwerdegegnerin kann jedoch ein Sturz mit
Knieverdrehung am 12. September 2016 nicht als überwiegend wahrscheinlich
nachgewiesen gelten. Es ist unbestritten, dass ein Sturz erstmals nach Kenntnis der
Leistungsablehnung durch die Beschwerdegegnerin beschrieben worden ist, was es
als wenig glaubhaft erscheinen lässt, dass ein solcher tatsächlich stattgefunden hat. So
überzeugt es nicht, wenn die versicherte Person einen im Zusammenhang mit der
Anmeldung eines Unfalls derart bedeutsamen, augenfälligen Umstand wie einen Sturz
als Schadensursache unerwähnt lässt, wenn er nach dem Ereignis gefragt wird. Wie
von der Mitarbeiterin der Beschwerdegegnerin in der Telefonnotiz vom 18. Oktober
2016 festgestellt, sollte ein Sturz - angesichts seiner vorherrschenden Bedeutung im
Rahmen eines Unfallereignisses - eigentlich erinnerlich sein (act. G 3.1/30). Zwar wurde
die Schadenmeldung durch die Arbeitgeberin ausgefüllt (act. G 3.1/1) und wurden
verschiedene vor der Leistungsablehnung datierte Arztberichte durch die
untersuchenden bzw. behandelnden Ärzte verfasst (act. G 3.1/5, G 3.1/9, G 3.1/13, G
3.1/16). Dennoch erstaunt es, dass ein Sturz nirgends Eingang in die früheren Akten
gefunden hat, während die Verdrehung bzw. Distorsion des Knies wiederholt
dokumentiert ist. Insbesondere bezüglich der Konsultation vom 13. September 2016
notierte Dr. C._ unter der Rubrik "subjektiv" ebenfalls nur eine Verdrehung des Knies
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beim Fussballspiel (act. G 1.8). In der Einsprache und der Beschwerde finden sich
sodann im Vergleich sehr detaillierte Ereignisschilderungen. Dies obwohl das
menschliche Erinnerungsvermögen mit Bezug auf Details und Einzelheiten eines
Geschehens eher rasch verblasst als wirklichkeitsgetreuer wird. Vor diesem
Hintergrund kann nicht ausgeschlossen werden, dass die späte Erwähnung des
Sturzes von versicherungsrechtlichen Überlegungen beeinflusst war.
5.3 Die Erklärungen des Beschwerdeführers anlässlich des Telefonats vom 18.
Oktober 2016 (act. G 3.1/30) und seines Rechtsvertreters in der Beschwerde (act. G 1)
vermögen den in Erwägung 5.2 dargelegten Sachverhalt, der gegen einen Sturz mit
Knieverdrehung spricht, nicht zu beheben.
5.3.1 Angeblich soll der Beschwerdeführer den Kontakt mit dem Gegenspieler
anlässlich des Telefonats vom 3. Oktober 2016 erwähnt haben (act. G 1, S. 5 Ziff. 16).
Die Beschwerdegegnerin zeigt jedoch in der Beschwerdeantwort vom 5. Juli 2017 (act.
G 3, S. 9 Ziff. 5) nachvollziehbar und schlüssig die Ungereimtheiten auf, welche an
dieser Behauptung zweifeln lassen. Beim obgenannten Telefonat wurde der
Beschwerdeführer offensichtlich und unstreitig zur Ereignisschilderung aufgefordert. Es
darf davon ausgegangen werden, dass massgebende Sachverhaltselemente von einer
fachkundigen Mitarbeiterin eines Unfallversicherers erkannt und verlässlich
dokumentiert werden. Für eine ungetreue Sachverhaltsprotokollierung gibt es
zumindest keinerlei beweismässige Grundlage, weshalb sie als Schutzbehauptung
erscheint. Wie die Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort vom 5. Juli 2017
schlüssig aufzeigt, hätte die Mitarbeiterin der Beschwerdegegnerin zudem bei einer
Erwähnung eines Sturzes bereits am 3. Oktober 2016 keinen Grund gehabt, den
Beschwerdeführer beim Telefonat vom 18. Oktober 2016 zu fragen, weshalb er nicht
bereits am 3. Oktober 2016 von einem Sturz erzählt habe, und er hätte nicht
geantwortet, er sei am vorgenannten Tag kurz vor der Operation unzurechnungsfähig
gewesen (act. G 3.1/30).
5.3.2 Laut Telefonnotiz vom 3. Oktober 2016 verneinte der Beschwerdeführer eine
äussere Einwirkung (act. G 3.1/12). Die Darstellung des Rechtsvertreters des
Beschwerdeführers, dieser habe dabei an eine direkte äussere Einwirkung auf das Knie
selbst, beispielsweise durch einen Tritt oder Schlag des Gegenspielers, gedacht (act. G
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1, S. 4 Ziff. 16), ist als Schutzbehauptung zu betrachten. Zumindest ist damit nicht
geklärt, weshalb der Beschwerdeführer am 3. Oktober 2016 zwar eine Verdrehung des
Knies, nicht aber einen Sturz erwähnte. Auf die Frage der Mitarbeiterin der
Beschwerdegegnerin, ob sonst noch etwas passiert sei, wäre die Nennung eines
Sturzes offenkundig die gebotene Antwort gewesen. Worin hierbei eine weitere
Aufklärungs- und Beratungspflicht seitens der Mitarbeiterin der Beschwerdegegnerin
bestanden haben könnte, ist nicht erkennbar. Wie von der Beschwerdegegnerin in der
Beschwerdeantwort festgehalten, kann eine Aufklärungs- und Beratungspflicht nicht so
weit gehen, dass einer versicherten Person bis in jedes Detail erklärt wird, wie sie den
Sachverhalt schildern soll, damit eine Kostengutsprache erteilt werden kann. Auch
wenn das Sozialversicherungsrecht ein schwer überblickbares Rechtsgebiet ist, kann
selbst für einen Laien in einer Unfallmeldung, welche lediglich eine wahrheitsgetreue
Schilderung von etwas Erlebtem verlangt, keine besondere Schwierigkeit gesehen
werden. Bei einem Sturz handelt es sich um den klassischen Unfallmechanismus,
dessen Wahrnehmung und damit Erwähnung keiner weiteren Aufklärung und Beratung
bedarf.
5.3.3 Zwar erscheint es plausibel, wenn der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers
beschreibt, dieser sei am Tag der Operation nervös und gedanklich nicht bei der Sache
bzw. beim Telefonat gewesen (act. G 1, S. 4 Ziff. 15). Dabei handelt es sich jedoch um
eine subjektive, nicht überprüfbare Angabe, für die es keine beweismässige Grundlage
gibt. Angesichts dessen, dass der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers nur von
einer "ziemlichen" Nervosität spricht, dürfte weder das Denkvermögen noch die
sprachliche Ausdrucksfähigkeit des Beschwerdeführers derart aufgehoben gewesen
sein, dass er einen Sturz nicht hätte erwähnen können. Von einer
Unzurechnungsfähigkeit (vgl. act. G 3.1/30) kann jedenfalls nicht gesprochen werden.
So vermochte der Beschwerdeführer auch zu schildern, er habe sich beim Fussball das
Knie verdreht. Seine Antwort "ohne äussere Einwirkung" deutet ausserdem darauf hin,
dass er sich sehr wohl konkrete Gedanken zum Hergang gemacht hat (vgl. Erwägung
5.3.2). Das Leistungsablehnungsschreiben der Beschwerdegegnerin erging schliesslich
erst am 14. Oktober 2016. Obwohl diese dem Beschwerdeführer am 3. Oktober 2016
mitgeteilt hatte, sie erwarte den Fragebogen, sah es dieser anscheinend auch nach der
Operation nicht als erforderlich an, den Sachverhalt zu ergänzen.
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5.3.4 Die Argumentation des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers, dieser habe
geglaubt, die Unklarheiten bezüglich der Kostengutsprache würden bezüglich der
Identität des Versicherungsträgers bestehen und nicht in der Frage, ob überhaupt ein
Unfall vorliege (vgl. act. G 1, S. 5 Ziff. 18), vermag ebenfalls nicht zu überzeugen. Dem
von der Mitarbeiterin der Beschwerdegegnerin am 3. Oktober 2016 geführten und von
ihr aufgezeichneten Gespräch (act. G 3.1/12) ist kein Hinweis zu entnehmen, der für die
vorgebrachte Rechtfertigung sprechen würde. Wenig plausibel ist auch, dass sich der
Beschwerdeführer des Umstandes, dass die Suva hätte involviert sein können,
überhaupt bewusst gewesen wäre. Im Zentrum des Gesprächs mit der Mitarbeiterin
der Beschwerdegegnerin stand erkennbar die Frage nach dem Ereignishergang.
5.4 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass im vorliegenden Fall nicht mit dem
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit feststeht, dass der
Beschwerdeführer in einem Fussballspiel am 12. September 2016 in einem Zweikampf
von seinem Gegenspieler weggeschubst worden und daraufhin gestürzt ist. Bei der
Beurteilung, ob ein Unfall im Rechtssinn vorliegt, ist von der bis zum
Leistungsablehnungsschreiben der Beschwerdegegnerin vom 14. Oktober 2016 (act. G
3.1/24) in den Akten wiederholt übereinstimmend genannten Verdrehung des Knies
ohne Dritteinwirkung auszugehen (vgl. Erwägung 5.2). Die vorliegende Beweislage ist
derart, dass im Sinne der antizipierten Beweiswürdigung gesagt werden kann, dass
von zusätzlichen Abklärungen bzw. Zeugenbefragungen keine weiteren
entscheidrelevanten Erkenntnisse hinsichtlich der Frage, ob sich ein Sturz zugetragen
hat, zu erwarten sind.
6.
Mit dem Sachverhalt einer Knieverdrehung ist das Unfallbegriffsmerkmal des
ungewöhnlichen äusseren Faktors nicht erfüllt.
6.1 Bei den in den medizinischen Akten einheitlich genannten Diagnosen Distorsion
bzw. Distorsionstrauma (act. G 3.1/5, G 3.1/9, G 3.1/16) handelt es sich zwar um eine
Verletzung, die entsteht, wenn der normale Bewegungsraum des Gelenks durch
Umknicken oder Verdrehen überschritten wird (vgl. dazu ALFRED M. DEBRUNNER,
Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. Bern 2005, S. 412, 1097, 1120). Dennoch
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kann nicht ohne Weiteres ein Unfall im Rechtssinne angenommen werden. Der
medizinische Begriff des Traumas deckt sich nicht mit dem Unfallbegriff. Ein
traumatisches Ereignis schliesst zwar eine pathologische Ursache aus, umfasst jedoch
neben dem eigentlichen Unfall im Rechtssinne auch Ereignisse, denen der Charakter
der Ungewöhnlichkeit und/oder Plötzlichkeit abgeht (Urteil des EVG vom 3. Januar
2000, U 236/98, E. 2.d; MAURER, a.a.O., S. 176 f.). Dass Dr. C._ die Kniedistorsion
im Arztbericht vom 23. September 2016 auch unter der Rubrik "Angaben des
Patienten" nannte, lässt davon ausgehen, dass die Diagnose vor allem auf dem vom
Beschwerdeführer geschilderten Bewegungsmechanismus einer Gelenksverdrehung
basiert. Distorsionen zeichnen sich indes durch verschiedenste Schweregrade aus und
können auch nach einem geringfügigen Trauma auftreten (vgl. DEBRUNNER, a.a.O., S.
1097; vgl. dazu auch Urteil des EVG vom 30. August 2001, U 277/99). Damit ist bereits
allgemein gesagt, dass eine Distorsion nicht in jedem Fall einem Unfall mit
unphysiologischer, programmwidriger Beanspruchung eines Körperteils im Sinne eines
ungewöhnlichen äusseren Faktors entspricht. Rechtsprechungsgemäss ist zwar
Fussballspielen mit einem gesteigerten Gefährdungspotenzial verbunden, indem eine
Vielzahl von nicht alltäglichen Bewegungen (wie abruptes Beschleunigen und Stoppen,
seit- und rückwärts Laufen, Drehen, Strecken, Schiessen des Balls, Hochspringen beim
Kopfball etc.) ausgeführt werden, die den gesamten Körper mannigfach belasten und
auch für einen geübten Fussballspieler keine alltägliche Lebensverrichtung wie etwa
blosse Bewegungen im Raum darstellen (SVR 2008 UV Nr. 12 S. 38, U 71/07, E. 6.2;
Urteile des Bundesgerichts vom 26. Juli 2011, 8C_186/2011, E. 8.4, vom 12. März
2007, U 611/06, E. 5.1, und vom 26. Juli 2007, U 469/06, E. 5.4). Dennoch kann, wie
bereits gesagt, bei einer Sportverletzung ohne besonderes Vorkommnis noch kein
Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG, sondern höchstens ein unfallähnliches Ereignis
angenommen werden (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 16. Juli 2014,
8C_147/2014, E. 2.3 und vom 4. Juli 2007, U 362/06, E. 4.2.2; zum unfallähnlichen
Ereignis: BGE 123 V 43 bestätigt in BGE 129 V 466). Dass die Muskulatur, die
Knochenstruktur des rechten Knies oder das Gelenk am 12. September 2016 durch
eine relevante Programmwidrigkeit, konkret durch einen Sturz, übermässig
beansprucht worden sind, ist mit Blick auf die Ausführungen in Erwägung 5 nicht mit
dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit dargetan.
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6.2 Die Bestätigung einer unfallbedingten Schädigung durch Dr. C._ in seinem
Schreiben vom 16. Dezember 2016 (act. G 1.8) veranlasst zu keiner anderen
Beurteilung. Auch diese basiert offensichtlich auf der Angabe des Beschwerdeführers,
er habe sich bei einem Fussballspiel das Knie verdreht. Wie dargelegt, kann damit nicht
angenommen werden, er habe sich die Schädigung bei einem Unfall im Sinne von Art.
4 ATSG zugezogen.
7.
7.1 Somit bleibt die Frage zu beantworten, ob es sich bei der Verletzung des
Beschwerdeführers um eine unfallähnliche Körperschädigung im Sinne von Art. 9 Abs.
2 UVV handelt (vgl. Erwägung 3.3).
7.2 Bei einer nach einer Gelenksverdrehung auftretenden Distorsion handelt es sich
zwar definitionsgemäss um eine Bandverletzung im Sinne von Art. 9 Abs. 2 lit. g UVV
(vgl. MAURER, a.a.O., S. 205; Urteil des EVG vom 30. August 2001, U 277/99; Urteil
des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 21. März 2007, UV 2006/74).
Als Ursache der anhaltenden Schmerzen des Beschwerdeführers wurde jedoch ein
Knorpeldefekt im lateralen Femurkondylus rechts mit freiem Knorpelfragment
betrachtet (act. G 3.1/5, G 3.1/13). Die Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin ist in
Bezug auf dessen Behandlung, insbesondere hinsichtlich der am 3. Oktober 2016
durchgeführten Kniearthroskopie mit Entfernung eines freien Gelenkknorpels über dem
posterolateralen Portal und der AMIC-Plastik am lateralen Femurkondylus über eine
laterale Mini-Arthrotomie rechts, streitig. Da Knorpelläsionen keine Listenverletzung im
Sinne von Art. 9 Abs. 2 UVV darstellen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 13. März
2014, 8C_865/2013, E. 4.2), liegt in Bezug auf das rechte Knie keine unfallähnliche
Körperschädigung vor. Eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin nur im
Zusammenhang mit einer Distorsion lässt sich von der Behandlung der
Knorpelverletzung nicht abgrenzen. Ohnehin dürfte sie neben dieser keine
eigenständige bzw. spezifische Bedeutung gehabt haben.
8.
Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen.
Gerichtskosten werden in Anwendung von Art. 61 lit. a ATSG keine erhoben.
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