Decision ID: 86295bff-865d-5b66-bd83-ceb5cbb3ac22
Year: 2009
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Eigenen Angaben zufolge verliess der Beschwerdeführer, ein  Staatsangehöriger, seinen Heimatstaat am 23. Dezember 2004 und stellte am 30. Dezember 2004 in der Schweiz ein erstes . Mit Verfügung vom 19. Januar 2005 lehnte das BFM das  ab, verfügte die Wegweisung aus der Schweiz und ordnete deren Vollzug an. Die dagegen erhobene Beschwerde vom 18. Februar 2005 (Poststempel) wies das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil vom 24. August 2007 ab. Für den Inhalt dieses ersten Asylverfahrens wird auf die Akten verwiesen.
B. Mit Schreiben vom 21. Dezember 2007 liess der Beschwerdeführer durch seinen Rechtsvertreter ein zweites Asylgesuch einreichen und beantragen, es sei die Flüchtlingseigenschaft aufgrund subjektiver Nachfluchtgründe im Sinne von Art. 54 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) festzustellen und die vorläufige Aufnahme anzuordnen. Eventualiter sei die Unzumutbarkeit des  festzustellen und die vorläufige Aufnahme anzuordnen. Auf die Erhebung eines Gebührenvorschusses im Sinne von Art. 17b AsylG sei zu verzichten.
Das zweite Asylgesuch wurde im Wesentlichen mit zusätzlichen  Aktivitäten begründet, die noch nicht aktenkundig seien und bisher zu keinem Zeitpunkt geltend gemacht worden seien. So habe sich der Beschwerdeführer in der Schweiz wiederholt politisch betätigt. Mit der Demokratischen Vereinigung für Flüchtlinge (DVF) habe er an zahlreichen - gegen das Regime in Teheran gerichteten - Aktionen teilgenommen. Aufgrund seines unermüdlichen  bei Aktionen der DVF sei der Beschwerdeführer am (..) zum Verantwortlichen für Öffentlichkeitsarbeit für den Kanton (...) ernannt worden. Insgesamt verfolge er sehr aktiv seine exilpolitische Tätigkeit in der Schweiz. In seinem ausgeprägten politischen Profil und der daraus resultierenden Verfolgungsgefahr für den Fall der Rückkehr liege die massgeblich neue Tatsache. Damit habe der Beschwerdeführer die Flüchtlingseigenschaft gestützt auf subjektive Nachfluchtgründe im Sinne von Art. 54 AsylG nachgewiesen.
Zur Untermauerung der Vorbringen wurden folgende Beweismittel ins
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Recht gelegt: Ein Schreiben des Präsidenten der DVF vom (...), in dem der Beschwerdeführer als Propaganda-Verantwortlicher der  (...) bezeichnet wird, sowie eine umfangreiche Dokumentation über die exilpolitische Tätigkeit des Beschwerdeführers mit einer Chronologie seiner Aktivitäten zwischen dem 27. Mai 2006 und dem 22. November 2007, mit amtlichen Bewilligungen für Informationsveranstaltungen, Fotos, Flugblättern und Ausdrucken aus dem Internet.
C.
C.a Mit Verfügung vom 9. Februar 2009 - eröffnet am 10. Februar 2009 - trat das BFM auf das Asylgesuch gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG nicht ein, verfügte die Wegweisung aus der Schweiz und ordnete den Wegweisungsvollzug an. Die Vorinstanz führte aus, der Beschwerdeführer mache ausschliesslich Gründe geltend, die durch seine Tätigkeit während des Aufenthaltes in der Schweiz entstanden seien. Das mit dem Asylgesuch eingereichte detaillierte Dossier seiner Aktivitäten sowie die schriftliche Begründung habe der in dieser  erfahrene Rechtsvertreter mit der gebotenen Sorgfalt verfasst. Das Asylgesuch könne daher aufgrund der vorliegenden Akten entschieden werden.
C.b Das BFM brachte darüber hinaus vor, es sei zwar , dass die iranischen Behörden die politischen Aktivitäten ihrer Staatsangehörigen im Ausland überwachen würden. Die iranischen Behörden hätten - vor dem Hintergrund einer bekanntermassen  Zunahme exilpolitischer Betätigung von abgewiesenen iranischen Asylsuchenden - aber nur ein Interesse an der namentlichen  einer Person, deren Aktivitäten über den Rahmen  und niedrig profilierter Erscheinungsformen exilpolitischer  hinausgingen und die Funktionen oder Aktivitäten entwickle,  den Asylsuchenden als ernsthaften und gefährlichen  erscheinen liessen. Erheblich sei eine exilpolitische Tätigkeit nur dann, wenn der Betreffende nach aussen erkennbar, persönlich  und virulent regimefeindlich aktiv werde oder wenn sich seine  Aktionen als Fortführung einer bereits in seinem Heimatland betätigten festen Überzeugung darstellten und sie eine gewisse  erreichen würden. Es dürfe davon ausgegangen werden, dass die iranischen Sicherheitsbehörden durchaus in der Lage seien zwischen politisch engagierten Iranern, die das Regime zu gefährden vermöch-
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ten, zu unterscheiden und Exilaktivisten, die es geradezu darauf  würden, sich durch ihre Aktionen bekannt zu machen. Die  für ein persönliches Exponieren könnten zwar durchaus bei weniger bekannten Personen möglich sein; massgeblich hierfür sei aber, dass aufgrund der politischen Überzeugung, Art, Dauer und  der politischen Betätigung einerseits eine Identifizierung  sei und andererseits der Betroffene in den Augen der iranischen Behörden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit als ein ernsthafter und in seinem Wirkungsgrad gefährlicher Regimegegner erscheine.
Wie im ersten Asylverfahren bereits rechtskräftig festgestellt worden sei, habe der Beschwerdeführer keine politischen Aktivitäten und  folgende behördliche Probleme im Heimatstaat vor seiner  glaubhaft zu machen vermocht. Daher könne ausgeschlossen , dass er vor dem Verlassen seiner Heimat als regimefeindliche Person ins Blickfeld der iranischen Behörden oder Nachrichtendienste geraten sei. Es bleibe somit noch die Gefährdung allein aufgrund der exilpolitischen Tätigkeit während seines Aufenthaltes in der Schweiz zu würdigen. Dem Urteil vom 24. August 2007 zufolge habe es keine Hinweise dafür gegeben, dass die bis zum Urteilszeitpunkt bekannten exilpolitischen Aktivitäten des Beschwerdeführers ihn den iranischen Behörden gegenüber namentlich bekannt gemacht hätten.
Die mit dem zweiten Asylgesuch eingereichte Dokumentation der  Aktivitäten des Beschwerdeführers in der Schweiz würde über das Datum des Urteils des Bundesverwaltungsgerichts vom 24. August 2007 hinausreichen und enthalte teilweise Informationen über Ereignisse, die zwar bei der Urteilsfällung bereits stattgefunden hätten, aber den Asylbehörden noch nicht bekannt gewesen seien. Hinzu kämen als neue Elemente die Wahl des Beschwerdeführers zum Propaganda-Verantwortlichen der Sektion (...) an der Generalversammlung der DVF vom 22. September 2007, seine Teilnahme an einem 24-stündigen Sitzstreik in St. Gallen, seine Teilnahme an Kundgebungen im Oktober und November 2007 sowie an einer überparteilichen Kundgebung vor der iranischen Botschaft in Bern am 25. August 2007. Während die durch zahlreiche Fotos dokumentierte Teilnahme an Kundgebungen lediglich eine "niedrigprofilige" Fortsetzung bereits rechtskräftig beurteilter exilpolitischer Aktivitäten darstelle, stelle sich in casu die Frage, ob die Wahl des Beschwerdeführers zum Verantwortlichen für Propaganda der DVF-Sektion (...) und die damit verbundene Aktivität als erhebliche
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exilpolitische Tätigkeit zu qualifizieren sei, welche den Beschwerdeführer in den Augen der iranischen Behörden als einen ernsthaften und in seinem Wirkungsgrad gefährlichen Regimegegner erscheinen lasse. Gemäss der Tätigkeitsbeschreibung seitens des Präsidenten der DVF umfasse das Pflichtenheft des Beschwerdeführers einen hohen Anteil an logistischen,  Aufgaben. Die Durchsicht der Materialien der DVF ergebe, dass es sich um eine repetitive Kompilation allgemein bekannter, plakativer Kritikpunkte an der iranischen Führung handle, die auch von den westlichen Massenmedien verbreitet würden. Dagegen fehlten investigative Beiträge oder gar brisante Neuigkeiten, die ein breiteres Publikum in der Schweiz interessieren würden und das Regime in Teheran tatsächlich in ernsthafte Schwierigkeiten bringen könnten. Eine derartige Tätigkeit strahle in der Schweiz vor allem auf die zahlenmässig kleine Gruppe von Landsleuten in ähnlicher Situation aus: iranische Flüchtlinge und abgewiesene iranische Asylsuchende. Ein klares Konzept zum Sturz des aktuellen Regimes und eine gewisse Schlagkraft seien jedenfalls nach aussen nicht erkennbar.
C.c Zusammenfassend kam die Vorinstanz zum Schluss, dass dem Asylgesuch keine Hinweise entnommen werden könnten, wonach ab rechtskräftigem Abschluss des ersten Asylverfahrens Ereignisse  seien, die geeignet wären, die Flüchtlingseigenschaft des  zu begründen, oder die für die Gewährung  Schutzes relevant sein könnten. Auf das Asylgesuch sei demzufolge - ohne vorgängige Gewährung des rechtlichen Gehörs (unter Hinweis auf das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts D-1138/2008 vom 24. April 2008) - nicht einzutreten.
D. Mit Beschwerde vom 17. Februar 2009 (Poststempel) an das  beantragte der Beschwerdeführer durch seinen Rechtsvertreter, die angefochtene Verfügung sei vollumfänglich  und die Sache zur Durchführung einer Anhörung sowie  des Asylgesuchs an die Vorinstanz zurückzuweisen. Eventualiter sei die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers festzustellen und die vorläufige Aufnahme anzuordnen. In  Hinsicht sei dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren. Auf die Begründung der Beschwerde wird, soweit , in den Erwägungen eingegangen.
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Zur Untermauerung seiner Vorbringen liess der Beschwerdeführer ein Dossier mit diversen Unterlagen betreffend seine exilpolitischen Aktivitäten von November 2007 bis Dezember 2008 sowie Internetausdrucke der DVF als Beweismittel zu den Akten reichen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das  Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des  vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des  vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
1.2 Die Beschwerde ist form- und fristgerecht eingereicht. Der  ist durch die angefochtene Verfügung berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Der Beschwerdeführer ist daher zur Einreichung der  legitimiert (Art. 6 und Art. 108 Abs. 2 AsylG ; Art. 48 Abs. 1 und Art. 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten.
2. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
3. Über offensichtlich begründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters  einer zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachstehend aufgezeigt, handelt es sich vorliegend um eine solche Beschwerde, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG).
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Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde vorliegend auf die Durchführung des Schriftenwechsels verzichtet.
4.
4.1 Gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG wird auf ein Asylgesuch nicht eingetreten, wenn Asylsuchende in der Schweiz bereits ein  erfolglos durchlaufen haben oder während des hängigen  in den Heimat- oder Herkunftsstaat zurückgekehrt sind, ausser es gebe Hinweise, dass in der Zwischenzeit Ereignisse eingetreten sind, die geeignet sind, die Flüchtlingseigenschaft zu begründen, oder die für die Gewährung vorübergehenden Schutzes relevant sind.
4.2 Bei der Prüfung, ob Hinweise auf eine Verfolgung vorliegen,  geeignet sind, die Flüchtlingseigenschaft zu begründen, ist vom engen Verfolgungsbegriff im Sinne von Art. 3 AsylG auszugehen,  darunter auch subjektive Nachfluchtgründe fallen. Bei der Prüfung von Hinweisen auf in der Zwischenzeit eingetretene, für die  relevante Ereignisse, welche gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG dazu führen, dass auf ein zweites (oder weiteres)  einzutreten ist, kommt ein gegenüber der Glaubhaftmachung  Beweismassstab zur Anwendung: Auf ein Asylgesuch muss eingetreten werden, wenn sich Hinweise auf eine relevante Verfolgung ergeben, die nicht zum Vornherein haltlos sind (vgl. EMARK 2005 Nr. 2 E. 4.3 S. 17).
5.
5.1 In der Rechtsmitteleingabe wird zunächst mit Hinweis auf einen Entscheid der damaligen Schweizerischen Asylrekurskommission (ARK) (Entscheidungen und Mitteilungen der ARK [EMARK] 2006 Nr. 20) gerügt, die Vorinstanz habe im zweiten Asylverfahren durch den Verzicht auf die Durchführung einer Anhörung den Anspruch des Beschwerdeführers auf rechtliches Gehör verletzt.
5.2 Gemäss Art. 36 Abs. 1 Bst. b AsylG findet in den Fällen nach Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG eine Anhörung im Sinne der Art. 29 und 30 AsylG statt, wenn die asylsuchende Person aus ihrem Heimat- oder Herkunftsstaat in die Schweiz zurückgekehrt ist. In den übrigen Fällen wird ihr das rechtliche Gehör gewährt (vgl. Art. 36 Abs. 2 AsylG).  in diesen Fällen indessen die Möglichkeit, einen  zu treffen, ist das Bundesamt verpflichtet, im Rahmen des
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neuen ordentlichen Asylverfahrens eine Anhörung gemäss Art. 29 f. AsylG durchzuführen (vgl. EMARK 2006 Nr. 20 E. 3.1 S. 214 f.).
5.3 Für den vorliegenden Fall ist festzustellen, dass sich der  den Akten zufolge zwischen dem Abschluss des  Asylverfahrens und der Einreichung des vorliegenden Asylgesuchs nicht in seinem Heimatstaat aufgehalten hat. Somit hätte für das BFM keine Veranlassung bestanden, im Anschluss an die Einreichung des vorliegenden Asylgesuchs eine Anhörung durchzuführen, wenn die Voraussetzungen für das Fällen eines Nichteintretensentscheids in  von Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG gegeben gewesen wären.
5.4 Gemäss der durch die ehemalige ARK begründeten  (wie in der Beschwerdeschrift erwähnt: EMARK 2006 Nr. 20), welcher sich das Bundesverwaltungsgericht anschliesst, fällt die , in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG einen  zu treffen, indessen von vornherein ausser Betracht, wenn ein (erneutes) Asylgesuch mit subjektiven Nachfluchtgründen begründet wird und diese Vorbringen nicht bloss in den Raum gestellt werden, sondern mit einschlägigen Beweismitteln eine konkrete  davon vermittelt wird, worin die exilpolitischen Aktivitäten , also Hinweise auf eine Verfolgung vorliegen. Weiter wurde folglich im genannten Entscheid festgehalten, das Ausbleiben einer Anhörung gemäss Art. 29 und 30 AsylG könne nicht durch die im Rechtsmittelverfahren genutzten Argumentationsmöglichkeiten "" und damit als unerheblich betrachtet werden. Es dürfe davon ausgegangen werden, dass sich die erforderliche Anhörung  gerade (auch) auf die Frage nach dem Exponierungsgrad und der genauen Tragweite der Aktivitäten des Beschwerdeführers  hätte (a.a.O., E. 3.1 S. 214 f.). Diese Argumentation ist auch auf den vorliegend zu beurteilenden Fall anwendbar. Die zentrale Frage, ob den (neuen) exilpolitischen Aktivitäten des Beschwerdeführers als Fortsetzung seiner bisherigen, bereits beurteilten Tätigkeiten eine  Bedeutung zuzumessen ist und welcher  konkret dadurch erreicht wurde, bedarf einer vertieften , welche eine Anhörung des Beschwerdeführers erfordert und sich nicht mit einem Nichteintretensentscheid nach Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG vereinbaren lässt. Dies jedenfalls in Fällen wie dem , in welchem neue Beweismittel eingereicht wurden.
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5.5
5.5.1 An den vorstehenden Ausführungen vermag der Verweis des BFM in der angefochtenen Verfügung auf das unveröffentlichte Urteil des Bundesverwaltungsgerichts D-1138/2008 vom 24. April 2008 nichts zu ändern. Es trifft zwar zu, dass im genannten Urteil eine  des rechtlichen Gehörs trotz unterbliebener Anhörung des  Beschwerdeführers verneint wurde. Das  erwog diesbezüglich, im schriftlich eingereichten (vierten)  habe der Rechtsvertreter jenes Beschwerdeführers seinen Standpunkt ausführlich dargelegt. Insbesondere werde im Gesuch  begründet, weshalb nach Auffassung des Beschwerdeführers dessen Flüchtlingseigenschaft gegeben sei respektive inwiefern sich die relevante Sachlage gegenüber derjenigen im Zeitpunkt des  des dritten Asylverfahrens verändert habe. Gestützt auf die Vorbringen im Gesuch habe die Vorinstanz daher davon ausgehen können, dass die Asylvorbringen damit vollständig vorgelegen hätten, womit keine Veranlassung bestanden habe, den Beschwerdeführer zu einer weiteren - schriftlichen oder mündlichen - Stellungnahme  (a.a.O., E. 6.2 S. 11). Allerdings lag dem damaligen Verfahren insofern ein anderer Sachverhalt zugrunde, als nämlich nicht  Nachfluchtgründe zu beurteilen waren, vielmehr machte jener  infolge der bevorstehenden Unabhängigkeitserklärung des Kosovo eine veränderte Situation in seinem Heimatstaat als Grund für das erneute Asylgesuch geltend. Die Schlussfolgerungen des  Entscheides lassen sich deshalb nicht auf den vorliegend zu beurteilenden Fall anwenden.
5.5.2 Im Sinne der Rechtsprechung läuft somit in casu das Argument der Vorinstanz ins Leere, wonach das Asylgesuch aufgrund der Akten entschieden werden könne, zumal der Rechtsvertreter das mit dem Asylgesuch eingereichte detaillierte Dossier mit der gebotenen  verfasst habe und der Beschwerdeführer ausschliesslich Gründe geltend mache, die durch seine Tätigkeit während des Aufenthaltes in der Schweiz entstanden seien, da sich aufgrund der geltend  subjektiven Nachfluchtgründe der Verzicht auf die Durchführung  asylrechtlichen Anhörung nicht rechtfertigen lässt.
5.6 Nach dem Gesagten ist festzuhalten, dass der ungerechtfertigte Verzicht des Bundesamtes auf eine vorgängige Anhörung einer  des Anspruchs auf rechtliches Gehör gleichkommt (vgl. Art. 29
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Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 [BV, SR 101] und Art. 30 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 6 AsylG). Eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör führt grundsätzlich zur Aufhebung des angefochtenen Hoheitsakts ohne Rücksicht darauf, ob Letzterer bei korrekter Gewährung des rechtlichen Gehörs anders ausgefallen wäre, zumal eine solche Betrachtungsweise dem formellen Charakter des Gehörsanspruches widerspräche (vgl. EMARK 1999 Nr. 20 S. 131; 1998 Nr. 34 E. 10d, S. 292 f.; ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 5. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2006, Rz. 1709).
5.7 Angesichts dieser Umstände ergibt sich, dass das BFM  verletzt hat, indem es zu Unrecht von einer Anhörung des  abgesehen hat und auf das Asylgesuch nicht  ist. Demzufolge ist die Beschwerde im Sinne der Erwägungen gutzuheissen, die angefochtene Verfügung vom 9. Februar 2009  und die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz . Das BFM ist aufzufordern, dem Beschwerdeführer im Sinne der obigen Erwägungen zu den im zweiten Asylgesuch geltend  subjektiven Nachfluchtgründen mittels Durchführung einer Anhörung das rechtliche Gehör zu gewähren. Bei dieser Sachlage  sich Ausführungen zu den weiteren Vorbringen in der .
6.
6.1 Bei diesem Ausgang des Beschwerdeverfahrens sind keine Kosten aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Das Gesuch des  um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG ist damit als gegenstandslos zu betrachten.
6.2 Dem rechtlich vertretenen Beschwerdeführer ist angesichts seines Obsiegens zulasten der Vorinstanz eine Parteientschädigung für die ihm notwendigerweise erwachsenen Kosten zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG sowie Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 7 Abs. 1, Art. 8 und 9 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und  vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Aufgrund der Akten können die Vertretungskosten  zuverlässig abgeschätzt werden und sind unter Berücksichtigung der massgebenden Berechnungsfaktoren (Art. 9-11 und 13 VGKE) auf Fr. 800.-- (inkl. MWST und Auslagen) festzusetzen, weshalb auf die Einforderung einer Kostennote verzichtet werden kann (vgl. Art. 14
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Abs. 2 in fine VGKE). Das BFM ist entsprechend anzuweisen, dem Beschwerdeführer diesen Betrag als Parteientschädigung auszurichten.
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