Decision ID: f89791b0-defc-4a02-8e30-2e53a20e8739
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Der 1960 geborene
X._
ist seit dem 1. Mai 1983 bei der
Y._ GmbH
tätig und
bei der
Schweizerischen
Unfallversicherungs
anstalt
(
SUVA
)
ge
gen die Folgen von
Nichtberufsu
nfällen versichert. Am
7. Juli 2013 erlitt
er
bei einem Motorradunfall (
frontale
Kollision mit einem anderen Motor
rad)
ein
Po
lytrauma
(Urk. 8/1
und Urk. 8/14 S. 1
). Die
SUVA
erbrachte die gesetzlichen
Versicherungsl
eistungen.
Mit
Verfügung vom
13
. Dezember 2013
kürzte die SUVA die Taggeld-Leistu
ngen um 10 %
(Urk. 8/55).
Die vom Ver
sicherten am
29. Januar 2014
dagegen
erhobene Einsprache (Urk. 8/61)
wies die SUVA
mit Einsprache
-E
ntscheid vom
5. Mai 2014 ab (Urk. 2 [= Urk. 8/82
]).
2.
Da
ge
g
en erhob der Versicherte am 3. Juni 2014 Beschwerde und beantragte, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben,
und es sei keine Leistungskürzung vor
zunehmen
(Urk. 1 S.
2
). Mit Beschwerdeantwort vom
10. Juli
2014
schloss die
Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 7), was
dem Be
schwer
deführer am
14. Juli 2014 angezeigt wurde (Urk. 9
).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss Art. 6 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) werden – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (Abs. 1).
1.2
Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art. 6
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungs
rechts
,
ATSG), so hat sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Der Anspruch auf Taggeld entsteht am dritten Tag nach dem Unfalltag. Er er
lischt mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit,
mithin im Zeitpunkt der vollen Wiedererlangung der Fähigkeit, im bisherigen oder in einem anderen
Beruf zumutbare Arbeit zu leisten (Art. 16 Abs. 1 und 2 UVG
i.V.m
. Art. 6 ATSG;
BGE 137 V 199 E.
2.1, Urteil des Bundesgerichts 8C_639/2014 vom 2.
Dezember 2014 E.
3
)
.
1.3
Gemäss Art. 37 Abs. 2 UVG werden in der Versicherung der Nichtberufsunfälle in Abweichung von Art. 21 Abs. 1 ATSG die Taggelder, die während der ersten zwei Jahre nach dem Unfall ausgerichtet werden, gekürzt, wenn der Versicherte den Unfall grob fahrlässig herbeigeführt hat.
Grobfahrlässig nach Art. 37 Abs. 2 UVG handelt, wer jene elementaren
Vor
sichtsgebote
unbeachtet lässt, die jeder verständige Mensch in der gleichen Lage und unter den gleichen Umständen befolgt hätte, um eine nach dem natürlichen Lauf der Dinge vorhersehbare Schädigung zu vermeiden. Die Fahrlässigkeit be
steht aus einer objektiven und subjektiven, nach ihrer Schwere graduell abzu
stuf
enden Verschuldenskomponente, wobei sich der Grad der Fahrlässigkeit primär nach dem Grad des subjektiven Verschuldens beurteilt. Das Verhalten muss, um – durch Verletzung elementarster Vorsichtsgebote – Rechtsnachteile zu gewär
ti
gen, Unverständnis, Kopfschütteln und Tadel auslösen, eine morali
sche Verur
tei
lung nach sich ziehen und die Grenze des Tolerierbaren über
schreiten (BGE 138 V 522 E. 5.2.1 und 5.2.2 mit Hinweisen).
1.4
Im Übrigen k
ann
auf
die zutreffenden Erwägungen der SUVA zu den Voraus
setzungen für eine Leistungskürzung gemäss Art. 37 Abs. 2 UVG verwiesen wer
den
(Urk. 2
S. 2 f.
)
.
2.
2.1
Strittig und zu prüfen ist die Rechtmässigkeit der Kürzung der Taggeld-Leistun
gen.
2.2
Die Beschwerdegegnerin
führte
im angefochtenen Einsprache-Entscheid zu
sam
mengefasst
aus
, der Beschwerdeführer habe
als Lenker eines Motorrades am 7. Juli 2013 auf der
Nufenenpassstrasse
nach einer Haarnadellinkskurve auf einen
Personenwagen der Marke Ran
ge Rover aufgeschlossen und
zum Über
holen an
ge
setzt. Dabei habe er ein korrekt entgegenkommendes Motorrad, das sich etwa auf der Höhe des Personenwagens befunden habe, übersehen, sodass es zu einer
Frontalkollision gekommen sei. Er habe sich dabei diverse schwere Verletz
ungen
zugezogen. Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft des Kantons Wallis vom 14. Oktober 2013 sei der Beschwerdeführer wegen einer groben Verletzung der Verkehrsregeln (Art. 90 Abs. 2
i.V.m
. Art. 35 Abs. 2-4 des
Strassenverkehrs
ge
setzes
, SVG) verurteilt w
orden (Urk. 2 S. 2
). Der Beschwerdeführer habe unbe
strittenermassen gegen die Verkehrsregeln von Art. 34
(richtig: Art. 35)
Abs. 2-4
SVG verstossen. Objektiv oder subjektiv
ver
schuldensmindernde
Entlastungs
gründe
seien nicht ersichtlich. Insbesondere könne entgegen der Darstellung des
Beschwerdeführers nicht davon ausgegan
gen werden, dass er sich vor dem Über
holmanöver versichert hätte, dass kein Gegenverkehr vorhanden sei. Gemäss seiner Aussage im Polizeibericht sei der Personenwagen, den er überholt habe, ziemlich hoch gewesen und habe getönte Scheiben gehabt, sodass er nicht habe hindurchsehen können. Dennoch habe er zum Überholen angesetzt.
Auch der
entgegenkommende Motorradlenker habe den Beschwerdeführer gemäss
Poli
zeibericht
erst gesehen, als dieser hinter dem Personenwagen plötzlich ausge
schwenkt
sei
, wobei kurz darauf auf Höhe des Personenwagens die Kollision erfolgt sei. Die Missachtung der genannten Vor
schriften habe sodann zu den er
litte
nen Verletzungen geführt und sei auch ge
nerell geeignet, die eingetre
te
nen Unfallfolgen herbeizuführen, weshalb das Fehlverhalten als adäquat kausal
e
Ur
sache des Schadenfalles bezeichnet werden müsse. Folglich sei von einer schwer
wiegenden Verletzung einer elementaren Verkehrsregel und damit von
gro
ber Fahrlässigkeit im Sinne von Art. 37 Abs.
2 UVG auszugehen (Urk. 2 S. 4
).
Eine 10%ige Kürzung der Taggelder bei
Grob
fahrlässigkeit
entspreche dem
praxis
ge
mäs
sen
Kürzungsminimum (Urk. 2 S. 4
).
2.3
Dem hielt der Beschwerdeführer im Wesentlichen entgegen,
nicht jede pflicht
wi
drige und unfallkausale Missachtung einer Verkehrsvorschrift bedeute eine grobe
Fahrlässigkeit, ansonsten die Abgrenzung gegenüber der leichten Fahr
lässigkeit entfiele. Auch die Verletzung einer elementaren Verkehrsvorschrift
führe nicht notwendigerweise zur Annahme einer groben Fahrlässigkeit, da nicht
allein auf den Tatbestand der verletzten Vorschrift abzustellen sei. Viel
mehr seien die gesamten Umstände des konkreten Falles zu würdigen und
es
sei zu
prüfen, ob subjektiv oder objektiv bedeutsame Entlastungsgründe vorlägen, die das
Verschulden in einem milderen Licht, somit die Verkehrsregelverletzung nicht als schwerwiegend erscheinen liessen. Er habe in keiner Weise
eventual
vorsätzlich
oder bewusst fahrlässig gehandelt. Er habe vor dem Überholmanöver
den Gegenverkehr geprüft und festgestellt, dass kein Verkehr vorhanden sei. Dies
habe er bereits bei der polizeilichen Einvernahme vom 16. Juli 2013 aus
gesagt. Durch den Kontrollblick habe praktisch die gesamte Gegenfahrba
h
n überblickt werden können.
Als er sich hinter dem Personenwagen befunden habe, habe er nochmals einen Kontrollblick auf der rechten Seite machen kön
nen. Da
s andere Motorrad müsse
in der Zwischenzeit
hinter das Blickfeld des Personenwagens Range Rover gefahren sein (Urk. 1 S. 3
Rz
. 2.2). Des Weiteren habe er die Ge
schwin
digkeit nicht überschritten, da sich die Unfallstelle nach einer Haarnadel
kurve befunden habe. Er tätige seit Jahren Sicherheitstrainings für
Motorrad
fahren
, bei welchen insbesondere auch das Kurvenfahren geübt werde. Es sei ihm daher möglich, bereits in der Kurve
Kon
trollblicke
auszuführen (Urk. 1 S. 4
Rz
. 2.3).
3.
3.1
Hinsichtlich des Unfallhergangs kann auf die zutreffende Wiedergabe der
Be
schwerdegegnerin
verwiesen werden (
oben
E. 2.2). Zur Verdeutlichung ist
der Sach
verhalt durch
die
Beschreibung der
Strassenführung gemäss Fotodossier im
Po
lizeibericht
zu
ergänzen
.
Auf die bereits beschriebene
Haarnadellinkskurve
folgte eine leichte
Links
kurve
(Urk. 8/41
S. 21
ff.
)
.
Die
Strassenmarkierung
ent
sprach einer
Leitlinie Nr. 6.03 (weiss, unterbrochen
)
, welche
die Fahrbahnmitte
oder Fahrstreifengrenzen kennzeichnet (vgl. Urk. 8/41 S. 4 und Urk. 8/41 S. 21 ff;
Art. 73 Abs. 3 der
Signalisationsverordnung
, SSV)
.
Gemäss
Verkehrsun
fallbe
richt
vom 7. Juli 2013 handelte es sich beim Perso
nenwagen, welchen der Be
schwerdeführer zu überholen beabsichtigte, um einen Range Rover (Urk. 8/41 S. 3)
. Nach
Aussage des Beschwerdeführers anlässlich der polizeilichen Einver
nahme am 16. Juli 2013
schloss er nach der Haarnadel
kurve auf den Personen
wagen auf und setzte zum Überholen an.
Das sich vor ihm befindliche
Fahrzeug
sei
hoch
gewesen und hab
e getönte Scheiben
gehabt
, sodass er nicht
habe hin
durch sehen können
. Die Sicht und Übersicht sei durch die Strassenführung (Kurven) eingeschränkt gewesen
. Der Beschwerdeführer räumte ein,
die Schuld für
den
Verkehrsunfall zu tragen
, und fügte hinzu, er hätte an dieser Stelle niemals überholen dürfen
(Urk. 8/41 S. 11 f.
).
Er habe in der Haarnadelkurve den Gegenverkehr mit einem Kontrollblick überprüft und keinen Gegenverkehr fest
gestellt (Urk. 8/41 S. 13).
Die vom Beschwerdeführer eingereichten Übersich
ten über die örtlichen Verhältnisse (Urk. 3/1 und 3/2) beziehen sich nicht auf die
Unfallstelle, sondern eine andere Stelle der Passstrasse.
3.2
Dass die Beschwerdegegnerin
davon ausging, die Verletzung der Verkehrsvor
schrif
ten sei als elementare Verkehrsregelverletz
ung zu betrachten (Urk. 2 S. 3 f.
),
ist nicht zu beanstanden.
3.2.1
Gemäss Art. 35 Abs. 2 Satz 1 SVG ist
Überholen nur gestattet, wenn der nötige Raum übersichtlich und frei ist und der Gegenverkehr nicht behindert wird.
Ge
mäss Art. 35 Abs. 3 SVG muss beim Überholen auf die übrigen
Strassenbe
nützer
Rücksicht genommen werden.
Zudem darf i
n unübersichtlichen Kurven nicht überholt werden (Art. 35 Abs. 4 SVG).
3.2.2
Die
hohe Mauer auf der linken Seite
der Strasse
verunmöglichte
,
von der Haar
nadelkurve aus
in Fahrtrichtung
einen freien Blick auf die Fahrbahn zu erha
schen
.
Mit den vom Beschwerdeführe
r behaupteten Kontrollblicken von
der
Haarnadelkurve
aus
,
konnte der Strassenabschnitt, welcher für ein Überholma
növer hätte überprüft werden müssen,
somit
nicht eingesehen werden.
Dem A
usgang der Haarnadelkurve folgte
eine leichte
Link
skurve. Der vom Be
schwerdeführer – erst im Beschwerdeverfahren - erwähnte Kontrollblick
ent
lang
der rechten Seite des
vorderen Personenwagen
s
ermöglichte damit eben
falls keine
freie Sicht auf die Gegenfahrbahn (Urk. 8/41 S. 22
); schliesslich setzte
der Be
schwerdeführer
in
einer
leichten Links
kurve zum Überholen an
, und das vor ihm fahrende, hohe Fahrzeug versperrte ihm infolge der getönten Scheiben und des Auffahrens
vor dem Überholmanöver
die direkte Sicht auf die Strasse
.
Durch die vom Beschwerdeführer getätigten Kontrollblicke war
d
ie
regelkon
forme
Prüfung
der
Gegenfahrbahn
beim
Überholmanöver
praktisch
ausge
schlossen. Der
Hinweis des Beschwerdeführers, das entgegenkommende Motor
rad müsse
in der Zwischenzeit
ins Blickfeld hinter den Range Ro
v
er gefahren sein, verdeutlicht dies
umso mehr
.
Ob ein Blick entlang
der linken Seite des vorderen Personen
wagens für eine regelkonforme Prüfung
des Gegenverkehrs
ausgereicht hätte, is
t aufgrund des Strassenverlaufs
fraglich. Die Frage kann letztlich aber offenge
lassen werden, da ein solcher Blick gemäss den Schilderungen des Beschwer
de
führers nicht getätigt wurde. Immerhin ist aber anzunehmen, dass
der Be
schwer
deführer bei einem
Blick
auf der linken Seite
das entgegenkommende Fahrzeug
mit grösster Wahrscheinlichkeit
noch rechtzeitig
wahrgenommen
hätte.
Diese Annahme wird
auch
von der Aussage des entgegenkommenden
Motorradfahrer
s
gestützt. Er gab anlässlich
d
er poli
zeilichen Einvernahme
an,
ein Motorrad
sei plötzlich
aus
geschert
,
als er sich
etwa auf
der
Höhe
des entgegenkommenden
Per
sonenwagen
s
befunden habe. Er habe noch versucht, dem Motorrad auszu
wei
chen, dafür sei es aber zu spät ge
wesen (Urk. 8/41 S. 8).
3.2.3
Dass im Strafbefehl vom 14. Oktober 2013 von einer groben
Verkehrsregelver
letzung
ausgegangen wurde (Urk. 8/48 S. 3 f.), erscheint angesichts der vorste
henden Erwägungen
nachvollziehbar.
Zudem
entspricht
die Einhaltung
der
vom Beschwerdeführer
verletzten Verkehrsvorschriften
einem elementaren
Vor
sichts
gebot
.
Der Beschwerdeführer überfuhr zwar keine Sicherheitslinie. Sein Überho
l
manöver an un
übersichtlicher Stelle
war jedoch
äusserst riskant und
kam
einem Blindflug gleich,
wobei der Beschwerdeführer es
objektiv betrachtet
einzig und allein dem Zufall überliess, ob es zu einem
Zusammenprall mit ei
nem anderen Fahrzeug
kommen würde oder nicht
.
Der Umstand, dass er die Geschwindigkeit beim Überholmanöver nicht überschritt, wirkt sich
denn auch
nicht entlastend aus.
Dass der Beschwerdeführer
weder eventualvorsätzlich noch bewusst fahrlässig
gehandelt haben soll (vgl. Vorbringen in Urk. 1 S. 3
Rz
. 2.2), än
dert an der Beur
teilung jedoch
ebenfalls
nichts.
Gerade das seit
Jahren absol
vierte
Sicher
heits
training
(vgl. Vorbringen in Urk. 1 S. 4
Rz
. 2.3)
, durch welches sich der Be
schwerdeführer erhöhte Kenntnisse und Fähigkeiten aneignen konnte,
mussten
ihn in der zu beurteilenden Überholsituation zur Vorsicht
mahnen
. Dies
bezüg
lich kann
auf die zutreffenden Vorbringen der
Beschwerde
gegnerin
in der Be
sc
hwerdeantwort
verwie
sen
werden
(
Urk. 7 S. 5).
3.3
Der Kausalzusammenhang zwischen dem Verschulden und dem Unfallereignis oder seinen Folgen ist ebenfalls gegeben.
Der Beschwerdeführer wurde beim Zu
sammenprall mit einem entgegenkommenden Motorrad erheblich verletzt (vgl. den Verlegungsbericht des Spitals
Z._
vom 7. Juli 2013 [Urk. 8/20] so
wie den
Austrittsbericht des
Spitals
A
._
vom 25. Juli 2013 [Urk. 8/14]). Dies
hätte als mögliche Unfallfolge bei einem Zusammenprall auf
grund des riskanten Überholmanövers vorausgesehen werden können.
3.4.
Die Kürzung um 10 % entspricht dem praxisgemässen Kürzungsminimum bei
Grobfahrlässigkeit im Bereich von Verkehrsregelverletzungen (vgl. auch
Rumo-Jungo
, Holzer in:
Murer
/Stauffer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum
So
zial
versicheru
ngsrecht
, UVG, 4. Auflage, S. 212
mit Hi
nweisen auf die Recht
sprechung) und ist nicht zu beanstanden.
3.5
Die Beschwerde erweist sich
damit
als unbegründet und
ist
abzuweisen.