Decision ID: 026517db-86b8-4ed3-bd36-0039692db6f0
Year: 2009
Language: de
Court: SG_VG
Chamber: SG_VG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ Der am 6. November 1983 geborene V. D. ist Staatsangehöriger des Kosovo. Er
reiste im Jahr 1991 im Rahmen des Familiennachzugs in die Schweiz ein und erhielt im
Jahr 1998 eine Niederlassungsbewilligung. Am 19. September 2003 heiratete er in
seinem Heimatland die am 12. September 1987 geborene kosovarische Staatsbürgerin
Taulanda L. und ersuchte am 4. November 2003 um Bewilligung des
Familiennachzugs. Das Ausländeramt trat auf das Gesuch mit Verfügung vom 12. Mai
2004 mangels notwendiger Unterlagen nicht ein.
Am 23. Februar 2005 meldete sich V. D. nach Zürich ab, wo ihm eine bis zum 22.
Februar 2008 gültige Niederlassungsbewilligung erteilt wurde. Im Juli 2005 reiste seine
Ehefrau illegal in die Schweiz ein und erhielt in der Folge im November 2005 eine
Aufenthaltsbewilligung im Kanton Zürich. Am 18. November 2005 wurde die Tochter
Aurela geboren und in die Niederlassungsbewilligung von V. D. einbezogen.
Ab Oktober 2006 wohnte V. D. mit Ehefrau und Tochter bei seinen Eltern in St. Gallen.
Mit Schreiben vom 20. Dezember 2006 wies das Ausländeramt die Familie weg und
setzte ihr eine Frist bis 14. Januar 2007 zum Verlassen des Kantons St. Gallen.
Am 21. Dezember 2006 wurde die Tochter Estrela geboren.
Mit Gesuchen vom 11. Januar und 2. Februar 2007 ersuchten V. D. und seine Ehefrau
um Bewilligung des Kantonswechsels. Das Ausländeramt wies das Gesuch von V. D.
mit Verfügung vom 18. Dezember 2007 ab. Zur Begründung erwog es im wesentlichen,
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V. D. habe in strafrechtlicher und finanzieller Hinsicht zu Klagen Anlass gegeben, damit
Ausweisungsgründe gesetzt und deshalb keinen Anspruch mehr auf einen
Kantonswechsel. Die Verweigerung der Niederlassungsbewilligung sei
verhältnismässig. Neues Recht sei im vorliegenden Fall noch nicht anzuwenden, und im
übrigen würde selbst seine Anwendung zu keinem anderen Ergebnis führen.
Mit separater Verfügung vom 18. Dezember 2007 wies das Ausländeramt auch das
Gesuch der Ehefrau ab.
B./ Gegen die Verfügung des Ausländeramts vom 18. Dezember 2007 erhob V. D. mit
Eingabe seines Rechtsvertreters vom 31. Dezember 2007 Rekurs beim Justiz- und
Polizeidepartement (heute: Sicherheits- und Justizdepartement) mit dem Begehren, die
angefochtene Verfügung sei aufzuheben und das Gesuch um Kantonswechsel zu
bewilligen.
Am 31. Dezember 2007 erhob Taulanda D. mit Eingabe ihres Rechtsvertreters gegen
die Verfügung des Ausländeramts vom 18. Dezember 2007 ebenfalls Rekurs beim
Sicherheits- und Justizdepartement. Aufgrund der Abhängigkeit der Bewilligung der
Ehefrau von derjenigen des Ehemanns wurde das Verfahren einvernehmlich formlos
pendent gehalten.
Am 9. Februar 2008 wurde der Sohn Etor geboren.
Mit Entscheid vom 26. September 2008 wies das Sicherheits- und Justizdepartement
den Rekurs von V. D. ab. Es wies das Ausländeramt an, diesem eine neue Frist zum
Verlassen des Kantons St. Gallen anzusetzen. Zur Begründung führte es im
wesentlichen an, V. D. sei aufgrund seines strafrechtlich relevanten Verhaltens und
seiner massiven Überschuldung weder gewillt noch fähig, sich in die geltende Ordnung
einzufügen. Die Verweigerung des Kantonswechsels erweise sich deshalb nach dem
alten und neuen Recht als recht- und verhältnismässig.
C./ V. D. erhob mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 13. Oktober 2008
Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem Begehren, der Entscheid des Sicher
heits- und Justizdepartements vom 26. September 2008 und die Verfügung des
Ausländeramts vom 18. Dezember 2007 seien aufzuheben und das Ausländeramt sei
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anzuweisen, ihm, seiner Ehefrau sowie den beiden Töchtern und dem Sohn den
Kantonswechsel zu bewilligen und eine Niederlassungs- bzw. Aufenthaltsbewilligung
im Kanton St. Gallen zu erteilen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Zur
Begründung machte V. D. geltend, keine der strafrechtlichen Verurteilungen weise eine
Intensität auf, die einen Widerruf seiner Niederlassungsbewilligung rechtfertigen
könnte. Auch gehe von ihm keine erhebliche Gefährdung der öffentlichen Ordnung und
Sicherheit aus, da er sich seit längerem keines strafrechtlichen Fehlverhaltens mehr
schuldig gemacht habe. Er sei an einer Schuldensanierung aktiv interessiert und leiste
immer wieder Zahlungen. Aufgrund seines unsicheren Aufenthaltsstatus' habe er noch
keine umfassende Schuldensanierung einleiten können. Die vorinstanzliche
Feststellung, er sei zur Einfügung in die geltende Ordnung weder gewillt noch fähig, sei
willkürlich und aktenwidrig. Auch sei eine Rückkehr in den Kanton Zürich
unverhältnismässig.
Das Sicherheits- und Justizdepartement beantragte mit Vernehmlassung vom 19.
November 2008 die Abweisung der Beschwerde, unter Kostenfolge. Zur Begründung
verwies es auf den angefochtenen Entscheid und fügte ergänzend an, mit
Strafbescheid des Untersuchungsamts St. Gallen vom 14. August 2008 sei V. D.
verschiedener Delikte schuldig gesprochen und mit einer bedingten Freiheitsstrafe von
sechs Monaten bestraft worden. Ein Ausweisungsgrund und ein schwerwiegender
Verstoss gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung lägen damit noch deutlicher
vor. Beim Strafbescheid, der vor Erlass des angefochtenen Entscheids ergangen und
der Rekursinstanz erst am 23. Oktober 2008 zur Kenntnis gebracht worden sei, handle
es sich um ein im Beschwerdeverfahren zu berücksichtigendes unechtes Novum.
V. D. nahm mit Eingabe vom 5. Dezember 2008 Stellung zur Vernehmlassung des
Sicherheits- und Justizdepartements. Ergänzend brachte er vor, der Strafbescheid vom
14. August 2008 beziehe sich auf Straftaten, die vor einigen Jahren gesetzt worden
seien und keinen Widerruf der Niederlassungsbewilligung rechtfertigten.
Mit Schreiben vom 15. Dezember 2008 legte das Ausländeramt den Anzeigenrapport
der Kantonspolizei vom 18. November 2008 bezüglich Widerhandlungen gegen das
Bundesgesetz über die Ausländer sowie mit Schreiben vom 17. März 2009 den
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Strafbescheid des Untersuchungsamts St. Gallen vom 11. Februar 2009 bezüglich
Beschäftigung von Ausländern ohne Bewilligung zu den Akten.
V. D. erhielt Gelegenheit, sich zu den Eingaben des Ausländeramts zu äussern,
verzichtete jedoch mit Schreiben vom 7. April 2009 auf eine Stellungnahme.
Auf die weiteren Vorbringen der Verfahrensbeteiligten wird, soweit erforderlich, in den
nachstehenden Erwägungen eingegangen.

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Der
Beschwerdeführer ist zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 64 Abs. 1 in
Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerdeeingabe vom 13. Oktober 2008
entspricht zeitlich, formal und inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 Abs. 1
in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 VRP). Auf die Beschwerde ist
einzutreten.
2. Am 1. Januar 2008 trat das Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer
(SR 142.20, abgekürzt AuG) in Kraft. Gemäss Art. 126 Abs. 1 AuG bleibt für Gesuche,
die vor dem Inkrafttreten dieses Gesetzes eingereicht worden sind, das bisherige Recht
anwendbar. Das Verfahren richtet sich dagegen nach dem neuen Recht (Art. 126 Abs.
2 AuG).
Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bilden Gesuche um Erteilung einer
Niederlassungsbewilligung im Rahmen des Kantonswechsels. Die Gesuche wurden am
11. Januar 2007 und 2. Februar 2007 und damit vor Inkrafttreten des AuG eingereicht.
Auch vom Beschwerdeführer wird grundsätzlich nicht bestritten, dass sie noch nach
dem inzwischen aufgehobenen Bundesgesetz über Aufenthalt und Niederlassung der
Ausländer vom 26. März 1931 (BS 1, 121 mit seither ergangenen Änderungen,
abgekürzt ANAG) und seinen Ausführungserlassen zu beurteilen sind. Dennoch sind
die Gesuche aus Gründen der Verfahrensökonomie auch nach den Bestimmungen des
AuG zu prüfen.
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3. Streitgegenstand ist die Verweigerung einer für den Kanton St. Gallen geltenden
Niederlassungsbewilligung für den Beschwerdeführer durch das Ausländeramt.
3.1. Die Niederlassungsbewilligung berechtigt einen Ausländer zur Anwesenheit auf
Schweizer Boden (Art. 1 ANAG). Sie ist unbefristet, darf nicht mit Bedingungen
verbunden werden und setzt in der Regel den Besitz eines anerkannten und gültigen
heimatlichen Ausweispapiers voraus (Art. 6 Abs. 1 ANAG). Gemäss Art. 8 ANAG gilt die
Niederlassungsbewilligung nur für den Kanton, der sie ausgestellt hat (Abs. 1). Der
Ausländer ist aber berechtigt, sich ohne Anmeldung vorübergehend auch in einem
anderen Kanton aufzuhalten und dort seine Erwerbstätigkeit auszuüben, sofern damit
nicht eine Verlegung des Schwerpunkts dieser Tätigkeit verbunden ist. Soll der
Aufenthalt im anderen Kanton nicht bloss vorübergehend sein oder der Schwerpunkt
der Erwerbstätigkeit in diesen verlegt werden, ist vorher das Einverständnis dieses
Kantons einzuholen (Abs. 2). Der Ausländer, der seinen Aufenthalt von einem Kanton in
den anderen verlegt, ist verpflichtet, sich binnen acht Tagen bei der
Fremdenpolizeibehörde des neuen Aufenthaltsorts anzumelden (Abs. 3). Nach Art. 14
Abs. 4 der inzwischen aufgehobenen Vollziehungsverordnung zum Bundesgesetz über
Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer vom 1. März 1949 (AS 1949 I 228 mit
seither ergangenen Änderungen, abgekürzt ANAV) kann dem Ausländer mit
Niederlassung, der heimatliche Ausweispapiere eines Staats besitzt, mit dem ein
Niederlassungsvertrag besteht, bei Wechsel des Kantons die neue Bewilligung nur aus
den Gründen von Art. 9 Abs. 3 ANAG verweigert werden. Im vorliegenden Fall kann
offengelassen werden, ob der Niederlassungsvertrag zwischen der Schweiz und
Serbien vom 16. Februar 1888 (SR 0.142.118.181) auf den Beschwerdeführer als
Bürger des von der Schweiz im Jahr 2008 als eigenständigen Staat anerkannten
Kosovo Anwendung findet. Dies ändert indes nichts daran, dass die obengenannten
Verweigerungsgründe im folgenden zu prüfen sind.
Die Niederlassungsbewilligung erlischt nach Art. 9 Abs. 3 ANAG unter anderem mit der
Erteilung einer Bewilligung in einem anderen Kanton (lit. a) sowie mit der Ausweisung
oder Heimschaffung (lit. b). Gemäss Art. 10 Abs. 1 ANAG kann ein Ausländer aus der
Schweiz oder einem Kanton unter anderem nur dann ausgewiesen werden, wenn er
wegen eines Verbrechens oder Vergehens gerichtlich bestraft wurde (lit. a) oder sein
Verhalten im allgemeinen und seine Handlungen darauf schliessen lassen, dass er nicht
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gewillt oder fähig ist, sich in die im Gaststaat geltende Ordnung einzufügen (lit. b). Die
Ausweisung kann namentlich als begründet erscheinen bei schweren oder
wiederholten Verstössen gegen gesetzliche Vorschriften oder behördliche
Verfügungen, grober Verletzung allgemeiner Gebote der Sittlichkeit, fortgesetzter
böswilliger oder liederlicher Nichterfüllung der öffentlich-rechtlichen oder
privatrechtlichen Verpflichtungen sowie sonstiger fortgesetzter Liederlichkeit oder
Arbeitsscheu (Art. 16 Abs. 2 ANAV).
3.2. Der Beschwerdeführer bringt vor, er habe zwar in der Vergangenheit
verschiedentlich strafrechtlich verurteilt werden müssen, jedoch weise keine dieser
strafrechtlichen Verurteilungen eine Intensität auf, die zum Entzug seiner
Niederlassungsbewilligung in der Schweiz berechtigte. Auch stelle keine der
Verurteilungen einen Ausweisungsgrund gemäss Art. 10 Abs. 1 lit. a ANAG dar. Er habe
sich seit längerem keines strafrechtlichen Fehlverhaltens mehr schuldig gemacht, und
von ihm gehe keine erhebliche Gefährdung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit
aus. Nicht zuletzt durch die Eheschliessung und die Geburt seiner Kinder habe er seine
in der Vergangenheit gemachten Fehler eingesehen. Auch bestreite er nicht, in der
Vergangenheit Schulden gemacht zu haben, die zum Teil wieder neu in Betreibung
gesetzt worden seien. Er sei an einer Schuldensanierung aktiv interessiert und habe
auch immer wieder Zahlungen geleistet. Wegen seines unsicheren Aufenthaltsstatus
habe er noch keine umfassende Schuldensanierung einleiten können. Der Widerruf der
Niederlassungsbewilligung sei nur bei Gefahr einer fortgesetzten Fürsorgeabhängigkeit
möglich. Eine solche Gefahr bestehe heute nicht mehr, da er sich eine neue Existenz
aufgebaut habe. Die Ausführungen der Vorinstanz, er sei aufgrund seines Verhaltens
weder gewillt noch fähig, sich in die in der Schweiz geltende Ordnung einzufügen,
seien willkürlich und aktenwidrig. Die Voraussetzungen für einen Widerruf der
Niederlassungsbewilligung seien somit insgesamt nicht erfüllt.
3.2.1. Der Beschwerdeführer bestreitet, dass die von ihm begangenen Delikte eine
Ausweisung gemäss Art. 10 Abs. 1 lit. a ANAG zu rechtfertigen vermögen. Ob eine
Ausweisung aufgrund der Intensität dieser Delikte tatsächlich gerechtfertigt wäre, kann
indes offenbleiben, stützte die Vorinstanz ihre Argumentation doch auf Art. 10 Abs. 1
lit. b ANAG. Im folgenden ist deshalb zu prüfen, ob die Vorinstanz aus dem Verhalten
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des Beschwerdeführers zu Recht darauf geschlossen hat, dieser sei zur Einfügung in
die geltende Ordnung weder gewillt noch fähig.
3.2.2. Den vorinstanzlichen Akten ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer in den
vergangenen Jahren wiederholt straffällig geworden ist. So wurde er namentlich wegen
Strassenverkehrsdelikten, mehrfacher Tätlichkeit, versuchter Erpressung und
versuchter Nötigung, Nichtabgeben des Führerausweises und Führen eines
Motorfahrzeugs trotz Führerausweisentzug, Widerhandlung gegen das Transportgesetz
(SR 742.20), Übertretung des Bundesgesetzes über die obligatorische
Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung (SR 837.0) sowie wegen
weiteren Delikten verurteilt. Überdies wurde er noch während des vorinstanzlichen
Verfahrens und danach wieder straffällig. So verurteilte ihn das Untersuchungsamt
St. Gallen mit Strafbescheid vom 14. August 2008 wegen verschiedener, in den Jahren
2004 bis 2006 begangener Delikte zu einer bedingten Freiheitsstrafe von sechs
Monaten sowie mit Strafbescheid vom 11. Februar 2009 wegen Beschäftigung von
Ausländern ohne Bewilligung zu einer Geldstrafe von Fr. 7'200.--. Gemäss
bundesgerichtlicher Rechtsprechung sind bei der Prüfung der materiellen
Rechtmässigkeit eines fremdenpolizeilichen Entscheids in der Regel die tatsächlichen
Verhältnisse massgebend, wie sie zum Zeitpunkt des Entscheids des letztinstanzlichen
kantonalen Gerichts herrschten (BGE 128 II 149 E. 1.1.3; 127 II 63 E. 1b; 125 II 221 E.
3a). Die vom Ausländeramt nachträglich ins Recht gelegten echten und unechten
Noven sind deshalb im Verfahren vor Verwaltungsgericht zu berücksichtigen.
Angesichts der zahlreichen aktenkundigen Delikte erscheint die Behauptung des
Beschwerdeführers, er habe sich seit längerem keines strafrechtlichen Fehlverhaltens
mehr schuldig gemacht und sich durch die Gründung einer eigenen Familie geläutert,
als unzutreffend. Die Vorinstanz konnte deshalb zu Recht davon ausgehen, dass der
Beschwerdeführer aufgrund seiner jahrelangen, wiederholten Delinquenz kaum gewillt
oder fähig sei, sich in die geltende Ordnung einzufügen. Insbesondere brachte er bis
anhin keine überzeugenden Argumente vor, die für eine Änderung seines Verhaltens
sprächen. Das gleiche gilt grundsätzlich auch für seine Behauptungen bezüglich
Schulden. Gemäss Registerauszug des Betreibungsamts St. Gallen waren gegenüber
dem Beschwerdeführer per 30. Juli 2008 Forderungen von insgesamt Fr. 460'969.85
ausstehend, und es bestanden offene Verlustscheine im Betrag von Fr. 150'284.10.
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Auch eröffnete das Konkursamt Aussersihl-Zürich am 16. Februar 2006 den Konkurs
über den Beschwerdeführer, gegen den gemäss Angaben des Betreibungsamts Zürich
4 per 5. August 2008 offene Verlustscheine im Wert von Fr. 62'487.15 bestanden.
Selbst wenn, wie die Vorinstanz zutreffend feststellte, gewisse Verlustscheine des
Betreibungsamts Zürich 4 die gleichen Forderungen beträfen wie diejenigen des
Betreibungsamts St. Gallen, bliebe die Verschuldung des Beschwerdeführers
erheblich. Auch ist fraglich, ob es sich bei den Schulden des Beschwerdeführers
tatsächlich um sogenannte "Altlasten" handelt. Jedenfalls betrifft ein bedeutender Teil
der aktenkundigen Betreibungen des Jahres 2008 Forderungen der Visana
Krankenkasse sowie der Progres Versicherungen AG, deren längeres Bestehen der
Beschwerdeführer auch im Beschwerdeverfahren nicht behauptet. Die Vorinstanz
bringt überdies zu Recht vor, dass neuerliche Betreibungen von älteren Forderungen
kaum auf den guten Willen des Beschwerdeführers hinwiesen. Aus dem Verhalten des
Beschwerdeführers ergeben sich somit keinerlei Anhaltspunkte, dass sich dieser
ernsthaft um eine Schuldensanierung bemüht hätte. Dafür sprechen auch die sich in
diesem Zusammenhang aus den Akten ergebenden Hinweise, dass der
Beschwerdeführer gegenüber dem Betreibungsamt eine bloss mangelhafte
Kooperationsbereitschaft zeigte. So weist die Vorinstanz in ihrer Stellungnahme
zutreffend darauf hin, der Beschwerdeführer sei gemäss Betreibungsregisterauszug
vom 30. Juli 2008 seit Frühling 2008 wegen Pfändungsvollzug polizeilich gesucht
worden, weil er beim Betreibungsamt St. Gallen trotz mehrerer telefonischer Zusagen
bis zu jenem Zeitpunkt nicht vorgesprochen habe. Auch ist die Argumentation des
Beschwerdeführers nicht nachvollziehbar, eine Schuldensanierung sei aufgrund des
unsicheren Aufenthaltsstatus nicht möglich. Es weist nichts darauf hin, dass es diesem
nur aufgrund des Aufenthaltsstatus nicht möglich sein soll, mit dem Betreibungsamt
und den Gläubigern entsprechende Vereinbarungen zu treffen. Schliesslich ist den
Akten nicht zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer mit dem Betreibungsamt eine
Abzahlungsvereinbarung abgeschlossen hätte. Die Vorinstanz weist denn auch in
diesem Punkt zutreffend darauf hin, eine einzelne Zahlung des Beschwerdeführers an
das Betreibungsamt im Rahmen einer Pfändung belege noch keine
Abzahlungsvereinbarung. Die massive Verschuldung ohne aktive Bemühungen zur
Sanierung spricht somit ebenfalls gegen den Willen oder die Fähigkeit des
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Beschwerdeführers, sich in die geltende Ordnung einzufügen. Dessen Vorbringen
erweisen sich folglich als unbegründet.
3.3. Der Beschwerdeführer macht im weiteren geltend, eine Rückkehr seiner Person
und seiner Familie ins Heimatland sei unverhältnismässig. Er wohne seit 17 Jahren in
der Schweiz, habe den grössten Teil seines Lebens hier verbracht, spreche fliessend
Schweizerdeutsch und sei aufgrund seines grossen Freundes- und Bekanntenkreises
bestens integriert. Durch die Rückkehr würden er und seine Familie aus ihrem
vertrauten Umfeld herausgerissen, und er müsste seine berufliche Existenz, deren
Aufbau ihn viel Kraft und Energie gekostet habe, wieder aufgeben. Die Gründung einer
GmbH im Kanton St. Gallen im Oktober 2007 sei insbesondere deshalb erfolgt, weil er
nach Einreichung seines Gesuchs für den Kantonswechsel während Monaten keine
Rückmeldung vom Ausländeramt erhalten habe. Aufgrund der langen Verfahrensdauer
sei er davon ausgegangen, das Gesuch würde genehmigt. Im Zusammenhang mit dem
Arbeitsweg von Zürich nach St. Gallen übersehe die Vorinstanz willkürlich, dass der
Inhaber einer GmbH im Vergleich zu angestellten Arbeitnehmern üblicherweise längere
Arbeitszeiten habe. Müsste er einen derart langen Arbeitsweg in Kauf nehmen, würde
dies zu Lasten seines Familienlebens gehen.
3.3.1. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung muss die Ausweisung nicht
verfügt oder vollzogen worden sein, um die Erteilung der Niederlassungsbewilligung im
neuen Kanton zu verweigern. Nach Art. 11 Abs. 3 ANAG genügt es, wenn ein
Ausweisungsgrund vorliegt und die Ausweisung nach den gesamten Umständen als
angemessen und verhältnismässig erscheint (BGE 127 II 182 E. 3.a, 125 II 521 E. 2.a).
Für die Beurteilung der Angemessenheit bzw. der Verhältnismässigkeit der Ausweisung
sind namentlich die Schwere des Verschuldens des Ausländers, die Dauer seiner
Anwesenheit in der Schweiz sowie die ihm und seiner Familie drohenden Nachteile zu
berücksichtigen (Art. 16 Abs. 3 ANAV).
3.3.2. Im folgenden ist zu prüfen, ob die Verweigerung der Niederlassungsbewilligung
mit dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit vereinbar ist. Grundsätzlich ist
anzuerkennen, dass der Beschwerdeführer den grössten Teil seines Lebens in der
Schweiz verbracht hat. Die Vorinstanz kam indes zum Schluss, die regelmässigen
Verurteilungen seit seiner Jugend sowie die massive Verschuldung sprächen gegen
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seine Integration, zumal er Anlass zu weiteren Klagen gegeben habe und der Kontakt in
den Kosovo intakt sei. Der Beschwerdeführer bestreitet die von ihm begangenen
Delikte sowie seine Schulden grundsätzlich nicht. Dennoch verkennt er, dass keinerlei
Anhaltspunkte erkennbar sind, die für eine tatsächliche Besserung seines Verhaltens
sprächen. So wurde er immer wieder straffällig und kümmerte sich nicht aktiv um die
Schuldensanierung. Die von ihm geltend gemachten Argumente lassen die
Verweigerung der Niederlassungsbewilligung nicht als unverhältnismässig erscheinen.
So ist das öffentliche Interesse an der wirksamen Durchsetzung fremdenpolizeilicher
Massnahmen gerade vor dem Hintergrund der anhaltenden Delinquenz des
Beschwerdeführers im konkreten Fall höher zu werten als dessen Interesse an einer
Niederlassungsbewilligung für den Kanton St. Gallen. Daran ändern auch die von ihm
geltend gemachten Argumente im Zusammenhang mit dem langjährigen Aufenthalt in
der Schweiz nichts. Schliesslich erweist sich die Behauptung des Beschwerdeführers,
er sei aufgrund der langen Verfahrensdauer in bezug auf den Kantonswechsel von der
Genehmigung des Gesuchs ausgegangen, ebenfalls als nicht stichhaltig. Die
Vorinstanz bringt in diesem Zusammenhang zutreffend vor, der Beschwerdeführer
habe sich im Juli 2007 zweimal nach dem Verfahrensstand erkundigt und vom
Ausländeramt die Mitteilung erhalten, sein Gesuch werde noch geprüft, und es würden
noch Urteile erwartet. Auch äusserte er anlässlich der telefonischen Besprechung vom
2. Juli 2007 seine Absicht, allenfalls wieder in den Kanton Zürich zurückzukehren. Unter
diesen Umständen konnte der Beschwerdeführer nicht in guten Treuen davon
ausgehen, sein Gesuch werde ohne weiteres bewilligt. Seine Vorbringen erweisen sich
somit auch in diesen Punkten als unbegründet.
Die Aufenthaltsbewilligung der Ehefrau und die Niederlassungsbewilligungen der
Kinder des Beschwerdeführers sind mit dessen Niederlassungsbewilligung verbunden.
Nachdem das Ausländeramt den Kantonswechsel des Beschwerdeführers zu Recht
verweigert hat, sind keine Anhaltspunkte ersichtlich, welche die Bewilligung des
Kantonswechsels für die Ehefrau und die Kinder unter den gegebenen Umständen
rechtfertigen könnten. Die Bewilligung ist deshalb auch diesen zu verweigern, so dass
die ganze Familie den Kanton St. Gallen zu verlassen hat.
Der Beschwerdeführer ist schliesslich darauf hinzuweisen, dass er mit seiner Familie
den Kanton Zürich eigenmächtig und ohne Bewilligung der zuständigen Behörden
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verlassen hat, um im Kanton St. Gallen Wohnsitz zu nehmen. Eine
Niederlassungsbewilligung für den Kanton St. Gallen beantragte er erst, nachdem er
mit seiner Familie vom Ausländeramt weggewiesen worden war. Überdies kümmerte er
sich bis anhin nicht einmal um die Verlängerung seiner Niederlassungsbewilligung für
den Kanton Zürich, die am 22. Februar 2008 abgelaufen war.
3.4. Es bleibt abschliessend zu prüfen, ob die Verweigerung der Erteilung der
Niederlassungsbewilligung auch nach neuem Recht recht- und verhältnismässig wäre.
3.4.1. Gemäss Art. 37 Abs. 3 AuG haben Personen mit Niederlassungsbewilligung
Anspruch auf den Kantonswechsel, wenn keine Widerrufsgründe nach Art. 63 AuG
vorliegen. Die Niederlassungsbewilligung kann nur widerrufen werden, wenn der
Ausländer zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe verurteilt oder eine strafrechtliche
Massnahme gegen ihn angeordnet wurde (Art. 63 Abs. 1 lit. a in Verbindung mit Art. 62
Abs. 1 lit. b AuG) oder wenn er in schwerwiegender Weise gegen die öffentliche
Sicherheit und Ordnung der Schweiz oder im Ausland verstossen hat oder diese
gefährdet oder die innere oder äussere Sicherheit gefährdet (Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG).
Gemäss Art. 80 Abs. 1 der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und
Erwerbstätigkeit (SR 142.201) liegt ein Verstoss gegen die öffentliche Sicherheit und
Ordnung unter anderem vor bei einer Missachtung von gesetzlichen Vorschriften und
behördlichen Verfügungen (lit. a) sowie bei mutwilliger Nichterfüllung der öffentlich-
rechtlichen oder privatrechtlichen Verpflichtungen (lit. b).
3.4.2. Wie in E. 3.2.2. ausgeführt, wurde der Beschwerdeführer in den vergangenen
Jahren wiederholt straffällig. Trotz mehrmaliger Versprechen, sein Verhalten zu ändern,
hat er bis anhin keine Besserung seines Verhaltens an den Tag gelegt und trotz
mehreren Verurteilungen weiter gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung
verstossen. Auch sind seine Bemühungen zur Schuldensanierung trotz gegenteiliger
Beteuerungen bis jetzt bescheiden geblieben, beschränken sie sich doch auf die
Leistung einer einzigen aktenkundigen Zahlung im Rahmen einer Pfändung. In
Übereinstimmung mit der Vorinstanz ist deshalb davon auszugehen, dass der
Beschwerdeführer auch zukünftig weder fähig noch willens ist, sich an die
Rechtsordnung zu halten, weshalb ein Widerrufsgrund gemäss Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG
vorliegt und der Kantonswechsel zu Recht verweigert wurde. Auch erweist sich die
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Verweigerung der Erteilung der Niederlassungsbewilligung als verhältnismässig,
besteht doch ein grosses öffentliches Interesse an der Entfernung und Fernhaltung von
Personen, die sich an die Rechtsordnung nicht zu halten vermögen.
3.5. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Verweigerung der
Niederlassungsbewilligung durch das Ausländeramt im Rahmen des Kantonswechsels
recht- und verhältnismässig ist. Die Beschwerde ist folglich abzuweisen.
4. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
Entscheidgebühr von Fr. 2'000.-- ist angemessen (Art. 13, Ziff. 622 Gerichtskostentarif,
sGS 942.12). Sie ist mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu
verrechnen.
Ausseramtliche Kosten sind nicht zu entschädigen (Art. 98bis VRP).
Demnach hat das Verwaltungsgericht