Decision ID: a9be6ab0-8149-473e-bcb7-d02370d007ed
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
Die A._ mit Sitz in Volketswil war der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Ausgleichskasse, als beitragspflichtige Arbeitgeberin ange
schlossen und rechnete mit ihr die paritätischen und FAK-Beiträge ab. Mit Verfügung vom 30. August 2006 eröffnete der Konkursrichter des Bezirksge
richts Uster über die Gesellschaft den Konkurs. Am 17. Oktober 2006 meldete die Ausgleichskasse im Konkurs der A._ eine Forderung von Fr. 216'829.25 zur Kollokation an. Am 24. August 2007 wurden der Kollokati
onsplan und das Inventar zur Einsicht aufgelegt. Das Konkursamt Dübendorf teilte der Ausgleichskasse auf entsprechende Anfrage am 31. August 2007 mit, dass sie im Konkurs der A._ vermutlich voll zu Schaden kommen werde.
1.2
Mit Verfügungen vom 21. Februar 2008 verpflichtete die Ausgleichskasse B._ (damaliger Name: C._), Y._, Z._ und X._, die ehemals als Verwaltungsräte beziehungs
weise als Geschäftsführer der Konkursitin amteten, in solidarischer Haftung zur Bezahlung von Schadenersatz in der Höhe von Fr. 212'342.55. Die dagegen er
hobenen Einsprachen hiess die Ausgleichskasse mit Entscheiden vom 11./12. Mai 2009 teilweise gut und reduzierte die von den ehemaligen Organ
personen der Konkursitin geforderten (solidarisch miteinander verbundenen) Schadenersatzforderungen folgendermassen: In Bezug auf B._ und Y._ wurde der zu leistende Schadenersatz auf Fr. 96'656.70 festgesetzt; in Bezug auf Z._ und
X._ wurde die Höhe der Schadenersatzforderung auf
Fr. 211'616.15 reduziert.
1.3
Die dagegen von B._, Y._, Z._ und
X._
erhobenen Beschwerden hiess das Sozialversicherungsgericht mit Urteil vom 11. März 2011 in dem Sinne gut, dass die angefochtenen Ein
spracheentscheide vom 11. und 12. Mai 2009 aufgehoben wurden und die Sa
che - unter Feststellung der grundsätzlichen Haftung der Beschwerdeführenden - an die Ausgleichskasse zurückgewiesen wurde, damit sie die notwendigen Ab
klärungen im Sinne der Erwägungen vornehme und hernach über die Höhe des zu leistenden Schadenersatzes neu verfüge.
Auf die dagegen von B._ und Y._ erhobenen Beschwer
den trat das Bundesgericht mit Urteilen 9C_383/2011 und 9C_386/2011 vom 14. Juni 2011 nicht ein.
1.4
Am 5. Januar 2012 führte die Ausgleichskasse bei der Konkursitin eine ausseror
dentliche Arbeitgeberrevision durch. Mit Verfügungen vom 10. Februar 2012 verpflichtete die Ausgleichskasse Y._, B._, Z._ und X._ in solidarischer Haftung zur Bezahlung von Schadenersatz in der Höhe von Fr. 212‘362.55. Während Z._ die gegen ihn gerichtete Schadenersatzverfügung – soweit ersichtlich – unan
gefochten in Rechtskraft erwachsen liess, erhoben B._, X._ und Y._ mit Eingaben vom 9., 12. und 14./15. März 2012 Einsprachen. In teilweiser Gutheissung der Einsprachen reduzierte die Ausgleichskasse die Schadenersatzsummen mit Entscheiden vom 13. und 19. April 2012 sowie vom 6. Juni 2012 auf Fr. 96‘656.70 für B._ und Y._ sowie auf Fr. 211‘616.15 für X._.
1.5
Die dagegen von B._, X._ und Y._ erho
benen Beschwerden hiess das Sozialversicherungsgericht (nach Beiladung von Z._ zum Prozess) mit Urteil AK.2012.0032 vom 29. Januar 2014 (Urk. 10/368) in dem Sinne gut, dass die angefochtenen Ein
sp
racheent
scheide vom 13. und 19. April 2012 sowie vom 6. Juni 2012 aufgehoben wu
r
den und die Sache an die Beschw
erdegegnerin zurückgewiesen wurde
, damit sie die notwendigen Abklärungen im Sinne der Erwägungen vornehme und her
nach über die Höhe des von den Beschwerdeführenden zu leistenden Schaden
ersatzes neu verfüge.
1.6
Am 18. Juni 2014 führte die Ausgleichskasse eine weitere ausserordentliche Arbeitgeberkontrolle bei der Konkursitin durch (Urk. 10/369). Mit Verfügungen vom 1. September 2014 verpflichtete die Ausgleichskasse X._ zur Bezahlung von Schadenersatz in der Höhe von Fr. 70‘384.80 (Urk. 10/375; vgl. auch Urk. 10/381-382) sowie Y._ und B._ zur Be
zahlung von Fr. 660.30 (Urk. 10/376-377), wobei zwischen den genannten Personen und Z._ auf solidarische Haftung erkannt wurde. Die Ausgleichskasse teilte Z._ mit Schreiben vom 1. September 2014 (Urk. 10/378) mit, dass seine Haftung, obwohl die Schadenersatzverfügung vom 10. Februar 2012 (Schadenersatz von Fr. 212‘342.55) in Rechtskraft erwachsen sei, auf Fr. 71‘641.20 reduziert werde.
Am 24. September 2014 erhob B._ Einsprache gegen die sie betref
fende Schadenersatzverfügung (Urk. 10/384). Mit Einspracheentscheid vom 16. Februar 2015 (Urk. 10/397) hob die Ausgleichskasse diese Schadenersatz
verfügung ersatzlos auf und schrieb die Einsprache von B._ als ge
genstandslos geworden ab.
Die Einsprache von X._ vom 27. Oktober 2014 (Urk. 10/387) hiess die Ausgleichskasse mit Entscheid vom 16. Februar 2015 (Urk. 2 = Urk. 10/398) teilweise gut und reduzierte die geforderte Schadenersatzsumme auf Fr. 37‘604.15.
Y._ und Z._ erhoben gegen die sie betreffenden Schadenersatzverfügungen keine Einsprachen. Z._ wandte sich mit Schreiben vom 4. März 2015 (Urk. 10/402) an die Ausgleichskasse und schil
derte seine finanziell schlechte Situation.
2.
Mit Eingabe vom 19. März 2015 (Urk. 1) liess X._ Beschwerde gegen den ihn betreffenden Einspracheentscheid vom 16. Februar 2015 (Urk. 2) erheben mit folgenden Anträgen:
1.
Der Einspracheentscheid der SVA Zürich, Ausgleichskasse vom 16. Februar 2015 sei ersatzlos aufzuheben; eventualiter sei X._ zur Zahlung von Schadenersatz im Umfang von höchstens Fr. 25‘002.30 zu verurteilen, in diesem Umfang soli
darisch haftend mit Z._.
2.
Alles unter Entschädigungsfolgen (zuzüglich MWSt.) zu Lasten der SVA Zürich, Ausgleichskasse.
Die Ausgleichskasse schloss in ihrer Beschwerdeantwort vom 8. Mai 2015 (Urk. 9) auf Abweisung der Beschwerde. Replicando liess X._ an seinen Anträgen festhalten (Urk. 15). Am 15. Oktober 2015 verzichtete die Aus
gleichskasse auf Erstattung einer Duplik (Urk. 18). Mit Verfügung vom 11. Oktober 2016 (Urk. 21) wurden Y._ und Z._ zum Prozess beigeladen. Sie liessen sich jedoch nicht vernehmen.
Auf die Ausführungen der Parteien ist, soweit für die Entscheidfindung erforder
lich, in den Erwägungen einzugehen.

Das Gericht zieht in Erwägung:
1.
1.1
Mit Urteil vom 11. März 2011 (Prozess Nr. AK.2009.00019; Urk. 10/266) hob das Sozialversicherungsgericht – wie bereits ausgeführt – die damals angefoch
tenen Einspracheentscheide vom 11. und 12. Mai 2009 auf und wies die Sache - unter Feststellung der grundsätzlichen Haftung des Beschwerdeführers, der Bei
geladenen und der (inzwischen nicht mehr involvierten) B._ - an die Beschwerdegegnerin zurück, damit sie die notwendigen Abklärungen im Sinne der Erwägungen vornehme und hernach über die Höhe des zu leistenden Scha
denersatzes neu verfüge.
Im genannten Entscheid hielt das Sozialversicherungsgericht in E. 7 fest, dass die Haftungsvoraussetzungen von Art. 52 des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG) in Bezug auf sämtliche Beschwerde
führenden gegeben seien (Schaden, Rechtswidrigkeit, qualifiziertes Verschulden und adäquater Kausalzusammenhang), es die herrschende Aktenlage aber nicht erlaube, die genaue Höhe der einzelnen Solidarforderungen zu bestimmen. Des
halb wurden die angefochtenen Einspracheentscheide vom 11. und 12. Mai 2009 unter Feststellung der grundsätzlichen Haftung der Beschwerdeführenden aufgehoben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, damit sie die notwendigen Abklärungen im Sinne der Erwägungen vornehme und hernach über die Höhe des zu leistenden Schadenersatzes neu verfüge.
Daran ist weiter festzuhalten. Für eine erneute Prüfung der generellen Haftungs
voraussetzungen besteht vorliegend kein Anlass. Es kann auf die ent
sprechenden Erwägungen im Urteil vom 11. März 2011 (Urk. 10/266) verwiesen werden (vgl. dazu auch E. 1.1 des Urteils vom 29. Januar 2014 [Prozess Nr. AK.2012.0032; Urk. 10/368]).
1.2
Zu prüfen ist vorliegend demzufolge einzig, wie hoch der vom Beschwerdefüh
rer zu leistende Schadenersatz ist.
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin machte im angefochtenen Einspracheentscheid vom 16. Februar 2015 (Urk. 2) gegenüber dem Beschwerdeführer noch eine Schaden
ersatzsumme von Fr. 37‘604.15 geltend. Sie führte aus, dass anlässlich der Ar
beitgeberkontrolle vom 18. Juni 2014 im Konkursamt Dübendorf sämtliche Ak
ten der A._ durchgesehen worden seien und alle Bankbelege mit Lohnzahlungen kopiert worden seien. Diese Belege seien bei den Akten. Anhand der Belage sei klar geworden, dass die A._ vom 22. Januar bis zum 11. August 2005 eine Nettolohnsumme von Fr. 1‘378‘856.25 beziehungsweise eine Bruttolohnsumme von Fr. 1‘467‘649.
ausgerichtet habe. Davon habe man jene Lohnzahlungen, welche die D._ bei der Sozialversi
cherungsanstalt des Kantons St. Gallen abgerechnet habe, abgezogen, weil es wenig wahrscheinlich sei, dass die betreffenden Arbeitnehmer im gleichen Zeitraum von beiden Gesellschaften Lohn bezogen hätten. Daher sei die Lohn
summe 2005 der A._ um die Löhne, welche bereits auf der Lohnde
klaration 2005 der D._ aufgeführt worden seien, reduziert worden, und zwar um Fr. 241‘896.55 auf Fr. 1‘225‘752.45 (brutto). Deshalb sei im Kontoauszug eine Gutschrift von Fr. 32‘780.65 verbucht worden. Der Scha
den habe sich auf Fr. 37‘604.15 reduziert (vgl. dazu insbesondere auch die ta
bellarische Übersicht im angefochtenen Einspracheentscheid [Urk. 2 S. 3]).
An dieser Sichtweise hielt die Beschwerdegegnerin auch im vorliegenden Pro
zess fest (vgl. Urk. 9).
2.2
Demgegenüber liess der Beschwerdeführer im Wesentlichen geltend machen (Urk. 1), dass die Beschwerdegegnerin zu Unrecht auf die Jahreslohnabrechnung 2005 der D._ abgestellt habe. Bei dieser Gesellschaft seien dieselben Probleme vorhanden, wie sie bei der A._ festzustellen seien. Die Angaben seien nicht verlässlich (S. 6). Die A._ und die D._ seien in demselben Buchhaltungsprogramm unter verschiedenen Mandaten geführt worden. Auf den Bankbelegen der E._ sei erkennbar, dass die über das Kontokorrent ausbezahlten Löhne bei der A._ buchhalterisch unterschiedlich erfasst worden seien: Ein Teil der Löhne sei im Konto 2016 (Lohnkonto der A._) verbucht worden, ein an
derer Teil im Konto 2070 (Lohnkonto der D._). Aus diesen Bankbelegen sei ersichtlich, dass von Januar bis August 2005 über das Konto der A._ Löhne von insgesamt Fr. 314‘628.
an Mitarbeitende der D._ bezahlt und im Konto 2070 (dem Lohnkonto der D._) verbucht worden seien. Somit sei die von den Revisoren der Beschwerdegegnerin gestützt auf die E._-Bankbelege festgestellte Lohn
summe von Fr. 1‘378‘856.25 um Fr. 314‘628.
zu reduzieren und nicht nur um Fr. 241‘896.55 (S. 8). Der angebliche Schaden betrage somit höchstens Fr. 25‘002.30. Zudem habe die Beschwerdegegnerin nicht berücksichtigt, dass der Beschwerdeführer nur bis Ende März 2006 Lohn erhalten habe. Ab 1. April 2006 habe er deshalb auf die Geschäfte der A._ keinen Einfluss mehr nehmen können (S. 9). Deshalb könne dem Beschwerdeführer der entstan
dene Schaden (auch in zeitlicher Hinsicht) nicht angelastet werden (S. 10).
Replicando liess der Beschwerdeführer die in der Beschwerdeschrift vorgetrage
nen Argumente bekräftigen (vgl. Urk. 15).
3.
3.1
Wie dargelegt wurde, liess der Beschwerdeführer die Schadensberechnung der Beschwerdegegnerin im Wesentlichen gestützt auf die auf den Belastungsanzei
gen der E._ angebrachten Stempel und handschriftlichen Vermerke in Zweifel ziehen. Er hielt dafür, dass sämtliche Buchungen (Lohnzahlungen via E._-Konto der A._), die den handschriftlichen Vermerk „2070“ enthal
ten, nicht der A._ zuzurechnen seien, sondern der D._. Die Beschwerdegegnerin wandte dagegen ein, dass nicht feststellbar sei, wer zu welchem Zeitpunkt diese handschriftlichen Einträge („2016“ oder „2070“) vorgenommen habe (Urk. 10 S. 2).
Diesbezüglich ist darauf hinzuweisen, dass kein ernsthafter Zweifel daran be
steht, dass die Buchungsvermerke authentisch sind und zeitnah erfolgten. Schliesslich wurden die bei den Akten liegenden Kopien der E._-Belastungsan
zeigen von der Beschwerdegegnerin selbst auf dem Konkursamt gemacht. Es ist nicht ersichtlich, wie der Beschwerdeführer oder eine Drittperson diese Unterla
gen hätte manipulieren können. Da es sich um eine beträchtliche Zahl von Be
lastungsanzeigen handelt (vgl. Urk. 10/372/5-323), wäre der Aufwand auch er
heblich gewesen. Hinweise auf eine solche Fälschung beziehungsweise Verfäl
schung der Unterlagen sind nicht ersichtlich und wurden auch von der Be
schwerdegegnerin nicht bezeichnet. Auf die bei den Akten liegenden Bankbe
lege (samt Vermerken) kann deshalb abgestellt werden.
3.2
Es stellt sich allerdings die Frage, welche Tragweite die genannten Vermerke „2016“ und „2070“ überhaupt haben. Es mag zwar sein, dass diese Vermerke und die entsprechenden Buchungen im Innenverhältnis zwischen der A._ und der D._ die vom Beschwerdeführer geltend gemachte Abgrenzung zur Folge hatten. Allerdings ist nach Lage der Dinge da
von auszugehen, dass weder der Beschwerdeführer noch die anderen involvier
ten Personen irgendeine Ahnung hatten, wer welche Lohnzahlungen für welche Gesellschaft leistete; es herrschten offensichtlich chaotische Zustände.
Gegen aussen (für die fraglichen Mitarbeiter) war jedenfalls nur ersichtlich, dass die Lohnzahlungen von der A._ ausgerichtet wurden, und zwar vom Konto der A._ bei der E._ und nicht von der D._. Letztere rechnete denn auch für diese Lohnzahlungen nicht mit der So
zialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen ab und bezahlte demzufolge auch keine Beiträge.
Dieses objektive Sachverhaltselement (Zahlung der Löhne vom Konto der A._, ohne irgendeinen Hinweis darauf, dass die Zahlung für die D._ erfolge) wiegt in beweismässiger Hinsicht erheblich schwerer als die internen Buchungsvermerke. Es ist somit mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit erstellt, dass die fraglichen Lohnzahlungen von der A._ ausgerichtet wurden, und zwar sowohl in rechtlicher als auch wirtschaftli
cher Hinsicht. Weitere Abklärungsmassnahmen kommen nicht in Betracht (anti
zipierte Beweiswürdigung). Es ist insbesondere nicht ersichtlich, inwiefern da
mals involvierte Personen nach über zehn Jahren noch zuverlässig und glaub
haft Aussagen über den Zweck von einzelnen Zahlungen an Mitarbeiter machen könnten, zumal die Abgrenzungsproblematik zwischen der A._ und der D._ mehr als unübersichtlich war. Angesichts der Umstände ist vielmehr davon auszugehen, dass bereits damals niemand genaue Kenntnis darüber hatte, welche Mitarbeiter gerade bei der A._ ein
gesetzt wurden und welche bei der D._. Nach Lage der Dinge behandelten die involvierten Personen die beiden Gesellschaften - entge
gen der gesellschaftsrechtlichen Ordnung - als „Konglomerat“. Der Beschwer
deführer muss sich den Vorhalt gefallen lassen, dass er diese unübersichtliche Situation in erheblichem Ausmass selbst mitverschuldet hat.
3.3
Aus dem Gesagten folgt, dass die im angefochtenen Einspracheentscheid (Urk. 2) vorgenommene und detailliert beschriebene Schadensberechnung der Beschwerdegegnerin in der Höhe von Fr. 37‘604.15 zu bestätigen ist.
4.
4.1
Wie bereits ausgeführt wurde (vgl. oben E. 1.1), war die grundsätzliche Haftung des Beschwerdeführers bereits mit Urteil vom 11. März 2011 (Urk. 10/266) fest
gestellt worden. Daran ändert auch der beschwerdeweise vorgetragene Umstand nichts, dass der Beschwerdeführer lediglich bis Ende März 2006 Lohnzahlungen von der A._ erhalten habe. Für seine Haftung kommt es weder auf Lohnzahlungen noch auf das Bestehen eines (schriftlichen) Arbeitsvertrages an. Vielmehr ist aktenkundig, dass der Beschwerdeführer noch am 24. April 2006 ein Schreiben an die Beschwerdegegnerin unterzeichnete (Urk. 10/95). Er ver
wendete das Briefpapier der A._ und bedankte sich namens der Gesellschaft für das Entgegenkommen bei der Beitragsentrichtung (Ratenzah
lungen). Im Handelsregister blieb der Beschwerdeführer weiterhin eingetragen (vgl. Urk. 24). An der Organstellung des Beschwerdeführers über den 31. März 2006 hinaus besteht demnach kein Zweifel.
4.2
Aus dem Gesagten folgt, dass die Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführer zu Recht zur Bezahlung von Schadenersatz in der Höhe von Fr. 37‘604.15 ver
pflichtet hat, wobei die Beigeladenen solidarisch bis zur Höhe der jeweils für sie festgestellten Haftungssummen mithaften. Demzufolge ist die Beschwerde ab
zuweisen.