Decision ID: 247282da-3608-45dc-9c0c-62e13fb8739c
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_OG
Chamber: ZH_OG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: civil_law

betreffend Forderung
Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren am Bezirksgericht Meilen vom 24. August 2018 (FV180016-G)
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Urteil des Bezirksgerichts Meilen vom 24. August 2018: (Urk. 48 S. 17 f.)
1. Die Klage wird abgewiesen. 2. Die Entscheidgebühr für das erstinstanzliche Verfahren wird festgesetzt auf
CHF 1500.–. 3. Die Gerichtskosten des erstinstanzlichen Verfahrens, einschliesslich der
Kosten des Schlichtungsverfahrens von CHF 375.– und diejenigen des  vor Obergericht (Geschäfts-Nr.: PP170026) im Betrag von CHF 1'350.–, werden der Klägerin auferlegt.
4. Die in Ziff. 3 hievor erwähnten Kosten werden – soweit ausreichend – aus den von der Klägerin insgesamt geleisteten Kostenvorschüssen von CHF 2'800.– bezogen.
5. Die Gerichtskasse wird angewiesen, der Beklagten den von dieser  Kostenvorschuss von CHF 200.– zurückzuerstatten.
6. Die Klägerin wird verpflichtet, der Beklagten eine Parteientschädigung von CHF 1'500.– (MWST in diesem Betrag eingeschlossen) zu bezahlen.
7. [Schriftliche Mitteilung] 8. [Rechtsmittelbelehrung: Beschwerde, Frist 30 Tage]
Beschwerdeanträge der Klägerin: (Urk. 47 S. 2)
"1. Es sei das Urteil des Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren des Bezirksgerichts Meilen vom 24. August 2018 (FV180016-G) aufzuheben und die Klage gutzuheissen.
2. Es sei die Beklagte und Beschwerdegegnerin zu verpflichten, der Klägerin und Beschwerdeführerin die folgenden Beträge zu :
– Fr. 7'128.40 nebst Zins zu 5% seit dem 12. Juli 2016 – Fr. 20.-- Mahngebühren – Fr. 375.-- Kosten Schlichtungsverfahren Friedensrichteramt
C._
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3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. MwSt. zu Lasten der Beklagten und Beschwerdegegnerin."

Erwägungen:
1. a) Die Klägerin (und Beschwerdeführerin) stellt interessierten Dritten
Fahrzeuge zur Verfügung, deren Karosserieoberfläche sie als Werbeträger nutzt.
Diese Werbefläche – in einzelne Teilflächen unterteilt – bietet sie sodann gegen
Entgelt ihren Kunden für deren Werbung an. Am 3. Juli 2009 schlossen die Par-
teien einen Werbeflächenvertrag. Damit verpflichtete sich die Klägerin, für die Be-
klagte Werbung herzustellen und während einer Vertragsdauer ("Mindestwer-
belaufzeit") von fünf Jahren auf einem ...-Mobil ("D._" der E._ GmbH in
F._) graphisch zu platzieren. Im Gegenzug verpflichtete sich die Beklagte zur
Zahlung eines Entgelts von Fr. 7'000.– (Fr. 1'400.– pro Jahr) sowie von Material-
kosten von Fr. 390.– für Layout und Satz, je zuzüglich Mehrwertsteuer. Gemäss
den weiteren Vertragsbestimmungen ("Wichtig") verlängert sich der Vertrag nach
Ablauf der fünfjährigen Mindestlaufzeit ohne Neuabschluss zum gleichen Preis
jeweils um eine weitere Periode von 5 Jahren, sofern sechs Monate vor Ablauf
der jeweiligen Vertragsperiode keine Kündigung erfolgt (Urk. 4/1). Die (den Be-
ginn der ersten fünfjährigen Vertragslaufzeit auslösende) Auslieferung des ...-
Mobils erfolgte am 11. Februar 2010 (Urk. 11/5). Das für diese erste Vertragsperi-
ode vereinbarte Entgelt wurde von der Beklagten vollständig bezahlt (Urk. 11/6,
Urk. 47 S. 5).
b) Strittig ist die automatische Verlängerung des Werbeflächenvertrags,
d.h. ob die Beklagte diesen rechtzeitig gekündigt habe. Die Klägerin ist der Auf-
fassung, dass die Beklagte den Werbeflächenvertrag (erst) mit einem E-Mail vom
2. März 2016 gekündigt und ihr daher eine Vergütung gemäss Ziffer 15 der Allge-
meinen Geschäftsbedingungen des Werbeflächenvertrags (AGB; Urk. 4/1 S. 2) zu
leisten habe; diese beziffert sie auf Fr. 7'128.40 (Urk. 47 S. 2). Dagegen ist die
Beklagte der Auffassung, dass sie den Werbeflächenvertrag bereits im Jahr 2012
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mündlich gekündigt habe und daher der Klägerin keine weiteren Ansprüche zu-
stehen würden.
c) Am 24. Januar 2017 reichte die Klägerin beim Bezirksgericht Meilen
(Vorinstanz) eine Forderungsklage über Fr. 7'128.04 nebst Zins und Kosten ein,
die sie anlässlich der Hauptverhandlung vom 20. März 2017 auf Fr. 7'128.40
nebst Zins und Kosten präzisierte (Urk. 2 i.V.m. Urk. 10). Mit Urteil vom 12. April
2017 wies die Vorinstanz die Klage ab (Urk. 20). Die von der Klägerin hiergegen
erhobene Beschwerde wurde von der Kammer mit Beschluss vom 19. Januar
2018 gutgeheissen und die Sache zur Durchführung eines Beweisverfahrens zur
Frage der rechtzeitigen Kündigung an die Vorinstanz zurückgewiesen (Urk. 26
Disp.-Ziff. 1 i.V.m. S. 21 E. 3.5).
d) Nach Durchführung des Beweisverfahrens wies die Vorinstanz mit Ur-
teil vom 24. August 2018 die Klage erneut ab (Urk. 42 = Urk. 48; Entscheiddispo-
sitiv eingangs wiedergegeben).
e) Hiergegen hat die Klägerin am 25. September 2018 fristgerecht
(Urk. 43/1) Beschwerde erhoben und die eingangs aufgeführten Beschwerdean-
träge gestellt (Urk. 47 S. 2).
f) Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen. Die Klägerin hat den
ihr auferlegten Gerichtskostenvorschuss von Fr. 1'400.-- (Urk. 49) rechtzeitig ge-
leistet (Urk. 50). Da sich die Beschwerde zwar als zulässig, jedoch sogleich als
unbegründet erweist, kann auf weitere Prozesshandlungen verzichtet werden (vgl.
Art. 322 Abs. 1 ZPO).
2. Mit der Beschwerde können unrichtige Rechtsanwendung und offen-
sichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden
(Art. 320 ZPO). Sie ist begründet einzureichen (Art. 321 Abs. 1 ZPO). Dazu ge-
hört, dass in der Beschwerde konkret und im Einzelnen dargelegt wird, was ge-
nau am angefochtenen Entscheid unrichtig sein soll (BGer 5D_146/2017 vom
17. November 2017, E. 3.3.2, m.w.Hinw.); was nicht in dieser Weise beanstandet
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(gerügt) wird, braucht – soweit ein Mangel nicht geradezu ins Auge springt – von
der Beschwerdeinstanz nicht überprüft zu werden.
3. a) Die Vorinstanz erwog zusammengefasst, Beweisthema sei (ge-
mäss dem Beschluss des Obergerichts vom 19. Januar 2018) die von der Beklag-
ten behauptete (mündliche) Kündigung des Werbeflächenvertrags im Jahre 2012.
Mit Verfügung vom 20. März 2018 seien daher die folgenden Behauptungen der
Beklagten zum Beweis verstellt worden (Urk. 48 S. 4-6):
– Die Beklagte hat etwa im Jahr 2012 gegenüber G._,  der Klägerin, erklärt, dass sie, die Beklagte, an einer Zusammenarbeit nicht mehr interessiert sei und für sie, die Beklagte, die Zusammenarbeit erledigt sei.
– Die Beklagte hat etwa im Jahr 2012 gegenüber G._,  der Klägerin, reklamiert und den Werbeflächenvertrag vom 3. Juli 2009 mündlich gekündigt.
b) Die Vorinstanz erwog weiter, dazu seien die von der Beklagten angeru-
fenen Beweismittel Zeugeneinvernahme von G._ und Einvernahme von
H._ (Gesellschafter und Geschäftsführer der Beklagten) und das von der
Klägerin angerufene Beweismittel Zeugeneinvernahme von I._ als zulässig
erklärt worden. Im Beweisverfahren seien sodann H._ zur Beweisaussage
angehalten und I._ als Zeuge einvernommen worden; der als Zeuge angeru-
fene G._ habe dagegen nicht einvernommen werden können, da die Klägerin
dessen Privatadresse nicht ediert habe (Urk. 48 S. 6).
c) Die Vorinstanz legte sodann die Aussagen von H._ und von
I._ dar und kam bei beiden zum Schluss, dass sie auf tatsächlich Erlebtem
beruhen würden und Beweismittel mit starkem Beweiswert darstellen würden
(Urk. 48 S. 7-11). Sie erwog, die Klägerin habe mit dem Schlussvortrag (nach der
Beweisabnahme) u.a. geltend gemacht, dass eine Kündigung gegenüber
G._ nicht in ihren Empfangsbereich gelangt sei, da dieser ein Vertreter oder
Angestellter der E._ GmbH und nicht von ihr sei. Die Klägerin habe es je-
doch unterlassen, in der Hauptverhandlung geltend zu machen, dass G._
kein Angestellter von ihr sei, und auch nicht dargetan, weshalb es ihr nicht mög-
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lich gewesen wäre, dies rechtzeitig in den Prozess einzubringen, weshalb dies
nicht mehr berücksichtigt werden dürfe (Urk. 48 S. 12-14).
d) Die Vorinstanz kam schliesslich nach Würdigung der Beweise zum
Schluss, die Beklagte habe den Beweis erbracht, dass sie den fraglichen Werbe-
flächenvertrag im Jahre 2012 mündlich gegenüber G._, Aussendienstmitar-
beiter der Klägerin, rechtsgültig gekündigt habe. Sie habe den Werbeflächenver-
trag damit mehr als sechs Monate vor Ablauf der Vertragsdauer gekündigt, womit
keine automatische Vertragsverlängerung habe stattfinden können. Die Beklagte
schulde der Klägerin somit keine Entschädigung im Sinne von Ziffer 15 der AGB
und die Klage sei abzuweisen (Urk. 48 S. 15-17).
4. a) Die Klägerin macht in ihrer Beschwerde im Wesentlichen geltend,
die Vorinstanz stütze ihr Urteil darauf, dass die Beklagte den Beweis erbracht ha-
be, dass sie im Jahr 2012 gegenüber G._, Aussendienstmitarbeiter der Klä-
gerin, rechtsgültig gekündigt habe. Die Vorinstanz sei allerdings bereits beim Er-
lass der Beweisverfügung einem Irrtum unterlegen, denn G._ sei nie Aus-
sendienstmitarbeiter der Klägerin gewesen, sondern vielmehr der E._ GmbH.
Dies gehe bereits aus deren Schreiben an die Beklagte vom 6. Juli 2009
(Urk. 11/13) hervor, in welchem sich diese für den Abschluss des Vertrags mit
Herrn I._ bedankt habe. Auch aus den von der Beklagten an der Hauptver-
handlung vom 20. März 2017 eingereichten Schreiben Urk. 13/1 und 13/2 hätte
die Vorinstanz erkennen können, dass G._ kein Aussendienstmitarbeiter der
Klägerin sei: Im Schreiben vom 29. Mai 2012 an die Klägerin habe die Beklagte
sie bezüglich der Nebenleistungspflichten abgemahnt (Urk. 13/1) und nachdem
sie (die Klägerin) entgegnet habe, dass sie dafür nicht zuständig sei, habe die
Beklagte die entsprechenden Rechnungen an G._ an eine Adresse in Zürich
– an welcher die Klägerin nie den Sitz gehabt habe – gesandt (Urk. 13/2). Anläss-
lich der Hauptverhandlung vom 20. März 2017 habe die Beklagte selbst bestätigt,
dass I._ der Aussendienstmitarbeiter der Klägerin gewesen sei, der den
Werbeflächenvertrag aufgesetzt habe. G._ sei damit ein untauglicher Zeuge
für die geltend gemachte mündliche Kündigung, da er nicht Aussendienstmitarbei-
ter der Klägerin, sondern der E._ GmbH sei. Demzufolge habe die Vo-
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rinstanz offensichtlich unrichtige Beweissätze erlassen. Da G._ nicht Aus-
sendienstmitarbeiter der Klägerin sei, sei auch die Kündigung nie rechtsgültig in
den Machtbereich der Klägerin gelangt. Damit habe die Vorinstanz den Sachver-
halt offensichtlich unrichtig festgestellt (Urk. 47 S. 5-8).
b) Die Klägerin macht in ihrer Beschwerde sodann als unrichtige Rechts-
anwendung eine Verletzung von Art. 8 ZGB geltend. Da G._ kein Aussen-
dienstmitarbeiter der Klägerin sei, stelle er ein untaugliches Beweismittel für die
Kündigung der Beklagten dar. Damit sei die Beklagte diesbezüglich beweislos
geblieben, es würden sie die Folgen der Beweislosigkeit treffen und die Klage sei
dementsprechend gutzuheissen.
c) Die Klägerin macht in ihrer Beschwerde als weitere unrichtige Rechts-
anwendung eine Verletzung von Art. 56 ZPO geltend. Bei anwaltlich vertretenen
Parteien – die Beklagte sei an der Beweisverhandlung vom 2. Juli 2018 anwaltlich
vertreten gewesen – habe das Gericht keine Fragepflicht, sondern nur ein Frage-
recht und dieses vor allem bei Irrtum oder unverschuldetem Versehen auszuüben.
Anlässlich der vorinstanzlichen Beweisverhandlung vom 2. Juli 2018 habe
H._ ausgesagt, dass er sich an den Namen des Aussendienstmitarbeiters,
mit dem er den Werbeflächenvertrag abgeschlossen habe, nicht mehr erinnern
könne. Dennoch habe ihn die Vorinstanz gefragt, ob ihm der Name G._ et-
was sage. Damit habe die Vorinstanz die Fragepflicht zugunsten der Beklagten zu
extensiv angewandt und die prozessuale Nachlässigkeit der fehlenden Substanti-
ierung des Erklärungsempfängers ausgeglichen. Aufgrund der Beweislastvertei-
lung würde die fehlende Substantiierung des Erklärungsempfängers zur Beweis-
losigkeit und damit zur Gutheissung der Klage führen (Urk. 47 S. 9-11).
d) Die Klägerin macht in ihrer Beschwerde als weitere unrichtige Rechts-
anwendung eine Verletzung der Verhandlungsmaxime gemäss Art. 55 ZPO gel-
tend. Die Beklagte habe anlässlich der Beweisverhandlung sinngemäss bestätigt,
dass sie den Werbeflächenvertrag gegenüber G._ gekündigt habe. Da
G._, wie dargelegt, kein Aussendienstmitarbeiter der Klägerin sei, sei die
Kündigung nicht gegenüber der Klägerin ausgesprochen worden und habe die
Beklagte den entsprechenden Beweis nicht erbracht (Urk. 47 S. 11-12).
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e) Die Klägerin macht in ihrer Beschwerde als weitere unrichtige Rechts-
anwendung eine Verletzung von Art. 157 ZPO geltend, indem die Vorinstanz will-
kürlich davon ausgegangen sei, dass G._ Aussendienstmitarbeiter der Klä-
gerin sei. Die Vorinstanz hätte aus den Akten erkennen können, dass darüber er-
hebliche Zweifel bestanden hätten, und zumindest von Amtes wegen hierüber
Beweis erheben müssen. Zudem sei spätestens an der Beweisverhandlung klar
gewesen, dass I._ und nicht G._ der Aussendienstmitarbeiter der Kläge-
rin sei. Wenn dennoch eine Befragung von G._ wesentlich gewesen wäre,
hätte eine nachträgliche Vorladung von diesem c/o E._ GmbH erfolgen kön-
nen. Die Klägerin habe die Vorinstanz anlässlich der Beweisverhandlung auf den
Irrtum hingewiesen, und auch die Beklagte habe eine Verwechslung der Namen
eingestanden. Die Vorinstanz sei damit in aktenwidriger und willkürlicher Weise
bei der Beweiswürdigung davon ausgegangen, dass G._ Aus-
sendienstmitarbeiter der Klägerin sei (Urk. 47 S. 12-14).
f) Die Klägerin macht in ihrer Beschwerde schliesslich als unrichtige
Rechtsanwendung eine Verletzung von Art. 160 ff. ZPO geltend. Zwar habe die
Vorinstanz ausgeführt, die Klägerin habe es unterlassen, die Privatadresse von
G._ bekanntzugeben; die Vorinstanz habe jedoch unterlassen, darzutun,
weshalb die Beklagte als beweisbelastete Partei nicht selber den Beweis habe
führen können. Es wäre der Beklagten ohne weiteres zuzumuten gewesen, die
Adresse bei der E._ GmbH zu erfragen und dem Gericht bekanntzugeben.
Zudem sei die Adresse aus dem Schreiben der Beklagten an G._ vom
22. Juni 2012 aktenkundig gewesen. Indem die Vorinstanz die Nichtbekanntgabe
durch die Klägerin zu deren Nachteil berücksichtigt habe, habe sie Art. 164 ZPO
verletzt (Urk. 47 S. 14).
5. a) Die gesamte Beschwerde der Klägerin beruht letztlich auf ihrem
Vorbringen, dass G._ zu keiner Zeit ein (Aussendienst-) Mitarbeiter von ihr
gewesen sei. Jedoch hat bereits die Vorinstanz dargelegt, dass die Klägerin diese
Tatsachenbehauptung nicht bis zur Hauptverhandlung und damit nicht rechtzeitig
in den Prozess eingebracht habe (und anlässlich des Schlussvortrags nach der
Beweisabnahme auch nicht dargetan habe, weshalb ihr dies nicht möglich gewe-
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sen sei; Urk. 48 S. 14). Dies wird in der Beschwerde nicht beanstandet und ist
denn auch korrekt: Anlässlich der vorinstanzlichen Hauptverhandlung vom
20. März 2017 hatte J._ für die – damals nicht anwaltlich vertretene – Be-
klagte G._ zweimal als Aussendienstmitarbeiter der Klägerin (dem die Nicht-
weiterführung des Vertrags mitgeteilt worden sei; Urk. 15 S. 7) bezeichnet
(Urk. 15 S. 7, auch S. 8), was von der anwaltlich vertretenen Klägerin nicht bestrit-
ten wurde (Urk. 15 S. 8-10, S. 13 f.) und worüber demgemäss auch kein Beweis
abzunehmen war. Die Bestreitung erst anlässlich des Schlussvortrags nach der
Beweisabnahme (Urk. 41 S. 11) ist verspätet erfolgt (vgl. Art. 229 Abs. 2 i.V.m.
Art. 219 ZPO; einen Grund i.S.v. Art. 229 Abs. 1 lit. b ZPO für eine Zulassung die-
ses unechten Novums hat die Klägerin nicht geltend gemacht). Die Vorinstanz
hatte daher aufgrund der im vorliegenden Verfahren zur Anwendung gelangenden
Verhandlungsmaxime (Art. 55 Abs. 1 ZPO) von der unbestrittenen Tatsache aus-
zugehen, dass G._ ein Mitarbeiter der Klägerin war.
b) Dass allenfalls in den Akten gegenteilige Hinweise vorhanden gewesen
wären, ändert hieran nichts. Unter der Verhandlungsmaxime hat das Gericht nicht
von sich aus in den Akten nach allenfalls relevanten Tatsachen zu forschen, son-
dern sind dem Entscheid die – rechtzeitig in den Prozess eingeführten – unbestrit-
tenen bzw. bewiesenen Tatsachen zugrunde zu legen. Die vorinstanzliche Erwä-
gung, dass G._ ein (Aussendienst-) Mitarbeiter der Klägerin war, ist daher
korrekt und keine unrichtige (schon gar keine offensichtlich unrichtige) Sachver-
haltsfeststellung.
c) Von der Tatsache ausgehend, dass G._ ein Mitarbeiter der Kläge-
rin war, ist nun aber der Beschwerde das Fundament entzogen:
– Bei Erlass der Beweissätze in der Beweisverfügung vom 20. März 2018
(Urk. 27) unterlag die Vorinstanz keinem Irrtum;
– G._ war ein tauglicher Zeuge;
– die Adresse von G._ war von der Klägerin als dessen Arbeitgeberin zu
edieren (dass die Adresse gemäss dem rund sechs Jahre alten Schreiben
der Beklagten vom 22. Juni 2012 [Urk. 13/2] überhaupt noch gültig gewesen
wäre, hat die Klägerin nicht vorgebracht);
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– mit der in der Beweisverhandlung gestellten Frage der Vorinstanz nach dem
Namen des Aussendienstmitarbeiters wurde nicht eine fehlende Substantiie-
rung ausgeglichen;
– die gegenüber G._ im Jahr 2012 ausgesprochene Kündigung – die
Klägerin beanstandet in ihrer Beschwerde diese Beweiswürdigung der Vor-
instanz nicht – ist in den Machtbereich der Klägerin gelangt und damit ihr
gegenüber ausgesprochen worden;
– die Beklagte ist damit nicht beweislos geblieben.
d) Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde der Klägerin als un-
begründet. Die Beschwerde ist demgemäss abzuweisen.
6. a) Für das Beschwerdeverfahren beträgt der Streitwert Fr. 7'148.40.
Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr ist in Anwendung von § 4 Abs. 1 und 2 i.V.
m. § 12 Abs. 1 und 2 GebV OG auf Fr. 1'400.-- festzusetzen.
b) Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens sind ausgangsgemäss
der unterliegenden Klägerin aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO) und mit dem von
ihr geleisteten Kostenvorschuss zu verrechnen (Art. 111 Abs. 1 ZPO).
c) Für das Beschwerdeverfahren sind keine Parteientschädigungen zuzu-
sprechen, der Klägerin zufolge ihres Unterliegens, der Beklagten mangels rele-
vanter Umtriebe (Art. 95 Abs. 3, Art. 106 Abs. 1 ZPO).