Decision ID: 5b04205a-da5e-4347-9363-7dd44c0e53c9
Year: 2021
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
Die
Y._
ist seit ihrer Gründung im Januar 2004 der Sozial
ver
si
cherungsanstalt des Kantons Zürich (SVA), Ausgleichskasse, als beitrags
pflich
tige Arbeitgeberin angeschlossen (
Urk.
7/3).
X._
ist zusammen mit seinem Bruder
Z._
seit der Gründung als Gesellschafter und Ge
schäfts
führer der
Y._
mit Einzel
zeichnungs
berechtigung im Handels
register ein
getragen (vgl. Internet-Handels
register
auszug des Kantons Zürich, Urk. 7/3/3).
Am
2
9.
März
2020 (Eingangs
datum) meldete sich
X._
mit dem Anmeldeformular für Selbständige
bei der Ausgleichskasse zum Bezug einer Erwerbsausfall
ent
schädigung (
infolge Veranstaltungsverbot sowie Betriebs
einstellung
) gestützt auf die Ver
ordnung über Massnahmen bei Erwerbsausfall im Zusammenhang mit dem
Corona
virus
(Covid-19-Ver
ord
nung Erwerbsausfall) an (
Urk. 7/91,
Urk.
7/94
). Mit
Ver
fü
gung vom 1
7.
April
2020 ver
neinte die Aus
gleichs
kasse einen Anspruch auf eine Corona-Erwerbsausfall
ent
schä
di
gung (
Urk. 7/96). Die dagegen
erhobene Einsprache
vo
m
22. April
2020 (
Urk. 7/103
) wies die Aus
gleichs
kasse mit Entscheid vom
2
6.
Mai
2020 ab
.
Zur Begründung führte sie im Wesentlichen aus, dass der Antragssteller
mit der GmbH nicht unter die in der Covid-19-Verordnung 2 erfassten Betriebe falle und die Anspruchs
voraus
setzun
gen nicht erfüllt seien, weshalb kein Leistungsan
spruch bestehe
(
Urk. 7/108
).
1.2
In der Folge meldete sich
X._
am 1
0.
Juli 2020 (Eingangs
da
tum) mit dem Anmeldeformular Veranstaltungsbranche (AG und GmbH) erneut bei der Aus
gleichskasse zum Bezug einer Erwerbsaufallentschädigung an (
Urk.
7/114).
Die Ausgleichskasse wies diesen Antrag mit Verfügung vom
10. Au
gust 2020 ab
(
Urk. 7/119). Dagegen erhob
X._
am 31. August 2020
Einsprache (
Urk. 7/124
)
, welche
die Aus
gleichs
kasse mit Entscheid vom
2
9.
Oktober
2020 ab
wies
(
Urk. 7/130 =
Urk.
2
).
2.
Gegen den Einspracheentscheid vom 2
9.
Oktober 2020 erhob
X._
am 28. November 2020 Beschwerde und bean
tragte die Aufhebung des angefochtenen Entscheids und die Zusprache einer Corona-Erwerbsaus
fall
ent
schädigung, eventuell sei die Sache zur Neubeurteilung an die Be
schwer
de
geg
nerin zurückzuweisen (Urk. 1).
Mit Beschwerdeantwort vom 17. Dezember 2020 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 6, unter Beilage der Kassenakten [
Urk.
7/1-139]), was dem Beschwerdeführer mit Ver
fü
gung vom 22. De
zember 2020 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 8).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit er
for
der
lich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Nach Art. 185 Abs. 3 der Bundesverfassung (BV) kann der Bundesrat
Ver
ordnun
gen und Verfügungen erlassen, um eingetretenen oder unmittelbar drohenden schweren Störungen der öffentlichen Ordnung oder der inneren oder äusseren Sicherheit zu begegnen. Solche Verordnungen sind zu befristen
(und zwar auf maximal sechs Monate; vgl. Art. 7d Abs. 2 lit. a des Regierungs- und Ver
wal
tungs
organisationsgesetzes [RVOG])
.
Gestützt auf dieses Notverordnungsrecht erliess der Bundesrat - nebst anderen Verordnungen im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie, die sich teilweise auch auf das Bundesgesetz über die Bekämpfung übertragbarer Krankheiten des Menschen (
Epidemiengesetz
[
EpG
]) stützen - am 20. März 2020 die Co
-
vid
19
Ver
ordnung Erwerbsausfall. Die Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall wurde rück
wirkend per 17. März 2020 in Kraft gesetzt und der Geltungszeitraum bis zum 16. September 2020 befristet (Art. 11 Abs. 2).
Danach wurde
der Gel
tungszeitraum zunächst bis am 3
1.
Dezember 2021 verlängert (
Art.
11
Abs.
4) und in der Folge auf den 3
0.
Juni 2021 befristet (
Art.
11
Abs.
5).
Die Verordnung erfuhr mehrere Änderungen, unter anderem am
6.
Juli, 1
7.
September und
8.
Oktober 202
0.
Mit dem Covid-19-Gesetz vom 25. September 2020 wurde
rück
wirkend per 17. September 2020 eine gesetz
liche Grundlage für die Co
-
vid-19-Verordnung Erwerbsausfall geschaffen (Art. 15 in Verbindung mit Art. 21 Abs. 3 des Covid-19-Gesetzes).
1.2
1.2.1
Nach Art. 2 Abs. 3
bis
der Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall (in der vom 6. Juli bis 16. September 2020 gültigen Fassung) sind
Selbständigerwerbende
im Sinne von Art. 12 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversiche
rungsrechts (ATSG) anspruchsberechtigt, wenn sie aufgrund der
bundesrätlichen
Massnahmen
zur Bekämpfung des
Coronavirus
einen Erwerbsausfall erleiden und ihr für die Bemessung der Beiträge der AHV
massgebendes
Einkommen für das Jahr 2019 zwischen Fr. 10‘000.-- und Fr. 90‘000.-- liegt (sogenannte Härtefallre
gelung)
.
1.2.2
Laut
Art.
2
Abs.
3
ter
der
Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall (in der vom
6.
Juli bis 1
6.
September 2020 gültigen Fassung)
sind Personen nach Artikel 31 Absatz 3 Buchstaben b und c des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosen
versicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG), die im Veranstaltungsbe
reich tätig sind, anspruchsberechtigt, sofern sie die Einkommensvoraussetzungen gemäss Absatz 3
bis
erfüllen und in der AHV obligatorisch versichert sind.
1.3
1.3.1
Nach
Art.
2
Abs.
3
der Covid
-19-Verordnung Erwerbsausfall
(Stand: 8. Oktober 2020) sind
Selbstständigerwerbende
im Sinne von Artikel 12 ATSG und Personen nach Artikel 31 Absatz 3 Buchstaben b und c
AVIG
unter der Voraussetzung von Absatz 1
bis
Buchstabe c anspruchsberechtigt, wenn sie:
a.
ihre Erwerbstätigkeit aufgrund von behördlich angeordneten Massnahmen
zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie unterbrechen müssen; und
b.
einen Erwerbs- oder Lohnausfall erleiden
.
1.3
.2
Gemäss
Art.
2
Abs.
3
bis
der Covid-19-Verordnun
g Erwerbsausfall (Stand: 8. Ok
tober
2020) sind
Selbständigerwerbende
im Sinne von Artikel 12 ATSG und Per
sonen nach Artikel 31 Absatz 3 Buchstaben b und c
AVIG
, die nicht unter Absatz 3 fallen, unter der Voraussetzung von Absatz 1
bis
Buchstabe c anspruchs
berech
tigt, wenn:
a.
ihre Erwerbstätigkeit aufgrund von behördlich angeordneten Massnahmen
zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie massgeblich ein
ge
schränkt ist;
b.
s
ie einen Erwerbs- oder Lohnausfall erleiden; un
d
c.
sie im Jahr 2019 für diese Tätigkeit ein AHV-pflichtiges Erwerbseinkommen
von mindestens 10’000 Franken erzielt haben; diese Voraussetzung gilt
sinngemäss, wenn die Tätigkeit nach dem Jahr 2019 aufgenommen wurde;
wurde die Tätigkeit nicht während eines vollen Jahres ausgeübt, so gilt diese
Voraussetzung proportional zu deren Dauer.
1.4
Unter
Art.
31
Abs.
3 lit.
b und c
AVIG
fallen mitarbeitende Ehe
gatten des Arbeit
gebers und P
ersonen, die in ihrer Eigenschaft als Gesell
schafter, als finanziell am Betrieb Beteiligte oder als Mitglieder eines obersten betrieb
li
chen Entscheidungs
gremiums die Entscheidungen des Arbeitgebers bestimmen oder massgeblich beeinflussen können, sowie ihre mitarbeitenden Ehegatten
(vgl. dazu auch Rz. 1025.1 d
es Kreisschreibens über die Entschädigung bei Mass
nahmen zur Bekämpfung des
Coronavirus
- Corona-Erwerbsersatz
[
KS
CE], Stand 4. Novem
ber 2020).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin verneinte einen Anspruch auf Corona-Erwerbsaus
fall
entschädigung mit der Begründung, dass d
er Beschwerdeführer im Jahr 2019 ein Einkommen über
Fr.
116'000.-- abgerechnet
habe. Ein Anspruch auf die Corona-Erwerbs
ersatzentschädigung bestehe hingegen nur für
Arbeitnehmende
, die bei der Beschwerdegegnerin im Jahr 2019 ein Jahreseinkommen zwischen Fr. 10'000.-- und Fr. 90'000.-- abgerechnet hätten (
Urk.
2).
2.2
Demgegenüber machte der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde vom 2
8.
No
vem
ber 2020 (
Urk.
1) zusammengefasst geltend, die von der Beschwerdegegnerin geltend gemachte Obergrenze des im Jahr 2019 erzielten AHV-pflichtigen Erwerbseinkommen von Fr. 90'000.-- verstosse gegen das Will
kür
verbot. Mit
der Ungleichbehandlung gegenüber
anspruchsberechtigten Personen
mit einem AHV-pflichtigen Jahr
eseinkommen von weniger als Fr.
90'000.--,
die Anspruch
auf eine Corona-Erwerbsausfallentschädigung hätten, sei
er
nicht einverstanden.
3.
3.1
Die Parteien nehmen im Einspracheentscheid vom 2
9.
Oktober 2020 respektive in der Beschwerde vom 2
8.
November 2020 offensichtlich auf
Art.
2
Abs.
3
ter
der Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall (in der vom
6.
Juli bis 1
6.
September 2020 gültigen Fassung)
Bezug, welcher seinerseits auf
Art.
2
Abs.
3
bis
der Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall (in der vom
6.
Juli bis 1
6.
September 2020 gültigen Fassung)
verweist. Unbestritten ist dabei, dass das für die Beurteilung der Anspruchsberechtigung auf Corona-Erwerbsausfallentschädigung nach
Art.
2
Abs.
3
bis
Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall
(in der vom
6.
Juli bis 1
6.
Septem
ber 2020 gültigen Fassung) massgeben
de Einkommen des
Beschwerdeführer
s mit
Fr.
116'000.--
(
Urk.
7/76/3) über
Fr.
90'000.-- liegt und die
Anspruchsvorausset
zung von
Art.
2
Abs.
3
bis
der Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall
(in der vom
6.
Juli bis 1
6.
September 2020 gültigen Fassung)
,
wonach das für die Beme
ssung der Beiträge der AHV mass
gebende Einkommen für das Jahr 2019 zwischen
Fr.
10‘000.-- und
Fr.
90‘000.-- liegen muss, somit nicht erfüllt ist.
3.2
Der Beschwerdeführer bestreitet die Verfassungskonformität der Regelung v
on
Art.
2
Abs.
3
bis
der Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall (in der vom
6.
Juli bis 1
6.
September 2020 gültigen Fassung)
. Das Sozialversicherungsgericht hat im Urteil EE.2020.00046 vom 2
4.
Januar 2021 diese Frage geprüft und bejaht. Im Wesentlichen hat es ausgeführt, dass
Art.
2
Abs.
3
bis
der Covid-19-Verordnung
Erwerbsausfall
(in der vom
6.
Juli bis 1
6.
September 2020 gültigen Fassung)
einen Ausgleich für finan
zielle Härtefälle
bezwecke
. Dass der Bundesrat den Leistungs
bezug davon abhängig gemacht habe
, dass das für die Bemessung der Beiträge der AHV massgebende Einkommen der
Selbständigerwerbenden
für das Jahr 2019 einen bestimmte
n Schwellenwert nicht übersteige, leuchte
vor diesem
Hin
tergrund ohne Weiteres
ein. Dass er diese Grenze bei einem beitragspflichtigen Einkomm
en von
Fr.
90'000.-- gesetzt habe, liege
im Rahmen des insbesondere im Bereich des Not-verordnungsrechts sehr weiten Entscheidungsspielraums
.
Der Bundesrat sei
offenbar davon aus
gegangen
, dass
selbständigerwerbende
Personen mit einem für die Bemessung der Beiträge der AHV massgebenden Einkommen für das Jahr 2019 von mehr als
Fr.
90'000.
-- weit besser in der Lage gewesen seien
, finanzielle Reserven für allfällige Notlagen zu bilden als solche mit einem nied
rigeren Einkommen. Zudem hätten
nicht nur die rechtlichen Grundlagen für die Erwerbsausfallsentschädigung sehr schnell erlassen
werden
, sondern auch gewährleistet werden
müssen
, dass die zahlreichen Gesuche rasch
haben
geprüft und die Entschädigungen zeitnah
haben
ausgeric
htet werden können. Daher komme
der Praktikabilität erhebliche Bedeutung zu
, und es sei
eine Schematisie
rung, auch wenn sie mit einem Verlust
an Einzelfallgerechtigkeit verbunden sei
, nicht unzulässig. Ob eine andere Regelung, beispielsweise eine de
gressiv ausge
staltete Entschädi
gung bei höheren Einkommen, nicht sachgerechter gewesen wäre, da sie dem Einze
lfall gerechter würde, habe
daher da
s kantonale Sozialver
sicherungs
gericht nicht zu entscheiden. Die Höhe der vo
m Bundesrat festgelegten Einkommensgrenze schliesslich lasse
sich sachlich (insb
esondere sozialpolitisch) rechtfertigen und sei
weder willkürlich noch
verstöss
e
sie gegen den Grundsatz der Gleichbehandlung im Sinne von
Art.
8
Abs.
1 BV oder
Art.
27 in Verbindung mit
Art.
94 BV.
3.3
Daraus ergibt sich, dass der Beschwerdeführer gestützt auf
Art.
2
Abs.
3
ter
in Ver
bindung mit
Art.
2
Abs.
3
bis
der Verordnung Erwerbsausfall (in der vom
6.
Juli bis 1
6.
September 2020 gültig gewesenen Fassung) keine Ansprüche für sich ableiten kann.
4.
4.1
Art.
2
Abs.
3
ter
der Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall
(in der vom
6.
Juli bis 16 September 2020 gültigen Fassung) war, wie erwähnt, speziell auf im Veran
staltungsbereich tätige arbeitgeberähnliche Personen (also Personen im Sinne von
Art.
31
Abs.
3 lit. b und c AVIG) - wie etwa den Beschwerdeführer - ausge
richtet. Per 1
7.
September 2020 wurde diese Bestimmung aufgehoben. Jedoch
haben seit
8.
Oktober 2020 arbeitgeberähnliche Personen allgemein Anspruch auf eine Corona-Erwerbsausfallentschädigung,
sofern
sie die in den
Art.
2
Abs.
3 res
pektive
Art.
2
Abs.
3
bis
der Covid-19-Verordnung Er
w
erbs
ausfall
(in der seit
1.
Oktober 2020 gültigen Fassung)
genannten Vorau
ssetzungen erfüllen (vgl.
E.
1.3 hiervor). Da die Verordnungsänderung vor Erlass des Einspracheentscheids vom 2
9.
Oktober 2020 in Kraft trat,
ist
im Folgenden
der Ansp
ruch auf eine Corona-Erwerbsausfall
entschädigung gestützt auf
Art.
2
Abs.
3 oder 3
bis
der Co
vid-19-Verordnung Erwerbsausfall
(Stand
1.
Oktober 2020)
zu prüfen.
4.2
Zu Recht verneinte die Beschwerdegegnerin einen Anspruch auf eine Corona-Erwerbsausfallentschädigung im Sinne von Art. 2 Abs. 3 der Covid-19-Ver
ord
nung Erwerbsausfall infolge einer Unterbrechung der Erwerbstätigkeit aufgrund behördlich angeordneter Massnahmen.
Seit dem
6.
Juni sind keine Betriebs
schliessungen mehr in Kraft und das Verbot von Veranstaltungen wurde schritt
weise gelockert
. Am
1.
Juli 2020 waren nur noch Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen landesweit verboten (
https://www.admin.ch/gov/de/start/doku
-
mentation/medienmitteilungen.msg-id-79685.html
)
.
Dies wurde vom
Beschwer
-
de
führer
denn auch nicht geltend gemacht (vgl. Urk. 7/114).
4.3
Der Beschwerdeführer hatte seine Anmeldung im Juli 2020 unter Berufung auf die arbeitgeber
ähnliche Stellung vorgenommen und darauf hingewiesen, dass er ab Juni 2020 keine Kurzarbeitsentschädigung mehr ausgerichtet bekommen habe (vgl. Urk. 7/114). Damit machte er
, wie ausgeführt,
sinngemäss einen Anspruch aufgrund der Härtefallregelung gemäss Art.
2
Abs. 3
ter
in Verbindung mit Abs.
3
bis
Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall in der bis am 1
6.
September 2020 gültig gewe
senen Fassung geltend.
Die Beschwerdegegnerin hat
dem
entspre
chend geprüft, ob
der
Be
schwerde
führer gestützt auf
Art.
2
Abs.
3
ter
in Verbin
dung mit
Abs.
3
bis
Covid-19-Verordnung Erwerbs
ausfall
in der bis am 16. Sep
tember 2020 gültig ge
wesenen Fassung
einen An
spruch auf eine Corona-Erwerbsausfall
ent
schä
di
gung hat. Sie prüfte jedoch nicht
(
bzw. konnte infolge der zeitlichen Abfolge späterer Verordnungsrevisionen nicht prüfen
)
, ob die An
spruchs
voraussetzungen gemäss
Art.
2
Abs.
3
bis
der Covid-19-Verordnung Er
werbs
ausfall
, Stand
8. Ok
tober
2020
,
erfüllt sind.
Diese Fassung gilt aufgrund der Änderung vom 4. No
vember 2020 der Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall rückwirkend ab
1
7.
Sep
tem
ber 2020
(AS 2020 4571). Ab diesem Zeitpunkt ist ein Anspruch des Be
schwer
deführers auf eine
Härtefallentschädigung denkbar, zumal keine obere Einkommensgrenze von
Fr.
90'000.-- mehr besteht (vgl. E. 1.3.2).
D
ie Sache
ist deshalb
an
die Beschwer
de
gegnerin zurück
zu
weisen, damit sie prüfe, ob
der
Be
schwerdeführer die Anspruchs
voraus
set
zun
gen gemäss
Art.
2
Abs.
3
bis
Covid-19-Verordnung Er
werbs
aufall
,
in der (aufgrund der rückwirken
den Änderung vom 4. November 2020) seit 17. September 2020 geltenden Fas
sung
,
erfülle
und hernach über den Anspruch de
s Beschwerde
führers
auf eine Corona-Erwerbsaus
fall
entschädigung erneut ent
schei
de
.