Decision ID: 48af3f27-ea38-5009-9291-50e4a2053611
Year: 2019
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
Die B._ GmbH war seit Gründung im Mai 2011 bis zur Sitzverlegung der
Gesellschaft am 3. März 2015 in den Kanton Zug bei der Sozialversicherungsanstalt
des Kantons St. Gallen als beitragspflichtige Arbeitgeberin erfasst. A._ war während
dieses gesamten Zeitraums als Gesellschafter und Geschäftsführer mit
Einzelunterschrift im Handelsregister eingetragen (act. G 3.2/1). Am 8. September 2015
wurde über die Gesellschaft der Konkurs eröffnet und am 20. März 2018 als
geschlossen erklärt (Handelsregister des Kantons Zug, abgerufen am 7. Februar 2019).
A.a.
Am 18. Januar 2017 teilte die SVA St. Gallen A._ mit, sie habe am 11. Juni 2015
und am 19. August 2015 Pfändungsverlustscheine erhalten. Es stehe fest, dass der
Sozialversicherungsanstalt ein Schaden in Höhe von Fr. 53'634.10 entstanden sei. Auf
dem Abrechnungskonto beständen zudem offene Posten in Höhe von Fr. 133'377.50,
welcher Betrag sich durch eine allfällige Konkursdividende entsprechend reduzieren
würde (act. G 3.2/7). Am 3. Februar 2017 teilte A._ mit, die Beträge seien für ihn nicht
nachvollziehbar, da die Grundlagen nicht aufgeführt seien (act. G 3.2/8). Nachdem ihm
die SVA am 14. Februar 2017 einen Kontoauszug zugestellt hatte, teilte A._ der SVA
am 22. Februar 2017 mit, er habe die Firma Anfang 2015 an C._ verkauft, welcher
A.b.
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diese mit allen Aktiven und Passiven übernommen habe. Allfällige Forderungen seien
an den Käufer zu stellen (act. G 3.2/10).
Mit Verfügung vom 21. März 2017 forderte die SVA St. Gallen von A._
Schadenersatz für entgangene Sozialversicherungsbeiträge in Höhe von Fr. 175'267.90
(bundesrechtliche Beiträge) sowie von Fr. 10'563.10 (kantonalrechtliche Beiträge), total
somit Fr. 185'831.-- (act. G 3.2/19). Mit Einsprache vom 31. März 2017 machte A._
geltend, die B._ GmbH habe aus Rückbehalten und nicht bezahlten Rechnungen der
D._ AG ein Guthaben. Dazu legte er diverse Rechnungen bei (act. G 3.2/20). Mit
Entscheid vom 16. Juni 2017 wies die SVA St. Gallen die Einsprache ab. Aus den
definitiven Lohnbeiträgen 2013 resultiere ein Schaden in Höhe von Fr. 24'311.10. Für
die Akonto-Beiträge November und Dezember 2014 seien Fr. 15'642.85 bzw.
Fr. 13'286.45 offengeblieben. Für das Gesamtjahr 2014 resultierten zudem offen
gebliebene AHV/IV/EO/ALV-Beiträge in Höhe von Fr. 110'811.35 sowie FAK-Beiträge
von Fr. 7'869.65. Im Weiteren seien schliesslich die Akonto-Beiträge für Januar 2015 in
Höhe von Fr. 13'633.60 sowie Inkassokosten in Höhe von Fr. 276.-- offengeblieben.
Die als Schaden geltend gemachten Lohnbeiträge (zuzüglich Mahngebühren,
Verzugszinsen, Erhebungsgebühren und Kosten sowie Betreibungskosten) im Umfang
von Fr. 185'831.-- seien unbezahlt geblieben. Damit sei die B._ GmbH ihren Pflichten
als Arbeitgeberin nicht nachgekommen und habe öffentlich-rechtliche Vorschriften
missachtet. Ein Verschulden der Arbeitgeberin liege in der Regel vor, wenn sie die
Beitragsabrechnungs- und Ablieferungspflicht über längere Zeit nur schleppend oder
bloss teilweise erfülle. Den Einsprecher treffe ebenfalls ein Verschulden, hätte er als
zuständiges Organ doch dafür sorgen müssen, dass die Beiträge korrekt abgerechnet
und pünktlich bezahlt werden. Ebenso hätte er die erhebliche Lohnsummenzunahme
im Jahr 2014 bereits im laufenden Jahr melden müssen. Dies habe er offensichtlich
unterlassen. Durch sein Verhalten habe er den Schaden mindestens grobfahrlässig
verursacht. Daran änderten auch die eingereichten Rechnungen an einen Kunden
nichts, die angeblich unbezahlt geblieben seien. Schliesslich sei der
Kausalzusammenhang zwischen den Unterlassungen des Einsprechers und dem
eingetretenen Schaden gegeben (act. G 3.2/23).
A.c.
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B.

Erwägungen
1.
Fügt ein Arbeitgeber durch absichtliche oder grobfahrlässige Missachtung von
Vorschriften der Versicherung einen Schaden zu, so hat er diesen zu ersetzen. Handelt
es sich beim Arbeitgeber um eine juristische Person, so haften subsidiär die Mitglieder
der Verwaltung und alle mit der Geschäftsführung oder Liquidation befassten
Personen. Sind mehrere Personen für den gleichen Schaden verantwortlich, so haften
Gegen diesen Entscheid richtet sich die vorliegende Beschwerde vom 30. Juni
2017 (Datum Poststempel). Der Beschwerdeführer beantragt sinngemäss, die
Schadenersatzforderung sei abzuweisen. Die B._ GmbH habe aus Rückbehalten und
nicht bezahlten Rechnungen der D._ AG ein Guthaben. Diesbezüglich sei mit dem
Konkursamt E._ Kontakt aufzunehmen (act. G 1).
B.a.
Mit Beschwerdeantwort vom 5. September 2017 beantragt die Verwaltung
Abweisung der Beschwerde und verweist zur Begründung auf den
Einspracheentscheid und auf die Verfügung (act. G 3).
B.b.
Mit einer weiteren Eingabe nach Akteneinsicht (Replik) vom 26. September 2017
führt der Beschwerdeführer aus, er habe mit Erstaunen festgestellt, dass die
Beschwerdegegnerin auf die Verwertung der Forderung der B._ GmbH gegen die
D._ AG verzichtet habe. Dies, ohne die B._ GmbH diesbezüglich zu kontaktieren.
Die Forderungen hätten auf ausgeführten Arbeiten beruht. Die Forderungen der SVA,
die durch die Verwertung hätten eingebracht werden können, seien bei der
Schadenersatzforderung zu berücksichtigen (act. G 5).
B.c.
Mit Duplik vom 26. Oktober 2017 hält die Beschwerdegegnerin am Antrag auf
Abweisung der Beschwerde fest. Zum replicando geltend gemachten Vorbringen führt
sie aus, dass ein Festhalten an einem Verwertungsverfahren keinen Sinn ergeben hätte,
da die D._ AG eine Verrechnungseinrede in ähnlicher Höhe gegen die angebliche
Forderung der Gesellschaft geltend gemacht habe. Somit sei die behauptete
Forderung der B._ GmbH wertlos gewesen. Die Beschwerdegegnerin sei zudem
nicht für das Inkasso der B._ GmbH zuständig (act. G 7).
B.d.
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sie für den ganzen Schaden solidarisch (Art. 52 Abs. 1 und 2 des Bundesgesetzes über
die Alters- und Hinterlassenenversicherung; AHVG, SR 831.10). Die Arbeitgeber sind
verpflichtet, von dem von ihnen ausgerichteten Einkommen aus unselbstständiger
Erwerbstätigkeit die Arbeitnehmerbeiträge in Abzug zu bringen, mit der
Ausgleichskasse abzurechnen sowie die erforderlichen Angaben zu machen, und die
Beiträge zusammen mit dem Arbeitgeberbeitrag periodisch der Ausgleichskasse zu
entrichten (Art. 14 Abs. 1 und Art. 51 AHVG, Art. 34 und 36 der Verordnung über die
Alters- und Hinterlassenenversicherung; AHVV, SR 831.101). Die Missachtung dieser
Pflichten verletzt Vorschriften der Versicherung im Sinne von Art. 52 AHVG. Art. 52
Abs. 1 AHVG sieht eine Verschuldenshaftung nach öffentlichem Recht vor. Damit eine
Schadenersatzpflicht entstehen kann, müssen alle Haftungsvoraussetzungen gegeben
sein, d.h. es muss ein Schaden eingetreten sein, der auf ein widerrechtliches und
schuldhaftes Verhalten des verantwortlichen Organs zurückzuführen ist. Zudem muss
zwischen dem Verhalten der belangten Person und dem eingetretenen Schaden ein
adäquater Kausalzusammenhang gegeben sein. Diese Haftungsordnung gilt auch für
die Beitragsforderungen der Familienausgleichskasse (Art. 47 des bis Ende 2017 in
Kraft gewesenen Kinderzulagengesetzes [KZG SG; nGS 44-47], Art. 1 Abs. 2 des seit
1. Januar 2018 gültigen Einführungsgesetzes zur Bundesgesetzgebung über die
Familienzulagen [sGS 371.1], Art. 25 lit. c des Bundesgesetzes über die
Familienzulagen [SR 836.2]). Die Schadenersatzforderung verjährt zwei Jahre, nachdem
die zuständige Ausgleichskasse vom Schaden Kenntnis erhalten hat, spätestens aber
fünf Jahre nach Eintritt des Schadens. Diese Fristen können unterbrochen werden. Der
Arbeitgeber kann auf die Einrede der Verjährung verzichten. Sieht das Strafrecht eine
längere Frist vor, so gilt diese (Art. 52 Abs. 3 AHVG).
2.
Vorliegend ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer ab Eintragung der B._
GmbH in das Handelsregister am 23. Mai 2011 bis zum Verkauf und Domizilwechsel
der Gesellschaft am 3. März 2015 (Löschung im Handelsregister des Kantons St.
Gallen) als einziger Gesellschafter und Geschäftsführer mit Einzelunterschrift im
Handelsregister eingetragen war und damit eine Organstellung innehatte. Der
Beschwerdeführer bestreitet lediglich die Berechnung des Schadens, während die
übrigen Haftungsvoraussetzungen sowie die Rechtzeitigkeit der
Schadenersatzverfügung nicht umstritten sind (vgl. nachfolgende Erwägungen).
2.1.
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2.2.
Die Schadenersatzpflicht des Arbeitgebers bzw. des verantwortlichen Organs
setzt zunächst den Eintritt eines Schadens bei der Ausgleichskasse voraus. Nach der
Rechtsprechung gilt der Schadeneintritt als erfolgt, sobald die Beiträge wegen
Zahlungsunfähigkeit des Arbeitgebers nicht mehr im ordentlichen Verfahren erhoben
werden können, beispielsweise bei Erhalt von Pfändungsverlustscheinen oder bei
Konkurseröffnung über eine juristische Person (BGE 112 V 256 E. 3c; 123 V 16 E. 5b).
Der Schaden kann unbezahlt gebliebene paritätische AHV/IV/EO- und ALV-Beiträge,
Verwaltungskostenbeiträge, Mahngebühren, Veranlagungs- und Betreibungskosten
sowie Verzugszinsen für rückständige Beiträge umfassen (Thomas Nussbaumer, Das
Schadenersatzverfahren nach Art. 52 AHVG, in Schaffhauser/Kieser [Hrsg.], Aktuelle
Fragen aus dem Beitragsrecht der AHV, St. Gallen 1998, S. 100). Die
schadenersatzpflichtige Person hat auf Grund ihrer Mitwirkungspflichten den
Schadensbetrag substantiiert zu bestreiten, soweit die Forderung nicht auf
rechtskräftigen Verfügungen beruht (ZAK 1991 S. 125, AHI-Praxis 1993 S. 172, SVR
2001 AHV S. 51 Nr. 15).
2.2.1.
Vorliegend ergibt sich der Schaden aus den Schadensberechnungsblättern und
dem Kontoauszug. Daraus ergibt sich, dass die erste Abschreibung in Höhe von
Fr. 24'311.08 aus der Jahresabrechnung 2013 zuzüglich Erhöhung der
Monatspauschalen Januar und Februar 2014 stammte, wobei die Abschreibung
buchhalterisch im Wesentlichen den Pauschalen Januar bis Februar 2014 zugewiesen
wurde (Rechnung vom 4. März 2014 [basierend auf einer gemeldeten Lohnsumme
2013 von Fr. 1'449.429.-- [act. G 3.1/19]]; Posten 2014/0004 [Kontoauszug [act.
G 3.4]]; vgl. auch Schadensberechnungsblätter, Posten 2014/0004 [act. G 3.2/12],
Pfändungsverlustschein vom 11. Juni 2015 [act. G 3.1/239] und die Blätter
"Abschreibung von Beiträgen" für 2013 sowie Januar und Februar 2014 [act.
G 3.1/267]). Im Weiteren blieben die Pauschalen für November und Dezember 2014
unbezahlt und es mussten Fr. 15'642.85 bzw. Fr. 13'286.45 abgeschrieben werden
(Posten 2014/0016 und 0017 [vgl. auch Schadensberechnungsblätter, Posten
2014/0016 und 0017 [act. G 3.2/13 und 14] und Pfändungsverlustscheine vom
18. August 2015 [act. G 3.1/260 und 262]). Sodann mussten die Posten 2014/0018 in
Höhe von Fr. 276.-- und 2014/0014 in Höhe von Fr. 117.70, welche Beträge sich aus
Mahn- und Betreibungskosten sowie Verzugszinsen zusammensetzen, abgeschrieben
werden (vgl. Schadensberechnungsblätter; Posten 2014/0018 [act. G 3.2/18] und
Pfändungsverlustschein vom 18. August 2015 [act. G 3.1/261]). Im Weiteren blieb die
Akontorechnung für den Januar 2015 unbezahlt. Aus der Schlussabrechnung 2015
2.2.2.
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(Januar bis März), aus welcher eine Gutschrift von Fr. 33'160.45 resultierte (Posten
2016/0001), konnte ein Betrag von Fr. 1'599.75 angerechnet werden, so dass
schliesslich ein Betrag von Fr. 13'633.60 unbezahlt geblieben ist (Posten 2015/0001;
Schadensberechnungsblätter, Posten 2015/0001 [act. G 3.2/16]). Die Akonto-
Rechnungen Februar und März 2015 konnten mit besagter Gutschrift aus der
Schlussabrechnung Januar bis März 2015 (bis auf die Nebenkosten, welche die
Beschwerdegegnerin vorliegend nicht geltend macht) gedeckt werden (Posten
2015/0002 und 0006). Der grösste Schadensposten besteht schliesslich in der
Schlussabrechnung 2014 vom 11. Juni 2015, wo ein Betrag von Fr. 118'681.--
unbezahlt geblieben ist (Posten 2015/0007; Schadensberechnungsblätter, Posten
2015/0007 [act. G 3.2/15]). Die Beschwerdegegnerin gab sodann die abgeschriebenen
Forderungen (Posten 2014/0004/0014/0016 - 0018; total Fr. 53'634.08) sowie die zum
Zeitpunkt der Konkurseröffnung vom 8. September 2015 offenen Forderungen gemäss
Kontoauszug, die nicht mehr in Betreibung gesetzt werden konnten (Posten 2015/0001
- 0008; total Fr. 133'377.50; Gesamttotal der Konkurseingabe somit Fr. 187'011.58) im
Konkurs der Gesellschaft ein (act. G 3.1/304). Am 17. März 2017 teilte das Konkursamt
des Kantons Zug den Gläubigern mit, dass diese keine Dividende zu erwarten hätten
und somit gänzlich zu Verlust kommen würden (act. G 3.1/321.3). Die
Beschwerdegegnerin hat damit den Schaden - noch vor Erhalt des
Konkursverlustscheins (Art. 265 Abs. 1 SchKG), der erst nach Abschluss des
Konkursverfahrens am 20. März 2018 (vgl. Handelsregisterauszug des Kantons Zug)
ausgestellt werden konnte - nachvollziehbar substantiiert. Im Übrigen basieren die
auszugleichenden (also die schliesslich zu bezahlenden) Beiträge für die Jahre 2013,
2014 und 2015 auf den deklarierten Lohnsummen der Gesellschaft (2013:
Fr. 1'449'429.-- [act. G 3.1/19 und G 3.4 Posten 2014/0004 [AHV/IV/EO-Beiträge
jeweils 10,3 % der Lohnsumme]]; 2014: Fr. 2'323'467.05 [act. G 3.1/223 und G 3.4
Posten 2015/0007] und Januar bis März 2015: Fr. 156'200.-- [act. G 3.1/303 und G 3.4
Posten 2016/0001]). Demgegenüber bringt der Beschwerdeführer lediglich vor, es hätte
ein Guthaben gegenüber der D._ AG vom Schadensbetrag in Abzug gebracht
werden müssen. Im vorliegenden Verfahren führt der Beschwerdeführer nicht einmal
aus, wie gross das angebliche Guthaben seiner Ansicht nach gewesen wäre. Im
Einspracheverfahren reichte er lediglich diverse Rechnungen der B._ GmbH an die
D._ AG im Gesamtumfang von rund Fr. 85'000.-- ein (act. G 3.2/20.2 ff.). Inwieweit
diese Rechnungen unbezahlt geblieben sind, geht daraus nicht hervor. Aus den Akten
geht hingegen hervor, dass das Betreibungsamt E._ der Beschwerdegegnerin mit
Schreiben vom 4. Juni 2015 mitgeteilt hatte, dass dem angeblichen Guthaben der
B._ GmbH von Fr. 97'222.54 geltend gemachte Schadenersatzforderungen der D._
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AG von Fr. 98'849.22 gegenüber ständen und dass daraus somit ein Überschuss im
Betrag von Fr. 1'626.68 zu Gunsten letzterer resultiere (act. G 3.1/229). Die
Beschwerdegegnerin erklärte daraufhin gegenüber dem Betreibungsamt, dass sie
unter diesen Umständen nicht am Verwertungsbegehren vom 27. April 2015 betreffend
die gepfändeten Forderungen gegenüber der D._ AG (Pfändungsurkunde vom
19. Februar 2015) festhalte (act. G 3.1/164, 212 und 231). In der Folge erhielt die
Beschwerdegegnerin einen Pfändungsverlustschein über Fr. 24'161.10 (act. G 3.1/239).
Auch das Konkursamt des Kantons Zug versuchte im Konkursverfahren nochmals eine
Forderung gegenüber der D._ AG in Höhe von Fr. 125'948.29 geltend zu machen,
welche von dieser jedoch ebenfalls bestritten worden war und in der Folge von der
Konkursverwaltung mangels Beweisen fallengelassen wurde (act. G 3.1/321.4). Aus
diesen Ausführungen erhellt, dass die konkursite B._ GmbH bzw. die
Konkursverwaltung keine liquide Forderung gegenüber der D._ AG hatte, die hätte
geltend gemacht werden können und müssen und den Schadensbetrag entsprechend
reduziert hätte. Weitere Einwände gegen die Schadensberechnung bringt der
Beschwerdeführer nicht vor und sind auch nicht ersichtlich. Insbesondere macht er
nicht geltend, es seien seinerseits noch nicht berücksichtigte Zahlungen erfolgt oder es
sei doch noch eine Konkursdividende ausbezahlt worden. Der Schaden ist somit
mindestens im von der Beschwerdegegnerin geltend gemachten Umfang von
Fr. 185'831.-- (davon Fr. 175'267.90 bundesrechtliche Beiträge und Fr. 10'563.10
kantonalrechtliche Beiträge, act. G 3.2/19) ausgewiesen.
2.3.
Weitere Haftungsvoraussetzung für die vorliegend massgeblichen
Schadenersatzforderungen ist die Widerrechtlichkeit. Art. 14 Abs. 1 AHVG in
Verbindung mit Art. 34 ff. AHVV schreibt vor, dass der Arbeitgeber bei jeder
Lohnzahlung die Arbeitnehmerbeiträge in Abzug zu bringen und zusammen mit den
Arbeitgeberbeiträgen der Ausgleichskasse zu entrichten hat. Bei einer Lohnsumme ab
Fr. 200‘000.-- hat der Arbeitgeber die Beiträge monatlich zu zahlen (Art. 34 Abs. 1 lit. a
AHVV). Gemäss Art. 35 Abs. 2 AHVV in Verbindung mit Rz 2048 der Wegleitung des
Bundesamtes für Sozialversicherung über den Bezug der Beiträge in der AHV, IV und
EO (WBB) sind Änderungen der ursprünglichen voraussichtlichen Lohnsumme von
mindestens 10 Prozent während des laufenden Jahres zu melden, sofern diese
Änderung mindestens Fr. 20'000.-- ausmacht. Die Beitragszahlungs- und
Abrechnungspflicht des Arbeitgebers ist eine gesetzlich vorgeschriebene öffentlich-
rechtliche Aufgabe. Dazu hat das Bundesgericht wiederholt erklärt, dass die
Nichterfüllung dieser öffentlich-rechtlichen Aufgabe eine Missachtung von Vorschriften
2.3.1.
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im Sinne von Art. 52 Abs. 1 AHVG bedeute und grundsätzlich die volle
Schadensdeckung nach sich ziehe (BGE 118 V 195 E. 2a mit Hinweisen).
Vorliegend war die B._ GmbH, die ab Mai 2011 der Beschwerdegegnerin als
beitragspflichtige Arbeitgeberin angeschlossen gewesen war, ab März 2014 ihrer
Beitragspflicht nicht mehr vollumfänglich nachgekommen. So musste die
Jahresabrechnung 2013 mit Rechnungsdatum vom 4. März 2014 (welche Rechnung
auch die Erhöhung der Beitragspauschalen für Januar und Februar 2014 beinhaltete)
bis kurz vor Konkurseröffnung gemahnt, betrieben und schliesslich teilweise
abgeschrieben werden. Im Weiteren ergibt sich aus dem Kontoauszug, dass die
Akonto-Zahlungen für 2013 erheblich zu klein waren (bereits abgerechnet:
Fr. 57'121.20 [inkl. ALV/FAK und Verwaltungskosten]), während sich die definitiven
Beiträge allein für die AHV/IV/EO-Beiträge auf Fr. 149'291.25 beliefen [act. G 3.4
Posten 2014/0004]). Die Akonto-Beiträge 2014 wurden in der Folge zwar auf
Fr. 14'744.75 (inkl. ALV, FAK und Verwaltungskosten) erhöht, was der Lohnsumme des
Vorjahres 2013 entsprach (Fr. 1'449'429.-- x 10,3 % : 12 [nur AHV/IV/EO [Posten
2014/0005 ff.]]). Da jedoch die Lohnsumme im Jahr 2014 nochmals erheblich grösser
war (Fr. 2'323'467.05), erwiesen sich die Akonto-Zahlungen wiederum als deutlich zu
klein, sodass auch für 2014 auszugleichende Lohnbeiträge in beträchtlicher Höhe
anfielen. Diese auszugleichenden Beiträge in Höhe von Fr. 120'684.65 (inkl.
Nebenkosten) blieben wiederum weitestgehend offen (Posten 2015/0007 [es konnte
noch ein Hertrag aus der Schlussabrechnung 2015 in Höhe von Fr. 3'600.--
angerechnet werden]). Abgesehen davon, dass die Gesellschaft erstmals ab November
2014 auch laufende Beiträge schuldig blieb, resultierte der Grossteil des Schadens aus
erheblich zu geringen Akonto-Zahlungen in den Jahren 2013 und vor allem 2014.
Indem die Gesellschaft die Akonto-Beiträge nicht vorschriftsgemäss hatte anpassen
lassen und die auszugleichenden Beiträge für die genannten Jahre mehrheitlich
unbezahlt gelassen hatte, verstiess sie gegen die Beitragsablieferungspflicht. Damit ist
die Haftungsvoraussetzung der Widerrechtlichkeit erfüllt.
2.3.2.
2.4.
Im Weiteren ist zu prüfen, ob die Vorschriften absichtlich oder grobfahrlässig
missachtet wurden. Nach der Rechtsprechung ist nicht jede Verletzung der öffentlich-
rechtlichen Aufgaben durch die Arbeitgeberin ohne weiteres einem qualifizierten
Verschulden ihrer Organe gleichzusetzen. Vorausgesetzt ist vielmehr ein Normverstoss
von einer gewissen Schwere. Eine Nichtabrechnung oder Nichtbezahlung der Beiträge
genügt noch nicht, um ein qualifiziertes Verschulden anzunehmen. Vielmehr sind die
2.4.1.
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gesamten Umstände zu würdigen. Die Frage der Dauer des Normverstosses ist dabei
ein Beurteilungskriterium, das im Rahmen der Gesamtwürdigung zu berücksichtigen ist
und im Sinne der Rechtsprechung zu den Entlastungsgründen zur Verneinung der
Schadenersatzpflicht führen kann (BGE 121 V 244 E. 4b mit Hinweisen). Von einem
qualifizierten Verschulden ist in der Regel auszugehen, wenn etwa eine Arbeitgeberin
über längere Zeit ihre Abrechnungs- und/oder Ablieferungspflichten nur schleppend
oder bloss teilweise erfüllt. Gegen ein qualifiziertes Verschulden kann beispielsweise
eine relativ kurze Dauer des Beitragsausstands sprechen oder der Umstand, dass eine
Arbeitgeberin bei ungenügender Liquidität zunächst für das Überleben des
Unternehmens wesentliche andere Forderungen (insbesondere solche der
Arbeitnehmer und Lieferanten) befriedigt, sofern sie auf Grund der objektiven
Umstände und einer seriösen Beurteilung der Lage annehmen darf, sie werde die
geschuldeten Beiträge innert nützlicher Frist nachzahlen können (BGE 121 V 244 E. 4b
mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts vom 18. Januar 2011, 9C_330/2010, E. 3.4). Bei
der Verschuldensbeurteilung gilt ein objektiver Verschuldensmassstab, weshalb
subjektive Entschuldbarkeit oder die Gründe für die Mandatsübernahme unbeachtlich
sind (Ueli Kieser, Alters- und Hinterlassenenversicherung, in: Ulrich Meyer [Hrsg.],
Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, Band XIV, Soziale Sicherheit, 3. Auflage,
G 460 mit Hinweisen). Das Mass der gebotenen Sorgfalt hängt immer von den
Umständen ab, wozu auch die Grösse der Firma und die Anzahl Verwaltungsräte
gehören. Bei einem einzigen Verwaltungsrat gilt ein strengerer Massstab (Urteil des
Bundesgerichts vom 10. Dezember 2010, 9C_325/2010, E. 5.1).
Der Beschwerdeführer war bis zum Verkauf der Firma im März 2015 als alleiniger
Gesellschafter und Geschäftsführer mit Einzelunterschrift der B._ GmbH im
Handelsregister eingetragen. Somit gehörten die Festlegung der Organisation der
Gesellschaft im Rahmen von Gesetz und Statuten, die Ausgestaltung des
Rechnungswesens und der Finanzkontrolle sowie die Aufsicht über die Personen,
denen Teile der Geschäftsführung übertragen sind, namentlich im Hinblick auf die
Befolgung der Gesetze, Statuten, Reglemente und Weisungen zu seinen
unübertragbaren und unentziehbaren Aufgaben (Art. 810 Abs. 2 Ziff. 2 - 4 des
Bundesgesetzes betreffend die Ergänzung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches
[Fünfter Teil: Obligationenrecht [OR, SR 220]]). Dies beinhaltet auch die Überwachung
und Einhaltung der Beitragsabrechnungs- und Ablieferungspflicht betreffend
Sozialversicherungsbeiträge. Der Beschwerdeführer war mithin als zuständiges
Gesellschaftsorgan verpflichtet, für eine korrekte und pünktliche Abrechnung und
Ablieferung dieser Beiträge zu sorgen. Dieser Pflicht ist er offensichtlich nicht
2.4.2.
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vollumfänglich nachgekommen. So wäre es insbesondere seine Aufgabe gewesen,
eine Erhöhung der laufenden Beitragszahlungen zu veranlassen, lagen doch die
effektiven Lohnsummen in den Jahren 2013 und 2014 jeweils erheblich über jenen, die
den Akonto-Zahlungen zu Grunde lagen. Die auszugleichenden Beiträge waren
dementsprechend hoch und blieben in beträchtlichem Umfang - 2014 sogar fast
vollständig - unbezahlt (Posten 2014/0004 und 2015/0007). Bezüglich letzteren spielt
denn auch keine Rolle, dass die Rechnung vom 11. Juni 2015 in Höhe von
Fr. 120'684.65 (inkl. Nebenkosten, abzügl. Familienzulagen) erst nach dem Verkauf der
Gesellschaft ergangen ist, betreffen doch diese Beiträge das Jahr 2014, als der
Beschwerdeführer unzweifelhaft noch in der Verantwortung stand. Ihn trifft denn
gerade der Vorwurf, nicht rechtzeitig, d.h. im laufenden Jahr, für eine Anpassung der
Akonto-Zahlungen gesorgt zu haben, wäre diese Massnahme - gegebenenfalls
zusammen mit einer Reduktion der ausbezahlten Löhne - doch geeignet gewesen, die
offenen Beitragsforderungen möglichst klein zu halten. Die schliesslich offen
gebliebenen Akonto-Zahlungen November und Dezember 2014 vom 11. November
2014 und vom 11. Dezember 2014 fielen ebenfalls in die Zeit, als der Beschwerdeführer
noch Geschäftsführer war (Posten 2014/0016 und 0017). Zudem können keine
schuldmindernden Gründe aus dem Umstand abgeleitet werden, dass die
Monatspauschalen bis auf die genannten Ausnahmen grundsätzlich bezahlt wurden
(wenn auch teilweise erst nach Mahnung und Betreibung), da diese wie gesagt
erheblich zu tief angesetzt und somit für die wahre Beitragsschuld nicht repräsentativ
waren. Zwar resultierte für 2013 schliesslich kein Schaden, weil noch Ende 2014 und
zuletzt bis am 16. Juni 2015 grössere Zahlungen geleistet wurden, andererseits ein
Haben-Hertrag in Höhe von Fr. 18'579.40 verbucht werden konnte und die schliesslich
offen gebliebenen Beiträge (Abschreibung) in Höhe von Fr. 24'311.08 buchhalterisch
der Erhöhung der Beiträge für Januar und Februar 2014 (die gleichzeitig mit den
auszugleichenden Beiträgen am 4. März 2014 in Rechnung gestellt wurde) zugewiesen
wurden (Posten 2014/0004). Abgesehen davon, dass die für die auszugleichenden
Beiträge 2013 noch aufgebrachten Mittel nachher anderweitig fehlten, bleibt es letztlich
beim Vorwurf, dass der Beschwerdeführer die Firma ab 2013 unter anderem auf
Kosten der AHV führte, indem er Löhne ausbezahlt hatte, ohne dass die darauf
anfallenden Sozialversicherungsbeiträge annähernd sichergestellt waren. Er bringt
weiter nichts vor und es ist aus den Akten nichts ersichtlich, das diesen Vorwurf
entkräften oder mildern könnte. Insbesondere macht er nicht geltend, er habe
berechtigten Grund zur Annahme gehabt, die zu erwartenden Beiträge innert nützlicher
Frist, d.h. innerhalb eines Jahres, nachzahlen zu können. Selbst wenn man - unter
Berücksichtigung, dass die Beiträge 2013 schliesslich gedeckt werden konnten -
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3.
Schliesslich ist zu Recht unbestritten, dass die Schadenersatzverfügung vom 21. März
2017 rechtzeitig ergangen ist, nachdem das Konkursamt Zug der Beschwerdegegnerin
lediglich von einem massgebenden Zeitraum von eineinviertel Jahren (Anfang 2014 bis
März 2015) ausgehen wollte, in welchem der Beschwerdeführer nicht für die ihm
obliegende korrekte Beitragsabrechnung und -ablieferung gesorgt hatte, kann nicht
mehr von leichter Fahrlässigkeit ausgegangen werden. Daran vermag auch nichts zu
ändern, dass der Personalbestand in den letzten drei Monaten vor dem Verkauf (Januar
bis März 2015) massgeblich abgebaut wurde. Zwar konnte auf diese Weise ein noch
grösserer Schaden vermieden werden. Indessen leistete die Gesellschaft für diesen
Zeitraum überhaupt keine Zahlungen mehr, sodass sich das Wachstum der
ausstehenden Beiträge lediglich verlangsamte (die letzten Zahlungen für laufende
Beiträge erfolgten am 17. Dezember 2014 für die September- und Oktober 2014-
Pauschalen [Posten 2014/0013 und 0015]). Es ist somit festzustellen, dass der
Beschwerdeführer zumindest in grobfahrlässiger Weise gegen AHV-Vorschriften
verstossen hat.
2.5.
Schliesslich muss zwischen der schuldhaften Verletzung von Vorschriften und
dem Eintritt des Schadens ein adäquater Kausalzusammenhang bestehen. Ein Ereignis
hat dann als adäquate Ursache eines Schadens zu gelten, wenn es nach dem
gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach allgemeiner Lebenserfahrung an sich geeignet
ist, einen Erfolg in der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt des Erfolgs
durch das Ereignis also allgemein als begünstigt erscheint (BGE 125 V 461 E. 5a und
119 V 406 E. 4a, je mit Hinweisen).
2.5.1.
Vorliegend ist ein adäquater Kausalzusammenhang zwischen den
Unterlassungen des Beschwerdeführers und dem eingetretenen Schaden gegeben.
Hätte der Beschwerdeführer rechtzeitig dafür gesorgt, dass die Gesellschaft ihren
Beitragsablieferungspflichten nachkommt, insbesondere indem er die
Monatspauschalen hätte anpassen lassen bzw. nur noch soviele Löhne ausbezahlt
hätte wie Beiträge darauf entrichtet werden konnten, wäre kein Schaden in dieser Höhe
entstanden. Indem die Beiträge nach Erhalt der definitiven Pfändungsverlustscheine
bzw. nach der Konkurseröffnung nicht mehr im ordentlichen Verfahren nach Art. 14 ff.
AHVG bei der Arbeitgeberin eingefordert werden konnten, ist der Schaden entstanden
(vgl. Entscheid des Bundesgerichts H 37/02 vom 3. September 2003 E. 3.2 mit
Hinweisen).
2.5.2.
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am 20. März 2017 (Eingang Beschwerdegegnerin) mitgeteilt hatte, dass keine
Konkursdividende zu erwarten sei (act. G 3.1/321.3). Aber auch in Bezug auf die bereits
zuvor erhaltenen definitiven Pfändungsverlustscheine vom 11. Juni 2015 und vom
18. August 2015 (act. G 3.1/239, 260 ff.) ist die zweijährige relative Verjährungsfrist
gewahrt, konnte die Beschwerdegegnerin vorher keine fristauslösende
Schadenskenntnis haben. Frühestens ab diesem Zeitpunkt war auch der Schaden
entstanden, da die in der Pfändung uneinbringlich gebliebenen Beiträge danach nicht
mehr im ordentlichen Beitragsbezugsverfahren erhoben werden konnten. Für offen
gebliebene Beiträge, die infolge der Konkurseröffnung nicht mehr (auf Pfändung)
betrieben werden konnten, entstand der Schaden im Zeitpunkt der Konkurseröffnung,
mithin am 8. September 2015. Die absolute fünfjährige Verjährungsfrist endet somit
frühestens am 11. Juni 2020 und ist damit augenscheinlich gewahrt. Die
Geltendmachung von Schadenersatz ist auch nicht während des Einsprache- oder
Beschwerdeverfahrens verjährt, nachdem diese Verfahren die Verjährung unterbrechen
und die Verjährungsfrist nach Abschluss des Gerichtsverfahrens von Neuem zu laufen
beginnt (Art. 138 Abs. 1 OR, BGE 141 V 487 E. 2.3 S. 489 f. mit Hinweisen).
4.
Zusammenfassend sind die Voraussetzungen für die Inanspruchnahme des
Beschwerdeführers als schadenersatzpflichtiges Organ erfüllt. Fr. 175'267.90 bzw.
Fr. 10'563.10, total somit Fr. 185'831.-- (Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61
lit. a des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts;
ATSG, SR 830.1).