Decision ID: 1f76593a-6e81-4383-9b78-baeeab15825e
Year: 2020
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1957, absolvierte eine Ausbildung zum Elektromecha
niker.
Seit dem
Jahr 1987
war er als selbständiger
Pneumonteur
tätig
(
Urk. 6/6/5, Urk. 6/52/3
)
.
Ab dem 25. Oktober 2010 wurde der Versicherte in unterschiedli
chem Ausmass krankgeschrieben und unterzog sich am 17. Januar
2011 einer Operation am Rücken (Urk. 6/7/
6
, Urk. 6/7/
11
).
Am 15. Februar
2011 meldete er sich aufgrund von
persistierenden
Rückenbeschwerden bei der Invalidenversiche
rung zum Leistungsbezug an (Urk. 6/6).
Am 1
1.
August 2011 teilte der Ver
sicherte der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, mit, dass
er
seit dem 1. J
un
i
2
011 wieder zu 100 % arbeit
e
(
Urk. 6/17)
, woraufhin
d
ie IV
Stelle das Leistungsbegehren mit Verfügung vom 22. September 2011 ab
wies
(Urk. 6/21/1).
1.2
Am 17. Dezember 2016 stürzte der Versicherte
nach einem Fehltritt
über einen hohen
Trottoirrand
und fiel auf die rechte Schulter (
Urk. 6/31/3,
Urk. 6/31/21, Urk. 6/31/52).
In der Folge wurde ihm eine Arbeitsunfähigkeit in unterschiedli
chem Ausmass, zuletzt 30 % seit dem 1. Februar
2018, attestiert (Urk. 6/26/2, Urk. 6/45/2).
Die
Krankentaggeld- und die
Unfallversicherung
richteten im Zu
sammenhang mit diesem Ereignis
Leistungen
aus
(
Urk.
6/26/1,
Urk. 6/36/93). Am 9. Juni 2017 (Eingangsdatum
bei der IV-Stelle;
vg
l.
S. 1 des
Aktenverzeichnis
ses
zu Urk. 6
) meldete sich der Versicherte
unter Hinweis auf die gesun
d
heitlichen Folgen des Ereignisses vom 1
7.
Dezember 2016
erneut bei der Invalidenversiche
rung zum Leistungsbezug an (Urk. 6/25).
Die IV-Stelle tätigte medizinis
che und erwerbliche Abklärungen,
zog
die
Akten der Krankentaggeld- sowie
der
Unfall
versicherung bei
und holte eine Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen Diens
tes vom 20. Juli 2018 ein
(vgl. Urk. 6/26, Urk. 6/31
f.
, Urk. 6/36,
Urk.
6/38 f.,
Urk.
6/45,
Urk.
6/49,
Urk.
6/52,
Urk.
6/55/5 f.,
Urk.
6/
60). Mit Vorbescheid vom 3. Dezember 2018 stellte sie dem Versicherten
die Zusprechung
eine
r
befristete
n
halbe
n
Rente vom 1. Dezember 2017 bis 31. Januar 2018 in Aussicht (Urk. 6/57). Dagegen erhob dieser am 17. Januar, ergänzt am 22. Februar
und 18. März 2019
,
Einwand (Urk. 6/61, Urk. 6/66
, Urk. 6/69
).
Die Unfallversicherung
sprach dem Versicherten mit Verfügung vom 12. Dezember 2018 eine Integritä
tsentschädi
gung von Fr. 22'230.-- entsprechend
einer Integritätseinbusse von 15 % zu und verneinte einen Rentenanspruch (Urk. 6/60/3).
A
m 9. Oktober 2019
erliess die IV
Stelle die Verfügung und entschied, wie sie dies im Vorbescheid
angekündigt
hatte
(Urk. 6/72,
Urk.
6/79 = Urk. 2).
2.
Dagegen erhob der Versicherte am 7. November 2019 Beschwerde und bean
tragte, es sei die Verfügung vom 9. Oktober 2019 zu ändern und es sei ihm eine unbefristete Rente zuzusprechen. Für die Zeit ab Rentenbeginn sei ihm
eine die halbe Rente übersteigende Rente und ab Februar 2018 eine Viertelrente der Inva
lidenversicherung zuzusprechen (Urk. 1 S. 2). Am 11. Dezember
2019 erstattete die Beschwerdegegnerin ihre
auf Abweisung der Beschwerde schliessende
Be
schwerdeantwort (Urk. 5) und
mit Replik vom
17. Februar
2020
erneuerte der
Be
schwerdeführer
sein Rechtsbegehren
(Urk. 10). Die Beschwerdegegnerin ver
zich
tete am 3. März
2020 auf das Einreichen einer Duplik
(Urk. 12)
, was de
m
Be
schwerdeführer am 6. März 2020 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 13).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des
Sozialversicherungsrechts, ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, er
halten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und
bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2
des Bundesgesetzes ü
ber die Invalidenversicherung,
IVG)
.
1.3
War eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert worden und ist die Verwaltung auf eine Neuanmeldung eingetreten (Art. 87 Abs. 3
der Verordnung über die Invalidenversicherung [
IVV
]
), so ist im Beschwerdeverfah
ren zu prüfe
n, ob im Sinne von Art.
17 ATSG eine für den Rentenanspruch rele
vante Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten ist (BGE 117 V 198 E. 3a mit Hinweis).
Nach der Rechtsprechung sind bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten Invalidenrente ebenfalls die für die Rentenrevision geltenden Bestimmungen (Art. 17 ATSG in Verbindung mit Art. 88a IVV) analog anzu
wenden (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 9C_399/2016 vom 18. Januar 2017 E. 4.8.1). Ob eine für den Rentenanspruch erhebliche Änderung der tatsächlichen Verhältnisse eingetreten und damit der für die Abstufung oder Befristung erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts im Zeitpunkt des Rentenbeginns mit dem
jenigen im – nach Massgabe des analog anwendbaren Art. 88a Abs. 1 IVV fest
zusetzenden – Zeitpunkt der Anspruchsänderung (vgl. BGE 125 V 413 E. 2d mit Hinweisen; vgl. statt vieler: Urteile des Bundesgerichts 8C_375/2017 vom 25. August 2017 E. 2.2 und 8C_350/2013 vom 5. Juli 2013 E. 2.2 mit Hinweis)
.
Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebenem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkun
gen auf den Erwerbs- oder Aufgabenbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Ferner kann ein Revisionsgrund unter Umständen auch in einer wesentlichen Änderung hinsichtlich des für die Methodenwahl massgeblichen (hypothetischen) Sachverhalts bestehen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b, je mit Hinweisen). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisions
rechtlichen Kontext unbeachtlich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in
recht
-
licher
und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
1.4
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu
bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommensver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts
grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2, 128 V 29 E. 1).
1.5
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versi
cherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärzt
lichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
2.
2.1
Strittig und zu prüfen ist der Rentenanspruch des Beschwerdeführers.
Die Be
schwerdegegnerin begründete die angefochtene Verfügung
zur Hauptsache
da
mit,
dass der Beschwerdeführer infolge des Unfalles vom 17. Dezember
2016 erheblich in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt sei. Bei Ablauf des gesetzlichen Wartejahres am 16. Dezember 2017 sei ihm eine Arbeitstätigkeit im Umfang von 50 % zumutbar gewesen
, was sich auf seine angestammte Tätigkeit als selbstän
diger
Pneumonteur
sowie eine angepasste Tätigkeit beziehe
. Die Erwerbseinbusse betrage 50 %, was auch dem Invaliditätsgrad entspreche. Er habe somit ab Dezember 2017 Anspruch auf eine halbe Rente.
Ab dem 1. Februar 2018 sei dem Beschwerdeführer sodann seine selbständige Tätigkeit wieder zu 70 % zumutbar gewesen. Der Invaliditätsgrad
betrage
30 %. Die Invalidenrente werde daher per 31. Januar 2018 aufgehoben (Urk. 2 S.
5
).
2.2
Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber
im Wesentlichen
auf den Stand
punkt, er leide bereits seit dem Jahr 2006 unter erheblichen Beschwerden mit Auswirkungen auf das Einkommen (Urk. 1 S. 4).
Es sei ein Einkommensvergleich
mit dem an die Nominallohnentwicklung angepassten hypothetischen
Validen
einkommen
der Jahre 2000-2005 und
dem
aktuellen
Invalideneinkommen
ge
mäss Abklärungsbericht für
Selbständigerwerbende
durchzuführen. Für die Zeit ab Februar 2018 resultiere ein Anspruch auf eine Viertelrente und für die Zeit ab Rentenbeginn ebenfalls ein höherer,
die
halbe Rente übersteigende
r
Rentenan
spruch (Urk. 1 S.
5 f.
).
2.3
In ihrer Beschwerdeantwort ergänzte die Beschwerdegegnerin, in Abweichung der angefochtenen Verfügung sei der Invaliditätsgrad mittels
eines
Einkommensver
gleich
s
zu
ermitteln
(Urk.
5
S. 3). Die
Berechnung
des
Valideneinkommens
habe
anhand der im Auszug aus dem Individuellen Konto (IK) ausgewiesenen Durch
schnittseinkommen der Jahre 2011-2015
zu
erfolgen.
Um ein rentenausschlies
sendes Einkommen zu erzielen, st
ehe
auch die Betriebsaufgabe zur Diskussion.
Bei der Berechnung des Invalideneinkommens sei
also nicht
auf das Einkommen als
Selbständigerwerbender
, sondern auf die
vom Bundesamt für Statistik perio
disch herausgegeben
en Lohnstrukturerhebungen (LSE),
TA1
,
Männer, Median
, abzustellen (Urk. 5 S. 2).
Ab Februar 2018 sei keine Invalidenrente mehr geschul
det (Urk. 5 S. 3).
2.4
In der Replik
fügte
der Beschwerdeführer
an, die
Aufgabe
der
selbständigen Tä
tigkeit sei ihm nicht zumutbar (Urk. 10 S. 3). Die Ermittlung des Invalidenein
kommens gestützt auf die LSE sei vorliegend untauglich (Urk. 10 S. 4).
3.
3.1
Nach der
Rentenabweisung
mit Verfügung vom 2
2.
September
2011 (Urk. 6/21)
und der Wiederaufnahme seiner Tätigkeit als
Pneumonteur
(
Urk.
6/17)
verunfallte der Beschwerdeführer am 17. Dezember 2016, zog sich eine
Rotatorenmanschet
tenruptur
an
der rechten Schulter zu und war danach anhaltend in seiner Arbeits
fähigkeit eingeschränkt (
Urk. 6/36/92, 6/36/98, Urk. 6/38/3, Urk. 6/39/11, Urk. 6/45/2
).
Damit liegt eine seit der erstmaligen Rentenabweisung wesentliche Änderung vor, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad zu beeinflussen. Der Renten
anspruch ist daher in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allsei
tig») zu prüfen (vgl. E. 1.
3
).
3.2
In medizinischer Hinsicht lässt sich den Akten entnehmen, dass sich der Be
schwerdeführer
in der Zeit seit dem Erlass der Verfügung vom 2
2.
September 2011
an der rechten Hüfte, an der linken Schulter
und schliesslich am 17. Januar
2017 infolge des Unfalles vom
17. Dezember 2016
an der rechten Schulter
ope
rativen Eingriffen unterzog
. Zuvor waren die rechte Hüfte und das linke Knie und der Rücken operativ behandelt worden
(
Urk.
6/68/12 f., Urk. 6/68/10 f., Urk. 6/7/6, Urk. 6/68/6 f., Urk. 6/68/4 f.
, Urk. 6/36/58 f.). Im Zusammenhang mit der zuletzt erfolgten Operation wurde
ihm
von den Behandlern
eine abgestufte Arbeits
un
fähigkeit in angestammter Tätigkeit wie folgt attestiert: 100 % vom 17. Dezember 2016 bis 19. April 2017
,
70 % vom 20. April bis 14. Mai 2017
, 50 % vom 15. Mai 2017 bis 31. Januar 2018
und 30 % ab 1. Februar 2018
bis auf Weiteres
(Urk. 6/36/92,
Urk.
6/36/98, Urk. 6/38/3, Urk. 6/39/11
, Urk. 6/45/2
). Die Kranken
taggeld
-
und
Unfallversicherung erbrachten auf
dieser Basis Versi
cherungsleistungen
(6/26/2, Urk. 6/36/93).
Der
RAD-Arzt Dr. med.
Y._
, Facharzt für orthopädische Chirurgie und Traumatologie, nannte in seiner Stellungnahme vom 20. Juli 2018 als Diagnosen mit dauerhafter Auswir
kung auf die Arbeitsfähigkeit eine
Rotatorenmanschettenruptur
rechts durch einen Sturz auf die rechte Schulter am 17. Dezember 2016 sowie den Status nach Hüft-
Totalendoprothese
(TEP)
beidseits.
Einschränkungen in Bezug auf die bis
herige Tätigkeit als
selbständiger
Pneum
onteur
seien die Bewegungs- und Belas
tungseinschränkung der rechten Schulter und der Hüftgelenke. Dr.
Y._
bestä
tigte im Weiteren
die vorgenannten
,
zeitlich abgestuften
Einschränkungen
der Arbeitsfähigkeit in angestammter Tätigkeit
. Betreffend die Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit hielt er abweichend
dazu
eine 100%ige Arbeitsfähig
keit ab dem 1. Februar 2018 fest
. Eine
adaptierte Tätigkeit
umfasse leichte, wech
selbelastende Tätigkeiten ohne Arbeiten auf Leitern und Gerüsten, ohne die rechte Schulter belastende Zwangshaltungen und Tätigkeiten (längeres Arbeiten
mit vorgehaltenen Armen
, Überkopfarbeit, repetitive Rotationsbewegungen), ohne häu
fi
ges Treppensteigen, ohne h
üftbelastende Zwangshaltungen (Bücken, Ho
cken, K
nien) und ohne häufiges Gehen auf unebenem Gelände
(Urk. 6/55/5).
Diese Einschätzung erweist sich als nachvollziehbar und von den Parteien wird nichts vorgebracht, was Zweifel an
dieser
Beurteilung
der Arbeitsfähigkeit
oder de
m verfassten
Belastungsprofil
begründen würde.
Darauf ist
demnach
abzustel
len.
4.
4.1
Es bleibt damit die Prüfung der erwerblichen Auswirkungen vorzunehmen.
Die Parteien gehen
nunmehr übereinstimmend
und in Abweichung von der ange
fochtenen Verfügung (Urk. 2) davon aus, dass ein Einkommensvergleich anstelle
des
Betätigungsvergleichs durchzuführen sei (Urk. 1 S. 5 ff., Urk. 5 S. 1). Dem ist zuzustimmen
, zumal auch bei
Selbständigerwerbenden
die beiden hypothetischen
Erwerbseinkommen grundsätzlich ziffernmässig möglichst genau zu ermitteln und einander gegenüberzustellen sind, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (Urteil des Bundesgerichts 9C_812/2015 vom 7. Juli 2016 E. 4).
Massgebend sin
d
dabei
die Verhältnisse im Zeitpunkt des hypothetischen Rentenbeginns
(
BGE 143 V 295 E. 4.1.3
)
.
Anhand der medi
zi
ni
schen Akten ist
vom 17. Dezember 2016 bis zum 31. Januar 2018
ununter
brochen eine mindestens 40%ige Arbeitsunfähigkei
t ausgewiesen (
vgl.
vorste
hen
d
e
E. 3.2
), wo
mit das Wartejahr im
Sinne von
Art. 28
Abs. 1
lit
. b IVG am
16. Dezember 2017
erfüllt war. In diesem Zeitpunkt war angesichts der am
9. Juni 2017
bei der Be
schwerdegegnerin eingegangenen
Anmeldung
(vgl. Urk.
6/25
u. S.
1 des
Akten
verzeichnis
ses
zu
Urk.
6
) auch die sechsmonatige Frist gemäss
Art. 29 Abs. 1 IVG abgelaufen. Ein Rentenanspruch würde somit frühestens ab
dem
1. Dezember 2017
entstehen
.
Für den Einkommensvergleich ist somit auf das Jahr 2017 abzu
stellen.
4.2
4.2.1
Für die Festsetzung des trotz Gesundheitsschädigung
zumutbarerweise
noch realisierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) ist nach der Rechtsprechung pri
mär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versi
cherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstä
tigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbliebene Arbeitsfähigkeit in zumut
barer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Ar
beitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tat
sächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn (BGE 139 V 592 E. 2.3; 135 V 297 E. 5.2; 129 V 472 E. 4.2.1; 126 V 75 E. 3b/
aa
).
Die Verwendung der Tabellenlöhne gemäss den periodisch herausgegebenen LSE ist subsidiär, das heisst deren
Beizug
erfolgt nur, wenn eine Ermittlung des Invalideneinkommens aufgrund und nach Massgabe der konkreten Gegebenheiten des Einzelfalles nicht möglich ist (vgl. BGE 142 V 178 E. 2.5.7, 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2; vgl. auch Meyer/
Reichmuth
, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung,
3.
Auflage 2014,
Rn
55 und 89 zu Art. 28a, mit weiteren Hinweisen auf die Rechtsprechung).
Nach der Rechtsprechung kann die Aufnahme einer unselbständigen Erwerbs
tätigkeit als zumutbar erscheinen, wenn davon eine bessere erwerbliche Verwer
tung der Arbeitsfähigkeit erwartet werden kann und der berufliche Wechsel unter Berücksichtigung der gesamten Umstände (Alter, Aktivitätsdauer, Ausbildung, Art der bisherigen Tätigkeit, persönliche Lebensumstände) als zumutbar erscheint
(Urteil des Bundesgerichts 9C_356/2014 vom 14. November 2014 E. 3.1 mit Hin
weisen auf Urteile I 116/03 vom 10. November 2003 E. 3.1 und I 145/01 vom 12. September 2001 E. 2b).
4.
2.2
Der Beschwerdeführer
arbeitet weiterhin mit Einschränkungen
in seine
m
Pneu
haus
. So hielt er fest, seit dem Unfall und der letzten Operation fehle ihm die Kraft im rechten Arm, sodass er gezwungen sei, viel mit links zu kompensieren. Beim Räderwechsel arbeite er viel mit den Beinen. Er müsse sich selbst Sorge tragen und habe nicht mehr die gleiche Geschwindigkeit bei der Arbeit, wie dies früher der Fall gewesen sei (Urk. 6/52/4 f.).
Im Vergleich zu früher arbeite er zirka 20-30 % weniger (Urk. 6/52/6).
Dazu
führte
er
aus
, dass
er seit dem Jahr 2006 unter erheblichen Beschwerden mit Auswirkung auf das Einkommen leide (Urk. 1 S. 4, Urk. 6/48).
Der Blick in den
IK-Auszug
zeigt
, dass die abgerechneten Ein
kommen
zwischen Fr. 60'000.
--
(2000-2002) und Fr.
29'400.-- (2016) lagen
und seit dem Jahr 2006 –
besonders
deutlich seit dem Jahr 2011 – rückläufig waren
(Urk. 6/30/2).
Inwiefern
diese Einkommensentwicklung gesundheitsbedingt
ist
, bleibt offen. Mit Blick auf die Neuanmeldung steht indessen fest, dass der Be
schwerdeführer, bedingt durch die gesundheitlichen Folgen des Ereignisses vom 1
7.
Dezember 2016,
seine
Arbeitsfähigkeit durch die Tätigkeit in
seiner Auto
werkstatt
in erwerblicher Hinsicht
nicht
mehr
voll ausschöpfen kann
.
Gleichzeitig ist
ihm
seit dem 1. Februar 2018
eine leidensangepasste Tätigkeit in einem Voll
zeitpensum möglich
(Urk. 6/55/5)
.
Zu prüfen ist daher, ob dem Beschwerdeführer die Aufgabe seines Betriebes
zugunsten einer unselbständigen
leidensangepass
ten
Tätigkeit
zumutbar ist.
4.
2.3
Rechtsprechungsgemäss ist eine
Betriebsaufgabe
nur unter strenger Voraus
setzung unzumutbar und es kann ein Betrieb selbst dann nicht auf Kosten der Inva
lidenversicherung aufrechterhalten werden, wenn die versicherte Person darin Arbeit von einer gewissen erwerblichen Bedeutung leistet (Urteil des Bundesge
richts 9C_771/2017 vom 29. Mai 2018 E. 3.1.1 mit Hinweisen).
Der Beschwerde
führer
hat eine Lehre als Elektromechaniker absolviert, ist seit dem Jahr 1987 als selbständiger
Pneumonteur
tätig und führt die
Z._
AG (Urk. 6/52/
3
).
Er
ist dort hauptsächlich handwerklich im Rahmen der Montage von Reifen tätig, während dem der Verkauf von Felgen rückläufig ist. Die Buchhaltung
wird von der Tochter erledigt
(Urk.
6
/52/4).
Ein Potential,
bei
spiels
weise
den Anteil
der
ad
ministrative
n
Büroarbeiten sowie
der
Kontroll
funktionen zulasten des Anteils handwerklicher Tätigkeiten erheblich zu steigern (vgl. das Urteil des Bundesge
richts 8C_660/2012,
vom 23. März 2013 E.
7.2.
3
), ist nicht ersichtlich.
In kleinen
Werkstattbetrieben
wie demjenigen des Beschwerde
führers machen solche Arbei
ten naturgemäss nur einen kleinen
T
eil des gesamten
Arbeitsaufwands aus
, was sich auch aus dem von der Beschwerdegegnerin vorgenommenen Betätigungs
vergleich ergibt (Urk. 6/52/7). Die Einstellung eines neuen Mitarbeiters liesse ebenfalls keine e
rhebliche
Zunahme von Auftrags
volu
men und Umsatz der
Z._
AG
erwarten
. Der Beschwerde
führer erklärte denn auch
,
er arbeite seit Jahren alleine,
wolle niemanden mehr dazu nehmen
und würde, auch wenn eine Hilfsperson eingestellt würde, nur
daneben stehen
und deren Arbeit kontrollieren
(Urk. 6/52/5)
.
Zudem generiert die
Z._
AG gemäss Aussagen des Be
schwerdeführers
weder
gr
ö
sse
re
Gewinne
noch
Verluste, weshalb die Anstellung eines zusätzlichen Mitarbeiters auch aus finanzieller Sicht wohl kaum möglich wäre (Urk. 6/52/8).
Damit verbleiben keine Umstrukturierungsmöglichkeiten, welche es dem Beschwerde
führer ermöglichen könnten,
seine
angestammte
Tä
tigkeit mittels einer betrieb
lichen Reorganisation so zu verwerten, dass er
mehr verdienen könnte als in einer zumutbaren unselbständigen Tätigkeit im
Vollzeit
pensum
.
Im Weiteren ist das Alter des Beschwerdeführers zu berücksichtigen. Dieser war im Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung vom
9. Oktober
2019
(Urk. 2)
bereits
62 Jahre
alt
(Urk. 6/25/1)
.
Damit verblieb ihm bis zur ordentlichen Pensionierung mit 65 Jahren
zwar
nur noch
eine
verhältnismässig kurze
Aktivi
tätsdauer
. Allerdings werden Hilfsarbeiten auf dem massgebenden ausgegliche
nen Stellenmarkt altersunabhängig nachgefragt (Urteile des Bundesgerichts 8C_403/2017 vom 25. August
2017 E. 4.4.1 und 8C_805/2016 vom 22. März 2017 E. 3.4.3).
Dies gilt umso mehr, als die
dem Beschwerdeführer
offen stehen
den
zumutbaren Tätigkeiten im Rahmen eines Vollzeitpensums ausgeübt werden können
und
laut dem Zumutbarkeitsprofil
des RAD
nur wenige spezifische
Einschränkungen bestehen
(
Urk.
6/55/5;
vgl. das Urteil des Bundesgerichts 8C_748/2011 v
om 11. Juni
2012 E. 6.4).
Zu denken ist etwa an eine
leichte
,
wechselbelastend
ausübbare
handwerkliche Tätigkeit in einer Werkstatt.
Jeden
falls ist davon auszugehen, dass sich seine jahrzehntelange Erfahrung als
hand
werklich tätiger
Pneumonteur
positiv au
f die Vermittelbarkeit auswirkt
(Urteil des Bundes
gerichts 8C_413/2015 vom
3. November 2015 E. 3.3.2).
Dass der behan
deln
de
Arzt,
Dr. med.
A._
, Facharzt für orthopädische Chirurgie, im Januar 2019 eine Verschlechterung der gesundheitlichen Situation erwartete (Urk. 6/68/1), ändert daran entgegen der Ansicht des Beschwerde
führers (Urk. 1 S. 6, Urk. 10 S. 3) nichts. Denn der medizinischen Aktenlage lässt sich nicht ent
nehmen, dass diese bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 9. Oktober 2019 eingetreten wäre.
Bei gesamthafter Würdigung der subjektiven
und objek
tiven
Gegebenheiten ergibt sich, dass
dem Beschwerdeführer
unter Berücksichti
gung der Schadenminderungspflicht die Aufgabe des eigenen Betriebs und ein
Berufswechsel
in eine unselbständige Tätigkeit
zur optimalen Verwertung seiner Restarbeitsfähigkeit
zugemutet werden kann.
4.2.4
Da der Beschwerdeführer bislang keine angepasste Tätigkeit aufgenommen hat, kann die Ermittlung des Invalideneinkommens nicht
gestützt auf tatsächliche Verhältnisse
erfolgen.
Unter diesen Umständen rechtfertigt es sich – wie die Be
schwerdegegnerin in ihrer Beschwerdeantwort vorbrachte (Urk. 5 S. 2) –
für die Ermittlung des Invalideneinkommens auf den standardisierten Durchschnittslohn für
einfache Tätigkeiten in sämtlichen Wirtschaftszweigen des privaten Sektors
gemäss
LSE
abzustellen.
Dabei stützte sich die Beschwerdegegnerin zu Recht auf die
im Verfügungszeitpunkt aktuell
st
e
LSE 2016, die einen Monatslohn von Fr. 5'340.-- ausweist (Tabelle TA1, Total Männer, Kompetenzniveau 1). Unter Berücksichtigung der männerspezifischen Nominallohnentwicklung von
2239 Punkten im Jahr
2016 auf 2249 Punkte
im Jahr
2017
(vgl. Bundesamt für Statistik, Tabelle T39, Männer)
und der betriebsüblichen Arbeitszeit von 41.7 Stunden ergibt dies ein Einkommen von
gerundet
Fr.
67'
102
.--
(Fr. 5'340.--
/ 40
x 41.7 x 12
/ 2239 x 2249
).
4.3
Vor diesem Hintergrund kann
offen bleiben
, ob das
Valideneinkommen
– wie der Beschwerdeführer fordert (Urk. 1 S. 6, Urk. 10 S. 2) – gestützt auf das
höhere
Ein
kommen aus den Jahren 2000-2005 oder – wie die Beschwerdegegnerin geltend macht (Urk. 5 S. 2) – anhand der
niedrigeren
Einkommenszahlen von 2011-2015 zu ermitteln ist. Denn
selbst wenn der
Argumentation
des Beschwerdeführers
ge
folgt und
dementsprechend von einem
Valideneinkommen
von
Fr. 69'070.-- aus
gegangen würde (Fr. 57'000.-- [durchschnittliches Einkommen 2000-2005
;
Urk.
9/16/3
] / 1856 x 2249 [Nominallohnentwicklung 2000
auf
2017],
resultierte
bei einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit
eine invaliditätsbedingte Erwerbseinbusse von Fr. 1'968.
--
und damit ein
nicht ren
tenbegründender Invaliditätsgrad von gerundet 3 %
.
5.
5.1
Zu prüfen bleibt schliesslich, ob die Beschwerdegegnerin die Befristung der
hal
ben
Rente korrekt vorgenommen hat.
Eine
Erwerbsunfähigkeit nach Ablauf des Wartejahres
ist
rentenrelevant, auch wenn sie nur kurze Zeit andauerte
(ZAK 1963 S. 141; vgl. auch das vom
Bundesamt
für Sozialversicherungen herausge
gebene Kreisschreiben über Invalidität und Hilflosigkeit in
der
Invalidenversiche
rung [KSIH],
gültig ab 1.1.2015, Stand 1. Juli 2020,
Rz
. 2021).
5.2
Zum Zeitpunkt des
frühest
möglichen Rentenbeginns am 1. Dezember 2017 war der Beschwerdeführer gemäss erstelltem Sachverhalt zu 50 % in jeglicher Tätig
keit arbeitsunfähig. Dies führt zu einem entsprechenden Invaliditätsgrad von 50 %. Per 1. Februar 2018 war dem Beschwerdeführer sodann eine adaptierte Tätigkeit zu 100 % zumutbar. In Anwendung von Art. 88a
Abs.
1 IVV hat der Beschwerdeführer daher – in Abweichung zur angefochtenen Verfügung (Urk. 2 S. 1) – vom 1. Dezember 2017 bis zum 30. April 2018 Anspruch auf eine halbe Rente.
Per 1. Mai 2018 hat
er
gestützt auf den durchgeführten Einkommensver
gleich
bei einem Invaliditätsgrad von 3 % keinen Rentenanspruch mehr.
In teilweiser Gutheissung der Beschwerde ist die angefochtene Verfügung deshalb
dahingehend abzuändern,
als
fest
ge
stell
t wird
, dass der Beschwerdeführer
vom
1. Dezember
2017
bis
30. April
2018
Anspruch auf eine
halbe
Rente hat. Im
Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen.
6
.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Leistungen
der Invalidenversicherung
geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streit
wert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf
Fr.
700
.-- anzusetzen.
Die Kosten sind entsprechend dem
(geringfügigen) teilweis
en Obsiegen
zu drei Vierteln
(Fr.
525.--) dem Beschwerdeführer
und
zu einem Viertel (Fr. 175.--)
der
Be
schwerde
gegnerin aufzuerlegen.
Bei diesem Verfahrensausgang steht dem
Beschwerde
führer gegenüber
der
Be
schwerdegegnerin eine
Prozessentschädigung
zu
.
Rechtsanwältin Stephanie Schwarz machte mit Honorarnote vom 13. März 2020 für die Zeit vom 21. Okto
ber 2019 bis 12. März 2020 einen Aufwand von 10
Stunden
und 15 Minuten
sowie Barauslagen von 3 %, entsprechend Fr.
2'501.50 (inklusive Mehrwert
steuer)
, geltend (Urk. 14).
Der geltend gemachte Aufwand ist der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses
angemessen (
§
34
Abs. 3
des Ge
setzes über
das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
)
.
Obwohl dem Begehren
de
s
Beschwerdeführer
s
nur teilweise entsprochen wurde, hat
sein
«Überklagen» den Prozessaufwand nicht wesentlich beeinflusst. Von einer Kürzung der Prozessent
schädigung ist daher
abzusehen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_568/2010 vom 3. Dezember 2010 E. 4.1 mit weiteren Hinweisen).