Decision ID: bce6ad97-6859-4c7e-83f9-2aa9be6382ad
Year: 2019
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1983 geborene
X._
war im Juni 2009 arbeitslos und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (
S
uva) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert. Gemäss Unfallmeldung vom 2
6.
Juni 2009 ver
letzte er sich am
5.
Juni 2009
,
als er in seinem Schlafzimmer mit dem
linken
Fuss umknickte (
Urk.
18/1).
Nachdem die
S
uva medizinische Abklärungen getätigt
und ihre Leistungen per 3
1.
August 2012 eingestellt hatte (
Urk.
8/170),
sprach sie
X._
m
it Verfügung vom 3
0.
August 2012 eine Integritätsentschädi
gung zu (
Urk.
18/171).
Nach
weiteren
Abklärungen
verneinte sie mit Verfügung vom
20. Januar 2014
einen Anspruch auf eine Invalidenrente (
Urk.
18/228).
1.2
Mit Schadenmeldung vom 1
7.
November 2016 gab der Versicherte der
S
uva einen Rückfall zum Unfall vom
5.
Juni 2009 bekannt (
Urk.
18/233).
D
ie
S
uva
tätigte
medizinische Abklärungen
, in deren Rahmen sie insbesondere die Beurteilung
ihre
s
kreisärztlichen Dienst
es
einholte
(
Urk.
18/253). Gestützt darauf verfügte sie am 2
9.
Juni 2017 die Abweisung des Leistungsbegehrens des Versicherten (Urk.
18/254)
, wogegen d
ieser am 2
8.
Juli 2017 Einsprache (
Urk.
18/266)
erhob
.
Diese wurde
mit Entscheid vom 1
4.
August 2017 abgewiesen (Urk.
10 [=Urk.
18/268]).
2.
Dagegen liess der Versicherte mit Eingabe vom 1
8.
September 2017 (
Urk.
1) Beschwerde erheben und beantrag
en
, die Verfügung der
S
uva sei aufzuheben und es seien ihm die ihm zustehenden Versicherungsleistungen auszurichten, hilfs
weise sei ein neutrales Drittgutachten einzuholen. In prozessualer Hinsicht bean
tragte er die unentgeltliche Prozessführung und
Rechtsverbeiständung
. Mit Ver
fügung vom 2
9.
September 2017 wurde der Beschwerdeführer aufgefordert, den angefochtenen Entscheid zu benennen und diesen einzureichen (
Urk.
6).
Mit Schreiben vom
9.
Oktober 2017 erklärte der Beschwerdeführer
,
die Beschwerde richte sich gegen den
Einspracheentscheid
der
S
uva vom 1
4.
August (
Anm.:
2017) und reichte diesen zu den Akten (
Urk.
9). Mit Verfügung vom 1
2.
Oktober 2017 wurde das Begehren des Beschwerdeführers um Gewährung der unentgeltlichen Rechtsvertretung im Beschwerdeverfahren abgewiesen (
Urk.
12).
Am 28.
De
zem
ber 2017 erstattete die Beschwerdegegnerin
unter Auflage der inter
disziplinären chirurgischen und neurologischen Beurteilung durch den versiche
rungs
medizini
schen
Dienst
der Suva vom
5.
Dezember 2017 (
Urk.
17)
ihre Beschwerdeantwort
,
mit welcher sie auf
Abweisung der Beschwerde schloss (Urk.
16). Am 1
2.
März 2018 erstattete der Beschwerd
eführer seine Replik (Urk.
24) und am 1
6.
April 2018 die Beschwerdegegnerin ihre Duplik (
Urk.
30), welche dem Beschwerde
führer am 1
9.
April 2018 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
31).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachstehenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. November 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundesge
setzes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfall
versicherung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).
Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am
5.
Juni 2009, der geltend gemachte Rückfall am 1
6.
November 2016 ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Ein Unfall ist gemäss Art. 4
des
Bundesgesetz
es
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG)
die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Kör
per, die
eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat.
1.3
Die Versicherungsleistungen werden auch für Rückfälle und Spätfolgen gewährt, für Bezüger von Invalidenrenten jedoch nur unter den Voraussetzungen von Art. 21 UVG (Art. 11 UVV). Bei einem Rückfall handelt es sich um das Wieder
aufflackern einer vermeintlich geheilten Krankheit, so dass es zu ärztlicher Behandlung, möglicherweise sogar zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt; von Spätfolgen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe längerer Zeit organische oder auch psychische Veränderungen bewirkt, die zu einem andersgearteten Krankheitsbild führen können (BGE 118 V 293 E. 2c mit Hinwei
sen).
Rückfälle und Spätfolgen schliessen sich begrifflich an ein bestehendes Unfall
er
eignis an. Entsprechend können sie eine Leistungspflicht der Unfall
ver
sicherung nur auslösen, wenn zwischen den erneut geltend gemachten Beschwerden und der seinerzeit beim versicherten Unfall erlittenen Gesundheits
schädigung ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht (BGE 118 V 293 E. 2c in
fine
).
1.
4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versiche
rungs
interner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/
ee
). Das Anstellungsverhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Ver
siche
rungs
träger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangen
heit schliessen (BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4). Soll ein Versicherungs
fall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ver
sicherungs
internen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzu
nehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete ihren angefochtenen Entscheid (
Urk.
10) im Wesentlichen damit, dass zwischen dem Unfallereignis und den nun geklagten Beschwerden kein hinreichender Kausalzusammenhang bestehe.
Eine Unfall
kau
salität für die geltend gemachten Kniebeschwerden sei bereits 2010 verneint wor
den. Die kreisärztliche Beurteilung der aktuellen Beschwerden habe gezeigt, dass die Beschwerden nicht objektiviert werden könnten. Es bestehe nur die mögliche Wahrscheinlichkeit, dass die erneuten Beschwerden in einem kausalen Zusam
menhang zum Ereignis vom
5.
Juni 2009 stünden.
2.2
Demgegenüber machte der Beschwerdeführer geltend (
Urk.
1), er habe am
5.
Juni 2009 einen Unfall am linken Fuss erlitten. Die dadurch verursachten Beschwerden hätten erheblich länger als prognostiziert behandelt werden müsse
n und er sei erst ab dem 1
5.
Juli 2010 wieder voll arbeitsfähig gewesen. Im November 2016 habe er einen Rückfall erlitten und Schmerzen im linken Fuss und Knie verspürt, welche ihm eine Arbeitstätigkeit verunmöglichten. Sein behandelnder Arzt der
Y._
habe gemäss dem Bericht vom
8.
Mai 2017 ein gemischt neu
ropathisch,
nozizeptives
Schmerzsyndrom auf der Basis eines postoperativen CRPS diagnostiziert und dieses als reaktiv
ierte
Folge des im Jahr 2009 erlittenen Unfalles erachtet. Im Bericht vom
8.
Juni 2017 werde der kausale Zusammenhang zum Unfall im Jahr 2009 nochmals ausdrücklich bekräftigt. Die anderslautende Beurteilung des Kreisarztes umfasse gerade einmal eine einzige Seite, nehme keine Stellung zur Anamnese und beleuchte die medizinischen Zusammenhänge nicht. Der Kreisarzt habe ihn (den Beschwerdeführer) noch nicht einmal unter
sucht. Die Diagnosekriterien für ein CRPS (Budapest-Kriterien) seien erfüllt. Der kreisärztlichen Beurteilung komme daher keine Beweiskraft zu. Selbst wenn diese als beweiswertig erachtet würde, so widerspreche
sie
den Berichten der
Y._
, weshalb in diesem Falle ein neutrales Drittgutachten einzu
holen
wäre
.
2.3
In der Beschwerdeantwort (
Urk.
16) führte die Beschwerdegegnerin zusammen
gefasst aus,
soweit anamnestische Angaben auch in früheren kreisärztlichen Berichten zu finden seien, müssten diese in einer neuen Beurteilung nicht noch einmal angeführt werden.
Zur Beurteilung der Frage, ob es sich bei den im November 2016 gemeldeten Beschwerden um Unfallfolgen handle,
sei die voll
ständige Aktenlage
dem vertrauensärztlichen Dienst zur
Beurteilung vorg
elegt worden. In der umfangreichen chirurgi
schen und neurologischen Beur
teilung vom
5.
Dezember 2017 (
Urk.
17) hätten
sich die
Fachä
rzte einlässlich mit der Krankengeschichte des Beschwerdeführers auseinandergesetzt und seien zum Schluss gekommen
,
die mit Unfall vom
5.
Juni 2009 verursachten Verletzungen seien abgeheilt. Die neu gestellte Diagnose eines gemischt neuropathisch und
noz
izeptiven
Schmerzsyndroms
könne
nicht nachvollzogen werden.
Ebenso wenig seien die diagnostischen Kriterien eines CRPS erfüllt. Mithin fehle es an
eine
r
Kausalität zwischen den angemeldeten Rückfall
be
schwerden und dem Unfallereignis vom
5.
Juni 200
9.
2.4
In der Replik (
Urk.
24) liess der Beschwerdeführer ausführen, im Bericht der
Z._
(
Urk.
25) werde die Diagnose eines chronischen Schmerz
syndroms am linken Fuss gestellt. Ein Kausalzusammenhang zum Unfallereignis vom
5.
Juni 2009 liege auf der Hand. Da sich die Ergebnisse der
Y._
und die Einschätzung der Beschwerdegegnerin
widersprächen, sei
ein Gutachten einzuholen.
2.5
In der Duplik vom 1
6.
April 2018 (
Urk.
30) fü
hrte die Beschwerdegegnerin aus, was die
von Prof.
Dr.
A._
postulierten
psychischen Beschwerden anbelange, sei der Bagatellunfall vom
5.
Juni 2009 als adäquat kausale Ursache nicht geeig
net. Zudem habe der behandelnde Arzt gerade um Kostengutsprache beim zuständigen Krankenversicherer ersucht und damit implizit auch die Unfallkausa
lität verneint. Von einer gutachterlichen Abklärung seien keine weiteren Erkennt
nisse zu erwarten, weshalb von einer solchen abzusehen sei.
3.
Im Rahmen der Rückfallmeldung vom
1
7.
November 2016 präsentiert
sich die medizinische Sachlage wie nachfolgend aufgeführt.
3.1
Am 1
8.
November 2016 (
Urk.
18/234) diagnostizierten die Ärzte
Dr.
med. B._
und
Dr.
med. C._
der
Y._
linksseitige Kniebeschwerden unklarer Genese und stellten als Nebendiagnose einen Status nach
subtalarer
Arthrodese
(08.09.2011)
mit CRPS im linken Fuss. Die Beschwerden seien am ehesten im Rahmen einer Fehlbe
lastung aufgrund der
Arthrodese
links zu werten.
Am 2
3.
November 2016
(
Urk.
18/236)
berichteten die
Dres
.
B._
und
C._
über das am 1
9.
November 2016 durchgeführte MRI des linken Knies.
Sie hielten fest, weder klinisch noch MR-tomographisch lasse sich ein Korrelat zu den vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden finden. Diese seien daher im Rahmen einer Fehlbelastung bei einem Status nach
Arthrodese
links zu werten.
Die Beurteilung der Kollegen der Fusschirurgie sei abzuwarten.
3.2
In ihrem Bericht vom
7.
Dezember 2016 (
Urk.
18/238) führte
Dr.
med. D._
der
Y._
die Diagnose unklare Schmerzen nach einem Stolpertrauma vor zwei Monaten und einem Status nach
Subtalara
rthrodese
und postopera
tivem CRPS auf. Beim Beschwerdeführer sei 2011 eine
Subtalararthro
dese
durchgeführt worden. Postoperativ habe sich ein
M
orbus
S
udeck
entwickelt, welcher innert zwei Jahren ausgeheilt sei. Danach sei der Beschwerdeführer beschwerdefrei gewesen. Nach einem Stolpertrauma vor zwei Monaten sei es zu einer Progredienz der Beschwerden gekommen. Der Beschwerdeführer zeige ein hinkendes Gangbild. Am linken Fuss zeig
t
e
n
sich äusserlich keine vermehrte Schwellung sowie kein Nachweis einer Rötung oder
Überwärmung
.
Es bestehe jedoch eine
Druckdolenz
im Bereich des Sinus
tarsi
und des
nervus
peroneus
superficialis
. Röntgenologisch (Röntgen vom
7.
Dezember 2016) erscheine die
Subtalararthrodese
vollständig konsolidiert und es gebe keinen Nachweis einer
arthrotischen
Veränderung. Neurologische Beschwerden seien nicht auszu
schliessen, weshalb der Beschwerdeführer an die Kollegen der Neurologie über
wiesen werde.
3.3
Dr.
med. E._
und
Dr.
med.
F._
der
Y._
stellte
n
am 2
1.
Dezember 2016 (
Urk.
18/240) die Diagnose eines gemischt neuropathischen und
nozizeptiven
Schmerzsyndroms
am linken Fuss
bei einem Status nach
Subtalarar
t
hrodese
, postoperativem CRPS und Stolpertrauma vor zwei Monaten.
Beim Beschwerdeführer habe sich nach der
Subtalararthrodese
im Jahr 2011 ein CRPS entwickelt, welches nach zwei Jahren ausgeheilt sei. Derzeit bestünden persistierende Schmerzen und Sensibilitäts
störungen. In der klinisch-neurologischen Untersuchung habe ein schmerzloses Taubheitsgefühl an der Fussaussenseite bestanden und beim Beklopfen des
Nervus
peroneus
seien Schmerzen benannt worden. Die vorgetragenen Beschwerden hätten in der elektrodiagnostischen Untersuchung kein Korrelat gefunden. Aus neurologischer Sicht sei es nicht möglich
,
die Beschwerden des Beschwerdeführers abschliessend zu erklären. Eine zusätzliche neuropathische Komponente sei zu vermuten.
Es werde ein Therapieversuch
mit
Carbamazepin
gestartet.
3.4
Am 2
2.
Februar 2017 berichtete
Dr.
D._
(
Urk.
18/242) über die Verlaufs
kon
trolle selbigen Datums. Zwischenzeitlich
habe der Beschwerdeführer gut auf das
Carbamazepin
angesprochen. Weiterhin zeige sich ein hinkendes Gangbild, jedoch keine Schwellung, Rötung oder Überwärmung. Es bestehe eine
Druck
do
lenz
im Bereich des Sinus
tarsi
und des
Nervus
peroneus
und die Sensibilität sei eingeschränkt. Es bestehe keine Instabilität und kein
Talusschub
. Zur Behandlung des
neuropathischen und
nozizepti
ven
Schmerzsyndroms werde
eine Neural
therapie veranlasst. Über die Konsulta
tion vom 1
4.
März 2017 berichtete
Dr.
D._
(
Urk.
18/245)
,
das
Arthro
-CT zeige eine vollständige knöcherne Konsolidierung, weshalb
arthrotische
Verände
rungen am oberen Sprunggelenk ausgeschlossen werden könnten. Der Befund zeige sich unverändert. Da der Beschwerdeführer das
Carbamazepin
nicht länger vertragen habe, seien die Schmerzen erneut
exazerbiert
. Da sich auch im
Arthro
-CT keine Pathologien hätten nachweisen
lassen
, stehe das neuropathische und
nozizeptive
Schmerzsyn
drom als Ursache der Beschwerden im Vordergrund.
3.5
Dr.
med.
G._
,
Y._
führte in seinem Bericht vom
8.
Mai 2017 (
Urk.
18/250) ebenfalls das neuropathische und
nozizeptive
Schmerzsyndrom als Diagnose auf
, welches auf der Basis eines postoperativen CRPS entstanden sei
.
Am oberen Sprunggelenk bestehe eine
Druckdolenz
über der lateralen
Talusschulter
, der proximalen
Articulatio
tibiofibulare
, insbesondere de
m
Nervus
peroneus
superficialis
und weniger stark über de
m
Nervus
peroneus
profundus
. Es bestehe ein Tenderpoint über dem
Musculus
gluteus
minimus
. Am
Iliosakralgelenk
bestünden Funktionsstörungen und Druckschmerzen.
Dr.
G._
riet zu einem regulationsmedizinischen Therapieansatz. Er sehe die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden als reaktivierte Folge des 2009 erlitte
nen Unfalles.
Die Arbeitsunfähigkeit betrage 100 %.
In seinem Bericht vom
8.
Juni 2017 (
Urk.
18/251) berichtete
Dr.
G._
,
es bestehe eine anhaltende
Druckdolenz
. Durch eine suffiziente Einlagenversorgung habe das neuropathische und
nozizeptive
Schmerzsyndrom, welches auf einem CRPS und damit auf dem 2009 erlittenen Unfall basiere, deutlich positiv verän
dert werden können.
Der Beschwerdeführer sei nach wie vor zu 100 % arbeitsun
fähig. Die geklagten Beschwerden sehe er (
Dr.
G._
) als reaktivierte Folge des 2009 erlittenen Unfalles.
3.6
In der kreisärztlichen Beurteilung vom 2
6.
Juni 2017 (
Urk.
18/
2
53)
führte Prof.
Dr.
med. H._
, Facharzt für orthopädische Chirurgie und Traumato
lo
gie, aus, ein CRPS habe im Anschluss an die Operation im Jahr 2011 nicht objektiviert werden können. Aktive entzündliche Veränderungen seien derzeit nicht ausgewiesen. Die Diagnose eine
s CRPS könne nicht mehr aufrecht
erhalten werden;
die
subtalare
Arthrodese
erscheine knöchern vollständig und verheilt.
Die erneut geklagten Beschwerden könnten nur möglicherweise mit dem Unfall
ereignis vom
Juni
2009 in Zusammenhang gebracht werden.
3.7
Im Rahmen des Beschwerdeverfahrens liess die Beschwerdegegnerin die inter
disziplinäre chirurgische und neurologische Beurteilung ihrer Versiche
rungs
ärzte
Dr.
med. I._
, Facharzt für Neurologie
,
und
J._
, Facharzt für Chirurgie
,
auflegen (
Urk.
17). Diese führten aus, es sei mit über
wiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer am
5.
Juni 2009 ein
Supinationstrauma
des linken oberen Sprunggelenks erlitten habe. Die initial präsentierten klinischen Befunde mit einer leichten Schwellung ohne
Hämatomverfärbung
und ohne Zeichen einer Instabilität würden für eine leichte bis mittelgradige Sprunggelenksdistorsion sprechen
(
Urk.
17 S. 17)
. Die Kernspintomographie vom
7.
September 2009
zeige
sodann
eine weitgehend ver
heilte Sprunggelenksdistorsion, jedoch keine Zeichen für
eine
Traumatisierung
d
er angeborenen Fehlbildung im hinteren
talo-calcanearen
Gelenk (
Urk.
17 S.
17
18). Die im Anschluss erhobenen Befunde würden
ebenfalls
keiner Traumati
sierung einer
Coalitio
talo-calcaneare
entsprechen. Spätestens im Zeitpunkt des Berichte
s der
Y._
vom 15.
Dezember 2009 (Urk.
18/39), in welchem keine belastungsabhängigen Schmerzen hätten objektiviert werden können und der Beschwerdeführer in der Lage gewesen sei
,
einbeinig links zu hüpfen, seien die Folgen der Sprunggelenksdistorsion ausgeheilt
gewesen
(
Urk.
17 S. 19).
Die vom Beschwerdeführer
damals
vorge
tragene
,
von Termin zu Termin wechselnde Beschwerdesymptomatik finde in den vorliegenden Befunden
der klinischen und bildgebenden Diagnostik
keine nachvollziehbare medizinisc
he Erklärung (
Urk.
17 S. 20).
Am 2
2.
September 2010 hätten die behandelnden Ärzte den Verdacht auf eine fibröse
Coalitio
talocalcanear
geäussert.
Eine
talo-calcaneare
Coalition
sei eine abnormale Brückenbildung im Bereich der eigentlich gelenkigen Verbindung z
w
i
schen dem Sprungbein und dem Fersenbein. Dieses
seltene Krankheitsbild ent
stehe
als Folge einer ausbleibenden korrekten Ausformung des Gelenkknorpels im Fetalstadium. Der Beginn der Beschwerden setze in der Regel im
Adoleszenz
alter
ein. Häufig hinterlasse eine
Co
a
litio
zeitlebens keine Symptome, es gebe jedoch Fälle, die durch einen Unfall symptomatisch würden.
Am 9.
August 2011 habe der Radiologe der
K._
als Ergebnis der MRI
Untersuchung über eine fibröse
Coalitio
talocalcanear
, aktuell ohne sub
stantiellen Reizzustand berichtet. Eine Traumatisierung der
talo-calcanearen
Coalition
sei damit bildge
bend nicht objektiviert.
Zeitnah zum Ereignis vom 5.
Juni 2009 würden keine klinischen Zeichen einer Traumatisierung der
talo-calcanearen
Coalition
doku
mentiert. Damit sei es nicht überwiegend wahrscheinlich, dass im
Rahmen des Unfalles die kongenitale
talo-calcaneare
Coalitio
traumatisiert oder symptoma
tisch
geworden sei
(
Urk.
17 S. 21-23
)
.
Die
Dres
.
I._
und
J._
hielten fest, im
Nachgang zur Operation der
talo-calcaneare
Coalitio
mittels einer
Subtalararthrodese
(vom 8.
September 2011) sei
weder
die Diagnose eines CRPS gestellt worden
,
noch
seien Befunde
dokumen
tiert
, welche eine solche Diagnose rechtfertigen würden.
Erst am 7.
Februar 2012 und somit rund 5 Monate nach der Operation habe der behandelnde Arzt ange
geben, es bestünden Symptome, welche darauf schliessen liessen, dass wahr
scheinlich eine
Algodystrophie
(synonym zu CRPS) mit
Allodynie
vorliege. Am 2
6.
Juni 2012 habe die behandelnde Ärztin dann ein CRPS des linken Fusses als wahrscheinlich angesehen. Anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung vom
9.
Juli 2012 hätten jedoch keine Befunde für ein CRPS erhoben werden können
. Bereits am 1
3.
November 2012 habe die behandelnde Ärztin sodann nur noch
allodynie
-artige Beschwerden objektivieren können, ansonsten seien die
sudeckoiden
Veränderungen nur noch anamnestisch zu erheben gewesen
(
Urk.
17 S. 23-
25).
Mit Blick auf die fachärztlichen Untersuchungen im Nachgang zum Unfall vom
5.
Juni 2009 wie auch der Operation vom
8.
September 2011 sei fest
zustellen, dass die diagnostischen Kriterien
(sog. Budapest-Kriterien)
eines CRPS zu keinem Zeitpunkt erfüllt gewesen seien (
mit Verweis auf die
tabellarische Übersicht
Urk.
17 S. 34). Die Diagnose eines CRPS sei daher im Zusammenhang mit dem Unfall vom
5.
Juni 2009 nicht überwiegend wahrscheinlich
(
Urk.
17 S.
30).
Der Beschwerdeführer habe für den 1
6.
November 2016 einen Rückfall gemeldet. Die von ihm in der Folge angegebenen Beschwerden würden die Lokalisation (Grosszehe, Fuss aussen, Fuss innen, Sprunggelenk, Knie, Unterschenkel, Ober
schenkel, Hüfte,
Iliosakralgelenk
) mehrfach wechseln. Ein Zusammenhang der Beschwerden
mit
der Sprunggelenksdistorsion vom
5.
Juni 2009 zeige sich nicht. Das angegebene Gefühl einer Instabilität im Knie und Fuss finde keine Entspre
chung bei der klinischen und bildgebenden Untersuchung. Die im Rückfall ange
gebenen Beschwerden seien daher nicht überwiegend
w
ahrscheinlich eine Folge des Ereignisses vom
5.
Juni 2009 (
Urk.
17 S. 28).
Ein neuropathischer Schmerz trete als direkte Konsequenz einer Läsion oder Erkrankung des somatosensori
schen Systems auf. Die Diagnosekriterien seien im vorliegenden Fall nicht erfüllt. So beschreibe der Beschwerdeführer seine Schmerzen etwa als diffus und nicht zweifelsfrei konsistent; die elektrophysiologische Diagnostik nach dem Unfall und nach der Operation habe keine Befunde und keine Hinweise auf eine zugrun
deliegende Läsion ergeben. Die zuletzt gestellte Diagnose eines gemischt neuro
pathischen und
nozizeptiven
Schmerzsyndroms vermöge daher nicht zu
überzei
gen
. Die rückfallweise geklagten Beschwerden seien nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit Folge des Ereignisses vom
5.
Juni 2009
(Urk.
17 S. 31).
3.8
Der Beschwerdeführer liess im Rahmen des Beschwerdeverfahrens den Bericht von Prof.
Dr.
med. A._
, Facharzt für Anästhesiologie und Schmerztherapie
,
vom 1
1.
Januar 2018 (
Urk.
25) auflegen. Prof.
Dr.
A._
kam in der Gesamtschau zum Schluss, dass der Beschwerdeführer unter einem chronischen Schmerz
syn
drom des linken Fusses mit möglicher neuropathisch bzw. sympathisch unter
hal
tender Schmerzkomponente leide.
Anlässlich seiner Konsultation habe er keine Anhaltspunkte auf ein CRPS feststellen können. Psychiatrisch liessen sich viel
fältige Einflussfaktoren für die Entwicklung eines chronischen Schmerz
syndroms finden.
4.
4.1
Die versicherungsinternen Beurteilungen durch Prof.
Dr.
med.
H._
(E. 3.6) und die
Dres
.
I._
und
J._
(E. 3.7) beruhen auf fundierter Aktenkenntnis. Die Darlegung der medizinischen Zusammenhänge ist schlüssig und die Beurteilung der medizinischen Situation leuchtet ein. Die Schlussfolge
rung, dass die geklagten Beschwerden –
sofern diese überhaupt objektivierbar sind - nicht überwiegend wahrscheinlich auf das Unfallereignis vom
5.
Juni 2009 zurückzuführen sind, ist
ohne weiteres
nachvollziehbar.
E
s
ist
auch
nicht zu beanstanden, dass die
Dres
.
H._
,
I._
und
J._
eine reine Aktenbeurteilung vornahmen,
da vorliegend
insbesondere der Kausalzusammenhang zwischen dem Ereignis vom
5.
Juni 2009 und einem feststehenden medizinischen Sachverhalt zu beurteilen war (vgl.
Urteil des Bundesgerichts 8C_540/2007 vom 2
7.
März 2008 E. 3.2
m.H
.
).
Die Einschätzungen der
Dres
.
H._
,
I._
und
J._
erfüllen daher die rechtsprechungsgemässen Anforderungen an eine beweistaugliche ärzt
liche Entscheidungsgrundlage (vgl.
E. 1.
4
), weshalb darauf abzustellen ist. Von weiteren Abklärungen sind keine zusätzlichen Erkenntnisse zu erwarten,
warum
darauf in antizipierter Beweiswürdigung (vgl. BGE 122 V 157 E. 1d
m.H
.) ver
zichtet wird.
4.2
Die Traumatisierung der
talo-calcanearen
Coalition
und damit deren kausaler Zusammenhang zum Unfallereignis vom
5.
Juni 2009 wurde von den behandeln
den Ärzten im Rahmen der Operation vom September 2011 als gegeben erachtet (
Urk.
18/109) und vom Kreisarzt
der Beschwerdegegnerin
bestätigt (Urk.
18/110). Letztere
übernahm gestützt darauf die Kosten der Behandlung und richtete Tag
gelder aus (
Urk.
18/111)
.
Die Erläuterungen der
Dres
.
I._
und
J._
(E. 3.7)
sind
jedoch
geeignet
,
Zweifel an d
ieser
ursprünglichen Ein
schätzung eines
aus
gewiesenen
Kausalzusammen
hanges zwischen der (somatisch gewordenen)
talo-calcanearen
Coalition
und dem Unfallereignis vom
5.
Juni 2009 zu wecken. Ob ein solcher Kausalzusammenhang best
and
, braucht
letztlich
im vorliegenden Ver
fahren nicht abschliessend geklärt zu werden, da – wie nachfolgend zu zeigen sein wird – die nun geltend gemachten Beschwerden weder auf die
talo-calcaneare
Coalition
noch das Unfallereignis vom
5.
Juni 2009 zurückzuführen
sind
.
4.3
Strittig ist weiter, ob beim Beschwerdeführer ein CRPS vorlag
oder -liegt
.
Wie die
Dres
.
I._
und
J._
einleuchtend darlegten, waren die Folgen der Sprung
gelenksdistorsion mit Bänderriss vom
5.
Juni 2009 spätestens im Zeitpunkt der Untersuchung vom 1
5.
Dezember 2009 ausgeheilt (E.
3.7). Hinweise auf ein CRPS werden
im Bericht vom 1
5.
Dezember 2009 nicht erwähnt. Abgesehen von einem schmerzlosen Taubheitsgefühl an der linken Fussaussenseite präsentierte sich die klinisch-neurologische Untersuchung
unauffällig
. Insbesondere bestanden keine neuropathischen Beschwerden und es konnten auch keine solchen provoziert werden. Die persistierenden Schmerzen waren nach Ansicht des behandelnden Arztes neurologisch nicht erklärbar (Urk. 18/39).
Im Anschluss an die Operation
(
Subtalararthrodese
)
vom
8.
September 2011 wurde zunächst ein fristgerechter Verlauf festgestellt. Der Beschwerdeführer zeigte sechs Wochen postoperativ
weder eine
wesentliche
Druckdolenz
noch eine
Schwellung und die lokalen Verhältnisse stellten sich reizlos dar
. Ein CRPS wurde nicht diagnostiziert
(
Urk.
18/109)
.
D
rei Monate postoperativ zeigte sich eine
Druckdolenz
im Bereich des
Subtalargelenks
; ein CRPS wurde jedoch
(weiterhin)
nicht diagnostiziert
(Urk.
18/122).
Erst fünf Monate postoperativ hielt der behan
delnde Arzt fest, es bestehe wahrscheinlich eine
Algodystrophie
(heute: CRPS Typ I) mit
Allodynie
(gesteigerte Schmerzempfindlichkeit,
Urk.
18/129).
Sieben Monate postoperativ zeigte sich die
Subtalararthrodese
komplett konsolidiert. Die Genese der persistierenden Schmerzen blieb
den behandelnden Ärzten
letztlich unklar. Aus fusschirurgischer Sicht stellte sich keine weitere Indikation zur Inter
vention, weshalb die Behan
dlung abgeschlossen wurde (Urk.
18/139).
In der kreisärztlichen Untersuchung vom
9.
Juli 2012 konnte der zuständige Kreisarzt ebenfalls
keine Ursache für die Restbeschwerden feststellen
(
Urk.
18/157).
Dem
gegenüber führte die behandelnde Ärztin am 2
6.
Juni und 1
8.
Juli 2012 aus,
anamnestisch bestünden wechselhaft livide Hautverfärbungen und
allodynie
artige
Schmerzen. Klinisch sei
en
eine Hyperhidrosis und eine
allodynieartige
Symptomatik feststellbar, was wahrscheinlich für ein CRPS spreche. Mit Blick auf die
kreisärztliche Untersuchung führte sie aus, es sei nicht ungewöhnlich, dass teilweise an Konsultationstagen keine klassischen Sude
c
kveränderungen (CRPS) festgestellt werden könnten. Sie gehe im Rahmen der Gesamtsituation von einer Sudeck-Problematik aus (
Urk.
18/162).
Wie die
Dres
.
I._
und
J._
nach
vollziehbar darlegten
(E. 3.7)
, waren vor diesem Hintergrund die Diagnosekrite
rien für ein CRPS zu keinem Zeitpunkt erfüllt. Nach den einschlägigen Budapest-Kriterien müssten für eine Diagnosestellung anamnestisch drei von vier und
befundlich
zwei von vier der Kriterien (
1.
Sensibilitätsstörung,
2.
Verfärbung und Temperatur,
3.
Ödem und Schwitzen, 4.
Dystonie, Haar- und
Hauttropik
) erfüllt sein, was nicht der Fall
war oder
ist (vgl. auch die Tabelle im Anhang zur kreis
ärztlichen Beurteilung,
Urk.
17/34).
Prof.
Dr.
H._
kam mit Blick auf die auf
liegenden Akten ebenfalls zum Schluss, die Befunde für ein CRPS seien nicht ausgewiesen und ein solches könne nicht diagnostiziert werden (E. 3.6).
Zudem ist zu beachten, dass auch die behandelnde Ärztin ein CRPS nicht als ausge
wiesen, sondern lediglich als wahrscheinlich erachtete.
Die pauschale, unbegrün
dete Behauptung des Beschwerdeführers, die Budapest-Krite
rien seien
erfüllt
und ein CRPS ausgewiesen
, vermag die kreisärztliche Einschätzung nicht in Zweifel zu ziehen.
Damit
erweist sich die Einschätzung
von Prof.
Dr.
H._
sowie
der
Dres
.
I._
und
J._
, ein CRPS sei
nicht überwiegend wahrscheinlich ausgewiesen und stehe in keinem
Zusammenhang
zum
Unfallereignis vom
5.
Juni 2009 als schlüssig und nachvollziehbar.
4.4
Hinsichtlich der derzeit vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden konnten von den
unterschiedlichen
fachärztlichen Behandlern keine objektivierbaren Befunde erhoben werden. Die
Dres
.
B._
und
C._
konnten weder kli
nisch noch MR-tomographisch ein Korrelat zu den vom Beschwerdeführer geklagten Kniebeschwerden finden (E. 3.1).
Die Fusschirurgin
Dr.
D._
stellte eine vollständig konsolidierte
Subtalararthrodese
fest und fand keinen Nachweis einer
arthrotischen
Veränderung (E. 3.2). Die neurologischen Fachärzte
Dres
.
E._
und
F._
konnten für die vorgetragenen Beschwerden in der elektro
diagnostischen Untersuchung kein Korrelat
erheben
. Aus neurologischer Sicht konnten sie die Beschwerden des Beschwerdeführers nicht abschliessend
erklären. Sie diagnostizierten
jedoch
ein gemischt neuropathisches und
nozizep
tives
Schmerzsyndrom am linken Fuss vor dem Hintergrund der 2011 durchge
führten
Subtalarar
t
hrodese
und einem dabei postoperativ erlittenen CRPS (E. 3.3).
Dr.
G._
erachtete als Basis des diagnostizierten gemischt neuropathischen
und
nozizeptive
n
Schmerzsyndrom
s
ebenfalls
ein
postoperatives CRPS
als aus
schlaggebend
und begründete ersteres im Wesentlichen mit einer
Druckdolenz
am linken Fuss (E. 3.5).
Da wie bereits erörtert (E. 4.3), ein CRPS zu keinem Zeit
punkt ausgewiesen war, entfä
llt bereits die Grundlage
,
auf welche sich die behandelnden Ärzte zur
Diagnose
des
neuropathischen
und
nozizeptive
n
Schmerzsyndroms stützten.
Den
Dres
.
I._
und
J._
folgend (E. 3.7) sind ausserdem die Kriterien zur Diagnosestellung eines neuropathischen Schmerzes nicht erfüllt, ergeben sich doch
in den aufliegenden Akten
mangels objektivier
barer Befunde
keine Hinweise auf eine
zugrunde liegende
unfallbedingte Läsion des
somatosensomotorischen
Systems.
Die Angaben des Beschwerdeführers zu Sensibilitätsstörung und Schmerzareal
präsentierten sich
ausserdem
diffus und nicht zweifelsfrei konsistent.
Vor dem Hintergrund, dass keine objektivierbaren Befund
e erhoben werden konnten
,
weder ein postoperatives CRPS noch eine zugrundeliegende Läsion aus
gewiesen ist,
und die
einzige
überhaupt
gestellte Diagnose
(
neuropathische
s
und
nozizeptive
s
Schmerzsyndrom
)
damit
einer
Grundlage entbehrt, erweisen sich die derzeit geklagten Beschwerden nicht überwiegend wahrscheinlich als Folge des am
5.
Juni 2009 erlittenen Unfalles. Anzunehmen
,
die an selbiger Lokalisation wie die erlittene
Sprunggelenksdistorsion
geklagten Beschwerden seien eine Folge derselben käme einer unzulässigen Anwendung der Formel
«
post
hoc ergo
propter
hoc»
gleich.
Die Argumentation nach der Formel «
post
hoc ergo
propter
hoc», nach deren Bedeutung eine gesundheitliche Schädigung schon dann als durch den Unfall verursacht gilt, weil sie nach diesem aufgetreten ist, ist beweis
rechtlich nicht zulässig und vermag zum Nachweis der Unfallkausalität nicht zu genügen (BGE 119 V 335 E. 2b/
bb
, Urteil des Bundesgerichts 8C_332/2013 vom 25. Juli 2013 E. 5.1).
4.5
Zum durch
Dr.
A._
angeführten
chronische
n
Schmerzsyndrom
ist festzuhalten, dass
bei banalen Unfällen wie zum Beispiel bei geringfügigem Anschlagen des Kopfes oder Übertreten des Fusses und bei leichten Unfällen wie zum Beispiel einem gewöhnlichen Sturz oder Ausrutschen der adäquate Kausalzusammenhang zwischen Unfall und psychischen Gesundheitsstörungen in der Regel ohne weiteres verneint werden kann, weil aufgrund der allgemeinen Lebenserfahrung aber auch unter Einbezug unfallmedizinischer Erkenntnisse davon ausgegangen werden darf, dass ein solcher Unfall nicht geeignet ist, einen erheblichen Gesund
heitsschaden zu verursachen (BGE 120 V 352 E. 5b/
aa
, 115 V 133 E. 6a).
5.
Nach dem Gesagten
liegen
derzeit weder
objektivierbare Befunde vor
, welche einen Rückfall zu begründen vermöchte
n
, noch ist ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang zwischen der geltend gemachten Gesundheitsschädigung und dem am
5.
Juni 2009 erlittenen Unfall
ausgewiesen. Der angefochtene
Ein
spracheentscheid
vom 1
4.
August 2017 (
Urk.
10) erweist sich damit als rechtens, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.
6.
Das Verfahren ist nach Massgabe von
Art.
61
lit
.
a
ATSG
kostenlos
.