Decision ID: 40debdbd-c490-45dc-b448-c0ad7316ebcd
Year: 2019
Language: de
Court: SG_VGN
Chamber: SG_VGN_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A. X._, geboren 1977, mazedonischer Staatsangehöriger, reiste am 15. Januar 1991
im Rahmen eines Familiennachzugs zu seinem Vater in die Schweiz und erhielt eine
Aufenthaltsbewilligung (siehe Vorakten Migrationsamt, nachfolgend Dossier, S. 11 ff.).
Über eine Berufsausbildung verfügt er nicht. Bereits am 13. Juli 1999 stellte die
damalige Fremdenpolizei des Kantons St. Gallen fest, dass X._ seinen finanziellen
Verpflichtungen nicht ordnungsgemäss nachkomme und von der sozialen Fürsorge
unterstützt werden müsse, weshalb seine Aufenthaltsbewilligung damals lediglich für
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ein halbes Jahr verlängert und er angewiesen wurde, sich inskünftig in jeder Hinsicht
klaglos zu verhalten, vor allem keine neuen Schulden anzuhäufen, die jetzigen
Schulden zu tilgen und sich um eine Arbeitsstelle zu bemühen. Am 5. August 1999
heiratete er in Mazedonien seine Landsfrau A._, die im Kanton Thurgau lebte. Die
damalige Fremdenpolizei des Kantons Thurgau lehnte das Gesuch von X._ um
Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung (Kantonswechsel) aufgrund seiner finanziellen
Probleme ab. Mit Verfügung vom 20. Dezember 1999 verwarnte die damalige
Fremdenpolizei des Kantons St. Gallen X._ und verlängerte seine
Aufenthaltsbewilligung unter Bedingungen auf Zusehen und Wohlverhalten hin. Im
September 2000 kam das Kind K._ zur Welt. Es erhielt wie seine Eltern eine
Aufenthaltsbewilligung. Am 1. April 2002 zog die Ehefrau zusammen mit dem Kind im
Rahmen des ihr gewährten Kantonswechsels in den Kanton St. Gallen. Am 24. Januar
2011 teilte das damalige Ausländeramt X._ erneut mit, dass er seine Bewilligung nur
unter den Bedingungen verlängert werde, dass er seine Schulden beim
Betreibungsamt tilge, seine Schulden beim Sozialamt zurückzahle, einer geregelten
Erwerbstätigkeit nachgehe und sich als Arbeitskraft bewähre. Mit Verfügung vom
14. März 2012 folgte eine weitere Verwarnung und auch am 13. Mai 2013 wurde X._
mitgeteilt, dass seine Aufenthaltsbewilligung ausnahmsweise ein weiteres Mal
verlängert werde, wobei er wieder angehalten wurde, seine Schulden im Rahmen
seiner Möglichkeiten zu tilgen. Im Januar 2014 kam erneut ein Kind auf die Welt, das
eine Aufenthaltsbewilligung erhielt. Mit Schreiben vom 21. Februar 2014, 17. Februar
2015 und 23. Februar 2016 wurde X._ erneut mitgeteilt, dass seine
Aufenthaltsbewilligung nur unter Vorbehalt verlängert würde.
B. Zwischen 2009 und 2015 wurde X._ mehrfach wegen Verkehrsdelikten und
geringfügigen Vermögensdelikten (in der Form von Diebstahl und Hehlerei) verurteilt.
Seine Schulden beim Sozialamt Schänis betrugen am 29. März 2017 rund CHF 22'350
(Dossier S. 586). X._ war sodann beim Betreibungsamt Benken-Kaltbrunn Schänis am
17. Juli 2017 mit 54 nicht getilgten Verlustscheinen über rund CHF 71'400 (Dossier S.
643) und beim Betreibungsamt Wattwil am 4. August 2017 mit 11 nicht getilgten
Verlustscheinen über rund CHF 20'000 (Dossier S. 638) verzeichnet.
C. Mit Verfügung vom 22. September 2017 verlängerte das Migrationsamt die
Aufenthaltsbewilligung von X._ nicht mehr und wies ihn weg (act. 2/3; act. 7/1.2). Drei
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Tage später, das heisst am 25. September 2017, liess sich X._ im Spital S._
untersuchen und rückwirkend ab 8. Februar 2017 zu 100 Prozent arbeitsunfähig
erklären (act. 2/7-8). Am 5. Oktober 2017 unterzeichnete er eine IV-Anmeldung
(act. 2/9). In dieser erklärte er, seit ungefähr dem Jahre 2014 zu 100 Prozent
arbeitsunfähig zu sein. Das Sicherheits- und Justizdepartement wies den von X._
durch seinen Rechtsvertreter gegen die Verfügung des Migrationsamts vom
22. September 2017 erhobenen Rekurs am 7. November 2018 ab. Unter Verzicht auf
die Erhebung wurden die amtlichen Kosten des Rekursverfahrens von CHF 1'000 X._
auferlegt. Seine Begehren um ausseramtliche Entschädigung beziehungsweise um
unentgeltliche Rechtsverbeiständung wurden abgewiesen.
D. X._ (Beschwerdeführer) erhob gegen den am 8. November 2018 versandten
Rekursentscheid des Sicherheits- und Justizdepartements (Vorinstanz) durch seinen
Rechtsvertreter mit Eingabe vom 21. November 2018 Beschwerde beim
Verwaltungsgericht mit dem Rechtsbegehren, unter Kosten- und Entschädigungsfolge,
eventualiter unter Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und -verbeiständung,
sei der angefochtene Entscheid aufzuheben und dem Beschwerdeführer die
Aufenthaltsbewilligung zu verlängern. Eventualiter sei dem Beschwerdeführer im
Rekursverfahren die unentgeltliche Rechtspflege und -verbeiständung zu gewähren
und der Rechtsvertreter mit CHF 2'305.90 (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer)
zu entschädigen. Mit der Beschwerde reichte der Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers seine Kostennote für das Beschwerdeverfahren über den Betrag
von CHF 1'523.30 (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) ins Recht.
Mit Schreiben vom 23. November 2018 informierte das Verwaltungsgericht den
Beschwerdeführer, dass über das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege angesichts
der vorliegenden Begründung der Beschwerde im Endentscheid befunden werde
(act. 5). Mit Vernehmlassung vom 10. Dezember 2018 verwies die Vorinstanz auf die

Erwägungen in ihrem Entscheid und beantragte die Abweisung der Beschwerde. Am
8. Januar 2019 ersuchte der Beschwerdeführer um Sistierung des
Beschwerdeverfahrens bis zum Abschluss der polydisziplinären Begutachtung im
Rahmen des Verfahrens betreffend die IV-Anmeldung, wobei er auf bereits
wahrgenommene Termine am 6. Dezember 2018 verwies (act. 9-10). Der zuständige
Abteilungspräsident wies das Gesuch am 24. Januar 2019 ab (act. 11).
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Auf die Erwägungen im angefochtenen Entscheid und die Begründung des
Beschwerdeführers zur Begründung seines Rechtsbegehrens sowie die Akten wird,
soweit wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.
Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1. Das Verwaltungsgericht ist zum Entscheid in der Sache zuständig (Art. 59 Abs. 1
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege; sGS 951.1, VRP). Soweit die
Beschwerde die Abweisung des Gesuchs um unentgeltliche Rechtsverbeiständung im
Rekursverfahren betrifft, fällt der Entscheid in die Zuständigkeit des
Abteilungspräsidenten (Art. 59 Abs. 3 und Art. 33 Abs. 2 VRP). Als Adressat des
angefochtenen Entscheids ist der im Rekursverfahren unterlegene Beschwerdeführer
zur Ergreifung der Beschwerde berechtigt (Art. 64 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1
VRP). Die Beschwerde gegen den am 8. November 2018 versandten Rekursentscheid
wurde mit Eingabe vom 21. November 2018 rechtzeitig erhoben und erfüllt formal und
inhaltlich die gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und
Art. 48 Abs. 1 VRP). Auf die Beschwerde ist deshalb einzutreten.
2. Eine Aufenthaltsbewilligung ist befristet und kann verlängert werden, wenn kein in
Art. 62 des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer und über die
Integration (Ausländer- und Integrationsgesetz; SR 142.20, AIG) aufgeführter
Widerrufsgrund gegeben ist (vgl. Art. 33 Abs. 3 AIG). Die zuständige Behörde kann
Bewilligungen und andere Verfügungen laut Art. 62 Abs. 1 lit. c AIG widerrufen und
damit auch nicht verlängern, wenn die ausländische Person erheblich und wiederholt
gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung verstossen hat oder diese gefährdet.
Laut Art. 80 Abs. 1 der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit
(SR 142.201, VZAE) liegt ein Verstoss gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung
etwa bei einer Missachtung von gesetzlichen Vorschriften und behördlichen
Verfügungen (lit. a) oder bei mutwilliger Nichterfüllung öffentlich-rechtlicher
beziehungsweise privatrechtlicher Verpflichtungen (lit. b) vor. Dabei genügt eine
erhebliche, mutwillig (zumindest leichtfertig) herbeigeführte Verschuldung;
strafrechtliche Verurteilungen werden nicht zwingend vorausgesetzt (BGer
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2C_526/2015 vom 15. November 2015 E. 3.1 mit Hinweisen; VerwGE B 2015/169 vom
20. Januar 2017 E. 4.1 f. mit Hinweisen auf die Kasuistik des Bundesgerichts; VerwGE
B 2016/257 vom 6. Dezember 2017, bestätigt durch BGer 2C_81/2018 vom
14. November 2018; www.gerichte.sg.ch).
2.1. Hinsichtlich der Verschuldung äussert sich der Beschwerdeführer insofern, als er
einräumt, dass die finanziellen Schwierigkeiten aktenkundig seien und auch der
Schuldenanstieg seit den beiden Verwarnungen in den Jahren 1999 und 2012
ausgewiesen sei. Diese Verschuldung sei aber keineswegs selbstverschuldet oder ihm
in qualifizierter Weise vorwerfbar. Er habe sich stets um eine Anstellung bemüht und
dank seinen Bemühungen auch mehrmals eine neue Stelle antreten können. Entgegen
den Behauptungen der Vorinstanz habe es durchaus auch positive Rückmeldungen
betreffend seine Arbeitsleistung und seinen Arbeitswillen gegeben. Der Verlust von
Arbeitsstellen sei zuweilen auch auf die Marktlage oder externe Umstände, etwa die
Geburt des Sohnes im Januar 2014, zurückzuführen gewesen, welche er nicht habe
beeinflussen können. Eine Festanstellung habe er beispielsweise aufgeben müssen,
um die langjährige Anstellung der Ehefrau zu sichern, da jemand die Betreuung des
jüngsten Sohnes habe übernehmen müssen. Die bei der Ehefrau per 6. April 2017 laut
Betreibungsamt Benken-Kaltbrunn-Schänis bestehenden offenen Betreibungen im
Gesamtbetrag von CHF 10'953 seien gemäss Quittung des Betreibungsamts vom
18. April 2017 beglichen worden. Ausserdem habe die Ehefrau des Beschwerdeführers
Forderungen der Politischen Gemeinde Uznach und der infoscore Inkasso AG unlängst
vollständig bezahlt. Zudem würden seit Juli 2017 Ratenzahlungen in der Höhe von
CHF 200 an das Sozialamt Schänis geleistet. Aufgrund der langjährigen Festanstellung
der Ehefrau (Bruttolohn von CHF 3'800 monatlich) sei zu erwarten, dass diese an der
Schuldensanierung ihres Ehemannes erheblich mitzuwirken vermöge. Die Höhe der
Verlustscheine habe sich 2014 im Vergleich zu 2012 reduziert. Dass diese positive
Entwicklung nicht habe fortgesetzt werden können, sei insbesondere dem Umstand
geschuldet, dass er die zwischen 2014 und 2017 angetretenen Arbeitsstellen jeweils
nach relativ kurzer Zeit wieder verloren habe. Dafür seien mehrheitlich wirtschaftliche
Gründe verantwortlich gewesen. Es sei somit weder mit einem weiteren
Schuldenanstieg noch mit ausbleibender Rückzahlung der bestehenden Schulden
innert nützlicher Frist zu rechnen. Die gesundheitlichen Beeinträchtigungen, die den
Beschwerdeführer nun zu einem IV-Verfahren bewegt zu haben scheinen, wurden in
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der Beschwerde nicht als Grund für die Stellenverluste angeführt. Gemäss Darstellung
in der Beschwerde besteht die Arbeitsunfähigkeit seit 25. September 2017 (act. 1
S. 18).
2.2. Wie bereits die Vorinstanz ausführte, ist es angesichts der Tatsache, dass der
Beschwerdeführer bereits am 16. September 2014 einen unbefristeten Arbeitsvertrag
mit Stellenantritt per 22. September 2014 und Bruttostundenlohn von CHF 25.45
abschloss (vgl. Dossier, S. 467), unglaubwürdig, dass er wegen der Kinderbetreuung
auf eine Arbeitsstelle verzichtet hat. Und die Ehefrau hat dem Migrationsamt gegenüber
am 2. September 2014 handschriftlich erklärt, dass sie arbeite und ihr Mann eine
Vollzeitanstellung suche (vgl. Dossier, S. 465), ohne gleichzeitig z.B. anzugeben, dass
er wegen der Kinderbetreuung nicht arbeite oder sie ihre Stelle aufgeben wolle, wenn
er eine Anstellung gefunden habe. Im Übrigen liegen keine Belege dafür vor, dass der
Beschwerdeführer sich um die Drittbetreuung seines Kindes bemüht hätte und diesen
Bemühungen kein Erfolg beschieden gewesen wäre. Die Behauptung des
Beschwerdeführers, dass die Kinderbetreuung anders nicht hätte bewerkstelligt
werden können, ist damit trotz seiner weitreichenden Mitwirkungspflicht nicht belegt.
Da auch die gesundheitlichen Gründe nach der Darstellung des Beschwerdeführers
keine Rolle bei den Stellenverlusten gespielt haben, müssen andere Ursachen dafür
verantwortlich gewesen sein. Aus den Akten geht hervor, dass der Beschwerdeführer
diverse Arbeitsstellen besetzte und etliche Arbeitgeber hatte (z.B. B._ AG, C._ AG,
D._ AG, E._ AG, Gebrüder F._, G._ AG, H._, J._ AG, M._ AG, Q._ AG, R._ AG,
S._ AG, V._ Stellenvermittlung, N._ AG, Z._ Temporärbüro, W._). Aus einem
Verweis der Firma W._ ist ersichtlich, dass der Beschwerdeführer am 26. August 1997
unentschuldigt der Arbeit ferngeblieben ist (Dossier, S. 90). Ausserdem fehlte er laut
Bericht der Firma W._ vom 18. Mai 1998 in der Zeit vom 20. bis 24. April 1998 einen
ganzen sowie zwei halbe Tage ohne triftigen Grund (Dossier, S. 91). Er machte
während seiner Anstellung, was er wollte und verliess während der Blockzeit einfach
seinen Arbeitsplatz. Im Mai 1998 verschwand er einfach im Laufe des Nachmittags von
der Arbeit. Er ging teilweise, ohne zu stempeln. Laut diesem Bericht des Arbeitgebers
brachte er auch Notlügen vor, um sich von der Arbeit zu entfernen. Bei der Q._ AG in
T._ war es offenbar so, dass auf den Beschwerdeführer ebenfalls kein Verlass war
(Dossier, S. 428). Er hat die Stelle laut Angabe der Firma nicht angetreten, obwohl dies
per 1. April 2014 vereinbart gewesen war, weil er in Singen war und keine Zeit hatte, in
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die Schweiz zu kommen. Gegenüber dem Migrationsamt gab der Beschwerdeführer
an, infolge eines Unfalls arbeitsunfähig gewesen zu sein (Dossier, S. 431). Ein Beleg für
diese Arbeitsunfähigkeit liegt nicht bei den Akten. Aus einer SUVA-Abrechnung geht
eine Arbeitsunfähigkeit vom 12. bis 30. April 2014 hervor (Dossier, S. 446). Dies deutet
darauf hin, dass er zum besagten Zeitpunkt wohl zumindest teilweise arbeitsfähig war,
wenngleich ihm Dr. O._ von U._ eine 100%-Arbeitsunfähigkeit von 22. August 2013
bis 11. Mai 2014 bescheinigt (Dossier, S. 449), was der SUVA-Abrechnung
widerspricht. Ab 12. Mai 2014 arbeitete der Beschwerdeführer bei der P._ GmbH
(Dossier, S. 447 ff.). Dort wurde ihm schon am 15. Juli 2014 (also während der
Probezeit) wieder gekündigt, mit Verweis auf wirtschaftliche Gründe. Die Nachfrage des
Migrationsamts hat ergeben, dass das Arbeitsverhältnis mit dem Beschwerdeführer in
Wirklichkeit aus verschiedenen anderen Gründen beendet wurde, unter anderem
deshalb, weil der Beschwerdeführer von Anfang an fast jede Woche einen Tag oder
mindestens einen halben Tag fehlte (Dossier, S. 453). Ebenso verlangte er regelmässig
Lohnvorbezüge, und auch mit seiner Arbeitsleistung war man nur mässig zufrieden.
Von wirtschaftlichen Gründen war gegenüber dem Migrationsamt nicht die Rede. Im
September 2014 sollte der Beschwerdeführer seine Arbeit bei der I._ AG antreten
(Dossier, S. 467). Beabsichtigt war laut Vertrag ein Pensum von 100 Prozent (vgl. Ziff. 2
des Vertrages). Diese Stelle trat der Beschwerdeführer nicht an, ohne dem Arbeitgeber
entsprechend Bescheid zu geben (Dossier, S. 492). Aus den Akten geht damit
zweifelsfrei hervor, dass der Beschwerdeführer seine Arbeiten in der Regel nicht aus
wirtschaftlichen Gründen, sondern infolge seiner Unzuverlässigkeit verlor. Es lässt sich
einzig ein unwidersprochener Hinweis auf wirtschaftliche Gründe in der
"einvernehmlichen" Kündigung vom 28. April 2017 finden. Nachforschungen zu einem
allfällig anderen wahren Grund für die Kündigung wurden nicht angestellt, obschon sie
sich aufgedrängt hätten. Selbst wenn aber für diese Kündigung wirtschaftliche Gründe
verantwortlich gewesen wären, könnte diese Kündigung alleine nichts daran ändern,
dass den Beschwerdeführer insgesamt ein erhebliches Verschulden an seiner
wirtschaftlichen Situation und damit an seiner Verschuldung trifft und keine Besserung
in Sicht ist, zumal er seinen Beitrag an seiner finanziellen Misere beschönigt, indem er
die Schuld für die Stellenverluste den Arbeitgebern zuweist und behauptet, zugunsten
der Kinderbetreuung auf Arbeit verzichtet zu haben. Konkrete Hinweise dafür, dass der
Beschwerdeführer mit allfälligen Beiträgen der Invalidenversicherung nicht nur seinen
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Lebensunterhalt bestreiten, sondern auch noch seine Schulden abbauen könnte,
bestehen aktuell keine. Eine Sistierung des Verfahrens bis zum Vorliegen des IV-
Gutachtens (act. 9) drängt sich nicht auf, zumal der Beschwerdeführer immer wieder
zeitweilig arbeitsunfähig war und das aktuell hängige IV-Gesuch in auffällig engem
zeitlichem Zusammenhang zum vorliegenden Verfahren steht. Aufgrund der
offensichtlich irreführenden Angaben im Gesuch (100%-Arbeitsunfähigkeit seit 2014
trotz zeitweilig intensiver Arbeitstätigkeit im Gartenbau und Unterzeichnung eines
anderen Arbeitsvertrages mit einem Pensum von 100%) scheint diesem Gesuch wenig
Erfolgsaussicht beschieden. Gegen eine Sistierung sprechen überdies wichtige private
und öffentliche Interessen, denn es ist zu befürchten, dass der Beschwerdeführer im
Fall einer Sistierung weitere Schulden anhäufen und damit weitere Gläubiger schädigen
würde. Hinzu kommt, dass das IV-Verfahren nicht präjudiziell ist, da dem
Beschwerdeführer selbst im Falle einer (teilweisen) IV-Rente (wahrscheinlicher ist aber
zunächst eine andere Massnahme beispielsweise im Hinblick auf eine Eingliederung ins
Erwerbsleben) keine ausreichenden finanziellen Mittel zur Verfügung stünden, um
seinen Lebensbedarf zu decken und seine Schulden abzubauen.
Die Verschuldung des Beschwerdeführers in Form von Forderungen des Sozialamtes
Schänis und von zahlreichen nicht getilgten Verlustscheinen belief sich im Zeitpunkt, in
welchem das Migrationsamt seine Aufenthaltsbewilligung nicht mehr verlängerte, auf
gegen CHF 114'000 (vgl. lit. B des Sachverhaltes). Obwohl seine
Aufenthaltsbewilligung am 23. Februar 2016 nur "unter jedem Vorbehalt", insbesondere
aber unter der Bedingung, eine unbefristete Arbeitsstelle anzutreten und sich als
Arbeitskraft zu bewähren, keine neuen Schulden einzugehen und die Schulden beim
Sozialamt und beim Betreibungsamt zu tilgen, verlängert worden war (Dossier S. 539),
hat sich die Zahl der nicht getilgten Verlustscheine beim Betreibungsamt Wattwil von 5
im Betrag von insgesamt rund CHF 7'400 am 1. Februar 2017 (Dossier S. 569) auf 11
im Betrag von rund CHF 20'000 am 4. August 2017 (Dossier S. 638) erhöht. Bereits am
21. Februar 2014 war die Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers nur unter
denselben Bedingungen verlängert worden (Dossier S. 420). In jenem Zeitpunkt war der
Beschwerdeführer beim Betreibungsamt Benken-Kaltbrunn-Schänis noch mit 43
offenen Verlustscheinen über insgesamt rund CHF 53'000 verzeichnet (Dossier S. 393).
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2.3. Aus diesen Gründen ist erstellt, dass der Widerrufsgrund gemäss Art. 62 Abs. 1
lit. c AIG gegeben ist. Der Beschwerdeführer hat zudem die Bedingungen, mit denen
die früheren Verlängerungen seiner Aufenthaltsbewilligung jeweils verknüpft waren,
namentlich die Verpflichtung, sich als Arbeitskraft zu bewähren und keine weiteren
Schulden einzugehen, nicht eingehalten. Die Ablehnung des Gesuchs um Verlängerung
der Aufenthaltsbewilligung lässt sich – wie auch die Vorinstanz im angefochtenen
Entscheid festgestellt hat (E. 4) – damit zudem auf Art. 62 Abs. 1 lit. d AIG stützen.
3. Ist, wie vorliegend, ein Widerrufsgrund gegeben, ist die Nichtverlängerung der
Aufenthaltsbewilligung rechtens, wenn die Interessenabwägung diese Massnahme als
verhältnismässig erscheinen lässt, wobei einerseits die öffentlichen Interessen,
andererseits die persönlichen Verhältnisse und der Grad der Integration der
ausländischen Person zu berücksichtigen sind (vgl. Art. 5 Abs. 2, Art. 36 Abs. 2 und 3
der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft, SR 101, BV; Art. 96
AIG, VerwGE B 2015/288 vom 15. August 2017 E. 5.1 und VerwGE B 2016/48 vom
15. August 2017 E. 4.1 mit Hinweisen sowie M. Spescha, in: Kommentar
Migrationsrecht, 4. Aufl. 2015, N 2 zu Art. 62 AuG).
3.1. Der Beschwerdeführer bringt diesbezüglich vor, dass das öffentliche Interesse an
der Wegweisung ausländischer Personen, die einzig dem Schutz potentieller Gläubiger
diene, von geringerem Gewicht sei als das öffentliche Interesse an der Wegweisung
straffälliger oder dauernd sozialhilfeabhängiger Personen (act. 1 S. 8 ff.). Dort, wo ein
Bemühen um Schuldenabbau ersichtlich sei, liege die Wegweisung zudem nicht im
Interesse der Gläubiger. Vorliegend sei es so, dass ein Schuldenabbau dokumentiert
sei. Allein aus dem weiteren Ansteigen von Betreibungen könne nicht auf Mutwilligkeit
geschlossen werden. Es komme vielmehr darauf an, welche Anstrengungen zur
Sanierung zwischenzeitlich unternommen worden seien. Zudem dürfe nicht ausser
Acht gelassen werden, dass die Schuldensanierung nach der allgemeinen
Lebenserfahrung eine gewisse Zeit benötige. Aufgrund seiner privaten Verpflichtungen
als Familienvater und seiner finanziellen Verhältnisse könne man ihm nicht vorwerfen,
dass es wieder zu Betreibungen gekommen sei. Seine Ehefrau habe ein gefestigtes
Anwesenheitsrecht, da sie seit Jahren einer gesicherten Erwerbstätigkeit nachgehe und
für den Abbau ihrer eigenen Schulden sorge. Aufgrund von Art. 8 der Europäischen
Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (SR 0.101, EMRK)
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stelle die Verweigerung der Verlängerung seiner Aufenthaltsbewilligung daher einen
Eingriff in das Familienleben dar. Müsste er nach Mazedonien zurückreisen, wäre es
ihm nicht möglich, ein Erwerbseinkommen zu erzielen, das ihm regelmässige Besuche
in der Schweiz erlauben würde. Auch die Ehefrau und die Kinder könnten aufgrund
ihrer hiesigen finanziellen Verpflichtungen das Familienleben nicht durch regelmässige
Auslandreisen aufrechterhalten. Eine Ausreise nach Mazedonien sei mit Blick auf das
Wohl der Kinder weder erstrebens- noch empfehlenswert. Auch die modernen
Kommunikationsmittel könnten den direkten Kontakt nicht ersetzen. Seine
Wegweisung sei mit der Kinderrechtskonvention nicht vereinbar. Beide Kinder hätten
ihr ganzes Leben in der Schweiz verbracht. K._ habe zudem eine nicht
unproblematische Vorgeschichte. Bei einer räumlichen Trennung vom
Beschwerdeführer sei seine weitere Entwicklung in hohem Masse gefährdet und es
wäre nicht auszuschliessen, dass K._ wieder auf die schiefe Bahn gerate. In Bezug auf
L._ sei es so, dass Kleinkinder nach entwicklungspsychologischen Erkenntnissen auf
beide Elternteile angewiesen seien. Er selbst lebe seit 26 Jahren in der Schweiz und
habe hier den Grossteil seines Lebens verbracht. Er spreche die hiesige
Landessprache und sei seit vielen Jahren engagiert, um am wirtschaftlichen und
sozialen Leben in der Schweiz teilzunehmen. Das öffentliche Interesse an seiner
Wegweisung überwiege seine persönlichen Interessen nicht. Dies habe das
Migrationsamt selbst dokumentiert, da seine Aufenthaltsbewilligung trotz ansteigender
Schulden immer wieder verlängert worden sei. Dies gehe auch aus einem Schreiben
aus dem Jahre 2016 hervor. Schliesslich sei zu beachten, dass dem Beschwerdeführer
in gesundheitlicher Hinsicht folgende Diagnosen gestellt worden seien: Mononeuritis
multiplex N. interosseus anterior rechts; N. Peronaeus Neuropathie rechts,
posttraumatisch 26.05.11; Diabetes Mellitus Typ 2; Störung der Impulskontrolle.
Aufgrund dessen sei er seit dem 25. September 2017 zu 100% arbeitsunfähig und
habe sich per 5. Oktober 2017 zum Bezug von IV-Leistungen angemeldet. Auch aus
diesen gesundheitlichen Gründen erscheine eine Wegweisung unverhältnismässig und
unzumutbar, zumal seine komplexen medizinischen Beschwerden in seinem
Heimatland mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht erfolgreich behandelt werden
könnten.
3.2. Wie signifikant das Verschulden des Beschwerdeführers an seiner finanziellen
Situation ist, wurde bereits eingehend ausgeführt. Er verhielt sich Arbeitgebern
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gegenüber absolut unzuverlässig und verlor aus diesem Grund immer wieder seine
Stellen. Einsicht ist nicht erkennbar, weshalb davon ausgegangen werden muss, dass
sich dies auch nicht ändert. Auch wenn der Beschwerdeführer – insbesondere aber
seine Ehefrau – vorübergehend nun unter dem Eindruck des laufenden Verfahrens
gewisse Anstrengungen unternommen hat, um Schulden abzubauen, so ist aufgrund
der früheren Verwarnungen, die keinen nachhaltigen Eindruck hinterlassen haben,
davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer im Falle eines Verzichts auf eine
Wegweisung bald seinem alten Muster verfallen würde und damit auch die Schulden
weiter ansteigen würden. Aufgrund dessen besteht ein gewichtiges öffentliches
Interesse an seiner Wegweisung, auch wenn das Migrationsamt beziehungsweise seine
Vorgängerinstitutionen die Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers immer
wieder verlängert haben. Denn was erst unlängst augenscheinlich wurde, ist das
erhebliche Selbstverschulden des Beschwerdeführers am Verlust seiner Arbeitsstellen,
das vorher nie abgeklärt worden war. Aufgrund dessen kann der Beschwerdeführer aus
den früheren Verlängerungen der Aufenthaltsbewilligung nun nichts zu seinen Gunsten
ableiten. Angesichts des signifikanten Verschuldens des Beschwerdeführers und der
damit verbundenen ungünstigen Prognose im Hinblick auf die weitere
Schuldenentwicklung ist das öffentliche Interesse an seiner Wegweisung erheblich,
auch wenn das öffentliche Interesse am Schutz potentieller Gläubiger tendenziell etwas
weniger gewichtig ist als das Interesse an der Vermeidung der Belastung des
öffentlichen Haushalts durch fortgesetzten Sozialhilfebezug (VerwGE B 2016/206 vom
5. Dezember 2017 E. 2.3, www.gerichte.sg.ch).
3.3. Bei der Würdigung der privaten Interessen des Beschwerdeführers und seiner
Familie an seinem Verbleib in der Schweiz ist zu berücksichtigen, dass die mangelhafte
Integration in beruflicher und damit finanzieller Hinsicht sowie in Bezug auf die hiesige
Rechtsordnung nicht für den Beschwerdeführer spricht. Eine besondere soziale
Integration macht er nicht substantiiert geltend. Eine erfolgreiche Integration ist damit
trotz seiner langjährigen Anwesenheit in der Schweiz misslungen. Er reiste im Alter von
etwas mehr als 13 Jahren in die Schweiz ein und verbrachte damit prägende
Kinderjahre in Mazedonien, womit er mit der dortigen Kultur und Sprache vertraut ist.
Eine Ausreise nach Mazedonien wäre ihm daher ohne weiteres zumutbar. Im Hinblick
auf die Familie des Beschwerdeführers ist festzuhalten, dass seine Ehefrau ebenfalls
aus Mazedonien stammt und mit der dortigen Kultur und Sprache ebenfalls vertraut ist,
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da auch sie die ersten rund 14 Jahre ihres Lebens in Mazedonien verbracht hat. Eine
Rückkehr wäre ihr aufgrund der intakten Kernfamilie mit ihrem Ehemann und ihren
Kindern zumutbar, auch wenn sie zumindest beruflich in der Schweiz integriert ist.
Denn auch in ihrem Fall ist eine besondere Integration in der Schweiz nicht ersichtlich.
Auch sie hat z.B. schon Mühe mit der hiesigen Rechtsordnung bekundet, wurde sie
doch am 17. Mai 2005 wegen Ungehorsams im Betreibungs- und Konkursverfahren zu
einer Busse verurteilt (Vorakten Migrationsamt von A._, S. 70). Auch für das noch
minderjährige Kind, das noch nicht eingeschult sein dürfte, wäre eine Ausreise nach
Mazedonien in Begleitung der Eltern mit keinen nennenswerten Schwierigkeiten
verbunden, zumal Kinder in diesem Alter noch sehr anpassungsfähig sind und auch
schnell eine neue Sprache lernen, sofern sie dieser nicht ohnehin mächtig sind. Das
andere Kind ist volljährig. Ihm kann trotz seiner Vorgeschichte zugemutet werden, ohne
die Eltern beziehungsweise zumindest den Beschwerdeführer in der Schweiz zu leben,
zumal es IV bezieht und die Vergangenheit nicht unbedingt darauf hindeutet, dass die
Entscheidungen der Eltern dem Kindeswohl dieses Kindes immer zuträglich waren,
ansonsten den Eltern das Aufenthaltsbestimmungsrecht für den eigenen Sohn nicht
entzogen und für das damals noch minderjährige Kind kein Beistand ernannt worden
wäre (Vorakten K._, S. 64 ff.). Die gesundheitlichen Probleme des Beschwerdeführers,
die vor allem eine Symptombehandlung erforderlich machen dürften, können in
Mazedonien ausreichend behandelt werden, da dort die medizinische
Grundversorgung gewährleistet ist; das Gegenteil wurde vom Beschwerdeführer
jedenfalls trotz seiner weitreichenden Mitwirkungspflicht nicht dokumentiert (vgl. BGer
2C_1118/2016 vom 26. April 2017 E. 4.5.1 und folgende). Die gesundheitlichen
Aspekte stellen also keinen Hinderungsgrund für die Ausreise dar. Der
Beschwerdeführer hat seine Verwandten in Mazedonien (z.B. Eltern) in den
vergangenen anderthalb Jahren sehr häufig besucht (Dossier, S. 630, 735, 735, 738,
740 und 742 sowie act. 7/5 und 6). Diese könnten ihm und seiner Familie bei der
sozialen Integration dort behilflich sein. Eine besonders erfolgreiche Integration der
Kinder in der Schweiz wird seitens des Beschwerdeführers trotz dessen weitreichender
Mitwirkungspflicht weder behauptet noch dargelegt. Die anderen Familienmitglieder
haben aber selbstverständlich die Wahl, in der Schweiz zu verbleiben und den Kontakt
mit dem Beschwerdeführer mittels regelmässiger Besuchsaufenthalte (die z.B. in Form
einer Autoreise und dank der Unterkunft und Verpflegung beim Beschwerdeführer und
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seinen Verwandten für die Ehefrau des Beschwerdeführers und die Kinder finanziell
verkraftbar sein dürften) und elektronischer Kommunikationsmittel zu pflegen. Das fast
immer gegebene Interesse, die besseren wirtschaftlichen Verhältnisse in der Schweiz
beziehungsweise die hiesigen Sozialleistungen nutzen zu können, ist für die Abwägung
der Interessen nicht entscheidend (VerwGE B 2015/301 vom 24. August 2017 E. 2.1).
3.4. Insgesamt sind die privaten Interessen des Beschwerdeführers und seiner Familie
am Verbleib des Beschwerdeführers in der Schweiz weniger gewichtig als die
öffentlichen Interessen der Schweiz an seiner Ausreise.
4. Die Vorinstanz hat demzufolge recht- und verhältnismässig und auch in
Übereinstimmung mit dem Völkerrecht entschieden, da Art. 8 EMRK keinen
unbedingten Anspruch auf eine Aufenthaltsbewilligung vermittelt; die Beschwerde ist in
der Sache abzuweisen.
5. Dem Verfahrensausgang entsprechend hat der Beschwerdeführer die amtlichen
Kosten des Beschwerdeverfahrens zu tragen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Die Beurteilung des
Gesuchs des Beschwerdeführers um unentgeltliche Rechtspflege fällt in die
Zuständigkeit des Abteilungspräsidenten (vgl. Art. 99 Abs. 2 VRP in Verbindung mit
Art. 119 Abs. 3 der Schweizerischen Zivilprozessordnung, SR 272, ZPO, und Art. 6
Abs. 1 Ingress und lit. c des Einführungsgesetzes zur Schweizerischen
Zivilprozessordnung, sGS 961.2). Dem Gesuch ist stattzugeben. Das Begehren des
Beschwerdeführers erschien nicht als aussichtslos, da bei einer so langen Verweildauer
hohe Anforderungen an den Widerruf einer Bewilligung gestellt werden. Der
Beschwerdeführer ist zudem prozedural bedürftig. Die Kosten des Verfahrens gehen
dementsprechend zulasten des Staates (Art. 99 Abs. 2 VRP in Verbindung mit Art. 122
Abs. 1 Ingress sowie lit. b ZPO). Eine Entscheidgebühr von CHF 2‘000 ist angemessen
(Art. 7 Ziff. 222 der Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Auf die Erhebung ist zu
verzichten (Art. 95 Abs. 3 VRP).
Vor Verwaltungsgericht wird die unentgeltliche Rechtsverbeiständung gewährt (vgl.
Art. 99 Abs. 1 VRP). Die staatliche Honorarordnung wird für die Vorbereitung und
Durchführung des Verfahrens der Verwaltungsrechtspflege angewendet, wird die
unentgeltliche Rechtsverbeiständung bewilligt (vgl. Art. 30 Ingress lit. b Ingress und
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Ziff. 2 des Anwaltsgesetzes; sGS 963.70, AnwG). Bei unentgeltlicher Prozessführung
wird das Honorar um einen Fünftel herabgesetzt (Art. 31 Abs. 3 AnwG). In der
Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Verwaltungsgericht pauschal
CHF 1'500 bis CHF 15'000 (vgl. Art. 22 Abs. 1 Ingress und lit. b der Honorarordnung;
sGS 963.75, HonO). Innerhalb des gesetzten Rahmens wird das Grundhonorar nach
den besonderen Umständen, namentlich nach Art und Umfang der notwendigen
Bemühungen, der Schwierigkeit des Falles und den wirtschaftlichen Verhältnissen der
Beteiligten, bemessen (Art. 19 HonO). Der Rechtsvertreter hat eine Kostennote über
CHF 1'523.30 (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) eingereicht. Dieser Betrag
erscheint angemessen.
6. Angesichts dieser Beurteilung in Bezug auf die unentgeltliche Rechtsverbeiständung
– hinsichtlich der amtlichen Kosten, auf deren Erhebung die Vorinstanz verzichtet hat,
ist der Beschwerdeführer nicht beschwert – ist die Beschwerde in Bezug auf Ziffer 3
des Entscheids der Vorinstanz gutzuheissen und dem Rechtsvertreter eine
angemessene Entschädigung zuzusprechen. Der Rechtsvertreter hat eine Kostennote
mit einem ungekürzten Honorar über CHF 2'100 – um einen Fünftel herabgesetzt
CHF 1'680 – zuzüglich tatsächliche Barauslagen von CHF 35.10 und acht Prozent
Mehrwertsteuer eingereicht (act. 2/10). Dieser Betrag erscheint angesichts des geltend
gemachten Aufwands für das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht angemessen,
zumal der Initialaufwand für das vorliegende Verfahren vor der Vorinstanz grösser
gewesen sein dürfte (vgl. Art. 22 Abs. 1 Ingress und lit. a HonO). Der Staat (Vorinstanz)
hat dementsprechend den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers für das
Rekursverfahren aus unentgeltlicher Rechtsverbeiständung mit CHF 1'715.10 zuzüglich
acht Prozent Mehrwertsteuer – die anwaltlichen Leistungen im Rekursverfahren wurden
vor 1. Januar 2018 erbracht – zu entschädigen.