Decision ID: ef68efdd-68bd-4e30-aa4a-c6c0e4d5d69b
Year: 2012
Language: de
Court: SG_VGN
Chamber: SG_VGN_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ Die Primarschulgemeinde Berneck ist Eigentümerin der von der Stäpflistrasse her
erschlossenen Grundstücke Nrn. 294, 642 und 802, Grundbuch Berneck. Gemäss
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Zonenplan der politischen Gemeinde Berneck vom 3. März 1989 bzw. gemäss
Teilzonenplan öffentliche Bauten und Anlagen vom 30. März 1999 sind die
Grundstücke der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen zugewiesen.
Auf dem Grundstück Nr. 294 steht das Primarschulhaus mit Turnhalle. Auf dem
nordöstlich des Schulgebäudes liegenden Grundstück Nr. 802 befindet sich ein allseitig
offener Schulgarten, auf dem südöstlich daran anschliessenden Grundstück Nr. 642
besteht ein Rasenplatz mit vier Beleuchtungsmasten, der teilweise als Fussballplatz
markiert ist. Der südöstlich daran angrenzende Teil des Grundstücks Nr. 294 grenzt an
die Auerstrasse und wird gegen diese mit einem rund 6 m hohen Maschendrahtzaun
abgeschirmt. Zudem umfasst die Aussensportanlage eine auf dem Grundstück Nr. 294
gelegene Weitsprunganlage.
B./ Am 26. April 2010 stellte die Primarschulgemeinde Berneck das Baugesuch zur
Umgestaltung und Erweiterung der Aussensportanlage des Schulhauses Stäpfli.
Erstellt werden sollen eine 80-m-Laufbahn, eine Weitsprunganlage, ein Kugelstossfeld
und ein Kunstrasen-Spielfeld. Die Anlage soll mit einem Maschendrahtzaun umgeben
werden.
Während der vom 6. bis 19. Juli 2010 dauernden öffentlichen Auflage erhoben U. F.
und M. G., Eigentümer der nordöstlich an das Schulgelände angrenzenden, in der
Wohnzone W2b gelegenen Grundstücke Nrn. 289 und 959 sowohl privat- als auch
öffentlichrechtliche Einsprache gegen das Bauvorhaben mit dem Antrag, die
Baubewilligung sei zu verweigern.
Am 21. September 2010 hiess der Gemeinderat der politischen Gemeinde Berneck die

öffentlichrechtlichen Einsprachen von U. F. und M. G. im Sinn der Erwägungen
teilweise gut und erteilte die Baubewilligung mit Auflagen. Bezüglich der
Benützungszeiten und der Beleuchtung der Aussensportanlage ordnete er folgendes
an: "Für Trainings, Veranstaltungen, Kurse und andere Benützungen stehen die
Aussensportanlagen wie folgt zur Verfügung: Montag-F.tag 07.00-max. 22.00 Uhr
(Lichterlöschen), Samstag 09.00-max. 19.00 Uhr (Lichterlöschen). An Sonn- und
Feiertagen darf die Aussensportanlage nicht betrieben werden. Für besondere Anlässe
können auf Gesuch hin einzelne Ausnahmen pro Jahr gewährt werden. Der Schulrat
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der Primarschulgemeinde hat das Benützungsreglement für die Sportanlagen
entsprechend anzupassen. Gegenüber den Nachbarn sind die Beleuchtungskörper
gemäss dem Stand der Technik abzuschirmen. (Empfehlung des BAFU für
Verminderung von Lichtimmissionen)."
C./ Am 5. Oktober 2010 erhoben U. F. und M. G., beide vertreten durch Rechtsanwalt
lic. iur. B. X., Widnau, gegen die Entscheide des Gemeinderats Berneck vom
21. September 2010 Rekurs beim Baudepartement. Sie stellten u.a. die
Rechtsbegehren, die angefochtenen Entscheide seien aufzuheben und die
Baubewilligung sei nicht zu erteilen (Ziff. 1 und 2). Sodann sei das Rekursverfahren bis
zur rechtskräftigen Erledigung der privatrechtlichen Einsprache auf dem Zivilweg zu
sistieren (Ziff. 5). Zur Begründung wurde im Wesentlichen vorgebracht, der
Ballfangzaun verletzte den gesetzlichen Grenzabstand und die Maximalhöhe,
Nutzungsarten und -zeiten der Aussensportanlage seien nicht geregelt und der
Sportbetrieb und die Sportplatzbeleuchtung würden zu übermässigen Immissionen
führen. Am 8. Oktober 2010 lehnte das Baudepartement das Gesuch um Sistierung des
Rekursverfahrens ab. Nachdem am 1. März 2011 ein Augenschein durchgeführt
worden war, wies das Baudepartement die Rekurse von U. F. und M. G. am 24. Mai
2011 ab, soweit es darauf eintreten konnte.
D./ Am 15. Juni 2011 erhoben U. F. und M. G., beide wiederum vertreten durch
Rechtsanwalt lic. iur. B. X., Widnau, gegen den Entscheid des Baudepartements vom
24. Mai 2011 Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Sie stellten das Rechtsbegehren,
der angefochtene Entscheid sei aufzuheben. Das Baudepartement liess sich am 11.
Juli 2011 vernehmen und beantragte, die Beschwerde sei abzuweisen. Die politische
Gemeinde Berneck verzichtete am 13. Juli 2011 auf eine Stellungnahme, beantragte
aber ebenfalls, der Beschwerde sei keine Folge zu geben. Die Primarschulgemeinde
Berneck, vertreten durch Fürsprecher K. L., St. Gallen, liess sich am 17. August 2011
vernehmen und beantragte, die Beschwerde sei abzuweisen. U. F. und M. G. machten
am 1. September 2011 von der Möglichkeit Gebrauch, sich zu neuen tatsächlichen und
rechtlichen Aspekten zu äussern. Am 9. September 2011 reichte die
Primarschulgemeinde Berneck unaufgefordert eine zusätzliche Stellungnahme ein.
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Darüber wird in Erwägung gezogen:
1./ Die Sachurteilsvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen:
1.1. Das Verwaltungsgericht ist zum Entscheid in der Sache befugt (Art. 59bis Abs. 1
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Sodann
sind U. F. und M. G. zur Beschwerde legitimiert (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art.
45 Abs. 1 VRP). Weiter wurden die Beschwerde vom 15. Juni 2011 und ihre Ergänzung
vom 30. Juni 2011 innert Frist eingereicht und sie entsprechen formal und inhaltlich
den gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und
Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP).
1.2. Die Beschwerdeführer bestreiten die Sachverhaltsdarstellungen und
Rechtsansichten der Verfahrensbeteiligten gesamthaft und im Einzelnen
vollumfänglich, soweit sie dieselben nicht ausdrücklich anerkennen.
Die Beschwerde hat eine Begründung zu enthalten (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit
Art. 48 Abs. 1 VRP). Eine Begründung ist ausreichend, wenn Argumente vorgebracht
werden, nach denen ein Entscheid oder eine Verfügung auf einer fehlerhaften
Sachverhaltsfeststellung oder Rechtsanwendung beruht (Cavelti/Vögeli,
Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, 2. Aufl., St. Gallen 2003, Rz. 922).
Zudem gilt das Rügeprinzip. Eine Überprüfung des Sachverhalts erfolgt nur, wenn eine
unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts beanstandet wird, es sei
denn, es stehe ein erhebliches öffentliches Interesse zur Diskussion. Der
Beschwerdeführer hat darzutun, in welchen Punkten die Sachverhaltsfeststellung der
Vorinstanz unrichtig sein soll und hat auch anzugeben, mit welchen zusätzlichen
Beweismitteln seine Darstellung belegt werden kann oder aus welchen Gründen die
Beweiswürdigung der Vorinstanz seiner Meinung nach fehl geht (Cavelti/Vögeli, a.a.O.,
Rz. 633).
Soweit die Beschwerdeführer pauschal und ohne nähere Begründung geltend machen,
der angefochtene Entscheid beruhe auf einem unrichtig oder unvollständig
festgestellten Sachverhalt und verletze Recht, kann auf die Beschwerde somit nicht
eingetreten werden.
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1.3. Die Beschwerdeführer werfen der Vorinstanz vor, sie habe ihre Parteirechte durch
unqualifiziertes akten- und aussagewidriges Protokollieren des Augenscheins vom 1.
März 2011 verletzt. Es treffe nicht zu, dass sie die Aussage der Beschwerdegegnerin,
die Nutzung der Aussensportanlage ausserhalb der Schulzeiten sei bereits heute
intensiv, nicht bestritten hätten. Es sei im Gegenteil so, dass in jüngster Zeit bei der
Platznutzung eine gewisse Zurückhaltung habe beobachtet werden können.
Dem Augenscheinprotokoll kann entnommen werden, dass ein Schulrat bezüglich der
Nutzungen des Rasenplatzes ausgesagt hat, "dieser werde bereits jetzt intensiv zu
Trainingszwecken genutzt, ab April sei er unter der Woche praktisch jeden Abend
belegt. Dreimal in der Woche würden die Kinderabteilungen der Juniorfussballer
trainieren, einmal die Faustballer und an einem Abend hätte die Männerriege ihr
Gymnastikturnen. Es handle sich um einen reinen Trainingsbetrieb. Dies werde auch
nach Erweiterung des Platzes so bleiben, es würden darauf keine Wettkämpfe
betrieben". Sodann wird im Protokoll festgehalten, der Rechtsvertreter der
Beschwerdeführer habe sich dahingehend geäussert, "dass man jetzt wenigstens
einmal genau wisse, was an Nutzungen auf dem Platz stattfinde und geplant sei".
Nachdem das Protokoll dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführer zur Stellungnahme
zugestellt worden war, erklärte dieser mit Schreiben vom 17. März 2011 gegenüber der
Vorinstanz, zum Protokoll würden keine Ergänzungen gemacht. Der Vorwurf, der im
Rahmen des Rekursverfahrens erfolgte Augenschein sei akten- und aussagewidrig
protokolliert worden, ist somit verspätet und kann deshalb nicht geprüft
werden.
1.4. Auf die Beschwerde ist im Sinn der Erwägungen einzutreten.
2. Die Beschwerdeführer beantragen, es seien Parteibefragungen sowie ein
Augenschein mit mündlicher Verhandlung durchzuführen, und gegebenenfalls sei ein
Gutachten bezüglich Lärm- und Lichtimmissionen zu erstellen (vgl. dazu auch Ziff. 4
hienach).
Der Anspruch auf rechtliches Gehör gebietet, dass rechtzeitig und formrichtig
angebotene Beweismittel abzunehmen sind, es sei denn, diese betreffen eine nicht
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erhebliche Tatsache oder seien offensichtlich untauglich, über die streitige Tatsache
Beweis zu führen (BGE 124 I 242 E. 2; 117 Ia 268 E. 4b).
Im vorliegenden Fall ergeben sich die rechtserheblichen Tatsachen aus den Akten,
weshalb auf die beantragte Beweisabnahme verzichtet werden kann.
3. Die Beschwerdeführer machen geltend, die Vorinstanz und die Beschwerdebeteiligte
hätten sich weder zum Grenzabstand noch zur Höhe des geplanten Ballfangzauns
geäussert, obschon sie gestützt auf Art. 86 Abs. 1 des Baugesetzes (sGS 731.1,
abgekürzt BauG) und Art. 684 des Zivilgesetzbuches (SR 210, abgekürzt ZGB) dazu
verpflichtet gewesen wären. Die Tatsache, dass sich die Vorinstanz und die
Beschwerdebeteiligte nicht darum gekümmert hätten, wie hoch die Umzäunung des
Sportgeländes sein müsse, damit der Schutz vor überfliegenden Bällen gewährleistet
sei, bedürfe der "Nachbesserung", entweder im Rahmen des Beschwerdeverfahrens
oder bei der Behandlung der Immissionsklage. Weil die Intensität der möglichen
Immissionen durch überfliegende Bälle zufolge unvollständiger Feststellung des
Sachverhalts durch die Vorinstanz nicht bekannt sei, sei bis heute beim Kreisgericht
Rheintal keine Immissionsklage anhängig gemacht worden.
3.1. Nach Art. 641 Abs. 2 ZGB hat der Eigentümer einer Sache das Recht, jede
ungerechtfertigte Einwirkung abzuwehren.
Nach Art. 684 Abs. 1 ZGB ist jedermann verpflichtet, bei der Ausübung seines
Eigentums, wie namentlich bei dem Betrieb eines Gewerbes auf seinem Grundstück,
sich aller übermässigen Einwirkung auf das Eigentum der Nachbarn zu enthalten.
Verboten sind insbesondere alle schädlichen und nach Lage und Beschaffenheit der
Grundstücke oder nach Ortsgebrauch nicht gerechtfertigten Einwirkungen durch Rauch
oder Russ, lästige Dünste, Lärm oder Erschütterung (Art. 684 Abs. 2 ZGB).
Nach Art. 86 Abs. 1 BauG sind privatrechtliche Einsprachen gegen die Erstellung von
Bauten und Anlagen, soweit der Tatbestand einer übermässigen Einwirkung auf
fremdes Eigentum gemäss Art. 684 ZGB streitig ist, im öffentlichrechtlichen Verfahren
zu entscheiden. Gleichzeitig mit dem Entscheid über die Baubewilligung ist gemäss
Art. 86 Abs. 2 BauG in einer gesonderten Verfügung über die privatrechtliche
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Einsprache gemäss Art. 684 ZGB zu entscheiden. Diese Bestimmungen regeln die
verfahrensmässige Besonderheit, dass die privatrechtliche Immissionseinsprache
gemäss Art. 684 ZGB im öffentlichrechtlichen Verfahren entschieden wird, somit nicht
durch den Zivilrichter. Nicht nur die zuständige Gemeindebehörde hat gleichzeitig mit
dem Entscheid über die Baubewilligung in einer gesonderten Verfügung über die
privatrechtlichen Immissionseinsprache zu entscheiden, sondern auch die kantonalen
Rechtsmittelinstanzen; privatrechtliche Rügen nach Art. 684 ZGB unterliegen der
Zivilrechtspflege, öffentlichrechtliche der Verwaltungsrechtspflege des Bundesgerichts
(Art. 86 Abs. 4 BauG; B. Heer, St. Gallisches Bau- und Planungsrecht, Bern 2003,
Rz. 961). Nach Art. 84 Abs. 3 BauG kann der Baugesuchsteller bei privatrechtlichen
Einsprachen jederzeit das Verfahren auf dem Zivilrechtsweg einleiten. Ist dies nicht
erfolgt, setzt die zuständige Gemeindebehörde im Einspracheentscheid dem
Einsprecher eine Frist von vierzehn Tagen zur Einleitung dieses Verfahrens an.
Verstreicht diese Frist unbenützt, so fällt die privatrechtliche Einsprache dahin.
Entgegen der Behauptung der Beschwerdeführer hat sowohl die Beschwerdebeteiligte
(E. 3.3.b der Entscheide vom 21. September 2010) als auch die Vorinstanz (E. 5.3 des
angefochtenen Entscheids) geprüft, ob Art. 684 ZGB bzw. der privatrechtliche
Immissionsschutz der Erteilung der Baubewilligung unter den Gesichtspunkten Licht,
Lärm und fliegende Bälle entgegenstehe. Insoweit erweist sich die Beschwerde als
unbegründet.
3.2. Die Grenzabstandsvorschriften des BauG gelten nur für Gebäude bzw. sie
betreffen den Abstand zwischen Gebäuden und Grenzen. Für Grabungen, tote
Einfriedungen und Anpflanzungen gelten die privatrechtlichen Abstandsvorschriften
(Heer, a.a.O., Rz. 613). Auch das Baureglement der Beschwerdebeteiligten (BauR) legt
lediglich für Stützmauern und Böschungen entlang von Fahrbahnen öffentlicher
Gemeindestrassen fest, sie hätten einen Abstand von 0.3 m einzuhalten.
Gemäss Art. 97 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zum Schweizerischen Zivilgesetzbuch
(sGS 911.1, abgekürzt EG ZGB) dürfen Bretterwände, tote Häge und nicht mehr als 45
Zentimeter hohe Mauereinfriedungen nur auf neun Zentimeter Entfernung von der
Grenze angebracht werden. Mauer- und Brettereinfriedungen dürfen zudem die Höhe
von einem Meter achtzig Zentimeter nicht übersteigen (Art. 97 Abs. 2 EG ZGB).
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Dementsprechend hat die Beschwerdebeteiligte festgestellt, die Frage des
Grenzabstands bzw. der Höhe des Maschendrahtzauns, der einen Grenzabstand von 9
cm und eine Höhe von 1.80 m aufweise, habe privatrechtlichen Charakter (E. 2 der
Entscheide vom 21. September 2010). Den Einsprechern wurde gestützt auf Art. 84
Abs. 3 BauG zur Einleitung des Verfahrens auf dem Zivilweg eine Frist von 14 Tagen ab
Eröffnung des Entscheids angesetzt. Zugleich wurde darauf hingewiesen, wenn die
Frist unbenutzt verstreiche, falle die privatrechtliche Einsprache dahin (Ziff. 3 des
Dispositivs). Sodann ist die Vorinstanz zu Recht auf den Rekurs der Beschwerdeführer
nicht eingetreten, soweit damit eine Verletzung von Art. 97 EG ZGB geltend gemacht
wurde. Auch in dieser Hinsicht ist der Beschwerde somit keine Folge zu geben.
4. Die Beschwerdeführer berufen sich darauf, der angefochtene Entscheid sei in
Ermangelung einer nachvollziehbaren Begründung betreffend der Intensität der
Nutzungsänderung aufzuheben. Es stehe nicht fest, ob die geplante Erweiterung der
Aussensportanlage wegen des von Ballspielen ausgehenden Lärms, überfliegender
Bälle und neuen Lichtquellen zu übermässigen Einwirkungen nach Art. 684 ZGB führe.
Zwecks Wahrung der Parteirechte sei es erforderlich, dass die Vorinstanz bzw. die
Beschwerdebeteiligte ein Licht- und Lärmgutachten erstelle und dass dieses öffentlich
aufgelegt werde. Es stehe zwar im Ermessen des Gerichts, selber ein Gutachten
erstellen zu lassen, dies führe aber zu einer Verkürzung des Instanzenzugs bzw. zu
einer Beschneidung der Parteirechte.
4.1. Nach Art. 22 Abs. 1 des Raumplanungsgesetzes (SR 700, abgekürzt RPG) dürfen
Bauten und Anlagen nur mit behördlicher Bewilligung errichtet oder geändert werden.
Baubewilligungspflichtig sind auch alle betrieblichen Änderungen, die Auswirkungen
auf das Immissionsmass haben (Heer, a.a.O., Rz. 855 und 858 mit Hinweisen).
Einwirkungen, die schädlich oder lästig werden könnten, sind im Sinn der Vorsorge
frühzeitig zu begrenzen (Art. 1 Abs. 2 des Umweltschutzgesetzes, SR 814.01,
abgekürzt USG). Einwirkungen sind gemäss Art. 7 Abs. 1 USG u.a. Lärm und Strahlen.
Unabhängig von der bestehenden Umweltbelastung sind Emissionen im Rahmen der
Vorsorge so weit zu begrenzen, als dies technisch und betrieblich möglich und
wirtschaftlich tragbar ist (Art. 11 Abs. 2 USG).
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4.1.1. Sportplätze gelten als ortsfeste Anlagen im Sinn von Art. 7 Abs. 7 USG, deren
Betrieb Lärmimmissionen verursachen kann (BGer 1A.73/2001 vom 4. März 2002 mit
Hinweis auf BGE 123 II 33 E. 4c/cc und R. Wolf, in: Kommentar zum
Umweltschutzgesetz, 2. Aufl., Zürich 2002, N 39 ff. zu Art. 25 USG).
4.1.2. Die Lärmschutzverordnung (SR 814.41, abgekürzt LSV) soll die Bevölkerung vor
schädlichem und lästigem Lärm schützen, der beim Betrieb neuer und bestehender
Anlagen nach Art. 7 USG erzeugt wird (Art. 1 Abs. 1 und Abs. 2 lit. a LSV). Dazu
gehören alle Geräusche, die durch die bestimmungsgemässe Nutzung der Anlage
verursacht werden, unabhängig davon, ob sie innerhalb oder ausserhalb des
Betriebsareals verursacht werden. Über den technischen Eigenlärm hinaus ist einer
Sportanlage derjenige Lärm zuzurechnen, der von ihren Benützern bei
bestimmungsgemässer Nutzung innerhalb und ausserhalb der Anlage erzeugt wird.
Dazu gehört der bei der Sportausübung selber erzeuge Lärm. Auch der Schall von
Lautsprecheranlagen und ähnlichen Einrichtungen ist zum Betriebslärm zu rechnen,
wie auch der von Trainern, Sportlern und Zuschauern durch Rufe, Schreie und Pfiffe
verursachte Lärm (BGE 133 II 295 E. 3.1 mit Hinweisen). Das Bundesgericht hat
wiederholt erkannt, dass menschliche Lautäusserungen bzw. "untechnischer
Alltagslärm" von den vom Bundesrat für Lärmimmissionen ortsfester Anlagen
festgelegten Belastungsgrenzwerten nach den Anhängen 3 ff. LSV nicht erfasst werden
(BGE 133 II 296 E. 3.2, BGE 130 II 35 E. 2.2).
4.1.3. Die Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (SR 814.710,
abgekürzt NISV) soll Menschen vor schädlicher oder lästiger nichtionisierender
Strahlung schützen (Art. 1 NISV). Sie betrifft jedoch nur Emissionen von elektrischen
oder magnetischen Feldern im Frequenzbereich von 0 bis 300 Gigahertz, und damit
nicht das sichtbare Licht. Das Bundesamt für Umwelt (BAFU, vormals BUWAL) hat
aber Empfehlungen zur Vermeidung von Lichtemissionen herausgegeben. Diese zeigen
auf, wie sich unnötige Lichtemissionen durch eine nachhaltige Lichtnutzung in
Aussenräumen vermeiden lassen. Die Empfehlungen verstehen sich als "Leitlinie",
enthalten aber keine konkret anwendbaren Normen (BGer 1C_216/2010 vom
28. September 2010 E. 3.1 mit Hinweis auf BGer 1C_105/2009 vom 13. Oktober 2009
E. 3.2, in: URP 2010 S. 145).
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4.1.4. Es ergibt sich somit, dass sowohl im Zusammenhang mit Lärm als auch mit Licht
Grenzwerte fehlen.
4.2. Weil im Zusammenhang mit Lärm und Licht Grenzwerte fehlen, müssen
Lärmimmissionen gemäss Art. 40 Abs. 3 LSV im Einzelfall nach den Kriterien der Art.
15 USG (Immissionsgrenzwerte), Art. 19 USG (Alarmwerte) und Art. 23 USG
(Planungswerte) bewertet werden. Im Rahmen dieser Einzelfallbewertung sind der
Charakter des Lärms, Zeitpunkt und Häufigkeit seines Auftretens sowie die
Lärmempfindlichkeit bzw. Lärmvorbelastung zu berücksichtigen (BGE 130 II 35 E. 2.2,
126 II 307 E. 4c/aa).
Nach Art. 15 USG sind die Immissionsgrenzwerte für Lärm so festzulegen, dass nach
dem Stand der Wissenschaft oder der Erfahrung Immissionen unterhalb dieser Werte
die Bevölkerung in
ihrem Wohlbefinden nicht erheblich stören. Massgeblich für die Beurteilung des Lärms
ist der jeweilige Immissionsort. Im Rahmen dieser Einzelfallbeurteilung sind der
Charakter des Lärms, Zeitpunkt und Häufigkeit seines Auftretens sowie die
Lärmempfindlichkeit bzw. Lärmvorbelastung zu berücksichtigen. Dabei ist nicht auf das
subjektive Lärmempfinden einzelner Personen abzustellen, sondern es ist eine
objektivierte Betrachtung unter Berücksichtigung von Personen mit erhöhter
Empfindlichkeit vorzunehmen (BGE 133 II 297 E. 3.3 mit Hinweisen). Anlagen ohne
Belastungsgrenzwerte, deren Lärmemissionen sich auf Wohnzonen der
Lärmempfindlichkeitsstufe II auswirken, haben nach der Rechtsprechung ein
Immissionsniveau einzuhalten, bei welchem höchstens geringfügige Störungen
auftreten (BGE 123 II 334 E. 4d/bb). Was den Charakter von Lärm anbetrifft, entspricht
es nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung allgemeiner Lebenserfahrung, dass
das Lachen, Schreien und Schimpfen spielender Kinder nicht a priori als unangenehm
empfunden wird (BGer 1A.241/2004 E. 2.5.4 vom 7. März 2005 mit Hinweis auf BGer
1A.73/2001 vom 4. März 2001, in: URP 2002 S. 103 ff., E. 3). In Bezug auf Ballspiel hat
das Bundesgericht erwogen, Aufprallgeräusche von Bällen, Aufschläge und Zurufe von
Mitspielern seien nicht zum Vornherein Geräusche, die beim Durchschnittsmenschen
unangenehme Empfindungen hervorrufen würden. Anhaltendes Ballspiel gegen ein
Metallgitter könne aber nervenauF.benden Charakter aufweisen (BGer 1A.73/2001 vom
4. März 2002 E. 3.1).
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Auch Lichtimmissionen sind im Einzelfall insbesondere unmittelbar gestützt auf Art. 11
USG, wonach Emissionen durch Massnahmen an der Quelle zu begrenzen sind
(Vorsorgeprinzip) und Art. 13 USG, der die Immissionsgrenzwerte betrifft, zu beurteilen
(BGer 1C_216/2010 vom 28. September 2010 E. 3.1 mit Hinweis auf BGer
1C_105/2009 vom 13. Oktober 2009 E. 3.1, in: URP 2010 S. 145).
4.3. Die Vorinstanz gelangte zum Ergebnis, die Beschwerdebeteiligte habe mit den
verfügten Auflagen betreffend Betrieb und Beleuchtung der Aussensportanlage
geeignete und zur Begrenzung der aus dem künftigen Betrieb zu erwartenden
Immissionen hinreichende bauliche und betriebliche Massnahmen verlangt und dem
Vorsorgeprinzip ausreichend Rechnung getragen. Es sei deshalb nicht zu beanstanden,
dass sie auf die Einholung eines Gutachtens betreffend Lärm- und Lichtimmissionen
verzichtet habe und es sei auch im Rahmen des Rekursverfahrens nicht erforderlich,
dem dahingehenden Antrag der Beschwerdeführer stattzugeben.
Unbestritten geblieben ist, dass die geplante Erweiterung der bestehenden
Aussensportanlage, die bereits heute mit vier Beleuchtungsmasten ausgerüstet ist,
gemäss Situationsplan 1:250 vom 30. August 2010 eine 80 m-Laufbahn sowie eine
Weitsprung- und Kugelstossanlage umfasst. Auf dem Grundstück Nr. 642 und dem
südlich daran angrenzenden Bereich des Grundstücks Nr. 294 soll zudem neu eine
64 m lange und 36 m breite Kunstrasenfläche erstellt werden, auf der ein 45 m langes
und 30 m breites Fussballfeld Minimalgrösse (7er-Fussball), ein 50 m langes und 20 m
breites Faustballfeld sowie ein 16 m langes und 8 m breites Volleyballfeld markiert
werden. Zusätzlich zu den vier bestehenden Beleuchtungsmasten sollen weitere drei
Beleuchtungsmasten erstellt werden. Einer dieser drei Masten soll in der
nordwestlichen (Mast 1), ein weiterer in der nordöstlichen Ecke des Grundstücks
Nr. 642 (Mast 2) und ein dritter im Bereich der Mitte der südlichen Grundstücksgrenze
zwischen den Grundstücken Nrn. 289 und 294 (Mast 3) erstellt werden. Gemäss
Situationsplan ist für die Masten 2 und 3 eine Abschirmung gegenüber den
Grundstücken der Beschwerdeführer vorgesehen. In diesem Zusammenhang hat die
Beschwerdegegnerin im Sinn einer Auflage zur Baubewilligung unter Verweis auf die
Empfehlung des BAFU zur Verminderung von Lichtimmissionen (richtig: Empfehlungen
zur Vermeidung von Lichtemissionen) angeordnet, die Beleuchtungskörper seien
gegenüber den Nachbarn gemäss dem Stand der Technik abzuschirmen. Als weitere
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Auflage wurde die Benützungszeit der gesamten Aussenanlage einschliesslich
Beleuchtung für Trainings, Veranstaltungen, Kurse und anderes von Montag bis F.tag
bis höchstens jeweils 22.00 Uhr und am Samstag bis 19.00 Uhr beschränkt
(Lichterlöschen). Die gesamte Aussenanlage, somit auch die Beleuchtung, darf an
Sonn- und Feiertagen grundsätzlich nicht benutzt werden. Der Schulrat der
Beschwerdegegnerin wurde verpflichtet, das Benützungsreglement für die
Sportanlagen entsprechend anzupassen.
4.4. Das Bundesgericht hatte am 13. Oktober 2009 Rügen bezüglich übermässiger
Lärm- und Lichtimmissionen im Zusammenhang mit einem bestehenden, an die
Wohnzone angrenzenden Grosssportplatz mit Stadionlautsprecheranlage (Sportplatz
Seefeld, Lachen) zu beurteilen, der mit einer Beleuchtungsanlage (sechs 18 m hohe
Masten) ausgerüstet werden sollte. Bezüglich der Lärmimmissionen gelangte das
Bundesgericht zum Ergebnis, mit den Betriebsvorschriften, die auf die Nutzung der
Beleuchtung abgestimmt seien, hätten die Vorinstanzen diejenigen Beschränkungen
angeordnet, die im Rahmen der Vorsorge erforderlich seien. Ins Gewicht falle
insbesondere die Einschränkung der Betriebsdauer auf die Zeit
zwischen 06.00 und 22.00 Uhr, beschränkt auf die zweckbestimmte Nutzung. Sodann
dürften Lautsprecheranlagen grundsätzlich nur an sportlichen Grossanlässen bis 20.00
Uhr benutzt werden, wobei deren Gebrauch ausnahmsweise an höchstens sechs
sportlichen Grossanlässen pro Jahr bis 22.00 Uhr bewilligt werden könne. Was die
Lichtimmissionen anbetrifft, führte das Bundesgericht aus, die Vorinstanz halte
zutreffend fest, dass die Anlage den Empfehlungen des BAFU entspreche. Mit der
zeitlichen Beschränkung der Benützung der Spielfeldbeleuchtung zwischen 06.00 und
22.00 Uhr sei zudem eine betriebliche Massnahme angeordnet worden, welche die
Interessen der Nachbarn beachte. Damit hätten die Behörden im Rahmen der Vorsorge
geeignete Emissionsbegrenzungen vorgeschrieben, und die Anforderungen von Art. 11
Abs. 2 USG seien erfüllt (BGer 1C_105/2009 vom 13. Oktober 2009).
4.5. Die Beschwerdeführer wenden ein, die Grosssportanlage Seefeld könne mit der
zur Diskussion stehenden Schulsportanlage nicht verglichen werden, weil sie einem
völlig anderen Benutzerkreise diene. Demzufolge habe das Urteil des Bundesgerichts
vom 13. Oktober 2009 keinen relevanten Bezug zum Verfahren betreffend
Neugestaltung der Aussensportanlage Stäpfli. Weil sich dieses Urteil mit dem Schutz
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vor Lärm und Licht auseinandersetzt, die vom Betrieb einer Sportanlage ausgehen, ist
es für den Ausgang des vorliegenden Verfahrens aber von Bedeutung, auch wenn die
Intensität der Nutzung einer Schulsportanlage, wie sie die Beschwerdegegnerin
betreibt und auch in Zukunft betreiben will, zweifellos um einiges weniger intensiv ist
als diejenige des Grosssportplatzes Seefeld (vgl. auch BGE 133 II 292 ff. betreffend
Sportanlage in Würenlos). Die Beschwerdebeteiligte hat in den Entscheiden vom
21. September 2010 in diesem Zusammenhang ausgeführt, es handle sich um eine
einfache Schulsportanlage, die während der Schulzeiten von den Schulklassen benützt
werde und am Abend verschiedenen Sportvereinen zur Verfügung stehe (zur Zeit
Männerriege für Faustballtraining, Turnverein für Leichtathletik und Ballspiel,
Juniorenabteilung des Fussballclubs), weshalb es nicht erforderlich sei, ein
Bewirtschaftungskonzept zu erlassen. Auch die Vorinstanz hat festgestellt, gemäss
Benützungsreglement der Beschwerdegegnerin vom 14. Oktober 2008 diene die
Turnhalle samt dazugehörigen Anlagen in erster Linie schulischen Bedürfnissen. Nur
soweit der Schulbetrieb nicht beeinträchtigt werde, würden die Anlagen Vereinen,
Korporationen und weiteren Interessenten zur Verfügung gestellt. Sodann haben
Vertreter der Beschwerdegegnerin und der Beschwerdebeteiligten anlässlich des
Augenscheins, den die Vorinstanz am 1. März 2011 durchgeführt hat, bezüglich der
aktuellen und künftigen Nutzung der Anlage übereinstimmend bestätigt, dass es sich
bei der aktuellen Nutzung, nebst der prioritären Nutzung im Rahmen des Schulbetriebs,
um Trainingsbetrieb ortsansässiger Vereine handle und dass auch künftig nichts
anderes, insbesondere kein Wettkampfsport, geplant sei. Abgesehen davon, dass
dafür genügend Alternativen zur Verfügung stehen würden, fehle es dem Platz an der
für den Wettkampfsport erforderlichen Grösse und es sei nicht möglich, Verpflegung
anzubieten.
Fest steht somit, dass bezüglich der Nutzung der Sportanlage Stäpfli keine ins Gewicht
fallenden Änderungen zu erwarten sind, auch wenn der Aussenplatz zufolge des
Kunstrasenfelds im Rahmen der festgelegten Betriebszeiten witterungsunabhängiger
genutzt werden kann.
4.5.1. Die Beschwerdeführer berufen sich darauf, das Benützungsreglement der
Beschwerdegegnerin regle nur die Nutzung der Turnhalle, nicht aber die Nutzung der
Aussensportanlage, und machen geltend, am Vorabend des Augenscheins habe die
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Beschwerdegegnerin einzig eine Resolution präsentiert, wonach für den Aussenbereich
eine analoge Regelung getroffen werden solle, eine wertlose Erklärung, die jederzeit
ohne Einwirkungsmöglichkeit ausgehebelt werden könne.
Die Nutzung der Turnhalle Stäpfli sowie der dazugehörigen Anlagen, somit auch die
Aussensportanlage, ist gemäss Art. 2 des Benützungsreglements in erster Linie den
schulischen Bedürfnissen vorbehalten. Nur soweit der Schulbetrieb nicht beeinträchtigt
wird, werden die Anlagen Vereinen, Korporationen und weiteren Interessierten zur
Benützung überlassen. In Betracht fällt weiter, dass die Beschwerdebeteiligte die
Beschwerdegegnerin mittels Auflage zur Baubewilligung verpflichtet hat, das
Benützungsreglement für die Aussensportanlage bezüglich der Betriebszeiten
anzupassen (Montag-F.tag: 07.00 bis max. 22.00 Uhr, Samstag: 09.00 bis max. 19.00
Uhr, Sonn- und Feiertage: kein Betrieb, einzelne Ausnahmen auf Gesuch hin möglich).
Somit ist die Beschwerdegegnerin verpflichtet, das Benützungsreglement
entsprechend den Vorgaben in der Baubewilligung zu ändern, allerdings erst, wenn
rechtskräftig feststeht, dass es möglich ist, die Aussensportanlage neuzugestalten.
Dadurch, dass die Beschwerdebeteiligte der Beschwerdegegnerin konkrete
Betriebszeiten vorgegeben hat, wird zudem ausgeschlossen, dass die Anlage auch
nachts bespielt werden darf, wie die Beschwerdeführer annehmen.
4.5.2. Sodann trifft es nicht zu, dass die Beschwerdeführer bezüglich der Abschirmung
der Beleuchtungskörper der Willkür der Vorinstanz und der Beschwerdebeteiligten
ausgeliefert worden sind. Zunächst ist die Baubewilligung unter Hinweis auf die
Empfehlungen zur Vermeidung von Lichtemissionen des BAFU mit der Verpflichtung
erteilt worden, die Beleuchtungskörper seien gemäss dem Stand der Technik
abzuschirmen. Wie ausgeführt, hat das Bundesgericht im Fall des Sportplatzes Seefeld
in Lachen erkannt, der Vorsorge nach Art. 11 Abs. 2 USG werde genügend Rechnung
getragen, wenn die Lichtbelastung die Empfehlungen des BAFU einhalte und die
Spielfeldbeleuchtung zudem nur zwischen 06.00 und 22.00 Uhr benützt werden dürfe
(BGer 1C_105/2009 vom 13. Oktober 2009 E.3.2). Nach den Empfehlungen des BAFU
gibt es auf dem Markt Möglichkeiten, "lichtverschmutzungsarme" Leuchten zu
erwerben. Sie müssen richtig abgeschirmt sein sowie korrekt installiert und betrieben
werden. Geeignete Leuchten haben u.a. folgende Eigenschaften: vollständige
Abschirmung gegenüber nicht zu beleuchtenden Räumen, anpassbar in
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Beleuchtungsstärke und Spektrum, mit Zeitmanagement steuerbar. In Betracht fällt
weiter, dass die Beschwerdegegnerin im Rahmen des Rekursverfahrens Unterlagen
betreffend eine Beleuchtungsanlage mit SiCompact Leuchten der Elektron AG zu den
Akten gegeben hat, die es gemäss Projektbeschrieb durch die starke asymmetrische
Charakteristik ermöglichen, den Scheinwerfer nahezu horizontal einzusetzen, was die
Umgebungs-Blendung gegenüber konventionellen Scheinwerfern massiv reduziert.
4.6. In Anbetracht der vorstehenden Ausführungen durfte die Vorinstanz somit davon
ausgehen, mit den Auflagen betreffend die Beleuchtung und zeitliche Beschränkung
des Betriebs der neugestalteten Sportanlage Stäpfli seien im Hinblick auf Art. 11 Abs. 2
USG zur Begrenzung der zu erwartenden Immissionen geeig-nete und hinreichende
bauliche und betriebliche Massnahmen verfügt worden. Der Vorwurf der
Beschwerdeführer, die Vorinstanz und die Beschwerdebeteiligte hätten den
Sachverhalt bezüglich heutiger und künftiger Nutzung der Sportanlage Stäpfli unrichtig
bzw. unvollständig festgestellt bzw. sie wären gehalten gewesen, Veränderungen der
Nutzungsintensität in zeitlicher, saisonaler und quantitativer Hinsicht zu erheben bzw.
ein Lärm- und Lichtgutachten zu erstellen, erweist sich demnach als unbegründet.
5. Der privatrechtliche und der öffentlichrechtliche Immissionsschutz stehen an sich
selbständig nebeneinander. Dennoch bestehen zwischen den beiden Regelungen
Berührungspunkte und Überschneidungen. Insbesondere wenn das nach Lage,
Beschaffenheit und Ortsgebrauch gerechtfertigte und zu duldende Mass von
Einschränkungen zu ermitteln ist (Art. 684 Abs. 2 ZGB), können öffentlichrechtliche
Vorschriften eine Rolle spielen (Bau- und Zonenvorschriften, Normen betreffend
Lärmschutz, Luftreinhaltung, Strahlen und Erschütterung). Die allgemeinen Gebote der
widerspruchsF.en und koordinierten Anwendung der Rechtsordnung verlangen den
sachgerechten Einbezug von und die möglichst weitgehende Rücksichtnahme auf
Normen anderer Rechtsgebiete zum gleichen Gegenstand. In diesem Sinn haben die
rechtsanwendenden Behörden auf eine Harmonisierung des Immissionsschutzes
hinzuwirken. Namentlich im Zusammenhang mit Lärmimmissionen, für welche die
Anhänge der LSV Belastungsgrenzwerte festschreiben, sind bei der Beurteilung des
privatrechtlich zu duldenden Masses die öffentlichrechtlichen Belastungsgrenzwerte
heranzuziehen (BGE 126 III 225 E. 3c).
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5.1. Die Beschwerdeführer bestreiten nicht, dass sowohl ihre Grundstücke als auch die
Grundstücke der Beschwerdegegnerin gemäss Art. 8 BauR der
Lärmempfindlichkeitsstufe II zugewiesen sind. Sie stellen sich aber auch in diesem
Zusammenhang auf den Standpunkt, weil die Vorinstanz die entsprechenden
Erhebungen nicht getätigt habe, könne nicht festgestellt werden, welche
immissionsmässigen Auswirkungen die Möglichkeit, die Sportanlage auch während
des Winters und bei Nacht zu nutzen, mit sich bringen würde.
Wie ausgeführt (vgl. Ziff. 4. hievor) war die Vorinstanz nicht gehalten, Veränderungen
der Nutzungsintensität in zeitlicher, saisonaler und quantitativer Hinsicht zu erheben
bzw. ein Lärm- und Lichtgutachten zu erstellen. Sie durfte davon ausgehen, dass mit
der Neugestaltung der Aussensportanlage bezüglich Immissionen keine ins Gewicht
fallende Änderungen zu erwarten sind, auch wenn der Aussenplatz zufolge des
Kunstrasenfeldes im Rahmen der vorgegebenen Benützungszeiten
witterungsunabhängiger genutzt werden kann. Weil dem öffentlichrechtlichen
Immissionsschutz bezüglich Lärm- und Lichtimmissionen Rechnung getragen worden
ist, ist dies auch in privatrechtlicher Hinsicht der Fall, zumal in diesem Zusammenhang
vom Empfinden eines "normalen Durchschnittsmenschen" auszugehen ist (Honsell/
Vogt/Geiser, Zivilgesetzbuch II, 3. Aufl., Basel 2007, N 9 zu Art. 684 ZGB), während im
Bereich des öffentlichrechtlichen Immissionsschutzes Personen mit erhöhter
Empfindlichkeit zu berücksichtigen sind (vgl. Ziff. 4.2. hievor).
5.2. Die Beschwerdeführer machen weiter geltend, sie hätten mit übermässigen
Immissionen zufolge überfliegender Bälle zu rechnen.
In diesem Zusammenhang wird im angefochtenen Entscheid festgehalten, Ballspiele
würden sowohl in der Wohnzone als auch auf einem Schulgelände in einer Zone für
öffentliche Bauten und Anlagen zu den üblichen Nutzungen gehören. Hinzu komme im
vorliegenden Fall, dass die Anlage gemäss Benützungsreglement in erster Linie dem
Turnunterricht von Primarschülern (1.-6. Klasse) diene; eine Nutzung durch Dritte
(Männerriege für Faustball und Gymnastik, Turnverein für Leichtathletik, Fussballclub
für Juniorentraining bis 12 Jahre) sei nur ausserhalb der Schulzeiten möglich.
Anlässlich des Augenscheins habe sich zudem gezeigt, dass das Grundstück des
Beschwerdeführers zwar in direkter Verbindung zum Spielfeld liege, aber durch eine
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relativ dichte, heckenartige, teilweise bis zu 3.50 m hohe Bepflanzung mit
unterschiedlichen Büschen und Bäumen abgeschirmt sei. Auch das Grundstück der
Beschwerdeführerin sei durch eine etwas niedrigere Hecke geschützt, abgesehen
davon, dass es sich nicht in direkter Spielrichtung befinde.
5.2.1. Aus Sicht des Beschwerdeführers hat die Vorinstanz den Sachverhalt insofern
unrichtig festgestellt, als im angefochtenen Entscheid ausgeführt wird, sein Grundstück
(Nr. 959) werde von der Sportanlage durch eine bis 3.50 m hohe Hecke abgeschirmt.
Er hält fest, die Pflanzen seien im Allgemeinen niedriger und zudem lückenhaft
aufgestellt. Hinzu komme, dass es nicht seine Aufgabe sei, sich durch Bepflanzungen
vor überfliegenden Bällen zu schützen.
Abgesehen davon, dass aufgrund der Art, wie die Aussensportanlage Stäpfli genutzt
werden soll, nicht davon auszugehen ist, dass mit übermässigen Immissionen zufolge
überfliegender Bälle gerechnet werden muss, sind die Ausführungen im Protokoll des
Augenscheins vom 1. März 2011 unbestritten geblieben, wonach das mit einem
Einfamilienhaus überbaute Grundstück Nr. 959 terrainmässig und mit einer Stützmauer
gesichert rund 40 cm erhöht liegt. Sodann befindet sich im Bereich des Grundstücks
Nr. 642 eine "heckenartige, teilweise bis zu rund 3.50 m hohe Bepflanzung mit
unterschiedlichen Büschen und Bäumen". Weiter ist geplant, einen Ballfangzaun von
1.80 m Höhe zu erstellen. Unbestritten geblieben ist schliesslich, dass die
Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer bereits mehrfach angeboten hat, einen
Ballfangzaun von 3.00 m Höhe errichten zu lassen. Es ergibt sich somit, dass der
Beschwerdeführer selbst dann nicht mit übermässigen Immissionen durch
überfliegende Bälle rechnen muss, wenn die Hecke, die auf seinem Grundstück steht,
weniger Schutz bietet als von der Vorinstanz angenommen.
5.2.2. Die Beschwerdeführerin hat ebenfalls keine übermässigen Immissionen durch
auf ihr Grundstück Nr. 289 fliegende Bälle zu erwarten, auch wenn sie mit Recht
geltend macht, die Buchenhecke mit einer Höhe von rund 1.30 m bzw. 1.50 m solle
gemäss Baugesuch entfernt und durch einen Ballfangzaun von 1.80 m Höhe ersetzt
werden. Im Gegensatz zur Auffassung der Beschwerdeführerin wird der Schutz ihres
Grundstücks vor Bällen, die gegebenenfalls seitlich wegfliegen oder abprallen, dadurch
aber verstärkt. Hinzu kommt, dass die Beschwerdeführerin im Rahmen des
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zivilrechtlichen Verfahrens verlangt hat, der "geplante Zaun sei entlang der
Parzellengrenze in der maximal zulässigen Höhe von 1,80 m ab dem gewachsenen
Niveau zu erstellen, eventualiter in der Mehrhöhe zusätzlich zum Grenzabstand von
0.09 m".
6. Zusammenfassend ergibt sich somit, dass die Beschwerde abzuweisen ist, soweit
darauf eingetreten werden kann.
6.1. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend sind die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens den Beschwerdeführern zu gleichen Teilen aufzuerlegen (Art. 95
Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr von Fr. 2'500.-- ist angemessen (Art. 7, Ziff. 222 der
Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Sie wird mit dem Kostenvorschuss in gleicher
Höhe verrechnet.
Die Beschwerdeführer können keine ausseramtliche Entschädigung beanspruchen (Art.
98 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 98bis VRP).
6.2. Die Beschwerdegegnerin stellt das Begehren, sie sei ausseramtlich zu
entschädigen.
Verfügende Gemeinwesen und Rechtsmittelinstanzen haben grundsätzlich keinen
Anspruch auf ausseramtliche Entschädigung (R. Hirt, Die Regelung der Kosten nach st.
gallischem Verwaltungsrechtspflegegesetz, Diss. 2004, S. 176). Von diesem Grundsatz
wird nur abgewichen, wenn das Gemeinwesen wie eine Privatperson betroffen ist, so
als Grundeigentümer oder als Bauherr (Hirt, a.a.O., S. 177; vgl. auch VerwGE B
2010/96 vom 14. Oktober 2010, abrufbar unter www.gerichte.sg.ch). Dies trifft
vorliegend nicht zu. Vielmehr nimmt die Beschwerdegegnerin mit der Neugestaltung
der Sportanlage Stäpfli öffentliche Interessen wahr, weshalb ausseramtliche Kosten
nicht zu entschädigen sind.
Demnach hat das Verwaltungsgericht
http://www.gerichte.sg.ch/
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