Decision ID: 817f8f2a-5350-43c5-b64c-819d1992b03a
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Die 1958 geborene
X._
war zuletzt als Servicemitarbeiterin bei der
A._ AG
tätig. Am 2
9.
Juni 2015 (Eingangsdatum) meldete sie sich bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
unter Hinweis auf körperliche Beschwerden und Depression
zum Leistungsbezug an (Urk. 6/4).
Die IV-Stelle tätigte in der Folge medizinische
und erwerbliche
Abklärungen und holte insbesondere das
bidisziplinäre
(
orthopädi
s
ch-rhe
umatolo
gisch und psychiatrisch)
Gutachten vom 24.
November /
6.
Dezember 2016 (Urk. 6/35-36) ein. Mit Vorbescheid vom 31.
März 2017
(
Urk. 6/52)
stellte sie der Versicherten die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht.
Diese
liess
am 2.
Mai 2017
einen unbegründeten
Einwand (Urk. 6/55), welche
r
in d
er Folge nicht weiter begründet wurde (
Urk.
6/60) erheben
. Mit Verfügung vom 13.
Juli 201
7 (Urk. 2 [=Urk. 6/61]) wies die IV
Stelle
das Leistungsbegehren der Versicherten ab.
2.
Dagegen erhob die Versicherte am 1
2.
September 2017 Beschwerde (Urk. 1) und beantragte sinngemäss die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Ausrichtung von Leistungen durch die Invalidenversicherung.
Mit Beschwerde
antwort vom 19.
Oktober 2017 (Urk. 5) schloss die Beschwerdegegnerin auf Ab
weisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin am 23.
Oktober 2017 (
Urk.
7) mitgeteilt wurde.
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrecht,
ATSG). Sie kann Folge von Geburtsge
brechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung,
IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer
Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein
trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
1.2.1
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Rechtsprechungsgemäss ist bei psychi
schen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein psychischer Gesundheitsschaden mit Krankheitswert besteht, welcher die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (vgl.
BGE 139 V 547
E. 5,
131 V 49
E. 1.2,
130 V 352
E. 2.2.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_125/2015 vom 1
8.
November 2015 E. 5.4).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege
artis
auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose vo
raus (vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Ein
zelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zu
mutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2.2
Zur Annahme der Invalidität nach
Art.
8 ATSG ist – auch bei psychischen Erkrankungen – in jedem Fall ein medizinisches Substrat unabdingbar, das
(fach-)ärztlicherseits schlüssig festgestellt wird und nachgewiesenermassen die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Je stärker psychosoziale und so
ziokulturelle Faktoren wie beispielsweise Sorge um die Familie oder Zu
kunfts
ängste (etwa ein drohender finanzieller Notstand) im Einzelfall in den Vor
der
grund treten und das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss eine fachärztlich festgestellte psychische Störung von Krankheitswert vorhanden sein. Das bedeutet, dass das klinische Beschwerdebild nicht einzig in Beeinträch
tigungen, welche von den belastenden soziokulturellen Faktoren herrühren, bestehen darf, sondern davon psychiatrisch zu unterscheidende Befunde zu umfas
sen hat, zum Beispiel eine von depressiven Verstimmungszuständen klar unter
scheidbare andauernde Depression im fachmedizinischen Sinne oder einen
damit vergleichbaren psychischen Leidenszustand. Solche von der soziokulturellen Be
lastungssituation zu unterscheidende und in diesem Sinne verselbständigte psy
chische Störungen mit Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit sind unabdingbar, damit überhaupt von Invalidität gesprochen werden kann. Wo die begutachtende Person dagegen im Wesentlichen nur Befunde erhebt, welche in den psychosozialen und soziokulturellen Umständen ihre hinreichende Erklärung finden, gleichsam in ihnen aufgehen, ist kein invalidisierender psychischer Ge
sundheitsschaden gegeben (BGE 127 V 294 E. 5a; Urteil des Bundesgerichts 8C_730/2008 vom 23. März 2009 E. 2).
1.2.3
Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1):
-
Kategorie «
funktioneller Schweregrad
»
(E. 4.3)
-
Komplex «
Gesundheitsschädigung
»
(E. 4.3.1)
-
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)
-
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2)
-
Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)
-
Komplex «
Persönlichkeit
»
(Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res
sourcen, E. 4.3.2)
-
Komplex «
Sozialer Kontext
»
(E. 4.3.3)
-
Kategorie «
Konsistenz
»
(Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4)
-
gleichmässige Einschränkung des
Aktivitätenniveaus
in allen vergleich
baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)
-
behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens
druck (E. 4.4.2)
Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 1
5.
März 2018 E. 7.4).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, er
halten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente,
bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG
).
1.4
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustel
len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beantwortung der gestell
ten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen be
ruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychi
schen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Aus
einandersetzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet, ob die Schlussfol
gerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegebenenfalls deut
lich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutachten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Verfügung (Urk. 2) damit, dass gemäss dem eingeholten Gutachten aus rheumatologischer Sicht die ange
stammte Tätigkeit weiterhin zumutbar sei, sofern die Beschwerdeführerin beid
händig arbeiten könne und keine Lasten über 10kg tragen müsse. Aus psychi
atrischer Sicht bestehe nach Beendigung des Aufenthaltes in der Tagesklinik keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit mehr. Da die bisherige wie auch jegli
che andere leichte Tätigkeit vollumfänglich zumutbar sei, bestehe kein Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung. In ihrer Beschwerdeantwort (Urk. 5) ergänzte sie, im psychiatrischen Gutachten sei keine Diagnose aufgeführt, welche Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit habe. Die seit Dezember 2014 bestehende
depressive Symptomatik sei auf psychosoziale Belastungsfaktoren zurückzufüh
ren, weshalb kein eigenständiger Gesundheitsschaden bestehe.
2.2
Demgegenüber machte die Beschwerdeführerin geltend (Urk. 1), sie sei weiterhin krank und könne aufgrund ihrer Gesundheitsschädigung nicht mehr arbeiten. Sie habe in den letzten Jahren zu viel gearbeitet, weshalb ihre Gesundheit derart beeinträchtigt sei, dass sie
sogar Mühe
habe
den Haushalt zu besorgen. Ihre be
handelnden Ärzte würden weiterhin eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % attestie
ren, weshalb sie Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung habe.
3.
3.1
In den Gutachten vom 24.
November 2016 (Urk. 6/35)
respektive
6.
Dezember 2016 (Urk. 6/36)
werden die zu diesem Zeitpunkt aufliegenden Akten zusammen
gefasst (Urk. 6/35/ 2-8, Urk. 6/36/2-4)
, weshalb sie vorliegend nicht noch einmal wiedergegeben werden.
3.2
Dr.
B._
, Facharzt für Psychia
trie und Psychotherapie FMH, hielt in seinem Gutachten (Urk. 6/35) keine Diagnosen fest, welche eine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit zeitigen würden. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähig
keit notierte er eine Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion, ge
genwärtig remittiert, eine
Dysthymia
sowie einen schädlichen Nikotingebrauch.
Er stellte einen weitgehend unauffälligen Untersuchungsbefund fest
. Die testpsy
chologischen Befunde waren im MADRS-Test mit 2 Punkten asymptomatisch. Der Mini-ICF-APP wies auf eine mittelschwere Beeinträchtigung der allgemeinen Durchhaltefähigkeit hin und der Aufmerksamkeits-Belastungstest zeigte ein quantitativ unterdurchschnittliches und qualitativ durchschnittliches Resultat (
Urk.
6/35/10-11).
Anamnestisch gab die Beschwerdeführerin an, ihre Mutter und ihr Vater seien bereits verstorben. Zu ihren Geschwistern bestehe teilweise Kontakt.
Sie sei in einem philippinischen Dorf aufgewachsen und habe in Manila, als sie in einem Hotel gearbeitet habe, ihren ersten Ehemann kennengelernt. Diesen habe sie 1988 geheiratet, sei mit ihm in die Schweiz gezogen und habe zwei Kinder bekommen. Nachdem die erste Ehe 1999 in die Brüche gegangen sei, habe sie 2009 ihren zweiten Ehemann geheiratet. Mit diesem habe sie während sieben Tagen die Wo
che in einem Restaurant gearbeitet. Irgendwann habe sie dies nicht mehr mitma
chen wollen, weshalb sie die Beziehung beendet habe. Danach sei sie keine feste Partnerschaft mehr eingegangen. Zu ihren Kindern bestehe ein guter Kontakt. Anfang 2014 hätte
n
sich die psychischen Probleme entwickelt. 2015 sei sie sta
tionär in eine
r
Klinik
behandelt worden
. Zuvor sei ihr Vater gestorben, weshalb
sie in die Philippinen gereist sei. Während des dortigen Aufenthaltes sei es zu Problemen mit der Verwandtschaft gekommen. Ihr Zustand habe sich derart ver
schlechtert, dass sie sich mehrmals überlegt habe sich umzubringen. Da der Kli
nikaufenthalt ihr nicht geholfen habe, sei sie im Anschluss wiederum in die tagesklinische Betreuung aufgenommen worden.
Dort besuche sie viermal pro Wo
che eine halbtä
g
ige Therapie. Sie habe einige Freundinnen, welche jedoch nur ausgehen und
Alkohol
trinken würden, was sie aber nicht gern tue, da sie
keinen Alkohol
trinke. Zuhause nehme sie kaum Haushaltsarbeiten in Angriff (Urk. 6/25/8-10).
Dr.
B._
hielt fest, d
ie Beschwerdeführerin habe über eine belastende Kindheit berichtet, welche sie aber offenbar aufgrund vieler persönlicher und intellektuel
ler Ressourcen verarbeitet oder verdrängt habe. Als erwachsene Frau in der Schweiz habe sie ein unauffälliges Verhalten gezeigt und jahrelang eine kon
stante Arbeitsleistung erbracht.
Prämorbide psychische Probleme mit Krankheits
wert inklusive Persönlichkeitsstörungen könnten daher ausgeschlossen werden. Im Rahmen einer Vielzahl psychischer Belastungen (finanzielle Probleme, Verlust der Arbeitsstelle, Erkrankung des Vaters, Streit in der Familie) sei eine Anpas
sungsstörung mit depressiver Reaktion ausgelöst worden.
Im Zusammenhang mit
der depressiven Symptomatik würden
in den Akten
zudem psychotische Symp
tome postuliert, welche nicht nachvollziehbar seien. Das Kernzeichen einer Psy
chose sei die Krankheitsuneinsichtigkeit
, was bei der Beschwerdeführerin nicht vorliege, da diese sich klar von den optischen Halluzinationen distanzieren könne
und
diese
als realitätsfremd betrachte
.
Aufgrund der beschriebenen Symptomatik könne der Beschwerdeführerin ab der zweiten Hälfte des Jahres 2015 eine 100%
-
ige
Arbeitsunfähigkeit attestiert werden. Se
it dem
4.
April 2016 stehe sie in tagesklinischer Behandlung;
a
ufgrund der Notwendigkeit einer The
rapiepräsenz sei sie während der
Dauer der tagesklinischen Behandlung weiterhin zu 100 % arbeitsunfähig, obschon sich ihr psychischer Zustand objektiv und subjektiv ver
bessert habe.
Ihr Aktivitätsniveau sei unauffällig und die sozialen Interaktionen erhalten. Die geklagte depressive Verstimmung, die körperliche Müdigkeit und die Schlafstörungen seien daher diagnostisch ein
e
r
Dysthymia
zuzuordnen. An
lässlich der Exploration habe die Beschwerdeführerin unauffällige psychokogni
tive Funktionen gezeigt (Gedächtnisfunktionen, Auffassungsvermögen, Merkfä
higkeit, Konzentrationsvermögen, geistige Flexibilität, Stimmungslage, affektive Stimmungsfähigkeit, Elan
vitae
, Antrieb und Psychomotorik), womit ihr in der Querschnitt
s
beurteilung keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit attestiert wer
den könne (Urk. 6/35/12-13).
Dr.
B._
führte weiter aus, die bisherige Therapie sei lege
artis
erfolgt und habe bereits zu einer Remission der Anpassungsstörung geführt. Die Kooperation der
Beschwerdeführerin sei sehr gut. Bei Weiterführung der ambulanten psychi
atrisch-psychotherapeutischen Behandlung sei eine Erhaltung der Arbeitsfähig
keit zu erwarten. Eingliederungsmassnahmen seien zumutbar und zu empfehlen
.
S
olche
seien bislang aufgrund der tagesklinischen Behandlung nicht durchge
führt worden. Ein Belastbarkeitstraining mit anschliessendem Arbeitstraining könne mit einer Tagespräsenz von drei bis vier Stunden durchgeführt werden (Urk. 6/25/14).
Bei der Beschwerdeführerin sei von vielen persönlichen sowie intellektuellen Res
sourcen sowie einer stabilen Familiensituation auszugehen. Die Prognose zur Wiederherstellung und Erhaltung der vollen Arbeitsfähigkeit sei daher gut. Weiter notierte
Dr.
B._
, dass die attestierte Arbeitsunfähigkeit ausschliesslich auf das psychische Leiden zurückzuführen sei. Die Untersuchungsbefunde würden mit den anamnestischen
Angaben und die geschilderten Beschwerden mit der Inan
spruchnahme therapeutischer Massnahmen übereinstimmen. Die Angaben der Beschwerdeführerin würden nicht von der Aktenlage abweichen und in der Anamneseerhebung hätten keine Widersprüche festgestellt werden können. Mit Ausnahme der Arbeitslosigkeit entspreche das Aktivitätsniveau der Beschwerde
führerin demjenigen vor Eintritt der Gesundheitsschädigung. Die depressive Symptomatik seit November 2014 sei
eindeutig
auf psychosoziale Belastungsfak
toren zurückzuführen, weshalb keine eigenständige depressive Störung, sondern eine Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion vorliege. Seit Dezem
ber 2014 habe sich eine
Dysth
ymia
entwickelt (Urk. 6/35/15).
3.3
Dr.
C._
, Fachärztin für Physikalische Medizin und Rehabilita
tion,
D._
,
Phyi
s
otherapeut
und
Dr.
E._
, Fach
arzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation und Rheumatologie
,
erstatteten am 6.
Dezember 2016 ihr rheumatologisches Gutachten (Urk. 6/36).
Sie diagnos
tizierten eine Periarthritis
humeroscapularis
partim
ankylosans
links, wahr
scheinlich in Form einer
frozen
shoulder
,
zudem ein
Lumbovertebralsyndrom
bei leichter Wirbelsäulenfehlform aufgrund muskulärer Insuffizienz, belastungsab
hängige Knieschmerzen unklarer Ätiologie und einen klinischen Verdacht auf eine
Rhizarthrose
. Diesen Diagnosen massen sie eine Auswirkung auf die Arbeits
fähigkeit der Beschwerdeführerin bei. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähig
keit notierten sie anamnestisch angegebene
Kopfschmerzen (Urk. 6/36/9).
Die Beschwerdeführerin habe Schmerzen im Schultergürtelbereich vor allem links, selten rechts angegeben sowie Schmerzen im Rücken mit Ausstrahlung in den Oberschenkel und das Gesäss. Zudem habe sie Kopfschmerzen im Form von Migräne mit oft begleitendem Erbrechen beklagt, welche sie jedoch mit Medika
menteneinnahme und weiteren Massnahmen gut behandeln könne. Beim Gehen
bestünden zudem beidseitige Knieschmerzen. Bei der Evaluation der funktionel
len Leistungsfähigkeit habe die Beschwerdeführerin ausserdem Schmerzen im Sattelgelenksbereich des linken Daumens gezeigt. Die Knie
-
und Schulterschmer
zen seien physiotherapeutisch behandelt worden, was jedoch zu keiner Bess
erung geführt habe (
Urk.
6/36/5-6).
A
nlässlich der Untersuchung
habe sich seitens der Wirbelsäule (gesamthaft) lediglich ein leichter Schmerz beim Bücken nach vorn und eine im Wesentlichen uneingeschränkte Lendenwirbelsäulenbeweglichkeit gezeugt. Tieflumbal bestehe eine leichte
Druckdolenz
. Die Brust- und Halswirbelsäule hätten sich unauffällig präsentiert. Am auffälligsten sei eine eingeschränkte Beweglichkeit der linken Schulter, welche rein klinisch einer leichten
frozen
shoulder
entspreche.
Bei Pal
pation des
Nervus
ulnaris
bestehe eine leichte
Druckdolenz
im
Sulcus
ulnaris
mit leichtem Elektrisieren; der
Phalentest
sei links fraglich positiv ausgefallen. Zudem habe die Beschwerdeführerin angegeben im rechten Oberschenkel ein verminder
tes Gefühl zu haben.
Die Beweglichkeit der unteren Gelenke, wie auch der Knie sei nicht eingeschränkt gewesen. Die geklagten Kniebeschwerden seien als
femoropatelläre
Kniebeschwerden zu interpretieren. Im Rahmen der Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit habe die Beschwerdeführerin sodann aber am meisten Beschwerden im linken Daumensattelgelenkbereich geklagt
(Urk. 6/36/8)
.
Grundsätzlich habe die Beschwerdeführerin eine medizinisch nachvollziehbare Belastbarkeit im mittelschweren Bereich bis 15kg gezeigt.
Bedingt durch die linksseitigen Daumenbeschwerden
bestehe
dort eine verminderte
Handkraft
. Auf
grund der linksseitigen Schulterbeschwerden habe sie ausserdem Schmerzen bei den Überkopftests geäussert.
Die linke Schulter und der linke Daumen seien daher vermindert belastbar.
Da in den Röntgenaufnahmen keine strukturellen Verände
rungen ersichtlich seien, müssten die in vorgeneigter Position geklagten Kreuz
schmerzen als muskulär bedingt interpretiert werden, welche durch entsprechen
des Training vermeidbar seien.
Eine einhändige
Arbeit
in der angestammten Tä
tigkeit (Tragen eines Tabletts
mit der linken Hand
) sei
aufgrund des Vorgenannten
nicht mehr zumutbar. Ebenso wenig
das
Tragen von Gewichten von über 15kg
. Eine angepasste leichte bis mittelschwere Arbeit (10 bis 15kg) sei jedoch ganztags zumutbar. Dabei sollten Arbeiten über Schulterhöhe nur selten (maximal eine halbe Stunde pro Tag) und vorgeneigtes Stehen oder Sitzen nur manchmal (maximal drei Stunden pro Tag) vorkommen. Das Sitzen sollte regelmässig unterbro
chen werden und Tätigkeiten, welche einen hohen Kraftaufwand erforderten und hohe Anforderungen an die Greifkraft
des linken Daumens
stellten, seien zu ver
meiden
(Urk. 6/36/8-10
).
4.
4.1
Das Gutachten basiert auf umfassenden rheumatologischen und psychiatrischen Untersuchungen. Die Gutachter verfassten ihre Expertise in detaillierter Kenntnis der
Vorakten
(Urk. 6/35/2 ff., Urk. 6/36/2 ff.). Die Beschwerdeführerin konnte ihre geklagten Beschwerden vor jedem Fachgutachter ausführlich schildern und wurde von diesen eingehend befragt (Urk. 6/35/8 ff., Urk. 6/36/4 ff.). Die medi
zi
nische Situation und Zusammenhänge werden einleuchtend dargelegt und be
gründet. Damit vermag das
Gutachten die an eine beweiskräftige ärztliche Exper
tise gestellten
Anforderungen (E. 1.4)
vollumfänglich
zu erfüllen und es kommt ihm
grundsätzlich
Beweiswert zu.
Soweit die Gutachter jedoch auf eine relevante Einschränkung insbesondere in psychischer Hinsicht schliessen, kann ihnen
auf
grund der nachstehenden Erwägungen
nicht gefolgt werden.
4.2
4.2.1
Dr.
B._
sah die depressive Symptomatik der Beschwerdeführerin in einer Viel
zahl psychischer Belastungen, wie etwa finanzielle
n
Probleme
n
, de
m
Verlust der Arbeitsstelle, d
er
Erkrankung ihres Vaters und Streit in der Familie begründet. Er hielt fest, diese seit November 2014 bestehende Symptomatik sei eindeutig auf psychosoziale Belastungsfaktoren zurückzuführen und schloss daher eine eigen
ständige depressive Störung aus (vgl. E. 3.2).
Diese Einschätzung wurde bereits von den zuvor behandelnden Ärzten der Beschwerdeführerin geteilt.
So hielten
F._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, und
G._
, Psychotherapeutin SBAP, in ihrem Bericht vom 2
3.
Juni 2015 fest, dass infolge des Verlustes des Arbeitsplatzes und des Schei
terns von Arbeitsbemühungen der Kompensationsmechanismus
der Beschwerde
führerin
zus
ammengebrochen sei, mit welchem
sie Selbstwert, Sozialkontakte und Selbstwirksamkeitserfahrung habe aufrechterhalten können.
Mit der
belas
tende
n
Situation der Erwe
r
bslosigkeit
könne die Beschwerdeführerin -
auch al
tersbedingt
– nicht umgehen, weshalb sie n
icht mehr arbeitsfähig
sei
(Urk. 6/9/9).
Auch in einem weiteren Bericht (undatiert) notierten
F._
und
G._
, das
traumakompensatoris
c
he
Schema der Beschwerdefüh
r
erin zur Ablenkung und Verdrängung sei durch den Verlust der Arbeit zusammenge
brochen. Zudem könne diese die Anforderungen im Gastronomieservice des
1.
Arbeitsmarktes auch altersbedingt nicht mehr erfüllen
(Urk. 6/15/3).
In ihrem Bericht vom 15.
Dezember 2015 führten sie sodann aus, die Beschwerdeführerin habe grosse Mühe damit, allein zu sein. Der Verlust der Arbeitstätigkeit habe für diese auch einen Verlust der kulturellen (Gruppen-)Identität bedeutet (Urk. 6/26/4).
Auch die Tagesklinik der Universitätsklinik
H._
hielt im Bericht vom 5.
Juni 2015 fest, es bestehe bei der Beschwerdefüh
rerin infolge des Arbeitsplatzverlustes eine depressive Symptomatik. Nebst finan
ziellen Problemen und Konflikten mit den Kindern notierten die dortigen Ärzte auch ein Alleinsein der Beschwerdeführerin, welches sie belaste (Urk. 6/15/6).
Im Bericht vom 27.
Juni 2016 notierten die Ärzte der
H._
, die Beschwerdeführerin
mache sich vor allem Sorgen um die Zukunft (Urk. 6/23/3).
Das Sanatorium
I._
, in welchem die Beschwerdeführerin vom 11.
Januar 2016 bis 4.
März 2016 stationär behandelt wurde, hielt in seinem Bericht vom 9.
Mai 2016 fest, die Entstehung der depressiven Symptomatik sei auf die Scheidung vom zweiten Ehemann, den Verlust der Arbeitsstelle, private Schulden und den Tod des Vaters zurückzuführen (Urk. 6/26/9).
Dass die depressive Symptomatik von
psycho
sozialen Faktoren, insbesondere
der Erwerbssituation abhäng
ig ist
, lässt sich auch daran erkennen, dass nach der kurzzeitigen Aufnahme einer Arbeitstätigkeit 2014 die Symptomatik gebessert und sich mit erneuter Arbeitslosigkeit wiederum ver
schlechtert
hatte
(
vgl.
Urk. 6/20/2
und Urk. 6/26/9
).
Auch nachdem sich die Beschwerdeführerin in der stationären Therapie gut
hatte
erholen
können
,
ver
schlechterte
sich ihr Gesundheitszustand nach der Entlassung aufgrund von Kon
flikten mit ihrem Partner und dem Auszug der Kinder
erneut
(Urk. 6/23/3
und Urk. 6/26/12
).
Schliesslich hatten die Ärzte der
H._
im Juni 2015 festgehalten, die depressive Symptomatik sei im Rahmen einer Anpassungsstörung einzuord
nen und durch den Wegfall von Belastungsfaktoren und durch die Tagesstruktu
rierung sei die Symptomatik vollständig remittiert (Urk. 6/15/9).
Das von der Beschwerdeführerin geltend gemachte psychische Leiden ist gemäss den aufliegenden Akten
schwergewichtig
durch psychosoziale Belastungsfakto
ren bedingt und entspricht keiner eigenständigen depressiven Störung
(vgl. E.
3.2)
. Ein solch psychosozial bedingtes Beschwerdebild vermag zwar eine medizi
nische Diagnose, jedoch keine Invalidität zu begründen (vgl. E. 1.3). Die auf psy
chosozialen Faktoren beruhende psychisch bedingte Arbeitsunfähigkeit ist kein invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne der Rechtsprechung nach BGE 127 V 294 E. 5a. Soweit soziale Belastungen direkt negative funktionelle Folgen zeitigen, bleiben sie mithin ausser Betracht (Urteil des Bundesgerichts 8C_329/2018 vom 7.
September 2018 E. 5.2.3.2). Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ändert daran auch nichts, dass nach BGE 143 V 409 und 418 sämtliche psychischen Erkrankungen grundsätzlich einem strukturierten Beweis
verfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind (Urteil des Bundesgerichts 8C_858/2017 vom 17.
Mai 2018 E. 3.2). Bei der Beschwerdeführerin liegt daher kein Gesundheitsschaden im Sinne des Invalidenversicherungsrechtes vor.
Eine Beurteilung der funktionellen Leistungsfähigkeit anhand der Standardindikatoren erübrigt sich daher grundsätzlich
.
4.2.2
Selbst
wenn die
funktionelle Leistungsfähigkeit
anhand
der
Indikatoren überprüft würde, resultierte daraus
keine
invalidisierende Wirkung
der geltend gemachten Leiden.
Eine solche
Überprüfung erfolgte
im Gutachten selbst
nicht, da es vom 24.
November 2016
datiert und
damit vor der Rechtsprechungsänderung zum strukturierten Beweisverfahren bei sämtlichen psychischen Erkrankungen erstellt
wurde
. Ein solches
vor der Rechtsprechun
gsänderung eingeholtes
Gutachten
ver
liert
jedoch
nicht einfach
seinen Beweiswert,
v
ielmehr ist im Rahmen einer ge
samthaften Prüfung des Einzelfalls mit seinen spezifischen Gegebenheiten und den erhobenen Rügen ent
scheidend, ob ein abschliessendes Abstellen auf die vor
handenen Beweisgrund
lagen vor Bundesrecht standhält (BGE 141 V 281 E. 8 unter Hinweis auf BGE 137 V 210 E. 6).
Das Gutachten enthält Angaben zu sämt
li
chen Standardindikatoren (vgl. E. 1.2.3), weshalb eine schlüssige Beurteilung der Gesundheitsschädigung gestützt darauf möglich ist.
Dr.
B._
stellte einen weitgehend unauffälligen Befund fest und die testpsy
chologischen Ergebnisse im MADRS
-
Test waren asymptomatisch.
Der Gutachter
diagnostizierte aufgrund der Untersuchung lediglich eine
Dysthymia
und einen schädlichen Nikotingebrauch
(E. 3.2)
.
Eine
Dysthymia
(ICD-10 F34.1) zeichnet sich dadurch aus, dass die langdauernde, depressive Verstimmung niemals oder nur selten ausgeprägt genug ist, um die Kriterien für eine rezidivierende leichte oder mittelgradige depressive Störung zu erfüllen
(
Weltgesundheitsorganisation [WHO],
Internationale
Klassifikation psychischer Störungen, ICD-10 Kapitel V [F], Klinisch-diagnostische Leitlinien,
Dilling
/
Mombour
/Schmidt [Hrsg.], 10. Aufl. 2015, Ziff. F
34.1
S.
183
).
Angesichts dessen sowie mit Blick auf die diversen psy
chosozialen Faktoren, welche das Leiden der Beschwerdeführerin massgeblich be
einflussen, kann nicht von einer schweren Ausprägung des Krankheitsgeschehens ausgegangen werden.
Eine Therapieresistenz ist
sodann nicht
ausgewiesen; der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin verbesserte sich jeweils bei Auf
nahme und Durchführung einer Therapie, sei dies die ambulante Psychotherapie als auch die (teil)stationäre Behandlung (vgl. Urk. 6/35/12).
Komorbiditäten, wel
chen ressourcenhemmende Wirkung beizumessen wäre, ergeben sich aus dem Gutachten nicht.
Dr.
B._
notierte, bei der Beschwerdeführerin bestünden viele persönliche und intellektuelle
Ressourcen. Insbesondere von ihren Kindern er
fährt sie ausserdem Unterstützung und es besteht ein guter Kontakt. Ihr Aktivi
tätsniveau ist unauffällig und die soziale Interaktion erhalten (E. 3.2). Sofern die Beschwerdeführerin demnach durch die geklagten Leiden in ihrer Leistungsfähig
keit tangiert sein sollte, verfügt sie über genügend Kompensationspotentiale (Ressourcen), um
einer funktionellen Einschränkung
ihrer Leistungsfähigkeit entge
genzuwirken. Ein invalidisierender Gesundheitsschaden l
iesse
sich
daher
auch angesichts der
Indikatorenprüfung
nicht erhärten.
Dies deckt sich mit der
Fest
stellung von
Dr.
B._
, dass die von ihm erhobenen Diagnosen keine Auswir
kung auf die Arbeitsfähigkeit
zeitigen
(E.
3.2)
.
Einer wie von ihm erwähnten
Ar
beitsunfähigkeit während der Dauer der tagesklinischen Behandlung
(vgl. E. 3.2)
fehlt es mithin an der invalidenversicherungsrechtlichen Relevanz
.
Mangels psy
chiatrischen
Gesundheitsschadens
ist damit von
einer 100%-
igen
Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin auszugehen.
An dieser Einschätzung vermag auch
das
im Beschwerdeverfahren aufgelegte
Schreiben
vom 1
2.
September 2017 (Urk. 3) von
F._
nichts zu än
dern. Dieser nennt keine neuen Befunde oder Erkenntnisse, welche die gutachter
liche Diagnose und Einschätzung in Frage zu stellen vermöchten.
4.3
In somatischer Hinsicht beklagte die Beschwerdeführerin Schmerzen im Schul
tergürtelbereich (insbesondere links)
,
mit welchen eine Bewegungseinschränkung einherging. Dies wurde
von den r
heumatologischen Gutachte
r
n
als
frozen
shoulder
interpretiert
(E. 3.3)
.
Der Röntgenbefund der linken Schulter vom 1
3.
April 2016 war unauffällig (Urk. 6/36/7)
.
Aufgrund der Schmerzen im linken Daumensattelbereich
, welche bei der Evaluation der funktionellen Leistungsfä
higkeit ge
klagt
wurden,
stellten die Gutachter
de
n dringenden klinischen Ver
dacht eine
r
Rhizarthrose
. Die geklagten Kniebeschwerden wurden als
femoropa
telläre
Kniebeschwerden interpretiert.
Als Folge der erhobenen Befunde erachte
ten die Gutachter eine einhändige Tätigkeit wie auch
das
Tragen von Gewichten über 15kg als nicht mehr zumutbar (E. 3.3).
Die geklagten Kreuzschmerzen konn
ten
in den Röntgenaufnahmen vom 1
0.
Oktober 2016 keinen strukturellen Ver
änderungen zugeordnet werden (Urk. 6/36/7). D
ie Gutachter
charakterisierten diese deshalb als m
uskulär bedingt
(E. 3.3)
. Da dieselben durch entsprechendes Muskeltraining vermeidbar sind, kommt ihnen keine einschränkende Wirkung auf die Arbeitsfähigkeit zu.
Der Beschwerdeführerin sind leichte bis mittelschwere Tätigkeiten ohne längere Arbeiten über Schulterhöhe und ohne häufiges Vorneigen sowie Tätigkeiten unter Vermeidung von hohem Kraftaufwand und hohen Anforderungen an die Greif
kraft des linken Daumens ebenso zumutbar wie auch - unter Berücksichtigung des Belastungsprofils - weiterhin eine Tätigkeit im Gastronomiebereich (z.B. in einem Café, Altersheim oder leichtem Service; Urk. 6/36/11). Da sie gemäss Erwerbsbiographie einzig Tätigkeiten ausübte, welche aufgrund der Einkommens
höhe (vgl. Urk. 6/1, Urk. 6/4/5) Hilfsarbeitertätigkeiten entsprachen und ihr sol
che unverändert zumutbar sind, erfährt die Beschwerdeführerin auch bei Auf
nahme einer leidensangepassten Tätigkeit keinen Einkommensverlust, welcher einen Rentenanspruch zu begründen vermöchte. Mithin hat die Beschwerde
gegnerin zu Recht einen Rentenanspruch verneint.
5.
In Anbetracht der
Erwägungen
ist die Verfügung der Beschwerdegegnerin
daher nicht zu beanstanden, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.
6.
Gemäss
Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von Leistungen der Invalidenver
siche
rung vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Abweichung von Art. 61
lit
. a ATSG kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrens
aufwand und
unab
hän
gig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festge
legt
.
Die Kost
en des Verfahrens sind auf Fr. 6
00.-- festzusetzen und ausgangsgemäss der Beschwerdeführerin aufzu
erlegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG).