Decision ID: 07068010-25a2-5d83-b3cd-9dd00b876e8f
Year: 2018
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ meldete sich im März 2012 bei der IV-Stelle des Fürstentums Liechtenstein
(IV-Stelle FL) zum Bezug von IV-Leistungen an. Sie gab an, an der
Autoimmunerkrankung Morbus Basedow, an einer chronischen Rheumaerkrankung
sowie an einer Depression zu leiden (IV-act. 3). Die Versicherte hatte gemäss eigenen
Angaben in Z._ eine Lehre als Schneiderin absolviert. Von Januar 2009 bis zu ihrer
Kündigung per Ende März 2012 war sie bei der B._ als Reinigungsmitarbeiterin in
einem Pensum von etwa 3.5 Stunden pro Tag tätig gewesen (IV-act. 3-3, 7, 18).
A.b Die IV-Stelle FL tätigte verschiedene Abklärungen (IV-act. 7, 11 ff.) und veranlasste
eine psychiatrische und rheumatologische Begutachtung der Versicherten in der Klinik
Valens (vgl. IV-act. 20 ff.). Im Gutachten vom 20. Dezember 2012 (IV-act. 26) hielten die
Sachverständigen Dr. med. C._, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, sowie
Dr. med. D._, Facharzt für Rheumatologie, fest, die Versicherte leide an einer
rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode mit
somatischem Syndrom (ICD-10 F 33.11), bestehend seit Ende 2011 und relevant
werdend seit Ende des Mutterschaftsurlaubes am 12. Januar 2012, sowie an einem
chronischen unspezifischen Weichteilrheumatismus (R52.2) und einem chronischen
Panvertebralsyndrom. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bestünden eine
depressive Anpassungsstörung (F43.21) sowie eine sekundäre Hypothyreose (IV-act.
26-21).
A.c Der psychiatrische Gutachter hielt im Wesentlichen fest, bei der Versicherten
bestünden rezidivierende depressive Störungen, welche parallel mit der
Schilddrüsenerkrankung verliefen und in den Folgejahren durch zusätzliche
Belastungsfaktoren verstärkt worden seien. Eine psychiatrische Behandlung sei
durchgeführt worden, könne derzeit allerdings nicht voll greifen, da die nach wie vor
stillende Frau keine Psychopharmaka nehme bzw. nehmen dürfe. Nach Ende der
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Stillperiode müsste mit den für eine entscheidende Besserung unverzichtbaren
Antidepressiva eine derart weitgehende Wirkung erzielt werden können, dass die
Versicherte psychisch nicht mehr wesentlich beeinträchtigt sei. Durch die rein
psychischen Beschwerden sei die Arbeitsfähigkeit durchgehend und für alle Arbeiten
um insgesamt 20% reduziert (IV-act. 26-18 ff.).
A.d Der rheumatologische Gutachter legte in seiner Beurteilung dar, dass die
Versicherte schon seit vielen Jahren an multilokulären Beschwerden von Seiten des
Bewegungsapparates leide. Währenddem initial die Symptomatik mittels hausärztlicher
Abklärungen und Behandlungen noch recht gut zu kontrollieren gewesen sei, habe sich
seit Mitte der 2000er Jahre die Schmerzsymptomatik am Bewegungsapparat
verschlimmert. Eine deutliche Zunahme der Symptome sei im Zusammenhang mit der
letzten Schwangerschaft und insbesondere mit den zunehmenden psychischen
Schwierigkeiten ab Mitte/Ende 2011 zu verzeichnen gewesen. Aktuell seien vor allem
Beschwerden im Bereiche der unteren Extremität, im Bereich der rechten Hüfte und an
beiden Händen angegeben worden. Daneben bestünden für die Versicherte störende
und einschränkende muskuläre Probleme mit Verkrampfungen der Rücken- und
Schultergürtelmuskeln. Zusätzlich habe sie „vegetative“ Symptome wie ein allgemeines
Zittern, ein unangenehmes Kältegefühl, eine Taubheit im Bereiche der Hände und der
beiden Arme sowie eine chronische Obstipation beklagt. Der Gutachter notierte
hinsichtlich der durchgeführten intern-medizini¬schen Untersuchung, dass sich
abgesehen von einer bedrückten Grundstimmung unauffällige Befunde ergeben hätten.
Rheumatologischerseits sei eine Fehlform und Fehlhaltung der Wirbelsäule festgestellt
worden. Zudem bestünden myofasziale Befunde im Bereiche der Nacken- und
Schultergürtelmuskeln sowie der Wirbelsäulenmuskulatur. Weiter habe auch eine
diffuse Druckdolenz des gesamten Weichteilgewebes gefunden werden können.
Auffällig sei zusätzlich eine Verdickung und Vergröberung der Weichteile im Bereiche
der Hände und der Vorfüsse sowie eine deutliche Verdickung des Fersenpolsters
beidseits gewesen. Die radiologische Abklärung habe die schon klinisch festgestellte
Fehlform der Wirbelsäule ergeben. Zusätzlich seien degenerative Veränderungen im
Bereich der mittleren Halswirbelsäule und der unteren LWS vorhanden. Das Hand- und
Fussskelett habe sich radiologisch normal dargestellt. In der ergänzend durchgeführten
Laboruntersuchung habe eine hyperthyreote Schilddrüsenhormonkonstellation mit
Erniedrigung des TSH basal und Erhöhung des FT4 gefunden werden können. Gestützt
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darauf hielt der Gutachter fest, dass die Anamnese und die klinischen, radiologischen
und laborchemischen Befunde aus rheumatologischer Sicht mit der Diagnose eines
chronischen unspezifischen Weichteilrheumatismus (lCD-10 R52.2) und eines
chronischen unspezifischen Panvertebralsyndroms (lCD-10 M54.80) korrelierten. Die
die Versicherte momentan störenden Veränderungen im Bereiche der Hände und der
Füsse seien wahrscheinlich Folgen der Schilddrüsenerkrankung. Die Diagnose einer
Akromegalie sei sehr unwahrscheinlich, da die diesbezügliche Laborabklärung
unauffällig gewesen sei und keine erhöhte Wachstumshormonexpression habe
nachgewiesen werden können. Die weichteilrheumatischen Beschwerden seien dabei
nosologisch im Sinne eines sekundären Weichteilrheumatismus bei
Schilddrüsenfunktionsstörung und psychischer Problematik zu klassifizieren.
Therapeutisch sei der Versicherten aus internistisch-rheumatologischer Sicht ein
Therapieprogramm in Analogie zur Behandlung der klassischen Fibromyalgie zu
empfehlen. Eine zusätzliche psychiatrische Begleitung sei ebenfalls sinnvoll und zu
empfehlen. Zurzeit liege laborchemisch das Bild einer leichten Übersubstitution mit
Schilddrüsenhormonen und damit eine iatrogene Hyperthyreose vor. Die
Übersubstitution könnte zudem die aktuell von der Versicherten geklagten Symptome
wie das innerliche Zittern und das "innerliche Fieber" zusätzlich erklären bzw.
unterhalten. Diese vegetative Symptomatik sei jedoch auch häufig im Rahmen eines
unspezifischen chronischen Weichteilrheumatismus anzutreffen. Der Gutachter kam
gestützt auf die Anamnese und die erhobenen Befunde zum Schluss, dass der
Versicherten trotz ihrer geklagten Probleme am Bewegungsapparat eine
Arbeitstätigkeit aus rein somatischer Sicht weiterhin möglich sei. Weder klinisch noch
radiologisch oder laborchemisch hätten sich Veränderungen gefunden, welche eine
langdauernde 100%ige Arbeitsunfähigkeit begründeten. Die Versicherte könne eine
körperlich leichte bis mittelschwere wechselbelastende Arbeit in einem halbtags zu
verwertenden 50%-Pensum ausüben. Somit sollte auch die zuletzt als Reinigungs¬frau
ausgeübte Tätigkeit aus rein somatischer Sicht möglich sein (IV-act. 26-37 ff.).
A.e Die Gutachter hielten im Rahmen ihrer Gesamtbeurteilung fest, dass die
Versicherte seit Ende 2011/Anfang 2012 in ihrer Arbeitsfähigkeit in der bisherigen
Tätigkeit um 60% reduziert sei. Aus rein körperlichen Gründen könne sie halbtägig
normal arbeiten, aus psychiatrischer Sicht sei eine ganztägige Arbeit mit insgesamt
20% reduzierter Leistung möglich. Wenn dies übertragen werde auf die aus
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körperlichen Gründen eingeschränkte Zeit, sei die psychische Leistung naturgemäss
etwas höher, da der Ermüdungseffekt in vier Stunden noch nicht so zum Tragen
komme, so dass sich für diese Zeit eine zusätzliche Reduktion von 10% ergebe.
Gesamthaft sei also von einer aus rheumatologischen Gründen gegebenen zeitlichen
Einschränkung auf 50% und aus einer aus psychischen Gründen gegebenen Reduktion
der Leistungsfähigkeit von zusätzlich 10% auszugehen. Auch in angepassten
Tätigkeiten sei die Arbeitsfähigkeit um insgesamt 60% reduziert. Als
Rehabilitationsmassnahmen wäre ein multimodales Behandlungsprogramm mit aktiven
Einzelphysiotherapien, einem Kraftausdauertraining, medikamentösen Behandlungen
und einer psychiatrischen/psychologischen Begleitung sinnvoll. Damit wäre eine
deutliche Besserung zu erreichen, deren Ausmass Ende des Jahres 2013/Anfang 2014
beurteilt werden sollte (IV-act. 26-20 ff.).
A.f Im Rahmen von internen Abklärungen stellte die IV-Stelle FL fest, dass die
Versicherte ohne Wohnsitz im Fürstentum Liechtenstein ihre Tätigkeit in der Schweiz
im Kanton St. Gallen verrichtet habe. Sie stornierte daraufhin die in Liechtenstein von
2009 bis 2011 abgerechneten Löhne (vgl. IV-act. 28 f., 32). Am 27. März 2013 gab die
IV-Stelle FL der IV-Stelle St. Gallen an, im Zuge der Bearbeitung des
Leistungsbegehrens sei festgestellt worden, dass die Löhne der Versicherten nicht im
Fürstentum Liechtenstein, sondern im Kanton St. Gallen hätten abgerechnet werden
sollen (IV-act. 33).
A.g Mit Verfügung vom 28. März 2013 lehnte die IV-Stelle FL das Rentenbegehren der
Versicherten ab, da diese in Liechtenstein keine Versicherungsmonate aufweise (IV-act.
2). Nachdem die Versicherte dagegen ein Rechtsmittel erhoben hatte, stellten die
Liechtensteinischen AHV-IV-FAK-Anstalten fest, dass die bei einem liechtensteinischen
Arbeitgeber angestellte Versicherte mit Wohnsitz und Einsatzort in der Schweiz dem
dortigen System der sozialen Sicherheit zu unterstellen sei und somit mangels
Beitragszeiten in Liechtenstein keinen Rentenanspruch habe. Der dagegen erhobenen
Berufung leistete das Fürstliche Obergericht des Fürstentums Liechtenstein keine
Folge (Urteil vom 20. August 2014; vgl. zum Ganzen die beigezogenen Akten der AHV-
IV-FAK-Anstalten, act. G 12.1).
B.
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B.a Am 24. April 2013 teilte die neu zuständige IV-Stelle St. Gallen der Versicherten
mit, dass keine beruflichen Massnahmen angezeigt seien, da sie vorwiegend als
Hausfrau tätig sei (IV-act. 39).
B.b In den Arztberichten vom 13. Januar, 25. April und 3. November 2014 sowie vom
3. März 2015 nahm E._ als behandelnder Facharzt für Psychiatrie und
Psychotherapie zum Verlauf Stellung. Er berichtete der IV-Stelle, dass die Versicherte
an einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode
(F33.1), leide. Ende Oktober 2014 sei bei einem stationären Gesundheitszustand mit
der medikamentösen antidepressiven Behandlung begonnen worden. Nach gut zwei
Behandlungsmonaten habe sich ein teilweises Ansprechen mit einer Abnahme der
Reizbarkeit und der inneren Unruhe, jedoch noch keine vollständige Remission
eingestellt. Psychopathologisch bestimme nach wie vor ein depressives Syndrom das
Bild, inhaltlich herrschten eine gedrückte Grundstimmung, eine rasche Ermüdbarkeit,
eine starke vegetative Angespanntheit sowie Schlafstörungen vor. Längerfristig sei mit
einer günstigen Prognose zu rechnen. Die Versicherte sei weiterhin nicht arbeitsfähig
(vgl. IV-act. 44 f., 51, 54).
B.c Am 19. März 2015 notierte der Regionale Ärztliche Dienst (RAD), dass mit
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende depressive Störung,
gegenwärtig mittelgradige Episode mit somatischem Syndrom (F33.11), bestehend seit
Ende 2011, sowie ein chronischer unspezifischer Weichteilrheumatismus (R52.2) und
ein chronisches Panvertebralsyndrom bestünden. Die Versicherte sei in der
angestammten Tätigkeit als Reinigungsmitarbeiterin seit dem 12. Januar 2012 zu 40%
arbeitsfähig. In einer adaptierten Tätigkeit in einer stressarmen Arbeitsumgebung ohne
Akkordarbeit und ohne Nachtarbeit bestehe ebenfalls eine 40%ige Arbeitsfähigkeit (IV-
act. 55).
B.d In einem Fragebogen zur Rentenabklärung betreffend Erwerbstätigkeit/Haushalt
gab die Versicherte am 29. März 2015 u.a. an, sie würde ohne Behinderung aus
wirtschaftlichen Gründen als Reinigungskraft in einem 80%-Pensum arbeiten (IV-act.
56). Daraufhin liess die IV-Stelle am 7. Mai 2015 eine Abklärung vor Ort durchführen.
Die Abklärungsperson hielt zu den Angaben der Versicherten fest, die Versicherte habe
nicht überzeugend darlegen können, dass die 80%ige Erwerbstätigkeit tatsächlich
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umgesetzt würde. Im Haushalt ermittelte die Abklärungsperson eine Einschränkung von
20%, wobei sie den drei im gleichen Haushalt lebenden erwachsenen Personen eine
Schadenminderungspflicht von 45 Minuten anrechnete. Die Versicherte könne
weiterhin im Rahmen ihres bisherigen Pensums von 40% arbeiten, weshalb keine
Einschränkung im Erwerb resultiere. Die Einschränkung im Haushalt liege unter
Einbezug der Schadenminderungspflicht bei 20%. Gesamthaft ergebe sich damit ein
Invaliditätsgrad von 12% (IV-act. 61-11).
B.e Gestützt auf die Abklärungen vor Ort stellte die IV-Stelle der Versicherten mit
Vorbescheid vom 25. September 2015 die Ablehnung des Leistungsbegehrens bei
einem Invaliditätsgrad von 12% in Aussicht (IV-act. 66).
B.f Dagegen erhob die Versicherte am 29. Oktober 2015 Einwand und machte im
Wesentlichen geltend, aus keiner gesetzlichen Grundlage lasse sich ableiten, dass den
im gleichen Haushalt lebenden Schwiegereltern eine Mitwirkungspflicht auferlegt
werden könne. Bei einem Beschäftigungsanteil von 80% sei sie zum Bezug einer
halben Invalidenrente berechtigt (IV-act. 67).
B.g Mit Verfügung vom 25. November 2015 lehnte die IV-Stelle das Rentenbegehren
aus den im Vorbescheid genannten Gründen ab. Zu den Einwänden führte sie an, dass
die Versicherte bis zum Anmeldezeitpunkt 3 bis 3.5 Stunden pro Woche gearbeitet
habe und nicht glaubhaft sei, dass sie dieses Pensum plötzlich geändert hätte. Zudem
könne den Schwiegereltern zugemutet werden, eine gewisse Mithilfe im Haushalt zu
leisten (IV-act. 68).
C.
C.a Gegen diese Verfügung erhob die Versicherte am 14. Januar 2016 Beschwerde.
Sie beantragte die Ausrichtung einer ihrem Invaliditätsgrad entsprechenden
Invalidenrente; eventualiter sei die Verfügung aufzuheben und die Sache sei zur
neuerlichen Verhandlung und Entscheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Zur
Begründung führte sie im Wesentlichen das im Einwand Vorgebrachte an (act. G 1).
C.b Am 10. März 2016 nahm der RAD zur Haushaltabklärung vom 7. Mai 2015 Stellung
und führte aus, die Haushaltabklärung sei von einer mit dieser Materie seit vielen
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Jahren vertrauten Fachperson durchgeführt worden. Dieser hätten sämtliche
Diagnosen sowie die versicherungsmedizinische Einschätzung des RAD vorgelegen.
Das Ausmass der Einschränkung, das die Sachverständige der Beschwerdeführerin im
Haushalt zugestehe, sei aufgrund der festgestellten Diagnosen, der Befunde und der
Beschwerden vollumfänglich nachvollziehbar (act. G 6.1).
C.c Mit Beschwerdeantwort vom 1. April 2016 beantragte die Beschwerdegegnerin die
Abweisung der Beschwerde. Sie führte an, bereits aufgrund der Tatsache, dass die
Beschwerdeführerin nach Massgabe ihrer Restarbeitsfähigkeit von 40% weder arbeite
noch eine entsprechende Arbeitsstelle suche, sei die geltend gemachte
Erwerbstätigkeit im Gesundheitsfall von 80% nicht plausibel (act. G 6).
C.d Mit Replik vom 4. Mai 2016 verwies die Beschwerdeführerin auf ihre Ausführungen
in der Beschwerde und hielt an ihren Rechtsbegehren fest. Ergänzend machte sie
geltend, dass sie natürlich seit geraumer Zeit versuche, ihre noch verbliebene
Resterwerbsfähigkeit von 40% umzusetzen. Bislang sei es ihr jedoch nicht gelungen,
eine angepasste Arbeitsstelle zu finden, obwohl sie stetig Ausschau halte. Soweit die
Beschwerdegegnerin festhalte, dass sie diesbezüglich keine Bemühungen unternehme,
handle es sich um einen haltlosen Vorwurf (act. G 8).
C.e Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf die Einreichung einer Duplik (vgl. act. G
10).
C.f Am 14. Februar 2018 zog das Versicherungsgericht die Akten der AHV-IV-FAK-
Anstalten betreffend die Versicherte bei (act. G 11, 12.1). Die Schweizerische
Ausgleichskasse SAK teilte der Beschwerdegegnerin am 6. März 2018 mit, dass ihr
keine Akten vorlägen (act. G 12.2). Das Gericht gab den Parteien Gelegenheit zur
Einsicht- und allfälligen Stellungnahme, worauf diese jedoch verzichteten (act. G 13).

Erwägungen
1.
Vorab ist festzuhalten, dass mit Verweis auf das Urteil des Fürstlichen Obergerichtes
des Fürstentums Liechtenstein vom 20. August 2014 (bei act. G 12.1) ohne Weiteres
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davon auszugehen ist, dass die Beschwerdeführerin ihre Tätigkeit in der Schweiz
verrichtet hat und deshalb im Fürstentum Liechtenstein über keine Beitragszeiten
verfügt (vgl. IV-act. 29). Die Sache ist somit zu Recht an die IV-Stelle St. Gallen zur
weiteren Bearbeitung überwiesen worden (vgl. IV-act. 33). Dass die
Beschwerdeführerin die versicherungsmässigen Voraussetzungen in der Schweiz erfüllt
hat, ist zwischen den Parteien zu Recht unbestritten geblieben.
2.
2.1 Die Beschwerdegegnerin hat mit der angefochtenen Verfügung vom 25. November
2015 das Rentengesuch der Beschwerdeführerin bei einem Invaliditätsgrad von 12%
abgewiesen. Zu prüfen ist somit, ob die Beschwerdegegnerin einen Rentenanspruch
der Beschwerdeführerin zu Recht verneint hat.
2.2 Einen Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung haben Versicherte, die
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht
durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder
verbessern können, während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch
durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig gewesen sind und nach Ablauf dieses
Jahres zu mindestens 40% invalid sind (Art. 28 Abs. 1 IVG). Invalidität ist gemäss Art. 8
Abs. 1 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder
teilweise Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist der durch eine Beeinträchtigung
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach
zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichen Arbeitsmarkt
(Art. 7 Abs. 1 ATSG).
2.3 Die Invalidität ist grundsätzlich durch einen Einkommensvergleich zu ermitteln.
Dabei wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der
Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
Arbeitsmarktlage erzielen, in Beziehung gesetzt zum Einkommen, das sie erzielen
könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG). Nur wenn einer
versicherten Person, die vor dem Eintritt der Gesundheitsbeeinträchtigung nicht
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erwerbstätig gewesen ist, die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden
kann, ist die Invalidität auf eine andere Weise zu ermitteln (Art. 8 Abs. 3 ATSG und Art.
5 Abs. 1 IVG). Diese Ausnahme bezieht sich nach dem Willen des historischen
Gesetzgebers ausschliesslich auf nicht erwerbs¬tätige Hausfrauen (vgl. BBl 1958 II
1162 und den Bericht der Expertenkommission vom 30. November 1956, S. 27 und
116 ff.). Weder aus systematischer noch aus teleologischer Sicht ist ein Grund
ersichtlich, der gegen diese enge Beschränkung des Betätigungsvergleichs als
Bemessungsmethode sprechen würde, denn das versicherte Gut in der
Invalidenversicherung ist die Erwerbsfähigkeit, die naturgemäss anhand eines
Einkommenspotentials zu bemessen ist (vgl. zum Ganzen die ausführliche Begründung
im Entscheid IV 2014/125 des Versicherungsgerichtes des Kantons St. Gallen vom 24.
Mai 2016, E. 2.2).
2.4 Die Beschwerdeführerin ist vor dem Eintritt der Gesundheitsbeeinträchtigung
erwerbstätig gewesen, weshalb gemäss den obigen Ausführungen zum Vorneherein
kein Anwendungsfall für einen Betätigungsvergleich vorliegen kann. Mit anderen
Worten kann die Beschwerdeführerin nicht als eine Hausfrau qualifiziert werden, deren
Invalidität in Abweichung vom allgemeinen Grundsatz nicht anhand eines (reinen)
Einkommensvergleichs zu bemessen wäre. Es sind denn auch keine Gründe
ersichtlich, die gegen die objektive Zumutbarkeit einer ganztägigen Erwerbstätigkeit
der Beschwerdeführerin im Rahmen ihrer gesundheitlichen Möglichkeiten sprechen
würden, zumal sie überzeugend dargelegt hat, dass die Betreuung der Kinder
gewährleistet sei. Die Bemessung des Invaliditätsgrades hat somit anhand eines
(reinen) Einkommensvergleichs zu erfolgen. Das Vorgehen der Beschwerdegegnerin,
den Invaliditätsgrad der Beschwerdeführerin in Anwendung der gemischten Methode
zu berechnen, ist rechtswidrig gewesen.
3.
3.1 Um das Invalideneinkommen zu bestimmen und damit den Invaliditätsgrad
bemessen zu können, muss die Arbeitsfähigkeit der versicherten Person mit dem
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit feststehen. Zu prüfen ist somit, ob
die vorliegenden medizinischen Berichte eine rechtsgenügliche Beurteilung des
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Gesundheitszustandes und damit der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin
erlauben.
3.2 In medizinischer Hinsicht liegt insbesondere das rheumatologisch-psychiatrische
Gutachten der Klinik Valens vom 20. Dezember 2012 (IV-act. 26) im Recht. Dieses
vermag für eine rechtsgenügliche Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der
Beschwerdeführerin allerdings nicht zu genügen. Die Beurteilung des
rheumatologischen Gutachters im internistisch-rheumatologischen Teilgutachten (IV-
act. 26-28 ff.) überzeugt insofern nicht, als hinsichtlich der erhobenen Befunde und der
Arbeitsfähigkeitsschätzung jeglicher Begründungszusammenhang fehlt. Der Gutachter
hat sich in seiner Beurteilung in weiten Teilen darauf beschränkt, die Symptome der
Beschwerdeführerin zu beschreiben und diese bei den klinischen und bildgebenden
Befunden einer Fehlform und Fehlhaltung der Wirbelsäule und diskreter degenerativer
Veränderungen unter die Diagnose eines unspezifischen Weichteilrheumatismus und
eines chronischen unspezifischen Panvertebralsyndroms zu subsumieren. Dabei hat er
selbst festgehalten, dass der Beschwerdeführerin trotz der geklagten Probleme am
Bewegungsapparat aus rein somatischer Sicht eine Arbeitstätigkeit weiterhin möglich
sei und sich weder klinisch, radiologisch noch laborchemisch Veränderungen gefunden
hätten, die eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit begründen würden. Dennoch bzw. trotz
der überwiegend unauffälligen Befunde hat der Gutachter der Beschwerdeführerin eine
nicht unwesentliche Arbeitsunfähigkeit von 50% attestiert, wobei er seine Einschätzung
mit keinem Wort begründet hat. Da er keine Begründung für den attestierten
Arbeitsunfähigkeitsgrad geliefert hat, ist auch nicht erkennbar, ob und bejahendenfalls
in welchem Masse er bei seiner Arbeitsfähigkeitsschätzung auch den subjektiven
Beschwerdeschilderungen der Beschwerdeführerin Rechnung getragen hat. Hinzu
kommt, dass es dem rheumatologischen Gutachten in interdisziplinärer Hinsicht an
einer Auseinandersetzung mit den Angaben des psychiatrischen Gutachters fehlt. So
hat der psychiatrische Gutachter im psychischen Status neben einem leidenden und
deprimierten auch einen demonstrativen Eindruck und ein demonstrativ wirkendes
Verhalten der Beschwerdeführerin festgehalten (vgl. insb. „stürzt zur Untermauerung
ihres Zustandes zu Boden“; IV-act. 26-16). Vor diesem Hintergrund ist nicht
nachvollziehbar, dass sich der rheumatologische Gutachter nicht mit der Frage eines
allenfalls demonstrativen Schmerzverhaltens und einer eventuellen Selbstlimitierung
der Beschwerdeführerin anlässlich der rheumatologischen Abklärung
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auseinandergesetzt hat. Insgesamt ist die gutachterliche rheumatologische
Einschätzung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin nicht nachvollziehbar. Da
hinsichtlich der rheumatologischen Beschwerden keine weiteren medizinischen
Berichte vorliegen und die Beschwerdegegnerin auch keine ergänzenden Abklärungen
getätigt hat, ist der somatische Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin im
Verfügungszeitpunkt als zu ungenügend abgeklärt zu erachten und die gutachterlich
attestierte Arbeitsunfähigkeit nicht überzeugend begründet.
3.3 In psychiatrischer Hinsicht ist im entsprechenden Teilgutachten der Klinik Valens
(IV-act. 26-1 ff.) festgehalten worden, dass im Zeitpunkt der Untersuchung ein
depressives Syndrom vorgelegen habe, welches nach Art und Schwere einer
mittelgradigen depressiven Episode mit somatischem Syndrom gleichzusetzen sei. Der
psychiatrische Gutachter hat der Beschwerdeführerin eine 20%ige Arbeitsunfähigkeit
attestiert (IV-act. 26-19). Allerdings hat er auch mehrmals darauf verwiesen, dass die
Beschwerdeführerin nach wie vor stille und deshalb die antidepressiv wirkenden
Medikamente, welche indiziert seien und einen Fortschritt bringen könnten, nicht
einnehme. Der Gutachter hat sodann nach¬vollziehbar dargelegt, dass der Verlauf der
depressiven Störung und die aktuelle Symptomatik durch Antidepressiva günstig
beeinflusst werden könnten und dass die psychischen Beeinträchtigungen der
Arbeitsfähigkeit bei regelmässiger psychopharmakologischer und
psychotherapeutischer Behandlung weitgehend zum Abklingen gebracht werden
könnten. Im Zeitpunkt der Begutachtung durch die Klinik Valens hat somit in
psychischer Hinsicht ein labiler Gesundheitszustand vorgelegen, welcher (noch) keine
über¬wiegend wahrscheinliche Arbeitsfähigkeitsschätzung erlaubt hat. Den vom
behandelnden Facharzt verfassten Berichten zum Verlauf nach der Begutachtung ist zu
entnehmen, dass Ende Oktober 2014 mit der medikamentösen antidepressiven
Behandlung begonnen worden ist und sich nach gut zwei Behandlungsmonaten ein
teilweises Ansprechen auf die Therapie, jedoch noch keine vollständige Remission
eingestellt hat. Der behandelnde Psychiater hat insbesondere festgehalten, dass sich
der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin leicht verbessert habe, jedoch (noch)
ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit sei. Die Beschwerdeführerin sei bei
unveränderter Diagnose einer mittelgradig depressiven Episode weiterhin voll
arbeitsunfähig (vgl. IV-act. 54).
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3.4 Mit Blick darauf, dass der psychiatrische Gutachter der Klinik Valens bereits im
Jahr 2012 bei gleicher Diagnose und fehlender medikamentöser Behandlung lediglich
eine 20%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert hatte, und es gemäss der Aussage des
behandelnden Psychiaters zwischenzeitlich unter Psychopharmaka zu einer
Verbesserung der Symptomatik gekommen ist, erscheint die
Arbeitsfähigkeitsschätzung des behandelnden Psychiaters – welche mit Blick auf
dessen Behandlungsauftrag ohnehin nicht unkritisch übernommen werden kann – als
nicht plausibel. Auch die Einschätzung des RAD überzeugt nicht, zumal dabei offenbar
im Wesentlichen auf die gutachterliche Arbeitsfähigkeitsschätzung abgestellt und ohne
plausible Begründung eine gesamthaft 40%ige Arbeitsfähigkeit angenommen worden
ist (IV-act. 55).
3.5 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sowohl eine erneute rheumatologische
als auch eine erneute psychiatrische Abklärung ist zwingend notwendig sind. Indem die
Beschwerdegegnerin auf solche weiterführenden Abklärungen verzichtet und sich mit
einem ungenügend abgeklärten Sachverhalt begnügt hat, hat sie den
Untersuchungsgrundsatz nach Art. 43 Abs. 1 ATSG verletzt.
4.
4.1 Die angefochtene Verfügung vom 25. November 2015 ist wegen der Verletzung
des Untersuchungsgrundsatzes aufzuheben und die Sache ist zur ergänzenden
Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Da die rheumatologischen und
psychischen Beschwerden der Beschwerdeführerin zumindest teilweise miteinander
verknüpft zu sein scheinen, bietet sich entsprechend eine nochmalige interdisziplinäre
Abklärung an.
4.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr.
1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint
in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem Ausgang des
Verfahrens entsprechend ist sie vollumfänglich der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist der Beschwerdeführerin
zurückzuerstatten.
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4.3 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei
Anspruch auf eine Parteientschädigung. Diese wird vom Versicherungsgericht
festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache
und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In der Verwaltungsrechtspflege
beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO (sGS
963.75) pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.--. Der Vertretungsaufwand ist angesichts
der wenigen relevanten Akten und der Beschränkung auf eine klare Rechtsfrage als
unterdurchschnittlich zu qualifizieren, weshalb die Entschädigung auf eine leicht
unterdurchschnittliche Pauschale von Fr. 3'000.-- (einschliesslich Barauslagen und
Mehrwertsteuer) festzusetzen ist.