Decision ID: 9f224f66-bb9c-4324-8e68-b80648e8dfaf
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Der 1970 geborene X._, welcher in seinem Heimatland das Gymnasium besucht und in der Schweiz im Jahr 2004 einen fünfwöchigen Lehrgang im Fach
bereich Service und im Jahr 2014 eine Security-Grundausbildung absolviert hatte, war ab dem 9. März 2015 als Gebäudereiniger/Mitarbeiter Hauswirtschaft im Stadtspital Y._ in einem Vollzeitpensum angestellt (Urk. 8/5/1, Urk. 8/5/3, Urk. 8/7 und Urk. 8/62). Am 15. Februar 2017 (Eingangsdatum) meldete er sich unter Hinweis auf einen am 11. Mai 2016
erlittenen Unfall, bei welchem er sich eine Verletzung am rechten Daumen zugezogen habe, bei der Sozialversiche
rungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Bezug von Leistungen der Inva
lidenversicherung an (Urk. 8/7). Die IV-Stelle zog den Bericht der Vertrauensärz
tin der Pensionskasse, Dr. Z._, Fachärztin FMH für Physikali
sche Medizin und Rehabilitation, vom 19. April 2017 (Urk. 8/26) bei und unter
stützte den Versicherten bei einem am 8. Mai 2017 gestarteten Arbeitsversuch bei der bishe
rigen Arbeitgeberin (Urk. 8/32-35). Nach einem zwischenzeitlichen Unterbruch und einem Abbruch des Arbeitsversuches (Urk. 8/39 und Urk. 8/44) wurde der Versicherte am 29. Juni 2017 am rechten Daumen operiert (Urk. 8/43 und Urk. 8/47/2). Eine erneute Untersuchung durch die Vertrauensärztin der Pen
sionskasse wurde durchgeführt. In ihrem Bericht vom 6. September 2017 gab sie an, aus medizinischen Gründen spreche nichts für eine Einschränkung in der bis
herigen Tätigkeit. Jedenfalls sei eine leichte Tätigkeit ohne Tragen und Heben von Lasten über 2-3 Kilogramm zumutbar (Urk. 8/47). Anlässlich eines Gesprächs zwischen dem Versicherten, zwei Vertreterinnen seiner bisherigen Arbeitgeberin und einer Vertreterin der IV-Stelle vom 26. September 2017 wurde dem Versi
cherten erklärt, sein Einsatz in der Reinigung – ohne Berücksichtigung von Tätigkeiten mit Tragen und Heben von Lasten über 2-3 Kilogramm – sei ab Mitt
woch, 27. September 2017, geplant. Der Versicherte erklärte, er sei damit nicht einver
standen. Er wolle diese Arbeit nicht mehr ausführen und werde auch nicht zur Arbeit erscheinen. Er könne nur noch 50 % arbeiten (Urk. 8/51). Nachdem der Versicherte bekanntgegeben hatte, per 3. Oktober 2017 bei der A._ AG eine Stelle als Sicherheitsmitarbeiter in einem 50%-Pensum angetreten zu haben (Urk. 8/55/1; vgl. auch Urk. 8/55/9 und Urk. 8/79), schloss die IV-Stelle die beruflichen Eingliederungsmassnahmen mit Mitteilung vom 18. Oktober 2017 ab (Urk. 8/53). Die Stelle beim Stadtspital Y._ wurde dem Versicherten per 11. Oktober 2017 gekündigt (Urk. 8/62). Nach durchgeführtem
Vorbescheidver
fahren
(Vorbescheid vom 19. Februar 2018 [Urk. 8/75], Einwand vom 10. April 2018 [Urk. 8/80]), wies die IV-Stelle das Leistungsbegehen mit Verfügung vom 24. Mai 2018 ab (Urk. 2 [= Urk. 8/85]).
2.
Dagegen erhob der Versicherte am 25. Juni 2018 Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei ihm rückwirkend ab dem 1. September 2017 eine halbe Rente der Invalidenversicherung zuzusprechen. In prozessualer Hinsicht beantragte der Beschwerdeführer, eventuell sei ein externes medizinisches Gerichtsgutachten, insbesondere zur Frage der Arbeits-/Erwerbsfä
higkeit, in Auftrag zu geben, subeventuell sei das Verfahren bis zum Vorliegen eines rechtskräftigen Entscheids des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich im Verfahren gegen die Unfallversicherung (UV.2017.00292) zu sistieren. Sodann sei dem Beschwerdeführer für das Beschwerdeverfahren die unentgeltli
che Rechtspflege zu gewähren (Urk. 1 S. 2 f.). Die Beschwerdegegnerin schloss in ihrer Beschwerdeantwort vom 29. August 2018 auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 7). Mit Verfügung vom 20. September 2018 (Urk. 9) wurde das Gesuch des Beschwerdeführers um Sistierung des Beschwerdeverfahrens abgewiesen. Sodann wurde ihm die Beschwerdeantwort zugestellt.
3.
Die Unfallversicherung
stellte mit
Verfügung vom 17.
Oktober 2017
die im Zusammenhang mit dem
Ereignis vom 11. Mai 2016
ausgerichteten Taggeldleis
tungen per 27.
September 2017 ein
.
D
ie dagegen vom
Beschwerdeführer
am
20.
Oktober 2017
erhobene Einsprache
wies die Unfallversicherung
mit Entscheid vom 15.
November 2017 ab
, wogegen der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 15. Dezember 2017 Beschwerde beim hiesigen Gericht einlegte (Verfahren UV.2017.00292). Dieses wies die Beschwerde mit heutigem Urteil ab.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts
[
ATSG
]
). Sie kann Folge von Geburts
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung
[
IVG
]
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind
ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein
trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
1.2.1
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2).
1.2.2
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommensver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts
grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.3
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, wel
che Arbeitsleistungen der
versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin erwog im angefochtenen Entscheid (Urk. 2), die einjäh
rige Wartezeit laufe am 28. September 2017 ab. Zu diesem Zeitpunkt sei dem Beschwerdeführer eine angepasste leichte Tätigkeit, ohne Tragen und Heben von Lasten von zwei bis drei Kilogramm, ohne besondere fein- oder grobmotorische Belastung der rechten Hand zu 100 % zumutbar. Der Einkommensvergleich ergebe, unter Berücksichtigung eines Abzuges von 5 %, einen Invaliditätsgrad von 5 % (Urk. 2).
2.2
Der Beschwerdeführer machte demgegenüber geltend (Urk. 1), er sei lediglich noch zu 50 % arbeitsfähig in einer leichten angepassten Tätigkeit. Bei der bishe
rigen Tätigkeit handle es sich nicht um eine leichte Tätigkeit. Es sei ihm beim Arbeitsversuch auch keine leichte Arbeit zugewiesen worden; die bisherige Arbeitgeberin habe denn auch angegeben, es bestehe keine Möglichkeit, den Beschwerdeführer in einer leichten Tätigkeit zu beschäftigen. Die vertrauensärzt
liche Beurteilung von Dr. Z._ sei weder einleuchtend noch nachvollziehbar; sie habe sodann tendenziöse Ausführungen gemacht. Für das Jahr 2016 sei von einem
Valideneinkommen
von Fr. 67'744.-- auszugehen, was bei Gegenüberstel
lung des Invalideneinkommens von Fr. 32'500.-- aufgrund der effektiven Anstel
lung als Mitarbeiter Sicherheit in einem Arbeitspensum von 50 % zu einem Invaliditätsgrad von 52 % führe. Der Regionale Ärztliche Dienst, Dr. B._, habe eine falsche Einschätzung der vorhandenen Arztberichte vorgenommen. Zur Klä
rung der Widersprüchlichkeiten und Ungereimtheiten in den versicherungsinter
nen Arbeitsfähigkeitseinschätzungen sei, sofern das Gericht dem Antrag des Beschwerdeführers nicht folge, ein externes medizinisches Gutachten in Auftrag zu geben.
3.
3.1
Am 29. September 2016 führte Dr. C._, Leitende Ärztin Hand
chirurgie am Stadtspital Y._, gemäss Operationsbericht vom selben Tag (Urk. 8/9/2) eine
Trapeziumresektionsarthroplastik
(APL) rechts durch. Sie stellte in ihrem Bericht die folgenden Diagnosen:
-
aktivierte, therapierefraktäre Rhizarthrose rechts
-
möglicher kleinfragmentärer, ossärer Bandausriss
carpal
rechts nach Kon
tusion 11.5.2016
-
alter ossärer Abriss des radialen Kollateralligamentes Daumengrundge
lenk rechts
3.2
Nach der
Tenolyse
/Tenotomie APL auf Höhe der
Tabatière
beziehungsweise des ersten Strecksehnenfaches rechts am 29. Juni 2017 (vgl. den Operationsbericht vom 30. Juni 2017 [Urk. 8/61/12]) hielt Dr. C._ am 4. August 2017 im KG-Eintrag fest, obwohl der Daumen unmittelbar postoperativ beziehungsweise int
raoperativ problemlos habe flektiert werden können, dies auch im Grundgelenk, präsentiere sich der Beschwerdeführer heute, sechs Wochen postoperativ, wiede
rum mit einem Flexionsdefizit, betont im Grundgelenk. Unbeobachtet halte er auch das IP ständig noch in einer Extensionsstellung. Sie sah aufgrund dessen aktuell keine Möglichkeit mehr, dem Beschwerdeführer von chirurgischer Seite weiterzuhelfen. Sie wolle grundsätzlich die Compliance des Beschwerdeführers nicht in Zweifel ziehen, die aktuelle Klinik stehe aber im Widerspruch zum intra
operativ erreichten Resultat. Der Beschwerdeführer gebe nach wie vor an, dass er mit der Hand rechts nicht einsatzfähig sei. Sie habe dem Beschwerdeführer ab dem 4. September 2017 wieder eine 50%ige Arbeitsfähigkeit attestiert, dies nur für leichte Arbeiten mit der rechten Hand, sodass er sich entsprechend bei der Invalidenversicherung melden könne (Urk. 8/61/11).
3.3
Dr. Z._ wies in ihrem Bericht vom 6. September 2017 über die – im Auftrag der Pensionskasse durchgeführte – vertrauensärztliche Untersuchung vom 31. August 2017 auf die von Dr. C._ festgestellte Diskrepanz zwischen dem intraoperativen Befund und der erneuten Versteifung des Daumens hin und gab an, die Compliance des Beschwerdeführers werde von verschiedenen Seiten angezweifelt. Der Beschwerdeführer berichte ihr gegenüber von Schmerzen im Bereiche des
Thenars
, des Daumens rechts und im Bereich der rechten Schulter. Auch die linke Seite schmerze, da er diese überbelaste. Er sei nach wie vor ein
geschränkt in seinen täglichen Verrichtungen. Er habe keine Kraft im Arm und fürchte, Dinge fallen zu lassen. Er nehme auch Schmerzmedikamente ein. Er trage nun eine Neoprenschiene, nachdem er die vorherige Schiene nicht vertragen habe. Durch die Operation im Juni 2017 habe sich einzig die Beweglichkeit in die Seitbewegung im Daumengelenk ein wenig verbessert (Urk. 8/47/3). Dr. Z._ erhob den folgenden objektiven Befund: Der Daumen werde immer in Streckhal
tung gehalten. Der Beschwerdeführer zucke beim Händedruck ihrerseits zusam
men. Der Oppositionsgriff sei zögerlich möglich. Alle
Bewegungsrichtungen im Handgelenk seien aktiv eingeschränkt. Es bestünden reizlose Narbenverhältnisse. Betreffend den Arbeitsversuch bei der Arbeitgeberin habe sie die Rückmeldung erhalten, dass der Beschwerdeführer diesen nach drei Tagen wegen Schmerzen wieder beendet habe. Insgesamt werde der Verdacht geäussert, dass der Beschwer
deführer nicht mehr in der Reinigung arbeiten wolle (Urk. 8/47/4). Die Prognose für die bisherige Tätigkeit sei schlecht, da der Beschwerdeführer der Ansicht sei, nicht mehr in der Reinigung arbeiten zu können. Aus medizinischen Gründen spreche nichts dagegen. Im Vordergrund stehe eine Immobilisierung aufgrund unerklärlicher/nicht objektivierbarer Schmerzen. Für eine leichte Tätigkeit ohne Tragen und Heben von Lasten über 2-3 Kilogramm sei die Prognose gut (Urk. 8/47/5). Gemäss Besprechung mit der Personalverantwortlichen der Arbeit
geberin fordere der Beschwerdeführer selbst eine Stelle als Chauffeur. Er habe sich in Gesprächen arrogant und frech verhalten. Gemäss dem HR sei es nicht möglich, den Beschwerdeführer in einer leichten Tätigkeit zu beschäftigen (Urk. 8/47/6). Dr. Z._ gelangte zum Schluss, der Beschwerdeführer könne seine bisherige Tätigkeit ab sofort wieder vollzeitig ausüben (Urk. 8/47/7). Es liege keine Arbeitsunfähigkeit vor, der Beschwerdeführer könne ab sofort wieder eine leichte Tätigkeit ohne Tragen und Heben von Lasten über 2-3 Kilogramm ausüben (Urk. 8/47/8).
3.4
Dr. C._ attestierte dem Beschwerdeführer in ihrem Bericht vom 28. November 2017 eine 100%ige Arbeitsfähigkeit für wenig belastende Tätigkeiten, auch mit den Händen. Auf längere Sicht sei der Beschwerdeführer insbesondere in der Rei
nigung nicht mehr einsetzbar (Urk. 8/61/6). Sowohl feinmotorische als auch grobmotorische und belastende Tätigkeiten mit der rechten Hand seien nicht mehr möglich (Urk. 8/61/7).
3.5
In der Stellungnahme vom 2. Februar 2018 führte der RAD, Dr. B._, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, aus, die Angaben zur Arbeitsfähigkeit würden ab September 2017 scheinbar deutlich dif
ferieren. Unter zusammenfassender Berücksichtigung aller Angaben werde jedoch ersichtlich, dass überwiegend wahrscheinlich jeweils dasselbe gemeint sei, nur teilweise unglücklich oder sogar missverständlich ausgedrückt werde. Im Hinblick auf den zweifellos bestehenden Gesundheitsschaden an der rechten Hand sei deren Belastbarkeit aus orthopädisch-versicherungsmedizinischer Sicht nachvoll
ziehbar dauerhaft beeinträchtigt und damit seien auch alle Tätigkeiten, sei es nun die bisherige oder eine andere des allgemeinen Arbeitsmarktes, nur erschwert oder gar nicht möglich, wenn eine kraftvolle Belastung beider Hände und damit auch der rechten Hand erforderlich sei. Für solche Tätigkeiten sei demnach, abhängig vom jeweiligen Anforderungsprofil, eine Arbeitsunfähigkeit von
50 % ab September 2017 plausibel, gegebenenfalls sogar von 100 %. Für alle adaptier
ten Tätigkeiten («leichte Tätigkeiten ohne Tragen und Heben von Lasten über
2-3 Kilogramm und ohne besondere fein- oder grobmotorische Belastung der rech
ten Hand) sei jedoch medizinisch-theoretisch von einer Arbeitsfähigkeit von 100 % seit September 2017 auszugehen (Urk. 8/74/4-6).
4.
4.1
Den nachstehenden Erwägungen ist vorauszuschicken, dass dem Beschwerdefüh
rer sowohl von Dr. Z._ im Bericht vom 6. September 2017 als auch von Dr. C._ im Bericht vom 27. November 2017 aufgrund des bestehenden Befunds eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit attestiert wurde (E. 3.3 und E. 3.4). Der RAD nahm in seiner Stellungnahme vom 2. Februar 2018 aber zu Recht Bezug auf die Diskrepanz in den – vorstehend nicht im Detail wie
dergegebenen – Arbeitsfähigkeitsbeurteilungen nach der
Tenolyse
/Tenotomie APL, das heisst nach der zweiten Operation des Beschwerdeführers an der rechten Hand. Dr. C._ attestierte dem Beschwerdeführer nämlich ab dem 4. September 2017 grundsätzlich eine 50%ige Arbeitsfähigkeit und zwar auch für leichte Arbeiten mit der rechten Hand (Urk. 8/61/11, vgl. auch Urk. 8/61/8-9, Urk. 8/61/29-31 sowie Urk. 8/86/66). Dass es sich dabei, wie der RAD vermutete, um eine
unglücklich
e oder
missverständlich
e Formulierung handelte, ist durchaus denkbar und sogar sehr wahrscheinlich. Es ist davon auszugehen, dass Dr. C._ in den Berichten und Arztzeugnissen, in welchen sie dem Beschwerdeführer eine 50%ige Arbeitsfähigkeit in einer Tätigkeit mit wenig Belastung der Hände attes
tierte, auf die bisherige Tätigkeit in der Reinigung Bezug nahm. Letztlich muss dies aber nicht weiter geprüft werden, denn die Einschränkung der Arbeitsfähig
keit in einer optimal angepassten Tätigkeit für die rechte Hand lässt sich nicht nachvollziehen.
Bereits vor der zweiten Operation hatte Dr. C._ dem Beschwerdeführer eine Arbeitsfähigkeit von 100 % für
wenig belastende Tätigkeiten (Gewicht bis ein Kilogramm, keine repetitiven Einsätze der rechten Hand)
attestiert (Urk. 8/61/16-17). Weshalb sich an der Arbeitsfähigkeit etwas geändert haben sollte, nachdem die zweite Operation aus Sicht von Dr. C._ zu einer Verbesserung der Situation hätte führen müssen (vgl. UV.2017.00292 Urk. 14/M22) und intraoperativ betrachtet auch eine Verbesserung festgestellt werden konnte (E. 3.2), erschliesst sich daher nicht. Dr. C._ kehrte in ihrem Bericht vom
27.
November 2017
zur Auffassung zurück, eine
wenig
belastende Tä
tigkeit
, auch mit den Händen
, sei zu
100
%
zumutbar (E. 3.4). Kommt hinzu, dass nicht schlüssig erscheint, weshalb es dem Beschwerdeführer
unmöglich
sein sollte
, Türen aufzuschliessen
(vgl. seine Angabe gegenüber Dr. C._ [Urk. 8/61/8])
. Der Beschwerdeführer hatte per 1. Oktober 2017 bei der
A._
AG eine Stelle als Sicherheitsmitar
beiter in einem 50%-Pensum angetreten (Urk. 3/23). Wenn er keine Türen hätte aufschliessen können, hätte er diese Tätigkeit gar nicht ausüben können. Seine Recht
s
vertreterin hielt in ihrer Beschwerde vom 15. Dezember 2017
gegen den
Einspracheentscheid
der Unfallversicherung aber
fest, der Beschwerdeführer habe mit seiner 50%igen Anstellung als Mitarbeiter Sicherheit bewiesen, dass er arbei
ten wolle und dies im Umfang von 50 % auch könne (
UV.2017.00292
Urk. 1 S. 12). Dabei könne er sogenannt leichte Arbeiten ausführen (
UV.2017.00292
Urk. 1 S. 11). Dass der Beschwerdeführer dabei eingeschränkt sei und beispiels
weise keine Türen aufschliessen könne, was für einen Mitarbeiter Sicherheit eine essentielle Einschränkung dar
stellen würde, erwähnte sie
nicht. Darüber hinaus ist auch nicht nachvollziehbar, weshalb eine Tür nicht mit der
adominanten
lin
ken Hand
sollte
aufgeschlossen werden können
,
handelt es sich doch um keinen anspruchsvollen feinmotorischen Bewegungsablauf.
4.2
Dass Dr. Z._ tendenziöse Ausführungen gemacht haben soll, trifft nicht zu. Gerade Dr. C._
hatte in ihren Berichten verschiedentlich Vorbehalte
betreffend die Nachvollziehbarkeit der vom Beschwerdeführer geschilderten Einschränkun
gen angebracht. Beim
Untersuch vom 27.
März 2017 führte
sie
aus, «die angege
bene Oppositionsunfähigkeit lässt sich meines Erachtens nur schwer sicher objektivieren, da der Patient beim Untersuch
in die Extension drängt» (Urk. 8/61/16). Im Bericht vom 28.
April 2017 hielt sie dafür, dass damit zu rech
nen sei, dass eine
Tenolyse
zu einer Verbesserung des Gesundheitszustandes und damit auch zu einer Verbesserung der E
rwerbsfähigkeit von ungefähr 80
% füh
ren dürfte. Dabei fügte sie an
:
«Noch einmal betonen möchte ich, wie von Ihnen auch erwähnt, dass die Einstellung der versicherten Perso
n nicht abzuschätzen ist» (vgl. UV.2017.00292 Urk.
14/M22).
Im KG-Eintrag vom 19. Juni 2017 hielt Dr. C._ fest, «ob die Re-Intervention erfolgreich sein wird (Compliance) und ent
sprechend zu einer Steigerung der Arbeitsfähigkeit führen wird, bleibt dahinge
stellt» (Urk. 8/61/14). Im KG-Eintrag vom 4. August 2017 konstatierte Dr. C._ sodann, obwohl der Daumen unmittelbar postoperativ beziehungsweise intraope
rativ problemlos habe flektiert werden können, dies auch im Grundgelenk, prä
sentiere sich der Beschwerdeführer heute, sechs Wochen postoperativ, wiederum mit einem Flexionsdefizit, betont im Grundgelenk. Unbeobachtet halte er auch das IP
ständig noch in einer Extensionsstellung. Sie wolle die Compliance des Beschwerdeführers grundsätzlich nicht in Zweifel ziehen, die aktuelle Klinik stehe aber im Widerspruch zum intraoperativ erreichten Resultat
(
Urk. 8/61/11).
4.3
Nach dem Gesagten ist mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlich
keit erstellt, dass dem Beschwerdeführer eine leichte Tätigkeit ohne Tragen und Heben von Lasten über 2-3 Kilogramm und ohne fein- und grobmotorische sowie belastende Tätigkeiten mit der rechten Hand zu 100 % zumutbar ist. Weitere medizinische Abklärungen, insbesondere die Einholung eines medizinischen Gerichtsgutachtens, sind nicht erforderlich. Dass die bisherige Tätigkeit als Mit
arbeiter Gebäudereinigung dem angepassten Anforderungsprofil noch entspro
chen hätte, darf bezweifelt werden. Die Frage kann letztlich aber offenbleiben, denn gemäss eigenen Angaben des Beschwerdeführers erfüllt die Tätigkeit als Mitarbeiter Sicherheit das Anforderungsprofil (vgl. UV.2017.00292 Urk. 1 S. 11). Weshalb er diese Tätigkeit nicht zu 100 % ausübt, ist nicht nachvollziehbar (E. 4.1). Damit schöpft der Beschwerdeführer seine Arbeitsfähigkeit nicht aus. Würde er dies tun, ergäbe sich aufgrund eines Einkommensvergleichs kein ren
tenbegründender Invaliditätsgrad, was nachfolgend zu zeigen ist.
5.
5.1
Gemäss Angaben der bisherigen Arbeitgeberin erzielte der Beschwerdeführer in der Tätigkeit als Mitarbeiter Gebäudereinigung ein Jahressalär von Fr.
59
’
694.7
0 (vgl. den Arbeitgeberfragebogen vom 21. Dezember 2017 [Urk. 8/62/1-7] und die Unfallmeldung vom 20. Mai 2016 [UV.2017.00292 Urk. 14/G1]; vgl. auch den Lohnausweis für das Jahr 2015, gemäss welchem der Beschwerdeführer für die Zeit vom 9. März bis 31. Dezember 2015 einen Bruttolohn von Fr. 48'981.-- erzielt hatte [Urk. 8/62/20]). Dem Vorbringen des Beschwerdeführers, für die Bemessung des
Valideneinkommens
sei das Jahressalär von Fr. 67'744.-- im Jahr 2016 heranzuziehen (Urk. 1 S. 11), kann nicht gefolgt werden. Gemäss Lohnaus
weis für das Jahr 2016 erzielte der Beschwerdeführer zwar einen Bruttolohn von Fr. 67'744.-- (Urk. 8/62/19). Darin eingeschlossen waren jedoch auch die monat
lichen Kinderzulagen von Fr. 500.-- (vgl. Urk. 8/62/10-18); im Übrigen wurden im Jahr 2016 Taggelder der Unfallversicherung ausbezahlt, weshalb dieses Jahr nicht als Bemessungsgrundlage herangezogen werden kann.
Massgebend bleibt damit das von der bisherigen Arbeitgeberin angegebene Jah
ressalär des Beschwerdeführers als Mitarbeiter Gebäudereinigung für das Jahr 2016 von Fr.
59
'
694
.--. Dieses Einkommen wurde in den Lohnabrechnungen von Januar bis Oktober 2017 noch immer als Basis angegeben (Urk. 8/62/9-18). Wird das Jahressalär von 2016 aber dennoch der Nominallohnentwicklung bis ins Jah
r 2017
angepasst
(Indexstand 2239 [2016] auf 2249 [2017]; vgl. Bundesamt für Statistik, Schweizerischer Lohnindex, Landesindex der Konsumentenpreise, T 39, Entwicklung der Nominallöhne, der Konsumentenpreise und der Reallöhne, 1910-2017, Nominallöhne Männer)
, ergibt sich ein massgebendes Jahreseinkommen als Mitarbeiter Gebäudereinigung im Jahr 2017 von Fr. 59’961
.
--.
Gemäss
Arbeitsvertrag
mit der A._ AG
(Urk. 8/79) wurde
der Beschwerdeführer als Mitarbeiter Sicherheit in einem 50 %-Pensum angestellt bei einem Jahreslohn von brutto Fr. 32'500.-- (13 x Fr. 2'500.--). Würde er seine Arbeitsfähigkeit dort zu 100 % ausschöpfen, könnte er mit der Tätigkeit als Mit
arbeiter Sicherheit im Jahr 2016 ein Jahreseinkommen von Fr. 65'000.-- bezie
hungsweise von Fr.
65
’
290.
-- im Jahr 2017 unter Anpassung an die Nominallohn
entwicklung (Indexstand 2239 [2016
]
auf 2249 [2017];
vgl. Bundes
amt für Statistik,
Schweizerischer Lohnindex
,
Landesindex der Konsumenten
preise,
T
39,
Entwicklung der Nominallöhne, der Konsumentenpreise un
d der Reallöhne, 1910-2017,
Nominallöhne
Männer
) erzielen.
Ein Vergleich der beiden Einkommen (Fr. 59’961
.
-- in der bisherigen Tätigkeit und Fr.
65
’
290.
-- in der Tätigkeit als Mitarbeiter Sicherheit) zeigt, dass der Beschwerdeführer keine Erwerbseinbusse erleiden würde, würde er seine Arbeits
fähigkeit voll ausschöpfen.
5.2
Dem Auszug aus dem individuellen Konto des Beschwerdeführers (IK-Auszug) vom 6. März 2017 ist zu entnehmen, dass dieser im Jahr 2015 nebst dem Brutto
lohn von Fr. 48'981.-- ein zusätzliches Einkommen bei der A._ AG von Fr. 11'538.-- erzielt hatte (Urk. 8/19/2), was insgesamt ein Einkommen von Fr.
60
'
519
.-- ergibt. Dabei handelt es sich gemäss IK-Auszug um das höchste je vom Beschwerdeführer erzielte Jahreseinkommen. Gemäss Arbeitgeberfrage
bogen der A._ AG war der Beschwerdeführer ab dem 1. August 2014 bei dieser angestellt (Urk. 8/60/1); er erzielte dabei gemäss IK-Auszug Ein
kommen in unterschiedlicher Höhe (Urk. 8/41/2). Erst ab dem 1. Oktober 2017 wurde der Beschwerdeführer fix im Umfang von 50 % angestellt (Urk. 8/60/2 und Urk. 8/79). Der Beschwerdeführer brachte in seiner Beschwerde zwar nicht vor, zu seinem Einkommen als Mitarbeiter Gebäudereinigung sei noch ein zusätzliches Einkommen bei der A._ AG hinzuzurechnen, weshalb grundsätz
lich
davon auszugehen ist, dass er diese Tätigkeit nicht mehr ausgeübt hätte, hätte er sich nicht an der Hand verletzt. Da dies letztlich aber unklar bleibt und die Beschwerdegegnerin das Einkommen bei der A._ in ihre rechne
rischen Überlegungen miteingezogen hat, ist an dieser Stelle ein zweiter Einkom
mensvergleich vorzunehmen.
Die Beschwerdegegnerin zog für die Bemessung des
Valideneinkommens
die
Tabellenlöhn
e der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 2014 heran, da der Beschwerdeführer, welcher seine selbständige Erwerbstätigkeit im Jahr 2013 aus invaliditätsfremden Gründen aufgegeben hatte, danach unterschiedliche Ein
kommen bei zwei Arbeitgebern (Stadtspital Y._ und A._ AG) erzielte (Urk. 8/73). Dieses Vorgehen ist nicht zu beanstanden, bleibt doch letzt
lich offen, zu wieviel Prozent der Beschwerdeführer möglicherweise nebst der 100%igen Anstellung beim Stadtspital Y._ nebenbei auch noch bei der A._ AG gearbeitet hätte, hätte er den Unfall nicht gehabt.
Da der Beschwerdeführer über keine Ausbildung verfügt, welche ihm ein höheres Einkommen als dasjenige in einer Hilfsarbeitertätigkeit einbringen würde (was auch seine Anstellung bei der A._ AG zeigt), kann sowohl für die Bemessung des Validen- als auch des Invalideneinkommens auf dieselben Parameter in der LSE 2014 (TA1, TOTAL, Kompetenzniveau 1, Männer) abgestellt werden. Damit ist ein Prozentvergleich möglich. Bleibt die Arbeitsfähigkeit wie im vorliegenden Fall uneingeschränkt, so ergibt sich ohne invaliditätsbedingten Abzug vom Invalideneinkommen ein Invaliditätsgrad von 0 %, da das
Validen
einkommen
dem Invalideneinkommen entspricht. Ein Invaliditätsgrad über 0 % resultiert erst dann, wenn ein invaliditätsbedingter Abzug vom Invalideneinkom
men vorzunehmen ist. Da der maximale invaliditätsbedingte Abzug 25 % beträgt, kann offenbleiben, ob und in welchem Ausmass ein solcher Abzug gerechtfertigt wäre, denn selbst bei einem maximalen Abzug von 25 % ergäbe sich kein ren
tenbegründender Invaliditätsgrad; ein rentenbegründender Invaliditätsgrad beginnt erst bei 40 % (vgl. E. 1.2.1).
6.
Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als unbegründet, weshalb sie abzuweisen ist.
7.
7.1
Der Beschwerdeführer beantragte die Gewährung der unentgeltlichen Rechts
pflege, deren Voraussetzungen gestützt auf die eingereichten Unterlagen (Urk. 4/21-35) gegeben sind. Dem Beschwerdeführer ist die unentgeltliche Pro
zessführung und die unentgeltliche Rechtsvertretung in der Person von Fürspre
cherin Astrid
Meienberg
zu gewähren.
7.2
Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 800.-- festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und dem Beschwerdeführer aufzuerlegen
, infolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung
jedoch
einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.
7.3
7.3.1
Fürsprecherin Astrid
Meienberg
machte mit ihrer Honorarnote vom 27. Septem
ber 2018 (Urk. 12) einen Aufwand von 14 Stunden à Fr. 280.-- und Barauslagen von Fr. 117.60 (pauschal 3 %) beziehungsweise ein Total des Anwaltshonorars von Fr. 4'348.50 geltend.
7.3.2
Nach § 34 Abs. 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) bemisst sich die Höhe der gerichtlich festzusetzenden Entschädigung nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens, jedoch ohne Rücksicht auf den Streitwert. Gemäss § 8 in Verbindung mit § 7 Abs. 1 der Verordnung über die Gebühren, Kosten und Entschädigungen vor Sozialversicherungsgericht (
GebV
SVGer
) wird namentlich für unnötigen Aufwand kein Ersatz gewährt.
7.3.3
Die angefochtene Verfügung der Beschwerdegegnerin erging am 24. Mai 2018. Fürsprecherin Astrid
Meienberg
machte vorprozessualen Aufwand vom 4. April 2018 bis 9. Mai 2018 im Umfang von 4 Stunden und 25 Minuten geltend, welcher nicht zu entschädigen ist.
7.3.4
Für die Instruktion, das Aktenstudium und das Verfassen der Beschwerde machte Fürsprecherin Astrid
Meien
berg
insgesamt 9 Stunden und 30
Minuten gelt
end
. Dieser Aufwand ist der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit
des Pro
zesses nicht angemessen, zumal
Fürsprecherin Astrid
Meien
berg
der Sachverhalt zu einem Grossteil bereits aus dem Verfahren UV.2017.00292 bekannt war und sie Teile der dortigen Beschwerdeschrift überarbeitete und in der vorliegenden Beschwerdeschrift wieder einflocht. Angemessen erscheint daher ein Aufwand von 6 Stunden. Mit dem Aufwand «Prüf. Verfügung
Soz.Gericht
/Kopie an Kl.» vom 6. August 2018 von 10 Minuten nahm die Vertreterin des Beschwerdeführers wohl Bezug auf das Studium der Verfügung vom 20. September 2018 (Urk. 9), womit der Aufwand zu entschädigen ist.
Zu
entschädigen ist sodann ein zusätz
licher Aufwand
für das Studium des vorliegenden Entscheids
von
einer Stunde. Insgesamt ist
Fürsprecherin Astrid
Meien
berg
somit für einen Aufwand von 7 Stunden und 10 Minuten zu entschädigen,
was unter Berücksichtigung des gerichtsüblichen Ansatzes von Fr. 220.
-
-
ein Honorar von
Fr. 1’576.65
ergibt.
7.3.5
Entschädigt werden
sodann
bloss notwendige, effektive (nicht pauschale) Baraus
lagen (vgl.
das Merkblatt Amtliche Mandate der Oberstaatsanwaltschaft des Kan
tons Zürich, Version 1. Januar 2016, welches weitgehend den früher massgeben
den Richtlinien des Büros für amtliche Mandate des Bezirksgerichts Zürich ent
spricht
). Die geltend gemachten
Auslagen
von Fr.
117.60
sind nicht ausgewiesen, weshalb Fürsprecherin Astrid
Meienberg
die mutmasslichen Auslagen für die Ein
reichung der Beschwerdeschrift von insgesamt Fr.
6.30
zu vergüten sind.
7.3.6
Fürsprecherin Astrid
Meienberg
ist nach dem Gesagten mit
Fr.
1
’
704.85
(
Honorar von
Fr. 1’576.65
plus Barauslagen von
Fr.
6.30
, zuzügl
ich Mehrwertsteuer von 7.7 % [Fr.
121.
90
]) aus der Gerichtskasse zu entschädigen.
7.4
Der Beschwerdeführer ist auf § 16 Abs. 4 des Gesetzes über das Sozialversiche
rungsgericht (
GSVGer
) hinzuweisen, wonach er zur Nachzahlung der Gerichts
kosten und der Entschädigung an
Fürsprecherin Astrid
Meienberg
verpflichtet ist, sobald er dazu in der Lage ist.