Decision ID: aa760886-cfea-50d0-b513-f020c710a7b2
Year: 2019
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._, geboren 1971, arbeitete
von
Januar 1992
bis
Ende September
1995 als Bijouterieverkäuferin bei der
Y._
in einem 100%-Pensum (Urk. 6/20
)
und war anschliessend arbeitslos. Als Lenkerin eines Personenwagens erlitt sie beim Verlassen eines Parkplatzes am 20. Mai 1997 eine Kollision (vgl. Schadens
meldung vom 26. Mai 1997, Urk. 6/1; Urk. 6/5).
Am 10. Dezember 1998 (
Eingangsdatum
) meldete sich die Versicherte bei der Sozial
ver
sicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, unter Hinweis auf ein durch den Unfall verursachtes Schleudertrauma sowie Kopf-, Nacken-, Rücken
schmerzen und Depressionen zum Bezug von Leistungen der Invalidenversiche
rung an (Urk. 6/17). Die IV-Stelle sprach der Versicherten ausgehend von einem Invaliditätsgrad von 50 % mit Verfügungen vom 20. August 2001
rückwirkend
ab dem 1. Mai 1998 eine halbe Rente der Invalidenversicherung zu (Urk. 6/57). Aufgrund einer erheblichen Verschlechterung des Gesundheitszustands erhöhte
die IV-Stelle mit Verfügung vom 18. Dezember 2003 den Anspruch ab dem 1. M
ärz 2003 auf eine ganze Rente (Urk. 6/68), welche sie revisionsweise mit Mit
teilung vom 9. Oktober 2009 bestätigte (Urk. 6/81).
1.2
Im Februar 2015 leitete die IV-Stelle ein weiteres Rentenrevisionsverfahren ein (Urk. 6/88)
und nahm Abklärungen in erwerblicher und medizinischer Hinsicht vor.
Sie holte einen Verlaufsbericht der behandelnden Ärztin ein (Urk. 6/99) und veranlasste eine bidisziplinäre Begutachtung durch die Z._ über welche am 3. Oktober 2016 berichtet wurde (Urk. 6/135). Zur Klärung beruflicher Eingliederungsmassnahmen fand erstmals am 4. Januar 2017 bei der IV-Stelle ein persönliches Gespräch statt (Urk. 6/130 S. 4f.). Die IV-Stelle gewährte der Versicherten Kostengutsprache für ein Belast
barkeitstraining vom 13. März bis 12. Juni 2017 bei der A._ (Mitteilung vom 6. März 2017; Urk. 6/121). Nach einem Abschlussgespräch am 13. Juni 2017 teilte die IV-Stelle mit Schreiben vom 19. Juni 2017 mit, da im Rahmen des durchgeführten Belastbarkeitstrainings weder eine Steigerung der Präsenz noch der Leistung habe festgestellt werden können, werde von weiteren Integrations
massnahmen abgesehen (Urk. 6/127). Ausgehend vom Fehlen eines invalidisie
renden Gesundheitsschadens stellte die IV-Stelle mit Vorbescheid vom 22. Juni 2017 die Aufhebung der Invalidenrenten in Aussicht (Urk. 6/129). Dagegen erhob die Versicherte mit Schreiben vom 28. August 2017 Einwand (Urk. 6/133). Mit Verfügung vom 31. Oktober 2017 hob die IV-Stelle wie vorbeschieden die bishe
rige ganze Invalidenrente per Ende Dezember 2017 auf (Urk. 2).
2.
Hiergegen erhob die Versicherte mit Eingabe vom 1. Dezember 2017 Beschwerde
und beantragte, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Be
schwer
degegnerin sei zu verpflichten, ihr weiterhin eine ganze Invalidenrente auszu
richten (Urk. 1).
Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 23. Januar 2018 (Urk. 5) auf Abweisung der Beschwerde. Mit Verfügung vom 24. Januar 2018 wurde der Beschwerdeführerin die Beschwerdeantwort zugestellt (Urk. 7).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
Bundesgesetz über den Allgemeinen
Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]). Sie kann Folge von Geburts
ge
brechen
, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
Bundesgesetz über
die Invaliden
ver
sicherung [IVG]
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körper
lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeits
markt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsun
fähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier
telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zuspre
chung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Renten
an
spruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Ände
rung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebenem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Aufgabenbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbeachtlich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in recht
licher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
1.4
Als Vergleichsbasis für die Beurteilung der Frage, ob bis zum Abschluss des
aktuellen Verwaltungsverfahrens eine anspruchserhebliche Änderung des Invalidi
täts
grades eingetreten ist, dient die letzte rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachver
halts
abklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensver
gleichs
(bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands) beruht (BGE 133 V 108; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_297/2016 vom
7.
April 2017 E. 2.2, nicht publiziert in: BGE 143 V 77, aber in SVR 2017 IV Nr. 51 S. 152). Dabei braucht es sich nicht um eine formelle Verfügung (
Art.
49 ATSG) zu handeln. Ändert sich nach durchgeführter Renten
revision als Ergebnis einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs nichts und eröffnet die IV-Stelle deswegen das Revisionsergebnis gestützt auf Art. 74
ter
lit. f
der
Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV)
auf dem Weg der blossen Mitteilung (
Art.
51 ATSG), ist im darauf folgenden Revisionsverfahren zeitlich zu vergleichender Ausgangssachverhalt derjenige, welcher der Mitteilung zugrunde lag (Urteil des Bundesgerichts 9C_599/2016 vom 2
9.
März 2017 E. 3.1.2 unter Hinweis auf 8C_441/2012 vom 25. Juli 2013 E. 3.1.2).
1.5
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu
stellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledigen,
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, wa
rum
es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhal
ten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychischen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Ausein
andersetzung mit den Vorakten abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet, ob die Schlussfolge
rungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechts
anwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die
Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Bean
t
wortung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegebenenfalls deut
lich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann Fredenhagen, Das ärztliche Gutachten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).
2.
2.1
In der
angefochtenen Verfügung (Urk. 2
) vom
31. Oktober
2017 hielt die Be
schwerdegegnerin fest, die medizinische Abklärung
habe ergeben, dass keine gesundheitliche Einschränkung mehr bestehe, die einen Einfluss auf die Arbeits
fähigkeit habe.
2.2
Demgegenüber machte die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde vom 1. Deze
m
ber 2017 (Urk. 1) zusammenfassend geltend, es liege kein Revisionsgrund vor. An der gesundheitlichen Situation habe sich nichts gehändert. Es handle sich viel
mehr um eine unterschiedliche Beurteilung der Arbeitsfähigkeit. Im Übrigen sei auch das Erfordernis der zweifellosen Unrichtigkeit nicht gegeben, so dass auch ein wiedererwägungsweises Zurückkommen auf die formell rechtskräftige Leis
tungs
zusprechung nicht in Frage komme.
3.
Mit Verfügung vom
20. August 2001
sprach die Beschwerdegegnerin
der
Be
schwerdeführer
in
ab dem
1. Mai
1998
eine
halbe
Rente zu (
Urk. 6/57
).
Dieser An
spruch wurde mit Verfügung vom 18. Dezember 2003 auf eine ganze Rente erhöht (Urk. 6/68).
S
either wurde der Rentenanspruch gestützt auf
das bidiszi
plinäre Gutachten des B._
vom
24. Mai 2009
(
Urk. 6/79
)
umfassend materiell überprüft und mit
Mitteilung
vom
9. Oktober 2009
(
Urk. 6/81
)
bestätigt
. Zu prüfen bleibt daher, ob sich der Sach
verhalt seit dieser Mitteilung in anspruchsrelevanter Weise verbessert hat.
4.
4.1
Nachdem PD Dr. med. C._, Spezialarzt FMH für Orthopädische Chirurgie
mit Gutachten vom 29. Februar 2000 aus wirbelsäulen-orthopädischer Sicht keinen
strukturellen Schaden hatte feststellen können und lediglich ein postdis
tor
sio
nelles Halswirbelsäulensyndrom nach Halswirbelsäulen-Trauma am 20. Mai 1997 diagnostizierte, jedoch einen Verdacht auf ein neuro-psychologisches Leistungs
defizit und Verdacht auf (reaktive) Depression festgehalten hatte (Urk. 6/32), wurde die Beschwerdeführerin durch die Medizinische Abklärungsstelle (MEDAS) der D._ im November 2000 polydisziplinär (internistisch, rheumatologisch, neurologisch, psychiatrisch) untersucht. Mit Gutachten vom 31. Dezember 2000 (Urk. 6/47) diagnostizierten die Fachärzte (1) ein chronisches zervikothorakales Schmerzsyndrom mit spondylogener Ausstrahlung in die Arme (ICD-10 M53.1) bei/mit Status nach HWS-Distorsionstrauma am 20. Mai 1997, muskulärer Dysbalance und Dekonditionierung sowie Spannungskopfschmerzen,
(2) eine mittelgradige depressive Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10 F32.11
) und (3) eine Tendenz zu Hyperlaxizität. Ohne Einfluss auf die Arbeits
fähigkeit notierten sie Probleme in der Beziehung zum Ehepartner (ICD-10 Z63.0). Die Gutachter schätzten die aus psychischen Gründen eingeschränkte Arbeits
fähigkeit auf 50 %, wobei sie zum Aufbrechen der Paardynamik und als Zäsur zur Verbesserung der subjektiven Befindlichkeit die Einleitung einer adäquaten Therapie, anfänglich in Form einer stationären psychiatrischen Behandlung emp
fahlen. Nach Durchführung der intensiven psychiatrischen Betreuung sollte die Arbeitsfähigkeit auf mindestens 70 % gesteigert werden können (Urk. 6/47/10). Im Januar 2001 begab sich die Beschwerdeführerin zu Dr. med. E._, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, in Behandlung. Diese hielt mit Bericht vom 18. November 2003 (Urk. 6/65) unter Hinweis auf eine chronifizierte mittelgradige depressive Episode mit somatoformer chronifizierter Schmerzstörungskom
po
nente (ICD 10 F32.1, F45.4), bestehend seit ca. Januar 2002 fest, sie hal
te die Beschwerdeführerin zu 100 % arbeitsunfähig, jedoch eine schrittweise aufbau
en
de Eingliederung an einem geschützten Arbeitsplatz für sehr wichtig (Urk. 6/65/4).
Gestützt hierauf erfolgte die Heraufsetzung der Invalidenrente per 1. März 2003 (Verfügung vom 18. Dezember 2003, Urk. 6/67f.). Die Beschwerdeführerin brach die psychiatrische Behandlung bei Dr. E._ im April 2004 ab (vgl. Urk. 6/74, Urk. 6/89). Da aus diesem Grund keine rechtsgenüglichen medizinischen Verlaufsbe
richte erhältlich waren, gab die Beschwerdegegnerin die bidisziplinäre medizi
nische Abklärung bei Dr. med. F._, Orthopädie FMH, als feder
führender Gutachter der B._ in Auftrag (Gutachten vom 2. Juli 2009, Urk. 6/79/20-44).
4.2
4.2.2
Dr. G._, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, hielt im psy
chiatrischen Teilgutachten fest, die Beschwerdeführerin wirke bewusstseinsklar und örtlich, zeitlich sowie zur Person und Situation ausreichend orientiert. In der Stimmungslage sei sie niedergeschlagen bis leicht dysphorisch, reizbar. Im An
trieb sei sie vermindert und wirke affektlabil, weinerlich, leicht erregbar und
unruhig. Auffassung, Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit würden intakt
erscheinen und Hinweise für Gedächtnisstörungen
gebe es keine, obwohl sich die Beschwerdeführerin gemäss eigenen Angaben vergesslich fühle. Der Gedanken
duktus sei kohärent und es würden keine formalen oder inhaltlichen Denkstö
rungen im Sinne von Wahnideen oder Halluzinationen bestehen. Im Denken wirke die Beschwerdeführerin negativistisch auf ihre Beschwerden eingeengt und weise demonstrativ auf ihre multiplen Beschwerden hin. Zusätzlich seien man
geln
des Interesse, mangelnde Motivation mit sozialem Rückzug und Kontakt
schwierigkeiten zu erkennen (Urk. 6/79/12).
Dr. G._ führte weiter aus, es lasse sich eine seit etwa 1999 chronifizierte mittelgradige depressive Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10: F32.11) erheben, wobei ätiologisch neben der chronischen Schmerzsymptomatik auch seit Jahren eine Partnerproblematik vorhanden sei. Daneben werde seit 1997 eine Ver
schlechterung der chronischen Schmerzsymptomatik mit Ausbreitungs
ten
denz und multiplen Schmerzen angegeben, sodass aus psychiatrischer Sicht eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10: F45.4) angenommen werden könne. Diese Schmerzsymptomatik stehe jedoch in Verbindung mit emotionalen Konflikten und insbesondere mit der Partnerproblematik. Hinzu komme eine Kontaktstörung mit sozialem Rückzug. Weder die antidepressive Medikation noch die therapeutischen Massnahmen (diese habe sie vor etwa 1.5 Jahren abge
brochen
;
Urk.
6/79/11
) hätten zu einer wesentlichen Besserung des psychischen Zustandsbildes geführt (Urk. 6/79/13).
Ein Überwiegen von psychosozialen Fak
to
ren sei
dennoch
nicht zu erheben (
Urk.
6/79/17).
Aus rein psychiatrischer Sicht und ohne Berücksichtigung der körperlich begründ
baren Beschwerden sei in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Verkäuferin eine 50%ige Arbeitsfähigkeit gegeben. In einer angepassten Tätigkeit könne aus psychiatrischer Sicht eine Arbeitsfähigkeit im Umfang von 70 % angenommen werden. Dabei solle es sich um geistig einfache Tätigkeiten handeln, ohne erhöhte emotionale Belastung, ohne erhöhten Zeitdruck (Stressbelastung), ohne erforder
liche geistige Flexibilität, ohne Verantwortung, ohne vermehrte Kundenkontakte, ohne erforderliche überdurchschnittliche Konzentrationsfähigkeit und ohne über
durch
schnittliche Dauerbelastung. Überdies seien Arbeiten in grossen Teams zu
vermeiden (Urk. 6/79/15). Dr.
G._
empfahl ausserdem die Fortsetzung der psy
chiatrischen und psychotherapeutischen Behandlung sowie eine Intensivie
rung der antidepressiven Medikation. Hinsichtlich der Prognose äusserte er je
doch, diese sei insgesamt eher ungünstig, da die Beschwerdeführerin massiv auf ihre Beschwerdesymptomatik fixiert scheine.
4.2.3
Im Rahmen der orthopädischen Exploration gab Dr. F._ an, die Be
schwerdeführerin klage über seit dem Unfall im Mai 1997 persistierende, zuneh
mende stechende Nackenschmerzen, die in die Brust
wirbelsäule (BWS), in den Kopf sowie in beide Oberarme ausstrahlen würden. Die orthopädische Unter
suchung habe gezeigt, dass sämtliche Bewegungen der Halswirbelsäule (HWS) dolent
seien. Ein paravertebraler Muskelhartspann sowie eine Druckdolenz der Dornfortsätze hätten jedoch nicht festgestellt werden können. Die Untersuchung der BWS sowie der oberen Extremitäten habe sich hingegen als unauffällig erwiesen (Urk. 6/79/23f.). Das Ausmass der Nackenschmerzen und die Ausstrah
lung derselben wie auch die demonstrierten pathologischen Untersuchungs
be
funde der HWS würden allerdings mit den nur geringen degenerativen Verän
de
rungen der C3-6 kontrastieren. Die bildgebenden Befunde seien unauffällig und ohne neurologische Kompression. Aus somatischer Sicht seien die Beschwerden und die Einschränkung der Leistungsfähigkeit somit nicht vollständig nachvoll
ziehbar. Dr. F._ stellte die Diagnose einer geringen Osteochondrose und Spondylose C3-6 ohne neurale Kompression und attestierte der Beschwerde
führerin in ihrer angestammten Tätigkeit als Bijouterieverkäuferin eine 80%ige Arbeitsfähigkeit. Körperlich leichte Tätigkeiten in temperierten Räumen, die ab
wechslungsweise sitzend und stehend ausgeübt werden könnten, ohne dass dabei häufig inklinierte und reklinierte sowie rotierte Kopfhaltungen einge
nommen und Gegenstände über 5 kg gehoben oder getragen werden müssten, seien voll zumut
bar (Urk. 6/79/25).
4.3
Der Arzt des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) Dr. med. H._, Facharzt Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, nahm am 12. August 2009 zu den gesamten Vorakten Stellung (vgl. Feststellungsblatt; Urk. 6/80 S. 5) und führte aus, ein Gesundheitsschaden, der die Arbeitsfähigkeit beeinträchtige, sei weiterhin ausgewiesen. Versicherungsmedizinisch würden die im bidisziplinären Gutachten erhobenen objektiven Befunde im Vergleich zur Beurteilung im Jahr 2003 keine relevanten Änderungen des Gesundheitszustands aufweisen. Die Gut
achter würden die im Wesentlichen gleichen Befunde einzig mit weniger gra
vierenden Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit beurteilen. Insofern sei die vor
bestehende Arbeitsunfähigkeit von 100 % in der freien Wirtschaft unver
ändert und andauernd.
5.
5.1
Der rentenaufhebenden Verfügung vom 31. Oktober 2017 (Urk. 2) lagen im Wesentlichen der Arztbericht von Dr. E._ vom 23. März 2016 (Urk. 6/99) sowie das durch die Beschwerdegegnerin eingeholte psychiatrisch-orthopädische Gutachten der Z._ vom 3. Oktober 2016 (Urk. 6/135) zu Grunde.
5.2
Nachdem im Zuge des im Februar 2015 eingeleiteten Überprüfungsverfahrens keine medizinischen Verlaufsberichte erhältlich gewesen waren (vgl. Urk. 6/89,
Urk. 6/91), auferlegte die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin mit Schrei
ben
vom 19. Mai 2015 (Urk. 6/93) im Rahmen der Schadenminderungspflicht die Wiederaufnahme der psychiatrischen Behandlung und sistierte das Revisions
verfahren bis 20. Juni 2015. Am 10. Juni begab sich die Beschwerdeführerin erneut zu Dr. E._ (vgl. E. 4.1). In ihrem Arztbericht vom 23. März 2016, gestützt auf den am 4. und 10. Februar 2016 erhobenen Status und verschiedenen stattgehabten Konsultationen von Juni bis August 2015, (Urk. 6/99) berichtete die behandelnde Psychiaterin von einer allseits orientierten, kraftlos und müde wirkenden Beschwerdeführerin, die Mühe habe, dem einstündigen Gesprächs
verlauf gedanklich zu folgen und sich zu konzentrieren. Dr. E._ konstatierte, die Beschwerdeführerin wirke in sich gekehrt und passiv. Sie sei vergesslich und könne sich nicht daran erinnern, was in der vorangehenden Therapiestunde oder zu Beginn der Therapiestunde besprochen worden sei. Die Auffassung sei erheb
lich eingeschränkt. Im Denken sei sie formal verlangsamt und inhaltlich auf ihre Schmerzen eingeengt. Affektiv sei die Beschwerdeführerin verhalten und wenig
schwingungsfähig. Anhaltspunkte für halluzinatorisches Geschehen oder wahn
hafte
Inhalte gebe es hingegen keine. Dr. E._ äusserte weiter, die Beschwerde
führerin habe angegeben, am liebsten alleine zu sein. Gespräche würden sie anstrengen. Ihre sozialen Kontakte seien auf die engste Familie sowie selten auf ihre Verwandten und Freundin eingeschränkt. Hinsichtlich der funktionellen Ein
schränkungen stellte Dr. E._ fest, die Beschwerdeführerin versuche einem eini
ger
massen regelmässigen Tagesablauf zu folgen. Planungen seien aufgrund der andauernd empfundenen Schmerzsensationen und der teilweisen Müdigkeit je
doch schwierig. Sie sei fixiert auf ihre Schmerzen und die Müdigkeit, so dass Flexibilität und Umstellung kaum Raum haben würden. Über fachliche Kompe
tenzen würde die Beschwerdeführerin nicht verfügen. Sie sei einfach strukturiert mit schwarz-weiss Denken und einfachem Intelligenzniveau. Die Durchhalte- und Selbstbehauptungsfähigkeit sei minimal. Sie lebe ein «chronifiziert» stark ein
geschränktes Alltagsleben. Die Auffassungsgabe sei wegen der verminderten Kognition (bzw. Einengung auf Körpersensationen) und geringem Denkniveau erheblich eingeschränkt. Ebenso sei die Konzentrationsfähigkeit schwer einge
schränkt. Die Beschwerdeführerin weise nur ein minimales Funktionsniveau auf, so dass auch die Belastbarkeit im Alltag beschränkt sei. Einiges werde vom Ehemann und Sohn übernommen (z.B. kochen, bügeln, etc.).
Dr. E._ nannte folgende Diagnosen:
-
Chronifizierte mittelgradige depressive Episode (ICD-10: F32.11)
-
Anhaltend somatoforme Schmerzstörung (ICD-10: F45.4)
-
Sonstige andere andauernde Persönlichkeitsänderung (ICD-10: F62.88)
Sie attestierte der Beschwerdeführerin eine verminderte Leistungsfähigkeit im Um
fang von 95 % (vgl. Urk. 6/99).
5.3
5.3.1
Im Auftrag der Beschwerdegegnerin fand am 16. September 2016 eine bidis
ziplinäre psychiatrisch-orthopädische Begutachtung in der Z._ statt. Prof. Dr. med. I._, FMH Psychiatrie und Psychotherapie und FMH Neurologie, hielt im psychiatrischen Fachgutachten fest, die Beschwerdeführerin klage über eine «Nervosität». Sie fühle sich innerlich unruhig. Seit dem Unfall im
Mai 1997 sei sie nicht mehr stressresistent. Bereits geringe Anforderungen würden
sie sehr belasten. Prof. Dr. I._ äusserte ausserdem, die dysphorisch gereizte Stimmungslage werde stark durch den chronischen Ehekonflikt unterhalten. Auf diesbezügliches Nachfragen seinerseits hätte die Beschwerde
führerin aggressiv reagiert. Weiter berichtete Prof. Dr. I._, Schmerzen habe die Beschwerde
führerin erst nach explizitem Nachfragen angegeben. Sie habe dann über einen Dauerschmerz berichtet, wobei schmerzfreie Phasen nur noch selten bestehen würden. Nach dem Unfall hätten sich die Schmerzen rasch zunehmend ausge
breitet. Dieser Symptomausweitung vorausgegangen seien erhebliche Bezieh
ungs
probleme mit ihrem Ehemann. Zur Schmerzintensität befragt habe sie auf einer zehnstufigen visuellen Analogskala (VAS) einen Dauerschmerz mit einer subjektiven Intensität von VAS 9 bis 10 angegeben. Tagsüber sei der Schmerz
level geringer (VAS 4), da sie sich besser ablenken könne. Unter Einnahme von Analgetika verschwinde er teils vollständig. In der Nacht, wenn sie neben ihrem Ehemann liege, sei sie nie schmerzfrei. Des Weiteren würden körperliche Aktivi
täten, insbesondere Hausarbeiten, zu einer Schmerzverstärkung führen, weshalb sie sich schone (Urk. 6/111/58f.).
Prof. Dr. I._ konstatierte, während der Exploration habe sich die Beschwer
de
führerin wenig offen gezeigt. Sie habe kaum Informationen preisgegeben und nur dann etwas bestätigt, wenn er ihr Gegendarstellungen aus seinen Kenntnissen aus den Akten vorgehalten habe. Ihre Angaben zu ihren gesundheitlichen Prob
lemen seien entsprechend diffus und voller Widersprüche. Im Verhalten wirke sie vorwurfsvoll und gereizt bis offen aggressiv. Im Rahmen der Exploration habe
keine quantitative oder qualitative Bewusstseinsstörung festgestellt werden kö
nne. Die Beschwerdeführerin wirke wach und allseits orientiert. Störungen des Kurz- oder Langzeitgedächtnisses seien ebenfalls keine objektivierbar. Die Aufmerk
samkeit und Konzentration habe die Beschwerdeführerin während der Explora
tion (gesamthaft vier Stunden für den orthopädisch-psychiatrischen Untersuch) gut halten können. Es sei auch kein Abfall der Konzentration oder Aufmerk
samkeit mit zunehmender Dauer feststellbar gewesen. Ebenso habe sie dem Unter
suchungsverlauf inhaltlich jederzeit folgen können. Der formale Gedankengang sei in Kohärenz und Stringenz ungestört. Das inhaltliche Denken sei nicht auf die Schmerzen konzentriert. Vielmehr sei die Beschwerdeführerin gedanklich auf ihren chronischen Ehekonflikt zentriert. Die Selbstwirksamkeitserwartung der Be
schwerdeführerin sei deutlich reduziert. Hinweise für Wahn, Sinnestäu
schung
en sowie Ich-Störungen im Sinne von Gedankeneingebung, -ausbreitung oder –
beein
flussung, Derealisation und Depersonalisation seien nicht zu eruieren. Z
wänge und Rituale würden verneint werden und seien während der Begut
ach
tung auch nicht beobachtbar gewesen. Soweit er dies im Rahmen der psy
chia
trischen Exploration feststellen könne, würde die kognitive Begabung im Norm
bereich liegen. Hinsichtlich der Affektivität äusserte Prof. Dr. I._, während des Untersuchungsverlaufs sei die Stimmungssituation sehr wechselhaft. So wirke die Beschwerdeführerin beim Erzählen über ihre Ehe in der Stimmung gedrückt, gebe sich aber ausserhalb dieses Themas kämpferisch und für sich eintretend. Der Antrieb sei nicht reduziert und die Freudfähigkeit und die Interessen seien nicht wesentlich eingeschränkt. Die Psychomotorik sei unauffällig. Das Selbstwerter
leben hingegen sei reduziert und es sei ein mässiger sozialer Rückzug feststellbar. Anhaltspunkte auf eine Persönlichkeitsstörung oder -akzentuierung würden sich keine finden. Ebenso wenig gebe es Hinweise auf Aggravation oder bewusst
seins
nahe Simulation (Urk. 6/111/63-65).
Im Rahmen der Beurteilung hielt Prof. Dr. I._ fest, das Verhalten der Be
schwerdeführerin während der Begutachtung sei nicht kompatibel mit den von der behandelnden Psychiaterin angegebenen schweren Einschränkungen. Hinge
gen könne die vom psychiatrischen Vorgutachter (vgl. vorstehend E. 4.2.2) ange
ge
bene emotionale Labilität und dysphorische Gereiztheit nachvollzogen werden. Eine Selbstlimitierung mit erheblichem sekundärem Krankheitsgewinn könne aus gutachterlicher Sicht nicht ausgeschlossen werden. Diagnostisch liege nach wie vor eine chronifizierte mittelgradige depressive Störung (ICD-10: F33.8) vor. Das psychopathologische Bild werde jedoch nicht vornehmlich durch krankheits
be
dingte Faktoren bestimmt, sondern massgeblich durch psychosoziale Belastungs
fak
toren mit einem jahrelang anhaltenden und sich verschärfenden Ehekonflikt dominiert. Zu einem geringen Anteil sei das depressive Bild reaktiv auf das
Schmerzgeschehen zu beurteilen. Insgesamt werde die affektiv-depressive Psycho
pathologie jedoch durch invalidenfremde Faktoren bestimmt und dürfe daher nicht in die Bewertung der Arbeitsfähigkeit miteinbezogen werden. Für das Vor
liegen einer somatoformen Schmerzstörung spreche das somatische Krankheits
konzept der Beschwerdeführerin (sie vermute an einem Mammakarzinom zu leide
n, obschon gynäkologische Untersuchungen bisher keinen somatischen Hin
ter
grund hätten aufdecken können). Für die Diagnose einer anhaltenden somato
formen Schmerzstörung gemäss ICD-10: F45.4 spreche zudem der hohe Schmerz
level sowie die Abhängigkeit der subjektiven Schmerzwahrnehmung von psycho
so
zia
len/emotionalen Faktoren. Ferner erwähnte Prof. Dr. I._, die Blutserum
spie
gel der angegebenen Psychopharmaka und Analgetika würden sich im nicht nachweisbaren Bereich finden. Auf der anderen Seite decke sich dies mit der Feststellung, dass sie über 10 Jahre keine psychiatrische Behandlung in Anspruch genommen habe und zur Wiederaufnahme erst wieder mit der Rentenrevision
eine Veranlassung gesehen habe. Ein medizinisch begründeter Leidensdruck würde
sich somit aber nur schwer erkennen lassen. Die Einschätzung der Arbeitsfähig
keit betreffend äusserte Prof. Dr. I._, aufgrund der multiplen Inkonsis
ten
zen und der aus seiner Sicht medizinisch nicht nachvollziehbaren psychia
trischen Begründung für die volle Rente sowie der dominierenden invaliden
fremden Faktoren auf die bestehende Psychopathologie und des anzuzweifelnden Leidens
drucks (Blutserumanalyse der angegebenen Medikamente) könne er aus gutach
ter
licher Sicht keine mittel- und langfristigen handicapierenden Fähigkeits
stö
rungen feststellen. Er gehe davon aus, dass die Beschwerdeführerin zumindest seit Begutachtungszeitpunkt in ihrem zuletzt ausgeübten Beruf als Bijouterie
verkäuferin sowie in adaptierten Tätigkeiten vollumfänglich einsetzbar sei. Hier
für spreche auch ihre Angabe, dass sie unter Ablenkung eine deutliche Schmerz
reduktion erfahre. Prof. Dr. I._ nannte keine Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. Die chronifizierte mittelgradige Depression (ICD-10: F33.8), welche reaktiv bei seit Jahren anhaltendem Ehekonflikt (ICD-10: Z63.0) sei, sowie die anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10: F45.41) hätten keinen Ein
fluss auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 6/111/78-80).
5.3.2
Dr. med. J._, Facharzt Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, hielt in seinem orthopädischen Teilgutachten fest, die Beschwerdeführerin habe ü
ber eine seit dem Unfallereignis im Mai 1997 konstant vorhandene cervico
ce
phale Schmerzsymptomatik berichtet. Sie verspüre starke Schmerzen im Bereich ihrer HWS bei jedweder Bewegung (Urk. 6/111/92f.). Im Rahmen der Unter
su
chung der HWS stellte Dr. J._ fest, sowohl in Verriegelung als auch in Ent
rie
gelung bestehe ein freies Bewegungsspiel der HWS ohne Bewegungs
schmerze
n. Bei der segmentalen Prüfung würden sich keine Anhaltspunkte für eine Blockierung im Bereich der Kopfgelenke oder subaxialen HWS zeigen. Ebenso wenig sei eine segmentale Instabilität feststellbar. Die Nervenaustrittspunkte sowie die Mastoidae seien frei. Klinisch funktionell würden sich keine Hinweise auf eine segmentale dysfunktionale Störung im Bereich der HWS oder eine cervikale Nervenwurzelreizung ergeben (Urk. 6/111/103f.). Im Rahmen der klini
schen Exploration zeige sich eine uneingeschränkte, freie Mobilität der HWS ohne jedwede pathologischen Einschränkungen. Die angefertigte radiologische Bildge
bung weise einen regelrechten, alters
entsprechenden Befund auf (Urk. 6/111/129)
.
Dr. J._ konstatierte, nach eingehender klinischer und radiologischer Unter
suchung würden sich keine objektivierbaren Befundergebnisse ergeben, welche die Diagnose einer bis zum jetzigen Zeitpunkt anhaltenden Distorsionsverletzung der HWS erhärten würden (Urk. 6/111/126). Die festgestellte diskrete, altersent
sprechende Spondylose im Bereich der HWS ohne Funktionseinschränkung sowie ohne Radikulopathie (ICD-10: M47.82) sowie der Hallux valgus auf beiden Seiten
(ICD-10: M20.01) hätten keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 6/111
/121). Wie hoch jedoch der individuelle Leidensdruck der Beschwerdeführerin sei, könne nicht beurteilt werden. Diesbezüglich sei aber anzumerken, dass sie sich gemäss eigenen Angaben seit vielen Jahren nicht mehr bei einem Orthopäden, Chirurgen, Rheumatologen oder Traumatologen vorgestellt habe. Auch habe sie sich im Rahmen der Anamneseerhebung nicht erinnern können, wann sie zuletzt ihre Analgetika eingenommen habe. Aus orthopädisch-chirurgischer Sicht könne bei der Beschwerdeführerin sowohl in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit sowie in einer adaptierten Tätigkeit eine vollständige Arbeitsfähigkeit angenommen werden (Urk. 6/111/126f.). In Bezug auf die letzte massgebliche Begutachtung im Jahr 2009 (vgl. vorstehend E. 4.2), könne spätestens ab Begutachtungszeitpunkt (Septem
ber 2016) aufgrund der objektivierbaren Befunde eine wesentliche Ver
besserung des Gesundheits
zustandes angenommen werden (Urk. 6/111/125).
6.
6.1
Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der angefochtenen Verfügung vom
31. Oktober
2017 (
Urk.
2) in medizinischer Hinsi
cht im Wesentlichen auf das bi
dis
ziplinäre Gutachten von
der Z._
vom
3. Oktober 2016 (vgl. vorstehend E.
4.
3
;
Urk. 6/111)
und ging im Rahmen der Rentenaufhebung davon aus, dass der Beschwerdeführerin die angestammte Tätigkeit als Verkäuferin seit Oktober 2016 wieder vollständig zumutbar sei
.
6.2
Das Gutachten der Z._ basiert auf den
erforderlichen fachärztlichen
(psychia
trischen und orthopädischen)
Untersuchungen und wurde in Kenntnis der und
Auseinandersetzung mit den Vorakten (vgl. Urk. 6/111/8-52) abgegeben. Die Gut
achter
haben
detaillierte Befunde erhoben
(vgl. Urk. 6/111/63-71 und
Urk. 6/111/100-120), die geklagten Beschwerden berücksichtigt (vgl. Urk. 6/111
/58-60 und Urk. 6/111/92-94)
und sich mit diesen sowie dem Verhalten
der
Beschwerdeführer
in
auseinandergesetzt. Zudem
haben sie
die medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtend dargelegt
(vgl. Urk. 6/111/73-80 und Urk. 6/111/124-127)
. Das Gutachten erfüllt demnach die recht
spre
chungs
gemässen Anforderungen an eine beweiskräftige ärztliche Entscheidungs
grund
lage (vgl.
E. 1.5
).
6.3
Es steht aufgrund der Akten fest, dass insbesondere eine chronifizierte mittel
gradige depressive Störung mit somatischem Syndrom (ICD-10: F32.11), eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10: F45.4) sowie eine Osteochon
drose und Spondylose C3-6 ohne neurale Kompression zur Begründung (Ver
fü
gung vom 18. Dezember 2003, Urk. 6/68) und Bestätigung des Anspruchs auf eine ganze Rente (Verfügung vom 9. Oktober 2009, Urk. 6/81) führten (vgl. vor
stehend E. 4.1 und E. 4.2).
Z._-Gutachter Prof. Dr. I._ diagnostizierte in seiner psychiatrischen Be
gutachtung ebenfalls eine chronifizierte mittelgradige Depression (ICD-10: F33.8)
sowie eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10: F45.41). Als Urs
ache nannte er ein seit Jahren anhaltender Ehekonflikt und beurteilte die psychischen Beschwerden entsprechend ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (vgl. E. 5.3.1). Dr. J._ diagnostizierte eine altersentsprechende Spondylose im Be
reich der HWS ohne Funktions
einschränkung sowie ohne Radikulopathie (vgl. E. 5.3.2). In diagnostischer Hinsicht hat sich der Gesundheitszustand der Be
schwerdeführerin daher nicht wesentlich verändert. Soweit aber Dr. F._ im Rahmen seiner Exploration im Jahr 2009 eine endgradige Bewegungs
ein
schrän
kung der HWS mit allesamt dolenten Bewegungen als pathologisches Kriterium angegeben hat (vgl. vorstehend E. 4.2.3) und Dr. J._ in seiner Untersuchung im September 2016 eine uneingeschränkte, freie Mobilität der HWS ohne Bewe
gungsschmerzen festgestellt hat (vgl. vorstehend E. 5.3.2), ist aus orthopädischer Sicht eine Verbesserung anzunehmen. Diesbezüglich hat auch Prof. Dr. I._ in seinem Teilgutachten festgehalten,
die Beweglichkeit der Beschwerdeführerin sei uneingeschränkt, habe sie ihren Kopf doch ohne Probleme mehrfach um 90
Grad zur Do
lmetscherin wenden können (Urk.
6/111/63).
Entgegen den Darle
gungen der Beschwerdeführerin (Urk. 1 S. 7) handelt es sich dabei nicht bloss um eine unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen unveränderten geblie
benen Gesundheitszustands. So stellten die Gutachter der Z._ (Urk. 6/111) zwar ähnliche Diagnosen wie die Gutachter des B._ in ihrem Bericht vom Mai 2009 (Urk. 6/79), welcher der Rentenbestätigung im Oktober 2009 zu Grunde lag. Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt jedoch rechtsprechungs
gemäss auch bei gleich gebliebenen Diagnosen vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (vgl. E. 1.3; Urteil des Bundesgerichts 8C_747/2011 E. 4.2.2 mit Hinweisen), was vorliegend der Fall ist. Es ist zu einer Befundbesserung bzw. zu einem Rückgang der infolge des Unfallereignisses vom 20. Mai 1997 zunächst noch bestehenden ausgeprägten Schmerz-Symptomatik gekommen, aufgrund derer Dr. F._ der Beschwerdeführerin im Mai 2009 noch eine 20%ige Arbeitsunfähigkeit atte
stiert hatte (vgl. vorstehend E. 4.2.3). Vor diesem Hintergrund kam Dr. J._ in seiner orthopädischen Beurteilung vom September 2016 zum Schluss, orthopä
disch-chirurgische Störungsbilder hätten zwar zu keinem Zeitpunkt mit Sicher
heit vorgelegen, seien aber spätestens seit der Begutachtung im September 2016 nicht mehr anzunehmen und es könne aufgrund der objektivierbaren Befunde
von einer wesentlichen Verbesserung ausgegangen werden (Urk. 6/111/129). Dies
e Einschätzung von Dr. J._ ist angesichts der genannten Befunde sowie der
dazugehörigen Erläuterungen einleuchtend und plausibel. Als entscheidend erweist
sich diesbezüglich das völlige Fehlen der Inanspruchnahme fachärztlicher Betreu
ung sowie die fehlende Medikamenteneinnahme, was eindeutig auf einen Rück
gang der Schmerzsymptomatik hinweist. Über diese berichtete die Beschwerde
führerin im Zeitpunkt der orthopädischen Untersuchung im April 2009 gegenüber Dr. O._ noch spontan, ferner benötigte sie dannzumal noch täglich Anal
getika und wirkte negativistisch auf ihre Beschwerden eingeengt (Urk. 6/79/12), wohingegen Prof. Dr. I._ das inhaltliche Denken nicht auf die Schmerzen, sondern auf den chronischen Ehekonflikt zentriert fand (Urk. 6/111/64). Die Schmerzen wurden (heute wie damals) mangels vollständig erklärender objektiver Befunde im Wesentlichen der psychiatrischen Diagnose einer anhaltenden soma
to
formen Schmerzstörung zugeordnet. Demzufolge erweist sich die Ausprägung dieser Schmerzstörung als wesentlich rückläufig im Vergleich zu April 2009.
6.4
Dr. G._ sah in Bezug auf die chronifizierte mittelgradige depressive Episode sowie die anhaltende somatoforme Schmerzstörung zwar eine Verbindung zur Partnerproblematik, beurteilte diese jedoch nicht als überwiegend (vgl. vorsteh
end E. 4.2.2). Prof. Dr. I._ hingegen sah die Beschwerdeführerin gedanklich auf ihren Ehekonflikt zentriert, auf den sie im Rahmen der Exploration auch immer wieder zu sprechen gekommen und bei welchen die Stimmung der Be
schwer
deführerin gedrückt gewesen sei (vgl. Urk. 6/111/64). Ausserhalb dieses Themas fand Prof. Dr. I._ die Stimmung nicht gedrückt, sondern kämp
ferisch. Generell erhob er die Freudfähigkeit und Interessen als nicht wesentlich eingeschränkt, keinen reduzierten Antrieb und eine unauffällige Psychomotorik (Urk. 6/111/64). Demgegenüber berichtete Dr. G._ von vermindertem Antrieb, die Beschwerdeführerin wirke affektlabil, weinerlich, leicht erregbar und unruhig (Urk. 6/79/12). Aufgrund dessen ist es einleuchtend, dass Prof. Dr. I._ eine
von den psychosozialen Belastungsfaktoren abgrenzbare, eigenständige und arb
eits
relevante Psychopathologie nicht mehr erhob bzw. das psychopatho
lo
gische Bild nunmehr als von den psychosozialen Belastungsfaktoren beherrscht erklärte. Kommt hinzu, dass die Beschwerdeführerin selber keine Konzentrations
störungen oder Probleme mit der Aufmerksamkeit oder Gedächtnisstörungen mehr beklagte (Urk. 6/111/64), worüber sie gegenüber Dr. G._ noch berichtet hatte (Urk. 6/79/12). Prof. Dr. I._ wies ausserdem auf zahlreiche Inkon
sistenzen während der Begutachtung hin. So hätten sich beispielsweise die An
gaben zur Medikamenten
einnahme nicht objektivieren lassen (vgl. Laborbefund und Haaranalyse; Urk. 6/111/66-71). Ausserdem seien die Angaben bezüglich Behandlungsdauer bei Dr. E._ diffus und unpräzise gewesen (Urk. 6/111/61 und Urk. 6/111/77). Der Tagesablauf der Beschwerdeführerin lässt ferner auch keine wesentlichen Einschränkungen im Lebensvollzug erkennen. So ist die Be
schwerdeführerin in der Lage, sich zu pflegen und ihr Essen zuzubereiten, längere Spaziergänge zu unternehmen, Einkäufe zu tätigen sowie Termine (z.B. Ergo
therapie) wahrzunehmen (vgl. Urk. 6/111/60).
Insgesamt ergab die ausführliche psychiatrische Untersuchung keine Anhaltspunkte für allfällige psychische Ein
schränkungen.
Krankheitsbedingte Faktoren sind keine ersichtlich und in Anbe
tracht dessen, dass die Beschwerdeführerin die verordneten Psychopharmaka und Analgetika nicht einnimmt (vgl. Blutserumspiegel) und über Jahre keine psy
chiatrische Behandlung in Anspruch genommen hat, ist auch kein Leidensdruck ausgewiesen. Dass Prof. Dr. Wallsch von einem medizinisch geringen Leidens
druck sowie im Rahmen der diagnostischen Einschätzung in erster Linie von invalidenfremden Faktoren ausging und der Beschwerdeführerin ab Begutach
tungszeitpunkt eine vollumfängliche Arbeitsfähigkeit attestierte (vgl. vorstehend
E. 4.3.1), ist unter diesen Umständen nachvollziehbar. Hierfür spricht auch die An
g
abe der Beschwerdeführerin, dass sie unter Ablenkung eine deutliche Schmerz
reduktion erfahre (vgl. Urk. 6/111/59).
Die unlängst geänderte Rechtsprechung zur invalidisierenden Wirkung von psy
chosomatischen Leiden (BGE 141 V 281) führt vorliegend sodann zu keinen Weiterungen. Der psychiatrische Gutachter
der Z._
hat zwar eine – zu den psychosomatischen Leiden zu zählende - anhaltende somatoforme Schmerz
stö
rung (ICD-10 F45.41)
sowie eine chronifizierte mittelgradige Depression (ICD-10: F33.8) diagnostiziert, diesen
aber keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit beige
messen (
vgl. Urk. 6/111/80
). Es besteht auch mit Blick auf die geänderte Recht
sprechung kein Grund, diese Einschätzung in Frage zu stellen.
6.5
Zusammenfassend ist aufgrund des Z._-Gutachtens mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit eine zumindest funktionelle Verbesserung des Leidens der Beschwerdeführerin im Vergleich zur Rentenbe
stätigung im Jahr 2009 ausgewiesen. Damit ist
ihr jede ihren beruflichen Fähig
keiten angepasste Tätigkeit seit Oktober 2016 wieder i
n einem 100%-Pensum zumutbar
. Damit erübrigt sich ein Erwerbsvergleich.
Bei diesem Ergebnis braucht nicht geprüft zu werden, ob die Rentenzusprache (Erhöhung auf eine ganze Invalidenrente) gestützt auf den Arztbericht von Dr. E._ und/oder die Weitergewährung gestützt auf das MEDAS-Gutachten vom 9. Oktober 2009 trotz darin attestierter erheblicher Arbeitsfähigkeit (E. 4.2) zweifellos unrichtig gewesen ist.
7.
7.1
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung setzt eine rentenbestimmende Inva
liditätsbemessung auch im Revisionsfall (
Art.
17 ATSG) voraus, dass angezeigte Eingliederungsmassnahmen durchgeführt worden sind. Dementsprechend muss der Eingliederungsbedarf im Falle einer Revision in gleicher Weise wie im Rahmen einer erstmaligen Invaliditätsbemessung abgeklärt werden. Diese Praxis ist jedoch auf Sachverhalte zu beschränken, in denen die Herabsetzung oder Auf
hebung der Invalidenrente eine versicherte Person betrifft, die das 5
5.
Altersjahr zurückgelegt hat oder die Rente mehr als 15 Jahre bezogen hat
(Urteil des Bundesgerichts 9C_543/ 2017 vom 7.
November
2017 E.
3.1 mit Hinweisen)
. Damit wird dem Umstand Rechnung getragen, dass solche versicherten Personen aufgrund des fortgeschrittenen Alters oder der langen Rentendauer und der daraus folgenden langjährigen Arbeitsabstinenz in der Regel nicht in der Lage sind, sich dem Arbeitsmarkt zu stellen und sich dort selbst wieder einzugliedern. Dieser Prüfungsschritt zeitigt nur dort keine administrativen Weiterungen, wo die gegenüber der Eingliederung vorrangige Selbsteingliederung direkt zur renten
aus
schliessenden arbeitsmarktlichen Verwertbarkeit des Leistungs
vermö
gens führt.
Das ist namentlich der Fall, wenn bisher schon eine erhebliche Restarbeits
fähig
keit bestand, so dass der anspruchserhebliche Zugewinn an Leistungs
fähigkeit kaum zusätzlichen Eingliederungsbedarf nach sich zieht, vor allem wenn das hin
zugewonnene Leistungsvermögen in einer Tätigkeit verwertet werden kann, welche
die versicherte Person bereits ausübt oder unmittelbar wieder ausüben könnte (Urteile des Bundesgerichts 9C_228/2010 vom 2
6.
April
2011 E.
3.1 und 9C_163/2009 vom 1
0.
September 2010 E. 4.2.2).
7.2
Die am 1
5. Februar 1971
geborene Beschwerdeführerin war im rele
vanten Zeit
punkt (Vorliegen des Z._-Gutachtens
vom
3. Oktober
201
6; vgl. BGE 138 V 457 E. 3.3) 45
Jahre alt und hat während rund 1
8
Jahre eine Rente bezogen. Sie fällt damit grundsätzlich unter die erwähnte Rechtsprechung.
7.3
Eingliederungsmassnahmen wurden von der Beschwerdegegnerin geprüft und mit
der Kostengutsprache für ein Belastbarkeitstraining bei der A._ gewährt (vgl. Urk. 6/121). Am 13. März 2017 unterzeichnete die Beschwerdeführerin die Zielvereinbarung, wonach sie die Präsenzzeit von 2 Stunden pro Tag im ersten Monat auf 4 Stunden pro Tag im dritten Monat steigern sollte (vgl. Urk. 6/123). Diese Ziele konnte die Beschwerdeführerin nicht erreichen (vgl. Abschlussbericht der A._ vom 13. Juni 2017; Urk. 6/126), sodass die Beschwerdegegnerin das Belastbarkeitstraining abschloss und von weiteren Integrationsmassnahmen absah (vgl. Mitteilung vom 19. Juni 2017; Urk. 6/127). Damit ist die Beschwerde
gegnerin ihrer Pflicht zur Durchführung von Eingliederungsmassnahmen vor Aufhebung der Rente grundsätzlich nachgekommen.
Im Übrigen ist
darauf hinzuweisen, dass das wiedergewonnene Leistungsver
mö
gen in derselben Tätigkeit verwertet werden kann, welche die Beschwerdeführerin bereits vor Eintritt der Invalidität ausgeübt hat. Entsprechend
fällt der Ein
glie
derungsbedarf gering aus
. Ausserdem stellte
n
schon
die B._-Gutachter in ihrem
Gutachten im
Mai 2009 eine 5
0%ige Restarbeitsfähigkeit
im bisherigen Beruf
fest (
Urk. 6/79 S.41
), welche
die Beschwerdeführerin
jedoch nie ausge
schöpft hat. Es ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin ihre Arbeits
fähigkeit, jedenfalls teilweise, bereits vor der effektiven Rentenaufhebung wieder
erlangte und entsprechend bevor die 15 Jahre überschritten wurden.
8.
Die Rente der Beschwerdeführerin wurde demzufolge mit Verfügung der Beschwe
r
de
gegnerin vom
31. Oktober 2017
(
Urk.
2) zu Recht aufgehoben. Die Beschwerde ist deshalb abzuweisen.
9.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind
nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69
Abs.
1
bis
IVG) und auf Fr. 7
00.-- anzusetzen. Ausgangsgemäss sind sie de
r
Be
schwer
deführer
in
aufzuerlegen
.