Decision ID: 6f014618-cfc4-4cb4-90db-a7acd366c85b
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Die 1988 geborene
X._
, Mutter zweier Kinder (geb. 2008 und 2011),
war
zuletzt im Zeitraum
zwischen
Ende
2010
und
März 2013
bei der
Y._
stundenweise
als Kassiererin
/Hilfsmitarbeiterin
tätig
(
Urk.
7/
3
S.
4
; 7/8 S. 2
)
.
Nach erlittenem
Myxödem bei schwerster medikamentös induzierter Hypo
thyreose
und daraus resultierender Synkope und
Hospitalisierung
im
Z._
(Urk. 7/2
/8, 7/7
)
wurde
ihr ab 2
0.
März 2013 eine Arbeitsunfähigkeit von
teilweise
100
%
und t
eilweise
50
%
bis 75
%
attestiert (
Urk.
7/2
/3,
Urk.
7/2/11 und
Urk.
7/2/14
). In der Folge mel
dete sich die Versicherte
im
November 2013
unter Hinweis auf
eine Schilddrüsenüberfunktion
bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV–Stelle, zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an
(
Urk.
7/1, 7/6)
.
Ihrer Anmeldung legte sie die Akten ihres Krankentaggeldversicherers bei (
Urk.
7/2
/
1-25
).
Zur Abklä
rung der medizinischen und erwerblichen Verhältnisse zog die IV-Stelle einen Auszug aus dem individuellen Konto (
Urk.
7/8)
bei
und holte
Beri
chte der behandelnden Ärzte ein
(
Urk.
7/7
,
Urk.
7/9,
Urk.
7/14,
Urk.
7/16).
Ferner reichte
X._
das von ihr in Auftrag gegebene psychiatrische Gutachten von PD Dr. med.
A._
, Spezialarzt FMH Psychiatrie Psychotherapie,
vom 31. Dezember 2013 (
Urk.
7/15) ein.
In der Folge
beauftragte
die IV
Stelle
Dr.
med.
B._
, Facharzt
für
Psychiatrie und Psychotherapie FMH, Chefarzt der Klinik
C._
, zertifizierter medizinischer Gutachter SIM,
mit der Begutachtung der Versicherten (
Gutachten
vom
25.
Juli 2014
,
Urk. 7/25).
Mit
Vorbescheid
vom 30. September
2014 (
Urk.
7/
27
) wurde der Versicherten die Abweisung des Rentengesuchs in Aussicht ges
tellt. Am
6.
Oktober 2014 (Urk.
7/28) liess die Versicherte dagegen Einwand erheben und
diesen
mit Ein
gabe vom 2
3.
Oktober 2014 ergänzend begründen (
Urk.
7/32). Mit Verfügung vom 7.
November 2014 verneinte die IV-Stelle einen
Leistungs
anspruch (
Urk.
2 [= Urk.
7/33]).
2.
Gegen die Verfügung vom
7.
November 2014 liess die Versicherte mit Eingabe vom
2.
Dezember 2014 Beschwerde
(
Urk.
1)
erheben und
folgende Anträge stel
len
(
Urk.
1 S. 2)
:
“Die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, die gesetzlich geschuldeten Leistungen zu erbringen, insb. eine Rente, evtl. Eingliederungsmassnahmen; unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beschwerdegegnerin.
“
In prozessualer Hinsicht wurde um
Durchführung eines zweiten
Schriften
wechsels
ersucht
(
Urk.
1
S. 7
)
.
Mit Beschwerdeantwort vom 2
2.
Januar 2015 beantragte die IV-Stelle Abwei
sung der Beschwerde (
Urk.
6).
Mit
Replik
vom 2
0.
März 2015
(
Urk.
11) reichte
die Beschwerdeführerin einen Bericht
von
Dr.
med
.
A._
vom 11.
März 2015 (
Urk.
12)
zu den Akten
.
Mit Eingabe vom 1
1.
Mai 2015 erstattete die
Beschwer
degegnerin
die Duplik (
Urk.
15),
welche
der Beschwerdeführerin am 13.
Mai 2015 zur Kenntnis gebracht wurde
(
Urk.
16)
.
3.
Auf die Vorbringen der Parteien sowie die eingereichten Unterlagen wird, so
weit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
[
ATSG
]
).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des
Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung
[
IVG
]
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie kör
perliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen
Ge
sundheitsschadens
und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als rele
vant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Per
son bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des
Forderbaren
wird dabei weitgehend objektiv be
stimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Er
werbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychi
schen Beein
trächtigung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt
also nur so
weit zu einer Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (Art. 6 ATSG) sei der versi
cherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
1.5
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu
stel
len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beur
teilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vor
liegen einander widersprechender medizinischer Be
richte den Prozess nicht erle
digen, ohne das gesamte Beweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzu
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze ent
scheidend, ob es für die Beant
wortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt - was vor allem bei psychischen Fehlent
wicklungen nö
tig ist -, in Kenntnis der und
gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE
134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer-Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversi
cherung, BJM
1989, S. 30 f.; derselbe in H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutach
ten,
3.
Aufl. 1994, S. 24 f.).
2.
2.1
Im angefochtenen Entscheid erwog die
IV
Stelle
zusammengefasst, es lie
ge kein invalidisierender Gesundheitsschaden vor, welcher die Arbeitsfähigkeit dauer
haft einschränke. Für Unterstützung bei der Arbeitsvermittlung
oder hinsichtlich eines Arbeitstrainings
habe
sich die Beschwerdeführerin an das Regionale Arbeitsvermittlungszentrum (RAV)
zu
wenden
(
Urk.
2)
.
Hier
an
hielt sie in der Beschwerdeantwort fest (
Urk.
6).
2.2
Demgegenüber wird in der Beschwerde
geltend gemacht,
Dr.
B._
begründe
in
nicht nachvollziehbar
er Weise
,
weshalb
von einer Verbesserung der Arbeits
unfähigkeit
auszugehen sei
und sie aktuell bei 0
%
liegen soll
.
Dr.
B._
habe
in seinem Gutachten
medizinisch-theoretisch
prognostizier
t
, die Beschwerde
führerin sei
erst
unter der Bedingung der erfolgten Absolvierung eines
zweimo
natige
n
Arbeitstraining
s
in einer Verweistätigkeit
wieder
als
arbeitsfähig
zu erachten
.
Die Beschwerdeführerin sei
ohne Arbeitstraining
sowohl in der ange
stammten als auch in einer angepassten Tätigkeit zu 100
%
arbeitsunfähig und habe Anspruch auf eine Invalidenrente.
Da ein Gesundheitsschaden vorliege, habe
die Beschwerdeführerin
zudem
Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen
i
m
Rahmen von Arbeitsvermittlung oder eines Arbeitstrainings
(Urk.
1)
.
Die Beschwerdeführerin liess in der Replik vom 20. März 2015 neu vorbringen, gemäss Bericht von
Dr.
A._
vom 1
1.
März 2015 habe seit der Begutachtung bis zum Erlass der rentenabweisenden Verfügung eine zu berücksichtigende Entwicklung stattgefunden. Die Beschwerdeführerin sei
in einer ganz einfachen Tätigkeit
erst ab Anfang 2015 wieder
als
15
%
arbeitsfähig zu
erachten
.
Bis Ende 2014 sei sie zu 100
%
arbeitsunfähig gewesen. Sollte
der Einschätzung
von
Dr.
A._
nicht gefolgt
werden
, so
sei dieser
Bericht Dr.
B._
zur Stel
lungnahme zu unterbreiten
(
Urk.
11).
2.
3
Die Beschwerdegegnerin führte in ihrer Duplik aus,
Dr.
A._
nehme lediglich eine pessimistischere Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin vor, aus diagnostischer Sicht seien keine wesentlichen Unterschiede zwischen dem Gutachten von
Dr.
B._
und dem Bericht von
Dr.
A._
ersichtlich
(
Urk.
15)
.
2.
4
Folglich
ist zu prüfen, ob
die IV-Stelle
das Vorliegen
eine
s
invalidisierenden Gesundheitsschaden
s
sowie einen Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen
zu Recht verneint hat.
3.
Grundlage für die Ermittlung des rechtserheblichen Sachverhalts bezüglich des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin bildete das Gutachten von
Dr.
B._
vom 25. Juli 2014 (Urk. 7/25).
Darin
wurden fol
gende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit aufgeführt
(Urk. 7/25 S. 7):
Leichte depressive Episode mit somatischen Symptomen (ICD-10: F32.01)
,
Gemischte Angststörung (ICD-10: F41.3) bei
Zustand nach medikamentös induzierter Hypothyreose mit Myxödem,
gegenw
är
tig weitgehend remittiert
,
Posttraumatische Belastungsstörung nach medikamentös induzierter Hypo
thy
reose mit Myxödem (ICD-10: F43.1),
gegenwärtig weitgehend remittiert
.
Zur
Krankheitsentwicklung
habe
die Beschwerdeführerin ausgeführt
, es sei ihr einige Wochen nach
der
Hospitalisation
psychisch immer schlechter gegangen. Sie
habe
nur noch geweint und daran gedacht, was alles hätte passieren kön
nen. Seither habe sie Panik, wenn sie einen Rettungswagen sehe
,
und Angst vor Ärzten, da ihr Hausarzt
einen Fehler gemacht habe. Sie sei dann innerlich unruhig und nervös. Sie habe eine Weile lang nicht gut geschlafen, da sie Angst gehabt habe, nicht mehr aufzuwachen. Sie habe im
D._
eine psycho
logische Behandlung in Anspruch genommen. Sie habe sehr grosse Angst gehabt, unter Menschen zu gehen, was sich
dadurch
jetzt
aber
gebessert habe. Langsam komme auch ihr Vertrauen in sich selbst wieder. Sie schlafe besser, ihre Stimmung sei
indes
schwankend. Es gebe auch schlechte Phasen, während welchen sie eine innere Leere fühle. In Bezug auf Ärzte habe sie noch immer Angst, dass ihr etwas passieren könnte. Sie mache viele Dinge selber, nament
lich ziehe sie morgens ihre Tochter an, koche Mittag- und Abendessen, höre gerne Musik zur Ablenkung, erhalte Besuche, schaue TV und surfe im Internet. Auch ihre Mutter helfe ihr oft, da sie mit der Betreuung beider Kinder noch gestresst sei
(
Urk.
7/25 S. 5)
.
Dr.
B._
führte weiter aus, anlässlich des
Untersuchungsgesprächs habe die Beschwerdeführerin gepflegt,
bewusstseins
klar
und allseits orientiert gewirkt. Ihre klaren und präzisen Antworten würden auf unauffällige mnestische Funktionen hindeuten. Im formalen Denken sei sie geordnet gewesen, wenngleich vermehrt auf ihre Ängste und Gesundheitssorgen eingeengt. Inhaltlich hätt
en sich keine Hinweise auf Hallu
zinationen, Wahn
ideen oder Ich-Störungen ergeben. Im Affekt habe sie dennoch vordergründig ängstlich und verunsichert gewirkt und zudem leicht deprimiert, wobei die affektive Schwingungsfähigkeit erhalten und sie affektiv modulierbar gewesen sei. Ein affektiver Rapport sei gut herstellbar gewesen. Ihr Antrieb und die Motorik sei
en
unauffällig gewesen.
Auf der Montgomery-
Asberg
Depression
Scale
(MADRS) erreiche die Beschwerdeführe
rin
eine Gesamtpunktzahl von 10,
was
auf eine leichte depressive Symptomatik hindeute.
Bei der
Auswertung des Mini-ICF-APP, bezogen auf ihre angestammte Tätigkeit als Kassiererin,
seien
mittelgradige Beeinträchtigungen der geistigen Flexibilität, der
Durchhaltefä
higkeit
und der Gruppenfähigkeit
festzus
tellen
gewesen
(Urk.
7/25 S. 6 f.)
.
Unter dem Titel “Psychiatrische Beurteilung und Prognose“
führte der Gutachter
weiter
aus, anhand der anamnestischen Angaben
der
Beschwerdeführerin sei
en
weder eine genetische Vulnerabilität noch Persönlichkeitsfaktoren für die Ent
wicklung psychiatrischer Erkrankungen festzustellen.
Sie sei regelrecht einge
schult worden und
,
obwohl sie zwei Primarklassen in der Sonderschule besucht habe, die dreijährige Sekundarschule
abgeschlossen, was
sowohl eine
Intelli
genzminderung
als auch Verhaltensstörungen oder sonstige psychischen Problem
e
mit Krankh
ei
tswert in der Kindheit oder Pubertät aus
schliesse
. Sie sei bis im März 2013 den sozialen
Anforderungen ohne Verhaltensauffälligkeiten gewachsen gewesen. Weder anamn
e
stisch noch aktenmässig ergäben sich bei ihr Hinweise auf Störungen der Impuls- oder Affektkontrolle und damit könnten prämorbid
e psychische Probleme mit Krank
h
ei
tswert inklusive einer Persönlichkeitsstörung auch im Erwachsenenalter ausgeschlossen werden. Nach der medikamentös induzierten Hypothyreose mit Myxödem sei es bei der Explorandin zum Ausbruch einer posttraumatischen Belastungsstörung, einer gemischten Angststörung sowie im Rahmen der Anpassungsproblematik einer depressiven Störung in mittelgradigem Ausmass gekommen. Die eingeleitete
n
psychiatrisch-psychotherapeutischen Massnahmen würden sowohl aktenmässig als auch anamnestisch –
subjektiv – zur Verbesserung des psychischen Zustan
des führen. Anlässlich der gutachterlich durchgeführten Explo
ration vom 1
6.
Juli 2014 habe die Beschwerdeführerin nur noch leichte depressive Symp
tome und leichte Ängstlichkeit aufgewiesen.
Dr.
A._
habe ihr noch im Dezember 2013 eine seit März 2013 dauernde 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert. In sozialmedizinischer Hinsicht könne auch aus gutachterlicher Sicht
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit seit März 2013 bestätigt werden. Bei der Beschwerdeführerin sei trotz weitgehender Symptomrückbildung immer noch von red
uzierter Konzentrationsausdauer,
reduzierter geistiger Flexibilität sowie reduzierter Belastbarkeit auszugehen, weshalb ihr keine Arbeitsfähigkeit als Kassiererin attestiert werden könne
(
Urk.
7/25 S. 7)
. Für eine adaptierte Tätigkeit ohne schnelle Wechsel der Arbeitsabläufe, ohne viel Kundenkontakt und ohne sehr hohe Anforderungen an die Konzentrationsausdauer sei die Beschwerde
führerin voll arbeitsfähig. Den anamnestischen Angaben sei zu entnehmen, dass das Arbeitsverhältnis noch nicht aufgelöst worden sei. Eine adaptierte Tätigkeit bei
m
bisherigen Arbeitgeber
zu suchen,
von
welchem sie in den letzten 14
Mo
naten keine subjektive Unterstützung erhalten habe, mache aus gut
achterlicher Sicht keinen Sinn mehr. Deswegen empfehle er die Auflösung des Arbeits
verhältnisses sowie
nach
längerem Arbeitsausfall
während etwa zwei Monaten
ein Arbeitstraining über das zuständige
RAV.
Theoretisch sei die Beschwerde
führerin bei einem anderen Arbeitgeber für adaptierte Tätigkeiten zu 100
%
arbeitsfähig.
Nach dem
zweimonatigen Arbeitstraining könne der Beschwer
deführerin eine 100%ige verwertbare Arbeitsfähigkeit für jegliche Tätigkeiten ihrem Bildungsniveau entsprechend attestiert werden. Unter konse
quenter Weiterführung der etablierten therapeutischen Massnahmen sei mit einer weiteren Stabilisierung des psychischen Zustands der Beschwerdeführerin sowie mit Erhaltung der 100%igen Arbeitsfähigkeit zu rechnen
(
Urk.
7/25 S. 8)
. Die attestierte Arbeitsunfähigkeit sei ausschliesslich auf ein psychisches Leiden mit Krankheitswert zurückzuführen. Bei bereits remittierter posttraumatischer Belastungsstörung entfalle die Stellungnahme zu den
Foerster’schen
Kriterien. Auch eine Störung aus dem somatoformen Formenkreis könne nicht diagnosti
ziert werden
(
Urk.
7/25 S. 9
)
.
4.
4.1
Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin vermag das psychiatrische
Gutach
ten vom
2
5.
Juli
2014 (
Urk.
7
/
25
)
die an eine beweiskräftige ärzt
liche Expertise gestellten Anforderungen vollumfänglich zu
erfüllen (E. 1.5). So
tätigte de
r
Gutachter sorgfältige, umfassende Abklärungen (S.
4-6
), berücksich
tigte die geklagten Beschwerden (S.
5
) und begründete
seine Einschätzungen in nachvollziehbarer Weise (S. 7
-9
) sowie in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
(S. 2
-4
). Er legte die medizinischen Zusammenhänge und die medizinische Situ
ation einleuchtend dar und begründete seine Schlussfolgerungen nachvollzieh
bar. Dem psychiatrischen Gutachten kommt somit volle Beweiskraft zu.
4.2
Hinsichtlich der Berichte von
Dr.
med.
E._
, Fachärztin für Psychi
atrie und Psychotherapie FMH, vom 1
8.
April 2014
(
Urk.
7/16)
sowie Dr.
A._
vom 31. Dezember 2013
(
Urk.
7/15)
, ist festzuhalten, dass diese bei der gutachterlichen Beurteilung durch
Dr.
B._
berücksichtig
t
worden sind (
Urk.
7/25 S. 3)
. Er weicht hiervon auch nicht ab, sondern hält eine weitgehende Remission der im Nachgang zur medikamentös induzierten Hypothyreose mit Myxödem aufgetretenen psychischen Beeinträchtigungen fest. Soweit
Dr.
A._
im Bericht vom 1
1.
März 2015 (
Urk.
12) ebenfalls eine deutliche Besserung der posttraumatischen Belastungsstörung sowie der depressiven Symptomatik feststellt, stimmt die Beurteilung überein. Abweichend von der gutachterlichen Einschätzung nennt
Dr.
A._
eine die Arbeitsfähigkeit weiter
hin substantiell beeinträchtigende Angststörung (Panikattacken, generalisierte und agoraphobische Ängste, andere gemischte Angststörung gemäss ICD-10: F41.3;
Urk.
12 S. 10). Diesbezüglich fehlt es indes an einer Darstellung objekti
vierbarer Befunde und deren Ausprägung sowie einer nachvollziehbaren Her
leitung der Diagnose. Er beschränkt sich darauf, die Angaben der Beschwerde
führerin zu ihren ab und zu auftretenden Angstzuständen wiederzugeben (
Urk.
12 S. 6-8, S. 10) und schliesst sich der Meinung an, wonach sie die Zeit „bis heute“ zur psychischen Regeneration benötigt habe. Diese Schlussfolgerung und insbesondere das Andauern einer wesentlichen Leistungseinschränkung wird weder durch eine Darstellung von ihm erhobener psychopathologischer Befunde erhellt, noch setzt er sich mit nachgefragten, präzisierten Schilderun
gen zur Qualität, zum Ausmass und zur Häufigkeit der Angstzustände ausei
nander (
Urk.
12 S. 9). Damit fehlt es an einer objektiven medizinischen Ein
schätzung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit. Es besteht daher kein Anlass, an den im Juli 2014 gutachterlich erhobenen Befunden, wonach lediglich noch leichte depressive Symptome und eine gewisse Ängstlichkeit vorlagen, und den daraus gezogenen Schlussfolgerungen zu zweifeln, wonach es der Beschwerde
führerin seit spätestens Juli 2014 (Zeitpunkt der gutachterlichen Exploration) zumutbar ist, eine ihrer Ausbildung und den verbliebenen leichten Einschrän
kungen hinsichtlich Konzentration, Flexibilität und Belastbarkeit (
Urk.
7/25 S.
8) angepasste Tätigkeit zu 100
%
auszuüben. Von zusätzlichen Abklärungen (namentlich einer Stellungnahme des Gutachters
Dr.
B._
zum Bericht von
Dr.
A._
) sind keine weiteren Aufschlüsse zu erwarten.
4.3
Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin (
Urk.
1 S. 5) ist die gut
achterli
che Beurteilung der Arbeitsfähigkeit keine prognostische Ein
schätzung und die Verwertbarkeit der vollen Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit auch nicht an die Durchführung eines Arbeitstrainings im Sinne einer medizinischen Trainingstherapie geknüpft. Der Gutachter relativiert seine Ein
schätzung auch
nicht dahingehend, dass die tatsächliche Leistungsfähigkeit erst in Form eines Arbeitsversuches festzustellen sei. Vielmehr soll die zweimonatige schrittweise zu erhöhende Einführung den Erfolg des erwerblichen
Wiederein
stiegs
gewähr
leisten.
Der im Gutachten festgehaltene
dekonditionierte
Zustand der Beschwer
de
führerin (vgl. Urk.
7
/
25
S.
8 “Nach längerem Arbeitsausfall braucht die Explo
randin aber ein zweimonatiges Arbeitstraining.“
) ist bei der Beur
teilung der Invalidität, welche definitionsgemäss auf Dauer beruht (Invali
dität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit; Art. 8 ATSG), ausser Acht zu lassen, da sie mit einer zumutbaren Willensanstrengung in kurzer Zeit (zwei Monate)
und ohne Mass
nahme Dritter
verbessert werden kann.
Dr.
B._
führt
e dementsprechend
aus, dass unter konsequenter Weiterführung der etablierten therapeutischen Mass
nahmen mit der weiteren Stabilisierung des psychischen Zustands der Explorandin sowie mit der Erhaltung
– und nicht etwa Erlangung –
der 100%igen Arbeitsfähigkeit zu rechnen sei (
Urk.
7/25 S. 8 [
Ziff.
8.1]).
5.
Die Verwertbarkeit der medizinisch-theoretischen Arbeitsfähigkeit hängt auch nicht von der Durchführung von Eingliederungsmassnahmen, in Frage stehen grundsätzlich Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Ein
gliederung (
Art.
14a IVG) sowie Massnahmen beruflicher Art, insbesondere Arbeitsvermittlung (
Art.
18 IVG), ab.
Anspruch auf eine Umschulung oder erstmalige berufliche Ausbildung ist nicht gegeben, weil der hierfür notwendige Invaliditätsgrad von mindestens 20
%
nicht eingetreten ist (vgl. auch nachfolgend E. 6) und die Beschwerdeführerin in den ihr offenstehenden Tätigkeitsgebieten ohne spezifische Ausbildung arbeits
fähig ist. Besteht kein Anspruch auf Massnahmen zur beruflichen Eingliede
rung, sondern ist die Beschwerdeführerin in einer anderen zumutbaren Tätigkeit arbeitsfähig, braucht es keine Integrationsmassnahmen mehr, um die Eingliederungsfähigkeit herzustellen, und fallen Integrationsmassnahmen nach
Art.
14a IVG ausser Betracht (vgl. BGE 137 V E. 7.2.3).
Eine für die Arbeitsvermittlung massgebende Invalidität liegt
ferner nur dann
vor, wenn der Versicherte bei der Suche nach einer geeigneten Arbeitsstelle aus gesundheitlichen Gründen Schwierigkeiten hat, das heisst es muss für die Beja
hung einer Invalidität im Sinne von
Art.
18
Abs.
1 Satz 1 IVG zwischen dem Gesundheitsschaden und der Notwendigkeit der Arbeitsvermittlung ein Kausal
zusammenhang bestehen (vgl.
Art.
4
Abs.
1 IVG in Verbindung mit
Art.
8 ATSG). Gesundheitliche Schwierigkeiten bei der Suche einer neuen Arbeitsstelle erfüllen den leistungsspezifischen Invaliditätsbegriff, wenn die Behinderung
bleibend oder während voraussichtlich längerer Zeit (
Art.
4
Abs.
1 IVG in Ver
bindung mit
Art.
8 ATSG) Probleme bei der – in einem umfassenden Sinn ver
standenen – Stellensuche selber verursacht. Zur Arbeitsvermittlung nach Art.
18
Abs.
1 Satz 1 IVG ist im Weiteren berechtigt, wer aus invaliditätsbedingten Gründen spezielle Anforderungen an den Arbeitsplatz (z.B. Sehhilfen) oder den Arbeitgeber (z.B. Toleranz gegenüber invaliditätsbedingt notwendigen Ruhe
pausen) stellen muss und demzufolge aus invaliditätsbedingten Gründen für das Finden einer Stelle auf das Fachwissen und entsprechende Hilfe der
Vermitt
lungsbehörden
angewiesen ist (vgl. etwa Urteil des Bundesgerichts 9C_966/2011 vom
4.
Mai 2012 E. 3.2 mit Hinweisen).
Diese Voraussetzungen erfüllen die bei der Beschwerdeführerin noch verbliebenen, medizinisch begründeten Ein
schränkungen nicht, weshalb die Übernahme eines Arbeitstrainings auch unter dem Titel Arbeitsvermittlung nach
Art.
18 IVG entfällt.
Damit hat die Beschwerdegegnerin zu Recht den Anspruch auf Übernahme oder Vermittlung eines Arbeitstrainings abgewiesen.
6.
Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen der auf angepasste Tätigkei
ten eingeschränkten Arbeitsfähigkeit.
6.1
Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird für diesen Teil die Invalidität nach
Art.
16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufga
benbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach
Art.
28a
Abs.
2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit oder der unent
geltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (
Art.
28a
Abs.
3 IVG; gemischte Methode der Invaliditätsbemessung).
Nach der Gerichts- und Verwaltungspraxis wird zunächst der Anteil der Erwerbs
tätigkeit und derjenige der Tätigkeit im Aufgabenbereich (so unter anderem im Haushalt) ermittelt; die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung erwerbstätig wäre, beurteilt sich mit Rücksicht auf die gesamten Umstände, so die persönlichen, familiären, sozi
alen und erwerblichen Verhältnisse. Im Rahmen der gemischten Methode bestimmt sich die Invalidität dadurch, dass im Erwerbsbereich ein Einkommens- und im Aufgabenbereich ein Betätigungsvergleich vorgenommen wird, wobei sich die Gesamtinvalidität aus der Addierung der in beiden Bereichen ermittel
ten und gewichteten
Teilinvaliditäten
ergibt (BGE 130 V 393 E. 3.3 mit Hin
weisen; vgl. BGE 134 V 9).
An der Anwendbarkeit dieser Invaliditätsbemessungsmethode vermag das noch nicht endgültige Urteil der zweiten Kammer des Europäischen Gerichtshof für Menschrechte (EGMR) vom
2.
Februar 2016 nichts zu ändern (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_912/2015 vom 1
8.
April 2016 E. 2), zumal vorliegend die Arbeitsfähigkeit ein volles Pensum ermöglichte.
6
.
2
Als hypothetisches
Valideneinkommen
gilt das Einkommen, das die versicherte Person unter Berücksichtigung der gesamten Umstände überwiegend wahr
scheinlich erzielen würde, wenn sie nicht invalid geworden wäre (BGE 129 V 222 E. 4.3.1).
Mit ihrer Tätigkeit als
Kassiererin/Hilfsmitarbeiterin
erzielte die Beschwerdefüh
rerin mit einem Beschäftigungsgrad von 50 % bei der
Y._
im Jahr 2012 ein Jahressalär von Fr. 31‘482.-- (
Urk.
7/8 S. 1). Bei einer Ent
wicklung der Nominallöhne für weibliche Arbeitskräfte von 2630 Punkten im Jahr 2012 auf 2673 Punkte im Jahr 2014 (vgl. Bundesamt für Statistik, Schwei
zerischer Lohnindex, T 39: Entwicklung der Nominallöhne, der
Konsumenten
pr
eise
und der Reallöhne, 1976-2014) ergibt sich
bei einem 50%
Pensum
im Jahr 2014 ein
Valideneinkommen
von gerundet
(zur Rundung
: BGE
130 V 121 E. 3.2)
Fr. 31'997.--.
6
.
3
Da die Beschwerdeführerin ihre Restarbeitsfähigkeit derzeit nicht ausschöpft
, respektive
den Akten keine Hinweise auf eine
Erwerbstätigkeit
zu entnehmen sind (Stichtag: Datum der Verfügung vom
7.
November 2014)
, ist zur Bestim
mung des Invalideneinkommens ein statistischer Tabellenlohn heran
zuziehen. Aus medizinischer Sicht ist sie für jede adaptierte Tätig
keit ohne schnelle Wechsel der A
rbeitsabläufe, ohne viel Kundenkontakt und ohne sehr hohe Anforderungen an die Konzentrationsausdauer zu 100
%
arbeitsfähig,
voraus
gesetzt
die Arbeitstätigkeit
entspr
i
ch
t
ihrem Bildungsniveau
(
Urk.
7/25 S.
8). Auf dem hypo
thetischen, als ausgeglichen unterstellten Arbeitsmarkt (vgl. BGE 134 V 64 E. 4.2.1, 110 V 273 E. 4b) lassen sich genügend Arbeitsstellen finden, welche diesem Zumutbarkeitsprofil entsprechen und der Beschwerdeführerin unter Berücksichtigung ihrer Fähigkeiten offen stehen. Entsprechend ist vom (nicht nach Branchen differenzierten) standardisierten monatlichen Bruttolohn (Median; inklusive 13. Monatslohn, basierend auf einer wöchentlichen Arbeits
zeit von 40 Stunden) für weibliche Arbeitskräfte an Arbeitsplätzen des nied
rigsten Anforderungsniveaus (Kategorie 4) von Fr. 4'225.-- auszugehen (Tabelle TA1 der LSE 2010 S. 26). Aufgerechnet auf die durchschnittliche betriebsübliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden pro Woche im Jahr 2014 (Die Volkswirtschaft, 3/4-2015 S. 88 Tabelle B9.2) und angepasst an die Entwicklung der Nominal
löhne für weibliche Arbeitskräfte von 2
579
Punkten im Jahr 20
10
auf 2673 Punkte im Jahr 2014 (vgl. Bundesamt für Statistik, Schweizerischer Lohnindex, T 39: Entwicklung der Nominallöhne, der Konsumentenpreise und der Real
löhne, 1976-2014) ergibt dies ein Bruttoeinkommen von Fr.
54‘781
.-- für ein Pensum von 100 %
,
bei einem 50
%
Pensum gerundet
Fr.
27‘391
.
--.
6
.
4
Da die Beschwerdeführerin vor Eintritt des Gesundheitsschadens zu 50
% erwerbs
tätig
war und der Gutachter keine Einschränkung im Haushalt fest
stellte, ist
davon auszugehen, dass sie
auch heute noch,
wäre es nicht zu einem Gesundheitsschaden gekommen,
keinem 100%-Pensum nachgehen würde, son
dern die
hälftige
Aufteilung
der Arbeits- und der Betreuungstätigkeit
beibehal
ten
worden wäre
.
Bei einem Invalideneinkommen von
Fr.
27
‘
391
.
-- (50%
-
Pen
sum) resultiert im Vergleich zum
hypothetischen
Valideneinkommen
von
Fr.
31‘997
.
-- (5
0
%
-
Pensum)
eine Erwerbseinbusse von
Fr.
4‘606
.
--
, was
einer Einschränkung
von
ungewichtet
1
4
.
4
0
%
entspricht.
6
.
5
Die Beschwerdeführerin
wäre
lediglich zu 50
%
arbeits
tätig
. Die Einschränkung im Erwerbsbereich beträgt
14.40
%
. Im Haushaltsbereich beträgt die Ein
schränkung 0
%
.
Bei einer Aufteilung der Tätigkeiten Erwerb und Haushalt von
je
50
% ergeben sich ein Teilinvaliditätsgrad im Erwerbsbereich von
7.2
% (
14
.
40
% x
0,5
/ 100
) und ein Teilinvaliditätsgrad im Haushaltbereich von 0 % (0 % x
0,5
/ 100
). Es besteht ein
rentenausschliessender
Gesamtinvaliditätsgrad von
gerundet
7
%.
Damit
liegt ein
rentenausschliessender Invaliditätsgrad vor
,
was zur Abweisung der Beschwerde führt
.
7
.
Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 700.-- festzulegen und
ausgangsgemäss
von der Beschwerdeführerin zu tragen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG).