Decision ID: d0b74036-d6ff-493a-9599-d41c1e203097
Year: 2016
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ meldete sich am 20. Februar 2014 beim Regionalen
Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) St. Gallen zur Arbeitsvermittlung an (act. G 3/A2) und
beantragte per 1. März 2014 bei der Arbeitslosenkasse des Kantons St. Gallen
Arbeitslosenentschädigung (act. G 3/A10). Zuvor hatte ihm die B._ SA das
Arbeitsverhältnis als Technischer Systemintegrator RVS auf den 28. Februar 2014
gekündigt, da seine Ausbildung für die Stelle ungenügend gewesen sei (act. G 3/A10,
A13, A20).
A.b Mit Verfügung vom 11. April 2014 stellte das RAV den Versicherten wegen
ungenügender Arbeitsbemühungen ab 1. April 2014 für 4 Tage in der
Anspruchsberechtigung ein. Zwar könne er für die Kontrollperiode März 2014 acht
Bemühungen nachweisen, trotzdem müsse seine Stellensuche in qualitativer Hinsicht
als ungenügend beurteilt werden. So entspreche die Anzahl schriftlicher Bewerbungen
nicht den Vorgaben an die Stellensuche, denn es wäre erwartet worden, dass von den
acht Bemühungen pro Monat wenigstens vier in Form einer schriftlichen Bewerbung
getätigt worden wären. Ausserdem seien die Bemühungen mehrheitlich ohne Vorliegen
eines konkreten Stellenangebots erfolgt und auch nicht mit allen erforderlichen
Angaben versehen (act. G 3/A23).
A.c Mit Verfügung vom 29. August 2014 stellte das RAV den Versicherten wegen
Nichtbefolgung einer Weisung ab 14. August 2014 für 7 Tage in der
Anspruchsberechtigung ein. Indem er trotz Aufforderung vom 13. August 2014, dem
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RAV bis zum 23. August 2014 die Arbeitszeugnisse von drei ehemaligen Arbeitgebern
einzureichen, nicht nachgekommen sei, habe der Versicherte eine amtliche Weisung
nicht befolgt (act. G 3/A48).
A.d Am 8. September 2014 verfügte das RAV eine Einstellung des Versicherten in der
Anspruchsberechtigung wegen ungenügender Arbeitsbemühungen ab 1. September
2014 für 8 Tage. Für die Kontrollperiode August 2014 könne er zwar acht
Arbeitsbemühungen nachweisen, jedoch seien diese als ungenügend zu qualifizieren,
da es sich in drei Fällen um Tätigkeiten handle, für welche der Versicherte weder über
eine entsprechende Ausbildung verfüge noch entsprechende berufliche Erfahrungen
mitbringe. Der Erfolg dieser Arbeitsbemühungen sei somit fraglich. Zudem habe er sich
mehrheitlich ohne Vorliegen eines konkreten Stellenangebots aufs Geratewohl hin um
Arbeit bemüht. Schliesslich seien die von ihm notierten persönlichen bzw.
telefonischen Bemühungen für das RAV nicht überprüfbar. Es reiche nicht aus, lediglich
den Namen und die Telefonnummer der Firma zu notieren. Vielmehr benötige das RAV
auch den Namen derjenigen Person, mit welcher er gesprochen habe, damit es die
Angaben überprüfen könne (act. G 3/A54). Gegen diese Verfügung erhob der
Versicherte am 7. Oktober 2014 Einsprache mit der Begründung, sehr wohl über
entsprechende Kenntnisse im kaufmännischen und im Informatik-Bereich zu verfügen.
So hätten denn auch Vorstellungsgespräche im Informatikbereich stattgefunden.
Zudem würden Führungspositionen in der Sicherheitsbranche mehrheitlich intern
vergeben oder es werde meist über das persönliche Netzwerk rekrutiert. Hierzu nutze
er sein Netzwerk, weshalb es sich nicht um Blindbewerbungen handle (act. G 3/A67).
Mit Einspracheentscheid vom 10. November 2014 hob das RAV die angefochtene
Verfügung auf und verzichtete auf eine Einstellung (act. G 3/A75).
A.e Mit Verfügung vom 18. Dezember 2014 stellte das RAV den Versicherten wegen
fehlender Arbeitsbemühungen ab 1. Dezember 2014 für 7 Tage in der
Anspruchsberechtigung ein. Da der Versicherte für die Kontrollperiode November 2014
keinen Nachweis der persönlichen Arbeitsbemühungen eingereicht habe, sei davon
auszugehen, dass er keine Stellen gesucht habe (act. G 3/A77).
A.f Im Schreiben vom 19. Dezember 2014 wies das RAV den Versicherten an, an
einem Einsatzprogramm des C._ vom 5. Januar bis 30. Juni 2015 teilzunehmen (act.
G 3/A79).
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A.g Am 23. Dezember 2014 verfügte das RAV eine Einstellung des Versicherten in der
Anspruchsberechtigung wegen Nichterscheinens zu einem Beratungsgespräch ab 17.
Dezember 2014 für 6 Tage (act. G 3/A81).
A.h Mit Anweisung vom 28. Januar 2015 erfolgte eine Anpassung der
vorangegangenen Anweisung in ein Einsatzprogramm in Kombination mit einem
Berufspraktikum. Der Beschäftigungsgrad wurde auf 30% festgelegt (act. G 3/A88). Mit
Verfügung von gleichem Datum wurde dem Versicherten zudem zugesprochen, er
dürfe innerhalb des Einsatzprogrammes C._ ein Berufspraktikum im
Praktikumsbetrieb B._ SA im Rahmen eines Pensums von 70% absolvieren. Die
Einsatzdauer wurde auf die Zeit vom 5. Januar bis 30. Juni 2015 festgelegt (act. G 3/
A92).
A.i Anlässlich des Beratungsgesprächs zwischen der Personalberaterin und dem
Versicherten vom 5. März 2015 wurde vereinbart, dass der Versicherte monatlich
mindestens fünf persönliche Arbeitsbemühungen zu tätigen habe. Darunter sollten
mindestens drei schriftliche Bewerbungen sein (act. G 3/A98).
A.j Der Versicherte reichte am 7. März 2015 eine Stellungnahme bezüglich seiner
Situation ein. Er gab an, dass er für das Projekt der B._ SA in D._, bei welchem er
als Teilprojektleiter tätig sei, täglich von E._ nach F._ reisen müsse. Der zeitliche
Aufwand für den Arbeitsweg betrage je nach Verkehr zwischen vier und sechs
Stunden. Der Start seitens des Sicherheitsdispositivs der Messe G._, für die das
Projekt aufgegleist sei, sei der 13. März 2015. Leider befinde er sich in der misslichen
Situation, dass er seit Januar 2015 praktisch keine freie Minute habe, um sich um die
Suche einer Arbeitsstelle zu kümmern. Fünf Stunden Reisezeit im Durchschnitt plus die
täglichen Arbeitszeiten würden ihm keine Möglichkeit lassen, den Anforderungen zu
entsprechen. Zwar habe er mit seiner Personalberaterin bereits eine Einigung finden
können, die Anzahl Arbeitsbemühungen zu reduzieren, jedoch sehe er sich erst wieder
in der Lage, dies ab April 2015 zu realisieren. Die momentane Arbeitsauslastung sei
sehr hoch, da der Sicherheitsdienst an der Messe bereits in dieser Woche beginne und
durch die Umstellung des Planungstools sehr viele, nicht planbare Verzögerungen
entstünden. Falls das RAV weitere Informationen oder eine Bestätigung durch den
Vorgesetzten benötige, werde er ihm dies gerne zukommen lassen. Da er seit
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November keine Zahlungen mehr erhalten habe, befinde er sich finanziell in einer
schwierigen Lage, weshalb er das RAV um schnellstmögliche Unterstützung ersuche
(act. G 3/A99).
A.k Mit Verfügung vom 9. März 2015 wurde der Versicherte ab 1. Januar 2015 für 21
Tage in der Anspruchsberechtigung eingestellt. Für die Kontrollperiode Dezember 2014
habe er keinen Nachweis persönlicher Arbeitsbemühungen eingereicht. Am
Beratungsgespräch vom 5. März 2015 habe er zwar ausgeführt, diesen Nachweis
fristgerecht eingegeben zu haben, bisher sei ein solcher aber nicht eingegangen (act. G
3/A97).
A.l Ebenfalls mit Verfügung vom 9. März 2015 wurde der Versicherte wegen fehlender
Arbeitsbemühungen ab 1. Februar 2015 für 21 Tage in der Anspruchsberechtigung
eingestellt. Am Beratungsgespräch vom 5. März 2015 habe er zwar angegeben, auch
den Nachweis der persönlichen Arbeitsbemühungen für die Kontrollperiode Januar
2015 eingereicht zu haben. Bisher könne jedoch kein solcher Eingang verzeichnet
werden (act. G 3/A96).
A.m Mit E-Mail und Brief vom 10. März 2015 teilte das RAV dem Versicherten mit, dass
sein Schreiben vom 7. März 2015 nicht als Einsprache entgegengenommen werden
könne, da eine E-Mail-Einsprache formell nicht zulässig sei (act. G 3/A100f.).
A.n Mit Verfügung vom 31. März 2015 stellte das RAV den Versicherten wegen
fehlender Arbeitsbemühungen ab 1. März 2015 für 37 Tage in der
Anspruchsberechtigung ein. Für die Kontrollperiode Februar 2015 habe er trotz
mehrmaliger Hinweise auf die Pflicht zur Stellensuche wiederum keinen Nachweis
persönlicher Arbeitsbemühungen eingereicht. In Anbetracht der vorausgegangenen
Sanktionierungen werde die Einstelldauer verlängert (act. G 3/A104).
A.o Am 8. April 2015 bestätigte der Verantwortliche des C._ dass der Versicherte
sehr im Projekt engagiert sei (act. G 3/A105). Mit Schreiben vom 21. April 2015
bestätigte auch der Praktikumsbetrieb den zeitlichen Arbeitsaufwand des Versicherten
sowohl für die Zeit seines Zwischenverdienstes im November und Dezember 2014 als
auch während seiner Praktikumszeit (act. G 3/A118 Beilage 9).
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A.p Mit Eingabe vom 23. April 2015 liess der Versicherte durch Rechtsanwalt lic. oec.
F. Dahinden gegen die beiden Verfügungen vom 9. und diejenige vom 31. März 2015
Einsprache erheben (act. G 3/A120).
A.q Am 11. Juni 2015 verfügte das RAV eine Einstellung des Versicherten in der
Anspruchsberechtigung wegen fehlender Arbeitsbemühungen in der Kontrollperiode
März 2015 ab 1. April 2015 für 30 Tage (act. G 3/A126).
B.
B.a Mit Einspracheentscheid vom 11. Juni 2015 hiess das RAV die Einsprache gegen
die Verfügung vom 9. März 2015 wegen fehlender Arbeitsbemühungen im
Kontrollmonat Dezember 2014 in dem Sinne teilweise gut, als es die angefochtene
Verfügung aufhob und den Versicherten ab 1. Januar 2015 für 15 Tage in der
Anspruchsberechtigung einstellte (act. G 3/A132).
B.b Ebenfalls mit Einspracheentscheid vom 11. Juni 2015 hiess das RAV die
Einsprache gegen die Verfügung vom 9. März 2015 wegen fehlender
Arbeitsbemühungen in der Kontrollperiode Januar 2015 in dem Sinne teilweise gut, als
es die angefochtene Verfügung aufhob und den Versicherten ab 1. Februar 2015 für 19
Tage in der Anspruchsberechtigung einstellte (act. G3/A134).
B.c Wiederum mit Einspracheentscheid vom 11. Juni 2015 hiess das RAV auch die
Einsprache des Versicherten gegen die Verfügung vom 31. März 2015 wegen fehlender
Arbeitsbemühungen in der Kontrollperiode Februar 2015 in dem Sinne teilweise gut, als
es die angefochtene Verfügung aufhob und den Versicherten ab 1. März 2015 für 27
Tage in der Anspruchsberechtigung einstellte (act. G 3/A133).
B.d Mit Schreiben vom 11. Juni 2015 nahm der Versicherte zu falsch ausgefüllten
„AM-Bescheinigungen“ Stellung. Es sei ihm erst an diesem Tage mit Hilfe des RAV
gelungen, die Mängel in den Unterlagen zu ermitteln (act. G 3/A137).
B.e In der Einsprache vom 14. Juli 2015 gegen die Verfügung vom 11. Juni 2015
beantragte der Rechtsvertreter des Versicherten die Aufhebung der angefochtenen
Verfügung und die Wiedererwägung der Einspracheentscheide vom 11. Juni 2015.
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Eventualiter beantragte er den Erlass einer neuen Verfügung bezüglich des gesamten
beanstandeten Zeitraums von Dezember 2014 bis März 2015 und eine Festlegung der
Einstellung auf Grund von leichtem Verschulden (act. G 3/A147).
B.f Mit Schreiben vom 15. Juli 2015 lehnte das RAV ein Eintreten auf das
Wiedererwägungsgesuch ab (act. G 3/A148).
B.g Mit Einspracheentscheid vom 15. Juli 2015 wies das RAV die Einsprache gegen
die Verfügung vom 11. Juni 2015 ab und bestätigte die Einstellung in der
Anspruchsberechtigung von 30 Tagen (act. G 3/A149).
C.
C.a Gegen die Einspracheentscheide vom 11. Juni und 15. Juli 2015 richtet sich die
Beschwerde des Rechtsvertreters für den Versicherten vom 13. August 2015. Darin
beantragt der Rechtsvertreter, dass die vier angefochtenen Entscheide aufzuheben
seien und von einer Einstellung in der Anspruchsberechtigung Umgang zu nehmen sei.
Eventualiter sei die Einstellung in der Anspruchsberechtigung auf Grund von leichtem
Verschulden festzulegen; unter Entschädigungsfolgen. Der Rechtsvertreter macht im
Wesentlichen geltend, dass das Schreiben des Beschwerdeführers vom 7. März 2015
richtigerweise als Gesuch um Befreiung von Arbeitsbemühungen hätte qualifiziert
werden müssen. Dies ergebe sich bereits auf Grund des klaren Inhalts des Schreibens
und des zeitlichen Kontextes. Der Beschwerdegegner habe auf jeden Fall schon vor
Erlass der Verfügungen Kenntnis davon erhalten, dass sich der Beschwerdeführer nicht
in der Lage gesehen habe, während des Berufspraktikums noch Arbeitsbemühungen
zu tätigen. Dies hätte bei Erlass der Verfügungen gebührend gewürdigt werden
müssen. Zudem sei ausgewiesen, dass der Beschwerdeführer in den zur Diskussion
stehenden Monaten jeweils 172.2 bzw. 200 Stunden gearbeitet habe, dies nebst den
FAU-Kursen und den Arbeits- bzw. Kundenbesuchswegen. Damit sei er insgesamt in
einem Ausmass tätig gewesen, welches das übliche Arbeitspensum von ca. 160
Stunden bei Weitem überschreite. Hinsichtlich der Kontrollperiode Dezember 2014
reichte der Rechtsvertreter das entsprechende Formular ein. Gestützt darauf habe der
Beschwerdeführer zwar Arbeitsbemühungen getätigt, jedoch nicht im geforderten
Umfang, weshalb er auch auf eine Aushändigung an den Beschwerdegegner verzichtet
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habe. Insgesamt ergebe sich, dass es dem Beschwerdeführer rein objektiv betrachtet
unmöglich gewesen sei, Arbeitsbemühungen zu tätigen. Der Beschwerdegegner hätte
deshalb, zumal er um die dargelegte Unmöglichkeit gewusst habe, von einer
Einstellung Umgang nehmen müssen (act. G 1).
C.b Mit Beschwerdeantwort vom 7. September 2015 beantragte der
Beschwerdegegner mit Verweis auf die Einspracheentscheide vom 11. Juni und 15. Juli
2015 die Abweisung der Beschwerde (act. G 3). Ein weiterer Schriftenwechsel fand
nicht statt.

Erwägungen
1.
1.1 Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer zu Recht in den drei
Einspracheentscheiden vom 11. Juni 2015 und im Einspracheentscheid vom 15. Juli
2015 wegen fehlender Arbeitsbemühungen für 15 Tage ab 1. Januar 2015
(Kontrollperiode Dezember 2014), für 19 Tage ab 1. Februar 2015 (Kontrollperiode
Januar 2015), für 27 Tage ab 1. März 2015 (Kontrollperiode Februar 2015) und für 30
Tage ab 1. April 2015 (Kontrollperiode März 2015) in der Anspruchsberechtigung
eingestellt wurde.
1.2 Nach Art. 30 Abs. 1 lit. c des Bundesgesetzes über die obligatorische
Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG; SR 837.0) ist die
versicherte Person in der Anspruchsberechtigung einzustellen, wenn sie sich
persönlich nicht genügend um zumutbare Arbeit bemüht. Im Rahmen der in Art. 17
Abs. 1 AVIG verankerten Schadenminderungspflicht muss die versicherte Person, die
Versicherungsleistungen beanspruchen will, mit Unterstützung des zuständigen
Arbeitsamtes alles Zumutbare unternehmen, um Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu
verkürzen. Insbesondere ist sie verpflichtet, Arbeit zu suchen, nötigenfalls auch
ausserhalb ihres bisherigen Berufs. Sie muss ihre Bemühungen nachweisen können.
Bei der Beurteilung, ob diese Bemühungen genügend oder ungenügend sind, kommt
es nicht auf deren Erfolg an, sondern auf die Tatsache und die Intensität des
Bemühens. Zu berücksichtigen ist nicht nur die Quantität, sondern auch die Qualität
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der Bemühungen (BGE 124 V 231 E. 4a mit Hinweis; THOMAS NUSSBAUMER, in:
Ulrich Meyer (Hrsg.), SBVR, Bd. XIV, Soziale Sicherheit, 3. A., Rz 310 ff.).
1.3 Der Nachweis für die Arbeitsbemühungen ist für jede Kontrollperiode spätestens
am fünften Tag des folgenden Monats oder am ersten auf diesen Tag folgenden
Werktag zu erbringen. Die Arbeitsbemühungen werden nicht mehr berücksichtigt,
wenn die versicherte Person die Frist verstreichen lässt und keinen entschuldbaren
Grund geltend macht (Art. 26 Abs. 2 der Verordnung über die obligatorische
Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung [AVIV; SR 837.02]). Die
zuständige Amtsstelle hat die Arbeitsbemühungen der Versicherten monatlich zu
überprüfen (Art. 26 Abs. 3 AVIV) und bei ungenügenden Arbeitsbemühungen eine
Einstellung in der Anspruchsberechtigung zu verfügen. Bei ungenügenden
Bemühungen hat die zuständige Amtsstelle je Kontrollperiode eine Einstellung in der
Anspruchsberechtigung zu verfügen (Art. 30 Abs. 1 lit. c AVIG). Sie darf nicht während
längerer Zeit tatenlos zuwarten, um dann eine umso massivere Einstellung zu verfügen
oder gar die Vermittlungsfähigkeit in Frage zu stellen. Wenn sich das Verhalten der
versicherten Person nach erfolgter Einstellung nicht ändert, muss die Einstellungsdauer
angemessen erhöht werden (AVIG-Praxis ALE Rz B322 f.). Der von der versicherten
Person monatlich zu erbringende Nachweis soll die Verwaltung in die Lage versetzen,
die Quantität und Qualität der Anstrengungen zur Überwindung der Arbeitslosigkeit
umfassend abzuklären und zu würdigen (BGE 120 V 77 E. 3c).
1.4 Die Dauer der Einstellung bemisst sich nach dem Grad des Verschuldens (Art. 30
Abs. 3 AVIG) und beträgt je Einstellungsgrund 1 bis 15 Tage bei leichtem, 16 bis 30
Tage bei mittelschwerem und 31 bis 60 Tage bei schwerem Verschulden (Art. 45 Abs. 3
AVIV). Wird die versicherte Person wiederholt in der Anspruchsberechtigung eingestellt,
so wird die Einstellungsdauer angemessen verlängert. Für die Verlängerung werden die
Einstellungen der letzten zwei Jahre berücksichtigt (Art. 45 Abs. 5 AVIV).
2.
2.1 Vorliegend hat der Beschwerdeführer weder für den Kontrollmonat Dezember 2014
noch für die Monate Januar 2015, Februar 2015 und März 2015 rechtzeitig
Arbeitsbemühungen eingereicht. Es ist nachfolgend zu prüfen, ob er dafür
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entschuldbare Gründe geltend machen kann. Da die zuständige Amtsstelle die
Arbeitsbemühungen monatlich zu überprüfen (Art. 26 Abs. 3 AVIV) und bei
ungenügenden Bemühungen je Kontrollperiode eine Einstellung zu verfügen hat (vgl.
Erwägung 1.3), ist ein Zusammenzug der einzeln verfügten Einstellungen nicht zulässig.
Die Einspracheentscheide werden daher nachfolgend einzeln und unter
Berücksichtigung der konkreten Umstände überprüft.
2.2 Wer sich bei der Arbeitslosenversicherung anmeldet, hat sowohl Rechte als auch
Pflichten. Den Beschwerdeführer trifft die Pflicht zur Stellensuche - im Sinne einer
Schadenminderungspflicht - auch dann, wenn er in einem Zwischenverdienst tätig ist
oder eine arbeitsmarktliche Massnahme absolviert. Das Kreisschreiben über die
Arbeitslosenentschädigung des seco führt dazu aus, auch eine versicherte Person mit
einem Zwischenverdienst sei gehalten, qualitativ und quantitativ ausreichende
Arbeitsbemühungen nachzuweisen. Das Gleiche gelte auch während der Dauer von
arbeitsmarktlichen Massnahmen, soweit die versicherte Person nicht ausdrücklich
davon befreit sei (AVIG-Praxis ALE Rz. B317). Allein die Tatsache, dass der
Beschwerdeführer im Dezember 2014 noch einem Zwischenverdienst nachging und ab
5. Januar bis 30. Juni 2015 innerhalb des Einsatzprogrammes C._ ein
Berufspraktikum absolvierte, entband ihn somit nicht von seiner Pflicht zur genügenden
Stellensuche. Vielmehr ist jede versicherte Person gehalten, sich so zu verhalten, wie
wenn keine Versicherung für den Erwerbsausfall aufkommen würde. Gerade wenn
Schwierigkeiten bei der Stellensuche bestehen, werden von den Versicherten
besonders intensive Arbeitsbemühungen verlangt. Die arbeitslose Person hat alle sich
bietenden und zumutbaren Möglichkeiten, eine Stelle zu finden, voll auszuschöpfen.
Zwar schreiben weder Gesetz noch Verordnung eine Mindestanzahl von Bewerbungen
vor. Ob die Anstrengungen bei der Stellensuche genügend sind, muss vielmehr im
Einzelfall beurteilt werden (JACQUELINE
CHOPARD, Die Einstellung in der Anspruchsberechtigung, Zürich 1998, S. 138 f.).
3.
3.1 Mit dem angefochtenen Einspracheentscheid vom 11. Juni 2015 wurde der
Beschwerdeführer dafür sanktioniert, dass er während der Kontrollperiode Dezember
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2014 keine Arbeitsbemühungen tätigte (vgl. act. G 3/A132). In seinem Schreiben vom
7. März 2015 hatte der Beschwerdeführer geltend gemacht, er habe bereits im
November und Dezember 2014 als Teil-Projektleiter der B._ SA für die Sicherheit für
die H._ gearbeitet. Um seinen Zwischenverdienst zu erzielen, sei er täglich von E._
nach F._ gereist. Je nach Verkehr betrage der zeitliche Aufwand für den Arbeitsweg
zwischen vier und sechs Stunden (act. G 3/A99). Gemäss der Bestätigung der B._
SA vom 21. April 2015 arbeitete der Beschwerdeführer von Anfang November bis Ende
Dezember 2014 für sie im Zwischenverdienst. Im Dezember 2014 habe der
Beschwerdeführer inklusive der Vorbereitungen der G._ 2015 172.2 Stunden
gearbeitet. Wie dem Arbeitsvertrag zwischen der B._ SA und dem Beschwerdeführer
vom 31. Oktober 2014 zu entnehmen ist, wurde er ab 1. November 2014 unbefristet als
nebenberuflicher Sicherheitsagent auf Abruf und ohne garantierte Arbeitszeit angestellt
(act. G 3/A123). Unbestritten bleibt jedoch, dass der Beschwerdeführer trotz der
Vereinbarung, acht Arbeitsbemühungen zu tätigen (act. G 3/A15), für die
Kontrollperiode Dezember 2014 keinen Nachweis einreichte. Dies selbst nicht,
nachdem ihn die Personalberaterin im Beratungsgespräch vom 5. Januar 2015 darauf
hingewiesen und er angekündigt hatte, den Nachweis gleichentags noch in den
Briefkasten des RAV einzuwerfen (vgl. act. G 3/A155). Das erst mit der Beschwerde
eingereichte Nachweisformular ist demgegenüber zu spät erfolgt und damit nicht mehr
anrechenbar (vgl. Erwägung 1.3).
3.2 Der Beschwerdeführer macht zudem geltend, sein Schreiben an den
Beschwerdegegner vom 7. März 2015 sei als Gesuch um Befreiung von der Pflicht zur
Erbringung von Arbeitsbemühungen zu qualifizieren. Nachdem das Schreiben jedoch
erst drei Monate nach Beginn der Kontrollperiode Dezember 2014 erfolgte, vermag es
unabhängig davon, wie es zu verstehen ist, rückwirkend keine Befreiung von
arbeitslosenversicherungsrechtlichen Pflichten mehr zu bewirken. Damit steht fest,
dass sich der Beschwerdeführer während der Kontrollperiode Dezember 2014 nicht um
zumutbare Arbeit bemüht hat. Der Tatbestand von Art. 30 Abs. 1 lit. c AVIG ist folglich
erfüllt.
3.3 Zu prüfen ist daher die Frage, ob die Einstelldauer von 15 Tagen gerechtfertigt ist.
Der Beschwerdegegner hat im angefochtenen Einspracheentscheid für die Bemessung
der Sanktion auf den vom zuständigen Bundesamt herausgegebenen Einstellraster
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(AVIG-Praxis ALE Rz. D72) verwiesen, wonach u.a. erstmals fehlende
Arbeitsbemühungen während der Kontrollperiode mit 5 bis 9 und zweitmals fehlende
Arbeitsbemühungen mit 10 bis 19 Einstelltagen zu ahnden sind. Nachdem der
Beschwerdeführer bereits im Monat November 2014 keine Arbeitsbemühungen
erbracht hatte und schon in der Kontrollperiode März 2014 wegen ungenügender
Arbeitsbemühungen in der Anspruchsberechtigung eingestellt worden war, wäre
grundsätzlich nicht mehr von einem erstmaligen Verschulden auszugehen. Als
mildernder Umstand ist jedoch zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer
während der Kontrollperiode Dezember 2014 einem Zwischenverdienst für die B._
SA in F._ nachging, womit er unbestrittenermassen einen sehr langen Arbeitsweg in
Kauf nahm, auch wenn er diesen - was zahlenmässig jedoch nicht belegt ist - nicht
täglich unternahm. Gestützt auf diese Umstände ist eine Einstellung von 9 Tagen als
angemessen zu erachten.
4.
4.1 Im angefochtenen Einspracheentscheid vom 11. Juni 2016 bezüglich der
Kontrollperiode Januar 2015 wurde der Beschwerdeführer wegen fehlender
Arbeitsbemühungen für 19 Tage in der Anspruchsberechtigung eingestellt (act. G 3/
A134). Gemäss der Verfügung „Berufspraktikum“ vom 28. Januar 2015 wurde ihm ab
5. Januar 2015 ein Berufspraktikum bewilligt. Der Beschäftigungsgrad des Praktikums
sollte 70% betragen und jener im Einsatzprogramm C._ 30% (act. G 3/A88, A92). Die
Verfügung hielt zudem fest, dass das Beratungsgespräch weiterhin ein Mal pro Monat
stattfinden und die Anzahl der während des Praktikums zu erbringenden
Arbeitsbemühungen in Absprache mit dem Personalberater festgelegt werden sollte
(act. G 3/A92). Nachdem der Beschwerdeführer dem Beratungsgespräch vom 16.
Dezember 2014 unentschuldigt fern geblieben war, fand das nächste erst am 5. Januar
2015 statt. Anlässlich dieses Gesprächs gab der Beschwerdeführer hinsichtlich der
Kontrollperiode November 2014 zu, wegen vieler Zwischenverdiensteinsätze keine
Arbeitsbemühungen getätigt zu haben, diejenigen für die Kontrollperiode Dezember
2014 wollte er aber dem RAV gleichentags noch abgeben. Eine Änderung hinsichtlich
der bisher geforderten acht Arbeitsbemühungen wurde demgegenüber nicht
protokolliert und war somit offenbar auch nicht Thema (act. G 3/A155 S. 4). Wie der
AM-Bescheinigung Berufspraktikum betreffend Januar 2015 zu entnehmen ist,
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bestätigte der Praktikumsbetrieb, dass der Beschwerdeführer im Januar während
insgesamt 18 ganzen Tagen gearbeitet und an zwei Tagen an Kursen im
Einsatzprogramm des C._ teilgenommen hatte (act. G 3/A93). Selbst wenn er somit
auf Grund des langen Arbeitsweges von E._ nach F._ an den Arbeitstagen keine
Zeit für Bewerbungen fand, konnte er vorliegend nicht nachvollziehbar begründen,
weshalb er auch an den Wochenenden und Feiertagen (1. bis 4., 10., 11., 17., 18., 24.,
25. und 31. Januar 2015) keine Zeit dafür fand. Indem sich der Beschwerdeführer somit
auch während der Kontrollperiode Januar 2015 nicht um zumutbare Arbeit bemühte,
hat er für diese Zeit wiederum den Tatbestand von Art. 30 Abs. 1 lit. c AVIG erfüllt.
4.2 Hinsichtlich der Höhe der Einstellung ist jedoch mildernd zu berücksichtigen, dass
der Beschwerdeführer zwar nicht an allen Arbeitstagen, aber wie er geltend macht,
doch mehrheitlich einen langen Arbeitsweg auf sich nahm, um das Berufspraktikum zu
absolvieren. Damit erscheint für die bereits dritte Einstellung wegen fehlender
Arbeitsbemühungen eine solche von 12 Tagen gerechtfertigt.
5.
5.1 Auch in der Kontrollperiode Februar 2015 zeigt sich eine ähnliche Situation.
Gemäss der Bescheinigung des Praktikumsbetriebs vom 28. Februar 2015 arbeitete
der Beschwerdeführer vom 2. bis 6. Februar, vom 9. bis 13. Februar, vom 16. bis 20.
Februar und am 23., 24. und 27. Februar 2015 in F._; am 25. und 26. Februar 2015
nahm er am Einsatzprogramm des C._ in E._ teil (act. G 3/A103). Auch für diese
Kontrollperiode ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer keine Arbeitsbemühungen
tätigte, weshalb er mit Einspracheentscheid vom 11. Juni 2015 für 27 Tage eingestellt
wurde. Da er somit wiederum seiner Schadenminderungspflicht nicht nachkam, ist die
Einstellung grundsätzlich zu Recht erfolgt. Lediglich sein Einsatz im Berufspraktikum
vermag das gänzliche Fehlen von Arbeitsbemühungen nicht zu rechtfertigen.
5.2 Nachdem der lange Arbeitsweg jedoch auch im Februar 2015 wohl den grössten
Teil der Freizeit des Beschwerdeführers in Anspruch genommen hat, erscheint eine
Einstellung von 15 Tagen angemessen.
6.
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6.1 Im Rahmen des Beratungsgesprächs vom 5. März 2015 protokollierte die
Personalberaterin, der Beschwerdeführer habe angegeben, er habe dem RAV seit
November 2014 sämtliche Arbeitsbemühungen eingereicht. Zudem habe er Mühe bei
der Stellensuche bekundet. Da es ihm im Moment nicht möglich sei, acht
Arbeitsbemühungen pro Monat zu tätigen, reduzierte die Personalberaterin die Anzahl
der monatlich verlangten Arbeitsbemühungen von acht auf fünf (act. G 3/A155 S. 3).
Zwar kann das Schreiben des Beschwerdeführers vom 7. März 2015 durchaus als
Gesuch um Befreiung von den zu erbringenden Arbeitsbemühungen betrachtet
werden, dies wäre jedoch lediglich für die Zukunft zu beachten, also ab 7. März 2015.
Da der Beschwerdegegner dem Beschwerdeführer darauf - offenbar nach telefonischer
Besprechung - mit E-Mail und Brief vom 10. März 2015 lediglich mitteilte, dass das
Schreiben nicht als Einsprache entgegengenommen werden könne (vgl. act. G 3/
A100f.), kann dieser sich jedoch nicht auf eine Befreiung berufen. Vielmehr ermahnte
der Beschwerdegegner den Beschwerdeführer erneut, die Stellensuche umgehend
aufzunehmen, ansonsten er mit weiteren Einstelltagen rechnen müsse (vgl. act. G 3/
A100). Damit war der Beschwerdeführer verpflichtet, auch für die Kontrollperiode März
2015 Arbeitsbemühungen zu erbringen, wenn auch in diesem Monat fünf anstelle der
früher erforderlichen acht Bemühungen. Nachdem der Beschwerdeführer
unbestrittenermassen gar keine Arbeitsbemühungen unternommen hat, hat ihn der
Beschwerdegegner zu Recht in der Anspruchsberechtigung eingestellt.
6.2 Zu prüfen bleibt, ob die im Einspracheentscheid vom 15. Juli 2015 erlassene
Einstellung von 30 Tagen angemessen ist. Obgleich der Beschwerdeführer bereits zum
fünften Mal wegen fehlender Arbeitsbemühungen eingestellt wurde, bleibt vorliegend
zu berücksichtigen, dass im Kontrollmonat März 2015 offenbar auf Grund des I._-
starts am 13. März 2015 die Arbeitsbelastung insbesondere ab 7. März 2015 zunahm
und der Beschwerdeführer gemäss dem erst im Beschwerdeverfahren eingereichten
Arbeitszeit-Formular einen äusserst hohen Arbeitszeitaufwand erfüllte. Nachdem er
vom 7. bis 27. März 2015 durchgehend ohne einen freien Tag arbeitete und das
tägliche Arbeitspensum zudem meist auch ein durchschnittliches Pensum weit übertraf
(vgl. act. G 1.20), wäre grundsätzlich die Vermittlungsfähigkeit in Frage zu stellen. Da
dies vorliegend jedoch nicht Thema ist, erscheint eine Reduzierung des Einstellmasses
auf 19 Einstelltage gerechtfertigt.
7.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 15/16
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
7.1 In teilweiser Gutheissung der Beschwerde vom 13. August 2015 wird der
Einspracheentscheid vom 11. Juni 2015 betreffend fehlende Arbeitsbemühungen in der
Kontrollperiode Dezember 2014 aufgehoben und der Beschwerdeführer ab 1. Januar
2015 für 9 Tage in der Anspruchsberechtigung eingestellt. Der Einspracheentscheid
vom 11. Juni 2015 betreffend fehlende Arbeitsbemühungen in der Kontrollperiode
Januar 2015 wird ebenfalls aufgehoben und der Beschwerdeführer ab 1. Februar 2015
für 12 Tage in der Anspruchsberechtigung eingestellt. Weiter wird der
Einspracheentscheid vom 11. Juni 2015 hinsichtlich fehlender Arbeitsbemühungen in
der Kontrollperiode Februar 2015 aufgehoben und der Beschwerdeführer ab 1. März
2015 für 15 Tage in der Anspruchsberechtigung eingestellt. Schliesslich wird der
Einspracheentscheid vom 15. Juli 2015 betreffend fehlende Arbeitsbemühungen in der
Kontrollperiode März 2015 aufgehoben und der Beschwerdeführer ab 1. April 2015 für
19 Tage in der Anspruchsberechtigung eingestellt.
7.2 Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a des Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]).
7.3 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei
Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom
Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der
Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art.
61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor
Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.--
bis Fr. 12'000.--. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers verzichtete auf das
Einreichen einer Kostennote. Im vorliegenden Fall wäre bei vollständigem Obsiegen
eine pauschale Parteientschädigung von Fr. 3'000.-- (inklusive Barauslagen und
Mehrwertsteuer) angemessen. Auf Grund des lediglich teilweisen Obsiegens
rechtfertigt sich eine Parteientschädigung von Fr. 1'500.-- (inklusive Barauslagen und
Mehrwertsteuer).