Decision ID: 588cdd4f-745f-561b-aee7-37d66a706bc3
Year: 2016
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A.
Das Sekretariat der Wettbewerbskommission WEKO (nachfolgend: Vor-
instanz oder Sekretariat) eröffnete am 12. Januar 2015, im Einvernehmen
mit einem Mitglied des Präsidiums der Wettbewerbskommission, die Un-
tersuchung (...) gemäss Art. 27 des Kartellgesetzes (KG). Die Untersu-
chung richtet sich u.a. gegen die Z._ AG, (...), die Y._ AG,
(...), und deren Muttergesellschaft X. H._ AG, (...), und weitere kon-
zernmässig verbundene Gesellschaften (nachfolgend: Beschwerdeführe-
rinnen). Anlass für die Untersuchung gab der Verdacht, dass u.a. die vor-
erwähnten Gesellschaften unzulässige Wettbewerbsabreden gemäss Art.
5 KG getroffen und durch Missbrauch ihrer Stellung auf dem Markt andere
Unternehmen gemäss Art. 7 KG in der Aufnahme oder Ausübung des Wett-
bewerbs behindert oder die Marktgegenseite benachteiligt hatten.
B.
Die Vorinstanz stellte am 11. November 2015 ein Auskunftsbegehren an
W._, ehemaliger Geschäftsführer der Y._ AG. W._
beantwortete die ihm gestellten Fragen am 17. November 2015.
C.
Mit Schreiben vom 25. November 2015 lud die Vorinstanz W._ vor,
im Verfahren (...) als Zeuge auszusagen. Die Zeugeneinvernahme wurde
auf den 17. Dezember 2015 angesetzt. Gleichzeitig informierte die Vo-
rinstanz die übrigen Verfahrensparteien über die vorgesehene Zeugenein-
vernahme von W._ und lud sie dazu ein, mitzuteilen, ob sie daran
teilnehmen möchten.
D.
Mit Eingabe vom 2. Dezember 2015 stellten die Beschwerdeführerinnen
unter anderem das Gesuch, die Vorladung von W._ dahingehend
zu korrigieren, dass dieser als Partei und nicht als Zeuge einzuvernehmen
sei, und daher auch die Anfragen an die übrigen Verfahrensparteien ent-
sprechend zu annullieren seien. Zudem beantragten sie, dass das Aus-
kunftsbegehren vom 11. November 2015 an W._ sowie dessen Ant-
wort aus den Akten zu entfernen seien.
E.
Mit Zwischenverfügung vom 8. Dezember 2015 wies die Vorinstanz die An-
träge der Beschwerdeführerinnen ab, auf die Zeugeneinvernahme von
W._ zu verzichten und das Auskunftsbegehren der Vorinstanz vom
B-8093/2015
Seite 3
11. November 2015 an W._ und seine Antwort darauf vom 17. No-
vember 2015 aus den Akten zu entfernen. Sie entzog einer allfälligen Be-
schwerde die aufschiebende Wirkung und auferlegte den Beschwerdefüh-
rerinnen die Kosten der Zwischenverfügung in Höhe von Fr. 2'820.–.
F.
Mit Eingabe vom 13. Dezember 2015 erhoben die Beschwerdeführerinnen
Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht mit den Anträgen, die Verfü-
gung vom 8. Dezember 2015 sei aufzuheben, der Beschwerde sei die auf-
schiebende Wirkung zu erteilen, der Vorinstanz sei ohne vorgängige Anhö-
rung zu untersagen, W._ als Zeugen einzuvernehmen, und die Act.
VI.1 und VI.2 (Schreiben der Vorinstanz an W._ inkl. Fragebogen
sowie Antworten von W._ auf den Fragebogen) seien aus den Ver-
fahrensakten zu weisen.
G.
Mit Zwischenverfügung vom 15. Dezember 2015 hiess das Bundesverwal-
tungsgericht das Gesuch der Beschwerdeführerinnen um Wiederherstel-
lung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde gut und untersagte der
Vorinstanz bis auf weiteres, W._ als Zeugen einzuvernehmen.
H.
In der Folge führte das Bundesverwaltungsgericht den Schriftenwechsel
sowohl zur aufschiebenden Wirkung als auch zur Sache durch. Die Vor-
instanz reichte am 11. Januar 2016 eine Stellungnahme ein. Sie beantragt,
es sei auf die Beschwerde nicht einzutreten, eventualiter sei sie abzuwei-
sen. Zudem ersucht sie darum, die aufschiebende Wirkung der Be-
schwerde nicht wiederherzustellen. Mit unaufgeforderter Eingabe vom
20. Januar 2016 nahmen die Beschwerdeführerinnen dazu Stellung.
B-8093/2015
Seite 4

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Das Bundesverwaltungsgericht beurteilt gemäss Art. 31 des Verwal-
tungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) Beschwerden
gegen Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes
(VwVG, SR 172.021), sofern sie von einer Vorinstanz nach Art. 33 VGG
erlassen wurden und keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt. Als Ver-
fügungen im Sinne von Art. 5 VwVG gelten auch selbständig eröffnete Zwi-
schenverfügungen (Art. 5 Abs. 2 VwVG). Die vorliegend zu beurteilende
Beschwerde richtet sich gegen eine Entscheidung der Vorinstanz über die
Zeugeneinvernahme eines ehemaligen Geschäftsführers einer Tochterge-
sellschaft der X. H._ AG. Sie stellt unbestrittenermassen eine selb-
ständig eröffnete Zwischenverfügung dar. Die Vorinstanz ist eine eidgenös-
sische Kommission im Sinne von Art. 33 Bst. f VGG, womit deren Verfü-
gungen grundsätzlich mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht
weitergezogen werden können.
1.2 Die angefochtene Zwischenverfügung der Vorinstanz ist an die
"X. H._ AG sowie weitere konzernmässig verbundene Gesellschaf-
ten" gerichtet. Die Kosten der genannten Verfügung wurden den Adressa-
ten auferlegt, ohne dass die angefochtene Verfügung spezifizieren würde,
um welche weiteren Gesellschaften es sich handle. Auch die Beschwerde-
führerinnen schweigen sich zum genauen Adressatenkreis der angefoch-
tenen Verfügung aus. Aus den eingereichten Vollmachten ergibt sich aber
indirekt, dass als Beschwerdeführerinnen die X. H._ AG, die
X._ AG, die Y._ AG, die Z._ AG und die V._
AG auftreten. Sowohl die X. H._ AG als auch deren Konzerntöchter
haben am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen und sind von der an-
gefochtenen Verfügung (potenziell) besonders betroffen (Art. 48 Abs. 1 Bst.
a und b VwVG). Die Beschwerdeführerinnen haben den eingeforderten
Kostenvorschuss fristgerecht bezahlt, und die übrigen Sachurteilsvoraus-
setzungen sind erfüllt. Zu prüfen sind nachfolgend weitere Eintretensvo-
raussetzungen.
2.
Die Vorinstanz bringt vor, ihre Zwischenverfügung habe nicht die Teilnahme
der anderen Parteien an der Zeugeneinvernahme von W._ zum Ge-
genstand. Vielmehr beschränke sich der Streitgegenstand darauf, ob
W._ als Zeuge einvernommen werden könne und das an ihn ge-
richtete Auskunftsbegehren und seine Antwort darauf aus den Akten zu
B-8093/2015
Seite 5
entfernen seien. Ginge es den Beschwerdeführerinnen auch um das Teil-
nahmerecht der Parteien, hätte es ihnen freigestanden, gestützt auf Art. 18
Abs. 2 VwVG deren Ausschluss zu verlangen. Ein solcher Antrag sei je-
doch nicht gestellt worden.
2.1 Anfechtungsobjekt im Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht
bildet der angefochtene vorinstanzliche Entscheid. Gegenstand des Be-
schwerdeverfahrens kann nur sein, was im erstinstanzlichen Verfahren be-
urteilt wurde oder nach richtiger Gesetzesauslegung hätte beurteilt werden
sollen. Fragen, über welche die erstinstanzliche Behörde nicht entschieden
hat, darf auch die zweite Instanz nicht beurteilen, ansonsten sie in die funk-
tionelle Zuständigkeit der ersten Instanz eingreifen würde (Urteil des Bun-
desgerichts 2C_572/2007 vom 23. Januar 2008 E. 1.3; Urteil des Bundes-
verwaltungsgerichts C-6317/2013 vom 1. September 2014 E. 2.1).
2.2 Die Beschwerdeführerinnen haben von der Vorinstanz gefordert, dass
diese W._ nicht als Zeuge einvernehme und seine schriftlichen Aus-
künfte einschliesslich der Anfrage durch die Vorinstanz mit Fragebogen
aus den Akten entferne. Sie haben hingegen nicht, auch nicht eventualiter,
beantragt, eine allfällige Zeugeneinvernahme von W._, oder auch
nur seine Einvernahme als Partei, sei unter Ausschluss der anderen Par-
teien durchzuführen. Das scheint kein Versehen zu sein, weil die anderen
Parteien bereits Einsicht in die schriftliche Auskunft von W._ neh-
men konnten und die Beschwerdeführerinnen nie vorgebracht haben,
diese enthalte sie betreffende Geschäftsgeheimnisse (vgl. nur Be-
schwerde, S. 7 f.). Soweit die Beschwerdeführerinnen Ausführungen zur
Parteiöffentlichkeit der angefochtenen Zeugenbefragung von W._
machen, entfernen sie sich vom Streitgegenstand. Insoweit ist auf die Be-
schwerde nicht einzutreten.
2.3 Ebenfalls nicht einzutreten ist auf die Beschwerde, soweit die Be-
schwerdeführerinnen eine Verletzung von Art. 25 Abs. 4 des Kartellgeset-
zes vom 6. Oktober 1995 (KG, SR 251) rügen, weil die Vorinstanz ihnen
keine Gelegenheit gegeben habe, die schriftlichen Auskünfte von
W._ auf allfällige Geschäftsgeheimnisse hin zu prüfen, bevor sie
den anderen Parteien offengelegt worden seien (Beschwerde, S. 7 f.).
Auch insoweit liegt diese Rüge ausserhalb des Streitgegenstandes. Die
Beschwerdeführerinnen werden im weiteren Verlauf des Verfahrens vor
der Vorinstanz bzw. der WEKO Gelegenheit haben, diese Rüge vorzubrin-
gen. Im Übrigen ist, wie in den vorstehenden Erwägungen, zu betonen,
B-8093/2015
Seite 6
dass die Beschwerdeführerinnen nicht geltend machen, W._ habe
Geschäftsgeheimnisse seiner ehemaligen Arbeitgeberin offenbart.
Obschon auf die Rügen nicht einzutreten ist, sei hier der Vollständigkeit auf
Folgendes hingewiesen: Die Vorinstanz hat die Mitwirkungsrechte der Par-
teien gewahrt, indem sie ihnen bei Einvernahmen Dritter ein Teilnahme-
recht verbunden mit der Möglichkeit, Ergänzungsfragen zu stellen, einge-
räumt hat, sofern keine Ausschlussgründe nach Art. 18 Abs. 2 VwVG ge-
geben waren. Auch hat die Vorinstanz die Parteien mehrfach von Amtes
wegen durch Versand des Aktenverzeichnisses über den Stand der Akten
orientiert.
3.
3.1 Eine Beschwerde gegen selbständig eröffnete Verfügungen ist nicht in
jedem Fall zulässig. So ist zwar die Anfechtung von Zwischenverfügungen
über die Zuständigkeit und den Ausstand stets möglich (vgl. Art. 45 Abs. 1
VwVG). Gegen andere Zwischenverfügungen kommt eine Beschwerde
nach Art. 46 Abs. 1 VwVG indes nur in Frage, wenn diese entweder einen
nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken können (Bst. a) oder die
Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und
damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges
Beweisverfahren ersparen würde (Bst. b). Mit dem Erfordernis des nicht
wiedergutzumachenden Nachteils wird die Voraussetzung eines schutz-
würdigen Interesses an der sofortigen Aufhebung oder Änderung der an-
gefochtenen Zwischenverfügung umschrieben. Demnach liegt das Rechts-
schutzinteresse im Schaden, der entstünde, wenn der Nachteil auch durch
einen an sich günstigen Endentscheid nicht oder nur teilweise behoben
werden könnte (vgl. Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A-5468/2014
vom 27. November 2014 E. 1.2 und C-6184/2010 vom 23. Februar 2012
E. 4.2). Der nicht wiedergutzumachende Nachteil muss nach dem VwVG,
im Unterschied zu Art. 93 Abs. 1 Bst. a des Bundesgerichtsgesetzes vom
17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) nicht rechtlicher Natur sein. Vielmehr
genügt die Beeinträchtigung schutzwürdiger tatsächlicher, insbesondere
auch wirtschaftlicher Interessen, sofern der Betroffene nicht nur versucht,
eine Verlängerung oder Verteuerung des Verfahrens zu verhindern
(vgl. statt vieler Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A-2082/2014 vom
9. Juli 2014 E. 2.1 und A-1081/2014 vom 23. April 2014 E. 1.3, je m.H.)
oder eine Verfahrensverzögerung zu erreichen. Ferner muss die Beein-
trächtigung nicht geradezu irreparabel, jedoch von einigem Gewicht sein
(vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-3043/2011 vom 15. März
2012 E. 1.2.3). Nicht erforderlich ist sodann, dass er tatsächlich entsteht;
B-8093/2015
Seite 7
vielmehr reicht es aus, dass er entstehen bzw. nicht von vorneherein aus-
geschlossen werden kann (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts
B-860/2011 vom 8. September 2011 E. 2.2). Die Beweislast für das Vorlie-
gen eines entsprechenden Nachteils trägt die beschwerdeführende Partei
(vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B-5436/2011 vom 5. März 2012
E. 3.4).
Bewirkt eine Zwischenverfügung keinen nicht wiedergutzumachenden
Nachteil, kann sie erst mit Beschwerde gegen die Endverfügung angefoch-
ten werden (Art. 46 Abs. 2 VwVG). Die beschränkte Anfechtbarkeit von
Zwischenverfügungen soll verhindern, dass die Beschwerdeinstanz Zwi-
schenentscheide überprüfen muss, die durch einen günstigen Endent-
scheid der Vorinstanz für die betroffene Person jeden Nachteil verlieren
würden. Die Rechtsmittelinstanz soll sich in der Regel nur einmal mit einer
Streitsache befassen und sich nicht bereits in einem frühen Verfahrenssta-
dium ohne genügend umfassende Sachverhaltskenntnis teilweise materiell
festlegen müssen (BGE 135 II 30 E. 1.3.2; Urteil des Bundesverwaltungs-
gerichts A-2160/2010 vom 3. Januar 2011 E. 2.2.3 m.H.).
3.2 Die Beschwerdeführerinnen machen in Bezug auf die Eintretensvo-
raussetzungen geltend, W._ solle in seiner Eigenschaft als früherer
Geschäftsführer der Y._ AG befragt werden. Wie die Vorinstanz be-
züglich der Einvernahme des früheren Geschäftsleitungsmitglieds der
U._ AG Bauunternehmung, T._, selbst aufgezeigt habe,
könnten allfällige Geschäftsgeheimnisse nur geschützt werden, wenn die
anderen Verfahrensparteien von der Befragung ausgeschlossen würden.
So habe die Vorinstanz T._ zwar formell als Zeuge einvernommen,
die anderen Parteien vorgängig jedoch gar nicht über die Einvernahme in-
formiert; zudem sei der U._-Gruppe nach der Einvernahme die Ge-
legenheit gegeben worden, im Einvernahmeprotokoll allfällige Geschäfts-
geheimnisse zu bezeichnen, bevor das Protokoll den anderen Parteien zu-
gänglich gemacht worden sei. Werde W._ im Beisein anderer Par-
teien als Zeuge einvernommen, könnten sich die Beschwerdeführerinnen
nicht gegen Aussagen wehren, die möglicherweise Geschäftsgeheimnisse
enthielten. Denn nur W._ könne sich gegebenenfalls auf ein Aussa-
geverweigerungsrecht berufen, nicht aber die Beschwerdeführerinnen.
Nach dem nemo tenetur-Grundsatz müsse das Unternehmen selber ent-
scheiden können, inwieweit es im kartellrechtlichen Verfahren mitwirke.
Sodann gebiete es die Verfahrensökonomie, dass über ein allfälliges Be-
weisverwertungsverbot früh entschieden werde.
B-8093/2015
Seite 8
3.3 Die Vorinstanz führt aus, die angefochtene Zwischenverfügung bewirke
für die Beschwerdeführerinnen keinen nicht wiedergutzumachenden Nach-
teil. Die Verwertbarkeit der Zeugenaussage von W._ und der Un-
terlagen betreffend seiner vorgängigen freiwilligen Auskunft könnten die
Beschwerdeführerinnen in ihrer schriftlichen Stellungnahme zum Antrag
des Sekretariats an die WEKO aufwerfen sowie in einem allfälligen Be-
schwerdeverfahren gegen die Endverfügung erneut rügen.
3.4 Wie in E. 2 dargelegt, kann auf die Vorbringen der Beschwerdeführe-
rinnen, mit Ausnahme des Gesichtspunktes der Verfahrensökonomie, nicht
eingetreten werden. Inwiefern die behauptete Beeinträchtigung der Verfah-
rensökonomie für die Beschwerdeführerinnen zu konkreten Nachteilen
rechtlicher oder tatsächlicher Natur führen könnte, legen diese nicht vor.
Damit sind sie ihrer Begründungslast nicht nachgekommen.
4.
4.1 Zusammenfassend ergibt sich, dass auf die Beschwerde nicht einzu-
treten ist. Es kann daher offen gelassen werden, was die Motive der Be-
schwerdeführerinnen für die Anfechtung der Zwischenverfügung sind, und
ob die Motive für sich genommen einer Anfechtbarkeit entgegenstehen
würden.
4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens haben die Beschwerdeführerin-
nen die Kosten des Verfahrens zu tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Diese
werden auf Fr. 2'000.– festgesetzt (vgl. Art. 1 i.V.m. Art. 4 des Reglements
über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht
vom 21. Februar 2008 [VGKE, SR 173.320.2]).
Den unterliegenden Beschwerdeführerinnen ist keine Parteientschädigung
zuzusprechen (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG; Art. 7 Abs. 1 VGKE e contrario).
Ebenso wenig steht der Vorinstanz eine Parteientschädigung zu (vgl. Art. 7
Abs. 3 VGKE).
B-8093/2015
Seite 9