Decision ID: fd2c8264-f3fc-4775-a3ba-7f0cc91f45d8
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_OG
Chamber: ZH_OG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: civil_law

betreffend Auszahlung des Vermächtnisses, etc.
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Meilen vom 3. November
2016; Proz. CP110004
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Ursprüngliche Rechtsbegehren der Klägerin: (act. 24 S. 2 f.)
" 1. Es seien die Beklagten solidarisch zu verpflichten, der Klägerin CHF 10'000'000.00 gemäss Vermächtnis des Erblassers D._ (sel.) vom 7. November 2008 einschliesslich Verzugszinsen von 5% p.a. seit Erbschaftantritt zu bezahlen.
2.1 Es seien die Beklagten solidarisch zu verpflichten gemäss der  Verfügung vom 17.09.2009 des Erblassers D._ (sel.) der Klägerin die am 30.07.2010 auf Konto 1 bei der UBS AG, Filiale ..., ... [Adresse] befindlichen Vermögenswerte, einschliesslich seitheriger  und sofern ein Safe damals zugehörig war, einschliesslich dem Safeinhalt zu bezahlen resp. auszuhändigen.
2.2 Es sei die Klägerin als alleinige Willensvollstreckerin hinsichtlich des Kontos gemäss obiger Ziff 2.1 einzusetzen und ihr die vollständige Verfügungsmacht mit Einschluss rückwirkender Informationsrechte darüber zu erteilen. Eventualiter sei die volle Verfügungsberechtigung der Klägerin über das in obiger Ziff. 2.1 genannte Konto zu bestätigen.
3. Es sei die Nichtigkeit, eventualiter die Ungültigkeit der letztwilligen Verfügung des Erblassers D._ (sel.) vom 17. März. 2010 und  Nachtrag vom 27. Juni 2010 vorfrageweise festzustellen.
4. Eventualiter, sofern das Dokument gemäss Rechtsbegehren Ziff. 3 nicht nichtig oder ungültig sein sollte, sei die Gültigkeit und  der letztwilligen Verfügung des Erblassers D._ (sel.) vom 17. März 2010 vorfrageweise festzustellen.
5. a) Eventualiter, sofern Rechtsbegehren Ziff. 1 abgewiesen wird,  die Beklagten solidarisch zu verpflichten, der Klägerin das  gemäss letztwilliger Verfügung vom 17.03.2010 des  D._ (sel.) von monatlich CHF 15'000.00 seit 30.07.2010 bis 30.07.2015 einschliesslich Verzugszins von 5% p.a. seit  zu bezahlen und den im Entscheidzeitpunkt noch nicht fälligen  des Vermächtnisses angemessen zu sichern:
b) Eventualiter und für die Anteile, für die ein Leistungsentscheid noch nicht möglich ist, sei die Gültigkeit und Anwendbarkeit des  gemäss obiger Ziff. 5a festzustellen.
alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich ) zulasten der Beklagten."
Schlussbegehren der Klägerin:
(act. 213 S. 2 f.)
" 1.1. Es sei festzustellen, dass die Beklagten das letzte Testament des , errichtet zwischen dem 28. Juni 2010 und 26. Juli 2010, , beiseite geschafft und jedenfalls nicht zuhanden des  eingereicht haben.
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1.2. Eventualiter seien die Beklagten solidarisch zu verpflichten, der  10 Mio. Schweizer Franken gemäss Vermächtnis des Erblassers vom 7. November 2008 zuzüglich 5% Verzugszinsen seit 30. Juli 2010 zu bezahlen.
1.3. Subeventualiter seien die Beklagten solidarisch zu verpflichten, der Klägerin das Vermächtnis gemäss letztwilliger Verfügung des  vom 17. März 2010 von monatlich CHF 15'000.00 seit 30. Juli 2010 zuzüglich 5% Verzugszinsen zu bezahlen.
Alles unter Kosten und Entschädigungsfolgen zu Lasten der ."
Urteil des Bezirksgerichtes Meilen vom 3. November 2016: (act. 299 S. 90/91)
1. Auf das Begehren der Klägerin, es sei festzustellen, dass die Beklagten das letzte
Testament des Erblassers, errichtet zwischen dem 28. Juni 2010 und 26. Juli 2010,
vernichtet, beiseite geschafft und jedenfalls nicht zuhanden des Erbschaftsgerichts
eingereicht haben, wird nicht eingetreten.
2. Das Begehren, es seien die Beklagten solidarisch zu verpflichten, der Klägerin
CHF 10'000'000.– gemäss Vermächtnis des Erblassers vom 7. November 2008,
zuzüglich 5 % Verzugszinsen seit 30. Juli 2010, zu bezahlen, wird abgewiesen.
3. Das Begehren, es seien die Beklagten solidarisch zu verpflichten, der Klägerin mo-
natlich CHF 15'000.– seit 30. Juli 2010 gemäss Vermächtnis des Erblassers vom
17. März 2010, zuzüglich 5 % Verzugszinsen, zu bezahlen, wird abgewiesen.
4. Im übrigen Umfang wird das Verfahren als durch Rückzug erledigt abgeschrieben.
5. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:
CHF 161'000.– ; die weiteren Kosten betragen:
CHF 1'050.– Kosten des Schlichtungsverfahrens
CHF 162'050.– Kosten total.
6. Die Gerichtskosten, einschliesslich der Kosten des Schlichtungsverfahrens, werden
der Klägerin auferlegt.
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7. Die Gerichtskosten, ohne die Kosten des Schlichtungsverfahrens, werden aufgrund
der Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege einstweilen auf die Gerichtskasse
genommen.
Die Nachforderung gemäss Art. 123 ZPO bleibt vorbehalten.
8. Die Klägerin wird verpflichtet, den Beklagten eine Parteientschädigung von insge-
samt CHF 153'200.–, hälftig verteilt auf den Beklagten 1 und den Beklagten 2, zu
bezahlen. Eine Mehrwertsteuerentschädigung ist nicht geschuldet.
9./10. Mitteilung / Rechtsmittel
Berufungsanträge:
der Klägerin und Berufungsklägerin (act. 298 S. 2):
"1. Die vorinstanzliche Disp. Ziff. 2. sei aufzuheben und es seien die Beklagten solida-
risch zu verpflichten, der Klägerin CHF 10'000'000.00 gemäss Vermächtnis des Erblassers vom 7. November 2008 zuzüglich 5% Verzugszinsen sei 30. Juli 2010 zu bezahlen.
2. Eventualiter sei die vorinstanzliche Disp. Ziff. 2. aufzuheben und die Sache zur
Neubeurteilung der Vermächtnisklage über CHF 10'000'000.00 zuzüglich 5%  seit 30. Juli 2010 gemäss Testament des Erblassers vom 7. November 2008 an die Vorinstanz zurückzuweisen.
3. In Abänderung der vorinstanzlichen Disp. Ziff. 6. seien die Gerichtskosten ein-
schliesslich der Kosten des Schlichtungsverfahrens vollumfänglich den Beklagten (in solidarischer Verpflichtung) aufzuerlegen und es seien in Aufhebung der  Disp. Ziff. 8. die Beklagten solidarisch zu verpflichten, der Klägerin für eine volle Parteientschädigung für das erstinstanzliche Verfahren (zuzüglich ) zu bezahlen;
alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich Mehrwertsteuer) hinsichtlich des vorliegenden Berufungsverfahrens zulasten der Beklagten (in solidarischer )."
Verfahrensantrag:
"Es sei der Klägerin für das vorliegende Berufungsverfahren UP/URB zu gewähren mit der Massgabe, dass bei Zusprechung einer Prozessentschädigung diese im Umfange der aus der Gerichtskasse entrichteten Anwaltskosten abgetreten werde."
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der Beklagten und Berufungsbeklagten (act. 307 S. 2):
"1. Die Berufung sei abzuweisen, soweit darauf überhaupt einzutreten ist, und der
Entscheid des Bezirksgerichts Meilen vom 3. November 2016 (Geschäfts-Nr. CP110004-G), soweit er überhaupt angefochten ist, zu bestätigen;
2. Eventuell sei das Verfahren an die Vorinstanz zur Ergänzung des Sachverhalts und
zu einem neuen Entscheid zurückzuweisen;
unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich Mehrwertsteuer) zu Lasten der  und Berufungsklägerin."

Erwägungen:
I.
Gegenstand des Verfahrens und Prozessgeschichte
1. Die Klägerin verlangt im vorliegenden Verfahren von den Beklagten die Aus-
zahlung eines Vermächtnisses aus dem Erbe des am 30. Juli 2010 verstorbenen
D._ sen. (nachfolgend Erblasser). Die Beklagten sind die Söhne und Erben
des Erblassers.
2. Mit Eingabe vom 6. Juni 2011 reichte die Klägerin bei der Vorinstanz die
Klage und Klagebewilligung ein (act. 1 und 2) und stellte gleichzeitig Begehren
um vorsorgliche und superprovisorische Massnahmen sowie ein Gesuch um Ge-
währung der umfassenden unentgeltlichen Rechtspflege. Nach der Bereinigung
von formellen Mängeln und Durchführung des vorsorglichen Massnahmeverfah-
rens – der abweisende Beschluss erging am 7. Mai 2012 (act. 59) – erstatteten
die Beklagten am 9. Oktober 2012 die Klageantwort (act. 72). Vergleichsgesprä-
che vom 7. Mai 2013 führten zu keiner Einigung (Prot. VI S. 15 f.). Das Verfahren
betreffend unentgeltliche Rechtspflege gestaltete sich als äusserst aufwändig. Die
unentgeltliche Rechtspflege wurde der Klägerin von der Vorinstanz vorerst nur be-
fristet gewährt, letztlich mit Entscheid der Kammer vom 23. April 2015 (act. 192)
vollumfänglich. Replik- und Duplikschriften ergingen am 17. Juli 2015 (act. 213)
bzw. am 2. November 2015 (act. 220). Anlässlich der Hauptverhandlung vom
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3. November 2016 erstatteten die Parteien je zwei Vorträge (Prot. VI S. 76 ff.).
Anschliessend fällte die Vorinstanz den angefochtenen Entscheid. Für die Pro-
zessgeschichte im Einzelnen kann auf den angefochtenen Entscheid verwiesen
werden (act. 199 S. 3 - 7). Dieser wurde den Parteien am 8. November 2016 zu-
gestellt (act. 291/1 und 291/2).
3. Am 8. Dezember 2016 erhob die Klägerin die Berufung. Sie stellt die ein-
gangs erwähnten materiellen Anträge (act. 298 S. 2) sowie das Gesuch um Ge-
währung der unentgeltliche Rechtspflege und Bestellung ihres Vertreters als un-
entgeltlicher Rechtsbeistand auch für das Berufungsverfahren. Mit Verfügung vom
6. März 2017 wurde der Klägerin Frist angesetzt, um ihre aktuellen Einkommens-
und Vermögensverhältnisse sowie ihren aktuellen Bedarf umfassend darzulegen
und zu belegen (act. 302). Gleichzeitig wurde den Beklagten Frist zur Erstattung
der Berufungsantwort angesetzt und die Prozessleitung delegiert (a.a.O.). Innert
erstreckter Frist reichte die Klägerin mit ihrer Eingabe vom 30. März 2017 Belege
zu ihren finanziellen Verhältnissen ein (act. 305 und 306/1 - 25). Hievon sind den
Beklagten je ein Doppel mit dem Endentscheid zuzustellen. Die Beklagten erstat-
teten die Berufungsantwort mit Beilagen fristgerecht am 7. April 2017 (act. 307
und 308). Das Verfahren erweist sich als spruchreif. Je ein Doppel von Beru-
fungsantwort und den Beilagen dazu sind der Klägerin mit dem Endentscheid zu-
zustellen.
II.
Formelles und Allgemeine Vorbemerkungen
1. Nach Eingang der Berufung prüft die Rechtsmittelinstanz das Vorliegen der
Prozessvoraussetzungen von Amtes wegen.
Die Berufung wurde rechtzeitig (act. 2 i.V.m. act. 291/2) erhoben. Sie liegt schrift-
lich begründet und mit Anträgen versehen vor (Art. 311 ZPO). Die Zuständigkeit
der angerufenen zürcherischen Gerichte ist unbestritten und wurde von der Vor-
instanz insbesondere auch unter Berücksichtigung des internationalen Anknüp-
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fungspunktes im Einzelnen dargelegt. Es kann darauf verwiesen werden (act. 299
S. 23 - 27). Dem Eintreten auf die Berufung steht nichts entgegen.
2.1 Die Klägerin änderte im Verlaufe des vorinstanzlichen Verfahrens ihre
Rechtsbegehren durch Ergänzungen bzw. durch teilweisen Rückzug. Die Vor-
instanz hat im angefochtenen Entscheid darauf verwiesen (act. 199 S. 29 - 32).
Zur Beurteilung stand schliesslich das Feststellungsbegehren, worauf die Vor-
instanz in ihrem Endentscheid nicht eintrat (Dispositiv Ziff. 1), sowie die eventuali-
ter gestellten Vermächtnisklagen über CHF 10'000'000.-- zuzüglich Zins (Disposi-
tiv Ziff. 2) bzw. über monatlich CHF 15'000.-- seit 30. Juli 2010 zuzüglich Zins
(Dispositiv Ziff. 3). Im Übrigen wurde das Verfahren als durch Rückzug erledigt
abgeschrieben (Dispositiv Ziff. 4). Die Kosten des Verfahrens wurden der Klägerin
auferlegt (Dispositiv Ziff. 6) und diese wurde verpflichtet, den Beklagten eine Par-
teientschädigung zu bezahlen (Dispositiv Ziff. 8).
2.2 Gegenstand der Berufung bildet neben der Kosten- und Entschädigungsre-
gelung (Dispositiv Ziff. 6 und 8) einzig Dispositiv Ziff. 2 des angefochtenen Ent-
scheides. Die Klägerin verlangt die Auszahlung eines Vermächtnisses von
CHF 10 Mio. gestützt auf das Testament vom 7. November 2008. Im Umfang der
Anträge hemmt die Berufung die Rechtskraft und Vollstreckbarkeit des angefoch-
tenen Entscheides (Art. 315 Abs. 1 ZPO). Im Übrigen ist der angefochtene Ent-
scheid mit der Erstattung der Berufungsantwort, in welcher die Abweisung der Be-
rufung beantragt wird (act. 307 S. 2), in Rechtskraft erwachsen, was vorzumerken
ist.
Nicht mehr Gegenstand des Berufungsverfahrens ist somit das Feststellungsbe-
gehren betreffend eines zwischen dem 28. Juni und 26. Juli 2010 errichteten Tes-
tamentes, sowie das Begehren, die Beklagten seien gestützt auf das Testament
vom 17. März 2010 zur Zahlung von monatlich CHF 15'0000.-- seit 30. Juli 2010
zuzüglich Zins an die Klägerin zu verpflichten (Dispositiv Ziff. 1 und 3 des ange-
fochtenen Entscheides). Gleiches gilt für den Rückzug gemäss Dispositiv Ziff. 4
des angefochtenen Entscheides. sodann wurde die Höhe der erstinstanzlichen
Entscheidgebühr nicht angefochten.
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3. Die Vorinstanz hat sich angesichts des internationalen Bezugs im angefoch-
tenen Urteil differenziert auch mit der Frage des anwendbaren Rechts auseinan-
dergesetzt und zusammenfassend festgehalten, dass auf die der Klage zugrunde
liegenden Vermächtnisansprüche umfassend schweizerisches Recht anzuwen-
den sei (act. 199 S. 38 - 45). Dem ist ohne weiteres zu folgen. Die Parteien haben
dies im Berufungsverfahren denn auch nicht in Frage gestellt. Wie schon vor Vor-
instanz gehen sie auch im Berufungsverfahren von der Anwendbarkeit schweize-
rischen Rechts aus.
4. Mit der Berufung kann die unrichtige Rechtsanwendung wie auch die unrich-
tige Feststellung des Sachverhaltes geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). In
der Berufung ist aufzuzeigen, inwiefern der angefochtene Entscheid als fehlerhaft
erachtet wird. Die Begründung muss hinreichend genau und eindeutig sein und
von der Berufungsinstanz mühelos verstanden werden können. Dies setzt voraus,
dass der Berufungskläger im Einzelnen die vorinstanzlichen Erwägungen be-
zeichnet, die er anficht, und die Aktenstücke nennt, auf denen seine Kritik beruht.
Diese Anforderungen gelten – wenn auch weniger streng – auch gegenüber juris-
tischen Laien. Sind die Anforderungen erfüllt, überprüft die Berufungsinstanz den
angefochtenen Entscheid sowohl in rechtlicher als auch in tatsächlicher Hinsicht
frei. Ihre Kognition ist umfassend, sie kann sämtliche gerügten Mängel frei und
unbeschränkt überprüfen (Art. 310 ZPO) und wendet das Recht von Amtes wegen
an (Art. 57 ZPO). Dabei kann sich die Berufungsinstanz abgesehen von offen-
sichtlichen Mängeln darauf beschränken, die Beanstandungen zu beurteilen, wel-
che die Parteien in ihren schriftlichen Begründungen gegen das erstinstanzliche
Urteil erheben (BGer 5A_635/2015, Urteil vom 21. Juni 2015 E. 5 unter Hinweis
auf BGE 138 III 374 E. 4.3.1 S. 375; BGer 5A_141/2014 vom 28. April 2014
E. 2.4; BGer 4A_619/2015 vom 25. Mai 2016 E. 2.2.4 mit weiteren Hinweisen;
REETZ/THEILER, ZK ZPO, 3.A., Art. 310 N 5 und 6; Art. 311 N 36). Es ist nachste-
hend auf die erhobenen Einwendungen soweit erheblich einzugehen.
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III.
Materielles
1. Mit Verfügung vom 15. Dezember 2010 (Geschäfts-Nr. EL100264,
act. 263/18) eröffnete die Einzelrichterin im summarischen Verfahren am Bezirks-
gericht Meilen die nachfolgenden letztwilligen Verfügungen (bzw. Schenkungs-
versprechen) des Erblassers (soweit sie im Verfahren noch interessieren im Wort-
laut):
"Testament" vom 14. Januar 2008 (nur in Kopie vorhanden):
(...)
"Ergänzung zum Testament" vom 15. Oktober 2008 (nur in Kopie vorhanden):
(...)
"Testament" vom 7. November 2008 (im Original vorhanden):
Couvert:
" Mein Testament, datiert vom 7.11.08 von Dr. E._ aufzubewahren und im Falle mei-
nes Todes zu eröffnen.
Kopie bei UBS ...
[persönliche Unterschrift]
D._
Zürich, den 7. Nov. 2008"
Testament:
" 1. Hiermit unterstelle ich meinen gesamten Nachlass meinem Heimatrecht, dem
Schweizerischen Recht.
2. Vorbehältlich des nachfolgenden Legates, soll mein gesamter Nachlass zu gleichen
Teilen meinen beiden Söhnen C._. und B._, ohne jede Auflage, zukommen.
3. An meine frühere Ehefrau F._, richte ich ein Vermächtnis von CHF 20'000'000.–
(zwanzig Millionen Schweizerfranken) und an meine jetzige Lebenspartnerin
A._, CHF 10'000'000.– (zehn Millionen Schweizerfranken) höchstens jedoch für
beide insgesamt 10% (zehn Prozent) meines Nettovermögens.
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4. Im jetzigen Zeitpunkt liegt ein grosser Teil meines Nachlasses bei der UBS ...
und CS ... sowie in einem Safe bei der UBS ..., die Anteile von verschiedenen Betei-
ligungen. Ich bitte meine Söhne, vor wichtigen Entscheidungen, Rat bei Dr. E._,
G._ und Dr. H._, zu suchen.
Das Wohl von F._ und A._ liegt mir sehr am Herzen.