Decision ID: 912de85a-244e-4b15-bea5-4f5b1738bf7c
Year: 2011
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Werner Rechsteiner, Unterer Graben 1,
9001 St. Gallen,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
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Rentenrevision
Sachverhalt:
A.
A.a A._ bezog aufgrund einer Kniebinnenläsion und einer Gonarthrose bei einem
Invaliditätsgrad von 50% eine halbe Invalidenrente (IV-act. 23,24). Im Rahmen eines
Rentenrevisionsverfahrens wurden am 8. April 1998 folgende Diagnosen gestellt: St. n.
Arthroskopie der rechten Schulter mit Refixation der Subscapularissehne und
Reposition der Bizepssehne 4/97 und aktuell Impingementsyndrom der rechten
Schulter, Varusgonarthrose rechtes Knie m. V. auf eine mediale Meniskusläsion mit St.
n. partieller Menisektomie 6/96, St. n. valgisierender Tibiakopfosteotomie linkes Knie
(IV-act. 28). Diese Veränderung des Gesundheitszustands hatte einen Anstieg des
Invaliditätsgrades auf 67% zur Folge (IV-act. 44), so dass der Versicherte nun eine
ganze Invalidenrente bezog (IV-act. 49). In einem an den Hausarzt gerichteten Bericht
vom 12. August 2004 führte die Klinik für Orthopädische Chirurgie am Kantonsspital
St. Gallen u.a. aus (IV-act. 66), der Versicherte leide nun auch an einer chronischen
Lumboischialgie links mehr als rechts. Er müsste vor allem rückenschonend arbeiten.
Der Arbeitsplatz sollte entsprechend umgestaltet werden. Es könne keine Operation
empfohlen werden. Das rechte Schultergelenk zeige eine
Aussenrotationsverminderung. Am 2. November 2004 wurde empfohlen (IV-act. 71),
den Versicherten umzuschulen bzw. den Landwirtschaftsbetrieb so umzuorganisieren,
dass der Versicherte als supervisierende, delegierende Arbeitskraft eingesetzt werden
könne. Die IV-Stelle prüfte in der Folge erneut berufliche Eingliederungsmassnahmen,
kam jedoch zum Schluss, dass solche nicht sinnvoll seien. Der Versicherte sei nach wie
vor in seinem Betrieb am besten eingegliedert. Deshalb sei eine Rentenberechtigung zu
prüfen, wobei zu beachten sei, dass sich die Arbeitsfähigkeit eher verschlechtert habe
(IV-act. 75). Mit einer Verfügung vom 18. Januar 2007 setzte die IV-Stelle die laufende
ganze auf eine halbe Invalidenrente herab (IV-act. 107, 109). Sie begründete dieses
Vorgehen damit, dass sich die gesundheitlichen Verhältnisse zwar tendenziell
verschlechtert hätten. Gleichzeitig hätten sich aber die Betriebsabläufe verändert.
Verschiedene periodische Arbeiten seien nun in Lohnarbeit vergeben und der
Betriebszweig der Feldkompostierung sei ausgebaut worden, so dass sich die
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Betriebsrechnung markant verbessert habe. Der Versicherte könne sich in diesem
Bereich besser einbringen. Der Invaliditätsgrad betrage nur noch 57%.
A.b Der Versicherte liess am 15. Mai 2008 ein Rentenrevisionsgesuch stellen (IV-act.
117). Sein Rechtsvertreter ersuchte um die Zusprache einer ganzen Rente, da das
Einkommen aus der Feldkompostierung per Ende April 2008 weggefallen und
krankheitsbedingt keine Ersatztätigkeit möglich sei. Dr. med. B._, Facharzt FMH
Allgemeine Medizin, berichtete der IV-Stelle am 30. September 2008 (IV-act. 130), der
Gesundheitszustand des Versicherten habe sich verschlechtert, weshalb eine
stationäre Rehabilitation in der Klinik C._ geplant sei. D._ vom landwirtschaftlichen
Zentrum berichtete der IV-Stelle am 1. Juli 2009 (IV-act. 136), der Versicherte habe
angegeben, das Grüngut werde nun nicht mehr kompostiert, sondern in einer
Biogasanlage verwertet. Gemäss seinen eigenen Angaben hätte der Versicherte
eigentlich eine Ersatztätigkeit für den Kompostauftrag finden können. Beispielsweise
hätte er im Auftrag der Biogasproduzenten Materialtransporte ausführen können.
Entsprechende Angebote seien vorhanden gewesen. Er habe aber sämtliche Angebote
wegen starker Schmerzen im Rücken ablehnen müssen. Das lange Sitzen auf dem
Traktor sei unerträglich geworden. Im Frühjahr 2009 habe er auch die Haltung eigener
Aufzuchtrinder aufgegeben, um die Arbeitsbelastung für sich und die Familie zu
reduzieren. D._ hielt dazu fest, der Arbeitsbedarf habe sich von 4450 Akh auf 3240
Akh reduziert. Experten hätten eine Aufgabe der Milchwirtschaft und eine Umstellung
auf die Rindermast oder sogar auf einen viehlosen Betrieb empfohlen, auch wenn das
ein tieferes Einkommen zur Folge haben würde. Der Leidensdruck sei so gross
geworden, dass eine entsprechende Betriebsumstellung als möglich erscheine. Sollte
es dem Versicherten aus ärztlicher Sicht nicht möglich sein, eine Alternative zur
Feldrandkompostierung auszuführen, so müsse mit einem sehr hohen
Einkommensausfall gerechnet werden. Bei der Auswertung der medizinischen Berichte
sollte insbesondere die Frage beantwortet werden, für welche Dauer und für welche
Intensität die Arbeit mit dem Traktor noch zumutbar sei. Die Klinik C._ hatte in einem
Austrittsbericht vom 5. Dezember 2008 festgehalten (IV-act. 138), die relevanten
Probleme seien eine Funktionsstörung der LWS und belastungsabhängige
Funktionsstörungen beider Kniegelenke. Der Versicherte könne nur noch selten
Gewichte ab Boden bis 20 kg, über Kopf bis 15 kg und horizontal bis 25 kg hantieren.
Er sollte sich ständig wiederholende Gewichtsbelastungen vermeiden. Arbeiten in der
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Hocke, kniend oder stehend vorgeneigt sollten nicht länger als eine Stunde pro
Arbeitstag, Tätigkeiten mit maximalen Armzugbelastungen (Stossen und Ziehen) nur
noch bis 30 Min. pro Arbeitstag vorkommen. Längere stehende oder sitzende Arbeiten
müssten spätestens nach drei Stunden durch eine Pause oder durch einen Wechsel in
der Belastung unterbrochen werden können. Die Arbeitsfähigkeit sollte erneut durch
den "IV Leistungsprüfer Landwirtschaft" ermittelt werden.
A.c Die E._ Klinik berichtete der IV-Stelle am 19. August 2009 (IV-act. 142-13/14),
sie habe folgende Diagnosen erhoben: Belastungsabhängiges lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom und Übergangsanomalie des lumbosakralen Übergangs mit V. a.
Instabilität L2/3 und L3/4. Aufgrund des jahrzehntelangen dauernden
Beschwerdebildes werde es nicht einfach sein, die richtige Therapie bei fehlenden
auffälligen morphologischen Veränderungen zu finden. Am 20. Januar 2010 gab die
E._ Klinik ergänzend an (IV-act. 146, 151), Arbeiten mit dem Traktor könnten dem
Versicherten innerhalb seiner Schmerzgrenze zugemutet werden. Die tägliche Dauer
hänge von den Schmerzen des Versicherten ab. Durch einen gut gefederten Sessel
und durch die richtige Sitzhaltung könnte die Arbeitsfähigkeit verbessert werden. Dr.
med. F._ vom RAD hielt am 10. Februar 2010 fest (IV-act. 152), es fänden sich keine
Hinweise darauf, dass sich die objektivierbaren Veränderungen der Wirbelsäule bis
zum letzten MRI im Sommer 2009 verändert hätten. In den Berichten der E._ Klinik
sei immer wieder die Rede von fehlenden auffälligen morphologischen Veränderungen.
Bei im wesentlichen unveränderten objektivierbaren Befunden der LWS habe der
Versicherte 2006 seine Tätigkeit bei der Feldkompostierung aufgenommen. Bereits im
März 2006 habe er geltend gemacht, dass längeres Traktorfahren (mehr als 45 Min.) oft
schmerzhaft sei. Trotzdem habe er die Feldkompostierung bis zur wirtschaftlich
bedingten Einstellung ausgeübt. Unter Berücksichtigung einer zur
Schmerzüberwindung zumutbaren Willensanstrengung und bei entsprechendem
Einsatz eines Schmerzmedikaments sei versicherungsmedizinisch bezüglich
Arbeitsleistung auf dem Traktor (bei hydraulisch gestützter und gefederter
Handhabung) davon auszugehen, dass sich die Situation gegenüber 2006 nicht
erheblich verändert habe. Aus medizinischer Sicht dürften Einsätze auf dem Traktor in
gleichem Mass möglich sein wie zu dem Zeitpunkt, in dem der Versicherte die nun
aufgegebene Tätigkeit der Feldkompostierung in Angriff genommen habe. Im übrigen
seien die Angaben der Klinik C._ zur Arbeitsfähigkeit zutreffend. D._ hielt in seinem
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Abschlussbericht vom 24. März 2010 fest (IV-act. 159), der Ersatz der
Feldkompostierung durch andere Aufträge im Bereich der Grüngutverwertung wäre
gesundheitlich vertretbar gewesen. Demzufolge müsse der Verlust der Einnahmen aus
der Feldkompostierung als nicht behinderungsbedingter Einkommensverlust qualifiziert
werden. Hingegen könne die Aufgabe der Haltung von Aufzuchtrindern im Frühjahr
2009 als behinderungsbedingte Anpassung taxiert werden. Dadurch sei ein
Deckungskostenbeitragsverlust von total Fr. 2'000.-- eingetreten. Der
behinderungsbedingte Erwerbsausfall betrage insgesamt 59%.
A.d Mit einem Vorbescheid vom 21. Mai 2010 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit,
dass sie beabsichtige, sein Erhöhungsgesuch abzuweisen (IV-act. 164). Zur
Begründung führte sie an, die gesundheitlichen Verhältnisse hätten sich seit 2006
objektiv nicht wesentlich und auf Dauer verändert. Das Führen von Maschinen sei
weiterhin im bisherigen Ausmass zumutbar. Es liege in der Verantwortung des
Versicherten, das zumutbare Leistungspotential anderweitig einzubringen. Die
vorgesehenen betrieblichen Umstrukturierungen beeinflussten das Betriebsergebnis
nicht wesentlich. In einer leidensadaptierten Tätigkeit seien eine weit höhere
Arbeitsfähigkeit und ein weit höheres Erwerbseinkommen zumutbar, als der Versicherte
auf dem eigenen Betrieb erwirtschafte. Die E._ Klinik hatte am 7. Mai 2010 berichtet,
vor einigen Tagen sei es zu einer extremen Schmerzexazerbation nach einem normalen
Arbeitstag gekommen (IV-act. 165). Der Versicherte habe sich kaum mehr bewegen
können. Eine Kortisonspritze habe nach zwei Tagen zu einer Besserung geführt. Bei
der aktuellen Untersuchung sei der gewohnte Zustand wieder hergestellt gewesen. Es
bestehe ein in der Intensität im Zeitablauf zunehmendes, belastungsabhängiges
lumbospondylogenes Schmerzsyndrom, das nicht mehr auf konservative Massnahmen
reagiere. Am 28. Juni 2010 liess der Versicherte gegen den Vorbescheid einwenden
(IV-act. 168), das Einkommen aus der Landwirtschaft habe sich weiter reduziert. Er
bestreite, dass das Führen von Maschinen im bisherigen Ausmass noch zumutbar sei.
Er habe keine Ersatzaufträge erhalten. Der Invaliditätsgrad liege bei mindestens 70%.
Deshalb bestehe ein Anspruch auf eine ganze Rente. Dr. F._ vom RAD schlug am 6.
Juli 2010 vor (IV-act. 170), die Frage, wieviele Stunden pro Tag dem Versicherten auf
dem Traktor noch zugemutet werden könnten, der ärztlichen Leitung der
Wirbelsäulenchirurgie der E._ Klinik vorzulegen. Die IV-Stelle kam diesem Vorschlag
am 7. Juli 2010 nach (IV-act. 171). Die E._ Klinik führte am 13. Juli 2010 aus (IV-act.
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172), die belastungsabhängigen Schmerzen seien multifaktorieller Genese und bedingt
durch die mehrsegmentalen degenerativen Veränderungen bei Lumbalskoliose,
Übergangsanomalie des lumbosakralen Übergangs sowie mehrsegmentalen
Instabilitäten. Die Schmerzen entsprächen dem subjektiven Empfinden des
Versicherten, weshalb keine Angaben über die Zumutbarkeit von körperlich
belastenden Tätigkeiten gemacht werden könnten. Optimal wären wechselnd sitzende,
stehende und gehende Tätigkeiten ohne das Heben von Lasten über 5 kg. Dazu hielt
Dr. F._ vom RAD am 11. August 2010 fest (IV-act. 173), die Frage nach der
Arbeitsfähigkeit als Landwirt, insbesondere nach der Zumutbarkeit von Traktorarbeiten,
sei nicht beantwortet worden. Das reine Abstellen auf die subjektive
Schmerzsymptomatik sei bei der Festsetzung der Arbeitsfähigkeit problematisch. Eine
Verschlechterung des Gesundheitszustands mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit als
Landwirt könne also nicht ausgeschlossen werden. Bei einer gutachterlichen Abklärung
würde allerdings kaum von der Meinung der E._ Klinik abgewichen. Mit einer
Verfügung vom 19. August 2010 wies die IV-Stelle das Erhöhungsgesuch des
Versicherten ab (IV-act. 174). Zur Begründung führte sie zusätzlich aus, mit dem
Einwand gegen den Vorbescheid seien keine neuen Tatsachen geltend gemacht
worden, die eine andere Beurteilung zuliessen.
B.
B.a Der Versicherte liess am 20. September 2010 Beschwerde erheben und die
Zusprache einer ganzen, eventualiter einer Dreiviertelsrente beantragen (act. G 1). Sein
Rechtsvertreter führte zur Begründung sinngemäss aus, es sei eine objektiv
wesentliche und dauernde gesundheitliche Verschlechterung des Gesundheitszustands
eingetreten. Die Objektivität und Neutralität der Gutachter, die eine nicht wesentliche
Veränderung festgestellt hätten, sei massiv anzuzweifeln. Deshalb sei ein neues,
neutrales Gutachten einzuholen. Im Bericht der E._ Klinik vom 4. Februar 2010 sei
angegeben worden, die Beschwerden seien im Zeitablauf zunehmend und eindeutig
belastungsabhängig. Im Bericht derselben Klinik vom 7. Mai 2010 sei ein in der
Intensität im Zeitablauf zunehmendes, belastungsabhängiges lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom angegeben worden, das zu einer Reduktion der körperlich
belastenden Arbeit als Landwirt zwinge. Mit diesen beiden Berichten sei belegt, dass
sich die gesundheitlichen Verhältnisse seit 2006 objektiv wesentlich und auf Dauer
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verändert hätten. Im übrigen bestehe neu eine Herzkranzverengung. Er bestreite
ausdrücklich, dass das Führen von Maschinen im bisherigen Ausmass weiter zumutbar
sei. Ausserdem habe der Beschwerdeführer keine Ersatzaufträge erhalten.
Lohnarbeiten in der Landwirtschaft seien körperlich belastend, selbst wenn sie mit dem
Traktor ausgeführt würden.
B.b Die Beschwerdegegnerin beantragte am 22. November 2010 die Abweisung der
Beschwerde (act. G 6). Sie führte aus, die vorliegenden medizinischen Berichte
enthielten keine Hinweise für eine nach Januar 2007 eingetretene, erhebliche
Veränderung des Gesundheitszustandes. Bezüglich der neu geltend gemachten
Herzprobleme sei ein Bericht der behandelnden Klinik eingeholt worden. Aus diesem
Bericht könne keine kardiologisch begründete Arbeitsunfähigkeit abgeleitet werden. Im
übrigen liege auch kein wirtschaftlicher Rentenrevisionsgrund vor. Der Grund für den
Wegfall der Arbeit bei der Feldrandkompostierung sei der Wechsel zu einer
Biogasanlage gewesen. Der Beschwerdeführer habe die Möglichkeit gehabt, eine
Ersatztätigkeit zu finden und damit den Erwerbsausfall zu kompensieren. Die Klinik
G._ hatte am 4. Juni 2010 berichtet, es liege eine diffuse leichte Koronarsklerose
ohne hämodynamisch relevante Stenosierungen vor (IV-act. 180). Gemäss der
Stellungnahme von Dr. F._ vom 28. Oktober 2010 konnte aus den weitgehend
normalen kardiologischen Befunden keine Arbeitsunfähigkeit abgeleitet werden (IV-act.
181).
B.c Der Beschwerdeführer liess am 21. März 2011 u.a. geltend machen (act. G 17),
aufgrund der unterschiedlichen Beschwerden sei eine neutrale Gesamtbegutachtung
notwendig. Der Bericht der E._ Klinik vom 5. November 2010 genüge nicht, um den
Gesamtgesundheitszustand betreffend Verschlechterung zu prüfen. In einem Nachtrag
vom 23. März 2011 (act. G 19) liess der Beschwerdeführer unter Bezugnahme auf einen
Bericht der E._ Klinik vom 16. März 2011 (act. G 19.1) ausführen, es liege eine
Diskushernie L1/2 vor, die abgeklärt werden müsse. Laut dem entsprechenden Bericht
der E._ Klinik litt der Beschwerdeführer an intensiven lumbalen Schmerzen in den
ventralen linken Oberschenkel ausstrahlend mit Kribbelparästhesien, aber ohne
neurologische Defizite.
B.d Die Beschwerdegegnerin verzichtete am 28. März 2011 auf eine Duplik (act. G
21).
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B.e Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers reichte am 15. April 2011 seine
Kostennote (Fr. 4492.80) ein (act. G 23.1). Am 2. Mai 2011 übermittelte er einen Bericht
der E._ Klinik vom 24. März 2011 (act. G 24.1), laut dem der Beschwerdeführer
aufgrund der Beschwerdeangaben und der neu dokumentierten Diskushernie für vier
Wochen zu 100% arbeitsunfähig geschrieben worden war. Am 23. Juni 2011 reichte
der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers einen Bericht der E._ Klinik vom 16. Juni
2011 (act. G 26.1) ein, in dem u.a. ausgeführt worden war, am 18. Mai 2011 sei bei
einem Sturz eine Radiusköpfchenluxationsfraktur links aufgetreten.

Erwägungen:
1.
1.1 Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die
Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht,
herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). "Die Beantwortung der Frage, ob
eine massgebende Änderung eingetreten ist, setzt einen Vergleich zweier Sachverhalte
voraus. In zeitlicher Hinsicht sind dafür der Zeitpunkt der ursprünglichen
Rentenverfügung und derjenige des Anpassungsentscheides zu wählen [...]" (U. Kieser,
ATSG-Kommentar, 2. A., N. 22 zu Art. 17 ATSG). Ist nach der ursprünglichen
Rentenzusprache eine Rentenrevisionsverfügung ergangen, so bildet sie die
Vergleichsbasis in der Vergangenheit (vgl. BGE 133 V 108). Die Beschwerdegegnerin
hat die Invalidenrente des Beschwerdeführers am 18. Januar 2007 ausgehend von
einem Invaliditätsgrad von 57% von einer ganzen auf eine halbe herabgesetzt (vgl. IV-
act. 109). Demzufolge ist der Sachverhalt am 18. Januar 2007 mit dem Sachverhalt
zum Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung, also am 19. August 2010
(vgl. IV-act. 174), zu vergleichen.
1.2 In dem mit der Verfügung vom 17. Januar 2007 abgeschlossenen
Rentenrevisionsverfahren hat die Beschwerdegegnerin nicht einen standardisierten
Einkommensvergleich, wie er in aller Regel bei unselbständiger Erwerbstätigkeit zur
Anwendung kommt, vorgenommen. Sie hat vielmehr einen der selbständigen
Erwerbstätigkeit des Beschwerdeführers als Landwirt besser Rechnung tragenden
sogenannten erwerblich gewichteten Betätigungsvergleich (vgl. Rechtsprechung des
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Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die
Invalidenversicherung, bearbeitet von U. Meyer, 2. A., S. 299 f.) durchgeführt. Auch die
angefochtene Verfügung beruht - zu Recht - wieder auf einem solchen
Betätigungsvergleich, denn der Beschwerdeführer ist nach wie vor in seinem eigenen
Landwirtschaftsbetrieb selbständig erwerbstätig. Das Rentenrevisionsverfahren
untersteht ebenfalls dem Grundsatz "Eingliederung vor Rente" (vgl. H. Landolt,
Eingliederung vor Rentenrevision, in: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.],
Sozialversicherungsrechtstagung 2008, S. 117 ff.). Die Beschwerdegegnerin hat sich
dazu in der angefochtenen Verfügung nicht explizit geäussert. Trotzdem bildet auch die
- konkludente - Verneinung einer konkreten Eingliederungspflicht des
Beschwerdeführers Teil des Verfügungsdispositivs und aufgrund des Umstands, dass
eine revisionsweise Erhöhung der laufenden halben Rente nur erfolgen könnte, wenn
sich der Anstieg der behinderungsbedingten Erwerbseinbusse nicht durch eine
(medizinische oder berufliche) Eingliederungsmassnahme verhindern liesse, auch Teil
des Beschwerdegegenstandes. Dass sich die Beschwerdegegnerin tatsächlich mit der
Umsetzung des Grundsatzes "Eingliederung vor Rente" befasst hat, lässt sich der
Feststellung in der Verfügungsbegründung entnehmen, der Beschwerdeführer sei in
einer leidensangepassten Erwerbstätigkeit in einem weit höheren Mass arbeitsfähig, so
dass ihm die Erzielung eines weit höheren Erwerbseinkommens zumutbar sei, als er
aus dem eigenen Landwirtschaftsbetrieb erwirtschafte (vgl. IV-act. 174-2/3). Würde
man diese Aussage ihrem Wortlaut entsprechend verstehen, wäre die angefochtene
Verfügung als rechtswidrig zu qualifizieren, denn als Invalidenkarriere hätte dann eine
leidensangepasste unselbständige Erwerbstätigkeit anstelle der Weiterführung des
Landwirtschaftsbetriebs berücksichtigt werden müssen. Das Invalideneinkommen wäre
entsprechend höher ausgefallen und damit hätte eine Herabsetzung oder sogar eine
Aufhebung der seit 2007 ausgerichteten halben Invalidenrente gedroht. Die
Beschwerdegegnerin hat aber mit dieser Bemerkung offenbar nur zum Ausdruck
bringen wollen, dass der Beschwerdeführer zwar bei einer Aufgabe seiner
selbständigen Erwerbstätigkeit als Landwirt in einer adaptierten Erwerbstätigkeit
theoretisch ein höheres Einkommen erzielen könnte, dass ihm dieser Wechsel aber
nicht zumutbar sei und deshalb nicht unter Berufung auf den Grundsatz "Eingliederung
vor Rente" bzw. in Anwendung von Art. 21 Abs. 4 ATSG durchgesetzt werden könne.
Diese Auffassung ist richtig, denn der Beschwerdeführer ist im Zeitpunkt der Eröffnung
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der angefochtenen Verfügung 57 Jahre alt gewesen, so dass eine Umschulung
aufgrund der anschliessend verbleibenden, kurzen erwerblichen Aktivitätsdauer nicht
verhältnismässig gewesen wäre. Zudem hat die Beschwerdegegnerin bereits bei der
ursprünglichen Rentenzusprache im Detail abgeklärt, ob dem Beschwerdeführer eine
Aufgabe seines Landwirtschaftsbetriebs zumutbar sei. Sie hat diese Frage damals klar
verneint. Daran könnte sich inzwischen nur dann etwas geändert haben, wenn sich die
Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers im eigenen Landwirtschaftsbetrieb so stark
vermindert hätte, dass die Weiterführung dieses Betriebes ökonomisch betrachtet
(trotz gleichzeitiger Ausrichtung einer Invalidenrente) keinen Sinn mehr machen würde,
wenn es sich für den Beschwerdeführer also nur noch um eine Beschäftigung und nicht
mehr um eine Erwerbstätigkeit handeln würde. Ob der landwirtschaftliche
Sachverständige und mit ihm die Beschwerdegegnerin zu Recht davon ausgegangen
sind, dass keine derartige Änderung eingetreten sei, wird von der Beschwerdegegnerin
noch zu prüfen sein. Wenn diese Frage zu bejahen wäre, bliebe als alternative
Invalidenkarriere wohl nur die Ausübung einer behinderungsadaptierten Hilfsarbeit.
1.3 Die rentenspezifische Schadenminderungspflicht erschöpft sich im vorliegenden
Fall nicht im Grundsatz "Eingliederung vor Rente". Sollte weiterhin von einer
Unzumutbarkeit der Aufgabe des Landwirtschaftsbetriebes ausgegangen werden, ist
der Beschwerdeführer vielmehr verpflichtet, seinen Betrieb so zu organisieren oder
umzugestalten, dass er seine verbliebene Arbeitsfähigkeit bestmöglich, d.h. optimal
wertschöpfend verwerten kann. Er müsste also beispielsweise einen
Unternehmenszweig, der ohne den vollen Arbeitseinsatz nicht mehr gewinnbringend
ist, aufgeben. Der dadurch frei werdende Teil der verbliebenen Arbeitsfähigkeit wäre
dann in einem anderen, "adaptierten" Unternehmenszweig zu verwerten.
Dementsprechend hat der Beschwerdeführer tatsächlich die Haltung von
Aufzuchtrindern aufgegeben. Er hat auch einen anderen, nach wie vor ertragreichen
Unternehmenszweig, nämlich die Arbeiten im Zusammenhang mit der
Feldrandkompostierung, aufgegeben. Anlass zu dieser Veränderung haben allerdings
äussere, durch den Beschwerdeführer nicht zu beeinflussende Umstände gegeben: Die
Feldrandkompostierung ist zugunsten der Biogasproduktion aufgegeben worden. Der
Beschwerdeführer hat im Rahmen des Revisionsverfahrens gegenüber der
Beschwerdeführerin angegeben, er hätte auch für die Biogasproduktion im bisherigen
Umfang Arbeiten ausführen (und damit den wegfallenden durch einen neuen,
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gleichwertigen Unternehmenszweig ersetzen) können. Später hat er dann aber geltend
gemacht, es habe für ihn keine Ersatzaufträge gegeben. Weder der landwirtschaftliche
Sachverständige noch die Beschwerdegegnerin haben abgeklärt, ob es Ersatzaufträge
im gleichwertigen Umfang gegeben hätte. In der Annahme, der Beschwerdeführer hätte
für die Biogasproduktion vergleichbare Arbeiten im selben Umfang wie früher
ausführen können, hat der landwirtschaftliche Sachverständige den Wegfall der
entsprechenden Einnahmen als nicht behinderungsbedingt qualifiziert und deshalb
ignoriert. Der erwerbliche Betätigungsvergleich hat also weiterhin (hypothetische)
Einnahmen aus diesem faktisch gar nicht mehr bestehenden Unternehmenszweig
enthalten (vgl. IV-act. 159-3/9). Diese Vorgehensweise dürfte der Hauptgrund dafür
sein, dass der Invaliditätsgrad des Beschwerdeführers als Ergebnis des
Revisionsverfahrens praktisch gleich geblieben ist. Allerdings steht nicht mit dem
erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit fest, dass der
Beschwerdeführer auch nach dem Wechsel zur Biogasproduktion im gleichen
Ausmass wie vorher hätte arbeiten und ein Einkommen erzielen können. Ob sich
diesbezüglich doch eine erhebliche Veränderung in der wirtschaftlichen Verhältnissen
eingestellt hat, die für sich allein geeignet sein könnte, den Invaliditätsgrad in einem
erheblichen Ausmass ansteigen zu lassen, bleibt deshalb abzuklären.
1.4 Nun hat der Beschwerdeführer aber im Lauf des Verfahrens zusätzlich geltend
gemacht, er sei behinderungsbedingt gar nicht mehr in der Lage gewesen, derartige
Aufträge (die offenbar hauptsächlich im Traktorfahren bestanden) auszuführen. Die
Sachverhaltsabklärung hat sich deshalb in der Folge auf die Frage nach der
Arbeitsfähigkeit bezogen auf die Ausführungen dieser Aufträge beschränkt. Weder der
landwirtschaftliche Sachverständige noch die Beschwerdegegnerin hat abgeklärt,
welche Arbeiten im Zusammenhang mit der Biogasproduktion konkret vom
Beschwerdeführer auszuführen gewesen wären und welche Anforderungen diese
Arbeiten in körperlicher Hinsicht an den Beschwerdeführer gestellt hätten. Es ist
deshalb nicht bekannt, ob alle diese Arbeiten behinderungsadaptiert gewesen wären.
Diese Frage ist nicht einmal für das Traktorfahren ausreichend geklärt worden. In bezug
auf den Arbeitsfähigkeitsgrad bei dieser Tätigkeit hat sich die Beschwerdegegnerin auf
den Versuch beschränkt, die E._ Klinik dazu zu bringen, sich zur zumutbaren
Arbeitsfähigkeit beim Traktorfahren zu äussern. Nach dem Scheitern dieses Versuchs
ist die Frage nach der Arbeitsfähigkeit nicht zum Gegenstand einer Begutachtung
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gemacht worden. Stattdessen hat die Beschwerdegegnerin ihren RAD damit
beauftragt, anhand der in den Akten liegenden Berichte behandelnder Ärzte und
Kliniken eine Einschätzung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers beim
Traktorfahren abzugeben. Diesen Auftrag hat der RAD erfüllt (vgl. act. 152). Er hat das
Traktorfahren - mit gewissen Einschränkungen - als zumutbar bezeichnet und dem
Beschwerdeführer einen bestimmten Arbeitsfähigkeitsgrad attestiert. Gegen die
Überzeugungskraft dieser Arbeitsfähigkeitsschätzung spricht nicht nur der Umstand,
dass sich die Abklärung auf medizinische Berichte gestützt hat, die naturgemäss
therapeutisch ausgerichtet gewesen sind, sondern auch die fehlende medizinische
Gesamtschau unter Einbezug aller Gesundheitsbeeinträchtigungen des
Beschwerdeführers bzw. des Gesamteffekts dieser Beeinträchtigungen auf die
Arbeitsfähigkeit. Zudem hat sich diese Arbeitsfähigkeitsschätzung auf das
Traktorfahren beschränkt, obwohl die seit der Zusprache einer halben Rente im Jahr
2007 neu aufgetretenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen durchaus auch in den
anderen Arbeiten, aus den sich die selbständige Erwerbstätigkeit des
Beschwerdeführers (noch) zusammensetzt, eine weitere Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit bewirkt haben könnten. Von einer unabhängigen Begutachtung ist
entgegen der Auffassung von Dr. F._ durchaus ein verwertbares Ergebnis zu
erwarten, denn die E._ Klinik hat keine Arbeitsfähigkeitsschätzung abgegeben, an die
sich ein medizinischer Sachverständiger aufgrund des hervorragenden Rufes dieser
Klinik gebunden fühlen könnte.
1.5 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich der Sachverhalt nicht nur in bezug
auf die erwerbliche, sondern auch in bezug auf die medizinische Komponente des
Betätigungsvergleichs als unzureichend abgeklärt erweist, was die angefochtene
Abweisung des Revisionsgesuchs als rechtswidrig erscheinen lässt. Die
Beschwerdegegnerin wird deshalb weitere Sachverhaltsabklärungen vorzunehmen
haben, um einen überzeugenden erwerblich gewichteten Betätigungsvergleich
durchführen zu können. Dabei wird sie mit Vorteil die einzelnen Tätigkeiten im Rahmen
der selbständigen Erwerbstätigkeit des Beschwerdeführers auflisten und in bezug auf
ihre Anforderungen an den Körpereinsatz im Detail beschreiben. Anschliessend wird
sie auf der Grundlage dieser Beschreibung eine unabhängige medizinische Abklärung
der Arbeitsunfähigkeit(en) in Auftrag geben, wobei sich aufgrund der
Mehrfachbeeinträchtigung eine polydisziplinäre Begutachtung empfiehlt.
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Anschliessend wird es sinnvoll sein, den landwirtschaftlichen Sachverständigen mit
einem detaillierten, die einzelnen Arbeitsfähigkeitsschätzungen berücksichtigenden,
erwerblich gewichteten Betätigungsvergleich zu beauftragen. Sollte sich dabei
herausstellen, dass der Beschwerdeführer nach dem Ende der Feldrandkompostierung
Ersatzaufträge im gleichen Umfang erhalten hätte und dass er diesbezüglich
arbeitsfähig gewesen wäre, so wird die Frage zu beantworten sein, ob das Einkommen,
das mit diesen Ersatzaufträgen hätte erzielt werden können, angerechnet werden darf,
denn effektiv ist es natürlich nicht zugeflossen. Gemäss Art. 16 ATSG ist das
zumutbare Invalideneinkommen anzurechnen, d.h. es wird - wohl im Sinn einer
rentenspezifischen Schadenminderungspflicht - auf ein hypothetisch erzielbares
Einkommen abgestellt, wenn die versicherte Person die ihr verbliebene Arbeitsfähigkeit
nicht zur Erzielung eines Einkommens einsetzt. Das muss auch für einen allfälligen
Unternehmenszweig "Ersatzaufträge für die Feldrandkompostierung" gelten. Der
landwirtschaftliche Sachverständige hat deshalb an sich zu Recht ein entsprechendes
hypothetisches Erwerbseinkommen angerechnet. Sollten die noch vorzunehmenden
Abklärungen ergeben, dass der Beschwerdeführer ein solches Einkommen
zumutbarerweise hätte erzielen können, wird der entsprechende hypothetische Betrag
also in der erwerblich gewichteten Betätigungsvergleich einzusetzen sein.
2.
Da sich die angefochtene Verfügung auf einen in Verletzung des
Untersuchungsgrundsatzes unvollständig abgeklärten Sachverhalt abstützt, ist sie als
rechtswidrig aufzuheben und die Sache ist zur weiteren Abklärung und zur
anschliessenden neuen Verfügung im Sinn der Erwägungen an die
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Dieser Verfahrensausgang ist in bezug auf die
Verteilung der amtlichen und der ausseramtlichen Kosten als vollumfängliches
Obsiegen des Beschwerdeführers zu werten. Der Beschwerdeführer hat deshalb einen
Anspruch auf eine Parteientschädigung. Diese bemisst sich nach der Bedeutung der
Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses (Art. 61 lit. g ATSG). Unter
Berücksichtigung dieser beiden Kriterien ist - entgegen der Honorarrechnung - von
einem durchschnittlichen Vertretungsaufwand auszugehen, was praxisgemäss eine
Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer)
rechtfertigt. Das Beschwerdeverfahren in IV-Sachen ist kostenpflichtig. Die
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 14/14
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St.Galler Gerichte
Gerichtsgebühr bemisst sich nach dem Verfahrensaufwand (Art. 69 Abs. 1 IVG).
Auch dieser ist als durchschnittlich zu qualifizieren, womit die Gerichtsgebühr
praxisgemäss auf Fr. 600.-- festzusetzen ist. Auch diese Gebühr ist von der
unterliegenden Beschwerdeführerin zu bezahlen. Der Kostenvorschuss von ebenfalls
Fr. 600.-- ist dem Beschwerdeführer zurückzuerstatten.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP