Decision ID: 22513db3-196c-48ea-8899-cd6c73cf127b
Year: 2007
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1. Bei F._, geboren 1986, wurden im Kindergarten Schwierigkeiten bei der Grob- und Feinmotorik festgestellt. Da sich diese entwicklungsbehindernd auswirkten, wurde er in der Folge von der Normalschule in eine Einschulungsklasse umgeteilt (Urk. 9/3, Urk. 9/1). Am 11. Mai 1994 meldete ihn seine Mutter unter Hinweis auf eine psychomotorische Störung (Débilité motrice) beim - aufgrund seines damaligen Wohnsitzes in Z._ zuständigen - Amt für AHV und IV des Kantons Thurgau, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an und beantragte Beiträge an die Sonderschulung (Psychomotorische Therapie während zwei Jahren [Urk. 9/1]). Die IV-Stelle Thurgau holte daraufhin die Berichte von B._, Kinderärztin FMH, vom 30. Juli 1994 (Urk. 9/3) und von C._ von der Abteilung Neuropädiatrie des Kinderspitals Y._ vom 17. Februar 1995 ein (Urk. 9/5). Anschliessend wies sie das Leistungsbegehren des Versicherten offenbar ab, da nach Auffassung von C._ eindeutig kein Geburtsgebrechen Nr. 390 vorlag (Urk. 9/12/3).
2. Am 30. November 1999 überwies die IV-Stelle Thurgau die Akten des nunmehr im Kanton Zürich wohnhaften Versicherten zuständigkeitshalber an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle (Urk. 9/8), nachdem ihn seine Mutter am 23. November 1999 bei dieser zum Leistungsbezug angemeldet und medizinische Massnahmen sowie Beiträge an die Sonderschulung beantragt hatte (Urk. 9/6). Nach Beizug des Berichtes des Schulärztlichen-Schulpsychologischen Dienstes von V._ vom 10. Januar 2000 (Urk. 9/9) sprach ihm die IV-Stelle mit Verfügung vom 4. April 2000 Sonderschulmassnahmen für die Zeit vom 1. August 2000 bis 31. Juli 2002 zu (Urk. 9/12), wobei sie diese mit Verfügung vom 23. Mai 2002 bis Ende Schuljahr 2002/2003 verlängerte (Urk. 9/18). Vom 7. bis 18. Oktober 2002 absolvierte der Versicherte eine Schnupperlehre beim Zentrum X._ in U._ (Urk. 9/19/3-4). Das Zentrum X._ erklärte sich in der Folge bereit, ihn für einen Ausbildungsaufenthalt aufzunehmen, und empfahl eine zweijährige BBT-Anlehre als Elektrobauteilemonteur (Urk. 9/19/3-4). Die IV-Stelle Zürich sprach dem Versicherten daraufhin mit Verfügung vom 25. November 2002 berufliche Massnahmen vom 18. August 2003 bis 17. August 2005 (erstmalige berufliche Ausbildung zum Elektrobauteilemonteur) zu, wobei sie das Zentrum X._ als Durchführungsstelle bezeichnete (Urk. 9/25). Dieses erstattete der IV-Stelle bezüglich der beruflichen Massnahme am 5. Juli 2004 und am 24. Mai 2005 Bericht (Zwischenbericht vom 5. Juli 2005 [richtig: 2004, vgl. Urk. 9/41-43], Schlussbericht vom 24. Mai 2005 [Urk. 9/57]). Am 17. August 2005 schloss der Versicherte die Anlehre ab (Urk. 9/62/3-4). Nach Rücksprache mit dem Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD [Urk. 9/72/1]) sprach ihm die IV-Stelle, ausgehend von einem Invaliditätsgrad von 45 %, mit Verfügung vom 5. Dezember 2005 mit Wirkung ab 1. August 2005 eine Viertelsrente zu (Urk. 9/70). Dagegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Pierre Heusser, mit Eingaben vom 14. Dezember 2005 und 6. Februar 2006 Einsprache mit dem Antrag, die Verfügung vom 5. Dezember 2005 sei aufzuheben und ihm ab 1. August 2005 eine Dreiviertels-, eventualiter eine halbe Rente zuzusprechen (Urk. 9/71 und Urk. 9/76). Nach erneuter Prüfung der Akten (Urk. 9/89) hiess die IV-Stelle die Einsprache mit Entscheid vom 5. April 2006 teilweise gut und sprach ihm, ausgehend von einem Invaliditätsgrad von 54 %, mit vom gleichen Tag datierter - zum integrierenden Bestandteil des Einspracheentscheides erklärter - Verfügung mit Wirkung ab 1. August 2005 eine halbe Invalidenrente zu (Urk. 2).
3. Gegen diesen Entscheid erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Pierre Heusser, mit Eingabe vom 10. Mai 2006 Beschwerde und beantragte, der Einspracheentscheid sei insofern abzuändern, als dass dem Beschwerdeführer ab dem 1. August 2005 eine Dreiviertelsrente zuzusprechen sei, eventualiter sei das Verfahren an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit diese weitere Abklärungen vornehme, insbesondere eine psychiatrische und eine berufliche Abklärung; gleichzeitig stellte er das Gesuch um Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes (Urk. 1), wobei er dieses aber mit Eingabe vom 13. Juni 2006 wieder zurückzog (Urk. 7). Die Beschwerdegegnerin ersuchte in ihrer Beschwerdeantwort vom 16. Juni 2006 um Abweisung der Beschwerde (Urk. 8), woraufhin der Schriftenwechsel mit Verfügung vom 13. Juli 2006 für geschlossen erklärt wurde (Urk. 10).
4. Auf die Vorbringen der Parteien sowie die Akten wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG]). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG).
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv bestimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Erwerbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychischen Beeinträchtigung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur soweit zu einer Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (Art. 6 ATSG) sei der versicherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 50 Erw. 1.2 mit Hinweisen).
1.2 Laut Art. 28 Abs. 1 IVG in der seit dem 1. Januar 2004 gültigen Fassung haben Versicherte Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 70 Prozent, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 Prozent, auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 Prozent, oder auf eine Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 40 Prozent invalid sind.
1.3 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG (seit 1. Januar 2004: in Verbindung mit Art. 28 Abs. 2 IVG) aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 349 Erw. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 Erw. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 261 Erw. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 Erw. 4b.cc).. Der Arzt sagt mit anderen Worten, inwiefern die versicherte Person in ihren körperlichen bzw. geistigen Funktionen durch ihr Leiden eingeschränkt ist. Ausserhalb des ärztlichen Aufgabenbereiches liegt dagegen die Beurteilung der Frage, ob und gegebenenfalls inwieweit die funktionelle Leistungseinbusse mit den durchschnittlichen Anforderungen auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt nicht vereinbar ist und damit eine Invalidität, das heisst voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde Erwerbsunfähigkeit, begründet (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichtes vom 5. Juli 2006 in Sachen K., I 643/05, Erwägung 3.3, mit Hinweisen).
1.5 Gemäss höchstrichterlicher Praxis muss der für die Beurteilung erhebliche Sachverhalt mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit ausgewiesen sein (BGE 119 V 9 Erw. 3c/aa). Unter mehreren behaupteten oder in Betracht fallenden Sachverhalten stellt das Gericht auf denjenigen ab, der ihm am wahrscheinlichsten erscheint. Im Sozialversicherungsrecht besteht kein Rechtsgrundsatz des Inhalts, dass die Verwaltung oder das Gericht im Zweifelsfall zugunsten der versicherten Person zu entscheiden hätte (ARV 1990 Nr. 12).
2.
2.1 Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Dreiviertelsrente.
2.2 Die Beschwerdegegnerin macht geltend, als ehemaligem Lehrbetrieb des Beschwerdeführers sei es dem Zentrum X._ möglich gewesen, ein objektives Bild über dessen Fähigkeiten und Fertigkeiten zu erhalten. Die so gewonnenen Erkenntnisse seien sehr aussagekräftig und erübrigten weitere Abklärungen. Aus diesem Grunde stütze sie sich bei der Invaliditätsbemessung auf die Beurteilung des Zentrums X._ im Bericht vom 24. Mai 2005. Demnach werde für den gelernten Beruf als Elektrobauteilemonteur von einer Leistung von 50 bis 60 % ausgegangen, was einem Durchschnitt von 55 % entspreche. Was das erzielbare Einkommen betreffe, so würde dieses laut Zentrum X._ bei uneingeschränkter Arbeitsleistung Fr. 41'600.-- betragen; mit einer 55%igen Leistung sei ein Einkommen von Fr. 22'880.-- zu erwarten. Ein weiterer leidensbedingter Abzug sei nicht gerechtfertigt, weil die reduzierte Leistungsfähigkeit von 55 % bereits sämtlichen Einschränkungen gerecht werde. Hingegen sei das Valideneinkommen korrekterweise nach Art. 29 Abs. 2 (richtig: 26 Abs. 1 der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV]) festzulegen. Für das Jahr 2005 betrage das Valideneinkommen also Fr. 49'350.--, woraus ein Invaliditätsgrad von 54 % resultiere (Urk. 2 Seite 3).
2.3 Der Beschwerdeführer bringt dagegen vor, dass die Annahme einer 55%igen Arbeitsfähigkeit viel zu optimistisch sei, wenn man die massgebenden Arztberichte beiziehe, welche zu einer ganz anderen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit kämen (Urk. 1 Seite 3). Zu berücksichtigen sei, welche Arbeitsleistung er auf dem freien Arbeitsmarkt erbringen könne, und es müssten seine Fähigkeiten und Beeinträchtigungen genau gegeneinander abgewogen und arbeitsmedizinisch berücksichtigt werden. Wegen der grossen Bedeutung dieser Abklärung könne diese nicht einfach vom eingliedernden Betrieb vorgenommen werden. Vielmehr sei eine unabhängige arbeitsmedizinische Begutachtung durchzuführen. Dies gelte insbesondere dann, wenn wie im vorliegenden Fall einerseits widersprechende Angaben des Zentrums X._ vorhanden seien (massive Erhöhung der geschätzten Leistungsfähigkeit zwischen 2004 und 2005 ohne nähere Begründung) und wenn Arztberichte bei den Akten lägen, welche von einer deutlich tieferen Leistungsfähigkeit ausgingen als das Zentrum X._ (40 % bei A._ im Vergleich zu 55 % beim Zentrum X._). Darüber hinaus müsse man sich die Frage stellen, ob er auf dem freien Arbeitsmarkt überhaupt noch als vermittelbar anzusehen sei (Urk. 1 Seiten 11 und 12).
3.
3.1
3.1.1 Aus den Akten geht hervor, dass der Beschwerdeführer im Kindergarten durch sein unharmonisches Bewegungsmuster aufgefallen ist. Eine im Februar 1993 von D._, Psychomotoriktherapeutin, durchgeführte Abklärung ergab noch keinen Therapiebedarf. Anlässlich der Nachkontrolle im Februar 1994 liessen sich jedoch keine Fortschritte feststellen, weshalb sich der Beschwerdeführer ab diesem Zeitpunkt bei D._ einer Psychomotoriktherapie unterzog. Gleichzeitig wurde er von der Normalschule in die Einschulungsklasse umgeteilt, da sich die Schwierigkeiten in der Graphomotorik entwicklungsbehindernd auswirkten (Urk. 9/3/1). Im Januar 1995 wurde der Beschwerdeführer von C._ von der Abteilung Neuropädiatrie des Kinderspitals Y._ neurologisch abgeklärt. Dabei wurde eine linksbetonte Bewegungsstörung von grob- wie feinmotorisch-koordinativen Bewegungsabläufen im Sinne einer Débilité motrice im Rahmen einer hirnorganischen Problematik, eine Lernstörung sowie eine affektiv-depressive Störung festgestellt. Das Vorliegen des Geburtsgebrechens Nr. 390 wurde verneint. Zur Verbesserung der Arbeitsfähigkeit wurden eine Hilfestellung im schulischen Bereich bei der Lernstörung unter Beizug des Jugendpsychologischen Dienstes (stützende Massnahmen, allenfalls schulische Umplatzierung) sowie eine Unterstützung bei der affektiven Problematik in Zusammenarbeit mit dem Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienst des Kantons Thurgau in T._ empfohlen (Urk. 9/5/3 = Urk. 3/7).
3.1.2 E._, lic. phil. Psychologie, vom Schulärztlichen-Schulpsychologischen Dienst von V._ führte in ihrem Bericht an die Beschwerdegegnerin vom 10. Januar 2000 an, in der Schule sei festgestellt worden, dass ausgeprägte Strukturierungsschwächen, Teilleistungs- und Konzentrationsstörungen sowie ein Aufmerksamkeitsdefizit stabile Lernfortschritte verunmöglichten. Der Beschwerdeführer sei dringend auf intensive Einzelförderung und individualisierenden Unterricht angewiesen. Aufgrund der Indikation für heilpädagogisch gestützten Kleingruppenunterricht sei der Besuch in der Volksschule nicht möglich. Bis zum Abschluss der Oberstufe sei deshalb Sonderschulung erforderlich. Eine geeignete Sonderschule werde noch recherchiert (Urk. 9/9
)
. In der Folge wurde der Beschwerdeführer auf Beginn des Schuljahres 2000/2001 von der Oberstufenschule S._, einer Tagessonderschule für Oberstufenschülerinnen und -schüler, aufgenommen (Urk. 9/11). Nachdem er dort drei Schuljahre absolviert hatte, trat er am 18. August 2003 die BBT-Anlehre (eidgenössisch anerkannte Ausbildung nach Berufsbildungsgesetz) als Elektrobauteilemonteur beim Zentrum X._ an (Urk. 9/19/9). Diese schloss er am 17. August 2005 erfolgreich ab (Urk. 9/62/3-4).
3.1.3 G._ und H._ vom Zentrum X._ führen in ihrem zuhanden der Beschwerdegegnerin verfassten Schlussbericht vom 24. Mai 2005 unter dem Titel "gesundheitlicher Verlauf während der Massnahme" aus, der Beschwerdeführer sei unausgeglichen, was sich durch Antriebsschwäche, Konzentrationsmängel sowie durch Erschwernisse im Finden von Zusammenhängen zeige (Urk. 9/57/1). Aktuell könne er einfache serielle Tätigkeiten im elektropraktischen Bereich sowie allgemeine serielle Montage- und Fertigungsarbeiten ausüben, wobei er aber kontinuierliche Führung und Kontrolle benötige. Die mögliche Präsenzzeit betrage 8 Stunden; während dieser Präsenzzeit könne bei den genannten Tätigkeiten ein durchschnittlicher Leistungsgrad von 50 - 60 % erreicht werden. Es handle sich hierbei um einen Erfahrungswert von zwei Praktika in der freien Wirtschaft (vom 10. bis 20. Januar 2005 in der Firma Q._ und vom 4. bis 14. April 2005 in der Firma R._). Der mögliche Anfangslohn bei 100%iger Leistung betrage Fr. 3'200.-- (x 13), bei 55%iger Leistung Fr. 1'760.-- (x 13). Bei entsprechenden Rahmenbedingungen sei eine Tätigkeit in der freien Wirtschaft möglich (Urk. 9/57/5-6).
3.1.4 In den Akten liegen im Weiteren die - seitens des Beschwerdeführers eingereichten - Berichte von A._, FMH Allgemeine Medizin, an die Beschwerdegegnerin vom 17. Januar 2006 (Urk. 78/1 = Urk. 3/5), von L._, Fachpsychologe für Psychotherapie FSP, an M._, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, vom 1. April 2006 (Urk. 3/8) sowie des Werkheimes W._ an seinen Rechtsvertreter vom 9. Mai 2006 (Urk. 3/3).
A._ hielt in seinem Bericht an die Beschwerdegegnerin vom 17. Januar 2006 fest, dass der Beschwerdeführer an einem Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom (ADS) mit umschriebenen Entwicklungsstörungen leide. Er habe zur Zeit immer noch Schwankungen in der Konzentration. Die Eigenkontrolle der Arbeiten sei noch unsicher. Zudem schwanke die Ausdauer bei Arbeiten immer noch. Der Beschwerdeführer brauche möglichst einen gleichbleibenden Vorgesetzten. Er müsse in der Arbeitsmethodik unterstützt werden. Er müsste an einem Arbeitsplatz ohne Hektik und ohne ständige Veränderungen mit gleichbleibendem Arbeitsablauf arbeiten können. Aus medizinischer Sicht sei er deshalb im freien Arbeitsmarkt maximal zu 40 %, in einem geschützten Rahmen zu 100 % arbeitsfähig. Falls seine Einschätzung bezüglich Arbeitsfähigkeit nicht akzeptiert werde, bitte er um eine Abklärung im P._ (Urk. 3/5).
Gemäss den Angaben von L._ im Bericht vom 1. April 2006 wurde der Beschwerdeführer im März 2006 in seiner Praxis testpsychologisch abgeklärt. Dabei seien mit Ausnahme einer leichten bis mittelgradigen Beeinträchtigung der Konzentration und Aufmerksamkeit und eines Intelligenzpotentiales im unteren Durchschnittsbereich kognitiv keine weiteren Auffälligkeiten zu beobachten gewesen. Die Beeinträchtigung der Konzentration und Aufmerksamkeit habe sich vor allem in einer psychomotorischen Verlangsamung, jedoch nicht in einer Beeinträchtigung der Güte der Leistung gezeigt. Das Intelligenzpotential sollte an und für sich für einfache Arbeiten genügen, da der Beschwerdeführer in dafür relevanten Untertests durchaus Ergebnisse im Normbereich erzielt habe. Ferner seien keine Anhaltspunkte dafür vorhanden, die für eine Beeinträchtigung des Gedächtnisses sprechen würden. Die Verhaltensbeobachtung stütze den Verdacht, dass neben den Konzentrations- und Aufmerksamkeitsdefiziten auch psychische Komponenten die Leistungssituation beeinflussten (zum Beispiel Stimmungslage). Diese zu beurteilen, sei jedoch nicht Ziel der testpsychologischen Untersuchung gewesen (Urk. 3/8).
I._ und J._ vom Werkheim W._ halten in ihrem Bericht an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers vom 9. Mai 2006 - auf entsprechende Fragen hin - fest, dass dieser im Werkheim W._ einen geschützten Arbeitsplatz im Bereich Unterhalt innehabe. Das tägliche Pensum sei auf 7,4 Stunden pro Tag, das heisse 37 Stunden pro Woche, festgelegt, was für alle geschützten Arbeitsplätze im Werkheim W._ gelte. Der Beschwerdeführer bewältige das 100%ige Pensum ohne Probleme, und die Leistungen überträfen die Erwartungen für eine Person an einem geschützten Arbeitsplatz resp. lägen deutlich höher als der anderen Arbeitnehmer an einem ähnlichen geschützten Arbeitsplatz. Insbesondere seine Selbständigkeit liege über den gestellten Erwartungen. Der Beschwerdeführer wäre auch in der Lage, 8 Stunden pro Tag resp. 42 Stunden pro Woche mit der gleichen Leistung zu arbeiten. Er benötige eine klar strukturierte Aufgabenzuteilung mit klaren und schrittweisen Erklärungen. Bei neuen und komplexen Aufgaben werde er stets durch eine Person begleitet, um Unklarheiten und Unsicherheiten zu klären und ihm die entsprechende Sicherheit zu geben. Routineaufgaben wie Autoreinigung, Wechseln von Glühbirnen und dergleichen habe er nach einer kurzen Einführungs- und Begleitzeit selbständig ausführen können. Ebenfalls könne er kleine Unterhalts- sowie einfache Malerarbeiten selbständig ausführen. Er erkenne die Zusammenhänge und die notwendigen Vorarbeiten, die zur Arbeitsausführung notwendig seien. Er sei sehr konzentriert bei der Arbeit und führe die Aufträge korrekt durch. Die Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers in der freien Wirtschaft sei schwer zu beurteilen, da er wohl häufig den gestellten, wechselnden Aufgaben, dem hohen Tempo sowie dem Arbeitsdruck nicht gewachsen sei. Für einfache Tätigkeiten im Bereich Unterhalt wäre er sicher problemlos einsetzbar. Sie könnten sich den Beschwerdeführer als Hilfsarbeiter im Bereich Bau/Lager/Gärtnerei sehr gut vorstellen. Sicherlich sei die Einführungsphase für einen Betrieb mit höheren personellen und zeitlichen Ressourcen zu planen und zu realisieren. Sie seien aber überzeugt, dass er für jeden Arbeitgeber ein überaus zuverlässiger und loyaler Mitarbeiter wäre (Urk. 3/3).
3.2
3.2.1 Wie die nachfolgenden Ausführungen zeigen, ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin bei der Invaliditätsbemessung auf den Schlussbericht des Zentrums Z._ vom 24. Mai 2005 abgestellt hat.
3.2.2 Der Beschwerdeführer wurde während seiner zweijährigen Anlehre im Zentrum Z._ eng betreut und begleitet. Dabei wurden insbesondere auch der gesundheitliche Verlauf sowie das berufliche Können des Beschwerdeführers, sein Arbeits- und sein persönliches Verhalten genau beobachtet. Dazu werden im Schlussbericht vom 24. Mai 2005 - wie bereits im Zwischenbericht vom 5. Juli 2004 (Urk. 9/41 und Urk. 9/43/2-3) - detaillierte Angaben gemacht. So wird, wie erwähnt, festgehalten, der Beschwerdeführer sei unausgeglichen, was sich durch Antriebsschwäche, Konzentrationsmängel sowie Erschwernisse im Finden von Zusammenhängen zeige (Urk. 9/57/1). Was sein berufliches Können betreffe, so leiste er, bei entsprechenden Rahmenbedingungen ("kontinuierliche Führung und Kontrolle" [Urk. 9/57/5]), im Allgemeinen sorgfältige Arbeit. Das Arbeitstempo sei knapp ausreichend (unausgeglichen), das Arbeitsvorgehen zu wenig überlegt, unzweckmässig (kognitive Teilleistungsprobleme). Zum Arbeitsverhalten wird ausgeführt: Selbständigkeit: wiederholte Anleitung und Kontrolle nötig; Konzentrationsfähigkeit/Ablenkbarkeit: Konzentration lässt rasch nach, ablenkbar; Lernfähigkeit: braucht Zeit, bis etwas Neues sitzt und auch umgesetzt werden kann; Zuverlässigkeit: im grossen und ganzen pünktlich und zuverlässig; Kommunikationsfähigkeit: gibt Infos lückenhaft und unklar weiter; Flexibilität/Anpassungsfähigkeit: hat Mühe und braucht viel Zeit in neuen Situationen; Einsatz/Ausdauer: bei entsprechenden Rahmenbedingungen einsatzwillig, bleibt konstant bei der Sache; Belastbarkeit: befriedigend, unter Zeitdruck nachlassend (ermüdet rasch bei kognitiven Tätigkeiten); Ordnung am Arbeitsplatz: meist gut; Sorgfalt (Einrichtungen, Aufträge): teilweise unbeholfen, unwirtschaftlich, unsorgfältig. Zum persönlichen Verhalten wird angemerkt: Zusammenarbeit/Team- und Kontaktfähigkeit: hat manchmal Mühe, sich einzuordnen, ist stark beeinflussbar; Verantwortungsbewusstsein: braucht Antrieb und Fremdkontrolle; Selbsteinschätzung: traut sich zu wenig resp. zu viel zu (wenig transparent); Motivation/Interesse/Neugier: zeigt Interesse für den Beruf (unausgeglichen); Kritikfähigkeit: verträgt Kritik schlecht, fühlt sich beleidigt (Hintergründe wenig erkennbar); Umgangsformen/Auftreten: korrekt und umgänglich; äussere Erscheinung: ordentlich (Urk. 9/57/2-4).
Die Schlussfolgerung des Zentrums Z._, wonach der Beschwerdeführer bei entsprechenden Rahmenbedingungen ("kontinuierliche Führung und Fremdkontrolle") einfache serielle Tätigkeiten im elektropraktischen Bereich und allgemeine serielle Montage- und Fertigungsarbeiten in der freien Wirtschaft ausführen könne, und zwar mit einer Präsenzzeit von 8 Stunden pro Tag und einem durchschnittlichen Leistungsgrad von 50 bis 60 %, steht mit diesen Feststellungen in Einklang.
Es trifft zwar zu, dass im Zwischenbericht des Zentrums Z._ vom 5. Juli 2004 noch von einem durchschnittlichen Leistungsgrad von 40 bis 50 % bei lediglich einfachsten Tätigkeiten im elektropraktischen Bereich im geschützten Rahmen die Rede war (Urk. 9/43/4). Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers (Urk. 1 Seiten 4 und 5) ist die Leistungssteigerung aber durchaus nachvollziehbar, werden doch im Schlussbericht vom 24. Mai 2005 die Qualifikationsmerkmale "Arbeitsgüte/Qualität", "Einsatz/Ausdauer", "Ordnung am Arbeitsplatz" sowie "Motivation/Interesse/Neugier" besser bewertet als im Zwischenbericht vom 5. Juli 2004 ("gut" [Urk. 9/57/2-4] anstatt "genügend" [Urk. 9/41/2, Urk. 9/43/2-3]). Zumindest die Ausdauer und Motivation sind aber für den Leistungsgrad sowie für den Einsatz in der freien Wirtschaft von massgeblicher Bedeutung.
Dass der Beschwerdeführer in der Lage ist, "bei entsprechenden Rahmenbedingungen" in der freien Wirtschaft einen Leistungsgrad von 50 bis 60 % zu erreichen, zeigte sich sodann offenbar insbesondere auch anlässlich der von ihm im zweiten Lehrjahr absolvierten Aussenpraktika (Urk. 9/57/5-6).
3.2.3 Der Bericht des Zentrums Z._ vom 24. Mai 2005 basiert somit auf gründlichen beruflichen Abklärungen und ist in sich stimmig. Die darin vorgenommene Einschätzung trägt den festgestellten Einschränkungen (Unausgeglichenheit, Antriebsschwäche, Konzentrationsmängel, Erschwernisse im Finden von Zusammenhängen) angemessen Rechnung und erscheint deshalb überzeugend. Dies gilt umso mehr, als sie sich auch mit den Feststellungen von I._ und J._ vom Werkheim W._ in ihrem Bericht vom 9. Mai 2006 in Einklang bringen lässt (Urk. 3/3). Wie erwähnt, merken diese zwar - ebenfalls - an, dass der Beschwerdeführer eine klare Struktur sowie eine teilweise Begleitung zur Verrichtung der Arbeit benötigt und ihm - auch - einfache Arbeiten mit einer Erklärung sowie einer Kontrolle übertragen werden müssen. Gleichzeitig weisen sie aber ausdrücklich darauf hin, dass er für einfache Tätigkeiten im Bereich Unterhalt sicher problemlos einsetzbar wäre und sie ihn sich als Hilfsarbeiter in den Bereichen Bau, Lager und Gärtnerei sehr gut vorstellen können. Ihrer Ansicht nach wäre für solche Hilfsarbeitertätigkeiten in der freien Wirtschaft sogar nur eine Einführungsphase, mithin keine ständige Führung, erforderlich.
3.2.4 Die weiteren in den Akten liegenden Berichte enthalten - entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers - keine Feststellungen, welche die Einschätzung des Zentrums X._ in Frage zu stellen vermöchten.
A._ macht in seinem Bericht an die Beschwerdegegnerin vom 17. Januar 2006 (Urk. 3/5) zwar - knappe - Angaben zum Leiden des Beschwerdeführers ("ADS mit beschriebenen Entwicklungsstörungen") sowie zu den dadurch bewirkten Einschränkungen (Schwankungen in der Konzentration und Ausdauer, Unsicherheit bei der Eigenkontrolle der Arbeiten). Er legt indessen nicht begründet dar, weshalb der Beschwerdeführer deswegen "aus medizinischer Sicht" zu maximal 40 % (im freien Arbeitsmarkt) resp. zu 100 % (in einem geschützten Rahmen) arbeitsfähig sein soll. Er hat sich in diesem Zusammenhang vielmehr lediglich zu den Anforderungen, welchen der Arbeitsplatz des Beschwerdeführers genügen müsste (möglichst gleichbleibender Vorgesetzter, Unterstützung in der Arbeitsmethodik, Arbeitsplatz ohne Hektik und ständige Veränderungen mit gleichbleibendem Arbeitsablauf), geäussert, wobei er offensichtlich davon ausgeht, dass es einen solchen Arbeitsplatz nur "in einem geschützten Rahmen" gibt. Daraus geht aber hervor, dass seine Einschätzung von Überlegungen (mit-)beeinflusst ist, welche nicht von einem Arzt anzustellen sind (vgl. Erwägung 1.4). Hinzu kommt, dass A._ als Hausarzt mitunter im Hinblick auf seine auftragsrechtliche Vertrauensstellung geneigt sein dürfte, in Zweifelsfällen eher zu Gunsten des Beschwerdeführers auszusagen (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichtes vom 18. Dezember 2006 in Sachen S., I 482/06, Erwägung 3.3, unter Hinweis auf BGE 125 V 353 Erw. 3b/cc).
Die von A._ vorgenommene Einschätzung vermag daher nicht zu überzeugen. Da sämtliche von ihm genannten Einschränkungen auch im Bericht des Zentrums X._ vom 24. Mai 2005 Erwähnung finden (vgl. Erwägung 3.2.2), gibt sein Bericht sodann - entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers - auch kein Anlass zu weiteren Abklärungen.
Die von L._ im Bericht vom 1. April 2006 (Urk. 3/8) vorgenommene Beurteilung, wonach mit Ausnahme einer leichten bis mittelgradigen Konzentration und Aufmerksamkeit sowie eines Intelligenzpotentials im unteren Durchschnittsbereich kognitiv keine weiteren Auffälligkeiten bestehen und wonach das Intelligenzpotential des Beschwerdeführers für einfache Arbeiten genügen sollte, stehen mit den genannten Feststellungen im Schlussbericht des Zentrums X._ vom 24. Mai 2005 in Einklang. Im Weiteren führt L._ zwar an, die "Verhaltensbeobachtung" stütze den Verdacht, dass neben den erwähnten Konzentrations- und Aufmerksamkeitsdefiziten auch psychische Komponenten die Leistungssituation beeinflussen (zum Beispiel Stimmungslage). Aufgrund der unter dem Titel "Kooperation/Arbeitsverhalten" gemachten Angaben ("Die Kooperation des Patienten war gut, bei eher verhalten-bedrückter Stimmungslage ...") besteht aber kein Grund zur Annahme, dass es sich dabei um ein ins Gewicht fallendes psychisches Leiden (vgl. Erwägung 1.1) handeln könnte. Zum einen sind "verhalten-bedrückte" Stimmungen allein grundsätzlich nicht geeignet, eine leistungsspezifische Invalidität zu begründen, da in der Regel davon auszugehen ist, dass die versicherte Person die daraus resultierenden Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte (vgl. Urteil der II. sozialrechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes vom 8. Mai 2007 in Sachen M., I 905/06, Erw. 3.2, mit Hinweisen). Zudem ist der Grundsatz der Selbsteingliederung zu beachten. Danach hat die versicherte Person von sich aus das ihr Zumutbare zur Verbesserung der Erwerbsfähigkeit beizutragen, in erster Linie durch Ausschöpfung sämtlicher zumutbarer medizinischer Behandlungs- und weiterer therapeutischer Möglichkeiten (BGE 127 V 298 Erw. 4.b.cc, mit Hinweisen). Der Beschwerdeführer macht aber selbst nicht geltend, dass er sich wegen der psychischen Problematik einer medikamentösen und/oder therapeutischen Behandlung unterzieht.
Zu den vom Beschwerdeführer im Weiteren angerufenen Berichten der neuropädriatrischen Abteilung des Kinderspitals Y._ vom 17. Februar 1995 (Urk. 9/5) sowie des Schulärztlichen-Schulpsychologischen Dienstes von V._ vom 10. Januar 2000 (Urk. 9/3) ist festzuhalten, dass sie im massgebenden Zeitpunkt (Einspracheentscheid vom 5. April 2006 [Urk. 2]) bereits 11 resp. 6 Jahre alt waren und daher nicht mehr aussagekräftig erscheinen.
3.3 Zusammenfassend ergibt sich, dass kein Grund besteht, an der Vollständigkeit der im Schlussbericht des Zentrums X._ vom 24. Mai 2005 gemachten Feststellungen sowie an der Richtigkeit der darin vorgenommenen Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers zu zweifeln. Beweiserweiterungen erscheinen daher - entgegen seiner Auffassung - nicht erforderlich. Insbesondere kann mit Blick auf die Beurteilung der Auswirkungen des psychischen Beschwerdebildes auf die Arbeitsfähigkeit (vgl. Erwägungen 1.1 und 3.2.4) auch von einer psychiatrischen Untersuchung abgesehen werden (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichtes vom 23. August 2006 in Sachen C., I 749/05, Erwägung 2.2.2).
4.
4.1 Im Weiteren ist zu prüfen, wie sich die eingeschränkte Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers in erwerblicher Hinsicht auswirkt.
4.2
4.2.1 Die Beschwerdegegnerin stellte im Einspracheentscheid vom 5. April 2006 zur Ermittlung des Valideneinkommens - neu - auf Art. 26 Abs. 1 IVV ab.
4.2.2 Nach dieser Bestimmung entspricht das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person, welche wegen ihrer Invalidität keine zureichenden beruflichen Kenntnisse erwerben konnte, als Nichtinvalide erzielen könnte, bestimmten nach Alter abgestuften Prozentsätzen des jährlich aktualisierten Medianwertes gemäss Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik.
Gemäss Randziffer 3035 des Kreisschreibens des Bundesamtes für Sozialversicherung über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung (KSIH) in der seit 1. Januar 2004 gültigen Fassung fallen unter Art. 26 Abs. 1 IVV auch Versicherte, welche - wie der Beschwerdeführer - zwar eine Berufsausbildung abschliessen, zu Beginn der Ausbildung jedoch bereits invalid sind und mit dieser Ausbildung nicht dieselben Verdienstmöglichkeiten realisieren können wie eine nichtbehinderte Person mit derselben Ausbildung.
Das Valideneinkommen 2005 wurde somit von der Beschwerdegegnerin zu Recht auf Fr. 49'350.-- (vgl. Kreisschreiben des Bundesamtes für Statistik vom 20. Oktober 2004 bezüglich des durchschnittlichen Einkommens der Arbeitnehmer bei der Invaliditätsbemessung auf Grund von Art. 26 Abs. 1 IVV) festgesetzt, was denn vom Beschwerdeführer auch ausdrücklich anerkannt wird (Urk. 1 Seite 6).
4.3
4.3.1 Bei der Ermittlung des Invalideneinkommens ging die Beschwerdegegnerin, wie erwähnt, von einer - durchschnittlichen - Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers von 55 % aus. Gestützt auf die im Schlussbericht des Zentrums X._ vom 24. Mai 2005 gemachte Angabe, wonach dessen möglicher Anfangslohn in der freien Wirtschaft bei einer Leistung von 100 % Fr. 41'600.-- (= Fr. 3'200.-- x 13) betrage (Urk. 9/57/5), setzte sie das hypothetische Invalideneinkommen 2005 auf Fr. 22'880.-- (= 55 % von Fr. 41'600.--) fest.
4.3.2 Der Beschwerdeführer bestreitet nicht, dass sein möglicher Anfangslohn bei einer Leistung von 100 % Fr. 41'600.-- betragen würde. Sodann macht er - zu Recht - auch nicht (mehr) geltend, dass davon ein weiterer invaliditätsbedingter Abzug vorzunehmen sei (Urk. 1 Seite 6). Er bringt aber vor, dass seitens des Zentrums X._ eine Leistungsfähigkeit von 50 bis 60 % angegeben werde. Die Beschwerdegegnerin hätte nicht einfach den Durchschnitt nehmen und von einer Leistungsfähigkeit von 55 % ausgehen dürfen, sondern den für ihn günstigsten Fall einsetzen müssen (Urk. 1 Seite 4). Ausserdem gebe es in der freien Wirtschaft keine Arbeitsplätze, bei welchen die vom Zentrum X._ genannten Rahmenbedingungen erfüllt seien (Urk. 1 Seiten 6 und 7).
4.3.3 Wie erwähnt (vgl. Erwägung 1.5), besteht im Sozialversicherungsrecht kein Rechtsgrundsatz des Inhalts, dass die Verwaltung oder das Gericht im Zweifelsfall zugunsten der versicherten Person zu entscheiden hätte. Wird die Arbeitsfähigkeit mit einer Bandbreite beziffert, so ist deren Bedeutung vielmehr unter Berücksichtigung des jeweiligen Gesamtzusammenhangs zu ermitteln (vgl. Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichtes vom 15. Dezember 2006 in Sachen N., I 865/05, Erwägung 6.3, mit Hinweis).
Aufgrund der Angaben im Schlussbericht des Zentrums X._ vom 24. Mai 2005 (Urk. 9/57) ist davon auszugehen, dass die Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers schwankend ist, wobei sie sich aber innerhalb der Bandbreite von 50 bis 60 % bewegt. In dieser Konstellation erscheint es ohne weiteres gerechtfertigt, auf den Mittelwert von 55 % abzustellen. Das Zentrum X._ nimmt denn bei seinen Angaben zum möglichen Anfangslohn ebenfalls auf diesen Mittelwert Bezug (Urk. 9/57/5).
4.3.4 Referenzpunkt für die Verwertung der Restarbeitsfähigkeit ist der hypothetische ausgeglichene Arbeitsmarkt. Der Begriff umschliesst einerseits ein bestimmtes Gleichgewicht zwischen dem Angebot und der Nachfrage nach bestimmten Stellen; anderseits bezeichnet er einen Arbeitsmarkt, der von seiner Struktur her einen Fächer verschiedenartiger Stellen offen hält, und zwar sowohl bezüglich der dafür verlangten beruflichen und intellektuellen Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes. Letzteres gilt auch im Bereich der un- und angelernten Arbeitnehmer. Nach diesen Gesichtspunkten bestimmt sich im Einzelfall, ob die invalide Person die Möglichkeit hat, ihre restliche Erwerbsfähigkeit zu verwerten und ob sie ein rentenausschliessendes Einkommen zu erzielen vermag oder nicht (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichtes vom 16. Juli 2003 in Sachen C., I 758/02, unter Verweis auf BGE 110 V 276 Erw. 4b und ZAK 1991 S. 320f. Erw. 3b). Daraus folgt, dass für die Invaliditätsbemessung nicht darauf abzustellen ist, ob ein Invalider unter den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen vermittelt werden kann, sondern einzig darauf, ob er die ihm verbliebene Arbeitskraft noch nutzen könnte, wenn die verfügbaren Arbeitsplätze dem Angebot an Arbeitskräften entsprechen würden (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichtes vom 16. Juli 2003 in Sachen C., I 758/02, unter Verweis auf AHI 1998 S. 291). Zwar darf im Rahmen der Invaliditätsbemessung bei der Bestimmung des trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigung zumutbarerweise erzielbaren Einkommens nicht von realitätsfremden Einsatzmöglichkeiten ausgegangen werden. Insbesondere kann von einer Arbeitsgelegenheit im Sinne von Art. 7 ATSG dort nicht gesprochen werden, wo die zumutbare Tätigkeit nur in so eingeschränkter Form möglich ist, dass sie der allgemeine Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder dass sie nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre und das Finden einer entsprechenden Stelle deshalb von vornherein als ausgeschlossen erscheint. Dasselbe hat zu gelten, wenn der Einsatz am Arbeitsplatz ohne besondere Vorkehren für Mitarbeiter und Vorgesetzte mit erheblichen Unannehmlichkeiten oder gar Störungen verbunden ist und deshalb für diese kaum mehr als akzeptabel qualifiziert werden kann (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichtes vom 21. Dezember 2001 in Sachen S., I 680/00 und 714/00, Erwägung 4, mit Hinweisen). Nach diesem Entscheid führt aber der Umstand allein, dass eine versicherte Person zur Verwertung ihrer Restarbeitsfähigkeit auf einen Nischenplatz angewiesen ist, nicht zur Verneinung des Vorhandenseins entsprechender Arbeitsgelegenheiten auf dem ausgeglichenen Arbeitsplatz (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichtes vom 21. Dezember 2001 in Sachen S., I 680/00 und 714/00, Erwägung 4 am Ende). Der Angebotsfächer des ausgeglichenen Arbeitsmarktes umfasst auch - ausserhalb von geschützten Werkstätten - gewisse "soziale Winkel", also Arbeits- und Stellenangebote, bei welchen Behinderte mit einem sozialen Entgegenkommen von Seiten des Arbeitgebers rechnen können (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichtes vom 29. Januar 2003 in Sachen P., U 425/00, Erwägung 4.4; vgl. Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichtes vom 27. Mai 2005 in Sachen F., I 819/04, Erw. 2.1).
Der Beschwerdeführer verfügt über einen - eidgenössisch anerkannten - Anlehr-Ausweis als Elektrobauteilemonteur (Urk. 9/62/3). Gemäss den Feststellungen im Schlussbericht des Zentrums X._ vom 24. Mai 2005 kann er nebst einfachen seriellen Tätigkeiten im elektropraktischen Bereich auch allgemeine serielle Montage- und Fertigungsarbeiten ausführen (Urk. 9/57/5). Im Bericht des Werkheimes W._ vom 9. Mai 2006 werden Hilfsarbeiten im Bereich Bau, Lager und Gärtnerei als sehr gut vorstellbar bezeichnet (Urk. 3/3 Seite 2). Das mögliche Tätigkeitsfeld des Beschwerdeführers bei einfachen und repetitiven Tätigkeiten ist somit breit. Zwar benötigt er "kontinuierliche Führung und Fremdkontrolle" (Urk. 9/57/5) und ist insofern auf ein soziales Entgegenkommen seitens des Arbeitgebers angewiesen; dies allein führt aber nach dem Gesagten nicht zur Verneinung des Vorhandenseins entsprechender Arbeitsgelegenheiten auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt.
4.3.5 Es kann somit nicht beanstandet werden, dass die Beschwerdegegnerin das hypothetische Invalideneinkommen 2005 mit Fr. 22'880.-- beziffert hat.
4.4 Ausgehend vom ermittelten hypothetischen Valideneinkommen 2005 von Fr. 49'350.-- resultiert eine Erwerbseinbusse von Fr. 26'470.-- resp. ein Invaliditätsgrad von gerundet 54 %. Demgemäss steht dem Beschwerdeführer eine halbe Rente zu (Art. 28 Abs. 1 IVG).
5. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer zu Recht lediglich eine halbe Rente zugesprochen hat. Die Beschwerde ist deshalb abzuweisen.