Decision ID: 6ce298ac-ecad-5688-84f4-fb943e86608d
Year: 2011
Language: de
Court: SG_VG
Chamber: SG_VG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ A. K.-G., geb. 1988, ist Staatsangehörige von Kosovo. Sie heiratete am
13. November 2007 in ihrem Herkunftsort, der damals noch zu Serbien-Montenegro
gehörte, den in Buchs wohnhaften Schweizer Bürger R.K. Am 26. Januar 2008 reiste A.
K.-G. im Rahmen des Familiennachzugs zu ihrem Ehemann in die Schweiz ein und
erhielt in der Folge eine Aufenthaltsbewilligung. Im April 2009 verliess sie die
gemeinsame Wohnung und zog zu ihrem ebenfalls in Buchs wohnhaften Onkel.
Mit Verfügung vom 24. Juni 2009 widerrief das Ausländeramt die
Aufenthaltsbewilligung von A. K.-G.. Zur Begründung führte es an, die Bewilligung sei
vom Bestand der ehelichen Gemeinschaft abhängig. Die Ehefrau erfülle die
Voraussetzungen für das Beibehalten eines Anspruchs auf Verlängerung der
Aufenthaltsbewilligung trotz Auflösung der ehelichen Gemeinschaft nicht.
B./ Das Sicherheits- und Justizdepartement wies mit Entscheid vom 16. Juli 2010 den
Rekurs von A. K.-G. gegen den Widerruf der Aufenthaltsbewilligung ab.
C./ Mit Eingaben ihres Rechtsvertreters vom 27. August und 23. September 2010
erhob A. K.-G. Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem Antrag, der Entscheid
des Sicherheits- und Justizdepartements vom 16. Juli 2010 und die Verfügung des
Ausländeramts vom 24. Juni 2009 seien aufzuheben, von einem Widerruf der
Aufenthaltsbewilligung sei abzusehen und das Ausländeramt sei anzuweisen, ihr eine
eigenständige Aufenthaltsbewilligung (Änderung des Aufenthaltszwecks) zu erteilen,
unter Kosten- und Entschädigungsfolgen; ausserdem sei für das Verfahren vor dem
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Verwaltungsgericht die unentgeltliche Prozessführung und Rechtsverbeiständung zu
gewähren. Zur Begründung wird im wesentlichen vorgebracht, die Vorinstanz habe zu
Unrecht das Vorliegen von wichtigen Gründen, welche trotz Auflösung der ehelichen
Gemeinschaft vor Ablauf von drei Jahren einen Aufenthaltsanspruch begründen,
verneint. Auf die einzelnen Ausführungen wird, soweit wesentlich, in den
nachstehenden Erwägungen eingegangen.
Die Vorinstanz beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 5. Oktober 2010 unter Hinweis
auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids die Abweisung der Beschwerde.

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Die
Beschwerdeführerin ist zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 64 Abs. 1 in
Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerdeeingaben vom 27. August und
23. September 2010 wurden rechtzeitig eingereicht und entsprechen formal und
inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 47
Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP). Auf die Beschwerde ist daher einzutreten.
2. Die Aufenthaltsbewilligung der Beschwerdeführerin lief am 25. Januar 2011 ab. Der
Widerruf der Bewilligung wurde damit unmittelbar vor dem Entscheid über die
Beschwerde gegenstandslos. Daher ist zu prüfen, ob die Verweigerung der
Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung rechtmässig ist. Eine unterschiedliche
Beurteilung ergibt sich daraus aber nicht.
2.1. Ausländische Ehegatten und ledige Kinder unter achtzehn Jahren von
Schweizerinnen und Schweizern haben Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der
Aufenthaltsbewilligung, wenn sie mit diesen zusammenwohnen. Nach einem
ordnungsgemässen und ununterbrochenen Aufenthalt von fünf Jahren haben die
Ehegatten Anspruch auf Erteilung der Niederlassungsbewilligung (Art. 43 Abs. 1 und 3
des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer, SR 142.20, abgekürzt
AuG).
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Art. 49 AuG bestimmt, dass das Erfordernis des Zusammenwohnens nach Art. 42 bis
44 AuG nicht besteht, wenn für getrennte Wohnorte wichtige Gründe geltend gemacht
werden und die Familiengemeinschaft weiterbesteht. Nach Art. 50 Abs. 1 AuG besteht
nach Auflösung der Familiengemeinschaft der Anspruch des Ehegatten und der Kinder
auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung nach Art. 42 und 43 AuG
weiter, wenn die Ehegemeinschaft mindestens drei Jahre bestanden hat und eine
erfolgreiche Integration besteht (lit. a) oder wenn wichtige persönliche Gründe einen
weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen (lit. b). Wichtige persönliche
Gründe im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG können namentlich vorliegen, wenn die
Ehegattin oder der Ehegatte Opfer ehelicher Gewalt wurde und die soziale
Wiedereingliederung im Herkunftsland stark gefährdet erscheint (Art. 50 Abs. 2 AuG).
Art. 50 AuG bezweckt die Vermeidung von schwerwiegenden Härtefällen bei der
Auflösung der ehelichen Gemeinschaft (BBl 2002, S. 3753). Ein weiterer Aufenthalt in
der Schweiz kann sich etwa dann als gerechtfertigt erweisen, wenn der in der Schweiz
lebende Ehepartner verstorben ist oder wenn aufgrund der gescheiterten Ehe die
familiäre und soziale Wiedereingliederung im Herkunftsland stark erschwert wird. Dies
gilt auch, wenn gemeinsame Kinder vorhanden sind, zu denen eine enge Beziehung
besteht und die in der Schweiz gut integriert sind. Zu berücksichtigen sind jedoch stets
auch die Umstände, die zur Auflösung der Gemeinschaft geführt haben. Steht fest,
dass die im Familiennachzug zugelassene Person durch das Zusammenleben in ihrer
Persönlichkeit ernsthaft gefährdet ist und ihr eine Fortführung der ehelichen Beziehung
nicht länger zugemutet werden kann, ist dies beim Entscheid besonders in Rechnung
zu stellen. Demgegenüber ist eine Rückkehr zumutbar, wenn der Aufenthalt in der
Schweiz nur kürzere Zeit gedauert hat, keine engen Beziehungen zur Schweiz geknüpft
wurden und die erneute Integration im Herkunftsland keine besonderen Probleme stellt.
Dabei ist zu beachten, dass die Aufzählung in Art. 50 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 AuG nicht
abschliessend ist, so dass den Behörden ein gewisser Beurteilungsspielraum verbleibt.
Die eheliche Gewalt einerseits und die starke Gefährdung der sozialen
Wiedereingliederung im Herkunftsland andererseits können ihrem Ausmass und den
Gesamtumständen entsprechend bei der Beurteilung je für sich allein bereits einen
wichtigen persönlichen Grund begründen; die eheliche Gewalt muss dabei aber eine
gewisse Intensität erreicht haben. Unter Umständen können somit sowohl die eheliche
Gewalt wie auch die Gefährdung der sozialen Wiedereingliederung im Herkunftsland
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grundsätzlich einen wichtigen persönlichen Grund im Sinn von Art. 50 Abs. 2 AuG
darstellen; diese Bedingungen müssen nicht kumulativ erfüllt sein. Sind jedoch beide
Bedingungen erfüllt, drängt sich die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung für die
Ehegattin auf (BGE 2C_540/2009 vom 26. Februar 2010, E. 2.1).
Dies bedeutet, dass nur unter besonderen, in der Regel schwerwiegenden Umständen
die eheliche Gewalt einerseits und die Gefährdung der sozialen Wiedereingliederung im
Herkunftsland anderseits je für sich allein einen wichtigen Grund im Sinn von Art. 50
AuG darstellen. Entgegen den Ausführungen in der Beschwerde sind häusliche Gewalt
und starke Gefährdung der sozialen Wiedereingliederung im Herkunftsland nicht unter
allen Umständen je für sich allein bereits wichtige persönliche Gründe. Nach den
Erwägungen des Bundesgerichts sind diese Voraussetzungen nur unter gewissen
Umständen alternativ erfüllt. Nur wenn die eheliche Gewalt eine gewisse Intensität
erreicht hat und die Gefährdung der sozialen Wiedereingliederung im Herkunftsland
ebenfalls als stark bezeichnet werden kann, sind die Gründe gesondert als wichtig
einzustufen.
2.2. Nach den Feststellungen der Vorinstanz und des Ausländeramts reiste die
Beschwerdeführerin am 26. Januar 2008 zu ihrem Ehemann in die Schweiz ein. Dies
widerspricht allerdings der Aussage der Beschwerdeführerin, welche festhielt, sie sei
im August 2008 in die Schweiz eingereist und habe acht Monate mit dem Ehemann im
Haus von dessen Eltern gewohnt. Der Ehemann bestätigte, dass seine Ehefrau seit
August 2008 bei ihm wohnte. Fest steht, dass die Beschwerdeführerin am 6. April 2009
den gemeinsamen Haushalt verliess. Die eheliche Gemeinschaft in der Schweiz
dauerte somit lediglich rund acht Monate.
Anlässlich des vom Ehemann der Beschwerdeführerin anhängig gemachten Verfahrens
betreffend Ungültigkeit der Ehe erklärte die Beschwerdeführerin, das Zusammenleben
mit ihrem Ehemann sei nicht gut gewesen. Sie habe keine eigenen Sachen machen
können. Sie habe besonders wenig machen dürfen. Sie sei in dieser Zeit immer zu
Hause gewesen, d.h. einmal pro Woche sei sie im Deutschkurs gewesen, sonst immer
zu Hause. Sie habe allein nur bis zum Garten und nicht weiter gehen dürfen. Sie habe
wie in einem Gefängnis leben müssen; das sei für sie sehr schwer gewesen. Weiter
erklärte die Beschwerdeführerin, sie habe kein Handy besitzen dürfen. Der Ehemann
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bzw. die Schwiegereltern hätten sie total isoliert von der ganzen Welt, sie habe nicht an
den PC gedurft, nichts. Wenn sie mit ihren Eltern am Telefon gewesen sei, seien alle
dabei gewesen; alleine habe sie nie sprechen dürfen. Am Ende der Befragung durch
die Instruktionsrichterin des Kreisgerichts hielt die Beschwerdeführerin fest, sie möchte
noch sagen, dass ihr Ehemann sie immer geschlagen habe, nicht so stark, aber sie
habe immer blaue Flecken oder irgend etwas ...
Eine Strafanzeige wegen Tätlichkeiten oder Körperverletzung hat die
Beschwerdeführerin gegen ihren Ehemann nicht eingereicht. Auch liess sie die
angeblichen blauen Flecken, welche von Schlägen des Ehemannes herrühren sollen,
von ihrem Arzt nicht dokumentieren. Jedenfalls wurde ihr nicht untersagt, Termine beim
Arzt wahrzunehmen. Der Onkel der Beschwerdeführerin erwähnte bei der Befragung
durch die Instruktionsrichterin keine Merkmale von ehelicher Gewalt. Vielmehr hielt er
fest, nach seiner persönlichen Einschätzung seien die Eheleute vor allem intellektuell
unterschiedlich. Seine Nichte sei eine sehr intelligente Person und ihr Ehemann etwas
weniger gebildet. Seine Nichte habe deswegen auch eine Schule beginnen wollen, als
sie nach Buchs gekommen sei; sie habe aber immer im Keller bleiben müssen.
Nach den Feststellungen der Polizei anlässlich der Vermisstenanzeige des Ehemannes
wohnte die Beschwerdeführerin mit ihrem Ehemann in einer separaten Wohnung im
Haus der Schwiegereltern. Die Wohnung liegt gemäss Polizeibericht im Untergeschoss;
Feststellungen zu einem Aufenthalt im Keller machte die Polizei nicht.
Im Streitfall ist weder häusliche Gewalt noch eine Gefährdung der Wiedereingliederung
im Herkunftsstaat hinreichend dargetan. Gemäss dem Polizeirapport vom 24. Juni
2009 erklärte die Beschwerdeführerin ausdrücklich, ihr gegenüber sei keine Gewalt
ausgeübt worden. Auch gegenüber ihrem Arzt erwähnte die Beschwerdeführerin keine
körperliche Gewaltanwendung. Wie die Vorinstanz zutreffend festhielt, war die
Beschwerdeführerin am 6. April 2009, als sie das Haus ihrer Schwiegereltern bzw. die
eheliche Wohnung verliess, allein. Dabei nahm sie Pass, Ausländerausweis und Geld
mit. Ausserdem hatte sie Zugang zum Internet und tauschte sich mit ihrer Schwester
und den Eltern in Kosovo mittels Chat aus. Der Ehemann wusste darum und erwähnte
dies gegenüber der Polizei ohne Missbilligung. Die Aussage der Beschwerdeführerin
gegenüber der Polizei, sie habe den PC nicht benutzen dürfen, war offensichtlich
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falsch. Wie die Vorinstanz zu Recht festhielt, relativieren diese Umstände die
Schilderungen über unzumutbare Einschränkungen der persönlichen
Bewegungsfreiheit. Gewisse Einschränkungen der persönlichen Freiheit einer Ehefrau
sind übrigens nicht nur im Kulturkreis von Einwanderern aus dem Kosovo leider üblich
und jedenfalls kein Ausdruck von ehelicher Gewalt oder unzumutbarem Druck.
Möglicherweise entsprach die Wirklichkeit der ehelichen Gemeinschaft nicht den
Erwartungen der Beschwerdeführerin, die sich wohl auch darüber täuschte, dass ihr
Ehemann als eingebürgerter Schweizer gleichwohl die Lebensgewohnheiten seines
Herkunftsstaates weiterpflegte.
Die Vorinstanz ging nach dem Gesagten zu Recht davon aus, dass die
Beschwerdeführerin nicht als Opfer häuslicher Gewalt im Sinne der Rechtsprechung
gelten kann. Gewalt oder unzumutbare andere Repressalien wurden nicht glaubhaft
gemacht. Entgegen den Ausführungen in der Beschwerde hat die Vorinstanz die von
der Beschwerdeführerin geltend gemachten Merkmale bzw. die behaupteten
Misshandlungen eingehend geprüft. Objektive Merkmale für die Richtigkeit der
entsprechenden Behauptungen fehlen jedoch.
Im weiteren ist eine starke Gefährdung der Wiedereingliederung im Herkunftsstaat nicht
ersichtlich. Die Eltern der Beschwerdeführerin leben im Kosovo. Die
Beschwerdeführerin machte weder gegenüber der Instruktionsrichterin noch
gegenüber der Polizei irgendwelche Angaben, wonach sie aufgrund des Zerwürfnisses
mit ihrem Ehemann von ihren Eltern Nachteile gewärtigen müsse. Gegenüber der
Instruktionsrichterin hielt sie ausdrücklich fest, sie habe eine gute Beziehung zu ihren
Eltern. Auch sind die Eltern offenbar vergleichsweise gut situiert; der Onkel der
Beschwerdeführerin äusserte jedenfalls, die Hochzeit sei eine der teuersten gewesen
und habe sicher 30'000 Franken gekostet, weil das ganze Dorf habe eingeladen
werden müssen. Von einer stark gefährdeten sozialen Wiedereingliederung im
Herkunftsland kann unter diesen Umständen nicht gesprochen werden. Auch eine
schwerwiegende Gefährdung der Gesundheit ist nicht ausgewiesen. Die
Beschwerdeführerin befindet sich zwar in ärztlicher Behandlung, doch ergibt sich aus
dem Arztbericht keine schwerwiegende gesundheitliche Beeinträchtigung, welche eine
Rückkehr in den Herkunftsstaat unzumutbar erscheinen liesse.
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2.3. Besteht kein Rechtsanspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung, ist über
die Erteilung bzw. Verlängerung der Bewilligung nach pflichtgemässem Ermessen zu
entscheiden.
Nach Art. 96 Abs. 1 AuG berücksichtigen die zuständigen Behörden bei der
Ermessensausübung die öffentlichen Interessen und die persönlichen Verhältnisse
sowie den Grad der Integration.
Die Vorinstanz durfte zu Recht annehmen, dass ein gewichtiges öffentliches Interesse
besteht, dass Ausländer, bei denen nach kurzem Aufenthalt in der Schweiz die
familiären Voraussetzungen für die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung wegfallen, die
Schweiz wieder verlassen. Die Beschwerdeführerin lebt erst seit knapp eineinhalb
Jahren in der Schweiz. Die eheliche Gemeinschaft dauerte nur rund acht Monate. Vor
ihrer Einreise in die Schweiz lebte die Beschwerdeführerin zeitlebens in ihrem
Herkunftsstaat. Kinder haben die Eheleute nicht. Zudem leben die Eltern der
Beschwerdeführerin im Herkunftsstaat. Ungünstigere wirtschaftliche Verhältnisse
lassen eine Rückkehr nicht unzumutbar erscheinen. Die Beschwerdeführerin hat sich
zwar in der kurzen Zeit, in der sie in der Schweiz lebte, um eine Integration bemüht und
einen Deutschkurs besucht. Dieser Umstand ändert aber nichts daran, dass aufgrund
der kurzen Aufenthaltsdauer und der persönlichen Situation eine Rückkehr der
Beschwerdeführerin nach Kosovo zumutbar ist und der Widerruf der
Aufenthaltsbewilligung bzw. die Verweigerung von deren Verlängerung keinen
Missbrauch bzw. keine Überschreitung des Ermessens darstellt.
2.4. Zusammenfassend ergibt sich aus den vorstehenden Erwägungen, dass im
Widerruf bzw. in der Verweigerung der Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung keine
Rechtsverletzung zu erblicken ist. Folglich ist die Beschwerde als unbegründet
abzuweisen.
3. Die Beschwerdeführerin beantragte die unentgeltliche Rechtspflege und
Rechtsverbeiständung. Angesichts der sehr kurzen Aufenthaltsdauer in der Schweiz,
des Fehlens jeglicher Indizien für die geltend gemachte häusliche Gewalt und für eine
Gefährdung der Wiedereingliederung im Herkunftsstaat sowie der teilweise
aktenwidrigen Behauptungen muss die Beschwerde als aussichtslos qualifiziert
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werden. Folglich ist die unentgeltliche Rechtspflege und Rechtsverbeiständung zu
verweigern (Art. 29 Abs. 3 der Bundesverfassung, SR 101; Art. 99 Abs. 2 VRP in
Verbindung mit Art. 117 lit. b der Schweizerischen Zivilprozessordnung, SR 272). Die
amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens sind daher der Beschwerdeführerin
aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr von Fr. 2'000.-- ist
angemessen (Art. 7 Ziff. 222 Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Auf die Erhebung
der Kosten ist zu verzichten (Art. 97 VRP).
Ausseramtliche Kosten sind nicht zu entschädigen (Art. 98bis VRP).
Demnach hat das Verwaltungsgericht