Decision ID: 5ee82f5b-71d2-5a5b-ad0f-1070a2dbe865
Year: 2009
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
L._,
Beschwerdeführer,
gegen
Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358,
6002 Luzern,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
Versicherungsleistungen
Sachverhalt:
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A.
A.a L._ arbeitete seit 1994 bei der A._ als Bodenleger und war dadurch bei der
Suva unfallversichert. Im August 2006 liess er der Suva ein Knieleiden als Folge eines
Unfalls vom Januar 2005 bzw. als mögliche Berufskrankheit melden (UV-act. 1). Dr.
med. B._ hatte in den Berichten vom 4. Februar und 3. April 2005 unter anderem
festgehalten, er betreue den Versicherten seit 1988. In dieser Zeit habe er über
Rückenschmerzen (HWS, LWS) und im weiteren Verlauf, stets in jährlichen Abständen
oder länger, über Schulter/Nackenschmerzen und vor allem Knieschmerzen geklagt.
Die Kniegenlenke seien bei seiner Beschäftigung ziemlich strapaziert worden. Ende
2003 habe sich eine erhebliche Zunahme der Beschwerden (LWS, Depression,
Knieschmerzen auf beiden Seiten, Schulterschmerzen) ergeben. Der Versicherte habe
die Tätigkeit ab 25. Januar 2005 krankheitshalber aufgeben müssen (UV-act. 4; vgl.
auch UV-act. 8). Im Bericht des Kantonsspitals St. Gallen, Neurochirurgie, vom 30.
März 2005 wurden die Diagnosen eines lumboradikulären Schmerzsyndroms und einer
Spinalkanalstenose L4/5 und L5/S1 gestellt (UV-act. 6).
A.b Mit Schreiben vom 14. August 2006 teilte die Innova Versicherung der
Arbeitgeberin des Versicherten mit, sie erbringe seit dem 25. Januar 2005
Taggeldleistungen für den Versicherten. Für die Arbeitsunfähigkeit betreffend das
Knieleiden sei der Unfallversicherer zuständig, da es sich um eine Berufskrankheit
handle (UV-act. 20). Mit Verfügung vom 11. Dezember 2006 eröffnete die Suva dem
Versicherten, es könnten keine Versicherungsleistungen für die Kniebeschwerden
erbracht werden. Es liege weder ein Unfall noch eine unfallähnliche Körperschädigung
vor. Auch eine Berufskrankheit sei zu verneinen (UV-act. 25). Die gegen diese
Verfügung von der Beratungsstelle für Ausländer für den Versicherten erhobene
Einsprache (UV-act. 26) wies die Suva, nachdem weitere ärztliche Berichte
eingegangen waren (UV-act. 35, 36), mit Einspracheentscheid vom 12. August 2008 ab.
Zwischenzeitlich hatte sich der Versicherte während sechs Monaten in der
psychiatrischen Klinik Wil aufgehalten (UV-act. 33, 37).
$
B.
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B.a Gegen den Einspracheentscheid der Suva erhob der Versicherte mit Eingabe vom
11. September 2008 Beschwerde mit den Anträgen, der Entscheid sei aufzuheben und
die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihm Versicherungsleistungen zu erbringen.
Sie sei zu verpflichten, den Anspruch auf Rente und Integritätsentschädigung zu prüfen
und zu entscheiden. Zur Begründung führte er unter anderem aus, er habe am 19. Juli
2002 einen Arbeitsunfall erlitten. Dabei habe er das rechte Knie, den rechten Ellbogen
und den Rücken schwer verletzt. Er habe vom 19. Juli 2002 bis Januar 2005 mit
täglichen Schmerzen gearbeitet. Nachher sei es nicht mehr gegangen. Beim Beruf als
Plattenleger seien seine Schulter, Wirbel und Knie schwer belastet worden. Vielleicht
sei auch eine Berufskrankheit für seine Beschwerden verantwortlich. Der
Beschwerdeführer reichte dem Gericht drei medizinische Berichte ein und erklärte, er
werde die behandelnden Ärzte bitten, dem Gericht weitere Berichte zuzustellen.
B.b In der Beschwerdeantwort vom 17. November 2008 beantragte die
Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten ist. Zur
Begründung verwies sie auf die Darlegungen im angefochtenen Entscheid. Auf die
weiteren Ausführungen wird in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:
1.
1.1 Der Beschwerdeführer machte in der Beschwerdeschrift erstmals einen
Arbeitsunfall vom 19. Juli 2002 geltend, bei welchem er "das rechte Knie, den rechten
Ellbogen und den Rücken schwer verletzt" habe (act. G 1 S. 2). Zum Unfallhergang
oder zur Art der Verletzung machte er keine Ausführungen. Ein solches Ereignis wurde
der Beschwerdegegnerin nach Lage der Akten nie gemeldet und bildete
dementsprechend auch weder Thema des Einsprache- noch des vorangehenden
Verwaltungsverfahrens. Zu den entsprechenden Einwänden der Beschwerdegegnerin
in diesem Verfahren (act. G 5 S. 2) nahm der Beschwerdeführer keine Stellung. Jedoch
reichte er mit der Beschwerde ein rheumatologisches Gutachten des Medizinischen
Gutachtenzentrums St. Gallen (MGSG) vom 2. Juli 2008 ein, wo unter "Persönliche
Anamnese" ein Sturz im Juli 2002 mit Knie- und Ellbogen- sowie Rückenkontusion
festgehalten wurde. Der Beschwerdeführer erklärte den Ärzten des MGSG, er sei am
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Tag nach dem behaupteten Unfall nach C._ verreist und dort zum Arzt gegangen. Er
sei dann in der Schweiz nicht mehr zum Hausarzt gegangen, und der Unfall sei nicht
gemeldet worden. Seither habe er anhaltende Schmerzen an den Kontusionsorten (act.
G 1.4 S. 1f). Der Beschwerdeführer gab den MGSG-Gutachtern sodann auch an, die
Beschwerden hätten ca. im Jahr 2000/2001 begonnen und im Verlauf zugenommen,
insbesondere seit dem Unfall im Jahr 2002 (act. G 1.4 S. 3). In der Beschwerdeschrift
erklärte er im Gegensatz dazu, bis zum behaupteten Unfall 2002 habe er sich
vollumfänglich gesund gefühlt und den schweren Beruf (Plattenleger) problemlos
ausgeführt (act. G 1 S. 1). In den Berichten des langjährig behandelnden Arztes Dr.
B._ (UV-act. 4, 8, 10, 17) finden sich keinerlei Hinweise auf ein Unfallereignis, weder
vom 19. Juli 2002 noch von einem anderem Datum. Der Beschwerdeführer arbeitete
sodann vollzeitlich bis Januar 2005 bei der A._. Bei diesem Sachverhalt kann ein
Unfallereignis nicht überwiegend wahrscheinlich als erstellt gelten. Auf jeden Fall aber
ist nicht anzunehmen, dass das Unfallereignis, soweit ein solches überhaupt vorlag,
erhebliche gesundheitliche Wirkungen hatte, andernfalls es gegenüber Dr. B._, bei
welchem regelmässig Behandlungen stattgefunden hatten, überwiegend
wahrscheinlich zur Sprache gekommen wäre.
Das erstmals in diesem Verfahren erwähnte Unfallereignis könnte aber auch aus
formellen Gründen nicht Prüfungsgegenstand bilden, da es im angefochtenen
Entscheid und in der diesem zugrunde liegenden Verfügung nicht thematisiert worden
war. Zu prüfen ist damit vorliegend ausschliesslich das Vorliegen einer Berufskrankheit.
Der angefochtene Einspracheentscheid und die ihm zugrundeliegende Verfügung
bezogen sich dazu einzig auf die Kniebeschwerden; die weiteren Gesundheitsschäden
blieben ausser Betracht. Die Beschwerdegegnerin legte im angefochtenen Entscheid
(Erw. 2) die rechtlichen Voraussetzungen für die Anerkennung einer Berufskrankheit
zutreffend dar; darauf ist zu verweisen.
1.2 Dr. B._ berichtete am 25. Juni 2005 unter anderem über Knieschmerzen des
Beschwerdeführers in den Jahren 1993, 1995 und 1997 sowie daraus resultierende
Arbeitsunfähigkeiten und ärztliche Behandlungen (UV-act. 10). Der Beschwerdeführer
hielt sich unter anderem wegen der Kniebeschwerden vom 27. Juni bis 22. Juli 2005 in
der Rehaklinik Walenstadtberg auf, wo neben anderen Diagnosen eine Polyarthralgie
bei initialer Arthrose der Ellbogen- und Kniegelenke diagnostiziert wurde (UV-act. 11).
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Am 18. Mai 2006 führte Dr. med. D._ eine Kniearthroskopie beidseits durch (UV-act.
16). Zuvor hatte er im Bericht vom 4. April 2006 die Diagnosen eines lumboradikulären
Syndroms und einer medialen Meniskusläsion rechts gestellt (UV-act. 35). Im Bericht
vom 20. Juli 2006 hielt Dr. B._ unter anderem fest, der Beschwerdeführer sei
weiterhin voll arbeitsunfähig und stehe auch in psychiatrischer Behandlung. Die
ehemalige berufliche Tätigkeit sei seines Erachtens voll "schuldig" für die Beschwerden
des Patienten. Nach dem Arbeitsausfall (vom Januar 2005) hätten sich diverse
Störungen (Rücken-, Schulter-, und Knieleiden, psychische Alternation) ergeben (UV-
act. 17, 18). Kreisarzt Dr. med. E._, Facharzt FMH für Chirurgie, kam in der ärztlichen
Beurteilung vom 27. November 2006 zum Schluss, in Frage komme eine Einwirkung
auf Knochen und Gelenke wegen der Diskussion der chondromalazischen
Veränderungen. Hier würden jedoch Erkrankungen durch Vibrationen (nur radiologisch
nachweisbare Einwirkung auf Knochen und Gelenke, Einwirkung auf den peripheren
Kreislauf) resultieren. Solche lägen beim Patienten nicht vor. An beiden Knien zeige
sich retropatellär ein unauffälliger Knorpelüberzug. Hier würde sich allenfalls eine
Diskussion als Berufskrankheit nach Art. 9 Abs. 2 UVG stellen, was beim Patienten
aber gerade ausser Betracht falle. Die chondromalazischen Befunde im femorotibial
medialen Kompartiment könnten bei knienden Tätigkeiten nicht in dem Sinn erklärt
werden, da keine axiale Krafteinwirkung resultiere. Betreffend Meniskusschaden als
Berufskrankheit sei das Verhältnis zwischen dem Auftreten in der
Allgemeinbevölkerung und demjenigen im spezifischen Tätigkeitsbereich massgebend.
Es müsste also beim Bodenleger ein relatives Risiko von mindestens 4 erreicht werden
(Verursachungsanteil von 75%). Das Risiko, an einem Meniskusleiden zu erkranken,
betrage bei Parkettlegern maximal 1.9; dies gestützt auf die medizinische Literatur. Das
Auftreten von Meniskusveränderungen sei relativ häufig, insbesondere bei der
Population von über 50 Jahren trete er mit einer Häufigkeit von 28 bis 40% auf. Der
Patient sei zwar bei Auftreten der Beschwerden etwas jünger gewesen, aber der
geforderte 75%ige Verursachungsanteil sei nicht erreicht, auch wenn andere Studien
bei lange Zeit knienden und kauernden Berufstätigen einen Risikofaktor von 1.9%
ergeben würden (UV-act. 24). Dr. med. F._, Spezialarzt FMH für Chirurgie,
Wirbelsäulenleiden, Schleudertrauma und orthopädische Traumatologie, führte in
seinem Bericht vom 7. März 2008 diverse Krankheitsdiagnosen bezüglich Rücken,
Ellbogen, Knie, Schulter und Psyche des Beschwerdeführers auf. Dem Patienten
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müsse eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit für jegliche Tätigkeit attestiert werden (act. G
1.2). Im psychiatrisch/rheumatologischen Gutachten des MGSG vom 6. Juli 2008
wurden neben mehreren psychiatrischen Diagnosen mit Auswirkung auf die
Arbeitsfähigkeit die Diagnosen eines chronischen lumbospondylogenen
Schmerzsyndroms, von Polyarthralgien und eines rezidivierenden zervikozephalen
Schmerzsyndroms bestätigt. Die Gutachter bescheinigten eine 100%ige
Arbeitsunfähigkeit aus rheumatologischen Gründen seit Januar 2005 für die bisherige
Tätigkeit als Bodenleger und eine 60%ige Arbeitsfähigkeit für eine dem
Gesundheitsschaden angepasste Tätigkeit (act. G 1.5).
Die vom Beschwerdeführer in diesem Verfahren in Aussicht gestellten weiteren
Arztberichte (vgl. act. G 1) gingen bis heute nicht ein.
2.
2.1 Aufgrund der medizinischen Akten (UV-act. 24, 40) kann als erstellt angesehen
werden, dass die beim Beschwerdeführer bestehende Kniepathologie
(Meniskusschaden, Arthrose) keine Listenkrankheit im Sinn von Art. 9 Abs. 1 UVG und
des entsprechenden Anhangs 1 zur UVV (Art. 14 UVV) darstellt. Abzuklären ist
demgemäss, ob die gesundheitlichen Probleme an den Knien unter Art. 9 Abs. 2 UVG
zu subsummieren sind. Gemäss BGE 117 V 354 Erw. 4c findet bei Art. 9 Abs. 2 UVG
keine Beschränkung der gefährdenden Stoffe oder bestimmter Krankheiten statt.
Grundsätzlich ist jede Einwirkung am Arbeitsplatz als Ursache für eine Berufskrankheit
anerkannt, unter der Bedingung, dass der ursächliche Zusammenhang zwischen der
beruflichen Tätigkeit und der Krankheit "stark überwiegend" ist, d.h. wenn der
Verursachungsanteil der Berufsarbeit an einer Krankheit mindestens 75% beträgt, und
dies mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen ist (BGE 114 V 109; 116 V
142 Erw. 5a; 119 V 200 Erw. 2b). Nach der Rechtsprechung stellt die Anerkennung
einer Berufskrankheit nach Art. 9 Abs. 2 UVG primär eine Beweisfrage im Einzelfall dar.
Wenn aber auf Grund medizinischer Forschungsergebnisse ein Erfahrungswert dafür
besteht, dass eine berufsbedingte Genese eines bestimmten Leidens von seiner Natur
her nicht nachgewiesen werden kann, schliesst dies den Beweis auf qualifizierte
Ursächlichkeit im Sinn von Art. 9 Abs. 2 UVG im Einzelfallaus (BGE 126 V 183 Erw. 4c).
Sofern mit anderen Worten der Nachweis eines qualifizierten (Anteil von mindestens
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75%) Kausalzusammenhangs nach der medizinischen Empirie allgemein nicht geleistet
werden kann (z.B. wegen der weiten Verbreitung einer Krankheit in der Bevölkerung,
welche es ausschliesst, dass eine versicherte Person zumindest viermal häufiger von
einem Leiden betroffen ist als die Bevölkerung im Durchschnitt), scheidet die
Anerkennung im Einzelfall aus (vgl. RKUV 1999, S. 106 Erw. 3 am Schluss). Sind
anderseits die allgemeinen medizinischen Erkenntnisse mit dem gesetzlichen
Erfordernis einer stark überwiegenden Verursachung des Leidens durch eine
bestimmte berufliche Tätigkeit vereinbar, besteht Raum für nähere Abklärungen zwecks
Nachweises des qualifizierten Kausalzusammenhanges im Einzelfall (vgl. BGE 126 V
183 Erw. 4c mit Hinweisen).
2.2 Der Beschwerdeführer war von 1994 bis Januar 2005 bei der A._ als
Bodenleger tätig (vgl. UV-act. 1). Nach Lage der Akten bestanden bei ihm seit etwa
Mitte der 90er-Jahre (?) Kniebeschwerden, welche auch ärztlich behandelt wurden. Seit
2003 ergab sich soweit ersichtlich eine erhebliche Verschlechterung derselben (vgl.
UV-act. 4, 8, 10, 22). Suva-Arzt Dr. med. G._, Facharzt für Orthopädische Chirurgie
FMH, legte in seiner Beurteilung vom 7. November 2008 dar, es sei nicht bekannt, dass
bei Bodenlegern, Bauarbeitern und Dachdeckern und ähnlichen Knie belastenden
Berufsgattungen Meniskusschäden viermal häufiger auftreten würden als in einer
gleichaltrigen Vergleichspopulation, die nicht Knie belastende Arbeiten ausübe.
Medizinische Studien seien zum Schluss gekommen, dass die zur Verfügung
stehenden Daten absolut ungenügend seien, um auf eine positive Assoziation zwischen
knienden und kauernden Tätigkeiten sowie Meniskusläsionen schliessen zu können,
geschweige denn auf eine Verursachung der Meniskusläsionen. Degenerative
Meniskusschäden fänden sich beim Menschen ab mittlerem Lebensabschnitt; oft
komme es ohne Trauma zu einem Riss der Meniskussubstanz. Aufgrund der Analyse
der Literatur und der Biomechanik sei die vierfache Prävalenz von Meniskusschäden
durch kniende Tätigkeiten nicht nachgewiesen und ebenso wenig die
Wahrscheinlichkeit einer Meniskusschädigung durch eine kniende Haltung. Im Weiteren
lasse sich aus medizinischen Studien unter grossen Vorbehalten allenfalls ableiten,
dass Tätigkeiten im Knien oder vergleichbare Kniebelastungen den Verlauf der
Gonarthrose zusammen mit anderen Faktoren ungünstig beeinflussen würden. Unter
Umständen sei es auch so, dass die genannten Tätigkeiten nur zu einem
Symptomatischwerden der Gonarthrose führen würden, diese klinisch also apparent
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würden. Gemäss umfangreicher Literatur sei es evident, dass der Nachweis der
Verursachung einer Gonarthrose durch eine kniende Tätigkeit nicht erbracht werden
könne, womit die Gonarthrose - wie im Übrigen auch die anderen Arthrosen beim
Menschen - nicht als Berufskrankheit gelten könnten (UV-act. 40). Mit Blick auf diese
Darlegungen sowie diejenigen des Kreisarztes Dr. E._ ist mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit als erstellt zu erachten, dass sich ein Beweis im Sinn von Art. 9
Abs. 2 UVG (75%iger beruflicher Verursachungsanteil) bezüglich Meniskusschäden und
Gonarthrose nicht führen lässt (vgl. dazu auch Urteil des Eidgenössischen
Versicherungsgerichts [seit 1. Januar 2007: sozialrechtliche Abteilungen des
Bundesgerichts] vom 12. Februar 2004 i/S I. [U 342/02] Erw. 5.1). Bei diesem
Sachverhalt können weitere einzelfallbezogene Sachverhaltsabklärungen (vgl. BGE 126
V 183 Erw. 4c) unterbleiben. Eine Berufskrankheit kann nicht als nachgewiesen gelten.
3.
Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde, soweit darauf einzutreten
ist (vgl. E. 1.1) unter Bestätigung des Einspracheentscheids vom 12. August 2008
abzuweisen. Gerichtskosten sind nicht zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG