Decision ID: 3ef999e8-ebc7-5289-a577-4bb96aeef75a
Year: 2009
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
J._,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Fredy Fässler, Oberer Graben 42, 9000 St. Gallen,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
Rente
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Sachverhalt:
A.
A.a Die 1957 geborene J._ beantragte am 20./21. Juli 2006 bei der
Invalidenversicherung eine Rente. Sie gab an, sie leide seit 2004 an Kehlkopfkrebs und
seit 21. Februar 2005 sei sie vollständig arbeitsunfähig. Sie stehe seit April 2000 in
einem Arbeitsverhältnis als Barangestellte bei der A._ GmbH (IV-act. 1).
A.b Dr. med. B._, Innere Medizin FMH, gab in seinem Arztbericht vom 11. August
2006 als Diagnosen an: ein metastasierendes papilläres Schilddrüsenkarzinom, bei
Status nach Thyreoidektomie 2005 und Status nach bisher insgesamt drei
Radiotherapie-Zyklen, und eine reaktive Depression. Ohne Einwirkung auf die
Arbeitsfähigkeit sei eine chronisch rezidivierende Sialoadenitis der Glandula
submandibularis bei Sialolithiasis. Die Versicherte sei seit dem 21. Februar 2005 zu
100 % arbeitsunfähig. Wegen ausgesprochener Heiserkeit bei Rekurrensparese und
bei immer wieder provozierten schweren Hypothyreosen im Rahmen der
Radiojodbehandlung sowie wegen der erheblichen reaktiven depressiven Verstimmung
(die Versicherte habe - vielleicht auch im Rahmen der jeweiligen Hypothyreosen -
schwere Depressionen entwickelt) könne die Versicherte die bisherige Tätigkeit (in
rauchiger Umgebung) nicht ausüben. Auch andere Tätigkeiten seien ihr nicht zumutbar.
Man müsse den Abschluss der Radiojodtherapie und eine anschliessende
Erholungsphase abwarten und dann eine neue Beurteilung vornehmen. Denn es sei
denkbar, dass es der Versicherten nach der Behandlung besser gehen werde (IV-act.
8).
A.c Die Arbeitgeberin bestätigte am 24. August 2006, die Versicherte stehe seit 1.
Januar 1994 im vollzeitlichen Arbeitsverhältnis (bei 44 Stunden pro Woche) als
Serviceangestellte. Letzter Arbeitstag sei der 21. Februar 2005 gewesen. In den Jahren
2003 und 2004 habe sie Fr. 42'250.-- pro Jahr verdient. Ohne Gesundheitsschaden
würde sie derzeit Fr. 48'100.-- pro Jahr verdienen (IV-act. 11).
A.d Auf Empfehlung des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) der
Invalidenversicherung (IV-act. 13) wurden von der Klinik für Nuklearmedizin und von der
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Klinik für Chirurgie am Kantonsspital St. Gallen Arztberichte eingeholt. Die Klinik für
Nuklearmedizin berichtete am 7. Dezember 2006 etwa, eine die Arbeitsfähigkeit
einschränkende Diagnose liege nicht vor. Die bisherige und andere Tätigkeiten seien
uneingeschränkt zumutbar. Es hätten eine totale Thyreoidektomie am 21. Februar
2005/4. Juli 2005 und vier Radiojodtherapien (August 2005 bis September 2006)
stattgefunden. Nach Absetzen der Schilddrüsenhormon-Medikation seien
vorübergehende Desubstitutionsbeschwerden aufgetreten. Die Hormonsubstitution sei
am 12. September 2006 wieder eingeleitet worden. Am 19. Februar 2007 werde
szintigrafisch kontrolliert werden, ob die suprajuguläre Jod-Restspeicherung durch die
vierte Radiojodbehandlung (vom 4. September 2006) habe beseitigt werden können,
andernfalls werde eine weitere Radiojodtherapie erfolgen. Grundsätzlich sprächen die
Histologie und das initiale Tumorstadium für eine gute Prognose (IV-act. 17). Zufolge
der stark divergierenden medizinischen Aussagen betreffend die Arbeitsfähigkeit
veranlasste die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle des Kantons St. Gallen am 18.
Januar 2007 auf Empfehlung des RAD (IV-act. 19) eine monodisziplinäre psychiatrische
Begutachtung (IV-act. 21, 22).
A.e Dr. med. C._, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, erstattete am 12.
März 2007 das Gutachten. Als Hauptdiagnosen gab sie an, es liege eine
Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion bei Schilddrüsenkarzinom und
Radiojodtherapie, differenzialdiagnostisch eine passagere organische depressive
Störung bei Hypothyreose durch Radiojodbehandlungen vor. Ohne Auswirkung auf die
Arbeitsfähigkeit sei der Status nach Schilddrüsenkarzinom und Radiojodtherapie. Seit
Beginn der Krebserkrankung und gegenwärtig betrage die Arbeitsfähigkeit der
Versicherten im angestammten Beruf wie in einer adaptierten Tätigkeit aus
psychiatrischer Sicht maximal 30 %. Aus psychiatrischer Sicht bestehe keine
schwerwiegende, irreversible oder dauerhafte psychische Störung. Einschränkend
seien vor allem die Müdigkeit und Ermüdbarkeit, ausserdem der Interesseverlust, die
Freudlosigkeit und die bedrückte Stimmung aufgrund der durchgemachten
Erkrankung. Bisher könne noch nicht von einem stabilen Gesundheitszustand
gesprochen werden. Nach Abschluss der Therapie (und optimaler
Schilddrüsenhormonsubstitution) und einer angemessenen Erholungszeit von vier bis
sechs Wochen könne mit einer vollumfänglichen Arbeitsfähigkeit gerechnet werden. Es
sollten dann Rehabilitationsmassnahmen in Form von beruflicher Wiedereingliederung
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begonnen werden. Die Versicherte sei nach längerer beruflicher Entwöhnung in der
Stellensuche eingeschränkt (IV-act. 23).
A.f Der RAD hielt am 15. Mai 2007 fest, zwei Wochen vor einer Radiojodbehandlung
(zur Suche und Behandlung möglicher jodspeichernder Metastasen) müsse die
Hormonbehandlung unterbrochen werden. Bei einem Hormonmangelzustand könne es
zu den geklagten Symptomen kommen. Die Ausführungen der Klinik für
Nuklearmedizin am Kantonsspital St. Gallen vom 7. Dezember 2006 seien daher nicht
nachvollziehbar, denn die Krebsbehandlung sei im März 2007 noch nicht
abgeschlossen gewesen (IV-act. 25).
A.g Auf entsprechende Nachfrage erklärte die Klinik für Nuklearmedizin am 24. Mai
2007, die restliche Radiojodspeicherung sei durch die vierte Radiojodbehandlung
beseitigt worden. Es sei nur noch eine stationäre Jod-Ganzkörperkontrolle im April
2008 vorgesehen. Ausserhalb des stationären Aufenthalts sei die Arbeitsfähigkeit der
Versicherten nicht beeinträchtigt. Weitere therapeutische Massnahmen seien derzeit
nicht erforderlich, die Prognose sei insgesamt als gut zu bewerten (IV-act. 26).
A.h Der RAD erklärte am 1. Juni 2007, in Zusammenschau mit den Ergebnissen des
psychiatrischen Gutachtens könne nun für die Zeit nach Abschluss der Krebstherapie
(etwa ab anfangs April 2007) eine volle Arbeitsfähigkeit für alle Tätigkeiten
angenommen werden (IV-act. 27). Aus internistischer Sicht sei während der
Krebsbehandlung (Februar 2005 bis April 2007) eine volle Arbeitsunfähigkeit
anzunehmen (IV-act. 28).
A.i Mit einem Vorbescheid vom 14. Juni 2007 stellte die Sozialversicherungsanstalt/IV-
Stelle der Versicherten in Aussicht, ihr für die Zeit vom 1. Februar 2006 bis 30. April
2007 eine ganze Rente ausrichten. Vom 21. Februar 2005 bis 31. März 2007 sei sie zu
100 % erwerbsunfähig gewesen. Seit 1. April 2007 habe sich der Gesundheitszustand
verbessert und es sei ihr aus medizinischer Sicht zumutbar, ihre frühere Tätigkeit
wieder zu 100 % auszuüben (IV-act. 32 f.). Dagegen wandte die Versicherte mit
Stellungnahme vom 25. Juni 2007 ein, sie müsse in der nächsten Woche wieder zu
Bestrahlungen ins Kantonsspital. Gemäss ihrem Arzt sei sie absolut noch nicht als
arbeitsfähig einzustufen (IV-act. 34).
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A.j Dr. B._ erklärte in seinem Verlaufsbericht vom 3. Juli 2007, der
Gesundheitszustand der Versicherten habe sich verbessert, es gebe keine Änderung
der Diagnose, die Radiojodtherapie sei seines Wissens mittlerweile abgeschlossen und
die letzte Kontrolle im Spital habe am 16. Februar 2007 stattgefunden. Letztmals habe
die Versicherte ihn am 22. Juni 2007 nach einer vaso-vagalen Synkope mit
Schädelkontusion (ohne subdurales Hämatom) aufgesucht. Er habe ihr Ortho-Maren
gegeben, und Solevita forte, weil sie einen depressiven Eindruck gemacht habe. Über
die Arbeitsfähigkeit habe man sich nicht unterhalten, weshalb er dazu nicht Stellung
nehmen könne (IV-act. 36). In einem weiteren Verlaufsbericht vom 29. August 2007
bezeichnete Dr. B._ den Gesundheitszustand der Versicherten als stationär. Die
Versicherte mache leider immer wieder Lokalrezidive und brauche dann wieder eine
Radiotherapie, die stationär durchgeführt werde und das Allgemeinbefinden massiv
beeinträchtige (schwerste Hypothyreose arteficiel). Für Oktober 2007 sei die nächste
Radiotherapie vorgesehen. Die Prognose erscheine nun aufgrund des ganzen Verlaufs
eher ungünstig zu sein. Aktuell sei die Versicherte in der angestammten Tätigkeit
weiterhin zu 100 % arbeitsunfähig. Auch eine leidensangepasste Tätigkeit sei nicht
möglich. Schon nach kurzem Sprechen komme es in Folge der Rekurrensparese zu
einem Sprachverlust. Die Versicherte sei auch schwer depressiv, antriebslos und ohne
Energie und fühle sich wie eine "lebendige Leiche" (IV-act. 38).
A.k Der RAD stellte am 17. Oktober 2007 fest, es bestünden weiterhin
Widersprüchlichkeiten zwischen der Beurteilung der Nuklearmediziner und jener des
Hausarztes (IV-act. 39). In einem weiteren Verlaufsbericht bescheinigte die Klinik für
Nuklearmedizin am 26. Oktober 2007, der Gesundheitszustand der Versicherten seit
dem 24. Mai 2007 sei stationär. Die Arbeitsfähigkeit sei ausserhalb des stationären
Aufenthalts nicht beeinträchtigt. Die Versicherte sei rezidiv- und metastasenfrei. Der
Verlauf sei stationär zum Februar 2007. Regelmässige Nachkontrollen seien
erforderlich. Eine dauerhafte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit durch
Desubstitutionsbeschwerden bestehe nicht, die Versicherte sei dauerhaft substituiert
(IV-act. 40).
A.l Abschliessend beurteilte der RAD die Sachlage am 14. Dezember 2007 mit der
Feststellung, dass an der bisherigen Leistungseinschätzung festgehalten werden
könne. Sowohl das Tumorleiden als auch die psychischen Folgeerscheinungen seien in
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ihren Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit ausreichend und nachvollziehbar
fachärztlich beurteilt worden. Es bestehe eine volle Arbeitsfähigkeit in angestammter
und adaptierter Tätigkeit für die Zeit ab vier bis sechs Wochen nach Abschluss der
Tumortherapie, also ab April 2007 (IV-act. 41).
A.m Mit Verfügung vom 12. März 2008 sprach die IV-Stelle der Versicherten für die
Zeit vom 1. Februar 2006 bis 30. April 2007 eine ganze Invalidenrente bei einem
Invaliditätsgrad von 100 % zu. Aufgrund der vorgebrachten Einwände sei der
Rentenanspruch nochmals überprüft worden. Aufgrund der medizinischen Unterlagen
des Kantonsspitals bestehe jedoch ab April 2007 wieder eine volle Arbeitsfähigkeit (IV-
act. 48).
B.
Gegen diese Verfügung richtet sich die von Rechtsanwalt lic. iur. Fredy Fässler für die
Betroffene am 14. April 2008 erhobene Beschwerde. Der Rechtsvertreter der
Beschwerdeführerin beantragt die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und
Zusprechung einer ganzen Rente ab 1. Februar 2006, eventualiter Rückweisung zu
weiteren Abklärungen. Die Beschwerdeführerin sei auch nach dem 1. April 2007
weiterhin zu 100 % erwerbsunfähig. Am 15. Mai 2008 teilt der Rechtsvertreter der
Beschwerdeführerin mit, die im psychiatrischen Gutachten vom 12. März 2007 in
Aussicht genommene Verbesserung der psychischen Situation nach Abschluss der
Krebstherapie sei nach Auskunft von Dr. B._ nicht eingetreten. Der Arzt empfehle
dringend eine psychiatrische Behandlung und Begutachtung. In der
Beschwerdeergänzung vom 7. Juli 2008 legt der Rechtsvertreter der
Beschwerdeführerin dar, diese sei immer noch als zu 100 % erwerbsunfähig zu
betrachten. Anders als von der Ärztin Dr. C._ erwartet, habe sich der psychische
Zustand nach Abschluss der Therapie nämlich nicht verbessert. Die
Beschwerdegegnerin habe sich auf die blosse Mutmassung der Gutachterin gestützt.
Doch es zeige sich momentan ein anderes Bild: Die Beschwerdeführerin befinde sich
aufgrund der psychischen Probleme nach wie vor in hausärztlicher Behandlung. Da
Dr. B._ dem Rechtsvertreter allerdings bisher noch kein Gutachten habe zukommen
lassen können, werde beantragt, dass das Gericht ein solches Gutachten bei ihm
einhole oder ein unabhängiges Gutachten in Auftrag gebe. Nur durch ein solches
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Gutachten lasse sich ermitteln, inwieweit die Beschwerdeführerin heute durch die
psychischen Beschwerden bzw. die psychopharmakologische Behandlung noch
arbeitsunfähig sei. Ein solches Gutachten sei umso mehr gerechtfertigt, als die
Beschwerdegegnerin keinerlei eigene Abklärungen diesbezüglich unternommen habe.
Am 29. August 2008 liess die Beschwerdeführerin ein Gutachten von Dr. med. D._,
Spezialarzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 25. August 2008 einreichen.
Der Arzt bestätige, dass die prognostizierte Verbesserung der Arbeitsfähigkeit nicht
eingetreten sei. Dr. D._ hatte berichtet, er habe die Beschwerdeführerin am 8. und
21. Juli und am 23. August 2008 in der Praxis gesehen. Er stelle die Diagnose einer
mittelschweren bis schweren Depression mit psychotischen Symptomen und halte die
Beschwerdeführerin für die nächsten Monate für arbeitsunfähig. Im Zeitpunkt des sehr
kompetenten Gutachtens habe die begründete Hoffnung bestanden, dass die
Beschwerdeführerin nach einigen Wochen Erholung wieder arbeitsfähig sein würde.
Nun müsse aber festgestellt werden, dass sämtliche Symptome noch vorhanden seien
und sich - soweit für ihn beurteilbar - eher verschlechtert hätten. Es seien optische und
akustische, zum Teil auch taktile Halluzinationen vorgekommen. Er habe die
Beschwerdeführerin medikamentös versorgt.
C.
Mit Beschwerdeantwort vom 6. Oktober 2008 beantragt die Beschwerdegegnerin die
Abweisung der Beschwerde. Es sei unbestritten, dass die Beschwerdeführerin ab
1. Februar 2006 Anspruch auf eine ganze Rente erworben habe. Es sei ohne weiteres
nachvollziehbar, dass die Strahlentherapie, verbunden mit dem Absetzen der
Substitutionstherapie, eine volle Arbeitsunfähigkeit nach sich gezogen habe. Im
psychiatrischen Gutachten sei aber überzeugend festgehalten worden, dass nach
Abschluss der Krebserkrankung und nach einer Erholungszeit von einigen Wochen
wieder eine volle Arbeitsfähigkeit bestehe. Die einst vom Hausarzt als stark limitierend
beschriebene Heiserkeit habe die Gutachterin nicht mehr feststellen können. Den
Einschätzungen des Hausarztes sei mit einer gewissen Vorsicht zu begegnen, da
dieser doch von therapiebedürftigen Rezidiven berichtet habe, was vom Kantonsspital
nicht bestätigt worden sei. Der Einschätzung der Gutachterin und des Kantonspitals
folgend sei daher davon auszugehen, dass spätestens im April 2007 wieder eine volle
Arbeitsfähigkeit bestanden habe. Als Beleg dafür, dass sich der psychische Zustand
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nicht erwartungsgemäss verbessert habe, werde der Bericht von Dr. D._ vom 25.
August 2008 eingelegt. Darin werde aber geschildert, die Beschwerdeführerin fühle
sich seit Wochen psychisch krank und sie habe seit Monaten psychotische Erlebnisse.
Dieser Bericht betreffe also den hier nicht interessierenden Zeitraum nach Erlass der
angefochtenen Verfügung. Er sei einzig insofern beweistauglich, als aus ihm
geschlossen werden könne, dass zum Verfügungszeitpunkt die behauptete
Verschlechterung noch nicht eingetreten sei. Da ein Nachweis für eine über den April
2007 hinausgehende Arbeitsunfähigkeit fehle, sei die Renteneinstellung auf Ende April
2007 zu Recht erfolgt.
D.
Duplicando erklärt der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin am 16. Oktober 2008,
das psychiatrische Gutachten von Dr. C._ werde auch vom behandelnden Psychiater
als objektiv und kompetent abgefasst erachtet. Die Prognose der Gutachterin habe
sich nun allerdings nicht bestätigt. Sowohl der behandelnde Hausarzt als auch der
beigezogene Psychiater seien dieser Auffassung. Sämtliche Symptome seien nach wie
vor vorhanden und hätten sich, soweit der behandelnde Psychiater das beurteilen
könne, eher verschlechtert. Damit sei die Sachdarstellung der Beschwerdegegnerin
widerlegt. Es sei unzulässig anzunehmen, die Beschwerdeführerin sei im Zeitpunkt des
Verfügungserlasses wieder voll arbeitsfähig gewesen und die nun geschilderte
Gesundheitsverschlechterung sei nachträglich eingetreten. Die Beschwerdeführerin
habe weiterhin Anspruch auf eine ganze Rente. Soweit am Gesundheitszustand der
Beschwerdeführerin noch Zweifel bestünden, sei die Sache zur ergänzenden Abklärung
an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
E.
Die Beschwerdegegnerin hält am 20. Oktober 2008 am Antrag vollumfänglich fest.
F.
Zur Orientierung reicht der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin am 19. Februar
2009 ein zuhanden des Sozialamtes erstelltes ärztliches Zeugnis von Dr. D._ vom
16. Februar 2009 ein. Die Beschwerdeführerin sei unverändert voll arbeitsunfähig.
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Dr. D._ hatte bescheinigt, er halte die Beschwerdeführerin aus psychischen und
körperlichen Gründen nach wie vor für nicht arbeitsfähig.

Erwägungen:
1.
1.1 Am 1. Januar 2008 ist die 5. IV-Revision in Kraft getreten. Die Beschwerdegegnerin
hat die angefochtene Verfügung am 12. März 2008, also unter der Geltung des Rechts
dieser Revision, erlassen. Zu beurteilen ist der Sachverhalt, wie er sich bis zum
Zeitpunkt des Erlasses dieser Verfügung entwickelt hat. Dieser Sachverhalt reicht in
eine Zeit vor Inkrafttreten der 5. IV-Revision zurück. Soll auf bestimmte Sachverhalte
nicht neues Recht Anwendung finden, sondern das aufgehobene Recht massgebend
bleiben, muss eine geltende Norm die Weiteranwendbarkeit aufgehobenen Rechts für
bestimmte Sachverhalte anordnen. Die 5. IV-Revision enthält keine die Rente
betreffende übergangsrechtliche Bestimmung. Das Bundesamt für
Sozialversicherungen unterstellt aber zu Recht eine ausfüllungsbedürftige Lücke (vgl.
das Rundschreiben Nr. 253 vom 12. Dezember 2007; zum Ganzen im Detail der
Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen i/S M. vom 28. Oktober
2009, IV 2009/5). Bezüglich des Rentenbeginns sind deshalb angesichts der IV-
Anmeldung vom Juli 2006 und des Eintritts der Arbeitsunfähigkeit im Februar 2005 die
bis zum 31. Dezember 2007 gültig gewesenen Bestimmungen (im Folgenden angeführt)
anzuwenden. Für die Invaliditätsbemessung hat sich indessen keine Änderung der
Rechtslage ergeben.
1.2 Mit der angefochtenen Verfügung hat die Beschwerdegegnerin der
Beschwerdeführerin eine befristete ganze Rente zugesprochen. Eine rückwirkend
abgestufte bzw. befristete Zusprechung einer Invalidenrente stellt nach der
Rechtsprechung ein gesamthaftes Rechtsverhältnis dar, das im Falle einer
Beschwerdeerhebung den Streitgegenstand abgibt (BGE 125 V 413 E. 3; Ulrich Meyer,
Der Streitgegenstand im Streit - Erläuterungen zu BGE 125 V 413, in René
Schaffhauser/Franz Schlauri, Aktuelle Rechtsfragen der Sozialversicherungspraxis, von
St. Gallen 2001, S. 33 f.). Die Beschwerdeführerin lässt im Gerichtsverfahren (wie
schon im Verwaltungsverfahren) einzig Rentenleistungen beantragen. Streitgegenstand
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bildet daher der Rentenanspruch. Zum Streitgegenstand gehört aber, weil der
Einkommensvergleich zur Bemessung des Invaliditätsgrades nach Art. 16 ATSG erst
nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger
Eingliederungsmassnahmen vorzunehmen ist, notwendigerweise auch die Frage, ob
die Verwaltung eine allfällige Pflicht der Beschwerdeführerin zu Massnahmen korrekt in
Anspruch genommen habe. Dass die Beschwerdegegnerin vorliegend implizit von
beruflichen Massnahmen abgesehen hat, lässt sich nicht beanstanden, war doch nicht
zu erwarten, dass eine Massnahme zur Verfügung gestanden hätte, mit der sich eine
Senkung des Invaliditätsgrades hätte erreichen lassen.
2.
2.1 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn
die versicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn
sie mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 %
besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens
40 % Anspruch auf eine Viertelsrente.
2.2 Im Falle einer rückwirkenden Rentenfestsetzung ist es unter Umständen
notwendig, den Invaliditätsgrad für verschiedene zurückliegende Zeitabschnitte nach
Massgabe der jeweiligen Erwerbsunfähigkeit unterschiedlich hoch zu bemessen (vgl.
BGE 106 V 16; BGE 109 V 125). Bei der rückwirkenden stufenweisen
Rentenzusprechung richtet sich der Zeitpunkt einer Rentenherabsetzung oder -
aufhebung ausschliesslich nach Art. 88a Abs. 1 IVV. Art. 88 Abs. 2 IVV findet keine
Anwendung (BGE 106 V 16). Nach Art. 88a Abs. 1 IVV ist die anspruchsbeeinflussende
Änderung bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit für die Herabsetzung oder
Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem
angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in
jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei
Monate angedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird.
3.
bis
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3.1 Für die Invaliditätsbemessung sind zunächst die medizinischen Vorbedingungen
von Bedeutung. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu
beschreiben und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher
Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Die ärztlichen Auskünfte sind in
der Folge eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche
Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V
261 E. 4; ZAK 1982 S. 34). Ob die versicherte Person eine ihr zumutbare Tätigkeit auch
tatsächlich ausübt, ist für die Invaliditätsbemessung hingegen unerheblich (Rz 3046
des vom Bundesamt für Sozialversicherungen erlassenen Kreisschreibens über die
Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung = KSIH).
3.2 Die Parteien gehen übereinstimmend davon aus, dass die Beschwerdeführerin
infolge ihrer Erkrankung ab dem 21. Februar 2005 für mehr als ein Jahr zu 100 %
arbeitsunfähig (und entsprechend erwerbsunfähig) war. Einem Arztbericht von
Dr. B._ vom 11. August 2006 war denn auch zu entnehmen, dass die
Beschwerdeführerin in jeder Tätigkeit vollständig arbeitsunfähig sei, und zwar führte
der Arzt das auf eine ausgesprochene Heiserkeit, immer wieder provozierte schwere
Hypothyreosen und eine erhebliche reaktive depressive Verstimmung zurück. Dr. C._
ihrerseits attestierte der Beschwerdeführerin im Gutachten vom 12. März 2007 aus
psychiatrischen Gründen eine Arbeitsunfähigkeit von 70 % für jegliche Tätigkeiten. Die
Arbeitsfähigkeitsschätzung der Klinik für Nuklearmedizin vom 7. Dezember 2006
dagegen, wonach die Beschwerdeführerin in der Arbeitsfähigkeit nicht eingeschränkt
sei, erachtete der RAD, was die Zeit während der Behandlung betrifft, als nicht
nachvollziehbar. Am 1. Februar 2006 ist demnach ein Anspruch der
Beschwerdeführerin auf eine ganze Rente entstanden, wie die Beschwerdegegnerin ihn
unbestrittenermassen zu Recht zugesprochen hat.
4.
4.1 Streitig ist hingegen, dass die Beschwerdegegnerin die Rente auf den 30. April
2007 befristet hat. Sie nimmt eine Verbesserung des Gesundheitszustandes der
Beschwerdeführerin mit Wiedererlangen voller Arbeitsfähigkeit ab 1. April 2007 (vgl.
Verfügung) an. Die Beschwerdeführerin dagegen ist der Ansicht, sie sei auch über den
30. April 2007 hinaus zu 100 % erwerbsunfähig.
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4.2 Die Beschwerdegegnerin stützt sich auf das psychiatrische Gutachten von
Dr. C._ vom 12. März 2007 und die Einschätzungen der Klinik für Nuklearmedizin
vom 7. Dezember 2006, 24. Mai 2007 und 26. Oktober 2007. Dr. C._ hatte in ihrem
psychiatrischen Gutachten eine Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion
diagnostiziert und erklärt, es handle sich nicht um eine schwerwiegende, irreversible
oder dauerhafte psychische Störung. Es müsse - neben einer organischen - von einer
reaktiven depressiven Komponente ausgegangen werden. Die organische Komponente
der depressiven Störung sollte jeweils nach Schilddrüsensubstitution keine wesentliche
Rolle mehr spielen. Ein psychisch stabiler Zustand sei zwar zurzeit noch nicht erreicht.
Nach dem definitiven Abschluss der Therapie, der optimalen Hormonsubstitution und
einer Erholungszeit von etwa vier bis sechs Wochen könne aber (aus psychiatrischer
Sicht) wieder mit einer vollständigen Arbeitsfähigkeit gerechnet werden. Auch Dr. B._
hatte am 11. August 2006 damit gerechnet, dass es der Beschwerdeführerin ab dem
nämlichen Zeitpunkt, also nach Abschluss der Radiojodtherapie und einer
anschliessenden Erholungsphase, wieder besser gehen könne.
4.3 Nach der Aktenlage ist davon auszugehen, dass die letzte Radiojodbehandlung am
4. September 2006 stattgefunden hat. Vom 12. bis 14. Februar 2007 erfolgte indessen
unter anderem noch eine Ganzkörperszintigrafie. Auch wenn es sich dabei nicht mehr
um eine therapeutische Massnahme handelte, musste im Hinblick darauf doch die
Schilddrüsenmedikation nochmals ("nach Schema") abgesetzt werden (IV-act. 36-2/3).
Der Verlauf der Schilddrüsenerkrankung zeigte sich nach den jüngsten Angaben der
Klinik für Nuklearmedizin vom 26. Oktober 2007 als rezidiv- und metastasefrei. Die
Tumortherapie sei seit Februar 2007 definitiv abgeschlossen. Es seien noch
regelmässige Nachkontrollen erforderlich. Eine dauerhafte Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit durch Desubstitutionsbeschwerden bestehe nicht; die
Beschwerdeführerin sei dauerhaft substituiert. Am 17. Oktober 2007 hatte gemäss
diesem Bericht noch eine ärztliche Kontrolle stattgefunden. Es wird sich um die auf
diesen Tag vorgesehene (IV-act. 36-3/3) weitere ambulante Therapie-Kontrolle
gehandelt haben, welcher wohl nochmals eine Medikamentenabsetzung
vorangegangen sein wird. Nach Angaben des RAD vom 15. Mai 2007 kann es bei
einem Hormonmangelzustand zu den geklagten Beschwerden kommen. Der RAD
äusserte damals aus diesem Grund, bezogen auf den Zeitraum der laufenden Therapie,
Zweifel an der Arbeitsfähigkeitsschätzung (auf 100 %) der Klinik für Nuklearmedizin
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vom 7. Dezember 2006. Bei einer Desubstitution sind also Auswirkungen auf die
Arbeitsfähigkeit (und sei es auch allein auf die psychiatrische) anzunehmen oder
jedenfalls nicht ausgeschlossen. Da nach Februar 2007 nach der Aktenlage lediglich
noch Kontrolluntersuchungen in grösseren zeitlichen Abständen (wie z.B. am
17. Oktober 2007) stattfanden, kann aber insgesamt für die Zeit nach Februar 2007
wohl als plausibel betrachtet werden, dass die Arbeitsfähigkeit aus rein
nuklearmedizinischer Sicht jedenfalls nicht (mehr) dauerhaft eingeschränkt sei. Zur
Thematik allfälliger weiterer somatischer Leiden, etwa der Rekurrensparese, oder
psychischer Beschwerden ist aus dem Verlaufsbericht der Nuklearmediziner allerdings
nichts zu lesen.
4.4 Wie erwähnt hatten Dr. B._ und Dr. C._ übereinstimmend erwartet, dass nach
Abschluss der Therapie und nach einer angemessenen Erholungsphase eine
Besserung der Arbeitsfähigkeit eintreten werde. Nach dem Bericht der Klinik für
Nuklearmedizin käme das Wiederaufleben der Arbeitsfähigkeit gemäss den von den
Ärzten umschriebenen Voraussetzungen demnach wohl auf April 2007
(Therapieabschluss im Februar zuzüglich sechs Wochen Erholungszeit) zu liegen. Im
Juli 2007 berichtete Dr. B._ allerdings, die Beschwerdeführerin habe einen
depressiven Eindruck gemacht, und am 29. August 2007 bestätigte er, sie sei schwer
depressiv, antriebslos und ohne Energie. Schon nach kurzem Sprechen komme es
ausserdem in Folge der Rekurrensparese zu einem Sprachverlust. Weshalb Dr. B._,
der im Juli von einem Abschluss der Therapie ausgegangen war, in diesem neuen
Bericht festhielt, die Beschwerdeführerin mache immer wieder Lokalrezidive und
brauche dann wieder eine Radiotherapie mit der Folge schwerster artefizieller
Hypothyreose, lässt sich aufgrund der Aktenlage nicht erklären. Der geschilderten
Befunderhebung - welcher trotzdem ein nicht zu vernachlässigender Beweiswert
zukommt - ist aber zu entnehmen, dass in psychischer Hinsicht erhebliche
Einschränkungen zu erkennen waren und dass eine Rekurrensparese mit Sprachverlust
schon nach kürzerem Sprechen in Erscheinung trat (Dr. C._ hatte bei ihrer
Begutachtung keine Heiserkeit festgestellt). Nach Auffassung von Dr. B._ war die
Beschwerdeführerin deshalb - entgegen seiner früheren Erwartung und trotz einer
Verbesserung - weiterhin voll arbeitsunfähig geblieben.
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4.5 Unter diesen Umständen wäre unerlässlich gewesen, dass die
Beschwerdegegnerin vor Erlass der angefochtenen Verfügung vom März 2008 einen
fachärztlichen psychiatrischen Verlaufsbericht eingeholt hätte. Sie hat eine
entsprechende Rückfrage, die Auskunft über den tatsächlichen Verlauf der
psychischen Erkrankung hätte geben können, aber nicht getätigt. Sich allerdings auf
die prognostische Einschätzung von Dr. C._ abzustützen, ohne zu verifizieren, ob
sich die erwartete Verbesserung des psychischen Gesundheitszustandes tatsächlich
eingestellt habe, geht nicht an, erst recht nicht, da sich aus den Arztberichten von
Dr. B._ vom Juli und August 2007 Indizien für ein Weiterbestehen der depressiven
Reaktion ergeben hatten.
4.6 Dazu kommt, dass die Therapie nach dem oben Dargelegten bei der Begutachtung
durch Dr. C._ am 12. März 2007 bereits abgeschlossen gewesen war, während sie
bei der Beurteilung und Prognosestellung noch von einer laufenden Therapie und erst
anschliessender Erholungsphase ausging. Den am 12. März 2007 vorgefundenen
Zustand beurteilte die Gutachterin noch mit einer Arbeitsunfähigkeit von immerhin
70 % aus psychischen Gründen. Dass eine Arbeitsfähigkeit von 100 % bereits im April
2007 erreicht sein könnte, nahm sie wohl nicht an.
4.7 Die Sache ist daher an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie die
erforderliche Abklärung noch treffe. Im Übrigen hätte auch eine rückwirkende
stufenweise Herabsetzung der Rente nicht ohne Beachtung von Art. 88a IVV verfügt
werden dürfen.
4.8 Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin verweist zum Nachweis, dass die von
Dr. C._ prognostizierte Verbesserung der Arbeitsfähigkeit nicht eingetreten sei,
schliesslich auf den Bericht von Dr. D._ vom 25. August 2008. Der Psychiater,
welchen die Beschwerdeführerin erstmals am 8. Juli 2008 konsultiert hatte,
diagnostizierte aufgrund seiner Beobachtungen eine mittelschwere bis schwere
Depression mit psychotischen Symptomen. In Kenntnis des psychiatrischen
Gutachtens vom März 2007 hielt er dafür, die Hoffnung, dass die Beschwerdeführerin
nach einigen Wochen Erholung wieder arbeitsfähig sein werde, sei damals begründet
gewesen. Leider sei aber festzustellen, dass sämtliche Symptome nach wie vor
bestehen würden und sich, soweit beurteilbar, eher verschlechtert hätten. Zur
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Symptomatik, wie sie die Gutachterin beschrieben habe, seien noch optische und
akustische, zum Teil auch taktile Halluzinationen hinzugekommen. Der behandelnde
Psychiater attestierte der Beschwerdeführerin für die nächsten Monate eine
Arbeitsunfähigkeit bei ungewisser Prognose. Die Beschwerdegegnerin will aus den dort
wiedergegebenen Angaben der Beschwerdeführerin, sie fühle sich seit Wochen vor
allem psychisch krank und sie habe seit Monaten psychotisch wirkende Symptome,
ableiten, dass der Bericht ausschliesslich den vorliegend nicht mehr zu beurteilenden
Sachverhalt nach Erlass der Verfügung betreffe. Mit der Feststellung, dass die
Symptome "nach wie vor" bestehen würden, liegt allerdings eine anderslautende
fachärztliche Beurteilung vor, die nicht ohne weiteres von der Hand zu weisen ist. Die
von der Beschwerdegegnerin zu tätigenden ergänzenden Abklärungen werden zeigen,
ob sich diese Einschätzung bestätigen lasse.
5.
5.1 Im Sinne der vorstehenden Ausführungen ist die Beschwerde unter Aufhebung der
angefochtenen Verfügung vom 12. März 2008 teilweise zu schützen und die Sache ist
zu ergänzenden Abklärungen im Sinne der Erwägungen und zu entsprechender neuer
Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
5.2 Eine Rückweisung zur weiteren Abklärung der Streitsache und anschliessender
neuer Verfügung an die Beschwerdegegnerin stellt im IV-Bereich praxisgemäss aus
prozessualer Sicht in Bezug auf die Kosten ein vollständiges Obsiegen dar (vgl.
SVR 1995 IV Nr. 51 S. 143; ZAK 1987 S. 266 E. 5a). Angesichts des Unterliegens der
Beschwerdegegnerin rechtfertigt es sich, ihr die Gerichtskosten, die nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festgelegt werden (Art. 69 Abs. 1
IVG), gesamthaft aufzuerlegen (vgl. Art. 95 Abs. 1 VRP/SG). Eine Entscheidgebühr von
Fr. 600.-- erscheint angemessen. Der Beschwerdeführerin ist der geleistete
Kostenvorschuss von Fr. 600.-- zurückzuerstatten.
5.3 Die Beschwerdeführerin hat bei vollem Obsiegen Anspruch auf Ersatz der
Parteikosten, die vom Gericht ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung
der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen werden (Art. 61
lit. g ATSG; vgl. auch Art. 98 ff. VRP). Der Bedeutung der Streitsache und dem
bis
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Aufwand angemessen erscheint eine Parteientschädigung von Fr. 3'500.--
(einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer).
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG