Decision ID: 66b158c7-f010-5e29-a7b1-9fdc3d8e9bc7
Year: 2014
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Werner Bodenmann, Waisenhausstrasse 17,
Postfach, 9001 St. Gallen,
gegen
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IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
Rente
Sachverhalt:
A.
A.a A._ meldete sich am 15. November 2006 zum Bezug von Leistungen der
Invalidenversicherung an und beantragte namentlich die Ausrichtung einer Rente. 1988
habe er erste Beschwerden am Bewegungsapparat gehabt. Seit einem Verkehrsunfall
vom 5. Januar 2006 leide er an Schmerzen an Hals, Nacken und Schultergürtel sowie
im Becken- und Beinbereich, ausserdem bestünden Herzbeschwerden (IV-act. 1). Der
Arbeitgeberbescheinigung vom 22. November 2006 (act. 8) war zu entnehmen, dass
der Versicherte seit 1983 als Bauarbeiter mit Fachkenntnis angestellt war und sein
Jahreslohn seit 2006 Fr. 60'840.-- betrug. Dr. med. B._, Allgemeine Medizin FMH,
gab am 31. Dezember 2006 (IV-act. 12) unter Beilage diverser Berichte bekannt, es
bestünden seit dem Unfall vom 5. Januar 2006 eine komplexe Schmerzsymptomatik
bei St. n. kranio-zervikalem Dezelerationstrauma, bei seit ca. 1997 vorbestehenden
rezidivierenden Schmerzen am Bewegungsapparat, insbesondere zerviko-occipitalem
und zerviko-brachialem Schmerzsyndrom und bei vorbestehendem rezidivierendem
lumbovertebragenem Syndrom, seit 1988 eine Coxarthrose, rechts mehr als links, seit
Dezember 1987 ein St. n. Verkehrsunfall mit Rippenfraktur XI re, Pneumothorax,
Kontusion Abdomen mit retroperitonealem Hämatom, Nierenkontusion re (chirurg.
Revision am 18.12.87) und Kopfkontusion, und seit März 2003 eine dilatative
Kardiomyopathie unklarer Aetiologie. Der Versicherte sei vom 5. Januar bis 26. Februar
2006 voll und anschliessend bis 2. April 2006 zu 50 % arbeitsunfähig gewesen. Seither
sei er wiederum voll arbeitsunfähig, gemäss SUVA-Verfügung [vom 9. Juni 2006]
allerdings seit dem 12. Juni 2006 zu 50 %. Die Rehaklinik Bellikon hatte nach einem
Aufenthalt des Versicherten von fünfeinhalb Wochen Dauer im Austrittsbericht vom
26. Mai 2006 (IV-act. 12-17 ff.) eine Arbeitsfähigkeit von 50 % (ganztags zu verwerten)
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bestätigt. In den nächsten drei Monaten könne mit dem Wiedererreichen einer vollen
Arbeitsfähigkeit gerechnet werden. Als Diagnosen hatte die Rehaklinik im
Zusammenhang mit dem Unfall unter anderem eine sensible Hemisymptomatik links
unklarer Aetiologie und eine reaktive Angstproblematik, wahrscheinlich im Rahmen
einer Anpassungsstörung bei anhaltend belastenden familiären und gesundheitlichen
Problemen seit 2003 erwähnt, und daneben einen Verdacht auf Cluster-Kopfschmerzen
geäussert. - Den UV-Akten war unter anderem zu entnehmen, dass der Versicherte am
5. Januar 2006 eine Frontalkollision erlitten hatte. Das psychosomatische Konsilium der
Rehaklinik Bellikon am 2. Mai 2006 hatte unter anderem ergeben, dass der Versicherte
von der Grundpersönlichkeit her aktiv, pflichtbewusst und verlässlich wirke,
wahrscheinlich mit Tendenz zum sthenischen Durchhalten (er habe schon nach dem
schweren Unfall 1987 die Arbeit nach drei Monaten wieder voll aufgenommen). Ein MRI
der HWS vom 2. Mai 2006 hatte unter anderem dorsomediane Protrusionen der
Bandscheiben C3/4, C4/5 und C5/6 mit Befundmaximum auf Höhe C5/6 und dort
deutlicher Einengung des ventralen Subarachnoidalraumes rechts betont ergeben.
Dr. B._ hatte am 16. Mai 2006 eine Verschlechterung des Gesundheitszustands des
Versicherten (mit voller Arbeitsunfähigkeit) festgestellt. Der UV-Einspracheentscheid
vom 28. Dezember 2006 betreffend die Verfügung vom 9. Juni 2006 der
Unfallversicherung, wonach ab 12. Juni 2006 eine Arbeitsfähigkeit von 50 % vorliege,
war mit UV-Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom
30. Oktober 2007 aufgehoben worden.
A.b Das Ärztliche Begutachtungsinstitut (ABI) benannte in seinem Gutachten vom
23. Januar 2008 (IV-act. 24) als (Haupt-) Diagnosen (verkürzt wiedergegeben): eine
dilatative Kardiomyopathie mit unter anderem (echokardiographisch) mittelschwer
eingeschränkter LVEF und eingeschränkter körperlicher Leistungsfähigkeit, ein
chronisches cerviko-cephales Schmerzsyndrom und ein chronisches unspezifisches
lumbovertebrales Schmerzsyndrom. Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit sei unter
anderem eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung. Für sämtliche mittelschweren
bis schwer belastenden körperlichen Tätigkeiten bestehe (aus kardiologischer und
teilweise rheumatologischer Sicht) eine volle Arbeitsunfähigkeit. Eine körperlich leichte,
wechselbelastende, mehrheitlich im Sitzen auszuübende Tätigkeit unter bezeichneten
Arbeitsplatzbedingungen sei dem Versicherten hingegen voll zumutbar. Die
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ausgeprägte subjektive Krankheitsüberzeugung und das passive, regressive Verhalten
hätten keinen Krankheitswert.
A.c Auf einen ablehnenden Vorbescheid hin erhob der Versicherte am 22. April 2008
(IV-act. 34) Einwand und berief sich dabei namentlich auf zwei ärztliche Berichte.
Dr. B._ hatte am 1. April 2008 (IV-act. 35-3 f.) unter anderem eine Chondromalazia
patellae I/II und osteochondrale Läsion i.B. Trochlea medial links diagnostiziert. Der
Bericht von Dr. med. C._, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, vom
12. Juli 2007 (IV-act. 35-1 f.) war den Gutachtern bereits bekannt gewesen. Der
Psychiater hatte darin nebst einem Schmerzsyndrom eine mittelschwere
Depressiondiagnostiziert und unter anderem ausgeführt, der Versicherte leide eindeutig
und inerster Linie an den Schmerzen. Ohne sie würde es ihm auch psychisch besser
gehen; mit grosser Wahrscheinlichkeit wiese er dann keine psychisch bedingte
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit auf. Am 19. August 2008 (IV-act. 47) verfügte die
Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle des Kantons St. Gallen, ein Rentenanspruch
bestehe (bei einem Invaliditätsgrad von 23 %: Valideneinkommen Fr. 62'309.--,
Invalideneinkommen Fr. 47'926.--) nicht. Eine Beschwerde hiergegen mit dem
Hauptantrag der Zusprechung einer Rente bei einem Invaliditätsgrad von mindestens
60 % (IV-act. 51-2 ff.) wies das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen mit
Entscheid vom 25. Mai 2010 (IV-act. 63) ab. In adaptierter Tätigkeit bestehe eine volle
Arbeitsfähigkeit, der Invaliditätsgrad betrage gut 12 %. Das Bundesgericht wies eine
Beschwerde mit Urteil vom 19. November 2010 (IV-act. 71) ebenfalls ab.
A.d Die Unfallversicherung hatte ihre Leistungen schliesslich mit Verfügung vom
10. Juni 2008 auf den 20. Juni 2008 eingestellt (vgl. auch den UV-Entscheid des Ver
sicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 14. April 2010 und das Urteil des
Bundesgerichts vom 9. September 2010, bei den UV-Akten).
B.
B.a Am 25. Februar 2011 (IV-act. 73) liess der Versicherte unter Berufung auf Berichte
von Dr. C._ (vom 3. Februar 2011, IV-act. 74-1 f.), Dr. B._ (vom 18. Januar 2011,
IV-act. 74-3 f., vgl. IV-act. 74-5 f.) und Dr. med. D._, Facharzt FMH für Herzleiden
und Innere Medizin, (vom 14. Januar 2011, IV-act. 74-7) ein neues Gesuch stellen.
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Dr. C._ hatte erklärt, die Zunahme der Schwere des Leidens, bestehend aus einer
mittelschweren bis schweren Depression kombiniert mit ausgeprägten Schmerzen in
bedeutenden Teilen des Bewegungsapparates und anstrengungsabhängiger Atemnot
wegen einer dilatativen Kardiomyopathie, lasse keinerlei Arbeitsfähigkeit mehr zu.
Dr. D._ hatte berichtet, der Gesundheitszustand des Versicherten habe sich in den
letzten Jahren verschlechtert (durch die Kardiomyopathie erklärte zunehmende
anstrengungsabhängige Atemnot).
B.b In einem Gutachten vom 27. Oktober 2011 (IV-act. 83) gab das ABI als (Haupt-)
Diagnosen im Wesentlichen eine dilatative Kardiomyopathie (mit Dyspnoe NYHA II-III
und schwer eingeschränkter LV-Pumpfunktion), ein chronisches zervikozephales
Schmerzsyndrom, ein chronisches lumbospondylogenes Schmerzsyndrom, eine be
ginnende Coxarthrose rechtsbetont und eine beginnende Femoropatellararthrose links
bekannt. Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit sei wiederum die anhaltende
somatoforme Schmerzstörung. Aus klinisch-rheumatologischer Sicht habe sich infolge
der beginnenden degenerativen Veränderungen am linken Kniegelenk keine relevante
Änderung ergeben. Aus kardiologischer Sicht hingegen bestehe gegenüber dem Jahr
2002 subjektiv und objektiv eine Befundverschlechterung. Deshalb sei auch in einer
leichten, überwiegend im Sitzen zu verrichtenden Tätigkeit von einer Leistungseinbusse
von 40 % auszugehen. Hinweise auf eine Depression, eine sonstige affektive Störung
und eine Persönlichkeits- oder dissoziative Störung hätten sich nicht gezeigt. Der
Versicherte verfüge über ausreichende Ressourcen, um die Schmerzstörung zu
überwinden. Diesbezüglich habe sich der Gesundheitszustand nicht geändert. Das -
wahrscheinlich ab Januar 2011 - zumutbare Pensum (von 60 %) könnte an sechs
Stunden pro Tag mit einem Pausenbedarf von 15 Minuten pro Stunde erbracht werden.
B.c Mit Vorbescheid vom 5. Januar 2012 (IV-act. 90 f.) stellte die
Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle dem Versicherten ab Januar 2012 die Ausrichtung
einer halben Rente in Aussicht (Invaliditätsgrad 54 %; Valideneinkommen Fr. 62'030.--,
Invalideneinkommen Fr. 28'790.--; bei einem Teilzeit- und einem Leidensabzug von je
10 %). Nach einem Einwand vom 8. Februar 2012 (IV-act. 92) verfügte die
Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle am 4. April 2012 (IV-act. 97) im Sinn des
Vorbescheids.
C.
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Gegen diese Verfügung richtet sich die von Rechtsanwalt lic. iur. Werner Bodenmann
für den Betroffenen am 10. Mai 2012 erhobene Beschwerde. Der Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers beantragt, die angefochtene Verfügung sei insofern aufzuheben,
als dem Beschwerdeführer eine Invalidenrente basierend auf einem Invaliditätsgrad von
mehr als 54 % verweigert werde. Es sei diesem eine Invalidenrente basierend auf
einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % zuzusprechen, eventualiter seien weitere
medizinische Abklärungen in die Wege zu leiten. Zu beanstanden sei insbesondere,
dass aus psychiatrischer Sicht keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestehen
solle. Dr. C._, ein ausgewiesener Spezialist, habe von einer weiteren
Verschlechterung des psychischen Zustands berichtet und eine Arbeitsfähigkeit
ausgeschlossen. Die ABI-Gutachterin habe diesbezüglich festgehalten, die Schilderung
der Verschlechterung könne nicht gänzlich nachvollzogen werden, zumal sich im
Befund keine nachweisbare Manifestierung einer depressiven Erkrankung gefunden
habe. Sie habe aber nicht nachvollziehbar ausgeführt, in welchen Punkten die
Einschätzung von Dr. C._ richtig bzw. nicht richtig sei. Es sei erwiesen, dass der
Beschwerdeführer das ihm verschriebene Medikament Sertralin eingenommen habe,
dessen er nach Angaben von Dr. C._ zur Behandlung der Depression nebst einer
psychotherapeutischen Behandlung bedürfe. Es gehe deshalb nicht an, einzig auf die
Einschätzung der ABI-Gutachter abzustellen. Angesichts der grossen Diskrepanz der
Einschätzungen wären weitere Abklärungen unumgänglich gewesen. Es sei von einer
40 % überschreitenden Arbeitsunfähigkeit auszugehen. Für das Jahr 2010 ergebe sich
(ausgehend von Fr. 63'050.-- im Jahr 2008) zudem ein Valideneinkommen von
Fr. 66'186.20. Für das Invalideneinkommen sei der Maximalabzug von 25 %
vorzunehmen. Denn der Beschwerdeführer sei zwischenzeitlich 52 Jahre alt und
besitze in der seit 22 Jahren ausgeübten beruflichen Tätigkeit als Bauarbeiter und für
alle regelmässig mittelschwer bis schwer belastenden Tätigkeiten keine Arbeitsfähigkeit
mehr. In einer anderen Branche habe er keinerlei Erfahrung. Er sei inzwischen auch
bereits relativ lange vom Arbeitsmarkt abwesend. Selbst in einer leichten, adaptierten
Tätigkeit benötige er pro Arbeitsstunde eine Viertelstunde Pause.
D.
In ihrer Beschwerdeantwort vom 18. Juli 2012 beantragt die Beschwerdegegnerin die
Feststellung, dass der Beschwerdeführer ab Januar 2012 Anspruch auf eine Viertels
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rente habe, und die Abweisung der Beschwerde. Im Gegensatz zu den behandelnden
Ärzten folge das ABI strikt versicherungsmedizinischen Prämissen, klammere also
geltend gemachte Leiden ohne Krankheitswert aus. Die MEDAS-Stellen repräsentierten
weitgehend den medizinischen Sachverstand zur interdisziplinären Begutachtung in
der Schweiz. Mit dem polydisziplinären Ansatz sei eine Gesamtbetrachtung
gewährleistet. Das ABI habe infolge nicht vorhandener erheblicher
psychopathologischer Befundekeine invalidisierende psychiatrische Diagnose gestellt
und sich genügend mit dem Bericht von Dr. C._ auseinandergesetzt. Letzterer habe
die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers schon im Juli 2007 und im Juli 2008
äusserst pessimistisch eingeschätzt; das Versicherungsgericht sei seiner Beurteilung
nicht gefolgt. Er sei offensichtlich zugunsten des Beschwerdeführers befangen. Sein
Bericht enthalte keine Gesichtspunkte, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt
geblieben wären und zu einer abweichenden Beurteilung führen könnten. Es sei, wie
auch der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) der Invalidenversicherung festgehalten habe,
auf das Gutachten abzustellen. Da der Beschwerdeführer nur noch leichte
Hilfstätigkeiten ausüben könne, sei ein Abzug von 10 % von den Tabellenlöhnen
vorzunehmen. Ein höherer Abzug sei nicht gerechtfertigt. Die gesundheitliche
Einschränkung sei mit 60 % Arbeitsfähigkeit bereits grosszügig berücksichtigt worden,
das Alter und die tiefe Qualifikation seien invaliditätsfremd. Ausserdem sei die tiefste
Qualifikationsstufe gewählt worden. Dass nur noch teilzeitliche Arbeit möglich sei, lasse
sich dem Gutachten nicht entnehmen, weshalb kein Teilzeitabzug zu machen sei. Das
Invalideneinkommen betrage Fr. 33'048.-- (ausgehend von Fr. 61'200.--) und der
Invaliditätsgrad liege (bei einem Vergleich mit Fr. 63'050.--) bei 48 %.
E.
Mit Replik vom 17. September 2012 legt der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers
dar, Dr. C._ habe ausdrücklich eine weitere Verschlechterung dessen
Gesundheitszustands beschrieben und dies begründet. Die Diagnose der
Kardiomyopathie wirke sich nämlich verstärkend auf die depressive Verstimmung aus.
Das sei nachvollziehbar, denn der somatische Zustand habe sich erwiesenermassen
verschlechtert und das dürfte ohne weiteres Folgen für die psychische Verfassung
haben, stünden psychische Probleme doch sehr oft im Zusammenhang mit
Herzerkrankungen. Die Gutachter hätten sich mit der Einschätzung von Dr. C._ nicht
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überzeugend auseinandergesetzt und ihren Gegenstandpunkt gerade nicht genauer
erklärt. Das sei umsostossender, als sich kardiologisch eine Verschlechterung ergeben
habe.
F.
Die Beschwerdegegnerin hat auf die Erstattung einer Duplik verzichtet.

Erwägungen:
1.
Mit der angefochtenen Verfügung vom 4. April 2012 sprach die Beschwerdegegnerin
dem Beschwerdeführer nach dessen Neuanmeldung vom 25. Februar 2011 ab
1. Januar 2012 eine halbe Rente bei einem Invaliditätsgrad von 54 % zu. In der
Beschwerdeantwort beantragt sie die Feststellung, dass Anspruch auf eine
Viertelsrente bestehe, also eine reformatio in peius. Der Beschwerdeführer lässt in
diesem Verfahren (höhere) Rentenleistungen, aber keine beruflichen Massnahmen
beantragen. Zum Streitgegenstand gehört allerdings angesichts des verfügten
Rentenanspruchs notwendigerweise auch die Frage, ob die Verwaltung den Grundsatz
"Eingliederung vor Rente" beachtet und eine allfällige Pflicht des Beschwerdeführers zu
Massnahmen korrekt in Anspruch genommen habe.
2.
2.1 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn
die versicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn
sie mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 %
besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens
40 % Anspruch auf eine Viertelsrente.
2.2 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die (nebst den
Anforderungen nach lit. a) während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch
durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b)
und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c).
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Die einjährige Wartezeit gilt als eröffnet, sobald eine Arbeitsunfähigkeit von mindestens
20 % vorliegt (AHI 1998 S. 124 E. 3c). Ein wesentlicher Unterbruch der Arbeitsfähigkeit
liegt vor, wenn die versicherte Person an mindestens 30 aufeinanderfolgenden Tagen
voll arbeitsfähig war (Art. 29 IVV; Entscheid des Eidgenössischen
Versicherungsgerichts i/S K. vom 26. März 2004, I 19/04). Auch vor der Anmeldung
liegende Zeiten von Arbeitsunfähigkeit sind zu berücksichtigen (ZAK 1966 S. 58; Ulrich
Meyer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 1. A. 1997, S. 238; BGE
117 V 26 E. 3b; BGE 121 V 264; Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts
i/S C. vom 2. März 2000, I 307/99). Nach Art. 29 Abs. 1 IVG entsteht der
Rentenanspruch frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung
des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG.
3.
3.1 Für die Invaliditätsbemessung sind zunächst die medizinischen Vorbedingungen
von Bedeutung. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu
beschreiben und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher
Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Die ärztlichen Auskünfte sind im
Weiteren eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche
Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V
99 f. E. 4; ZAK 1982 S. 34).
3.2 Zum Gesundheitszustand des Beschwerdeführers und zu seiner Leistungsfähigkeit
liegt aufgrund seiner Neuanmeldung ein (zweites) Gutachten (vom 27. Oktober 2011)
vor. Danach war bei ihm eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit selbst für leichte,
überwiegend im Sitzen auszuübende Tätigkeiten um 40 % festzustellen, die
kardiologisch verursacht sei (daneben um 100 % für körperlich regelmässig
mittelschwer bis schwer belastende Tätigkeiten). Als Hauptdiagnosen waren aber auch
das zervikozephale und das lumbospondylogene Schmerzsyndrom, die beginnende
Coxarthrose und die beginnende Femoropatellararthrose bezeichnet worden, welche
für eine volle Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit verantwortlich seien. In
psychiatrischer Hinsicht dagegen wurde kein Gesundheitsschaden mit Auswirkungen
auf die Arbeitsfähigkeit festgestellt. Die bestehende somatoforme Schmerzstörung
besitze eine solche Auswirkung nicht. Dr. C._ dagegen hatte im Bericht vom
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3. Februar 2011 dafürgehalten, die Kombination von mittelschwerer bis schwerer
Depression, ausgeprägten Schmerzen in bedeutenden Teilen des
Bewegungsapparates und anstrengungsabhängiger Atemnot wegen der
Kardiomyopathie schliesse (inzwischen) eine Arbeitstätigkeit aus, und zwar selbst eine
teilzeitliche. Auch diese Beurteilung stammt wie die gutachterliche von einem Facharzt
der Psychiatrie, was ihr in der Beweiswürdigung entsprechendes Gewicht verleiht.
Während im Gutachten die vorgefundenen psychopathologischen Befunde im
Einzelnen geschildert werden, finden sich diesbezüglich nur knappe Angaben in den
Berichten von Dr. C._. Der Beschwerdeführer sei chronisch deutlich depressiv
verstimmt und stark verzweifelt über seinen körperlichen Zustand und die starken
Schmerzen. Aus diesem geringeren Detaillierungsgrad lässt sich aber noch nichts für
die Frage ableiten, ob die gestellte Diagnose der mittelschweren bis schweren
Depression bzw. die dadurch verursachte Arbeitsunfähigkeit zutreffe oder nicht.
Indessen ist festzuhalten, dass kein Anhaltspunkt für einen begründeten Zweifel an der
gutachterlichen Befundbeschreibung ersichtlich ist. Da dieser zufolge namentlich die
Affektlage des Beschwerdeführers bei der Begutachtung ausreichend moduliert und
gut schwingungsfähig war und weder eine depressive noch aggressive
Affektauslenkung vorgefunden wurde, erscheint nachvollziehbar, dass keine affektive
Erkrankung diagnostiziert wurde. Als Erklärung der Divergenz denkbar erscheinen je
unterschiedliche Befundlagen (wobei das betreffende Leiden naturgemäss gewissen
Schwankungen unterliegen mag) oder unterschiedliche Beurteilungsmassstäbe. Da
anzunehmen ist, dass Dr. C._ von einer chronischen Einschränkung ausgeht, handelt
es sich wohl im Wesentlichen um voneinander abweichende Beurteilungen des
gleichen Sachverhalts. Im Gutachten wird dafürgehalten, die Schilderung der
chronischen deutlichen depressiven Verstimmung und Verzweiflung habe sich objektiv
nicht gänzlich nachvollziehen lassen, und es wird nochmals darauf hingewiesen, dass
eine depressive Erkrankung bei der Begutachtung (womöglich dank der eingesetzten
Medikation, vgl. IV-act. 83-19) nicht nachweisbar gewesen sei. Dem Ergebnis eines
Gutachtens, das wie das vorliegende in Kenntnis der Vorakten und nach vollständiger
Befundaufnahme abgegeben wurde, kommt ein hoher Beweiswert zu. Die Beurteilung
des behandelnden Psychiaters vermag dagegen nicht anzukommen, ist doch zu
berücksichtigen, dass dieser als behandelnder Arzt eine etwas andere Perspektive auf
die Sachlage hat als ein Gutachter und dass davon auszugehen ist, dass er als
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Psychiater (mit 100 % Arbeitsunfähigkeit) konkret eine nicht nur psychiatrisch, sondern
ganzheitlich betrachtete Einschätzung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers
abgegeben hat. Dass der Beschwerdeführer allerdings, wie Dr. C._ berichtet (vgl. IV-
act. 74-1; vgl. dazu auch seine Feststellungen vom 12. Juli 2007, IV-act. 35-2), einer
vermehrten psychischen Belastung ausgesetzt ist, da er auf somatischer Seite eine
Zunahme der Einschränkungen hinnehmen musste, ist gut verständlich. Entscheidend
ist jedoch, ob er als Folge einen psychischen Gesundheitsschaden aufweise, der zu
Arbeitsunfähigkeit führt, was gutachterlich verneint wird. Dem Gutachten nicht zu
folgen, weil darin nicht auseinander gehalten wird, inwiefern die Auffassung von
Dr. C._ nachvollziehbar sei und inwiefern nicht, würde im Übrigen der Wendung
"nicht gänzlich" zu viel Bedeutung beimessen. Bei diesen Gegebenheiten rechtfertigt
es sich, auf das überzeugend begründete Ergebnis des polydisziplinären Gutachtens
abzustellen und anzunehmen, ein eigentlicher psychiatrischer Gesundheitsschaden,
der sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirkte, liege nicht vor. Insgesamt gesehen
bestätigte das Gutachten im Übrigen die von den behandelnden Ärzten beschriebene
Verschlechterung des Gesundheitszustands im Zeitablauf (seit der ersten
Begutachtung). In rheumatologischer Hinsicht kann vermerkt werden, dass zur
Begutachtung von 2011 diverse aktuelle Bilder, namentlich auch der HWS, angefertigt
und dabei beurteilt worden waren.
4.
4.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrads wird nach Art. 16 ATSG das
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei
ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung
gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid
geworden wäre (Valideneinkommen). Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist
rechtsprechungsgemäss entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des
frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdienen würde. Da nach empirischer
Feststellung in der Regel die bisherige Tätigkeit im Gesundheitsfall weitergeführt
worden wäre, ist Anknüpfungspunkt für die Bestimmung des Valideneinkommens
grundsätzlich der letzte vor Eintritt der Gesundheitsschädigung erzielte, nötigenfalls der
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Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepasste Verdienst (vgl.
Bundesgerichtsentscheid i/S. K. vom 23. März 2009, 8C_515/2008).
4.2 Als Bauarbeiter mit Fachkenntnis hätte der Beschwerdeführer im Jahr 2006 ein
Einkommen von Fr. 60'840.-- verdient, im Jahr 2008 (wie im Entscheid vom 25. Mai
2010 festgehalten) Fr. 63'050.--. Der Einkommensvergleich kann für das Jahr 2008
vorgenommen werden, denn die Nominallöhne im Baugewerbe haben sich bis 2012
nicht relevant anders entwickelt als jene im Total der Wirtschaftszweige (die
Nominallohnentwicklung ist minim weniger fortgeschritten, nämlich bis 2010 von 104.9
auf 107.7 statt auf 108.0 und bis 2012 noch von 100 auf 101.7 statt auf 101.8 Punkte;
vgl. T1.05 der LE 2010 und T1.10 der LE 2012).
4.3 Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-
erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Da
der Beschwerdeführer keine Erwerbstätigkeit mehr ausübt, können nach der
Rechtsprechung statistische Werte (Tabellenlöhne) beigezogen werden (BGE 129 V
472 E. 4.2.1, Bundesgerichtsentscheid i/S M. vom 17. Juni 2010, 8C_72/2010). Das
durchschnittliche Einkommen von Männern für einfache und repetitive Tätigkeiten lag
im Jahr 2008 bei Fr. 59'979.-- (vgl. Anhang 2 der Textausgabe Invalidenversicherung,
Gesetze und Verordnungen, 2012, herausgegeben von der Informationsstelle AHV/IV,
S. 234, basierend auf der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung LSE des
Bundesamtes für Statistik).
4.4 Bestehen im Einzelfall Anhaltspunkte dafür, dass die versicherte Person ihre
gesundheitlich bedingte (Rest-) Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur
mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten kann, ist ein Abzug von den
Tabellenlöhnen zu machen. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss
aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der
Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25 %
des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. BGE 134 V 322 E. 5.2 und BGE 126 V 75). Wie
dem Gutachten (IV-act. 83-24 f.) zu entnehmen ist, ist der Beschwerdeführer aus
rheumatologischen Gründen auf eine Arbeit angewiesen, bei welcher er seine
Arbeitsposition nach eigenem Gutdünken regelmässig wechseln und insbesondere das
längere (als maximal 30 Minuten dauernde) fixierte Sitzen oder Stehen an Ort
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unterlassen, anhaltende Oberkörpervorneigepositionen, stereotype
Rotationsbewegungen der HWS und LWS, das Zurücklegen von längeren Gehstrecken,
das häufige Benützen einer Treppe, das Gehen auf unebenem Boden und das
Besteigen von Leitern vermeiden und das Heben, Stossen, Ziehen und Tragen von
Lasten (auf 15 bzw. auf 10 kg) limitieren kann. Das Pensum von 60 % könnte der
Beschwerdeführer ferner nach gutachterlicher Auffassung (vgl. IV-act. 83-32) an sechs
Stunden pro Tag mit einem Pausenbedarf von 15 Minuten pro Stunde leisten [statt an
8.4 Stunden pro Tag mit zweimal 15 Minuten Pause]. Damit ist ein Teilzeitabzug
erforderlich. Ausserdem ist zu bedenken, dass der Beschwerdeführer manche Jahre
lang an der gleichen Stelle auf dem Bau tätig gewesen war. Insgesamt muss damit
gerechnet werden, dass er auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt im Vergleich
nur ein unterdurchschnittliches Lohnniveau erreichen könnte, weshalb ein Abzug von
20 % erforderlich ist. Der Tabellenlohn ist daher auf Fr. 47'983.-- zu reduzieren.
4.5 Die Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers beträgt 60 % (Einkommen
Fr. 28'789.--). Damit ergibt sich (im Vergleich zum Valideneinkommen von Fr. 63'050.--)
ein Invaliditätsgrad von 54 %.
4.6 Berufliche Massnahmen, welche den Invaliditätsgrad zu senken vermöchten, fielen
nicht in Betracht, so dass die Beschwerdegegnerin zu Recht eine Rente zusprach.
5.
5.1 Für einen Rentenanspruch ist nach Art. 28 Abs. 1 IVG wie erwähnt vorausgesetzt,
dass die Versicherten während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch
durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b).
Der Wortlaut der Bestimmung entspricht demjenigen des bis 31. Dezember 2007 in
Kraft gewesenen Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG; der in Klammern gesetzte Hinweis auf Art. 6
ATSG war schon seit dem Inkrafttreten des ATSG am 1. Januar 2003 in der alten
Bestimmung enthalten. In BGE 130 V 97 E. 3.2 (noch vor Anwendbarkeit des ATSG,
aber bereits unter Hinweis auf dessen Art. 6) wurde in Zusammenfassung der
Rechtsprechung festgehalten, dass die Arbeitsunfähigkeit im Sinn von aArt. 29 Abs. 1
IVG - in wesentlichem Unterschied zur Erwerbsunfähigkeit - bei Erwerbstätigen der
Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen im bisherigen Beruf oder
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Aufgabenbereich entspreche. Einzig der bisherige Beruf bilde den Bezugspunkt der für
den Rentenbeginn relevanten Arbeitsunfähigkeit (vgl. auch die
Bundesgerichtsentscheide i/S H. vom 21. Oktober 2013, 8C_174 und 178/13, und i/S
P. vom 27. Dezember 2007, 9C_684/07). Gemäss dem Entscheid des Eidgenössischen
Versicherungsgerichts i/S S. vom 23. Oktober 2003, I 392/02 ist im Rahmen des Art. 29
Abs. 1 IVG der Grundsatz, dass bei langdauernder Arbeitsunfähigkeit im
angestammten Beruf - oder sobald klar wird, dass die Wiederaufnahme der bisher
ausgeübten Tätigkeit nicht mehr in Frage kommt - nach Ablauf einer gewissen
Übergangsfrist auch zumutbare Tätigkeiten in einem andern Beruf zu berücksichtigen
sind, nicht anwendbar. Die Gründe hierfür liegen gemäss diesem Entscheid zum einen
darin, dass der Einbezug von Verweisungstätigkeiten bei der Bemessung der
Arbeitsunfähigkeit - als Ausfluss des Schadenminderungsprinzips - auf Anspruchslagen
zugeschnitten sei, in denen die Feststellung von Arbeitsunfähigkeit unmittelbar
leistungsbestimmend ist (so bei Taggeldern im Bereich der Unfallversicherung). Zum
andern verbiete sich die Berücksichtigung von Verweisungstätigkeiten mit Blick auf das
Wesen der IV als Erwerbsausfallversicherung. Andernfalls würde zudem in vielen Fällen
verunmöglicht, das - als Erheblichkeitsschwelle mit Bezug auf Dauer und Ausmass der
Leistungsbeeinträchtigung gedachte - Wartejahr überhaupt zurückzulegen (vgl. in
diesem Zusammenhang den Entscheid i/S W. vom 18. Februar 2014, 9C_844/13, in
welchem die Frage offen gelassen wurde, ob der Lösung des Versicherungsgerichts
des Kantons St. Gallen zu folgen sei, wonach es zur Verhinderung von
Ungleichbehandlung unter Umständen erforderlich ist, die Voraussetzungen für das
Entstehen eines Rentenanspruchs ohne Erreichen der Mindestarbeitsunfähigkeit im
bisherigen Beruf, aber bei Invalidität von mindestens 40 % während eines Jahres als
erfüllt zu betrachten). - Für die Erfüllung der Wartezeit ist nach dem Dargelegten
vorliegend die Arbeitsunfähigkeit im bisherigen Beruf massgebend. - Der
Beschwerdeführer war als Bauarbeiter bereits seit Januar 2006 ununterbrochen
arbeitsunfähig, so dass eine Wartezeit erstmals im Januar 2007 hätte ablaufen können.
Damals war der Beschwerdeführer allerdings, wie aus dem rechtskräftigen
Gerichtsentscheid vom 25. Mai 2010 zu schliessen ist, in adaptierter Tätigkeit voll
arbeitsfähig, weshalb ein Rentenanspruch nicht entstehen konnte.
5.2 Nach überzeugenden Angaben im Gutachten ist der Beschwerdeführer aber in der
Folge (wahrscheinlich) im Januar 2011 auch in adaptierter Tätigkeit (teilweise)
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arbeitsunfähig geworden, so dass eine Invalidität des genannten Ausmasses von 54 %
besteht. Es fragt sich, ob der Rentenfall bereits im Januar 2011 eingetreten sei, da der
Beschwerdeführer auch im Jahr vor diesem Zeitpunkt in der bisherigen Tätigkeit immer
noch (voll) arbeitsunfähig war, oder ob der Eintritt der Arbeitsunfähigkeit auch in
adaptierter Tätigkeit als Auslöser eines neuen Versicherungsfalls zu betrachten ist. Aus
Gründen der Rechtsgleichheit und Rechtssicherheit erscheint es angezeigt, eine
üblicherweise einzuhaltende zeitliche Begrenzung für diese Unterscheidung
festzulegen. Das Bundesgericht hat in einem Entscheid 9C_677/12 vom 3. Juli 2013
festgehalten, die Wirkung der Erfüllung der Wartezeit halte nicht zeitlich unbeschränkt
an: Art. 29 IVV regle, dass früher zurückgelegte Zeiten bei der Berechnung der
Wartezeit anzurechnen seien, wenn nach der Aufhebung der Rente infolge einer
Verminderung des Invaliditätsgrades dieser in den folgenden drei Jahren wegen einer
auf dasselbe Leiden zurückzuführenden Arbeitsunfähigkeit wieder ein
rentenbegründendes Ausmass erreiche. Dies habe analog erst recht zu gelten, wenn
nach der Erfüllung einer früheren Wartezeit gar nie ein Rentenanspruch bestanden
habe und der Ablauf der ersten Wartezeit zudem (wie im dort beurteilten konkreten
Sachverhalt) bereits dreieinhalb Jahre zurückliege. Es rechtfertigt sich, in Anlehnung an
diesen Entscheid festzuhalten, dass das Hinzukommen einer Arbeitsunfähigkeit auch in
adaptierter Tätigkeit erst mehr als drei Jahre nach Ablauf eines erstmöglichen
Wartejahres mit einer ausreichenden Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit,
ohne dass damals eine Rente entstanden wäre, in der Regel als Anlass für einen neuen
Versicherungsfall zu betrachten ist mit der Folge, dass ein Rentenanspruch frühestens
nach Ablauf eines Wartejahres ab Eintritt der Arbeitsunfähigkeit in adaptierter Tätigkeit
eintritt. - Da eine mögliche Wartezeit vorliegend erstmals im Januar 2007 hätte
ablaufen können, die Arbeitsunfähigkeit in adaptierter Tätigkeit aber erst im Januar
2011, also mehr als drei Jahre später, eingetreten ist, hat der Beschwerdeführer vor
dem Rentenbeginn eine Wartezeit von einem Jahr zu bestehen.
5.3 Es ist demnach nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin dem
Beschwerdeführer mit der angefochtenen Verfügung ab Januar 2012 (Art. 29 Abs. 1
IVG lässt diesen Beginn angesichts der Anmeldung vom Februar 2011 zu) eine halbe
Rente zusprach.
6.
bis
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6.1 Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen.
6.2 Nach Art. 69 Abs. 1 IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die
Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen
Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand
und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 200 bis 1000 Franken festgelegt. Eine
Entscheidgebühr von Fr. 600.-- erscheint vorliegend angemessen. Nach Art. 95 Abs. 1
VRP hat in Streitigkeiten jener Beteiligte die Kosten zu tragen, dessen Begehren ganz
oder teilweise abgewiesen werden. Der Beschwerdeführer ist mit der Beschwerde
unterlegen. Er hat die Gerichtskosten gesamthaft zu tragen, da der Antrag der
Beschwerdegegnerin, mit welchem auch sie im Prozess unterlegen ist, keinen
zusätzlichen Aufwand verursacht hat. Mit dem vom Beschwerdeführer geleisteten
Kostenvorschuss in Höhe von Fr. 600.-- ist die geschuldete Gerichtsgebühr getilgt.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht