Decision ID: 17cb3bb6-26c2-5f3e-9153-5b6941e6e880
Year: 2009
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Die Beschwerdeführenden sind mazedonische Staatsangehörige  Ethnie und stammen aus G._. Am 11. September 2002 stellten sie in der Schweiz ein Asylgesuch. Dieses wurde durch das damalige Bundesamt für Flüchtlinge (BFF; nunmehr Bundesamt für Migration [BFM]) mit Verfügung vom 26. August 2003 abgelehnt,  mit der Anordnung der Wegweisung aus der Schweiz und des Vollzugs. Die dagegen erhobene Beschwerde wurde durch die  Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) mit Urteil vom 9.  2004 abgewiesen.
B. Mit Eingabe an das BFM vom 11. Februar 2005 ersuchten die  um Wiedererwägung der Verfügung vom 26.  2003 und um Gewährung der vorläufigen Aufnahme.
C. Dieses Gesuch wurde durch das Bundesamt mit Verfügung vom 23. Februar 2005 abgelehnt.
D. Mit Urteil vom 29. November 2005 hiess die damalige ARK die  erhobene Beschwerde gut, hob die Verfügung des BFM vom 23. Februar 2005 sowie die Ziffern 4 und 5 des Dispositivs der  vom 26. August 2003 auf und wies das Bundesamt an, die  vorläufig aufzunehmen. Dies begründete die ARK im Wesentlichen damit, angesichts erheblicher psychischer  beider Ehegatten sei der Vollzug der Wegweisung nach  als unzumutbar zu qualifizieren.
E. Mit Verfügung vom 16. Dezember 2005 ordnete das BFM die vorläufige Aufnahme der Beschwerdeführenden in der Schweiz an.
F. Mit Schreiben vom 5. Oktober 2006 forderte das BFM die  auf, im Hinblick auf die regelmässige Überprüfung der vorläufigen Aufnahme aktuelle ärztliche Berichte zu ihrem  einzureichen.
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G. Mit Eingaben vom 6. November 2006, vom 8. Dezember 2006, vom 20. Dezember 2006 und vom 17. Januar 2007 reichten die  durch ihre Rechtsvertreterin verschiedene ärztliche Zeugnisse in Bezug auf beide Ehegatten ein.
H. Mit Zwischenverfügung vom 16. Mai 2007 teilte das BFM den  mit, aufgrund der eingereichten ärztlichen  erscheine eine Rückkehr nach Mazedonien nunmehr als , und forderte sie im Hinblick auf eine allfällige Aufhebung der  Aufnahme zu einer entsprechenden Stellungnahme auf.
I. Mit Eingabe ihrer Rechtsvertreterin vom 15. Juni 2007 reichten die  beim BFM ihre Stellungnahme, drei ärztliche  und verschiedene Unterstützungsschreiben von Drittpersonen ein.
J. Mit Verfügung vom 22. November 2007 hob das BFM die vorläufige Aufnahme der Beschwerdeführenden auf. Zur Begründung dieses  führte das Bundesamt hauptsächlich aus, nach Prüfung der eingegangenen medizinischen Berichte sei davon auszugehen, dass eine Rückkehr der Beschwerdeführenden nach Mazedonien nunmehr insgesamt zumutbar sei.
K. Diese Verfügung fochten die Beschwerdeführenden mit Eingabe ihrer Rechtsvertreterin vom 27. Dezember 2007 beim  an. Dabei beantragten sie, die Verfügung des BFM vom 22.  2007 sei aufzuheben, es sei die Unzumutbarkeit des Vollzugs der Wegweisung festzustellen, und die vorläufige Aufnahme sei . Ferner machten sie geltend, der Wegweisungsvollzug sei ausserdem auch unzulässig, da der Ehemann – anders als durch das BFM angenommen – nicht Staatsbürger von Mazedonien sei. In  Hinsicht ersuchten die Beschwerdeführenden darum, es sei ihnen die unentgeltliche Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das  (VwVG, SR 172.021) zu gewähren. Als Beweismittel übermittelten sie unter anderem eine persönliche Erklärung, vier ärztliche , ein Arbeitszeugnis, ein Unterstützungsschreiben der Lehrerin der
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Tochter D._, eine Kopie einer deutschen Übersetzung eines Bestätigungsschreibens des Ministeriums für innere Angelegenheiten der Republik Mazedonien sowie eine Kopie eines Bestätigungsschreibens der Gemeinde H._ (Kosovo) mitsamt deutscher Übersetzung. Auf den Inhalt dieser Beweismittel wie auch die Begründung der Beschwerde wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.
L. Mit Zwischenverfügung vom 4. Januar 2008 wurden die  unter Androhung des Nichteintretens aufgefordert, bis zum 21. Januar 2008 ihre prozessuale Bedürftigkeit zu belegen oder einen Kostenvorschuss von Fr. 600.-- zu leisten.
M. Mit Eingabe ihrer Rechtsvertreterin vom 18. Januar 2008 (Datum des Poststempels) reichten die Beschwerdeführenden eine  ein.
N. Mit Zwischenverfügung vom 22. Januar 2008 hiess der zuständige  das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen  im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG gut.
O. Mit Vernehmlassung vom 22. Januar 2008 hielt das Bundesamt  an seinen Erwägungen fest und beantragte die Abweisung der Beschwerde. Auf die dabei vorgebrachten Argumente wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.
P. Mit Zwischenverfügung vom 1. Februar 2008 wurde den  bezüglich der Vernehmlassung des Bundesamts die  zur Replik erteilt.
Q. Mit Eingabe ihrer Rechtsvertreterin vom 18. Februar 2008 äusserten sich die Beschwerdeführenden zur Vernehmlassung des BFM. Auf die betreffenden Vorbringen wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.
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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht  gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Über Beschwerden gegen Verfügungen des BFM entscheidet das  endgültig (Art. 31-33 VGG; Art. 83 Bst. c Ziff. 3 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
1.2 Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht können die Verletzung von Bundesrecht, einschliesslich Missbrauch und  des Ermessens, die unrichtige oder unvollständige  des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 49 VwVG).
1.3 Die Beschwerdeführenden sind legitimiert; auf ihre frist- und  eingereichte Beschwerde ist einzutreten (Art. 48 Abs. 1, Art. 50 und 52 VwVG).
2. 2.1 Im vorliegenden Beschwerdeverfahren geht es um die Frage, ob die Vorinstanz die vorläufige Aufnahme der Beschwerdeführenden zu Recht aufgehoben hat. Die Voraussetzungen für die Aufhebung der vorläufigen Aufnahme werden seit dem am 1. Januar 2008 erfolgten Inkrafttreten des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20) und der  Aufhebung des ehemaligen Bundesgesetzes vom 26. März 1931 über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer (ANAG; s. Art. 125 AuG i.V.m. Ziff. I Anhang zum AuG) in Art. 84 Abs. 2 AuG . Gemäss Art. 126a Abs. 4 AuG gilt für Personen, die zum  des Inkrafttretens dieser Änderung vorläufig aufgenommen , das neue Recht. Vor dem 1. Januar 2008 wurde die Aufhebung der vorläufigen Aufnahme durch den damaligen Art. 14b Abs. 2 ANAG geregelt. Inhaltlich hat sich an den Voraussetzungen für die Aufhebung der vorläufigen Aufnahme durch die Gesetzesänderung grundsätzlich nichts geändert.
2.2 Gemäss Art. 84 Abs. 1 AuG überprüft das Bundesamt nach  Anordnung einer vorläufigen Aufnahme periodisch, ob die  für die vorläufige Aufnahme noch gegeben sind. Es hebt die vorläufige Aufnahme auf und ordnet den Vollzug der Weg- oder Aus-
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weisung an, wenn die Voraussetzungen nicht mehr gegeben sind (Art. 84 Abs. 2 AuG).
3. 3.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich, so regelt das Bundesamt das  nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige  von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG).
3.2 Die erwähnten drei Bedingungen für einen Verzicht auf den  der Wegweisung (Unzulässigkeit, Unzumutbarkeit und ) sind alternativer Natur: Sobald eine von ihnen erfüllt ist, ist der Vollzug der Wegweisung als undurchführbar zu betrachten und die weitere Anwesenheit in der Schweiz gemäss den Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme zu regeln (vgl. EMARK 2006 Nr. 6 E. 4.2 S. 54 ff.).
3.3 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug insbesondere nicht zumutbar sein, wenn er für die betroffene Person eine konkrete  darstellt. Die Formulierung des Art. 83 Abs. 4 AuG als „kann“- Bestimmung macht dabei deutlich, dass ein entsprechendes Handeln der schweizerischen Behörden nicht in Erfüllung völkerrechtlicher , sondern aus humanitären Gründen erfolgt (vgl. BBl 1990 II 668 in Bezug auf den insofern gleichlautenden ehemaligen Art. 14a Abs. 4 ANAG). Dem entspricht, dass der zuständigen  diesbezüglich ein Ermessensspielraum zukommt (vgl. WALTER KÄLIN, Grundriss des Asylverfahrens, Basel/Frankfurt a. M. 1990, S. 203). Aus der Verwendung des Wortes „kann“ geht zudem hervor, dass nicht nur eine konkrete Gefährdung, sondern auch andere Umstände dazu  können, dass der Vollzug der Wegweisung als nicht zumutbar . Art. 83 Abs. 4 AuG lässt mithin Raum, bei der Beurteilung der Zumutbarkeit der Wegweisung auch weitere humanitäre Überlegungen einfliessen zu lassen (vgl. dazu EMARK 1994 Nr. 18 und 1997 Nr. 2 S. 14 ff.).
3.4 Die Bestimmung von Art. 83 Abs. 4 AuG, wonach der Vollzug einer verfügten Wegweisung unzumutbar sein kann, wenn er für den  Ausländer oder die betroffene Ausländerin eine konkrete  darstellt, erfasst auch Personen, für die sich eine solche  aus medizinischen Gründen ergeben würde, etwa weil im  eine notwendige medizinische Beschwerdehandlung nicht mehr gewährleistet wäre. Dabei hat die entscheidende Behörde bei
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der Beantwortung der Frage, ob die Voraussetzungen von Art. 83 Abs. 4 AuG gegeben sind, nicht die persönlichen Verhältnisse der  Person in der Schweiz zu beurteilen, sondern die Situation, welche sich für sie im Falle des Vollzugs im Heimatland ergeben . Bezüglich der spezifischen Kriterien, die bei der Beurteilung der Frage anzuwenden sind, ob die geltend gemachten medizinischen Gründe einen Wegweisungsvollzug unzumutbar erscheinen lassen, stellt sich die relevante Praxis folgendermassen dar (vgl. allgemein EMARK 1993 Nr. 38 E. 6, 2003 Nr. 18 E. 8c f., 2003 Nr. 24 E. 5b):  führen gesundheitliche Probleme dann zur Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs, wenn aufgrund eines Mangels an  Behandlungsmöglichkeiten im Heimat- oder Herkunftsstaat der betroffenen Person sich deren Gesundheitszustand derart  würde, dass deren Leben in Gefahr geriete oder deren körperliche Integrität ernsthaft und dauerhaft in schwerwiegender Weise bedroht wäre. Demgegenüber ist der Vollzug der Wegweisung als zumutbar zu erachten, wenn die wesentlich erforderliche Behandlung im Heimat- oder Herkunftsstaat sichergestellt werden kann. Nicht massgeblich ist dabei die Frage, ob die medizinische Infrastruktur und die fachliche Qualifikation des entsprechenden Personals im Heimat- oder  der betroffenen Person den in der Schweiz gegebenen Standard erreichen.
3.5 Sind von einem allfälligen Wegweisungsvollzug Kinder betroffen, so bildet ausserdem im Rahmen der Zumutbarkeitsprüfung das  einen Gesichtspunkt von vorrangiger Bedeutung. Dies ergibt sich nicht zuletzt aus einer völkerrechtskonformen Auslegung des Art. 83 Abs. 4 AuG im Licht von Art. 3 Abs. 1 der Konvention vom 20. November 1989 über die Rechte des Kindes (KRK, SR 0.107).  sind unter dem Aspekt des Kindeswohls sämtliche Umstände einzubeziehen und zu würdigen, die im Hinblick auf eine Wegweisung wesentlich erscheinen (vgl. EMARK 1998 Nr. 13 E. 5e/aa, in Bezug auf Art. 14a Abs. 4 des ehemaligen ANAG; die entsprechenden  sind im Wesentlichen auch unter der neuen gesetzlichen  des AuG nach wie vor gültig).
3.6 Somit ist der Persönlichkeit des Kindes und seinen  umfassend Rechnung zu tragen. Dabei können bei dieser  Beurteilung namentlich folgende Kriterien von  sein: Alter, Reife, Abhängigkeiten, Art (Nähe, Intensität, ) seiner Beziehungen, Eigenschaften seiner Bezugspersonen (ins-
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besondere Unterstützungsbereitschaft und -fähigkeit), Stand und  bezüglich Entwicklung/Ausbildung, Grad der erfolgten  bei einem längeren Aufenthalt in der Schweiz usw. Gerade letzterer Aspekt, die Dauer des Aufenthaltes in der Schweiz, ist im Hinblick auf die Prüfung der Chancen und Hindernisse einer Reintegration im  bei einem Kind als gewichtiger Faktor zu werten, da Kinder nicht ohne guten Grund aus einem einmal vertrauten Umfeld wieder herausgerissen werden sollten. Dabei ist aus  Sicht nicht nur das unmittelbare persönliche Umfeld des Kindes (d.h. dessen Kernfamilie) zu berücksichtigen, sondern auch dessen übrige soziale Einbettung. Die Verwurzelung in der Schweiz vermag sich auf die Frage der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs  auszuwirken, als eine starke Assimilierung eine Entwurzelung im Heimatstaat zur Folge haben kann, welche unter Umständen die  dorthin als unzumutbar erscheinen lässt (vgl. dazu EMARK 1998 Nr. 31 E. 8c/ff/ccc S. 260; 2005 Nr. 6 E. 6.2 S. 57 f.).
4. 4.1 Die Vorinstanz führte in der angefochtenen Verfügung (S. 5 f.) im Wesentlichen aus, der medizinische Hauptgrund, welcher zur  Aufnahme geführt habe – die Risikoschwangerschaft der  –, sei nach der Geburt des Sohnes F._ dahingefallen.  der gemäss den eingereichten ärztlichen Zeugnissen  psychischen Probleme der Beschwerdeführer sei , dass die auch in Zukunft notwendigen psychiatrischen und  Behandlungen auch in Mazedonien grundsätzlich gewährleistet seien. Der Krankheitsverlauf der Ehegatten zeige, dass sich diese gesundheitlich einigermassen hätten stabilisieren können. Auch bestehe keine Suizidalität. Zwar weise die behandelnde Ärztin darauf hin, dass der Ehemann bei einer zwangsweisen Rückschaffung nach Mazedonien möglicherweise suizidal werden könnte. Indessen ergäben sich keine Hinweise, dass heute ein sehr komplexes  vorläge. Eine adäquate medizinische Behandlung sei auch in Mazedonien möglich. Schliesslich hielt das Bundesamt fest, auch unter dem Aspekt der Integration der Beschwerdeführenden in der Schweiz und namentlich des Kindeswohls sei der Vollzug der Wegweisung nach Mazedonien zumutbar.
4.2 Hinsichtlich dieser Argumentation ist zunächst festzustellen, dass die Annahme des BFM, die damals bestehende  der Ehefrau habe für die ARK in deren Urteil vom 29. November
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2005 den Hauptgrund für die Einschätzung gebildet, es sei die  Aufnahme anzuordnen, unzutreffend ist.
4.2.1 Die ARK führte in ihrem Urteil im wesentlichen Punkt (E. 7.2) Folgendes aus: Gegen die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs spreche, dass beide Ehegatten massive psychische Probleme  hätten und bis auf weiteres auf psychiatrische und  Behandlungen angewiesen seien. Eine adäquate  sei in Mazedonien zwar theoretisch gewährleistet. Hingegen  es zweifelhaft, dass die aus der Behandlungsbedürftigkeit gleich beider Ehegatten entstehende finanzielle Belastung für die  beziehungsweise ihre in Mazedonien lebenden Verwandten tragbar wäre. Des Weiteren sei mit Blick auf die von den behandelnden Ärzten geschilderten Symptome und gestellten  davon auszugehen, dass eine weitere Entstabilisierung der  – insbesondere durch eine Rückschaffung in den  – mit grosser Wahrscheinlichkeit zu einer zunehmenden  Dekompensation der Ehegatten und damit zu einer  Gesundheitsgefährdung führen würde, zumal die Genannten auch nicht mehr fähig seien, sich gegenseitig Halt und Unterstützung zu . Ferner hätten offenbar beide Ehegatten im Hinblick auf die  Ausschaffung Suizidgedanken geäussert. Schliesslich sei , dass bei der Ehefrau eine Risikoschwangerschaft bestehe.
4.2.2 Angesichts dieser Begründung ist offensichtlich, dass der  der damals bestehenden Risikoschwangerschaft bei der  der Kommission nicht den Hauptgrund, sondern vielmehr einen ergänzenden Faktor bildete. Im Urteil der ARK wird ausserdem im Zusammenhang mit der erwähnten Schwangerschaft festgehalten, der errechnete Geburtstermin sei am 12. Dezember 2005. Schon  dieses Umstands ist von vornherein auszuschliessen, dass die Risikoschwangerschaft in der am 29. November 2005 erfolgten  der ARK den hauptsächlichen Grund für die Einschätzung der Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs bildete, hätte die  doch ansonsten mit der Urteilsfällung ohne weiteres noch kurze Zeit zuwarten können.
4.3 4.3.1 Die Beschwerdeführenden übermittelten dem BFM im  mit der Überprüfung der vorläufigen Aufnahme mit Eingaben vom 6. November 2006, vom 8. Dezember 2006, vom 20. Dezember
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2006, vom 17. Januar 2007 und vom 15. Juni 2007 verschiedene  Zeugnisse beziehungsweise medizinische Berichte. Dabei geht aus einem den Ehemann betreffenden psychiatrisch-medizinischen Bericht des I._ vom 2. November 2006 im Wesentlichen hervor, dass der Genannte zwischen dem 7. Dezember 2004 und dem 12. August 2005 im Psychiatriezentrum J._ hospitalisiert  sei. Nach der Entlassung aus der Klinik sei er zunächst durch  Hausarzt ärztlich betreut worden, durch diesen aber am 1.  2006 erneut zur fachärztlich-psychiatrischen Behandlung  worden. Die Diagnose laute auf eine rezidivierende  Episode, derzeit mittelgradige depressive Symptomatik (gemäss medizinischer Klassifikation ICD-10: F33.1) sowie dringenden Verdacht auf eine posttraumatische Belastungsstörung mit somatoformen  bei psychosozialer Belastungssituation. Derzeit bestehe kein  auf Fremdaggression und akute Suizidalität; im Falle einer  nach Mazedonien sei aber mit selbstschädigenden Handlungen zu rechnen. Die Prognose sei zurückhaltend zu stellen. Eine  erscheine grundsätzlich möglich; deren Eintritt sei aber nicht sicher zu beurteilen. Aus einem vom 8. Januar 2007 datierenden psychiatrisch-medizinischen Bericht des I._ ergibt sich in  auf die Ehefrau, diese leide unter einer mittelgradigen depressiven Episode (ICD-10: F32.1) sowie einer komplexen posttraumatischen Belastungsstörung (ICD-10: F43.1), und es bestehe ferner der  einer generalisierten Angststörung (ICD-10: F41.1). Ohne  der Behandlung nehme die Wahrscheinlichkeit zu, dass sich bei der Genannten weitere Störungsbilder entwickeln würden, wie etwa Angststörungen, Somatisierungsstörungen, Herz/Kreislauf-, Suchterkrankungen und Suizidalität. Ob künftig eine  des gesundheitlichen Zustands eintreten werde, lasse sich nicht klar beurteilen. Da die Ehefrau in Mazedonien schwerwiegende  Erfahrungen gemacht habe, sei von einer medizinischen Behandlung im Herkunftsland abzuraten. Des Weiteren geht aus einer vom 14. Juni 2007 datierenden Bestätigung der Kinder- und  Klinik K._ hervor, dass die Tochter C._ seit dem Jahr 2003 und bis auf weiteres in psychiatrischer Behandlung sei.
4.3.2 Mit der Beschwerdeschrift reichten die Beschwerdeführenden weitere ärztliche Zeugnisse ein. Dabei ergibt sich in Bezug auf den Ehemann aus einem vom 11. Dezember 2007 datierenden -medizinischen Bericht des I._ im Wesentlichen, der
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Genannte befinde sich nach wie vor in psychotherapeutischer und medikamentöser Behandlung. Sein gesundheitlicher Status habe sich seit dem Bericht vom 2. November 2006 nicht wesentlich verändert. In Bezug auf die Ehefrau geht aus einem vom 12. Dezember 2007 datierenden psychiatrisch-medizinischen Bericht der gleichen Institution hervor, nach einer allmählichen Zustandsverbesserung habe der Entscheid des BFM vom 22. November 2007 wieder zu einer Verstärkung der Angstsymptomatik geführt. Dabei wurde in Bezug auf die Ehefrau die gleiche Diagnose wie mit dem Bericht vom 8. Januar 2007 gestellt, allerdings nun erweitert durch eine generalisierte Angststörung (ICD-10: F41.1). Es sei eine Fortführung der psychiatrischen Behandlung notwendig, welche unter der Voraussetzung äusserer Sicherheit auch zu einer merklichen Zustandsverbesserung führen könne.
4.3.3 Aus den ärztlichen Berichten, welche die Beschwerdeführenden zum einen dem BFM im Rahmen der Überprüfung der vorläufigen  übermittelten sowie zum anderen im vorliegenden  einreichten, geht somit zusammenfassend hervor, dass sich die gesundheitliche Situation der Ehegatten zum Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung im Vergleich zur Lage im Moment der  der vorläufigen Aufnahme insgesamt nur unwesentlich verändert hatte. Das einzige Element, das in der Zwischenzeit weggefallen war, bildete die vormalige Risikoschwangerschaft der Ehefrau, mitsamt den damit unmittelbar verbundenen spezifischen Auswirkungen auf deren psychisch-gesundheitlichen Zustand. Bereits unter dem Gesichtspunkt der gesundheitlichen Probleme der Ehegatten bestehen somit  Zweifel daran, ob die Aufhebung der vorläufigen Aufnahme durch das BFM zu Recht erfolgte. Eine abschliessende Beantwortung dieser Frage erweist sich indessen nicht als notwendig, da weitere gewichtige Faktoren hinzukommen, die gegen die Zumutbarkeit des  sprechen.
4.4 Wie bereits angesprochen wurde (E. 3.5 f.), kommt dem  bei der Zumutbarkeitsprüfung gegebenenfalls vorrangige  zu. Die Beschwerdeführenden haben vier minderjährige Kinder im Alter von sechzehn Jahren (C._), vierzehn Jahren (D._), zehn Jahren (E._) und nicht ganz vier Jahren (F._). Während sich in Bezug auf F._ aufgrund seines geringen Alters die Frage der Integration in der Schweiz noch nicht stellt, ergibt sich aus den Akten hinsichtlich der erwähnten Kriterien des Kindeswohls
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für die übrigen Kinder Folgendes: Die drei ältesten Kinder gelangten zusammen mit ihren Eltern am 11. September 2002 im Alter von neun, sieben und drei Jahren in die Schweiz. Angesichts dessen ist der Tatsache schwergewichtig Rechnung zu tragen, dass C._, D._ und E._ einen wesentlichen Teil ihrer Sozialisation in der Schweiz erfahren haben, nach mehrjährigem, im Falle von C._ rund siebenjährigem Besuch der hiesigen Schulen in erheblichem Mass durch das schweizerische kulturelle und soziale Umfeld geprägt sein dürften und insofern an die schweizerische Kultur und Lebensweise assimiliert sind. Aus den verschiedenen gegenüber dem BFM wie auch im vorliegenden Beschwerdeverfahren eingereichten Stellungnahmen von Nachbarn und Lehrpersonen geht ausserdem hervor, dass die Kinder insgesamt gut in ihr schweizerisches Umfeld eingegliedert sind. Zu berücksichtigen ist in diesem Zusammenhang des Weiteren, dass C._ und D._ nicht nur prägende Jahre ihrer Kindheit in der Schweiz verbracht haben, sondern heute als sechzehn- und vierzehnjährige Jugendliche in der Entwicklungsphase der Adoleszenz und somit in einem Alter stehen, in dem das Beziehungsfeld ausserhalb des Elternhauses von zunehmender Wichtigkeit wird. Es besteht somit insbesondere für C._ und D._, in etwas geringerem Mass indessen auch für E._ die konkrete Gefahr, dass die mit einem Vollzug der Wegweisung verbundene Entwurzelung aus dem gewachsenen sozialen Umfeld einerseits und die Problematik einer Integration in einem weitgehend fremden sozio-kulturellen Kontext andererseits zu starken Belastungen der kindlichen Entwicklung führen würden, die mit dem Schutzanliegen des Kindeswohls nicht vereinbar wären.
4.5 Die bisher genannten Faktoren in Bezug auf die Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs werden im vorliegenden Fall ausserdem durch folgenden Aspekt verschärfend ergänzt: Zu berücksichtigen ist zusätzlich, dass die Beschwerdeführenden im Falle einer Rückkehr nach Mazedonien mit erheblichen Schwierigkeiten konfrontiert sein dürften, sich im Sinne einer Sicherung des Existenzminimums ihrer Familie wirtschaftlich zu reintegrieren. Aus den vorliegenden ärztlichen Zeugnissen geht hervor, dass der Ehemann in den letzten Jahren aus gesundheitlichen Gründen lediglich in eingeschränktem Mass  war. Gleiches ist angesichts ihrer gesundheitlichen Lage auch in Bezug auf die Ehefrau anzunehmen. Zwar verfügen die  in ihrem Heimatstaat über ein verwandtschaftliches Netz.
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Indessen wären die Beschwerdeführenden in Mazedonien bereits  ihres Bedarfs an Medikamenten und psychiatrischer  auf eine erhebliche finanzielle Unterstützung seitens ihrer  angewiesen, womit ihr familiäres Beziehungsnetz bereits  stark beansprucht würde. In Anbetracht der gesamten  erschiene deshalb die Sicherung des Existenzminimums der  Familie im Falle einer Rückkehr ins Heimatland als nicht  gewährleistet.
4.6 Unter Berücksichtigung aller wesentlichen Umstände ergibt sich somit der Schluss, dass der Vollzug der Wegweisung der  nach Mazedonien auch zum heutigen Zeitpunkt als  zu erachten ist. Das BFM hat die vorläufige Aufnahme der  somit zu Unrecht aufgehoben.
4.7 Nach dem Gesagten erübrigt es sich, auf das weitere Vorbringen der Beschwerdeführenden einzugehen, der Wegweisungsvollzug sei unzulässig, da der Ehemann nicht Staatsbürger von Mazedonien sei.
5. Nach den angestellten Erwägungen ist die Beschwerde gutzuheissen, und die angefochtene Verfügung des BFM vom 22. November 2007 ist aufzuheben. Die vom BFM mit Verfügung vom 16. Dezember 2005  vorläufige Aufnahme der Beschwerdeführenden in der Schweiz hat somit weiterhin Bestand.
6. 6.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind keine Kosten zu erheben (Art. 63 Abs. 3 VwVG i.V.m. Art. 37 VGG).
6.2 Gemäss Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 37 VGG kann der  Partei von Amtes wegen oder auf Begehren eine  für die ihr erwachsenen notwendigen und verhältnismässig  Kosten zugesprochen werden (vgl. für die Grundsätze der  der Parteientschädigung ausserdem Art. 7 ff. des Reglements über die Kosten und Entschädigungen vor dem  vom 21. Februar 2008 [VGKE, SR 173.320.2]). Seitens der Rechtsvertretung ist keine Kostennote eingereicht worden. Auf die Nachforderung einer solchen wird indessen verzichtet (vgl. Art. 14 Abs. 2 VGKE), weil im vorliegenden Verfahren der Aufwand des  zuverlässig abgeschätzt werden kann. Gestützt auf die in Betracht zu ziehenden Bemessungsfaktoren (Art. 9-13 VGKE) ist die
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Parteientschädigung auf Grund der Akten auf Fr. 400.-- (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen. Dieser Betrag ist den  durch das BFM zu entrichten.
(Dispositiv nächste Seite)
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