Decision ID: 6883ea01-3a2a-5e36-a49f-a5cf7cd5364c
Year: 2009
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
S._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Irja Zuber Hofer, procap, Froburgstrasse 4,
Postfach, 4601 Olten,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
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Rente
Sachverhalt:
A.
A.a S._, geboren 1956, meldete sich am 1. September 2005 zum Bezug von IV-
Leistungen an. Er gab an, an Rückenbeschwerden zu leiden (act. G 5.1). Der
behandelnde Dr. med. A._, Facharzt FMH für Allgemeinmedizin, diagnostizierte im
Arztbericht vom 3. Oktober 2005 mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit des
Versicherten: ein rezidivierendes lumbovertebrales bis lumbospondylogenes Syndrom
rechts und ein chronisch-rezidivierendes cervicospondylogenes Syndrom links, aktuell
rechts. Seit 1. Juni 2005 attestierte er dem Versicherten eine anhaltende 100%ige
Arbeitsunfähigkeit im angestammten Beruf als Küchenangestellter. Leichte Tätigkeiten
ohne repetitive Belastungen der Arme, ohne Notwendigkeit von längerem Stehen,
längerem Sitzen, Bücken oder Lastenheben seien ihm für vier Stunden täglich
zumutbar (act. G 5.14).
A.b Die IV-Stelle beauftragte am 19. Januar 2006 die AEH Zentrum für Arbeitsmedizin
Ergonomie und Hygiene AG (nachfolgend: die AEH) mit einer interdisziplinären
Begutachtung des Versicherten (act. G 5.19). Die AEH bot den Versicherten für den
11. und 12. Mai 2006 zur Begutachtung auf (act. G 5.23.2 ff.). Am 11. Mai 2006 teilte
die AEH der IV-Stelle telefonisch mit, dass eine eingehende Untersuchung nicht
möglich gewesen sei, da der Versicherte "Blut gespuckt habe" (act. G 5.25). Am
13. Mai 2006 berichtete Dr. med. B._, Facharzt FMH für Gastroenterologie, dass
beim Versicherten ein Zustand nach Mallory-Weiss-Syndrom bestehe, d.h. ein Riss im
oesophago-gastrischem Übergang, bedingt durch starkes Erbrechen. Der Riss sei fast
vollständig reepithelialisiert. Eine weitere spezifische Therapie sei nicht notwendig (act.
G 5.26.3).
A.c Die behandelnde Dr. med. C._, Fachärztin FMH für physikalische Medizin und
Rehabilitation, diagnostizierte im Bericht vom 5. Juli 2006 ein lumbovertebrales/
radikuläres Syndrom L4 rechts bei Rezidivhernie paramedian rechts L4/L5 mit kaudaler
Luxation und ein Zervikovertebralsyndrom. Die Beschwerden des Versicherten seien
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dem lumbospondylogenen/radikulären Syndrom zuzuschreiben. Die
Schmerzausweitung gehe in ein Panvertebralsyndrom über, bei auch zervikal
bestehender Pathologie. Rein theoretisch sei dem Versicherten eine leichte körperliche
Arbeit mit Lagewechsel zu 30 bis 40% zumutbar (act. G 5.29). Dr. med. D._, Facharzt
FMH für Chirurgie und Handchirurgie, berichtete am 28. August 2006, dass sich beim
Versicherten klinisch und elektrophysiologisch ein beidseitiges Sulcus ulnaris-Syndrom
zeige. Er solle jeglichen Druck auf den N. ulnaris vermeiden (act. G 5.33).
A.d Am 13. und 14. Juli 2006 wurde der Versicherte durch die AEH rheumatologisch
untersucht. Zusätzlich wurde eine Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit
(nachfolgend: EFL) durchgeführt. Die Gutachter stellten folgende Diagnosen: ein
chronisches lumbovertebrales Schmerzsyndrom, ein chronisches zervikovertebrales
Schmerzsyndrom mit Ausstrahlung rechtsseitig, ein Sulcus ulnaris-Syndrom beidseits
sowie ein dysfunktionales Schmerz- und Krankheitsverhalten. Die Leistungsbereitschaft
des Versicherten sei anlässlich der EFL nicht zuverlässig gewesen. Die Ergebnisse der
EFL seien nicht verwertbar. Die Zumutbarkeit der angestammten sowie anderen
beruflichen Tätigkeiten könne nicht abschliessend beurteilt werden. Die
Zumutbarkeitsbeurteilung müsse medizinisch-theoretisch erfolgen (act. G 5.34.1 ff.).
Am 18. Juli 2006 wurde der Versicherte durch Dr. med. E._, Facharzt FMH für
Psychiatrie und Psychotherapie, begutachtet. Der Experte konnte keine nach ICD-10
klassifizierbare psychiatrische Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
erheben. Insbesondere hätten sich keine Hinweise auf das Vorliegen einer
somatoformen Schmerzstörung gezeigt. Psychiatrischerseits bestünden keine
Beeinträchtigungen der Leistungsfähigkeit (act. G 5.36.1 ff.). Anlässlich einer
telefonischen interdisziplinären Konsensbesprechung zwischen Dr. E._ und dem
rheumatologischen AEH-Gutachter vom 16. Oktober 2006 beurteilten die Gutachter
den Versicherten in der angestammten Tätigkeit zu 50% arbeitsfähig. Eine körperlich
leichte bis mittelschwere Tätigkeit mit Wechselbelastung sei überwiegend
wahrscheinlich ganztags mit zwei Stunden vermehrten Pausen zumutbar. Die
Einschränkungen bei den zu hantierenden Gewichten und die vermehrten Pausen seien
durch die strukturellen Befunde und das Schmerzverhalten bei Fehlen einer
psychiatrischen Diagnose mit dadurch begründetem Angst- und Vermeidensverhalten
begründet (act. G 5.37).
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A.e Mit Vorbescheid vom 11. Januar 2007 stellte die IV-Stelle dem Versicherten in
Aussicht, aufgrund des ermittelten Invaliditätsgrades von 29% einen Anspruch auf
Rentenleistungen zu verneinen (act. G 5.45).
B.
B.a Dr. C._ teilte der IV-Stelle am 18. Januar 2007 mit, dass sie die von den
Gutachtern postulierte Arbeitsfähigkeit angesichts der bestehenden gesundheitlichen
Beschwerden für völlig unmöglich erachte (act. G 5.53).
B.b Der Versicherte erhob am 7. Februar 2007 Einwand gegen den Vorbescheid vom
11. Januar 2007 und beantragte die Ausrichtung von Rentenleistungen. Eventualiter sei
eine polydisziplinäre Begutachtung durchzuführen. Dr. C._ widerspreche klar der
gutachterlich festgestellten Arbeitsfähigkeit. Ebenfalls verweise sie auf den Bericht von
Dr. F._, ehemalige Oberärztin für Psychosomatik an der Klinik Valens, vom 9. Januar
2006. Deren Ergebnisse seien zu wenig gewürdigt worden (act. G 5.54.1 f.). Der
Einwandeingabe ist ein Bericht von Dr. C._ vom 23. Januar 2007 beigelegt. Darin
attestiert sie dem Versicherten für seine bisherige Arbeit eine 100%ige
Arbeitsunfähigkeit. Dieser könne weder lange sitzen noch lange stehen. Ferner könne
er keine Arbeit mit in nach vorne gebeugter Stellung durchführen und auch keine
Arbeiten mit gesenktem Kopf ausüben. Ebenfalls habe er Probleme mit dem ulnaren
Nerv auf beiden Seiten. Deswegen habe er ein vermindertes Gefühl in zwei lateralen
Fingern. Dies führe dazu, dass ihm manchmal Gegenstände aus den Händen fallen
würden. Momentan könne sie (Dr. C._) sich keine Tätigkeit vorstellen, die der
Versicherte noch ausüben könne (act. G 5.54.3 f.).
B.c Dr. med. G._, Facharzt FMH für Physikalische Medizin und Rehabilitation /
Rheumatologie an der AEH, nahm mit Schreiben vom 9. Mai 2007 Stellung zu den
Vorbringen von Dr. C._. Er gab an, dass das der AEH für die Begutachtung
vorgelegene Aktendossier vollständig gewesen und gewürdigt worden sei. Die
Beurteilung von Dr. F._ widerspreche weder der Beurteilung der AEH noch
derjenigen des psychiatrischen Gutachtens. An der vorgenommenen Beurteilung der
Arbeitsfähigkeit werde festgehalten. Hinweise auf motorische Ausfälle im
Zusammenhang mit dem Sulcus ulnaris-Syndrom, die elektrophysiologische
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Abklärungen bedingen würden, hätten sich nicht ergeben. Es hätten sich auch keine
Hinweise auf eine relevante Beteiligung dieser Beschwerden gezeigt (act. G 5.57).
B.d Am 7. Juni 2007 verfügte die IV-Stelle im Sinn des Vorbescheids. Was die vom
Versicherten und der behandelnden Ärztin erhobenen Einwände anbelange, so sei
festzustellen, dass keine neuen Diagnosen vorlägen und die gemachten medizinischen
Argumentationen im Gutachten genügend gewürdigt und diskutiert worden seien (act.
G 5.61).
C.
C.a Gegen diese Verfügung richtet sich die vorliegend zu beurteilende Beschwerde
vom 9. Juli 2007. Der Beschwerdeführer beantragt darin unter Kosten- und
Entschädigungsfolge deren Aufhebung sowie die Zusprache von mindestens einer
Viertelsrente. Eventualiter sei die Angelegenheit zu weiteren Abklärungen an die
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Dem Beschwerdeführer sei die unentgeltliche
Prozessführung zu bewilligen und er sei von der Pflicht zur Leistung eines
Kostenvorschusses zu befreien. Er bringt vor, dass die erst im ergänzenden Schreiben
vom 16. Oktober 2006 von den Gutachtern festgelegte Arbeitsfähigkeit nur
ungenügend begründet sei. Ferner bestehe das Gutachten zum grössten Teil aus einer
– nicht verwertbaren – EFL. Die behandelnde Ärztin gehe in Abweichung vom
Gutachten von einer tieferen Arbeitsfähigkeit aus. Das ermittelte Valideneinkommen
werde nicht beanstandet. Was die Ermittlung des Invalideneinkommens anbelange, so
sei zu Unrecht kein Abzug von den Tabellenlöhnen vorgenommen worden. Im
vorliegend zu beurteilenden Fall rechtfertige sich ein Abzug von mindestens 20% (act.
G 1).
C.b Innert erstreckter Frist reicht die Beschwerdegegnerin am 5. Oktober 2007 die
Beschwerdeantwort ein. Sie beantragt darin, die Beschwerde sei abzuweisen. Im
Wesentlichen macht sie geltend, dass auf die gutachterliche Beurteilung der
Arbeitsfähigkeit ohne weiteres abgestellt werden könne. Es bestünden keine
Anhaltspunkte gegen deren Aussagekraft. Die von Dr. C._ attestierte volle
Arbeitsunfähigkeit sei aufgrund der beschriebenen Funktionsausfälle aus
invalidenversicherungsrechtlicher Sicht nicht nachvollziehbar. Für den
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Einkommensvergleich habe die Beschwerdegegnerin die Tabellenlöhne für die Region
Ostschweiz hinzu gezogen. Es könne daher nicht aufgrund des regionalen Lohnniveaus
und des erhöhten Pausenbedarfes ein weiterer Abzug Berücksichtigung finden. Weitere
Faktoren, die einen Abzug vom Tabellenlohn rechtfertigen würden, seien nicht
ersichtlich (act. G 5).
C.c In der Replik vom 26. November 2007 stellt der Beschwerdeführer erneut die
Beweistauglichkeit des AEH-Gutachtens in Frage. Namentlich sei der Gutachtensteil
kaum begründet. Der Replikeingabe ist ein Gutachten von Dr. med. H._, Facharzt
FMH für Rheumatologie, vom 4. September 2007 (act. G 8.1) beigelegt. Der
Beschwerdeführer beantragt, dass die Beschwerdegegnerin zu verpflichten sei, die
Kosten für diese Begutachtung zu übernehmen. Dr. H._ komme zum Schluss, dass in
der angestammten Tätigkeit keine Arbeitsfähigkeit mehr bestehe. Für eine
leidensadaptierte Tätigkeit habe er den Beschwerdeführer zu 50% arbeitsfähig
beurteilt. Nach Auffassung von Dr. H._ sei die verminderte Belastungsfähigkeit der
Hände infolge der Sulcus ulnaris-Symptomatik im AEH-Gutachten nicht hinreichend
beachtet worden. Gestützt auf das Gutachten von Dr. H._ müsse von einer 50%igen
Arbeitsunfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit ausgegangen werden. Da der
Beschwerdeführer lediglich noch eine leichte angepasste Tätigkeit verrichten könne
und es sich dabei um eine Teilzeittätigkeit handle, sei die Vornahme eines
Leidensabzugs gerechtfertigt (act. G 8).
C.d Die Beschwerdegegnerin hat auf die Einreichung einer begründeten Duplik
verzichtet (act. G 10).

Erwägungen:
1.
Am 1. Januar 2008 sind mit der 5. IVG-Revision verschiedene Änderungen des
Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) in Kraft getreten. Weil
in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend sind, die bei
der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 127 V
467 E. 1), und weil bei der Beurteilung ferner auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses
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der streitigen Verfügung eingetretenen Sachverhalt abzustellen ist (BGE 121 V 366
E. 1b), sind vorliegend die bis zum 31. Dezember 2007 geltenden materiellen
Bestimmungen anzuwenden.
2.
Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet der Anspruch des Beschwerdeführers
auf Rentenleistungen.
2.1 Gemäss aArt. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte, die zu mindestens 40 Prozent
invalid sind, Anspruch auf eine Rente. Diese wird wie folgt nach dem Grad der
Invalidität abgestuft: Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent besteht
Anspruch auf einen Viertel einer ganzen Rente, bei einem Invaliditätsgrad von
mindestens 50 Prozent auf einen Zweitel einer ganzen Rente, bei einem Invaliditätsgrad
von mindestens 60 Prozent auf drei Viertel einer ganzen Rente und bei einem
Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent auf eine ganze Rente (aArt. 28 Abs. 2 IVG).
2.2 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss aArt. 28 IVG
aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen (vgl. Art. 16 des Bundesgesetzes
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Dazu wird
das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und
nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sogenanntes Invalideneinkommen), in Beziehung
gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid
geworden wäre (sogenanntes Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der
Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen
ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden,
worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt
(allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; vgl. BGE 128 V 30 E. 1).
2.3 Um das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit beurteilen und somit den Invaliditätsgrad
bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf
Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur
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Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den
Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang
und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V
261 E. 4).
2.3.1 Die Versicherungsträger und die Sozialversicherungsgerichte haben die Beweise
frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und
pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das
Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie
stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren
Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten.
Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die
Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische
These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also
entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen
Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis
der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen
Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und
ob die Schlussfolgerungen der Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den
Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die
Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht
oder Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweis auf BGE 122 V 160 f.).
2.3.2 Dennoch hat es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien
Beweiswürdigung als vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimmte Formen
medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung
aufzustellen. Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens vom Versicherungsträger
eingeholten Gutachten von externen medizinischen Fachpersonen, die auf Grund
eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten
Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen
gelangen, ist bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht
konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen. In Bezug auf
Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll das Gericht der Erfahrungstatsache
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Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche
Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten und Patientinnen
aussagen. Was Parteigutachten anbelangt, rechtfertigt der Umstand allein, dass eine
ärztliche Stellungnahme von einer Partei eingeholt und in das Verfahren eingebracht
wird, nicht Zweifel an ihrem Beweiswert. Denn auch Parteigutachten enthalten
Äusserungen sachverständiger Personen, die zur Feststellung eines medizinischen
Sachverhalts beweismässig beitragen können. Daraus folgt indessen nicht, dass ein
solches Gutachten den gleichen Rang wie ein vom Gericht oder vom
Versicherungsträger nach dem vorgegebenen Verfahrensrecht eingeholtes Gutachten
besitzt. Es verpflichtet indessen – wie jede substanziiert vorgetragene Einwendung
gegen ein solches Gutachten – das Gericht, den von der Rechtsprechung aufgestellten
Richtlinien für die Beweiswürdigung folgend, zu prüfen, ob es in rechtserheblichen
Fragen die Auffassung und Schlussfolgerungen der vom Gericht oder vom
Versicherungsträger förmlich bestellten Gutachter derart zu erschüttern vermag, dass
davon abzuweichen ist (zum Ganzen BGE 125 V 353 f. E 3b und c). Je substanzieller
sich eine medizinische Fachperson äussert, umso höher ist der Beweiswert ihrer
Aussage (Rudolf Rüedi, Das medizinische Gutachten – Erwartungen des
Sozialversicherungsrichters an den Arzt, in: Gabriela Riemer-Kafka, Medizinische
Gutachten, Zürich 2005, S. 80).
2.4 Im Sozialversicherungsrecht gilt der Untersuchungsgrundsatz (vgl. Art. 43 Abs. 1
und Art. 61 lit. c ATSG). Demgemäss hat der Versicherungsträger bzw. im
Beschwerdefall das Gericht den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen
abzuklären, ohne dabei an die Anträge der Parteien gebunden zu sein.
Verwaltungsbehörden und Sozialversicherungsgerichte haben zusätzliche Abklärungen
stets vorzunehmen, wenn hiezu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus
den Akten ergebender Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht (BGE 110 V 53
E. 4a in fine).
3.
3.1 Für eine leidensadaptierte Tätigkeit ermittelte die Beschwerdegegnerin eine
75%ige Arbeitsfähigkeit (act. G 5.40). Dabei stützte sie sich auf die gutachterliche
Konsensbeurteilung vom 16. Oktober 2006 (act. G 5.37). Der Beschwerdeführer
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wendet dagegen ein, dass diese gutachterliche Einschätzung nicht aussagekräftig sei
und von einer höheren Arbeitsunfähigkeit ausgegangen werden müsse (act. G 1). Zu
prüfen ist daher die Frage, ob die der angefochtenen Verfügung zugrunde gelegte
gutachterliche Beurteilung zu überzeugen vermag. Dabei ist zu berücksichtigen, dass
einem Gutachten schon dann kein voller Beweiswert zukommt, wenn Indizien gegen
seine Zuverlässigkeit sprechen; es muss nicht feststehen, dass das Gutachten effektiv
nicht den Tatsachen entspricht, was nicht mit medizinischen Fachpersonen besetzte
Behörden oft nicht beurteilen können (vgl. Urteil des Eidgenössischen
Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: Sozialrechtliche Abteilungen des
Bundesgerichts] vom 16. Oktober 2002, I 779/01, E. 4.2).
3.2
3.2.1 Was das rheumatologische AEH-Gutachten vom 31. August 2008 anbelangt, ist
festzustellen, dass der Experte offenbar keine Kenntnis von der handchirurgischen
Beurteilung vom 28. August 2006 hatte. Darin berichtet Dr. D._, dass zusätzlich zum
beidseitigen ulnaris-Syndrom eine Reizung der Nervenwurzeln im zervikalen Bereich
postuliert werden müsse. Jeglicher Druck auf den N. ulnaris sei zu vermeiden (act.
G 5.33). Diese gesundheitlichen Beschwerden fanden in der AEH-Beurteilung nach der
Auffassung von Dr. H._ keine hinreichende Beachtung. Der klinische Untersuch der
oberen Extremitäten durch den AEH-Gutachter fiel in der Tat knapp aus (act. G 5.34.4).
Das Fehlen einer einlässlichen Würdigung und von entsprechenden eingehenden
(Spezial-)Untersuchungen weckt gewisse Zweifel am Beweiswert des AEH-Gutachtens,
zumal auch bei der EFL ein erhebliches Defizit in den Händen festgestellt worden ist
(act. G 5.34.11 ff).
3.2.2 Der sinngemässe Vorwurf des Beschwerdeführers, der AEH-Experte habe sich
bei der Begutachtung im Wesentlichen auf die nicht verwertbare EFL beschränkt (act.
G 1, S. 3 f.), ist nicht von der Hand zu weisen. Auffallend ist zunächst, dass die
wenigen durchgeführten klinischen Untersuchungen nur mit stichwortartigen Sätzen
beschrieben werden. Demgegenüber füllen die EFL und die gestützt darauf
vorgenommenen Feststellungen im Wesentlichen den Inhalt des rheumatologischen
AEH-Gutachtens. Hinzu kommt, dass sich im Gutachten vom 31. August 2006 keine
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit aus rheumatologisch-theoretischer Sicht findet. Der
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Verzicht wird mit der Selbstlimitierung und Inkonsistenzen der EFL begründet (act.
G 5.34.6). Das AEH-Gutachten vom 31. August 2006 lässt damit die zentrale Frage, wie
die Arbeitsfähigkeit aus rheumatologisch-theoretischer Sicht zu beurteilen ist, offen.
3.2.3 Weiter ist angesichts dessen, dass dem klinischen Befund eine zentrale
Bedeutung zukommt und die Befunderhebung sämtliche Elemente des Krankheits-
oder Verletzungsbildes, inklusive Funktionstests und Spezialuntersuchungen,
einzubeziehen hat (vgl. J. Meine, Die ärztliche Unfallbegutachtung in der Schweiz –
Erfüllt sie die heutigen Qualitätsanforderungen?, in: Swiss Surg 1998; 4: 53), die kurze
klinische Befunderhebung durch die AEH-Experten (vgl. vorstehende E. 3.2.1) nicht
vollends überzeugend (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 28. November 2008,
8C_309/2008, E. 4.3.2). Bei der AEH-Beurteilung wäre ferner die Vornahme aktueller
bildgebender Untersuchungen (vgl. zur Vornahme von Röntgenbildern als
Standarduntersuchung die Leitlinien für die Begutachtung rheumatologischer
Krankheiten und Unfallfolgen, in: Schweizerische Ärztezeitung, 2007;88: 17, S. 738)
und eine Einteilung in Diagnosen mit und ohne Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
wünschenswert gewesen.
3.2.4 Insgesamt bestehen gewisse Zweifel an der Aussagekraft des AEH-Gutachtens
bezüglich der Beurteilung der Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers. Dabei fällt
vor allem ins Gewicht, dass Dr. H._ begründet zur Auffassung gelangt, dass der
rheumatologische AEH-Gutachter bei der Arbeitsfähigkeitsbeurteilung nicht das
gesamte Beschwerdebild ausreichend miteinbezogen habe und dessen Beurteilung
nicht zu überzeugen vermöge (act. G 8.1).
3.3 Die Kritik des AEH-Gutachtens wird durch die interdisziplinäre Konsensbeurteilung
vom 16. Oktober 2006 nicht beseitigt. Auf die in der Konsensbeurteilung geschätzte
Leistungsfähigkeit kann nicht abgestellt werden, da sie nicht auf einer vollständig
überzeugenden somatischen Beurteilung beruht. Sie ist weiter lediglich knapp
begründet. Diese Beurteilung begnügt sich, die angepasste Tätigkeit als ganztags
zumutbar zu bezeichnen und statt einer Arbeitsunfähigkeit einen vermehrten
Pausenbedarf von zwei Stunden vorzuschlagen. Angesichts des vorliegend zu
beurteilenden Rückenschadens und der Beeinträchtigungen der Hände durch das
Sulcus ulnaris-Syndrom bleibt die Frage offen, ob der Beschwerdeführer zwischen den
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Pausen die Leistung eines Gesunden erbringen kann oder in seinen Aktivitäten von ca.
75% (ca. acht Stunden minus zwei Stunden Pause) zusätzlich verlangsamt oder
sonstwie behindert ist. Das Gutachten von Dr. H._, das dem Beschwerdeführer eine
Arbeitsunfähigkeit von 50% attestiert, lässt begründete Zweifel an der Schätzung der
AEH aufkommen, wonach der Beschwerdeführer im Rahmen eines Ganztagspensums,
bei einem vermehrten Pausenbedarf von zwei Stunden, voll leistungsfähig ist. Die AEH-
Beurteilung bildet damit keine hinreichend verlässliche Grundlage, um die
Arbeitsfähigkeit, d.h. die zumutbare Leistung im Verhältnis zum Normaltagespensum
bei voller Leistung, zu bestimmen.
Das im Namen der AEH verfasste Schreiben von Dr. med. G._, Facharzt FMH für
Physikalische Medizin und Rehabilitation / Rheumatologie, vom 9. Mai 2007 ist
ebenfalls nicht dazu geeignet, die Unzulänglichkeiten der rheumatologischen AEH-
Begutachtung zu beheben. Es beschränkt sich im Wesentlichen auf die Würdigung der
im Rahmen des Vorbescheidverfahrens von Dr. C._ vorgenommenen Beurteilung.
Ferner ist darauf hinzuweisen, dass Dr. G._ offenbar nicht an der Begutachtung des
Beschwerdeführers in der AEH teilgenommen hat. Seine Bemerkungen beruhen daher
nicht auf eigenen Wahrnehmungen (act. G 5.57).
3.4 Was die psychiatrische Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch Dr. E._ vom
14. September 2006 anbelangt, so wurde diese vom Beschwerdeführer nicht –
zumindest nicht ausdrücklich – bestritten. Es ergeben sich keine Anhaltspunkte, die
Zweifel an der psychiatrischen Einschätzung entstehen lassen. Dr. E._ kommt
aufgrund der Akten sowie der psychiatrischen Untersuchung nachvollziehbar zum
Schluss, dass der Beschwerdeführer an keiner psychischen Störung mit
Krankheitswert leide. Insbesondere verneint er das Vorliegen einer somatoformen
Schmerzstörung, da gemäss Vorbeschreibung als auch Präsentation durch den
Beschwerdeführer selbst "durchaus" eine Kongruenz zwischen dem Beschwerdebild
und den diagnostizierten sowie belegten morphologischen Korrelaten vorliege (act.
G 5.36). Das psychiatrische Gutachten erfüllt die rechtsprechungsgemässen
Voraussetzungen an beweistaugliche medizinische Berichte, weshalb darauf abgestellt
werden kann. Es ist gestützt darauf festzustellen, dass der Beschwerdeführer aus rein
psychiatrischer Sicht zu 100% arbeitsfähig ist.
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3.5 Zusammenfassend kann gestützt auf die im Verwaltungsverfahren vorgenommene
Begutachtung festgehalten werden, dass der Beschwerdeführer aus psychiatrischer
Sicht zu 100% arbeitsfähig ist. Angesichts der genannten Unzulänglichkeiten am AEH-
Gutachten und vor allem mit Blick auf die divergierende Einschätzung von Dr. H._
kann gestützt auf die AEH-Beurteilung die Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers
aus rheumatologischer Sicht nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit festgelegt werden.
4.
4.1 Zu prüfen bleibt daher die Frage, ob die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers
gestützt auf das eingeholte Privatgutachten von Dr. H._ vom 4. September 2007
verlässlich beurteilt werden kann. Der Beschwerdeführer reichte dieses zusammen mit
der Replikeingabe vom 26. November 2007 ein (act. G 8.1). Die Beschwerdegegnerin
verzichtete auf eine begründete Duplik und machte keine Mängel am
rheumatologischen Privatgutachten geltend (act. G 10).
4.2 Dr. H._ diagnostizierte mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit im Wesentlichen
ein chronisches lumbovertebrales teilweise spondylogenes Schmerzsyndrom rechts,
ein chronisches zervikovertebrales teilweise spondylogenes Schmerzsyndrom rechts
betont, ein Sulcus ulnaris-Syndrom beidseits sowie ein maladaptives dysfunktionales
Schmerz- und Krankheitsverhalten. Er gelangte zum Schluss, dass der
Beschwerdeführer ab 1. Juni 2005 für eine leichte adaptierte Tätigkeit zu 50%
arbeitsfähig sei (act. G 8.1, S. 9).
4.3 Vorab ist darauf hinzuweisen, dass der Privatgutachter nicht behandelnder Arzt
des Beschwerdeführers ist. Es besteht daher für ihn grundsätzlich kein unmittelbarer
Ziel- oder Interessenkonflikt (Behandlung kontra Begutachtung). Allerdings kann im
Rahmen der Beweiswürdigung nicht ausser Acht gelassen werden, dass er der
gleichen Praxis angehört wie die behandelnde Dr. C._.
4.4 Der Privatgutachter hielt fest, dass eine Leistungsbereitschaft beim
Beschwerdeführer fehlt und eine erhebliche Selbstlimitierung besteht. Zudem liege ein
maladaptiver Umgang mit der Schmerzproblematik vor (act. G 8.1, S. 11). Bei seiner
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privatgutachterlichen Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit handelt es sich um eine rein
medizinisch-theoretische Einschätzung, die angesichts der fehlenden
Leistungsbereitschaft des Beschwerdeführers und der erheblichen Abweichung von
der AEH-Beurteilung ebenfalls nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit zu überzeugen vermag, zumal bei der Invaliditätsbemessung auf die
dem Beschwerdeführer – unter Ausblendung selbstlimitierender Faktoren – zumutbare
Verwertung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit auf dem gesamten in Betracht fallenden
(ausgeglichenen) Arbeitsmarkt abzustellen ist (Art. 28 IVG, Art. 16 ATSG).
4.5 Angesichts der grossen Diskrepanz der einzelnen gutachterlichen
Leistungsfähigkeitsbeurteilungen erweist sich der Sachverhalt als noch nicht
hinreichend medizinisch abgeklärt. Dies gilt umso mehr, als das Privatgutachten
bezüglich der Diagnosen weitgehend mit dem Gutachten des AEH übereinstimmt (vgl.
die Erkenntnis von Dr. H._, act. G 8.1, S. 11) und lediglich betreffend die Beurteilung
der Arbeitsfähigkeit divergiert.
5.
Zusammenfassend kann gestützt auf die vorliegende medizinische Aktenlage nicht
abschliessend beurteilt werden, ob und gegebenenfalls in welchem Umfang die
Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in einer leidensangepassten Tätigkeit
eingeschränkt ist. Die angefochtene Verfügung vom 7. Juni 2007 ist daher aufzuheben
und die Sache ist an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie eine
Oberbegutachtung zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in einer adaptierten
Tätigkeit einhole. Das Obergutachten hat in Auseinandersetzung mit der bisher
ergangenen medizinischen Aktenlage insbesondere Auskunft darüber zu geben,
welchen Anforderungen die leidensangepasste Tätigkeit genügen muss, welche
konkreten Tätigkeiten als behinderungsangepasst einzustufen sind und in welchem
Umfang und unter welchen Bedingungen dem Beschwerdeführer eine solche Tätigkeit
zumutbar ist. Zu einer vollständigen Aktenlage gehört auch die in den medizinischen
Berichten wiederholt erwähnte Beurteilung der Klinik Valens, Abteilung Psychosomatik,
vom Januar 2006 (vgl. act. G 5.57, G 5.53/2, G 5.34/2), welche den Vorakten der
Beschwerdegegnerin nicht beiliegt und von dieser noch beizuziehen ist. Nach Vorliegen
des Obergutachtens hat die Beschwerdegegnerin über den Leistungsanspruch des
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Beschwerdeführers erneut zu befinden. Bei diesem Verfahrensausgang ist die
umstrittene Frage hinsichtlich der Bestimmung des Invalideneinkommens mangels
Spruchreife offen zu lassen.
6.
6.1 In teilweiser Gutheissung der Beschwerde ist die Verfügung vom 7. Juni 2007
aufzuheben und die Sache ist zur Anordnung eines Obergutachtens im Sinn der
Erwägungen und zu neuer Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
6.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis
Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--
erscheint als angemessen. Die Rückweisung zur Neubeurteilung gilt praxisgemäss als
volles Obsiegen (BGE 132 V 235 E. 6). Die unterliegende Beschwerdegegnerin hat
deshalb die gesamte Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen.
6.3 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer Anspruch auf
Ersatz der Parteikosten, die vom Gericht ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der
Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen
werden (Art. 61 lit. g ATSG; vgl. auch Art. 98 ff. VRP/SG, sGS 951.1). Die
Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers hat auf die Einreichung einer Honorarnote
verzichtet. Der Bedeutung der Streitsache und dem Aufwand erscheint eine
Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer)
als angemessen. Die Festlegung einer Entschädigung aus unentgeltlicher
Rechtsverbeiständung erübrigt sich bei diesem Prozessausgang.
6.4 Der Beschwerdeführer beantragt eine Entschädigung für die Kosten des
Privatgutachtens (act. G 8). Unter dem Titel Parteientschädigung sind der obsiegenden
Partei auch die notwendigen Expertenkosten zu ersetzen (SVR 2001 UV Nr. 1 mit
Hinweisen). Einer Partei werden im Gerichtsverfahren die Kosten eines von ihr
eingereichten Gutachtens dann ersetzt, wenn sich der Rechtsmittelentscheid darauf
abstützt (BGE 115 V 62 E. 5a ff.). Die Grundlage für eine Entschädigung der Partei für
die notwendigen Expertenkosten im Beschwerdeverfahren bildet Art. 61 lit. g ATSG.
bis
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Das Privatgutachten war geeignet und erforderlich, um die bisherige medizinische
Aktenlage, insbesondere das AEH-Gutachten vom 31. August 2006, als ungenügend
erscheinen zu lassen. Das Privatgutachten war damit massgebend für die Beurteilung
der vorliegenden Streitfrage, weshalb die entsprechenden Auslagen von der
Beschwerdegegnerin zu tragen sind (vgl. zum Ganzen Ueli Kieser, ATSG-Kommentar,
2. Auflage, Zürich 2009, N 113 zu Art. 61). Diese ist daher zu verpflichten, dem
Beschwerdeführer die Gutachtenskosten zu vergüten. Der Beschwerdeführer reichte
am 30. März 2009 eine Honorarnote des Privatgutachters im Umfang von Fr. 728.10 ein
(act. G 12.1). Diese erscheint angemessen. Die Beschwerdegegnerin ist daher zu
verpflichten, dem Beschwerdeführer die Gutachterkosten von Fr. 728.10 zu bezahlen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG