Decision ID: 4d940ac8-016b-4d9b-8f59-27408ba3eb79
Year: 2014
Language: de
Court: GR_VG
Chamber: GR_VG_004
Canton: GR
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

Sachverhalt abgestellt, nämlich dass bereits seit anfangs der 2000er
Jahre sich alle vier Bilder im Eigentum der Beschwerdeführerin respektive
deren Ehemanns befunden hätten. Nachdem sich das Eigentum
inzwischen auf zwei Bilder reduziert habe, habe sie einerseits den
Arrestbefehl für die zwei Bilder E._ und F._ aufheben lassen
und andererseits werde sie in der Betreibung den Betrag der Forderung
auf Sicherheitsleistung nach unten korrigieren, falls sich bei der
Bewertung der arrestierten Bilder zeigen sollte, dass diese einen tieferen
Wert als angenommen aufweisen sollten. Auch der erforderliche
Sicherstellungsgrund sei eindeutig gegeben, nachdem die
Beschwerdeführerin und ihr Ehemann Einkommens- und
Vermögensverhältnisse der Beschwerdegegnerin gegenüber
systematisch verschleiert hätten. Einerseits hätten sie für die Steuerjahre
2005 bis 2007 keine Steuererklärung eingereicht und anderseits hätten
für verschiedene Steuerschulden Verlustscheine ausgestellt werden
müssen.
8. Die Beschwerdeführerin führte mit Eingabe vom 28. Januar 2014
(Poststempel) replicando aus, während der für die im Kanton Graubünden
vorzunehmende Besteuerung massgebenden Zeit sei der Staat davon
ausgegangen, dass die zur Diskussion stehenden vier Bilder gefälscht
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gewesen seien, weshalb sie auch keinen steuerbaren Wert aufgewiesen
hätten. Nach dem Bundesgerichtsurteil aus dem Jahre 2012 sei der Wert
der echten Bilder, auf Grund der vorausgegangenen Untersuchungen und
Fehlbehauptungen nicht mehr so hoch gestiegen, wie die
Beschwerdegegnerin das angenommen habe. Schliesslich sei auch
nachgewiesen, dass die zwei Bilder E._ und F._ nie in ihrem
Eigentum gestanden hätten, womit die für den Erlass der angefochtenen
Sicherstellungsverfügungen getroffenen Annahmen auf Grund von völlig
unzuverlässigen zugespielten Dokumenten überholt, unzutreffend und
unzulässig seien. Für eine vorgenommene Nach- und
Strafsteueruntersuchung fehle es damit schlichtweg an einer
beweiskräftigen Begründung.
9. In ihrer Duplik vom 28. Februar 2014 bestätigte die Beschwerdegegnerin
ihre gestellten Anträge und Ausführungen. Die Beschwerdeführerin würde
nicht bestreiten, dass sie in den Steuerperioden 2005 bis 2007
Eigentümerin zumindest der zwei Bilder C._ und D._ gewesen
sei, weshalb sie und ihr Ehemann die Pflicht gehabt hätten, diese damals
zu deklarieren. Sie hätten jedoch nicht einmal die Steuererklärungen
eingereicht. Sollten sich die getroffenen Annahmen bezüglich
Steuerbeträge im ordentlichen Veranlagungsverfahren als zu hoch oder
überhaupt als nicht gerechtfertigt herausstellen, so werde nur der
reduzierte Betrag arrestiert oder die Sicherstellungsverfügung falle sogar
dahin. Es gehe vorliegend nur um vorsorgliche und provisorische
Massnahmen der Steuersicherung.
Auf die weiteren Ausführungen der Parteien sowie auf die angefochtene
Sicherstellungsverfügung wird, soweit erforderlich, im Rahmen der
nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
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Das Gericht zieht in Erwägung:
1. Anfechtungsobjekt im vorliegenden Verfahren bildet die
Sicherstellungsverfügung der Beschwerdegegnerin vom 30. September
2013, zugestellt am 17. Oktober 2013. Eine solche Verfügung kann mit
Beschwerde an das Verwaltungsgericht weitergezogen werden (Art. 158
Abs. 3 des Steuergesetzes für den Kanton Graubünden [StG; BR
720.000] i.V.m. Art. 49 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege [VRG; BR 370.100]). Demzufolge fällt die
Beurteilung der vorliegenden Beschwerde in die Zuständigkeit des
Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden. Die Beschwerdeführerin
ist als Verfügungsadressatin beschwert und damit zur
Beschwerdeerhebung ohne weiteres befugt. Auf die im Übrigen frist- und
formgerecht eingereichte Beschwerde ist demnach einzutreten. Streitig
und durch das Verwaltungsgericht zu prüfen ist die Frage, ob die
gesetzlichen Voraussetzungen für den Erlass der
Sicherstellungsverfügung erfüllt sind, die angefochtene Verfügung somit
rechtmässig erging. Hingegen werden Mängel, die den Vollzug der
Sicherstellungsverfügung bzw. die Arrestlegung oder den Arrestbefehl
betreffen, nicht im Rechtsmittelverfahren gegen die
Sicherstellungsverfügung geprüft (vgl. betreffend Art. 169 des
Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer [DBG; SR 642.11]: Urteile
des Bundesgerichts 2C_235/2013 vom 26. Oktober 2013 E.2.3;
2A.237/2006 vom 9. Januar 2007 E.3.4; 2A.508/1995 vom 15. April 1996
E.3d und 5d; 2A.378/1994 vom 31. August 1995 E.5c).
2. a) Im konkreten Fall stellt sich die Frage, ob die in Art. 158 Abs. 1 StG bzw.
Art. 169 Abs. 1 DBG genannten Voraussetzungen für den Erlass der
Sicherstellungsverfügung erfüllt sind. Hat der Steuerpflichtige keinen
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Wohnsitz in der Schweiz oder erscheint die Bezahlung der von ihm
geschuldeten Steuer oder Busse als gefährdet, kann die kantonale
Steuerverwaltung gemäss Art. 158 Abs. 1 StG auch vor rechtskräftiger
Feststellung des Betrages jederzeit Sicherstellung verlangen. Die
genannte Bestimmung verlangt das Vorliegen eines
Sicherstellungsgrundes sowie die provisorische und vorfrageweise
Prüfung, ob eine Steuerschuld besteht. Die materielle Abklärung der
Steuerpflicht und die Festsetzung der Abgabe bleiben jedoch einem
(separaten) Hauptverfahren in der Steuersache überlassen (vgl. Urteil des
Bundesgerichts 2C_235/2013 vom 26. Oktober 2013 E.2.4; PVG 2003
Nr. 14 E.1; Urteile des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden A
13 11 und 12 vom 28. Mai 2013 E.3a; A 09 60 und 61 vom 12. Januar
2010 E.2.2a). Sicherstellungsgründe im Sinne von Art. 158 Abs. 1 StG
sind beispielsweise ein die Bezahlung der Steuerforderung gefährdendes
Verhalten des Steuerpflichtigen. Als solches gilt ein Verhalten, welches
sich auf die Bezahlung der Steuerforderung nachteilig auswirken könnte,
so beispielsweise etwa die Vorbereitung zur Abreise ins Ausland,
Fluchtgefahr, die Verminderung des Vermögens durch
verschwenderische Lebensführung oder umfassende Schenkungen wie
auch das Beiseiteschaffen oder Verheimlichen von Vermögenswerten
(RICHNER/FREI/KAUFMANN/MEUTER, Handkommentar zum DBG, 2. Aufl.,
Zürich 2009, Art. 169 Rz.10 ff.; FREY, in: REICH [Hrsg.], Schriften zum
Steuerrecht, Sicherstellungsverfügung und Arrestbefehl im Gesetz über
die direkte Bundessteuer, Zürich/Basel/Genf 2009 [zitiert:
Sicherstellungsverfügung und Arrestbefehl], S. 108 ff.; FREY, in: ZWEIFEL/
ATHANAS [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Bd. I/2b,
Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer, Art. 83–222, 2. Aufl., Basel
2008 [zitiert: Kommentar DBG], Art. 169 Rz. 16 ff.). Die Gefährdung der
Steuerforderung wird immer auch auf Grundlage der steuerlichen
Deklarationspflichten des Steuerschuldners beurteilt. Anlass zur
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Steuersicherung gibt deshalb auch die systematische Verschleierung der
Einkommens- und Vermögensverhältnisse im Veranlagungsverfahren,
indem der Steuerpflichtige die Steuerbehörden systematisch über seine
finanziellen Verhältnisse in die Irre führt, indem er Einkommen und
Vermögen nicht deklariert (Urteil des Bundesgerichts 2A.234/2006 vom
23. Januar 2007 E.2.2; RICHNER/FREI/KAUFMANN/MEUTER, a.a.O., Art. 169
Rz. 26; FREY, Sicherstellungsverfügung und Arrestbefehl, a.a.O.,
S. 115 ff.; FREY, Kommentar DBG, a.a.O., Art. 169 Rz. 25). Ebenso liegt
eine Gefährdung vor, wenn offene Verlustscheine für Steuerforderungen
bestehen und der Steuerpflichtige sein neues Vermögen nicht deklariert
(vgl. statt vieler FREY, Kommentar DBG, a.a.O., Art. 169 Rz. 28). Ob die
Steuerschuld, für die Sicherstellung begehrt wird, besteht, prüft das
Verwaltungsgericht im Sicherstellungsverfahren nur provisorisch und
vorfrageweise. Dasselbe gilt für die Höhe des sicherzustellenden Betrags,
der bloss glaubhaft zu machen ist. Die nähere Abklärung der Steuerpflicht
und einer allfälligen (Mit-) Haftung des Ehegatten sowie die Festsetzung
der Höhe der Abgabe bleiben dem Hauptverfahren in der Steuersache
selbst vorbehalten. Das Verwaltungsgericht beschränkt sich insoweit auf
eine Prima-facie-Würdigung der tatsächlichen Verhältnisse (vgl. Urteile
des Bundesgerichts 2C_235/2013 vom 26. Oktober 2013 E.2.4;
2A.237/2006 vom 9. Januar 2007 E.2.3; 2A.205/2005 vom 22. Dezember
2005 E.2.2.1; 2A.746/2004 vom 16. Juni 2005 E.2.2; VGU A 13 11 und 12
E.3a; A 09 60 und 61 E.2.2a; vgl. statt vieler auch FREY, Kommentar
DBG, a.a.O., Art. 169 Rz. 49). Dieselbe Einschränkung gilt mit Blick auf
das Vorliegen der Gefährdung der Steuerforderung; denn auch diese
muss nach dem Gesetzeswortlaut, wonach die Bezahlung der
Steuerschuld als gefährdet erscheinen muss, lediglich glaubhaft gemacht
werden (vgl. VGU A 13 11 und 12 E.3a; A 09 60 und 61 E.2.2a).
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b) Im Lichte der vorstehend zitierten Vorgaben ist die Frage zu prüfen, ob
konkrete Sicherstellungsgründe vorliegen. Aufgrund der
Gesamtumstände hat die Beschwerdegegnerin das Vorliegen einer
objektiven Gefährdung, die zumindest glaubhaft erscheinen muss, zu
Recht bejaht. Offenbar verfügte die Beschwerdeführerin während ihrer
Steuerpflicht im Kanton Graubünden, d.h. während den Steuerperioden
2005 bis 2007 über namhafte Vermögenswerte. Sie war bzw. ist
unbestrittenermassen Eigentümerin der Kunstgemälde "C._" im Wert
von rund Fr. 36.5 Mio. und "D._" im Wert von schätzungsweise Fr.
16.5 Mio. Indem die Beschwerdeführerin und ihr Ehemann (gemeinsame
Steuerpflicht, vgl. Art. 11 StG) nun aber weder die entsprechenden
Steuererklärungen für die Jahre 2005 bis 2007 einreichten noch die
genannten Werte versteuerten, sondern die ermessensweise
vorgenommenen Veranlagungen der Kantons- und Gemeinde- steuern
ohne irgendwelche Vermögenswerte einerseits veranlassten und
andererseits akzeptierten, haben sie offensichtlich Vermögenswerte vor
der Beschwerdegegnerin verheimlicht. Daran vermögen auch die
Einwände der Beschwerdeführerin nichts zu ändern, wonach die
Beschwerdegegnerin rechtlich unzulässige und völlig falsche
Informationen seitens des Steueramtes des Kantons Zürich verwendet
habe. Die Informationspflichten und -rechte unter den jeweiligen
betroffenen Steuerbehörden ergeben sich ausdrücklich und direkt aus
Art. 122a StG und 39 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die
Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden
(StHG; SR 642.14), sodass diesbezüglich keine Rechtsverletzung
vorliegen kann. Ob die Informationen an sich zutreffend waren, gilt es
noch im Einzelnen zu prüfen und zu würdigen. Im Zeitpunkt des Erlasses
der Sicherstellungsverfügungen durfte die Beschwerdegegnerin jedoch
aufgrund der ihr zugestellten Akten davon ausgehen, dass die
Beschwerdeführerin und ihr Ehemann Eigentümer der Kunstgemälde
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"E._" und "F._" und die Beschwerdeführerin selbst zudem
Eigentümerin der Werke "C._" und "D._" waren, weshalb der
Beschwerdegegnerin keine Sorgfaltspflichtverletzung vorgeworfen
werden kann. Dass diese Werte während den hier massgebenden
Veranlagungsjahren 2005 bis 2007 auf Grund der laufenden
Staatsanwaltschaft- und Gerichtsverfahren im Kanton Appenzell i.R. und
vor Bundesgericht nicht gegeben gewesen seien, trifft aus Sicht der
Beschwerdeführerin und ihres Ehemanns nicht zu, zumal sie ja gerade
die Echtheit aller vier Bilder in den genannten Verfahren behaupteten.
Gesamthaft hat die Beschwerdegegnerin hinreichend glaubhaft gemacht,
dass die Beschwerdeführerin (und ihr Ehemann) jahrelang und
systematisch umfangreiche Vermögenswerte verheimlicht haben. Das
Vorliegen eines Sicherungsgrundes ist damit zu bejahen.
c) Im Weiteren ist im Sinne einer Prima-facie-Würdigung zu prüfen, ob sich
die Steuerfolge als möglich erweist und nicht übersetzt ist. Die gestützt
auf die zugestellten Akten des Steueramts des Kantons Zürich durch die
Beschwerdegegnerin vorgenommenen Berechnungen der mutmasslich
ausstehenden Beträge für die Nach- und Strafsteuern (insgesamt ca.
Fr. 4.5 Mio.) sowie Zinsen (Fr. 300'000.-- bis Fr. 400'000.--) für die
Steuerperioden 2005 bis 2007 erwiesen sich als ausgewiesen und
überschlagsmässig korrekt, sodass in jenem Zeitpunkt auch die Beträge
der Sicherstellungsverfügungen gegenüber der Beschwerdeführerin und
gegenüber ihrem Ehemann von je Fr. 3 Mio. angebracht waren. Nun hat
sich aber kurz nach Erlass der Sicherstellungsverfügung herausgestellt,
dass die beiden Bilder E._ und F._ nie im Eigentum der
Beschwerdeführerin und ihres Ehemanns, sondern immer in jenem eines
Dritten standen. Es handelt sich hierbei um Tatsachen, die im Zeitpunkt,
da die angefochtene Sicherstellungsverfügung erging, zwar bereits
bestanden, jedoch noch nicht bekannt waren. Es ist den Parteien –
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entgegen der sinngemässen Ausführung der Beschwerdegegnerin –
unbenommen, vor dem Verwaltungsgericht solche Noven vorzubringen
(vgl. die Novenrechtsprechung des Bundesgerichts zu Art. 105 Abs. 1 und
2 des ausser Kraft gesetzten Bundesgesetzes über die Organisation der
Bundesrechtspflege [aOG]: BGE 122 II 1 E.1b; Urteil des Bundesgerichts
2A.234/2006 E.1.3; zu Art. 169 DBG: FREY, Sicherstellungsverfügung und
Arrestbefehl, a.a.O., S. 164, mit weiteren Hinweisen; zu § 181 des
Zürcher Steuergesetzes: RICHNER/FREI/KAUFMANN/MEUTER, Kommentar
zum Zürcher Steuergesetz, 3. Aufl., Zürich 2013, § 181 Rz. 37; ferner
Art. 158a Abs. 1 StG i.V.m. Art. 278 Abs. 3 des Bundesgesetzes über
Schuldbetreibung und Konkurs [SchKG; SR 281.1]). Immerhin sind die
Vorbringen der Sicherstellungsbehörde derart beschränkt, als der
Streitgegenstand nicht durch eine Erhöhung des sicherzustellenden
Betrags vor dem Verwaltungsgericht verändert werden kann (vgl.
RICHNER/FREI/KAUFMANN/MEUTER, a.a.O., § 181 Rz. 37).
d) Ursprünglich ging die Beschwerdegegnerin für ihre Berechnung von
einem Gesamtwert der vier Kunstgemälde in der Höhe von Fr. 89 Mio.
aus. Die beiden Bilder E._ und F._ im Wert von insgesamt
Fr. 36 Mio. dürfen nach dem Gesagten hierfür nicht mehr herangezogen
werden, womit die Steuerschuld überschlagsmässig ausgehend von
einem Vermögen von rund Fr. 53 Mio. (Fr. 89 Mio. ./. Fr. 36 Mio.) zu
berechnen ist. Die ursprüngliche Nach- und Strafsteuerschuld für die
Steuerperioden 2005 bis 2007 inklusive Zinsen von insgesamt rund
Fr. 4.9 Mio. erweist sich somit als übersetzt und ist zu reduzieren.
Nachdem es sich bei Sicherstellungsverfügungen – wie im Übrigen auch
bei Arrestierungsanträgen – um provisorische bzw. vorsorgliche
Massnahmen handelt, hätte die Beschwerdegegnerin, nachdem sie von
den erwähnten neuen Eigentumsverhältnissen Kenntnis erhalten hat, die
Sicherstellungsverfügung zwingend anpassen müssen. Die
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Beschwerdegegnerin ist jedenfalls nicht befugt, sowohl gegenüber der
Beschwerdeführerin als auch gegenüber ihrem Ehemann nach wie vor je
Fr. 3 Mio. sicherzustellen. Angesichts des zur Berechnung der Nach- und
Strafsteuern für die Jahre 2005 bis 2007 heranzuziehenden Vermögens
und deren Progression wird eine Sicherstellung über gesamthaft
Fr. 3 Mio. als ausreichend erachtet. Der Einwand der
Beschwerdeführerin, dass die Bilder nach den Fälschungsvorwürfen nicht
zu den angenommenen Werten verkauft werden könnten, vermag daran
nichts zu ändern, denn das Gericht hat die Prüfung der Rechtmässigkeit
der Steuerforderung auf eine Prima-facie-Würdigung zu beschränken. Die
Beschwerdeführerin ist diesbezüglich auf das ordentliche Verfahren zu
verweisen. Ebenso ist der Einwand, dass bereits Vermögenswerte
anderweitig gepfändet worden seien, unbehelflich und nicht belegt. Zumal
nach den neusten Erkenntnissen nur die Beschwerdeführerin
Eigentümerin der nicht versteuerten Vermögenswerte, namentlich der
Kunstgemälde "C._" und "D._", ist ihr Ehemann
vermögensmässig somit nicht daran beteiligt ist und ihm gegenüber in der
Sicherstellungsverfügung überdies keine Solidaritätserklärung nach
Art. 13 Abs. 1 StG verfügt wurde, scheint es unter Berücksichtigung der
Gesamtumstände – insbesondere aufgrund des Umstands, dass eine
Sicherstellung über insgesamt Fr. 3 Mio. für ausreichend erachtet wird
und unter Bezugnahme auf das VGU A 13 56 betreffend
Sicherstellungsverfügung gegenüber dem Ehemann der
Beschwerdeführerin, worin die Sicherstellungsverfügung ihm gegenüber
aufgehoben wird – im vorliegenden Fall deshalb gerechtfertigt, die
angefochtene Sicherstellungsverfügung gegenüber der
Beschwerdeführerin über Fr. 3 Mio. aufrecht zu erhalten. Die Nach- und
Strafsteuern zuzüglich Zinsen für die Jahre 2005 bis 2007 sind prima-
facie mit der aufrecht erhaltenen Sicherstellungsverfügung über Fr. 3 Mio.
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gegenüber der Beschwerdeführerin und damit der Eigentümerin der
Vermögenswerte einerseits gerechtfertigt und andererseits ausreichend.
3. a) Zusammenfassend ergibt sich, dass die angefochtene
Sicherstellungsverfügung der Beschwerdegegnerin vom 30. September
2013, worin gegenüber der Beschwerdeführerin Nach- und Strafsteuern
für die Steuerperioden 2005 bis 2007 von gesamthaft Fr. 3 Mio.
sichergestellt wurden, aufgrund der Umstände rechtmässig ergangen ist.
Die Beschwerde erweist sich demnach als unbegründet und ist daher
abzuweisen.
b) Nach Art. 73 Abs. 1 VRG sind die Gerichtskosten von der
Beschwerdeführerin zu tragen. Der obsiegenden Beschwerdegegnerin
steht gemäss Art. 78 Abs. 2 VRG keine Parteientschädigung zu.