Decision ID: 03a53b62-fd86-4a83-ae9c-1c4141ff8807
Year: 2009
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
G._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Christof Steger, Kriessernstrasse 40,
9450 Altstätten,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
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betreffend
Taggeld
Sachverhalt:
A.
A.a G._, Jahrgang 1978, wurde von der IV-Stelle mit Verfügung vom 30. Juni 2004
eine Umschulung in Form eines Arbeitsvolontariats und des berufsbegleitenden Kurses
'Interior Designer IBW' am Institut für berufliche Weiterbildung in A._ vom 16. August
2004 bis 31. Juli 2005 zugesprochen (IV-act. 94). Mit Verfügung vom 19. Juli 2004 legte
die IV-Stelle das Taggeld auf Fr. 123.20 fest (IV-act. 98). Nach Abschluss dieser ersten
Umschulungsetappe im Sommer 2005 zeichnete sich ab, dass der Versicherte erst im
Sommer 2006 mit der zweiten Etappe, einer Umschulung zum Designer FH
Innenarchitekt an der Fachhochschule für Gestaltung in B._, würde beginnen
können. Entsprechend wurde am 11. August 2005 ein Unterbruch der Umschulung
verfügt (IV-act. 110). Auf Gesuch hin sprach die IV-Stelle dem Versicherten mit
Verfügung vom 28. März 2006 die Fortsetzung der Umschulung in Form einer
Ausbildung zum Techniker TS Innenarchitektur an der Baugewerblichen Berufsschule
C._ vom 20. Februar 2006 bis 28. Februar 2010 zu (IV-act. 133). Für diesen Zeitraum
gewährte sie mit Verfügung vom 4. April 2006 Taggeld in der Höhe von Fr. 123.20. Da
der Versicherte in seiner angestammten Tätigkeit nicht zu mindestens 50%
arbeitsunfähig sei, werde ihm das Taggeld nur für drei Einzeltage pro Woche (zwei
Schultage und ein Lerntag) ausgerichtet (IV-act. 139). Eine weitere Verfügung vom
11. Mai 2006 legte das Taggeld nach Anpassung an die Lohnentwicklung ab 1. Mai
2006 bis 28. Februar 2010 auf Fr. 128.80 fest (IV-act. 141). Die Verfügungen erwuchsen
jeweils unangefochten in Rechtskraft.
A.b Auf das Gesuch des Versicherten vom 12. Juni 2007 um wiedererwägungsweise
Aufhebung der Taggeldverfügungen vom 4. April bzw. 11. Mai 2006 und
Neufestsetzung der Taggeldansprüche trat die IV-Stelle mit Mitteilungsschreiben vom
21. November 2007 nicht ein (IV-act. 159). Mit Entscheid vom 28. Mai 2008 wies das
Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen die vom Versicherten gegen diesen
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Nichteintretensentscheid eingereichte Beschwerde ab, soweit darauf einzutreten war
(IV-act. 165). Das Bundesgericht wies eine dagegen erhobene Beschwerde mit Urteil
vom 29. August 2008 ebenfalls ab (IV-act. 167).
B.
B.a Mit Verfügung vom 27. Januar 2009 setzte die IV-Stelle das Taggeld für die
Umschulungsperiode vom 1. Mai 2008 bis 28. Februar 2010 infolge Anpassung an die
Entwicklung des Erwerbseinkommens auf Fr. 132.80 fest. Wie in den bisherigen
Taggeldverfügungen vom 4. April und 11. Mai 2006 wurde nur für drei Einzeltage pro
Woche (zwei Schultage und ein Lerntag) Taggeld gewährt (IV-act. 169).
B.b Gegen die Verfügung vom 27. Januar 2009 liess der Versicherte mit Eingabe vom
24. Februar und Ergänzung vom 17. März 2009 Beschwerde erheben mit dem Antrag,
die Verfügung vom 27. Januar 2009 betreffend Umschulungstaggeld sei aufzuheben
und das IV-Taggeld sei gesetzeskonform, d.h. ohne Einschränkung auf drei Einzeltage
pro Woche auszurichten (act. G 1 und 3). Der Beschwerdeführer macht insbesondere
geltend, es sei nicht beachtet worden, dass die Erwerbstätigkeit ein Praktikum und
keine ordentliche Erwerbstätigkeit darstelle. Von Juni 2006 bis Januar 2008 habe er zu
60% bei der Firma D._ GmbH in E._ gearbeitet und dort im Jahr 2006 rund Fr.
1'000.- brutto pro Monat und im Jahr 2007 Fr. 1'300.- bzw. Fr. 1'400.- pro Monat
verdient. Seit März 2008 arbeite er im gleichen Pensum von 60% bei der Firma F._
für Fr. 2'040.- brutto pro Monat. Diese Tätigkeiten seien Teil der Umschulung zum
Techniker TS Innenarchitektur, die von Februar 2006 bis Februar 2010 daure und für
die die Umschulung verfügt worden sei. Bei der Arbeitstätigkeit gehe es um
ausbildungsbegleitende und umschulungsbedingte Praktika zur Unterstützung der
schulischen Ausbildung. Der Beschwerdeführer erziele dabei einen nicht
existenzsichernden Praktikumslohn. Er sei auf der Basis des früheren Lohnes als
Metallbauschlosser taggeldberechtigt, unter Anrechnung allfälliger Erwerbseinkünfte
während der Eingliederungsjahre. Der Taggeldanspruch richte sich nach Art. 22 Abs. 1
IVG. Es gehe vorliegend um die Arbeitsverhinderung bei der Eingliederung an
zusammenhängenden Tagen. Gemäss Arztbericht vom 3. April 2003 sei er in seinem
angestammten Beruf als Metallbauschlosser zu 100% arbeitsunfähig. Im Übrigen sei
nach der neuesten bundesgerichtlichen Rechtsprechung unerheblich, dass im
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vorliegenden Fall das Umschulungstaggeld schon wiederholt für drei Einzeltage pro
Woche festgelegt worden sei. Diese Taggeldverfügungen stünden einer Überprüfung
der Taggeldverfügung vom 27. Januar 2009 betreffend Anzahl Einzeltage pro Woche
nicht entgegen.
B.c Mit Beschwerdeantwort vom 11. Mai 2009 beantragt die Beschwerdegegnerin die
Abweisung der Beschwerde. Die Taggeldberechtigung für drei Tage pro Woche sei
dem Beschwerdeführer bereits in der Verfügung vom 28. März 2006 betreffend
"Kostengutsprache für die Fortsetzung der Umschulung" unter Ziff. 7 angekündigt
worden. Am 4. April 2006 sei mit der entsprechenden Verfügung die
Taggeldberechtigung für nur drei Einzeltage pro Woche (zwei Schultage und ein
Lerntag) für die ganze zweite Umschulungsetappe vom 20. Februar 2006 bis 28.
Februar 2010 festgelegt worden. Schon die Verfügung vom 11. Mai 2006 sei gemäss
Entscheid des Versicherungsgerichts vom 28. Mai 2008 eine Anpassungsverfügung
gewesen, mit der das Taggeld ab Mai 2006 wegen der alle zwei Jahre
vorzunehmenden Aufwertung des für die Taggeldbemessung massgebenden
Einkommens von Fr. 123.20 auf Fr. 128.80 erhöht worden sei. Dies sei auch der Grund
gewesen für die Verfügung vom 27. Januar 2009, mit welcher das Taggeld ab Mai 2008
auf Fr. 132.80 festgesetzt wurde. Vorliegend handle es sich um einen offenen
Dauersachverhalt (die 2. Etappe der bis Februar 2010 dauernden Umschulung), der im
Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung noch nicht abgeschlossen gewesen sei. Die
zuletzt ergangene Taggeldverfügung vom 11. Mai 2006 mit Wirkung ab Mai 2006 bis
Februar 2010 sei anpassungsbedürftig, weil während der Eingliederung alle zwei Jahre
das für die Taggeldbemessung massgebende Einkommen aufzuwerten sei. Die
angefochtene Verfügung vom 27. Januar 2009 mit Wirkung ab Mai 2008 bis Februar
2010 sei deshalb nur bezüglich der anpassungsbedürftigen Sachverhaltsänderung
(Aufwertung des massgebenden Einkommens) hin überprüfbar. Eine umfassende
Neuprüfung des Taggeldanspruchs, insbesondere die Taggeldberechtigung für nur drei
Einzeltage pro Woche, welche erstmals mit Verfügung vom 4. April 2006 für die ganze
zweite Umschulungsetappe festgelegt worden sei, habe aus verfahrensrechtlichen
Gründen zu unterbleiben. Der Beschwerdeführer habe nichts gegen die Erhöhung des
Taggeldes wegen der Aufwertung des massgebenden Einkommens eingewendet. Die
angefochtene Verfügung sei somit nicht zu beanstanden (act. G 6).
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B.d In der Replik vom 8. Juni 2009 hält der Beschwerdeführer an seinem Antrag fest.
Beim vorliegend streitigen IV-Taggeld handle es sich um eine vorübergehende
Leistung. Solchen Leistungen stehe gemäss neuester bundesgerichtlicher
Rechtsprechung bei einer Überprüfung die Rechtskraft nicht entgegen. Bei
rechtskräftig befristeten Leistungen bestehe nur eine Art materieller
"Rechtskraftbindung" mit der Wirkung, dass eine widerlegbare Vermutung dafür
bestehe, dass die bisherigen Annahmen weiter zutreffen. Die Vermutung der Richtigkeit
der alten Taggeldverfügung sei widerlegt worden. Vorliegend gehe es um eine
Neufestsetzung eines Taggeldes am Ende einer befristeten Leistung, bei welcher
Gelegenheit alte Rechtsfehler nicht fortgeschrieben werden sollen. Bei offensichtlich
jetzt vorliegender besserer Einsicht in die richtige Berechnung des Taggeldanspruchs
sei es geradezu rechtsmissbräuchlich, sich auf die fehlende Revidierbarkeit zu berufen
und zu behaupten, es liege gegen den Wortlaut der Verfügung kein zeitlich befristetes
Taggeld bzw. wegen Ablaufs der Befristung keine neue Taggeldverfügung vor (act. G
10).
B.e Die Beschwerdegegnerin hält mit Schreiben vom 19. Juni 2009 an ihrem Antrag
fest und verzichtet im Übrigen auf eine Duplik (act. G 12).
B.f Auf weitere Vorbringen der Parteien wird, sofern entscheidrelevant, im Rahmen der

Erwägungen eingegangen.
Erwägungen:
1.
1.1 Streitig und im vorliegenden Verfahren zu beurteilen ist, ob im Rahmen der
Anfechtung der Verfügung vom 27. Januar 2009, mit welcher die Höhe des Taggeldes
an die Einkommensentwicklung angepasst worden ist, auch die grundsätzliche
Taggeldberechnung und insbesondere die gerügte Anzahl der ausgerichteten
Taggelder pro Woche überprüft werden kann. Nicht beanstandet worden ist die Höhe
des Taggeldes.
1.2 Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich nur
Rechtsverhältnisse zu überprüfen und zu beurteilen, zu denen die zuständige
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Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich - in Form einer Verfügung - Stellung
genommen hat. Insoweit bestimmt die Verfügung den beschwerdeweise
weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem
Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und
insoweit keine Verfügung ergangen ist oder eine solche erlassen und unangefochten in
Rechtskraft erwachsen ist (BGE 131 V 164 neues FensterErw. 2.1 mit Hinweisen;
Entscheid des Bundesgerichts vom 22. August 2001[I 11/00, Erw. 1b]).
1.3 Mit Verfügung vom 4. April 2006 setzte die Beschwerdegegnerin erstmals die
konkrete Höhe des Taggeldes im Rahmen der mit Verfügung vom 28. März 2006
zugesprochenen Umschulung für den Zeitraum vom 20. Februar 2006 bis 28. Februar
2010 fest. In beiden Verfügungen wurde das Taggeld für die Dauer der
Eingliederungsmassnahme auf drei Tage pro Woche (zwei Schultage und ein Lerntag)
festgelegt. Die Ausbildung sei berufsbegleitend konzipiert, sodass die Absolventen
nebenbei ihren Lebensunterhalt verdienen könnten. Zudem sei der Beschwerdeführer
in seiner gewohnten Tätigkeit nicht zu mindestens 50% arbeitsunfähig (IV-act. 133 und
139; vgl. auch IV-act. 155). Diese Verfügungen sind unangefochten in Rechtskraft
erwachsen.
1.4 Während der Eingliederung ist alle zwei Jahre von Amtes wegen durch die
Ausgleichskasse zu prüfen, ob sich das für die Taggeldbemessung massgebende
Einkommen geändert hat. Trifft dies zu, ist das Taggeld für die Zukunft neu
festzusetzen (vgl. Kreisschreiben des Bundesamtes für Sozialversicherungen über die
Taggelder der Invalidenversicherung [KSTI], Rz 3046). Eine solche Anpassung wurde
mit der vorliegend angefochtenen Verfügung vom 27. Januar 2009 vorgenommen.
Dabei wurde das Taggeld für die bereits früher verfügten drei Einzeltage pro Woche
von bis anhin Fr. 128.80 mit Wirkung ab 1. Mai 2008 auf Fr. 132.80 erhöht. Die
Verfügung erfolgte ausdrücklich aufgrund der von Amtes wegen vorzunehmenden
Erwerbseinkommensanpassung (IV-act. 169-1/2). Damit wurde einzig das für die
Berechnung des Taggeldansatzes massgebende Erwerbseinkommen der
Lohnentwicklung bzw. der Teuerung angepasst. Diesem infolge der Aufwertung des
massgebenden Erwerbseinkommens veränderten Sachverhalt wurde mit der
Revisionsverfügung vom 27. Januar 2009 Rechnung getragen. Weder aus dem
Administrativverfahren noch aus der Verfügung vom 27. Januar 2009 selber ergeben
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sich Anhaltspunkte dafür, dass auch die Anzahl der pro Woche ausgerichteten
Taggelder Gegenstand der Abklärungen der Beschwerdegegnerin vor Erlass dieser
Verfügung gewesen wäre. Ein Zurückkommen auf die bereits früher für die Dauer der
Umschulung festgelegte Anzahl Taggelder pro Woche ist somit im vorliegenden
Verfahren nicht möglich, da einzig die regelmässig von Amtes wegen vorzunehmende
Anpassung der Taggeldhöhe Gegenstand des von der Beschwerdegegnerin
durchgeführten Revisionsverfahrens bildete und den tatsächlichen rechtlichen
Bedeutungsgehalt der Verfügung vom 27. Januar 2009 darstellt.
1.5 Soweit der Beschwerdeführer unter Berufung auf BGE 133 V 57 die
Rechtskraftfähigkeit der früheren Taggeldverfügungen in Zweifel zieht und die
uneingeschränkte Überprüfbarkeit des Taggeldanspruchs behauptet, kann seiner
Argumentation nicht gefolgt werden. In BGE 133 V 57 wird höchstrichterlich
festgehalten, dass es sich bei Heilbehandlungen und UV-Taggeldern nicht um
Dauerleistungen im Sinn von Art. 17 Abs. 2 ATSG handelt, sondern um
vorübergehende Leistungen. Solche könnten – sofern die Anspruchsvoraussetzungen
nicht mehr erfüllt bzw. weggefallen sind, d.h. sobald von der Fortsetzung der ärztlichen
Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr erwartet
werden darf – auch rückwirkend eingestellt werden. Aus diesem Grund ist nach
Meinung des Bundesgerichts Art. 17 Abs. 2 ATSG auf diese Leistungen nicht
anwendbar. Dass es für UV-Taggelder demzufolge keinerlei Rechtskraftschutz geben
könne, namentlich auch nicht bezüglich Leistungskriterien wie etwa die
Taggeldberechnung oder Anzahl Taggelder pro Woche, kann daraus nicht geschlossen
werden. Im zitierten Entscheid fügt das Bundesgericht überdies an (wohl mit Blick auf
die in der Literatur vertretene abweichende Auffassung), dass die Nichtanwendbarkeit
von Art. 17 Abs. 2 ATSG "jedenfalls für die Unfallversicherung" gelte. Es wird also offen
gelassen, ob Gleiches auch für Taggelder der Invalidenversicherung gelten müsste. IV-
Taggelder sind zwar – wie UV-Taggelder – ebenfalls keine Dauerleistungen; sie
unterscheiden sich aber von UV-Taggeldern dadurch, dass ihre Leistungsdauer
definiert ist (sie entspricht in der Regel der Dauer der verfügten
Eingliederungsmassnahme) und somit grundsätzlich von Anfang an feststeht, wann die
Anspruchsvoraussetzungen spätestens dahinfallen werden. Der Grund, weshalb das
Bundesgericht Art. 17 Abs. 2 ATSG auf UV-Taggelder nicht für anwendbar hält bzw.
eine rückwirkende Leistungseinstellung für zulässig erachtet, kann bei IV-Taggeldern,
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die an eine zeitlich befristete Eingliederungsmassnahme geknüpft sind, nicht angeführt
werden.
1.6 Für die Überprüfung des am 28. März bzw. 4. April 2006 rechtskräftig verfügten
Taggeldanspruchs für drei Wochentage fehlt es nach dem Gesagten an einem
Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, sodass
diesbezüglich auf die Beschwerde nicht eingetreten werden kann. Eine nachträgliche
Sachverhaltsänderung, die Anlass geben könnte zu einer Revision, wird vom
Beschwerdeführer nicht geltend gemacht. In Bezug auf die konkrete Berechnung des
ab 1. Mai 2008 geltenden Taggeldansatzes sind keine Mängel ersichtlich. Es wurden
denn in diesem Zusammenhang auch keine Einwände erhoben. Vielmehr wurde – wie
bereits im Gesuch um Wiedererwägung und im diesbezüglichen Beschwerdeverfahren
vor dem Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen (IV 2008/16) – einzig die
Neufestsetzung der Anzahl Taggelder pro Woche beantragt.
2.
2.1 Die Beschwerde gegen die Verfügung vom 27. Januar 2009 ist somit abzuweisen,
soweit darauf eingetreten werden kann.
2.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.- bis
Fr. 1000.- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die
Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 400.- erscheint
als angemessen. Sie ist dem Beschwerdeführer aufzuerlegen. Der von ihm geleistete
Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist anzurechnen. Der zu viel geleistete Anteil von Fr.
200.-- ist ihm zurückzuerstatten.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG