Decision ID: 966fdd26-aed0-4d6e-99fb-b385b16df638
Year: 2013
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Mit Verfügung vom 15. Juli 2013 teilte die Sozialversicherungsanstalt des Kan
tons Zürich, IV-Stelle, dem Versicherten
X._
mit, nach dem erfolgrei
chen Abschluss der Umschulung zum Energieberater Gebäude seien weitere Massnahmen beruflicher Art nicht angezeigt; er sei rentenausschliessend einge
gliedert (Urk. 5/38 = Urk. 2).
Dagegen erhob der Versicherte am 5. August 2013
Beschwerde
und
beantragte die
Zusprache
einer Invalidenrente (Urk. 1).
2.
Mit Beschwerdeantwort vom 11. September 2013 beantragte die IV-Stelle die teilweise Gutheissung der Beschwerde in dem Sinne, dass die angefochtene Verfügung aufgehoben und die Angelegenheit zu weiteren Abklärungen sowie zur Durchführung des
Vorbescheidverfahrens
zurückgewiesen werde (Urk. 4 S. 2).
Mit Schreiben vom
8
. Oktober 2013 nahm der Versicherte innert mit Ver
fügung vom 16. September 2013 (Urk. 6) angesetzter Frist Stellung zum Antrag der Beschwerdegegnerin (Urk. 8).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vor
instanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (
§
26
Abs.
1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
). Gemäss ständiger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung - da diese das Verfahren verlängert und verteuert - abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Be
gehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abge
lehnt hat, wenn schwierige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der
entscheidrelevante
Sachverhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. SVR 1995 ALV Nr. 27 S. 69).
2.
2.1
Im Rahmen der
Beschwerdeantwort vom 11. September 2013
gelangte die
Be
schwerdegegnerin
zum Schluss, dass
der medizinische Sachverhalt zu wenig abgeklärt
sei
. Es sei nicht klar, ob sich der Gesundheitszustand seit der Anmel
dung verschlimmert habe. Im Weiteren sei die Prüfung der dem Leiden ange
passten Tätigkeiten unterlassen worden. Es werde daher im Sinne einer teilwei
sen Gutheissung die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und
Rückwei
sung
der Angelegenheit zu weiteren Abklärungen und anschliessender Durch
führung des
Vorbescheidverfahrens
beantragt (Urk. 4 S. 2).
Der Beschwerdeführer seinerseits führte in seiner Beschwerde vom 5. August 2013 aus, er sei auf keinen Fall rentenausschliessend eingegliedert. Durch die starke Arthrose im rechten Handgelenk habe er massive Schmerzen. Manuelle Arbeiten seien mit der rechten Hand so gut wie unmöglich. Auch Arbeiten am Computer oder Schreiben seien mit Schmerzen verbunden, so dass er maximal einen halben Tag Büroarbeiten verrichten könne (Urk. 1). In seiner Stellung
nahme vom 8. Oktober 2013 erklärte er sich sodann mit der Durchführung wei
terer Abklärungen sowie erneuter Prüfung des Antrages auf
Zusprache
einer In
validenrente einverstanden (Urk. 8).
2.2
Gestützt auf die übereinstimmenden Ausführungen der Parteien ist davon auszu
gehen, dass für die Feststellung des medizinischen Sachverhaltes weitere Abklärungen notwendig und die
entscheidrelevanten
Unterlagen nicht vollstän
dig sind. Die Beschwerde ist daher in dem Sinne gutzuheissen, dass die ange
fochtene Verfügung aufgehoben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zu
rückgewiesen wird, damit diese nach der abschliessenden Abklärung des medi
zinischen Sachverhaltes sowie der Durchführung des
Vorbescheidverfahrens
gestützt auf die vollständigen Unterlagen über den Leistungsanspruch des Be
schwerdeführers neu entscheide.
3.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr.
4
00.-- anzusetzen.
Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung einer Sache an die Verwal
tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (vgl. Urteil des
Bundesgerichts
vom 10. Februar 2004 in Sachen K., U 199/02, E. 6 mit Hinweis auf BGE 110 V 57 E. 3a; SVR 1999 IV Nr. 10 S. 28 E. 3), weshalb die Gerichtskosten entsprechend dem Ausgang des Verfahrens
der Beschwerdegegnerin
aufzuerlegen sind.