Decision ID: 981d11e3-9f4e-453b-95d4-80bb5273fe49
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1955, arbeitete als Maurer bei der
Y._
AG, als er am 25. September 2007 einen Auffahrunfall erlitt (Urk.
9
/11
, 9
/13/203). Die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) erbrachte als zustän
diger
Unfallversicherer die gesetzlichen Leistungen (Urk.
9
/13/
204
-210). Im Sep
tem
ber
2009 meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf HWS-, Rücken-, Bein- und
Kopfbeschwerden sowie Depression bei der Sozialversicherungsanstalt des
Kan
tons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug (berufliche Massnahmen, Invali
den
rente) an (Urk.
9
/5). Die IV-Stelle zog die Akten der SUVA bei und tätigte eige
ne
erwerbliche und medizinische Abklärungen;
weiter nahm sie das vom Kranken
taggeldversicherer
veranlasste Gutachten
von
Dr. med.
Z._
, Facharzt für Psy
chiatrie und Psychotherapie (Urk.
9/11, 9/17-
18, 9
/20)
,
zu den Akten
. Nach durch
geführtem Vor
bescheidverfahren verneinte sie mit Verfügung vom 4. Janu
ar 2011 den Anspruch auf eine Invali
denrente (Urk.
9/45)
.
1.2
Die dagegen erhobene Beschwerde des Versicherten vom 1. Februar 2011 (
Urk.
9/47/3-8
) wies das
hiesige Gericht
mit Urte
il vom 2
4.
August
2012 im Ver
fahren Nr. IV.2011.00119
(
Urk.
9/53)
ab.
Dieses Urteil erwuchs
unangefoch
ten
in Rechtskraft
.
1.3
Am 1
4.
April 2014 ersuchte
X._
erneut
um
Leistungen der In
va
li
denversicherung (Invalidenrente;
Urk.
9/55)
, da sich sein Gesundheitszu
stand
verschlechtert habe
.
Als Be
weismittel legte er den B
ericht
des
A._
vom 2
4.
März 2014 (
Urk.
9/54 =
Urk.
3/11)
auf
.
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren (
Urk.
9/5
7-61
)
trat die IV-Stelle mit Verfügung vom
7.
November 2014
nicht
auf das neue Leistungsbe
gehren ein (
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom
8.
Dezember 2014
(
Urk.
1) Be
schwerde. Er beantragte, d
ie Verfügung vom
7.
November 2014 sei aufzuheben und es sei ihm eine ganze Rente zuzusprechen, eventualiter sei er erneut medi
zi
nisch und beruflich abzuklären. In prozessualer Hinsicht ersuchte er um Ge
währung der unentgeltlichen Prozessführung
beziehungsweise Rechtspflege
(
Urk.
1
S. 2).
Die IV-Stelle schloss in ihrer Beschwerdeantwort vom 3
0.
Januar 2015 auf Abweisung der Beschwerde
(Urk
.
8).
Davon
wurde
dem Beschwerde
führer
am
2.
Februar 2015
Kenntnis gegeben
(
Urk.
10).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird nach
Art.
87
Abs.
3
der
Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV)
eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss
Abs.
2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch
erheblichen Weise geändert hat.
1.2
Zum Bedeutungsgehalt dieser Bestimmung
hat das Bundesgericht in BGE 130 V 64 E. 5.2.5 festgehalten, dass die versicherte Person mit
dem Revisionsgesuch oder der
Neuanmeldung die massgebliche Tatsachenänderung glaubhaft machen
muss, ihr mithin ausnahmsweise eine Beweisführungslast zukommt. Tritt die Ver
waltung auf das erneute Leistungsbegehren ein, hat sie demgegenüber ge
stützt auf den Untersuchungsgrundsatz von Amtes wegen für die richtige und voll
ständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen (Art. 43
des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
[
ATSG
]
,
Art. 57
des Bundesgesetzes
über die Invalidenversicherung [
IVG
]
in Verbindung mit Art. 69 ff. IVV; SVR 2006 IV Nr. 10 S. 39 E. 4.1 [I 457/04]; vgl. auch BGE 117 V 198 E. 3a).
Zweck der Eintretens
voraussetzung ist somit zu verhindern, dass
sich die Verwaltung nach vorangegangener rechtskräftiger Leistungsver
wei
gerung immer wieder mit gleich lautenden und nicht näher be
gründeten, das
heisst keine Veränderung des Sachverhalts darlegenden Gesu
chen befassen muss
(
BGE 133 V 108 E. 5.3.1
).
1.3
Mit dem Beweismass des Glaubhaftmachens
im Sinne des
Art.
87
Abs.
2 und 3 IVV
sind herabgesetzte Anforderungen an den Beweis verbunden: Die Tat
sa
chenänderung muss nicht nach dem im Sozialversicherungsrecht sonst üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 353 E.
5b) er
stellt sein. Es genügt, dass für das Vorhandensein des geltend gemachten rechtserheblichen Sachumstandes wenigstens gewisse Anhaltspunkte bestehen, auch wenn durchaus noch mit der Möglichkeit zu rechnen ist, bei eingehender Abklärung werde sich die behauptete Änderung nicht erstellen lassen (BGE 130 V 64 E. 5.2, 130 V 71 E. 2.2 mit Hinweisen).
Aufgrund des Zwecks der Eintre
tens
voraussetzung ist
eine Sachverhaltsänderung
bereits erheblich
, wenn an
ge
nommen werden kann, der Anspruch auf eine (höhere) Invalidenrente sei be
gründet, falls sich die geltend gemachten Umstände als richtig erweisen soll
ten (Urteil des Bundesgerichts 8C_844/2012 vom
5.
Juni 2013 E. 2.3 mit Hin
weisen auf 8C_1009/2010 vom
7.
April 2011 E. 2.2 und 9C_838/2011 vom 2
8.
Februar 2012
E. 3.3.2)
.
Dagegen liegt von vornherein keine erhebliche Sach
verhalts
än
de
rung vor, wenn aus dem bereits im Zeitpunkt der ursprünglichen Verfügung gegebenen Sachverhalt bloss andere Schlussfolgerungen gezogen werden (Urteil des Bundesgerichts
9C_838/2011
vom 28. Februar 2012 E. 3.3.2).
Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Ände
rung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige Einspracheentscheid, welche oder welcher auf einer materi
ellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hinweisen).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorak
ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin hielt im angefochtenen Entscheid
dafür,
m
it dem neuen Gesuch
habe
man nicht glaubhaft dargelegt, dass sich die tatsächlichen Verhältnisse seit der letzten Verfügung wesentlich verändert
hätten
. Dem
ihr
neu vorliegenden Arztbericht
sei
keine Veränderung und keine Verschlechte
rung des Gesundheitszustandes zu entnehmen
.
In der
Stellungnahme
des
Regio
nal
en
Ärztlichen Dienstes
(RAD) vom 11.
Juli 2014 sei
festgehalten
worden
, dass
es sich
um die identischen Diagn
osen, Befunde sowie Beschwerdes
chil
de
rungen
handle
, welche bereits in der Verfügung vom
4.
Januar 2011 beurteilt
worden seien
. Es
werde
keine Verschlechterung mit Auswirkung auf di
e Arbeits
fähigkeit dargestellt
(
Urk.
2).
Im
gerichtlichen
Verfahren
äusserte sich
die Beschwerdegegnerin zudem
dahin
gehend,
der
Beschwerdeführer habe nicht glaubhaft dargelegt, dass sich die tat
sächlichen Verhältnisse in einer für den Anspruch erheblichen Weise verändert hätten. Entgegen der Annahme des Beschwerdeführers werde mit dem Bericht des
A._
vom 2
4.
März 2014 keine wesentliche Verschlechterung des Gesund
heitszustan
des des Beschwerdeführers glaubhaft gemacht. Dem Bericht könne entnommen werden, dass die Befunde schon früher beobachtet und im Bericht
des
A._
vom
9.
April 2010 festgehalten worden seien. Zwar werde auf diesen
Bericht
im
Urteil
des Sozialversicherungsgerichts
nicht abgestellt; jedoch habe
dieses
da
rauf hingewiesen, dass der Bericht keine relevanten Gesichtspunkte vor
bringe, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt geblieben
wären
. Dem
zu
folge
habe
dazumal und nach wie vor lediglich eine unterschiedliche Beur
teilung eines im Wesentlichen gleichen
beziehungsweise
gleich gebli
eb
enen Sach
verhalts vor
ge
legen
(
Urk.
8).
2.2
Dagegen
berief sich
der Beschw
erdeführer auf den Bericht des
A._
vom 2
4.
März
201
4.
In Ziffer
1
dieses
Berichts führ
e
B._
, Facharzt
für Psy
chiatrie und Psychotherapie FMH, aus, dass die ICD-10-Kriterien für eine mit
telgradige depressive Episode heute vollständ
ig vor
handen
seien
. Weiter mach
e
der Fach
arzt
B._
in Ziffer
4 geltend, dass
der Beschwerdeführer
seit 2009 bis 2014
zunehmenden neuropsychologischen Einschränkungen unterlieg
e. In Zif
fer 6 des
Berichts erachte
dies
er den Beschwerdeführer daher
für sämtliche Tä
tigkeiten
als
vollständig arbeitsunfähig
(Urk.
1
S.
3 f.
).
Entgegen der Beschwer
degegnerin werde
im Bericht des
A._
vom 2
4.
März 2014 also durchaus eine wesentliche
Veränderung zuungunsten des Beschwerdeführers glaubhaft ge
macht. Im Gegen
satz zum früheren Bericht
A._
werde dieser Befund zudem durch einen Fach
arzt für Psychiatrie und Psychotherapie gestellt
(S. 4).
3.
Die Verfügung vom
4.
Januar 2011 (
Urk.
9/45)
und das Urteil des h
iesigen Ge
richts vom 2
4.
August 2012 (
Urk.
9/53)
fusste
n
in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen auf
dem Bericht des
C._
vom 1
4.
Juli 2008 über das durchgeführte Arbeitsassessment (
Urk.
9/13/66-79) und auf
de
r
Expertise von
Dr.
Z._
vom
4.
November 2009 (
Urk.
9/18 =
Urk.
3/10).
Im
von der SUVA eingeholten
Arbeitsassessment-
Bericht diagnostizierten die
Ärzte des
C._
ein chronifiziertes Zervikalsyndrom mit Fehl
haltung, Haltungsinsuffizienz sowie degene
rativen Veränderungen an der Hals
wirbelsäule und einen Verdacht auf eine depressive Episode.
Sie hielten fest
, k
linisch
habe
sich zum Untersuchungszeitpunkt ein diskre
ter Schultertief
stand links sowie eine Kopf- und Schulterprotraktion
gefunden
. Die Beweg
lich
keit der Halswirbelsäule
sei
deutlich eingeschränkt
gewesen
bei ängstlich-ver
meidendem Bewegungsverhalten. Ausser myofaszialen Befunden im Schul
ter-Nacken
bereich
hätten
sich keine Hinweise für eine radikuläre Symptomatik
ge
funden
. Die durchgeführte Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit
habe
infolge aus
geprägter Selbstlimitierung keine zuverlässigen Aussagen über die effektive Leis
tungsfähigkeit
erlaubt
. Indessen erachteten die Ärzte aufgrund der Beobach
tung
en
bei den Tests und den erhobenen objektiven Befunden den Be
schwerdeführer
mindestens für eine leichte bis mittelschwere Tätigkeit für voll arbeitsfähig (Urk.
9
/13/66-79)
.
Der Gutachter
Dr.
Z._
verneinte
– ausgehend von den Vorakten (
Urk.
3/10
S.
2
ff.) sowie gestützt auf seine Unte
rsuchung vom 2
0.
Oktober 2009
–
das Vor
lie
gen einer psy
chischen Störung. Namentlich würden Anhaltspunkte für eine Geisteskrank
heit (Schizophrenie, manisch-depressives Kranksein), eine hirnor
ganische Stö
rung (psychoorganisches Syndrom, Demenz), ein Suchtleiden (Al
kohol, Drogen) oder eine Persönlichkeitsstörung fehlen. Insbesondere lasse sich keine posttrau
matische Belastungsstörung oder Anpassungsstörung nach dem Unfall vom 25. September 2007 diagnostizieren. Der Beschwerdeführer wirke depressiv verstimmt, sei jedoch emotional schwingungsfähig. Ein krankheits
wertiges depressives Geschehen liege nicht vor. Es handle sich lediglich um eine Befind
lichkeitsstörung.
E
ine Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit
sei daher
aus psychiatrischer Sicht
zu verneinen
(Urk. 9/18).
Auf die abweichende
Beurteilung
durch
Dr. med.
D._
, Fachärztin für Allge
meine Medizin
,
vom
A._
wurde im
entsprechenden
Urteil nicht abgestellt, weil sie k
e
inen spezialärztlichen
Facht
itel
aufw
i
e
s
und
sie a
bgesehen
davon
keine relevanten Gesichtspunkte
vorbracht
e
, die im Rahmen der Begut
achtung unerk
annt geblieben w
a
ren (
Urk.
9/53 E. 4.2).
Gestützt auf diese medizinische Aktenlage schloss das Gericht auf eine volle Arbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit (
Urk.
9/53 E. 4.3).
4.
Dem i
m Rahmen der Neuanmeldung
auf
geleg
ten B
ericht
des
A._
vom 24. März 2014
(
Urk.
9/54 =
Urk.
3/11)
sind
folgende Diagnosen
zu entnehmen
(S. 3)
:
Mittelgradige
depressive Episode (ICD-10 F32.
1
)
Anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4)
Status
nach
Inguinalhernie bds. m
it
/b
ei
lapar
o
skopische
r
Hernienplastik (TEPP) bds. (
F
acit
Dr.
E._
27.01.10
Stadtspital
F._
)
Chronisches cervikocephales Schmerzsyndrom li
nks
seit 2004 m
it
/b
ei
Status
n
ach
HWS-/Kopfkontusi
on am 29.09.07 (Auffahrunfall;
C._
vom 14.07.08)
Discusprotrusion C4/5 und C5/6
ohne
foraminale Beteiligung
fokale
r
Hypertrophie des Lig. longitudinale posterius C4/5, C5/6 (MRI HWS 14.04.08)
Osteochondrose mit dorsalen Osteophyten C5/6 und daraus resultie
rende Spinalkanalst
enose C4/5 und insbesondere Spin
alkanalstenose C5/6 mit Kompression und Deformation des Myelons ohne patholo
gische Signalalteration (MRI HWS 14.04.08)
Osteochondrose C4/5 mit diskreter kyphotischer Knickbi
ldung (Rx vom 01.10.07 [
C._
vom
1
4.07.08
]
)
Zweimalige Hämoptyse postoperativ 01/10
Dazu wurde unter dem Titel
"
Psychiatrische Verschlechterung seit 2
1.
6.
2013
”
festgehalten, bezugnehmend auf die Beschwerdeschilderungen des Beschwer
deführers seien die ICD-10-Kriterien für eine mittelgradige depressive Episode heute vollständig vorhanden. Diese Symptome seien bereits im Gutachten von
Dr.
D._
beobachtet, aber damals nicht berücksichtigt worden. Auch der Tagesablauf sei damals gleich wie aktuell beschrieben und ihre psy
cho
pathologische Einschätzung zeige kaum Veränderungen im Vergleich zu 2010 (S. 2).
In Bezug auf die neuropsychologische Untersuchung
wurde weiter a
us
geführt
,
die Situation
habe sich
s
eit
2014 deutlich verschlechtert: Die Reaktionszeit
sei
un
ter dem Durchschnitt (RT), die
motorische Reaktionszeit im Durchschnitt, das Kurzzeitgedächtnis
sei
knapp durchschnittlich (CORSI), das Langzeitgedächtnis deutlich verlangsamt, aber mit relativ wenig Fehlern (FVW), die Aufmerksam
keit und Konzentration
seien
deutlich unter dem Durchschnitt CVIGIL), bei kompl
exeren Anforderungen bestünde
n
eine deutliche Ü
berforderung und nun deutliche unterdurchschnittliche
Leistungen (DT). Damit erbringe der Beschwer
deführer
bei vermehrten Anforderungen deutlich schlech
tere
Leistungen als noch
im Jahr
2009 (S. 3).
Aufg
rund des positiven und negativen Leistungsbildes sowie der neuropsychologisch bestätigten Depression sowie der zunehmenden und deutlichen neuropsychologischen Einschränkungen
sei der Beschwerde
führer
auch für angepasste Tätigkeiten
zu
100
% arbeitsunfähig
(S. 4)
.
5.
5.
1
Dem
im Verfügungszeitpunkt vorhandene
n
Bericht
des
A._
kann entnommen werden
, dass e
s sich sowohl bei den gestellten Diagnosen als auch bei den Be
funden sowie Beschwerdeschilderungen entgegen der Auffassung des Be
schwer
deführers nicht um
neue
medizinische
Tatsachen
handelt
. Vielmehr wur
de
n
dies
e
bereits
in den
Bericht
en des
A._
vom 9.
April 2010 (Urk. 9/20/5-8)
und
3
0.
November
2010 (Urk. 9/37) festgehalten.
D
iesbezüglich
hielt
d
as
hiesige Gericht
im
erwähnten
Urteil
fest
, dass diese Berichte keine relevanten Gesichts
punkte vorbrächten, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt geblieben
wären
,
und erachtete die Einschätzung
en
der Ärzte des
C._
und
von
Dr.
Z._
nach eingehender Würdigung sämtlicher medizinischen Be
richte als überzeugend
(vgl. E. 3 hievor
)
.
I
m
aktuellen
Bericht
selbst
wi
rd
nun e
benfalls
aus
geführt
, die aufgeführten Symptome
seien
damals
bereits
beobach
tet
worden
und
i
m Vergleich zu 2010 gebe es in Bezug auf die psycho
pa
tho
logische Einschätzung kaum eine Veränderung (S. 2).
5.2
D
em
Bericht
ist weiter
zu entnehmen, dass eine
dazumal
von Dr.
D._
verlangte neuropsychologische Untersuchung
(vgl.
Urk.
9/37/2)
zwischenzeitlich
erfolgt
ist
.
Es
ist jedoch
darauf hinzuweisen
,
dass es
dieser
mangels
objektive
r
Befunde
an Beweiskraft
fehlt
.
Das
Sozialversicherungsgericht hielt
bereits
da
mals
ausdrücklich fest, eine
neuropsychologische Untersuchung
bedinge
eine hinrei
chende Kooperation der zu untersuchenden Person
und
mache
in Anbe
tracht des selbstlimitierenden Verhaltens des Beschwerdeführers keinen Sinn
(
vgl.
Urk.
9/53 E. 4.2)
.
F
ür das Untermauern der gestellten Diagnosen ist
diese
Un
ter
suchung
daher
nicht ausreichend
, zumal sie auch nicht durch eine neu
ro
psy
chologische Fachperson durchgeführt wurde. Der Bericht enthält auch keine Angaben darüber, ob und inwieweit die auf Selbstangaben beruhenden Tester
gebnisse objektiviert wurden, weshalb darauf nicht abgestellt werden kann.
Überdies
sind
die
nämlichen
Diagnosen
bereits
im Jahr 2010
–
gestützt auf
weitgehend
identische Befu
nde und Beschwerdeschilderungen, jedoch ohne
neu
ropsychologische Untersuchung
–
gestellt worden
(
Urk.
9/37/3)
.
5.3
Die vom Beschwerdeführer a
uf
geführte
n
Diagnose
n
erweis
en
sich damit
als be
reits bekannt, und sie
werden im
mit der Neuanmel
dung eingereichten B
ericht
des
A._
vom 2
4.
März 2014
(
vgl.
E.
4.
hievor
) auch nicht
mit neuen Befunden untermauert. Dieser
Bericht
ist daher
ungeeignet,
um
eine Verschlechterung im Vergleich zum
Gesundheitszustand des Beschwerdeführers im Zeitpunkt des Er
lasses der Verfügung vom
4.
Januar 2011 glaubhaft zu machen.
In formeller Hinsicht bleibt letztlich zu bemerken, dass der aktuelle
A._
-Bericht - genauso wie der damalige Bericht der
Dr.
D._
- nicht seitens eines Facharztes, sondern lediglich „i.V.“ unterzeichnet und gemäss Kürzel beim Datum wohl von
Dr.
phil.
G._
verfasst wurde (
Urk.
9/54/4).
5.
4
Damit ist die Beschwerdegegnerin zu Recht nicht auf die Neuanmeldung einge
treten. Die angefochtene Verfügung erweist sich
somit
als rechtens, weshalb die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen ist.
6
.
6
.
1
Der
Beschwerdeführer hat in
seiner
Beschwerdeschrift unter Beilage
von Bele
gen (Leistungsabrechnungen der Sozialabteilung der Stadtverwaltung
H._
; Urk. 3/4-9
,
vgl. auch Urk. 5
)
ein Gesuch um unentgeltliche Prozessführung
be
ziehungsweise Rechtspflege
gestellt (
Urk. 1 S.
2). Die Voraussetzungen zur Be
willigung der unentgeltlichen Prozessführung gemäss
§
16
Abs.
1 des Gesetzes
über das Sozialversicherungsgericht (GSVGer) sind
erfüllt.
Der Beschwerdefüh
rer wird auf § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen, wonach er zur Nachzahlung der Auslagen für die unentgeltliche
Prozessführung
verpflichtet wer
den kann, so
fern er dazu in der Lage ist.
6.2
Falls das Gesuch des Beschwerdeführers um unentgeltliche Rechtspflege dahin
gehend zu verstehen wäre, dass ihm ein unentgeltlicher Rechtsvertreter beizu
geben
sei
, kann dem Begehren nicht stattgegeben werden. Praxisgemäss sind vor dem Sozialversicherungsgericht
nur patentierte Anwältinnen und Anwälte als unentgeltliche Re
chtsvertreter zugelassen (vgl. dazu Urteil des Bundesge
richts 8C_246/2012 vom 1
7.
August 2012).
Dr.
I._
erfüllt diese persönliche Voraussetzung nicht, weshalb er nicht zum unentgeltlichen Rechtsvertreter bestellt werden kann. Das Gesuch um un
entgeltliche Verbeiständung ist daher abzuweisen.
6
.3
Das Verfahren ist kostenpflichtig. Die Gerichtskosten gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG sind ermessensweise auf
Fr.
700.-- fes
tzusetzen und ausgangsgemäss dem
Beschwerdef
ührer
aufzuerlegen, infolge bewilligter unentgeltlicher Prozessfüh
rung jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.