Decision ID: 151c524f-4e67-461b-abd8-d4f4179d2938
Year: 2013
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. E. Ronald Pedergnana, Rorschacher Strasse 21,
Postfach 27, 9004 St. Gallen,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
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betreffend
Rente und berufliche Massnahmen (Arbeitsvermittlung)
Sachverhalt:
A.
A.a A._ meldete sich am 3. Oktober 2009 zum Bezug von Massnahmen für die
berufliche Eingliederung bei der IV-Stelle des Kantons St. Gallen an (IV-act. 1-1 ff.).
Gemäss Austrittsbericht der Klinik für Orthopädische Chirurgie des Kantonsspitals St.
Gallen (KSSG) vom 29. April 2009 war der Versicherte vom 23. bis 28. April 2009 im
KSSG hospitalisiert gewesen. Im Austrittsbericht wurde ein Distorsionstrauma der
rechten Schulter am 25. März 2009 bei/mit einer Ruptur der Rotatorenmanschette
(Supraspinatus[SSP]-Sehne, Infraspinatus[ISP]-Sehne und [SSC]-Subscapularis-Sehne)
diagnostiziert und eine 100 %ige Arbeitsunfähigkeit vom 25. April 2009 bis 31. Mai
2009 attestiert (nicht nummerierte Fremdakten in act. G 3.2, IV 2011/233).
A.b Am 3. November 2009 ging bei der IV-Stelle der von der B._ AG ausgefüllte
"Fragebogen für Arbeitgebende: Berufliche Integration/Rente" vom 29. Oktober 2009
ein (IV-act. 15-1 ff.). Darin wird ausgeführt, dass der Versicherte vom 1. August 1995
bis 30. April 2010 als Chauffeur tätig gewesen sei, wobei er seinen letzten Arbeitstag
am 25. März 2009 gehabt habe. Das Arbeitsverhältnis sei durch die Arbeitgeberin
aufgelöst worden.
A.c Am 1. Februar 2010 erstattete die Rehaklinik C._, in welcher sich der Ver
sicherte vom 16. Dezember 2009 bis 20. Januar 2010 stationär aufgehalten hatte, einen
Austrittsbericht. Darin werden die Diagnosen eines Distorsionstraumas der rechten
Schulter (herrührend vom Unfall vom 25. März 2009), einer arteriellen Hypertonie, eines
lumbospondylogenen Syndroms bei Diskushernien L4/5 und L5/S1, einer Gastritis
chronica, einer Chondropathia patellae beidseits sowie einer Adipositas Grad I,
BMI 32.6, genannt und eine ganztägige Arbeitsfähigkeit für aktuell leichte bis mittel
schwere Arbeit mit speziellen Einschränkungen attestiert (IV-act. 18-1 ff.).
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A.d Mit Schreiben vom 17. Februar 2010 wurde dem Versicherten mitgeteilt, dass die
Voraussetzungen des Anspruchs auf Arbeitsvermittlung erfüllt seien. Daher werde ihm
Beratung und Unterstützung bei der Stellensuche resp. bei einem allfälligen Erhalt
seines derzeitigen Arbeitsplatzes gewährt (IV-act. 20-1 f.).
A.e Im Auftrag der IV-Stelle erstattete der behandelnde Arzt Dr. med. D._,
Spezialarzt Orthopädische Chirurgie FMH, den Bericht vom 5. März 2010 (gemeint
wohl: 5. Mai 2010, IV-act. 25-1 ff.). Darin wurden die Diagnosen mit Auswirkung auf die
Arbeitsfähigkeit eines Status nach arthroskopischer subacromialer Dekompression und
offener Rotatorenmanschettenrekonstruktion vom April 2009 sowie Acromioclavicular
gelenksarthrose rechts, eine Verkalkung am Olecranon rechts, Diskushernien L4/5 und
L5/S1 sowie eine Adipositas genannt. Dr. D._ führte aus, dass Arbeiten über der
Horizontalen, Heben und Tragen von Lasten über 5-10 kg sowie Arbeiten in knienden
Positionen und unphysiologischen Körperhaltungen nicht mehr vollumfänglich
zumutbar seien; als Lastwagenfahrer sei der Versicherte weiter zu 100 %
arbeitsunfähig. Die Leistungsfähigkeit müsse in einem Gutachten insbesondere auch
nach weiterer Abklärung mit MRI geklärt werden (IV-act. 25-3).
A.f Am 26. April 2010 erfolgte ein Gespräch zwischen dem Versicherten und Dr. med.
E._, Oberarzt der Klinik F._. Im Gesprächsprotokoll vom 28. April 2010 (IV-act.
60-1 f.) wurden eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige
depressive Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10: F33.11), sowie ein Status nach
Trauma und Arm-Schultergelenkoperation nach Unfall am 25. März 2009 erwähnt. Auf
grund dessen, dass der Versicherte aus orthopädischer Sicht zu 100 % arbeitsunfähig
sei, entfalle eine psychiatrische Stellungnahme (zur Arbeitsfähigkeit).
A.g Am 15. Juni 2010 erfolgte eine Untersuchung (mit Sichtung der neuen Röntgen
bilder vom 30. April 2010) durch den Suva-Kreisarzt Dr. med. G._, Facharzt FMH für
Chirurgie. In seinem Bericht "ärztliche Abschlussuntersuchung" nannte er
die Diagnosen einer Schulterdistorsion rechts vom 25. März 2009 mit Rotatoren
manschettenläsion sowie eines Olecranonsporns rechts und verwies betreffend medi
zinischer Zumutbarkeit auf die Festhaltungen der Reha Klinik C._ (nicht nummerierte
Fremdakten in act. G 3.2, IV 2011/233).
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A.h Die IV-Eingliederungsverantwortliche berichtete im Verlaufsprotokoll vom 3. Juli
2010 (IV-act. 28-1 ff.) unter anderem von einem Gespräch mit dem Versicherten und
seiner Ehefrau vom 29. Juni 2010. Der Versicherte sehe sich nicht mehr arbeitsfähig.
Hinweise der Eingliederungsverantwortlichen auf Personen, die trotz Beschwerden eine
leichte Tätigkeit ausüben würden, hätten nichts geändert an der Ansicht des Ver
sicherten, dass er sich so – selbst in einer adaptierten Tätigkeit – als nicht mehr als
arbeitsfähig erachte (IV-act. 28-2).
A.i Mit Vorbescheiden vom 30. Juli 2010 stellte die IV-Stelle dem Versicherten
sowohl den Abschluss der Arbeitsvermittlung aufgrund seiner subjektiven
Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 33-1 f.) als auch die Abweisung einer Rente aufgrund eines
Invaliditätsgrads von 9 % (IV-act. 35-1 f.) in Aussicht. Gegen letzteren Vorbescheid
liess der Versicherte am 8. September 2010 Einwand erheben und dessen Aufhebung
sowie die Vornahme weiterer medizinischer Abklärungen beantragen (IV-act. 40-1 ff.).
A.j Im Auftrag der IV-Stelle erstattete das Medizinische Center H._ am 4. März
2011 ein bidisziplinäres (internistisch-/rheumatologisch-orthopädisches sowie psychi
atrisches) Gutachten mit Untersuchungsdaten 19. Oktober 2010 und 17. Dezember
2010. Die medizinischen Gutachter diagnostizierten mit Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit ein therapierefraktäres Schulter-/Hand-Syndrom rechts sowie einen
chronischen Ellbogenschmerz rechts. Sie attestierten eine 70 %ige Arbeitsfähigkeit in
einer leidensangepassten Tätigkeit (IV-act. 51-1 ff.).
A.k Mit Vorbescheiden vom 25. März 2011 stellte die IV-Stelle dem Versicherten
erneut sowohl den Abschluss der Arbeitsvermittlung (IV-act. 55-1 f.) als auch die
Verweigerung einer Rente, diesmal gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 36 % in
Aussicht (IV-act. 57-1 f.). Gegen letzteren Vorbescheid liess der Versicherte am 7. April
2011 Einwand erheben und beantragen, es sei ihm eine Viertelsrente zuzusprechen (IV-
act. 58-1 ff.). Auch die Personalvorsorgestiftung der B._ erhob gegen den
Vorbescheid bezüglich Rentenabweisung am 2. Mai 2011 Einwand und beantragte, es
sei bei der Gutachtensstelle eine ergänzende Anfrage vorzunehmen (IV-act. 66-1 f.). Mit
Verfügungen vom 15. Juni 2011 schloss die IV-Stelle die Arbeitsvermittlung ab (IV-act.
67-1 f.) und wies das Rentengesuch des Versicherten bei einem Invaliditätsgrad von
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36 % (Valideneinkommen Fr. 66'040.--, Invalideneinkommen Fr. 41'985.--) ab (IV-act.
68-1 ff.).
B.
B.a Gegen die Verfügung vom 15. Juni 2011 betreffend berufliche Massnahmen
(Arbeitsvermittlung) richtet sich die als Einsprache bezeichnete Eingabe vom 8. Juli
2011 an die Beschwerdegegnerin, worin der Beschwerdeführer die Nachlieferung von
medizinischen Akten zur Begründung seiner Eingabe ankündigte (act. G 1.1). Mit
Schreiben vom 12. Juli 2011 leitete die Beschwerdegegnerin die Eingabe zuständig
keitshalber an das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen weiter (act. G 1 im
Verfahren IV 2011/226). Die Verfahrensleitung des Versicherungsgerichts machte den
Beschwerdeführer im Schreiben vom 14. Juli 2011 darauf aufmerksam, dass die Ein
gabe vom 8. Juli 2011 die gesetzlichen Mindestanforderungen an eine Beschwerde
nicht erfülle, und gewährte ihm eine Frist bis 16. August 2011 zur Mängelbehebung
(act. G 2 im Verfahren IV 2011/226). In der Beschwerdebegründung vom 16. August
2011, IV 2011/226, beantragt der Beschwerdeführer, es sei die Verfügung vom 15. Juni
2011 aufzuheben und der Beschwerdegegnerin sei aufzutragen, den Versuch zu
starten, den Beschwerdeführer über ein Arbeitstraining in den ersten Arbeitsmarkt ein
zugliedern. In der Begründung wird im Wesentlichen ausgeführt, es habe dem Ver
unfallten niemand erklärt, zu welchem Schluss die Gutachter gekommen seien,
weshalb er sich auch gar nicht dazu habe äussern können. Es läge auf der Hand und
sei offensichtlich, dass die Eingliederung über ein Arbeitstraining erfolgen müsse, denn
die IV sei nicht in der Lage, einen Job zu vermitteln, den der Verunfallte "mit links"
machen könne. Was die IV aber könne und worin sie gut sei, sei die Vermittlung eines
Arbeitstrainings in spezialisierten Einrichtungen wie Sohomet und ähnlichen
Institutionen; dort sei auch eher Gewähr geboten, dass der Beschwerdeführer auf den
Arbeitsmarkt vorbereitet werde, sofern er denn in der Lage sei, die gutachterlich
festgestellte Leistung zu erbringen. Das Arbeitstraining sei notwendige Voraussetzung
für eine erfolgreiche Eingliederung, denn der Beschwerdeführer müsse lernen, dass er
nicht wertlos ("invalid") sei, nur weil er seinen rechten Arm kaum mehr benutzen könne.
Dies zu erlernen, dazu sei er auch bereit und sogar motiviert (act. G 4 im Verfahren IV
2011/226).
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B.b Gegen die Verfügung vom 15. Juni 2011 betreffend Rente richtet sich die Be
schwerde vom 15. August 2011, IV 2011/233. Darin wird beantragt, es sei die Ver
fügung vom 15. Juni 2011 aufzuheben und dem Beschwerdeführer sei eine halbe
Rente, mindestens aber eine Viertelsrente zuzusprechen. In der Beschwerdebe
gründung wird im Wesentlichen ausgeführt, unklar sei, warum nicht nochmals eine MR-
Arthrographie des Schultergelenks gemacht worden sei, nachdem die letzte offenbar
mehr als eineinhalb Jahre zurückliege und unter anderem ergeben habe, dass eine
"Ansatztendinose mit Sehneneinriss in Längsrichtung der Subscapularissehne mit re
aktivem Ödem des Humeruskopfes am Sehnenansatz" vorliege. Ohne Rücksprache mit
dem Hausarzt genommen zu haben, sei klar, dass hier ein Befund vorliege, der sehr
schmerzhaft sein könne und die funktionelle Einschränkung bei jeglicher Bewegung in
der Schulter erkläre. Nicht nachvollziehbar und offensichtlich aktenwidrig sei die Be
hauptung der Beschwerdegegnerin, die Arbeitsfähigkeit beziehe sich auf ein volles
Pensum. Im Gegenteil meine der Gutachter, der Beschwerdeführer brauche eine An
gewöhnungszeit und müsse zunächst mit 50 % einsteigen. Der Beschwerdeführer sei
verbraucht, habe Arthrosen in den Knien, Rückenbeschwerden, eine Schulterproble
matik und eine Ellbogenarthrose. Das seien die wesentlichen Beschwerden, die ihn an
der Verwertung seiner Arbeit (gemeint wohl: Restarbeitsfähigkeit) hinderten. Das Ver
sicherungsgericht habe sodann bereits gestützt auf die bundesgerichtliche Recht
sprechung festgehalten, dass der behinderungsbedingte Abzug nicht vom Pensum
alleine abhänge. Ein Abzug aufgrund von Teilzeitarbeit von 10 % sei gerechtfertigt. Die
Berechnung des Invalideneinkommens gemäss LSE 2008 könne im Weiteren nicht
nachvollzogen werden. Der Beschwerdeführer habe einen marktbedingten Nachteil
aufgrund der Tatsache, dass er gar nie etwas anderes gemacht habe als harte Arbeit
und deshalb wohl eine längere Angewöhnungszeit für weiche Arbeit brauche – falls er
überhaupt das Talent dazu habe. Aufgrund der invaliditätsbedingten Umgestaltung der
Arbeitstätigkeit sei ein weiterer Abzug von 10 % gerechtfertigt, da er keine Berufs
erfahrung in die Waagschale werfen könne. Es sei schliesslich so, dass die weiteren
körperlichen Einschränkungen des Beschwerdeführers seine Marktchancen wesentlich
verschlechterten, insbesondere seine Knie- und Rückenprobleme. Unter diesem
Aspekt seien nochmals 5 % Abzug gerechtfertigt (act. G 1 im Verfahren IV 2011/233).
C.
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In ihrer Beschwerdeantwort vom 27. September 2011 beantragt die Beschwerde
gegnerin die Abweisung der beiden Beschwerden.
C.a Die Beschwerde IV 2011/226 sei abzuweisen, weil der Beschwerdeführer im Vor
bescheid vom 25. März 2011 darauf aufmerksam gemacht worden sei, dass als
Voraussetzung für eine Erfolg versprechende Arbeitsvermittlung eine aktive Mitwirkung
unerlässlich sei. Im Vorbescheid sei weiter ausgeführt worden, ohne seinen
schriftlichen Gegenbericht innert der gesetzlichen Frist gehe die Beschwerdegegnerin
davon aus, dass der Beschwerdeführer nicht an einer Arbeitsvermittlung interessiert
sei. In der Folge sei der Beschwerdeführer passiv geblieben. Demnach habe die
Beschwerdegegnerin in der Verfügung vom 15. Juni 2011 zu Recht die
Arbeitsvermittlung abgeschlossen, zumal der Beschwerdeführer sich selbst nicht in der
Lage gefühlt habe, eine Erwerbstätigkeit auszuüben. Es liege somit eine subjektive
Eingliederungsunfähigkeit vor. Der Beschwerdeführer habe keinen Anspruch auf
Arbeitsvermittlung oder eine andere Eingliederungsmassnahme (act. G 7 im Verfahren
IV 2011/233).
C.b Die Beschwerde IV 2011/233 sei ebenfalls abzuweisen, weil das bidisziplinäre
Gutachten schlüssig sei. Das invalidisierende Ereignis sei beim Beschwerdeführer am
25. März 2009 eingetreten. Demnach könne das von ihm im Jahr 2008 erzielte Er
werbseinkommen als Basis für die Berechnung des Valideneinkommens genommen
werden. Dieses habe Fr. 61'501.30 betragen. Weil davon auszugehen sei, dass sich
Validen- und Invalideneinkommen in etwa gleich entwickeln würden, könne eine Auf
wertung unterbleiben. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers sei dieser auch
fähig, seine rechte Hand bei einer Erwerbstätigkeit einzusetzen. Das entsprechende
Beschwerdebild verunmögliche es ihm lediglich, mit der rechten oberen Extremität
körperlich schwere Tätigkeiten auszuüben. Demgegenüber seien mittelschwere oder
insbesondere leichte Arbeiten im Umfang von 70 % möglich. Auf dem ausgeglichenen
Arbeitsmarkt gebe es genügend passende Arbeitsstellen. Gemäss Anhang 2 der IVG-
Ausgabe der Informationsstelle AHV/IV betrage der entsprechende Wert für 2008
Fr. 59'979.--. Die im bidisziplinären Gutachten festgesetzte Arbeitsfähigkeit von 70 %
in einer adaptierten Tätigkeit berücksichtige die Gesundheitsschädigung beim Be
schwerdeführer in ausreichendem Ausmass, weshalb kein Leidensabzug vorzunehmen
sei. Der Beschwerdeführer könne zudem körperlich mittelschwere Tätigkeiten ausüben.
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Auch unter diesem Gesichtspunkt sei kein Leidensabzug angebracht. Weil sich dem
bidisziplinären Gutachten nicht entnehmen lasse, dass der Beschwerdeführer lediglich
noch in Teilzeit arbeiten könne, habe er keinen Anspruch auf einen Teilzeitabzug. Das
Invalideneinkommen betrage somit Fr. 41'985.--, woraus ein Invaliditätsgrad von 32 %
resultiere. Demnach habe der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine IV-Rente.
Die Verfügung sei rechtmässig (act. G 3 im Verfahren IV 2011/233).
D.
D.a In der beide Verfahren betreffenden Replik vom 4. November 2011 wirft der
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers die Frage auf, ob das Verfahren überhaupt
spruchreif sei oder die Beschwerde zur zusätzlichen Abklärung an die Verwaltung
zurückgewiesen werden müsse. Der Beschwerdeführer habe auf eigene Kosten eine
Untersuchung bei einem Schulterspezialisten und operierenden Orthopäden gemacht.
Dieser habe nachgeholt, was der Gutachter zweifellos unterlassen habe: Die Tätigung
einer bildgebenden Abklärung zur Feststellung des Zustands der Schulter. Dr. I._ als
Gutachter dagegen habe sich auf die MRI-Bilder verlassen, die er gehabt habe, und
diese auch nicht speziell kommentiert, sondern die Interpretationen der Vorärzte
ungeprüft übernommen. Der Gutachter habe insbesondere die Bedeutung des
Subacromialraumes nicht einmal erwähnt. Dieser sei aber offenbar ein wesentlicher
Faktor für die Beurteilung des Operationserfolges. Wie dem eingereichten Bericht von
Dr. J._ vom 11. Oktober 2011 (act. G 7.1) zu entnehmen sei, sei das Operationsziel
nicht erreicht worden und die Schulter präsentiere sich in ähnlichem Zustand wie vor
der Operation, die subacromiale Dekompression sei ungenügend. Die Problematik
liege jetzt vermutlich bei der ausgedünnten Rotatorenmanschette. Man habe mit der
Überprüfung des Operationserfolgs zulange zugewartet und den Beschwerdeführer zu
lange psychiatrisch behandelt, statt seinen Schmerzen einfach auf den Grund zu
gehen. Die Kosten für den für die Beurteilung des Sachverhalts notwendigen Untersuch
in der Höhe von Fr. 279.50 seien schliesslich dem Beschwerdeführer in Gutheissung
der Beschwerde zusätzlich zu den Anwaltskosten zurückzuerstatten (act. G 7).
E.
Die Beschwerdegegnerin verzichtete mit Schreiben vom 8. November 2011 auf eine
Duplik (act. G 13 und G 9).
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Erwägungen:
1.
1.1 Die Verfahren IV 2011/226 sowie IV 2011/233 können angesichts dessen, dass
sich dieselben Parteien gegenüberstehen, sowie angesichts des engen
Sachzusammenhangs gemeinsam behandelt werden. Streitig und zu prüfen ist, ob die
Beschwerdegegnerin den Anspruch des Beschwerdeführers auf berufliche
Massnahmen (Arbeitsvermittlung) einerseits (IV 2011/226) und eine Rente andererseits
(IV 2011/233) zu Recht verneint hat.
1.2 Am 1. Januar 2012 sind die im Zug des ersten Teils der 6. Revision erneuerten
Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20),
der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) und des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR
830.1) in Kraft getreten (IV-Revision 6a). In materiell-rechtlicher Hinsicht gilt der
übergangsrechtliche Grundsatz, dass der Beurteilung jene Rechtsnormen zugrunde zu
legen sind, die bei Erlass des angefochtenen Entscheids beziehungsweise im Zeitpunkt
gegolten haben, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende Sachverhalt
verwirklichte (vgl. BGE 127 V 467 E. 1, 126 V 136 E. 4b, je mit Hinweisen). Die
Beschwerdegegnerin hat die angefochtenen Verfügungen beide am 15. Juni 2011 (IV-
act. 67-1 f., 68-1 ff.) und somit vor Inkrafttreten der IV-Revision 6a erlassen. Die
erneuerten Bestimmungen finden deshalb vorliegend keine Anwendung. Nachfolgend
werden die zum Zeitpunkt des Verfügungserlasses in Kraft stehenden Bestimmungen
wiedergegeben.
2.
2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder
teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG), das heisst der durch Beeinträchti
gung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach
ärztlicher Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der
Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt
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(Art. 7 Abs. 1 ATSG). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG richtet sich die Invalidenrente nach
dem Invaliditätsgrad. Liegt ein Invaliditätsgrad von mindestens 40 % vor, besteht An
spruch auf eine Viertelsrente. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % ist der
Anspruch auf eine halbe Rente gegeben. Eine Dreiviertelsrente können Versicherte be
anspruchen, die einen Invaliditätsgrad von mindestens 60 % aufweisen und eine ganze
Rente, wer einen Invaliditätsgrad von mindestens 70 % aufweist.
2.2 Um das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit beurteilen und somit den Invaliditätsgrad
bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf Unter
lagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Ver
fügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheits
zustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich
welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Das
Gericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und demnach zu prüfen,
ob die vorliegenden Beweismittel eine zuverlässige Beurteilung des strittigen
Leistungsanspruchs gestatten. Die Rechtsprechung hat es mit dem Grundsatz der
freien Beweiswürdigung als vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimmte Formen
medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen
(BGE 125 V 351 E. 3b). Das im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholte
Gutachten von externen Spezialärzten, die aufgrund eingehender Beobachtungen und
Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der
Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, besitzt bei der
Beweiswürdigung volle Beweiskraft, solange nicht konkrete Indizien gegen die
Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b/bb).
2.3 Die Beschwerdegegnerin stützt sich in der angefochtenen Verfügung vom
15. Juni 2011 (IV-act. 68-1 ff.) auf das bidisziplinäre Gutachten des Medizinischen
Centers H._ vom 4. März 2011 (IV-act. 51-1 ff.). Die Gesamtbeurteilung vom 10. März
2011 hat nach der Untersuchung des Beschwerdeführers am 19. Oktober und 17. De
zember 2010 als Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit insbesondere ein
therapierefraktäres Schulter-Hand-Syndrom rechts und einen chronischen Ellbogen
schmerz rechts genannt. Als Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit werden
eine Anpassungsstörung und eine längere depressive Reaktion sowie eine arterielle
Hypertonie genannt (IV-act. 51-25 f.). Dr. med. O. I._, Facharzt für Rheumatologie
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sowie für Physikalische Medizin und Rehabilitation, hielt im internistisch-rheumatolo
gisch-orthopädischen Teilgutachten von vom 4. März 2011 (IV-act. 51-1 ff.) fest, eine
sitzende Tätigkeit mit vorwiegendem Einsatz der linken Hand sei dem Beschwerde
führer zumutbar, auch kämen Tätigkeiten im Rahmen von Kontrollvorgängen stehend,
gehend in Frage, die eine manuelle Tätigkeit wenn möglich mit der linken Hand be
inhalteten. Eine solche Tätigkeit sei dem Exploranden mindestens zu 70 % zumutbar
(IV-act. 51-22). In psychiatrischer Hinsicht lag der Einschätzung die Untersuchung
durch Dr. med. K._, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, vom
17. Dezember 2010 zugrunde (IV-act. 51-33 ff.). Der Gutachter berichtete, dass die An
passungsstörung mit längerer depressiver Reaktion keine anhaltende Einschränkung
der Arbeitsfähigkeit im IV-rechtlichen Sinne begründe. Es könne keine psychiatrische
Diagnose gestellt werden, die einen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hätte. Aus psychi
atrischer Sicht sei die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers nicht eingeschränkt (IV-
act. 51-62). Die interdisziplinäre Gesamtbeurteilung ergab eine Arbeitsfähigkeit von
70% in leidensangepassten Tätigkeiten (IV-act. 51-29).
2.4 Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers macht geltend, das rechte Schulter
gelenk hätte im Rahmen der Begutachtung durch das Medizinische Center H._
nochmals bildgebend abgeklärt werden müssen. Gemäss den Leitlinien der Schweize
rischen Gesellschaft für Rheumatologie (SGR) zur Begutachtung rheumatologischer
Krankheiten und Unfallfolgen sind zwar in der Regel Untersuchungen zu wiederholen,
falls die zur Verfügung stehenden Bilder älter als sechs Monate sind. Bei stabilem Be
schwerdebild und gemäss Akten unverändertem klinischem Befund sind jedoch auch
ältere konventionelle Aufnahmen ausreichend (vgl. SÄZ 2007; 88, S. 738).
2.4.1 Die Befundangabe im Bericht des Rodiag Diagnostic Centers in St. Gallen
vom 31. März 2009, das gleichentags eine triplanare Arthro-MRT des Schultergelenks
rechts erstellte – die samt Bericht auch Dr. I._ vorlag (vgl. IV-act. 51-2) –, ergab eine
Ruptur der Supraspinatus-Sehne, übergreifend auf den Oberrand der Infraspinatus-
und Subscapularis-Sehne breitflächig in die Bursa subdeltoidea/subacromialis sich
ausbreitend mit konsekutiver Subluxation der langen Bizepssehne am Oberrand des
Sulcus intertubercularis (nicht nummerierte Fremdakten in act. G 3.2, IV 2011/233). Am
24. April 2009 fand in der Klinik für Orthopädische Chirurgie des KSSG eine operative
Rotatorenmanschettenrekonstruktion rechts statt (vgl. Operationsbericht vom 24. April
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2009 in den unnummerierten Fremdakten in act. G 3.2, IV 2011/233). Die anlässlich der
Nachkontrolle vom 17. Juni 2009 erstellten Röntgenbilder ergaben unauffällige Verhält
nisse mit guter Fixation des Ankers am Humeruskopf (Bericht vom 18. Juni 2009 in den
Fremdakten in act. G 3.2, IV 2011/233). Bei einer weiteren Kontrolle vom 29. Juli 2009
ergaben die erneut angefertigten Röntgenbilder im Vergleich zu den Voraufnahmen un
veränderte Verhältnisse (Bericht vom 29. Juli 2009 in den Fremdakten in act. G 3.2,
IV 2011/233). Eine von der Klinik für Orthopädische Chirurgie veranlasste Kernspin
tomographie vom 23. September 2009 machte eine Tendinose im Bereich der Supra
spinatussehne und eine AC-Gelenksarthrose sichtbar. Auf eine Reruptur der refixierten
Sehnen fanden sich aber keine Hinweise (Bericht vom 1. Oktober 2009 in den Fremd
akten in act. G 3.2, IV 2011/233; vgl. diesbezüglich auch den Bericht der Rehaklinik
C._ vom 1. Februar 2010, S. 4, IV-act. 18-4). Am 22. Oktober 2009 wurde die rechte
Schulter infiltriert (vgl. IV-act. 18-4). Nach dem Aufenthalt in der Rehaklinik C._ vom
16. Dezember 2009 bis 20. Januar 2010 wurde im Bericht vom 1. Februar 2010
festgehalten, bei Selbstlimitierung und Schmerzfokussierung habe keine Verbesserung
der Beschwerdesymptomatik der rechten Schulter erreicht werden können. Die
Symptomatik konnte mit den Befunden und Diagnosen nur zum Teil erklärt werden.
Neben mangelndem Effort spielten gemäss den behandelnden Ärzten der Rehaklinik
auch maladaptive Überzeugungen eine Rolle (IV-act. 18-3). Dr. med. L._, Innere
Medizin FMH, bezeichnete die geklagten Armschmerzen rechts nach einer
Untersuchung des Beschwerdeführers vom 13. April 2010 objektiv unter Hinweis auf
die klinischen und radiologischen Befunde als nicht klar nachvollziehbar (IV-act. 27-2).
Gemäss Bericht über die Suva-Abschlussuntersuchung vom 15. Juni 2010 (bei den
Fremdakten in act. G 3.2, IV 2011/233) lagen dem Kreisarzt Dr. G._ am 30. April 2010
erstellte Röntgenbilder der rechten Schulter vor. Sichtbar waren insbesondere leichte
Unregelmässigkeiten im Glenomeralgelenk bei gut zentriertem Gelenk. Auch diese
Bilder lieferten jedoch keine hinreichende Erklärung für die vom Beschwerdeführer
geklagten Einschränkungen und Schmerzen.
2.4.2 Der Beschwerdeführer selbst hatte gegenüber Dr. I._ angegeben, nach
der Schulteroperation vom 24. April 2009 sei in den ersten drei Monaten eine
Besserung eingetreten, seither seien die noch bestehenden Schmerzen gleich
geblieben (IV-act. 51-47). Eine Progredienz der Beschwerden wurde also nicht beklagt,
dies auch nicht gegenüber Dr. G._ im Rahmen der Suva-Abschlussuntersuchung.
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Dr. I._ nahm die Behandlungsgeschichte betreffend die rechtsseitigen Schulter-
Armschmerzen unter Bezugnahme auf die medizinischen Vorakten detailliert zur Kennt
nis (vgl. insbesondere IV-act. 51-11 f., auch IV-act. 51-19). Unter diesen Umständen
kann Dr. I._ nicht zum Vorwurf gemacht werden, dass er – trotz offenkundiger
Kenntnis der entsprechenden Forderung von Dr. D._ (vgl. IV-act. 51-5) – darauf
verzichtet hat, die Schulter nochmals bildgebend abzuklären. Im Übrigen wurde die
Aktenlage bereits im den Beschwerdeführer betreffenden Urteil UV 2011/7 des Ver
sicherungsgerichts vom 5. Juli 2012 in Bezug auf die rechtsseitige Schulterproblematik
als für die Beurteilung ausreichend gewürdigt und gestützt darauf (unter Berücksichti
gung der Beurteilung der Beeinträchtigung der rechten Schulter und deren Aus
wirkungen auf die Leistungsfähigkeit durch die Rehaklinik C._ und den Suva-
Kreisarzt) betreffend die rechte Schulter von voller Leistungsfähigkeit für adaptierte
Tätigkeiten ausgegangen (E. 3.1).
2.4.3 Im vorliegenden Beschwerdeverfahren hat der Rechtsvertreter des Be
schwerdeführers einen Bericht von Dr. med. E. J._, Spezialarzt FMH für Ortho
pädische Chirurgie und Traumatologie, vom 11. Oktober 2011 einreichen lassen
(act. G 7.1, IV 2011/233; act. G 11.1, IV 2011/226). Dieser basierte auf einer Unter
suchung des Beschwerdeführers vom 10. Oktober 2011 und auf neu erstellten
Röntgenbildern. Dr. J._ empfahl insbesondere die erneute
magnetresonanztomographische Untersuchung der Rotatorenmanschette, wobei er
darauf hinwies, dass die Sehne ein Jahr zuvor zwar stark ausgedünnt, in Kontinuität
jedoch darstellbar gewesen sei. Er warf die Frage einer nochmaligen operativen
Intervention mit suffizienter subacromialer Dekompression auf. Weitere Diagnostik hielt
er offenbar für notwendig; diesbezüglich betrachtete er die Unfallversicherung für
zuständig. Für die vorliegende Beurteilung relevant ist lediglich der Sachverhalt, wie er
sich bis zum Erlass der angefochtenen Verfügungen, also bis 15. Juni 2011 zugetragen
hat. Für die Zeit bis zu diesem Stichtag lässt der Bericht von Dr. J._ keine direkten
Rückschlüsse zu. Insbesondere lässt sich daraus auch nicht der Schluss ziehen, dass
bereits bei der Begutachtung durch Dr. I._ neue Bildgebung in Bezug auf die rechte
Schulter angezeigt gewesen wäre oder dass bereits damals eine (unerkannte)
Operationsindikation bestanden hätte. Aus der Feststellung von Dr. J._, die
subacromiale Dekompression sei etwas knapp erfolgt und es liege noch immer einer
erhebliche Einengung vor, ergibt sich kein Hinweis auf einen Mangel oder eine
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Unsorgfältigkeit des Teilgutachtens von Dr. I._. Der Gutachter wies seinerseits auf
einen engen Subacromialraum hin (IV-act. 51-21), was auch Eingang ins bi-disziplinäre
Gutachten fand (IV-act. 51-25). Ex post wirft der Bericht von Dr. J._ jedenfalls keine
betreffend den massgebenden Zeitraum noch zu klärenden Fragen auf.
2.5 Das Gutachten des Medizinischen Centers H._ ist umfassend, berücksichtigt
die geltend gemachten Beschwerden und begründet in nachvollziehbarer Weise die
Schlussfolgerungen der Experten; auch wird die Art der zumutbaren Arbeiten
dargelegt. Damit vermag es den höchstrichterlich gestellten Anforderungen an ein
Gutachten (BGE 125 V 352 Erw. 3a mit Hinweisen) zu genügen. Auch der RAD hielt das
Gutachten in seiner internen Stellungnahme vom 24. März 2011 für beweistauglich (IV-
act. 52). Es steht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit fest, dass der
Beschwerdeführer in einer adaptierten Erwerbstätigkeit zu 70 % arbeitsfähig ist.
2.6 Auf der Basis des gutachterlich attestierten Arbeitsfähigkeitsgrades für eine
leidensadaptierte Tätigkeit ist im Folgenden der Invaliditätsgrad zu bemessen.
2.6.1 Rechtsprechungsgemäss ist bei der Ermittlung des Valideneinkommens
entscheidend, was die versicherte Person im massgebenden Zeitpunkt nach dem
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdienen
würde. Da nach empirischer Feststellung in der Regel die bisherige Tätigkeit im
Gesundheitsfall weitergeführt worden wäre, ist Anknüpfungspunkt für die Bestimmung
des Valideneinkommens grundsätzlich der letzte vor Eintritt der
Gesundheitsschädigung erzielte, nötigenfalls der Teuerung und der realen
Einkommensentwicklung angepasste Verdienst (vgl. Bundesgerichtsentscheid i/S. K.
vom 23. März 2009, 8C_515/2008). Vorliegend findet sich das "Personalstammblatt per
28. Oktober 2009" der ehemaligen Arbeitgeberin des Beschwerdeführers in den Akten
(IV-act. 15-5). Danach hätte der Beschwerdeführer im Jahr 2009 ein Einkommen von
Fr. 66'040.-- (Fr. 5'080.-- x 13) erhalten (vgl. auch Lohnblatt 2009, IV-act. 15-21). Für
das Valideneinkommen ist somit von diesem Lohn auszugehen.
2.6.2 Nach Eintritt der gesundheitlichen Beeinträchtigung stehen dem
Beschwerdeführer gemäss dem Begutachtungsergebnis noch verschiedene
Hilfstätigkeiten offen. Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der
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beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret
steht. Hat sie nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an
sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen (vgl. IV-act. 59-18), so können
nach der Rechtsprechung statistische Werte (Tabellenlöhne) beigezogen werden (BGE
129 V 472 E. 4.2.1, Bundesgerichtsentscheid i/S C. vom 19. Juni 2008, 9C_81/2008).
Im Jahr 2009 machte der statistische Durchschnittslohn für einfache und repetitive
Tätigkeiten von Männern Fr. 61'240.-- aus (vgl. Anhang 2 der vom Bundesamt für
Sozialversicherungen herausgegebenen Textausgabe, Ausgabe 2010, S. 210,
basierend auf der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung LSE des Bundesamtes für
Statistik). Bestehen im Einzelfall Anhaltspunkte dafür, dass die versicherte Person ihre
gesundheitlich bedingte (Rest-) Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur
mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten kann, ist ein Abzug von den
Tabellenlöhnen zu machen. Mit dem behinderungsbedingten Abzug wird in der Praxis
dem Umstand Rechnung getragen, dass versicherte Personen, die in ihrer letzten
Tätigkeit körperliche Schwerarbeit verrichteten, nach Eintritt des Gesundheitsschadens
auch für leichtere Arbeiten nur beschränkt einsatzfähig sind, dass sie – unabhängig von
der früher ausgeübten Tätigkeit – als gesundheitlich Beeinträchtigte im Rahmen leichter
Hilfsarbeitertätigkeiten nicht mehr voll leistungsfähig sind oder dass weitere
persönliche und berufliche Merkmale wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit,
Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die
Höhe des Lohnes haben können. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzugs ist der
Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter
Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf
höchstens 25 % des Tabellenlohnes zu begrenzen. (vgl. zum Ganzen: BGE 134 V 322
E. 5.2 und BGE 126 V 75). - Der 1954 geborene Beschwerdeführer war im
Verfügungszeitpunkt bereits 57-jährig. Ältere erwerbslose Personen sind auf dem
Arbeitsmarkt statistisch gesehen benachteiligt (vgl. Bundesamt für Statistik, BFS
Aktuell, Erwerbstätigkeit der Personen ab 50 Jahren, 2008, S. 12), was beim
Hinzukommen von gesundheitlichen Beschwerden umso mehr gelten dürfte. Das Alter
des Beschwerdeführers kann daher bei der Ermittlung des Tabellenlohnabzugs nicht
ausser Acht gelassen werden. Zudem war der Beschwerdeführer von 1995 bis 2010 als
Chauffeur bei der gleichen Arbeitgeberin, der B._ AG, tätig gewesen (IV-act. 15-1,
51-45). Seine nahezu 15-jährige Betriebszugehörigkeit in der gleichen Tätigkeit dürfte
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ebenfalls dazu beitragen, seine Chancen auf dem Arbeitsmarkt und damit zugleich den
zu erwartenden Lohn zu schmälern. Es ist deshalb – auch angesichts der
Einschränkungen des Beschwerdeführers, die erhöhte Anforderungen an einen
adaptierten Arbeitsplatz stellen und eine entsprechende Rücksichtnahme des
Arbeitgebers verlangen, und unter Berücksichtigung seiner intellektuellen Ressourcen
und seines Ausbildungsstands – damit zu rechnen, dass der Beschwerdeführer eine
entsprechende Stelle auf dem Arbeitsmarkt nur zu einem unterdurchschnittlichen
Einkommen erhalten wird. In Würdigung der konkreten Umstände erscheint ein
Tabellenlohnabzug von mindestens 10 %, wenn nicht 15 % angemessen. - Das
Durchschnittseinkommen ist bei Berücksichtigung eines Abzugs von 10 % auf
Fr. 55'116.-- herabzusetzen. Bei einer Arbeitsfähigkeit von 70 % ergibt dies per 2009
ein zumutbares Invalideneinkommen von Fr. 38'581.--.
2.7 Bei einem Valideneinkommen von Fr. 66'040.-- und einem zumutbaren Invaliden
einkommen von Fr. 38'581.-- beträgt der Invaliditätsgrad rund 42 %. Bei einem
Tabellenlohnabzug von 15 % beliefe er sich auf knapp 45%.
3.
3.1 Zu prüfen bleibt, ob der Invaliditätsgrad des Beschwerdeführers in Beachtung
des Grundsatzes "Eingliederung vor Rente" in ein rentenausschliessendes Ausmass
gesenkt werden könnte.
3.2 Nach Art. 8 Abs. 1 IVG haben Invalide oder von einer Invalidität unmittelbar be
drohte Versicherte Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit diese notwendig
und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu
betätigen, wieder herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern. Dabei ist die gesamte
noch zu erwartende Arbeitsdauer zu berücksichtigen. Die Eingliederungsmassnahmen
bestehen unter anderem in Massnahmen beruflicher Art (Berufsberatung, erstmalige
berufliche Ausbildung, Umschulung und Arbeitsvermittlung; Art. 8 Abs. 3 lit. b IVG).
3.3 Ein Anspruch auf Umschulung (Art. 17 Abs. 1 IVG) steht unter Berücksichtigung
des Verhältnismässigkeitsgrundsatzes mit Blick auf das Alter und den
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Ausbildungsstand des Beschwerdeführers nicht im Raum und wird auch nicht
beantragt. Damit entfällt auch ein Anspruch auf Berufsberatung (Art. 15 IVG).
3.4
3.4.1 Ein Anspruch auf Arbeitsvermittlung nach Art. 18 Abs. 1 IVG besteht, wenn
die allgemeinen Voraussetzungen für Leistungen der IV gemäss Art. 4 ff. und Art. 8 IVG
gegeben sind, d.h. insbesondere eine leistungsspezifische Invalidität (Art. 4 Abs. 2 IVG)
gegeben ist, die im Rahmen von Art. 18 Abs. 1 Satz 1 IVG schon bei relativ geringen
gesundheitlich bedingten Schwierigkeiten in der Suche nach einer Arbeitsstelle erfüllt
ist (BGE 116 V 81 E. 6a; AHI 2000 S. 70 E. 1a).
3.4.2 In den Akten finden sich keine Hinweise darauf, dass sich der Beschwerde
führer bis zum Verfügungszeitpunkt am 15. Juni 2011 motiviert zur Durchführung
von beruflichen Eingliederungsmassnahmen gezeigt hätte. So führte etwa die Ein
gliederungsverantwortliche der Beschwerdegegnerin im "Verlaufsprotokoll nach Grund
satzentscheid" vom 3. Juli 2010 (IV-act. 28-1 ff.) aus, dass sich der Beschwerdeführer
in einem Gespräch vom 29. Juni 2010 nicht mehr als arbeitsfähig betrachtet und die
Rentenprüfung gewünscht habe (IV-act. 28-2 f.). Im bidisziplinären Gutachten des
Medizinischen Centers H._ vom 10. März 2011 führte der rheumatologische Gut
achter sodann aus, der Beschwerdeführer sehe sich überhaupt nicht mehr arbeitsfähig.
Im Rahmen der stationären Rehabilitation in C._ sei versucht worden, den Be
schwerdeführer in beruflicher Sicht zu unterstützen. Dieser habe jedoch eine deutliche
Symptomausweitung gezeigt und sei derart auf die Schmerzen fixiert gewesen, dass
sowohl diagnostische wie auch therapeutische Schritte ineffizient gewesen seien (IV-
act. 51-22). In der Folge setzte die Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführer durch
den an seine Rechtsschutz-Versicherung adressierten Vorbescheid vom 25. März 2011
ausdrücklich darüber in Kenntnis, dass seine subjektive Arbeitsfähigkeit und aktive Mit
hilfe als Voraussetzung des Anspruchs auf Arbeitsvermittlung unerlässlich seien; ohne
schriftlichen Gegenbericht gehe sie davon aus, dass der Beschwerdeführer nicht an
einer Arbeitsvermittlung interessiert sei (IV-act. 55-1 f.). Auf diese Ankündigung re
agierte weder der Beschwerdeführer selbst noch seine damalige rechtskundige Ver
tretung, worauf die Beschwerdegegnerin wie angekündigt die angefochtene Verfügung
vom 15. Juni 2011 bezüglich Abschluss der Arbeitsvermittlung erliess (IV-act. 67-1 f.).
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Mit der Verweigerung der Mitwirkung an Eingliederungsmassnahmen fehlte es an einer
wesentlichen Voraussetzung für diese Massnahmen. Unter diesen Umständen, wo das
Verhalten in Bezug auf die Arbeitsvermittlung sogar abgemahnt worden ist, war die Be
schwerdegegnerin nicht gehalten, dem Beschwerdeführer auch noch anlässlich eines
Gesprächs zu erläutern, mit welchen Massnahmen sie ihn eingliedern wolle (IV 2011/
226, act. G 4, S. 3). Vor dem Hintergrund, dass sich der Beschwerdeführer zumindest
bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung subjektiv nicht arbeitsfähig fühlte bzw.
der feste Wille zur Aufnahme einer Erwerbstätigkeit fehlte, war Arbeitsvermittlung nicht
sinnvoll durchführbar. Der am 15. Juni 2011 verfügte Abschluss der Arbeitsvermittlung
ist nicht zu beanstanden.
3.4.3 Der Beschwerdeführer lässt beschwerdeweise ein Arbeitstraining
beantragen, damit er lerne, mit seiner linken Hand eine produktive Leistung zu
erbringen (act. G 4, S. 4, IV 2011/226). Soweit er damit einen Arbeitsversuch im Sinn
von Art. 18a IVG meint, sind auch diesbezüglich eine subjektive Arbeitsbereitschaft und
ein Eingliederungswille zentrale Voraussetzungen. Diese waren wie dargelegt
zumindest bis zum Zeitpunkt des verfügungsweisen Abschlusses der
Arbeitsvermittlung nicht vorhanden, sodass sich weitere Ausführungen hierzu
erübrigen. Sollte unterdessen ein ernsthaftes Interesse des Beschwerdeführers an
Arbeitsvermittlung bzw. an der Durchführung eines Arbeitsversuchs bestehen, steht es
dem Beschwerdeführer frei, sich dafür wieder bei der Beschwerdegegnerin zu melden.
3.5 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass keine berufliche Massnahme in Frage
kommt, mit der sich der Invaliditätsgrad des Beschwerdeführers senken liesse. Insofern
besteht keine Eingliederungspflicht der Beschwerdegegnerin.
4.
4.1 Beim Invaliditätsgrad von 42% gemäss obiger E. 2 hat der Beschwerdeführer An
spruch auf eine Viertelsrente der Invalidenversicherung.
4.2 Zur Frage des Rentenbeginns ist Art. 28 Abs. 1 IVG zu beachten, wonach Ver
sicherte Anspruch auf eine Rente haben, die während eines Jahres ohne wesentlichen
Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und
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nach Ablauf eines Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). Für die Eröffnung der
einjährigen Wartezeit muss die Arbeitsunfähigkeit ein gewisses Mass erreichen, sie
muss erheblich sein. Nach der Gerichtspraxis ist eine Verminderung des funktionellen
Leistungsvermögens im bisherigen Beruf von mindestens 20% vorausgesetzt (AHI
1998 S. 124; I 892/05, E. 1.4; so auch Rz. 2010 des vom Bundesamt für
Sozialversicherung herausgegebenen Kreisschreibens über Invalidität und Hilflosigkeit,
gültig ab 1. Januar 2011 [KSIH]). Im Gutachten des Medizinischen Centers H._ wurde
davon ausgegangen, dass der Beschwerdeführer ab dem 25. März 2009 zu 100 % in
der angestammten Tätigkeit arbeitsunfähig sei (IV-act. 51-29), was ohne Weiteres
nachvollziehbar ist. Die Wartezeit ist demnach im März 2010 abgelaufen. Bezüglich des
Beginns des Rentenanspruchs ist Art. 29 Abs. 1 IVG zu beachten, wonach der
Rentenanspruch frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung
des Leistungsanspruchs entsteht. Der Beschwerdeführer meldete sich am 3. Oktober
2009 zum Leistungsbezug an (IV-act. 1-9), der Rentenanspruch entstand daher im April
2010. Der Beschwerdeführer hat mithin mit Blick auf Art. 29 Abs. 3 IVG ab 1. April 2010
Anspruch auf eine Viertelsrente der Invalidenversicherung.
5.
5.1 Gemäss den vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde IV 2011/226
betreffend berufliche Massnahmen (Arbeitsvermittlung) abzuweisen. Die Beschwerde IV
2011/233 betreffend Rente ist unter Aufhebung der Verfügung vom 15. Juni 2011
insofern gutzuheissen, als dem Beschwerdeführer ab 1. April 2010 eine Viertelsrente
der Invalidenversicherung zugesprochen wird.
5.2 Nach Art. 69 Abs. 1 IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um
die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Ver
sicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand
und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt.
Nach Art. 95 Abs. 1 VRP hat in Streitigkeiten jener Beteiligte die Kosten zu tragen,
dessen Begehren ganz oder teilweise abgewiesen werden. Der Beschwerdeführer ist
im Verfahren IV 2011/226 unterlegen und im Verfahren IV 2011/233 teilweise obsiegt.
Es rechtfertigt sich daher, von einem etwa hälftigen Obsiegen auszugehen. Die
Gerichtskosten, die auf Fr. 900.-- festzulegen sind, sind den Parteien demnach je zur
bis
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Hälfte aufzuerlegen. Von den Gerichtskosten haben der Beschwerdeführer und die
Beschwerdegegnerin somit je Fr. 450.-- zu tragen. Der Anteil des Beschwerdeführers
an den Gerichtskosten ist durch seinen geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 600.--
gedeckt; der Restbetrag von Fr. 150.-- ist ihm zurückzuerstatten.
5.3 Der Beschwerdeführer hat bei teilweisem Obsiegen Anspruch auf Ersatz der
Parteikosten, die vom Gericht ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung
der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen werden (Art. 61
lit. g ATSG; vgl. auch Art. 98 ff. VRP). Die Parteientschädigung ist vorliegend für das
Verfahren IV 2011/233 ungekürzt auf Fr. 3'500.-- (einschliesslich Barauslagen und
Mehrwertsteuer) festzulegen, zumal der Aufwand für den Rechtsvertreter nicht geringer
ausgefallen wäre, wenn er anstelle des Hauptantrags der Zusprache einer halben
Invalidenrente lediglich (entsprechend dem Eventualantrag) eine Viertelsrente beantragt
hätte.
5.4 Der Beschwerdeführer beantragt schliesslich, dass die Beschwerdegegnerin zu
verpflichten sei, ihm die Kosten für den Untersuch von Dr. J._ in der Höhe
von Fr. 279.50 zu ersetzen. Gemäss den obigen Erwägungen war der Bericht von
Dr. J._ vom 11. Oktober 2011 für die Beurteilung des Leistungsanspruchs nicht
massgeblich bzw. hat die Beschwerdegegnerin mit dem Abstellen auf die im Ver
fügungszeitpunkt vorhandenen medizinischen Akten den Untersuchungsgrundsatz
nicht verletzt, weshalb die Voraussetzungen für eine Kostenübernahme gemäss Art. 45
Abs. 1 ATSG und Art. 78 Abs. 3 IVV nicht erfüllt sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts
vom 29. Juni 2010, 9C_158/2010, E. 6.2).
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP