Decision ID: 8018e4df-5a6f-485c-b417-83ba1fa96e98
Year: 2016
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ meldete sich im August 2013 zum Bezug von Ergänzungsleistungen an
(act. G 3.1.23). Er gab an, er bewohne mit seiner Ehefrau und seinen drei Kindern
(Jahrgang 1997, 2002 und 2009) eine Mietwohnung, die pro Monat 1’292 Franken
koste (der Mietzins war per 1. Oktober 2009 von 1’302 Franken auf 1’353 Franken
erhöht und per 1. Juli 2011 auf 1’290 Franken herabgesetzt worden; vgl. act. G 3.1.29–
1 ff.). Er verfüge über kein Vermögen. Weder er noch seine Ehefrau oder seine Kinder
erzielten ein Erwerbseinkommen. Er erhalte eine Rente der Invalidenversicherung von
1’170 Franken pro Monat. Die Kinderrenten beliefen sich auf 1’404 Franken pro Monat.
Die Rente sei ihm rückwirkend ab Juni 2005 zugesprochen worden. Ein Sachbearbeiter
der EL-Durchführungsstelle vermerkte auf dem Anmeldeformular, es sei noch offen, ob
der Versicherte Leistungen der beruflichen Vorsorge erhalten werde. Die Stadtpolizei
habe eine Mitarbeiterin darüber informiert, dass der Versicherte ein Wirtepatent
erlangen und sich eventuell selbständig machen möchte. Im Juli 2013 habe er ein
Einkommen von 1’700 Franken in einem Restaurant erzielt (vgl. act. G 3.1.21). Der
Versicherte hatte in den Monaten September, Oktober und November 2005
Krankentaggeldleistungen von total 14’548 Franken erhalten (159.869 Franken pro Tag;
act. G 3.1.35–19 ff.). Im Jahr 2007 hatte er Taggeldleistungen der
Invalidenversicherung und im Jahr 2009 eine (geringfügige) Arbeitslosenentschädigung
im Zusammenhang mit einem Kursbesuch erhalten (act. G 3.1.24–1 ff. und G 3.1.28–1
ff.). Seine Ehefrau hatte in den Jahren 2010–2012 in einem Restaurant einen
„Zwischenverdienst“ von total 5’454 Franken erzielt (act. G 3.1.24–5 und G 3.1.28–4
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ff.). Gemäss den der Anmeldung beigelegten Lohnausweisen einer
Reinigungsunternehmung hatte sie zusätzlich im Jahr 2010 einen Lohn von 690
Franken, im Jahr 2011 einen Lohn von 9’954 Franken und im Jahr 2012 einen Lohn von
4’721 Franken erhalten (act. G 3.1.28–33 ff.). Die Arbeitslosenentschädigung hatte sich
im Jahr 2010 auf 22’636 Franken und im Jahr 2011 auf 25’784 Franken belaufen (act. G
3.1.28–34 ff.). Im Jahr 2005 hatte sie einen Lohn von 37’588 Franken, im Jahr 2006
einen solchen von 39’402 Franken, im Jahr 2007 einen solchen von 39’791 Franken, im
Jahr 2008 einen solchen von 39’996 Franken und im Jahr 2009 einen solchen von
40’450 Franken erzielt (act. G 3.1.35–6 und 3.1.28–38 ff.).
A.b Im Oktober 2013 forderte die EL-Durchführungsstelle den Versicherten auf,
weitere Unterlagen, unter anderem betreffend die Mietzinsänderungen und sein
Einkommen als Wirt, einzureichen (act. G 3.1.19). Sie wies ihn darauf hin, dass sie die
Anrechnung eines hypothetischen Erwerbseinkommens seiner Ehefrau prüfen werde.
Ende Oktober 2013 reichte der Versicherte die verlangten Unterlagen ein (act. G
3.1.18). Gemäss einer Lohnabrechnung hatte er im August 2013 einen Lohn von 1’000
Franken erhalten. Er gab an, seine Ehefrau habe keine Ausbildung absolviert und als
Hilfsarbeiterin gearbeitet. Aufgrund seiner Krankheit und wegen der Kinderbetreuung
könne sie keiner Erwerbstätigkeit nachgehen. Im Dezember 2013 notierte ein
Sachbearbeiter der EL-Durchführungsstelle (act. G 3.1.17), gemäss einer telefonischen
Auskunft des Sozialamtes habe der Versicherte nur im August 2013 ein Einkommen
erzielt. Er habe für die Erlangung des Wirtepatentes in einem Restaurant anwesend
sein müssen. Im Januar 2014 gab die Ehefrau des Versicherten dann aber telefonisch
an (act. G 3.1.15), das Restaurant gehöre ihrem Ehemann. Er arbeite nach wie vor dort.
Im März 2014 gingen der EL-Durchführungsstelle die Bilanzen und die
Erfolgsrechnungen des Restaurants für die Jahre 2011 und 2012 zu (act. G 3.1.13).
Demnach hatte der Versicherte im Jahr 2011 einen Gewinn von 14’866 Franken und im
Jahr 2012 einen Gewinn von 28’250 Franken erzielt. Der Treuhänder des Versicherten
gab im März 2014 an (act. G 3.1.12), der Versicherte habe das Restaurant erst im Juli
2013 übernommen. Davor sei es von seinem Schwager geführt worden. Ein Grossteil
des Umsatzes sei durch illegales Glücksspiel erzielt worden. Nach einer Razzia Ende
des Jahres 2012 sei der Umsatz massiv eingebrochen. Bereits im Februar 2014 war
dem Versicherten von der Vorsorgeeinrichtung rückwirkend für die Periode vom 1. Juni
2005 bis zum 31. März 2009 eine Invalidenrente zugesprochen worden. Für die Zeit ab
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dem 1. April 2009 war aufgrund einer Überversicherung ein Rentenanspruch verneint
worden (act. G 3.1.9).
A.c Mit einer Verfügung vom 14. Mai 2014 sprach die EL-Durchführungsstelle dem
Versicherten rückwirkend ab dem 1. Juni 2005 eine Ergänzungsleistung zu (act. G
3.1.1). Sie führte aus, sie habe ihm gestützt auf den Art. 14a ELV ein hypothetisches
Erwerbseinkommen angerechnet. Er sei verpflichtet, ein dieses Einkommen
übersteigendes Einkommen aus seiner Tätigkeit als Wirt zu melden. Auch seiner
Ehefrau sei für die Zeit nach dem Ende des Bezuges einer Arbeitslosenentschädigung
ein hypothetisches Erwerbseinkommen angerechnet worden. Ab August 2013 sei die
Nachzahlung der IV-Rente als Vermögen angerechnet worden. Ab Mai 2014 werde die
Nachzahlung der Ergänzungsleistungen als Vermögen angerechnet. Dies wirke sich
aber nicht auf das Ergebnis aus, weil ohnehin nur ein Anspruch auf die so genannte
Minimalgarantie bestehe. Den Berechnungsblättern liess sich entnehmen, dass die EL-
Durchführungsstelle die Renten der Invalidenversicherung und der beruflichen Vorsorge
so angerechnet hatte, wie wenn sie direkt vom Anspruchsbeginn an ausbezahlt worden
wären (act. G 3.1.2 ff.). Die tatsächlichen Rentennachzahlungen waren zusätzlich als
Vermögenszuwachs respektive als verzehrbares Vermögen angerechnet worden.
A.d Am 19. Juni 2014 liess der Versicherte eine vorsorgliche Einsprache gegen die
Verfügung vom 14. Mai 2014 erheben (act. G 3.2.8). Am 12. Juli 2014 (act. G 3.2.5)
beantragte sein Rechtsvertreter die Neuberechnung der Ergänzungsleistung ohne die
Berücksichtigung eines hypothetischen Erwerbseinkommens der Ehefrau. Zur
Begründung führte er aus, mit Blick auf das Alter der Kinder, die umfassenden
Betreuungspflichten in der Erziehung, die Aufgaben im Haushalt, die fehlende
berufliche Ausbildung, die fehlenden Sprachkenntnisse und die lange Absenz vom
Arbeitsmarkt sei die Anrechnung eines hypothetischen Erwerbseinkommens der
Ehefrau nicht sachgerecht. Mit einem Entscheid vom 2. September 2014 wies die EL-
Durchführungsstelle die Einsprache ab (act. G 3.2.2). Sie hielt fest, die Ehefrau des
Versicherten sei in den Jahren 2005–2009 erwerbstätig gewesen. Im Jahr 2005 sei das
mittlere Kind gerade einmal knapp drei Jahre alt gewesen. Folglich könne ihr auch ab
dem Jahr 2012 wieder eine Erwerbstätigkeit zugemutet werden, da das jüngste Kind
damals bereits drei Jahre alt gewesen sein. Da die Ehefrau bis Ende des Jahres 2011
erwerbstätig gewesen sei, könne nicht von einer langen Absenz vom Arbeitsmarkt
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gesprochen werden. Für die in Frage kommenden Hilfsarbeiten seien weder besonders
gute Sprachkenntnisse noch eine berufliche Ausbildung erforderlich.
B.
B.a Am 26. September 2014 liess der Versicherte (nachfolgend: der
Beschwerdeführer) eine Beschwerde gegen den Einspracheentscheid vom 2.
September 2014 erheben (act. G 1). Sein Rechtsvertreter beantragte die Aufhebung
des Einspracheentscheides und die Neuberechnung der Ergänzungsleistung ohne die
Berücksichtigung eines hypothetischen Erwerbseinkommens der Ehefrau sowie
eventualiter die Rückweisung der Sache an die EL-Durchführungsstelle (nachfolgend:
die Beschwerdegegnerin) zur Durchführung weiterer Abklärungen. Zur Begründung
führt er aus, die Ehefrau habe im Jahr 2009 wegen der Geburt des jüngsten Kindes ihre
Erwerbstätigkeit aufgeben müssen. Mindestens bis zum Eintritt des jüngsten Kindes in
die Primarschule sei der Ehefrau keine Erwerbstätigkeit zumutbar. Der Umstand, dass
sie in den Jahren 2005–2009 mehr gearbeitet habe, als ihr rechtlich zumutbar gewesen
sei, dürfe ihr nicht zum Nachteil gereichen. Die Beschwerdegegnerin habe ihre
Untersuchungspflicht verletzt, da sie nicht abgeklärt habe, wie es sich bezüglich der
Verfügbarkeit von geeigneten, offenen Stellen verhalte.
B.b Die Beschwerdegegnerin beantragte am 4. November 2014 unter Hinweis auf

die Erwägungen im angefochtenen Einspracheentscheid die Abweisung der
Beschwerde (act. G 3).
Erwägungen
1.
Der Beschwerdeführer hat sich zwar (schon in seiner Einsprache gegen die Verfügung
vom 14. Mai 2014) nur gegen die Anrechnung eines hypothetischen
Erwerbseinkommens seiner Ehefrau gewandt. Der Streitgegenstand besteht aber in der
erstmaligen Zusprache einer Ergänzungsleistung. Im vorliegenden
Beschwerdeverfahren muss diese Zusprache umfassend auf ihre Rechtmässigkeit
überprüft werden, da das gesamte Rechtsverhältnis den Streitgegenstand bildet.
2.
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Dem Beschwerdeführer ist rückwirkend ab dem 1. Juni 2005 eine Rente der
Invalidenversicherung zugesprochen worden. Da er sich weniger als sechs Monate
nach der Rentenzusprache zum Bezug von Ergänzungsleistungen angemeldet hat, hat
er gemäss dem Art. 22 Abs. 1 ELV grundsätzlich rückwirkend ab dem 1. Juni 2005
einen Anspruch auf eine Ergänzungsleistung. Bei der Anspruchsberechnung sind die
Ausgaben und die Einnahmen des Beschwerdeführers, seiner Ehefrau und seiner drei
Kinder zu berücksichtigen (Art. 9 Abs. 2 ELG und Art. 9 Abs. 4 ELG e contrario), wobei
allerdings zu beachten ist, dass das jüngste Kind erst im April 2009 zur Welt
gekommen ist und somit erst ab dem 1. April 2009 einen Anspruch auf eine
Kinderrente begründet hat (vgl. Rz. 3342 RWL).
3.
3.1 Die Prämienpauschalen für die obligatorische Krankenpflegeversicherung, die
als Ausgabe anzurechnen sind und gleichzeitig die so genannte Minimalgarantie, also
den Mindestbetrag der Ergänzungsleistung bei einem Ausgabenüberschuss, darstellen
(Art. 26 ELV), haben sich für alle Familienmitglieder zusammen im Jahr 2005 auf 7’536
Franken, im Jahr 2006 auf 8’040 Franken, im Jahr 2007 auf 8’400 Franken, im Jahr
2008 auf 8’592 Franken, in den Monaten Januar, Februar und März 2009 (umgerechnet
auf ein Jahr) auf 9’048 Franken und für den Rest des Jahres 2009 (umgerechnet auf ein
Jahr) auf 9’936 Franken, im Jahr 2010 auf 10’968 Franken, im Jahr 2011 auf 11’712
Franken, im Jahr 2012 auf 12’096 Franken, im Jahr 2013 auf 12’288 Franken und ab
Januar 2014 auf 12’720 Franken belaufen.
3.2 Der Mietzins für die Wohnung hat bis Ende September 2009 monatlich 1’292
Franken, bis Ende Juni 2011 monatlich 1’353 Franken, bis Ende Januar 2014 monatlich
1’290 Franken und ab Februar 2014 monatlich 1’209.50 Franken betragen (vgl. act. G
3.2.18–3 ff.). Für die Jahre 2005–2008 und für die Monate Januar bis und mit
September 2009 ist folglich von einem jährlichen Mietzins von 15’504 Franken, für die
Monate Oktober, November und Dezember 2009, für das Jahr 2010 und für die Monate
Januar bis und mit Juni 2011 von einem solchen von 16’236 Franken, für die Monate
Juli bis und mit Dezember 2011, für die Jahre 2012 und 2013 sowie für den Monat
Januar 2014 von einem solchen von 15’480 Franken und für die Zeit ab Februar 2014
von einem solchen von 14’514 Franken auszugehen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass
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für die Berechnung der ordentlichen, bundesrechtlichen Ergänzungsleistung nur ein
Mietzins von maximal 15’000 Franken pro Jahr angerechnet werden darf. Im
Mehrbetrag der effektiven Mietkosten besteht aber für die Zeiträume, in denen ein
Anspruch auf eine ordentliche Ergänzungsleistung bestanden hat und in denen das
Reinvermögen weniger als drei Viertel des bundesrechtlichen Vermögensfreibetrages
betragen hat (vgl. Art. 5 ELG/SG), ein Anspruch auf eine ausserordentliche,
kantonalrechtliche Ergänzungsleistung von maximal 5’000 Franken (vgl. Art. 6 ELG/
SG).
3.3 Die Pauschale für den allgemeinen Lebensbedarf beträgt 44’910 Franken (2005/
2006), 46’170 Franken (2007/2008), 47’640 Franken (Januar, Februar, März 2009),
54’160 Franken (ab April 2009 und im Jahr 2010), 55’095 Franken (2011/2012)
beziehungsweise 55’575 Franken (ab Januar 2013).
3.4 Das für die Berechnung der ordentlichen, bundesrechtlichen Ergänzungsleistung
massgebende Ausgabentotal beläuft sich also für die Monate Juni bis und mit
Dezember 2005 auf 67’446 Franken, für das Jahr 2006 auf 67’950 Franken, für das
Jahr 2007 auf 69’570 Franken, für das Jahr 2008 auf 69’762 Franken, für die Monate
Januar, Februar und März 2009 auf 71’688 Franken, für die Monate April bis und mit
Dezember 2009 auf 79’096 Franken, für das Jahr 2010 auf 80’128 Franken, für das
Jahr 2011 auf 81’807 Franken, für das Jahr 2012 auf 82’191 Franken, für das Jahr 2013
auf 82’863 Franken, für den Monat Januar 2014 auf 83’295 Franken und für die Zeit ab
Februar 2014 auf 82’809 Franken.
4.
4.1 Die Rentenleistungen der Invalidenversicherung haben in den Jahren 2005 und
2006 je 23’220 Franken, in den Jahren 2007 und 2008 je 23’868 Franken, in den
Monaten Januar, Februar und März 2009 (umgerechnet auf ein Jahr) 24’624 Franken,
ab April 2009 (umgerechnet auf ein Jahr) und im Jahr 2010 je 30’096 Franken, in den
Jahren 2011 und 2012 je 30’624 Franken und ab Januar 2013 jährlich 30’888 Franken
betragen.
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4.2 Aus der beruflichen Vorsorge hat der Beschwerdeführer von Juni 2006 bis Ende
März 2009 eine Rente erhalten; ab April 2009 ist aufgrund einer „Überversicherung“
keine Rente mehr ausgerichtet worden (vgl. act. G 3.2.9). Die Rentenleistungen aus der
beruflichen Vorsorge haben während dieser Zeit durchgehend 3’821 Franken pro Jahr
betragen.
4.3 Bis Ende November 2005 hat der Beschwerdeführer ein Krankentaggeld von
159.869 Franken erhalten. Die Taggeldleistungen haben sich also auf 58’352 Franken
pro Jahr belaufen. Sie sind rückwirkend mit der Nachzahlung der Rente der
Invalidenversicherung verrechnet worden, weshalb für die Berechnung der
Ergänzungsleistung vom Jahresbetrag des Taggeldes der Jahresbetrag der
Invalidenrente abzuziehen ist. Daraus resultiert ein bis Ende November 2005
anrechenbares Taggeld von 45’452 Franken (= 58’352 – 12’900 Franken) pro Jahr. Die
Taggeldleistungen der Invalidenversicherung sind bei der Anspruchsberechnung nicht
zu berücksichtigen, weil sie vollständig mit der Nachzahlung der Rente der
Invalidenversicherung verrechnet worden sind. Für die Jahre 2010 und 2011 ist die
Arbeitslosenentschädigung der Ehefrau von 22’636 Franken und 25’784 Franken
anzurechnen.
4.4 Der Beschwerdeführer hat bis zum Erhalt der Nachzahlung der Rente der
Invalidenversicherung über kein nennenswertes Vermögen verfügt. Offenbar hat er im
Sommer 2013 trotz einer Verrechnung der Nachzahlung der Invalidenversicherung mit
Unterstützungsleistungen der Sozialhilfe noch über 80’000 Franken direkt ausbezahlt
erhalten. Im Mai 2014 hat er dann zusätzlich noch eine Nachzahlung von
Ergänzungsleistungen im Betrag von rund 75’000 Franken erhalten. Tatsächlich hat
sein Vermögen daher ab dem Sommer 2013 gut 80’000 Franken und ab Mai 2014 über
150’000 Franken betragen. Im Gegenzug hat er aber – tatsächlich – in den Jahren
2005–2013 gar keine Rentenleistungen der Invalidenversicherung und in den Jahren
2005–2014 keine Ergänzungsleistungen erhalten. Für die Berechnung der
Ergänzungsleistung ist allerdings zu fingieren, die Invalidenversicherung habe ihre
Rentenleistungen sofort ab dem Anspruchsbeginn ausgerichtet. Das bedeutet, dass es
– fiktiv – nie zu einer Nachzahlung der Invalidenversicherungsleistungen gekommen ist.
Selbstverständlich kann nicht die sofortige Ausrichtung der laufenden Rente ab Juni
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2005 fingiert und die Nachzahlung der Rentenleistungen für die Jahre 2005–2013 im
Sommer 2013 als Vermögenszuwachs berücksichtigt werden, denn damit würde ein
und dieselbe Leistung unzulässigerweise doppelt angerechnet. Dasselbe gilt
sinngemäss natürlich auch für die Nachzahlung der Ergänzungsleistung. Folglich ist für
den gesamten hier massgebenden Zeitraum zu fingieren, dass der Beschwerdeführer
nie über ein einnahmenrelevantes Vermögen verfügt hat.
4.5 Der Invaliditätsgrad des Beschwerdeführers beträgt 54 Prozent. Das bedeutet,
dass er in der Lage ist, fast die Hälfte seines früheren Einkommens (vor dem Eintritt der
Gesundheitsbeeinträchtigung) zu erzielen. In den Akten finden sich keine Hinweise auf
Umstände, die es dem Beschwerdeführer verunmöglichen würden, eine Arbeitsstelle zu
finden und ein entsprechendes Erwerbseinkommen zu erzielen. Aufgrund der
allgemeinen Lebenserfahrung ist zu vermuten, dass eine arbeitswillige und nötigenfalls
auch einen unterdurchschnittlichen Lohn akzeptierende Person, die sich ernsthaft und
ausreichend um eine Arbeitsstelle bemüht, auch eine solche findet. Diese Vermutung
kann widerlegt werden, indem nachgewiesen wird, dass sich auf dem tatsächlichen
Arbeitsmarkt trotz ausreichender ernsthafter Stellenbemühungen keine geeignete
Arbeitsstelle finden lässt. Gemäss den Akten hat sich der Beschwerdeführer nach dem
Ende des Krankentaggeldbezuges per 30. November 2005 nie um eine Arbeitsstelle
bemüht. Folglich ist davon auszugehen, dass es ihm möglich und zumutbar gewesen
wäre, ein Erwerbseinkommen zu erzielen. Mit anderen Worten hat er also auf die
Erzielung eines Erwerbseinkommens verzichtet. Der Art. 11 Abs. 1 lit. g ELG sieht vor,
dass dem Beschwerdeführer das Erwerbseinkommen, auf das er verzichtet hat, als
Einnahme anzurechnen ist. Das bedeutet, dass statt auf das tatsächliche auf das fiktive
Einkommen abzustellen ist, das der Beschwerdeführer erzielen könnte, wenn er seine
Resterwerbsfähigkeit voll ausnutzen würde. Hinsichtlich der Höhe dieses so genannten
hypothetischen Erwerbseinkommens sieht der Art. 14a Abs. 2 ELV für die Bezüger
einer Teilrente der Invalidenversicherung feste Beträge vor: Bei einem Invaliditätsgrad
von 54 Prozent muss dem Beschwerdeführer gemäss dem Art. 14a Abs. 2 lit. b ELV
der Höchstbetrag für den Lebensbedarf (Art. 10 Abs. 1 lit. a Ziff. 1 ELG) als
hypothetisches Erwerbseinkommen angerechnet werden. Dieser hat im Dezember
2005 und im Jahr 2006 17’640 Franken pro Jahr, in den Jahren 2007 und 2008 je
18’140 Franken, in den Jahren 2009 und 2010 je 18’720 Franken, in den Jahren 2011
und 2012 je 19’050 Franken und ab Januar 2013 19’210 Franken pro Jahr betragen.
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4.6 Das Erwerbseinkommen der Ehefrau hat sich im Jahr 2005 auf 37’588 Franken,
im Jahr 2006 auf 39’402 Franken, im Jahr 2007 auf 39’791 Franken, im Jahr 2008 auf
39’996 Franken und im Jahr 2009 auf 40’450 Franken belaufen. Im Jahr 2010 hat die
Ehefrau allerdings erst ab August gearbeitet: Den Zwischenverdienst von 2’214
Franken hat sie in den Monaten August bis und mit Dezember 2010 erzielt; den Lohn
der Reinigungsunternehmung von 690 Franken hat sie für die Monate September bis
und mit Dezember 2010 erhalten. Für die Anspruchsberechnung müssen diese Beträge
auf Jahreswerte hochgerechnet werden. Für den August 2010 ist also ein
Erwerbseinkommen von 5’314 Franken (= 2’214 Franken ÷ 5 × 12) und für die Monate
September bis und mit Dezember 2010 ein solches von 7’384 Franken (= 2’214
Franken ÷ 5 × 12 + 690 Franken × 3). Im Jahr 2011 hat sich das Erwerbseinkommen
auf 12’582 Franken (= 9’954 + 2’628 Franken) belaufen. Im Jahr 2012 hat die Ehefrau in
den Monaten Januar, Februar und März noch einen Zwischenverdienst von 612
Franken erzielt, was hochgerechnet auf ein Jahr einen Betrag von 2’448 Franken ergibt.
Das Einkommen aus der Reinigungstätigkeit hat sich im Jahr 2012 auf 4’721 Franken
belaufen. Für die Monate Januar, Februar und März 2012 ist folglich von einem
tatsächlichen Erwerbseinkommen von 7’169 Franken und für die Monate April bis und
mit Dezember 2012 von einem solchen von 4’721 Franken auszugehen. Aus
unerfindlichen Gründen hat die Beschwerdegegnerin den Lohn der
Reinigungsunternehmung nicht berücksichtigt. Dies ist als rechtswidrig zu qualifizieren
und entsprechend zu korrigieren.
4.7 Mit Blick auf den Art. 14b ELV könnte die Auffassung vertreten werden, dass
Betreuungspflichten gegenüber minderjährigen Kindern (nicht nur im Vorschulalter)
generell die Anrechnung eines hypothetischen Erwerbseinkommens ausschlössen,
weshalb vorliegend auch der Ehefrau des Beschwerdeführers kein hypothetisches
Erwerbseinkommen angerechnet werden dürfte. Ein solcher genereller Ausschluss
liesse sich allerdings nicht rechtfertigen, da zumindest die Betreuung von
schulpflichtigen Kindern tagsüber mehrheitlich durch die Schule gewährleistet ist, was
es der betreuungspflichtigen Person erlaubt, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen (vgl.
Ralph Jöhl, Ergänzungsleistungen zur AHV/IV, in: Schweizerisches
Bundessozialversicherungsrecht, Band XIV Soziale Sicherheit, 3. Aufl. 2015, Rz. 131).
Selbst wenn diese Regel auf Kinder im Vorschulalter beschränkt würde, könnte sie im
Einzelfall zu gesetzwidrigen Ergebnissen führen, nämlich insbesondere dann, wenn die
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Betreuung der Kinder durch eine Drittperson gewährleistet wäre. Die Zumutbarkeit
einer Erwerbstätigkeit trotz Betreuungspflichten gegenüber minderjährigen Kindern
muss deshalb zwingend anhand der gesamten Umstände des konkreten Einzelfalls
geprüft werden (vgl. Ralph Jöhl, a.a.O.). Im Juni 2005 ist das zweite Kind des
Beschwerdeführers (Geburt im Oktober 2002) erst gut zweieinhalb Jahre alt gewesen.
Trotzdem ist die Ehefrau damals bereits seit mindestens einem halben Jahr wieder
erwerbstätig gewesen und hat einen Lohn von knapp 40’000 Franken pro Jahr erzielt.
Auch nach der Geburt des dritten Kindes im April 2009 ist die Ehefrau des
Beschwerdeführers wohl im bisherigen Pensum erwerbstätig geblieben, denn im Jahr
2009 hat sie einen Lohn von gut 40’000 Franken erhalten. Entgegen der Behauptung
des Rechtsvertreters ist also nicht die Geburt des dritten Kindes im April 2009 der
Grund für die Aufgabe der Erwerbstätigkeit gewesen, denn hätte es sich so verhalten,
hätte die Ehefrau des Beschwerdeführers die Erwerbstätigkeit am ehesten nach dem
Ausschöpfen des Anspruchs auf eine Mutterschaftsentschädigung beendet und nicht
bis zum Jahresende – acht Monate nach der Geburt – weitergearbeitet. Auch hätte sie
sich anschliessend nicht als Stellensuchende bei der Arbeitslosenkasse gemeldet. Die
Ehefrau hat ihre Arbeitsstelle überwiegend wahrscheinlich aus anderen Gründen
verloren; sie hätte eine geeignete Hilfsarbeit im bisherigen Pensum verrichtet, wenn sie
eine Stelle gefunden hätte. Augenscheinlich muss in den Jahren 2005–2009 die
Betreuung der Kinder also gewährleistet gewesen sein, denn andernfalls hätte die
Ehefrau keiner Erwerbstätigkeit nachgehen können. Als der Anspruch auf eine
Arbeitslosenentschädigung im Dezember 2011 geendet hat, ist das jüngste Kind
bereits mehr als zweieinhalb Jahre alt gewesen. Das mittlere Kind ist bereits
schulpflichtig gewesen. Es besteht kein Grund zur Annahme, dass die Betreuung des
jüngsten Kindes ab Januar 2012 nicht (weiterhin) gewährleistet gewesen wäre, zumal
auch der Beschwerdeführer selbst (selbst bei einer fiktiven Erwerbstätigkeit mit einem
Beschäftigungsgrad von 50 Prozent) halbtags bei der Betreuung hätte mithelfen
können. Gesamthaft haben die Betreuungspflichten gegenüber den Kindern also der
Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht entgegengestanden. Vermutungsweise hätte die
Ehefrau deshalb ab Januar 2012 einer Erwerbstätigkeit nachgehen und ein
entsprechendes Einkommen erzielen können. Diese Vermutung hat sie nicht durch
Nachweise erfolgloser Stellenbemühungen widerlegt, denn ab dem Ende der
Taggeldberechtigung gegenüber der Arbeitslosenversicherung hat die Ehefrau dem
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RAV keine Stellenbemühungen mehr einreichen müssen, so dass sie sich mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht mehr beworben hat. Etwas anderes wird denn
auch nicht geltend gemacht. Ab Januar 2012 ist deshalb ein (das minimale tatsächliche
Einkommen weit übersteigendes) hypothetisches Erwerbseinkommen anzurechnen.
Die Beschwerdegegnerin ist gestützt auf die Ergebnisse der Schweizer
Lohnstrukturerhebung für Reinigungstätigkeiten in der Grossregion Ostschweiz von
einem Monatslohn von 3’467 Franken respektive von einem Jahreslohn von 41’604
Franken ausgegangen (act. G 3.1.10). Dies entspricht ziemlich genau dem Lohn, den
die Ehefrau des Beschwerdeführers bis Ende des Jahres 2009 erhalten hatte (vgl. act.
G 3.1.11). Da diese Lohnhöhe folglich als plausibel erscheint, ist das hypothetische
Erwerbseinkommen der Ehefrau auf 41’604 Franken zu beziffern. Das Total der auf
Jahreswerte hochgerechneten (tatsächlichen und hypothetischen) Erwerbseinkommen
des Beschwerdeführers und seiner Ehefrau hat somit in den Monaten Juni bis und mit
November 2005 37’588 Franken, im Dezember 55’228 Franken (= 37’588 + 17’640
Franken), im Jahr 2006 57’042 Franken (= 39’402 + 17’640 Franken), im Jahr 2007
57’391 Franken (= 39’791 + 18’140 Franken), im Jahr 2008 58’136 Franken (= 39’996 +
18’140 Franken), im Jahr 2009 59’170 Franken (= 40’450 + 18’720 Franken), in den
Monaten Januar bis und mit Juli 2010 18’720 Franken, im August 2010 24’034 Franken
(= 18’720 + 5’314 Franken), in den Monaten September bis und mit Dezember 2010
26’104 Franken (= 18’720 + 7’384 Franken), im Jahr 2011 31’612 Franken (= 19’050 +
12’582 Franken), im Jahr 2012 60’654 Franken (= 19’050 + 41’604 Franken) und ab
Januar 2013 60’814 Franken (= 19’210 + 41’604 Franken) betragen.
4.8 Vom Erwerbseinkommen sind die Sozialversicherungsbeiträge abzuziehen. Die
Beschwerdegegnerin hat für das Jahr 2005 nur die Beiträge an die AHV/IV/EO, an die
Arbeitslosenversicherung und an die berufliche Vorsorge, nicht aber die
Nichtberufsunfallversicherungsprämie berücksichtigt. Dies ist rechtswidrig, denn bei
der Nichtberufsunfallversicherung handelt es sich um einen Teil der obligatorischen
Unfallversicherung gemäss dem UVG. Jeder Arbeitnehmer, der mindestens acht
Stunden pro Woche für einen Arbeitgeber tätig ist, ist obligatorisch gegen
Nichtberufsunfälle versichert (vgl. Art. 7 Abs. 2 UVG, Art. 8 Abs. 2 UVG und Art. 13
UVV). Während der Arbeitgeber die Prämie für den Berufsunfallanteil zu bezahlen hat,
kann er die Prämie für die Nichtberufsunfall-Teilversicherung dem Arbeitnehmer
überwälzen (Art. 91 UVG). Folglich handelt es sich auch bei den Prämien für die
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obligatorische Nichtberufsunfallversicherung gemäss dem UVG um
Sozialversicherungsbeiträge, die vom Bruttoeinkommen abzuziehen sind. Ab dem Jahr
2006 hat die Beschwerdegegnerin die Sozialversicherungsbeiträge korrekt
berücksichtigt. Zusammenfassend ergeben sich die folgenden
Sozialversicherungsbeiträge: Für das Jahr 2005 3’219 Franken, für das Jahr 2006 3’064
Franken, für das Jahr 2007 3’117 Franken, für das Jahr 2008 3’119 Franken, für das
Jahr 2009 2’681 Franken, für die Monate September bis und mit Dezember 2010 123
Franken (= 41 Franken × 3; vgl. act. G 3.1.28–37) und für das Jahr 2011 247 Franken.
Ab Januar 2012 sind hypothetische Sozialversicherungsbeiträge vom hypothetischen
Erwerbseinkommen abzuziehen. Die Beschwerdegegnerin hat einen Anteil von 6,25
Prozent abgezogen, der aber nur die Beiträge an die AHV/IV/EO und an die
Arbeitslosenversicherung beinhaltet. Richtigerweise hätte sie auch hypothetische
Prämien für die obligatorische Nichtberufsunfallversicherung und für die berufliche
Vorsorge berücksichtigen müssen. Diese beiden Prämien werden allerdings nicht
anhand eines fixen Prozentsatzes bemessen, sondern von der zuständigen
Versicherungseinrichtung regelmässig neu festgesetzt. Die Höhe der hypothetischen
Prämien muss daher von der Höhe der in den Jahren 2005–2009 bezahlten Prämien
abgeleitet werden. In diesem Zeitraum hat die Ehefrau des Beschwerdeführers
Nichtberufsunfallversicherungsprämien von etwa 1,25 Prozent ihres Bruttolohnes
bezahlen müssen. Die Beiträge an die berufliche Vorsorge haben sich im Bereich von
1,5 Prozent des Bruttoeinkommens bewegt. Vom hypothetischen Erwerbseinkommen
sind also hypothetische Sozialversicherungsbeiträge von neun Prozent (= 6,25 + 1,25 +
1,5 Prozent) respektive von 3’727 Franken (= 0,09 × 41’406 Franken) abzuziehen.
Nebst diesen Sozialversicherungsbeiträgen ist der Freibetrag von 1’500 Franken in
Abzug zu bringen. Vom resultierenden Betrag ist ein Anteil von zwei Dritteln
anzurechnen. Somit ergibt sich ein anrechenbares Erwerbseinkommen von 21’913
Franken (= [37’588 – 3’219 – 1’500 Franken] ÷ 3 × 2; analoge Berechnung für die
folgenden Zeiträume) für die Monate Juni bis und mit November 2005, von 33’673
Franken für Dezember 2005, von 35’319 Franken für das Jahr 2006, von 35’183
Franken für das Jahr 2007, von 35’678 Franken für das Jahr 2008, von 36’659 Franken
für das Jahr 2009, von 11’480 Franken für die Monate Januar bis und mit Juli 2010, von
15’023 Franken für August 2010, von 16’321 Franken für die Monate September bis
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und mit Dezember 2010, von 19’910 Franken für das Jahr 2011, von 36’819 Franken
für das Jahr 2012 und von 36’926 Franken ab Januar 2013.
4.9 Die minimen Vermögenserträge von weniger als einem Franken (vgl. act. G
3.2.5–2) sind nicht zu berücksichtigen. Zu den Einnahmen hinzuzurechnen sind aber
die Familienzulagen. Diese haben bis und mit März 2009 4’800 Franken pro Jahr, ab
April 2009 7’200 Franken pro Jahr und ab April 2013 (Folgemonat der Vollendung des
16. Altersjahres des ältesten Kindes) 7’800 Franken pro Jahr betragen.
4.10 Es resultiert ein Einnahmentotal von 95’385 Franken für die Monate Juni bis und
mit November 2005, von 61’693 Franken für Dezember 2005, von 63’339 Franken für
die Monate Januar bis und mit Mai 2006, von 67’160 Franken für die Monate Juni bis
und mit Dezember 2006, von 67’672 Franken für das Jahr 2007, von 68’167 Franken
für das Jahr 2008, von 69’904 Franken für die Monate Januar, Februar und März 2009,
von 73’955 Franken für die Monate April bis und mit Dezember 2009, von 71’412
Franken für die Monate Januar bis und mit Juli 2010, von 74’955 Franken für August
2010, von 76’253 Franken für die Monate September bis und mit Dezember 2010, von
83’518 Franken für das Jahr 2011, von 74’643 Franken für das Jahr 2012, von 75’014
Franken ab Januar 2013 und von 75’614 Franken ab April 2013.
5.
5.1 Die Gegenüberstellung der anerkannten Ausgaben und der anrechenbaren
Einnahmen ergibt für die Monate Juni bis und mit November 2005 einen
Einnahmenüberschuss von 27’939 Franken (= 95’385 – 67’446 Franken), weshalb für
diesen Zeitraum kein Anspruch auf eine Ergänzungsleistung besteht, für Dezember
2005 einen Ausgabenüberschuss von 5’753 Franken und damit einen Anspruch auf die
Minimalgarantie der ordentlichen, bundesrechtlichen Ergänzungsleistung von 628
Franken, für die Monate Januar bis und mit Mai 2006 einen Ausgabenüberschuss von
4’611 Franken und damit einen Anspruch auf die Minimalgarantie von 670 Franken pro
Monat, für die Monate Juni bis und mit Dezember 2006 einen Ausgabenüberschuss
von 790 Franken und damit einen Anspruch auf die Minimalgarantie von 670 Franken
pro Monat, für das Jahr 2007 einen Ausgabenüberschuss von 1’898 Franken und damit
einen Anspruch auf die Minimalgarantie von 8’400 Franken, für das Jahr 2008 einen
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Ausgabenüberschuss von 1’595 Franken und damit einen Anspruch auf die
Minimalgarantie von 8’592 Franken, für die Monate Januar, Februar und März 2009
einen Ausgabenüberschuss von 1’784 Franken und damit einen Anspruch auf die
Minimalgarantie von 754 Franken pro Monat, für die Monate April bis und mit
Dezember 2009 einen Ausgabenüberschuss von 5’141 Franken und damit einen
Anspruch auf die Minimalgarantie von 828 Franken, für die Monate Januar bis und mit
Juli 2010 einen Ausgabenüberschuss von 8’716 Franken und damit einen Anspruch auf
die Minimalgarantie von 914 Franken, für August 2010 einen Ausgabenüberschuss von
5’173 Franken und damit ein Anspruch auf die Minimalgarantie von 914 Franken, für
die Monate September bis und mit Dezember 2010 einen Ausgabenüberschuss von
3’875 Franken und damit einen Anspruch auf die Minimalgarantie von 914 Franken, für
das Jahr 2011 einen Einnahmenüberschuss von 1’711 Franken und damit keinen
Anspruch auf eine Ergänzungsleistung für diese Zeit, für das Jahr 2012 einen
Ausgabenüberschuss von 7’548 Franken und damit einen Anspruch auf die
Minimalgarantie von 12’096 Franken, für die Monate Januar, Februar und März 2013
einen Ausgabenüberschuss von 7’849 Franken, für die Monate April bis und mit
Dezember 2013 einen Ausgabenüberschuss von 7’249 Franken und damit für das
ganze Jahr 2013 einen Anspruch auf die Minimalgarantie von 12’288 Franken, für
Januar 2014 einen Ausgabenüberschuss von 7’681 Franken und damit einen Anspruch
auf die Minimalgarantie von 1’060 Franken und für die Zeit ab Februar 2014 einen
Ausgabenüberschuss von 7’195 Franken und damit für die Monate Februar, März und
April 2014 ebenfalls einen Anspruch auf die Minimalgarantie von je 1’060 Franken. Das
Total der für den Zeitraum vom Dezember 2005 bis und mit April 2014 geschuldeten
ordentlichen, bundesrechtlichen Ergänzungsleistung beträgt 74’966 Franken. Ab Mai
2014 besteht ein Anspruch auf eine monatliche Ergänzungsleistung von 1’060 Franken
(Minimalgarantie).
5.2 Zudem besteht ein Anspruch auf eine ausserordentliche, kantonalrechtliche
Ergänzungsleistung von 504 Franken pro Jahr respektive von 42 Franken pro Monat für
den Zeitraum vom Dezember 2005 bis und mit September 2009, von 1’236 Franken
pro Jahr respektive von 103 Franken pro Monat für den Zeitraum vom Oktober 2009
bis und mit Dezember 2010 und von 480 Franken pro Jahr respektive von 40 Franken
pro Monat für den Zeitraum vom Januar 2012 bis und mit Januar 2014. Ab Februar
2014 besteht kein Anspruch mehr auf eine ausserordentliche, kantonalrechtliche
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Ergänzungsleistung, da der Mietzins ab Februar 2014 tiefer als der bundesrechtliche
Maximalbetrag von 15’000 Franken gewesen ist. Für das Jahr 2011 besteht kein
Anspruch auf eine ausserordentliche Ergänzungsleistung, weil für dieses Jahr auch
kein Anspruch auf eine ordentliche Ergänzungsleistung besteht. Das Total der für den
Zeitraum vom Dezember 2005 bis und mit Januar 2014 geschuldeten
ausserordentlichen, kantonalrechtlichen Ergänzungsleistung beträgt 4’477 Franken.
5.3 Mit ihrer Verfügung vom 17. Mai 2014 hat die Beschwerdegegnerin dem
Beschwerdeführer eine leicht tiefere Nachzahlung von (total) 74’963 Franken
zugesprochen. Im angefochtenen Einspracheentscheid hat sie diese Verfügung als
rechtmässig „bestätigt“, was bedeutet, dass sie das Einspracheverfahren mit
demselben materiellen Ergebnis abgeschlossen hat. Da dieses Ergebnis aber nicht
richtig ist, muss der angefochtene Einspracheentscheid aufgehoben werden. Dem
Beschwerdeführer wird eine Nachzahlung von (total) 79’443 Franken – 74’966 Franken
ordentliche und 4’477 Franken ausserordentliche Ergänzungsleistungen – für die Zeit
vom Dezember 2005 bis und mit April 2014 zugesprochen. Die laufende, ordentliche
Ergänzungsleistung beträgt ab Mai 2014 monatlich 1’060 Franken. Die
Beschwerdegegnerin wird diese Ergänzungsleistung selbstverständlich an
Veränderungen des relevanten Sachverhaltes und der Rechtslage (insb. Wegfall der
ausserordentlichen Ergänzungsleistung ab Januar 2015) nach dem Erlass der
Verfügung vom 17. Mai 2014 anpassen.
6.
Auch wenn der Beschwerdeführer mit seinem Hauptanliegen – der Berechnung der
Ergänzungsleistung ohne die Berücksichtigung eines hypothetischen
Erwerbseinkommens der Ehefrau – nicht durchdringt, obsiegt er doch insofern, als
seine Beschwerde zur Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheides zu seinen
Gunsten führt. Damit dringt er mit seinem für die Verlegung der Kosten und
Entschädigungen entscheidenden Anliegen, nämlich der Korrektur des von ihm als
rechtswidrig erachteten Einspracheentscheides vom 2. September 2014, durch,
weshalb hinsichtlich der Kosten- und Entschädigungsfolgen praxisgemäss von einem
vollen Obsiegen des Beschwerdeführers auszugehen ist. Gerichtskosten sind keine zu
erheben. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine
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Parteientschädigung auszurichten, die angesichts des durchschnittlichen
Vertretungsaufwandes praxisgemäss auf 3’000 Franken (einschliesslich Barauslagen
und Mehrwertsteuer) festgesetzt wird. Da dieser Entscheid sowohl die ordentlichen,
bundesrechtlichen als auch die ausserordentlichen, kantonalrechtlichen
Ergänzungsleistungen betrifft, gilt der geteilte Rechtsmittelweg.