Decision ID: 00ad7461-9ec4-4957-93bc-0b2a4b66a58a
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Mit Verfügung vom
6. Juni 2017 (Urk. 2) verneinte die Sozialversiche
rungs
an
stalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
,
eine Erhöhung der seit
1. Januar
1999 an X._
ausgerichteten halben Invalidenrente
(vgl. Urk. 7/46, Urk. 7/50, Urk. 7/58, Urk. 7/67
, Urk. 7/78
, Urk. 7/98 und Urk. 7/102
)
. Dagegen erhob die Versicherte am 26. Juni 2017 Beschwerde (Urk. 1) und beantragte, die Verfügung vom 6. Juni 2017 sei aufzuheben und es sei ihr eine höhere Rente zuzusprechen. Im Weiteren sei festzustellen, dass die Beschwerdegegnerin auf das Revisionsgesuch eingetreten sei (S. 2).
2.
Mit Beschwerdeantwort vom 10. August 2017 (Urk. 6) beantragte die Beschwer
degegnerin die teilweise Gutheissung der Beschwerde im Sinne einer Rückwei
sung der Angelegenheit zu weiteren Abklärungen. Die Auswirkungen der von der Beschwerdeführerin geltend gemachten Beschwerden auf deren funktionelle Leis

tungsfähigkeit seien unklar, weshalb weitere medizinische Abklärungen angezeigt seien und die vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) in Erwägung gezogene fachärztliche Untersuchung nachzuholen sei.
In ihrer
Eingabe vom 2. November 2017 (Urk. 11)
erklärte sich
die Beschwerde
führerin
mit der beantragten
Rückweisung der Sache an die Beschwerdegegnerin zu weiteren medizinischen Abklärungen
einverstanden
, wovon der Beschwerde
geg
nerin am 7. November 2017 Kenntnis gegeben wurde (Urk. 13)
.
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1
.
Nachdem in Bezug auf die Eingabe der Beschwerdeführerin vom 2. November 20
17 (Urk. 11) übereinstimmende Anträge auf Rückweisung der Streitsache zu weiteren medizinischen
Abklärungen vorliegen und diese
mit der Akten- und der Rechts
lage im Einklang stehen, ist die Beschwerde gutzuheissen, die angefochtene Verfügung vom 6. Juni 2017 (Urk. 2) aufzuheben und die Sache an die Beschwer
de
gegnerin zurückzuweisen, damit diese weitere medizinische Abklärungen vor
nehme und hernach über den Rentenanspruch der Beschwerdeführerin neu ver
füge
.
2
.
2
.1
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens
aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen
(Art. 69 Abs. 1
bis
des Bun
desgesetzes
über
die Invalidenversicherung,
IVG)
und auf Fr. 400.
--
anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwer
degegnerin aufzuerlegen.
2
.2
Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal
tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb die vertretene Beschwerdeführerin Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat.
Die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin machte mit Honorarnote vom 2. November 2017 (Urk. 12) einen Aufwand von 8.45
Stunden und Barauslagen von Fr. 57.75 geltend
(S.
1)
.
Nach § 34 Abs. 3 des Gesetzes über das Sozialver
sicherungsgericht (
GSVGer
) bemisst sich die Höhe der gerichtlich festzusetzenden Entschädigung nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Pro
zesses und dem Mass des Obsiegens, jedoch ohne Rücksicht auf den Streitwert. Gemäss § 7 Abs. 1 der Verordnung über die Gebühren, Kosten und Entschä
digungen vor dem Sozialversicherungsgericht (
GebV
SVGer
) wird für unnötigen Aufwand kein Ersatz gewährt.
2.3
Der von Rechtsanwältin Lotti Sigg geltend gemachte Aufwand ist der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses nicht angemessen, da die Beschwerde - mangels Kenntnis der Akten - praktisch keine Begründung enthält (Urk. 1). Nach Einsicht in die Vernehmlassung und in die Akten teilte die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 2. November 2017 dem Gericht lediglich ihr Einverständnis zur seitens der Beschwerdegegnerin beantragten Rückweisung der Angelegenheit mit (Urk. 11). In Anbetracht des auf übereinstimmenden Parteianträgen gründenden Urteils erweist sich ein Aufwand von einer Stunde nach Verfahrensende als überhöht.
Angesichts der zu studierenden gut 126 Aktenstücke der Beschwerdegegnerin, der etwa vier- und einseitigen Rechtsschriften sowie der in ähnlichen Fällen zugesprochenen Beträgen ist die Entschädigung von Rechtsanwältin Lotti Sigg bei Anwendung des gerichtsüblichen Stundenansatzes von Fr. 220.-- (zuzüglich Mehrwertsteuer) auf Fr. 1'550.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen.