Decision ID: 2bea2e5f-6449-5ddd-b219-55eaf4b7a2a0
Year: 2008
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Der Beschwerdeführer – ein irakischer Staatsangehöriger kurdischer Ethnie aus der Stadt Zakho in der Nordirakischen Provinz Dohuk,  bis zu seiner Ausreise als _ gearbeitet habe – verliess  Heimat eigenen Angaben zufolge am 10. November 1998 und  am 11. Dezember 1998 in der Schweiz um Asyl.
Zur Begründung seines Gesuches machte er zur Hauptsache geltend, er habe seine Heimat verlassen, weil er mit den Islamisten in Konflikt geraten sei. Der Konflikt habe sich entwickelt, weil er den Kontakt  jüngeren Bruders zu den Islamisten unterbunden habe und er sich selbst, trotz wiederholten Drängens, diesen nicht habe anschliessen wollen. Am 7. November 1998 sei auf ihn geschossen worden und die Islamisten wollten ihn nunmehr unbedingt töten. In der Vergangenheit habe er zudem Probleme mit dem Regime von Saddam Hussein . Er sei von 1989 bis zum kurdischen Aufstand mehrfach inhaftiert und gefoltert worden, da sein Vater Peshmerga gewesen sei. Vor  Hintergrund sei es ihm nicht möglich gewesen, sich den  der Islamisten durch einen Umzug nach Mosul, wo er  habe, oder nach Bagdad zu entziehen, mithin er dort von der  Regierung umgebracht worden wäre.
B. Mit Verfügung vom 12. April 1999 stellte das BFF fest, der  erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, lehnte sein  ab und verfügte dessen Wegweisung aus der Schweiz. Hingegen nahm das BFF den Beschwerdeführer wegen Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs vorläufig auf.
Zur Begründung der Ablehnung des Asylgesuches verwies das BFF auf Widersprüche und Ungereimtheiten in den Schilderungen des . Die Anordnung der vorläufigen Aufnahme  es mit der zum damaligen Zeitpunkt im Irak herrschenden Situation.
Die Verfügung des BFF vom 12. April 1999 wurde vom  nicht angefochten und erwuchs in Rechtskraft.
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C. Gegen den Beschwerdeführer musste verschiedentlich strafrechtlich vorgegangen werden:
• Mit Strafbefehl vom 25. Juli 2003 wurde er wegen mehrfacher  und Sachbeschädigung, begangen am 22. Juli 2003 auf der Gemeindeverwaltung von _, zu einer Gefängnisstrafe von 35 Tagen verurteilt.
• Mit Strafbefehl vom 8. April 2005 wurde er wegen mehrfachen Hausfriedensbruchs, begangen am 2., 3. und 4. März 2005 in der Asylbewerberunterkunft _, zu einer Gefängnisstrafe von 14 Tagen verurteilt.
• Mit Strafbefehl vom 7. April 2006 wurde er wegen geringfügiger Sachbeschädigung, begangen am 8. März 2006 in der  _, zu einer Haftstrafe von 7 Tagen verurteilt.
• Mit Strafbefehl vom 3. Juli 2006 wurde er wegen eines  Vermögensdelikts (Ladendiebstahl), begangen am 16. Mai 2006 in _, zu einer Haftstrafe von 14 Tagen verurteilt.
D. Mit Eingabe vom 12. Juni 2006 wandte sich der Beschwerdeführer ans BFM – unter Verweis auf ein Schreiben des _ [kantonale ] vom 31. Mai 2006 betreffend Fehlverhalten in der Schweiz – und führte aus, er habe viele Probleme in der Schweiz gehabt, da er seit seiner Ankunft krank sei, was aber niemand verstanden habe. Er sei sehr krank, er wolle in Frieden und Ruhe leben, glaube aber nicht, dass er in der Schweiz eine Chance habe und sei sehr traurig. Seiner Eingabe legte er zwei ärztliche Kurzberichte bei:
• Im Bericht von Dr. med. X._. vom 21. Juni 2004 wird dem Beschwerdeführer attestiert, dass er an einer psychischen  leide, welche sich vornehmlich durch Schlafstörungen . Die Schlafstörungen würden die bestehende  des Beschwerdeführers (Suizidgedanken, Aggressivität  anderen Mitmenschen) verstärken.
• Im Bericht von Dr. med. Y._ vom 2. Mai 2006 wird bestätigt, dass der Beschwerdeführer wegen psychischer Probleme in  stehe. Er leide an nächtlichen Schlafstörungen und Angst-
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zuständen, so dass er in der Nacht unruhig und aufgeschreckt sei und umhergehen müsse. Zum Teil sei er auch in seiner  ungesteuert.
Das BFM bestätigte dem Beschwerdeführer am 7. Juli 2006 den Erhalt seiner Eingabe und vermerkte, dass sein Schreiben ohne Folgen zu den Akten gelegt werde.
E. Am 18. Juli 2006 sandte der Beschwerdeführer dem BFM ein  des _ [medizinische Fachinstanz] vom 12. Juli 2006 zu, worin bestätigt wird, dass sich der Beschwerdeführer seit dem 24. Mai 2006 in ambulanter Behandlung befinde.
Das BFM bestätigte dem Beschwerdeführer am 20. Juli 2007 auch den Erhalt dieser Eingabe und vermerkte wiederum, dass sein Schreiben ohne Folgen zu den Akten gelegt werde.
F. Gemäss den Akten fiel der Beschwerdeführer auch nach dem Sommer 2006 wegen verschiedener Ereignisse auf und er wurde wegen  Delikte zu jeweils unbedingten Haftstrafen verurteilt:
• Am 25. Oktober 2006 verfasste die Regionalpolizei _  _ [kantonale Behöre] einen Bericht über aggressives Verhalten, Sachbeschädigung und Bedrohung, begangen am 22. September 2006, nachmittags, in der Asylbewerberunterkunft in _. Am Abend des gleichen Tages habe die Polizei ein  Mal ausrücken müssen, da der Beschwerdeführer im Spital in _ seine Medikamente nicht habe einnehmen wollen und das Spital fluchtartig verlassen habe. Im Bericht wurde ferner vermerkt, der Beschwerdeführer habe schon mehrfach in die Psychiatrische Klinik _ eingeliefert und dort behandelt werden müssen.  habe er die Klinik jeweils wieder verlassen, um am  den Auszahlungstermin in seiner Asylunterkunft zu wahren.
• Mit Strafbefehl vom 3. Januar 2007 wurde er wegen Widerhandlung gegen das Transportgesetz zu einer Busse verurteilt, welche  Uneinbringlichkeit am 30. März 2007 in einen Tag Haft  wurde.
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• Mit Strafbefehl 18. Januar 2007 wurde er wegen , begangen am 6. Dezember 2007 in der  in _, zu einer Freiheitsstrafe von 30 Tagen verurteilt.
• Während der Verbüssung der vorgenannten, seit dem Jahre 2006 gegen den Beschwerdeführer ausgefällten Haftstrafen wurde er – mit Strafbefehlen vom 19. und vom 20. April 2007 – wegen falschen Alarms, begangen am 12. und am 19. April 2007 im  _ (Betätigung des Zellen-Notknopfs), zu Haftstrafen von nochmals 3 Tagen beziehungsweise 14 Tagen verurteilt.
G. Mit Schreiben vom 14. September 2007 teilte das BFM dem  mit, es erachte nach einer Analyse der Sicherheits- und  in Irak den Vollzug der Wegweisung in die drei nordirakischen Provinzen Dohuk, Sulaymaniya und Erbil als  zumutbar. Dies gelte insbesondere für die aus dieser Region stammenden Männer, welche sich alleine in der Schweiz aufhielten. Im Falle des Beschwerdeführers sei festzustellen, dass er in Zakho in der Provinz Dohuk geboren und aufgewachsen sei und sich noch  dort aufhielten. Auch sprächen in seinem Fall keine  Gründe gegen die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges. Vor diesen Hintergrund gewährte das BFM dem Beschwerdeführer das rechtliche Gehör zur beabsichtigten Aufhebung der vorläufigen  und dem damit verbundenen Wegweisungsvollzug.
H. Der Beschwerdeführer teilte dem BFM mit Eingabe vom 27.  2007 mit, er sei 1999 in die Schweiz gekommen, weil er politische Probleme mit der Islamischen Partei gehabt und ihm die Todesstrafe gedroht habe. Würde er jetzt in den Irak zurückkehren, wäre er tot. Er ersuche nochmals um eine Chance für einen Verbleib in der Schweiz, welche er sehr liebe. Leider könne er dies nicht beweisen, da er an  psychiatrischen Krankheit leide. Trotz Besuchen von Kliniken in _, _ und _ sei er immer noch krank. Er möchte daher wieder zu einem Psychiater in Behandlung gehen und gesund werden. Im Gefängnis Laufenburg, wo er sich zurzeit befinde, würde es ihm an Medikamenten und Kleidern mangeln. Er habe drei  ans BFM geschickt und ersuche darum, in eine  Klinik geschickt zu werden.
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I. Aus den Akten geht hervor, dass sich der Beschwerdeführer zum  seiner Stellungnahme erneut im Strafvollzug befand (). Dies in Zusammenhang mit neuen, indes noch nicht  Verurteilungen:
• Mit Strafbefehl vom 6. September 2007 wurde er wegen , begangen am 27. August 2007 in der  in _, zu einer Freiheitsstrafe vom 20 Tagen ,
• Mit Strafbefehl vom 21. September 2007 wurde er wegen Drohung und Sachbeschädigung, begangen am 14. September 2007 auf der Gemeindeverwaltung von _, zu einer Freiheitsstrafe vom 40 Tagen verurteilt.
J. Mit Schreiben vom 8. Oktober 2007 wurde der Beschwerdeführer vom BFM aufgefordert, betreffend die geltend gemachten gesundheitlichen Probleme innert Frist einen Bericht des behandelnden Spezialarztes einzureichen.
Am 24. Oktober 2007 reichte Dr. med. Z._, _, seinen Bericht vom 21. Oktober 2007 zu den Akten. Darin wird dem  – unter anderem unter Verweis auf mutmassliche  im Kindesalter sowie das Miterleben eines  im Jahre 1994 – das Vorliegen einer posttraumatischen  attestiert (ICD-10; F43.1), sowie auf eine akzentuierte Persönlichkeit mit unreifen impulsiven und dissozialen Zügen . Weiter leide der Beschwerdeführer an Asthma. Betreffend die  des Beschwerdeführers wurde festgehalten, dass sich die psychiatrische Behandlung in der Vergangenheit in der Regel auf  Gespräche beschränkt habe. Jedoch sei die Behandlung  erkennbar jeweils nach zwei bis drei Terminen vom  wieder abgebrochen worden. Eine psychiatrische Therapie sei höchstens bedingt oder als gar nicht möglich zu erachten. Die  einer allfälligen Asthmatherapie würden relativiert, da der Beschwerdeführer nicht bereit sei, auf seinen Nikotinkonsum zu .
Am 30. Oktober 2007 teilte der Beschwerdeführer dem BFM mit, da er sich zurzeit im Gefängnis befinde, habe er keinen spezialärztlichen
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Bericht einsenden können. Der _ habe ihm jedoch versichert, dass alles für ihn erledigt werde. Gemäss den Akten wurde der  in der Folge am 10. November 2007 aus dem  entlassen. Daraufhin ersuchte er das BFM am 14. November 2007 um Auskunft, ob der vom _ in Aussicht gestellte Bericht  worden sei. Er selbst sei vom _ nicht mehr kontaktiert worden. Diese Anfrage wurde vom BFM nicht beantwortet.
K. Mit Verfügung vom 22. November 2007 – eröffnet am 4. Dezember 2007 – hob das BFM die am 12. April 1999 angeordnete vorläufige Aufnahme des Beschwerdeführers auf und forderte ihn unter  von Zwangsmitteln im Unterlassungsfall auf, die Schweiz bis zum 18. Januar 2008 zu verlassen.
In seinem Entscheid erkannte das BFM den Wegweisungsvollzug als zulässig, zumutbar und möglich. Dabei verwies es zum einen auf die rechtskräftige Abweisung des Asylgesuches, zum andern hielt es fest, aufgrund der Akten ergäben sich keine Anhaltspunkte dafür, dass dem Beschwerdeführer im Irak eine mit Art. 3 der Europäischen  vom 4. November 1950 (EMRK, SR 0.101)  Strafe oder Behandlung drohen würde. Dem Einwand des , ihm drohe bei einer Rückkehr die Todesstrafe der  Partei, hielt das BFM entgegen, dass dieses Vorbringen  Gegenstand des seinerzeitigen Asylverfahrens gewesen sei und den Anforderungen an die Glaubwürdigkeit nicht standgehalten habe. Den Wegweisungsvollzug in die nordirakischen Provinzen Dohuk, Erbil und Sulaymanyia erkannte das BFM auch im Falle des  als zumutbar; der Beschwerdeführer habe bis zu seiner  in Zakho gelebt, dort als _ gearbeitet und er verfüge  Angaben zufolge mit seiner Mutter und seinen Geschwistern auch über ein familiäres Beziehungsnetz. Vor dem Hintergrund der  im ärztlichen Bericht vom 21. Oktober 2007 erkannte das BFM, es lägen keine Gründe vor, die den Wegweisungsvollzug aus  Sicht als unzumutbar erscheinen liessen. In seinen weiteren  verwies das BFM auf die wiederholte Delinquenz des , wobei es schloss, er sei offenbar nicht in der Lage, sich in der Schweiz zu integrieren und die geltenden Ordnungs- und Verhaltensregeln zu respektieren. Nachdem der Beschwerdeführer erst im Alter von 27 Jahren in die Schweiz eingereist sei, sei auch vor dem Hintergrund seiner achtjährigen Landesabwesenheit davon aus-
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zugehen, dass er in der Lage sei, sich wieder in seiner Heimat zu integrieren. Zudem stehe es dem Beschwerdeführer offen, von der  Rückkehrhilfe Gebrauch zu machen. Abschliessend  das BFM den Vollzug der Wegweisung auch als möglich,  die vorläufige Aufnahme aufzuheben sei.
L. Der Beschwerdeführer reichte am 23. November 2007 einen kurzen ärztlichen Bericht vom 21. November 2007 beim BFM ein:
• Im Bericht von Dr. med. Y._. vom 21. November 2007 wird – wie im Bericht vom 2. Mai 2006 – bestätigt, dass der  wegen psychischer Probleme in Behandlung stehe, an  Schlafstörungen und Angstzuständen leide und in seiner  zum Teil ungesteuert sei.
M. Am 3. Dezember 2007 war der Beschwerdeführer in Rahmen eines Strafbefehlsverfahrens erneut zu einer unbedingten Haftstrafe  worden, und zwar nunmehr zu 90 Tagen. Die Verurteilung erfolgte wegen mehrfachen Hausfriedensbruchs sowie Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte, begangen am 27. und 28. November 2007 in der Asylbewerberunterkunft _. Gemäss Bericht der Kantonspolizei vom 27. Dezember 2007 steckte der Beschwerdeführer am späten Nachmittag des gleichen Tages im Bezirksgefängnis _ mit einem Feuerzeug die Matratze seiner Zelle in Brand,  sich ein Feuer mit erheblichen Folgen entwickelte; zum einen  grosser Sachschaden, zum andern mussten aufgrund des  neben dem Beschwerdeführer auch zwei andere  von der Polizei respektive der Feuerwehr mit Atemschutzgerät aus ihren Zellen evakuiert werden. Der Beschwerdeführer selbst erlitt eine Rauchvergiftung.
N. Mit Eingabe vom 14. Dezember 2007 (Poststempel) gelangte der  an das Bundesverwaltungsgericht und erhob – dem wesentlichen Sinngehalt nach – gegen den Entscheid des BFM vom 22. November 2007 Beschwerde. In seiner Eingabe ersuchte er  um Aufhebung der angefochtenen Verfügung und Belassung der vorläufigen Aufnahme. Dabei führte er zur Begründung an, in  Heimat drohe ihm von Seiten der Islamischen Partei die . Im Weiteren führte er aus, dass er in der Schweiz zwar immer Prob-
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leme gemacht habe, wofür er sich entschuldige, er sei jedoch schwer krank, wolle eine psychische Therapie machen und wieder gesund werden.
Den Akten liegt ferner eine Eingabe ans BFM vom 12. Dezember 2007 bei (Eingang beim BFM am 19. Dezember), in welcher der  um eine nochmalige Chance in der Schweiz ersucht. In der Eingabe wird ebenfalls eine drohende Todesstrafe von Seiten der  Partei im Falle einer Rückkehr in den Irak geltend macht.  führt der Beschwerdeführer an, er leide an psychischen  und er habe Asthma.
O. Mit Zwischenverfügung des Bundesverwaltungsgerichts vom 28.  2007 wurde – der damaligen Praxis entsprechend – auf das Erheben eines Kostenvorschusses verzichtet, da der  zum damaligen Zeitpunkt über ein Sicherheitskonto mit  Deckung verfügte (vgl. dazu aArt. 86 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]; Bestimmung per 1. Januar 2008 komplett revidiert). Gleichzeitig wurde das BFM zum Einreichen einer Vernehmlassung eingeladen.
In seiner Vernehmlassung vom 8. Januar 2008 beantragte das BFM unter Verweis auf seine bisherigen Erwägungen die Abweisung der Beschwerde.
Die vorinstanzliche Vernehmlassung wurde dem Beschwerdeführer am 11. Januar 2007 zur Kenntnisnahme zugestellt.
P. Mit Eingabe vom 16. Januar 2008 verwies der Beschwerdeführer  auf die akute Lebensgefahr seitens der Islamischen Partei im  der Rückkehr und auf seinen angeschlagenen Gesundheitszustand.
Q. Soweit ersichtlich befindet sich der Beschwerdeführer in  mit dem Brandereignis vom 3. Dezember 2007 – nach einer  wegen Brandstiftung, Gefährdung des Lebens und einfacher Körperverletzung – im vorzeitigen Strafantritt. Am 29. Juli 2008 wurde er vom Kanton _ in die Sicherheitsabteilung der Strafanstalt _ im Kanton _ verlegt (vgl. Beschwerdeakten, act. 10).
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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet endgültig über  gegen Verfügungen des BFM auf dem Gebiet des Asyls (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 - 34 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des  vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
1.2 Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die  oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen  und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
1.3 Der Beschwerdeführer ist legitimiert; auf die frist- und formgerecht eingereichten Beschwerden ist einzutreten (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 und 50 ff. des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]).
2.
2.1 Wurde eine Ausländerin oder ein Ausländer vorläufige in der Schweiz aufgenommen, so überprüft das BFM periodisch, ob im  Einzelfall die Voraussetzungen für eine vorläufige Aufnahme noch gegeben sind (vgl. dazu Art. 84 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer vom 16. Dezember 2005 (AuG, SR142.20).
Das BFM hebt die vorläufige Aufnahme auf und ordnet den Vollzug der Weg- oder Ausweisung an, wenn die Voraussetzungen nicht mehr  sind (Art. 84 Abs. 2 AuG). Die Voraussetzungen für die  Aufnahme sind nicht mehr gegeben, wenn der Vollzug der  angeordneten Wegweisung zulässig (Art. 83 Abs. 3 AuG) und es der ausländischen Person zumutbar (Art. 83 Abs. 4 AuG) und  ist (Art. 83 Abs. 2 AuG), sich rechtmässig in ihren Heimat-, in den Herkunftsstaat oder in einen Drittstaat zu begeben.
Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bildet somit die Frage, ob das BFM – vor dem Hintergrund der heutigen Verhältnisse
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im Irak – zu Recht den Wegweisungsvollzug als zulässig, zumutbar und möglich erkannt und die am 12. April 1999 verfügte vorläufige  des Beschwerdeführers aufgehoben hat.
2.2
2.2.1 Niemand darf in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land  werden, in dem sein Leib, sein Leben oder seine Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem er  läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]).
Dieses flüchtlingsrechtliche Rückschiebungsverbot schützt nur , welche die Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3 AsylG  Art. 1 A FK erfüllen. Nachdem das BFF in seiner Verfügung vom 12. April 1999 – welche unangefochten in Rechtskraft erwachsen ist – festgestellt hat, dass der Beschwerdeführer die  nicht erfüllt, kann das Prinzip des flüchtlingsrechtlichen  vorliegend nicht zur Anwendung gelangen. Der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers ist daher unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig.
2.2.2 Gemäss Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der  Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK darf niemand in einen Staat ausgeschafft werden, in dem ihm Folter oder eine andere Art  oder erniedrigender Strafe oder Behandlung droht.
Weder aus den Aussagen des Beschwerdeführers noch aus den Akten ergeben sich Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall einer  mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt wäre.  Praxis des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) sowie jener des UN-Anti-Folterausschusses müsste der  eine konkrete Gefahr ("real risk") nachweisen oder glaubhaft machen, dass ihm im Fall einer Rückschiebung Folter oder unmenschliche Behandlung drohen würde (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK]
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2001 Nr. 16 S. 122, mit weiteren Hinweisen). Dies ist dem  indes – auch unter Berücksichtigung der geltend gemachten Bedrohungslage von Seiten einer islamischen Partei – nicht gelungen. Bereits das BFM verwies in seiner Verfügung auf verschiedene Unglaubhaftigkeitselemente in den Vorbringen des Beschwerdeführers hin, die dieser in seinen Eingaben in keiner Weise zu relativieren vermag. Bereits für den Zeitpunkt der Ausreise erscheint damit eine Verfolgungsgefahr seitens der Islamisten nicht als glaubhaft. Zudem lässt nach Praxis des Bundesverwaltungsgerichts die allgemeine - und Menschenrechtslage in den drei Nordprovinzen des Irak (Dohuk, Erbil und Sulaymaniya) den Wegweisungsvollzug an den  des Beschwerdeführers – die nahe der türkischen Grenze gelegene Stadt Zakho – im heutigen Zeitpunkt nicht als unzulässig , da die Sicherheits- und Justizbehörden der drei irakisch- Nordprovinzen grundsätzlich in der Lage und auch willens sind, den Einwohnern Schutz vor Verfolgung zu gewähren (vgl. dazu BVGE 2008/4). Im Übrigen weist der Beschwerdeführer, welcher seine Heimat vor mehr als 8 Jahren aufgrund von Streitigkeiten mit  verlassen haben will, kein Profil auf, welches auf ein über die  andauerndes, konkretes Verfolgungsinteresse islamistischer Kreise an seiner Person schliessen liesse.
2.2.3 Der Vollzug der Wegweisung ist demnach sowohl im Sinne der
asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig.
2.3
2.3.1 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder  auf Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AuG (vgl. dazu nachfolgend, Erw. 2.3.8) – die vorläufige  zu gewähren (vgl. Botschaft zum Bundesgesetz über die  und Ausländer vom 8. März 2002, BBl 2002 S. 3818).
2.3.2 In der angefochtenen Verfügung hält die Vorinstanz zur  fest, in den drei nordirakischen Provinzen Dohuk, Erbil und  herrsche keine Situation allgemeiner Gewalt. Der  sei somit grundsätzlich zumutbar. In ihren weiteren  erkennt die Vorinstanz – auch unter Berücksichtigung der  Probleme des Beschwerdeführers – keine individuellen
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Gründe, welche gegen die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges sprechen würden. Das BFM verweist auf die vormalige Tätigkeit des Beschwerdeführers als Chauffeur und seine familiären . Vor diesem Hintergrund, sowie aufgrund seines Alters geht es davon aus, der Beschwerdeführer sei in der Lage, sich in seiner  wieder zu integrieren. Zudem könne er Rückkehrhilfe in Anspruch nehmen.
2.3.3 In seiner Beschwerdeingabe verweist der Beschwerdeführer zur Hauptsache auf seine angeschlagene psychische Gesundheit und  um eine Behandlung in der Schweiz.
2.3.4 Das Bundesverwaltungsgericht geht nach einer umfassenden Beurteilung der aktuellen Situation in den drei nordirakischen  Dohuk, Sulaymaniya und Erbil davon aus (vgl. dazu im Einzelnen BVGE 2008/5), dass in den drei kurdischen Provinzen keine Situation allgemeiner Gewalt herrscht und die dortige politische Lage nicht  angespannt ist, als dass eine Rückführung dorthin als  unzumutbar betrachtet werden müsste. Nachdem die Region mit Direktflügen aus Europa sowie aus den Nachbarstaaten erreichbar ist, entfällt zudem das Element einer unzumutbaren Rückreise via Bagdad und auf dem Landweg durch den von Gewalt heimgesuchten .
Zusammenfassend wird im erwähnten Entscheid festgehalten, dass die Anordnung des Wegweisungsvollzugs in der Regel für , gesunde und junge kurdische Männer, die ursprünglich aus  der drei Provinzen stammen und dort nach wie vor über ein  Netz oder Parteibeziehungen verfügen, zumutbar ist. Auf der  Seite soll die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges für  Frauen und für Familien mit Kindern, sowie für Kranke und Betagte nur mit grosser Zurückhaltung bejaht werden (vgl. BVGE 2008/5 E. 7.5 und insb. 7.5.8).
2.3.5 Der Beschwerdeführer stammt aus der Stadt Zakho in der  Dohuk, wo er von seit seiner Geburt bis zur Ausreise gelebt hat. Aufgrund der Akten ist davon auszugehen, dass er dort nach wie vor über ein intaktes familiäres Beziehungsnetz verfügt. So waren im  seiner Ausreise seine Mutter und mehrere Geschwister in Zakho ansässig und die Feststellung des BFM, es beständen familiäre , wird vom Beschwerdeführer in keiner seiner  bestritten. Nachdem vom Bestehen eines sozialen Netzes auszu-
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gehen ist und nachdem der Beschwerdeführer eigenen Angaben  bis zu seiner Ausreise als _ bei einem Verwandten tätig war, ist mit dem BFM davon auszugehen, dass er sich in seiner Heimat  eine tragfähige Existenz aufbauen kann. Die Rückkehrhilfe der Schweiz sollte ihm den Wiedereinstieg in seiner Heimat erleichtern.
2.3.6 Die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs in den Nordirak soll – wie vorstehend angesprochen – unter anderem für Kranke nur mit grosser Zurückhaltung bejaht werden, da die medizinische  im Nordirak zum heutigen Zeitpunkt insgesamt als  bezeichnet werden muss (vgl. dazu BVGE 2008/5 insb. E. 7.5.6 S. 70 f.). Im Falle des Beschwerdeführers ist indes auch unter  der vorgebrachten und durch ärztliche Berichte bestätigten psychischen Probleme von der Zumutbarkeit des  auszugehen. Die vorliegenden Berichte – insbesondere der  vom 21. Oktober 2007 – sprechen zwar klar für eine  psychische Gesundheit des Beschwerdeführers. Indes geht aus den Berichten auch mit hinreichender Deutlichkeit hervor, dass der  im Verlauf seines langen Aufenthalts in der Schweiz keine dauerhafte Therapie aufgenommen hat. Es ist daher zu , dass die psychische Gesundheit des Beschwerdeführers zwar angeschlagen ist, im Grundsatz aber als stabil bezeichnet werden darf und für den Beschwerdeführer kein zwingender Therapiebedarf . Gemäss dem Bericht vom 21. Oktober 2007 nimmt der  – in vergleichsweise niedriger Dosierung – ein  Beruhigungsmittel mit angstlösender Wirkung ein (_), sowie ein Medikament, welches in der Psychiatrie unter anderem zur Behandlung von posttraumatischen Belastungsstörungen eingesetzt wird (_). Zu beiden Medikamenten sind diverse Generika  und es darf davon ausgegangen werden, dass für den  gerade in seiner Heimatstadt Zakho – einem  Handelsplatz an der türkisch-iraksichen Grenze – im Bedarfsfall dieselben oder vergleichbare Medikamente erhältlich sind (vgl. dazu EMARK 2003 Nr. 24). Auch ist davon auszugehen, dass es dem  im Heimatstaat dank dem vertrauten sozialen und  Umfeld besser ergeht, als in der Schweiz, wo er sich nicht zu integrieren vermochte. Die Angaben zur Asthmaerkrankung lassen nicht auf eine schwerwiegende Erkrankung schliessen und sprechen nicht gegen den Wegweisungsvollzug.
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2.3.7 Nach vorstehenden Erwägungen ist festzustellen, dass keine Gründe überwiegen, aufgrund welcher zu schliessen wäre, der  gerate im Falle der Rückkehr in die Heimat in eine existenzbedrohende Situation. Bei dieser Sachlage ist der Vollzug der Wegweisung – in Übereinstimmung mit dem BFM – als zumutbar zu erkennen.
2.3.8 Der Vollständigkeit halber ist festzuhalten, dass im Falle des  der Vollzug der Wegweisung – in Anwendung der Ausschlussklausel von Art. 83 Abs. 7 Bst. b AsylG – auch dann zu  wäre, wenn der Wegweisungsvollzug aufgrund der Akten als  hätte bezeichnet werden müssen.
Der Beschwerdeführer wurde - wie oben aufgezeigt in den letzten  wiederholt – insbesondere wegen Drohung, Hausfriedensbruchs und Sachbeschädigung – zu unbedingten Haftstrafen verurteilt.  der Akten muss davon ausgegangen werden, dass der  überaus leicht erregbar ist, respektive zu  Aggressivität neigt. Dieser Wesenszug mag in Verbindung mit  psychischen Erkrankungslage stehen. Der Beschwerdeführer lässt indes nicht erkennen, dass er sich einer dauerhaften Therapie , und seine Delinquenz dürfte mittlerweile ein Ausmass erreicht haben, welches – gemäss Art. 83 Abs. 7 Bst. b AsylG – einen  von der vorläufigen Aufname auch im Falle eines  Wegweisungsvollzuges rechtfertigen würde. Diese Frage kann letztlich jedoch offen bleiben.
2.4 Der Vollzug der Wegweisung in den Nordirak ist praxisgemäss auch als möglich zu erkennen.
2.5 Nachdem sich der Wegweisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt als zulässig, zumutbar und möglich erweist, ist die Aufhebung der  Aufnahme zu bestätigen.
3. Aus den vorstehenden Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen  richtig und vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG). Die Beschwerde ist demnach abzuweisen.
4. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten dem Beschwer-
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deführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG). Nachdem sich  der Beschwerdeführer seit Ende 2007 ununterbrochen in Haft , ist – zufolge voraussichtlicher Uneinbringlichkeit – von einer Kostenauflage abzusehen (vgl. Art. 6 Bst. b des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem  [VGKE, SR 173.320.2]).
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