Decision ID: 4281342d-cf90-4016-8c1d-219168d3c335
Year: 2021
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Am 19. Januar 2018 (Urk. 2/1) erhob
X._
Beschwerde gegen den
Ein
spracheentsche
id
der Suva vom 7. Dezember 2017
(Urk. 2/2) betreffend Rück
forderung von Taggeldleistungen in Höhe von Fr. 62'234.50 und beantragte dessen
Aufhebung, die Bejahung der Leistungspflicht der Suva für das Unfallereignis vom 29. Februar 2016 und die Verneinung einer Rückerstattungsverpflichtung. Mit Urteil vom 4. Juni 2019 im Prozess Nr. UV.2018.00018 wies das Sozial
ver
sicherungsgericht die Beschwerde ab. Das Bundesgericht hiess die dagegen erho
bene Beschwerde mit Urteil vom 24. Januar 2020 im Verfahren 8C_538/2019 in
dem Sinne teilweise gut, als es den angefochtenen Entscheid aufhob und die Sach
e zur Durchführung einer Zeugenbefragung und neuen Entscheidung zurückwies.
2.
In Umsetzung dieses Urteils fand am 12. Januar 2021 eine Instruktionsver
hand
lung mit Befragung des Beschwerdeführers und Einvernahme zweier Zeugen statt (vgl. Protokoll S. 3 ff
).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
Anlässlich der Instruktionsverhandlung vom 12. Januar 2021 beantragte
die Be
schwerdegegnerin die
Guthei
ssung der Beschwerde (Protokoll S. 7). Somit liegen übereinstimmende Parteianträge vor. Da diese mit der Akten- und Rechtslage in Einklang stehen und den Anträgen des Beschwerdeführers vollumfänglich ent
sprochen wird, wird der
Einspracheentscheid
der Beschwerdegegnerin
vom 7.
Dezember 2017
aufgehoben und festgestellt, dass diese für den Unfall vom 29.
Februar 2016 leistungspflichtig ist.
2.
2.1
Nach § 34 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Partei
kosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem
Mass
des Obsiegens be
messen (§ 34 Abs. 3
GSVGer
).
Gemäss
§ 7 Abs. 1 der Verordnung über die Gebühren, Kosten und Entschädi
gungen vor dem Sozialversicherungsgericht (
GebV
SVGer
) wird namentlich für unnötigen Aufwand kein Ersatz gewährt.
2.2
Der von Rechtsanwalt Dr. Kurt Meier mit Honorarnote vom 22.
Januar
2021 (Urk.
31) geltend gemachte Aufwand von insgesamt 45 Stunden
für das Verfah
ren UV.2018.00018 und das Verfahren UV.2020.00028
ist
der
Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses
nicht
angemessen.
Zum einen beträgt der praxisgemäss zu entschädigende Stundenansatz Fr. 220.-- und nicht Fr. 280.--. Des Weiteren sind Aufwendungen für das Verwaltungsverfahren nicht zu entschädigen, weshalb erst Aufwendungen ab dem 7. Dezember 2017 zu be
rücksichtigen sind. Ebenso ist ein Gesamtaufwand von insgesamt 14 Stunden für die Beschwerde (inklusive Aktenstudium und Korrekturen) nicht angemessen, zu
mal
Rechtsanwalt
Dr. Meier den Beschwerdeführer bereits im Verwaltungs
ver
fahren vertrat und die Akten somit bekannt waren. Angesichts der
materiell gut 7 Seiten umfassenden Beschwerdeschrift erscheint ein Aufwand von 8 Stunden als angemessen, weshalb dieser Posten um 6 Stunden zu kürzen ist.
Damit ergibt sich ein
zu entschädigender Aufwand ab dem 11. Dezember 2017 von insgesamt 31 Stunden und 15 Minuten (2205 Min. - 360 Min. / 60). Für die Verhandlung vom 12. Januar 2021
(Aufwand von 4.5 Stunden)
wurde die Juristische Mitar
bei
terin des Rechtsvertreters substituiert, weshalb der Ansatz für diese Aufwen
dungen mit Fr. 185.-- zu veranschlagen ist
.
Somit ergibt sich bei Auslagen von insgesamt Fr. 98.90 ab 11. Dezember 2017 eine Parteientschädigung von insgesamt Fr.
7'223.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer), welche von der Beschwerdegegnerin zu bezahlen ist.