Decision ID: 7eab478d-93e8-4b14-9cbc-8b12c3837b0e
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, mazedonischer Staatsangehöriger, geboren 1981, reiste 2003 in die Schweiz ein und erzielte - ausweislich seines IK-Auszugs (Urk. 7/197) -
in verschiedenen Anstellungen
(von maximal sechs Monaten Dauer)
als Hilfsar
beiter
im Einreisejahr ein
Erwerbs
einkommen
von Fr. 9‘553.--, im Jahr 2004 ein solches von Fr. 26‘465.--, im Jahr 2005 (nebst Arbeitslosenentschädigung) ein solches von Fr. 2‘287.-- und im Jahr 2006 (nebst Arbeitslosenentschädigung) ein solches von Fr. 14‘819.-- (vgl. auch Urk. 7/65/1).
1
.2
1.2.1
Am 11. Dezember 2006 verunfallte der zuvor arbeitslos gewesene und bei der
Schweizerische
n
Unfallversicherungsanstalt
(SUVA) unfallversicherte
X._
mit einem geliehenen Motorfahrzeug auf dem Weg zu einer an dem Tag neu anzutretenden Arbeit (Urk. 7/1, Urk. 7/7 und Urk. 7/139). Bei diesem Unfall erlitt
X._
ein Schädelhirntrauma (
intubationspflichtiger
initialer
GCS 8), eine Distorsion der Halswirbelsäule (HWS), eine
Rissquetsch
wunde
an der Augenbraue links, eine Kontusionsblutung am
Schilddrüsenlap
pen
rechts und eine
erstgradig
offene
Patellatrümmerfraktur
links
. Die medizi
nische Erstversorgung erfolgte im Kantonsspital
Y._
(
Y._
)
, wo
nach
blandem
Schädel-CT beim kardiopulmonal stabilen Patienten die
Patellatrüm
merfraktur
operativ versorgt wurde (Operationsbericht vom 22. Dezember 2006, Urk. 7/9). Wegen des unklaren GCS-Abfalls am Unfallort wurde
X._
postoperativ nicht
sofort
extubiert
, sondern
zur Beobachtung auf die
Intensivstation verlegt.
In der dort
durchgeführten Sonographie der HWS konnte keine die Luftröhre komprimierende Blutung nachgewiesen werden, worauf
X._
problemlos
extubiert
und am Unfallfolgetag auf die Abteilung verlegt
wurde. Dort wurde
mit der
Kniemobilisation begonnen
(
Aus
trittsb
ericht
des
Y._
, vom 17. Januar 2007 über die
Hospitalisation
vom 1
1.
bis 20. Dezember 2006, Urk. 7/10). Am 20. Dezember 2006 wurde
X._
in gutem Allgemeinzustand an Gehstöcken mobil nach Hause entlassen. Als ambulante medizinische Massnahmen wurden Mobilisation bei Teilbelastung von 15 kg für sechs Wochen sowie Physiotherapie mit Knieflexion bis maximal 30 Grad und eine Verlaufskontrol
le nach sechs Wochen verordnet
.
Nach Selbsteinweisung am 26. Dezember 2006 wegen
Schmerzexazerbation
der HWS und der Rückenmuskulatur, und nachdem ein am 28. Dezember 2006 durchgeführtes MRI der HWS keine Hinweise auf traumatische Veränderungen ergeben hatte, wurde
X._
am 30. Dezember 2006 mit verstärkter Analgesie
vom
Y._
erneut nach Hause entlassen (Bericht vom 23. Januar 2007, Urk. 7/17).
Am 1. Februar 2007 berichtete das
Y._
über eine erneute Selbsteinweisung von
X._
am 8. Januar 2007
wegen
Schmerzexazerbation
bei
para
vertebralem
Schmerzsyndrom sowie Fieber und Schüttelfrost. Nach MRI-Abklärungen der gesamten Wirbelsäule ohne Hinweise auf traumatische Läsio
nen, einer ebenso
unauffälligen
CT-Abklärung von Schädel und Hals und der Behandlung einer Unterlappenpneumonie rechts war er am 12. Januar 2007 zur Rehabilitation nach
Z._
überwiesen worden (Urk. 7/18).
1.2.2
Gemäss dem Austrittsbericht der Rehaklinik
Z._
vom 16. Februar 2007 (Urk. 7/26) zeigte
X._
während des Aufenthalts trotz weiterhin komplikationslosem Heilungsverlauf der Unfallverletzungen wenig Motivation und Kooperation bei den mobilisierenden Therapien, aber eine starke Abwehr gegen die klinische Untersuchung, vor allem im HWS-Bereich. Aufgrund seiner Schmerzangaben wurde ihm weiterhin eine vollständige Arbeitsunfähigkeit attestiert.
Das psychosomatische
Konsilium vom 22. Januar
2007
ergab
- wie bereits
die
Untersuchung nach einem früheren Unfall im Jahr
2005 - keine
Hinweise auf eine
psychische Störung
, jedoch erhebliche Agg
ravationszeichen bei Symptomaus
weitungsverhalten
(Urk. 7/14).
1.2.3
Auch in der SUVA-kreisärztlichen Untersuchung vom 16. Mai 2007 konnten keine validen Befunde
für die noch bestehenden unfallbedingten Einschränkun
gen
erhoben werden, zudem war die Aktenlage für die Beurteilung ungenügend (Bericht vom 22. Mai 2007, Urk. 7/32).
Aufgrund
drittanamnestischer Hinweise
der
X._
zur Untersuchung begleitenden Ehefrau
auf eine
Wesens
veränderung
sowie
d
es
„
äusserst
“
aggressiven
Verhalten
s
des Exploranden
in der Untersuchung empfahl die SUVA-Kreisärztin (
Dr.
med.
A._
,
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates
FMH) neurologisch
e
spezialärztliche und neuropsychologische
Abklärungen
.
1.2.4
Die neuropsychologische Abklärung durch
Dr.
phil
.
B._
,
Fachpsycho
loge
für Neuropsychologie FSP
,
vom
26
. Juni 2007 ergab nur geringe Auffällig
keiten im Sinne von leichten Schwankungen, ohne klare Abgrenzung eines umschriebenen Funktionsdefizits bei - trotz starker Medikation - unauffälligen Konzentrationsleistungen (
Bericht vom 30. Juni 2007, Urk. 7/48). In Anbetracht der Anamnese und der Art und geringen Ausprägung der Befunde könne davon ausgegangen werden, dass mit üb
erwiegender Wahrscheinlichkeit
keine post
traumatischen hirnstrukturell bedingten kognitiven Funktionsstörungen mehr vorlägen. Ob allenfalls
eine Wesensveränderung erfolgt sei, sei
schwierig ein
zuschätzen. In der neuropsychologischen Untersuchung hätten sich diesbezüg
lich keine Verhaltensauffälligkeiten gezeigt
.
Gemäss den Angaben des
Patienten stehe die Schmerzsymptomatik im Vorder
grund, er fühle sich dadurch im Alltag beeinträchtigt und es komme zu psychi
schen Reaktionen. Er reagiere mit Nervosität und Aggression auf die dauernden Schmerzen und die veränderte Lebenssituation. Wegen der Schmerzen sei er nur noch zu Hau
se
und fühle sich
wie ein eingesperrter Hund.
Aus neuropsychologischer und auch aus therapeutischer Sicht wäre eine zumin
dest stundenweise Beschäftigung
ausser Haus angebracht. Das gäbe eine bessere Tagesstruktur und könnte zu einem besseren Umgang mit den Schmerzen und zu einer Minderung der aggressiven Reaktionen beitragen. Gleichzeitig könnte erprobt werden, in welche Richtung eine zukünftige berufliche Eingliederung gehen könnte.
1.2.5
D
ie
Untersuchung durch
Dr.
med.
C._
, Neurologie FMH
, vom 10. Juli 2007
(Bericht vom 11. Juli 2007, Urk. 7/51)
ergab keine Hinweise
auf
eine
neurologische
Schädigung
. Die Hirnstromkurve zeigte ein unauffälliges Bild ohne Herdbefund, ohne
Kortex
-
nahe
irritative
oder
epilespsieverdächtige
Gra
phismen
, weder in Ruhe noch während der Provokations-Tests.
Auch d
ie kl
ini
sche Untersuchung ergab
keine
Anhaltspunkte
für eine zentrale
Ausfallsymp
tomatik
. Es bestehe keine Indikation für eine medikamentöse Behandlung. Vielmehr seien - wegen der möglichen Nebenwirkungen - die A
nalgetika-Dosis und die antidep
ressive Medikation zu reduzieren sowie die
körperliche
Mobili
sation
und die psycho-soziale Integration zu fördern.
1.2.6
Am 7. August 2007 berichtete das
Y._
, der Versicherte werde anlässlich der - aufgrund des bildgebend festgestellten Fo
rtschritts im Heilungsverlauf
in zwei Monaten
vorgesehenen
-
Osteosynthese
materialentfernung
im linken Kniege
lenk wegen der anhaltenden Beschwerden auch
arthroskopisch
untersucht (Urk. 7/57). Am 30. Oktober 2007
wurde seitens des
Y._
der 20. November
2007 als Operationstermin
gemeldet und - bei Attestierung einer 100%igen Arbeitsfähigkeit ab sofort für sitzende Tätigkeiten aus
chirurgisch
-orthopädi
scher Sicht (
Dr.
med.
D._
, Chirurgie FMH) - eine vorgängige
kreis
ärztliche
Untersuchung
empfohlen (Urk. 7/78). Den
vom kreisärztlichen Dienst
auf den 19. November 2007, 11.00 Uhr
anberaumten Untersuchungstermin liess der Vers
icherte am 12. November 2007
wegen des gleichentags vorgesehenen Spitaleintritts absagen (Urk. 7/75)
.
Gemäss dem Bericht des
Y._
vom 13. Dezember 2007 (Urk. 7/89) wurden
Osteosynthesematerialentfernung
und Arthroskopie am 20. November 2007 mit komplikationslosem
peri
- und
posto
perativem
Verlauf durchgeführt. Beim Austritt am
23. Dezember 2007 bestan
den reizlose Wundverhältnisse und wurde noch eine dreitägige postoperative Arbeitsunfähigkeit attestiert.
Nach Durchführung einer Ganzkörper
skelett
szintigraphie sowie eines MRI und eines CT des Sternums
(
ohne
Erhebung
behandlungsbedürftiger
oder
die Arbeitsfähigkeit wesentlich einschränkende
r
Befunde
,
vgl. Urk. 7/98-99)
wurde
X._
dem SUVA-Kreisarzt zur Festlegung der weiteren Arbeits
fä
higkeit zugewiesen;
s
eitens
der Chirurgischen Klinik und Poliklinik
des
Y._
wurde
n der Behandlungsabschluss
hinsichtlich der
dort behandelten
Unfallfol
gen
und
die vollständige Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit attestiert (
Bericht vom 6. Februar 2008,
Urk.
7/
100).
1.3
1.3.1
Am 24. Januar 2008 berichtete der Hausarzt von
X._
,
Dr.
med.
E._
, Allgemeine Innere Medizin FMH,
die Rehabilitation sei erschwert durch verschiedene Beschwerden sowie durch eine ausgeprägte depressive Ver
stimmung. Er habe deshalb eine psychotherapeutische Unterstützung durch
Dr.
med.
F._
, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, in die Wege gelei
tet (Urk. 7/93
).
In der Folge
wurde
X._
nicht zur kreisärztlichen
Abschlussu
ntersu
chung
aufgeboten, sondern
am 7. Februar 2008 vom SUVA-Kreisarzt
bei der Rehaklinik
Z._
zur Neurorehabilitation
sowie
zur Klärung de
r beruflichen Perspektiven bzw.
Beurteilung von Belastbarkeit und Zumutbar
keit an
gemeldet
(Urk. 7/96).
1.
3.
2
Gemäss dem Austrittsbericht der Rehaklinik vom 21. April 2008
(Urk. 7/118) wurde anlässlich des
Aufenthalt
s
vom 19. März bis zum 16. April 2008
eine erhebliche neuro
psychologische Leistungsbeeintr
ächtigung im Rahmen einer ausgeprägten subjektiv erlebten Schmerzproblematik, P
erspektivlosigkeit und Hinweise
auf eine reduzierte Anstrengungsbereitschaft bei übergreifender exis
tentieller Verunsicherung
festgestellt
. Aus neuropsychologischer Sicht sei die Leistungsverschlechterung Ausdruck der Schwierigkeiten, mit den Unfallfolgen
zurechtzukommen. Eine hirnorganische Verschlechterung sei eher nicht wahr
scheinlich. Die gesamten Testergebnisse wiesen nicht auf eine organisch bedingte Verschlechterung hin. Zusätzlich zu den
muskuloskelettal
bedingten Einschränkungen bestehe eine mittelschwere Leistungsminderung infolge einer psychischen Störung mit Krankheitswert (depressive Störung mit
agitiert-dys
phorischer
Komponente sowie
somatisierten
Anteilen
, nicht codiert
). Deshalb werde
aus psychiatrischer Sicht
eine vollständige Arbeitsunfähigkeit ab
16. April 2008 attestiert.
Als weiterzuführende Behandlungsmassnahmen wur
den die Fortsetzung der psychiatrisch/psychotherapeutischen Behandlung sowie ambulante Ergotherapie und medizinische Trainingstherapie empfohlen.
1.3.3
Aufgrund ihrer Untersuchung vom 8. August 2008 kam
SUVA-Kreisärztin Dr.
A._
zum Schluss, der Zeitpunkt für den Fallabschluss se
i noch nicht erreicht. Es sei no
ch ein ausführlicher Bericht des behandelnden Psychiaters beizuziehen, bei Persistieren der vom Versicherten geklagten Hüftbeschwerden ein Röntgenbild des Beckens anzufertigen, bei Persistieren der
vom Versicherten geklagten
Beschwerden
in der rechten Hand eine handchirurgische Abklärung
durchzuführen und ein vom Hausarzt wegen anhaltender Atembeschwerden und
Sternumprobleme
vorgesehenes neues MRI abzuwarten (Urk. 7/138).
1.3.4
Am 4. Oktober 2008 bericht
ete med.
pract
.
E._
(Urk. 7/162) über einen unver
änderten Gesundheitszustand des Versicherten und die am 11. September 2008 durchgeführte CT
-Abklärung
des Sternums (Urk. 7/161).
Am 16. Oktober
2008 reichte
Dr.
F._
einen ausführlichen Verlaufsbericht
über seine offenbar seit einiger Zeit durchgeführten stützenden, problemorien
tierten bzw. kognitiv-verhaltenstherapeutischen Gespräche mit dem Versicher
ten zu den Akten, in denen er dessen Befindlichkeit und Erleben sowie seine Schlussfolgerungen darlegte (Urk. 7/163).
Diagnostisch
wies
er
auf
eine
ängst
lich depressive Erlebnisverarbeitung basierend auf dem Trauma des Unfalls mit Verlust aller
Ressourcen
sowie den Verdacht auf eine (nicht codierte) posttrau
matische Stressverarbeitungsstörung hin.
Mit Bericht vom
14. November 2008
informierte
Dr.
med.
G._
, Neurolo
gie FMH, über ihre klinische Untersuchung des
Versicherten vom
11. November 2008
, aufgrund derer noch eine
elektroneuromyographische
Untersuchung durchzuführen sei (Urk. 7/167).
Bei dieser Aktenlage stellte
Dr.
A._
in ihrer kreisärztlichen Untersuchung vom 20. November 2008 fest, dass beim Versicherten weiterhin eine ausgeprägte Schmerzsymptomatik mit erheblicher
neuropsychologischer
Leistungsbeein
trächtigung
vorliege
(Urk. 7/168). In therapeutischer Hinsicht regte sie an, dass der Versicherte sobald als möglich zu einer intensiven Rehabilitation mit gutem Einstellen der chronischen Schmerzen in die Rehaklinik
Z._
eintreten sollte. Daneben sei auch die berufliche Wiedereingliederung bzw. berufliche Neuorientierung anzugehen. Bis dahin seien die Ergo- und Physiotherapie sowie die Therapie bei
Dr.
F._
(inkl. Übernahme der antidepressiven Medikation) weiterzuführen.
1.3.5
Mit Verfügung vom 15. Januar 2009 stellte die SUVA fest, dass sich der Unfall vom 11. Dezember 2006 auf dem Arbeitsweg zu einem neuen Arbeitgeber ereignet habe, weshalb
die Leistungen zu Lasten des damit begründeten
Versi
cherungsverhältnisses
zu erbringen seien (Urk. 7/182). Mit der nämlichen Ver
fügung kürzte sie die -
betraglich
neu festgesetzten - Taggeldleistungen wegen grobfahrlässiger Verursachung des Unfalls für die Zeit vom 14. Dezember 2006 bis zum 14. Dezember 2008 um 30 %; dies unter Hinweis auf den in Rechtskraft erwachsenen Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom
19. März 2008, mit welchem der Versicherte als Unfallverursacher der vorsätzli
chen groben Verletzung der Verkehrsregeln schuldig gesprochen und bestraft wurde (vgl. Urk. 7/137).
Die am 18. Februar 2009 dagegen erhobene Einsprache (Urk. 7/189)
wurde mit Entscheid vom 30. Juni 2009 abgewiesen (Urk. 7/210).
1.3.6
Vom 16. Dezember 2008 bis zum 27. Februar 2009
weilte der Versicherte zur orthopädisch-
traumatologischen
Rehabilitation, Schmerztherapie und berufli
chen Abklärung/Umorientierung mit den Zielen einer Rückkehr zur Arbeit, Klärung der beruflichen Perspektiven und Beurteilung der Belastbarkeit und Zumutbarkeit in der Rehaklinik
Z._
(vgl. Anmeldung vom 19. November 2008, Urk. 7/169). Im
neuropsychologischen Bericht vom
3.
März 2009 (Urk. 7/194)
wurde die anlässlich des Klinikaufenthalts vom Frühjahr 2008 gestellte psychiatrische Diagnose mit ICD-10: F32.1 (mittelgradige depressive Episode) codiert und festgestellt, dass aktuell eine Besserung der depressiven Symptomatik feststellbar sei, bei nun jedoch stärker ausgeprägtem dysfunktio
nalem Schmerzverhalten.
Neurologisch b
ildgebend sei - nach negativen
C
T-Befunden in den Jahren 2006 und 2007 - auch im MRI vom 25. Februar 2009 ein nicht pathologischer MRT-Schädel diagnostiziert
worden
, insbesondere ohne Nachweis von
Hämosiderina
blagerungen
. Neuropsycholo
gisch
wurde
n
aber
wiederum
- wie bereits im Frühjahr 2008 -
schlechtere
Testergebnisse
als bei
der Testung durch
Dr.
B._
im Jahr 2007
gemessen. Die Verschlechterung stehe wahrscheinlich hauptsächlich im Zusammenhang mit der psychischen, schmerzbedingten und existentiellen Problematik des Versicherten, könne aber auch mitverursacht sein durch die traumatische Hirnverletzung, die anfänglich besser kompensiert war. Ab 2. März 2009 wurde dem Versicherten eine Arbeitsfähigkeit von 50 % für leichte bis mittel
schwere Tätigkeiten attestiert, wobei die noch vorhandenen somatischen Restbeschwerden durch ein
selbstli
mitierendes
Verhalten überlagert würden
(Austrittsbericht vom 6. März 2009, Urk. 7/193)
.
1.3.7
In seinem Verlaufsbericht v
om 19. August 2009 bestätigte med.
pract
.
E._
,
dass
sich der psychische Zustand und die schweren depressiven Symptome ver
bessert hätten. Die körperlichen Beschwerden wie Rücken-, Nacken- und Knie
schmerzen hätten sich jedoch nicht verändert. Der Versicherte leide vermehrt an Handschmerzen und einer ausgeprägten Kraftverminderung der rechten Hand. Eine ORL-Abklärung der (beim letzten Eintritt in die Rehklinik
Z._
geklag
ten)
Drehschwindelattacken sei noch nicht erfolgt (
Urk. 7/213
).
Zu Letzterem berichtete
Dr.
med.
H._
,
Oto
-
Rhino
-Laryngologie
FMH, am 18. September 2009, dass die klinische
otoneurologische
Untersuchung keine sicheren Auffälligkeiten gezeigt habe (Urk. 7/218).
In ihrer von der SUVA nach
Beizug
der polizeilichen Unfallakten in Auftrag gegebenen biomechanischen Kurzbeurteilung vom 4. November 2009 kamen
die Rechtsmediziner Prof.
Dr.
med.
I._
und
Dr.
med.
J._
sowie
Dr.
sc. techn.
K._
zum Schluss, dass sich aufgrund der technischen Triage und der medizinischen Unterlagen aus biomechanischer Sicht ergebe, dass die beim Versicherten anschli
e
ssend an das Unfallereignis festgestellten
,
von der HWS ausgehenden Beschwerden und Befunde durch die Kollisionseinwirkung eher erklärbar seien (Urk. 7/227).
Der Handchirurg
Dr.
med.
L._
, Chirurgie FMH, berichtete am 10. April 2010, dass eine klinische Untersuchung der rechten Hand beim Versi
cherten wegen dessen Schmerzabwehr nicht habe durchgeführt werden können. In den ihm vorliegenden Unterlagen aus der bisherigen Krankengeschichte könne er keine Hinweise auf eine Verletzung der rechten Hand finden und die von ihm neu angefertigten Röntgenbilder des Handgelenks zeigten keine
ossäre
Pathologie, weshalb er es nicht für angezeigt halte, weiter auf die demonstrati
ven Schmerzen des Versicherten einzugehen (Urk. 7/240).
1.3.8
Am 23. April 2010 führte PD
Dr.
med.
M._
, Facharzt für
Orthopädi
sche Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates
, Kreisarzt SUVA Winterthur die ärztliche Abschlussuntersuchung durch (Urk. 7/247). Nach umfassender klinischer
Abklärung der somatischen Beschwerden kam er zum Schluss, die ausgeprägte Schmerzproblematik vom Kopf bis in die Gesässregion reichend sei aktuell und in Folge des Unfalls nicht nachvollziehbar. Dies gelte zunächst für die bereits von
Dr.
L._
in gleicher Weise beschriebene
Hand
problematik
. Aber auch im Bereich des linken Kniegelenks sei es nicht möglich
,
eine seriöse
orthopädische
Diagnose zu stellen. Obwohl bei Status nach
Patella
fraktur
eine Schmerzhaftigkeit durchaus nachvollziehbar sei, seien die klini
schen Befunde und die angegebene Schmerzlokalisation nur schwerlich durch
eine lokal
artikuläre
Genese zu erklären
. Um hier eine fundierte Beurteilung zu erhalten
,
werde die Konsultation der orthopädischen Klinik des
Y._
empfohlen. Die Beurteilung der
ophtalmologischen
sowie der neuropsychologischen bzw. psychiatrischen Probleme seien kreisärztlich nicht möglich und erforderten eine fachspezielle Abklärung durch den versicherungsmedizinischen Dienst.
Hinsichtlich der
psychiatrischen Fragestellung reichte
Dr.
F._
den Zwischenbe
richt vom 23. April 2010 zu den Akten (Urk.
7/248).
Darin diagnos
tizierte er eine Angststörung mit sozialen und freien Ängsten (
mit ICD-10: F41
.3 codiert) sowie eine mittelgradige schwere narzi
s
stische Depression bzw.
chronifizierte
depressive Störung (unvollständig codiert mit ICD-10: F33)
. Hin
sichtlich der störungsbedingten Einschränkung der Arbeitsfähigkeit regte er an, eine zusätzliche neuropsychologische Untersuchung durchzuführen, um abzu
klären
,
zu welchen mentalen Leistungen der Versicherte tatsächlich in der Lage sei.
Am 11. Juni 2010 reichte die Augenklinik des
Y._
den Bericht über die Untersu
chung des Versicherten vom 3. Juni 2010 zu den Akten (Urk. 7/251). Gemäss den erhobenen Befunden lag keine
Einschränkung
der Sehkraft vor. Es wurden störende Wimpern mit der Pinzette entfernt und dem Versicherten ein Dauerrezept für einen Tränenersatzgel (
Lacrycon
SDU) ausgestellt.
Die Klinik für orthopädische Chirurgie des
Y._
be
r
ichte
te
am 4. August 2010 über die am 17. Juli 2010 erfolgte
Untersuchung des Versicherten (Urk. 7/258)
. Dabei konnten weder klinisch noch apparativ-bildgebend
Befunde erhoben werden, welche die anhaltende Schmerzproblematik im Rücken, in der Hüfte und - insbesondere - im linken Kniegelenk hätten erklären können. Die Schmerzangaben seien diffus und inadäquat. Sie seien in Zusammenhang mit dem bekannten
chronifizierten
Ganzkörperschmerz zu sehen, aus chirur
gisch/orthopädischer Sicht bestehe kein Handlungsbedarf.
1.3.9
Gestützt auf diese Aktenergänzung befand Kreisarzt
PD
Dr.
M._
am 18. Oktober 2010 (Urk. 7/260), unter berücksichtigender Annahme einer
femoropatellären
Problematik sei dem Versicherten eine ganztägige leichte bis mittelschwere Tätigkeit mit Heben und Tragen von Lasten bis 25 kg
zumutbar
. Zu vermeiden seien Knien und Kniebeuge. Gehen über längere Strecken und auf unebenem Gelände sollten nur manchmal erforderlich sein.
Nach Tabelle 5 „
I
ntegritätsschaden bei Arthrosen“ sei eine mässige
Femoropa
tellararthrose
mit 5 - 10 % einzuschätzen. Hier seien 5
gerechtfertigt.
An weiteren medizinischen Massnahmen seien drei bis vier jährliche Kontrollen beim Hausarzt mit Abgabe von Analgetika zu unterstützen. Weitere
Behand
lungsmöglichkeiten
auf somatisch-orthopädischem Gebiet bestünden nicht.
In
ophtalmologischer
Hinsicht bestätigte der versicherungsmedizinische Experte der SUVA,
Dr.
med.
N._
,
Ophthalmologie
FMH, am 29. Oktober 2010, dass bezüglich der Verletzung am linken Auge ein Endzustand ohne Einschrän
kungen
und ohne wesentliche Integritätseinbusse sowie ohne weiteren
Behand
lungsbedarf
eingetreten sei (Urk. 7/270).
Psychiatrisch wurde der Versicherte am 20. Januar 2011 durch
Dr.
med.
O._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, untersucht (Bericht vom 27. Januar 2011, Urk. 7/274).
Dr.
O._
diagnostizierte eine generalisierte Angststörung (ICD-10: F41.1) sowie eine leichte depressive Episode (ICD-10: F32.0). Zur
Genese
und zum Verlauf
äusserte er sich dahingehend, dass durch den Unfall aus dem Jahr 2006 aufgrund der neurotischen Entwicklung wahr
scheinlich latente Ängste des Versicherten aktiviert worden seien. Sie hätten zu dem jetzt immer noch vorherrschenden ängstlich-depressiven Zustandsbild geführt und bedürften weiterer psychiatrisch/psychothera
peutischer Behand
lung
. Die psychiatrisch/
psychotherapeutische
Behandlung sollte fortgesetzt wer
den.
Für einen Fallabschluss
aus psychiatrischer Sicht
sei es noch
zu früh; eine schrittweise berufliche Rehabilitation sei noch möglich.
Hinsichtlich des weite
ren Abklärungsbedarfs äusserte sich
Dr.
O._
dahingehend, dass die bisherigen neuropsychologischen Untersuchungen keine Hinweise auf hirnorganische Störungen ergeben hätten und weitere neuropsychologische Abklärungen kontraindiziert seien, da sie dazu beitragen würden, den Versicherten auf die entsprechende Symptomatik zu fixieren
.
Dr.
F._
meldete in seinem Zwischenbericht vom 24. März
2011
eine Ver
schlechterung der psychischen Befindlichkeit, zufolge Deaktivierung des Versi
cherten, und regte eine niederschwellige berufliche Rehabilitation an (Urk. 7/287).
Mit Schre
iben vom 28. März 2011 wurde med.
pract
.
E._
mitgeteilt, dass aus kreisärztlicher Sicht
die von ihm
angeregte (vgl. Urk. 7/282) nochmalige
Hos
pitalisation
in der Rehaklinik
Z._
nicht indiziert sei (Urk. 7/286).
Am
1. April 2011 wurde
Dr.
F._
telefonisch darauf hingewiesen, dass für die berufliche Wiedereingliederung die Invalidenversicherung zuständig sei (Urk. 7/288).
Gemäss einer weiteren Telefonnotiz vom gleiche Tag ersuchte die SUVA die
IV-Stelle des Kantons Zürich im Hinblick auf ihren geplanten Fallabschluss um Zustellung des von der Invalidenversicherung veranlassten MEDAS-Gutachtens (Urk. 7/289)
.
1.4
1.4.1
Nach Vorliegen des interdisziplinären versicherungsmedizinischen Gutachtens der MEDAS
P._
vom
7. November 2011 (Urk. 7/311) führte die SUVA am 22
. Februar
2012 die Abschlussbesprechung mit dem Versicherten durch (Urk. 7/320) und verfügte am 5. März 2012 den Fallabschluss
per 31. März 2012
unter Zusprechung einer Invalidenrente
aufgrund eines
Invaliditätsgrad
s
von 15 %
ab 1. April 2012
sowie einer auf einer Integritätseinbusse von 5 % basie
renden Integritätsentschädigung (Urk. 7/323).
1.4.2
Dagegen erhob der Versicherte am 20. April 2012 Einsprache mit dem
Rechtsbe
gehren
, es sei ihm ab 1. April 2012 eine Invalidenrente aufgrund eines
Invali
ditätsgrads
von 100 % sowie eine Integritätsentschädigung aufgrund einer Integritätseinbusse von mindestens 50 % zuzusprechen (Urk. 7/338).
Mit der Einsprache
reichte er die Beurteilungen med.
pract
.
E._
vom 5. April 2012 (Beilage 2 zu Urk. 7/338) sowie
Dr.
F._
vom 1
3.
und 27. März 2012 (Beila
gen 3 und 6 zu Urk. 7/338) zu den Akten, ferner eine Kopie der durch
Dr.
F._
am 21. Dezember 2011 erfolgten
Anmeldung zur neuropsychologi
schen Abklärung in der Neuropsychologischen Abteilung der Klinik für Neuro
logie des Universitätsspitals
Q._
(
Q._
, Beilage 4 zu Urk. 7/338) sowie deren Aufgebot des Versicherten vom 19. März 2012 per 2. Mai 2012 (Beilage 5 zu Urk. 7/338).
1.4.3
Mit Entscheid vom 22. Mai 2012 wurde die Einsprache abgewiesen (Urk. 2).
2.
2.1
Dagegen erhob am 22. Juni 2012 Fürsprecher
R._
namens des Versi
cherten und in Vertretung von Rechtsanwältin Elisabeth Ernst Beschwerde mit dem Rechtsbegehren, es seien unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Bes
c
hwerdegegnerin der angefochtene
Einspracheentscheid
aufzuhe
ben, der Invaliditätsgrad und die Integritätsentschädigung neu unter Berück
sichtigung auch der psychischen Gesundheitsbeschwerden festzulegen und dem Beschwerdeführer die gesetzlichen Leistungen auszurichten sowie dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Prozessführung und Rechtsvertretung unter Beiordnung von Rechtsanwältin Elisabeth Ernst als
Rechtsbeiständin
zu gewähren (Urk. 1 S. 2). Ferner ersuchte Fürsprecher
R._
darum, der krank
heitshalber an der Mandatsausübung verhinderten Rechtsanwältin Ernst oder einer gegebenenfalls erforderlichen bürointernen Vertretung
eine Nachfrist
für eine einlässliche Be
gründung der Beschwerde anzusetzen
(Urk. 1 S. 3).
2.2
Mit Verfügung vom 26. Juni 2012
(Urk. 4)
wurde die Beschwerdegegnerin zur Einreichung einer Beschwerdeantwort eingeladen und dem Beschwerdeführer - unter
der
An
drohung, bei Säumnis werde angenommen, es liege keine pro
zessuale Bedürftigkeit vor -
Frist zum Nachweis der prozessualen Bedürftigkeit
mittels des gerichtlichen Nachweisformulars
angesetzt
.
Das
Nachfristbegehren wurde unter Hinweis auf eine
allfällige
spätere nochmalige Gelegenheit zur Stellungnahme abgewiesen.
Innert der ihm angesetzten Frist reichte der Beschwerdeführer weder das Formu
lar, noch die verlangten Belege zum Nachweis der prozessualen Bedürftigkeit ein.
2.3
Nach dem Eingang
der Akten
der Beschwerdegegnerin
und deren
Verzicht auf ein
e inhaltliche Stellungnahme
(am 5. Juli 2012, Urk. 6 und Urk. 7/1-342), wurde dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 6. September 2012 Gelegen
heit gegeben, sich zu den von der Beschwerdegegnerin eingereichten Akten zu äussern (Urk. 8).
Nach zweimaliger Fristerstreckung aufgrund von Gesuchen eines Bürokollegen oder einer Bürokollegin von Rechtsanwältin Ernst (Urk. 10 und Urk. 11) reichte Rechtsanwältin Ernst am 26. November 2012 namens des Beschwerdeführers ihre Stellungnahme zu den Akten der Beschwerdegegnerin und zur aktuellen gesundheitlichen Situation des Beschwerdeführers ein (Urk. 13). In dieser Ein
gabe äusserte sie sich auch
zur finanziellen Situation des Beschwerdeführers (Urk. 13 S. 8 f.). Mit den Beilagen (Urk. 14/1-8) reichte sie
Belege zur Glaub
haftmachung der Bedürftigkeit
(Urk. 14/4-8) ein.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
Das Mandatsverhältnis von Rechtsanwältin Ernst mit dem Beschwerdeführer ist aufgrund der Vertretungsvollmacht vom 25. April 2007 in den Akten der Beschwerdegegnerin (Urk. 7/30) hinreichend
ausgewiesen und
der angefochtene
Ein
spracheentscheid
wurde
Rechtsanwältin Ernst zugestellt (vgl. Urk. 2).
Die Vertretungshandlungen von
Bürokollegen der mandatierten Rechtsanwältin wurden mit deren Eingabe vom 26. November 2012 (Urk.
13) sinngemäss nach
träglich genehmigt, weshalb auch ohne Nachreichung von
Substitutionsvoll
machten
davon auszugehen ist, dass der Beschwerdeführer
während der
krank
heitsbedingten
Absenzen von Rechtsanwältin Ernst durch andere Mitglieder ihrer Kanzlei rechtskundig vertreten war und deren prozessuale Handlungen gültige Rechtsvorkehren de
s Beschwerdeführers darstellten.
Da
auch die übrigen V
oraussetzungen erfüllt sind (vgl. Urk. 1 S. 2), ist auf die Beschwerde
einzutreten.
2.
2.1
Nach Art. 10 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) hat die versicherte Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu. Der Anspruch auf die vorüber
gehenden UV-Leistungen Heilbehandlung (Art. 10 UVG) und Taggeld (Art. 16 f. UVG) setzt nach Gesetz und Praxis voraus, dass von einer Fortset
zung der ärzt
lichen Behandlung noch eine namhafte Besserung des -
unfallbe
dingt
beein
trächtigten - Gesundheitszustandes erwartet werden kann oder dass noch Ein
gliederungsmassnahmen der IV laufen. Trifft beides nicht (mehr) zu, hat der Versicherer den Fall unter Einstellung der vorübergehenden Leistungen abzu
schliessen und den Anspruch auf eine Invalidenrente und auf eine
Integri
täts
entschädigung
zu prüfen (Art. 19 Abs. 1 UVG; BGE 134 V 109 E. 4 S. 113 ff.; zur Publikation bestimmtes Urteil 8C_100/2011 vom 1. Juni 2011). Gemäss Art. 30 Abs. 1 der Verordnung über die Unfallversicherung wird, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesund
heitszustandes des Versicherten mehr zu erwarten, jedoch der Entscheid der IV über die berufliche Eingliederung noch nicht gefällt ist, vom Abschluss der ärztlichen Behandlung an eine Übergangsrente aufgrund der in diesem Zeit
punkt bestehenden Erwerbsunfähigkeit festgesetzt.
Namhaft im Sinne von Art. 19 Abs. 1 UVG ist eine noch zu erwartende Besse
rung des Gesundheitszustandes dann, wenn sie zur Wiederherstellung oder zu
mindest zu einer substanziellen Steigerung der unfallbedingt beeinträchtigten Arbeitsfähig
keit führt (BGE 134 V 109 E. 4.3).
2.2
2.2.1
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt zunächst voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sin
ne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Um
stände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als einge
treten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entspre
chend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürli
chen Kau
salzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die al
lei
nige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schä
digende Ereignis zu
sammen mit anderen Bedingungen die kör
perliche oder geistige Integrität der versicherten Person beein
trächtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht wegge
dacht werden kann, ohne dass auch die ein
getretene gesund
heitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 406 E. 4.3.1, 123 V 45 E. 2b, 119 V 335 E. 1, 118 V 289 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesund
heitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang be
steht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im
Be
schwerdefall
das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden
Be
weis
würdigung
nach dem im Sozialversicherungsrecht übli
chen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungs
anspruches
nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinwei
sen).
2.2.2
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kau
salzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem ge
wöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebens
erfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Er
folges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129
V
177 E. 3.2, 405 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
2.3
Ist die versicherte Person infolge des Unfalles zu mindestens 10 Prozent invalid (
Art.
8
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungs
rechts
, ATSG
), so hat sie gemäss
Art.
18
Abs.
1 UVG Anspruch auf eine Invali
denrente. Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8 ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen,
das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (
Art.
16 ATSG; vgl. BGE 130 V 121).
2.4
2.4.1
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
2.4.2
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustel
len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beur
teilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Be
richte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzu
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze ent
scheidend, ob es für die Beant
wortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt
was vor allem bei psychischen Fehlent
wicklungen nö
tig ist
, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer
Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversi
cherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutach
ten,
3.
Aufl. 1994, S. 24 f.).
2.5
2.5.1
Im Anhang 3 zur
Verordnung über die Unfallversicherung (UVV)
hat der Bundes
rat Richtlinien für die Bemessung der Integritätsschäden aufgestellt und in einer als gesetzmässig erkannten, nicht abschliessenden Skala (BGE 124 V 29 E. 1b mit Hinweisen) wichtige und typische Schäden prozentual gewichtet (RKUV 2004 Nr. U 514 S. 416). Für die darin genannten Integritätsschäden entspricht die Entschädigung im Regelfall dem angegebenen Prozentsatz des Höchstbetrages des versicherten Verdienstes (
Ziff.
1
Abs.
1). Die Entschädigung für spezielle oder nicht aufgeführte Integritätsschäden wird nach dem Grad der Schwere vom Skalenwert abgeleitet (
Ziff.
1
Abs.
2). Integritätsschäden, die ge
mäss der Skala 5 Prozent nicht erreichen, geben keinen Anspruch auf Entschä
digung (
Ziff.
1
Abs.
3). Die völlige Gebrauchsunfähigkeit eines Organs wird dem Verlust gleichgestellt; bei teilweisem Verlust und teilweiser
Gebrauchsunfähig
keit
wird der Integritätsschaden entsprechend geringer, wobei die Entschädi
gung jedoch ganz entfällt, wenn der Integritätsschaden weniger als 5 Prozent des Höchstbetrages des versicherten Verdienstes ergäbe (
Ziff.
2).
Die Medizinische Abteilung der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) hat in Weiterentwicklung der
bundesrätlichen
Skala weitere
Bemes
sungsgrundlagen
in tabellarischer Form (sog. Feinraster) erarbeitet. Diese von der Verwaltung herausgegebenen Tabellen stellen zwar keine Rechtssätze dar und sind für die Parteien nicht verbindlich, umso mehr als
Ziff.
1 von Anhang 3 zur UVV bestimmt, dass der in der Skala angegebene Prozentsatz des
Integri
tätsschadens
für den «Regelfall» gilt, welcher im Einzelfall Abweichungen nach unten wie nach oben ermöglicht. Soweit sie jedoch lediglich Richtwerte enthal
ten, mit denen die Gleichbehandlung aller Versicherten gewährleistet werden soll, sind sie mit dem Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 29 E. 1c, 116
V
156 E. 3a).
3.
3.1
3.1.1
Für die Festsetzung des Invaliditätsgrads in der Fallabschlussverfügung der Beschwerdegegnerin vom 5. März 2012 (Urk. 7/323) war das
Zumutbarkeitspro
fil
des MEDAS-Gutachtens vom 2
1.
(recte: 7.) November 2011 (Urk. 7/311) massgebend (vgl. Zusammenfassung der
Entscheidgrundlagen
vom 2. März 2012, Urk. 7/324), für die Bemessung der Integritätseinbusse die Kreisärztliche Beurteilung vom 18. Oktober 2010 (Urk. 7/260).
Gemäss dem interdisziplinären Belastungsprofil
des MEDAS-Gutachtens
war
en
dem Beschwerdeführer
aus orthopädischer Sicht
nach
der
Konsolidierung der
Patellafraktur
, d.h.
ab dem 30. Mai
2007 körperlich mittelschwere, wechselbe
lastende
Tätigkeiten
unter
Ausschluss von Tätigkeiten in Zwangspositionen, in gebeugter Arbeitshaltung, mit häufigem Ersteigen von Leitern und Gerüsten
sowie unter Beachtung einer Hebe- und
Traglimite
von 15
kg vollschichtig und ohne Leistungseinbusse zumutbar (Urk. 7/311, interdisziplinärer Teil: S. 56). Aus psychiatrischer, neurologischer und neuropsychologischer Sicht
wurden keine
aktuellen
Gesundheitsstörungen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit festge
stellt
, wobei
eine anhaltende psychiatrische Störung mit Einfluss auf die
Arbeitsfähigkeit
auch für die Vergangenheit mit grösster Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen
wurde
(Urk. 7/311, interdisziplinärer Teil: S. 53
;
vgl.
auch
versi
cherungspsychiatrischer
Teil: S. 31 ff.
).
Ein Potential für die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit durch medizinisch zumutbare therapeutische Massnahmen wurde aus interdisziplinärer Sicht verneint (Urk. 7/311, interdisziplinärer Teil: S. 56)
Auch die kreisärztliche Schätzung der Integritätseinbusse erfolgte ausschliess
lich aufgrund orthopädisch/rheumatologischer Befunde.
Der nach Abheilung der Unfallverletzungen verbleibende Schaden am linken Kniegelenk wurde als mässige
Femoropatellararthrose
qualifiziert (Urk. 7/260 S. 2).
3.1.2
In der Begründung der Abschlussverfügung
wurden die psychischen Beschwer
den
aus rechtlicher Sicht als psychogen und deshalb nicht adäquat kausal zum Unfallereignis qualifiziert (Urk. 7/323 S. 3).
3.2
3.2.1
In seiner Einsprache vom 20. April 2012
brachte der
Beschwerdeführer
zwar vor, dass er nach wie vor der ärztlichen Behandlung bedürfe, stellte aber
nicht in Abrede, dass
von
weitere
n
medizinische
n
Massnahmen keine massgebliche Verbesserung der Arbeitsfähigkeit mehr
zu erwarten sei. Vielmehr
machte er geltend, seine psychischen Beschwerden und neuropsychologischen Einschrän
kungen seien zu Unrecht als nicht adäquat unfallkausal gewertet worden und führten zur vollständigen Invalidität sowie zu einem wesentlich höheren
Integ
ritätsschaden
(Urk. 7/338).
3.2.2
Im angefochtenen
Einspracheentscheid
(Urk. 2)
begründete die
Beschwer
-
degegne
rin
die Nichtberücksichtigung psychisch/neuropsychologischer
Be
-
schwerden
vorab damit, dass die MEDAS-Begutachtung diesbezüglich kei
nerlei pathologische Befunde gezeigt habe und
dass dementsprechend seitens der Fachgebiete Psychiatrie, Neurologie und Neuropsychologie keine Diagnosen mit
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt worden seien (
Einspracheent
scheid
E. 3). Eventualiter legte die Beschwerdegegnerin in Erwägung 4 dar, dass auch der adäquate Kausalzusammenhang solcher Beschwerden mit dem Unfall vom 11. Dezember 2006 verneint werden müsste
.
Auf die dem MEDAS-Gutachten widersprechenden Beurteilungen der behandeln
den Ärzte (med.
pract
.
E._
vom 5. April 2012, Beilage 2 zu Urk. 7/338, und
Dr.
F._
vom 13. März 2012, Beilage 3 zu Urk. 7/338) ging die Beschwerdegegnerin nicht ein.
Die rechtlichen Grundlagen für die Invaliditätsbemessung und die Bemessung der Integritätsentschädigung unter den als massgeblich erachteten medizini
schen und erwerblichen Gegebenheiten legte die Beschwerdegegnerin in den Erwägungen 6 und 7 des
Einspracheentscheids
einlässlich dar.
3.3
3.3.1
Bereits in der nur knapp begründeten Beschwerdeschrift vom 22. Juni 2012 wurde geltend gemacht, dass der medizinische Sachverhalt, welcher dem
Ein
spracheentscheid
zugrunde liege, in offenem, nicht geklärtem Widerspruch zu den Feststellungen
anderer
Ärzte stehe (Urk. 1 S. 3). In der erg
änzenden Beschwerdebegründung vom 26. November 2012 wurde dies einlässlich mit Hinweisen auf die
bereits
aktenkundigen abweichenden Beurteilungen (Urk. 13 S. 2-8)
sowie mit der Beurteilung
Dr.
F._
vom 18. Juni 2012 (Urk. 14/1), der aktuellen Medikamentenliste des Beschwerdeführers (Urk. 14/2) sowie dem Bericht über die neuropsychologische Untersuchung des Beschwerdeführers vom 2. Mai 2012 an der Klinik für Neurologie des
Q._
(Urk. 14/3) belegt
.
Nach Ansicht des Beschwerdeführers ist für die Evaluation des
entscheiderhebli
chen
medizinischen Sachverhalts auf die von der Beschwerdegegnerin nicht berücksichtigten ärztlichen Beurteilungen abzustellen und ergibt sich daraus sowohl ein wesentlicher höherer Invaliditätsgrad als auch eine wesentlich höhere Integritätsentschädigung. Die erwerblichen Grundlagen der
Invaliditäts
bemessung
sowie die von der Beschwerdegegnerin angewandten Kriterien für die Bemessung des
orthopädisch/rheumatologischen
Integritätsschadens werden nicht in Frage gestellt.
3.3.2
Nach dem Gesagten ist
einzig der dem angefochtenen
Einspracheentscheid
(und der damit bestätigten Fallabschlussverfügung) zugrunde ge
legt
e
medizinische Sachverhalt
strittig. Nachfolgend ist zu prüfen, ob dieser von der
Beschwerde
gegnerin
bis zum Erlass der Fallabschlussverfügung korrekt abgeklärt wurde und ob er - gegebenenfalls - durch die im Einsprache- sowie im vorliegenden
Beschwerdeverfahren neu aufgelegten ärztlichen
Beurteilungen in Frage gestellt wird.
4.
4.1
Unter Hinweis auf vorstehende Erwägung 2.4.2 ist vorab darauf hinzuweisen, dass es sich beim interdisziplinären versicherungsmedizinischen Gutachten der MEDAS
P._
vom 7. April 2011 um eine umfassende medizinische Beurteilung durch ausgewiesene Expertinnen und Experten der Fachgebiete
Psychiatrie (
Dr.
med.
S._
, Fachärztin für Psychiatrie und Psychothera
pie),
Orthopädie (
Dr.
med.
T._
, Facharzt für
Orthopädische Chirur
gie und Traumatologie des Beweg
ungsapparats), Neurologie (
Dr.
med.
U._
, Neurologie FMH) und Neuropsychologie (
lic
. phil.
Ch
.
V._
,
Fach
psychologin
für Neuropsychologie FSP)
mit einer detaillierten
Konsensbeurtei
lung
handelt (vgl. die fachspezifischen Einzelteile
und die interdisziplinäre Gesamtbeurteilung, Urk. 7/311
).
4.1.1
Die orthopädische Beurteilung wurde bereits in vorstehender Erwägung 3.1.1 e
rörtert und ist - abgesehen von der interdisziplinär beurteilten
Schmerzprob
lematik
- unstrittig (vgl. E. 3.2 und E. 3.3).
4.1.2
Neurologisch
konnten weder aufgrund der bis zum Zeitpunkt der Begutachtung durchgeführten bildgebenden Untersuchungen (CT Schädel, MRI der
Halswir
belsäule
, der Brust- sowie der Lendenwirbelsäule) noch in der klinisch-neurolo
gischen Untersuchung objektivierbare Ausfälle oder strukturelle Läsionen
fest
gestellt w
erden (neurologisches Gutachten
S. 18).
4.1.3
Die
neuropsychologisch
en Befunde
konnten
nicht hinreichend validiert werden. Aufgrund der Verhaltensbeobachtung und der Testbefunde wurden die gezeig
ten Defizite vor allem auf Selbstlimitierung zurückgeführt. Weiter wurde darauf hingewiesen, dass es an einer plausiblen
(neurologischen)
Erklärung für die deutlich schlechteren Testergebnisse in allen neuropsychologischen Testungen nach der ersten posttraumatischen im Jahr 2007 (
mit grösstenteils in der Norm liegenden Ergebnissen)
fehle (neuropsychologisches Gutachten S. 11 f.).
4.1.4
Die psychiatrische Begutachtung basiert
e
nicht nur
auf - präzis dokumentierten -
Beschwerdeschilderungen (
S. 16 f.) und
einer
- davon klar abgegrenzten -
detaillierten
klinischen Befunderhebung (S. 22 f.)
, sondern berücksichtigt
e
auch
das
Ergebnis der
ne
uropsychologischen
Abklärung
(S. 23 f.)
sowie
Angaben des Beschwerdeführers zum Tagesablauf und
seinem Aktivitäts-
bzw.
Leistungs- und Integrationsniveau
im Alltag (S. 21). In der Beurteilung w
urde
auf diese
tatsächlichen Inf
ormationen Bezug genommen und wu
rden die daraus zu zie
henden diagnostischen Schlussfolgerungen
(inkl. Differentialdiagnostik)
nach
vollziehbar dargelegt (
S. 26 f
f.)
. Ferner wurden
die bis zum
Sommer 2010 pro
duzierten medizinischen
Vorakten
(
versicherungs
psychiatrisches
Gutachten S. 3-15) kritisch evaluiert
(
versiche
rungs
psych
iatrisches
Gutachten, S. 31-33),
insbesondere
der
Be
richt des
behan
delnden
Psychiaters
Dr.
F._
vom 21. Juni 2010
(mit dieser Datierung als
act
. 15 in den
den
Gutachtern zur Verfügung gestandenen
Akten der Invalidenversicherung [Urk. 7/15 im Prozess IV.2013.00045 i.S. des Beschwer
deführers gegen die IV-Stelle des Kantons Zürich], entspricht im Wesentlichen dem Bericht
Dr.
F._
vom 23. April 2010 an die Beschwerdegegnerin
[Urk. 7/248
im vorliegenden Prozess
]
)
.
Zur Diagnostik und Arbeitsunfähigkeitsbeurteilung
Dr.
F._
äusserte sich Dr.
S._
wie folgt
(versicherungspsychiatrisches Gutachten, S. 33)
:
„Aus dem psychopathologischen Befund von dazumal ist sicherlich zu entneh
men, dass der Versicherte einen gewissen depressiven und gedrückten Eindruck hinterlassen habe. Auc
h ist von einer gewissen psycho
motorischen Hemmung und einer reduzierten Mimik und Gestik die Rede. Allerdings muss gesamthaft festgehalten werden, dass
der psychopathologische Befund dennoch sehr vage erscheint und nicht ausdrücklich die
ICD-10 Kriterien einer depressiven Störung erfüllt. Diese scheinen nicht dezidiert als solche kritisch evaluiert worden zu sein. Eine Evaluierung des positiven und des negativen Tagesleistungsprofils fehlt gänzlich. Daher kann nicht ausgeschlossen werden, dass der Versicherte zwar unter einer gewissen gedrückten Stimmung gelitten haben könnte. Aller
dings
ist
aus dem vorliegenden psychopathologischen Befund das genaue Zustand
s
bild
, respektive der Schweregrad einer depressiven Störung aus heuti
ger Sicht nicht exakt zu rekonstruieren. Wie
Dr.
F._
den Verdacht auf eine posttraumatische Belastungsstörung begründet, bleibt aufgrund des psychopa
thologischen Berichtes und des Arztberichtes eher allgemein. Insgesamt zeigen die Arztberichte (die Aussage der Gutachterin bezieht sich offenbar auch auf die von ihr eingesehenen Hausarztberichte) eher Inkonsistenzen, sodass aus heuti
ger Sicht letztendlich das exakte Zustandsbild und der Verlauf
nicht gänzlich nachvollzogen werden können. Auch scheinen sozio-
konstellative
Faktoren, die motivationalen Aspekte und auch das selbstlimitierende Verhalten des Versi
cherten nicht gänzlich berücksichtigt worden zu sein.“
4.2
Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, die - ungefähr zeitgleich zur Untersu
chung
bei
Dr.
S._
am 31. Januar 2011
(
vgl.
versicherungs
psychiatri
sches
Gutachten, S. 16) erfolgte - Exploration durch den
versicherungspsychi
atrischen
Experten der Beschwerdegegnerin vom 20. Januar 2011
(vgl. Bericht vom 27. Januar 2011,
Urk.
7/274)
habe
das von
Dr.
F._
beschriebene Zustand
s
bild bestätigt (Urk. 13 S. 4), kann dem nicht gefolgt werden. SUVA-Psychiater Dr.
O._
hat lediglich eine leichte depressive Episode (ICD-10: F32.0) und eine generalisierte Angststörung (ICD-10: F41.1) diagnostiziert
(Urk. 7/274 S
. 8 f.). Die
- eher leichten und in der Regel die Arbeitsfähigkeit nicht nachhal
tig einschränkenden
(eine Arbeitsunfähigkeit wurde von
Dr.
O._
auch nicht attestiert)
- psychischen Stör
ungen waren
sodann
nach der Ansicht
Dr.
O._
durch eine die berufliche Rehabilitation begleitende psychiat
risch/psycho
-
therap
eutische Behandlung
noch
behandelbar
(Urk. 7/274 S. 9 f.)
. Diese
Ein
-
schätzung
steht keineswegs
in Widerspruch zur Beurteilung
Dr.
S._
(keine psychiatrische Diagnose mit - nachhaltiger - Auswirkung auf die Arbeits
-
fähigkeit)
, sondern deckt sich damit.
Fehl ging
Dr.
O._
jedoch in der versicherungsrechtlichen Beurteilung des von ihm festgestellten medizinischen Sachverhalts. Denn ärztliche Behandlungen, welche lediglich der psychotherapeutischen Begleitung der Wiedereingliederung dienen, sind nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts keine
Massnahmen
, die noch eine im Sinne von
Art.
19
Abs.
1 UVG namhafte
Besserung des durch den erlittenen Unfall beeinträchtigten Gesundheitszustands
bewirken
können, weshalb sie dem Fallabschluss
d
urch den Unfallversicherer nicht entgegenste
hen (
vgl.
BGE 137 V 199 E. 2.3
.2
)
. Di
e Beschwerdegegnerin hat deshalb
- was vom Beschwerdeführer mit der Forderung nach höheren Invaliditätsleistungen und einer höheren Integritätsentschädigung (Urk. 13 S. 8) implizite auch aner
kannt wird - den Fall
abschluss keineswegs
zu früh terminiert.
Die
auf di
e -
in
-
validisierenden
- somatischen Leiden gerichtete ärztliche
Behandlung
im Sinne des Bundesgerichtsu
r
teils 8C_137/2014 vom 5. Juni
2014
(vgl. dortige E. 4.1) wurde bereits am 6. Februar 2008 abgeschlossen (vgl. Sachverhalt
Ziff.
1.2.6). Ab jenem Zeitpunkt sind nur noch rehabilitative Therapien akten
kundig.
4.3
4.3.1
Hinsichtlich der
nach Vorliegen
des
entscheidmassgeblichen
MEDAS-Gutach
tens
(und
von dessen
Kenntnisnahme durch den Beschwerdeführer und seine Rechtsvertreterin, vgl. Urk. 7/321)
zu den Akten gereichten ärztlichen Berichten
(Beilagen 2-4 und 6 zur Einsprache vom 20. April 2012, Urk. 7/338), und Urk. 14/1 sowie Urk. 14/3)
ist vorab
Folgendes festzuhalten:
D
en im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von exter
nen Spezialärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersu
chungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörte
rung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen,
ist
volle Beweiskraft zuzuerkennen ist, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b/
bb
S. 353; BGE 9C_243/2010 vom 2
8.
J
uni 2011 E. 1.3.4). Das
bedeutet
nicht
, dass
solchen Gutachten widerspre
c
hende ärztliche Beurteilungen (
von Privatgutachtern einer
beschwerdeführen
den
Partei oder behandelnden Ärzten
)
von vornherein unbeachtlich wären
(
da
durch die Verschiedenheit von Behandlungs- und Begutachtungsauftrag
erklär
bar,
vgl. dazu BGE 124 I 170 E. 4 S. 175; Urteile 9C_24/2008 vom 2
7.
Mai 2008 E. 2.3.2,
I 701/05 vom
5.
Januar 2007 E.
2 in
fine
und I 506/00 vo
m 1
3.
Juni 2001 E. 2b)
.
Jedoch
hängen die qualitativen Anforderungen an die
Indizien
, welche geeignet sind, Zweifel an der
Zuverlässigkeit
eines
Administrativgutachten
zu wecken, vo
n der
Qualität der damit in Frage gestellten Expertise ab.
Solche Indizien können in der Regel nur medizinische Experten liefern und e
ine ärztliche Beur
teilung, mit der ein Administrativgutachten in Zweifel gezogen werden soll,
muss
entweder
unerkannt gebliebene
(reproduzierbare) Befunde oder offenkun
dige Mängel der Befundvalidierung und Gewichtung sowie der Herleitung der Diagnosen
und der funktionellen Einschränkungen aus den akt
enkundigen Fakten aufzeigen
. Der
Qualitätsstandard
des angezweifelten
Administrativgut
achtens
bildet dabei den Massstab
für
die Substantii
erung der daran geübten Kritik.
Da
die Beurteilung durch die Administrativgutachter
- selbst gegenüber einer qualitativ ebenbürtigen - abweichenden Auffassung Bestand hat, solange sie
im Rahmen des ärztlichen Ermessens vertretbar ist,
genügt es zur Erschütterung der Beweiskraft eines Administrativgutachtens nicht, generell
dessen Mangelhaftig
keit zu behaupten oder
die Unbefangenheit von
Administrativgut
achtern
in Frage zu
stellen und deren Faktenwertung
eine (fachärztlich) andere
- allenfalls auch vertretbare -
gegenüberzustellen (vgl. Bundesgerichtsurteil 8C_740/2010 vom 2
9.
September 2011)
.
4.3.2
Im Lichte der vorstehenden
Ausführungen
können die
blossen
Bestätigungen der eigenen früheren Beurteilungen
durch die
behandelnden Ärzte
des Beschwerdeführers (med.
pract
.
E._
und
Dr.
F._
)
nach Vorliegen des MEDAS-Gutachtens
- ohne Auseinandersetzung mit dem bis zum Zeitpunkt ihrer erneuten Beurteilungen aktenkundig gewordenen medizinischen Sachver
halt, insbesondere mit den ganz anders lautenden gutachterlichen Feststellun
gen und Wertungen -
den Beweiswert
dieses Gutachtens
nicht in Frage stellen.
Daran ändert auch der Umstand nichts, dass
Dr.
F._
in seiner Beurteilung vom 18. Juni 2012 (Urk. 14/1)
mit Auflistungen der diagnostischen Kriterien nach ICD und DSM
auf den gutachterlichen Vorwurf des Fehlens einer
kriti
sch
en E
valu
ation
in seinen früheren Berichten
reagiert
hat
.
Nach wie vor stüt
zen sich seine Diagnostik und seine Beurteilung der funktionellen Leistungsfä
higkeit ausschliesslich auf
subjektive
Beschwerdeschild
er
u
ngen und klinische Beobachtung;
aktenkundige anamnestische Fakten zur Beurteilung des
Funkti
onsniveaus
im Alltag
bleiben weiterhin unberücksichtigt.
W
eshalb Dr.
F._
- nach
Vorliegen d
er die bereits vorangegangenen bestätigenden,
neuropsycholo
-
gischen Abklärung im Rahmen der MEDAS-Begutachtung
-
eine
weitere
neu
ropsychologische Untersuchung zur Abklärung allfälliger organischer Faktoren für Wesensveränderung, psy
chomotorische Verlangsa
mung und Gedächtnis
störungen
anordnete (vgl.
Überweisungs
schreiben
vom 21. Dezember 2011,
Beilage 4 zu Urk. 7/338)
, ist nicht nachvollziehbar
. Angesichts des Fehlens jeg
licher neurologischer Befunde war eine nochmalige neuropsycho
logische Abklärung nicht nur zum Nachweis einer
(bereits fünf Jahre zurückliegenden)
Unfallverletzung
von vornherein
völlig ungeeignet, sondern - wie
Dr.
O._
in seinem Bericht vom 27. Januar 2011 ausdrücklich festhielt (Urk. 7/274 S. 10)
-
wegen der Gefahr der Fixierung des Beschwerdeführers auf eine vermeintliche Unfallfolgesymptomatik sogar kontraindiziert.
4.3.3
Tatsächlich ha
t
die
von
Dr.
F._
angeordnete
neurologische
Abklärung in der Klinik für Neurologie des
Q._
sowohl befundmässig als auch hinsichtlich der Verhaltensbeobachtungen nur die Feststellungen aller anderen Voruntersucher nach
Dr.
B._
bestätigt.
Insbesondere wurde eine hirnorganische Ursache der testpsychologisch festgestellten Defiz
ite einmal mehr ausgeschlossen.
Dass der klinische Eindruck und
Instruktionsmani
pula
tionen
bei d
iesem
tester
probten
Exploranden
keine Hinweise auf Aggravation erbrachten,
ist noch kein Indiz für eine fehlerhafte Befundvalidierung bei den vorangegangenen neu
ropsychologischen Untersuchungen (insbesondere im Rahmen der
ME
DAS-Begutachtung) und vermag deren anderslautende Bewertungen daher nicht in Frage zu stellen.
Zumal die neuropsychologische Abklärung am
Q._
in Unkenntnis der
Vorakten
bzw. gestützt nur auf die aktenwidrigen
Verlaufsan
gaben
Dr.
F._
(vgl. Urk. 14/3; dokumentiert ist nur eine ungenügende An
s
prechbarkeit durch die Rettungssanitäter am Unfallort, nicht aber der von
Dr.
F._
kolportierte postoperativ
e
komatöse Zustand, vgl. Sachverhalt
Ziff.
1.2.1)
und die beim Beschwerdeführer erhobene Anamnese erfolgte.
Ebenso
wenig lässt sich aus dem Umstand, dass die neuropsychologischen Defi
zite als Symptome der von Dr.
F._
diagnostiziert
en
Krankheitsbildern
gewertet wu
rden, eine Bestätigung dieser Diagnosen ableiten. Es wird auch keine Arbeitsunfähigkeit aus neuropsychologischer Sicht bestätigt.
4.3.4
Insgesamt lassen sich den vom Beschwerdeführer nach Vorliegen des
MEDAS-Gutachtens noch zu den Akten gereichten ärztlichen Beurteilungen keine kon
kreten Indizien entnehmen, welche gegen die Zuverlässigkeit der
aufgrund ein
gehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht
in die Akten erfolgten
und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelang
t
en
Expertise sprechen
.
Demzufolge hat die Beschwerdegegnerin den Fall zu Recht gestützt auf dieses Gutachten abgesch
lossen und dem Beschwerdeführer
die ihm gemäss
dem gut
achterlich festgestellten dauerhaften Gesundheitsschaden zufolge des
Unfaller
eignisses
vom 11. Dezember 2006 zustehenden Leistungen zugesprochen (Urk. 2 in Verbindung mit Urk. 7/323)
.
Die von der Verwaltung zur
Invaliditätsbemes
sung
herangezogenen Bemessungsfaktoren werden weder in tatsächlicher noch in rechtlicher Hinsicht beanstandet. Es besteht kein Anlass für eine nähere Prüfung von Amtes wegen (BGE 125 V 413 E. 1b und 2c S. 415 ff.; 110 V
51 E. 4a S. 53). Entsprechendes gilt für die Integritätsentschädigung. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.
5.
Zum
beschwerdeführerischen
Gesuch
um Gewährung der unentgeltlichen
Pro
zessführung
sowie um Bestellung von Rechtsanwältin Ernst zu seiner unent
geltlichen Rechtsvertre
terin (Urk. 1 S. 2) ist Folgendes zu bemerken
:
5.1
Das Verfahren vor dem Sozialversicherungsgericht in Streitigkeiten um Leistun
gen der Unfallversicherung ist
von Gesetzes wegen
kostenlos (Art. 1 Abs.
1 UVG in Verbindung mit
Art.
61
lit
. a
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG, sowie
§
33
Abs.
1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
), weshalb
nicht über die
Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung
zu befinden ist.
5.2
Hinsichtlich
des Gesuchs um Bestellung von Rechtsanwältin Ernst zur unentgeltli
chen Rechtsvertreterin ist festzuhalten, dass dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 26. Juni 2012 Frist für den Nachweis der prozessualen
Bedürftigkeit
angesetzt wurde (Urk. 4). Innert der ihm angesetzten Frist
schickte
der Beschwerdeführer weder das ihm vom Gericht zugestellte
Ab
klärungsfor
mular
zurück
, noch
reichte er
die mit der Verfügu
ng verlangten Belege ein
. Erst
mit
seiner Stellungnahme zu den Akten der Beschwerdegegnerin vom 26
. November 2012 (Urk. 13)
belegte er seine prozessuale Bedürftigkeit mit der Verfügung der Sozialen Dienste der Stadt Winterthur vom 14. Juni 2012, aus welcher hervorgeht, dass er ab dem 1. Juni 2012 von der
Sozialhilfebehörd
e unterstützt wurde
.
Weshalb es ihm nicht möglich war, diesen Beleg früher ein
zureichen, wird in der Eingabe vom 26. November 2012 nicht begründet.
Für die von Rechtsanwalt
R._
in Substitution von Rechtsanwältin Ernst vorge
nommenen Prozesshandlungen besteht daher kein
Anspruch auf Entschädigung aus der Gerichtskasse.
Für die von ihr selbst vorgenommenen (Ergänzung der Beschwerdebegründung, Einreichung von Beweismitten) bzw. noch vorzunehmenden (Besprechung des vorliegen
den Entscheids mit dem Beschwerdeführer
)
Prozesshandlungen a
b dem
erfolgten
Nachweis der prozessualen Bedürftigkeit
ist
Rechtsanwältin Ernst
antragsgemäss zur unentgeltlichen Rechts
vertreterin
des Beschwerdeführers zu bestellen und mit Fr. 1‘200.-- (inkl. Barauslagen und
MWSt
)
aus der Gerichts
kasse
zu entschädigen. Der Beschwerdeführer ist auf
§
16 Abs. 4
GSVGer
hin
zuweisen.
5.3
Damit im gleichzeitig mit dem vorliegenden Urteil ergehenden Entscheid im Parallelprozess IV.2013.00045 in Sachen des Beschwerdeführers gegen die
Sozi
alversicherungsanstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle, auf den hier ausführlich dargelegten medizinischen Sachverhalt verwiesen werden kann, ist der IV-Stelle ein Exemplar des Urteils zur Kenntnisnahme zuzustellen.