Decision ID: e920d71b-3bff-523c-9131-5b155a15dabc
Year: 2009
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. A.a Der Beschwerdeführer suchte am 30. August 2004 in der Schweiz um Asyl nach. Am darauffolgenden Tag wurde er in der Empfangsstelle (heute: Empfangs- und Verfahrenszentrum) B._ summarisch befragt. Für den Aufenthalt während der Dauer des Asylverfahrens wurde er dem Kanton C._ zugewiesen. Die zuständige kantonale Behörde hörte ihn am 22. September 2004 zu seinen Asylgründen an. Am 21. November 2005 wurde der Beschwerdeführer von einer Mitarbeiterin des BFM gemäss Art. 41 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) ergänzend befragt.
A.b Anlässlich der Befragungen machte der Beschwerdeführer im  geltend, er sei kamerunischer Staatsangehöriger stamme aus D._ (West-Provinz) und habe dort auch die Schulen . Im Jahre 1999 sei er zu seinem Bruder nach E._ (Provinz Adamoua) gezogen, wo er - wie schon zuvor in D._ - vergeblich versucht habe, die Maturitätsprüfungen zu bestehen. In der Folge habe er als Privatlehrer Spanisch-Unterricht erteilt. Im Februar 2002 sei er der Organisation "Ligue belgo-africaine pour le  en Afrique des libertés fondamentales" (LIBERAL) beigetreten. Während sechs Monaten habe er den Posten des Generalsekretärs innegehabt, danach sei er für die Wahlkampagnen zuständig gewesen.
Am 2. Juli 2004 habe er an einem in einem Hochhaus in F._ stattfindenden Treffen mit einer Frauengruppe namens MAFO teilgenommen. Anlässlich dieser Veranstaltung habe er vor dem Gebäude Flugblätter an die Teilnehmerinnen verteilt, den Frauen den Inhalt der Blätter erklärt und sie darauf hingewiesen, wie wichtig es sei, an den bevorstehenden Wahlen teilzunehmen. Dabei sei er von der Polizei festgenommen und ins Gefängnis von "(...)"  G._ gebracht worden, wo er befragt und auch  worden sei. Dank der Hilfe eines ihm unbekannten, offenbar von S., einer führenden Persönlichkeit des "Mouvement pour la  et l'interdépendance" (MDI) bestochenen Offiziers sei ihm am 26. August 2004 die Flucht aus dem Gefängnis gelungen. Er sei dann umgehend zum Flughafen von Douala gefahren worden, wo er S.  habe, welcher ihm Kleider und verschiedene Ausweise  habe. In Begleitung eines weiteren ihm unbekannten Mannes sei er noch am gleichen Tag auf dem Luftweg via Malabo (Äquatorial-Gui-
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nea) nach Genf oder nach Zürich gelangt, wo er bei der am 27. August 2004 erfolgten Einreise am Flughafen einen falschen Reisepass  habe.
Für den weiteren Inhalt der Aussagen wird auf die Protokolle bei den Akten verwiesen. Soweit für den Entscheid wesentlich, wird darauf in den Erwägungen eingegangen.
A.c Der Beschwerdeführer reichte im Verlaufe des vorinstanzlichen Verfahrens Ausweise betreffend die Mitgliedschaft bei LIBERAL und ROC/MDI und eine Ausgabe der Zeitung "Le Figaro" vom 24.  2005 im Original sowie - jeweils in Kopie - ein  für die Mitgliedschaft bei LIBERAL vom 12. Juli 2004, einen am 2. September 2004 ausgestellten Haftbefehl, einen Auszug aus der Zeitung "Depeche du Cameroun" vom 28. November 2005 und eine Verordnung zur Physiotherapie zu den Akten.
B. Mit Verfügung vom 21. Dezember 2005 - eröffnet am 23. Dezember 2005 - lehnte das BFM das Asylgesuch mit der Begründung ab, die Vorbringen des Beschwerdeführers hielten den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit nicht stand. Gleichzeitig ordnete es die Wegweisung aus der Schweiz an und stellte fest, der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers sei zulässig, zumutbar und möglich.
C. Der Beschwerdeführer beantragte durch seinen damaligen Vertreter (...) bei der damals zuständigen Schweizerischen  (ARK) mit Eingabe vom 11. Januar 2006 sinngemäss - unter Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung - die Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft und die Gewährung des Asyls, eventualiter die vorläufige Aufnahme in der Schweiz; jedenfalls seien die Folgen der im Gefängnis erlittenen Misshandlungen ärztlich abzuklären.
Zur Stützung dieser Anträge - für deren Begründung, soweit für den Entscheid wesentlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen wird - wurde eine Kopie des bereits im vorinstanzlichen Verfahren ein-
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gereichten Artikels aus der Zeitung "Le Figaro" vom 24. November 2005 zu den Akten gegeben.
D. Mit Zwischenverfügung vom 18. Januar 2006 verzichtete die ARK  der ausreichenden Deckung auf dem Sicherheitskonto des  auf die Erhebung eines Kostenvorschusses.  wurde der damalige Vertreter des Beschwerdeführers darauf  gemacht, bei allfällig negativem Verahrensausgang würden seinem Mandanten grundsätzlich die Kosten auferlegt. Sodann wies die ARK das Begehren, die beim Beschwerdeführer vorliegenden  ärztlich abklären zu lassen, mit der Begründung ab, es sei grundsätzlich Sache des Beschwerdeführers, Beweismittel für die  erlittenen Verletzungen beizubringen.
E. Am 5. April 2006 liess der Beschwerdeführers der ARK durch seinen damaligen Vertreter einen Auszug aus dem Strafgesetzbuch Kameruns in Kopie sowie ein am 27. März 2006 ausgestelltes ärztliches Attest zu den Akten reichen.
F. F.a Der Beschwerdeführer verheiratete sich am 27. Juni 2008 in H._ mit einer spanischen Staatsangehörigen mit Wohnsitz in Spanien.
F.b In der Folge setzte das nunmehr zuständige  dem Beschwerdeführer beziehungsweise dessen damaligem Vertreter mit Zwischenverfügung vom 31. Juli 2008 Frist bis zum 15. August 2008 zur Mitteilung an, ob er die am 11. Januar 2006  Beschwerde zurückziehen oder an seiner Beschwerde  wolle.
Der damalige Vertreter teilte dem Bundesverwaltungsgericht am 14. August 2008 mit, seit Mitte oder Ende des Jahres 2006 mit dem Beschwerdeführer keinen Kontakt mehr zu haben. Es kenne dessen
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aktuelle Adresse nicht und es sei ihm auch nicht gelungen, ihn  zu erreichen.
F.c Mit Zwischenverfügung vom 19. August 2008 wandte sich das Bundesverwaltungsgericht mit der Rückzugsanfrage direkt an den .
Der offenbar bereits am 6. August 2007 neu bevollmächtigte  (vgl. die beigelegte, insbesondere im Zusammenhang mit der Eheschliessung errichtete Vollmacht) teilte dem  am 3. September 2008 mit, der Beschwerdeführer und seine  planten ihre Zukunft nicht in Spanien, sondern in der Schweiz. Die spanische Ehefrau halte sich nun ebenfalls in der Schweiz auf und sei auf Arbeitssuche. Es erscheine daher "wenig sinnvoll, die Beschwerde zum jetzigen Zeitpunkt zurückzuziehen", da der Beschwerdeführer "dadurch bis zum Zeitpunkt, da die Ehegattin eine Arbeitsstelle  habe, sein Anwesenheitsrecht verlieren würde". Angesichts des Umstandes, dass der Beschwerdeführer aufgrund seiner  für die öffentliche Hand keine Belastung darstelle, erscheine es "als Gebot der Verhältnismässigkeit, das vorliegende  bis zum Zeitpunkt, da die Ehegattin des Beschwerdeführers eine Arbeitsstelle habe, zu sistieren, einstweilen bis zum 31.  2008". Für den Fall, dass dem Sistierungsantrag nicht entsprochen werde, sei die mit Zwischenverfügung vom 19. August 2008  Frist bis zum 7. Oktober 2008 zu erstrecken. Schliesslich seien ihm sämtliche Akten zur Einsichtnahme zuzustellen.
Das Bundesverwaltungsgericht wies mit Zwischenverfügung vom 10. September 2008 sowohl den Antrag auf Zustellung der  als auch die Begehren um Sistierung des Beschwerdeverfahrens beziehungsweise um Erstreckung der Frist zur Einreichung einer Rückzugserklärung ab. Gleichzeitig wies es darauf hin, es könne nicht Sinn und Zweck des Asylverfahrens sein, dem Beschwerdeführer und seiner spanischen Ehefrau - wie in der Eingabe vom 3. September 2008 gewünscht - bei der "Planung der Zukunft in der Schweiz"  zu sein, umso weniger als der Beschwerdeführer aufgrund seiner Heirat auf entsprechenden Antrag hin in Spanien ein Aufenthaltsrecht erhalten würde. Im Übrigen würde der Beschwerdeführer - selbst wenn seine Ehefrau in der Schweiz eine Aufenthaltsbewilligung erhalte -  nicht automatisch in den Besitz einer entsprechenden  Bewilligung in der Schweiz gelangen.
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G. Das BFM beantragte mit Vernehmlassung vom 25. September 2008 die Abweisung der Beschwerde, da diese keine neuen erheblichen  oder Beweismittel enthalte, welche eine Änderung seines Standpunktes rechtfertigen könnten. Die Vernehmlassung wurde dem Beschwerdeführer beziehungsweise dessen Rechtsvertreter am 26. September 2008 zur Kenntnisnahme zugestellt.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts. Eine das  betreffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entscheidet in diesem Bereich  (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des  vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
1.2 Das Bundesverwaltungsgericht hat am 1. Januar 2007 die  der bei der ARK hängigen Rechtsmittel übernommen. Das neue Verfahrensrecht ist anwendbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 VGG).
1.3 Die Beschwerde ist form- und fristgerecht eingereicht. Der  ist durch die angefochtene Verfügung berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Der Beschwerdeführer ist daher zur Einreichung der  legitimiert (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 50 und 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten.
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2. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
3. 3.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl. Als Flüchtling wird eine ausländische Person , wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu  bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen  ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung von Leib, Leben oder  sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken; den frauenspezifischen Fluchtgründen ist Rechnung zu  (Art. 3 AsylG).
3.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft  oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender  für gegeben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich  sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG).
4. 4.1 Die Vorinstanz wies in ihrer angefochtenen Verfügung vorab darauf hin, im eingereichten Haftbefehl werde ausdrücklich festgehalten, der Beschwerdeführer werde nach Artikel 348 des kamerunischen  gesucht. Dieser Artikel stimme jedoch nicht mit den vom Beschwerdeführer genannten Gründen für die gegen ihn gerichtete Suche (Störung der öffentlichen Ordnung, Umsturz sowie ein weiterer, von ihm nicht bezeichneter Anklagepunkt) überein.
In der Eingabe vom 5. April 2006 wird - unter gleichzeitiger  einer Kopie von zwei angeblich aus dem Strafgesetzbuch Ka-
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meruns stammenden Seiten - dagegen eingewendet, der aufgeführte Artikel 348 des kamerunischen Strafgesetzbuches betreffe sehr wohl die Störung der öffentlichen Ordnung.
Dieser Einwand vermag indessen nicht zu überzeugen. Der erwähnte Artikel befindet sich im kamerunischen Strafgesetzbuch bei den  zum Kinder- und Jugendschutz und nicht bei den  Delikten beziehungsweise bei den Delikten gegen die  Sicherheit und Ordnung und regelt den Zugang Minderjähriger zu alkoholischen Getränken. Gemäss der eingereichten Kopie soll dieser Sachverhalt im Artikel 349 des Strafgesetzbuches geregelt sein, was jedoch schon deshalb nicht stimmig sein kann, weil der Artikel 349 gleich zweimal aufgeführt wird; beim zweiten Mal dann () als Bestimmung betreffend den Missbrauch beziehungsweise die Ausnützung Minderjähriger. Ungeachtet dieser Ungereimtheiten ist festzuhalten, dass gemäss den Erkenntnissen des  gesuchte Personen oder deren Angehörige weder das Original noch eine Kopie des Haftbefehls ausgehändigt erhalten; hingegen sind derartige Dokumente insbesondere in Kamerun ohne Weiteres auf illegalem Weg - gegen entsprechende Bezahlung –  (vgl. auch Positionspapier der Schweizerischen Flüchtlingshilfe vom 25. September 2008: Überprüfung der Echtheit eines Haftbefehls, Gutachten der SFH-Länderanalyse). Dem eingereichten Haftbefehl kann demnach kein Beweiswert zukommen, zumal es sich lediglich um eine leicht manipulierbare Faxkopie handelt.
4.2 In dem im vorinstanzlichen Verfahren eingereichten, am 12. Juli 2004 vom Präsidenten von LIBERAL unterzeichneten Schreiben wird unter anderem ausgeführt, aufgrund seiner militanten Vergangenheit und seiner Aktivitäten für die Organisation LIBERAL sei davon , dass eine Rückkehr für den Beschwerdeführer eine Gefahr für seine Sicherheit oder gar für sein Leben darstellen würde. Angesichts des Umstandes, dass sich der Beschwerdeführer gemäss seinen  vom 2. Juli 2004 bis zum 26. August 2004 im Gefängnis von G._ befunden hat, erscheint die Ausstellung eines solchen Bestätigungsschreibens am 12. Juli 2004 - wie in der angefochtenen Verfügung zu Recht bemerkt wurde - widersinnig.
4.3 Die Zweifel an der Glaubhaftigkeit der Vorbringen werden dadurch erhärtet, dass der Beschwerdeführer anlässlich der Befragungen in wesentlichen Punkten sehr dürftige und unsubstanziierte oder der  Erfahrung widersprechende Angaben machte.
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Wie das BFM zutreffend feststellte, vermochte der Beschwerdeführer - entgegen der in der Rechtsmitteleingabe vom 11. Januar 2006 (vgl. S. 1 f.) vertretenen Auffassung - nur sehr allgemeine Aussagen zur  LIBERAL machen, was umso erstaunlicher erscheint, als er dieser Organisation bereits im Februar 2002 beigetreten sein und  wichtige Funktionen (Generalsekretär und Wahlkampagnenleiter) ausgeübt haben will (vgl. A9 S. 9 f. und A13 S. 2 ff.). Sodann war er auch nicht in der Lage, die Daten der Veranstaltungen, an denen er im Jahre 2004 teilgenommen haben will, zu nennen (vgl. A9 S. 5).
Was die geltend gemachte Flucht aus dem Gefängnis von G._ und die Umstände der Ausreise aus Kamerun betrifft, so kann  der Auffassung der Vorinstanz gefolgt werden, es erscheine nicht glaubhaft, dass ein ihm zuvor nicht bekannter Offizier dem  in der dargelegten Art und Weise behilflich gewesen und  das Risiko schwerwiegender eigener Probleme auf sich genommen haben soll.
4.4 Schliesslich sind auch die übrigen sich bei den Akten befindenden Beweismittel nicht geeignet, zu einer anderen Beurteilung des  zu führen.
Ungeachtet der Tatsache, dass die Mitgliedschaft bei den beiden  LIBERAL und MDI noch keinen klaren Anhaltspunkt für eine behördliche Verfolgung gibt, ist darauf hinzuweisen, dass in  auch Ausweise wie die beiden Mitgliedschaftskarten jederzeit aus Gefälligkeit und/oder gegen Entgelt ausgestellt werden.
Was die im Original eingereichte Ausgabe der Zeitung "Le Figaro" vom 24. November 2005 und den kopierten Ausschnitt aus der Zeitung " du Cameroun" vom 28. November 2005 betrifft, so ist Folgendes festzuhalten: Es ist den Erkenntnissen des Bundesverwaltungsgerichts zufolge notorisch und wird unter anderem auch von der  Flüchtlingshilfe bestätigt (vgl. etwa Positionspapier vom 1.  2007: Mitgliedschaft in Social Democratic Front, Auskunft der ), dass verschiedene kamerunische Zeitungen gegen Bezahlung gefälschte Artikel drucken; dabei wird meist nach der Fertigstellung der offiziellen Ausgabe einer Zeitung eine Seite , indem ein Originalartikel durch einen gefälschten Artikel ersetzt wird. Angesichts der gewichtigen Zweifel an der Glaubhaftigkeit der Vorbringen des Beschwerdeführers ist davon auszugehen, dass es
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sich bei den beiden eingereichten Zeitungsartikeln ebenfalls um in der erwähnten Art entstandene Unterlagen handelt, umso mehr als auch nicht einsehbar ist, wieso die beiden Artikel zu einem Zeitpunkt  sein sollen, als sich der Beschwerdeführer seit mehr als  Jahr in der Schweiz aufgehalten hat.
Die (undatierte) Verordnung zur Physiotherapie sowie das ärztliche  vom 27. März 2006 bestätigen lediglich, dass der  am Rücken Verletzungen aufweist, stützen sich aber hinsichtlich der Ursache derselben ausschliesslich auf die Angaben des Patienten ab. Die beiden sehr knapp gehaltenen medizinischen Dokumente  daher die Zweifel an der Glaubhaftigkeit der Vorbringen  nicht zu beseitigen.
4.5 Zusammenfassend ergibt sich, dass die Vorbringen des  den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit nicht standhalten. Es kann darauf verzichtet werden, auf die übrigen Erwägungen der Vorinstanz und auf die äusserst knappen Darlegungen in der  und in den nachfolgenden Eingaben näher . Das Asylgesuch wurde vom Bundesamt zu Recht abgelehnt.
5. Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und  den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG).
Der Beschwerdeführer verfügt weder über eine ausländerrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (Art. 44 Abs. 1 AsylG; Entscheidungen und Mitteilungen der  Asylrekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21).
6. 6.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich, so regelt das Bundesamt das  nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige  von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
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desgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]).
6.2 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche  der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des  in den Heimat-, Herkunfts- oder in einen Drittstaat  (Art. 83 Abs. 3 AuG).
6.2.1 So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwungen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu  (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]).
Gemäss Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des  vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere , unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4.  1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden.
6.2.2 Die Vorinstanz wies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend darauf hin, dass der Grundsatz der Nichtrückschiebung nur Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen (vgl. MARIO GATTIKER, Das Asyl- und Wegweisungsverfahren, 3. Aufl., Bern 1999, S. 89). Da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich  Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non- im vorliegenden Verfahren keine Anwendung finden. Eine Rückkehr des Beschwerdeführers nach Kamerun ist demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig.
6.2.3 Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen des  noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall einer Ausschaffung in den Heimatstaat/Herkunftsstaat dort mit  Wahrscheinlichkeit einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt wäre. Gemäss Praxis des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) sowie
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jener des UN-Anti-Folterausschusses müsste der Beschwerdeführer eine konkrete Gefahr ("real risk") nachweisen oder glaubhaft machen, dass ihm im Fall einer Rückschiebung Folter oder unmenschliche  drohen würde (vgl. EMARK 2001 Nr. 16 S. 122, mit weiteren Hinweisen; EGMR, Bensaid gegen Grossbritannien, Urteil vom 6.  2001, Recueil des arrêts et décisions 2001-I, S. 327 ff.). Das ist jedoch vorliegend nicht der Fall, zumal - wie oben unter Ziff. 4 der  ausgeführt wurde - die geltend gemachte  nicht geglaubt werden kann.
6.2.4 Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung sowohl im Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig.
6.3 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder  auf Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung festgestellt, ist - unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AuG - die vorläufige Aufnahme zu gewähren (vgl. Botschaft zum Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer vom 8. März 2002, BBl 2002 3818).
6.3.1 Der Versuch des seit 1982 ununterbrochen als Präsident  Paul Biya, mit einer Verfassungsänderung die bisherige  für Staatschefs abzuschaffen, führte gegen Ende des Jahres 2007 zu massiven innenpolitischen Spannungen. Die  grosser Teile der Bevölkerung wurde durch die stark  Lebenshaltungskosten, insbesondere durch die  beim Treibstoff verstärkt. In der Folge kam es zwischen dem 23. und dem 29. Februar 2008 zuerst in Douala und dann auch in Yaoundé sowie in verschiedenen anderen Städten im Westen  zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften; die Unruhen forderten - je nach Quelle - zwischen 24 und gut 100 Todesopfer. Nach Zugeständnissen seitens der  (etwa durch die Befreiung von Abgaben auf verschiedenen lebensnotwendigen Gütern oder durch die Vergünstigung von Treibstoff für Taxis) beruhigte sich die Lage wieder. Auch die am 11. April 2008 erfolgte, die Amtszeitbeschränkung für Staatschefs betreffende  löste keine neuen Unruhen aus. Bezüglich Kamerun kann demnach im jetzigen Zeitpunkt nicht von Krieg, Bürgerkrieg oder von einer Situation allgemeiner Gewalt, welche für den Beschwerde-
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führer bei seiner Rückkehr in die Heimat eine konkrete Gefährdung darstellen würde, gesprochen werden.
Sodann sind auch keine anderen, individuellen Gründe ersichtlich, welche den Vollzug der Wegweisung nach Kamerun als unzumutbar erscheinen lassen könnten. Der Beschwerdeführer ist noch jung,  über eine sehr gute Schulbildung und über Berufserfahrung als Privatlehrer für Spanisch sowie über ein Beziehungsnetz in der . Es sprechen auch keine medizinischen Gründe gegen den  der Wegweisung; die sich bei den Akten befindenden, vorstehend unter Ziff. 4.4 erwähnten, vor rund drei Jahren ausgestellten  lassen ebenfalls nicht darauf schliessen, dass der  einer ärztlichen Behandlung bedarf, welche in Kamerun nicht gewährleistet wäre.
6.3.2 Ungeachtet dessen, dass der Vollzug der Wegweisung des  nach Kamerun zumutbar erscheint, ist an dieser Stelle darauf hinzuweisen, dass sich der Beschwerdeführer am 27. Juni 2008 in H._ mit einer spanischen Staatsangehörigen mit Wohnsitz in Spanien verheiratet hat. Aufgrund dieser Heirat besitzt der  - gestützt auf die Richtlinie 2004/38/EG des Europäischen Parlaments und des Rates - ein Aufenthaltsrecht in Spanien  wird auf entsprechenden Antrag hin ein Aufenthaltsrecht erhalten. Es ist ihm daher unbenommen, statt nach Kamerun , bei seiner Ehefrau in Spanien Wohnsitz zu nehmen.
6.3.3 Angesichts der gesamten Umstände kann der Vollzug der  mithin auch als zumutbar bezeichnet werden.
6.4 Die bisherigen Bestimmungen betreffend vorläufige Aufnahme  einer schwerwiegenden persönlichen Notlage (Art. 14a Abs. 4bis des bis zum 31. Dezember 2007 gültigen Bundesgesetzes vom 26. März 1931 über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer [ANAG, SR 142.20] i.V.m. Art. 44 Abs. 3-5 AsylG) wurden mit der  des Asylgesetzes vom 16. Dezember 2005 aufgehoben. Gleichzeitig mit der Aufhebung der Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme im Falle einer schwerwiegenden persönlichen Notlage trat auf den 1. Januar 2007 eine neue Härtefallregelung in Kraft. Gemäss Art. 14 Abs. 2 AsylG haben neu die Kantone die Möglichkeit, bei " eines schwerwiegenden persönlichen Härtefalles" unter  weiteren Voraussetzungen eine Aufenthaltsbewilligung zu . Im vorliegenden Fall wären indes bereits die zeitlichen Anforde-
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rungen für die Anwendung von Art. 14 Abs. 2 AsylG nicht gegeben, hält sich der Beschwerdeführer doch erst seit August 2004, mithin seit weniger als den nunmehr erforderlichen fünf Jahren, in der Schweiz auf.
6.5 Schliesslich ist der Vollzug der Wegweisung des  auch als möglich im Sinne von Art. 83 Abs. 2 AuG zu bezeichnen, da keine praktischen Vollzugshindernisse erkennbar sind, die einer Rückkehr nach Kamerun entgegenstehen könnten, und der  verpflichtet ist, sich bei den heimatlichen Behörden die  Reisepapiere zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG).
6.6 Insgesamt ist die durch die Vorinstanz verfügte Wegweisung zu bestätigen. Die Vorinstanz hat deren Vollzug zu Recht als zulässig,  und möglich erachtet. Nach dem Gesagten fällt eine  der vorläufigen Aufnahme ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1-4 AuG).
7. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG). Die  ist daher abzuweisen.
8. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem  aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG) und auf insgesamt Fr. 600.-- festzusetzen (Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem  [VGKE, SR 173.320.2]).
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