Decision ID: aeade861-533e-447f-83ed-26e2f007a541
Year: 2022
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass der Beschwerdeführer, ein pakistanischer Staatsangehöriger mit per-
manenter Aufenthaltsbewilligung in der Ukraine (gültig bis [...] 2032), am
27. April 2022 in der Schweiz um vorübergehenden Schutz ersuchte,
dass er anlässlich der Kurzbefragung vom 8. Juni 2022 (SEM-Akte
1160301 [nachfolgend A] 6) zur Begründung dieses Gesuchs im Wesentli-
chen geltend machte, er sei im Oktober oder November 2019 zwecks Stu-
dium in die Ukraine umgesiedelt, zuvor habe er in Pakistan ein Grundstück
verkauft und mit dem Erlös aus dem Verkauf sowie mit seinem Ersparten
einige Zeit sein Leben in der Ukraine finanzieren können,
dass er sein Studium nach einem Semester aufgrund der COVID-Pande-
mie sowie fehlender finanzieller Mittel aufgegeben und als Taxifahrer gear-
beitet habe,
dass er am (...) 2020 eine ukrainische Staatsangehörige geheiratet habe,
dass seine Ehefrau noch in der Ukraine sei und sich um ihre Grossmutter
kümmere; sie komme in die Schweiz nach, sobald ihre Mutter (seine
Schwiegermutter) die Pflege übernehme,
dass er sich aufgrund des Krieges in der Ukraine hilflos und depressiv
fühle; er habe in Kiew als Taxifahrer ein gutes Leben geführt und dort viele
Besitztümer zurücklassen müssen,
dass er, sobald der Krieg beendet sei, in die Ukraine zurückkehren wolle,
dass er noch Familienangehörige in Pakistan habe, aber seit 2019 nicht
mehr dort gewesen sei,
dass er in Pakistan nie Probleme politischer Natur gehabt habe; lediglich
nach seiner Heirat hätten ihm seine Cousins Probleme gemacht und ge-
fragt, weshalb er als Muslim eine Christin geheiratet habe,
dass ihm die Vorinstanz am 2. August 2022 in Bezug auf seine Wohnsitu-
ation in Pakistan das rechtliche Gehör gewährte,
dass er mit Schreiben vom 5. August 2022 Stellung nahm,
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dass die Vorinstanz das Gesuch des Beschwerdeführers um Gewährung
vorübergehenden Schutzes in der Schweiz mit Verfügung vom 15. August
2022 – eröffnet am 19. August 2022 – ablehnte sowie die Wegweisung aus
der Schweiz und deren Vollzug anordnete,
dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 23. August 2022 gegen die-
sen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und
beantragt, es sei die Verfügung des SEM vom 15. August 2022 aufzuheben
und ihm vorübergehender Schutz in der Schweiz zu gewähren, eventualiter
sei die Unzulässigkeit beziehungsweise die Unzumutbarkeit des Wegwei-
sungsvollzugs festzustellen und ihm die vorläufige Aufnahme zu gewähren,
subeventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurück-
zuweisen,
dass er in prozessualer Hinsicht um Gewährung der unentgeltlichen Pro-
zessführung sowie der amtlichen Verbeiständung und um Verzicht auf die
Erhebung eines Kostenvorschusses ersucht,
dass die am 15. September 2022 über das Kontaktformular des Bundes-
verwaltungsgerichts erfolgte Anfrage des Beschwerdeführers nach dem
Verfahrensstand mit Schreiben des Gerichts vom 20. September 2022 be-
antwortet wurde,
dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom selben Tag ans das Bundes-
verwaltungsgericht gelangte und auf die Flutkatastrophe in Pakistan hin-
wies, die seiner Familie sämtlicher Existenzgrundlagen beraubt habe, wes-
halb sie ihn nach einer Rückkehr nicht unterstützen könne,
dass der Beschwerdeführer am 22. September 2022 eine Bestätigung sei-
ner Wohnsitzgemeinde (...) einreichte, wonach er von der Gemeinde mit
Asylsozialhilfe unterstützt werde,

und das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
dass es gemäss Art. 31 VGG zur Beurteilung von Beschwerden gegen Ver-
fügungen des SEM nach Art. 5 VwVG zuständig ist und auf dem Gebiet
des Asyls in der Regel – und auch vorliegend – endgültig entscheidet
(Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG; Art. 72 i.V.m. Art. 105 AsylG),
dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet,
soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG),
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dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-
men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein
schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-
rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105
AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),
dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-
treten ist (Art. 72 i.V.m. Art. 108 Abs. 6 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG),
dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen
Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG (i.V.m. Art. 72 AsylG)
richten, im Bereich des Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE
2014/26 E. 5),
dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher
Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-
ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 72 i.V.m. Art. 111 Bst. e AsylG)
und es sich, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb
das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 72 i.V.m. Art. 111a Abs. 2
AsylG),
dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG (i.V.m. Art. 72 AsylG) auf einen
Schriftenwechsel verzichtet wurde,
dass der Bundesrat am 11. März 2022 gestützt auf Art. 66 Abs. 1 AsylG
eine Allgemeinverfügung zur Gewährung des vorübergehenden Schutzes
im Zusammenhang mit der Situation in der Ukraine erlassen hat (Bundes-
blatt [BBl] 2022 586),
dass gemäss dieser Allgemeinverfügung den folgenden Personengruppen
vorübergehender Schutz in der Schweiz gewährt wird:
a) schutzsuchenden ukrainischen Staatsbürgerinnen und -bürgern und
ihren Familienangehörigen, welche vor dem 24. Februar 2022 in der
Ukraine wohnhaft waren,
b) schutzsuchenden Personen anderer Nationalität und Staatenlosen
sowie deren Familienangehörigen, welche vor dem 24. Februar 2022
einen internationalen oder nationalen Schutzstatus in der Ukraine
hatten und,
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c) Schutzsuchenden anderer Nationalität und Staatenlosen sowie ihren
Familienangehörigen, welche mit einer gültigen Kurzaufenthalts- oder
Aufenthaltsbewilligung belegen können, dass sie über eine gültige Auf-
enthaltsberechtigung in der Ukraine verfügen und nicht in Sicherheit
und dauerhaft in ihre Heimatländer zurückkehren können,
dass die Vorinstanz zur Begründung der angefochtenen Verfügung vom
15. August 2022 ausführte, die Abklärungen hätten ergeben, dass der Be-
schwerdeführer nicht zu der vom Bundesrat definierten Gruppe der schutz-
berechtigten Personen gehöre,
dass aus seinen Akten keine Hinweise hervorgingen, wonach ihm eine si-
chere und dauerhafte Rückkehr in seinen Heimatstaat Pakistan nicht mög-
lich sei,
dass er zwar auf die Probleme mit seinen Cousins, die ihn gefragt hätten,
weshalb er als Moslem eine Christin geheiratet habe, hingewiesen, hinge-
gen keine spezielle Not oder Gefährdung seiner Person geltend gemacht
habe,
dass er vielmehr am Ende der Kurzbefragung spontan erklärt habe, er
habe in Pakistan keine Probleme gehabt,
dass aufgrund seiner Angaben vom 5. August 2022 davon auszugehen
sein dürfte, dass seine Familie über einen gewissen Wohlstand verfüge
und er bei einer Rückkehr mit deren Unterstützung rechnen könne, und
dass er eine gesicherte Wohnsituation vorfinden werde,
dass seine Befürchtung, er könnte kein Transitvisum für die Ukraine erhal-
ten, nicht gegen eine Rückkehr nach Pakistan spreche, da er im Besitz
einer permanenten Aufenthaltsbewilligung sei und ihm die Einreise in die
Ukraine dementsprechend freistehe,
dass er zwar mit einer ukrainischen Staatsangehörigen verheiratet sei, sich
diese jedoch in der Ukraine aufhalte, weshalb er aus seiner Heirat keinen
Anspruch auf die Gewährung des vorübergehenden Schutzes in der
Schweiz ableiten könne,
dass der Beschwerdeführer letzteres in der Beschwerdeschrift nicht be-
streitet, hingegen erstmals vorbringt, er könne nicht nach Pakistan zurück-
kehren, da er dort grosse Probleme gehabt habe, und dass er von seiner
Ehefrau seit längerem getrennt lebe,
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dass er hier in der Schweiz mit seiner langjährigen Lebenspartnerin
B._, einer ukrainischen Staatsangehörigen, zusammenlebe, und
deren Gesuch um Gewährung des vorübergehenden Schutzes gutgeheis-
sen worden sei,
dass er und B._ seit September 2021 ein Paar seien und dies auch
aus dem der Beschwerde beigelegten Chat-Verlauf in Kopie hervorgehe,
dass er davon bei der Kurzbefragung nichts erwähnt habe, weil er befürch-
tet habe, er könne dadurch seine permanente Aufenthaltsbewilligung in der
Ukraine aber auch seinen Anspruch auf Gewährung des vorübergehenden
Schutzes aufgrund seiner Eheschliessung mit einer ukrainischen Staats-
angehörigen gefährden,
dass die vorinstanzliche Verfügung zu bestätigen ist und die Beschwerde-
vorbringen die Einschätzung der Vorinstanz offensichtlich nicht in Frage
stellen können,
dass das SEM zutreffend festgestellt hat, dass der Beschwerdeführer nicht
ukrainischer Staatsangehöriger ist und seine ukrainische Ehefrau in der
Schweiz kein Gesuch um Gewährung vorübergehenden Schutzes gestellt
hat, womit die Anwendung von Buchstabe a der Allgemeinverfügung vom
11. März 2022 ausser Betracht fällt,
dass die Ehe noch nicht aufgelöst wurde und die vom Beschwerdeführer
geltend gemachte Lebensgemeinschaft mit B._ erst seit September
2021 besteht,
dass bereits aus diesen Gründen keine in massgeblichem Sinne rechtlich
geschützte Partnerschaft zwischen B._ und dem Beschwerdeführer
vorliegt, worauf im Übrigen auch der Umstand hinweist, dass er diese Ver-
bindung erstmals auf Beschwerdestufe nennt,
dass die Erklärungen für diese Verspätung nichts bewirken,
dass auch die mit der Beschwerde eingereichten Beweismittel – Kopien
des Ausweises S und des ukrainischen Reisepasses von B._, eines
Chatverlaufs mit einer C._ und einer Zahlungsanweisung über
Fr. 1'850.– vom 28. April 2022, die dazu gedient habe, dass die Partnerin
in die Schweiz einreisen könne, einer Bankkarte sowie eines E-Mailver-
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kehrs zwischen dem Beschwerdeführer und einem SEM-Mitarbeiter – of-
fensichtlich keine Beziehung zu belegen vermögen, aus welcher der Be-
schwerdeführer etwas zu seinen Gunsten abzuleiten vermag,
dass die Anwendung von Buchstabe a der Allgemeinverfügung somit auch
für die geltend gemachte Partnerschaft mit einer ukrainischen Staatsange-
hörigen ausser Betracht fällt,
dass der Beschwerdeführer ferner nicht über einen Schutzstatus in der Uk-
raine verfügt, was auch die Anwendung von Buchstabe b der Allgemein-
verfügung ausschliesst,
dass eine Anwendung von Buchstabe c der Allgemeinverfügung unter an-
derem voraussetzt, dass der Beschwerdeführer nicht in Sicherheit und
dauerhaft nach Pakistan zurückkehren könnte,
dass seinen Ausführungen anlässlich der Kurzbefragung vom 8. Juni 2022
zu entnehmen ist, dass eine dauerhafte Rückkehr in den Heimatstaat unter
dem Aspekt der Sicherheit grundsätzlich möglich wäre, zumal er explizit
erklärte, er habe in Pakistan keine Probleme politischer Natur gehabt, nur
sein Cousin habe nachgefragt, weshalb er eine Christin heirate,
dass seine Behauptung auf Beschwerdeebene, er werde aufgrund seiner
Heirat mit einer Christin sowie seiner Beziehung zu einer (anderen) Christin
in Pakistan verfolgt und ausgestossen werden, schon aufgrund ihrer Pau-
schalität nichts an der zutreffenden Würdigung des SEM zu ändern ver-
mag,
dass das SEM insgesamt zu Recht das Gesuch um Gewährung des vor-
übergehenden Schutzes abgelehnt hat,
dass die Ablehnung des Gesuchs um Gewährung des vorübergehenden
Schutzes in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat (vgl.
Art. 69 Abs. 4 AsylG), vorliegend insbesondere kein Kanton eine Aufent-
haltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer
solchen besteht (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.),
dass die verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestim-
mungen steht und demnach vom SEM ebenfalls zu Recht angeordnet
wurde,
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dass das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim-
mungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der Weg-
weisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (vgl. Art. 69
Abs. 4 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]),
dass Wegweisungsvollzugshindernissen gemäss Praxis des Bundesver-
waltungsgerichts zu beweisen sind, wenn der strikte Beweis möglich ist,
und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24
E. 10.2 m.w.H.),
dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtliche
Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des
Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenste-
hen (Art. 83 Abs. 3 AIG),
dass der Beschwerdeführer in der Schweiz kein Asylgesuch gestellt hat
und den Akten demnach keine Hinweise auf eine drohende Verletzung des
flüchtlingsrechtlichen Refoulement-Verbots (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl.
ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechts-
stellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]) zu entnehmen sind,
dass nach dem oben Gesagten auch keine Anhaltspunkte für eine im Hei-
mat- oder Herkunftsstaat drohende menschenrechtswidrige Behandlung
im Sinn von Art. 25 Abs. 3 BV, von Art. 3 des Übereinkommens vom
10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche
oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Pra-
xis zu Art. 3 EMRK ersichtlich sind, womit der Vollzug sich als zulässig er-
weist,
dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar
erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Situationen
wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage kon-
kret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AIG),
dass weder die allgemeine Lage im Heimatstaat noch individuelle Gründe
des aus D._, E._, stammenden Beschwerdeführers auf eine
konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen,
dass er an seinem Herkunftsort über ein soziales Netz verfügt und mit dem
SEM davon auszugehen ist, dieses könne ihn nötigenfalls unterstützen,
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dass ohnehin fraglich ist, inwiefern der Beschwerdeführer auf Unterstüt-
zung angewiesen sein sollte, zumal er über eine vergleichsweise gute Aus-
bildung verfügt und es ihm auch in der Ukraine gelungen ist, sich als Taxi-
fahrer zu etablieren, weshalb nicht ersichtlich ist, warum er nicht auch im
Heimatstaat seine wirtschaftliche Existenz zu sichern vermöchte,
dass der pauschale Hinweis in der Eingabe vom 20. September 2022 auf
die Folgen der Flutkatastrophe in Pakistan und die Behauptung, seine Fa-
milie habe nun alles verloren und könne ihn nicht unterstützen an dieser
Einschätzung nichts zu ändern vermag,
dass zwar die Auswirkungen dieser Katastrophe nicht relativiert werden
sollen, allerdings weder ersichtlich ist noch substantiiert geltend gemacht
wird, der Beschwerdeführer könnte besonders davon betroffen sein, zumal
er aus der Grossstadt E._ stammt und damit nicht aus einem der
hauptsächlich betroffenen Gebiete,
dass der Vollzug der Wegweisung nach Pakistan folglich als zumutbar zu
erachten ist,
dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Heimat-
staat schliesslich möglich ist (Art. 83 Abs. 2 AIG), zumal es ihm obliegt, bei
der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art 72 i.V.m. Art. 8
Abs. 4 AsylG),
dass nach dem Gesagten auch der vom SEM verfügte Vollzug der Weg-
weisung zu bestätigen ist,
dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechts-
erheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt und – soweit
überprüfbar – angemessen ist, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist,
dass mit dem Entscheid in der Hauptsache das Gesuch um Verzicht auf
die Erhebung eines Kostenvorschusses gegenstandslos geworden ist,
dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung un-
besehen der finanziellen Situation des Beschwerdeführers abzuweisen ist,
da die Begehren – wie sich aus den vorstehenden Erwägungen ergibt – als
aussichtslos im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG zu bezeichnen sind,
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dass mangels Erfüllung der Voraussetzung von Art. 65 Abs. 1 VwVG auch
das Gesuch um Gewährung der amtlichen Verbeiständung im Sinne von
Art. 102m AsylG abzuweisen ist,
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 750.– (Art. 1–
3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-
gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem
Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).
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