Decision ID: 6bdf2a26-9fd5-461e-8b08-8dedfe55c3e2
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Die 1962 geborene
X._
, seit Juli 2008 als Raumpflegerin bei der
Y._
angestellt, meldete sich am 29. Juli 2011 bei der eid
ge
nös
si
schen Invalidenversicherung unter Hinweis auf ein
lumbospon
dy
lo
ge
nes
Syn
drom und eine
Meniscusläsion
, verursacht durch einen Unfall am 1. Dezember 2010, zum Leistungsbezug an (Urk. 7/3). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, traf berufliche Abklärungen (Urk. 7/9-10, Urk. 7/12, Urk. 7/14 und Urk. 7/23), zog die Akten der SUVA bei (Urk. 7/15 und Urk. 7/28) und holte Arztberichte (Urk. 7/25 und Urk. 7/29) ein.
Mit Vorbescheid vom 2
7.
August 2012 stellte die IV-Stelle der Versicherten die Abweisung des
Leistungsbegehrens
in Aussicht (Urk.
7/36). Auf Einwand der Versicherten hin (
Urk.
7/39) veranlasste die
Verwaltung
eine polydisziplinäre
Begutachtung durch
die
Medas
Z._
(
Urk.
7/48)
. Das Gutachten wurde am 1
6.
Mai 2013 erstattet (Urk. 7/56/1-29).
In der Folge stellte die IV-Stelle der Versicherten m
it Vorbescheid vom 2
6.
September 2013 erneut die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht (Urk.
7/61).
Die Versicherte erhob
dagegen
wiederum Einwand (
Urk.
7/66), worauf die IV-Stelle am 2
2.
Januar 2014
in Anwesenheit des Rechtsvertreters
eine Abklärung der beein
trächtigten Arbeitsfähigkeit in Beruf und Haushalt vornahm (
Urk.
7/72) und
das Begehren um eine
Invalidenrente mit Verfügung vom 18.
Februar 2014 abwies (
Urk.
7/74
=
Urk.
2
).
2.
Gegen die Verfügung vom 1
8.
Februar 2014 (
Urk.
2) erhob die Versicherte am 2
4.
März 2014 Beschwerde und beantragte, es seien die gesetzlichen Leistungen aus dem Bundesgesetz über die Invalidenversicherung (IVG) auszurichten (S. 2). Die Beschwerdegegnerin schloss in ihrer Vernehmlassung vom
2.
Mai 2014 auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
6), was der Beschwerdegegnerin am
7.
Mai 2014 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
8).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG).
Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1
IVG)
.
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmög
lichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berück
sichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin
stellte in ihrer
Verfügung vom 1
8.
Februar 2014
auf das
Z._
-Gutachten
vom 1
6.
Mai 2013
ab
, das in der bisherigen Tätigkeit eine vollständige Arbeitsunfähigkeit und in einer angepassten Tätigkeit eine Ar
beitsfähigkeit von 80
%
ausweise. Sie ging im Weiteren davon aus, dass die Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall zu 100
%
erwerbstätig wäre
,
und errech
nete einen Invaliditätsgrad von 28
%
(
Urk.
2).
In der Beschwerdeantwort
vom
2.
Mai 2014
wies die
Beschwerdegegnerin so
dann
auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung hin, wonach es sich bei einer leichten depressiven Episode um ein vorübergehendes Leiden handle, das keine dauerhafte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit zu begründen vermöge. Entspre
chend
sei
– in Abweichung zu den Feststellungen in der Verfügung –
in einer adaptierten Tätigkeit von einer vollständigen Arbeitsfähigkeit auszugehen (
Urk.
6).
2.2
Die Beschwerdeführerin hielt dagegen, die Beschwerdegegnerin habe die Vorga
ben des
Z._
-Gutachtens nicht berücksichtigt.
So habe sie es unterlassen
, die aus den gutachterlich festgestellten funktionellen Limitierungen resultierende Leistungseinschränkung im Einzelnen abzuklären. Zudem habe
die Verwaltung auch
die von den Gutachtern diesbezüglich abgegebene Schätzung, wonach eine Leistungseinschränkung zwischen 10-20
%
bestehe, nicht berücksichtigt (
Urk.
1
Ziff.
10). Im Weiteren bemängelte die Beschwerdeführerin den psychiat
rischen Teil des Gutachtens sowie dessen Ergebnis, wonach lediglich eine leichte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit im Umfang von 20
%
bestehe (
Urk.
1
Ziff.
13 f.). Zu prüfen sei schliesslich, ob es auf dem ausgeglichenen Arbeits
markt überhaupt ein Stellenangebot gebe, das dem im Gutachten formulierten Anforderungsprofil genüge (
Urk.
1
Ziff.
12).
3.
3.1
Am 1
8.
Januar 2012 berichteten die Oberärztin
Dr.
med.
A._
und
die Psy
chologin
lic
. phil.
B._
der Hausärztin
Dr.
med.
C._
, Fachärztin FMH für Innere Medizin,
nach einen
Aufenthalt
der Beschwerdeführerin
in der
Tageskli
nik
der
D._
(
Aufenthalt vom 12. Dezember 2011 bis 1
8.
Januar 2012
;
Urk.
7/25). Sie stellten die
folgen
den
Austrittsdiagnosen
(S. 1)
:
anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung (ICD-10 F45.5)
mittelgradige depressive Episode
mit somatischem Syndrom (ICD-10 F32.11)
Status nach Sturzereignis mit Kniekontusion beidseits am
1.
Dezember 2010
chronisches
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom
essentielle arterielle Hypertonie
Adipositas
Metabolisches Syndrom - Diabetes mellitus Typ II Diagnose 2008
3.2
Dr.
med.
E._
,
Facharzt für
Psychiatrie und Psychotherapie FMH,
bei dem
die Beschwerdeführerin seit dem 1
9.
September 2011 in Behandlung stand,
berich
tete der IV-Stelle am 1
0.
April 2012
(
Urk.
7/29
/1-7
)
. Er stellte die folgenden psychiatrischen Diagnosen
(S. 2)
:
posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1)
seit
1.
Dezember 2010
mittelgradige depressive Erkrankung mit somatischem Syndrom (ICD-10 F32.11)
anhaltende
somatoforme
Schmer
z
störung (ICD-10 F 45.4)
Dr.
E._
, der die Muttersprache der Beschwerdeführerin spricht,
führte aus
, die Beschwerdeführerin
sei sicher seit Behandlungsbeginn und anamnestisch bereits seit ihrem Unfall vom
1.
Dezember 2010 zu 100
%
arbeitsunfähig für jede Erwerbstätigkeit und werde dies voraussichtlich auch auf längere Sicht bleiben. Die Voraussetzungen für eine berufliche Wiedereingliederung seien zurzeit nicht gegeben (S. 1). Er berichtete von einer 49-jährigen, ordentlich gekleideten, etwas scheuen Patientin, die sehr zurückhaltend in kurzen Sätzen die gestel
lten F
ragen beantworte. Die Mimik wirke müde, erschöpft und bedrückt. Die Psy
chomotorik sei gehemmt. Stellenweise weine die Beschwerdeführerin ver
halten. Die Stimmung sei bedrückt, depressiv und wenig schwingungsfähig. Eine innere Unruhe, Nervosität und Zukunftsängste
seien
spürbar. Die Sympto
matik der posttraumatischen Belastungsstörung und der Depression sei während der Schil
derung authentisch spürbar.
Es handle sich um eine schwere Erkran
kung mit mehrfacher Komorbidität, die bereits seit über einem Jahr bestehe. Er gehe daher von einem langen Heilungsverlauf und einer dauernden Einschrän
kung der Arbeitsfähigkeit aus (S. 5).
3.
3
Im
Z._
-Gutachten vom 1
6.
Mai 2013
(
Urk.
7/56/1-29)
stellten die fachärztli
chen
G
utachter
der
Disziplinen Innere Medizin, Psychiatrie, Orthopädie und Neurologie die folgenden Diagnosen
(S. 21 f.)
:
Diagnosen
(
mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
)
:
1.
chronisches
lumbovertebrales
und
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom
ohne aktuell sichere Hinweise für ein manifestes sensomotorisch
es
radikuläres
Aus
fall
syndrom oder eine klassische
Claudicatio
spinalis
intermittierendes
radikuläres
Reizsyndrom der Nervenwurzeln L4 bis S1 möglich mit/bei:
Status nach
lumboradikulärem
Schmerzsyndrom L
4/L5 (S1) links (02/2011)
ausgedehnter
osteodiscoligamentärer
Spinalkanalstenose auf Höhe
Lendenwir
belkörper
(
LWK 5
)
/
Sakralwirbelkörper (
SWK
)
1 und weniger ausgeprägt LWK
4/LWK
5,
geringgradigen
neuroforaminalen
Einengungen der Nervenwurzeln L4 beidseits und L5 links sowie deutlichen Facettengelenkveränderungen
der unte
ren
Lendenwirbelsäulen-Segmente
, Bandscheibenvorwölbung L4-S1,
Wurzelkon
takt
L4
bds
. und L5 links (MRI
der Lendenwirbelsäule,
LWS
,
02/2011)
d
eutliche Facettengelenksarthrose
untere LWS (Röntgen 06.02.2013)
g
eringe degenerative
Anterolisthese
LWK
4 gegenüber LWK 5 um 3 mm (
Meyer
d
ing
Gr.
I;
Röntgen 06.02.2013)
2.
chronisches
zervikobrachiales
und
zervikospondylogenes
Schmerzsyndrom beid
seits, rechtsbetont
mit/bei
ohne aktuell sichere Hinweise für ein manifestes sensomotorisches
radikuläres
Ausfall
syndrom oder eine Myelopathie
mittelgrosser medianer Diskushernie HWK 4/HWK 5 un
d mittelgrosser
rezessal
bis
in
traforaminal
linksgele
gener Diskushernie HWK 5/HWK 6
g
eringgradige
Spondylarthrose
der
Halswirbelsäule,
HWS (MRI 29.10.2012)
3.
chronische
Knieschmerz
en links nach Kontusion 12/2010
p
rogrediente
geringgradige
laterale und mediale Gonarthrose. Stationäre
geringgra
dige
Fem
oropatel
l
ararthrose
linksseitig
. Progrediente leichte Degenera
tion des Aussenmeniskus
(MRI 07.12.2010 und 13.11.2011)
k
leines
parameniszeales
Ganglion links (MRI 07.12.2010)
g
eringe bis m
ä
ssige
Femoropatellararthrose
und beginne
nde laterale Gonarthrose rechts
. Leichte Degeneration des Aussenmeniskus rechtsseitig
(MRI 13.11.2011)
Zustand nach
medi
aler Kollateral
bandläsion
beidseits
, narbige Verdickung im
MRI (07.12.2010 und 13.11.2011)
4.
Coxarthrose
beidseits mit
subchondraler
Mehrsklerosierung
a
cetabulär
Osteophytäre
Auszieh
unge
n
(Röntgen 06.02.2013)
5.
leichte depressive Episode (ICD-10 F32.0)
DD: inkomplette Remission einer dep
ressiven Episode (ICD-10 F32.4)
w
eitere Diagnosen (ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit)
:
1.
Spreizfuss
bds
.
2.
Diabetes mellitus Typ 2, ED 2008
3.
Arterielle Hypertonie
4.
Adipositas
5.
Urgeinkontinenz
(ED 01/2011
) unkl.
Aetiologie
anamnestisch
In ihrer Gesamtbeurteilung führten die Gutachter aus, Auslöser für die Arbeits
unfähigkeit sei ein Sturzereignis im Dezember 2010 gewesen. Die Beschwerde
führerin habe geschildert, dass sie dabei auf Eis und Schnee ausgerutscht und auf beide Knie, vor allem links, gestürzt sei und seither unter anhaltenden Schmerzen in diesem Knie leide (S. 23). In der aktuellen orthopädischen Unter
suchung beurteilten die Gutachter das Knieproblem als chronisch-degenerative Kniegelenkserkrankung beidseits, linksbetont. Die Untersuchbarkeit sei aufgrund der Schonhaltung eingeschränkt, trotzdem sei die Belastbarkeit vor allem des linken Beins sicher deutlich eingeschränkt, wobei sich diese Einschränkung mit den Befunden seitens der LWS und der HWS si
cher erheblich überlappe
(S. 24)
.
Die Gutachter
hielten
fest, aus Sicht des Bewegungsapparates sei aufgrund des
chronischen
lumbovertebralen
und
lumbospondylogenen
Schmerzsyndroms mit
entsprechenden
bildgebenden Befunden
von einer verminderten Leistungsfähig
keit auszugehen (S. 25). Daneben stünden das
zervikobrachiale
und
zerviko
spon
dylogene
Schmerzsyndrom beidseits, rechtsbetont und die chronischen Knieschmerzen linksbeton
t bei
geringgradiger
lateraler u
nd medialer Gonarthro
se eher im Hintergrund. Von Seiten der Knie wäre eine vorwiegend sitz
ende Tätigkeit ideal,
diesbezüglich
seien jedoch wegen der LWS-Beschwerde
n wie
de
rum Grenzen gesetzt. D
ie aus Sicht der LWS/HW
S
erwünschte häufiger gehen
de Tätigkeit sei wegen der Knieproblematik limitiert, so dass insgesamt eine mög
lichst wechselbelastende Tätigkeit nötig sei (S. 26).
In Bezug auf die psychiatrische Problematik hielten die Gutachter fest, dass eine posttraumatische Belastungsstörung (PTSD) nicht diagnostiziert werden könne, weil dazu die Kriterien klar nicht erfüllt seien. Der Sturz vom
1.
Dezember 2010 erfülle von der Art und der Schwere her die Kriterien
eines
Traumas,
das eine PTSD auslösen könne
, nicht. Auch beim expliziten Nachfragen habe die Beschwerdeführerin aktuell sowie anamnestisch keine Symptomatik einer PTSD geschildert.
Im Gegens
atz zu früheren Berichten könne
zudem
aktuell nicht mehr von einer mittelgradigen depressiven Erkrankung mit somatischem Syn
drom (ICD-10 F32.11) ausgegangen werden. Aktuell zeige die Versicherte keine depressive Stimmungslage, berichte von keiner relevanten Beeinträchtigung der
Hedonie
und präsentiere keine rel
e
vanten Beeinträchtigungen im Bereich der Psychomotorik. Die objektiven Befunde seien von
Klagsamkeit
dominiert, die restlichen geschilderten Defizite seien im Bereich des subjektiven Erlebens an
gesiedelt. Es sei daher festzustellen, dass die Beschwerdeführerin in der Zeit seit ihrer letzten psychiatrische
n Beurteilung unter kombinierter
Psychopharmako
- und Psychotherapie zu einer Verbesserung der psychischen Zustandsbildes
habe
gelangen k
ö
nne
n
, wobei das aktuelle Bild einer inkompletten Remission der depressiven Episode entspreche. Eine sichere Abgrenzung von einer leichten depressiven Episode sei derzeit nicht möglich (S. 26). Aus rein psychiatrischer Sicht sei die Beschwerdeführerin aufgrund von herabgesetzter emotionaler Belastbarkeit in der Arbeitsfähigkeit um 20
%
reduziert (S. 2
7
f.
).
In der bisherigen Tätigkeit als Reinigungsmitarbeiterin wie für jede andere mittel
schwere oder schwere körperliche Tätigkeit besteht nach dem Dafürhalten der Gutachter eine voll
e
Arbeitsunfähigkeit.
Die Einschränkung ergebe sich aus dem chronischen
lumbovertebralen
und
zervikobrachialen
Schmerzsyndrom mit
bild
m
orphologisch ausgedehnter Spinalka
nalstenose in der Höhe LWK 5/ S
W
K
1 sowie mittelgrosser medianer Diskushernie in der Höhe HWK 4/ HWK 5 sowie
der
nach
intraforaminal
sequestrierten Diskushernie in der Höhe HWK 5/ HWK
6.
Zudem müsse
im
Bereich der Halswirbelsäule eine deutlich verminderte Belastbarkeit angenommen werden, da potenziell die Gefahr einer weiteren Sequestrierung mit der möglichen Konsequenz einer Myelopathie oder einer
Radikulopathie
mit nachfolgenden sensomotorischen Ausfällen
vorhanden sei
.
Aus somatischer Sicht bestehe für körperlich leichte, wechselbelastende Tätig
keiten ohne die Notwendigkeit von Überkopfarbeiten, sonstigen
Zwangshaltun
gen
und ohne Exposition zu Kälte/Nässe, ohne Vibrationsexposition, ohne rein stehende, sitzende, kauernde oder kniende Tätigkeiten eine voll
e
Arbeitsfähig
keit (S. 27). Eine Wechselbelastung sei notwendig, längere Gehstrecken, speziell Leitern und häufiges Treppensteigen seien ungünstig wegen der
Knieproblema
tik
. Positionswechsel sollten zirka alle 30 Minuten erfolgen können, kürzere
Entlastungspausen sollten auch dazwischen möglich sein. Die dadurch resultie
rende Leistungseinschränkung müsse durch die
IV
(Berufsp
rofile) berücksichtigt werden, die Gutachter
schätzten
diese
auf zirka 10-20
%
. Aufgrund der psychi
atrischen Befunde könne eine solche Tätigkeit nur in einem 80
%
Pensum erfol
gen. Die Arbeitsunfähigkeit betrage 20
%
. Zumutbar sei die beschriebene Arbeitsfähigkeit ab Juli 2011 (S. 28).
4.
4.1
Das Gutachten der
Z._
vom 1
6.
Mai 2013 beruht auf den
unter
Beizug
von Dolmetschern erfolgten
Untersuchungen
durch
Dr. med.
F._
, Facharzt FMH für Innere Medizin,
Dr.
med.
G._
,
Facharzt FMH für Orthopädie,
Dr.
med.
H._
, Oberarzt, Neurologie FMH
,
sowie
Dr.
med.
I._
, Assistenzärztin Neurologie
,
und
Dr. med.
J._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psy
chotherapie. Es wurde in Kenntnis der medizinischen
Vorakten
erstellt und berücksichtigt die von der Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden ange
messen. Die gestellten F
ragen beantwortet es umfassend.
Das
Z._
-Gutachten erfüllt die von der Rechtsprechung an eine ärztliche Expertise gestellten Anfor
derungen (vgl. E. 1.
3
), weshalb darauf abgestellt werden kann.
4.2
In somatischer Hinsicht ist das
nachvollziehbar begründete
Gutachten unbestrit
ten geblieben
.
Es steht fest, dass die Beschwerdeführerin in ihrer angestammten Tätigkeit als Raumpflegerin sowie in sämtlichen anderen mittelschweren oder körperlich schweren Tätigkeiten
namentlich
wegen
wirbelsäulen
- und
knie
be
dingter
Einschränkung
en
nicht mehr arbeitsfähig ist.
Auf das
von den Gutach
tern differenziert ausformulierte
Belastungsprofil kann abgestellt werden.
In
derart angepassten
Tätigkeiten ist
die Beschwerdeführerin
aus somatischer
Sicht
zu 100
%
arbeitsfähig.
Die Beschwerdeführerin
warf
was die somatischen Einschränkungen betrifft
einzig
die
Frage
auf, ob
es auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt ein Stellenan
gebot gebe, das dem von den Gutachtern formulierten Anforderungsprofil ent
spreche (
Urk.
1
Ziff.
1
2).
Diesbezüglich ist auf die nachstehenden Ausführungen zu verweisen
(E. 5.2)
.
4.3
Nicht einverstanden erklären konnte sich die Beschwerdeführerin mit der psychi
atrischen Beurteilung. Die
hiergegen
vorgebrachten Einwände
greifen allerdings nicht
. So trifft es namentlich nicht zu, dass der Guta
chter kaum zu begründen vermöge
, auf welche konkreten Anhaltpunkte er die behauptete Ver
besserung des Gesundheitszustandes abstütze (vgl.
Urk.
1
Ziff.
13).
Die diagnos
tizierte
,
nur noch leichte depressive Episode beziehungsweise
inkomp
lett
e
Remission der depressiven Episode findet ihre Stütze nicht nur in den differen
ziert wiedergegebenen Wahrnehmungen des Psychiaters
,
sondern auch in der unbestritten gebliebenen Schilderung der Beschwerdeführerin gegenüber dem Gutachter, wonach sich ihr Zustand
noch der Rehabilitation in der
K._
(vgl. dazu
Urk.
7/
15/53-54) und
unter der Medikation gebes
sert habe. Sie sei früher nervös gewesen, habe oft wegen Kleinigkeiten geweint, jetzt mache sie es nicht mehr (
Urk.
7/56/39-44
S. 3).
Was die weiteren von der Beschwerdeführerin vorgetragenen
Rügen gegen das psychiatrische
Teilg
utachte
n
betrifft, ist zunächst festzuhalten, dass im Rahmen einer psychiatrischen Begutachtung die klinische Untersuchung in Kenntnis der Anamnese entscheidend ist. Schriftliche oder mündliche Auskünfte der behan
delnden Arztpersonen beziehungsweise Therapeuten sind zwar häufig wün
schenswert, aber nicht zwingend erforderlich. Anfragen beim behandelnden Arzt sind unter anderem wertvoll, wenn sie erweiterte Auskünfte über Persön
lichkeit und Compliance des Exploranden erwarten lassen (vgl. Urteil des Bun
desgerichts 8C_808/2012 vom 21. Dezember 2012 E. 3.3.3 mit Hinweisen). Sol
che Um
stände liegen hier nicht vor. Im
Ermessen des Gutachters lag es auch, bei der Exploration keine Testung durchzuführen, ohne dass dies die Plausibilität des
Gutachten
s in Frage zu stellen vermöchte
(
Urteil des Bundesgerichts 9C_725/2013 vom 2
9.
Januar 2015 E. 4.3
)
.
4.4
Überzeugend ist
schliesslich
auch die kritische Würdigung der vorhandenen
psychiatrischen
Arztberichte, etwa der Hinweis, dass der Sturz vom
1.
Dezember 2010 von der Art und der Schwere her nicht
geeignet
sei, das A-Kriterium der posttraumatischen Belastungsstörung zu erfüllen (
Urk.
7/56/39-44 S. 5), was auch unbestritten geblieben ist. Nachvollziehbar begründet ist des Weiteren, dass die
erst auf Nachfrage beklagten Schmerzen im subjektiven Erleben nicht so viel Platz einnehmen würden, dass die Diagnose einer anhaltenden
somato
formen
Schmerzstörung gestellt werden könne (
Urk.
7/56/39-44 S. 5).
4.5
Auf
das überzeugende Gutachten kann
nach dem Gesagten
abgestellt
werden
, weshalb die von der Beschwerdeführerin geforderten weiteren medizinischen Abklärungen (vgl.
Urk.
1
Ziff.
14) nicht angezeigt sind.
4.
6
Was die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit betrifft, kam d
er psychiatrische Gut
achter zum Schluss, dass die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer herabgesetzten emotionalen Belastbarkeit in der Arbeitsfähigkeit um 20
%
reduziert sei
(
Urk.
7/56/39-44 S. 6).
Entsprechend erwogen die Gutachter, die Beschwerde
führerin
sei
in einer angepassten Täti
gkeit nur zu 80
%
arbeitsfähig
(E. 3.3).
Ob
das festgestellte
psychiatrische
Leiden
(
leichte depressive Episode mit der Diffe
renzialdiagnose einer inkompletten Remission einer depressiven Episode)
nach
der bundesgerichtlichen Rechtsprechung überhaupt
geeignet
ist
, einen
invalidi
sierende
n
Gesundheitsschaden
zu begründen
(vgl.
Urk.
6 sowie
etwa Urteil
e
des Bundesgerichts 9C_506/2014 vom 1
0.
November 2014 E. 4.2
und 8C_774/2013 vom
3.
April 2014 E. 4.2)
, kann
–
wie die nachfolgenden Ausführungen zeigen
(E. 5)
–
offen gelassen werden.
Die abweichende Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch den behandelnden Psychiater vermag die gutachterliche Schlussfolgerung nicht in Zweifel zu zie
hen. Denn seiner Beurteilung liegt einerseits die offensichtlich nicht zutreffende Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung zu Grunde, und anderer
seits lässt
Dr.
E._
ausser Acht, dass seine psychotherapeutische und medika
mentöse Behandlung im Verlauf zu der dem
Z._
-Gutachter geschilderten sub
jektiven und objektiven Beschwerdebesserung führte.
Entgegen den Vorbringen der Beschwerdeführerin (
Urk.
1
Ziff.
10) fusst die gut
achterliche Gesamtbeurteilung sodann auf einer
konsensualen
Besprechung der beteiligten Fachärzte (
Urk.
7/56/22), so dass kein Raum bleibt, kumulativ zur bescheinigten Restarbeitsfähigkeit weitergehende funktionelle Einbussen zu berücksichtigen.
5.
5.1
In erwerblicher Hinsicht ist erstell
t, dass die Beschwerdeführerin –
Mutt
er von zwei erwachsenen Kindern –
im Gesundheitsfall zu 100
%
erwerbstätig wäre. Das entsprechende Ergebnis der Abklärung der beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit in Beruf und Haushalt (vgl.
Urk.
7/72) gibt zu keinen weiteren Bemerkungen Anlass und ist zwischen den Parteien unbestritten
(
Urk.
1
Ziff.
4)
.
5.2
Nicht gefolgt werden kann dem Einwand der Beschwerdeführerin, wonach ein
lässlich zu prüfen sei, ob der
ausgeglichene Arbeitsmarkt
in Anbetracht des
massiv eingeschränkte
n
Leistungsprofil
s
überhaupt
eine geeignete Stelle
anbiete (
Urk.
1
Ziff.
18 S. 10).
Der
Begriff des ausgeglichenen Arbeitsmarktes ist ein theo
retischer und abstrakter Begriff, welcher dazu dient, den Leistungsbereich der Invalidenversicherung von jenem der Arbeitslosenversicherung abzugren
zen. Er umschliesst einerseits ein bestimmtes Gleichgewicht zwischen dem Angebot von und der Nachfrage nach Stellen; anderseits bezeichnet er einen Arbeitsmarkt, der von seiner Struktur her einen Fächer verschiedenartiger Stel
len offen hält, und zwar sowohl bezüglich der dafür verlangten beruflichen und intellektuellen Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des körperlichen Einsat
zes. Nach diesen Gesichtspunkten bestimmt sich im Einzelfall, ob die invalide Person die Möglichkeit hat, ihre restliche Erwerbsfähigkeit zu verwerten, und ob
sie ein rentenausschliessendes Einkommen zu erzielen vermag oder nicht (BGE 110 V 273 E. 4b; ZAK 1991 S. 321 E. 3b und 1985 S. 462 E. 4b; vgl. auch BGE 130 V 343 E. 3.2). An die Konkretisierung von Arbeitsgelegenheiten und
Ver
dienstaussichten
sind praxisgemäss nicht übermässige Anforderungen zu stel
len; diese hat vielmehr nur so
weit zu gehen, als im Einzelfall eine zuverlässige Ermittlung des Invaliditätsgrades gewährleistet ist. Für die
Invaliditätsbemes
sung
ist nicht darauf abzustellen, ob eine invalide Person unter den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen vermittelt werden kann, sondern einzig darauf, ob sie die ihr verbliebene Arbeitskraft noch wirtschaftlich nützen könnte, wenn die verfügbaren Arbeitsplätze dem Angebot an Arbeitskräften entsprechen würden (AHI 1998 S. 290 f. E. 3b; Urteile des Bundesgerichts I 273/04 vom 29. März 2005, I 591/02 vom 5.
Mai 2004, I 285/99
vom
1
3.
März 2000 und U 176/98 vom 1
7.
April 2000).
Unter
diesen Prämissen finden sich auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt für die
im
Gutachtenszeitpunkt 50 Jahre alte Versicherte
, die noch mindestens ein
8
0 %-Pensum ausüben kann,
a
uch unter B
erücksichtigung ihres eingeschränk
ten Leistungsprofils
Arbeitsgelegenheiten
(vgl. E.
3.3
)
.
Grundsätzlich fasst d
ie bundesgerichtliche
Rechtsprechung
das auf dem
ausgeglichenen Arbeitsmarkt
vorhandene Arbeitsangebot
sehr weit
, so dass beispielsweise
selbst
bei funktio
neller
Einarmigkeit
(wie sie hier offensichtlich nicht vorliegt)
und Zumutbarkeit lediglich noch leichter
, wechselbelastender
Tätigkeiten
mit weiteren Einschrän
kungen
keine konkreten Arbeitsgelegenheiten und Verdienstaussichten
präsen
tiert werden müssen
, sondern auf die standardisierten Tabellenlöhne gemäss
der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen
Lohnstrukturer
hebung
(LSE
) unter Berücksichtigung eines leidensbedingten Abzugs abgestellt werden kann
(vgl. hie
r
zu etwa Urteil des Bundesgerichts 9C_418/2008 vom 17. September 2008 E. 3.2.1 f.
;
vgl. zudem zur Kasuistik: Ulrich
Meyer/
Marco
Reichmuth
,
Bundesgesetz
über die Invalidenversicherung [IVG], 3. Auflage
, Zürich/Basel/Genf 2014,
N 131 ff. zu
Art.
28a
). Anlass zu weiteren Abklärungen besteht fo
lglich auch diesbezüglich nicht
.
5.
3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit
Art.
28
Abs.
2 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
5.
4
Auf das von der Beschwerdegegnerin ermittelte
Valideneinkommen
im Betrag von
Fr.
60‘621.55
(vgl.
Urk.
7/58)
kann nicht abgestellt werden
.
Diesem lag die Annahme zugrunde, dass die im
Auszug aus dem individuellen Konto
ausge
wiesenen Löhne einem
Pensum von 65 % entsprechen
und auf ein 100%-Pen
sum hochgerechnet werden müssen
(vgl.
Urk.
7/58,
Urk.
7/61 und
Urk.
7/70). Nachdem die Abklärung der beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit in Beruf und Haushalt (vgl.
Urk.
7/72)
ergeben hat
, dass die Beschwerdeführerin tatsächlich Arbeitsstunden im Umfang eines 100
%-Pensums
leistete
, ist
dieses Vorgehen nicht mehr
angezeigt
.
Die Beschwerdeführerin verdiente im Jahr 2010 den
in der Unterhaltsreinigung gemäss Gesamtarbeitsvertrag
für die Reinigungsbranche
in der Deutschschweiz
geltenden
Mindest
stunden
lohn
im Betrag von
Fr.
17.05
(
Urk.
7/69-71
)
, der im Jahr 2011 auf
Fr.
17.25 gestiegen wäre (
Urk.
7/12/3)
. Im
massgebenden
Jahr 201
2
(frühestmöglicher Rentenbeginn, vgl.
Art.
29
Abs.
1 IVG)
wäre die Be
schwerdeführerin im
4.
und
5.
Dienstjahr
gewesen
(
Urk.
7/12/1-7
)
. Der Minimal
lohn hätte entsprechend
Fr.
17.
35
(
Un
terhaltsreinigerIn
II) betragen
, was bei
einer 42-Stundenwoche
einem
Monatsmindestlohn von
Fr.
3
‘
157.70
(Fr.
17.
35
x 4.33 x 42)
entspricht
.
Zudem hätte der Beschwerdeführerin ein 13. Monatslohn
und eine Feiertagsentschädigung von
1
.2
%
zugestanden
, was einen
Mindestjahreslohn
von
Fr.
4
1
‘
511
.
--
ergibt
(zum Ganzen:
Bundesratsbe
schluss
über di
e
Allgemeinverbindlicherklärung
des Gesamtarbeitsvert
rages für die Reinigungsbranche in der Deutschschweiz
vom 1
8.
Juni 2004
,
Bundesblatt,
BBl
,
2004
1161,
Art.
4.1 S. 3 sowie die Änderung vom 20.
November 2009,
BBl
2009
2885, Anhang 5,
und
die Verlängerung und Änderung
vom 2
3.
September 2010
,
BBl
2010
2300 Anhang 5)
.
Unter Berücksichtigung
von in den Vorjahren teilweise
bezogenen
Überstundenzuschläge
n
(vgl.
Urk.
7/
12/12-13
)
rechtfertigt sich,
im
Jahr 201
2
von einem
Valideneinkommen
von rund
Fr.
4
2
‘000.-- aus
zugehen
.
Aufgrund der Tabellenlöhne gemäss LSE 2010 erzielen Frauen mit einfachen und repetitiven Tätigkeiten im Bereich Gebäudebetreuung/Garten- und
Land
schaftsbau
(Tabelle TA1 S. 27
Ziff.
81) einen Monatslohn von
Fr.
3‘372.--. Dies ergibt angepasst an die im Jahr 2012 massgebliche betriebsübliche Arbeitszeit von 41,7 Stunden und an die Nominallohnentwicklung (von 2579 auf 2630) einen Jahreslohn von
Fr.
43‘018.--. Das von der Beschwerdeführerin erzielte
Einkommen liegt weniger als 5
%
unter diesem branchenüblichen Lohn, so dass eine Parallelisierung der Vergleichseinkommen ausser Betracht fällt (BGE 135 V 297 E. 6.1).
5.
5
Übt die versicherte Person
–
wie hier
–
keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aus, kön
nen zur Bestimmung des
Invalide
n
ein
kommens
die Tabellenlöhne gemäss
LSE
herangezogen werden. Der entspre
chende LSE-Ausgangswert kann gekürzt werden, soweit anzunehmen ist, dass die verbleibende Leistungsfähigkeit infolge eines oder mehrerer Merkmale (
lei
densbedingte
Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/
Aufent
halts
kate
go
rie
und Beschäftigungsgrad) nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen verwertet werden kann. Der Abzug darf 25
% nicht übersteigen (BGE 135 V 297
E. 5.2
; Urteil
des Bundesgerichts
9C_236/2014
vom 2
9.
September 2014 E. 2.2).
In Anwendung dieser Grundsätze hat die Beschwerdegegnerin zutreffend auf den
für
Frauen in
einfachen und repetitiven Tätigkeiten (
im tiefsten
Anforde
rungsniveau
4
) massgebenden Tabellenlohn gemäss
LSE 2010 (TA1 S.
26 Total)
im Betrag von Fr. 4'225.--
abgestellt
(
Urk.
7/58)
, wobei anzumerken bleibt, dass
der Tabellenlohn im Anforderungsniveau 4
rechtsprechungsgemäss
eine Viel
zahl von leichten und mittelschweren Tätigkeiten umfasst (Urteil 9C_630/2014 vom 2
3.
Dezember 2014 E. 2.1 und 3.2)
und
zusätzlich
lohnwirksame
Ein
schränkungen beim
leiden
s
bedingten Abzug zu berücksichtigen sind.
Dieser Betrag ist auf die im Jahr
2012
betriebsübliche
wöchentliche Arbeitszeit von 41,7 Stunden hochzurechnen
(Die Volkswirtschaft 3/4-2015, S. 88 Tabelle B 9.2, Total)
sowie an die Nominallohnentwicklung anzupassen
(Die Volkswirtschaft 3/4-2015, S. 89 Tabelle B 10.3, Nominal Frauen)
. Daraus resultiert bei einem Vollzeitpensum ein jährliches Bruttoeinkommen von Fr. 53‘9
00.--
(
Fr.
4‘225.--
x
12 :
40 x 41,7 :
2579
x
2630
).
Bei dem der Beschwerdeführerin
laut Einschät
zung des psychiatrischen Gutachters
zumutbaren 80
%-
Pensum resultiert
e
ein
Einkommen
von Fr.
43‘12
0
.--.
Zu berücksichtigen ist
schliesslich
die von den Gutachtern
ebenfalls thematisierte und auf 10 bis 20
%
geschätzte
Leistungs
re
duktion
aufgrund des ei
ngeschränkten Belastungsprofils
, wobei
die konkrete
Höhe des leidensbedingten Abzugs ebenfalls offen gelassen werden kann
.
Denn der
Vergleich mit dem
Valideneinkommen
von
Fr.
42‘000.-- zeigt, dass selbst
unter der Annahme einer auf 80
%
reduzierten Arbeitsfähigkeit und unter Be
rücksichtigung eines
maximalen
leidensbedingten Abzug
s
von 25
%
kein
ren
ten
begründender
Invaliditätsgrad
von 40
%
resultieren würde
.
Die Beschwerde ist demzufolge abzuweisen.
6.
Die Verfahrenskosten
gemäss
Art. 69 Abs. 1
bis
IVG sind auf Fr. 700.-- anzuset
zen und
ausgangsgemäss
der Beschwerdeführerin aufzuerlegen.