Decision ID: 6613c907-9d32-42f1-bdc3-4fb1927be3ea
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._, geboren 1967, war bei der Y._ (vormals: Z._; zuvor bis März 1997: A._) angestellt und obligatorisch gegen Unfälle bei der Alpina Versicherungs-Aktiengesellschaft versichert (Urk. 11/3), als sie im Jahr 1987 bei einem Sturz das linke Knie verletzte. Am 25. November 1987 wurden eine arthroskopische Meniskektomie und eine Kreuzbandersatzplastik am linken Knie durchgeführt (Urk. 8/M1q S. 1, Urk. 8/ZM16 S. 7). Die
Alpina Versicherungs-Aktien
ge
sellschaft wurde am 1. Juni 2004 nach einer Fusion mit der „Zürich“ Versiche
rungs-Ge
sell
schaft (heute: Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG) aufgelöst und am 10. November 2009 im Handels
register gelöscht. Die Aktiven und Passiven gingen per 31. Dezember 2003 durch Universalsukzession auf die „Zürich“ Ver
siche
rungs-Gesellschaft über (vgl.
www.zefix.admin.ch
; Urk. 14/7).
Am 22. Januar 1999 erlitt X._ bei einer Schlittenfahrt beim Bremsen einen starken Schlag gegen den linken Fuss. Im Anschluss traten im linken Kniegelenk axial eine Schwellung, ein Gelenkerguss und Schmerzen auf (Urk. 8/ZM16 S. 8, Urk. 8/M1q, Urk. 8/M24 S. 1). Am 20. November 2001 wurde das linke Kniegelenk in der Orthopädischen Chirurgie der B._ mit
tels einer Rekonstruktion des vorderen Kreuzbandes kombiniert mit einer valgi
sierenden Tibiakopfosteotomie bei Status nach Vor
operation am linken Kniege
lenk (1987) und be
ginnender Varusgonarthrose (Urk. 8/M1q S. 1, Urk. 8/M23) operiert (Urk. 8/M13). Gemäss dem Ein
sprache
ent
scheid der „Winterthur“ Schweizerische Versicherungs-Gesellschaft (heute: AXA Versiche
run
gen AG; nachfolgend: AXA) vom 22. No
vember 2001 war sie zur Zeit des Unfalls als Arbeitnehmerin der C._ bei der XL Winterthur Inter
national Versicherungen Schweiz (heute: XL Ver
sicherungen Schweiz AG mit Sitz in Zürich) obliga
torisch gegen Unfälle versichert, welche die gesetz
lichen
Leistun
gen für das Ereignis vom 22. Januar 1999 erbrachte (Urk. 8/M24). Die mit Ver
fügung vom 20. September 2001 erlassene Einstellung der Leistungen (Urk. 8/M24 S. 1) wurde mit Ein
sprache
entscheid der AXA vom 22. No
vember 2001 aufgehoben und es wurde festge
stellt, dass die XL Winter
thur Internatio
nal die (weiteren) gesetz
lichen Leistungen, insbe
sondere für die valgisierende Tibiakopf-Osteotomie, zu erbringen habe (Urk. 8/M24 S. 3).
1.2
Am 5. Juni 2014 knickte X._ beim Treppensteigen ein und schlug sich das vorgeschädigte linke Knie an (Urk. 8/Z1). In der Folge litt sie an Knie
schmerzen. Am 7. August 2014 fand die Erstbehandlung in der B._ statt, wo die Diagnose Kniebeschwerden links bei Status nach Sturz am 5. Juni 2014 mit/bei Status nach VKB-Rekonstruktion links im November 2011 gestellt (Urk. 8/ZM3) und eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit ab dem 15. Juli 2014 attestiert wurden (Urk. 8/ZM4, Urk. 8/ZM7). Die ebenfalls am 7. August 2014 erstellte Magnetresonanztomographie (MRT) des linken Knie
gelenkes ergab unter anderem eine partielle Läsion des lateralen Kol
lateralbandes distal, eine distale Ruptur und einen weitgehenden Abbau des vorderen Kreuz
bandtrans
plantates (Urk. 8/ZM1). Zur Zeit dieses Unfalls war X._ als Mana
gement Beraterin bei der D._ angestellt und als solche bei der
Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG
(nach
folgend: Zürich Ver
sicherung) obliga
torisch gegen Unfälle versichert (Urk. 2 S. 3, Urk. 8/Z1, Urk. 8/ZM1, Urk. 8/ZM3 S. 1, Urk. 8/ZM16 S. 9). Diese erbrachte die gesetz
lichen Leistungen, welche sie mit Verfügung vom 25. November 2014 per Ende August 2014 einstellte (Urk. 8/Z23). Die Versicherte erhob dagegen mit Schreiben vom 30. Dezember 2014 Einsprache (Urk. 8/29). Die Zürich Versiche
rung zog darauf
hin die medizi
nischen Unfallakten der AXA be
treffend das Ereignis vom 22. Januar 1999 bei (Urk. 8/33, Urk. 8/M1-M24) und holte mit Beteiligung der AXA (Urk. 8/51) das Gutachten von Dr. med. E._, Fach
arzt für Ortho
pädische Chirurgie, vom 23. August 2016 ein (Urk. 8/ZM16). Mit Einsprache
entscheid vom 9. November 2016 hiess die Beschwerdegegnerin die Einsprache der Beschwerdeführerin vom 30. De
zember 2014 (Urk. 8/29) teil
weise gut und stellte ihre Leistungen per 5. Juni 2015 ein (Urk. 2).
2.
Hiergegen erhob die Versicherte mit Eingabe vom 15. Dezember 2016 Be-schwerde und beantragte, dieser Entscheid sei aufzuheben und es sei die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen sowie diese sei anzu
wei
sen, sämt
liche Akten sämtlicher UVG-Versicherer und behandelnder Ärzte / Spitäler ein
zuholen, ein chronologisch geordnetes medizinisches Dossier zusam
men
zustellen, einen vollständigen Gutachterfragenkatalog zu erstellen, den rechts
erheblichen Sachverhalt unter Einbezug der in den Unfällen von 1987 (Suva), von 1999 (AXA) und 2014 (Zürich Versicherung) involvierten UVG-Versicherer gutachterlich abzuklären, die aus den UVG-ver
sicherten Unfällen von 1987, 1999 und 2014 geschuldeten Leistungen gestützt auf das neue Gutachten mit
tels Verfügung festzusetzen sowie diese Verfügung sämtlichen Betroffenen (Versicherte, Suva, AXA, KPT Krankenkasse AG) gegen
über zu eröffnen;
even
tualiter sei das vo
rliegende Be
schwerde
verfahren vorab bis zur Ein
reichung der durch sie, die Be
schwerde
führerin
,
in Auftrag gegebenen und zurzeit noch lau
fenden Sach
ver
haltsabklärungen zu sistieren; subeventualiter sei ein zweiter Schriften
wech
sel durchzuführen (Urk. 1 S. 2 i.V.m. S. 9).
Die Beschwerdegegne
rin schloss in der Beschwerdeantwort vom 23. Januar 2017 auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 7 S. 1). Mit Eingabe vom 21. März 2017 (Urk. 10) reichte die Beschwer
deführerin unter anderem (Urk. 11/1-5) die Kurzbeurteilung von Dr. med. F._, Spezialarzt für Ortho
pädische Chirurgie, vom 17. März 2017 (Urk. 11/2) und die Erklärung der Y._ (vormals: Z._; zuvor bis März 1997: A._) ein. Gemäss dieser Erklärung war der Unfallversicherer der Gesellschaft respektive der Versicherten im Jahr 1987 die „Alpina-Ver
sicherung“ (richtig: Alpina Versicherungs-Aktienge
sell
schaft; nachfolgend: Alpina) ge
wesen (Urk. 11/3).
Mit dieser Ein
gabe änderte die Beschwerde
führerin ihre Anträge insofern, als die Suva jeweils durch die Alpina ersetzt und das Eventualbe
gehren um Sistierung des Ver
fahrens sowie das Subeventual
begehren um Durch
führung eines zweiten Schrif
tenwechsels nicht mehr gestellt wurden. Aus
serdem stellte die Be
schwerde
führerin den neuen Antrag, die Be
schwerdegegnerin sei zu ver
pflichten, ihr die Abklärungs
kosten für die Beurtei
lung durch Dr. F._ im Betrag von Fr. 1‘500.-- zu ersetzen (Urk. 10 S. 1 f.).
Mit Eingabe vom 16. Mai 2017 erstattete die Be
schwerde
führerin die Replik und stellte das folgende neue Rechts
begehren: Es sei der Einspracheentscheid vom 9. November 2016 aufzu
heben, es sei ihr auf der Basis einer Integritätseinbusse von 40 % eine Integritäts
entschä
digung und auf der Basis einer Erwerbsun
fähig
keit von 20 % eine Rente zu gewähren, es sei die Beschwerdegegnerin anzuweisen, dem Gericht sämtliche Alpina-UVG-Akten in Sachen ihrer Person einzu
reichen, sie sei durch das Gericht orthopädisch-traumatologisch begutach
ten zu lassen und anschliessend seien die Integritätsentschädigung und die Ren
te vom Gericht festzusetzen; even
tualiter sei die Sache an die Beschwerdegeg
nerin zurückzuweisen und diese sei anzuweisen, ihr gestützt auf Art. 100 Abs. 3 UVV (in der ab Januar 2017 gültigen Fassung) vorab Heilbehandlung und Tag
geld zu gewähren und zusätz
lich nach Vervollständigen der Akten (unter ande
rem Beizug der voll
ständigen allgemeinen und medizinischen Alpina-UVG-Akten) einen vollstän
digen Gutach
terfragenkatalog mit den involvierten UVG-Versicherern, dem KVG-Ver
sicherer sowie der Versicherten zu erstellen, den rechtserheblichen Sach
verhalt mit diesen zusammen gutachterlich abklären zu lassen, die aus den UVG-ver
sicherten Unfällen von 1987, 1999 und 2014 ge
schuldeten Leistungen ge
stützt auf das neue Gutachten mittels Verfügung fest
zusetzen und die Ver
fügung sämtlichen Betroffenen gegenüber zu eröffnen, sowie es sei die Be
schwerde
gegnerin zu verpflichten, ihr die
Abklärungskosten für die Beurteilung durch Dr. F._ im Betrag von Fr. 1‘500.-- zu erset
zen (Urk. 13 S. 2). Die Be
schwerdegegnerin hielt in der Duplik vom 18. August 2017 an ihrem Antrag auf Abweisung der Beschwerde fest (Urk. 18 S. 1). Mit der Triplik vom 29. Sep
tember 2017 hielt die Beschwerdeführerin im Wesent
lichen an ihren mit der Replik gestellten Anträgen fest, wobei sie in ihrem Rechtsbe
gehren die Be
zeichnung "orthopädisch-traumatologisch" jeweils durch "ortho
pädisch-radio
logisch" ersetzte (Urk. 23 S. 1 f.). Die Beschwerdegegnerin nahm dazu mit Quadruplik vom 20. November 2017 mit unverändertem Antrag Stel
lung (Urk. 27).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, so
weit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
Am 1. Januar 2017 sind die am 25. Sep
tember
2015 beziehungsweise am 9. Novem
ber 2016 verabschiedeten geän
derten Bestim
mungen des Bundes
geset
zes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verord
nung über die Unfallver
sicherung (UVV) in Kraft getreten. Gemäss den allge
meinen über
gangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechts
normen zu Grunde zu legen,
die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen füh
rende un
d somit rechtserhebliche Sach
ver
halt verwirklicht hat
(vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dementsprechend sehen die Über
gangs
be
stimmungen zur Än
derung vom 25. September 2015 des UVG vor, dass Versi
cherungs
leistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben,
und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt aus
gebrochen sind, nach bi
sherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der ge
nannten Übergangs
bestim
mungen).
D
er
hier zu beurteilende
Unfall
hat sich im Jahr 2014
ereignet, wes
halb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vor
liegenden Fall An
wendung finden und
im Folgenden
in dieser Fas
sung zitiert werden.
2.
2.1
Gemäss Art. 6
UVG
werden
so
weit das Gesetz nichts
a
nderes bestimmt - die Ver
siche
rungs
leistungen
bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufs
krankheiten gewährt (Abs. 1). Für die Leistungspflicht eines Unfallversicherers setzt das UVG das Vor
liegen eines Unfalls (Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozial
versicherungsrechts, ATSG) oder einer unfall
ähn
lichen Körperschädigung (Art. 6 UVG in Verbindung mit Art. 9 Abs. 2 UVV) voraus. Ausserdem muss zwischen dem Unfallereignis und dem ein
ge
tretenen Schaden (Krankheit, Inva
lidität, Tod) ein natür
licher und ein adä
quater Kausal
zusam
menhang be
stehen.
2.2
Als natürlich
kausale
Ursachen für einen gesundheitlichen Schaden
gelten alle Um
stände, ohne deren Vorhan
densein der eingetretene Erfolg nicht als einge
treten oder nicht als in der glei
chen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Um
schreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingun
gen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträch
tigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele. Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kau
salzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
waltung bezie
h
ungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
anspruches
nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinwei
sen)
.
2.3
Wird durch den Unfall ein krank
hafter Vorzustand verschlimmert oder über
haupt erst manifest, fällt der natür
liche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden
Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie
er unmittelbar vor dem Un
fall bestanden hat (Status quo ante) oder aber der
jenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krank
haften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Sta
tus quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr.
U 142 S.
75 E.
4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U
172/94 vom 26.
April
1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Ge
sundheitsschadens muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Be
weis
grad der überwiegenden Wahr
scheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000
Nr.
U 363 S.
45; BGE
119 V 7 E. 3c/aa).
Die
blosse
Möglichkeit nunmehr gänz
lich fehlender ursächlicher Aus
wir
kungen des Unfalls genügt nicht.
Da es sich hie
r
bei um eine anspruchs
auf
hebende Tatfrage handelt, liegt
die
entsprechende Beweislast
–
anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzu
sam
men
hang gegeben ist
–
nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallver
sicherer (RKUV 1994 Nr.
U 206 S.
328
f. E.
3b, 1992 Nr.
U 142 S. 76).
Der Unfall
versicherer hat jedoch nicht den Beweis für unfallfremde Ursa
chen zu erbringen, sondern nur, dass die unfallbedingten Ursachen des
Ge
sund
heitsschadens ihre kausale Be
deutung verloren haben (Urteile des Bundes
ge
richts U 381/04 vom 2. Februar 2006 E. 3.1 und
8C_354/2007
vom
4.
August
2008 E. 2.2, je
mit Hinweisen).
Diese Beweis
grundsätze gelten sowohl im Grund
fall als
auch bei Rückfällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten
mass
gebend
(
Urteil des Bun
des
gerichts 8C_637/2013 vom 11.
März
2014 E.
2.3.1 mit Hinweisen).
Mit dem Erreichen des Status quo sine vel ante entfällt eine Teilur
sächlichkeit für die noch be
stehenden
Beschwerden. Solange jedoch der Status quo sine vel ante noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf Art. 36 Abs. 1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pfle
geleistungen und Kosten
ver
gütungen zu übernehmen, worunter auch die Heil
behandlungskosten nach Art. 10 UVG fallen
(Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11. März 2014 E. 2.3.2).
2.4
Als adäquate Ursache eines Erfolges hat ein Ereignis nach der Rechtsprechung zu gelten,
wenn es nach dem ge
wöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allge
meinen Lebens
erfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des ein
ge
tretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Er
folges also durch das Ereig
nis
allgemein als begünstigt erscheint (
BGE 129 V 177 E. 3.2,
40
2 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
Bei objektiv ausgewiesenen organi
schen Unfallfolgen deckt sich die adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausali
tät weit
gehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 134 V 109 E. 2.1).
2.5
Die Versicherungsleistungen werden auch für Rückfälle und Spätfolgen gewährt (Art. 11 UVV). Bei einem Rückfall handelt es sich um das Wieder
auf
flackern ei
ner vermeintlich geheilten Krankheit, so dass es zu ärztlicher Be
hand
lung, mög
licherweise sogar zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt; von Spät
folgen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe län
gerer Zeit organische oder auch psychische Veränderungen bewirkt, die zu einem anders ge
arteten Krankheitsbild führen können (BGE 118 V 293 E. 2c mit Hinweisen).
2.6
2.6.1
Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweck
mässige Behandlung der Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder
teil
weise arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG), so hat sie ausserdem An
spruch auf ein Tag
geld (Art. 16 Abs. 1 UVG).
Ein weiterer Anspruch auf die vorübergehenden UV-Leistungen Heilbehandlung (
Art.
10 UVG
) und Taggeld (Art. 16
f. UVG) setzt nach Gesetz und Praxis voraus, dass von einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch eine nam
hafte Besserung des - unfallbedingt beeinträchtigten - Gesundheitszustandes er
wartet werden kann oder dass noch Eingliederungsmassnahmen der IV laufen. Trifft beides nicht (mehr) zu, hat der Versicherer den Fall unter Einstellung der vorübergehenden Leistungen abzuschliessen und den Anspruch auf eine Inva
li
denrente und auf ein
e
Integritätsentschädigung zu prüfen (
Art.
19
Abs.
1 UVG; BGE
134 V 109 E.
4).
2.6.2
Ist die versicherte Person infolge des Unfalles zu mindestens 10 Prozent invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie gemäss Art. 18 Abs. 1 UVG Anspruch auf eine Invali
den
rente. Invalidität ist die voraus
sichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbs
unfähigkeit (Art. 8 ATSG).
Mit der Festsetzung einer Invalidenrente (Art. 19 Abs. 1 UVG)
oder, falls kein Rentenanspruch besteht, bei der Beendi
gung der ärztlichen Behandlung ist
eine angemessene Integritätsentschädigung festzulegen, sofern die versicherte Person
durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geisti
gen oder psychischen Integrität erlitten hat
(Art. 24 UVG).
2.7
Art. 77 Abs. 3 UVG überträgt dem Bundesrat, die Leistungspflicht und das Zu
sammenwirken der Versicherer unter anderem dort zu regeln, wo sich ein er
neuter Unfall ereignet (lit. b).
Auf dieser Kompetenznorm basiert die Regelung in Art. 100 UVV (in der bis Ende
2016 gültig gewesenen Fassung). Wenn die versicherte Person erneut ver
unfallt, während sie wegen eines versicherten Unfalls noch behand
lungs
bedürftig, arbeitsunfähig und versichert ist, so muss nach
Art.
100
Abs.
1 UVV der bisher
leistungspflichtige Versicherer auch die Leistungen für den neuen Unfall erbringen. Verunfallt die versicherte Person während der Hei
lungsdauer eines oder mehrerer Unfälle, aber nach der Wieder
aufnahme einer versicherten Tätigkeit, erneut und löst der neue Unfall Anspruch auf Taggeld aus, so muss demgegenüber nach
Art.
100
Abs.
2 UVV der für den neuen Unfall leistungs
pflichtige Versicherer auch die Leistungen für die früheren Unfälle erbringen, und die beteiligten Versicherer vergüten ihm diese Leistungen, ohne Teuerungs
zulagen, nach Massgabe der Verursachung, womit ihre Leistungs
pflicht abge
golten ist. Die beteiligten Versicherer können untereinander von dieser Rege
lung abweichende Vereinbarungen treffen, namentlich wenn der neue Unfall wesentlich geringere Folgen hat als der frühere. Erleidet schliesslich eine aus einem früheren Unfall rentenberechtigte Person einen neuen Unfall und führt dieser zu einer Änderung des Invaliditätsgrades, so muss
nach Art. 100 Abs. 3 UVV der für den zweiten Unfall leistungspflichtige Versicherer sämtliche Leis
tungen ausrichten, und der für den ersten Unfall leistungs
pflichtige Versicherer vergütet dem anderen Versicherer den Betrag, der dem Barwert des Rentenan
teils, ohne Teuerungszulagen, aus dem ersten Unfall ent
spricht, womit seine Leistungspflicht abgegolten ist.
3.
3.1
Die Beschwerdegegnerin stellte sich im angefochtenen Einspracheentscheid auf den Standpunkt, gestützt auf das Gutachten von Dr. E._ sei davon aus
zugehen, dass der Status quo sine spätestens ein Jahr nach dem Unfall
ereignis vom 5. Juni 2014 und somit spätestens per 5. Juni 2015 erreicht gewesen sei. Die Kosten für die Heilbehandlungen und die Taggelder seien daher auf diesen Zeit
punkt hin einzustellen (Urk. 2 S. 3 f.).
In ihren Parteivorträgen führte die Beschwerdegegnerin zudem aus, Art. 100 Abs. 2 UVV (in der bis Ende 2016 gültig gewesenen Fassung) sei vorliegend nicht
anwendbar. Denn die Beschwerdeführerin sei im Unfallzeitpunkt im Jahr 2014 nicht wegen der früheren Ereignisse in Behandlung gewesen. Es bestehe diesbezüglich daher keine Abklärungspflicht (Urk. 7 S. 2 f.). Ferner sei Art. 100 UVV in der ab Januar 2017 gültigen Fassung mangels entsprechender aus
drücklicher Über
gangs
bestimmungen nicht anwendbar. Die Akten seien voll
ständig einge
reicht worden. Es treffe zu, dass die Beschwerdeführerin 1987, 1999 und 2014 Unfälle betreffend das linke Knie erlitten habe. Der (erste) Alpina-Fall sei gemäss Archivsystem am 11. Januar 1994 abgeschlossen wor
den. Die Akten seien am 11. Januar 2004 vernichtet worden und es sei nicht möglich, diese (versicherungsintern) zu rekonstruieren. Dazu wäre die Be
schwerdeführerin anzuhalten, ihre Ärzte anzugeben, damit die dort vorge
nommenen Akten erhältlich gemacht werden könnten. Der Fall sei mittlerweile (durch die Rechts
nachfolgerin Zürich Versiche
rungen) wiedereröffnet worden und es werde eine Rückfall- beziehungsweise Spätfolgenprüfung vorgenommen. Das Unfallereignis von 1999 sodann sei durch die AXA betreut worden. Weder im Unfallzeitpunkt 2014 noch bei Fallabschluss habe eine Veranlassung zur Klärung der Frage bestanden, ob und welche Leistungen der Beschwerdeführerin aus den früheren Unfällen zustehen würden. Auf die Beurteilung von Dr. F._ sei nicht abzustellen; dabei handle es sich um ein Parteigutachten. Die Beschwerdeführerin sei zudem bei ihm in Behandlung, seine Ausführungen würden den vorliegenden medi
zinischen Unterlagen widersprechen und es sei unklar, inwieweit ihm die Akten vorgelegen hätten. Die Re-Ruptur des vorderen Kreuzbandes, welche erstmals am 6. Februar 2017 erwähnt worden sei, sei nicht Folge des Unfallereignisses vom 5. Juni 2014. Durch dieses Unfall
ereignis sei keine richtungs
gebende Verschlimmerung des Gesundheitszustandes eingetre
ten. Eine Kosten
übernahme für dieses Gutachten sei zu verneinen, da es nicht durch den Unfall
versicherer verursacht worden sei und keine Klärung bringe. Aufgrund der medizinischen Befunde und des
erreichten Status quo sine stelle sich sodann die Frage nach einer Rente oder Integritätsentschädigung nicht (Urk. 18 S. 2 ff., Urk. 27 S. 2 ff.).
3.2
Die Beschwerdeführerin bringt dagegen vor, die Beschwerdegegnerin habe lediglich zum Anspruch auf Leistungen aufgrund des Unfalls vom 5. Juni 2014 Stellung genommen. Eine Gesamtbeurteilung der Unfallrestfolgen bezüglich aller drei Unfälle der Jahre 1987, 1999 und 2014, wie in Art. 100 UVV vor
gesehen, sei nicht erfolgt. Es sei diesbezüglich die neue ab Januar 2017 geltende Fassung von Art. 100 UVV anwendbar. Das Gericht habe in Anwen
dung dieser Bestimmung eine intrasystemische Koordinationsfrage zu entscheiden, welche von der Übergangsbestimmung zur Änderung vom 25. Sep
tember 2015 des UVG nicht erfasst sei. Denn nach dem massgeblichen Absatz 1 der Über
gangsbestimmungen würden Versicherungs
leistungen
-
wo
run
ter intra
systemische Koordination dieser Leistungen nicht fallen würden - für Unfälle, die sich vor Inkrafttreten der Änderung ereignet hätten, nach bishe
rigem Recht gewährt. Die Tatbestände in Abs. 1 bis 4 der Übergangsbestimmung seien abschliessend. Da somit für die intrasystemische Koordination keine Übergangs
bestimmung existiere, sei diese gestützt auf die ab Januar 2017 gültige Fassung von Art. 100 UVV zu entscheiden. Diese Auslegung dränge sich auch aus Grün
den der Rechtssicherheit und nach Sinn und Zweck einer medizinisch-rechtlichen Koordinationsregel der vorliegenden Art auf, weil Heilungsverläufe Jahre und Jahrzehnte dauern würden. Die Beschwerdegegnerin habe daher ge
stützt auf Art. 100 Abs. 5 UVV nach vorgängiger Beiziehung sämtlicher allge
meiner und medizinischer Akten lege artis abzuklären, ob aus den Unfällen von 1987, 1999 und 2014 ein Anspruch auf eine Rente sowie Integritäts
ent
schä
digung bestehe. Gestützt auf Art. 100 Abs. 3 UVV (in der ab Januar 2017 gülti
gen Fassung) seien die Heilbehandlung nach Art. 10 bis 13 UVG sowie die Tag
gelder zu gewähren, weil (auch) Spätfolgen aller drei Unfälle vorliegen würden. Richtigerweise hätte die Be
schwerde
gegnerin sämtliche
Fallakten der involvier
ten UVG-Versicherer Alpina und AXA sowie der behandelnden Ärzte und Spi
täler bezüglich aller drei Unfälle der Jahre 1987, 1999 und 2014 be
schaffen müssen. Sowohl die Be
schwerdegegnerin als auch die AXA hätten sie ohne Bei
zug der Alpina und deren Akten abgeklärt. Der rechtserhebliche Sach
verhalt sei daher nicht rechts
genüglich abgeklärt worden. Die Beweislosigkeit aufgrund der Vernichtung der Alpina-UVG-Akten gehe selbstverständlich zu
lasten der Beschwerdegegnerin als UVG-Versicherer, der durch die Fusion mit der Alpina sämtliche Rechte und Pflichten der Alpina übernommen habe. Der Gutachter
fragekatalog der Be
schwerde
gegnerin für das Gutachten durch Dr. E._ sei selektiv ausge
fallen und sei erfolgt, ohne die übrigen Unfall
versicherer der früheren Unfälle einzubeziehen; es würden Fragen zur Heilbe
handlung nach Art. 21 UVG, zur Arbeitsfähigkeit, zum Leistungs
fähigkeitsprofil und zur Integ
ritätseinbusse fehlen. Auch habe Dr. E._ nicht erwähnt, dass eine Re-Ruptur der VKB-Plastik vorliege. Ein solches Gutachten sei nicht be
weiskräftig. Es wer
de bestritten, dass sich die Re-Ruptur der VKB-Plastik nicht bereits beim Unfall vom 5. Juni 2014 ereignet habe. Als fallführender UVG-Versicherer hätte die Beschwerdegegnerin die Sache besser abklären und kom
pe
tenter beurteilen las
sen müssen. Daher werde eine orthopädisch-radiologische Begutachtung durch das Gericht beantragt. Da eine Ruptur des vorderen Kreuzbandes eine Listenver
letzung im Sinne von Art. 6 Abs. 2 lit. g. UVG darstelle und sie, die Beschwer
deführerin, nach wie vor bei der Be
schwerdegegnerin versichert sei, träfe diese selbst dann eine Leistungspflicht dafür, wenn sich die Listenverletzung nicht anlässlich des Unfalles vom 5. Juni 2014, sondern erst im 2017 ereignet hätte. Sämtliche Unfälle der Jahre 1987, 1999 und 2014 hätten den Gesundheitszu
stand des linken Knies richtungs
gebend verschlimmert und der Status quo ante vel sine sei nach keinem der Unfälle wieder erreicht worden. Es werde gerügt, dass die Unfall
versicherer der Unfälle von 1987 (Alpina/Zürich
Versicherung), 1999 (AXA) und von 2014 (Zürich Versicherung) bis heute für die Unfallrest
folgen weder eine Integritäts
entschädigung noch eine Rente gewährt hätten und noch nicht einmal die Anspruchsvoraussetzungen abgeklärt hätten. Daher habe sie diese Abklärungen mit dem Auftrag an Dr. F._ zur Erstellung eines Gutachtens vor
genommen. Diesem hätten sämtliche UVG-Akten der Beschwerdegegnerin und der AXA vorgelegen. Im Gegensatz zu Dr. E._ vertrete der ortho
pädische Gutachter Dr. F._ die Auffassung, dass der Unfall vom 5. Juni 2014 den Gesundheits
zustand des linken Kniegelenkes rich
tungs
gebend verschlim
mert habe, dass durch weitere Heilbehandlung der Gesund
heits
zustand namhaft verbessert werden könne, dass sie in der ange
stammten Tätigkeit und in jeder anderen leidensangepassten Tätigkeit lediglich zu 80 % leistungsfähig sei und dass eine durch sämtliche Unfälle verursachte Integri
tätseinbusse von heute total 15 % bestehe sowie, dass zukünftig infolge Spät
folgen mit einer Zunahme der Integritätseinbusse bis auf 40 % zu rechnen sei. Da die voraussehbare Ver
schlimmerung im Sinne von Art. 36 Abs. 4 UVV zu berücksichtigen sei, sei eine Integritätsent
schädigung auf der Basis von 40 % geschuldet, ausserdem aufgrund der attestierten Arbeitsun
fähigkeit eine Rente auf der Basis einer 20%igen Erwerbsunfähigkeit. Die Be
schwerdegegnerin habe die Kosten für dieses Gutachten an sie, die Beschwerde
führerin, zurück
zu
erstatten (Urk. 1 S. 5 ff., Urk. 10 S. 2 ff., Urk. 13 S. 2 ff., Urk. 23 S. 3 ff.).
3.3
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin die gesetzlichen Leistun
gen für die gesundheitlichen Folgen des Unfalls vom 5. Juni 2014 zu Recht per 5. Juni 2015 eingestellt hat und/oder ob sie aufgrund von Art. 100 UVV (in der bis Ende 2016 gültig gewesenen oder in der ab 2017 gültigen Fassung) auch leistungspflichtig ist für die Gesundheitsfolgen am linken Kniegelenk von wei
teren, in den Jahren 1987 und 1999 erlittenen Unfällen.
4.
4.1
Es ist unstrittig und belegt, dass die Beschwerdeführerin in den Jahren 1987 und 1999 Unfälle erlitt, bei denen das linke Kniegelenk verletzt wurde und infolge dessen am 25. November 1987 eine arthroskopische Meniskektomie und eine vordere Kreuz
bandersatzplastik (Urk. 8/M1q S. 1, Urk. 8/ZM16 S. 7) sowie am 20. November 2001 eine Rekonstruktion des vorderen Kreuzbandes (VKB) kombiniert mit einer valgisierenden Tibiakopfosteotomie bei Status nach Vor
ope
ration am linken Kniegelenk (1987) und be
ginnender Varusgonarthrose (Urk. 8/M1q S. 1, Urk. 8/M13, Urk. 8/M23) durchgeführt wurden. Fest steht auch, dass die Be
schwerde
führerin beim ersten Unfall bei der Alpina Versiche
rungs-Aktienge
sellschaft (Urk. 11/3) obliga
torisch gegen Unfälle versichert war, welche nach der Fusion durch Uni
versal
sukzession auf die Beschwerdegegnerin überging (Urk. 14/7). Ausgewiesen ist ferner, dass die Beschwerdeführerin beim zweiten Unfall bei der XL Winterthur Inter
national Versicherungen Schweiz (heute: XL Versicherungen Schweiz AG), versichert war, für welche die „Winter
thur“ Schwei
zerische Versicherungs-Gesell
schaft (heute: AXA Ver
siche
rungen AG) die Leistungsansprüche prüfte (Urk. 8/M24).
Ebenfalls aktenkundig und unstrittig ist, dass die Beschwerdeführerin am 5. Juni 2014 beim Trep
penaufgang eingenickt ist und erneut das linke Knie ver
letzt hat (Urk. 8/Z1). Die Erstbehandlung erfolgte rund zwei Monate nach die
sem Ereignis durch die Ärzte der B._ am 7. August 2014 (Be
richt gleichen Datums; Urk. 8/ZM3). Die anlässlich dieser Konsultation erstellte Mag
netresonanztomographie (MRT) des linken Knie
gelenkes ergab gemäss dem Bericht des MR Instituts vom 7. August 2014 einen deutlichen Gelenkserguss und ein diffuses periartikuläres Weichteilödem, eine grosse, teilweise rupturierte Baker-Zyste, ein Zu
stand nach Teilmeniskek
tomie medial und lateral, eine par
tielle Läsion des lateralen Kol
lateralbandes distal, eine distale Ruptur
sowie ein weitgehender Abbau des vorderen Kreuz
band
transplantates (Urk. 8/ZM1).
4.2
4.2.1
Die Beschwerdegegnerin anerkannte ihre Leistungspflicht für den Unfall vom 5. Juni 2014 bis am 5. Juni 2015 (Urk. 2 S. 3 f.) ge
stützt auf die orthopädisch-chirurgische Beurteilung von Dr. E._ (Urk. 8/ZM16 S. 19 ff.).
Dr. E._, der die Beschwerdeführerin am 12. Juli 2016 untersuchte (Urk. 8/ZM16 S. 1), gelangte gemäss dem Gutachten vom 23. August 2016 zum Schluss, dass durch den Unfall vom 5. Juni 2014 überwiegend wahr
scheinlich keine nachweis- und objektivierbare richtunggebende, sondern "nur" eine vorübergehende Ver
schlimmerung des Ge
sun
dheits
zustandes am linken vorge
schädigten Knie
gelenk erfolgt sei. Eine akten
kundige Brückensymptomatik in den Jahren nach der Operation von 2001 bis zu den Abklärungen am 7. August 2014 würden zwar fehlen, aber nach Angaben der Beschwerde
führerin hätten intermittierende Beschwerden und funktio
nelle Einschränkungen (vor allem im Freizeitbereich) bestanden. Der Status quo sine sei bei sympto
matischem, funk
tionell störendem/einschränkendem Vorzu
stand mit insuf
fizienter VKB-Plastik nach Re-Rekonstruktion im Jahr 2001 und mässig ausge
prägter, sekundärer Gon
arthrose (Spätfolge des Unfalls / der Be
hand
lung im Jahr 1987) aus empi
rischer Sicht bei/mit den objektivierten Befunden (laterale Gonartrohse, Zentral
pfeiler-Insuffizienz links) sechs bis zwölf Monate nach dem Unfall erreicht wor
den (Urk. 8/ZM16 S. 19 ff.).
4.2.2
Der orthopädisch-chirurgische Gutach
ter Dr. F._, der von der Be
schwerdeführerin beauftragt worden war, führte nach der Untersuchung vom 23. Januar 2017 (Urk. 11/2 S. 2) in seiner Kurzbeurteilung vom 17. März 2017 dagegen aus, versicherungsmedizinisch hätten in der Zeit von 2001 bis zum Treppen
sturz im Juni 2014 keine Brückensymptome bestanden. Es sei daher klar festzuhalten, dass in diesem Zeitraum keine relevante
Knie
symptomatik auf
getreten sei be
ziehungsweise keine Kniebeschwerden derart heftig gewesen seien, dass eine Arzt
konsultation notwendig geworden sei. Sie habe noch bis und mit 2003 Nach
kontrollen in der B._ gehabt. Da die Beschwer
de
führerin nach der Operation von 2001 auch aktiv sportfähig und beschwerde
frei ge
wesen sei, könne man klar postulieren, dass die Valgisa
tionsosteotomie und die VKB-Plastik aus dem Jahr 2001 bis zum Treppensturz im Juni 2014 gut 13 Jahre funktioniert habe. Das MRT des linken Knies vom 7. August 2014 zei
ge ein nicht mehr vorhandenes vorderes Kreuz
band. Es sei ausgewiesen, dass das Knie nach dem Juni 2014 nicht mehr funktioniert habe und das dann erlittene Trauma eine richtunggebende Verschlimmerung gesetzt habe, indem das VKB-Transplantat von 2001 erneut kaputtgegangen sei (Urk. 11/2 S. 4 ff.)
4.3
4.3.1
Die Beurteilung von Dr. F._, dass durch den Unfall vom 5. Juni 2014 eine richtunggebende und nicht nur vorübergehende Verschlimmerung verur
sacht worden sei, überzeugt entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin nicht. Denn seine Schlussfolgerung bezieht er allein darauf, dass die Beschwerde
führerin bis zum Unfall vom 5. Juni 2014 nicht in ärztlicher Behandlung, sport
fähig und beschwerdefrei gewesen sei (Urk. 11/2 S. 5 f.). Letzteres trifft indes nicht zu.
Dazu wurde im Gutachten von Dr. E._ nachvollziehbar ausgeführt, dass die sekundär arthrotischen Beschwerden situations- und belastungsbedingt immer wieder vorhan
den gewesen seien (Urk. 8/ZM16 S. 18). Nach Angaben der Beschwerde
führerin habe sie vom operativen Eingriff im Jahr 2001 zwar pro
fitiert, das Beschwerde
bild mit Schmerzauslösung/-exazerbation bei gewissen Be
lastungen sei aber geblieben. Sie habe alltägliche und sportliche Belastungen weiter reduzieren müssen und habe die reduziert möglichen sportlichen Leistun
gen kaum mehr erreicht. Eine diesbezüglich vertiefte Abklärung und/oder Be
handlung habe bis 2014 deshalb nicht
stattgefunden, weil sie aus privaten und beruflichen Gründen dazu keine Zeit gehabt habe (Urk. 8/ZM16 S. 8 f.). Dr. E._ hielt folgerichtig fest, dass der Vorzustand nicht nur sympto
matisch, sondern auch funktionell störend/einschränkend gewesen sei, wobei der Zustand durch die angemessene und vernünftige Selbstlimitierung bei Zu
satz
belastun
gen seit langem weitgehend, aber nicht vollständig kompensiert gewesen sei (Urk. 8/ZM16 S. 19).
Aber auch aus einem weitgehend beschwerdefreien Vorzustand wäre nicht wie von Dr. F._ postuliert ohne Weiteres darauf zu schliessen, dass eine unfallbedingte Schädigung anhaltend ursächlich für die Beschwerden nach dem Unfall ist, wenn - wie hier - eine bereits bestehende Schädigung verschlimmert wird. Denn mass
geblich beim Status quo sine ist, ob der
schicksalsmässige Ver
lauf eines Vorzu
standes
sich
auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte
. Hier ergab die erste Behandlung und MRT-Abklärung des linken Knie
gelenkes vom 7. August 2014 rund zwei Monate nach dem Unfallereignis unter anderem, dass das vordere Kreuzband hochgradig ausgedünnt und distal prak
tisch vollständig abgebaut gewesen sei (Urk. 8/ZM1). Die Ärzte der B._ interpretierten die Bildaufnahme dahingehend, dass die Kreuzband-Rekonstruktion wohl elongiert und ausgeleiert, aber noch vorhanden sei (Bericht vom 7. August 2014; Urk. 8/ZM3 S. 2). Es ist bei diesem Befund nach
vollziehbar und wahrscheinlich, dass diese erhebliche Schädigung 13 Jahre nach der letzten VKB-Rekonstruk
tion angesichts der von Dr. E._ festgehal
tenen per
sistierenden Zentral
pfeiler
insuffizienz mit wiederholten Giving-away-Episoden (insuffiziente VKB-Plastik nach Rekonstruktion im Jahr 2001; Urk. 8/ZM16 S. 21) und zusätz
lichem Druck auf das lädierte laterale Komparti
ment (Urk. 8/ZM16 S. 17 f.) nicht erst durch das Anschlagen des Knies beim Stolpern auf der Treppe (beim Hinaufgehen) am 5. Juni 2014 verursacht worden war. Vielmehr ist naheliegend, dass sich die Abnützung der VKB-Rekonstruk
tion zusammen mit der lateralen Gon
arthrose im Verlauf seit 2001 entwickelt hatte und auch ohne Unfall vom 5. Juni 2014 weiter bis hin zu einer voll
ständigen Auflösung der VKB-Plastik entwickelt hätte, wie sie sich schliesslich im MRT der G._ vom 6. Februar 2017 zeigte ("Die VKB-Plastik ist distal nicht mehr abgrenzbar"; Bericht vom 6. Februar 2017, Urk. 11/2/13).
Der beratende Arzt Dr. med. H._, Facharzt für Chirurgie, befand in seiner Stellungnahme vom 18. November 2014 denn auch, das MRT vom 7. August 2014 zeige, dass es beim Unfall zu keiner frischen Binnenläsion gekom
men sei. Bei fehlendem bone bruise sei die distale VKB-Insuffizienz links als vorbestehend zu beurteilen. Auch die Aus
bildung einer Gonarthrose sei in dieser kurzen Zeit sicherlich unmöglich, diese müsse dem Vorzustand zuge
rechnet werden. Das Unfallereignis vom 5. Juni 2014 habe zu einer vorüber
gehenden Verschlimmerung des Vor
zustandes geführt (Urk. 8/ZM10).
4.3.2
Vor diesem Hintergrund überzeugt das von Dr. E._ beschriebene über
wiegend wahrscheinliche Eintreten des Status quo sine spätestens ein Jahr nach dem Unfallereignis vom 5. Juni 2014. Daran ändert auch der Einwand der Be
schwerdeführerin nichts, dass Dr. E._ nicht explizit eine Re-Ruptur der VKB-Plastik erwähnt habe. Eine solche wurde ohnehin erst im Bericht der G._ zum MRT vom 6. Februar 2017 aufgeführt (Urk. 11/2/13). Der hier relevante, mit MRT vom 7. August 2014 festgestellte Befund einer hochgradigen Ausdünnung und des praktisch vollständigen Abbaus des VKB (Urk. 8/ZM1) aber wurde von Dr. E._ in seinem Gutachten korrekt aufgeführt (Urk. 8/ZM16 S. 6).
Es ist somit davon auszugehen, dass der natürliche Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 5. Juni 2014 und den Beschwerden am linken Knie wie von Dr. E._ begründet spätestens ein Jahr nach dem Unfallereignis per 5. Juni 2015 überwiegend wahrscheinlich dahingefallen ist.
4.4
Da der Status quo sine der Beschwerden am linken Kniegelenk zufolge des Unfalls vom 5. Juni 2014 nach dem Gesagten ab dem 5. Juni 2015 als erreicht zu gelten hat, ist der Zeitpunkt des Fallabschlusses respektive die Frage der zu erwartenden namhaften Bes
serung des Gesundheitszustandes durch Fortsetzung der ärztlichen Behandlung im Sinne von Art. 19 Abs. 1 UVG nicht relevant und nicht zu prüfen.
Denn Ansprüche auf eine Rente (Art. 18 ff. UVG), eine Integritätsent
schädigung (Art. 24 f. UVG) und auf Heilbehandlung nach Festsetzung der Rente (Art. 21 UVG) als mögliche Folge eines Unfalls entfallen bei erreichtem Status quo sine respektive bei Wegfall des natürlichen Kausalzu
sammenhanges. Diese sind hier deshalb entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin nicht zu prüfen.
5.
5.1
Die Anwendung von Art. 100 UVV in der ab Januar 2017 gültigen Fassung bei fehlender besonderer Über
gangs
bestimmung sodann ist mit der Beschwerde
gegnerin zu verneinen. Es gelten auch für den vorliegenden Fall
die Über
gangs
be
stimmungen zur Än
derung vom 25. September 2015 des UVG
, dass
Versi
cherungs
leistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben,
und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt aus
gebrochen sind, nach bi
sherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der ge
nannten Übergangs
bestim
mungen). Da der betreffende Unfall vor dem 1. Januar 2017 stattfand, sind die bis zum 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Bestimmungen anwend
bar.
Der Ansicht der Beschwerdeführerin, die intrasystemische Koordination der Leistungen nach Art. 100 UVV falle nicht unter Abs. 1 dieser Übergangs
bestimmung, da dort von Versicherungsleistungen gesprochen werde, weshalb mangels Übergangsbestimmung die neue, ab Januar 2017 gültige Fassung von Art. 100 UVV anwendbar sei, ist nicht zu folgen. Zum einen wäre im Falle einer fehlenden
Übergangsbestimmung die
allge
meine über
gangsrechtliche Regel her
anzuziehen, wonach
der Beurteilung jene Rechts
normen zu Grunde zu legen
sind
,
die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen füh
rende un
d somit rechtserhebliche Sach
ver
halt verwirklicht hat
(vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen)
, was vorliegend nicht zur Anwen
dung des neuen Rechts führen würde
.
Zum anderen dient die Koordinationsre
gelung nach Art. 77 Abs. 3 UVG in Verbindung mit Art. 100 UVV dazu, die Leistungspflicht und das Zusammenwirken der Versiche
rungsträger bei Tatbe
ständen zu bestimmen, die zu einer Kumulation oder zum Verlust von Leis
tungsansprüchen führen könnten (BGE 135 V 333 E. 4.6). Die Koordination der Leistungen hängt daher mit den Versicherungsleistungen auch in zeitlicher Hin
sicht untrennbar zusammen und ist zu diesen kongruent. Die Koordination bezieht sich in zeitlicher Hinsicht mithin stets auf die Verhältnisse im Zeitraum der zu koordinierenden Versicherungsleistungen. Wie auf die übrigen Bestim
mungen zu den Versicherungsleistungen sind daher auch auf die Koordina
tionsregeln nach Art. 100 UVV die Übergangsbestimmungen
zur Än
derung vom 25. September 2015 des UVG
anwendbar. Entgegen der Ansicht der Beschwer
deführerin widerspricht dies weder Sinn und Zweck der Koordinations
regelung noch der Rechtssicherheit, sondern dadurch wir diesen erst Rechnung getragen.
5.2
Zu prüfen bleibt daher nach dem Gesagten, ob Art. 100 UVV in der bis Ende 2016 gültig gewesenen Fassung eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin für die Zeit nach Einstellung ihrer Leistungen am 5. Juni 2015 zu begründen vermag. Dies ist nach allgemeiner Erwägung schon deshalb zu verneinen, da die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht in Bezug auf die hier zu beurteilenden Versicherungsleistungen zufolge des Unfalls vom 5. Juni 2014 bis zum 5. Juni 2015 anerkannt hat und für Zeit ab dem 6. Juni 2015 jeglicher Leistungsan
spruch für die Folgen des Unfalls vom 5. Juni 2014 endete.
Ohne Weiteres auszuschliessen ist denn auch die Anwendung von Art. 100 Abs. 1 und Abs. 3 UVV. Denn nach Art. 100 Abs. 1 UVV wäre der bisherige Ver
sicherer auch für die Folgen des aktuellen Unfalls (hier: 5. Juni 2014) leis
tungspflichtig, sofern die versicherte Person während bestehender Behand
lungsbedürftigkeit, Arbeits
unfähigkeit und andauernder Versicherung (vor der Aufnahme einer neuen versicherten Tätig
keit; BGE 135 V 333 E. 4.4) erneut verunfallt wäre. Beides ist hier nicht der Fall. Abs. 3 von Art. 100 UVV betrifft den Fall eines neuen Unfalls während laufen
der UVG-Rente, der den Invalidi
tätsgrad zu beeinflussen vermag. Auch dies fällt hier mangels Rentenanspruchs nicht in Betracht.
Mit Art. 100 Abs. 2 UVV wird vorausgesetzt, dass die versicherte Person wäh
rend der Heilungsdauer eines oder mehrerer Unfälle, aber nach Wiederauf
nahme einer versicherten Tätigkeit, erneut verunfallt, wobei der neue Unfall Anspruch auf Taggeld auslöst. Im vorliegenden Fall war die Beschwerdeführerin im Zeit
punkt des Unfalls vom 5. Juni 2014 unstrittig nicht (mehr) in Behand
lung wegen des linken Kniegelenkes (Urk. 13 S. 16, Urk.
8/ZM16
S. 8). Sie bezog seit Jahren von keiner Unfall
versicherung mehr Leistungen (vgl. Urteil des Bundes
gerichts 8C_236/2013 vom 19. September 2013 E. 3), weder direkt aufgrund der Unfälle in den Jahren 1987 und 1999 noch aufgrund eines Rückfalls oder Spät
folgen. Auch war sie bei keinem der UVG-Versicherer, welcher für die Folgen der Unfälle in den Jahren 1987 und 1999 leistungs
pflichtig war, wegen eines Rückfalls oder Spätfolgen angemeldet. Ein Anspruch auf die Vergütung von Heilbehandlung konnte somit weder kurz vor, noch zurzeit des Unfalls vom 5. Juni 2014 entstehen. Die Voraussetzungen von Art. 100 Abs. 2 UVV (in der bis 2016 gültig gewesenen Fassung) sind daher ebenfalls nicht erfüllt.
Es ist somit festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin als leistungspflichtiger Versicherer des Unfalls vom 5. Juni 2014 aufgrund von Art. 100 UVV
keine
Leistungspflicht ab dem 6. Juni 2014 für die Folgen der Unfälle der Jahre 1987 und 1999 trifft.
5.3
Die Frage, ob und inwiefern die Beschwerdegegnerin jedoch eine Leistungs
pflicht aufgrund ihrer Rechtsnachfolge der für den Unfall von 1987 zuständigen Alpina im Sinne eines Rückfalles und/oder von Spätfolgen ab dem 6. Juni 2015 trifft, ist nicht in diesem Verfahren zu klären. Denn der angefochtene Entscheid bezieht sich allein auf die Folgen des Unfalls vom 5. Juni 2014, was den Anfechtungsgegenstand (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.1; 125 V 413 E. 1a) in diesem Verfahren begründet. Die Beschwerdegegnerin hat im Übrigen erklärt, dass sie das Verfahren zur Prüfung eines Rückfalls/von Spätfolgen bezüglich der Knie
be
schwerden links aufgrund des Unfalls im Jahr 1987 bereits eröffnet hat (Urk. 18 S. 3).
5.4
5.4.1
Nach dem Gesagten hat die Beschwerdegegnerin die Leistungen für die Folgen des Unfalls vom 5. Juni 2014 zu Recht per 5. Juni 2015 eingestellt. Auch trifft sie keine Leistungspflicht aufgrund von Art. 100 UVV.
Sämtliche weiteren Vorbringen der Beschwerdeführerin führen zu keiner ande
ren Betrachtungsweise.
Von weiteren
Abklärungen und Beweis
mass
nahmen sind
keine
neuen ent
scheid
relevanten Erkenntnisse zu erwarten, wes
halb in an
tizipierter
Beweiswürdigung davon abzusehen ist (BGE 136 I 229 E. 5.3; Urteil des Bundesgerichts 8C_607/2011 vom 1
6. März 2012 E.
7.2).
5.4.2
Der angefochtene Einspracheentscheid vom 9.
November
2016 (Urk. 2) ist somit rechtens und die Beschwerde ist abzuweisen.
6.
Das Verfahren ist kostenlos.
Nach der Rechtsprechung sind unter dem Titel Parteientschädigung die not
wendi
gen Kosten privat eingeholter Gutachten zu vergüten, soweit die Partei
ex
pertise für die Entscheidfindung unerlässlich war (BGE
115 V 62
E. 5c
; Urteil
des Bundesgerichts
8C_673/2009
vom 2
2.
März 2010
E. 8
.2). Dem Antrag
der Beschwerdeführerin
,
die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, die Kosten für die
Kurzbeurteilung von
Dr. F._
vom 1
7.
März 2017
im Betrag von Fr. 1'500.--
zu vergüten (Urk. 1 S. 7), ist ausgangsgemäss nicht zu ent
sprechen. Wie sich aus den Erwägungen ergibt, hat die Beschwerdegegnerin den Sachver
halt zur Frage der massgeblichen Unfallkausalität und des Status quo sine bezüglich des linken Kniegelenkes rechtsgenüglich abgeklärt. Es kann insbeson
dere nicht gesagt werden, das Privat
gut
achten sei für die abschlies
sende Beur
teilung des Leistungsanspruches erfor
der
lich gewesen und die Beschwerdegeg
nerin habe zufolge man
gelhafter Sachverhaltsabklärung unnötig Kosten verur
sacht.