Decision ID: 94202122-c143-581b-9f97-da210c44411e
Year: 2018
Language: de
Court: SG_VG
Chamber: SG_VG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A. Die Y._ AG wurde am 9. Oktober 1996 ins Handelsregister des Kantons St. Gallen
eingetragen. Sie bezweckt im Wesentlichen das Telefonmarketing, die Akquisition und
Inserateverwaltung sowie den Betrieb eines Verlages für Zeitschriften, Magazine und
sonstige Medien. A._ ist Präsident des Verwaltungsrates mit Einzelunterschrift. Er
präsidiert zudem den Verwaltungsrat der in der gleichen Branche tätigen X._ AG, die
ihren Sitz ebenfalls in E._ hat. Im Verwaltungsrat der Y._ AG nahmen auch B._ – der
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in der X._ AG ebenfalls zeichnungsberechtigt ist – und C._ Einsitz. Letzterer ist
zudem einziges VerwaItungsratsmitglied der Q._ AG mit Sitz in K._/SZ.
B. Am 3. Juli 2006 (Eingang beim Steueramt) reichte die Y._ AG die Steuerklärung
aufgrund des Rechnungsabschlusses per 31. Dezember 2005 ein. Sie deklarierte einen
Reingewinn von CHF 2'056 und ein steuerbares Eigenkapital von CHF 445'890. Am
22. Juni 2010 wurde die Steuererklärung aufgrund des Rechnungsabschlusses per
31. Dezember 2009 eingereicht. Der Reingewinn belief sich auf CHF 34'932 (vor
Verrechnung mit Verlustvorträgen von CHF 20'301) und das steuerbare Eigenkapital
auf CHF 360'521. Gestützt auf den Bericht der Eidgenössischen Steuerverwaltung vom
26. Juni 2014 über eine Untersuchung gegen A._ wegen des Verdachts auf
SteuerwiderhandIungen rechnete die Veranlagungsbehörde den deklarierten
Reingewinnen 2005 und 2009 geldwerte Leistungen an A._ in der Höhe von
CHF 77'051 und CHF 242'503 auf und erhöhte gleichzeitig die Steuerrückstellungen
um CHF 15'399 und CHF 35'303. Die im Jahr 2009 verrechenbaren Verluste wurden
auf CHF 68'306 erhöht.
In der Folge wurde die Y._ AG für die Kantonssteuern und die direkten Bundessteuern
aufgrund des Rechnungsabschlusses per 31. Dezember 2005 mit einem steuerbaren
Reingewinn von CHF 63'700 und aufgrund des Rechnungsabschlusses per
31. Dezember 2009 mit einem steuerbaren Reingewinn von CHF 173'800 sowie für die
Kantonssteuern aufgrund des Rechnungsabschlusses per 31. Dezember 2005 mit
einem steuerbaren Eigenkapital von CHF 300'000 und aufgrund des
Rechnungsabschlusses per 31. Dezember 2009 mit einem steuerbaren Eigenkapital
von CHF 279'000 veranlagt. Gegen diese Veranlagung erhob die Y._ AG am
23. Januar 2017 erfolglos Einsprache.
C. Am 26. Mai 2017 erhob die Y._ AG Rekurs und Beschwerde bei der
Verwaltungsrekurskommission. Sie beantragte sinngemäss die kostenfällige Aufhebung
der Einspracheentscheide des kantonalen Steueramts vom 25. April 2017 hinsichtlich
der Kantonssteuer und der direkten Bundessteuer 2005 und 2009. In prozessualer
Hinsicht beantragte sie, es seien sämtliche gegen die Y._ AG und gegen A._, gegen
die Q._ AG und D._ und gegen C._ betreffend die Steuerjahre 2001 bis 2009
bestehenden Steuerakten des Kantons St. Gallen beizuziehen. Mit Entscheid vom
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22. Januar 2018 beurteilte die Verwaltungsrekurskommission die in den Jahren 2005
und 2009 vorgenommenen Aufrechnungen als rechtmässig und wies Rekurs
(Kantonssteuern) und Beschwerde (Bundessteuer) ab.
D. Die Y._ AG (Beschwerdeführerin) erhob gegen den am 24. Januar 2018 versandten
und am 1. Februar 2018 entgegengenommenen Entscheid der
Verwaltungsrekurskommission (Vorinstanz) durch ihren Rechtsvertreter mit Eingabe
vom 5. März 2018 Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem Rechtsbegehren,
unter Kosten- und Entschädigungsfolge sei der angefochtene Entscheid aufzuheben
und das Steuerverfahren einzustellen, eventualiter sei der angefochtene Entscheid
zurückzuweisen zur Vervollständigung des Rekursverfahrens, insbesondere seien die
entsprechenden Verfahrensakten gegen die Y._ AG, die X._ AG, A._, Q._ AG, D._
und C._ betreffend die Steuerjahre 2001 bis 2009 beizuziehen und in Anhörung der
Hauptaktionäre D._ und A._ erneut zu entscheiden.
In prozessualer Hinsicht stellt die Beschwerdeführerin folgende Anträge: Es seien die
Verfahren B 2017/222, 223, 224 und 225 als auch das Beschwerdeverfahren der
Q._ AG 2007-2009 mit der vorliegenden Beschwerde zu vereinigen eventualiter die
entsprechenden Verfahrensakten beizuziehen und für das vorliegende Verfahren zu
berücksichtigen.
Mit Vernehmlassung vom 8. März 2018 verwies die Vorinstanz auf die Erwägungen des
angefochtenen Entscheides und beantragte die Abweisung der Beschwerde. Das
kantonale Steueramt (Beschwerdegegner) beantragt am 25. April 2018 mit Verweis auf
den Teilbericht Layoutkosten sowie den Untersuchungsbericht ASU, beide vom
10. Dezember 2013, sowie den Einspracheentscheid vom 25. April 2017 die Abweisung
der Beschwerde. Die Eidgenössische Steuerverwaltung (Beschwerdebeteiligte) hat
stillschweigend auf eine Vernehmlassung verzichtet.
Auf die Erwägungen im angefochtenen Entscheid und die Ausführungen der
Beschwerdeführerin und des Beschwerdegegners zur Begründung ihrer Anträge sowie
die Akten wird, soweit wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
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1. Da die steuerrechtlichen Vorschriften des Bundes und der Kantone zur Veranlagung
des Reingewinns juristischer Personen vereinheitlicht sind, erledigte die Vorinstanz den
Rekurs betreffend die Kantonssteuern einerseits und die Beschwerde betreffend die
direkte Bundessteuer anderseits zu Recht im gleichen Entscheid, aber mit getrennten
Dispositivziffern; unter diesen Umständen durfte auch die Beschwerdeführerin die
Beschwerden in einer gemeinsamen Rechtsschrift erheben (BGE 135 II 260 E. 1.3).
Ebenso ist es zulässig, dass das Verwaltungsgericht über die Beschwerden im gleichen
Urteil entscheidet (vgl. BGer 2C_440 und 441/2014 vom 10. Oktober 2014 E. 1.2).
2. Das Verwaltungsgericht ist zum Entscheid in der Sache zuständig (Art. 196 Abs. 1
StG; Art. 145 des Gesetzes über die direkte Bundessteuer, SR 642.11, DBG, in
Verbindung mit Art. 1 Abs. 3 und Art. 7 Abs. 2 der Verordnung zum Bundesgesetz über
die direkte Bundessteuer, sGS 815.1). Als Steuerpflichtige, deren Begehren mit dem
angefochtenen Entscheid abgewiesen wurde, ist die Beschwerdeführerin zur
Beschwerdeerhebung befugt (Art. 196 Abs. 1 StG; Art. 145 Abs. 2 in Verbindung mit
Art. 140 Abs. 1 DBG). Die Beschwerden gegen den am 1. Februar 2018 zugestellten
vorinstanzlichen Entscheid wurden mit Eingabe vom 5. März 2018 unter
Berücksichtigung des Fristenlaufs am Wochenende rechtzeitig erhoben und erfüllen
formell und inhaltlich die gesetzlichen Anforderungen (Art. 161 StG in Verbindung mit
Art. 64 und Art. 30 Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1,
VRP, und Art. 142 Abs. 3 der Schweizerischen Zivilprozessordnung, SR 272, ZPO,
sowie Art. 48 Abs. 1 VRP; Art. 145 sowie Art. 144 Abs. 4 und Art. 142 DBG in
Verbindung mit Art. 133 Abs. 1 Satz 2 DBG und Art. 48 Abs. 1 VRP; vgl. Richner/Frei/
Kaufmann/Meuter, Handkommentar zum DBG, 3. Aufl. 2016, N 1 zu Art. 142 DBG). Auf
die Beschwerden ist daher einzutreten.
3.
3.1. Die Beschwerdeführerin beantragt die Aufhebung des angefochtenen Entscheides
und die Rückweisung der Angelegenheit an die Vorinstanz zur Durchführung einer
Anhörung ihrer beiden Hauptaktionäre D._ und A._ und anschliessender
Neubeurteilung.
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Die Beschwerdeführerin verlangte am 23. Januar 2017, ihre Einsprache mündlich zu
begründen (act. 6/7-III/00). Sie liess aber die Aufforderung des Beschwerdegegners
vom 29. März 2017, Termine vorzuschlagen, unbeantwortet, sodass kein Termin für
eine mündliche Einsprachebegründung zustande kam (act. 6/7-III/03, 04 Seite 3). Die
Beschwerdeführerin macht deshalb – zu Recht – nicht geltend, es sei ihren
Hauptaktionären verwehrt gewesen, vor der Veranlagungsbehörde mündlich bei der
Feststellung des Sachverhalts mitzuwirken (vgl. Art. 176 Abs.1 StG, Art. 130 Abs. 1
DBG; Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N 18 zu Art. 130 DBG). Vor Vorinstanz hat
sie zudem keinen entsprechenden Verfahrensantrag gestellt. Sie macht deshalb – zu
Recht – nicht geltend, die Vorinstanz habe diesbezüglich ihren Anspruch auf
rechtliches Gehör verletzt. Da das Verwaltungsgericht in der Vornahme eigener
Untersuchungen grosse Zurückhaltung übt (vgl. Zigerlig/Oertli/Hofmann, Das st.
gallische Steuerrecht, 7. Aufl. 2014, Rz. VII/101), ist der Rückweisungsantrag der
Beschwerdeführerin verfahrensrechtlich an sich nachvollziehbar. Allfällige mündliche
Auskünfte der Hauptaktionäre sind indessen auch der schriftlichen Darlegung in der
Beschwerde zugänglich. Zudem ist – umso mehr als die Beschwerdeführerin erst im
Verfahren vor Verwaltungsgericht einen solchen Antrag stellt – nicht ersichtlich,
inwieweit die anlässlich einer mündlichen Befragung vorgetragenen
Tatsachenbehauptungen anders als die entsprechenden schriftlichen Vorbringen
geeignet sein sollten, an der auf die Akten abgestützten Feststellung der Tatsachen
durch Beschwerdegegner und Vorinstanz etwas zu ändern. Dies gilt umso mehr, als die
beiden Aktionäre der Beschwerdeführerin in dieser Angelegenheit bereits durch die
Abteilung Strafsachen und Untersuchungen der Beschwerdebeteiligten je zweimal
einvernommen, ihre Aussagen protokolliert und deren Inhalt in den entsprechenden
Berichten festgehalten wurden (vgl. insbesondere act. 6/7-I/00 Seiten 15/16 und 20).
3.2. Im weiteren beantragt die Beschwerdeführerin die Vereinigung der Beschwerden
mit den Verfahren B 2017/222, 223, 224 und 225 sowie den Beschwerdeverfahren
betreffend die Veranlagung der Q._ AG aufgrund der Rechnungsabschlüsse per Ende
2007, 2008 und 2009 (B 2018/61 und 62) samt Beizug der entsprechenden Akten. Es
würden sich alle laufenden Verfahren auf einen Untersuchungsbericht, Teilbericht
Layoutkosten in der besonderen Untersuchung gegen die von der Vorinstanz
erwähnten Personen sowie die Untersuchungsakten ASU stützen. Die Vorinstanz habe
aufgezeigt, dass sie sämtliche verfügbaren Akten zum Entscheid herangezogen habe,
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mithin seien für die Beurteilung der Beschwerden die Akten sämtlicher Beteiligter als
Ganzes beizuziehen. Im verwaltungsgerichtlichen Verfahren (B 2017/222 f.) würden
plötzlich Akteure auftreten, die sowohl dem Steuerpflichtigen als auch dem
Unterzeichneten bis dato nicht bekannt gewesen seien.
Rechtsmittelverfahren, die sich auf denselben Streitgegenstand beziehen und die
nämlichen Tatbestands- und Rechtsfragen aufwerfen, sind verfahrensrechtlich zu
vereinigen und durch einen einzigen Entscheid zu erledigen (vgl. GVP 1972 Nr. 30, BGE
128 V 124 E. 1). Die Vereinigung eines Verfahrens kommt in allen Verfahrensstadien
und -abschnitten in Frage. Sie gelangt allerdings nur dann zur Anwendung, wenn sie
der Vereinfachung des Verfahrens dient (Bertschi/Plüss, in: A. Griffel [Hrsg.],
Kommentar VRG, 3. Aufl. 2014, N 50 ff. der Vorbemerkungen §§ 4-31 VRG/ZH). Einer
Vereinigung der vorliegenden Beschwerdeverfahren mit den Verfahren B 2017/222-225
steht deren – mittlerweile rechtskräftige – Erledigung entgegen. Mit den Verfahren B
2018/61 und 62 sowie B 2018/84 und 85 können die vorliegenden
Beschwerdeverfahren vorab deshalb nicht vereinigt werden, weil sich jene Verfahren
auf andere Steuerpflichtige beziehen, denen gegenüber das Steuergeheimnis zu
wahren ist (Art. 110 DBG, Art. 39 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Harmonisierung
der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden, SR 642.14, StHG, Art. 162 StG). Im
Übrigen sind auch unterschiedliche Sachverhalte zu beurteilen. So ergibt sich aus den
Berichten der ASU, dass unter anderem die verbuchte Abschreibung/Wertberichtigung
der Beteiligung/Darlehen Boutique S._ (Geschäftsjahr 2009) untersucht wurde. Bei
den anderen beiden Firmen stellt sich diese Frage nicht, dafür aber jene den
beispielsweise Aufrechnungen von N. Seminare.
Aus dem Akteneinsichtsrecht des Steuerpflichtigen (vgl. Art. 114 Abs. 1 DBG, Art. 165
Abs. 1 StG) ergibt sich die Aktenführungspflicht der Steuerbehörde (vgl. BGE 141 I 60
E. 4.3 mit Hinweis, Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N 44 zu Art. 114 DBG). Der
Umfang der Aktenführungspflicht ist wesentlich von den konkreten Umständen
abhängig (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N 48 zu Art. 114 DBG). Die
Beschwerdeverfahren B 2017/226 und 227 wurden mit unangefochten rechtskräftig
gewordenem Entscheid vom 27. Juni 2018 erledigt. Soweit sich die Beurteilung der
vorliegenden Angelegenheit auch auf Akten jenes Verfahrens, insbesondere auf die
Akten der Untersuchung der Abteilung Strafsachen und Untersuchungen stützen,
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können sie als dem Gericht, welches die vorliegenden Beschwerdesachen in der
gleichen Besetzung behandelt, bekannt vorausgesetzt werden. Der Beizug erübrigt
sich dementsprechend. Im Übrigen ist darauf hinzuweisen, dass die
Beschwerdeführerin genauso wie alle Verfahrensbeteiligten über den USB-Stick
verfügt. Somit haben alle Verfahrensbeteiligten den gleichen Informationsstand. Die
Beschwerdeführerin legt nicht weiter dar, weshalb die Vereinigung der Akten
notwendig ist und es ist auch kein Grund ersichtlich, da, wie oben erwähnt, allen
Verfahrensbeteiligten (auch ohne Vereinigung der Akten) die gleichen Unterlagen zur
Verfügung stehen. Betreffend Beizug der Akten sämtlicher Beteiligter als Ganzes sowie
Verweis auf B 2017/222 f., wo Akteure auftreten, die nicht bekannt seien, bleibt die
Beschwerdeführerin sehr vage und führt nicht konkret aus, inwiefern für das
vorliegende Verfahren die Akten sämtlicher Beteiligten relevant sein sollten. Es ist nicht
am Verwaltungsgericht, herauszufinden, welche Akten und Akteure die
Beschwerdeführerin genau meint und aus welchem Grund diese Akten beizuziehen
sind. Auf diese Rüge ist daher nicht einzutreten. Demnach sind die Anträge auf
Verfahrensvereinigung und entsprechenden Aktenbeizug, soweit sie ausreichend
begründet sind, abzuweisen.
3.3. Die Beschwerdeführerin rügt die Verletzung von Verfahrensrechten durch die
Vorinstanz. Weil die prozessualen Anträge nicht im allein in Rechtskraft erwachsenden
Dispositiv, sondern nur in den Erwägungen des angefochtenen Entscheides
abgewiesen worden seien, sei der Aktenbeizug vorzunehmen und vor Vorinstanz neu
zu verhandeln.
Soweit die Beschwerde nicht gutgeheissen und das Rechtsverhältnis neu geregelt
wird, gilt diese als abgewiesen. Dies trifft insbesondere auch auf die prozessualen
Anträge zu, soweit ihnen im Verfahren nicht Rechnung getragen wurde. Im Übrigen
macht die Beschwerdeführerin nicht geltend, die Vorinstanz hätte den
verfahrensrechtlichen Anträgen zu Unrecht nicht entsprochen. Insoweit erweist sich die
Beschwerde als unbegründet.
3.4. Die Beschwerdeführerin stellt fest, der vom Beschwerdegegner zugestellte USB-
Stick enthalte offensichtlich nicht sämtliche Unterlagen. So fehle die Pag.Nr. 110
vollumfänglich. Es sei nicht davon auszugehen, dass alle Verfahrensparteien über den
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gleichen Aktenstand verfügen würden resp. es werde vermutet, dass der
Beschwerdeführerin nur selektiv Akteneinsicht gewährt worden sei. Das sei nicht zu
tolerieren.
Gemäss Art. 165 Abs. 1 StG und Art. 114 Abs. 1 DBG kann der Steuerpflichtige
Einsicht in die Akten nehmen. Die Wahrnehmung des Akteneinsichts- und
Beweisführungsrechts durch den von einer Verfügung Betroffenen setzt eine
Aktenführungspflicht der Verwaltung voraus. Die Behörden haben alles in den Akten
festzuhalten, was zur Sache gehört und entscheidwesentlich sein kann (BGE 130 II 473
E. 4.1). Dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin wurde am 21. April 2015 ein
USB-Stick mit sämtlichen Verfahrensakten durch den Beschwerdegegner zugestellt
(act. 123/101.233). Die Beschwerdeführerin macht nicht geltend, die umstrittenen
Veranlagungsverfügungen und Rechtsmittelentscheide stützten sich auf einen
Sachverhalt, der auf ihr nicht bekannten Akten beruht. Sie stützt ihre von derjenigen
der Steuerbehörde abweichende Auffassung auch nicht auf Tatsachen, die sie nicht
belegen kann, weil sie über die entsprechenden Beweismittel selbst nicht verfügt und
sie in den – angeblich – fehlenden Aktenstücken vermutet. Soweit der Inhalt des USB-
Stick unvollständig sein sollte, ist deshalb nicht davon auszugehen, dass es sich bei
allfälligen Lücken um für den Entscheid wesentliche Inhalte handelt. Dass die weiteren
aufgrund derselben Akten ins Recht gefassten Steuerpflichtigen bis anhin keine
Unvollständigkeit des USB-Stick gerügt haben, deutet im Übrigen ebenfalls auf dessen
Vollständigkeit hin. Im Weiteren erstaunt, dass die Beschwerdeführerin nicht schon des
Einspracheverfahren und insbesondere aber im anschliessenden Rekurs- und
Beschwerdeverfahren vor Vorinstanz diese Rüge vorgetragen hat; zumal doch davon
ausgegangen werden darf, dass sie sich schon in diesen Verfahren mit den Akten
auseinandergesetzt hat. Die Rüge der Verletzung des Akteneinsichtsrechts erweist sich
deshalb als unbegründet.
3.5. Weiter macht die Beschwerdeführerin geltend, die Beschwerdeführerin (richtig:
Vorinstanz) habe stereotyp aus den Berichten der ASU abgeschrieben, es seien keine
eigenen Erkenntnisse daraus ersichtlich. Die Untersuchungsergebnisse seien aber im
Einzelnen kritisch zu prüfen und abzuwägen, ob sich diese so verwirklicht haben, wie
dies die (parteiische) ASU anführe. Innert 5,5 Monaten sei es schlicht unmöglich,
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22'000 Seiten zu sichten, zu bewerten und zu diskutieren. Die Untersuchung der ASU
habe mehrere Jahre gedauert. Es liege somit eine Gehörsverletzung vor.
Abgesehen davon, dass eine Rechtsmittelinstanz in ihrer Begründung nicht auf
sämtliche Vorbringen der Rekurrentin und Beschwerdeführerin eingehen muss, legt die
mitwirkungspflichtige Beschwerdeführerin nicht dar, aus welchen – ihr als
Steuerpflichtige selbst am besten bekannten – Akten sich ergibt, dass die Vorinstanz
den massgebenden Sachverhalt falsch oder unvollständig festgestellt hätte. Insoweit
erweist sich die pauschale Begründung der Beschwerdeführerin, die Vorinstanz habe
sich nicht ausreichend mit den 22'000 Seiten Vorakten befasst, als unzureichend. Der
Vorwurf der Verletzung des rechtlichen Gehörs mangels ausreichender Begründung
erweist sich deshalb als unbegründet.
3.6. Weiter moniert die Beschwerdeführerin, dass die Grundsätze der
Strafprozessordnung einzuhalten seien. Was die Beschwerdeführerin aus der
Anwendung strafrechtlicher Grundsätze im ordentlichen Veranlagungsverfahren zu
ihren Gunsten ableiten will, erscheint unklar.
Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin muss sie sich im vorliegenden
Verfahren nicht im Anschluss an ein Strafverfahren exkulpieren. Insbesondere ist nicht
nachvollziehbar – und die Beschwerdeführerin begründet es auch nicht – weshalb ihre
Mitwirkungspflicht im ordentlichen Veranlagungsverfahren eingeschränkt sein und die
Geltendmachung der "geschäftsmässigen Begründetheit" die Umkehr der Beweislast
nach sich ziehen sollte. Die Beschwerdeführerin hat – auch im ordentlichen
Veranlagungsverfahren – geltend gemachte Aufwendungen angesichts ihrer
steuermindernden Wirkung nachzuweisen. Umso mehr als handelsrechtswidrige
Verbuchungen bereits aufgrund der einschlägigen Rechnungslegungsvorschriften zu
korrigieren sind (vgl. Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N 75 zu Art. 58 DBG),
müssen Verbuchungen fiktiver Zahlungen und Belege steuerrechtlich als
geschäftsmässig nicht begründeter Aufwand entsprechend Art. 82 Abs. 1 Ingress und
lit. b Ingress StG und Art. 58 Abs. 1 DBG aufgerechnet werden. Die
Beschwerdeführerin hatte denn auch im vorliegenden ordentlichen
Steuerveranlagungsverfahren mehrmals die Gelegenheit, sich namentlich zu Boutique
S._, Abschreibungen, Aufrechnung Fahrzeug sowie WIR-Verlusten zu äussern. Das
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hat sie weder im Einspracheverfahren und im vorinstanzlichen Rechtsmittelverfahren
noch in der Beschwerde vom 5. März 2018 getan. Auch diese Rüge erweist sich als
unbegründet.
4. Die Beschwerdeführerin moniert, dass die Vorinstanz (bezogen auf die Boutique S._
GmbH, mit Sitz in Deutschland) ihren Entscheid mit Ausführungen des nicht im
Verfahren stehenden Geschäftsjahrs 2007 begründe; es liege eine Verletzung des
rechtlichen Gehörs vor, da dieses Geschäftsjahr nicht Gegenstand der vorliegenden
gerichtlichen Beurteilung sei. Im Weiteren sei falsch, wenn behauptet werde, dass
diese Boutique von einer Freundin von A._ geführt werde. Aus der persönlichen Nähe
von A._ ein steuerliches Fehlverhalten zu konstruieren, sei unbehelflich. Immerhin
seien Darlehenszinsen vereinbart worden und es liege ein gewöhnliches verlustiges
Rechtsgeschäft vor. Die Steuerpflichtigen hätten sich unter grossem Druck der ASU
befunden (140.130.028) und es sei ihnen der Verzicht auf einen Anwalt aufoktroyiert
worden mit der Zusicherung der ASU, dass es eine einvernehmliche Lösung geben
werde. Es hätten bereits im Untersuchungsverfahren "Absprachen" mit dem Steueramt
St. Gallen stattgefunden, was absolut unzulässig sei (140.130.023). Es sei nicht
nachvollziehbar, was geschäftsmässig nicht begründet sei. Es würden Verträge und
Quittungen zu Grunde liegen. Bestehende Zweifel hätte nicht die Steuerpflichtige
auszuräumen. Ebenso wenig sei nachvollziehbar, weshalb die Fahrzeuge nicht hätten
aktiviert werden dürfen. Auch wenn gegen WIR-Bestimmungen verstossen worden sei,
sei dies steuerlich unerheblich. Es habe nur ein Aktivtausch stattgefunden und die WIR-
Abschreibungen seien ausgewiesen.
Der Beschwerdegegner nahm gestützt auf den Untersuchungsbericht und den
Teilbericht Layoutkosten folgende Aufrechnungen und Abzüge vor (act. 6-II / 04 und
05):
Jahresabschluss per 31.12.2005 31.12.2009
Gewinn Steuererkl. 2'056 34'932
Boutique S._ 0 218'299
Abschreib. 4720 23'671 3'068
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Fahrzeug privat genutzt 35'000 0
WIR-Verluste 357'080 353'833
Akzept. WIR-Verluste -308'700 -302'700
Layoutkosten akzept. -30'000 -30'000
Vorjahresverluste 0 -68'306
Erhöhung Steuerrückst. -15'399 -35'303
Steuerbarer Gewinn 63'700 173'800
Es stellt sich somit die Frage der Höhe der steuerlichen Aufrechnung der
erfolgswirksam verbuchten WIR-Verluste sowie der Abschreibungen auf dem
Anlagevermögen, der Aufrechnung des privat genutzten Fahrzeuges sowie der
Aufrechnung der Abschreibung des Darlehens an die Boutique S._.
Nach Art. 84 Abs. 1 StG und Art. 58 Abs. 1 lit. b DBG werden Aufwendungen bei der
Berechnung des Reingewinns berücksichtigt, sofern sie geschäftsmässig begründet
sind. Beweisbelastet für die steuermindernden Tatsachen ist gemäss der allgemeinen
Beweislastregel die steuerpflichtige Person (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N
77 zu Art. 123 DBG). Bei einem buchführenden Steuerpflichtigen gilt das
Massgeblichkeitsprinzip. Der Steuerpflichtige erbringt den Beweis für grundsätzlich
steuermindernde Aufwendungen (geschäftsmässige Begründetheit von Ausgaben
usw.) durch die Vorlage einer Erfolgsrechnung, die auf einer ordnungsgemässen
Buchhaltung beruht (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N 85 zu Art. 123 DBG).
Nach dem Belegsprinzip müssen unter anderem nachprüfbare Belegnachweise für die
einzelnen Buchungsvorgänge vorhanden sein (vgl. Art. 957a Abs. 2 Ziff. 2 und 5 des
Schweizerischen Obligationenrechts; SR 220, OR). Als Buchungsbelege gelten
schriftliche Aufzeichnungen auf Papier oder in elektronischer Form, die notwendig sind,
um den einer Buchung zugrundeliegenden Geschäftsvorfall oder Sachverhalt
nachvollziehen zu können (Abs. 3). Kann die Steuerbehörde den Hauptbeweis der
buchführenden steuerpflichtigen Person erschüttern (indem sie z.B. Umstände
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darzutun vermag, die Zweifel an der geschäftsmässigen Begründetheit von gewissen
Aufwendungen aufkommen lassen), ist es wiederum an der steuerpflichtigen Person,
diese Zweifel auszuräumen (vgl. Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N 85 zu
Art. 123 DBG).
Im Teilbericht Layoutkosten (Seite 13 f.) stellte die ASU den Sachverhalt
zusammengefasst wie folgt dar: Die Kunden der beteiligten Gesellschaften hätten ihre
Rechnungen teilweise mit WIR-Geld bezahlt. Die Gesellschaften seien daher vor dem
Problem gestanden, ihre WIR-Guthaben aus Liquiditätsgründen in Bargeld
umzuwandeln. Nach den Statuten der WIR-Bank sei aber ein WIR-Verkauf gegen
Bargeld verboten. Die Gesellschaften hätten deshalb jedem WIR-Verkauf ein
Grundgeschäft nachzuweisen. Ein solcher WIR-Verkauf sei in der Buchhaltung jedoch
aufgrund der dazu erstellten Belege wie Rechnungen, Quittungen etc. nicht als solcher
ersichtlich, sondern werde als Anschaffung oder Aufwand ausgewiesen.
5. Im Jahr 2005 verbuchte die Beschwerdeführerin (act. 181.250.001 ff.) ihre Verkäufe,
vor allem an Garagen, als WIR-Tausch und zwar zu 60 % als Bareinlage und zu 40 %
als WIR-Verlust. Ab und zu verbuchte sie die Verkäufe auf ein Durchlaufskonto, von
dem Ende des Jahres 40 % als WIR-Verlust abgeschrieben und 60 % dem Darlehen
von A._ gutgeschrieben, oder, noch seltener, zu 100 % als Lohnbezug A._ gebucht
(und auch versteuert) wurden. Im Jahr 2009 verbuchte die Beschwerdeführerin (act.
181.290.001 ff.) praktisch ausschliesslich die WIR-Verkäufe via Verrechnungskonto und
zwar zu 60 % als Bareinlage und zu 40 % als WIR-Verlust.
Die Beschwerdeführerin vertritt die Meinung, dass die WIR-Verluste ausgewiesen
seien. Der Beschwerdegegner betrachtet demgegenüber eine generelle WIR-
Berichtigung von 40 % als zu hoch. Er stützt sich dabei auf den Teilbericht
Layoutkosten (S. 51 f.). Soweit eruierbar, wurde in den entsprechenden Excel-Tabellen
in der Spalte "Bemerkungen" festgehalten, wie hoch der WIR-Einschlag beim
entsprechenden Grundgeschäft war. So gibt es WIR-Einschläge zwischen 10 % (act.
181.290.001-003) bis 40 %. Das im ASU-Bericht (Teilbericht Layoutkosten,
Untersuchungsbericht Y._ AG S. 52 f. sowie auch die aufgeführten Fälle der hier zu
behandelnden Jahre 2005 und 2009 in act. 181.250.001 ff. und 181.290.001 ff.)
dokumentierte Beweisverfahren ergibt genügend Anhaltspunkte für steuerbegründende
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resp. steuererhöhende Sachverhalte. Die Beschwerdeführerin äussert sich dazu nicht
substantiiert, sondern bestreitet die Aufrechnungen lediglich pauschal. Da es sich aber
bei den verbuchten WIR-Verlusten um steuermindernde Tatsachen handelt, wäre es an
der Beschwerdeführerin gewesen, die geschäftsmässige Begründetheit der generellen
40-prozentigen Wertberichtigung WIR nachvollziehbar darzulegen. Das hat sie jedoch
nicht getan, weshalb sie die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen hat (Zigerlig/Oertli/
Hofmann, a.a.O., Rz. VII/23). Zusammenfassend legt die ASU überzeugend dar, dass
ein Einschlag von 35 % über die gesamte Untersuchungsperiode den tatsächlichen
Verhältnissen entspricht.
6. Der Beschwerdegegner rechnete Abschreibungen auf Fahrzeugen von
CHF 23'670.70 im Jahr 2005 und von CHF 3'067.70 im Jahr 2009 auf (act.
181.250.013-016; 181.290.024-027). Wie das Verwaltungsgericht in seinem inzwischen
rechtskräftigen Entscheid vom 23. Mai 2018 (B 2017/222 und 223 E. 7 S. 13) betreffend
die Geschäftsjahre 2003 und 2004 festgestellt hat, waren die damaligen
Abschreibungen nicht geschäftsmässig begründet und wurden entsprechend zu Recht
aufgerechnet. Die ASU führte eine eigene Abschreibungstabelle, und zwar ab Beginn
des entsprechenden Kontos bis zum Jahr 2009 (act. 181.250.014 f.; 181.290.025 f.). In
diesen Tabellen berechnet sie die jährlich steuerlich zulässigen Abschreibungen auf
den Fahrzeugen, rechnet diesen Betrag vom Endbestand ab und überträgt diesen
Endbestandbetrag auf den Anfangsbestand des neuen Jahres. Den abgeschriebenen
jährlichen Betrag rechnet sie zum Gewinn dazu, da das Konto Fahrzeuge (1120) aus
aktivierten WIR-Checks besteht, die geschäftlich nicht begründet sind (Teilbericht
Layoutkosten 3.4.2.2.2 S. 14; act. 181.250.013 und 181.290.024). Auf diese Weise ist
es der Beschwerdeführerin möglich, das (geschäftsmässig nicht anerkannte)
Anlagevermögen, in casu Fahrzeuge, kontinuierlich zu reduzieren. Die
Beschwerdeführerin äussert sich weder zu den Abschreibungen noch zur Reduktion
des Anlagevermögens durch den Beschwerdegegner.
Im Jahr 2005 verbuchte die Beschwerdeführerin CHF 35'000 unter dem Konto 4800,
Leasing-Gebühren, mit dem Text: 1. Leasingrate (act. 184.270.043). Es handelt sich
dabei um ein neues Leasing eines Porsche 911 Turbo Cabrio (act. 184.207.045).
Nachdem die ASU festgestellt hat (act. 130.100.052 f.), und dem widerspricht die
Beschwerdeführerin nicht, dass die Firma neben diesem Porsche noch über einen
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Ferrari, ein BMW Cabrio und einen Porsche 911 Carrera verfügt, ist es nachvollziehbar,
dass sowohl die ASU wie auch der Beschwerdegegner dieses vierte Luxusauto als
nicht geschäftsmässig begründet betrachtet. Die Beschwerdeführerin begründet nicht
ansatzweise und es ist auch nicht ersichtlich, weshalb dieses vierte Luxusfahrzeug für
das Geschäft notwendig ist. Dementsprechend hat der Beschwerdegegner die
CHF 35'000 zu Recht aufgerechnet.
7. Per 31. Oktober 2017 verbuchte die Beschwerdeführerin unter dem Konto 1170
(Anteile Boutique S._ GmbH, mit Sitz in Deutschland) CHF 25'000 (act. 184.210.003).
Mit gleichem Datum verbuchte die Beschwerdeführerin unter dem Konto 1083
(Darlehen Boutique S._ GmbH) CHF 20'000 und am 31. Dezember 2007 zusätzlich
CHF 67'898.60 (act. 184.210.004). Im Jahr 2008 erfolgten weitere Zahlungen/
Verbuchungen auf das Konto 1083, per 31. Dezember 2008 wies das Konto einen
Saldo von CHF 154'291.08 auf (act. 184.210.027). Im Jahr 2009 erfolgten weitere
Zahlungen/Verbuchungen auf dem Konto 1083, per 31. Dezember 2009 wies das
Konto einen Saldo von CHF 773'376.04 aus (act. 184.210.029). Per 31. Dezember 2009
wurde die Beteiligung Boutique S._ GmbH von CHF 25'000 um CHF 24'999 auf
CHF 1 abgeschrieben (act. 184.210.052). Ebenfalls per 31. Dezember 2009 wurde das
Darlehen Boutique S._ GmbH um CHF 193'300 zurückgestellt resp. erfolgswirksam
abgeschrieben (act. 184.210.054, 055). Total betrugen diese beiden Abschreibungen
CHF 218'299, die der Beschwerdegegner der Beschwerdeführerin infolge Fehlens einer
geschäftsmässigen Begründetheit aufgerechnet hat. Die Beschwerdeführerin bringt
vor, dass es sich um ein gewöhnliches Verlustgeschäft gehandelt habe, bei dem auch
Darlehenszinse vereinbart worden seien und es falsch sei, aus der persönlichen Nähe
von A._ zu T._ ein steuerliches Fehlverhalten zu konstruieren.
Unbestritten ist, dass zuerst beabsichtigt wurde, mit der Z._ GmbH Tischsets in
Deutschland zu verkaufen. Da dies nicht gut gelaufen sei, sei aus dieser Firma nach
wenigen Monaten die Boutique S._ GmbH geworden (act. 130.100.050). Gemäss
Aussage von A._ werde die Boutique von seiner Freundin, T._ und anderen
Mitarbeitern geführt. Auf die Feststellung der ASU, dass die Boutique nichts mit dem
Verlagswesen zu tun habe, meinte A._, dass es sich lediglich um Darlehenszahlungen
handle und der Treuhänder das so verbucht habe (act. 130.100.051). B._ sagte dazu,
dass es sich bei T._ um die Freundin von A._ handle und die Zahlungen eigentlich
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nicht im Interesse der Y._ AG gewesen seien, sondern nur im Interesse von A._ (act.
130.130.015). Zusammenfassend muss festgestellt werden, dass diese Beteiligung und
Darlehenszahlungen nichts mit den Geschäften der Y._ AG zu tun hatten, sondern
ausschliesslich im Interesse des Mehrheitsaktionärs der Y._ AG liegen. Die
Beschwerdeführerin bringt nichts vor, das nur annähernd auf eine geschäftsmässige
Begründetheit der Abschreibung von CHF 218'299 schliessen könnte. Wenn der
Hauptaktionär veranlasst, dass seine Firma, die Y._ AG, an eine andere Firma, die
einerseits mit dem Geschäft der Y._ AG rein gar nichts zu tun hat – und obendrein
diese andere Firma noch der Freundin des Hauptaktionärs gehört – Geld in
beachtlicher Höhe zu überweisen, liegen diese Transaktionen ausschliesslich in seinem
persönlichen Interesse. Die Aufrechnung der CHF 218'299 ist daher zu Recht erfolgt.
Inwiefern die Vorinstanz ihren Entscheid mit Ausführungen auf das Geschäftsjahr 2007
bezogen begründet, wie die Beschwerdeführerin behauptet, ist nicht ersichtlich, und
die Beschwerdeführerin legt ihre Behauptung auch nicht näher dar.
Die Beschwerdeführerin macht geltend, dass sie diverse Buchungen u.a. wie
Aktivierung der Fahrzeuge hätte vornehmen müssen und für die geschäftsmässige
Begründetheit Verträge und Quittungen vorliegen würden. Das wird von den
Verfahrensbeteiligten wie auch dem Verwaltungsgericht im Grundsatz gar nicht
bestritten. Allerdings reichen Verbuchungen, Verträge/Quittungen, ja sogar Bezahlung
nicht aus, um die geschäftsmässige Begründetheit nachzuweisen. Das bezieht sich
sowohl wie oben ausgeführt auf die Wertberichtigung der WIR und die Abschreibungen
wie aber auch auf das privat genutzte Auto resp. Darlehen an die Boutique S._ GmbH.
Die Folgen der ungenügenden Beweise resp. Beweislosigkeit hat die
Beschwerdeführerin zu tragen.
8. Die Beschwerdeführerin bringt vor, dass die ASU die Steuerpflichtigen stark unter
Druck gesetzt habe und verweist auf act. 130.000.049 und 184.210.029. Dabei handelt
es sich um gesperrte Konti, die die zuständige Behörde so schnell wie möglich der
Beschwerdeführerin freigeben sollte. Es mag unangenehm sein, nicht über alle
Zahlungskonten verfügen zu können. Immerhin hätten aber die Aktionäre für diese Zeit
der Firma Darlehen zur Verfügung stellen können, damit diese ihrer Zahlungspflicht
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nachkommen konnte. Dass aber die ASU die Beschwerdeführerin unter massiven
Druck gesetzt hat, geht aus diesen Akten keineswegs hervor.
9. Zusammenfassend ergibt sich, dass die im Jahre 2005 und 2009 aufgerechneten
WIR-Verluste sowie aufgerechneten Abschreibungen auf dem Anlagevermögen, die im
Jahr 2005 erfolgte Aufrechnung des privat genutzten Geschäftsfahrzeuges sowie die
im Jahr 2009 erfolgte Aufrechnung der Abschreibung/Wertberichtigung auf dem
Darlehen/Beteiligung betreffend Boutique S._ GmbH zu Recht erfolgt sind. Die
Beschwerden sind daher unbegründet und abzuweisen.
10. Bei diesem Verfahrensausgang sind die amtlichen Kosten der
Beschwerdeverfahren von der Beschwerdeführerin zu tragen (Art. 95 Abs. 1 VRP;
Art. 144 Abs. 1 und Art. 145 Abs. 2 DBG). Entscheidgebühren für die
Beschwerdeverfahren von CHF 3'000 für die Kantonssteuern und von CHF 2'000 für
die direkten Bundessteuern erscheinen angemessen (Art. 7 Ziff. 222 der
Gerichtskostenverordnung; sGS 941.12). Sie sind mit den von der Beschwerdeführerin
in den Beschwerdeverfahren geleisteten Kostenvorschüssen von CHF 3'000 und
CHF 2'000 zu verrechnen.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind mangels Anspruchs des Beschwerdegegners
–er hat denn auch keinen solchen Antrag gestellt– für die Beschwerdeverfahren keine
ausseramtlichen Kosten zu entschädigen (Art. 98 Abs. 1 und Art. 98 VRP; Art. 145
Abs. 2 und Art. 144 Abs. 4 DBG sowie Art. 64 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das
Verwaltungsverfahren, SR 172.021, VwVG; Cavelti/ Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit
im Kanton St. Gallen, 2. Aufl. 2003, Rz. 829; Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N
44 zu Art. 144 DBG).