Decision ID: 78bff4ad-b9ef-5d74-a276-2f29b4f14da8
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1953 in
Y._
geborene
X._
war i
n der Schweiz seit
1971 mit Unterbrüchen als Hilfs
arbeiter bei verschiedenen Arbeitgebern tätig
, unter anderem im Mechanik- und Lagerbereich (vergleiche zum Sachverhalt im
Fol
genden: Urteil des Sozialversicherungsgerichts IV.2005.00317 vom 21. Juni 2005
,
Urk.
9/30;
Urk.
9/84
)
.
Am 30. Juli 2004 meldete sich
X._ bei der Invalidenversiche
rung zum Rentenbezu
g an. Die Sozial
versicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinischen Verhältnisse
sowie
die beruflichen
Einglie
derungsmöglichkeiten
ab und wies das Leistungsbegehren des Versicherten mit
Verfügung vom 27. Dezember 2004 und diese bestätigendem
Einsprachee
nt
scheid
vom 21. Februar 2005
ab
.
Die dagegen erhobene Beschwerde des Versi
cherten wies das Sozialversicherungsgericht mit in Rechtskraft erwachsenem Urteil IV.2005.00317 vom 21. Juni 2005
ebenfalls
ab (
Urk.
9/30).
Auf eine Neuanmeldung zum Rentenbezug
vom 10. April 2007 (
Urk.
9/38)
trat die IV-Stelle mit in Rechtskraft erwachsener Verfügung vom 20. August 2007 nicht ein (
Urk.
9/47).
Am 23. Februar 2010 meldete sich der Versicherte erneut zum Leistungsbezug an (
Urk.
9/48). In der Folge holte die IV-Stelle unter anderem vom
Z._
,
A._
,
ein polydisziplinäres Gutachten
vom 17. Januar 2011
ein (
Urk.
9/70). Ge
stützt darauf verneinte sie mit
Verfügung vom 15. Juni 2011 bei einem Invaliditätsgrad von 21
%
einen Anspruch auf eine Invalidenrente (
Urk.
9/81).
Diese Verfügung blieb unangefochten.
1.2
Am 9. September 2013 meldete sich der Versicherte erneut zum Bezug einer Invalidenrente an (
Urk.
9/93). Darauf trat die IV-Stelle nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
9/94,
Urk.
9/100) mit Verfügung vom 9. Dezember 2013
nicht ein (
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob der Versicherte am 16. Januar 2014 Beschwer
de mit dem Antrag, in Aufhebung
der Verfügung sei die IV-Stelle zu verpflichten, auf sein Leistungsbegehren einzutreten und die erforderlichen Abklärungen durchzu
führen. In formeller Hinsicht
beantragte er die
Gewährung der
unentgeltlichen Prozessführ
ung. Der Beschwerde legte er Berichte von
Dr.
med.
B._
,
C._
, vom 2
2.
Oktober 2013 (
Urk.
3/4) und von
Dr.
med.
D._
,
E._
, vom 17. Juli 2013 bei (
Urk.
3/6).
Mit Eingabe vom 23. Januar 2014 substantiierte
er
sein Gesuch u
m
un
entgeltliche Prozessführung
(
Urk.
6).
In der Vernehmlassung vom 18. Februar 2014
schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
8).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Wurde eine Rente
wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades
verweigert, so wird nach
Art.
87 Abs. 3
der
Verordnung über die Invalidenversicherung
(IVV) eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss Abs. 2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat.
Ergibt die Prüfung durch die Verwaltung, dass die Vorbringen der versicherten Person nicht glaubhaft sind, so erledigt sie das Gesuch ohne weitere Abklärungen durch Nichteintreten. Tritt sie jedoch auf die
Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft ge
machte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach
Art.
17 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (
ATSG
)
vorzugehen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidität zu bejahen, und her
nach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b).
1.2
Mit
Art.
87 Abs. 3
i.V.m
. Abs. 2 IVV soll verhindert werden, dass sich die Verwal
tung nach vorangegangener rechtskräftiger Leistungsverweigerung immer wieder mit gleich lautenden und nicht näher begründeten, d. h. keine Veränderung des Sachverhalts darlegenden
Gesuchen befassen muss (BGE 109
V 108 E. 2a, 264 E. 3). Hingegen kann diese
Eintretensvorschrift
nicht dahinge
hend ausgelegt werden, dass die glaubhaft zu machende Änderung gerade jenes Anspruchselement betreffen muss, welches die Verwaltung der früheren rechts
kräftigen Leistungsabweisung zugrunde legte. Vielmehr muss es genügen, wenn die versicherte Person zumindest die Änderung eines Sach
verhalts aus dem gesamten für die Rentenberechtigung erheblichen
Tatsachen
spektrum
glaub
würdig dartut. Trifft dies zu, ist die Verwaltung verpflichtet, auf das neue
Leis
tungsbegehren
einzutreten und es in tatsächlicher (wie selbst
verständlich auch in rechtlicher) Hinsicht allseitig zu prüfen (B
GE 117 V 198 E.
3a und E. 4b; vgl. auch BGE 130 V 64 E. 5.2, 72 E. 2.2 mit Hinweisen).
Mit dem
Beweismass
des Glaubhaftmachens
im Sinne des
Art.
87
Abs.
2 und 3 IVV
sind herabgesetzte Anforderungen an den Beweis verbunden: Die
Tatsachen
änderung
muss nicht nach dem im Sozialversicherungsrecht sonst üblichen Beweisgrad der überwie
genden Wahrs
cheinlichkeit (BGE 126 V 353 E.
5b) erstellt sein. Es genügt, dass für das Vorhandensein des geltend gemachten rechtserheblichen Sachumstandes wenigstens gewisse Anhaltspunkte bestehen, auch wenn durchaus noch mit der Möglichkeit zu rechnen ist, bei eingehender Abklärung werde sich die behaup
tete Änderung nicht erstellen lassen (BGE 130 V 64 E. 5.2, 130 V 71 E. 2.2 mit Hinweisen). Erheblich ist eine
Sachverhalts
änderung
, wenn angenommen wer
den kann, der Anspruch auf eine (höhere) Invalidenrente sei begründet, falls sich die geltend gemachten Umstände als richtig erweisen sollten (Urteil des Bundesgerichts 8C_844/2012 vom 5. Juni 2013 E. 2.3 mit Hinweisen auf 8C_1009/2010 vom 7. April 2011 E.
2.2 und 9C_838/2011 vom 28. Februar 2012 E.
3.3.2).
1.3
Die genannte Bestimmung - wonach die versicherte Person mit dem Revisions-gesuch oder der Neuanmeldung die massgebliche Tatsachenänderung glaubhaft machen muss - hat zur Folge, dass der versicherten Person ausnahmsweise eine Beweisführungslast zukommt.
Wird
im Revisionsgesuch oder
in der Neuanmel
dung kein
Eintretenstatbestand
glaubhaft gemacht, sondern bloss auf ergän
zende Beweismittel, insbesondere Arztberichte, hingewiesen, die noch beige
bracht würden oder von der Verwaltung beizuziehen seien, ist der versicherten Person eine angemessene Frist zur Einreichung der Beweismittel anzusetzen. Diese Massnahme setzt voraus, dass die ergänzenden Beweisvorkehren geeignet sind, den entsprechenden Beweis zu erbringen. Sie ist mit der Androhung zu verbinden, dass ansonsten gegebenenfalls auf Nichteintreten zu erkennen sei. Ergeht eine
Nichteintretensverfügung
im Rahmen eines Verwaltungsverfahrens, das den eben umschriebenen Erfordernissen betreffend Fristansetzung und Androhung der Säumnisfolgen genügt, legen die Gerichte ihrer
beschwerde
weisen
Überprüfung den Sachverhalt zu Grunde,
wie er sich der Verwaltung bot
(BGE 130 V 64
E. 5.2.5).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin
führt
in der angefochtenen Verfügung vom
9. Dezember 2013
(Urk. 2) aus, der (vom Versicherten vorgelegte) Bericht von
Dr.
B._
,
C._
,
vom 2
2.
Oktober 2013 enthalte weder
eine ICD-10-
codierte
Diagnose noch einen Psychostatus, weshalb auf diesen Bericht nicht abgestellt werden könne. Der Beschwerdeführer habe daher mit dem neuen Gesuch nicht glaubhaft dargelegt, dass sich die tatsächlichen Verhältnisse seit der letzten Verfügung
wesentlich verändert hätten.
Daher könne auf das
Leis
tungsbegehren
nicht eingetreten werden
.
2.2
Demgegenüber
macht
der
Beschwerdeführer
geltend,
entgegen
seinem Antrag in der
Einsprache habe die Beschwerdegegnerin es unterlassen, we
itere ärztliche Berichte sowie von
Dr.
B._
die erforderliche Ergänzung zu
dessen
Bericht anzufordern. Aus
dem
Bericht von
Dr.
D._
vom 17. Juli 2013 ergebe sich zudem, dass er immer wieder
an starken Hautausschlägen an den
Händen leide, die im akuten Schub eine normale Arbeit mit den Händen nicht mehr zulassen würde
n
. Aufgrund dieser Berichte ergebe sich eine klare Verschlechterung seines Gesundheitszustandes seit der letzten Verfügung
(
Urk.
1).
2.3
Strittig und zu prüfen ist somit, ob die Beschwerdegegnerin
zu Recht
mangels einer glaubhaft gemachten Verschlechterung des Gesundheitszustandes seit der
letzten
Verfügung vom
15. Juni 2011 (
Urk.
9/81)
auf das
erneute
Leistungsbe
gehren
nicht
eingetreten ist.
3.
3.1
Die Verfügung vom 15. Juni 2011 basiert
e
im Wesentlichen auf dem
Z._
Gut
ac
h
ten vom 17. Januar 2011 (
Urk.
9
/70).
Dieses beruhte auf einer internistischen
/allgemeinmedizinischen
, orthopädi
schen und psychiatrischen Untersuchung vom
30. November 2010
. Dabei
diag
nostizierten die Gutachter
eine l
eichte depressive Episode (ICD-10 F33.0)
, ein
c
hronisches
lumbogluteales
Schmerzsyndrom ohne
radikuläre
Symptomatik
bei einem
radiologisch unauffälligen
Befund der
Lendenwirbel
s
äule
(Röntgen 18.
Dezember
2001)
und einer
freie
n
Beweglichkeit sämtlicher
Wirbelsäulenab
schnitte
, c
hronische Beschwerden im Bereich des
adominanten
linken Daumens
bei einem anamnestischen Status nach
einer konservativ behandelten
Distorsi
onsverl
etzung
vor über 15 Jahren
, einem Status nach einem Disto
rsionstrauma am 23. Oktober
2008 im Rahmen eines Skisturzes,
und einem Status nach einer sekundären
Rei
nsertion
des
ulnaren
Seitenbandes am MP
-
Gel
enk am 17.
Dezember
2008
und bei einer
im Seitenvergleich etwas vermehrte
n
ulnare
n
Aufklappbarkeit
, c
hroni
sche Kniebeschwerden beidseits bei einem
anamnesti
sch
en Status nach einer
arthroskopischen
Meniskusoperation
links vor über zehn
Jahren, einem Status nach einer
arthroskopischen
medialen
Teilmenis
kektomie
sowie Trimmen des Aussenmeniskus
am 14. April
2009 rechts
und bei
reizlose
n
, symmetrisch frei bewegliche
n
Kniegelenke
n
ohne Hinweis für
Menis
kusläsion
oder Instabilität
, c
hronische Beschwerden im Bereich der
adominan
ten
linken Schulter
bei
radiol
ogisch und
sonographisch
altersentsprechend unauf
fällige
n
Verhältnisse
n
, bei
weder klinisch
noch elektromyographisch pathol
ogische
n
Befunde
n
in der vom
Nervus
suprascapularis
versorgten Mus
kulatur
und bei
symmetrisch frei bewegliche
n
Schul
tergelenke
n
ohne Hinweis
für Instabilität,
Impingement
oder Läsion von
Akromioklavikulargelenk
, Lab
rum, langer
Bizepssehne
oder
Rotatorenmanschette
sowie – ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit –
eine Störung durch multiplen Substanzgebrauch, gegen
wärtig Alkohol, anamnestisch Cannabis, Heroin und Kokain (ICD-10: F19.1) und pathologische
s
Glückspiel (ICD-10: F63.0).
Die Gesamtbeurteilung der Arbeitsf
ähigkeit erfolgte im Rahmen einer interdisziplinären
Schlussbeur
teilung
. Dabei kamen die Ärzte zu folge
ndem
Schluss (
Urk.
9
/70/28 ff.)
:
S
eit mindestens
der aktu
ellen Untersuchung best
ehe
aus polydisziplinärer Sicht eine volle Arbeits
unfähigkeit für schwere, belastende Tätigkeiten. Für
körperlich leichte bis mittel
schwere adaptierte Tä
tigkeiten bestehe hingegen eine
Arbeits- und Leistungs
fähigkeit von 80
%
, vollschichtig realisierbar.
3.2
Die angefochtene Verfügung vom 9. Dezember 2013 basiert auf dem Bericht von
Dr.
B._
,
C._
, vom 2
2.
Oktober 2013
(
Urk.
3/4).
Darin führte der Arzt unter anderem aus,
er
kenne
den Versicherten
seit Mai 2013
. Er
leide
haupts
ä
chlich
an einem chronisch depressiven Syndrom im Rah
men einer rezidivierenden depressiv
en
Störung.
Mit Frau
F._
(
JobCoach
), die den Patienten
in den letzten Jahren begleitet h
abe, habe er verschiedene Gespr
äche geführt.
Sie
habe
den Patienten auch im Rahmen verschiedener Arbeitsversuche erlebt
und beschrieben, dass es in den letzten
zwei bis drei
Jahren aus ihrer Sicht eine deutliche Verschlechterung
gegeben habe, und Arbeitsversuche, auch in
reduziertem Pensum,
bezie
h
ungsweise in
angepasster Tätigkeit, nach kurzer Zeit
abgebrochen
worden seien
, meist
aufgrund der man
gelnden Stabilität, Durchhalte- oder Kritikfähigkeit des Versicherten oder wegen ps
ychosomatischer, stressbedingter
Beschwerden (
Schüben
eines
atopischen
Ekzems
gemäss
Dr.
D._
,
G._
).
Inwieweit sich das Zustandsbild gegenüber vor drei bis vier Jahren verschlechtert habe, könne er auch nur ausgehend von solchen anamnestischen Angaben abschätzen. Jedoch zeige sich auch aktu
ell eine Fortsetzung der Abwärts
spirale.
Zudem erscheine
der Versicherte
aktuell den Anforderungen einer 80%igen
Tätigkeit aus seiner Sicht nicht gewachsen.
3.3
Nach Erlass der Verfügung vom 9. Dezember 2013 reichte der Versicherte einen Bericht von
Dr.
D._
,
E._
, vom 17. Juli 2013 (
Urk.
3/6) sowie ein E-Mail von
Dr.
B._
vom 19. Dezember 2013 ein (
Urk.
3/5).
Im Bericht vom 17. Juli 2013 diagnostizierte
Dr.
D._
ein
atopisches
Ekzem mit einer psychosomatischen
Triggerung
.
Weiter gab der Arzt an
, der Versicherte werde aus dermatologischer Sicht
stadiengerecht
betreut. Er treffe die erforderli
chen Pflegema
ssnahmen zuverlässig und behandle
auch entsprechend bei neuen Schüben der Hauterkrankung mit
topischen
Kortikosteroiden
. Im akuten Schub könne er die Hände zu normalen Arbeiten
nicht einsetzen. Allerdings sei es weiterhin so, dass eine sehr starke psychosomatische Mitbeteiligung bestehe.
Im E-Mail vom 19. Dezember 2013 gab
Dr.
B._
an, der Beschwerdeführer leide aus psychiatrischer Sicht an einer anhaltenden depressiven Episode mitt
leren Grades bei einer rezidivierenden depressiven Störung (ICD-10: F33.1). Zusätzlich leide er gemäss
Dr.
D._
an einem stressassoziierten
atopischen
Ekzem
.
4.
4.1
An sich spricht die Aktenlage für die Auf
f
assung der Beschwerdegegnerin, wo
nach
das
im Bericht von
Dr.
B._
vom 2
2.
Oktober 2013 erwähnte
chroni
sche depressive
Syndrom
bei
einer rezidivierenden depressiven Störung als im Rahmen der bisherigen Erkenntnisse liegend interpretiert werden kann. Dies gil
t selbst dann, wenn man auch die
nachträgliche Ergänzung im E-Mail von
Dr.
B._
vom 19. Dezemb
er 2013 berücksichtigen würde,
gemäss welchem es sich um eine anhaltende depressive Episode mittleren Grades
bei einer rezidi
vierenden depressiven Störung hand
elt
. Denn bereits
die
Z._
-Gutachter
gingen
in ihrem Gutachten
-
unter
Berücksichtigung
einer
im
C._
in den Jahren 2009 und 2010
diagnostizierte
n
mittelgradige
n
depressiven Epi
sode
– rückwirkend
von einer
gemittelten Arbeitsunfähigkeit des Versicherten von 20
%
seit Beginn
der
ambulanten psychiatrisch-psychotherapeutischen Be
handlung aus (
Urk.
9/70/30
Ziff.
6.3). Diese Frage kann jedoch letztlich offen bleiben. Denn der Beschwerdeführer hielt bereits in
s
einer Einsprache vom 2
8.
Oktober 2013 ausdrücklich fest, dass entsprechend den Ausführungen von
Dr.
B._
in dessen Bericht vom 2
2.
Oktober 2013 unter anderem von
Dr.
D._
ein entsprechender Bericht einzuholen sei (
Urk.
9/100).
Da dieser Bericht aufgrund der im Bericht von
Dr.
B._
erwähnten Umstände geeignet war, einen entsprechenden Beweis zu erbringen,
wäre die Beschwerdegegnerin gehalten gewesen, dem Versicherten unter Androhung der Säumnisfolgen zumin
dest eine angemessene Frist zur Beibringung dieses Berichts anzusetzen. Da dies unterblieb und dem Versicherten daraus kein Nachteil entstehen darf, ist der mit der Beschwerde
eingereichte
Bericht von
Dr.
D._
vom 1
7.
Juli 2013 bei der Beurteilung der
Eintretensfrage
mit zu berücksichtigen.
Gemäss diesem Bericht kann der Beschwerdeführer die Hände trotz einer entspre
chenden Behandlung im akuten Schub nicht zu normalen Arbeiten ein
setzen.
Es handelt sich dabei um einen neuen Befund,
welcher aufgrund der
Ausführungen von
Dr.
B._
in dessen Bericht vom 2
2.
Oktober 2013
den Abbruch
verschiedene
r
Arbeitsversuche
mitverursacht hat
te
.
Diese Umstände
sind durchaus
geeignet, die geltend gemachte
Verschlechterung des Gesund
heits
zustandes des
Versicherten glaubhaft zu machen. Dies gilt umso mehr, als
die letzte Beurteilung über zwei Jahre zurückliegt, weshalb an d
ie Glaubhaftma
ch
ung nicht allzu hohe Anforderungen gestellt werden dürfen.
4.2
Zusammenfassend ergibt sich daher, dass eine Verschlechteru
ng des Gesund
heitszustandes des Beschwerdeführers
jedenfalls im Sinne von Art. 87 Abs. 2 IVV glaubhaft gemacht ist. Die angefochtene Verfügung ist daher aufzuheben und die Sache
ist
an die IV-Stelle zurückzuweisen, damit diese
auf die Neuan
meldung des Beschwerdeführers
vom
9.
September
2013 eintrete und diese
materiell prüfe.
D
ie Beschwerde
ist daher
gutzuheissen.
5.
Ausgangsgemäss sind die Gerichtskosten
Art.
69
Abs.
1
bis
des Bundesgesetzes über die Inva
lidenversicherung (
IVG
)
der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen
und ermessens
weise auf Fr.
600
.-- anzusetzen.
Damit ist der Antrag des Beschwer
deführers auf die Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung gegenstands
los.