Decision ID: be9bbf06-e830-553f-ad23-a47dd0b855a2
Year: 2019
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A.
A. _ stellte am 19. Januar 2018 ein Auskunftsgesuch bezüglich ei-
ner allfälligen Ausschreibung im Schengener Informationssystem (SIS) so-
wie im nationalen Fahndungssystem (RIPOL, inkl. Interpol).
B.
Am 23. Januar 2018 teilte ihm das Bundesamt für Polizei (fedpol) mit, dass
er im SIS nicht verzeichnet sei. Das fedpol führte dazu aus, dass es zu rein
nationalen Fahndungssystemen anderer Staaten keinen Zugang habe und
darum diesbezüglich keine Auskunft erteilt werden könne. Es teilte ihm zu-
dem mit, dass das fedpol keine Kenntnis eines ihn betreffenden Interpol-
Haftbefehls habe. Da das fedpol keine umfassende Kenntnis der Datenbe-
stände von Interpol besitze, bestehe jedoch die Möglichkeit, ein entspre-
chendes Auskunftsgesuch direkt an Interpol zu richten. Hinsichtlich des
Fahndungssystems RIPOL müsse das fedpol die Auskunft nach Rückspra-
che mit den zuständigen Behörden gestützt auf Art. 9 Abs. 2 des Bundes-
gesetzes über den Datenschutz vom 19. Juni 1992 (DSG, SR 235.1) ver-
weigern. Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft.
C.
Mit Schreiben vom 17. April 2018 ersuchte A. _ zusätzlich um Aus-
kunft darüber, ob er in den Systemen IPAS, HOOGAN, JANUS und GEWA
verzeichnet sei.
D.
Das fedpol teilte ihm am 18. April 2018 mit, dass er im elektronischen
Hooliganismus-Informationssystem (HOOGAN) nicht verzeichnet sei. Im
informatisierten Personennachweis, Aktennachweis- und Verwaltungssys-
tem (IPAS) sei er zwei Mal verzeichnet: erstens betreffend illegalen Aufent-
halts im Jahr 1996 sowie zweitens wegen Beschäftigung eines kontroll-
pflichtigen Ausländers ohne Arbeitsgenehmigung im Jahr 2005. Die Aus-
kunft bezüglich des Systems Bundesdelikte (JANUS) und des Systems der
Meldestelle für Geldwäscherei (GEWA) werde gestützt auf Art. 8 des Bun-
desgesetzes über die polizeilichen Informationssysteme des Bundes vom
13. Juni 2008 (BPI, SR 361) aufgeschoben. Dies mit dem Hinweis, dass er
vom Eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten
(EDÖB) verlangen könne, die Rechtmässigkeit einer allfälligen Datenbear-
beitung sowie des Auskunftsaufschubs aufgrund überwiegender Geheim-
haltungsinteressen zu überprüfen.
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E.
Mit Schreiben vom 9. Mai 2018 verlangte A. _ vom EDÖB, dass
dieser die Rechtmässigkeit allfälliger Datenbearbeitungen und des Aus-
kunftsaufschubs aufgrund überwiegender Geheimhaltungsinteressen be-
treffend die Informationssysteme JANUS, GEWA und RIPOL überprüfe.
F.
Der EDÖB teilte A. _ in zwei einzelnen Schreiben je vom 26. Juli
2018 betreffend JANUS und GEWA mit, dass in Bezug auf ihn entweder
keine Daten unrechtmässig bearbeitet würden oder dass im Falle von Feh-
lern bei der Datenbearbeitung oder betreffend den Aufschub der Auskunft
eine Empfehlung zu deren Behebung an das fedpol ergangen sei.
G.
In der Folge stellte A. _ beim fedpol am 22. August 2018 nochmals
ein Auskunftsgesuch bezüglich einer allfälligen Ausschreibung im SIS oder
im RIPOL (inkl. Interpol).
H.
Am 28. August 2018 teilte ihm das fedpol mit, dass er im SIS nicht ver-
zeichnet sei. Bezüglich RIPOL verweigerte es die Auskunft nach Rückspra-
che mit den zuständigen Behörden gestützt auf Art. 9 Abs. 2 DSG.
I.
Gegen diese Verfügung erhebt A. _ (nachfolgend: Beschwerdefüh-
rer) mit Eingabe vom 28. September 2018 Beschwerde beim Bundesver-
waltungsgericht. Er beantragt unter Kosten- und Entschädigungsfolgen, es
sei Ziff. 1 der angefochtenen Verfügung vom 28. August 2018 aufzuheben
und das fedpol anzuweisen, ihm vollumfängliche Einsicht ins Fahndungs-
system RIPOL zu gewähren; eventualiter sei die Sache zur Begründung
der Auskunftsverweigerung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Er begrün-
det seine Beschwerde damit, dass er teilweise mit seiner Familie u.a. bei
Flugreisen vom Flughafen Zürich aus bei den Zollkontrollen bereits meh-
rere Male (ca. 10 Mal) ohne Grundangabe für die Dauer bis zu einer Stunde
angehalten worden sei. Dieser für ihn und seine Familie unhaltbare Zu-
stand dauere nun bereits beinahe ein Jahr an.
J.
Mit Vernehmlassung vom 18. Dezember 2018 beantragt das fedpol (nach-
folgend: Vorinstanz) die Abweisung der Beschwerde und in prozessualer
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Seite 4
Hinsicht die Verweigerung der Akteneinsicht durch den Beschwerdeführer
in den Amtsbericht vom 18. Dezember 2018.
K.
In seinen Schlussbemerkungen vom 21. Januar 2019 hält der Beschwer-
deführer an seinen eingangs gestellten Anträgen fest und verlangt zudem
Einsicht in den Amtsbericht zuhanden des Bundesverwaltungsgerichts
vom 18. Dezember 2018.
L.
Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die sich bei den Akten be-
findlichen Dokumente wird – soweit entscheidrelevant – in den nachfolgen-
den Erwägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
Nach Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 VGG,
SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen
Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsver-
fahren vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021).
1.1 Da keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt, mit dem fedpol eine
Vorinstanz im Sinne von Art. 33 Bst. d VGG verfügt hat und die erlassene
Verfügung ein zulässiges Anfechtungsobjekt darstellt, ist das Bundesver-
waltungsgericht zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig.
1.2 Gemäss Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bundesver-
waltungsgericht nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes be-
stimmt. Zur Beschwerde ist nach Art. 48 Abs. 1 VwVG berechtigt, wer vor
der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen oder keine Möglichkeit zur Teil-
nahme erhalten hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt
ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung
hat. Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen An-
trägen teilweise nicht durchgedrungen, durch die angefochtene Verfügung
(namentlich Ziff. 1) insoweit auch materiell beschwert und deshalb zur Be-
schwerde befugt.
1.3 Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde (Art. 50 und 52
VwVG) ist demnach einzutreten.
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1.4 Der von der Vorinstanz dem Bundesverwaltungsgericht zusammen mit
ihrer Vernehmlassung eingereichte vertrauliche Amtsbericht vom 18. De-
zember 2018 wurde dem Beschwerdeführer nicht zur Akteneinsicht zuge-
stellt. Wie die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung zutreffend geltend
macht, würde nämlich mit einer Bekanntgabe im Rahmen des Schriften-
wechsels der Streitgegenstand – die Erteilung der Auskunft über allfällig
vorhandene polizeiliche Informationen im RIPOL – im Sinne des Beschwer-
deführers vorab entschieden. Da die betreffende Akteneinsicht nicht ge-
währt wurde, bestand auch kein Anlass, darüber in einer selbständig an-
fechtbaren Zwischenverfügung zu befinden (vgl. ANDRÉ MOSER/MICHAEL
BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bundesverwaltungs-
gericht, 2. Aufl. 2013, S. 47 f. Rz. 2.48 m.w.H.; Urteile des Bundesgerichts
[BGer] 2C_722/2013 vom 13. August 2013 E. 2.3 und 2C_599/2007 vom
5. Dezember 2007 E. 2.2).
2.
Das Bundesverwaltungsgericht überprüft die angefochtene Verfügung auf
Verletzungen von Bundesrecht – einschliesslich der unrichtigen oder un-
vollständigen Feststellung des Sachverhalts und Überschreitung oder
Missbrauch des Ermessens – sowie auf Angemessenheit hin (Art. 49
VwVG). Es wendet das Recht von Amtes wegen an und ist an die Begrün-
dung der Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG).
3.
Der Beschwerdeführer bestreitet die Rechtmässigkeit der Verweigerung
der Auskunft über allfällige Einträge im RIPOL in grundsätzlicher Hinsicht.
Streitig und zu prüfen ist vorliegend, ob die Vorinstanz gegenüber dem Be-
schwerdeführer die Auskunft hinsichtlich des Informationssystems RIPOL
zu Recht verweigert hat. Angesichts dessen rechtfertigt es sich, vorab dar-
zulegen, in welchem Umfang und unter welchen rechtlichen Voraussetzun-
gen die Vorinstanz als Betreiberin von RIPOL Auskunftsbegehren prüft und
beantwortet.
3.1 RIPOL ist ein automatisiertes Personen- und Sachfahndungssystem,
welches gemeinsam durch die zuständigen Behörden des Bundes und der
Kantone zur Unterstützung verschiedener gesetzlicher Aufgaben im Be-
reich Fahndung geführt wird. Das Auskunftsrecht bezüglich polizeilicher In-
formationssysteme des Bundes richtet sich laut Art. 7 Abs. 1 des Bundes-
gesetzes über die polizeilichen Informationssysteme des Bundes vom
13. Juni 2008 (BPI, SR 361) nach Art. 8 und 9 DSG. Dies gilt auch für das
automatisierte Polizeifahndungssystem (Art. 2 Bst. b BPI). Gestützt auf
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dieses Gesetz erliess der Bundesrat u.a. die Verordnung über das automa-
tisierte Polizeifahndungssystem vom 26. Oktober 2016 (RIPOL-Verord-
nung, SR 361.0). Gemäss Art. 13 Abs. 1 RIPOL-Verordnung richten sich
die Rechte der Betroffenen, insbesondere das Auskunfts-, Berichtigungs-
und Löschungsrecht, nach dem DSG.
3.2 Art. 8 Abs. 1 DSG räumt jeder Person das Recht ein, vom Inhaber einer
Datensammlung Auskunft darüber zu verlangen, ob Daten über sie bear-
beitet werden und regelt die diesbezüglichen Modalitäten. Nach Art. 9
Abs. 1 DSG kann der Inhaber der Datensammlung die Auskunft verwei-
gern, einschränken oder aufschieben, soweit ein formelles Gesetz dies vor-
sieht (Bst. a) oder dies wegen überwiegender Interessen eines Dritten er-
forderlich ist (Bst. b). Die Vorinstanz beruft sich vorliegend auf Art. 9 Abs. 2
DSG, wonach ein Bundesorgan die Auskunft zudem verweigern, ein-
schränken oder aufschieben kann, soweit es wegen überwiegender öffent-
licher Interessen, insbesondere der inneren oder äusseren Sicherheit der
Eidgenossenschaft, erforderlich ist (Bst. a) oder soweit die Auskunft den
Zweck einer Strafuntersuchung oder eines andern Untersuchungsverfah-
rens in Frage stellt (Bst. b).
3.2.1 Als überwiegende öffentliche Interessen im Sinne von Art. 9 Abs. 2
Bst. a DSG fallen insbesondere Sicherheitsinteressen in Betracht. Diese
sind weit zu verstehen; dazu gehören nebst der Beachtung der völkerrecht-
lichen Verpflichtungen der Schweiz auch die Pflege guter Beziehungen
zum Ausland (vgl. Botschaft zum Bundesgesetz über den Datenschutz
vom 23. März 1988 [BBl 1988 II 413 ff., nachfolgend: Botschaft DSG, 455];
RALPH GRAMIGNA/URS MAURER-LAMBROU, in: Maurer-Lambrou/Blechta
[Hrsg.], Basler Kommentar Datenschutzgesetz Öffentlichkeitsgesetz,
3. Aufl. 2014 [nachfolgend: BSK DSG], Rz. 23 zu Art. 9). Eine Auskunfts-
verweigerung ist etwa möglich, wenn Personen Einblick in Datensammlun-
gen der Bundesanwaltschaft nehmen wollen und mit der Erteilung der Aus-
kunft Ermittlungsergebnisse und -methoden aufgedeckt würden (vgl.
RALPH GRAMIGNA/URS MAURER-LAMBROU, a.a.O., Rz. 23 zu Art. 9).
3.2.2 Art. 9 Abs. 2 Bst. b DSG regelt sodann den Fall, in dem die Aus-
kunftserteilung den Zweck einer Strafuntersuchung oder eines andern Un-
tersuchungsverfahrens in Frage stellen würde. Die Geheimhaltung aus
überwiegendem öffentlichen Interesse kann eine gewisse Beschränkung
des Auskunftsrechts rechtfertigen, wenn befürchtet werden muss oder klar
ist, dass der Ablauf einer Untersuchung durch die Erteilung der Auskunft
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erheblich gestört oder die sachgerechte Erfüllung der Aufgaben der Ver-
waltung dadurch in Frage gestellt würden (vgl. Urteile des Bundesverwal-
tungsgerichts [BVGer] A-1736/2016 vom 21. Juni 2016 E. 3.3 sowie
A-7508/2009 vom 23. August 2010 E. 2.2.1; ferner RALPH GRAMIGNA/URS
MAURER-LAMBROU, a.a.O., Rz. 28 zu Art. 9). Nach Rechtsprechung und
Lehre sind die Einschränkungsgründe indes weit gefasst; die betreffende
Untersuchung muss sich weder auf die um Auskunft ersuchende Person
beziehen noch muss sie in der Schweiz stattfinden. Hingegen muss es sich
um eine Untersuchung handeln; ein allgemeines, hängiges Verfahren ge-
nügt nicht (vgl. Urteil des BVGer A-7508/2009 vom 23. August 2010
E. 2.2.1 m.H.; RALPH GRAMIGNA/URS MAURER-LAMBROU, a.a.O., Rz. 27 zu
Art. 9). Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass die Verweigerung der Aus-
kunft zu einer Information aus einem Informationssystem bei der Beurtei-
lung zu anderen Informationssystemen zu berücksichtigen ist, da je nach
Auskunft Rückschlüsse über Grund und allfälligen Inhalt der verweigerten
Information gezogen werden können (vgl. Urteil A-7508/2009 E. 3.2).
3.2.3 Die Einschränkung des Auskunftsrechts darf nur unter den gesetzlich
vorgesehenen Voraussetzungen erfolgen, wobei Art. 3 Bst. j Ziff. 2 DSG
ausdrücklich auch für die Schweiz verbindliche Beschlüsse internationaler
Organisationen und von der Bundesversammlung genehmigte völkerrecht-
liche Verträge mit rechtsetzendem Inhalt dazu zählt. Weitere Vorausset-
zung ist eine Interessenabwägung im konkreten Einzelfall (BVGE 2016/28
E. 5.1). Ein allfälliges Geheimhaltungsinteresse geht dem Interesse der
Einsicht verlangenden Person nicht generell vor. Wann das Geheimhal-
tungsinteresse – womöglich sogar eine Geheimhaltungspflicht – überwiegt,
ist im konkreten Einzelfall zu ermitteln (Urteil des BVGer A-3390/2018 vom
26. März 2019 E. 5.4.2.1). Die gebotene Interessenabwägung kann dazu
führen, dass der um Auskunft Ersuchende seine Interessen darlegen
muss, obschon das Auskunftsrecht nach Art. 8 DSG grundsätzlich (vorbe-
hältlich des Rechtsmissbrauchs) ohne Nachweis eines Interesses geltend
gemacht werden kann (vgl. BGE 141 III 119 E. 7.1.1 und 138 III 425 E. 5.4).
Auf der einen Seite steht das Interesse der Einsicht verlangenden Person
am Zugang zu den fraglichen Daten und auf der anderen Seite das öffent-
liche Interesse an der Geheimhaltung. Zu berücksichtigen ist auch die un-
terstützende und ergänzende Funktion des Auskunftsrechts in Bezug auf
die Persönlichkeits- und Grundrechte. Je schützenswerter die Personen-
daten sind und je grösser das Interesse des Auskunftsersuchenden an der
Auskunft ist, umso überwiegender müssen die Interessen an der Ein-
schränkung zu Tage treten. Die Auskunft ist deshalb nur soweit einzu-
schränken, als dies unerlässlich ist, das heisst, es ist die am wenigsten
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einschränkende Lösung zu wählen. Die Einschränkungsgründe gemäss
Art. 9 Abs. 2 DSG sind abschliessend und restriktiv auszulegen (BVGE
2016/28 E. 5.1 m.H.). Der Nachweis eines entsprechenden überwiegenden
öffentlichen Interesses obliegt der verantwortlichen Bundesbehörde (vgl.
Urteil des BVGer A-5430/2013 vom 28. Januar 2015 E. 3.5.2). Dem Wort-
laut von Art. 9 Abs. 2 DSG nach scheint die Einschränkung des Auskunfts-
rechts wegen der vom Gesetzgeber gewählten Kann-Formulierung im Be-
lieben der Bundesbehörden zu stehen. Dies trifft jedoch nicht zu. Vielmehr
handelt es sich dabei um ein Anwendungsgebot: Bereits wenn einer der
genannten Einschränkungsgründe vorliegt und die Verweigerung der Aus-
kunft nach dem Prinzip der Verhältnismässigkeit als mildestes Mittel für den
Schutz der überwiegenden öffentlichen Interessen erforderlich ist, muss
die Auskunft zu Gunsten der Geheimhaltung unterbleiben (vgl. Urteil
A-7508/2009 E. 2.2.1).
4.
Im Folgenden ist auf die Rügen des Beschwerdeführers im Einzelnen ein-
zugehen, soweit schützenswerte Geheimhaltungsinteressen dies zulas-
sen.
4.1 Im vorliegenden Fall hat das fedpol dem Beschwerdeführer mit Schrei-
ben vom 23. Januar 2018 mitgeteilt, dass er im SIS nicht verzeichnet sei.
Zudem teilte es ihm mit, dass das fedpol keine Kenntnis eines ihn betref-
fenden Interpol-Haftbefehls habe. Das fedpol teilte ihm am 18. April 2018
mit, dass er im System HOOGAN nicht verzeichnet sei. Im System IPAS
sei er zwei Mal verzeichnet: erstens betreffend illegalen Aufenthalts im Jahr
1996 und zweitens wegen Beschäftigung eines kontrollpflichtigen Auslän-
ders ohne Arbeitsgenehmigung im Jahr 2005. Die Auskunft bezüglich der
Systeme JANUS und GEWA wurde aufgeschoben. Der EDÖB teilte dem
Beschwerdeführer am 26. Juli 2018 betreffend JANUS und GEWA mit,
dass in Bezug auf ihn entweder keine Daten unrechtmässig bearbeitet wür-
den oder dass im Falle von Fehlern bei der Datenbearbeitung oder betref-
fend den Aufschub der Auskunft eine Empfehlung zu deren Behebung an
das fedpol ergangen sei. Diese Informationen bilden im vorliegenden Be-
schwerdeverfahren zwar nicht Teil des Anfechtungsgegenstands, dennoch
sind sie für den Beschwerdeführer aufgrund des aufschlussreichen Inhalts
bezüglich der behördlichen Tätigkeit von Interesse.
4.2 In der hier strittigen Auskunft vom 28. August 2018 teilte die Vorinstanz
dem Beschwerdeführer mit, dass er im SIS nicht verzeichnet sei und ver-
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weigerte bezüglich des Polizeifahndungssystems RIPOL die Auskunft ge-
stützt auf Art. 9 Abs. 2 DSG: «Die Auskunft auf das Gesuch vom 22. August
2018 wird teilweise erteilt. Fedpol hat aufgrund Ihres Auskunftsgesuchs für
den Gesuchsteller, der Vollmacht und der Kopie der Schweizer Identitäts-
karte des Gesuchstellers das SIS geprüft und kann Ihnen mitteilen, dass
der Gesuchsteller darin nicht verzeichnet ist. Bezüglich des automatisier-
ten Fahndungssystems RIPOL muss das fedpol Ihnen nach Rücksprache
mit den zuständigen Behörden die Auskunft gestützt auf Art. 9 Abs. 2 DSG
verweigern».
4.3 Der Beschwerdeführer wendet ein, die Vorinstanz habe die Verweige-
rung der Auskunft nicht ausreichend begründet und erblickt darin eine Ver-
letzung des rechtlichen Gehörs gemäss Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfas-
sung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV,
SR 101). Er sei angesichts dessen nicht in der Lage, die Rechtmässigkeit
der Auskunftsverweigerung wirksam in Zweifel zu ziehen, zumal diese so-
wieso unverhältnismässig sei. In seiner Beschwerdeeingabe macht er gel-
tend, er sei bei Reisen am Flughafen ohne Grundangabe für die Dauer von
bis zu einer Stunde aufgehalten worden; in den Schlussbemerkungen führt
er aus, er und seine Familie seien immer wieder bei Flugreisen und Routi-
nekontrollen teilweise mehrere Stunden lang angehalten worden. Schliess-
lich sei er mittlerweile gewarnt, obwohl er sich nichts vorzuwerfen habe.
Ein Geheimhaltungsinteresse sei höchstens noch abstrakt vorhanden.
4.4 Der Anspruch auf rechtliches Gehör beinhaltet nebst dem Recht auf
Orientierung über den Verfahrensgang, wonach Betroffene grundsätzlich
über sämtliche für die Entscheidfällung relevanten Grundlagen und Vor-
gänge zu informieren sind, weitere Teilgehalte wie die Rechte auf Äusse-
rung, Teilnahme am Beweisverfahren sowie auf Entscheidbegründung und
-eröffnung (vgl. REGINA KIENER/WALTER KÄLIN/JUDITH WYTTENBACH,
Grundrechte, 2018, S. 513). Menschenrechtliche Gehörsansprüche beste-
hen sodann nach Massgabe von Art. 6 Ziff. 1 der Konvention vom 4. No-
vember 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten
(EMRK, SR 0.101). Die Pflicht, Verfügungen zu begründen, ergibt sich fer-
ner aus Art. 35 VwVG sowie vorliegend auch gestützt auf Art. 9 Abs. 5
DSG. Dabei richten sich Umfang und Dichte der Begründung nach den
Umständen des jeweiligen Einzelfalls. In Lehre und Rechtsprechung ist es
anerkannt, dass im Hinblick auf schutzwürdige Geheimhaltungsinteressen
die Anforderungen an die Begründungsdichte einer Verfügung reduziert
werden können. So genügt eine knappe Begründung, um die Offenlegung
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Seite 10
geheim zu haltender Informationen zu vermeiden. In einer solchen Kons-
tellation ist auch eine gewisse Verallgemeinerung der Begründung im Hin-
blick auf überwiegende Geheimhaltungsinteressen zulässig (vgl. BGE 141
I 201 E. 4.5.2 m.w.H.; Urteil des BGer 1P.664/2006 vom 3. November 2006
E. 2.1; MICHELE ALBERTINI, Der verfassungsmässige Anspruch auf rechtli-
ches Gehör im Verwaltungsverfahren des modernen Staates, 2000, S. 407
f.; LORENZ KNEUBÜHLER, Die Begründungspflicht, 1998, S. 41 f.).
4.4.1 Wenn der Beschwerdeführer vorbringt, eine Verweigerung der Aus-
kunftserteilung habe zur Folge, dass er sich zu den von der Vorinstanz vor-
gebrachten Argumenten nicht äussern könne, was zu einem unfairen Ver-
fahren führe, so rügt er eine Beeinträchtigung seiner Mitwirkungsrechte im
Verfahren und letzten Endes eine Verletzung des rechtlichen Gehörs. Wie
bereits ausgeführt, handelt es sich beim rechtlichen Gehör um ein funda-
mentales Recht im Prozess mit Verfassungsrang und das private Interesse
des Beschwerdeführers daran ist dementsprechend hoch zu gewichten.
4.4.2 Diesen privaten Interessen des Beschwerdeführers stehen die Ge-
heimhaltungsinteressen der Vorinstanz entgegen. Als Polizeibehörde ist
sie damit beauftragt, auf Bundesebene in ihrer Funktion die Interessen des
Staates, insbesondere dessen innere und äussere Sicherheit respektive
die öffentliche Sicherheit zu schützen. Dieses öffentliche Interesse wird re-
gelmässig als Ausnahmetatbestand für die Einschränkung von Rechten
– auch von Grundrechten (vgl. RAINER J. SCHWEIZER, in: Ehrenzeller et al.
[Hrsg.], Die schweizerische Bundesverfassung, St. Galler Kommentar,
3. Aufl. 2014, Rz. 32 zu Art. 36) – angeführt und in formellen Gesetzen als
Grundlage für Eingriffe in Rechte verankert, namentlich auch in Art. 9
Abs. 2 DSG. Ihm kommt dementsprechend ebenso ein überaus hohes Ge-
wicht zu.
4.4.3 Die Vorinstanz führt aus, eine Auskunftserteilung an den Beschwer-
deführer hätte dessen Orientierung über allfällig vorhandene polizeiliche
Informationen zur Folge, was die Gefahr eines irreparablen Nachteils nach
sich ziehe. Ein solcher könne darin bestehen, dass Rückschlüsse auf Er-
mittlungsergebnisse oder die Verfügbarkeit von Informationen in einem
spezifischen Fall gezogen werden. Würden jedoch Arbeits- und Vorge-
hensmethoden oder Ermittlungstaktiken von Polizeibehörden offenbart,
bestehe die Gefahr, die Wirkungsweise einer Institution zu kompromittie-
ren. Dies mit der Folge, dass die Arbeit der Polizei erschwert oder verhin-
dert würde. Deshalb seien auch Handlungsmodalitäten und Vorgehenswei-
sen von Institutionen respektive die damit in konkretem Zusammenhang
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Seite 11
stehenden Informationen zu schützen. Ebenso bestehe ein Geheimhal-
tungsinteresse zum Schutze der öffentlichen Sicherheit in Bezug auf Infor-
mationsquellen, gelte es doch letztendlich auch die Reputation der Institu-
tionen und der Schweiz bei der Zusammenarbeit mit ausländischen Part-
nerdiensten sowie deren Regierungen zu wahren.
4.5 Die öffentliche Sicherheit ist typischerweise dort betroffen, wo es um
Quellen und Methoden der behördlichen Informationsbeschaffung bzw. um
den Stand behördlichen Wissens geht. Das Interesse der Vorinstanz, ihre
Quellen zu schützen und ihre Arbeits- und Vorgehensweisen nicht offenzu-
legen sowie das Interesse der Schweiz, als Partner im internationalen In-
formationsverbund zwischen Polizeibehörden als verlässlicher Partner zu
gelten, ist sodann eindeutig als wesentlich zu beurteilen.
Gerade der Ruf der Schweizer Institutionen, mit international ausgetausch-
ten Informationen verantwortungsvoll und vertraulich umzugehen, trägt
nicht unerheblich zur Aufrechterhaltung der internationalen Zusammenar-
beit von Polizeibehörden und damit zur Wahrung der öffentlichen Sicher-
heit bei (vgl. SANDRA HUSI-STÄMPFLI, in: Baeriswyl/Pärli [Hrsg.], Stämpflis
Handkommentar, Datenschutzgesetz, 2015, Rz. 22 ff. zu Art. 9; RALPH
GRAMIGNA/URS MAURER-LAMBROU, in: BSK DSG, Rz. 23 ff. zu Art. 9; ferner
ALEXANDER DIX, in: Simitis et al. [Hrsg.], Datenschutzrecht – DSGVO mit
BDSG, Baden-Baden 2019, Rz. 19 ff. zu Art. 23). Ein Verlust dieser Repu-
tation hätte für die Vorinstanz schwerwiegende Nachteile für ihre Arbeit zur
Folge. Eine Gefährdung der öffentlichen Sicherheit des Landes gilt es mit
allen verfügbaren und vertretbaren Mitteln zu verhindern, weshalb in An-
wendung des Verhältnismässigkeitsgrundsatzes die privaten Interessen
des Beschwerdeführers vorliegend die öffentlichen Interessen nicht zu
überwiegen vermögen.
4.6 Das Bundesverwaltungsgericht hat die im geheimen, nur für das Ge-
richt bestimmten Amtsbericht vom 18. Dezember 2018 enthaltenen Infor-
mationen geprüft. Es kommt zum Schluss, dass die Ausführungen im Amts-
bericht nachvollziehbar und schlüssig sind. Zudem hat es den Hauptantrag
des Beschwerdeführers um Auskunftserteilung bezüglich des Fahndungs-
systems RIPOL in Anwendung der vorangegangenen Ausführungen ge-
prüft und dabei festgestellt, dass die Vorinstanz das einschlägige Bundes-
recht sowie die völkerrechtlichen Verpflichtungen der Schweiz korrekt an-
gewandt hat; Ausführungen zu seinem auf Rückweisung lautenden Even-
tualantrag erübrigen sich somit.
A-5560/2018
Seite 12
5.
In prozessualer Hinsicht verbleibt das Gesuch um Einsicht in den Amtsbe-
richt vom 18. Dezember 2018 zu prüfen.
5.1 Das Recht auf Einsicht in Verfahrensakten ist – ebenso wie bereits dar-
gelegt das Recht auf Entscheidbegründung – Teil des verfassungsrechtli-
chen Anspruchs auf rechtliches Gehör, welcher in Art. 29 Abs. 2 BV veran-
kert ist (vgl. BGE 140 V 464 E. 4.1; 135 II 286 E. 5.1). In Umsetzung dessen
gewährt Art. 26 Abs. 1 VwVG den grundsätzlichen Anspruch einer Partei
oder ihres Vertreters auf Einsicht in sämtliche Verfahrensakten, welche ge-
eignet sind, in einem konkreten Verfahren als Beweismittel zu dienen.
5.2 Die Rechtsnatur des rechtlichen Gehörs als Minimalgarantie schliesst
allerdings nicht aus, daraus abgeleitete Ansprüche zum Schutz überwie-
gender öffentlicher oder privater Interessen einzuschränken, wobei im kon-
kreten Einzelfall in Anwendung von Art. 36 BV eine Interessenabwägung
sowie eine Prüfung der Wahrung der Verhältnismässigkeit vorzunehmen
sind (vgl. BERNHARD WALDMANN, in: Waldmann/Belser/Epiney [Hrsg.], Bas-
ler Kommentar zur Bundesverfassung, Basel 2015 [nachfolgend: BSK BV],
Rz. 42, 55 zu Art. 29; ASTRID EPINEY, in: BSK BV, Rz. 29 ff., 48 ff., 53 ff.,
61 ff. zu Art. 36). Gesetzliche Grundlage für eine Einschränkung des Ak-
teneinsichtsrechts im Verfahren vor Bundesverwaltungsgericht bildet
Art. 27 Abs. 1 VwVG, wonach die Behörde die Einsichtnahme dann ver-
weigern darf, wenn wesentliche öffentliche Interessen des Bundes oder der
Kantone, insbesondere die innere oder äussere Sicherheit der Eidgenos-
senschaft (Bst. a), wesentliche private Interessen (Bst. b) oder das Inte-
resse einer noch nicht abgeschlossenen amtlichen Untersuchung (Bst. c)
die Geheimhaltung erfordern. Wie in Art. 27 Abs. 2 VwVG zum Ausdruck
kommt, hat sich die Verweigerung der Akteneinsicht dabei auf das Erfor-
derliche zu beschränken. Nur Akten und Aktenteile, die selber einen ge-
heimhaltungswürdigen Inhalt aufweisen, dürfen der Einsichtnahme entzo-
gen werden (vgl. BERNHARD WALDMANN/MAGNUS OESCHGER, in: Wald-
mann/Weissenberger [Hrsg.], Praxiskommentar VwVG, 2. Aufl. 2016,
Rz. 39 f. zu Art. 27 m.w.H). In vorliegenden Zusammenhang ist zudem von
Belang, dass es sich bei Art. 9 DSG und Art. 27 VwVG um Parallelbestim-
mungen handelt. Die in Art. 9 Abs. 2 DSG enthaltene datenschutzrechtli-
che Einschränkung des Auskunftsrechts lehnt sich zu einem wesentlichen
Teil an die in Art. 27 Abs. 1 VwVG niedergelegte Ausnahmeregelung des
Akteneinsichtsrechts an (vgl. Botschaft DSG, S. 455; ferner das Urteil des
BVGer B-3450/2018 vom 24. August 2018 E. 3.1).
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5.2.1 Dass die Verweigerung der Einsicht in den Amtsbericht geeignet ist,
die Geheimhaltungsinteressen der Vorinstanz zu wahren, ist schon auf-
grund der Kongruenz von Amtsbericht und Streitgegenstand offensichtlich
und muss nicht weiter ausgeführt werden. Dabei können in Ausübung des
Akteneinsichtsrechts bei Abweisung des Hauptantrags in der Sache keine
Informationen offengelegt werden, die Teil des Streitgegenstands bilden
und nur bei Gutheissung der Beschwerde erteilt worden wären. Die Ver-
weigerung der Einsicht stellt vorliegend das mildeste sowie einzige Mittel
dar (vgl. Art. 27 Abs. 2 VwVG), um die Vertraulichkeit des Amtsberichts
vom 18. Dezember 2018 zu wahren. Die Zulässigkeit derselben ist demzu-
folge zu bejahen. Was das Gesuch des Beschwerdeführers um Einsicht in
die Prozessakten anbelangt, ist festzuhalten, dass ihm diesbezüglich die
entscheidrelevanten Dokumente bereits im Schriftenwechsel zugestellt
wurden und vorliegen.
5.2.2 Obschon nicht in Abrede gestellt werden kann, dass die Verfahrens-
rechte des Beschwerdeführers durch eine Verwehrung des Einsichtsrechts
eingeschränkt werden, kann seiner Argumentation nicht gefolgt werden,
wonach es ihm gänzlich verunmöglicht sei, sich zur Sache zu äussern und
ihm seine Parteireche vollständig verwehrt würden. Angesichts der Tatsa-
che, dass dem Beschwerdeführer in der Vernehmlassung der Vorinstanz
und in Ausübung seiner Auskunftsrechte hinsichtlich diverser Informations-
systeme bereits Informationen bekannt gegeben wurden, sowie, dass es
ihm auch möglich war, sich dazu im Rahmen des vorliegenden Beschwer-
deverfahrens zu äussern, werden die Auswirkungen einer Verweigerung
der Einsicht in den Amtsbericht vom 18. Dezember 2018 zumindest relati-
viert. Bei dieser Ausgangslage bleibt der Kerngehalt des rechtlichen Ge-
hörs gewahrt, zumal das Bundesorgan die nachgesuchte Auskunft betref-
fend RIPOL grundsätzlich zu einem späteren Zeitpunkt erteilen muss, so-
bald der Grund für die Verweigerung, Einschränkung oder Aufschiebung
einer Auskunft wegfällt, ausser dies sei unmöglich oder nur mit einem un-
verhältnismässigen Aufwand möglich (vgl. Art. 9 Abs. 3 DSG).
5.3 Das Gesuch um Einsicht in den Amtsbericht vom 18. Dezember 2018
ist nach dem Gesagten vollumfänglich abzuweisen.
6.
Zusammenfassend erweist sich die Verweigerung der Auskunft als recht-
mässig. Die Beschwerde ist daher abzuweisen.
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7.
7.1 Bei diesem Verfahrensausgang gilt der Beschwerdeführer als unterlie-
gend. Er hat deshalb die Verfahrenskosten in Anwendung von Art. 63
Abs. 1 VwVG und Art. 2 und 3 des Reglements über die Kosten und Ent-
schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht vom 21. Februar 2008
(VGKE, SR 173.320.2) in der Höhe vom Fr. 800.– zu tragen. Der einbe-
zahlte Kostenvorschuss wird zur Bezahlung der Verfahrenskosten verwen-
det.
7.2 Die Vorinstanz hat unabhängig vom Ausgang des Beschwerdeverfah-
rens keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 7 Abs. 3 VGKE).
Dem unterliegenden Beschwerdeführer steht desgleichen keine Parteient-
schädigung zu (Art. 64 Abs. 1 VwVG und Art. 7 VGKE).
(Das Dispositiv befindet sich auf der nächsten Seite.)
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