Decision ID: bbc075f4-1f33-45fb-9530-8c1bbf33c6b6
Year: 2019
Language: de
Court: ZH_OG
Chamber: ZH_OG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: civil_law

betreffend paulianische Anfechtung (Art. 288 SchKG)
Berufung gegen ein Urteil der 2. Abteilung des Bezirksgerichtes Pfäffikon vom 7. Mai 2019; Proz. CG150001
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Rechtsbegehren: (vgl. act. 1 S. 2 f. und Präzisierung gemäss act. 33 S. 2)
"1. Es sei der Grundstückkaufvertrag zwischen dem Beklagten als Käufer und C._ als Verkäufer vom 19. September 2003 betreffend die nachfolgenden Grundstücke im Grundbuch der Gemeinde D._ als anfechtbare  zu erklären und der Beklagte sei daher zur Rückgabe im Sinne von Art. 291 SchKG dieser Grundstücke zu verpflichten und habe deren  zu Gunsten des Klägers zu dulden.
Das zuständige Vollstreckungsorgan sei gerichtlich anzuweisen, die  Beschlagnahme dieser Grundstücke zu vollziehen:
1.1 L.- und S.-Register Parzelle Nr. 1 / Fotoplan 3 (Grundbuchvermessungsparzelle Nr. 2 / Plan 21) 237 m2 Strasse und Weg in "E._"
1.2 L.- und S.-Register Parzelle Nr. 3 / Fotoplan 3 (Grundbuchvermessungsparzelle Nr. 4 / Plan 21) 864 m2 Strasse und Weg in "E._"
1.3 L.- und S.-Register Parzelle Nr. 5 / Fotoplan 3 (Grundbuchvermessungsparzelle Nr. 6 / Plan 21) 58 m2 Hofraum in "E._"
1.4 L.- und S.-Register Parzelle Nr. 7 / Fotoplan 3 (Grundbuchvermessungsparzelle Nr. 8 / Plan 21) Autoeinstellhalle Vers.-Nr. 8 mit 479 m2 Gebäudegrundfläche und Umschwung in "E._"
1.5 L.- und S.-Register Parzelle Nr. 9 / Fotoplan 6 (Grundbuchvermessungsparzelle Nr. 10 / Plan 22) 3'516 m2 Wiese in "F._"
1.6 L.- und S.-Register Parzelle Nr. 11 / Fotoplan 11 (Grundbuchvermessungsparzelle Nr. 12 / Plan 23) 425 m2 Wiese, Strasse und Weg in "G._"
1.7 L.- und S.-Register Parzelle Nr. 13 / Fotoplan 11 (Grundbuchvermessungsparzelle Nr. 14 / Plan 23) 997 m2 Wiese in "H._"
1.8 L.- und S.-Register Parzelle Nr. 7 / Fotoplan 11 (Grundbuchvermessungsparzelle Nr. 15 / Plan 24) 2'400 m2 Wiese in "G._"
2. Der Beklagte sei zur Bezahlung von Fr. 221'585.25 zuzüglich 5 % Zins ab 22. Januar 2009 resp. eines Betrages gemäss Kaufpreiserlös aus dem  vom 10. Dezember 2004 zwischen dem Beklagten als Ver-
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käufer einerseits und Frau I._, ... [Adresse 1], ... [Ort], als Käuferin , betreffend L.- und S.-Register Parzelle Nr. 16 / Fotoplan 11,  Nr. 17, Plan 23, 3'208 m2 Strasse und Wald in E._, Gemeinde D._, an den Kläger zu verpflichten.
3. Eventuell sei der Beklagte zur Bezahlung eines Betrages entsprechend dem allfälligen Kaufpreiserlös aus der Veräusserung der in Ziffer 1 genannten Grundstücke an den Kläger zu verpflichten.
4. Unter amtlicher und ausseramtlicher Kosten- und Entschädigungsfolge  den jeweils geltenden Mehrwertsteuersatz zu Lasten des Beklagten."
Urteil des Bezirksgerichtes:
1. Der Beklagte wird verpflichtet, die in seinem Eigentum stehenden Grundstücke in der Gemeinde D._
L.- und S.-Register Parzelle Nr. 1 / Fotoplan 3 (Grundbuchvermessungsparzelle Nr. 2 / Plan 21) 237 m2 Strasse und Weg in "E._"
L.- und S.-Register Parzelle Nr. 3 / Fotoplan 3 (Grundbuchvermessungsparzelle Nr. 4 / Plan 21) 864 m2 Strasse und Weg in "E._"
L.- und S.-Register Parzelle Nr. 5 / Fotoplan 3 (Grundbuchvermessungsparzelle Nr. 6 / Plan 21) 58 m2 Hofraum in "E._"
L.- und S.-Register Parzelle Nr. 7 / Fotoplan 3 (Grundbuchvermessungsparzelle Nr. 8 / Plan 21) Autoeinstellhalle Vers.-Nr. 8 mit 479 m2 Gebäudegrundfläche und Umschwung in "E._"
L.- und S.-Register Parzelle Nr. 9 / Fotoplan 6 (Grundbuchvermessungsparzelle Nr. 10 / Plan 22) 3'516 m2 Wiese in "F._"
L.- und S.-Register Parzelle Nr. 11 / Fotoplan 11 (Grundbuchvermessungsparzelle Nr. 12 / Plan 23) 425 m2 Wiese, Strasse und Weg in "G._"
L.- und S.-Register Parzelle Nr. 13 / Fotoplan 11 (Grundbuchvermessungsparzelle Nr. 14 / Plan 23) 997 m2 Wiese in "H._"
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L.- und S.-Register Parzelle Nr. 7 / Fotoplan 11 (Grundbuchvermessungsparzelle Nr. 15 / Plan 24) 2'400 m2 Wiese in "G._"
zurückzugeben und deren Zwangsverwertung zugunsten des Klägers zu dulden.
2. Das Betreibungsamt N._ wird angewiesen, die Grundstücke gemäss  1 in der Betreibung Nr. 18 des Klägers gegen C._ zu admassieren und zu verwerten.
3. Ferner wird der Beklagte verpflichtet, dem Kläger Fr. 221'585.25 nebst Zins zu 5 % seit 22. Januar 2009 zu bezahlen.
4. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
Fr. 14'000.– ; die Barauslagen betragen:
Fr. 432.– Kosten des Grundbuchamts J._.
5. Diese Gerichtskosten sowie die Gerichtskosten des obergerichtlichen Verfahrens in der Höhe von Fr. 15'000.– (obergerichtliche Gerichtsgebühr von Fr. 14'750.– sowie obergerichtliche Zeugenentschädigung von Fr. 250.–), gesamthaft somit Fr. 29'432.–, werden vollumfänglich dem Beklagten auferlegt.
Die Gerichtskosten des obergerichtlichen Verfahrens werden mit den im Verfahren LB130039-O geleisteten Vorschüssen der Parteien verrechnet.
Der Beklagte wird verpflichtet, dem Kläger dessen geleisteter Vorschuss in der  von Fr. 1'000.– vollumfänglich zu ersetzen.
6. Der Beklagte wird verpflichtet, dem Kläger eine Prozessentschädigung von  Fr. 30'000.– (für dieses sowie das obergerichtliche Verfahren) zu .
(7. / 8. Mitteilung / Rechtsmittelbelehrung.)
Berufungsanträge:
des Beklagten und Berufungsklägers (act. 222 S. 2):
1. Die Ziffern Nrn. 3 bis 6 des Urteils des Bezirksgerichts Pfäffikon vom 7. Mai 2019
seien aufzuheben, und die Klage sei in diesen Punkten abzuweisen; eventualiter ist die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (auch für das erstinstanzliche Verfahren) zu Lasten des Berufungsbeklagten.
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des Klägers und Berufungsbeklagten (act. 233 S. 2):
1. Die Berufung sei abzuweisen.
2. Unter gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschädigungsfolge  den jeweils geltenden Mehrwertsteuersatz zulasten des Beklagten und .

Erwägungen:
I. (Übersicht zum Sachverhalt / Prozessgeschichte)
1. - 1.1 B._ (fortan: Kläger) kaufte am 13. März 2000 von C._ im  auf ein Bauvorhaben die L.- und S.-Register Parzelle Nr. 19, Fotoplan 11,
Grundbuchvermessungsparzelle Nr. 20, Plan 23, in der Gemeinde D._ (fort-
an: Parzelle 20) zum Preis von Fr. 1,6 Mio. Dieser Vertrag wurde in der Folge
aufgrund einer erfolgreichen Wandelungsklage des Klägers aufgehoben (vgl.
BGer, Urteil 4P.312/2004 vom 9. März 2005). Grund dafür war, dass dem Grund-
stück die Eignung als weiter zu überbauendes Land fehlte (vgl. auch BGer, Urteil
1P.392/2001 vom 10. September 2001). C._ wurde verpflichtet, dem Kläger
einen Gesamtbetrag von Fr. 1'876'257.80 zuzüglich Zins zurückzuzahlen.
1.2 Aus eigener Initiative verkaufte C._ am 19. September 2003 seinem Sohn A._ (fortan: Beklagter) neun in J._ sowie auf der E._ bzw. in
G._ gelegene Parzellen zu einem Kaufpreis von insgesamt Fr. 10'000.-. Die
Kaufpreisschuld wurde dadurch getilgt, dass der Beklagte verschiedentlich für
Reisen seines Vaters aufkam. Eines dieser neun Grundstücke, die L.- und S.-
Register Parzelle Nr. 16, Fotoplan 11, Grundbuchvermessungsparzelle Nr. 17
(fortan: Parzelle Nr. 17), verkaufte der Beklagte am 8. Dezember 2004 an
K._. Bei diesem Verkauf liess er sich durch seinen Vater vertreten.
Die am 8. Dezember 2004 an K._ verkaufte Parzelle grenzt an die Par-
zelle Nr. 25, die C._ im Jahr 2002 L._ verkauft hatte, dem Sohn von
K._ (vgl. act. 30/3). Auf der Parzelle Nr. 25 lasteten durch ein gesetzliches
Grundpfandrecht gesicherte Grundsteuerschulden, die C._ nicht bezahlt hat-
te, und zwar in der Höhe von insgesamt Fr. 221'585.25 (aufgelaufene Zinsen da-
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rin eingeschlossen). In einer Vereinbarung, die L._ am 8. Dezember 2004 mit
C._ und dem Beklagten getroffen hatte (vgl. act. 30/2), verpflichtete sich
L._, diese Grundsteuerschulden zu übernehmen. "Aufschiebend bedingt"
durch die Zahlung von L._ erklärte der Beklagte, auf den im Kaufvertrag mit
K._ vereinbarten Kaufpreis von Fr. 50'000.-- "vollumfänglich" zu verzichten
(vgl. a.a.O., S. 2 Ziff. 3; siehe auch act. 136 S. 2).
Bei den acht übrigen Grundstücken, die der Beklagte von seinem Vater am
19. September 2003 erworben hatte, kam es zu keiner Änderung in den Eigen-
tumsverhältnissen.
1.3 Aufgrund des erstinstanzlichen Urteils, das am 24. März 2004 seine vorhin erwähnte Wandelungsklage gutgeheissen hatte, leitete der Kläger im Sommer
2004 gegen C._ eine Betreibung ein, die für ihn mit einem Verlust von
Fr. 2'447'041.20 endete. Der auf diesen Betrag lautende Verlustschein nach
Art. 149 SchKG wurde dem Kläger am 28. Mai 2008 ausgestellt.
2. Am 22. Januar 2009 gelangte der Kläger an das Bezirksgericht Pfäffikon und machte seine Klage auf paulianische Anfechtung des Verkaufsgeschäfts vom
19. September 2003 zwischen C._ und dem Beklagten anhängig.
2.1 Das Bezirksgericht führte sein Verfahren durch. In der Verhandlung für Replik und Duplik am 2. September 2009 setzte es dem Beklagten Frist an, den Kaufver-
trag zwischen ihm und K._ vom 8. Dezember 2004 zu edieren (vgl. Vi-Prot.
im Geschäft Nr. CG090001 S. 14). Dem kam der Beklagte mit Schriftsatz vom 8.
September 2009 nach. Dabei reichte er auch die Vereinbarung ein, die zwischen
C._ und dem Beklagten einerseits sowie L._ anderseits ebenfalls am 8.
Dezember 2004 geschlossen worden war, und erläuterte den Kaufvertrag und
diese Vereinbarung aus seiner Sicht (vgl. act. 28 und act. 30/1–2). Der Kläger,
dem Gelegenheit zur Stellungnahme zu dieser Eingabe gegeben wurde, präzisier-
te gestützt auf diese und die neu eingereichten Urkunden in seiner als "Vernehm-
lassung" bezeichneten Stellungnahme sein anfängliches Rechtsbegehren in der
Ziffer 2 im eingangs wiedergegebenen Umfang (vgl. act. 33). Auf ein Beweisver-
fahren i.S. der §§ 133 ff. ZPO/ZH verzichtete das Bezirksgericht. Es holte von
Amtes wegen lediglich vom Grundbuchamt J._ eine Auskunft ein.
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Mit Urteil vom 15. September 2011 hiess das Bezirksgericht die Klage gut
(vgl. act. 49). Der Beklagte gelangte darauf mit Berufung an das Obergericht. Im
Berufungsverfahren wurde ein Beweisverfahren durchgeführt, um einige Sachver-
haltspunkte noch zu klären. Dabei wurden vom Kläger u.a. Noven vorgetragen,
die aufgrund von Art. 317 ZPO ebenso unberücksichtigt zu bleiben hatten wie No-
ven, die die Parteien bereits im Rahmen des Schriftenwechsels vorgetragen hat-
ten. Mit Urteil vom 5. Oktober 2012 (vgl. act. 103) wies die Kammer die Klage ab.
Eine darauf vom Kläger erhobene Beschwerde hiess das Bundesgericht am
16. Mai 2013 gut, hob das Urteil vom 5. Oktober 2012 auf und wies die Sache an
die Kammer zurück (vgl. act. 116).
2.2 Aufgrund der verbindlichen Erwägungen des Bundesgerichtes im Urteil vom 16. Mai 2013 gelangte die Kammer im Urteil vom 3. September 2013 zur Auffas-
sung, ihr Auftrag beschränke sich im Rahmen einer grundsätzlichen Klagegut-
heissung auf die Behandlung von noch zwei Punkten. Erstens seien Anordnungen
in Bezug auf die acht Grundstücke, die sich in den Händen des Beklagten befin-
den, zu treffen. Zweitens sei über den Wertersatz für das neunte, an K._
veräusserte Grundstück Parzelle Nr. 17 zu befinden, welchen das Bezirksgericht
in Dispositivziffer 3 des angefochtenen Urteils auf Fr. 221'585.25 nebst Zins zu
5 % seit 22. Januar 2009 festgesetzt hatte.
Die Kammer erachtete die Sache insoweit als spruchreif, wies die Berufung
ab und bestätigte das bezirksgerichtliche Urteil mit Entscheid vom 3. September
2013 vollumfänglich (vgl. act. 135, dort insbes. S. 18).
2.3 Gegen dieses Urteil vom 3. September 2013 beschwerte sich der Beklagte beim Bundesgericht. Das Bundesgericht hiess diese Beschwerde am 25. Novem-
ber 2014 teilweise gut, hob das Urteil der Kammer vom 3. September 2013 auf
und wies die Sache im Sinne der Erwägungen zur neuen Entscheidung an die
Kammer zurück. Im Übrigen wies es die Beschwerde ab, soweit es darauf eintrat
(vgl. act. 136 S. 16, Dispositivziffer 1). Das Urteil vom 25. November 2014 ging
am 9. Januar 2015 bei der Kammer ein.
Abzuklären galt es gemäss dem bundesgerichtlichen Entscheid im Wesentli-
chen den Sachverhalt, der für die Beurteilung des Wertersatzes für das an
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K._ veräusserte Grundstück massgeblich ist. Mit Beschluss vom 21. Januar
2015 hob die Kammer ihrerseits das Urteil des Bezirksgerichtes vom 15. Septem-
ber 2011 auf, setzte die Kosten fest und wies die Sache zur Ergänzung des Ver-
fahrens, zum neuen Entscheid und zur Verlegung der bisherigen zweitinstanzli-
chen Kosten an die Vorinstanz zurück (vgl. act. 137).
2.4 Mit der Aufhebung des bezirksgerichtlichen Urteils wurde das erstinstanzliche Verfahren in den Stand versetzt, in dem es sich vor der Entscheidfällung am
15. September 2011 befunden hatte. Das Bezirksgericht führte ein Beweisverfah-
ren durch, in dem es u.a. zu langwierigen Akteneditionen kam. Am 7. Mai 2019
fällte das Bezirksgericht sein Urteil (act. 224 [= act. 218 = act. 223]), dessen Dis-
positiv diesen Erwägungen vorangestellt ist.
Für Einzelheiten zum vorinstanzlichen Verfahren kann auf die Ausführungen
zur Prozessgeschichte in diesem Urteil verwiesen werden (vgl. a.a.O., insbes.
S. 6–8).
3. Mit Schriftsatz vom 17. Juni 2019 (act. 222 f.) liess der Beklagte rechtzeitig  gegen das bezirksgerichtliche Urteil erheben. Daraufhin wurden die vorin-
stanzlichen Akten von Amtes wegen beigezogen. Der Beklagte leistete den ihm
auferlegten Kostenvorschuss. Die Berufungsantwort (act. 233) ging Ende Sep-
tember 2019 ein. Damit war der gesetzlich vorgesehene Schriftenwechsel abge-
schlossen, was den Parteien im Oktober 2019 mitgeteilt (vgl. act. 234 f.) und vom
Beklagten zum Anlass genommen wurde, unter Hinweis auf das sog. allgemeine
Replikrecht eine Eingabe einzureichen (vgl. act. 238). Diese wurde dem Kläger
zugestellt (vgl. act. 239 f.), verbunden mit dem Hinweis, falls er ebenfalls vom
sog. allgemeinen Replikrecht Gebrauch machen wolle, werde zur Verhandlung
vorgeladen (vgl. act. 239). Der Kläger verzichtete ausdrücklich auf dieses sog. all-
gemeine Replikrecht (vgl. act. 243). Die Sache ist somit spruchreif.
Dem Beklagten ist zusammen mit diesem Entscheid lediglich noch ein Dop-
pel der Verzichtserklärung des Klägers (act. 243) zur Vervollständigung seiner
Unterlagen zuzustellen.
II.
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(Zur Berufung im Einzelnen)
1. - 1.1 Am 1. Januar 2011 ist die Schweizerische Zivilprozessordnung (ZPO) in Kraft getreten. Für Verfahren, die an diesem Tag noch hängig waren, galt das bis-
herige kantonale Verfahrensrecht weiterhin bis zu deren Abschluss vor der betrof-
fenen Instanz (vgl. Art. 404 Abs. 1 ZPO). Im Kanton Zürich umfasste dieses kan-
tonale Verfahrensrecht die ZPO/ZH, das GVG/ZH sowie die dazugehörigen Ne-
benerlasse. Für Rechtsmittel gilt demgegenüber das Recht, das im Zeitpunkt der
Eröffnung des angefochtenen Entscheids in Kraft war (vgl. Art. 405 Abs. 1 ZPO).
Das Bezirksgericht hat mit seinem Urteil vom 7. Mai 2019 über eine Klage
befunden, die im Januar 2009 bei ihm anhängig gemacht worden war, also vor
dem Inkrafttreten der ZPO. Bis zum 7. Mai 2019 hatte dieses Verfahren seinen
Abschluss noch nicht gefunden, weil es mit dem Beschluss der Kammer vom
21. Januar 2015 in den Stand vor dem 15. September 2011 versetzt worden war.
Für das gesamte bezirksgerichtliche Verfahren galt daher bis und mit Eröffnung
des Urteils vom 7. Mai 2019 das kantonale Verfahrensrecht.
Das Urteil vom 7. Mai 2019 wurde nach dem Inkrafttreten der ZPO gefällt,
weshalb sich das Rechtsmittel dagegen nach deren Regeln bestimmt und für das
Rechtsmittelverfahren aufgrund des Streitwertes deren Regeln zur Berufung
(Art. 308 ff. ZPO) zur Anwendung kommen.
1.2 Die Berufung ist innert der Berufungsfrist von 30 Tagen seit der Eröffnung des angefochtenen Entscheids schriftlich, begründet und mit einem Antrag versehen
einzureichen, aus dem hervorgeht, inwieweit der vorinstanzliche Entscheid ange-
fochten wird und wie die Berufungsinstanz nach Auffassung der Berufung führen-
den Partei in der Sache zu entscheiden hat.
Mit der Berufung können eine unrichtige Feststellung des Sachverhaltes und
eine unrichtige Rechtsanwendung der Vorinstanz geltend gemacht werden
(Art. 310 ZPO); zu Letzterer zählt auch die unrichtige Anwendung des pflichtge-
mässen Ermessens, weshalb das Gesetz dies nicht eigens erwähnt. Gemäss
Art. 311 Abs. 1 ZPO sind die entsprechenden Beanstandungen von der Berufung
führenden Partei in der Berufungsschrift einzeln vorzutragen und zu begründen
(Begründungslast; vgl. dazu BGE 138 III 375 oder OGer ZH, Urteil LB110049 vom
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5. März 2012, E. 1.1 und E. 1.2, je mit Verweisen). Die Begründung muss so aus-
führlich sein, dass die Berufungsinstanz sie ohne Weiteres verstehen kann. Wie-
derholungen des bereits vor der ersten Instanz Vorgetragenen genügen den ge-
setzlichen Anforderungen an eine Begründung daher ebenso wenig wie allgemei-
ne Kritik am angefochtenen Entscheid bzw. an den erstinstanzlichen Erwägungen
(vgl. auch BGE 138 III 375). Was nicht hinreichend beanstandet wird, hat daher
Bestand. Fehlt es hingegen an einer Begründung und/oder an einem Antrag zur
Sache, ist auf die Berufung nicht einzutreten.
Neue Tatsachen und Beweismittel können im Berufungsverfahren nur noch
in den Schranken von Art. 317 ZPO vorgetragen werden (vgl. dazu auch BGE 138
III 625 und 142 III 413 E. 2.2.2, E.2.2.4). In Missachtung von Art. 317 ZPO vorge-
tragene neue Tatsachen oder Beweismittel bleiben unbeachtlich.
Wird von der Berufung führenden Partei eine genügende Beanstandung vor-
gebracht, so wendet die Berufungsinstanz das Recht von Amtes wegen an
(Art. 57 ZPO) und prüft sämtliche Mängel frei und uneingeschränkt – sie ist weder
an die Argumente der Parteien noch an die Begründung des vorinstanzlichen Ent-
scheides gebunden (vgl. BGE 133 II 249 E. 1.4.1 m.w.H. sowie ZR 110/2011 Nr.
80). Bei der Begründung ihrer Entscheidung darf sich die Berufungsinstanz auf
die wesentlichen Überlegungen konzentrieren, von welchen sie sich hat leiten las-
sen.
1.3 Die Berufung des Beklagten (act. 222) wurde schriftlich innert der  eingereicht und enthält sowohl einen Antrag als auch eine Begründung. Ei-
nem Eintreten steht insoweit nichts entgegen.
Mit der Berufung nicht angefochten wurden die Dispositivziffern 1 und 2 des
bezirksgerichtlichen Urteils. Sie wurden auch vom Kläger mit der Berufungsant-
wort nicht in Frage gestellt und sind daher in Rechtskraft erwachsen (und damit
vollstreckbar), was vorzumerken ist.
Im Berufungsverfahren geht es in der Sache noch um den Wertersatz, den
zu bezahlen das Bezirksgericht den Beklagten in der Dispositivziffer 3 seines Ur-
teils verpflichtet hat.
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2. Das Bezirksgericht hat sein Verfahren nach den Regeln des kantonalen  durchgeführt. Das ist, wie vorhin vermerkt, korrekt. Im Berufungsver-
fahren wird das richtigerweise denn auch von keiner Partei ernsthaft in Frage ge-
stellt (vgl. act. 222 und 233).
2.1 Der Beklagte rekapituliert in seiner Berufungsschrift das bezirksgerichtliche Verfahren sowie die Rechtsmittelverfahren aus seiner Sicht. In diese Sicht bezieht
er auch das dem bezirksgerichtlichen Verfahren vorangegangene Sühnverfahren
ein (vgl. act. 222 S. 5 ff.). Was er mit Letzterem geltend machen will, ist unklar.
Nach der ZPO/ZH tritt die Rechtshängigkeit nämlich erst mit der Klageanhebung
bei Gericht ein (vgl. § 102 ZPO/ZH). Mängel im Sühnverfahren bleiben zudem
dann folgenlos, wenn keine Aussicht darauf besteht, ein gehöriger Sühnversuch
führe zur gütlichen Erledigung (vgl. § 109 Abs. 1 ZPO/ZH), und der Beklagte be-
hauptet nicht, es hätten solche Aussichten bestanden.
2.2 Der Beklagte rügt in prozessualer Hinsicht die Präzisierung des  des Klägers in der Stellungnahme vom 29. September 2009 (act. 33).
2.2.1 Im Wesentlichen macht er zum einen geltend, das Bezirksgericht habe die Zulässigkeit der Klageänderung im Rechtsbegehren Ziffer 2 weder in seinem auf-
gehobenen Urteil vom 15. September 2011 noch in seinem Urteil vom 7. Mai
2019 begründet, sondern sei einfach davon ausgegangen, der Kläger habe von
Anfang an Fr. 221'585.25 eingeklagt (vgl. act. 222 S. 5 f.).
Letzteres trifft so nicht zu. Das Bezirksgericht hat auf S. 2 seines Urteils
(act. 224) beim Rechtsbegehren sowohl auf act. 1 (Klageschrift) als auch auf
act. 33 verwiesen (gleich schon im aufgehobenen Urteil vom 15. September 2011;
vgl. act. 49) und damit die Formulierung von Ziffer 2 des Rechtsbegehrens in
act. 33 lediglich als Präzisierung des anfänglichen Rechtsbegehrens aufgefasst
und nachprüfbar bezeigt.
2.2.2 Zum anderen hält der Beklagte die Änderung des Rechtsbegehrens Ziffer 2 in act. 33 für sachlich und prozessual unzulässig und ortet deshalb eine Verlet-
zung u.a. der Verhandlungsmaxime von § 54 Abs. 1 ZPO/ZH (vgl. act. 222 S. 5 f.,
S. 14, S. 15 f., S. 18 f.).
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Mit dem anfänglichen Rechtsbegehren (vgl. act. 1 S. 3) wurde die Zahlung
von Fr. 90'000.- respektive eines Betrags verlangt, der dem aus dem Vertrag zwi-
schen K._ und dem Beklagten erzielten Erlös entspricht. Begründet wurde
das vom Kläger damit, dass der Wert des an K._ verkauften Grundstücks
höher gewesen sei als der vom Beklagten mit dem Vater vereinbarte Kaufpreis für
alle neun Grundstücke, der seinerseits weit unter dem Verkehrs- bzw. Marktwert
dieser Grundstücke gelegen habe (vgl. a.a.O., S. 7 f. und S. 10). Implizit wurde
damit behauptet, es hätten die in Rechtsbegehren Ziffer 2 geforderten Fr. 90'000.-
respektive der aufgrund des Vertrags des Beklagten mit K._ erzielte Erlös
dem Verkehrs- bzw. dem Marktwert des vom Beklagten veräusserten Grund-
stücks entsprochen. Auch aus der Replik lässt sich kein anderes Verständnis des
Rechtsbegehrens Ziffer 2 erschliessen. Inhalte und Details der Abwicklung des
Kaufvertrages, dessen Edition der Kläger verlangt hatte (vgl. act. 1 S. 7), waren
bis dahin vom Beklagten nie offengelegt worden. Daher war die Behauptung des
Beklagten in der Klageantwort, er habe für die Veräusserung der Parzelle Nr. 17
an K._ kein Geld erhalten, auch Anlass für die Annahme und Behauptung,
der Kaufpreis sei an C._ geflossen (vgl. act. 26 S. 11 [Ziff. 20]).
Der Beklagte bringt mit der Berufung richtigerweise nicht vor, dem Kläger
seien im bezirksgerichtlichen Hauptverfahren die Inhalte des Kaufvertrages und
Weiteres zu dessen Abwicklung bekannt gewesen (vgl. act. 222). Entsprechendes
wurde dem Kläger erst mit der Eingabe des Beklagten im Nachgang zur bezirks-
gerichtlichen Verhandlung zu Replik und Duplik bekannt gemacht, zusammen mit
der weiteren Vereinbarung von L._ mit dem Beklagten und dessen Vater
(act. 28 und act. 30/1–2). Letztere erläuterte der Beklagte in seiner Eingabe und
zum Kaufvertrag ergänzte er, in diesem sei eigentlich ein Kaufpreis von
Fr. 1'000.- vorgesehen gewesen. Indes habe L._ – der wie gesehen gar nicht
Kaufvertragspartei war – durch seinen Anwalt einen höheren Betrag eingesetzt
haben wollen, damit nur kein Verdacht aufkommen könne, es sei Geld unter dem
Tisch geflossen. Der Betrag von Fr. 50'000.- sei daher rein willkürlich festgelegt
worden (vgl. act. 28 S. 1). In seiner Stellungnahme zu diesen neu vorgebrachten
Tatsachen passte der Kläger sein Rechtsbegehren Ziffer 2 an, indem er an die
Stelle der Fr. 90'000.- respektive des Kaufpreises den Betrag der Steuerschuld,
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der in der Vereinbarung zwischen L._ und C._ sowie dem Beklagten
aufschien, als den zu zahlenden Verkehrs- bzw. Marktwert setzte, weil er diesen
als den wirtschaftlich zutreffenden Erlös aus Verkauf auffasste und nicht den im
Vertrag aufgeführten Preis von Fr. 50'000.- (vgl. act. 33 S. 4, vor Ziff. 6). Das ist
gedanklich durchaus folgerichtig und sachlich sogleich nachvollziehbar. Die Ände-
rung von Ziffer 2 des Rechtsbegehrens stellte daher – wie vom Bezirksgericht der
Sache nach erkannt – lediglich eine Bezifferung des stets Geforderten dar. Diese
Bezifferung war dem Kläger erst aufgrund der vom Beklagten auf gerichtliche Auf-
forderung hin bekanntgegebenen Tatsachen möglich. Ob der mit dem präzisierten
Rechtsbegehren verlangte Betrag dem Verkehrs- bzw. Marktwert der Parzelle
Nr. 17 entspricht oder nicht, ist eine andere Frage und im Zusammenhang mit
der Zulässigkeit der Präzisierung des Rechtsbegehrens nicht von Belang.
Prozessual ist die Präzisierung aufgrund von § 61 Abs. 2 ZPO/ZH sowie mit
Blick auf § 115 Ziff. 1 ZPO/ZH nicht zu beanstanden. Das räumt auch der Beklag-
te ein; er wirft dem Kläger aber mangelnde Behauptungen vor (vgl. act. 222
S. 18). Das geht fehl. Was der Kläger vom Beklagten an Zahlung ziffernmässig
und von der Sache her verlangte und verlangt, ergibt sich sowohl aufgrund des
Wortlauts des anfänglichen Rechtsbegehrens Ziffer 2 als auch aufgrund des prä-
zisierten Rechtsbegehrens. Anlass zur Präzisierung gaben die Ausführungen des
Beklagten in act. 28 und die Präzisierung wurde – wie vorhin vermerkt – auch in-
haltlich in nachvollziehbarer Art dargetan: Der Lebensvorgang, in dem die Forde-
rung gründet, ist der gleiche (Veräusserung an K._) und die Forderung als
solche ebenso (Wertersatz wegen Veräusserung). Das genügt im Lichte des § 61
ZPO/ZH. Weiteres an Behauptungen war für die Präzisierung des Rechtsbegeh-
rens nicht erforderlich.
2.2.3 Auch sonst ist nichts ersichtlich, was zum Ergebnis führen müsste, die  des Rechtsbegehrens Ziffer 2 durch den Kläger in act. 33 sei unzulässig
gewesen.
2.3 In prozessualer Hinsicht beanstandet der Beklagte ebenfalls die  im erstinstanzlichen Verfahren zu Rechtsbegehren Ziffer 2.
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Im Wesentlichen wirft er dem Bezirksgericht zum ersten vor, es habe die Be-
weismittelofferte für eine Expertise über den Wert der Parzelle Nr. 17 im Zeitpunkt
des Verkaufs unbeachtet gelassen. Es sei stossend, dass er mehrfach ein Gut-
achten beantragt habe, dieses aber weder vom Bezirksgericht noch von der
Kammer eingeholt worden sei, obwohl das Bundesgericht im Urteil vom 25. No-
vember 2014 in Erw. 7.6 ausdrücklich darauf hingewiesen habe, es müsse der
wieder aktuell gewordene Beweisantrag auf Einholung eines Gutachtens beurteilt
werden. Zu prüfen sei daher, ob ein Gutachten erforderlich sei, was das Bezirks-
gericht unterlassen habe mit der Argumentation, er hätte den Antrag nochmals
wiederholen müssen (vgl. act. 222 S. 14 f.).
Zum zweiten wirft der Beklagte dem Bezirksgericht der Sache nach vor, es
habe in seinem Entscheid auf Ausführungen des Klägers abgestellt, die dieser
erst in der Beweisantretungsschrift aufgestellt habe und damit verspätet. Der Hin-
weis des Bundesgerichtes, wie der Verkehrswert zu bestimmen sei, ändere daran
nichts. Der Kläger habe nie den Verkehrswert gefordert, sondern bloss den Erlös
(vgl. a.a.O., S. 17 f.).
2.3.1 Vorab ist dazu klarzustellen, dass der Kläger mit dem Rechtsbegehren  2 den Wertersatz für die Parzelle Nr. 17 fordert. Dieser steht ihm aufgrund von
Art. 291 Abs. 1 SchKG deshalb zu, weil die Rückgabe des Grundstücks in natura
wegen der Veräusserung an K._ (bzw. letztlich L._) nicht mehr möglich
ist. Denn es gilt, wie das Bundesgericht im Urteil vom 25. November 2014 fest-
hielt, den ungerechtfertigten Vermögensvorteil des durch das angefochtene
Rechtsgeschäft Begünstigten rückgängig zu machen (vgl. act. 136 S. 11 [Erw.
6.2.1]). Für die Bestimmung dieses Wertersatzes ist vom Verkehrswert auszuge-
hen, wie es die Kammer einst und danach ebenso das Bundesgericht in seinem
Urteil festgehalten haben; das ist hier nicht mehr zu wiederholen, sondern es
kann auf die entsprechenden Erwägungen im bundesgerichtlichen Urteil verwie-
sen werden (vgl. a.a.O., Erw. 5.1 und S. 9 [Das Obergericht fasste diese Grunds-
ätze zutreffend zusammen.]). Der Kläger hat den Markt- bzw. Verkehrswert – wie
vorhin erwähnt (vgl. Erw. II/2.2.2) – im Verkaufserlös gesehen und diesen letztlich
auf Fr. 221'585.25 beziffert, entsprechend der Steuerschuld von C._, die
dann L._ für diesen tilgte.
- 15 -
Die Beweislast für die Behauptung, der Wertersatz einer Sache belaufe sich
auf einen bestimmten Betrag, der dem Verkehrswert entspricht, obliegt dem An-
fechtungskläger. Der Kläger hat im bezirksgerichtlichen Verfahren vor Beginn des
Beweisverfahrens den Verkehrswert auf Fr. 221'585.25 beziffert. Der Beklagte
seinerseits hat in der Duplik bestritten, dass sich der Wertersatz auf Fr. 90'000.-
oder auf den Kaufpreiserlös belaufe (vgl. Vi.-Prot. im Geschäft Nr. CG090001
S. 7). Das Bundesgericht hat in seinem Urteil vom 25. November 2014 daher fest-
gehalten, es stehe fest, dass seitens der Parteien keine übereinstimmende Be-
wertung der Parzelle Nr. 17 vorliege, weshalb diesbezüglich Beweis zu führen sei.
Die Erhebung von Beweisen sei ihm verwehrt, was zur Rückweisung an die Vo-
rinstanz führe (vgl. act. 136 Erw. 7.6). Von daher ist es nicht zu beanstanden,
wenn das Bezirksgericht dem Kläger im Beschluss vom 16. September 2015 den
Hauptbeweis dafür auferlegte, dass der Verkehrswert der Parzelle Nr. 17 am
8. Dezember 2004 Fr. 221'585.25 betragen habe.
Richtig ist, dass der Kläger in seiner Beweisantretungsschrift für den Beweis
seiner Behauptung diverse Beweismittel genannt und dabei erläutert hat, wie er
mit diesen den Beweis erbringen wolle. Dieses Vorgehen entspricht der Bildung
von Unterbeweissätzen mit Hilfe von neu indizierenden Tatsachen. Beides ist ge-
mäss feststehender Rechtsprechung zulässig (vgl. FRANK/STRÄULI/MESSMER,
Kommentar zur zürcherischen Zivilprozessordnung, 3. A., Zürich 1997, § 137 N 4,
unter zutreffendem Hinweis auf ZR 85 Nr. 126 E. III/3). Das hat bereits das Be-
zirksgericht zutreffend dargelegt (vgl. act. 224 S. 12 f. [Erw. II/5]), worauf hier er-
gänzend verwiesen werden kann. Entgegen der Auffassung des Beklagten bietet
dieses prozessual Zulässige per se keinen Grund für Beanstandungen. Der – hier
sinngemäss zusammengefasste – Einwand des Beklagten, das Bezirksgericht
hätte sich weder auf diese Beweisführung des Klägers einlassen noch dessen
Vorbringen dazu im Urteil beachten dürfen (vgl. act. 222 S. 17, S. 18 f.), lässt das
ausser Acht. Was im Einzelnen von dem nicht hätte berücksichtigt werden dürfen,
was der Kläger in der Beweisantretungsschrift vorgebracht hatte, und warum je-
weils das nicht hätte berücksichtigt werden dürfen, legt der Beklagte in der Beru-
fung (act. 222) nicht näher dar. Die Berufung ist insoweit nicht hinreichend be-
gründet, und sie ist es ebenso, weil der Beklagte auf die Erwägungen II/5 und II/6
- 16 -
des angefochtenen Urteils (vgl. act. 224 S. 12 ff.) nicht näher eingeht und nicht
dartut, was daran genau falsch sein soll.
Unzutreffend ist gleichfalls die sinngemässe Behauptung des Beklagten, er
habe zu den Ausführungen des Klägers in der Beweisantretungsschrift nie recht-
zeitig Stellung nehmen können (vgl. act. 222 S. 12 [Ziff. 14], S. 18). Denn gemäss
§ 139 Abs. 2 ZPO/ZH hätte er nach der Zustellung der Beweisantretungsschrift
des Klägers zusammen mit dem Beweisabnahmebeschluss (vgl. 153) dazu eben-
so Einwände erheben können wie zur Formulierung des Beweissatzes selbst, weil
der Beweisauflagebeschluss ebenso wie der Beweisabnahmebeschluss bis zum
Erlass des Endentscheides abgeändert werden kann (vgl. § 143 ZPO/ZH). Das
unterblieb, worauf bereits das Bezirksgericht in seinem Urteil zutreffend hingewie-
sen hat (vgl. act. 224 S. 13). Auch mit diesen bezirksgerichtlichen Erwägungen
setzt sich der Beklagte nicht näher auseinander und er zeigt nicht auf, warum sie
falsch sein sollen. Insofern bleibt seine Berufung wiederum auch noch unbegrün-
det.
Gelegenheit zur Stellungnahme bestand für den Beklagten darüber hinaus
gemäss § 147 ZPO/ZH, was das Bezirksgericht mit Verfügung vom 24. Februar
2017 beachtete (vgl. act. 189; vgl. auch act. 214) und worauf es in seinem Urteil
verwies (vgl. act. 224 S. 13 f.). Ebenso damit setzt sich der Beklagte in seiner Be-
rufung nicht näher auseinander, und diese bleibt wiederum zugleich nicht ausrei-
chend begründet.
2.3.2 Der Beklagte beanstandet – wie vorhin gesehen – am bezirksgerichtlichen Verfahren, dass die von ihm als Beweismittel im Hauptverfahren offerierte Exper-
tise nicht abgenommen wurde. Er macht damit sinngemäss eine Verletzung sei-
nes Rechts auf Beweis geltend. Dieses Recht ist dann verletzt, wenn das Gericht
ein ihm frist- und formgerecht offeriertes Beweismittel nicht berücksichtigt.
2.3.2.1 Mit der Rückweisung der Sache an das Bezirksgericht wurde, wie bereits mehrmals erwähnt, der Prozess in den Stand versetzt, in dem er sich vor der Auf-
hebung des angefochtenen Entscheids befunden hat. Die vom Kläger beim Be-
zirksgericht anhängig gemachte Klage, die im ordentlichen Verfahren nach zür-
cherischer ZPO zu beurteilen war, wurde mit dem Urteil vom 15. September 2011
- 17 -
behandelt, nach dem Hauptverfahren, aber ohne dass ein Beweisverfahren
durchgeführt worden wäre. Dieses Urteil wurde von der Kammer nach der Rück-
weisung des Bundesgerichts mit Beschluss vom 21. Januar 2015 aufgehoben.
Das bezirksgerichtliche Verfahren befand sich damit im Stadium vor dem Beweis-
verfahren und die vom Beklagten im Hauptverfahren vorgenommene Beweismit-
telofferte lebte insoweit mit der Aufhebung des Urteils vom 15. September 2011
wieder auf (vgl. dazu auch act. 136 Erw. 7.6 [a.E.] und act. 137 S. 14 f.).
2.3.2.2 Im ordentlichen Verfahren der zürcherischen Zivilprozessordnung sind die Beweise erst im sog. Beweisverfahren zu erheben, das an das Hauptverfahren
anschliesst. Das Beweisverfahren wird mit der Beweisauflage eröffnet (vgl. § 136
ZPO/ZH). In der Beweisauflage hat das Gericht den Parteien die Beweisthemen
in sog. Beweissätzen anzuzeigen, ist den Parteien durch das Gericht mitzuteilen,
welcher von ihnen der Hauptbeweis obliegt bzw. welche den Gegenbeweis erbrin-
gen kann, und es sind die Parteien vom Gericht aufzufordern, ihre Beweismittel
zu den einzelnen Beweisthemen innert Frist schriftlich zu bezeichnen bzw. zu of-
ferieren (vgl. § 136 ZPO/ZH).
In ihrer auf die Beweisauflage folgenden Beweisantretungsschrift (vgl. § 137
ZPO/ZH) haben die Parteien im ordentlichen Verfahren sämtliche Beweismittel zu
bezeichnen (unter genauer Bezugnahme auf die Beweisauflage), und zwar unbe-
schadet dessen, dass sie allenfalls bereits im Hauptverfahren Beweismittel be-
zeichnet haben (vgl. FRANK/STRÄULI/MESSMER, a.a.O., N 1 zu § 136). Denn die
Bezeichnung von Beweismitteln schon im Hauptverfahren ist weder prozessuale
Pflicht noch Obliegenheit der Parteien (vgl. auch FRANK/STRÄULI/MESSMER, a.a.O.,
N 18 zu § 113: Ordnungsvorschrift), weshalb die Parteien an allfällige Beweismit-
telofferten im Hauptverfahren nicht gebunden sind; darauf hat die Kammer übri-
gens schon im Beschluss vom 21. Januar 2015 hingewiesen (vgl. act. 137 S. 14).
In der Beweisantretung nach § 137 f. ZPO/ZH können sie vielmehr die Abnahme
anderer oder weiterer Beweismittel verlangen und auf im Hauptverfahren genann-
te Beweismittel verzichten. Diese Beschränkung der Beweiserhebungen auf die
ordnungsgemässe Beweisantretung der Parteien gemäss § 137 ZPO/ZH (vgl.
FRANK/STRÄULI/MESSMER, a.a.O., N 6 zu § 137 ZPO/ZH) gilt im ordentlichen Ver-
fahren nur dann nicht, wenn entweder für das Gericht die Pflicht zur Beweiserhe-
- 18 -
bung von Amtes wegen besteht (vgl. dazu FRANK/STRÄULI/MESSMER, a.a.O., N 35
zu § 54, N 1 zu § 142) oder aber wenn beide Parteien schon im Hauptverfahren
erklärt haben, sie hätten alle Beweismittel zum ganzen Prozessstoff bezeichnet
bzw. zu einzelnen Fragen (vgl. § 141 ZPO/ZH), die ein in sich geschlossenes Be-
weisthema bilden, dessen beweismässige Klärung die Sache spruchreif macht.
Der vom Kläger geltend gemachte Wertersatz für die Parzelle Nr. 17, der im
Hauptverfahren bestritten worden war, beschlägt keinen Sachverhalt, der vom
Bezirksgericht von Amtes wegen abzuklären gewesen wäre. Erklärungen zur ab-
schliessenden Beweismittelnennung haben sodann beide Parteien im bezirksge-
richtlichen Verfahren nicht abgegeben (vgl. act. 26 sowie Vi-Prot. im Geschäft
Nr. CG090001 S. 5–9, 14). Dazu bestand auch kein Anlass, nachdem das Be-
zirksgericht die Parteien dazu nicht aufgefordert hatte.
2.3.2.3 Es ist somit nicht zu beanstanden, wenn sich das Bezirksgericht an die eben skizzierte Ordnung hielt und dem Verfahrensstand entsprechend (vgl. vorn
Erw. II/2.3.2.1) am 16. September 2015 einen Beweisauflagebeschluss erliess
(vgl. act. 142), in dem es das Beweisthema bezeichnete, dem Kläger den Haupt-
beweis dafür auferlegte und vermerkte, dem Beklagten stehe der Gegenbeweis
offen. Ebenso nicht zu beanstanden ist, sondern korrekt war, dass das Bezirksge-
richt die Parteien in Dispositivziffer 3 seines Beschlusses ausdrücklich darauf hin-
wies, sie hätten die Beweismittel schriftlich im Doppel zu bezeichnen, und zwar
auch soweit diese bereits im Hauptverfahren bezeichnet worden seien. Nicht zu
beanstanden ist schliesslich der Hinweis des Bezirksgerichts im Beschluss vom
16. September 2015, bei Säumnis unterbleibe die Beweisabnahme zum Nachteil
der säumigen Partei (vgl. a.a.O., S. 2), weil diese Säumnisfolge ebenfalls zutrifft
(vgl. FRANK/STRÄULI/MESSMER, a.a.O., N 6 zu § 137). Die Androhung dieser
Säumnisfolge im Beweisauflagebeschluss war klar und unmissverständlich; das-
selbe gilt für alle weiteren Anordnungen im Beschluss. Der anwaltlich vertretene
Beklagte macht daher zu Recht in der Berufung nicht geltend, er habe diese An-
ordnungen nicht verstanden.
Der Beklagte wurde allerdings nicht säumig. Mit Eingabe vom 3. November
2015 (act. 151) erklärte er dem Bezirksgericht gegenüber vielmehr ausdrücklich,
nach "nochmaliger Prüfung der Sachlage" verzichte er auf die Nennung von Ge-
- 19 -
genbeweismitteln. Auch das ist klar und unmissverständlich und bot keinen An-
lass für gerichtliche Nachfragen i.S. des § 55 ZPO/ZH. Folgte das Bezirksgericht
im Beweisabnahmebeschluss dieser unmissverständlichen Verzichtserklärung
des Beklagten, indem es auf die Abnahme von Gegenbeweismitteln des Beklag-
ten verzichtete, so ist auch das in keiner Weise zu beanstanden. Im Übrigen ist
das nichts anderes als das Ergebnis der Prüfung der Frage, ob ein Beweismittel
des Beklagten abzunehmen war, und es liegt darin nichts Formalistisches, mit
dem das Recht des Beklagten auf Abnahme frist- und formgerecht offerierter Be-
weismittel beschnitten worden wäre: Ein im Beweisverfahren frist- und formge-
rechter Antrag auf Abnahme von Gegenbeweismitteln liegt nicht vor, sondern ein
ausdrücklicher und bedingungsloser Verzicht auf die Abnahme irgendwelcher Ge-
genbeweismittel, der im Wissen um die prozessuale Rechtslage (vgl. act. 137
S. 14 f.) abgegeben wurde. Bereits von daher besteht kein Anlass, den in der Be-
rufung gestellten Antrag des Beklagten auf Abnahme eines solchen Gegenbe-
weismittels (Gutachten) bzw. weiterer Gegenbeweismittel noch näher zu prüfen
(vgl. act. 222 S. 3 und S. 24). Hinzu kommt, dass der Art. 317 Abs. 1 ZPO dem
Antrag unübersehbar eine Schranke setzte, lässt sich doch unter keinem denkba-
ren Gesichtspunkt begründet feststellen, das bzw. die (Gegen-)Beweismittel, auf
das bzw. auf die vor erster Instanz ausdrücklich verzichtet wurde, habe bzw. hät-
ten trotz zumutbarer Sorgfalt vor erster Instanz nicht vorgebracht werden können,
weshalb nun erst im Berufungsverfahren die Abnahme zu erfolgen habe.
Eine Verletzung des Rechts auf Beweis des Beklagten ist somit insgesamt
nicht auszumachen. Nicht auszumachen ist zudem die vom Beklagten behauptete
Missachtung der Erwägung 7.6 des Rückweisungsbeschlusses des Bundesge-
richts durch das Bezirksgericht (vgl. act. 222 S. 15). Es ist daher fast müssig da-
rauf hinzuweisen, dass das Bundesgericht in dieser Erwägung (vgl. act. 136
S. 15) weder feststellte, es liege ein korrekter und rechtzeitig gestellter Beweisan-
trag des Beklagten vor (so aber act. 222 S. 15), noch anordnete, dieser Antrag sei
ungeachtet der massgeblichen prozessrechtlichen Vorschriften zum Beweisver-
fahren von den kantonalen Instanzen zu behandeln. Auf das läuft die Argumenta-
tion des Beklagten auf S. 15 der Berufung allerdings letztlich hinaus.
- 20 -
2.4 Die prozessualen Beanstandungen und die damit verbundenen Rügen zur Verletzung von Verfahrensgrundsätzen bzw. -rechten, die der Beklagte in der Be-
rufung erhebt und auf die bisher eingegangen wurde, erweisen sich somit insge-
samt als unbegründet. Sie stehen einer Prüfung des angefochtenen Urteils in der
Sache selbst nicht entgegen. Auch sonst ist nichts ersichtlich, was in Beachtung
der prozessualen Grundsätze dieser Prüfung entgegenstehen würde. Der Beklag-
te hat die – im Übrigen zutreffende – Erwägung II/7 im angefochtenen Urteil mit
der Berufung nicht näher beanstandet. Es bleibt deshalb dabei.
Anzufügen bleibt an dieser Stelle noch, dass der Kläger für seine Behaup-
tung, der Wertersatz für die Parzelle Nr. 17 betrage Fr. 221'585.25, kein Gutach-
ten zum Verkehrswert als Beweismittel angerufen hat. Er begründete das im We-
sentlichen damit, dass das Gericht mit den von ihm zum Hauptbeweis offerierten
Beweismitteln genügend konkrete Anhaltspunkte erhalte, um den Verkehrswert zu
bestimmen (vgl. act. 148 S. 6 [Ziff. 12]). Das Bezirksgericht nahm deshalb folge-
richtig auch kein Gutachten zum Hauptbeweis des Klägers ab (vgl. act. 153 und
act. 224 S. 10). Dieses Vorgehen blieb im Berufungsverfahren unbeanstandet,
weshalb es damit sein Bewenden hat. Es erübrigt sich von daher fast der Hinweis,
dass in Verfahren wie diesem, bei denen das Gericht den Sachverhalt nicht von
Amtes wegen festzustellen oder gar zu erforschen hat, die Beweisführung ohne-
hin ausschliessliche Sache der Parteien ist, es also an ihnen und nicht am Gericht
liegt zu bestimmen, wie und mit welchen Beweismitteln sie einen ihnen obliegen-
den Beweis erbringen wollen.
3. Das Bezirksgericht ging in seinem Urteil zutreffend davon aus, dass der Kläger den Nachweis für seine Behauptung zum Verkehrswert der Parzelle Nr. 17 vor al-
lem mit dem Kaufpreis ab dem Jahr 2000 für vergleichbare Grundstücke erbrin-
gen will. Im Wesentlichen geht es dem Kläger dabei um unüberbaute Grundstü-
cke ohne bauliche Nutzung in der Wohnzone 0,20 und 0,15 in der Gemeinde
D._ und dort insbesondere im Gebiet H._ (vgl. act. 224 S. 11 [unten]), in
dem auch die Parzelle Nr. 17 liegt.
Der Kläger beruft sich zudem auf zwei weitere Anhaltspunkte, die dem Be-
weis des Verkehrswerts dienen, wie das Bezirksgericht ebenfalls richtig festhielt.
Es ist das erstens der Preis, den die Stockwerkeigentümer für 972 m2 der Parzel-
- 21 -
le Nr. 17 an L._ zahlten, nachdem L._ die Parzelle Nr. 17 zum Grossteil
mit seinem benachbarten Grundstück vereinigt und den Rest der Stockwerkeigen-
tümergemeinschaft veräussert hatte (vgl. a.a.O., S. 10/11). Zweitens ist es die
amtliche Schätzung des Quadratmeterpreises im Jahr 1985 für die ehemalige
Parzelle Nr. 20, Plan 23, im Gebiet H._, der Fr. 50.- betrug (vgl. a.a.O., S.
11).
3.1 Das Bezirksgericht befasste sich in seinem Urteil zunächst mit den vielen , die der Kläger bezeichnet hat (vgl. act. 224 S. 17 f. [Erw.
II/11]). Von diesen hätten sich aufgrund der Auskunft des Grundbuchamts
J._ (act. 185) am Ende vier herauskristallisiert, welche im Gebiet H._
lägen und alle übrigen Voraussetzungen erfüllten (Wohnzone 0,15 / 0,2, nicht
überbaut und – zumindest vermutungsweise – ohne bauliche Nutzung). Es seien
das die Grundstücke mit den Nummern 28, 29, 26 und 14. Vom Grundstück Nr.
26 seien keine Kaufpreise bekannt, weshalb keine Vergleiche angestellt werden
könnten. Beim Grundstück Nr. 14 handle es sich um eines, das im Prozess strittig
gewesen sei, weshalb ebenfalls kein Vergleich angestellt werden könne. Für das
Grundstück Nr. 29, das eine Fläche von 1'107 m2 aufweise, seien Fr. 2,49 Mio.
bezahlt worden, allerdings zusammen mit dem Grundstück Nr. 27, das überbaut
sei. Auch bei diesem fehle es daher an einer Vergleichbarkeit, weshalb einzig das
Grundstück Nr. 28 bleibe. Das sei aufgrund des vorhandenen Datenmaterials am
ehesten mit der Parzelle Nr. 17 vergleichbar. Dieses Grundstück von 732 m2 habe
Ende Juli 2007 für Fr. 872'400.- die Hand geändert, also zu rund Fr. 1'192.- pro
m2 und damit zu wesentlich mehr als zu den rund Fr. 69.- pro m2, die als objekti-
ver Wert für die Parzelle Nr. 17 am 8. Dezember 2004 behauptet worden seien
(vgl. act. 224 S. 17/18). Über die (fehlende) Überbaubarkeit dieses Grundstücks
sei allerdings nichts bekannt. Die allfällige bauliche Nutzung könne jedoch ent-
scheidend sein, zumal der Quadratmeterpreis ähnlich hoch sei wie der für die
zwei zusammen veräusserten Grundstücke Nr. 27 und Nr. 29. Daraus schloss
das Bezirksgericht, das lasse eine Annahme nicht zu, der objektive Quadratme-
terpreis der Parzelle Nr. 17 sei im Dezember 2004 eher bei Fr. 69.- als bei Fr. 0.-
bis Fr. 16.- gelegen (die Fr. 16.- pro m2 entsprächen einem Verkehrswert der Par-
zelle Nr. 17 von Fr. 50'000.-).
- 22 -
Mit der Berufung wird das alles nicht näher beanstandet (vgl. act. 222, dort
insbes. S. 19 ff.). Es gilt daher auch hier.
3.2 Das Bezirksgericht wandte sich danach (vgl. act. 224 S. 18–21) der  Parzelle Nr. 20, Plan 23, im Gebiet H._ zu, deren amtlicher Schätzwert
im Jahr 1985 Fr. 50.- pro m2 betragen haben soll.
Es hielt zunächst im Wesentlichen fest, aus den Beweismitteln (act. 150/9 und act. 30/3) ergebe sich eine Fläche von 1'795 m2 der Parzelle, die gemäss
Schätzungseröffnung der kantonalen Schätzungskommission vom 7. März 1985
mit einem Bauverbot und einem Ausnützungszifferntransfer zugunsten der Nach-
barparzelle Nr. 30 belastet gewesen sei. Der Wert dieser Fläche sei auf Fr. 50.-
pro m2 geschätzt worden. Die Restfläche der Parzelle habe 1'120 m2 betragen,
sei Ski-Piste gewesen und auf einen Wert von Fr. 15.- pro m2 geschätzt worden.
Über die gesamte Fläche der Parzelle ergebe das einen durchschnittlichen Quad-
ratmeterpreis von rund Fr. 37.- (vgl. act. 224 S. 18). Der Beklagte beanstandet
diese Feststellungen mit der Berufung nicht näher, macht namentlich nicht gel-
tend, sie seien falsch (vgl. act. 222, dort insbes. 19 ff.). Sie gelten daher auch
hier.
Aufgrund der Beweismittel stellte das Bezirksgericht weiter fest (vgl. act. 224
S. 18 f.), der Kläger habe die Parzelle am 13. März 2000 vom Vater des Beklag-
ten für Fr. 1,6 Mio. gekauft. Nachdem der Kaufvertrag infolge Wandelung aufge-
hoben worden sei, sei ein Ausnützungszifferntransfer von 220 m2 zulasten des
Grundstücks Nr. 27 als dingliches Recht zugunsten der Parzelle errichtet worden.
Der Vater des Beklagten habe auf eine Rückübertragung des Grundstücks mit
Vereinbarung vom 31. Januar 2006 (act. 18/9) verzichtet und der Kläger habe
sich verpflichtet, diesen Verzicht im Umfang des Nettoverkaufserlöses, mindes-
tens aber mit Fr. 500'000.-, an die Schuld des Vaters des Beklagten anzurechnen.
Seit dem 11. März 2009 habe die Parzelle über keine Ausnützungsziffer mehr ver-
fügt, weil diese vorher wegtransferiert worden sei. Im April 2009 sei die Parzelle
an die Eigentümer der Nachbarparzelle Nr. 31 verkauft und mit dieser Nachbar-
parzelle zum Grundstück Nr. 31 vereinigt worden. Auch diese Feststellungen
werden mit der Berufung nicht näher beanstandet (vgl. act. 222, insbes. S. 19 ff.),
und es bleibt somit bei diesen.
- 23 -
Schliesslich stellte das Bezirksgericht zur Parzelle Nr. 17 fest (vgl. act. 224
S. 19), vor deren Verkauf am 8. Dezember 2004 sei zu deren Lasten bereits 1999
ein Ausnützungszifferntransfer durchgeführt worden, und zwar zu Gunsten der
Nachbarparzelle Nr. 32. Am 7. Mai 2010 sei dann die Parzelle Nr. 17 aufgeteilt
und im Umfang von 972 m2 an die Eigentümer der Nachbarparzelle Nr. 31 sowie
im Umfang von 2'228 m2 an L._, Eigentümer der Nachbarparzelle Nr. 25,
verkauft worden. Es habe je eine Vereinigung mit den Grundstücken der Erwerber
gegeben, einen auf den Umfang von 168 m2 reduzierten Ausnützungszifferntrans-
fer habe es überdies zu Lasten der Parzelle Nr. 32 zu Gunsten der Parzelle Nr. 25
von L._ gegeben. Ebenfalls diese Feststellungen werden mit der Berufung
nicht näher beanstandet (vgl. act. 222, insbes. S. 19 ff.), und es bleibt daher
ebenfalls bei ihnen.
3.3 - 3.3.1 Das Bezirksgericht erachtete gestützt auf seine Feststellungen die  Nr. 17 im Dezember 2004 mit der ehemaligen Parzelle Nr. 20 im Jahr 1985
hinsichtlich Grösse, Lage sowie auch der Nutzungsmöglichkeiten insgesamt als
vergleichbar. Es schloss zudem eine Wertverminderung der Parzelle Nr. 20 im
Verlauf der 20 Jahre seit der Schätzung aus, nicht zuletzt auf Grund der allgemei-
nen Lebenserfahrung; wenn schon sei von einer Wertsteigerung auszugehen. Es
hielt dagegen für gewiss, dass der vom Kläger im März 2000 aufgewendete Kauf-
preis von Fr. 1,6 Mio. offensichtlich kein Wertäquivalent war. Die Bewertung des
Grundstücks im Januar 2006 in der Vereinbarung zwischen dem Kläger und
C._ hätte nur gut ein Jahr nach der Veräusserung der Parzelle Nr. 17 im-
merhin noch einen Quadratmeterpreis von Fr. 172.- über das ganze Grundstück
ergeben. Auch wenn dieser Preis wohl nicht mehr direkt vergleichbar sei, weil im
Oktober 2005 ein Ausnützungszifferntransfer von 220 m2 zu Gunsten des Grund-
stücks Nr. 20 stattgefunden habe, was dessen Wert nach dem gewöhnlichen Lauf
der Dinge gesteigert haben müsse, sei nicht davon auszugehen, die gesamte Dif-
ferenz in den Werten seit der Schätzung im Jahr 1985 (über das ganze Grund-
stück Fr. 37.- pro m2 bzw. Fr. 50.- für den Teil, der nicht Skipiste war) sei nur die-
sem Ausnützungszifferntransfer geschuldet. Das Grundstück selbst sei unüber-
baubar gewesen und habe am Ende das gleiche Schicksal wie die Parzelle Nr. 17
- 24 -
gehabt. Beide hätten nur dem Ausnützungszifferntransfer gedient und seien in
den Nachbarparzellen aufgegangen (vgl. act. 224 S. 20 f.).
Im Wesentlichen gestützt auf diese Überlegungen gelangte das Bezirksge-
richt zum Ergebnis, die vom Kläger angestellte Schätzung des Verkehrswertes
der Parzelle Nr. 17 am 8. Dezember 2004 sei auf Grund der vom Kläger vorgeleg-
ten Beweismittel nachvollziehbar und schlüssig. Und es setzte daher den Wert-
ersatz, der dem Kläger zusteht (vgl. vorn Erw. II/2.3.1, a. A.), entsprechend fest
(vgl. a.a.O., S. 22 f.).
3.3.2 Der Beklagte hält die ehemalige Parzelle Nr. 20 und die Parzelle Nr. 17 nicht für vergleichbar. Er wirft dem Bezirksgericht im Wesentlichen vor, es habe
sich mit keinem Wort zur effektiven Beschaffenheit der zwei Parzellen geäussert.
Es habe lediglich ausgeführt, dass Lage, Grösse und Nutzungsmöglichkeiten ähn-
lich seien, was bestritten werde, und zwar weil es sich bei der Parzelle Nr. 17
mehrheitlich um Wald und eine Strasse handle, welche der Erschliessung anderer
Grundstücke diene. Die Parzelle Nr. 20 sei nicht mit einem Wald bestockt (vgl.
act. 222 S. 12, S. 20 und S. 21).
Richtig ist, dass das Bezirksgericht die vom Beklagten geltend gemachten
Gesichtspunkte "effektiver" Beschaffenheit unberücksichtigt liess. Warum diese
Gesichtspunkte erheblich sein sollen, legt der Beklagte allerdings nicht dar. Insbe-
sondere zeigt er nicht auf, inwiefern diese Gesichtspunkte zu einem erheblich un-
terschiedlichen Verkehrswert der zwei Parzellen führen müssen, deren Lage,
Grösse und (bauliche) Nutzbarkeit doch vergleichbar sind, wie es das Bezirksge-
richt sachlich überzeugend dargelegt hat. Identität der Parzellen kann im Übrigen
nicht verlangt werden, weshalb auch bloss ähnliche Grösse genügt, zumal ja auf
den Quadratmeterpreis abgestellt wird und die Lage vergleichbar ist, weil beide
Parzellen im Gebiet H._ liegen, was der Beklagte mit seiner allgemein gehal-
tenen Kritik übergeht (vgl. act. 222, dort etwa S. 20). Insoweit ist die Berufung
nicht hinreichend begründet. Dass die vom Beklagten vorgebrachten Gesichts-
punkte "effektiver" Beschaffenheit zu einem wesentlich unterschiedlichen Ver-
kehrswert der zwei Parzellen führen müssen, liegt überdies auch nicht irgendwie
auf der Hand, zumal die Parzelle Nr. 20 zwar nicht mit einer Strasse, aber dafür
mit einer Skipiste belastet war und es bei fehlender Möglichkeit einer Überbauung
- 25 -
objektiv gesehen für den Wert keine wesentliche Rolle spielt, ob ein Grundstück
auch Baumbestand hat oder nicht, ausser es ginge um land- oder forstwirtschaft-
liche Nutzung. Dergleichen macht der Beklagte allerdings weder bei der Parzelle
Nr. 17 noch bei der Parzelle Nr. 20 als massgeblichen Gesichtspunkt geltend. Der
wirtschaftliche Wert beider Parzellen liegt bzw. lag vor allem darin, dass sie für die
Arrondierung benachbarter Grundstücke sowie für den Ausnützungszifferntransfer
nutzbar sind bzw. waren. Dass dieser Gesichtspunkt z.B. C._ unbekannt
war, als er die Parzelle Nr. 17 dem Beklagten gab, oder der Schätzungskommis-
sion im Jahr 1985 in Bezug auf die Parzelle Nr. 20 unbekannt war, behauptet der
Beklagte immerhin so nicht und das doch wohl mit Fug.
Vor diesem Hintergrund kommt den Überlegungen des Bezirksgerichts auf S. 22 seines Urteils, die Parzelle Nr. 17 sei im Dezember 2004 nicht wertlos ge-
wesen, wie es der Beklagte behaupte, Evidenz zu. Gleiches gilt für die anderwei-
tig getroffene Feststellung des Bezirksgerichts, der Wert eines Grundstücks sei
erfahrungsgemäss zwischen 1985 und 2004 nicht gesunken, sondern gestiegen.
Richtig ist gewiss, dass der Umfang, in dem es zu einem Ausnützungsziffern-
transfer (noch) kommen kann, den Wert einer nicht überbaubaren Parzelle, wie es
die Parzellen Nr. 20 und 17 waren, mitbestimmt, worauf der Beklagte der Sache
nach hinweist (vgl. act. 222 S. 19/20). Massgeblich ist überdies die Nachfrage, die
sachgemäss bei solchen Parzellen letztlich nur durch die Eigentümer der benach-
barten Grundstücke bestimmt werden kann bzw. deren Interessen im Sinne einer
Äquivalenz der kaufvertraglichen Leistungsversprechen. Das Bezirksgericht ver-
wies der Sache nach ebenfalls zutreffend auf diesen Aspekt (vgl. act. 224 S. 21),
der sich nicht wegdenken lässt, einer objektiven Betrachtungsweise indes nicht im
Wege stehen kann, weil die Auffassung zur Äquivalenz von Leistungen, die aus-
getauscht werden, den Verkehrs- bzw. Marktwert einer Sache immer mitbestimmt.
3.3.3 Berücksichtigt man die eben geschilderten Gesichtspunkte, so bietet die Schätzung der Parzelle Nr. 20 durch die kantonale Kommission im März 1985
verlässliche objektive Ausgangswerte für die Bestimmung des Wertes eines Qua-
dratmeters der Parzelle Nr. 17 im Dezember 2004. Es sind das ein Quadratme-
terpreis bei den Skipisten von Fr. 15.-, einer von Fr. 50.- für den Rest der Parzelle
und einer von Fr. 37.- im Durchschnitt. Von Ende März 1985 bis Ende November
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2004 belief sich die Teuerung auf fast 43 %, gerechnet auf dem Indexstand 100
per Dezember 1982 (Stand Ende März 1985: 107.6 Punkte; Stand Ende Novem-
ber 2004: 153.3 Punkte). Es erhöhten sich die Schätzwerte daher zwischen der
Schätzung und dem Dezember 2004 allein teuerungsbereinigt von Fr. 15.- auf
Fr. 21.40 bzw. von Fr. 50.- auf Fr. 71.20 und von Fr. 37.- auf Fr. 52.70.
Was die Wertsteigerung der Parzellen zwischen März 1985 und Dezember
2004 betrifft, so bietet der Wert, den C._ und der Kläger der Parzelle Nr. 20
im Januar 2006 zumassen, durchaus einen Anhaltspunkt. Er beläuft sich auf
Fr. 172.- pro m2 (die Teuerung zwischen Ende November 2004 und Ende Januar
2006 ist im Übrigen vernachlässigbar, weil sie nur 0,6 % betrug). Dieser gewiss
auch subjektive Wert – er widerspiegelt die Auffassung von Wert zweier mit dem
örtlichen Immobiliengeschäft vertrauter Parteien – lässt sich immerhin als eine Art
Obergrenze verstehen und berücksichtigt, dass auf der nicht bebaubaren Parzelle
Nr. 20 auch ein Recht auf Ausnützungszifferntransfer bestand, wie das Bezirksge-
richt festhielt (vgl. act. 224 S. 21), und die Frage der Ausschöpfung von Ausnüt-
zungszifferntransfers bei den Parzellen Nr. 20 und Nr. 17 auf Grund der Akten
nicht abschliessend beantwortet werden kann, worauf der Beklagte ja hinweist.
Diese Obergrenze ist immerhin mehr als dreimal so hoch wie der teuerungsberei-
nigte Durchschnittswert von Fr. 37.- pro m2 im Jahr 1985 (und fast das Fünffache
des Schätzwertes) sowie immer noch mehr als doppelt so hoch wie der teue-
rungsbereinigte Wert der Fr. 50.- pro m2 im Jahr 1985 für den Teil der Parzelle
Nr. 20, der nicht Skipiste war. Berücksichtigt man, dass ein Teil der Wertsteige-
rung in Geld ausgedrückt stets die Teuerung (Kaufkraftverlust) miterfasst, ist die
Wertsteigerung nur noch moderat in Rechnung zu stellen. Bei einer solchen
Wertsteigerung zwischen 1985 und 2004 von einem Drittel beläuft sich der teue-
rungsbereinigte Durchschnittswert der Parzelle Nr. 20 pro m2 auf rund Fr. 70.- und
der teuerungsbereinigte Wert pro m2 für den Teil der Parzelle Nr. 20, der nicht
Skipiste war, auf rund Fr. 95.-. Selbst ohne jede Wertsteigerung in all den Jahren
läge der zweite dieser Werte immer noch leicht über dem Wert, der der Behaup-
tung des Klägers zum Verkehrs- bzw. Marktwert rechnerisch zu Grunde liegt.
Von daher ist es im Ergebnis nicht zu beanstanden, wenn das Bezirksgericht
den vom Kläger behaupteten Wert im Ergebnis seiner Beweismittelwürdigung als
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bewiesen betrachtete. Denn zum ersten wäre auch ein Wert bei Fr. 95.- pro m2
sachlich durchaus vertretbar – der Beklagte macht selbst geltend, die Hälfte der
Parzelle Nr. 17 sei mit Strasse und Wald belastet (vgl. act. 222 S. 18), und er be-
hauptet dabei nicht, der Strassenanteil habe mehr als die Hälfte dieser Hälfte be-
tragen, also mehr als ein Viertel der gesamten Parzelle. Zum zweiten waren und
sind keine Gegenbeweismittel zu berücksichtigen, die das Ergebnis selbst bei ei-
nem über dem Durchschnittswert liegenden Preis pro m2 erschüttern könnten.
Zum dritten bildet der vom Kläger mit dem präzisierten Rechtsbegehren Ziffer 2
verlangte Betrag die obere Grenze dessen, was ihm zugesprochen werden darf.
Das übersieht der Beklagte in seiner Kritik am Bezirksgericht und er wirft diesem
daher zu Unrecht vor, es habe entgegen dem, was das Bundesgericht im Rück-
weisungsentscheid verlangt habe, auf die Steuerschuld abgestellt (vgl. act. 222
S. 14, S. 19).
Richtig ist, wie der Beklagte geltend macht, dass das Ergebnis, zu dem das
Bezirksgericht gelangte, die bundesgerichtliche Erwägung im Urteil vom 25. No-
vember 2014 ausser Acht lässt, der objektive Wert der Parzelle Nr. 17 liege in
Wirklichkeit näher bei den Fr. 50'000.-, die im Kaufvertrag verurkundet worden
seien, als bei dem vom Kläger geltend gemachten Betrag. In den entsprechenden
Erwägungen des Bundesgerichts werden allerdings keine greifbaren Anhaltspunk-
te aufgeführt, welche diese bundesgerichtliche Annahme zuliessen (vgl. act. 136
Erw. 6). Hingegen haben sich im Beweisverfahren solche objektiven Anhaltspunk-
te ergeben, die es gemäss Erwägung 7 (vor 7.1) im bundesgerichtlichen Urteil
vom 25. November 2014 festzustellen galt (vgl. act. 136 S. 13). Es sind das na-
mentlich die Schätzung aus dem Jahr 1985 und die Teuerung, die als weiteres
objektiv wesentliches Element (Kaufkraftbereinigung) nicht unberücksichtigt blei-
ben darf, will man nicht in Willkür verfallen. Und diese objektiven Anhaltspunkte
zeigen anderes: Allein schon bei einem bloss teuerungsbereinigten Durchschnitts-
preis ergibt sich bei der gut 3'200 m2 umfassenden Parzelle Nr. 17 (vgl. act. 222
S. 22) ein Wert von rund Fr. 169'000.-. Dieser Wert ist mehr als das Dreifache
dessen, was im Vertrag als Kaufpreis festgesetzt worden war. Dieser Kaufpreis
gab ohnehin – folgt man dem Beklagten (vgl. Erw. II/2.2.2 mit Verweis auf act. 28
S. 1) – keinen zutreffenden Wert wieder und entzieht daher der Kritik des Beklag-
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ten, das Bezirksgericht habe Art. 9 ZGB missachtet (vgl. act. 222 S. 13), von
vornherein die sachliche Grundlage. Anzufügen bleibt dagegen noch, dass beim
Abstellen auf den teuerungsbereinigten Durchschnittswert und unter Berück-
sichtigung einer Wertsteigerung von einem Drittel ein Wert der Parzelle im De-
zember 2004 von rund Fr. 224'000.- resultiert. Gründe, warum man eine derart
moderate Wertsteigerung ausser Acht lassen müsste, sind nicht ersichtlich (wo-
rauf schon vorhin hingewiesen wurde).
3.4 Das Bundesgericht trug in seinem Urteil vom 25. November 2014 auf, den Wertersatz, den der Beklagte dem Kläger aufgrund der Veräusserung der Parzel-
le Nr. 17 schuldet, nach objektiven Kriterien zu bestimmen, die sich entweder aus
den Akten ergeben oder auf Grund eines Beweisverfahrens (vgl. act. 136 S. 13).
Das Bezirksgericht hat zutreffend darauf verwiesen (vgl. act. 224 S. 12 [Erw. II/4]).
Aus den Akten, die im Zeitpunkt der Rückweisung durch das Bundesgericht vor-
lagen, ergaben sich keine entsprechenden Werte, hingegen auf Grund des Be-
weisverfahrens. Diese führten das Bezirksgericht zur Gutheissung der Klage auch
in Bezug auf das Rechtsbegehren 2. Im Ergebnis des Berufungsverfahrens ist
das – wie gesehen – nicht zu beanstanden.
Auch sonst ist nichts ersichtlich, was am hier gezeichneten Ergebnis etwas
zu ändern vermöchte. Die Berufung, die sich in der Sache nur gegen die Disposi-
tivziffer 3 des bezirksgerichtlichen Urteils richtet, erweist sich insofern im Gesam-
ten als unbegründet und ist abzuweisen. Das führt zur Bestätigung von Dispositiv-
ziffer 3 des angefochtenen Urteils.
III. (Kosten- und Entschädigungsfolgen)
1. Das Bezirksgericht verlegte die Prozesskosten in den Dispositivziffern 4–6 dem Ausgang seines Verfahrens entsprechend vollumfänglich auf den Beklagten und
traf zudem die sachgemässen Anordnungen zur Liquidation der Prozesskosten.
Im Ergebnis des Berufungsverfahrens hat sich am erstinstanzlichen Verfahrens-
ausgang nichts geändert. Die Bemessung der erstinstanzlichen Gerichts- und
Parteikosten wurde im Berufungsverfahren (vgl. act. 222) ebenso wenig ange-
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fochten wie die Verlegung der zweitinstanzlichen Kosten gemäss Dispositivziffern
2–3 des Beschlusses der Kammer vom 21. Januar 2015 (vgl. act. 137 S. 16). Un-
angefochten blieben ebenso die Anordnungen des Bezirksgerichtes zur Liquidati-
on der Prozesskosten (vgl. act. 222). Die Dispositivziffern 4–6 des bezirksgericht-
lichen Urteils sind daher ebenfalls vollumfänglich zu bestätigen.
2. Die Prozesskosten dieses Berufungsverfahrens sind ausgangsgemäss  vollumfänglich dem Beklagten aufzuerlegen. Bei der Bemessung der Ent-
scheidgebühr ist von einem Streitwert von rund Fr. 221'000.- auszugehen, was
gemäss § 12 Abs. 1–2 sowie § 4 Abs. 1 GebV OG zu einer Grundgebühr von ge-
rundet Fr. 13'600.- führte. Zu berücksichtigen ist indes einerseits, dass sich die
Kammer mit der Sache bereits zu befassen hatte, was sachgerecht an sich eine
Reduktion gemäss § 4 Abs. 2 GebV OG rechtfertigte, sowie anderseits, dass die
in der Berufung vorgetragenen Beanstandungen die Überprüfung des vorinstanz-
lichen Verfahrens und Beweisverfahrens sowie der Beweismittelwürdigung ver-
langten. Es wurden damit Fragen aufgeworfen, die bislang nie zu prüfen waren,
was gemäss § 4 Abs. 2 GebV OG ebenfalls zu berücksichtigen ist. Das rechtfer-
tigt es, die Entscheidgebühr auf Fr. 10'000.- festzusetzen.
Bei der Bemessung der Parteientschädigung, die sich an § 13 Abs. 1–2 und
§ 4 AnwGebV zu orientieren hat, gelten im Wesentlichen die gleichen Überlegun-
gen. Zu berücksichtigen ist indes, dass § 13 Abs. 2 AnwGebV eine Reduktion vor-
sieht, die ihren Grund darin hat, dass eine Partei, die im vorinstanzlichen Verfah-
ren bereits durch die gleiche Person anwaltlich vertreten war (vgl. e contrario:
§ 12 Abs. 3 AnwGebV), mit der im Berufungsverfahren strittigen Thematik – an-
ders als das Berufungsgericht – in aller Regel bereits vertraut ist, was den Zeit-
aufwand verringert. Dass es sich hier anders verhalten hätte, ist nicht zu erken-
nen. Zu ersetzen ist sodann antragsgemäss (vgl. act. 233 S. 2) der Mehrwert-
steuerersatz von 7,7 %. Die Parteientschädigung ist auf total Fr. 9'000.- festzu-
setzen.
Zur Liquidation der Gerichtskosten ist der vom Beklagten geleistete Kosten-
vorschuss heranzuziehen.
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