Decision ID: a28d5073-b80f-4e15-a128-5ece583b64bf
Year: 2009
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
M._,
Beschwerdeführerin,
gegen
Kantonale Arbeitslosenkasse, Davidstrasse 21, 9001 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
Rückerstattung von Taggeldleistungen (versicherter Verdienst)
Sachverhalt:
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A.
A.a M._ stellte am 15. Januar 2008 Antrag auf Arbeitslosenentschädigung. Sie sei
seit dem Jahr 2001 bis zum 31. Dezember 2007 bei der A._ beschäftigt gewesen. Die
ehemalige Arbeitgeberin habe ihr wegen betrieblicher Umstrukturierung gekündigt. Sie
habe im Zusammenhang mit der Kündigungsfrist gegenüber ihrer ehemaligen
Arbeitgeberin Lohnansprüche, Ferien- und Gratifikationsansprüche geltend gemacht
(act. G 5/C23 und C24). Am 6. Februar 2008 erhob die Versicherte gegen B._ Klage
und forderte die Monatslöhne November, Dezember 2007 (je Fr. 4'000.--) und Januar
2008 (Fr. 4'200.--), eine Gratifikation (Fr. 3'000.--) sowie eine Ferienentschädigung
wegen Krankheit (Fr. 2'500.--) ein (act. G 5/21). Die A._ bescheinigte am 6. Februar
2008 (Datum Posteingang beim RAV St. Gallen), dass der letzte Monatslohn (netto)
Fr. 4'200.-- betragen habe und im Dezember 2006 der Versicherten eine Gratifikation
von (netto) Fr. 3'000.-- ausgerichtet worden sei (act. G 5.25).
A.b Am 1. April 2008 bezahlte B._ der Versicherten im Rahmen einer
aussergerichtlichen Vergleichsvereinbarung einen Betrag von Fr. 9'000.-- für
Ansprüche aus dem ehemaligen Arbeitsverhältnis ("Lohnansprüche, Provisionen,
Ferien; Krankheit u.s.w.") mit C._ in B._ und A._. Die Versicherte zog
gleichentags die beim Arbeitsgericht erhobene Klage zurück (act. G 5.C35).
A.c Mit Verfügung vom 29. Juli 2008 forderte die Kantonale Arbeitslosenkasse von der
Versicherten wegen zu viel bezogener Taggeldleistungen für die Monate Januar bis
Juni 2008 einen Betrag von (netto) Fr. 2'101.80 zurück (act. G 5.C5). Sie begründete
die Rückforderung damit, dass aufgrund der Angaben der ehemaligen Chefin
(Bruttolohn Fr. 4'700.--; Gratifikation von netto Fr. 3'000.--) ein versicherter Verdienst
von Fr. 4'980.-errechnet worden sei. Mit Datum vom 7. Juli 2008 hätte die
Arbeitslosenkasse vom Treuhänder der ehemaligen Arbeitgeberin ein Lohnjournal und
den entsprechenden Lohnausweis für das Jahr 2007 erhalten. Gemäss dessen
Angaben habe die Versicherte ein Bruttoeinkommen von Fr. 4'364.-- pro Monat im Jahr
2007 erzielt. Ein 13. Monatslohn oder eine Gratifikation für das Jahr 2007 sei nicht
ausbezahlt worden. Dies sei auch aus dem Lohnausweis für das Jahr 2007 ersichtlich.
Demnach müsse der versicherte Verdienst auf Fr. 4'364.-- angepasst werden.
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Aufgrund der Korrekturen ergebe sich für die Monate Januar bis Juni 2008 eine
Rückforderung in der Höhe von insgesamt Fr. 2'101.80 (act. G 5/C4).
B.
B.a Die Versicherte erhob am 8. August 2008 (Datum Posteingang bei der
Arbeitslosenkasse) Einsprache. Sie gab an, den 13. Monatslohn eingefordert zu haben.
Sie habe sich aber mit einer Abfindung zufrieden geben müssen, da sie damals schon
zwei Monate ohne Lohn gewesen sei und der Geschäftsführer der ehemaligen
Arbeitgeberin gedroht habe, die Zahlung noch ewig hinauszuzögern. Sie und alle
anderen ehemaligen Mitarbeitenden hätten nie Lohnabrechnungen erhalten. Sie habe
geglaubt, es sei alles korrekt ausgefüllt worden, deswegen sei sie über die
Rückforderung, die sie nicht ganz nachvollziehen könne, sehr erschrocken. Da sie
keine Schuld treffe, ersuche sie um den Erlass der Rückforderung (act. G 5/C3).
B.b Die Kantonale Arbeitslosenkasse wies die Einsprache mit Entscheid vom
20. August 2008 ab. Sobald der Einspracheentscheid rechtskräftig sei, werde die
Einsprache als Erlassgesuch an das Amt für Arbeit überwiesen. Zur Bereinigung der
arbeitsrechtlichen Forderungen gegenüber der ehemaligen Arbeitgeberin habe die
Versicherte offenbar in einen aussergerichtlichen Vergleich eingewilligt. Aufgrund der
eingereichten Unterlagen werde aber ein vertraglicher Anspruch auf einen
13. Monatslohn und/oder eine Gratifikation nicht belegt (act. G 5/C2).
C.
C.a Dagegen richtet sich die am 17. September 2008 (Datum Postaufgabe) erhobene
Beschwerde. Die Beschwerdeführerin beantragt sinngemäss die Aufhebung des
angefochtenen Einspracheentscheids vom 20. August 2008. Sie bringt vor, dass sie
damals (1. April 2008) unter Zwang und Existenzangst einen Zettel per Saldo aller
Ansprüche unterzeichnet habe, obwohl eine Gratifikation mündlich abgemacht worden
sei. Als sie ihre Angaben der Arbeitslosenversicherung gemeldet habe (Januar/Februar
2008), sei sie noch überzeugt gewesen, dass B._ sein Versprechen einhalten und die
ihr zustehende Gratifikation bezahlen werde. Ohnehin sei sie aufgrund der derzeitigen
Lebensumstände nicht in der Lage, die Rückforderung zu bezahlen (act. G 1).
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C.b In der Beschwerdeantwort vom 27. Oktober 2008 beantragt die
Beschwerdegegnerin die Beschwerdeabweisung. Sie macht geltend, ein
13. Monatslohn oder eine Gratifikation seien nicht ausbezahlt worden. Ferner habe die
Beschwerdeführerin per Saldo aller Ansprüche auf weitere Zahlungen gegenüber ihrer
Arbeitgeberin verzichtet. Grundlage für den versicherten Verdienst könnten aber nur
diejenigen Zahlungen bilden, die ihr auch tatsächlich ausbezahlt worden seien. Deshalb
habe der versicherte Verdienst nachträglich auf Fr. 4'364.-- reduziert werden müssen,
und es sei dadurch eine Rückforderung für die Monate Januar bis Juni 2008 von
insgesamt Fr. 2'101.80 entstanden (act. G 5).
C.c Die Beschwerdeführerin hat auf eine begründete Replik verzichtet (act. G 7). Sie
reicht am 1. Januar 2009 den Erhebungsbogen zum Erlassgesuch ein (act. G 9).
C.d Mit Schreiben vom 9. Februar 2009 ersucht die Verfahrensleitung des Gerichts die
Beschwerdegegnerin um Einreichung von in den Akten erwähnten Angaben des
Treuhänders der ehemaligen Arbeitgeberin sowie des Lohnausweises betreffend die
Beschwerdeführerin (act. G 10). Die Beschwerdeführerin wird gleichentags von der
Verfahrensleitung des Gerichts aufgefordert, eine Kopie des (steuerrechtlichen)
Lohnausweises 2007 oder Kontoauszüge, aus denen die Lohnzahlungen des Jahres
2007 hervorgehen, einzureichen (act. G 11).
C.e Die Beschwerdegegnerin stellt dem Gericht mit Schreiben vom 16. Februar 2009
den Lohnausweis des Jahres 2007 zu. Weitere Unterlagen des Treuhänders seien nicht
vorhanden (act. G 12). Die Beschwerdeführerin reicht am 20. Februar 2009 (Datum
Posteingang) den Lohnausweis 2007 sowie weitere Unterlagen ein (act. G 13).

Erwägungen:
1.
Soweit die Beschwerdeführerin einen Erlass der Rückforderung beantragt, ist auf die
Beschwerde nicht einzutreten, da es an einem Anfechtungsgegenstand und damit an
einer Sachurteilsvoraussetzung fehlt (BGE 119 Ib 36 E. 1b, 118 V 313 E. 3b, je mit
Hinweisen). Denn Gegenstand der Verfügung vom 29. Juli 2008 und des
Einspracheentscheides vom 20. August 2008 bildete nur die Rückforderung der nach
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Auffassung der Beschwerdegegnerin zu viel bezahlten Taggeldleistungen. Zur Frage
eines allfälligen Erlasses der Rückforderung hat sie nicht Stellung genommen. Auch im
Rahmen des Beschwerdeverfahrens hat sich die Beschwerdegegnerin nicht zur
Erlassfrage geäussert. Damit besteht keine Veranlassung, den Streitgegenstand des
Beschwerdeverfahrens auf die Erlassfrage auszudehnen.
2.
Vorliegend ist damit einzig die Rückforderung der Beschwerdegegnerin für die Monate
Januar bis Juni 2008 zu prüfen.
2.1 Nach Art. 95 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische
Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung [AVIG; SR 837.0] in
Verbindung mit Art. 25 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) sind unrechtmässig bezogene Leistungen
zurückzuerstatten. Eine Leistung in der Sozialversicherung ist nach ständiger
bundesgerichtlicher Rechtsprechung nur zurückzuerstatten, wenn in
verfahrensrechtlicher Hinsicht entweder die für die (prozessuale) Revision oder die für
die Wiedererwägung erforderlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Diese
Voraussetzungen sind nun in Art. 53 Abs. 1 und 2 ATSG umschrieben, wobei es sich im
Wesentlichen um eine Kodifizierung der bisherigen höchstrichterlichen Rechtsprechung
zu den Anforderungen an ein Zurückkommen auf eine rechtsbeständig gewordene
Verfügung handelt. Gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG müssen formell rechtskräftige
Verfügungen und Einspracheentscheide in Revision gezogen werden, wenn die
versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue
Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht
möglich war. Nach Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger auf formell
rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese
zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist.
Den formell rechtskräftigen Verfügungen gleichgestellt sind auch die im formlosen
Verfahren ergangenen Entscheide, soweit sie eine mit dem Ablauf der Beschwerdefrist
bei formellen Verfügungen vergleichbare Rechtsbeständigkeit erreicht haben (Ueli
Kieser, ATSG-Kommentar, Art. 53 Rz 19). Taggeldabrechnungen der
Arbeitslosenversicherung, die – wie im vorliegenden Fall – nicht in die Form einer
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formellen Verfügung gekleidet werden, weisen materiell Verfügungscharakter auf (Urteil
des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit dem 1. Januar 2007:
Sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts] C 7/02 vom 14. Juli 2003, BGE 125 V
476 E. 1; 122 V 368 E. 2 mit Hinweisen). Für die Verwaltung ist die Rechtsbeständigkeit
nach Ablauf einer Zeitspanne eingetreten, die der Rechtsmittelfrist bei formellen
Verfügungen entspricht. Zu einem späteren Zeitpunkt bedarf demnach das
Zurückkommen auf eine faktische Verfügung, z.B. auf eine Taggeldabrechnung, eines
Rückkommenstitels in Form einer Wiedererwägung oder einer prozessualen Revision,
während vor Ablauf dieser Frist eine Rückforderung zufolge unrichtiger
Taggeldabrechnungen ohne Bindung an die Voraussetzungen für einen
Rückkommenstitel möglich ist (BGE 129 V 110). Zu prüfen ist damit, ob ein
Rückkommenstitel in Form der Wiedererwägung oder prozessualen Revision vorliegt.
Die Beschwerdegegnerin legte weder im Verwaltungs- noch im Beschwerdeverfahren
dar, auf welchen Rückkommenstitel sie die Rückforderung stützt.
2.2 Die Beschwerdegegnerin ging in den Taggeldabrechnungen der Monate Januar
bis Juni 2008 aufgrund der bestehenden Aktenlage zu Recht davon aus, dass der
versicherte Verdienst der Beschwerdeführerin insgesamt monatlich Fr. 4'980.--
(Bruttolohn Fr. 4'700.-- + Anteil Gratifikation von brutto Fr. 280.-- [(Fr. 3'000 / 12) x
111.9%]; vgl. act. G 5/C4 und C27) betragen hat. So gab D._, damalige
Gesellschafterin der A._ und scheinbar für Personalbelange verantwortlich (vgl. das
von ihr unterzeichnete Kündigungsschreiben vom 28. Oktober 2007, act. G 5/C26), in
der Lohnabrechnung vom 10. März 2008 an, dass die Beschwerdeführerin einen
monatlichen Bruttolohn von Fr. 4'700.-- erzielt habe. Gemäss der Notiz des
Telefongesprächs vom 27. März 2008, bei dem dieses Schreiben Gegenstand bildete,
hat D._ diese Lohnangaben für das Jahr 2007 und eine Gratifikation im Umfang von
netto Fr. 3'000.-- bestätigt (act. G 5/C27). Zwar geht aus der Notiz nicht ausdrücklich
hervor, dass sich die genannte Gratifikationszahlung auf das Jahr 2007 bezieht. Es
erscheint aber vorliegend, wo es bei der telefonischen Anfrage um die Lohnangaben
des Jahres 2007 ging, dass sich die Angabe von D._ auf eine Gratifikationszahlung
des Jahres 2007 bezog, zumal unbestrittenermassen im Jahr 2006 bereits eine
Gratifikation in gleicher Höhe ausgerichtet wurde (act. G 5/C25), was ein Indiz auf einen
verabredeten Gratifikationsanspruch darstellt.
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2.3 Zu prüfen bleibt, ob die Beschwerdegegnerin die Taggeldabrechnungen in
Wiedererwägung ziehen durfte, weil sie offensichtlich unrichtig sind. Die der
Beschwerdegegnerin am 23. April 2008 zugegangene - von B._ erstellte -
Lohnübersicht des Jahres 2007 (act. G 5/C35) vermag keine offensichtliche
Unrichtigkeit der Taggeldabrechnungen darzutun. Denn es handelt sich dabei um eine
nicht durch Beweise oder weitere einschlägige Indizien belegte Behauptung von B._,
die von der Beschwerdeführerin bestritten wird (act. G 1). Dasselbe gilt für den von ihm
erstellten Lohnausweis (act. G 12.1). Die Beschwerdeführerin hat glaubhaft ein äusserst
getrübtes Verhältnis zwischen ihr und B._ (vgl. hierzu act. G 5/C21 und C3;
unerträgliches Arbeitsklima, Drohungen seitens B._ gegenüber den Mitarbeitenden,
Weigerung Lohnzahlungen) dargetan. Des Weiteren ist auf die - zwar mit
Vergleichsvereinbarung vom 1. April 2008 einvernehmlich geregelte - Arbeitsstreitigkeit
hinzuweisen, wo es gerade um Lohn- und Gratifikationsansprüche ging. Angesichts
dieser Umstände und der erheblichen Differenzen zwischen der Beschwerdeführerin
und B._ vermögen der von ihm erstellte Lohnausweis und die von ihm eingereichte
Lohnaufstellung als blosse Behauptungen ohne weitere Beweise und Indizien eine
zweifellose Unrichtigkeit der von D._ gemeldeten Lohn- und Gratifikationsangaben
nicht zu begründen. Derartige Beweise oder einschlägige Indizien können den Akten
aber nicht entnommen werden.
2.4 Die Voraussetzungen für eine prozessuale Revision sind ebenfalls nicht erfüllt.
Denn es fehlt vorliegend an prozessualrevisionsrechtlich relevanten Tatsachen oder
Beweismitteln, die zur Zeit der Taggeldabrechnungen der Monate Januar bis Juni 2008
schon bestanden haben und welche die Beschwerdegegnerin unverschuldeterweise
nicht in das frühere Verfahren einbringen konnte (vgl. SVR 1997 EL Nr. 36 S. 108 E. 3b/
bb). Insbesondere kann nicht gestützt auf den der Beschwerdegegnerin am 3. Juli 2008
zugegangenen Lohnausweis (act. G 12.1) eine prozessuale Revision gerechtfertigt
werden. Denn es wäre der Beschwerdegegnerin zumutbar gewesen, noch vor Eintritt
der Rechtskraft der ersten Taggeldleistungsabrechnungen vom 28. März 2008 (vgl. act.
G 5/C5) einen Lohnausweis einzufordern, zumal B._ gegenüber der
Beschwerdegegnerin bereits am 18. April 2008 behauptete, der monatliche Bruttolohn
der Beschwerdeführerin habe im Jahr 2007 Fr. 4'364.07 betragen (act. G 5/C35). Hinzu
kommt, dass die Angaben von B._ für sich allein noch keinen schlüssigen
Beweiswert ergeben, wie oben dargelegt (E. 2.3).
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3.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass keine zweifellose Unrichtigkeit der
Taggeldabrechnungen der Monate Januar bis Juni 2008 ausgewiesen ist, mithin die
Voraussetzungen für eine Wiedererwägung nicht gegeben sind. Ebenso wenig sind die
Voraussetzungen einer prozessualen Revision erfüllt. Die Rückforderung erweist sich
damit als unzulässig. Die Beschwerde ist gutzuheissen und der angefochtene
Einspracheentscheid vom 20. August 2008 aufzuheben. Gerichtskosten sind keine zu
erheben (Art. 61 lit. a ATSG).
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG