Decision ID: 44177e7f-9a10-58e3-a65b-21b9349612a4
Year: 2004
Language: de
Court: SG_VG
Chamber: SG_VG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ X. Y., war ... als Lehrer an der Primarschule Z. angestellt. Er unterrichtete Kinder der
Mittelstufe (4. bis 6. Primarklasse).
Ende April 2002 wurde der Präsident der Primarschulgemeinde Z. darüber informiert,
dass drei Oberstufenschülerinnen ihren ehemaligen Lehrer der sexuellen Belästigung
bezichtigt hatten. Am ..... hat sich der Schulratspräsident mit der
Kriseninterventionsgruppe des schulpsychologischen Dienstes des Kantons St. Gallen
(abgekürzt KIG/SPD) in Verbindung gesetzt. Am ...... löste der Primarschulrat Z. das
Dienstverhältnis mit X. Y. per ..... auf und stellte ihn mit sofortiger Wirkung frei. Am
gleichen Tag wurden die Eltern der Schülerinnen und Schüler von X. Y. und die
Kantonspolizei St. Gallen informiert. In der Folge wurde die Auflösung des
Dienstverhältnisses widerrufen und das Dienstverhältnis per ....... einvernehmlich
aufgelöst.
Im Mai 2002 beauftragte das Untersuchungsamt die Kantonspolizei St. Gallen mit der
Befragung der drei Oberstufenschülerinnen sowie aller Mädchen der Klasse von X. Y..
Die Anklagekammer des Kantons St. Gallen eröffnete ein Strafverfahren gegen X. Y..
Mit Verfügung vom 31. März 2003 hob das Untersuchungsamt das Strafverfahren
gegen X. Y. betreffend sexuelle Handlungen mit Kindern, sexuelle Nötigung und
Verletzung der Fürsorge- oder Erziehungspflicht auf. Am 2. April 2003 wurde sodann
auch das Verfahren betreffend sexuelle Belästigung zum Nachteil von Schülerinnen von
X. Y. eingestellt.
B./ Am ........... eröffnete der Erziehungsrat gegen X. Y. das Verfahren zur Prüfung des
Ausschlusses der Wahlfähigkeit. Der Entscheid wurde damit begründet, es könne nicht
ausgeschlossen werden, dass X. Y. seine berufliche Tätigkeit in Frage stellende
Eingriffe in die Persönlichkeitsrechte der ihm anvertrauten Schülerinnen vorgenommen
und seinen pädagogischen Obhuts- und Erziehungspflichten als Lehrkraft
zuwidergehandelt habe.
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Mit Entscheid vom 4. Februar 2004 aberkannte der Erziehungsrat X. Y. die
Wahlfähigkeit durch Vermerk im Lehrdiplom.
C./ Am 26. Februar 2004 erhob X. Y. gegen den Entscheid des Erziehungsrats vom 4.
Februar 2004 Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Er beantragte, der angefochtene
Entscheid sei aufzuheben (Ziff. 1), es sei von einem Ausschluss der Wahlfähigkeit
abzusehen (Ziff. 2) und eventualiter sei die Angelegenheit zur Neubeurteilung im Sinn
der Erwägungen an die Vorinstanz zurückzuweisen (Ziff. 3).
Der Erziehungsrat beantragte in seiner Vernehmlassung vom 25. Mai 2004, die
Beschwerde sei abzuweisen.

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1./ Das Verwaltungsgericht ist zum Entscheid sachlich zuständig (Art. 59bis Abs. 1 des
Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP, in Verbindung
mit Art. 125 des Volksschulgesetzes, sGS 213.1, abgekürzt VSG). X. Y. ist zur
Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1
VRP). Die Beschwerdeerklärung vom 26. Februar 2004 und ihre Ergänzung vom 26.
April 2004 entsprechen zeitlich, formal und inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen
(Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP).
Auf die Beschwerde ist einzutreten.
2./ Der Beschwerdeführer beantragt, er sei zu befragen, seine Personalakten seien
beizuziehen und es sei eine Amtsauskunft des Bezirksschulrats einzuholen.
Der Anspruch auf rechtliches Gehör gebietet, dass rechtzeitig und formrichtig
angebotene Beweismittel abzunehmen sind, es sei denn, diese betreffen eine nicht
erhebliche Tatsache oder seien offensichtlich untauglich, über die streitige Tatsache
Beweis zu erbringen (vgl. BGE 124 I 242 E. 2; 117 Ia 268 E. 4b).
Im vorliegenden Fall ergeben sich die rechtser-heblichen Tatsachen aufgrund der
beigezogenen Personalakten, weshalb auf die übrigen angebotenen Beweismittel
verzichtet werden kann.
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3./ Nach Art. 61 Abs. 1 VSG kann der Erziehungsrat die Wahlfähigkeit durch Vermerk
im Lehrdiplom ausschlies-sen, wenn die Eignung für die Lehrtätigkeit fehlt. Haben sich
die Verhältnisse wesentlich verändert, so stellt er nach Abs. 2 dieser Vorschrift ein
Lehrdiplom ohne Vermerk aus. Nach Art. 61 Abs. 3 VSG kann die zuständige Stelle des
Staates Vermerk und Bereinigung den Schulräten des Kantons St. Gallen und den
zuständigen Stellen der Kantone, die das Lehrdiplom durch Vereinbarung anerkennen,
melden.
a) Art. 61 Abs. 1 und 3 VSG sind typische "Kann-Bestimmungen". Das Gesetz schreibt
beim Vorliegen be-stimmter Voraussetzungen den Ausschluss der Wahlfähigkeit und
dessen Meldung an interessierte Stellen nicht zwingend vor, sondern räumt der
Vorinstanz diesbezüglich einen Ermessenspielraum ein. Das Verwaltungsgericht ist
nicht befugt, die Angemessenheit einer Verfügung oder eines Entscheides zu
überprüfen (Art. 61 Abs. 1 und 2 VRP). Es darf daher auch bei der Prüfung der
Angemessenheit im Sinn von Art. 61 Abs. 1 und 3 VSG nicht sein eigenes Ermessen -
im Sinn einer Prüfung der Opportunität bzw. der Zweckmässigkeit der Massnahmen -
anstelle des Ermessens der Vorinstanz stellen. Im Streitfall bedeutet dies, dass das
Verwaltungsgericht den Entscheidungsspielraum der Vorinstanz zu respektieren hat,
wenn diese bei ihrem Entscheid von sachlichen und vernünftigen Ueberlegungen
ausging, die im Einklang mit Sinn und Zweck des Gesetzes stehen.
b) Die Aufgaben und Pflichten der Lehrpersonen an der Volksschule ergeben sich
vorab aus Art. 76 VSG. Demnach hat der Lehrer durch seine Tätigkeit und durch sein
Vorbild die Erfüllung des Erziehungs- und Bildungsauftrags zu fördern und den
Unterricht nach den Vorschriften der Gesetzgebung, des Lehrplans und den
Weisungen der Schulbehörde zu erteilen. Er arbeitet mit seinen Kollegen und den
weiteren Stellen zusammen, die für die Schule tätig sind (Abs. 1). Die Methodenfreiheit
ist gewährleistet, soweit sie nicht durch Lehrplan und Lehrmittel eingeschränkt wird
(Abs. 3). Allgemein ist zu sagen, dass Lehrer wichtige Bezugspersonen für Kinder im
Volksschulalter sind. Die Erfüllung ihrer Erziehungsaufgabe weist ihnen eine
Vorbildfunktion zu. Dies hat zur Folge, dass das Verhalten der Lehrkräfte innerhalb und
in beschränkter Weise sogar ausserhalb der Schule für die Erfüllung ihrer Aufgaben von
Bedeutung ist. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts sind Charaktermängel
der Lehrkräfte - selbst bei hohen pädagogischen Fähigkeiten - dazu geeignet, das
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Vertrauen in die Schule in untragbarer Weise zu untergraben (vgl. P. Hänni, Das
öffentliche Dienstrecht der Schweiz, Zürich 2002, S. 406 mit Hinweis auf BGE 101 Ia
179 f.). Von besonderer Bedeutung ist die Charakterfestigkeit der Lehrkräfte auf dem
Gebiet der Sexualität. In diesem Bereich können Fehlhandlungen und die Missachtung
wichtiger Prinzipien bei den anvertrauten Jugendlichen zu schweren und dauernden
persönlichen Problemen führen und die emotionale Persönlichkeitsentwicklung
nachhaltig beeinträchtigen (vgl. Hänni, a.a.O., S. 406).
4./ Der Beschwerdeführer rügt, die Vorinstanz habe ihrem Entscheid einen falschen
Sachverhalt zugrunde gelegt und durch fehlerhafte Ausübung ihres Ermessens eine
Rechtsverletzung begangen. Sodann erweise sich der Ausschluss der Wahlfähigkeit als
unverhältnismässig.
a) Die Vorinstanz wirft dem Beschwerdeführer vor, die Befragung von Schülerinnen
durch die Primarschulgemeinde Z., die KIG/SPD und die Kantonspolizei St. Gallen
habe unbestrittenermassen und übereinstimmend ergeben, dass er
Kauf genommen habe, dass die Mädchen in der Unterwäsche dastanden.
Mädchen einen Klaps auf den Po gegeben habe;–
Mädchen beim Lesen den Nacken gestreichelt habe;–
sich bei Mädchen auf den Schultern abgestützt habe;–
Mädchen an den Hüften gehalten habe;–
seine Wange an jene der Mädchen gedrückt habe;–
bei Mädchen mit den Händen vom Bauch gegen die Brüste gefahren sei;–
bei Mädchen mit den Händen von den Schultern gegen die Brüste gefahren sei;–
Mädchen umarmt habe;–
Mädchen im Skilager einen Gutnachtkuss gegeben habe;–
in Lagern vor dem Eintreten nicht an den Schlafzimmertüren angeklopft und damit in–
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Dieses Verhalten hat die Vorinstanz als gravierend unpädagogisch beurteilt. Sodann
stellt es nach den Erwägungen zum angefochtenen Entscheid unabhängig von der
strafrechtlichen Relevanz einen schwerwiegenden, pädagogisch verwerflichen Eingriff
in die persönliche Freiheit der Schülerinnen, insbesondere in deren Integrität des
Intimbereichs, dar. Weiter ist die Vorinstanz zum Ergebnis gelangt, der
Beschwerdeführer habe seine Obhuts- und Erziehungspflichten als Lehrer
offensichtlich in grober Weise verletzt. In diesem Zusammenhang sei unerheblich, ob
sein Verhalten mit sexuellen Absichten verbunden gewesen sei bzw. ob die für eine
Strafbarkeit nach Art. 187 des Schweizerischen Strafgesetzbuches (SR 311.0,
abgekürzt StGB) geforderte Erheblichkeit der Persönlichkeitsverletzung vorliege.
Ebenso wenig sei von Bedeutung, ob ein Verfahren betreffend sexuelle Belästigung
aufgrund von Strafanträgen eingeleitet worden sei. Die pädagogische Vorbildfunktion
der Lehrkraft verlange, dass die Schwelle zwischen pädagogisch/beruflich
akzeptablem und pädagogisch/beruflich verwerflichem Verhalten tiefer angesetzt
werde als die Schwelle zwischen strafrechtlich nicht relevantem und strafrechtlich
relevantem Verhalten.
b) Der Beschwerdeführer macht zunächst geltend, bei der Würdigung der Aussagen
seiner ehemaligen Schülerinnen und Schüler sei zu beachten, dass sie von der KIG/
SPD mehrfach befragt und auch psychologisch betreut worden seien, bevor eine erste
fachgerechte Einvernahme erfolgt sei. Sodann seien über diese Kontaktnahmen keine
Protokolle erstellt worden. Es bestehe eine grosse Wahrscheinlichkeit, dass die
Aktivitäten der KIG/SPD die nachfolgenden Aussagen der Schülerinnen und Schüler
beeinflusst, wenn nicht gar verfälscht hätten. Weiter sei zu beachten, dass auch das
Medienecho und die öffentliche Diskussion Einfluss auf die Aussagen der Schülerinnen
und Schüler gehabt hätten.
aa) Ziel der Beweiswürdigung ist die Feststellung des im Streitfall relevanten
Sachverhalts. Die unrichtige Feststellung des Sachverhalts knüpft an die
Beweiswürdigung an. Unrichtig ist ein Sachverhalt festgestellt, wenn aus den
vorhandenen Beweismaterialien unrichtige Schlüsse ge-zogen werden, insbesondere
indem der Sachverhalt falsch oder aktenwidrig festgestellt wird oder indem Beweise
unrichtig gewürdigt werden (vgl. Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton
St. Gallen, St. Gallen 2003, Rz. 587). Das Verwaltungsverfahren ist bestimmt vom
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Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 615 mit Hinweis
auf Art. 21 Abs. 3 VRP und Kölz/Häner, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechts-
pflege des Bundes, 2. Aufl., Zürich 1998, Rz. 109 ff.). Dies besagt, dass allein die
Ueberzeugung der ent-scheidenden Behörde massgebend dafür ist, ob eine bestimmte
Tatsache aufgrund des bestehenden Beweismaterials als eingetreten zu betrachten ist
oder nicht. Formelle Beweiserfordernisse bestehen ebenso wenig wie Bindungen an
formelle Beweisregeln. Insbesondere befindet die Behörde über die Zulassung eines
Beweismittels und über dessen Beweiswert (Kölz/Bosshart/Röhl, Kommentar zum
Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 2. Aufl., Zürich 1999, § 7, Rz. 76
mit Hinweis auf A. Gadola, Das verwaltungsinterne Beschwerdeverfahren, Zürich 1990,
S. 85). Dies bedeutet indessen nicht, dass die entscheidende Instanz frei wäre in der
Festlegung des Sachverhalts. Der Entscheid darüber, ob sich der Sachverhalt so oder
anders zugetragen hat, ist vielmehr auf vernünftige, nachvollziehbare Gründe
abzustützen (vgl. Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 615 mit Hinweis auf F. Gygi,
Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl., Bern 1983, S. 205 und Rhinow/Koller/Kiss,
Oeffentliches Prozessrecht und Justizverfassungsrecht des Bundes, Basel/Frank-furt
1996, Rz. 914).
bb) Aktenkundig ist, dass Schülerinnen des Beschwerdeführers anlässlich der
polizeilichen Befragung vom Mai 2002, der untersuchungsrichterlichen Befragung vom
September 2002 und der Befragung, die im November 2002 im Rahmen des
dienstrechtlichen Verfahrens durchgeführt worden ist, ausgesagt haben, der
Beschwerdeführer habe sie während und nach dem Unterricht sowie im Ski- und
Verlegungslager in verschiedener Hinsicht berührt. Sodann ergibt sich, dass die
Schülerinnen bereits vor der polizeilichen Einvernahme im Mai 2002 von der KIG/SPD
betreut und begleitet worden sind. Gemäss Polizeirapport vom 23. Mai 2002 ist eine
Mitarbeiterin der KIG/SPD am 1. Mai 2002 "unangekündigt" mit den drei ehemaligen
Schülerinnen des Beschwerdeführers, die ihn der sexuellen Belästigung bezichtigt
hatten (............) "für eine kurze gegenseitige Information im Oberstufenzentrum"
zusammengetroffen. Der Schulratspräsident hat dies am 25. November 2002
gegenüber dem Untersuchungsrichter als Zeuge bestätigt und in diesem
Zusammenhang weiter ausgesagt, die Mitarbeiterin der KIG/SPD habe ihn weder über
den Inhalt noch über die Dauer der Unterredung informiert, insbesondere habe er auch
kein Protokoll erhalten. Am 6. Mai 2002 fand sodann eine Zusammenkunft zwischen
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den Erziehungsberechtigten, ihren Töchtern und zwei Mitarbeiterinnnen der KIG/SPD
statt. Auch in diesem Zusammenhang hat der Schulratspräsident am 25. November
2002 zu Protokoll gegeben er habe keine Kenntnis davon, wie diese Unterredung(en)
stattgefunden haben und seines Wissens seien darüber keine Aufzeichnungen gemacht
worden. Am gleichen Tag wurden die Schülerinnen und Schüler der aktuellen Klasse
des Beschwerdeführers durch zwei Mitarbeiter der KIG/SPD angehört. Nach den
Ausführungen des Schulratspräsidenten vom 25. November 2002 dauerten die
Gespräche von 07.50 Uhr bis zum Mittag, wobei er nur während der letzten halben
Stunde dabei gewesen ist. Weiter hat er zu Protokoll gegeben, er könne über den Inhalt
der Gespräche keine Angaben machen und auf Anweisung einer Mitarbeiterin der KIG/
SPD sei kein Protokoll erstellt worden. "Man hat die Aussagen der Kinder noch einmal
revue passieren lassen, damit ich über die Vorwürfe gegenüber Herrn Y. informiert bin".
Ebenfalls am 6. Mai 2002 wurden schliesslich die Erziehungsberechtigten der
Schülerinnen und Schüler des Beschwerdeführers auf 7. Mai 2002 zu einem
Elternabend eingeladen. Im Schreiben des Schulrats wird darauf hingewiesen, der
Elternabend stehe unter Leitung einer Mitarbeiterin der KIG/SPD, die durch zwei
weitere Fachkräfte vertreten sein werde. Der Schulrat werde teilnehmen, nicht aber der
Beschwerdeführer. Das Schreiben enthält auch die Mitteilung, während der laufenden
Woche finde kein Unterricht statt und für Auskünfte und Fragen könne man sich an die
KIG/SPD oder an den Schulratspräsidenten wenden. Gemäss Aussagen des
Schulratspräsidenten vom 25. November 2002 haben anlässlich des Elternabends am
7. Mai 2002 unter Leitung der Mitarbeiter der KIG/SPD "detaillierte Gruppenarbeiten"
stattgefunden bzw. die Eltern sind in Gruppen befragt worden, wobei der Schulrat nicht
zugegen war. Sodann gab er zu Protokoll, die dem Beschwerdeführer vorgeworfenen
Handlungen seien im Plenum nicht diskutiert worden. Es habe eine Zusammenfassung
der Gespräche der Elterngruppen gegeben und in diesem Zusammenhang habe man
Vorwürfe an die Adresse des Beschwerdeführers diskutiert. Sodann habe man den
Eltern geraten, in positivem Sinn mit den Kindern zu sprechen. Nach der polizeilichen
Befragung der Schülerinnen habe eine Mitarbeiterin der KIG/SPD sodann am 17. und
am 24. Mai 2002 "im Sinn einer Nachbetreuung" neuerlich ein Gespräch mit .............
und den Schülerinnen der aktuellen Klasse des Beschwerdeführers geführt, ohne dass
darüber ein Protokoll erstellt worden wäre.
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Was die Art dieser Kontaktnahmen der KIG/SPD mit Schülerinnen, Schülern und
Erziehungsberechtigen anbetrifft, ergibt sich aus den Akten, dass "damals in Gruppen"
diskutiert worden ist. ..... hat im November 2002 sodann auf die Frage, ob sie mit einer
Mitarbeiterin der KIG/SPD Gespräche geführt habe, geantwortet: "Ja, ich war einmal
zufällig allein bei ihr, weil alle anderen Schülerinnen schnuppern waren. Ansonsten
waren dies Gruppengespräche" (vorinst. act. 21). ........... hat im November 2002 weiter
zu Protokoll gegeben, sie habe über die Vorfälle erstmals mit der Leiterin der KIG/SPD
gesprochen. "Wir sind insgesamt vier Mal zusammengesessen und haben geredet. Das
erste Mal war ich allein bei ihr, dann sind wir alle Mädchen zusammen, d.h. alle
Mädchen der Klasse Y. aus der 5. und 6. Klasse bei ihr gewesen. Einmal waren .....
und ...... mit ihren Eltern bei ihr und einmal sind wir die ganze Klasse bei ihr gewesen.
Wir haben mit ihr darüber geredet, was Herr Y. gemacht hat und wie wir uns fühlen. Sie
hat uns gefragt, ob die Vorwürfe stimmen und was genau passiert ist. Sie hat ganz
konkret nachgefragt" (vorinst. act. 27). Hinsichtlich des Inhalts der Gespräche liegt
lediglich eine "Zusammenstellung der Vorwürfe gegenüber X. Y. 6. Primarschulklasse
Z." der Krisenintervention vom 7. Mai 2002 bei den Akten (vorinst. act. 38).
cc) Es ergibt sich somit, dass weitgehend offen ist, wie die KIG/SPD durch wiederholte
Kontaktnahmen mit Schülerinnen, Schülern und Erziehungsberechtigten abgeklärt hat,
ob und wenn ja wie der Beschwerdeführer Schülerinnen physisch allenfalls zu nahe
getreten ist, zumal Auf-zeichnungen dazu gänzlich fehlen. Die sachgerechte
Durchführung der primären Einvernahme von Kindern und ihre Dokumentation ist
indessen von entscheidender Bedeutung. Was in dieser Phase versäumt und falsch
gemacht wird, ist später nicht mehr aufzuholen (vgl. V. Dittmann, Zur Glaubwürdigkeit
von Zeugenaussagen, in: plädoyer 2/97, S. 35). Unbekannt ist weiter, wie die
"detaillierten Gruppenarbeiten", welche die KIG/SPD am Elternabend vom 7. Mai 2002
mit den Erziehungsberechtigten der Schülerinnen und Schüler durchgeführt hat,
abgelaufen sind. In der Folge ist das Verhalten des Beschwerdeführers gegenüber
Schülerinnen in Z. und Umgebung zum Tagesgespräch geworden und zudem wurden
die Erziehungsberechtigten am 8. Mai 2002 eingeladen, mit den Kindern "in positivem
Sinn über das Geschehene zu reden" und im Bedarfsfall mit der KIG/SPD oder dem
Schulratspräsidenten Rücksprache zu nehmen. Das Verwaltungsgericht hat bereits in
einem ähnlich gelagerten Fall (Entscheid vom 9. Juli 2002, B 2002/23) festgestellt, dass
sich auch die Interventionen des schulpsychologischen Dienstes an
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Verfahrensgrundsätze zu halten haben, welche den rechtsstaatlichen Prinzipien
genügen. Die zum Teil mehrstündigen, nicht einzeln, sondern als Gruppengespräche
geführten Unterredungen der KIG/SPD, die zudem nicht protokolliert wurden,
widersprechen in eklatanter Weise rechtsstaatlichen Verfahrensgrundsätzen. Die
wiederholten Interventionen der KIG/SPD im Zusammenhang mit den Vorwürfen, die
dem Beschwerdeführer gegenüber gemacht wurden, waren zweifellos geeignet,
spätere Schilderungen der Schülerinnen und Schüler zu beeinflussen (vgl. dazu
Dittmann, a.a.O., S. 28 ff.). Nicht abgeschätzt werden kann indessen, inwiefern dies
tatsächlich zutrifft. Das Verwaltungsgericht teilt aber die vom zuständigen
Jugendanwalt in der Aufhebungsverfügung vom 31. März 2003 gemachte Würdigung,
dass aufgrund dieser Interventionen eine abschliessende Beurteilung der
Glaubwürdigkeit der jugendlichen Auskunftspersonen schwierig ist. Der
Beschwerdeführer geht somit zu Recht davon aus, dass der Beweiswert der
polizeilichen und untersuchungsrichterlichen Befragungen sowie derjenige der
Befragungen im Rahmen des dienstrechtlichen Verfahrens zu relativieren ist.
c) Der Beschwerdeführer rügt weiter, es treffe nicht zu, dass er in pädagogisch
verwerflicher Weise in die persönliche Freiheit der Schülerinnen, insbesondere in deren
Integrität des Intimbereichs, eingegriffen habe. Nicht gerechtfertigt ist seiner Meinung
nach sodann der Vorwurf, er habe seine Obhuts- und Erziehungspflichten grob verletzt.
Weiter vertritt er den Standpunkt, entgegen der Auffassung der Vorinstanz sei sein
Verhalten nicht geeignet gewesen, die körperliche und seelische Entwicklung der ihm
anvertrauten Schülerinnen zu stören. Zur Begründung führt der Beschwerdeführer im
Wesentlichen aus, im Umgang mit Schülerinnen und Schülern habe er sich nicht nur
der Sprache bedient, sondern er habe sie auch in einem von ihm als sinnvoll und
zulässig beurteilten Umfang berührt. Es sei nie seine Absicht gewesen, mit diesen
Berührungen die Persönlichkeit der Kinder zu verletzen; ebenso wenig sei sein
Verhalten sexuell motiviert gewesen. Vielmehr habe er auf diese Weise seine verbale
Kommunikation mit den Kindern verstärken wollen. Wenn er festgestellt habe, dass
einem Kind eine Berührung unangenehm sein könnte, habe er sofort damit aufgehört.
Aufgrund der Aussagen von Schülerinnen und Schülern und vertiefter pädagogischer
Abklärungen sehe er ein, dass er die Reaktionen seiner Schülerinnen und Schüler auf
Berührungen offenbar nicht richtig eingeschätzt habe. Sodann sei ihm bewusst
geworden, dass er die von ihm angewandte Lehrmethode unter dem Gesichtspunkt
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neuer pädagogischer Erkenntnisse nicht mehr hätte einsetzten dürfen. Er sei bereit und
gewillt, seine Lehrmethode aufgrund des verwaltungsrechtlichen Verfahrens gegen ihn,
insbesondere der Aussagen der Schülerinnen und Schüler, neuen pädagogischen
Erkenntnissen anzupassen und Defizite durch gezielte Weiterbildung zu beheben.
aa) In diesem Zusammenhang ergibt sich vorab, dass die Vorinstanz dem
Beschwerdeführer nicht vorwirft, er habe Schülerinnen an den Geschlechtsorganen
berührt. Der Vorwurf von drei Schülerinnen, er habe sie an der Brust berührt, wurde im
Rahmen des Strafverfahren, das am 31. März 2003 aufgehoben worden ist, nicht
erstellt. Der Untersuchungsrichter führte in diesem Zusammenhang weiter aus, im
Hinblick auf Art. 187 StGB erscheine eine ernsthafte Gefährdung der ungestörten
sexuellen Entwicklung der betroffenen Mädchen äusserst unwahrscheinlich. Für diese
Annahme spreche auch ihre Reaktion, zumindest jene vor der Intervention der
Behörden. Das Verhalten des Beschwerdeführers sei offenbar weder unter ihnen ein
Thema gewesen, noch habe eine der Schülerinnen ihre Eltern darüber informiert. Da
die Handlungen nach übereinstimmenden Aussagen aller Befragten in aller Offenheit
während des Unterrichts erfolgt seien und der Beschwerdeführer keinerlei
Anstrengungen unternommen habe, die Schülerinnen zur Bewahrung eines
"Geheimnisses" anzuhalten, dürfe weiter davon ausgegangen werden, dass die
Betroffenen das Verhalten des Beschwerdeführers nicht als sonderlich gravierend
eingestuft hätten.
bb) Der Beschwerdeführer bestreitet, Kinder im Sinn einer Liebkosung gestreichelt und
sie bewusst an den Hüften gehalten zu haben. Sodann trifft es nach seiner
Einschätzung nicht zu, dass er Mädchen vom Bauch oder vom Schulterbereich gegen
die Brüste gefahren ist. Unzutreffend ist seiner Meinung nach sodann der Vorwurf, er
habe sich auf den Schultern von Schülerinnen abgestützt. Zutreffend sei, dass er ihnen
bei der Kontrolle von Arbeiten auf die Schulter geklopft habe. Sodann habe er keine
Kinder zum Selbstzweck umarmt. Er habe den Arm auf ihre Schultern gelegt, wenn sie
mit einem Problem zu ihm gekommen und traurig gewesen seien. Der
Beschwerdeführer bestreitet sodann, seine Wange bewusst an jene von Schülerinnen
und Schülern gedrückt zu haben, verhehlt indessen nicht, dass es zufällig zu derartigen
Berührungen gekommen sein kann. Er begründet dies damit, er habe sich jeweils über
das Pult einer Schülerin oder eines Schülers gebeugt, um individuell eine Aufgabe zu
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erklären oder eine Frage zu beantworten. Sodann habe er seine Anweisungen in das
Ohr der betreffenden Schülerin oder des betreffenden Schülers geflüstert, um die
andern Kinder nicht zu stören. Des weiteren habe er einem Kind nie die Möglichkeit
genommen, die Distanz zu vergrössern, wenn es dies wünschte.
Auch unter Berücksichtigung der Tatsache, dass wie erwähnt eine abschliessende
Beurteilung der Glaubwürdigkeit der Aussagen der Schülerinnen und Schüler im
Rahmen des dienst- und des strafrechtlichen Verfahrens schwierig ist, machen die
protokollierten Befragungen doch deutlich, dass der Beschwerdeführer zu seinen
Schülerinnen keine pädagogisch vertretbare Relation zwischen Nähe und Distanz
gewahrt hat bzw. dass er ihnen körperlich zu nahe getreten ist.
....
Es steht ausser Frage, dass Lehrkräfte zu jeder Zeit gehalten sind, gegenüber ihren
Schülern die notwendige Distanz zu wahren. Dabei haben sie sich in die Schüler
hineinzuversetzen und alles zu unterlassen, was diese möglicherweise in ihrer Integrität
verletzten könnte (vgl. VerwGE vom 9. Juli 2002). Aus dem Gesagten und in Würdigung
der aktenmässig erfassten Aussagen kommt das Gericht zur Ueberzeugung, dass der
Beschwerdeführer während des Unterrichts und im Anschluss daran immer wieder
Schülerinnen auf eine Art berührt hat, welche die erforderliche Distanz zwischen
Lehrkraft und Schutzbefohlenen vermissen liess. Das Verhalten des Beschwerdeführers
Schülerinnen gegenüber war nicht nur pädagogisch unangebracht, sondern auch
geeignet, ihre körperliche Integrität zu verletzen, weshalb die Vorinstanz zu Recht
festgestellt hat, er sei seinen Obhuts- und Erziehungspflichten ihnen gegenüber nicht
nachgekommen. Dies gilt unabhängig davon, wie die zahlreichen vom
Beschwerdeführer initierten Körperkontakte im einzelnen genau abgelaufen sind bzw.
wie sie von den betroffenen Schülerinnen empfunden wurden. Der Vorwurf, der
Beschwerdeführer sei nicht in der Lage, zu seinen Schülerinnen angemessene Distanz
zu halten, wiegt auch deshalb besonders schwer, weil er am 4. November 2002
ausgesagt hat, die Schülerinnen seien zu ihm gekommen und eine davon habe ihm im
Namen aller gesagt, dass sie sich nicht wohlfühlten, "wenn ich sie am Hals
halte" (vorinst. act. 15). Spätestens zu diesem Zeitpunkt hätte dem Beschwerdeführer
bewusst werden müssen, dass die Schülerinnen Körperkontakt, wie er ihn zu ihnen
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regelmässig herstellte, als unangenehm empfinden und dass es nicht damit getan ist,
zum "Schulter halten" zu wechseln, wie er ausführte (vorinst. act. 15). Nicht
entscheidend ist sodann, aus welchen Gründen der Beschwerdeführer eine intensive
körperliche Nähe zu Schülerinnen suchte. Auffallend ist indessen, dass er
ausschliesslich Mädchen immer wieder zu nahe getreten ist. Dieser Umstand spricht
dafür, dass das Verhalten des Beschwerdeführers einen sexuellen Bezug hatte und
dass es ihm nicht in erster Linie um die Verstärkung der verbalen Kommunikation mit
allen Schülern ging, wie er geltend macht. Unerheblich ist auch, dass sich die
pädagogischen Fehlleistungen ausschliesslich im Klassenverband bzw. in Gegenwart
von anderen Schülern abgespielt haben.
Insgesamt ergibt sich, dass die Vorinstanz, ohne in Willkür zu verfallen, davon
ausgehen durfte, dem Beschwerdeführer fehle es am aus pädagogischer Sicht
erforderlichen Feingefühl im physischen Kontakt mit Schülerinnen und er sei aus
diesem Grund als Lehrperson nicht mehr geeignet. Daran vermag nichts zu ändern,
dass er seit ... in Z. Kinder der Mittelstufe unterrichtet hat und dass die
Primarschulgemeinde Z. im Arbeitszeugnis vom 16. Mai 2003 bestätigt, er habe die
Primarschule Z. positiv mitgeprägt und setze sich engagiert für die schulische und
erzieherische Förderung der ihm anvertrauten Kinder ein. Auch die Visitationsberichte
vom 29. Juli 1992 und vom 29. Oktober 2002 und die Einschätzung seines Kollegen,
wonach er ein motivierter Lehrer ist, führen aufgrund der geschilderten Vorkommnisse
zu keinem anderen Ergebnis. Offen bleiben kann bei dieser Sachlage, ob der Vorwurf
der Vorinstanz zutrifft, der Beschwerdeführer habe im Ski- bzw. Verlegungslager
Schülerinnen einen Gutnachtkuss gegeben (vgl. dazu vorinst. act. 18, 31, 33), was der
Beschwerdeführer bestreitet. Allerdings stellt der Beschwerdeführer nicht in Abrede,
dass er teilweise die Mädchen beim Gutnachtsagen noch zugedeckt hat, was
wiederum auf seine Distanzlosigkeit hinweist. Nicht beantwortet werden muss des
weiteren, ob der Beschwerdeführer in Lagern nicht an die Schlafzimmertüren geklopft
und damit in Kauf genommen hat, dass Mädchen in Unterwäsche dastanden, was er in
Abrede stellt, soweit es nicht darum gegangen sei, Ruhe und Ordnung herzustellen.
Sein Kollege hat im November 2002 in diesem Zusammenhang immerhin ausgesagt,
vor zwei oder drei Jahren seien die Mädchen seiner Klasse zu ihm gekommen und
hätten ihm gesagt, der Beschwerdeführer tappe dauernd in ihr Zimmer. Er solle ihn
veranlassen, anzuklopfen bevor er ins Zimmer komme (vorinst. act. 29). Dieser Vorfall,
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an dessen Glaubwürdigkeit nicht zu zweifeln ist, spricht dafür, dass der
Beschwerdeführer auch in diesem Zusammenhang nicht in der Lage war, zu erkennen,
dass sein Verhalten unangebracht ist, weil es die Intimsphäre heranwachsender
Mädchen verletzt.
5./ Zusammenfassend ergibt sich, dass der Entzug der Wahlfähigkeit rechtmässig
erfolgt ist. Die Massnahme erweist sich auch als verhältnismässig, da eine mildere
Massnahme nicht ersichtlich und vom Beschwerdeführer auch nicht geltend gemacht
wird. Sollten sich die Verhältnisse wesentlich ändern - beispielsweise durch Besuch
entsprechender Kurse und Nachweis eines veränderten Verhaltens - so steht es dem
Beschwerdeführer nach Art. 61 Abs. 2 VSG zu, sich wiederum ein Lehrdiplom ohne
Vermerk ausstellen zu lassen. Darüber ist indessen vorliegend nicht zu entscheiden.
Die Beschwerde ist demzufolge abzuweisen.
Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
Entscheidgebühr von Fr. 1'500.-- ist angemessen (Ziff. 382 des Gerichtskostentarifs,
sGS 941.12). Streitgegenstand ist die Wahlfähigkeit. Als gesetzliche Voraussetzung zur
Begründung eines Dienstverhältnisses ist die Wahlfähigkeit keine dienst-rechtliche
Angelegenheit im Sinn von Art. 97bis Abs. 1 lit. b VRP (vgl. VerwGE vom 24. Januar
2001 i.S. E.G.). Demzufolge ist die Entscheidgebühr von Fr. 1'500.-- zu erheben und
mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu verrechnen.
Ausseramtliche Entschädigungen sind nicht zuzusprechen (Art. 98 Abs. 1 in
Verbindung mit Art. 98bis VRP).