Decision ID: e365a611-abd4-5f6c-9105-41826c0377f7
Year: 2011
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
H._,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch lic. iur. Claudia Bretscher, Rechtsdienst Integration Handicap, Bürgli-
strasse 11, 8002 Zürich,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
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Rente
Sachverhalt:
A.
A.a H._ meldete sich im März 1992 erstmals zum Bezug von IV-Leistungen an (IV-
act. 1). Nachdem die Versicherte die Maurerlehre aus gesundheitlichen Gründen (Knie-
und Rückenbeschwerden) abbrechen musste, veranlasste die IV-Stelle eine
Umschulung zur kaufmännischen Sachbearbeiterin (IV-act. 11 und 17). Gemäss
Verfügung vom 7. April 1994 habe die Versicherte diese Umschulung am 15. Februar
1993 ohne Angabe von Gründen abgebrochen. Sie habe wieder eine Stelle gefunden
und sei beruflich angemessen eingegliedert, weshalb das Begehren um berufliche
Eingliederungsmassnahmen als erledigt abgeschrieben werden könne (IV-act. 33). Der
gegen die Verfügung erhobene Rekurs wies das Versicherungsgericht des Kantons
St. Gallen mit Entscheid vom 8. Juni 1995 ab (IV-act. 40).
A.b Im Juni 1996 meldete sich die Versicherte erneut zum Bezug von IV-Leistungen an
und beantragte berufliche Massnahmen (IV-act. 42). Mit Verfügung vom 7. Januar 1997
wurde das Leistungsbegehren abgewiesen (IV-act. 53).
A.c Im Januar 2004 beantragte die Versicherte nochmals Leistungen von der
Invalidenversicherung (IV-act. 54). Im Arztbericht vom 2. März 2004 hielt Dr. med.
A._, Facharzt für Allgemeinmedizin FMH, fest, dass bei der Versicherten aus
somatischer Sicht die chronischen Rückenschmerzen im Vordergrund stehen würden.
Sodann würden rezidivierende Knieschmerzen mit Verdacht auf beginnende
Gonarthrosen beidseits sowie möglicher Meniskusläsion und eine rezidivierende
Migräne bestehen. Nebst den somatischen Beschwerden spiele zweifellos die
psychische Ebene mit. Für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Briefsortiererin bestehe
seit 11. September 2003 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 69/3-5). Vom 24. bis
26. Mai 2004 erfolgte ambulant eine polydisziplinäre Begutachtung durch die MEDAS
Ostschweiz. Im Gutachten vom 14. Juli 2004 wurden hauptsächlich psychische
Faktoren, die körperliche Störungen bewirken (ICD-10: F54.8/M54), eine zwanghafte
Persönlichkeit (ICD-10: F60.5), ein lumbospondylogenes Syndrom, ein partielles
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Hyperlaxitätssyndrom (beide Daumen, Wirbelsäule, beide Hüft- und Kniegelenke), eine
leichte Hüftdysplasie mit Tendenz zu Coxa valga, belastungsabhängige Knieschmerzen
bei erheblicher Überstreckbarkeit und eine (zervikale) Migräne bei geringen
degenerativen Diskusveränderungen C3-C5 diagnostiziert. Für die zuletzt ausgeübte
Tätigkeit als Mitarbeiterin in der Briefsortierung bestehe seit Oktober 2003 eine
weitgehend vollständige Arbeitsunfähigkeit, wobei der Versicherten aufgrund ihrer
Familienverhältnisse (zwei kleine Kinder) ohnehin nur eine 50%ige Arbeitstätigkeit
zumutbar sei. In einer adaptierten Tätigkeit bestehe eine 80%ige Arbeitsfähigkeit (IV-
act. 76).
A.d Am 9. Dezember 2004 verfügte die IV-Stelle, dass die Arbeitsvermittlung
abgeschlossen werde (IV-act. 92).
A.e Mit Verfügung vom 8. Februar 2005 verneinte die IV-Stelle bei einem
Invaliditätsgrad von 6% einen Rentenanspruch (IV-act. 98). Gegen die Verfügung erhob
die Versicherte am 2. März 2005 (Posteingang) Einsprache (IV-act. 102). Am 2. April
2005 verfügte die IV-Stelle den Widerruf der Verfügung vom 8. Februar 2005 und
kündigte weitere Abklärungen an (IV-act. 112).
A.f Am 17. November 2005 nahm die IV-Stelle eine Abklärung im Haushalt vor. Die
Versicherte gab an, im Gesundheitsfall zu 80% erwerbstätig zu sein. Gestützt auf die
von ihr geltend gemachten Einschränkungen ermittelte die Abklärungsperson eine
Einschränkung im Bereich Haushalt von 12.4% (IV-act. 125).
A.g Im Bericht des psychiatrischen Zentrums St. Gallen vom 4. Januar 2006 wurden
die Diagnosen kombinierte Persönlichkeitsstörung mit Zügen einer Borderline-
Persönlichkeit (ICD-10: F61.0) und mittelgradig depressive Episode (ICD-10: F32.1)
gestellt. Aus psychiatrischer Sicht bestehe für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als
Angestellte bei der Post eine Arbeitsunfähigkeit von ca. 50%. In einer angepassten
Tätigkeit sei die Versicherte höchstens im Ausmass von 20% eingeschränkt (IV-act.
122/1-5).
A.h Mit Verfügung vom 24. Mai 2006 verneinte die IV-Stelle bei einem Invaliditätsgrad
von 21% (Teilinvaliditätsgrad Erwerbstätigkeit 18% und Teilinvaliditätsgrad Haushalt
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3%) einen Rentenanspruch (IV-act. 129). In der Einsprache gegen die Verfügung vom
19. Juni 2006 (ergänzende Einsprachebegründung 13. Juli 2006) sowie im Schreiben
vom 6. März 2007 machte die Versicherte geltend, dass sich ihr Gesundheitszustand
seit der MEDAS-Abklärung im Mai 2004 deutlich verschlechtert habe. Dabei stützte sie
sich auf einen beigelegten Arztbericht von Dr. med. B._, Innere Medizin/
Rheumatologie FMH, vom 22. November 2006 (IV-act. 132, 140, 148 und 149).
Aufgrund dieses Berichts widerruf die IV-Stelle am 12. Juni 2007 ihre Verfügung vom
24. Mai 2006 und veranlasste eine weitere bidisziplinäre (rheumatologisch/
psychiatrisch) Begutachtung in der Thurgauer Klinik St. Katharinental (IV-act. 152, 156
und 161). Im entsprechenden Gutachten vom 28. Dezember 2007 wurden die
Diagnosen chronisches, lumbal betontes panvertebrales Schmerzsyndrom mit
spondylogener Ausstrahlung, chronische Kniegelenksbeschwerden beidseits,
rezidivierende linksseitige Hüftgelenksbeschwerden bei verminderter acetabulärer
Überdachung, leichtgradige Periarthropathie des linken Schultergelenks, anhaltende,
somatoforme Schmerzstörung und anankastische Persönlichkeitsstörung gestellt. Die
bisherige Tätigkeit als Briefsortiererin sowie eine den Beschwerden angepasste
Tätigkeit seien der Versicherten in einem zeitlichen Rahmen von mindestens 55% (4.75
Stunden pro Tag) zumutbar, wobei vermehrte Pausen von ca. einer Stunde über den
Tag verteilt notwendig seien (IV-act. 170-12/46).
A.i Am 1. Juli 2008 erfolgte durch die IV-Stelle eine weitere Haushaltsabklärung. Die
Abklärungsperson ermittelte im Haushalt eine Einschränkung von 42% (IV-act. 177).
A.j Auf Empfehlung des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) der
Invalidenversicherung veranlasste die IV-Stelle eine Verlaufsbegutachtung in der
Thurgauer Klinik St. Katharinental (IV-act. 178 und 180). Im entsprechenden Gutachten
vom 3. Juni 2009 wurde im Vergleich zum Gutachten vom 28. Dezember 2007
zusätzlich eine Opiatabhängigkeit diagnostiziert. Seit dem operativen Eingriff am 18.
Januar 2008 sei es zu keiner relevanten Änderung der lumbalen Belastbarkeit und der
Arbeitsfähigkeit gekommen. Für die aktuelle Tätigkeit im Haushalt sei die Versicherte
nicht eingeschränkt (IV-act. 187).
A.k Mit Vorbescheid vom 10. September 2009 stellte die IV-Stelle der Versicherten in
Aussicht, gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 37% (Teilinvaliditätsgrad
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Erwerbstätigkeit 37% und Teilinvaliditätsgrad Haushalt 0%) einen Anspruch auf eine
Rente zu verneinen (IV-act. 191).
B.
B.a Gegen den Vorbescheid erhob die Versicherte am 8. Oktober 2009 Einwand und
machte geltend, dass bei korrekter Ermittlung des Invaliditätsgrades ein Anspruch auf
eine Rente der Invalidenversicherung bestehe (IV-act. 192/1-4).
B.b Mit Verfügung vom 1. April 2010 lehnte die IV-Stelle entsprechend dem
Vorbescheid den Anspruch auf eine Invalidenrente ab (IV-act. 198).
C.
C.a Gegen diese Verfügung richtet sich die von lic. iur. Claudia Bretscher, Rechtsdienst
Integration Handicap, Zürich, im Namen der Versicherten eingereichte Beschwerde
vom 11. Mai 2010 mit den Anträgen, die Verfügung vom 1. April 2010 sei aufzuheben
und der Beschwerdeführerin sei eine Viertelsrente der Invalidenversicherung
zuzusprechen; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der
Beschwerdegegnerin. Unter Berücksichtigung der im Gutachten erwähnten zusätzlich
notwendigen Pause von 30 Minuten (pro Halbtag) reduziere sich die effektive
Arbeitsleistung sowohl in der angestammten als auch in einer adaptierten Tätigkeit auf
4.25 Stunden pro Tag. Dies würde einer Arbeitsfähigkeit von 50% entsprechen,
wodurch sich im Erwerbsbereich ein Teilinvaliditätsgrad von 40.8% ergebe. Es sei nicht
nachvollziehbar, dass im Gutachten eine Einschränkung im Haushalt verneint worden
sei. Vielmehr sei auf die anlässlich der Haushaltsabklärung vom 1. Juli 2008 ermittelte
Einschränkung von 42.35% abzustellen, wodurch sich im Haushaltsbereich ein
Teilinvaliditätsgrad von 8.47% ergeben würde. Bei einem Invaliditätsgrad von
insgesamt 49.27% bestehe somit ein Anspruch auf eine Viertelsrente der
Invalidenversicherung (act. G 1).
C.b In der Beschwerdeantwort vom 15. Juli 2010 beantragt die Beschwerdegegnerin
die Abweisung der Beschwerde. Auf die in den Gutachten der Thurgauer Klinik St.
Katharinental attestierte zumutbare Restarbeitsfähigkeit von 55% könne nicht
abgestellt werden, da diese Einschätzung der Arbeitsfähigkeit nicht mit dem für die
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Belange der Invalidenversicherung massgeblichen Beweisgegenstand übereinstimme.
Insgesamt erscheine ein Arbeitsunfähigkeitsgrad von 20% plausibel und
nachvollziehbar. Da die Beschwerdeführerin nicht mehr arbeite und die
Einkommensverhältnisse vor Eintritt des Gesundheitsschadens kein repräsentatives
Bild über das Einkommen ergeben würden, seien die Validen- und Invalideneinkommen
vom selben Tabellenlohn zu berechnen. Bezogen auf ein 80%-Pensum resultiere bei
einem Arbeitsunfähigkeitsgrad von 20% im Teilbereich des Erwerbs keine
Erwerbsunfähigkeit. Unter Berücksichtigung sämtlicher Aspekte sei die Verneinung
einer Einschränkung im Haushaltsbereich überzeugender als der anlässlich der
Haushaltsabklärung erhobene Einschränkungsgrad von 42%, wobei selbst bei
Annahme einer solchen Einschränkung kein Rentenanspruch entstehen würde (act. G
4).
C.c Mit Replik vom 23. August 2010 hält die Beschwerdeführerin an den gestellten
Anträgen fest (act. G 6).
C.d Die Beschwerdegegnerin hat auf die Einreichung einer Duplik verzichtet (act. G 8).

Erwägungen:
1.
Am 1. Januar 2004 sind die neuen Normen der 4. IV-Revision und am 1. Januar 2008
sind die im Zuge der 5. IV-Revision revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes
über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20), der Verordnung über die
Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) und des Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) in Kraft getreten. In
materiell-rechtlicher Hinsicht gilt jedoch der allgemeine übergangsrechtliche
Grundsatz, dass der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen sind, die bei
Erlass des angefochtenen Entscheids beziehungsweise im Zeitpunkt gegolten haben,
als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende Sachverhalt verwirklicht hat (vgl.
BGE 127 V 467 E. 1, 126 V 136 E. 4b, je mit Hinweisen). Die angefochtene Verfügung
ist am 1. April 2010 ergangen, wobei ein Sachverhalt zu beurteilen ist, der vor dem
Inkrafttreten der revidierten Bestimmungen der 4. und 5. IV-Revision begonnen hat.
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Daher und aufgrund dessen, dass der Rechtsstreit eine Dauerleistung betrifft, über die
noch nicht rechtskräftig verfügt wurde, ist entsprechend den allgemeinen
intertemporalrechtlichen Regeln für die Zeit bis 31. Dezember 2003 bzw. bis
31. Dezember 2007 auf die damals geltenden Bestimmungen und ab 1. Januar 2008
auf die neuen Normen der 5. IV-Revision abzustellen (vgl. zur 4. IV-Revision: BGE 130
V 445 ff.; Urteil des Bundesgerichts vom 7. Juni 2006, I 428/04, E. 1). Nachfolgend
werden die seit 1. Januar 2008 gültigen Bestimmungen des ATSG und IVG
wiedergegeben, soweit nicht ausdrücklich auf die altrechtlichen Bestimmungen
verwiesen wird.
2.
2.1 Als Invalidität gilt laut Art. 8 Abs. 1 ATSG die ganze oder teilweise
Erwerbsunfähigkeit, es sei denn, eine versicherte Person sei vor dem Eintritt der
Gesundheitsbeeinträchtigung nicht erwerbstätig gewesen und es habe ihr auch nicht
zugemutet werden können, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. In diesem Fall gilt
gemäss Art. 8 Abs. 3 ATSG die Unmöglichkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen,
als Invalidität. Die Invalidität im Sinn von Art. 8 Abs. 1 ATSG wird durch einen
Einkommensvergleich ermittelt (Art. 16 ATSG). Die Methode zur Bemessung der
konkreten Unmöglichkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wird vom ATSG nicht
geregelt. Diese Lücke füllt Art. 28a Abs. 2 IVG: Es ist darauf abzustellen, in welchem
Mass die betreffende Person behindert ist, sich im Aufgabenbereich zu betätigen. Als
Aufgabenbereich der im Haushalt tätigen Person gelten insbesondere die übliche
Tätigkeit im Haushalt, die Erziehung der Kinder sowie gemeinnützige und künstlerische
Tätigkeiten (Art. 27 IVV). Die Bestimmung von Art. 28a Abs. 3 IVG regelt die sogenannte
gemischte Methode der Invaliditätsbemessung bei Personen, die zum Teil erwerbstätig
und zum Teil im Aufgabenbereich tätig sind. In einem solchen "gemischten" Fall sind
der Anteil der Erwerbstätigkeit und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich
festzulegen und der Invaliditätsgrad ist entsprechend der Behinderung in beiden
Bereichen zu bemessen.
2.2 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die
versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie
wenigstens zu 60% invalid ist. Liegt ein Invaliditätsgrad von mindestens 50% vor, so
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besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens
40% auf eine Viertelsrente.
2.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des
Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung
zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte
Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige
Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten
Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen). Das
Gericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und demnach zu prüfen,
ob die vorliegenden Beweismittel eine zuverlässige Beurteilung des strittigen
Leistungsanspruchs gestatten. Das im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholte
Gutachten von externen oder internen Spezialärzten, die aufgrund eingehender
Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht
erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen,
besitzt bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft, solange nicht konkrete Indizien
gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 ff. E. 3b/bb und 3b/
ee).
3.
3.1 Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin den Anspruch der
Beschwerdeführerin auf eine Invalidenrente zu Recht abgelehnt hat. Sie stützt sich in
der angefochtenen Verfügung auf die Gutachten der Thurgauer Klinik St. Katharinental
vom 28. Dezember 2007 und 3. Juni 2009 (Verlaufsgutachten) und die darin enthaltene
55%ige Arbeitsfähigkeit für eine adaptierte Tätigkeit (mit einer zusätzlichen Stunde
Pause über den ganzen Tag verteilt) sowie die Aussage, wonach für die
Haushaltstätigkeit keine Einschränkung bestehe.
3.2 Die Beschwerdeführerin bemängelt am Verlaufsgutachten die Einschätzung der
Einschränkung für die Tätigkeit im Haushalt. Nachdem sich der Gesundheitszustand
über die Jahre nicht verbessert, sondern eher verschlechtert habe, sei diese
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Einschätzung nicht nachvollziehbar, zumal ihr im Erwerbsbereich auch für angepasste
leichte Tätigkeiten erhebliche Einschränkungen attestiert worden seien und es sich bei
der Haushaltstätigkeit in vielen Bereichen um eine mittelschwere bis schwere Tätigkeit
handle. Die entsprechende Aussage stehe im Gutachten denn auch vollkommen isoliert
und ohne nähere Begründung da. Sodann bestehe ein erheblicher Widerspruch zu den
Ergebnissen der Haushaltsabklärung vom 1. Juli 2008, welche für den
Haushaltsbereich unter Berücksichtigung der Mitwirkungspflicht der
Familienangehörigen eine Einschränkung von 42.35% ergeben habe.
3.3 Der Beschwerdeführerin ist beizupflichten, dass aufgrund der ausgewiesenen
Beschwerden und der attestierten teilweisen Arbeitsunfähigkeit in einer adaptierten
Tätigkeit, eine fehlende Einschränkung im Haushaltsbereich nur sehr schwer
nachvollziehbar ist. Wie die folgenden Erwägungen allerdings zeigen werden, ergibt
sich bereits ohne Einschränkung im Haushaltsbereich ein rentenbegründender
Invaliditätsgrad, weshalb auf die Einschätzung im Gutachten bezüglich Einschränkung
im Bereich Haushalt nicht weiter einzugehen ist. Festzuhalten gilt es allerdings auch,
dass unter Berücksichtigung der Mitwirkungspflicht der Familienangehörigen und mit
Blick auf die geklagten Beschwerden eine Einschränkung von 42.35% nicht
ausgewiesen ist. Da sich allerdings – wie die folgenden Erwägungen ebenfalls zeigen
werden – selbst bei einer Einschränkung von 40% (aufgrund der Aktenlage sicherlich
zu hohe Einschränkung) lediglich ein Anspruch auf eine Viertelsrente ergibt, kann die
genaue Höhe der Einschränkung im Haushaltsbereich (zwischen 0 und 40%)
offengelassen werden.
3.4 Die Beschwerdeführerin bringt gegen die Gutachten der Thurgauer Klinik St.
Katharinental zu Recht keine weiteren Einwände vor. Die Gutachten beruhen auf
eigenständigen interdisziplinären Abklärungen und erscheinen für die streitigen
Belange umfassend. Die Vorakten und die geklagten Beschwerden der
Beschwerdeführerin wurden hinreichend berücksichtigt. Die Gutachten leuchten in der
Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der
medizinischen Situation ein. Vor diesem Hintergrund vermögen die darin enthaltenen
Schlussfolgerung (mit Ausnahme der Einschätzung der Einschränkung im
Haushaltsbereich) zu überzeugen, insbesondere die 55%ige Arbeitsfähigkeit in einer
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adaptierten Tätigkeit (mit einer zusätzlichen Stunde Pause über den ganzen Tag
verteilt).
3.5 Umstritten ist zwischen den Parteien die Höhe der Arbeitsfähigkeit der
Beschwerdeführerin in einer adaptierten Tätigkeit. In der angefochtenen Verfügung
geht die Beschwerdegegnerin noch von einer 55%igen Arbeitsfähigkeit in einer
angepassten Tätigkeit aus. In der Beschwerdeantwort vom 15. Juli 2010 ist sie
hingegen der Ansicht, dass ein Arbeitsunfähigkeitsgrad von 20% plausibel und
nachvollziehbar sei. Angesichts der wenig ausgeprägten pathologischen Befunde am
Bewegungsapparat fehle es an einer einleuchtenden Erklärung für die im Gutachten der
Thurgauer Klinik St. Katharinental festgelegte hohe Arbeitsunfähigkeit, zumal die rein
psychiatrisch bedingte Arbeitsunfähigkeit auf lediglich 20% eingeschätzt worden sei.
Die Beschwerdeführerin geht für eine angepasste Tätigkeit von einer 50%igen
Arbeitsfähigkeit aus. Aus dem Gutachten gehe hervor, dass eine angepasste Tätigkeit
während 4.75 Stunden pro Tag zumutbar sei, unter Berücksichtigung einer
zusätzlichen in diesen 4.75 Stunden enthaltenen Pause von einer halben Stunde. Unter
Berücksichtigung dieser zusätzlich notwendigen Pause von 30 Minuten reduziere sich
die effektive Arbeitsleistung auf 4.25 Stunden pro Tag. Dies würde einer
Arbeitsfähigkeit von 50% entsprechen. Den Gutachten ist zu entnehmen, dass eine
angepasste Tätigkeit in einem zeitlichen Rahmen von mindestens 55% (4.75 Stunden
pro Tag) zumutbar sei und dabei eine verminderte Leistungsfähigkeit bestehe, indem
vermehrte Pausen, zusätzlich zu den üblichen Pausen von 20 Minuten pro Halbtag,
über den Tag verteilt ca. eine Stunde, notwendig seien (IV-act. 170/13-46 und
187/13-39). Aus den Gutachten ergibt sich somit, dass für die zumutbare Tätigkeit im
zeitlichen Rahmen von 4.75 Stunden pro Tag zusätzliche Pausen (eine Stunde über
den Tag verteilt) notwendig sind. Bei einem Pensum von 55% ergibt sich somit ein
zusätzlicher Pausenbedarf von 30 Minuten, wodurch sich die zumutbare Arbeitszeit auf
4.25 Stunden pro Tag reduziert und somit daraus eine 50%ige Arbeitsfähigkeit
resultiert. Aus den Gutachten ist nicht ersichtlich, dass die verminderte
Leistungsfähigkeit lediglich vorübergehend sein soll, weshalb der Begründung des
RAD, wonach die zusätzlichen Pausen auf eine vorübergehende muskuläre
Dekonditionierung zurückzuführen seien, nicht gefolgt werden kann. Entgegen der
Auffassung der Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort sind hinreichend
somatische Befunde ausgewiesen, welche sich offensichtlich limitierend auf die
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Arbeitsfähigkeit auswirken. Die gutachterliche Einschätzung der Restarbeitsfähigkeit ist
somit auch diesbezüglich nachvollziehbar und nicht zu beanstanden. Somit gilt es
ausgehend von einer Restarbeitsfähigkeit von 50% die erwerblichen Auswirkungen der
Leistungsbeeinträchtigung zu prüfen. Indem bei der Restarbeitsfähigkeit die zusätzlich
notwendigen Pausen bereits berücksichtigt worden sind, ist ein zusätzlicher
Leidensabzug beim Invalideneinkommen nicht mehr gerechtfertigt. Ein solcher
Leidensabzug wäre somit nur angemessen, wenn von einer Restarbeitsfähigkeit von
55% ausgegangen würde. Diese Berechnungsweise hätte allerdings im Ergebnis keine
Auswirkungen, da auch bei einer Restarbeitsfähigkeit von 55% und einem zu
gewährenden Leidensabzug von 10% ebenfalls ein Anspruch auf eine Viertelsrente
bestehen würde (vgl. E. 5.4).
4.
Zwischen den Parteien blieb grundsätzlich unbestritten, dass die Beschwerdeführerin
im Gesundheitsfall zu 80% einer Erwerbstätigkeit nachgehen und zu 20% im Haushalt
tätig sein würde. Aufgrund der Aktenlage bestehen keine Anhaltspunkte von dieser
Annahme abzuweichen.
5.
5.1 Bei einer maximalen Einschränkung von 40% (vgl. E. 3.3) ergibt sich bei einer
Gewichtung eines 20% Pensums eine Teilinvalidität im Bereich Haushalt von
höchstens 8%.
5.2 Bei der Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die betroffene
Person im massgebenden Zeitpunkt nach dem Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit als Gesunde verdienen würde. Die Einkommensermittlung hat so
konkret wie möglich zu erfolgen, weshalb in der Regel vom letzten Lohn, den die
versicherte Person vor Eintritt des Gesundheitsschadens erzielt hat, auszugehen ist
(Urteil des Bundesgerichts vom 3. Juli 2008, 8C_767/07, E. 3). Die Beschwerdeführerin
war gezwungen die Maurerlehre aus gesundheitlichen Gründen abzubrechen. Da den
vorliegenden Akten keine Anhaltspunkte zu entnehmen sind, dass die
Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall die Lehre als Maurerin nicht abgeschlossen
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hätte und somit weiterhin in diesem Beruf tätig wäre, ist beim Valideneinkommen daher
auf den von einer gelernten Maurerin erzielten Lohn abzustellen. Diese Ansicht wurde
im Verwaltungsverfahren im Übrigen auch von der Beschwerdegegnerin vertreten (IV-
act. 108 und 125/13-14). Mangels eines konkreten Lohns ist bei der Ermittlung des
Valideneinkommens auf die Tabellenlöhne der vom Bundesamt für Statistik
herausgegebenen Lohnstrukturerhebung (LSE) abzustellen. Konkret ist vorliegend die
LSE-Tabelle TA1, Privater Sektor, Baugewerbe mit Anforderungsniveau 3 (Berufs- und
Fachkenntnisse vorausgesetzt) anwendbar. Für den Einkommensvergleich sind die
Verhältnisse im Zeitpunkt des Beginns des Rentenanspruchs massgebend (BGE 129 V
223 E. 4.1). Im Jahr 2006 lag der Durchschnittslohn für eine Frau im Baugewerbe bei
Fr. 5'000.--. Aufgerechnet auf die 2006 vorherrschende durchschnittliche wöchentliche
Arbeitszeit von 41.7 Stunden ergibt sich bei einem 80% Pensum ein Jahreseinkommen
und somit ein Valideneinkommen von Fr. 50'040.--.
5.3 Beim Invalideneinkommen ist mangels einer abgeschlossenen Ausbildung der
Beschwerdeführerin auf eine Hilfsarbeitertätigkeit und daher bei den Tabellenlöhnen
auf das Anforderungsniveau 4 (einfache und repetitive Tätigkeiten) abzustellen. Im Jahr
2006 betrug der Durchschnittslohn für eine Frau (LSE-Tabelle TA1, Privater Sektor,
Total Anforderungsniveau 4) Fr. 4'019.--. Aufgerechnet auf die durchschnittliche
wöchentliche Arbeitszeit im Jahr 2006 von 41.7 Stunden und unter Berücksichtigung
einer zumutbaren Arbeitsfähigkeit von 50% ergibt sich ein Invalideneinkommen von
Fr. 25'139.--.
5.4 Aus der Gegenüberstellung des Validen- und des Invalideneinkommens ergibt
sich somit eine Erwerbseinbusse von Fr. 24'901.-- oder 50%. In Anwendung der
bundesgerichtlichen Rechtsprechung zur gemischten Methode ergibt sich demnach im
Erwerbsbereich ein Teilinvaliditätsgrad von 40% (50% / 100 x 80). Zusammen mit der
Teilinvalidität im Haushalt von maximal 8% ergibt sich ein Invaliditätsgrad zwischen 40
und 48% und somit ein Anspruch auf eine Viertelsrente. Bei der Annahme einer
Restarbeitsfähigkeit von 55% ergäbe sich unter Gewährung eines Leidensabzugs von
10% (vgl. obige Ausführungen in E. 3.5) ein Invalideneinkommen von Fr. 24'888.-- und
somit eine Erwerbseinbusse von Fr. 25'152.-- oder 50% und somit ebenfalls eine
gewichtete Teilinvalidität von 40%.
6.
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6.1 Der Eintritt des Rentenfalles wird durch aArt. 29 Abs. 1 IVG geregelt (in der bis
31. Dezember 2007 gültigen Fassung). Der Rentenanspruch entsteht danach
frühestens in dem Zeitpunkt, in dem die versicherte Person während eines Jahres ohne
wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 40% arbeitsunfähig (Art. 6
ATSG) gewesen war (lit. b). Unter Arbeitsunfähigkeit im Sinn von aArt. 29 Abs. 1 lit. b
IVG ist die durch den Gesundheitsschaden bedingte qualitative und/oder quantitative
Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen im bisherigen Beruf oder
Aufgabenbereich zu verstehen (BGE 130 V 99 E. 3.2). Im Rahmen des Art. 29 Abs. 1
IVG nicht anwendbar ist nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts der Grundsatz,
dass bei langdauernder Arbeitsunfähigkeit im angestammten Beruf - oder sobald klar
wird, dass die Wiederaufnahme der bisher ausgeübten Tätigkeit nicht mehr in Frage
kommt - nach Ablauf einer gewissen Übergangsfrist auch zumutbare Tätigkeiten in
einem andern Beruf zu berücksichtigen sind. Bei der Anwendung dieser Bestimmung
ist ausschliesslich die Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit zu betrachten
(Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 23. Oktober 2003,
I 392/02, vgl. BGE 130 V 99 E. 3.2, bereits unter Hinweis auf den künftigen Art. 6
ATSG). Die einjährige Wartezeit gilt als eröffnet, sobald eine Arbeitsunfähigkeit von
mindestens 20% vorliegt (AHI 1998 S. 124 E. 3c).
6.2 Im Bericht vom 22. November 2006 führte Dr. B._ aus, dass sich der
Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin seit der MEDAS-Begutachtung im Juli
2004 wesentlich verschlechtert habe. Die Beschwerdegegnerin nahm diesen Bericht
zum Anlass, eine weitere Begutachtung in der Thurgauer Klinik St. Katharinental zu
veranlassen. Da vorliegend gestützt auf diese Gutachten der Thurgauer Klinik St.
Katharinental der rentenbegründende Invaliditätsgrad ermittelt wurde, ist überwiegend
wahrscheinlich erstellt, dass die attestierte Arbeitsunfähigkeit bereits im Zeitpunkt der
Untersuchung durch Dr. B._ im November 2006 bestand. Ein Wartejahr mit einer
ununterbrochenen durchschnittlichen Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit von
mehr als 40% war in diesem Zeitpunkt bereits erfüllt. Nachdem vorliegend der
Maurerlohn als Valideneinkommen herangezogen wurde, ist konsequenterweise auch
die Mauertätigkeit als angestammte Tätigkeit zu betrachten. Eine überjährige 40%ige
Arbeitsunfähigkeit für die Tätigkeit als Maurerin ist aufgrund der vorliegenden
medizinischen Aktenlage offensichtlich ausgewiesen. Im Übrigen würde die
Beschwerdeführerin das Wartejahr auch aufgrund ihrer ausgeübten Tätigkeit als
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St.Galler Gerichte
Briefsortiererin erfüllen. Dem MEDAS-Gutachten vom 14. Juli 2004 ist zu entnehmen,
dass für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Mitarbeiterin in der Briefsortierung seit
Oktober 2003 eine weitgehend vollständige Arbeitsunfähigkeit bestehe. Die
Beschwerdeführerin hat somit ab 1. November 2006 Anspruch auf eine Viertelsrente.
7.
7.1 Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung der
angefochtenen Verfügung vom 1. April 2010 gutzuheissen. Der Beschwerdeführerin ist
ab 1. November 2006 eine Viertelsrente zuzusprechen.
7.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis
Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--
erscheint als angemessen. Die unterliegende Beschwerdegegnerin hat die gesamte
Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen. Der Beschwerdeführerin ist der geleistete
Kostenvorschuss von Fr. 600.-- zurückzuerstatten.
7.3 Bei diesem Verfahrensausgang hat die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine
Parteientschädigung, welche gemäss Art. 61 lit. g ATSG nach der Bedeutung der
Streit-sache und nach der Schwierigkeit des Prozesses zu bemessen ist. Angemessen
ist vorliegend ein Betrag von Fr. 3'000.-- (inklusive Barauslagen).
Demgemäss hat das Versicherungsgericht