Decision ID: a33c0d5b-d4cb-5424-afcc-b2af7367f14c
Year: 2018
Language: de
Court: AR_OG
Chamber: AR_OG_002
Canton: AR
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A. A1_ und A2_ (nachfolgend: Beschwerdeführer) wurden am 11. Januar 2012 von der
kantonalen Steuerverwaltung (nachfolgend: Vorinstanz) für die Staats- und
Gemeindesteuern 2007 sowie die direkte Bundessteuer 2007 veranlagt. Das steuerbare
Einkommen betrug gemäss Veranlagungsverfügung bei den Staats- und Gemeindesteuern
Fr. 107‘500.-- (bei einem satzbestimmenden Einkommen im Betrag von Fr. 423‘000.--),
während bei der direkten Bundessteuer ein steuerbares Einkommen im Betrag von Fr.
418‘300.-- resultierte. Das steuerbare Vermögen betrug Fr. 1‘691‘000.-- (satzbestimmendes
Vermögen: Fr. 2‘450‘000.--). Am 16. Februar 2012 teilte die Vorinstanz den
Beschwerdeführern via deren Vertreter mit, dass sie in der Zwischenzeit erfahren habe,
dass im Jahr 2007 noch eine geldwerte Leistung (Gewinnvorwegnahme) geflossen sei.
Deshalb würden die Veranlagungsverfügungen 2007 betreffend Staats- und
Gemeindesteuern sowie direkte Bundessteuer widerrufen und die Beschwerdeführer
würden nach Beendigung der Abklärungen eine neue Veranlagung erhalten; ein Verfahren
wegen mutmasslicher versuchter Steuerhinterziehung bleibe vorbehalten.
B. Mit Schreiben vom 21. Februar 2012 erhoben die Beschwerdeführer Einsprache gegen die
Veranlagungsverfügungen 2007. Die Vorinstanz trat auf diese Einsprache nicht ein und
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wies die Beschwerdeführer darauf hin, dass über die definitiven Veranlagungen betreffend
Staats- und Gemeindesteuern 2007 bzw. direkte Bundessteuer 2007 wie angekündigt neu
verfügt werde; erst gegen diese neuen Verfügungen könne Einsprache erhoben werden.
Auf eine Beschwerde der Beschwerdeführer hin bestätigte das Obergericht diesen
Nichteintretensentscheid der Vorinstanz mit Urteil vom 20. Februar 2013 (Verfahren O5V
12 4). Dieses Urteil erwuchs unangefochten in Rechtskraft.
C. Am 3. Juli 2013 wurden die Beschwerdeführer von der Vorinstanz erneut sowohl für die
Staats- und Gemeindesteuern als auch für die direkte Bundessteuer 2007 veranlagt. Das
steuerbare Einkommen bei den Staats- und Gemeindesteuern betrug nun Fr. 191‘100.--
(bei einem satzbestimmenden Einkommen im Betrag von Fr. 518‘000.--), das steuerbare
Vermögen wurde auf Fr. 1‘691‘000.-- (bei einem satzbestimmenden Vermögen im Betrag
von Fr. 2‘450‘000.--) festgelegt. Bei der direkten Bundessteuer resultierte gemäss der
neuen Veranlagung ein steuerbares Einkommen im Betrag von Fr. 457‘900.--. Mit
Schreiben vom 29. Juli und 24. September 2013 liessen die Beschwerdeführer durch ihren
Vertreter bei der Vorinstanz erneut Einsprache gegen die neuen Steuerveranlagungen
erheben. In der Folge verlangte die Vorinstanz von den Beschwerdeführern diverse
Nachweise zum von ihnen in der Einsprache geltend gemachten Sachverhalt. Am 28.
Februar 2014 reichten die Beschwerdeführer daraufhin bei der Vorinstanz eine nähere
Begründung ein, allerdings ohne die Beilage von Belegen. Am 11. November 2015 forderte
die Vorinstanz bei den Beschwerdeführern die Belege erneut ein und kündigte an, dass,
sollten die angeforderten Unterlagen nicht rechtzeitig vorliegen, der Einspracheentscheid
aufgrund der Akten gefällt werde. Daraufhin gingen bei der Vorinstanz am 19. und 24.
November 2015 sowie am 8. Februar 2016 weitere Unterlagen und Eingaben der
Beschwerdeführer ein. Mit Einspracheentscheid vom 27. April 2016 hiess die Vorinstanz
die Einsprache teilweise gut und legte die steuerbaren Faktoren für das Jahr 2007
nochmals neu fest. Gemäss Einspracheentscheid betrug das steuerbare Einkommen bei
den Staats- und Gemeindesteuern Fr. 199‘100.-- (zum Satz von Fr. 492‘100.--) und das
steuerbare Vermögen Fr. 2‘687‘000.-- (zum Satz von Fr. 3‘545‘000.--), während das
steuerbare Einkommen bei der direkten Bundessteuer auf Fr. 432‘100.-- festgelegt wurde.
D. Am 24. Mai 2016 reichten die Beschwerdeführer beim Obergericht Beschwerde gegen
diesen Einspracheentscheid ein und stellten diverse Anträge. Sie verlangten, die ihnen
aufgerechneten geldwerten Leistungen seien zu reduzieren respektive neu zu beurteilen;
ausserdem sei die Besteuerung der Erträge der Stiftung C_ zu unterlassen und der
Haftungsanspruch der SVA sei als Berufskosten abzusetzen. Bezüglich Vermögenssteuer
wurde angeführt, dass für deren Bemessung allein der Substanzwert der A_ AG und der
anderen juristischen Personen massgebend sei; der Ertragswert sei wegzulassen. Weiter
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seien die Verkaufsgewinne der Immobilien im Kanton St. Gallen von der
Einkommenssteuer auszunehmen, dies auch für die Satzbestimmung. Schliesslich seien
alle noch zu bezahlenden Steuern vom Vermögen als Schulden abzuziehen und die damit
verbundenen geschuldeten kumulativen Schuldzinsen auch vom Einkommen. Mit
Vernehmlassung vom 31. Oktober 2016 beantragte die Vorinstanz innert erstreckter Frist
die Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolge zu Lasten der Beschwerdeführer. Am 30.
März 2017 reichten die Beschwerdeführer innert ebenfalls erstreckter Frist eine Replik ein
und hielten an ihren Anträgen fest. Die Vorinstanz duplizierte am 8. Mai 2017, worauf sich
die Beschwerdeführer mit Eingabe vom 19. Mai 2017 ebenfalls erneut vernehmen liessen.
Hierauf folgte keine weitere Eingabe mehr und der Schriftenwechsel konnte abgeschlossen
werden. Nachdem keine der Parteien eine mündliche Verhandlung verlangt hatte, wurde
die Sache am 6. Februar 2018 in der zweiten Abteilung des Obergerichts in Abwesenheit
der Parteien abschliessend beraten und darüber entschieden. Die Beschwerde wurde
sowohl bezüglich der Staats- und Gemeindesteuern 2007 als auch bezüglich der direkten
Bundessteuer 2007 abgewiesen. Nachdem die Beschwerdeführer mit Schreiben vom 28.
Februar 2018 die Ausfertigung eines anfechtbaren Entscheids verlangten, ergeht hiermit
das begründete Urteil.
E. Auf weitere Einzelheiten im Sachverhalt und in den Akten sowie die Vorbringen der
Parteien in den Rechtschriften wird, soweit entscheidrelevant, in den nachfolgenden
Erwägungen näher eingegangen.
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Erwägungen
1. Formelles
Die Erfüllung der Prozessvoraussetzungen ist von Amtes wegen zu prüfen. Diese sind
sowohl hinsichtlich der Beschwerdeberechtigung auf Seiten der Beschwerdeführer als auch
hinsichtlich der Form- und Fristerfordernisse mit Bezug auf die Beschwerdeschrift erfüllt.
Dass die Beschwerdeführer sich im vorliegenden Verfahren durch B_ vertreten lassen,
ist, nachdem in Streitigkeiten über öffentliche Abgaben kein Anwaltsmonopol vorgesehen
ist (Art. 3 Abs. 1 lit. d Anwaltsgesetz, bGS 145.52), zulässig. Die Vollmacht vom 12. April
2012 liegt dem Obergericht vor (Verfahren O5V 12 4, act. 3). Nachdem auch der
eingeforderte Kostenvorschuss fristgemäss geleistet wurde, ist auf die Beschwerde
einzutreten.
Weil die Beschwerde die Veranlagung sowohl der Staats- und Gemeindesteuern als auch
der direkten Bundessteuer betrifft, wurde sie mit Blick auf die unterschiedlichen
Rechtsgrundlagen in zwei formell getrennte, aber gleichzeitig behandelte Verfahren
aufgeteilt (O2V 16 12 und O2V 16 14). Das vorliegende Verfahren O2V 16 14 betrifft die
Veranlagung der direkten Bundessteuer 2007.
2. Materielles
2.1 Geldwerte Leistungen
Der Einkommenssteuer natürlicher Personen unterliegen alle wiederkehrenden und
einmaligen Einkünfte (Art. 16 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer
[DBG, 642.11]). Als Einkommen gelten auch Naturalbezüge jeder Art, insbesondere freie
Verpflegung und Unterkunft sowie der Wert selbstverbrauchter Erzeugnisse und Waren des
eigenen Betriebes (Art. 16 Abs. 2 DBG). Nebst dem Einkommen aus unselbständiger und
selbständiger Tätigkeit (Art. 17 - 19 DBG) sind auch die Erträge aus beweglichem
Vermögen steuerbar, so insbesondere Dividenden, Gewinnanteile,
Liquidationsüberschüsse und geldwerte Vorteile aus Beteiligungen aller Art (Art. 20 Abs. 1
lit. c DBG).
Gemäss Art. 58 Abs. 1 lit. b DBG gehören zum steuerbaren Reingewinn einer juristischen
Person, welcher Gegenstand der Gewinnsteuer von Unternehmungen ist, offene und
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verdeckte Gewinnausschüttungen und geschäftsmässig nicht begründete Zuwendungen an
Dritte. Die verdeckten Gewinnausschüttungen einer Firma bilden in der Regel das
Gegenstück zu den geldwerten Vorteilen, welche bei der natürlichen Person als
Einkommen versteuert werden; während das eine den Vorteil aus der Sicht der leistenden
Gesellschaft darstellt, ist für letzteren Begriff die Sicht des Begünstigten massgebend
(RICHNER/FREI/KAUFMANN/MEUTER, Kommentar zum Zürcher Steuergesetz, 3. Aufl. 2013
[nachfolgend: Kommentar Zürcher Steuergesetz], N 138 ff. zu § 20;
RICHNER/FREI/KAUFMANN/MEUTER, Handkommentar zum DBG, 3. Aufl. 2016 [nachfolgend:
Handkommentar DBG], N 140 ff. zu Art. 20 DBG). Soweit die geldwerte Leistung auf der
Ebene der Gesellschaft rechtskräftig festgestellt ist, nehmen die Kantone daher
regelmässig eine analoge Aufrechnung beim Beteiligungsinhaber vor. In formeller Hinsicht
gilt zwar eine Feststellung einer verdeckten Gewinnausschüttung in der Einschätzung der
Gesellschaft nicht automatisch als rechtskräftige Feststellung gegenüber dem
Beteiligungsinhaber, da nur das Dispositiv der Einschätzung in Rechtskraft erwächst und
nicht die Begründung (Kommentar Zürcher Steuergesetz, N 144 zu § 20). Ist aber eine
verdeckte Gewinnausschüttung bereits im rechtskräftig abgeschlossenen
Veranlagungsverfahren der Gesellschaft festgestellt und aufgerechnet worden, hat dies
wesentliche Auswirkungen auf die Mitwirkungspflicht eines begünstigten
Beteiligungsinhabers (vgl. dazu Urteil des Verwaltungsgerichts Zürich vom 8. Februar 1995,
in: StE 1995 B 92.3 Nr. 8).
Zwar ist die erneute rechtliche Beurteilung auf Aktionärsebene unerlässlich, zumal es sich
bei Gesellschafter und Beteiligungsinhaber trotz gesellschaftlicher Verbundenheit um zwei
voneinander unabhängige Rechts- und Steuersubjekte handelt. In Abweichung vom
allgemein geltenden Grundsatz zur Beweisführungslast bezüglich der steuerbegründenden
Tatsachen, welche aufgrund der behördlichen Untersuchungspflicht bei der Steuerbehörde
liegt, hat ein Beteiligungsinhaber aber dann, wenn er gleichzeitig Organ der Gesellschaft
ist, aufgrund einer weitreichenden Mitwirkungspflicht Bestand und Höhe der von der
Steuerverwaltung behaupteten geldwerten Leistung detailliert zu bestreiten, wobei denkbar
ist, dass er Argumente vorträgt, die erst und nur für die Veranlagung des
Beteiligungsinhabers von Belang sind. Beschränkt er sich auf bloss pauschale
Ausführungen ohne seine Argumente konkret zu belegen, darf die Veranlagungsbehörde
ohne weiteres annehmen, die auf Gesellschaftsebene rechtskräftig veranlagte Aufrechnung
sei dem Beteiligungsinhaber gegenüber ebenso berechtigt (sog. mitwirkungsorientierte
Beweislastverteilung; vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts 2C_16/2015 vom 6. August 2015,
E. 2.5.7 f., m.w.H.).
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2.1.1 A_ AG / D_ GmbH
a. Bei der A_ AG und der D_ GmbH wurde in dem Umfang, in dem die Vorinstanz nun
den Beschwerdeführern in ihrer persönlichen Steuerveranlagung betreffend direkte
Bundessteuer eine geldwerte Leistung aufgerechnet hat, eine verdeckte
Gewinnausschüttung angenommen, wobei die Veranlagungen der Firmen inzwischen
rechtskräftig sind.
b. Der Beschwerdeführer A1_ war bzw. ist gemäss Handelsregister als Verwaltungsrat
mit Einzelunterschrift bei der A_ AG mit Sitz in E_ eingetragen (namentlich auch im
hier entscheidenden Zeitraum 01.01.2007 bis 31.12.2007). Gesellschafter der D_ GmbH
mit Sitz in E_ waren sowohl im Jahr 2007 als auch heute noch sowohl A2_ als auch
A1_, beide verfügen über Einzelunterschrift, wobei A2_ zusätzlich als
Geschäftsführerin amtet(e). Die Doppelstellung der Beschwerdeführer als Gesellschafter
und Organ in beiden Firmen ist damit offensichtlich.
c. Im vorliegenden Fall bleiben die Beschwerdeführer im Zusammenhang mit den ihnen
aufgerechneten geldwerten Leistungen der A_ AG substantiierte Belege schuldig,
welche ihre Behauptungen und Erklärungen, weshalb im hier entscheidenden Steuerjahr
2007 entgegen der Ansicht der Vorinstanz von keiner geldwerten Leistung ausgegangen
werden könne, belegen würden. Die Ausführungen der Beschwerdeführer, welche sich auf
Firmenabschlüsse zu späteren Jahren (2008 bis 2014) beziehen, sind, worauf die
Vorinstanz zu Recht hinweist, nicht entscheidend für das in Frage stehende Steuerjahr
2007. Zudem ist darauf hinzuweisen, dass selbst dann, wenn in späteren Jahren bei der
Firma ein geschäftsmässiger Fahrzeughandel anerkannt würde, damit nicht automatisch
feststeht, dass nicht doch zumindest ein Teil des gesamten Fahrzeugaufwands den
Beteiligungsinhabern als geldwerter Vorteil aufzurechnen wäre. Die Erklärung der
Beschwerdeführer, mangels steuerbarem Ertrag habe auf Ebene der A_ AG eine
Anfechtung der Veranlagung unterbleiben können, lässt sich anhand der von den
Beschwerdeführern vorgelegten Unterlagen nicht abschliessend überprüfen: Ein
Firmenabschluss aus dem Jahr 2007, welcher den von den Beschwerdeführern
vorgetragenen Sachverhalt bestätigen würde, findet sich nicht in den Akten. Stattdessen
belegt die in den vorinstanzlichen Akten enthaltene steueramtliche Meldung vom 14.
Oktober 2011, dass die im Jahr 2007 für die Veranlagung der A_ AG zuständige
Steuerverwaltung im Kanton St. Gallen von einer verdeckten Gewinnausschüttung im
Zusammenhang mit der privaten Nutzung von Fahrzeugen ausging und dies entsprechend
der für die Veranlagung der Beschwerdeführer zuständigen Vorinstanz meldete (VI-act. 10).
Unter diesen Umständen und namentlich unter Berücksichtigung der
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mitwirkungsorientierten Beweisführungslast, die die Beschwerdeführer im vorliegenden Fall
trifft, ist die von der Vorinstanz vorgenommene Aufrechnung des geldwerten Vorteils der
A_ AG beim Einkommen der Beschwerdeführer zu bestätigen.
d. Weshalb der den Beschwerdeführern aufgerechnete geldwerte Vorteil aus der D_
GmbH zu streichen wäre, erklären die Beschwerdeführer in ihren Eingaben nicht näher,
sondern sie beschränken sich in diesem Zusammenhang zum Vornherein auf eine
pauschale Bestreitung der Aufrechnung. In den vorinstanzlichen Akten (VI-act. 11) findet
sich die Aufstellung des im Jahr 2007 für die D_ GmbH zuständigen St. Galler
Steueramts, woraus der in Frage stehende Privatanteil an Fahrzeugkosten ersichtlich ist.
Die von der Vorinstanz vorgenommene Aufrechnung erfolgte somit gestützt auf konkrete
Anhaltspunkte, welche von den Beschwerdeführern (auch im vorliegenden Verfahren) nicht
substantiiert widerlegt wurden und ist daher ebenfalls zu bestätigen.
2.1.2 F_ AG
a. Auch im Zusammenhang mit der F_ AG steht die Aufrechnung einer geldwerten
Leistung (überhöhte Spesen und nicht verbuchte Privatanteile) zur Diskussion. Dass die
F_ AG den Beschwerdeführern eine geldwerte Leistung ausgerichtet hat, wird von den
Beschwerdeführern nicht grundsätzlich bestritten. Sie führen in der Beschwerdeschrift aber
zum einen an, es sei gar nicht erwiesen, dass die F_ AG tatsächlich ihnen gehört habe
und sehen darin einen Grund, weshalb die Aufrechnung unzulässig sein soll. Zum anderen
machen sie geltend, die Besteuerung der geldwerten Leistung verstosse im Ergebnis
gegen die verfassungsrechtliche Eigentumsgarantie.
b. Dass die Firma aktuell im Eigentum der Beschwerdeführer steht, ist nicht bestritten.
Nachdem im Handelsregister seit der Gründung der Firma A1_ als einziges Mitglied des
Verwaltungsrats mit Einzelunterschrift eingetragen ist, erscheint es höchst unglaubwürdig,
dass die Firma ausgerechnet im hier in Frage stehenden Steuerjahr 2007 nicht ihm (oder
allenfalls den Beschwerdeführern gemeinsam) gehört haben soll. Unter den gegebenen
Umständen genügt daher eine blosse Bestreitung der Eigentumsverhältnisse nicht; es wäre
an den Beschwerdeführern, konkret zu behaupten und auch zu belegen, wann sie die
Aktien von wem erworben haben, um auszuschliessen, dass sie im Jahr 2007
Gesellschafter der Firma waren. In der Eingabe vom 19. Mai 2017 (act. 18) sprechen
allerdings die Beschwerdeführer entgegen ihrer bisherigen Argumentation, wonach ihre
Gesellschafterstellung gar nicht nachgewiesen sei, selbst davon, dass es sich bei der F_
AG um eine Einmann AG handle und dass A1_ erst nach Ausschüttung des Gewinns an
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die Gesellschafter voll von seiner geschäftlichen Tätigkeit profitiere. Insgesamt besteht
unter diesen Umständen kein Grund, daran zu zweifeln, dass A1_ im hier in Frage
stehenden Steuerjahr 2007 sowohl Gesellschafter als Organ war. Wäre dies nicht so,
würden die Beschwerdeführer ohnehin nicht direkt durch die bei der Unternehmung
erhobenen Steuern auf dem Unternehmensgewinn tangiert, so dass in diesem Fall zum
Vornherein nicht ersichtlich wäre, weshalb die Beschwerdeführer davon ausgehen, dass
nahezu ihr „gesamtes Einkommen wegbesteuert wird“ (Beschwerde, S. 4 oben).
c. Die Beschwerdeführer machen eine konfiskatorische Besteuerung geltend, die sich
daraus ergebe, dass auf Stufe der Gesellschaft eine Steuerbelastung von ca. 20%
(Gewinnsteuer), beim Bund von 35% (Verrechnungssteuer) und bei den
Beschwerdeführern von weiteren 40% (Staats- und Gemeindessteuern und direkte
Bundessteuer) anfalle. Offenbar sehen die Beschwerdeführer darin einen Grund, auf der
ausgerichteten geldwerten Leistung weder Staats- und Gemeindesteuern noch direkte
Bundessteuern zu erheben.
d. Dass eine doppelte Besteuerung auf Stufe der Gesellschaft (namentlich Art. 69 Abs. 1
Ziff. 2 lit. e des kantonalen Steuergesetzes [StG, bGS 621.11] bzw. Art. 58 Abs. 1 lit. b
DBG) und auf Stufe der Beschwerdeführer als natürlichen Personen (Art. 23 Abs. 1 lit. c
StG bzw. Art. 20 Abs. 1 lit. c DBG) auf gesetzlichen Grundlagen beruht, wird von den
Beschwerdeführern - zu Recht - nicht weiter in Frage gestellt. Die Grundlage zur Erhebung
der Verrechnungssteuer findet sich schliesslich in Art. 4 Abs. 1 lit. b des
Verrechnungssteuergesetzes (VStG, bGS 642.21), dessen Anwendung von den
Beschwerdeführern ebenfalls nicht grundsätzlich in Frage gestellt wird. Die aus ihrer Sicht
konfiskatorische Besteuerung resultiert letztlich aus dem Umstand, dass die
Verrechnungssteuer von ihnen nicht mehr zurückgefordert werden könne. Dies komme
daher, dass die Veranlagungen aufgrund der Schuld der Steuerbehörden nahezu 10 Jahre
im Rückstand seien.
e. Mit dieser Argumentation verkennen die Beschwerdeführer, dass im vorliegenden Fall
eine Rückforderung der Verrechnungssteuer nicht etwa wegen einem Rückstand der
Steuerbehörden in den Veranlagungen, sondern deshalb, weil es in ihrem Fall an der
ordnungsgemässen Deklaration der Leistung mangelte, nicht in Frage kommt: Gemäss Art.
22 Abs. 1 VStG besteht grundsätzlich Anspruch auf Rückerstattung der
Verrechnungssteuer; wer allerdings mit der Verrechnungssteuer belastete Einkünfte oder
Vermögen, woraus solche Einkünfte fliessen, entgegen gesetzlicher Vorschrift der
zuständigen Steuerbehörde nicht angibt, verwirkt den Anspruch auf Rückerstattung der von
diesen Einkünften abgezogenen Verrechnungssteuer (Art. 23 VStG). Dass keine
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Rückerstattung der Verrechnungssteuer mehr möglich ist, hat somit nichts mit dem
Zeitpunkt zu tun, an dem die Vorinstanz die Veranlagung der Beschwerdeführer
vorgenommen hat.
f. Zusammengefasst besteht weder eine gesetzliche Grundlage noch ist es unter dem
Gesichtspunkt einer angeblich konfiskatorischen Besteuerung angezeigt, das den
Beschwerdeführern als geldwerter Vorteil aus der F_ AG aufgerechnete Einkommen bei
der Veranlagung der direkten Bundessteuer nicht zu erfassen. Die Vorinstanz hat zu Recht
eine Aufrechnung vorgenommen, welche, nachdem sie inhaltlich zudem nicht näher
bestritten wird, zu bestätigen ist (vgl. zum Ganzen auch die aktuelle Praxis des
Bundesgerichts im Urteil 2C_500/2017 vom 6. Juni 2017, E. 3.1 f., m.w.H.).
2.2 Besteuerung der Erträge der Stiftung C_
Die Beschwerdeführer rügen, ihnen beim Einkommen aufgerechnete Fr. 3‘413.01
Vermögensertrag aus der Stiftung im Fürstentum Liechtenstein seien nicht ihnen, sondern
der Stiftung selbst zugeflossen.
a. Zunächst fällt auf, dass die Beschwerdeführer am 8. Februar 2016 im Rahmen einer
Selbstanzeige gegenüber der Vorinstanz angegeben hatten, bei der Stiftung C_ habe im
Jahr 2007 ein Ertrag von Fr. 5‘560.-- resultiert (VI-act. 27). Gestützt auf diese Angabe hatte
die Vorinstanz den Beschwerdeführern ein zusätzliches Einkommen im Betrag von Fr.
5‘560.-- aufgerechnet (VI-act. 29). Nachdem die Beschwerdeführer nunmehr im
Zusammenhang mit der Stiftung C_ lediglich eine Aufrechnung im Betrag von Fr.
3‘413.01 bestreiten, anerkennen sie folglich eine Aufrechnung im Betrag von Fr. 2‘146.99.
Strittig und weiter zu prüfen bleibt somit eine Aufrechnung im Betrag von 3‘413.01.
b. Die auf der Selbstanzeige vom 8. Februar 2016 (VI-act. 27) angegebene Behauptung,
es hätten keine Auschüttungen aus der Stiftung C_ stattgefunden, war offensichtlich
unzutreffend, wenn die Beschwerdeführer nun einen Teil der vorgenommenen Aufrechnung
anerkennen. Offenbar stützen die Beschwerdeführer ihren Antrag, es sei auf die
Aufrechnung im Betrag von Fr. 3‘413.01 zu verzichten, auf den als act. 2.1 eingereichten
Steuerauszug der G_ Bank, wo als Ertrag aus der Beteiligung an der Stiftung C_ der
Betrag von Fr. 3‘413.01 angeführt ist. Da allerdings auch der auf diesem Auszug
angegebene Steuerwert der Beteiligung an der Stiftung C_ erheblich von den Angaben
der Beschwerdeführer in der Selbstanzeige vom 8. Februar 2016 abweicht, ist es
naheliegend, dass dieser Steuerauszug gar nicht die gesamte Beteiligung und damit auch
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nicht sämtliche Beteiligungserträge aus der Stiftung C_ erfasst. Nähere Erklärungen
dazu bleiben die Beschwerdeführer schuldig.
c. Ziel des Veranlagungsverfahrens ist immer die Feststellung der für eine vollständige und
richtige Besteuerung massgebenden tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse. Das
Steuerveranlagungsverfahren wird durch den Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Da aber
die steuerrelevanten Tatsachen sich in der Regel der Kenntnis der Steuerbehörden
entziehen, ist die Steuerbehörde darauf angewiesen, dass der Steuerpflichtige, der seine
Verhältnisse am besten kennt und regelmässig über die sachdienlichen Unterlagen verfügt,
die erforderlichen Sachverhaltsdarstellungen gibt und die Beweismittel für deren Richtigkeit
beibringt (ZWEIFEL/ATHANAS, Kommentar zum Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer
[DBG], 2. Aufl. 2008, N 4 zu Art. 123 DBG). Sind die für die Veranlagung massgeblichen
Tatsachen umstritten oder unsicher, so ist in der Regel ein Beweisverfahren durchzuführen.
Damit ein Beweisverfahren durchgeführt werden kann, muss vorerst eine entsprechende
Sachverhaltsdarstellung vorliegen. Während im Veranlagungsverfahren noch eine einfache
Behauptung der steuerpflichtigen Person zu genügen vermag, wird im
Rechtsmittelverfahren eine substantiierte Sachdarstellung vorausgesetzt (vgl. dazu
Handkommentar DBG, N 11 ff. zu Art. 123 DBG). Dass die Beschwerdeführer die
Aufrechnung von geldwerten Vorteilen im Zusammenhang mit der Stiftung C_ erst im
vorliegenden Beschwerdeverfahren rügen und noch nicht im Einspracheverfahren dazu
Stellung genommen haben, spielt zwar insofern keine Rolle, als das Novenrecht gegeben
ist (Art. 140 Abs. 3 DBG; Handkommentar DBG, N 54 ff. zu Art. 140 DBG), eine
Untersuchungspflicht besteht im Beschwerdeverfahren jedoch nur, soweit die
steuerpflichtige Person an der Sachverhaltsermittlung gehörig mitwirkt. Da die
Beschwerdeführer wie dargelegt widersprüchliche Angaben betreffend ihnen
zugeflossenem Ertrag aus der Stiftung C_ machen und es an konkreten Belegen fehlt,
wonach der von ihnen nicht akzeptierte Teil der Aufrechnung tatsächlich in der Stiftung
verblieben sein soll, sind im vorliegenden Beschwerdeverfahren keine weiteren
Abklärungen zu treffen, sondern die Veranlagung der Vorinstanz, welche auf Angaben der
Beschwerdeführer selbst beruht, ist unter den gegebenen Umständen zu bestätigen.
2.3 Schadenersatzforderung der Ausgleichskasse
Zwischen den Parteien ist unbestritten, dass A1_ mit Verfügung vom 26. April 2006
gegenüber der Ostschweizerischen Ausgleichskasse für Handel und Industrie zu
Schadenersatz im Betrag von Fr. 19‘200.75 verpflichtet wurde. Während die
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Beschwerdeführer geltend machen, diese Haftungsverpflichtung sei im Steuerjahr 2007 als
Berufskosten abziehbar, hat die Vorinstanz den Abzug verweigert.
a. Den direkten Bundessteuern als Einkommenssteuer natürlicher Personen unterliegen
alle wiederkehrenden und einmaligen Einkünfte mit Ausnahme der Kapitalgewinne aus der
Veräusserung von Privatvermögen (Art. 16 bis 23 DBG). Von den gesamten steuerbaren
Einkünften sind die im Gesetz vorgesehenen Aufwendungen und die allgemeinen Abzüge
absetzbar (Art. 25 ff. DBG).
b. Unter die abzugsfähigen Berufskosten im Sinn von Art. 26 Abs. 1 lit. c DBG können
gemäss ständiger Rechtsprechung und Praxis der Steuerbehörden auch erwerbsbezogene
Schadenersatzleistungen fallen. Allerdings können Schadenersatzleistungen und
Prozesskosten für die Abwehr von Verantwortlichkeits- und Haftpflichtklagen grundsätzlich
nur dann als Gewinnungskosten berücksichtigt werden, wenn lediglich leichte
Fahrlässigkeit vorliegt; nur diesfalls geht es um willensunabhängige Ausgaben infolge
Eintritts eines mit der Erwerbstätigkeit verbundenen, nicht ohne weiteres vermeidbaren
Risikos. Diese Voraussetzung kann nicht nur bei Kausalhaftungen erfüllt sein, sondern
unter Umständen auch in Fällen der Verschuldenshaftung, namentlich bei einer
Verschuldenshaftung, die lediglich auf leichter Fahrlässigkeit und nicht auf einem
grobfahrlässigen oder gar absichtlichen Fehlverhalten beruht. Nicht abzugsfähig sind
hingegen Zahlungen, deren Ursache den Rahmen dessen sprengt, was noch als mit der
Ausübung der Erwerbstätigkeit üblicherweise verbundenes Risiko gelten kann
(Handkommentar DBG, N 46 zu Art. 26 DBG; Urteile des Bundesgerichts 2C_566/2008
bzw. 2C_567/2008 vom 16. Dezember 2008, E. 2.2 f.; 2C_465/2011 bzw. 2C_466/2011
vom 10. Februar 2012, E. 2.2 f., je m.w.H.).
c. Da die Beweislast für steuermindernde Tatsachen bei den Beschwerdeführern liegt, ist
es Sache der Beschwerdeführer, zu belegen, ob der von ihnen geltend gemachte Abzug
die Anforderungen erfüllt, um tatsächlich unter dem Titel Berufskosten vom Einkommen
abgesetzt werden zu können. Dazu wäre erforderlich, dass sie einerseits die nötigen
Nachweise erbringen, damit beurteilt werden kann, ob es sich inhaltlich um eine
Schadenersatzforderung im Zusammenhang mit einem nicht ohne weiteres vermeidbaren
Risiko handelt (was bei einer Haftung aufgrund grober Fahrlässigkeit oder gar Absicht zu
verneinen wäre), andererseits ist zu belegen, in welchem Umfang im hier interessierenden
Steuerjahr 2007 tatsächlich damals fällige Ratenzahlungen geleistet wurden.
d. Insoweit die Beschwerdeführer aus dem Entscheid des Bundesgerichts 2C_566/2008
bzw. 2C_567/2008 vom 16. Dezember 2008 (welcher ebenfalls publiziert ist im StE 2009 B
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22.3 Nr. 99) etwas zu ihren Gunsten ableiten wollen, ist darauf hinzuweisen, dass das
Bundesgericht gerade in jenem Entscheid ausdrücklich darauf hingewiesen hat, dass der
Steuerpflichtige steueraufhebende bzw. -mindernde Tatsachen nicht nur zu behaupten,
sondern auch zu belegen hat und die Folgen einer allfälligen Beweislosigkeit trägt (Urteil
des Bundesgerichts 2C_566/2008 bzw. 2C_567/2008 vom 16. Dezember 2008, E. 3.1).
Nachdem die Vorinstanz die Beschwerdeführer mehrfach aufforderte, konkrete Belege zum
geltend gemachten Abzug beizubringen (VI-act. 18, 24) hat sie ihre Untersuchungspflicht
erfüllt, indem sie den beweispflichtigen Beschwerdeführern aufgezeigt hat, welche
Unterlagen zur Sachverhaltsfeststellung noch erforderlich sind (Urteil des Bundesgerichts
2C_566/2008 bzw. 2C_567/2008 vom 16. Dezember 2008, E. 3.2). Die Beschwerdeführer
reichten schliesslich einzig ein Schreiben der Ostschweizerischen Ausgleichskasse für
Handel und Industrie vom 18. Februar 2009 ein (VI-act. 25). Die Behauptung, der
Steuerbehörde liege der Abzahlungsvertrag vor (Replik, act. 13, S. 4) trifft nicht zu. Auch im
vorliegenden Gerichtsverfahren haben die Beschwerdeführer keine weiteren Belege im
Zusammenhang mit der Schadenersatzforderung der Ausgleichskasse eingereicht, obwohl
im angefochtenen Einspracheentscheid ausdrücklich darauf hingewiesen wurde, dass mit
dem eingereichten Schreiben der Ausgleichskasse allein der Nachweis einer
abzugsfähigen Schadenersatzverpflichtung nicht erbracht sei.
e. Aus VI-act. 25 ist lediglich ersichtlich, dass A1_ eine Verfügung vom 26. April 2006,
mit welcher er gegenüber der Ausgleichskasse zu Schadenersatz im Betrag von Fr.
19‘200.75 verpflichtet wurde, anerkannt habe und dass am 12. Februar 2009 die letzte
Rate des gesamten Forderungsbetrags beglichen worden sei.
Daraus ist einerseits zu schliessen, dass zum Vornherein nicht ein Abzug der gesamten
Forderung im Betrag von Fr. 19‘200.75 im Steuerjahr 2007 in Frage kommen kann. Das
steuerbare Einkommen wird bestimmt nach den Einkünften und abzugsfähigen
Aufwendungen, die ab Beginn der Steuerperiode bis zum Ende der Steuerperiode
tatsächlich anfallen. In der Regel sind daher nur die während der Dauer der Steuerpflicht
effektiv abfliessenden Abzüge zu berücksichtigen (Handkommentar DBG, N 20 ff. zu Art.
40). Im vorliegenden Verfahren steht die Steuerperiode 2007 in Frage. Wurde eine letzte
Rate des gesamten Forderungsbetrags erst am 12. Februar 2009 bezahlt, steht fest, dass
nicht die gesamte Schadenersatzforderung im Steuerjahr 2007 beglichen wurde; ob
überhaupt eine oder mehrere Teilzahlungen im Steuerjahr 2007 fällig wurden und erfolgten,
geben die Beschwerdeführer nicht an und geht auch nicht aus den Akten hervor.
Andererseits unterlassen es die Beschwerdeführer, überhaupt nähere Angaben und Belege
zur Natur der Schadenersatzforderung, welche sie als abzugsfähig betrachten,
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beizubringen und verkennen damit, dass die Beweislast bezüglich steuermindernder
Tatsachen bei ihnen liegt. Offenbar handelt es sich bei der Schadenersatzforderung um
eine Forderung gegenüber A1_ gestützt auf die Organhaftung gemäss Art. 52 des
Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG, SR 831.10).
Nach dieser Bestimmung im AHVG haften Arbeitgeber bzw. subsidiär deren Organe für
Schäden, die sie der Ausgleichskasse durch absichtliche oder grobfahrlässige Missachtung
von Vorschriften zufügen. Die Haftung nach Art. 52 AHVG ist somit keine Kausalhaftung,
sondern setzt ein qualifiziertes Verschulden voraus (Urteil des Bundesgerichts
9C_311/2015 vom 9. Juli 2015, E. 4.2.1, m.w.H.). Entgegen der Ansicht der
Beschwerdeführer spielt der Verschuldensgrad für die Frage, ob eine Haftungsverpflichtung
gestützt auf Art. 52 AHVG bei der Steuerveranlagung einer Person einkommensmindernd
berücksichtigt werden kann, nicht etwa „keine Rolle mehr“ (act. 18): Im Rahmen der sich
aufdrängenden Gesamtbetrachtung der konkreten Umstände des Einzelfalls kommt es
unter anderem auf die Art und den Umfang der massgeblichen Schädigung an. Diese und
weitere Gesichtspunkte können im Einzelfall von Belang sein, um darüber zu befinden, ob
zwischen der erfolgten Schadensverursachung und der Einkommenserzielung ein
genügend enger Zusammenhang besteht, um die steuerliche Abzugsfähigkeit zu bejahen.
Dabei kann auch der Verschuldensgrad durchaus bedeutsam sein (Urteil des
Bundesgerichts 2C_566/2008 bzw. 2C_567/2008 vom 16. Dezember 2008, E. 4.3 in fine).
Will ein Steuerpflichtiger einen Abzug im Zusammenhang mit einer
Schadenersatzforderung der Ausgleichkasse gestützt auf Art. 52 AHVG geltend machen,
liegt es daher an ihm, genügend substantiierte Angaben und die nötigen Unterlagen dazu
zu liefern, damit eine allfällige Abzugsfähigkeit überhaupt beurteilt werden kann. Nachdem
die Beschwerdeführer trotz mehrfacher Aufforderung durch die Vorinstanz ausser VI-act. 25
keine konkreten Belege und nähere Erklärungen zur Schadenersatzforderung eingereicht
haben, sind sie ihrer Mitwirkungs- und Substantiierungspflicht offensichtlich nicht genügend
nachgekommen. Die Vorinstanz hat daher den geltend gemachten Abzug zu Recht
verweigert.
2.4 Verkaufsgewinne Immobilien im Kanton St. Gallen
Die Beschwerdeführer gehen davon aus, dass, nachdem bei A1_ im Kanton St. Gallen
gestützt auf seine Tätigkeit als Liegenschaftenhändler bereits die Grundstückgewinnsteuer
erhoben wurde, jenes Einkommen in den Veranlagungen der Vorinstanz nicht mehr zu
berücksichtigen sei, und zwar weder beim steuerbaren noch beim satzbestimmenden
Einkommen.
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Wie die Vorinstanz in der Vernehmlassung ausführlich dargelegt hat, handelt es sich bei
den in Frage stehenden Liegenschaften um Geschäftsvermögen, was von den
Beschwerdeführern - zu Recht - nicht bestritten wird. Gemäss Art. 18 Abs. 2 DBG gehören
u.a. auch Kapitalgewinne aus der Veräusserung von Geschäftsvermögen zu den
steuerbaren Einkünften aus selbständiger Erwerbstätigkeit. Dass die Vorinstanz die
Veräusserungsgewinne im Zusammenhang mit dem Handel der ausserkantonalen
Liegenschaften bei der Veranlagung der direkten Bundessteuer berücksichtigt hat, ist daher
korrekt (vgl. zum Ganzen auch BGE 139 II 373).
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2.5 Abzugsfähigkeit von Steuern und damit verbunden en Zinsen
Insoweit die Beschwerdeführer schliesslich in Ziff. 6 der Rechtsbegehren verlangen, alle
noch zu bezahlenden Steuern seien vom Vermögen als Schulden abzuziehen und die
damit verbundenen geschuldeten kumulativen Schuldzinsen auch vom Einkommen, vertritt
die Vorinstanz die Ansicht, auf dieses Begehren sei mangels Substantiierung gar nicht
einzutreten. Tatsächlich beziffern die Beschwerdeführer ihr Begehren nicht konkret. Ein
allfälliger Abzug von Schulden und Schuldzinsen kommt zum Vornherein nur dann in
Frage, wenn die betreffenden Schulden im Steuerjahr 2007 bestanden und die damit
zusammenhängenden Zinsen (die Beschwerdeführer nennen Verzugszinsen, welche dann
geschuldet sind, wenn eine rechtskräftige Steuer zu spät bezahlt wird) tatsächlich bereits
verfügt wurden und fällig waren. Künftige Steuerforderungen können bei der Ermittlung des
Vermögensstandes dagegen zum Vornherein nicht berücksichtigt werden (Kommentar
Zürcher Steuergesetz, N 10 zu § 46). Mangels Substantiierung des Rechtsbegehrens durch
die Beschwerdeführer bleibt letztlich unklar, welche konkreten Steuern und Zinsen sie
abziehen wollen. Da es sich um steuermindernde Tatsachen handelt, wäre es auch hier an
den Beschwerdeführern, ihr Begehren zumindest konkret zu beziffern und den Bestand und
die Fälligkeit der als Abzug geltend gemachten Steuerschulden und Zinsen in der in Frage
stehenden Steuerperiode nachzuweisen. Es besteht entgegen ihrer Ansicht kein Anspruch
darauf, dass von Amtes wegen nach allfälligen Steuerschulden und Zinsen geforscht wird,
die bei der Veranlagung der Beschwerdeführer automatisch zu berücksichtigen wären. Ihr
Begehren ist entsprechend abzuweisen.
3. Kosten und Entschädigung
Für den Bereich der direkten Bundessteuer ist die Verlegung der Kosten- und
Entschädigungsfolgen bundesrechtlich geregelt (Art. 144 DBG), während sich die Höhe der
Kosten nach dem kantonalen Recht bestimmt (Art. 144 Abs. 5 DBG).
Beim vorliegenden Verfahrensausgang sind die Gerichtskosten den Beschwerdeführern
aufzuerlegen (Art. 144 Abs. 1 und 2 DBG). Die Höhe der Verfahrenskosten wird durch das
kantonale Recht bestimmt (Art. 144 Abs. 5 DBG). Die 2. Abteilung des Obergerichts hat in
der vorliegenden Sache in der Funktion als Verwaltungsgericht entschieden. Vor
Verwaltungsgericht betragen die Verfahrenskosten gemäss Art. 4a des Gesetzes über die
Gebühren in Verwaltungssachen (bGS 233.2) grundsätzlich bis zu Fr. 5‘000.--. Innerhalb
dieses Gebührenrahmens sind die Gebühren nach dem Zeit- und Arbeitsaufwand, der
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Bedeutung des Geschäfts sowie nach dem Interesse und der wirtschaftlichen
Leistungsfähigkeit der Gebührenpflichtigen zu bemessen (Art. 20 des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege, [VRPG, bGS 143.1]). Bei der Bemessung ist ausserdem
ebenfalls zu berücksichtigen, dass sich im parallelen Verfahren betreffend Kantons- und
Gemeindsteuern 2007 (O2V 16 12) weitgehend die gleichen Sach- und Rechtsfragen
stellen. Gemäss Praxis der 2. Abteilung des Obergerichts wird in vergleichbaren Fällen
üblicherweise eine Gebühr von Fr. 1‘500.-- festgelegt, was auch im vorliegenden Fall
angemessen erscheint. Die Gebühr kann mit dem von den Beschwerdeführern geleisteten
Kostenvorschuss verrechnet werden.
Eine Entschädigung wird von den Beschwerdeführern weder verlangt noch wäre eine
solche bei einem entsprechenden Antrag beim vorliegenden Verfahrensausgang
zuzusprechen (Art. 144 Abs. 4 DBG i.V.m. Art. 64 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das
Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021] e contrario).
Der Vorinstanz bzw. der Eidgenössischen Steuerverwaltung werden unabhängig vom
Verfahrensausgang keine Kosten auferlegt (Art. 144 Abs. 3 DBG und Art. 144 Abs. 5 DBG
i.V.m. Art. 53 Abs. 1 VRPG i.V.m. Art. 22 Abs. 1 VRPG) und keine Entschädigung
zugesprochen (Art. 144 Abs. 4 und 5 DBG i.V.m. Art. 64 Abs. 1 bis 3 VwVG i.V.m. Art. 59,
53 Abs. 3 und 24 Abs. 3 lit. a VRPG).
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