Decision ID: 5e15eaa5-6728-425b-a2b7-e67567ba0e84
Year: 2017
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ meldete sich im August 2002 unter Hinweis auf ein Rückleiden erstmals bei
der IV-Stelle des Kantons St. Gallen zum Bezug von Leistungen der
Invalidenversicherung (IV) an (vgl. IV-act. 1). Im Auftrag der IV-Stelle wurde im August
2003 ein interdisziplinäres Gutachten erstattet (IV-act. 27). Die Gutachter hielten im
Wesentlichen fest, der Versicherte leide an einem chronischen thorako-
lumbospondylogenen Syndrom rechts (ICD-10 M54.4) sowie an einer chronischen
Periarthropathia humeroscapularis tendinopathica rechts (M75.0). Sie attestierten in
einer leichten bis mittelschweren Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsfähigkeit (IV-act. 27-17
ff.). Gestützt auf diese Beurteilung verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 28. Januar
2004 einen Rentenanspruch des Versicherten (IV-act. 36). Die dagegen erhobene
Einsprache wurde am 15. Juli 2004 zurückgezogen (IV-act. 47).
A.b Im April 2006 ersuchte der Versicherte unter Hinweis auf ein psychisches Leiden
erneut um IV-Leistungen (IV-act. 54). Im daraufhin von der IV-Stelle veranlassten
psychiatrischen Verlaufsgutachten vom September 2006 wurde keine Diagnose mit
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit genannt. Dem Versicherten sei die bisherige
Tätigkeit zu 100% zumutbar (IV-act. 69). Mit Verfügung vom 8. Januar 2007 wies die
IV-Stelle das Leistungsbegehren erneut ab (IV-act. 78). Die vom Versicherten dagegen
erhobene Beschwerde wies das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen mit
Entscheid vom 17. Juli 2008 ab (IV-act. 94). Dieser Entscheid erwuchs unangefochten
in Rechtskraft.
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A.c Im Juni 2011 meldete sich der Versicherte ein weiteres Mal zum Bezug von IV-
Leistungen an. Er gab an, unter Kopf-, Nacken- und Rückenschmerzen sowie
Bewegungseinschränkungen und Missempfindungen zu leiden (IV-act. 98). Mit
Verfügung vom 16. Dezember 2011 trat die IV-Stelle auf das erneute
Leistungsbegehren mangels Glaubhaftmachung einer wesentlichen Veränderung der
tatsächlichen Verhältnisse nicht ein (IV-act. 124). Gegen diese Verfügung erhob der
Versicherte am 24. Januar 2012 Beschwerde (IV-act. 127). Mit Entscheid vom 22.
November 2012 hiess das Gericht die Beschwerde gut. Es hob die Verfügung vom 16.
Dezember 2011 auf und wies die Sache zur materiellen Prüfung der Neuanmeldung
vom 27. Juni 2011 an die Beschwerdegegnerin zurück (IV-act. 139). Zur Begründung
führte es im Wesentlichen an, dass sich aufgrund der neu gestellten Diagnosen eines
Zervikoradikulärsyndroms C5/6 rechts sowie einer Wurzelreizsymptomatik L5 rechts
Anhaltspunkte für eine relevante Veränderung des Sachverhalts ergeben hätten (IV
2012/37 E. 3.4 ff.).
B.
B.a In Umsetzung des Entscheids vom 22. November 2012 veranlasste die IV-Stelle
eine polydisziplinäre Begutachtung des Versicherten durch die Medizinische
Abklärungsstelle (MEDAS) Interlaken Unterseen GmbH (vgl. IV-act. 176). Im Gutachten
vom 27. Oktober 2013 (IV-act. 185) nannten die Experten im Wesentlichen folgende
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit: Chronisch subjektiv erlebtes
Halbkörpersyndrom rechts, aus rheumatologischer Sicht nicht in allen Aspekten
spezifisch zuordenbar (ICD-10 M79), bestehend seit mehr als zehn Jahren. Daneben
hätten sich beim Versicherten in den letzten zehn Jahren psychologische und
Verhaltensfaktoren bei andernorts klassifizierten Krankheiten, im Erscheinungsbild einer
Anpassungsstörung mit Beeinträchtigung von ge¬mischten Gefühlen (reaktive
Depression, Sorge, Anspannung, Ärger) entsprechend, entwickelt.
Differentialdiagnostisch handle es sich um eine Entwicklung körperlicher Symptome
aus psychischen Gründen bzw. aus Gründen einer Rentenbegehrlichkeit (F54;
erscheinungsmässig F43.23, differentialdiagnostisch F68; IV-act. 185-59 f.). Die
Sachverständigen hielten fest, aus internistischer Sicht bestünden aktuell keine
Einschränkungen und Krankheiten, die einen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit des
Versicherten hätten. Rheumatologisch liessen sich die geschilderten Beschwerden und
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die erhobenen Untersuchungsbefunde keinem systemisch-entzündlichen und keinem
systemisch-metabolischen rheumatologischen Grundleiden des Bewegungsapparates
zuordnen. Die im Verlauf wiederholt veranlassten, umfassenden radiologischen
Bildgebungen lieferten keine Veränderungen, die das Beschwerdebild umfassend
erklärten könnten. Die Anteile des zervikalen und zervikozephalen Syndroms seien aus
rheumatologischer Sicht bei vier von fünf positiven Waddell-Zeichen sowie bei
Auffälligkeiten und Diskrepanzen überwiegend funktionell und unspezifisch. Etwas
differenzierter könne man eine AC-Gelenksreizung rechts mit einer leichten
subakromialen Impingement-Reizung rechts eingrenzen. Diese könne im Sinne einer
Periarthropathia humeroscapularis mit AC-Gelenksarthrose rechts bestätigt werden.
Ein vor Jahren dominantes Lumbovertebralsyndrom könne aufgrund der aktuellen
subjektiven Angaben und der Untersuchung als nicht mehr relevant aktiv festgehalten
werden. Die vor zehn Jahren erkannten, frakturäquivalenten Veränderungen des
BWK12 und LWK1 seien damals bereits umfassend abgeklärt worden, wobei keine
Osteoporose-Situation habe bestätigt werden können. In der aktuellen Expertise hätten
sich keine Hinweise für ein solches aktives Geschehen mehr gefunden. Aus
versicherungsmedizinischer Sicht erlange der Zustand des thorakolumbalen
Übergangs keine weitere Bedeutung mehr. Bei etwas diffusen Angaben von Taubheits-
und Einschlafgefühlen in der Hohlhand rechts habe man ein angedeutet positives Tinel-
Zeichen feststellen können, welches allerdings ebenfalls vorerst keine weitere
Bedeutung erlange. In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Maschinenführer in einer
Papierfabrik sei der Versicherte nicht mehr arbeitsfähig. In einer geeigneten
Verweistätigkeit sei er aus rheumatologischer Sicht zu mindestens 80% arbeitsfähig.
Dabei sei ein zeitlich volles Pensum möglich. Aufgrund des vermehrten Pausenbedarfs,
des verlangsamten Arbeitstempos oder auch aufgrund der Einhaltung ergonomischer
Empfehlungen könne aber eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit resultieren, die
allerdings maximal 20% betrage. Die aktuelle psychiatrische Untersuchung habe keine
Hinweise auf das Vorliegen einer ernsthaften psychiatrischen Erkrankung oder einer
psychischen Störung mit Krankheitswert und Relevanz für die Beurteilung der
Leistungsfähigkeit ergeben. Insbesondere könne das Vorliegen einer depressiven
Störung im Sinne von ICD-10 F32/F33 oder einer chronischen depressiven Störung im
Sinne einer Dysthymie sicher ausgeschlossen werden. Es lägen ein chronischer
Schmerzzustand, für dessen Entstehung, Ausmass und Dauer keine hinreichenden
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somatischen Befunde bestünden, sowie eine schon früh festgestellte
Symptomausweitung, Selbstlimitierung und Aggravation der Beschwerden vor. Mit
Blick auf den Psychostatus könnten keine den Schmerzen ursächlich zugrunde
liegenden, tiefen Konflikt- oder schweren psychosozialen Belastungsbereiche
aufgezeigt werden. Damit könne diagnostisch keine somatoforme Schmerzstörung
bestätigt werden. Vielmehr bestehe beim Versicherten auf verschiedenen Ebenen ein
gewisser manipulativer Eindruck, der an eine Rentenbegehrlichkeit erinnere (IV-act.
185-64 f.). Die aktuell gestellte psychiatrische Diagnose gemäss F54 führe nicht per se
zu einer Einschränkung der Leistungsfähigkeit der davon betroffenen Menschen. Ein
jahrelanger Beschwerdeverlauf mit Progredienz der Beschwerden könne aber geeignet
sein, die willentliche Überwindbarkeit im genannten Kontext abzuschwächen. Beim
Versicherten sei davon auszugehen, dass durch das depressive Erscheinungsbild das
Schmerzerleben verstärkt und so vor allem im qualitativen Leistungsbereich eine
Leistungseinbusse resultiere. Diese werde aber nur als leicht eingestuft und liege bei
maximal 20% der noch erhaltenen Restleistungsfähigkeit aus anderen Ursachen. Aus
interdisziplinärer Sicht sei somit davon auszugehen, dass für die früher ausgeübte
Tätigkeit als Mitarbeiter in einer Papierfabrik aufgrund der Beschwerden im Bereich des
Bewegungsapparates seit dem Jahr 2002 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit vorliege.
Eine angepasste leichte und wechselbelastende Tätigkeit sei dem Versicherten
ganztags zumutbar, wobei eine Leistungseinschränkung von maximal 20% bestehe. Da
es sich bei beiden Fachgebieten nicht um eine Einschränkung der Arbeitszeit, sondern
um eine verminderte Leistungsfähigkeit handle, kumulierten sich die
Leistungseinschränkungen aus dem psychiatrischen und rheumatologischen Gebiet
nicht, sondern es resultiere insgesamt eine Leistungseinschränkung von 20% (IV-act.
185-67 ff.). Diese könne mit einer ambulanten psychiatrischen Therapie und einer
Physiotherapie relevant beeinflusst und allenfalls auf 0% reduziert werden (IV-act.
185-71).
B.b Der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) notierte am 27. November 2013, dass das
MEDAS-Gutachten umfassend, in sich widerspruchsfrei, kohärent und schlüssig sei,
weshalb vollumfänglich darauf abgestellt werden könne (IV-act. 192).
B.c Mit Vorbescheid vom 17. Januar 2014 stellte die IV-Stelle dem Versicherten bei
einem Invaliditätsgrad von 20% die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht
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(IV-act. 196). Dagegen wandte der Versicherte am 24. Februar bzw. 26. März 2014 ein,
dass das MEDAS-Gutachten vollumfänglich zurückgewiesen werden müsse, da es
eindeutig „vom Ziel her erstellt“ worden sei und willkürlich auf eine
Rentenbegehrlichkeit geschlossen werde. Ausserdem sei objektiv falsch, dass die
20%ige Leistungseinschränkung aus psychiatrischer Sicht mit derjenigen aus
rheumatologischer Sicht vermischt werde. Der psychiatrische Gutachter beziehe seine
Einschätzung ausdrücklich auf die noch bestehende Restarbeitsfähigkeit aus anderen
Ursachen. Damit sei von einer Arbeitsunfähigkeit von 40% auszugehen. Ausserdem sei
ein „Leidensabzug“ von mindestens 10% gerechtfertigt (IV-act. 198, 200).
B.d Am 29. April 2014 wurden im Spital B._ eine Arthroskopie, eine
trompetenförmige Bizepssehnen-Tenotomie und Weichteiltenodese, ein Débridement
der artikularseitigen Supraspinatussehne, eine subacromiale Dekompression mit
knöcherner Acromionplastik sowie eine Bursektomie mit knöcherner AC-Resektion der
rechten Schulter durchgeführt (IV-act. 203-3). Dr. med. C._, Facharzt für
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, berichtete am
1. Mai und 16. Juni 2014 über einen guten postoperativen Verlauf (IV-act. 203-4 f.). Dr.
med. D._, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des
Bewegungsapparates, hielt am 26. Juni 2014 fest, beim Versicherten bestünden ein
Status nach Schulteroperation rechts im April 2014, ein Status nach ventraler
Stabilisation C6/7 im Jahr 2009 sowie ein Status nach Schulteroperation links im Jahr
1996. Die neuste Bildgebung habe eine mittelgradige Foraminal-Stenose C4/5 links
betont ergeben. Es bestehe grundsätzlich grösste Zurückhaltung bezüglich invasiver
Massnahmen jeglicher Natur. Die Symptomatik gehe weit über eine Foraminal-Stenose,
welche ohnehin linksbetont sei, hinaus (IV-act. 213-8 f.). Ein am 27. Oktober 2014
durchgeführtes CT der HWS ergab eine harmonische HWS-Lordose, multisegmentale
Osteochondrosen HWK3-6 mit höhengeminderten Bandscheiben, einer begleitenden
Spondylosis deformans und Unkovertebralarthrosen sowie Spondylarthrosen HWK3-6
beidseits (IV-act. 213-7). Dr. med. E._, Fachärztin für Physikalische Medizin und
Rehabilitation, notierte im Bericht vom 13. November 2014, der Versicherte weise seit
Dezember 2001 chronische Schmerzen im Bereich des rechten Schulterblatts und des
ganzen rechten Arms sowie über die rechte Flanke zum rechten Bein bis zur Fussspitze
auf. Aktuell stehe der Nackenschmerz verbunden mit einer Bewegungseinschränkung
im Vordergrund. Dazu kämen Parästhesien und eine Muskelschwäche im rechten Arm.
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Der Versicherte sei in der angestammten Tätigkeit zu 100% arbeitsunfähig und durch
die schmerzbedingte Schlafstörung psychisch nicht belastbar. Eine angepasste
Tätigkeit im Sitzen und ohne Armeinsatz rechts sei maximal zwei Stunden am Tag
möglich (IV-act. 213-2 ff.)
B.e Am 12. Januar 2015 hielt der RAD fest, dass in den seit dem Erlass des
Vorbescheids vom 17. Januar 2014 ergangenen Berichten lediglich die Zunahme der
degenerativen Veränderungen sowie der Reizsymptomatiken und damit keine neuen
relevanten Befunde beschrieben würden. Es könne am MEDAS-Gutachten festgehalten
werden (IV-act. 222).
B.f Ein am 6. Mai 2015 durchgeführtes Arthro-CT des rechten Schultergelenks ergab
den dringenden Verdacht auf eine Capsulitis. Die Rotatorenmanschette war
durchgängig und es konnte eine gute Muskelqualität festgestellt werden. Hinweise auf
eine Labrumläsion ergaben sich nicht. Es bestand eine Ossifikationsstruktur inferior
des resezierten AC-Gelenks mit aktuell eventuell möglicher Impingement-Konstellation
(IV-act. 226-10). Am 11. Mai 2015 berichtete Dr. E._, die Beschwerden der Schulter
hätten durch die Operation im April 2014 nur vorübergehend reduziert werden können.
Trotz multimodaler Schmerztherapie mittels Medikation, Physiotherapie und
Infiltrationen sei keine Verbesserung erreicht worden. Durch die schmerzhafte
Bewegungseinschränkung bestehe weiterhin eine Nichteinsetzbarkeit der rechten
Schulter im Alltag. Diese sei durch die erhobenen Befunde klar nachvollziehbar.
Zusätzlich liege eine lumbale Schmerzproblematik vor, welche die Gehstrecke und
Sitzdauer reduziere. Aufgrund dieser Multimorbidität bestehe eine dauerhafte
Arbeitsunfähigkeit. Es sei von einer maximal 30%igen Arbeitsfähigkeit im Rahmen von
maximal zwei bis drei Stunden täglich auszugehen (IV-act. 226-8 f.). Am 22. Juni 2015
hielt der RAD fest, die gute Muskelqualität des Versicherten spreche eigentlich gegen
einen Nicht- oder Kaum-Gebrauch der rechten Schulter. Bei der
Arbeitsfähigkeitsschätzung von Dr. E._ handle es sich um eine andere Einschätzung
der nicht bzw. allenfalls noch nicht relevant und anhaltend veränderten Befunde
gemäss dem letzten Gutachten (IV-act. 227).
B.g Mit Verfügung vom 26. Juni 2015 wies die IV-Stelle das Rentenbegehren des
Versicherten ab. Zu den Einwänden erwiderte sie, bereits die früheren Gutachten
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hätten ergeben, dass die beklagten Beschwerden und Symptome mit den erhobenen
Befunden schwer vereinbar seien. Das Ergebnis des Gutachtens vom 27. Oktober 2013
erstaune daher in keiner Weise. Die einzelnen erhobenen Befunde äusserten sich an
spezifischen Stellen mit spezifischen Symptomen, seien aber in der Gesamtschau nicht
im subjektiv geäusserten Ausmass plausibel. Die Befunde seien im Gutachten
ausreichend bewertet worden. Sie würden sich unter Berücksichtigung des subjektiven
Schmerzempfindens in der leidensadaptierten Tätigkeit niederschlagen. Die in der
rheumatologischen und psychiatrischen Fachdisziplin attestierte Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit dürfe nicht addiert werden. Sie resultiere aus je maximal 20%, wobei
durch eine ambulante psychiatrische Therapie und Physiotherapie eine Verbesserung
bis auf 0% erwartet werde. Da den Einschränkungen in der Arbeitsfähigkeitsschätzung
entsprechend Rechnung getragen worden sei, sei kein zusätzlicher Abzug zu
gewähren. Bezüglich der Schulteroperation vom April 2014 seien keine neuen Berichte
eingereicht worden, womit die Beurteilung einer vollen Arbeitsunfähigkeit ohne
Eingliederungspotential unbegründet geblieben sei. Insgesamt sei seit dem
Vorbescheid vom Januar 2014 keine erhebliche und anhaltende Verschlechterung des
Gesundheitszustands eingetreten. Sollte sich der Gesundheitszustand nach einer
allfällig erneuten Schulteroperation wesentlich verschlechtern, sei ein neues Gesuch
einzureichen.
C.
C.a Dagegen erhob der Versicherte am 31. August 2015 Beschwerde mit dem Antrag,
die Verfügung vom 26. Juni 2015 sei aufzuheben und es sei ihm ab dem 28. Juni 2012
eine halbe Invalidenrente auszurichten; eventualiter sei ihm ab diesem Datum eine
Viertelsrente auszurichten (act. G 1). Zur Begründung machte er ergänzend zu den
Einwänden im Vorbescheidverfahren im Wesentlichen geltend, dass objektivierbare
Beschwerden vorlägen. Das werde insbesondere auch durch die nach dem MEDAS-
Gutachten erstellten medizinischen Berichte bewiesen. Die Schulterprobleme würden
im Gutachten zwar genannt, seien aber nicht richtig abgeklärt worden. Dr. E._ zeige
in ihren Berichten auf, dass eine deutliche Verschlechterung seit der polydisziplinären
Begutachtung eingetreten sei. Diese zusätzliche Verschlechterung sei im Rahmen eines
„Leidensabzugs“ zu berücksichtigen (act. G 1 S. 8 ff.).
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C.b In ihrer Beschwerdeantwort vom 16. Oktober 2015 beantragte die
Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde (act. G 4). Der Beschwerdeführer
sei umfassend polydisziplinär untersucht worden. Aufgrund der harmlosen Befundlage
habe der psychiatrische Gutachter zu Recht keine schwerwiegende psychiatrische
Diagnose gestellt. Weil der Beschwerdeführer seine Einschränkungen seit etlichen
Jahren übertrieben darstelle, sei von einer Rentenbegehrlichkeit auszugehen. Die vom
psychiatrischen Gutachter attestierte quantitative Einschränkung von 20% erscheine
als grosszügig. Der Gutachter habe denn auch zu Recht festgehalten, dass maximal
von einer 20%igen Arbeitsunfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit auszugehen sei. Ein
zusätzlicher Abzug sei nicht gerechtfertigt (act. G 4 S. 3 ff.).
C.c In der Replik vom 16. November 2015 hielt der Beschwerdeführer an seinen
Anträgen fest (act. G 6).
C.d Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf die Einreichung einer Duplik (vgl. act. G
8).

Erwägungen
1.
1.1 Strittig und vorliegend zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer einen Anspruch auf
eine Invalidenrente hat.
1.2 Einen Rentenanspruch haben Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die
Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare
Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können,
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40%
arbeitsunfähig gewesen sind und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid
sind (Art. 28 Abs. 1 IVG). Invalidität ist gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG die voraussichtlich
bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit.
Erwerbsunfähigkeit ist der durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder
psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und
Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf
dem in Betracht kommenden ausgeglichen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).
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1.3 Gemäss Art. 28a Abs. 1 des IVG i.V.m. Art. 16 ATSG ist die Invalidität
grundsätzlich durch einen Einkommensvergleich zu ermitteln. Dabei wird das
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
Arbeitsmarktlage erzielen könnte (zumutbares Invalideneinkommen), in Beziehung
gesetzt zum Einkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre
(Valideneinkommen).
2.
2.1 Um das Invalideneinkommen zu bestimmen und damit den Invaliditätsgrad
bemessen zu können, muss die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers im
Verfügungszeitpunkt feststehen.
2.2
2.2.1 Zur Beantwortung der Frage nach der Arbeitsfähigkeit hat die
Beschwerdegegnerin bei der MEDAS Interlaken ein polydisziplinäres Gutachten
eingeholt (IV-act. 185). Dieses beruht auf fachärztlichen internistischen, psychiatrischen
und rheumatologischen Untersuchungen und ist in Kenntnis der umfangreichen
medizinischen Aktenlage (vgl. S. 1-48 des Gutachtens) erstellt worden. Die Experten
haben sich mit den vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden
auseinandergesetzt und detaillierte objektive Befunde erhoben. Sie haben ihre
Diagnosen schlüssig begründet und eine überzeugende und nachvollziehbare
Arbeitsfähigkeitsschätzung abgegeben. Die vom Beschwerdeführer nicht weiter
substantiierte Rüge, das Gutachten sei „vom Ziel her erstellt worden“, ist nicht haltbar.
Wenn die Gutachter zum Schluss kommen, dass das Verhalten des Beschwerdeführers
auf eine gewisse Rentenbegehrlichkeit schliessen lasse, ist dies mit Blick auf die
medizinische Aktenlage plausibel. Die Diskrepanzen zwischen den klinisch erhobenen
Befunden und den subjektiven Klagen des Beschwerdeführers sind aktenkundig; auch
die behandelnden Ärzte und hinzugezogenen Sachverständigen haben im Verlauf der
jahrelangen Abklärungen wiederholt auf das ausgeprägte Schmerz- und
Schonverhalten, die deutliche Selbstlimitierung, die fehlende Eigeninitiative bzw.
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Motivation, die ablehnende Haltung gegenüber der IV sowie das demonstrative
Verhalten des Beschwerdeführers hingewiesen (vgl. u.a. IV-act. 25-2 f., 27-18, 62-6 f.,
69-4 ff., 73, 107).
2.2.2 In psychiatrischer Hinsicht haben die Gutachter keine Hinweise für das Vorliegen
einer ernsthaften psychischen Erkrankung oder einer psychischen Störung mit
Krankheitswert gefunden. Sie haben die vom Beschwerdeführer beklagten
Schmerzzustände als im Vordergrund stehend erachtet, wobei sie das Vorliegen einer
somatoformen Schmerzstörung in nachvollziehbarer Weise verneint haben. Aufgrund
des vorliegenden Beschwerdebildes sind sie insgesamt von einer maximal 20%igen
Einschränkung im qualitativen Leistungsbereich ausgegangen (IV-act. 185-65 ff.,
185-107, 185-112 ff.). Eine höhergradige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus
psychiatrischer Sicht ergibt sich angesichts des weitestgehend unauffälligen
Psychostatus im Begutachtungszeitpunkt nicht und ist dem Beschwerdeführer denn
auch in den Vorbegutachtungen nie attestiert worden. Vor diesem Hintergrund ist die
vorliegende Arbeitsfähigkeitsschätzung der MEDAS-Gutachter plausibel, auch wenn
sie doch eher grosszügig erscheint. In somatischer Hinsicht haben die MEDAS-
Gutachter ebenfalls die bereits erwähnten aktenkundigen Diskrepanzen und
Auffälligkeiten festgehalten (IV-act. 185-64, vgl. E. 2.2). Sie haben insbesondere notiert,
dass die rheumatologische Untersuchung von willkürlich ausgeführten Bewegungs-
und Ausweichmanövern und Gegeninnervationen geprägt gewesen sei (IV-act. 185-77).
Vor diesem Hintergrund und bei überwiegend unauffälligen klinischen Befunden
überzeugt die Einschätzung der Gutachter, dass aus rheumatologischer Sicht
(ebenfalls) eine maximal 20%ige Einschränkung der Leistungsfähigkeit besteht (vgl. IV-
act. 185-65).
2.2.3 Der Beschwerdeführer bringt vor, dass die rheumatologische und die
psychiatrische Arbeitsfähigkeitsschätzung zu kumulieren seien (act. G 1 S. 8 f.). In
dieser Hinsicht kann ihm nicht gefolgt werden. Zwar lässt die Aussage des
psychiatrischen Gutachters, dass sich die von ihm attestierte 20%ige
Arbeitsunfähigkeit auf die Restarbeitsfähigkeit aus „anderen“ Ursachen beziehe (vgl.
IV-act. 185-116), einen gewissen Interpretationsspielraum zu. Man könnte sich
durchaus fragen, ob der psychiatrische Gutachter bei seiner
Arbeitsfähigkeitsschätzung von der 80%igen Arbeitsfähigkeit aus rheumatologischer
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Sicht ausgegangen ist und diese seinerseits um 20% reduziert hat, wie dies der
Beschwerdeführer geltend macht (act. G 1 S. 6, G 6 S. 4). Die Gutachter haben jedoch
in der Gesamtbeurteilung klargestellt, dass sie ausdrücklich eine insgesamt 20%ige
Leistungseinschränkung annehmen und davon ausgehen, dass sich die
Arbeitsunfähigkeit mit entsprechenden Therapien auf 0% reduzieren liesse (IV-act.
185-67, 185-71). Die beschriebene Ungenauigkeit im psychiatrischen Teilgutachten
genügt damit offensichtlich nicht, um den Beweiswert des MEDAS-Gutachtens und
damit die Zuverlässigkeit der gutachterlichen Arbeitsfähigkeitsschätzung in Frage zu
stellen. Anzumerken bleibt, dass der RAD das Gutachten ebenfalls als schlüssig
qualifiziert hat (vgl. IV-act.192). Schliesslich enthalten auch die übrigen medizinischen
Akten keine Hinweise, die Zweifel an den gutachterlichen Schlussfolgerungen wecken
würden.
2.2.4 Zusammenfassend ist gestützt auf das MEDAS-Gutachten mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer seit 2002 in seiner
angestammten Tätigkeit als Maschinenführer nicht mehr arbeitsfähig ist. In einer
körperlich angepassten Tätigkeit ist der Beschwerdeführer im Gutachtenszeitpunkt bei
ganztägigem Pensum zu 80% leistungs- bzw. arbeitsfähig gewesen.
2.3
2.3.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, seine körperlichen Beschwerden hätten
seit der Begutachtung durch die MEDAS deutlich zugenommen. Dies zeige sich
insbesondere darin, dass er im April 2014 an der Schulter habe operiert werden
müssen (vgl. act. G 1 S. 8 f., act. G 6 S. 5). Zur Untermauerung der geltend gemachten
Verschlechterung verweist er insbesondere auf die Berichte von Dr. E._ vom 13.
November 2014 und 11. Mai 2015 (IV-act. 213-2 ff., 226-8 f.).
2.3.2 Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers lässt eine subjektive
Schmerzzunahme nicht ohne Weiteres auf eine Verschlechterung des
Gesundheitszustandes oder gar auf eine Invalidität schliessen. Vielmehr muss eine
solche Verschlechterung objektiv und durch lege artis vorgenommene Untersuchungen
ausgewiesen sein. Dr. E._ ist in ihren Beurteilungen von einer maximal 30%igen
Arbeitsfähigkeit in einer angepassten sitzenden Tätigkeit ohne Einsatz des rechten
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Arms und damit von einer im Vergleich zum im Begutachtungszeitpunkt deutlich
eingeschränkteren Arbeitsfähigkeit ausgegangen. Dr. E._ hat als Befund im
Wesentlichen eine Einschränkung der HWS-Beweglichkeit in alle Richtungen, eine
massive muskuläre Dysbalance mit multiplen Triggerpunkten sowie lumbale
Rückenschmerzen mit Ausstrahlung ins rechte Bein festgehalten (IV-act. 213-2 ff.,
226-8 f.). Damit hat sich Dr. E._ bei der Befunderhebung im Wesentlichen auf die
Schmerzangaben des Beschwerdeführers gestützt. Die behandelnde Ärztin hat dabei
nicht kritisch hinterfragt, ob die Angaben des Beschwerdeführers der objektiven
Situation entsprechen. Dies ist vor dem Hintergrund ihres Behandlungsauftrages zwar
nachvollziehbar, aufgrund der fehlenden Objektivität ist den Beurteilungen von Dr.
E._ aber jeglicher Beweiswert hinsichtlich der Diagnostik sowie der
Arbeitsfähigkeitsschätzung abzusprechen. Zusammenfassend ist eine solche,
weitgehend auf den subjektiven Angaben des Beschwerdeführers basierende,
Einschätzung des Gesundheitszustandes respektive der Arbeitsfähigkeit nicht
geeignet, eine eingetretene Verschlechterung zu begründen bzw. nachzuweisen.
2.3.3 Betreffend die Schulterbeschwerden des Beschwerdeführers hat Dr. E._
zudem selbst festgehalten, dass diese bereits seit Dezember 2001 bestünden. Folglich
hat der Beschwerdeführer schon im Zeitpunkt der MEDAS-Begutachtung im Juli 2013
an diesen Beschwerden gelitten. Dennoch haben die Gutachter im damaligen Zeitpunkt
trotz der Angabe von heftigen Schulterschmerzen keinen massgebenden objektiven
Befund erheben können (vgl. auch IV-act. 185-77 ff., E. 2.3). Zwar ist der
Beschwerdeführer im April 2014 und damit nach der Begutachtung an der rechten
Schulter operiert worden. Der Umstand, dass eine Operation durchgeführt worden ist,
rechtfertigt es aber für sich alleine nicht, von einer wesentlichen Verschlechterung der
gesundheitlichen Situation des Beschwerdeführers auszugehen. Einerseits ist die
durchgeführte Schultergelenksarthroskopie komplikationslos verlaufen, andererseits
hat der Operateur Dr. C._ während der Operation blande Knorpelverhältnisse, eine
unauffällige Infraspinatussehne sowie keinen tiefergehenden Substanzdefekt
festgestellt (IV-act. 216-5). Darüber hinaus hat er im Juni 2014 einen guten
postoperativen Verlauf notiert. Selbst der Beschwerdeführer hat eine rückläufige
Schmerzproblematik angegeben und ist letztmals Ende September 2014 bei Dr. C._
in Behandlung gewesen (vgl. IV-act. 203-4 f., 216-2). Schliesslich hat auch Dr. E._ im
Oktober 2014 über eine deutliche Reduktion der Schulterbeschwerden berichtet (IV-
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act. 211-2). Dass sie rund sechs Monate später gleichwohl eine Nichteinsetzbarkeit der
rechten Schulter aufgrund einer schmerzhaften Bewegungseinschränkung festgehalten
hat (IV-act. 226-9), erscheint als mit dem geschilderten aktenmässigen Verlauf kaum
vereinbar. Wie der RAD zu Recht festgehalten hat, spricht insbesondere auch die im
Arthro-CT vom Mai 2015 dargestellte gute Muskelqualität dagegen, dass der
Beschwerdeführer die rechte Schulter im Alltag wenig bzw. nicht einsetzt. Insgesamt ist
damit nicht überwiegend wahrscheinlich, dass sich die Schulterproblematik seit der
Begutachtung verschlechtert hätte. Es ist vielmehr davon auszugehen, dass der
Zustand der rechten Schulter im Verfügungszeitpunkt mindestens dem Zustand im
Begutachtungszeitpunkt entsprochen bzw., dass sich die rechte Schulter infolge der
durchgeführten Operation (zwischenzeitlich) sogar als verbessert dargestellt hat.
2.3.4 Hinsichtlich der von Dr. E._ angegebenen lumbalen Rückenschmerzen ist
schliesslich darauf hinzuweisen, dass das Lumbovertebralsyndrom im Zeitpunkt der
MEDAS-Begutachtung inaktiv gewesen ist. Die lumbovertebralen Rückenbeschwerden
sind von den Gutachtern als nicht mehr relevant erachtet worden (IV-act. 185-64). Dass
sich diese Rückenproblematik in den knapp zwei Jahren zwischen der Begutachtung
und dem Erlass der angefochtenen Verfügung im vom Beschwerdeführer geklagten
Beschwerdeausmass verschlechtert hätte, ist vorliegend durch den bildgebenden
Befund vom Oktober 2014 (IV-act. 213-7) nicht belegt. Vielmehr hat das CT der HWS,
wie vom RAD zutreffend dargelegt, lediglich eine Zunahme der degenerativen
Veränderungen und Reizsymptomatiken ergeben (vgl. IV-act. 222). Der den
Beschwerdeführer im damaligen Zeitpunkt behandelnde Orthopäde Dr. D._ hat sich
denn auch für eine grösstmögliche Zurückhaltung bezüglich invasiver Massnahmen
jeglicher Natur ausgesprochen (IV-act. 213-8 f.). Den Akten ist ausserdem zu
entnehmen, dass Dr. D._ trotz der vom Beschwerdeführer geklagten Schmerzen
keine OP-Indikation gesehen und seine Behandlung entsprechend abgeschlossen hat.
Danach hat ein Ärztewechsel stattgefunden und der Beschwerdeführer ist von Dr.
E._ betreut worden (vgl. IV-act. 210). Vor diesem Hintergrund ist auch eine objektive
Verschlechterung der Rückenproblematik nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
gegeben.
2.3.5 Zusammenfassend ist eine über die gutachterlich attestierte
Leistungseinschränkung hinausgehende relevante Verschlechterung nicht überwiegend
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wahrscheinlich erstellt. Selbst wenn sich die beklagten Schulter- und
Rückenbeschwerden im Übrigen objektivieren liessen, gingen damit lediglich
qualitative Einschränkungen und keine höhergradige Arbeitsunfähigkeit einher.
3.
Ausgehend von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit in leidensadaptierten Tätigkeiten
bleiben die erwerblichen Auswirkungen der verminderten Leistungsfähigkeit zu prüfen.
Der Beschwerdeführer hat keinen Beruf erlernt und als Küchenhilfe, im Strassenbau,
als Hilfsmetzger, als Maschinenführer und als Fabrikmitarbeiter gearbeitet (vgl. IV-act.
185-49). Er hat somit seit jeher Hilfsarbeitertätigkeiten ausgeführt. Daher ist davon
auszugehen, dass er ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen weiterhin solche
Tätigkeiten ausführen würde. Da somit sowohl hinsichtlich des (hypothetischen)
Valideneinkommens als auch bezüglich des Invalideneinkommens derselbe
Tätigkeitsbereich (Hilfsarbeitertätigkeiten) zugrunde zu legen ist, kann ein so genannter
Prozentvergleich vorgenommen werden. Dabei entspricht der Invaliditätsgrad dem
Grad der Arbeitsunfähigkeit, allenfalls unter Berücksichtigung eines Abzuges vom
Tabellenlohn (vgl. BGE 126 V 75). Bei einer 20%igen Arbeitsunfähigkeit erreicht der
Beschwerdeführer nach wie vor keinen rentenbegründenden Invaliditätsgrad. Ein
Tabellenlohnabzug ist entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers vorliegend nicht
zu berücksichtigen. Anhaltspunkte dafür, dass er in einer angepassten
Hilfsarbeitertätigkeit betriebswirtschaftlich-ökonomisch gesehen nur noch eine
unterdurchschnittliche Arbeitsleistung erbringen könnte, sind vorliegend nicht
ersichtlich. Im Übrigen würde selbst bei Gewährung des beantragten – nicht
gerechtfertigten – 20%igen Abzugs kein rentenbegründender Invaliditätsgrad
resultieren.
4.
4.1 Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen.
4.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr.
1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint
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in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem Ausgang des
Verfahrens entsprechend ist sie vollumfänglich dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.
Die Gerichtsgebühr ist durch den von ihm geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 600.--
gedeckt. Bei diesem Verfahrensausgang hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch
auf eine Parteientschädigung (vgl. Art. 61 lit. g ATSG).