Decision ID: 7a4c653a-6f75-5504-8a19-0e6233a9eb3f
Year: 2009
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Die Beschwerdeführerin ist Inhaberin der internationalen Registrierung Nr. 907'963 AJC presented by ARIZONA girls (fig.) mit Ursprungsland Deutschland, registriert am 31. Oktober 2006. Die Marke beansprucht auch Schutz in der Schweiz, und zwar für folgende Waren:
Klasse 14: Joaillerie et bijouterie; horlogerie et instruments chronométriques.
Klasse 18: Malles et sacs de voyage, sacs (compris dans cette classe), étuis porte-clefs, sacs à dos, porte-monnaie, portefeuilles.
Klasse 25: Vêtements, chaussures, chapellerie.
Die Marke hat folgendes Aussehen:
Der Schweiz wurde die Schutzausdehnung der obigen Marke seitens der Organisation Mondiale de la Propriété Intellectuelle (OMPI) am 28. Dezember 2006 notifiziert.
Am 10. Dezember 2007 verweigerte die Vorinstanz der Marke für sämtliche beanspruchten Waren vorläufig den Schutz für die Schweiz. Zur Begründung führte sie aus, das Zeichen sei irreführend, weil es den Begriff „Arizona“ enthalte, welcher hinsichtlich der beanspruchten Waren auf die USA hinweise.
Mit Eingabe vom 25. April 2008 beantragte die Beschwerdeführerin, der IR-Marke Nr. 907'963 den Schutz vollumfänglich auch für das  der Schweiz zu gewähren. Zur Begründung brachte sie vor, bei der gebotenen Betrachtung der Marke in ihrer Gesamtheit springe ins Auge, dass „Arizona“ im vorliegenden Zusammenhang weder als  noch als indirekter Hinweis auf die Herkunft der von der Marke beanspruchten Waren verstanden werden könne, sondern eine reine Fantasiebezeichnung darstelle. Denn „Arizona“ beziehe sich klar nicht auf die beanspruchten Waren. Der Begriff sei eingebettet in die Worte
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„presented by Arizona girls“, nehme also nicht Bezug auf die unter der Marke vertriebenen Waren selber, sondern auf „die Mädchen, welche sie präsentieren“. Aus diesem Sinngehalt ergebe sich ein eindeutig , fantasievoller Markenbestandteil. Hinzu komme, dass der US-Bundesstaat Arizona dem breiten Publikum zwar bekannt sein dürfte, aber kaum als Produktions-, Fabrikations- oder Handelsort für die von der IR-Marke Nr. 907'963 beanspruchten Waren. Arizona  vor allem assoziiert mit Wüste, Freiraum, unberührter Natur und Naturwundern (z.B. Grand Canyon). Der Wortfolge „presented by  girls“ komme ein klar erkennbarer Symbol-Gehalt zu, so dass Arizona in diesem Zusammenhang mit Sicherheit nicht als Hinweis auf den Produktions-, Fabrikations- oder Handelsort der von der Marke beanspruchten Waren verstanden werde, sondern als fantasiehafte Anspielung auf einen bestimmten Lifestyle und ein bestimmtes .
Die Vorinstanz teilte der Beschwerdeführerin am 24. Juli 2008 mit, sie halte an ihrer Schutzverweigerung fest. Sie argumentierte, während der Buchstabenkombination „AJC“ keine bestimmte Bedeutung , werde der Sinngehalt der englischen Begriffe „presented by“ und „girls“ von einem grossen Teil der Schweizer Abnehmer ohne weiteres verstanden. Ebenso könne die geografische Angabe „Arizona“ als den Schweizer Abnehmern bekannt vorausgesetzt werden, zumal Arizona eine grosse Bedeutung als Reiseland habe. In der strittigen Marke hebe sich die geografische Angabe „Arizona“ visuell von den übrigen Zeichenbestandteilen ab. Es könne daher nicht davon ausgegangen werden, dass die massgeblichen Abnehmer den Zeichenbestandteil „Arizona“ beim Betrachten des Zeichens einzig in Einheit mit dem  „girls“ lesen respektive die geografische Angabe  als Hinweis auf die Nationalität der präsentierenden Mädchen  würden. Vielmehr könne nicht ausgeschlossen werden, dass die geografische Angabe „Arizona“ im Zeichen von einem Teil der schweizerischen Abnehmer als direkter Hinweis auf die Herkunft der so benannten Waren verstanden werde und zu der Annahme verleite, die Produkte stammten aus Arizona respektive den Vereinigten  von Amerika. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin komme der Bundesstaat Arizona sehr wohl als Produktionsort der  Waren in Frage. Ohne die Einschränkung der Waren auf „tous les produits précitées provenant des Etats-Unis d'Amérique“ sei die strittige Marke daher irreführend.
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Die Beschwerdeführerin reichte innert der gesetzten Frist keine  Stellungnahme ein.
Mit Verfügung vom 3. Oktober 2008 verweigerte die Vorinstanz der  Registrierung Nr. 907'963 für alle beanspruchten Waren den Schutz in der Schweiz.
B. Gegen diese Verfügung erhob die Beschwerdeführerin am 28. Oktober 2008 Beschwerde vor dem Bundesverwaltungsgericht. Sie beantragt, die Schutzverweigerungsverfügung der Vorinstanz sei aufzuheben und der IR-Marke Nr. 907'963 sei der Schutz in der Schweiz vollumfänglich zu gewähren. Sie führte im Wesentlichen aus, „presented by Arizona girls“ werde als einheitlicher Markenzusatz mit einheitlichem  („präsentiert von Arizona-Mädchen“) verstanden. Auf Grund  auch vom Schweizer Abnehmer ohne weiteres erkennbaren  ergebe sich, dass sich „Arizona“ nicht auf die von der Marke beanspruchten Waren beziehe, sondern auf „die Mädchen, welche sie präsentieren“. Daher könne Arizona im vorliegenden Zusammenhang nicht als Herkunftsangabe von Waren verstanden werden; vielmehr komme dem Begriff ein klar erkennbarer Symbolgehalt zu. Es  somit ausgeschlossen, dass schweizerische Abnehmer die mit der Marke gekennzeichneten Waren der Herkunft Arizona bzw. USA , so dass keine Irreführungsgefahr bestehe.
C. Mit Beschwerdeantwort vom 9. Februar 2009 beantragt die Vorinstanz, die Beschwerde sei vollumfänglich abzuweisen. Zur Begründung  sie auf ihre Festhaltung vom 24. Juli 2008. Ergänzend führt sie aus, der Zeichenbestandteil „Arizona“ hebe sich visuell stark vom  „girls“, der in einer ganz anderen Schrift gehalten sei, ab. Daher sei sie nach wie vor der Ansicht, dass „presented by Arizona girls“ nicht als Einheit gelesen und verstanden werde. Vielmehr werde beim Betrachten des Zeichens auf Grund der grafischen Darstellung auf den ersten Blick „presented by Arizona“ gelesen. Adressaten,  das Zeichen in diesem Sinn läsen, verstünden die geografische Angabe „Arizona“ als direkten Hinweis auf die Herkunft der so  Waren und würden zu der Annahme verleitet, die Produkte  tatsächlich aus Arizona respektive den Vereinigten Staaten von Amerika. Doch selbst wenn „presented by Arizona girls“ als Einheit  und verstanden werde, sei nahe liegend, dass zumindest ein Teil
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der Schweizerischen Abnehmer erwarte, dass Arizona-Mädchen auch Arizona-Waren präsentierten. Denn gerade Mode- und Schmuckartikel würden oft von einheimischen Models präsentiert und beworben. Im Weiteren liege kein unmittelbar erkennbarer klarer Symbolgehalt vor, der den Herkunftshinweis der geografischen Angabe Arizona  würde. Es sei nicht ersichtlich, weshalb die Wortfolge „presented by Arizona girls“ als fantasiehafte Anspielung auf einen bestimmten Lifestyle und ein bestimmtes Lebensgefühl verstanden werden sollte.
D. Mit Eingabe vom 23. Februar 2009 hat die Vorinstanz die Sistierung des Verfahrens beantragt, um einen Entscheid des Bundesgerichts in einer anderen Markenangelegenheit (Verfahrensnummer 4A_587/2008) abzuwarten.
Die Beschwerdeführerin hat der Sistierung mit Schreiben vom 4. März 2009 zugestimmt unter der Bedingung, dass sich in jenem Fall nach Beurteilung des Bundesverwaltungsgerichts die gleichen Rechtsfragen stellten wie im vorliegenden Verfahren.
E. Die Beschwerdeführerin hat auf die Durchführung einer öffentlichen Verhandlung stillschweigend verzichtet.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1. Das Bundesverwaltungsgericht ist zur Beurteilung von Beschwerden gegen Eintragungsverfügungen der Vorinstanz in Markensachen  (Art. 31, 32 und 33 Bst. d des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverwaltungsgericht [Verwaltungsgerichtsgesetz, VGG, SR 173.32]).
Die Beschwerdeführerin ist als Adressatin der angefochtenen  durch diese beschwert und hat ein schutzwürdiges Interesse an ihrer Aufhebung oder Änderung. Sie ist daher zur Beschwerdeführung legitimiert (Art. 48 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]).  und -form sind gewahrt (Art. 50 Abs. 1 und 52 Abs. 1 VwVG), der Kostenvorschuss wurde fristgerecht bezahlt (Art. 63 Abs. 4 VwVG), die
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Vertreterin hat sich rechtsgenüglich ausgewiesen (Art. 11 VwVG) und die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen liegen vor (Art. 44 ff. VwVG).
Auf die Verwaltungsbeschwerde ist daher einzutreten.
2. Mit Eingabe vom 23. Februar 2009 hat die Vorinstanz die Sistierung des Verfahrens beantragt, um einen Entscheid des Bundesgerichts in einer anderen Markenangelegenheit (Verfahrensnummer 4A_587/2008) abzuwarten. Die Beschwerdeführerin hat der Sistierung mit Schreiben vom 4. März 2009 zugestimmt unter der Bedingung, dass sich in jenem Fall nach Beurteilung des  die gleichen Rechtsfragen stellten wie im vorliegenden .
Ein hängiges Verfahren vor einer anderen Behörde bildet nur einen Sistierungsgrund, wenn es für das sistierte Verfahren von präjudizieller Bedeutung ist und es ohne Sistierung nicht rascher und einfacher zum Ziel gelangt (BGE 123 II 1 E. 2b, BGE 122 II 211 E. 3e). Eine solche Bedeutung hat jenes Verfahren für das vorliegende nicht, da die  sich wesentlich voneinander unterscheiden und sich beide Fälle an den klaren Vorgaben der bundesgerichtlichen Rechtsprechung . Das Sistierungsgesuch ist daher abzuweisen.
3. Zwischen Deutschland und der Schweiz ist am 1. September 2008 eine neue Fassung des Protokolls vom 27. Juni 1989 zum Madrider Abkommen über die internationale Registrierung von Marken (SR 0.232.112.4; MMP) in Kraft getreten (vgl. AS 2009 287). Nach dem  Art. 9sexies Abs. 1 Bst. a MMP findet in den Beziehungen  Staaten, die - wie Deutschland und die Schweiz -  sowohl des MMP als auch des Madrider Abkommens über die  Registrierung von Marken (MMA, SR 0.232.112.3, in der in Stockholm am 14. Juli 1967 revidierten Fassung) sind, nur das MMP Anwendung.
Nach Art. 5 Abs. 1 MMP darf ein Verbandsland einer international  Marke den Schutz nur verweigern, wenn nach den in der Pariser Verbandsübereinkunft zum Schutz des gewerblichen  (PVÜ, SR 0.232.04, in der in Stockholm am 14. Juli 1967  Fassung) genannten Bedingungen ihre Eintragung in das nationale Register verweigert werden kann. Das trifft gemäss
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Art. 6quinquies Bst. B Ziff. 3 PVÜ namentlich dann zu, wenn die Marke  die guten Sitten oder die öffentliche Ordnung verstösst,  wenn sie geeignet ist, das Publikum zu täuschen. Dieser  ist auch im Bundesgesetz vom 28. August 1992 über den Schutz von Marken und Herkunftsangaben (Markenschutzgesetz, MSchG, SR 232.11) vorgesehen, das in Art. 2 Bst. c MSchG  Zeichen vom Markenschutz ausschliesst (vgl. Entscheid der  Rekurskommission für geistiges Eigentum [RKGE] in: Schweizerische Zeitschrift für Immaterialgüter-, Informations- und Wettbewerbsrecht [sic!] 2006 S. 681 E. 2 – Burberry Brit; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B-7408/2006 vom 21. Juni 2007 E. 2 –  [fig.], mit Verweis auf BGE 128 III 454 E. 2 – Yukon). Lehre und Praxis zu dieser Bestimmung können somit im vorliegenden Fall  werden (Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B-1611/2007 vom 7. Oktober 2008 E. 3.2 – Laura Biagiotti Aqua di Roma).
4. Irreführend ist eine Marke unter anderem dann, wenn sie eine  Angabe enthält oder gar ausschliesslich aus einer  Bezeichnung besteht, und damit die Adressaten zur Annahme verleitet, die Ware stamme aus dem Land oder dem Ort, auf den die Angabe hinweist, obschon das in Wirklichkeit nicht zutrifft (BGE 132 III 770 E. 2.1 – Colorado, BGE 128 III 454 E. 2.2 – Yukon, Urteile des Bundesgerichts 4A.14/2006 vom 7. Dezember 2006 E. 4.1 – Champ, und 4A.3/2006 vom 18. Mai 2006 E. 2.1 –  [fig.]). Als derartige geografische Herkunftsangaben gelten unter anderem die Namen von Städten, Regionen und Ländern (BGE 128 III 454 E. 2.1 – Yukon, mit Verweis auf: EUGEN MARBACH, Markenrecht, in: Roland von Büren / Lucas David [Hrsg.], Schweizerisches - und Wettbewerbsrecht, 3. Band Kennzeichenrecht, Basel und Frankfurt a.M. 1996 [SIWR III], S. 52 f.).
Wird ein geografischer Name von den massgebenden Verkehrskreisen nicht als Hinweis auf eine bestimmte Herkunft verstanden, so kann das Zeichen, in dem er enthalten ist, insofern auch keine Irreführung bewirken (vgl. Art. 47 Abs. 2 MSchG; RKGE in sic! 2005 S. 890 E. 4 – La differenza si chiama Gaggenau). Dies trifft insbesondere dann zu, wenn die geografische Angabe den massgebenden Verkehrskreisen überhaupt nicht bekannt ist, trotz bekanntem geografischem Gehalt als Fantasiezeichen aufgefasst wird, offensichtlich nicht als Produktions-,
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Fabrikations- oder Handelsort in Frage kommt, als Typenbezeichnung erkannt wird, sich im Verkehr als Kennzeichen für ein bestimmtes  durchgesetzt hat oder sich zur Gattungsbezeichnung  hat (BGE 128 III 454 E. 2.2 und E. 2.1.1 - 2.1.6 – Yukon, BGE 132 III 770 E. 2.1 – Colorado, Urteile des Bundesgerichts 4A.14/2006 vom 7. Dezember 2006 E. 4.1 – Champ, und 4A.3/2006 vom 18. Mai 2006 E. 2.1 – FischmanufakturDeutscheSee [fig.]).
Ob eine geografische Bezeichnung, die als Bestandteil einer Marke verwendet werden soll, zur Täuschung des Publikums geeignet ist, entscheidet sich nicht allgemein, sondern hängt von den Umständen des Einzelfalles ab. Dazu gehören insbesondere die Bekanntheit des Wortes als geografische Angabe und als Marke, tatsächliche oder  Beziehungen zwischen dieser und zusätzlichen Angaben, welche die Täuschungsgefahr erhöhen oder beseitigen können.  ist, ob eine Marke beim Publikum eine Ideenverbindung zu einer bestimmten Gegend oder einem bestimmten Ort hervorruft und so mindestens indirekt die Vorstellung einer Herkunftsangabe weckt. In solchen Fällen besteht die Gefahr der Irreführung, falls die mit dem Zeichen versehenen Waren nicht dort hergestellt werden (BGE 132 III 770 E. 2.1 – Colorado, BGE 128 III 454 E. 2.2 – Yukon, Urteile des Bundesgerichts 4A.14/2006 vom 7. Dezember 2006 E. 4.1 – Champ, und 4A.3/2006 vom 18. Mai 2006 E. 2.1 –  [fig.]).
Bei zusammengesetzten Marken sind vorerst die den Gesamteindruck bildenden Einzelelemente auf einen geografischen Sinngehalt und ihre Relevanz bezüglich einer Herkunftserwartung hin zu untersuchen. In einem zweiten Schritt ist sodann zu prüfen, ob der einen  Sinngehalt aufweisende Zeichenbestandteil in Bezug auf die beanspruchten Waren und Dienstleistungen im Verständnis der  Verkehrskreise eine Herkunftsangabe darstellt. Erst wenn letzteres bejaht wird, ist schliesslich zu prüfen, ob die angefochtene Marke in ihrem Gesamteindruck - und nicht nur in Bezug auf einzelne Zeichenbestandteile - eine Herkunftserwartung bezüglich der  Waren und Dienstleistungen hervorruft (Urteil des  B-3511/2007 vom 30. September 2008 E. 4 – AgieCharmilles).
Setzt sich die Marke aus Wörtern einer anderen als einer  Landessprache zusammen, so ist auf die Sprachkenntnisse der
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angesprochenen Verkehrskreise abzustellen. Die englische Sprache ist dem schweizerischen Durchschnittsverbraucher zumindest in den Grundzügen vertraut, so dass nicht nur einfache Wörter mit leicht  Sinngehalt, sondern auch komplexere Aussagen  werden (CHRISTOPH WILLI, Markenschutzgesetz, Kommentar zum schweizerischen Markenrecht unter Berücksichtigung des  und internationalen Markenrechts, Zürich 2002, Art. 2, N. 17). Englische Begriffe müssen mit anderen Worten berücksichtigt werden, sofern sie einem nicht unbedeutenden Teil der Bevölkerung unseres Landes bekannt sind (BGE 129 III 225 E. 5.1 – Masterpiece I; Urteile des Bundesverwaltungsgerichts B-8371/2007 vom 19. Juni 2008 E. 5 – Leader, B-7403/2006 vom 16. August 2007 E. 4.2 – Engineered for men und B-7410/2006 vom 20. Juli 2007 E. 3 – Masterpiece II).
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung werden im Gegensatz zu Zeichen des Gemeingutes (BGE 129 III 225 E. 5.3 - Masterpiece) Grenzfälle irreführender, gegen geltendes Recht, die öffentliche  oder die guten Sitten verstossende Zeichen nicht zur Eintragung zugelassen (Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B-7408/2006 vom 21. Juni 2007 E. 2.2 – bticino [fig.], mit Verweis auf: BGer in PMMBl 1994 I S. 76 – Alaska, BGer in PMMBI 1996 S. 25 – San Francisco 49ers).
5. Das Bundesverwaltungsgericht setzt für die Prüfung der Frage, ob ein Zeichen eine geografische Herkunft erwarten lässt und dadurch im Zusammenhang mit bestimmten Waren oder Dienstleistungen zum Gemeingut zählt oder irreführend wirkt, in der Regel besondere  voraus. Es prüft einerseits, ob die Vorinstanz die mit vernünftigem Aufwand erhältlichen Beweismittel, soweit es nicht um allgemein notorische Tatsachen geht, vollständig erhoben und  hat. Bestehen konkrete Anhaltspunkte dafür, dass der  im Gesamteindruck des Zeichens und im Zusammenhang mit den Waren und Dienstleistungen, für die die Marke beansprucht wird, als Herkunftsbezeichnung aufgefasst wird, eine entsprechende  dieser Waren und Dienstleistungen erwarten lässt und - bei mehrdeutigen Zeichen - von keinem naheliegenderen Sinngehalt ohne geografischen Bezug in den Hintergrund gerückt wird, ist in der Regel eine Herkunftserwartung zu bejahen. Für Weitergehendes trägt die Beschwerdeführerin die Folgen einer Beweislosigkeit (Urteile des Bundesverwaltungsgerichts B-1611/2007 vom 7. Oktober 2008 E. 5 –
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Laura Biagiotti Aqua di Roma E. 5, B-7412/2006 vom 1. Oktober 2008 E. 4.1 ff. - Afri-Cola und B-3511/2007 vom 30. September 2008 E. 4 – AgieCharmilles).
6.
6.1 Die strittige internationale Registrierung Nr. 907'963 besteht aus dem Akronym „AJC“, darunter befindet sich die in gleicher, aber  kleinerer Schrift geschriebene Wortfolge „presented by ARIZONA“. Daran – respektive unterhalb des Buchstabens C von „AJC“ - schliesst sich das in Schönschreibschrift und etwa halb so grossen Buchstaben wie das Akronym geschriebene Wort „girls“ an.
Während das Akronym „AJC“ keinen Sinngehalt aufweist, setzt sich die anschliessende Wortfolge aus dem englischen Grundwortschatz zusammen. „Presented“ bedeutet „dargeboten, vorgestellt“, „by“ im vorliegenden Zusammenhang „von, durch“, „Arizona“ ist der Name  Bundesstaates im Südwesten der USA mit etwa 6 Millionen , und „girls“ heisst „Mädchen“ (LANGENSCHEIDT HANDWÖRTERBUCH ENGLISCH, Berlin / München / Wien / Zürich / New York 2005, S. 458, 86, 252; DER BROCKHAUS MULTIMEDIAL, Stichwort „Arizona“).
6.2 Die Beschwerdeführerin und die Vorinstanz sind sich nicht einig darüber, in welchen Einheiten die verschiedenen Zeichenbestandteile gelesen werden. Während die Beschwerdeführerin die Auffassung , „presented by Arizona girls“ werde als einheitlicher Markenzusatz mit einheitlichem Sinngehalt („präsentiert von Arizona-Mädchen“) , schliesst die Vorinstanz auf Grund des visuellen , lediglich „presented by Arizona“ bilde eine Einheit.
In der Tat ist die Wortfolge „presented by Arizona“ in derselben Schrift und Schriftgrösse geschrieben und kann insofern als Einheit  werden. Sie ergibt indessen für die angesprochenen  (schweizerische Durchschnittskonsumenten) keinen Sinn, da ein geografisches Gebilde wie Arizona zwar etwas bieten (z.B. ), aber nichts selbst darbieten kann (im Sinne eines  von Sachen oder Personen). Die massgeblichen  werden daher intuitiv die Wortfolge „presented by Arizona“ mit „girls“ ergänzen, obwohl „girls“ deutlich grösser und in  Schrift geschrieben ist als die vorangehende Wortfolge. Das  lässt sich daher auf Deutsch mit „AJC dargeboten durch Arizona-
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Mädchen“ übersetzen und wird von den angesprochenen  Durchschnittskonsumenten auch so verstanden werden.
6.3 Der genannte Slogan „AJC presented by Arizona Girls“ enthält die geografische Angabe „Arizona“. Die Vorinstanz geht davon aus, dass der US-Bundesstaat Arizona den massgeblichen Verkehrskreisen  ist. Dies wird von der Beschwerdeführerin auch nicht bestritten. Sie macht indessen geltend, der Staat Arizona sei dem breiten  (abgesehen vom Indianer- und Silber-Schmuck) nicht als -, Fabrikations- oder Handelsort für die von der IR-Marke Nr. 907'963 beanspruchten Waren bekannt, sondern werde vor allem  mit Wüste, Freiraum, unberührter Natur und Naturwundern. Dem hält die Vorinstanz entgegen, Arizona sei zwar historisch von der Landwirtschaft geprägt; seit 1950 stehe jedoch an erster Stelle in der Wirtschaft die stark entwickelte Industrie um Phoenix und Tucson ( 8-12). Es gebe Belege, dass Indianer- und -Schmuck aus Arizona oder Anhänger mit Steinen, welche aus  stammten, auch ins Ausland verkauft würden ( 13-15). Aber auch Kleider würden in Phoenix konfektioniert und übers Internet verkauft (Vernehmlassungsbeilage 16).
Im Fall „Phoenix“ (vgl. RKGE in sic! 2004 S. 428) hatte sich die  Rekurskommission für geistiges Eigentum zur Frage zu , ob Phoenix, die Hauptstadt des US-amerikanischen  Arizona, als Herkunftsort von Produkten der Klasse 3 in Frage kommt. Sie führte hierzu aus, in Phoenix würden von zahlreichen  unterschiedlicher Branchen Produkte hergestellt. Es sei  nicht auszuschliessen, dass es in der Agglomeration von Phoenix auch Unternehmen der Kosmetikindustrie gebe oder dass sich solche künftig dort einmal niederliessen (RKGE in sic! 2004 S. 428 E. 5 – Phoenix). Dass Phoenix respektive der ganze Bundesstaat Arizona auch als Produktionsort der beanspruchten Waren der Klassen 14 (insbesondere des bereits genannten Indianer- und Silber-Schmucks) und 25 in Frage kommt, hat die Vorinstanz belegt (vgl.  13-16). Dies dürfte ebenfalls für die beanspruchten  der Klasse 18 gelten, gilt doch Arizona mit etwa 6 Millionen  als bedeutendes Zuwanderungsland mit neuen  (DER BROCKHAUS MULTIMEDIAL, Stichwort „Arizona“).
6.4 Das vorliegend zu beurteilende Zeichen wird im Gesamteindruck wesentlich durch das Akronym "AJC" geprägt, welches keinen Sinnge-
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halt aufweist (vgl. E. 6.1 hiervor). Im Vergleich zu diesem  Akronym ist "Arizona" sehr klein geschrieben und für den  nicht massgebend. Zudem stellt der Begriff "Arizona" lediglich einen Bestandteil des Slogans "AJC presented by Arizona girls" dar, was ebenfalls gegen einen geographischen Herkunftshinweis spricht (vgl. auch RKGE in sic! 2005 S. 890 E. 7 - La differenza si chiama Gaggenau). Nach der Ansicht der Vorinstanz erwarten die  Abnehmer gleichwohl, dass die damit gekennzeichneten Artikel aus Arizona stammen. Hierbei stützt sich das IGE auf das Argument, gerade Mode- und Schmuckartikel würden oft von einheimischen  präsentiert und beworben (vgl. Vernehmlassungsbeilagen 6 und 7). Diese Begründung setzt richtig voraus, dass der vorliegende  auf zwei Arten gedeutet werden kann. Einerseits kann er als  auf die Frage, wo die Produkte herkommen, verstanden werden, andererseits aber - und das ist hier eher naheliegend - als Antwort auf die Frage nach der Herkunft der präsentierenden Models, welche der Marke ein gewisses Flair verleihen sollen (unabhängig von der  der vermarkteteten Waren).
Wie die von der Vorinstanz ins Recht gelegten Dokumente belegen, werden Produkte zwar bisweilen von Personen, welche aus dem  Produktionsgebiet herkommen, präsentiert. Auf Grund der Kosten, welche mit einer derartigen Präsentation verbunden sind, insbesondere wenn die Produkte aus anderen Kontinenten stammen, werden die meisten Unternehmen aber von solchen kostspieligen  jedenfalls dann absehen, wenn eine Gegend für das  Produkt nicht besonders bekannt ist. Unbestrittenermassen  in Arizona Mode- und Schmuckartikel hergestellt; doch ist Arizona für diese Waren nicht derart bekannt, dass solche Waren  Models einen nahe liegenden Bezug zwischen Herkunft der Waren und eigener Herkunft herzustellen vermöchten. Entsprechend ist nicht davon auszugehen, dass die Schweizerischen Abnehmer der  Waren der Klassen 14, 18 und 25 (wie Schmuck, Taschen und Kleider) erwarten, dass Waren und die sie präsentierenden  bezüglich ihrer Herkunft übereinstimmen.
Angesichts des Gesagten werden die massgeblichen Verkehrskreise im Rahmen des Slogans "AJC presented by Arizona girls" bei "" nicht auf eine geografische, sondern eine betriebliche Herkunft schliessen. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die internationale Registrierung Nr. 907'963 AJC presented by Arizona girls (fig.) im Zu-
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sammenhang mit den beanspruchten Waren in den Klassen 14, 18 und 25 nicht irreführend im Sinne von Art. 2 Bst. c MSchG ist. Die  hat dem Zeichen somit zu Unrecht den Schutz in der Schweiz verweigert. Die Beschwerde ist daher gutzuheissen.
7. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die internationale  Nr. 907'963 AJC presented by Arizona girls (fig.) im  mit den beanspruchten Waren in den Klassen 14, 18 und 25 nicht irreführend im Sinne von Art. 2 Bst. c MSchG ist. Die Vorinstanz hat dem Zeichen somit zu Unrecht den Schutz in der Schweiz . Die Beschwerde ist daher gutzuheissen.
8. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind keine Kosten zu erheben (Art. 63 Abs. 2 VwVG), und der Beschwerdeführerin ist der geleistete Kostenvorschuss zurückzuerstatten. Überdies ist ihr zu Lasten der  eine angemessene Parteientschädigung zuzusprechen (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B-516/2008 vom 23. Januar 2009 E. 8 – After hours). Da die Beschwerdeführerin keine Kostennote eingereicht hat, ist die Parteientschädigung auf Grund der Akten zu bestimmen und auf Fr. 3'000.-- festzusetzen (Art. 8 und 14 Abs. 2 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und  vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).