Decision ID: d14184ce-9066-54f2-97bd-350f51179a70
Year: 2013
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Marcel Aebischer, Küng Rechtsanwälte,
Haldenstrasse 10, 9200 Gossau SG,
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St.Galler Gerichte
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
Rentenrevision (Einstellung)
Sachverhalt:
A.
A.a A._ meldete sich am 1. Dezember 1997 unter Hinweis auf starke
Rückenschmerzen mit Ausstrahlungen in die Beine sowie Hüft- und
Muskulaturschmerzen zum Bezug einer Rente bei der IV-Stelle des Kantons St. Gallen
an (IV-act. 1-1 ff.). Mit Verfügung vom 16. April 1998 bejahte die IV-Stelle den Anspruch
der Versicherten auf eine ganze IV-Rente mit Wirkung ab 1. November 1997. Die
Abklärungen hätten ergeben, dass die Versicherte aus gesundheitlichen Gründen seit
dem 10. November 1996 in ihrer Tätigkeit als Wirtin zu 90 % arbeitsunfähig sei (IV-act.
20-1 f.). Die Verfügung trat unangefochten in Rechtskraft. Eine im April 1999
eingeleitete Rentenüberprüfung ergab keine rentenrelevante Veränderung des
Invaliditätsgrads (IV-act. 28-1 f.).
A.b Mit Schreiben vom 10. Mai 2002 teilte die Versicherte der IV-Stelle mit, dass sie im
Rahmen eines Arbeitsversuchs vier Mal in der Woche für ca. 1.5 Stunden pro Tag bei
einem Bekannten in einem Restaurationsbetrieb in der Küche für diverse kleinere an
fallende Arbeiten tätig sein werde (IV-act. 33). Eine daraufhin eingeleitete
Rentenüberprüfung (vgl. IV-act. 34-1 f.) ergab wiederum keine relevante Veränderung
(IV-act. 41 f.).
A.c Im Dezember 2005 leitete die IV-Stelle erneut ein Revisionsverfahren ein. Im
entsprechenden Fragebogen gab die Versicherte am 12. Dezember 2005 an, ihr
Gesundheitszustand sei gleich geblieben (IV-act. 45). Dr. med. B._, Facharzt für
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Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, berichtete am
3. Januar 2006, der Gesundheitszustand der Versicherten habe sich seit 2002 leicht
verschlechtert (IV-act. 51-4). Am 2. März 2006 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit,
dass bei einem Invaliditätsgrad von 100% weiterhin Anspruch auf die ganze Rente
bestehe (IV-act. 54).
A.d In einer IV-internen Gesprächsnotiz vom 13. Oktober 2010 führte die zuständige
Sachbearbeiterin aus, eine anonyme Person habe berichtet, dass die Versicherte schon
seit längerer Zeit immer wieder im Service arbeite. Dies vor allem an Ausstellungen,
Messen, Stadtfesten und anderen Veranstaltungen (IV-act. 59). In der Folge wurde die
Versicherte anlässlich einer Messe am 14. und 15. Oktober 2010 observiert (IV-act.
68-1).
A.e Am 5. November 2010 gab Dr. med. C._, Facharzt FMH für Allgemeine Innere
Medizin des IV-internen regionalen ärztlichen Dienstes (RAD), eine interne medizinische
Stellungnahme zum Observationsergebnis ab (IV-act. 66-1 ff.). Er führte zusammen
fassend aus, aufgrund der medizinischen Unterlagen, dem Ergebnis der Observation
und weiterer Ermittlungsergebnisse könne eine frühere oder aktuelle Arbeitsunfähigkeit
für leichte bis mittelschwere Arbeiten im bisherigen Rahmen einer Vollrente nicht
begründet werden. Abzuwarten blieben jedoch die aktuellen medizinischen Berichte
(IV-act. 66-4).
A.f Am 7. Dezember 2010 erstattete Dr. B._ zuhanden der IV-Stelle einen
Verlaufsbericht. Er führte aus, der Gesundheitszustand der Versicherten sei stationär.
Im Mai 2009 habe eine Verschlechterung stattgefunden. Radiologisch habe sich
damals eine Kyphosierung und Höhenminderung L3/4 gefunden. Eine einmalige
Fazetteninfiltration L3/4 im Juni 2009 habe zu einer genügenden Besserung geführt, so
dass sich die Situation wieder stabilisiert habe (IV-act. 81-1 f.). Im Beiblatt zum
Arztbericht vom 7. Dezember 2010 teilte Dr. B._ mit, dass sich im Vergleich zur
Beurteilung vom 3. Januar 2006 keine Veränderung ergeben habe (IV-act. 82-3).
A.g In der Folge wurde die Versicherte im Auftrag der IV-Stelle zwischen 1. und 9. März
2011 und am 13. April 2011 erneut observiert (IV-act. 96-1 ff., 99-1 ff.). Am 24. Mai
2011 fand eine Befragung der Versicherten statt, anlässlich welcher sie auch mit den
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Observationsergebnissen konfrontiert wurde (IV-act. 101-1 ff., 102-1 ff.). Mit Schreiben
vom 30. Mai 2011 forderte die IV-Stelle die Versicherte auf, ihr sämtliche ausgeübten
Erwerbstätigkeiten zu deklarieren (IV-act. 103). In der Folge reichte die Versicherte der
IV-Stelle mit Schreiben vom 10. Juni 2011 (IV-act. 104) einige Lohnabrechnungen ein
(IV-act. 106-109). Am 29. Juni 2011 ging der IV-Stelle ein von der D._ ausgefüllter
Fragebogen für Arbeitgebende vom 8. Juni 2011 samt Beilagen zu (IV-act. 110). Am
21. Juli 2011 gab Dr. C._ erneut eine medizinische Stellungnahme ab (IV-act. 113-1
ff.). Er führte im Wesentlichen aus, die Versicherte sei als Wirtin durchaus arbeitsfähig,
vermutungsweise beinahe vollschichtig. Die Adaptationskriterien seien
vermutungsweise eine Vermeidung von Lasten über 5 kg, von Bücken unter Belastung,
sowie von Treppen- oder Leitersteigen unter Belastung. Eine rheumatologische
Begutachtung sei angezeigt (IV-act. 113-4).
A.h Im Auftrag der IV-Stelle erstattet Dr. med. E._, Facharzt Rheumatologie FMH, am
4. Januar 2012 ein internistisch-rheumatologisches Gutachten (IV-act. 120-1 ff.). Der
Gutachter nannte die Hauptdiagnose (mit Einschränkung der zumutbaren
Arbeitsfähigkeit) eines chronifizierten, lumbal betonten panvertebralen
Schmerzsyndroms (IV-act. 120-17) und attestierte in einer körperlich leichten,
wechselbelastenden Tätigkeiten ohne repetitives Heben von Lasten von mehr als 5 kg
eine - allerspätestens ab Juli 2008 - nur mehr 50 % betragende Arbeitsunfähigkeit (IV-
act. 120-21).
A.i Mit Vorbescheid vom 12. März 2012 stellte die IV-Stelle der Versicherten die
Einstellung der Rente in Aussicht (IV-act. 125-1 ff.). Als Begründung wurde im Wesent
lichen angeführt, dass unter Berücksichtigung sämtlicher vorliegender Unterlagen und
des Gutachtens eine 50 %-ige Arbeitsunfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit
ausgewiesen sei. In den IV-Akten fänden sich keine Hinweise dafür, dass die
Versicherte aktuell bei voller Gesundheit nicht weiterhin als selbständige Wirtin tätig
wäre. Es rechtfertige sich, für die Bemessung der Validenbasis das reine
Bruttoeinkommen von Fr. 22'264.-- aus dem Jahr 1995, das im Abklärungsbericht vom
5. März 1998 festgehalten worden sei (IV-act. 15-1 ff.), heranzuziehen, was unter
Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung bis ins Jahr 2009 einen Betrag von
Fr. 27'225.-- ergäbe. Das Invalideneinkommen belaufe sich gemäss LSE-Tabellenlohn
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bei einer Arbeitsfähigkeit von 50% auf Fr. 25'684.--. Daher erleide die Versicherte keine
rentenbegründende Erwerbseinbusse (IV-act. 125-5).
A.j Dagegen liess die Versicherte am 24. April 2012 Einwand erheben und die Auf
hebung des Vorbescheids sowie die Zusprache einer Dreiviertelsrente beantragen
(IV-act. 132-1 ff.).
A.k Mit Verfügung vom 25. Juni 2012 hob die IV-Stelle die Rente auf das Ende des der
Zustellung der Verfügung folgenden Monats auf. Für die Zeit der selbständigen
Tätigkeit (1991 bis 1995) habe die Versicherte gemäss Auszug aus dem individuellen
Konto (IK) stets ein Einkommen von höchstens Fr. 7'300.-- abgerechnet. Grundsätzlich
müsste auf diese Einkommen abgestellt werden. Das Anlehnen an die Deklaration vom
18. Februar 1998 anlässlich der Abklärung vor Ort und Stelle sei bereits ein
wesentliches Entgegenkommen. Trotz der tiefen deklarierten Einkommen habe die
Versicherte weiter gewirtet. Daher sei nicht anzunehmen, dass sie den Beruf
gewechselt hätte. Bezüglich Leidensabzug sei folgendes auszuführen: Die Versicherte
habe Erfahrung in verschiedenen Bereichen und könne auch die Verantwortung einer
selbständigen Betriebsführung tragen. Sie verfüge über eine angemessene
Schulbildung und sei über all die Jahre immer wieder erwerbstätig gewesen. Die in
ihrem Schreiben vom 14. Mai 2012 mitgeteilten Arbeitseinsätze seien verbunden mit
einem jeweils stressigen Umfeld und körperlich anstrengenden Tätigkeiten in höheren
Pensen, als dies vom Arzt als zumutbar erachtet werde. Der Stundenlohn von Fr. 24.--
bewege sich ziemlich genau auf dem Niveau von Hilfsarbeiterinnen in der Ostschweiz.
Unter diesen Umständen bliebe kein Raum für einen Leidensabzug, mit dem im
Übrigen auch keine rentenbegründende Invalidität mehr nachgewiesen wäre (IV-
act. 138-6).
B.
B.a Gegen diese Verfügung richtet sich die am 25. Juli 2012 erhobene Beschwerde, in
der beantragt wird, die angefochtene Verfügung sei unter Kosten- und
Entschädigungsfolge aufzuheben und der Beschwerdeführerin mindestens eine
Dreiviertelsrente zuzusprechen. Es sei davon auszugehen, dass bereits seit der
Aufnahme der selbständigen Tätigkeit der Geschäftsgang des Restaurants durch die
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Rückenbeschwerden der Beschwerdeführerin negativ beeinflusst worden sei. Dies
habe selbst die Beschwerdegegnerin im Rahmen der ursprünglichen Rentenprüfung
erkannt. So sei im Bericht vom 5. März 1998 festgehalten worden, dass die
Berechnung des IV-Grades mittels des Einkommensvergleichs nicht möglich sei, weil
die Auswirkung der reduzierten Öffnungszeiten nicht zuverlässig bestimmt werden
könne. Dass die Beschwerdegegnerin aktuell diese Feststellung ignoriere, sei
widersprüchlich und verletze den Grundsatz von Treu und Glauben. Im vorliegenden
Fall könne also für die Bestimmung des Valideneinkommens nicht einfach auf die
Jahresrechnung 1995 abgestellt werden. Im Übrigen könne auch nicht davon
ausgegangen werden, dass die Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall eine nicht
einträgliche selbständige Erwerbstätigkeit mit einem Bruttolohn von monatlich
Fr. 2'268.75 während 15 Jahre weitergeführt hätte. Zu beachten sei ebenfalls, dass in
den ersten Jahren nach Aufnahme einer selbständigen Erwerbstätigkeit üblicherweise
aus verschiedenen Gründen die Betriebsgewinne nicht aussagekräftig seien. Dass ein
Valideneinkommen von Fr. 27'225.-- nicht realistisch sein könne, zeige sich auch an
der Tatsache, dass die Beschwerdeführerin unmittelbar vor der gesundheitsbedingten
Aufgabe der selbständigen Erwerbstätigkeit als Wirtin im Jahr 1997 im Zeitraum vom
1. Januar bis 3. Oktober ein Gewinn von Fr. 34'800.-- habe erzielen können, und dies
trotz gesundheitlich bedingter Reduktion der Öffnungszeiten. Hochgerechnet auf ein
Jahr ergäbe sich unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung ein
Valideneinkommen von Fr. 55'592.85. Diese Zahl komme der Realität näher als das
Jahresergebnis 1995, obwohl auch dieses Einkommen ohne gesundheitliche
Beeinträchtigung mit grosser Wahrscheinlichkeit höher ausgefallen wäre. Ansonsten
wäre zumindest sowohl das Validen- als auch das Invalideneinkommen anhand des
Durchschnittslohns im Gastgewerbe gemäss Tabelle TA1 der Schweizerischen
Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamts für Statistik zu bestimmen. Da die beiden
Vergleichseinkommen somit auf derselben Grundlagen zu berechnen seien, könne ein
Prozentvergleich vorgenommen werden. Zudem sei der Beschwerdeführerin ein
Leidensabzug zu gewähren. Gerade im Gastgewerbe sei die Beschwerdeführerin durch
ihre gesundheitliche Beeinträchtigung in der Stellenauswahl stark eingeschränkt.
Weiter sei zu berücksichtigen, dass sie nun bereits 56 Jahre alt und lange vom
Arbeitsmarkt abwesend gewesen sei. Ein Leidensabzug von insgesamt 20 % erscheine
als angemessen. Aus dem beiliegenden Bericht von Dr. B._ vom 5. Juli 2012 (act. G
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1.1.3) ergebe sich, dass die Beschwerdeführerin auf dem Arbeitsmarkt nur
eingeschränkt einsetzbar sei. Dr. B._ habe unter anderem berichtet, es sei für ihn
völlig unverständlich, dass aus einer Observation von zweimal einer Stunde an der
Messe resp. an zwei Ausflügen auf die Höhe der Arbeitsfähigkeit geschlossen werde.
Nur weil die Beschwerdeführerin zehn Tage lang an der Messe unter starken
Medikamenten eine Leistung habe erbringen können, heisse das noch lange nicht,
dass sie dies das ganze Jahr machen könnte (act. G 1).
B.b In der Beschwerdeantwort vom 1. Oktober 2012 beantragte die
Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung führt sie im
Wesentlichen aus, beim heutigen Kenntnisstand erscheine das Aussageverhalten der
Beschwerdeführerin und deren Mitwirkung bei der Sachverhaltsabklärung äusserst
fragwürdig. Obwohl ihr die Wichtigkeit der Meldung von Erwerbsaufnahmen habe klar
sein müssen, habe sie nach der Meldung des "Arbeitsversuchs" 2002 unterlassen,
spätere berufliche Veränderungen zu melden. Diese Erkenntnis habe verschiedene
Auswirkungen. Erstens sei davon auszugehen, dass die anonyme Meldung vom
13. Oktober 2010 inhaltlich richtig sei. Demnach sei überwiegend wahrscheinlich, dass
die Beschwerdeführerin weitere, nicht offengelegte Beschäftigungen gehabt habe.
Zweitens seien ihre Aussagen insgesamt mit grosser Vorsicht zu würdigen. Dies gelte
nicht nur für die Gegenwart, namentlich auch für die Aussagen gegenüber dem
Gutachter Dr. E._, sondern auch hinsichtlich der erstmaligen Rentenabklärung. Aus
heutiger Sicht erscheine die ursprüngliche medizinische Beurteilung als ungeeignete
Entscheidbasis. Da die unrichtige Sachverhaltsfeststellung massgeblich auf eine
Verletzung der Pflicht zur wahrheitsgemässen Auskunftserteilung zurückzuführen sei,
rechtfertige sich eine Wiedererwägung ex tunc und damit eine Aufhebung der
Verfügung vom 16. April 1998. Falls das Gericht das Vorliegen von ausreichenden
Anpassungsgründen verneine, sei die angefochtene Verfügung mit der
substituierenden Begründung der Wiedererwägung zu schützen, allenfalls bei
gleichzeitiger Ausdehnung der Wirkung der Wiedererwägung in die Vergangenheit. Das
Gutachten von Dr. E._ könne im Weiteren in seinen Schlüssen nicht vollends
überzeugen. Es bestehe damit kein Nachweis für eine relevante Einschränkung in einer
leichten wechselbelastenden Tätigkeit. Schliesslich sei das Gutachten in Bezug auf die
Einschätzung der Arbeitsfähigkeit als Wirtin in keiner Weise nachvollziehbar. Es sei
nicht einzusehen, warum in dieser Tätigkeit eine vollständige Arbeitsunfähigkeit
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bestehen sollte. Es könnten sodann keine ernsthaften Zweifel daran bestehen, dass die
Beschwerdeführerin als Gesunde weiterhin als Wirtin tätig wäre, nachdem sie auch
heute im Gastrobereich arbeite. Das Valideneinkommen sei demnach anhand der als
Wirtin erzielten Einkommen zu bestimmen. Es sei davon auszugehen, dass sich die
Beschwerdeführerin freiwillig mit einem unterdurchschnittlichen Einkommen begnügt
habe. Selbst wenn man der Argumentation der Beschwerdeführerin folgend das
Valideneinkommen in der Höhe der Durchschnittslöhne gemäss LSE fixieren würde,
vermöchte ihr dies nicht zu helfen. Mit überwiegender Wahrscheinlichkeit könne
ausgeschlossen werden, dass die Beschwerdeführerin ohne erhebliche Einschränkung
der Arbeitsfähigkeit in einer leichten wechselbelastenden Tätigkeit mit einer
Einkommenseinbusse rechnen müsste, die 40 % eines LSE-Lohnes erreiche.
Schliesslich sei auch kein Leidensabzug zu gewähren. Die Umstände zeigten, dass die
Beschwerdeführerin eine zuverlässig abrufbare und wirtschaftlich vollwertige
Arbeitsleistung erbringen könne (act. G 4).
B.c Am 31. Oktober 2012 liess die Beschwerdeführerin Replik erstatten. Es bestehe
kein Anlass, von der ärztlich festgelegten Arbeitsunfähigkeit abzuweichen. Im Weiteren
sei unverständlich, dass die IV-Stelle die Beschwerdeführerin als Simulantin darstelle
und ihre Arbeitsbemühungen zu ihrem Nachteil auslege. Dies, zumal es für sie in ihrem
Alter und mit ihren gesundheitlichen Problemen sehr schwierig sei, eine geeignete
Stelle zu finden, um ihre Restarbeitsfähigkeit zu verwerten. Die Beschwerdegegnerin
verkenne auch, dass die Beschwerdeführerin ihre Arbeit jeweils nur unter starken
Schmerzindikationen durchführen könne. Kürzlich habe sie sogar wegen einer
ausgeprägten Schmerzverstärkung notfallmässig hospitalisiert werden müssen. Für die
Beschwerdeführerin seien nach wie vor lediglich temporäre Arbeitseinsätze unter
Einsatz stärkster Schmerzmedikamente möglich. Es werde auf das beiliegende
ärztliche Attest von Dr. B._ vom 15. Oktober 2012 (act. G 6.1) verwiesen. Zudem
seien die Ausführungen der Beschwerdegegnerin realitätsfremd. Einerseits gehe sie
davon aus, dass sich die Beschwerdeführerin freiwillig mit einem
unterdurchschnittlichen Einkommen begnügt habe, andererseits solle sie als
selbständige Wirtin zusätzlich Personal anstellen, an welches sie Aufgaben delegieren
solle, die sie als Wirtin selbst ausführen müsste. Für die Bestimmung des
Valideneinkommens dürfe auch nicht auf die aktuellen Einkünfte der
Beschwerdeführerin abgestellt werden. Da sie aufgrund ihrer gesundheitlichen
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Einschränkungen nicht wie eine gesunde Person einsatzfähig sei, verdiene sie auch
weniger. Zudem sei sie im Gastgewerbe durch ihre gesundheitlichen Einschränkungen
in der Stellenauswahl stark eingeschränkt (act. G 5).
B.d Am 7. Dezember 2012 erstattete die Beschwerdegegnerin Duplik. Die Würdigung
des Gutachtens im Kontext mit den übrigen Akten ergebe ein schlüssiges Gesamtbild,
das sich aber nicht vollends mit der gutachterlichen Beurteilung decke. Auch beim
Vorliegen von zwischenzeitlichen akuten Krisen stellten diese keine invalidisierende
Krankheit dar. Aus dem der Replik beigelegten Attest von Dr. B._ gehe nun hervor,
dass die Beschwerdeführerin trotz einer akuten Verschlechterung unter geeigneter
Medikation auch dieses Jahr an der Messe habe arbeiten können. Bezüglich
Valideneinkommen sei überwiegend wahrscheinlich, dass sie sich im Gesundheitsfall
weiterhin als Wirtin mit einem weit unterdurchschnittlichen Einkommen begnügt hätte.
Eine versicherte Person sei im Gesundheitsfall nämlich nicht verpflichtet, das
Einkommen zu maximieren. Invalidenseitig sei dagegen unter dem Regime der
Schadenminderungspflicht auf die beste zumutbare Erwerbsmöglichkeit abzustellen.
Die effektiv an der Messe erzielten Löhne belegten schliesslich, dass die
Beschwerdeführerin ein rentenausschliessendes Einkommen erzielen könnte. Das
Invalideneinkommen sei höher anzusetzen (act. G 8).
B.e Am 6. August 2013 (act. G 10) kündigte die zuständige Verfahrensleiterin dem
Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin eine mögliche Schlechterstellung (reformatio in
peius) an und bot ihm Gelegenheit zum Beschwerderückzug. Davon machte die
Beschwerdeführerin keinen Gebrauch (Schreiben vom 4. September 2013, act. G 11).
B.f Mit Schreiben vom 16. September 2013 (act. G 12) liess sich die
Beschwerdegegnerin erneut vernehmen und machte insbesondere geltend, beim
Valideneinkommen sei nicht auf die Tabellenlöhne, sondern auf die Buchhaltung der
Beschwerdeführerin aus der Zeit ihrer Wirtetätigkeit abzustellen. Sie beantragte den
Beizug früherer Buchhaltungsabschlüsse.

Erwägungen:
1.
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1.1 Mit der in formelle Rechtskraft erwachsenen Verfügung vom 16. April 1998 hatte
die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin ab 1. November 1997 eine ganze
Rente bei einem Invaliditätsgrad von 90 % (IV-Grad 20-1 f., 15-10) zugesprochen. Sie
war dabei von einer Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin in der bisherigen
Tätigkeit als Wirtin von 90 % ausgegangen (IV-act. 21). Im Rahmen einer
Rentenrevision im Jahr 2006 wurde der Invaliditätsgrad neu auf 100 % festgelegt (IV-
act. 54-1 f.) – Mit der angefochtenen Verfügung vom 25. Juni 2012 hob die
Beschwerdegegnerin den Rentenanspruch der Beschwerdeführerin gestützt auf die
Anpassungsnorm des Art. 17 Abs. 1 ATSG für die Zukunft auf.
1.2 Die Beschwerdegegnerin erachtet gemäss Beschwerdeantwort die
Renteneinstellung eventualiter unter dem Titel der Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2
ATSG) als möglich. Sie begründet ihren Antrag auf Aufhebung der Verfügung vom
16. April 1998 und folglich Wiedererwägung ex tunc damit, dass eine Arbeitsunfähigkeit
von 90 % auf eine unrichtige Sachverhaltsfeststellung aufgrund einer durch die
Beschwerdeführerin begangenen Verletzung der Pflicht zur wahrheitsgemässen
Auskunftserteilung bzw. verzerrter Darstellung ihrer Situation gegenüber dem
damaligen behandelnden Arzt, Dr. med. F._, Innere Medizin/Rheumatologie FMH,
zurückzuführen sei (act. G 4/Ziff. 4). Dr. F._ hatte der Beschwerdeführerin in seinem
Bericht vom 19. Dezember 1997 eine ab dem 10. November 1996 geltende 100 %ige
Arbeitsunfähigkeit in ihrem bisherigen Tätigkeitsbereich als Wirtin attestiert und
festgehalten, sie leide an einer mehrjährig chronifizierten Rückenschmerzproblematik,
die auch mittels aufwändiger kombinierter Therapie bislang nicht wesentlich habe
verbessert werden können (IV-act. 5-3 ff.). Diese Einschätzung wurde folglich immerhin
von einem Facharzt der Rheumatologie abgegeben. Im Bericht "Abklärung der
Verhältnisse an Ort und Stelle" vom 18. Februar 1998 war ausgeführt worden, dass der
Leistungsanteil der Beschwerdeführerin im Restaurant, in dem sie von November 1990
bis Oktober 1997 ihrer selbständigen Tätigkeit als Wirtin nachgegangen sei, nach
eigener Schätzung seit November 1996 noch ungefähr 10 % betragen habe. Vor allem
ihr Ehemann, aber auch die Tochter hätten den Arbeitsausfall kompensiert (IV-act.
15-9). Vor dem Hintergrund, dass Rückenbeschwerden nach Lage der Akten
anamnestisch bereits im Oktober 1989 erwähnt wurden (IV-act. 5-3), die
Beschwerdeführerin sich sodann im Januar 1994 einer ersten Rückenoperation
unterziehen musste und im April 1998 eine weitere Operation folgte (IV-act. 120-2 f),
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erscheint der berücksichtigte Invaliditätsgrad von 90 %, auf welchem die Verfügung
vom 16. April 1998 basiert (IV-act. 20-1), auch in Berücksichtigung der damaligen
Rechtspraxis jedenfalls nicht zweifellos unrichtig. Etwas anderes ergibt sich auch nicht
aus den jüngeren Akten. Im Gutachten von Dr. E._ vom Januar 2012 wurde etwa
berichtet, dass sich der Gesundheitszustand der Versicherten spätestens seit der
letzten Revision der Invalidenrente im März 2006 (letzter operativer Eingriff im Februar
2004) verbessert und stabilisiert habe, weshalb allerspätestens ab Juli 2008, d.h. nach
der Wiederaufnahme einer Teilzeittätigkeit als Gastronomiemitarbeiterin, von einer
Arbeitsunfähigkeit im aktuell attestierten Rahmen (50 %ige Arbeitsfähigkeit in einer
leidensadaptierten Tätigkeit) auszugehen sei (IV-act. 120-21). Diese gutachterliche
Einschätzung teilte denn auch RAD-Arzt Dr. C._ in seiner Stellungnahme vom
31. Januar 2012 (IV-act. 121-2). Er hielt fest, die Beschwerdeführerin sei ab Berentung
bis 2006 von einer operativen Behandlung zur nächsten geführt worden, dann sei es zu
einer Verbesserung und Stabilisierung mit aktuell erstaunlich guter Funktionalität
gekommen. Weder Dr. E._ noch Dr. C._ äusserten also den Eindruck, die
Beschwerdeführerin könnte ihre Situation im Rahmen der erstmaligen Rentenprüfung
1997/98 bewusst verzerrt dargestellt und Dr. F._ dadurch in seiner Urteilsbildung
beeinflusst haben, wie in der Beschwerdeantwort erstmals gemutmasst wird. Auf die
Vorbringen der Beschwerdegegnerin betreffend Wiedererwägung ist daher nicht weiter
einzugehen.
2.
Nachfolgend ist zu prüfen, ob sich die Renteneinstellung auf eine
Sachverhaltsveränderung gemäss Art. 17 Abs. 1 ATSG stützen lässt, wovon die
Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung ausgegangen ist.
2.1 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft
entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Der
Veränderung des Invaliditätsgrades ist – mit Blick auf Art. 17 Abs. 2 ATSG – stets dann
mittels Rentenerhöhung, Rentenherabsetzung oder Rentenaufhebung Rechnung zu
tragen, wenn sich der der Leistung zu Grunde liegende Sachverhalt nachträglich
erheblich verändert hat. Bei der Anpassung einer Invalidenrente im Sinn von Art. 17
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Abs. 1 ATSG geht es mithin darum, eine ursprünglich tatsächlich und rechtlich korrekte
formell rechtskräftige Verfügung über eine Dauerleistung (Rente) an nach Eintritt der
formellen Rechtskraft eingetretene Veränderungen tatsächlicher Natur anzupassen, das
heisst eine nachträglich eingetretene tatsächliche Unrichtigkeit der formell
rechtskräftigen Verfügung zu beheben.
2.2 Zeitlicher Ausgangspunkt für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung
des Invaliditätsgrads ist bei der Prüfung eines Gesuchs um Erhöhung der Rente wie
auch bei der Prüfung einer Rentenanpassung von Amtes wegen die letzte
rechtskräftige Verfügung, die auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit
rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines
Einkommensvergleichs beruht (vgl. BGE 133 V 108).
3.
3.1 In medizinischer Hinsicht stützte sich die Beschwerdegegnerin in der
angefochtenen Verfügung vom 25. Juni 2012 auf das internistisch-rheumatologische
Gutachten von Dr. E._ vom 4. Januar 2012, das der Beschwerdeführerin in
adaptierter Tätigkeit eine 50 %ige Arbeitsfähigkeit attestierte (IV-act. 120-1 ff.).
3.2 Nach der internistisch-rheumatologischen Untersuchung der Beschwerdeführerin
am 14. September 2011 nannte der Gutachter als Hauptdiagnosen (mit Einschränkung
der zumutbaren Arbeitsfähigkeit) ein chronifiziertes lumbal betontes panvertebrales
Schmerzsyndrom (IV-act. 120-17). Der Gutachter führte aus, die Beschwerdeführerin
sei in der beruflichen Tätigkeit als selbständige Wirtin auch weiterhin voll
arbeitsunfähig. In körperlich leichten, wechselbelastenden Tätigkeiten ohne repetitives
Heben von Lasten über 5 kg schätze er die Arbeitsunfähigkeit auf höchstens 50 %
aufgrund der verminderten Belastbarkeit der Wirbelsäule bei im Vordergrund stehender
muskulärer Dekonditionierung nach mehreren operativen Eingriffen. Der
Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin dürfte sich spätestens seit der letzten
Revision der Invalidenrente vom März 2006 verbessert und stabilisiert haben, weshalb
allerspätestens ab Juli 2008 (Wiederaufnahme einer Teilzeittätigkeit als
Gastonomiemitarbeiterin) von einer Arbeitsunfähigkeit im aktuell attestierten Rahmen
auszugehen sei (IV-act. 120-21).
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3.3 Die Beschwerdegegnerin sieht gemäss Ausführungen in der Beschwerdeantwort
den Beweiswert des Gutachtens aufgrund der Tatsache erschüttert, dass die
Beschwerdeführerin bei der Messe 2009 und 2010 an elf aufeinanderfolgenden Tagen
durchschnittlich gut sieben Stunden gearbeitet habe. Die Arbeit für das Hotel G._
sowie die übrigen dokumentierten Einsätze seien intensiver Natur an weit voraus
fixierten Terminen gewesen, so dass ein kurzfristiger Ersatz nicht hätte organisiert
werden können. Dabei habe es sich zudem stets um stressige Einsätze gehandelt; die
Arbeitsbelastung hätte damit deutlich über jener im normalen Wirtealltag gelegen. Dr.
E._ habe ausgeführt, dass kurz- bis mittelfristig (Tage bis Wochen) durchaus eine
100 %-ige Leistung erbracht werden könne. Wie dennoch eine 50 %-ige
Einschränkung zu begründen sei, bleibe schleierhaft (act. G 4/Ziff. 5). Dieser Ansicht
der Beschwerdegegnerin kann nicht gefolgert werden. Auch wenn die
Beschwerdeführerin anlässlich der Messe 2009 und 2010 und für das Hotel G._
sowie bei weiteren Einsätzen wie etwa im Restaurant H._ stunden- und
temporärweise gearbeitet hat (IV-act. 110-1 ff., 120-9), kann daraus nicht abgeleitet
werden, sie könne in einem Vollzeitpensum tätig sein. Dr. B._ hat in seinem Bericht
vom 15. Oktober 2012 (act. G 6.1) zudem darauf hingewiesen, dass die
Beschwerdeführerin immer wieder Infiltrationen im Bereich der Schmerzpunkte sowie
Schmerztherapien benötige und ihre Arbeit an der Messe nur unter starken
Schmerzmedikamenten ausführen könne. Bei den Messe-Einsätzen handelt es sich wie
bei den übrigen Einsätzen denn auch nur um kurze Zeitspannen. Jedenfalls kann aus
der Tatsache, dass die Beschwerdeführerin ab Juli 2008 derartige Einsätze geleistet
hat, nicht der Schluss gezogen werden, dass eine 100 %ige Arbeitsfähigkeit möglich
ist. Dies, zumal der Gutachter von einer höchstens kurz- bis mittelfristigen vollzeitlichen
Leistung (Tage bis Wochen) in körperlich adaptierten Tätigkeit ausgeht (IV-act. 120-20).
3.4 Entgegen der Darlegung in der Beschwerdeantwort besteht mithin keine Veran
lassung, von der im Gutachten vorgenommenen Beurteilung abzuweichen. Das
Gutachten wurde aufgrund der Akten, insbesondere auch unter Berücksichtigung des
Arztberichts von Dr. F._ vom 19. Dezember 1997, des Berichts IV-Stelle St. Gallen
betreffend Abklärung der Verhältnisse an Ort und Stelle vom 18. Februar 1998, des
Verlaufsberichts von Dr. B._ vom 7. Dezember 2010 und den medizinischen RAD-
Stellungnahmen zu den Observationen vom November 2010 und März 2011 sowie
eigener Untersuchungen (neben klinischer Untersuchung auch Röntgen, PACT-Test)
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erstellt. Es ist umfassend, berücksichtigt die geltend gemachten Beschwerden und
begründet in nachvollziehbarer Weise die Schlussfolgerung des Experten; auch wird
die Art der zumutbaren Arbeiten dargelegt. Damit vermag es den höchstrichterlich
geltenden Anforderungen an ein Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen) zu
genügen (vgl. auch die Beurteilung des RAD in IV-act. 121-1). Mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit ist die Beschwerdeführerin folglich in einer leidensadaptierten
Tätigkeit zu 50 % arbeitsfähig.
4.
4.1 Der Grad der für den Rentenanspruch massgebenden Invalidität ist durch einen
Einkommensvergleich zu ermitteln, bei dem das Einkommen, das die versicherte
Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der notwendigen und
zumutbaren Eingliederungsmassnahmen bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen
könnte, in Beziehung gesetzt wird zum Einkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie
nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).
4.2 Die Beschwerdeführerin ging in der Zeit von 1990 bis 1997 einer selbständigen
Erwerbstätigkeit als Wirtin nach (IV-act. 15-2 f.). Die Beschwerdegegnerin ermittelte in
der angefochtenen Verfügung das Valideneinkommen anhand der
Buchhaltungsunterlagen des Restaurants I._ im Jahr 1995 (Reingewinn bzw. reines
Bruttoeinkommen von Fr. 22'264.--; IV-act. 8-1, 15-5, 138-5). Da jedoch nicht eruiert
werden kann, in welchem Ausmass konjunkturelle, betriebswirtschaftliche,
buchhalterische oder gesundheitliche Gründe das Betriebsergebnis beeinflusst haben
und auch z.B. die Konkurrenzsituation einen zahlenmässig nicht definierbaren Einfluss
auf das Betriebsergebnis haben kann, kann das Valideneinkommen nicht anhand eines
für das Jahr 1995 in der Erfolgsrechnung der Buchhaltung ausgewiesenen Betrags
ermittelt werden. Dieser Wert ist jedenfalls nicht repräsentativ und erlaubt keine
Rückschüsse auf das erwerbliche Leistungsvermögen der Beschwerdeführerin. Die
Rückenproblematik der Beschwerdeführerin hat zudem spätestens 1992 begonnen,
Erwähnung finden Rückenbeschwerden bereits noch früher (vgl. IV-act. 5-3 Ziff. 1.2,
120-18). Damit scheiden auch die übrigen in der näheren Vergangenheit erzielten
Einkommen aus, denn auch sie vermögen die erwerbliche Leistungsfähigkeit der
Beschwerdeführerin ohne die Gesundheitsbeeinträchtigung nicht mit der nötigen
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Wahrscheinlichkeit abzubilden. Entgegen dem Vorbringen der Beschwerdegegnerin im
Schreiben vom 16. September 2013 (act. G 12) ist auch nicht davon auszugehen, dass
"Erfahrungswerte" der Einkommen von selbständigen Wirtinnen in der Höhe von
Fr. 20'000.- bis Fr. 25'000.- bestehen; die Beschwerdegegnerin benennt denn auch
keine entsprechende Statistik oder sonstige Grundlage für derartige Werte. – Die
Beschwerdeführerin hat keine Berufslehre absolviert (IV-act. 15-2, 120-2). Die
Erlangung des Wirtepatents kann nicht als eigentliche Berufsausbildung gewertet
werden, weil die dazu erforderlichen Kenntnisse und Fertigkeiten nicht denjenigen einer
Berufslehre entsprechen. Demzufolge muss die Beschwerdeführerin als Hilfskraft in der
Gastronomie qualifiziert werden. Der Zentralwert der Bruttolöhne der weiblichen
Hilfskräfte in der Gastronomie betrug gemäss der Lohnstrukturerhebung des
Bundesamtes für Statistik im Jahr 2010 Fr. 3'825.--, umgerechnet von 40
Wochenarbeitsstunden auf den schweizerischen Durchschnitt von 41,6
Wochenarbeitsstunden Fr. 3'978.-- bzw. Fr. 47'736--.
4.3
4.3.1 Nach Eintritt der gesundheitlichen Beeinträchtigung stehen der
Beschwerdeführerin gemäss dem Begutachtungsergebnis noch verschiedene
Hilfstätigkeiten offen. Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in der die versicherte Person konkret
steht. Hat sie nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an
sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen, so können nach der
Rechtsprechung statistische Werte (Tabellenlöhne) beigezogen werden (BGE 129
V 472 E. 4.2.1, Bundesgerichtsentscheid i/S C. vom 19. Juni 2008, 9C_81/2008). Im
Jahr 2010 machte der statistische Durchschnittslohn für einfache und repetitive
Tätigkeiten von Frauen Fr. 52'790.-- aus (vgl. Anhang 2 der vom Bundesamt für
Sozialversicherungen herausgegebenen Textausgabe, Ausgabe 2010, S. 210,
basierend auf der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung LSE des Bundesamtes für
Statistik).
4.3.2 Bestehen im Einzelfall Anhaltspunkte dafür, dass die versicherte Person ihre
gesundheitlich bedingte (Rest-) Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur
mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten kann, ist ein Abzug von den
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Tabellenlöhnen vorzunehmen. Mit dem Abzug wird in der Praxis dem Umstand
Rechnung getragen, dass versicherte Personen, die in ihrer letzten Tätigkeit körperliche
Schwerarbeit verrichteten, nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere
Arbeiten nur beschränkt einsatzfähig sind, dass sie – unabhängig von der früher aus
geübten Tätigkeit – als gesundheitlich Beeinträchtigte im Rahmen leichter
Hilfsarbeitertätigkeiten nicht mehr voll leistungsfähig sind oder dass weitere
persönliche und berufliche Merkmale wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit,
Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die
Höhe des Lohnes haben können. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzugs ist der
Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter
Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf
höchstens 25 % des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen: BGE 134 V 322
E. 5.2 und BGE 126 V 75). – Die Beschwerdeführerin war im Verfügungszeitpunkt
knapp x-jährig. Ältere erwerbslose Personen sind auf dem Arbeitsmarkt
bekanntermassen benachteiligt (Bundesamt für Statistik, BFS Aktuell, Erwerbstätigkeit
der Personen ab 50 Jahren, 2008, S. 12), was bei Zusammenfallen mit
gesundheitlichen Beschwerden umso mehr gilt. Das Alter der Beschwerdeführerin kann
daher bei der Ermittlung des Tabellenlohnabzugs nicht gänzlich ausser Acht gelassen
werden. Auch angesichts der Einschränkungen der Beschwerdeführerin, die erhöhte
Anforderungen an einen adaptierten Arbeitsplatz stellen (sie kann nur noch für
körperlich leichte Tätigkeiten eingesetzt werden) und erhöhte Rücksichtnahme des
Arbeitgebers verlangen, ist damit zu rechnen, dass die Beschwerdeführerin ihre
Restarbeitsfähigkeit auf dem Arbeitsmarkt nur zu einem unterdurchschnittlichen
Einkommen verwerten kann. In Würdigung aller konkreten Umstände erscheint ein
Tabellenlohnabzug von 10 % angemessen. Das Durchschnittseinkommen ist somit auf
Fr. 47'511.-- herabzusetzen. Bei einer Arbeitsfähigkeit von 50 % ergibt sich per 2010
ein zumutbares Invalideneinkommen von Fr. 23'756.--.
4.3.3 Aus der Gegenüberstellung von Valideneinkommen von Fr. 47'736.-- und
Invalideneinkommen von Fr. 23'756.-- ergibt sich ein Invaliditätsgrad von 50.2 %. Nach
Art. 28 Abs. 2 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie
mindestens zu 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 %, auf eine
halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 % oder auf eine Viertelsrente, wenn sie
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mindestens zu 40 % invalid ist. Somit besteht Anspruch auf eine halbe Rente der
Invalidenversicherung.
5.
5.1 Eine Herabsetzung oder Aufhebung der Renten erfolgt nach Art. 88 Abs. 2 lit. b
IVV rückwirkend vom Eintritt der für den Anspruch erheblichen Änderung an, wenn die
unrichtige Ausrichtung einer Leistung darauf zurückzuführen ist, dass der Bezüger der
ihm gemäss Art. 77 IVV zumutbaren Meldepflicht nicht nachgekommen ist.
5.2 Gemäss Einschätzung von Dr. E._ im Gutachten vom 4. Januar 2012 beträgt die
Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin für körperlich leichte, wechselbelastende
Tätigkeiten ohne repetitives Heben von Lasten über 5 kg höchstens 50 %. Der
Gesundheitszustand habe sich spätestens seit der letzten Revision der Invalidenrente
im März 2006 (letzter operativer Eingriff im Februar 2004) verbessert und stabilisiert,
weshalb allerspätestens ab Juli 2008 (Wiederaufnahme einer Teilzeittätigkeit als
Gastronomiemitarbeiterin beim Hotel G._ und ab diesem Zeitpunkt getätigte
Wanderungen im Alpsteingebiet) von einer Arbeitsunfähigkeit im aktuell attestierten
Rahmen auszugehen sei (IV-act. 120-21). Dr. C._ hat in seiner Stellungnahme zum
Gutachten am 31. Januar 2012 ausgeführt, der Gutachter stelle eine Verbesserung
bzw. Stabilisierung des Gesundheitszustands mit Wirkung auf die Arbeitsfähigkeit seit
der letzten Revision im März 2006 fest, da später keine intensive Behandlung mehr
stattgefunden habe und die Beschwerdeführerin regelmässig Aushilfsarbeiten auf Abruf
übernehme. Es sei zu einer Verbesserung und Stabilisierung mit heute erstaunlich guter
Funktionalität gekommen (IV-act. 121-2).
5.3 In der Verfügung vom 16. April 1998 (IV-act. 21) sowie in den Mitteilungen vom
3. Juni 1999 (IV-act. 28-1 f.), 4. Dezember 2002 (IV-act. 41-1 f.) und 2. März 2006 (IV-
act. 54-1 f. ) war die Beschwerdeführerin ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht
worden, dass unter anderem bei Änderung in den Einkommens- und
Vermögensverhältnissen, z.B. bei Aufnahme einer Erwerbstätigkeit, eine Meldepflicht
bestehe. Der Mitteilung vom 2. März 2006 hatte sie zudem explizit entnehmen können,
dass eine Meldepflicht u.a. bei Veränderung des Gesundheitszustands bestehe und die
Beschwerdeführerin bei Verletzung der Meldepflicht rückerstattungspflichtig werden
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könne (IV-act. 54-1). Bei diesen Gegebenheiten musste der Beschwerdeführerin
bewusst gewesen sein, dass sie der Beschwerdegegnerin ihren verbesserten
Gesundheitszustand und ihre ab Juli 2008 aufgenommenen Arbeitseinsätze
unaufgefordert hätte melden müssen. Dies hat die Beschwerdeführerin jedoch
unterlassen bzw. erst im Rahmen des im Oktober 2010 eingeleiteten
Revisionsverfahrens getan. Wäre die Meldung früher erfolgt, hätte die
Beschwerdegegnerin früher ein Revisionsverfahren eingeleitet. Daher ist eine
Meldepflichtverletzung zu bejahen. Nicht relevant ist folglich, dass die erzielten
Einkommen sich in etwa im Rahmen des im Mai 2002 gemeldeten Arbeitsversuchs (IV-
act. 33) bewegen.
5.4 Spätestens ab Juli 2008 hatte sich die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin
verbessert. Mit Blick auf Art. 88a Abs. 1 IVV besteht folglich ab 1. Oktober 2008
lediglich noch Anspruch auf eine halbe IV-Rente. Die Ausrichtung der ganzen Rente bis
Ende Juli 2012 war demnach nicht rechtmässig.
6.
6.1 Die Beschwerde ist in dem Sinn gutzuheissen, als die angefochtene Verfügung
vom 25. Juni 2012 aufzuheben und der Beschwerdeführerin mit Wirkung ab 1. Oktober
2008 bis auf Weiteres eine halbe Rente zuzusprechen ist.
6.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis
Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--
erscheint als angemessen. Dem Verfahrensausgang entsprechend ist von einem
teilweisen Obsiegen der Beschwerdeführerin auszugehen. Dieses wird ermessensweise
auf ein Ausmass von zwei Dritteln festgesetzt. Die Beschwerdegegnerin hat folglich
einen Anteil an den Gerichtsgebühren von Fr. 400.--, die Beschwerdeführerin von
Fr. 200.-- zu bezahlen. Der Beschwerdeführerin wird der Kostenvorschuss im Anteil
von Fr. 400.-- zurückerstattet.
6.3 Dem Ausmass des Obsiegens entsprechend hat die Beschwerdeführerin Anspruch
auf Ersatz der Parteikosten, die vom Gericht ohne Rücksicht auf den Streitwert nach
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der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen
werden (Art. 61 lit. g ATSG; vgl. auch Art. 98 ff. VRP). Bei vollem Obsiegen wäre der
Bedeutung der Streitsache und dem Aufwand eine Parteientschädigung von Fr.
3'600.-- angemessen. Folglich ist die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, der
Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung von Fr. 2'400.-- (einschliesslich
Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.