Decision ID: c943ddc0-a4aa-4153-a660-073de0fed28b
Year: 2017
Language: de
Court: BL_SG
Chamber: BL_SG_001
Canton: BL
Region: Northwestern_Switzerland
Law Area: public_law

Sachverhalt:
1. Mit Veranlagungsverfügung der Staatssteuer 2015 vom 23. März 2017 wurde die Aus-
schüttung der B._ AG an die Beschwerdeführerin von Fr. 299‘400.-- (= 499 Aktien à
Fr. 600.--) nachgetragen, die Rückerstattung der Verrechnungssteuer von Fr. 104'790.--
(= Fr. 299‘400.-- x 35%) aber verweigert.
2. Mit Eingabe vom 12. April 2017 erhob die damalige Vertreterin der Beschwerdeführer
mit dem Begehren, die Verrechnungssteuer sei zurückzuerstatten, Einsprache. Zur Begründung
machte sie geltend, bei der Erstellung der Steuererklärung sei die Ausschüttung unabsichtlich
vergessen gegangen. Dies ergebe sich auch daraus, dass die Dividendenzahlung von insge-
samt Fr. 300'000.-- (= 500 Aktien à Fr. 600.--) seitens der Gesellschaft gesetzeskonform mit
dem Formular 103 an die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) gemeldet worden sei.
3. Mit Einspracheentscheid vom 18. Mai 2017 wies die Beschwerdegegnerin die Einspra-
che ab. Zur Begründung führte sie aus, die Ausschüttung sei im Wertschriftenverzeichnis nicht
deklariert worden, so dass die Rückerstattung verwirkt sei.
4. Mit Eingabe vom 16. Juni 2017 erhob die Vertreterin mit den Begehren, 1. Die Verrech-
nungssteuer sei zurückzuerstatten, 2. Unter o/e-Kostenfolge, Beschwerde. Zur Begründung
machte sie geltend, indem der Steuererklärung die von der Steuerverwaltung am 2. November
2015 ausgestellte Bewertung von Wertpapieren ohne Kurswert für die Vermögenssteuer per
31. Dezember 2014 der B._ AG (Bewertung) beigelegt worden sei, sei die Ausschüttung
deklariert worden. In der Bewertung sei unter dem Titel Substanzwert die Gesamtausschüttung
von Fr. 300‘000.-- ausgewiesen worden. Die im Rahmen des Kreisschreibens Nr. 40, Verwir-
kung des Anspruchs von natürlichen Personen auf Rückerstattung der Verrechnungssteuer
gemäss Art. 23 des Bundesgesetzes über die Verrechnungssteuer (Verrechnungssteuergesetz,
VStG) vom 13. Oktober 1965 der ESTV vom 11. März 2014 (KS Nr. 40) vorgenommene Praxis-
verschärfung werde von der Lehre und Praxis kritisiert. Die Deklarationsklausel diene der Si-
cherstellung der Einkommens- und Vermögenssteuern und bilde ein wesentliches Verbin-
dungselement zwischen der Verrechnungssteuer und den direkten Steuern. Die Deklarations-
pflicht sei so lange als erfüllt zu betrachten, als dass die Rechtskraft auf den zu schützenden
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Einkommens- und Vermögenssteuern noch nicht eingetreten sei. Eine enge Auslegung wider-
spreche dem Wortlaut von Art. 23 VStG, wonach die „Einkünfte“ und die „Vermögen“ alternativ
und nicht kumulativ der Deklarationspflicht unterstellt worden seien. In einem jüngst ergange-
nen Bundesgerichtsurteil hätten die Steuerpflichtigen der Steuererklärung den Auszug über ihr
bei der Gesellschaft bestehendes Kontokorrent beigelegt, aus dem die Dividende ersichtlich
gewesen sei. Daraus sei gefolgert worden, dass sie ihrer Verpflichtung zur spontanen Deklara-
tion des mit der Verrechnungssteuer belasteten Ertrags nachgekommen seien. Vorliegend sei
der Steuererklärung die Bewertung beigelegt worden, welcher die Ausschüttung entnommen
werden könne. Auch die politischen Bestrebungen zeigten, dass die derzeitige Praxis unbefrie-
digend sei.
5. Mit Vernehmlassung vom 3. August 2017 beantragte die Beschwerdegegnerin die Ab-
weisung der Beschwerde. Zur Begründung führte sie aus, das Bundesgericht habe die Rah-
menbedingungen zur Umsetzung von Art. 23 VStG festgelegt und die ESTV habe die Anwen-
dung im KS Nr. 40 präzisiert, woran die Kantone gebunden seien. Die Gründe, weshalb die De-
klaration versäumt worden sei, seien gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung irrelevant.
Entgegen den Beschwerdeführern lasse sich der neue Bundesgerichtsentscheid nicht unbese-
hen auf den vorliegenden Fall übertragen, da dort die konkrete Ausschüttung anders als im vor-
liegenden Fall augenfällig ersichtlich gewesen sei. Hier sei erst über die Abfrage in der Wert-
schriftenverzeichnis-Kontrolle (WVK) klar geworden, dass für das Jahr 2015 nicht nur ein aktu-
eller Vermögenswert vorhanden gewesen, sondern auch die fragliche Ausschüttung erfolgt sei.
Das Bundesgericht habe nämlich festgehalten, dass es nicht Aufgabe der Steuerverwaltung sei,
im Steuerdossier herumzuwühlen oder weitergehende Abklärungen vorzunehmen.
6. Mit Vernehmlassung vom 15. September 2017 beantragte auch die ESTV die Abwei-
sung der Beschwerde. Zur Begründung machte sie geltend, da die Bewertung die Vermögens-
steuer betroffen habe, könne nicht erwartet werden, dass die Steuerverwaltung das fünfseitige
Papier nach der „Deklaration“ einer Dividende durchsuche. Die darin auf Seite 3 enthaltene In-
formation entspringe der Bewertung angesichts der Vielzahl an darin enthaltenen, in kleiner
Schrift dargestellten Informationen nicht offensichtlich. Zudem entspreche der in der Bewertung
ausgewiesene Betrag von Fr. 300‘000.-- nicht der Ausschüttung von Fr. 299'400.--, womit die
Steuerverwaltung zuerst die Beteiligungsverhältnisse feststellen und anschliessend die anteilige
Dividende für die Beschwerdeführer hätten ausrechnen müssen. Für das vorliegende Verfahren
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seien einzig die aktuell in Kraft stehenden verrechnungssteuerrechtlichen Gesetzesbestimmun-
gen sowie die dazugehörige bundesgerichtliche Praxis massgebend.
7. Anlässlich der heutigen Verhandlung halten die Parteien an ihren Begehren fest. Die
Vertreterin der Beschwerdeführer hält ergänzend fest, aus der Bewertung habe sich die Stück-
zahl der Aktien der B._ AG ergeben, welche zusammen mit den in der Steuererklärung ent-
haltenen Angaben genügt hätten, um die Dividende, ohne weitere Nachforschungen, nachzu-
tragen. Auch in einem Massenverfahren seien sämtliche eingereichten Unterlagen anzusehen
und zu berücksichtigen. Die Frage, ob das rote Häkchen in der der Steuererklärung beigelegten
Bewertung unter dem Titel Substanzwert hinter der Position „Gesamtausschüttung fällig nach
Bewertungsstichtag (aus Abschluss: 31.12.2014) Fr. 300‘000.--„ von der veranlagenden Person
angebracht worden sei, wurde vom Vertreter der Steuerverwaltung bejaht.

Das Steuergericht zieht in Erwägung:
1. Das Steuergericht ist gemäss Art. 54 Abs. 1 VStG i.V.m. § 9 Abs. 1 des Dekrets zum
Bundesgesetzes über die Verrechnungssteuer vom 10. Februar 2011 (Dekret) zur Anhandnah-
me der vorliegenden Streitsache zuständig, wobei gemäss § 129 Abs. 3 des Gesetzes über die
Staats- und Gemeindesteuern (Steuergesetz) vom 7. Februar 1974 (StG) Beschwerden, deren
umstrittener Steuerbetrag wie im vorliegenden Fall Fr. 8’000.-- übersteigt, vom Präsidenten und
vier Richterinnen und Richtern des Steuergerichts beurteilt werden. Da die in formeller Hinsicht
an eine Beschwerde zu stellenden Anforderungen erfüllt sind, ist ohne weiteres darauf einzutre-
ten.
2. Vorliegend unterliegt der Beurteilung, ob die Rückerstattung der Verrechnungssteuer
des Jahres 2015 auf dem Dividendenertrag auf den 499 Namenaktien der B._ AG von
Fr. 600.-- je Aktie, total somit Fr. 299‘400.-- in Höhe von Fr. 104'790.-- zu Recht verweigert wur-
de. Mit anderen Worten ist zu prüfen, ob der Anspruch auf Rückerstattung der Verrechnungs-
steuer verwirkt ist.
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3. Der Bund erhebt gestützt auf Art. 132 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizeri-
schen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV) eine Verrechnungssteuer unter anderem auf
dem Ertrag von beweglichem Kapitalvermögen (Art. 1 Abs. 1 VStG). Die Verrechnungssteuer
wird an der Quelle erhoben. Steuerpflichtig ist der Schuldner der steuerbaren Leistung (Art. 10
Abs. 1 VStG). Er hat die Leistung bei der Auszahlung, Überweisung, Gutschrift oder Verrech-
nung ohne Rücksicht auf die Person des Gläubigers um den Steuerbetrag zu kürzen (Art. 14
Abs. 1 VStG). Der Empfänger der um die Steuer gekürzten Leistung kann aber nach Massgabe
des Gesetzes die Rückerstattung der Verrechnungssteuer verlangen. Voraussetzung ist, dass
die mit der Verrechnungssteuer belasteten Einkünfte ordentlich deklariert werden (Art. 1 Abs. 2
und Art. 22 f. VStG). Darin kommt der Sicherungscharakter der Verrechnungssteuer zum Aus-
druck. Im inländischen Verhältnis bezweckt die Verrechnungssteuer in erster Linie, die Deklara-
tion der Erträge beweglichen Kapitalvermögens zu sichern. Dem Steuerehrlichen wird sie zu-
rückerstattet (Entscheid des Bundesgerichts [BGE] 136 II 525 E. 3.3.1; BGE 125 II 348 E. 4; je
m.w.H.) (zum Ganzen: Entscheid des Bundesgerichts [BGer] 2C_1083/2014 vom 20. November
2015 E. 2.1). Gemäss § 4 Abs. 1 Dekret wird die Verrechnungssteuer in Form der Verrechnung
mit den nächst fälligen Einkommens- und Vermögenssteuern des Staates zurückerstattet.
4. a) Nach der bisherigen Rechtsprechung zu Art. 23 VStG verwirkt der Rückerstat-
tungsanspruch, wenn der Steuerpflichtige mit der Verrechnungssteuer belastete Einkünfte nicht
in der nächsten Steuererklärung nach Fälligkeit der Leistung deklariert oder die Selbstdeklarati-
on nicht wenigstens so frühzeitig mit korrekten Angaben ergänzt, dass die Einkünfte noch vor
der Rechtskraft der Veranlagung berücksichtigt werden können (BGE 113 Ib 128 E. 2b; BGer
2C_85/2015 vom 16. September 2015 E. 2.2; BGer 2C_172/2015 vom 27. August 2015 E. 4.1;
BGer 2C_949/2014 vom 24. April 2015 E. 3.1; je m.w.H.). Massgebend ist das Einhalten der
Deklarationspflicht, die mit dem von der Steuerbehörde versandten Steuererklärungsformular
eingeleitet wird. Das fristgerechte Einreichen der Steuererklärung bildet die Messlatte der form-
korrekten Deklaration, wobei Ergänzungen oder Korrekturen bis zur Veranlagung noch möglich
sind (Zwahlen in: Zweifel/Beusch/Bauer-Balmelli [Hrsg.], Kommentar zum VStG, 2. A. 2012, N 3
zu Art. 23 VStG). Praxisgemäss kann der Steuerpflichtige seinen Anspruch auf Rückerstattung
der Verrechnungssteuer somit durch Einreichen der Steuererklärung auch noch nachträglich bis
zum Eintritt der Rechtskraft der ordentlichen Veranlagung wahren (BGer 2C_85/2015 vom
16. September 2015 E. 2.4; BGer 2C_80/2012 vom 16. Januar 2013 E. 2.2; BGer 2C_95/2011
vom 11. Oktober 2011 E. 2.1 und insb. 4.1; je m.w.H.). Der Steuerpflichtige muss die Einkünfte,
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die der Verrechnungssteuer unterliegen, selbst deklarieren. Es kommt nicht darauf an, ob die
Steuerbehörde die Unvollständigkeit der Deklaration hätte erkennen und an die erforderlichen
Informationen durch entsprechende Nachfrage oder Vergleich mit Steuerakten dritter Personen
hätte gelangen können. Die Steuerbehörden können grundsätzlich davon ausgehen, dass der
Steuerpflichtige das Formular für die Steuererklärung wahrheitsgemäss und vollständig ausfüllt,
entsprechend den Anforderungen von Art. 124 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember
1990 über die direkte Bundessteuer (DBG) und Art. 42 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom
14. Dezember 1990 über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden
(StHG). Erst offenkundige Mängel können weitere Untersuchungen der Steuerbehörden erfor-
derlich machen (BGer 2C_85/2015 vom 16. September 2015 E. 2.3; BGer 2C_172/2015 vom
27. August 2015 E. 4.1; BGer 2C_949/2014 vom 24. April 2015 E. 3.2; BGer 2C_95/2011 vom
11. Oktober 2011 E. 2.1; je m.w.H.) (zum Ganzen: BGer 2C_1083/2014 vom 20. Novem-
ber 2015 E. 2.2.1).
b) In BGer 2C_95/2011 vom 11. Oktober 2011 war das Bundesgericht in E. 4.1 zum
Schluss gekommen, dass die Kreisschreiben der ESTV Nr. 8 vom 8. Dezember 1978 und
Nr. 14 vom 29. Dezember 1988 (betreffend Verwirkung des Anspruchs auf Rückerstattung der
Verrechnungssteuer), soweit sie in gewissen Situationen die Rückerstattung vorsehen, obwohl
der Steuerpflichtige seiner Deklarationspflicht nicht im dargelegten Sinne nachgekommen war,
nicht mit Art. 23 VStG konform sind. Die ESTV hat in der Folge das KS Nr. 40 erlassen und die
früheren Kreisschreiben aufgehoben. Als ordnungsgemäss deklariert gelten danach die mit der
Verrechnungssteuer belasteten Einkünfte sowie das Vermögen, woraus solche Einkünfte flies-
sen, wenn die steuerpflichtige Person sie in der ersten Steuererklärung, welche nach Fälligkeit
der steuerbaren Leistung einzureichen ist, deklariert. Ausserdem gelten jene Einkünfte, welche
spontan nach Einreichung der Steuererklärung, aber spätestens bis zum Eintritt der Rechtskraft
der ordentlichen Veranlagung deklariert werden, ebenfalls noch als ordnungsgemäss deklariert
(Ziff. 3.1 des KS Nr. 40). Umgekehrt gilt als nicht mehr ordnungsgemäss deklariert u.a. die De-
klaration nach Eintritt der Rechtskraft der ordentlichen Veranlagung. Im Übrigen entbindet die
Tatsache, dass die Steuerbehörden von sich aus eine unvollständige Deklaration hätten fest-
stellen können und sich den Zugang zu den fehlenden Informationen mittels Vergleich mit
Steuerunterlagen von Drittpersonen oder durch Rückfragen bei der steuerpflichtigen Person,
bei anderen Steuerbehörden oder Dritten hätten beschaffen können, die steuerpflichtige Person
nicht davon, ihrer Deklarationspflicht bezüglich der mit der Verrechnungssteuer belasteten Ein-
künfte im Sinne von Ziff. 3.1 des KS nachzukommen (Ziff. 3.2 des KS Nr. 40) (zum Ganzen:
BGer 2C_1083/2014 vom 20. November 2015 E. 2.2.2).
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c) Auf den ersten Blick scheint der Wortlaut von Art. 23 VStG („oder“) nahezulegen,
der Leistungsempfänger habe seiner Deklarationspflicht mit Bezug auf Dividenden auch dann
Genüge getan, wenn er lediglich die entsprechenden Aktien angibt. Betrachtet man die Frage
im Licht des Zwecks der Verrechnungssteuer, namentlich unter dem Teilaspekt Sicherungs-
zweck, so kommt man nicht umhin, eine eher restriktive Sicht einzunehmen, zumal die Ver-
rechnungssteuer nicht nur die Einkommens- sondern auch die Vermögenssteuer sichern soll.
Es besteht daher kein Wahlrecht. Nur die Angabe des Vermögens, aus dem mit der Verrech-
nungssteuer belastete Einkünfte fliessen, genügt grundsätzlich nicht (Fischer/Ramp, Kreis-
schreiben der ESTV - Verwirkung der Verrechnungssteuer, publ. in: Der Schweizer Treuhänder
[ST] 6-7/14, S. 503 ff., Ziff. 8, m.w.H.).
d) Die Frage, ob ein dem Steuerpflichtigen vorwerfbares Verhalten erforderlich ist,
um den Rückforderungsanspruch untergehen zu lassen, hat das Bundesgericht bisher nicht
definitiv entschieden (BGer 2C_172/2015 vom 27. August 2015 E. 4.2; BGer 2C_95/2011 vom
11. Oktober 2011 E. 2.1, m.w.H.). In verschiedenen Fällen hat es aber bereits festgehalten,
dass diesfalls - wenn also ein Verschulden erforderlich sein sollte -, eine einfache Fahrlässigkeit
genügen würde (BGer 2C_172/2015 vom 27. August 2015 E. 4.2; BGer 2C_95/2011 vom
11. Oktober 2011 E. 2.1; bereits BGer 2A.299/2004 vom 13. Dezember 2004 E. 4.2; kritisch zur
Bedeutungszumessung von Verschulden überhaupt Zwahlen, a.a.O., N 5 zu Art. 23 VStG) (zum
Ganzen: BGer 2C_85/2015 vom 16. September 2015 E. 2.5). Die Frage nach dem Verschulden
dürfte nur in ganz wenigen Fällen überhaupt von praktischer Bedeutung sein, weil sich die
Steuerpflichtigen sowohl das Verhalten von Vertretern wie auch die eigene Unvorsichtigkeit
vorhalten lassen müssen (Zwahlen, a.a.O., N 5 zu Art. 23 VStG, m.w.H.). Ein Teil der Lehre
spricht sich dafür aus, dass die Verwirkungsfolge von Art. 23 VStG ein Verschulden vorausset-
ze (beispielsweise Fischer/Ramp, a.a.O., insb. Ziff. 6.2). Gerade im Computerzeitalter dränge
sich die Berücksichtigung der Verschuldensfrage auf. Halte beispielsweise eine 80jährige Witwe
seit 10 Jahren unverändert die gleiche Anzahl Nestlé-Aktien und vergesse im 11. Jahr, den Di-
videndenertrag zu deklarieren, führe aber, wie jedes Jahr, die Nestlé-Aktien im Wertschriften-
verzeichnis auf, sei dies wohl ein Fall von Unbeholfenheit und die Rückerstattung zu gewähren.
Als weiteres Beispiel wird der Fall angeführt, dass ein Leistungsempfänger in seinem Wert-
schriftenverzeichnis die Vermögenserträge gemäss Bankauszug (Steuerausweis) deklariere
und die Steuerverwaltung bei der Kontrolle des Bankauszugs feststelle, dass in diesem nicht
sämtliche Vermögenserträge korrekt aufgeführt seien, auf den vom Steueramt zusätzlich ent-
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deckten Vermögenserträgen die Verrechnungssteuer zurückzuerstatten sei (Fischer/Ramp,
a.a.O., Ziff. 6.3 f.).
5. a) Aufgrund der zitierten Entwicklung wurde der Gesetzgeber tätig (Motion Schnee-
berger vom 29. September 2016 [16.3797], Parlamentarische Initiative Stamm vom 30. Sep-
tember 2016 [16.474]). Im Focus der Änderung von Art. 23 VStG steht vor allem die Verwirkung
der Rückerstattung und der damit verbundene Strafcharakter dieser Bestimmung. Der Bundes-
rat zeigte Verständnis für das Anliegen, erachtete es aber als notwendig, die Rückerstattungs-
berechtigung ausdrücklich auf Nachdeklarationen bei noch nicht rechtskräftigen Veranlagungen
einzuschränken. Daher beantragte der Bundesrat mit Beschluss vom 23. November 2016 die
Ablehnung der Motion. Gleichzeitig erteilte er dem Eidgenössischen Finanzdepartement (EFD)
den Auftrag, bis Juni 2017 eine Vernehmlassungsvorlage auszuarbeiten. Gemäss Motion
Schneeberger sei die Verrechnungssteuer bei Einführung in erster Linie als Sicherungssteuer
für die direkten Steuern von Bund, Kantonen und Gemeinden gedacht gewesen. Über die Jahre
habe das Bundesgericht diese Sicherungssteuer schrittweise zu einer Strafsteuer weiterentwi-
ckelt. Darüber hinaus habe die ESTV mit dem KS Nr. 40 eine weitere Praxisverschärfung vor-
genommen. Die fehlende Rückerstattung der Verrechnungssteuer und die gleichzeitige Erfas-
sung mit der Einkommenssteuer führe zu einer sehr hohen Belastung der betroffenen Einkünf-
te, was teilweise als Strafe empfunden werde. Die Durchsetzung des geltenden Rechts durch
die Steuerbehörden stosse daher zunehmend auf Kritik und habe auch zu mehreren parlamen-
tarischen Vorstössen geführt, die von der Stossrichtung her eine Wiederherstellung der frühe-
ren Praxis fordern würden. Art. 23 VStG solle dahingehend präzisiert werden, dass bei noch
nicht rechtskräftiger Veranlagung die versehentlich nicht deklarierten verrechnungssteuerbelas-
teten Leistungen vom Steuerpflichtigen grundsätzlich nachdeklariert werden könnten, ohne
dass der Rückerstattungsanspruch verwirke. Dies solle sowohl bei spontanen Nachdeklaratio-
nen gelten als auch bei solchen, die anlässlich einer Nachfrage der Steuerbehörde erfolgten.
Damit beschränke sich die vorliegende Vorlage auf die Thematik der Rückerstattungsberechti-
gung bei natürlichen Personen im Inland (zum Ganzen: Erläuternder Bericht des EFD zum Ver-
nehmlassungsverfahren zum Verrechnungssteuergesetz vom 28. Juni 2017, www.admin.ch).
Eine „Sistierung“ (Aussetzung) des KS Nr. 40 durch die ESTV würde an der aktuellen Rechts-
anwendung gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nichts ändern. Solange die in
Aussicht gestellte Gesetzesrevision nicht in Kraft ist, haben die Behörden das geltende Recht
anzuwenden (Stellungnahme des Bundesrates vom 10. Mai 2017 zur Interpellation Schneeber-
ger, 17.3058 vom 6. März 2017, www.admin.ch). Für das vorliegende Verfahren sind damit die
aktuell in Kraft stehenden verrechnungssteuerrechtlichen Gesetzesbestimmungen sowie die
dazugehörige bundesgerichtliche Praxis massgebend.
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b) Das Bundesgericht hat in seinem jüngsten Entscheid die Rechtsprechung inso-
fern gelockert, als es feststellte, dass das kantonale Steueramt durch einfache Lektüre der
Steuerdeklaration habe feststellen können, dass die Deklaration der Dividende gefehlt habe und
dieser offensichtliche Mangel nicht absichtlich herbeigeführt worden sei. Um die Deklaration zu
vervollständigen, habe das Amt nicht in den Unterlagen der Steuerpflichtigen herumsuchen,
ihnen eine Auflage zu stellen oder gar bei Dritten Informationen einholen müssen. Es habe
ausgereicht, das der Steuererklärung beigelegte Blatt über den Geschäftskontokorrent zu kon-
sultieren, aus welchem ohne weiteres die strittige Dividende ersichtlich gewesen sei. Unter die-
sen besonderen Umständen sei es korrekt davon auszugehen, dass das der Verrechnungsteu-
er unterliegende Einkommen von den Steuerpflichtigen aus eigenem Antrieb in der Steuererklä-
rung deklariert worden sei (BGer 2C_637/2016 vom 17. März 2017, publ. in: SteuerRevue [StR]
Nr. 7-8/2017, S. 607 ff.). Der vorgenannte Entscheid ist in Fünferbesetzung ergangen, was be-
deutet, dass das Bundesgericht dem Entscheid „grundsätzliche Bedeutung“ beimisst. Er schlägt
eine pragmatische Richtung ein. Mit diesem nimmt das Bundesgericht die Steuerbehörden in
die Pflicht, die erhaltenen Unterlagen genau zu prüfen. Die Steuerverwaltung kann sich nicht
alleine auf die im Steuererklärungsformular gemachten Deklarationen abstützten. Vielmehr sind
stets alle Unterlagen miteinzubeziehen. Klargestellt wird mit diesem Entscheid auch, dass allfäl-
lige Übertragungsfehler von einem Formular ins andere (z.B. vom Zusatzblatt ins Wertschriften-
verzeichnis) nicht mehr ohne weiteres zu einer Verweigerung der Rückerstattung der Verrech-
nungssteuer führen können. Wenn die Steuerfaktoren aus den Unterlagen einfach ersichtlich
sind, gelten sie auch dann als ordnungsgemäss deklariert, wenn sie in der eigentlichen Steuer-
erklärung fehlen. Es ist allerdings selbstverständlich, dass keine Absicht der Irreführung vorlie-
gen darf. Es darf also z.B. nicht in der Steuererklärung im Feld, wo Einkünfte zu deklarieren
sind, eine „0“ eingesetzt werden, obwohl sich aus den Beilagen ein entsprechendes Einkom-
men ergeben würde (zum Ganzen: Fischer/Ramp, Neues aus Lausanne und Bern zur Rücker-
stattung der Verrechnungssteuer, publ. in: Expert Focus [EF] 8/17, S. 540 ff., Ziff. 1.3., m.w.H.).
c) Auch das Steuergericht hat zwischenzeitlich in einem ähnlich gelagerten Fall die
bisher auch von ihm vertretene strenge Praxis (Entscheid des Steuergerichts [StGE] vom
8. April 2016, 530 15 42, publ. in: Basellandschaftliche und Baselstädtische Steuerpraxis [BSt-
Pra], Bd. XXIII, S. 123 ff.) gelockert und die Verrechnungssteuer zurückerstattet, indem es fest-
stellte, in den Beilagen zur Steuererklärung habe sich eine Bestätigung über die Dividenden-
auszahlung sowie eine Bescheinigung über eine Saldobestätigung betreffend Kontokorrent be-
funden. Aus diesen Unterlagen sei die erhaltene Dividende ohne weiteres erkennbar gewesen.
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Aus der Untersuchungspflicht ergebe sich, dass die Veranlagungsbehörde bei sorgfältiger
Durchsicht ohne weiteres auf die Dividendenbescheinigung hätte stossen müssen, sei sie doch
verpflichtet, sämtliche von den steuerpflichtigen Personen eingereichten Unterlagen zu prüfen
(StGE vom 3. November 2017, 510 17 65, E. 5).
6. Vorliegend machte die Vertreterin der Beschwerdeführer geltend, da der Steuererklä-
rung die Bewertung beigelegt worden sei, seien sie ihrer Verpflichtung zur spontanen Deklarati-
on des mit der Verrechnungssteuer belasteten Ertrags nachgekommen. Die Steuerverwaltung
und die ESTV halten dafür, aus der fünfseitigen Bewertung mit vielen kleingedruckten Zahlen
sei nicht augenfällig ablesbar gewesen, was den Beschwerdeführern konkret gutgeschrieben
worden sei. Da die Bewertung zudem die Vermögenssteuer betroffen habe, könne nicht erwar-
tet werden, dass dieselbe nach der „Deklaration“ einer Dividende durchsucht werde. Erst über
die Abfrage in der WVK seien der aktuelle Vermögenswert und die fragliche Ausschüttung er-
sichtlich gewesen. Zudem entspreche der in der Bewertung ausgewiesene Betrag von
Fr. 300‘000.-- nicht der Ausschüttung von Fr. 299'400.--, womit die Steuerverwaltung zuerst die
Beteiligungsverhältnisse feststellen und anschliessend die anteilige Dividende hätte ausrechnen
müssen. Die Steuerverwaltung hätte das Steuerdossier also richtiggehend durchforsten und
weitere Abklärungen vornehmen müssen.
a) Die Beschwerdeführerin ist mit 499 von total 500 Namenaktien an der B._ AG
beteiligt. An der Generalversammlung (GV) vom 4. September 2015 wurde mit Fälligkeit per
30. September 2015 eine Dividende von total Fr. 300‘000.-- bzw. Fr. 600.-- pro Namenaktie
beschlossen und am 10. September 2015 mit Formular 103 der ESTV gemeldet. Im Wertschrif-
tenverzeichnis der Steuererklärung 2015 der Beschwerdeführer wurden die 499 Namenaktien
deklariert. Gleichzeitig wurde in die Kolonne Steuerwert per 31. Dezember 2015 Fr. 1‘880.-- pro
Stück bzw. Fr. 938‘120.-- (= 499 x Fr. 1‘880.--) eingetragen. Die Kolonnen Bruttoertrag 2015,
Werte mit und ohne Verrechnungssteuerabzug, blieben leer. Es wurde also weder eine „0“ noch
ein Strich eingesetzt. Der Steuerklärung beigelegt wurde die von der Steuerverwaltung am
2. November 2015 ausgestellte Bewertung von Wertpapieren ohne Kurswert für die Vermö-
genssteuer per 31. Dezember 2014 der B._ AG. Dieser war auf Seite 1 die Stückzahl der
Namenaktien, nämlich 500 und der vorgenannte Steuerwert per 31. Dezember 2014 von
Fr. 1‘880.-- zu entnehmen. Auf Seite 2 der Bewertung wurde der Steuerwert für das Steuerjahr
2015 von Fr. 1‘780.-- ausgewiesen. Entgegen der Steuerverwaltung waren also keine weiteren
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Nachforschungen mittels einer WVK-Abfrage notwendig, da der aktuelle Vermögenswert direkt
aus der Bewertung ersichtlich war.
b) Auf den Seiten 3 - 5 der Bewertung werden die Details zur Berechnung darge-
stellt, so der Ertragswert, der Substanzwert und schliesslich der Unternehmenswert der B._
AG. Unter dem Titel Substanzwert wurde in der Position die „Gesamtausschüttung fällig nach
Bewertungsstichtag (aus Abschluss: 31.12.2014)“ Fr. 300‘000.-- ausgewiesen. Den Steuerakten
ist zu entnehmen, dass hinter dieser Zahl ein rotes Häkchen steht, welches gemäss Rückfrage
beim Vertreter der Steuerverwaltung anlässlich der heutigen Verhandlung von der veranlagen-
den Person angebracht worden ist. Daraus ergibt sich, dass die Ausschüttung in der eingereich-
ten Bewertung nicht nur ohne weiteres erkennbar gewesen wäre, sondern seitens der Steuer-
verwaltung erkannt wurde.
c) Aber selbst dann, wenn die veranlagende Person die Ausschüttung nicht ohne
weiteres erkannt hätte, ergibt sich aus der Untersuchungspflicht im gemischten Veranlagungs-
verfahren, dass die Steuerverwaltung bei sorgfältiger Durchsicht ohne weiteres auf die Dividen-
denbescheinigung hätte stossen müssen. Die von der Steuerverwaltung und der ESTV in die-
sem Zusammenhang vorgebrachte Behauptung, man sei nicht verpflichtet, eine fünfseitigen
Bewertung mit vielen kleingedruckten Zahlen nach der „Deklaration“ einer Dividende zu durch-
forsten, kann nicht gehört werden. Vielmehr haben die Behörden sämtliche von der steuerpflich-
tigen Person eingereichten Unterlagen zu prüfen, ob es sich nun um ein ein- oder mehrseitiges
Dokument handelt, und unabhängig davon, wie gross die Zahlen geschrieben sind, und ob die
Belege Vermögens- oder Einkommensdeklartionszwecken dienen. Alle ins Recht gelegten Do-
kumente müssen als der Steuerverwaltung bekannt gelten. Dies gilt noch umso mehr für eine
von der Steuerverwaltung selbst verfasste Bewertung, auf welche sie sich behaften lassen
muss.
d) Vorliegend erfolgte die Deklaration also aufgrund der Gesamtheit der Unterlagen,
konkret der Bekanntgabe der Anzahl Namenaktien im Wertschriftenverzeichnis und der Einrei-
chung der Bewertung. Die Ausschüttung von Fr. 299‘400.-- (= 499 Aktien à Fr. 600.--) liess sich
damit direkt aus der Steuerklärung samt Beilagen berechnen. Seitens der Steuerverwaltung
mussten also keine Nachforschungen getätigt werden, so weder andere Dossiers konsultiert
noch weitere Abklärungen wie z.B. die erwähnte WVK-Abfrage vorgenommen werden. Die
Rückerstattung der Verrechnungssteuer wurde damit zu Unrecht verweigert.
Die Beschwerde erweist sich damit als begründet und ist gutzuheissen.
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7. Es bleibt über die Kosten des Beschwerdeverfahrens zu befinden.
a) Ausgangsgemäss sind den Beschwerdeführern keine Verfahrenskosten aufzuer-
legen (Art. 63 Abs. 3 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren [Verwaltungsverfah-
rensgesetz, VwVG] vom 20. Dezember 1968).
b) Gemäss Art. 64 Abs. 1 bis 3 VwVG kann der ganz oder teilweise obsiegenden
Partei von Amtes wegen oder auf Begehren eine Entschädigung für ihr erwachsene notwendige
und verhältnismässig hohe Kosten zugesprochen werden. Mit Honorarnote vom 8. Novem-
ber 2017 machte die Vertreterin der Beschwerdeführer eine Parteientschädigung (ohne Haupt-
verhandlung) von Fr. 11‘192.95 geltend, welche sich aus 29.70 Stunden à Fr. 338.79 sowie
einer Spesenpauschale von 3% bzw. Fr. 301.85 und 8% Mehrwertsteuer (MWST) bzw.
Fr. 829.10 zusammensetzte. Der gerichtlich anerkannte Stundensatz für Anwälte beträgt
Fr. 250.-- (Entscheid des Kantonsgericht des Kantons Basel-Landschaft vom 17. Juni 2009,
publ. in: BStPra, Bd. XIX, S. 559 ff.). Für den Beizug eines Vertreters kann eine angemessene
Parteientschädigung zulasten der Gegenpartei zugesprochen werden (Zweifel/Casanova,
Schweizerisches Steuerverfahrensrecht, § 24 N 69). Notwendig sind dabei Parteikosten, die zur
sachgerechten und wirksamen Rechtsverfolgung oder Rechtsverteidigung der besonderen Um-
stände des Einzelfalls objektiv unerlässlich sind (BGE 130 II 200 E. 7). Den Gerichten kommt
bei der Festsetzung der notwendigen Kosten ein weiter Ermessensspielraum zu (BGer vom
26. Mai 2003, 2a.363/2002, E. 5). Vorliegend erachtet es das Steuergericht aufgrund des vor
der Hauptverhandlung betriebenen Aufwandes als angemessen, die Bemühungen der Vertrete-
rin anlässlich der heutigen Hauptverhandlung nicht noch separat zu vergüten, sondern von
pauschal 30 Stunden als notwendige Aufwendungen auszugehen. Demnach beläuft sich das
Honorar auf Fr. 7‘500.-- (30 Stunden à Fr. 250.--/Stunde) und folglich die Parteientschädigung,
welche den Beschwerdeführern zulasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen ist, auf
Fr. 8‘343.-- (inkl. Spesenpauschale von 3% bzw. Fr. 225.-- und 8% MWST bzw. Fr. 618.--).
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