Decision ID: 9c0f4314-9fe8-4426-bd1a-11e7b0a5305e
Year: 2015
Language: de
Court: GR_VG
Chamber: GR_VG_002
Canton: GR
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: social_law

massgeblichen medizinischen Sachverhalt unzureichend ermittelt,
wodurch sie ihre Abklärungspflicht und den Anspruch des
Beschwerdeführers auf rechtliches Gehör verletzt habe.
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4. Die D._ (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) beantragte in ihrer
Beschwerdeantwort vom 19. Januar 2015 die Abweisung der
Beschwerde. Begründend brachte sie zur Hauptsache vor, das
Aktengutachten von Dr. med. E._ erfülle die von der Rechtsprechung
bezüglich des Beweiswerts ärztlicher Berichte und Gutachten gestellten
Anforderungen. Insbesondere leuchte es in der Darlegung des
medizinischen Sachverhalts ein und vermöge bezüglich der von Dr. med.
E._ gezogenen Schlussfolgerungen zu überzeugen. Die dagegen
erhobene Kritik erweise sich als unbegründet. Es bestünde kein Anlass,
allein aufgrund der abweichenden Meinung der behandelnden Ärzte eine
externe Begutachtung anzuordnen. Ein Widerspruch zwischen der
Würdigung von Dr. med. E._ und Dr. med. F._ sei im Übrigen
nicht auszumachen. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers
komme dem Gutachten von Dr. med. E._ demnach voller
Beweiswert zu. Folglich sei die Beschwerdegegnerin berechtigt gewesen,
den Anspruch des Beschwerdeführers auf Versicherungsleistungen
gestützt auf dieses Gutachten zu prüfen und abzuweisen.
5. In der Replik vom 10. März 2015 hielt der Beschwerdeführer an seinen
Anträgen fest und setzte sich mit der Argumentation der
Beschwerdegegnerin auseinander. Diese nahm dazu unter Erneuerung
ihrer Anträge in der Duplik vom 27. März 2015 Stellung.
Auf die weiteren Ausführungen der Verfahrensparteien und die
eingereichten Beweismittel wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden
Erwägungen eingegangen.
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Das Gericht zieht in Erwägung:
1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den Einspracheentscheid
der Beschwerdegegnerin vom 11. November 2014. Gegen solche
sozialversicherungsrechtlichen Entscheide kann Beschwerde beim
Versicherungsgericht desjenigen Kantons erhoben werden, in dem der
Versicherte zur Zeit der Beschwerdeerhebung seinen Wohnsitz hat (Art. 1
Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [UVG;
SR 832.20] i.V.m. Art. 56 Abs. 1 sowie Art. 58 Abs. 1 des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Der Beschwerdeführer
wohnt in X._ und damit im Kanton Graubünden. Demzufolge ist das
angerufene Gericht für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde
örtlich zuständig. Dessen sachliche und funktionelle Zuständigkeit ergibt
sich aus Art. 57 ATSG i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100), wonach das
Verwaltungsgericht als kantonales Versicherungsgericht Beschwerden
gegen Einspracheentscheide und Verfügungen in
Sozialversicherungssachen beurteilt, die gemäss Bundesrecht der
Beschwerde unterliegen. Damit fällt die Beurteilung der vorliegenden
Beschwerde in die Zuständigkeit des angerufenen Gerichts. Als Adressat
des angefochtenen Einspracheentscheid vom 11. November 2014 ist der
Beschwerdeführer von der darin getroffenen Entscheidung ausserdem
berührt und weist ein schutzwürdiges Interesse an deren gerichtlicher
Überprüfung auf (Art. 59 ATSG). Auf die zudem frist- und formgerecht
eingereichte Beschwerde ist somit einzutreten (Art. 60 und Art. 61 lit. b
ATSG).
2. Nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens ist das Ereignis vom
10. Juli 2013, für das die Beschwerdegegnerin unbestrittenermassen
nicht zuständig ist (vgl. Wiederwägungsverfügung und
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Einspracheentscheid vom 11. November 2011 E.2.4 und 2.5; Akten der
Beschwerdegegnerin [Bg-act. 1]). Streitig und nachfolgend zu prüfen ist
ausschliesslich, ob die vom Beschwerdeführer seit Juni 2013 beklagten
Beschwerden am rechten Knie auf das Unfallereignis vom 10. September
2009 zurückzuführen sind. Streitgegenstand bildet dabei die Frage, ob die
Beschwerdegegnerin die gesundheitlichen Folgen des Unfalls vom
10. September 2009 hinreichend abgeklärt und auf dieser Grundlage im
angefochtenen Entscheid den rechtserheblichen Kausalzusammenhang
zwischen den derzeitigen Kniebeschwerden des Beschwerdeführers und
dem interessierenden Unfallereignis verneint hat.
3. a) Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer, soweit das Gesetz
nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen,
Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Als Unfall gilt
gemäss Art. 4 ATSG die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende
Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den
menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen,
geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. Die
Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt voraus, dass zwischen dem
Unfallereignis und der gesundheitlichen Schädigung ein natürlicher und
adäquater Kausalzusammenhang besteht (BGE 129 V 177 E.3). Dabei
hat der Unfallversicherer nicht nur Versicherungsleistungen für
unmittelbar nach dem Unfall aufgetretene Gesundheitsschäden zu
erbringen, sondern ist auch für Rückfälle und Spätfolgen leistungspflichtig
(Art. 11 der Verordnung über die Unfallversicherung [UVV; SR 832.202]).
Bei einem Rückfall handelt es sich um das Wiederaufflackern einer
vermeintlich geheilten Krankheit, so dass es zu ärztlicher Behandlung,
möglicherweise sogar zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt; von
Spätfolgen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe
längerer Zeit organische oder psychische Veränderungen bewirkt, die zu
einem anders gearteten Krankheitsbild führen können. Rückfälle und
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Spätfolgen schliessen somit begrifflich an ein bestehendes Unfallereignis
an. Entsprechend können sie eine Leistungspflicht des (damaligen)
Unfallversicherers nur auslösen, wenn zwischen den erneut geltend
gemachten Beschwerden und der seinerzeit beim versicherten Unfall
erlittenen Gesundheitsschädigung ein natürlicher und adäquater
Kausalzusammenhang besteht (BGE 118 V 293 E.2c). In Bezug auf
Rückfälle oder Spätfolgen kann der Unfallversicherer nicht auf der
Anerkennung des natürlichen Kausalzusammenhanges beim Grundfall
und bei früheren Rückfällen behaftet werden, weil die unfallkausalen
Faktoren durch Zeitablauf wegfallen können. In einem solchen Fall obliegt
es dem Versicherten, das Vorliegen eines natürlichen
Kausalzusammenhanges zwischen dem als Rückfall oder Spätfolge
postulierten Beschwerdebild und dem Unfall nachzuweisen. Nur wenn die
Unfallkausalität mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt ist, entsteht
eine erneute Leistungspflicht des Unfallversicherers. Je grösser der
zeitliche Abstand zwischen dem Unfall und dem Auftreten der
gesundheitlichen Beeinträchtigung ist, desto strengere Anforderungen
sind an den Wahrscheinlichkeitsbeweis des natürlichen
Kausalzusammenhangs zu stellen (Urteil des Bundesgerichts
8C_947/2010 vom 18. März 2010 E.2.2).
b) Die Beschwerdegegnerin hat anerkannt, für das Unfallereignis vom
10. September 2009 leistungspflichtig zu sein und hat aufgrund dieses
Unfalls 2009 Versicherungsleistungen in Form von Taggeldern und
Heilbehandlung erbracht (vgl. Akten der Beschwerdegegnerin [Bg-act]
Register 4/1-21). Sie hat den fraglichen Schadenfall indes nie in Form
einer Verfügung abgeschlossen. Ebenso wenig hat sie dem
Beschwerdeführer schriftlich mitgeteilt, die Unfallverletzungen als geheilt
anzusehen und davon auszugehen, aufgrund des Unfalls vom
10. September 2009 fortan keine Versicherungsleistungen mehr zu
schulden. Ob der vorliegende Fall bei dieser Sachlage unter dem
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Gesichtspunkt des Grundfalls oder des Rückfalls zu prüfen ist, hängt nach
der bundesgerichtlichen Rechtsprechung davon ab, ob die
Beschwerdegegnerin im Zeitpunkt des vorzunehmenden Fallabschlusses
davon ausgehen durfte, beim Beschwerdeführer werde infolge des Unfalls
vom 10. September 2009 keine Behandlungsbedürftigkeit und/oder
Arbeitsunfähigkeit mehr auftreten. Diese Frage ist im Rahmen einer ex-
ante-Betrachtung unter Berücksichtigung der konkreten Umstände des
Einzelfalls zu beurteilen (vgl. hierzu Urteile des Bundesgerichts
8C_433/2007 vom 26. August 2008 E.2.3, 8C_433/2007 vom 26. August
2008 E.2.3, 8C_102/2008 vom 26. September 2008 E.4.1). Dabei kommt
der Art der vom Beschwerdeführer am 10. September 2009 erlittenen
Verletzung und dem anschliessenden Heilungsverlauf eine entscheidende
Rolle zu. Lag ein vergleichsweiser harmloser Unfall mit günstigem
Heilungsverlauf vor, welcher nur während relativ kurzer Zeit einen
Anspruch auf Versicherungsleistungen begründete, wird tendenziell eher
von einem stillschweigend erfolgten Abschluss auszugehen sein als nach
einem kompliziert verlaufenen Heilungsprozess. Demgegenüber ist der
Leistungsanspruch unter dem Aspekt des Grundfalls und nicht unter
demjenigen des Rückfalls zu prüfen, wenn der Versicherte während der
leistungsfreien Zeit weiterhin an den nach dem Unfall aufgetretenen
Beschwerden litt. Dies ist insbesondere der Fall, wenn sogenannte
Brückensymptome gegeben sind, die das Geschehen über das
betreffende Intervall hinweg als Einheit kennzeichnen (Urteile des
Bundesgerichts 8C_433/2007 vom 26. August 2008 E.2.3, 8C_102/2008
vom 26. September 2008 E.2.2, 8C_433/2007 vom 26. August 2008
E.2.3).
c) Der Beschwerdeführer verletzte sich am 10. September 2009 im
Hallenbad bei einem Sprung aus niedriger Höhe am rechten Knie (Bg-act.
Register 2/M1). Die daraufhin im Spital Oberengadin durchgeführte
Röntgenuntersuchung zeigte eine leichte Verschmälerung des medialen
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Gelenkspaltes und eine geringe periartikuläre Weichteilschwellung. Eine
Fraktur konnte nicht nachgewiesen werden (Bg-act. Register 2/M1). In der
MRT-Abklärung vom 15. September 2009 wurde dann ein ausgestanzt
erscheinender Knorpeldefekt von ca. 11 mm Grösse zentral im Bereich
des lateralen Tibiaplateaus, ein diskretes, begleitendes
Knochenmarksödem im angrenzenden lateralen Tibiaplateau, eine
beginnende Retropatellararthrose sowie etwas Erguss im rechten
Kniegelenk sichtbar (Bg-act. Register 2/M2). Die bei dieser Befundlage
veranlasste Computertomografie am rechten Kniegelenk sowie die
diagnostische Kniearthroskopie bestätigten den Knorpeldefekt im
lateralen Tibiaplateau. Ausserdem wurden freie Gelenkkörper im
superioren Gelenkrecessus entdeckt und eine ausgedehnte
Chondromalazia patellae Grad III sowie ein sehr kleiner Knorpeldefekt im
medialen Femurkondylus diagnostiziert (Bg-act. Register 2/M5). Diese
Verletzungen wurden am 25. September 2009 operativ behandelt, indem
die festgestellten Knorpelfragmente entfernt wurden und eine
Chondroplastik durchgeführt wurde (Bg-act. Register 2/M12, M10, M18).
Der postoperative Verlauf sowie die Mobilisation durch die Physiotherapie
gestalteten sich problemlos, so dass der Beschwerdeführer am
28. September 2009 mit reizlosen Wundverhältnissen nach Hause
entlassen werden konnte (Bg-act. Register 2/M12). Anschliessend war er
bis zum 25. Oktober 2009 zu 100 % arbeitsunfähig, vom 26. Oktober bis
zum 9. November 2009 zu 50 % und vom 10. November bis zum
7. Dezember 2009 zu 20 %. Ab dem 8. Dezember 2009 konnte der
Beschwerdeführer seine angestammte Tätigkeit als Sportlehrer wieder
uneingeschränkt ausüben (Bg-act. Register 2/M12). Am 22. Dezember
2009 beendete er sodann die Physiotherapie, der er sich auf Anordnung
der seine Knieverletzung behandelnden Ärzte unterzogen hatte (Bg-
act. Register 4/13). Im Übrigen liess der Beschwerdeführer am 15. Juli
2010 einer Röntgenkontrolle durchführen und unterzog sich am
19. Januar 2011 einer Gelenkspunktion (Bg-act. Register 4/17). Dass der
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Beschwerdeführer am rechten Knie weitere medizinische Behandlungen
in Anspruch nahm, ist nicht aktenkundig.
aa) Soweit der Beschwerdeführer gegen diese Feststellung einwendet, es
befänden sich in den Akten Rechnungen über weitere Physiotherapien,
die er in den Jahren 2010 und 2011 in Anspruch genommen habe (vgl.
Replik vom 10. März 2015), kann ihm nicht gefolgt werden. Zwar trifft es
zu, dass im Schreiben der Klinik G._ vom 6. Oktober 2013 der
Eindruck erweckt wird, der Beschwerdeführer habe sein rechts Knie seit
der Knieoperation vom 25. September 2009 fortwährend
physiotherapeutisch behandeln lassen (Bg-act. Register 2/M15). Aus den
Akten geht eine solche Therapie jedoch nicht hervor. Dokumentiert ist
lediglich die bis zum 22. Dezember 2009 durchgeführte Physiotherapie
am rechten Knie, die der Beschwerdeführer auf Anordnung der Klinik
G._ im November 2013 wieder aufgenommen und, soweit
aktenkundig, weiterhin in Anspruch nimmt (vgl. Bg-act. Register 4/23-42).
Dass die Akten in dieser Beziehung lückenhaft sind, ist auszuschliessen,
zumal es für den Beschwerdeführer ein leichtes gewesen wäre, seine
Behauptung durch die Nennung des die Physiotherapie verordnenden
Arztes zu konkretisieren oder Kopien der entsprechenden Verordnung
oder der gestützt darauf erstellten Rechnungen einzureichen.
bb) Infolgedessen ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer seit
dem 22. Dezember 2009 (Abschluss der Physiotherapie), jedenfalls seit
der am 19. Januar 2011 durchgeführten Gelenkspunktion, bis Juni 2013
nicht an den nach dem Unfall vom 10. September 2009 aufgetretenen
Kniebeschwerden gelitten hat. Unter diesen Umständen durfte die
Beschwerdegegnerin in Anbetracht des nicht allzu gravierenden
Unfallereignisses, der Art der erlittenen Knieverletzung, des günstigen
Heilungsverlaufs sowie der kurzen Behandlungs- und
Arbeitsunfähigkeitsdauer annehmen, die Unfallfolgen seien geheilt und es
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werde deswegen keine Behandlungsbedürftigkeit und/oder
Arbeitsunfähigkeit mehr auftreten. Die Leistungspflicht der
Beschwerdegegnerin für die mit der Meldung vom 6. September 2013
geltend gemachten Beschwerden ist daher in beweisrechtlicher Hinsicht –
auch ohne Mitteilung des Fallabschlusses an den Beschwerdeführer –
unter dem Gesichtspunkt eines Rückfalls und nicht des Grundfalls zu
prüfen. Dies wird denn auch vom Beschwerdeführer nicht in Abrede
gestellt.
4. a) Dieser ist jedoch der Auffassung, die Beschwerdegegnerin hätte ein
externes Gutachten in Auftrag geben müssen, um beurteilen zu können,
ob die anlässlich des Unfalls vom 10. September 2009 erlittene
Knieverletzung zumindest mitverantwortlich sei für seine derzeitigen
Kniebeschwerden. Gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG hat der Unfallversicherer
den massgeblichen Sachverhalt von Amtes wegen abzuklären. Zur
Beurteilung der Frage, ob gesundheitliche Beeinträchtigungen mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit auf ein bestimmtes Unfallereignis
zurückzuführen sind, sind die Unfallversicherer und das im
Beschwerdefall angerufene Sozialversicherungsgericht auf Unterlagen
angewiesen, die ihnen vorab von Ärzten zur Verfügung zu stellen sind.
Deren Beweiswert hängt davon ab, ob sie für die streitigen Belange
umfassend sind, auf allseitigen Untersuchungen beruhen, die geklagten
Beschwerden berücksichtigen, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese)
abgegeben wurden, in der Beurteilung der medizinischen
Zusammenhänge und der medizinischen Situation einleuchten und in den
daraus gezogenen Schlussfolgerungen zu überzeugen vermögen
(BGE 134 V 231 E.5.1, 125 V 351 E.3a mit Hinweis). Ausschlaggebend
für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines
Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351
E.3a, 122 V 157 E.1c mit Hinweisen). Dennoch hat es die
Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als
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vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer
Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen.
Danach kommt einem Gutachten externer Spezialärzte, das vom
Unfallversicherer im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholt wurde und
den vorgenannten Anforderungen genügt, voller Beweiswert zu, solange
nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen
(BGE 137 V 210 E.1.3.4, 135 V 465 E.4.4). Strengere Anforderungen sind
dagegen in Anwendung von Art. 32 f ATSG und Art. 6 der Konvention
zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK; SR 0.101)
an die Beweiswürdigung zu stellen, wenn sich ein Entscheid im
Wesentlichen auf versicherungsinterne ärztliche Beurteilungen stützt.
Bestehen in einem solchen Fall auch nur geringe Zweifel an der
Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Beurteilung, ist eine
versicherungsexterne medizinische Begutachtung im Verfahren nach
Art. 44 ATSG oder ein Gerichtsgutachten einzuholen (BGE 135 V 465
E.4.4; Urteile des Bundesgerichts 8C_199/2011 vom 9. August 2011 E.2,
8C_304/2011 vom 6. Juli 2011 E.4). Ein medizinischer Aktenbericht
erweist sich nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sodann als
beweistauglich, wenn die Akten ein vollständiges Bild über Anamnese,
Verlauf und gegenwärtigen Status ergeben und diese Daten unbestritten
sind. Hierfür muss der Untersuchungsbefund lückenlos vorliegen, damit
sich der Berichterstatter ein vollständiges Bild über den rechtserheblichen
medizinischen Sachverhalt zu verschaffen vermag (Urteile des
Bundesgerichts 8C_119/2012 vom 30. März 2012 E.4, 8C_199/2011 vom
9. August 2011 E.2, 8C_185/2010 vom 16. Juni 2010 E. 5).
b) Um abzuklären, ob die vom Beschwerdeführer seit Juni 2013 beklagten
Kniebeschwerden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Unfall
vom 10. September 2009 zurückzuführen sind, holte die
Beschwerdegegnerin zunächst eine ärztliche Kurzbeurteilung bei Dr.
med. E._, Facharzt für Chirurgie, Fähigkeitsausweis Manuelle
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Medizin (SAMM), ein (Bg-act. Register 2/M16) und stellte auf deren
Grundlage die Ablehnung der begehrten Versicherungsleistungen in
Aussicht (Bg-act. Register 1/2). Nachdem der Beschwerdeführer mit
dieser Beurteilung nicht einverstanden war (vgl. Einwand vom 30. Mai
2014 [Bg-act. Register 1/28]), beauftragte die Beschwerdegegnerin Dr.
med. E._ mit der Ausarbeitung eines Aktengutachtens. Im fraglichen
Gutachten vom 23. Juni 2014 (Bg-act. Register 2/M 17) führte Dr. med.
E._ nach Zusammenfassung der ihm vorgelegten Arztberichte im
Wesentlichen aus, der Versicherte habe sich am 10. September 2009 bei
einem Sprung im Schwimmbad das rechte Knie verdreht. Radiologisch-
konventionell hätten sich in den daraufhin durchgeführten
Untersuchungen regelrechte Artikulationsverhältnisse ergeben.
Bestanden habe eine leichte Verschmälerung des medialen
Gelenkspaltes, ferner eine geringe periartikuläre Weichteilschwellung. Im
tags darauf durchgeführten MRI habe sich im lateralen Tibiaplateau ein
ausgestanzt erscheinender Knorpeldefekt von ca. 11 mm Grösse gezeigt.
Angrenzend sei im lateralen Tibiaplateau ein diskret begleitetes
Knochenmarksödem in Form eines Bone Bruise festgestellt worden.
Damit sei eindeutig belegt, dass es unfallbedingt zu einem Schaden des
Knorpels des lateralen Tibiaplateaus gekommen sei. Demgegenüber sei
die retropatellär beschriebene Knorpelschädigung nicht unfallkausal, fehle
es hier doch an einem Knochenmarksödem. Zu Recht werde
diesbezüglich von einer Chondropathie Grad III gesprochen. Der
Versicherte sei zudem auch nicht auf die Kniescheibe gefallen. Die
Tatsache, dass im Arthro-CT von einer starken Auffaserung und einer
Usurierung des retropatellären Knorpelschadens gesprochen werde,
stehe im Einklang mit einer degenerativ bedingten Pathologie (Bg-act.
Register 2/M17 S. 6). Dass die nachgewiesenen Knorpelfragmente zu
Kniegelenksblockierungen geführt hätten, liege in der Natur der Sache.
Unverständlich sei, dass klinisch eine Patellaluxation bzw.
Patellasubluxation in Betracht gezogen worden sei. Hinweise dafür
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fehlten radiologisch. In der Regel komme es bei solchen Verletzungen zu
einem erheblichen Schärmechanismus mit Knorpelschäden an der
lateralen Patellafacette und damit verbunden zwangsläufig zu
Knochenmarksödemen und zur Ruptur des medialen patellofemoralen
Ligamentes. Hinweise für eine Patellaluxation bzw. –subluxation ergäben
sich aus dem MRI nicht. Die posttraumatisch bestehenden
Kniegelenksblockierungen seien zweifellos auf die freien Gelenkskörper
zurückzuführen, die durch den Defekt des lateralen Tibiaplateaus
verursacht worden seien. Am 16. Juli 2013 sei der Versicherte nun nicht
mehr durch Dr. med. H._ behandelt worden, sondern durch Dr. med.
I._ von der Klinik G._, der am 17. Juli 2013 ein MRI veranlasst
habe. Als Hauptbefund habe eine fortgeschrittene Femoropatellararthrose
mit Knorpelschäden Grad III-IV retropatellär sowie an der Trochlea bei
ungünstiger femoropatellärer Statik imponiert. Die Trochlea sei
abgeflacht. Zusätzlich hätten sich Insertationstendinopathien des
Ligamentum patellae am Patellaunterpol gezeigt. Zum Teil seien bis auf
den Knochen reichende Knorpelschäden sichtbar gewesen, so dass die
unter dem Knorpel liegende subchondrale Schicht bereits mit einer
schmerzhaften Bone bruise reagiert habe. Dieser Befund eines massiven
retropatellären Knorpelschadens bestehe weiterhin unfallunabhängig.
Dass der Versicherte damit Schmerzen habe, vor allem beim Treppauf-
sowie Treppabgehen und beim Wandern, liege auf der Hand. Der
ehemals geschädigte laterale Knorpel des Tibiaplateaus stelle sich
dagegen nicht mit gröberen Defekten dar. Damit sei eindeutig belegt,
dass die degenerativ bedingten Knorpelschäden seit 2009 zugenommen
hätten. Teilkausal wirke dabei die Trochleadysplasie mit. Die
Gelenkfläche sei abgeflacht. Insofern lägen die Knorpelschäden vor allem
auch an der lateralen Patellafazette vor, da tendenziell die Kniescheibe
lateral vermehrt abrutsche. Aufgrund dieses Sachverhalts sei die D._
zu Recht davon ausgegangen, dass die Rückfallkausalität für die
inzwischen verstärkte Schmerzsymptomatik nicht mit überwiegender
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Wahrscheinlichkeit auf das Ereignis vom 10. September 2009 bezogen
werden könne, bei dem ausschliesslich das laterale Tibiaplateau
geschädigt worden sei (Bg-act. Register 2/M17 S. 7).
c) Diese Ausführungen von Dr. med. E._ sind in Bezug auf die im
vorliegenden Verfahren strittige Frage, ob die seit Juni 2013 vom
Beschwerdeführer beklagten Kniebeschwerden auf die am 10. September
2009 erlittene Knieverletzung zurückzuführen sind, vollständig, in sich
schlüssig und nachvollziehbar. Mit abweichenden Meinungen und
Stellungnahmen hat sich Dr. med. E._ im Gutachten vom 23. Juni
2014 auseinandergesetzt und begründet, weshalb er diese als
unzutreffend erachtet. Dabei hat er das Für und Wider der im Raum
stehenden medizinischen Schlussfolgerungen sorgfältig gegeneinander
abgewogen und begründet, weshalb er von zwei Knorpelschäden
unterschiedlicher Genese ausgeht. Dabei führt er überzeugend aus, dass
nur der Defekt am lateralen Tibiaplateau mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit auf das Unfallereignis vom 10. September 2009
zurückzuführen ist, während hinsichtlich des nach dem interessierenden
Unfallereignis festgestellten retropatellären Knorpelschadens von einer
degenerativen Pathologie auszugehen ist, die seit dem Unfallereignis vom
10. September 2009 fortgeschritten und für die derzeitigen
Kniebeschwerden des Beschwerdeführers (mit)verantwortlich ist. Das
Verwaltungsgericht sieht keinen Anlass, an der Zuverlässigkeit und
Schlüssigkeit der diesbezüglichen Ausführungen von Dr. med. E._
zu zweifeln. Die Beschwerdegegnerin hat dem Aktengutachten von
Dr. med. E._ vom 23. Juni 2014 folglich zu Recht vollen Beweiswert
zuerkannt.
d) Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, rechtfertigt keine andere
Betrachtungsweise. Soweit er moniert, die Beschwerdegegnerin habe ein
Aktengutachten ohne vorherige Mitteilung erstellen lassen, ist darauf
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hinzuweisen, dass sich Dr. med. E._ im Gutachten vom 23. Juni
2014 (Bg-act. Register 2/M 17) als beratender Arzt der
Beschwerdegegnerin geäussert hat. Ihm kommt folglich im vorliegenden
Beschwerdeverfahren nicht die Stellung eines unabhängigen Gutachters
oder Sachverständigen zu. Vielmehr ist er einem versicherungsinternen
Arzt gleichzusetzen, weshalb die Beschwerdegegnerin bei dessen
Beauftragung und Instruktion die sich aus Art. 44 ATSG ergebenden
Parteirechte nicht beachten muss (Urteil des Bundesgerichts
8C_160/2012 vom 13. Juni 2012 E.3.2.1). Sie war daher nicht gehalten,
den Beschwerdeführer vor der Beauftragung von Dr. med. E._
anzuhören oder ihn auch nur über das in Auftrag gegebene Gutachten zu
informieren. Das Vorgehen der Beschwerdegegnerin bei der
Beauftragung von Dr. med. E._ ist folglich nicht zu beanstanden.
aa) Der Beschwerdeführer erachtet seine Parteirechte im Weiteren als
verletzt, weil die Beschwerdegegnerin den massgeblichen Sachverhalt
unzureichend abklärt habe. Diesbezüglich bringt der Beschwerdeführer
zunächst vor, in den Akten befänden sich nur wenige und nicht
ausführliche medizinische Dokumente, welche die Kniebehandlung nach
dem Unfall vom 10. September 2010 beträfen. Im Übrigen hätte Dr. med.
E._ sein Gutachten ohne Kenntnisnahme des Operationsberichts
vom 25. September 2009 verfasst, den die Beschwerdegegnerin erst
nachträglich auf Drängen des Beschwerdeführers eingeholt habe.
Rechtsprechungsgemäss ist für den Beweiswert eines Gutachtens unter
anderem entscheidend, ob es in Kenntnis der Vorakten (Anamnese)
abgegeben worden ist. Ein Gutachten, welches die medizinischen
Vorakten unzureichend berücksichtigt, ist unvollständig. Ihm fehlt die
erforderliche Überzeugungs- und Beweiskraft, weshalb es zum Nachweis
des rechtserheblichen Sachverhalts nicht genügt (BGE 125 V 351 E.3a;
Urteil des Bundesgerichts 8C_924/2008 E.3.3). Vorliegend steht fest und
ist unbestritten, dass die Beschwerdegegnerin nach dem Unfall vom
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10. September 2009 die Kosten für mehrere bildgebende Abklärungen
übernommen (MRI vom 15. September 2009, CT rechts vom
22. September 2009, Kernspintomographie des rechten Kniegelenks vom
16. Juli 2013) und eine diagnostische Kniearthroskopie (Arztbericht vom
25. September 2009 [Bg-act. Register 2/M6], Operationsbericht vom
25. September 2009 [Bg-act. Register 2/M18]) bezahlt hat. Die
Arztberichte zu diesen Untersuchungen (vgl. Arztbericht vom
15. September 2009 [Bg-act. Register 2/M2], Arztbericht vom
22. September 2009 [Bg-act. Register 2/M4], Arztbericht vom 16. Juli
2013 [Bg-act. Register 2/M13]) hat die Beschwerdegegnerin, mit
Ausnahme des Operationsberichts vom 25. September 2009, eingeholt
und Dr. med. E._ zusammen mit den Arztberichten zum
postoperativen Verlauf, dem Arztzeugnis UVG vom 19. September 2013
sowie dem Arztbericht der Klink G._ vom 16. Juli 2013 zur Verfügung
gestellt. Aufgrund dieser medizinischen Unterlagen war Dr. med. E._
in der Lage, sich einerseits ein Bild über Art und Umfang der am
10. September 2009 erlittenen Knieverletzung zu machen, andererseits
die Ursache für die vom Beschwerdeführer seit Juni 2013 beklagten
Kniebeschwerden festzustellen. Damit standen Dr. med. E._
sämtliche massgeblichen medizinischen Akten zur Verfügung. Daran
ändert nichts, dass Dr. med. E._ keine Kenntnis vom
Operationsbericht der Klinik Oberengadin vom 25. September 2009 hatte.
Denn um einem fachärztlichem Gutachten volle Beweiskraft
zuzuerkennen, ist es nicht erforderlich, dass dem begutachtenden Arzt
sämtliche bei irgendeiner Versicherung oder bei irgendeiner
medizinischen Fachperson allenfalls vorhandenen Akten vorliegen, würde
doch ansonsten die Durchführung einer rechtskonformen Begutachtung
massiv erschwert und in vielen Fällen gar verunmöglicht (Urteil des
Bundesgerichts 8C_924/2008 vom 8. April E.3.2). Es genügt, wenn dieser
– wie vorliegend – über die für eine Beurteilung erforderlichen Unterlagen
verfügt.
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bb) Soweit der Beschwerdeführer dagegen einwendet, der Operationsbericht
vom 25. September 2009 hätte wesentliche Informationen enthalten,
welche aus den übrigen medizinischen Unterlagen nicht hervorgegangen
seien und dem Gutachter zur Kenntnis hätten gebracht werden müssen,
kann ihm nicht zugestimmt werden, enthält doch der vom Dr. med.
H._ als Leiter der Orthopädie/Traumatologie verfasste
Operationsbericht vom 25. September 2009 (Bg-act. Register 2/M18) im
Wesentlichen dieselben Informationen wie der gleichentags verfasste
Austrittsbericht des Spitals Oberengadin, den Dr. med. H._
mitunterzeichnet hat (Bg-act. Register 2/M6). Freilich wird im
Operationsbericht vom 25. September 2009 in Bezug auf den
Knorpelschaden am lateralen Tibiaplateau zusätzlich ausgeführt, es fände
sich ein grosser spindelförmiger Knorpeldefekt an 2/3 des ossären
Gelenks, der sich bis zur subchondralen Knochenschicht ausdehne (Bg-
act. Register 2/M 18). Diese Verletzung wird im Austrittsbericht des
Spitals Oberengadin vom 25. September 2009 einfach als ausgedehnter
Knorpeldefekt im lateralen Tibiaplateau beschrieben (Bg-act. Register
2/M6), während Dr. med. K._ im Arztbericht zur durchgeführten
Computertomografie diesbezüglich von einem Knorpeldefekt im Ausmass
von ungefähr 1.1 x 0.4 x 0.7 cm spricht (Bg-act. Register 2/M5).
Schliesslich stellt Dr. med. L._ im Arztbericht vom 15. September
2009 aufgrund der vorgenommenen MRI-Untersuchung einen ca. 11 mm
grossen Defekt im lateralen Tibiaplateau fest (Bg-act. Register 2/M4).
Welche dieser Angaben zutrifft, ist für die vorliegend zur Beurteilung
stehende Frage nach dem Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall
vom 10. September 2009 und den seit Juni 2013 vom Beschwerdeführer
beklagten Kniebeschwerden ohne Bedeutung. Denn es steht fest und
wird im Übrigen vom Beschwerdeführer nicht bestritten, dass der
Knorpelschaden am lateralen Tibiaplateau für die derzeitigen
Kniebeschwerden des Beschwerdeführers nicht verantwortlich ist. Das
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genaue Ausmass des fraglichen Knorpelschadens ist vorliegend folglich
bedeutungslos, weshalb die entsprechende Information im
Operationsbericht vom 25. September 2009 für die Beurteilung von Dr.
med. E._ nicht entscheidend war. Ebenfalls unbeachtlich ist die
"Varusarthrose", welche im Operationsbericht vom 25. September 2009
erwähnt und beschrieben wird (Bg-act. Register 2/M18). Diesbezüglich ist
zunächst darauf hinzuweisen, dass Dr. med. L._ im Arztbericht des
Spitals Oberengadin vom 9. November 2009 diese Diagnose ebenfalls
stellt (Bg-act. Register 2/M 10). Soweit die entsprechenden Ausführungen
im Operationsbericht vom 25. September 2009 darüber hinausgehen
(sollten), ist im Grundsatz unbestritten und aufgrund der Akten
ausgewiesen, dass die der Varusarthrose zugrunde liegende Fehlstellung
im Sprunggelenk nicht durch den Unfall vom 10. September 2009
verursacht wurde, weshalb allfällige sich hieraus ergebende Beschwerden
dem fraglichen Unfallereignis nicht zuzuordnen sind. Die diesbezüglichen
Angaben im Operationsbericht vom 25. September 2009 erweisen sich
vorliegend demnach nicht als rechtserheblich. Soweit der
Beschwerdeführer schliesslich geltend macht, im Operationsbericht
25. September 2009 seien keine Pridiebohrungen erwähnt, trifft dies zu.
Dies stimmt jedoch mit den Ausführungen von Dr. med. E._ überein,
der einen solchen Eingriff weder in der Beurteilung vom 23. Juni 2014
(Bg-act. Register 2/M17) noch in jener vom 12. Februar 2014 anführt (Bg-
act. Register 2/M16). Einzig Dr. med. F._, Facharzt für Radiologie,
spricht im Arztbericht der Klinik G._ vom 16. Juli 2013 von einem
"Zustand nach Kniearthroskopie rechts mit Pridie-Bohrungen 2009" (Bg-
act. Register 2/M13). Worauf sich diese Feststellung stützt, geht aus dem
fraglichen Arztbericht nicht hervor. Dass sich Dr. med. F._ hierbei auf
die medizinischen Vorakten stützte, erscheint fraglich, da er im Arztbericht
vom 16. Juli 2013 unter dem Zwischentitel "Befund" ausführt,
Voraufnahmen stünden ihm nicht zur Verfügung. Jedenfalls vermag die
entsprechende Bemerkung die Beweiskraft der Beurteilung von Dr. med.
- 20 -
E._ nicht zu erschüttern. Entgegen der Auffassung des
Beschwerdeführers beruht das Gutachten von Dr. med. E._ vom
23. Juni 2014 demzufolge auf sämtlichen medizinischen Unterlagen, die
für die Beurteilung der vorliegend strittigen Frage nach der Kausalität
zwischen den seit Juni 2013 vom Beschwerdeführer beklagten
Kniebeschwerden und dem Unfall vom 10. September 2009 von
Bedeutung sind.
cc) Nicht zu beanstanden ist dabei, dass Dr. med. E._ darauf verzichtet
hat, die Bildaufnahmen einzuholen (MRI vom 15. September 2009, CT
rechts Kniegelenk, Kernspintomographie des rechten Kniegelenks vom
16. Juli 2013), ist er doch, worauf der Beschwerdeführer in anderem
Zusammenhang selbst hinweist, kein Radiologe. Deshalb muss er sich
bei der Analyse der fraglichen Bildaufnahmen grundsätzlich auf die
Interpretation der diesbezüglichen Fachärzte stützen. Hätte er die
entsprechenden Bilder selber auswerten wollen, hätte er wohl einen
Radiologen beiziehen müssen. Dagegen ist er in seiner Funktion als von
der Beschwerdegegnerin beauftragter Gutachter gehalten, die
diesbezüglichen Ausführungen in den Arztberichten kritisch zu
hinterfragen und auf ihre Vereinbarkeit mit den übrigen medizinischen
Befunden sowie der restlichen Aktenlage zu überprüfen. Dass Dr. med.
E._ dabei bisweilen von den Diagnosen der behandelnden Ärzte
abgewichen ist, ohne, wie vom Beschwerdeführer gefordert, zusätzliche
Erkundigungen bei ihnen einzuholen, liegt in seinem Ermessen und ist
nicht zu beanstanden.
dd) Diesbezüglich gilt es im Übrigen zu beachten, dass Dr. med. E._ im
Gutachten vom 23. Juni 2014 keineswegs die Richtigkeit der von Dr. med.
F._ im Arztbericht 16. Juli 2013 gestellten Diagnosen in Frage stellt.
Er weist lediglich darauf hin, dass er davon ausgeht, dessen
Ausführungen seien insofern unzutreffend, als femoropatellär ein gut
- 21 -
erhaltender Knorpelüberzeug bei lediglich diskreter Chondropathie lateral
an der tibia Grad I-II beschrieben werde, nachdem vorgängig
femoropatellär ein Knorpelschaden Grad III-IV gesichert worden sei (Bg-
act. Register 2/M17). Ansonsten stellt er die Richtigkeit der von Dr. med.
F._ erhobenen Befunde nicht in Frage (vgl. Bg-act. Register 2/M 13).
Er erachtet es lediglich nicht als ausgewiesen, dass die als Hauptbefund
diagnostizierte Femoropatellararthrose mit Knorpelschaden Grad III-IV
retropatellär sowie an der Trochlea mit ungünstiger femoropatellärer
Statik und die dadurch bedingten funktionellen Beeinträchtigungen mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Unfall vom 10. September
2009 zurückzuführen sind. Für die Beurteilung dieser Frage ist
entscheidend, ob die nach dem Unfall vom 10. September 2009 erstmals
beschriebene retropatelläre Knorpelschädigung (Chondromalazia patellae
Grad III) tatsächlich durch das fragliche Unfallereignis verursacht wurde.
Diese Frage kann nur mittels einer Analyse der damals erhobenen
medizinischen Befunde beantwortet werden, die den im Arztbericht vom
16. Juli 2013 erhobenen gegenüberzustellen sind. Einen solchen
Vergleich nimmt Dr. med. F._ nicht vor. Folgerichtig äussert er sich
im Arztbericht vom 16. Juli 2013 denn auch nicht zur Kausalität zwischen
dem Unfallereignis vom 10. September 2009 und den vom
Beschwerdeführer seit Juni 2013 beklagten Kniebeschwerden. Soweit der
Beschwerdeführer im Weiteren vorbringt, die Beschwerdegegnerin hätte
weitere medizinische Abklärungen zu seinem aktuellen
Leistungsvermögen und eine persönliche Untersuchung durch den
Gutachter veranlassen müssen, kann ihm nicht gefolgt werden, da solche
Beweisvorkehren keine neuen Erkenntnisse hinsichtlich des strittigen
Kausalzusammenhangs hätten erwarten lassen. Die Beschwerdegegnerin
durfte darauf folglich in antizipierter Beweiswürdigung verzichten, ohne
dadurch die sie treffende Untersuchungspflicht zu verletzen.
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ee) Im Ergebnis gleich verhält es sich in Bezug auf den Unfallmechanismus,
den der Beschwerdeführer als unzureichend ermittelt ansieht. Freilich trifft
es zu, dass der Unfallhergang in den Akten unterschiedlich beschrieben
wird. So wird in den Arztberichten vom 15. September sowie 2. Oktober
2009 festgehalten, der Beschwerdeführer habe sich beim Springen aus
niedriger Höhe ein Distorsionstrauma des rechten Knies zugezogen (Bg-
act. Register 2/M1, M7). Grundsätzlich in derselben Weise schilderte
Dr. med. H._ im Operationsbericht vom 25. September 2009 den
Unfallhergang ("Der Patient ist anfangs September gestützt und hat sich
dabei das rechte Knie verdreht." [Bg-act. Register 2/M 18]).
Demgegenüber hielt er im an die Beschwerdegegnerin gerichteten
Schreiben vom 3. Dezember 2009 ohne Bezugnahme auf die
anderslautenden Angaben der erstbehandelnden Ärzte sowie seine
hiermit grundsätzlich übereinstimmende Schilderung des Unfallhergangs
im Operationsbericht vom 25. September 2009 fest, der
Beschwerdeführer sei nach einem Sprung aus niedriger Höhe
ausgerutscht und direkt auf das rechte Knie gestürzt (Bg-act. Register
2/M12). Dass sich dieser Widerspruch heute mehr als vier Jahre nach
dem interessierenden Unfallereignis noch mit einer Nachfrage bei Dr.
med. H._ auflösen lässt, ist auszuschliessen. Was eine allfällige
Befragung des Beschwerdeführers hinsichtlich des Unfallhergangs betrifft,
ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer eine solche nicht beantragt
und sich weder im Rahmen des vorinstanzlichen Verfahrens noch im
vorliegenden Beschwerdeverfahren zum Unfallhergang geäussert hat.
Dies lässt darauf schliessen, dass er sich nicht mehr daran erinnern kann,
ob er sich am 10. September 2009 im Hallenband beim Sprung ins
seichte Gewässer "nur" das Knie verdrehte oder zusätzlich noch auf die
Knieschreibe gefallen war. Damit ist nicht ersichtlich, mit welchen
zusätzlichen Beweisvorkehren die Beschwerdegegnerin den
Unfallhergang zum jetzigen Zeitpunkt noch rekonstruieren könnte. Bei
dieser Sachlage hat sie den Verlauf des Unfalls aufgrund der
- 23 -
vorhandenen Unterlagen festzustellen. Dabei darf sie im Rahmen der
freien Beweiswürdigung der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass
spontane Aussagen am Anfang eines Verfahrens in der Regel
unbefangener und zuverlässiger sind als spätere Darstellungen, die
bewusst oder unbewusst von nachträglichen Überlegungen
versicherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein können (sog.
Aussage der ersten Stunde). Bei widersprüchlichen Aussagen kommt
daher den Angaben zu Beginn des Verfahrens grösseres Gewicht zu als
späteren (vgl. BGE 115 V 143 E.8c, 121 V 47 E.2a; Urteil des
Bundesgerichts I 492/05 vom 19. Dezember 2006 E.3.2.2). Wenn die
Beschwerdegegnerin, von dieser Beweismaxime ausgehend, annimmt,
der Beschwerdeführer sei am 10. September 2009 nicht auf sein rechtes
Knie gefallen, ist dies nicht zu bestanden, zumal drei Ärzte den
Unfallhergang in Wiedergabe der entsprechenden Angaben des
Beschwerdeführers in dieser Weise schildern, während nur Dr. med.
H._ von einem Sturz auf die Kniescheibe spricht, sich hiermit jedoch
im Widerspruch zu seinen anfänglichen Ausführungen im
Operationsbericht vom 25. September 2009 setzt. Schliesslich steht der
von der Beschwerdegegnerin angenommene Unfallhergang im Einklang
mit den medizinischen Befunden, die auf eine krankhafte Degeneration
des nach dem Unfallereignis festgestellten retropatellären
Knorpelschadens schliessen lassen.
ff) Soweit der Beschwerdeführer im Weiteren rügt, die Beschwerdegegnerin
habe in ihrer Beschwerdeantwort vom 19. Januar 2015 zahlreiche
sonstige Schadenfälle betreffend das rechte obere Sprunggelenk, die
rechte Schulter und die Halswirbelsäule erwähnt, ohne diese zu belegen,
ist ihm beizupflichten. Die fraglichen Ereignisse sind für die Beurteilung
der strittigen Angelegenheit aber nicht von Bedeutung, weshalb in
antizipierter Beweiswürdigung davon abzusehen ist, die
- 24 -
Beschwerdegegnerin zu verpflichten, die entsprechenden Akten
einzureichen (vgl. BGE 122 V 162 E.1d).
gg) Im Weiteren macht der Beschwerdeführer geltend, die
Beschwerdegegnerin gehe zu Unrecht von einem vorbestehenden
Knorpeldefekt an der Kniescheibe aus, der sich aus den Akten nicht
ableiten lasse und den sie zumindest mit einer Nachfrage beim Hausarzt
hätte verifizieren müssen. Diesbezüglich ist festzuhalten, dass dieser
Knorpelschaden erstmals am 15. September 2009 mittels der damals
durchgeführten MRT-Untersuchung diagnostiziert wurde. Dr. med.
E._ leitet jedoch aus der Analyse der in den Arztberichten vom
22. September 2009 beschriebenen Auffaserung und Usurierung (Bg-
act. Register 2/M5) und dem fehlenden Knochenmarksödem in Form
eines Bone Bruise ab (vgl. etwa Arztbericht vom 22. September 2009 [Bg-
act. Register 2/M5], Arztbericht vom 25. September 2009 [Bg-
act. Register 2/M6]), dass es sich hierbei um eine krankheitsbedingte
Degeneration handelt (Bg-act. Register 2/M17 S. 6). Diese
Schlussfolgerung lässt sich entgegen der Auffassung des
Beschwerdeführers nicht durch eine Nachfrage beim Hausarzt des
Beschwerdeführers verifizieren, da der fragliche Knorpelschaden den
Beschwerdeführer bis dahin offensichtlich nicht beeinträchtigte, weshalb
er deswegen keine medizinischen Abklärungen oder Behandlungen in
Anspruch genommen hatte. Beim retropatellären Knorpelschaden dürfte
es sich also um einen Zufallsbefund handeln, der anlässlich des Unfalls
vom 10. September 2009 entdeckt und durch die am 25. September 2009
durchgeführte Chondroplastik behandelt wurde (vgl. Austrittsbericht vom
25. September 2013 [Bg-act. Register 2/M6], Arztbericht vom 6. Oktober
2013 [Bg-act. Register 2/M15]), aber gleichwohl nicht mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit durch den Unfall vom 9. September 2010 verursacht
wurde.
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hh) Anderer Meinung ist Dr. med. I._, der im Arztzeugnis UVG vom
19. September 2013 eine posttraumatische Femoropatellararthrose
diagnostiziert und dadurch einen Zusammenhang zwischen den seit Juni
2013 vom Beschwerdeführer beklagten Kniebeschwerden und dem Unfall
vom 10. September 2009 herstellt (Bg-act. Register 2/M 6). Diese
Auffassung begründet er jedoch nicht. Sofern sich Dr. med. I._ auf
den mit dem Arztzeugnis UVG vom 19. September 2013 eingereichten
Arztbericht der Klinik G._ vom 16. Juli 2013 stützen sollte, ist
festzuhalten, dass sich diese Diagnose im fraglichen Arztbericht nicht
findet (Bg-act. Register 2/M14). Dr. med. F._ diagnostizierte im
Arztbericht vom 16. Juli 2013 der Klinik G._ zwar als Hautbefund
eine fortgeschrittene Femoropatellararthrose mit Knorpelschäden Grad III-
IV retropatellär sowie an der Trochlea bei ungünstiger femoropatellärer
Statik, ohne sich jedoch zur Ursache der fraglichen gesundheitlichen
Beeinträchtigung zu äussern. Dies erstaunt nicht, hält er doch eingangs
fest, es stünden ihm keine Voraufnahmen zum Vergleich zur Verfügung.
Demgegenüber stützte sich Dr. med. E._ bei seiner Beurteilung auf
alle massgeblichen medizinischen Vorakten und erläuterte eingehend,
weshalb er nach Analyse der echtzeitlichen Arztberichte zur Überzeugung
gelangt ist, dass die derzeitigen Kniebeschwerden des
Beschwerdeführers nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den
Unfall vom 10. September 2009 zurückzuführen sind. Soweit der
Beschwerdeführer schliesslich vorbringt, dass die Beschwerdegegnerin
im angefochtenen Einspracheentscheid von einem vorbestehenden
tibialen Knorpeldefekt ausgegangen sei, kann diese Frage dahingestellt
bleiben. Die Beschwerdegegnerin hat die tibiale Läsion als Folge des
Unfalls vom 10. September 2009 anerkannt. Der dortige Schaden hat sich
indes seit der am 25. September 2009 vorgenommenen Chondroplastik
nur mehr unwesentlich verändert (vgl. Arztbericht der Klinik G._ vom
16. Juli 2013 [Bg-act. Register 2/M13], Gutachten vom 23. Juni 2014 S. 6
f. [Bg-act. Register 2/M17]) und ist für die derzeitigen Beschwerden des
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Beschwerdeführers am rechten Knie nicht verantwortlich. Diese sind
vielmehr auf die Femoropatellararthrose zurückzuführen, deren
Entwicklung durch die ungünstige femoropatelläre Statik begünstigt wird.
Ob diese abgeflachte Form der Patella vom Ausmass her eine
Patelladysplasie oder eine unübliche Formvariante darstellt, ist für den
vorliegenden Fall nicht von Bedeutung. Im einem wie im anderen Fall ist
sie als angeborene oder wachstumsbedinge Fehlstellung laut der
Gutachterlichen Auffassung nicht unfallkausal (vgl. Gutachten vom
23. Juni 2014 S. 6 f. [Bg-act. Register 2/M17]). Die Beschwerdegegnerin
ist folglich zu Recht davon ausgegangen, dass, soweit der medizinische
Sachverhalt für die Beurteilung der strittigen Frage nach dem natürlichen
Kausalzusammenhang von Bedeutung ist, lückenlose
Untersuchungsbefunde vorliegen, die im Grundsatz unbestritten sind und
es Dr. med. E._ ermöglicht haben, sich ein vollständiges Bild über
die massgeblichen Verhältnisse am rechten Knie des Beschwerdeführers
zu verschaffen.
e) Aus den vorgenannten Überlegungen gelangt das Gericht in Würdigung
der Aktenlage zum Schluss, dass die Beschwerdegegnerin alle für die
Abklärung der begehrten Versicherungsleistungen erforderlichen
Sachverhaltsermittlungen vorgenommen hat. Weitere Beweisvorkehren
lassen keine neuen Erkenntnisse erwarten. Der im vorliegenden
Verfahren vom Beschwerdeführer gestellte Beweisantrag, ein externes
medizinisches Gerichtsgutachten über die Kausalität zwischen dem Unfall
vom 10. September 2009 und den vom Beschwerdeführer beklagten
Kniebeschwerden einzuholen, ist deshalb in antizipierter
Beweiswürdigung abzuweisen (vgl. BGE 122 V 162 E.1d). Aufgrund der
getätigten Beweisvorkehren gilt als erstellt, dass sich der
Beschwerdeführer am 10. September 2009 im Hallenbad bei einem
Sprung aus niedriger Höhe ins Wasser das Knie verdreht hat. Bei den in
der Folge veranlassten bildgebenden Abklärungen wurde ein Defekt am
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lateralen Tibiaplateau ersichtlich, der aufgrund der dortigen Bone Bruise
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Unfall vom 10. September
2009 zurückzuführen und damit als unfallkausal anzusehen ist. Die vom
Beschwerdeführer seit Juni 2013 beklagten Kniebeschwerden sind
indessen nicht auf diesen tibialen Knorpelschaden zurückzuführen,
sondern hängen unter anderem mit dem retropatelläre Knorpelschaden
zusammen, der zwar erstmals nach dem Unfall vom 10. September 2009
diagnostiziert wurde, jedoch mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht
auf den Unfall vom 10. September 2009 zurückzuführen ist. Damit ist
nicht ausgewiesen, dass die seit Juni 2013 vom Beschwerdeführer
beklagten Kniebeschwerden durch den Unfall vom 10. September 2009
verursacht wurden. Bei dieser Sachlage hat die Beschwerdegegnerin das
Vorliegen eines Rückfalls als vom Beschwerdeführer zu beweisende
anspruchsbegründende Voraussetzung zu Recht verneint und es
abgelehnt, die begehrten Versicherungsleistungen zu erbringen. Der
angefochtene Einspracheentscheid erweist sich somit als rechtens, was
zu seiner Bestätigung und zur Abweisung der dagegen erhobenen
Beschwerde führt.
5. Das Beschwerdeverfahren vor dem Verwaltungsgericht ist gemäss Art. 61
lit. a ATSG, abgesehen von vorliegend ausser Betracht fallenden
Ausnahmen, kostenlos. Folglich sind im vorliegenden Fall keine Kosten
zu erheben. Eine aussergerichtliche Entschädigung steht der
obsiegenden Beschwerdegegnerin nicht zu (Umkehrschluss aus Art. 61
lit. g ATSG).