Decision ID: e0ccfeb2-8ae7-479b-9239-0d8141ecb1b8
Year: 2021
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1971,
meldete sich nach dem
Zuzug
von
Z._
nach
A._
per 2
0.
Juni 2007
bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Ausgleichskasse,
als Nichterwerbstätiger
an (
Urk.
8/8). In der Folge erhob die Ausgleichskasse vom Versicherten
vom
1.
Juli
2007 bis
zum 31.
Dezember
2012
auf
s
einem Vermögen
Beiträge für Nichterwerbstätige (
für die Jahre 2009 bis 2012
lediglich
akonto
;
Urk.
8/13-15
,
Urk.
8/17,
Urk.
8/19,
Urk.
8/24,
Urk.
8/26 und
Urk.
8/31
).
Per
1.
Januar 2012
trat
der Versicherte
eine Stelle
in einem Pensum von 18,75
%
als Immobilienverwalter/Geschäftsführer
der
B._
GmbH
an (Urk. 8/35/4-5)
, deren einziger Gesell
schafter er bis Oktober 2019
war (vgl.
www.
zefix.ch).
Ab dem
1.
Juli 2012 erhöhte er das Pensum auf
60
%
(
Urk.
8/37/5
-8
). Seit dem 1
3.
J
uni 2016 war
er
als Inhaber des Einzelunter
nehmens
C._
im Handelsregister eingetragen
(
Urk.
8/52
). Per
2
2.
Juni 2016
meldete
sich
der Versicherte mit dieser Einzelfirma
bei der Ausgleichskasse als
Selbständigerwerbender
an
(
Urk.
8/94
/1-4
).
1.2
Am 1
3.
Dezember 2018
erliess die Ausgleichskasse
eine Beitragsverfügung, mit welcher
sie die persönlichen Beiträge des Versicherten für das Jahr 2012 gestützt auf
eine Meldung des Steueramts des Kantons Zürich basierend auf einem beitragspflichtigen
Einkommen von
Fr.
3'431'4
00.-- auf
Fr.
334'509.45 (inkl.
Verwaltungskosten)
festsetzte (
Urk.
8/65). Ebenfalls am 1
3.
Dezember 2013 erliess die Ausgleichskasse eine Beitragsverfügung, mit welcher sie die persön
lichen Beiträge für das Jahr 2013 gestützt auf eine Meldung des Steueramts basierend auf einem beitragspflichtigen
Einkommen v
on Fr.
1'905'900.--
auf
Fr.
187'493.25 (inkl. Verw
altungskosten) festsetzte (Urk.
8/66).
Gleichentags verfügte
sie
Verzugszinsen für die Beitragsnachforderungen des Jahres 2012 von
Fr.
99'563.-- und
für jene
des Jahres 2013 von
Fr.
46'430.60 (
Urk.
8/67-68). G
egen diese Verfügungen
vom 13.
Dezember 2018 erhob der Versicherte am 1
1.
Januar 2019 Einsprache (Urk.
8/69).
Am
2
9.
Januar
2019 wurde das Einzel
unternehmen
C._
infolge Geschäftsübergangs
an die
D._
AG, deren Verwaltungsratsmitglied der Versicherte ist,
aus dem Handelsregister gelöscht (www.zefix.ch).
In der Folge
holte die Ausgleichskasse die Stellungnahme des
Steueramts
vom
1
3.
Mai 2019 ein
(
Urk.
8/101).
Am 2
7.
Mai 2019
erliess
sie
eine Beitragsver
fügung
, mit welcher
sie die persönlichen Beiträge des Versicherten für das Jahr
2014
gestützt
auf
die
Angaben des Steueramts basierend
auf ein
em
beitrags
pflichtige
n
Einkommen von
Fr.
430'600.-- auf
Fr.
44'011.35
(inkl.
Verwaltu
ngs
kosten)
festsetzte (
Urk.
8/112).
Ebenfalls am 2
7.
Mai
2019
erliess die Ausgleichs
kasse eine Beitragsverfügung, mit welcher sie die persönlichen Beiträge für
das Jahr 2015
gestützt auf ein beitragspflichtiges Einkommen von
Fr.
1'053'800.--
auf
Fr.
104'217.70
(inkl. Verwal
tung
skosten) festsetzte (Urk.
8/
113
).
Gleichentags verfügte
sie
Verzugszinsen für die Beitragsnachforderungen des Jahres 2014 von
Fr.
9'700.85 und
für jene
des Jahres 2015 von
Fr.
17'760.45 (
Urk.
8/118-119).
Gegen diese Verfügungen vom 2
7.
Mai 2019 erhob der Versicherte am 2
6.
Juni 2019 Einsprache (
Urk.
8/125).
1.
3
Mit
Einspracheentscheid
vom 2
4.
April 2020 vereinigte die Ausgleichskasse das
Einsprachev
erfahren
betreffend die persönlichen
Beiträge der Jahre 2012 und 2013
mit jenem
betreffend die persönlichen Beiträge der Jahre 2014 und 201
5.
Alsdann
hob sie die Verfügungen betreffend die persönlichen Beiträge der Jahre 2012 und 2013
sowie
die
entsprechenden
Verzugszinsverfügungen
in teilweiser Gutheissung der Einsprache
vom 11.
Januar 2019
auf und
setzte die persönlichen B
eiträge der Jahre 2012 und 2013
gestützt auf ein beitragspflich
tiges Einkommen von
Fr.
3'040'900.
--
auf Fr.
296'737.-- (inkl. Verwaltungs
kosten)
respektive gestützt auf ein beitragspflichtiges Einkommen von
Fr.
1'675'0
00.-- auf Fr.
164'962.05 (inkl.
Verwaltungskosten) fest
. Die Verzugs
zinsen
für das Jahr 2012
reduzierte sie auf
Fr.
88'320.45 und für das Jahr 2013
auf
Fr.
40'851.--
(
Urk.
2;
vgl. auch
Verfügungen und
Mitteilungen vom 2
4.
April 2020,
Urk.
8/137-138 und Urk.
8/143
-144
)
.
Die Einsprache
vom 2
6.
Juni 2019
gegen
die Beitrags-
und die Verzugszinsverfügungen der Jahre 2014 und 2015 wies die Ausgleichskasse ab.
2.
Dagegen erhob der Versicherte am 2
2.
Mai 2020 Beschwerde und beantragte, es seien die Beitragsverfügungen für die Jahre 2012 bis 2015 mangels Vorliegens einer selbständigen Erwerbstätigkeit im Sinne des Bundesgesetzes über die Alters- und
Hinterlassenenversicherung
(AHVG) aufzuheben (
Urk.
1)
. Die Beschwerdegegnerin beantragte
mit Beschwerdeantwort vom 2
8.
Augu
st 2020 die
Abweisung der Beschwerde (
Urk.
7), was dem Beschwerdeführer am 31
.
August
2020 angezeigt wurde (
Urk.
9).
Mit S
chreiben vom
9.
Juli 2021 (Urk.
10) wurde
dem Beschwerdeführer die
Stellungnahme des Kantonalen Steueramt
s vom
7.
August 2020 und das E-Mail der Eidgenös
sischen Steuerver
waltung vom 9.
Juli 2020
(
Urk.
8/151-152) zur Kenntnisnahme
zugestellt.
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss Art. 4 Abs. 1 AHVG schulden die erwerbstätigen Versicherten Beitr
äge auf dem aus einer unselbständigen oder selbst
ändigen Erwerbstätigkeit fliessen
den Ein
kommen, gleichgültig, ob diese im Haupt- oder Nebenberuf und ob sie regelmässig ausgeübt wird (Urteil des damaligen Eidgenössischen Versiche
rungs
gerichts H 301/01 vom 29. März 2005 E. 3.1). Nach Art. 9 Abs. 1 A
HVG ist
Ein
kommen aus selbst
ändiger Erwerbstätigkeit jedes Erwerbseinkommen, das
nicht Entgelt für in unselbst
ändiger Stellung geleistete
Arbeit darstellt. Als selbst
ändiges Einkommen gelten laut Art. 17 der Verordnung über die Alters- und
Hinterlassenenvers
icherung
(AHVV) alle in selbst
ändiger Stellung erzielten Einkünfte aus einem Handels-, Industrie-, Gewerbe-, Land- und Forstwirt
schafts
betrieb, aus einem freien Beruf,
sowie aus jeder anderen selbst
ändigen Erwerbs
tätig
keit, einschliesslich der Kapital- und Überführungsgewinne nach Art. 18 Abs.
2 des Bundesgesetzes über die d
irekte Bundessteuer (DBG) und der Gewinne aus der Veräusserung von land- und forstwirtschaftlichen Grundstücken nach Art. 18 Abs. 4 DBG, mit Ausnahme der Einkünfte aus zu Geschäftsvermögen erklärten Beteiligungen nach Art. 18 Abs. 2 DBG. Nich
t unter den Begriff der selbst
ändigen Erwerbstätigkeit im Sinne von Art. 9 Abs. 1 AHVG und Art. 17 AHVV fällt die blosse Verwaltung des eigenen Vermögens; der daraus resultie
rende reine Kapitalertrag unterliegt daher nicht der Beitragspflicht (BGE 134 V 250 E. 3.1 mit Hinweisen).
1.2
Ausgangspunkt für die Beurteilung der Frage, ob Einkünfte oder Vermögenszu
wächse (Erträge, Gewinne) aus einer selbstständigen Erwerbstätigkeit im Sinne von Art. 4
Abs.
1 und Art. 9
Abs.
1 AHVG herrühren, bildet die bundesgericht
liche Rechtsprechung zur Abgrenzung zwischen Privat- und Geschäftsvermögen (BGE 125 V 383 E. 2b). Das AHV-Beitragsrecht verweist bezüglich des Begriffs des Geschäftsvermögens auf das Steuerrecht (BGE 147 V 114 E. 3.3.1.1).
Gemäss
Art. 18
Abs. 2 Satz 3 DBG
und Art. 8 Abs. 2 Satz 1 des Bundesgesetzes über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden (StHG) gelten als Geschäftsvermögen alle Vermögenswerte, die ganz oder vorwiegend der selbständigen Erwerbstätigkeit dienen.
Für die Zuteilung eines Vermögenswertes zum Geschäftsvermögen oder zum Privatvermögen ist auf dessen aktuelle technisch-wirtschaftliche Funktion abzu
stellen. Ist die technisch-wirtschaftliche Funktion nicht klar erkennbar, was
insbesondere bei sogenannten Alternativgütern
(Gütern, die sowohl zum Geschäfts- als auch zum Privatvermögen gehören)
, wie sie unter anderem Liegenschaften darstellen, der Fall sein kann, kommt dem Willen und der Sach
darstellung des Steuerpflichtigen
grosse
Bedeutung zu. Dabei kann jedoch nicht auf einzelne beliebige
Willensäusserungen
des Steuerpflichtigen abgestellt werden. Für die Abgrenzungsfrage relevant ist vielmehr der Wille, ein Wirtschaftsgut dem Geschäft zu widmen
,
und nicht der Wille, ein Wirtschaftsgut für die Zwecke der Besteuerung als Geschäftsvermögen zu behandeln. Damit ein Gegenstand als Geschäftsvermögen qualifiziert werden kann, wird steuerlich somit grundsätzlich eine selbständige Erwerbstätigkeit vorausgesetzt, das
heisst
ohne selbständige Erwerbstätigkeit kann grundsätzlich auch kein Geschäftsver
mögen vorliegen beziehungsweise keine Widmung eines Vermögensgegenstan
des zum Geschäftsvermögen erfolgen.
B
ei Alternativgütern
hat
aufgrund der steuer- und AHV-rechtlichen Parallelität grundsätzlich das Gleiche zu gelten (BGE 140 V 241 E. 4.2). Dies gebietet auch der Grundsatz der Einheit der Rechtsordnung, wonach widersprechende Entscheide im Rahmen des Möglichen zu vermeiden sind (BGE 143 II 8 E. 7.3). Vor diesem Hintergrund kann eine Person einen Vermögenswert gegenüber den Steuerbehörden nicht als Geschäftsvermögen deklarieren und damit zumindest implizit eine selbständige Erwerbstätigkeit geltend machen, um von den steuer
rechtlichen Folgen zu profitieren, und andererseits im AHV-Beitragsverfahren behaupten, es fehle an einer selbständigen Erwerbstätigkeit, um die beitrags
rechtlichen Konsequenzen abzuwenden. Ein solch widersprüchliches Verhalten verstösst gegen Treu und Glauben (
venire
contra
factum
proprium) und ist nicht zu schützen (vgl. Thomas
Gächter
, Rechtsmissbrauch im öffentlichen Recht, Zürich 2005, S. 200 f.; BGE 147 V 114 E. 3.3.1.2-3.3.1.4 mit Hinweisen).
1
.3
Nach Art. 23 Abs. 1 AHVV obliegt es in der Regel den Steuerbehörden, das für die Berechnung der Beiträge
Selbstständigerwerbender
massgebende Erwerbsein
kommen auf Grund der rechtskräftigen Veranlagung für die direkte Bundessteuer und das im Betrieb investierte Eigenkapital auf Grund der entsprechenden rechts
kräftigen kantonalen Veranlagung zu ermitteln.
Die Angaben der kantonalen Steuerbehörden sind für die Ausgleichskassen verbindlich (Art. 23 Abs. 4 AHVV). Die absolute Verbindlichkeit der Angaben der Steuerbehörden für die Ausgleichskasse und die daraus abgeleitete relative Bindung des Sozialversicherungsgerichts an die rechtskräftigen Steuertaxationen sind jedoch auf die Bemessung des
massgebenden
Einkommens und des betrieb
lichen Eigenkapitals beschränkt.
Diese Bindung betrifft mithin nicht die beitragsrechtliche Qualifikation und beschlägt daher nicht die Fragen, ob überhaupt Erwerbseinkommen und gegebe
nenfalls solches aus selbständiger oder unselbständiger Tätigkeit vorliegt und ob die Person, die das Einkommen bezogen hat, beitragspflichtig ist. Somit haben die Ausgleichskassen ohne Bindung an die Steuermeldung aufgrund des Rechts der Alters- und
Hinterlassenenversicherung
zu beurteilen, wer für ein von der Steuerbehörde gemeldetes Einkommen beitragspflichtig ist (BGE 121 V 80 E. 2c). Das gilt namentlich auch für die Qualifikation eines Vermögensbestandteils als Privat- oder Geschäftsvermögen, zumal diese Unterscheidung steuerrechtlich häufig ohne Belang ist, da steuerrechtlich der Ertrag sowohl aus Privat- als auch aus Geschäftsvermögen steuerbar ist. Die Steuermeldung ist daher mit Bezug
auf den Vermögensertrag keine zuverlässige Grundlage für die AHV-Beitragsfestsetzung, weshalb die Qualifikation als beitragsfreier Kapitalertrag auf Privatvermögen oder beitragspflichtiges Einkommen aus Geschäftsvermögen im Beitragsfestsetzungsverfahren erfolgen muss. In Bezug auf den Vermögens
gewinn ist demgegenüber auch steuerrechtlich die Unterscheidung von Geschäfts- und Privatvermögen von Bedeutung, weshalb sich die AHV-Behörden in der Regel auf die Steuermeldung verlassen können und eigene nähere Abklärungen nur dann vornehmen müssen, wenn sich ernsthafte Zweifel an der Richtigkeit der Steuermeldung ergeben (BGE 134 V 250 E.
3.3 mit Hinweisen; E. 2.2.1 f. des in BGE 140 V 241 auszugsweise publizierten Urteils des Bundes
gerichts 9C_897/2013 vom 27. Juni 2014).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete den angefochtenen Entscheid damit, dass
gem
äss Stellungnahme des Steueramt
s vom 1
3.
Mai 2019 bei
m
ursprünglich gemeldeten Einkommen und Eigenkapital
irrtümlicherweise
auch
die Liegen
schaft
«...»
in
A._
berücksichtigt worden sei.
Der darauf erzielte Gewinn
sei jedoch bei der Veräusserung im Jahr 2015 von der direkten
Bundes
steuer nicht erfasst und
dem Privat
vermögen zugewiesen worden. Ausserdem habe das
Steueramt darauf hingewiesen, dass beim gemeldeten Einkommen keine Sozialversicherungsbeiträge in Abzug gebracht worden seien.
Bei
der Festsetzung der persönlichen Beiträge
könne deshalb
auf die Aufrechnung der Sozialver
sicherungsbeiträge verzichtet werden.
Die
Beiträge
und Verzugszinsen
der
Jahre 2012 und 2013 seien
entsprechend
zu reduzieren.
Im Weiteren habe das Steuer
amt
in der Stellungnahme vom 1
3.
Mai 2019 ausführlich begründet, weshalb es die gemeldeten Einkünfte als Erträge aus Geschäftsliegenschaften und damit als selbständiges Erwerbseinkommen qualifiziert habe. Der Beschwerdeführer habe
beim Steueramt am 2
0.
April 2016 eine
Rulinganfrage
gestellt. Dabei sei es darum gegangen, die Liegenschaften, deren Erträge der Beschwerdegegnerin als selbständiges Erwerbseinkommen gemeldet worden seien, im Rahmen einer steuerneutralen Umstrukturier
ung gemäss
Art.
19
Abs.
1
lit
. b
DBG von der Einzelfirma
C._
in die
D._
AG zu übertragen. Das Steueramt habe diese Umwandlung
bewilligt und
rückwirkend auf den
1.
Januar 2016 verwirklicht. Die steuerneutrale Üb
ertragung der Liegenschaften in
die
D._
AG sei nur deshalb möglich gewesen, weil die Liegenschaf
ten als Geschäftsvermö
gen qualifiziert worden seien. Dass die Einzelfirma
C._
erst am
8.
Juni 2016 im Handelsregister eingetragen worden sei, ändere daran nichts. Die Liegenschaften hätten bereits in den Jahren zuvor als Geschäftsliegenschaften gelten müssen, damit eine Steuerumgehung habe ausgeschlossen werden können. Da die Unterscheidung von Geschäfts- und Privatvermögen für die Steuerveranlagung von Bedeutung gewese
n sei, könne die Beschwerdegegnerin
grundsätzlich auf die Steuermeldungen abstellen.
Ernst
hafte Zweifel an der
en Richtigkeit
bestünden nicht. Überdies gehe aus dem
Rulingantrag
vom 2
0.
April 2016 hervor, dass die zur Diskussion stehenden Liegenschaften vom Beschwerdeführer «in den letzten Jahren» zum T
eil käuflich erworben
und
durch Erbteilungs- und Abtretungsvertrag im Jahr 2011 von de
r
Er
ben
gemeinschaft
des
E._
an ihn
übertragen worden seien. Die Immobilienprojekte seien dabei von
E._
als Architekt selbst geplant und realisiert worden. Dies spreche für das Vorliegen von Geschäftsvermögen zu Lebzeiten von
E._
. Solange die Erben keine Überführung
der Liegen
schaften
ins Privatvermögen vorgenommen hätten,
würden diese
auch nach dem Ableben des Geschäftsinhabers im Gesch
äftsvermögen verbleiben
(
Urk.
2 S.
2 ff.
).
2.2
Der Beschwerdeführer machte demgegenüber gelten
d
, dass
er in den Jahren 2012 bis 2015 lediglich die von seinem Vater geerbten Liegensch
aften verwaltet und aus diesen Mehrfamilienhäusern, die praktisch ausschliesslich an Privatpersonen vermietet würden, Mietzinseinnahmen erzielt habe.
Seine Tätigkeit
habe sich
auf die kapitalmässige Nutzung des Vermögens beschränkt.
Es habe sich nicht um eine auf Erwerb gerichtete Tätigkeit gehandelt.
E
r habe
keinen gewerbsmässigen
L
iegenschaftenhandel
betrieben.
Der Beschwerdeführer habe zwar zu Vermögensverwaltungszwecken weitere Liegenschaften erworben, jedoch nie eine
der
zur Debatte stehende
n
Liegenschaft veräussert.
Dass die Liegenschaften bis zum 3
1.
Dezember 2015 zum Privatvermögen gehört hätten, gehe aus den jeweils eingereichten Steuererklärungen hervor.
Die Einzelunternehmung
C._
sei erst am
8.
Juni 2016 im
Handelsregister eingetragen worden und habe vorher rechtlich noch nicht bestanden
. Die Erbschaft von
E._
sel., der im Jahr 1984
verstorben sei, sei erst 2011 unter anderem auf den Beschwerdeführer übertragen worden. Die
unverteilte
Erbschaft habe immer Privatvermögen dargestellt, wobei
sich
auch heute noch gewisse Liegenschaften und G
rundstücke als
unverteilte
Erbschaft im Privatvermögen der Erben befinden würden. Ebenso seien die Liegenschaften in
Z._
, die auch aus verteilter Erbschaft stammen würden, bei der Einbringung in die
D._
AG dem Privatvermögen hinzugerechnet worden. Aus der Jahrzehnte zurückliegenden Tätigkeit von
E._
sel. lasse sich bezüglich des Vorliegens von Geschäftsvermögen nichts ableiten. Die Erbengemeinschaft habe die Liegen
schaften seit Jahrzehnten zur reinen Vermögensverwaltung gehalten
.
Um eine steuerneutrale Umwandlung
eines Einzelunternehmens
in ein
e Aktiengesellschaft vornehmen zu können
, sei die Einzelfirma
C._
im Jahr 2016 gegründet worden. D
as
Einzelunternehmen habe den einzigen Zweck gehabt, dass
die hierfür
zu erfüllenden Erfordernisse eingehalten seien. Die Gründung
des Einzelunternehmens wäre jedoch
nicht einmal nötig gewesen, da am
1.
Januar 2016 für eine logische Sekunde
steuerlich
ein Statuswechsel der Liegenschaften von Privatvermögen zu gewillkürtem G
eschäftsvermögen
voll
zogen worden sei.
Dass die
sich bisher im Privatvermögen befindlichen Liegen
schaften zu diesem Zweck in die Einzelfirma
C._
eingebracht worden seien, habe auf die AHV-rechtliche Würdigung des Liegenschaftsvermögens bzw. de
ssen Erträge rückwirkend auf die
Jahre 2012 bis 2015 keinen Einfluss
. Der Beschwerdeführer sei mit
der
Einzelfirma
C._
erst nach deren Eintragung im Handelsregister ab 2016 AHV-beitragspflichtig
. Die Quali
fikation als beitragsfreier Kapitalertrag auf Privatvermögen oder als beitrags
pflichtiges Einkommen aus Geschäftsvermögen müsse im Beitragsfestsetzungs
verfahren nach AHV-rechtlichen Kriterien erfolgen. Da im vorliegenden Fall kein Vermögensgewinn vorliege, könne sich die Beschwerdegegnerin nicht einfach auf die Steuermeldung
verlassen
(
Urk.
1
).
3.
3.1
Der Stellungnahme des Steueramts des Kantons Zürich vom 1
3.
Mai 2019
(Urk.
8/105)
ist zu entnehmen, dass
der Beschwerdeführer mit
Rulinganfrage
vom 2
0.
A
pril 2016 beantragt habe,
die nachfolgenden Liegenschaften im Rahmen einer steuerneutralen Umstrukturierung gemäss
Art.
19
Abs.
1
lit
. b DBG von der Einzelfirma
C._
in die
D._
AG zu übertragen
:
-
«...»
in
A._
-
«...»
in
A._
-
«...»
in
A._
-
«...»
in
A._
-
«...»
in
A._
-
«...»
in
A._
-
«...»
in
A._
-
«...»
in
A._
-
«...»
in
A._
-
«...»
in
A._
-
«...»
in
A._
-
«...»
in
A._
-
«...»
in A._
-
«...»
in
A._
Die Steuerb
ehörden des Kantons F._
würden
sich auf den Standpunkt
stellen
, dass die
dort gelegenen Liegenschaften
des Beschwerdeführers
de
m Privatver
mögen zuzuweisen seien
und deshalb nicht im Rahmen einer steuerneutralen Umstrukturierung in die
D._
AG übertragen werden könn
t
en. Diese Qualifikation
der
Kanton F._
Steuerbehörden sei
berücksichtigt
worden
und die Liegenschafts
erträge sämtlicher Liegenschaften
in Z._
nicht in die Berechnung der Einkünfte
aus selbständiger Erwerbstätigkeit miteinbezogen worden.
Die Liegenschaft
«...»
in
A._
sei
im Jahr 2015 veräussert
worden. Dabei sei
der Gewinn beim
Beschwerdeführer
bei der
direkten Bundessteuer nicht er
fasst
worden
. Die
betreffenden
Liegenschaftserträge seien
folglich nicht in die Berechnung der Einkünfte aus selbständiger Erwerbstätigkeit miteinbezogen
worden
.
Aus
der Tatsache, dass die Einzelunternehmung
C._
erst am
8.
Juni 2016 im
Handelsregister
des
Kantons Zürich eingetragen worden sei
,
könne
nicht abgeleitet werden, dass
diese
vorh
er rechtlich nicht bestanden habe
.
Gemäss
Art.
36
Abs.
1
der Handelsregisterverordnung (
HRegV
) seien natürliche Personen,
die
ein nach kaufmännischer
Art geführtes Gewerbe betreiben
und während eines Jahres Roheinnahmen von mindestens
Fr.
100'000.--
(Jahresum
satz)
erzielen würden, verpfli
chtet, ihr Einzelunternehmen im
Handelsregister eintragen zu lassen. Da diese Grenze in den Jahren 2012 bis
2015 deutlich überschritten w
orden sei, sei davon auszugeh
en, dass
vorliegend
eine Eintragung h
ätte vorgenommen werden müssen. Es sei somit eine Verlet
zung der Ein
tragungspflicht gemäss
Art.
152
HRegV
gegeben
.
Art.
36
Abs.
1
HRegV
führe
nicht
zu einer
Umqualifizierung
einer deklaratorischen in
eine konstitutive Wirkung. Gemäss
Art.
69
Abs.
1
des Bundesgesetzes über Fusion, Spaltung, Umwandlung und Vermögensübertragung (
FusG
)
könn
t
en im
Handelsregister eingetragene Ein
zelunternehmen (nicht aber solche, welche nicht im Handels
register eingetragen
seien) Vermögensübertragungen gemäss
Art.
69 bis
77
FusG
vornehmen.
Es sei davon auszugeh
en, dass die Eint
ragung
der Einzelfirma
C._
erfolgt sei, damit
die steuerneutrale Umwandlung gemäss
Art.
19
Abs.
1
lit
. b
DBG in Verbindung mit
Art.
69 bis
77
FusG
habe
um
gesetzt werden können.
Dafür würden
auch die Ausführung
en
des Beschwer
deführers
in
der Anmel
dung für
Selbständigerwerbende
sprechen
, wonach die Einzelfirma zur Vermögensübertragung der Liegenschaften an die
D._
AG in
A._
gegründet
worden sei.
Gegen die Ausführungen
des Beschwerdeführers,
dass die Einzelunternehmung
C._
erst ab d
em
8.
Juni 2016 bestanden habe, spreche zudem die Tatsache
, dass die Liegenschaften zum historischen Anlagewert in die
D._
AG überführt und m
it diesem bilanziert worden seien.
Wäre die Übertragung der Liegenschaften vom Privatvermögen von
X._
ins Geschäf
tsvermögen der Einzelunternehmung
C._
er
st am
8.
Juni 2016 erfolgt,
würde der an diesem Tag anwendbare Verkehrswert dem Einbringungswert (und folglich auch dem Buchwert) entsprechen, was abe
r nicht der Fall sei.
Umstrukturierungen gemäss
Art.
19
Abs.
1
lit
. b DBG seien ausschliesslich für geschäftliche Betriebe respektive Teilbetriebe
möglich
, das heisse, es müsse
Geschäftsvermögen vorliegen.
Das Betriebserfordernis sei
eine von vier Voraus
setzungen, damit eine steuerneu
trale Umstrukturierung gemäss
Art.
19
Abs.
1
lit
. b DBG vorliege. Das Betriebserfordern
is werde
in Ziffer 3.2.2.3 des Kreisschrei
bens Nr. 5 der
Eidgenössischen Steuerverwaltung (
ESTV
)
vom
1.
Juni 2004 definiert. Aus dem dritten Abschni
tt von Ziffer 3.2.2.3 gehe
herv
or, dass ein Betrieb nicht nur zum Zwecke einer steuerneutralen U
mwandlung geschaffen werden dürfe
(allgemeiner Vorbehalt der Steuerumgeh
ung). Der vorliegende Satz stehe
zw
ar beispielhaft für die
Mitgabe
von nichtbetriebsnotwendigen Aktiven,
sei
aber sinngemäss anwendbar. Aus Ziffer 3.2.6 des Kreisschreibens Nr. 5 resp.
aus
Art.
9
Abs.
1
lit
. e
des Bundesgesetzes über die Stempelabgaben (
StG
) gehe
hervor, dass die
Reduktion der
Bem
essungsgrundlage für die Emissi
onsabgabe bei Umwand
lungen nur dann gewährt werde, wenn der bisherige Rechts
träger während mindestens fünf Jahren bestand
en habe. Hier habe der G
esetzgeber
explizit eine Frist im Gesetzestext niedergeschrieben.
Indem der Beschwerde
führer im
Rulingschreiben
vom 2
0.
April 2016
eine Umwandlung der Einzelfirma
C._
gemäss
Art.
19
Abs.
1
lit
. b DBG für
die
aufgefü
hrten Liegenschaften beantragt habe, habe er klar zum Aus
druck
gebracht, dass die
Liegenschaften einen geschäftlichen Betrieb darstellen
würden
.
Dieser Betrieb respektive
die Einzelunternehmung könne
nicht erst am
8.
Juni 2016 ge
gründet worden sein, da sons
t in Anlehnung an die Ausführun
gen des Kreisschreibens Nr. 5 der E
STV eine Steuerumgehung vorliegen würde. Zwar stehe bei den
direkten Steuern nicht explizit
im Gesetz,
w
ie lange der Rechtsträger respektive
der Betrieb vor
der
Umstrukturierung
bestanden haben müsse
. Aufgrund von
Art.
9
Abs.
1
lit
. e
StG
sowie der Tatsache, das
s sämtliche Sperrfristen bei Um
strukturierungen fünf Jahre betragen
würden
(vgl.
Art.
19
Abs.
2 DBG,
Art.
61
Abs.
2 und
Abs.
4 DBG), könne
aber
davon ausgegangen werden, dass eine Frist von fünf Jahren auch bei den direkten Steuern sachgerecht
sei. Zudem seien
vorliegend
nicht Aktiven -
wie anlässlich einer generellen Neugründung einer E
inzelfirma – erworben worden, sondern die Aktiven, namentlich die Liegenschaften, seien bereits etliche Jahre vorher im Eigentum des Beschwerde
führers gestanden.
Das Krei
sschreiben Nr. 5 der ESTV gehe
bei Liegenschaften
nicht leichthin von einem Betrieb
aus. Unter anderem
müss
t
en die Mietzins
erträge ein
e gewisse Intensität erreichen respektive
mindestens das 20-fache des marktüblichen Personalaufwandes für die Immobilienverwaltung betragen (vgl. Ziffer 3.2.2.3 des Kreisschreibens Nr. 5 der
ESTV). Diese Voraussetzung sei
sowohl im Jahr der Übertragung als auch in den Vorjahren erfüllt
gewesen
. Somit
würden
die Liegenschaften bereits in den Vorjahren einen betrieblichen Char
ak
ter aufweisen.
Dem
Antrag
des Beschwerdeführers auf steuerneutrale Umstrukturierung sei
seitens des
Kantonalen Steueramts am 2
2.
April 2016 entsprochen worden. Die
steuerneutrale Umwandlung sei
am 2
7.
Juni 2016 rückwirkend auf den
1.
Januar 2016 verwirklicht
worden.
Wenn
der Beschwerdeführer
nun im
Einsprachever
fahren
bei der Beschwerdegegnerin
betreffend die Jahre
2012 und 2013
Punkte vorbringe
, welche die Möglichkeit einer steuerneutralen Umstrukturierun
g ausgeschlossen hätten, verhalte
er sich im Steuer- und Sozialversiche
rungsver
fahren widersprüchlich.
3.2
In der Stellungnahme vom
7.
August 2020
(
Urk.
8/151)
ergänzte das Steueramt,
dass die Firma
C._
gemäss Beschwerdeschrift
den einzi
gen Zweck
gehabt habe,
die Erfordernisse
für eine steuerneutrale Um
strukturie
rung einzuhalten.
Aus diesem Grund würde eigentlich
eine Steuerumgehung vorliegen, welche e
ine steuerneutrale Umwandlung
ausgeschlossen hätte. Im Steuerrechtsverfahren
habe der Beschwerdeführer
von einer steuerneutralen Umwandlung profitieren können. Im Sozialvers
icherungsverfahren bringe er
Argumente vor, welche eine steuerneutrale Umwandlung ausschliessen würden.
Sofern e
ine Gesellschaft gegründet werde
und es sich
nicht um eine steuerneut
rale Umstrukturierung handle
,
sei
auf der gesamten Kapitale
inlage (
inkl. stille R
eserven auf Liegenschaften) gemäss
Art.
8
Abs.
1
lit
. a
StG
eine
Emissionsab
gabe von 1
%
geschuldet. Vom Betrag der g
esamten Kapitaleinlage könne gemäss
Art.
6
Abs.
1
lit
. h
StG
maximal eine
Million
Franken
in Abzug gebracht werden. Als Ausnahmeb
estimmung sei
in
Art.
9
Abs.
1
lit
. e
StG
vorgeseh
en, dass bei steuerneutralen Um
strukturierungen die Emissionsabgabe nur auf dem a
usgege
benen Nennwert (das heisse unter anderem
ohne die eingebrachten stillen Reserven auf d
en Liegenschaften) abzüglich des
Freibetrag
es
v
on einer
Million
Franken gemäss
Art.
6
Abs.
1
lit
. h
StG
geschuldet sei. Das heisse, dass
der Steuerpflichtige einen steuerlichen Vorteil
erziele. Die Ausnahme
bestimmung vo
n
Art.
9
Abs.
1
lit
. e
StG
sei allerdings
nu
r anwendbar, wenn der Rechtsträger, das heisse
vorliegend die
Einzelfirm
a, im Ze
itpunkt der Umwandlung bereits fünf Jahre bestanden habe.
Mit E-Mail
vom
7.
Juli 2020 habe das Steueramt
bei der E
idgenössischen Steuerverwaltung angefragt, ob eine solche Abrechnu
ng resp
. Deklaration erfolgt sei. Die E
idgenössische Steuerv
erwaltung
habe dies
in ihr
er Antwort vom
9.
Juli 2020 verneint. Auch hier verhalte
sich der
Beschwerdeführer
wide
rsprüchlich. Während er im Steu
erverfahren bei den Stempelabgaben dank der Ausnahmebestimmung betreffend die steuerneutrale Umstrukturierung einen steuerlichen Vorteil erzielt und somit k
eine Emissionsabgabe bezahlt habe
, finde
nun im sozialversicherungsrechtlichen Verfahren ein Wechsel der Argumentation statt m
it dem Ziel, die Sozialversiche
r
ungsbeiträge für die Jahr 2012 bis
2015 zu vermeide
n.
4.
4.1
Die Ausgleichskassen
haben
zwar
grundsätzlich eigenständig
– ohne Bindung an die Angaben der Steuerbehörden -
zu beurteilen, ob
Erwerbseinkommen und gegebenenfalls solches aus selbständiger oder aus unselbstän
diger Erwerbstätig
keit vorliegt. Da das Steueramt vorliegend zu beurteilen hatte, ob die Voraus
setzungen für eine steuerneutrale Umstrukturierung der Einzelfirma
C._
erfüllt waren, war die Unterscheidung zwischen Privat- und Geschäftsvermögen steuerrechtlich jedoch von Belang. Zu prüfen ist daher, ob
ernsthafte Zweifel an der Richtigkeit der Steuermeldungen gegeben sind (vgl.
E. 1.3).
4.2
Fest steht
, dass die
unter E. 3.1 aufgeführten
Liegenschaft
en
in der Stadt Zürich
vom
Kantonalen Steueramt
in den Jahren 2012 bis 2015
als Geschäftsvermögen qualifiziert wurde
n
. Die entsprechende
n Steuertaxationen sind
ausweislich der Akten
in Rechtskraft erwachsen.
Im Weiteren ist erstellt
, dass der Beschwerdeführer seit der Erbteilung im Jahr 2011
zahlreiche
Liegenschaften verwaltet, die er von seinem
1984 verstorbenen
Vater
E._
sel. geerbt hat
(vgl. E. 2.2)
. Am 2
0.
April 2016, als er beim Kantonalen Steueramt eine
Rulinganfrage
stellte (
Urk.
3/2), umfasste sein Liegenschaften-
Portfeuille
dabei unter anderem die 26 Liegenschaften in der Stadt
A._
, um deren Erträge es vorliegend geht. Aus der
Rulinganfrage
vom 2
0.
April 2016 geht hervor, dass diese Liegenschaften teilweise (erst) in den vergangenen Jahren käuflich erworben wurden.
Auch wenn offenbar keine Verkäufe getätigt wurden,
spricht
dies eher
für einen gewerbsmässigen
Liegen
schaftenhandel
.
Zudem
war
der
Beschwerdeführer
Gesellschafter und Geschäfts
führer
der
B._
GmbH
(vgl. Sachverhalt E. 1.1)
, weshalb
auch das Kriterium der Berufsnähe zum gewerbsmässigen
Lieg
enschaftenhandel
zu bejahen ist (vg
l.
Urteil des Verwaltungsgerichts des Kanto
ns Zürich SB.2019.00112 vom 19.
Februar 2019).
Massgeblich ist jedoch, dass gemäss den Ausführungen des Steueramtes die geerbten Liegenschaften des als Architekten tätigen Erblassers zeitlebens als dessen Geschäftsvermögen zu qualifizieren waren und weder die Erbengemeinschaft noch der Beschwerdeführer diese Liegenschaften einzeln oder insgesamt in ihr Privatvermögen überführten, wie sich auch aus dem bilanzierten und eingebrachten historischen Anlagewert ergibt.
Belassen die Erben von Liegenschaften diese nach dem Erbgang im Geschäftsvermögen, so müssen sie sich AHV-rechtlich - gleich wie im Steuerrecht - eine selbständige Erwerbstätigkeit entgegenhalten lassen, selbst wenn sie die Geschäftstätigkeit des Erblassers nicht fortsetzen (
BGE 134 V 250
E. 5.2).
Dabei kann die Dauer der erbrechtlichen Auseinandersetzung bzw. die Länge des Zeit
raums bis zur
allfälligen Überführung keine Rolle spielen. Unerheblich ist daher, dass der Erblasser bereits 1984 gestorben sein soll.
Das Steueramt le
gte in der Stellungnahme vom 1
3.
Mai 2019 (vgl. E. 3.1)
sodann
in nachvollziehbarer Weise dar, dass
die
steuerneutrale Umstrukturierung der Einzelfirma
C._
in die
D._
AG
per
1.
Januar 2016
nur deshalb möglich war, weil das Steueramt – entsprechend der
Rulingan
fra
ge
des Beschwerdeführers vom 2
0.
April 2016 (
Urk.
3/2
) – davon ausging, dass es sich bei der Einzelfirma
C._
um einen Betrieb im Sinne von
Art.
19
Abs.
1
lit
.
b
DBG handelte.
Die
Eintragung der
Einzelfirma
C._
im Handelsregister
hatte
nur deklaratorische
Wirkung. D
er
Betrieb musste dabei zwingen
d bereits zuvor bestanden haben,
a
nsonsten von einer Steuerumgehung ausgegangen werden
müsste
.
Gemäss
den ebenfalls nachvollziehbaren Darlegungen des Steueramts
vom 7.
A
ugust 2020
bezahlte der Beschwerdeführer
ferner
im Rahmen der steuerneutralen Umstrukturierung
seiner
Einzelfirma in die
D._
AG die Emissionsabgabe vom 1
%
nu
r auf dem ausgegebenen Nennwert.
Dies setzte voraus, dass der bisherige Rechtsträger
bereits
während mindestens fünf Jahren bestand
en hatte
(
vgl.
Art.
9
Abs.
1
lit
. e
StG
).
4.3
Unter Würdigung all dieser Umstände ist
es nicht zu beanstanden
, dass die Beschwerdegegnerin die
Erträge aus den unter E. 3.1
aufgeführten Liegenschaf
ten
im Zeitraum von 2012 bis 2015 rückwirkend
als beitragspflichtiges Einkom
men aus Geschäftsvermögen qualifiziert hat.
Wie die Beschwerdegegnerin zutreffend f
eststellte (
Urk.
2 S. 6
), würde eine abweichende Qualifikation
der Liegenschaften
dazu führen, dass der
B
eschwerdeführer in den Genuss von steuerlichen Privilegierungen käme,
ohne gleichzeitig die sich daraus ergebenden sozialversicherungsrechtlichen Beitragspflichten tragen zu müssen.
4.4
In
masslicher
Hinsicht
hat der Beschwerdeführer
die von der Beschwerdegegnerin geltend gemachten
persönlichen
Beiträge aus selbständiger Er
werbstätigkeit
nicht
(mehr)
beanstandet
(vgl.
Urk.
1)
. Deren Berechnungen geben nicht Anlass zu Weiterungen.
Demgemäss
sind die persönlichen Beiträge für das Jahr 2012 gestützt auf ein beitragspflichtiges Einkommen von
Fr.
3'040'900.-- auf
Fr.
296'737.--
(inkl.
Verwaltungskosten)
und die Verzugszinsen
für die Beitragsnachforderun
gen des Jahres
2012 auf
Fr.
88'320.45 (
Urk.
2 S. 3
, Urk.
8/59,
Urk.
8/138 und
Urk.
8/143/1
)
festzusetzen.
Die persönlichen Beiträge für das Jahr 2013 sind gestützt auf ein beitragspflich
tiges Einkommen von
Fr.
1'675'000.-- auf
Fr.
164'962.
05
(inkl.
Verwaltungs
kosten)
und die Verzugszinsen
für die Beitragsnachforderungen des Jahres
2013
auf
Fr.
40'851.-- (
Urk.
2 S. 3
,
Urk.
8/57,
Urk.
8/137 und
Urk.
8/144/1
)
festzu
setzen.
Die persönlichen Beiträge für das Jahr 2014 sind
gestützt auf ein beitragspflich
tiges Einkommen von
Fr.
430'
600.-- auf
Fr.
44'011.35 (inkl.
Verwaltungskosten) und
die Verzugszinsen für die Beitragsnachforderungen des Jahres 2014 auf
Fr.
9'700.85
(
Urk.
8/60, Urk.
8/112/1 und
Urk.
8/118)
festzusetzen.
Die persönlichen Beiträge für das Jahr 2015 sind gestützt auf ein beitragspflich
tiges Einkommen von
Fr.
1'053'8
00.-- auf
Fr.
104'217.70 (inkl.
Verwaltungs
kosten) und die Verzugszinsen für die Beitragsnachforderu
ngen des Jahres 2015 auf
Fr.
17’
760.45
(
Urk.
8/101/6, Urk.
8/113/1 und
Urk.
8/119)
festzusetzen.
5.
Der angefochtene Entscheid erweist sich somit als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.