Decision ID: 79cf2e7a-1f62-586a-adf1-78b79bff710a
Year: 2009
Language: de
Court: SG_VG
Chamber: SG_VG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ X.Y. absolvierte im Sommer 2008 die Lehrabschlussprüfung für Elektroniker, Niveau
E, bestand sie aber nicht. Die Bescheinigung der abgelegten Prüfungsteile wurde X.Y.
mit Verfügung vom 24. Juni 2008 zugestellt. Die Leistungen von X.Y. wurden
gesamthaft mit der Note 4.2 bewertet. In den einzelnen Teilen erreichte X.Y. folgende
Ergebnisse:
Prüfungsergebnis
- Grundlegende Berufsarbeiten 4.3
zweimal eingetragen (doppelte Gewichtung) 4.3
- Abschlussarbeit 3.9
zweimal eingetragen (doppelte Gewichtung) 3.9
- Erfahrungsnote berufskundlicher Unterricht 4.6
- Berufskenntnisse 3.6
- Allgemeinbildung 4.6
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zweimal eingetragen (doppelte Gewichtung) 4.6
Gesamtnote 4.2
Die Abschlussarbeit/Individuelle Produktivarbeit (abgekürzt IPA) wurde wie folgt
bewertet:
Abschlussarbeit/Individuelle Produktivarbeit
- Berufsübergreifende Fähigkeiten 3.5
- Resultat und Effizienz 3.5
zweimal eingetragen (doppelte Gewichtung) 3.5
- Präsentation und Fachgespräch 5.0
Gesamtnote 3.9
Im Beurteilungsbogen zur IPA hat der Fachvorgesetzte im Teilbereich
"Berufsübergreifende Fähigkeiten" drei gravierende und vier nicht gravierende
Beanstandungen festgehalten. Betreffend die gravierenden Beanstandungen ist das
Kriterium "Arbeitsmethodik - analysiert Aufträge" mit der Bemerkung "einfach drauflos,
ohne Bekanntes einzubeziehen", das Kriterium "Arbeitsmethodik - kontrolliert
ausgeführte Aufträge" mit der Bemerkung "seine eigenen kaum (z.B. Applikationen,
rechnet dafür Übertrager nach)" und das Kriterium "Flexibilität - kann mehrere
Aufgaben parallel bearbeiten" mit der Bemerkung "ist total am Limit, wirkt äusserlich
locker" versehen. Bei den nicht gravierenden Beanstandungen wurde beim Kriterium
"Arbeitsmethodik - spricht Kritisches mit Fachvorgesetztem ab" die Bemerkung "nicht
immer", beim Kriterium "Arbeitssicherheit - kennt Gefahren am Arbeitsplatz" die
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Bemerkung "FI (Schutzschalter) beim Testen rausgeknallt", beim Kriterium "Kreativität -
wendet Kreativitätstechniken an" die Bemerkung "hat mind. 2 Bücher gelesen,
verschiedene Informationen vermischt" und schliesslich beim Kriterium "Lernfähigkeit -
geht Unbekanntem auf den Grund" die Bemerkung "wenn nötig" festgehalten.
B./ Gegen den negativen Prüfungsbescheid erhob X.Y. mit Eingaben vom 7. und
21. Juli 2008 Rekurs beim Bildungsdepartement. Dieses wies den Rekurs mit
Entscheid vom 25. November 2008 ab. Zur Begründung führte es im wesentlichen an,
die von X.Y. vorgebrachte reglementswidrige Bewertung, wonach er nicht wohlwollend
beurteilt worden sei, stosse ins Leere. Auch seien keine Widersprüche in der
Bewertung zwischen dem Fachvorgesetzten und den Experten feststellbar. Insgesamt
seien keine Anhaltspunkte für Verfahrensfehler ersichtlich. Schliesslich sei auch der
Einwand, der Fachvorgesetzte habe bereits während des eigentlichen
Lehrverhältnisses ihm gegenüber keine wohlwollende Haltung gezeigt, unbegründet.
C./ Gegen den Entscheid des Bildungsdepartements erhob X.Y. mit Eingabe vom
8. Dezember 2008 Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem Antrag, die Note bei
den "Berufsübergreifenden Fähigkeiten" sei von 3.5 auf 4.5 anzupassen. Zur
Begründung führte er sinngemäss an, die Bewertung einzelner Teilbereiche sei
offensichtlich falsch.
Mit Vernehmlassung vom 8. Januar 2009 beantragt das Bildungsdepartement die
kostenfällige Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung wird auf den Entscheid des
Bildungsdepartements vom 25. November 2008 verwiesen.
Mit Schreiben vom 13. Januar 2009 beantragt der Prüfungsleiter des kantonalen
Gewerbeverbandes, die Beschwerde sei abzuweisen.
X.Y. verzichtete auf eine Stellungnahme zu den Vernehmlassungen des
Bildungsdepartements und des kantonalen Gewerbeverbandes.
Auf die weiteren Vorbringen wird, soweit wesentlich, in den nachstehenden
Erwägungen eingegangen.

Darüber wird in Erwägung gezogen:
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1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 40 des
Einführungsgesetzes zur Bundesgesetzgebung über die Berufsbildung, sGS 231.1, in
Verbindung mit Art. 59bis Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS
951.1, abgekürzt VRP). Der Beschwerdeführer ist zur Ergreifung des Rechtsmittels
legitimiert (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerdeschrift
vom 8. Dezember 2008 wurde rechtzeitig eingereicht und entspricht formal und
inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 47
Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 VRP). Auf die Beschwerde ist einzutreten.
2. Nach Art. 61 Abs. 1 VRP können mit der Beschwerde an das Verwaltungsgericht
Rechtsverletzungen geltend gemacht werden. Der Beschwerdeführer kann sich nach
Art. 61 Abs. 2 VRP auch darauf berufen, die angefochtene Verfügung oder der
angefochtene Entscheid beruhe auf einem unrichtig oder unvollständig festgestellten
Sachverhalt.
2.1. Art. 61 Abs. 3 VRP regelt das sogenannte Novenverbot. Dieses besagt, dass im
Verfahren vor dem Verwaltungsgericht grundsätzlich keine neuen Begehren gestellt
werden können. Neu ist ein Begehren, wenn im Verfahren vor Verwaltungsgericht eine
gegenüber dem vorangegangenen Rekursverfahren andere oder weitergehende
Rechtsfolgebehauptung erhoben wird (Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im
Kanton St. Gallen, St. Gallen 2003, Rz. 919). Ausdruck des Novenverbots ist
ausserdem, dass das Verwaltungsgericht Tatsachen, die nach Abschluss des
Rekursverfahrens eingetreten sind (echte Noven), grundsätzlich nicht mehr
berücksichtigt (Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 642). Demgegenüber dürfen neue Tatsachen,
die sich vor Abschluss des Rekursverfahrens verwirklicht haben, die der Vorinstanz
aber nicht bekannt waren oder von ihr nicht berücksichtigt wurden (unechte Noven), im
Verfahren vor Verwaltungsgericht vorgebracht werden und sind zu würdigen (Cavelti/
Vögeli, a.a.O., Rz. 643). Eine Schranke bei der Berücksichtigung unechter Noven
besteht dann, wenn der der Verfügung oder dem Entscheid zugrunde liegende
Sachverhalt nicht ergänzt oder neu gewürdigt wird, sondern wenn dem
Rechtsbegehren ein neues tatsächliches Fundament unterstellt wird. Eine solche
Änderung des Klagefundaments ist nach der Praxis gestützt auf Art. 61 Abs. 3 nicht
zulässig. Eine Einschränkung ergibt sich aber aus Art. 6 Ziff. 1 der Europäischen
Menschenrechtskonvention (SR 0.101, abgekürzt EMRK). Soweit die Vorinstanz des
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Verwaltungsgerichts keine richterliche Behörde ist, garantiert Art. 6 Ziff. 1 EMRK in
ihrem Anwendungsbereich eine richterliche Überprüfung mit voller Kognition. Eine
solche steht dem Verwaltungsgericht grundsätzlich zu. Das Novenverbot schränkt die
freie Sachverhaltsüberprüfung aber unter Umständen erheblich ein, so dass im
Anwendungsbereich der EMRK zumindest dort auch Noven zu berücksichtigen sind,
wo die Angelegenheit zuvor nicht von einer richterlichen Instanz überprüft wurde
(VerwGE B 2007/218 vom 13. März 2008; Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 645 mit Hinweis).
2.2. Der Beschwerdeführer rügt die Beurteilung des Teilbereichs "Kreativität - wendet
Kreativitätstechniken an". Er macht geltend, es gehe dabei lediglich darum, ob
Kreativitätstechniken angewendet wurden; ihm sei aber zu Unrecht angelastet worden,
dass er verschiedene Informationen vermischt habe. Diese Rüge hat der
Beschwerdeführer im Rekursverfahren nicht vorgebracht. Allerdings kann die Frage, ob
dem Rechtsbegehren damit ein neues Anspruchsfundament unterstellt wird und im
Beschwerdeverfahren darauf nicht einzutreten ist, offenbleiben, weil der
Beschwerdeführer mit dieser Rüge ohnehin nicht durchdringt.
3. Gegenstand des vorliegenden Verfahrens ist die Bewertung einzelner Teilbereiche
der Abschlussarbeit.
3.1. Das Verwaltungsgericht kann Entscheide über die Ergebnisse von
Prüfungsleistungen grundsätzlich frei überprüfen. Ebenso wie das Bundesgericht (vgl.
BGE 131 I 467 E. 3.1) und das Bundesverwaltungsgericht (vgl. BVGE vom 15.
September 2008 E. 2) auferlegt es sich aber nach ständiger Praxis bei der Überprüfung
der Bewertung von Prüfungsleistungen Zurückhaltung, soweit das Gesetz nichts
anderes bestimmt (BGE 2P.133/2001 vom 22. August 2001 E. 2; 2P.137/2004 vom
19. Oktober 2004 E. 3.2.3.; Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 632). Voraussetzung für diese
Zurückhaltung ist jedoch, dass die Natur der Streitsache einer unbeschränkten
Nachprüfung der angefochtenen Verfügung entgegensteht. Das ist namentlich der Fall,
wenn die Rechtsmittelinstanz die dem angefochtenen Entscheid zugrundeliegenden
tatsächlichen Verhältnisse nicht in gleicher Weise wie die untere Instanz zu beurteilen
vermag und es ihr deshalb verwehrt ist, ihr Ermessen an die Stelle desjenigen der
unteren Instanzen zu setzen. Bewertungen von Prüfungsleistungen sind kaum
überprüfbar, weil der Rechtsmittelinstanz zumeist nicht alle massgebenden Faktoren
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der Bewertung bekannt sind. So ist es ihr in der Regel nicht möglich, sich über den im
Unterricht vermittelten Stoff, die Gesamtheit der Leistungen des Rechtsmittelklägers in
der Prüfung und die Leistungen der übrigen Kandidaten ein zuverlässiges Bild zu
machen. Die Prüfungen haben darüber hinaus häufig Spezialgebiete zum Gegenstand,
in denen die Rechtsmittelinstanz über keine eigenen Fachkenntnisse verfügt (BGE 106
Ia 2 E. 3c; 99 Ia 590 E. 1; 105 Ia 190 E. 2a). Eine freie Überprüfung der
Examensbewertung würde zudem die Gefahr von Ungerechtigkeiten und
Ungleichheiten gegenüber anderen Kandidaten in sich bergen.
Besondere Schwierigkeiten ergeben sich für die Nachprüfung überdies dann, wenn
Notengebungen zu beurteilen sind, die sich nicht ausschliesslich auf schriftliche,
sondern auch auf mündliche oder praktische Prüfungen beziehen. Der massgebende
Sachverhalt kann in diesen Fällen durch Beweiserhebungen der Rechtsmittelinstanz
nicht vollständig rekonstruiert werden. Eine freie Überprüfung der Notengebung ist
deshalb schon aus diesem tatsächlichen Grund ausgeschlossen. Auch birgt die
Abänderung einer Prüfungsbewertung die Gefahr neuer Ungerechtigkeiten und
Ungleichheiten gegenüber anderen Kandidaten in sich. So besteht diese Gefahr
namentlich dann, wenn die Prüfung aufgrund eines Rechtsmittelentscheids wiederholt
werden muss, da sich Prüfungen nicht unter völlig gleichen Bedingungen nochmals
durchführen lassen (BGE 106 Ia 2 E. 3c; 99 Ia 590 E. 1; 105 Ia 190 E. 2a). Die
Wiederholung der Prüfung kann deshalb nicht der Sinn eines gerichtlichen
Rechtsschutzes sein (vgl. dazu A. Kley, Der richterliche Rechtsschutz gegen die
öffentliche Verwaltung, Zürich 1995, S. 287 mit Hinweisen).
Das Bundesgericht auferlegt sich selber eine besondere Zurückhaltung bei der
materiellen Beurteilung der Bewertung von Prüfungsergebnissen, indem es erst
einschreitet, wenn sich die Behörde von sachfremden oder sonstwie ganz
offensichtlich unhaltbaren Erwägungen leiten liess, so dass ihr Entscheid unter
rechtsstaatlichen Gesichtspunkten nicht mehr vertretbar und damit als willkürlich
erscheint. Es übt diese Zurückhaltung insbesondere auch gegenüber allfälliger Kritik an
der Aufgabenstellung oder dem Vergleich mit der materiellen Bewertung der
Leistungen anderer Kandidaten. Darüber hinaus hält es sich selbst dann zurück, wenn
es wie bei Rechtsanwalts- oder Notariatsprüfungen aufgrund seiner Fachkenntnisse
sachlich zu einer weitergehenden Überprüfung befähigt wäre (BGE 2P.44/2007 vom
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2. August 2007 E. 2.1. mit Verweis auf BGE 131 I 467 E. 3.1., 121 I 230 und 118 Ia 495;
113 Ia 83; ZBl 90/1989, S. 313, BGE 106 Ia 2 E. 3). Diese Rechtsprechung hat aufgrund
der Natur der Streitsache auch für das kantonale Verfahren vor Verwaltungsgericht
Geltung; hinzu kommt, dass dem Verwaltungsgericht von Gesetzes wegen die
Ermessenskontrolle im Beschwerdeverfahren grundsätzlich verwehrt ist und seitens
der Beschwerdeführer nur Rechtsverletzungen geltend gemacht werden können
(Art. 61 Abs. 1 und 2 VRP).
Mit voller Kognition zu prüfen sind nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung hingegen
Rügen, die eigentliche Verfahrensmängel betreffen (BGE 2P.44/2007 vom 2. August
2007 E. 2.1.; BGE 106 Ia 3 E. 3c). Auf Verfahrensfragen haben alle Einwendungen
Bezug, die den äusseren Ablauf der Prüfung oder der Bewertung betreffen (BGE 106 Ia
3 E. 3c). Eine Verfahrensfrage betrifft auch die Rüge, bei der Notengebung sei in
rechtsungleicher Weise von den Grundsätzen abgewichen worden, die in allen anderen
Fällen befolgt worden seien (VPB 2000 Nr. 106).
3.2. Der Beschwerdeführer bringt im Einzelnen vor, der Fachvorgesetzte habe beim
Kriterium "Flexibilität - kann mehrere Aufgaben parallel bearbeiten" eine Beurteilung
vorgenommen, zu der er nicht qualifiziert gewesen sei. Sodann habe der
Fachvorgesetzte zu Unrecht vom Resultat der Arbeit auf die Flexibilität geschlossen.
Weiter bringt der Beschwerdeführer vor, bei der Beurteilung des Kriteriums "Kreativität
- wendet Kreativitätstechniken an" seien Beanstandungen aufgeführt worden, die bei
diesem Kriterium nicht hätten einfliessen dürfen. Es gehe lediglich um die Frage, ob
überhaupt Kreativitätstechniken angewendet worden seien. Schliesslich sei die
negative Bewertung "Lernfähigkeit - Geht Unbekanntem auf den Grund" nicht
nachvollziehbar.
3.2.1. Wie erwähnt, auferlegt sich das Verwaltungsgericht bei der Beurteilung der
Bewertung von Prüfungsleistungen entsprechend der bundesgerichtlichen
Rechtsprechung Zurückhaltung, indem es sich auf die Prüfung der
Willkürgesichtspunkte beschränkt (vgl. E. 3.1.3.). Auch im konkreten Fall steht die Natur
der Streitsache einer unbeschränkten Nachprüfung des angefochtenen Entscheids
entgegen, sind dem Verwaltungsgericht doch die tatsächlichen Verhältnisse zum
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Zeitpunkt der Prüfungsdurchführung nicht im gleichen Mass bekannt wie dem
Fachvorgesetzten oder dem Expertengremium.
3.2.2. Die Vorinstanz führte aus, die Prüfungsleistung könne objektiv nicht mehr
untersucht werden. Möglich sei einzig zu untersuchen, ob es bei einer
Gegenüberstellung bzw. einem Abwägen der Vorbringen des Rekurrenten, der Akten
aus dem Prüfungsverfahren sowie der Vorbringen des Prüfungsleiters und des
Fachvorgesetzten Hinweise auf Rechtsverletzungen bzw. willkürliches
Zustandekommen der Prüfungsnote gebe. Aufgrund der Akten kam die Vorinstanz zum
Schluss, dass die Bewertung der Abschlussarbeit nicht zu beanstanden sei. Der
Fachvorgesetzte und die Experten hätten die berufsübergreifenden Fähigkeiten
differenziert und widerspruchsfrei beurteilt.
Der Vorinstanz ist darin zuzustimmen, dass die Bewertung der Teilbereiche
nachträglich nicht mehr möglich ist. Zu prüfen ist im folgenden somit lediglich, ob sich
der Fachvorgesetzte und die Experten von sachfremden oder sonstwie offensichtlich
unhaltbaren Erwägungen leiten liessen, die ihren Entscheid unter rechtstaatlichen
Gesichtspunkten als nicht mehr vertretbar erscheinen lassen.
Der Beschwerdeführer wendet ein, der Fachvorgesetzte habe beim Kriterium
"Flexibilität" eine Bewertung vorgenommen, zu der er nicht ausgebildet gewesen sei.
Dieser Einwand findet allerdings keine sachliche Grundlage. Diese Bewertung liegt im
pflichtgemässen Ermessen des Fachvorgesetzten. Sie ist sowohl von den Experten wie
auch vom Chefexperten vollumfänglich gestützt worden. Es wird vom
Beschwerdeführer auch nicht näher vorgebracht, inwiefern die Bewertung in diesem
Punkt willkürlich oder tatsachenwidrig sein sollte. Der Beschwerdeführer macht weiter
geltend, die Beurteilung der Kriterien "Kreativität - wendet Kreativitätstechniken an"
und "Lernfähigkeit - geht Unbekanntem auf den Grund" sei unrichtig erfolgt. Entgegen
der Ansicht des Beschwerdeführers durfte der Fachvorgesetzte beim Kriterium
"Kreativität" aber ohne weiteres annehmen, dass es hierbei nicht nur um die Frage der
Anwendung von Kreativitätstechniken an sich ging, sondern auch um deren korrekten
Einsatz. Diese Bewertung ist somit ebenfalls nachvollziehbar und unter dem
Gesichtspunkt der Willkür nicht zu beanstanden. Auch bei dieser Beurteilung waren
sich die Experten und der Fachvorgesetzte einig. Dasselbe gilt auch in Bezug auf das
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Kriterium der "Lernfähigkeit". Auch hier ist nicht ersichtlich, worin eine willkürliche
Beurteilung liegen könnte. Aus der Stellungnahme des Fachvorgesetzten vom
1. September 2008 geht jedenfalls nachvollziehbar hervor, weshalb dieses Kriterium
negativ bewertet worden ist. Anzumerken ist, dass aus der Bemerkung allein keine
willkürliche Bewertung abgeleitet werden kann, dient diese doch lediglich der
Erläuterung der Bewertung. Insgesamt liegen damit keine Anhaltspunkte vor, die auf
eine willkürliche Beurteilung oder auf gravierende Mängel im Verfahrensablauf
schliessen lassen.
3.3. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerde abzuweisen ist.
4. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
Entscheidgebühr von Fr. 1'500.-- ist angemessen (Ziff. 382 des Gerichtskostentarifs,
sGS 941.12). Sie ist mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu
verrechnen.
Ausseramtliche Kosten sind nicht zu entschädigen (Art. 98 Abs. 1 in Verbindung mit
Art. 98bis VRP).
Demnach hat das Verwaltungsgericht