Decision ID: c7652b1a-dce2-4a08-9e1b-97db6b340bab
Year: 2013
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Eliano Mussato, Bellevuestrasse 1b, Postfach,
9401 Rorschach,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
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Beschwerdegegnerin,
betreffend
Rente
Sachverhalt:
A.
A.a A._ meldete sich am 5. Februar 2007 zum Bezug von Leistungen der
Invalidenversicherung bei der IV-Stelle des Kantons St. Gallen an. Sie gab an, seit 15
Jahren an Rückenbeschwerden sowie Fibromyalgie zu leiden. Zudem sei sie im Januar
2007 operiert worden (IV-act. 1). In den dazu eingereichten Unterlagen des
Kantonsspitals St. Gallen, Frauenklinik, vom 18. Januar und 12. Februar 2007
attestierte der behandelnde Arzt aufgrund der wegen Beckenbodenschwäche und
Darmvorfall am 18. Januar 2007 erfolgten Operation eine vom 16. Januar bis 4. März
2007 andauernde 100%-ige Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 6).
A.b Am 20. Februar 2007 erstattete die B._ einen Arbeitgeberbericht. Darin wurde
festgehalten, dass die Versicherte seit dem 1. Oktober 2005 als Haushalthelferin mit
unregelmässigen Arbeitszeiten im Umfang von ca. 2 Stunden pro Tag im Stundenlohn
tätig sei. Ab 5. März 2007 könne die Versicherte nur noch leichte Haushaltarbeiten
übernehmen, wohingegen sie bis zum 16. Januar 2007 sämtliche Arbeiten habe aus
führen können (IV-act. 11).
A.c Gemäss einem Arztbericht vom 16. März 2007 diagnostizierte der Hausarzt der
Versicherten, Dr. med. C._, Allgemeinmedizin FMH, eine Fibromyalgie sowie Status
nach Arthroskopie Knie rechts, persistierende Gonarthrose. Bei der Versicherten
bestehe bis auf Weiteres bei stationärem Gesundheitszustand eine 50%-ige Arbeits
unfähigkeit, wobei prognostisch keine Verbesserung zu erwarten sei. Die Versicherte
habe im Oktober 2005 die Arbeit als Haushalthelferin aufgenommen, habe das Pensum
jedoch aufgrund ihrer belastungsabhängigen Rücken- und Knieschmerzen auf etwa
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4 Stunden pro Tag beschränkt. Aus diesem Grund sei der Beginn der 50%-igen
Arbeitsunfähigkeit auf Oktober 2005 festzulegen (IV-act. 14).
A.d Anlässlich der Haushaltabklärung am 17. August 2007 gab die Versicherte an, sie
wäre im hypothetischen Gesundheitsfall insbesondere aus finanziellen Gründen voll er
werbstätig. Die Abklärungsverantwortliche schätzte diese Aussage gemäss Bericht
vom 3. Januar 2008 als glaubwürdig ein und befürwortete die Qualifikation der
Versicherten als 100% Erwerbstätige (IV-act. 34).
A.e Am 11. Dezember 2007 und 8. Januar 2008 wurde die Versicherte auf
Veranlassung des IV-internen Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD, vgl. Stellungnahme
RAD vom 26. Juni 2007, IV-act. 18) von Dr. med. D._, Orthopädie FMH, und Dr. med.
E._, Neurologie und Psychiatrie, vom Medizinischen Gutachtenzentrum St. Gallen
(MGSG), begutachtet. Gemäss dem interdisziplinären Gutachten vom 18. Januar 2008
diagnostizierten sie eine Spondylarthrose und Bandscheibenprotrusionen mit mässiger
rechtsforaminaler diskogener und spondylogener Enge L5/S1 sowie Kompression der
Nervenwurzel L5 rechts foraminal bei Osteochondrose und Spondylarthrose L3 bis L5,
Präadipositas, Zervikalgie bei mässiger Bandscheibendegeneration C5 bis C7 ohne
neurale Kompression, Somatisierungsstörung und CTS rechts. In der angestammten
Tätigkeit als Haushalthilfe sowie in angepassten Tätigkeiten bestehe eine insbesondere
aus psychischen Gründen eingeschränkte Arbeitsfähigkeit von 60% (IV-act. 36, 41).
A.f Mit Schreiben vom 4. März 2008 machte der Rechtsvertreter der Versicherten,
Rechtsanwalt lic. iur. Eliano Mussato, eine drastische Verschlechterung des Gesund
heitszustandes der Versicherten seit der Begutachtung durch das MGSG geltend (IV-
act. 40). Gemäss dem vom Rechtsvertreter am 6. Mai 2008 eingereichten Bericht des
Kantonsspitals St. Gallen, Frauenklinik, hatte sich die Versicherte am 31. März 2008
einem gynäkologischen Eingriff unterziehen müssen (IV-act. 44-2). Am 29. August 2008
reichte Dr. med. J._ vom Wirbelsäulenzentrum am Rosenberg einen Arztbericht ein
(IV-act. 45) und legte diesem die Verlaufseinträge der Krankengeschichte der Ver
sicherten seit Beginn ihrer Behandlung am 11. Juli 2007 bei (IV-act. 46). Gemäss
diesen Einträgen war die Versicherte am 14. Mai 2008 an der Wirbelsäule operiert
worden. Dr. J._ hatte ihr eine volle Arbeitsunfähigkeit vom 13. Mai 2008 bis 5. August
2008 attestiert. Während er anlässlich der Untersuchung am 28. August 2008 von
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einem guten postoperativen Verlauf gesprochen hatte, konnte er bei der folgenden
Untersuchung am 19. Januar 2009 nur noch geringe Fortschritte feststellen. Im
entsprechenden Verlaufsbericht vom 17. Februar 2009 führte er aus, dass sich die
Belastbarkeit der Versicherten kaum gesteigert habe und eine Wiedererlangung der
Arbeitsfähigkeit prognostisch unwahrscheinlich sei. Durch die eingeschränkte
funktionelle Leistungsfähigkeit sei die Patientin nicht mehr im Stande, länger als eine
halbe Stunde ohne Unterbruch tätig zu sein (IV-act. 49). Am 15. April 2009 berichtete
er, dass es der Versicherten 11 Monate nach der Operation von Seiten des lumbalen
Rückens recht gut gehe. Sie komme mit den momentan noch bestehenden
Beschwerden zurecht. Neu klage sie über eine Zervikobrachialgie links (IV-act. 57).
A.g Auf Veranlassung des RAD (vgl. Stellungnahme RAD vom 7. März 2009, IV-act.
50) wurde bei der Versicherten in der Klinik Valens eine bidisziplinäre
Verlaufsbegutachtung durch Dr. med. F._, Rheumatologie FMH, und Dr. med. G._,
Psychiatrie und Psychotherapie FMH, durchgeführt. Gemäss deren Gutachten vom 27.
Juli 2009 nannten sie als Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit ein subakutes
zerviko- und thorakospondylogenes, zum Teil myofasziales und residuelles lumbo
vertebrales bis lumbospondylogenes Schmerzsyndrom und einen Hallux valgus links.
Eine psychiatrische Diagnose wurde nicht gestellt. Zur Arbeitsfähigkeit der Versicherten
hielten sie fest, dass in der bisherigen Tätigkeit als Haushalthilfe, welche grösstenteils
einer leichten Arbeit entsprochen habe, ein ganztägiges Arbeitspensum mit einge
schränkter Leistungsfähigkeit von max. 20% möglich sein sollte. Dies gelte auch für
andere leichte bis mittelschwere wechselbelastende Tätigkeiten. Der Beginn der
medizinisch-theoretischen 80%-igen Arbeitsfähigkeit sei auf den Zeitpunkt ab der
gutachterlichen Untersuchung festzulegen. Aufgrund der jedoch schon längeren
Arbeitsunfähigkeit und der reduzierten körperlichen Belastbarkeit sei ein
Arbeitswiedereinstieg zu 80% nicht realistisch und sinnvoll. Deshalb werde ein
gestaffelter Arbeitswiedereinstieg empfohlen mit z.B. 50% und allmählicher Steigerung
(IV-act. 57). Gemäss einer Stellungnahme des RAD-Arztes Dr. med. H._ vom 18.
August 2009 konnte auf das Gutachten abgestellt werden. Er hielt fest, dass sich die
Gutachter nicht zum Zeitrahmen betreffend des gestaffelten Arbeitswiedereinstiegs
geäussert hätten. Entsprechend seiner Erfahrung sei von einer möglichen Steigerung
der Arbeitsfähigkeit innert drei, höchstens sechs Monaten auszugehen (IV-act. 58).
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A.h Am 19. August 2009 erging der IV-interne Auftrag zur Abklärung von beruflichen
Massnahmen für die Versicherte (IV-act. 60). Im Bericht vom 14. September 2009 hielt
die Eingliederungsverantwortliche fest, dass die geplanten beruflichen Eingliederungs
massnahmen insbesondere wegen mangelnder Kooperation seitens der Versicherten
nicht hätten durchgeführt werden können (IV-act. 67, 68). Dementsprechend wurde die
Arbeitsvermittlung mit Mitteilung vom 7. Oktober 2010 abgeschlossen (IV-act. 70).
A.i Am 10. August 2010 reichte der Rechtsvertreter der Versicherten einen
Arztbericht von Dr. med. I._, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 27. April
2010 ein. Dieser hatte bei der Versicherten ein larviertes mittelgradiges depressives Zu
standsbild sowie eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit abhängigen und
selbstunsicheren Anteilen nach schwer traumatisch erlebter Kindheit diagnostiziert. Sie
sei durch ihre psychiatrischen Krankheiten zu mindestens 80% arbeitsunfähig.
Betreffend die Beurteilung von Dr. G._ führte er im Wesentlichen aus, dass dieser
aufgrund seiner persönlichen Einstellung gegenüber der Versicherten darauf
ausgerichtet gewesen sei, keine Pathologien zu finden (IV-act. 66). Am 3. November
2010 nahm der RAD dazu Stellung und hielt fest, dass die Ausführungen von Dr. I._
in keiner Weise fachlich geeignet seien, das fundierte und sorgfältig abwägende
Gutachten von Dr. G._ zu erschüttern (IV-act. 71).
A.j Auf Grundlage der vom RAD festgestellten bzw. bestätigten Arbeitsunfähigkeiten
nach Ablauf der Wartejahres (IV-act. 71-2) von 40% vom 16. Januar bis 13. Mai 2008,
100% vom 14. Mai 2008 bis 15. April 2009, 40% vom 16. April bis 26. Juli 2009 sowie
20% ab 27. Juli 2009 bis auf Weiteres nahm die IV-Stelle Einkommensvergleiche vor
(IV-act. 72). Mit Vorbescheid vom 8. Dezember 2010 stellte sie der Versicherten die
Ausrichtung einer Viertelsrente für den Zeitraum von Januar bis Juli 2008, einer ganzen
Rente von August 2008 bis April 2009 und wiederum einer Viertelsrente von Mai bis
31. Juli 2009 in Aussicht (IV-act. 75).
A.k Mit einem Einwand vom 27. Januar 2011 gegen den Vorbescheid beantragte der
Rechtsvertreter der Versicherten, es sei dieser seit April 2010 eine unbefristete ganze
Rente zuzusprechen. Zur Begründung führte er an, dass entgegen der Ansicht des
RAD nicht von einer dauerhaften Verbesserung des Gesundheitszustandes der
Versicherten ab dem Zeitpunkt des Gutachtens der Klinik Valens vom Juli 2009
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ausgegangen werden könne. Es sei im Gegenteil eine klare Verschlechterung
eingetreten, wodurch eine volle Arbeitsunfähigkeit bestehe (IV-act. 76). Dem Einwand
legte der Rechtsvertreter ein Schreiben von Dr. I._ vom 24. Januar 2011 zur
Stellungnahme des RAD vom 3. November 2010 bei. Mit diesem hatte Dr. I._ an
seinen gestellten Diagnosen und der Arbeitsfähigkeitsschätzung von höchstens 20%
festgehalten (IV-act. 77-1 f.). Gemäss dem ebenfalls beigelegten Schreiben des
Hausarztes Dr. C._ vom 25. Januar 2011 war der Bedarf der Versicherten an
Schmerzmitteln in den letzten Monaten gestiegen, woraus auf eine erhebliche
Zunahme der Schmerzen geschlossen werden könne (IV-act. 77-3). Der Hausarzt hatte
seinem Schreiben drei Berichte von Dr. J._ beigefügt. Dieser hatte am 16. August
2010 festgehalten, dass die Patientin nach anfänglich günstigem postoperativen
Verlauf seit dem Frühjahr über zunehmende Rückenschmerzen klage, welche auf die
Metallimplantate L3/S1 hätten zurückgeführt werden können. Am 28. Juli 2010 seien
die Implantate operativ entfernt worden. Anlässlich der Kontrolle vom 19. Oktober 2010
habe die Patientin immer noch über erhebliche Schmerzen geklagt, jedoch weniger als
vor der Metallentfernung (IV-act. 77-4 ff.).
A.l Am 17. Februar 2011 führte der RAD in einer internen Stellungnahme zum
Einwand des Rechtsvertreters aus, dass keine neuen medizinischen Tatsachen
vorgebracht würden, welche geeignet seien, am Ergebnis der Begutachtung der Klink
Valens und den Stellungnahmen des RAD etwas zu ändern (IV-act. 78). Mit drei
Verfügungen vom 10. März 2011 sprach die IV-Stelle der Versicherten
Rentenleistungen entsprechend dem Vorbescheid zu (IV-act. 83-85).
B.
B.a Gegen diese Verfügungen vom 10. März 2011 richtet sich die vorliegende
Beschwerde vom 11. April 2011. Darin beantragt der Rechtsvertreter der Beschwerde
führerin die Aufhebung der Verfügungen vom 10. März 2011 und die Zusprache einer
ganzen Invalidenrente. Zur Begründung führt er an, dass sowohl in psychiatrischer wie
auch somatischer Hinsicht von einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes der
Beschwerdeführerin auszugehen sei (act. G 1). In der innert erstreckter Frist einge
reichten Beschwerdeergänzung vom 4. Mai 2011 bringt der Rechtsvertreter vor, dass
entgegen der Ansicht des RAD ab dem Zeitpunkt des Gutachtens der Klinik Valens
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vom 27. Juli 2009 keine dauerhafte Verbesserung des Gesundheitszustandes der Be
schwerdeführerin angenommen werden könne. Der RAD habe schlicht den Stand aus
dem Jahr 2009 als Dauerzustand übernommen und folgere daraus eine Befristung der
Rente. Betreffend die Berichte von Dr. I._ seien die diesbezüglichen Stellungnahmen
des RAD nicht geeignet, die Feststellungen und Diagnosen von Dr. I._ zu widerlegen.
Aus psychiatrischer Sicht sei daher sicher keine Verbesserung eingetreten und es sei
allein schon aufgrund der psychiatrischen Diagnosen eine unbefristete ganze Rente
zuzusprechen. Auch aus somatischer Sicht sei keine Verbesserung eingetreten. Dies
ergebe sich aus dem Schreiben von Dr. C._ vom 25. Januar 2011, wonach die
Beschwerdeführerin deutlich mehr Schmerzmittel bei ihm bezogen habe, was auf eine
erhebliche Schmerzzunahme schliessen lasse. Diese Angabe decke sich mit den
Feststellungen von Dr. J._ vom 10. August 2010 (IV-act. 77-4), wonach die
Beschwerdeführerin ab 27. Juli 2010 zu 100% arbeitsunfähig gewesen sei. Es bestehe
eine dauerhafte 100%-ige Arbeitsunfähigkeit und damit ein Anspruch auf eine un
befristete ganze Rente (act. G 3).
B.b Am 23. Juli 2011 beantragt die Beschwerdegegnerin die Abweisung der
Beschwerde sowie die Feststellung, dass die Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf
zeitlich befristete Rentenleistungen habe. Sie führt aus, dass sie sich für die Befristung
des Rentenanspruchs per 31. Juli 2009 in medizinischer Hinsicht massgeblich auf das
Gutachten der Klinik Valens vom 27. Juli 2009 abgestützt habe, wonach die Be
schwerdeführerin in der bisherigen sowie in angepassten Tätigkeiten zu 80% arbeits
fähig sei. Auf die aus somatischer Sicht festgestellte Einschränkung der
Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin von 20% könne abgestellt werden. Weder
Dr. J._ noch Dr. C._ hätten in ihren Berichten einen gegenüber dem somatischen
Teil des Gutachtens der Klinik Valens veränderten Befund beschrieben oder eine neue
Diagnose erwähnt, welche eine höhere Arbeitsunfähigkeit zu begründen vermöchten.
Damit lägen keine stichhaltigen Indizien vor, um das Abklärungsergebnis der
somatischen Begutachtung in Frage zu stellen. Aus psychiatrischer Sicht gebe es
gegenüber der Beurteilung von Dr. G._ im Gutachten der Klinik Valens divergierende
Beurteilungen seitens des psychiatrischen Vorgutachters Dr. E._ sowie seitens Dr.
I._. Bei einer Gesamtbetrachtung erscheine die von Dr. G._ getroffene
gutachterliche Beurteilung am plausibelsten, zumal der RAD-Arzt die von Dr. I._
dagegen erhobene Kritik überzeugend entkräftet habe. Demnach sei mit dem
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psychiatrischen Teil des Gutachtens der Klinik Valens von einer vollen Arbeitsfähigkeit
der Beschwerdeführerin aus psychiatrischer Sicht auszugehen. Für die Zeit vor dem
Gutachten der Klinik Valens könne aus psychiatrischer Sicht nicht auf die
Arbeitsfähigkeitsschätzung von Dr. E._ im Gutachten des MGSG vom Januar 2008
abgestellt werden. Dieser habe der Beschwerdeführerin als einzige Diagnose eine
Somatisierungsstörung gestellt und daraus eine 40%-ige Arbeitsunfähigkeit abgeleitet,
was vor der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, wonach Somatisierungsstörungen
wie somatoforme Schmerzstörungen und ähnliche aetiologisch-pathogenetisch
unerklärliche syndromale Leidenszustände in der Regel keine invaliditätsbegründende
Arbeitsfähigkeitseinschränkungen zu bewirken vermöchten, nicht Stand halte. Es sei
daher nur die im somatischen Teil des Gutachtens festgestellte Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit von 10% zu berücksichtigen. Weder bei einer 90%-igen
Arbeitsfähigkeit gemäss dem Gutachten des MGSG noch bei einer 80%-igen
Arbeitsfähigkeit gemäss dem Gutachten der Klinik Valens sei mit einer
rentenbegründenden Erwerbseinbusse zu rechnen. Zudem sei gestützt auf die beiden
Gutachten zu schliessen, dass vor dem operativen Eingriff durch Dr. J._ im Mai 2008
keine durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit von mindestens 40% während eines Jahres
vorgelegen habe. Eine operativ bedingte volle Arbeitsunfähigkeit sei zudem nicht für
längere Zeit ausgewiesen gewesen. Der Beschwerdeführerin seien daher zu Unrecht
von Januar 2008 bis Juli 2009 befristete Rentenleistungen zugesprochen worden (act.
G 8).
B.c Mit Schreiben vom 21. Mai 2013 machte die Verfahrensleitung die Beschwerde
führerin auf eine mögliche Schlechterstellung ihrer Rechtsposition im Vergleich zu den
angefochtenen Verfügungen aufmerksam, die sich bei einer Rückweisung der Streit
sache an die Beschwerdegegnerin zur weiteren Abklärung ergeben könnte. Es wurde
die Gelegenheit zum Rückzug der Beschwerde gegeben (act. G 15). Die Beschwerde
führerin hielt gemäss Mitteilung vom 29. Mai 2013 an der Beschwerde fest (act. G 16).

Erwägungen:
1.
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1.1 Am 1. Januar 2008 traten die im Zug der 5. IV-Revision revidierten Bestimmungen
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20), der Verordnung
über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) und des Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) in Kraft. In materiell-
rechtlicher Hinsicht gilt der übergangsrechtliche Grundsatz, dass der Beurteilung jene
Rechtsnormen zu Grunde zu legen sind, die bei Erlass des angefochtenen Entscheids
bzw. im Zeitpunkt gegolten haben, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen
führende Sachverhalt verwirklichte (vgl. BGE 127 V 467 E. 1, 126 V 136 E. 4b, je mit
Hinweisen).
1.2 Die angefochtenen Verfügungen ergingen am 10. März 2011, wobei ein Sachver
halt zu beurteilen ist, der vor dem Inkrafttreten der revidierten Bestimmungen der 5. IV-
Revision am 1. Januar 2008 begonnen hat. Daher und aufgrund dessen, dass der
Rechtsstreit eine Dauerleistung betrifft, ist für die Zeit bis 31. Dezember 2007 auf die
damals geltenden Bestimmungen und ab diesem Zeitpunkt auf die neuen Normen der
5. IV-Revision abzustellen (vgl. zur 4. IV-Revision: BGE 130 V 445 ff.; Urteil des EVG
vom 7. Juni 2006, I 428/04, E. 1). Diese übergangsrechtliche Lage zeitigt hinsichtlich
des Begriffs und der Bemessung der Invalidität keine materiell-rechtlichen Folgen, da
die 5. IV-Revision keine substantiellen Änderungen gegenüber der bis Ende 2007 gültig
gewesenen Rechtslage brachte. Hingegen ist betreffend den Beginn des Rentenan
spruchs eine Gesetzesänderung erfolgt.
2.
2.1 Streitig ist, ob der Beschwerdeführerin zu Recht eine für den Zeitraum vom 1.
Januar 2008 bis 31. Juli 2009 befristete Rente zugesprochen wurde oder ob von einem
weiterdauernden (unbefristeten) Rentenanspruch auszugehen ist. In der Beschwerde
antwort verneinte die Beschwerdegegnerin den Rentenanspruch generell und be
antragte entsprechend eine Schlechterstellung der Beschwerdeführerin im Vergleich zu
den angefochtenen Verfügungen (reformatio in peius).
2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG;
SR 831.20) haben Versicherte Anspruch auf eine Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit
oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein
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gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und
die während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens
40% arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres ohne wesent
lichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% invalid sind (lit. c). Bei einem Inva
liditätsgrad von mindestens 70% besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, bei
einem Invaliditätsgrad von 60% auf eine Dreiviertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad
von 50% auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von 40% auf eine
Viertelsrente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
2.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, sind Verwaltung und Gericht auf
Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur
Verfügung zu stellen haben. Aufgabe der ärztlichen Sachverständigen ist es, den Ge
sundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen in welchem Umfang und
bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261
E. 4 mit Hinweisen). Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend,
ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten
abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in
der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen
des Experten begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a).
3.
3.1 Zu klären ist vorweg die Frage, ob die medizinische Aktenlage eine
rechtsgenügende Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin erlaubt.
3.2 Aus somatischer Sicht ist der Beschwerdeführerin am 16. März 2007 vom
Hausarzt aufgrund der Diagnosen Fibromyalgie sowie Status nach Arthroskopie Knie
rechts, persistierende Gonarthrose, eine dauernde 50%-ige Arbeitsunfähigkeit in der
bisherigen Tätigkeit als Haushalthelferin attestiert worden. Den Beginn der
Arbeitsunfähigkeit hat der Hausarzt entsprechend der Arbeitsaufnahme der
Beschwerdeführerin bei B._ im Oktober 2005 auf diesen Zeitpunkt festgelegt, da sich
dabei gezeigt habe, dass die Beschwerdeführerin das Ausmass ihrer Tätigkeit
gesundheitsbedingt auf 4 Stunden pro Tag habe beschränken müssen (vgl. IV-act.
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14-2). Vorübergehend ist die Beschwerdeführerin in Folge eines gynäkologischen
Eingriffs vom 16. Januar bis 4. März 2007 vollständig arbeitsunfähig gewesen (vgl. IV-
act. 6). Anlässlich der Begutachtung durch das MGSG hat Dr. D._ im orthopädischen
Fachgutachten vom 11. Dezember 2007 der Beschwerdeführerin eine Arbeitsfähigkeit
von 60% in der bisherigen sowie von 90% in einer angepassten Tätigkeit attestiert. Bei
der Beurteilung hat er festgehalten, die lumbalen Schmerzen und die pathologischen
objektiven Befunde der LWS seien grösstenteils durch die fortgeschrittenen
degenerativen Veränderungen, die im MRI nachgewiesen worden seien, erklärbar. Das
Ausmass der Nackenschmerzen, die Beschwerden in beiden Oberarmen, die
Schmerzausstrahlung in die linken Zehen sowie die Gefühlsstörungen am linken
Unterschenkel und Fuss seien hingegen nicht zu objektivieren (vgl. IV-act. 36-15 ff.).
Die von den Gutachtern interdisziplinär festgestellte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
von 40% in der bisherigen sowie einer angepasster Tätigkeit ist schliesslich mit
psychischen Leiden begründet worden (vgl. IV-act. 36-13). Wenige Monate später ist
die Beschwerdeführerin am 14. Mai 2008 von Dr. J._ an der Wirbelsäule operiert
worden (vgl. IV-act. 46-3). In Folge der Operation ist die Beschwerdeführerin bis zum
Zeitpunkt der Begutachtung in der Klinik Valens im Mai 2009 vollständig arbeitsunfähig
gewesen (vgl. IV-act. 57-35). Die Gutachter der Klinik Valens haben am 27. Juli 2009
eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in der bisherigen sowie einer angepassten
Tätigkeit in Höhe von 20% bescheinigt, welche ausschliesslich somatisch bedingt sei
(vgl. IV-act. 57-34). Sie haben sich bei dieser Beurteilung u.a. auf einen Verlaufseintrag
von Dr. J._ vom 11. Oktober 2007 abgestützt, wonach die Kernspintomografie der
LWS mit den von der Patientin angegebenen Beschwerden, ausstrahlend vorwiegend
in das linke Bein, korreliere. Die Beschwerden liessen sich deshalb mit den
degenerativen Veränderungen L3/4 und L4/5 erklären (vgl. IV-act. 57-65). Die Gutachter
haben ausgeführt, dass ein Arbeitswiedereinstieg im Umfang von 80% nicht realistisch
und sinnvoll erscheine. Es werde ein gestaffelter Arbeitseinstieg im Umfang von z.B.
50% mit allmählicher Steigerung empfohlen (vgl. IV-act. 57-35). RAD-Arzt Dr. H._ hat
diese Einschätzung übernommen und den Zeitrahmen für eine Steigerung der
Arbeitsfähigkeit von 50% auf 80% auf drei, höchstens sechs Monate festgesetzt (vgl.
IV-act. 58-2).
3.3 Bei der Würdigung der Arbeitsfähigkeitsschätzung des Hausarztes Dr. C._ ist
zu berücksichtigen, dass dieser die Beschwerdeführerin erst seit Februar 2007 be
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handelt hat (vgl. IV-act. 1-6 und 14-2). Die von ihm rückwirkend angenommene 50%-
ige Arbeitsunfähigkeit seit Oktober 2005 ist nicht durch weitere Arztberichte oder
Befunde gestützt worden, weshalb davon auszugehen ist, dass sich Dr. C._ bei
seiner Einschätzung ausschliesslich auf die subjektiven Angaben der
Beschwerdeführerin bezogen hat. Eine nachweisliche vollständige Arbeitsunfähigkeit
hat indessen ab Januar 2007 vorgelegen, nachdem sich die Beschwerdeführerin einem
gynäkologischen Eingriff unterziehen musste (vgl. IV-act. 6). Im weiteren Verlauf ist eine
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aufgrund der Rückenbeschwerden nachweislich
bestehen geblieben, wobei die vorliegenden gutachterlichen Einschätzungen zum
Umfang der Arbeitsfähigkeit aus somatischer Sicht divergieren: Im Gutachten der Klinik
Valens ist ab Datum der gutachterlichen Untersuchung im Mai 2009 eine 80%-ige
Arbeitsfähigkeit festgestellt worden, wobei ein gestaffelter Arbeitswiedereinstieg mit
anfänglich z.B. 50% empfohlen worden ist. Es ist daher ab Mai 2009 zunächst von
einer 50%-ige Arbeitsfähigkeit in der bisherigen sowie in einer angepassten Tätigkeit
auszugehen. Der Vorgutachter Dr. D._ schätzte die Arbeitsfähigkeit der
Beschwerdeführerin aus somatischer Sicht um einiges höher ein und ging konkret von
einer 90%-igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit aus. Angesichts des
Krankheitsverlaufs sowie der übrigen Arbeitsfähigkeitsschätzungen erscheint die
Beurteilung von Dr. D._ jedoch nicht nachvollziehbar. Es ist nicht davon auszugehen,
dass der Umfang der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin im Zeitpunkt der ersten
Begutachtung durch das MGSG im Dezember 2007 und damit noch vor der
Rückenoperation am 14. Mai 2008 höher gewesen sein kann als im Mai 2009. Im
Gutachten der Klinik Valens wird sogar von einer nach der Operation deutlichen
Besserung der lumbalen Rückenbeschwerden berichtet (vgl. IV-act. 57-39), was auf
das Vorliegen einer höheren Arbeitsunfähigkeit vor der Operation schliessen lässt. Im
Weiteren spricht die Tatsache, dass sich die Beschwerdeführerin nur einige Monate
nach der Begutachtung durch Dr. D._ einer aufwändigen Rückenoperation hat
unterziehen müssen, welche eine langdauernde volle Arbeitsunfähigkeit zur Folge
gehabt hat, gegen die Einschätzung einer 90%-igen Arbeitsfähigkeit aus somatischer
Sicht. Der Hausarzt der Beschwerdeführerin ist vor der Operation – gleich wie das
spätere Gutachten der Klinik Valens – auch von einer 50%-igen Arbeitsunfähigkeit
ausgegangen. Dass die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin für den Zeitraum von
der Begutachtung durch Dr. D._ am 11. Dezember 2007 bis zum Zeitpunkt der
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Rückenoperation am 14. Mai 2008 auf 90% angestiegen sein soll, erscheint als sehr
unwahrscheinlich. Es ist anzunehmen, dass die Beschwerdeführerin bereits längere
Zeit vor der Operation unter Schmerzen gelitten hat, welche sie erst dazu bewogen
haben, eine Operation vornehmen zu lassen. Aus diesem Grund kann nicht auf die
Beurteilung von Dr. D._ abgestellt werden. Es ist vielmehr von mindestens einer
vergleichbaren Einschränkung der Arbeitsfähigkeit auszugehen, wie sie im Gutachten
der Klinik Valens in Höhe von 50% festgestellt wurde, zumal die dort vermerkten
Beschwerden bereits früher beklagt worden waren. Da die im Gutachten des MGSG
interdisziplinär festgestellte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 40% aus
schliesslich psychiatrisch begründet ist, kann auf dieses Gutachten in somatischer Hin
sicht nicht abgestellt werden.
3.4 Aus psychiatrischer Sicht liegen divergierende Beurteilungen des
Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin vor. Gemäss
MGSG-Gutachten hat der begutachtende Psychiater Dr. E._ eine
Somatisierungsstörung mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit diagnostiziert. Zur
Begründung hat er festgehalten, die Diagnose beruhe auf der Vielzahl der
vorgetragenen und als körperlich empfundenen Störungen, der Vielzahl der
stattgehabten medizinischen Interventionen, den teilweise geringen bis fehlenden
somatischen Befunden und der besonderen Art des Beschwerdevortrags. Nach Abzug
des Anteils an zumutbarer Willensanspannung zur Überwindung des funktionellen
Beschwerdeanteils ergebe sich für die bisherige Tätigkeit als Haushalthilfe sowie für
angepasste Tätigkeiten eine Arbeitsfähigkeit von 75% mit einer Leistungsfähigkeit von
80% (vgl. IV-act. 36-7 ff.). Dies entspräche einer Arbeitsfähigkeit von 60%. Im Rahmen
des Gutachtens der Klinik Valens ist die Beschwerdeführerin von Dr. G._
psychiatrisch untersucht und begutachtet worden. Dem entsprechenden
Fachgutachten vom 20. Juni 2009 ist zu entnehmen, dass sich anlässlich der
Untersuchung keinerlei Hinweise für das Vorliegen einer organischen, einschliesslich
einer symptomatischen psychischen Störung, einer Störung durch psychotrope
Substanzen, einer Schizophrenie, einer schizotypen oder wahnhaften Störung
gefunden hätten. Zum Zeitpunkt der Untersuchung sei die Beschwerdeführerin
psychopathologisch unauffällig gewesen. Es hätten sich keine Hinweise für das Vor
liegen einer affektiven Erkrankung oder einer neurotischen, Belastungs- oder somato
formen Störung, insbesondere auch nicht einer anhaltenden somatoformen Schmerz
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störung gefunden, denn die Schmerzen hätten einerseits einen organisch fassbaren
Kern, der offensichtlich doch viel bedeutender sei als vom Vorgutachter angenommen
und im Verlauf auch zu einer Operation geführt habe. Andererseits liessen sich auch
keine emotionalen Konflikte oder psychosoziale Probleme identifizieren, die als ein
schneidende ursächliche Einflüsse bei der Entstehung der Schmerzen gelten könnten.
Es könnten somit keine psychiatrischen Diagnosen gestellt werden. Entsprechend liege
aus psychiatrischer Sicht keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit vor (vgl. IV-act.
57-66 f.).
3.5 Bei der Einschätzung von Dr. G._ handelt es sich gegenüber dem Vorgutachten
von 2008 wohl um eine andere Beurteilung der im Wesentlichen gleichen Situation aus
psychiatrischer Sicht. Dr. G._ hat zur Begründung ausgeführt, dass die vorgutachter
lich gestellte Diagnose einer Somatisierungsstörung bei der Beschwerdeführerin nicht
gestellt werden könne, da diese definitionsgemäss voraussetze, dass es für die
Symptome, auf welche man sich bei der Diagnosestellung stütze, keine somatische
Ursache geben dürfe. Falls im Vordergrund stehende und andauernde Schmerzen
somatisch nicht vollständig erklärt werden könnten, so sei die Diagnose einer anhalten
den somatoformen Schmerzstörung vorgesehen. Diese setze voraus, dass der
Schmerz in Verbindung mit emotionalen Konflikten oder psychosozialen Problemen
auftrete, die schwerwiegend genug seien, um als entscheidende ursächliche Einflüsse
zu gelten. Der Vorgutachter habe die von ihm diagnostizierte Somatisierungsstörung
zwar in Zusammenhang mit möglichen psychologischen Co-Faktoren wie der
belasteten Kindheit sowie der als belastend empfundenen Ehesituation gestellt, jedoch
seien gemäss Angaben der Beschwerdeführerin trotz Trennung von ihrem Ehemann die
Rückenschmerzen schlimmer geworden. Die Diagnose einer anhaltenden
somatoformen Schmerzstörung komme nicht in Betracht, da einerseits der Schmerz
nicht in Verbindung mit emotionalen Konflikten oder psychosozialen Problemen
auftrete und andererseits der Schmerz eine wesentliche somatische Ursache habe (vgl.
IV-act. 57-70). Die Ausführungen Dr. G._s sowie seine Begründung für eine vom
Vorgutachten 2008 abweichende Beurteilung sind nachvollziehbar und plausibel. Es
kann somit – zumindest bis zum Zeitpunkt der zweiten Begutachtung – auf die
Beurteilung von Dr. G._ und seine Einschätzung einer vollen Arbeitsfähigkeit aus
psychiatrischer Sicht abgestellt werden.
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3.6 Dr. I._ hat in seinem Bericht vom 27. April 2010 zu Handen des
Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin ausgeführt, dass sich seit dem Bericht der
Klink Valens der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin psychisch und physisch
deutlich verschlechtert habe. Sie leide an einem larvierten mittelgradigen depressiven
Zustandsbild, das sich neben dem somatischen Anteil vor allem über den Körper zeige,
sowie an einer kombinierten Persönlichkeitsstörung mit abhängigen und selbstun
sicheren Anteilen nach schwer traumatisch erlebter Kindheit. Die Kombination der
pathologischen Befunde verunmögliche unabhängig von den Rückenbeschwerden eine
längerfristige Arbeitsaufnahme, da jeglicher Versuch auf Grund der pathologischen
Wahrnehmung zum Scheitern verurteilt sei. Es bestehe aus psychiatrischer Sicht
mindestens eine 80%-ige Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen wie auch einer ange
passten Tätigkeit (vgl. IV-act. 66). An der Beurteilung von Dr. G._ hat Dr. I._ im
Wesentlichen kritisiert, dass dieser aufgrund seiner persönlichen Einstellung gegenüber
der Beschwerdeführerin deren psychiatrisch vorhandene Leiden gar nicht habe sehen
wollen (vgl. IV-act. 66-5).
3.7 In der Stellungnahme vom 3. November 2010 hat der RAD-Psychiater Dr. med.
K._ zum Bericht Dr. I._s zu Recht festgehalten, dass dieser insgesamt ein
psychisches Zustandsbild konstruiert habe, wie es die psychiatrischen Vorgutachter
nicht gesehen hätten. Dr. K._ hat überzeugend aufgezeigt, dass der Bericht von Dr.
I._ sowohl formell als auch inhaltlich wesentliche Mängel aufweist und nicht dazu
geeignet ist, das Gutachten von Dr. G._ zu erschüttern (vgl. IV-act. 71, 78). Demnach
kann aus psychiatrischer Sicht auf das Gutachten von Dr. G._ und seine
Einschätzung einer vollen Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin abgestellt werden.
3.8 Zusammengefasst lässt sich gestützt auf die medizinische Aktenlage eine mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit geltende Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der
Beschwerdeführerin vornehmen. Die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit lässt sich über
den gesamten Verlauf massgeblich mit somatischen Beeinträchtigungen erklären. Es
können folgende Arbeitsfähigkeiten der Beschwerdeführerin festgelegt werden: Von
Januar bis März 2007 hat eine volle Arbeitsunfähigkeit infolge eines gynäkologischen
Eingriffs bestanden (vgl. IV-act. 6). Von April 2007 bis April 2008 ist von einer 50%-igen
Arbeitsfähigkeit auszugehen, die vom behandelnden Hausarzt bescheinigt wurde. An
gesichts des Krankheitsverlaufs, des konstanten Beschwerdebilds sowie der Indikation
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für eine Rückenoperation muss in diesem Zeitraum eine vergleichbare Einschränkung
der Arbeitsfähigkeit bestanden haben, wie sie im Gutachten der Klinik Valens festge
stellt wurde (vgl. oben, E. 3.3). Von Mai 2008 bis Mai 2009 war die Beschwerdeführerin
in Folge der Rückenoperation zu 100% arbeitsunfähig, was sich anhand der Ein
schätzungen von Dr. J._ und dem Gutachten der Klinik Valens nachvollziehen lässt
(vgl. IV-act. 57-35). Ausgehend von der Einschätzung des RAD vom 18. August 2009,
wonach für den gestaffelten Arbeitswiedereinstieg mit anfänglich 50%-iger
Arbeitsfähigkeit ein Zeitrahmen von drei bis höchstens sechs Monate anzusetzen ist
(vgl. IV-act. 58-2), hat die 50%-ige Arbeitsfähigkeit von Mai bis mindestens August
2009 bestanden. Ab September 2009 kann schliesslich von der im Gutachten der Klinik
Valens attestierten 80%-igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden.
4.
4.1 Zu prüfen bleibt, ob nach September 2009 eine relevante Änderung der Arbeits
fähigkeit der Beschwerdeführerin eingetreten ist.
4.2 Mit Einwand vom 27. Januar 2011 hat der Rechtsvertreter der
Beschwerdeführerin Berichte von Dr. J._ eingereicht (vgl. IV-act. 77-4 ff.). Dieser hat
festgehalten, dass die Beschwerdeführerin seit dem Frühjahr 2010 unter zunehmenden
Rückenschmerzen gelitten habe. Die Schmerzen hätten auf die Metallimplantate
zurückgeführt werden können, welche anlässlich der Spondylodese L3/S1 eingesetzt
worden seien. Da die Schmerzen mit Infiltrationen nicht für längere Zeit hätten gelindert
werden können, seien die Implantate am 28. Juli 2010 operativ entfernt worden. Am 14.
September 2010 berichtete Dr. J._ zwar von einer deutlichen Besserung der
lumbalen Rückenschmerzen im Vergleich zu vor der Operation. Gemäss dem
folgenden Bericht vom 25. Oktober 2010 hat die Beschwerdeführerin jedoch immer
noch über erhebliche Schmerzen geklagt, wenn auch weniger als vor der
Metallentfernung (vgl. IV-act. 77-7). Der RAD-Psychiater Dr. K._ hat in der Folge die
Berichte von Dr. J._ gewürdigt und festgestellt, dass mit dem Bericht vom 14.
September 2010 über eine Besserung der lumbalen Schmerzen berichtet worden sei.
Die ärztlichen Äusserungen seien nicht geeignet, am Ergebnis der Begutachtung durch
die Klinik Valens etwas zu ändern (vgl. IV-act. 78).
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4.3 Zu der Stellungnahme von Dr. K._ ist zunächst festzuhalten, dass er als
Psychiater fachfremde Arztberichte gewürdigt hat. Dazu kommt, dass er die Aussage
der Beschwerdeführerin anlässlich der Untersuchung durch Dr. J._ am 19. Oktober
2010, wonach sie auch nach der operativen Metallentfernung noch unter erheblichen
Rückenschmerzen leide, wohl nicht berücksichtigt hat. Für eine allfällige Verschlechte
rung spricht auch der Bericht des Hausarztes vom 25. Januar 2011, worin dieser ange
geben hat, dass die Beschwerdeführerin in den vergangenen Monaten einen deutlich
höheren Bedarf an Schmerzmitteln habe, was auf eine erhebliche Schmerzzunahme
schliessen lasse. Es kann entgegen der Einschätzung des RAD-Arztes nicht ohne
Weiteres von einer 80%-igen Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin ausgegangen
werden, wie sie im Gutachten der Klinik Valens im Juli 2009 festgestellt worden ist. Der
Gesundheitszustand ist seit der Begutachtung in der Klinik Valens offensichtlich nicht
stabil geblieben und hat sich allenfalls negativ auf die Arbeitsfähigkeit der Beschwerde
führerin ausgewirkt. Den Berichten von Dr. J._ lässt sich im Übrigen – entgegen
der Ansicht des Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin – keine Arbeitsfähigkeits
schätzung entnehmen. Dennoch deuten seine Aussagen deutlich auf einen zumindest
vorübergehend wieder verschlechterten Gesundheitszustand hin, welcher auch nach
der Metallentfernung weiter angedauert haben kann. Aufgrund dieser Entwicklung wäre
zur Beurteilung der allfälligen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit der Beschwerde
führerin die Einholung eines Verlaufsberichts bei der Klinik Valens vor Erlass der Ver
fügungen am 10. März 2011 angezeigt gewesen. Der aktuelle Gesundheitszustand er
weist sich daher als ungenügend abgeklärt. Die Angelegenheit ist folglich an die Be
schwerdegegnerin zur weiteren Abklärung im Sinne dieser Erwägungen zurückzu
weisen.
5.
5.1 Gestützt auf die mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellten
Arbeitsfähigkeitsschätzungen von Januar 2007 bis September 2009 ist im Folgenden
der Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Rente zu prüfen.
5.2 Betreffend den Beginn des Rentenanspruchs kommen die Bestimmungen vor
Inkrafttreten der revidierten Bestimmungen der 5. IV-Revision am 1. Januar 2008 zur
Anwendung (vgl. E. 1.2). Der Anspruch auf eine Rente entsteht frühestens in dem Zeit
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punkt, in welchem die versicherte Person während eines Jahres ohne wesentlichen
Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 40% arbeitsunfähig gewesen war und nach
Ablauf des sogenannten Wartejahres ein rentenbegründender Invaliditätsgrad vorliegt
(aArt. 29 Abs. 1 lit. a und b IVG in der bis zum 31. Dezember 2007 gültig gewesenen
Fassung). Vorliegend ist das Wartejahr mit der nachweislich vorliegenden Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit ab Januar 2007 eröffnet worden. Angesichts der
während eines Jahres vorgelegenen durchschnittlich mindestens 50%-igen Arbeitsun
fähigkeit, hat die Beschwerdeführerin das Wartejahr im Januar 2008 erfüllt. Der Renten
anspruch kann daher frühestmöglich am 1. Januar 2008 beginnen (vgl. aArt. 29 Abs. 2
IVG).
5.3 Unbestritten ist vorliegend die Qualifikation der Beschwerdeführerin als im
hypothetischen Gesundheitsfall 100% Erwerbstätige. Damit ist zur Bemessung des
Invaliditätsgrades die Methode des Einkommensvergleichs heranzuziehen. Gemäss
Art. 16 ATSG wird dabei das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach
Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und
allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbaren Tätigkeit bei
ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen) in Beziehung
gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid
geworden wäre (Valideneinkommen).
5.4 Da bezüglich des Valideneinkommens keine verlässliche Grundlage vorhanden ist
und betreffend das Invalideneinkommen auf die Tabellenlöhne abzustellen ist, recht
fertigt sich das Vorgehen der Beschwerdegegnerin, die Vergleichseinkommen auf der
gleichen Grundlage zu erheben. Sind Validen- und Invalideneinkommen vom gleichen
Tabellenlohn zu berechnen, erübrigt sich deren genaue Ermittlung. In diesem Fall ent
spricht der Invaliditätsgrad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit, dies unter Berück
sichtigung eines allfälligen Tabellenlohnabzugs (Urteil des Bundesgerichts vom 9. März
2007, I 697/05, E. 5.4 mit Hinweis).
5.4.1 In der Praxis werden die zur Bestimmung des Invalideneinkommens heran
gezogenen Tabellenlöhne gekürzt, wenn Versicherte als gesundheitlich Beeinträchtigte
im Rahmen leichter Hilfsarbeitertätigkeiten nicht mehr voll leistungsfähig sind oder
wenn weitere persönliche und berufliche Merkmale wie Alter, Dauer der
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Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie
Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben. Der Abzug ist nicht
schematisch vorzunehmen. Vielmehr ist der Einfluss aller Merkmale auf das
Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach
pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen. Letztlich ist der Abzug vom
statistischen Lohn unter Berücksichtigung aller jeweils in Betracht fallenden Merkmale
auf insgesamt höchstens 25% zu begrenzen (vgl. BGE 126 V 75).
5.4.2 Die Beschwerdeführerin war zum Zeitpunkt der Verfügungen 56 Jahre alt.
Das fortgeschrittene Alter wird sich bei der Verwertung ihrer Restarbeitsfähigkeit in
anderen Tätigkeiten mit zahlreichen lohnwirksamen Nachteilen auswirken,
insbesondere in Bezug auf hohe Lohnnebenkosten für die Arbeitgeber, zu erwartende
längere gesundheitsbedingte Absenzen und die kürzere erwerbliche Aktivitätsdauer. Im
Weiteren ist die Beschwerdeführerin nur noch für leichte bis mittelschwere Tätigkeiten
arbeitsfähig, wobei das Tätigkeitsprofil zudem gewisse Anforderungen erfüllen muss
(Tätigkeit mit Wechselbelastung, Hantieren von Lasten bis maximal 15 kg, Arbeiten
über Schulterhöhe und Stehen vorgeneigt sind der Beschwerdeführerin nur manchmal
am Tag zumutbar, Stossen/Ziehen sowie wiederholte Kniebeugen sind ihr selten am
Tag zumutbar, vgl. IV-act. 57-37 f.). Angesichts des noch verbleibenden engen
Spektrums an möglichen Tätigkeiten auf dem Arbeitsmarkt sowie der zu erwartenden
altersbedingten Nachteile erscheint ein Abzug vom Tabellenlohn in Höhe von 10%
gerechtfertigt.
5.5 Ausgehend von den festgestellten medizinisch-theoretischen Arbeitsfähigkeiten
der Beschwerdeführerin (vgl. oben, E. 3.8) sind die Invaliditätsgrade unter
Berücksichtigung eines Tabellenlohnabzugs von 10% zu bestimmen: Während des
Zeitraums ab dem frühestmöglichen Beginn des Rentenanspruchs, d.h. ab Januar
2008, bis April 2008 ist die Beschwerdeführerin zu 50% arbeitsunfähig gewesen. Unter
Berücksichtigung des Tabellenlohnabzugs ergibt dies einen Invaliditätsgrad von 55%
(50% Arbeitsunfähigkeit + 10% Tabellenlohnabzug). Damit hat im Zeitpunkt des
frühestmöglichen Rentenanspruchsbeginns eine rentenbegründende
Erwerbsunfähigkeit vorgelegen. Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG hat die Beschwerdeführerin
gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 55% einen Anspruch auf eine halbe Rente. Von
Mai 2008 bis Mai 2009 war die Beschwerdeführerin voll arbeitsunfähig, was ein
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Invaliditätsgrad von 100% und damit einen Anspruch auf eine ganze Rente zur Folge
hat. Für den Zeitraum von Mai bis August 2009 bescheinigten die Ärzte der
Beschwerdeführerin für den gestaffelten Arbeitswiedereinstieg eine vorübergehende
Arbeitsunfähigkeit von 50%. Dies führt erneut zu einem Invaliditätsgrad von 55% und
einem Anspruch auf eine halbe Rente. Schliesslich ist ab September 2009 von einer
20%-igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen. Unter Berücksichtigung des Abzugs von
10% resultiert ein Invaliditätsgrad von 22%. Ein unter 40% liegender Invaliditätsgrad
vermag keinen Anspruch auf eine Rente mehr zu begründen.
5.6 Bei der rückwirkenden Zusprache einer abgestuften und/oder befristeten
Invalidenrente finden gemäss Rechtsprechung die für die Rentenrevision geltenden
Normen (Art. 17 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 88a der Verordnung über die
Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) analog Anwendung (Urteil des Bundesgerichts
8C_93/2013 vom 16. April 2013, E. 2;BGE 121 V 264 E. 6b/dd mit Hinweis). Gemäss
Art. 88a IVV ist bei einer Verbesserung (Abs. 1) oder Verschlechterung (Abs. 2) der
Erwerbsfähigkeit die anspruchsbeeinflussende Änderung zu berücksichtigen, sobald
sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat.
5.7 Die Beschwerdeführerin hat in Anwendung der gemäss Art. 88a IVV zu be
achtenden Anpassungszeit von 3 Monaten für den Zeitraum vom 1. Januar 2008 bis
31. August 2008 Anspruch auf eine halbe Rente der Invalidenversicherung. Vom 1.
September 2008 bis 31. August 2009 hat sie Anspruch auf eine ganze Rente. Vom 1.
September bis 30. November 2009 hat sie wiederum Anspruch auf eine halbe Rente.
Ab Dezember 2009 besteht mit einem unter 40% liegenden Invaliditätsgrad kein
Rentenanspruch mehr. Der Beschwerdeführerin sind somit befristete Rentenleistungen
im erwähnten Umfang vom 1. Januar 2008 bis 30. November 2009 auszurichten. Die
angefochtenen Verfügungen vom 10. März 2011 sind folglich aufzuheben.
6.
6.1 Gestützt auf die vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde teilweise
gutzuheissen und die Verfügungen vom 10. März 2011 sind aufzuheben. Die
Beschwerdeführerin hat ab 1. Januar 2008 bis 30. November 2009 einen befristeten
Anspruch auf Rentenleistungen (vom 1. Januar bis 31. August 2008 auf eine halbe
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Rente, vom 1. September 2008 bis 31. August 2009 auf eine ganze Rente, vom 1.
September bis 30. November 2009 auf eine halbe Rente). Im Übrigen ist die
Angelegenheit zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwägungen an die
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
6.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis
Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- er
scheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Die Rück
weisung zur Neubeurteilung gilt praxisgemäss als volles Obsiegen (BGE 132 V 235
E. 6). Die unterliegende Beschwerdegegnerin hat deshalb die gesamte Gerichtsgebühr
von Fr. 600.-- zu bezahlen. Der von der Beschwerdeführerin geleistete
Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist ihr zurückzuerstatten.
6.3 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei
Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom
Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der
Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen
(Art. 61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor
Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.--
bis Fr. 12'000.--. Unter Berücksichtigung vergleichbarer Fälle erscheint vorliegend eine
Entschädigung von Fr. 3'000.-- als angemessen. Die Beschwerdegegnerin hat somit
der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung in Höhe von Fr. 3'000.-- (inklusive
Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP