Decision ID: 9982b266-de41-4683-bcc3-d045097775e4
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1965, arbeitete vom
1.
Mai 1988 bis 3
0.
Juni 2011
als Sachbearbeiterin bei der
Y._
(
Urk.
6/4
Ziff.
5.4,
Urk.
6/
17
). Am 2
5.
Mai 2011 meldete sich die Versicherte wegen e
ines
seit Geburt
bestehenden
Rückenleidens
und
einer
Depression bei der Inva
li
den
versicherung zum Leistungsbezug
(berufliche Massnahmen, Rente)
an (
Urk.
6/4).
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, holte in der Folge
Arztberichte
(
Urk.
6/13,
Urk.
6/
21)
, einen Arbeitgeberbericht (
Urk.
6/17),
Aus
züge aus dem individuellen Konto der Versicherten
(IK-Auszug;
Urk.
6/2,
Urk.
6/8)
und
ein
bidisziplinäres
Gutachten (
Urk.
5 =
Urk.
6/26
,
Urk.
6/
27
) ein.
Ferner
führte die IV-Stelle berufliche Abklärungen
(
Urk.
6/9
)
durch
u
nd teilte der Versicherten mit,
gemäss den erfolgten Abklärungen verzichte diese
auf be
ruf
liche Ein
gliederungsmassnahmen
(Urk. 6/14)
.
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
6/31,
Urk.
6/40) sprach die IV-
Stelle mit Verfügung vom 3
1.
Mai 2012 (
Urk.
6/47) eine halbe Invaliden
rente ab
1.
März 2012 zu.
2.
2
.
1
Gegen die Verfügung vom 3
1.
Mai
2012 (
Urk.
2 =
Urk.
6/47
)
erhob die Versi
cherte am
2.
Juli 2012 (
Urk.
1) Beschwerde und beantragte deren Aufhebung und die Ausrichtung einer ganzen Invalidenrente (S. 2
Ziff.
1).
Ferner
stellte
sie
den Antrag, es sei eine öffentliche Verhandlung durchzuführen
(S. 2
Ziff.
3)
, es seien verschiedene Zeugen zu befragen (S. 2
Ziff.
4
-7) und es sei ein
Ober
gut
achten
einzuholen (S. 2
Ziff.
8).
Mit
Beschwer
deantwort
vom 2
8.
August 2012 (
Urk.
4) beantragte die
Beschwerdegegnerin
die Abweisung der Beschwerde.
2.2
Mit Verfügung vom 16. August 2012 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, sie habe – beim gleichen Anspruch auf eine halbe Rente – die Leistung neu b
e
rechnet (Urk. 8/2/1). Dagegen erhob d
ie Beschwerdeführerin am 1
9.
September 2012
Beschwerde
(Urk. 8/1).
Mit Verfügung vom 2
5.
September 2012
(
Urk.
8/3,
Urk.
9)
wurde der Prozess Nr. IV.2012.01006 mit dem vorliegen
den Proze
ss Nr.
IV.2012.00701 vereinigt
.
Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf die Einrei
chung
einer Stellungnahme, was der Beschwerdeführerin zusam
men mit der
Be
schwerdeantwort
am
2.
November 2012 zur Kenntnis gebracht
wurde
(
Urk.
11).
2.3
Am
5.
De
zember 2013
führte das hiesige Gericht
eine öffentliche
Hauptverhand
lung
durch
und der
Beschwerdegegnerin wurde eine Frist bis am 1
5.
Januar 2014
zur Einreichung einer Stellungnahme
gewährt
(Protokoll S.
4 ff.)
.
D
ie
se
liess sich
innert Frist zu den Ein
gaben der Beschwerdeführerin
(Urk. 15/1-6)
nicht ver
neh
men
.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze
oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den All
gemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG
). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1
des Bun
desge
setzes über die Invalidenversicherung; IVG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Be
einträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zu
d
em nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit
Art.
28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu be
stimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung
und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei
ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in
Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensver
gleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen
Er
werbseinkommen
ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ei
nander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der
Invaliditäts
grad
bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu be
tätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 Prozent arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (
Art.
8 ATSG
) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent besteht Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent auf eine
Drei
viertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sam
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und
ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a,
122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in ihrer Verfügung vom 3
1.
Mai 2012 (
Urk.
2
Ver
fügungsteil
2
) davon aus, dass die Beschwerdeführerin ohne
Gesundheits
schaden
weiterhin in ihrer bisherigen Tätigkeit als Sachbearbeiterin in einem Pensum von
100
%
tätig wäre. Aus medizinischer Sicht sei
ihr
in ihrer bisherigen Tätig
keit so
wie in einer angepassten Tätigkeit ein Pensum von 50
%
zumutbar. Das Ein
kommen mit Behinderung errechne sich aufgrund der Arbeitsfähigkeit (S.
1 un
ten).
Dementsprechend ermittelte sie einen Invaliditätsgrad von 50 % (S.
2 oben).
2.2
Die Beschwerdeführerin stellt
e
sich demgegenüber
in i
hrer Beschwerde (Urk. 1)
auf den Standpunkt,
die Vielzahl der Gutachtensaufträge bei
Dr.
Z._
und
Dr.
A._
bewirke
ein
ungutes Nahverhältnis zur Beschwerdegegnerin. Es falle auf, dass
Dr.
Z._
in
B._
und
Dr.
A._
in
C._
r
esidier
t
en, von
D._
aus sei dies
etwa gleichweit entfernt wie die MEDAS
E._
(S. 7
Ziff.
17). Es sei kein Wirbelsäulenorthopäde und kein Neurologe mit einer Be
gut
achtung beauftragt worden, obwohl sich bei ihr auch neurologische und
wir
bel
orthopä
dische
Probleme äussern würden. Die Nerven seien zumindest im rechten
Bein durch die Fehlhaltungen betroffen. Durch die groteske Verdrehung der
Wir
bel
säule würden auch zahlreiche Nervenstrukturen beeinträchtigt, es entstehe
ein Druck auf den Nervenkanal, was die Schmerzsituation ebenfalls erkläre. All dies sei nicht begutachtet worden (S. 7
Ziff.
18).
I
m psychiatrischen Teilgutachten
fehl
t
e
n
die Aktenanamnese
und
sämtliche
Arzt
berichte
aus
der Kindheit bis ins Jahr 201
1.
Dies sei insofern von Belang, a
ls
gerade die Schmerzentwicklung seit den Kindheitstagen die Ermüdung und eine Depression ohne
weiteres
zu erklären v
ermö
cht
en
. Das
psychiatrische
Teilg
ut
ach
ten
sei schon wegen der fehlenden Arztberichte nicht nachvollziehbar
. Die Vor
gehensweise sowie
die
fremdanamnestische
n
Angaben würden auch fehlen
(S.
8
Ziff.
20-21).
Dr.
A._
habe weiter den Befund nicht gemäss den
ver
si
cherungsmedizinischen
Leitlinien erhoben und habe die
Traumaereignisse
ober
flächlich gewürdigt. Erstaunlich sei auch die Wertung der Testergebnisse, die allesamt für eine mittelschwere
bis schwere De
pression sprechen würden.
Die
psychopathologischen Abklärungen seien daher ungenügend und die
Trauma
ex
ploration
sei oberflächlich erfolgt (S. 8
Ziff.
22).
Dr.
A._
habe
die Aus
sagen
der behandelnden
Psychaterin
als absolut nachvollziehbar
er
achtet
, den
noch gehe
er nur von einer leichten depressiven Episode aus. Gleich
zeitig wider
spreche er sich in Ziffer 8.5 und Ziffer 9.2.3 seines Gutachtens, da er zunächst davon aus
geh
e
, dass aufgrund der Zustandsverbesserung und gegen
w
ä
rtig erhalt
enen psycho-
kognitiven Funktion
en eine Arbeitsunfähigke
it von 40
%
gegeben sei und er
in Ziffer 9.2.3 wieder von einer Arbeitsunfähigkeit von 50
%
ausgehe.
Die von
ihm
gestellte Diagnose sei widersprüchlich und das Gut
achten sei nicht be
weistauglich (S. 8 f.
Ziff.
23).
Das
bidisziplinäre
Gutachten sei weder inhaltlich noch formal vollständig
,
es seien nicht sämtliche Fachdisziplinen abgedeckt
worden
und es dränge sich auf
grund der komplexen medizinischen Beschwerde
n
eine Oberbegutachtung durch eine unabhängige Stelle auf (S. 9
Ziff.
24-26
).
Für die Berechnung des
Valideneinkommens
könne ohne weiteres darauf ge
schlossen werden, dass sie ohne Geburtsgebrechen und aufgrund des unbe
ding
ten Willens und
ihrer
hohen Intelligenz eine Stelle im Kaderbereich erarbeitet hätte.
Kaderlöhne seien entsprechend den Lohnbänden der
Y._
im Umfang von
Fr.
150‘000.-- anzusiedeln (S. 10
Ziff.
28-29). Es sei von einer 70 -80
%igen Ar
beitsunfähigkeit auszugehen. Damit hätte bei der Bemessung des Invalidenlohns lediglich eine
Entlöhnung
auf der Basis von 20
%
dem
Validenlohn
gegenüber gestellt werden müssen (S. 10 f.
Ziff.
30).
2.3
Strittig und zu prüfen ist somit, wie es sich mit der Arbeitsfähigkeit der Be
schwerdeführerin verhält
,
auf welche medizinischen Bericht
e diesbezüglich ab
zu
stellen ist, und
ob die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine Rente hat.
3.
3.1
Dr.
med.
F._
,
Facharzt
FMH für Rheumatologie,
nannte in seinem Be
richt vom
5.
Juli 2011 (
Urk.
6/13/4-7) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf di
e Ar
beitsfähigkeit (
Ziff.
1.1):
chronisches
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom recht
s
mit/bei
grotesker Torsionsskoliose mit ausgeprägter Degeneration der gesam
ten Brust- und der gesamten Lendenwirbelsäule
dekonditionierter
Rumpfmuskulatur
Adipositas
Burnout-Syndrom
Aus rheumatologischer Sicht schätze er die Beschwerdeführerin als mittelgradig
behindert ein.
Es bestehe f
ür körperlich leichte
bis mittelschwere Tätigkeiten
me
dizinisch-theoretisch
eine Arbeitsfähigkeit von
50
%
und f
ür körperlich schwere Arbeiten sei sie zurzeit und für den Rest ihres Lebens zu 100
%
arbeits
unfähig.
Das bestehende
psychiatrische Leiden
könne
er nicht beurteilen (S.
1
oben
,
Ziff.
1.6
).
E
r
habe
der Beschwerdeführerin Physiotherapien ausschliesslich zwecks
Kräftigung und Stabilisation der ge
samten Rücken-, der tiefen Bauch- und
Ober
schenkelmuskulatur
verordnet. Dies
e
fänden
in A
b
sprache mit der Beschwer
de
führerin seit dem 2
2.
März 2011 ambulant statt
. Die Beschwerdeführerin werde ihr ganzes Leben lang auf die Kräftigung und die Stabilisation ihrer gesamten
Rücken-, der tiefen Bauch- und der Oberschenkelmuskulatur dringendst ange
wie
sen bleiben
(
Ziff.
1.5). Die bis
herige Tätigkeit sei aus medizinischer Sicht maxi
mal zu 50
%
zumutbar (
Ziff.
1.7).
3.2
Dr.
med.
G._
,
Fachärztin
FMH Psychiatrie und Psychotherapie
,
stellte
mit Bericht vom
9.
November 2011 (
Urk.
6/21
=
Urk.
15/3
) folgende Diagnosen mit
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (
Ziff.
1.1):
chronifizierte
mittelgradige Depression (F32.11) mit wiederholten schwe
ren
depressiven Episoden
chronifizierte
Anpassungsstörung (F43.2)
Traumatisierung in der Kindheit und im Erwachsenenalter
chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (F45.41)
chronisches
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom rechts mit/bei gro
tesker Torsionsskoliose mit ausgeprägter Degeneration der gesamten Brustwirbelsäule und der gesamten Lendenwirbelsäule,
dekonditionierter
Rumpfmuskulatur
(Diagnose
Dr.
F._
)
, Beinschwäche
Ferner nannte sie als Diagnose
n
ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
einen
Status nach
Melanomentfernung
(
1995
), eine
Kontaktallergie
und eine
Me
dika
men
tenunverträglichkeit
(Ziff. 1.1)
Die Prognose sei
aufgrund der
jahrelangen
Chronifizierung
aus psychiatrischer Sicht schlecht
und es
bestehe eine maximale Arbeitsunfähigkeit von 80
%
, res
pektive eine Arbeitsfähigkeit von 20
%
. Die Auswirkungen der Schmerzen auf
grund des schweren Rückenleidens,
welches
zudem auch im Rahmen des Älter
werdens zur weiteren Zunahme der Beschwerden geführt habe, würden die Pro
gno
se zusätzlich beeinflussen. Von der psychiatrischen Seite sei mit einer Hei
lung
der Anpassungsstörung zu rechnen. Die Angst- und Panikattacken könn
t
en sich
mindern und seien, sofern die Beschwerdeführerin keinen Über
belastungen mehr
ausgesetzt sei, vermutlich heilbar. Die
chronifizierte
Depres
sion werde sich wei
ter
reduzieren, jedoch würden die Symptome wie
die
schwer verminderte Kon
zen
trationsfähigkeit und die weiteren kognitiven Einschrän
kungen über die nächste
n Jahre dauerhaft vorhanden sein
. Die Schmerzen wür
den die psychische Belast
bar
keit dauerhaft beeinflussen
(
Ziff.
1.4).
Die Beschwerdeführerin sei für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit vom
6.
April bis 3
0.
Juni 2011 zu 100
%
und seit
1.
Juli 2011 maximal zu 80
%
arbeitsunfähig (
Ziff.
1.6). Die Komorbidität und die
Chronifizierung
würden sich langfristig auf die Belastbarkeit auswirken,
dies bedeute
,
dass
von einer dauerhaften stark ver
minderten körperlichen sowie psychischen Einschränkung auszugehen
sei
. Die bisherige Tätigkeit sei der Beschwerdeführerin nicht zumutbar, da dies ein lang
fristiges grosses gesundheitliches Risiko für eine weitere Exazerbation der Erkran
kung bedeuten würde (
Ziff.
1.7).
3.3
Am 2
0.
Februar 2012 erstatteten
Dr.
med.
A._
,
Facharzt für
Psychiat
rie und Psychotherapie, und
Dr.
med.
Z._
, Innere Medizin
FMH
,
ihr
bidisziplinäres
Gutachten
(
Urk.
6/
27
/9-11
)
gestützt auf die
ihnen überlasse
nen
Akten,
den
Angaben der Beschwerdeführerin
und die Untersuchung
am
1
6.
Ja
nuar 2012 (
Urk.
6/26 S
.
13
Ziff.
5.2) und
am
2.
Februar 2012
(
Urk.
6/27 S. 1)
. Sie nannten folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (
S.
9
Ziff.
9.1.1):
leichte
depressive Episode mit somatischen Symptomen (F32.1) im Rah
men eines jahrelangen Burnout-Syndroms (Z73.0)
p
anvertebrale Schmerzen und
lumbospondylogenes
Syndrom rechts bei
kongen
it
aler
lumbosakraler
Übergangsanomalie und multiplen
Bo
g
enschlussanomalien
mit einem grossen
ossären
Defekt L4/L
5 und schwerer Spinalkanalstenose L1/L2
Beckenschiefstand rechts
Sie nannten folgende Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (
Ziff.
9.1.2):
Adipositas Grad II (Body-Mass-Index, BMI, 39.4
kg/m)
Eisenmangel ohne Anämie
Vitamin D-Mangel
Sie führten aus, die Beschwerdeführerin sei aus rheumatologisch-psychiatrischer Sicht für die bisherige Tätigkeit
zu
50
%
arbeitsfähig (
Ziff.
9.2.1). Aus rein rheu
matologischer Sicht könne
der
Beschwerdeführerin eine Arbeitsunfähigkeit von 50
%
ab 1
6.
März 2011 attestiert werden. Aufgrund der Verschlechterung des
psychischen Zustandes sei die Beschwerdeführerin vom
5.
April bis 3
0.
Juni 2011
zu
100
%
und vom
1.
Juli 2011 bis
2.
Februar 2012
zu
80
%
arbeitsunfä
hig
ge
wesen
.
Es bestehe a
b
3.
Februar 2012 aus rheumatologisch-psychiatrischer Sicht
eine Arbeitsfähigkeit von
50
%
(
Ziff.
9.2.2)
und i
n einer angepassten Tätigkeit sei sie zu 50
%
arbeitsfähig
(
Ziff.
9.2.3)
.
Aus rheumatologischer Sicht sei die Be
schwerdeführerin durch die eingeschränkte Funktion der Wirbelsäule limi
tiert.
Sie könne Lasten bis zu 10 kg heben oder tragen (leichtes
Belastungsni
veau
). Dazu brauche die Beschwerdeführerin vermehrte Erholungszeiten. Aus psychia
trischer Sicht bestehe kein Bedarf nach adaptierten Tätigkeiten
(
Ziff.
9.2.4).
Eine medikamentöse Therapie habe grosses
Optimierungspotential,
eine konsequente Fortsetzung der medizinischen Trainingstherapie sei sinnvoll
und
eine Normali
sierung des Gewichts sei notwendig. Mit einer konsequenten Weiterführung der
etablierten
psychiatrische
Mas
s
nahme könne ergänzend mit den beruflichen Mass
nahmen innerhalb von 3 Monaten mit der Wiederherstel
lung der vollen Ar
beitsfähigkeit gerechnet werden (
Ziff.
9.3.1).
E
s sei von einer günstigen Pro
gnose bezüglich der Erhaltung der Arbeitsfähigkeit von 50
%
aus
zugehen. Eine weitere Verbesserung sei aber nicht mehr zu erwarten (
Ziff.
9.3.3).
Dr.
Z._
führt
e
in ihrem rheumatologischen Teilgutachten vom
2.
Februar 2012
(
Urk.
5 =
Urk.
6/26) aus, in der klinischen Untersuchung
habe sie als we
sentliche Befunde die
Skoliose, die aufgehobene
Ky
phose
der Brustwirbelsäule (BWS),
de
n
Beckenschiefstand sowie die Adipositas Grad II
erhoben
.
Auf
grund der Klagen der Beschwerdeführerin, der Anamnese, d
er klinischen Un
tersuchung und
den Resultaten der bildgebenden Untersuchung könne die Be
schwerde
füh
rerin eine adaptierte Tätigkeit zu 50
%
ausüben
. Die Muskelschmer
zen könn
t
en ein Symptom eines Vitamin-D-Mangels sein, da Vitam
in-
D den
Knochen
stoff
wechsel
sowie den Calcium- und Phosphathaushalt beeinflusse
(S. 22
Ziff.
8). Aus
rheumatologischer Sicht sei sie in der zuletzt ausgeübten Tätig
keit zu 50
%
ar
beitsfähig.
Die Beschwerdeführerin könne Lasten bis 10 kg heben oder tragen (lei
ch
tes Belastungsniveau). Sie sei aber nur zu 50
%
arbeitsfähig, da sie ver
mehrt Zeit zur Erholung benötige. Tätigkeiten, die dem genannten Profil ent
sprech
en, könne sie zu 50
%
ausüben. Die angestammte Tätigkeit bei der
Y._
sei
adaptiert
und diese könne sie zu 50
%
ausüben
(
S. 23
Ziff.
9.1).
Bis zum 1
6.
März 2011 seien keine rheumatologischen oder andere fachärztliche
somatische Verlaufsberichte vorhanden. Daher könne sie (
Dr.
Z._
) den Ver
lauf vor dem 1
6.
März 2011 nicht beurteilen. Ab 1
6.
März 2011 sei die Be
schwer
deführerin aber in der angestammten Tätigkeit und einer adaptierten Tä
tigkeit zu 50
%
arbeitsfähig (
S. 23 f.
Ziff.
9.2
,
Ziff.
9.3
).
In
seinem psychiatrischen Teilgutachten vom 2
0.
Februar 2012 (
Urk.
6/27/1-9)
führte
Dr.
A._
aus,
bei
der Beschwerdeführerin könne aufgrund
der
anam
nes
tischen Angaben keine genetische Vulnerabilität für die Entwicklung psychia
trischer Erkrankungen festgestellt werden. Ihre Kindheit beziehungsweise ihre
Per
sön
lichkeitsentwicklung
sei
jedoch geprägt
gewesen
durch gesundheitliche Pro
b
leme, Sorgen der Eltern
um sie
sowie Abweisungen seitens der Geschwister
.
D
ies habe
bei der Beschwerdeführerin zur Bildung einer Persönlichkeit mit ver
mehr
ten ängstl
ich abhängigen Zügen geführt
. Trotz ihrer körperlichen Behin
de
rung beziehungsweise anhaltender
Schmerzen habe sie im Erwachsenenalter über
Jahre
eine
sehr konstante und sogar jahrelang überdurchschnittliche Arbeits
leis
tung erbracht, sie habe konstante zwischenmenschliche Beziehungen
ge
pflegt.
A
nhaltende Störungen der Impuls- und Affektkontrolle seien weder anamnes
tisch erhoben noch aktenmässig dokumentiert
worden
und damit
könne
bei der
Be
schwerdeführerin
eine Persönlichkeitsstörung ausgeschlossen werden. Im Rah
men
der mehrfachen psychophysischen Belastungen sei es der Beschwerde
füh
rerin in den letzten Jahren zu einer zunehmenden Burnout-Ent
wicklung und min
destens im April 2011 zum Ausbruch einer
Erschöpfungsde
pression
ge
kom
men.
Seit Januar 2010 lasse sich die Beschwerdeführerin regel
mässig psy
chia
trisch
behandeln.
Anlässlich der Untersuchung
vom
2.
Februar 2012 habe er (
Dr.
A._
)
Symptome einer leichten depressiven Episode
fest
stellen können
, was auch objektiv die Verbesserung des psychischen Zustands der Beschwerde
führerin bestätige
. Die Verbesserung des psychischen Zustandes sei auf die korrekt attestierte Arbeitsunfähigkeit beziehungsweise den Abstand von den be
ruflichen Belastungen
,
aber auch offenbar auf fachlich sehr kompe
tente ambu
lante psychot
herapeutische Behandlung
,
zurückzuführen
. Aufgrund der leichten depressiven Episode sowie weiterhin reduzierter psychischen Be
lastbarkeit und Ausdauer
attestiere
er der Beschwerdeführerin eine Arbeitsunfä
higkeit von 40
%
(
S. 7 f.
Ziff.
6).
Es bestehe
vom
5.
April bis 3
0.
Juni 2011 eine Arbeitsunfähig
kei
t
von 100
%
, vom
1.
Juli 2011 bis
2.
Februar 2012 von 80
%
und seit
3.
Februar 2012
von 40
%
(S. 8
Ziff.
7.1,
Ziff.
7.2
)
.
3.4
Dr.
med.
H._
, Facharzt Allgemeinmedizin, Regionalärztlicher Dienst (RAD)
,
führte in seiner Stellungnahme vom
1.
März 2012 (
Urk.
6/28
/3
) aus, das ak
tuelle
bidisziplinäre
Gutachten sei umfassend und schlüssig. Die re
levanten Gesundheitsschäden seien
in Form einer
leichtgradigen
depressiven Erkrankung
und einer angeborenen Missbildung der Lendenwirbelsäule vorhanden. Damit sei
in der angestammten und zugleich leidensangepassten Tätigkeit ab Februar 2012
eine Arbeitsunfähigkeit von 50
%
ausgewiesen
.
3.5
Prof.
Dr.
med.
I._
, Orthopädische Chirurgie und Traumatologie FMH,
L
eiter Wirbelsäulenchirurgie
,
und med.
pract
. J._
,
Oberärztin,
K._
,
nannten im Bericht vom
2.
November 2012 (
Urk.
15/1) fol
gen
de
Diagnose (S. 1):
hochgradige komplexe
k
ongenitale Wirbelsäulendeformität mit einer
tho
rako-lumbalen
Kypho
-Skoliose
Die Beschwerdeführerin sei zunehmend durch die Schmerzen und
der
P
arese im rechten Bein limitiert.
Die Röntgenbilder seien aufgrund der Schwere der Defor
mität schwierig zu interpretieren;
es zeige sich aber eine starke
thorako
-l
um
bale Kyphose, die gemessen lumbal um 40° liegen dürfte (S. 1 unten).
Bezüglich der Arbeitsfä
higkeit könne man sicherlich sagen, dass aufgrund der ausser
or
d
e
ntlichen Schwere der Missbildung eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
gege
ben
sei
(S. 2).
3.6
Dr.
med.
L._
, Innere Medizin/Rheumatologie FMH, stellte mit Be
richt vom 1
5.
November 201
2
(
Urk.
15/5) folgende Diagnosen (S. 1):
chronisches
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom rechts mit/bei:
grotesker Torsionsskoliose (angeboren) mit
ausgesprägter
Degenera
tion der gesamten Brust- und Lendenwirbelsäule
dekonditionierter
Rumpfmuskulatur
chronifizierte
mittelgradige Depression mit wiederholten schweren de
pressiven Episoden
Adi
positas
Aus rheumatologischer Sicht bestehe ein chronisches, therapieresistentes,
lum
bo
spondylogenes
Syndrom beidseits, rechtsbetont, welches der angeborenen
Sko
liose der Lendenwirbelsäule (LWS) und der BWS zuzu
schreiben
sei
. Als Folge
diese
r Skoliose hätten
sich degenerative Veränderungen der Wirbelsäule, eine
Dekonditionierung
der Rumpfmuskulatur sowie zugleich Verspannungen, ins
be
sondere der
Glutealmuskulatur
auf der linken Seite, ent
wickelt. Diese Skoliose sei nicht nur für die andauernden Schmerzen verant
wortlich, sie beeinträchtige
auch das Alltagsleben durch ihre
Mobilitätsein
schränkung
sowie durch die Gleich
gewichtsstörung und schliesslich durch die Reduktion der körperlichen Belastbarkeit. Es sei nicht zu beanstanden, dass die Rückenpathologie und deren
Folgen zur Invalidität und Arbeitsunfähigkeit ge
führt h
ätt
en. Es bestehe aus rheumatologischer Sicht eine Arbeitsunfähigkeit von mindestens 50
%
für eine leichte Tätigkeit
(S. 3)
.
3.7
Prof
.
I._
führte im
Schreiben
vom 1
9.
November 2012 (
Urk.
15/6) aus, in der Gesamtbeurteilung erg
ä
ben sich keine neuen Aspekte, es bestehe eine komplexe Missbildung mit zusätzlich degenerativen Veränderungen im
lumbosakralen
Be
reich. Da jetzt zusätzlich auch noch eine Schmerzausstrahlung in die Beine im Vordergrund stehe
, müsse
man postulieren, dass im Rahmen dieser degene
ra
tiven Veränderungen halt auch noch eine Stenose von Relevanz bestehe. Dies
lasse sich allein aufgrund der vorliegenden Bildgebung nicht schlüssig abgren
ze
n
(S. 1 Mitte).
Unabhängig von der Pathologie gelte es, nochmals eine Standort
be
stimmung durchzuführen. Bezüglich der Be
urteilung der Arbeitsfähigkeit und
Be
lastbarkeit müsse diese ungewöhnlich schwere Deformation gebührend berück
sichtigt werden. Die Belastungstoleranz sei bei dieser statisch völlig
dekompen
sierten
Situation für alle Aktivitäten li
mit
iert, das längere Sitzen sei ein Problem,
Stehen und Gehen seien vor allem stark limitiert und mittelfristig sei das Gehen wahrscheinlich nur mit Hilfsmit
teln möglich, um die Balance zu halten
(S.
1 unten)
. Er schätze die Arbeitsfähigkeit auf zirka 30-50
%
, was stark von der in
di
viduell gestaltbaren Situation abhänge
(S. 2 oben)
.
3.8
In ihrem
Schreiben
vom 1
5.
September 201
3
(
Urk.
15/2) führ
t
e
Dr.
G._
aus, trotz der psychiatrischen Behandlung sei es
s
tatt einer Besserung des psycho
physischen Zustandes zu einer weiteren Erschöpfung, respektive zu einer zu
nehmenden Entwicklung einer schweren Depression und
von
Ängsten gekom
men. Die Kündigung sei aus psychiatrischer Sicht auch als Verzweiflungsakt zu
beurteilen, da die Beschwerdeführerin Anfang Oktober 201
0 noch berichtet habe
,
sie
möchte
, wenn möglich, auf das
Dienstaltergeschenk
nicht verzichten. Die Trauer
,
nach über 20 Jahren bei der
Y._
diesen Schritt machen zu müssen, da
die Beschwerdeführerin keinen Ausweg mehr gesehen habe, sei in den fol
gen
den
Therapiestunden deutlich zum Ausdruck gekommen
. G
leichzeitig habe auch die
Erleichterung
bestanden
, diesem
Arbeitsstress nicht mehr ausgeliefert sein zu müssen.
Es sei erst nach diesem Schritt für ein paar
Monate
zu einer Besserung
der Schmerzen und der Depression gekommen, sodass die
Selbstge
fährdung
nicht
mehr im Raum
gestanden sei
.
4.
4.1
Unbestritten und gemäss
Akten ist ausgewiesen
, dass die Beschwerdeführerin an
einem chronischen
lumbospondylo
genen
Schmerzsyndrom
rechts
bei
grotesker
Tor
sionsskoliose
und einer Depression
leidet.
Strittig
sind die Auswirkungen der Diagnosen auf ihre Arbeitsfähigkeit
und der Invaliditätsgrad
.
Die Beschwerdegegnerin stellte diesbezüglich auf das
bidisziplinäre
Gutachten vom 2
0.
Februar 2012 ab und ging von einer Arbeitsfähigkeit von 50
%
ab März
2012 in der angestammten und einer angepassten Tätigkeit aus (vgl. E. 2.1).
4.2
Die Würdigung der medizinischen Akten ergibt, dass das
bidisziplinäre
Gutachten von
Dr.
Z._
und
Dr.
A._
vom
2
0.
Februar 2012 (vorstehend E. 3.3
) für
die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend ist. Das Gutachten beruht auf
einer ausführlichen Exploration
der Beschwerdeführerin
, berücksichtigt die vo
n ihr
geklagten Beschwerden in angemessener Weise und wurde in Kenntnis der
und in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
erstattet. Sodann leuchtet das Gut
achten in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge ein und die von den
Gutachtern vorgenommene Schlussfolgerung ist ausführlich begründet, nachvoll
zieh
bar und schlüssig.
Das Gutachten erfüllt damit entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführe
rin die praxisgemässen Kriterien an den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens
(vgl. vorstehend E. 1.4) vollumfänglich, weshalb für die
Entscheidfindung
da
rauf
abzustellen ist.
4.3
Es
ist
daran zu erinnern, dass es Sache der Rechtsanwendung und namentlich - wie
hier - im Streitfall des Gerichts ist, die Qualität medizinischer Stellungnah
men zu beurteilen (vgl.
Art.
61
lit
. c ATSG).
Soweit die Beschwerdeführerin trotz
der eindeutigen Stellungnahme durch das Bundesgericht (BGE 137 V 210 E.
1.3.3
; Urteil des Bundesgerichts
8C_429/2010
vom 1
5.
Oktober 2010 E.
3.3) auf eine Befangenheit infolge wirtschaftlicher Abhängigkeit des Gutachtens von
der Beschwerdegegnerin schliessen will (vgl.
Urk.
1 S.
7
Ziff.
17),
kann
ohne wei
tere Ausführungen auf die aktuelle Rechtsprechung verwiesen werden, wo
nach die
allfällige
wirtschaftliche Abhängigkeit alleine zu keiner Befangenheit führen kann.
Der
Einwand der Beschwerdeführerin
,
im
bidisziplinären
Gutachten sei keine gemeinsame Besprechung von
Dr.
Z._
und
Dr.
A._
zu finden, geht fehl. Die Beschwerdeführerin übersieht, dass im psychiatrischen Teilgutachten von
Dr.
A._
(
Urk.
6/27/1-9) im Anschluss an seine Ausführungen die inter
disziplinäre Zusammenfassung und Beurteilung der beiden Gutachter zu finden ist und das Gutachten
auch
von beiden
Sachverständigen
unterzeichnet
wurde
(
Urk.
6/27
/9-11
).
Dem Einwand der Beschwerdeführerin (vgl.
Urk.
1 S. 10
Ziff.
30;
Urk.
14 S. 8
Ziff.
27),
es müsse von einer Arbeitsfähigkeit von 30-50
%
ausgegangen wer
den, im arithmetischen Mittel also von einer 70%igen Arbeitsunfähigkeit, kann nicht gefolgt werden.
Eine blosse Addition der mit Bezug auf einzelne Funkti
onsstörungen und Beschwerdebilder geschätzten Arbeitsunfähigkeitsgrade ist nicht zulässig
(Urteil des Bundesgerichts
8C_518/2007
vom
7.
Dezember 2007 E. 3.2 mit Hinweisen)
. Damit dürfen Arbeitsunfähigkeitsgrade in Teilgutachten nicht zusammengezählt werden, sondern es ist eine Gesamtbeurteilung vorzu
nehmen.
4.
4
Aus rheumatologischer Sicht
ging
Dr.
Z._
davon aus, dass die Beschwer
deführerin seit dem 1
6.
März 2011
für Tätigkeiten mit leichtem
Belastungsni
veau
(Lasten bis 10 kg)
zu 50
%
arbeitsfähig ist. Dabei ist die angestammte Tä
tigkeit als Sachbearbeiterin auch adaptiert. Aus
dem
Teilgutachten (
Urk.
5 =
Urk.
6/26) geht hervor, dass
die Gutachterin
nebst internistisch-rheumato
logi
sche
n
(S. 15
Ziff.
6.1)
und
rheumatologischen Befunden (S. 16
Ziff.
6.2) auch
neurologische Befunde (S. 19
Ziff.
6.2) erhoben hat. Ihre
Gesamtb
eurteilung ist schlüssig und nachvollziehbar
.
Es ist damit nicht ersichtlich, weshalb noch eine zusätzlich Untersuchung durch einen Neurologen oder Wirbelsäulenorthopäden erfolgen sollte. Die
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit
durch
Dr.
Z._
stimmt
sodann
mit
derjenigen durch den
Fach
arzt
Dr.
F._
überein.
Dr.
Z._
be
schrieb in ihrem Gutachten
d
ie Skoliose
nicht so ausgeprägt (vgl.
Urk.
5
S. 22
Ziff.
8
) wie
Dr.
F._
, aber beide beurteilten die Arbeitsfähigkeit der Beschwer
deführerin gleich, nämli
ch
mit
50
%
für leichte Tätigkeiten, da die Beschwerde
führerin vermehrt Erholungs
pausen braucht.
Die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit
durch
Dr.
Z._
und
Dr.
F._
sind auch
mit der Beurteilung
durch
Dr.
L._
(vgl. E. 3.6)
und
Prof
.
I._
(vgl. E. 3.7)
vereinbar
.
Dr.
L._
g
ing
von einer Arbeits
un
fähigkeit von
mindestens
50
%
für leichte bis mittelschwere Tätigkeiten
aus
und
Prof
.
I._
schätzt
e
die Arbeits
fähig
keit der Beschwerdeführer
i
n unter Berücksichtigung der ungewöhnlich schwe
ren
Deformation des Rückens auf zirka 30-50
%
.
Prof
.
I._
ging zuerst von einer Arbeitsunfähigkeit von 100
%
aus
(vgl. E. 3.5)
. N
ach einer
Gesamt
be
urteilung
unter Berücksichtigung des bildgebenden Materials der
M._
ging
er
noch von e
ine
r
Arbeitsfähigkeit von 30-50
%
das heisst von einer Arbeits
unfähigkeit von 50-70
%
aus
.
Zusammenfassend
ergibt sich somit
, dass die Beschwerdeführerin aus
rheu
ma
t
ologischer
Sicht
für leichte Tätigkeiten (Lasten bis zu 10 kg)
zu 50
%
ar
beits
fähig ist und die bisherige Tätigkeit zugleich eine adaptierte Tätigkeit dar
stellt.
4.5
Wie das Bundesgericht in BGE 127 V 294 E. 5 unter Hinweis auf die Rechtspre
chung präzisierend festgehalten hat, versichert
Art.
4
Abs.
1 IVG in Verbin
dung
mit
Art.
8 ATSG zu Erwerbsunfähigkeit führende Gesundheitsschäden, wo
runter
soziokulturelle Umstände nicht zu begreifen sind. Es braucht in jedem Fall zur
Annahme einer Invalidität ein medizinisches Substrat, das (
fach
)ärztlich schlüssig
festgestellt wird und nachgewiesenermassen die Arbeits- und Er
werbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Je stärker psychosoziale oder sozio
kulturelle Faktoren im Einzelfall in den Vordergrund treten und das
Beschwer
debild
mitbestimmen, desto ausgeprägter muss eine fachärztlich festgestellte psychische Störung mit Krankheitswert vorhanden sein. Das bedeutet, dass das klinische Beschwerdebild
nicht einzig in Beeinträchtigungen, welche von den belastenden sozio
kultu
rellen
Faktoren herrühren, bestehen darf, sondern davon psychiatrisch zu unterschei
den
de Befunde zu umfassen hat, zum Beispiel eine von depressiven
Verstim
mungs
zuständen
klar unterscheidbare andauernde De
pression im
fachmedi
zini
schen
Sinne oder einen damit vergleichbaren psychi
schen Leidenszustand. Solche
von soziokulturellen Belastungssituationen zu unterscheidende und in diesem
Sinne verselbständigte psychische Störungen mit Auswirkungen auf die Arbeits
- und Erwerbsfähigkeit sind unabdingbar, damit überhaupt von Invalidität ge
sprochen werden kann. Wo die begutach
tende Person dagegen im Wesentlichen nur Befunde erhebt, welche in den psy
chosozialen und soziokulturellen Um
stän
den ihre hinreichende Erklärung fin
den, gleichsam in ihnen aufgehen, ist kein invalidisierender psychischer
Ge
sundheitsschaden
gegeben (BGE 127 V 294 E. 5a).
Den Akten ist zu entnehmen
, dass die Beschwerdeführerin
aufgrund
ihre
r
Er
kran
kung
k
eine
einfache Kindheit hatte,
dies auch wegen einer
schwierige
n
Be
ziehung zu ihrer Mutter und ihren Geschwistern sowie d
er
viele
n
Arbeit. Diese
Umstände wurde
n
– entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin
-
nicht nur
durch die be
handelnde Psychiaterin
,
Dr.
G._
, anamnestisch erfasst, sondern auch
durch
Dr.
A._
in seinem Teilgutachten
(vgl.
Urk.
6/27
/1-9
S. 3 ff.). Ausserdem war der Bericht von
Dr.
G._
, welcher die familiären und per
sön
lichen Verhält
nisse der Beschwerdeführerin
umfassend
festhielt,
Dr.
A._
be
kannt
und in den
Vorakten
aufgeführt
(vgl.
Urk.
6/27 S.
2
Ziff.
2.4).
Damit er
üb
rigt sich das Einholen
fremdanamnestischer
Angaben
bei
Dr.
G._
,
und
Dr.
A._
konnte anhand der Untersuchung am
2.
Februar 2012 und zu
sam
men
mit den
Vorakten
ein
e
umfassende Anamnese
vornehmen
respektive
sich ein
Ge
samtbild der Beschwer
deführerin machen.
4.6
I
m
April
2011
trat
eine Erschöpfungsdepression mit einer
Arbeitsunfähigkeit von
100
%
vom April
bis 3
0.
Juni 201
1
auf
.
H
ernach
attestiert
e
Dr.
G._
eine Ar
beits
unfähigkeit von 80
%
. Dies
hielt auch
Dr.
A._
in seinem psychiatri
schen
Teilgutachten
so fest
(vgl.
Urk.
6/27 S. 8
Ziff.
7.2)
. Er ging jedoch in seinem Gut
achten von einer Verbesserung des psy
chischen Gesundheitszustandes ab dem Untersuchungs
tag, dem
2.
Februar 2012, aus
und führte aus, d
ies könne auf den
Abstand der beruflichen Belastungen und d
i
e
fachlich sehr kompetente
am
bu
lan
te psychotherapeutische
Be
handlung zurückgeführt werden.
Eine Verbesserung des psychische
n Zustandes seit dem Bericht der behandeln
den
Psychiaterin,
Dr.
G._
,
vom
9.
November 2011
(letzte Kontrolle am 2
1.
Oktober
2011, vgl.
Urk.
6/21
Ziff.
1.2)
ist
zudem
auch insoweit nachvollziehbar, als Dr.
G._
selber
eine zwischenzeitliche Verbesserung nach der Krankschreibung der Beschwerdeführerin
schilderte
. Sodann hielt sie
weiter
fest, dass mit der Hei
lung der Anpassungsstörung zu rechnen
sei
, sich die Angst- und
Pa
nik
attacken
mindern und die
Depressionen weiter reduzieren
würden
. Einzig
die verminderte Konzentrationsfähigkeit und die weiteren kognitiven Einschrän
kungen
würden
die nächsten Jahre dauerhaft vorhanden sein
,
und die Schmer
zen
würden
die psychische Belastbarkeit einschränken.
Aus psychiatrischer Sicht attestierte
Dr.
A._
der Beschwerdeführerin eine Arbeitsunfähigkeit von 40
%
,
nicht
-
wie von der Beschwerdeführerin be
hauptet -
eine Arbeitsfähigkeit von 50
%
. Die Beschwerdeführerin übersieht hier, dass
Dr.
A._
aus psychiatrischer Sicht eine Arbeitsunfähigkeit von 40
%
at
testiert hatte
. A
ufgrund der interdisziplinären Diskussion
ist
aus rheumatolo
gisch-psy
chia
trischer Sicht durch
Dr.
Z._
und
Dr.
A._
eine Arbeitsun
fähigkeit von 50
%
attestiert worden
;
dies
stellt keinen Widerspruch dar.
Die durch
Dr.
A._
diagnostizierte
leichte depressive Episode mit somatischen Symptomen
(F32.1)
im Rahmen eines jahrelangen Burnout-Syndroms
zeigt, dass er von einer Verbesserung ausging.
Sodann ist darauf hinzuweisen, dass es sich bei der durch
Dr.
G._
(vgl. E. 3.2) gestellte
n
Diagnose einer
chronifizier
ten
mittelgradigen Depression (F32.11) mit wiederholten schweren Episoden
de
finitionsgemäss
um ein vorübergehendes Leiden handelt, das in der Regel nicht
invalidisierend ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 2
6.
Januar 2007, I 510/06)
. Auch dies spricht dafür, dass sich die Situation zwischenzeitlich ge
bessert hat.
Der Bericht von
Dr.
G._
(vorstehend E. 3.2) und das erst nach Erlass der an
gefochtenen Verfügung verfasste Schreiben (vgl. E. 3.8), in welchem sie ei
ne
Ver
schlechterung des psychophysischen Zustandes
berichtete
, sich jedoch zur Ar
beitsfähigkeit der Beschwerdeführer
in
nicht mehr äussert
e
, vermag
nichts an den
über
zeugenden Schlussfolgerungen des
Gutachter
s
zu ändern, zumal das Gerich
t der beschwerdeweisen Überprüfung den Sachverhalt zu Grunde legt, wie er sich der Verwaltung bot (vgl. BGE 130 V 64 E. 5.2.5).
4.7
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass aus psychiatrisch
er Sicht eine Arbeits
un
fähigkeit von 40
%
in der angestammten Tätigkeit und
kein Bedarf für eine
zu
sätzliche
adaptierte Tätigkeit
bestehen
.
Aus rheumatologisch-psychiatrischer Sicht be
steht eine Arbeitsunfähigkeit von 50
%
für die angestammte Tätigkeit,
die zu
gleich adaptiert ist. Der medizinische Sachverhalt erweist sich damit als klar
und
ist in diesem Sinne als erstellt zu betrachten.
5.
5.1
Bei der Festsetzung des
Valideneinkommens
ist nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung auch ein beruflicher Aufstieg im Gesundheitsfall zu berück
sich
tigen, den eine versicherte Person normalerweise vollzogen hätte; dazu ist aller
dings erforderlich, dass konkrete Anhaltspunkte dafür bestehen, dass ohne ge
sundheitliche Beeinträchtigung ein beruflicher Aufstieg und ein entsprechend höheres Einkommen tatsächlich realisiert worden wären. Die Absicht, beruflich weiterzukommen, muss durch konkrete Schritte wie Kursbesuche, Ablegung von
Prüfungen etc. kundgetan worden sein. Die theoretisch vorhandenen berufli
chen
Entwicklungs- oder Aufstiegsmöglichkeiten sind nur dann zu berücksich
tigen, wenn sie mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eingetreten wären (BGE 96 V 29;
AHI 1998 S. 166 E. 5a, I 287/95; RKUV 1993 Nr. U 168 S. 97 E. 3b, U 110/92; Urteil des Bundesgerichts 9C_787/2010 vom 24. November 2010 E. 4.2 mit Hin
weisen).
Die Beschwerdeführerin kündigte mit Schreiben vom
7.
November 2010 (
vgl.
Urk.
6/17/9) per 3
0.
Juni 2011
ihre Arbeitsstelle bei der
Y._
. Sie arbeitete als
Sachbearbeiterin mit einem Pensum von 100
%
. Ihr letzter effektiver Arbeitstag war
bereits der
4.
April
2011
(vgl.
Urk.
6/17
Ziff.
2.3), da sie aufgrund ihres Zu
sam
menbruchs von
Dr.
G._
(vgl. E. 3.2) vom
6.
April 2011 bis 3
0.
Juni 2011 krankgeschrieben wurde.
Aus den Akten sind keine konkreten Anhaltspunkte ersichtlich,
die belegen,
dass
die Beschwerdeführerin vor Eintritt ihres Gesundheitsschadens im April 2011
einen beruflichen Aufstieg und ein entsprechend höheres Einkommen tatsäch
lich
realisiert hätte. Im Arbeitgeberbericht (vgl.
Urk.
6/17) wurde keine geplante Be
förderung erwähnt.
I
n den Arztberichten
ist ebenfalls nicht ausge
wiesen, dass
die
Beschwerdeführerin ohne Gesundheitsschaden einen höheren Verdienst
hätte
er
zie
len könn
en
.
Die Beschwerdeführerin selber hat
in den je
weiligen
persönli
chen Anamnese
n
keine konkreten Absichten eines beruflichen Aufstiegs ge
äussert
(vgl.
Urk.
6/27/1-9
Ziff.
3.3
,
Urk.
14 S. 5
Ziff.
19,
Urk.
15/2)
. Reine
Ver
mutungen
, wie
sie
die Beschwerdeführerin in der Beschwerde (vgl.
Urk.
1 S.
10
Ziff.
28,
Ziff.
29) geäussert
hat, reichen
zur Annahme eines beruflichen Auf
stiegs
und damit eines
höhere
n
Einkommen
s
nicht aus.
Damit
ist
die Annahme der Beschwerdegegnerin, dass die Beschwerdeführerin ohne
Gesundheitsschaden weiterhin als Sachbearbeiterin tätig wäre
,
und
ihr Ab
stellen
auf das zuletzt erzielte Einkommen in der Höhe von
Fr. Fr.
92‘628.-- als
Vali
deneinkommen
,
nicht zu beanstanden.
5.2
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-er
werblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, na
ment
lich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge
nommen
hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bunde
s
amt für Statistik periodisch herausgegebenen
Lohnstrukturerhebun
gen
(LSE) he
-
rangezogen
werden (BGE 126 V 75 f. E. 3b/
aa
und
bb
, vgl. auch BGE 129 V 472 E. 4.2.1).
Der Beschwerdeführerin wurde eine Arbeitsfähigkeit von 50
%
in ihrer ange
stammten Tätigkeit als Sachbearbeiterin, welche auch eine adaptierte Tätigkeit
darstellt,
attestiert (vgl. E. 4.6). Damit
sind nicht die
Tabellenlöhne gemäss den vom
Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen
Lohnstrukturerhebun
gen
(LSE) heranzuziehen, sondern für das Invalideneinkommen wird
auf das gleiche Einkommen wie für das
Valideneinkommen
abgestellt. Daraus resultiert ein Prozentvergleich
.
Da nicht auf die Tabellenlöhne abgestellt wird, bleibt auch kein Raum für einen leidensbedingte
n Ab
zug.
Wäre auf die Tabellenlöhne gemäss LSE abzustellen, würde – entgegen der An
sicht der Beschwerdeführerin – derjenige Tabellenlohn herangezogen, der sich aus
dem Total aus allen Wirtschaftszweigen ergibt und nicht
, wie von ihr ohne näh
ere Begründung postuliert (Urk. 14 S. 10 Ziff. 16), ausgerechnet
derjenige aus dem Wirtschaftszw
eig mit dem tiefsten Lohnniveau (vgl. LSE, TA 1, Ziffer 96).
Gemäss den Ausführungen
verdiente die Beschwerdeführerin zuletzt
Fr.
92‘628.--
pro Jahr. Da ihr noch eine Arbeitsfähigkeit von 50
%
zumutbar ist, ergibt dies ein
Invalideneinkommen von
Fr.
46‘314.-- und damit einen
Invali
ditätsgrad
von 50
%
.
Die angefochtene Verfügung vom 3
1.
Mai 2012 erweist sich daher als rechtens, wes
halb die Beschwerde abzuweisen ist.
6.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem
Verfahrens
aufwand
und unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
1‘000.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen.