Decision ID: baf23d2c-e5be-439e-99c2-64c583dc03ce
Year: 2014
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Josef Jacober, Oberer Graben 44, Postfach,
9001 St. Gallen,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
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Rente (Status)
Sachverhalt:
A.
A.a A._ meldete sich am 21. August 2006 unter Hinweis auf Knieschmerzen,
chronische Arthrose und Depression zum Bezug von Leistungen der
Invalidenversicherung bei der IV-Stelle des Kantons St. Gallen an (IV-act. 2). Die
Versicherte war seit dem 25. September 2000 bei der B._ AG als angelernte
Produktionsmitarbeiterin angestellt, wobei vereinbarungsgemäss die Arbeitszeit ab ca.
September 2002 5.25 Stunden pro Tag betragen sollte (IV-act 11-1 f.). Die
Arbeitgeberin kündigte das Arbeitsverhältnis aufgrund der krankheitsbedingten
Abwesenheit der Versicherten per 30. November 2006; letzter Arbeitstag der
Versicherten war der 19. August 2005 gewesen (IV-act. 11-1 ff.).
A.b Im Arztbericht vom 4. September 2006 diagnostizierte Dr. med. C._, Facharzt für
Allgemeinmedizin, eine rheumatoide Arthritis, eine beidseitige Gonarthrose mit
lokalisierter Chondrocalcinose, ein beginnendes degeneratives Wirbelsäulensyndrom
mit beginnender Chondrose und Unkarthrose sowie mässiggradiger Spondylarthrose
L3-S1, ein Verdacht auf Autoimmunthyreopathie mit latenter Hypothyreose, eine
anamnestisch chronische Gastritis mit Status nach Ulcus ventriculi, Senk-/Spreizfuss
beidseits mit beginnendem Hallux valgus beidseits. Er attestierte der Versicherten eine
100%ige Arbeitsunfähigkeit ab 22. August 2005 (IV-act. 7). Die Versicherte weilte
sodann vom 29. August bis 23. September 2006 in der Klinik Valens zur stationären
Therapie. Im Austrittsbericht vom 11. Oktober 2006 wurde eine Kalziumpyrophosphat-
Arthropathie, ein generalisiertes Schmerzsyndrom mit degenerativen
Wirbelsäulenveränderungen, eine beidseitige Gonarthrose, eine latente Hypothyreose
bei Autoimmunthyreoiditis und eine mittelgradige depressive Episode diagnostiziert. Es
bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 20). Im Arztbericht vom 7. Oktober
2006 gab Dr. med. D._, Psychiatrie und Psychotherapie, als Diagnosen Angst und
depressive Störung gemischt sowie Verdacht auf somatoforme Schmerzstörung an
und attestierte der Versicherten eine Arbeitsunfähigkeit von 40-50% (IV-act. 13). Im
Bericht vom 6. März 2007 führte Dr. med. E._, Facharzt für orthopädische Chirurgie,
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aus, dass die Versicherte beidseitig unter fortgeschrittener Gonarthrose leide und eine
stehende Tätigkeit nicht durchführbar sei. Mittel- bis längerfristig müsse durch den
Fortgang der Gelenksdegeneration mit einer stetigen Abnahme der Leistungsfähigkeit
gerechnet werden (IV-act. 25).
A.c Anlässlich der Abklärung vor Ort vom 20. April 2007 gab die Versicherte an, dass
sie ohne Behinderung weiterhin das bisherige Arbeitspensum von 62% ausüben
würde. Für den Haushaltsbereich ermittelte die Abklärungsperson eine Einschränkung
von 23.4% (IV-act. 28).
A.d Gemäss Auftrag der IV-Stelle vom 23. Juli 2007 an das Medizinische
Gutachtenzentrum St. Gallen (MGSG, IV-act. 31) wurde die Versicherte am 20./23.
November 2007 von Dr. med F._, Spezialarzt orthopädische Chirurgie FMH, und am
22. Januar 2008 von Dr. med. G._, Facharzt für Psychiatrie, Medizin und Neurologie,
Arzt für psychosoziale Medizin und Psychosomatik, begutachtet. Dr. F._ schätzte die
Arbeitsfähigkeit aus orthopädischer Sicht in einer adaptierten Tätigkeit auf 80% seit
2006. Aus psychiatrischer Sicht wurde die Versicherte von Dr. G._ als zu 100%
arbeitsfähig erachtet (Gutachten vom 5. Februar 2008, IV-act. 35).
A.e Mit Vorbescheid vom 25. August 2009 stellte die IV-Stelle der Versicherten die
Abweisung des Rentenbegehrens in Aussicht. Aufgrund der Unterlagen bestehe in
einer leidensangepassten, körperlich leichten Tätigkeit eine zumutbare 80%ige
Arbeitsfähigkeit. Zudem sei die Versicherte zu 62% im Erwerb und zu 38% im Haushalt
einzustufen, woraus sich ein nicht rentenbegründender Invaliditätsgrad von 20%
ergebe (IV-act. 57).
A.f Mit Einwand vom 25. September 2009 und Ergänzungen vom 23. Oktober 2009
beantragte die Versicherte die Einholung eines aktuellen interdisziplinären Gutachtens.
Auf das psychiatrische Gutachten könne nicht abgestellt werden, da auch der
Regionale Ärztliche Dienst (RAD) dieses als widersprüchlich und nicht nachvollziehbar
gewertet habe und keine Dolmetscherin bei der Begutachtung anwesend gewesen sei.
Des Weiteren hätten sich die Gutachter nicht zur rheumatologischen Problematik
geäussert. Weiter sei die Versicherte als voll Erwerbstätige zu qualifizieren (IV-act. 62
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und 66). Dem Einwand wurde ein Bericht von Dr. D._ vom 14. Oktober 2009
beigelegt (IV-act. 67).
A.g Im Verlaufsbericht vom 17. Februar 2010 hielt Dr. D._ an seiner Diagnose fest
und gab an, dass es der Versicherten möglich sei, ca. 3-4 Stunden pro Tag ganz
leichte Arbeiten auszuführen. In diesem zeitlichen Rahmen bestehe eine verminderte
Leistungsfähigkeit von 50%. Die attestierte Arbeitsfähigkeit sei jedoch nicht realisierbar
(IV-act. 70). Dr. med. H._, Assistenzärztin, Kantonsspital St. Gallen (KSSG), Abt.
Rheumatologie, hielt im Arztbericht vom 15. März 2010 fest, dass die Versicherte für
eine leichte körperliche Tätigkeit zumindest in einem Teilpensum arbeitsfähig sei und
dass von einer verminderten körperlichen Leistungsfähigkeit auszugehen sei (IV-act.
72).
A.h Die IV-Stelle beauftragte am 6. April 2010 das MGSG mit einer
Verlaufsbegutachtung (IV-act. 75). Mit Schreiben vom 12./20. April 2010 lehnte die
Versicherte das MGSG als Gutachterstelle wegen Voreingenommenheit ab und
beantragte die Einholung eines interdisziplinären Gutachtens bei der MEDAS St. Gallen
(IV-act. 76 und 79). Die IV-Stelle hielt mit Schreiben vom 4. Mai 2010 an der
vorgeschlagenen Begutachtungsstelle fest und drohte für den Fall einer Verweigerung
der Untersuchung das gesetzliche Mahn- und Bedenkzeitverfahren an.
A.i Die Versicherte wurde am 8. Juli 2010 im MGSG psychiatrisch von Dr. med. I._,
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Facharzt für Neurologie, und
rheumatologisch von Dr. med. J._, Facharzt FMH für Rheumatologie und für
physikalische Medizin und Rehabilitation, begutachtet. Gemäss dem rheumatologisch-
psychiatrischen Gutachten vom 14. Oktober 2010 leidet die Versicherte an einer
rheumatoiden Arthritis (M06.0, Erstdiagnose November 2005), einem generalisierten
muskuloskelettalen und myofaszialen Schmerzsyndrom mit Valgusgonarthrose
beidseits, einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig mittelgradige
Episode, zuletzt anhaltend chronifiziert (F33.1) und einer rezidivierenden Angststörung,
derzeit hintergründig (F41.9). Depressive Störung und Angststörung würden seit 1994
bestehen. Im Gutachten von 2008 sei die rheumatoide Arthritis nicht berücksichtigt
worden. Das psychische Krankheitsbild habe sich ausserdem verschlechtert und
scheine insgesamt chronifiziert. Die Versicherte sei in der bisherigen Tätigkeit seit dem
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22. August 2005 zu 100% arbeitsunfähig. In einer dem Leiden ideal angepassten
Tätigkeit sei sie noch zu 50% arbeitsfähig (IV-act. 83).
A.j Gemäss Auftrag der IV-Stelle vom 12. Januar 2011 (IV-act. 90) wurde die Ver
sicherte vom 19. bis 27. Januar 2011 überwacht (IV-act. 91). Die MGSG-Experten Dr.
I._ und Dr. J._ hielten im Ergänzungsgutachten vom 1. September 2011 nach
Prüfung der Ergebnisse der Überwachung und nach erneuter Untersuchung der
Versicherten an ihrer bisherigen Einschätzung fest (IV-act. 107).
A.k Mit Vorbescheid vom 6. Februar 2012 stellte die IV-Stelle der Versicherten die
Abweisung des Rentenbegehrens in Aussicht. Aufgrund der vorliegenden Unterlagen
und Gutachten sei höchstens eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit in einer adaptierten
Tätigkeit ausgewiesen. Mit der Einstufung von 62% Erwerb und 38% Haushalt ergebe
die Invaliditätsbemessung einen nicht rentenbegründenden Invaliditätsgrad von 23%
(IV-act. 113).
A.l Mit Einwand vom 5. März 2012 beantragte die Versicherte, es sei ihr eine
Dreiviertelsrente ab 1. März 2007 zuzusprechen. Entgegen dem Vorbescheid sei sie als
Vollerwerbstätige zu qualifizieren, wie dies die IV-Stelle in einer früheren Stellungnahme
(IV-act. 73) anerkannt habe. Zudem sei beim Invalideneinkommen ein Leidensabzug
von 25% vorzunehmen (IV-act. 115).
A.m Gestützt auf eine Aktennotiz betreffend Überprüfung des geleisteten
Arbeitspensums vom 10. Dezember 2012 (IV-act. 123) teilte die IV-Stelle der
Versicherten mit Schreiben vom 17. Dezember 2012 mit, dass aufgrund der
vorliegenden Unterlagen die Qualifikation angepasst und die Versicherte neu zu 80%
als Erwerbstätige und zu 20% als Hausfrau eingestuft werde. Auch das statistisch
unterdurchschnittliche Valideneinkommen werde angepasst und bis auf eine Differenz
von 5% mit den Hilfsarbeiterinnenlöhnen parallelisiert. Die Versicherte habe somit
Anspruch auf eine Viertelsrente (IV-act. 124).
A.n Mit Stellungnahme vom 10. Januar 2013 hielt die Versicherte an ihren Anträgen
gemäss Einwand vom 5. März 2012 vollumfänglich fest. Sie sei mit der Qualifikation
bzw. Anwendung der gemischten Methode keinesfalls einverstanden. Selbst die IV-
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Stelle habe die Gesuchstellerin in der internen Anfrage an den RAD vom 24. März 2010
als Vollerwerbstätige anerkannt. Die IV-Stelle habe bei ihren Berechnungen zudem
nicht berücksichtigt, dass die im Stundenlohn beschäftigte Versicherte während der
Ferien nicht bezahlt werde und die entsprechenden Stunden aufzurechnen seien (IV-
act. 125).
A.o Mit Verfügung vom 5. Juni 2013 wies die IV-Stelle das Rentenbegehren der Ver
sicherten ab. Ein Leidensabzug sei nicht gerechtfertigt, da eine 50%ige Arbeitsfähigkeit
in einer leidensangepassten Tätigkeit ausgeübt werden könne; diese restliche
Arbeitsfähigkeit könne halbtags mit voller Leistung erbracht werden. Mit der
Qualifikation in 80% Erwerb und 20% Haushalt liege ein nicht rentenbegründender
Invaliditätsgrad von 32% vor. Dass im Schreiben vom 17. Dezember 2012 eine
Viertelsrente in Aussicht gestellt worden sei, beruhe auf einem Berechnungsfehler (IV-
act. 127).
B.
B.a Gegen diese Verfügung richtet sich die vorliegend zu beurteilende Beschwerde
vom 8. Juli 2013. Die Beschwerdeführerin beantragt unter Kosten- und
Entschädigungsfolge die Aufhebung der Verfügung vom 5. Juni 2013 und die
Zusprache einer Dreiviertelsrente ab 1. März 2007. Sie begründet dies im Wesentlichen
damit, dass sie entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin als Vollerwerbstätige zu
qualifizieren sei und angesichts der vielen Einschränkungen ein Leidensabzug von 25%
berücksichtigt werden müsse (act. G 1).
B.b Mit Beschwerdeantwort vom 4. Oktober 2013 beantragt die Beschwerdegegnerin
die Abweisung der Beschwerde. Sie stellt sich auf den Standpunkt, dass die
Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall in einem Pensum von 80% arbeiten würde und
dass deshalb die gemischte Methode zur Anwendung komme. Ein Leidensabzug falle
hier nicht in Betracht (act. G 6).
B.c Mit Replik vom 26. November 2013 hält die Beschwerdeführerin unverändert an
ihrer Beschwerde fest (act. G 10). Die Beschwerdegegnerin verzichtete am 20. Januar
2014 auf die Einreichung einer Duplik (act. G 12).
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Erwägungen:
1.
Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist der Rentenanspruch
der Beschwerdeführerin.
1.1 Am 1. Januar 2008 sind die im Zuge der 5. IV-Revision revidierten Bestimmungen
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20), der Verordnung
über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) und des Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) und am 1. Januar
2012 die Bestimmungen der IV-Revision 6a in Kraft getreten. In materiellrechtlicher
Hinsicht gilt der allgemeine übergangsrechtliche Grundsatz, dass der Beurteilung jene
Rechtsnormen zu Grunde zu legen sind, die bei Erlass des angefochtenen Entscheids
bzw. im Zeitpunkt gegolten haben, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen
führende Sachverhalt verwirklicht hat (vgl. BGE 127 V 467 E. 1, 126 V 136 E. 4b, je mit
Hinweisen). Die angefochtene Verfügung ist am 5. Juni 2013 ergangen (IV-act. 127),
wobei ein Sachverhalt zu beurteilen ist, der vor dem Inkrafttreten der revidierten
Bestimmungen der 5. IV-Revision am 1. Januar 2008 begonnen hat (Eintritt
Arbeitsunfähigkeit am 22. August 2005, IV-act. 83-16). Daher ist entsprechend den
allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln für die Zeit bis 31. Dezember 2007 auf die
damals geltenden Bestimmungen und ab 1. Januar 2008 auf die neuen Normen der 5.
IV-Revision (vgl. zur 4. IV-Revision: BGE 130 V 445 ff.; Urteil des Bundesgerichts vom
7. Juni 2006, I 428/04, E. 1) bzw. auf die ab 1. Januar 2012 geltenden Normen der IV-
Revision 6a abzustellen. Nachfolgend werden die seit 1. Januar 2012 gültigen
Bestimmungen des ATSG und IVG wiedergegeben, soweit nicht ausdrücklich auf die
altrechtlichen Bestimmungen verwiesen wird.
1.2 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die
versicherte Person mindesten zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie
wenigstens zu 60% invalid ist. Liegt ein Invaliditätsgrad von mindestens 50% vor, so
besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens
40% auf eine Viertelsrente.
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1.3 Als Invalidität gilt laut Art. 8 Abs. 1 ATSG die ganze oder teilweise
Erwerbsunfähigkeit, es sei denn, eine versicherte Person sei vor dem Eintritt der
Gesundheitsbeeinträchtigung nicht erwerbstätig gewesen und es habe ihr auch nicht
zugemutet werden können, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. In diesem Fall gilt
gemäss Art. 8 Abs. 3 ATSG die Unmöglichkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen,
als Invalidität. Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen,
geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung
und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten
auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).
Die Invalidität im Sinn von Art. 8 Abs. 1 ATSG wird durch einen Einkommensvergleich
ermittelt (Art. 16 ATSG). Die Methode zur Bemessung der konkreten Unmöglichkeit,
sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wird vom ATSG nicht geregelt. Diese Lücke füllt
Art. 28a Abs. 2 IVG. Danach ist darauf abzustellen, in welchem Mass die betreffende
Person unfähig ist, sich im Aufgabenbereich zu betätigen. Als Aufgabenbereich der im
Haushalt tätigen Person gelten insbesondere die übliche Tätigkeit im Haushalt, die
Erziehung der Kinder sowie gemeinnützige und künstlerische Tätigkeiten (Art. 27 IVV).
Die Bestimmung von Art. 28a Abs. 3 IVG regelt die sogenannte gemischte Methode der
Invaliditätsbemessung bei Personen, die zum Teil erwerbstätig und zum Teil im
Aufgabenbereich tätig sind. In einem solchen "gemischten" Fall sind der Anteil der
Erwerbstätigkeit und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der
Invaliditätsgrad ist entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen.
Ist bei einer Person, die nur zum Teil erwerbstätig ist, anzunehmen, dass sie im
Zeitpunkt der Prüfung des Rentenanspruchs ohne den Gesundheitsschaden vollzeitlich
erwerbstätig wäre, so ist die Invaliditätsbemessung ausschliesslich nach den
Grundsätzen für Erwerbstätige zu bemessen (Art. 27 IVV).
1.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des
Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung
zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte
Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige
Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten
Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen). Für das
bis
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gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt der
Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben Versicherungsträger und
Sozialversicherungsgericht die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche
Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Hinsichtlich des
Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden
ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und der medizinischen
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind
(BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen).
2.
Von den Parteien wird die Beweiskraft des Gutachtens vom 14. Oktober 2010 sowie
des Ergänzungsgutachtens vom 1. September 2011 des MGSG nicht in Frage gestellt.
Es ergeben sich aus den Akten auch keine Hinweise, welche Zweifel an der
gutachterlichen Arbeitsfähigkeitsschätzung entstehen lassen, weshalb mit den Parteien
darauf abgestellt werden kann. Demzufolge ist die Beschwerdeführerin, welche an
einer rheumatoiden Arthritis, an einem generalisierten muskuloskelettalen und
myofaszialen Schmerzsyndrom, an einer Valgusgonarthrose beidseits und an einer
rezidivierenden depressiven Störung (gegenwärtig mittelgradige Episode, anhaltend
chronifiziert) und an einer rezidivierenden Angststörung (hintergründig) leidet, in einer
leidensadaptierten Tätigkeit zu 50% arbeitsunfähig. Nach Meinung der Experten sind
der Beschwerdeführerin aus rheumatologischer Sicht sehr leichte, wechselbelastende,
vorwiegend sitzend auszuführende Tätigkeiten zumutbar, wobei weitere
Einschränkungen zu beachten sind. In psychischer Hinsicht darf es sich nicht um eine
belastende Tätigkeit mit erhöhter Verantwortung und nicht um eine geistig
anspruchsvolle Tätigkeit mit erhöhter Konzentrationsfähigkeit und übermässigem
Zeitdruck handeln (vgl. IV-act.83-12, IV-act. 83-16, IV-act. 106-6 und IV-act. 107-6 ff.).
3.
Vorliegend ist insbesondere die von der Beschwerdegegnerin im Rahmen der
Invaliditätsbemessung nach der gemischten Methode vorgenommene Aufteilung in
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80% Erwerbstätigkeit und 20% Haushalt umstritten. Die Beschwerdeführerin macht
geltend, sie sei als voll Erwerbstätige einzustufen.
3.1 Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als
nichterwerbstätig einzustufen ist, ergibt sich aus der Prüfung, was sie bei im Übrigen
unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung
bestünde (BGE 125 V 150 E. 2c). Bei im Haushalt tätigen Versicherten im Besonderen
sind nach der Rechtsprechung die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen
Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber
Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die
persönlichen Neigungen und Begabungen zu berücksichtigen. Die Statusfrage beurteilt
sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verfügung
entwickelt hätten, wobei für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall
ausgeübten (Teil-)Erwerbstätigkeit der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich ist (BGE 125 V 150 E. 2c; BGE 117
V 194 f. E. 3b mit Hinweisen; AHI 1997 S. 288 ff. E. 2b, AHI 1996 S. 197 E. 1c, je mit
Hinweisen). Die finanzielle Notwendigkeit, eine Erwerbstätigkeit aufzunehmen, ist
ebenfalls ein Kriterium. Die konkrete Situation und die Vorbringen der Versicherten sind
nach Massgabe der allgemeinen Lebenserfahrung zu würdigen (BGE 117 V 194 E. 3b
mit Hinweisen).
3.2 Zu prüfen ist im Folgenden der Verlauf des Erwerbslebens der
Beschwerdeführerin in den Jahren vor der krankheitsbedingten Niederlegung der Arbeit
im August 2005.
3.2.1 Nach ihrer Einreise in die Schweiz im Jahr 1981 war die Beschwerdeführerin
von 1981 bis 1985 im Restaurant K._ und von 1985 bis 1989 in der L._-Fabrik tätig
(vgl. IV-act. 2-5, 6-3). Vom 1. August 1989 bis 30. September 1998 arbeitete sie in
einem Pensum von 100% bei der M._ AG, wobei für die Jahre 1990 bis 1997 mit
durchgehender Beschäftigung Einkommen von Fr. 41'802.-- (1991) bis Fr. 48'419.--
(1997) im IK-Auszug eingetragen sind (act. G 1.1.4). In dieser Zeit kamen die beiden
Kinder der Beschwerdeführerin (geb. 1995 und 1997) zur Welt. Ab 25. September 2000
arbeitete die Beschwerdeführerin bei der B._ AG (vgl. IV-act. 11-1), wobei sie in der
verbleibenden Zeit des Jahres 2000 Fr. 10'164.-- und im Jahr 2001 Fr. 35'511.--
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verdiente. Gemäss Vereinbarung reduzierte sie ab ca. September 2002 auf 5.25
Stunden pro Tag, was bei einer betriebsüblichen Arbeitszeit von 8.5 Stunden pro Tag
einem Pensum von 62% entspricht (vgl. IV-act. 11-2). Anlässlich der Haushaltabklärung
vor Ort am 20. April 2007 erklärte die Beschwerdeführerin, im hypothetischen
Gesundheitsfall wäre sie weiterhin im bisherigen Pensum von 62% arbeitstätig (IV-act.
28-3). Allerdings entsprachen die entlöhnten Arbeitsstunden in der Zeit vor Eintritt des
Gesundheitsschadens einem höheren Pensum. So wurden der Beschwerdeführerin im
Jahr 2004 1'504 Anwesenheitsstunden angerechnet (vgl. IV-act. 11-14). Aufgrund
krankheitsbedingter Abwesenheiten der Beschwerdeführerin kamen für den Monat Mai
2004 bezahlte 66 Stunden (Fr. 1'056.-- / Fr. 16.--) und für den Monat Juni 2004
bezahlte 90 Stunden (Fr. 1'440.-- / Fr. 16.--) hinzu (vgl. IV-act. 11-13f.;
Beschwerdebeilage act. G 1.1.3). Dies ergibt insgesamt ein Pensum für das Jahr 2004
von 1'660 Stunden. Übereinstimmend mit der Beschwerdeführerin ist bei einem vollen
Jahrespensum von 1'955 Arbeitsstunden (46 Arbeitswochen à 42.5 Stunden; vgl. act.
G 10, S. 4) auszugehen, nachdem die Beschwerdeführerin mit dem Stundenlohn für 5
Wochen Ferien (Zuschlag 9.59%) und für Feiertage entschädigt wurde (IV-act. 11-9
und IV-act. 11-12). Daraus ergibt sich für das Jahr 2004 ein Arbeitspensum von
84.91% ([1'660 / 1'955] * 100). Im Jahr 2003 hat die Beschwerdeführerin 1'711.77
Stunden gearbeitet (vgl. IV-act. 119), dies ergibt ein Pensum von 87.56% ([1711.77 /
1'955] *100). Für das Jahr 2002 sind nur die Stunden der Monate Oktober bis
Dezember ausgewiesen, welche sich auf gesamthaft 419.33 belaufen (IV-act. 119 und
IV-act. 123), was einem Pensum von 85,8% entspricht (419.33 / [1'955.-- / 4] * 100).
3.2.2 Die Beschwerdegegnerin hält der von der Beschwerdeführerin für den
Gesundheitsfall geltend gemachten Vollerwerbstätigkeit entgegen, sie habe eine solche
im Rahmen der Abklärung vor Ort nicht erwähnt.
3.2.3 Den Aussagen der versicherten Personen im Rahmen der
Haushaltsabklärung ist, da noch nicht von möglichen versicherungsrechtlichen
Überlegungen geprägt, rechtsprechungsgemäss erhöhtes Gewicht beizumessen, es sei
denn, es bestehen Hinweise dafür, dass die versicherte Person die ihr gestellte
Statusfrage nicht korrekt erfasst hat. Dies kann beispielsweise infolge sprachlicher
Verständigungsprobleme geschehen oder bei Menschen, denen es schwer fallen
dürfte, sich ein Leben und im Speziellen einen beruflichen Werdegang ohne
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Behinderung vorzustellen, weil sie seit Kindesalter an gesundheitlichen Gebrechen
leiden (Urteil des Bundesgerichts vom 9. Oktober 2008, 8C_352/2008, E. 3.3.3). Der
Rechtsvertreter macht geltend, dass die Beschwerdeführerin bei der
Haushaltabklärung nicht angegeben habe, dass sie im Gesundheitsfall 62% arbeiten
würde, sondern dass sie weiterhin im selben Umfang wie bisher tätig wäre (act. G 1, S.
12). Das erscheint plausibel, zumal ein Pensum von 62% nicht den effektiven
Gegebenheiten entsprach, wie in E. 3.2.1 dargelegt ist. Die Bezugsgrösse bisheriges
Pensum dürfte dabei - wie die Beschwerdeführerin zu Recht annimmt - dem effektiven
Pensum in der Zeit vor Eintritt der dauerhaften Arbeitsunfähigkeit in der angestammten
Tätigkeit (August 2005) entsprechen. In den Jahren 2002 (letztes Quartal), 2003 und
2004 belief sich das durchschnittliche Arbeitspensum, wie oben dargelegt, auf rund
85%, was mithin dem Arbeitspensum im Gesundheitsfall gleichgestellt werden kann.
Der Einwand der Beschwerdeführerin, die Haushaltabklärung stamme aus dem Jahr
2007 und die erfassten Aufgaben würden nicht mehr mit der aktuellen Situation
übereinstimmen, da die 1995 und 1997 geborenen Kinder keine regelmässige
Betreuung mehr bräuchten (act.G1, S. 13), vermögen daran nichts zu ändern, da die
Reduktion der Arbeitstätigkeit unter 100% nicht aufgrund der Kinderbetreuung
vorgenommen wurde. So verwies die Beschwerdeführerin bei der Haushaltabklärung
auch auf die strenge Arbeit des Ehemannes, weshalb es nachvollziehbar ist, dass die
Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall nicht eine Vollzeittätigkeit, sondern ein
Arbeitspensum im bisherigen Umfang anstrebte, wie sie anlässlich der Abklärung vor
Ort zum Ausdruck brachte.
4.
Nach dem Gesagten ist der Invaliditätsgrad in Anwendung der gemischten Methode
mit einer Aufteilung in 85% Erwerbstätigkeit und 15% Haushalt zu ermitteln.
4.1 Nachdem die Beschwerdeführerin vor Eintritt des Gesundheitsschadens ein stark
schwankendes Einkommen erzielte (2004: Fr. 31'274.--, 2003: Fr. 35'239.--, 2002: Fr.
28'865.--, 2001: Fr. 35'511.--), besteht vorliegend für die Bestimmung des Validen
einkommens keine repräsentative Grundlage. Hinzu kommt, dass - wie unbestritten ist
- die Beschwerdeführerin bei der B._ AG einen Lohn erzielte, der tiefer war als das
statistische Einkommen für einfache Arbeiten in der Metallbearbeitung bzw. das
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statistische Einkommen einer Hilfsarbeiterin (act. G 1, S. 15; IV-act. 123-2, act. G 6, S.
4 Ziff. 10). Dabei muss davon ausgegangen werden, dass sich die Beschwerdeführerin
nicht freiwillig mit einem Minderverdienst begnügt hat. Vielmehr war sie bestrebt, nach
dem Verlust der Stelle bei der M._ AG und der darauf folgenden Periode der
Arbeitslosigkeit möglichst bald eine Arbeit in einem Produktionsbetrieb aufzunehmen,
wobei sie wohl auch unfreiwillig in Kauf nahm, eine gegenüber der früheren Stelle bei
der M._ AG schlechter entlöhnte Tätigkeit anzunehmen (vgl. IK-Auszug in IV-act.
109). Um die durch den Gesundheitsschaden bewirkte Erwerbseinbusse zu ermitteln,
ist es im vorliegenden Fall angezeigt, Valideneinkommen und Invalideneinkommen auf
die gleiche statistische Grundlage zu stellen und einen Prozentvergleich vorzunehmen.
4.2 Bei der Vornahme eines Prozentvergleichs entspricht der Invaliditätsgrad dem
Grad der Arbeitsunfähigkeit unter Berücksichtigung des Abzugs vom Tabellenlohn
(Urteil des Bundesgerichts vom 9. März 2007, I 697/05, E. 5.4 mit Hinweis). Nach der
Rechtsprechung können die statistischen Löhne um bis zu 25% gekürzt werden, um
dem Umstand Rechnung zu tragen, dass versicherte Personen mit einer
gesundheitlichen Beeinträchtigung in der Regel das durchschnittliche Lohnniveau nicht
erreichen (RKUV 1999 Nr. U242 S. 412 E. 4b/bb) bzw. ihre Restarbeitsfähigkeit auf dem
allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg zu
verwerten in der Lage sind. Nach der Rechtsprechung hängt die Frage, ob und in
welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, von sämtlichen persönlichen
und beruflichen Umständen – auch von invaliditätsfremden Faktoren – des konkreten
Einzelfalles ab (namentlich leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre,
Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad), die nach pflichtgemässem
Ermessen gesamthaft zu schätzen sind, wobei der maximal zulässige Abzug auf 25%
festzusetzen ist. Eine schematische Vornahme des Tabellenlohnabzugs ist unzulässig
(BGE 126 V 79 E. 5b, bestätigt in AHI 2002 S. 62 und BGE 129 V 481 E. 4.2.3 mit
Hinweisen).
4.3 Die Beschwerdegegnerin hat die Gewährung eines Leidensabzugs abgelehnt,
weil sich die nachteiligen invaliditätsfremden Faktoren (Herkunft, Alter, Bildung, ...)
bereits im deutlich unterdurchschnittlichen Valideneinkommen ausgewirkt hätten.
Diesen könne entweder durch eine teilweise Parallelisierung oder aber durch einen
Leidensabzug Rechnung getragen werden. Sie dürften jedoch nicht doppelt korrigiert
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werden. Die von der Beschwerdeführerin geltend gemachten invaliditätsimmanenten
Faktoren (vgl. act. G 1, S. 16) seien bereits durch die Arbeitsfähigkeitsschätzung
abgebildet, weshalb ein weiterer Abzug nicht in Frage komme (act. G 6, III Ziff. 10).
Diese Beurteilung berücksichtigt indessen nicht, dass die Beschwerdeführerin selbst
bei der Ausübung von Hilfstätigkeiten zahlreichen Einschränkungen unterliegt, welche
das Spektrum möglicher Beschäftigungen erheblich einschränken, was sich
lohnsenkend auswirken dürfte. So kann die Beschwerdeführerin nur sehr leichte,
wechselbelastende Tätigkeiten ausüben. Tätigkeiten mit repetitiven oder gehaltenen
rückenergonomisch ungünstigen Zwangshaltungen wie Vornüberneigen, Überstrecken
der Hals- und Lendenwirbelsäule sowie Kauern und Knien sind nicht mehr zumutbar.
Die Mobilität ist aufgrund der pathologischen Veränderungen im Bereiche der
Kniegelenke und der Füsse hochgradig eingeschränkt. Ferner sind belastende,
gehaltene Tätigkeiten auf Schulterhöhe und darüber zu vermeiden. Im Weiteren sind
repetitive, grob- und feinmanuelle Belastungen nicht mehr zumutbar und die manuelle
Geschicklichkeit ist hochgradig eingeschränkt. Tätigkeiten in nasskalter
Arbeitsumgebung sowie Schichtarbeit sind aufgrund der im Tagesverlauf
zunehmenden krankheitsassoziierten Müdigkeit nicht zumutbar. Zudem darf es sich um
keine psychisch belastende Tätigkeiten mit erhöhter Verantwortung, keine geistig
anspruchsvollen Tätigkeiten mit erhöhter Konzentrationsfähigkeit und mit
übermässigem Zeitdruck handeln (IV-act. 83-16). In Anbetracht dieser vielfältigen
Anforderungen an eine leidensangepasste Tätigkeit erscheint ein Tabellenlohnabzug
von 15% als angemessen.
4.4 Die Durchführung des Prozentvergleichs im Erwerbsbereich ergibt (ungewichtet)
einen Invaliditätsgrad von 50% (Valideneinkommen von 85%, Invalideneinkommen von
42.5% [50% x 0.85], Erwerbseinbusse von 42.5%). Bezogen auf einen Erwerbsanteil
von 85% beträgt die entsprechende Teilinvalidität im Erwerbsbereich somit 42.5%
(50% x 0.85).
4.5 Die Beschwerdegegnerin stützt sich bei der Einschränkung im Haushalt auf den
Abklärungsbericht Haushalt vom 4. Juni 2007 (IV-act. 28). Demgegenüber macht die
Beschwerdeführerin geltend, dass die Einschränkung im Haushalt durch eine aktuelle
Haushaltabklärung festgestellt werden müsse, sie brauche in allen Haushaltsbereichen
Unterstützung und es sei von einer Einschränkung von 50% auszugehen (act. G 1, S.
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18). Im massgeblichen Zeitpunkt des allfälligen Rentenbeginns am 1. August 2006 (s.
nachstehende Erwägung) war der Abklärungsbericht Haushalt aktuell und es kann
ohne Weiteres auf diesen abgestellt werden, womit im Haushalt eine Einschränkung
von 23.4% gegeben ist (IV-act. 28-7).
4.6 In Anwendung der gemischten Methode ergibt die Teilinvalidität im
Erwerbsbereich von 42.5% und die Teilinvalidität im Bereich Haushalt von 3.51%
(23.4% x 0.15) einen Invaliditätsgrad von insgesamt 46%. Somit hat die
Beschwerdeführerin Anspruch auf eine Viertelsrente.
5.
5.1 Hinsichtlich des Rentenbeginns ist zu berücksichtigen, dass gemäss Arztzeugnis
Dr. C._ und Gutachten MGSG ein Gesundheitsschaden mit Auswirkung auf die
Arbeitsfähigkeit am 22. August 2005 eingetreten ist. Ab diesem Zeitpunkt war die
Beschwerdeführerin in der bisherigen Tätigkeit zu 100% arbeitsunfähig, womit die
einjährige Wartezeit gemäss aArt. 29 Abs. 1 lit. b IVG (in der bis 31. Dezember 2007
gültigen Fassung) ausgelöst wurde. Die Arbeitsunfähigkeit in leidensangepasster
Tätigkeit von 50% besteht nach gutachterlicher Einschätzung seit November 2005 (IV-
act. 83-16). Nachdem die IV- Anmeldung am 21. August 2006 (IV-act. 2) und damit
nicht verspätet (vgl. aArt. 48 IVG [in der bis 31. Dezember 2007 gültigen Fassung])
erfolgt war, ist der Rentenanspruch mit Ablauf des Wartejahrs ab 1. August 2006
gegeben.
6.
Nach dem Gesagten ist in teilweiser Gutheissung der Beschwerde die Verfügung vom
5. Juni 2013 aufzuheben und der Beschwerdeführerin mit Wirkung ab 1. August 2006
eine Viertelsrente zuzusprechen. Zur Festsetzung der Rentenhöhe ist die Sache an die
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
6.1 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr.
1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint
in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem Ausgang des
bis
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Verfahrens entsprechend ist sie vollumfänglich der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen
(vgl. betreffend Überklagung Urteil des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen
vom 19. Dezember 2011, IV 2009/459, E. 5.2 f.). Der geleistete Kostenvorschuss von
Fr. 600.-- ist der Beschwerdeführerin zurückzuerstatten.
6.2 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei
Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom
Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der
Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In
der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art.
22 Abs. 1 lit. b HonO (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.--. Im hier zu
beurteilenden Fall erscheint eine pauschale Parteientschädigung von Fr. 3'500.--
(inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) als angemessen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP