Decision ID: b78a6fc5-fbf9-5781-930d-e6e50c423041
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Die 1966 geborene
X._
war im
Z._
erwerbstä
tig und in dieser Eigenschaft bei der Zürich Versicherungs-Gesell
schaft AG (nachfolgend: Zürich) gegen die Folgen von Unfällen versichert, als sie am 4. Juli 2009
mit
dem Fahrr
ad stürzte (Schadenmeldung vom
7. Juli 2009
, Urk.
8
/
Z
1)
.
S
ie
erlitt dabei
eine
Clavicula
fraktur
rechts, welche im Spital
A._
zuerst
konservativ behandelt wurde (Urk. 9/ZM2).
Die
Zürich
trat auf den Scha
den ein und erbrachte die gesetzlichen Versicherungsleistungen
(
Urk. 8/Z2
).
Aufgrund
einer
im Juli 2010
diagn
os
tizierten
C
l
a
vic
ula
pseudoarthrose
(Urk. 9/ZM13)
wurde
am 17. November 2010
im Spital
A._
eine
Osteosynthese
der
Claviculafraktur
durchgeführt
(Urk. 9
/ZM19).
Nachdem
über einen grund
sätzlich guten Heilungsverlauf berichtet worden war (Urk. 9/ZM19-21, 23-24 + 26), äusserte der behandelnde Arzt der Versicherten,
Dr. med.
B._
, Facharzt Orthopädische Chirurgie und Traumatolo
gie des Bewegungsappa
rates FMH,
nach einer erneuten Untersuchung vom 6. März 2012
den Verdacht auf eine Tendinitis
calcarea
(Urk. 9
/ZM27).
In der Folge wurde am 12.
November 2012 das
Osteo
-
synthesematerial
entfernt sowie
bei
einer
beste
henden
Impingement
-
problematik und
diagnostizierter
Te
n
dinitis
calcarea
eine
Defilée
-
Erweiterung vorgenommen (Urk. 9
/ZM29).
Bei persistierenden
Schulter
beschwerden
wurde sodann a
m 31. Januar 2013 eine Schulterarthroskopie rechts mit
subacromialer
Dekompression und Entfernung des Kalkde
pots durch
geführt (Urk. 9
/ZM35
).
Gestützt auf die medizinische Beur
teilung von Dr. med. C._
, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates sowie Sportmedizin, spez. Schulter, beratender Arzt der Zürich, vom 21. März 2013
(Urk. 9
/
ZM39
), verneinte die Zürich
mit Verfü
gung vom
18. April 2013
(Urk.
8
/Z42
) einen
Kausalzusammenhang zwischen der
C
la
viculafraktur
rechts vom 4. Juli 2009 und der am 6. März 2012 diagno
stizierten Tendinitis
calcarea
und stellte
die Leistungen per End
e
2012
ein
. Die Versicherte er
hob hiergegen Einsprache (Urk. 8
/Z54) und reichte eine Stellungnahme von
Dr.
B._
zu den Akt
en (Urk. 8
/Z66).
Nachdem die Zürich eine weitere
medizi
nische
Beurtei
-
lung
– dieses Mal
bei
Dr. med. D._
, FMH Chirurgie, spez. Schulter und Traumatologie
, ebenfalls beratender Arzt der Zürich
-
eingeholt
(Urk. 9
/
Z
M
40
)
und Dr.
B._
erneut Stellung genommen hatte
(Urk. 8
/Z94
), wies die Zürich die Einsprache mit
E
ntscheid vom
7. Januar 2014
(Urk.
2
)
ab
.
2
.
Dagegen erhob
X._
am
6. Februar 2014
Beschwerde (Urk. 1) und beantragte die Aufhebung des angefochtenen Entscheides sowie die
Über
nahme der Kosten der Operation vom 31. Januar 201
3.
Mit Beschwerdeantwort vom 26. Februar 2014 (Urk. 7 unter Beilage ihrer Akten, Urk. 8/
Z
1-
Z
97 und Urk. 9/
ZM
1-
ZM
40) schloss die Beschwerdegegnerin auf
Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 4. März 2014 (Urk. 10) zur Kenntnis gebracht wurde.
3.
Auf die Vorbringen der Parteien sowie die ei
ngereichten Unterlagen wird, so
weit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
Während die Beschwerdegegnerin gestützt auf die medizinischen Beurteilungen der
Dres
.
C._
und
D._
erwog,
ein Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 4. Juli 2009 und der diagnostizierten Tendinitis
calcarea
sei
nicht
überwiegend wahrscheinlich
und die Leistungseinstellung ab
1. Januar 2013
somit
rechtens (Urk. 2, Urk.
7
), brachte die Beschwerdeführerin unter Verweis auf die Berichte von Dr.
B._
vor, der Einschätzung der Beschwerdegegnerin kön
ne nicht gefolgt werden
, sondern es sei im Gegenteil klar von einer natürli
chen Kausalität zwischen den Beschwerden bzw. der Operation vom 31. Januar 2013 und dem Unfallereignis vom 4. Juli 2009 auszugehen
(Urk. 1
).
2.
2.1
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss
des Bundesgesetzes
über die Unfallversicherung (
UVG
)
setzt zunächst voraus, dass zwischen dem
Unfall
ereignis
und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natür
licher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kau
salzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
densein der einge
tretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bezie
hungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entspre
chend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzu
sam
menhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereig
nis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht
wegge
dacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesund
heitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwal
tung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm oblie
genden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen
Beweis
grad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglich
keit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungs
anspruches
nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
2.2
Gemäss
Art.
6
Abs.
3 UVG hat die Versicherung ihre Leistungen für Schädigun
gen zu erbringen, die der versicherten Person bei der Heilbehandlung (
Art.
10 UVG) zugefügt werden. Danach hat die Unfallversicherung für Schäden einzu
stehen, die durch Krankenpflegemassnahmen (Heilbehandlung) im Anschluss an versicherte Unfälle herbeigeführt werden, ohne dass diese behandlungsbedingte Schadensverursachung den Unfallbegriff, den Tatbestand des
haftpflichtrechtli
chen
Kunstfehlers oder der strafrechtlich relevanten Körperschädigung erfüllen müsste (BGE 118 V 286 E. 3b).
3.
3.1
Die Ärzte des Spitals
A._
– wo die Beschwerdeführerin am 5. Juli 2009 unter
sucht w
o
rde
n war
–
diagnostizierten
eine praktisch
undislozierte
Clavi
cul
afrak
tur
am Übergang vom mittleren zum lateralen Drittel und
behandelten die Fraktur konservativ (Ruhigstellung im Rucksackverband
, kein
e
Belastung
des
rechten Arm
es
während
vier Wochen
;
Bericht vom 14. Juli 2009, Urk. 9/ZM2).
3.2
Bei persistierenden Beschwerden
konsultierte die Beschwerdeführerin am 29. September 2009
Dr.
B._
(Urk. 9/ZM8).
Der Arzt
hielt fest, nach einem anfänglich problemlosen
Verlauf
habe sich die Beschwerdeführerin beim Drehen im Bett wahrscheinlich eine erneute Traumatisierung der Schultergegend zuge
zogen und
verspüre
seither wieder stärkere Schmerzen
. Bei der Untersuchung war eine Vorwölbung über dem Übergang mittleres distales Drittel der Clavicula tastbar und d
ie Röntgenuntersuchung brachte eine mässige Dislokation
der bei
den Fragmente
mit beginnender
Kallusbildung
zur Darstellung. Dr.
B._
emp
fahl
, die Verletzung weiterhin konservativ zu behandeln
(Ruhigstellung,
Flek
torpflaster
, bei Bedarf Einnahme von NSAR) und hielt dafür, i
m Allgemeinen verheile diese
Verletzung
problemlos in
einigen
Wochen
(Urk. 9/ZM8).
3.3
Nachdem der Heilungsverlauf
grundsätzlich
als gut beschrieben
wurde
,
es jedoch zu kein
em
ossären
Durchbau
kam
(Urk. 9
/ZM10-12), liess Dr.
B._
am 20. Juli 2010 eine Röntgenuntersuchung durchführen, welche eine
Clavic
ul
ap
seudoarthrose
zur Darstellung brachte
(Urk. 9
/ZM13-14).
3.4
Daraufhin wurde a
m
17. November 2010 eine Osteosynthese mit
Spongiosaplas
tik
vom Beckenk
amm rechts durchgeführt (Urk. 9
/ZM18).
Dr.
B._
berichtete
von einem
guten
postoperativen Verlauf (Bericht
e
vom 25. November 2010
und vom 9. Januar 2011
, Urk. 9
/ZM19
-21
).
Nach einer (weiteren) Verlaufskontrolle
am
11. Februar 2011
notierte
der Arzt
,
die Schultergelenksbeweglichkeit sei nahezu symmetrisch mit diskretem Endphasenschmerz bei der Abduktion. Die Physiotherapie werde zur Verbesserung der Beweglichkeit respektive zur Behe
bung dieser leichten
Impingementproblematik
noch weitergeführt
(Urk. 9
/ZM23). Im April 2011
berichtete
er, die Beschwerdeführerin klage einzig noch über ein
leichtes
Ziehen
im Bereich des AC-Gelenkes
bei maximaler Adduktion (Urk. 9
/ZM24).
Nach der Verlaufskontrolle im November 2011 hielt
Dr.
B._
fest, die Beschwerdeführerin sei
im Grossen und Ganzen
von Seiten ihrer
rechten Schulter beschwerdefrei. Sie
klage noch über gewisse Bes
chwerden bei Komplexbewegungen sowie
über eine Dysästhesie
im Bereich der
Narbe bis gegen den medialen Oberarm hinziehend.
Die Metallentfernung sei nicht vor zwei Jahren durchführbar; entsprechend werde sich die
Beschwerdeführerin im Herbst 2012 für
diesen Eingriff
melden (Urk. 9
/ZM26).
3.5
Aufgrund erneuter Schmerzen im Bereich der rechten Schulter konsultierte die Beschwerdeführerin Dr.
B._
bereits
wieder
a
m 6. März 2012
, wobei sie primär über einen lateralen Schulterschmerz klagte
(
Bericht vom 7. Juni 2012,
Urk. 9
/ZM27).
Bei der Untersuchung zeigte sich eine freie Schulterbeweglichkeit und fand
en
sich leichte
Druckdolenz
en
zentral über der Clavicula sowie lateral am
Acromion
.
Dr.
B._
äusserte den Ver
d
ac
ht auf eine Tendinitis
calcarea
und
hielt dafür, er könne nicht eruieren, wie stark die posttraumatische Situation hier mitreinspiele, bis zum Beweis des Gegenteils müsse er aber davon ausge
hen.
Er habe am 6. März 2012 eine
Infiltration
durchgeführt
.
Verlaufskontrollen seien nur bei Bedarf vorgesehen. Im Herbst erfolge die Entfernung des
Osteo
synthesematerials
.
3.6
Am 12. November 2012 entfernte Dr.
B._
das
Osteosynthesematerial
und nahm eine
Defilée
-Erweiterung vor (Urk. 9
/ZM29).
Der Arzt
notierte dazu im Bericht vom
14. November 2012 (Urk. 9
/ZM30), nach der Osteosynthese habe sich ein problemloser Verlauf gezeigt, einzig durch die Schrauben habe sich die Beschwerdeführerin gestört gefühlt. Seit einiger Zeit
verspüre
sie nun jedoch
im Bereich des Deltamuskels beim Bewegen des Armes Schmerzen. Die radiologi
sche Untersuchung habe eine Tendinitis
calcarea
gezeigt, entsprechend sei mit der Beschwerdeführerin anlässlich der Metallentfernung auch eine
Defilée
-E
rweiterung besprochen worden.
3.7
Am 31. Januar 2013 wurde
im Spital
A._
sodann
bei
diagnostizierter
Tendini
tis
calcarea
eine Schulterarthroskopie rechts mit
subacromialer
Dekompression und Entfernung des Kalkdepo
ts durchgeführt (Urk. 9
/ZM35).
3.8
Dr.
C._
, beratender Arzt der Beschwerdegegnerin, nahm am 21. März 2013 zur K
ausalität Stellung (Urk. 9
/ZM39
). Er
hielt dafür, die Ursachen der
Entste
hung einer Tendinitis
calcarea
blieben bis heute im Unklaren.
Als Ursache werde eine vermehrte mechanische Belastung der Sehnen an der Schulter mit wahrscheinlich einhergehenden Durchblutungsstörungen und Umbau von
Seh
nenzellen
zu Verknöcherungen vermutet.
Möglicherweise
triggere
eine Anlage zu einer schlechteren Durchblutung der Sehnenansätze an der Schulter die Ent
wicklung dieser Kalkdepots. Eine Enge unter dem Schulterdach (sogenanntes
Impingement
) könne ebenfalls zur Entwicklung der Kalkablagerungen beitra
gen.
Die Ursache der Krankheit sei nie in einem Trauma zu finden,
ein solches
könne lediglich die Symptomatik auslösen oder verschlimmern.
Im vorliegenden Fall sei die Beschwerdeführerin im typischen Alter für eine Tendinitis
calcarea
.
Eine vermehrte Belastung der Sehnen nach dem Unfall sei 2,5 Jahre später nicht mehr wahrscheinlich. Es sei vielmehr zu vermuten, dass
diese Krankheit
durch die erheblichen degenerativen Veränderungen im MRI vom 14. Januar 2013 ausgelöst worden sei. Eine Kausalität
zwischen der
Clavic
ulafraktur
und der Tendinitis
calcarea
sei lediglich möglich,
jedoch nicht überwiegend wahrschein
lich
, weshalb für die Behandlung ab Januar 2013 keine Leistungspflicht mehr bestehe.
3.9
Dr.
B._
hielt in seiner Stellungnahme vom 2
9. April 2013 dafür (Urk. 8
/Z66), mit de
r Osteosynthese im November 2010
habe die Fraktur wie erwartet zur Abheilung gebracht werden können; die
Beschwerdeführerin
habe aber in dieser Zeit trotzdem über Schmerzen bei
der
Abduktion im Sinne eines
Impingement
geklagt. In der Annahme, dass allenfalls
die
Schrauben
diese
s
Impingeme
nt
und die beginnende
Tend
initis
calcarea
a
usgelöst hätten – die Platte habe bis quasi ans AC-Gelenk positioniert werden müssen – habe er am 12. November 2012
das
Osteosynthesematerial
entfernt
. Die
ser
Eingriff
habe die Beschwerden nicht geändert, es sei klar eine
Impingementp
roblematik
bei zunehmender Tendinitis
calcarea
verblieben. Entsprechend sei am 31.
Januar 2013 die
Operation
durch
geführt worden.
Es sei klar, d
ass ein Trauma per se wahrscheinlich nicht der auslösende Faktor
für eine Tendinitis
calcarea
sei.
A
ls Ursache für eine Ten
dini
tis
calcarea
komme jedoch eine vermehrte mechanische Belastung der Sehnen
in Frage
.
Eine solche
vermehrte
mechanische Belastung
habe aufgrund der
während zwei
er
Jahre
in situ liegende
n
Rekonst
ru
k
tions
platte mit den zwei
lateral
ste
n
Schrauben ganz nah am AC-Gelenk sicherlich
bestanden
. In diesem Sinne
sei davon auszugehen, dass der Unfall respektive
die Osteosynthese zu einer vermehrten Beanspruchung des
Subacromialraumes
mit entsprechend Ausbildun
g einer
Tendinitis
calcarea
geführt
habe
(Urk. 8
/Z66). Die Tendinitis
calcarea
könne dem Unfallereignis vom 4. Juli 2009 überwiegend wahrschei
n
lich zugeordnet werden (Urk. 8
/Z65).
3.10
Dr.
D._
, ebenfalls beratender Arzt der Beschwerdegegnerin, hielt am 13.
August
2013
in erneuter Beurteilung der Aktenlage
dafür (Urk. 9
/ZM40),
es bestehe mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine Kausalität zwischen dem Unfall und der
T
endinitis
calcarea
.
Es sei nicht komplett auszuschliessen, dass
die Tendinitis
– wie von Dr.
B._
festgehalten
-
durch die vermehrte mecha
nische Belastung der Sehnen aufgrund des
Ostheosynthesematerials
entstand
en sei.
Dies sei aber lediglich
möglich und nicht überwiegend wahrscheinlich.
Es sei unklar, was d
ie Ursachen der Entstehung einer Tendinit
i
s
calcarea
seien
; überwiegend wahrs
cheinlich sei die Ursache der Tendinitis
calcarea
entzündli
cher Genese
mit Ausfällung von Calcium-Oxalat-Kristallen in der Sehne
.
Betroffen seien vorwiegend jüngere Menschen (20-40 Jahre).
Die traumatische Genese sei seltener, meistens durch direkte Kontusion der Sehne ausgelöst. Eine vermehrte Belastung der Sehnen nach dem Unfall sei 2,5 Jahre später nicht mehr wahrscheinlich.
Daher seien die oben genannte Ursachen stärker zu gewichten.
3.11
Dr.
B._
nahm am
28. Oktober 2013
erneut Stellung (Urk. 8
/Z94) und hielt daran fest, dass die Tendinitis
calcarea
klar eine Unfallfolge sei.
4.
4.1
Unbestr
itten
und aufgrund der Akten ausgewiesen ist, dass
sich
die Beschwerde
führerin am
4. Juli 2009 bei einem Fahrradunfall eine Fraktur des Schlüsselbei
nes zuzog. Die Beschwerdegegnerin erbrachte denn auch die gesetzlichen Versi
cherungsleistungen im Zusamme
nhang mit dieser Fraktur und den
in der Folge notwendig gewordenen
Behandlungen, so insbesondere auch der erfolgten Osteosynthese
vom 17. November 2010.
4.2
Fraglich ist
einzig, ob die erstmals im März 2012 diagnostizierte Tendinitis
cal
carea
überwiegend wahrscheinlich in einem kausalen Zusammenhang zum Unfallereignis vom
4.
Juli
2009 steht
respektive ob
die Tendinitis
calcarea
überwiegend wahrscheinlich
durch
die infolge des Unfalls notwendig geworde
nen
Behandlungen
(vgl. E. 2.2
)
ausgelöst w
o
rde
n ist
.
Entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführerin (
E. 1
) ist es nicht zu bean
standen, wenn die Beschwerdegegnerin gestützt auf die Beurteilungen der
Dres
.
C._
und
D._
einen Kausalzusammenhang
v
erneint hat
.
G
emäss
den ärztlichen Angaben
liegen
die Ursachen der Entstehung einer Tendinitis
cal
carea
noch im Unklaren
und es b
esteht lediglich eine Vermutung,
dass
ver
mehrte mechanische Belastungen der Sehnen als Ursache
einer Tendinitis
c
al
carea
in Frage kommen könnten
(E. 3.8, E. 3.10)
. Angesichts
dessen
kann nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden
, dass die
diagnostizierte
Tendinitis
calcarea
durch eine allfällige Überbelastung der Seh
nen infolge der Osteosynthese verursacht
worden ist
, zumal sich in der
MRI
-Untersuchung
vom 14. Januar 2013 auch erhebliche degenerative Veränderun
gen
zeigten
(vgl. hierzu Urk.
9/ZM34: ausgeprägte degenerative Veränd
erungen der
Supraspinatussehne
) und Dr.
C._
dies als wahrscheinlichere Ursache erachtete (E. 3.8)
.
Wenn
Dr.
B._
in seinen Stellungnahmen vom 29. April 2013 und 28. Oktober 2013
abweichend dafür
hält
,
es sei
ganz
klar
, dass die
Tendinits
calcarea
eine Unfallfolge sei (E. 3.9, E. 3.11)
,
kann
ihm
angesichts
der
unklaren Genese
dieses Krankheitsbildes
nicht gefolgt werden.
I
m Übrigen
hatte Dr.
B._
im Juni 2012
noch
selber
fest
gehalten, es sei unklar, inwieweit die posttraumatische Situation für die Tendinitis
calcarea
verantwortlich sei (E. 3.5)
, weshalb seine Einschät
zung vom 29. April
respektive
28. Oktober 2013 auch mit Blick darauf nicht zu
einer von der Beschwerdegegnerin abweichenden Beurteilung zu führen
ver
m
a
g.
4.3
Ist
nach dem Gesagten nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
ausgewie
sen
, dass die Tendinitis
calcarea
durch den Unfall respektive die nachfolgende Heilbehandlung verursacht wurde, hat die Beschwerdegegnerin ihre
Leistungs
pflicht
zu Recht per Ende 2012 eingestellt
.
5.
Der
Einspracheentscheid
der Beschwerdegegnerin vom 7. Januar 2014 erweist sich damit als rechtens, weshalb die Beschwerde vollumfänglich abzuweisen ist.