Decision ID: d33fd409-10ef-4cc3-b836-e892659ae44d
Year: 2021
Language: de
Court: GR_VG
Chamber: GR_VG_004
Canton: GR
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

I. Sachverhalt:
1. Die Gemeinde B._ beabsichtigte, den Strassenkörper der Strasse
C._ einer Sanierung zu unterziehen. In diesem Zusammenhang
sollten auch die Werkleitungen der Wasserversorgung und der
Kanalisation sowie die Strassenbeleuchtung erneuert werden. Aus diesem
Grund beschloss der Gemeindevorstand am 8. Januar 2020 die Einleitung
des Beitragsverfahrens und die Abgrenzung des Beitragsperimeters. Der
Kostenanteil für die öffentliche und private Interessenz wurde auf jeweils
50% festgelegt.
2. Mit Schreiben vom 9. Januar 2020 setzte der Gemeindevorstand die vom
Beitragsperimeter Betroffenen über die Einleitung des Beitragsverfahrens
in Kenntnis.
3. Am 24. Januar 2020 wurde der Einleitungsbeschluss des
Gemeindevorstandes im Bezirksamtsblatt publiziert mit dem Hinweis,
dass der Plan zur Abgrenzung des Beitragsperimeters ab dem 27. Januar
2020 öffentlich aufgelegt werde und während der öffentlichen Auflage
Einsprache erhoben werden könne. Gleichentags fand eine
Orientierungsversammlung statt, anlässlich welcher der
Gemeindevorstand über die Einleitung des Verfahrens, den
Beitragsperimeter sowie den festgelegten Anteil der öffentlichen und
privaten Interessenz von jeweils 50% informierte.
4. Während der öffentlichen Auflage erhoben zahlreiche vom
Beitragsperimeter Betroffene Einsprache gegen den festgelegten
Kostenanteil der öffentlichen und privaten Interessenz.
5. Mit separaten Einspracheentscheiden vom 27. April 2020 wies die
Gemeinde sämtliche Einsprachen ab, soweit darauf eingetreten wurde.
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Begründend wurde im Wesentlichen geltend gemacht, dass die
touristische Nutzung der Parkierungsfläche auf den Grundstücken
Parzellen Nrn. M._, N._ und O._ nicht der Allgemeinheit
oder dem Gemeinwesen, sondern der P._ AG sowie der Q._ AG
anzulasten sei. Dabei sei zu berücksichtigen, dass sich die Grundstücke
Parzellen Nr. N._ und O._ im Alleineigentum der P._ AG
befänden. Das Grundstück Parzelle Nr. M._ sei im Alleigentum von
R._, welches indes auch der P._ AG sowie der Q._ AG als
Parkierungsfläche diene. Sowohl die Parkierungsfläche auf den
Grundstücken Parzellen Nrn. M._, N._, O._ als auch das im
Alleineigentum der Q._ AG stehende Baurechtsgrundstück Parzelle
Nr. S._ seien vom Beitragsperimeter erfasst. Damit werde der
festgelegte Kostenanteil der privaten Interessenz von 50% nicht
vollumfänglich auf die Grundeigentümer der an die Strasse C._
angrenzenden Parzellen überwälzt. Unter Berücksichtigung der
beitragspflichtigen Flächen belaufe sich der Kostenanteil dieser
Grundeigentümer im Endergebnis lediglich auf rund die Hälfte der
festgelegten privaten Interessenz von 50%, also auf 25%. Damit sei der
festgelegte Kostenanteil der privaten Interessenz von 50% nicht zu
beanstanden.
6. Dagegen erhoben A._ sowie weitere vom Beitragsperimeter
Betroffene (nachfolgend Beschwerdeführer) mit Eingabe vom 12. Juni
2020 Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden.
Dabei beantragten sie die kostenfällige Aufhebung der
Einspracheentscheide vom 27. April 2020 und die Festlegung der
öffentlichen Interessenz auf 70%, eventuell auf 60%. In materieller
Hinsicht wurde geltend gemacht, dass auf dem betroffenen
Strassenabschnitt ein erheblicher Drittverkehr zu verzeichnen sei, welcher
sowohl auf die Gäste der P._ AG als auch der Q._ AG sowie die
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Besucher der dortigen Sport- und Freizeitanlagen zurückzuführen sei.
Aufgrund der Parkierungsfläche auf den Grundstücken Parzellen Nr.
M._, N._ und O._ würden jährlich rund 80'000
Fahrbewegungen resultieren. Daraus ergebe sich, dass die Strasse
C._ hauptsächlich der Erschliessung des grossen Parkplatzes und
damit touristischen Zwecken diene, was mit einem erheblichen
Drittverkehr verbunden sei. Vor diesem Hintergrund falle der durch die
angrenzenden Parzellen generierte Verkehr kaum ins Gewicht. Bereits
aus diesem Grund habe die Gemeinde 70% der Sanierungskosten zu
übernehmen.
Die Gemeinde gestehe in den angefochtenen Einspracheentscheiden
zwar ein, dass die Parkierungsfläche auf den Parzellen Nrn. M._,
N._ und O._ den P._ AG sowie der Q._ AG dienen
würde. Allerdings bringe sie vor, dass es sich bei diesen Unternehmen um
Rechtssubjekte des Privatrechts handeln würde und die touristische
Nutzung der Parkierungsfläche somit ausschliesslich ihnen und nicht der
Allgemeinheit oder dem Gemeinwesen anzulasten sei. Damit verkenne die
Gemeinde, dass die touristische Nutzung der Parkierungsfläche auch in
ihrem Interesse sei. So würde auch die Gemeinde zu einem grossen Teil
vom Tourismus profitieren. Auch aus diesem Grund habe sich die
Gemeinde mit 70% an den Sanierungskosten zu beteiligen; dies umso
mehr, als die Sanierungsbedürftigkeit ausschliesslich auf den touristischen
Drittverkehr und den Schwerverkehr im Zusammenhang mit der
Realisierung des Rufaliparks und der neuen Sesselliftanlagen
zurückzuführen sei.
Der durch die Sanierung resultierende wirtschaftliche Sondervorteil falle
somit hauptsächlich bei der Gemeinde B._ und nicht bei den privaten
Anstössern an. Für die Erschliessung der privaten Anstösser würde im
Übrigen auch eine für Strassen übliche Strassenbreite von 3.5 Metern
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genügen. Der Ausbau würde indes deutlich breiter ausfallen. Auch
dadurch sei erstellt, dass die Sanierung vielmehr der Gemeinde diene.
7. In ihrer Vernehmlassung vom 27. August 2020 beantragte die Gemeinde
(nachfolgend Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde,
soweit darauf einzutreten sei. In formeller Hinsicht wurde geltend gemacht,
dass der STWEG Parzelle Nr. T._ die Beschwerdelegitimation nicht
zukommen, weil sie als prozessfähiges Rechtssubjekt nicht selber am
vorinstanzlichen Einspracheverfahren teilgenommen habe. Ferner könne
mangels fehlender Vertretungsbefugnis auch auf die Beschwerde weiterer
vom Beitragsperimeter Betroffener nicht eingetreten werden. In materieller
Hinsicht wurde begründend auf die angefochtenen Einspracheentscheide
verwiesen. Ergänzend wurde angebracht, dem zu sanierenden
Strassenabschnitt komme keine quartierübergreifende Funktion im Sinne
einer Durchgangsstrasse zu, weil er ausschliesslich die Parkplätze der
P._ AG und der Q._ AG an das übergeordnete Strassennetz,
nicht jedoch dahinterliegende Quartiere, erschliesse.
Bei dem von den Beschwerdeführern erwähnten Drittverkehr handle es
sich zum überwiegenden Teil um Besucher und Gäste der P._ AG
sowie der Q._ AG. Die Parkierungsfläche auf den Grundstücken
Parzellen Nrn. M._, N._ und O._ sei weder eine öffentliche
Parkierungsfläche noch stünde sie im Eigentum des Gemeinwesens.
Diese Grundstücke (Parzelle Nrn. N._ und O._) befänden sich
im Alleineigentum der P._ AG bzw. im Alleineigentum von R._,
welche die auf ihrem Grundstück (Parzelle Nr. M._) befindliche
Parkierungsfläche an die P._ AG vermietet habe. Bei der Nutzung der
Parkierungsfläche handle es sich demnach um eine private Nutzung durch
Besucher und Gäste der im Quartier ansässigen privaten touristischen
Anbieter. Folglich läge eine quartiereigene Strassennutzung vor, die der
privaten Interessenz und nicht der Allgemeinheit zuzuordnen sei. Damit
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sei der festgelegte Kostenanteil für die öffentliche Interessenz nicht zu
beanstanden. Unter Berücksichtigung, dass die beitragspflichtige
Strassenbreite auf 3.5 Meter begrenzt worden sei und die im Plan des
Beitragsperimeters blau markierte Strassenfläche nicht als
beitragspflichtig erklärt worden sei, erhöhe sich die öffentliche Interessenz
faktisch sogar auf rund 65%, was die Beschwerdeführer zu Unrecht ausser
Acht liessen.
Die P._ AG und die Q._ AG würden aufgrund der Fläche rund
die Hälfte und damit den Grossteil der privaten Interessenz tragen. Eine
Erhöhung der öffentlichen Interessenz ginge somit in erster Line
zugunsten dieser beiden touristischen Anbietern und zulasten der
Allgemeinheit, d.h. des Steuerzahlers.
Gemäss Art. 62 Abs. 1 KRG würden sich die Gemeinden an den Kosten
von Erschliessungsanlagen beteiligen, soweit daran ein öffentliches
Interesse bestehe. Damit sei nicht jedes öffentliche Interesse im
volkswirtschaftlichen Sinne gemeint. Andererseits es darauf hinauslaufen
würde, dass die Allgemeinheit stets für die Erschliessungskosten für reine
Industrie- und Gewerbezonen tragen müsste, zumal eine florierende
Volkswirtschaft und Steuereinnahmen stets im öffentlichen Interesse
lägen.
Die Strasse C._ werde nicht zwecks Verbesserung der touristischen
Infrastruktur oder zur Verbesserung der Anreise nach B._ erneuert,
sondern einzig und allein weil der Strassenkörper in schlechtem Zustand
sei. Durch die Sanierung werde nicht die Anreise für die Touristen,
sondern vielmehr die Erschliessung der Wohnliegenschaften erheblich
verbessert. Diesen Umstand würden die Beschwerdeführer ausblenden.
8. In ihrer Replik vom 8. September 2020 hielten die Beschwerdeführer an
ihren Anträgen unverändert fest. Replicando brachten sie in formeller
Hinsicht neu vor, es sei zutreffend, dass auf die Beschwerde der STWEG
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Parzelle Nr. T._ sowie auf die Beschwerde von weiteren vom
Beitragsperimeter Betroffenen nicht eingetreten werden könne. Weil aber
unter anderem den Beschwerdeführern und weiteren Mitbeteiligten die
Beschwerdelegitimation unbestrittenermassen zukomme, sei auf deren
Beschwerde ohnehin einzutreten.
In materieller Hinsicht vertieften die Beschwerdeführer ihre Ausführungen
in der Beschwerde vom 12. Juni 2020. Ergänzend machten sie geltend,
es sei unhaltbar, dass sich die Beschwerdegegnerin als
Tourismusgemeinde an den Kosten der wichtigsten und
meistfrequentierten Erschliessungsstrasse zum Skigebiet und zu weiteren
touristischen Anlagen bloss im Umfang von 50% beteilige.
Die unbestrittene Tatsache, dass es sich bei der Strasse C._ um eine
Sackgasse handle, führe dazu, dass sich das Verkehrsaufkommen noch
deutlich erhöhe. Jedes Fahrzeug, welches die Parkierungsfläche benütze,
kehre nämlich zwangsläufig wieder über dieselbe Strasse zurück, was die
Belastung für die Anstösser noch erhöhen würde.
Es werde nicht bestritten, dass es sich beim Drittverkehr zum
überwiegenden Teil um Besucher und Gäste der P._ AG und der
Q._ AG handle. Bestritten werden allerdings, dass es sich bei der
Nutzung der Parkierungsfläche um eine Nutzung handle, die für die
öffentliche Interessenz nicht massgeblich sei. Dies ergebe sich auch
daraus, dass die Beschwerdegegnerin in der Botschaft zur
Gemeindeversammlung vom 26. Juni 2020 selber ausgeführt habe, dass
das Sanierungsprojekt aus ihrer Sicht gewünscht und auch nötig sei, um
für die Zukunft und den bereits kommenden Winter, insbesondere auch
das neu im März 2021 stattfinde GP Migros Finale, eine gute
Zufahrtssituation inklusive Bushaltestelle zu präsentieren.
Für wie viele Fahrzeuge die Parkierungsfläche auf den Grundstücken
Parzelle Nrn. M._, N._ und O._ Platz bieten würde, können
grundsätzlich offen gelassen werden. Fakt sei, dass der Parkplatz sowohl
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im Winter als auch im Sommer ausserordentlich stark frequentiert und
regelmässig besetzt sei.
9. Duplicando wies die Beschwerdegegnerin mit Eingabe vom 9. Oktober
2020 darauf hin, dass die Frage, ob die private touristische Interessenz
der P._ AG und der Q._ AG unterschiedlich zur privaten
Interessenz der Wohnliegenschaften zu gewichten sei, erst im Verfahren
gegen den Kostenverteiler zu entscheiden sei.
Für die Festlegung der öffentlichen Interessenz sei entscheidend, dass die
Strasse C._ nur der quartiereigenen Verkehrserschliessung (P._
AG, Q._ AG und Wohnliegenschaften) diene und keine
quartierübergreifende Funktion in der Art habe, dass sie andere Quartiere
oder Siedlungsbereiche erschliessen würde. Beim Drittverkehr würde es
sich demnach stets um quartiereigenen Verkehr handeln. Die
Durchführung eines Augenscheins sei nicht erforderlich, weil die örtliche
Situation aufgrund der eingereichten Pläne und Fotos hinreichend erstellt
sei.
Unter Berücksichtigung von vergleichbaren Sanierungsprojekten in der
Gemeinde sei erkennbar, dass die öffentliche Interessenz im Normalfall
bei 15% liege. In Bezug auf die Strasse C._ ergebe sich eine um /3 Mal höhere öffentliche Interessenz als sie es wäre, wenn sich dahinter
kein Parkplatz befinden würde. Die Beschwerdeführer profitierten
aufgrund der privaten Parkierungsfläche somit vergleichsweise erheblich.
Dass die Strasse C._ für die Öffentlichkeit eine gewisse Bedeutung
habe, sei nicht von der Hand zu weisen. Diesem Umstand sei allerdings
dadurch Rechnung getragen wurden, dass sie als Anlage der
Groberschliessung qualifiziert worden sei und die Allgemeinheit sowohl
die Sanierungskosten der Strassenmehrbreite von 3.5 Metern als auch der
blau markierten Strassenfläche trage.
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Auf die Ausführungen der Parteien in ihren Rechtschriften sowie in den
angefochtenen Einspracheentscheiden wird, soweit erforderlich, in den
nachstehenden Erwägungen eingegangen.

II. Das Gericht zieht in Erwägung:
1. Anfechtungsobjekt der vorliegenden Beschwerde bilden die
Einsracheentscheide vom 27. April 2020, mit welchem die
Beschwerdegegnerin den einspracheweise beanstandeten Kostenanteil
für die öffentliche und private Interessenz von je 50% bestätigte. Die
Beschwerdeführer beantragten im vorliegenden Beschwerdeverfahren die
Erhöhung der öffentlichen Interessenz von 50% auf 70%, eventuell von
50% auf 60%. Demgegenüber ist sowohl die Absicht zur Einleitung des
Beitragsverfahrens als auch die Abgrenzung des vorgesehenen
Beitragsperimeters unbestritten.
2.1. In formeller Hinsicht rügt die Beschwerdegegnerin, dass auf die
Beschwerde der STWEG Parzelle Nr. T._ sowie auf die Beschwerden
von weiteren Beschwerdeführern nicht einzutreten sei. Die STWEG
Parzelle Nr. T._ habe als Rechtssubjekt nicht am vorinstanzlichen
Verfahren teilgenommen, weshalb sie nicht beschwert sei. Weitere
Beschwerdeführer seien wiederum nicht rechtsgenüglich vertreten,
weshalb auf deren Beschwerden ebenfalls nicht einzutreten sei.
2.2. In formeller Hinsicht gilt es bezüglich der Legitimation der
Beschwerdeführer was folgt festzuhalten: Gemäss Art. 50 VRG ist zur
Beschwerde legitimiert, wer durch den angefochtenen Entscheid berührt
ist und ein schutzwürdiges Interesse an seiner Aufhebung oder Änderung
hat oder wer durch besondere Vorschrift dazu ermächtigt ist. Dabei stellt
das Erfordernis des Betroffenseins keine selbständige und damit
kumulative zum schutzwürdigen Interesse zu erfüllende Voraussetzung für
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die Legitimation, sondern eine Präzisierung derselben dar
(HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 6. Aufl.,
Zürich/St. Gallen 2010, Rz 1771). Als persönlich betroffen gelten in erster
Linie die Adressaten einer Verfügung. U._ ist Alleineigentümer des
vom Beitragsperimeter erfassten Grundstücks Parzelle Nr. V._. Er
hat zusammen mit seiner Ehefrau W._ Einsprache gegen den
Einleitungsbeschluss erhoben. Entsprechend wurde der
Einspracheentscheid vom 27. April 2020 an die Ehegatten X._
gemeinsam zugestellt. Damit sind sie – in jedem Fall aber U._ als
Alleineigentümer des Grundstücks Parzelle Nr. V._ – als Adressaten
des Einspracheentscheids zu qualifizieren, womit das Erfordernis der
persönlichen Betroffenseins erfüllt ist. Dieses Erfordernis wird zudem
unbestrittenermassen auch von weiteren Beschwerdeführern, so
beispielsweise von Y._, D._, E._, Z._ etc. erfüllt. Dies
hat zur Konsequenz, dass auf die Beschwerde vom 12. Juni 2020 in jedem
Fall einzutreten ist. Damit erübrigt sich auch die Prüfung, ob die STWEG
Parzelle Nr. T._ beschwert ist oder nicht. Die weiteren
Prozessvoraussetzungen geben zu keinen Bemerkungen Anlass, weshalb
auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde vom 12. Juni 2020
einzutreten ist.
3.1. Die Beschwerdeführer beantragen in ihrer Beschwerde die Durchführung
eines Augenscheins, ums sich vor Ort ein Bild des zu sanierenden
Strassenabschnitts bzw. des darüber verlaufenden Verkehrs zu machen.
Dieser Antrag wird aus nachstehenden Gründen abgewiesen.
3.2. Nach Art. 11 Abs. 1 VRG ist der Sachverhalt von Amtes wegen zu
ermitteln. Die Behörde erhebt die notwendigen Beweise, wobei sie an
Begehren zur Ermittlung des Sachverhalts nicht gebunden ist (Art. 11 Abs.
3 VRG). Sie kann und muss selber die sachdienlichen Beweismittel
beiziehen, wobei ihr bei der Erhebung und Abnahme von Beweisen ein
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weiter Ermessensspielraum zusteht (MERKLI/AESCHLIMANN/HERZOG,
Kommentar zum Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege im Kanton
Bern, Bern 1997, Art. 18 Rz 8). Dabei ist zu beachten, dass der Anspruch
auf rechtliches Gehör das Recht umfasst, Beweisanträge zu stellen, und
die Behörde zur Beweisabnahme verpflichtet. Beweise sind im Rahmen
dieses verfassungsmässigen Anspruchs indessen nur über jene
Tatsachen abzunehmen, die für die Entscheidung der Streitsache
erheblich sind. Auf weitere Beweisvorkehren kann dann verzichtet werden,
wenn der Sachverhalt, den eine Partei beweisen will, nicht rechtserheblich
ist, wenn bereits Feststehendes bewiesen werden soll, wenn von
vornherein gewiss ist, dass der angebotene Beweis keine Abklärungen
herbeizuführen vermag, oder wenn die Behörde den Sachverhalt gestützt
auf ihre eigene Sachkenntnis beziehungsweise jene ihrer fachkundigen
Beamten zu würdigen vermag. Gelangt die Verwaltung oder der Richter
bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, der Sachverhalt,
den eine Partei beweisen will, sei nicht rechtserheblich oder der
angebotene Beweis vermöge keine Abklärungen herbeizuführen, kann auf
ein beantragtes Beweismittel verzichtet werden. In der damit verbundenen
antizipierten Beweiswürdigung kann kein Verstoss gegen das rechtliche
Gehör erblickt werden (BGE 122 V 157 E.1d).
3.3. Für die Festlegung des Kostenanteils der privaten und öffentlichen
Interessenz ist im vorliegenden Verfahren entscheidrelevant, dass der zu
sanierende Strassenabschnitt einem im Vergleich zum quartiereigenen
Verkehr erheblichen Fremdverkehr aufweist. Dieser Fremdverkehr ist
sowohl auf die von der P._ AG und der Q._ AG betriebenen
touristischen Infrastrukturanlagen als auch auf die weiteren Sport- und
Freizeitanlagen (Eisfeld, Eisstockanlage, Badesee, Spielplatzanlage,
Grillstelle etc.) zurückzuführen. Des Weiteren ist zu berücksichtigen, dass
die Beschwerdegegnerin als Tourismusgemeinde auch ein eigenes
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Interesse an einer guten Erschliessung des von den P._ AG
betriebenen Skigebiets und an den dort stattfindenden Skirennen (bspw.
GP Migros Finale) hat. Auch hat sie als Tourismusgemeinde ein eigenes
Interesse daran, dass die Freizeitanlagen der Q._ AG gut
erschlossen sind (Werbeeffekt, Übernachtungen etc.). Überdies geht aus
den Akten hervor, dass der zu sanierende Strassenabschnitt in das
Ortsbusnetz eingebunden ist. Diese tatsächlichen Gegebenheiten, welche
von der Beschwerdegegnerin grundsätzlich nicht bestritten werden,
werden auch durch die von der Beschwerdeführerin eingereichten Bilder
und Beweisurkunden bestätigt. Damit sind für das Verwaltungsgericht die
entscheidrelevanten Grundlagen aktenkundig. Vor diesem Hintergrund
sind von einem Augenschein auch keine weiteren entscheidrelevanten
Erkenntnisse mehr zu erwarten, weshalb in antizipierter Beweiswürdigung
auf die Durchführung eines solchen verzichtet werden kann.
4.1. Die Beschwerdeführer bestreiten nicht, dass der zu sanierende Abschnitt
der Strasse C._ sanierungsbedürftig ist und erneuert werden muss.
Allerdings machen sie geltend, dass der in den Einspracheentscheiden
vom 27. April 2020 festgelegte Kostenanteils für die öffentliche
Interessenz von 50% völlig unhaltbar und auf 70%, eventuell auf 60%, zu
erhöhen sei.
4.2. Gemäss Art. 62 Abs. 3 des Raumplanungsgesetzes für den Kanton
Graubünden (KRG; BR 801.100) sind die Erschliessungsanlagen
grundsätzlich von den Personen zu bezahlen, die aus den öffentlichen
Anlagen einen wirtschaftlichen Sondervorteil ziehen oder die Anlage
nutzen oder nutzen könnten. Dabei erfolgt die Aufteilung der Kosten
zwischen dem Gemeinwesen (öffentliche Interessenz/Gemeindeanteil) und
den Grundeigentümern (private Interessenz/Privatanteil) nach Massgabe
des Interesses an einem öffentlichen Werk. Unter Heranziehung der jeweils
von einer Strasse zu erfüllenden Funktion wird der von den
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Grundeigentümern zu entrichtende Anteil in einem Prozentrahmen
festgelegt, wobei der zuständigen Behörde innerhalb der gesetzlichen
Richtwerte ein erheblicher Entscheidungsspielraum zusteht (vgl. PVG 2007
Nr. 20 E. 5). Dabei gelten gemäss Art. 63 Abs. 2 KRG folgende Richtwerte:
Gemeindeanteil Privatanteil
Groberschliessung 70 – 40% 30 – 60%
Feinerschliessung 30 – 0 % 70 – 100%
4.3. In einem ersten Schritt ist mithin die Frage zu beantworten, ob der zu
sanierende Abschnitt der Strasse C._ in erster Linie und überwiegend
der Feinerschliessung oder der Groberschliessung dient. Das KRG
unterscheidet in Art. 58 zwischen Grund-, Grob- und Feinerschliessung.
Die Grunderschliessung umfasst dabei die Versorgung eines grösseren
zusammenhängenden Gebietes mit den übergeordneten Anlagen wie
Hauptstrassen, Eisenbahnlinien, Wasser- und Elektrizitätswerken,
Abwasserreinigungs- und Abfallanlagen (Art. 58 Abs. 2 KRG). Unter
Groberschliessung wird die Versorgung eines zu überbauenden Gebietes
mit den Hauptsträngen der Erschliessungsanlagen verstanden, namentlich
Wasser-, Energieversorgungs- und Abwasserleitungen sowie Strassen und
Wege, die unmittelbar dem zu erschliessenden Gebiet dienen. Sie
verbinden die Anlagen der Grunderschliessung mit denjenigen der
Feinerschliessung (Art. 58 Abs. 3 KRG). Die Feinerschliessung umfasst
schliesslich den Anschluss der einzelnen Grundstücke an die Hauptstränge
der Erschliessungsanlagen mit Einschluss von öffentlich zugänglichen
Strassen und öffentlichen Leitungen (Art. 58 Abs. 4 KRG). Eine der
Groberschliessung zuzuordnende Erschliessungsanlage dient somit einem
relativ grossen Baugebiet, wobei dazu Strassen und Wege gehören. Der
Bezeichnung im kommunalen Strassenplan kommt im Zusammenhang mit
der Beitragserhebung für sich allein betrachtet keine entscheidende
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Bedeutung zu (PVG 2007 Nr. 20). Massgebend ist vielmehr die
Unterscheidung, ob es sich faktisch um eine Erschliessungsanlage der
Fein- oder der Groberschliessung handelt. Abzustellen ist dabei letztlich
auf die Funktion der Anlage (vgl. zum Ganzen Urteil des
Verwaltungsgerichtes des Kantons Graubünden A 10 12 und 13 vom 8. Juli
2010 E. 4).
4.4. Die Beschwerdegegnerin hat den fraglichen Strassenabschnitt zugunsten
der Beschwerdeführer als Anlage der Groberschliessung klassifiziert.
Diese Klassifizierung wird von den Beschwerdeführern in ihren
Rechtsschriften nicht in Abrede gestellt. Damit einhergehend wird von den
Beschwerdeführern auch beantragt, dass der Kostenanteil der öffentlichen
Interessenz mit 70% und derjenige der privaten Interessenz mit 30%
festzulegen sei. In ihrem Eventualantrag beantragen sie die Festlegung
des Kostenanteils für die öffentliche Interessenz auf 60% und der privaten
Interessenz auf 40%. Damit steht augenscheinlich auch für die
Beschwerdeführer fest, dass es sich bei dem zu sanierenden
Strassenabschnitt um eine Groberschliessungsanlage handelt; schliesslich
wäre bei einer Feinerschliessungsanlage in der Regel nur ein
Gemeindeanteil von maximal 30% möglich (vgl. Art. 63 Abs. 2 KRG). Damit
kann gesagt werden, dass sich die Parteien über die Klassifizierung des
streitigen Strassenabschnitts als Anlage der Groberschliessung einig sind.
Aus diesem Grund sieht das Verwaltungsgericht keinen Anlass, davon
abzuweichen; dies umso weniger als die Strasse C._ nach der
Sanierung breiter ausfallen wird als heute, womit ihr neu durchaus der
Charakter einer Groberschliessungsanlage zukommen wird.
4.5. Wie bereits erwähnt, sehen die in Art. 63 Abs. 2 KRG festgelegten, von der
Rechtsprechung bestätigten Richtwerte für Anlagen der Groberschliessung
eine Beteiligung der öffentlichen Interessenz zwischen 70 – 40% und der
privaten Interessenz zwischen 30 – 60% vor. Der von der
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Beschwerdegegnerin in ihren Einspracheentscheiden festgelegte
Kostenanteil der öffentlichen und privaten Interessenz von je 50% liegt
damit innerhalb der Richtwerte des kantonalen Rechts. Zu prüfen bleibt
aber noch, ob die Beschwerdegegnerin ihr Ermessen überschritten hat. Bei
einer Ermessensunterschreitung verletzen die Behörden diese Pflicht,
indem sie auf sachliche Unterscheidungen verzichten, wo der Gesetzgeber
eine differenzierte Entscheidung für nötig hält (VGU A 08 58 vom 12.
Dezember 2008 E.4d). Zunächst ist festzuhalten, dass die
Beschwerdegegnerin bei der Festlegung der öffentlichen Interessenz auf
50% nicht schematisch vorging, sondern auch Stellung nahm hinsichtlich
der touristischen (Fremd-)Nutzung des zu sanierenden Strassenabschnitts.
Die Argumentation der Beschwerdegegnerin, wonach mit der Festlegung
der öffentlichen Interessenz auf 50% der touristische Nutzen des
Gemeinwesens indes vollumfänglich abgegolten sei, erachtet das
Verwaltungsgericht indes als nicht korrekt. Es ist unbestritten, dass die
Strasse C._ sowohl die im Quartier C._ befindlichen
Liegenschaften als auch die Parkierungsfläche (Grundstücke Parzellen
Nrn. M._, N._ und O._) für Gäste und Besucher der P._
AG und der Q._ AG sowie der weiteren Freizeit- und Sportanlagen
(Eisfeld, Eisstockanlage, Badesee, Spielplatzanlage, Grillstelle etc.)
erschliesst. Daraus ergibt sich, dass der zu sanierende Strassenabschnitt
auch Fremdverkehr aufweist. Dieser Fremdverkehr fällt im Verhältnis zum
quartiereigenen Verkehr – so insbesondere an schönen Sommer- und
Wintertagen – erheblich ins Gewicht, was sich aus den von den
Beschwerdeführern mit ihrer Replik vom 8. September 2020 eingereichten
Fotos ergibt. In diesem Sinne führt im Übrigen auch die
Beschwerdegegnerin aus, dass die Strasse C._ als
Erschliessungsstrasse zu den Freizeitanlagen für den Strassenverkehr der
Allgemeinheit eine gewisse Relevanz habe und die Parkierungsfläche über
insgesamt 135 Parkplätze verfüge, wobei an Spitzentagen nochmals
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(maximal) 10% bis 15% mehr Fahrzeuge abgestellt werden könnten. Eine
Erhöhung der öffentlichen Interessenz allein aufgrund dieses
Fremdverkehrs drängt sich indes nicht auf. Dabei ist nämlich zu
berücksichtigen, dass die Beschwerdegegnerin den Gemeindeanteil von
minimal 40% auf 50% erhöht hat, womit der Fremdverkehr als angemessen
abgegolten zu gelten hat. Die Beschwerdegegnerin als
Tourismusgemeinde hat nun aber ein eigenes Interesse an einer guten
Erschliessung des von der P._ AG betrieben Skigebiets und den dort
stattfindenden Skirennen (bspw. GP Migros Finale). Auch hat sie als
Tourismusgemeinde ein eigenes Interesse daran, dass die Freizeitanlagen
der Q._ AG gut erschlossen sind. Hierdurch erzielt die
Beschwerdegegnerin einen eignen touristischen Nutzen in Form von
Werbeeffekten, Übernachtungen etc. Vor diesem Hintergrund kann gesagt
werden, dass das öffentliche Interesse am zu sanierenden
Strassenabschnitt nicht nur allein auf den erheblichen Fremdverkehr,
sondern darüber hinaus auch auf weitere touristische Interessen
(Werbeeffekt, Übernachtungen etc.) zurückzuführen sind. Das öffentliche
Interesse am zu sanierenden Strassenabschnitt wird durch den Einbezug
ins Ortsbusnetz zudem noch verstärkt. Es verhält sich nämlich so, dass der
Sportbus – ein weiteres touristisches Angebot der Beschwerdegegnerin –
während der Wintersaison mehrmals täglich und während sieben Tage in
der Woche auf dem zu sanierenden Strassenabschnitt verkehrt und
Skifahrer ins Skigebiet bringt. Den angefochtenen Einspracheentscheiden
ist diesen Aspekten nach Auffassung des Verwaltungsgerichts indes nicht
Rechnung getragen worden. Werden diese Aspekte (Werbeeffekt,
Übernachtungen etc. sowie Einbindung in Ortbusnetz) zusätzlich
berücksichtigt, rechtfertigt es sich, die festgelegte öffentliche Interessenz
von 50% um 10% auf 60% zu erhöhen und die private Interessenz auf 40%
zu reduzieren. Vor diesem Hintergrund ist der von der
Beschwerdegegnerin festgelegte Kostenanteils der öffentlichen
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Interessenz von 50% als Ermessensunterschreitung zu qualifizieren.
Dagegen kann von der Beschwerdegegnerin auch nicht erfolgreich geltend
gemacht werden, die Allgemeinheit habe zusammen mit den P._ AG
und der Q._ AG – unter Berücksichtigung der beitragspflichtigen
Fläche von 7'104 m2 – gemäss dem Einleitungsbeschluss bereits rund 75%
der Erschliessungsbeiträge zu bezahlen, womit es sich nicht rechtfertige,
die touristische Interessenz der Allgemeinheit zuzuordnen. Mit diesem
Vorbringen greift die Beschwerdegegnerin nämlich bereits auf die zweite
Verfahrensstufe (Stufe des Kostenverteilers) vor, was nicht zulässig ist;
schliesslich steht im vorliegenden Einleitungsphase die Aufteilung der
Kosten unter den Beitragspflichten nicht zur Diskussion. Nicht zu hören ist
schliesslich auch das Vorbringen der Beschwerdegegnerin, wonach sich
die öffentliche Interessenz von 50% dadurch rechtfertigen lasse, dass die
beitragspflichtige Strassenbreite auf 3.50 Meter beschränkt und die im Plan
des Beitragsperimeters blau markierte Strassenfläche von der
Beitragspflicht befreit worden sei. Mit diesem Vorbringen bringt die
Beschwerdegegnerin zum Ausdruck, dass sie das
Strassensanierungsprojekt quasi aufgeteilt hat. Ein Teil der
Strassensanierung wurde als beitragspflichtig erklärt, während der andere
Teil (Mehrbreite der Strasse und blau markierte Strassenfläche) von der
Beitragspflicht ausgenommen wurde. Diese Aufteilung führt entgegen der
Auffassung der Beschwerdegegnerin nun nicht ohne Weiteres dazu, dass
die öffentliche Interessenz bei 50% endet; schliesslich kann die
Beschwerdegegnerin vorab nicht einen Teil des Sanierungsprojektes von
der Beitragspflicht befreien und diese Befreiung im Nachgang als Grund
anbringen, dass die private Interessenz – unter Berücksichtigung der
gesetzlichen Richtwerte von 30% bis 60% – auf 50% festzulegen sei. Durch
dieses Vorgehen würde der nicht beitragspflichtige Teil des
Strassensanierungsprojektes nämlich quasi wieder kompensiert werden.
Ein solches Vorgehen ist gesetzlich nicht vorgesehen.
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4.6. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich die Beschwerde in Bezug auf
den Hauptantrag als unbegründet erweist, womit sie diesbezüglich
abzuweisen ist. Der Eventualantrag der Beschwerdeführer, wonach der
Kostenanteil für die öffentliche Interessenz auf 60% zu erhöhen bzw. für
die private Interessenz auf 40% herabzusetzen sei, ist indes gutgeheissen.
Diesbezüglich ist die Beschwerde begründet.
5.1. Die Beschwerdeführer sind mit ihrem Hauptantrag nicht durchgedrungen.
Durchgedrungen sind sie indes mit ihrem Eventualantrag. Die
Beschwerdeführer haben damit als teilweise obsiegend zu gelten. Bei
diesem Ausgang des Verfahrens rechtfertigt es sich, den Parteien die
Gerichtskosten je zur Hälfte aufzuerlegen. Mehrere Beteiligte an einem
gemeinsam verlangten oder veranlassten Verfahren haften für die Kosten
in der Regel solidarisch (Art. 72 Abs. 2 VRG). Die Staatsgebühr wird im
Rahmen von Art. 75 Abs. 2 VRG auf CHF 1'500.00 festgelegt und sie wird
zusammen mit den Kanzleiauslagen je zur Hälfte den Parteien auferlegt.
5.2. Die teilweise obsiegenden Beschwerdeführer waren im vorliegenden
Verfahren nicht anwaltlich vertreten. Entsprechend haben sie gemäss Art.
78 Abs. 1 VRG auch keinen Anspruch auf Ausrichtung einer
Parteientschädigung. Dasselbe hat auch für die teilweise obsiegende
Beschwerdegegnerin zu gelten, da sie in ihrem amtlichen Wirkungskreis
tätig wurde (vgl. Art. 78 Abs. 2 VRG).
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