Decision ID: 93e408e7-a72f-4d8e-aa6d-441946eefa0e
Year: 2014
Language: de
Court: SG_VGN
Chamber: SG_VGN_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A.
a. Die Ortsgemeinde Au ist Eigentümerin des zwischen der A.-strasse im Osten und der
SBB-Linie im Westen gelegenen Grundstücks Nr. 0000, Grundbuch Au. Gemäss
Zonenplan der Gemeinde Au vom 22. Oktober 1998 in Verbindung mit dem
Baureglement der Gemeinde Au vom 19. Januar 2007 ist das Grundstück der
Gewerbe-Industrie-Zone C (Lärmempfindlichkeitsstufe III) zugewiesen und als Gebiet
mit zusätzlichem Planungsbedarf nach Richtplan vermerkt. X.Y. ist Eigentümer des
westlich der SBB-Linie gelegenen Grundstücks Nr. 0001, Grundbuch Au. Dieses liegt in
der zweigeschossigen Wohn-Gewerbe-Zone mit der Lärmempfindlichkeitsstufe III.
b. Die Q. AG hatte am 10. November 2006 beim Gemeinderat Au ein Baugesuch für
den Neubau eines Produktions- und eines Bürogebäudes auf dem Grundstück
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Nr. 0000 eingereicht. Gegen dieses Baugesuch erhob unter anderen X.Y. am
26. November 2006 öffentlich-rechtliche Einsprache. Das Amt für Umweltschutz (heute
Amt für Umwelt und Energie; AFU) wies mit Entscheid vom 13. März 2007 die

Einsprache von X.Y. im Sinn der Erwägungen ab, soweit sie in seine Zuständigkeit fiel.
Am gleichen Tag erliess das AFU die Verfügung (06-5091) über
Umweltschutzmassnahmen zum Bauvorhaben. Der Gemeinderat Au wies mit
Beschluss vom 16. April 2007 die öffentlich-rechtliche Einsprache von X.Y. ab, soweit
sie in seine Zuständigkeit fiel, und erteilte die Baubewilligung unter Auflagen. Der
Beschluss des Gemeinderates und die Verfügungen der kantonalen Stellen wurden am
18. April 2007 als Gesamtverfügung versandt. Gegen diese erhob X.Y. Rekurs beim
Baudepartement des Kantons St. Gallen (act. G 10/1/1). Dieses hiess den Rekurs mit
Entscheid vom 24. April 2008 im Sinn der Erwägungen teilweise gut, soweit darauf
einzutreten war. Die Verfügung des AFU vom 13. März 2007 wurde geändert, indem
angeordnet wurde, dass die Kranbahn Nord gegen Westen mit einer geschlossenen
Fassade zu versehen und das Sektionaltor der Westfassade durch einen gegen innen
vollständig geschlossenen Vorraum um die Wasseraufbereitungsanlage zu ergänzen
sei. Ausserdem wurde angeordnet, dass für die Westfassade Bauteile mit festgelegten
minimalen Schalldämm-Massen zu verwenden seien. Das Baudepartement erwog, der
Beweisantrag auf Einholung eines neuen Lärmgutachtens sei abzuweisen, weil das von
der Baugesuchstellerin im Bewilligungsverfahren eingereichte Gutachten von sehr
ungünstigen Annahmen zu ihren Lasten ausgehe und weil die Berechnungen korrekt
durchgeführt worden und die Belastungsgrenzwerte eingehalten seien. Materiell sei der
Rekurs teilweise gutzuheissen, soweit eine Verletzung des Vorsorgeprinzips geltend
gemacht werde; die Verfügung des AFU über Umweltschutzmassnahmen sei
entsprechend anzupassen (act. G 10/1/42). Dieser Rekursentscheid erwuchs
unangefochten in Rechtskraft.
c. Am 15. bzw. 19. Dezember 2008 reichte die Q. AG beim Gemeinderat Au ein
Baugesuch für Änderungen am bewilligten Neubau des Produktions- und
Bürogebäudes auf dem Grundstück Nr. 0000 ein. Nach den Plänen soll das
Produktionsgebäude bei gleichbleibender Grundfläche dahingehend ergänzt werden,
dass der bisher überdachte, aber offene Lagerbereich im Norden und teils im Süden
mit einer Fassade versehen wird. Im erweiterten südlichen Bereich sollen mit
demontierbaren Trennwänden zwei als "Produktion 2" und "Produktion 3" bezeichnete
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Räume geschaffen werden. Die beiden Steinsägen, die im Gegensatz zu den
Steinfräsen auch nachts betrieben werden, sollen von der Westseite auf die Ostseite
und die Wasseraufbereitung von der Westseite in die Mitte der Produktionshalle verlegt
werden. Auf das Sektionaltor in der Westfassade wurde verzichtet und an dessen Stelle
eine Tür und ein Fenster vorgesehen. Gegen das Baugesuch erhob X.Y. am 22.
Dezember 2008 öffentlich-rechtliche Einsprache. Am 11. Mai 2009 erliess das AFU eine