Decision ID: 81b959d1-5c02-42fb-a333-03e7511bdb3a
Year: 2011
Language: de
Court: ZH_VG
Chamber: ZH_VG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: public_law

hat sich ergeben:
hat sich ergeben:
I. Mit Ausschreibung vom 24. September 2010 eröffnete die Stadt Zürich, Amt für Hochbauten, eine Submission im selektiven Verfahren zur Vergabe des Generalplanungsauftrags betreffend die Teilinstandsetzung von Kongresshaus und Tonhalle Zürich. In der ersten Phase wurden sieben geeignete Anbietende ausgewählt und zur Angebotseinreichung eingeladen. Die bereinigten Angebotspreise (netto inkl. MwSt.) lagen zwischen Fr. 6'578'800.- und Fr. 9'118'800.-. Am 3. Mai 2011 ging der Zuschlag an die ARGE C, für deren Angebot im Betrag von Fr. 9'118'800.-. Der Entscheid wurde den Teilnehmern individuell mit Schreiben vom 6. Mai 2011 eröffnet, und am 13. Mai 2011 erfolgte die öffentliche Publikation.
II.
Mit Beschwerde vom 23. Mai 2011 liess die A AG, von welcher das preislich tiefste Angebot stammte, dem Verwaltungsgericht beantragen, der Vergabeentscheid sei aufzuheben und der Zuschlag an sie zu erteilen, eventualiter sei die Sache zur Wiederholung des Vergabeverfahrens an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Ferner wurde um Erteilung der aufschiebenden Wirkung sowie um Zusprechung einer Parteientschädigung ersucht.
Am 14. Juni 2011 erstattete die Beschwerdeführerin aufforderungsgemäss eine Stellungnahme zur Frage nach der Rechtzeitigkeit ihrer Beschwerdeerhebung. Gleichentags beantragte die Beschwerdegegnerin, auf die Beschwerde sei zufolge Verspätung nicht einzutreten, eventuell seien sowohl die Beschwerde als auch das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung abzuweisen, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdeführerin. Die Mitbeteiligte ARGE C liess sich nicht vernehmen.
Mit Präsidialverfügung vom 20. Juni 2001 wurde die Rechtzeitigkeit der Beschwerde im Rahmen einer „prima facie“-Würdigung bejaht und die einstweilige Gewährung der aufschiebenden Wirkung bestätigt.
Die Akteneinsichtsbegehren der Beschwerdeführerin und der Mitbeteiligten wurden am 27. Juni bzw. 20. Juli 2011 jeweils teilweise gutgeheissen.
In den Stellungnahmen des zweiten Schriftenwechsels hielten die Parteien an ihren Sachbegehren fest. Die Mitbeteiligte reichte keine Stellungnahme ein.
Mit Präsidialverfügung vom 10. August 2011 wurde der Beschwerde aufschiebende Wirkung erteilt sowie der Beschwerdeführerin Frist für eine allfällige weitere Stellungnahme angesetzt. Einem weiteren Akteneinsichtsbegehren der Beschwerdeführerin wurde am 19. August 2011 stattgegeben.
Die Triplik der Beschwerdeführerin datiert vom 24. August 2011 und die Stellungnahme der Beschwerdegegnerin hierzu vom 14. September 2011. Die Beschwerdeführerin verzichtete am 19. September 2011 auf eine weitere Stellungnahme.
Die Parteivorbringen werden – soweit erheblich – im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen wiedergegeben.

Die Kammer erwägt:
Die Kammer erwägt:
1. Vergabeentscheide kantonaler und kommunaler Auftraggeber können unmittelbar mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht weitergezogen werden (VGr, 9. Februar 2011, VB.2010.00389, E. 1 mit Hinweisen). Auf das Beschwerdeverfahren gelangen die Art. 15 ff. der Interkantonalen Vereinbarung über das öffentliche Beschaffungswesen vom 15. März 2001 (IVöB) sowie die §§ 2 ff. des Gesetzes über den Beitritt des Kantons Zürich zur Interkantonalen Vereinbarung über das öffentliche Beschaffungswesen vom 15. September 2003 zur Anwendung.
1. Vergabeentscheide kantonaler und kommunaler Auftraggeber können unmittelbar mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht weitergezogen werden (VGr, 9. Februar 2011, VB.2010.00389, E. 1 mit Hinweisen). Auf das Beschwerdeverfahren gelangen die Art. 15 ff. der Interkantonalen Vereinbarung über das öffentliche Beschaffungswesen vom 15. März 2001 (IVöB) sowie die §§ 2 ff. des Gesetzes über den Beitritt des Kantons Zürich zur Interkantonalen Vereinbarung über das öffentliche Beschaffungswesen vom 15. September 2003 zur Anwendung.
2. Der Vergabeentscheid vom 3. Mai 2011 wurde der Beschwerdeführerin mit Begleitschreiben vom 6. Mai 2011 zugestellt und ist dort laut Eingangsstempel am 9. Mai 2011 eingegangen. Am 13. Mai 2011 wurde der Entscheid sodann im Amtsblatt des Kantons Zürich und auf dem elektronischen Informationssystem simap.ch publiziert. Die Beschwerdeführerin reichte ihre Beschwerde am 23. Mai 2011 (Datum des Poststempels) ein.
Die Beschwerdegegnerin macht geltend, die Beschwerde sei verspätet, weil sie nicht innert zehn Tagen nach der Zustellung des Entscheids erhoben worden sei, und beantragt, nicht darauf einzutreten.
Beschwerden gegen den Entscheid einer Vergabebehörde sind schriftlich und begründet innert zehn Tagen seit der Eröffnung der Verfügung einzureichen (Art. 15 Abs. 2 IVöB). Die Vergabestelle eröffnet Verfügungen durch Zustellung und soweit erforderlich überdies durch Veröffentlichung (§ 38 Abs. 1 der Submissionsverordnung vom 23. Juli 2003 [SubmV]). Einer Veröffentlichung bedürfen Zuschlagsentscheide im offenen und selektiven Verfahren sowie freihändig erteilte Zuschläge im Anwendungsbereich der staatsvertraglichen Verpflichtungen; die Publikation erfolgt innert 72 Tagen im kantonalen Amtsblatt sowie auf einer gemeinsamen elektronischen Plattform von Bund und Kantonen (§ 35 SubmV).