Decision ID: 2cc57612-65a3-44d2-8fee-eacef759ba2a
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren
1965
,
arbeitete
ab dem
1.
September 2010
vollzeitlich als
Senior Solution Consultant
für die
Y._
AG
(
Urk.
10/1/4
und 10/31
).
Ab dem
7.
August 2012
stellten ihm
diverse
behandelnde Ärzte
Ar
beitsunfähigkeitszeugnisse
aus
(
Urk.
10/2/5
, 10/5/2, 10/5/6
und
10/12/3)
, wo
rauf
er Krank
entaggelder
erhielt
(Urk. 10/5)
.
A
m
1
3.
Februar 2013
meldete
er
sich
bei der Sozialversicherungsanstalt des
Kan
tons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (
Urk.
10
/
1
). Diese zog die Akten
des Krankentaggeldversicherers
bei (
Urk.
10
/
5
und 10/34
). Überdies tä
tigte sie
weitere
erwerbliche (
Urk.
10/6, 10/8, 10/14, 10/29 und 10/31
) und me
di
zinische (
Urk.
10
/
12
, 10/20 und
10/27
) Abklärungen.
In der Folge
nahm
die IV-Stelle
ein
vom Krankentaggeldversicherer in Auftrag gegebenes
psychiatri
sches Gutachten
von
Dr.
med.
Z._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, und
Prof.
Dr.
med.
A._
, Facharzt FMH für
Neurolo
gie, vom 2
0.
D
ezember
2013 zu den Akten (Urk.
10/40).
Mit Schreiben vom 1
8.
November 2013
(
Urk.
10/35
)
teilte die IV-Stelle der
damaligen
Rechtsver
treterin
des Versicherten den vorläufigen Abschluss der Dienstleistungen im Bereich der beruflichen Ein
gliederung mit
, da der Versicherte
ihren Angaben
vom
4.
November 2013 (
Urk.
10/32)
zufolge
die erforderliche 50%ige Arbeitsfä
higkeit noch nicht erreicht
hab
e
.
Nach dem Eingang weiterer medizinischer Unterlagen (
Urk.
10/47 und 10/50) stellte
die IV-Stelle
m
it Vorbescheid vom
2
5.
M
ärz
20
14
die Abweisung
des
Leistungsbegehrens in Aussicht (
Urk.
10/59). D
e
r
Versicherte lies
s dagegen Ein
wand erheben (Urk. 10
/7
1
)
, worauf die IV-Stelle mit
Verfügung vom 26.
Augu
st 2014 einen Leistungsanspruch verneinte (
Urk.
2 = 10/80).
2.
Gegen die Verfügung vom 2
6.
August 2014 liess der Versicherte mit Eingabe
vom 2
6.
September 2014 (
Urk.
1) Beschwerde erheben mit dem Antrag, die an
ge
fochtene Verfügung sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu ver
pflich
ten,
ihm
die gesetzlichen Leistungen zu gewähren, ins
besondere berufliche Mass
nahmen und Invalidenrente; unter Kosten- und
Ent
schädigungsfolge
(zzgl. Mehr
wertsteuer). Am 2
2.
Oktober 2014
reichte der Rechtsvertreter des Versicherten
eine Beschwerdeergänzung
(
Urk.
5)
und ein Gutachten von PD
Dr.
med.
B._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, vom
8.
Oktober 2014 (
Urk.
6) ein
. Die IV-Stelle schloss am 1.
Dezember 2014 auf Abweisung der
Beschwerde (
Urk.
9)
. Sie
äusserte sich
am 1
6.
Februar 2015 zur
Beschwer
d
e
er
gänzung
und
zum
Gutachten von
Dr.
B._
(
Urk.
14).
Überdies
reichte sie eine Stellungnahme des Regiona
len Ärztlichen Dienstes
(RAD)
vom 18.
Januar 2015 ein (
Urk.
15).
Hierzu
liess
sich der Rechts
vertreter des Beschwerdeführers mit Eingabe vom
2
6.
Februar 2015
vernehmen
(
Urk.
18). Davon hat die Gegenpartei mit Schreiben vom
2.
März 2015 Kenntnis erhalten
(
Urk.
19)
.
Auf die einzelnen Ausführungen in den Rechtsschriften
und die neu eingereich
te
n
Unterlage
n (vgl.
Urk.
3 und 6)
wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze
oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den All
g
emeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1
des Bun
desge
setzes über die Invalidenversicherung, IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Be
e
inträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von
Art.
4
Abs.
1 IVG in Verbindung mit
Art.
8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als rele
vant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Per
son bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des
Forderbaren
wird dabei weitgehend objektiv bestimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Erwerbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychi
schen Beeinträchtigung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur soweit zu einer Erwerbsunfähigkeit (
Art.
7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (
Art.
6 ATSG) sei der versi
cherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
1.3
Zur Annahme der Invalidität nach
Art.
8 ATSG ist - auch bei psychischen Erkrankungen - in jedem Fall ein medizinisches Substrat unabdingbar, das
(fach-)ärztlicherseits schlüssig festgestellt wird und nachgewiesenermassen die
Arbeits- und Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Je stärker psychosozi
ale
und soziokulturelle Faktoren wie beispielsweise Sorge um die Familie oder Zu
kunftsängste (etwa ein drohender finanzieller Notstand) im Einzelfall in den Vor
dergrund treten und das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss eine fachärztlich festgestellte psychische Störung von Krankheitswert vor
handen sein. Das bedeutet, dass das klinische Beschwerdebild nicht einzig in Beeinträchtigungen, welche von den belastenden soziokulturellen Faktoren her
rühren, bestehen darf, sondern davon psychiatrisch zu unterscheidende Be
funde zu umfassen hat, zum Beispiel eine von depressiven
Verstimmungszu
ständen
klar unterscheidbare andauernde Depression im fachmedizinischen Sinne oder einen damit vergleichbaren psychischen Leidenszustand. Solche von der sozio
kul
turellen Belastungssituation zu unterscheidende und in diesem Sinne verselb
ständigte psychische Störungen mit Auswirkungen auf die
Ar
beits
- und Erwerbs
fähigkeit sind unabdingbar, damit überhaupt von Invalidität gesprochen werden kann. Wo die begutachtende Person dagegen im Wesentli
chen nur Befunde erhebt, welche in den psychosozialen und soziokulturellen Umständen ihre hin
reichende Erklärung finden, gleichsam in ihnen aufgehen, ist kein invalidi
sie
ren
der psychischer Gesundheitssc
haden gegeben (BGE 127 V 294 E.
5a; Urteil des Bundesgerichts 8C_730/2008 vom 23. März 2009 E. 2).
Wenn und soweit psychosoziale und soziokulturelle Faktoren zu einer eigentli
chen Beeinträchtigung der psychischen Integrität füh
ren, indem sie einen ver
selbst
ändigten Gesundheitsschaden aufrechterhalten oder den Wirkungsgrad
seiner - unabhängig von den invaliditätsfremden Elementen bestehenden - Fol
gen
verschlimmern, können sie sich mittelbar invaliditätsbegründend auswirken
(Urteil des Bundesgerichts 9C_537/2011 vom 2
8.
Juni 2012 E. 3.2 mit Hinwei
sen).
1.4
Invalide oder von einer Invalidität (
Art.
8 ATSG) bedrohte Versi
cherte haben gemäss
Art.
8 IVG Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, so
weit:
a.
diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähig
keit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustellen, zu er
halten oder zu verbessern; und
b.
die
Voraussetzungen für den Anspruch auf die einzelnen Massnahmen er
füllt sind (
Abs.
1).
Die Eingliederungsmassnahmen bestehen in (
Abs.
3):
medizinischen Massnahmen (
lit
. a);
Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliede
rung (
lit
.
a
bis
);
Massnahmen beruflicher Art (Berufsberatung, erstmalige berufliche Aus
bildung, Umschulung, Arbeitsvermittlung, Kapitalhilfe,
lit
. b);
der Abgabe von Hilfsmitteln (
lit
. d).
1.
5
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu be
tätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
1.
6
Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte haben die Beweise frei, das
heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflicht
gemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozial
versicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie
stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfüg
baren
Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches ge
statten.
Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Be
rich
ten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu wür
di
gen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines
Arztbe
richtes
ist also entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfas
send ist, auf
allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer
den berück
sichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folge
rungen begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grund
sätz
lich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der einge
reichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gut
achten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a).
2.
In der angefochtenen Verfügung zog die Beschwerdegegnerin
im Wesentlichen
in Betracht, die Abklärungen hätten keinen invaliditätsrelevanten
Gesundheits
schaden
, sondern lediglich eine
leichtgradige
depressive Episode im Rahmen ei
ner
Anpassungsstörung und eine kompensierte koronare Herzkrankheit
ergeben.
Die
von den behandelnden Ärzten bescheinigte Arbeitsunfähigkeit sei aus
versi
che
rungsmedizinischer
Sicht nicht ausgewiesen.
Aufgrund der eingeholten Un
ter
lagen könn
t
e
n
rückblickend keine klare prozentuale Arbeitsunfähigkeit, kein Verlauf und keine Eröffnung der Wartezeit abgeleitet werden
(
Urk.
2)
.
Demgegenüber lässt der Beschwerdeführer den Standpunkt vertreten,
es
hätte eine polydisziplinäre
Begutachtung i
n Auftrag gegeben werden müssen.
Insbe
sondere könne auf
das psychiatrische Gutachten vom 2
0.
Dezember 2013 so
wohl aus formellen als auch aus materiellen Gründen nicht abgestellt werden
(
Urk.
1).
3.
3.1
Am
7.
August 2012 suchte der Beschwerdeführer
nach einer Auseinanderset
zung
mit seinem Vorgesetzten
seinen Hausarzt,
Dr.
med.
C._
, Fach
arzt FMH für Allgemeine Medizin FMH, auf (
Urk.
6 S. 13 f. und
10/1/5). Dieser hielt
in seinem Bericht vom 2
2.
Mai 2013
(
Urk.
10/20)
zum psychischen Ge
sund
heit
s
zustand
fest, dass der Beschwerdeführer s
eit August 2012 an einer
Er
schö
p
f
ungsdepression
leide
(
Urk.
10/20/5)
.
3.2
D
em Bericht
von
Dr.
med.
D._
und
Dr.
med.
E._
,
beide Fachä
rzt
e
FMH für Psych
iatrie und Psychotherapie, vom 2
1.
März
2013
(
Urk.
10/12)
zufolge
hatte
sich der Beschwerdeführer am 1
7.
August 2012
zur
ambulante
n
integrierte
n
psychiatrische
n
Behandlung
in die Praxis
F._
be
geben
. Anlässlich des Erstgespräches habe
er von einer
seit
rund zwei Jahren andauernden extremen Arbeitsbelastung und
von
einer Eskalation am Arbeits
platz
vor etwa zwei Wochen
berichtet. In psychiatrischer Hinsicht sei eine de
pressive Episode, gegenwärtig mittelgradig, ohne somatisches Syndrom (ICD-10: F32.1) diag
nostiziert worden, welche
aktuell
,
das heisst am
21.
März 2013
teil
weise remittiert sei (
Urk.
10/12
/1
).
Die Arbeitsunfähigkeit habe sich vom 2
4.
November 2012 bis zum 2
5.
Januar 2013 auf 70
%
und vom 2
4.
Januar
(gemeint wohl: 2
5.
Januar) bis zum 28.
Febru
ar 2013 auf 50
%
belaufen
. Ab dem
1.
März 2013 bis auf
W
eiteres
sei der Beschwerdeführer wegen
s
einer Herzerkrankung zu 100
%
arbeitsunfähig
(
Urk.
10/12/3)
.
3.3
Die ambulante Behandlung in der Praxis
F._
wurde durch einen ersten
sta
tio
nären
Aufenthalt
in der Privatklinik
G._
unterbrochen, welcher vom 17. September bis zum 2
1.
November 2012 dauerte
.
Im Austrittsbericht vom 21.
November 2012 (
Urk.
10/
27
/
12
ff.)
vermerkte
Dr.
med
.
H._
,
Fach
ärz
tin
FMH für Psychiatrie und Psychotherapie,
die Diagnose
eine
r
Anpas
sungsstörung
mit längerer depressiver Reaktion (ICD-10: F43.21) bei Problemen an der Arbeitsstelle (ICD-10 Z56). Während der Behandlung habe sich der
psychophysische Zustand allmählich verbessert und die depressive Symptomatik
habe sich zurückgebildet
(
Urk.
10/27/14). Vom 16. September bis zum 23.
Novem
ber 2012
sei von einer
Arbeitsunfähigkeit von 100
%
auszugehen
(
Urk.
10/27/15)
.
Ein weiterer stationärer Aufenthalt in der Privatklinik
G._
fand
vom 29. Juli bis zum 1
8.
August 2013 statt
(
Urk.
10/27/1 und 10/27/9)
, nachdem dem Beschwerdeführer das Arbeitsverhältnis per Ende Oktober 2013 gekündigt worden und ein sechswöchiger Arbeitsversuch in
I._
missglückt
war
(
Urk.
10/27/3
und 10/27/9
)
.
Im
Austrittsbericht vom 1
8.
August 2013
und ei
nem
wei
teren Bericht vom selben Datum
führte
Dr.
H._
eine mittelgradige de
pressi
ve Episode (ICD-10: F32.1) und akzentuierte Persönlichkeitszüge, zwang
haft, ver
mei
dend, (ICD-10: Z73.1) als Diagnosen
auf
(
Urk.
10/27/1 und
10/27/9)
.
Die Prog
nose sei bei den vorliegenden Diagnosen günstig (Urk. 10/27/4).
Vom 2
7.
Juli
bis zum 3
1.
August 2013
sei von
eine
r
100%ige
n
Arbeitsunfähigkeit
auszugehen
(
Urk.
10/27/4 und 10/27/11).
Der Patient habe eine fraktionierte
Hospitalisation
gewünscht und der Wiedereintritt sei für den 2
6.
August 2013 vorgesehen (
Urk.
10/27/10 und 10/27/11).
In einem Verlaufsbericht vom
2.
Oktober 2013 (
Urk.
10/34/5 ff.) hielt
Dr.
H._
fest, dass sich der Beschwerdeführer seit dem 2
8.
August 2013 wieder in der Privatklinik
G._
aufhalte. Er sei im Konzentrationsvermögen, in der An
passungsfähigkeit und im Arbeitstempo eingeschränkt. Eine Tätigkeit im bishe
rigen Beruf würde die depressive Symptomatik voraussichtlich verstärken. Die Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit lasse sich derzeit nicht ei
n
schät
zen.
3.4
Nach einer Untersuchung vom 1
8.
November 2013
durch
Dr.
Z._
gelangten
dieser
und Dr.
A._
i
m psychiatrischen Gutachten vom 2
0.
Dezember 2013
(Urk.
10/40)
zum Schluss, dass der Beschwerdeführer
aktuell
an einem leicht
gradigen depressiven Syndrom (ICD-10: F32.0) leide. Aus psychiatrischer Sicht sei er in der zuletzt ausgeübten und in jeder anderen Tätigkeit
zu 100
%
ar
beitsfähig.
Die Entstehung einer depressiven Episode im Jahr 2012 und deren sukzessive Besse
rung unter einer entsprechenden antidepressiven Behandlung sei anam
nes
tisch schlüssig und plausibel nachvollziehbar
(
Urk.
10/40/9)
.
Ein
Arbeits
platzkonflikt
und die kürzlich erfolgte Kündigung des Arbeitsverhältnisses seien bezüglich des vorangehend eher
protahierten
Heilungsverlaufs als anteilig ur
sächlich zu erwägen, seien jedoch nicht mehr relevant (
Urk.
10/40/11).
3.5
Gemäss einem weiteren Bericht von
Dr.
C._
vom
6.
Februar 2014 sei die
Er
schöpfungsdepression
noch nicht überwunden. Derzeit finde eine rege
l
mässige
fachärztliche ambulante
psychiatrische
Betreuung durch
Dr.
J._
statt. Dieser sei zum Umfang der Arb
eitsfähigkeit zu befragen (Urk.
10/47/7 f.).
3.6
Pract
. med.
J._
und
Dr.
med.
K._
vom
S
ozialpsychiatri
schen
Dienst des Kantons
L._
diagnostizierten
in ihrem Bericht vom 1
8.
Februar 2014
(
Urk.
10/50)
eine mittelgradig depressive Episode nach Burn
out und Mobbingsituation am Arbeitsplatz (ICD-10: F32.11), bestehend seit etwa
dem Jahr 2012, und eine kombinierte
Persönlichkeitsakzentuierung,
anan
kas
tisch
, vermeidend, narzi
s
stisch (ICD-10: Z73.1).
Der Beschwerdeführer werde sei
t Oktober 2
013 ambulant behandelt. Vom 11.
Oktober
2013
bis zum 3
1.
Januar 2014 habe die Arbeitsunfähigkeit 100
%
betragen. Ab dem ersten Februar 2014 sei der Beschwerdeführer wieder zu 20
%
arbeitsfähig (
Urk.
10/50/3).
3.7
Dem im Beschwerdeverfahren neu eingereichten Bericht der Psychiatrischen Tagesklinik der
M._
in
N._
vom 1
6.
September 2014 (
Urk.
3/5) ist
zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer dort
ab
dem 1
5.
Juli 2014 während v
ier Tagen pro Woche behandelt wu
rd
e
. Es seien eine depressive Episode (ICD-10: F32.1) und a
kzentuierte Persönlichkeitszüge
mit zwanghaft vermeidenden und
nar
zistischen
Zügen (ICD-10: Z73.1) diagnostiziert worden. Es bestehe eine 80%ige Arbeitsunfähigkeit, die sich voraussichtlich im Verlauf des Monats Oktober auf 60
%
reduzieren werde.
3.8
PD
Dr.
med.
B._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, verfasste am
8.
Oktober 2014 ein psychiatrisches Gutachten, welches ebenfalls während des Beschwerdeverfahrens zu den Akten gegeben wurde (
Urk.
6). Dieses basiert auf zwei
je dreistündigen
Untersuchungsgesprächen vom
4.
und
5.
September 2014,
fremdanamnestischen Auskünften,
den Resultaten einer
test
psychologischen
Untersuchung vom
3.
Oktober 2014 durch
O._
, Psychologe FH und Psychotherapeut ASP/SBAP,
und den zur Verfügung ge
stellten Akten (
Urk.
6 S. 4 f.
und S. 28
).
Es enthält die Diagnosen einer mittelgradigen depressiven Episode (ICD-10:
F32.1) und einer kombinierten Persönlichkeitsstörung
(ICD-10: F61.0).
Hin
sicht
lich der Arbeitsfähigkeit bemerkte
Dr.
B._
zunächst, dass der Beschwer
defüh
rer
wegen seiner gesundheitlichen Störungen, wegen der pektanginösen Be
schwer
den respektive der koronaren Mehrgefäss-Erkrankung wiederholt in sta
tio
närer Behandlung gewesen sei und sich auch teilstationär in der
Tageskli
nik
aufge
halten habe, so dass ihm schon deshalb zu Recht von den anerkannten und
qualifizierten Behandlungszentren ein Arbeitsunfähigkeitszeugnis von 100
%
für
diese Zeitperioden ausgestellt worden sei. Es sei daher angebracht, die von der Privatklinik
G._
, dem Sozialpsychiatrischen Dienst des Kan
tons
L._
und
von der Tagesklinik
N._
angesetzten Grade der Ar
beitsunfähigkeit zu akzeptieren
(
Urk.
6 S. 30)
.
Eine
zumutbare Arbeitstätigkeit setz
e voraus, dass der Beschwerdeführer an ei
nem Arbeitsplatz arbeiten könne, wo er nicht anhaltend gestresst werde, son
der
n die Möglichkeit habe, seine Fähigkeiten in nicht gehetzter Weise umzuset
zen und
wo
ihm die angemessene Wertschätzung zuteil werde (
Urk.
6 S. 30). In einer
angepassten Tätigkeit (ohne übermässigen Stress) wäre eine stufenweise Steigerung der Arbeitsfähigkeit bis zu 100
%
innerhalb von wenigen Wochen möglich
(
Urk.
6 S. 32)
.
4.
4.1
In somatischer Hinsicht
e
rwähnt
Dr.
C._
in seinem Bericht vom 2
2.
Mai 2013
eine seit Anfang des Jahres 2013 bestehende koronare Herzkrankheit (Urk. 10/20/5).
4.2
Aus dem Bericht
des Herzzentrums der Klinik
P._
vom
27. Februar 2013 (
Urk.
10/12/12 ff.)
geht hervor, dass
die
koronare Mehrgefäss-Erkrankung
(An
gina
pectoris
CCS-Klasse II-III, pathologische
Ergometrie
, hochgradige proxi
male RIVA-/Diagonalast-Stenose mit
P
l
aqueruptur
, hochgradige Stenose RIVP RCA
, PCI am 2
6.
Februar 2013
und kardiovaskuläre Risikofaktoren wie Hyper
cholesterinämie und
leichtgradige
arterielle Hypertonie)
am 2
6.
Februar 2013
diagnostiziert
wurde
.
Unmittelbar danach
wurde
die rechte K
o
ro
nararterie mit Sten
t
s versorgt
, wobei
ein angiographisch tadelloses Resultat erreicht worden
sei
. Es sei zu erwarten, dass die im Zusammenhang mit der Herzerkrankung ge
klagte Symptomatik damit nun wieder behoben sei. Selbstverständlich bleibe eine konsequente sekundäre Prävention zwingend notwendig, um bei dem noch jungen Patienten eine weitere Progression der koronaren Herzkrankheit zu verhindern. In diesem Sinne sei sicher auch die Durchführung einer ambulanten Herzrehabilitation sehr zu empfehlen.
4.
3
Zur koronaren Herzkrankheit führte
Dr.
C._
in seinen
Bericht
en
vom 22. Mai 2013
überdies
aus,
a
ktuell
werde
die kardiale Rehabilitation ambulant
in der
Q._
durchgeführt. Diese werde voraussichtlich Mitte Juli 2013 beendet sein (
Urk.
10/20/5 f.
und 10/34/18
).
Ab diesem Zeit
punkt sei mit einer vollen Arbeitsfähigkeit zu rechnen (
Urk.
10/20/7
und 10/34/18
).
4.4
Dr.
med.
R._
, Facharzt FMH für Innere Medizin,
beurteilte den Be
schwerdeführer in seinem Bericht vom 1
7.
Mai 2013 wegen der kardiologischen Erkrankung als vom
1.
bis zum 3
1.
März
2013 zu 100
%
arbeitsunfähig (
Urk.
10/34/21
).
4.5
Am 1
2.
Juli 2013 begab sich der Beschwerdeführer auf die Notfallstation des Spitals
S._
, nachdem er beim nächtlichen
Gang zur Toilette
ein
Engegefühl
in der Brust
, Atemnot und ein Schwindelgefühl verspürt hatte
.
Gemäss der
Klinik
mitarbeiterin
T._
seien darauf ein Elektrokardiogramm
erstellt
und ein
Troponin
-Test
durchgeführt
worden, w
elche keine krankhaften Befunde
er
geben hätten (
Urk.
3/2).
Dr.
U._
untersuchte den Beschwerdeführer am 1
8.
Juli 2013 und schrieb
ihn bis zum 2
1.
Juli 2013 ohne
Angabe einer Begründung krank (Urk.
3/3). In der Folge erklärte
Dr.
V._
den Beschwerdeführer
ab dem 22.
Juli 2013 für fünf Tage als arbeitsunfähig
, ohne eine Diagnose zu nennen
(
Urk.
3/4
).
4.
6
In einem weiteren Bericht vom 29. August 2013 (
Urk.
10/34/11
) hielt
Dr.
R._
zu den aktuellen
somatischen
Befunden fest, dass der Beschwerde
führer seit An
fang des Jahres über eine Leistungseinbusse beim Velotraining und
belas
tungsassoziierte
Thoraxschmerzen
im Sinne von Klemmen links präkordial mit
Verschwinden der Erholung klage
. Körperlich bestünden keine Einschränkungen bis zu einer mittelschweren Tätigkeit.
Zur Prävention der progressiven
Koronaropathie
sei die Behandlung sämtlicher beeinflussbarer kardiovaskulärer Risikofaktoren wichtig. Beim Beschwerdeführer
gehe es vor allem um Erhaltung eines optimalen inneren Gleichgewichts, wozu opti
male familiäre Bedingungen, eine ausreichende körperliche Aktivität, aber
auch gute Arbeitsplatzbedingungen notwendig seien. Letztere sollten so gestal
tet
sein, dass eine allzu rege Reisetätigkeit vermieden werden könne und kein über
mässiger Termindruck bestehe. Günstig seien dagegen Tätigkeiten, die der Per
sön
lichkeit des Beschwerdeführers Rechnung trügen und organisatorische, viel
leicht
auch kommunikative Tätigkeiten einschlössen.
Die Gesundheit wäre bei einer Wiederaufnahme der beruflichen Tätig
keit
an der bisher
i
gen Arbeitsstelle
gefährdet, da diese offenbar zu starkem Druck geführt und so die Zu
nahme der Herzgefässerkrankung begünstigt habe.
Heben und Tragen, Stehen, Gehen und Sitzen seien bis zu einer mittleren Inten
sität problemlos zumutbar. Wechselbelastende Tätigkeiten stellten kein Problem dar und auch Autofahren sei möglich. Eine Einschränkung im Arbeitstempo be
stehe grundsätzlich nicht, sofern der Beschwerdeführer selbst die Geschwin
dig
keit mitbestimmen könne. Aus internistisch-kardiologischer Sicht sei die 100%ig
e Arbeitsfähigkeit ab sofort gegeben, sofern die erwähnten Arbeitsbe
dingungen opti
mal erfüllt seien.
Schliesslich vermerkte
Dr.
C._
in seinem Bericht vom
6.
Februar 2014
keine somatischen Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit.
Seit dem Jahr
2013 bestehe eine koronare Herzkrankheit mit
Stenteinlagen
und Hypertonie.
Er habe den Beschwerdeführer am
3.
Februar 2014 letztmals untersucht. In der nächsten Zeit sei eine Verlaufskontrolle nach dem Anbringen der Stents inklu
sive einer Belastungsprobe geplant (
Urk.
10/47/7).
5.
5.1
Der Beschwerdeführer meldete sich am 1
3.
Februar 2013 zum Leistungsbezug an (
Urk.
10/1)
.
Strittig und zu prüfen ist
, ob
ein
Anspruch auf
Integrations
massnahmen
,
insbesondere
berufliche Massnahmen,
oder
ab dem 1. August 2013
ein Invalidenrentenanspruch besteht (
Art.
29 Abs.
1 IVG
;
Urk.
1 und 2
).
5.2
Es
wurde von keiner Partei in Frage gestellt
und
ergibt sich aus den Akten, dass die
koronare
Herzerkrankung
im Februar 2013
erfolgreich
operativ
behandelt
werden
konnte
und unter entsprechender Medikamenteneinnahme (
Plavix
,
Bi
lol
,
Lisinopril
, A
s
pirin
cardio
und
Atorvastatin
;
Urk.
10/40/2) kompensiert ist
.
Im Zusammenhang mit diesem Leiden wurde von den behandelnden Ärzten
denn auch
keine über den
31.
März 2013
hinausgehende Einschränkung der Ar
beits
fähigkeit
attestiert
.
Insbesondere wurden anlässlich der Untersuchungen vom 12. Juli 2013
(Urk. 3/2)
,
vom 1
8.
Juli 2013 (
Urk.
3/3),
vom
2
9.
August 2013
(
Urk.
10/34/11)
und vom 3.
Februar 2014
(
Urk.
10/47/7)
keine krankhaften
soma
tischen
Befunde erhoben
, welche den Beschwerdeführer in seiner zuletzt ausge
übten Tätigkeit als Senior Solution Consultant
auf dem allgemeinen Arbeits
markt
einzuschränken vermöch
ten
.
In der Folge fanden
– soweit aus den Akten ersichtlich –
auch
keine weite
ren Arztkonsultationen
mehr
wegen somatischer Beschwerden
, sondern ledig
lich noch Verlaufskontrollen
statt.
Es ist deshalb
gestützt auf die Berichte der behandelnden Ärzte
ohne
W
eiteres davon auszu
gehen, dass
ab dem Zeitpunkt des am frühesten möglichen Rentenbeginns vom
1.
August 2013
bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 26. August
2014
die Arbeitsfähigkeit
und die Erwerbsfähigkeit
aus physischen Gründen
nicht
beeinträchtigt
war
.
Ebenso wenig ergeben sich aus den vorhandenen
medizini
schen Unterlagen
Hinweise darauf, dass der Beschwerdeführer aus somatischen Gründen von Invalidität be
droht gewesen sein könnte.
Seitens des Beschwerde
führers wird daher zu Un
recht beanstandet,
dass
sich
die Beschwerdegegnerin
mit einem psychiatrischen Gutachten begnügte und auf eine bi- beziehungs
weise
polydisziplinäre Abklä
rung verzichtete (
Urk.
1 S. 6 f.,
10/56/4 und 10/71/15
).
5.3
Zur Beurteilung der psychischen Verfassung des Beschwerdeführ
ers hat die
Be
schwerdegegnerin
insbesondere
auf das vom Krankentaggeldversicherer
einge
holte
psychiatrische Gutachten
von
Dr.
Z._
und
Prof.
Dr.
A._
vom 20.
Dezem
ber 2013 abgestellt
, nachdem
Dr.
med.
W._
, Facharzt FMH für
Allge
mein
medizin und zertifizierter Gutachter SIM,
vom RAD
dieses als nachvoll
ziehbar qualifiziert hatt
e
(vgl. das Feststellungblatt für den Be
schluss vom 2
5.
März 2014, Urk.
10/57/4 f.
, und das Feststellun
gsblatt für den Einwand vom 26.
August 2014,
Urk.
10/78/2
)
.
Das fragliche Gutachten wurde seitens des Be
schwerdeführers wiederholt in formeller und materieller
Hinsicht
beanstandet (
Urk.
1 S.
3 ff.
und 10/71/3 ff.
).
Namentlich
wird
gerügt, es sei in Missachtung
der sozialversicherungsrechtlichen Verfahrensgrundsätze, insbesondere ohne vo
r
gäng
ige Anhörung des Beschwerdeführers und ohne Durchführung eines
Ei
ni
gungsversuches
, in Auftrag gegeben worden (
Urk.
1 S.
7
und 10/71/3
).
Dies obwohl die Beschwerde
gegn
erin schon vor der Erstellung des Gutachtens dessen Verwendung beabsichtigt
habe
(
Urk.
10/71/3).
Hierzu ist zu bemerken, dass die
vom Bundesgericht in seinem Leiturteil BGE 137 V 210 und
in
den sich darauf beziehenden
Präjudizien
(vgl. BGE 139 V 349 und 138 V 318) umschriebenen Verfahrensgrundsätze lediglich in denjenigen Fällen einzuhalten sind, in wel
chen der mit dem streitigen sozialversicherungsrechtlichen Leistungsanspruch befasste Versicherungsträger das Gutachten selber einholt.
Wird das Gutachten, wie vorliegend, vom privaten Krankentaggeldversicherer in Auftrag gegeben, finden sie demgegenüber keine Anwendung. Ungeachtet dessen ist der Sozial
versicherungsträger befugt, ja gehalten, das nicht von ihm selber veranlasste
Gutachten zu berücksichtigen, soweit dieses zur Abklärung des rechtserhebli
chen
Sachverhaltes beitragen kann (vgl. zum Ganzen des Urteil des Bundesge
richts 8C_15/2015 vom 3
1.
März 2015 E. 6.4).
Des Weiteren wird geltend gemacht, es sei der falsche Eindruck erweckt worden, dass
Dr.
Z._
in der Klinik
AA._
tätig sei (
Urk.
1 S. 7 und
8
).
Dies mag zu
treffen, wenn man die vom Krankentaggeldversicherer verfasste Einladung zur medizinischen Begutachtung betrachtet (
Urk.
10/34/2). Weder aus dem Bestehen
eines
Anstellungsverhältnis
ses
bei
einer bestimmten Klin
i
k
noch aus dem Fehlen
eines solchen lassen sich
jedoch
R
ückschlüsse auf die fachliche Eignung eines Gutachters
oder die Qual
ität
s
eines Gutachtens ziehen
.
Ebenso
wenig
lassen sich
dar
aus Aufschlüsse zu allfälligen Befangenheitsgründen gewinnen.
Der Be
schwer
de
führer vermag
deshalb
aus
den erwähnten Umständen
nichts zu seinen
Gunsten abzuleiten.
Darüber hinaus wird
bezüglich der am Gutachten beteilig
ten
Personen
moniert,
Prof.
Dr.
A._
preise sich bei Privat- und Sozialversi
che
rungen
an
, Leistungen zu begrenzen, indem er bereits im Vorfeld Begutach
tung
en vornehme. Er prahle damit, dass er in 67
%
der Fälle tiefere Arbeitsun
fähigkeiten festlege als die Atteste der behandelnden Ärzte (
Urk.
1 S.
7 mit Hin
weis auf
Urk.
3/6
).
Aus dem zum Beleg
dieser Vorwürfe
ins
Recht
ge
leg
te
n
Schreiben
von Prof.
Dr.
A._
vom
2.
Juni 2014 (
Urk.
3/6)
geht indessen ledig
lich hervor, dass dieser an
eine
r
detaillierte
n
Auswertung der medizinischen Be
gutachtungen im Bereich Taggeldversicherung
beteiligt war. Die auf über 500
Datensätzen beruhenden Ergebnisse hätten gezeigt, dass die Mehrzahl (67
%
) der
Arbeitsunfähigkeits-Attestierungen einer an den Grundregeln der
Versiche
rungs
medizin
orientierten Überprüfung nicht standhielt. Die fraglichen Ergeb
nisse
wür
den
im Rahmen
der angekündigten
Vortragsveranstaltung präsentiert und dabei
vor allem Möglichkeiten der zukünftigen Begrenzung von unzu
reichend begrün
deten Krankentaggeld-, IV- und UV-Leistungen bereits im Vor
feld von Begut
ach
tungen konkret aufgezeigt (
Urk.
3/6).
Weder die
Forschungs
arbeit
an sich noch die Präsentation von deren Resultaten sowie den daraus zu ziehenden Schlussfolgerungen ist zu beanstanden.
Sie vermögen insbesondere nicht objek
tiv den Anschein
einer
Befangenheit zu erwecken.
Es wird sodann vorgebracht, d
ie Untersuchung habe von
10:35 bis 11:10 Uhr
gedauert
,
das heisst
nur gerade einmal 35 Minuten betragen. Diese Zeit
reiche nicht aus, eine tiefliegende psychi
sche
Erkrankung
festzustell
en
. Darüber hinaus sei im Gutachten fälschlicherweise eine Explorationsdauer von über 90 Minuten
veru
rkundet
worden
(
Urk.
1 S. 8)
.
In diesem Zusammenhang ist generell
festzu
halten, dass ein Gutachter den Exploranden in der Regel nur für eine be
schrän
k
te
Zeit sieht und sich aus der Anzahl sowie der Dauer der geführten Gespräche keine Rückschlüsse auf die Wertigkeit eines Gutachtens ziehen lassen
(vgl. das Urteil des Bundesgerichts 8C_
323/2014 vom 2
3.
Juli 2014 E. 4.2.1 mit Hinwei
sen)
. Einen krankheitswertigen Befund oder das Fehlen eines solchen kann ein erfahrener Diagnostiker ohne
Weiteres
auch nach einem einmaligen
kurzen
Gespräch feststellen. Im konkreten Fall war die Begutachtung des Be
schwerde
füh
rers auch nicht mit besonders komplexen Fragestellungen verbun
den. Sie er
folg
te insbesondere in Kenntnis umfangrei
cher medizinischer
Vorak
ten
.
Aus den
im Gutachten geschilderten Angaben des Beschwerdeführers geht hervor, dass sich dieser ausreichend zu seinen Beschwerden und deren Behand
lung sowie zu seiner aktuellen Lebenssituation äussern konnte. Insbesondere wurde eine um
fassende Anamnese erhoben.
Wegen der Untersuchungsdauer ist das Gutachten daher nicht in Zweifel zu ziehen.
Diese wird im Gutachten auch nirgends mit mehr
als
90 Minuten beziffert. Vielmehr haben
die Befragung,
die
Ex
ploration und
die
Dokumentation zusammen
gemäss den Angaben im Gutachten
über 90 Minuten
betragen
(Urk.
10/40/1).
Von einer
Falschbeurkundung der
Untersuch
ungs
dauer
kann somit entgegen der seitens des Beschwerdeführers vertretenen Auffassung nicht die Rede sein
.
Auch in anderen Punkten wird die Richtigkeit der im Gutachten festgehaltenen Tatsachen in Frage gestellt. So wird
der Vorwurf erhoben, es sei
der Umstand
unterschlagen worden, dass der Beschwerdeführer massiv antidepressiv thera
piert sei
und nur dank Medikamenten einschlafen könne
(
Urk.
1 S. 8 f.).
Immer
hin ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer bei der Begutachtung nicht über aktuelle Ein- oder Durchschlafs
törungen klagte (
Urk.
1 S. 8 f. und
Urk. 10/40/4). Seine
Angabe, er nehme
täglich
150 mg
Wellbutrin
XR
– ein Antidepressivum –
ein
, wurde im Gutachten ausdrücklich festgehalten (Urk. 10/40/2).
Zwar wird keine
Einnahme von Schlafmitteln
wie
Redormin
oder
Stilnox
(vgl.
Urk.
1 S. 9)
erwähnt
, sondern lediglich
aktuelles Durchschlafen nach anfänglichen
Durch
schlafstörungen
vermerkt
(
Urk.
1
S.
8 f.; vgl. insbeso
ndere Urk.
10/40/2 und 10/40/4).
E
s ist jedoch nicht ansatzweise ersichtlich, weshalb
die Gutachter
ent
sprechende Ausführungen
des Beschwerdeführers
absichtlich
unerwähnt ge
lasse
n haben sollten
, zumal dieser auch gegenüber
Dr.
B._
erwähnte, er habe damals in
BB._
(Kanton
L._
)
nur gelegentlich Schlafmittel erhalten (
Urk.
6 S. 17).
Vielmehr bestehen Anhaltspunkte dafür, dass die Sachverhalts
schilderungen des
Beschwerdeführers anlässlich
der
Exploration
nicht
so detail
liert
ausfielen
, wie sie
in der
Einwandbegründung
(
Urk.
10/71)
und in der Be
schwerdeschrift
(
Urk.
1)
geschildert werden
.
So räumte dieser
z
um Beispiel erst im Rahmen d
er beiden letztgenannten
Eingaben
ein, dass er nach seinem Stu
dium eine
mehrjährige
psychotherapeutische Behandlung
in Anspruch genom
men hatte (
Urk.
1 S.
6 und 9), während er
eine solche zuvor
gegenüber den be
handelnden Ärzten verschwiegen und
auch anlässlich seiner Begutachtung vom 1
8.
November 2013 ausdrücklich verneint hatte
(
Urk.
10/40/3)
.
Im Einklang mit der
Beschwerde
gegnerin
ist
zur
rund 20
Jahre zurückliegenden
Behandlung (vgl. Urk.
10/2/2)
bereits an dieser Stelle festzuhalten, dass weder dargelegt wurde noch ersicht
l
ich ist, inwiefern sich daraus wesentliche Erkenntnisse
für die Beurteilung
des hier relevanten Zeitraumes gewinnen liessen. Es ist daher auch auf die bean
tragte Zeugenbefragung der damaligen Psychotherapeuten (
Urk.
1 S. 9) zu ver
zichten.
Schliesslich wird in der Beschwerdeschrift
gegen das psychiatrische Gutachten vom 2
0.
Dezember 2013 vorgebracht
,
es
setze sich nicht mit der
in der Privat
klinik
G._
gestellten Diagnose einer kombinierten (
anankastisch
-vermei
dend-narzisstische
n) Per
sönlichkeitsakzentu
ierung auseinander (
Urk.
1 S.
10).
Im
Verlauf des Beschwerdeverfahrens reichte die Beschwerdegegnerin eine Stellung
nahme
des RAD-Arztes
dipl
.
med.
CC._
, Facharzt FMH für Neurologie
sowie für Psychiatrie und Psychotherapie
,
vom 2
8.
Januar 2015 ein (
Urk.
15).
Diese
r monierte ebenfalls, dass im Gutachten nicht z
u den auffälligen
Per
sönlich
keitszügen
Stellung genommen
werde
, obwohl eine entsprechende Diag
nose aus
den Vorunterlagen ersichtlich sei.
Das
psychiatrische Gutachten
sei
sehr oberflächlich abgefasst.
Die diagnostische Einschätzung sei zwar nach
voll
ziehbar. Die depressive Symptomatik habe sich sicher gebessert. Es sei je
doch
vollkommen
unp
l
ausibel
, dass dem Beschwerdeführer die bisherige Tätig
keit noch
weiter zugemutet werden könne (Arbeitsbelastung und –
konflikt
). Insge
samt sei das Gutachten aus medizinischer Sicht nicht überzeugend (
Urk.
15 S. 2).
Aus dem
psychiatrischen
Gutachten
vom 2
0.
Dezember 2013
geht hervor, dass die behandelnden Ärzte der Privatklinik
G._
im Jahr 2013
akzentuierte Persönlichkeitszüge diagnostiziert hatten (
Urk.
10/40/7). Die fragliche Diagnose war den Gutachtern folglich bekannt. Es trifft zwar zu, dass
sie sich
nicht de
tailliert damit auseinandersetz
t
en, sondern lediglich
nachvollziehbar und ein
leuchtend
ihre eigene Einschätzung
der aktuellen Situation
begründeten. Dies
schadet indessen nicht, da akzentuierte Persönlichkeitszüge keinen rechtserheb
lichen Gesundheitsschaden darstellen und somit ohnehin nicht relevant wären (vgl. die Urteile des Bun
desgerichts 8C_897/2013 vom 18.
Februar 2014 E.
3.9 und 9C_537/2011 vom 2
8.
Juni 2012 E.
3.3, je mit Hinweisen). Aufgrund der
erhobenen Befunde und der
gestellten Diagnose
eines
leichtgradig
depressiven Syndroms (ICD-10: F32.0)
drängten sich entgegen der seitens des Beschwerde
führers vertretenen Auffassung auch keine testpsychologischen Abklärungen auf
(
Urk.
1 S.
8 und 10)
, so dass die Gutachter im Rahmen ihres Ermessens auf sol
che verzichten konnten
(vgl. die Qualitätsleitlinien für psychiatrische Gut
ach
ten in der Eidgenössischen Invalidenversicherung, Bern, Februar 2012, Ziffer 4.3.2.2)
.
Es erscheint schliesslich
aufgrund der erhobenen Befunde und der ge
stellten Diag
nose
auch
ohne
Weiteres
als
plausibel, dass der Beschwerdeführer in seiner angestammten Tätigkeit
(wie auch in jeder anderen)
zu 100 % ar
beitsfähig ist.
In diesem Zusammenhang ist zu
betonten, dass die
zuletzt ausge
übte
Tätigkeit als Senior Solution Consultant nicht nur an der letzten Ar
beitsstelle
verrichtet
werden kann
.
Lediglich
bei der Letztgenannten bestanden offenbar
nach
der Firmenübernahme und Umstrukturierung
eine das übliche Mass übersteigende Arbeitsbelastung und ein Arbeitsplatzkonflikt
(vgl.
Urk.
1 S. 4 und
10/40/5)
.
Der Inhalt des
psychiatrischen
Gutachtens
vom 2
0.
Dezember 2013
wird auch nicht durch den Bericht von
pract
. med.
J._
und
Dr.
K._
vom
Sozialpsy
chiatrischen
Dienst des Kantons
L._
vom 1
8.
Februar 2014
(Urk.
10/50) in
Frage gestellt. Diesbezüglich ist vorab als Erfahrungstatsache zu berücksichti
gen,
dass behandelnde Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Ver
trauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Pati
entinnen und Pati
en
ten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b/cc.). Er enthält insbesondere auch keine objektiven krankhaften Befunde,
welche auf das Bestehen einer mittelgra
dig depressiven Episode hindeuten,
sondern beschränkt sich
diesbezüglich
im Wes
ent
lichen auf die Wiedergabe der subjektiven Beschwerdeschilderungen des Be
schwer
de
führers.
In objektiver Hinsicht wird in erster Linie bemerkt, dass der Beschwerdeführer hohe Ansprüche an sich selbst mit teils zwanghaftem Denk
muster zeige (
Urk.
10/50/3).
Das im Beschwerdeverfahren neu eingereichte Gutachten von
Dr.
B._
vom 8. Oktober 2014 (
Urk.
6) erfüllt sämtliche formalen Qualitätskriterien eines be
weiskräftigen Gutachtens und bezieht nebst Fremdauskünften auch die Resul
tate einer testpsychologischen Untersuchung in die Würdigung mit ein. Es ist jedoch nicht nachvollziehbar, wie
Dr.
B._
zur Diagnose einer mittelgradigen depressiven Episode (ICD-10: F32.1) gelangt, zumal er einen unauffälligen Be
fund erhoben hatte (
Urk.
6 S.
21; vgl. auch
Urk.
15 S.
2). Ebenso wenig ist die Diagnose einer kombinierten Persönlichkeitsstörung (ICD-10:
F61.0) plausibel, welche primär mit den aktuellen Befunden der testpsychologischen Abklärung begründet wird (
Urk.
6 S.
29).
Bei den durchgeführten Testungen
handelt es sich um projektive Verfahren, welche im Rahmen einer psychoanalytischen Be
hand
lung durchaus hilfreich sind, aber nicht die Diagnose einer
Persönlich
keits
störung
nach ICD oder DSM ermöglichen (
Urk.
15 S. 2). Darüber hinaus ist zu bemerken, dass die bisher behandelnden Personen, welche den Beschwerde
füh
rer über
einen
längeren Zeitraum erlebten,
wenn überhaupt etwas in diese
Rich
tung, dann
lediglich akzentuierte Persönlichkeitszüge feststellten (
Urk.
10/27/1
, 10/27/9, 10/27/12
und
10/50/2
; vgl. auch
Urk.
15 S.
2).
Insbesondere leuchtet die gestellte Diagnose einer Persönlichkeitsstörung insoweit nicht ohne
W
eiteres
ein, als sich eine solche Störung dadurch auszeichnet, dass sie in der Kindheit oder Jugend auftritt und bis ins Erwachsenenalter andauert (vgl. das Urteil des Bundesgerichts I 736/05 vom
9.
Februar 2006 E. 5.1 mit Hinweisen). In der Ver
gangenheit des Beschwerdeführers lassen sich hierfür jedoch keinerlei
konkrete
Anhaltspunkte finden. Ebenso wenig sind
bis zum Jahr 2012
Einschränkungen im Erwerbsleben ersichtlich
(vgl.
Urk.
10/6 und 10/29)
.
Das Gutachten von
Dr.
B._
überzeugt somit nicht und ist insbesondere nicht geeignet, das p
sy
chiatrische Gutachten vom 20.
Dezember 2013 zu erschüttern. Dieses wurde
in Kenntnis der medizinischen
Vorakten
erstellt und
berücksichtigt
die vom Be
schwer
deführer geklagten Beschwerden angemessen.
Es
erfüllt sämtliche von der Rechtsprechung statuierten Anforderungen an ein medizinisches Gutachten (vgl. BGE 134 V 231 E.
5a und 125 V 351 E. 3a).
Es ist daher nicht zu beanstan
den
, dass die Beschwerdegegnerin
darauf abgestellt hat.
5.4
Als Zwischenergebnis ist folglich festzuhalten, dass der Beschwerdeführer spä
testens ab dem Zeitpunkt seiner Begutachtung vom 1
8.
November 2013 wie
der vollständig arbeitsfähig war
und in seiner angestammten Tätigkeit als
Se
nior
Solution Consultant
ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen erzie
len konnte
. Er war weder invalid noch von Invalidität bedroht.
Gemäss dem im Beschwerdeverfahren neu eingereichten Bericht der Psychiatri
schen Tagesklinik der
M._
in
N._
vom 1
6.
September 2014 (
Urk.
3/5) wurde der Beschwerdeführer ab dem 1
5.
Juli 2014 wegen einer depressive
n
Epi
sode
(ICD-10: F32.1) und akzentuierten Persönlichkeitszügen mit zwanghaft ver
meidenden und narzi
s
stischen Zügen (ICD-10: Z73.1) behandelt und als zu 80
%
arbeitsunfähig beurteilt.
Selbst wenn auf diese Angaben abzustellen wäre, so
wären sie hier unbeachtlich, da die zur Diskussion stehende Verschlechterung des
psychischen Gesundheitszus
tandes und der Erwerbsfähigkeit, sofern über
haupt invaliditätsrelevant, lediglich die einjährige Wartezeit im Sinne von
Art.
28
Abs.
1
lit
. c IVG neu eröf
fnet hätte
(vgl. Art. 29
ter
der Verordnung über die In
va
lidenversicherung; IVV).
Dementsprechend
hat die Beschwerdegegnerin
ein
en
Leistungsanspruch ab März 2014 bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 26. August 2014 zu Recht verneint.
5.5
Im Hinblick auf den noch zur Diskussion stehenden Rentenanspruch ab 1. August 2013 bis Ende Februar 2014
bleibt zu prüfen,
wie sich der Gesund
heitszustand
und die Arbeitsfähigkeit
des Beschwerdeführers zwischen August 2012 und der gutachterlichen Untersuchung vom 18. November 2013 präsen
tierte
n
.
Dabei steht fest, dass die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers ab dem
1.
August 2013
aus
physischen Gründen nicht
mehr
beeinträchtigt war (vgl. E.
5.2 hiervor).
Die Herzbeschwerden hatten gemäss den Angaben des Beschwer
deführers Ende Dezember 2012 begonnen (
Urk.
6 S. 15) und
waren
erst
ab
Feb
ru
ar 2013
durch echtzeitliche
Arztberichte dokumentiert
worden
(Urk. 10/12/12
).
Es ist daher massgebend, wie sich die psychische
Gesundheits
situation
ent
wickelte.
Das vom Krankentaggeldversicherer in Auftrag gegebene psychiatrische Gut
ach
ten vom 2
0.
Dezember 2013
(
Urk.
10/4/9)
äussert sich
– aufgrund der be
schrän
k
ten Fragestellung
(
Urk.
10/33)
– nicht detailliert zum
retrospektiven
Verlauf des psychischen Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit im hier noch rele
vanten Zeitraum (
Urk.
10/40/9).
Es enthält insbesondere auch keine Stellung
nahme zu den von den behandelnden Ärzten erhobenen Befunden und den daraus gezogenen Schlussfolgerungen bezüglich der Arbeitsfähigkeit
(vgl. auch
Urk.
1 S. 10 und 6 S. 33)
.
Damit lässt sich der noch strittige Sachverhalt
folglich
nicht beurteilen.
Auf das vom Beschwerdeführer
eingereichte Gutachten von Dr.
B._
kann nicht abgestellt werden, da dieses inhaltlich nicht überzeugt (vgl. E. 5.3 hiervor).
Darüber hinaus liegen lediglich Berichte der damals behandelnden Ärzte vor. Von
Dr.
H._
von der Privatklinik
G._
wird vom 2
7.
Juli bis zum
31.
August 2013
wegen einer mittelgradigen depressive
n
Episode (ICD-10: F32.1
)
und akzentuierte
n
Persönlichkeitszügen, zwanghaft, vermeidend, (ICD-10: Z73.1)
eine
100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert (
Urk.
10/27/1, 10/27/4, 10/27/9 und
10/27/11).
Überdies wird im Abschlussbericht vom
2.
Oktober 2013, welcher mit dem Gutachten von
Dr.
B._
vom
8.
Oktober 2014 neu eingereicht wurde (vgl.
Urk.
6)
,
wegen der erwähnten Diagnosen eine vom 27. Juli bis zum 3
1.
Oktober 2013 dauernde Arbeitsunfähigkeit von 100
%
bestätigt.
Pract
. med.
J._
und
Dr.
K._
vom Sozialpsychiatrischen Dienst des Kantons
L._
,
die
den Be
schwerdeführer ab dem 1
1.
Oktober 2013 ambulant behandelten, beurteilten
ihn
in
ihrem Bericht vom 1
8.
Februar 2014 (
Urk.
10/50)
wegen
eine
r
mittelgradig
en
de
pressive
n
Episode nach Burnout und Mobbingsituation am Arbeitsplatz (ICD-10:
F32.11), bestehend seit etwa dem Jahr 2012, und eine
r
kombinierte
n
Per
sönlichkeitsakzentuierung
,
anankastisch
, vermeidend, narzi
s
stisch (ICD-10: Z73.1
)
vom
11. Oktober 2013
bis zum 31.
Januar 2014
zu
100
%
und ab
dem
1.
Febru
ar
2014 zu
8
0
%
arbeits
un
fähig (
Urk.
10/50/3).
Selbst wenn man auf die
erwähnten
Berichte
der behandelnden Ärzte
abstellen könnte, so wäre wiederum zu beachten, dass akzentuierte Persönlichkeitszüge keinen rechtserheblichen Gesundheitsschaden darstellen (vgl. die Urteile des
Bun
desgerichts 8C_897/2013 vom 18. Februar 2014 E. 3.9 und 9C_537/2011 vom
2
8.
Juni 2012 E. 3.3, je mit Hinweisen).
Überdies kommt nach der gelten
den Rechtsprechung einer leicht- bis mittelgradigen depressiven Symptomatik regel
mässig keine invalidisierende Wirkung zu. Ausnahmen sind zwar nicht aus
ge
schlossen (Urteil des Bundegerichts 8C_801/2014 vom
1.
April 2014 E. 3.5 mit
Hinweisen).
Für die Annahme einer solchen besteht vorliegend
jedoch
kein
Raum
,
da
p
ract
. med.
J._
am 16.
September 2014 gegenüber
Dr.
B._
aus
drücklich
erklärte
, die Persönlichkeitsstörung (gemeint wohl:
Persönlichkeitsak
zentu
ierung
)
habe im V
ordergrund gestanden (
Urk.
6 S.
18).
Auch die
Berichte der Privat
klinik
G._
betreffend den Status am 2
9.
Juli 2013 und den Verlauf bis zum Austritt am 1
8.
August 2013
enthalten lediglich Hinweise auf eine
leichte
depressive Symptomatik, während die
beim Beschwerdeführer beo
bachtete
Per
sönlichkeitsstruktur detaillierter e
rörtert wird (vgl.
Urk.
10/27/4 und 10/27/10
)
.
Es ist deshalb nicht
einmal
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, dass die mittelgradige depressive Episode allein eine Arbeitsunfähigkeit verursacht hat.
Insbesondere ist
sämtlichen
Berichten
für die Zeit ab dem 2
7.
Juli 2013
bis Ende Februar 2014 nichts
zu entnehmen, weswegen die mit
telgradige depressive Episode als invalidisierendes Leiden zu qualifizieren wäre,
das
die Erwerbs
fähig
keit des Beschwerdeführers in invaliditätsrelevanter Weise beeinträchtigte.
Ab dem Zeitpunkt des
frühest
möglichen Rentenbeginns lag kein
invaliditäts
rele
vanter
Gesundheitschaden
mehr vor.
Unter diesen Umstän
den ist auch nicht
näher zu prüfen, inwiefern psychosoziale und soziokulturelle
Belastungsfak
to
ren
,
namentlich der gescheiterte Arbeitsversuch in
I._
,
die per Ende Oktober 2013 ausgesprochene Kündigung der Arbeitgeberin
und
die
unbefriedigende
Wohnsituation
(vgl.
Urk.
10/27/3
und
10/27/9
),
in die Be
urteilung der attestier
ten Arbeitsunfähigkeit
während des fraglichen Zeitraumes
einflossen.
5.6
Zusammenfassend ergibt sich somit, dass die Beschwerdegegnerin auch für die
Zeit vom 1. August 2013 bis Ende Februar 2014 zu Recht einen
Leistungsan
spruch
verneint hat. Dies
führt zur Abweisung der Beschwerde.
6.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem
Verfahrens
aufwand
und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 1‘000.-- festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 800.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem unterliegenden Beschwerde
führer aufzuerlegen.