Decision ID: 2b9bf76c-dca1-5e2f-9b1f-a5fc87a017f0
Year: 2009
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Der Beschwerdeführer, ein afghanischer Staatsangehöriger  Ethnie und sunnitischen Glaubens mit letztem Wohnsitz in B._, verliess seinen Heimatstaat eigenen Angaben zufolge im (...) 2006 und gelangte über Pakistan, Qatar und ein ihm unbekanntes Transitland am 27. Dezember 2006 in die Schweiz, wo er am 28.  2006 um Asyl nachsuchte. Die summarische Erstbefragung im C._ fand am 29. Januar 2007 und die direkte Bundesanhörung am 5. Februar 2007 statt.
Zur Begründung seines Asylgesuches machte der Beschwerdeführer geltend, er sei (...) gewesen. Im Jahre 1992 seien sein Vater und sein Bruder umgebracht und das Mietshaus, welches er in D._  habe, niedergebrannt worden. Er sei daraufhin mit Ehefrau und Kind nach Pakistan geflohen, wo er die nächsten (...) Jahre zusammen mit seiner Familie verbracht habe. Im (...) sei die ganze Familie nach Afghanistan zurückgekehrt, und er habe beim (...) um Arbeit angefragt. Dieses habe ihn aufgrund seiner beruflichen Erfahrung für eine Stelle in der (...) beziehungsweise (...), welche für den Einzug gehorteter Waffen zuständig seien, empfohlen; in der Folge habe er unter seinem Vorgesetzten E._ in D._ beziehungsweise in F._, für welche Provinz er zuständig gewesen sei, gearbeitet. Zirka am (...) habe ihn ein Freund, welcher für G._ in F._ arbeite, , dass letzterer Waffen versteckt halte. Diese Information habe er unmittelbar und schriftlich an seinen Vorgesetzten weitergeleitet, worauf (...) G._ zur Abgabe von (...) Waffen gezwungen hätten. Sein Freund habe ihm dann mitgeteilt, dass G._ ihn für diese Aktion verantwortlich mache und deshalb vorhabe, ihn umzubringen. Er sei deshalb zu seinem Vorgesetzten gegangen, welcher ihm eine Krankenbescheinigung ausgestellt habe, anschliessend sei er zu  Familie nach B._ gereist. (...) später habe er sein  verlassen.
B. Mit Verfügung vom 21. Februar 2007, welche dem Beschwerdeführer gleichentags eröffnet wurde, stellte das Bundesamt fest, die  des Beschwerdeführers würden den Anforderungen an die  gemäss Art. 7 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG,
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SR 142.31) nicht standhalten, lehnte das Asylgesuch ab und ordnete die Wegweisung aus der Schweiz und den Vollzug an.
C. Mit Rechtsmitteleingabe vom 20. März 2007 beantragte der  beim Bundesverwaltungsgericht die Aufhebung der  Verfügung, die Feststellung der Flüchtlingseigenschaft und die Asylgewährung, eventualiter das Absehen vom Wegweisungsvollzug und die vorläufige Aufnahme. In prozessualer Hinsicht stellte er ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege.
D. Mit Zwischenverfügung vom 29. März 2007 verzichtete der  auf die Erhebung eines Kostenvorschusses und hiess das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das  (VwVG, SR 172.021) gut, wobei der Beschwerdeführer  wurde, eine Fürsorgebestätigung nachzureichen, da eine solche in der Rechtsmitteleingabe zwar als Beilage aufgeführt war, indessen nicht beilag.
E. Das Bundesamt hielt in der Vernehmlassung vom 18. April 2007 an seiner Verfügung fest und beantragte die Abweisung der Beschwerde. Diese Stellungnahme wurde dem Beschwerdeführer mit  vom 31. Mai 2007 zur Kenntnis gebracht.
F. Mit Eingaben vom 3. und 25. April 2008 ersuchte der  um Auskunft betreffend den Stand des Verfahrens sowie um  desselben.
G. Mit Schreiben vom 18. Juli 2008 liess das H._ dem  auf Ersuchen des Beschwerdeführers einen Brief der Tochter aus B._ samt Übersetzung zukommen.
H. Am 30. September 2008 ging ein weiteres Schreiben des  beim Bundesverwaltungsgericht ein, in welchem er erneut um einen positiven Entscheid in naher Zukunft bat und einen weiteren Brief seiner Tochter samt Übersetzung einreichte.
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I. Mit Eingabe vom (...) reichte der Beschwerdeführer einen dritten Brief seiner Tochter samt Übersetzung und zwei Familienfotos sowie einen afghanischen Zeitungsartikel über die Tötung seines (...) ein.
J. Bezugnehmend auf die Zwischenverfügung vom 29. März 2007  das Bundesverwaltungsgericht den Beschwerdeführer mit  vom 2. März 2009 erneut auf, innert Frist eine  nachzureichen, ansonsten vorbehalten werde, ihm die  bei allfällig negativem Verfahrensausgang aufzuerlegen.
K. Die dem Beschwerdeführer angesetzte Frist zur Einreichung einer  verstrich ungenutzt.
L. Mit Brief vom 2. April 2009 erklärte der Beschwerdeführer, er habe vor etwa fünf Monaten eine Arbeitsstelle angetreten, doch reiche sein  nur gerade für die Bestreitung seines Lebensunterhaltes aus. Als Beleg legte er eine Kopie seiner letzten Lohnabrechnung bei.
M. Am 15. April 2009 ging ein weiteres Schreiben des Beschwerdeführers ein, in welchem er noch einmal um eine beschleunigte Behandlung seines Verfahrens und um einen positiven Entscheid bat.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17.  2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht  gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende  im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das  ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden  und entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17.  2005 [BGG, SR 173.110]).
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1.2 Der Beschwerdeführer ist durch die angefochtene Verfügung  berührt, hat ein schutzwürdiges Interesse an deren  beziehungsweise Änderung und ist daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist  (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG).
1.3 Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die  oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen  und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
2. 2.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl. Als Flüchtling wird eine ausländische Person , wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu  bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen  ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung von Leib, Leben oder Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken; den frauenspezifischen Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen (Art. 3 AsylG).
2.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft  oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender  für gegeben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich  sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG).
3. 3.1 Die Vorinstanz führte zur Begründung ihres ablehnenden  aus, dass die Glaubhaftigkeit der Vorbringen des  aus verschiedenen Gründen nicht gegeben sei. So habe er zum Beispiel nicht ansatzweise ausführlich und eingehend über seine Tätigkeit (...) berichten können und auch seine Ausführungen im  mit der erzwungenen Waffenabgabe hätten sich auf  und knappe, vage Schilderungen beschränkt, die in die-
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ser Form von einer beliebigen Person hätten nacherzählt werden . Weiter habe er nicht angeben können, wofür die Abkürzungen (...) stehen würden, obwohl er nach eigenen Angaben von (...) bis zirka (...) für diese (...) tätig gewesen sein wolle. Zudem habe er auch nichts über G._ erzählen können, obwohl er während Monaten  mit ihm gesprochen habe und ausschliesslich damit beschäftigt  sein wolle, diesen sowie (...) von der Notwendigkeit der  zu überzeugen.
Zu den am 12. Februar 2007 eingereichten Beweismitteln (ein  sowie eine Krankheitsbescheinigung) führte die Vorinstanz aus, dass diese untauglich seien, weil sie den  Sachverhalt nicht glaubhaft machen könnten, im Gegenteil würden sie die Zweifel an der Glaubhaftigkeit der Vorbringen des  verstärken. So habe dieser anlässlich der Bundesanhörung vom 5. Februar 2007 ausgesagt, er habe während seines Aufenthaltes in Pakistan und auch danach in Afghanistan nie ein  besessen, jedoch habe seine Familie auf seine Bitte hin nun eine neue Identitätskarte beantragt, welche vor zwei Wochen in B._ ausgestellt worden sei. Das Ausstellungsdatum des abgegebenen -Identitätsdokumentes datiere im Widerspruch zu den Aussagen des Beschwerdeführers jedoch vom (...) 2004. Irritierend sei zudem, dass auf dem Formular die unter der Taliban-Regierung verwendete Staatsbezeichnung benutzt werde, obwohl die Taliban zu diesem  längst entmachtet gewesen seien. Im Übrigen wolle der  erst rund zwei Jahre später nach Afghanistan  sein. Bezüglich der nachgereichten Krankheitsbescheinigung, welche schon an sich nicht geeignet sei, die vorgebrachte  zu belegen, müsse ebenfalls ein Abweichen von den  des Beschwerdeführers festgestellt werden. So habe er , sein Vorgesetzter, E._, habe ihm die  ausgestellt, nachdem er diesen etwa am (..) über seine  Situation in Kenntnis gesetzt habe. Das abgegebene Schreiben datiere jedoch - erstaunlicherweise im gregorianischen  vom (..) und sei von I._ unterzeichnet.
Weiter habe der Beschwerdeführer Ausführungen gemacht, welche der allgemeinen Erfahrung und der Logik widersprechen würden. So wolle er nach (...) Jahren Landesabwesenheit ohne jegliches  nach Afghanistan zurückgekehrt sein, dort auf dem (...)  haben und umgehend für die Tätigkeit in (...) beziehungswei-
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se (...) empfohlen worden sein. Aufgrund der angegebenen beruflichen Qualifikation und (...) seien seine Aussagen, sich auch während des erneuten Aufenthaltes im Heimatland nicht um die Ausstellung eines Identitätsdokumentes bemüht und im Rahmen seiner Tätigkeit (...) nie einen Ausweis oder eine schriftliche Legitimation erhalten zu haben, unrealistisch, zumal er seine Funktion in Zivil ausgeübt haben wolle. Auch dass es während der zirka (...) Tätigkeit (...) kein anderes  Ereignis gegeben haben solle, als dasjenige, bei welchem G._ zur Waffenabgabe gezwungen worden sei, sei  realitätsfremd.
Des Weiteren habe sich der Beschwerdeführer in Widersprüche , indem er bei der Erstbefragung angegeben habe, (...) sei  in (...) umbenannt worden; anlässlich der Bundesanhörung habe er genau das Gegenteil ausgesagt. Er habe sich auch bei der  widersprochen, indem er zunächst zu Protokoll gegeben habe, sein Freund sei in die Gruppe von G._ eingeschleust worden, um gleich darauf vorzubringen, dieser sei schon Mitglied der Gruppe gewesen. Schliesslich seien auch die Aussagen zum Arbeitsort  abgewichen, indem er bei der Erstbefragung angegeben habe, in D._ tätig gewesen zu sein, im Unterschied dazu aber bei der Bundesanhörung ausgesagt habe, in F._ gewesen zu sein.
Bezüglich des Wegweisungsvollzuges würden sich aus den Akten  Anhaltspunkte dafür ergeben, dass dem Beschwerdeführer im Falle einer Rückkehr in den Heimatstaat mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit eine durch Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101)  Strafe oder Behandlung drohe. Eine Rückführung nach Afghanistan werde grundsätzlich als zumutbar erachtet, da dort keine Situation  Gewalt herrsche. Zwar habe sich die Sicherheitslage in  Zeit verschlechtert, und es sei den Taliban gelungen, ihre  zu verstärken und den Einfluss insbesondere auf Gebiete in der südlichen und südöstlichen Landeshälfte sowie auf einzelne Distrikte im Norden auszudehnen. Gleichzeitig komme auch der Aufbau der  Nationalarmee und der Polizeikräfte nur schleppend voran und das Entwaffnungsprogramm stagniere. Dennoch könne nicht von einer konkreten Gefährdung der Bevölkerung in Afghanistan im Sinne von Art. 14a Abs. 4 des Bundesgesetzes vom 26. März 1931 über  und Niederlassung der Ausländer (ANAG, BS 1 121)  werden. Gegen die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs
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würden auch keine individuellen Gründe sprechen. Namentlich handle es sich beim Beschwerdeführer gemäss eigenen Angaben um (...), welcher in Pakistan zudem viele Jahre Berufserfahrung als Händler gesammelt habe. Seine Ehefrau und die fünf Kinder würden in der Stadt B._ leben und sein Schwager, welcher ihm auch einen Teil des Geldes für die Ausreise vorgestreckt habe, betreibe in dieser Stadt einen Autohandel. Bei dieser Ausgangslage sei es dem  möglich, sich bei der Rückkehr in die Heimat eine neue Existenz aufzubauen. Da er angegeben habe, das Land erst vor kurzem verlassen zu haben, gebe es keinerlei Anhaltspunkte für eine erschwerte Integration bei einer Rückkehr. Dem Beschwerdeführer  es zudem auch offen, sich im Sinne einer Wohnsitzalternative in D._ niederzulassen, wo er bis zum Antritt seiner Reise nach Europa zirka neun Monate lang gelebt habe. Ausserdem sei der  der Wegweisung technisch möglich und praktisch durchführbar.
3.2 In der Beschwerde hält der Beschwerdeführer der Argumentation der Vorinstanz Folgendes entgegen: Es treffe zu, dass er nicht alle Fragen habe beantworten können, was aber damit zusammenhänge, dass er nur für kurze Zeit wieder in Afghanistan gelebt und nur wenige Monate für (...) gearbeitet habe. Letztere Abkürzung habe er deshalb nicht benennen können, weil man jeweils nur in dieser Form über (...) gesprochen habe. Was die eingereichte Krankenbescheinigung , so sei es durchaus üblich, dass Daten im gregorianischen Kalender angegeben würden. I._, welcher sich meist im Büro  habe und eine ähnliche Stellung wie E._ innehabe, habe das Dokument wohl in dessen Auftrag geschrieben. Weshalb auf dem eingereichten Identitätsdokument das Ausstellungsdatum (...) 2004 stehe, könne er auch nicht erklären. Dass er sich ohne Identitätspapier in Afghanistan bewegt und auch keinen Arbeitsausweis besessen habe, sei keineswegs realitätsfremd. Dort sei es normal, ohne Ausweis zu leben und zu reisen. Das BFM habe in Bezug auf die Prüfung der Glaubwürdigkeit falsche Massstäbe angelegt. Seine geltend gemachte Verfolgung entspreche der Wahrheit und sei asylrelevant. Eine  sei aufgrund der aktuellen Lage in Afghanistan nicht zumutbar.
4. 4.1 Wie bereits dargelegt muss, wer um Asyl nachsucht, die  zumindest glaubhaft machen (Art. 7 Abs. 1 AsylG). Glaubhaft gemacht ist die Flüchtlingseigenschaft, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben
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hält (Art. 7 Abs. 2 AsylG). Im Gegensatz zum strikten Beweis genügt es daher, wenn der Richter das Vorhandensein der zu beweisenden Tatsache für wahrscheinlich hält, selbst wenn er noch mit der  rechnet, dass sie sich nicht verwirklicht haben könnte (WALTER KÄLIN, Grundriss des Asylverfahrens, Basel 1990, S. 302 f.). Die  Schilderung einer tatsächlichen Verfolgung ist dabei durch Korrektheit, Originalität, hinreichende Präzision und innere Übereinstimmung gekennzeichnet (vgl. Entscheidungen und  der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 1996 Nr. 28 S. 270). Unglaubhaft wird eine Schilderung von Erlebnissen  bei wechselnden, widersprüchlichen, gesteigerten oder  Vorbringen. Bei der Beurteilung der Glaubhaftmachung geht es um eine Gesamtbeurteilung aller Elemente (Übereinstimmung bezüglich des wesentlichen Sachverhaltes, Substanziiertheit und  der Angaben, persönliche Glaubwürdigkeit etc.), die für oder gegen den Beschwerdeführer sprechen. Glaubhaft ist eine  nur, wenn die positiven Elemente überwiegen. Für die Glaubhaftmachung reicht es demnach nicht aus, wenn der Inhalt der Vorbringen zwar möglich ist, aber in Würdigung der gesamten Aspekte wesentliche und überwiegende Umstände gegen die vorgebrachte Sachverhaltsdarstellung sprechen.
4.2 Es ist mit der Vorinstanz einig zu gehen, dass die Aussagen des Beschwerdeführers bezüglich der geltend gemachten Tätigkeit (...)  vage und detailarm ausgefallen sind. Obwohl er angab,  der zirka (...) Monate nur eine einzige Waffenabgabe erlebt zu haben, dies mithin also ein prägendes Ereignis darstellen müsste, war er nicht in der Lage, das Datum zu nennen und den Ablauf der Aktion sowie das konkrete Vorgehen zu schildern. Auf die Aufforderung,  über G._ zu erzählen, führte der Beschwerdeführer nur aus, dieser sei (...). Mehr wusste er nicht zu berichten, und dies  seine einzige Aufgabe während all der Monate darin bestanden haben soll, G._ sowie (...) von der Waffenabgabe zu , und er nach eigenen Angaben ständig mit ihm im Gespräch  haben will.
Der Beschwerdeführer verstrickte sich zudem mehrfach in . So sagte er bei der Erstbefragung zunächst aus, vor und nach dem mehrjährigen Aufenthalt in Pakistan an derselben Adresse in B._ gewohnt zu haben. Wenig später antwortete er auf die , wo sich sein (...) befinde, er habe alles, was er besessen habe, bei
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einem Hausbrand im Jahre 1992, also vor der Flucht nach Pakistan, verloren. Auf den Widerspruch aufmerksam gemacht, erklärte er,  in D._ gewohnt zu haben und nach dem Brand des Miethauses nach Pakistan geflohen zu sein. Auch bezüglich des  der Rückkehr aus Pakistan nach Afghanistan und der  aus Afghanistan gehen die anlässlich der Erstbefragung gemachten Angaben auseinander. So will der Beschwerdeführer einerseits bis am (...) in Pakistan gelebt und sein Heimatland am (..) verlassen haben, anderseits von (...) bis (...) in B._ gewesen sein. Bei der  wiederum gab er an, sein Heimatland letztmals am (...) verlassen zu haben.
Insgesamt enthält die Schilderung des Beschwerdeführers mehrere  Elemente, welche die erheblichen Zweifel an der  der Aussagen noch verstärken. So will er einerseits als  Ermittler tätig gewesen sein, anderseits jedoch offen mit G._ über die Waffenabgabe gesprochen haben. Weiter will er für seine Tätigkeit keinen Ausweis erhalten haben und jeweils in Zivil unterwegs gewesen sein; ein Legitimationspapier soll er deshalb nicht benötigt haben, weil sein Vorgesetzter alle (...) in sein Büro eingeladen und ihn dabei vorgestellt habe. Ebenfalls realitätsfremd mutet an, dass ein Mitarbeiter von G._ seinen Arbeitgeber für den , welchen er gerade Mal einige Monate kannte, ohne  Gegenleistung verrät und damit ein grosses Risiko auf sich nimmt.
Aufgrund obiger Ausführungen gelangt das Gericht zum Schluss, dass die Vorbringen des Beschwerdeführers unglaubhaft sind und die  das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat. Zur Vermeidung von Wiederholungen, insbesondere bezüglich der Ungereimtheiten im  mit der Krankheitsbescheinigung und dem Ersatz-, wird auf die im Asylpunkt zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen.
An dieser Einschätzung können auch die anlässlich des  eingereichten Briefe der Familie des Beschwerdeführers nichts ändern, weil die darin jeweils geschilderte schwierige  auf die allgemeine, unsichere Lage in B._  ist und die Gewaltsituationen mangels Zielgerichtetheit keinen Asylgrund darstellen.
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5. 5.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der  der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG).
5.2 Der Beschwerdeführer verfügt weder über eine  Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung  solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (Art. 44 Abs. 1 AsylG; EMARK 2001 Nr. 21).
6. 6.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich, so regelt das Bundesamt das  nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige  von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des  vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]).
6.2 Die vorstehend erwähnten Bedingungen für einen Verzicht auf den Vollzug der Wegweisung (Unzulässigkeit, Unzumutbarkeit, ) sind alternativer Natur. Sobald eine von ihnen erfüllt ist, ist der  der Wegweisung als undurchführbar zu betrachten und die  Aufnahme zu gewähren (vgl. EMARK 2006 Nr. 6 E. 4.2. S. 54 f.).
6.3 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder  auf Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung festgestellt, ist - unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AuG - die vorläufige Aufnahme zu gewähren (vgl.  zum Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer vom 8. März 2002, BBl 2002 3818).
6.3.1 Die Asylrekurskommission (ARK) äusserte sich in EMARK 2003 Nr. 10 und 30 eingehend zur Lage in Kabul und stellte die  zwischen der Stadt Kabul und anderen Regionen Afghanistans dar. Infolge der vergleichsweise günstigeren Situation erachtete sie den Wegweisungsvollzug nach Kabul unter bestimmten strengen , insbesondere einem tragfähigen Beziehungsnetz und einer gesicherten Wohnsituation, als zumutbar. In ihrem Urteil vom 24. Janu-
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ar 2006 (EMARK 2006 Nr. 9) bestätigte und ergänzte die ARK ihre Rechtsprechung aus dem Jahr 2003. Zusätzlich zu Kabul und immer noch unter den in EMARK 2003 Nr. 10 genannten einschränkenden Voraussetzungen, erachtete sie den Wegweisungsvollzug in jene  Afghanistans als grundsätzlich zumutbar, in welchen seit 2004 keine signifikanten militärischen Aktivitäten stattgefunden hatten oder die keiner dauernden Unsicherheit ausgesetzt waren. Diese  erfüllten zu dieser Zeit die Provinzen Parwan, Baghlan, Takhar, Badakhshan, Kunduz, Balkh, Sari Pul, Herat und die Gegend von , die nicht zum Hazarajat zu zählen ist. Was die östlichen,  und südöstlichen Provinzen anbelangt, wurde in EMARK 2006 Nr. 9 bestätigt, dass ein Wegweisungsvollzug aufgrund der  Gewaltsituation weiterhin als unzumutbar zu betrachten ist. Das Bundesverwaltungsgericht stellt vorliegend auf diese Urteile ab.
6.3.2 Der Beschwerdeführer gibt an, aus der Stadt B._ zu stammen. Das BFM hat an den entsprechenden Herkunftsangaben nicht gezweifelt und auch aus den Akten ergeben sich keine  Hinweise. Der Beschwerdeführer hat dem  drei Briefe seiner Familie eingereicht, in welchen von der  Situation in B._ berichtet wird. Die jeweils beigelegten Originalkuverts enthalten den Stempel von B._. Es ist daher davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer tatsächlich aus der angegebenen Region stammt und seine Familie dort zurückgelassen hat. Da B._ gemäss der vorgenannten Rechtsprechung (...) nicht zu denjenigen Gebieten gehört, in welche ein Vollzug allenfalls als zumutbar erscheint, und die jüngste Entwicklung vor Ort jedenfalls nicht dazu geeignet ist, eine günstige Beurteilung der Lage  vorzunehmen, ist entsprechend von der Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges in die Herkunftsregion des Beschwerdeführers auszugehen.
6.3.3 Es ist daher zu fragen, ob sich der Beschwerdeführer, wie von der Vorinstanz erwogen, im Sinne einer innerstaatlichen  auch in D._ niederlassen könnte. Die Anerkennung einer zumutbaren innerstaatlichen Aufenthaltsalternative setzt insbesondere die Existenz eines tragfähigen Familien- oder Beziehungsnetzes sowie eine gesicherte Wohnsituation in dieser Region voraus. Mithin ist bei der Beurteilung der individuellen Zumutbarkeitskriterien eine  Beurteilung angezeigt (vgl. EMARK 2003 Nr. 30 E. 7b S. 193 f.).
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Die Vorinstanz leitet die Zumutbarkeit der innerstaatlichen  allein aus der Aussage des Beschwerdeführers ab, vor  Ausreise nach Europa arbeitsbedingt etwa (...) Monate in D._ gewohnt zu haben. Sie geht davon aus, dass diese Zeit ausgereicht habe, um sich ein hilfreiches und für einen Neuanfang  Beziehungsnetz aufzubauen.
Dieser Einschätzung der Vorinstanz kann nicht gefolgt werden. Wie  dargelegt, befinden sich die Ehefrau sowie die fünf Kinder des Beschwerdeführers in B._. Die während des  eingereichten Briefe des Beschwerdeführers machen deutlich, dass die Familie noch intakt ist, weshalb D._ nur dann eine  darstellen würde, wenn sich dort die ganze Familie eine neue Existenzgrundlage aufbauen könnte. Aus den Akten geht  weder hervor, dass der Beschwerdeführer in D._  Angehörige oder Bekannte hat, noch dass er für sich,  denn für seine ganze Familie, über eine gesicherte  verfügt. Damit sind die Voraussetzungen für die Annahme einer innerstaatlichen Aufenthaltsalternative nicht gegeben.
6.3.4 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich der Vollzug der Wegweisung angesichts der gesamten Umstände - der bisherigen  entsprechend - als unzumutbar erweist. Die Voraussetzungen für die Gewährung der vorläufigen Aufnahme sind damit erfüllt, liegt schliesslich doch auch kein Ausschlussgrund im Sinne von Art. 83 Abs. 7 AuG vor.
7. Die Beschwerde ist nach dem Gesagten bezüglich der  der Flüchtlingseigenschaft und der Verweigerung des Asyls  der Anordnung der Wegweisung abzuweisen. Betreffend die  des Wegweisungsvollzugs ist die Beschwerde demgegenüber gutzuheissen. Die Ziffern 4 (Verlassen der Schweiz) und 5 ( durch den Kt. J._) des Dispositivs der Verfügung des BFM vom 21. Februar 2007 sind aufzuheben und das Bundesamt ist anzuweisen, den Beschwerdeführer vorläufig aufzunehmen (vgl. Art. 44 Abs. 2 AsylG und Art. 83 Abs. 4 AuG).
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8. 8.1 Weil der Beschwerdeführer die angesetzte Frist zur Einreichung einer Fürsorgebestätigung unbenutzt verstreichen liess, ist sein  um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege mangels  Bedürftigkeit wiedererwägungsweise und in Aufhebung der Ziffer 2 des Dispositivs der Zwischenverfügung vom 29. März 2007 . An dieser Beurteilung vermag auch die verspätete Eingabe des Beschwerdeführers vom 2. April 2009 nichts zu ändern, da  ein monatliches Netto-Einkommen von Fr. (...) ausgewiesen ist und die Verfahrenskosten verhältnismässig gering sind. Aufgrund des  teilweisen Unterliegens sind dem Beschwerdeführer nämlich  nur die um die Hälfte reduzierten Verfahrenskosten von Fr. 300.- aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 und Abs. 5 VwVG i.V.m. Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG und Art. 1-3 des Reglements vom 21.  2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem  [VGKE, SR 173.320.2]).
8.2 Gemäss Art. 64 Abs. 1 VwVG kann die Beschwerdeinstanz der ganz oder teilweise obsiegenden Partei von Amtes wegen oder auf Begehren eine Entschädigung für ihr erwachsene notwendige und  hohe Kosten zusprechen. Da der Beschwerdeführer  Rechtsvertretung mandatierte, ist nicht von solchen Kosten , weshalb die Entrichtung einer Parteientschädigung nicht in  kommt.
(Dispositiv nächste Seite)
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