Decision ID: f119ffe6-67ee-4e53-adf6-79ce69deb983
Year: 2017
Language: de
Court: GR_VG
Chamber: GR_VG_003
Canton: GR
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: social_law

Rentenzusprechung sei, wobei der Sachverhalt bis zum Verfügungserlass
am 14. Dezember 2016 massgebend sei. Entgegen der Behauptung des
Beschwerdeführers habe sie sehr wohl neue Arztberichte berücksichtigt.
Die von der Hochgebirgsklinik Davos am 10. und 20. August 2015, nach
der Lungenoperation am 13. Juli 2015 durchgeführten
Bodyplethysmographien hätten im Vergleich zur früheren Begutachtung
vom 9. Januar 2015 (FEV1-Wert von 28 % vom Sollwert) höhere FEV-1-
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Werte von 35 % und 41 % ergeben. Insofern habe sich somit der
Gesundheitszustand des Beschwerdeführers nicht verändert. Aus den
Arztberichten des Kantonsspitals Graubünden vom 17. Oktober 2016, 30.
November 2016 und 13. Januar 2017 ergebe sich, dass der
Beschwerdeführer weiterhin rauche (20 Zigaretten pro Tag). Durch das
Aufgeben des Rauchens könnte er sein Wohlbefinden verbessern und
seiner Schadenminderungspflicht nachkommen.
7. In seiner Replik führte der Beschwerdeführer aus, dass im Bericht von Dr.
med. D._, Oberarzt der Pneumologie im Kantonsspital Graubünden,
bestätigt werde, dass bereits seine Ateminvalidität mehr als 51 % betrage.
Dazu kämen noch seine Diabetes und die zusätzlichen gesundheitlichen
Probleme. Der Bericht der Hochgebirgsklinik Davos sei irrelevant, da dort
in den 21 Tagen Reha-Aufenthalt keine Lungenfunktionstests
durchgeführt worden seien. Es sei sicher eine neue Untersuchung nötig,
da sich sein Gesundheitszustand ständig verschlechtere, was auch dem
Krankheitsverlauf von COPD entspreche. Nach dem letzten 7-tägigen
Aufenthalt im Kantonsspital habe er das Rauchen vollständig aufgegeben
(am 2. Januar 2017 aufgehört), was bisher jedoch nie ein Thema
gewesen sei. Ob dies etwas nütze, sei bei den Fachleuten umstritten, da
er sich auf der letzten Stufe von COPD Gold IV Stufe D befinde.
Gesamtschweizerisch akzeptierten die Invalidenanstalten für COPD Gold
III schon eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %. Auch der Gerichtsgutachter
Prof. Dr. C._ gehe bereits von COPD Gold IV Stufe D aus. Für die
Arbeitslosenkasse sei er schon seit dem Jahre 2011 nicht mehr
vermittelbar.
8. Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf die Einreichung einer Duplik, da
in der Replik keine neuen rechtserheblichen Vorbringen angeführt würden.
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9. In der Folge liess der Beschwerdeführer dem Gericht noch vier weitere
Schreiben zukommen, worin er sein Erstaunen über den Verzicht einer
Duplik durch die Beschwerdegegnerin kundtat, den Entzug des
Führerscheins aus gesundheitlichen Gründen mitteilte, alle Argumente
nochmals wiederholte - mit Hinweis auf die Unterstützung durch das
Sozialamt X._ mit Fr. 950.-- pro Monat, wovon er Fr. 700.-- seiner
Frau und seiner Tochter nach Kenia schicken würde. Die
Beschwerdegegnerin habe die viel zu tiefen Rentenzahlungen in Auftrag
gegeben, was in keiner Weise akzeptiert werden könne.
10. Diese Zusatzschreiben des Beschwerdeführers sind der
Beschwerdegegnerin zur Kenntnisnahme zugestellt worden, die darauf
nicht reagierte.
Auf die weiteren Vorbringen und Argumente der Parteien wird, soweit
erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:
1. a) Nach Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die
Invalidenversicherung (IVG; SR 831.29) sind Verfügungen der kantonalen
IV-Stellen direkt vor dem Versicherungsgericht am Ort der IV-Stelle
anfechtbar. Die Verfügung der IV-Stelle des Kantons Graubünden vom
14. Dezember 2016 stellt somit ein taugliches Anfechtungsobjekt für ein
Verfahren vor dem Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden dar. Die
sachliche Zuständigkeit ergibt sich aus Art. 57 des Bundesgesetzes über
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) in
Verbindung mit Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100). Als Adressat der strittigen
Verfügung ist der Beschwerdeführer berührt und weist ein schutzwürdiges
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Interesse an deren Aufhebung oder Änderung auf (Art. 59 ATSG). Auf die
im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist somit
einzutreten.
b) Beschwerdethema bildet vorliegend die Frage, ob die angefochtene
Verfügung bezüglich der Höhe der jeweils ermittelten Invaliditätsgrade (40
% für die Zeit von 1. Juni 2014 bis 31. März 2015 mit Anspruch auf
Viertelsrente, sowie 50 % ab 1. April 2015 bis dato mit Anspruch auf
halbe Rente) rechtens ist, oder ob ein höherer IV-Grad gerechtfertigt
gewesen wäre, da einerseits auf ein zu tiefes Jahreseinkommen als
Gesunder (Valideneinkommen) abgestellt und andererseits die
Verschlechterung des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers zu
wenig berücksichtigt wurde.
2. a) Anspruch auf eine Invalidenrente hat, wer im Sinne des Gesetzes invalid
ist. Bei erwerbstätigen Versicherten gilt als Invalidität die durch einen
körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheitsschaden
verursachte, voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde
Erwerbsunfähigkeit (Art. 1 IVG i.V.m. Art. 8 Abs. 1 ATSG), die die Folge
von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein kann (Art. 4 Abs. 1
IVG). Der rentenbegründende Invaliditätsgrad ist in diesem Fall aufgrund
eines Einkommens-vergleichs zu bestimmen (Art. 28a Abs. 1 IVG i.V.m.
Art. 16 ATSG). Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte
Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der
medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen
durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage
erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum
Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid
geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat
in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen
Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander
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gegenüber gestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der
Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des
Einkommensvergleiches; BGE 130 V 343 E.3.4.2, 128 V 29 E.1). Ein
rentenbegründender Invaliditätsgrad liegt vor, wenn eine versicherte
Person ihre Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare
Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern
kann, während mindestens eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch
durchschnittlich zu mindestens 40 % im bisherigen Beruf oder
Aufgabenbereich eingeschränkt gewesen ist und nach Ablauf dieses
Jahres zu mindestens 40 % invalid ist (Art. 28 Abs. 1 IVG). Sind diese
Voraussetzungen erfüllt, so steht der versicherten Person nach Ablauf
von sechs Monaten nach Geltendmachung des Anspruchs, frühestens im
Monat der Vollendung des 18. Altersjahrs (Art. 29 Abs. 1 IVG), bei einem
Invaliditätsgrad von mindestens 40 % eine Viertelsrente, bei einem
Invaliditätsgrad von mindestens 50 % eine halbe Rente, bei einem
Invaliditätsgrad von mindestens 60 % eine Dreiviertelsrente und bei
einem Invaliditätsgrad von 70 % eine ganze Rente zu (Art. 28 Abs. 2
IVG).
b) Strittig und zu klären ist vorliegend das Valideneinkommen. Während sich
der Beschwerdeführer auf ein solches von Fr. 72'000.-- (mit Verweis auf
VGU S 13 32) beruft, ist die Beschwerdegegnerin hier von einem tieferen
Jahreseinkommen als Gesunder von Fr. 60'582.-- ausgegangen (vgl.
beschwerdegegnerische Akten [Bg-act.] 160-36/47). Das streitberufene
Gericht hält dazu fest, dass der Beschwerdeführer bereits im früheren
Urteil S 14 87 die anfängliche Berücksichtigung eines höheren
Jahreseinkommens als Gesunder von Fr. 72'000.-- verlangte, die
Beschwerdegegnerin allerdings bereits damals klar auf ein
Valideneinkommen von Fr. 60'582.-- schloss (Bg-act. 182-2/4), was vom
Gericht als zutreffend erachtet und somit geschützt wurde (vgl. VGU S 14
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87 E.3a S. 16/17). Wörtlich und unmissverständlich wurde dort bereits
rechtsverbindlich erkannt:
"Im Gegensatz zu den Ausführungen des Beschwerdeführers, wonach laut Lohnausweis ein Einkommen von Fr. 72'000.-- nachgewiesen sei, können die Angaben der Beschwerdegegnerin aufgrund der Akten leicht verifiziert werden. Wie sowohl dem  der Sozialversicherungsanstalt (IV-act. 14/5) als auch den Gehaltsauzügen der ehemaligen Arbeitgeberin (IV-act. 18/6 für das Jahr 2009 und IV-act. 18/7 für das Jahr 2010) entnommen werden kann, erzielte der Beschwerdeführer als gesunder Chauffeur im Jahr 2009 ein Bruttoeinkommen von Fr. 60'758.-- und im Folgejahr 2010 noch ein Bruttoeinkommen von Fr. 58'339.--, womit es am ermittelten Jahreseinkommen ohne Gesundheitsschaden von Fr. 60'582.-- nichts auszusetzen gibt."
Diese Ausführungen haben selbstverständlich nach wie vor volle Geltung,
da der Beschwerdeführer seine angestammte Erwerbstätigkeit als
Chauffeur nachweislich aus gesundheitlichen Gründen im Frühling 2011
aufgeben musste und danach nie wieder zu 100 % arbeits- und
erwerbsfähig war. Diese Erkenntnis steht auch nicht mit dem Hinweis des
Beschwerdeführers auf das Urteil S 13 32 E.3b (Krankentaggeld) in
Widerspruch, wurde dort ohne Begründung oder vertiefte Prüfung doch
nur auf "übereinstimmende Parteiangaben" abgestellt und daraus eine
Arbeitsunfähigkeit von 19 % ermittelt, was noch nicht zur Ausrichtung von
Taggeldern (erst ab 25 % geschuldet) reichte. Dem damals verwendeten
Zahlenmaterial kann im aktuellen Verfahren betreffend nachvollziehbare
und korrekte Ermittlung des IV-Grads daher keine Bedeutung zukommen.
Nachdem der Beschwerdeführer diesbezüglich immer noch bloss die
gleichen Argumente wie damals vorbringt, kann darauf vorliegend nicht
mehr zurückgekommen werden, weshalb er mit dieser Rüge ins Leere
stösst.
c) Aus medizinischer Sicht gilt es vorab klarzustellen, dass grundsätzlich nur
die Akten (Gutachten, Abklärungsberichte, Unterlagen) bis zum Zeitpunkt
des Verfügungserlasses am 14. Dezember 2016 massgebend und
fallrelevant sein können, andernfalls der gesetzliche Instanzenzug
übersprungen und die angefochtene Verfügung der Beschwerdegegnerin
nach Belegen beurteilt würde, die dieser zum Zeitpunkt des Erlasses
noch überhaupt nicht bekannt waren und ihr daher für eine seriöse und
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umfassende Entscheidungsfindung eben auch noch nicht zur Verfügung
standen. Laut Sachverhalt in VGU S 14 87 Ziff. 11-13 sind bereits damals
folgende medizinischen Aspekte, Gutachten und/oder Berichte
berücksichtigt worden:
"11. Im Austrittsbericht vom 30. Juli 2015 des Universitätsspitals Zürich, Klinik für  (mit Aufenthalt vom 09.07.-30.07.2015), wurden dem Beschwerdeführer die Diagnosen gestellt: 1. COPD GOLD IV, Risikoklasse D; 2. Instabile AP-Beschwerden unklarer Ätiologie; 3. Diabetes mellitus Typ 2 (ED 2010); 4. Verdacht auf Lichen sclerosus zirkulär am inneren Präputialblatt; 5. Adipositas, BMI 30.7 kg/m2; 6. Allergien (Bläh-magen). Es wurde zu Diagnose 1. die Fortsetzung der inhalativen Therapie verordnet.
12. Im Ergänzungsschreiben vom 8. September 2015 präzisierte Prof. Dr. med. C._ auf Rückfrage noch, dass die körperliche Leistungsfähigkeit von der theoretischen Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit zu unterscheiden sei. Bei der Festlegung der Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit sei von einer ungefähren Verdoppelung des FEV1-Wertes ausgegangen worden (im Mai 2013: Nach  ca. 96 % arbeitsfähig, da Sollwert 48 % [x 2]; im April 2014: Nach Dr. med. E._ 72 % arbeitsfähig, da Sollwert 36% [x 2]; im Juni 2014: Nach Prof. Dr. med. C._ 68 % arbeitsfähig, da Sollwert geschätzt 34 % [x 2]; im Januar 2015: Auch nach Prof. Dr. med. C._ noch 56 % arbeitsfähig, da Sollwert bei FEV1-Wert lediglich noch bei 28 % [x2]).
13. Da die Beschwerdegegnerin die Bemessungsmethode von Prof. Dr. med. C._ in Frage stellte, ergänzte der besagte Gutachter seine früheren Angaben und Schlussfolgerungen mit Schreiben vom 5. November 2015 noch wie folgt: Für die Bestimmung der medizinisch-theoretischen Ateminvalidität sei es üblich, die Messung nach der Methode „Scherrer“ anzuwenden (Ateminvalidität = Differenz zwischen Sollwert 100 % und tatsächlichem FEV1-Wert). Bei zusätzlicher Gasaustauschstörung oder bei Absinken des paO2 (Partialdruck für Sauerstoffaufnahme) unter Belastung werde der FEV1-Wert weiter abgerundet. Im Juni 2014 habe der FEV1-Wert beim Beschwerdeführer noch 36 % des Sollwerts betragen, was einer Einschränkung ("Ateminvalidität") um 64 % (36 % x 2 – 8 % [Gasaustauschstörung]) entsprochen habe. Für ihn bestehe kein Zweifel, dass der Beschwerdeführer im Juni 2014 in adaptierter Tätigkeit höchstens noch teilarbeitsfähig gewesen sei."
Diesen Feststellungen kommt nach wie vor volle Geltungskraft zu.
d) Insoweit der Beschwerdeführer in der Beschwerde vom 27. Januar 2017
ausdrücklich auf die Diagnose COPD GOLD IV Risikoklasse D (Bg-act.
125-7/12; Bg-act. 174-10/21), auf die im Uni-Spital Zürich erfolgte
Lungenreduktion (Bg-act. 173-2/6) sowie auf den Reha-Aufenthalt in der
Hochgebirgsklinik Davos (Bg-act. 181-1/7 ff.) hinweist, gilt es
festzuhalten, dass diese Erkenntnisse und Dokumente schon im Urteil S
14 87 vom 14. April 2016 detailliert aufgelistet (E.2c S.11-13) und danach
entsprechend umfassend gewürdigt (E.2d S.13-16) und somit bereits
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berücksichtigt wurden, so dass sie nun nicht zu einem höheren
Invalideneinkommen führen können. Neu dazugekommen sind jedoch ein
Aufenthalt des Beschwerdeführers vom 13.-16. Juni 2016 im
Kantonsspital Graubünden (mit Austrittsbericht vom 17. Juni 2016 [ELAR-
act. 174-18/21]) infolge einer akuten Pankreatitis unklarer Genese. Nach
entsprechender Therapie konnte er dort bei insgesamt gutem Verlauf am
16. Juni 2016 in die häusliche Umgebung entlassen werden. Irgendeine
dauerhafte Verschlechterung seines Gesundheitszustands mit
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit ergibt sich daraus nicht. Ähnlich
verhält es sich mit dem durch den Beschwerdeführer zu den Akten
gelegten Abklärungsbericht von Dr. med. D._ des Kantonsspitals
Graubünden vom 30. November 2016, worin nach den vorgenommenen
Untersuchungen eine Ateminvalidität von über [grösser >] 51 %
angegeben wird (beschwerdeführerische Akten [Bf-act.] 2). Es wurde
keine zwingende Indikation für eine Heimsauerstofftherapie bestätigt, dem
Patienten allerdings angeraten, den Tabakrauchkonsum vollständig zu
sistieren. In der unter E.2c Ziff. 13 hiervor erwähnten Ergänzung des
Gerichtsgutachters Prof. Dr. med. C._ vom 5. November 2015 (Bg-
act. 149-2/3) wurde bereits explizit eine Ateminvalidität um 64 %
berücksichtigt, sodass sich auch daraus eben keine relevante
Gesundheitsverschlechterung ergeben kann. Weiter ist der
Beschwerdeführer laut des von ihm beigelegten provisorischen
Austrittsberichts vom 13. Januar 2017 (Spitalaufenthalt vom 6.-13. Januar
2017) im Kantonsspital Graubünden notfallmässig bei infektexazerbierter
chronisch obstruktiver Lungenerkrankung hospitalisiert worden (Bf-act. 1).
Ob sich daraus eine massgebende Verschlechterung des
Gesundheitszustands des Beschwerdeführers ergeben hat, kann hier
dahin gestellt bleiben, da zeitlich nur die gesundheitlichen Entwicklungen
bis zur angefochtenen Verfügung vom 14. Dezember 2016 zu
berücksichtigen sind. Eine rentenrelevante Gesundheitsverschlechterung
ist somit nicht nachgewiesen und der Verzicht der Beschwerdegegnerin
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auf die beantragten Rentenerhöhungen der Beschwerdeführerin deshalb
nicht zu beanstanden.
3. a) Die strittige Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 14. Dezember 2016
ist demzufolge rechtens und vertretbar, was zu ihrer Bestätigung und zur
Abweisung der Beschwerde vom 24. Januar 2017 führt.
b) Nach Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren – in Abweichung
von Art. 61 lit. a ATSG – bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder
Verweigerung von Leistungen der Invalidenversicherung vor dem
kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von
Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Aufgrund des Ausgangs des
Beschwerdeverfahrens rechtfertigt es sich hier, dem unterliegenden
Beschwerdeführer die Gerichtskosten von Fr. 700.-- zu überbinden (vgl.
Art. 73 Abs. 1 VRG). Eine aussergerichtliche (Partei-) Entschädigung
steht der obsiegenden Beschwerdegegnerin nicht zu (Umkehrschluss aus
Art. 61 lit. g ATSG).