Decision ID: 3fd43a2c-a79a-4a02-977f-b955d57a0e48
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
Der im Jahre 1961 geborene
X._
besuchte in
Y._
fünf Jahre die
Primarschule
(Grundschule) und reiste im Jahre 1988
in die Schweiz
ein. V
on 2004
bis 2008
war er
als
Selbständigerwerbender
in der Baubranche (
Z._
)
tätig
und vom Oktober 200
8 bis Mai 2009 als
Fassaden
isol
eur
bei der
A._
AG
zu einem Pensum von 100 %
angestellt (
Urk.
7/3). Am 2
1.
Oktober 2009 meldete er
sich unter Hinweis auf einen Dick
darm-Tumor, welcher am 2
2.
Mai 2009 notfallmässig operativ entfernt wurde
(
die Metastasen an der Leber wurden im
Juli 2009 ebenfalls entfernt, e
ine wei
tere Operation folgte im August 2009 wegen Komplikationen durch die Opera
tion an der Leber
),
bei der Sozialversicherungs
anstalt des Kantons Zürich
, IV-Stelle, zum Leistungsbez
ug (Berufliche Integration
)
an.
Mit Verfügun
gen vom 1
7.
Dezember 2010 (
Urk.
7/36-37) sprach die IV-Stelle dem Versicher
ten
mit Wirkung ab 1. Mai 2010 bis 30. September 2010 eine auf einem
Invali
ditätsgrad
von 100 % basierende
ganze Rente der Invalidenversicherung und
ab 1. Oktober 2010
eine
auf einem Invaliditätsgrad von 67 % basierende
Dreivier
telsrente
zu.
1.2
Nach eingeleiteter Revision (vgl.
Urk.
7/41) wurde die bisherige Rente (
Invalidi
tätsgrad
von
67
%) mit
Mitteilung
vom 1
7.
Juli 2012 (
Urk.
7/45) bestätigt
.
1.3
Aufgrund
gesteigerter
Arbeitsfähigkeit (
bis 1. Oktober 2014: 50 %, bis 31. Okto
ber 2014: 70 %, ab 1. November 2014:
100
%
[
Invaliditätsgrad von 23 %
]
; Urk.
7/52, Urk. 7/56/2
) verfügte die IV-Stelle am 2
7.
November 2014 (
Urk.
7/57) die
Aufhebung der Rente auf Ende des
der
Zustellung der Verfügung fol
genden Monats. Diese Verfügung blieb unangefochten.
1.4
Am
2
9.
Oktober 2015 meldete sich der Versicherte
wegen eines im April 2015 aufgetretenen Diabetes
erneut
bei der IV-Stelle
zum Leistungsbezug an
(
Urk.
7/58)
und reichte in der Folge
– nach Durchführung ei
nes
Standort
ge
spräches
(vgl.
Urk.
7/63) – aktuelle medizinische Unterlagen ein (
Urk.
7/66).
Mit Vorbescheid vom
4.
Januar 2016 teilte die IV-Stelle dem Versi
cherten mit, dass auf das neue Leistungsb
egehren nicht eingetreten werde
(
Urk.
7/67) und hielt
auf Einwand vom 2. Februar 2016 (Urk. 7/69) hin
an dieser Einschätzung mit Verfügung vom 1
3.
April 2016 fest (
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob der Versicherte am
9.
Mai 2016 Beschwerde und beantragte sinn
gemäss
,
die Beschwerdegegnerin
sei
zu verpflichten, auf das Leistungs
be
gehren einzutreten und seinen Leistungsanspruch zu überprüfen (
Urk.
1).
Mit Beschwerdeantwort vom 2
7.
Juni 2016 beantragte
die Beschwerdegegne
rin
unter Hinweis auf die Akten und die Begründung in der angefochtenen Verfü
gung die Abweisung der Beschwerde (Urk. 6), was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 3
0.
Juni 2016 zur Kenntnis ge
bracht wurde (Urk. 8).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerb
sunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
[ATSG]
).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG]
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
1.2
.1
Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird
nach
Art.
87
Abs.
3
der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV)
eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss
Abs.
2 die
ser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Tritt die Verwaltung auf die
Neu
an
meldung
ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu ver
ge
wissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des
Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analo
ger Weise wie bei einem Revisionsfall nach
Art.
17
Abs.
1
ATSG
vorzuge
hen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der
Inva
liditätsgrad
seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Ver
än
de
rung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschlies
sen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b).
1.2
.2
Zur Frage des Bedeutungsgehalts des
Art.
87
Abs.
2 und 3 IVV hat das Bundes
gericht in BGE 130 V 64 E. 5.2.5 festgehalten, dass die versicherte Person mit dem Revisionsgesuch oder der Neuanmeldung die massgebliche
Tatsachenän
de
rung
glaubhaft machen muss, ihr mithin ausnahmsweise eine
Beweisfüh
rungs
last
zukommt. Tritt die Verwaltung auf das erneute Leistungsbegehren ein, hat sie demgegenüber gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz von Amtes we
gen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachver
haltes zu sorgen (Art. 43 ATSG, Art. 57 IVG in Verbindung mit Art. 69 ff. IVV; SVR 2006 IV Nr. 10 S. 39 E. 4.1 [I 457/04]; vgl. auch BGE 117 V 198 E. 3a).
Mit
Art.
87
Abs.
3 in Verbindung mit
Abs.
2 IVV soll verhindert werden, dass
sich die Verwaltung nach vorangegangener rechtskräftiger
Leistungsverweige
rung
immer wieder mit gleich lautenden und nicht näher begründeten, das
heisst keine Veränderung des Sachverhalts darlegenden Gesuchen befassen muss
(BGE 109 V 108 E. 2a, 264 E. 3). Hingegen kann diese
Eintretensvorschrift
nicht dahingehend ausgelegt werden, dass die glaubhaft zu machende Ände
rung gerade jenes Anspruchselement betreffen muss, welches die Verwaltung der früheren rechtskräftigen Leistungsabweisung zugrunde legte. Vielmehr muss es genügen, wenn die versicherte Person zumindest die Änderung eines Sach
ver
halts aus dem gesamten für die Rentenberechtigung erheblichen
Tatsachen
spek
trum
glaubwürdig dartut. Trifft dies zu, ist die Verwaltung verpflichtet, auf das neue Leistungsbegehren einzutreten und es in tatsächlicher (wie selbstver
ständ
lich auch in rechtlicher) Hinsicht allseitig zu prüfen (BGE 117 V 198 E. 3a und E. 4b; vgl. auch BGE 130 V 64 E. 5.2, 72 E. 2.2 mit Hinweisen).
Mit dem Beweismass des Glaubhaftmachens sind herabgesetzte Anforderungen an den Beweis verbunden; die Tatsachenänderung muss also nicht nach dem im Sozialversicherungsrecht sonst üblichen Grad der überwiegenden Wahrschein
lich
keit (BGE 126 V 353 E. 5b
) erstellt sein. Es genügt, dass für das Vor
han
den
sein des geltend gemachten rechtserheblichen Sachumstandes wenigs
tens gewisse
Anhaltspunkte bestehen, auch wenn durchaus noch mit der Mög
lichkeit zu rech
nen ist, bei eingehender Abklärung werde sich die behauptete Änderung nicht erstellen lassen. Erheblich ist eine Sachverhaltsänderung, wenn angenom
men werden kann, der Anspruch auf eine Invalidenrente (oder deren Erhöhung) sei
be
gründet, falls sich die geltend gemachten Umstände als richtig erweisen sollten
(
Urteil des Bundesgerichts
9C_523/2014
vom 1
9.
November 2014 E.
2 mit wei
te
ren Hinweisen
).
2.
2.1
Die
Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Verfügung damit, dass ge
stützt auf die eingereichten medizinischen Unterlagen eine wesentliche Ver
än
derung der tatsächlichen Verhältnisse nicht glaubhaft dargelegt worden sei, es liege lediglich eine andere Beurteilung
desselben Sachverhalts
vor. Bei einem insulinpflichtigen Diabetes mellitus Typ
2
sei per se keine anhaltende Arbeits
unfähigkeit gegeben, zudem seien schlechte Werte behandelbar. Auch die wei
te
ren
gena
nnten Diagnosen
,
welche aus dem B
ericht hervorgingen, würden keine
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit begründen. Gesamthaft
sei
nach wie vor von
einem im Wesentlichen
unveränderten Gesundheitsschaden
seit der letzten
Ver
fügung auszugehen
und auf das Leistungsbegehren nicht einzutreten
(Urk. 2
).
2.2
Demgegenüber machte der Beschwerdeführer
gel
tend, er leide seit über zehn Jah
ren an Diabetes Typ
2.
Das Problem sei nicht der Diabetes an sich, sondern die chronischen Schmerzen an
den Beinen, Armen und am Bauch
sowie der Verlust der Sensibilität an den Zehen und die Depression. Was die Bauch
schmerzen anbelange, sei er
A
nfang März 2016 operiert worden, jedoch seien die
Schmerzen
teilweise geblieben. Ausserdem sei er seit Februar in
p
sychiatri
scher Behandlung (
Urk.
1).
3.
3.1
Vergleichsbasis im vorliegenden Neuanmeldeverfahren bildet die in Rechtskraft
erwachsene Verfügung vom
2
7.
November 2014, welche sich in medizinischer Hin
sicht
– ausgehend von einem
Adenokarzinom
in Remission (vgl.
Feststel
lungs
blatt
[
Urk.
7/56 S. 2]) -
im Wesentlichen auf
den Arztbericht von
B._
, Onkologie und Hämatologie
,
vom 2
1.
Oktober 2014 (
Urk.
7/52
/1) stützt
e
.
Dr.
med.
C._
, Fachärztin Hämatologie, Onkologin
-
welche vom Beschwer
de
führer explizit zur Übermittlung der Informationen bevollmächtigt wurde und
welcher
ihr Schreiben be
stät
igte –
gab an, anhand der Untersuchungen vom
September 2014 sei gegen eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit medizinisch nichts
einzuwenden. Sie bescheinigte bis 1.
Oktober 2014 eine Arbeitsfähigkeit von
50
%
, bis 3
1.
Oktober 2014
eine solche von 70
%
und ab
1.
November 2014 eine
100%ige Arbeitsfähigkeit.
3.2
Mit der angefochtenen Verfügung vom 1
3.
April
2016 (Urk. 2) trat die
Beschwer
de
gegnerin
auf das
neue
Leistungsbegehren nicht ein
.
Diesbezüglich sind fol
gende medizinische
n
Akten zu berücksichtigen
:
3.2.1
Im Untersuchungsbericht vom 29. September 2015 (Urk. 7/66/2-5) nannte Dr.
med.
D._
, Oberärztin an der Medizinischen Klinik, Endokrinologie/
Diabe
tologie, des Spitals
E._
, zusammengefasst die folgenden Diagnosen:
Insulinpflichtiger Diabetes mellitus Typ 2
Adipositas
Arterielle Hypertonie
Dyslipidämie
Status nach perforiertem
Adenokarzinom
Lumbovertebrales
Schmerzsyndrom
Dazu führte Dr.
D._
aus, sie habe den Beschwerdeführer im Hinblick auf die Optimierung der antidiabetischen Therapie untersucht. Sie wies auf eine insuf
fi
ziente Glukosekontrolle hin, welche sie auf die durch die Adipositas verursachte Insulinresistenz, aber auch auf die mangelnde Compliance zurückführte. Im Wei
teren erwähnte sie als Spätfolgen des
seit etwa 2013 insulinpflichtige
n
Diabetes
eine
beginnende periphere Polyneuropathie
sowie einen
ausstehende
n
ophtalmologischen
Status.
3.2.2
Dr.
med.
F._
, Co-Chefarzt vom Spital
E._
, gab am
2.
beziehungsweise 6. November 2015 (
Urk.
7/66/6-8) unter anderem an, es liessen
sich keine Hin
weise für
dysplastische
Veränderungen im
Anastomos
en
bereich
, bei St
atus nach
Hemikolektomie
rechts
bei
Zökumkarzinom
im Mai 2009
vor
finden.
Die aktuelle Endoskopie zeige einen unauffälligen Befund. Er
empfehle eine erneute CT-Ab
domen Untersuchung,
da der Beschwerdeführer seit einigen
Monaten starke
Unterbauchschmerzen
beklage.
3.2.3
Dr.
med.
G._
, Oberärztin Radiologie
vom
Spital
E._
, gab in ihrem Be
richt vom 2
6.
November 2015 (
Urk.
7/66/9-10) als klinische Befunde bezie
hungsweise Diagnosen an (S. 10):
Bei Status nach
peritoneal und hepatisch metasta
sierten
Adenokarzinom
des
Zökum
s
mit Infiltra
tion de
r
Appendixspitze
,
Hemikolektomie
rechts
sowie Lebertei
lresektion Segment 5 und 8 liege
kein Hinweis auf ein Tumorrezidiv oder Metastasierung vor
Unveränderte Narbenhernie bei Status nach medianer Laparotomie mit Vorwölbung von Dünndarmschlingen, welche teils unmittelbar der
Bauchwand anlä
gen, so dass hier Adhäsionen möglich seien. Keine
Passagestörung
Sie hielt
weiter
fest, dass diffuse
Schmerzen im Bauch
mit
unklarer Ätiologie
bestünden (S. 9).
3.2.4
Dr.
med.
H._
, FMH für Innere Medizin,
welche den Beschwerdeführer seit dem 19. August 2015 behandelt (nach erstmaliger Betreuung im Juni 2014),
hielt in ihrer ärztlichen Bestätigung vom 2
0.
Dezember 2015 (
Urk.
7/66/1) fest, seit dem 1
9.
August 2015 seien ihr beim Beschwerdeführer deutliche Veränderungen ins
besondere auch der Psyche aufgefallen. Es bestehe eine deutliche depressive Verstimmung und Angstsymptomatik anlässlich seiner Krebserkrankung. Er
schwerend komme ein über Jahre schlecht eingestellter,
zur Zeit
insulinpflichti
ger
Diabetes mellitus
Typ 2
hinzu. Der Beschwerdeführer leide seit ungefähr Februar 2015 neu und zunehmend an invalid
i
sierenden, stärksten abdominellen Schmer
zen, wobei es zur Zeit unklar sei, ob die Schmerzen durch die Depression
be
dingt seien
oder durch eine ausgeprägte diabetische und viszerale Neuro
pa
thie
bei nachgewiesener diabetischer peripherer Polyneuropathie oder
ob sie
durch postoperative Verwachsungen verursacht seien. Diesbezüglich befinde er sich in weiteren Abklärungen im Spital
E._
.
4.
Den medizinischen Berichten sind Hinweise
für eine
mögliche
Veränderung im
Sinne einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes zu entnehmen, da einerseits eine deutliche Veränderung der Psyche (depressive Verstimmung und
Angst
symptomatik
)
und andererseits
starke (Un
t
er-)
Bauchschmerzen
und
Rücken
be
schwerden
bescheinigt worden sind. Überdies erwähnen die Ärzte eine begin
nen
de Polyneuropathie, welche zu den geklagten Schmerzen an den Extre
mi
tä
ten und Sensibilitätsstörungen wie auch zu einer
ophtalmologischen
Symp
to
ma
tik führen kann. Entgegen der Darstellung der Beschwerdegegnerin er
schöpft sich die Diagnose demnach nicht im Diabetes, der gemäss der Recht
sprechung des Bundesgerichts zudem nur bei guter Einstellung - welche hier gerade nicht gegeben ist - grundsätzlich keine Arbeitsunfähigkeit nach sich zieht (Urteil des Bundesgerichts I 94/06 vom
23.
August 2006
E. 3.4).
Dr.
H._
, welche eine deutliche depressive Verstimmung diagnostizierte, verfügt zwar nicht
über einen Facharzt
-Titel
in
Psychiatrie und Psychotherapie
,
den
noch darf dieser Aspekt nicht ausser Acht gelassen werden
–
zumindest
bedarf
es diesbezüglich
einer
genaueren
Abklärung durch eine Fachperson. Zudem
hielt
Dr.
H._
fest, dass der Beschwerdeführer
seit gewisser Zeit
unter
stärkste
n
ab
dominelle
n
Schmerzen
leide
. Ebenso gaben
die
Dres
.
F._
und
G._
über
einstimmend
an
, dass der Beschw
erdeführer starke Schmerzen im B
auch habe
, deren Ursache noch näher abzuklären sei
. Insbesondere
führte
Dr.
G._
aus
, dass zwar eine unveränderte Narbenhernie bei Status nach
medianer Laparotomie mit Vorwölbung von Dünndarmschlingen vorliege,
die Dünndarm
schlingen
teils aber unmittelbar an der Bauchwand lägen, so dass Adhäsionen möglich seien.
E
ine
Verwachsung/Verklebung
der
Dünn
darmschlingen mit der Bauchwand mit damit einhergehenden
extremen Schmerzen
ist daher durchaus denkbar.
Der Beschwerdeführer wurde zwar
laut eigenen Angaben
A
nfang März 2016
wegen den Bauchschmerzen
operiert, dennoch
sind
die S
chmerzen
zum Teil
geblieben
(vgl.
Urk.
1).
Damit hat der Beschwerdeführer zumindest glaubhaft gemacht
, dass es zu einer Verschlechte
rung der gesundheitlichen
Situation gekommen sein könnte
, so dass auf die Neuanmeldung einzutreten und der Sachverhalt
umfassend abzuklären ist
(vgl. E. 1.3
hievor
)
.
Nach dem Gesagten
führt dies in Aufhebung der angefochtenen Verfügung
zur Gutheissung der Beschwerde und Rückweisung der Sache an die
Beschwerde
gegnerin
, damit sie die erneute Anmeldung inhaltlich prüfe und hernach
darüber
mate
riell befinde.
5.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 600.-- anzusetzen. Entsprechend dem Aus
gang des Verfahrens sind sie der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.