Decision ID: 308825d9-c240-467d-bab8-53bf63fa5c9c
Year: 2015
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ meldete sich am 25. Mai 2012 zum Bezug von Leistungen der
Invalidenversicherung bei der IV-Stelle des Kantons St. Gallen an. Als Leiden nannte
sie eine Anpassungs- und Bewusstseinsstörung, Ängste sowie Depressionen (IV-act.
1). Laut einem Bericht der Klinik für Neurologie am Kantonsspital St. Gallen (KSSG)
vom 27. Juli 2011 war die Versicherte vom 18. bis 20. Juli 2011 hospitalisiert gewesen.
Als Diagnosen waren eine qualitative Bewusstseinsstörung ungeklärter Ätiologie sowie
eine Anpassungsstörung genannt worden. Die Ärzte hatten festgehalten, dass die
stationäre Aufnahme der Versicherten aufgrund von Verhaltensauffälligkeiten sowie
nicht näher klassifizierbaren Ängsten erfolgt sei. Eine organische Ursache für die
Symptomatik habe nicht gefunden werden können, so dass eine psychiatrische
Erkrankung wahrscheinlich erscheine. Die bildgebenden Verfahren (CT und MRI) sowie
das EEG seien ohne wegweisenden Befund geblieben (IV-act. 32). Der behandelnde
Arzt am Institut für Radiologie am KSSG hatte zum MRI des Neurocranium nativ vom
18. Juli 2011 festgehalten, es gebe Zeichen einer leichtgradigen chronischen
Marklagerischämie im Rahmen mikroangiopathischer Veränderungen (IV-act. 30).
A.b Gemäss einen Frühinterventions(FI)-Gesprächsprotokoll vom 12. Juni 2012 gab
Dr. med. B._, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, gegenüber dem Regionalen
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Ärztlichen Dienst der IV-Stelle (RAD) an, dass die Versicherte an einem depressiv-
psychotischen Zustandsbild leide. Er behandle die Versicherte ambulant seit dem
20. Juli 2011, nachdem sie in der Klinik für Neurologie KSSG wegen eines
Bewusstseinsverlusts hospitalisiert gewesen sei. Das depressiv-psychotische
Zustandsbild sei unter der medikamentösen Behandlung innerhalb von 14 Tagen
abgeklungen. Zur Arbeitsfähigkeit der Versicherten könne derzeit nicht Stellung
genommen werden (IV-act.12, 18). Der Hausarzt der Versicherten, Dr. med. C._,
Allgemeinmedizin FMH, nannte gemäss einem FI-Gesprächsprotokoll vom 13. Juni
2012 folgende Diagnosen: ausgeprägte Varicosis der Beine, leichte periphere
Neuropathie, amnestische Episode im Juli 2011, durchgehend Klagen über Müdigkeit,
Schlafstörungen und Ängste. Er gab an, dass der gesamte Beschwerdekomplex die
Arbeitsfähigkeit der Versicherten beeinträchtige. Eine Tätigkeit auf dem ersten
Arbeitsmarkt sei derzeit nicht vorstellbar (IV-act. 15, 22).
A.c Laut einem Arbeitgeberbericht der D._ AG vom 13. Juni 2012 war die
Versicherte vom 1. Januar 2002 bis zum 31. Mai 2012 als Reinigungsmitarbeiterin im
Stundenlohn angestellt gewesen (Fr. 20.85 pro Stunde). Die Versicherte habe 1,5 bzw.
1,75 Stunden pro Tag gearbeitet, das heisse 29,5 Stunden pro Woche (Anm: 5 x
1,75 Stunden pro Tag ergibt korrekt eine maximale Wochenarbeitszeit von 8,75
Stunden; bei den vom Arbeitgeber angegebenen 29,5 Stunden handelt es sich wohl um
die Monatsarbeitszeit). Die Kündigung sei aufgrund gesundheitlicher Probleme und der
lange Krankheitsabwesenheit der Versicherten erfolgt. Der letzte effektive Arbeitstag sei
der 15. Juli 2011 gewesen (IV-act. 17).
A.d Auf Veranlassung des RAD (IV-act. 19) wurde die Versicherte von Dr. med. E._,
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und Facharzt für Neurologie, in
neurologischer und psychiatrischer Hinsicht begutachtet. Im entsprechenden
Gutachten vom 19. Oktober 2012 nannte Dr. E._ als arbeitsfähigkeitsrelevante
Diagnosen aus neurologischer Sicht einen lumbalen Bandscheibenvorfall L4/L5 mit
Lumboischialgien sowie eine zerebrovaskuläre Krankheit (Mikroangiopathie). Aus
psychiatrischer Sicht gab er als Diagnose eine organische emotional labile
(asthenische) Störung an. Keine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit hätten
Kopfschmerzen vom Spannungstyp sowie eine im Sommer 2011 aufgetretene und jetzt
vollständig remittierte Anpassungsstörung mit Störung des Verhaltens. Bei der
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Beurteilung der Arbeitsfähigkeit hielt Dr. E._ aus neurologischer Sicht fest, dass die
degenerative Lendenwirbelsäulenerkrankung mit Wurzelkompression im Sommer 2011
nicht mehr mit nachweisbaren neurologischen Defiziten einhergehe. Eine
Einschränkung der muskulären Funktion der Beine oder eine wesentliche
Einschränkung des Berührungsempfindens oder anderer sensibler Qualitäten sei nicht
mehr nachweisbar. Auch zeigten sich keine wesentlichen funktionellen
Beeinträchtigungen. Um eine Verschlechterung des degenerativen Wirbelsäulenleidens
zu verhindern, solle die Versicherte nicht schwer heben (maximal 5 kg). Sie solle eine
Tätigkeit mit Wechsel zwischen Sitzen, Gehen und Stehen ausüben. Bei einer Tätigkeit
im Gehen oder einer Tätigkeit als Reinigungskraft solle sie die Möglichkeit haben, nach
20 bis 30 Minuten eine Pause von 5 Minuten oder länger zu machen. Die
Arbeitsunfähigkeit in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Reinigungskraft betrage aus
neurologischer Sicht daher aktuell 40%. Eine dem Leiden optimal angepasste Tätigkeit
sei mit einem vollen Pensum möglich. Aus psychiatrischer Sicht bestehe wegen der
organisch emotional labilen (asthenischen) Störung, die durch die zerebrovaskuläre
Erkrankung verursacht sei, in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit
von 100%. In einer leidensangepassten Tätigkeit sei die Versicherte zu 20%
arbeitsfähig. Adaptiert sei eine Tätigkeit, die mit wenig Leistungsdruck verbunden sei
und die nicht zu unregelmässigen Zeiten und nachts ausgeübt werde. Die Tätigkeit
dürfe keine hohen intellektuellen Anforderungen stellen. Es seien nur einfache manuelle
Arbeiten denkbar. Da die Versicherte über nur geringe Ressourcen verfüge, um sich auf
eine neue Tätigkeit einzustellen, solle die adaptierte Tätigkeit Elemente beinhalten,
welche die Versicherte aus der Tätigkeit als Reinigungskraft kenne. In interdisziplinärer
Hinsicht liege in der bisherigen Tätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit von 100% vor. In einer
leidensangepassten Tätigkeit bestehe eine 20%ige Arbeitsfähigkeit (IV-act. 37 und
38-2). Der RAD hielt am 30. Oktober 2012 fest, dass das Gutachten alle
versicherungsmedizinischen Anforderungen in vollem Umfang erfülle und somit
uneingeschränkt darauf abgestellt werden könne (IV-act. 38).
A.e Im Fragebogen betreffend Haushalt und Erwerbstätigkeit gab die Versicherte
am 3. Dezember 2012 an, dass sie im Gesundheitsfall zu 20% als Putzfrau arbeitstätig
wäre. Die Tochter übernehme sämtliche schweren Haushaltstätigkeiten und koche
auch häufig abends (IV-act. 44).
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A.f Der seit Mitte August 2012 neu behandelnde Hausarzt der Versicherten, Dr.
med. F._, Allgemeinmedizin FMH, nannte in seinem Bericht vom 3. Januar 2013
folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit: Verdacht auf eine
generalisierte Angststörung, Status nach Netzhautablösung und Glaskörperblutung
(KSSG, August 2012), amnestische Episode unklarer Genese (Juli 2011), recessale
Diskushernie L4/L5 rechts sowie Status nach perineuraler Infiltration (1. Juli 2011). Dr.
F._ hielt u.a. fest, dass die Versicherte wegen des Augenleidens seit Monaten in
Behandlung im KSSG sei. Bezüglich der zuletzt ausgeübten Tätigkeit bestehe eine
100%ige Arbeitsunfähigkeit bis auf weiteres (IV-act. 45).
A.g Am 26. März 2013 erfolgte seitens der IV-Stelle eine Haushaltabklärung vor Ort.
Gemäss dem Abklärungsbericht gab die Versicherte gegenüber dem
Abklärungsverantwortlichen an, dass sie heute mit einem 20%-Pensum arbeiten
würde, wenn sie gesund wäre. Betreuungsaufgaben gegenüber den erwachsenen
Kindern habe sie seit mehreren Jahren nicht mehr, jedoch sei der Ehemann tagsüber
auf ihre Anwesenheit angewiesen. Aus diesem Grund hätte sie im Gesundheitsfall nur
die Möglichkeit, am frühen Morgen, wenn der Ehemann noch schlafe, oder am Abend,
wenn eines der erwachsenen Kinder zu Hause sei, arbeiten zu gehen. Bezüglich der
finanziellen Situation gab die Versicherte laut Bericht an, dass der Ehemann Renten in
Höhe von ca. Fr. 3‘850.-- erhalte. Die Wohnungsmiete betrage Fr. 1‘624.-- und die
monatlichen Fixkosten ca. Fr. 700.--. Die Kinder beteiligten sich an den
Lebenshaltungskosten. Ein Zusatzeinkommen wäre nötig. Der
Abklärungsverantwortliche ermittelte nach Abzug eines Anteils von 21,8%, welchen er
im Rahmen der Schadenminderungspflicht der Tochter und dem Sohn auferlegte, eine
Einschränkung der Versicherten im Haushaltsbereich von 40,2% (IV-act. 49).
A.h Mit einem Vorbescheid vom 26. April 2013 stellte die IV-Stelle der Versicherten
die Abweisung eines Rentenanspruchs in Aussicht. Zur Begründung führte sie aus, die
Abklärungen hätten ergeben, dass die Versicherte ohne Gesundheitsschaden einer
Erwerbstätigkeit von 20% nachgehen würde. Da in einer leidensadaptierten Tätigkeit
eine Arbeitsfähigkeit von 20% bestehe, resultiere aus dem Einkommensvergleich keine
Erwerbseinbusse, womit der Teilinvaliditätsgrad im Erwerbsbereich bei 0% liege. Im
Haushaltsbereich werde eine Einschränkung von 40% berücksichtigt. Bei einem Anteil
im Haushalt von 80% ergebe sich ein Teilinvaliditätsgrad in diesem Bereich von 32%.
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Da der Invaliditätsgrad insgesamt unter 40% liege, bestehe kein Rentenanspruch (IV-
act. 53). Gegen diesen Vorbescheid liess die Versicherte am 23. Mai 2013 Einwand
erheben (IV-act. 54). Sie machte geltend, dass sie zu Unrecht nur im Umfang von 20%
als Erwerbstätige eingestuft worden sei. Vor dem Eintritt der Gesundheitsschädigung
habe sie während über 10 Jahren zu 40% in einer Reinigungsfirma gearbeitet. Seit dem
Unfall ihres Mannes sei sie die Ernährerin der Familie gewesen. Aufgrund der
angespannten finanziellen Lage hätte sie im Gesundheitsfall ihr 40%-Pensum nicht auf
20% reduziert. Im Gutachten von Dr. E._ sei ihr für leidensadaptierte Tätigkeiten eine
Arbeitsunfähigkeit von 100% attestiert worden. Es sei unklar, weshalb die IV-Stelle von
einer 20%igen Arbeitsfähigkeit ausgehe. Aufgrund der im Gutachten genannten
Einschränkungen sei ein leidensbedingter Abzug von mindestens 10% zwingend
vorzunehmen. Weiter könne bei der Einschränkung im Haushalt die Mithilfe der Tochter
nur beschränkt berücksichtigt werden, da diese voll berufstätig sei (IV-act. 58).
A.i Gemäss seiner Stellungnahme vom 16. Juli 2013 liess der RAD noch einen
augenärztlichen Verlaufsbericht beim KSSG einholen (IV-act. 59). Der behandelnde
Augenarzt berichtete am 23. Juli 2013, dass keine Einschränkung der visuellen
Leistungsfähigkeit mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vorliege (IV-act. 60).
A.j Nachdem der Versicherten nochmals Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben
worden war (IV-act. 62), wies die IV-Stelle einen Rentenanspruch mit Verfügung vom
26. August 2013 ab. Zu den Einwänden der Versicherten hielt die IV-Stelle fest, dass
bezüglich der Einstufung das Pensum der Versicherten nochmals überprüft worden sei.
Gemäss dem Lohnausweis der D._ AG vom 13. Juni 2012 habe die Versicherte im
Jahr 2009 ein Bruttojahreseinkommen von Fr. 5‘951.-- und im Jahr 2010 von Fr.
5‘830.-- erzielt. Der Stundelohn habe Fr. 17.40 betragen. Somit habe die Versicherte im
Jahr 2009 342 Stunden gearbeitet, was ausgehend von einer 42 Stundenwoche einem
Pensum von 16% entspreche. Gemäss dem Haushaltabklärungsbericht vom 15. April
2013 habe die Versicherte im Zusammenhang mit der Betreuung ihres Ehemannes nur
an Randzeiten, d.h. früh morgens oder am Abend, die Möglichkeit, einer
Erwerbstätigkeit nachzugehen. Die Schadenminderungspflicht, welche bei der Tochter
und dem Sohn berücksichtigt worden sei, betrage 1,5 Stunden (pro Tag) bei einem
Gesamtaufwand von 6,6 Stunden (IV-act. 63).
B.
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B.a Gegen diese Verfügung richtet sich die Beschwerde der Versicherten, vertreten
durch Rechtsanwalt Ronald Pedergnana, vom 2. September 2013. Die Versicherte
(nachfolgend: Beschwerdeführerin) beantragt die Aufhebung der Verfügung vom 26.
August 2013 und die Zusprache einer halben Rente, eventualiter einer Dreiviertelsrente.
Der Rechtsvertreter hält zur Begründung fest, das Gutachten von Dr. E._, auf
welches sich die Beschwerdegegnerin stütze, sei mangelhaft und unvollständig. Dr.
E._ habe die bei der MRI-Untersuchung gefundenen Unregelmässigkeiten und deren
mögliche Auswirkungen nicht diskutiert. Die Befunde liessen allerdings den Verdacht
aufkommen, dass die Beschwerdeführerin unter einer beginnenden Demenz leide,
womit eine künftige Verschlechterung zu erwarten sei. Es müsse zwingend noch
abgeklärt werden, ob der MRI-Befund für die aktuellen Beschwerden der Versicherten
relevant sei. Weiter habe sich Dr. E._ an verschiedenen Stellen im Gutachten, wie
z.B. bei der Diagnosestellung, unsicher und vage geäussert. Es handle sich bei den
Feststellungen um reine Mutmassungen. Ausserdem unterstelle Dr. E._ der
Beschwerdeführerin, dass sie unkooperativ sei und sich bewusst nicht anstrenge. Eine
umfassende neuropsychologische Untersuchung habe nicht stattgefunden.
Schliesslich seien die Aussagen des Gutachters betreffend die Arbeitsfähigkeit der
Beschwerdeführerin derart unklar und widersprüchlich, dass darauf nicht abgestellt
werden könne. Bezüglich der Qualifikation im Rahmen der Invaliditätsbemessung gehe
die Beschwerdegegnerin von einer (hypothetischen) 20%igen Erwerbstätigkeit der
Beschwerdeführerin aus, was falsch sei. Die Beschwerdeführerin betreue zwar ihren
Ehemann, wäre aber im Gesundheitsfall zu 40% arbeitstätig, wie sie es schon vor
Eintritt des Gesundheitsschadens gewesen sei. Die Beschwerdegegnerin habe das
tatsächliche Arbeitspensum der Beschwerdeführerin vor dem Eintritt der
Arbeitsunfähigkeit ungenügend abgeklärt. Es wäre der Beschwerdeführerin problemlos
möglich, ein 40%-Pensum als Putzfrau an Randzeiten zu erledigen, ohne die Pflege
ihres Mannes zu vernachlässigen. Ein Zusatzeinkommen in diesem Haushalt wäre auch
aus wirtschaftlichen Gründen dringend notwendig, was eine Erwerbstätigkeit von 40%
glaubhaft mache. Auf die Angabe der Beschwerdeführerin im Rahmen der
Haushaltabklärung, wonach sie im Gesundheitsfall zu 20% erwerbstätig wäre, könne
nicht abgestellt werden. Die Beschwerdeführerin habe die Frage nicht verstanden und
ihre Angabe aus der Sicht ihrer aktuellen Situation mit reduziertem Gesundheitszustand
gemacht. Bei der Einschränkung im Haushalt sei die Mithilfe der Tochter der
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Beschwerdeführerin im Rahmen der Schadenminderungspflicht zu hoch angerechnet
worden. Die Tochter sei zu 100% erwerbstätig und kümmere sich am Abend um
administrative Angelegenheiten der Familie. Sie könne nicht noch weitere Tätigkeiten
im Haushalt übernehmen. Im Übrigen sei bei der Bemessung des Invaliditätsgrades im
Erwerbsbereich ein leidensbedingter Abzug vom Invalideneinkommen in Höhe von
10% gerechtfertigt (act. G 1).
B.b Am 19. November 2013 beantragt die Beschwerdegegnerin die Abweisung der
Beschwerde. Sie führt zur Begründung aus, das Gutachten von Dr. E._ entspreche
den Anforderungen der Rechtsprechung. Die Beschwerdeführerin bringe keine neuen
medizinischen Berichte vor und vermöge somit keine Zweifel an der Diagnosestellung
und der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit zu wecken. Der Gutachter habe sich mit der
von der Beschwerdeführerin geltend gemachten Diagnose der Demenz befasst und
eine solche verneint. Auch mit den vorliegend umschriebenen Einschränkungen seien
in einer adaptierten Tätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt Arbeitsplätze
vorhanden. Die von der Beschwerdeführerin und vom Gutachter angegebenen
Probleme aufgrund der geringen persönlichen Ressourcen seien IV-fremd und könnten
nicht berücksichtigt werden. Aufgrund der geltend gemachten Schwierigkeiten
betreffend geringe Bildung, Sprachkenntnisse und Nichtintegration könne kein Abzug
vom Invalideneinkommen vorgenommen werden. Eine tiefere Ausbildung und
eingeschränkte sprachliche Kenntnisse seien nicht nachteilig, da Hilfsarbeiten
definitionsgemäss keine Berufskenntnisse voraussetzten, die über eine kurze
Einarbeitung am Arbeitsplatz hinausgingen, und häufig nicht deutschsprechende
Arbeitnehmende anzutreffen seien. Bezüglich der Qualifikation der Beschwerdeführerin
als im Gesundheitsfall zu 20% Erwerbstätige sei auf die Angaben der
Beschwerdeführerin im Fragebogen Haushalt vom 3. Dezember 2012 sowie den
Abklärungsbericht vom 26. März 2013 zu verweisen, welchen die Beschwerdeführerin
eingesehen und ohne Anmerkungen unterschrieben habe. Gemäss dem Auszug aus
dem individuellen Konto habe die Beschwerdeführerin nie ein hohes Einkommen erzielt
und sei somit auch nie einem hohen Pensum nachgegangen. Die Annahme, dass die
Beschwerdeführerin nun im Alter von _ Jahren noch ihre Erwerbstätigkeit erweitern
würde, sei nicht nachvollziehbar. Bei sich widersprechenden Angaben einer
versicherten Person sei auf die Beweismaxime hinzuweisen, wonach die sogenannten
spontanen “Aussagen der ersten Stunde“ in der Regel unbefangener und zuverlässiger
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seien als spätere, möglicherweise von versicherungsrechtlichen Überlegungen
beeinflusste Darstellungen. Zur Einschränkung im Haushalt sei festzuhalten, dass zu
Recht die Schadenminderungspflicht berücksichtigt worden sei. Könne eine versicherte
Person wegen ihrer Behinderung gewisse Haushaltsarbeiten nur noch mühsam und mit
viel höherem Zeitaufwand erledigen, so müsse sie in erster Linie ihre Arbeit einteilen
und in üblichem Umfang die Mithilfe von Familienangehörigen in Anspruch nehmen. Ein
invaliditätsbedingter Ausfall dürfe bei im Haushalt tätigen Personen nur insoweit
angenommen werden, als die Aufgaben, welche nicht mehr erfüllt werden könnten,
durch Drittpersonen gegen Entlohnung oder durch Angehörige verrichtet würden,
denen dadurch nachgewiesenermassen eine Erwerbseinbusse oder doch eine
unverhältnismässige Belastung entstehe. Gemäss dem Abklärungsbericht vom
26. März 2013 sei ein Anteil von 21,8% im Rahmen der Schadenminderung
angerechnet worden. Dies bedeute für den Sohn und die Tochter einen Aufwand von
1,5 Stunden Arbeit im Haushalt bei einem Gesamtaufwand im Haushaltsbereich von
6,6 Stunden. Diese Anrechnung sei zu Recht erfolgt (act. G7).
B.c Mit einer Replik vom 4. Dezember 2013 hält die Beschwerdeführerin an ihren
Beschwerdeanträgen fest. Der Rechtsvertreter macht geltend, dass im Gutachten viele
Fragen offen blieben, namentlich die Frage nach den Auswirkungen und Folgen der
festgestellten Mikroangiopathie. Sollte sich die Diagnose einer Demenz bewahrheiten,
werde die Beschwerdeführerin nicht mehr arbeitsfähig werden und in naher Zukunft
auch vollumfänglich betreut werden müssen. Bezüglich des Leidensabzugs seien bei
der Beschwerdeführerin die lohnnachteiligen Kriterien der Nationalität, des Alters und
des Beschäftigungsgrades zu berücksichtigen. Eine tiefere Ausbildung und
eingeschränkte sprachliche Kenntnisse könnten auch bei Hilfsarbeiten nachteilig sein,
da die Arbeitgeber Anweisungen erteilten und eine Verständigung möglich sein müsse.
Betreffend den Haushaltsabklärungsbericht sei die Unterschrift der Beschwerdeführerin
nicht von Bedeutung, da sie den Inhalt nicht verstanden habe. Die Frage nach der
Höhe der Erwerbstätigkeit habe die Beschwerdeführerin falsch verstanden. Sie habe
das aktuelle Pensum angegeben und nicht, wie viel sie ohne gesundheitliche
Einschränkung arbeiten würde (act. G 10).
B.d Mit einer Eingabe vom 20. Dezember 2013 verzichtet die Beschwerdegegnerin
auf die Einreichung einer Duplik (act. G 14).
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Erwägungen
1.
1.1 Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Rente
der Invalidenversicherung.
1.2 Nach Art. 28 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG;
SR 831.20) besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte
Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens
zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% besteht ein
Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein
Anspruch auf eine Viertelsrente.
1.3 Als Invalidität gilt laut Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen
Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) die ganze oder teilweise
Erwerbsunfähigkeit, es sei denn, eine versicherte Person sei vor dem Eintritt der
Gesundheitsbeeinträchtigung nicht erwerbstätig gewesen, und es habe ihr auch nicht
zugemutet werden können, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. In diesem Fall gilt
gemäss Art. 8 Abs. 3 ATSG die Unmöglichkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen,
als Invalidität. Die Invalidität gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG wird durch einen
Einkommensvergleich ermittelt (Art. 16 ATSG). Die Methode zur Bemessung der
konkreten Unmöglichkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wird vom ATSG nicht
geregelt. Diese Lücke füllt Art. 28a IVG: Es ist darauf abzustellen, in welchem Mass die
betreffende Person behindert ist, sich im Aufgabenbereich zu betätigen. Art. 28a Abs. 3
IVG regelt die sogenannte gemischte Methode der Invaliditätsbemessung bei
Personen, die zum Teil erwerbstätig und zum Teil im Aufgabenbereich tätig sind. In
einem solchen "gemischten" Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit und der Anteil der
Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad ist entsprechend der
Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen.
2.
2.1 Die Beschwerdeführerin ist anerkanntermassen als Teilzeiterwerbstätige zu
qualifizieren, weshalb zur Bemessung ihrer Invalidität die gemischte Methode
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anzuwenden ist. Umstritten ist hingegen der Umfang der Erwerbstätigkeit bei der im
Rahmen der Invaliditätsbemessung vorgenommenen Aufteilung in Erwerb und Haushalt
2.2 Der Umfang der Erwerbstätigkeit einer versicherten Person im hypothetischen
Gesundheitsfall ergibt sich aus der Prüfung, was sie bei im Übrigen unveränderten
Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde (BGE 125 V
150 E. 2c). Die Frage beurteilt sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich
bis zum Erlass der Verfügung entwickelt hätten, wobei für die hypothetische Annahme
einer im Gesundheitsfall ausgeübten Erwerbstätigkeit der im Sozialversicherungsrecht
übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich ist (BGE 125 V
150 E. 2c; BGE 117 V 194 f. E. 3b; Urteil des Bundesgerichts I 266/05 vom 11. April
2006 E. 4.2; AHI 1997 S. 288 ff. E. 2b je mit Hinweisen). Nebst dem früheren
Arbeitsverhalten sind im Wesentlichen die Absicht der versicherten Person und ihre
Vorstellungen und Pläne zum Alltag ohne Gesundheitsschaden zu berücksichtigen (vgl.
Urteil des EVG vom 20. Juni 2003 i.S. A., I 635/02, E. 3.3). Die konkrete Situation und
die Vorbringen der Versicherten sind nach Massgabe der allgemeinen Lebenserfahrung
zu würdigen (BGE 117 V 194 E. 3b mit Hinweis). Zu beachten ist allerdings, dass die
Frage über den Umfang der Erwerbstätigkeit immer ein solcher über eine Hypothese
bleibt, da sie sich erst stellt, wenn in Wirklichkeit eine gesundheitliche Beeinträchtigung
(schon seit längerer oder kürzerer Zeit) eingetreten ist.
2.3 Die Beschwerdeführerin hat sowohl im Fragebogen vom 3. Dezember 2012 als
auch im Abklärungsbericht vom 26. März 2013 angegeben, im Gesundheitsfall zu 20%
als Putzfrau erwerbstätig zu sein (vgl. IV-act. 44-1; 49-4). Zur Begründung hat sie
angeführt, dass der Ehemann tagsüber auf ihre Anwesenheit angewiesen sei und sie
daher nur an Randzeiten die Möglichkeit hätte, zu arbeiten. Der Rechtsvertreter bringt
vor, dass die Beschwerdeführerin die Frage nach der hypothetischen Erwerbstätigkeit
im Gesundheitsfall aufgrund ihrer geringen Bildung inhaltlich nicht verstanden habe
und sich ihre Angabe auf die aktuelle Situation mit den gesundheitlichen
Beeinträchtigungen beziehe. Aus den Akten ergibt sich jedoch, dass die
Beschwerdeführerin sehr wohl in der Lage ist, zwischen ihrer aktuellen Situation mit
dem Gesundheitsschaden und dem hypothetischen Gesundheitsfall zu unterscheiden.
Gegenüber dem Gutachter Dr. E._ hat die Beschwerdeführerin ausgesagt, dass sie
wegen ihrer Probleme mit dem Rücken, der Hüfte, dem Stress und der Vergesslichkeit
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nicht arbeiten könne. Wenn diese Probleme nicht mehr da wären, dann könnte sie
wieder arbeiten (vgl. IV-act. 37-7). Die Beschwerdeführerin hat gemäss diesen Angaben
eine Unterscheidung zwischen ihrem gesundheitlich eingeschränkten und hypothetisch
gesunden Zustand vorgenommen und sieht sich in ihrer aktuellen Situation mit den
Gesundheitsbeeinträchtigungen zu 100% arbeitsunfähig. Wenn sie also anlässlich der
Haushaltabklärung angegeben hat, im Gesundheitsfall zu 20% erwerbstätig zu sein,
muss ihr klar gewesen sein, dass die Frage sich nicht auf ihre aktuelle Situation
bezogen hat, sondern auf die hypothetische Situation, dass sie gesund wäre. Hinzu
kommt, dass die Tochter der Beschwerdeführerin bei der Haushaltabklärung anwesend
gewesen ist und übersetzt hat. Die Beschwerdeführerin hat auf die Frage nach der
hypothetischen Erwerbstätigkeit nicht nur das Pensum genannt, sondern auch gleich
die Begründung angegeben, weshalb sie in diesem Umfang erwerbstätig wäre. Dies
lässt ihre Antwort reflektiert und nachvollziehbar erscheinen. Ausserdem stimmt die
Angabe einer Erwerbstätigkeit von 20% mit derjenigen im Fragebogen Haushalt vom 3.
Dezember 2012 überein. Aus den genannten Gründen ist überwiegend wahrscheinlich
davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin die Frage verstanden hat und in der
Lage gewesen ist, sich in die hypothetische Situation ohne Gesundheitsschädigung
hineinzuversetzen. Auch mit Blick auf die berufliche Tätigkeit der Beschwerdeführerin
bis zum Eintritt der Arbeitsunfähigkeit erscheint die Annahme einer Erwerbstätigkeit
von 20% im Gesundheitsfall als plausibel. Der Rechtsvertreter macht geltend, dass die
Beschwerdeführerin früher über Jahre zu 40% erwerbstätig gewesen sei. Dem Auszug
aus dem individuellen Konto ist jedoch zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin in
den Jahren 2004 bis 2011 nur Einkommen (inkl. Arbeitslosenentschädigungen)
zwischen Fr. 5‘829.-- (2010) und Fr. 15‘680.-- (2008) erzielt hat (vgl. IV-act. 11).
Ausgehend von dem Stundenlohn bei der D._ AG von Fr. 20.85 (vgl. IV-act. 17-3),
welcher als branchenüblich angesehen werden kann, hat die Beschwerdeführerin in
diesem Zeitraum mit einem Pensum zwischen etwa 15% und maximal 35% gearbeitet
bzw. Arbeitslosenentschädigung in diesem Umfang bezogen. Lediglich von 2001 bis
2003 hat die Beschwerdeführerin Einkommen erzielt (namentlich zwischen Fr. 18‘260.--
und Fr. 19‘987.--, vgl. IV-act. 11), welche einem Pensum von etwa 40% entsprochen
haben. In den beiden Jahren vor dem Eintritt der Arbeitsunfähigkeit (2009 und 2010)
hat das Pensum mit Einkommen von Fr. 8‘089.-- und Fr. 5‘829.-- (vgl. IV-act. 11-4)
sogar deutlich unter 20% gelegen. Aufgrund dieses Arbeitsverhaltens ist nicht davon
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auszugehen, dass die Beschwerdeführerin ihr Pensum wieder auf 40% erhöht hätte,
wenn sie gesund geblieben wäre. Auch die finanzielle Situation der Familie lässt nicht
darauf schliessen, dass die Beschwerdeführerin ihre Erwerbstätigkeit im
Gesundheitsfall auf 40% ausgeweitet hätte. Das Haupteinkommen der Familie besteht
aus den Renten des invaliden Ehemanns der Beschwerdeführerin in Höhe von ca.
Fr. 3‘850.-- pro Monat bzw. ca. Fr. 46‘200.-- pro Jahr (vgl. IV-act. 49-4). Die Renten
bezieht der Ehemann bereits seit 2001 (vgl. IV-act. 49-3). Die Beschwerdeführerin hat
seitdem immer nur einen Zusatzverdienst zum Renteneinkommen geleistet und ist nie
die Haupternährerin der Familie gewesen. Zwar ist die finanzielle Situation der Familie
mit dem Wegfallen des Zusatzeinkommens der Beschwerdeführerin angespannt,
jedoch ergibt sich daraus nicht, dass die Beschwerdeführerin ihr Pensum im
hypothetischen Gesundheitsfall auf 40% erhöht hätte. Es ist vielmehr davon
auszugehen, dass sie im gleichen Umfang wie in den Jahren vor dem Eintritt der
Arbeitsunfähigkeit weitergearbeitet hätte. Die Familie ist nämlich auch damals offenbar
mit dem Zusatzeinkommen aus der ca. 20%igen Erwerbstätigkeit der
Beschwerdeführerin ausgekommen. Die finanzielle Situation hat sich im Vergleich zu
früher sogar noch entspannt, da die erwachsenen Kinder (Jahrgänge 1982, 1988 und
1990) mittlerweile alle einer Berufstätigkeit nachgehen und wirtschaftlich selbständig
sind. Gemäss den gemachten Ausführungen ist es am weitaus plausibelsten, dass die
Beschwerdeführerin im hypothetischen Gesundheitsfall zu 20% erwerbstätig gewesen
wäre. Die von der Beschwerdegegnerin vorgenommene Einstufung in 20% Erwerb und
80% Haushalt ist somit nicht zu beanstanden.
3.
3.1 Zunächst ist der Teilinvaliditätsgrad der Beschwerdeführerin für den
erwerblichen Teil zu prüfen.
3.2 Bei der Invaliditätsbemessung spielt vor allem der Grad der medizinisch-
theoretischen Arbeitsfähigkeit der versicherten Person eine Rolle. Um diesen
bestimmen zu können, sind Verwaltung und Gericht auf Unterlagen angewiesen, die
ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben.
Aufgabe der ärztlichen Sachverständigen ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen
und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten
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die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen).
Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die
streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die
geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden
ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der
medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten
begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a).
3.3 Der Rechtsvertreter bringt vor, das Gutachten von Dr. E._ vom 19. Oktober
2012 sei unvollständig und mangelhaft. Der Gutachter habe sich nicht mit den
Auswirkungen des MRI-Befunds vom 18. Juli 2011 und der möglichen Diagnose einer
Demenz befasst. Ausserdem seien die Äusserungen des Gutachters an verschiedenen
Stellen, insbesondere in Bezug auf die Diagnosestellung und die Arbeitsfähigkeit,
ungenau und teils widersprüchlich.
3.4 Bei der Diagnosestellung hat Dr. E._ ausgeführt, dass man von einer Demenz
ausgehen müsste, wenn man sich nur auf das von der Beschwerdeführerin geltend
Gemachte stütze. Wenn man ihre Angaben objektiviere, ergäben sich aber nicht die zu
einer Demenz gehörigen Befundtatsachen, weil ihre Angaben in wesentlichen Teilen
nicht plausibel oder objektivierbar seien (vgl. IV-act. 37-15). Dr. E._ hat im Rahmen
einer Konsistenzprüfung der geltend gemachten Beschwerden deutliche Hinweise für
Inkonsistenzen festgestellt (vgl. IV-act. 37-17 f.). Namentlich habe die
Beschwerdeführerin äusserst schwere kognitive Beeinträchtigungen geltend gemacht,
welche nicht zu den Angaben zu ihrer Lebensführung und den sich daraus ergebenden
Fähigkeiten passten. Sie habe den Verlust von kognitiven Fähigkeiten geltend gemacht,
welche selbst bei einer schwer dementen Person noch erhalten seien (z.B. sich an das
eigene Geburtsdatum erinnern zu können). Inkonsistenzen habe es auch in der Form
gegeben, dass die Beschwerdeführerin an verschiedenen Stellen der Untersuchung
sich widersprechende Äusserungen gemacht habe. Die Schilderungen ihres
Beschwerdeverlaufs seien unpräzise gewesen. Ausserdem hätten sich Diskrepanzen
zwischen den Angaben der Beschwerdeführerin und den fremdanamnestischen
Angaben der Tochter ergeben. Aus diesen Gründen sei anzunehmen, dass die
geklagten kognitiven Beschwerden nicht im geltend gemachten Ausmass und Umfang
vorhanden seien. Bei der klinischen und neuropsychologischen Untersuchung sei
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festzustellen gewesen, dass sich die Beschwerdeführerin nicht angestrengt und nicht
mitgemacht habe. Angaben, die zuverlässige Aussagen über den Grad der Bewusstheit
der Verdeutlichungstendenz zugelassen hätten, seien nicht erhältlich gewesen. Wenn
so viele Inkonsistenzen wie bei der Beschwerdeführerin vorhanden seien, sei die
gutachterliche Klärung des Ausmasses der tatsächlichen Funktionsbeeinträchtigungen
in der Regel stark erschwert bis unmöglich. Im vorliegenden Fall liessen sich die
Inkonsistenzen aber in einer Weise einer individuell ausgestalteten
Krankheitsverarbeitung zuordnen, dass von einem tatsächlich vorhandenen Kern von
Beeinträchtigungen auszugehen sei (IV-act. 37-18). Es liege ein Syndrom vor, das einer
psychischen Krankheit entspreche, und zwar ein Psychosyndrom mit Verminderung
der Arbeitsleistung und der Leistung bei alltäglichen Aufgaben, Sorgen über
abnehmendes geistiges und körperliches Wohlbefinden und einem Gefühl der
allgemeinen Unsicherheit, mit emotionaler Labilität und unangenehmen körperlichen
Empfindungen. Bei der Annahme einer psychischen Verursachung könne ein solches
Psychosyndrom der Diagnose einer Neurasthenie (ICD-10 F 48.0) entsprechen. Wenn
allerdings eine hirnorganische Ursache angenommen werde, könne dieses
Psychosyndrom einer organischen emotional labilen (asthenischen) Störung (ICD-10 F
06.6) entsprechen. Diese Störung trete häufiger in Folge einer Erkrankung der
Hirnarterien und von Bluthochdruck auf als aufgrund irgendeiner anderen Ursache. Bei
der Beschwerdeführerin habe das MRI vom 18. Juli 2011 Veränderungen ergeben, die
einer leichtgradigen chronischen Durchblutungsstörung der inneren Hirnteile
(Marklagerischämie) entsprächen, wie sie bei krankhaften Veränderungen der kleinen
Arterien im Gehirn (mikroangiopathische Veränderungen, Mikroangiopathie) typisch sei.
Ein Risikofaktor für solche Veränderungen der Arterien im Gehirn sei ein chronisch
erhöhter Blutdruck. Die Beschwerdeführerin habe bei der Untersuchung erhöhte
Blutdruckwerte gezeigt. Diese Tatsachen reichten aus, um das Psychosyndrom der
Beschwerdeführerin einer organischen emotional labilen (asthenischen) Störung
zuzuordnen (vgl. IV-act. 37-15).
3.5 Aus den Ausführungen von Dr. E._ geht hervor, dass er sich mit der
möglichen Diagnose einer Demenz befasst und eine solche aufgrund der zahlreichen
Inkonsistenzen, welche er bei einer eingehenden Konsistenzprüfung der erhobenen
Befunde feststellte, klar ausgeschlossen hat. Trotz der Inkonsistenzen hat er bei der
Beschwerdeführerin einen Kern von tatsächlich vorhandenen Beschwerden erkannt
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und diese als Psychosyndrom definiert. Bei der diagnostischen Einordnung dieses
Psychosyndroms hat Dr. E._ die zwei möglichen Ursachen (psychisch oder
hirnorganisch) diskutiert und ist aufgrund des MRI-Befundes vom 18. Juli 2011 sowie
des bei der Beschwerdeführerin festgestellten Bluthochdrucks zum Schluss
gekommen, dass das Psychosyndrom durch eine zerebrovaskuläre Erkrankung
verursacht und damit der Diagnose einer organischen emotional labilen (asthenischen)
Störung zuzuordnen sei. Dr. E._ hat somit den MRI-Befund vom 18. Juli 2011 nicht
nur berücksichtigt, sondern hat diesen explizit der Diagnosestellung zu Grunde gelegt.
Die Auswirkungen der Diagnose bzw. des der Diagnose zu Grunde liegenden MRI-
Befunds vom 18. Juli 2011 und die sich daraus ergebenden funktionellen
Einschränkungen hat er im Gutachten ausführlich beschrieben (vgl. IV-act. 17-18 f.).
Die medizinischen Ausführungen von Dr. E._ sind nachvollziehbar begründet und die
Schlussfolgerungen, insbesondere in Bezug auf die gestellte Diagnose, überzeugend.
3.6 Die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin hat Dr. E._ in neurologischer
Hinsicht in der angestammten Tätigkeit als Reinigungsmitarbeiterin im Umfang von
40% als eingeschränkt erachtet. Die Einschränkung ergebe sich aufgrund des bei der
Beschwerdeführerin vorliegenden degenerativen Lendenwirbelsäulenleidens. Eine
leidensadaptierte Tätigkeit sei mit einem vollem Pensum möglich (vgl. IV-act. 37-21). Es
bestünden diesbezüglich lediglich qualitative Einschränkungen (z.B. keine Lasten von
mehr als 5 kg heben). Aus psychiatrischer Sicht habe ab Mitte Juli 2011 eine 100%ige
Arbeitsunfähigkeit vorgelegen. Der psychische Gesundheitszustand habe sich in der
Folgezeit verbessert. Die Anpassungsstörung sei remittiert und ab spätestens Januar
2012 nicht mehr vorhanden gewesen. Ab diesem Zeitpunkt liege nur die Diagnose
organische emotionale labile (asthenische) Störung vor. Diese begründe in der
angestammten Tätigkeit als Reinigungsmitarbeiterin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit
(vgl. IV-act. 37-22, zu den funktionellen Einschränkungen vgl. IV-act. 37-18 f.). In einer
leidensangepassten Tätigkeit sei die Arbeitsunfähigkeit aus medizinisch-theoretischer
Sicht aktuell 80%, d.h. die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin betrage 20%.
Bezüglich des Anforderungsprofils einerleidensadaptierten Tätigkeit sei insbesondere
erforderlich, dass die Tätigkeit mit wenig Leistungsdruck verbunden sei (vgl. IV-act.
27-22). In interdisziplinärer Hinsicht liege in der angestammten Tätigkeit eine 100%ige
Arbeitsunfähigkeit vor. In einer leidensadaptierten Tätigkeit sei die Beschwerdeführerin
zu 20% arbeitsfähig (vgl. IV-act. 37-23, Korrektur von Dr. E._: vgl. IV-act. 38 -2). Die
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Bemerkung von Dr. E._, wonach die 20%ige Arbeitsfähigkeit aufgrund der geringen
Sprachkenntnisse, der geringen Bildung sowie der geringen kulturellen Integration der
Beschwerdeführerin nur schwer realisierbar sei (vgl. IV-act. 37-22), ist im Rahmen der
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nicht zu berücksichtigen, da es sich bei den erwähnten
Kriterien um IV-fremde Faktoren handelt. Seine Arbeitsfähigkeitsschätzung hat Dr.
E._ auf eine ausführliche und umfassende Beurteilung aus neurologischer und
psychiatrischer Sicht gestützt. Er hat den Verlauf der Erkrankungen der
Beschwerdeführerin sowie deren Auswirkungen nachvollziehbar dargestellt (vgl. IV-act.
37-16). Weiter ist er auf die Ergebnisse der im Rahmen der Begutachtung erfolgten
neuropsychologischen Untersuchung eingegangen und hat begründet, weshalb zum
Begutachtungszeitpunkt von einer umfassenden neuropsychologischen Untersuchung
abzusehen sei (vgl. IV-act. 37-20 f.). Schliesslich hat er auch zu der Selbsteinschätzung
der Beschwerdeführerin sowie zu früheren ärztlichen Einschätzungen Stellung
genommen (vgl. IV-act. 37-23).
3.7 Im Gesamten betrachtet, erfüllt das Gutachten von Dr. E._ die
rechtsprechungsgemässen Anforderungen, so dass darauf abgestellt werden kann. Es
ist daher mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die
Beschwerdeführerin in einer leidensadaptierten Tätigkeit medizinisch-theoretisch zu
20% arbeitsfähig ist (ausgehend von einer Vollzeitbeschäftigung). Unter
Berücksichtigung der Einstufung der Beschwerdeführerin in 20% Erwerb und 80%
Haushalt ergibt sich, dass nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichts
bezogen auf den erwerblichen Bereich keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in
leidensadaptierten Tätigkeiten besteht.
3.8 Zur Bemessung des (Teil-)Invaliditätsgrads ist im Folgenden ein
Einkommensvergleich vorzunehmen. Dabei ist gemäss Art. 16 ATSG das Einkommen,
das die versicherte Person nach dem Eintritt der Invalidität und nach der Durchführung
der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine
ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte
(Invalideneinkommen), in Beziehung zu setzen zum Erwerbseinkommen, das sie
erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen).
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3.9 Für die Ermittlung des Valideneinkommens wird grundsätzlich der vor dem
Eintritt der Arbeitsunfähigkeit zuletzt erzielte Verdienst einer versicherten Person
herangezogen. Da die Beschwerdeführerin jedoch unregelmässig und ohne ein fixes
Pensum als Reinigungsmitarbeiterin tätig gewesen ist (vgl. IV-act. 17-3; 11), fehlen
genügend Anhaltspunkte für eine konkrete Einkommensermittlung. Die
Beschwerdegegnerin hat daher zu Recht auf die statistischen durchschnittlichen Löhne
gemäss den Lohnstrukturerhebungen des Bundes (LSE) zurückgegriffen. Da die
Beschwerdeführerin seit dem Eintritt der Arbeitsunfähigkeit nicht mehr erwerbstätig
gewesen ist, sind auch für die Bestimmung des Invalideneinkommens die
Tabellenlöhne gemäss den LSE heranzuziehen. Werden – wie vorliegend – zur
Bestimmung des Validen- und des Invalideneinkommens die gleichen Grundlagen
(Tabellenlöhne) verwendet, so kann statt einem Einkommensvergleich ein sogenannter
Prozentvergleich vorgenommen werden. Demnach entspricht der Invaliditätsgrad dem
Grad der Arbeitsunfähigkeit unter Berücksichtigung des Abzuges vom Tabellenlohn
(Urteil des Bundesgerichts vom 9. März 2007, I 697/05, E. 5.4 mit Hinweis). Da die
Beschwerdeführerin im hypothetischen Gesundheitsfall nur zu 20% erwerbstätig wäre
und Dr. E._ ihr eine 20%ige Arbeitsfähigkeit attestiert hat, liegt der
Arbeitsunfähigkeitsgrad bei 0%. Relevant für den Invaliditätsgrad im Bereich Erwerb ist
daher lediglich die Höhe eines allfällig vorzunehmenden Tabellenlohnabzugs.
3.9.1 Die für die Bestimmung des Invalideneinkommens herangezogenen statistischen
Löhne können gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung um bis zu 25%
gekürzt werden, wenn absehbare Schwierigkeiten bei der erwerblichen Umsetzung des
verbliebenen Leistungsvermögens bestehen. Mit dem Tabellenlohnabzug ist zu
berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten
Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen und
entsprechend einsetzbaren Personen lohnmässig benachteiligt sind und deshalb mit
unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Sodann wird dem Umstand
Rechnung getragen, dass weitere persönliche und berufliche Merkmale einer
versicherten Person, wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder
Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad, Auswirkungen auf die Lohnhöhe
haben können (BGE 129 V 481 E. 4.2.3, vgl. auch BGE 134 V 327 E. 5.2).
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3.9.2 Der Rechtsvertreter macht geltend, es habe aufgrund der bei der
Beschwerdeführerin vorliegenden lohnnachteiligen Kriterien ihrer Nationalität, ihres
Alters, des noch möglichen Beschäftigungsgrades sowie der mangelnden Ausbildung
und Sprachkenntnisse ein Tabellenlohnabzug von 10% zu erfolgen. Gemäss dem
Gutachten von Dr. E._ kann die Beschwerdeführerin nur noch leichte körperliche
Tätigkeiten ausführen. Er hat festgehalten, es dürften nur Gegenstände mit maximal 5
kg gehoben werden. Weiter müsste ein Wechsel zwischen Sitzen, Stehen und Gehen
möglich sein. Bei Tätigkeiten im Gehen solle die Möglichkeit bestehen, nach 20 bis 30
Minuten eine Pause von 5 Minuten oder länger zu machen (vgl. IV-act. 37-21). Aus
psychiatrischer Sicht kommen laut Dr. E._ noch weitere qualitative Einschränkungen
hinzu. Namentlich dürfe die Tätigkeit nur mit wenig Leistungsdruck verbunden sein und
nicht zu unregelmässigen Zeiten oder nachts ausgeübt werden. Die Tätigkeit dürfe
keine hohen intellektuellen Anforderungen stellen. Es seien nur einfache manuelle
Tätigkeiten denkbar (vgl. IV-act. 37-22). Insgesamt betrachtet, ist angesichts der selbst
in körperlich leichten Tätigkeiten zahlreich vorhandenen qualitativen Einschränkungen
von einem erheblich eingeschränkten Spektrum an möglichen für die
Beschwerdeführerin in Frage kommenden Hilfsarbeitertätigkeiten auszugehen. Dieser
Umstand ist als lohnrelevanter Nachteil zu berücksichtigen. Wegen des
Beschäftigungsgrads von 20% (Teilzeitarbeit) ergibt sich kein Nachteil, da die
Beschwerdeführerin auch im hypothetischen Gesundheitsfall nur in diesem Umfang
tätig gewesen wäre. Die Nationalität bzw. der Aufenthaltsstatus der
Beschwerdeführerin ist zu vernachlässigen, zumal diese über eine
Niederlassungsbewilligung der Kategorie C verfügt (vgl. IV-act. 6-5) und daher nicht mit
Lohnnachteilen zu rechnen hat (Urteil des EVG vom 25. Juli 2005, I 420/04, E. 2.5.2).
Auch die mangelnde Ausbildung und fehlenden Sprachkenntnisse fallen nicht ins
Gewicht. Hilfsarbeitertätigkeiten, wie sie für die Beschwerdeführerin in Frage kommen,
setzen definitionsgemäss keine Ausbildung voraus und die sprachlichen Anforderungen
sind eher gering. Dass die sprachlichen Fähigkeiten der Beschwerdeführerin in diesem
Bereich jedenfalls ausreichend sind, hat sie mit ihren verschiedenen Stellen als
Reinigungsmitarbeiterin belegt. Das – bezogen auf die durchschnittliche
Lebensarbeitszeit – fortgeschrittene Alter der Beschwerdeführerin ist hingegen ein
Kriterium, das vorliegend als Lohnnachteil zu berücksichtigen ist. Die
Beschwerdeführerin ist immer nur als Reinigungsmitarbeiterin mit niedrigem Pensum
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tätig gewesen (vgl. IV-act. 11). Hinzu kommt, dass sie wiederholt und über längere
Zeiträume arbeitslos gewesen ist. Sie hat sich somit nur geringe berufliche Erfahrungen
und Fertigkeiten erarbeiten können, was ihr als im Verfügungszeitpunkt bereits _-
Jährige die berufliche Integration erheblich erschweren und sich auf den Lohn
nachteilig auswirken dürfte (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 24. Juli 2013,
9C_334/2013, E. 3). Unter Berücksichtigung des erheblich eingeschränkten Spektrums
an möglichen Hilfsarbeitertätigkeiten sowie des fortgeschrittenen Alters der
Beschwerdeführerin erscheint ein Abzug vom Tabellenlohn in Höhe von 10% als
gerechtfertigt.
3.10 In Anwendung des Prozentvergleichs entspricht der Tabellenlohnabzug von
10% dem Invaliditätsgrad der Beschwerdeführerin. Da jedoch gemäss der
bundesgerichtlichen Rechtsprechung nur eine anteilsmässige Berücksichtigung
gemäss der vorgenommen Einstufung in Erwerb und Haushalt erfolgt, resultiert für den
erwerblichen Bereich, welcher vorliegend 20% beträgt, ein Teilinvaliditätsgrad von 2%
(10 x 0,2).
4.
4.1 Im Folgenden ist der Teilinvaliditätsgrad der Beschwerdeführerin im Bereich
Haushalt zu prüfen.
4.2 Die gemäss dem Haushaltsabklärungsbericht vom 26. März 2013 ermittelten
Einschränkungen der Beschwerdeführerin im Haushalt werden vom Rechtsvertreter
nicht beanstandet. Er macht aber geltend, dass der Anteil, welcher im Rahmen der
Schadenminderungspflicht den Familienangehörigen auferlegt worden ist, zu hoch sei.
4.3 Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts ist bei der Invaliditätsbemessung
im Bereich Haushalt als Ausfluss des im Sozialversicherungsrecht geltenden Prinzips
der Schadenminderungspflicht (vgl. Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 2. Aufl.,
Schadenminderungspflicht, N 48) die Mithilfe von Familienangehörigen bei der
Ermittlung der Einschränkungen zu berücksichtigen (vgl. BGE 133 V 504 E. 4.2 mit
Hinweisen). Das Ausmass der Mithilfe im Haushalt, welche den Familienangehörigen
zugemutet wird, ist im Einzelfall im Hinblick auf die Verhältnismässigkeit zu prüfen
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(BGE 130 V 396 E. 8; vgl. Hardy Landolt, Hauswirtschaftliche
Schadenminderungspflicht von Angehörigen bei der Invaliditätsbemessung, in
Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Sozialversicherungsrechtstagung 2007, S. 138 ff.).
4.4 Der Abklärungsverantwortliche hat im Haushaltabklärungsbericht festgehalten,
dass der Tochter und dem Sohn der Beschwerdeführerin ein Anteil von 21,8% im
Rahmen der zumutbaren Schadenminderungspflicht zugewiesen werde. Dies
entspreche ca. 1,5 Stunden bei einem Gesamtaufwand von 6,6 Stunden pro Tag (vgl.
IV-act. 49-11). Dem ebenfalls im gleichen Haushalt lebenden Ehemann der
Beschwerdeführerin, welcher eine ganze IV-Rente bezieht, ist zu Recht kein Anteil an
der Haushaltstätigkeit angerechnet worden. Auch wenn sowohl die Tochter als auch
der Sohn berufstätig sind, erscheint der auferlegte Anteil am Haushalt von
durchschnittlich je 0,75 Stunden bzw. je 45 Minuten pro Tag dennoch nicht
unangemessen. Auf die unter Berücksichtigung der Schadenminderungspflicht
ermittelte Einschränkung der Beschwerdeführerin im Haushaltsbereich von 40% kann
somit abgestellt werden.
4.5 Gemäss der nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung vorgesehenen
anteilsmässigen Berechnung, resultiert im Bereich Haushalt, welcher bei der
Beschwerdeführerin einen Anteil von 80% ausmacht, ein Teilinvaliditätsgrad von 32%
(40 x 0,8).
5.
Im Ergebnis liegt der Invaliditätsgrad für beide Teilbereiche zusammen bei 34% und
damit unter 40%. Die Beschwerdeführerin hat somit keinen Anspruch auf eine
Invalidenrente (vgl. Art. 28 Abs. 2 IVG). Die angefochtene Verfügung erweist sich
folglich als rechtmässig.
6.
6.1 Gestützt auf die vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen.
6.2 Der Beschwerdeführerin ist die unentgeltliche Rechtspflege (Befreiung von den
Gerichtskosten und Bewilligung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung) am 16.
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Dezember 2013 bewilligt worden (act. G 12). Wenn ihre wirtschaftlichen Verhältnisse es
gestatten, kann sie jedoch zur Nachzahlung verpflichtet werden (Art. 123 der
Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO; SR 272] i.V.m. Art. 99 Abs. 2 des Gesetzes
über die Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1]).
6.3 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis
Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--
erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit angemessen. Der
unterliegenden Beschwerdeführerin sind die Gerichtskosten in der Höhe von Fr. 600.--
aufzuerlegen. Zufolge unentgeltlicher Rechtspflege ist die Beschwerdeführerin von der
Bezahlung der Gerichtskosten zu befreien.
6.4 Der Staat bezahlt zufolge unentgeltlicher Rechtsverbeiständung die Kosten der
Rechtsvertretung der Beschwerdeführerin. Die Parteientschädigung wird vom
Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der
Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen
(Art. 61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor
Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.--
bis Fr. 12'000.--. Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin hat auf das Einreichen
einer Kostennote verzichtet. In der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit erscheint
mit Blick auf vergleichbare Fälle eine pauschale Parteientschädigung von Fr. 3'500.--
(inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) angemessen. Diese ist um einen Fünftel zu
kürzen (Art. 31 Abs. 3 des Anwaltsgesetztes [AnwG/SG; sGS 963.70]). Somit hat der
Staat den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin pauschal mit Fr. 2'800.-- (inklusive
Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen.