Decision ID: 5d514a64-e376-4911-b8a6-40408f266ac7
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Die 1964 geborene X._ bezog
mit Wirkung ab Dezember 2010
eine
halbe
Rente
der Invalidenversicherung wegen einer depressiven und ei
ner Panikstörung (Verfügungen vom 22. August 2012;
Urk. 10/44
-45
).
Dane
ben war sie
zu einem Pensum von 50 % als
Betriebsmitarbeiterin in der Pro
duktion von Bediengeräten erwerbstätig (Urk. 10/46/2).
Im März 2013 leitete die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, eine Rentenrevision ein
(Urk. 10/46)
. Nach Abklärungen in medizini
scher Hinsicht und nach Verlust der Arbeitsstelle (vgl. Urk. 10/58/11) führte sie
Wiedereingliederungsmassnahmen nach
Art.
8a
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) durch. Trotz eines anschliessenden
sechsmo
natigen
Arbeitsversuch
s in einem Brockenhaus (Urk. 10/66 ff., Urk. 10/72 ff.), konnte die Versicherte nicht in den Arbeitsmarkt integriert werden, worauf die Eingliederungsmassnahmen mit Mitteilung vom 24. Augst 2015 abge
schlossen wurden (Urk. 10/77). Nach Durchführung des
Vorbescheidverfah
ren
s
(Urk. 10/83 ff.)
hob die IV-Stelle mit
Verfügung vom 3. November 2015
- unter Hinweis auf einer
Besserung
des Gesundheitszustandes
ab März 2014
die bisher ausgerichtete Rente auf
(Urk. 2)
.
2.
Dagegen erhob X._
am
3. Dezember 2015 Beschwerde
mit dem sinngemässen Rechtsbegehren um weitere Ausrichtung der bisherigen Rente und Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege
(Urk. 1)
. Mit
Beschwerde
antwort vom 11. Januar 2016
schloss die Verwaltung auf Abweisung der Beschwerde
(Urk. 9)
. Darüber wurde die Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 3. Mai 2016 orientiert. Gleichzeitig wies das hiesige Gericht ihr Gesuch um unentgeltliche Rechtsvertretung und unentgeltliche Prozessführung man
gels Einreichung von Belegen zur finanziellen Situation ab (Urk. 11).

Das Gericht zieht in Erwägung:
1.
1.1
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier
telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreivier
telsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28
Abs.
2
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung
).
1.2
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezü
gers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Ge
such hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialver
sicherungsrechts; ATSG
). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invalidi
tätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert ha
ben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesund
heitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Ar
beitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bundesgerichts 9C_261/2009 vom 11. Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Zeitliche Ver
gleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige Einspracheentscheid, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9
C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 2.
1 mit Hinweisen).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensver
gleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizini
schen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog. Validen
einkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu er
folgen, dass die b
eiden hypothetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und ge
gebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätig
keiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Be
urteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
1.5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medi
zinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründet die Renteneinstellung damit, dass sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin spätestens ab März 2014 verbessert habe und ihr die angestammte Tätigkeit als Montagearbeiterin zu 65 % zumutbar wäre (Urk. 2 S. 2).
2.2
Demgegenüber bestreitet die Beschwerdeführerin das mit Fr. 56‘657.95 bemes
sene Valideneinkommen und macht geltend, dass auf den Einkom
mensvergleich vom 6. Dezember 2011 abzustellen sei. Weiter ergebe sich aus den Zielvereinbarungen ein Invalideneinkommen von Fr. 22‘906.
bei 50 %, womit sich ein Invaliditätsgrad von über 60 % ergebe (Urk. 1 Ziff. 3.4). Hin
sichtlich der Arbeitsfähigkeit stellt sie sich im Wesentlichen auf den Stand
punkt, dass kein Revisionsgrund vorliege. Die Arztberichte und auch das Gutachten bestätigten einen gleichgebliebenen oder im Wesentlichen unver
änderten Gesundheitsschaden (Urk. 1 Ziff. 3.5-9, Ziff. 4).
3.
Referenzzeitpunkt für die Prüfung einer allfälligen anspruchsrelevanten Ände
rung des Gesundheitszustandes ist
die Verfügung vom 22. August 2012 (Urk. 10/44-45). Die Rentenzusprechung beruhte auf den Berichten von
Dr. med.
Y._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Neu
rologie,
welcher die Beschwerdeführerin seit 5. Oktober 2009 betreut,
vom
20. Januar und
1. Dezember 2011 (
Urk. 10/26,
Urk. 10/33
; vgl. auch Urk. 10/37 S. 5 f.
)
. Dieser stellte folgende
Diagnosen
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
:
-
Rezidivierende depressive Störung mit somatischem Syndrom und Ängsten, mittelgradige Episode
(ICD-10 F33.11)
-
Chronische Panikstörung
(ICD-10 F41.0)
Keine
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
mass er folgenden weiteren somati
schen Diagnosen zu
:
-
Epicondylitis humero
-radialis rechts
-
HWS-Syndrom
Dr. Y._ gab an, dass der Verlauf bei einer Arbeitsbelastung von 50 % stabil sei. Eine Steigerung des Pensums führe zu einer Dekompensation mit in der Folge 100%iger Arbeitsunfähigkeit. Er berichtete von
Kraftlosigkeit, Versagensgefühle
n
, Ängste
n
, Herzrasen, Übelkeit, Kopfschmerzen
,
Schwindel, Gef
ühl der ständigen Überforderung,
Schuldgefühle
n,
Konzentrationsschwä
che, Angst zu Kollabieren
, Versagensängsten, Unsicherheit sowie sozialem Rückzug.
4.
Im Rahmen des Revisionsverfahrens zog die Beschwerdegegnerin folgende medizinische Stellungnahmen bei:
4.1
Dr. Y._ und der behandelnde Psychologe
lic. phil.
Z._
, Fachpsy
chologie für Psychotherapie, wiederholten im Bericht vom 5. August 2013 (Urk. 10/53)
die Diagnose einer r
ezidivierende
n
depressive
n
Störung, gegen
wärtig mittelgradige Episode mit somatischen Symptomen (ICD-10 F33.11)
. Daneben stellten sie folgende Diagnosen
ohne Auswirkung auf die Arbeitsfä
higkeit:
-
Ereignisse, die den Verlust des Selbstwertgefühls in der Kindheit zur Folge hatten (ICD-10 Z61.3)
-
Verdacht auf Erschöpfungssyndrom (ICD-10 Z73.0)
Weiter gaben sie an, die Rentenzusprechung habe zusätzlich zur psychischen Entlastung der Versicherten beigetragen. Durch die Arbeitgeberin seien Ende 2013 Restrukturierungsmassnahmen angekündigt worden, welche die Versi
cherte wieder destabilisierten. Die Arbeitsfähigkeit betrage seit
27. September 2009
50 %
.
Im Affekt wirke die Beschwerdeführerin eher traurig. Im Ge
spräch sei sie teilweise hoffnungslos. Es bestünden eine stark reduzierte Be
lastbarkeit, eine Dünnhäutigkeit, welche schnell zu Traurigkeit führe. Ausser
dem sei die Konzentrationsfähigkeit in solchen Momenten deutlich einge
schränkt. Ebenfalls negativ auf Erhalt und Ausbau der Arbeits- und Einglie
derungsfähigkeit wirkten sich die finanzielle Not der Versicherten aus sowie die fehlende Unterstützung, ihre Tochter nachhaltig mit einer Erstausbildung in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Es sei sinnvoll, diese psychosozialen Be
lastungsfaktoren zu reduzieren.
4.2
Im p
sychiatrische
n
Gutachten vom 7. März 2014 (korrigierte Version, Urk. 10/58)
stellte
Prof. Dr. med.
A._,
Facharzt für Psychiatrie und Psy
chotherapie sowie Neurologie,
folgende
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
(S. 22)
:
-
Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leicht- bis allenfalls mittel
gradige Episode (ICD-10 F33.0/1)
Folgenden weiteren
Diagnosen
mass der Gutachter keine
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
bei (S. 22)
:
-
Panikstörung
-
Ängstlich vermeidende Persönlichkeitsakzentuierung (ICD-10 Z73.1)
-
Finanzielle Schwierigkeiten (ICD-10 Z24)
-
Familiäre Probleme (ICD-10
Z
64)
Sodann führte der Gutachter aus, bei der psychiatrischen Untersuchung hät
ten Klagen der Explorandin über ähnliche Symptome wie zuvor mit Kraftlo
sigkeit und rascher Erschöpfung im Vordergrund der Beschwerden gestan
den. Darüber hinaus seien die psycho-sozialen Belastungen von der Explo
randin stark thematisiert worden. Zudem habe sie Kopf- und Nackenschmer
zen als handicapierende somatische Symptome angegeben (S. 21, S. 24).
In der Exploration hätten sich Hinweise auf eine ängstlich-vermeidende Per
sönlichkeitsakzentuierung bei schwieriger Kindheit gefunden, die den de
pressiv-regressiven Verhaltensweisen der Explorandin zugrunde lägen. Diese Persönlichkeitszüge seien im Rahmen der laufenden Psychotherapie themati
siert worden. Es seien Muster verdeutlicht worden und die Beschwerdeführe
rin leite bereits Verhaltensänderungen hieraus ab. Im Psychopathologischen hätten allenfalls leichtgradige depressive Symptome objektiviert werden können, wobei Lustlosigkeit und Antriebsmangel im Rahmen der regressiven Verhaltensweisen der Explorandin im Vordergrund stünden. Diese könnten als Schutzmechanismus vor Überlastung psychodynamisch interpretiert wer
den und seien (noch) unbewusste Abwehrmechanismen. Die noch bestehende Panikstörung trete vorübergehend in den Einschlafphasen auf und werde be
züglich der Arbeitsfähigkeit nicht wirksam (S. 21, S. 24).
Im Verlaufe der psychiatrischen Krankheitsgeschichte der Explorandin könne die Einschätzung des behandelnden Psychiaters einer Stabilisierung des psy
chischen Gesundheitszustandes geteilt werden, wobei aus gutachterlicher Sicht trotz dieser noch eine hohe Vulnerabilität mit Möglichkeit einer rezidi
vierenden Depression vorliege. Auch sei zu betonen, dass neben den psy
chisch begründbaren Störungen mit nachfolgenden Fähigkeitsstörungen ins
besondere in der Durchhaltefähigkeit auch zahlreiche psychosoziale Faktoren das psychopathologische Bild nicht unwesentlich mitbeeinflussten und de
stabilisierten. Auch der kürzlich erlittene Arbeitsplatzverlust sei diesbezüglich voranschreitend zu benennen, wobei prognostisch positiv zu bewerten sei, dass die Explorandin nicht katastrophisierend mit der Situation umgehe, sondern sich adäquat verhaltend, selbst um eine neue Arbeit bemühe. Aus gutachterlicher Sicht liege aktuell eine schwierige Situation vor, die von al
len Seiten viel Fingerspitzengefühl erfordere. Eine diesbezügliche Unterstüt
zung durch ein erneutes Job Coaching wäre ratsam, um das Erreichte nicht zu gefährden und einen weiteren Aufbau des Arbeitspensums zu erreichen (S. 21 f., S. 24 f.).
Soziokulturelle und psychosoziale Faktoren beeinflussten das psychopatholo
gische Bild der Explorandin mit. Sie könnten zwar medizinisch-theoretisch im Hinblick auf die Arbeitsfähigkeit ausgeblendet werden, jedoch nicht le
benspraktisch, da die vorliegenden psychischen Störungen und die psychoso
zialen Probleme eng miteinander verknüpft seien. Medizinisch-theoretisch könne im Verlauf von einem verbesserten psychischen Gesundheitszustand im Vergleich zum Zeitpunkt der Rentenaussprache ausgegangen werden. Die Arbeitsfähigkeit könne in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit, welche auch eine optimal adaptierte Tätigkeit gewesen wäre, mit 60 % bis 70 % bezogen auf ein vollschichtiges Pensum eingeschätzt werden (S. 22 f., S. 25).
Aus psychiatrischer Sicht sei eine weitere Steigerung des Pensums medizi
nisch-theoretisch grundsätzlich möglich, da die Versicherte im Verlauf psy
chisch gefestigter erscheine. Unter den vorbeschriebenen aktuellen berufli
chen Kontextfaktoren sei eine Steigerung praktisch aber nicht umsetzbar (S. 23).
4.3
In einem
von
der
Psychotherapeutin
Dr. med.
B._
am
21. Januar 2015
verfassten und
von med. pract.
C._
, Facharzt für Psychiatrie und Psy
chotherapie, unterzeichneten Schreiben (Urk. 3/16)
wurden folgende Be
schwerden genannt:
Stimmungslabilität
,
Schuld- und Versagensgefühle
,
Zu
kunftsängste
,
Gefühl der Ohnmacht
,
starke Kopfschmerzen, Gliederschmer
zen, Kraftlosigkeit
,
sozialer Rückzug
und
fehlende Lebensfreude
. Die bishe
rige Behandlung habe eine Reduktion der Zukunftsängste, eine Verbesserung der Selbstwahrnehmung und Selbstakzeptanz, der Selbstfürsorge und der Schmerzsymptomatik sowie eine Steigerung des Antriebs bei Reduktion der inneren Unruhe gebracht. Trotz Symptomverbesserung komme es immer wieder zu Einbrüchen mit Verschlimmerung der depressiven Symptomatik, zum Teil auch reaktiv auf die als sehr belastend erlebte Arbeits- und Famili
ensituation. Die betriebsbedingte Kündigung der langjährigen Anstellung ein Jahr zuvor und die trotz Hilfestellung erfolglose Stellensuche zehrten zusätz
lich sehr am Selbstvertrauen der Beschwerdeführerin. Es bestehe zudem ein sehr hoher Leidensdruck bezüglich der angespannten finanziellen Situation.
Die Arbeitsfähigkeit sei krankheitsbedingt dauerhaft eingeschränkt. Versuche, das Arbeitspensum über 50 % zu steigern, hätten in der Vergangenheit im
mer wieder zu Einbrüchen geführt, das heisse zur deutlichen Verschlimme
rung der Symptomatik und in der Folge 100%iger Arbeitsunfähigkeit.
4.4
In einer
undatierten Stellungnahme
(Urk. 3/15) nannte der die Beschwerdefüh
rerin behandelnde Hausarzt med. pract.
D._
, Facharzt für Allgemeinmedizin, folgende
Diagnosen:
-
Rezidivierende depressive Störung mit somatischen Symptomen
-
Angst- und Panikstörung
-
Art. Hypertonie
-
Dyslipidämie
-
Chron. obstruktive Lungenerkrankung (COPD)
-
Chron. rez. Kopfschmerzen, z.T. migräniform mit deutlicher Trigeminusrei
zung
-
Chron. rez. Cervicobrachialgie m/b:
-
leichte
r
Spondylarthrose C5/6, und C4/5 (MRI vom 20.12.2007)
Seit 2011 habe sich wiederholt gezeigt, dass die Beschwerdeführerin gesund
heitlich mit einem Arbeitspensum von 50 % knapp stabil gewesen sei. Sobald jedoch eine Erhöhung des Pensums in Betracht gezogen worden sei, habe sich der Zustand verschlechtert. Aus seiner Sicht sei die Beschwerdeführerin zu maximal 50 % arbeitsfähig und dies in einer angepassten Umgebung. Diese beschrieb der Hausarzt als einen ruhigen Arbeitsplatz mit einer leichten wechselbelastenden Halbtagstätigkeit ohne Arbeiten auf Leitern, Gerüsten und so weiter sowie mit einer zusätzlichen Ruhepause von 15 Minuten pro Halbtag.
5
.
5
.1
5.1.1
Vorwegzuschicken ist, dass das psychiatrische Gutachten von Prof. Dr.
A._
vom
7. März 2014 (E.
4
.2) den praxisgemässen Anforderungen an den Beweiswert einer Expertise vollumfänglich entspricht. So ist das Gut
achten für die streitigen Belange umfassend, beantwortet es doch die Frage nach den gesundheitlichen Beeinträchtigungen und der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin aus psychiatrischer Sicht. Es beruht sodann auf einer eingehenden psychiatrischen Unter
suchung und berücksichtigt
die geklagten Beschwerden. Der Gutachter schilderte ausführlich die von der Beschwerde
führerin erwähnten Leiden und Einschränkungen und setzte sich detailliert damit auseinander. Die Expertise wurde sodann in Kenntnis der Vorakten, insbesondere der zur Rentenzusprache führenden Stellungnahme
n
von Dr.
Y._ vom
21. Januar und 1. Dezember 2011 (E. 3) abge
geben und sie leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge
und
in der Beurteilung der medizinischen Situation ein. In diesem Sinne erscheinen die Schlussfolgerungen als begründet.
Der Gutachter würdigte namentlich die problematische Wechselwirkung zwi
schen den erheblichen psychosozialen Belastungsfaktoren und der depressi
ven Störung, was eine Reintegration in den Arbeitsmarkt erschwere. Mit Be
zug auf den Psychostatus erhob er eine nunmehr leichtgradige depressive Symptomatik, was seine Beurteilung eines verbesserten psychischen Gesund
heitszustandes im Vergleich zum Zeitpunkt der Rentenzusprache stützt.
Der Gutachter legte die Verbesserung des Gesundheitszustandes auch in befund
mässiger Hinsicht überzeugend dar. Im Zeitpunkt der Rentenzusprache litt die Beschwerdeführerin an mannigfaltigen Beschwerden (Kraftlosigkeit, Versagensgefühle, Ängste, Herzrasen, Übelkeit, Kopfschmerzen, Schwindel, Gefühl der ständigen Überforderung, Schuldgefühle, Konzentrationsschwä
che, Angst zu Kollabieren, Versagensängste, Unsicherheit, sozialer Rückzug, E. 3).
Dr. A._
berichtete demgegenüber von einer sich wohl als ausge
laugt und lustlos bezeichnenden Beschwerdeführerin (
Urk.
10/58/13), in ob
jektiver Hinsicht schilderte er aber eine freundliche Explorandin mit gut her
stellbarem Rapport, keine Bewusstseinsstörung, keine kognitiven Defizite, keine Störungen des Gedächtnisses, keine Konzentrationsstörungen, unge
störtes Denken, stabile Stimmungssituation, leicht verschoben zum negativen Pol, ungestörter Affekt, uneingeschränkte Schwingungsfähigkeit, kein gene
reller Interessensverlust oder tiefe Freudlosigkeit (
Urk.
10/58/16-18). Damit ergaben sich wesentlich verbesserte Befunde.
5.1.2
Auch der – ursprünglich berichtende
-
Dr. Y._
, auf dessen Einschät
zung die Rentenzusprache gründete
,
schilderte im Rahmen des Revisionsver
fahrens eine zu allen Qualitäten orientierte Beschwerdeführerin, unauffällige Konzentration und Aufmerksamkeit im Gespräch, unauffälliges inhaltliches und formales Denken, keine Hinweise für Wahn, Ich-Störungen oder Sinnestäuschungen, im Affekt eher traurig wirkend, teilweise hoffnungsvoll im Gespräch (
Urk.
10/53/2). Damit erhob er wesentlich verbesserte Befunde als im Zeitpunkt der Rentenzusprache (E. 3.).
Auf eine
Besserung
der Symptomatik wies schliesslich auch die behandelnde
Psychotherapeutin Dr. B._ im jüngsten Bericht hin (E. 4.3).
5.2
Trotz Besserung der depressiven Symptomatik
wird indessen nicht ausge
schlossen, dass im Rahmen des wellenförmigen Verlaufs der rezidivierenden depressiven Störung schwerere Episoden mit zeitweise höheren Einschrän
kungen der Ar
beitsfähigkeit auftreten mögen. Diese stehen vor allem in Zu
sammenhang mit den
von allen involvierten Ärzten angegebenen psychoso
zialen Belastungsfaktoren, welche auf den Schweregrad der depressiven Symptomatik massgeblich Einfluss haben. Dadurch lässt sich indes keine dauerhaft auf 50 % herabgesetzte Arbeitsfähigkeit begründen.
Sodann ist zu berücksichtigen, dass l
eicht- bis mittelgradige Episoden einer
Depression
und selbst mittelgradige depressive Episoden rechtsprechungsge
mäss regelmässig als eine von depressiven Verstimmungszuständen nicht klar unterscheidbare andauernde Depression im Sinne eines verselbständig
ten Gesundheitsschadens zu betrachten
sind
. Daran ändert nichts, wenn die depressive Episode vor dem Hintergrund einer rezidivierenden depressiven Störung diagnostiziert worden ist (Urteil des Bundesgerichts 8C_195/2014 vom 12. Juni 2014 E. 4.4 mit Hinweisen).
Wenn und soweit psychosoziale und soziokulturelle Faktoren zu einer eigentli
chen Beeinträchtigung der psychischen Integrität führen, indem sie einen verselbständigten Gesundheitsschaden aufrechterhalten oder den Wir
kungsgrad seiner – unabhängig von den invaliditätsfremden Elementen be
stehenden – Folgen verschlimmern, können sie sich mittelbar invaliditätsbe
gründend auswirken (Urteil des Bundesgerichts 9C_537/2011 vom 28. Juni 2012 E. 3.2 mit Hinweisen).
In diesen Konstellationen tragen die als solche nicht versicherten sozialen Faktoren zum Umfang der verselbständigten Ge
sundheitsschädigung bei
(Urteil des Bundesgerichts
9C_140/2014
vom 7.
Januar 2015
E. 3.3)
.
Bei der Beschwerdeführerin trägt
die psychosoziale Belastung neben der De
pression eigenständig und erheblich zur Leistungsverminderung bei.
Mit dem Gutachter ist davon auszugehen, dass eine weitere Steigerung des Pensums über die attestierten 60 % bis 70 % hinaus bei leichtgradiger depressiver Symptomatik zwar medizinisch-theoretisch möglich ist, aufgrund der beste
henden psychosozialen Belastungsfaktoren jedoch praktisch nicht umsetzbar sein wird. Mit anderen Worten verhindert die psychosoziale Belastung die Realisierung des beim
eigenständige
n
psychische
n
Leiden
bestehenden Besserungsp
otential
s. Damit ist die vom Gutachter attestierte
Arbeitsunfähig
keit
von 30 % bis 40 % angesichts der nunmehr leichten depressiven Symp
tomatik aus invalidenversicherungsrechtlicher Sicht nachvollziehbar.
5
.3
Aufgrund der medizinischen Akten steht nach dem Gesagten fest, dass die Beschwerdeführerin
zufolge Besserung der depressiven Symptomatik
in einer angepassten Tätigkeit
im Vergleich zu den Verhältnissen
im Zeitpunkt der erstmaligen rentenverweigernden Verfügung
neu zu 65 %
arbeitsfähig ist
(zum Abstellen auf den Mittelwert der attestierten Arbeitsfähigkeit zwischen 60 und 70 % vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_422/2011 vom 19. Septem
ber 2011 E. 4.2 und 9C_358/2014 vom 21. November 2014)
, womit
zu prüfen ist, ob diese Besserung zu einer Veränderung des Invaliditätsgrades führt
.
6
.
6.1
6.1.1
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des Validen
einkommens entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegen
den Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Ein
kommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit erstellt sein (BGE 139 V 28 E. 3.3.2; BGE 135 V 58 E. 3.1; BGE 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweis).
Ist
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die versi
cherte Person die bisherige Tätigkeit unabhängig vom Eintritt der Invalidität nicht mehr ausgeübt hätte, kann das Valideneinkommen auf Grundlage der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstruk
turerhebung (LSE) berechnet werden, wobei die für die Entlöhnung im Ein
zelfall gegebenenfalls relevanten persönlichen und beruflichen Faktoren zu berücksichtigen sind (BGE 139 V 28
E. 3.3.2; BGE 128 V 29 E. 4e; Urteil des Bundesgerichts 9C_887/2015 vom 12. April 2016 E. 4.2).
6.1.2
D
ie Beschwerdegegnerin
bemass das Valideneinkommen anhand der statisti
schen Daten der
vom Bundesamt für Statis
tik he
rausgegebenen Schweizeri
schen
Lohnstrukturerhebung 2012 (LSE 2012; Urk. 2 S. 2). Dies ist grund
sätzlich nicht zu beanstanden. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin darf das der Rentenzusprechung im Jahre 2012 zugrunde gelegte (höhere) Valideneinkommen von Fr. 63‘512.
nicht mehr herangezogen werden, denn dieses beruhte auf dem von der damaligen Arbeitgeberin im Gesundheitsfall bei einem Vollpensum hypothetisch ausgerichteten Lohn (Urk. 10/41 und Urk. 10/12 Ziff. 2.11). Dieses langjährige Arbeitsverhältnis wurde 2014 in
folge Wegzugs der Fabrik von E._ nach F._ aufgelöst, wobei sich die Beschwerdeführerin dem längeren Arbeitsweg nicht gewachsen fühlte. In den Akten lassen sich keine Anhaltpunkte dafür finden, dass die Beschwerdefüh
rerin bei guter Gesundheit ihre (hypothetische) vollzeitliche Anstellung auch nach dem Standortwechsel der Fabrik beibehalten und einen um einiges län
geren Arbeitsweg auf sich genommen hätte. Vielmehr gab sie im Rahmen der beruflichen Eingliederungsmassnahmen an, ein Umzug komme für sie aus familiären Gründen nicht in Frage (Urk. 10/69 S. 1 und Urk. 10/47). Daraus ist zu schliessen, dass sie unabhängig von ihrem Gesundheitszustand weder bereit gewesen wäre, den längeren Arbeitsweg auf sich zu nehmen, noch ih
ren Wohnort in die Nähe des neuen Betriebsortes zu verlegen. Unter diesen Umständen darf bei der Ermittlung des Valideneinkommens nicht mehr auf den früher erzielten Lohn abgestellt werden, sondern es ist rechtsprechungs
gemäss ein statistischer Durchschnittslohn gemäss der
LSE
2012 heranzuzie
hen.
6.1.3
Die Beschwerdegegnerin ging indessen von dem in der Zeile 41-43 der Ta
belle TA1 enthaltenen Durchschnittslohn aus (Urk. 10/81). Dabei handelt es sich um den im Baugewerbe bezahlten Lohn, was nicht der von der Be
schwerdeführerin ausgeübten Tätigkeit entspricht
und auch nicht dem, was sie nach dem Verlust ihrer Stelle mit überwiegender Wahrscheinlichkeit tun würde. Im Gegenteil zeigt die Erwerbsbiographie der Beschwerdeführerin, dass sie ihm Rahmen von Hilfstätigkeiten in verschiedensten Bereichen tätig war (Kassierin, Blumenverkäuferin, Serviceangestellte, Kontrolleurin für Microchips, Raumpflegerin, Betriebsassistentin, Verkäuferin, Betriebsmitar
beiterin,
Urk.
10/65). Der Beschwerdeführerin wäre es als Gesunde demnach frei gestanden, in jeglichem Wirtschaftssegment eine passende Stelle zu su
chen.
Damit ist auf das Total der von Frauen im Kompetenzniveau 1 (einfache Tätig
keiten körperlicher oder handwerklicher Art) erzielbaren Lohn abzustel
len, welcher gemäss LSE 2012 Tabelle TA1
Fr.
4‘112.-- pro Monat betrug.
6.2
6.2.1Für die Festsetzung des trotz Gesundheitsschädigung zumutbarerweise noch realisierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) ist nach der Rechtsprechung primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbliebene Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn (BGE 139 V 592 E. 2.3; BGE 135 V 297 E. 5.2; BGE 129 V 472 E. 4.2.1; BGE 126 V 75 E. 3b/aa).
6.2.2
Mangels einer aktuellen Erwerbstätigkeit der Beschwerdeführerin können nach der Rechtsprechung ebenfalls
für die Bestimmung des Invalidenein
kommens die Tabellenlöhne gemäss der LSE 2012 herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3
;
BGE 135 V 297 E. 5.2; BGE 129 V 472 E. 4.2.1; BGE 126 V 75 E. 3b).
Eine Heranziehung des im Rahmen der beruflichen Eingliede
rungsmassnahmen angestrebten Einkommens (Urk. 1 Ziff. 3.4) kommt bereits deshalb nicht in Frage, weil im Rahmen einer
angesichts der vorliegenden Umstände schrittweise durchzuführenden
Reintegration noch keine volle Ausschöpfung der verbliebenen Arbeitsfähigkeit verlangt werden kann, weshalb der anvisierte Lohn nicht mit dem Invalideneinkommen über
einstimmt.
6.2.3
Unter Zugrundelegung
des identischen
Monatseinkommens von Fr. 4'
112
.
(inklusive Ante
il 13. Monatslohn) im Jahre 2012
(LSE
12
, Tabelle TA1,
Total, Kompetenzniveau 1, Frauen) kann rechnerisch ein Prozentvergleich vorge
nommen werden; die Aufrechnung auf die durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit und das Jahr 2015 kann - da identisch – unterbleiben. B
ei einem Arbeitspensum von
65
%
entspricht der Invaliditätsgrad dem selben Wert unter Berücksichtigung eines allfälligen Abzuges vom Tabellenlohn
.
So stellt namentlich das
Angewiesensein auf das Entgegenkommen eines verständnisvollen Ar
beitgebers, was vorliegend der
Fall ist, praxisgemäss kein anerkanntes eigenständiges Abzugskriterium dar (vgl. Urteile des Bun
desgerichts 8C_176/2012 vom 3. September 2012 E. 8, 8C_91/2013 vom 22. August 2013 E. 3.3.4). Anzufügen ist, dass das Gericht sein Ermessen oh
nehin nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen und ein Abweichen grundsätzlich nur bei Unangemessenheit möglich ist (BGE 137 V 71 E. 5.1). Dies ist vorliegend – die Beschwerdegegnerin ge
währte keinen Abzug – nicht der Fall.
6.3
Ist kein Abzug vom Tabellenlohn gerechtfertigt, hat es mit dem errechneten, rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von 35
%
sein Bewenden. Die Be
schwerdeführerin hat damit kein
en
An
spruch mehr
auf eine Rente der Invali
denversicherung, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.
7.
Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr.
800
.
festzulegen und ausgangsge
mäss von der Beschwerdeführerin zu tragen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG).