Decision ID: 5593d072-cd07-4503-9ce2-414b3581d34f
Year: 2008
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
M._,
Beschwerdeführer,
gegen
Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358,
6002 Luzern,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
Versicherungsleistungen
Sachverhalt:
A.
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A.a M._, geb. 1959, war bei der A._ tätig und dadurch bei der Suva versichert,
als er am 18. November 2004 beim Hinuntersteigen in einen Schacht, auf einer
Eisenverstrebung stehend, auf die ca. 30 cm tiefer liegende Verstrebung rutschte.
Hierbei konnte er sich zwar mit den Händen festhalten, verstauchte sich indessen das
rechte obere Sprunggelenk. Dieses schwoll an und war in der Folge schmerzhaft. Er
konnte jedoch bis 3. Januar 2005 weiter arbeiten (UV-act. 1, 2). Später gab der
Versicherte an, im Verlauf der Zeit habe auch das Knie geschmerzt (UV-act. 6). Mit
Schreiben vom 8. April 2005 teilte die Suva dem Versicherten mit, für die Fuss- und
Kniebeschwerden stünden ihm Versicherungsleistungen (Heilbehandlung) zu (vgl. auch
UV-act. 8). Aufgrund der Fuss- und Kniebeschwerden habe keine Arbeitsunfähigkeit
bestanden, so dass eine Taggeldzahlung entfalle. Die ebenfalls behandelten
Rückenbeschwerden stünden in keinem Zusammenhang zum Ereignis vom
18. November 2004, weshalb hierfür keine Leistungen erbracht werden könnten (UV-
act. 10). In der Beurteilung vom 9. August 2007 hielt der Suva-Kreisarzt fest, aufgrund
der Unfallfolgen könne von einer 100 %igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden (UV-
act. 61).
A.b Gestützt auf eine MEDAS-Begutachtung, welche unter anderem eine 80 %ige
Arbeitsfähigkeit des Versicherten in einer körperlich leichten, wechselbelastenden
Tätigkeit ergeben hatte (IV-act. 57), sprach die IV-Stelle des Kantons St. Gallen dem
Versicherten mit Verfügungen vom 9. November und 13. Dezember 2007 eine
Viertelsrente mit Wirkung ab 1. Januar 2006 auf der Basis eines IV-Grades von 42 % zu
(UV-act. 56; vgl. auch UV-act. 67 und 70). Mit Verfügung vom 13. August 2007 hatte
die Suva dem Rechtsvertreter des Versicherten eröffnet, die Rückenbeschwerden seien
gemäss kreisärztlicher Beurteilung ursächlich auf krankhafte Veränderungen
zurückzuführen; es seien überwiegend Krankheitsfolgen für den Verlauf verantwortlich.
Aufgrund der Unfallfolgen seien keine weiteren Behandlungen mehr notwendig (UV-act.
62). Die gegen diese Verfügung vom Rechtsvertreter des Versicherten erhobene
Einsprache (UV-act. 63) wies die Suva mit Einsprache-Entscheid vom 14. Februar 2008
ab.
B.
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B.a Gegen diesen Einspracheentscheid erhob Rechtsanwalt lic. iur. LL.M. Dominik
Gemperle, St. Gallen, für den Versicherten am 12. März 2008 Beschwerde mit den
Anträgen, der Entscheid und die Verfügung vom 13. August 2007 seien aufzuheben.
Dem Beschwerdeführer seien Versicherungsleistungen in der Form von
Taggeldleistungen oder durch Zusprache einer Rente für Vollinvalidität auszurichten.
Eventualiter sei die aktuelle Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers bzw. die Kausalität
zwischen der festgestellten Arbeitsunfähigkeit und dem Unfallereignis durch eine
andere fachärztliche Expertise festzulegen. Ein entsprechendes Gutachten solle
insbesondere die Frage beantworten, ob eine entsprechende Arbeitsunfähigkeit mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit als Unfallfolge zu qualifizieren sei oder ob
krankhafte Störungen im Vordergrund stehen würden. Der behandelnde Arzt Dr. med.
B._, Facharzt FMH für Allgemeine Medizin, sei zur Kausalität der Beschwerden
gutachterlich zu befragen. Dem Beschwerdeführer sei die unentgeltliche
Rechtsverbeiständung zu bewilligen. Zur Begründung führte der Rechtsvertreter unter
anderem aus, es sei als überwiegend wahrscheinlich zu betrachten, dass auch die
Rückenbeschwerden in einem adäquaten und kausalen Zusammenhang mit der
Fussverletzung bzw. mit dem Unfall vom November 2004 stehen würden. Eine
Expertise, welche diese Frage zum Gegenstand habe, werde explizit beantragt. Der
Beschwerdeführer leide nach wie vor an den Folgen der schweren Fussverletzungen.
Die Arbeitsfähigkeit sei aufgrund der direkten Unfallfolgen stark beeinträchtigt. Die
geklagten Beschwerden müssten zumindest als Teilursache des Unfalls qualifiziert
werden. Es liege ein eindeutiges ärztliches Attest vor, welches dies bestätige. Beim
Beschwerdeführer lägen nach wie vor behandlungsbedürftige Unfallfolgen sowie eine
unfallbedingte Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit vor. - Mit der Beschwerdeergänzung
vom 28. April 2008 reichte der Rechtsvertreter ein Arztzeugnis von Dr. B._ vom 15.
April 2008 nach (act. G 3).
B.b In der Beschwerdeantwort vom 26. Mai 2008 beantragte die Beschwerdegegnerin
Abweisung der Beschwerde und Bestätigung des angefochtenen
Einspracheentscheids. Zur Begründung verwies sie auf die Darlegungen im
angefochtenen Entscheid und führte unter anderem aus, dauerhafte physische
Unfallschäden hätten ärztlicherseits nie objektiviert werden können, weder am OSG
rechts noch am Knie rechts. Die Schmerzen seien vielmehr auf (unfallfremde)
psychische Störungen zurückzuführen. Die Rückenprobleme hätten schon lange vor
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dem banalen Unfall vom 18. November 2004 bestanden. Sie seien unfallfremder Natur
und psychisch überlagert. Diesbezüglich sei die Beschwerdegegnerin nicht
leistungspflichtig.
B.c Von der ihm mit Schreiben der Gerichtsleitung vom 28. Mai 2008 eingeräumten
Möglichkeit zur Einreichung einer Replik und zur Einreichung der Unterlagen betreffend
das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung (act. G 6, 7) machte der Rechtsvertreter
des Beschwerdeführers keinen Gebrauch (Annahme des Nichtfesthaltens am Gesuch
um unentgeltliche Rechtsverbeiständung; act. G 8).
B.d Am 10. Juli 2008 reichte der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ein
Arbeitsunfähigkeitszeugnis von Dr. B._ vom 30. Juni 2008 nach (act. G 9).
B.e Das Versicherungsgericht zog die Akten der Invalidenversicherung betreffend den
Beschwerdeführer bei (act. G 11).
B.f Am 14. November 2008 teilte Rechtsanwalt Gemperli mit, dass er den
Beschwerdeführer nicht mehr vertrete.

Erwägungen:
1.
Streitig ist vorliegend, ob - und gegebenenfalls in welchem zeitlichen Rahmen - die
Fuss- und Knieprobleme sowie die Rückenbeschwerden des Beschwerdeführers in
einem adäquatkausalen Zusammenhang zum Unfall vom 18. November 2004 stehen.
Die Beschwerdegegnerin legte im angefochtenen Entscheid die diesbezüglichen
rechtlichen Grundlagen zutreffend dar (Erwägung 1); darauf ist zu verweisen. Die vom
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers angesprochene Frage des Rentenanspruchs
bildete nicht Gegenstand des angefochtenen Entscheids. Die Rentenprüfung kann
somit auch nicht Gegenstand des Beschwerdeverfahrens sein; diesbezüglich ist auf die
Beschwerde nicht einzutreten. - Der erstbehandelnde Arzt Dr. med. B._, welchen den
Beschwerdeführer rund eineinhalb Monate nach dem streitigen Ereignis aufsuchte,
diagnostizierte im Bericht vom 10. Februar 2005 eine Distorsion des lateralen OSG
rechts und eine Distorsion des Knies mit medialen Beschwerden. Seit dem 19. Januar
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2005 bestehe volle Arbeitsunfähigkeit (UV-act. 3). Am 15. Februar 2005 gab der
Beschwerdeführer unter anderem an, er habe seit kurzem starke Rückenbeschwerden.
Er habe schon vor dem Unfall ab und zu Rückenbeschwerden gehabt. Gleich nach
dem Unfall habe er keine Rückenschmerzen verspürt (UV-act. 4). Dr. med. C._,
Orthopädie am Rosenberg, stellte am 9. März 2005 die Diagnosen einer Distorsion des
oberen Sprunggelenks rechts, von funktionellen Kniebeschwerden rechts sowie einer
lumbalen Diskushernie links (UV-act. 5). Gegenüber dem Suva-Aussendienstmitarbeiter
erklärte der Beschwerdeführer am 22. März 2005 unter anderem, unmittelbar nach dem
Unfall habe er im rechten Fussgelenk Schmerzen gehabt. Er habe dennoch weiter
gearbeitet. Im Verlauf der Zeit habe auch das Knie geschmerzt. Nach den
Betriebsferien habe er die Arbeit am 10. Januar 2005 wieder aufgenommen.
Zwischenzeitlich hätten sich auch Rückenschmerzen bemerkbar gemacht. Er habe
eigentlich schon immer während der Arbeit oder nach schwerer körperlicher Tätigkeit
leichte Rückenbeschwerden gehabt. Diese habe er dann am Abend meist selbst
behandelt, so dass er deswegen nicht arbeitsunfähig gewesen sei (UV-act. 6).
Gegenüber Dr. med. D._, Orthopädie am Rosenberg, berichtete der
Beschwerdeführer am 22. März 2005 über wechselnde lumbale Rückenbeschwerden,
welche seit 20 Jahren bestehen würden. Der Arzt diagnostizierte eine Lumboischialgie
rechts bei Osteochondrose L4/5 und hielt fest, die Beschwerden würden durch die
degenerativen Veränderungen lumbal verursacht. Unfallbedingt sei es sicher zu einer
Verschlechterung der Situation gekommen, die sich aber im Lauf der Zeit gebessert
habe. Nach der Wiederaufnahme der Arbeit am 10. Januar 2005 sei es zu einer
Exazerbation der lumbalen Beschwerden gekommen. Diese Verschlechterung und
erneute Arbeitsunfähigkeit sei auf die degenerativen Veränderungen zurückzuführen;
eine Unfallkausalität scheine ihm (dem Arzt) hier nicht vorzuliegen (UV-act. 7). Dies
bestätigte Dr. D._ im Bericht vom 31. März 2005 (UV-act. 11). Dr. B._ bescheinigte
am 3. Mai 2005 einen protrahierten Verlauf, wobei die klare Zuordnung als Unfall- oder
Krankheitsfolge bei bekannter Lumboischialgie schwierig sei. Die Arbeitsunfähigkeit
habe sich auf den Rücken bezogen. Als Unfallfolge sei der Patient nie arbeitsunfähig
gewesen (UV-act. 17; vgl. auch UV-act. 21). In den Bericht vom 15. September und 23.
Dezember 2005 bestätigte der Arzt, dass die volle Arbeitsunfähigkeit ab 19. Januar
2005 auf das Rückenleiden zurückgehe und krankheitsbedingt sei (UV-act. 23, 27).
Eine Begutachtung in der MEDAS Zentralschweiz ergab gemäss Bericht vom 26. April
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2007 als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein chronisches
lumbospondylogenes Syndrom, ein chronisches zervikospondylogenes Syndrom sowie
eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung. Ohne Auswirkung auf die
Arbeitsfähigkeit stellten die Gutachter die Diagnosen einer Adipositas simplex und einer
arteriellen Hypertonie. Bezüglich der zuletzt ausgeübten, körperlich schweren und
rückenhygienisch ungünstigen Tätigkeit als Kanalisations-Monteur werde der
Beschwerdeführer zu 100 % arbeitsunfähig erachtet, wobei vor allem die
rheumatologischen Befunde limitierend wirken würden, viel weniger die
psychiatrischen. Bezüglich einer körperlich leichten, wechselbelastenden Arbeit werde
die Arbeitsfähigkeit auf 80 % der Norm veranschlagt; dies ausschliesslich aus
psychiatrischen Gründen. Als medizinische Massnahmen wurden eine geeignete
Psycho- und Psychopharmakatherapie im Sinn des psychiatrischen Konsiliums sowie
eine medizinische Trainingstherapie im Sinn des rheumatologischen Konsiliums
genannt (IV-act. 57).
2.
2.1 Unmittelbar im Nachgang zum streitigen Unfall vom 18. November 2004 gab der
Beschwerdeführer lediglich Fuss- und Kniebeschwerden an (UV-act. 1-3). Über
Rückenbeschwerden berichtete er erstmals am 15. Februar 2005 (UV-act. 4); diese
waren nach seinen Angaben im Januar 2005 aufgetreten (vgl. UV-act. 6). Angesichts
dieser Umstände sowie des Unfallablaufs - durch das Abrutschen auf eine tiefer
liegende Verstrebung zog er sich eine Verstauchung des rechten OSG zu (UV-act. 1, 2)
- liegt eine unfallbedingte Einwirkung im Sinn von Art. 4 ATSG auf den Rückenbereich
oder eine unfallähnliche Körperschädigung (etwa eine Muskelzerrung; Art. 9 Abs. 2 lit. e
UVV) nicht offensichtlich auf der Hand. Aber selbst wenn von einer solchen
auszugehen wäre, müsste die adäquate Unfallkausalität der Rückenbeschwerden - wie
nachstehend darzulegen ist - verneint werden.
Nach Lage der medizinischen Akten ist beim Beschwerdeführer im Rückenbereich
unbestrittenermassen von einem krankhaften Vorzustand (UV-act. 7, 11) auszugehen.
Für die Frage der Unfallkausalität ist von Bedeutung, dass eine signifikante und
dauernde Verschlimmerung einer vorbestandenen degenerativen Schädigung der
Wirbelsäule, hervorgerufen durch einen Unfall, nur dann bewiesen ist, wenn die
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Radioskopie ein plötzliches Zusammensinken der Wirbel sowie das Auftreten und
Verschlimmern von Verletzungen aufgrund eines Traumas aufzeigt (RKUV 2000, 45; vgl.
auch Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007:
Sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts] vom 3. Januar 2005 [U 332/03]
Erw. 1 mit Hinweisen; ZBJV 1996 S. 489f; Debrunner/Ramseier, Die Begutachtung von
Rückenschäden, Bern 1990, S. 54 ff., insbesondere S. 56). Mit Blick auf den Bericht
des Orthopäden Dr. D._ vom 31. März 2005 ist davon auszugehen, dass die
gesundheitliche Verschlimmerung der Rückenbeschwerden mit Arbeitsunfähigkeit ab
19. Januar 2005 krankheitsbedingte Ursachen hatte (UV-act. 11). Diese Beurteilung
stimmt im Ergebnis mit den Feststellungen des Hausarztes Dr. B._ vom 3. Juni, 15.
September und 23. Dezember 2005 überein, wonach die volle rückenbedingte
Arbeitsunfähigkeit ab 19. Januar 2005 nicht auf den streitigen Unfall zurückgehe,
sondern krankheitsbedingt sei (vgl. UV-act. 17, 21, 23, 27). Aufgrund der in der Klinik
für Orthopädie am Kantonsspital St. Gallen im März 2006 erhobenen Befunde ohne
radikuläre Symptomatik und bei normalem Röntgenbild konnten die Beschwerden des
Patienten nicht erklärt werden (UV-act. 32). Einer im Mai 2006 von der Klinik für
Orthopädie vorgeschlagenen Facettengelenksinfiltration im Bereich L3/4 sowie L4/5
(pseudoradikuläre Symptomatik) stand der Beschwerdeführer ablehnend gegenüber
(UV-act. 43).
Erachtet das Sozialversicherungsgericht die rechtserheblichen tatsächlichen
Entscheidgrundlagen bei pflichtgemässer Beweiswürdigung als schlüssig, darf es den
Prozess ohne Weiterungen - insbesondere ohne Anordnung eines Gutachtens -
abschliessen. In solchen Fällen sind an die Beweiswürdigung jedoch strenge
Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit
und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen, sind ergänzende Abklärungen
vorzunehmen (RKUV 1997, 281 Erw. 1a). Hinsichtlich der beim Beschwerdeführer im
Januar 2005 aufgetretenen Rückenprobleme ist überwiegend wahrscheinlich von einer
Krankheitsursache auszugehen. Dieser Schlussfolgerung entgegenstehende
radiologische Befunde oder ein plötzliches, durch den Unfall bewirktes
Zusammensinken der Wirbel sind nicht ausgewiesen. Bei klarer Aktenlage fehlt es an
Anhaltspunkten, aufgrund welcher weitere Abklärungen angezeigt wären. Im übrigen
schränken die von den MEDAS-Ärzten gestellten rückenbezogenen Diagnosen die
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zumutbare Arbeitsfähigkeit für eine körperlich leichte, wechselbelastende Tätigkeit
nicht ein.
2.2 Hinsichtlich der Fuss- und Kniebeschwerden rechts anerkannte die
Beschwerdegegnerin eine Leistungspflicht und übernahm die Heilkosten. Ein
Taggeldanspruch ergab sich nicht, da diesbezüglich ärztlicherseits keine
Arbeitsunfähigkeit bescheinigt worden war (vgl. UV-act. 8, 61, 74). Am 31. August 2007
bestätigte Dr. B._, dass der Beschwerdeführer seit dem Unfall vom November 2004
immer noch an starken Fussschmerzen leide (UV-act. 63 Beilage). Am 15. April 2008
führte der Arzt zuhanden des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers aus, die
Schmerzen im rechten OSG und Kniebereich seien aus seiner Sicht zumindest mit
grosser Wahrscheinlichkeit Restbeschwerden des Unfalls im Jahr 2004. Insgesamt
bestehe durch die multiplen Beschwerden (Schwindel, Nervosität, innere Unruhe,
"Herzbeschwerden") eine Symptomausweitung mit dringendem Verdacht auf eine
psychogene Komponente. Der Patient sei auch ohne seine Fuss- und
Kniebeschwerden von ihm aus gesehen in keinem Fall arbeitsfähig. Eine Erhöhung der
Teilberentung (in der Invalidenversicherung) müsste eindeutig über eine psychiatrische
Begutachtung versucht werden (act. G 3 Beilage).
Dazu ist festzuhalten, dass die MEDAS-Gutachter im Rahmen der psychiatrischen
Diagnose einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung unter anderem auf
residuelle Sprunggelenk- und Knieschmerzen rechts mit Absenz von struktureller
Pathologie verwiesen (IV-act. 57-20/42). Der konsiliarisch beigezogene Rheumatologe
der MEDAS legte in diesem Zusammenhang im weiteren dar, bezüglich des residuellen
Schmerzsyndroms mit Instabilitätsgefühl im rechten Sprunggelenk und Kniegelenk
ergebe der klinische Untersuch zusammen mit den bildgebenden Untersuchungen
keine schlüssige Erklärung. Eine wesentliche Überlagerungssymptomatik liege vor (IV-
act. 57-33/42). Die erwähnte Bestätigung von Dr. B._ vom 31. August 2007 sowie der
Bericht vom 15. April 2008 stellen die Ergebnisse des MEDAS-Gutachtens nicht in
Frage. Vielmehr bestätigte Dr. B._ explizit die psychische Erkrankung des
Beschwerdeführers und die fehlende Unfallkausalität der Rückenprobleme. Die
Schlussfolgerungen der MEDAS-Ärzte sind auch mit den weiteren, im Recht liegenden
medizinischen Akten vereinbar. Die Distorsionen an der rechten unteren Extremität,
aufgrund welchen die Beschwerdegegnerin Leistungen erbrachte (UV-act. 74), sind in
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physischer Hinsicht längst ausgeheilt, so dass ein weiterer Behandlungsbedarf nicht
mehr ausgewiesen ist. Der Beschwerdeführer führte auch nicht im Einzelnen aus,
inwiefern die von ihm verlangte Begutachtung für die Beantwortung der Frage der
Unfallkausalität erforderlich sein sollte. Diesbezügliche Anhaltspunkte sind auch aus
den Akten nicht ersichtlich. Was eine allfällige - von den Parteien nicht diskutierte -
Adäquanz der psychischen Beschwerden betrifft, ist festzuhalten, dass eine solche -
ausgehend von einem höchstens mittelschweren Unfall - mit Blick auf die einschlägige
Rechtsprechung (BGE 115 V 133) wegen Nichterfüllung der dort aufgestellten Kriterien
(besonderes dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des
Unfalls, Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen, ungewöhnlich lange
Dauer der ärztlichen Behandlung, körperliche Dauerschmerzen, ärztliche
Fehlbehandlung, schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen, Grad und
Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit) offensichtlich verneint werden
müsste. Der angefochtene Entscheid lässt sich demgemäss nicht beanstanden.
3.
Nach dem Gesagten ist die Beschwerde, soweit darauf einzutreten ist, abzuweisen.
Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Am Gesuch um
unentgeltliche Rechtsverbeiständung hatte der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers
nicht festgehalten (vgl. act. G 8).
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG