Decision ID: 00a4853c-2fc4-4d7e-9248-de0084510d72
Year: 2020
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A._ war seit Juli 2005 als Raumpflegerin bei der B._ AG mit einem 94%igen
Beschäftigungsgrad angestellt und dadurch bei der Schweizerischen
Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen die Folgen von Berufs- und
Nichtberufsunfällen sowie Berufskrankheiten obligatorisch versichert, als sie am
13. Mai 2012 auf einer Treppe stürzte und sich dabei das linke Fussgelenk verletzte
(«Verstauchung/Verdrehung»; Schadenmeldung vom 18. Mai 2012, UV-act. 2). Die
Suva übernahm die Kosten der Heilbehandlung und leistete vom 16. bis 24. Mai 2012
Taggelder (vgl. UV-act. 4 und UV-act. 217-1).
A.a.
Da die Versicherte seit dem Unfall ständig zunehmende Schmerzen verspürt habe,
wurde am 30. April 2014 eine MRT des linken oberen Sprunggelenks (OSG)
durchgeführt. Dr. med. C._, Facharzt für Radiologie und Nuklearmedizin, hielt
gleichentags als Ergebnisse der Abklärung Folgendes fest: einen irregulären Processus
anterior des Calcaneus, DD: posttraumatische Residuen, eine Stressreaktion/
beginnende Arthrose des Calcaneus im Bereich des Calcaneo-Cuboid-Gelenks und
eine leichtgradige Tendopathie der Peroneus longus-Sehne (UV-act. 26). Die
Arbeitgeberin der Versicherten meldete der Suva am 9. Mai 2014 einen Rückfall (UV-
act. 9; vgl. auch UV-act. 11). Dr. med. D._, Spezialarzt Orthopädische Chirurgie,
berichtete am 27. Juni 2014, die Versicherte leide an einer Lumboischialgie links sowie
an einem Fersensporn links bei Senk-/Spreizfuss mit Vorfussschmerzen. Die
Schmerzen in der linken Ferse und im linken Vorfuss empfinde die Versicherte als
zunehmend unerträglich. Zudem würden lumbale Schmerzen mit Ausstrahlung in die
A.b.
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linke Ferse persistieren (UV-act. 21). Der Kreisarzt Dr. med. E._, Facharzt für
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, hielt einen
Kausalzusammenhang zwischen den geklagten Beschwerden und dem Unfallereignis
vom 13. Mai 2012 lediglich für möglich, aber nicht für überwiegend wahrscheinlich
(Stellungnahme vom 5. November 2014, UV-act. 29). Daraufhin wies die Suva das
Gesuch um Versicherungsleistungen ab (Mitteilung vom 6. November 2014, UV-
act. 35). Die Versicherte zeigte sich damit nicht einverstanden und reichte am 27. Mai
2015 den Bericht über die am 27. März 2015 von Dr. med. F._, Facharzt für
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, Spital G._,
durchgeführte Operation (Subtalararthrodese am linken Fuss mit Spongiosaentnahme
aus der Ferse lateral links) ein (UV-act. 38). Dieser hielt die geklagten Beschwerden
«klar vereinbar mit dem schweren Unfall des linken Fusses
2012» (Sprechstundenbericht vom 5. März 2015, UV-act. 38-7 f.). In der neuerlichen
Stellungnahme vom 24. Juni 2015 vertrat der Kreisarzt Dr. E._ die Auffassung, bei
der vorliegenden völlig unzureichenden und lückenhaften Aktenlage müsse nun
nachträglich vor allem aufgrund des Operationsberichts vom 27. März 2015 die
Rückfallkausalität anerkannt werden (UV-act. 42). Die Suva teilte der Versicherten im
Schreiben vom 26. Juni 2015 mit, sie nehme ihre Leistungsablehnung zurück und
anerkenne den Rückfall der Versicherten (UV-act. 43). Sie erbrachte in der Folge
Taggeldleistungen und übernahm die Kosten der Heilbehandlung (vgl. zu den
übernommenen Heilbehandlungskosten UV-act. 134 und zu den Taggeldleistungen die
Übersicht in UV-act. 217).
Am 22. Oktober 2015 erhielt die Suva den Untersuchungsbericht zur am
12. Februar 2015 in der Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin am Kantonsspital
St. Gallen (KSSG) durchgeführten 3-Phasen-Skelettszintigrafie mit osteometrischer
Auswertung und SPECT-CT der Füsse. Szintigrafisch und CT-morphologisch hätte
keine Arthrose am unteren Sprunggelenk (USG) nachgewiesen werden können. Es
hätten sich äusserst diskrete Zeichen einer Belastungszone in der vorderen Facette
des USG, beginnende arthrotisch-degenerative Veränderungen im Talonvikulargelenk
links und im Übrigen eine regelrechte Darstellung des linken Fussskeletts gezeigt (UV-
act. 92).
A.c.
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Dr. med. H._, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des
Bewegungsapparates, untersuchte die Versicherte am 18. Januar 2016. Im Bericht vom
20. Januar 2016 führte er aus, er habe den Eindruck, dass das Chopart im Jahr 2012
hauptsächlich verletzt worden sei. Hier finde sich eine kleine Impression mit
umliegender Osteodystrophie auf Höhe des Calcaneocuboidalgelenks calcanearseitig.
Möglicherweise habe Dr. D._ auch hier infiltriert. Nicht ganz klar sei die Arthrodese
des Subtalargelenks. Das SPECT-CT, das vorgängig angefertigt worden sei, zeige
keine Arthrose in diesem Gelenk (UV-act. 103). Am 24. März 2016 entfernte Dr. H._
die Schraube im Calcaneus am linken Fuss (UV-act. 116). Die Versicherte berichtete in
der Folge über persistierende Schmerzen (siehe den Bericht von Dr. H._ vom 9. Mai
2016, UV-act. 123), weshalb Dr. H._ am 1. September 2016 eine Arthrodese des
Calcaneocuboidalgelenks im linken Fuss der Versicherten durchführte. Zur Indikation
führte er aus, die Versicherte habe 2012 vermutlich eine Chopart-Distorsion erlitten, sei
drei Jahre später am Subtalargelenk arthrodesiert worden, habe persistierende
Schmerzen und nur kurz auf eine Infiltration reagiert. Computertomografisch hätten
sich Unregelmässigkeiten im Calcaneocuboidalgelenk gezeigt, die vermutlich
posttraumatisch seien. Nach Ausschöpfen der konservativen Therapiemassnahmen sei
die Arthrodese des Gelenks durchgeführt worden (UV-act. 149). Am 7. Dezember 2016
berichtete Dr. H._ über einen insgesamt erfreulichen Verlauf. Die Versicherte könne
den linken Fuss noch nicht vollständig belasten und zeige Smartphone-Bilder mit
einem geschwollenen linken Fuss. Radiologisch zeige sich ein gut fortschreitender
Durchbau, sodass die Hoffnung bestehe, die Versicherte werde in nächster Zeit die
Beschwerden allmählich verlieren (UV-act. 156). In der Stellungnahme vom
12. Dezember 2016 vertrat der Kreisarzt Dr. med. I._, Facharzt für Orthopädische
Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, die Ansicht, in Anbetracht der
Unfallfolgen sei die Arbeitsunfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt in zeitlicher
und leistungsmässiger Hinsicht derzeit noch zu 100% ausgewiesen. Mit einer
Steigerung der Arbeitsfähigkeit sei im Rahmen der Nachkontrolle Ende Januar 2017 zu
rechnen (UV-act. 157).
A.d.
Anlässlich der Sprechstunde vom 20. Dezember 2016 klagte die Versicherte
gegenüber Dr. H._ nicht nur über Fussschmerzen, die unverändert seien, sondern
auch über Hüftschmerzen. Die radiologische Untersuchung des linken Fusses habe
A.e.
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einen vollständigen Durchbau des Calcaneocuboidalgelenks, intakte Schrauben und
eine schöne Fussstellung zur Darstellung gebracht (UV-act. 163).
Der Kreisarzt Dr. I._ untersuchte die Versicherte am 9. Februar 2017. Sie teilte
ihm mit, an regelmässig zunehmenden Schwellungen am linken Fuss und einem
morgendlichen Kältegefühl mit Ruhe- und zunehmenden Belastungsschmerzen zu
leiden. Im Untersuchungsbericht vom 10. Februar 2017 empfahl der Kreisarzt, es sei
eine Szintigraphie mit SPECT-CT der Füsse zur Verlaufskontrolle mit Ausschluss
pathologischer Aktivitätsverteilungen bzw. eines allfällig gesteigerten Metabolismus
durchzuführen. Bis auf Weiteres bleibe die 100%ige Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen
(UV-act. 170).
A.f.
Gestützt auf die Ergebnisse der am 29. März 2017 in der Klinik für Radiologie und
Nuklearmedizin des KSSG durchgeführten Untersuchungen (3-Phasen-
Teilkörperskelettszintigrafie mit osteometrischer Auswertung, Zielaufnahme des linken
Fusses und SPECT-CT Fuss) empfahl Dr. H._, die beiden im Rahmen der Arthrodese
im linken Fuss gesetzten Schrauben zu entfernen, da das SPECT-CT eine relativ
kräftige Anreicherung im Bereich der Calcaneocuboidalarthrodese zeige, die
computertomografisch vollständig durchbaut sei (Bericht vom 28. April 2017, UV-
act. 184). Am 22. Juni 2017 nahm Dr. H._ die Schraubenentfernung vor (UV-act. 190).
Anlässlich der Sprechstunde vom 7. August 2017 klagte die Versicherte gegenüber
Dr. H._ über immer gleichbleibende Beschwerden. Sie könne den Fuss nicht
vollständig belasten. Dieser würde bereits am frühen Morgen anschwellen. Zudem
berichtete die Versicherte zusätzlich an Atembeschwerden, Depressionen und
Rückenschmerzen zu leiden. Dr. H._ gelangte zum Schluss, seitens der
objektivierbaren Befunde zeige sich insgesamt ein erfreulicher Verlauf mit gutem
Durchbau der Arthrodesen, korrekter Statik des Fusses und allenfalls einer diskreten
Restschwellung. Dies korreliere überhaupt nicht mit den beklagten Beschwerden. Er
denke, die nachfolgenden Probleme liessen sich fusschirurgisch nicht lösen, weshalb
er die Behandlung abschliesse (Bericht vom 8. August 2017, UV-act. 194).
A.g.
Der Kreisarzt Dr. med. J._, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und
Traumatologie, führte am 28. September 2017 die kreisärztliche
Abschlussuntersuchung durch. Er ging davon aus, dass anhand der objektivierbaren
A.h.
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B.
C.
Unfallfolgen eine erhebliche Einschränkung der Belastbarkeit der linken unteren
Extremität, insbesondere des linken Fusses, bestehe. Die früher ausgeübte Tätigkeit als
Reinigerin könne nicht mehr ausgeübt werden. Für leidensangepasste Tätigkeiten
bescheinigte er eine 100%ige Arbeitsfähigkeit. Des Weiteren wies er auf psychosoziale
Belastungsfaktoren und eine erhebliche Symptomausweitung hin (UV-act. 200; zur
ergänzenden Bemerkung des Kreisarztes Dr. J._ zum Profil einer leidensangepassten
Tätigkeit vom 13. November 2017 siehe UV-act. 205). Den Integritätsschaden schätzte
er auf 20% (Arthrodese des USG 15%; Erhöhung um 5% aufgrund Arthrodese
calcaneocuboidal und degenerativer Veränderungen talonavicular und
naviculacuneiform; Beurteilung vom 2. Oktober 2017, UV-act. 201).
Mit Verfügung vom 22. November 2017 wies die Suva das Rentengesuch der
Versicherten mangels rentenbegründenden Invaliditätsgrads ab, sprach ihr allerdings
für eine 20%ige Integritätseinbusse eine Integritätsentschädigung von Fr. 25'200.-- zu
(UV-act. 213).
A.i.
Dagegen erhob die Versicherte am 8. Januar 2018 Einsprache und beantragte
darin eine Berentung zu prüfen sowie die Integritätsentschädigung auf 30% zu
erhöhen. Eventualiter sei eine 60%ige Invalidenrente zuzusprechen. Sie machte u.a.
geltend, gesamtheitlich betrachtet bestehe ein kausaler Zusammenhang zwischen
Fuss- und Rückenschmerzen, der massive Auswirkungen auf die Validität habe (UV-
act. 222).
B.a.
Die Einsprache wies die Suva ab (Einspracheentscheid vom 18. Juli 2018, UV-
act. 230).
B.b.
Gegen den Einspracheentscheid vom 18. Juli 2018 erhob die Beschwerdeführerin
am 14. September 2018 Beschwerde. Sie beantragte darin dessen Aufhebung, die
Zusprache einer 30%igen Integritätsentschädigung und einer 60%igen Invalidenrente.
Eventualiter sei ein bidisziplinäres (rheumatologisches und neurologisches)
Gerichtsgutachten einzuholen; alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen.
Bezüglich der Höhe des Integritätsschadens brachte sie vor, es werde nicht bestritten,
C.a.
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dass rein aufgrund der Ende März 2015 durchgeführten Subtalararthrodese eine
15%ige Integritätsentschädigung anfalle. Die Folgen der am 1. September 2016
durchgeführten Arthrodese seien allerdings als Fusswurzel-Arthrodese und deshalb mit
zusätzlichen 15% zu bewerten. Bei der Prüfung des Rentenanspruchs seien auch die
zumindest teilkausale Lumboischialgie und die teilkausalen Hüftschmerzen
einzubeziehen. Hinzu komme ein chronifiziertes myofasziales Schmerzsyndrom, das
zumindest teilweise durch den Unfall bedingt sei (act. G 1). Mit der Beschwerde reichte
die Beschwerdeführerin einen Bericht von Univ. Prof. Dr. med. K._, Facharzt für
Neurochirurgie, vom 19. Juli 2018 (act. G 1.7) und von Dr. med. L._, Facharzt für
Orthopädie und Traumatologie, vom 14. März 2018, ein (act. G 1.8).
Die Beschwerdegegnerin holte bei med. pract. M._, Facharzt u.a. für Chirurgie,
Suva, Versicherungsmedizin, eine Aktenbeurteilung zur Frage nach der natürlichen
Kausalität zwischen den von der Beschwerdeführerin noch geklagten Leiden und dem
Unfallereignis vom 13. Mai 2012 ein. In der chirurgischen Beurteilung vom
16. November 2018 gelangte med. pract. M._ zum Schluss, es bestünden keine
bleibenden direkten und auch keine bleibenden indirekten Unfallfolgen, die mit dem
Mass der überwiegenden Wahrscheinlichkeit in einem natürlichen kausalen
Zusammenhang mit dem Unfall vom 13. Mai 2012 stehen würden. Dieser habe mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit zu einer OSG-Distorsion links geführt, die folgenlos
abgeheilt sei. Daraus ergäben sich keine Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit. Die
Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit seien mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf
nicht unfallkausale Veränderungen und Krankheiten zurückzuführen. Ein unfallbedingter
Integritätsschaden liege nicht vor (UV-act. 240). Gestützt auf diese medizinische
Beurteilung der Kausalitätsfrage beantragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung
der Beschwerde. Des Weiteren sei festzustellen, dass der Beschwerdeführerin keine
Integritätsentschädigung zustehe (reformatio in peius). Bezüglich allfälliger psychischer
bzw. physisch nicht objektivierbarer Störungen fehle es von vornherein an der
adäquaten Unfallkausalität (act. G 10).
C.b.
Am 27. November 2018 wurde dem Gesuch der Beschwerdeführerin um
Bewilligung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung für das Verfahren vor
Versicherungsgericht entsprochen (act. G 11).
C.c.
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Erwägungen
1.
Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist der Anspruch der
Beschwerdeführerin auf eine Invalidenrente. Die Beschwerde betreffend die Höhe der
Integritätsentschädigung zog die Beschwerdeführerin am 18. Juni 2020 vorbehaltlos
zurück (act. G 26), weshalb das Beschwerdeverfahren in diesem Streitpunkt
abzuschreiben ist.
Die Beschwerdeführerin hielt in der Replik vom 29. März 2019 unverändert an den
Beschwerdeanträgen fest. Im Wesentlichen vertrat sie darin den Standpunkt, die
Beurteilung von med. pract. M._ sei nicht beweiskräftig (act. G 19; zum
miteingereichten Bericht von Dr. med. N._, Facharzt für Physikalische Medizin und
Rehabilitation, O._ in P._, vom 8. März 2019 siehe act. G 19.1 und die ergänzende
Stellungnahme vom 9. April 2019, samt Beilagen, act. G 21).
C.d.
In der Duplik vom 14. Mai 2019 hielt die Beschwerdegegnerin ihrerseits an den
von ihr gestellten Anträgen unverändert fest (act. G 23).
C.e.
Am 18. Juni 2020 erklärte die Beschwerdeführerin den Rückzug der Beschwerde
betreffend die Höhe der Integritätsentschädigung (act. G 26).
C.f.
Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über
die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die
Unfallversicherung (UVV; SR 832.2029 in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der
Übergangsbestimmungen zur Änderung des UVG vom 25. September 2015 werden
Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben,
und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach
bisherigem Recht gewährt. Vorliegend finden, da die Folgen eines Unfallereignisses
vom 13. Mai 2012 zu prüfen sind, die bis 31. Dezember 2016 gültigen Bestimmungen
Anwendung.
1.1.
Ist die versicherte Person infolge des Unfalls zu mindestens 10% invalid (Art. 8 des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG;
SR 830.1]), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Invalidität
ist gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit
dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (zum Begriff der Erwerbsunfähigkeit
1.2.
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2.
Zunächst ist die natürliche (Teil-)Kausalität zwischen dem Unfallereignis vom 13. Mai
siehe Art. 7 Abs. 1 und 2 ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrads wird das
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das
sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG). Die
Invalidenrente beträgt bei Vollinvalidität 80% des versicherten Verdienstes; bei
Teilinvalidität wird sie entsprechend gekürzt (Art. 20 Abs. 1 UVG). Der Rentenanspruch
entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte
Besserung des Gesundheitszustands der versicherten Person mehr erwartet werden
kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung
abgeschlossen sind (Art. 19 Abs. 1 UVG).
Die Unfallkausalität bildet Anspruchsvoraussetzung für sämtliche Leistungen der
Unfallversicherung. Eine Leistungspflicht des Unfallversicherers besteht demnach nur
für Gesundheitsschäden, die natürlich und adäquat-kausal mit einem versicherten
Unfallereignis zusammenhängen (vgl. dazu BGE 129 V 181 f. E. 3.1 f.). Für die
Beantwortung der Frage nach dem Bestehen natürlicher Kausalzusammenhänge im
Bereich der Medizin ist das Gericht in der Regel auf Angaben ärztlicher Experten oder
Expertinnen angewiesen. Die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang ist
demgegenüber eine Rechtsfrage, die vom Gericht nach den von Doktrin und Praxis
entwickelten Regeln zu beurteilen ist (vgl. hierzu BGE 134 V 112 E. 2.1).
1.3.
Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob er für die
streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die
beklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese)
abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Situation einleuchtet und
ob die Schlussfolgerungen des Experten oder der Expertin begründet sind.
Ausschlaggebend für den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich
weder dessen Herkunft noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten. Bei einander sich
widersprechenden medizinischen Berichten darf das Gericht den Prozess nicht
erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben,
warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (BGE 125 V
352 E. 3a).
1.4.
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2012 und der von der Beschwerdeführerin geltend gemachten Invalidität zu beurteilen.
Die Beschwerdegegnerin verneint die natürliche Kausalität erst im
Beschwerdeverfahren gestützt auf die Beurteilung von med. pract. M._ vom
16. November 2018 (UV-act. 240 und act. G 10).
Med. pract. M._ nahm eine versicherungsinterne Aktenbeurteilung vor.
Voraussetzung für die Beweiskraft eines versicherungsintern erstellten Aktenberichts ist
- nebst den bereits in vorstehender E. 1.4 genannten Anforderungen -, dass ein
lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die ärztliche Beurteilung
eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht (Urteil des
Bundesgerichts vom 18. März 2015, 8C_843/2014, E. 5.4).
2.1.
Die Beurteilung von med. pract. M._ stützt sich auf eine Würdigung der
umfassenden Aktenlage, die - abgesehen von den am Unfalltag erstellten
Röntgenaufnahmen (UV-act. 240-14) - eine lückenlose Dokumentation der für die
Beurteilung dauerhafter somatischer Unfallfolgen relevanten Aspekte enthält (UV-
act. 240-2 ff.), weshalb sie entgegen der nicht näher begründeten Auffassung der
Beschwerdeführerin (act. G 20, Rz 11) geeignet ist, eine beweiskräftige
Beurteilungsgrundlage zu bilden. Zwar widersprechen seine Schlussfolgerungen
bezüglich der natürlichen Kausalität des von der Beschwerdeführerin geklagten
Fussleidens den Einschätzungen sämtlicher bislang mit dem Fall der
Beschwerdeführerin befassten behandelnden Ärzte und der Kreisärzte, soweit sie sich
hierzu überhaupt äusserten. Diese medizinischen Fachpersonen nahmen indessen
keine vertiefte Prüfung der natürlichen Kausalität vor. Entscheidend ist des Weiteren,
dass med. pract. M._ seine abweichende Einschätzung einlässlich und plausibel
begründete und seine Ausführungen mit den bildgebenden Abklärungsergebnissen
vereinbar sind, insbesondere, dass strukturelle Schäden zufolge der erlittenen
Sprunggelenksdistorsion bildgebend nicht objektiviert seien (UV-act. 240-12 ff.; siehe
insbesondere die zusammenfassende Beurteilung in UV-act. 240-18).
2.2.
Bezüglich der einzelnen bildgebenden Abklärungsergebnisse führte med. pract.
M._ etwa aus: Mit dem fachradiologischen Befund der MRT vom 30. April 2014 seien
intakte Aussenknöchelbänder und Syndesmosenbänder beschrieben worden.
Strukturelle Schäden zufolge einer Sprunggelenksdistorsion links seien zum damaligen
Zeitpunkt nicht mehr objektiviert worden. In Kenntnis der Bilder vom 30. April 2014 und
gestützt auf eine eigene klinische Untersuchung habe Dr. D._ denn auch unfallfremde
Diagnosen (Fersensporn sowie Senk- und Spreizfussdeformität) gestellt (UV-
act. 240-13). Die Beschwerden aussenseitig am Sprunggelenk fänden zudem eine
2.2.1.
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weitere Erklärung in der mittels MRT objektivierten krankhaften Veränderung in Form
einer Tendinopathie der Peronealsehnen (UV-act. 240-14 oben). Frakturen des
Processus anterior calcanei gingen mit erheblichen ligamentären Begleitverletzungen
einher. Veränderungen an den Ligamenten, die das Chopart-Gelenk sichern würden,
seien mit dem Befund der MRT vom 30. April 2014 jedoch nicht beschrieben. Gegen
eine relevante Verletzung der Gelenkfläche des Processus anterior calcanei spreche
auch, dass Dr. H._ in seinem Operationsbericht vom 1. September 2016 angebe, die
Knorpelschäden seien «nicht sehr stark ausgeprägt», «allenfalls im kranialen Bereich ist
der Knorpel etwas beschädigt». Nach einer Fraktur des Processus anterior calcanei,
die im vorliegenden Fall - wäre sie eingetreten - ohne suffiziente medizinische
Behandlung geblieben wäre, wäre eine Verwerfung der Gelenkfläche zu erwarten.
Eindeutige Zeichen einer Fraktur würden zudem fehlen (UV-act. 240-14 f.). Die
Ergebnisse des SPECT-CT vom 12. Februar 2015 und der CT vom 22. Januar 2016
würden nicht zu einer stattgehabten Fraktur des Processus anterior calcanei passen,
jedoch zum Beispiel zu einem fortschreitenden Verschleiss (UV-act. 240-15 Mitte). An
der Vermutung von Dr. D._ und später auch von Dr. H._, dass eine
posttraumatische Arthrose des calcaneocuboidalen Gelenks vorliege, bestünden in
Anbetracht des Berichts der Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin vom 12. Februar
2015 (UV-act. 92) Zweifel. Denn die zu erwartende Anreicherung des Radionuklids im
Bereich dieses Gelenks im Fall einer Arthrose werde ausdrücklich verneint. Die
beidseitige Ausprägung eines Osteophyten (eines Knochenanbaus als Zeichen einer
Arthrose) am Talus beider Seiten spreche gegen eine Verletzung in diesem Bereich
linksseitig, jedoch für eine Arthrose im Bereich der Gelenkflächen des Talus beider
Seiten und damit gegen eine traumatische Ursache der Arthrose (UV-act. 240-15
unten). Da entsprechende Veränderungen fehlten, sei es allenfalls möglich, dass
Beschwerden im Sinn eines von Dr. F._ erwähnten Sinus tarsi-Syndroms Folge des
Ereignisses vom 13. Mai 2012 seien. Irregularitäten der ligamentären Strukturen in
diesem Bereich oder Narbenbildungen seien nicht dokumentiert. Auch wäre bei einem
Sinus tarsi-Syndrom zu erwarten, dass die Beschwerden konstant an immer der
gleichen Lokalisation vorhanden wären. Die Beschwerden der Beschwerdeführerin
würden jedoch im Verlauf mehrmals wechseln (z.B. Ferse und Fusssohle, Vorfuss,
seitlicher Fussrand, Peronealsehnen, Sinus tarsi). Es sei folglich nicht überwiegend
wahrscheinlich, dass das von Dr. F._ fast drei Jahre nach dem Unfall diagnostizierte
Sinus tarsi-Syndrom dessen Folge sei (UV-act. 240-16 f.). Weder aus den Akten noch
den Ausführungen der Beschwerdeführerin ergeben sich Gesichtspunkte, welche
Zweifel an den Ausführungen von med. pract. M._ erwecken.
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Zweifel an der Einschätzung von med. pract. M._ vermögen auch die bezüglich
der Unfallkausalität abweichenden Stellungnahmen der Kreisärzte Dres. E._, I._
und J._ nicht zu begründen. Ersterer bejahte - nachdem er zuvor eine Unfallkausalität
noch verneint hatte (siehe die Stellungnahme vom 4. Juni 2015, UV-act. 40) -
hauptsächlich aufgrund des Operationsberichts von Dr. F._ vom 27. März 2015 bzw.
der darin beschriebenen subtalaren Arthrodese des linken Fusses unter der Diagnose
eines posttraumatischen Sinustarsi-Syndroms und einer mittelgradigen
posttraumatischen Arthrose des OSG links (UV-act. 38-5) die Kausalität zwischen dem
Unfall und den geklagten Fussbeschwerden. Eine nähere Überprüfung dieser
diagnostischen Angaben ist allerdings nicht erkennbar. Es scheint, dass diese vom
Kreisarzt Dr. E._ vorbehaltlos übernommen wurden (UV-act. 42). Dass die genannten
diagnostischen Angaben bezüglich der Unfallkausalität der Bewegungs- und
Belastungseinschränkung des linken Fussgelenks nicht überzeugen, legte med. pract.
M._ einleuchtend dar (siehe vorstehende E. 2.2.1). Die Beurteilungen von Dr. I._
vom 12. Dezember 2016 (UV-act. 157) und vom 9. Februar 2017 (UV-act. 170)
enthalten keine eigenständige Kausalitätsbeurteilung. Es gehen daraus keine
Gesichtspunkte hervor, welche die vom Kreisarzt Dr. E._ angenommene
Unfallkausalität der Fussbeschwerden bekräftigen würden. Im Fokus der kreisärztlichen
Abschlussuntersuchung durch den Kreisarzt Dr. J._ stand nicht die Frage der
natürlichen Kausalität der Fussgelenksbeschwerden, sondern die Frage des
medizinischen Endzustands, die Arbeitsfähigkeit und der Integritätsschaden (UV-
act. 197). Es ergeben sich denn aus dessen Ausführungen (UV-act. 200 und UV-
act. 201) weder eine überzeugende Kausalitätsprüfung noch Anhaltspunkte, die Zweifel
an der ausführlichen Kausalitätsbeurteilung von med. pract. M._ entstehen lassen.
2.2.2.
Aus dem Operationsbericht von Dr. F._ vom 27. März 2015 vermag die
Beschwerdeführerin nichts zu ihren Gunsten abzuleiten (siehe hierzu UV-act. 54 und zu
den Ausführungen der Beschwerdeführerin act. G 19, Rz 9 f.), legte med. pract. M._
in Kenntnis des Operationsberichts doch ausführlich und plausibel dar, dass eine
posttraumatische Arthrose eben nicht habe objektiviert werden können und dass denn
auch durch die von Dr. F._ durchgeführte Operation keine gesundheitliche
Verbesserung habe erzielt werden können (UV-act. 240-16; siehe auch act. G 23, Rz 2;
die Beschwerdeführerin berichtete Dr. H._ am 18. Januar 2016 über persistierende
Schmerzen, die durch die Operation «unangetastet» geblieben seien, UV-act. 103-1).
Auch Dr. H._ zeigte im Bericht vom 20. Januar 2016 erhebliche Zweifel an der
Beurteilung von Dr. F._ auf: «Nicht ganz klar ist die Arthrodese des Subtalargelenks.
2.2.3.
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Das SPECT-CT, das vorgängig angefertigt wurde, zeigte keine Arthrose in diesem
Gelenk» (UV-act. 103-2).
Des Weiteren rügt die Beschwerdeführerin die Angabe von med. pract. M._,
«wäre also bei dem Unfall vom 13.05.2012 eine Fraktur des Processus anterior calcanei
eingetreten, so wäre zu erwarten, dass die Versicherte nicht bereits nach 2 Wochen
wieder ihre Arbeit hätte aufnehmen können» (UV-act. 240-15). Diese sei offensichtlich
falsch, wie sich aus den Aussagen ihrer direkten Vorgesetzten ergebe, wonach die
Beschwerdeführerin trotz der Verletzung auf Druck der Arbeitgeberin zur
Wiederaufnahme der Arbeit gedrängt worden sei (act. G 19, Rz 13 i.V.m. Rz 3 f.).
Zunächst ist festzustellen, dass die Aussage der Arbeitgeberin nicht belegt ist.
Insbesondere erfolgte die vom Rechtsvertreter in Aussicht gestellte Nachreichung
eines Schreibens der Arbeitgeberin nicht. Jedenfalls ergibt sich aus der unbestritten
gebliebenen detaillierten Taggeldübersicht der Beschwerdegegnerin, dass lediglich für
den Zeitraum vom 16. bis 24. Mai 2012 ein Taggeld ausgerichtet wurde. Danach wurde
rund zwei Jahre lang seitens der Beschwerdegegnerin kein Taggeld mehr erbracht (UV-
act. 217). Ausserdem ist zu beachten, dass die Aussage bezüglich der
Wiederaufnahme der Erwerbstätigkeit nicht wesentliche Grundlage der
Kausalitätsbeurteilung von med. pract. M._ bildet, sondern abschliessend lediglich
als weiteres Indiz erwähnt wird. Im Übrigen blieb seine damit verbundene Angabe,
«Über fast 2 Jahre erfolgt keine medizinische Behandlung wegen Fussbeschwerden.
Auch das spricht gegen eine unfallkausale knöcherne oder knorplige Verletzung des
Processus anterior calcanei» (UV-act. 240-15) von der Beschwerdeführerin
unbestritten.
2.2.4.
Bezüglich der von Prof. K._ erhobenen Peroneusplegie links (act. G 1.7) führte
med. pract. M._ plausibel aus, eine Verletzung des Fusses oder des Sprunggelenks
sei nicht geeignet, eine Lähmung der Peronealmuskulatur zu bewirken, denn der diese
Muskulatur versorgende Nerv münde weit oberhalb des Sprunggelenks in die
Muskulatur ein. Wäre eine Nervenschädigung im Rahmen des Unfalls eingetreten, so
hätte sich diese Lähmung zudem sofort manifestiert. Deshalb sei die Peroneusplegie
nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit unfallbedingt (UV-act. 240-17 unten).
2.3.
Auch der von med. pract. M._ gezogene Schluss, eine Überlastung oder
Fehlbelastung aufgrund von Folgen des Ereignisses vom 13. Mai 2012 sei mit den
medizinischen Berichten nicht dokumentiert, begründete er nachvollziehbar mit einem
Hinweis auf unfallfremde Faktoren (UV-act. 240-17 unten).
2.4.
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3.
Med. pract. M._ legte einlässlich begründet und in sich schlüssig dar, dass die
von der Beschwerdeführerin geklagte Lumboischialgie nicht in einem Zusammenhang
mit dem Unfallereignis vom 13. Mai 2012 steht (UV-act. 240-14). Darauf ist zu
verweisen.
2.5.
Des Weiteren legte die Beschwerdeführerin weder substanziiert dar noch ist
erkennbar, dass die Gesundheitsschäden in der Bauchhöhle bzw. an der Bauchwand
in einem Kausalzusammenhang mit dem Unfallereignis vom 13. Mai 2012 stehen.
Nichts anderes gilt bezüglich der pulmonalen Tuberkulose (siehe hierzu auch die
Ausführungen von med. pract. M._ in UV-act. 240-17).
2.6.
Nach dem Gesagten ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen,
dass im Zeitpunkt der Prüfung des Rentenanspruchs keine dauerhaften
objektivierbaren Gesundheitsschäden bestanden, die in einem natürlichen (teilweisen)
Kausalzusammenhang mit dem Unfallereignis vom 13. Mai 2012 stehen. Die Frage, ob
die weiteren von der Beschwerdeführerin geltend gemachten psychischen bzw.
psychosomatischen Leiden in einem natürlichen Kausalzusammenhang mit dem
Unfallereignis vom 13. Mai 2012 stehen, kann vorliegend offenbleiben. Denn die
Beschwerdegegnerin legte schlüssig dar, dass jedenfalls ein adäquater
Kausalzusammenhang zu verneinen ist (UV-act. 230-7, Ziff. 5 und act. G 10, Rz 3.3).
Dies wurde von der Beschwerdeführerin nicht substanziiert bestritten. Vor diesem
Hintergrund ist das Gesuch um Rentenleistungen abzuweisen.
2.7.
Die Beschwerde betreffend den Rentenanspruch ist abzuweisen.3.1.
Das Beschwerdeverfahren betreffend die Höhe der Integritätsentschädigung ist
zufolge Beschwerderückzugs (act. G 26) abzuschreiben.
3.2.
Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).3.3.
Ausgangsgemäss hat die Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf eine
Parteientschädigung. Der Staat bezahlt zufolge unentgeltlicher Rechtsverbeiständung
(act. G 11) die Kosten der Rechtsvertretung der Beschwerdeführerin. Die
Parteientschädigung wird vom Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht
auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des
Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das
Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung (HonO;
sGS 963.75) pauschal Fr. 1'500.-- bis Fr. 15'000.--. In der vorliegend zu beurteilenden
3.4.
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