Decision ID: 7489f31f-d056-586c-8b7c-156a7510d325
Year: 2015
Language: de
Court: SG_VG
Chamber: SG_VG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

Entscheid Verwaltungsgericht, 19.02.2015 Internationales Privatrecht, Anerkennung Adoptionsentscheid. Art. 25 lit. a in Verbindung mit Art. 78 Abs. 1 IPRG (SR 291).Die Anerkennung eines im Ausland ergangenen Entscheides setzt die Zuständigkeit der ausländischen Behörden voraus. Ausländische Adoptionen werden in der Schweiz anerkannt, wenn sie im Staat des Wohnsitzes oder im Heimatstaat der adoptierenden Person oder Ehegatten ausgesprochen worden sind (Verwaltungsgericht, B 2014/38).Entscheid vom 19. Februar 2015BesetzungPräsident Eugster; Verwaltungsrichter Linder, Heer, Rufener, Bietenharder; Gerichtsschreiber ScherrerVerfahrensbeteiligteX.Y., Zürich, Beschwerdeführerin,vertreten durch Alfred Ngoyi wa Mwanza, BUCOFRAS, Rosengartenstrasse 1, 8037 Zürich,gegenDepartement des Innern des Kantons St. Gallen, Regierungsgebäude, 9001 St. Gallen,Vorinstanz,GegenstandAnerkennung eines ausländischen Adoptionsentscheids in Sachen S.Y.Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A. X.Y., von Gaiserwald (SG), wohnhaft in Zürich, heiratete am 22. Mai 1999 den
ebenfalls in Zürich wohnhaften und seit 2005 niederlassungsberechtigten
kamerunischen Staatsangehörigen A.Y. A.Y. ist Vater von S.Y., geboren am 16. Mai
1996, kamerunische Staatsangehörige und wohnhaft in Yaoundé (Kamerun).
B. Die Schweizerische Botschaft in Yaoundé übermittelte dem Amt für Bürgerrecht und
Zivilstand, zwecks Anerkennung und Eintragung, diverse Dokumente, welche die in
Kamerun am 21. Januar 2009 erfolgte und am 14. April 2011 in Rechtskraft
erwachsene Adoption von S.Y. durch X.Y. belegen sollen. Mit Entscheid vom 15. Juli
2013 wies das Amt die Anerkennung der Adoption sowie die Eintragung in das
schweizerische Personenstandsregister (Infostar) mit der Begründung ab, dass die
Voraussetzungen dafür nicht erfüllt seien (act. 9/10/13).
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C. Gegen diesen Entscheid erhoben X.Y. und A.Y. mit Eingabe vom 26. Juli 2013
Rekurs beim Departement des Innern (act. 9/1). Danach folgte ein längerer
Schriftenwechsel zwischen dem Departement und den Rekurrenten, welcher sich in
erster Linie mit Fragen der Rekursergänzung, zum Kostenvorschuss und der im Kanton
St. Gallen geltenden Amtssprache auseinandersetzte. Mit Entscheid vom 19. Februar
2014 wies das Departement des Innern des Kantons St. Gallen den Rekurs ab, soweit
darauf eingetreten werden konnte. Begründet wurde der Entscheid damit, dass die in
Kamerun erfolgte Adoption nicht anerkannt werden könne, da nach den Bestimmungen
des Bundesgesetzes über das Internationale Privatrecht (SR 291, IPRG) die
betreffenden Behörden nicht zuständig für den umstrittenen Adoptionsentscheid
waren.
D. Am 5. März 2014, mit Poststempel vom 6. März 2014, erhob Alfred Ngoyi wa
Mwanza (BUCOFRAS, c/o SOS Rassismus Deutschschweiz, Zürich), als unentgeltlich
tätiger Rechtsvertreter und bevollmächtigt (act. 5) von X.Y. (Beschwerdeführerin),
Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen gegen den Entscheid
des Departements des Innern (Vorinstanz) vom 19. Februar 2014 mit dem
sinngemässen Begehren, der angefochtene Entscheid sei unter Verzicht auf die
Erhebung von amtlichen Kosten und unter Entschädigungsfolge aufzuheben.
In ihrer Vernehmlassung vom 30. April 2014 beantragte die Vorinstanz die Abweisung
der Beschwerde. Als Begründung wird angeführt, dass die Beschwerdeführerin im
vorliegenden Verfahren keine neuen Vorbringen aufführe, welche Anlass geben würden,
vom Rekursentscheid abzuweichen (act. 8). Auf einen weiteren Schriftenwechsel
verzichteten die Verfahrensbeteiligten stillschweigend.
Auf die Darlegungen der Parteien in den Eingaben und die Akten wird, soweit
wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis
Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege; sGS 951.1, VRP). Die
Beschwerdeführerin ist Adressatin des angefochtenen Entscheides, mit welchem ihr
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Rekurs gegen die Verweigerung der Anerkennung der kamerunischen Adoption ihrer
Stieftochter abgewiesen wurde, und dementsprechend zur Ergreifung des
Rechtsmittels legitimiert (Art. 64 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Weiter
entspricht die Beschwerdeeingabe vom 5. März 2014 zeitlich und formal den
gesetzlichen Anforderungen (Art. 64, Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 VRP). Ob die
gesetzlichen Anforderungen auch in inhaltlicher Hinsicht erfüllt sind und auf die
Beschwerde eingetreten werden kann, ist vorweg von Amtes wegen zu prüfen (Art. 64
in Verbindung mit Art. 48 Abs. 1 VRP).
1.1. Die Beschwerde muss begründet werden (Art. 64 in Verbindung mit Art. 48
Abs. 1 VRP), wobei die Begründung ein Gültigkeitserfordernis darstellt. Fehlt sie oder
wird sie nicht innert der angesetzten Frist nachgereicht, kann auf das Rechtsmittel
nicht eingetreten werden (Art. 64 in Verbindung mit Art. 48 Abs. 3 VRP).
An Qualität und Ausgestaltung der Begründung werden praxisgemäss, jedenfalls bei
Laien, keine grossen Anforderungen gestellt. Der Beschwerdeführer muss aber ein
gewisses Mass an Sorgfalt an den Tag legen. Das Verwaltungsgericht lehnt es
regelmässig ab, dass anstelle einer Begründung pauschal auf vor- oder erstinstanzliche
Eingaben verwiesen wird. Ein solcher Verweis ist ungenügend, da aus ihm nicht
hervorgeht, in welchen Punkten und weshalb der Entscheid der Vorinstanz
angefochten wird. Es ist nicht Aufgabe der Rechtsmittelinstanz, in vorinstanzlichen
Eingaben nach Gründen zu suchen, weshalb der angefochtene Entscheid unrichtig sein
könnte. Genau dies hat die Beschwerdeführerin wenigstens in groben Zügen zu
bezeichnen. Ihre Begründung muss jedoch weder richtig noch vollständig sein. Sie ist
ausreichend, wenn Argumente vorgebracht werden, nach denen ein Entscheid oder
eine Verfügung auf einer fehlerhaften Sachverhaltsfeststellung oder Rechtsanwendung
beruht. Wenn sich die Vorbringen hingegen nicht auf den angefochtenen Entscheid
bzw. dessen Motive beziehen, genügt die Begründung den Anforderungen nicht (vgl.
zum Ganzen Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, 2. Aufl.
2003, Rz. 921 ff.; VerwGE B 2012/275 vom 8. November 2013 E. 1.1 f.; VerwGE B
2013/126 vom 8. November 2013 E. 2.2.2, www.gerichte.sg.ch).
1.2. Die Beschwerdeführerin beschränkt sich in ihrer Beschwerdebegründung in
erster Linie auf die wortwörtliche Wiedergabe von Bestimmungen aus dem
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Bundesgesetz über das Internationale Privatrecht (act. 1). Der Begründung muss
jedoch zu Gute gehalten werden, dass sie sich im Anschluss an die Darstellung der
gesetzlichen Normen, in einem weiteren Sinne, mit den Tatbestandsmerkmalen
derselben auseinandersetzt und dadurch Bezug auf die Grundvoraussetzungen der
Anerkennung ausländischer Entscheide nimmt. Auch wenn nicht explizit auf die
Ausführungen des vorinstanzlichen Entscheids eingegangen wird, so ist darin – unter
der Prämisse, dass an die Beschwerdebegründung keine allzu hohen Anforderungen
zu stellen sind – eine Auseinandersetzung mit dem angefochtenen Entscheid,
insbesondere mit der Frage der Anerkennung der Adoption (act. 6, E. 3.1 ff.), zu
erblicken.
1.3. Unter Berücksichtigung der eben ausgeführten Begebenheiten sowie dem
Umstand, dass die Beschwerdeschrift Rechtsanträge, eine Darstellung des
Sachverhalts und die Unterschrift des rechtlichen Vertreters der Beschwerdeführerin
enthält, entspricht die Eingabe vom 5. März 2014 auch den inhaltlichen
Voraussetzungen von Art. 64 in Verbindung mit Art. 48 Abs. 1 VRP. Auf die
Beschwerde ist deshalb einzutreten.
2. Die Beschwerdeführerin macht geltend, dass der Entscheid der Vorinstanz
Bundesrecht verletze. Die Adoption ihrer Stieftochter sei gestützt auf kamerunisches
Recht durch das mittlerweile rechtskräftige Urteil vom 21. September 2009 anerkannt
(act. 9/10/1.2). Dieses Urteil sowie weitere Dokumente, welche in Zusammenhang mit
der Adoption stehen, seien von der Schweizerischen Botschaft in Kinshasa [sic!]
geprüft und für echt befunden worden. Folglich seien die
Anerkennungsvoraussetzungen nach Art. 25 IPRG erfüllt, zumal kein
Verweigerungsgrund oder keine Verletzung des Ordre Public nach der Bestimmung von
Art. 27 IPRG vorliege.
2.1. Art. 25 IPRG setzt für die Anerkennung ausländischer Entscheidungen drei
kumulativ zu erfüllende Kriterien voraus. Erstens muss die indirekte Zuständigkeit des
Staates, in welchem die Entscheidung ergangen ist, aus Sicht des schweizerischen
Rechts begründet sein (lit. a; Däppen/Mabillard, in: Basler Kommentar, Internationales
Privatrecht, 3. Aufl. 2013, N 29 zu Art. 25 IPRG). Zweitens muss die genannte
Entscheidung Bestand erlangt haben, das heisst, dass gegen sie kein ordentliches
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Rechtsmittel mehr geltend gemacht werden kann oder sie endgültig ist (lit. b). Drittens
darf kein Verweigerungsgrund im Sinne von Art. 27 IPRG vorliegen (lit. c).
Die in Art. 25 lit. a IPRG vorausgesetzte Zuständigkeit ausländischer Behörden wird in
Art. 26 IPRG konkretisiert. Die Bestimmung regelt abschliessend die Fälle, in denen die
Schweiz nach eigener Rechtsauffassung die Zuständigkeit ausländischer Gerichte und
Behörden zum Erlass einer im Inland anerkennungsfähigen Entscheidung anerkennt
(BGE 120 II 87 E. 5; Däppen/Mabillard, a.a.O., N 1 zu Art. 26 IPRG). Nach Art. 26 lit. a
IPRG ist die Zuständigkeit ausländischer Behörden begründet, wenn eine Bestimmung
des IPRG diese vorsieht oder, falls eine solche fehlt, der Beklagte seinen Wohnsitz im
Urteilsstaat hat.
2.2. Nach Art. 78 Abs. 1 IPRG werden ausländische Adoptionen in der Schweiz
anerkannt, wenn sie im Staat des Wohnsitzes oder im Heimatstaat der adoptierenden
Person oder der adoptierenden Ehegatten ausgesprochen worden sind.
2.2.1. Auch wenn der Wortlaut dieser Bestimmung auf den ersten Blick den Schluss
zulassen könnte, dass für eine Anerkennung eines ausländischen
Adoptionsentscheides beide Ehepartner Staatsangehörige des Staates sein müssen, in
welchem die Adoption ausgesprochen wurde, so sind sich Lehre und Rechtsprechung
einig, dass die Anerkennungszuständigkeit grundsätzlich sehr grosszügig ausgestaltet
ist. In diesem Sinne genügt es für die Anerkennung einer im Heimatstaat der
adoptierenden Person(en) ausgesprochenen Adoption, wenn bei mehrfacher
Staatsangehörigkeit des oder der Adoptierenden nur einer die entsprechende
Nationalität besitzt (BGE 120 II 87; K. Siehr, Das Internationale Privatrecht der Schweiz,
Zürich 2002, S. 99). Dies gilt zwar für die Anerkennbarkeit einer gemeinschaftlichen
Adoption, nicht jedoch bei Fällen einer Stiefkindadoption (Däppen/Mabillard, a.a.O., N
9 zu Art. 78 IPRG). Zwar anerkannte das Eidgenössische Amt für Zivilstandswesen im
Jahre 2003 einen in Brasilien gesprochenen Adoptionsentscheid, bei welchem der
adoptierende Stiefvater weder im besagten Land Wohnsitz hatte noch dessen
Staatsangehörigkeit besass, auf Grund der Tatsache, dass seine Ehefrau die
Staatsangehörigkeit Brasiliens besass und die Stiefkindadoption schliesslich eine
Variante der gemeinschaftlichten Adoption darstelle, was eine analoge Beurteilung
rechtfertige (mit weiteren Ausführungen zu diesem Entscheid: W. Heussler,
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Stiefkindadoption im Heimatstaat der leiblichen Mutter, in: ZZW 2009/2, S. 3), was das
Bundesgericht jedoch nicht davon abhielt, diesen Analogieschluss durch seine
Rechtsprechung in den folgenden Jahren umzukehren. Nach dieser bildet die
Staatsangehörigkeit oder der Wohnsitz der adoptierenden Person den
Anknüpfungspunkt für die Beurteilung der indirekten Zuständigkeit, da dieser die
Wahrnehmung des Kindesinteresses am besten gewährleistet (BGer 5A_447/2008 vom
5. Dezember 2008 E. 3.4; bestätigt in: BGE 134 III 467 E. 4.3). Zudem ist eine Berufung
des adoptierenden Stiefelternteils auf die Staatsangehörigkeit seines Ehepartners, um
die Zuständigkeit der ausländischen Behörden zu begründen, nicht mit der
Bestimmung in Art. 78 Abs. 1 IPRG vereinbar und geht über den Wortlaut der Norm
hinaus (BGer 5A_447/2008 vom 5. Dezember 2008 E. 3.4; BGer 5A_285/2009 vom 21.
August 2009 E. 2.1).
2.2.2. Aus den Akten wird ersichtlich, dass im vorliegenden Fall die
Beschwerdeführerin keine der beiden Voraussetzungen von Art. 78 Abs. 1 IPRG erfüllt,
welche die indirekte Zuständigkeit der kamerunischen Behörden sowie die
Anerkennung eines von diesen erlassenen Adoptionsentscheides nach sich ziehen
würden. Weder hatte sie ihren Wohnsitz zum Zeitpunkt der Adoption in Kamerun, noch
besass sie die Staatsangehörigkeit dieses Landes. Dies bestätigte die
Beschwerdeführerin ausdrücklich während des Telefonats vom 17. Mai 2013 mit dem
Amt für Bürgerrecht und Zivilstand (act. 9/10/6). Zudem wurde dies auch in den
Rechtsschriften bei der Vorinstanz und dem Verwaltungsgericht niemals bestritten (act.
1 und 9/1). Daraus folgt, aus Sicht des schweizerischen Rechts, dass nach den
Bestimmungen in Art. 25 lit. a in Verbindung mit Art. 26 lit. a und Art. 78 Abs. 1 IPRG,
die kamerunischen Behörden nicht für den Erlass des umstrittenen
Adoptionsentscheids zuständig waren und dieser somit auch nicht anerkannt werden
kann.
2.3. Die weiteren Vorbringen der Beschwerdeführerin in diesem Zusammenhang
sind, wie schon die Vorinstanz richtigerweise festgestellt hat (act. 6, E. 3.4), für die
Anerkennung des ausländischen Entscheides und somit für den vorliegenden Fall nicht
relevant. Die Echtheit und Rechtskraft des eingereichten Adoptionsentscheids sowie
weiterer Dokumente sind in Anbetracht der Tatsache, dass die Beschwerdeführerin die
persönlichen Voraussetzungen (Wohnsitz oder Staatsangehörigkeit) für die
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Anerkennung des kamerunischen Urteils in der Schweiz nicht erfüllt, diesbezüglich
nicht ausschlaggebend. In diesem Sinne kann auch auf eine Prüfung der weiteren
Anerkennungsvoraussetzungen von Art. 25 IPRG verzichtet werden.
3. Auf das Vorbringen der Beschwerdeführerin, dass die Voraussetzungen für
eine Adoption in der Schweiz, gestützt auf die Bestimmungen in Art. 264 ff. ZGB,
ebenfalls erfüllt seien, kann auf Grund fehlender Begründung in der Beschwerdeschrift
nicht eingegangen werden. Im Übrigen steht es der Beschwerdeführerin frei, die
Adoption in der Schweiz zu "wiederholen" (BGer 5A_285/2009 vom 21. August 2009 E.
2.1; BGE 134 III 475 E. 4.4). Ob, wie von der Beschwerdeführerin geltend gemacht, alle
Voraussetzungen für eine Adoption in der Schweiz nach den Bestimmungen in Art. 264
ff. ZGB erfüllt sind, kann an dieser Stelle offen gelassen werden. Auf jeden Fall müssten
auf Grund der Tatsache, dass die Tochter des Ehemannes der Beschwerdeführerin
mittlerweile die Volljährigkeit erreicht hat (geb. 16. Mai 1996), die zusätzlichen
Voraussetzungen für die Adoption einer volljährigen Person nach Art. 266 ZGB
beachtet werden.
4. Zusammenfassend kann die am 21. Januar 2009 in Kamerun erfolgte
Adoption von S.Y. durch die Beschwerdeführerin in der Schweiz nicht anerkannt
werden. Die Beschwerdeführerin hatte zum fraglichen Zeitpunkt weder Wohnsitz in
Kamerun, noch besass sie die Staatsbürgerschaft dieses Landes, womit die
Voraussetzungen für eine Anerkennung nach den Bestimmungen des Bundesgesetzes
über das Internationale Privatrecht nicht erfüllt sind (Art. 25 lit. a IPRG i.V.m. Art. 26 lit.
a und Art. 78 Abs. 1 IPRG). Die indirekte Zuständigkeit den Adoptionsentscheid
betreffend, liegt unter Beachtung der genannten Bestimmungen im vorliegenden Fall
bei den schweizerischen und nicht den kamerunischen Behörden. Die Beschwerde ist
somit abzuweisen.
5. (...).