Decision ID: f12840a7-8e79-482e-8361-2f1c7681b30b
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 196
6,
war als Bauarbeiter tätig, als er sich im März 1999 bei einem Arbeitsunfall am rechten Fuss verletzte (vgl. die Akten der Unfallversicherung
Suva
, Urk. 6/3). Am
1
6
. Mai 2000
meldete sich
der Ver
sicherte
bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an
(Urk. 6/1)
.
Nach medizinischen und erwerblichen Ab
klärungen
und
einer von der Suva veranlassten psychiatrischen Begut
achtung durch das
Y._
(Urk. 6/31)
sprach
ihm
die IV-Stelle m
it Verfügung vom 25. Oktober 2002 mit Wirkung per 1. März 2001
gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 100 %
eine ganze Inva
lidenrente zu (Urk.
6/
39
). Im Rahmen von amtlich eingeleiteten
Revisions
ver
fahren
in den Jahren 2003, 2008 und 201
1
bestätigte die IV-Stelle jeweils die bisherig
e
ganze Invalidenrente
bei einem unveränderten Invaliditätsgrad von 100 %
(Mitteilungen vom 21. November 2003,
27. März 2008 und 27. Mai 2011;
Urk. 6/
52
,
Urk. 6/61,
Urk. 6/68).
1.2
I
m
Oktober
201
3
überprüfte die IV-Stelle den Rentenanspruch
anlässlich
der
am
1. Januar 2012 in Kraft getretenen Revision des Bundesgesetzes über die
Inva
lidenversicherung (IVG) erneut
(vgl. Urk. 6/70)
und veranlasste eine
poly
disziplinäre
Begutachtung des Versicherten. Die
Z._
AG erstattete das Gutachten am 7. August 2014 (Urk. 6/84)
.
Gestützt darauf
stellte die IV-Stelle dem Versicherten mit Vor
bescheid vom 19. November 2014 die Aufhebung der
Rente
in Aussicht (Urk. 6/88).
Am 18. Dezember 2014 teilte
sie
dem Versicherten
zudem
den Ab
schluss der
beruflichen Massnahmen
mit
(Urk. 6/98). Am 22. Dezember 2014 erhob der Versicherte gegen den Vorbescheid vom 19. November 2014 Einwand (Urk. 6/100), woraufhin die IV-Stelle weitere Arztberichte einholte (Urk. 6/105-107).
Nachdem der Versicherte am 26. Februar 2016
im Rahmen der Akteneinsicht
Stellung
genommen hatte (Urk. 6/114), verfügte die IV-Stelle a
m
14. März 2016 die Aufhebung der Invalidenrente
nach Zustellung der Verfügung auf Ende des folgenden Monats und entzog einer allfällig da
gegen erhobenen Beschwerde die aufschiebende Wirkung
(Urk. 2).
2.
Dagegen erhob der Versicherte am
25. April 2016
Beschwerde und bean
tragte,
die Verfügung vom 14. März 2016 sei vollumfänglich aufzuheben und es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, die Invalidenrente weiterhin
aus
zurichten und berufliche Massnahmen durchzuführen (Urk. 1).
Mit
Be
schwer
deantwort
vom
2
3
.
Mai
2016 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk.
5
, unter Beilage ihrer Akten, Urk.
6
/1-
121
), was de
m
Beschwerdeführer am
31
.
Mai
2016 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk.
7
).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundes
ge
setzes über die Invalidenversicherung; IVG
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verblei
bende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4
Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken.
Rechtspre
chungs
ge
mä
ss
ist bei psychischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelische
s Leiden
mit Krankheitswert besteht, welche
s
die versicherte Person auch bei Aufbie
tung allen guten Willens daran hindert, ein
rentenausschliessendes
Erwerbs
ein
kommen
zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG;
BGE 139 V 547
E. 5;
131
V 49
E. 1.2;
130 V 352
E. 2.2.1; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614
/2015 vom 15. Dezember 2015 E. 5
und 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E.
5.4.
).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege
artis
auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychiatrische Diagnose voraus (vgl. BGE 130 V 396; Urteile des Bundes
ge
richts 8C_616/2014 vom 25. Februar 201
5
E. 5.3.3.3 und 9C_739/2014 vom 30. November 2015 E. 3.2). Eine fachärztlich festgestellte psychische Krank
heit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Es ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilen, ob und inwiefern der versicherten Person trotz ihres Leidens die Verwertung ihrer
Restarbeits
fähigkeit
auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt noch sozial-praktisch zumutbar und für die Gesellschaft tragbar sei (BGE 141 V 281 E. 3.7.3; 136 V 279 E. 3.2.1; BGE 127 V 294 E. 4c; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 20
15 E. 5 und 8C_731/2015 vom 18.
April 2016 E. 4.1).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu be
tä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1.4
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Renten
bezügers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht
nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch
dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E.
3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Ver
hältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeits
fähigkeit verändert hat (Urteile des Bundesgerichts 9C_261/2009 vom 11. Mai
2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesundheitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer
anspruchs
er
heblichen
Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Einspracheentscheid
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit
rechtskon
former
Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E.
3.2.3; Urteil des Bundes
gerichts 9
C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 2.
1 mit Hinweisen).
1.5
Nach
lit
. a
Abs.
1 der am
1.
Januar 2012 in Kraft getretenen
Schlussbe
stimmungen
der Änderung vom 1
8.
März
2011 des IVG (
6.
IV-Revision, erste
s Massnahmenpaket; kurz:
lit
. a
Abs.
1
SchlB
IVG
6.
IV-Revision
) werden Renten, die bei
pathogenetisch
-ätiologisch unklaren
syndromalen
Beschwer
de
bildern
ohne nachweisbare organische Grundlage gesprochen wurden, inner
halb von drei Jahren nach Inkrafttreten dieser Änderung überprüft. Sind die Voraussetzungen nach Artikel 7 ATSG nicht erfüllt, so wird die Rente herabgesetzt oder aufgehoben, auch wenn die Voraussetzungen von Artikel 17 Absatz 1 ATSG nicht erfüllt sind. Diese Bestimmung ist verfassungs- und EMRK-konform (BGE 139 V 547 E. 3).
Für die Einhaltung der Dreijahresfrist genügt es, w
enn die Überprüfung inner
halb dieses Zeitraumes
eingeleitet wird, das
heisst wenn die versicherte Person schriftlich von der Rentenprüfung Kenntnis erlangt hat (vgl.
R
z
1016
des
Kreisschreibens des BSV über die
Schlussbestimmungen
der Ände
rung vom 18. März 2011 des IVG,
KSSB
).
1.
6
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen fest
zustellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beur
teilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es
beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess
nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die
Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medi
zi
nische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erfor
derlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychischen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizi
ni
schen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet, ob die Schlussfol
ge
rung
en der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die
rechts
anwendende
Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beant
wortung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegebenen
falls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutachten, 4. Auf
lage 2003, S. 24 f.).
2
.
2.1
Die Beschwerdegegnerin erwog in der angefochtenen Verfügung, der Gesund
heitszustand des Beschwerdeführers habe sich wesentlich verbessert. Spätes
tens ab dem Zeitpunkt der letzten Begutachtung am 10. April 2014 sei
ihm
eine körperlich leichte, wechselbelastend oder überwiegend sitzend ausgeübte Tätigkeit in einem 100%-Pensum wieder zumutbar. Die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit sei
durch die Gutachter
somatisch respektive orthopädisch begründet worden. Aus psychiatrischer Sicht habe lediglich ein Restzustand einer leichten depressiven Episod
e diagnostiziert werden können. Berufliche Massnahmen seien dem Beschwerdeführer bereits angeboten worden. Er sei zum Termin jedoch nicht erschienen, sondern habe über seinen damaligen Rechtsvertreter ausrichten lassen, dass er weiterhin arbeitsunfähig sei
(Urk. 2).
2.2
Der Beschwerdeführer machte seinerseits im Wesentlichen geltend,
das
Z._
-Gutachten
sei
unbrauchbar,
da
die Gutachter nur
eine
revisions
rechtlich
unbeachtliche Neubeurteilung
unv
eränderter Tatsachen vorge
nom
me
n hätten
.
Weiter habe die Beschwerdegegnerin entgegen ihrer
Rechts
pflicht
weder Eingliederungsmassnahmen geprüft noch durchgeführt, obwohl
diese
bereits mit Eingabe vom 26. Januar 2016 beantr
agt worden seien
(Urk. 1).
3.
3.1
3.1.1
B
ei der ursprünglichen
Rentenzusprache
im Jahre
2002
, bei welcher von einem Invaliditätsgrad von 100 % ausgegangen wurde, stützte
sich die
Be
schwerdegegnerin
in medizinischer Hinsicht auf das von der Suva veran
lasste psychiatrische Gutachten des
Y._
vom 24. Juli 2002
(Urk. 6/31).
Darin wurde
beim
Beschwerdeführer eine posttraumatische
Belastungs
stö
r
ung
nach
drei schweren Unfallereignissen (1987,
1999 und 2000) bei schwieriger psychosozialer Situation (Verlust der Arbeitsfähigkeit; finanzielle
Schwierig
keiten, familiäre Spannungen) nach ICD-10 F43.1 diagnostiziert
(Urk.
6
/31/1
5)
.
3.1.2
Es wurde ausgeführt, der Beschwerdeführer
habe über wiederholtes, nicht willentlich hervorgerufenes Erleben von Erinnerungen an den Autounfall im Dezember 2000 geklagt. Häufig erlebe
er
den Unfall wieder
als würde es sich dabei um eine Filmsequenz handeln. Ausserdem klage
der Beschwerdeführer
über wiederkehrende Alpträume in Zusammenhang mit dem Autounfall. Der Beschwerdeführer habe vom Einsetzen intrusiver Erinnerungen und Alp
träume etwa zwei bis drei Monate nach dem Unfall
ereignis im Dezember 2000 berichtet. Er
habe in den Explorationsgesprächen emotional wenig be
teiligt und distanziert
gewirkt
. Es
sei
oft der Eindruck von Desinteresse und Gleichgültigkeit
entstanden
. Die fremdanamnestischen Angaben des
Nach
barn des Beschwerdeführers würden diesen Befund bestätigen. Der Beschwer
deführer lebe äusserst zurückgezogen und
interessiere sich im Gegensatz zu früher kaum für seine Umgebung.
Er
leide unter
depressiven Symptomen wie
deprimierte
r
, teilweise auch
gereizte
r
Stimmung, umfassende
r Freud- und Lustlosigkeit
, herabgesetzte
n
Vitalgefühlen
, Ant
riebslosigkeit alterni
erend mit depressiver Agitiertheit
und
ständige
r Müdigkeit
.
Er habe ausserdem
über
Schreck
haftigkeit, Lärmempfindlichkeit sowie Schlafstörungen geklagt
(Urk.
6/
31/15-16).
3.1.3
Es wurde festgehalten, dass der Beschwerdeführer zurzeit zu 100 % arbeits
unfähig sei (Urk.
6/
31/19). Er stehe
aktuell
in einer stützenden
psychiatrisch-psychopharmakologischen Behandlung. Es sei
zu erwarten,
dass die i
m Vor
der
grund stehenden depressiven Symptome
im
L
aufe der Behandlung ab
kling
en würden
, dies unter der Voraussetzung, dass die ökonomischen und sozialen Lebensumstände des
Beschwerdeführers verbessert werden könnten. Nach
dem Abk
lingen der depressiven Symptome
sei der
Versuch einer beruf
lichen Wiedereingliederung in eine den Möglichkeiten
des Beschwerdeführers
an
ge
passte Teilzeitarbeit
sinnvoll (Urk.
6/
31/18).
3.2
Im Rahmen des im Mai 2011
eingeleiteten Revisionsverfahrens (Urk.
6/
63
), welches am
27
.
Mai
20
1
1 mit der Feststellung, dass die Überprüfung des Invaliditätsgrades keine rentenbeeinflussende Änderung ergeben habe, abge
schlossen wurde (Urk.
6/
68
),
zog die Beschwerdegegnerin die Akten der Suva bei. S
uva
-Arzt med.
pract
.
A._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, führte im Bericht über die
psychiatrische Untersuchung vom
1
6.
März 2010
(Urk.
6/
65/8-14)
aus, es seien
momentan wenig Anhalts
punkte zu finden, um eine gültige posttraumatische Belastungsstörung bei den
vorhandenen Beschwerden festzuhalten. Die zum jetzigen Zeitpunkt be
schrie
benen psychischen Beschwerden
würden
sich weniger um das
Unfa
ll
ereignis
drehen. Sie seien
vielmehr
durch
die Belastung von den chronisch dauerhaften starken Schmerzen ausgelöst
worden
. Somit
sei
von einer chro
nischen
Schmerzst
örun
g
mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41) auszugehen.
Die psychische Reaktion
lasse
sich mit den weiterhin be
stehenden chronischen Schmerzen, welche zum Teil ein organisches Korre
lat ausw
eisen würde
n, erklären
.
Aufgrund der
Chronifizierung
der psychi
schen
- und
der
Schmerzsymptomatik rück
e
eine Anpassungs
s
törung als mögliche Differentialdiagnose fern. Zudem reich
t
en die vorhandenen Be
schwerden nicht aus, um die Kriterien einer allfällige
n depressiven Störung
oder einer
Persönlichkeitsveränderung nach Belastung zu erstelle
n. Zusam
men
fassend sei
die Diagnose einer chronischen Schmerzstörung mit soma
tischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41) anzunehmen.
3.
3
3.
3
.1
Im aktuellen
V
erfahren
stützte sich die Beschwerdegegnerin in medizinischer
Hinsicht im Wesentlichen auf das
Z._
-Gutachten vom
7
. April
201
4.
Darin
nannten
die Gutachter
als
Diagnosen mit Ausw
irkung auf die Arbeits
fähigkeit eine m
ittelgradige Sprunggelenksarthrose rechts sowie
eine
mediale und retropatellare Gonarthrose links. Ohne Auswirkungen auf die Arbeits
fähigkeit bestünden unter anderem ein Restzustand einer
leichtgradigen
depressiven Episode (ICD-10 F32.0) sowie
eine
Adipositas (Urk. 6/84/50).
3.
3
.2
Die Gutachter attestierten dem Beschwerdeführer in der angestammten Tätig
keit als Bauarbeiter sowie in jeder anderen, körperlich schwere
n
Tätigkeit
auf
grund der Gelenkspathologien im Bereich der Beine eine 100%ige Arbeit
s
unfähigkeit.
Eine Besserung
sei
nicht möglich,
da
fixierte Gelenkdefekte
bestünden
, die sich allenfalls zukünftig weiter verschlechtern könn
t
en. Um
einer Verschlechte
ru
ng entgegenzuwirken,
sei
eine Gewichtsreduktion gebo
ten
, wobei die Mitarbeit des Beschwerdeführers
medizinisch
gut zumutbar
sei. Angesichts der
Leichtgradigkeit
der Gelenkpathologien und resultieren
den
Gangstörung und der anamnestisch
weiterhin gegebenen Mobilität
(
Spazier
gänge, selbst
ändiges
Autofahren
, kein Gebrauch
orthopädische
r
Hilfsmittel
sowie
beschwielte
Fusssohlen
)
seien körperlich leichte, wechselbelastende und
überwiegend sitzend ausgeübte
Tätigkeit
en per sofort zu
100
% zumutbar (Urk. 6/84/44-45).
Hinweise für eine
namhafte psychiatrische Erkrankung bestünden nicht mehr. Die
aktenkundig aufscheinende Diagnose einer nam
haften Depression
sei
angesichts des hiesigen Befunds und auch der anam
nestischen Angaben als weitgehend abgeklungen anzusehen und
entfalle
also zumindest ex
nunc
als Grund einer Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit.
Die Aufnahme einer Arbeit sei aus psychiatrischer Sicht eher wünschenswert, insbesondere mit Blick auf eine Stabilisierung der Tagesstruktur, des Selbs
t
wertgefühls sowie der sozialen Teilhabe.
Auch di
e aktenkundige Diagnose einer posttraumatische
n
Belastungsstörung
sei
zumindest ex
nunc
nicht mehr haltba
r
(Urk. 6/84/45).
3.
3
.3
Die Gutachter hielten fest, e
ine retrospektive Bewertung
der Arbeitsfähigkeit sei
mangels eigener Vorbefunde und unzureichend detaillierter Vorberichte
nur eingeschränkt möglich. Lege man die Vorberichte zugrunde, könnte d
ie psychiatrische Symptomatik
hinsichtlich der
Depressivität vorangehend aus
ge
prägter gewesen sein
. I
n welchem Ausmass
sie
die Arbeitsfähigkeit tangiert ha
be
,
lasse
sich retrospektiv nicht hinreichend quantif
izieren und zeitlich eingrenzen. Folge
man den Angaben des
Beschwerdeführers und dem
Suva-
Bericht aus
dem Jahr
2010
,
sei
die depressive Symptomatik jedoch wahr
scheinlich zumindest seit 2010 deutlich
regredient
. Es sei als wahrscheinlich anzunehmen, dass p
sychiatrische Gründe
für eine
Arbeitsunfäh
igkeit s
pätes
tens ab d
er aktuellen Begutachtung nicht mehr vorlägen.
Eine
somatoforme
Schmerzstörung sei nicht zu diagnostizieren, da kein fehlverarbeiteter seeli
scher Konflikt erkennbar und zudem kein schmerzgequälter klinischer Status zu erheben gewesen
sei
(Urk.
6/
84/50-51).
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin
verfügte die Einstellung
der Invalidenrente
gestützt auf
das
Z._
-Gutachte
n
vom
7
.
August 2014
(vgl. vorstehend E.
3
.3).
Einem solchen
im Rahmen des Verwaltungsverfahrens durch die Sozialver
sicherung eingeholten Gutachten ist Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete
Indizien gegen
dessen
Zuverlässigkeit sprechen (BGE 125 V 351
E.
3b/
bb
).
Vorliegend bestehen keine
Anhalts
punkte, welche gegen die
Beweis
tauglichkeit
sprechen würden
.
Vielmehr erfüllt das
Z._
-Gutachten
die rechtsprechungsgemässen Anforderungen, welche an beweistaugliche medi
zi
ni
sche
Expertisen
gestellt werden
(vgl. E. 1.
4
).
Es
ist für die streitigen Be
lange umfassend, beruht auf eigenständigen
fachärztlichen
Untersuch
ungen
(internistisch, neurologisch, orthopädisch und psychiatrisch)
und wurde in Kenntnis der relevanten
Vorakten
(Urk.
6/
84
/
2-18
) abgegeben. Die am Gut
achten beteiligten Fachärzte erhoben jeweils eine ausführliche Anamnese, gingen in ihren Beurteilungen auf die Beschwerden de
s
Beschwerdeführer
s
ein
und legten die medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuch
tend dar
.
4.
2
Aus dem Gutachten geht hervor, dass es aus psychiatrischer Sicht zu einer
relevanten
Verbesserung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers ge
kommen ist
.
So bestanden g
emäss Gutachter
anlässlich der Begutachtung
keine Hinweise für eine psychiatrische Erkrankung
mehr
. I
m Gegensatz zu
den Gutachter
n
des
Y._
konnten die
Z._
-Gutachter
keine
posttrau
ma
tische Belastungsstörung
, sondern lediglich noch
ein
en
Restzustand einer
leicht
gradigen depressiven Episode (ICD-10 F32.0)
feststellen
.
Auch die
späte
r
von Suva-Arzt med.
pract
.
A._
diagnostizierte
somatoforme
Schmerz
störung
lag
gemäss den Gutachtern nicht mehr vor
(E. 3.3.2)
.
Eine
Ver
besserung
des Gesundheitszustandes
ist
auch
mit Blick auf die erhobenen unauffälligen Befunde und die Anamnese
nachvoll
ziehbar
.
So
hielt der psy
chiatrische
Z._
-
Gutachter beispielsweise fest,
der Beschwerdeführer habe Panikattacken verneint und
es
hätten
keine Ängste oder Befürchtungen vorgelegen. Die Modulation sei allenfalls
leichtgradig
vermindert gewesen
, der Antrieb unauffällig
und es hätten sich keine Schuldgefühle gefunden.
Auch
hatte
der Beschwerdeführer im Rahmen der
Z._
-
Begutachtung
erklärt,
er habe nicht das Gefühl sozialer Isolation und
es gehe
ihm durch die Einnahme der Antidepressiva seit längerem psychisch besser
. S
o
könne er gut schlafen und habe keine Alpträume mehr
. Er sei nicht in psychiatrischer Behandlung und benötige diese auch nicht mehr (
E. 3.3.2,
Urk.
6/
84/37, Urk.
6/
84/39).
Demgegenüber
hielten die
Y._
-Gutachter im Jahr 2002 noch einen sozialen Rückzug sowie
intrusive Erinnerungen
und Alpträume
fest
und
führten aus
, der Beschwerdeführer habe niedergeschlagen,
deprimiert
u
nd affektarm gewirkt und über
Antriebslosigkeit
, Nervosität und geringe emo
tionale Belastbarke
it
geklagt
(E. 3.1.2).
Schliesslich gab der
Z._
-Gut
achter an,
anlässlich der Untersuchung habe durchgehend k
ein
schmerz
beeinträchtigter
Eindruck bestanden (
E. 3.3.3,
Urk.
6/
84/39), während im Suva-Bericht vom Jahr 2010 noch eine erhöhte Schmerzwahrnehmung sowie eine affektive Überlagerung bei der Erzählung der erlebten Schmerzen fest
gehalten
worden war
(E.
3.2
, Urk.
6/
65/12).
Damit ist von einer veränderten Befundlage auszugehen, womit entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers (vgl. E. 2.2) ein Revisionsgrund ausgewiesen ist. Es handelt sich mithin bei der aktuellen Einschätzung nicht lediglich um
eine andere Beurteilung des gleichgebliebenen Gesundheitszustandes, sondern
es ist gestützt auf die Begutachtung erstellt, dass die posttraumatische
Belas
tungsstörung
, welche im Jahr 2002 zur
Rentenzusprache
geführt hatte, voll
ständig abgeklungen ist. Andere Pathologien, die aus psychiatrischer Sicht die Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers einschränken würden, liessen sich anlässlich der aktuellen Begutachtung nicht erheben (E. 3.3.3).
4.
3
O
bjektive Anhaltspunkte dafür, dass sich der psychische oder körperliche
Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit der polydisziplinären
Z._
-
Begutachtung bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung verschlechtert
hätte
, sind nicht ersichtlich und ergeben sich insbesondere nicht aus den im Rahmen des
Einwandverfahrens
eingeholten
Arztberichten (Urk.
6/
105-107
).
In
sbesondere werden in
psychiatrischer Hinsicht in den Berichten keine neuen Befunde oder Diagnosen genannt, die im Zeitpunkt der Begutachtung nicht bereits bekannt gewesen wären.
Schliesslich ist in somatischer Hinsicht durch die
im Bericht des Operationszentrums
B._
vom 27. November
2014
(Urk.
6/
106/6-7)
diagnostizierte
mediale
Meniskusläsion
des linken Knies
keine
weitergehende als die gutachterlich
attestierte
Arbeitsunfähigkeit aus
gewiesen. Dies umso weniger, als
die
Gelenkpathologien
- und damit auch die
Knie
gelenks
beschwerden -
von den Gutachtern
im Rahmen der
als zu
mut
bar erachtete
n, angepassten
leichte
n und
überwiegend sitzende
n
Tätig
keit
en bereits berücksichtigt wurden (vgl. E. 3.
3.
2) und im Bericht des Haus
arztes (bei der Beschwerdegegnerin am 3. März 2015 eingegangen)
denn auch
mit keinem Wort Erwähnung fanden (Urk. 6/105).
4.
4
Zusammenfassend ist mit dem im Sozialversicherungsrecht massgebenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer spätestens
ab dem Zeitpunkt der letzten Begutachtung und somit ab 10. April 2014
(Urk.
6/
84/1)
in einer angepassten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig ist.
Aufgrund
der
beweiskräftigen
medizinischen
Akten
lage
besteht – entgegen
der
Auffassung des Beschwerdeführers
(E. 2.2)
– kein
weiterer Abklärungsbedarf (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_468/2007 vom 6. Dezember 2006 E.2.2 mit Hinweisen).
4.5
Nach dem Gesagten ging die Beschwerdegegnerin zu Recht davon aus, dass sich der Gesundheitszustand und damit die Arbeitsfähigkeit des Beschwerde
führers seit der
Rentenzusprache
im Jahr 2002 massgeblich verbessert haben.
Die von der Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung vorge
nom
me
ne Invaliditätsbemessung,
die einen
nicht mehr rentenbegründenden
Invaliditätsgrad
ergab (Urk. 2 S.
2), gibt keinen Anlass zu
r
Beanstandung.
An diesem Ergebnis änderte auch nichts, wenn man - wie der Beschwer
deführer vorbringt (E. 2.2) - davon ausginge, mit dem Gutachten der
Z._
lasse sich keine Verbesserung des gesundheitlichen Zustandes belegen, son
dern es handle sich dabei viel mehr um eine unbeachtliche Neubeurteilung
eines unveränderten Gesundheitszustandes. Gemäss bundesgerichtlicher Rec
ht
sprechung zählt die Diagnose der posttraumatischen Belastungsstörung zu den
pathogenetisch
-ätiologisch unklaren
syndromalen
Beschwerdebildern ohne nachweisbare organische Grundlage
(vgl. Urteil des Bundesgerichtes 8C_483/2012 vom 4. Dezember 2012 E. 4.2),
die,
unabhängig davon,
ob die
Revisionsvoraussetzungen nach Art. 17 Abs. 1 ATSG
erfüllt sind oder nicht,
gestützt auf die Schlussbestimmung
en
der Änderung des IVG vom 18. März 2011 einer Überprüfung zugänglich sind
(vgl. E.
1.
5)
.
Nachdem die
Renten
zusprache
unbestrittenermassen (Urk. 1 S. 7) gestützt auf das Gutachten des
Y._
, wonach wegen einer posttraumatischen Belastungsstörung eine voll
stän
dige Arbeitsunfähigkeit vorliege (E.
3.1), erfolgte, erwiese sich eine
Ren
tenaufhebung
auch unter diesem Titel als zulässig.
5.
5.1
Zu prüfen bleibt der Einwand des Beschwerdeführers, die
Beschwerde
geg
nerin
habe entgegen deren Rechtspflicht Eingliederungsmassnahmen weder geprüft noch durchgeführt, was bereits aus diesem Grunde einer
Rentenein
stellung
entgegenstehe (Urk. 1 S. 12).
5.2
5.2.1
Nach Rechtsprechung des Bundesgerichts ist vor einer Erhöhung, Herab
setzung oder Aufhebung der Rente abzuklären, ob ein Eingliederungsbedarf besteht. Dabei ist vom Grundsatz der erwerblichen Verwertbarkeit
einer verbesserten
oder wie
der
gewonnenen Arbeitsfähigkeit auf dem Weg der Selbsteingliederung aus
zugehen. In ganz besonderen Ausnahmefällen hat die
Rechtsprechung den
noch nach langjährigem Rentenbezug trotz medizinisch (wieder) ausgewie
se
ner Leistungsfähigkeit vorderhand weiterhin eine
Rente zugesprochen, bis mit Hilfe von medizinisch-rehabilitativen und/oder beruflich-erwerblichen Massnahmen das theoretische Leistungspotential aus
geschöpft werden kann. Es können im Einzelfall Erfordernisse des Arbeits
marktes der Anrechnung einer medizinisch vorhandenen Leistungs
fähigkeit und medizinisch zumut
baren Leistungsentfaltung entgegenstehen, wenn aus den Akten einwandfrei hervorgeht, dass die Verwertung eines bestimmten
Leistungspotentials ohne vorgängige Durchführung befähigender Massnah
m
en allein vermittels
Eigen
an
strengung
der Versicherten Person nicht möglich ist (Urteile des Bun
desgerichts 9C_163/2009 vom 10. September 2010 E. 4.2.2 und statt vieler: 9C_508/2016 vom 21. November 2016 E. 6.1).
5.2.2
Diese Rechtsprechung hat das Bundesgericht im Urteil 9C_228/2010 vom 26.
April 2011 dahin gehend präzisiert, dass die revisions- oder
wiederer
wä
gungsweise
Herabsetzung oder Aufhebung der Invalidenrente bei versicher
ten Personen, die das 55. Altersjahr zurückgelegt oder die Rente seit mehr als 15 Jahren bezogen haben, nur zulässig ist, wenn die Beschwerdegegnerin zuvor Eingliederungsmassnahmen durchgeführt hat. Damit wird dem Um
stand Rechnung getragen, dass solche versicherte Personen aufgrund des fort
geschrittenen Alters oder der langen Rentendauer und der daraus folgen
den
langjährigen
Arbeitsabstinenz in der Regel nicht selber in der Lage
sind, sich dem Arbeitsmarkt zu stellen und sich dort
selber wieder einzugliedern. Dies führt zwar für die
B
etroffenen nicht zu einer Art Besitzstandsgarantie. Es wird ihnen lediglich, aber immerhin zugestanden, dass die Rente grund
sätzlich erst nach geleisteter Eingliederungshilfe eingestellt werden darf (vgl. etwa Urteile 9C_497/2013 vom 30. November 2013 E. 3.5 und 9C_920/2013 vom 20. Mai 2014 E. 4.4 mit Hinweis).
5.2.3
Zu ergänzen
bleibt,
dass der Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen einen
Eingliederungswillen beziehungsweise eine subjektive
Eingliederungsfähig
keit
voraussetzt. Fehlt es daran, so entfällt der Anspruch auf Einglie
de
rungs
mass
nahmen, ohne dass zunächst ein Mahn- und
Bedenkzeitverfahren
durch
geführt werden müsste (vgl. Urteil das Bundesgerichts 9C_469/2016 vom 22.
Dezember 2016 E. 7, Urteil 8C_569/2015 vom 17. Februar 2016 E. 5.1 mit Hinweisen).
5.3
Aus der Aktenlage erhellt unzweifelhaft, dass es an der subjektiven
Einglie
derungsfähigkeit
des Beschwerdeführers gebricht. So liess er, nachdem ihm die Beschwerdegegnerin mit Vorbescheid vom 19.
November
2014 unter Hin
weis auf das Gutachten der
Z._
die Einstellung der Rente angezeigt (Urk.
6/88) und ihn für ein persönliches Gespräch zur Abklärung der beruf
lichen Situation am 16. Dezember 2014 eingeladen hatte (Schreiben vom 3.
Dezember 2014, Urk. 6/93), diesen Termin ungenutzt verstreichen. In um
fassender Kenntnis der aktuellen Aktenlage (vgl. Urk. 6/91) liess er mit Schreiben vom 12. Dezember 2014 (Urk. 6/96) unter Auflage eines
Arztzeug
nisses
seines Hausarztes, wonach er dauerhaft arbeitsunfähig sei (Urk. 6/94), darum ersuchen, auf ein solches Gespräch sei - jedenfalls zurzeit - aus ge
sundheitlichen Gründen zu verzichten. Wenngleich die
Beschwerde
geg
ne
rin
in
der Folge die berufliche Eingliederung abschloss und den Beschwer
de
füh
rer darauf hinwies, er habe die Möglichkeit
,
sich zur Teilnahme an Ein
glie
derungsmassnahmen erneut anzumelden, sobald er sich dazu gesundheitlich in der Lage sehe (Urk. 6/98), liess dieser über ein Jahr verstreichen, bevor er erstmals mit Schreiben vom 26. Februar 2016 die Einleitung beruflicher Massnahmen beantragte (Urk. 6/114). Dass diesem langen Zuwarten nicht Bedenken, denen mit dem Angebot von beruflichen Massnahmen ange
messen hätte begegnet werden können, sondern vielmehr mangelnde Moti
va
tion zugrunde lag, ergibt sich unverkennbar aus dem - erst nach mehr
maliger Aufforderung durch die Beschwerdegegnerin (Urk. 6/102-104) - im März 2015 eingereichten Bericht des Hausarztes (Urk. 6/105). Danach war dem Beschwerdeführer eine angepasste Tätigkeit zumutbar, die Motivation demgegenüber fraglich und psychiatrisch abzuklären (Urk. 6/105/3). Nachdem die
Z._
-Gutachter eine psychiatrische Erkrankung nachvoll
zieh
bar ausgeschlossen hatten, die Folgen der im November 2014 durch
geführten Meniskusoperation längst abgeklungen waren (Urk. 6/106) und der behandelnde Arzt die Motivation des Beschwerdeführers für berufliche Mass
nahmen nicht bestätigen konnte, fehlte es offensichtlich an der für einen Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen nötigen subjektiven
Eingliede
rungs
fähigkeit
des Beschwerdeführers. Dass sich an seiner diesbezüglichen Einstellung bis zum massgeblichen Zeitpunkt des Verfügungserlasses am 14.
März
2016 etwas geändert hätte, ist nicht ersichtlich. Sein nach
Frister
streckung
(Urk. 6/112) und kurz vor Ablauf einer Rentenbezugsdauer von 15
Jahren am 26.
Februar
2016 gestellter
unsubstantiierter
Antrag auf Ein
leitung beruflicher Massnahmen (Urk. 6/114) vermag dafür jedenfalls nicht zu genügen. Gegenteils stellte sich mit Blick darauf, dass der Beschwer
de
führer auch im vorliegenden Beschwerdeverfahren mit keinem Wort darlegt, welche Eingliederungsmassnahmen denn von der Beschwerdegegnerin zu ergrei
fen wären, sondern unverändert eine Verbesserung seines Gesundheits
zustandes verneint und die Weiterausrichtung der ganzen Rente beantragt, vielmehr die Frage, ob das Vorbringen des Beschwerdeführers, nach 15jähri
gem Rentenbezug sei die verfügte Renteneinstellung ohne vorgängige Ein
gliederung unzulässig, nicht gegen den Grundsatz von Treu und Glauben ver
stösst.
Da es aber ohnehin an der subjektiven Eingliederungsfähigkeit mangelt, mit
hin ein Wille des Beschwerdeführers, an Eingliederungsmassnahmen ernst
haft teilnehmen zu wollen, nicht im Ansatz ersichtlich ist, kann diese Frage offen bleiben.
5.4
Zusammenfassend ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin die Eingliederungsmassnahmen nicht wieder aufgenommen und die Rente des Beschwerdeführers eingestellt hat.
6
.
Die Kost
en des Verfahrens sind auf Fr. 6
00.-- festzusetzen und
ausgangs
ge
mäss
vom Beschwerdeführer zu tragen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG).