Decision ID: 54cbce39-87b3-5f9f-80b1-8d4cd5195f75
Year: 2015
Language: de
Court: FR_TC
Chamber: FR_TC_011
Canton: FR
Region: Espace_Mittelland
Law Area: social_law

Sachverhalt
A. A._ und B._, verheiratet, wohnhaft in C._, gehören als Nichterwerbstätige der Ausgleichskasse des Kantons Freiburg (nachfolgend: Ausgleichskasse) an.
Am 7. Februar 2012 erliess die Ausgleichskasse separate Beitragsverfügungen betreffend die persönlichen AHV/IV/EO-Beiträge der Beitragspflichtigen und legte die für das Jahr 2012 zu entrichtenden Akontobeiträge auf je 499 Franken fest. Am 5. Februar 2013 erliess die Ausgleichskasse separate Beitragsverfügungen betreffend das Jahr 2013 und legte die von den Beitragspflichtigen zu entrichtenden Akontobeiträge für das Jahr 2013 auf je 504 Franken fest. Schliesslich erliess die Ausgleichskasse am 3. Februar 2014 separate Beitragsverfügungen betreffend das Jahr 2014 und legte die von den Beitragspflichtigen zu entrichtenden Akontobeiträge für das Jahr 2014 auf je 504 Franken fest.
Gestützt auf die Mitteilung der Steuerverwaltung des Kantons Freiburg (nachfolgend: Steuerverwaltung) betreffend das Steuerjahr 2012 rechnete die Ausgleichskasse das Beitragsjahr 2012 definitiv ab und legte die von den Beitragspflichtigen zu entrichtenden Beiträge für das Jahr 2012 mit Nachtragsverfügung vom 13. Februar 2014 auf je total 1‘189.40 Franken fest. Um jedes Jahr hohe Nachtragszahlungen zu vermeiden, wurden gleichentags auch die Akontobeiträge für die Beitragsjahre 2013 und 2014 auf je 1‘189.40 Franken erhöht.
Nachdem die Beitragspflichtigen am 19. Februar 2014 eine entsprechende Rechnung betreffend die Beitragsjahre 2012 und 2013 erhalten hatten, teilten sie der Ausgleichkasse mit Schreiben vom 26. Februar 2014 mit, dass ihnen die Nachtragsverfügungen noch nicht zugestellt worden seien. Am 4. März 2014 liess die Ausgleichskasse den Beitragspflichtigen die Nachtragsverfügungen der Beitragsjahre 2012 (Ausgleich) sowie 2013 und 2014 (Akonto) in Kopie nochmals zukommen. Die Nachtragsverfügungen wurden den Beitragspflichtigen am 5. März 2014 zugestellt.
B. Am 9. März 2014 erhoben die Beitragspflichtigen gegen die Nachtragsverfügungen Einsprache. Am 25. März 2014 liessen sie der Ausgleichskasse in der gleichen Angelegenheit eine weitere Eingabe zukommen.
Mit Einspracheentscheid vom 15. Mai 2014 wies die Ausgleichskasse die erhobene Einsprache vollumfänglich ab und entzog einer allfälligen Beschwerde die aufschiebende Wirkung.
C. Gegen diesen Einspracheentscheid erhoben die Beitragspflichtigen am 16. Juni 2014 (Datum des Poststempels) Beschwerde an das Kantonsgericht Freiburg. Sie beantragen im Wesentlichen die Zustellung der Nachtragsverfügungen der Beitragsjahre 2012 bis 2014 im Original mit neuen Rechtsmittelfristen sowie der angeblich gemachten Selbstangaben, den Verzicht auf die Erhöhung der Akontobeiträge für die Beitragsjahre 2013 und 2014, eine Rentenvorausberechnung für A._, den Verzicht auf die Erhebung von Verzugszinsen sowie eine Beitragsbefreiung für A._. Weiter stellen die Beschwerdeführer den Antrag, es sei die aufschiebende Wirkung wiederherzustellen und ihnen für das Beschwerdeverfahren die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren.
In ihren Bemerkungen vom 25. Juli 2014 beantragt die Ausgleichskasse die Abweisung der Beschwerde.
Mit Eingabe vom 11. November 2014 wiesen die Beschwerdeführer darauf hin, dass sie die Mindestanzahlung für das Beitragsjahr 2014 bereits bezahlt hätten. Nichts desto trotz stelle die Ausgleichskasse weitere Forderungen, obschon die Steuerveranlagung des Jahres 2014 noch nicht vorliege.
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Erwägungen
1. a) Über Beschwerden gegen Verfügungen und Einspracheentscheide kantonaler Ausgleichskassen entscheidet das Versicherungsgericht am Ort der Ausgleichskasse (Art. 84 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1946 über die Alters- und Hinterlassenenversicherung [AHVG; SR 831.10]). Im Kanton Freiburg ist das Kantonsgericht sachlich zuständig, über Streitigkeiten betreffend die Alters- und Hinterlassenenversicherung zu entscheiden (Art. 89 lit. a des Justizgesetzes vom 31. Mai 2010 [JG; SGF 130.1] i.V.m Art. 28 lit. b des Reglements für das Kantonsgericht vom 22. November 2012 betreffend seine Organisation und seine Arbeitsweise [RKG; SGF 131.11]). Die örtliche und sachliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts Freiburg ist damit gegeben.
Die Beschwerde vom 16. Juni 2014 gegen den Einspracheentscheid vom 15. Mai 2014 ist innert der gesetzlichen Frist von 30 Tagen formrichtig durch die Beschwerdeführer erhoben worden.
b) Zur Beschwerde ist berechtigt, wer durch die angefochtene Verfügung oder den Einspracheentscheid berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat (Art. 59 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Für die Anerkennung einer Beschwerdebefugnis werden somit grundsätzlich ein „Berührtsein“ und das Vorliegen eines schutzwürdigen Interesses verlangt, wobei die Voraussetzungen kumulativ zu erfüllen sind. Indessen fällt eine Unterscheidung der beiden Kriterien schwer; es stellt nämlich das „Berührtsein“ eine Präzisierung des Kriteriums des schutzwürdigen Interesses dar. Nach konstanter Praxis ist die Beschwerdebefugnis dann zu bejahen, wenn ein praktisches oder rechtliches Interesse an der Aufhebung oder Änderung der Verfügung geltend gemacht werden kann. Dies wird dahingehend verstanden, dass die Gutheissung der Beschwerde einen Nachteil wirtschaftlicher, ideeller, materieller oder anderweitiger Natur vermeidet. Dabei muss ein unmittelbares und konkretes Interesse gegeben sein (UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 2. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2009, Art. 59 N. 4 mit zahlreichen weiteren Hinweisen).
Ein solches unmittelbares und konkretes Interesse ist vorliegend nicht für alle Rechtsbegehren gegeben. Insbesondere ist nicht ersichtlich, was für ein praktischer oder rechtlicher Nachteil den Beschwerdeführern daraus entstanden sein könnte, dass ihnen die Nachtragsverfügungen bloss in Kopie vorliegen und nicht im Original. Dies umso mehr, als eine Unterschrift bei sozialversicherungsrechtlichen Verfügungen nicht generell verlangt wird (BGE 105 V 248, E. 3 und 4; UELI KIESER, a.a.O., Art. 49 N. 32) und auch die vorliegend umstrittenen Nachtragsverfügungen nicht unterzeichnet sind. Kommt hinzu, dass sich den Akten entnehmen lässt, dass die Nachtragsverfügungen spätestens am 5. März 2014 den Beschwerdeführern zugestellt werden konnten. Die 30-tägige Einsprachefrist begann damit spätestens am 6. März 2014 zu laufen, weshalb die Einsprache vom 9. März 2014 rechtzeitig erfolgte, was von der Ausgleichskasse auch nie in Frage gestellt wurde. Vielmehr trat die Ausgleichskasse ohne weiteres auf die Einsprache ein und fällte einen materiellen Einspracheentscheid. Auf das Begehren der Beschwerdeführer, die Nachtragsverfügungen der Beitragsjahre 2012 bis 2014 seien ihnen im Original mit neuen Rechtsmittelfristen zuzustellen, ist deshalb mangels Beschwerdelegitimation nicht einzutreten.
Was das Begehren der Beschwerdeführer anbelangt, die Ausgleichskasse habe die angeblich gemachten Selbstangaben schriftlich zu belegen, so bezieht sich dieses Begehren auf die Begründung (Beitragsbemessungsgrundlage) der bestrittenen Nachtragsverfügungen und nicht auf das Dispositiv (zu entrichtende Beiträge). Es wäre darzulegen gewesen, welche Selbstangaben aus welchen Gründen unrichtig gewesen sind. Das Vorliegen eines unmittelbaren
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Beschwerdeinteresses ist damit auch für dieses Begehren zu verneinen (UELI KIESER, a.a.O., Art. 59 N. 7), weshalb darauf ebenfalls nicht einzutreten ist.
Die Beschwerdeführer beantragen des Weiteren eine Rentenvorausberechnung für A._. Diese Frage liegt offensichtlich ausserhalb des Anfechtungsgegenstandes, weshalb auch auf dieses Rechtsbegehren nicht einzutreten ist. Es kann dazu aber dennoch Folgendes festgehalten werden: Ist oder war eine Person versichert, kann sie oder ihr Ehegatte die Altersrente und die Hinterlassenenrenten vorausberechnen lassen (Art. 58 Abs. 1 der Verordnung vom 31. Oktober 1947 über die Alters- und Hinterlassenenversicherung [AHVV; SR 831.101]). Vorausberechnungen sind grundsätzlich unentgeltlich (Art. 58 Abs. 2 und Abs. 3 AHVV). Die Beschwerdeführer wurden von der Ausgleichskasse darauf hingewiesen, dass für die Rentenvorausberechnung die Abteilung Renten zuständig sei. Auf der Homepage sei ein entsprechendes Formular für eine Rentenvorausberechnung aufgeschaltet. Ob die Beschwerdeführer bereits einen entsprechenden Antrag gestellt haben, lässt sich den vorliegenden Akten nicht entnehmen. Es kann somit auch nicht geprüft werden, ob allenfalls eine Rechtsverzögerung oder gar eine Rechtsverweigerung vorliegt.
Im Übrigen ist darauf zu verweisen, dass die Beschwerdeschrift in gewissen Teilen unsachlich und unverständlich ist. Darauf ist nicht weiter einzugehen.
c) Mit diesen Einschränkungen ist auf die Beschwerde einzutreten.
2. Vorliegend ist zu prüfen, ob die Ausgleichskasse die Akontobeiträge der Beitragsjahre 2013 und 2014 zu Recht erhöht hat.
Die Beschwerdeführer stellen sich auf den Standpunkt, sie hätten bislang immer nur Akontobeiträge in der Höhe des Mindestbeitrages bezahlen müssen; sie berufen sich auf das Gewohnheitsrecht. Sie argumentieren weiter, Ausgleichszahlungen seien erst gestützt auf die Mitteilung der Steuerverwaltung geschuldet.
a) Als Vorbemerkung gilt es festzuhalten, dass die AHV zwischen Erwerbstätigen und Nichterwerbstätigen unterscheidet. Als Nichterwerbstätige gelten Personen, die kein oder nur ein geringes Erwerbseinkommen erzielen, namentlich auch die Bezügerinnen und Bezüger von Invalidenrenten (Merkblatt 2.03: Beiträge der Nichterwerbstätigen an die AHV, die IV und die EO, herausgegeben von der Informationsstelle AHV/IV in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Sozialversicherungen, Stand 1. Januar 2014, Ziffer 2). Da die Beschwerdeführer keiner Erwerbstätigkeit nachgehen, gelten sie als Nichterwerbstätige im Sinne von Art. 10 AHVG. Gestützt auf die Verweisnorm von Art. 29 Abs. 7 AHVV finden für nichterwerbstätige Versicherte grundsätzlich die Art. 22 bis 27 AHVV, welche die Festsetzung und die Ermittlung der Beiträge bei selbständiger Erwerbstätigkeit regeln, sinngemäss Anwendung.
b) Gemäss Art. 24 AHVV haben die Beitragspflichtigen im laufenden Beitragsjahr periodisch Akontobeiträge zu leisten (Abs. 1). Die Ausgleichskassen bestimmen die Akontobeiträge auf Grund des voraussichtlichen Einkommens des Beitragsjahres. Sie können dabei vom Einkommen ausgehen, das der letzten Beitragsverfügung zu Grunde lag, es sei denn der Beitragspflichtige mache glaubhaft, dieses entspreche offensichtlich nicht dem voraussichtlichen Einkommen (Abs. 2). Zeigt sich während oder nach Ablauf des Beitragsjahres, dass das Einkommen wesentlich vom voraussichtlichen Einkommen abweicht, so passen die Ausgleichskassen die Akontobeiträge an (Abs. 3). Die Beitragspflichtigen haben den Ausgleichskassen die für die Festsetzung der Akontobeiträge erforderlichen Auskünfte zu erteilen, Unterlagen auf Verlangen einzureichen und wesentliche Abweichungen vom voraussichtlichen Einkommen zu melden (Abs. 4). Werden innert Frist die erforderlichen Auskünfte nicht erteilt, die
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Unterlagen nicht eingereicht oder die Akontobeiträge nicht bezahlt, so setzen die Ausgleichskassen die geschuldeten Akontobeiträge in einer Verfügung fest (Abs. 5).
Akontobeiträge sind von der Ausgleichskasse provisorisch festgesetzte Beiträge. Nichterwerbstätige haben die Beiträge in der Regel vierteljährlich zu bezahlen (Art. 34 Abs. 1 lit. b AHVV), bei kleineren Beiträgen bis 3‘000 Franken sind auch einmalige Zahlungen pro Jahr denkbar (Art. 34 Abs. 2 AHVV).
Auch die Wegleitung über die Beiträge der Selbständigerwerbenden und Nichterwerbstätigen in der AHV, IV und EO, herausgegeben vom Bundesamt für Sozialversicherungen, Stand 1. Januar 2014 (nachfolgend: WSN), sieht vor, dass die Ausgleichskassen die Akontobeiträge der Nichterwerbstätigen anpassen, wenn sich während oder nach dem Beitragsjahr zeigt, dass das voraussichtlich massgebende Vermögen inklusive kapitalisiertem Renteneinkommen wesentlich vom tatsächlichen abweicht. Als wesentlich gilt eine Abweichung von mindestens 25 Prozent. Die Ausgleichskassen haben die Akontobeiträge unverzüglich anzupassen, wenn aus der letzten Steuerveranlagung hervorgeht, dass das massgebende Vermögen inklusive kapitalisiertem Renteneinkommen im Verhältnis zum ursprünglich angenommenen wesentlich zu- oder abgenommen hat und mithin die derzeit bezahlten Akontobeiträge zu hoch oder zu tief sind. Wird im Verlauf des Beitragsjahres eine erhebliche Einkommensänderung festgestellt, werden die Akontobeiträge für künftige Zahlungsperioden neu festgesetzt. Sind für vergangene Zahlungsperioden zu wenig Beiträge entrichtet worden, so kann die Ausgleichskasse entweder diese separat in Rechnung stellen oder die Akontobeiträge für die künftigen Zahlungsperioden entsprechend erhöhen. Stellt sich nach Ablauf des Beitragsjahres heraus, dass zu wenig Beiträge entrichtet worden sind, werden die Akontobeiträge nicht rückwirkend angepasst. Die Differenz wird jedoch so bald als möglich eingefordert, auch wenn noch keine Steuermeldung für das betreffende Beitragsjahr vorliegt. Wurden zu viele Beiträge entrichtet, wird die Differenz zurückerstattet (WSN, Rz. 2133 ff. und Rz. 1153 ff).
c) Vorliegend hat die Ausgleichskasse gestützt auf die Mitteilung der Steuerverwaltung betreffend das Steuerjahr 2012 das Beitragsjahr 2012 definitiv abgerechnet und mit Nachtragsverfügungen vom 13. Februar 2014 die zu entrichtenden Beiträge für das Jahr 2012 auf je insgesamt 1‘189.40 Franken festgesetzt, wovon 499 Franken akonto bezahlt worden seien; die noch zu bezahlende Differenz liege damit bei 690.40 Franken. Dieser Ausgleich wird von den Beschwerdeführern inhaltlich nicht beanstandet.
Gestützt auf die selbe Mitteilung der Steuerverwaltung betreffend das Steuerjahr 2012 hat die Ausgleichskasse auch die Akontobeiträge der Beitragsjahre 2013 und 2014 neu auf je 1‘189.40 Franken festgesetzt; dies deshalb, um jedes Jahr hohe Nachtragszahlungen zu vermeiden. Ein definitiver Ausgleich der Beitragsjahre 2013 und 2014 wurde noch nicht vorgenommen. Dafür bleiben – wie die Beschwerdeführer zu Recht ausführen – die Steuermitteilungen der betreffenden Jahre abzuwarten. Dass die Ausgleichskasse die Akontobeiträge auch für die Beitragsjahre 2013 und 2014 erhöht hat, ist nicht zu beanstanden. Ganz im Gegenteil: Die Ausgleichskasse war gestützt auf die gesetzlichen Bestimmungen sogar verpflichtet, die Akontobeiträge an das voraussichtlich massgebende Vermögen inklusive kapitalisiertem Renteneinkommen anzupassen, ansonsten sie für allfällige Schäden gegenüber der Alters- und Hinterlassenenversicherung haftbar wäre (Art. 70 AHVG). Wie aus den obigen Ausführungen folgt, haben die Beschwerdeführer keinen Anspruch darauf, dass die Akontobeiträge auf dem gesetzlichen Mindestbeitrag festgesetzt werden. Ebenso wenig können sie aus der Tatsache, dass die Akontobeiträge in der Vergangenheit immer auf dem gesetzlichen Mindestbeitrag festgesetzt wurden, etwas zu ihren Gunsten ableiten. Aus den Steuermitteilungen geht nämlich hervor, dass das kapitalisierte Renteneinkommen der Beschwerdeführer im Jahr 2010 je 397‘760 Franken betrug (20 x 19‘888
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Franken), im Jahr 2012 aber 633‘000 Franken (20 x 31‘650 Franken). Bei einem um knapp 60 Prozent höheren Renteneinkommen sind auch höhere Akontozahlungen zu leisten.
Die Beschwerde ist in diesem Punkt abzuweisen.
3. Weiter stellen sich die Beschwerdeführer auf den Standpunkt, die von der Ausgleichskasse erhobenen Verzugszinsen von 5 Prozent seien nicht rechtmässig. Wenn schon habe die Ausgleichskasse den Beschwerdeführern für die Akontozahlungen einen Vergütungszins von 5 Prozent zu bezahlen.
a) Grundlage für die Erhebung von Verzugs- und Vergütungszinsen bildet die Bestimmung von Art. 26 Abs. 1 ATSG. Gemäss dieser Bestimmung sind für fällige Beitragsforderungen und Beitragsrückerstattungen grundsätzlich Verzugs- und Vergütungszinsen zu leisten. Die vom Bundesrat in Art. 41bis ff. AHVV erlassenen Verzugszinsregelungen im AHV-Beitragsrecht stützen sich hierauf ab.
Gemäss Art. 41bis Abs. 1 AHVV haben Verzugszinsen zu entrichten: