Decision ID: cd8921c2-2744-52b5-95aa-35018d8ad907
Year: 2020
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A.
A.a Der in der Schweiz wohnhafte A._ (nachfolgend: Gesuchstel-
ler) erhob mit Eingabe vom 5. September 2020 Beschwerde (zusätzlich
bezeichnet als «ev. [Sprung]-Revision oder ausserordentliches Rechtsmit-
tel») beim Bundesverwaltungsgericht gegen eine Verfügung der Aus-
gleichskasse des Kantons B._ vom 28. August 2020 betreffend Er-
gänzungsleistungen zur AHV/IV. Er beantragte neben der Aufhebung der
angefochtenen Verfügung die Gewährung der aufschiebenden Wirkung.
Mit Begründung, dass das Bundesverwaltungsgericht für die Behandlung
der Eingabe vom 5. September 2020 in sachlicher, funktioneller und örtli-
cher Hinsicht nicht zuständig sei, trat dieses auf die Beschwerde mit ein-
zelrichterlichem Urteil C-4449/2020 vom 16. September 2020 nicht ein und
überwies die Eingabe vom 5. September 2020 im Original an die Aus-
gleichskasse des Kantons B._, welche für die Prüfung der Eingabe
als Einsprache zuständig sei.
A.b Gegen dieses Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 16. Septem-
ber 2020 erhob der Gesuchsteller am 18. September 2020 Beschwerde
beim Bundesgericht. Er stellte (sinngemäss) den Antrag, das Urteil sei we-
gen Gesetzesverletzung (betreffend Zuständigkeit, aufschiebende Wir-
kung) aufzuheben und das Gericht (gemeint wohl: Bundesverwaltungsge-
richt) sei anzuhalten, die Verfügung vom März 2020 aufzuheben und die
beklagte AHV-Stelle anzuweisen, eine neue Verfügung zu erlassen.
Gleichzeitig stellte er einen Antrag um Erteilung der aufschiebenden Wir-
kung, da Gefahr eines Notstandes vorliege (Verfahren 9C_597/2020). Am
6. Oktober 2020 reichte der Gesuchsteller beim Bundesverwaltungsgericht
eine als «Revision gg Urteil i.S. C-4449/2020» bezeichnete Eingabe ein.
Er beantragte, dass das Urteil unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu-
lasten des Staates in ganzer Form aufgehoben werden soll und das Ver-
fahren an die (nicht näher bezeichnete) Vorinstanz zur Neubeurteilung zu
verweisen sei. Diese Eingabe vom 8. Oktober 2020 übermittelte der im Ver-
fahren C-4449/2020 zuständige Instruktionsrichter (in Kopie) am 8. Okto-
ber 2020 ans Bundesgericht zur allfälligen Berücksichtigung im dort bereits
hängigen ordentlichen Beschwerdeverfahren 9C_597/2020.
A.c Mit Urteil 9C_597/2020 vom 27. Oktober 2020 ist das Bundesgericht
auf die gegen das Urteil C-4449/2020 gerichtete Beschwerde nicht einge-
treten, weil es erkannt hat, dass die Eingabe vom 18. September 2020 den
inhaltlichen Mindestanforderungen an eine Beschwerde nicht genügt. Es
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erwog insbesondere, dass «eine Sistierung des vorliegenden Prozesses
während des vorinstanzlichen Revisionsverfahrens auf Gesuch hin bewil-
ligt werden könnte», «dass sich eine Aussetzung des bundesgerichtlichen
Beschwerdeverfahrens bis zum Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts
über das Revisionsgesuch» vom 6. Oktober 2020, jedoch nicht rechtfertige.
Denn, da der Gesuchsteller keinen im Gesetz vorgesehenen Revisions-
grund anrufe, könne die Zulässigkeit dieses den vorinstanzlichen Nichtein-
tretensentscheid betreffende Revisionsgesuch vom 6. Oktober 2020 von
vorneherein ausgeschlossen werden (vgl. Erwägungen 1-3 S. 2 mit Hin-
weisen).
B.
B.a Mit einer als «Dienstaufsichtsbeschwerde gg Richter im Verfahren C-
4449/2020» bezeichneten Eingabe vom 16. November 2020 an das Bun-
desverwaltungsgericht beantragte der Gesuchsteller (erneut) die Berichti-
gung des Urteils C-4449/2020. Der neu designierte Instruktionsrichter
überwies diese Eingabe am 19. November 2020, insofern und insoweit es
sich um eine Aufsichtsbeschwerde handelt, zuständigkeitshalber an die
Verwaltungskommission des Bundesverwaltungsgerichts. Insofern und in-
soweit mit der Eingabe vom 16. November 2020 die Revision des Urteils
C-4449/2020 verlangt wird, wurde sie als Revisionsgesuch entgegenge-
nommen und dazu das Verfahren C-5758/2020 eröffnet.
B.b Im Rahmen der Gesuchsinstruktion wurde mit verfahrensleitender Ver-
fügung vom 24. November 2020 die Eingabe vom 6. Oktober 2020 als Re-
visionsgesuch entgegengenommen und unter der neuen Verfahrensnum-
mer C-5814/2020 erfasst. Gleichzeitig wurden die Revisionsverfahren
C-5814/2020 und C-5758/2020 vereinigt und unter der Hauptnummer
C-5814/2020 weitergeführt.
B.c Mit Spontaneingabe vom 30. November 2020 wandte sich der Gesuch-
steller erneut an das Bundesverwaltungsgericht mit dem Antrag, über das
beim kantonalen Verwaltungsgericht und beim Bundesgericht gestellte Ge-
such um Erlass von superprovisorischen Massnahmen in der EL-Angele-
genheit mitzuentscheiden, oder dies zumindest vorab als Eilsache zu be-
arbeiten.
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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
Das Bundesverwaltungsgericht ist für die Beurteilung von Gesuchen um
Revision seiner Urteile zuständig (Art. 45 des Verwaltungsgerichtsgeset-
zes [VGG, SR 137.32]; vgl. BVGE 2007/21 E. 2.1; MOSER/BEUSCH/KNEU-
BÜHLER, Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsgericht, 2. Aufl. 2013,
Rz. 5.36).
2.
2.1 Für die Revision von Entscheiden des Bundesverwaltungsgerichts gel-
ten die Artikel 121-128 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005
(BGG, SR 173.32) sinngemäss (Art. 45 VGG). Nicht als Revisionsgründe
gelten Gründe, welche die Partei, die um Revision nachsucht, bereits mit
einer Beschwerde gegen den Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts
hätte geltend machen können (Art. 46 VGG). Nach Art. 47 VGG findet auf
Inhalt, Form, Verbesserung und Ergänzung des Revisionsgesuches Art. 67
Abs. 3 des Verwaltungsverfahrensgesetzes (VwVG, SR 172.021) Anwen-
dung.
2.2 Die Revision eines Urteils des Bundesverwaltungsgerichts kann unter
anderem gestützt auf Art. 45 VGG i.V.m. Art. 121 BGG verlangt werden,
wenn die Vorschriften über die Besetzung des Gerichts oder über den Aus-
stand verletzt worden sind (Bst. a), wenn das Gericht einer Partei mehr
oder, ohne dass das Gesetz es erlaubt, anderes zugesprochen hat, als sie
selbst verlangt hat, oder weniger als die Gegenpartei anerkannt hat
(Bst. b), wenn einzelne Anträge unbeurteilt geblieben sind (Bst. c) oder
wenn das Gericht in den Akten liegende erhebliche Tatsachen aus Verse-
hen nicht berücksichtigt hat (Bst. d).
2.3 Das Revisionsgesuch wegen Verletzung der Ausstandsvorschriften
und wegen Verletzung anderer Verfahrensvorschriften ist innert 30 Tagen
nach der Entdeckung des Ausstandsgrundes bzw. nach der Eröffnung der
vollständigen Ausfertigung des Entscheids einzureichen (Art. 45 VGG
i.V.m. Art. 124 Abs. 1 Bst. a und b BGG).
2.4 Als ausserordentliches Rechtsmittel dient die Revision nicht dazu, ei-
nen Entscheid, den eine Partei für unrichtig hält, umfassend neu beurteilen
zu lassen. Sie soll die Möglichkeit bieten, Mängel zu beheben, die so
schwer wiegen, dass sie unter rechtsstaatlichen Gesichtspunkten nicht hin-
zunehmen sind. Welche Mängel als derart schwerwiegend zu betrachten
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sind, hat der Gesetzgeber in Art. 121-123 BGG abschliessend umschrie-
ben. Ein solcher Revisionsgrund ist ausdrücklich geltend zu machen, wo-
bei es nicht genügt, das Vorliegen eines solchen zu behaupten (Urteil des
BGer 8F_14/2017 vom 9. Februar 2018 E. 2). Vielmehr hat die Begründung
gemäss Art. 47 VGG i.V.m. Art. 67 Abs. 3 VwVG den Revisionsgrund und
die Rechtzeitigkeit des Revisionsbegehrens darzutun und ist, sollte das
Gesuch diesen Anforderungen nicht genügen, eine kurze Nachfrist zur Ver-
besserung und Ergänzung nur einzuräumen, falls sich das Gesuch nicht
als offensichtlich unzulässig herausstellt (Art. 67 Abs. 3 i.V.m. Art. 52 Abs. 2
VwVG e contrario; vgl. auch ELISABETH ESCHER, in: Basler Kommentar,
Bundesgerichtsgesetz, 3. Aufl. 2018, N 5 f. zu Art. 127 mit Hinweis).
2.5 Ergibt sich im Rahmen einer summarischen Prüfung nach Eingang ei-
nes Revisionsgesuches, dass dieses offensichtlich unzulässig oder unbe-
gründet ist, indem kein Revisionsgrund in einigermassen plausibler Weise
behauptet wird, ist auf das Gesuch ohne Weiterungen nicht einzutreten
(Urteil des BVGer C-3739/2019 vom 12. September 2019; MO-
SER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 5.74; vgl. statt vieler auch Urteil des
BGer 2F_3/2018 vom 28. Februar 2018 E. 2.4).
3.
Der Gesuchsteller macht in der Eingabe vom 6. Oktober 2020 geltend,
dass im Sachverhalt des Urteils C-4449/2020 in Abschnitt A.b Tatsachen
vorsätzlich und wissentlich falsch wiedergegeben worden seien, weil eine
Verfügung vom März 2020 erwähnt worden sei, die gegen Art. 25 Abs. 4
der Verordnung über die Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlasse-
nen- und Invalidenversicherung (ELV, SR 831.301) verstosse. Im Abschnitt
A.c werde zwar erwähnt, dass seine Ehefrau kein Einkommen mehr erzielt
habe, dies sei aber ab 1. März 2020 und nicht ab 1. April 2020 der Fall
gewesen. Weiter bringt der Gesuchsteller vor, dass das Bundesverwal-
tungsgericht zumindest für den Entscheid über die aufschiebende Wirkung
zuständig gewesen sei. In der Eingabe vom 16. November 2020 macht der
Gesuchsteller nochmals geltend, dass das Bundesverwaltungsgericht da-
für zuständig sei, über seinen Antrag betreffend aufschiebende Wirkung zu
entscheiden, weshalb sich das Urteil C-4449/2020 als Fehlurteil erweise
bzw. gegen das Gesetz verstosse. In der Spontaneingabe vom 30. Novem-
ber 2020 werden keine Revisionsgründe geltend gemacht.
3.1 Der Gesuchsteller macht gegen das Urteil C-4449/2020 vom 16. Sep-
tember 2020 somit folgende Revisionsgründe geltend: Unrichtiges Festhal-
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ten des Sachverhalts sowie Nichtbehandlung des Antrags betreffend auf-
schiebende Wirkung. Es ist vorliegend nicht ersichtlich und wird auch nicht
geltend gemacht, dass es dem Gesuchsteller nicht zumutbar gewesen
wäre, diese Kritik am Urteil C-4449/2020 bereits im ordentlichen Beschwer-
deverfahren vor Bundesgericht den formalen Anforderungen entsprechend
vorzubringen. Weil die Beschwerdeeingabe vom 18. September 2020 den
inhaltlichen Mindestanforderungen diesbezüglich jedoch nicht genügte, ist
das Bundesgericht auf diese Eingabe als gegen das Urteil C-4449/2020
erhobenes ordentliches Rechtsmittel mit Einzelrichterurteil 9C_597/2020
vom 27. Oktober 2020 nicht eingetreten. Einwendungen respektive
Gründe, die der Betroffene wie im vorliegenden Fall bei Aufwendung der
ihm zumutbaren Sorgfalt bereits mit Beschwerde gegen den Entscheid des
Bundesverwaltungsgerichts hätte geltend machen können (vgl. Art. 46
VGG), sind gemäss dargestelltem Recht im Revisionsverfahren vor Bun-
desverwaltungsgericht regelmässig nicht mehr zu hören (vgl. oben E. 2.1
und Urteil des BGer 2A.472/2002 vom 28. Januar 2003 E. 4.1). Sie gelten
daher auch vorliegend von vornherein nicht als Revisionsgründe (vgl.
Art. 46 VGG; MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 5.40). Art. 46 VGG,
welcher dies so festlegt, ist zwingendes öffentliches Recht, welches das
Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 190 der Bundesverfassung von
Amtes wegen zu beachten hat. Dass das Bundesgericht auf die Be-
schwerde des Gesuchstellers mit Urteil 9C_597/2020 vom 27. Oktober
2020 gar nicht eingetreten ist, ist gemäss dargestelltem Recht mithin uner-
heblich. Im Übrigen ist festzustellen, dass der Gesuchsteller im zweiten
Revisionsgesuch vom 16. November 2020 keine neuen Revisionsgründe
vorbringt und gemäss dargestellter Rechtslage ein Revisionsverfahren so-
mit auch nicht als Ersatz für ein vor Bundesgericht erfolglos angestrengtes
Beschwerdeverfahren dienen kann. Andere Revisionsgründe sind weder
behauptet noch ersichtlich. Die beiden Revisionsgesuche vom 6. Oktober
2020 und vom 16. November 2020 erweisen sich mithin als unzulässig,
weshalb auf sie nicht einzutreten ist (vgl. KARIN SCHERRER REBER, Praxis-
kommentar Verwaltungsverfahrensgesetz, 2. Aufl. 2016, N 9 zu Art. 67;
KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechts-
pflege des Bundes, 3. Aufl. 2013, S. 457 Rz. 1342).
3.2 Im Übrigen ist darauf hinzuweisen, dass das Bundesgericht bereits im
Urteil 9C_597/2020 vom 27. Oktober 2020 ausdrücklich festgehalten hat,
der Gesuchsteller bringe in seinem (ersten) Revisionsgesuch vom 6. Ok-
tober 2020 keinen im Gesetz vorgesehenen Revisionsgrund vor (Art. 121
ff. BGG i.V.m. Art. 45 VVG), weshalb die Zulässigkeit dieses Revisionsge-
such von vornherein ausgeschlossen werden könne. Dies gilt in gleicher
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Weise für das zweite Revisionsgesuch vom 16. November 2020. Denn der
Gesuchsteller ruft darin, wie bereits ausgeführt, keine weiteren Revisions-
gründe an, sondern beschränkt sich darauf zu wiederholen, dass das Bun-
desverwaltungsgericht zumindest für die Behandlung des Antrags betref-
fend aufschiebende Wirkung zuständig gewesen wäre. Diesbezüglich und
bezüglich seines am 30. November 2020 gestellten Antrags, das Bundes-
verwaltungsgericht soll über sein Gesuch um Erlass superprovisorischer
Massnahmen, welches er in der EL-Angelegenheit vor dem kantonalen Ge-
richt sowie vor dem Bundesgericht gestellt habe, entscheiden, übersieht er
offensichtlich, dass die Zuständigkeitsvorschriften des öffentlichen Rechts
zwingender Natur sind (vgl. FLÜCKIGER, a.a.O., N 49 zu Art. 7; Urteil des
BGer K 70/06 vom 30. Juli 2007 E. 2.4); die Zuständigkeit eines Gerichts
kann nicht durch die freie Wahl einer Verfahrenspartei begründet werden
(vgl. auch Art. 7 Abs. 2 VwVG). Darf das Bundesverwaltungsgericht auf-
grund gesetzlich fehlender örtlicher, sachlicher oder funktioneller Zustän-
digkeit überhaupt nicht auf die Eingabe eines Beschwerdeführers eintre-
ten, darf es sich weder in der Hauptsache materiell äussern (etwa darüber,
ob die gegen die angefochtenen Verfügung vorgebrachten Gründe zutref-
fend sind), noch beispielsweise über einen Antrag auf Gewährung der auf-
schiebenden Wirkung befinden (zum Grundsatz der Einheit des Verfahrens
vgl. etwa THOMAS FLÜCKIGER, in: Praxiskommentar zum Verwaltungsver-
fahrensgesetz, 2. Aufl. 2016, N 5 zu Art. 7; MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER,
a.a.O., Rz. 3.18; Urteil des BGer 1D_6/2019 vom 29. August 2019 E. 1.1).
Zum Schutz des Rechtssuchenden, dass dieser nicht schutzlos dasteht,
hat die angerufene unzuständige Beschwerdeinstanz diese Eingabe von
Gesetzes wegen unverzüglich an die für die Behandlung zuständige Be-
hörde zu überweisen (vgl. Art. 8 Abs. 1 VwVG). Ist gemäss gesetzlich ver-
bindlicher Zuständigkeitsregelung an eine bestimmte kantonale Behörde
zu überweisen, hat der Rechtssuchende seine Rechte im kantonalen Ver-
fahren – allenfalls unter Beizug einer Rechtsvertretung – vor dieser Be-
hörde geltend zu machen, an die seine Eingabe überwiesen worden ist.
4.
Zusammengefasst erweisen sich die beiden Revisionsgesuche vom 6. Ok-
tober 2020 und vom 16. November 2020 mangels rechtsgenügender Gel-
tendmachung eines Revisionsgrundes – ein von Amtes wegen zu beach-
tender Revisionsgrund ist nicht ersichtlich – als offensichtlich unzulässig
(vgl. Urteil des BGer 9C_597/2020 vom 27. Oktober 2020), weshalb darauf
ohne Schriftenwechsel oder andere Instruktionsmassnahmen (Art. 45
VGG i.V.m. Art. 127 BGG) nicht einzutreten ist (vgl. Urteile des BGer
2F_3/2018 vom 28. Februar 2018 E. 2.1 und 2.4, 2F_5/2018 vom 13. April
C-5814/2020, C-5758/2020
Seite 8
2018 E. 1). Dasselbe gilt für das Gesuch um Erlass von superprovisori-
schen Massnahmen durch das Bundesverwaltungsgericht in der EL-Ange-
legenheit. Der bereits oben erwähnte Grundsatz der Einheit des Verfah-
rens und die zwingenden gesetzlichen Zuständigkeitsbestimmungen
(siehe oben E. 3.2) schliessen eine Anordnung von vorsorglichen Mass-
nahmen in der EL-Sache durch das Bundesverwaltungsgericht auch im
vorliegenden Revisionsverfahren von vorneherein aus. Da sich die Revisi-
onsbegehren als offensichtlich unzulässig erweisen, erübrigt es sich auch,
eine kurze Nachfrist zur Verbesserung der Revisionsgesuche anzusetzen
(vgl. oben E. 2.5 und SCHERRER REBER, a.a.O., N 9 zu Art. 67; MO-
SER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 5.69; vgl. auch ELISABETH ESCHER,
a.a.O., N 6 zu Art. 127). Insofern und insoweit der Gesuchsteller mit der
Spontaneingabe vom 30. November 2020 eine Rechtsverzögerung im kan-
tonalen Verfahren rügt, ist die Eingabe vom 30. November 2020 zuständig-
keitshalber als Rechtsverzögerungsbeschwerde an das Verwaltungsge-
richt des Kantons B._ zu überweisen.
5.
5.1 Für das vorliegende Urteil sind keine Kosten aufzuerlegen (vgl. Art 6
Bst. a und b des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und
Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE; SR
173.320.2]).
5.2 Bei diesem Verfahrensausgang hat der Gesuchsteller keinen Anspruch
auf eine Parteientschädigung (Art. 64 Abs. 1 VwVG und Art. 7 Abs. 1 VGKE
e contrario).