Decision ID: 79438c14-e0ae-5418-bd75-ad6d73ec57db
Year: 2007
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. A.a Der Gesuchsteller reichte am 31. Oktober 2006 im Empfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) des BFM in B._ ein Asylgesuch ein, nachdem er gemäss eigenen Angaben sein Heimatland am 24. Mai 2006 verlassen hatte und am 31. Oktober 2006 ohne Ausweispapiere widerrechtlich in die Schweiz gelangt war.
A.b Weder bei der Gesuchseinreichung im EVZ nach in den darauf folgenden 48 Stunden reichte der Gesuchsteller ein Reise- oder  zu den Akten. Als Erklärung für dieses Versäumnis führte er an, er habe seinen Pass im Sudan zurückgelassen und seine  bei der Ausreise aus Libyen verloren beziehungsweise .
Im Verlauf der kantonalen Anhörung am 21. Februar 2007 gab der  eine Passkopie, eine militärische Bestätigung sowie eine Kopie des Geburtsscheines seiner Tochter zu den Akten.
Im April 2007 überprüfte die schweizerische Zollverwaltung eine  aus Eritrea und leitete die darin enthaltenen, dem  zugeordneten Ausweise (Reisepass mit Ausstellungsdatum 5. Januar 2006, Führerschein mit Ausstellungsdatum 12. Januar 2004) an das BFM weiter. Hierüber wurde der Gesuchsteller am 15. April 2007 schriftlich durch das Grenzwachtkorps orientiert.
A.c Zur Begründung seines Asylgesuchs machte der Gesuchsteller im Wesentlichen geltend, er sei nach seinem Schulabschluss im Jahre 1999 ins Militär eingezogen und nach absolvierter Grundausbildung verpflichtet worden, weiter Dienst zu leisten. Er sei mehrmals einige Tage festgehalten worden und im Zeitraum von 2004 bis 2006 dreimal für längere Zeit in Haft genommen worden, wobei ihm vorgeworfen worden sei, die religiösen Aktivitäten seines inhaftierten Vaters  und die Flucht eines Militärkameraden begünstigt zu haben. Am 24. Mai 2006 habe er zusammen mit zwei Kameraden aus dem  entkommen können.
B. Mit Verfügung vom 30. August 2007 trat das BFM in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998
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(AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht ein und ordnete die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug an. Zur Begründung des Nichteintretens auf das Asylgesuch hielt es zusammenfassend fest, der Gesuchsteller habe innert 48 Stunden nach  keine Reise- oder Identitätspapiere abgegeben und keine  Gründe dafür namhaft gemacht. Zudem erfülle er die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 und Art. 7 AsylG nicht, und  Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Wegweisungsvollzugshindernisses seien in seinem Fall aufgrund der Aktenlage nicht erforderlich. Zum Fehlen von entschuldbaren Gründen für die Nichtabgabe eines Identitätsdokuments führte das BFM aus, die Asylbegründung erweise sich als unglaubhaft, zumal die Akten insbesondere auf eine frühere als vom Gesuchsteller  Ausreise aus Eritrea hindeuteten, sei doch im EVZ ein im April 2003 entwickeltes Foto gefunden worden, auf welchem eine Person, mit einiger Wahrscheinlichkeit wohl der Gesuchsteller, in einer  in der Schweiz, vermutlich in Bern, zu erkennen sei. Folglich seien die Erklärungen, wonach der Gesuchsteller seinen  nach seiner Ausreise Ende Mai 2006 im Sudan  und die Identitätskarte im Oktober 2006 auf der Reise von Libyen nach Italien verloren habe, als unglaubhaft zu werten. Weil sich im Reisepass auch keine Stempeleinträge befänden, sei angesichts der Aktenlage darauf zu schliessen, dass dieses Dokument ausgestellt worden sei, als sich der Gesuchsteller bereits seit längerer Zeit im Ausland befunden habe.
C. Mit Beschwerde vom 7. September 2007 focht der Gesuchsteller durch seinen Rechtsvertreter die Verfügung des BFM vom 1. Februar 2007 beim Bundesverwaltungsgericht an. Darin stellte er das , es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und die  zwecks Eintretens und Durchführung des ordentlichen  an die Vorinstanz zurückzuweisen.
Als Beilage zur Beschwerdeschrift wurde unter anderem eine vom 7. September 2007 datierende schriftliche Anfrage an das UNHCR eingereicht, worin dieses um allfällige Bestätigung der Angaben des Gesuchstellers ersucht wird, laut denen dieser auf seinem Fluchtweg von Eritrea in die Schweiz im Zeitraum Ende Mai/Anfang Juni 2006 von einem UNO-Organ in der gleichnamigen Hauptstadt der ostsuda-
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nesischen Provinz Kassala registriert worden sei und eine so  "gelbe Karte" erhalten habe.
D. Mit Urteil vom 19. September 2007 (D-5961/2007) wies das  die Beschwerde vom 7. September 2007 im  Verfahren ab. In der Urteilsbegründung hielt das Gericht als Fazit fest, es teile bezüglich der offensichtlichen Haltlosigkeit der  des Gesuchstellers die Auffassung der Vorinstanz, und  könne in Anwendung von Art. 109 Abs. 3 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz, BGG, SR 173.110) und Art. 6 AsylG auf die im Urteil angeführten und auf die weiteren Erwägungen in der angefochtenen Verfügung  werden. Aufgrund der offensichtlichen Haltlosigkeit der Vorbringen könne die Flüchtlingseigenschaft klarerweise ausgeschlossen werden, und zusätzliche Abklärungen - auch in Bezug auf  - seien nicht nötig. Aus dem gleichen Grund erübrige es sich, den Eingang einer allfälligen Antwort des UNHCR auf die Anfrage des Gesuchstellers vom 7. September 2007 abzuwarten, da diesbezüglich nicht klar ist und auch nicht weiter substanziiert wird, was mit einer eventuellen Registrierung durch das UNHCR im Sudan belegt werden solle, umso mehr der Gesuchsteller im vorinstanzlichen Verfahren nicht angegeben habe, vom UNHCR eine "gelbe Karte"  und diese auf dem Meer verloren zu haben, und es sich bei der Identitätskarte, die er auf dem Meer verloren haben wolle, um jene handeln soll, die er 1997 in Asmara erhalten habe. Das BFM sei  zu Recht gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf das  des Gesuchstellers nicht eingetreten.
E. Am 30. September 2007 (Datum der Übermittlung per Telefax sowie der Postaufgabe des Originals) gelangte der Gesuchsteller, handelnd durch seinen Rechtsvertreter, mit einem Revisionsgesuch gegen das vorerwähnte Beschwerdeurteil vom 19. September 2007 an das . Darin stellte er im Hauptpunkt das Begehren, es sei das Urteil vom 19. September 2007 gemäss Art. 121 Abs. 1 BGG i.V.m. Art. 45 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverwaltungsgericht (Verwaltungsgerichtsgesetz, VGG, SR 173.32) in Revision zu ziehen. Daneben beantragte er in  Hinsicht die Anordnung der aufschiebenden Wirkung des Revisionsgesuchs wegen erheblicher Erfolgsaussichten und die
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Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege als Folge seiner  Mittellosigkeit.
Zusammen mit der Gesuchsschrift reichte der Gesuchsteller Auszüge aus einem Bericht des British Home Office vom 4. September 2007 über das aktuelle Geschehen in Eritrea zu den Akten. Hierauf sowie auf die Begründung des Revisionsgesuches wird, soweit für das Urteil von Belang, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
F. Mit Folgeeingaben vom 2., 5. und 7. Oktober 2007 (Datum der  per Telefax) ergänzte der Gesuchsteller die Begründung  Revisionsgesuches mit zusätzlichen Vorbringen und erneuerte insbesondere den Antrag auf Anordnung der aufschiebenden Wirkung des Revisionsgesuchs. Soweit entscheidwesentlich, wird darauf  in den folgenden Erwägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1. 1.1 Das Bundesverwaltungsgericht ist für die Beurteilung von  um Revision seiner Urteile zuständig (vgl. Art. 45 VGG). Dabei entscheidet es in der Besetzung mit drei Richtern oder Richterinnen (Art. 21 Abs. 2 VGG), sofern das Revisionsgesuch nicht in die  des Einzelrichters beziehungsweise der Einzelrichterin fällt (vgl. Art. 23 VGG).
1.2 Aus den nachstehend dargelegten Gründen liegt ein offensichtlich unbegründetes Revisionsgesuch vor, weshalb der Entscheid nur  zu begründen ist (Art. 109 Abs. 3 BGG).
1.3 Der Gesuchsteller hat ein schutzwürdiges Interesse an der  oder Änderung des abweisenden Beschwerdeurteils vom 19. September 2007 und ist daher zur Einreichung eines  legitimiert (Art. 48 Abs. 1 Bst. c des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021] in analogiam; vgl. URSINA BEERLI-BONORAND, Die  Rechtsmittel in der Verwaltungsrechtspflege des Bundes und der Kantone, Zürich 1985, S. 65 ff.).
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1.4 Der Gesuchsteller ruft unter Benennung der einschlägigen  von Art. 121 Bst. d BGG ausdrücklich den Revisionsgrund der versehentlichen Nichtberücksichtigung einer in den Akten  erheblichen Tatsache an. Mit der Einreichung nur wenige Tage nach Erhalt des angefochtenen Beschwerdeentscheids zeigt er zudem in konkludenter Weise die Rechtzeitigkeit des Revisionsgesuches auf. Damit erweist sich dieses als hinreichend begründet. Auf das im  frist- (vgl. Art. 124 Abs. 1 Bst. d BGG) und formgerecht (vgl. Art. 47 VGG i.Vm. Art. 67 Abs. 3 VwVG i.V.m. Art. 52 VwVG)  Revisionsgesuch ist deshalb einzutreten.
2. 2.1 Mit dem ausserordentlichen Rechtsmittel der Revision wird die  und Massgeblichkeit eines rechtskräftigen  angefochten, im Hinblick darauf, dass die Rechtskraft beseitigt wird und über die Sache neu entschieden werden kann (vgl. FRITZ GYGI, Verwaltungsrecht, Bern 1986, S. 229 f.).
2.2 Das Bundesverwaltungsgericht zieht auf Gesuch hin seine Urteile aus den in Art. 121 - 123 BGG aufgeführten Gründen in Revision (Art. 45 VGG).
2.3 Gemäss Art. 121 Bst. d BGG kann die Revision eines Entscheides verlangt werden, wenn das Gericht in den Akten liegende erhebliche Tatsachen aus Versehen nicht berücksichtigt hat. Ein Versehen nach dem Verständnis von Art. 121 Bst. d BGG ist dem Gericht erst dann unterlaufen, wenn seine Feststellung darauf zurückzuführen ist, dass es eine bestimmte Aktenstelle unabsichtlich ausser Acht gelassen oder unrichtig, d.h. nicht in ihrer wahren Gestalt, insbesondere nicht mit ihrem richtigen Wortlaut wahrgenommen hat. Um zu einem solchen Schluss zu gelangen, muss Klarheit bestehen, dass das Gericht das Aktenstück bei der Bildung seiner Überzeugung auch nicht  einbezogen hat, dieses mithin in den Akten unentdeckt  oder vergessen worden ist. Die derart unberücksichtigt gebliebene Tatsache muss sich aus Vorbringen der Parteien, der Zeugen, der Sachverständigen oder aus den Akten ergeben. Gleichzeitig hat sich die Nichtberücksichtigung immer auf den Inhalt der Tatsache, nicht auf deren rechtliche Würdigung zu beziehen. Strikt abzugrenzen ist die durch ein Versehen verursachte Nichtberücksichtigung deshalb von der falschen Würdigung einer Tatsache und der fehlerhaften  ihrer rechtlichen Bedeutung, worin jeweils Rechtsfragen zu erbli-
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cken sind. Schliesslich führt eine versehentlich nicht berücksichtigte Tatsache nur unter der Voraussetzung ihrer Erheblichkeit zur Revision, was bedingt, dass der angefochtene Entscheid anders hätte ausfallen müssen, wenn die Tatsache, deren Ausserachtlassung gerügt wird, berücksichtigt worden wäre (vgl. HANSJÖRG SEILER/NICOLAS VON WERDT/ANDREAS GÜNGERICH, Stämpflis Handkommentar zum  [BGG], Bern 2007, Rz. 27-29 zu Art. 121 BGG, S. 517 f.; KARL SPÜHLER/ANNETTE DOLGE/DOMINIK VOCK, Kurzkommentar zum  [BGG], Winterthur/Schaffhausen/Zürich 2006, Rz. 4, S. 224; BGE 122 II 17 E. 3 S. 18 f.).
3. 3.1 Vorliegend bringt der Gesuchsteller in seiner Eingabe vom 30. September 2007 vor, das Urteil vom 19. September 2007 übersehe die Tatsache, dass mit dem Aufenthalt im Lager Kassala und dessen "nachgesuchtem Beweis" ein wesentlicher Teil des Reisewegs und der Reisemodalitäten geklärt wäre. Dies gälte vor allem dann, wenn er sich im Lager mit dem Reisepass ausgewiesen hätte und dann - wie vorgebracht - damit weiter nach Khartum gereist wäre und ihn dort bis zur Nachsendung in die Schweiz im Frühjahr 2007 deponiert gehabt hätte.
In seiner Eingabe vom 2. Oktober 2007 macht der Gesuchsteller  geltend, die vom Gericht übersehene Tatsache, wonach er - wie im Protokoll der Befragung im EVZ erwähnt - in einem Lager in Kassala im Jahre 2006 kurze Zeit aufgenommen und registriert  sei, erhalte ihre Erheblichkeit von daher, dass im bisherigen  bezüglich seiner Person eine frühere Anwesenheit in der Schweiz angenommen und daraus auf das Vorhandensein eines  Reisepapiers geschlossen worden sei.
In der Eingabe vom 5. Oktober 2007 weist der Gesuchsteller  darauf hin, dass er bei einem Spital in C._ Arztberichte betreffend seine psychiatrische Symptomatik zu beschaffen versuchen werde und diese umgehend einzureichen gedenke. Damit liege ein weiterer Revisionsgrund vor, weil erstellt sei, dass das  Tatsachen von "potentiell grossem Einfluss auf die Würdigung der Parteiauskünfte" übersehen habe. Er teile zudem mit, dass sich das UNHCR bezüglich seines Falles mit dem Bundesverwaltungsgericht in Verbindung setzen werde.
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Schliesslich bezeichnet der Gesuchsteller in der Eingabe vom 7.  2007 verschiedene "öffentlich zugängliche Informationsquellen" als Beweismittel ("Auszüge aus UKAIT-Urteil, BICC-Jahresbericht 2005/2006, SIPRI-Jahresbericht, Country Report on Terrorism,  Factbook, SFH-Eritrea update, Freedom House[Countries at the Crossroads 2007/Eritrea]"), deren Inhalt das  bei der Fällung seines Urteils vom 19. September 2007 in revisionsrechtlich erheblicher Weise übersehen habe, und die er als Beilagen postalisch zu den Akten reiche.
3.2 Mit diesen Vorbringen vermag der Gesuchsteller nicht schlüssig darzulegen, dass das Bundesverwaltungsgericht in seinem Urteil vom 19. September 2007 als Folge eines Versehens aktenkundige  Tatsachen nicht berücksichtigt hat.
Aus dem Wortlaut der Urteilserwägungen lässt sich nicht herleiten, dass das Gericht die ins Protokoll aufgenommene Aussage des  in der EVZ-Befragung, wonach er von der sudanesischen Ortschaft Awad mit dem Lastwagen nach Kassala gefahren und von dort mit dem Auto der Schlepper nach Khartoum weitergereist sei (vgl. A1/11, S. 6 oben), versehentlich nicht in seine Entscheidfindung  hat. Dass es diese Aussage beziehungsweise die betreffende Protokollstelle in der Sachverhaltszusammenfassung oder in den rechtlichen Erwägungen nicht speziell erwähnt, ist vor dem  der gesamten Urteilsbegründung nicht als versehentliches , sondern vielmehr als Ausdruck dafür zu werten, dass es diese nach der bewussten Wahrnehmung als unerheblich und  - im Rahmen einer summarischen Urteilsbegründung - als nicht erwähnenswert erachtet hat.
Erst recht nicht lässt sich dem Bundesverwaltungsgericht vorwerfen, es habe den Inhalt der Anfrage an das UNHCR vom 7. September 2007 aus Versehen nicht berücksichtigt. Wie oben dargelegt (vgl. Bst. D hiervor) nimmt es in seinen Erwägungen auf jene mit der  eingereichte Anfrage vom 7. September 2007 ausdrücklich Bezug und zeigt mit spezifischer Begründung auf, weshalb es sich  Erachtens erübrigt, den Eingang einer allfälligen Antwort des UNHCR abzuwarten (vgl. Urteil vom 19. September 2007 [/2007], S. 13, 5. Lemma). Auch hier zeigt sich somit klar, dass von einer versehentlichen Nichtberücksichtigung des vom Gesuchsteller
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geltend gemachten Lageraufenthalts in Kassala im Jahre 2006 nicht die Rede sein kann.
Was die übrigen Einwände in der Gesuchsschrift vom 30. September und in den Folgeeingabe vom 2., 5. und 7. Oktober 2007 betrifft, so kommen diese ausnahmslos einer Beanstandung der rechtlichen  im Urteil vom 19. September 2007 (D-5961/2007) gleich, wobei zudem grossenteils - insbesondere in den Eingaben vom 5. und 7.  2007 - auf Beweismittel Bezug genommen wird, die sich bei  des Urteils vom 19. September 2007 (D-5961/2007) gar nicht in den Akten befunden haben beziehungsweise vom Gesuchsteller nicht einmal im Laufe des vorliegenden Revisionsverfahrens eingereicht worden sind. Mit anderen Worten wird damit gerade nicht die () Nichtberücksichtigung wichtiger Aktenbestandteile, sondern eine unkorrekte Würdigung derselben gerügt, in dem Sinne, dass das Bundesverwaltungericht zu Unrecht auf das Fehlen entschuldbarer Gründe für die unterbliebene Papierabgabe beziehungsweise auf das offensichtliche Nichterfüllen der Flüchtlingeeigenschaft erkannt habe. Es wird somit eine rein appellatorische Kritik am Urteil vom 19.  2007 (D-5961/2007) geübt, für welche jedoch im Rahmen eine Überprüfung eines Rechtsmittelentscheides unter dem Blickwinkel der Revision kein Raum bleibt (vgl. URSINA BEERLI-BONORAND, a.a.O., S. 131 f.; SEILER/VON WERDT/GÜNGERICH, a.a.O., Rz. 29 zu Art. 121 BGG, S. 518; SPÜHLER/DOLGE/VOCK, a.a.O., Rz. 5, S. 225).
Unter diesen Umständen kann eine Erörterung der Frage, ob es sich beim Lageraufenthalt in Kassala überhaupt um eine erhebliche  handelt, unterbleiben. Ebenso kann auf nähere Ausführungen zu dem als Beweismittel eingereichten Bericht des British Home Office vom 4. September 2007 verzichtet werden, weil dieser zu der hier  Frage, ob das Urteil vom 19. September 2007 (D-5961/2007) am Mangel der Nichtberücksichtung einer  erheblichen Tatsache leidet, ohne Aussagekraft bleibt. Sodann kann unter den soeben dargelegten Umständen hinlänglich  werden, dass die in der Eingabe vom 5. Oktober 2007  Arztberichte oder die in der Eingabe vom 7. Oktober 2007 bezeichneten Beweismittel wesentliche Erkenntnisse hinsichtlich einer Verwirklichung des Revisionsgrundes von Art. 121 Bst. d BGG im konkreten Fall vermitteln könnten. Es besteht demnach kein sachlicher Anlass, mit der Beurteilung des Revisionsgesuchs bis zum Eintreffen dieser Beweismittel zuzuwarten. Die vom Gesuchsteller erhobene Rü-
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ge, das Bundesverwaltungsgericht habe im Urteil vom 19. September 2007 (D-5961/2007) eine aktenkundige erhebliche Tatsache aus  nicht berücksichtigt, erweist sich nach dem Gesagten als .
Der Vollständigkeit halber ist bezüglich des zuhanden des BFM  Reisepasses anzumerken, dass der Gesuchsteller eine  desselben anlässlich der Anhörung vom 21. Februar 2007 selber zu den Akten reichte und erläuterte, er habe die Kopie von seinem  mit einer Postsendung zugestellt erhalten, welche der im April 2007 durch die Zollverwaltung abgefangenen Sendung vom 22. März 2007 zeitlich vorausgegangen sei (vgl. Urteil vom 19. September 2007, S. 9 f.). Damit besteht vonseiten des Bundesverwaltungsgerichts kein Anlass, dem Gesuchsteller im heutigen Zeitpunkt eine Kopie des  zukommen zulassen. Soweit das diesbezügliche "Ersuchen" in der Revisionseingabe vom 30. September 2007 als förmlicher  zu verstehen ist, ist dieser somit abzuweisen.
4. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass kein revisionsrechtlich  Sachverhalt dargetan ist. Das Gesuch um Revision des Urteils des Bundesverwaltungsgerichts vom 19. September 2007 (D-5961/2007) ist demzufolge abzuweisen.
5. Mit Ergehen des vorliegenden Endurteils sind allfällige vorsorgliche Massnahmen für die Dauer des Verfahrens obsolet geworden. Das in der Revisionseingabe vom 30. September 2007 gestellte Begehren um Aussetzung des Vollzugs der Wegweisung (Anordnung der " Wirkung") ist daher als gegenstandslos zu betrachten.
6. Aus den soeben dargelegten Gründen waren dem Revisionsbegehren keine ernsthaften Erfolgsaussichten beschieden, weshalb das  eingereichte Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen  im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG unabhängig von der Frage der prozessualen Bedürftigkeit des Gesuchstellers abzuweisen ist (Art. 37 VGG i.V.m. Art. 65 Abs. 1 VwVG).
7. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten von insgesamt Fr. 1'200.- dem Gesuchsteller aufzuerlegen (Art. 37 VGG i.V.m. Art. 63
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Abs. 1 VwVG; Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 2 und 3 des  vom 11. Dezember 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 172.320.2]).
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