Decision ID: 9d31cb12-3a5c-4ee1-bb21-8859615fc8bf
Year: 2020
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
Die im Jahre 1977 geborene
X._
reiste 1992 aus dem Kosovo in die Schweiz ein, wo sie 1996 eine
Anlehre
als
Coiffeuse
abschloss (Urk. 7/3) und in der Folge von 1997 bis 2002 bei der
Y._
erwerbstätig war (Urk. 7/7 S. 2). Am 1
5.
September 2002 kam der Sohn der Versicherten zur Welt (Urk. 7/61). Ab September 2003 war sie wieder teilerwerbstätig, insbesondere als Kassiererin für die
Z._
, und bezog daneben in reduziertem Umfang Arbeitslosenent
schädigung (Urk. 7/7 S. 2, Urk. 7/18). Am 2
9.
September 2007 verlor die Versi
cherte in Kroatien auf der Autobahn die Herrschaft über ihr Fahrzeug, wobei es zu einem schweren Selbstunfall mit tödlichen Folgen für den Mann der Versi
cherten sowie die dannzumal 15-monatige Tochter kam. Die Versicherte und ihr Sohn überlebten den Unfall und wurden am 2. Oktober 2007 repatriiert (
A._
,
B._
; Urk. 7/11, Urk. 7/31 S. 3). Per 3
1.
März 2008 löste die
Z._
das Arbeitsverhältnis auf (Urk. 7/18 S. 2).
1.2
Aufgrund der beim Unfall erlittenen multiplen Verletzungen meldete sich die Versicherte am 1
6.
Mai 2008 bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zü
rich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk. 7/3 S. 6 f.). In der Folge klärte diese den Sachverhalt ab, insbesondere zog sie die Akten der Unfallversicherung bei und ermittelte die Arbeitsfähigkeit im Haushalt (Haushaltsabklärung vom 2
3.
Februar 2009, Urk. 7/27). Mit Verfügung vom 1
9.
Juni 2012 und Wirkung ab
1.
September 2008 sprach die IV-Stelle der Versicherten ausgehend von einem Invaliditätsgrad von 43
%
in Anwendung von
Art.
43 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) eine ganze Rente zu (Urk. 7/60).
1.3
Im April 2014 leitete die IV-Stelle
eine
revisionsweise Überprüfung des Renten
anspruchs in die Wege (Urk.
7
/62). Infolge wesentlicher Verbesserung des Ge
sundheitszustandes stellte sie der Versicherten mit Vorbescheid vom 2
7.
Novem
ber 2014 die Einstellung der Invalidenrente in Aussicht (Urk.
7
/73) und hielt an diesem Entscheid mit Verfügung vom 2
5.
März 2
015
fest (Urk.
7/92
).
Die dagegen erhobene Beschwerde hiess das hiesige Gericht mit Urteil vom 2
9.
Juni 2016 in dem Sinne gut, dass es die Sache zur umfassenden Neuabklärung an die IV-Stelle zurückwies (
Urk.
7/98).
1.4
Im Rahmen der weiteren Abklärungen leitete diese insbesondere eine polydiszip
linäre Abklärung in die Wege (
C._
-Gutachten vom 1
1.
September
2017,
Urk.
7/125) und klärte die beeinträchtigte Arbeitsfähigkeit in Beruf und Haushalt ab
(Abklärungsbericht vom 1
6.
April 2018,
Urk.
7/133).
Mit Vorbescheid vom 3
0.
April 2018 stellte die IV-Stelle erneut die Einstellung der Rente in Aussicht (
Urk.
7/136) und hielt an diesem Entscheid mit Verfügung vom 2
4.
August 2018 fest (
Urk.
7/147 =
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob der Vertreter der Versicherten am
2
7.
September 2018
Beschwerde und beantragte, es sei der Beschwerdeführerin die bisherige ganze Invalidenrente weiterhin auszurichten, alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin (Urk. 1 S. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom
2.
November 2018
beantragte die Beschwerdegeg
nerin unter Hinweis auf die Akten die Abweisung der Beschwerde (Urk.
6
), was der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom
5.
November 2018
zur Kenntnis ge
bracht wurde (Urk.
8).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über den Allge
meinen Teil
des Sozialversicherungsrechts; ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglich
keiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1
IVG
sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose vo
raus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidi
tät. In jedem Einzelfall
muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfä
higkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach ei
nem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versi
cherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 145 V 215 E. 5.3.2, 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG
).
1.2
Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, her
abgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebe
nem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Auf
gabenbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Ferner kann ein Revisionsgrund unter Umständen auch in einer wesentlichen Änderung hin
sichtlich des für die Methodenwahl massgeblichen (hypothetischen) Sachverhalts bestehen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b, je mit Hinwei
sen). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentli
chen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbeacht
lich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in rechtli
cher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
1.3
Gemäss dem in Art. 27
bis
Abs. 2–4 der
Verordnung über die Invalidenversiche
rung (IVV)
per 1. Januar 2018 eingeführten neuen Berechnungsmodell für die Festlegung des Invaliditätsgrads von teilerwerbstätigen Versicherten nach der ge
mischten Methode (Art. 28a Abs. 3 IVG) werden der Invaliditätsgrad in Bezug auf die Erwerbstätigkeit und der Invaliditätsgrad in Bezug auf die Betätigung im Auf
gabenbereich – weiterhin – summiert (
Art.
27
bis
Abs. 2 IVV). Die Berechnung des Invaliditätsgrads in Bezug auf die Erwerbstätigkeit richtet sich nach
Art.
16 ATSG, wobei das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person durch die Teiler
werbstätigkeit erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre, auf eine Vollerwerbstätigkeit hochgerechnet wird (Art. 27
bis
Abs. 3 lit. a IVV) und die pro
zentuale Erwerbseinbusse anhand des Beschäftigungsgrads,
den
die versicherte Person hätte, wenn sie nicht invalid geworden wäre, gewichtet wird (Art. 27
bis
Abs. 3 lit. b
IVV). Für die Berechnung des Invaliditätsgrads in Bezug auf die Be
tätigung im Aufgabenbereich wird der prozentuale Anteil der Einschränkungen bei der Betätigung im Aufgabenbereich im Vergleich zur Situation, wenn die ver
sicherte Person nicht invalid geworden wäre, ermittelt. Der Anteil wird anhand der Differenz zwischen dem Beschäftigungsgrad nach Absatz 3 lit. b und einer Vollerwerbstätigkeit gewichtet (
Art.
27
bis
Abs. 4 IVV).
1.4
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustel
len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen ei
nander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, wa
rum es auf die eine und nicht auf die and
ere medizinische These abstellt.
Hin
sichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beantwortung der gestellten Fragen um
fassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklag
ten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychischen Fehlent
wicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinanderset
zung mit den Vorakten abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medi
zinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwen
dende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegebenenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutachten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Verfügung damit, dass ge
stützt
auf die vorgenommenen medizinischen Abklärungen
von einer Verbesse
rung des Gesundheitszustandes auszugehen sei.
Es würden keine Diagnosen mehr bestehen, welche sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirken würden. Dementspre
chend sei die
Rente nach Zustellung der Verfügung auf Ende des folgenden Mo
nats aufzuheben
(Urk. 2).
2.2
Demgegenüber machte der Vertreter der Beschwerdeführerin im Wesentlichen geltend, dass
die Ausführungen der
C._
-Gutachter zur selbständigen Haus
haltführung bzw. der regen Alltagsaktivität einschliesslich einer Arbeitstätigkeit
für die Schwester
nicht
zutreffend
und aktenwidrig seien. So habe die Haushalts
abklärung eine Einschränkung von 17.75
%
ergeben; weiter sei sie bei der Erzie
hung des Sohnes überfordert. Dass sich der Gesundheitszustand der Beschwerde
führerin verbessert habe, sei
nicht zutreffend
(
Urk.
1 S. 13). Weiter würden die Resultate der
im Rahmen des Gutachtens vorgenommenen
neuropsychologischen Abklärung die Resultate des
A._
nicht zu entkräften vermögen (S. 14). Hinsicht
lich der Arbeitsfähigkeit sei auf die Berichte von Dr. med.
D._
, Fachärztin FMH für Allgemeine Medizin, vom 1
4.
Dezember 2016 sowie von Dr. med.
E._
, Fachärztin FMH für Psychiatrie und Psychotherapie,
vom 2
9.
Mai 2018 abzustel
len, welche klar und überzeugend seien (S. 16).
2.3
Vergleichsbasis im vorliegenden Revisionsverfahren bildet die Ver
fügung vom 1
9.
Juni 2012 (Urk. 7
/60). Hinsichtlich der Statusfrage ging die Besch
werdegeg
nerin dannzumal davon aus, dass die Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall zu 30 % erwerblich und zu 70
%
im Haushalt tä
tig wäre. Gestützt auf die Haus
halts
abklär
ung vom 23. Februar 2009 (Urk. 7
/27
) sei dabei von einer Einschrän
kung im Haushalt von 29
%
auszugehen, was in
diesem Bereich zu einer Teilin
validität von 20.3
%
führe. In medizinischer Hin
sicht stützte sich die ursprüng
lich leis
tungszusprechende Verfügung auf die Berichte von Dr. med.
F._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie (
Konsiliarpsychiater
der Suva)
, vom 28. September 2010 (Urk. 7
/31) sowie
Dr.
E._
vom 9. September 2011 (Urk. 7/
48/111). Dr.
F._
stellte dannzum
al die folgenden Diagnosen: Kom
plexe posttraumatische Anpassungsstörung
(ICD-10 F43.25) mit/nach: Poly
trauma mit leichtem Schädelhirntrauma, persi
stierender posttraumatischer Belas
tungs
symptomatik, anhaltender komplizi
erter Trauer, phasenweise ausge
prägter depressiver Symptomatik im Verein mit Körperschmerzen im Ausmass mittel
schwerer depressive
r Episoden (ICD-10 F32.1; Urk. 7/31 S. 8). In erwerbli
cher Hinsicht sei gestützt auf die Berichte von
Dr.
F._
und Dr.
E._
im ge
schützten Rahmen von einer 20%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen. Dies führe in diesem Bereich zu einer Einschränkung von 74 % und einer Teilinvalidität von 22.2
%
, was insgesamt einen Invaliditätsgrad von
rund 43
%
zur Folge habe (Urk. 7/50, Urk. 7
/51 S. 8).
3.
3.1
In seinem Bericht vom 4. April 2014 (Untersuchung vom 11. März 2014)
diag
nos
tizierte Dr.
F._
eine nicht näher bezeichnete affektive Störung (ICD-10 F39), persistierend nach lebensbedrohlichem Verkehrsunfall mit Tod von Ehe
mann und Tochter mit lediglich phasenweiser Manifest
ation im heutigen Alltag (Urk. 7
/72 S. 10). Klinisch und aus der Alltagsschilderung würden sich keine Hin
weise für alltagsrelevante Folgen des
leichten Schädelhirntraumas er
geben. Die posttraumatische Belastungssymptomatik im eigentlichen Sinn beziehe sich le
diglich noch auf eine kategorische Ablehnung, ein Bild der Unfall
stelle zu be
trachten. Eine komplizierte Trauer sei nur noch in Spuren vorhanden und von einer depressiven Schmerzsymptomatik könne heute nicht mehr ge
sprochen wer
den. Als überforderte alleinerziehende Mutter sei der Beschwerde
führerin aktuell ein Pensum von 60
%
zuzumuten. Ohne Erziehungsprobleme sowie nach Ablauf einer Angewöhnungszeit von ein paar Monaten sei der Be
schwerdeführerin wohl auch ein auf 80
%
ge
steigertes Leistungsniveau zuzumuten (Urk. 7
/72 S. 10 f.).
3.2
Dr.
D._
hielt in ihrem Be
richt vom 16. Dezember 2014 insbesondere fe
st, dass die Anzahl der Arbeits
stunden im Bericht von Dr.
F._
irreführend
seien
. Die Beschwerdeführerin arbeite manchmal zwei bis vier Stunden, habe
aber auch schon 6.5 Stunden ge
arbeitet, aber nur, weil sie am nächsten Tag bei Bedarf nur wenig habe arbeiten müssen oder gar nicht. Zudem handle es sich um einen Fa
milienbetrieb, wo sie keinem grossen Druck ausgesetzt werde. Manchmal arbeite sie auch gar nicht und sei allein zu therapeutischen Zwecken a
nwesend. Es gehe der Beschwerde
führerin heute besser als noch im Jahr 2008, was aber nicht heisse, dass sie dem Druck einer 80%igen Arbeitstätigkeit standhalten könne. Zudem habe sie mehrfach darauf hingewiesen, dass die Beschwerdeführerin auch noch an den neuropsychologischen Folgen der Kopfverletzung leide. Sie habe starke Schwankungen in der Konzentration und vor al
len Dingen sei sie nicht belast
bar. Auf dem normalen Arbeitsmarkt könne die Beschwe
rdeführerin zu maximal 25
% bestehen und auch das sei nicht sicher.
Im geborgenen Kreis des Famili
enbetriebs könne s
ie zu gewissen Zeiten 50 bis 60
% arbeiten, wenn sie keinem grossen Druck ausgesetzt werde und sich
auch mal ausruhen könne (Urk. 7
/79).
3.3
Die für den Bericht der Klinik für Neurologie des
A._
vom 15. Juni 2015 verant
wortlichen Fachärzte stellten die folgenden medizinischen Diagnosen bei Poly
trauma nach Autounfall am 29. September 2007:
-
Leichtes Schädel-Hirn-Trauma mit: initialer
GCS
15 (
Rega
);
Okkulomoto
riusparese
rechts (DD Mikrotrauma, DD Läsion im Kerngebiet) mit tran
si
torischer Mydriasis und
Ptosis
; Querfraktur Zahn 11
-
Wirbelsäulentrauma mit: Frakturen
Proc
.
Spinosus
HWK
6 bis BWK 2, stabil; Vorderkanten-Impressionsfrakturen BWK 7 bis 10, stabil; Fraktur
Proc
.
Transversus
LWK
4 rechts, stabil
-
Abdominaltrauma
mit: ausgedehnter Leberkontusion (vornehmlich Seg
ment VIII); wenig freie Flüssigkeit im kleinen Becken
-
Kontusionen Schulter rechts und Becken rechts: RQW labial rechts (ver
sorgt); Oberarm links dorsal (versorgt), Vorderarm links (versorgt),
Dig
. II Hand links (unversorgt); Schürfungen Vorderarm links,
nuchal
,
gluteal
rechts, Hand links
-
Deutliche Anpassungssymptomatik im Rahmen des traumatischen Unfal
ler
eignisses, diagnostisch am ehesten im Rahmen einer An
pas
sungsstö
rung (ICD-10 F43.2)
Weiter stellten die Fachärzte des
A._
die folgenden Verlaufsdiagno
sen/Neben
-
diagnosen:
-
Nosokomiale Pneumonie mit beginnendem ARDS 14. September 2007
-
Erworbene
Thrombozytopenie
; DD m
edikamentös toxisch durch
Noval
gin
-
Erhöhte Pankreasamylase; DD medikamentös, posttraumatisch
-
Depressive Verstimmung
Die neuropsychologische Untersuchung habe vordergründig starke Beeinträchti
gungen in der kognitiven Verarbeitungsgeschwindigkeit, dem verbalen Ge
dächt
nis und der verbalen Ideenproduktion gezeigt. Zudem habe sich auch eine leicht verzerrte
Visuokonstruktion
bemerkbar gemacht, bei ansonsten intakter Wahr
nehmung.
Praxie
und Sprache seien unauffällig. Die Beschwerdeführerin habe ein auffallendes Verhalten gezeigt; sie habe zur Kooperation angehalten werden müssen, ansonsten habe sie in gedankenkreisender Art mitteilen wollen, was nicht mehr so gut gehe wie vor dem Unfall (wenn eine eingeschränkte Ko
opera
tion vorliege, dann aus Gründen mangelnder Kooperationsfähigkeit, nicht man
gelnder Kooperationsbereitschaft). Weiter seien die Resultate aus einem Symp
tomvalidierungsverfahren (ein einfacher Pseudogedächtnistest) auffällig; sie wür
den weder für eine Simulation noch für eine bewusstseinsnahe Aggrava
tion spre
chen, aber auf Einschränkungen im G
edächtnisbereich hinweisen, wel
che nicht neuropsychologischer Natur seien. Die
Untersuchung habe nach rund 2.5 Stunden abgebrochen werden müssen, da die Beschwerdeführerin sichtlich erschöpft ge
wesen sei und sich nicht mehr habe k
onzentrieren können. Die vor
liegenden Be
funde würden aber ausreichen, um
festzuhalten, dass die Arbeits
fähigkeit in an
gestammter wie angepasster Tätigkeit
zur Zeit
deutlich einge
schränkt sei und höchstens 50
%
betrage, bei freier zeitlicher Einteilung der Ar
beitsschritte. Eine genauere Einschätzung müsse wohl im Rahmen einer Begut
achtung festgelegt werden. Die ungenügenden Resultate in den neuropsycholo
gischen Testaufgaben seien dabei nicht primär neuropsychologisch zu interpre
tieren, sondern au
s psy
chiatrischer Sicht (Urk. 7/96
).
3.4
Die für das
C._
-Gutachten vom 1
1.
September 2017 verantwortlichen Fach
ärzte konnten mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit keine Diagnosen stellen
(Urk.
7/125/1-25)
. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit würden die folgen
den Diagnosen bleiben:
-
Traumatische Läsion des
Nervus
okulomotorius
recht
s
(ICD-10 H49.0)
-
Nicht klassifizierbare Kopfschmerzen
(ICD-10 R51)
, DD Analgetika-indu
zierter Kopfschmerz
-
Posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1) unklarer Ausprägung
-
Leichte depressive Episode (ICD-10 F32.0)
Die bisherige psychiatrische Behandlung habe zu einer Besserung des zuvor be
stehenden depressiven Syndroms geführt. Eine
traumaspezifische
Therapie sei ge
eignet, zu einer Vollremission zu führen (
Urk.
7/125/63). Die erhobenen objekti
ven Befunde sowie die anamnestisch aufscheinende
rege
Aktivität einschliesslich der Mitarbeit im Mode-Geschäft der Schwester würden für eine Arbeitsfähigkeit sprechen (
Urk.
7/125/64).
Sowohl in der derzeit ausgeübten
sowie
jedweder
ver
gleichbaren
oder auch einer anderen
Tätigkeit des allgemeinen Arbeitsmarktes sei von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen
(Pensum und Rendement 100
%
)
. Die Symptomvalidierung habe einen deutlichen Hinweis auf ein verfäl
schendes Antwortverhalten ergeben, was den gesamten Beschwerdevortrag in Zweifel ziehe. Die Bewertung gelte spätestens ex
nunc
(
Urk.
7/125/65 f.).
3.5
Die für den Haushaltsabklärungsbericht vom 1
6.
April 2018 verantwortliche Fachperson führte gestützt auf die Angaben der Beschwerdeführerin sowie in Würdigung der finanziellen Situation aus, dass im Gesundheitsfall ab
1.
August 2017 von einer 80%igen erwerblichen Tätigkeit auszugehen wäre (
Urk.
7/133 S. 4 f.
; vorher
50
%
Erwerbstätigkeit, 50
%
Haushalt
). Im Bereich Haushalt sei ins
gesamt von einer Einschränkung von 17,75
%
auszugehen (S. 10).
3.6
Dr.
E._
diagnostizierte in ihrem Bericht vom 2
9.
Mai 2018 eine leichte depres
sive Episode (ICD-10 F33.0) als Folge einer komplexen posttraumatischen Anpas
sungsstörung mit anhaltender komplizierter Trauer, bei persistierender posttrau
matischer Belastungssymptomatik sowie ein Polytrauma mit leichtem Schädel
hirntrauma und Kopfschmerzen als Folge. Wegen den erwähnten kognitiven Ein
bussen sei in einer behinderungsangepassten Tätigkeit im geschützten Rahmen von einer Arbeitsfähigkeit von ca. 50
%
auszugehen (
Urk.
7/143).
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin gewährte der Beschwerdeführerin die bisherigen Leis
tungen bis zum 3
1.
Oktober 2018 (
Urk.
7/153). Zu prüfen bleibt demnach zu
nächst die Zulässigkeit der erfolgten Renteneinstellung. Hinzuweisen ist dabei, dass alle involvierten medizinischen Fachpersonen von einer – verglichen mit der Einschätzung im Zeitpunkt der massgebenden Referenzverfügung
vom 19. Juni 2012 -
Verbesserung der gesundheitlichen Situation
ausgehen (vgl. ärztliche Be
richt in E. 3).
Die Ausführungen in der Beschwerde, dass es zu keiner Verbesse
rung der gesundheitlichen Situation gekommen sei, können bei dieser Sachlage nicht nachvollzogen werden.
Vor diesem Hintergrund ist ein Revisionsgrund ge
geben, sodass eine umfassende Neuprüfung des Leistungsanspruchs erfolgen kann; ein solcher wäre zudem auch aufgrund der per Augus
t 2017 erfolgten Neu
gewichtung
der Tätigkeitsbereiche
ausgewiesen
.
4.2
Die für das
C._
-Gutachten
vom 1
1.
September
2017 verantwortlichen Fach
ärzte legen den medizinischen Sachverhalt in einer schlüssigen und nachvoll
ziehbaren Weise dar, dies unter ausführlicher Zusammenfassung der massgeben
den medizinischen Vorakten, insbesondere dem Bericht der Klinik für Neurologie des
A._
vom 15. Juni 2015 (
Urk.
7/125/25 ff.). Im Rahmen des neurologischen Teilgutachtens wurde dabei auch eine neuropsychologische Abklärung durchge
führt
. Dabei stellten die Gutachter sowohl beim Wiener Testsystem als auch beim TOMM Auffälligkeiten fest, die sie unter Bezugnahme auf den Vorbericht des
A._
vom 1
5.
Juni 2015 diskutierten
und als nicht instruktionskonforme Arbeitswe
ise respektive bewusstseinsnahe
Anstrengung zu Falschantworten einschätzten
(
Urk.
7/125/55-59). Aufgrund der allseitigen Abklärungen ist der von den Fach
ärzten des
A._
geforderten psychiatrischen Beurteilung der neuropsychologisch auffälligen Resultate
G
enüge getan. Die Einschätzung der
C._
-Gutachter ist auch in dieser Hinsicht
begründet
und
nicht zu beanstanden. Hinzuweisen ist in diesem Zusammenhang auch, dass die Abklärung am
A._
im Zeitpunkt der Be
gutachtung rund zwei Jahre zurücklag und mittlerweile selbst die
behandelnde Fachärztin
(
Dr.
E._
)
nur noch von einem leichten depressiv
en Geschehen aus
geht, sodass in diesem Zeitraum wohl auch von einer weiteren Verbesserung aus
zugehen ist; entsprechend stellte
Dr.
E._
nur noch eine leichte Einschränkung der Aufmerksamkeit und Konzentration fest (
Urk.
7/143 S. 1). Bezüglich der Ein
schätzung der Arbeitsfähigkeit durch
Dr.
E._
ist anzumerken, dass diese alleine mit den kognitiven Einbussen begründet wird (
Urk.
7/143 S. 2). In diesem Bereich
ist
aber der polydisziplinären Abklärung mit ausführlicher neuropsychologischer Testung
beweisrechtlich ein erheblich höheres Gewicht beizumessen, sodass die Einschätzung von
Dr.
E._
die Ergebnisse des Gutachtens nicht in Frage zu stel
len vermag.
Zuletzt ist
i
n Bezug auf Berichte von Hausärztinnen und Hausärzten wie überhaupt von behandelnden Arztpersonen beziehungsweise Therapiekräften auf die Erfahrungstatsache hinzuweisen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Pa
tientinnen und Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc).
Wohl kann die einen längeren Zeitraum abdeckende und umfassende Behandlung oft wertvolle Erkenntnisse zeitigen; doch lässt es die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag der therapeutisch tätigen (Fach-)Person einerseits und Be
gutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits (BGE 124 I 170 E. 4) nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Arztpersonen bzw. Therapiekräfte zu anderslautenden Einschät
zungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Be
urteilung aufdrängt, weil die anderslautenden Einschätzungen wichtige – und nicht rein subjektiver Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die bei der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (Urteil des Bun
desgerichts 8C_677/2014 vom 2
9.
Oktober 2014 E. 7.2 mit Hinweisen, u.a. auf SVR 2008 IV Nr. 15 S. 43 E. 2.2.1 [I 514/06]).
Zusammenfassend ist auf die Ergebnisse des
C._
-Gutachtens vom 1
1.
Sep
tember 2017 abzustellen und zumindest von da an in der aktuell ausgeübten oder einer vergleichbaren Tätigkeit von einer vollständigen Arbeitsfähigkeit auszuge
hen.
Bei dieser Sachlage kann auf die Durchführung eines strukturierten Beweis
verfahrens
verzichtet werden (vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.3
und Urteil des Bun
desgerichts 8C_629 vom
8.
November 2019 E.
4.2.4
).
5.
5.1
Die Ergebnisse der Haushaltsabklärung wurden von
der
beschwerdeführenden
Partei nicht fundiert in Zweifel gezogen. Entsprechend den nachvollziehbaren Ausführungen ist ab August 2017 von einer 80%igen erwerblichen Tätigkeit aus
zugehen (
Urk.
7/133 S. 4 f.). Ob die angenommenen Einschränkungen in Anbe
tracht des nach streng medizinisch-theoretischen Gesichtspunkten erstellten
C._
-Gutachtens etwas zu grosszügig ausgefallen sind, kann – wie die nach
folgenden Ausführungen zeigen – aber
offen bleiben
. So ergibt sich bei einer Gewichtung des Bereichs Haushalt mit 20
%
im Zeitpunkt der Rentenaufhebung ein Teilinvaliditätsgrad von 3.55
%
.
5.2
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validen
ein
kommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein
lichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung an
ge
passten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Aus
nah
men müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 139 V 28 E. 3.3.2; BGE 135 V 58 E. 3.1; BGE 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweis).
Bezüglich des
Valideneinkommens
ist entsprechend dem Vorgehen der Beschwer
degegnerin im Rahmen der erstmaligen
Rentenzusprache
(
Urk.
7/50) davon aus
zugehen, dass das
Valideneinkommen
mangels verlässlicher Anhaltspunkte bei der effektiv ausgeübten Tätigkeit anhand statistischer Durchschnittswerte zu er
mitteln ist. Praxisgemäss ist demnach die Ermittlung des Validen- sowie des In
valideneinkommens anhand der statisti
schen Durchschnittswerte der Schweizeri
sche Lohnstrukturerhebung (LSE)
vorzu
nehmen, sodass vorliegend für den er
werblichen Teil der Invaliditätsbemessung ein rechnerischer Prozentvergleich vorgenommen werden kann und lediglich die Frage eines leidensbedingten Ab
zuges zu prüfen ist.
Dabei führt etwa die
gesundheitlich bedingte Unmöglichkeit, weiterhin körperlich schwere Arbeit zu verrichten, nicht automatisch zu einer V
erminderung
des hy
pothetischen Invalidenlohns. Vielmehr ist der Umstand allein, dass nur mehr leichte
bis mittelschwere Arbeiten zumutbar sind, auch bei eingeschränkter Leis
tungsfähigkeit kein Grund für einen zusätzlichen leidensbedingten Abzug, weil der Tabellenlohn im Kompetenzniveau 1 (bis LSE 2010 Anforderungsniveau 4) bereits eine Vielzahl von leichten und mittelschweren Tätigkeiten umfasst (Urteil des Bundesgerichts 8C_805/2016 vom 22. März 2017 E. 3.4.2 unter Hinweis auf 9C_455/2013 vom 4. Oktober 2013 E. 4.4 und 9C_386/2012 vom 18. September 2012 E. 5.2).
Auch eine psychisch bedingt verstärkte Rücksichtnahme seitens Vorgesetzter und Arbeitskollegen kann nach der Gerichtspraxis in der Regel nicht als eigenständiger Abzugsgrund anerkannt werden (Urteil des Bundesgerichts 9C_366/2015 vom 2
2.
September 2015 E. 4.3.1 mit Hinweisen).
5.3
Verzichtet man entsprechend den genannten Ausführungen auf einen leidensbe
d
ingten Abzug ergibt sich
bei Anwendung des ab
1.
Januar 2018 geltenden neuen Berechnungsmodel
ls bei der gemischten Methode
im erwerblichen Bereich keine Einschränkung, was bei einem Gesamtinvaliditätsgrad von 3.55
%
zur Abweisung der Beschwerde führt. Selbst wenn man im erwerblichen Bereich von einem ma
ximal zulässigen Abzug von 25
%
ausgehen würde, hätte dies lediglich einen Teilinvaliditätsgrad von 20
%
zur Folge (80
%
von 25
%
), was ebenfalls zu einem rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von 23.55
%
führen würde.
Zusammenfassend ist die per 3
1.
Oktober 2018 erfolgte Rentenaufhebung nicht zu beanstanden, was in Abweisung der Beschwerde zur Bestätigung der ange
fochtenen Verfügung führt.
6.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 800.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Ver
fahrens sind sie der Beschwerdeführerin aufzuerlegen.