Decision ID: 5abb76cb-a759-53bb-ad15-de74144930bf
Year: 2010
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Mit Eingabe vom 5. Juni 2009 an die schweizerische Botschaft in _ (Eingang Botschaft: 12. Juni 2009) ersuchte der  um Bewilligung der Einreise in die Schweiz und um Gewährung von Asyl. Zur Begründung machte er geltend, im _-District gelebt und dort mit seinen Eltern unter dem Krieg gelitten zu haben. Man habe sie nach _ in ein Lager gebracht. Dort seien er und andere junge Personen nach zwei Wochen durch die Armee  und an einem unbekannten Ort gefoltert worden. Drei  später sei er seinen Eltern im Lager übergeben worden. Das Mili - tär habe ihm erlaubt, sich im Spital von _ behandeln zu lassen. Er sei erneut befragt und gefoltert worden. Schliesslich habe er aus dem Spital fliehen können. In einem Dorf habe er eine tamilische  um Hilfe gebeten. Er sei schnellstmöglich auf den Schutz der Schweiz angewiesen.
B. Mit Schreiben vom 23. Juni 2009 forderte die Botschaft den  auf, seine Asylbegründung zu ergänzen und Dokumente . In der Folge legte er mit Eingabe vom 7. Juli 2009 dar, in Sri Lanka überall gefährdet zu sein, weshalb er versteckt lebe. Dabei wiederholte er seine bereits am 5. Juni 2009 gemachten . Er leide darunter, dass er der Mitgliedschaft bei der LTTE ver - dächtigt worden sei. Ein Zusammenstossen mit den Sicherheitskräften oder paramilitärischen Kräften bedeute seinen sicheren Tod.
C. In einer erneuten Eingabe vom 16. August 2009 verwies der  wiederum auf seine prekären Lebensumstände und ersuchte um einen baldigen Entscheid. Er habe seinen Vater und  Bruder verloren.
D. In der Folge wurde der Beschwerdeführer von der Botschaft zwecks Befragung vorgeladen. In diesem Zusammenhang machte er mit  vom 13. Oktober 2009 geltend, die dazu erforderliche Reise nach _ bedeute für ihn eine erhebliche Gefährdung.
E. Am 28. Oktober 2009 fand im Botschaftsgebäude in _ die Be-
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fragung statt. Dabei gab der Beschwerdeführer unter anderem zu , in _ geboren zu sein. Als Händler habe er befürchtet, durch Unbekannte gekidnappt zu werden, da ihn diese im Dezember 2005 zu Hause gesucht hätten. Demzufolge sei er in den  geflohen. Im März 2009 sei er im _ Camp von _ interniert worden. Unbekannte Personen seien in das Lager eingedrungen und hätten ihn sowie andere gefoltert. Es sei ihm gelungen, sich ins Spital von _ einliefern zu lassen. Von dort aus habe ihm ein Freund zur Flucht verholfen. Seine Ehefrau befinde sich in _. Man verdächtige sie der LTTE-Mitgliedschaft. Eine seiner Schwestern sei in einem anderen _ Centre. Eine weitere Schwester befinde sich zusammen mit seiner Mutter im _ Camp. Eine verstorbene Schwester sei LTTE-Mitglied gewesen.
F. Mit Begleitschreiben vom 28. Oktober 2009 übermittelte die  Botschaft in _ dem BFM das Befragungsprotokoll.
G. Mit Verfügung vom 12. Februar 2010 verweigerte das BFM die  zur Einreise in die Schweiz und lehnte das Asylgesuch ab. Zur Begründung führte es aus, bei einem Vergleich der schriftlichen Asyl - begründung und den Aussagen des Beschwerdeführers anlässlich der Befragung seien Widersprüche ersichtlich. Seine Angaben zur  Dauer des Aufenthalts im _ Camp seien nicht  ausgefallen. Auch die Umstände der angeblichen Folterungen habe er in wesentlichen Punkten abweichend dargelegt. Realitätsfremd sei seine Ausführung in der Befragung, wonach ihn seine Peiniger wegen Fiebers ins Spital überwiesen hätten. Auch die angebliche Flucht aus dem Spital könne in der geltend gemachten Form nicht nachvollzogen werden. Schliesslich sei ihm trotz der  Entweichung aus dem Gewahrsam des Militärs am _ ein neuer Pass ausgestellt worden. Entsprechend sei seine Flucht aus dem _ Camp auch in diesem Lichte besehen nicht glaubhaft. Aufgrund der Aktenlage bestünden sodann keine konkreten  für begründete Furcht vor ernsthaften Nachteilen. Er begründe sein Gesuch insbesondere mit der Furcht vor Repressalien seitens Unbekannter, welche ihn im Dezember 2005 in _ zweimal bedroht hätten. Diese Bedrohungen lägen jedoch bereits vier Jahre zurück. Zudem habe sich mit der Niederlage der LTTE das Bedrohungsszenarium verändert. Da er auch sonst keine
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Implikationen mit der LTTE geltend mache, gebe es keinen Anlass zur Annahme, dass jemand ein Verfolgungsinteresse an seiner Person entwickeln könnte. Entsprechend könne er nicht als schutzbedürftig angesehen werden.
H. Mit Eingabe an das Bundesverwaltungsgericht vom 17. März 2010  der Beschwerdeführer sinngemäss die Aufhebung des  Entscheids, die Bewilligung zur Einreise in die Schweiz und die Asylgewährung. Zur Begründung machte er geltend, im  Entscheid sei seiner prekären Situation nicht genügend  getragen worden. Er müsse sich sowohl vor paramilitärischen Gruppen wie auch der srilankischen Armee verstecken. Im Falle der Rückkehr in sein Herkunftsgebiet drohten im Haft und Folter. Im _-Distrikt habe er damals mit seinen Eltern unter dem Krieg gelitten. Man habe sie nach _ in ein Lager gebracht. Dort seien er und andere junge Personen nach zwei Wochen durch die Armee festgenommen und an einem unbekannten Ort gefoltert worden. Drei Wochen später sei er seinen Eltern im Lager übergeben worden. Das Militär habe ihm erlaubt, sich im Spital von _ behandeln zu lassen. Er sei erneut befragt und gefoltert worden. Schliesslich habe er aus dem Spital fliehen können. In einem Dorf habe er eine tamilische Familie um Hilfe gebeten. Er leide darunter, dass man ihn der  bei der LTTE verdächtigt habe. Er habe seinen Vater und seinen Bruder verloren und könne im Heimatland nicht ohne Angst leben.  halte er sich in _ versteckt. Aufgrund der zahlreichen Razzien müsse er damit rechnen, erneut Repressalien zu erleiden. Er sei schnellstmöglich auf den Schutz der Schweiz angewiesen.
I. Am 18. Februar 2010 (Eingang Vorinstanz) übermittelte die Botschaft dem BFM zwei bei ihr eingegangene Schreiben des  vom 23. Dezember 2009 sowie 5. Februar 2010. In der  Eingabe verwies der Beschwerdeführer erneut auf seine  Lebensumstände. Er verfüge nur über eine Identitätskarte und könne sich nicht frei bewegen. In derjenigen vom 5. Februar 2010 machte er geltend, am 26. Dezember 2009 bei einer Razzia der  mitgenommen worden zu sein. Er sei sechs Tage lang festgehalten und befragt worden. Durch Vermittlung eines Priesters sei er wieder freigekommen. Er müsse jetzt seinen Aufenthaltsort immer wieder wechseln, um sich zu schützen. Seine schwer gefolterte Ehe-
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frau sei von der Armee aus dem Lager entlassen und einer  unterstellt worden. Dabei werde sie immer wieder über ihn .

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17.  2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
2. 2.1 Der Zeitpunkt der Eröffnung der angefochtenen Verfügung steht mangels Vorliegens einer Empfangsbestätigung nicht fest. Da die Be-
weislast für die Zustellung an die Partei der eröffnenden Behörde ob-
liegt (vgl. FRITZ GYGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl., Bern 1983, S. 61), ist zugunsten des Beschwerdeführers davon auszuge-
hen, dass die am 25. März 2010 bei der schweizerischen Vertretung in
_ eingegangene Beschwerde rechtzeitig erfolgt ist.
2.2 Der Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz , ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt,
hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungs-
weise Änderung und ist daher zur Einreichung der Beschwerde legiti -
miert. Auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist somit
einzutreten (Art. 108 AsylG sowie Art. 105 AsylG i.V.m. 37 VGG und
Art. 48 Abs. 1 und Art. 52 VwVG).
3. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
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4. Amtssprachen des Bundes sind das Deutsche, Französische und Italienische (vgl. Art. 70 Abs. 1 der Bundesverfassung der  Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 [BV, SR 101]). Aus prozessökonomischen Gründen ist vorliegend indes auf die Nachforderung einer Übersetzung der englischsprachigen Eingabe zu verzichten.
5. Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde vorliegend auf die  des Schriftenwechsels verzichtet.
6. 6.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl. Als Flüchtling wird eine ausländische Person , wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie  wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen  ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung von Leib, Leben oder  sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken (vgl. Art. 3 AsylG).
6.2 Das Bundesamt kann ein im Ausland gestelltes Asylgesuch ab-
lehnen, wenn die asylsuchenden Personen keine Verfolgung glaubhaft
machen können oder ihnen die Aufnahme in einem Drittstaat zugemu-
tet werden kann. Glaubhaft machen heisst, wenn die Behörde ihr Vor-
handensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben hält.
Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen Punk-
ten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsa-
chen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ver-
fälschte Beweismittel abgestützt werden (vgl. Art. 3, Art. 7 und Art. 52
Abs. 2 AsylG).
6.3 Gemäss Art. 20 Abs. 2 AsylG bewilligt das BFM Asylsuchenden
die Einreise zur Abklärung des Sachverhaltes, wenn ihnen nicht zu-
gemutet werden kann, im Wohnsitz- oder Aufenthaltsstaat zu bleiben
oder in ein anderes Land auszureisen. Gestützt auf Art. 20 Abs. 3
AsylG kann das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement
(EJPD) schweizerische Vertretungen ermächtigen, Asylsuchenden die
Einreise zu bewilligen, die glaubhaft machen, dass eine unmittelbare
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Gefahr für Leib und Leben oder für die Freiheit aus einem Grund nach
Art. 3 Abs. 1 AsylG bestehe.
6.4 Bei diesem Entscheid gelten restriktive Voraussetzungen für die
Erteilung einer Einreisebewilligung, wobei den Behörden ein weiter Er-
messensspielraum zukommt. Neben der erforderlichen Gefährdung im
Sinne von Art. 3 AsylG sind namentlich die Beziehungsnähe zur
Schweiz, die Möglichkeit der Schutzgewährung durch einen anderen
Staat, die Beziehungsnähe zu anderen Staaten, die praktische Mög-
lichkeit und objektive Zumutbarkeit zur anderweitigen Schutzsuche so-
wie die voraussichtlichen Eingliederungs- und Assimilationsmöglich-
keiten in Betracht zu ziehen (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der
Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 1997 Nr. 15 E. 2.e-g
S. 131 ff.; die dort akzentuierte Praxis hat nach bloss redaktionellen
Änderungen bei der letzten Totalrevision des Asylgesetzes nach wie
vor Gültigkeit).
7. 7.1 Einleitend ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer unter an-
derem erklärte, mit den LTTE keine Bezüge oder Probleme gehabt zu
haben. In Anbetracht seiner geltend gemachten Aufenthalte in Kampf-
gebieten und der zu Protokoll gegebenen Biografien respektive aktuel-
len Aufenthaltsorten von Angehörigen wirft diese Aussage gewisse
Fragen auf, zumal die Botschaft im Übermittlungsschreiben an die
Vorinstanz unter anderem die offensichtliche Angst des Beschwerde-
führers erwähnte. Da er aber am Ende der Befragung erklärte, alle für
ihn relevanten Fluchtgründe vorgebracht zu haben, ist er grundsätzlich
dabei zu behaften.
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Die Vorinstanz hat im angefochtenen Entscheid in detaillierten Erwä-
gungen darauf hingewiesen, dass erhebliche Diskrepanzen zwischen
der schriftlichen Asylbegründung des Beschwerdeführers vom 5. Juni
2009 und den Angaben, die er anlässlich der Befragung vom 28. Okto-
ber 2009 machte, bestehen. Eine Überprüfung der relevanten Akten
stützt die Auffassung des BFM. So geht aus der schriftlichen Begrün-
dung klar hervor, dass er durch Armeeangehörige an einem unbekann-
ten Ort angeblich gefoltert worden sein soll, derweil er gemäss den
mündlichen Schilderungen durch Unbekannte, welche in das Lager
eingedrungen seien, die erwähnten Nachteile erlitten habe (vgl. S. 2
des Protokolls). Auch die weiteren vom BFM hervorgehobenen Un-
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glaubhaftigkeitselemente bestehen (vgl. Bst. G. vorstehend). In der
Rekurseingabe beschränkt sich der Beschwerdeführer weitgehend da-
rauf, den Sachverhalt aus seiner Sicht erneut darzulegen beziehungs-
weise zu aktualisieren. Auffallend ist dabei, dass die Passage begin-
nend auf S. 1 unten zum Teil schon wörtlich in den Eingaben vom
5. Juni 2009 sowie 23. Juni 2009 enthalten war. Eine Auseinander-
setzung mit den vorinstanzlichen Argumenten findet jedoch nicht statt.
Das Beschwerdevorbringen, wonach das BFM seiner auch in psychi-
scher Hinsicht prekären Situation nicht genügend Rechnung getragen
habe, vermag die widersprüchlichen Aussagen jedenfalls nicht hinrei-
chend zu erklären. Auffallend ist ferner, dass er in der Eingabe vom
23. Dezember 2009 geltend macht, nur über eine Identitätskarte zu
verfügen, derweil sich in den vorinstanzlichen Akten eine Kopie seines
am _ ausgestellten und zehn Jahre lang gültigen Reisepasses
befindet. Vor diesem Hintergrund ist die in der Beschwerde geäusserte
Furcht (auch) vor den staatlichen Sicherheitskräften erneut nicht
glaubhaft respektive nachvollziehbar. Zwar bringt er in der Eingabe
vom 5. Februar 2010 vor, Ende Dezember 2009 im Rahmen einer
Razzia festgenommen, befragt und nach 6 Tagen wieder freigelassen
worden zu sein. In Anbetracht seiner wie erwähnt insgesamt unglaub-
haften Schilderungen ist aber auch dieses Vorbringen zu bezweifeln.
Unbesehen dessen wäre die Asylrelevanz einer Haft von weniger als
einer Woche verbunden mit Befragungen in der geltend gemachten
Form ohnehin nicht gegeben. Dies umso weniger, als damit offenbar
keine weiteren Massnahmen wie die Einleitung eines Strafverfahrens
verbunden waren. Entsprechend ist seine weitere Behauptung, wo-
nach seine Partnerin respektive Ehefrau im Rahmen ihrer Meldepflicht
wiederholt nach seinem Aufenthaltsort gefragt worden sei, ebenfalls
unglaubhaft, da er diesfalls nicht bereits nach sechs Tagen aus dem
Gewahrsam der Sicherheitskräfte, welche praxisgemäss weitere Nach-
forschungen angestellt haben dürften, freigekommen wäre. Schliess-
lich verweist das BFM zu Recht darauf, dass dem Beschwerdeführer,
welcher angab, letztmals im Dezember 2005 durch Unbekannte be-
droht worden zu sein, gemäss bestehender Aktenlage keine begründe-
te Furcht vor ernsthaften Nachteilen im Heimatland zu attestieren ist.
7.3 Das Bundesverwaltungsgericht hat sodann im Grundsatzurteil
BVGE 2008/2 eine Lageanalyse betreffend Sri Lanka vorgenommen
und gelangte dabei zum Schluss, dass sich die allgemeine Sicher-
heitslage seit Januar 2006 insgesamt, insbesondere aber in Colombo
kontinuierlich verschlechtert habe. Seit Ergehen dieses Urteils am
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14. Februar 2008 hat sich der bewaffnete Konflikt zwischen der Regie-
rung und der LTTE weiter zugespitzt. Nach der Rückeroberung des
letzten von der LTTE kontrollierten Gebietes im Raum Mullaitivu wurde
am 18. Mai 2009 seitens der Regierung der endgültige Sieg über die
LTTE verkündet und der Bürgerkrieg offiziell für beendet erklärt. Nach
dieser Niederlage der LTTE haben die srilankischen Behörden –
namentlich im Grossraum Colombo – die Sicherheitsmassnahmen
nicht gelockert. Daher laufen gerade junge Männer wie der Beschwer-
deführer Gefahr, überall und jederzeit von srilankischem Sicherheits-
personal einer minuziösen Personenkontrolle unterzogen und öfters
auch für eingehendere Abklärungen auf den Posten mitgenommen
oder in ein Armeecamp beordert zu werden. Diese so genannten „Anti-
Terrormassnahmen“ werden im Raum Colombo – unbesehen der Rü-
gen des Supreme Courts – als repressives Instrument gegen befürch-
tete Infiltrationen tamilischer Separatisten angewandt. Diesen Mass-
nahmen, denen ein Grossteil der tamilischen Bevölkerung im ganzen
Land und ebenso auch in Colombo ausgesetzt sind, kommt indes
aufgrund mangelnder Intensität kein Verfolgungscharakter im Sinne
von Art. 3 AsylG zu. Entsprechend vermögen die weiteren Ausführun-
gen des Beschwerdeführers in den Eingaben und anlässlich der
Befragung zur generellen Gefährdungssituation seiner Person respek-
tive der Tamilen nicht zur Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft zu
führen. Der Beschwerdeführer vermag mithin nicht substanziiert dar-
zutun, inwiefern das BFM zu Unrecht geschlossen habe, er sei nicht
schutzbedürftig im Sinne des AsylG.
8. Zusammenfassend ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer keine Verfolgung im Sinne von Art. 3 AsylG glaubhaft machen konnte und nicht als Flüchtling anerkannt werden kann. Aufgrund der  Erwägungen erübrigt es sich, auf die weiteren Ausführungen , da sie am festgestellten Ergebnis nichts zu ändern . Das BFM hat demnach zu Recht die Einreise in die Schweiz nicht bewilligt und das Asylgesuch abgelehnt.
9. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG). Die  ist daher abzuweisen.
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10. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten grundsätzlich dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Aus  Gründen sowie in Anwendung von Art. 63 Abs. 1 in fine VwVG und Art. 2 und 6 Bst. b des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem  (VGKE, SR 173.320.2) ist vorliegend jedoch auf die Erhebung von Verfahrenskosten zu verzichten.
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