Decision ID: 33b89b42-69e6-5c3b-ac95-8841f2328ec2
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
Am 1
2.
Mai
2010 (
Urk. 2
S. 2
lit
. B
, Urk. 1 S. 3
Ziff.
6
) erlitt
der
1957 geborene
X._
als Ange
stellter der
Y._
AG
und bei der Schweize
ri
schen
Unfallversiche
rungsanstalt (SUVA) Versicherte
einen Unfall, als er auf einer nassen Treppe ausrutschte und sich da
bei am rechten Knie verletzte.
Nach getätigten Ab
klärungen sprach
der Unfallversicherer dem Versicherten m
it Ver
fügung vom 1
6.
Oktober 2012
für die verbl
ei
ben
d
e Beeinträchtigung ab
1.
Mai 2012
eine Invalidenrente
basierend auf
einem
Er
werbs
unfähig
keits
grad
von 15
%
zu. D
er Anspruch auf Aus
richtung einer
In
tegritäts
ent
schädigung
wurde demgegenüber verneint.
Die
hie
gegen
vom Versi
cherten
er
hobene
Einsprache
vom
4.
Juli 2013
wies
die SUVA
mit Ent
scheid vom 19.
August
201
3
ab
(Urk. 2 S. 2
lit
. B)
.
1.2
Am 2
8.
September 2012
(Urk.
9/
3
)
erlitt der
nunmehr arbeitslose und nach wie vor bei der SUVA gegen Unfälle
Versicherte einen
weiteren
Unfall, als er beim Schachtel
L
eeren auf den Boden stür
zte und das linke
Knie
anstiess
. In der gleichentags durchgeführten radiologischen Untersuchung im
Spital Z._
,
A._
,
wurde eine Kniedistorsion links, eine Schwellung und ein Druck
schmerz über dem Gelenkspalt Knie links
erwähnt
. Frische
o
ssäre
Läsi
o
nen oder ein Gelenkserguss war
en nicht
erkennbar
(Bericht vom 5. November 2012 vom
Spital Z._
[Urk. 9/8])
.
Es folgten weitere Unter
suchungen in der Klinik
B._
, bei
Dr.
med.
C._
, FMH für Allgemeine Medizin, und im MR Inst
itut der Klinik
B._
A._
.
Am 1
4.
Februar 2013 (Urk. 9/29)
untersuchte
Dr.
med.
D._
, Facharzt für Or
tho
pädische Chirurgie und Traumatologie FMH, den Versicherten und hielt dafür,
klinisch seien keine Folgen des Ereignisses vom 2
8.
September 2012 mehr vor
handen und die im MRI dargestellten Knorpelschädigungen seien nur
”
mit Mög
lichkeit
”
unfallkausal (S.
14).
Ferner veranlasste er eine Kontroll-MRI-Unter
suchung, welche am 2
2.
März 2013
(Urk. 9/42)
durchgeführt
wurde. In seinem
er
gän
zenden kreisärztlichen Bericht vom 2
8.
März 2013 (Urk. 9/43) hielt
Dr.
D._
fest, es sei nun auch bildgebend gezeigt, dass keine Unfallfolgen mehr vorlägen (S. 2).
Mit Verfügung vom
4.
Juni 2013
(Urk. 9/55)
schloss die SUVA den Fall per 3
0.
April 2013 ab und stellte die Versicherungsleistungen (Taggeld und
Heil
kos
ten
) auf diesen Zeitpunkt ein. Als Begründung führte sie an, dass die über den 3
0.
April 2013 hinaus noch bestehenden Beschwerden
gemäss
kreis
ärzt
licher
Beurteilung nicht mehr unfallkausal, sondern
ausschliesslich
krank
hafter Natur seien.
Die vom
Krankenversicherer
am 1
0.
Juni 2013 (Urk.
9/58
)
dagegen
erho
be
ne
Einsprache
zog diese
r
am
26.
Juni
2013 (Urk.
9/60
) zurück. Die vom Ver
sicherten am
4.
Juli 2013 (Urk.
9/61
) er
hobene
Einsprache wies
die SUVA
mit Ent
scheid vom 19.
August
201
3
(Urk. 2) ab.
2.
Hie
gegen
erhob der
Versicherte mit Eingabe
vom
11
.
September 2013 (Urk. 1)
Beschwerde und beantragte
,
in Aufhebung de
s
Einspracheentscheides
vom 19.
August 2013 sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, die gesetzlichen Leis
tungen über den 3
0.
April 2013 zu erbringen, u
nter Entschädigungsfolgen (zuzüglich
MWSt
) zu Lasten der Beschwerdegegnerin.
Die SUVA ersuchte in ih
rer
Be
schwerdeantwort
vom
1
8.
November 2013
(Urk.
8
) um Abweisung der Be
schwerde
, was dem Beschwerdeführer am 2
1.
November 2013 (Urk. 10) zur Kennt
nis gebracht wurde.
3.
Auf die einzelnen Vorbringen der Parteien und die Akten wird, sofern für die
Ent
scheid
findung
erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Der Beschwerdeführer rügte zunächst eine Verletzung des rechtlichen Gehörs
und monierte die Beschwerdegegnerin habe sich im
Einspracheentscheid
zu wenig
differenziert mit seinen Einwendungen auseinander gesetzt (Urk.
1 S. 5 f. Ziff. 7.3)
1.
2
Verfügungen der Versicherungsträger müssen, wenn sie den Begehren der Par
teien nicht voll entsprechen, eine Begründung enthalten, das heisst eine Dar
stellung des vom Versicherungs
träger als relevant erachteten Sachverhal
tes und der rechtlichen Erwä
gungen (Art. 49 Abs. 3 Satz 2
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]
). Gemäss Art. 52 Abs. 2 Satz 2 ATSG werden
Einspracheentscheide
begründet. Die Begründung eines Entscheides muss so abgefasst sein, dass die betrof
fene Person ihn gege
benen
falls anfechten kann. Dies ist nur dann möglich, wenn sowohl sie als auch die
Rechts
mittelinstanz
sich über die Tragweite des Entscheids ein Bild machen können. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich der Versicherungsträger leiten liess und auf welche sich der Entscheid stützt. Dies bedeutet indessen nicht, dass sich die Verwal
tung aus
drücklich mit jeder
tatbe
ständlichen
Behauptung und jedem rechtlichen Ein
wand auseinander setzen muss; viel
mehr kann sie sich auf die für den Entscheid
wesentlichen Gesichtspunkte beschränken (BGE 126 V 75 E. 5b/
dd
mit Hin
weis, 118 V 56 E. 5b).
Nac
h der Rechtsprechung kann eine -
nicht besonders schwerwiegende -
Ver
let
zung des rechtlichen Gehörs ausnahmsweise als geheilt gelten, wenn die be
trof
fe
ne
Person die Möglichkeit erhält, sich vor einer Beschwer
de
instanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt wie die Rechts
lage frei überprüfen kan
n (BGE 127 V 431 E.
3d/
aa
). Von einer Rückweisung der Sache an die Verwaltung ist selbst bei einer schwerwiegenden Verletzung des rechtlichen Gehörs dann abzusehen, wenn und soweit die Rückweisung zu einem formalistischen Leer
lauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit dem (der Anhörung gleich
gestellten) Interesse der betroffenen Partei an einer
beförderli
chen
Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wär
en (BGE 132 V 387 E. 5.1
mit Hinweis).
1.
3
Auch wenn keine detaillierte Auseinander
setzung
mit den
vom Be
schwerde
füh
rer vorgebrachten Einwänden
erfolgt ist, geht aus dem
Einspracheentscheid
vom 19. August
2013 (Urk. 2) klar hervor, aus wel
chen Gründen
die SUVA
die Ver
sicherungsleistungen per 3
0.
April 201
3
eingestellt hat
. Die
Be
schwerde
geg
nerin
brachte zum Aus
druck, dass sie in medizinischer Hinsicht auf die Ein
sc
hätzung des Kreisarztes abstell
e
.
Sollte der An
spruch auf recht
liches Gehör durch das
vor
angegangene Verfahren tat
säch
lich tangiert worden sein (wofür allerdings keine Anzeichen ersichtlich sind), wäre ein solcher Man
gel jedenfalls im Rahm
en des vorliegenden Prozesses
geheilt worden.
2.
2.1
Nach
Art.
10
Abs.
1
des
Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG)
hat die versicherte Person Anspruch auf die zweck
mässige Behandlung ihrer Unfall
folgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG), so steht ihr gemäss
Art.
16
Abs.
1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge
des Unfalles zu mindestens 10 Prozent invalid (
Art.
8 ATSG), so hat sie An
spruch
auf eine Invalidenrente (
Art.
18
Abs.
1 UVG).
2.2
2.2.1
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt zunächst voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem einge
tretenen Schaden (Krankheit,
Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausal
zusam
men
hang besteht. Ursachen im Sinne
des natürlichen Kausalzusam
menhangs sind alle Umstände, ohne deren Vor
han
densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Um
schreibung ist für die Bejahung des na
türlichen Kausalzu
sammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesund
heitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der ver
sicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit an
dern Worten nicht wegge
dacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung ent
fiele (BGE 129 V 177 E.
3.1, 402 E.
4.3.1, 119 V 335 E.
1, 118 V 286 E.
1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesund
heitlichen Störung
ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
wal
tung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm ob
lie
genden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen
Beweis
grad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglich
keit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungs
anspruches
nicht (BGE 129 V 177 E.
3.1, 119 V 335 E.
1, 118 V 286 E.
1b, je mit Hinweisen).
2.2.2
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder über
haup
t erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusam
menhang dahin, wenn und sobald der
Gesund
heits
schaden
nur noch und aus
schliesslich auf unfallfremden Ur
sachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn ent
weder der Gesundheitszustand, wie
er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber der
je
ni
ge Zustand, wie er sich nach dem
schicksals
mässigen
Verlauf eines krank
haften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr. U 142 S.
75 E.
4b mit Hinweisen; nicht publi
ziertes Urteil des Bundesgerichts U 172/94 vom 2
6.
April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von
unfallbe
dingten
Ursachen eines
Gesundheits
scha
dens
muss mit dem im
Sozialversiche
rungsrecht
üblichen Beweisgrad der über
wiegenden Wahrscheinlichkeit nach
gewiesen sein (RKUV 2000 Nr. U 363 S.
45; BGE 119 V 7 E.
3c/
aa
). Da es sich
hiebei
um eine anspruchsaufhebende Tatfrage
handelt, liegt aber die entspre
chende Beweislast - anders als bei der Frage, ob ei
n leistungsbegründender na
türlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht
bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr. U 206
S.
328 f. E. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 76).
2.
3
2.
3
.1
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist ent
scheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen
beruht, auch die geklagten Beschwerden berück
sichtigt, in Kenntnis der
Vorak
te
n
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Dar
legung der medizinischen Zu
sam
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und
ob die Schlussfolgerungen in der Ex
pertise begründet sind (BGE 125 V 351 E.
3a,
122 V 157 E. 1c).
2.
3
.2
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nach
vollziehbar be
gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zu
verlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die be
fragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Ver
sicherungs
träger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Be
fangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unpar
teilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick
auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im
Sozialversiche
rungs
recht
zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gut
achterin allerdings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U 356 S. 572; BGE 122 V 157 E. 1c; vgl. auch 123 V 331 E. 1c).
3
.
3
.1
Die
Beschwerdegegnerin ging im angefochtenen Entscheid (
Urk. 2) gestützt auf d
ie
kreisärztlichen
Bericht
e
vom
1
4.
Februar 2013 und
2
8.
März 2013
von Dr.
D._
davon aus
(S. 5
Ziff.
3)
, dass
die über den 30.
April 2013 hinaus ge
klagten
Beschwerden nicht mehr unfallkausal seien; der Status quo sei spätes
tens am 3
0.
April 2013 eingetreten.
Dass
über den Zeit
punkt der Leistungs
ein
stellung hinaus
noch gewisse Beschwerden vorliegen könnten, sei möglich, könne
aber nach der Formel „
post
hoc, ergo
propter
hoc“ – nach deren Be
deu
tung eine gesundheitliche Schädigung schon dann als durch den Unfall ver
ur
sacht g
elte
, weil sie nach diesem aufgetreten
sei
– nicht als Be
we
is be
trachtet werden und
er
laube
nicht, einen überwiegend wahrscheinlich kausalen Zusam
menhang zwischen allfälligen Beschwerden und dem Unfall vom 2
8.
September 2012 nach
zuweisen
.
3
.2
Der Beschwerdef
ührer stellte sich demgegenüber
(Urk. 1) auf den Standpunkt,
bei der Beurteilung von
Dr.
D._
handle es sich nicht um ein Beweismittel, sondern um
eine blosse Parteibehauptung, weshalb der Nachweis für das Dahin
fal
len
jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen
mit dem im
So
zial
versicherungsrecht
geltenden Beweisgrad der überwiegenden Wahr
schein
lich
keit
im Vornherein
gar nicht erbracht wer
den könn
e
(S.
5
Ziff.
7.2)
.
Schliess
lich
führte er aus, dass offenkundig Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüs
sig
keit der
versicherungsinternen
Kausalitäts
be
ur
teilung
durch
Dr.
D._
bestünden, weshalb – in Nachachtung der höchst
richterlichen Recht
sprechung – ein exter
nes fachärztliches Gutachten für die Beurteilung der weiteren Leistungspflicht nötig sei
(S. 7 f.
Ziff.
7.4)
.
3
.3
Strittig und zu prüfen ist somit, ob die Leistungseinstellung betreffend
das
Un
fall
ereignis
vom 2
8.
September 2012
per
30
.
April
201
3
rechtens
war
.
Ins
beson
dere stellt sich die Frage,
ob
die
über diesen Zeitpunkt hinaus geklagten Be
schwerden natürlich kausale Unfallfolgen darstellen.
4
.
4
.1
Nach magnetresonanztomographischer Untersuchung vom 1
8.
Oktober 2012
(
Urk. 9/35, vgl.
dazu auch E-Mail vom 1
2.
März 2013 [Urk. 9/33]) hielt PD
Dr.
E._
, MR Institut,
bezüglich des
linken
Knie
s
eine
Reizung des
Pes
anseri
nus
ohne Bur
sitis, jedoch mit angrenzendem Knochenmarksödem, tiefe
Knorpel
de
fekte
femoro
patell
ä
r
und einen beträchtlichen Reizerguss
fest
. Knorpelglatzen oder
ligamentäre
oder
meniskale
Läsionen waren keine ersichtlich.
4
.
2
Am
5.
November 2012 (Urk. 9/8) wurde gestützt auf die
radiologische
Unter
suchung
vom 2
8.
September 2012
im
Spital Z._
, Institut für Radiologie,
eine Distorsion im Knie links, eine Schwellung und ein Druck
schmerz über dem Gelenk
spalt
am
Knie links
diagnostiz
iert. F
rische
ossäre
Läsionen
und ein
Ge
lenks
erguss
im Knie links
waren nicht ersichtlich
.
4
.
3
Im Bericht
vom
5.
November 2012 (Urk. 9/9
, vgl. dazu auch Urk. 9/1
, Urk. 9/19
)
nannten
Dr.
med.
F._
, Assistenzarzt Orthopädie, und
Dr.
med.
G._
, Leitender Oberarzt Orthopädie,
Klinik
B._
, folgende Diagnosen:
-
Chronische Kniegelenksschmerzen rechts mit/bei:
-
Status nach traumatischem Knorpelschaden medialer
Femurkondylus
nach Kniedistorsion bei einem Treppensturz am 1
2.
Mai 2010
-
Status nach Knie-AKO und AMIC Knie rechts am 1
9.
Juli 2010
-
Status nach Kniedistorsion links am 2
8.
September 2012 mit/bei:
-
tiefe
n
Knochendefekte
n
(richtig: Knorpeldefekte [Urk. 9/
35
]
, vgl. dazu auch Urk. 9/33
)
femoro
patellär
, leichte
r
Knorpelausdünnung medial und lateral
femoro
tibial
(
Magnet
resonanztomographie
[MRI]
vom 18. Oktober 2012)
-
Status nach einer tätlichen Auseinandersetzung am 2
2.
September 2011 mit Fraktur
8.
Rippe links, Nasenbeinfraktur, multiple
n
Prel
lun
gen und Hämatome
n
-
mittel
gradig
er
ängstlich
er
depressive
r
Störung (ICD
-10 F32.1) nach dem erlit
tenen
körperlichen Angriff
-
chronischem
lumbosp
ondylogenem
Schmerzsyndrom rechts
-
Status nach
lumboradikuläre
r
Reiz- und sensible
r
Ausfallsymptomatik S1 rechts bei
mediolateraler
Diskushernie L5/S1 mit Kompression der
Nerven
wurzel
S1
-
Verdacht auf Polyneuropathie
-
Status nach
Sacrum
-Kontusion am 1
1.
Januar 2004
-
Status nach Lendenwirbelsäulen-Kontusion am
2.
September 1997
-
Status nach Varizenoperation beidseits am
1.
Dezember 1995
4
.
4
Am 1
5.
November 2012 (Urk. 9/
10
, vgl. Urk. 9/11/3
) nannte
Dr.
C._
fol
gende Diagnosen (S. 1):
-
Status nach Kniedistorsion/Kontusion links am 2
8.
September 2012 mit/bei:
-
tiefe
n
Knochendefekte
n
(richtig: Knorpeldefekte
n
[Urk. 9/
35, vgl. dazu auch Urk. 9/33
])
femoro
patellär
, leichte Knorpelausdünnung medial und lateral
femorotibial
(
MRI
vom 18.
Oktober 2012 Klinik
B._
)
-
Status nach Kniedistorsion/Kontusion links am 1
5.
Mai 2010
-
Chronische Knieschmerzen rechts mit/bei:
-
Status nach traumatischem Knorpelschaden medialer
Kondylus
Knie
gelenk rechts
-
Status nach Kniedistorsion/Knieverletzung beim Treppensturz am 12. Mai 2010
-
Status nach Kniearthroskopie und AMIC Kniegelenk rechts 1
9.
Juli 2010
Sie führte aus, der Beschwerdeführer beklage dauernde Schwellungen an den Beinen sowie eine Gehunsicherheit. Als unfallfremde Faktoren erwähnte sie eine
Ver
letzung des linken Knies am 1
2.
Mai 2010, welche nicht genügend doku
men
tiert und erst viel später untersucht und von der Versicherung nicht voll akzep
tiert worden sei.
Als
weitere unfallfremde Faktoren
nannte sie
eine psy
chia
tri
sche Behandlung aufgrund der ausweglosen Situation, wenig Ein
sichtig
keit des
Beschwerdeführers bezüglich der Unfallproblematik, die Kündigung seiner Ar
beits
stelle nach zwanzig Arbeitsjahren
sowie
Desinteresse des Arbeit
ge
bers, ihm eine leichte Arbeit anzubieten,
und
ei
ne grosse finanzielle Misere
. Obwohl sich der Beschwerdeführer nicht arbeitsfähig fühle, habe er sich beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum angemeldet.
Seine Schmerzen hät
ten sich deutlich verschlechtert, da er nicht lange sitzen
kön
ne. Schliesslich sei er
am Arbeitsplatz wieder gestürzt
. Eine Wieder
auf
nahme
der Arbeit sei nicht möglich und ein bleibender Nachteil sei zu erwarten; zu
mindest er
scheine eine Kniegelenk-TP
(Totalprothese)
in der
nächsten Zeit als unvermeidbar
.
4.5
Im Bericht vom 2
9.
November 2012 (Urk. 9/14, vgl. dazu Urk. 9/2 S.
2, Urk. 9/27)
diagnostizierte med.
pract
.
H._
, Assistenzärztin, Chirurgische Kli
niken,
Spital Z._
, eine
Knie
distorsion
mit einem Verdacht auf eine
Bin
nen
läsion
und attestierte ab 28. September 2012 eine 100%ige Arbeits
un
fähigkeit.
4
.
6
Im Bericht vom
2
2.
Juli 2013 (Urk. 9/69)
wieder
holten
Dr.
med.
I._
, Assi
stenz
arzt Orthopädie, und
Dr.
med.
J._
, Oberarzt Orthopädie
, Klinik
B._
,
die im Bericht vom
5.
November 2012 (E.
4
.2) genannten Diagnosen und führ
ten
nach
der
Konsultation vom 2
2.
Juli 2013
aus, der Beschwerdeführer
habe sich erneut vor
ge
stellt und
über eine persistierende Schwellungsneigung der beiden Knie
ge
lenke berichtet. Bezüglich der Schmerzsymptomatik sei jedoch das linke
Knie prominenter. Zur
letzten Kon
sultation im Oktober beziehungs
weise Novem
ber
im letzten Jahr
zeige sich ein Status quo. Sie empfählen das Fort
führen der konservativen
Therapie
mass
nahmen
sowie eine
Infiltrations
the
rapie
mit
tels
Lo
kal
anästhetikum
, Kortison und
Viscosupplementation
. Nachdem der Be
schwer
de
führer diese zunächst An
fang des
Jahres in der rheumatologi
schen Ab
teilung
noch abgelehnt habe, wünsche er diese nun durchzuführen. Falls die Be
schwer
den,
insbesondere rechts
seitig unter entsprechender
Therapie bestehen bleiben sollten, könnte
dem
Patienten wie auch Ende letzten Jahres ge
geben
en
falls rechtsseitig eine Knie-TP empfohlen werden.
4
.
7
Kreisarzt
Dr.
D._
führte im
Untersuchungsbericht vom 1
4.
Februar 2013 (Urk. 9/29)
aus
(S.
14
Ziff.
5)
,
die radiologische Ab
klärung
vom 28.
September 2012 habe keine Auffälligkeiten
gezeigt; im MRI habe sich aber ein Erguss und eine
Signalstörung im medialen
Tibia
kopf
posterior
sowie zu
sätzlich eine
Kno
r
pelschädigung
femoropatella
r
lateral ge
zeigt.
Der Be
schwer
de
führer beklage an
dauernde Kniebeschwerden links. Die ob
jektivier
baren kli
nischen Befunde seien unauffällig, insbesondere sei der
Knie
er
guss
links nicht mehr nachweisbar. Der objektivierbare Verlauf ent
spreche einem medizinisch normalen Ablauf nach direkter Kontusion des Knie
ge
lenkes: Klinisch seien keine Folgen des Ereignisses vom 2
8.
September 2012 mehr vor
handen. Die im MRI dargestellten
Knorpel
schädigungen
seien nur mit Mög
lich
keit unfallkausal, sie könnten bei ebenfalls
vorhandenen
femoropatellären
Knorpel
schäden
an der Gegenseite durchaus auc
h nicht auf das
Unfall
ereignis
zu
rück
gehen. Da PD
Dr.
E._
im MR-Institut der Klinik
B._
den Be
fund der MRI-Untersu
chung
des linken Kniegelenks
vom 18.
Oktober 2012 kor
rigieren müsse (vgl. dazu S.
10
Ziff.
2), sei gleich
zeiti
g eine Kontroll-MRI-Unter
suchung des linken Knies durchzuführen
.
In der Folge werde er dann zu einem möglichen
Fallab
schluss
Stellung nehmen.
Er könne aber
bereits
jetzt
fest
halten, dass sich durch die Knorpelschädigung am linken
Knie keine Änderung des
Zumut
barkeitspro
fils
mit Belastungseinschränkung der
Beine wegen des rechten Knies ergebe.
Ein
erheblicher
Integritäts
schaden
am linken Knie
sei bislang nicht
resultiert.
4
.
8
Gestützt auf die
MR
I-Untersuchung des Kniegelenkes links
vom 2
2.
März 2013
er
wähnte
Dr.
med.
K._
, FMH für Radiologie, MR Institut, Klinik
B._
, am 2
5.
März 2013 (Urk. 9/42) intakte
Menisci
und Bänder und leichte ober
fläch
liche Knorpelveränderungen
retropatellär
sowie einen kleinen Defekt late
ral (wie bisher). Einen wesentlichen Gelenkserguss konnte er nicht fest
stel
len.
4
.
9
Am 2
8.
März 2013 (Urk. 9/43) führte der beratende
Dr.
D._
ergänzend zum
kreis
ärztlichen
Bericht
vom
1
4.
Februar 2013 (
E.
4
.7
)
aus, das Kontroll-MRI
vom 2
2.
März 2013
habe be
stätigt, dass
das als posttraumatisch aufzufassende
kon
tusions
bedingte
Ödem im
Markraum
des
Tibiakopfes
sowie der damals bestan
dene Erguss ver
schwun
den seien. Bereits im MRI des linken Knies vom 1
8.
Oktober 2012 hätten keine Hin
weise dafür bestanden, dass die
Knorpel
schä
digung
auf das
Sturz
ereignis
zu
rück
zuführen sei; die direkten Unfallfolgen hät
ten den
Tibia
kopf
be
trof
fen. Die klar posttraumatischen Veränderungen seien ver
schwunden. Ent
sprechend der Klinik sei auch kein wesentlicher
Knie
gelenks
erguss
mehr vor
handen
gewesen
. Damit sei auch bildgebend gezeigt, dass keine Un
fall
folgen vom ins
ge
samt banalen Ereignis vom 2
8.
September 2012 am lin
ken Knie mehr vor
lägen, weshalb er zur Terminierung der Leistungen im
Scha
den
fall
betreffend das linke Knie rate.
Die anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung vom 1
4.
Februar 2013 abge
ge
bene Beurteilung bezüglich des Knies rechts bleibe unverändert.
4
.
10
Am
1
7.
Mai 2013
(Urk. 9/52)
diagnostizierte
Dr.
med.
L._
, FMH Physikali
sche Medizin
und Rehabilitation, ein chronisches
Reizknie
links nach
Distorsi
ons
trauma
im
September
2012, einen
fe
moro
patell
ä
ren
Knorpeldefekt medial und
la
teral und ein chronisches
Reizknie
rechts bei Status nach traumatischem
Knor
pelschaden
nach einer Distorsion im Mai 2010 sowie ein
en
Status nach AKO
und AMIC des Knies rechts im Juli 201
0.
Sie führte aus, die radiologischen Veränderungen mit Knorpelschaden könnten durch
aus auf ein Distorsionstrauma des Kniegelenkes zurückgeführt werden. Leider könne man das linke Knie mit dem rechten Knie, welches ebenfalls trau
matisiert worden sei, nicht vergleichen. Allerdings seien die Beschwerden des Be
schwerdeführers glaubhaft und auch fotografisch dokumentiert
(vgl. dazu auch Fotodokumentation vom 1
3.
Mai 2013 [Urk. 9/49])
. Nach jeg
licher körper
lichen
Belastung bestünden nicht nur vermehrte Schmerzen, sondern auch Schwel
lung
en oberhalb der Kniescheibe mit deutlicher Erguss
bildung, welche den Be
schwer
deführer in seinem Alltag behinderten.
Ver
sicherungs
technisch
könnten die bildgebenden Resultate schlecht eingeordnet wer
den, jedoch
seien
aufgrund der Fotoaufnahmen sowie der MRI-Befunde kausale Zusammenhänge mit
dem
chronischen
Reizzustand des Knie
gelenkes sicher
lich
zu bejahen
.
4
.
11
In seiner v
ersicherungsmedizini
sche
n
Stellungnahme zum Bericht von
Dr.
L._
(E.
4
.10
) führte Kreisarzt
Dr.
D._
am 3
0.
Mai 2013
(Urk. 9/54)
aus,
Dr.
L._
habe offenbar die Untersuchung in der spezialisierten orthopädi
schen
Klinik
B._
vom
9.
Oktober 2012
(vgl. Urk. 9/1)
bei ihrer Beurteilung nicht be
rück
sichtigt. Die Orthopäden
Dr.
F._
und PD
Dr.
M._
hätten damals fest
gehalten, dass das linke Knie ergussfrei gewesen sei und eine gute
Band
sta
bilität
aufgewiesen habe
. Bereits am
9.
Oktober 2012, also lediglich zwei Wo
chen nach dem Trauma, sei eine verschmälerte Kniegelenksspalte links mit
os
teo
phytären
Anbauten im Bereiche der
Eminentia
intercondylaris
festgehalten wor
den. Die radiologischen Befunde seien als vorbestehend zu interpretieren, sie könnten nicht innerhalb von zwei Wochen ents
tehen. Bei Ergussfreiheit am 9.
Oktober 2012 sei es auch ausgeschlossen, dass es lediglich zwei Wochen vor
her zur erheblichen Knorpelschädigung gekommen sein könne, die dann später – am 1
8.
Oktober 2012 MR-tomographisch – festgestellt worden sei.
Weiter hielt
Dr.
D._
fest, es gehe nicht an, dass
Dr.
L._
die
bild
geben
den
Resultate mit der Bemerkung, sie seien versicherungstechnisch schlecht ein
zuordnen, unter den Tisch wische. Die klinischen Befunde der damals untersu
chenden spezialisierten Knieorthopäden zusammen mit dem Rönt
gen
bild vom
9.
Oktober 2012 und dem MRI vom 1
8.
Oktober 2012 ent
kräfteten ihre
Beurtei
lung
. Hinzu komme, dass
Dr.
L._
die Akten
nicht genau zitiert
und
den Be
schwerdeführer
dannzumal auch nicht
gesehen habe.
An der Beurteilung vom 2
8.
März 2013 werde festgehalten.
5
.
5
.1
Die Beschwerdegegnerin stützte die Einstellung der Versicherungsleistungen per 30. April 2013 im Wesentlichen auf die Einschätzungen ihres beratenden Arztes Dr.
D._
(E.
4
.7 und
E.
4
.9), welcher
postulierte, dass keine Unfallfolgen hin
sicht
lich des insgesamt banalen Ereignisses vom 2
8.
September 2012 am linken Knie mehr vorlägen
.
Die
se kreisärztlichen Einschätzungen
sind für die Be
ant
wor
tung der sich stellenden Fragen umfassend und entsprechen den von der Rechtsprechung
konkreti
sierten Anforderungen
(E.
1.
5
)
an den Beweiswert einer medizinischen Expertise
, so dass da
rauf
ab
ge
stellt werden kann:
Die Schluss
fol
ge
rungen leuchten ein und sind nach
voll
ziehbar begründet. Insbeson
dere kon
statierte Dr.
D._
un
auf
fällige objektivierbare Befunde
: Der
Knieer
guss
links sei nicht mehr nachweisbar und das Kontroll-MRI habe bestätigt, dass das als
posttraumatisch aufzufassende
kon
tu
s
i
ons
bedingte
Ödem im
Markraum
des
Tibia
kopfes
ver
schwunden sei
. Dr.
D._
begründete seine
Kausalitäts
beurtei
lung
insbe
sondere mit den
bild
gebenden
MRI-Untersuchungen vom 1
8.
Oktober 2012 (Urk. 9/3
5
) be
ziehungs
weise 22. März 2013 (Urk. 9/42), an
läss
lich welcher
keine
post
traumatischen
Ver
änderungen
mehr
objektiviert wer
den konnten. Ein
leuchtend ist in diesem Zu
sam
menhang namentlich
auch
die Argumen
tation,
dass die im MRI dar
ge
stellten Knorpelschädigungen nur mit Möglichkeit
unfall
kausal
seien,
da sie bei eben
falls vorliegenden
femoro
pa
tellären
Knorpelschäden auf der Gegenseite durch
aus auch nicht auf das
Unfall
ereignis
zurückgehen könnten.
Die Ein
schätzung von Dr.
D._
steht im Einklang mit den
bild
gebenden
Un
tersuchungen
, konnte
n
anlässlich der MR-Untersuchung
vom 2
2.
März 2013
doch
lediglich leichte oberflächliche Knorpelveränderungen
retro
pa
tellär
sowie ein kleiner
Defekt lateral (wie bisher) als Befund erh
oben werden
. Die Menisken und Bänder waren intakt und ein Gelenkserguss war nicht mehr er
sicht
lich.
Das im MRI vom 1
8.
Oktober 2012 noch ersichtliche
K
no
chen
marksödem
und der beträchtliche Reizerguss waren
in der
bild
gebenden
MRI Untersuchung vom 2
2.
März 2013
nicht mehr fest
stell
bar.
Der von den Ä
rzt
en
des
Spitals Z._
ge
äusserte Verdacht einer
Bin
nen
läsion
hat sich
gestützt auf die bildgebenden Unter
suchungen ebenfalls
nicht erhärtet
(E.
4
.5).
Bei dieser medizinisch
en
Sachlage ist nicht ersichtlich, in
wie
fern weitere Abklä
rungen neue, für die Beurteilung des vorliegenden Falls ent
scheidende Erkennt
nisse liefern könnten, sodass darauf, insbesondere auf die Einholung eines
exter
nes fachärztliches G
utacht
ens (Urk. 1 S. 7 f. Ziff. 7.4
),
zu verzichten ist (anti
zi
pierte
Beweis
würdigung
; BGE 122 V 157 E. 1d mit weiteren Hinweisen).
5
.
2
Was den Bericht von
Dr.
L._
vom 1
7.
Mai 2013
(E.
4
.10)
anbelangt
, wonach die radio
logischen Veränderungen mit Knorpelschaden durchaus auf das
Distor
sions
trauma
des Kniegelenkes zurückgeführt
und aufgrund der
Foto
auf
nahmen
sowie der MRI-Befunde kausale Zusammenhänge mit
dem
chronischen
Reiz
zustand
des Kniegelenkes sicherlich bejaht werden könnten
, ist
mit
Dr.
D._
(E.
4
.11)
fest
zu
halten,
dass die dargestellten Knorpelschädigungen nur
mögliche
kausale Folgen
des
Unfallereignis
ses
vom 2
8.
September 2012
sind (E.
4
.7).
Viel
mehr ist vor dem Hintergrund,
dass auch auf der Gegenseite vorhandene
fe
mo
ro
patelläre
Knor
pel
schäden
bestehen
,
sowie aufgrund des Umstandes, dass weder
anläss
lich
der
radiologischen Untersuchung am Unfalltag
am 28. September 2012
noch in der Konsultation vom
9.
Oktober 2012 (Urk. 9/1 S.
2) ein
Gelenks
er
guss
im linken Knie ersichtlich war
und bereits am
9.
Oktober 2012, also le
diglich zwei Wochen nach dem Trauma, ein verschmälerter
Kniegelenksspalt links mit
osteophytären
Anbauten im Bereiche der
Eminentia
intercondylaris
vorgelegen
hat,
gestützt auf
Dr.
D._
Ausführungen (E.
4
.11)
davon aus
zu
gehen, dass es
sich dabei um einen krank
haften
Vorzustand handelt.
Hinzu kommt, dass der Be
schwerde
führer schon länger
bestehende vorwiegend
bela
stungs
ab
hängige
Schmer
zen
am medi
alen Gelenkskompartiment, die nach der
Knie
dis
torsion
noch
zugenommen hät
ten, beklagt hat
(Urk. 9/1)
. Vor diesem Hintergrund ist ein na
tür
licher Kausal
zusam
men
hang zwischen dem Unfallereignis vom 29. Septem
ber
2012
und dem chronischen
Reizknie
links nach
Distorsions
trauma
im Septem
ber
2012 bei ei
nem
femoropatell
ä
ren
Knorpeldefekt medial und lateral
zwar mög
lich, aber
nicht überwiegend wahr
scheinlich. Vielmehr ist dav
on aus
zugehen, dass es sich um Folgen de
generative
r
Ver
änderungen
handelt
.
Dass gewisse Be
schwerden vorbestehend sind, geht
im Übrigen
auch aus dem Bericht vom
1
5.
November 2012 (E.
4
.4) von
Dr.
C._
her
vor, in welchem als
unfall
frem
de
r
Faktor unter anderem auch die Ver
letzung des linken Knies am 12.
Mai 2010 erwähnt wurde.
Schliesslich kann der Beschwerdeführer auch aus
den Be
richten der Klinik
B._
(E.
4
.3, E.
4
.6) nichts zu seinen Gunsten ab
leiten,
da den vorliegenden Be
richten keine Kausalitätsbeurteilung der noch be
klagten Beschwerden zu ent
nehmen ist und
die behandelnden Arztpersonen
somit nicht zwischen
unfall
be
dingten
Beschwerden und krankhaften
Vor
zu
ständen
differenzierten
.
5
.
3
Soweit d
er
Beschwerdeführer
geltend
machte
(
Urk.
1
S. 5 f.)
, dass
Dr.
D._
Argumentation mit den erwähnten bildgebenden Untersuchungen nicht verein
bar sei, da die MRI-Unter
suchung des linken Kniegelenks vom 1
8.
Oktober 2012 einen be
trächt
lichen Reizerguss ergeben habe
,
ist i
hm nicht zu folgen, da
die in den Berichten aufgeführten Ergussbildungen am
linken Knie
(vgl. dazu auch E.
4
.1, E.
4
.2, Urk. 9/49 Urk. 9/61 S.
4-10)
–
sofern überhaupt
auf
das
Unfall
er
eignis
vom 28.
September 2012 zurück
zuführen
– im Zeitpunkt der Leistungs
ein
stellung (30. April 2013) verschwunden waren
.
Zutreffend ist
de
r
Einwand
(S.
6)
, dass sich
die
Befunde am linken Kniegelenk
seit der
MRI-Untersuc
hung
vom 20.
Oktober 2011
(Urk.
9/29 S.
4 unten)
im Ver
gleich zu derjenigen vom 1
8.
Oktober 2012 deut
lich verschlechtert hätten. Indes
ist festzuhalten,
dass die Bilder
keine
posttraumatischen
Läsionen
zeigten und bis im März 2013 wieder die praktisch identischen Verhältnisse wie vor dem Unfall vorlagen
.
5
.
4
Nach Lage der medizinischen Akten steht
somit
un
bestrittenermassen fest, dass
der Beschwerdeführer
an
Knie
beschwerden
leidet. Al
lerdings präsentieren
sich
diese
(spätestens) seit dem
30
. A
pril 2013
dergestalt, wie
sie
sich nach dem schicksalsmässigen Ver
lauf eines krankhaften Vorzustands auch ohne
das
Un
fallereignis
vom 28
.
September
200
2
eingestellt hätte
n
.
Dies be
deutet, dass die an
haltenden
Knie
schmer
zen
nicht mehr in einem natürlich-kausalen Zusam
men
hang zum ver
sicherten
Unfall
e
reignis
stehen (vgl.
E. 1.
5
) und
eine
Leis
tungs
pflicht
des
Un
fall
ver
sicherers
entfällt. Folglich ist die Ein
stellung der Ver
sicherungsleistungen per
30
.
April
201
3
durch die
Be
schwerde
gegnerin
nicht zu beanstanden, was zur Abweisung der Beschwerde führt.