Decision ID: 41ef93ae-4d39-50d6-b8fb-7df3b8b1813b
Year: 2014
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A.
Die [...] geborene, verheiratete X._ (nachfolgend: Beschwerdefüh-
rerin) ist portugiesische Staatsangehörige und wohnt in Portugal. Von
1984 bis 2002 war sie als Mitarbeiterin Hauswirtschaft im D._ in
Z._ angestellt und während dieser Zeit bei der schweizerischen
Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (AHV/IV) versichert.
Am 24. September 1999 stürzte die Beschwerdeführerin mit dem Fahrrad
und zog sich Fuss- und Knöchelverletzungen zu. Mit Formular vom 22.
Dezember 2000 meldete sich die Beschwerdeführerin unter Hinweis auf
ihre linksseitigen Fussbeschwerden bei der IV-Stelle Bern (nachfolgend:
IV-Stelle BE) zum Bezug einer schweizerischen Invalidenrente an (vgl.
kant. IV act. 1). Die IV-Stelle BE nahm in der Folge entsprechende Abklä-
rungen vor und veranlasste eine medizinische Begutachtung sowie eine
Haushaltsabklärung. Mit Entscheid vom 8. Juli 2003 verfügte sie die Ab-
weisung des Leistungsbegehrens (vgl. kant. IV act. 127). Die dagegen
erhobene Einsprache wurde mit Einspracheentscheid der IV-Stelle BE
vom 4. Dezember 2003 gutgeheissen. Der Beschwerdeführerin wurde in
der Folge mit Verfügung vom 3. Juni 2004 mit Wirkung ab 1. Juni 2004
eine halbe Invalidenrente zugesprochen.
B.
Mit Mitteilung vom 29. Dezember 2006 bestätigte die IV-Stelle BE ge-
stützt auf den Fragebogen für die Rentenrevision vom 8. Dezember 2006
die Weitergewährung der bisherigen Invalidenrente.
C.
Da die Beschwerdeführerin in der Folge nach Portugal ausreiste, wurden
die Unterlagen zuständigkeitshalber an die Schweizerische Invalidenver-
sicherung, IV-Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend: Vorinstanz),
weitergeleitet. Mit Schreiben vom 8. März 2011 informierte die Vorinstanz
die Beschwerdeführerin über die Durchführung einer Rentenrevision und
holte den von ihr am 6. April 2011 ausgefüllten Fragebogen für die Ren-
tenrevision ein (vgl. IV act. 3 und 6).
D.
Mit Schreiben vom 10. Mai 2011 forderte die Vorinstanz den portugiesi-
schen Versicherungsträger auf, eine orthopädische Untersuchung der
Beschwerdeführerin zu veranlassen und alle medizinischen Unterlagen
seit November 2003 zuzustellen (vgl. IV act. 7).
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E.
Mit Schreiben vom 18. Oktober 2011 wurde das zuhanden der Unfallver-
sicherung der Beschwerdeführerin eingeholte Gutachten von Dr. med.
A._ vom 25. September 2011 der Vorinstanz zugestellt (vgl. IV act.
19 f.).
Anschliessend legte die Vorinstanz das Dossier dem Regionalärztlichen
Dienst (RAD) zur Beurteilung vor. Die RAD-Ärztin Dr. med. B._
kam zum Schluss, dass sich der Gesundheitszustand verbessert habe
und bei der Beschwerdeführerin keine Arbeitsunfähigkeit mehr vorliegen
würde (vgl. IV act. 24).
F.
Mit Vorbescheid vom 23. Februar 2012 teilte die Vorinstanz der Be-
schwerdeführerin mit, dass aufgrund des verbesserten Gesundheitszu-
stands kein Anspruch mehr auf eine Invalidenrente bestehe (vgl. IV act.
31).
Mit Eingaben vom 2. April und 10. Mai 2012 erhob die Beschwerdeführe-
rin Einwände gegen diesen Vorbescheid (vgl. IV act. 36 und 43).
G.
In der Zwischenzeit reichte der portugiesische Versicherungsträger einen
Arztbericht von Dr. O._ gemäss Formular E 213 und einen medi-
zinischen Bericht von Dr. S._ ein (vgl. IV act. 39 f.).
Die Vorinstanz holte am 4. Juni 2012 erneut einen Bericht der RAD-Ärztin
Dr. med. B._ ein.
H.
Mit Verfügung vom 17. Juli 2012 bestätigte die Vorinstanz ihren Vorbe-
scheid vom 23. Februar 2012 und stellte die Invalidenrente der Be-
schwerdeführerin mit Wirkung ab 1. September 2012 ein.
I.
Gegen diese Verfügung erhob die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom
13. September 2012 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Sie
beantragt die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Weiter-
gewährung der halben Invalidenrente. Eventualtiter seien ergänzende
medizinische Untersuchungen durchzuführen.
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J.
In ihrer Vernehmlassung vom 21. November 2012 beantragt die Vorin-
stanz die Abweisung der Beschwerde und die Bestätigung der angefoch-
tenen Verfügung.
K.
Mit Replik vom 14. Januar 2013 bestätigt die Beschwerdeführerin ihre An-
träge und macht ergänzende Ausführungen.
L.
Die Vorinstanz hält in ihrer Duplik vom 21. Januar 2013 an ihren in der
Vernehmlassung vom 21. November 2012 getroffenen Feststellungen und
den darin gestellten Anträgen vollumfänglich fest.
M.
Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterla-
gen wird – sofern erforderlich und rechtserheblich – in den nachfolgenden
Erwägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005
(VGG, SR 173.32) in Verbindung mit Art. 33 Bst. d VGG und Art. 69 Abs.
1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversi-
cherung (IVG, SR 831.20) sowie Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. De-
zember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) beur-
teilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen der
IV-Stelle für Versicherte im Ausland. Eine Ausnahme im Sinne von Art. 32
VGG liegt nicht vor.
1.2 Nach Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bundesverwal-
tungsgericht nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt.
Indes findet das Verwaltungsverfahrensgesetz aufgrund von Art. 3 Bst.
d bis
VwVG keine Anwendung in Sozialversicherungssachen, soweit das
Bundesgesetz vom 6. Oktober 2000 über den allgemeinen Teil des Sozi-
alversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) anwendbar ist. Nach Art. 1 Abs.
1 IVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die Invalidenversicherung
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(Art. 1a – 26 bis
und 28 – 70) anwendbar, soweit das IVG nicht ausdrück-
lich eine Abweichung vom ATSG vorsieht.
1.3 Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens ist die Verfü-
gung der IV-Stelle für Versicherte im Ausland vom 17. Juli 2012. Die Be-
schwerdeführerin hat frist- und formgerecht Beschwerde erhoben (Art. 60
ATSG). Als Adressatin der angefochtenen Verfügung ist sie besonders
berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Änderung oder
Aufhebung (Art. 59 ATSG). Damit ist auf das ergriffene Rechtsmittel,
nachdem auch der geforderte Kostenvorschuss fristgerecht geleistet wur-
de, einzutreten.
2.
2.1 Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht
einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens,
die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen
Sachverhalts und die Unangemessenheit, wenn nicht eine kantonale Be-
hörde als Beschwerdeinstanz verfügt hat (Art. 49 VwVG).
2.2 Das Bundesverwaltungsgericht ist gemäss dem Grundsatz der
Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht an die Begründung der Be-
gehren der Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Es kann die Be-
schwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gut-
heissen oder den angefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer Be-
gründung bestätigen, die von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. HÄBERLI,
in: Waldmann/Weissenberger, Praxiskommentar VwVG, Art. 62 N 40).
2.3 Im Sozialversicherungsprozess hat das Gericht seinen Entscheid, so-
fern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweis-
grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Mög-
lichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen
nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen,
die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichs-
te würdigt (BGE 126 V 353 E. 5b, 125 V 193 E. 2, je mit Hinweisen).
3.
Vorab ist zu prüfen, welche Rechtsnormen im vorliegenden Verfahren zur
Anwendung gelangen.
3.1 Die Beschwerdeführerin besitzt die portugiesische Staatsbürgerschaft
und wohnt in Portugal, so dass vorliegend das am 1. Juni 2002 in Kraft
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getretene Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen
Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und
ihren Mitgliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit (FZA;
SR 0.142.112.681), insbesondere dessen Anhang II betreffend die Koor-
dinierung der Systeme der sozialen Sicherheit, anzuwenden ist (Art. 80a
IVG). Gemäss Art. 1 Abs. 1 in Verbindung mit Abschnitt A dieses Anhangs
in der am 1. April 2012 in Kraft getretenen Fassung (vgl. den Beschluss
Nr. 1/2012 des Gemischten Ausschusses vom 31. März 2012 zur Erset-
zung des Anhangs II dieses Abkommens über die Koordinierung der Sys-
teme der sozialen Sicherheit [AS 2012 2345]) wenden die Vertragspartei-
en untereinander namentlich – unter Vorbehalt vorliegend nicht relevanter
Anpassungen – die Verordnung (EG) Nr. 883/2004 des Europäischen
Parlaments und des Rates vom 29. April 2004 zur Koordinierung der Sys-
teme der sozialen Sicherheit (SR 0.831.109.268.1; geändert durch die
Verordnung [EG] Nr. 988/2009 des Europäischen Parlaments und des
Rates vom 16. September 2009 [ABl. L 284 S. 43]) sowie die Verordnung
(EG) Nr. 987/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom
16. September 2009 zur Festlegung der Modalitäten für die Durchführung
der Verordnung (EG) Nr. 883/2004 (SR 0.831.109.268.11) an.
Im Rahmen des FZA ist auch die Schweiz als "Mitgliedstaat" im Sinne der
erwähnten Koordinierungsverordnungen zu betrachten (vgl. Art. 1 Abs. 2
Anhang II des FZA in der früher geltenden und in der am 1. April 2012 in
Kraft getretenen Fassung). Fallen Personen in den persönlichen Anwen-
dungsbereich der Verordnung (EG) Nr. 883/2004 (vgl. Art. 2 Abs. 1 der
Verordnung), haben sie nach Art. 4 der Verordnung auf Grund der
Rechtsvorschriften eines Mitgliedstaats die gleichen Rechte und Pflichten
wie die Staatsangehörigen dieses Staates. Entsprechendes galt nach
Art. 3 Abs. 1 der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71. Soweit das FZA bezie-
hungsweise die auf dieser Grundlage anwendbaren gemeinschaftsrecht-
lichen Rechtsakte keine abweichenden Bestimmungen vorsehen, richtet
sich die Ausgestaltung des Verfahrens sowie die Prüfung der Anspruchs-
voraussetzungen einer schweizerischen Invalidenrente damit grundsätz-
lich nach der innerstaatlichen Rechtsordnung (BGE 130 V 257 E. 2.4).
Demnach richten sich die Bestimmung der Invalidität, die Berechnung
des Invaliditätsgrades und der Rentenhöhe auch nach dem Inkrafttreten
des FZA nach schweizerischem Recht (BGE 130 V 253 E. 2.4), insbe-
sondere dem IVG, der IVV, dem ATSG sowie der entsprechenden Ver-
ordnung vom 11. September 2002 (ATSV, SR 830.11).
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3.2 Nach den allgemeinen intertemporalen Regeln sind in verfahrens-
rechtlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, welche im Zeit-
punkt der Beschwerdebeurteilung Geltung haben (BGE 130 V 1 E. 3.2).
In materiellrechtlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze
massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Sach-
verhalts Geltung haben (BGE 130 V 329 E. 2.3). Ein allfälliger Leistungs-
anspruch ist für die Zeit vor einem Rechtswechsel aufgrund der bisheri-
gen und ab diesem Zeitpunkt nach den neuen Normen zu prüfen (pro rata
temporis; BGE 130 V 445). Im vorliegenden Verfahren finden demnach
grundsätzlich jene schweizerischen Rechtsvorschriften Anwendung, die
bei Erlass der angefochtenen Verfügung vom 17. Juli 2012 in Kraft stan-
den; weiter aber auch alle übrigen Vorschriften, die für die Beurteilung der
streitigen Verfügung im vorliegend massgeblichen Zeitraum von Belang
sind. Da sich vorliegend der zu beurteilende Sachverhalt im Zeitraum von
Juni 2004 bis Juli 2012 zugetragen hat, sind bis zum 31. Dezember 2007
die auf den 1. Januar 2004 in Kraft getretenen Bestimmungen der 4. IV-
Revision anwendbar (AS 2003 3837), ab 1. Januar 2008 die zu diesem
Zeitpunkt in Kraft getretenen Bestimmungen der 5. IV-Revision (AS 2007
5129 bzw. AS 2007 5155), und ab 1. Januar 2012 die zu diesem Zeit-
punkt in Kraft getretenen Bestimmungen der 6. IV-Revision (AS 2011
5659 bzw. AS 2011 5679).
3.3 Bezüglich der vorliegend auf Grund von Art. 2 ATSG in Verbindung mit
Art. 1 Abs. 1 IVG zu berücksichtigenden ATSG-Normen zur Ar-
beitsunfähigkeit (Art. 6), Erwerbsunfähigkeit (Art. 7), Invalidität (Art. 8)
und zur Bestimmung des Invaliditätsgrades (Art. 16) hat das Schweize-
rische Bundesgericht (vormals Eidgenössisches Versicherungsgericht
[EVG]) erkannt, dass es sich bei den in Art. 3-13 ATSG enthaltenen Le-
galdefinitionen in aller Regel um eine formellgesetzliche Fassung der
höchstrichterlichen Rechtsprechung zu den entsprechenden Begriffen vor
In-Kraft-Treten des ATSG handelt und sich inhaltlich damit keine Ände-
rung ergibt, weshalb die hierzu entwickelte Rechtsprechung übernommen
und weitergeführt werden kann (vgl. BGE 130 V 343 E. 3.1, 3.2 und 3.3).
4.
4.1 Streitig ist vorliegend, ob die Vorinstanz zu Recht die bisher ausge-
richtete halbe Invalidenrente wegen Änderung des Invaliditätsgrades auf-
gehoben hat, wobei die Frage im Zentrum steht, ob sich der Gesund-
heitszustand der Beschwerdeführerin in rentenrelevanter Weise verbes-
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sert hat bzw. ob der Sachverhalt rechtsgenügend abgeklärt und gewürdigt
worden ist.
Nachfolgend sind die zur Beurteilung der Streitsache massgebenden ge-
setzlichen Grundlagen und die von der Rechtsprechung entwickelten
Grundsätze darzulegen.
4.2 Anspruch auf eine Rente der schweizerischen Invalidenversicherung
hat, wer invalid im Sinne des Gesetzes ist (Art. 8 ATSG) und bei Eintritt
der Invalidität während der vom Gesetz vorgesehenen Dauer Beiträge an
die Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (AHV/IV) geleistet
hat; d.h. während mindestens eines vollen Jahres gemäss Art. 36 Abs. 1
IVG (in der bis zum 31. Dezember 2007 gültig gewesenen Fassung) bzw.
während mindestens drei Jahren gemäss Art. 36 Abs. 1 IVG (in der ab
1. Januar 2008 geltenden Fassung). Diese Bedingungen müssen kumula-
tiv gegeben sein. Die Beschwerdeführerin hat unbestrittenermassen wäh-
rend mehr als eines Jahres, aber auch während mehr als drei Jahren Bei-
träge an die schweizerische Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversi-
cherung geleistet, so dass die Mindestbeitragsdauer für den Anspruch auf
eine ordentliche Invalidenrente sowohl alt- wie auch neurechtlich erfüllt
ist.
4.3 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde
ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Invali-
dität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4
Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der kör-
perlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach
zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teil-
weise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden
ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). Arbeitsunfähigkeit ist die
durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen
Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf
oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird
auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbe-
reich berücksichtigt (Art. 6 ATSG).
4.4 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht bei einem Invaliditätsgrad von
mindestens 70 % Anspruch auf eine ganze Rente, bei einem Invaliditäts-
grad von mindestens 60 % Anspruch auf eine Dreiviertelsrente, bei einem
Invaliditätsgrad von mindestens 50 % Anspruch auf eine halbe Rente, bei
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einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % Anspruch auf eine Viertels-
rente.
Gemäss Art. 29 Abs. 4 IVG werden Renten, die einem Invaliditätsgrad
von weniger als 50 % entsprechen, nur an Versicherte ausgerichtet, die
ihren Wohnsitz und ihren gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der
Schweiz haben, soweit nicht völkerrechtliche Vereinbarungen eine abwei-
chende Regelung vorsehen. Eine solche Ausnahme gilt seit dem 1. Juni
2002 für die Staatsangehörigen eines Mitgliedstaates der Europäischen
Gemeinschaft und der Schweiz, sofern sie in einem Mitgliedstaat der Eu-
ropäischen Gemeinschaft Wohnsitz haben (siehe BGE 130 V 253 E. 2.3
und E. 3.1) – was vorliegend der Fall ist.
4.5 Sowohl im Rahmen einer erstmaligen Prüfung des Rentenanspruches
als auch anlässlich einer Rentenrevision (Art. 17 Abs. 1 ATSG) stellt sich
unter dem Gesichtspunkt des Art. 28a Abs. 3 IVG in Verbindung mit
Art. 16 und 7 Abs. 2 ATSG die Frage nach der anwendbaren Invaliditäts-
bemessungsmethode. Ob eine versicherte Person als ganztägig oder
zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig einzustufen ist – was je
zur Anwendung einer anderen Methode der Invaliditätsbemessung (Ein-
kommensvergleich, Betätigungsvergleich, gemischte Methode) führt –,
ergibt sich aus der Prüfung, was die Person bei im Übrigen unveränder-
ten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung be-
stünde.
Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades bei erwerbstätigen Versicher-
ten wird das Erwerbseinkommen, das sie nach Eintritt der Invalidität und
nach Durchführung allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ih-
nen zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen
könnten (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnten, wenn sie nicht invalid geworden wä-
ren (Valideneinkommen; Art. 16 ATSG). Der Einkommensvergleich hat in
der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Er-
werbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander
gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der
Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des Einkommens-
vergleichs; BGE 130 V 349 E. 3.4.2. mit Hinweisen).
Bei Teilzeit-Erwerbstätigen wird zunächst der Anteil der Erwerbstätigkeit
und derjenige der Tätigkeit im Aufgabenbereich (so unter anderem im
Haushalt) ermittelt; die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Per-
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son ohne gesundheitliche Beeinträchtigung erwerbstätig wäre, beurteilt
sich mit Rücksicht auf die gesamten Umstände, so die persönlichen, fa-
miliären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse. Im Rahmen der ge-
mischten Methode bestimmt sich die Invalidität dadurch, dass im Er-
werbsbereich ein Einkommens- und im Aufgabenbereich ein Betätigungs-
vergleich vorgenommen wird, wobei sich die Gesamtinvalidität aus der
Addierung der in beiden Bereichen ermittelten und gewichteten Teilinvali-
ditäten ergibt (BGE 130 V 393 ff. E. 3.3 mit Hinweisen; vgl. BGE 134 V 9).
4.6 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und
im Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand
zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und be-
züglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im
Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die
Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person
noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4, BGE 115 V 133
E. 2; AHI-Praxis 2002 S. 62 E. 4b/cc). Eine zumutbare Arbeitsmöglichkeit
hat sich der Versicherte anrechnen zu lassen (leidensangepasste Verwei-
sungstätigkeit; ZAK 1986 S. 204 f.).
4.7 Die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht haben die medizi-
nischen Unterlagen nach dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung –
wie alle anderen Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Be-
weisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies be-
deutet für das Gericht, dass es alle Beweismittel, unabhängig, von wem
sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die
verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen
Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf es bei einander wider-
sprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne
das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben,
warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These ab-
stellt.
4.8 Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so
wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft ent-
sprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG).
Anlass zur Rentenrevision gibt nach der Rechtsprechung jede wesentli-
che Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den
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Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen
(BGE 125 V 368 E. 2). Die Invalidenrente ist deshalb nicht nur bei einer
wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes revidierbar, son-
dern auch dann, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen (oder die
Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) des an
sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert ha-
ben; zudem kann auch eine Wandlung des Aufgabenbereichs einen Revi-
sionsgrund darstellen (BGE 130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b; AHI 1997
S. 288 E. 2b). Die anspruchsbeeinflussende Änderung für die Herabset-
zung oder Aufhebung der Leistung ist von dem Zeitpunkt an zu berück-
sichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich
längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nach-
dem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat
und voraussichtlich weiter andauern wird (Art. 88a Abs. 1 IVV). Die Her-
absetzung der Renten erfolgt am ersten Tag des zweiten der Zustellung
der Verfügung folgenden Monats an (Art. 88 bis
Abs. 2 Bst. a IVV; vgl.
BGE 135 V 306 E. 7).
Dagegen ist die unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen un-
verändert gebliebenen Sachverhalts kein Revisionsgrund; unterschiedli-
che Beurteilungen sind revisionsrechtlich nur dann beachtlich, wenn sie
Ausdruck von Änderungen der tatsächlichen Verhältnisse sind (siehe
BGE 115 V 313 E. 4a/bb mit Hinweisen; SVR 1996 IV Nr. 70 S. 204
E. 3a). Identisch gebliebene Diagnosen schliessen eine revisionsrechtlich
erhebliche Steigerung des tatsächlichen Leistungsvermögens (Arbeitsfä-
higkeit) grundsätzlich nicht aus. Dies gilt namentlich dann, wenn der
Schweregrad eines Leidens sich verringert hat oder es der versicherten
Person gelungen ist, sich besser an das Leiden anzupassen. Ob eine
derartige tatsächliche Änderung vorliegt oder aber eine revisionsrechtlich
unbeachtliche abweichende ärztliche Einschätzung eines im Wesentli-
chen gleich gebliebenen Gesundheitszustandes, bedarf auch mit Blick
auf die mitunter einschneidenden Folgen für die versicherte Person einer
sorgfältigen Prüfung. Dabei gilt der Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit; die blosse Möglichkeit einer Verbesserung tatsächli-
cher Art genügt nicht (Urteil des Bundesgerichts [BGer] 9C_88/2010 vom
4. Mai 2010 E. 2.2.2 mit Hinweis).
Ob eine unter revisionsrechtlichen Gesichtspunkten erhebliche Änderung
eingetreten ist, beurteilt sich durch den Vergleich mit dem Sachverhalt,
auf dem die letzte rechtskräftige Verfügung beruhte, bei der eine materiel-
le Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklä-
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Seite 12
rung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs
vorgenommen wurde (BGE 133 V 108 E. 5.4).
4.9 Im vorliegenden Fall wurde eine derartige materielle Abklärung bei
der ursprünglichen Rentenzusprechung vom 3. Juni 2004 vorgenommen.
Bei der Rentenrevision im Jahr 2006 holte die Vorinstanz lediglich das
ausgefüllte Revisionsformular der Beschwerdeführerin ein. Die mit Mittei-
lung vom 29. Dezember 2006 abgeschlossene Revision bestätigte den
Rentenzuspracheentscheid und beinhaltete keine umfassende Prüfung
des Sachverhalts. Der Sachverhalt am 3. Juni 2004 bildet daher den
massgeblichen Referenzpunkt für die Frage, ob sich der gesundheitliche
Zustand sowie die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in rentenrele-
vantem Ausmass verbessert haben.
5.
Beim Erlass der vorliegend als Vergleichsbasis dienenden Verfügung vom
3. Juni 2004 stützte sich die Vorinstanz für die Beurteilung des Gesund-
heitszustandes und der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin auf das
Gutachten von Dr. med. C._ vom 6. Mai 2003 und deren Ergän-
zung vom 9. Juni 2003 sowie auf den Bericht der Haushaltsabklärung
vom 3. Juli 2003 (vgl. kant. IV act. 123, 125 und 126).
5.1 Dr. med. C._, Facharzt für Rheumatologie, führte in seinem
Gutachten vom 6. Mai 2003 zusammengefasst aus, dass bei der Be-
schwerdeführerin eine relevante strukturelle Pathologie am linken oberen
Sprunggelenk mit einer deutlich eingeschränkten Beweglichkeit, einer
Spitzfussstellung von gut 10°, einer deutlichen Reduktion der Plantarfle-
xion (Restbeweglichkeit von 30°), einer lokalen periartikulären Weichteil-
schwellung und einer lokalen Überwärmung als Ausdruck eines lokalen
Reizzustandes bestehe. Neben diesen Befunden bestünden am linken
oberen Sprunggelenk noch geringfügige Schmerzen in der Kreuzgegend
als Ausdruck eines funktionell-mechanischen lumbospondylogenen Syn-
droms, ohne relevante muskuläre Dysbalance, welche vermutlich auf eine
statische Fehlbelastung im Rahmen des Schmerzsyndroms des Fusses
zurückzuführen sei. Die Belastbarkeit des linken Beines (Sprunggelenks-
region) sei durch die entwickelte sekundäre Arthrose des linken oberen
Sprunggelenkes eingeschränkt.
Er stellte bei der Beschwerdeführerin folgende Diagnosen mit Auswirkun-
gen auf die Arbeitsfähigkeit:
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– Beginnende sekundäre OSG-Arthrose links nach
– Trimalleolar-Luxationsfraktur links am 24. September 1999
– Osteosyntheseversorgung (4-Loch 1/3-Rohr Antigleitplatte mit
Zugschraube durch die Platte, Schraubenosteosynthese des
Malleolus medialis) am 28.09.1999
– Offene Gelenksrevision von medial und lateral her mit Nach-
glätten von osteophytären Reaktionen, Abtragen von Ran-
dosteophyten am 18.10.2001
– Konventionell-radiologisch Verdacht auf beginnende Sekun-
därarthrose des oberen Sprunggelenkes
– Mildes lumbospondylogenes Syndrom funktionell-mechanischer Ge-
nese (kernspintomographisch: Bilaterale Spondylarthrose L5/S1;
Kernspintomographie von 2002)
Zudem stellte Dr. med. C._ noch folgende Diagnosen ohne Aus-
wirkungen auf die Arbeitsfähigkeit:
– Arterielle Hypertonie
– Status nach Appendektomie 1960
– Belastete Familienanamnese mit Diabetes mellitus
Des Weiteren stellte Dr. med. C._ fest, dass bei der Beschwerde-
führerin keine Reduktionen der Belastbarkeit auf der psychisch-geistigen
Ebene respektive geistig-intellektuellen Ebene bestehen würden. Ebenso
bestehe keine Reduktion der Belastbarkeit der oberen Extremitäten, des
Achsenskelettes und auch des rechten Beines. Eine Einschränkung der
Fein- oder Grobmotorik der oberen Extremitäten, des Rumpfes bzw. des
rechten Beines könne nicht objektiviert werden. Die Beschwerdeführerin
sei in der Lage, wiederholt Gewichte von 5 kg anzuheben und zu tragen,
über 1 – 1 1⁄2 Stunden zu sitzen und bis maximal 1 – 1 1⁄2 Stunden zu ge-
hen.
Die bisherige Tätigkeit der Beschwerdeführerin im Reinigungsdienst sei
ihr aufgrund der strukturellen Defizite am Sprunggelenk und den erforder-
lichen beruflichen Belastungen dieses Gelenks nur noch zu maximal
50 % zumutbar. Dabei bestehe zusätzlich eine verminderte Leistungsfä-
higkeit von rund 25 %, namentlich für die dynamischen Belastungen des
Fussgelenkes beispielsweise beim Gehen auf unebener Unterlage, beim
Treppen auf- und abgehen, beim wiederholten Arbeiten in kniender Ar-
beitsposition. Ferner komme es durch eine zunehmende Belastung wäh-
B-4783/2012
Seite 14
rend der Alltagsaktivität zu einem verstärkten Auftreten von Schmerzen
und lokalen Schwellungen dieses Gelenks.
Im Ergänzungsbericht zum Gutachten nahm Dr. med. C._ detail-
liert zu der Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit Stellung. Er
führte aus, dass die Beschwerdeführerin in einer dem Leiden angepass-
ten Tätigkeit zu 50 % arbeitsfähig sei. Wegen den zunehmenden
Schmerzen und Schwellungen des linken Sprunggelenkes unter mecha-
nischer Belastung und der damit verbundenen eingeschränkten Leis-
tungstoleranz, bestehe eine zusätzlich verminderte Leistungsfähigkeit.
Diese habe allerdings nur bei einer Beschäftigung mit hohem Anteil von
Gehen auf ebenem und unebenem Boden sowie Treppensteigen Gültig-
keit. Sie betrage 25 %. Für eine rein sitzende Tätigkeit mit geringer me-
chanischer Beanspruchung der Gelenke der unteren Extremitäten beste-
he keine zusätzliche Einschränkung der Leistungsfähigkeit. Der Be-
schwerdeführerin könne daher eine Arbeitsleistung von 50 % zugemutet
werden. Dabei müsse die Möglichkeit bestehen, hin und wieder die Ar-
beitsposition zu ändern und herumzugehen sowie das linke Bein hin und
wieder hochzulagern. Ferner müsse der Arbeitsplatz das wiederholte
Treppen auf- und abgehen, das Gehen über eine Stunde auf ebener und
unebener Unterlage, das Klettern auf Leitern sowie Arbeiten, bei welchen
die Beschwerdeführerin von einer Stufe herunterspringen müsse, aus-
schliessen. In diesem Sinne seien als zumutbare Arbeitsleistungen admi-
nistrative Tätigkeiten in einem Sekretariat, in einem Auskunftsbüro, in ei-
ner Fabrik als Lagerkontrolleurin, als Mitarbeiterin bei der Qualitätskon-
trolle eines Fabrikationsablaufes, an einer Fertigungseinheit beispielswei-
se in der Uhrenindustrie, an einem Billettschalter beispielsweise im Kino
oder Theater oder in einem Reinigungsdienst, wo die Beschwerdeführerin
nicht wiederholt Treppen auf- und abgehen und keine Arbeiten in knien-
der Arbeitsposition erledigen müsse, zu definieren.
5.2 Im Abklärungsbericht Haushalt vom 3. Juli 2003 wurde festgehalten,
dass die Beschwerdeführerin bei guter Gesundheit nach wie vor zu 80 %
einer ausserhäuslichen Erwerbstätigkeit nachgehen würde und zu 20 %
im Haushalt tätig wäre. Es wurde aufgrund der gesundheitlichen Beein-
trächtigungen der Beschwerdeführerin im gesamten Haushalt eine Ein-
schränkung von 17 % festgestellt.
6.
Für die neuerliche Beurteilung des Gesundheitszustandes und der Ar-
beitsfähigkeit stützte sich die Vorinstanz hauptsächlich auf das zuhanden
B-4783/2012
Seite 15
der Unfallversicherung der Beschwerdeführerin erstellte Gutachten von
Dr. med. A._ vom 25. September 2011 und auf die Stellungnah-
men der RAD-Ärztin Dr. med. B._ (vgl. IV act. 19, 24, 45).
6.1 Dr. med. A._, Facharzt für Rheumatologie, diagnostizierte in
seinem Gutachten vom 25. September 2011 bei der Beschwerdeführerin
folgende Diagnosen:
– Chronische Schmerzen im linken Bein
– bei leicht verminderter Sprunggelenksbeweglichkeit links
(leicht eingeschränkte Extension und Eversion)
– bei wenig ausgeprägter Arthrose im linken Sprunggelenk
(Röntgenbilder vom 15.09.2011)
– bei Status nach Velounfall mit Trimalleolar-Luxationsfraktur
links am 24.09.1999, Osteosynthese des Malleolus lateralis
mit Vierloch-Platte sowie Schraubenosteosynthese des Malle-
olus medialis mit zwei Spongiosa-Schrauben am 28.09.1999,
Metallentfernung am 15.08.2000, sowie offene Gelenkrevision
des linken Sprunggelenks mit Abtragung von Randosteophy-
ten am 19.10.2001
– Arterielle Hypertonie (seit mindestens 1999)
– leichte Coxarthrosen beidseits
Er hielt fest, dass gemäss der Beschwerdeführerin ihre Schmerzen im
Verlauf ständig leicht zugenommen hätten. Präzise Angaben, Ereignisse
oder eigentliche Aktenstücke dafür hätten jedoch nicht festgehalten wer-
den können. Gemäss der Beschwerdeführerin sei die Symptomatik un-
spezifisch und betreffe das ganze linke Bein. Sie beklage eine verminder-
te Kraft, welche jedoch bei der Prüfung nicht nachweisbar gewesen sei.
Für die von ihr getätigte Angabe von vier Stürzen als auch für den im
ganzen Bein stechenden und das ganze Bein lähmenden Schmerz habe
sich keine Erklärung durch die klinische Untersuchung ergeben. Die kli-
nisch rheumatologische Untersuchung sei abgesehen von einem leicht
verminderten Bewegungsausmass des linken Sprunggelenks bezüglich
Extension und Eversion weitgehend bland, ebenfalls auch die peripher-
neurologische Untersuchung und die Koordinationsprüfungen. Einschrän-
kungen bestünden bezüglich Belastbarkeit im linken Sprunggelenk. Die
neurologischen Befunde seien symmetrisch und unauffällig. Die radiologi-
sche Standortbestimmung ergebe eine wenig ausgeprägte Arthrose im
linken Sprunggelenk sowie symmetrische leichte Coxarthrosen. Die Be-
schwerdeführerin klage nicht über lumbale Schmerzen und auch die Un-
B-4783/2012
Seite 16
tersuchung habe keine Hinweise auf eine Nervenwurzelreizung oder ein
lumbales Problem ergeben.
Dr. med. A._ hielt des Weiteren fest, dass die Beschwerdeführerin
seit 2007 überhaupt keine ärztlichen Kontrollen und Behandlungen ge-
habt habe. Auch gehe sie nicht in die Physiotherapie. Die Beschwerde-
führerin gebe bezüglich Schmerzscore auf der Schmerzskala (VAS) im
Durchschnitt eine 7 an, mit häufigen Schmerzspitzen bis 10. Sie nehme
keine Schmerzmedikamente ein, höchstens gelegentlich selbst gekaufte.
Gemäss Dr. med. A._ habe sich der Gesundheitszustand der Be-
schwerdeführerin verbessert, da sich heute eine gegenüber im Gutachten
von Dr. med. C._ festgestellten Spitzfussstellung (Extension im
linken oberen Sprunggelenk -10°) eine verbesserte Sprunggelenksbe-
weglichkeit links ergebe. Die Extension betrage heute 0° Grad und somit
seien Nullstellung und das freie Stehen erreicht, was sich auch beim Test
des Fersenstandes klar ausdrücke. Die heute zusätzlich bestehende be-
ginnende Coxarthrose beidseits sei symmetrisch und altersentsprechend.
Die Beschwerdeführerin erachte sich in verschiedenen Tätigkeiten als
behindert, ohne diese präzise beschreiben zu können. Gemäss ihren
Aussagen sei für die Reinigung des Hauses und insbesondere für die
Gartenarbeit im Wesentlichen ihr Gatte zuständig, so dass sie nicht auf
fremde Hilfe angewiesen sei. Mühe habe sie bei Tätigkeit über Kopfhöhe
wie beispielsweise das Reinigen von hochgelegenen Gestellen. Das Ge-
hen auf unebenen Boden sei schwierig. Auf die präzise Frage nach der
freien Gehstrecke hätten sich ausweichende Antworten ergeben.
Schliesslich habe er die Angabe erhalten, dass die Beschwerdeführerin
etwa fünfundvierzig bis sechzig Minuten auf ebener Fläche gehen könne.
Stehen könne sie nicht länger als drei bis vier Stunden, wobei zwei Stun-
den meistens schon zu viel seien. Gehen auf unebenem Boden oder
Treppen hinunter steigen seien nur wenige Minuten möglich. Selten neh-
me sie auch die Stöcke.
Für die damalige Arbeitstätigkeit als Hausdienstangestellte in stets ste-
hender Position sei durch die sekundäre Arthrose im linken Sprunggelenk
eine schmerzbedingte Einschränkung von geschätzt 50 % gegeben. Für
eine angepasste vorwiegend sitzende oder nicht stehende Tätigkeit ohne
starke Belastung des linken Beines bestehe aus rheumatologischer Sicht
eine volle Einsatzfähigkeit.
B-4783/2012
Seite 17
6.2 Die RAD-Ärztin Dr. med. B._, Fachärztin für Allgemeine Medi-
zin, hielt nach Prüfung des Gutachtens von Dr. med. A._ in ihrer
Stellungnahme vom 2. Januar 2012 zusammengefasst fest, dass daraus
deutlich eine objektivierbare Verbesserung der linksseitigen Fussproble-
matik, welche sowohl anamnestisch als auch klinisch als einzige gesund-
heitliche relevante Problematik der Beschwerdeführerin imponiere, her-
vorgehe. Der Bewegungsumfang des linken Fusses sei im Vergleich zum
Vorgutachten von 2003 vergrössert, so dass auch der einbeinige Fersen-
stand möglich sei. Schmerzen seien anamnestisch von der Beschwerde-
führerin zwar als stark vorhanden, sich allmählich im Verlaufe der Jahre
verschlimmernd, teilweise sogar den Maximalwert von 10 ("unerträglich")
auf der subjektiven Skala erreichend, angegeben worden. In der Untersu-
chung hätten sich jedoch keinerlei Schmerzen provozieren lassen. Die
überaus hohe Bewertung der Schmerzintensität in der Schmerzskala las-
se sich nicht mit dem seit mehreren Jahren genannten Fehlen jeglicher
medikamentöser oder anderweitiger Behandlung in Einklang bringen.
Ein leichtgradiges Rückenschmerzsyndrom sei ohne funktionell relevante
Befunde. Es habe sich seit der letzten Begutachtung zumindest nicht ver-
schlimmert, sondern eher verbessert. Es habe sich weder eine ausge-
prägte Wirbelsäulenfehlform noch eine verminderte Beweglichkeit in ei-
nem oder mehreren Wirbelsäulenabschnitt(en) objektiven lassen.
Dr. med. B._ erachtete sogar – im Gegensatz zu Dr. med.
A._ – eine Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als
durchaus möglich, da die Beschwerdeführerin bis zu vier Stunden am
Stück stehen und eine Stunde am Stück in der Ebene gehen könne. Eine
volle Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit beurteilte sie als seit
jeher, spätestens jedoch ab dem Datum der Begutachtung durch Dr. med.
A._, gegeben.
7.
7.1 Nach der ständigen Praxis des Bundesgerichts soll von ärztlichen
Gutachten, die den Qualitätsanforderungen entsprechen, nicht ohne
zwingende Gründe abgewichen werden, ist es doch Aufgabe der medizi-
nischen Experten, ihre Fachkenntnisse der Gerichtsbarkeit zur Verfügung
zu stellen, um einen bestimmten Sachverhalt medizinisch zu erfassen
(BGE 125 V 351 E. 3 b/aa).
B-4783/2012
Seite 18
7.2 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend,
ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Un-
tersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in
Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-
gung der Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Si-
tuation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertinnen und
Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist
grundsätzlich somit weder die Herkunft des Beweismittels noch die Be-
zeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme
als Bericht oder als Gutachten, sondern dessen Inhalt (BGE 125 V 351
E. 3a; AHI 2001 S. 113 f. E. 3a; RKUV 2003 U 487 S. 345 E. 5.1).
7.3 Auch die Stellungnahmen des regionalärztlichen Dienstes der Vorin-
stanz müssen den allgemeinen beweisrechtlichen Anforderungen an ei-
nen ärztlichen Bericht genügen. Die RAD-Ärzte müssen sodann über die
im Einzelfall gefragten persönlichen und fachlichen Qualifikationen verfü-
gen, spielt doch die fachliche Qualifikation des Experten für die richterli-
che Würdigung einer Expertise eine erhebliche Rolle. Bezüglich der me-
dizinischen Stichhaltigkeit eines Gutachtens müssen sich Verwaltung und
Gerichte auf die Fachkenntnisse des Experten verlassen können. Nimmt
der RAD selber keine Untersuchung vor, hat er zunächst zu überprüfen,
ob die medizinischen Akten ein vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf
und gegenwärtigen Status ergeben (vgl. zu den Anforderungen an einen
Aktenbericht Urteil BGer 8C_653/2009 vom 28. Oktober 2009 E. 5.2, Ur-
teil BGer I 1094/06 vom 14. November 2007 E. 3.1.1) bzw. ob ein von ihm
angefordertes Gutachten den Anforderungen der Rechtsprechung ent-
spricht und die im konkreten Fall erforderlichen Untersuchungen vorge-
nommen und dokumentiert wurden.
7.4 Dass sowohl die RAD-Ärztin Dr. med. B._ als auch die Vorin-
stanz im vorliegenden Fall das Gutachten von Dr. med. A._ vom
25. September 2011 als schlüssig erachteten, ist nicht zu beanstanden.
Das Gutachten ist umfassend und wurde sorgfältig erstellt. Es stellt auf
eine ausführliche eigene Untersuchung wie auch auf die vorhandenen
medizinischen Akten ab und berücksichtigt die geklagten Beschwerden.
Die Darlegung der Zusammenhänge sowie die gesamtmedizinische Beur-
teilung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin sind im Ergebnis ein-
leuchtend und nachvollziehbar. Aus dem Gutachten von Dr. med.
A._ geht hervor, dass die Beschwerdeführerin aktuell keine soma-
tischen Leiden mit Auswirkung auf ihre Arbeitsfähigkeit mehr aufweist. Die
Arthrose im linken Sprunggelenk ist gemäss neuen Röntgenbildern nur
B-4783/2012
Seite 19
wenig ausgeprägt. Zudem ermöglicht die verbesserte Sprunggelenksbe-
weglichkeit im linken Fuss nun eine Nullstellung und das freie Stehen. Im
Vergleich zum revisionsrechtlichen Ausgangszeitpunkt liegt damit eine
Verbesserung des Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin vor. Der
Umstand, dass die Beschwerdeführerin seit 2007 weder in medizinischer
noch physiotherapeutischer Behandlung ist und auch keine Schmerzmit-
tel einnehmen muss, spricht ebenfalls dafür, dass sich ihr Gesundheits-
zustand wesentlich verbessert hat.
Die Stellungnahmen von Dr. med. B._ vermögen ebenfalls zu
überzeugen. Sie verfügt zwar nicht über einen Facharzttitel in der Diszip-
lin Rheumatologie. Dennoch ist sie als Fachärztin für Allgemeine Medizin
grundsätzlich in der Lage, schlüssig und zuverlässig zu beurteilen, ob –
nach Einsicht in das rheumatologische Gutachten von Dr. med.
A._ – sich die medizinische Situation in einer für den Anspruch er-
heblichen Weise verändert haben könnte.
Dem Gutachten von Dr. med. A._ und den RAD-Stellungnahmen
von Dr. med. B._ ist daher volle Beweiskraft zuzuerkennen, zumal
keine konkreten Indizien gegen die Zuverlässigkeit dieser medizinischen
Berichte sprechen (vgl. BGE 125 V 353 E. 3b/bb).
8.
Wie nachfolgend aufzuzeigen ist, vermögen die Berichte von Dr.
O._ und Dr. S._, welche vom portugiesischen Versiche-
rungsträger eingereicht wurden, keine erhebliche Zweifel an der Beweis-
wertigkeit des Gutachtens von Dr. med. A._ zu begründen.
8.1 Dr. O._ hielt im Arztbericht gemäss Formular E 213 fest, dass
bei der Beschwerdeführerin im unteren linken Muskel eine Verkürzung
von 1 cm vorliege. Die Beugung und Streckung des linken Knöchelge-
lenks betrage 10°. Die Beschwerdeführerin könne ihre Tätigkeit in einem
Pflegeheim nicht mehr ausüben. Eine Verbesserung des derzeitigen Ge-
sundheitszustandes könne nicht erzielt werden. Sie könne regelmässig
noch leichte Arbeit verrichten. Es seien dabei diverse Einschränkungen
zu berücksichtigen wie Wechselschicht, wechselnde Körperhaltung, kein
besonderer Zeitdruck, kein häufiges Bücken, kein Heben und Tragen von
Lasten, kein Klettern oder Steigen und keine Absturzgefahr (vgl. IV act.
39).
B-4783/2012
Seite 20
8.2 Dr. S._ führte in seinem Bericht vom 14. März 2012 aus, dass
die Beschwerdeführerin über Gelenkschmerzen und eine Verschlimme-
rung des Ödems nach dem Gehen oder Stehen, bereits über einen mittel-
langen Zeitraum, klage. Die Folgebeschwerden des Unfalls hätten zu ei-
ner erheblichen Verringerung der Beweglichkeit des linken Knöchelge-
lenks, einem permanenten Restödem und einer Claudicatio beim Gehen
geführt. Darüber hinaus sei eine Muskelatrophie des linken Beines fest-
gestellt worden. Es seien keine erheblichen Verformungen des Rückfus-
ses zu beobachten. Die Röntgenaufnahmen würden das Vorhandensein
einer schweren posttraumatischen Arthrose des linken Tibia-Talus-
Gelenkes und einer moderaten regionalen Osteoporose zeigen. Die
schwerwiegenden Folgebeschwerden würden für ihre Tätigkeit als Alten-
pflegegehilfin zu einer Arbeitsunfähigkeit führen (vgl. IV act. 40).
8.3 Die RAD-Ärztin Dr. med. B._ stellte in ihrem Bericht vom
4. Juni 2012 nachvollziehbar und zutreffend fest, dass die Berichte von
Dr. O._ und Dr. S._ unvollständig und in der Anamnese-
und Befunderhebung ungenau seien. So spreche Dr. S._ von ei-
ner posttraumatischen Arthrose des linken Fussgelenkes ohne weitere
Konkretisierung, während Dr. med. A._ nur eine wenig ausgepräg-
te Arthrose im linken Sprunggelenk beschreibe und dies in der radiologi-
schen Befundung konkret nachweise. Des Weiteren habe Dr. S._
eine mässiggradige regionale Osteoporose im linken Fuss aufgrund eines
Röntgenbildes gestellt. Eine solche Diagnose lasse sich jedoch erfah-
rungsgemäss durch ein Röntgenbild nicht stellen. Die von Dr. S._
und Dr. O._ genannten deutlichen Bewegungseinschränkungen
würden nicht objektiviert und durch die klaren orthopädischen Beweglich-
keitsangaben von Dr. med. A._ widerlegt werden. Dr. S._
erwähne eine muskuläre Atrophie des linken Beines ohne nähere Anga-
ben. Dr. med. A._ habe links gegenüber rechts im Oberschenkel-
umfang einen Unterschied von 1 cm und im Unterschenkelumfang einen
solchen von 2 cm gefunden, welcher durch eine muskuläre Atrophie mit-
bedingt sein könne. Diese Einschränkung sei von Dr. med. A._ be-
rücksichtigt worden und werde durch die Angabe, dass die grobe Kraft in
den vier Extremitäten im Allgemeinen gut, das Stuhlsteigen mit dem rech-
ten Bein voran knapp möglich, sogar das Einnehmen einer hockenden
Position knapp möglich und im Liegen die Bewegungen problemlos mög-
lich seien, objektiv abgeschwächt.
9.
Auch die Vorbringen der Beschwerdeführerin gegen das Gutachten von
B-4783/2012
Seite 21
Dr. med. A._ sowie die Stellungnahmen von Dr. med. B._,
vermögen diese medizinischen Berichte nicht zu erschüttern.
9.1 Die Beschwerdeführerin wendet ein, dass keine erhebliche Änderung
ihres Gesundheitszustandes vorliege, sondern bloss eine unterschiedli-
che Beurteilung des Gesundheitsschadens. Dazu gilt festzuhalten, dass
die Diagnosen zwar in etwa die Gleichen sind wie im Zeitpunkt der Erst-
begutachtung durch Dr. med. C._. Allerdings haben sich – wie
Dr. med. A._ überzeugend festgestellt hat – die Befunde gegen-
über der Erstbegutachtung verändert. Durch die verbesserte Sprungge-
lenksbeweglichkeit hat sich der Schweregrad des Leidens der Beschwer-
deführerin erheblich verringert.
9.2 Des Weiteren rügt die Beschwerdeführerin, dass Dr. med. A._
die Beurteilung aus streng rheumatologischer Sicht vorgenommen habe.
Es sei eine interdisziplinäre medizinische Begutachtung, namentlich unter
Beizug eines Orthopädie-Facharztes notwendig.
Der Gutachter Dr. med. A._ war als Facharzt für Rheumatologie
fachlich qualifiziert, die im Zentrum stehenden somatischen Leiden der
Beschwerdeführerin zu beurteilen. Zudem war der Erstbegutachter Dr.
med. C._ ebenfalls ein Rheumatologe und kein Orthopäde. Die-
ses Vorbringen der Beschwerdeführerin zielt daher ins Leere und ist auch
unter Berücksichtigung der Tatsache, dass das Gutachten von Dr. med.
A._ die an den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens gestellten
Kriterien erfüllt, unbegründet.
9.3 Die Beschwerdeführerin wendet weiter ein, dass aktenkundig falsch
sei, dass Dr. med. C._ in seinem Gutachten die bisherige Tätigkeit
noch maximal zu 50 % mit einer verminderten Leistungsfähigkeit von 25
% als zumutbar erachtet habe. Diese Einwendung der Beschwerdeführe-
rin ist nicht korrekt. Dr. med. C._ hat im Rahmen seiner Begutach-
tung für die angestammte Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 50 % mit ei-
ner verminderten Leistungsfähigkeit von 25 % als zumutbar erachtet. In
einer angepassten Tätigkeit ging er von einer 50 %igen Arbeitsfähigkeit
aus.
9.4 Die Beschwerdeführerin macht des Weiteren geltend, dass die Ein-
schränkung bei der Haushaltsführung durch die RAD-Ärztin im Bericht
vom Januar 2012 willkürlich beurteilt worden sei und im Widerspruch zum
Abklärungsbericht Haushalt vom 18. September 2003 stehe. Eine Ver-
B-4783/2012
Seite 22
besserung ihrer Leistungsfähigkeit im Haushalt sei nicht eingetreten,
auch wenn der Ehemann im Haushalt gewisse Arbeiten übernehmen
müsse, die er vor dem Unfall seiner Ehefrau nicht ausgeführt habe. Die
Beschwerdeführerin könne überdies auch keine Gewichte bis 25 Kilo-
gramm heben.
Hierzu ist anzumerken, dass sich die RAD-Ärztin Dr. med. B._ in
ihrer Stellungnahme vom 4. Juni 2012 zur unterschiedlichen Beurteilung
der Leistungsfähigkeit in der letzten Tätigkeit als Hauswirtschaftsange-
stellte in einem Altersheim und in der häuslichen Haushaltstätigkeit ge-
äussert hat. Sie hat nachvollziehbar festgestellt, dass sich ein solcher Un-
terschied in der Beurteilung ergebe, da die letzte Tätigkeit mehr stehende
und gehende Arbeiten beinhaltet als der eigene Haushalt. Zudem liessen
sich die Arbeiten im Haushalt zeitlich besser verteilen und durch Pausen
sowie vermehrtes Sitzen erleichtern. Ausserdem sei im Haushalt die
Schadenminderungspflicht zu berücksichtigen.
Den Ausführungen von Dr. med. B._ kann gefolgt werden, wes-
halb vorliegend auch keine explizite, anteilsmässige Gewichtung der ein-
zelnen Haushaltstätigkeiten notwendig war. Nach der Rechtsprechung
haben die im Haushalt Tätigen aufgrund der ihnen obliegenden Scha-
denminderungspflicht Verhaltensweisen zu entwickeln, welche die Aus-
wirkungen der Behinderung im hauswirtschaftlichen Bereich reduzieren
und ihnen eine möglichst vollständige und unabhängige Erledigung der
Haushaltarbeiten ermöglichen. Kann die versicherte Person wegen ihrer
Behinderung gewisse Haushaltarbeiten nur noch mühsam und mit viel
höherem Zeitaufwand erledigen, so muss sie in erster Linie ihre Arbeit
einteilen und in üblichem Umfang die Mithilfe von Familienangehörigen in
Anspruch nehmen. Ein invaliditätsbedingter Ausfall darf bei im Haushalt
tätigen Personen nur insoweit angenommen werden, als die Aufgaben,
welche nicht mehr erfüllt werden können, durch Drittpersonen gegen Ent-
löhnung oder durch Angehörige verrichtet werden, denen dadurch nach-
gewiesenermassen eine Erwerbseinbusse oder doch eine unverhältnis-
mässige Belastung entsteht. Die im Rahmen der Invaliditätsbemessung
bei einer Hausfrau zu berücksichtigende Mithilfe von Familienangehöri-
gen geht daher weiter als die ohne Gesundheitsschädigung üblicherweise
zu erwartende Unterstützung. Geht es um die Mitarbeit von Familienan-
gehörigen, ist danach zu fragen, wie sich eine vernünftige Familienge-
meinschaft einrichten würde, wenn keine Versicherungsleistungen zu er-
warten wären (BGE 133 V 504 E. 4.2). Dass die Beschwerdeführerin für
Arbeiten im Haushalt, welche sie nicht mehr verrichten kann, Hilfe von ih-
B-4783/2012
Seite 23
rem Ehemann in Anspruch nehmen muss, steht demnach in Überein-
stimmung mit der Rechtsprechung zur Schadenminderungspflicht von im
Haushalt tätigen Versicherten und ist nicht zu kritisieren.
9.5 Des Weiteren kritisiert die Beschwerdeführerin die Aussage der RAD-
Ärztin, dass die medizinische Beurteilung aus dem Jahr 2003 falsch ge-
wesen sei.
Die RAD-Ärztin Dr. med. B._ war in ihrer Stellungnahme vom 2.
Januar 2012 tatsächlich der Meinung, dass sowohl für angepasste Tätig-
keiten als auch für die Tätigkeiten im Haushalt seit jeher eine 100 %ige
Arbeitsfähigkeit bestanden habe. In ihrer Stellungnahme vom 4. Juni
2012 setzte sie dennoch das Datum der Verbesserung der Arbeitsfähig-
keit auf den 25. September 2011 (Datum des Gutachtens von Dr. med.
A._) fest.
9.6 Zu den spärlichen medizinischen Akten bringt die Beschwerdeführerin
vor, dass sie nicht gewusst habe, dass sie ihre gesundheitliche Situation
hätte abchecken müssen.
Die Beschwerdeführerin ist seit 2007 weder in ärztlicher noch physiothe-
rapeutischer Behandlung. Medikamente nimmt sie keine ein, höchstens
gelegentlich selbst gekaufte. Diese Tatsachen erstaunen angesichts der
geklagten Schmerzen und der überaus hohen Bewertung der Schmerzin-
tensität in der Schmerzskala. Auch unter diesem Blickwinkel ist daher mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass sich der Ge-
sundheitszustand der Beschwerdeführerin seit der Rentenzusprechung
erheblich verbessert hat.
10.
Nach dem Dargelegten ist zusammenfassend festzuhalten, dass sowohl
das Gutachten von Dr. med. A._ vom 25. September 2011 als
auch die Stellungnahmen der RAD-Ärztin Dr. med. B._ voll be-
weiskräftig sind. Ihre Beurteilungen hinsichtlich der Auswirkungen der bei
der Beschwerdeführerin vorhandenen Leiden auf die Arbeits- und Leis-
tungsfähigkeit haben als rechtsgenügliche Entscheidbasis zu dienen. Die
Vorinstanz ist demnach zurecht davon ausgegangen, dass die Be-
schwerdeführerin in einer leidensadaptierten Verweisungstätigkeit ab dem
25. September 2011 zu 100 % arbeitsfähig ist und auch im Bereich Haus-
halt keine Einschränkungen mehr bestehen.
B-4783/2012
Seite 24
11.
Da die Beschwerdeführerin als Teilzeit erwerbstätig (Erwerbstätigkeit
80 %, Haushalt 20 %) zu qualifizieren ist, hat die Vorinstanz den Invalidi-
tätsgrad nach der gemischten Methode berechnet, was einen Invaliditäts-
grad von 29 % ergeben hat.
Im Rahmen der gemischten Methode bestimmt sich die Invalidität da-
durch, dass im Erwerbsbereich ein Einkommens- und im Aufgabenbe-
reich ein Betätigungsvergleich vorgenommen wird, wobei sich die Ge-
samtinvalidität aus der Addierung der in beiden Bereichen ermittelten und
gewichteten Teilinvaliditäten ergibt (BGE 130 V 393 ff. E. 3.3 mit Hinwei-
sen; vgl. BGE 134 V 9).
Die vorinstanzliche Invaliditätsberechnung (vgl. IV act. 28) wird von der
Beschwerdeführerin nicht beanstandet. Sie ist korrekt durchgeführt und
ergibt einen Gesamtinvaliditätsgrad von 29 % (Teilinvaliditätsgrad im
Haushaltsbereich 0 % + Teilinvaliditätsgrad im Erwerbsbereich 36 %),
was keinen Anspruch mehr auf eine Invalidenrente begründet.
12.
12.1 Im Gebiet der Invalidenversicherung gilt ganz allgemein der Grund-
satz, dass die versicherte Person, bevor sie Leistungen verlangt, alles ihr
Zumutbare selber vorzukehren hat, um die Folgen ihrer Invalidität best-
möglich zu mildern. Es ist primär Sache des Einzelnen, sich um eine an-
gemessene Eingliederung zu bemühen. Kann eine versicherte Person ih-
re erwerbliche Beeinträchtigung in zumutbarer Weise selber beheben, so
besteht gar keine Invalidität, womit es an der unabdingbaren Anspruchs-
voraussetzung für jegliche Leistungen der Invalidenversicherung – auch
für Eingliederungsmassnahmen – fehlt. Die Selbsteingliederung als Aus-
druck der allgemeinen Schadenminderungspflicht geht nicht nur dem
Renten-, sondern auch dem gesetzlichen Eingliederungsanspruch vor
(BGE 113 V 22 E. 4a). Daher geht die ständige Rechtsprechung vom Re-
gelfall aus, der darin besteht, dass eine medizinisch attestierte Verbesse-
rung der Arbeitsfähigkeit grundsätzlich auf dem Weg der Selbsteingliede-
rung verwertbar ist; praktisch bedeutet dies, dass aus einer medizinisch
attestierten Verbesserung der Arbeitsfähigkeit unmittelbar auf eine Ver-
besserung der Erwerbsfähigkeit geschlossen und damit ein entsprechen-
der Einkommensvergleich vorgenommen werden kann, und zwar auch
bei langjährigem Rentenbezug.
B-4783/2012
Seite 25
Dennoch hat die Rechtsprechung in ganz besonderen Ausnahmefällen
nach langjährigem Rentenbezug trotz medizinisch (wieder) ausgewiese-
ner Leistungsfähigkeit vorderhand weiterhin eine Rente zugesprochen,
bis mit Hilfe medizinisch-rehabilitativer und/oder beruflich-erwerblicher
Massnahmen das theoretische Leistungspotential ausgeschöpft werden
kann. Im Sinne eines rechtslogisch gebotenen Schrittes muss sich die
Verwaltung nach dem Gesagten vor der Herabsetzung oder Aufhebung
einer Invalidenrente vergewissern, ob sich ein medizinisch-theoretisch
wiedergewonnenes Leistungsvermögen ohne Weiteres in einem entspre-
chend tieferen Invaliditätsgrad niederschlägt oder ob dafür – ausnahms-
weise – im Einzelfall eine erwerbsbezogene Abklärung und/oder die
Durchführung von Eingliederungsmassnahmen im Rechtssinne voraus-
gesetzt ist (vgl. Urteil BGer 9C_163/2009 vom 10. September 2010
E. 4.2.2 mit weiteren Hinweisen). Diese Rechtsprechung ist jedoch da-
hingehend zu präzisieren, dass sie grundsätzlich auf Sachverhalte zu be-
schränken ist, in denen die revisions- oder wiedererwägungsweise Her-
absetzung oder Aufhebung der Invalidenrente eine versicherte Person
betrifft, die das 55. Altersjahr zurückgelegt oder die Rente seit mehr als
15 Jahren bezogen hat (Urteil BGer 9C_228/2010 vom 26. April 2011
E. 3.3, vgl. aber auch Urteil BGer 9C-367/2011 vom 10. August 2011
E. 3.2 f.). Die Übernahme der beiden Abgrenzungskriterien bedeutet
nicht, dass die darunter fallenden Rentnerinnen und Rentner in dem revi-
sionsrechtlichen (Art. 17 Abs. 1 ATSG) Kontext einen Besitzstandsan-
spruch geltend machen könnten; es wird ihnen lediglich zugestanden,
dass – von Ausnahmen abgesehen – aufgrund des fortgeschrittenen Al-
ters oder einer langen Rentendauer die Selbsteingliederung nicht mehr
zumutbar ist (Urteile BGer 9C_367/2011 vom 10. August 2011 E. 3.3,
8C_161/2012 vom 5. Juni 2012 E. 5.2). Wenn sich in diesen Fällen kei-
nerlei Anknüpfungspunkte für eine zumutbare Selbsteingliederung bieten,
ist ein Aufhebungsentscheid, welchem keine Prüfung der Eingliederungs-
frage vorangegangen ist, bundesrechtswidrig (vgl. Urteil BGer
9C_768/2009 vom 10. September 2010 E. 4.2).
12.2 Die Beschwerdeführerin war im Zeitpunkt der rentenaufhebenden
Verfügung vom 17. Juli 2012 über 59 Jahre alt und bezog während über
8 Jahren eine halbe Invalidenrente. Die Selbsteingliederung kann im vor-
liegenden Revisionsverfahren nicht ohne Weiteres vorausgesetzt werden,
sondern es sind diesbezügliche Abklärungen unter Berücksichtigung aller
konkreten Umstände erforderlich. Die Vorinstanz hat vor Erlass der ange-
fochtenen Verfügung indessen keine Prüfung vorgenommen, ob der Be-
schwerdeführerin eine Selbsteingliederung in einem leidensadaptierten
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Tätigkeitsgebiet möglich und zumutbar wäre. Dr. med. A._ hat aus
theoretischer Sicht eine volle Einsatzfähigkeit in einer angepassten Tätig-
keit postuliert. Gleichzeitig hat er festgehalten, dass eine solche Tätigkeit
faktisch wenig realistisch sei (vgl. IV act. 19 S. 23). Trotz diesem Hinweis
auf die Schwierigkeit einer allfälligen Eingliederung, hat die Vorinstanz es
unterlassen, diesbezügliche Abklärungen zu treffen. Nachdem sich in den
Akten in diesem Zusammenhang keinerlei Hinweise befinden, ist es nicht
möglich, die Auswirkung der Verbesserung der medizinisch-theoretischen
Arbeitsfähigkeit auf die Erwerbsfähigkeit zu beurteilen. Es ist demnach
nicht abschliessend beurteilbar, ob es der Beschwerdeführerin im Zeit-
punkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung möglich und zumutbar
war, ihre Arbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt im Hin-
blick auf die Selbsteingliederung zu verwerten. Mit anderen Worten
schlägt sich das medizinisch-theoretisch wiedergewonnene Leistungs-
vermögen nicht ohne Weiteres in einem entsprechend tieferen Invalidi-
tätsgrad nieder. Die vorliegend ohne Prüfung der Eingliederungsfähigkeit
der Beschwerdeführerin angeordnete Rentenaufhebung erweist sich
demnach als unzulässig.
13.
Die Beschwerde ist daher gutzuheissen und die angefochtene Verfügung
vom 17. Juli 2012 aufzuheben. Die Sache ist mit der Anweisung an die
Vorinstanz zurückzuweisen, die Verwertbarkeit der wiedergewonnen Ar-
beitsfähigkeit zu prüfen und anschliessend eine neue Revisionsverfügung
zu erlassen.
14.
14.1 Gemäss Art. 63 Abs. 1 VwVG sind die Verfahrenskosten der unter-
liegenden Partei aufzuerlegen. Die Rückweisung der Sache an die Ver-
waltung zu weiterer Abklärung und neuer Verfügung gilt im Sozialversi-
cherungsrecht praxisgemäss als volles Obsiegen der Beschwerde füh-
renden Partei (BGE 137 V 210 E. 7.1 und 132 V 215 E. 6). Der geleistete
Kostenvorschuss von Fr. 400.– ist der Beschwerdeführerin nach Eintritt
der Rechtskraft des vorliegenden Urteils auf ein von ihr bekannt zu ge-
bendes Konto zurückzuerstatten.
Der unterliegenden Vorinstanz sind als Bundesbehörde keine Verfah-
renskosten aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 2 VwVG).
B-4783/2012
Seite 27
14.2 Die Beschwerdeinstanz kann der ganz oder teilweise obsiegenden
Partei von Amtes wegen oder auf Begehren eine Entschädigung für ihr
erwachsene notwendige und verhältnismässig hohe Kosten zusprechen
(Art. 64 Abs. 1 VwVG in Verbindung mit Art. 7 Abs. 1 des Reglements
vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem
Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Die Parteientschädi-
gung umfasst die Kosten der Vertretung sowie allfällige weitere notwendi-
ge Auslagen der Partei (Art. 8 VGKE). Die Beschwerdeführerin war im
vorliegenden Verfahren berufsmässig vertreten, weshalb ihr zu Lasten
der unterliegenden Vorinstanz eine Parteientschädigung zuzusprechen
ist. Unter Berücksichtigung des gebotenen und aktenkundigen Aufwands
ist die Parteientschädigung auf Fr. 1'220.– (inkl. Barauslagen) festzule-
gen.
Der unterliegenden Vorinstanz ist keine Parteientschädigung zuzuspre-
chen (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario).
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