Decision ID: e3d71fb4-6cbf-4282-accf-527842b7e952
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1959, absolvierte in Italien eine Lehre als Chemie
laborant (
Urk. 6/
7/1,
Urk. 6/
16/2
, Urk. 6/91/1
). Im Jahre 1980 reiste er in die Schweiz ein, wo er nach Tätigkeiten in einer Buchbinderei,
für
Reinigungs
unter
nehmen und
für
einen Getränketransport ab 1990 für die
Y._ AG
als Betriebsmitarbeiter sowie
Brief- und Paketzusteller
arbeitete
(
Urk. 6/
7/1,
Urk. 6/
15
,
Urk.
6/
91
/1
, Urk.
6/
125/31, 47).
Das Arbeits
ver
hältnis mit der
Y._
wurde per 29. Februar
2012 beendet (
Urk. 6/
15/1,
Urk. 6/
79/
8
9).
X._
meldete sich am 5. September 2011 bei der Sozialversiche
rungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (
Urk. 6/
7-8). Mit Verfügung vom 1
6.
Oktober 2012
wies
die IV-Stelle
das Leistungsbegehren mangels
invalidenversicherungs
relevanten Gesundheitsschadens ab (Urk.
6/56).
1.2
Der Versicherte beantragte a
m 4. Februar 2013 unter Hinweis darauf, dass er
seit einem Fahrradsturz am 24. Februar 2012 über chronische Nackenschmer
ze
n, Schulterschmerzen, Gefühlsstörungen sowie Kraftverlust in den Händen leide, er
neut Leistung
en der Eidgenössischen Invalidenversicherung
(Urk. 6/59, Akten
verzeichnis zu Urk. 6/1-1
9
4). Die IV-Stelle tätigte Abklärungen in beruflich-erwerblicher und medizinischer Hinsicht.
Sie
holte
insbesondere
das Gutachten der
Z._
vom 20. April 2015 (Urk. 6/125
)
ein
.
Nach durchgeführten Abklärungen wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren des Versicherten m
it Verfügung
vom 1. Dezember 2015
erneut
ab (
Urk. 6/15
3
).
Dagegen erhob der Versicherte am 1
3.
Januar 2016 Beschwerde (Urk.
6/163/3-15), welche das Sozialversicherungs
gericht des Kantons Zürich mit rechtskräftigem Urteil
IV.2016.00048 vom 1
9.
Dezember 2016 abwies
(
Urk.
6/170).
1.3
Am 3. Januar 2017 meldete sich
X._
bei der IV-Stelle
wieder
zum
Leistungsbezug an (
vgl.
Urk.
6/176)
.
Mit Schreiben vom 24. Februar 2017 forderte ihn die IV-Stelle auf, aktuelle Beweismittel
zur geltend gemachten Ver
schlech
te
rung seines Gesundheitszustandes
einzureichen (Urk. 6/176). Daraufhin legte der Versicherte diverse Berichte des Universitätsspitals
A._
auf (Urk.
6/177). Mit Vorbescheid vom
7.
April 2017 kündigte die IV-Stelle
ihm
an, dass sie auf sein neues Leistungsbegehren nicht eintreten
werde, da den aufgelegten Unterlagen keine erhebliche Veränderung seiner beruflichen oder medizinischen Verhältnisse zu entnehmen sei (
Urk.
6/179). Dagegen erhob der Ver
sicherte am 2
8.
April 2017 Einwand (
Urk.
6/182). Er reichte zudem weitere Arztbe
richte ein (
Urk.
6/181,
Urk.
6/186-188). Nach Prüfung dieser
Unterlagen ver
fügte die IV-Stelle am 2
5.
Juli 2017 wie vorbeschieden, dass auf das neue Leistungsbegehren des
Versicherten
nicht eingetreten werde (
Urk.
2).
2.
Dagegen
erhob
X._
am
9
.
August 2017
Beschwerde und beantrag
t
e
sinngemäss
, in Aufhebung der angefochtenen Verfügung vom
25
.
Juli 2017
sei
die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, auf sein neues Leistungsbegehren einzutreten (
Urk.
1)
.
Die Beschwerdegegnerin
be
antragte mit Beschwerdeantwort vom
7
.
Sep
tember 2017
A
bweisung der Be
schwerde (Urk. 5
, unter Beilage
d
er
IV-
Akten, Urk.
6/
1-
19
4)
, was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom
8.
Septem
ber 2017
zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
7).
In der Folge
legte
der Beschwerdeführer weitere Arztberichte
auf
(
Urk.
8/1-3). Die Beschwerdegegnerin erhielt Kopien dieser Berichte (
Urk.
9). Alsdann
reichte der
Beschwerdeführer
bei der Beschwerdegegnerin mit Eingabe vom
8.
Dezember 2017
(
Urk.
11/1)
weitere Arztberichte
(
Urk.
11/2-3)
ein
.
Mit Schreiben vom 13. Dezember 2017 über
mittelte die Beschwerdegegnerin dem Gericht diese Ein
gabe
s
amt Beilagen (Urk. 10).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht nicht auf das neue Leistungsbegehren des Beschwerdeführers eingetreten ist.
2.
2.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des
Bundes
gesetz
es
über den Allgemei
nen Teil
des Sozialversicherungsrechts,
ATSG)
.
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden
ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vor
liegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheit
lichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
2.2
Wurde eine Rente
wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird nach
Art.
87
Abs.
3
der
Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV)
eine neue Anmeldung nur ge
prüft, wenn die Voraussetzungen gemäss
Abs.
2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der In
validität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Tritt die Verwaltung auf die Neuan
meldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invali
di
tätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist
.
2.3
Ob eine im Sinne von Art. 87 IVV erhebliche Tatsachenänderung eingetreten ist, beurteilt sich durch Vergleich der Verhältnisse im Zeitpunkt der Neuanmeldung mit denjenigen bei Erlass der letzten, auf einer materiellen Prüfung des Renten
anspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Er
mittlung des Invaliditätsgrades beruhenden Verfügung (BGE 130 V 71 E. 3.2.3, Urteil des Bundesgerichts vom 9C_
451
/20
18 vom 6
.
November 201
8, E.
3
mit Hinweisen).
2.4
Mit
Art.
87
Abs.
3 in Verbindung mit
Abs.
2 IVV
soll verhindert werden, dass sich die Verwaltung nach vorangegangener rechtskräftiger Leistungsver
weige
rung immer wieder mit
gleich lautenden
und nicht näher begründeten, das heisst keine Veränderung des Sach
verhalts darlegenden Gesuchen befassen muss (BGE
109 V 108 E. 2a, 264 E.
3). Hingegen kann diese
Eintretensvorschrift
nicht dahingehend ausgelegt werden, dass die glaubhaft zu machende Änderung gerade jenes Anspruchselement be
treffen muss, welches die Verwaltung der früheren rechtskräftigen Leistungs
abweisung zugrunde legte. Vielmehr muss es genügen, wenn die versicherte Person zumindest die Änderung eines Sachverhalts aus dem gesamten für die Rentenberechtigung erheblichen Tatsachenspektrum glaub
wür
dig dartut. Trifft dies zu, ist die Verwaltung verpflichtet, auf das neue Leistungs
begehren einzu
treten und es in tatsächlicher (wie selbstverständlich auch in rechtlicher) Hinsicht allseitig zu prüfen (BGE 117 V 198 E. 3a und E. 4b; vgl. auch BGE 130 V 64 E. 5.2, 72 E. 2.2 mit Hinweisen).
2.5
Nach Eingang einer Neuanmeldung ist die Verwaltung zunächst zur Prüfung ver
pflichtet, ob die Vorbringen der versicherten Person überhaupt glaub
haft sind; verneint sie dies, so erledigt sie das Gesuch ohne weitere Abklärungen durch Nichteintreten. Dabei wird sie unter anderem zu be
rück
sichtigen haben, ob die frühere Verfügung nur kurze oder schon längere Zeit zurückliegt, und dement
sprechend an die Glaubhaftmachung höhere oder weniger hohe Anforderungen stellen (ZAK 1966 S. 279, vgl. auch BGE 130 V 64 E. 5.2, 72 E.
2.2 mit Hinweisen). Insofern steht ihr ein gewisser Beur
teilungsspielraum zu, den das Gericht grund
sätzlich zu respektieren hat. Daher hat das Gericht die Behandlung der
Eintre
tensfrage
durch die Verwaltung nur zu überprüfen, wenn das Eintreten streitig ist, das heisst wenn die Verwaltung gestützt auf
Art.
87
Abs.
3 IVV
Nichteintreten beschlossen hat und die versicherte Person deswegen Beschwerde führt; hingegen unterbleibt eine richterliche Beurteilung der
Eintretensfrage
, wenn die Verwal
tung auf die Neuanmeldung eingetreten ist (BGE 109 V 108 E.
2b).
2.6
Für die Beurteilung der Gesetzmässigkeit der angefochtenen Verfügung oder des
Einspracheentscheides
ist für das Sozialversicherungsgericht in der Regel der Sachverhalt massgebend, der zur Zeit des Erlasses des angefochtenen Ver
wal
tungs
aktes gegeben war. Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung bilden (BGE 130 V 138 E. 2.1 mit Hinweis). Sie können indessen, unter Wahrung des rechtlichen Gehörs, berücksichtigt werden, wenn sie kurze Zeit nach dem Erlass des angefochtenen Entscheids eingetreten sind, sich ihre Beachtung aus prozessökonomischen Gründen unbedingt aufdrängt und sie hinreichend klar feststehen (BGE 105 V 156 E. 2d; ZAK 1984 S. 349 E. 1b). Dies ist der Fall, wenn sie mit dem Streit
gegenstand in engem Sachzusammenhang stehen und geeignet sind, die Beurteilung im Zeitpunkt des
Entscheiderlasses
zu beeinflussen (
BGE
99 V 98 E.
4 mit Hinweisen).
3.
3.1
Die
Z._
-Gutachter führten im Gutachten vom 2
0.
April 2015 folgende Diag
nosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit an (Urk.
6/125/62):
-
Cervicovertebralsyndrom
bei
Osteochondrose
und
Spondylarthrose
C3-6, Kompression der Nervenwurzel C4 und
Myelopathiesignal
C3/4,
Diskus
protrusion
C4/5 mit möglicher Beeinträchtigung der Nervenwurzel C5 rechts, Kompression der Nervenwurzel C6 links
-
Pseudolumboischialgie
beidseits bei
Spondylarthrose
L2/3 mit Diskusher
nie und Dorsalverlagerung der Nervenwurzel L2 rechts,
Spondyl
arthrose
und
Diskusprotrusion
L3/4 und Dorsalverlagerung der Nerven
wur
zel L3 rechts,
Spondylarthrose
und
Diskusprotrusion
L4/5 und Kom
pres
sion der Nervenwurzeln L5
-
Rezidivierende Anpassungsstörungen mit längerer
depessiver
Reaktion, Differentialdiagnose (DD): chronischer depressiver Verstimmung (
Dysthymie
), bestehend seit etwa 2010 (ICD-Nr. F43.21, F34.1)
-
Kombinierte Persönlichkeitsstörung mit emotional instabilen und narzis
stischen Anteilen (ICD-Nr. F61.0)
Die
Z._
-Gutachter hielten ferner fest, dass dem Beschwerdeführer eine Ver
weisungstätigkeit zu 90 % zumutbar sei
(Urk.
6
/125/63)
.
3.2
3.2.1
Dem Bericht der
Klinik B._
,
Muskulo
-Skelettal Zentrum, Neurologie,
vom 3
0.
August 2016 sind folgende Diagnosen zu entnehmen (
Urk.
6/186/1):
-
Verdacht auf
radikuläres
Schmerzsyndrom L5 rechts seit dem 2
2.
August 2016
-
Chronisches
zervikospondylogenes
Schmerzsyndrom bei fortgeschritte
nen
Osteochondrosen
C3/4 und C5/6 mit Spinalkanalstenose und Instabi
lität C3/4 mit
MRI
-dokumentiertem
Myelopathiesignal
C3/4 links 2 mm im Bereich Vorderhornzellen, ohne objektivierbare Läsion der langen spinalen Bahnen
In ihre
n
Bericht
en
vom
1
7.
Oktober 2016 und
2
7.
März 2017 stellten die Ärzte der
Klinik B._
,
Muskulo
-Skelettal Zentrum
,
Wirbelsäulenchirurgie und Neurochirurgie, folgende Diagnosen
(
Urk. 6/181/1, Urk. 6/181/8
)
:
-
Status nach
anteriorer
Diskektomie C3/4 und Fusion mit Cage und Platte am
7.
September 2016 bei
-
Symptomatischer zervikaler Spinalkanalstenose C3/4 mit
Myelopathie
signal
und
zervikobrachialem
Schmerz
-
Lumbospondylogene
Schmerzen bei Spinalkanalstenose L3/4, L4/5 bei konstitutionell engem Spinalkanal
-
Status nach leichtgradiger Kompressionsfraktur L3 am 1
8.
Januar 2014
-
Status nach Velosturz am 2
4.
Februar 2012 mit
Halswirbelsäulen (
HWS
)
und
Lendenwirbelsäulen (
LWS
)
Kontusion
3.2.2
Im Beri
cht vom 17. Mai 2017 nannte Dr.
med.
C._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, die Diagnose
“
leichtgradige depressive Phase,
chronifiziert
“
(ICD-10: F32.0)
[
Urk.
6/187/1]
.
4
.
4
.1
Zeitlicher Ausgangspunkt für die Beurteilung der Frage, ob
der
Beschwerde
füh
rer mit
den im Zuge der Neuanmeldung vom
3. Januar 2017
(
vgl.
Urk.
6
/1
76
)
auf
ge
legten Arztberichten eine erhebliche Tatsachenänderung im Sinne von Art. 87 IVV glaubhaft gemacht
hat, ist die
vom
Sozialversicherungsg
ericht mit Urteil IV.20
16
.00
0
4
8 vom 19
.
Dezember 2016
(Urk. 6
/1
70
) bestätigte Verfügung der Beschwerdegegnerin
vom 1. Dezem
ber 2015
, mit welcher
sie einen Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente verneint hatte
(Urk. 6/1
53
).
Diesem Urteil lag der medizinische Sachverhalt, wie er bis zum Verfügungs
er
lass
am
1. De
zember 2015
feststand, zu
grunde (vgl. E. 2.6).
Zu prüfen ist, ob glaub
haft
erscheint, dass sich der Grad der In
validität z
wischen dem
1. Dezember 2015
und der
Nicht
eintretensverfügung
vom 25. Juli 2017 (Urk. 2)
in einer für den An
spruch erheb
lichen Weise geändert hat. Nachdem zwischen
der
Ver
fügung
vom 1. Dezem
ber 2015
(
Urk. 6/1
53
)
und der Neuan
meldung
vom
3. Januar 2017
(vgl.
Urk. 6/176)
rund
1
3
Monate liegen, sind an die Glaubhaftmachung neuer Tat
sachen grund
sätzlich nicht allzu hohe An
for
de
run
gen zu stellen (vgl. Urteil des Bundesgerichts I 460/01 vom 18. Februar 2003
E. 4.1).
4
.2
Die
leistungsablehnende Verfügung vom
1. Dezember 2015
gründete im Wesent
lichen auf dem
Z._
-
Gutachten vom 20. April 2015
(Urk.
6
/125/65-66).
Gemäss den
Z._
-Gutachtern war dem Beschwerdeführer eine Ver
weisungstätigkeit zu 90 % zumutbar
(Urk.
6
/125/63)
.
Darauf stellte das Sozial
versicherungsgericht mit Urteil
IV.2016.00048 vom 1
9.
Dezember 2016 ab (
vgl.
Urk.
6/
170
/12).
4
.3
4
.3.1
Nach seiner Neuanmeldung vom 3.
Januar 2017 (vgl. Urk. 6/176)
reichte der Beschwerdeführer diverse Berichte
des
A._
und
der
Klinik B._
und
einen Bericht
seines Psychiaters ein, welche gemäss seiner Ansicht für eine Verschlech
terung seines Gesund
heits
zustandes sprechen sollen (
Urk.
1).
4
.3.2
Gemäss dem ambulanten Bericht des
A._
, Klinik für Rheumato
logie, vom 29. August 2016 wurde der Beschwerdeführer am selben Tag wegen einer sympto
matischen
cervikalen
Spinalkanalstenose und einem Verdacht auf symptomatische lumbale Spinalkanalstenose in der
Klinik B._
hospita
li
siert (Urk. 6/181/12-13, Urk. 6/188/4-5). In der
Klinik B._
wurde am 31.
August 2016 eine Infiltrationsbehandlung durchgeführt, nach welcher der Beschwerdeführer über eine deutliche Besserung der Schmerzen als Folge des Lokalanästhetikum-Effekts mit deutlich besserem bis fast normalem Gehen (leich
tes Schonhinken rechts) berichtete
(Urk. 6/186/4, Urk.
6/188/12).
Dem Aus
tritts
bericht der
Klinik
B._
,
Muskulo
-Skelettal Zentrum, Wirbel
säulen
chirurgie und Neuro
chirurgie, vom 9. September 2016 ist
sodann
zu ent
nehmen, dass der Beschwerdeführer dort wegen einem chronischen
c
ervikospondylogenen
Schmerz
syndrom bei fortgeschrittenen
Osteochondrosen
C3/4 und C5/6 mit Spi
nalkanalstenose und Instabilität C3/4 operiert wurde (Urk. 6/181/5)
.
Am 7.
Sep
tember 2016 wurde eine
anteriore
Disketomie
C3/4 und Fusion mit Cage und Platte am 7. September 2016 durchgeführt (Urk. 6/194/6). Die Ärzte der
Klinik
B._
attestierten dem Beschwerdeführer
danach
eine 100%ige Arbeits
un
fähigkeit bis zur ersten Nachkontrolle (Urk. 6/181/6). Bei der in der Folge am 17. Oktober 2016 in der
Klinik
B._
durchgeführten Kontrolle zeigte sich gemäss den untersuchenden Ärzten
dann
ein sehr erfreulicher post
opera
tiver Verlauf (Urk. 6/181/2). Im Bericht zu dieser Untersuchung wurde dem Beschwerdeführer keine Arbeitsunfähigkeit mehr attestiert.
Alsdann wurde
i
m
Bericht der
Klinik
B._
zur Untersuchung des Beschwerdeführers vom 20. März 2017
fest
halten, dass
postoperativ eine Verbesserung der Nacken
schmerzen
zu verzeichnen sei
. Der Beschwer
deführer klagte jedoch
weiterhin
über funktionelle Beschwerden im Be
reich der HWS mit Ausstrahlung in den rechten Arm, eine
diskrekte
Hypästhesie im Bereich des vierten und fünften Fingers der linken Hand sowie Einschränkungen aufgrund seiner lumbalen Beschwerden. Die Ärzte der
Klinik
B._
hielten
weiter
fest, dass
sich
radiologisch im Bereich der HWS bei voll
stän
diger Fusion im Segment C3/4 ein sehr erfreulicher Verlauf zeige. Es verbleibe die bekannte
Osteochondrose
C5/
6.
Im Bereich der Lendenwir
belsäule würden
multi
segmentale Höhenminderungen der Bandscheibe als Hin
weise auf eine generalisierte
Diskopathie
bestehen (Urk. 3 S.
2). Eine Arbeitsun
fähigkeit attes
tierten sie dem Beschwerdeführer aber auch in diesem Bericht nicht.
Zum Vergleich
ist
das
Z._
-Gutachten vom 2
0.
April 2015
(Urk.
6/125)
heran
zu
ziehen.
Der orthopädische
Z._
-Gutachter
hielt fest, dass die Nackenschmer
zen und die abnormen Untersuchungsbefunde der HWS gröss
tenteils auf die im
MRI
sichtbare deutliche
Spondylarthrose
mit
Osteochond
rosen
C3/4 und Kompression der Nervenwurzel C4 rechts sowie
hyperintensem
Signal
Myelon
, die
Spondyl
arthrosen
und
Osteochondrose
C4/5 mit
Diskusprotrusion
und mög
liche
r Beein
trächtigung der Nervenwurzel C5 rechts, die deutliche
Spondylar
throse
und
Osteochon
deose
C5/6
mit
Diskusprotrusion
und Kompres
sion der Ner
venwurzel C6 links zurückgeführt werden
könnten
.
Die lumbalen Schmerzen und die pathologischen objektiven Befunde der LWS seien
sodann
grösstenteils mit der im
MRI
nachgewiesenen
Spondylarthrose
und Diskushernie L2/3 mit Dorsal
ver
lagerung der Nervenwurzel L2 rechts, der
Spondylarthrose
und
Diskusprotru
sion
L3/4 mit Dorsalverlagerung der Nervenwurzel
L3 rechts, der
Spondylarthrose
und
Diskusprotrusion
L4/5 mit Kompression der Nervenwurzeln L5 vereinbar
. Die Ausstrahlung der Schmerzen lateral in den Fuss links sei dadurch aber nicht erklärt, da dieses
Dermatom
von der Nervenwurzel S1 versorgt werde, welches radiologisch nicht betroffen sei. Zusammenfassend könne gesagt werden, dass aufgrund der
mehretagigen
degenerativen Veränderungen der Wirbelsäule die Beschwerden im Wes
entlichen nachvollziehbar seien, das Aus
mass der subjek
ti
ven Einschränkung der körperlichen Leistungsfähigkeit und der demonstrierten pathologischen objektiven Befunde aber etwas übertrieben erscheinen würden (Urk. 6/125/20). In einer leidensadaptierten Tätigkeit sei der Beschwerdeführer zu 90 % arbeitsfähig (Urk. 6/125/20)
. Die Ärzte der
Klinik
B._
attestierten dem Beschwerdeführer zwar nach der Operation vom 7. September 2016 für einige Wochen eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit, hielten bei den Nachkontrollen vom 17. Oktober 2016 und 20. März 2017 aber fest, dass der postoperative Ver
lauf sehr erfreulich sei. Nach diesen Untersuchungen schrieben die Ärzte der
B._
Klinik den Beschwerdeführer nicht mehr arbeitsunfähig (
vgl.
Urk.
6/
181/1-2,
Urk.
6/181/8-9).
Damit wäre
mit den Berichten der
Klinik
B._
höchstens eine Einschränkung der Arbeits
fähigkeit des Beschwerdeführers
für einige Wochen
glaubhaft gemacht worden, welche für eine
Zusprache
einer Invaliden
rente aber nicht genügen würde
, da eine Ver
schlechterung der Erwerbs
fähigkeit erst zu berücksichtigen ist, wenn sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat (Art. 88a Abs. 2
IVV)
.
Entgegen der Ansicht des
Beschwerdeführers ändert daran auch nichts, dass die Ärzte der
Klinik
B._
einer erneuten
“
Beurteilung durch die IV
“ ebenfalls
zustimmen
würden
(
Urk. 6/181/9
).
Zum einen ist u
nklar, welche
Akten
aus den früheren IV
Verfahren
(vgl. Urk. 6/181/9)
der Beschwerdeführer
d
en
Ärzten der
Klinik
B._
vorgelegt hat
. Ohne Kenntnis der medizinischen
Vorakten
könn
en die Ärzte nicht beurteilen, ob
es zu
eine
r
Verschlechterung
gekommen ist.
Zum anderen
leg
t
en sich die Ärzte der
Klinik
B._
auch im Bericht vom 2
7.
März 2017
nicht dahingehend fest, dass aufgrund der vom Beschwerdeführer geltend ge
machten erheblichen Beschwerden im Bereich der HWS und der
LWS
auch eine erhebliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestehen würde
(Urk. 6/181/9)
.
Der Bericht zur Untersuchung in der
Klinik
B._
vom 28. November 2017
(
Urk.
8/3)
betrifft schliesslich nicht mehr den vorliegend zu prüfenden Sachver
halt, da die Unter
suchung
vom 2
7.
November 2017
nach dem Erlass der ange
fochtenen Verfügung vom 25. Juli 2017 (Urk. 2) stattfand (E. 2.6).
4
.3.3
Zum Bericht des Psychiaters Dr.
C._
vom 17. Mai 2017 (Urk. 6/187)
ist sodann festzuhalten
:
Der
Z._
-Gutachter Dr.
med.
D._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
,
attestierte dem Beschwerdeführer eine 25%ige Arbeitsunfähigkeit für seine frühere Tätigkeit bei der
Y._
sowie eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit (Urk. 6/125/40
41). Dr.
C._
hielt am 17. Mai 2017 fest, dass die Arbeits
fähigkeit des Beschwerdeführers für einfache, repetit
i
ve und gut strukturierte Tätigkeiten aus rein psychiatrischer Sicht zu ca. 20 % reduziert sei (Urk. 6/187). Der von Dr.
C._
wiedergegebene Psychostatus
(
Urk.
6/187)
unterscheidet sich aber nicht wesent
lich von demjenigen, welcher
Dr.
D._
erhoben hat (
Urk.
6/125/35-36). Des
halb kann
die
Einschätzung
von
Dr.
C._
zur Arbeitsfähigkeit nicht nachvollzogen wer
den. Fraglich ist zudem, weshalb die psychiatrische Behandlung bei einer Ein
schrän
kung der Arbeitsfähigkeit von 20
%
laut
Dr.
C._
nur
“sehr niederfrequent“ (Urk. 6/187) durchgeführt wird.
Auch mit dem Bericht von
Dr.
C._
vom 17. Mai 2017 (Urk. 6/187) hat der Beschwerdeführer
somit
keine erhebliche Verschlech
terung des Gesundheits
zustandes glaubhaft gemacht.
4
.3.4
Die
überdies aufgelegten
Berichte des
A._
, Klinik für Viszeral- und Transplanta
tionschirurgie, vom 13., 23. September und 18. November 2016 sowie 31. Januar und 1. Februar 2017 (Urk. 6/177/1-7, Urk. 6/181/7, Urk. 6/188/1-2, Urk. 6/188/14-15
) betreffen
eine kombinierte (direkte/indirekte) symptomatische
Inguinalhernie
rechts, weswegen der Beschwerdeführer am 31. Januar 2017 in dieser Klinik operiert wurde (Urk. 6/177/3-4). Insgesamt war der Beschwerde
führer vom 31. Januar bis 2. Februar 2017 in dieser Klinik hospi
talisiert (Urk. 6/177/1). Am 2. Februar wurde er bei subjektiven Wohlbefinden und in gutem Allge
mein
zustand nach Hause entlassen (Urk. 6/177/2). Eine dauerhafte Einschränkung seiner Arbeits
fähigkeit
aufgrund dieser
Gesundheitsstörung
ist
de
n Berichten
freilich
nicht zu entnehmen. Somit wurde mit diesen Berichten ebenfalls keine Verschlechterung des Gesund
heitszustandes glaubhaft gemacht.
4
.3.5
Der Beschwerdeführer bezieht sich
schliesslich
auf die
seine
Sigmadivertikulitis
betreffenden
Berichte
des
A._
, Departement Chirurgie, Klinik für Viszeral- und Trans
plantationschirurgie, vom 25. Juni, 25. Juli, 21. August 2012 und 16. Januar 2013
(Urk. 6/177/9-18)
. Weil diese Berichte
vor der leistungs
ab
lehnen
den Verfügung vom
1. Dezem
ber 2015
(Urk. 6/1
53
)
verfasst wurden, kann mit ihnen
schon aus diesem Grund
keine seit
herige Verschlechterung glaubhaft gemacht werden.
In diesen
Berichten
wird
zudem
keine
Gesundheitsstörung erwähnt
, welche
die Arbeitsfähigkeit
de
s Beschwerdeführers einschränkt und
vor Erlass der Verfügung vom 1.
Dezember 2015 nicht festgestellt wurde
beziehungs
weise unentdeckt geblieben ist
. Gemäss dem Bericht des Hausarztes des Beschwer
deführers,
med.
pract
.
E._
, Fach
arzt
FMH
für Allgemeine Innere Medizin, vom 30.
Oktober 2014
hatte
die
Sigma
resektion
bei Divertikulitis im August 2012
keine Auswirkungen auf die Arbeits
fähigkeit des Beschwerdeführers (
Urk.
6/111/1)
. Die diesb
ezügliche Behandlung im
A._
war
dem
Z._
-Gutachter
Dr. F._
, Spezialarzt für Innere Medizin FMH, ebenfalls bekannt (
Urk.
6/125/55). Er gelangte in seiner Beurteilung jedoch zum Schluss, dass die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers aus internistischer Sicht nicht einge
schränkt sei (Urk.
6/125/58).
4
.
4
Zusammenfassend ist daher festzuhalten, dass mit den vom Beschwerdeführer eingereichten Berichten keine
erhebliche
Verschlechterung seines Gesund
heits
zustandes glaubhaft gemacht wurde.
Der Voll
ständigkeit halber ist festzu
halten, dass der Beschwerdeführer keine Ver
schlechterung seiner erwerblichen Verhält
nisse geltend gemacht hat.
Damit erweist sich die angefochtene Verfügung vom 2
5.
Juli 2017 mit welcher die Beschwerdegegnerin nicht auf
das
neue Leistungsbegehren des Beschwerde
führers eingetreten ist
(
Urk.
2)
als rechte
n
s. Dies führt zur Abweisung der Be
schwerde.
5
.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das vorliegende Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
b
is
des
Bundesgesetz
es
ü
ber die Invalidenversicherung, I
VG)
und auf Fr. 600.
--
anzu
setzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie dem Beschwerde
führer aufzuerlegen,