Decision ID: d7c0c484-f7c2-4ed3-9139-58af683e64de
Year: 2020
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
,
geboren 19
80
, war seit dem 1
2
. August
1996
bei
der
Y._
angestellt und damit bei der
Helvetia Schweizerische Versicherungsgesellschaft AG (nachfolgend Helvetia
) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert, als er
sich
gemäss
Schadenmeldung
vom
15
.
März
2018 am
21
.
Februar
2018
beim Unihockeyspielen das
linke
Knie verdreht und sich eine Verletzung des Kre
uz
bandes, des Innenbandes und
des
Me
niskus zugezogen habe (
Urk.
8/K3
.
2
Ziff.
3-4,
Ziff.
6
und
Ziff.
9).
Am
3.
Mai 2018 fand an der
A._
eine
operative Sanierung des linken Knies statt (
Urk.
8/M16)
. Die Helvetia anerkannte ihre gesetzliche Leistungspflicht.
Gestützt auf die Stellungnahme ihres beratenden Arzte
s
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Chirurgie,
vom 1
6.
Dezember 2018 (
Urk.
8
/
M31
) wies die Helvetia
mit Verfügung vom
3.
Januar 2019
einen Anspruch des Versicherten auf physiotherapeutische Behandlung über den
1.
Oktober 2018 und einen Anspruch auf Heilkosten
und Taggeldleistungen
über den 3
1.
Januar 2019 mangels zu erwartender namhafter Besserung des Gesundheitszustandes durch die Fortsetzung der ärztlichen Behandlung ab (
Urk.
8/K12
).
Die dagegen vo
m Ve
rsicherten am
7.
Januar
und am
1
4.
Februar 2019
erhobene Einsprache (
Urk.
8/K13,
Urk.
8/
K19
)
sowie die Einsprache des oblig
atorischen Krankenversicherers KPT vom
1
2.
Februar und vom
7.
März 2019 (
Urk.
8/
K18
und
Urk.
8/
K21
)
hiess
die Helvetia mit Einspracheentscheid vom 2
2.
Juli 2019
in
dem Sinne gut,
als
dass
sie
gestützt auf den Bericht
der behandelnden Ärzte
Dr.
med. C._
, l
eitender
Arzt Orthopädie, und von D._
, Assistenz
ärztin Untere Extremitäten,
A._
(
Urk.
8/M34),
die
Leistungen aus UVG
bis 2
3.
April 2019
ausrichtete
(
Urk.
2
/1
).
2.
Der Versicherte erhob am 1
6.
September 2019 Beschwerde gegen den Einsprache
entscheid vom 2
2.
Juli 2019 (
Urk.
2/1) und
beantragte, dieser sei aufzuheben und es seien die gesetzlichen
Leistungen
aus
de
m
Bundesgesetz über die Unfallversicherung (UVG)
-
insbesondere
die Übernahme der Heilkosten/Physiotherapie - weiterhin zu erbringen (Urk. 1 S. 1
).
Mit Beschwerdeantwort vom
18
.
Oktober
2019 (Urk.
7
) beantragte die
Helvetia
die Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer am 2
4
.
Oktober
2019 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk.
9
).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss Art. 6
des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG)
werden – soweit das Gesetz nichts
anderes
bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufs
unfällen und Berufskrankheiten gewährt (Abs. 1). Die Versicherung erbringt ihre Leistungen auch
bei folgenden
Körperschädigungen, sofern sie nicht vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind (Abs. 2): Knochenbrüche (lit. a), Verrenkungen von Gelenken (lit. b), Meniskusrisse (lit. c), Muskelrisse (lit. d), Muskelzerrungen (lit. e), Sehnenrisse (lit. f), Bandläsionen (lit. g) und Trommelfellverletzungen (lit. h). Ausserdem erbringt die Versicherung ihre Leistungen für Schädigungen, die der verunfallten Person bei der Heilbehandlung zugefügt werden (Abs. 3).
1.
2
Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen, nämlich auf die ambulante Behandlung durch den Arzt, den Zahnarzt oder auf deren Anordnung durch eine medizinische Hilfsperson sowie durch den Chiropraktor und die ambulante Behandlung in einem Spital (lit. a), die vom Arzt oder Zahnarzt verordneten Arzneimittel und Analysen (lit. b), die Behandlung, Verpflegung und Unterkunft in der allgemeinen Abteilung eines Spitals (lit. c), die ärztlich verordneten Nach- und Badekuren (lit. d) und die der Heilung dienlichen Mittel und Gegenstände (lit. e).
1.3
Den gesetzlich umschriebenen Anspruch auf Heilbehandlung hat die versicherte Person so lange, als von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung eine
namhafte Verbesserung ihres Gesundheitszustandes
erwartet werden kann
(Art. 19 Abs. 1 UVG e
contrario
; BGE 116 V 41 E. 2c).
Da die Heilbehandlung gemäss Art.
10 UVG eine unfallbedingte
Behandlungsbedürftigkeit
, nicht aber eine Arbeitsunfähigkeit voraussetzt, vermag die trotz des Unfalles uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit allein ein Dahinfallen des Anspruchs auf Heilbehandlung nicht zu begründen (Urteil des Bundesgerichts 8C_354/2014 vom 10.
Juli 2014 E. 3.2).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründet ihren Einspracheentscheid (
Urk.
2) damit,
dass
im
Hinblick auf den Bericht von
Dr.
C._
vom 2
3.
April 2019 in Abweichung von
der
Beurteilung von
Dr.
B._
vom Dezember 2018
davon aus
zugehen
sei
, dass der medizinische Endzustand spätestens
am 2
3.
April 2019
erreicht gewesen sei, indem
Dr.
C._
festgehalten habe
, dass nur noch geringe Beschwerden bestünden und das Kraftdefizit pra
ktisch nicht mehr vorhanden sei
.
Es erscheine indessen fraglich,
ob die
bis dahin erfolgten
Physiotherapiebehandlungen die Kriterien der Wirtschaftlichkeit, Zweckmässig
keit u
nd Wissenschaftlichkeit (WZW) erfüllten
,
da es lediglich
um den Kraftaufbau gegangen
sei
,
welcher nach der entsprechenden
Instruktion auch in Eigenregie durchzuführen gewesen wäre.
Da die Heilungskosten bis 3
1.
Januar 2019 ohne
hin
zugestanden worden seien,
würden nun
auch die letzten Physiotherapieserien (Behandlung vom
3.
bis 3
1.
Dezember 2018 sowie vom
1.
Januar bis
1.
März 2019) im
Sinne einer Ausnahme übernommen
(S. 9 f. lit. c)
. Damit sei
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, dass von weiteren Heil
behandlungen spätestens ab
dem
2
3.
April 2019 keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes des Versicherten mehr zu erwarten sei, weshalb der medizinische Endzustand im Sinne von
Art.
19
Abs.
1 UVG als erreicht gelte
. Somit ende ihre Leistungspfli
cht für Heilungskosten per 2
3.
April
2019
(S. 10
Ziff.
12)
.
2.2
Dagegen machte der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde (
Urk.
1) geltend, dass soweit sich die Beschwerdegegnerin bei ihrer Leistungseinstellung auf den Bericht von
Dr.
C._
vom 2
3.
April 2019 beziehe, bestritten werde, dass dieser festgehalten habe, dass das Kraftdefizit praktisch nicht mehr vorhanden sei. Im Gegenteil habe
Dr.
C._
in seinem Bericht vom 2
8.
Januar 2019
sogar noch ein deutliches Kraftdefizit bestätigt, weshalb die Weiterführung der Physi
otherapie und MTT zum Ausgleich
des bestehenden Kraftdefizites zwingend indiziert sei
.
Im Bericht vom 2
3.
April 2019 werde beschrieben, dass das Beuger-Strecker-Verhältnis aufgrund der verminderten Kraft noch leicht unter dem erwünschten Wert von 65
%
sei. Auf der linken Seite sei der Kraftwert bei den Extensoren noch deutlich unter dem erwünschten Idealwert und auch bei den Flexoren weise er noch ein deutliches Defizit
auf
.
Es stehe fest, dass bei ihm durch weitere Physiotherapien/Heilbehandlungen noch eine namhafte Verbesserung zu erwarten sei. Aus dem Bericht vom 2
3.
April 2019 werde ersichtlich, dass es immer wieder Besserungen gegeben habe, jedoch der Endzustand noch nicht erreicht worden sei
(S. 3 f.
Ziff.
4-5).
2.
3
In ihrer Beschwerdeantwort
(
Urk.
7)
führte die Beschwerdegegnerin aus, dass
Dr.
C._
in seinem Bericht vom 2
3.
April 2019 klar festgehalten
habe
, dass nun lediglich noch ein geringfügiges symmetrisches Kraftdefizit bestehe und sich klinisch keine relevante Instabilitätsproblematik finde. Es seien nur noch Konsultationen bei Problemen vorgesehen gewesen und ein Behandlungsabschluss demnach erfolgt. Eine namhafte Verbesserung sei in
diesem Zeitpunkt nicht mehr überwiegend wahrscheinlich zu erwarten gewesen. Das reine Abstellen auf die Ergebnisse der komplexen Knietestung biete sich im Übrigen nicht an, da die präoperativen Ergebnisse nicht bekannt seien.
Es sei nicht Aufgabe des obligatorischen Unfallversicherers, einen bestmöglichen Gesundheitszustand wiederherzustellen (S.
3
Ziff.
3).
2.4
Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin über den 2
3.
April 2019 hinaus eine Leistungspflicht aus dem Unfallereignis vom
21
.
Februar
2018
trifft.
3.
3.1
Die relevante medizinische Aktenlage präsentiert sich wie folgt:
3.2
D
ie zuständige Sportphysiotherapeutin der
A._
führte in ihrem
Bericht vom 2
3.
April 2019 betreffend die komplexe Knietestung (
Urk.
8/M33) zur Interpretation der einbeinigen Stabilitätsmessung
aus
, dass sich rechts durch
schnittliche Wert
e
und links leicht unterdurchschnittliche Werte in Bezug auf den Re
ferenzwert ergeben hätten. Die b
etroffene Seite sei mit 9
%
Seitendifferenz etwas instabiler.
Es bestehe damit eine beidseits gute Beinachsenstabilität mit leichter Ausweichbewegung in eine Beckenrotation beidseits
(S. 1 Mitte).
Die Interpretation der Kraftwerte ergebe
einen regelmässigen Kurvenverlauf. Der Beschwerdeführer habe
keine Schmerzen
. Da die Operation anfangs Mai 201
8
gewesen sei, seien die Kraftwerte mit den Referenzwerten für 12 Monate postoperativ verglichen worden. Die Kraft auf der rechten Seite sei bei den Extensoren (Strecker) leicht überdurchschnittlich und bei den Flexoren noch leicht unter dem erwünschten
Optimalwert
. Das Beuger-Strecker-Verhältnis sei hier aufgrund der verminderten Kraft der Beuger noch leicht unter dem erwünschten Wert von 65
%
. Auf der linken, betroffenen Seite sei der Kraftwert bei den Extensoren noch deutlich unter dem erwünschten Idealwert
,
und auch bei den Flexoren weise der Patient noch ein deutliches Defizit vor. Hier sei das Beuger-Strecker-Verhältnis aktuell über dem Idealwert, da die Extensoren im Verhältnis schwächer seien als die Flexoren (S. 1 unten). Wie die Fortschritte seit der letzten Testung aufzeigten, habe das Training auf der linken Seite gefruchtet. Es sei unbedingt weiter der Fokus auf die Extensoren zu setzten, um das Beuger-Strecker-Verhältnis noch zu optimieren (S. 2 oben).
3.3
Dr.
C._
und
Assistenzärztin
D._
,
A._
, stellten in ihrem Bericht vom 2
3.
April 2019 (
Urk.
8/M34) nach gleichentags erfolgter Konsultation des
Beschwerdeführers die folgende Diagnose (S. 1
Mitte):
-
leichtes
Rehabilitationsdefizit fünf Monate nach Bilanzarthroskopie des Kniegelenkes links und Rekonstruktion
des vorderen Kreuzbandes (
VKB
)
mittels 4-fach
Hamstrings
Transplantat
Semitendinosussehne
und
Gracilis
7.5 mm Durchmesser und Augmentation mittels Fibertape, Interferenz
schraubenfixation
femoral
sowie
tibial
und zusätzlich Poller-Schraube für Fibertape 2-fach all
inside
Meniskusnaht medialer Meniskus am
3.
Mai 2018
fecit
Dr.
C._
mit/bei:
-
unhappy
Triad
Knie links bei Status nach Kniedistorsion vom 2
1.
Februar 2018 mit kompletter
VKB-
Ruptur, Partialläsion des medialen Kollateralbandes und
Meniskushinterhornriss
Die Ärzte führten aus, dass sich der Beschwerdeführer
knapp ein Jahr postoperativ nach Durchführung
der nun insgesamt zweiten komplexen Knietestung zur Befundbesprechung und Planung des weiteren Prozedere in der Sprechstunde vorgestellt habe.
Der Beschwerdeführer habe angegeben,
in letzter Zeit eine Befundverbesserung bemerkt zu haben. Nur noch in sehr seltenen Situationen träten gewisse Instabilitätsgefühle auf
. Daneben störe er sich an
einem
anterioren
Knacken des Knies, welches er in Flexionsbelastung auslösen könne
. Ansonsten komme er recht gut zurecht. Velofahren klappe problemlos. Auch das Krafttraining führe er weiter aus. Die Rückkehr zum Skifahren und
Kitesurfen
sei noch nicht erfolgt (S.
1 Mitte).
Die Ärzte führten zu den Ergebnissen der komplexen Knietestung vom 2
3.
April 2019
(vorstehend E. 3.2)
aus, dass sich im Vergleich zu
m
Vorbefund vom 1
6.
Oktober 2018 ein deutlicher Kraftzuwachs sowohl im Bereich der Kniestrecker- als auch
Kniebeugermuskulatur
gezeigt habe. Im Vergleich zum Jahresreferenzwert finde sich jedoch noch ein recht symmetrisches Defizit sowohl der vorderen als auch der hinteren Muskultur des betroffenen Beins. Das Kraft
verhältnis zueinander erscheine recht ausgeglichen (S. 1 unten).
Die Ärzte
führte
n
in
ihrer
Beurteilung aus, dass der Beschwerdeführer im Vergleich zu
m
Vorbefund deutlich an Kraft habe gewinnen können. Es bestehe nun lediglich noch ein
geringfügiges symmetrisches Kraftdefizit
. Klinisch finde sich
keine relevante Instabilitätsproblematik
. Es werde empfohlen, das Muskelaufbautraining zur Aufarbeitung des noch bestehenden Kraftdefizits weiter fortzusetzen, um das Verletzungsrisiko bei höher beanspruchenden sport
lichen Aktivitäten so gering wie möglich zu halten. Den weiteren Verlauf werde der Patient selbständig beobachten
. Bei Auftreten von Problemen könne selbst
verständlich jederzeit eine Wiedervorstellung bei ihnen erfolgen
(S. 2).
4
.
4
.1
Während die Beschwerdegegnerin der
vertra
uensärztlichen Stellungnahme
von
Dr.
B._
vom
1
6.
Dezember 2018 (
Urk.
8/M31)
,
auf welche sich die Verfügung vom
3.
Januar 2019 (
Urk.
8/K12)
stützte
,
im Rahmen des Einspracheentscheides (
Urk.
2) die erforderliche Schlüssigkeit in verschiedenen Punkten absprach
,
und stattdessen zur Begründung des Endzustandes auf den Bericht von
Dr.
C._
vom 2
3.
April 2019
(vorstehend E. 3.3)
abstellte und einer weiteren physio
therapeutischer
Beübung
des linken Knies eine zu
erwartende namhafte Verbesserung des Gesundheitszustandes absprach (vorstehend E. 2.1
und E. 2.3
), beantragte der Beschwerdeführer unter Hinweis auf ein nach wie vor bestehendes Kraftdefizit die weitere Gewährung der Heilungskosten (vorstehend E. 2.2).
4.2
Die namhafte Verbesserung des Gesundheitszustandes im Sinne von
Art.
19 UVG bezieht sich laut
BGE 134 V 109
in erster Linie auf die Verbesserung der Arbeits
fähigkeit. Ist die versicherte Person wieder in der Lage, in ihrer angestammten Tätigkeit vollzeitlich erwerbstätig zu sein, so wird der Fall in der Regel
abzuschliessen
sein, selbst wenn die Befindlichkeit der versicherten Person durch die Fortsetzung der medizinischen Behandlung noch verbessert werden könnte
(Urteil des Bundesgerichts 8C_970/2012 vom 3
1.
Juli 2013 E.3.4).
Da
der B
eschwerdeführer
mangels gegenteiliger Angaben in den Akten oder anderweitiger Anhaltspunkte
vorliegend
seine bisherige
Tätigkeit wieder
vollumfänglich
aufgenommen hat
, lässt sich die für den
Anspruch auf Heilbehandlung vorausgesetzte namhafte Besserun
g des Gesundheitszustandes
jedoch
rechtsprechungsgemäss von vornherein nicht anhand de
r zu erwartenden Steigerung der
Arbeitsfähigkeit bestimmen
(vorstehend E. 1.3
)
.
Zu berücksichtigen gilt jedoch, dass
«
n
amhaft
» bedeutet, dass die durch
eine
weitere
Heilbehandlung
zu erwartende Besserung ins Gewicht fallen muss. Unbedeutende
Verbesserung
en genügen nich
t (BGE 134 V 109 E. 4.3 mit Hinweisen). Eine allfällige
blosse
Verbesserung allein des Leidens an sich, eine nur kurzfristige Linderung, eine Verbesserung der Befindlichkeit oder dass der Versicherte etwa von
Physiotherapie
profitieren kann, genügen nicht (Urteile des Bundesgerichts
8
C
_39/2018
vom 1
1.
Juli 2018 E. 5.1
8C_970/2012 vom 31. Juli 2013 E. 3.4; 8C_855/2009 vom 21. April 2010 E. 7; 8C_338/2009 vom 14. Januar 2010 E. 5.1; 8C_28/2008 vom 28. Juli 2008 E. 3.3).
4.
3
Vorliegend ist mit Blick auf die Beurteilung der behandelnden Ärzte in ihrem Bericht vom 2
3.
April 2019 (vorstehend E. 3.
3
) knapp ein Jahr nach erfolgter Operation eine
durch die weitere Heilbehandlung
zu erwartende
ins Gewicht
fallende Verbesserung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers
klar zu
verneinen.
So führten
die behandelnden Ärzte
in Kenntnis der Ergebnisse der komplexen Knietestung (vorstehend E. 3.2) aus, dass lediglich noch ein geringfügiges symmetrisches Kraftdefizit bestehe und sich klinisch keine relevante Instabilitätsproblematik finde. Empfohlen wurde lediglich
ein
Muskelaufbautraining zur Aufarbeitung des
noch bestehenden Kraftdefizits, um das Verletzungsrisiko bei höher beanspruchenden sportlichen Aktivitäten gering zu halten.
Diesbezüglich ist festzuhalten
, dass ein noch erforderliches Fitness- oder Kraftaufbautraining per se keine ärztliche Behandlung darstellt, die einem Fallabschluss im Weg steht (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_188/2010 vom 2
2.
November 2010 E. 3.2).
Auch die subjektiven Ausführungen des Beschwerdeführers,
dass
er nur noch in sehr seltenen Situationen ein Instabilitätsgefühl verspüre, wobei sich eine Instabilitätsproblematik klinisch nicht nachweisen liess
(vorstehend E. 3.3)
, und
das
ihn störende Knacken des Knies in Flexionsbelastung genügen in keiner Weise, um
einen weiteren Anspruch auf Heilbehandlung zu begründen.
Soweit der Beschwerdeführer entgegen der fachärztlichen Würdigung der Ergebnisse der komplexen
Knietestung vom 2
3.
April 2019
weitergehende Einschränkungen ableiten will, kann ihm nicht gefolgt werden. Wie
die Beschwerdegegnerin zu Rech
t
festhielt (vorstehend E. 2.3), erfolgte anlässlich der komplexen Knietestung die Beurteilung bezogen auf einen Referenzwert.
Auch
erweist sich
der vorgebrachte Verweis des Beschwerdeführers auf
das Kostengutsprachegesuch der
A._
vom 2
8.
Januar 2019 (
Urk.
8/M32)
bei der nun
per 2
3.
April 2019
erfolgten Leistungseinstellung als
unbehelflich
.
4
.
4
Aufgrund des Gesagten steht fest, dass im Zeitpunkt des Fallabschlusses keine medizinische Behandlung mehr zur Diskussion gestanden hat, von welcher eine namhafte Verbesserung des Gesundheitszustandes hätte erwartet werden können.
Die im angefochtenen Einspracheentscheid
(
Urk.
2)
festgehaltene Leistungseinstellung per 2
3.
April 2019 erweist sich demnach als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.