Decision ID: 8c1c3d11-9b6b-5f4b-aba0-fbb9d779d152
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren
1964
, war
seit
dem 1.
Juni
2012 als Reinigerin bei der
Y._
AG angestellt und über ihre Arbeitgeberin
bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (S
uva
) obligatorisch gegen die Fol
gen von Unfällen versichert
, als sie am 1
0.
Juli 2012
als Lenkerin eines Perso
nenwagens eine seitliche Frontalkollision
erlitt
.
Sie begab sich darauf zu
Dr.
med.
Z._
, praktischer Arzt,
in Behandlung, welcher eine
Kontusion der linken Schulter
und des Halswirbelsäulenbereichs
diagnostizierte und der Versi
cherten eine bis auf Weiteres andauernde
100%ige Arbeitsunfähigkeit
attestierte
(
vgl.
Urk.
9/9
und 9/12
).
Darüber wurde die Suva m
it Schadenmeldung vom
21
.
August
2012
in Kenntnis gesetzt
(
Urk.
9/1)
, worauf sie die
Heilb
ehandlungs
kosten
übernahm und der Versicherten
ab dem 1
3.
Juli 2012
Taggelder aus
richtete
(vgl.
Urk.
9/2)
.
In der Folge nahm die Suva
zah
l
reiche
medizinische Unterlagen zu den Akten
(vgl.
Urk.
9/11, 9/24
, 9/54
, 9/5
5
, 9/57
, 9/58
, 9/66
, 9/67
und
9/70
)
, unter ande
re
m auch Berichte über
eine
am 21.
Februar 2013 begonnene psychiatrische
und psychotherapeutische
Behandlung
(vgl.
Urk.
9/40
und
9/105
)
.
A
m 2
2.
Juli 2013
untersuchte der Suva-Kreisarzt
Dr.
med.
A._
,
Facharzt FMH für Chirurgie
,
die Versicherte
(
Urk.
9/86)
.
Die Suva holte darauf
weitere
Arztbe
richte
ein (vgl.
Urk.
9/89, 9/94, 9/101
, 9/116, 9/118
und
9/119
)
und liess die Versicherte am 2
7.
Januar 2014
durch
Dr.
med.
B._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psych
otherapie
,
konsiliarisch
untersuche
n
(Urk. 9/136).
Nach dem Eingang eines
ärztlichen Verlauf
s
bericht
s vom 14.
März 2014 gelangte
der Suva-Kreisarzt
Dr.
A._
i
n einer Aktenbeurteilung vom 8.
April 2014 zum Schluss, dass die Versicherte aus
somatischer Sicht in einer
körperlich leichten bis höchstens mittelschwere
n wechselbelastenden Tätigkeit
ohne häu
fige Arbeiten über Schulterniveau
vollständig arbeitsfähig sei
; von einer weite
ren medizinischen Behandlung (ausser einer Behandlung
des psychischen Lei
dens
) sei keine erhebliche Besserung mehr zu erwarten
(Urk.
9/141
)
.
D
ie Suva
stellte darauf
m
it Verfügung vom
14
.
April 2014
die gesetzlichen Leistungen per
30.
April 2014
ein
und verneinte mangels Vorliegens adäquater Unfall
fol
gen
einen Anspruch auf weitere Geldleistungen der S
uva
in Form einer Invali
denrente und/oder einer Integritätsentschädigung
(
Urk.
9/143)
. Dagegen
liess
die Versicherte
am
29
.
April
2014
Einsprache
erheben (
Urk.
9/145)
und
anschliessend
einen weiteren Arztbericht vom
5.
Juni 2014 (
Urk.
9/148) einrei
chen.
Am 2
9.
September 2014 wurde die
Versicherte nochmals durch Dr.
A._
kreisärztlich untersucht (
Urk.
9/157).
Zu dessen Bericht nahm der Rechtsvertre
ter der Versicherten am 2
2.
Oktober 2014 schriftlich Stellung (Urk. 9/159).
Die Suva holte
darauf eine orthopädische Beurteilung
ihres
Kompetenzzentrums der
Abteilung Versicherungsmedizin vom
3.
Februar 2015 ein (
Urk.
9/162).
Danach wies
sie
die Einsprache mit Entscheid
vom
19
.
Februar 2015
ab (Urk. 2
= 9/
163
).
2.
Dagegen liess die Versicherte,
vertreten
durch Rechtsanwalt
Dr.
iur
. André
Lar
gier
, mit Eingabe vom 2
0.
März 2015 Besc
hwerde erheben mit dem Antrag,
der
Einsprachee
ntscheid
vom 1
9.
Februar 2015 sei aufzuheben, und es seien der Versicherten die gesetzlichen Leistungen aufgrund des Unfalls vom 1
0.
Juli 2012 über den 3
0.
April 2014 hinaus zuzusprechen und auszurichten; unter Entschädigungsfolgen (zuzüglich Mehrwertsteuer) zu Lasten der
Beschwerde
gegnerin
(
Urk.
1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom
3
.
Juli 2015
schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 8).
Die Replik wurde am 2
8.
September 2015 erstattet (
Urk.
13) und mit derselben ein Bericht von
Dr.
med.
C._
, Facharzt FMH für Chirurgie
,
vom 21. September 2015 eingereicht (vgl.
Urk.
14).
Am 1
3.
Oktober 2015
erstattete
die
Beschwerdegeg
nerin
ihre Duplik (
Urk.
17). Davon ha
t
die
Beschwerdeführerin
mit Verfügung vom 1
4.
Oktober 2015 Kenntnis erhalten (
Urk.
18).
Auf die Ausführungen in den Rechtsschriften und die
im Beschwerdeverfahren
neu eingereichte Unterlage (vgl.
Urk.
14) wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss Art. 6
Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) wer
den
soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt
die Versicherungsleistun
gen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen
und Berufskrankheiten gewährt
.
1.2
Die Leistungspflicht eines Unfa
llversicherers gemäss UVG setzt
voraus, dass zwischen dem Unfallereignis
und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva
li
dität, Tod) ein natürlicher
und ein adäquater
Kausalzusammenhang
besteht
.
1.
3
Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit einge
treten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzu
sammenhangs nich
t erforderlich, dass ein Unfall
die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheit
licher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen
die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat,
der Unfall
mit andern Worten nicht wegge
dacht werden kann, ohne dass auch die ein
getretene gesund
heitliche Störung entfiele (BGE
129 V 177 E. 3.1, 402 E.
4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen
)
.
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesund
heitlichen Störung ein natürli
cher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwal
tung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm oblie
gen
den Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen
Beweis
grad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglich
keit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungs
anspruches
nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Wird durch den Unfall
ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder über
haupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf
unfallfremden
Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall
bestanden hat (Status quo ante) oder aber der
jenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall
früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr.
U 142 S.
75 E.
4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U
172/94 vom 26.
April 1995
)
. Das Dahin
fallen jeder kausalen Bedeutung
muss mit dem im
Sozialversicherungs
recht
üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr.
U 363 S.
45; BGE
119 V 7 E. 3c/
aa
).
Die
blosse
Möglich
keit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls
genügt nicht.
Da es sich hie
r
bei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die entsprechende Beweislast
–
anders als bei der Frage, ob ein
leistungs
begründender
natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist
–
nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr.
U 206 S.
328
f. E.
3b, 1992 Nr.
U 142 S. 76).
Diese Beweisgrundsätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfolgen und sind für sämtliche
Leis
tungsarten
massgebend
(
Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11.
März 2014 E.
2.3.1 mit Hinweisen).
Mit dem Erreichen des
S
tatus quo sine
vel
ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der
S
tatus quo sine
vel
ante noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfa
llversicherer gestützt auf Art. 36 Abs.
1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kostenvergütungen zu übernehmen, worunter auch die
Heilbehandlungskosten
nach Art.
10 UVG fallen
(Urteil des Bundesgerichts 8C_637/20
13 vom 11. März 2014 E. 2.3.2).
1.
4
Als adäquate Ursache eines Erfolges hat ein Ereignis nach der Rechtsprechung zu gelten,
wenn es nach dem ge
wöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allge
meinen Lebens
erfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des ein
ge
tretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Er
folges also durch das Ereig
nis
allgemein als begünstigt erscheint (
BGE 129 V 177 E. 3.2,
40
2 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
Bei objektiv ausgewiesenen organischen Unfallfolgen deckt sich die adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 134 V 109 E. 2.1).
Demgegenüber ist bei orga
nisch nicht objektiv ausgewiesenen Beschwerden zu unterscheiden, ob es sich um psychische Fehlentwicklungen nach Unfall han
delt, bei welchen die Adäquanzkriterien unter Ausschluss psychischer Aspekte zu prüfen sind (soge
nannte Psycho-Praxis; vgl. BGE 115 V 133), oder ob ein
Schleu
dertrauma
, eine äquivalente Verletzung der Halswirbelsäule oder ein Schä
del-Hirntrauma vor
liegt, bei welchen auf eine Differenzierung zwischen psy
chischen und physi
schen Komponenten zu verzichten und eine gesamthafte Prüfung vorzunehmen ist (sogenannte Schleudertrauma-Praxis; vgl. BGE 134 V
109).
2.
Die Beschwerdegegnerin begründete die Einstellung der Versicherungs
leistun
gen im Wesentlichen damit,
es sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt,
dass
das Unfallereignis vom 1
0.
Juli 2012 nicht mehr Ursache des Scha
dens an der linken Schulter sei, wie er sich am 1
4.
Januar 2014 präsentiert
hab
e
. Der Status quo sine
sei am 1
4.
Januar 2014, spätestens aber zum Zeit
punkt des Verfügungserlasses am 1
4.
April 2014, erreicht gewesen. Hinsichtlich der im Weiteren geklagten Beschwerden mangle es an einem objektivierbaren organischen Substrat, welches auf das Unfallereignis vo
m 10.
Juli 2012 zurück
zuführen sei. Diesbezüglich sei
das Vorliegen eines adäquaten Kausalzusam
menhangs zum Unfallereignis vom 1
0.
Juli 2010
nach der Rechtsprechung zur psychischen Fehlentwicklung nach einem Unfall
zu prüfen und zu verneinen
(
vgl.
Urk.
2
und 8
).
Demgegenüber lässt die Beschwerdeführerin den Standpunkt vertreten, die Beschwerdegegnerin habe den Nachweis für das Dahinfallen jeder kausalen
Bedeutung von unfallbedingten Ursachen per Ende April 2014 nicht erbracht, so dass die Leistungseinstellung nicht korrekt sei (
vgl.
Urk.
1
und 13
).
3.
3.1
In somatischer Hinsicht lässt sich den Akten entnehmen,
dass ein
Tag nach dem Autou
nfall vom 1
0.
Juli 2012 Röntgenaufnahmen
der Halswirbelsäule und
des
Dens
axis
erstellt wurden. Dabei zeigten sich
leichte
Uncovertebralarth
r
osen
C5 und
C6 sowie linksseitig C7
,
eine regelrechte Artikulation der kleinen
Wirbel
gelenke
und e
ine
posteriore
Spondylose C6/C
7.
Es wurden
weder
Wirbelkörper
frakturen
noch eine
atlantodentale
Dislokation
festgestellt
. Der
Dens
axis
war mittelständig. Ferner wurden keine Pathologien der paravertebralen Weichteile und keine Halsrippen
diagnostiziert
(
Urk.
9/11).
3.2
Am
2
4.
August 2012
fand
i
n der Klinik
D._
eine
kernspin
tomographi
sche
Untersu
chung der linken Schulter und der Halswirbelsäule statt.
Diese ergab eine
partielle Läsion der
Supraspinatussehne
der linken Schulter mit Unterflächenveränderungen von etwa 10 mm Länge distal/ve
ntral und leichter Sehnenausdünn
ung,
an
sonst
en
aber regelrechte
Rotatoren
ohne muskuläre Atrophie/Verfettung.
Überdies
bes
tanden deutliche Zeichen einer B
ursi
tis
sub
acromialis
/
subdeltoidea
. Hinsichtlich der Halswirbelsäule wurde
n
eine leichte
zervikale
Fehlhaltung, keine
diskoligamentäre
Läsion, eine
rechtsbetonte
flä
chenhafte
Protrusion
C5/6 und eine möglich
e
geringe Irritation der C6-Wurzel
diagnostiziert
(
Urk.
9/55).
3.3
Dr.
med.
E._
, Facharzt FMH für Neurologie, untersuchte die Beschwer
deführerin erstmals am 2
2.
November 201
2.
Er diagnostizierte einen Kopfanprall mit wahrscheinlich leichter Commotio cerebri (Hirnerschütterung)
,
eine seitliche Überdehnung der Halswirbelsä
u
le und eine
Prellung der linken Schulter
, welche die Patientin im Rahmen des Autounfalls vom 1
0.
Juli 2012 erlitten habe.
Sie klage
über
ständige
hauptsächlich linksseitige
Nacken- und Kopfschmerzen
mit Schmerzausstrahlungen in den
linken
Schulter-
und
Arm
bereich
bis in die linke Hand. Begleitend nehme sie zudem häufig
Kribbelge
fühle
im linken Arm wahr.
Als relevante Befunde vermerkte
Dr.
E._
eine schmerzbedingte Bewegungseinschränkung der Halswirbelsäule mit
palpatorisch
verdickter
druckdolenter
und deutlich tonisierter Nacken- und
Schultermusku
latur
. Neurologische Ausfälle bestünden keine, so dass eine Verletzung am Ner
vensystem nicht anzunehmen sei (Urk. 9/24).
3.4
Wegen
persistierende
r
Beschwerden im Bereich der linken Schulter und
d
er
Hals
wirbelsäule
konsultierte
die Beschwerdeführerin
wiederholt
Dr.
med.
F._
, Facharzt FMH für Chirurgie, Unfallchirurgie, Sportmedi
zin und orthopädische Chirurgie. Dieser
hielt in seinem Bericht vom 2
4.
Mai 2013
(
Urk.
9/54)
fest, dass die letzte
Untersuchung
am
1
4.
Januar 2013
stattgefunden habe. Er
diagnostizierte eine Teilruptur der
Supras
pinatussehne
der linken Schulter
, eine
Protrusion
C4/C5 und eine
linksseitige
Nervenwurzelirritation C
6.
Überdies äusserte er
aufgrund klinischer Hinweise
den Verdacht auf eine Kapselinstabilität der linken Schulter
mit Sc
hmerzausbreitung entlang der
Biz
epssehne
. Die verordnete Physiotherapie habe zu einer Verbesserung der Schmerzen im Bereich der linken Schulter geführt. Es bestünden lediglich noch Beschwerden bei
endgradigen
Bewegungspos
i
tionen.
Seit
dem 1
4.
Februar 2013
betrage die
Arbeitsunfähigkeit 0 %
.
3.
5
Am
6.
Juni 2013
wurde die Beschwerdeführerin erneut von
Dr.
E._
unter
sucht, da sie über eine deutliche Zunahme der Nacken- und Kopfschmerzen in den letzten Monaten geklagt hatte. Er erhob eine schmerzbedingte
Bewegungs
einschränkung
der Halswirbelsäule um 30
%
mit
palpatorisch
verdickter und
druckdolenter
Nacken- und Schultermuskulatur, hauptsächlich auf der linken Seite, ansonsten aber einen unauffälligen Status.
Er fand keine
Hinweise für eine relevante Läsion einer zervikalen Wurzel (Urk. 9/66).
Gleichentags
suchte die Beschwerdeführerin
Dr.
med.
G._
, Fach
arzt FMH für orthopädische Chirurgie,
auf und berichtete ihm
von immer noch
bestehenden
ähnlichen Beschwerden wie vor elf Monaten. Sie habe lokale Beschwerden vor allem links paravertebral im Bereich der Halswirbelsäule, es gebe aber auch eine ausstrahlende Symptomatik in den linken Arm. Bei der kli
nischen Untersuchung
zeigten
sich eine schmerzhafte Einschränkung der Ink
li
nation und der Links-Rotation
.
Überdies war d
ie Motorik der linken oberen Extremität im Vergleich zur rechten Seite insgesamt abgeschwächt.
Zum
Rönt
genbefund
vermerkte
Dr.
G._
, dass die Funktionsaufnahmen der
Halswir
belsäule
in der Inklination eine leichte Verschmälerung des Bandscheibenfaches C6/7, jedoch keinen Kollaps zeigten (
Urk.
9/67).
Er
attestierte bis zum 3
0.
Juni 2013 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (
Urk.
9/70).
3.
6
D
er
Suva-Kreisarzt
Dr.
A._
hielt in seinem Bericht vom 2
2.
Juli 2013
(Urk. 9/86)
über die gleichentags durchgeführte Untersuchung
fest, dass die Beschwerdeführerin
bei ihm
über seit dem Unfall vorhandene Schmerzen im Bereich des linken Nackens und der linken Schulter mit Ausstrahlung zum Teil bis in den linken Unterarm, manchmal a
uch bis in die linke Hand,
klagte
.
Objektiv habe er auf der linken Seite eine eingeschränkte Schulterbeweglichkeit in Bezug auf Ante- und Retroversion
(100/0/15°)
und Ab- und Adduktion
(120/0/30°)
sowie
paravertebrale
muskuläre Verspannungen festgestellt. Der
letzte Untersuchungsbefund von
Dr.
F._
liege zwar noch nicht vor. Die Patientin und ihr Ehemann hätten aber berichtet, dass
Dr.
F._
eine Infiltrationstherapie vorgeschlagen habe. Dies bei der im MRI nachgewiesenen Bursitis, bei welcher wahrscheinlich eine unfallbedingte (zumindest Teil-)Kau
salität bestehe (
Urk.
9/86 S. 5).
Bezüglich der Halswirbelsäule hätten sich weder bildgebend noch in der fach
neurologischen Untersuchung unfallbedingte strukturelle Läsionen ergeben. Die in der aktuellen Untersuchung festgestellten muskulären Verspannungen seien
mit
überwiegend
er W
ahrscheinlich
keit
auf die Schultersymptomatik zurückzu
führen. Eine unfallbedingte Behandlung von Beschwerden von Seiten der
Hals
wirbelsäule
sei somit nicht mehr notwendig
(
Urk.
9/86 S. 5 f.)
.
Es hätten sich bisher noch keine Änderungen bezüglich der
vom Hausarzt attes
tierten
Arbeits
un
fähigkeit ergeben. Er bitte um Vorlage weiterer
Verlaufsbe
richte
,
auch
solcher
von
Dr.
F._
(
Urk.
9/86 S. 6).
3.
7
Am 2
6.
September 2013 erstattete
Dr.
F._
einen ärztlichen Zwischen
bericht (
Urk.
9/101
S. 1
), in welchem er die Teilruptur der
Supraspinatussehne
der linken Schulter, den Verdacht auf eine Kapselinstabilität der linken Schulter, die
Protrusion
C4/C5 und die
linksseitige
Nervenwurzelirritation C6 als Diag
nosen festhielt. Am 1
1.
September 2013 sei eine
subacromiale
Infiltration
in
d
ie
linke
Schulter erfolgt, welche die Schmerzen der Patientin zur Hälfte gebessert habe. Zusätzlich sei die Patientin in psychiatrischer Behandlung. Die Wieder
aufnahme der Arbeit sei nicht absehbar.
Gemäss einem
weiteren Zwischenbericht vom 1
4.
März 2014
stellte
Dr.
F._
anlässlich
der
Untersuchung vom 1
4.
Januar 2014 eine Besse
rung der Beschwerden
in die linke
Schulter
fest
. Er erhob eine gering reduzierte
Muskel
manschette
, keine Schwellung
, Flexion/Extension
:
180/0/40
°
,
Aussenro
tation
/
In
nenrotation
:
60/0/90
°
, Anteversion/Retroversion
:
170/0/40
°
, und
keine Symptome für ein Engpass
s
yndrom ohne Druckschmerz im Verlauf der
Bizeps
sehne
. Die Beweglichkeit für die Vor- und Seitenhebung
sei nicht eingeschränkt
. Der Nacken- und der
Schürzgriff
seien vollständig. Die Patientin befinde sich in psychiatrischer Behandlung und nehme Psychopharmaka gegen Depressionen ein. Derzeit werde
sie
durch den Psychiater als zu 100 % arbeitsunfähig beur
teilt (
Urk.
9/139).
3.
8
Am
5.
Juni 2014 wurde die Beschwerdeführerin von
Dr.
med.
H._
, Facharzt FMH für orthopädische Chirurgie, spez. Schulterchirurgie, untersucht.
Zum
sonografischen
Befund der linken Schulter hielt er
in seinem gleichentags verfassten Bericht
fest, dass die lange
Bizepssehne
ohne Erguss im
Sulcus
zentriert sei.
Es bestünden
eine mögliche Partialläsion an der Unterfläche der
Subscapularissehne
und eine Oberflächenläsion der
Supraspinatussehne
im ventralen Anteil. Die
Infraspinatussehne
sei intakt. Überdies sei eine AC-Arth
rose
vorhanden
. E
r
hielt
darauf
eine Partialruptur der
Supraspinatussehne
bei
Impingement
und
eine
schmerzhafte AC-Arthrose
als Diagnosen fest
(Urk. 9/148 S. 1).
Die konservative Therapie habe
bisher
keinen positiven und anhaltenden Effekt gezeigt. Aus diesem Grund habe er der Patientin die möglichen Optionen zur weiteren Therapie vorgeschlagen und erläutert. Um bei lang anhaltender Effektlosigkeit der konservativen Therapie die Ursache der Schmerzen effektiv anzugehen, schlage er eine Arthroskopie vor und die Behebung der dann auf
fallenden Läsionen. Es könne jedoch auch bei einer Partialläsion der
Supra
spinatussehne
und guter Kraftentfaltung in diesem Bereich nochmals eine
sub
acromiale
Steroidinjektion
mit
anschliessende
r
Physiotherapie zur Kräftigung der Rumpfmuskulatur durchgeführt werden. Dies würde nochmals mindestens zwei Monate in Anspruch nehmen (
Urk.
9/148 S.
2).
3.
9
Dem Bericht von
Dr.
A._
29. September 2014 (
Urk.
9/157)
zur
letzten
kreis
ärzt
lichen
Untersuchung vom
selben Tag
ist zu entnehmen, dass die Beschwer
deführerin über immer noch vorhandene Schmerzen in der linken Schulter klagte, welche bis zum Nacken und bis zum Oberarm/Unterarm und in die linke Hand ziehen
würden
. Morgens nach dem Aufwachen habe sie manch
mal ein Gefühl von Ameisenlaufen in der linken Hand. Etwa zweimal pro Woche wache sie auch nachts auf wegen der Schmerzen in der Schulter. Nach der Infiltration in die linke Schulter sei die Schmerzsituation während nur etwa einer Woche besser gewesen (
Urk.
9/157 S. 4).
Dr.
A._
stellte bei der Unter
suchung eine Bewegungseinschränkung im linken Schultergelenk
(
Antever
sion
/Retroversion: 140/0/25
°
, Abduktion/Ad
duktion: 135/0/25
°
,
Extrarota
tion
/
In
trarotation
bei gebeugtem Arm: 40/0/90
°
)
und
,
soweit beurteilbar
,
Zeichen einer
Impingement
symptomatik
, jedoch keine klinischen Anzeichen einer
Rotatorenmanschetten
ruptur
fest.
Bezüglich der Unfallkausalität der Schulterbeschwerden habe er i
n seinem
Bericht vom 2
2.
Juli 2013 eine unfallbedingte Teilkausalität in Bezug auf die im MRI nachgewiesene Bursitis
subacromialis
/
subdeltoidea
anerkannt. Die anderen im MRI beschri
e
benen Veränderungen, wie die partielle Läsion der
Supra
s
pi
natussehne
mit Unterflächenveränder
ungen und leichter Sehnenausdünn
ung, seien jedoch überwiegend wahrscheinlich degenerativ bedingt und nicht
unfall
bedingt
, insb
e
sondere da eine direkte Kontusion kein adäquates Trauma für ein
e
Rotatorenmanschetten
(teil-)
ruptur
sei. Die Bursitis sei als Kontusionsfolge über
nommen worden, eine stärkere Kontusion habe jedoch nicht stattgefunden, da im MRI keinerlei
Bone
bruise
nachweisbar gewesen sei (
Urk.
9/157 S. 6).
Die im Bericht von
Dr.
F._
vom 1
4.
März 2014 beschriebenen B
efunde entsprächen Normbefunden.
Die
Ultraschalluntersuchung von
Dr.
H._
habe
keine Anzeichen für eine weiterbestehende Bursitis
ergeben
. Somit könne
in somatischer Hinsicht,
bei Fehlen unfallbedingter struktureller Veränderungen
,
spätestens
im Zeitpunkt
der Verfügung vom 1
4.
April 2014 von einem Status quo sine ausgegangen werden. Die Weiterbehandlung beziehe sich auf die degenerativen Läsionen und sei nicht me
hr unfallbedingt (
Urk.
9/157 S.
6).
3.10
Dr.
med.
I._
, Facharzt FMH für orthopädische Chirurgie und Trauma
tologie des Bewegungsapparates,
vom Kompetenzzentrum der Abteilung
Versi
cherungsmedizin
der Suva
, zog in seiner orthopädischen Beurteilung vom
3.
Februar 2015 in Betracht, dass im Ers
tbehandlungsbericht von
Dr.
Z._
äussere Anzeichen einer traumatischen Gewalteinwirkung
,
wie zum Beispiel eine Blutergussbildung
, eine Schwellung oder Schürfung
en im Bereich des Kopfes
und
des linken Schultergelenkes
,
nicht dokumentiert seien. Auf den
einen Tag nach dem Unfall erstellten Röntgenaufnahmen
fänden sich keine Anzeichen für strukturelle knöcherne Verletzungen,
Gefügestörungen
der zervi
kalen Bandscheibensegmente oder andere Anzeichen, die auf eine relevante Traumatisierung der Halswirbelsäule hinwiesen (
Urk.
9/162 S. 12).
Kernspintomograp
h
isch
hätten
sich zei
t
nah
,
sechs Wochen nach dem
Unfaller
eignis
,
ebenfalls keine Hinweise auf eine relevante
traumatische
Gewalteinwir
kung
ergeben
;
es
hätten
keinerlei Hinweise auf ein
Bone
bruise
(Ödem des Oberarmkopfes),
auf
Blutablagerungen oder andere
Flüssigkeits
kollektionen
i
m Schultergelenk umgebenden und bedeckenden Weichteilmantel
bestanden
. Ein intraartikulärer Gelenkerguss
sei ebenfalls nicht ersichtlich
gewesen
(
Urk.
9/162 S. 12).
Aufgrund
seiner
persönlichen Einsichtnahme in die Röntgenaufnahme der
Hals
wirbelsäule
vom 1
1.
Juli 2012 und d
ie
kernspintomographischen Aufnahmen des
linken Schultergelenkes vom 24.
August 2012 erhebe er folgende Befunde
(
Urk.
9/162 S. 12)
:
Es
bestehe
eine
Entlordosierung
der
Halswirbel
s
ä
ule zwischen den zervikalen Segmenten C2-C6
,
ohne eine segmental betonte
Gefügestörung
oder Hinweise für e
ine knöcherne Verletzung der ze
rvikalen Wirbelkörper, der Dorn- oder Querfortsätze oder des
atlanto-occipitalen
Übergangsbereiches. Die leichte Auf
hebung der Lordose der Halswirbels
ä
ule spreche für eine ausgeprägte Verspan
nung der rückseitigen paravertebralen Muskulatur infolge einer Distorsion im Rahmen eines zervikalen Beschleunigungstraumas. Die Überdehnung führe zu einer Schonstreckhaltung der Halswirbelsäule.
Die Kernspintomographieaufnahmen des linken Schultergelenkes zeig
t
e
n
eine leichte Arthrose des AC-Gelenkes und eine
subacromiale
Engpass-Kon
stellation mit Down-
Slope
des
Ac
romions
und
einer
Verringerung und Einengung des
subacromialen
Raumes. Es fänden sich deutliche Anzeichen für eine
Flüssig
keitseinlagerung
in die die
Rotatorenmanschette
bedeckenden Gewebeanteile des Schleimbeutelkomplexes mit Betonung des Bereiches unterhalb des
arthro
tisch
veränderten AC-Gelenkes. Es
seien
ebenfalls Echoalterationen im Bereich der Unterseite der
Supraspinatussehne
im Sinne einer flächigen
Gewebeausdün
nung
,
ohne
eine
erkennbare
Kontinuitäts
unterbrechung
oder
eine
die ganze Sehne durchgreifende Rissbildung
,
ersichtlich
.
Es bestünden
keinerlei Anzeichen für ein Ödem des Oberarm
k
opfes,
für
Flüssig
keitskollektionen
im Bereich des Weichteilmantels oder Hinweise auf einen int
raartikulären Gelenkerguss als Ausdruck einer stärkeren Gewalteinwirkung auf das linke Schultergelenk (
Urk.
9/162 S. 12).
Die neurologische Untersuchung vom 2
3.
November 2012
,
viereinhalb Monate nach dem Unfallereignis
,
habe
trotz der von der Versicherten permanent geäusserten Nacken- und Schulterschmerzen mit Ausstrahlung in den linken Arm keine Hinweise für neurologische Ausfallerscheinungen bezüglich des zentralen und peripheren Nervensystems
ergeben
.
Der
Neurologe
Dr.
E._
habe
am 2
3.
November 2012 sowohl
radikuläre
Symptome als Hinweis auf eine Kompression neurogener Strukturen als auch verschleissbedingte oder trauma
tische Schäden der intra- und
extrakraniellen
Gefässe aus
geschlossen
und in einer weiteren Untersuchung sechseinhalb Monate später
,
am
6.
Juni 2013
,
den primär beschriebenen unauffälligen
neurologischen Befund
bestätigt
(
Urk.
9/162 S.
13).
In der Zusammenschau aller klinis
chen und bildgebenden Befunde m
ü
s
se davon ausgega
n
gen werden, dass es infolge des Unfallereignisses vom 1
0.
Juli 2012 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu einer leichten Kontusion des Kopfes und des linken Schultergelenkes und
zu einer
lei
chte
n
Distorsion der
Halswir
bel
s
ä
ule
gekommen sei
(
Urk.
9/162 S. 13)
.
An
der Halswirbelsäule
habe
bereits vor de
m
Schaden
s
ereignis eine leichte
Ver
schleisserkrankung
mit klinisch asymptomatischen Veränderungen e
i
ner
Ban
d
scheibenvorwölbung
(
Protrusion
)
C4/5 und einer Einengung des
Nervenaus
trittsloches
der
linken
Band
scheibenetage C6
bestanden
.
Überdies
hätten
an der linken Schulter
bereits vor dem Unfallereignis ein klinisch asymptoma
tisches, anlagebedingtes
subacr
omiales
Engpasssyndrom und eine unfallunabhängige vor
bestehende leichte Arthrose de
s linken
AC-Gelenkes
vorgelegen
.
Versicherungsmedizinisch
sei zu beurteilen
, ob die im Rahmen der
kernspinto
mographischen
Diagnostik vom 2
4.
August 2012 festgestellte Teilschädigung der
Supraspinatussehne
als Folg
e des Unfallereignisses vom 10.
Juli 2012 oder
als Folge
einer anlage- beziehungsweise verschleissbedingten Erkrankung der
Rotatorenmanschette
anzusehen sei
(
Urk.
9/162 S. 13)
.
Die
Rotatorenmanschette
sei eine aus den Sehnen von vie
r Muskeln zusammen
gesetzte Sehnenplatte, d
ie am Oberarmkopf vom
Tuberculu
m
minus bis zum
Tuberculum
majus
flächig ansetze. Bei den vier Sehnen handle es sich
um
die
Supraspinatus
-,
die
Supscapularis
-,
die
Infraspinatus
- und die
Ter
esminors
ehne
. Die wesentliche Funktion der
Rotatorenmanschette
bestehe nebe
n
der Kraf
t
übertragung in der Zentrierung des Oberarmkopfes in der
Schultergel
e
nks
pfanne
bei Bewegungen des Armes. Zwischen der v
entral (vorne) ansetzenden
Subs
c
a
pularissehne
und der weiter kranial (oben) ansetzenden
Supraspinatus
sehn
e
sei das sogenannte
Rotatorenintervall
mit dem
Pull
e
y
-Komplex lokali
siert.
Eine Kontinuitätsunterbrechung der
Rotatorenmanschette
führe zu einer gestör
ten Kraftübertragung der Muskeln auf die Sehnen und auf den Oberarmkopf und damit zur Einschränkung der Beweglichkeit und Kraft im Schultergelenk (
Urk.
9/162 S. 13).
Als geeig
n
ete Verletzung
smechanismen, welche einen Riss
der
Rotatorenman
schette
verursachen könnten, würden in der Literatur folgende genannt
(
Urk.
9/162 S. 14)
:
Erstens die passiv forcierte Aussen- oder
Innenrotation bei anliegendem und/oder abgespreiztem Arm: Als Beispiele würden der Sturz vom Gerüst nach vorne mit dem Versuch, den Fall durch Festhalten abzufangen, oder der
Trep
pensturz
mit der Hand am Geländer aufgeführt. Bei dem zugrundeliegenden krankhaften Mechanismus handle es sich um eine massive exzentrische Üb
er
dehnung von Strukturen der Seh
nenmanschette bei Aussen- oder Innenrotation.
Zwei
t
ens passive Traktionen nach unten, vorne oder innen:
Als Beispiel werde das ungeplante Auffangen eines schweren fallenden oder stürzenden Gegen
standes angegeben. Als
z
ugrundeli
e
gender
Pathomechanismus
werde die mas
sive Überd
e
hnung von Strukturen der
Rotatorenmanschette
mit potenzieller Zerreissung beschrieben.
Drittens die starke Zugbelastung bei Abspreizen des Armes:
Als Beispiel werde das Hineinfallen einer Last in die ausgebreiteten Arme mit exzentrischer Über
dehnung von Strukturen der Sehnenmanschette bei Abspreizen angeführt.
Viertens die Ausrenkung des Schultergelenkes (Schulterluxation): Der Riss der
Rotatorenmanschette
entstehe durch eine Schulterluxation mit exzentrischer Belastung der Kapsel und der Sehnenansätze.
Es bestehe Einigkeit in der gängigen Fachliteratur, dass ein Anprallereignis des Schultergelenkes nicht geeignet sei, eine Verletzung der
Rotatorenmanschette
zu bewirken
(
Urk.
9/162 S. 14)
.
Defekte oder Gewebeausdünnungen der
Rotatorenmanschette
würden als Folge eines multifaktoriellen Gesche
hens angesehen. Nach Weber und
R
ompe
stünden dabei die degenerativen Veränderungen im Mittelpunkt.
Weber verweise auf Untersuchungen, nach denen Patienten mit Schulterbeschwerden zwischen dem 4
0.
und 5
6.
Lebensjahr in 25
%
, im Alter von 56 bis 76 Jahren in 39
%
und jenseits davon in 50
%
der Fälle
Rotatorenmanschettenrupturen
ohne eine traumatische Einwirkung aufwiesen. Zitiert nach
G
laser et al. in
Ianotti
fänden sich degenerativ bedingte Läsionen der
Rotatorenman
schette
in der Regel ab dem 40. b
is
zum
6
0.
Lebensjahr mit Zunahme in Abhängigkeit vom Lebensalter.
Insbesondere die an
lagebedingte Einengung des
Subac
romialraumes
könne (zum Beispiel verursacht durch knöcherne
Exostosen
eines Schulterdachsporns, Arthrose des AC-Gelenks oder durch Einlagerung von Kalk in der
Supraspi
natussehne
) zur Schädigung der
Rotatorenmanschette
führen. Die ständige me
chanische Beeinträchtigung b
eim Gleitvorgang durch den
Subac
romialraum
führe alter
s
abhängig zur Störung der Gewebestruktur bis hin zu Nekrosen und
zur
Rissbildung der Sehnenmanschette (
Urk.
9/162 S. 14).
Insbesondere der ansatznahe Teil der
Supras
p
inatussehne
sei für eine degenera
tive Schädigung empfindlich. Na
ch Katzer sei als Erklärung hin
s
i
chtlich der Ätiologie der
Rotatorenmanschettenruptur
bereits frühzeitig eine gefässarme (hypovaskuläre) Zone im Verlauf des ansatznahen Bereichs der
Supraspinatus
sehne
beschrieben
worden
(
Urk.
9/162 S. 15).
Zusammenfassend seien Gewebeausdünnungen, Kontinuitätsunterbrechungen und partielle Rissbildungen der
Rotatorenmanschette
mit zunehmendem Alter häufige Folge von Abnutzungserscheinungen und könnten ohne ursächliches Unfallereignis vo
rkommen
.
Im v
orliegenden Fall handle es sich um eine ansatznahe, flächige
Gewe
be
ausdün
nung
der
Supraspinatussehne
im gelenknahen Unterflächen
an
teil. Eine eigentliche Rissbildung sei nicht nachweisbar. Anlagebedingt finde sich bereits im Vorfeld des Unfallereignisses ein
subacromiales
En
g
pass
s
yndrom mit
Impin
gement
der
Supraspinatussehne
und der die Manschette bedeckenden und schü
t
zenden Gleitgewebe des
S
chleimbeutels. Das Engpasss
yndrom werde
einerseits durch die anlagebedingte Normvariante des
Sc
hulterdachs (
Acromion
) mit verstärkter Abknickung nach unten (kaudal) und andererseits durch die Knochenspornbildung an der Unterfläche des unfallunabhängig
arthrotisch
ver
änderten
Acromioclavicular
gelenkes
verstärkt.
Schon ein leichtes
Anprallereig
nis
könne zur Dekompensation und Entzündung des ohnehin stark eingeengten und bis dahin häufig klinisch asymptomatischen Schleimbeutelgewebes führen
(
Urk.
9/162 S.
15)
.
Mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit
sei es
infolge des Unfallereignisses vom 1
0.
Juli 2012 zu einer vorübergehenden Verschlimmerung des anlage- und verschleissbedingten Vorzustand
es eines
subacromialen
Engpasss
yndroms mit
Impingement
des Schleimbeutelkomplexes und der
Supraspinatussehne
gekom
men. Der Unfallhergang respektive die Intensität der traumatischen Gewaltein
wirkung se
i
en jedoch
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht geeignet, die kernspintomographisch diagnostizierte Teilläsion der
Supraspinatussehne
zu bewirken.
Aufgrund des klinischen Verlaufes und der weitgehenden Bewegungsfreiheit des Schultergelenkes, dokumentiert durch
Dr.
F._
, sei der Status quo sine spätestens zum Zeitpunkt der Konsultation
am 1
4.
Januar 2014 erreicht gewe
sen (
Urk.
9/162 S. 15). Die nach diesem
Zeitpunkt von der Versicherten g
eklagte Beschwerdesymptomatik beruhe mit überwiegender Wahrscheinlichkeit aus
schliesslich auf anlage- und verschleissbedingten Veränderungen des linken Schultergelenkes und stehe nicht mehr im kausalen Zusammenhang mit dem Schaden
s
ereignis vom 1
0.
Juli 2012 (
Urk.
9/162 S. 16).
Zusammenfassend
hielt
Dr.
I._
fest
, dass die Versicherte im Zeitpunkt des Unfallereignisses vom 1
0.
Juli 2012 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit unter einem klinisch asymptomatischen, anlagebedingt vorbes
tehenden
sub
acromialen
Engpasss
yndrom mit
Impingement
der
Supraspinatussehne
und des Schleimbeutelkomplexes gelitten habe. Infolge des Schadensereignisses vom 1
0.
Juli 2012 sei es mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu einer vorüberge
henden Verschlimme
rung des
subacromialen
Engpasss
yndroms mit Schleim
beu
tel
entzündung
(Bursitis)
gekommen. Eine strukturelle Schädigung des linken Schultergelenkes im Sinne einer richtungsgebenden Veränderung sei durch das Schadensereignis vom 1
0.
Juli 2012 nicht entstanden. Der Status quo sine sei spätestens zum Zeitpunkt der Konsultation der Versicherten bei
Dr.
F._
am 1
4.
Januar 2014 erreicht gewesen (
Urk.
9/162 S. 16).
4.
4.1
Zu Recht
hat die Beschwerdeführerin
bei der geschilderten medizinischen Akten
lage
nicht
in Frage gestellt, dass
die bezüglich der Halswirbelsäule
geklagten Beschwerden
nicht auf das Ereignis vom 1
0.
Juli 2012 zurückzufüh
ren, sondern lediglich degenerativer Natur sind
(
Urk.
1 und
13
; vgl. Urk.
9/11, 9/24, 9/55, 9/66, 9/70 und 9/86 S. 5 f.).
4.2
Demgegenüber ist strittig und zu prüfen, wie es sich mit der Kausalität hinsicht
lich der
zur Diskussion stehenden
Beschwerden an der linken Schulter verhält (vgl.
Urk.
1
, 2,
8, 13
und
17
). Die
Beschwerdegegnerin
stellte diesbezüglich
beim Erlass des angefochtenen Entscheids
auf die Berichte des Suva-Kreisarztes
Dr.
A._
und auf die or
thopädische Beurteilung von Dr.
I._
ab (vgl.
Urk.
2 S. 10).
4.
3
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
Die Rechtsprechung geht in Bezug auf die Würdigung von ärztlichen Berichten, welche die Suva im Administrativverfahren einholt, seit je davon aus, dass die Anstalt, solange sie in einem konkreten Fall noch nicht Prozesspartei ist, als Verwaltungsorgan dem Gesetzesvollzug dient. Wenn die von der Suva beauf
tragten Ärzte und Ärztinnen zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, darf das Gericht in seiner Beweiswürdigung auch solchen Gutachten folgen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (vgl. BGE 104 V 209 E. c; RKUV 1991 Nr. U 133 S. 312).
4.4
Bezüglich der Berichte von
Dr.
A._
vom
2
2.
Juli 2013 (
Urk.
9/86) und vom 29. September 2014 (
Urk.
9/157) ist zu bemerken, dass sie auf persönlichen Untersuchungen basieren und in Kenntnis der medizinischen Aktenlage erstellt wurden. Sie erfüllen auch sonst sämtliche von der Rechtsprechung statuierten Anforderungen an ein medizinisches Gutachten (vgl. BGE 134 V 231 E. 5a und 125 V 351 E. 3a).
Es erscheint insbesondere nachvollziehbar, und wird auch von Seiten der
Be
schwer
de
gegn
erin
nicht in Abrede gestellt, dass das Ereignis vom 1
0.
Juli 2012, namentlich
der Anprall mit
Schulterkontusion
,
die Bursitis
subacromia
lis
/
subdeltoidea
zumindest mitverursachte.
Ebenso leuchtet ein, dass
die
Bursitis
subacromialis
/
subdeltoidea
a
m
1
4.
Januar 2014
– rund 1 1⁄2
Jahre später –
wie
der
abgeheilt war
, ansonsten
Dr.
F._
anlässlich
der Untersuchung zum
damaligen
Zeitpunkt
keine Normbefunde erhoben hätte
(Urk. 9/157 S. 6; vgl.
Urk.
9/139)
. Diese Einschätzung wird, wie
Dr.
A._
richtig
anführte
(vgl.
Urk.
9/157 S. 6)
, zusätzlich durch die Resultate der
Ultraschalluntersuchung
durch
Dr.
H._
untermauert, welche
keine Anzeichen für eine weiterbeste
hende Bursitis
ergaben
(vgl.
Urk.
9/148)
.
Unter diesen Umständen bestand, ent
gegen der von Seiten der Beschwerdeführerin vertretenen Auffassung, auch kein Anlass, mit einem erneuten MRI zu prüfen, ob doch noch eine Bursitis vorhan
den sein könnte (
Urk.
1 S. 7
f.
und 13 S. 3). Vielmehr erscheint es gestützt auf die Ausführungen von
Dr.
A._
und die übrige medizinische Aktenlage als überwiegend wahrscheinlich,
dass im Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung vom 1
4.
April 2014 keine durch das Ereignis vom 1
0.
Juli 2012 (mit
)verursachte Bursitis
subacromialis
/
subdeltoidea
mehr vorlag.
Dies genügt, da der von Seiten der Beschwerdeführerin verlangte stringente Beweis (vgl.
Urk.
1 S. 7 f.
und 13 S. 3
) nicht erforderlich ist.
Die partielle Läsion der
Supra
s
pinatussehne
mit Unterflächenveränderungen und leichter Sehnenausdünn
ung beurteilte
Dr.
A._
als
überwiegend wahr
scheinlich degenerativ bedingt und
nicht
als
unfallbedingt. Zur Begründung führte er
insbesondere
an,
da
ss
eine direkte Kontusion kein adäquates Trauma für eine
Rotato
renmanschetten
(teil-)
ruptur
sei
(
Urk.
9/157 S.
6).
Diese Einschät
zung
teilte auch
Dr.
I._
, welcher
eine
eingehend
e
un
d nachvollziehbare Begründung mit diversen Verweisen
auf die medizinische Aktenlage
und die Fachliteratur
verfasste
(vgl.
Urk.
9/162, insbesondere S. 12 ff.)
.
Zwar
nahm
Dr.
I._
selbst
keine persönliche Untersuchung vor. Seine Ausführungen
erfolgten
jedoch in Kenntnis der gesamten Akten
,
insbesondere nach der Ein
sichtnahme in die bei
den
radiologischen
und
k
ernspintomographischen
Unter
suchung
en erstellten Bilder, was für die Beantwortung
der sich hier stellenden
Kausalitätsfragen genügt.
G
egen die Darlegungen von
Dr.
I._
lässt die Beschwerdeführerin in formeller Hinsicht vorbringen
,
es könne ihnen kein Beweischarakter zukommen
, zumal die Beschwerdegegnerin
sie
ausdrücklich zum integrierten Bestandteil ihres
Einspracheentscheids
erklärt habe. Durch diese Erklärung habe sie die Argu
mentation ihres Mitarbeiters zur Parteimeinung gemacht. Eine Parteimeinung beziehungsweise eine Parteibehauptung könne indessen kein Beweismittel bil
den (
Urk.
1 S. 6).
Dem ist entgegenzu
halten, dass der Umstand allein, dass die Beschwerdegegnerin die Ausführungen von
Dr.
I._
als überzeugend erach
tet
e
und sich diesen an
sch
l
oss
, den
im Administrativverfahren eingeholten
ärzt
lichen Bericht
nicht zu einer reinen Parteibehauptung degradiert. Vielmehr ist er rechtsprechungsgemäss zu würdigen und es ist darauf abzustellen, solange keine konkreten Indizien gegen seine Zuverlässigkeit sprechen.
Des Weiteren wird in der Beschwerdeschrift eingewandt, d
er Unfallhergang sei nicht gesichert, weshalb die These von
Dr.
I._
, wonach der Unfallhergang ni
cht geeignet sein soll, die Seh
n
en
ruptur zu verursachen, auf blossen Spekula
tionen beruhe (
Urk.
1 S. 7).
Hierzu ist zu bemerken, dass
die Beschwerdeführerin gemäss der insoweit
einheitlichen
Aktenlage
beim Autounfall
vom 1
0.
Juli 2012 mit der linken
Körperhälfte (Kopf und Schulter) an der Scheibe und am Metall ihres Personenwagens anprallte, wobei sie
eine Schulterkontusion erlitt
(
Urk.
9/1, 9/12, 9/18 S. 2
, 9/24 S. 1 und 3,
9/86 S.
3
und 9/159 S. 4
)
.
Von diesem Sachverhalt
ging auch
Dr.
I._
bei seiner Beurteilung aus
(
Urk.
9/162 S. 13)
. Es ist ihm in diesem Punkt
folglich nichts vorzuwerfen.
Vielmehr ist zu konstatiere
n,
dass
er in seinem Bericht die Vorgeschichte nach Aktenlage kor
rekt widergegeben und in der Folge einleuchtend gewürdigt hat (vgl.
Urk.
9/162 S. 2 ff.). Anzumerken bleibt, dass auch
von Seiten der Beschwerdeführerin
kein anderer Hergang des Ereignisses behauptet wurde (vgl.
Urk.
1
und 1
3).
Aus dem Gesagten folgt, dass auf die Berichte von
Dr.
A._
vom
2
2.
Juli 2013 und vom 29. September 2014
und auf die Beurteilung von Dr.
I._
vom 3.
Februar 2013
abgestellt werden kann
.
Die Einholung eines
fachärztlichen
Gutachtens
(vgl.
Urk.
13 S. 2 und 3)
ist unter diesen Umständen nicht erforder
lich.
4.5
Auch der im Beschwerdeverfahren neu eingereichte Bericht von
Dr.
C._
vom 2
1.
September 2015 (vgl.
Urk.
14) führt zu keiner anderen Beurteilung.
Dem
nach
habe sich die Beschwerdeführerin beim Autounfall vor drei Jahren die linke Schulter an der Türe
kontusioniert
. Dabei habe sie sich eine
Rotatoren
manschetten-Partialruptur
zugezogen.
Sie zeige
nicht nur
eine
Rotatorenmanschetten
-R
uptur-Situation, sondern auch ein hochgradiges
Impingemen
t
-Syndrom durch
ein
tiefstehendes
Ac
romion
Bigliani
Typ III mit gleichzeitiger oberflächlicher Beeinträchtigung der
Rotato
ren
manschette
. Dies sei auch der Grund, weswegen die Schmerzhaftigkeit
und die
Funktionsbehinderung des linken Schultergelenkes weiter
bestünden
und
weswegen die Suva den Fall abgeschl
ossen und der IV übergeben habe
mit der Begründung, dass die Unfallfolgen nur teilkausal seien und die unfallfremden Faktoren überwögen.
Seines Erachtens sei es klar, dass die Manschetten-Ruptur mit überaus grosser Wahrscheinlichkeit
als Unfallfolge
angesehen werden müsse, da einerseits das Trauma adäquat gewesen sei und andererseits eine rein degenerative Ruptur im Alter der Patientin deutlich seltener sei. Andererseits seien die unfallfremden Kausalfaktoren ebenfalls klar, nämlich die
Impingement
-Symptomatik mit oberflächlicher
Aufscheuerung
der Manschette und die psychische Komponente,
die zunehmende Angst und die Depression. Bei der
Rotatorenmanschettenruptur
handle es sich vorwiegend um eine Verletzung des i
nneren Blattes bei intaktem äus
serem Blatt, was ebenfalls für die Trauma-Folge spreche, wobei die
Impin
gement-Symtpomatik
vorwiegend eine
Aufscheuerung
des oberflächlichen Blattes verursache.
A
us diesen Darlegungen lässt sich nichts zu Gunsten der Beschwerdeführerin ableiten, u
ngeachtet der
Erfahrungstatsache
,
dass
behandelnde Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre
auf
trags
recht
liche
Vertrauensstellung in Zwei
felsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientin
nen
und Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b/cc)
.
Für die Annahme der überwiegenden Wahrscheinlichkeit eines Kausal
zusammenhangs reicht es nicht aus, dass im Allgemeinen degenerative Verän
derungen seltener sind als Unfallfolgen. Und andere Gründe führt
Dr.
C._
nicht auf.
Seine
Ausführungen vermögen diejenigen von
Dr.
A._
und von Dr.
I._
folglich nicht in Zweifel zu ziehen.
4.6
Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin beim Erlass der angefochtenen Verfügung
zu Recht
– gestützt auf die
Berichte von
Dr.
A._
und
Dr.
I._
und die bezüglich der Halswirbelsäule vorhandene medizinische Aktenlage –
davon ausging, es lägen keine
somatischen
Beschwerden mehr vor
, welche auf das Ereignis vom
1
0.
Juli 2012 zurückzu
führen sind.
Es ist auch richtig und
wurde nie
bestritten, dass die
im Weiteren
geklagten
nicht organisch nachweisbaren und
psychischen Beschwerden keine adäqua
t-
kausale
n
Folge
n
des Autounfalles vom 1
0.
Juli 2012
sind. Insoweit ist
daher
ohne Weite
re
s auf die zutreffenden Ausführungen im angefochtenen
Ein
spracheentscheid
zu verweisen
(vgl.
Urk.
2 S. 13 ff.)
.
Es ist folglich
auch
korrekt, dass
die
Beschwerde
gegn
erin
der Beschwerde
führ
erin ab dem
1.
Mai 2014
keine weitere
n
Leistungen zugesprochen hat. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.