Decision ID: 7963f64c-0297-50f9-a9c2-378326a4de24
Year: 2008
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Der Beschwerdeführer verliess seinen Heimatstaat eigenen Angaben zufolge am 26. Juni 2004 von Colombo aus auf dem Luftweg und  am 23. August 2004 via Frankreich und unter Umgehung der Grenzkontrolle in die Schweiz, wo er am gleichen Tag in der  (...) ein Asylgesuch einreichte. Anlässlich der Befragung vom 25. August 2004 in der Empfangsstelle sowie der direkten  vom 30. August 2004 durch das Bundesamt machte der  zur Begründung seines Asylgesuchs im Wesentlichen geltend, er sei tamilischer Herkunft und stamme aus dem Jaffna  (Northern Province). Dort habe er bis im Jahre 1990 in  Ortschaften als Privatlehrer gearbeitet. Eine Lehrerstelle habe er ab dem Jahre 1990 in M._ (Badulla District, Uva Province) bekleidet. In den Jahren 1998 und 1999 habe er nebst dem Besuch des Lehrerseminars in (...) unter anderem Waisenkinder von Aktivisten der LTTE (Liberation Tigers of Tamil Eelam) unterrichtet und im Jahre 2000 in N._ (Badulla District) seine Lehrtätigkeit wieder aufgenommen. Auch danach sei der Kontakt zu seinen Lehrerkollegen in (...), die wie er selbst die LTTE unterstützt hätten, nicht abgebrochen. Nach der Spaltung der LTTE in eine Jaffna- und -Gruppe habe er im April 2004 von der Verhaftung zweier  durch die LTTE Kenntnis erlangt. Da ihn gewisse Anhänger der LTTE zu Unrecht der Zugehörigkeit zur Batticaloa-Gruppe der LTTE beschuldigt hätten und bei seiner Schulleiterin in O._ telefonische Drohungen gegen ihn eingegangen seien, habe er sich zur Flucht entschlossen. Mit den srilankischen Behörden habe er damals keinerlei Probleme gehabt. Dementsprechend sei er am 26. Juni 2004 von Colombo aus nach London geflogen und habe bei der Einreise über einen Reisepass nebst Visum für Grossbritannien verfügt. Dieser Pass sei bei dem Schlepper verblieben, der ihn ab dem 31. Juli 2004 via Frankreich in die Schweiz gebracht habe. Mit Formular vom 23. August 2004 forderte das BFM den  auf, Identitätspapiere vorzulegen.
B.
B.a Mit Entscheid vom 6. September 2004 trat das Bundesamt  auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch vom 23. August 2004 des Be-
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schwerdeführers nicht ein, wies ihn aus der Schweiz weg und forderte ihn auf, die Schweiz – unter Androhung von Zwangsmitteln im  – am Tag nach Eintritt der Rechtskraft zu verlassen.
B.b Mit Beschwerde vom 10. September 2004 liess der  die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die  von Asyl in der Schweiz beantragen. Ausserdem sei der  Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen. Zur  liess der Beschwerdeführer unter anderem geltend machen, er sei tamilischen Mitbürgern gegenüber ausgesprochen misstrauisch eingestellt und habe es im Anblick eines tamilischen Übersetzers nicht gewagt, alles zu äussern. Dazu gehörten seine Festnahmen in den Jahren 1993 und 1995 durch die staatlichen Behörden, zumal diese den Verdacht gehegt hätten, es handle sich bei ihm um einen Spion der LTTE. Es sei dementsprechend zu einer Vielzahl von Befragungen durch die Polizei und das Militär gekommen.
B.c Mit Urteil vom 6. April 2005 hiess die vormalige Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) die Beschwerde gut, hob die  Verfügung auf und wies die Sache zur Neubeurteilung an die  zurück.
C. Mit Verfügung vom 18. Mai 2005 lehnte das BFM das Asylgesuch ab, verfügte gleichzeitig die Wegweisung des Beschwerdeführers aus der Schweiz und ordnete den Vollzug an. Zur Begründung machte das Bundesamt im Wesentlichen geltend, gemäss konstanter  Praxis setze der Begriff der Flüchtlingseigenschaft einen in  und sachlicher Hinsicht genügend engen Kausalzusammenhang zwischen Verfolgung und Flucht voraus. Diese Voraussetzung sei für die neu in der Beschwerde geltend gemachten Ereignisse im Zeitraum von 1986 bis 1998 nicht mehr gegeben, weshalb darauf nicht mehr einzugehen sei. Dementsprechend müsse sich der Beschwerdeführer bei seinen Aussagen anlässlich der direkten Anhörung vom 30. August 2004 behaften lassen, wonach er seit dem Jahre 2000 weder mit den srilankischen Behörden noch mit der Polizei irgendwelche  gehabt habe. Des Weiteren habe der Beschwerdeführer  der beiden Befragungen geltend gemacht, er habe nach der  der LTTE in eine Jaffna- und eine Batticaloa-Gruppe befürchtet, er werde als früherer Sympathisant der letzten Gruppe von Leuten der Jaffna-Gruppe verfolgt. Diese Befürchtung sei bei ihm entstanden, als
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er im April 2004 von der Verhaftung zweier Lehrerkollegen, mit denen zusammen er in den Jahren 1998 und 1999 in (...) die LTTE unterstützt habe, Kenntnis erlangt habe. Diese Darstellung könne aus folgenden Gründen nicht geglaubt werden. Erstens habe der Beschwerdeführer nicht erklären können, weshalb unbestimmte Leute der LTTE ihm den Vorwurf gemacht hatten, der Karuna Gruppe von (...) anzugehören. Zudem sei es unwahrscheinlich, dass die LTTE heute noch ein Interesse an ihm habe, nachdem er (...) bereits anfangs 2000 verlassen und die LTTE im Februar 2004 mit der srilankischen  ein unbefristetes Waffenstillstandsabkommen abgeschlossen habe. Ferner seien die behaupteten telefonischen Drohungen durch unbestimmte LTTE-Anhänger gegenüber der Schulleiterin des  in O._ dermassen unsubstanziiert, dass diese Darlegung nicht glaubhaft erscheine. Dem Beschwerdeführer sei es deshalb nicht gelungen glaubhaft zu machen, dass er von der -Gruppe der LTTE verfolgt werde. Die in der Beschwerde neu aufgestellte Behauptung, der Beschwerdeführer werde auch von der Batticaloa-Gruppe der LTTE verfolgt, sei überhaupt nicht , wenn man bedenke, dass er in den Jahren 1998 bis 2000 als  von LTTE-Waisenkindern gewirkt habe. Hinsichtlich der verspäteten Nachreichung des Reisepasses durch den Beschwerdeführer sei noch zu bemerken, dass sich die anlässlich der direkten Anhörung  Vermutung, wonach der Beschwerdeführer dem BFM den  Pass vorsätzlich vorenthalte, sich nachträglich bewahrheitet habe, denn sonst wäre es diesem nicht möglich gewesen, den eigenen Pass vier Tage nach dem Entscheid vom 6. September 2004 des Bundesamtes im Rahmen der Beschwerde vom 10. September 2004 nachzuliefern.
D. Mit Beschwerde vom 23. Juni 2005 liess der Beschwerdeführer die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zur Feststellung des vollständigen, richtigen  rechtserheblichen Sachverhalts und zu neuem Entscheid beantragen. Eventualiter sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers festzustellen. Es sei ihm in der Schweiz Asyl zu gewähren. Eventualiter sei die  des Wegweisungsvollzugs festzustellen und die  Verfügung in den Dispositivpunkten 4 und 5 aufzuheben. Auf die Begründung wird, soweit wesentlich, in den nachfolgenden  eingegangen.
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Zur Untermauerung seiner Beschwerdevorbringen liess der  einige Zeitungsausschnitte nebst englischsprachigen  zu den Akten reichen.
E.
E.a Mit Zwischenverfügung vom 29. Juni 2005 teilte die damals  Instruktionsrichterin der ARK dem Beschwerdeführer mit, er könne den Ausgang des Beschwerdeverfahrens in der Schweiz , und forderte ihn auf, bis am 14. Juli 2005 einen Kostenvorschuss von Fr. 600.-- einzuzahlen. Des Weiteren lehnte sie das Gesuch um Ansetzung einer Frist zur Einreichung von Beweismitteln aus Sri Lanka ab.
E.b Mit Eingabe vom 14. Juli 2005 liess der Beschwerdeführer ein nachträgliches Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen  im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20.  1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) und um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses einreichen. Gleichzeitig reichte er einen Bedürftigkeitsnachweis vom 5. Juli 2005 des ABZ (...) sowie weitere Zeitungsausschnitte nebst  Übersetzung zu den Akten.
E.c Mit Zwischenverfügung vom 18. Juli 2005 hiess der mittlerweile zuständige Instruktionsrichter der ARK das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG gut, zog die Verfügung vom 29. Juli 2005 teilweise in Wiedererwägung und verzichtete auf die Erhebung eines Kostenvorschusses.
F.
F.a Mit Vernehmlassung vom 31. August 2005 schloss das BFM auf Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung machte das BFM , die Beschwerdeschrift vom 23. Juni 2005 enthalte keine neuen rechtserheblichen Tatsachen oder Beweismittel, welche eine Änderung des vorinstanzlichen Standpunktes rechtfertigen könnten. Gemäss  Angaben des Beschwerdeführers thematisierten die neuen  lediglich die allgemeine Situation in Sri Lanka, welche dem BFM bekannt sei. Im Übrigen würden Argumente geliefert, welche bereits zum Zeitpunkt des Urteils der ARK vom 6. April 2005 bekannt gewesen seien. Der Vorwurf, das BFM habe den rechtserheblichen Sachverhalt nicht vollständig und nicht richtig abgeklärt, entbehre jegli-
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cher Grundlage. Anlässlich der Anhörung vom 30. August 2004 sei dem Beschwerdeführer ausführlich Gelegenheit geboten worden,  Fluchtgründe darzulegen. Dementsprechend werde das Begehren um Ansetzung einer neuen Anhörung abgelehnt. Im Übrigen werde auf die erste Vernehmlassung vom 21. Oktober 2004 sowie auf die zweite Verfügung vom 18. Mai 2005 verwiesen.
F.b Mit Eingabe vom 13. September 2005 liess der Beschwerdeführer eine Replik einreichen, in der unter anderem die aktuelle Situation in Sri Lanka dargestellt wurde: Die mittlerweile an die Weltöffentlichkeit gelangten Informationen erforderten eine fundierte Analyse der  Situation sowie weitere Nachforschungen der ARK in Sri Lanka, deren Ergebnisse bei der Entscheidfindung vollumfänglich zu  seien. Da es sich beim Beschwerdeführer nicht um ein  handle, erschienen die bestehenden Probleme von  Personen mit einem vergleichbaren Profil nicht an prominenter Stelle in den internationalen Schlagzeilen. Doch erwiesen sich die  des Beschwerdeführers als glaubhaft und würden durch ein Bestätigungsschreiben vom 22. Januar 2005 bekräftigt. Dieses  mache weitere Abklärungen, namentlich die bereits beantragte Botschaftsabklärung, zwingend erforderlich. Es sei ferner davon , dass der Beschwerdeführer mittlerweile über ein  höheres Gefährdungsprofil verfüge, nicht zuletzt aufgrund seiner Flucht in die Schweiz.
G.
G.a Mit Eingabe vom 13. Juli 2007 stellte der Rechtsvertreter des  den Antrag, in sämtlichen Verfahren vor dem , in denen er als Rechtsvertreter auftrete, habe Bundesverwaltungsrichter Fulvio Haefeli wegen Befangenheit in den Ausstand zu treten, sofern dieser als Instruktionsrichter oder als  Richter am Verfahren beteiligt sei.
G.b Mit Urteil vom 14. Februar 2008 wies das  das Ausstandsbegehren ab und überwies die Akten der  D-3367/2006, D-4455/2006, D-4509/2006 und D-6316/2006 zur Weiterführung der Verfahren dem bisherigen .
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H.
H.a Mit Verfügung vom 25. Februar 2008 räumte der  des Bundesverwaltungsgerichts dem Beschwerdeführer  ein, bis am 11. März 2008 eine Beschwerdeergänzung .
H.b In seiner Eingabe vom 11. März 2008 verwies der  auf ein Grundsatzurteil betreffend Zumutbarkeit des  für Tamilen aus Sri Lanka. Dieses Urteil habe für das vorliegende Verfahren des Beschwerdeführers vielfältige . Nachdem die ARK sowie das Bundesverwaltungsgericht dazu übergegangen seien, Verfolgungen durch Gruppierungen, welche  lokal oder national Macht ausübten, selbst wenn es sich nicht um staatliche Organe handle, als asylrelevant einzuschätzen, müsse in casu die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers festgestellt werden. Zudem werde darum ersucht, das BFM unter Hinweis auf die neue Praxis zu einer Zusatzvernehmlassung aufzufordern. In diesem Rahmen solle sich das BFM auch zur Frage äussern, ob angesichts der vom Beschwerdeführer vorgebrachten Asylgründe auch im  eine Wiedererwägung zu erfolgen habe.
H.c In seiner Zusatzvernehmlassung vom 17. April 2008 beantragte das BFM die Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung führte das Bundesamt aus, der Beschwerdeführer stamme ursprünglich von der Jaffna-Halbinsel, habe aber seinen Angaben zufolge zuletzt in der Nähe von O._ (Provinz Uva) gelebt und gearbeitet. Diese Region gehöre nicht zu denjenigen Gebieten, in welche ein Wegweisungsvollzug als generell unzumutbar eingestuft werde. Aus der Aktenlage ergäben sich auch keine Hinweise auf individuelle Unzumutbarkeit der Rückführung in den Heimatstaat. Im Asylentscheid habe das BFM dargelegt, inwiefern die Glaubhaftigkeit der vom Beschwerdeführer dargelegten angeblichen Gefährdungssituation, aufgrund der er sich zur Ausreise gezwungen gesehen habe, nicht gegeben sei. Der Beschwerdeführer sei von Beruf Sekundarlehrer. Es dürfe ihm zugemutet werden, bei einer Rückkehr in die Heimat wieder eine Ausbildungstätigkeit aufzunehmen. Es sei bei ihm nicht von einer existenzbedrohenden Situation auszugehen, zumal für ihn auch Alternativen bezüglich einer Wohnsitznahme in Colombo oder im Süden des Landes bestünden. Schliesslich dürften dem Beschwerdeführer, welcher auch etwas Singhalesisch spreche, seine
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im Ausland erworbenen beruflichen und sprachlichen Kenntnisse bei der Wiedereingliederung in der Heimat von Nutzen sein.
H.d In seiner Stellungnahme vom 6. Mai 2008 hält der  fest, das BFM habe sich nicht zu Ziffer 3 der Eingabe vom 11. März 2008 betreffend Auswirkung des dort genannten  auf die Gefährdungslage betreffend Flüchtlingseigenschaft . Zudem sei der Vorinstanz in der Vernehmlassung vom 17.  2008 insofern ein Fehler unterlaufen, als das BFM nicht die Fragen unterschieden habe, woher der Beschwerdeführer stamme, nämlich aus der Nordprovinz, und wo er allenfalls über eine  verfügen würde. Gemäss den Ausführungen im oben erwähnten Grundsatzurteil sei der Wegweisungsvollzug als unzumutbar zu , wenn im Süden des Landes, namentlich im Grossraum , weder ein tragfähiges Beziehungsnetz noch Existenz und  gesichert seien. Dementsprechend sei festzuhalten, dass das BFM in mehreren Punkten klar gegen die Praxis des  gemäss Urteil vom 14. Februar 2008 verstossen habe.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das  Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das  für Migration (BFM) gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des  vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
1.2 Das Bundesverwaltungsgericht hat am 1. Januar 2007 die  der bei der ARK hängigen Rechtsmittel übernommen. Das neue Verfahrensrecht ist anwendbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 VGG).
1.3 Die Beschwerde ist form- und fristgerecht eingereicht. Der  ist durch die angefochtene Verfügung berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise
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Änderung. Der Beschwerdeführer ist daher zur Einreichung der  legitimiert (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 und 50 ff. VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten.
2. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
3.
3.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl. Als Flüchtling wird eine ausländische Person , wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu  bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen  ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung von Leib, Leben oder Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken; den frauenspezifischen Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen (Art. 3 AsylG).
3.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft  oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender  für gegeben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich  sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG).
4.
4.1 In seiner Rechtsmitteleingabe vom 23. Juni 2005 liess der  unter anderem rügen, das BFM habe den  Sachverhalt nicht vollständig und nicht richtig abgeklärt. Zur  führt der Beschwerdeführer in der Beschwerde sowie in der Eingabe vom 13. September 2005 aus, das Bestätigungsschreiben vom 22. Januar 2005 der Schulvorsteherin mache weitere , insbesondere eine Botschaftsabklärung, zwingend erforderlich und begründe den Rückweisungsantrag hinreichend.
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4.2 Diese Rüge der unvollständigen Sachverhaltsfeststellung ist  zu prüfen, da ein allenfalls ungenügend abgeklärter Sachverhalt eine materielle Behandlung verunmöglichen würde.
4.3 Der Untersuchungsgrundsatz gehört zu den allgemeinen  des Asylverfahrens (vgl. Art. 12 VwVG i.V.m. Art. 6 AsylG). Demnach hat die Behörde von Amtes wegen für die richtige und  Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen. Sie muss die für das Verfahren notwendigen Sachverhaltsunterlagen beschaffen und die rechtlich relevanten Umstände abklären sowie  darüber Beweis führen (beispielsweise durch die  eines Gutachtens). Dieser Grundsatz gilt indes nicht , er findet sein Korrelat in der Mitwirkungspflicht des  (vgl. Art. 13 VwVG und Art. 8 AsylG). Trotz  kann sich nämlich die entscheidende Behörde in der Regel darauf beschränken, die Vorbringen des Gesuchstellers zu würdigen und die von ihm angebotenen Beweise abzunehmen, ohne weitere  vornehmen zu müssen. Eine ergänzende Untersuchung kann sich jedoch aufdrängen, wenn auf Grund dieser Vorbringen und Beweismittel berechtigte Zweifel oder Unsicherheiten bestehen, die voraussichtlich nur mit Ermittlungen von Amtes wegen beseitigt  können (vgl. dazu die weiterhin zutreffende Praxis der ARK in  und Mitteilungen der Schweizerischen  [EMARK] 1995 Nr. 23 E. 5a S. 222).
4.4 Aufgrund der Aktenlage kommt das Bundesverwaltungsgericht zum Schluss, dass das BFM vorliegend den Sachverhalt vollständig erstellt und zu Recht keine weitergehenden Abklärungen  hat. Der Beschwerdeführer hatte anlässlich der Befragung vom 25. August 2004 beziehungsweise der Anhörung vom 30. August 2004 im erstinstanzlichen Verfahren ausreichend Gelegenheit, sich zu  Asylgründen zu äussern. Dementsprechend fällt eine zusätzliche Anhörung vor Bundesverwaltungsgericht ausser Betracht. Erst recht ist nicht einzusehen, weshalb die Vorinstanz weitere Abklärungen im  des Beschwerdeführers hätte vornehmen sollen. Aufgrund des Bestätigungsschreibens vom 22. Januar 2005 der  gab es dazu jedenfalls keinen Anlass. Dieses Schreiben belegt  zusätzlich die auch von der Vorinstanz erkannte  der Vorbringen. So soll der Beschwerdeführer gemäss diesem Schreiben der Schulvorsteherin verschiedentlich mündlich und einmal auch telefonisch von den Bedrohungen durch Dritte berichtet haben.
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Demgegenüber ist dem Anhörungsprotokoll vom 30. August 2004 zu entnehmen, die Schulvorsteherin habe die Telefonanrufe der  LTTE-Aktivisten entgegengenommen (vgl. a.a.O. S. 8). Wäre dem tatsächlich so gewesen, hätte sie dies aber wissen und das  inhaltlich entsprechend abfassen müssen. Dieses Beweismittel erweist sich somit (bestenfalls) als , und es bestand vorliegend für das BFM zu Recht keine , weitere Abklärungen über die Vertretung in Colombo . Die Vorinstanz hat demnach den Sachverhalt genügend .
4.5 Der Antrag auf Aufhebung der angefochtenen Verfügung und Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zu weiteren Abklärungen sowie zur Neubeurteilung ist daher abzuweisen.
5.
5.1 In der Beschwerdeeingabe hält der Beschwerdeführer des  an der Glaubhaftigkeit der geltend gemachten Verfolgungssituation fest. Indessen sind die von der Vorinstanz geäusserten Zweifel an der Glaubhaftigkeit der Vorbringen des Beschwerdeführers mehr als . Dies zeigte sich exemplarisch anlässlich der Befragung vom 25. August 2004 in der Empfangsstelle (...), machte doch der Beschwerdeführer bei dieser Gelegenheit geltend, er habe schon  seines Studiums am Lehrerseminar in (...) - also in der Zeit vom 15. Januar 1998 bis 15. Januar 2000 (vgl. A10/11 S. 2) - Probleme mit der LTTE gehabt, sei er doch angesichts seiner dortigen Kontakte „in den Augen der LTTE“ ein „Batticaloamann“ (A1/11 S. 6) gewesen. Die Leute aus dem Norden hätten ihn komisch angeschaut. Indessen bestand dazu zu jenem Zeitpunkt noch keinerlei Anlass, kam es doch erst nach dem im Februar 2002 abgeschlossenen  der LTTE mit der Regierung in Colombo zu einer  zwischen den beiden charismatischen Führungspersönlichkeiten der LTTE – Prabhakaran und Karuna – und erst am 6. März 2004 zur Enthebung des LTTE-Ostkommandanten Karuna von allen Funktionen durch die Wanni-Führung und damit zum definitiven Bruch.  stimmen die Vorbringen des Beschwerdeführers zu seinen persönlichen Erlebnissen nicht mit dem tatsächlichen Verlauf der  in der Ostprovinz überein, zumal er sinngemäss geltend machte, er sei schon lange bevor sich die Spaltung in den Reihen der tamilischen Befreiungstiger auch nur abgezeichnet habe, als „Battica-
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loamann“ wahrgenommen worden. Zudem war das spätere Verhalten des Beschwerdeführers nicht geeignet, den Verdacht entstehen zu , beim Beschwerdeführer handle es sich um einen Parteigänger von Karuna. Bei dieser Sachlage erscheint die vom Beschwerdeführer geltend gemachte Verfolgung durch die LTTE ebenso  wie die erst auf Beschwerdeebene geltend gemachte  seitens der Anhänger Karunas. Auch seitens der staatlichen  hat der Beschwerdeführer offensichtlich nichts zu befürchten, hat er doch für die Zeit vom Jahre 2000 an bis zur Ausreise keine Probleme mit staatlichen Behörden geltend gemacht. Da der  nach eigenen Angaben den Heimatstaat über den Flughafen von Colombo aus verlassen hat, steht überdies fest, dass aus der Sicht der srilankischen Behörden nichts gegen ihn vorlag.
5.2 Aufgrund der vorstehenden Erwägungen erübrigt es sich, auf die weiteren Ausführungen in der Beschwerde im Einzelnen einzugehen, weil sie am Ergebnis nichts ändern können. Letzteres gilt namentlich für die vom Beschwerdeführer in grosser Zahl eingereichten . Unter Berücksichtigung der gesamten Umstände folgt, dass der Beschwerdeführer keine Gründe nach Art. 3 AsylG nachweisen oder glaubhaft machen konnte. Das Bundesamt hat sein Asylgesuch zu Recht abgelehnt.
6.
6.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der  der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG).
6.2 Der Beschwerdeführer verfügt weder über eine  Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung  solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (Art. 44 Abs. 1 AsylG; EMARK 2001 Nr. 21).
7.
7.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich, so regelt das Bundesamt das  nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige  von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
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desgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]).
7.2 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche  der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des  in den Heimat-, Herkunfts- oder in einen Drittstaat  (Art. 83 Abs. 3 AuG).
So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land  werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus  Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie  läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]).
Gemäss Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des  vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere , unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4.  1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden.
7.3 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder  auf Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AuG – die vorläufige Aufnahme zu gewähren (vgl. Botschaft zum Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer vom 8. März 2002, BBl 2002 3818).
7.4 Der Vollzug ist schliesslich nicht möglich, wenn die Ausländerin oder der Ausländer weder in den Heimat- oder den Herkunftsstaat noch in einen Drittstaat ausreisen oder dorthin gebracht werden kann (Art. 83 Abs. 2 AuG).
7.5 Die vorstehend erwähnten Bedingungen für einen Verzicht auf den Vollzug der Wegweisung (Unzulässigkeit, Unzumutbarkeit, ) sind alternativer Natur. Sobald eine von ihnen erfüllt ist, ist der Voll-
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zug der Wegweisung als undurchführbar zu betrachten und die weitere Anwesenheit in der Schweiz gemäss den Bestimmungen über die  Aufnahme zu regeln (vgl. EMARK 2006 Nr. 6 E. 4.2. S. 54 f.; 2001 Nr. 1 E. 6a S. 2). Gegen eine allfällige Aufhebung der vorläufigen Aufnahme steht dem weggewiesenen Asylsuchenden wiederum die Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht offen (Art. 105 i.V.m. Art. 44 Abs. 2 AsylG), wobei in jenem Verfahren sämtliche  von Amtes wegen und nach Massgabe der  herrschenden Verhältnisse (vgl. EMARK 1997 Nr. 27) von Neuem zu prüfen sind.
8.
8.1 Das Bundesverwaltungsgericht hat im zur Publikation  Urteil BVGE E-2775/2007 vom 14. Februar 2008 bezüglich Sri Lanka eine Lageanalyse vorgenommen und die Praxis hinsichtlich der Frage der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs von abgewiesenen Asylsuchenden tamilischer Ethnie neu festgelegt.
8.2 Angesichts der im zitierten Urteil dargelegten politischen,  und gesellschaftlichen Begebenheiten und der auf  und Verschlechterung hinweisenden Entwicklung in Sri Lanka, sieht das Bundesverwaltungsgericht keine Veranlassung, die bisherige Wegweisungspraxis hinsichtlich des Nordens Sri Lankas zu ändern: Die Rückschaffung abgewiesener Asylsuchender aus Sri Lanka in die Nordprovinz (die Distrikte Killinochchi, Mannar, Vavuniya, Mullaitivu und Jaffna) wird nach wie vor als unzumutbar qualifiziert. Auch die Rückschaffung in die Ostprovinz (Distrikte Trincomalee,  und Ampara) muss angesichts der dort herrschenden, oben  Lage als unzumutbar betrachtet werden.
8.3 Im zitierten Urteil wurde dargelegt, dass sich die allgemeine Lage im Grossraum Colombo seit 2006 in einem erheblichen Masse  hat. Aufgrund der wiederaufgeflammten Konflikte erweisen sich die Existenzmöglichkeiten für die tamilische Bevölkerungsgruppe als sehr schwierig. Jungen Tamilen wird nicht im gleichen Umfang wie den übrigen Bevölkerungsschichten Schutz vor Verfolgung gewährt. Singhalesen und Tamilen werden unterschiedlich behandelt. Die , in welchen die meisten der sich auf Besuch in der Hauptstadt befindlichen Tamilen logieren, werden von der Polizei regelmässig kontrolliert. Dabei müssen sich die Bewohner der Lodges ausweisen können. Die Zahl der Entführungen nimmt ständig zu.
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8.4 Die Frage, inwieweit Tamilen in Colombo oder in anderen von der Regierung kontrollierten Gebieten im Süden des Landes leben , hängt sehr von ihrer jeweiligen finanziellen Situation, von einem qualifizierten Beruf oder eventueller Unterstützung durch dortige Freunde oder Verwandte ab. Die meisten der vom Bürgerkrieg nach Colombo vertriebenen Tamilen leben jedoch in ärmlichen . Zudem kann nicht von einer grundsätzlich spielenden Solidarität unter der tamilischen Bevölkerungsgruppe ausgegangen werden, da die Tamilen in Sri Lanka keine kulturell oder sozial homogene Gruppe darstellen. Zwischen den Tamilen aus dem Norden oder Osten des Landes und den Tamilen aus dem zentralen Hochland sind sowohl sprachliche als auch kulturelle Unterschiede auszumachen. In  muss deshalb ebenfalls zwischen den „einheimischen“ und den aus dem Norden und Osten zugezogenen Tamilen unterschieden werden. Angesichts der Verschärfung der allgemeinen Lage in Sri Lanka, von der auch der Grossraum Colombo stark betroffen ist, ist bei der Frage des Wegweisungsvollzugs von abgewiesenen tamilischen  aus Sri Lanka eine sorgfältige Prüfung aller oben dargelegten massgeblichen Faktoren vorzunehmen. Es bedarf besonders , positiver individueller Umstände, damit die Rückkehr  tamilischer Asylsuchender in den Grossraum Colombo und  im heutigen Zeitpunkt als zumutbar qualifiziert werden kann. Bei der Beurteilung begünstigender Umstände erachtet das  namentlich das Vorliegen eines tragfähigen - oder sonstigen Beziehungsnetzes, die konkreten Möglichkeiten der Sicherung des Existenzminimums sowie der Wohnsituation als . Unter Berücksichtigung der oben dargelegten allgemeinen Lage ist  auszugehen, dass zwar alle rückkehrenden Tamilen mit gewissen Schwierigkeiten rechnen müssen. Dabei ist jedoch zwischen der  der aus dem Grossraum Colombo oder Umgebung selbst  Tamilen und der Lage der aus der Nord- oder Ostprovinz stammenden Tamilen zu differenzieren.
8.5 Bei abgewiesenen tamilischen Asylsuchenden, die aus der Nord- oder Ostprovinz stammen, ist unter Hinweis auf die Feststellungen  Erwägung 8.2 die Frage einer zumutbaren Aufenthaltsalternative im Süden des Landes zu prüfen. Die Rechtsprechung der  Asylbehörden ist in den vergangenen Jahren stets vom  einer grundsätzlichen Aufenthaltsalternative für rückkehrende,  tamilische Asylsuchende im Grossraum Colombo ausge-
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gangen (vgl. EMARK 2006 Nr. 6 E. 6.5). Es gibt keine Zahlen oder Schätzungen darüber, wie viele tamilische Bürgerkriegsflüchtlinge zu Freunden oder Verwandten nach Colombo oder in die nicht vom  betroffenen Gebiete im Süden des Landes geflohen sind.  ohne Kontakte in Colombo dürften sich dort kaum  höchstens für kurze Zeit aufhalten, nachdem dort keine  existieren und es keine Unterstützung für diese meist völlig mittellosen Personen gibt. Eine Rückkehr in den Grossraum Colombo ist bei dieser tamilischen Bevölkerungsgruppe in noch erhöhtem  in Frage gestellt als bei den von dort stammenden Tamilen. Erstere werden in aller Regel über keine engeren Verwandten oder Bekannten in Colombo verfügen, die ihnen bei der Wiederintegration als soziales Netz eine Unterstützung und eine Unterkunftsmöglichkeit zur  stellen können. Ohne tragfähiges Beziehungsnetz werden sie auch in aller Regel keiner legalen Arbeit nachgehen können, was  den Aufbau einer wirtschaftlichen Existenz praktisch . Hinzu kommt, dass die aus dem Norden und Osten stammenden Tamilen einer erhöhten Gefahr behördlicher Behelligungen ausgesetzt wären, zumal davon auszugehen ist, dass sie aus Sicht der Behörden keinen valablen Grund respektive keine Rechtfertigung für ihren  vorweisen können.
8.6 Bei rückkehrenden Tamilen, die aus der Nord- oder Ostprovinz stammen, kann nicht mehr von der generellen Zumutbarkeit der  einer innerstaatlichen Aufenthaltsalternative im Süden des Landes, namentlich im Grossraum Colombo, ausgegangen . Können die Existenz eines tragfähigen Beziehungsnetzes und die konkreten Möglichkeiten der Existenzsicherung und der Wohnsituation nicht als gesichert angenommen werden, ist der Wegweisungsvollzug daher als unzumutbar zu qualifizieren und in der Folge als  eine vorläufige Aufnahme anzuordnen.
8.7 Aus den Akten geht hervor, dass der Beschwerdeführer aus der Nordprovinz stammt und seine Verwandten dort leben. Es gibt keine konkreten Hinweise für ein tatsächlich bestehendes familiäres oder  Beziehungsnetz des Beschwerdeführers im Grossraum  oder im Süden Sri Lankas. Er hat sich während der vergangenen vier Jahre nicht mehr im Heimatland aufgehalten. Unter diesen  ist nicht davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer im Grossraum Colombo auf ein tragfähiges Beziehungsnetz zurückgreifen kann. Ausserdem dürften die allgemeinen Schwierigkeiten der aus
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dem Norden und Osten Sri Lankas stammenden rückkehrenden , sich im Grossraum Colombo eine Existenz aufzubauen, im Fall des Beschwerdeführers nicht ohne weiteres zu überwinden sein Auch seine Wohnsituation kann nicht als gesichert betrachtet werden. Der Wegweisungsvollzug ist somit als unzumutbar zu qualifizieren. Da sich aus den Akten keine Hinweise auf allfällige Ausschlussgründe im Sinne von Art. 83 Abs. 7 AuG ergeben, ist die vorläufige Aufnahme des Beschwerdeführers anzuordnen.
9. Nach dem Gesagten ist die Beschwerde gutzuheissen, soweit sie den Vollzug der Wegweisung betrifft; im Übrigen ist sie abzuweisen. Die Verfügung des BFM vom 18. Mai 2005 ist hinsichtlich der Ziffern 4 und 5 des Dispositivs aufzuheben. Das BFM ist anzuweisen, den  des Beschwerdeführers nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme zu regeln (vgl. Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 83 AuG).
10.
10.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten dem  aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und in Anbetracht seines hälftigen Obsiegens auf insgesamt Fr. 300.-- festzusetzen (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 2 und 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem  [VGKE, SR 173.320.2]). Nachdem mit  vom 18. Juli 2005 das Gesuch um Gewährung der  Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG gutgeheissen wurde und die Bedürftigkeit des Beschwerdeführers auch heute  gegeben ist, sind dem Beschwerdeführer indessen keine  aufzuerlegen.
10.2 Gemäss Art. 64 Abs. 1 VwVG kann die Beschwerdeinstanz der obsiegenden Partei eine Parteientschädigung für die notwendigen und verhältnismässig hohen Kosten zusprechen. Dem vertretenen  ist angesichts seines teilweisen Obsiegens eine  Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 7 Abs. 2 VGKE). Der Rechtsvertreter hat keine Kostennote eingereicht, der  kann aufgrund der Akten jedoch zuverlässig abgeschätzt , weshalb auf die Einholung einer Kostennote zu verzichten ist (vgl. Art. 14 Abs. 2 VGKE). Unter Berücksichtigung der massgebenden  (Art. 9 - 11 und 13 VGKE) ist die um die Hälfte zu
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kürzende Parteientschädigung auf Fr. 500.-- (inkl. Auslagen und MWST) festzusetzen. Das BFM ist anzuweisen, dem  diesen Betrag als Parteientschädigung zu entrichten.
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