Decision ID: ac9d5e69-2856-5790-acfe-3a3b974c7c33
Year: 2015
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Entscheid Versicherungsgericht, 04.11.2015 Art. 6 UVG: Bejahung gewisser somatischer Unfallrestfolgen; Verneinung eines adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen Unfall und psychischer Symptomatik.Art. 6 ATSG: Arbeitsfähigkeit und Verwertbarkeit derselben auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt bei eingeschränkter Gebrauchsfähigkeit der rechten, dominanten Hand; wegen Schmerzsymptomatik und funktionaler Einschränkung ist nur noch ein Gebrauch der rechten Hand als Zudien- bzw. Haltehand möglich (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 4. November 2015, UV 2014/7).Entscheid vom 4. November 2015BesetzungVersicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichter Joachim Huber, Versicherungsrichterin Lisbeth Mattle Frei; Gerichtsschreiber Philipp GeertsenGeschäftsnr.UV 2014/7ParteienA._,Beschwerdeführerin,vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Markus Roos, Postgasse 5,Postfach, 9620 Lichtensteig,gegenSchweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 6002 Luzern,Beschwerdegegnerin,GegenstandVersicherungsleistungen (Rente; IntegritätsentschädigungSachverhalt
A.
A.a A._ (nachfolgend: Versicherte) war seit 28. Mai 2001 bei der B._ AG als
Bürstenmacherin angestellt und dadurch bei der Schweizerischen
Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen die Folgen von Unfällen versichert. Laut
Angaben der Versicherten stoppte am 20. Januar 2011 die Maschine ihres
Arbeitsplatzes (eine 6 Prozessstufen umfassende, halbautomatische Büschelpresse)
mitten im automatischen Ablauf. Die Versicherte wollte die Störung beheben. Dazu
stellte sie die Maschine ab und griff im Bereich der Prozessstufe 4 in die offene
Maschine, um ein verklemmtes Teil herauszuholen. Unerwartet bewegte sich einer der
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pneumatischen Zylinder, wodurch das rechte Handgelenk der Versicherten
eingeklemmt und verletzt wurde (Suva-act. 1, 48). Die Ärzte der Klinik für Neurologie
des Kantonsspitals St. Gallen (nachfolgend: KSSG), in deren Notfall-Sprechstunde die
Versicherte am Unfalltag untersucht wurde, diagnostizierten eine Läsion des Nervus
ulnaris rechts nach Drucktrauma (Suva-act. 14). Die gleichentags konsiliarisch
beigezogenen Ärzte der Klinik für Orthopädische Chirurgie des KSSG diagnostizierten
eine Neuropraxie des Nervus ulnaris rechts bei Einklemmungstrauma sowie eine
Rissquetschwunde des rechten Handgelenks ulnarseitig. Die Röntgenuntersuchung
ergab keinen Hinweis auf eine ossäre Läsion (Suva-act. 8). In Anbetracht der klinisch
sicher erhaltenen Kontinuität des Nervus ulnaris wurde therapeutisch ein abwartendes
Verhalten mit Ruhigstellung und medikamentöser Schmerztherapie festgelegt (Suva-
act. 8, 14). Der Versicherten wurde eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit attestiert (Suva-
act. 13). Die Suva anerkannte ihre Leistungspflicht und erbrachte die gesetzlichen
Leistungen (Heilkosten und Taggelder; Suva-act. 3, 5).
A.b Am 31. Januar 2011 wurde bei der Versicherten eine elektrophysiologische
Untersuchung im Muskelzentrum des KSSG durchgeführt. Im Untersuchungsbericht
vom 1. Februar 2011 wurde eine wahrscheinlich über eine Neurapraxie hinausgehende
Schädigung des Nervus ulnaris angenommen. Das elektroneurographische
Untersuchungsresultat sei vereinbar mit einer hochgradigen axonalen Schädigung. Das
Ausmass der Schädigung bzw. Aussagen hinsichtlich der Integrität und
Regenerationsfähigkeit des Nervus ulnaris lasse sich jedoch elektromyographisch
frühestens zwei bis drei Wochen nach dem ursächlichen Trauma bestimmen (Suva-act.
92). Der elektrophysiologische Befund des Muskelzentrums des KSSG vom 14. Februar
2011 bestätigte sodann die hochgradige axonale Schädigung des Nervus ulnaris.
Dessen partiell erhaltene Kontinuität sprach jedoch gegen eine Neurotmesis. Als
Beschwerden wurden im Untersuchungsbericht vom 15. Februar 2011 eine im
Vergleich zur Untersuchung vom 31. Januar 2011 unverändert ausgeprägte motorische
Einschränkung, eine etwas vermindert ausgeprägte Sensibilitätsstörung sowie eine
aktuell im Vordergrund stehende neuropathische Schmerzsymptomatik festgehalten.
Entsprechend wurde als Diagnose eine Nervus ulnaris-Läsion rechts mit/bei
elektrophysiologischem Nachweis einer hochgradigen axonalen Schädigung mit
Hinweis für eine erhaltene Kontinuität des Nerven und neuropathischem
Schmerzsyndrom gestellt (Suva-act. 91). Nachdem eine weitere elektrophysiologische
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Untersuchung vom 14. März 2011 noch keinen Hinweis auf eine aktive axonale
Regeneration in den Nervus ulnaris-versorgten Handmuskeln erbracht hatte (Suva-act.
90), konnte aufgrund des elektrophysiologischen Untersuchungsergebnisses vom 5.
Mai 2011 von einer aktiven Reinnervation ausgegangen werden (Suva-act. 89). Laut
ärztlichem Zwischenbericht des Hausarztes der Versicherten, Dr. med. C._, Facharzt
für Innere Medizin FMH, vom 24. Juli 2011 war wegen einer depressiven Symptomatik
der Versicherten Ende Mai 2011 mit der Durchführung einer medikamentösen
Behandlung begonnen worden. Die Handproblematik wurde mit Ergotherapie und
Schmerzmitteln behandelt (Suva-act. 40, vgl. auch Suva-act. 42). Am 21. November
2011 erfolgte eine weitere elektrophysiologische Untersuchung im Muskelzentrum des
KSSG, bei der sich im Vergleich zur Untersuchung vom Januar 2011 ein deutlicher
Reinnervationsfortschritt und ein noch fortbestehender Reinnervationsprozess zeigten.
Laut Untersuchungsbericht vom 22. November 2011 befand sich der 5. Finger, weniger
der 4. Finger, anlässlich der klinisch neurologischen Untersuchung in einer
Beugestellung, wofür eine Kontraktur vermutet wurde. Bei der Zeigefingerspreizung
wurde der Kraftgrad 4 erreicht. Belastend wurde nach wie vor das Schmerzsyndrom
mit einer ausgeprägten Allodynie beschrieben, die sich auf den 5. Finger und die Hälfte
des 4. Fingers, ulnarseitig, begrenzte (Suva-act. 88). Bei einer elektrophysiologischen
Untersuchung vom 18. Mai 2012 zeigte sich schliesslich eine weitere Verbesserung
und zudem eine weitestgehend abgeschlossene Reinnervation des Musculus abductor
digiti (Kleinfingerspreizer) sowie des Musculus interosseus dorsalis I bei fehlenden
Zeichen eines aktiven Reinnervationsprozesses. Laut Untersuchungsbericht vom 18.
Mai 2012 konnte die nach wie vor ausgeprägte Beugestellung des 5., weniger auch des
4., Fingers, der rechten Hand nicht durch eine reine Neuropathie des Nervus ulnaris
erklärt werden. Es wurde bestätigt, dass diese vielmehr Ausdruck einer Kontraktur sei.
Die klinische neurologische Untersuchung zeigte ausserdem für die
Zeigefingerspreizung weiterhin den Kraftgrad 4. Unverändert präsentierte sich auch die
ausgeprägte Allodynie begrenzt auf den 5. Finger sowie die Hälfte des 4. Fingers, die
eine Kraftgradprüfung unmöglich machte. Die Versicherte gab demgegenüber eine
weitere Verbesserung der Gefühlsstörungen sowie des Bewegungsumfangs an (Suva-
act. 87).
A.c Am 12. Juni 2012 erfolgte eine kreisärztliche Untersuchung durch Dr. med.
D._, Facharzt orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates
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FMH. Laut gleichentags erstelltem Untersuchungsbericht klagte die Versicherte über
anhaltende, unregelmässig auftretende Schmerzen im Bereich des rechtsseitigen
Nervus ulnaris. Es bestehe eine Überempfindlichkeit mit Schmerzhaftigkeit im Sinne
einer Allodynie im Bereich des 5. Fingers sowie des Hautareals im Bereich des 5.
Mittelhandknochens. Die Versicherte könne die rechte Hand nicht kraftmässig
einsetzen. Generell habe sie sich umgestellt und verrichte sämtliche
Haushaltstätigkeiten mit der linken Hand. Bei Tätigkeiten mit Einsatz beider Hände
benötige sie Hilfe. Die Beschwerden hätten sich geringfügig gebessert. Jedoch störe
sie weiterhin die Schmerzhaftigkeit im Bereich des 5. Fingers. Objektiv stellte Dr. D._
eine aktive Beweglichkeitseinschränkung der Finger 4 und 5 bezüglich Streckung in
den PIP-Gelenken endgradig fest. Bei vorsichtiger passiver Prüfung der Streckung des
4. Fingers im Bereich des PIP-Gelenks lasse sich das Streckdefizit deutlich verringern.
Es bestünden keine Anzeichen für eine Kontraktur im Bereich des PIP-Gelenks des 4.
Fingers. Beim Versuch, eine passive Streckung des PIP-Gelenks des 5. Fingers
durchzuführen, verweigere sich die Versicherte wegen angeblich ausgelöster
Schmerzen. Die aktive Abspreiz- und Anspreizbewegung der Finger 4 und 5 sei nicht
möglich. Anzeichen für eine längerfristige Schonung der rechten Hand liessen sich
aufgrund fehlender Muskelverschmächtigung sowohl im Bereich der rechten Hand als
auch des gesamten rechten Armes ca. 18 Monate nach dem Unfallereignis nicht
verifizieren. Bei Überprüfung der Muskelkraft seien aufgrund mangelnder Mitwirkung
der Versicherten rechtsseitig keine Werte zu erheben. Man bekomme jedoch den
Eindruck, dass bessere Kraftwerte bei entsprechendem Effort zu erreichen wären
(Suva-act. 83).
A.d Mit Schreiben vom 20. Juni 2012 ersuchte Dr. C._ das Psychiatrische Zentrum
E._ die Versicherte zu einer konsiliarischen Untersuchung aufzubieten. Neben der
Schmerzproblematik infolge der Quetschverletzung der rechten Hand mit Verletzung
des Nervus ulnaris würden zunehmend Zukunftsängste und Gefühle der Wertlosigkeit,
verbunden mit Schlafschwierigkeiten, Albträumen, Gedankenreisen und
Kopfschmerzen, auftreten (Suva-act. 86).
A.e Nach Durchsicht sämtlicher elektrophysiologischer Untersuchungsergebnisse
des Muskelzentrums des KSSG reichte Dr. D._ am 27. Juni 2012 eine ergänzende
Stellungnahme zu seinem Untersuchungsbericht vom 12. Juni 2012 ein. Hinsichtlich
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Arbeitsfähigkeit hielt Dr. D._ fest, dass der Versicherten unter Berücksichtigung der
Untersuchungsbefunde ein Arbeitsversuch von 30% in der angestammten Tätigkeit als
Fabrikarbeiterin unter adäquater Schmerztherapie zuzumuten sei. Eine allfällige
Steigerung der Arbeitsfähigkeit sei vom weiteren Heilverlauf abhängig. Das Tragen
einer nächtlichen Schiene in Streckstellung sei nicht indiziert. Hingegen sollte die
Ergotherapie fortgesetzt werden. Der Behandlungserfolg sollte durch engmaschige
Verlaufsberichte kontrolliert werden (Suva-act. 94).
A.f Einen am 9. Juli 2012 aufgenommenen Arbeitsversuch ohne Arbeitsleistung
musste die Versicherte nach zwei Tagen abbrechen. Die Arbeitgeberin erklärte dazu
am 13. Juli 2012, es sei bei ihnen schwierig, eine Tätigkeit einhändig durchzuführen.
Sie hätten einfach zu wenig Arbeiten für die Versicherte. Die Limite für einhändige
Arbeiten sei auch sehr tief. Am Arbeitseinsatz der Versicherten habe es jedoch nicht
gelegen (Suva-act. 100).
A.g Am 19. Juli 2012 stellte sich die Versicherte nach früheren Kontrollen vom 18.
April 2011 (Suva-act. 18), 15. Juli 2011 (Suva-act. 38), 14. Oktober 2011 (Suva-act. 52),
20. Januar 2012 (Suva-act. 71) und vom 20. April 2012 (Suva-act. 79) neuerlich in der
Sprechstunde der Klinik für Hand-, Plastische- und Wiederherstellungschirurgie des
KSSG vor. Die untersuchenden Ärzte wiesen in ihrem Bericht vom 20. Juli 2012 auf die
bei der elektrophysiologischen Untersuchung des Muskelzentrums des KSSG
festgestellte Befundverbesserung hin. Nach wie vor bestehe jedoch eine ausgeprägte
Beugestellung des 5. Fingers, weniger auch des 4. Fingers der rechten Hand, bei der
es sich laut Ärzten des Muskelzentrums des KSSG nicht um eine reine Neuropathie des
Nervus ulnaris, sondern wahrscheinlich eher um eine Beugekontraktur beider Finger
handle. Die Versicherte berichte über eine depressive Verstimmung aufgrund ihrer seit
1.5 Jahren andauernden Beschäftigungslosigkeit. Von handchirurgischer Seite könne
ihr aktuell nichts angeboten werden. Insgesamt würden ihr die intensive Fortführung
der Ergotherapie sowie eine psychiatrische Behandlung empfohlen. Die Behandlung in
ihrer Klinik werde abgeschlossen (Suva-act. 104). Am 13. August 2012 trat die
Versicherte in die Tagesklinik des Psychiatrischen Zentrums E._ ein, deren
behandelnde Ärztin in dem der Suva eingereichten Kostengutsprachegesuch vom 6.
September 2012 eine schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome
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diagnostizierte (Suva-act. 116). Die bis anhin durchgeführte Ergotherapie wurde aus
diesem Grund unterbrochen (Suva-act. 109, 112).
A.h Mit Schreiben vom 10. September 2012 kündigte die B._ AG per 31.
Dezember 2012 das Arbeitsverhältnis mit der Versicherten (Suva-act. 140).
A.i Am 14. September 2012 legte die Suva den Schadenfall zur Prüfung des
Fallabschlusses, zur Festlegung der Arbeitsfähigkeit und zur Schätzung eines allfälligen
unfallbedingten Integritätsschadens der Versicherten Dr. D._ vor (Suva-act. 119).
Dieser erachtete eine Besserungsmöglichkeit des unfallbedingten
Gesundheitsschadens durch konsequente Fortführung der Ergotherapie als gegeben
und empfahl die Einholung eines Berichts der Ergotherapeutin sowie die Vorstellung
der Versicherten in einer Schmerzambulanz. Die Beurteilung eines allfälligen
Integritätsschadens sei angesichts der vorliegenden neurologisch unfallbedingten
Gesundheitsschäden frühestens zwei Jahre nach dem Unfallereignis sinnvoll. Dies
betreffe ebenso einen etwaigen Fallabschluss (Suva-act. 120). Entsprechend der
kreisärztlichen Beurteilung erfolgte die Anmeldung zur Wiederaufnahme der
Ergotherapie durch Dr. C._ sowie die Zuweisung an das Schmerzzentrum des KSSG
durch die Suva, wo die Versicherte erstmals am 8. November 2012 vorstellig wurde
(Suva-act. 122 f., 133, 137). Am 30. November 2012 erstattete die behandelnde
Ergotherapeutin F._ der Suva einen Kurzbericht hinsichtlich Beweglichkeit der Finger
4 und 5 der rechten Hand (Suva-act. 139). Das Schmerzzentrum des KSSG berichtete
über seine Behandlung der Versicherten am 19. Dezember 2012 und diagnostizierte ein
chronifiziertes Schmerzsyndrom rechte obere Extremität (Suva-act. 190). Am 25.
Februar 2013 brach die Versicherte die psychiatrische Behandlung in der Tagesklinik
des Psychiatrischen Zentrums E._ ab (vgl. Suva-act. 178, 190, 210).
A.j Am 23. Mai 2013 untersuchte Dr. D._ die Versicherte erneut und empfahl die
Durchführung einer neurologischen Untersuchung samt elektrophysiologischer
Untersuchung mit der Fragestellung, ob sich seit Eingangsbefund im Januar 2011 eine
Änderung des Zustandes bezüglich der rechtsseitigen Ulnarisneuopraxie und Allodynie
eingestellt habe (Suva-act. 203). Diese erfolgte am 26. Juni 2013 in der Klinik für
Neurologie des KSSG (Suva-act. 213). Dr. D._ verfasste hierauf eine ergänzende
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Stellungnahme und äusserte sich zur Arbeitsfähigkeit der Versicherten sowie zur Höhe
ihres Integritätsschadens (Suva-act. 215 f.).
A.k Gestützt auf das kreisärztliche Untersuchungsergebnis sowie die ergänzende
Stellungnahme von Dr. D._ teilte die Suva dem Rechtsvertreter der Versicherten,
Rechtsanwalt lic. iur. M. Roos, Lichtensteig, mit Schreiben vom 7. August 2013 die
Einstellung der Heilkosten- und Taggeldleistungen per 31. August 2013 mit und
kündigte ab dem Zeitpunkt des Fallabschlusses die Prüfung eines Anspruchs auf eine
Invalidenrente an (Suva-act. 222).
A.l Mit Verfügung vom 21. August 2013 sprach die Suva der Versicherten eine
Invalidenrente ab 1. September 2013 auf der Basis eines Invaliditätsgrades von 14%
sowie eine Integritätsentschädigung aufgrund einer Integritätseinbusse von 10% zu
(Suva-act. 225).
A.m Auf Einwand von Dr. C._ vom 26. August 2013 gegen die Einstellung der
Heilkostenleistungen per 31. August 2013 (Suva-act. 229), sicherte die Suva der
Versicherten weiterhin die Übernahme der Kosten der Behandlung der unfallbedingten
Schmerzen im Bereich der rechten Hand in Form von medikamentösen und anderen
schmerztherapeutischen Massnahmen inklusive Ergotherapie zu (Suva-act. 230).
B.
B.a Mit Eingabe vom 18. September 2013 liess die Versicherte durch ihren
Rechtsvertreter Einsprache gegen die Verfügung vom 21. August 2013 erheben. Es
wurde insbesondere geltend gemacht, Dr. D._ habe sich nicht zur neurologischen
Beurteilung vom 29. Juni 2013 geäussert (Suva-act. 234). Unter diesem Aspekt nahm
Dr. D._ am 16. Dezember 2013 nochmals zur Arbeitsfähigkeit bzw. zum
Zumutbarkeitsprofil der Versicherten Stellung (Suva-act. 255).
B.b Inzwischen waren bei der Versicherten am 8. Oktober sowie 12. November 2013
Verlaufsuntersuchungen im Schmerzzentrum des KSSG durchgeführt worden (Suva-
act. 248, 253). Eine Nächste erfolgte am 19. Dezember 2013 (Suva-act. 257).
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B.c Mit Einspracheentscheid vom 7. Januar 2014 wies die Suva die Einsprache des
Rechtsvertreters der Versicherten vom 18. September 2013 gegen die Verfügung vom
21. August 2013 ab (Suva-act. 258).
C.
C.a Dagegen erhob der Rechtsvertreter der Versicherten (nachfolgend:
Beschwerdeführerin) am 10. Februar 2014 Beschwerde mit folgenden Anträgen: Der
angefochtene Einspracheentscheid sei vollumfänglich aufzuheben, es sei ein
Erwerbsunfähigkeitsgrad von mindestens 46.44 % festzulegen und entsprechend sei
die monatliche Rente neu festzulegen. Die Schätzung des Integritätsschadens von
10% bzw. von Fr. 12'600.-- sei aufzuheben. Nach Durchführung eines medizinischen
Gutachtens sei eine höhere Integritätsentschädigung festzulegen. Der
Beschwerdeführerin sei ausserdem im vorliegenden Beschwerdeverfahren die
unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren, unter Kosten- und Entschädigungsfolge (act.
G 1).
C.b Mit Beschwerdeantwort vom 13. März 2014 beantragte die Suva (nachfolgend:
Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde. Der im angefochtenen
Einspracheentscheid berechnete Invaliditätsgrad von 14% sei im Rahmen einer
Reformatio in peius auf den korrekten Prozentsatz von 13% zu reduzieren. Im Übrigen
sei der Einspracheentscheid zu bestätigen (act. G 6).
C.c Die Verfahrensleitung bewilligte am 17. März 2014 das Gesuch um
unentgeltliche Rechtsverbeiständung für das Gerichtsverfahren (act. G 7).
C.d Mit Replik vom 29. August 2014 hielt der Rechtsvertreter der
Beschwerdeführerin an den gestellten Anträgen fest (act. G 15).
C.e Mit Duplik vom 30. September 2014 erneuerte auch die Beschwerdegegnerin
ihren Antrag auf Beschwerdeabweisung (act. G 17) und Reduzierung des im
angefochtenen Einspracheentscheid berechneten Invaliditätsgrads von 14% im
Rahmen einer Reformatio in peius auf 13%.
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C.f Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie den (weiteren)
Inhalt der medizinischen Akten wird, soweit entscheidnotwendig, in den nachfolgenden
Erwägungen eingegangen.

Erwägungen
1.
Streitig und zu prüfen ist die Höhe des Invalidenrenten- und
Integritätsentschädigungsanspruchs der Beschwerdeführerin. Unbestritten geblieben
ist, dass spätestens per 31. August 2013 (vgl. dazu Suva-act. 104, 213, 222) der
gesundheitliche Endzustand erreicht und daher ein Renten- und
Integritätsentschädigungsanspruch ab bzw. in diesem Zeitpunkt zu prüfen war. Die von
der Beschwerdegegnerin mit Schreiben vom 5. September 2013 zugesicherten, weiter
ausgerichteten Heilkostenleistungen werden offensichtlich im Rahmen von Art. 21 des
Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) gewährt und bilden
nicht Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens.
2.
2.1 Ist die versicherte Person infolge des Unfalls zu mindestens 10 Prozent invalid
(Art. 8 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
[ATSG; SR 830.1]), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG).
Erleidet die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung
der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat sie Anspruch auf eine
angemessene Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG). Der Unfallversicherer ist
demnach nur für Gesundheitsschäden leistungspflichtig, die natürlich und adäquat-
kausal mit einem versicherten Unfallereignis zusammenhängen (vgl. dazu BGE 129 V
181 f. E. 3.1 f.; Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre Holzer, Rechtsprechung des
Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die
Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2012, S. 53 ff.). Aufgabe des Arztes ist
es, den natürlichen Kausalzusammenhang zu beurteilen, während es dem Gericht
obliegt, die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang zu beantworten (PVG
1984 Nr. 82, 174). Bei physischen Unfallfolgen spielt indessen die Adäquanz als
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rechtliche Eingrenzung der aus dem natürlichen Kausalzusammenhang sich
ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine Rolle (BGE 117 V 365 mit
Hinweisen; SVR 2000 Nr. 14 Nr. 45).
2.2 Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch
die beklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese)
abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Situation einleuchtet und
ob die Schlussfolgerungen des Experten oder der Expertin begründet sind.
Ausschlaggebend für den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich
weder dessen Herkunft noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag
gegebenen Stellungahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a). Die
Kreisärzte und Kreisärztinnen der Suva sind nach ihrer Funktion und beruflichen
Stellung Fachärzte bzw. Fachärztinnen im Bereich der Unfallmedizin. Da sie
ausschliesslich Folgen von Unfällen, unfallähnliche Körperschädigungen und
Berufskrankheiten diagnostisch beurteilen und therapeutisch begleiten, verfügen sie
über besonders ausgeprägte traumatologische Kenntnisse und Erfahrungen. Im
Verhältnis zu Allgemeinpraktikern kommt ihnen eine spezialärztliche Stellung zu, wobei
diese neben überwachenden und korrigierenden auch beratende Funktionen umfasst
(Urteil des Bundesgerichts vom 3. Oktober 2008, 8C_510/2007, E. 7.5.4).
Selbstverständlich ist jedoch auch der Beweiswert kreisärztlicher Beurteilungen nach
den allgemeinen Grundsätzen der Schlüssigkeit, Nachvollziehbarkeit,
Widerspruchsfreiheit sowie des Fehlens von Indizien, welche gegen die Zuverlässigkeit
der spezialärztlichen Beurteilung sprechen, zu beurteilen (RKUV 1991 Nr. 133 S. 311
ff.). Nicht angenommen werden kann hingegen, dass bei Kreisärzten und
Kreisärztinnen per se eine Befangenheitssituation vorliegt. Hinweise auf eine konkrete
Befangenheit Dr. D._' werden vom Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin keine
angeführt und können dessen Beurteilungen auch nicht entnommen werden. Inwieweit
ihnen materiell rechtlich gefolgt
werden kann, gilt es nachfolgend zu prüfen.
3.
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3.1 Vorab ist abzuklären, welche gesundheitlichen Beeinträchtigungen als
unfallkausal zu betrachten sind und damit für die Festlegung der Leistungsfähigkeit, der
Rentenleistungen sowie der Integritätsbeeinträchtigung bzw. Integritätsentschädigung
relevant sind.
3.2
3.2.1 Anlässlich des Unfallereignisses vom 20. Januar 2011 erlitt die
Beschwerdeführerin unbestrittenermassen ein Quetschtrauma des distalen Unterarms
rechts mit Läsion des Nervus ulnaris. Elektrophysiologisch liess sich eine hochgradige
axonale Schädigung mit Hinweis für eine erhaltene Kontinuität des Nervs nachweisen
(Suva-act. 91). In der Folge zeigte sich elektrophysiologisch eine aktive Reinnervation
bzw. axonale Regeneration des Nervus ulnaris in der durch diesen versorgten
Handmuskeln Musculus digiti minimi und Musculus interosseus dorsalis I (Suva-act.
89), welche am 18. Mai 2012 weitestgehend als abgeschlossen bezeichnet wurde.
Vorhanden war hingegen im Seitenvergleich nach wie vor eine verminderte Amplitude
der motorischen und sensiblen Potentiale des rechten Nervus ulnaris (Suva-act. 87;
vgl. auch Suva-act. 213: EMG [Elektromyographie] vom 26. Juni 2013). In dieser
Hinsicht sind gewisse Unfallrestfolgen zu erwarten.
3.2.2 Anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung von Dr. D._ vom 23. Mai 2013
klagte die Beschwerdeführerin über ziehende Schmerzen, ausgehend von der rechten
Hand, unter Einschluss der gesamten rechten oberen Extremität bis zur rechten
Schulter. Ausserdem wurde eine Überempfindlichkeit im Bereich des 5. und 4. Fingers
rechts geschildert (Suva-act. 203). Auch anlässlich des Konsiliums der Ärzte der Klinik
für Neurologie des KSSG vom 26. Juni 2013 berichtete die Beschwerdeführerin von
konstant fortbestehenden Schmerzen der rechten Hand palmar und dorsal ulnarseitig,
als auch im Bereich des 4. und 5. Fingers. Der 4. Finger sei nur ulnarseitig betroffen. Es
bestehe eine Schmerzempfindlichkeit für Berührung. Im Weiteren beschrieb die
Beschwerdeführerin eine deutlich herabgesetzte Beweglichkeit des 4. und 5. Fingers.
Die Beweglichkeit der ersten drei Finger sei gut (Suva-act. 213).
3.2.3 Sowohl die Ärzte der Klinik für Hand-, Plastische- und
Wiederherstellungschirurgie des KSSG in ihrem Bericht vom 17. Oktober 2011 (Suva-
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act. 52) als auch nachfolgend diejenigen des Muskelzentrums des KSSG in ihrem
Bericht vom 18. Mai 2012 (Suva-act. 87) hatten den Befund einer Krallenstellung des
Ring- und Kleinfingers der rechten Hand bzw. eine extreme Beugestellung des 5.
Fingers, weniger auch des 4. Fingers rechts erhoben. Dr. D._ erfasste objektiv bei
Malcompliance der Beschwerdeführerin einen stets in MP-Hyperextensionsstellung
sowie PIP- und DIP-Flexionsstellung positionierten 5. Finger rechts (vgl. dazu auch
Suva-act. 33). Die Ursache dieser Beweglichkeitseinschränkung wurde nicht durch eine
reine Neuropathie des Nervus ulnaris erklärt, sondern als Ausdruck einer Kontraktur
betrachtet (vgl. dazu auch Suva-act. 87). Der Faustschluss war anlässlich der
kreisärztlichen Untersuchung rechtsseitig nicht vollständig möglich. Die Greiffähigkeit
wurde vornehmlich mit den Fingern 1 bis 3 durchgeführt.
3.2.4 Laut Dr. D._ gestaltete sich die Untersuchung stellenweise schwierig. Die
Beschwerdeführerin habe diverse Bewegungen bzw. Haltungen nur nach mehrfacher
Aufforderung des Untersuchers so ausgeführt, dass eine adäquate Untersuchung habe
durchgeführt werden können. Zum Teil habe die Untersuchung groteske Züge –
aufgrund abnormen Bewegungsverhaltens der Beschwerdeführerin mit der rechten
oberen Extremität – angenommen. Die subjektiv angegebene gesamthafte
Hyposensibilität auf der Beugeseite des rechten Unterarms sei dermatommässig nicht
zuordenbar. Die fortbestehenden Schmerzen im Bereich des 4. und 5. Fingers stellte
Dr. D._ hingegen nicht in Frage. Der Faustschluss sowie die Kraftentwicklung im
Bereich der rechten Hand seien abgeschwächt, objektiv jedoch unvereinbar mit den
untersuchungsmässig vorgefundenen seitengleichen Umfangmassen an den oberen
Extremitäten. Gesamthaft seien die Untersuchungsbefunde mit den von der
Beschwerdeführerin geschilderten Beschwerden nicht erklärbar. Zum Teil seien beim
Ausziehen des Pullovers flüssige Bewegungsformen durchgeführt worden, die während
der Untersuchung mit einem demonstrativ langsamen Ablauf gekennzeichnet gewesen
seien. Eine Tendenz zur Symptomverstärkung könne der Beschwerdeführerin nicht
abgesprochen werden. Trotz gewisser Vorbehalte stellte Dr. D._ die offensichtlich
unfallkausalen Diagnosen eines chronifizierten neuropathischen Schmerzsyndroms der
rechten oberen Extremität bei Status nach Nervus ulnaris-Läsion infolge
Quetschtrauma distaler Unterarm im Januar 2011 sowie aktuell einer
Hyperextensionsstellung im MP-Gelenk und einer Hyperflexionsstellung im PIP- und
DIP-Gelenks des 5. Fingers rechts bei fraglicher Kontraktur (Suva-act. 203).
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3.2.5 Auch die Ärzte der Klinik für Neurologie des KSSG erhoben unzweifelhaft
weiterhin eine typische Klinik nach Nervus ulnaris-Läsion sowie ein neuropathisches
Schmerzsyndrom nach entsprechender Schädigung des Nervus ulnaris im Rahmen des
Quetschtraumas am 20. Januar 2011. Wie von den Ärzten der Klinik für Hand-,
Plastische- und Wiederherstellungschirurgie als auch denjenigen des Muskelzentrums
des KSSG wurde sodann eine Flexionsstellung im Sinne einer Krallenhand bezüglich
des 4. und 5. Fingers der rechten Hand erhoben. Die Kraftprüfung des 4.und 5. Fingers
war bei ausgeprägter Allodynie nicht konklusiv. Im Gegensatz zu Dr. D._ stellten die
Ärzte der Klinik für Neurologie des KSSG zusätzlich sekundär eine Inaktivitätsatrophie
fest, welche sich auch in den Oberarmumfängen widerspiegle. Im Weiteren
anerkannten die Ärzte der Klinik für Neurologie des KSSG, dass aufgrund des
Schmerzes eine Fehlhaltung antrainiert worden sei, welche nun sekundär zu
Schmerzen im Bereich des rechten Nackens und der rechten Schulter führe. Als
Diagnose wurde schliesslich - wie von Dr. D._ - ein neuropathisches
Schmerzsyndrom gestellt (Suva-act. 213).
3.2.6 Der untersuchende Arzt des Schmerzzentrums des KSSG erhob wie die Ärzte
der Klinik für Neurologie des KSSG anlässlich seiner Verlaufsuntersuchung vom 8.
Oktober 2013 eine ausgeprägte Allodynie im Bereich der linken Hand ulnarseitig, die
Finger 4 und 5 mitbetreffend, wobei die Beschwerden an der Handinnenfläche grösser
seien als an der Handaussenfläche. Die Bewegung des 4. und 5. Fingers sei deutlich
herabgesetzt. Die Beweglichkeit der restlichen Finger sei gut. Vermerkt ist schliesslich
die einheitliche Diagnose eines chronifizierten Schmerzsyndroms im Bereich des
Nervus ulnaris mit neuropathischem Schmerzcharakter. Bestätigt wurde sodann die
von den Ärzten der Klinik für Neurologie des KSSG festgestellte Inaktivitätsatrophie
infolge der Läsion des Nervus ulnaris und die sekundäre Fehlhaltung mit Schmerzen im
Bereich des rechten Arms und der rechten Nackenhälfte (Suva-act. 248).
3.2.7 Aufgrund der dargelegten medizinischen Aktenlage ist mithin mit dem
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit festzuhalten, dass die
Beschwerdeführerin infolge des Unfalls vom 20. Juni 2011 unter schmerzbedingten
und funktionellen Einschränkungen im Bereich des 4. und 5. Fingers der rechten Hand
(vgl. dazu auch Suva-act. 139) sowie unter Schmerzen im Bereich des rechten Arms
und der rechten Nackenhälfte leidet, welche nachfolgend im Rahmen der
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Invaliditätsbemessung und der Schätzung der Höhe des Integritätsschadens zu
berücksichtigen sind.
3.3
3.3.1 Nicht zu berücksichtigen sind jedoch entgegen der Auffassung des
Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin psychische Unfallfolgen im Sinne einer
psychischen Fehlentwicklung nach dem Unfall. Beschwerdeweise wird vorgebracht, als
Folge der Traumatisierung im Bereich der rechten Hand habe die Beschwerdeführerin
eine reaktive Depression entwickelt, welche bei einem Psychiater behandelt werde (act.
G 1). Erste Hinweise auf psychische Probleme der Beschwerdeführerin sind dem
ärztlichen Zwischenbericht von Dr. C._ vom 24. Juli 2011 sowie dem
Untersuchungsbericht der Klinik für Hand-, Plastische- und
Wiederherstellungschirurgie des KSSG vom 20. Juli 2012 zu entnehmen (Suva-act. 40,
104), weswegen die Beschwerdeführerin antidepressive Medikamente zu sich nahm
und sich ab 13. August 2012 einer psychiatrischen Behandlung in der Tagesklinik des
Psychiatrischen Zentrums E._ unterzog (Suva-act. 129). Die behandelnde Ärztin
diagnostizierte im Kostengutsprachegesuch vom 22. Oktober 2012 eine schwere
depressive Episode ohne psychotische Symptome. Die Beschwerdeführerin sei im
formalen Denken eingeengt auf die Auswirkungen des Arbeitsunfalls, der Erkrankung
und die damit verbundene Arbeitsunfähigkeit. Sie berichte von existentiellen Ängsten
und einem sozialen Rückzug und mache sich Sorgen, wie es weitergehen könne. Sie
leide unter vegetativen Symptomen in Form von Schlafstörungen, hauptsächlich
geprägt durch den brennenden Schmerz der rechten Hand (Suva-act. 129). Am 25.
Februar 2013 brach die Beschwerdeführerin die psychiatrische Behandlung ab, dies
trotz stationärem psychischen Gesundheitszustand (vgl. dazu Suva-act. 171, 191, 210).
Die Ausführungen der behandelnden Ärztin des Psychiatrischen Zentrums E._ lassen
eine natürliche Unfallkausalität der Depression der Beschwerdeführerin nicht ohne
Weiteres in Abrede stellen. Eine abschliessende Beantwortung der Frage der
natürlichen Unfallkausalität der psychischen Problematik und der daraus resultierenden
Arbeitsunfähigkeit kann jedoch ausbleiben, nachdem - wie nachstehend zu zeigen ist -
der kumulativ erforderliche adäquate Kausalzusammenhang zu verneinen ist (vgl. SVR
1995 UV Nr. 23, S. 68 E. 3c).
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3.3.2 Bei der im Rahmen der Prüfung des adäquaten Kausalzusammenhangs
vorzunehmenden Katalogisierung des Unfallereignisses sind sich die Parteien zu Recht
einig, dass der Unfall der Beschwerdeführerin dem Bereich der mittelschweren Unfälle
zuzurechnen ist. Uneinig sind sie sich darüber, ob der Unfall im Grenzbereich zu den
leichten Unfällen anzusiedeln sei, wie ihn die Beschwerdegegnerin einstuft, oder im
schweren Bereich der mittelschweren Unfälle, was der Meinung des Rechtsvertreters
der Beschwerdeführerin entspricht. Diese Unterscheidung ist insofern von Bedeutung,
als bei Unfällen im mittelschweren Bereich nach der Praxis eine Anzahl massgeblicher
Kriterien (besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit
des Unfalls; Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen; ungewöhnlich
lange Dauer der ärztlichen Behandlung; Dauerbeschwerden; ärztliche Fehlbehandlung,
welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert; schwieriger Heilungsverlauf und
erhebliche Komplikationen; Grad und Dauer der Arbeitsunfähigkeit; vgl. BGE 115 V 140
E. 6c/aa, BGE 117 367 V E. 6a, BGE 117 V 383 E. 4b) erfüllt sein müssen, um auf
Adäquanz zu erkennen, wobei diese Zahl um so grösser zu sein hat, je näher das
Ereignis bei den leichten Unfällen liegt. Im ganzen mittelschweren Bereich genügt es
für die Bejahung der adäquaten Kausalität, wenn ein einziges dieser Kriterien in
ausgeprägtem Mass erfüllt ist. Allerdings wird dies vom Bundesgericht nur mit grösster
Zurückhaltung angenommen (vgl. BGE 134 V 126 f. E. 10.1, BGE 117 V 383 f. E. 4b
und c; Rumo-Jungo/ Holzer, a.a.O., S. 63 ff.). Angesichts der einschlägigen Praxis (vgl.
Rumo-Jungo/ Holzer, a.a.O., S. 64 ff.) fällt in Bezug auf den konkreten Fall die
Annahme eines mittelschweren Unfalls im Grenzbereich zu den schweren Ereignissen
ausser Betracht. Die Beschwerdegegnerin wendet zu Recht ein, dass der Vergleich des
Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin mit einer Handamputation (vgl. act. G 15, Ziff.
42) nicht gezogen werden kann. Die Unfallrestfolgen der Beschwerdeführerin betreffen
insbesondere die Finger 4 und 5 ihrer rechten Hand. Die weiteren Finger 1 bis 3 sind
funktionsfähig und mit ihnen ist eine Greiffunktion möglich, womit die rechte Hand
zumindest als Zudien- bzw. Haltehand weiterhin eingesetzt werden kann (vgl. Suva-act.
203, 213; vgl. auch nachfolgende Erwägung 4.2). Ob der Unfall der Beschwerdeführerin
im Grenzbereich zu den leichten Ereignissen anzusiedeln oder von einem
mittelschweren Unfall im engeren Sinn auszugehen ist, braucht – wie die
nachfolgenden Erwägungen 3.3.3 bis 3.3.8 zeigen – nicht abschliessend beantwortet
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zu werden, da weder ein einzelnes der massgeblichen Kriterien in ausgeprägter Weise
noch vier bzw. drei der massgeblichen Kriterien gegeben sind.
3.3.3 Das Kriterium der dramatischen Begleitumstände ist entgegen der Auffassung
des Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin nicht erfüllt. Die Beschwerdeführerin
selbst machte in ihren Unfallschilderungen in keiner Weise je eine von ihr empfundene
Dramatik oder besondere Eindrücklichkeit geltend (vgl. Suva-act. 46, 48). Zu beachten
ist im Übrigen, dass praktisch jedem mindestens mittelschweren Unfall eine gewisse
Eindrücklichkeit eigen ist, welche jedoch noch nicht für eine Bejahung des Kriteriums
ausreichen kann (Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 69; Urteil des Bundesgerichts vom 20.
November 2008, 8C_39/2008, E. 5.2).
3.3.4 Die Beschwerdeführerin erlitt beim Unfall vom 20. Januar 2011 eine axonale
Schädigung des Nervus ulnaris, keine Neurotmesis (vgl. Suva-act. 91). Dabei handelt
es sich nicht um eine schwere Verletzung und insbesondere nicht um eine Verletzung,
die erfahrungsgemäss
geeignet ist, psychische Fehlentwicklungen auszulösen.
3.3.5 Die Beschwerdegegnerin betrachtet das Kriterium der erheblichen Beschwerden
angesichts der chronischen Schmerzproblematik der Beschwerdeführerin als erfüllt,
dies jedoch gerechtfertigtermassen nicht in besonders ausgeprägter Weise. Die im
Vordergrund stehende Allodynie bzw. Hypersensibilität der Beschwerdeführerin im
Bereich ihres 4. und 5. Fingers macht sich insbesondere bei Berührung der fraglichen
Finger mit einem brennenden Schmerz bemerkbar. Laut Angaben des
Beschwerdeführers ist der Schmerz nicht ständig vorhanden, sondern tritt in
unregelmässigen Abständen auf (vgl. Suva-act. 72, 83, 87). Angesichts dieser Sachlage
kann nicht von Dauerschmerzen gesprochen werden.
3.3.6 Die Beschwerdeführerin war und ist voraussichtlich fortdauernd auf
Schmerzmittel angewiesen. Im Weiteren wurde bei ihr wiederholt eine Ergotherapie
durchgeführt. Einem operativen Eingriff mit anschliessendem längeren Heilungsprozess
musste sie sich jedoch nicht unterziehen. Verschiedenen Abklärungsmassnahmen und
blossen ärztlichen Kontrollen kommt nicht die Qualität einer regelmässigen,
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zielgerichteten Behandlung zu (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom
27. April 2006, U 393/05, E. 8.2.4). Der Ablauf der Heilbehandlung stellte sich bei der
Beschwerdeführerin immer gleich dar, ohne dass im Verlauf hinsichtlich Allodynie und
Beweglichkeit der fraglichen Finger eine wesentliche Besserung eingetreten wäre.
Spätestens ab 31. August 2013 war der Heilungsprozess bei stationärem Verlauf der
gesundheitlichen Situation der Beschwerdeführerin als abgeschlossen zu betrachten
und die weiteren Heilbehandlungen waren nur noch auf die Erhaltung des bestehenden
Gesundheitszustandes, nicht mehr auf dessen Verbesserung ausgerichtet (RKUV 2000
Nr. U 549 S. 236 E. 5.2.4; vgl. dazu insbesondere Suva-act. 104, aber auch Suva-act.
190, 201, 203, 222, 230). Insgesamt ist damit das Kriterium der ungewöhnlich langen
Dauer der ärztlichen Behandlung zumindest nicht in der geforderten Stärke als erfüllt zu
betrachten. Anzufügen bleibt, dass die psychische Problematik bzw. deren Behandlung
hier, wo es um die Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen Unfall
und psychisch bedingter Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit geht, keine Berücksichtigung
finden kann.
3.3.7 Eine ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen verschlimmert hätte, oder
ein schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen, werden vom
Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin zu Recht nicht geltend gemacht. Letztes
Kriterium wird nur selten bejaht. Die Einnahme vieler Medikamente und die
Durchführung verschiedener Therapien – wie im konkreten Fall – genügen nicht zu
dessen Bejahung. Gleiches gilt für den Umstand, dass trotz regelmässiger Therapie
keine Beschwerdefreiheit erreicht werden konnte (Urteil des Bundesgerichts vom 16.
Mai 2008, 8C_252/2007, E. 7.6, und vom 16. Mai 2008, 8C_57/2008, E. 9.6.1; Rumo-
Jungo/Holzer, a.a.O., S. 72 f.).
3.3.8 Selbst wenn das Kriterium "Grad und Dauer der physisch bedingten
Arbeitsunfähigkeit" als erfüllt betrachtet würde, wäre mithin auch bei Annahme eines
mittelschweren Unfalls im engeren Sinn die erforderliche Anzahl der massgebenden
Kriterien nicht gegeben. Ein adäquater Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall
vom 20. Januar 2011 und den psychischen Beschwerden der Beschwerdeführerin ist
daher zu verneinen. Im Rahmen der nachfolgenden Bemessung der unfallbedingten
Invalidität sowie des unfallbedingten Integritätsschadens können dementsprechend
lediglich die unfallbedingten Beeinträchtigungen in somatischer Hinsicht, diejenigen im
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Bereich des 4. und 5. Fingers der rechten Hand in Form von Schmerzen und einer
Beweglichkeitseinschränkung sowie im Bereich rechten Arms und der rechten
Nackenhälfte in Form von sekundär entstandenen Schmerzen, miteinbezogen werden.
4.
4.1 Der Grad der für den Rentenanspruch massgebenden Invalidität ist gemäss Art.
16 ATSG durch einen Einkommensvergleich zu ermitteln, bei dem das Einkommen, das
die versicherte Person nach dem Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der
medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte
(Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt wird zum Erwerbseinkommen, das sie
erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Grundlage
der Bemessung des Invalideneinkommens bilden die Arbeitsfähigkeitsgradschätzung
und die Umschreibung der trotz der Gesundheitsbeeinträchtigung noch möglichen und
zumutbaren Tätigkeiten. Um das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit beurteilen zu können,
ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die
ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben.
Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und
dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die
versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4).
4.2
4.2.1 Die Beschwerdegegnerin stützt sich bei der Bemessung des
Invalideneinkommens auf die Arbeitsfähigkeitsschätzung bzw.
Zumutbarkeitsbeurteilung von Dr. D._ vom 9. Juli 2013 (Suva-act. 215). Laut
kreisärztlicher Beurteilung sind der Beschwerdeführerin leichte Tätigkeiten mit Einsatz
der rechten Hand als Zudienhand ohne Überkopfarbeiten, ohne ausladende
körperferne repetitive Bewegungen und ohne erhöhte Anforderungen an feinmotorische
Tätigkeiten mit der rechten Hand auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt vollschichtig
zumutbar. Die Beschwerdeführerin werde zukünftig weiterhin auf die Einnahme von
Schmerzmitteln angewiesen sein. Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin hält
dagegen, dass deren rechte Hand nicht mehr einsetzbar sei und am Arbeitsplatz nur
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noch die linke Hand genutzt werden könne. Der Beschwerdeführerin seien mithin
bimanuelle Tätigkeiten nicht möglich. Die rechte Hand sei nur als Haltehand, nicht - wie
bei bimanuellen Tätigkeiten erforderlich - repetitiv einsetzbar. Die defekte rechte Hand
verunmögliche es also der Beschwerdeführerin, Hilfsarbeitertätigkeiten entsprechend
dem von Dr. D._ beschriebenen Zumutbarkeitsprofil auszuüben. Der Rechtsvertreter
der Beschwerdeführerin stützt sich dabei auf die Beurteilung der Ärzte der Klinik für
Neurologie des KSSG vom 28. Juni 2013 (vgl. act. G 1, Ziff. 14). Mit Rücksicht auf die
Schmerzsymptomatik sowie die eingeschränkte Motorik formulierten diese, dass der
Beschwerdeführerin bimanuelle Tätigkeiten nicht zu 100% möglich seien. Nicht
möglich seien zudem bei der rechtshändigen Beschwerdeführerin feinkoordinatorisch/
feinmotorisch anspruchsvolle Aufgaben (Suva-act. 213). Der Rechtsvertreter der
Beschwerdeführerin interpretiert zu Unrecht eine Widersprüchlichkeit in die Beurteilung
von Dr. D._ gegenüber derjenigen der Ärzte der Klinik für Neurologie des KSSG
hinein. Der Kreisarzt bestätigte in seiner Ergänzung vom 16. Dezember 2013, dass der
Beschwerdeführerin insofern keine bimanuellen Tätigkeiten mehr möglich seien, als
damit ein repetitiver und regelmässiger Einsatz der rechten Hand verbunden sei (Suva-
act. 255). Die Adaption an die Unfallrestfolgen der rechten Hand besteht darin, dass die
rechte Hand - wie von Dr. D._ erklärt und auch vom Rechtsvertreter der
Beschwerdeführerin eingeräumt - nur noch als Zudien- bzw. Haltehand einsetzbar ist.
Angesichts der objektivierten Beschwerden im Bereich der rechten Hand ist genau in
dieser Anpassung bzw. Einschränkung der Sinn der Erklärung der Ärzte der Klinik für
Neurologie des KSSG zu sehen, dass der Beschwerdeführerin bimanuelle Tätigkeiten
nicht zu 100% möglich seien. Die Aussage des behandelnden Arztes des
Schmerzzentrums des KSSG im Verlaufsuntersuchungsbericht vom 9. Oktober 2013 -
bedingt durch die in den klinischen Untersuchungen nachweisbaren Allodynien sei
aktuell keine Arbeitstätigkeit mit der rechten Hand auszuführen (Suva-act. 248) -
widerspricht der anderslautenden Aussage des Rechtsvertreters der
Beschwerdeführerin und erscheint ohnehin als zu allgemein. So wurde der
behandelnde Arzt des Schmerzzentrums des KSSG insbesondere nicht explizit nach
der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in einer handadaptierten Tätigkeit befragt.
Die schmerzbedingte Einschränkung in Form einer Berührungsempfindlichkeit (vgl.
dazu Suva-act. 139, Suva-act. 203 S. 4) sowie die funktionelle Einschränkung im
Bereich der rechten Hand beschränken sich auf die Finger 4 und 5. Die Greiffähigkeit
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mit den Fingern 1 bis 3 ist offensichtlich möglich bzw. die Beweglichkeit dieser drei
Finger ist gut (vgl. Suva-act. 203 S. 6, Suva-act. 248). Mit den Fingern 1 bis 3 ist ein
Gebrauch der rechten Hand (nur) als Zudien- bzw. Haltehand ohne Weiteres möglich.
Auch die Beschwerdeführerin berichtete Dr. D._, sie setze die rechte Hand bei
leichten Tätigkeiten, vor allem der Körperpflege, ein, und sie könne die Finger 1 bis 3
der rechten Hand benutzen (Suva-act. 203 S. 3). Der Rechtsvertreter macht sodann
geltend, die Beschwerdeführerin sei auf beide Hände angewiesen, um als
Hilfsarbeiterin den Anforderungen an feinmotorische Tätigkeiten genügen zu können.
Dass konkret keine feinkoordinatorisch/feinmotorisch anspruchsvollen Aufgaben
ausgeführt werden können, wird wie von den Ärzten der Klinik für Neurologie des
KSSG auch von Dr. D._ erfasst (vgl. Erwägung 4.2). Der vom Rechtsvertreter der
Beschwerdeführerin gezogene Vergleich mit dem Pianospieler ist sodann nicht
stichhaltig. Vielmehr ist die Beschwerdeführerin in der Lage, die rechte Hand als
Zudien- bzw. Haltehand zur Ausübung einer Tätigkeit zu gebrauchen, was bei
bestimmten Hilfsarbeitertätigkeiten durchaus genügend ist, wohingegen ein
Pianospieler ohne die volle Funktionalität der Finger seiner beiden Hände eindeutig
nicht mehr im Besitz der für ein professionelles Pianospiel erforderlichen Fähigkeiten
ist. Den Umständen, dass der Beschwerdeführerin bei Ausübung einer leichten
Tätigkeit nicht das ganze Tätigkeitsspektrum einer uneingeschränkt zweihändigen
Person offensteht und ihre rechte, dominante Hand gesundheitlich bedingt nur sehr
eingeschränkt eingesetzt werden kann, ist selbstverständlich Rechnung zu tragen, dies
jedoch erst bei der Bemessung des zumutbaren Invalideneinkommens (vgl.
nachstehende Erwägungen 4.3.2 f.).
4.2.2 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass den in Erwägung 3.2 erhobenen
Befunden bzw. Schmerzen und Bewegungsdefiziten im Bereich der rechten Hand von
Dr. D._ umfassend Rechnung getragen wurde, indem die Einwirkung auf die Finger 4
und 5 durch Berührung und Belastung weitgehend ausgeschlossen wird. Er hält im
Übrigen fest, dass die Beschwerdeführerin zukünftig weiterhin auf die Einnahme von
Schmerzmedikamenten angewiesen sei (Suva-act. 215). Der neuropathischen
Schmerzkomponente wird also zusätzlich dadurch Rechnung getragen. Es sind keine
Anhaltspunkte ersichtlich, die geeignet wären, Zweifel daran zu begründen, dass mit
dem kreisärztlichen Zumutbarkeitsprofil die in Frage stehenden
Gesundheitsschädigungen bzw. die damit verbundenen Beschwerden und ihre
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praktischen Auswirkungen nicht genügend berücksichtigt worden wären. Dr. D._
sieht die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin nur in qualitativer Hinsicht
eingeschränkt. Unter den erwähnten, limitierenden Bedingungen ist denn auch ohne
Weiteres eine volle Arbeitsfähigkeit als gegeben zu erachten. Die sekundär
aufgetretene Beschwerdeproblematik im Bereich des rechten Arms und der rechten
Nackenhälfte ist beim Zumutbarkeitsprofil schliesslich damit Rechnung getragen, dass
die Beschwerdeführerin ohne Überkopfarbeiten und ohne ausladende köperferne
repetitive Bewegungen eine entsprechende und genügende Schonung erfährt.
4.3
4.3.1 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-
erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Ist
jedoch - wie im vorliegenden Fall zufolge Kündigung und Arbeitslosigkeit seit Januar
2013 (vgl. Suva-act. 140, 197 und 213, S. 2) und der (laut Angaben in der Beschwerde,
act. G 1, Ziff. 28) blossen Teilnahme an einem RAV-Programm - kein tatsächlich
erzieltes Erwerbseinkommen gegeben (vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts vom 19.
Juni 2008, 9C_81/2008, E. 2.4), so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne
gemäss Schweizerischer Lohnstrukturerhebung (LSE) herangezogen werden (BGE 129
V 475 E. 4.2.1 mit Hinweisen, BGE 126 V 76 E. 3b/bb).
4.3.2 Das trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigung zumutbarerweise erzielbare
Einkommen ist bezogen auf einen ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu Ermitteln. Ein
solcher Arbeitsmarkt ist gekennzeichnet durch ein gewisses Gleichgewicht zwischen
Angebot und Nachfrage nach Arbeitskräften und weist einen Fächer verschiedenster
Tätigkeiten auf und zwar sowohl bezüglich der dafür verlangten beruflichen und
intellektuellen Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes. Bei
der Bestimmung des im Einzelfall in Betracht fallenden, dem gesundheitlichen
Anforderungsprofil entsprechenden Arbeitsmarktes ist nicht von realitätsfremden
Einsatzmöglichkeiten auszugehen. Es können nur Vorkehren verlangt werden, die unter
Berücksichtigung der gesamten objektiven und subjektiven Gegebenheiten zumutbar
sind. Andererseits sind an die Konkretisierung von Arbeitsgelegenheiten und
Verdienstaussichten keine übermässigen Anforderungen zu stellen (Urteil des
Bundesgerichts vom 17. September 2008, 9C_418/2008, E. 3.2.1). Die faktische
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Einhändigkeit oder die Beschränkung der dominanten Hand als Zudienhand stellen
nach der Rechtsprechung Tatbestände einer erheblich erschwerten Verwertbarkeit der
Arbeitsfähigkeit auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt dar. Dennoch wurde von der
Rechtsprechung wiederholt bestätigt, dass auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt
genügend realistische Betätigungsmöglichkeiten für Personen, welche funktionell als
Einarmige zu betrachten sind und überdies nur noch leichte Arbeiten verrichten
können, zu finden sind (Urteile des Bundesgerichts vom 23. März 2009, 8C_971/2008,
E. 4.2.5; vom 17. April 2009, 9C_418/2008, E. 2.3.2; vom 17. September 2008,
9C_418/2008, E. 3.2 f.; und vom 3. März 2010, 8C_810/2009, E. 2.6.4 je mit
Hinweisen). Zu denken ist an einfache Überwachungs-, Prüf- und Kontrolltätigkeiten
sowie an die Bedienung und Überwachung von (halb-)automatischen Maschinen oder
Produktionseinheiten, die keinen Einsatz von rechtem Arm und rechter Hand
voraussetzen (Urteile des Bundesgerichts vom 17. Dezember 2008, 9C_418/2008, E.
3.2.2, und vom 27. August 2008, 8C_635/2007, E. 4.2 je mit Hinweisen). In diesem
Rahmen kann nicht von realitätsfremden und in diesem Sinne unmöglichen oder
unzumutbaren Einsatzmöglichkeiten ausgegangen werden. Eine zumutbare Tätigkeit ist
der Beschwerdeführerin nicht nur in so eingeschränkter Form möglich, dass sie der
allgemeine Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder nur unter nicht realistischem
Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers ausgeübt werden kann (vgl.
dazu Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 3. Dezember 2003, I
349/01, E. 6.1). So geht es beim als ausgeglichen unterstellten Arbeitsmarkt nicht um
reale, geschweige denn offene Stellen, sondern um (gesundheitlich zumutbare)
Beschäftigungsmöglichkeiten, welche der Arbeitsmarkt von seiner Struktur her, jedoch
abstrahiert von den konjunkturellen Verhältnissen, umfasst (Urteil des EVG vom 16. Juli
2003, I 758/02). Es ist somit davon auszugehen, dass bei der Beschwerdeführerin eine
zumutbare wirtschaftliche Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit im Umfang von
100% besteht.
4.3.3 Bei der Beschwerdeführerin ist für die zahlenmässige Bestimmung des
Invalideneinkommens im Rahmen der Tabellenlöhne der LSE unbestrittenermassen auf
die statistischen Grundlagen des Jahres 2010, Tabelle TA1, privater Sektor, Total,
Frauen Anforderungsniveau 4 (einfache und repetitive Tätigkeiten) abzustellen.
Insbesondere im Produktions- und Dienstleistungsbereich dürften Kontroll- und
Überwachungstätigkeiten oder Tätigkeiten im Kurierdienst, wie sie die
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Beschwerdeführerin auszuüben vermöchte, vorhanden sein. Im Jahr 2010 lag der
Durchschnittslohn für eine Frau bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden bei
Fr. 4'225.--. Bei einer betriebsüblichen Wochenarbeitszeit für das Jahr 2013 von 41.7
und nominallohnindexiert bis 2013 (Index Frauen: 2011: 1.0%; 2012: 1.0%; 2013: 0.7
% [anstatt 1% gemäss angefochtenem Einspracheentscheid, Erwägung 5.b.]) ergibt
sich ein Jahreseinkommen von Fr. 54'287.--. Nach der Rechtsprechung ist ein Abzug
vom Invalideneinkommen gerechtfertigt, wenn im Einzelfall Anhaltspunkte dafür
bestehen, dass eine versicherte Person, die gesundheitsbedingt lediglich noch leichte
Hilfsarbeiten ausführen kann, ihre Restarbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen
Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg zu verwerten in der
Lage ist. Zudem können weitere persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und
Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder
Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben
(BGE 126 V 78 E. 5a mit Hinweisen, BGE 124 V 323 E. 3b/aa). Der Abzug ist unter
Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu
schätzen. Er darf 25% nicht übersteigen (BGE 126 V 80 E. 5b/bb-cc). Bei der
Überprüfung des Abzugs, der eine Schätzung darstellt und von der Verwaltung kurz zu
begründen ist, darf das Sozialversicherungsgericht sein Ermessen nicht ohne triftigen
Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen (BGE 126 V 81 E. 6). Die
Beschwerdegegnerin legte den Abzug vom Tabellenlohn im Falle des
Tabellenlohnvergleichs bei der Beschwerdeführerin auf 15% fest. Seit BGE 126 V 75
hat die Praxis bei versicherten Personen, welche die dominante Hand gesundheitlich
bedingt nur sehr eingeschränkt, beispielsweise als Zudienhand, einsetzen können,
verschiedentlich einen Abzug von 20% oder sogar 25% als angemessen bezeichnet
(Urteil des Bundesgerichts vom 17. September 2008, 9C_418/208, E. 3.3.2 mit
Hinweisen). Dies bedeutet indessen noch nicht, dass die Beschwerdegegnerin ihr
Ermessen rechtsfehlerhaft ausübte, wenn sie weniger als 20% annahm, zumal in den
Urteilen vom 19. November 2004, I 348/05, und vom 30. August 2005, U 122/05, ein
Abzug von 10% bis 15% als angemessen bezeichnet wurde und in BGE 129 V 472, mit
Blick auf die Beeinträchtigungen einer im Zeitpunkt des Rentenbeginns 55 Jahre alten
versicherten Person (die Beschwerdeführerin war im Zeitpunkt des Rentenbeginns 5_
Jahre alt) nach dislozierter Radiusfraktur rechts, von einem solchen von 15%
ausgegangen wurde. Auch im Urteil U 147/00 vom 5. November 2003 wurde bei einem
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bei Beginn des Rentenanspruchs 55 Jahre alten Versicherten, der wegen der
Beeinträchtigung im Gebrauch der dominanten rechten Hand auch im Rahmen einer
geeigneten leichteren, ganztags zumutbaren Beschäftigung in der Leistungsfähigkeit
beeinträchtigt war, der Abzug auf 15% festgelegt. Indem die Beschwerdegegnerin am
Tabellenlohn einen Abzug von 15% vorgenommen hat, ist dies mithin nicht zu
beanstanden. Damit resultiert ein Invalideneinkommen von Fr. 46'144.-- für das Jahr
2013.
4.3.4 Im angefochtenen Einspracheentscheid ging die Beschwerdegegnerin von einem
Valideneinkommen 2013 von Fr. 53'775.-- aus. Hierfür legte sie für das Jahr 2013 einen
Monatslohn von Fr. 4'075.-- (x 13) zuzüglich den aus dem Jahreslohnkonto 2010
ersichtlichen Bonus von Fr. 800.-- zugrunde (vgl. Suva-act. 115). Die Angaben der
ehemaligen Arbeitgeberin betreffend die hypothetische Lohnentwicklung des
Beschwerdeführers sind widersprüchlich. Während sie gegenüber der
Beschwerdegegnerin am 3. September 2012 den Monatslohn des Jahres 2011 mit Fr.
3‘980.-- und denjenigen des Jahres 2012 mit Fr. 4‘050.-- bezifferte (Suva-act. 112/3),
gab sie am 8. Februar 2013 für die vorgenannten Jahre Monatslöhne von Fr. 3‘980.--
bzw. Fr. 4‘000.-- an (Suva-act. 170). Deswegen sowie gestützt auf die
bundesgerichtliche Rechtsprechung (vgl. Urteil vom 22. September 2009,
8C_143/2009, E. 2.2.1), wonach in Bezug auf die Ermittlung des Valideneinkommens
entscheidend ist, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen
Rentenbeginnes nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als
Gesunde tatsächlich verdient hätte, und demnach in der Regel an den zuletzt erzielten,
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten
Verdienst anzuknüpfen ist, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherigen
Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre, rechtfertigt es sich auch
im konkreten Fall, vom tatsächlich erzielten Lohn der Beschwerdeführerin auszugehen.
Dieser betrug laut Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin im Jahr 2010 monatlich Fr.
3‘950.-- und im Jahr 2011 monatlich Fr. 4‘000.-- (Suva-act. 112/3). Zuzüglich dem aus
dem Jahreslohnkonto 2010 ersichtlichen Bonus von Fr. 800.-- und
nominallohnindexiert bis 2013 (13 x Fr. 3‘950.--; + 1% [2011], + 1% [2012], 0.7%
[2013]) errechnen sich Valideneinkommen von Fr. 53‘549.-- bzw. Fr. 53‘688.--. Aus der
Gegenüberstellung mit dem massgebenden Invalideneinkommen von Fr. 46‘144.--
resultiert mithin in beiden Fällen ein Anspruch auf eine Invalidenrente basierend auf
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einem aufgerundeten Invaliditätsgrad von 14% (vgl. dazu BGE 130 V 121). Die
Beschwerde bezüglich Rentenanspruch ist damit abzuweisen.
5.
5.1 Zu prüfen bleibt die Höhe der Integritätsentschädigung. Die
Beschwerdegegnerin legte im angefochtenen Einspracheentscheid (Erwägung 7.a.) die
rechtlichen Voraussetzungen der Bemessung von Integritätsentschädigungen
zutreffend dar; darauf ist zu verweisen.
5.2 Die von der Beschwerdegegnerin zugesprochene Integritätsentschädigung
basierend auf einem Integritätsschaden von 10% stützt sich auf die Beurteilung von Dr.
D._ vom 9. Juli 2013 ab (Suva-act. 216). Dieser lehnt sich bei der Einschätzung des
Integritätsschadens für die von der Beschwerdeführerin beim Unfall vom 20. Januar
2011 erlittene, elektrophysiologisch nachgewiesene hochgradige axonale
Ulnarisschädigung mit einem chronifizierten neuropathischen Schmerzsyndrom und
bleibenden funktionellen Einschränkungen (vgl. Erwägung 3.2) an die Suva-Tabelle 1
(Integritätsschaden bei Funktionsstörungen an den oberen Extremitäten) an. Diese
sieht für eine proximale Ulnarislähmung einen Wert von 15% und für eine distale
Ulnarislähmung einen solchen von 10% vor. Dr. D._ hält zutreffend fest, dass im
konkreten Fall von einer distalen rechtsseitigen Ulnarisschädigung auszugehen ist (vgl.
dazu Suva-act. 8, 72, 79: Quetschtrauma im Bereich des distalen Unterarms; Suva-act.
92/4), deren Bewertung mit 10% analog einer Ulnarislähmung aufgrund der konkret
verbliebenen funktionalen Einschränkungen angemessen erscheint. Wie in Erwägung
4.2 dargelegt, ist die rechte Hand der Beschwerdeführerin noch existent und in
eingeschränktem Masse durchaus noch funktionstüchtig. Eine Bewertung des
vorliegenden Integritätsschadens mit dem Wert für eine amputierte Hand (vgl. Anhang
3 der Verordnung über die Unfallversicherung [UVV; SR 832.202]: 40%) entbehrt somit
jeglicher Begründung. Mit Bezug auf die psychische Komponente der
Beschwerdeführerin sowie Beschwerden, die von ihr psychisch bedingt verstärkt
wahrgenommen werden, entfällt ein unfallbedingter Integritätsschaden mangels
Unfallkausalität (vgl. Erwägung 3.3). Die Integritätsentschädigung ist damit bei 10% zu
belassen und die Beschwerde auch in diesem Punkt abzuweisen.
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6.
6.1 Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Bestätigung
des Einspracheentscheids vom 7. Januar 2014 abzuweisen. Gerichtskosten sind keine
zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).
6.2 Der Beschwerdeführerin wurde die unentgeltliche Rechtsverbeiständung am 17.
März 2014 bewilligt. Der Staat ist mithin zu verpflichten, für die Kosten ihrer
Rechtsvertretung aufzukommen. Die Parteientschädigung wird vom
Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der
Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art.
61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor
Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b Honorarordnung (HonO; sGS 963.75)
pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.--. In der vorliegend zu beurteilenden
Angelegenheit erscheint mit Blick auf vergleichbare Fälle eine pauschale
Parteientschädigung von Fr. 4'000.-- angemessen. Diese ist um einen Fünftel zu kürzen
(Art. 31 Abs. 3 des Anwaltsgesetzs [AnwG; sGS 963.70]). Somit hat der Staat den
Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin pauschal mit Fr. 3'200.-- (inklusive
Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen.
6.3 Eine Partei, der die unentgeltliche Rechtsverbeiständung gewährt wurde, ist zur
Nachzahlung verpflichtet, sobald sie dazu in der Lage ist (Art. 123 der Schweizerischen
Zivilprozessordnung [ZPO; SR 272] i.V.m. Art. 99 Abs. 2 des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1]).