Decision ID: f4d68ef9-f9e3-5977-aa4d-3243bc0190bd
Year: 2004
Language: de
Court: SG_VG
Chamber: SG_VG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

in Sachen
X.
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt R.
gegen
Gesundheitsrat des Kantons St. Gallen, Moosbruggstrasse 11,
9001 St. Gallen,
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 2/9
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
Vorinstanz,
betreffend
Entbindung vom Berufsgeheimnis
hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
1./ (leicht gekürzt) A. wurde wegen sexueller Handlungen mit seiner Stieftochter X. zu
zweieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Anfangs 2004 sollte er die Freiheitsstrafe
antreten. Am 22. Dezember 2003 machte er ein Wiederaufnahmebegehren anhängig.
Am 10. Dezember 2003 ersuchte Dr. med. B. das Gesundheitsdepartement um
Befreiung vom Berufsgeheimnis in bezug auf seine Patientin X. Zur Begründung führte
er aus, er habe von der Verurteilung von A. Kenntnis erhalten. Diese Verurteilung stütze
sich im wesentlichen auf Aussagen von X., deren Glaubwürdigkeit und Zuverlässigkeit
als über jeden Zweifel erhaben akzeptiert worden seien. Da er X. mehrmals als
Patientin gesehen und bei ihr gewisse Auffälligkeiten festgestellt habe, könne er nicht
annehmen, dass sie als absolut glaubhafte und zuverlässige, stabile und
vertrauenswürdige Hauptzeugin akzeptiert werden könne. Er fühle sich daher
verpflichtet, sich vom Arztgeheimnis entbinden zu lassen, damit das Gericht von dieser
Tatsache Kenntnis nehmen könne.
Mit Beschluss vom 12. Dezember 2003 ermächtigte ein Ausschuss des
Gesundheitsrates Dr. med. B., Tatsachen, die ihm im Rahmen der Behandlung von X.
zur Kenntnis gelangt sind, gegenüber dem Rechtsvertreter des Stiefvaters sowie
gegenüber Strafbehörden und Gerichten offenzulegen. Zudem wurde die sofortige
Vollstreckbarkeit des Beschlusses angeordnet.
2./ Mit Eingabe vom 23. Januar 2004 erhob X. durch ihren Rechtsvertreter Beschwerde
beim Verwaltungsgericht. Sie beantragte, der angefochtene Beschluss vom 12.
Dezember 2003 sei aufzuheben und Dr. med. B. sei dringlich anzuweisen, sich bis zum
Abschluss des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens jeglicher Auskünfte betreffend der
Beschwerdeführerin zu enthalten. Im wesentlichen wird geltend gemacht, der
angefochtene Beschluss verletze rechtsstaatliche Grundsätze derart offensichtlich,
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 3/9
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
dass er als nichtig anzusehen sei. Die entscheidenden Mitglieder des Ausschusses des
Gesundheitsrates würden nicht erwähnt. Die ordnungsgemässe Besetzung der
Behörde und die Beachtung allfälliger Ausstandsgründe seien somit aus dem
Beschluss heraus nicht nachprüfbar. Dieser sei zudem auf dem Zirkulationsweg gefällt
worden, was nur zulässig sei, wenn dies eine Geschäftsordnung vorsehen würde. Eine
solche bestehe aber nicht. Zudem trage der Beschluss keine Unterschrift eines
Mitglieds des Gesundheitsrates und sei ohne Gewährung des rechtlichen Gehörs
gefällt worden. ...

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1./ a) Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis Abs.
1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP).
b) Nach Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP ist zur Erhebung der
Beschwerde berechtigt, wer an der Änderung oder Aufhebung der Verfügung oder des
Entscheides ein eigenes schutzwürdiges Interesse dartut. Ein Verfügungsadressat hat
grundsätzlich ein ausreichendes Rechtsschutzinteresse, sofern er durch die Verfügung
beschwert und sein Interesse aktuell ist (statt vieler Cavelti/Vögeli,
Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, St. Gallen 2003, Rz. 407). Gehört
hingegen die Beschwerdeführerin nicht zum Kreis der Adressaten, muss sie geltend
machen, sie sei persönlich betroffen und mehr als jedermann daran interessiert, die
Verfügung aufzuheben oder zu ändern. Vorausgesetzt wird eine besondere,
beachtenswerte, nahe Beziehung zum Streitgegenstand
(GVP 1996 Nr. 59; Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 412 mit weiteren Hinweisen).
Die Beschwerdeführerin ist Geheimnisherrin und hat an der Verweigerung der
Entbindung vom Arztgeheimnis zweifellos ein grösseres Interesse als jedermann.
Selbst wenn eine Offenbarung von Patientengeheimnissen bereits erfolgt ist, ist dieses
Interesse insofern noch aktuell, als die Gutheissung der Beschwerde verhindern soll,
dass Patientengeheimnisse ... erneut und allenfalls erweitert preisgegeben werden.
Somit ist die Beschwerdeführerin zur Erhebung der Beschwerde legitimiert (Art. 64
Abs. 1 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP).
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 4/9
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
c) Die Beschwerde ist innert vierzehn Tagen seit der Eröffnung der Verfügung oder des
Entscheides einzureichen (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 VRP). Die
Eröffnung der Verfügung hat an die Betroffenen zu erfolgen, wobei darunter auch Dritte
fallen, deren eigene schutzwürdige Interessen durch die Verfügung berührt werden (vgl.
Art. 25 Abs. 1 VRP). Erfolgt eine mangelhafte oder gar keine Eröffnung, beginnt die
Rechtsmittelfrist erst im Zeitpunkt zu laufen, in welchem der Betroffene von der
Verfügung effektiv Kenntnis nahm (vgl. BGE 116 Ib 326; Häfelin/Müller, Allgemeines
Verwaltungsrecht, 4. Aufl., Zürich 2002, Rz. 1641).
(Die Beschwerde wurde rechtzeitig eingereicht)
2./ In der Folge ist zu prüfen, ob der angefochtene Beschluss vom 12. Dezember 2003
nichtig ist. Darin geht auch die Frage auf, ob er allenfalls nur anfechtbar ist.
a) Grundsätzlich ist eine mangelhafte Verfügung nur anfechtbar. Hingegen ist sie
nichtig, wenn der ihr anhaftende Mangel besonders schwer und offensichtlich oder
zumindest leicht erkennbar ist, wobei durch die Annahme der Nichtigkeit die
Rechtssicherheit nicht ernsthaft gefährdet sein darf (BGE 122 I 99, 98 Ia 571; Cavelti/
Vögeli, a.a.O., Rz. 555 mit Hinweisen; GVP 2002 Nr. 66). Schwerwiegende
Verfahrensfehler können einen Nichtigkeitsgrund bilden. Die Praxis ist jedoch
zurückhaltend und nimmt Nichtigkeit nur bei ausserordentlich schwerwiegenden
Verfahrensfehlern an (Häfelin/Müller, a.a.O., Rz. 965; Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 555 mit
Hinweisen). Sodann müssen diese offenkundig sein, was bedeutet, dass sie schon
dem juristisch nicht geschulten Durchschnittsbürger auffallen (Rhinow/Krähenmann,
Schweizerische Verwaltungsrechtsprechung, Ergänzungsband, Basel und Frankfurt
a.M. 1990, Nr. 40 B IV b).
b) Die Beschwerdeführerin rügt, der angefochtene Beschluss sei unter Verletzung der
Anhörungspflicht zustandegekommen.
Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung (SR 101) gewährt den Anspruch auf rechtliches
Gehör. Er wird in Art. 15 Abs. 1 und 2 VRP konkretisiert, wonach Personen und
Behörden, gegen die sich eine Eingabe richtet, Gelegenheit zur Stellungnahme zu
geben ist, wenn die Eingabe nicht offensichtlich unzulässig oder unbegründet ist.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 5/9
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
Verfügungen, die erheblich belasten, sind nur zulässig, wenn die Betroffenen den
wesentlichen Sachverhalt kennen und Gelegenheit zur Stellungnahme hatten. Die
genannten Vorschriften finden aber keine Anwendung, wenn wegen Gefahr sofort
verfügt werden muss (Art. 15 Abs. 3 VRP)
Die Beschwerdeführerin wurde vor Erlass der angefochtenen Verfügung nicht
eingeladen, zum Gesuch um Entbindung des Berufsgeheimnisses Stellung zu nehmen.
Die Vorinstanz begründet dies damit, dass bei einer Anhörung der Beschwerdeführerin
ein Wiederaufnahmegesuch bzw. ein Gesuch um Aufschub des Strafantritts erst nach
dem Termin des Strafantritts hätte begründet werden können. Dieses Argument ist
nicht stichhaltig. Das Gesuch ging am 10. Dezember 2003 bei der Vorinstanz ein. Diese
hätte daher der Beschwerdeführerin ohne weiteres eine angemessene Frist zur
Stellungnahme ansetzen können, allenfalls verbunden mit dem Hinweis, eine
Erstreckung sei wegen Dringlichkeit nicht vorgesehen. Zudem bildete auch der
bevorstehende Strafantritt keinen hinreichenden Grund für einen Verzicht auf die
Einholung einer Stellungnahme. Zum einen geht aus den Akten der genaue Zeitpunkt
des Strafantritts nicht hervor - er wurde im Gesuch mit "Anfang Januar" umschrieben
- , und zum anderen hätte der Wiederaufnahmegesuchsteller gestützt auf Art. 251 Abs.
2 des Strafprozessgesetzes (sGS 962.1) ein Begehren um Hemmung oder Unterbruch
des Vollzugs einreichen und auf das hängige Verfahren betr. Entbindung vom
Berufsgeheimnis verweisen können. Geradezu abwegig ist das Argument der
Vorinstanz, das Gericht sei bereits in einem grossen Ausmass über die
Krankengeschichte der Beschwerdeführerin informiert. Zur Begründung seines Gesuch
machte der Gesuchsteller eben gerade geltend, das Gericht habe nach seiner
Auffassung nicht ausreichende Kenntnis des wahren Sachverhalts gehabt. Zudem
verfügte die Vorinstanz nicht über das Urteil; es befindet sich jedenfalls nicht in den
vorinstanzlichen Akten.
Ueberdies hätte selbst beim Vorliegen einer zeitlichen Dringlichkeit das rechtliche
Gehör wenigstens im nachhinein noch gewährt werden können (vgl. W. Hagmann, Die
st. gallische Verwaltungsrechtspflege und das Rechtsmittelverfahren vor dem
Regierungsrat, Diss. Zürich 1979, S. 220).
Die Rüge der Verletzung des rechtlichen Gehörs erweist sich nach dem Gesagten als
begründet.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 6/9
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
c) Sodann rügt die Beschwerdeführerin, der Beschluss vom 12. Dezember 2003
erwähne die entscheidenden Mitglieder des Ausschusses des Gesundheitsrates nicht.
Aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör wird auch das Recht abgeleitet, dass die
Behörden ordnungsgemäss zusammengesetzt sind und die Ausstands- und
Ablehnungsgründe beachtet werden (Häfelin/Müller, a.a.O., Rz. 1668). Das Recht auf
richtige Zusammensetzung der Verwaltungsbehörde umfasst den Anspruch auf
Bekanntgabe der Behördenmitglieder, die beim Entscheid mitwirken, kann doch der
Betroffene nur so feststellen, ob sein verfassungsmässiger Anspruch auf richtige
Besetzung der Verwaltungsbehörde und eine unparteiische Beurteilung seiner Sache
gewahrt ist (BGE 114 Ia 279 f.; GVP 2002 Nr. 125). Hingegen bedeutet dieser Anspruch
nicht, dass die Namen dieser Personen im Rubrum des Beschlusses selbst aufgeführt
werden müssen. Vielmehr genügt die Bekanntgabe in irgendeiner Form (BGE 114 Ia
280). So ist nicht zu beanstanden, wenn dem Betroffenen die mitwirkenden Personen
anstatt im Beschluss in einem besonderen Schreiben mitgeteilt werden. Der Anspruch
auf Bekanntgabe der entscheidenden Personen ist selbst dann gewahrt, wenn deren
Namen dem Betroffenen gar nicht persönlich mitgeteilt werden, sie jedoch einer
allgemein zugänglichen Publikation wie etwa einem Staatskalender entnommen
werden können (BGE 114 Ia 280).
Die angefochtene Verfügung enthält die Namen der entscheidenden Mitglieder des
Ausschusses des Gesundheitsrates nicht. Auch wurde dessen Zusammensetzung der
Beschwerdeführerin nicht anderweitig mitgeteilt. Zudem ist bei den im Staatskalender
aufgeführten Mitgliedern des Gesundheitsrates nicht vermerkt, wer dem Ausschuss
angehört. Im übrigen werden auch in der Vernehmlassung die Mitglieder des
Ausschusses nicht genannt.
Die Rüge der Beschwerdeführerin ist daher auch in diesem Punkt begründet.
d) Im weiteren rügt die Beschwerdeführerin, der Beschluss sei im Zirkulationsverfahren
gefällt worden,
obwohl keine Geschäftsordnung bestehe.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 7/9
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
Art. 22 Abs. 3 VRP statuiert, dass die Geschäftsordnung Zirkulationsbeschlüsse
vorsehen kann. Für solche ist somit eine Rechtsgrundlage in der Form einer
Geschäftsordnung notwendig. Zirkulationsbeschlüsse stehen mit dem Wesen des
Kollegialsystems insoweit im Widerspruch, als keine mündliche Beratung erfolgt. Im
Schrifttum wird daher gefordert, dass das Zirkulationsverfahren nicht ohne Not zur
Anwendung gelangen soll (Hagmann, a.a.O., S. 256).
Der Gesundheitsrat bzw. dessen Ausschuss verfügt nicht über eine Geschäftsordnung.
Zirkulationsbeschlüsse sind daher nach der gesetzlichen Ordnung nicht zulässig. Bei
Dringlichkeit hätte gemäss Art. 23 VRP verfahren werden können. Danach verfügt der
Vorsitzende anstelle der Gesamtbehörde, wenn diese wegen zeitlicher Dringlichkeit
nicht rechtzeitig einberufen werden kann und der Fall keinen Aufschub gestattet (Art.
23 Abs. 1 VRP). Somit ist die angefochtene Verfügung auch in diesem Punkt fehlerhaft.
e) Weiter ist unbestritten, dass die Vorinstanz ihre Verfügung der Beschwerdeführerin
nicht eröffnet hat; diese erhielt erst mit dem Wiederaufnahmegesuch davon Kenntnis
(vgl. oben Erw. 1c). Die Vorinstanz anerkennt, dass die Eröffnung versehentlich
unterblieb. Somit verstiess die Verfügung auch gegen Art. 25 Abs. 1 VRP.
f) Fest steht weiter, dass die angefochtene Verfügung lediglich vom a.o. Sekretär, nicht
aber vom Präsidenten oder einem Mitglied des Ausschusses unterzeichnet ist.
Inwiefern darin eine Rechtsverletzung zu erblicken ist, legt die Beschwerdeführerin
allerdings nicht näher dar. Darauf ist somit nicht näher einzutreten.
g) Zusammenfassend gelangt das Verwaltungsgericht zum Schluss, dass die
festgestellten Verfahrensmängel schwerwiegend sind. Ueberaus gravierend ist
namentlich der Umstand, dass die Beschwerdeführerin in einem Verfahren, in welchem
in einen zentralen Bereich ihrer Geheimsphäre eingegriffen wurde, ohne
nachvollziehbare Gründe nicht angehört und somit jegliche Interessenabwägung
verunmöglicht wurde. Auch muss die Beschlussfassung in einem dem Gesetz klar
widersprechenden Verfahren und die unterbliebene Eröffnung an die
Beschwerdeführerin als schwerwiegende Verletzung zentraler Formvorschriften
eingestuft werden. Zudem ist es offenkundig und auch für einen Laien erkennbar, dass
ein schwerwiegender Eingriff in einen strafrechtlich geschützten Persönlichkeitsbereich
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 8/9
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
ohne Anhörung und Orientierung gegen elementare Rechtsgrundsätze verstösst. Die
Mängel der Verfügung sind aufgrund der Art und Schwere sowie der Vielzahl derart
gravierend, dass Nichtigkeit anzunehmen ist.
Folglich ist die Beschwerde gutzuheissen und die Nichtigkeit der Verfügung vom 12.
Dezember 2003 festzustellen. Somit erübrigt sich eine Prüfung der geltend gemachten
materiellen Beschwerdegründe.
3./ Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens dem Staat aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
Entscheidgebühr von Fr. 1'500.-- ist angemessen (Ziff. 382 des Gerichtskostentarifs,
sGS 941.12). Auf die Erhebung ist zu verzichten (Art. 95 Abs. 3 VRP).
Der Beschwerdeführerin wurde die unentgeltliche Rechtsverbeiständung gewährt. Der
Anspruch des unentgeltlichen Rechtsbeistands ist auf Fr. 1'500.-- zuzügl. MWSt
festzusetzen (Art. 6 und Art. 22 Abs. 1 lit. c der Honorar-ordnung für Rechtsanwälte
und Rechtsagenten, sGS 963.75).