Decision ID: a09a5b3a-e371-55ff-8215-0937bd2a1c88
Year: 2015
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
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A.
A.a A._ meldete sich erstmals im Februar 2008 zum Bezug von Leistungen der
Invalidenversicherung an. Sie gab an, seit Geburt an einer Skoliose zu leiden. Weiter
bestünden eine Stenose und eine Osteoporose, ausserdem sei der Ischiasnerv
eingeklemmt (IV-act. 1). Mit Verfügung vom 12. Februar 2009 wurde ihr
Leistungsbegehren abgewiesen (IV-act. 38).
A.b Am 27. August 2010 meldete sich die Versicherte erneut zum Bezug von
Leistungen der IV an. Neu gab sie an, aufgrund der starken Medikation gegen die
Rückenschmerzen sei sie nicht mehr in der Lage, ihre Tätigkeit wie bisher auszuüben.
Sie leide an Müdigkeit und Konzentrationsschwäche (IV-act. 47). Am 5. August 2010
berichtete der Oberarzt der Klinik für orthopädische Chirurgie des Kantonsspitals
St. Gallen, die Versicherte zeige im MRI eine foraminale Stenose von L5 beidseits. Im
radiologischen Bild zeige sich eine massive Thorakoskoliose sowie eine
fortgeschrittene Spondylose mit Spondylolisthese Grad III. Der Versicherten sei die
operative Sanierung empfohlen worden, wobei sie einer operativen Intervention aber
skeptisch gegenüber stehe und die konservative Therapie ausnützen wolle (IV-act. 48).
Im Arbeitgeberbericht vom 13. November 2010 wurde festgehalten, dass die
Versicherte aufgrund ihrer starken Medikation nicht mehr in der Lage sei, ihre Tätigkeit
wie bisher auszuführen. Nachdem sie vom 21. Januar bis 22. Februar 2009 zu 100%
und vom 23. März 2009 bis 21. Oktober 2010 zu 50% arbeitsunfähig gewesen sei, sei
sie aktuell in einem Pensum von 50% tätig, habe aber ihre volle Einsatzfähigkeit bei
weitem nicht erreicht. Da die Versicherte eine langjährige Mitarbeiterin sei, sei man
bereit, sie im Rahmen eines geschützten Arbeitsplatzes weiter zu beschäftigen (IV-
act. 59-4 f.).
A.c Am 19. Dezember 2010 berichtete Dr. med. B._, Fachärztin FMH für Psychiatrie
und Psychotherapie, die Versicherte leide an einer rezidivierenden depressiven
Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10: F33.1). Zudem leide sie an
ausgeprägter Erschöpfung und Antriebslosigkeit. Am Arbeitsplatz sei sie aufgrund ihrer
mangelnden Konzentration, Vergesslichkeit, Schläfrigkeit und Unzuverlässigkeit
aufgefallen. Aufgrund dessen sei sie vor drei Monaten von den Aufgaben als
Pflegefachfrau entbunden und als Betreuerin weiterbeschäftigt worden. Diese
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Kränkung habe die depressive Symptomatik verstärkt. Die Versicherte nehme die
Medikamente Concerta, Ritalin, Quilonorm und Cymbalta ein. Es bestehe eine
verminderte Leistungsfähigkeit von 50% bei einem Pensum von 100% (IV-act. 64).
Dr. med. C._, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin, berichtete am
25. November 2010, die Versicherte nehme auch Transtec, Targin und Wellbutrin. Eine
Tätigkeit im Rahmen von 4-5 Stunden am Tag erachte er als zumutbar (IV-act. 63-2).
A.d Am 26. Januar 2011 wurde der Versicherten mitgeteilt, dass eine medizinische
Abklärung notwendig sei (IV-act. 66). Dazu wurde die Versicherte am 13. April 2011
internistisch/rheumatologisch und psychiatrisch begutachtet. Das Gutachten wurde am
7. Juli 2011 erstattet (IV-act. 72). Dr. med. D._, Facharzt FMH für Rheumatologie und
Innere Medizin, hielt folgende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit fest:
"1. Chronisches lumbospondylogenes Syndrom bds. rechtsbetont bei/mit:
- Wirbelsäulenfehlform mit schwerer Rotationsskoliose der BWS
- i. progredienter Grössenverlust, DD bei Dg3
- Fehlstatik und muskulären Dysbalancen
- Lumbosakraler Segmentdegeneration und Spondylolisthese L5
- Anamnestisch V.a. beginnende Claudicatio spinalis
2. Cervicovertebralsyndrom
- Degenerative Veränderungen der HWS
- Muskuläre Dysbalance bei Fehlstatik in Folge Skoliose
3. V.a. manifeste Osteoporose
- Grössenverlust 7cm seit 2009
- Akzentuierung von Skoliose und Kyphose im Verlauf?
4. Symmetrische Polyarthritis der MCP- und PIP-Gelenke, einschliesslich Fussbefall?
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- Morgensteifigkeit > 60 Minuten" (IV-act. 72-25).
Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit seien eine chronische Hepatitis C und ein
Nikotinabusus von mind. 30 py. Die Versicherte nehme die folgenden Medikamente ein:
Ecofenac, Transtec, Targin, Pantozol, Novaril und Fokaline (IV-act. 72-22). Aus
rheumatologischer Sicht bestehe das arbeitsmedizinische Problem in einer
verminderten Belastbarkeit des Achsenorgans für schweres Heben und Tragen von
Lasten sowie für Arbeiten in wirbelsäulenbelastenden Zwangspositionen,
längerdauernd rein stehend, in vornüber geneigten Körperhaltungen, mit repetitiv
rumpforientierten Stereotypien sowie im Überkopfbereich. Zumutbar seien körperlich
leicht belastende Tätigkeiten in wirbelsäulenadaptierten Wechselpositionen mit
idealerweise der Möglichkeit zur freien Wahl der zuträglichen Körperhaltung und der
Möglichkeit zur Arbeit im eigenen Rhythmus (IV-act. 72-26).
Aus psychiatrischer Sicht lägen folgende Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeits
fähigkeit vor:
"1. Psychologische Faktoren und Verhaltensfaktoren bei andernorts klassifizierten
Erkrankungen (Lumbovertebralsyndrom) (ICD-10: F54)
2. Dysthymia (ICD-10: F34.1)
3. Anamnestisch: ADHS im Erwachsenenalter (ICD-10: F90.0) mit ständigem Gebrauch
psychotroper Substanzen (Stimulantien)"
Dr. med. E._, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, hielt aus
psychiatrischer Sicht fest, bei der aktuellen Untersuchung seien kaum objektivierbare
Hinweise auf das Vorliegen depressiver Symptome vorhanden gewesen. Es sei eine
nervöse, agitierte und angespannte Versicherte eruierbar gewesen, bei dysthymem
Grundaspekt, jedoch keine depressive Symptomatik im engeren Sinn. Dies könne
jedoch auch ein Erfolg der antidepressiven Therapie sein, wobei die Versicherte nun
auf ein trizyklisches Medikament eingestellt worden sei. Die Verstärkung der
Depression durch die Arbeitsniederlegung spreche dafür, dass die Versicherte von der
Beschäftigung profitiert habe. Jede ausserhäusliche Tätigkeit wäre aus psychiatrischer
Sicht heilsam. Die Versicherte sehe Chancen für eine positive Lebensgestaltung
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subjektiv nur noch in einer Berentung. Aus psychiatrischer Sicht habe sich jedoch kein
Grund finden können, warum die Willensanstrengung zur Reintegration in das
Berufsleben von der Versicherten nicht auch weiterhin gefordert werden könne (IV-
act. 72-28). Zur Arbeitsfähigkeit der Versicherten hielten die Gutachter fest, aufgrund
der bislang im Vordergrund stehenden chronischen Rückensymptomatik mit derzeit
möglicher Claudicatio spinalis sei die Versicherte in der zuvor ausgeübten körperlich
leicht belastenden Tätigkeiten zu 50% arbeitsfähig im Sinne von halbtätigen Einsätzen.
Aus psychiatrischer Sicht sei die Arbeitsfähigkeit auf 70% zu schätzen, wobei sich die
Einschränkungen aus dem multifaktoriellen Symptomkomplex "Müdigkeit und
Konzentrationsschwierigkeiten" ergebe (IV-act. 72-28). Medizinisch theoretisch seien
der Versicherten an die Beschwerden ideal angepasste Tätigkeiten in einem
rentenausschliessenden Pensum, zumindest in einem 70%igen Pensum zuzumuten
(IV-act. 72-30).
A.e Am 27. September 2011 wurde der Versicherten mitgeteilt, dass keine
Eingliederungsmassnahmen angezeigt seien, da sie sich nicht arbeitsfähig fühle (IV-
act. 78).
A.f Im Fragebogen zur Rentenabklärung betreffend Erwerbstätigkeit/Haushalt gab die
Versicherte am 19. Oktober 2011 an, sie würde heute ohne die gesundheitliche
Beeinträchtigung einer 60%igen Erwerbstätigkeit nachgehen. Sie habe aus
gesundheitlichen Gründen die Kündigung erhalten und sei nicht arbeitsfähig (IV-
act. 80-10). Am 28. Februar 2012 fand eine Abklärung im Haushalt der Versicherten
statt (IV-act. 89). Die Abklärungsperson beschrieb die Versicherte als körperliches
Wrack, untergewichtig und ausgemergelt. Infolge Osteoporose sei sie um 9 cm
geschrumpft. Im Gespräch vor Ort sei auf eine weitere gesundheitliche
Verschlechterung seit der Begutachtung im April 2011 hingewiesen worden. Es habe
ein weiterer innerer Zerfall nach dem definitiven Verlust der Arbeitsstelle und der
dadurch praktisch einzigen Sozialkontakte stattgefunden (IV-act. 89-12). Insgesamt
wurde die Versicherte als im Haushalt zu 41% eingeschränkt eingeschätzt.
A.g Am 14. Juli 2012 berichtete Dr. med. F._, Facharzt FMH für Psychiatrie und
Psychotherapie, die durchgeführten Tests hätten gezeigt, dass bei der Versicherten
ohne Einnahme von Methylphenidat eine deutlich eingeschränkte
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Konzentrationsfähigkeit sowie eine verlangsamte sensomotorische
Grundgeschwindigkeit bestünden (IV-act. 92-2). Die Versicherte leide an
Antriebsmangel, emotionaler Überreagibilität, Aufmerksamkeitsstörung, verminderter
Belastbarkeit und sei beim Lasten Heben und längeren Stehen eingeschränkt. Mit
diesen Symptomen und Einschränkungen sei eine Tätigkeit in der Pflege nicht
verantwortbar (IV-act. 92-4). Er diagnostizierte eine rezidivierende depressive Störung,
gegenwärtig mittelgradige Episode, sowie ein ADHS im Erwachsenenalter und schätzte
die Versicherte als Psychiatriepflegerin als zu 100% arbeitsunfähig ein. Seit der
Kündigung ihrer Stelle sei die Versicherte mit Duloxetin, Moclobemid, Dibenzepin,
Reboxetin, Fluoxetin, Atomoxetin, Dexmethylphenidat [vers. galenische Formen],
Dexamphetamin, MAOI Selegilin und Venlafaxin behandelt worden.
A.h RAD-Arzt Dr. med. G._, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, nahm am
22. August 2012 Stellung. Er führte aus, der Ansicht von Dr. F._ könne nicht gefolgt
werden, da die Behandlung mit Ritalin als Schmerzbehandlungsindikation von den
Herstellerrichtlinien nicht vorgesehen sei. Zudem sei auch die Dosierung von 400 mg
Methylphenidat täglich sehr hoch. Aus der Aufzählung der bereits zum Einsatz
gekommenen Medikamente zeige sich eine schwer nachvollziehbare Polypragmasie.
Es müsse eine iatrogene Ritalinabhängigkeit zugunsten der Aufgabe eines
andersartigen Substanzgebrauchs bei Hepatitis C vermutet werden. Die von Dr. F._
durchgeführten Tests wiesen eklatante Mängel auf. Die detaillierte Schilderung des
Verhaltens der Versicherten im Arbeitgeberfragebogen dokumentiere eine hochgradige
Medikamentenüberdosierung. Aus medizinischer Sicht sei seit der Begutachtung keine
Verschlechterung des Gesundheitszustandes eingetreten. An der im Gutachten
ausgewiesenen Arbeitsfähigkeit von 50% könne aus fachpsychiatrischer Sicht
festgehalten werden (IV-act. 93-4)
A.i Mit Vorbescheid vom 7. Dezember 2012 kündigte die IV-Stelle an, sie werde das
Leistungsbegehren der Versicherten bei einem IV-Grad von 34% abweisen
(Einschränkung im Erwerb 17.4%, im Haushalt 16.4%) (IV-act. 100).
A.j Am 29. Januar 2013 liess die Versicherte durch ihren Rechtsvertreter die
Ausrichtung einer Rente beantragen (IV-act. 105). Der Rechtsvertreter führte an, die
Versicherte habe ihre Tätigkeit aufgrund ihres Rückenleidens nur mit der Einnahme von
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Ritalin bewerkstelligen können. Sie habe dieses Medikament als Energiequelle benutzt,
damit sie einigermassen habe funktionieren können. In Rücksprache mit Dr. F._
nehme sie dieses aber seit ca. November 2012 nicht mehr ein. Allein aus
psychiatrischer Sicht gehe Dr. F._ von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit aus. In
einer angepassten Tätigkeit gehe er von einer maximalen Arbeitsfähigkeit von vielleicht
30% aus (vgl. IV-act. 105-18). Das Gutachten von Dr. D._, der aus rheumatologischer
Sicht von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen sei, sei aufgrund der aktuellen
medizinischen Situation überholt. Dies zeige auch der Arbeitgeberbericht, in dem
festgehalten worden sei, dass die Versicherte ihre volle (frühere) Arbeitsfähigkeit bei
weitem nicht erreiche. Weiter sei festzuhalten, dass die Versicherte als Pflegefachfrau
in einem 100%-Pensum Fr. 74'841.-- verdienen würde. Das von ihr zuletzt erzielte
Einkommen sei ein Soziallohn gewesen und könne nicht für die Berechnung des
Invaliditätsgrades herangezogen werden. Die Einschränkungen im Haushalt seien zu
tief eingeschätzt worden. Unter Ziff. 7.4 "Einkauf und weitere Besorgungen" sei der
Einschränkungsgrad mit 50% zu tief berücksichtigt worden. Aufgrund des schweren
Rückenleidens mit Lähmungserscheinungen sowie wegen der schweren
Konzentrationsstörungen müsse mindestens ein Einschränkungsgrad von 80%
berücksichtigt werden. Es könne nicht sein, dass bei der Rubrik "Wäsche und
Kleiderpflege" trotz der geltend gemachten Einschränkung von 50% gar keine
Einschränkung akzeptiert worden sei. Insbesondere könne dem berufstätigen Ehemann
nicht zugemutet werden, die ganze Wäsche- und Kleiderpflege vorzunehmen,
nachdem bereits seine Mitarbeit in der Wohnungspflege und Ernährung aufgrund der
Schadenminderungspflicht zu einer Reduktion des IV-Grades geführt habe. Da die
Berechnung des Einschränkungsgrades einen gewissen Unsicherheitsfaktor aufweise
und da selbst die Abklärungsperson die Versicherte als körperliches Wrack bezeichnet
habe, sei im Haushalt ein Einschränkungsgrad von 50% angebracht. Daraus resultiere
ein IV-Grad von 20% im Haushalt und 60% in der Erwerbstätigkeit, insgesamt ein IV-
Grad von 80%. Weiter seien alle Gutachten mindestens zwischen 2 und 3 Jahre alt und
somit nicht mehr relevant. Daher sei ein interdisziplinäres Gutachten einzuholen, das in
orthopädischer/rheumatologischer und psychiatrischer Sicht die Beeinträchtigungen
der Versicherten beurteile.
A.k Einem Bericht der Klinik für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des
Bewegungsapparates des Kantonsspitals St. Gallen vom 15. November 2012 ist zu
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entnehmen, dass die Versicherte nach einer Infiltration am 6. Juli 2012 ca. zwei Monate
lang beschwerdefrei gewesen sei. Daher sei eine erneute therapeutische
Wurzelinfiltration L5 beidseits geplant (IV-act. 105-14).
A.l Am 26. Januar 2013 berichtete Dr. C._, die Versicherte leide seit Jahren unter
Rückenschmerzen mit Ausstrahlungen ins rechte Bein, die zu Einschränkungen beim
Gehen und Treppensteigen führten. Die Ursache dieser Beschwerden sei eine
Spondylolisthesis auf der Höhe L5/S1, welche zu einer Nervenkompression führe. Die
Versicherte vertrage keine starkwirksamen Opiate und müsse daher täglich die
Höchstdosis Voltaren einnehmen. Bei Exazerbationen werde im Kantonsspital eine
Infiltration durchgeführt, die jeweils eine deutliche Schmerzlinderung, aber leider nur für
wenige Wochen, bringe. Infiltrationen könnten nur 3-4 Mal im Jahr durchgeführt
werden. Durch das Rückenleiden sei die Versicherte in ihrem täglichen Leben
eingeschränkt (IV-act. 106).
A.m Am 30. Januar 2013 berichtete Dr. F._, dass mit verschiedenen antidepressiven
Medikamenten keine starke Verbesserung der depressiven Symptome habe erreicht
werden können. Die Versicherte zeige eine gedrückte Stimmung, Interessenverlust,
Freudlosigkeit sowie eine Verminderung ihres Antriebs. Die deutliche Verminderung der
Energie führe zu einer erhöhten Ermüdbarkeit und einer Aktivitätseinschränkung.
Sowohl die Konzentration als auch die Aufmerksamkeit sowie das Selbstwertgefühl
und das Selbstvertrauen seien vermindert. Sie klage über Gefühle von Wertlosigkeit
und erlebe Zukunftsperspektiven negativ und pessimistisch. Sie habe häufig
Suizidgedanken, leide an Schlafstörungen und vermindertem Appetit. Im Sinne des
somatischen Syndroms zeige sie Interessenverlust und Verlust der Freude an
angenehmen Aktivitäten. Ihre Fähigkeit, auf eine freundliche Umgebung emotional zu
reagieren, sei mangelhaft, sie zeige ein deutliches Morgentief sowie einen
Gewichtsverlust. Weiter bestehe der objektive Befund einer psychomotorischen
Agitiertheit (IV-act. 107-3).
A.n Am 6. März 2013 verfügte die IV-Stelle die Abweisung des Rentenbegehrens
gemäss Vorbescheid. Zur Begründung führte sie an, am Validen- und
Invalideneinkommen werde festgehalten, da dieses vom Arbeitgeber so bestätigt
worden sei. Dem Ehemann sei die Schadenminderungs- und Mitwirkungspflicht
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auferlegt worden, die gemäss der Verwaltungspraxis anzurechnen sei. Damit resultiere
eine Einschränkung von 41%. In medizinischer Hinsicht seien keine neuen Tatsachen
bekannt geworden und es seien auch keine ergänzenden medizinischen Abklärungen
angezeigt. Bei einer Einschränkung im Erwerb von 17.4% und 16.4% im Haushalt
resultierte ein Invaliditätsgrad von 34% (IV-act. 110).
B.
B.a Dagegen richtete sich die Beschwerde vom 22. April 2013, worin die
Beschwerdeführerin beantragen liess, es sei ihr eine ganze Rente zuzusprechen;
eventualiter sei ein interdisziplinäres Gutachten einzuholen (act. G 1). Zur Begründung
führte der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin an, die Beschwerdeführerin sei
gelernte Pflegefachfrau/Krankenpflegerin. Die Beschwerdeführerin habe die
anspruchsvolle Tätigkeit als Pflegefachfrau schon seit längerer Zeit nicht mehr ausüben
können. Daher sei sie nur noch als Hilfspflegerin tätig gewesen. Im Fragebogen für
Arbeitgebende sei festgehalten worden, dass die Beschwerdeführerin zwar in einem
Beschäftigungsgrad von 50% gearbeitet, sie aber ihre volle (gemeint frühere)
Arbeitsfähigkeit bei weitem nicht erreiche habe. Weiter sei festgehalten worden, dass
sie aufgrund der starken Medikation nicht im Stand gewesen sei, die Tätigkeiten wie
bisher auszuführen. Zudem finde sich folgende Aussage im Arbeitgeberbericht: "Da
A._ eine langjährige Mitarbeiterin ist, sind wir jedoch bereit, sie im Rahmen eines
geschützten Arbeitsplatzes weiter zu beschäftigen". Ferner sei dem Arbeitgeberbericht
zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin als Pflegefachfrau bei einem
Beschäftigungsgrad von 100% Fr. 74'841.-- verdienen würde. Im sozialen
Beschäftigungsprogramm des ehemaligen Arbeitgebers sei der Beschwerdeführerin ab
1. August 2010 für einen Beschäftigungsgrad von 50% ein Lohn von monatlich
Fr. 2'450.-- (Fr. 31'850/Jahr) ausgerichtet worden. Dies entspreche nur 42.56% des
Lohnes ohne Gesundheitsschaden. Bedenke man, dass dies ein reiner Soziallohn
gewesen sei, sei dieser bei der Berechnung des IV-Grades nicht zu berücksichtigen.
Weiter führte der Rechtsvertreter aus, das Rückenleiden in Verbindung mit der
chronischen Hepatitis C, dem ADHS-Syndrom und der rezidivierenden depressiven
Störung habe zu einer vollen Arbeitsunfähigkeit geführt. Dr. F._ gehe allein schon aus
psychiatrischer Sicht von einer vollen Arbeitsunfähigkeit aus. Der Facharzt habe von
einer eventuell möglichen Arbeitsfähigkeit von 30% in einer angepassten Tätigkeit
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gesprochen. Aus der Tatsache, dass die Beschwerdeführerin einen Finger-
Bodenabstand von 0 cm erreiche, könne keine Arbeitsfähigkeit abgeleitet werden.
Dieser Umstand sei das Ergebnis eines krankheitsbedingten langjährigen Krafttrainings
und sei zudem auf die Tatsache zurückzuführen, dass die Beschwerdeführerin infolge
der Osteoporose um 9 cm geschrumpft sei. Zudem führe die Beschwerdeführerin
viermal monatlich Physiotherapieeinheiten durch, wobei es infolge der stark
ausgeprägten Depression aber zu einer reduzierten Anzahl von Behandlungen
gekommen sei. Damit sei dargelegt, dass das Gutachten von Dr. D._ vom 7. Juli
2011 aufgrund der aktuellen medizinischen Situation überholt sei. Dr. C._ habe
zudem am 11. April 2013 festgehalten, dass die Beschwerdeführerin aufgrund der
gesundheitlichen Beschwerden und der ungenügenden Schmerzbehandlung zu 100%
arbeitsunfähig sei, wobei die psychische Erkrankung die Arbeitsunfähigkeit in hohem
Masse mitbeeinflusse. Weiter wandte der Rechtsvertreter ein, die Einschränkung im
Haushalt sei mit 41% zu tief bemessen. Da selbst die Abklärungsperson die
Beschwerdeführerin als körperliches Wrack bezeichnet habe, sei im Haushalt eine
Einschränkung von mindestens 50% angebracht. Da die Beschwerdeführerin weder
ihre ursprüngliche Tätigkeit noch eine andere Tätigkeit ausüben könne und ihr keinerlei
eigenverantwortliche, selbständige Tätigkeit möglich sei, sei an eine verwertbare
Leistung nicht zu denken. Als Arbeitnehmerin sei sie zu 100% eingeschränkt. Daraus
ergebe sich zusammen mit der Einschränkung im Haushalt eine gesamter
Einschränkungsgrad von mindestens 80%. Weiter machte der Rechtsvertreter geltend,
da die von der Beschwerdegegnerin eingeholten Gutachten alle zwischen 2 und
3 Jahre alt und damit nicht mehr relevant seien, sei ein neutrales interdisziplinäres
Gutachten einzuholen.
B.b Am 20. Juni 2013 beantragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung der
Beschwerde (act. G 5). Zur Begründung führte sie an, die von Dr. D._ anlässlich
seiner Begutachtung erhobenen Befunde hätten sehr ausgeprägte pathologische
Beeinträchtigungen am Bewegungsapparat aufgezeigt. Seine Schlussfolgerung, dass
die Beschwerdeführerin aus internistisch-rheumatologischer Sicht auch in einer dem
Leiden angepassten Tätigkeit nur noch zu 50% arbeitsfähig sei, erscheine vor diesem
Hintergrund als schlüssig. Die Annahme einer höhergradigen Einschränkung sei
demgegenüber nicht nachvollziehbar, hätten doch weder eine
Nervenwurzelkompression noch eine segmentale Instabilität vorgelegen. Auch eine
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Osteoporose sei nicht nachweisbar gewesen. Der von der Beschwerdeführerin
eingereichte Bericht der Klinik für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des
Bewegungsapparates des Kantonsspitals St. Gallen vom 15. November 2012 benenne
keine Aspekte, die bei der Begutachtung nicht bekannt gewesen seien und die
geeignet wären, Zweifel an der Beurteilung der rheumatologische Experten zu
erwecken. In diesem Bericht habe keine Auseinandersetzung mit den gutachterlichen
Schlussfolgerungen stattgefunden. Unter diesen Umständen könne auf diese Angaben
nicht abgestellt werden. Der psychiatrische Gutachter Dr. E._ habe die Diagnosen
"psychologische Faktoren und Verhaltensfaktoren bei andernorts klassifizierten
Erkrankungen (ICD-10: F54), Dysthymia (ICD-10: F34.1) und anamnestisch ein ADHS
im Erwachsenenalter (ICD-10: F90.0) mit ständigem Gebrauch psychotroper
Substanzen" gestellt. Er habe der Beschwerdeführerin eine 30%ige Einschränkung in
der Arbeitsfähigkeit attestiert. Hinsichtlich der Diagnose F54 handle es sich
rechtsprechungsgemäss bei einer solchen Verhaltensauffälligkeit nicht um ein Leiden
mit Krankheitswert. Da die Dysthymia nicht mit einer schwerwiegenden
Psychopathologie auftrete, liege ebenfalls kein invalidisierender Gesundheitsschaden
vor. Hinsichtlich des ADHS sei dem Gutachten zu entnehmen, dass die
Beschwerdeführerin mit dieser Diagnose ihr Leben lang arbeitsfähig gewesen sei. Bei
der Untersuchung hätten zudem keine gravierenden Konzentrationsmängel festgestellt
werden können. Nach Dr. E._ sei die Ursache der von der Beschwerdeführerin
beschriebenen Konzentrationsschwierigkeiten und Aufmerksamkeitsdefizite letztlich
unklar. Unter diesen Umständen könne das nicht gesicherte ADHS nicht als
invalidisierender Gesundheitsschaden betrachtet werden. Insgesamt würden die
psychischen Beschwerden keine sozialversicherungsrechtlich relevante
Arbeitsunfähigkeit begründen. Der behandelnde Psychiater Dr. F._ habe neben dem
ADHS eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige depressive
Episode, diagnostiziert. Aus dem Bericht gehe hervor, dass diese Diagnose vorwiegend
auf Testergebnissen und damit auf Angaben und Einschätzungen der versicherten
Person selbst beruhe. Mit den erhobenen Befunden des psychiatrischen Gutachters
setze sich der Bericht nicht auseinander. Im Übrigen habe sich auch der RAD
dahingehend geäussert, dass nicht auf die Feststellungen von Dr. F._ abgestellt
werden könne und sich daraus kein Bedarf nach weiteren Abklärungen ergeben würde.
Da gemäss der interdisziplinären Beurteilung im Gutachten D._/E._ die aus
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psychiatrischer Sicht attestierte 30%ige Einschränkung aus psychiatrischer Sicht von
derjenigen aus internistisch-rheumatologischer Sicht konsumierte werde, könne die
Frage nach der invalidisierenden Wirkung der psychischen Beschwerden letztlich offen
bleiben. Aufgrund der überzeugenden gutachterlichen Beurteilung sei die
Beschwerdeführerin als in der zuletzt ausgeübten Arbeit als Pflegefachfrau und in
anderen behinderungsangepassten Tätigkeiten als zu 50% arbeitsfähig zu betrachten.
Das Valideneinkommen der Versicherten betrage bei einem Pensum von 60%
Fr. 44'904.--. Für das Inalideneinkommen könne auf die Tabellenlöhne der
Lohnstrukturerhebung abgestellt werden. Im Gesundheitswesen,
Anforderungsniveau 3, habe der Durchschnittslohn im Jahr 2010 Fr. 69'384.-- (bei 40
Stunden pro Woche) betragen. Bei einer Arbeitsfähigkeit von 50% und einer Arbeitszeit
von 41.6 Stunden ergebe sich ein Einkommen von Fr. 36'080.--. Ein Abzug von diesem
Tabellenlohn rechtfertige sich nicht. Daraus ergebe sich ein Teilinvaliditätsgrad von
19.6%, bei einer Quote von 60% Erwerb betrage die gewichtete Invalidität 11.8%. Der
Haushaltsabklärungsbericht sei durch einen erfahrenen Mitarbeiter verfasst worden
und die Mithilfe des Ehemannes im Haushalt sei zumutbar und zu berücksichtigen,
zumal dieser auch angeben habe, eine wesentliche Unterstützung zu leisten. Bei einem
Anteil von 40% betrage die gewichtete Invalidität im Aufgabenbereich 16.4%.
Insgesamt ergebe sich ein IV-Grad von 28.2%. Dieser liege unter der
anspruchsbegründenden Schwelle von 40%.
B.c In seiner Replik vom 23. August 2013 hielt der Rechtsvertreter an seinen Anträgen
fest und führte an, die Berechnung des Invalideneinkommens in der
Beschwerdeantwort sei widersprüchlich und verletze das rechtliche Gehör, da die
Beschwerdegegnerin neu auf einen massiv höheren Lohn abgestellt habe. Obwohl im
Gutachten von Dr. D._ mehrfach festgehalten worden sei, dass die von der
Beschwerdeführerin geklagten Schmerzen nachvollziehbar seinen und das Gehen und
Stehen schmerzhaft seien, werde letztlich bei der Beurteilung auf das Gehen nicht
mehr Bezug genommen. Das Gutachten von Dr. D._ sei insofern widersprüchlich, als
es zum Schluss gelange, der Beschwerdeführerin sei noch eine 50%ige Tätigkeit als
Krankenpflegerin zumutbar. Aus dem Fragebogen für Arbeitgebende gehe hervor, dass
die Beschwerdeführerin an ihrem letzten Arbeitsplatz hauptsächlich habe gehen und
stehen müssen (3 bis 5 1⁄4 Stunden/Tag). Weiter gehe daraus auch hervor, dass die
Beschwerdeführerin bei einem Pensum von 50% bei weitem nicht ihre volle
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Einsatzfähigkeit erreicht habe. Eine 50%ige Tätigkeit sei der Beschwerdeführerin
keinesfalls mehr zumutbar. Die Beschwerdegegnerin habe einen Invalidenlohn ermittelt,
den die Beschwerdeführerin bei einer Tätigkeit im Anforderungsniveau 3 als
Pflegefachfrau erzielen könnte. Diese Annahme widerspreche der Beurteilung des
letzten Arbeitgebers, der ausgeführt habe, dass die Beschwerdeführerin nach Eintritt
des Gesundheitsschadens nur noch als Hilfspflegerin habe eingesetzt werden können.
Die Beschwerdeführerin sei als Pflegefachfrau nicht mehr einsetzbar und könne
höchstens noch einfache und repetitive Tätigkeiten ausführen, die keine
abgeschlossene Berufsausbildung erforderten. Dabei würde sie ein jährliches
Einkommen von maximal Fr. 30'888.-- erzielen können. Zudem sei entgegen der
Ansicht der Beschwerdegegnerin auch ein "Leidensabzug" angezeigt, da die
gesundheitlich beeinträchtigte Beschwerdeführerin gegenüber gesunden
Arbeitnehmern im Nachteil sei. Dabei seien alle persönlichen und beruflichen
Umstände zu berücksichtigen. Da die Beschwerdeführerin nur noch Hilfsarbeiten
ausführen könne, gelte es zu beachten, dass im tiefsten Anforderungsniveau
Teilzeitarbeit, aufgerechnet auf ein Vollzeitpensum, schlechter entlöhnt werde.
Ebenfalls zu berücksichtigen sei, dass die Beschwerdeführerin ihr ganzes Leben im
Gesundheitswesen als Pflegefachfrau tätig gewesen sei und keine andere
Arbeitserfahrung habe. Aufgrund ihres Alters würde es ihr entsprechend schwer fallen,
sich an einem anderen Arbeitsplatz einzuarbeiten. Diese Problematik sei einem
potentiellen Arbeitgeber klar. Wenn sich trotzdem eine Stelle finden lasse, müsse mit
einer derart hohen Lohneinbusse gerechnet werden, dass keine realistische
Verwertbarkeit mehr vorliege. Ohnehin sei die Beschwerdeführerin aber zu 100%
arbeitsunfähig. Aufgrund ihrer Invalidität sei sie in ihrem früheren Tätigkeitsbereich
heruntergestuft worden auf das Niveau einer Betreuerin/Hilfspflegerin. Bereits dieser
Umstand habe sie massiv psychisch belastet, was aber im Gutachten von Dr. E._
nicht berücksichtigt worden sei. Sie habe die Arbeiten nur noch unter Aufsicht einer
weiteren Person ausführen dürfen, was eine massive Unsicherheit und erheblichen
Druck ausgelöst habe. Aufgrund dieser Umstände sei die Beschwerdeführerin aus
psychischen Gründen nicht mehr in der Lage, ihre Tätigkeit als Pflegefachfrau
auszuüben. Hinzu komme, dass die Beschwerdeführerin 5_-jährig sei und bereits seit
dem 10. März 2011 nicht mehr gearbeitet habe. Die Tätigkeit am letzten Arbeitsplatz
sei eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe gewesen. Die
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Konzentrationsschwierigkeiten der Beschwerdeführerin stellten für jeden Arbeitgeber
ein Risiko dar. Für einen Arbeitgeber im Bereich des Gesundheitswesens sei es alleine
aus diesem Grund nicht zumutbar, die Beschwerdeführerin einzustellen. Auch eine
adaptierte Tätigkeit in einem anderen Bereich sei der Beschwerdeführerin nicht mehr
zumutbar. Sie sei aufgrund ihrer Krankheit bereits 8 cm geschrumpft, sie sei sehr hager
und ausserdem bereits 5_-jährig. Da sie nicht über die erforderliche Ausbildung verfüge
und keine Computerkenntnisse habe, sei ihr keine Bürotätigkeit möglich. Somit sei der
Beschwerdeführerin die Verwertung einer allfälligen Restarbeitsfähigkeit nicht nur
medizinisch und sozialpraktisch unzumutbar, sondern auf dem ausgeglichenen
Arbeitsmarkt auch gar nicht mehr umsetzbar. Betreffend die Arbeitsfähigkeit sei der
Arztbericht von Dr. med. H._, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, zu
beachten (act. G 7).
B.d Dr. H._, bei dem sich die Beschwerdeführerin seit April 2013 in Behandlung
befindet, berichtete am 20. Juni 2013, die Beschwerdeführerin habe sich stets in einer
gedrückten Stimmungslage mit unterschiedlicher Intensität der Depression gezeigt.
Aktuell liege eine mittelgradige Episode einer rezidivierenden depressiven Störung vor.
Der chronifizierte und wechselhafte Gesundheitszustand erfordere eine sehr ausgefeilte
und spezifische medikamentöse Behandlung, die durch Dr. F._ durchgeführt werde.
Es bestehe eine Verminderung des Antriebs mit sozialem Rückzug, Freudlosigkeit,
Verlust von früher getätigten Freizeitaktivitäten und Kontakten. Der Energieverlust
bewirke eine schnelle Ermüdbarkeit und gegenüber früheren Zeiten massive
Aktivitätseinschränkungen. Bei längeren Gesprächen falle eine deutliche
Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörung auf (act. G 7.1/14).
B.e Am 26. August 2013 berichtete Dr. F._, es liege eine rezidivierende depressive
Störung, gegenwärtig schwere Episode, vor. Nachdem die Psychopharmakotherapie
mit Duloxetin, Moclobemid, Dibenzepin, Reboxetin, Bubropion, Atomoxetin, Selegilin
keine Verbesserung der Depression bewirkt habe, habe er erneut Fluoxetin und
Methylphenidat eingesetzt. Anlässlich der Untersuchung habe die Beschwerdeführerin
eine schwere depressive Stimmung, Interessenverlust, Freudlosigkeit und eine
Antriebsstörung gezeigt. Da sie an einem Polymorphismus leide (einem Gendefekt, der
zu einem ultraschnellen Ritalinabbau führe) sei die sehr hohe Dosis Methylphenidat
notwendig geworden. Der Plasmaspiegel von Methylphenidat liege im Normbereich,
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wohingegen das Abbauprodukt in sehr hoher Dosis nachweisbar sei. Aufgrund der
derzeitigen psychopathologischen Befunde sei die Beschwerdeführerin als
Krankenpflegerin zu 100% arbeitsunfähig. Unter Berücksichtigung des Krankheits- und
Behandlungsverlaufs sei die Prognose bezüglich der Arbeitsfähigkeit ungünstig. Es
könne davon ausgegangen werden, dass die Arbeitsunfähigkeit dauerhaft sein werde
(act. G 8.2).
B.f Die Beschwerdegegnerin hielt an ihren Anträgen fest und verzichtete auf eine
ausführliche Duplik (act. G 10).

Erwägungen:
1.
1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder
teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen
Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG, SR 830.1]), das heisst der durch
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte
und nach ärztlicher Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise
Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
Arbeitsmarktlage erzielen könnte (zumutbares Invalideneinkommen), in Beziehung
gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid
geworden wäre (Valideneinkommen; Art. 16 ATSG).
1.2 Gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG,
SR 831.20) haben Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Auf
gabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wiederherstellen, erhalten oder verbessern können, Anspruch auf eine Rente (lit. a),
wenn sie während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich
mindestens 40% arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu
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mindestens 40% invalid sind (lit. c). Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40%
besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens
50% auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60% auf eine
Dreiviertelsrente und ab einem Invaliditätsgrad von mindestens 70% auf eine ganze
Invalidenrente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1.3 Für die Bemessung des Invaliditätsgrades sind die zuständige Behörde und später
das Gericht auf von den Ärzten zur Verfügung zu stellende Unterlagen angewiesen.
Aufgabe der Ärzte ist es denn auch, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu
Stellung zu nehmen in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten der
Versicherte arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261, E. 4 mit weiteren Hinweisen). Im
Rahmen der freien Beweiswürdigung dürfen sich Verwaltung und Gericht weder über
die medizinischen Tatsachenfeststellungen hinwegsetzen, noch sind die ärztlichen
Einschätzungen zur Arbeitsfähigkeit unbesehen ihrer sozialversicherungsrechtlichen
Tragweite zu übernehmen. Die rechtsanwendende Behörde hat sorgfältig zu prüfen, ob
die ärztliche Einschätzung der Arbeitsfähigkeit auch invaliditätsfremde Gesichtspunkte
(insbesondere psychosoziale und soziokulturelle Belastungsfaktoren) mitberücksichtigt,
welche vom sozialversicherungsrechtlichen Standpunkt aus, unbeachtlich sind
(BGE 130 V 356, E. 2.2.5).
2.
2.1 Aus medizinischer Sicht hat sich die Beschwerdegegnerin auf das Gutachten
D._/E._ gestützt. Dr. D._ hatte festgehalten, die von der Beschwerdeführerin
geklagten Beschwerden seien bereits durch die ausgeprägte Wirbelsäulenfehlform
plausibel. Bei allerdings gut trainierter Rumpfmuskulatur sei eine höhergradige
Einschränkung in einer adaptierten Tätigkeit nicht zwingend nachvollziehbar. Sofern die
Grössenabnahme von 7 cm real gegeben sei, könne dies Ausdruck einer
fortschreitenden – und dringlich stabilisationsbedürftigen – skoliotischen Deformation
sein. Diese Aussage legt nahe, dass Dr. D._ bezweifelt hat, ob die
Beschwerdeführerin tatsächlich kleiner geworden ist. Er hat dies aber offenbar nicht
genauer überprüft. Aus den Angaben im Gutachten lässt sich nicht rekonstruieren, ob
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der Gutachter die Grösse mit der Beschwerdeführerin besprochen hat, ob er ihre
Grösse gemessen hat oder ob er einfach die Angaben der Beschwerdeführerin notiert
hat. Im vorliegenden Fall wäre dies aber wichtig gewesen, da daraus einzelne
Diagnosen abgeleitet worden sind (skoliotische Deformation, Osteoporose). Eine
genaue Abklärung in dieser Hinsicht hätte sich umso mehr aufgedrängt, als bereits die
Vorakten widersprüchliche Angaben über die Grösse der Beschwerdeführerin enthalten
hatten. So ist beispielsweise dem Gutachten des Rheumatologen Dr. med. I._ (vom
15. Juni 2009, S. 3, Fremdakten Taggeldversicherung nicht nummeriert) zu entnehmen,
die Beschwerdeführerin sei 167 cm gross. Im am 6. Juni 2009 von Dr. med. J._
erstellten psychiatrischen Teilgutachten wird die Grösse mit 159 cm angegeben (S. 3,
Fremdakten Taggeldversicherung nicht nummeriert). Diese Diskrepanz scheint den
Gutachtern damals nicht aufgefallen zu sein (im Gegensatz zu Gewichtsschwankungen
von 2 kg, auf die Dr. J._ explizit hingewiesen hat). Dr. D._ hat die Grösse der
Beschwerdeführerin mit 160 cm angegeben. Da er aber offenkundig Zweifel daran
hatte, ob sich die Grösse der Beschwerdeführerin tatsächlich verändert hatte, hätte er
sich ausführlicher damit auseinandersetzen müssen. Dr. D._ hat offen gelassen, ob
nun eine skoliotische Deformation oder sogar eine Osteoporose vorliegt. Die
Beschwerdeführerin ist zum Zeitpunkt der Begutachtung nicht in rheumatologischer
Behandlung gestanden. Insbesondere aufgrund der Osteoporose und aufgrund
allfälliger Folgenveränderungen mit dem entsprechenden Therapiebedarf sowie zur
diagnostischen Einordnung der Polyarthritis der kleinen Gelenke hat der Gutachter eine
rheumatologische Betreuung und Verlaufsbeurteilung empfohlen. Auch bezüglich der
Claudicatio spinalis hat er eine ergänzende diagnostische Abklärung im Rahmen der
Betreuung in der Wirbelsäulensprechstunde des Kantonsspitals empfohlen. In dieser
Hinsicht dürfte der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin zum Zeitpunkt der
Begutachtung also noch nicht abschliessend geklärt gewesen sein.
2.2 Dr. D._ hat weiter ausgeführt, für schweres Heben und Tragen sowie für Arbeiten
in wirbelsäulenbelastenden Zwangspositionen sei das Achsenorgan vermindert
belastbar. In Anbetracht der Wirbelsäulendeformation erscheint es nachvollziehbar,
dass die Beschwerdeführerin vermindert körperlich belastbar ist. Dr. D._ hat
hinzugefügt, dass sich bei der Beschwerdeführerin im Rahmen einer Polyarthritis mit
Befall der Hände und Füsse je nach Krankheitsaktivität eine mehr oder weniger
ausgeprägte Einschränkung ergebe. Diese Einschränkung hat er aber weder beziffert
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noch hat er angegeben, wie sich diese genau auswirkt. Er hat die Beschwerdeführerin
in einer körperlich leicht belastenden Tätigkeit als zu 50% arbeitsfähig (im Sinne von
halbtägigen Einsätzen) eingeschätzt. Er hat aber nicht dargetan, wie er zu einer
Einschränkung von gerade 50% gelangt ist. Der Zusammenhang zwischen den
medizinischen Diagnosen und der abschliessenden Einschätzung der Arbeitsfähigkeit
ist nicht genügend ausführlich begründet. Dr. D._ hat ausgeführt, er halte die
Beschwerdeführerin in der zuletzt ausgeübten körperlich leicht belastenden Tätigkeit
für zu 50% arbeitsfähig. Dabei ist er aber z.B. nicht darauf eingegangen, dass die
Beschwerdeführerin in ihrer angestammten Tätigkeit gemäss Arbeitgeberbericht die
meiste Zeit über (ca. 3-5 1⁄4 Stunden/Tag) gehen und stehen musste. Weiter gehörte
auch das leichte bis mittelschwere Heben und Tragen dazu und die Notwendigkeit,
sich bücken zu können und beweglich zu sein. Die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit
von 50% steht zudem auch in einem erklärungsbedürftigen Widerspruch zur
Einschätzung des Arbeitgebers, der vermerkt hat, dass die Beschwerdeführerin auch in
einem 50%-Pensum bei weitem nicht die volle Einsatzfähigkeit erreicht habe (obwohl
dabei auch die psychiatrische Seite des Gesundheitszustandes der
Beschwerdeführerin eine wesentliche Rolle gespielt haben dürfte). Abschliessend hat
Dr. D._ die Beschwerdeführerin als in einer ideal adaptierten Tätigkeit zu 70%
arbeitsfähig eingeschätzt. Er hat aber nicht begründet, worin die Unterschiede zur
angestammten Tätigkeiten liegen und woraus sich die verbleibende Einschränkung von
30% in einer adaptierten Tätigekeit ergeben soll. Insgesamt erweist sich die
gutachterliche Beurteilung in somatischer Hinsicht als nicht überzeugend. Der
Arbeitsfähigkeitsgrad der Beschwerdeführerin ist daher nicht mit dem Beweisgrad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt.
2.3 Der psychiatrische Gutachter, Dr. E._, hat festgehalten, die Beschwerdeführerin
habe angegeben, dass sie sich manchmal total blockiert, geradezu katatonisch, fühle.
Sie habe dann keinen Antrieb mehr, sei komplett lustlos, habe weder Hunger noch
Durst und bleibe einfach im Bett liegen. Diese Aussage hat Dr. E._ als schwer
nachvollziehbar beurteilt. Sie passe nicht in das Schema einer depressiven Störung,
allenfalls zu einer schweren depressiven Störung, sicher jedoch nicht in eine
mittelgradige Episode. Er habe aber bei der aktuellen Untersuchung kaum
objektivierbare Hinweise für das Vorliegen depressiver Symptome gefunden. Er habe
eine nervöse, agitierte und angespannte Person bei dysthymen Grundaspekt, jedoch
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keine depressive Symptomatik im engeren Sinn wahrgenommen. Dazu hat er aber
festgehalten, dass dies auch der Erfolg der antidepressiven Therapie sein könne. Er ist
sich demnach nicht sicher gewesen, ob bei der Beschwerdeführerin nicht doch eine
Depression vorliegen könnte. Seine Angaben sind widersprüchlich, hat er doch im
darauffolgenden Satz festgehalten, die Verstärkung der Depression durch die
Arbeitsniederlegung spreche dafür, dass die Beschwerdeführerin von einer
Beschäftigung profitiere. Damit ist er, entgegen seiner vorherigen Angaben, doch
davon ausgegangen, dass bei der Beschwerdeführerin früher eine Depression
vorgelegen hatte. Damit sind seine Schlussfolgerungen jedenfalls nicht nachvollziehbar.
Insgesamt ist die psychiatrische Einschätzung sehr kurz und geht nur unzureichend auf
die konkreten Beschwerdeschilderungen ein. Der psychiatrische Gutachter hat nicht
dargelegt, aus welchen Gründen er die Beschwerdeführerin als nicht depressiv
betrachtet hat. Aus seinen Schilderungen geht nicht hervor, woraus er die Diagnose
einer Dysthymia abgeleitet hat, d.h. wieso er die einzelnen depressiven
Verstimmungszustände der Beschwerdeführerin als nicht genügend schwer oder
anhaltend beurteilt hat, um die Diagnose einer rezidivierenden depressiven Störung zu
rechtfertigen. Die behandelnde Psychiaterin Dr. B._ hat demgegenüber festgehalten,
dass die Beschwerdeführerin bereits seit Jahren an einer rezidivierenden depressiven
Störung leide, und Dr. F._ hat notiert, dass bei Beginn der Behandlung im Jahr 2011
eine schwere depressive Episode vorgelegen habe. Dr. E._ hat zudem ausgeführt,
dass die Beschwerdeführerin ein trizyklisches Antidepressivum zu sich nehme.
Ungeachtet des allfälligen Schweregrades der depressiven Störung ist es aufgrund
dieser Angaben nicht nachvollziehbar, dass der psychiatrische Experte das Vorliegen
einer depressiven Störung gänzlich verneint hat. Da bei der Beschwerdeführerin der
Verdacht auf einen Ritalinmissbrauch bestanden hat, wäre zu erwarten gewesen, dass
der psychiatrische Sachverständige sich auch dazu äussert. Er hat nämlich auch
aufgeführt, dass die Beschwerdeführerin angeblich 2 Tabletten Focalin Retard (ein
Dexmethylphenidat) zu sich nehme. Zu den möglichen Wirkungen und
Nebenwirkungen dieser Medikation hat er aber nichts erwähnt. Die psychiatrische
Begutachtung bzw. die entsprechende Arbeitsfähigkeitsschätzung weist somit nicht
den erforderlichen Beweiswert auf.
2.4 Im Arztbericht von Dr. F._ vom 14. Juli 2012 ist eine ganze Reihe von
Psychopharmaka aufgeführt worden, welche die Beschwerdeführerin einnehme
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(Duloxetin, Moclobemid, Dibenzepin, Reboxetin, Fluoxetin, Atomoxetin,
Dexmethylphenidat [vers. galenische Formen], Dexamphetamin, MAOI Selegilin und
Venlafaxin), wobei aus dem Bericht nicht hervorgeht, ob diese Medikamente alle
zusammen eingenommen wurden oder ob im Verlaufe der Behandlung diverse
Medikamente ausprobiert und dann wieder abgesetzt wurden. In seinem Bericht vom
19. Juli 2012 hat Dr. F._ von einem Behandlungsbeginn im Jahr 2011 gesprochen. Im
Gutachten (vom 7. Juli 2011) sind dann aber nur die Medikamente Focalin und Noveril
aufgelistet worden. Mit der Einnahme von Ritalin habe die Beschwerdeführerin bereits
ein Jahr zuvor aufgehört. Diese Angaben stehen in deutlichem Widerspruch
zueinander. Im Rahmen der Begutachtung ist die Beschwerdeführerin dann zwar auf
Drogen, nicht aber auf die Vielzahl von Medikamenten getestet worden. Da aber im
Vorfeld der Verdacht auf einen allfälligen Medikamentenmissbrauch geäussert worden
war, wäre eine Bestimmung des Medikamentenspiegels notwendig gewesen.
Insgesamt präsentiert sich der Sachverhalt auch in dieser Hinsicht als unzureichend
abgeklärt. Einerseits ist nämlich nicht erstellt, welche Medikamente die
Beschwerdeführerin tatsächlich einnimmt, und andererseits ist nicht erklärt worden,
welche Wirkungen oder Nebenwirkungen die Medikamente auf die Beschwerdeführerin
haben. Damit bleibt offen, ob die Beschwerdeführerin nun aufgrund ihrer Depression
eingeschränkt ist oder ob sich die Einschränkungen erst durch den Gebrauch der
Medikamente ergeben. Dr. E._ ist sich, was dies betrifft, offenbar nicht sicher
gewesen. Er hat angeben, es sei möglich, dass er keine Hinweise für eine Depression
gefunden habe, weil das Antidepressivum helfe. Dr. E._ ist nicht auf die Einschätzung
im Arbeitgeberbericht eingegangen, laut dem es der Beschwerdeführerin aufgrund der
starken Medikation nicht mehr möglich sei, ihre Tätigkeit wie bisher auszuüben.
Dr. F._ hat die Beschwerdeführerin aufgrund des Antriebsmangels, der emotionalen
Überreagibilität, der Aufmerksamkeitsstörung, der verminderten Belastbarkeit und der
depressiven Stimmung sogar als zu 100% arbeitsunfähig eingeschätzt. Falls eine
Teilremission eintrete, sei in einer ideal angepassten Tätigkeit, welche die geringe
Belastbarkeit, die geringe Anpassungsfähigkeit, die emotionale Überreagibilität, die
hohe Erschöpfbarkeit, die zeitweilige Desorganisation und die Konzentrationsstörung
berücksichtige, möglicherweise eine Arbeitsfähigkeit von 30% möglich. Daraus ist
allerdings nicht ersichtlich, ob damit auch die körperlichen Beeinträchtigungen
berücksichtigt worden sind. Insgesamt erweist sich damit weder die Einschätzung von
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Dr. F._ noch diejenige des psychiatrischen Gutachters, der die Beschwerdeführerin
aus psychiatrischer Sicht als zu 70% arbeitsfähig eingeschätzt hat, als überzeugend.
2.5 Der RAD-Arzt hat in seiner Stellungnahme vom 22. August 2012 lediglich
festgehalten, dass von einer iatrogenen Ritalinabhängigkeit ausgegangen werden
müsse. Auf den offensichtlichen Widerspruch zwischen dem Gutachten, in dem nur
wenige Medikamente erwähnt worden sind, und dem Bericht des behandelnden
Arztes, der eine ganze Liste von Medikamenten genannt hat, ist der RAD-Arzt nicht
eingegangen. Zudem ergibt sich aus der Stellungnahme des RAD-Arztes ein weiterer
Widerspruch. So hat dieser notiert, aus fachpsychiatrischer Sicht könne an der
50%igen Arbeitsfähigkeit, wie sie im Gutachten festgelegt worden sei, festgehalten
werden. Aus psychiatrischer Sicht hat der Gutachter Dr. E._ die Beschwerdeführerin
aber als zu 70% arbeitsfähig eingeschätzt. Die 50%ige Arbeitsfähigkeit hatte sich aus
den somatischen Beschwerden ergeben.
2.6 Die Beschwerdegegnerin hätte demnach Rückfragen an die Gutachter stellen
müssen, um die Abklärung zu vervollständigen. Erst damit hätte das Gutachten die
erforderliche Überzeugungskraft aufgewiesen. Indem die Beschwerdegegnerin auf das
nicht überzeugende Gutachten abgestellt hat, so dass die Arbeitsfähigkeit der
Beschwerdeführerin nun nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit erstellt ist, hat die Beschwerdegegnerin ihre Abklärungspflicht
gemäss Art. 43 ATSG verletzt. Da es nicht die Aufgabe des Gerichts sein kann, der
Verwaltung deren ureigenste Aufgabe, nämlich die Abklärung des massgebenden
Sachverhalts, abzunehmen, besteht keine Notwendigkeit, ein Gerichtsgutachten in
Auftrag zu geben. Vielmehr ist die Sache zur weiteren Abklärung an die
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, zumal nicht nur in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit
der Beschwerdeführerin ein zusätzlicher Abklärungsbedarf besteht, wie die
nachfolgenden Erwägungen zeigen.
3.
3.1 Zur Berechnung des Invaliditätsgrades hat die Beschwerdeführerin für das
Valideneinkommen auf die Angaben im Arbeitgeberbericht abgestellt. Die
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Validenlohnbasis von Fr. 74'841.-- in einem 100%-Pensum ist unbestritten. Bei einem
60%-Pensum resultiert ein Valideneinkommen von Fr. 44'904.--.
3.2 Für das Invalideneinkommen hat die Beschwerdegegnerin die Tabellenlöhne der
Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik herangezogen, da die
Beschwerdeführerin nach der Kündigung nicht mehr als Pflegefachfrau erwerbstätig
gewesen ist. Sie hat auf die Tabelle TA1 2010, Durchschnittswert Gesundheitswesen
Anforderungsniveau 3 abgestellt. Daraus hat sie ein Invalideneinkommen von
Fr. 36'080.-- errechnet. Da aber die Beschwerdeführerin, wie gezeigt, als
Pflegefachfrau mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht mehr zu 50% arbeitsfähig
ist, rechtfertigt es sich nicht, auf diesen Wert abzustellen. Beim vom Arbeitgeber zuletzt
ausgerichteten Lohn, der sich auf Fr. 31'850.-- belief, hat es sich um einen Soziallohn
gehandelt, der für die Berechnung des IV-Grades ebenfalls nicht herangezogen werden
darf. Die Beschwerdegegnerin wird dementsprechend auch zu prüfen haben, welcher
Invalidenlohn für die Berechnung herangezogen werden kann.
3.3 Weiter ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin angegeben hat, die Arbeit sei
ein fester Bestandteil ihres Lebens gewesen und habe ihr auch Lebensinhalt gegeben.
Sie habe jahrelang für die Erhaltung der Arbeitsstelle gekämpft und dafür im privaten
Bereich Abstriche gemacht. Weiter hat sie angegeben, sie habe die Arbeit sukzessive
reduziert, um die Arbeitsfähigkeit trotz Schmerzen zu erhalten. Zunächst sei sie zu
100% arbeitstätig gewesen, ab 2000 bis 2008 zu 80% und danach noch zu 60%. Aus
den Akten ist nicht klar ersichtlich, ob die Beschwerdeführerin das Pensum von 60%
freiwillig gewählt hat oder ob sie aus gesundheitlichen Gründen dazu gezwungen war.
Jedenfalls erscheint es fraglich, ob sie, wenn sie vollständig gesund wäre, tatsächlich
nur in einem 60%-Pensum tätig wäre, oder ob sie nicht eher 80% oder sogar 100%
erwerbstätig wäre. Soweit dies aus den Akten ersichtlich ist, wurde die
Beschwerdeführerin zu dieser Frage nicht konkret befragt. Im Abklärungsbericht findet
sich keine Protokollierung der Fragen und Antworten, aus der klar hervorgehen würde,
was genau mit der Beschwerdeführerin besprochen worden ist. Dem
Abklärungsbericht ist allerdings zu entnehmen, dass der Ehemann aktuell bereits die
meisten Aufgaben im Haushalt übernimmt. Der Ehemann hat zudem angegeben, er
habe schon immer einen grösseren Teil der Haushaltführung übernommen. Die Ehefrau
sei nie die klassische Hausfrau gewesen. Dies ist ein weiteres Indiz dafür, dass die
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Beschwerdeführerin bei voller Gesundheit ihre Erfüllung nicht in der Haushaltstätigkeit
fände und nicht in einem solch hohen Ausmass im Haushalt tätig wäre. Dies deutet
eher darauf hin, dass sich die Beschwerdeführerin aus gesundheitlichen Gründen nicht
in der Lage gesehen hat, mehr zu arbeiten, und die restliche Zeit dafür gebraucht hat,
sich zu erholen und nicht sich in einem Umfang von 40% der Haushaltstätigkeit zu
widmen. Da auch die Kinder längst erwachsen sind, spricht nur wenig für die
Qualifikation der Beschwerdeführerin als zu 40% im Haushalt Tätige. Der Sachverhalt
ist jedenfalls in dieser Hinsicht noch nicht genügend geklärt. Die Sache muss daher an
die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen werden, damit sie weitere Abklärungen tätigt.
Sie hat insbesondere die Beschwerdeführerin dazu zu befragen, in welchem Umfang
sie erwerbstätig wäre, wenn sie vollständig gesund wäre. Dabei muss die
Beschwerdeführerin ausdrücklich darauf hingewiesen werden, dass sie sich in eine
fiktive Situation versetzen müsse, in der sie vollständig gesund sei und nie
gesundheitlich beeinträchtigt gewesen sei.
3.4 Zum Abklärungsbericht Haushalt bleibt anzuführen, dass eine sehr hohe
Mitwirkungspflicht des Ehemannes berücksichtigt worden ist. Anscheinend stellt sich
die Situation so dar, dass der Ehemann den grössten Teil der Haushaltarbeiten
erledigen muss, weil die Beschwerdeführerin krankheitsbedingt weitgehend ausfällt.
Die Beschwerdegegnerin hat die berufliche Situation des Ehemannes nicht genauer
abgeklärt, um zu prüfen, inwieweit ihm eine Mithilfe im Haushalt zumutbar ist, sondern
sie hat für die Beurteilung einfach auf die Angaben des Ehemannes zum Ist-Zustand
abgestellt und dann diesen Ist-Zustand ohne weiteres als zumutbar qualifiziert. Dies
hat dazu geführt, dass die Beschwerdeführerin als im Haushalt nur relativ gering
eingeschränkt beurteilt worden ist, obwohl sie faktisch erheblich eingeschränkt sein
dürfte. Die Tatsache, dass der Ehemann den Haushalt neben seiner Erwerbstätigkeit
erledigt muss, weil ihm nichts anderes übrigbleibt, muss aber hinsichtlich der
Schadenminderungspflicht davon unterschieden werden, ob ihm der effektiv geleistete
Arbeitsaufwand im Haushalt auch tatsächlich zumutbar ist. Dies erscheint als fraglich,
so dass der Sachverhalt auch in dieser Hinsicht weiter abgeklärt werden muss.
3.5 Zusammenfassend ergibt sich, dass der massgebliche Sachverhalt insgesamt
nicht mit dem notwendigen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt
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ist. Dementsprechend ist die Verfügung vom 6. März 2013 aufzuheben und die Sache
ist zur weiteren Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
4.
4.1 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis
Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--
erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Bei
vorliegendem Ausgang des Verfahrens ist sie von der Beschwerdegegnerin zu tragen.
Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- wird der Beschwerdeführerin
zurückerstattet.
4.2 Die Parteientschädigung wird vom Versicherungsgericht festgesetzt und ohne
Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der
Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g ATSG). In der
Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 22
Abs. 1 lit. b HonO pauschal Fr. 1'000.-bis Fr. 12'000.--. Der Rechtsvertreter der
Beschwerdeführerin hat keine Kostennote eingereicht. In der vorliegend zu
beurteilenden Angelegenheit erscheint mit Blick auf vergleichbare Fälle eine pauschale
Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- angemessen.