Decision ID: 6893c23e-e0f8-50da-bf4f-522617e1938b
Year: 2015
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Entscheid Versicherungsgericht, 09.01.2015 Art. 6 UVG, Art. 11 UVV: Weitergehender Leistungsanspruch nach ursprünglicher rechtskräftiger Rentenablehnung und Zusprechung einer Integritätsentschädigung mangels wesentlicher Verschlimmerung der Unfallfolgen verneint (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 9. Januar 2015, UV 2014/46).Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichter Joachim Huber, Versicherungsrichterin Marie Löhrer; Gerichtsschreiberin Della BatlinerEntscheid vom 9. Januar 2015in SachenA._,Beschwerdeführer,vertreten durch B._,gegenSchweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 6002 Luzern,Beschwerdegegnerin,vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Reto Bachmann, Lischer, Zemp & Partner,Schwanenplatz 4, 6004 Luzern,betreffendVersicherungsleistungenSachverhalt:
A.
A.a A._ (nachfolgend: Versicherter) war beim Baugeschäft C._ (vgl. Akten des
Verwaltungsgerichts des Kantons Glarus, Verfügung des Verwaltungsgerichts des Kt.
GL vom 1. Mai 2014, S. 3), angestellt und dadurch bei der Schweizerischen
Unfallversicherunganstalt (Suva) obligatorisch gegen Unfälle versichert, als ihm am 2.
Juni 1989 während der Arbeit beim Einschlagen einer Eisenstange mit einem Hammer
ein Metallsplitter des geborstenen Werkzeugs in die rechte Wange eindrang. Im
Anschluss an die initiale ärztliche Versorgung mit primärem Wundverschluss wurde
beim Versicherten eine periphere Fazialisparese festgestellt. Am 27. August 1990 trat
der Versicherte stationär in die Otorhinolaryngologische (ORL-) Klinik des
Universitätsspitals Zürich (USZ) ein, wo laut Bericht vom 12. September 1990 die
Diagnose "Fremdkörper Parotis rechts, periphere Fazialisparese, residuell" gestellt
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wurde. Am 28. August 1990 wurde eine Fremdkörperentfernung durch laterale
Teilparotidektomie rechts vorgenommen. Am 1. September 1990 konnte der
Versicherte aus der Klinik entlassen werden (Suva-act. 7/6 f.). Die Suva erbrachte die
gesetzlichen Leistungen (Heilkosten- und Taggeldleistungen).
A.b Mit Schreiben vom 9. Januar 1991 informierte die Suva den damaligen
Rechtsvertreter des Versicherten, Rechtsanwalt Dr. iur. W. Fleischmann, Altendorf,
dahingehend, die ORL-Klinik des USZ habe ihr mit Zwischenbericht vom 15. November
1990 mitgeteilt, dass die ärztliche Behandlung noch nicht abgeschlossen sei und eine
weitere Kontrolle im Frühsommer 1991 durchgeführt werde. Die Suva werde bei
Behandlungsabschluss die Frage der Integritätsentschädigung prüfen (Suva-act. 7/3).
A.c Am 29. August 1991 erfolgte die Abschlussuntersuchung und am 2. September
1991 die Beurteilung des Integritätsschadens durch den Kreisarzt der Suva, Dr. med.
D._ (Suva-act. 7/4 f.).
A.d Gestützt auf das Untersuchungsergebnis bzw. die Integritätsschadensschätzung
des Kreisarztes sprach die Suva dem Versicherten mit Verfügung vom 13. September
1991 eine Integritätsentschädigung basierend auf einer Integritätseinbusse von 7.5%
zu, verneinte jedoch mangels erheblicher Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit durch
die Restfolgen des Unfalls einen Rentenanspruch (Suva-act. 7/8 f.). Nach
Einspracheerhebung des Versicherten vom 11. Oktober 1991 (Suva-act. 7/10 f.)
erhöhte die Suva die Integritätsentschädigung mit Verfügung vom 17. Dezember 1991
entsprechend einer Integritätseinbusse von 15% und erklärte die Verfügung vom 13.
September 1991 als gegenstandslos (Suva-act. 7/12).
A.e Mit Schreiben vom 21. Juni 2012 (Posteingang; Suva-act. 1), 23. August 2012
(Suva-act. 2) sowie 5. November 2012 (Suva-act. 5) teilte der Versicherte der Suva mit,
dass er aus familiären Gründen im Jahre 2011 in den E._ zurückgekehrt sei, nicht
mehr arbeiten könne und deshalb kein Einkommen mehr erziele. Seit seinem
Arbeitsunfall vor rund 30 Jahren (richtig wohl: 20 Jahren) sei er immer noch krank und
warte auf die Zusprechung einer Rente und einer Integritätsentschädigung durch die
Suva. Der Versicherte reichte gleichzeitig verschiedene Arztberichte von Ärzten aus
E._ sowie ein Foto ein (Suva-act. 2 ff., 6, 25).
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A.f Nach Einholung einer kreisärztlichen Beurteilung bei Dr. med. F._, Chirurgie
FMH (Suva-act. 8), teilte die Suva dem Versicherten mit Schreiben vom 6. Dezember
2012 mit, dass aufgrund der vorgelegten Akten und der medizinischen Kenntnisse
keine richtungsweisende Verschlimmerung angenommen werden könne. Sein Gesuch
um weitergehende Leistungen müsse somit abgewiesen werden. Die verbliebenen
Unfallfolgen seien mit der am 17. Dezember 1991 ausbezahlten
Integritätsentschädigung abgegolten (Suva-act. 9). Nachdem sich der Versicherte mit
dieser Leistungsablehnung nicht einverstanden erklärt hatte (Suva-act. 10), erliess die
Suva am 14. Dezember 2012 eine anfechtbare Verfügung (Suva-act. 11).
B.
B.a Gegen diese Verfügung liess der Versicherte über die Memos Rechtsberatung &
Übersetzungen, Zürich, am 5. Januar 2013 vorsorglich Einsprache erheben (Suva-act.
13). Am 11. Februar 2013 liess der Versicherte seine Anträge sowie die Begründung
nachreichen. Er liess beantragen, die Verfügung vom 14. Dezember 2012 sei
aufzuheben. Es sei die richtungsweisende Verschlimmerung anzuerkennen.
Eventualiter seien weitere Untersuchungen durchzuführen. Es sei der versicherten
Person, A._, eine Rente zuzusprechen (Suva-act. 14). Am 8. März 2013 liess der
Versicherte eine Dissertation von Annette Wolowski, Minden, zum Thema
"Fehlregenerationen des Nervus [nachfolgend: N.] facialis - ein vernachlässigtes
Krankheitsbild" (2005) vorlegen (Suva-act. 18).
B.b Am 19. März bzw. 27. Juni 2013 gaben Kreisarzt Dr. F._ und Dr. med. G._,
Fachärztin für Neurologie FMH, Abteilung Versicherungsmedizin der Suva, eine ärzt
liche (neurologische) Beurteilung zum Schadenfall ab (Suva-act. 21, 26). Am 30.
September 2013 liess der Versicherte eine Stellungnahme zu den vorgenannten
ärztlichen Beurteilungen einreichen (Suva-act. 28).
B.c Mit Einspracheentscheid vom 10. Februar 2014 wies die Suva die Einsprache des
Versicherten ab (Suva-act. 29).
C.
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C.a Gegen diesen Einspracheentscheid liess der Versicherte durch die Memos
Rechtsberatung & Übersetzungen mit Eingabe vom 12. März 2014 Beschwerde beim
Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen erheben mit den Anträgen, die
angefochtene Verfügung vom 14. Dezember 2013 (richtig: Einspracheentscheid vom
10. Februar 2014) sei aufzuheben. Es seien die richtungsweisende Verschlimmerung
bzw. die Folgeschäden anzuerkennen. Eventualiter seien ergänzende medizinische
Abklärungen zu treffen. Die Invalidität sei zu prüfen und es seien dem
Beschwerdeführer die gesetzlichen Leistungen zu erbringen, unter Kosten- und
Entschädigungsfolge zu Lasten der Beschwerdegegnerin (vgl. Akten des
Verwaltungsgerichts des Kantons Glarus).
C.b Mit Beschwerdeantwort vom 23. April 2014 liess die Suva, vertreten durch
Rechtsanwalt lic. iur. R. Bachmann, Luzern, Abweisung der Beschwerde beantragen,
soweit darauf eingetreten werden könne (vgl. Akten des Verwaltungsgerichts des
Kantons Glarus).
C.c Mit Schreiben vom 25. April 2014 schloss das Verwaltungsgericht des Kantons
Glarus den Schriftenwechsel ab (vgl. Akten des Verwaltungsgerichts des Kantons
Glarus).
C.d Am 1. Mai 2014 räumte der Präsident des Verwaltungsgerichts des Kantons
Glarus dem Beschwerdeführer verfügungsweise eine Frist ein, um seinen letzten
schweizerischen Arbeitgeber und dessen Wohnsitz mitzuteilen. Nachdem der
Beschwerdeführer dem Verwaltungsgericht des Kantons Glarus mit Schreiben vom 9.
Mai 2014 gemeldet hatte, dass seine letzte Arbeitgeberin vor seiner Rückkehr in E._
die H._ AG gewesen sei, überwies der Präsident des Verwaltungsgerichts des
Kantons Glarus die Beschwerde mit Verfügung vom 27. Mai 2014 zuständigkeitshalber
an das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen (act. G 1).
C.e Mit Schreiben vom 13. Mai (richtig wohl: Juni) 2014 bestätigte die Memos
Rechtsberatung & Übersetzungen dem Versicherungsgericht, dass ihre Vertretung
unentgeltlich und damit nicht berufsmässig erfolge, worauf sie als Vertreterin vor
Versicherungsgericht zugelassen wurde (act. G 2 ff.).
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C.f Eine versicherungsgerichtliche Abklärung durch Zustellnachweis der Post für den
angefochtenen Einspracheentscheid vom 10. Februar 2014 ergab die Rechtzeitigkeit
der Beschwerdeerhebung vor dem Verwaltungsgericht des Kantons Glarus (act. G 5 f.).
C.g Auf die weiteren Begründungen und Ausführungen in den einzelnen
Rechtsschriften sowie den Inhalt der übrigen Akten wird, soweit erforderlich, in den
nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:
1.
Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet der Einspracheentscheid
vom 10. Februar 2014 (Suva-act. 29). Diesem liegt die Verfügung vom 14. Dezember
2012 zu Grunde (Suva-act. 11). Nachdem der Beschwerdeführer in seinen Schreiben
vom 21. Juni 2012 (Posteingang; Suva-act. 1), 23. August 2012 (Suva-act. 2) sowie 5.
November 2012 (Suva-act. 5) der Beschwerdegegnerin mitgeteilt hatte, dass er seit
seinem Arbeitsunfall vor rund 30 Jahren auf die Zusprechung einer Rente und einer
Integritätsentschädigung warte und nun um Zusprechung einer Rente sowie einer
Integritätsentschädigung ersuche, stellte die Beschwerdegegnerin in der Verfügung
vom 14. Dezember 2012 (Suva-act. 11) fest, sie könne über die am 17. Dezember 1991
ausbezahlte Integritätsentschädigung (Suva-act. 7/12) hinaus keine weitergehenden
Leistungen erbringen. In die Leistungsablehnung eingeschlossen waren mithin sowohl
die Ablehnung einer höheren Integritätsentschädigung als auch die Verneinung eines
Rentenanspruchs. In der Einsprachebegründung vom 11. Februar 2013 (Suva-act. 14)
stellte die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers - wie von der Beschwerdegegnerin
im angefochtenen Einspracheentscheid vom 10. Februar 2014 richtig festgehalten (vgl.
Erwägung 3. c.) - lediglich den Antrag auf eine Invalidenrente. Hinsichtlich
Integritätsentschädigung wurde kein Antrag gestellt und die Einsprachebegründung
enthielt ebenfalls keine diesbezüglichen Argumentationen. Die Ablehnung einer
zusätzlichen Integritätsentschädigung ist somit damals in Teilrechtskraft erwachsen
(vgl. dazu Alexandra Rumo-Jungo, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum
Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 3. Aufl. Zürich/
Basel/Genf, S. 436; BGE 119 V 350 E. 1b, 117 V 295 E. 2a). Die Erwägungen der
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Beschwerdegegnerin betreffend Integritätsschaden bzw. fehlender wesentlicher
Verschlechterung desselben im Vergleich zur Verfügung vom 17. Dezember 1991 sind
folglich als obiter dictum und nicht als materiell-rechtliche Entscheidung zu betrachten.
In der Beschwerde vom 12. März 2014 (vgl. Akten des Verwaltungsgerichts des
Kantons Glarus) stellt die Vertreterin des Beschwerdeführers zwar fest, dass auch eine
Verschlimmerung der Integrität ausgewiesen sei, beantragt jedoch richtigerweise nur
eine Prüfung der Invalidität und äussert sich auch in der Beschwerdebegründung nur
zu diesem Rechtsverhältnis. Auf einen Antrag betreffend Integritätsentschädigung
könnte angesichts der dargelegten Sachlage in jedem Fall nicht eingetreten werden.
2.
2.1 Mit der seinerzeitigen Verfügung vom 13. September 1991 hat die
Beschwerdegegnerin einen Rentenanspruch des Beschwerdeführers mangels
erheblicher Erwerbsunfähigkeit infolge der Restfolgen des Unfalls vom 2. Juni 1989
gemäss Art. 18 ff. des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20)
verneint und eine Integritätsentschädigung basierend auf einer Integritätseinbusse von
7.5% zugesprochen (Suva-act. 7/8 f.). Nachdem der Beschwerdeführer am 11. Oktober
1991 nur gegen die Integritätsentschädigung Einsprache erhob (Suva-act. 7/10) und
sich die Verfügung vom 17. Dezember 1991 entsprechend auch nur mit dieser befasst,
ist davon auszugehen, dass die in der Verfügung vom 17. Dezember 1991 festgestellte
Gegenstandslosigkeit der Verfügung vom 13. September 1991 ebenfalls nur die
Integritätsentschädigung einschliesst. Bezüglich Rentenanspruch ist mithin die
Verfügung vom 13. September 1991 und hinsichtlich der vom vorliegenden
Beschwerdeverfahren nicht mehr betroffenen Integritätsentschädigung die Verfügung
vom 17. Dezember 1991 in (Teil-)Rechtskraft erwachsen. Eine Revision im Sinne von
Art. 22 Abs. 1 UVG sowie von Art. 17 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil
des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) entfällt zum vornherein, weil sich
diese Bestimmungen nur auf die Revision laufender Invalidenrenten beziehen.
Hingegen steht auch eine Rentenablehnung unter dem Vorbehalt einer Anpassung an
einen - vorliegend geltend gemachten - geänderten Gesundheitszustand. Dieser in der
Invalidenversicherung durch das Institut der Neuanmeldung (Art. 87 Abs. 3 der
Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]) geregelte Grundsatz gilt
auch im Unfallversicherungsrecht, indem es einer versicherten Person jederzeit
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freisteht, einen Rückfall oder Spätfolgen eines rechtskräftig beurteilten
Unfallereignisses geltend zu machen und erneut Leistungen der Unfallversicherung zu
beanspruchen (vgl. Art. 11 der Verordnung über die Unfallversicherung [UVV; SR
832.202]). Die Zusprechung einer Rente ist möglich, wenn die entsprechenden
Beschwerden in natürlichem und adäquatem Kausalzusammenhang zum
ursprünglichen Unfall stehen (vgl. BGE 118 V 296 f. E. 2c mit Hinweisen) und eine
erhebliche Verschlimmerung der Unfallfolgen bewirken (vgl. dazu Urteil des
Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: Sozialrechtliche
Abteilungen des Bundesgerichts] vom 30. Mai 2001, U 390/99, E. 1a; RKUV 1994 Nr. U
189 S. 139 E. 3a). Die Beurteilung des natürlichen Kausalzusammenhangs einer
Gesundheitsschädigung zu einem Unfall und der erheblichen Verschlimmerung der
Unfallfolgen erfolgt aufgrund der Feststellungen bei den medizinischen
Untersuchungen und ist Aufgabe des Arztes oder der Ärztin. Demgegenüber obliegt es
dem Gericht, die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang zu beantworten
(BGE 123 III 110 und 112 V 30; PVG 1984 Nr. 82, 174).
2.2 Bei einem Rückfall handelt es sich um das Wiederaufflackern einer vermeintlich
geheilten Krankheit, so dass es zu ärztlicher Behandlung, möglicherweise sogar zu
(weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt. Von Spätfolgen spricht man, wenn ein scheinbar
geheiltes Leiden im Verlauf längerer Zeit organische oder psychische Veränderungen
bewirkt, die zu einem völlig anders gearteten Krankheitsbild führen können (BGE 118 V
293 E. 2c mit Hinweisen; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 E. 3b). Die Frage, ob eine
erhebliche Verschlimmerung der Unfallfolgen vorliegt, beurteilt sich durch den
Vergleich des Sachverhalts im Zeitpunkt der ursprünglichen Verfügung mit demjenigen
im Zeitpunkt des die Neuanmeldung betreffenden Einspracheentscheids (RKUV 1989
Nr. U 65 S. 70).
2.3 Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht.
Danach haben die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht von Amtes wegen für
die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen.
Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den
Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 195 E. 2, 122 V 158 E. 1a, je mit
Hinweisen; vgl. auch BGE 130 I 183 f. E. 3.2). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst
die Beweislast im Sinn der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im
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Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien die Beweislast nur insofern, als
im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zuungunsten jener Partei ausfällt, die aus
dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Bei der hinsichtlich
eines Rückfalls und einer Spätfolge zu erfüllenden Anspruchsvoraussetzung eines
erneuten natürlichen Kausalzusammenhangs bzw. eines veränderten
Gesundheitszustands handelt es sich um eine anspruchsbegründende Tatsache. Die
diesbezüglichen Konsequenzen bei Beweislosigkeit trägt damit die versicherte Person
(RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 E. 3b; Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre Holzer,
Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz
über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2012, S. 78 f.). Die Verwaltung
als verfügende Instanz und - im Beschwerdefall - das Gericht dürfen eine Tatsache nur
dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im
Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nichts
Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit
zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt für die
Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 117 V 360 E. 4a mit Hinweisen).
2.4 Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch
die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese)
abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in
der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen
der Expertin oder des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert
eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels
noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als
Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweis). Den Berichten
versicherungsinterner Ärzte kann rechtsprechungsgemäss gleichfalls Beweiswert
beigemessen werden, sofern sie schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit
bestehen (BGE 135 V 469 E. 4.4 mit Hinweisen; RKUV 1991 Nr. U 133 S. 311).
3.
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Streitig und zu prüfen ist, ob hinsichtlich der vom Beschwerdeführer in seinen
Schreiben vom 21. Juni 2012 (Posteingang; Suva-act. 1), 23. August 2012 (Suva-act. 2)
sowie 5. November 2012 (Suva-act. 5) geltend gemachten Beschwerden ein Rückfall
oder Spätfolgen des Unfalls vom 2. Juni 1989 vorliegen, die zwischenzeitlich eine
erhebliche Verschlimmerung der Unfallfolgen bewirkt haben. Dabei ist der medizinische
Sachverhalt im Zeitpunkt der Rentenablehnungsverfügung vom 13. September 1991
(Suva-act. 7/8 f.) mit dem Sachverhalt zu vergleichen, wie er im Zeitpunkt der
Verfügung vom 14. Dezember 2012 (Suva-act 11) bzw. des Einspracheentscheids vom
10. Februar 2014 (Suva-act. 29) bestand. Die Beschwerdegegnerin verneint das
Bestehen einer relevanten Verschlimmerung und stützt sich dabei auf die - wie die
nachfolgenden Erwägungen zeigen - überzeugenden und schlüssigen
Aktenbeurteilungen von Dr. F._ vom 19. März 2013 (Suva-act. 21) und der Neurologin
Dr. G._ vom 27. Juni 2013 (Suva-act. 26).
4.
4.1 Die unfallbedingten Gesundheitsbeeinträchtigungen, wie sie im Zeitpunkt der
rechtskräftig gewordenen Rentenablehnung vorgelegen haben, sind im Bericht über die
kreisärztliche Abschlussuntersuchung und in der Beurteilung des Integritätsschadens
von Dr. D._ vom 2. September 1991 (Suva-act. 7/4 f.) sowie im Bericht der ORL-
Klinik des USZ vom 12. September 1990 (Suva-act. 7/6 f.) dokumentiert. Aus letzterem
geht hervor, dass der Beschwerdeführer rund ein Jahr nach Erleiden der
Fremdkörperverletzung an der rechten Wange sowie der lateralen Parotidektomie mit
Fremdkörperentfernung rechts am 28. August 1990 noch unter einer residuellen
Fazialisparese litt. Gegenüber den untersuchenden bzw. behandelnden Ärzten der
ORL-Klinik des USZ beschrieb der Beschwerdeführer infolge der peripheren
Fazialisparese zunehmend aufgetretene neuralgieforme Schmerzen im Bereich der
ganzen Wange rechts, ausgelöst durch oberflächliche Berührung, beim Essen und
beim Rasieren, sowie einen vermehrten Tränenfluss. Die periphere Fazialisparese sei
zunehmend regredient, hingegen würden neu Synkinesien auftreten. Als Befunde
erhoben die Ärzte denn auch eine Hypalgesie und Hypästhesie sowie Parästhesien im
Bereich der rechten Wange und der Stirn rechts, paramedian begrenzt. Durch die
periphere Fazialisparese rechts betrage die Funktion der Stirn 30%, der Augen und des
Mundes je 70%. In Ruhe sei keine Gesichtsasymmetrie feststellbar. Die motorischen
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Funktionen des Nervus trigeminus und der Corneareflex seien beidseits unauffällig. In
der "Beurteilung" wiederholten die Ärzte die zum Zeitpunkt der Hospitalisation vom 27.
August bis 1. September 1990 noch bestehende residuelle periphere Fazialisparese
rechts und führten zudem aus, dass die angegebenen Missempfindungen im Bereich
des Gesichts keinem pathologischen Substrat zugewiesen werden könnten.
Insbesondere seien die Funktionen des Nervus trigeminus intakt. Entsprechende
Missempfindungen würden aber häufig von Patienten mit peripherer Fazialisparese
beschrieben. Der Zusammenhang mit dem in der Parotis liegenden Metallfremdkörper
sei unklar. Die Fremdkörperentfernung durch die laterale Teilparotidektomie habe sich
problemlos gestaltet. Der postoperative Verlauf sei unauffällig gewesen (Suva-act. 7/6
f.). Dr. D._ konnte anlässlich seiner Abschlussuntersuchung wiederum ein Jahr
später, also am 29. August 1991, eine partielle bzw. zurückgebildete Fazialisparese
bestätigen und sogar ein vollständiges Schliessen des rechten Auges feststellen, auch
wenn der Lidschluss etwas weniger kräftig war als links. Das Stirnrunzeln rechts war -
wie bereits von den Ärzten der ORL-Klinik des USZ erfasst - deutlich vermindert, was
eine gewisse Asymmetrie des Gesichts ergab. Beim Zeigen der Zähne wurde der
Mundwinkel rechts etwas weniger nach lateral oben gezogen als links. Im gleichentags
erstellten Untersuchungsbericht schloss Dr. D._, es seien also eindeutige, aber relativ
geringe Folgen der peripheren Fazialisparese rechts noch erkennbar. Ausserdem sei
die Behandlung abgeschlossen und es gelte längst eine volle Arbeitsfähigkeit (Suva-
act. 7/5). In der Beurteilung des Integritätsschadens vom 2. September 1991 führte Dr.
D._ die vorgenannten Unfallfolgen an, verneinte aber einen Tränenfluss und
bestätigte, dass sich die periphere Fazialisparese zu einem schönen Teil
zurückgebildet habe (Suva-act. 7/4).
4.2 Der medizinische Sachverhalt bzw. die Beschwerden im Zeitpunkt der Neubeur
teilung, die mit der Ausgangslage zu vergleichen sind, werden zunächst vom
Beschwerdeführer beschrieben. Laut seinen Schreiben vom 21. Juni 2012
(Posteingang; Suva-act. 1), 23. August 2012 (Suva-act. 2) sowie 5. November 2012
(Suva-act. 5) ist er seit dem Unfall im Jahr 1989 krank. Er habe sich damals das Auge
verletzt und sei daraufhin mehrmals ohne Erfolg operiert worden. Bei diesen vielen
Operationen sei ein Augennerv verletzt worden, weshalb er heute Schmerzen habe. Die
Schmerzen und Stiche im Bereich vom Auge und Gesicht seien bei jeder Bewegung
und beim Sprechen vorhanden. Wenn er spreche, verstelle sich zudem sein Gesicht.
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Die Menschen würden diese Gesichtsveränderung falsch verstehen, was für ihn eine
grosse psychische Belastung sei. Einem in beglaubigter Übersetzung aus dem I._
vorliegenden Schreiben von Dr. J._, Pädiater und Facharzt für Familienmedizin, K._
(E._) vom 19. Dezember 2011 ist sodann zu entnehmen, dass sich der
Beschwerdeführer wegen Schmerzen im Kopf gemeldet habe, deren Intensität bei
Bewegung des Halses und des Kopfs zugenommen hätten. Die Schmerzen würden ab
dem 2. Mai 1989 datieren, weil der Beschwerdeführer einen Schlaganfall mit einer
Metallstange gehabt habe. Auch nach der Operation sei das Problem nicht behoben
gewesen und der Beschwerdeführer habe Schmerzen auf der rechten Seite des Kopfs.
Sie würden im Bereich der Auricula beginnen und sich zum Auge ausbreiten. Wegen
der Verletzung von Ästen des N. fazialis habe der Beschwerdeführer ein
Taubheitsgefühl im Gesicht und ein Muskelkontraktionsproblem. Als Diagnose
vermerkte Dr. J._ eine Fazialisparese lateral rechts (Suva-act. 2/5, 5/6 f.). Laut
Übersetzung des ausserdem von Dr. L._, Facharzt für Psychiatrie, erstellten Berichts
vom 22. August 2012 hat sich der Beschwerdeführer wegen mehrfacher somatischer
Beschwerden, die sich nach der Untersuchung als emotionale Beschwerden erwiesen
hätten, bei ihm vorgestellt. Der Beschwerdeführer sei über einen langen Zeitraum, über
30 Jahre, im Ausland tätig gewesen, wo er sich ernsthaft verletzt habe. Sein
Gesundheitszustand sei somatisch, insbesondere aber auch emotional gesehen, labil,
demotivierend und eingeschränkt. Er habe Schwierigkeiten, soziale Kontakte zu
knüpfen, und meide den Kontakt zu anderen Menschen. Darüber hinaus habe er
anhaltende Schmerzen sowie ein Taubheitsgefühl im Gesicht und klage über starke
Schlafstörungen in Form von Schlaflosigkeit. Dr. L._ stellte als Diagnosen: "Sy
neuroasthenicum post Contusio capitis et faciei, Paresis N. fazialis lat. dex. et
Cephaleae et Sy-vertiginosum posttraumatica" (Suva-act. 2/8, 25). Die Vertreterin des
Beschwerdeführers macht sodann in der Beschwerde vom12. März 2014 psychische
Schwierigkeiten mit der Bewältigung des Unfalls bzw. der Unfallfolgen geltend, die zu
berücksichtigen seien. Zudem sei über 20 Jahre nach dem Trauma eine körperliche
Veränderung feststellbar. So seien als Spätfolgen der Faziallähmung eine ausbleibende
Regeneration, das Krokodilstränen-Syndrom (nicht nur vermehrtes Tränen),
Synkinesien, ein postparalytischer Spasmus fazialis sowie eine Fehlregeneration des N.
fazialis zu finden (vgl. Akten des Verwaltungsgerichts des Kt. GL).
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4.3 Sowohl Dr. F._ als auch Dr. G._ verneinen angesichts der in den Erwägungen
4.1 und 4.2 dargelegten Sachlage eine seit dem abschlägigen Entscheid bezüglich des
Rentenanspruchs im Jahr 1991 eingetretene Veränderung des unfallkausalen
Gesundheitszustands. Laut Dr. F._ begann nach der Versorgung des Nervs die
Heilung und spätestens zwei Jahre nach dem Trauma sei von einem Residualzustand
auszugehen. Eine Verschlimmerung bzw. Verbesserung sei im Anschluss nicht mehr
überwiegend wahrscheinlich zu erwarten, da auch die Ausbildung eines Neuroms nach
Abschluss der Nervenheilung strukturell nicht mehr erklärbar sei. Entsprechend sei zum
Zeitpunkt des Abschlusses von einem stabilen Zustand auszugehen gewesen.
Aufgrund der anatomischen Veränderungen sei über 20 Jahre nach dem Trauma eine
Veränderung des N. fazialis nicht überwiegend wahrscheinlich erklärbar, sodass eine
strukturelle Verschlimmerung nicht überwiegend wahrscheinlich begründet werden
könne. Auch im Schreiben des Beschwerdeführers würden keine entsprechenden
Hinweise festgehalten. Inwiefern sich eine kausale psychiatrische Störung entwickelt
habe, könne er nicht beurteilen, wobei der zeitliche Verlauf und die geringen Residuen
bei Fallabschluss eher dagegen sprechen würden (Svua-act. 21). Dr. G._ legt in ihrer
neurologischen Beurteilung dar, dass in den medizinischen Akten nirgends ein Kontakt
zwischen Hammer und Kopf beschrieben sei; dementsprechend sei echtzeitlich auch
keine Contusio capitis bzw. kein Kopfanprall diagnostiziert worden. Durch den
kreisärztlichen Bericht über die Abschlussuntersuchung ein Jahr nach der
Untersuchung in der ORL-Klinik des USZ sei ausgewiesen, dass sich die klinische
Symptomatik nicht verschlechtert gehabt habe. Der 20 Jahre später in E._ erhobene
Befund entspreche demjenigen zum Zeitpunkt der kreisärztlichen Einschätzung bzw.
Untersuchung. Dr. J._ beschreibe Schmerzen und Muskelkontraktionen im Bereich
des rechten Gesichts. Es könne davon ausgegangen werden, dass mit den
Muskelkontraktionen Synkinesien, d.h. unwillkürliche Mitbewegungen durch
Fehleinsprossung im Rahmen der Regeneration nach Nervenverletzung, gemeint seien.
Eine relevante bzw. richtungsweisende Verschlimmerung wäre weder medizinisch zu
erwarten, noch sei sie anhand der aktuellen ärztlichen Berichte aus E._ ausgewiesen.
Das vom Beschwerdeführer beigelegte Foto (Suva-act. 6) eines Mannes mittleren Alters
zeige eine Gesichtssymmetrie, wie sie bei einer peripheren Fazialisparese zu erwarten
sei. Die Erheblichkeit der Beschwerden sei durch die Beschwerdegegnerin mit der
Verfügung betreffend Integritätsentschädigung vom 17. Dezember 1991 (Suva-act.
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7/12) anerkannt worden. Die anerkannten Unfallfolgen, d.h. die periphere
Fazialisparese mit bereits vor über 20 Jahren beschriebenen Synkinesien,
Dysästhesien/Schmerzen und Störungen im Tränenfluss rechts, würden keine
Einschränkung der Leistungsfähigkeit erklären. Einzig Tätigkeiten mit Publikumsverkehr
seien nicht empfehlenswert (Suva-act. 26).
4.4 Allein der Umstand, dass Dr. F._ und Dr. G._ ihre Beurteilungen
ausschliesslich aufgrund der Akten abgegeben und den Beschwerdeführer nicht selbst
untersucht haben, steht dem Beweiswert ihrer Beurteilungen nicht entgegen (vgl. dazu
Urteile des Bundesgerichts vom 1. Februar 2010, 8C_792/2009, E. 5, und vom 22.
Dezember 2011, 8C_641/2011, E. 3.3.3 mit Hinweisen; PVG 1996, 267 E. 3b). Beide
Ärzte führen die für ihre Beurteilungen massgebenden medizinischen Unterlagen (Dr.
F._: "aktenmässiger Verlauf") inhaltlich detailliert an. Ausgangspunkt ihrer
Beurteilungen bildet die sowohl bereits ein Jahr nach dem Unfall, aber auch im
Zeitpunkt der Meldung eines Rückfalls bzw. von Spätfolgen unbestrittene und in den
medizinischen Akten ausgewiesene, unfallkausale Diagnose einer residuellen
peripheren Fazialisparese rechts im Bereich der rechten Gesichtshälfte. Der -
insbesondere von Dr. G._ vorgenommene - Vergleich zwischen den bezüglich dieser
Diagnose früher und aktuell erhobenen Befunden und geklagten Beschwerden ist
relevant für die Beurteilung, ob sich zwischenzeitlich eine Veränderung des
Gesundheitszustands eingestellt hat. Dr. G._ kommt gestützt auf die vorliegende
Aktenlage nachvollziehbarerweise zum Schluss, dass sich die klinische Symptomatik
seit der Rentenablehnung bzw. der Festsetzung des Integritätsschadens nicht
verändert habe. So nannten bereits die Ärzte der ORL-Klinik des USZ in der Anamnese
die Synkinesien - die, wie von Dr. G._ schlüssig dargelegt, den von Dr. J._
festgehaltenen Muskelkontraktionen entsprechen - sowie Störungen im Tränenfluss.
Auch die damals geklagten Dysästhesien/Schmerzen konnten trotz fehlendem
pathologischem Substrat medizinisch erklärt werden und wurden damit von den Ärzten
der ORL-Klinik des USZ offensichtlich anerkannt. Erhoben wurden schliesslich
Funktionsstörungen betreffend die Stirn, das rechte Auge sowie den Mund. Wenn der
Beschwerdeführer bzw. seine Vertreterin hinsichtlich der vorgenannten, konkreten
Einschränkungen nun einen aktuellen Zustand mit angeblicher Verschlimmerung
beschreiben, kann darin kein Nachweis für eine überwiegend wahrscheinlich
eingetretene Veränderung des Gesundheitszustands erkannt werden. Die von der
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Vertreterin unter anderem angeführte ausgebliebene Regeneration bzw.
Fehlregeneration des N. fazialis wird von den Suva-Ärzten nicht in Abrede gestellt wird.
Es ist - wie gesagt - unbestritten, dass der Beschwerdeführer unter einer residuellen
peripheren Fazialisparese mit entsprechenden Einschränkungen und Beschwerden
leidet. Das Residuum drückt gerade aus, dass sich der N. fazialis des
Beschwerdeführers in Folge seiner am 2. Juni 1989 erlittenen Nervenläsion nur
ungenügend erholen konnte und diesbezüglich ein Dauerschaden vorliegt. Hinsichtlich
der Möglichkeit einer späteren anatomischen strukturellen Veränderung einer
Nervenverletzung kann schliesslich auf die schlüssigen sowie überzeugenden und sich
in den obigen Vergleich einfügenden Ausführungen von Dr. F._ abgestellt werden,
wonach im Anschluss an den zwei Jahre nach einer Nervenverletzung erreichten
Residualzustand keine Verschlimmerung bzw. Verbesserung mehr zu erwarten sei.
Vielmehr konnte Dr. D._ anlässlich der ein Jahr nach der Hospitalisation des
Beschwerdeführers in der ORL-Klinik des USZ durchgeführten Abschlussuntersuchung
nochmals eine funktionelle Verbesserung (das rechte Auge konnte nun vollständig
geschlossen werden) feststellen. Hinsichtlich der von Seiten des Beschwerdeführers
angeführten "Krokodilstränen" sowie den Stichen bzw. Schmerzen bei jeder Bewegung
und beim Sprechen handelt es sich sodann um subjektive Angaben, die entweder
keine Differenzierung gegenüber den früher erhobenen Befunden hinsichtlich des
Ausmasses zulassen (Schmerzen) oder nur rein von der wörtlichen Beschreibung her
eine Differenz erkennen lassen, diese jedoch medizinisch nicht belegt ist (Tränenfluss).
Zwei Jahre nach dem Unfall konnte nämlich von Dr. D._ kein Tränenfluss mehr
festgestellt werden. In Anbetracht der sich mit Bezug auf Schmerzen naturgemäss
ergebenden Beweisschwierigkeiten genügen die subjektiven Schmerzangaben der
versicherten Person für die Begründung einer (teilweisen) Invalidität allein nicht.
Vielmehr ist im Rahmen der sozialversicherungsrechtlichen Leistungsprüfung verlangt,
dass die Schmerzangaben durch damit korrelierende, fachärztlich schlüssig
feststellbare Befunde hinreichend erklärbar sind, andernfalls sich eine rechtsgleiche
Beurteilung der Rentenansprüche nicht gewährleisten liesse (Urteil des EVG vom 2.
Dezember 2002, I 53/02, E. 2.2, mit Hinweis auf Urteil des EVG vom 9. Oktober 2001, I
383/00, E. 2b). Dr. J._ erhob zwar einen Schmerzbefund, doch lässt dieser nicht auf
eine Veränderung hinweisen. Die Darstellung des Beschwerdeführers in seinem
Schreiben vom 5. November 2012, er sei nach dem Unfall mehrmals erfolglos operiert
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und bei einer Operation sei ein Augennerv verletzt worden, weshalb er heute
Schmerzen habe, ist aktenmässig nicht dokumentiert. Hinsichtlich Tränenfluss äussern
sich sodann weder Dr. J._ noch Dr. L._. Letzterer gibt vorderhand ebenfalls nur die
vom Beschwerdeführer subjektiv beschriebenen Beschwerden wieder. Hinsichtlich der
von Dr. L._ ausserdem gestellten Diagnosen Kopfschmerzen und Schwindelsyndrom
sowie den ausserdem im Bericht festgehaltenen, ebenfalls nur subjektiv angegebenen
Schlafstörungen, ist angesichts der rund 20-jährigen Latenzzeit eine überwiegend
wahrscheinliche Unfallkausalität zumindest in Frage gestellt. Dies zumal es sich dabei
um Beschwerden handelt, die bekanntermassen verschiedenste, insbesondere auch
krankheitsbedingte Ursachen haben können. Die Diagnose einer Contusio capitis
wurde schliesslich in den echtzeitlichen Akten nie gestellt, womit auch aktuell nicht
überwiegend wahrscheinlich von einer solchen ausgegangen werden kann.
4.5 Dem in der Einsprachebegründung vom 11. Februar 2013 (Suva-act. 14)
sinngemäss erhobenen Einwand des Beschwerdeführers, die kreisärztliche
Integritätsschadensbeurteilung sowie der Bericht über die kreisärztliche
Abschlussuntersuchung von Dr. D._ vom 2. September 1991 (Suva-act. 7/4 f.) und
der Bericht der ORL-Klinik des USZ vom 12. September 1990 (Suva-act. 7/6 f.)
könnten für die Beurteilung einer allfälligen Verschlimmerung nicht herangezogen
werden, kann nicht gefolgt werden. Vorweg ist richtigzustellen, dass die
Beschwerdegegnerin in der Verfügung vom 14. Dezember 2012 (Suva-act. 11)
hinsichtlich der Frage, ob eine richtungsweisende Verschlimmerung angenommen
werden kann, konkret auf die Kurzbeurteilung von Dr. F._ vom 6. Dezember 2012
abgestellt hat (Suva-act. 8). Was den Beweiswert der medizinischen Akten aus dem
Jahr 1990/1991 betrifft, ist sodann zu sagen, dass sowohl in der
Integritätsschadensbeurteilung sowie im Bericht über die kreisärztliche
Abschlussuntersuchung von Dr. D._ vom 2. September 1991 die Befunde der ORL-
Klinik des USZ ausdrücklich erwähnt sind. Dass schliesslich gerade diese infolge der
Einsprache vom 11. Oktober 1991 (Suva-act. 7/10 f.) zu einer Erhöhung des
Integritätsschadens von 7.5 auf 15% geführt haben (Suva-act. 7/12) ändert nichts
daran, dass die fraglichen Befunde - wenn auch von Dr. D._ bezüglich Höhe des
dadurch erlittenen Integritätsschadens zunächst unrichtig geschätzt - grundsätzlich
berücksichtigt worden sind. Es besteht somit kein Grund, die
Integritätsschadensbeurteilung sowie den Bericht über die kreisärztliche
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Abschlussuntersuchung von Dr. D._ vom 2. September 1991 nicht als Grundlage für
den ursprünglichen medizinischen Sachverhalt heranzuziehen. In einem Schreiben vom
9. Januar 1991 hatte die Beschwerdegegnerin gegenüber dem damaligen
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers zwar vermerkt, die ORL-Klinik habe ihr mit
Zwischenbericht vom 15. November 1990 mitgeteilt, dass die ärztliche Behandlung
noch nicht abgeschlossen sei und eine weitere Kontrolle im Frühsommer 1991
durchgeführt werde (Suva-act. 7/3). Deren tatsächliche Durchführung oder gar deren
Ergebnisse sind jedoch aktenmässig nicht dokumentiert. Vielmehr erklärte Dr. D._
rund drei Viertel Jahre später, nämlich am 2. September 1991, dass die Behandlung
abgeschlossen sei und längst eine volle Arbeitsfähigkeit gelte. Gestützt darauf wurde
ein Rentenanspruch abgelehnt und nur eine Integritätsentschädigung zugesprochen.
Angesichts der dokumentierten Sachlage ist mithin keine Ungereimtheit zu erkennen,
die gegen eine Verwendung der ursprünglichen Berichte von Dr. D._ und der ORL-
Klinik des USZ als Vergleichsgrundlage sprechen würde.
4.6 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass aus dem Vergleich des ursprünglichen
medizinischen Sachverhalts, der zur Rentenabweisung geführt hat, mit demjenigen,
den der Beschwerdeführer sowie Dr. J._ und Dr. L._ aktuell im Zeitpunkt des
angefochtenen Einspracheentscheids beschreiben, keine erhebliche Verschlimmerung
der somatischen Unfallfolgen folgt. Das mit Schreiben vom 5. November 2012
eingereichte Foto (Suva-act. 6) des Beschwerdeführers vermag an dieser Beurteilung
nichts zu ändern. Abgesehen davon, dass es sich um ein undatiertes Foto handelt, sind
darauf jedenfalls keine ins Auge springenden Verletzungsfolgen sichtbar, welche über
die ursprünglich von Dr. D._ und den Ärzten der ORL-Klinik des USZ erhobenen
Befunde hinausgehen würden. Deshalb kann der Feststellung der Beschwerdegegnerin
im angefochtenen Einspracheentscheid - aus rein optischem Blickwinkel zeigten sich
auf dem Foto keine sehr gravierenden Verletzungsfolgen - ohne Weiteres zugestimmt
werden. Schmerzen lassen sich zudem auf einem Foto ohnehin nicht abbilden. Dem
Einwand des Beschwerdeführers, er warte seit 1989 auf eine Invalidenrente und eine
Integritätsentschädigung, ist zu entgegnen, dass über die vorgenannten Ansprüche
bereits am 13. September 1991 (Ablehnung eines Rentenanspruchs; Zusprechnung
einer Integritätsentschädigung auf der Basis eines Integritätsschadens von 7.5%) bzw.
17. Dezember 1991 (Erhöhung der Integritätsentschädigung entsprechend einem
Integritätsschaden von 15%) verfügt worden war (UV-act. 7/8 f. und 7/12), gegen die
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Verfügungen der Rechtsweg offen gestanden hatte und er, als er diesen nicht beschritt,
durch einen Anwalt vertreten war. Die Verfügungen betreffend Ablehnung des
Rentenanspruchs sowie der Zusprechung einer Integritätsentschädigung basierend auf
einem Integritätsschaden von 15% wurden rechtskräftig, womit der Beschwerdeführer
eine seit damals eingetretene erhebliche Verschlimmerung der Unfallfolgen nachweisen
müsste. Die wiedergegebene Aussage ist wohl als Klage darüber zu verstehen, dass
sich während all der Jahre keine wesentliche Verbesserung des somatischen
Gesundheitsschadens ergeben hat. In diese Schlussfolgerung fügt sich ein, dass der
Beschwerdeführer für die zahlreichen Jahre seines angeblichen Wartens keine
Arbeitsunfähigkeit geltend macht. Was schliesslich die vorgelegte zahnmedizinische
Dissertation von A. Wolowski (a.a.O.)
anbetrifft, hält die Beschwerdegegnerin im angefochtenen Einspracheentscheid
zutreffend fest, dass diese naturgemäss lediglich auf allgemeine Weise eine bestimmte
Fragestellung angeht und nicht auf den hier zu beurteilenden Einzelfall eingehen kann,
womit dadurch die gestützt auf die vorliegenden medizinischen Unterlagen und damit
fallbezogen hergestellten Schlussfolgerungen nicht in Frage gestellt sind (vgl. dazu
Urteil des Bundesgerichts vom 15. Januar 2014, 8C_410/2013, E. 6.3).
5.
Hinsichtlich der nunmehr neu geklagten psychischen Beschwerden liessen zwar die
Ausführungen der Beschwerdegegnerin im angefochtenen Einspracheentscheid (Suva-
act. 29, Ziff. 2. g., Absatz 1) teilweise einen natürlichen Kausalzusammenhang zum
ursprünglichen Unfall vom 2. Juni 1989 vermuten, doch ist richtig zu stellen, dass die
Ärzte der ORL-Klinik des USZ in ihrem Bericht 12. September 1990 (Suva-act. 7/6 f.)
nicht einen Kausalzusammenhang der Missempfindungen ohne pathologisches
Substrat zum Unfallereignis als unklar bezeichneten, sondern einen solchen zum
Metallkörper in der Parotis. Die Missempfindungen als solche wurden von Patienten mit
peripherer Fazialisparese häufig beschrieben, weshalb grundsätzlich deren
Unfallkausalität nicht in Frage gestellt wurde. Laut Bericht von Dr. L._ vom 22.
August 2012 (Suva-act. 25) lässt sich der Beschwerdeführer bei ihm psychiatrisch
behandeln. Bei ihm bestehe eine emotionale Labilität und sein Gesundheitszustand sei
demotivierend und einschränkend. Er klage über anhaltende Schmerzen, ein
Taubheitsgefühl im Gesicht und über Schlaflosigkeit. Hinsichtlich somatisch
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begründeter Schmerzen bzw. begründetem Taubheitsgefühl ist auf die Erwägungen in
Ziff. 4.4 zu verweisen. Insoweit als die vorgenannten Beschwerden allesamt als
psychisch bedingt betrachtet werden, ist festzuhalten, dass sich Dr. L._ in seinem
Bericht in keiner Weise hinsichtlich deren Ursächlichkeit äussert. Vielmehr werden auch
von ihm nur subjektive Angaben des Beschwerdeführers wiedergegeben. Deren
tatsächliches Bestehen oder deren Inhalt ist mit dem Bericht von Dr. L._ nicht belegt
bzw. definiert. So fehlt es insbesondere an einer ärztlich gestellten psychiatrischen
Diagnose und entsprechenden ärztlich erhobenen Befunden. Die Diagnosen
Kopfschmerzen, neurasthenisches Syndrom sowie Schwindelsyndrom können zwar
durchaus psychisch bedingt sein, doch lässt sich daraus keine Unfallkausalität
ableiten. Die Ursächlichkeit der fraglichen Diagnosen ist vielfältig bzw. muss in keiner
Weise in einem Unfall liegen. Gerade innerhalb des im konkreten Fall äusserst langen
Zeitraums zwischen Unfall und Rückfallmeldung (rund 20 Jahre) können sich für die
geklagten Beschwerden verschiedenste krankheitsbedingte Ursachen eingestellt haben
(vgl. z.B. Kopfschmerz: Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch 2013, 264. Aufl. Berlin
2012, S. 1126; Schwindel: Pschyrembel, a.a.O., S. 1905; Neurasthenie: Roche Lexikon
Medizin, 5. Aufl. München 2003, S. 1317). Bei einem Syndrom handelt es sich
ausserdem um ein sich stets mit etwa den gleichen Krankheitszeichen, d.h. einer
Symptomatik mit weitgehend identischem "Symptommuster" manifestierendes
Krankheitsbild, mit unbekannter, vieldeutiger, durch vielfältige Ursachen bedingter oder
nur teilweise bekannter Ätiogenese. Zur jeweiligen Diagnose führt mithin eher das vom
jeweiligen Patienten subjektiv angegebene "Symptommuster" als ein objektiv
erhobener organischer oder psychiatrischer Befund (Roche Lexikon Medizin, a.a.O., S.
1791). In der Aussage des Beschwerdeführers, die Menschen würden seine
Gesichtsveränderung falsch verstehen, was psychisch belastend sei, und in der
Feststellung von Dr. L._, der Beschwerdeführer habe Schwierigkeiten soziale
Kontakte zu knüpfen und meide den Kontakt zu anderen Menschen, können zwar
unfallkausale Folgen gesehen werden. Auch hier handelt es sich jedoch um rein
subjektive Angaben. Mangels Fehlens einer psychiatrischen Diagnose ist nicht
gesichert, dass die psychische Gesundheit des Beschwerdeführers tatsächlich
beeinträchtigt ist. Die Ursachen von Kontaktschwierigkeiten sind bekanntlich vielfältig.
Im Weiteren kann eine Kausalitätsbeurteilung nicht nur auf dem Umstand basieren,
dass die als Spätfolge gemeldeten Beschwerden nach dem Unfall vom 2. Juni 1989
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aufgetreten sind. Diese Tatsache vermag für sich nach herrschender Lehre und
konstanter Rechtsprechung keinen Beweis für eine Unfallkausalität zu erbringen, da
der zeitliche Aspekt allein keine wissenschaftlich genügende Erklärung liefert.
Andernfalls würde man sich mit dem blossen Anschein des Beweises bzw. mit der
blossen Möglichkeit begnügen und davon ausgehen, dass eine gesundheitliche
Schädigung schon dann durch den Unfall verursacht sei, wenn sie nach diesem auftrat
(Rumo-Jungo/ Holzer, a.a.O., S. 55; BGE 119 V 341 E. 2b/bb; Urteil des
Bundesgerichts vom 22. Juni 2010, 8C_178/2010, E. 4.1). Zusammenfassend ist
festzuhalten, dass die nunmehr neu geklagten psychischen Beschwerden mit dem
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nicht in einem natürlichen
Kausalzusammenhang zum ursprünglichen Unfall vom 2. Juni 1989 stehen, weshalb
auch unter diesem Aspekt eine Verschlimmerung der Unfallfolgen zu verneinen ist. Bei
dargelegtem überwiegend wahrscheinlichem Fehlen natürlich kausaler psychischer
Unfallfolgen erübrigt sich eine Adäquanzprüfung.
6.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass dem Beschwerdeführer kein (weitergehender)
Leistungsanspruch gegenüber der Beschwerdegegnerin wegen veränderter
tatsächlicher Verhältnisse zusteht. Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist der
Einspracheentscheid vom 10. Februar 2014 nicht zu beanstanden und die dagegen
erhobene Beschwerde abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a
ATSG). Der Beschwerdeführer hat bei diesem Verfahrensausgang keinen Anspruch auf
eine Parteientschädigung.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP