Decision ID: 84b09bc6-4c21-41b6-b3b7-d636bbcf109a
Year: 2019
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Der 1972 geborene
X._
, ausgebildeter Polygraf,
meldete sich
im Januar respektive
März
2013
mit Verweis auf Alkohol, Depression, Unzufrieden
heit und Sinnfrage
bei der Invalidenversicherung
zur Früherfassung
beziehungs
weise
zum Leistungsbezug
an
(
Urk. 6/1,
Urk. 6/7
, Urk. 6/6/12-15
)
.
Am 27. Januar 2014
wies
die
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich,
IV-Stelle
,
unter Hinweis auf das Vorliegen IV-fremder Gründe
das Leistungsbegehren
ab (Urk. 6/31).
Am
16. März respektive 5. April 2017 meldete sich der Versicherte
mit Verweis auf eine Depression und überempfindliche Füsse bei der Invalidenversicherung
zur
Früherfassung sowie berufliche
n
Integration
/
Rente an (Urk. 6/33, Urk. 6/36).
Die IV-Stelle tätigte medizinische und erwerbliche Abklärungen und zog unter anderem
die
Akten der Pensionskasse (Urk. 6/72, Urk. 6/97) bei
, welche
insbe
sondere
die von
letztere
r
in Auftrag gegebenen Begutachtungen von Dr. med.
Y._
, Facharzt FMH
für
Psychiatrie und Psychiatrie (Expertise vom 17. Oktober 2017, Urk. 6/72), und Dr. med.
Z._
, Facharzt
für
Neurologie und Facharzt
für
Psychiatrie und Psychotherapie (Expertise vom
7. Januar 2018, Urk. 7/97/1-27)
,
umfassten
. Am 27. Dezember 2017 informierte die IV-Stelle den Versicherten darüber, dass auf
grund
seines
Gesundheitszustand
s
aktuell keine Eingliederungs
massn
ahmen möglich seien (Urk. 6/89). Mit V
orbescheid vom 9. April 2018
(Urk. 6/104) stellte die IV-Stelle unter Hinweis auf das Vorliegen
einer lediglich vorübergehenden invalidenversicherungsrechtlich relevanten
Gesundheitse
in
schränkung die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht, wogegen der
Versicherte
am 9. Mai 2018 Einwand (Urk. 6/110, Urk. 6/114) erhob.
Dies
e Ab
weisung
wurde mit Verfügung vom 2. Juli 2018 (Urk. 2) bestätigt.
2.
Dagegen erhob der Versicherte
am 3. September 2018 Beschwerde (Urk. 1) und beantragte, es sei die Verfügung vom 2. Juli 2018 aufzuheben und die Sache zur ergänzenden medizinischen Begutachtung und zum anschliessenden neuen Ent
scheid über den Rentenanspruch an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Eventuell sei der angefochtene Entscheid aufzuheben und
dem Beschwerdeführer
mit Wirkung ab Februar 2018 eine Invalidenrente zuzusprechen
. Für den Fall, dass das hiesige Gericht nicht auf die vom Beschwe
rdeführer in Aussicht gestell
te
n
medizinische
n
Abklärungsergebnisse abstelle und keine Rückweisung zu
r er
gänzenden Abklärung anordne
, sei eine Oberbegutachtung durch das Gericht an
zuordnen
(S. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 9. Oktober 2018 (Urk. 5) schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde. Am 22. Oktober 2018
reichte der Beschwerdeführer den Bericht von Dr. med.
A._
, FMH Neurologie, vom 6. September 2018
inklusive
Email vom 17. Oktober 2018 (Urk.
9-
10)
ein (Urk. 8), was der Beschwerdegegnerin am 24. Oktober 2018 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 11).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des
Bundesgesetz
es
über den Allge
meinen Teil des
Sozialversicherungsrechts, ATSG). Sie kann Folge von Geburts
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des
Bundesgesetz
es
über die Invalidenversicherung, IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein
trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, er
halten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.
3
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustel
len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledigen,
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beantwortung der gestell
ten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen be
ruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychi
schen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Aus
einandersetzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet, ob die Schlussfol
gerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegebenenfalls deut
lich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutachten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Verfügung (Urk. 2) damit, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit April 2017 verbes
sert habe, weshalb er nun
wieder
in seiner angestammten Tätigkeit als Abfallbe
auftragter mit einer 1
0%igen Leistungsminderung
arbeiten könne. Da sich die gesundheitliche Einschränkung nur vorübergehend auf die Arbeitsfähigkeit aus
gewirkt habe, bestehe kein Anspruch auf IV-Leistungen (S. 1).
2.2
Demgegenüber stellte sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt (Urk. 1),
die Beschwerdegegnerin hätte
selber ein Verlaufsgutachten beim
psychiatrischen Ex
perten
Dr.
Y._
oder
ein eigenes psychi
atrisches
Gutachten
oder
zumindest zeitnah vor dem Entscheid einen aktuellen Bericht de
r
behandelnden Psychiater
einholen sollen
.
D
er Regionale Ärztliche Dienst (RAD)
sei
gestützt auf di
e fach
fremde Beurteilung des neurologischen Gutachte
r
s Dr.
Z._
von einer Besse
rung der psychi
schen
Beschwerden nach der Kündigung des Arbeitsverhältn
isses ausgegangen, obwohl Dr.
Y._
im Oktober 2017 eine 40%ige Arbeitsunfähig
keit attestiert habe
(S. 4
Ziff.
2.b-d).
Dr.
Z._
habe
zudem
bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit
die vom Beschwerdeführer geschilderten neuropathischen
Schmerzen
ausser Acht gelassen (S. 4 ff. Ziff. 3
.b
).
Im Weiteren
seien die auf
grund eines schweren obstruktiven Schlafapnoe-Syndroms bestehenden Be
schwerden nicht berücksichtigt worden
.
Gestützt auf die Beurteilung der
Fach
personen der
B._
und des behandelnden Neurologen
Dr.
A._
sei nach Ablauf des Wartejahrs im Februar 2018 von einem invalidisierenden Gesundheitsschaden auszugehen (S. 6 Ziff. 4).
3.
3.1
Mit Bezug auf die rechtskräftige Leistungsablehnung
vom 27. Januar 2014 (Urk. 6/31)
sind folgende medizinische Berichte aktenkundig:
3.2
Dr.
med.
C._
, Oberarzt, und
lic
. phil.
I
D._
, Psychotherapeutin,
E._
, berichteten am 2. April 2013 über den stationären Alkoholentz
u
g und
die anschliessende
Entwöhnungsbehandlung vom 27. November 2012 bis 27. Februar 2013, wobei sie folgende Diagnosen stell
t
en (Urk. 6/22/8-11 S. 1):
-
Alkoholabhängigkeit, unter schützenden Bedingungen abstinent (ICD-10 F10.21)
-
Tabakabhängigkeit (ICD-10 F17.24)
Unter Hinweis auf eine am 25. Februar 2013 durchgeführte neuropsychologische Untersuchung berichteten
die
E._
-
Fachpersonen von Einschränkungen hin
sichtlich der Gedächtnisfähigkeit, welche beim Lernen als leicht und beim zeit
verzögerten Abruf als leicht bis mittelmässig einzustufen seien. In der Diskussion der entsprechenden Resultate sei eine gewisse Inkonsistenz der Defizite aufgefal
len, wobei letztere sehr spezifisch seien und durch den übermässigen Alkohol
konsum oder durch psychogene Faktoren (beispielsweise hoher Erwartungsdruck) erklärt werden könnten (S. 3).
3.
3
In ihrem Bericht vom 12. November 2013 (Urk. 6/22
/1-5
) führten Dr. med.
F._
, Oberarzt, und
lic
. phil.
G._
, Fachpsychologin für Psychotherapie FSP,
B._
,
folgende Diagnosen auf (S. 1):
-
mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit:
-
Alkoholabhängigkeit, episodischer Konsum (ICD-10 F10.26), bestehend seit 04/2013, 11/2012-02/2013 abstinent unter schützenden Bedingungen (ICD-10 F10.21), 2008-2012 aktive Abhängigkeit (ICD-10 F10.24)
-
rezidivierende depressive Störung, leichte bis mittelgradige Episoden, ge
genwärtig remittiert (ICD-10 F33.4), bestehend seit 2009
-
narzisstische Persönlichkeitszüge, bestehend seit frühem Erwachsenenalter
-
ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit:
-
Tabakabhängigkeit (ICD-10 F17.24), bestehend seit dem 16. Lebensjahr
Die
B._
-Fachpersonen hielten fest, dass der Beschwerdeführer
aktuell zu 100 % arbeitsfähig
sei
, dies jedoch erst
,
seitdem er das alte Arbeitsumfeld habe verlassen können und sich stationär erholt habe. Sollte er in die alten Arbeitsverhältnisse oder in den bisherigen Beruf als Polygra
f
zurückkehren, bestehe eine grosse Wahrscheinlichkeit, dass er erneut depressiv
dekompensieren
würde.
Der
vom Beschwerdeführer begonnene Weg der beruflichen Veränderung
im Bereich Um
weltkommunikation
sei deshalb
empfehlenswert (S. 4).
Die Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers
sei aufgrund
von Ein-/Durch
schlafproblemen, abendlichem Gedankenkreisen, vermindertem Antrieb, grosser Erschöpfung,
gedrückter Stimmung,
sekundäre
m
Alkoholkonsum, rascher Kränk
barkeit
, der
Mühe im Umgang mit Kritik
sowie dem Verlust von Interessen, Freude und des Gefühls des Lebenssinns
eingeschränkt
. Dies resultiere in
einer raschen
Ermüdbarkeit, Unkonzentriertheit, Niedergeschlagenheit und erhöhten Ängsten,
weshalb die bisherige Tätigkeit nicht mehr zumutbar sei (S. 4). In einer behinde
rungsangepassten Tätigkeit sei der Beschwerdeführer indessen zu 100 % arbeits
fähig, sobald die entsprechenden beruflichen Massnahmen getroffen und umge
setzt seien (S. 5).
4.
4.1
Im Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung vom 2. Juli 2018 (Urk. 2) präsentierte sich die medizinische Sachlage
im Wesentlichen
wie folgt:
4.2
Dr.
med.
H._
,
s
tellvertretende Leitende Ärztin der Pneumologie,
I._
, stellte in ihrem Bericht vom 21. Juni 2017 (Urk. 6/80/14-15) folgende Diagnosen (S. 1):
-
schweres
obstruktives Schlafapnoe
-Syndrom (OSAS;
AHI
[Apnoe-
Hypopnoe
-Index]
37/h),
Polysomnographie
24.08.2016
-
Status nach Alkoholabhängigkeitssyndrom unter Erhaltungstherapie mit
Antabus
-
Beinvenenthrombose links zirka 03/2017, Antikoagulation mit
Rivaroxaban
-
Polyneuropathie (
PNP
)
, aktuell
aggraviert
-
depressive Episode, in ambulanter psychiatrischer und psychotherapeutischer Behandlung
Dr.
H._
hielt fest, dass sich anlässlich der Verlaufskontrolle eine gute Thera
pieadhärenz zeige, dass der Nachtschlaf aber aufgrund
der
psychische
n
Belas
tungssituation und
der
PNP gestört sei, so dass keine Verbesserung der Schlaf
qualität unter gut etablier
ter
CPAP-Therapie
beschrie
ben werden könne. Gemäss
Gerätestatistik
genüge die Adhärenz
, um das schwere OSAS
ausreichend
zu be
handeln (S. 2).
4.3
Dr.
Y._
nannte in seinem von der Pensionskasse des Beschwerdeführers
in Auftrag gegebenen
psychiatrischen Gutachten
vom 17. Oktober 2017
(Urk. 6
/72) folgende Diagnosen (S. 25):
-
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig noch leichtgradig (ICD-10 F33.0)
-
Alkoholabhängigkeitssyndrom, gegenwärtig abstinent (ICD-10 F10.20)
Der Gutachter führte aus, dass sich der Beschwerdeführer in Remission einer durchlaufenen depressiven Episode befinde, welche mindestens mittelgradig aus
geprägt gewesen sei. Aktuell bestehe noch eine leichte depressive Episode
,
wobei gegenwärtig noch eine Angstproblematik mit Vermeidungsverhalten, eine leicht eingeschränkte affektive Schwingungsfähigkeit sowie mehrere psychoveget
ative Symptome vorlägen (S. 23). Hinsichtlich seiner Alkoholabhängigkeit sei der Be
schwerdeführer mit Hilfe von
Antabus
vollständig abstinent (S. 28).
Die Eingrenzung der Arbeitsunfähigkeit aus rein psychiatrischer Sicht sei schwie
rig, da gleichzeitig wahrscheinlich eine
PNP
bestehe, welche den Beschwerdefüh
rer i
m Alltagsleben stark einschränk
e und an der Ausbildung der depressiven Symptomatik respektive a
n der
Aufrechterhalt
ung
eines depressiven Restzustands mitbeteiligt sei. Unter Berücksichtigung des Mini-ICF-APP
lägen
mittelgradige Einschränkungen in mehreren Haupt-Fähigkeiten
vor
. Gestützt darauf sowie auf fremdanamnestische Angaben liege mediz
in
isch
-theoretisch aus fachärztlich-
psychiatrischer Sicht eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 40 % vor, wo
bei zur Beurteilung der Gesamtarbeitsfähigkeit zusätzlich eine medizinisch-neu
rologische Abklärung durchgeführt werden sollte. Hinsichtlich des Erlangens einer vollständigen Arbeitsfähigkeit im bisherigen Pensum könne die Prognose aus rein psychiatrischer Sicht als optimistisch beurteilt werden
(S. 28
f.).
Zusammenfassend hielt der psychiatrische Gutachter fest, dass keine Berufsunfä
higkeit vorliege und gegenwärtig eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 40 % oder 31⁄2 Stunden pro Tag vorliege, wobei das Verhältnis von Präsenz
- und Leistungsfähigkeit
1:1 stehe. Angepasste Tätigkeiten dräng
t
en sich aus psychi
atrischer Sicht nicht auf. Ebenso wenig lägen
IV-
fremde Gründe
vor
, welche eine Umsetzung der Teilarbeitsfähigkeit
erschweren könnten
(S. 29 f.).
4.
4
I
n seinem von der Pensionskasse
veranlassten
neurologischen Gutachten vom 7. Januar 2018 (Urk. 6/97/1-27)
ging Dr.
Z._
von folgenden Diagnosen aus (
S. 24
):
-
neurologische Diagnosen:
-
v
orwiegend sensorische und
demyelinisierende
PNP
der unteren Extremi
täten (ICD-10 G62.1)
-
leichtes Karpaltunnel-Syndrom (CTS) links (ICD-10 G56.0)
-
überlieferte Diagnosen:
-
rezidivierende depressive Störung, ge
genwärtig (September 2017) noch
leichtgradig (ICD-10 F33.0)
-
Alkoholabhängigkeitss
yndrom,
gegenwärtig abstinent (ICD-10 F
10.20)
-
Status nach venöser
Thromboembolie
(
2-
Etagen-Thrombose links, ED 13.
04.2017)
-
O
SAS
, ED 24.08.2016, aktuell ohne spezifische Behandlung
-
unerfüllter Kinderwunsch
(hypergonadotroper
Hypogonadismus
,
Krypto
spermie
,
Nekrozoospermie
), Status nach Therapie mit
Letrozol
, aktuell Tes
tosteron-Therapie
-
Hyperurikämie, ED 04/08, anamnestisch Gichtschub Handgelenk rechts 2010, Gichtschub OSG links 19.03.2012
Der neu
rologische Gutachter
führte aus
,
das
s
der Beschwerdeführer die nächtliche Beatmungsmaske wegen Schwierigkeiten bei der Anwendung in jüngster Zeit praktisch nicht mehr allnächtlich anwende und
dabei
keine ausgeprägte Tages
müdigkeit oder tagsüber vorliegende Einschlaf-Neigung bemerk
e
. Es sei in der neurologischen
Beurteilung
ein wahrscheinliches OSAS aktuell weite
rhin vorlie
gend, wobei diese Begleit-Erkrankung den Beschwerdeführer nach neurologischer Einschätzung
nicht relevant zusätzlich in seiner allgemeinen Arbeits
-
respektive Berufsfähigkeit beeinträchtige
(S. 19).
D
as Vorliegen eines leichtgradigen CTS links sei durch d
ie vom behandelnden Neurologen Dr.
A._
erhobenen Messwerte bestätigt worden. Der Beschwerde
führer sollte
diesbezüglich als Behandlungsm
assnahme nachts eine volare Unter
arm-Schiene tragen, um die Entstehung von nächtlichen Beschwerden vorzubeu
gen. Neurologisch beurteilt sei keine operative Behandlung erforderlich und der Beschwerdeführer scheine durch das CTS in seiner allgemeinen Arbeitsfähigkeit nicht wesentlich eingeschränkt zu sein (S. 22).
Dr.
Z._
hielt weiter fest, dass es aus neurologischer Sicht
eher
ungewöhnlich
sei
, dass PNP-Schmerzen regelmässig und unabhängig von definierbaren Belas
tungen
sowie
regelmässig im Laufe eines Tages eine Verstärkung erfahren wür
den. Im Allgemeinen seien neuropathische Schmerzen wie bei einer PNP auch in Ruhe vorhanden und störten häufig den nächtlichen Schlaf. Relevante schmerz
bedingte Schlafstörungen würden vom Beschwerdeführer indessen seit Ende 2017 nicht mehr erwähnt. Aus den naturgemäss subjektiven Angaben von Schmerzen einer erkrankten Person könne nur sehr bedingt eine Aussage zur daraus resul
tierenden Einbusse der Arbeitsfähigkeit getroffen werden
, weshalb
die medizi
nisch-theoretische Beurteilung der Arbeitsfähigkeit vorwiegend auf der Beurtei
lung der als Folge einer objek
tivierbaren Gesundheitsschädigung plausiblen Be
schwerdesymptomatik
basiere
(S. 23).
Soweit
aus
neurologischer Sicht beurteilbar und aufgrund des klinischen Unter
suchungsbefunds in der neurologischen
gutachterlichen Exploration
sei beim Be
schwerdeführer als Folge der Beinvenen-Thrombose vom April 2017 keine Leis
tungsminderung in der angestammten oder in einer angepassten Tätigkeit mehr erkennbar (S. 23).
Dr.
Z._
wies weiter darauf hin, dass keine Inkonsistenzen zwischen den An
gaben des Beschwerdeführers und den medizinischen Dokumenten zur
Krank
heits
-Vorgeschichte vorlägen. Eine Verdeutlichungstendenz der geklagten PNP-Beschwerden sei aber von neurologischer Seite nicht auszuschliessen (S. 23).
In neurologischer Hinsicht sei der Beschwerdeführer durch die PNP in allen Ar
beitstätigkeiten
erheblich
eingeschränkt, welche überwiegendes Stehen und Ge
hen respektive das Tragen von mittelschweren bis schweren Lasten erforder
te
n. Unter Berücksichtigung der in der aktuellen Untersuchung erkennbaren Zeichen einer sogenannten «sensorischen Ataxie» sei der Beschwerdeführer nicht gut in der Lage, Tätigkeiten auf unebenem Untergrund, abschüssigen Wegstrecken, in
dunkler
Umgebung oder auf Leitern oder Gerüsten auszuüben. Es sei
deshalb
eine überwiegend sitzende und selten stehende
oder
gehe
nde Arbeit zu empfehlen. Dieses zumutbare Belastungsp
rofil liege wahrscheinlich ab Juli 2017 bis aktuell (und wahrscheinlich langfristig) vor. Für den Zeitraum davo
r
könne von neuro
logischer Seite wegen der Überlagerung durch
andere
Erkrankungen (Depressio
nen, Beinvenen-Thrombose) keine präzise Aussage gemacht werden (S. 23 f.
, S. 26
).
Dr.
Z._
führte weiter aus, dass sich in den medizinischen Dokumente
n
und den Angaben des Beschwerdeführers während
den
Begutachtung
en
keine Hin
weise auf erhebliche kognitive Einbussen ergeben
hätten. Aus neu
rologischer Hinsicht
sei als Folge der Medikamente mit möglichen unerwünschten zentral-nervösen Wirkungen (aktuell
Tritt
i
co
und
Lyrica
) von
k
einer wesentlich
en Sedie
rung oder
Minderung
der Hirnleistung
auszugehen (S. 24)
.
Unter dem Titel Berufsunfähigkeit hielt Dr.
Z._
fest, dass a
us der klinisch und apparativ gesicherten PNP nach neurologischer Einschätzung allenfalls eine ge
ringfügige Einbusse der Leistungsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Ab
fallbeauftragter bestehe.
Soweit von neurologischer Seite beurteilbar
,
sei keine wesentliche Leistungsminderung in der angestammten Tätigkeit durch sämtliche in Erfahrung zu bringenden Vor- respektive Zusatz-Diagnosen erkennbar, mit
Ausnahme der vo
m psychiatrischen Gutachter Dr.
Y._
beschriebenen Einbus
sen.
Aufgrund
der
Überlagerung durch andere Erkrankungen sei die in der neu
rologischen Beurteilung beschriebene deutliche Einbusse der Arbeitsfähigkeit erst ab
Juli 2017
festzustellen. Die durch die PNP verursachte Leistungsminderung sei ausschliesslich bei Tätigkeiten ausserhalb des Büros (dem sogena
nnten Augen
schein), welche zirka 20-35 % der Arbeitszeit beträfen, relevant. Somit sei
beim Beschwerdeführer
in neurologischer Hinsicht
höchstens eine 10%ige Leistungs
minderung
(mit
Bezug auf ein 100 %-Pensum
)
in der angestammten Tätigkeit begründbar (S. 25).
Dr.
Z._
wies
alsdann
darauf hin, dass eine Verbesserung des Gesundheitszu
stands auf psychiatrischem Gebiet gegenüber der gutachterlichen Untersuchung durch den psychiatrischen Gutachter Dr.
Y._
vom Juli 2017 anzunehmen sei. Aufgrund der neurologischen Anamnese vom 4. Dezember 2017 sei
davon aus
zugehen
, dass sich die psychische Verfassung durch den Wegfall der Konfronta
tion mit der Arbeitssituation (Kündigung
per
31. Dezember 2017) verbessert habe. Des We
iteren sei eine Verbesserung
durch die ambulante fachärztlich-psychiatri
sche, psychotherapeutische und psychopharmakologische Behandlung anzuneh
men, wobei nicht auszuschliessen sei, dass die aktuelle Hormon-Substitution ebenfalls zu einer Verbesserung beitrage (S. 26). Im Zeitpunkt der neurologischen Exploration
habe
kein erhebliches depressives Syndrom
vorgelegen
, wobei jedoch bezüglich der affektiven Situation des Beschwerdeführers keine ausführliche psy
chiatrische Untersuchung stattgefunden habe. Entsprechend sei eine Reduzierung der psychiatrisch beurteilten Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 40 % zum Zeitpunkt der neurologischen Begutachtung anzunehmen (S. 24).
4.
5
In ihrem Bericht
zuhanden der Arbeitslosenkasse Kanton Zürich
vom 19. Januar 2018 (Urk. 6/93/3-4) wiesen
Dr.
med.
J._
, Direktor Sucht und Begutachtun
gen, und Fachpsychologin
G._
,
B._
,
darauf hin
, dass
es
dem Beschwerde
führer aus psychiatrischen Gründen nicht zumutbar sei, an den bisheri
gen Ar
beitsplatz zurückzukehren. Wegen gesundheitlicher Unzumutbarkeit der Arbeit sei der Beschwerdeführer
vom 2. Februar bis 31. Dezember 2017 zu 100 % und vom 1. Januar bis 28. Februar 20
18 zu 8
0 % arbeitsunfähig
gewesen
(S. 1).
Aus psychiatrischer Sicht könne
er
in Zukunft ähnliche Tätigkeiten wie bisher ausüben. Wichtig sei a
ber ein neues Umfeld, in welchem
seine Arbeit geschätzt werde und er eine sinnstiftende Tätigkeit ausüben könn
e
. Eher zu vermeiden sei ein politisches Umfeld, in welchem viele Projekte begonnen und kurz darauf wie
der verworfen würden (S. 2).
4.
6
Am 2. März 2018 hielt der RAD-Arzt Dr.
K._
, Facharzt für Innere
Medizin und Rheumatologie, fest, dass gemäss neurologischem Gutachten vom 7. Januar 2018 eine vorwiegend sensorische und
demyelinisierende
PNP der Beine, ein leichtes CTS, eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig noch leichtgra
dig (ICD-10 F33.0), ein
OSAS sowie ein Alkoholabhängigkeitss
yndrom, gegen
wärtig abstinent, mit einer vollen Arbeitsunfähigkeit ab 1. Februar 2017 genannt worden sei
en
. Im weiteren Verlauf habe sich der Gesundheitszustand langsam gebessert und zuletzt sei noch eine 10%ige Leistungsminderung in der ange
stammten Tätigkeit angegeben worden. Die vorliegenden Unterlagen seien plau
sibel, weshalb darauf abgestützt werden könne
und sich der Gesundheitszustand
während der Wartezeit bereits wieder deutlich
ver
bessert
habe
(Urk. 6/103 S. 7).
4.
7
In seinem Bericht vom 6. September respektive 17. Oktober 2018 (Urk. 9-10) ging der behandelnde Neurologe Dr.
A._
von folgenden Diagnosen aus (S. 1):
-
PNP
,
wahrscheinlich
äthylisch
bedingt
, ES 2013
-
depressive Entwicklung
-
OSAS
-
Status nach tiefer Venenthrombose links April 2017
Dr.
A._
postulierte eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % von März bis 31. Dezem
ber 2017 respektive eine solche von 80 % vom 1. Januar bis Ende Februar 2018 sowie eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit seit März 2018 (
Urk. 9
S. 1).
Bezüglich einer behinderungsangepassten Tätigkeit statuierte Dr.
A._
eine Arbeitsfähigkeit von zirka 50 %, wobei er betreffend Belastungsprofil festhielt, dass ein solches aus seinen Unterlagen nicht ersichtlich sei. Die Einschätzung des neurologischen Gutachters Dr.
Z._
, wonach dem Beschwerdeführer eine 100%ige Präsenz zumutbar sei,
teilte Dr.
A._
nicht
(S. 2)
,
da
gemäss den
glaubhaften Angaben des Beschwerdeführers die Schmerzen in den Füssen gegen Mittag regelmässig so stark seien, dass ein konzentriertes Arbeiten nicht mehr möglich sei. Die Präsenz
zeit am Arbeitsplatz müsse deshalb auf maximal 50 % reduziert werden (Urk. 10 S. 1). Dr.
A._
folgte
schliesslich
der Auffassung von
Dr.
Z._
,
dass
aufgrund von Nebenwirkungen der Medikamente
keine Einschränkung
vorliege (Urk. 9 S. 2).
5.
5.1
Vorwegzuschicken ist, dass
die Gutachten der
Dres
.
Y._
und
Z._
(Urk. 6/72, Urk.
6/
97/1-27) den praxisgemässen An
forderungen an den Beweis
wert einer Expertise entsprechen. So sind sie für die streitigen Be
lange umfassend, geben si
e
doch Antwort auf die Frage nach dem Gesundheitszu
stand des Be
schwerdeführers und der verbleibenden Arbeitsfähigkeit. Sie beruhen sodann auf den notwendigen Untersuchungen in psychiatrischer und neurologischer Fach
richtung. Die Gutachter berücksichtigten detailliert die geklagten Beschwerden und setzten sich damit auseinander
(Urk. 6/72 S. 15, S. 19 ff.; U
rk. 6/97/1-27 S. 12.
ff., S. 18 ff.)
. Die Expertise
n
wurde
n
sodann in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben, wobei sich die Gutachter zur Krankheitsentwicklung äus
serten und Bezug auf die medizinischen
Vorakten
nahmen (
Urk. 6/72 S.
4 ff.;
Urk. 6/97/1-27 S. 2 ff.
, S. 18 ff.). Schliess
lich leuchte
n
d
ie
Gutachten in der Dar
legung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizini
schen Situation ein.
5.2
5.2.1
In diesem Sinne
stellte der neurologische Gutachter Dr.
Z._
nachvollziehbar fest, dass der Beschwerdeführer an
einer PNP der unteren Extremitäten sowie einem leichten CTS links
leide
,
und
in seiner angestammten Tätigkeit als Abfall
beauftragter zu 90 % arbeit
sfähig sei (Urk. 6/97/1-27 S. 24 f.
).
5.2.
2
An
dieser Beurteilung
vermag der
Hinweis
des Beschwerdeführers, wonach der neurologische Gutachter Dr.
Z._
in unzulässiger Weise
von einer Verbesse
rung des psychischen Gesundheitszustands ausgegangen sei (Urk. 1 S. 4
lit
. b
-c
)
,
nichts
zu ändern. Dem Beschwerdeführer ist insoweit beizupflichten, als dass die Beschwerdegegnerin bei Erlass der angefochtenen Verfügung (Urk. 2)
unrichti
gerweise
lediglich auf die
Einschätzung des neurologischen Experten Dr.
Z._
abstellte
und von einer Leistungsminderung von 10 % in angestammter Tätigkeit ausging
und betreffend die psychischen Beschwerden das psychiatrische Gutach
ten von Dr.
Y._
ausser Acht liess
(Urk. 6/103 S. 7)
.
Der Umstand, dass
sich Dr.
Z._
in seinem neurologischen Gutachten auch zum psychischen Gesund
heitszustand äusserte, vermag indessen am Beweiswert
der neurologischen Expertise nichts zu ändern, zumal seine Einschätzung der 90%igen Arbeitsfähig
keit in angestammter Tätigkeit
ausschliesslich
auf
neurologische
n
Überlegungen
beruhte und
unabhängig
von seinen in psychiatrischer Hinsicht gemachten Äusserungen erfolg
t
e (Urk. 6/97/1-27 S.
24
f.).
Betreffend die
vom neurologischen Gutachter
postulierte Verbesserung des psy
chischen Gesundheitszustands ist Folgendes zu bemerken:
D
r.
Z._
ist
zwar
sowohl
Facharzt für Neurologie
als
auch Facharzt für Psychiatrie und Psychothe
rapie
,
i
m
Rahmen der
Begutachtung des Beschwerdeführers
ist er
aber
einzig als neurologischer Experte bestellt
worden
.
Im Weiteren ist aus d
em neurologischen Gutachte
n
nicht ersichtlich,
dass Dr.
Z._
die erforderliche Anamneseerhebung und Exploration unter psychia
trischen Gesichtspunkten durch
führte,
zumal er
selber
darauf hinwies, dass er bezüglich der affektiven Situation des Beschwer
deführers keine ausführliche psychiatrische
Untersuchung
vorgenommen habe (S. 24).
Zwischen
der
Exploration
von
Dr.
Z._
am 4
.
Dezember 2017 (S. 1)
und der
Untersuchung
durch Dr.
Y._
am 1. September 2017 (Urk. 6/72 S. 1)
sind
sodann
lediglich drei Monate verstrichen.
Die
Ausführungen von Dr.
Z._
be
treffend
die
Veränderung
des psychischen Zustand
s
sind
überdies
sehr
vage, hielt er doch
diesbezüglich
lediglich fest, dass es vorstellbar sei, dass sich die aktuelle Testosteron-Substitution zusätzlich positiv auf die affektive Situation auswirke, der Beschwerdeführer durch seine Kündigung des Arbeitsplatzes psychisch ent
lastet zu sein scheine und eine Verbesserung durch die ambulante fachärztlich-psychiatrische/psychotherapeutische und psychopharmakologische Behandlung anzunehmen sei (Urk. 6/97/1-27 S. 24, S. 26).
Vor diesem Hintergrund drängen sich keine weiteren Sachverhaltserhebungen hinsichtlich des psychischen Ge
sundheitszustands auf
(antizipierte Beweiswürdigung; vgl. BGE 124 V 90 E. 4b, 122 V 157 E. 1d und 136 I 229 E. 5.3).
Ins Leere geht der Einwand, Dr.
Z._
habe die Auswirkungen der neuropat
h
i
schen Schmerzen bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit zu wenig berücksichtigt (Urk. 1 S. 5 f.).
Der neurologische Gutachter
nahm zur Schmerzproblematik aus
drücklich Stellung und führte insbesondere in schlüssiger Weise aus, weshalb die vom Beschwerdeführer beschriebe
ne
Beschwerdesymptomatik ungewöhnlich sei (Urk. 6/97/1-27 S. 23).
Aus dem
Ver
weis des Beschwerdefüh
rers auf den Bericht des I._
vom 6. Mai 2017 (Urk. 6/44/6-8) lässt sich nichts zu
seinen
Gunsten ableiten, zumal dort bezüglich der neuropat
h
ischen Schmerzen
einzig
auf ein Auftreten von starken Schmerzen in den Fusssohlen nach
Zurücklegung
einer Gehstrecke von 15 bis 30
Minuten verwiesen wurde
.
Was
den Hinweis
des Beschwerdeführers betrifft
, die im Zusammenhang mit dem OSAS bestehenden Beschwerden seien bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit ebenfalls zu berücksichtigen (Urk. 1 S. 6
Ziff. 4
), ist darauf hinzuweisen, dass der Beschwerdeführer die nächtliche Beatmungsmaske
gemäss eigenen Angaben
nicht mehr regelmässig tr
ug
und dabei weder eine ausgeprägte Tagesmüdigkeit noch eine tagsüber vorliegende Einschlaf-Neigung bemerkt
e
.
Eine diesbezügliche relevante
Beeinträchtigung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit steht damit – trotz reduzierter Therapieadhärenz - nicht im Vordergrund, zumal auch der Be
schwerdeführer
eine
mögliche Verbesserung des OSAS aufgrund einer Gewichts
reduktion
erwähnte
(Urk. 6/97/1-27 S. 19). Im Übrigen wies Dr.
H._
in ihrem Bericht vom 21. Juni 2017 (vgl. E. 4.2
hievor
) darauf hin, dass die damalige (im Vergleich zu den Angaben des Beschwerdeführers bessere) Therapieadhärenz
zur Behandlung des OSAS ausreichend sei.
5.2.
3
Was den Bericht von Dr.
A._
vom 6. September 2018 inklusive Ergänzung vom 17. Oktober 2018
angeht
(Urk. 9-10), so fehlt jegliche Begründung betreffend die von ihm postulierte 100%ige respektive 80%ige Arbeitsunfähigkeit vom März bis 31. Dezember 2017 beziehungsweise vom 1. Januar bis Ende Februar 201
8.
Was die
von ihm statuierte
Arbeitsunfähigkeit von 50 % seit 1. März 2018 betrifft, so beruht diese einzig auf den subjektiven Angaben des
Beschwerdeführers (Urk. 9 S. 1,
Urk. 10).
Im Übrigen ist die Erfahrungstatsache zu berücksichtigen, dass be
handelnde Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstel
lung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (B
GE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351
E. 3b/cc).
Entgegen der Auffassung des Be
schwerdeführers (Urk. 1 S. 4 Ziff. 3.a) verneinte Dr.
A._
im Einklang mit Dr.
Z._
eine Einschränkung aufgrund von Nebenwirkungen der vom Be
schwerdeführer eingenommenen Medikamente (Urk. 9 S. 2).
5.3
In psychiatrischer
Hins
icht beschrieb
Gutachter
Dr.
Y._
einleuchtend, dass eine rezidivierende leichtgradige depressive Störung vorliege und der Beschwer
deführer hinsichtlich seines Alkoholabhängigkeitssyndroms unter Ein
nahme von
Antabus
abstinent
sei. Gestützt darauf attestierte der
Experte
eine
Arbeitsunfä
higkeit von 40 % in der angestammten Tätigkeit
(6/72 S. 25, S. 29
).
6.
6.1
Über das Zusammenwirken von Recht und Medizin bei der konkreten Rechtsan
wendung hat sich das Bundesgericht verschiedentlich geäussert. Danach ist es sowohl den begutachtenden Ärzten als auch den Organen der Rechtsanwendung aufgegeben, die Arbeitsfähigkeit im Einzelfall mit Blick auf die normativ vorge
gebenen Kriterien zu beurteilen. Die medizinischen Fachpersonen und die Organe der Rechtsanwendung prüfen die Arbeitsfähigkeit je aus ihrer Sicht. Bei der Ab
schätzung der Folgen aus den diagnostizierten gesundheitlichen Beeinträchtigun
gen nimmt zuerst der Arzt Stellung zur Arbeitsfähigkeit. Seine Einschätzung ist eine wichtige Grundlage für die anschliessende juristische Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistung der versicherten Person noch zugemutet werden kann (BGE 141 V 281 E. 5.2.1).
Die Rechtsanwender prüfen die medizinischen Angaben frei insbesondere darauf
hin, ob die Ärzte sich an die massgebenden normativen Rahmenbedingungen gehalten haben und ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen anhand der rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen las
sen. Es soll keine losgelöste juristische Parallelüberprüfung nach Massgabe des
strukturierten Beweisverfahrens stattfinden, sondern im Rahmen der Beweiswür
digung überprüft werden, ob die funktionellen Auswirkungen medizinisch an
hand der Indikatoren schlüssig und widerspruchsfrei festgestellt wurden und somit den normativen Vorgaben Rechnung tragen. Entscheidend bleibt letztlich immer die Frage der funktionellen Auswirkungen einer Störung, welche im Rah
men des Sozialversicherungsrechts abschliessend nur aus juristischer Sicht beantwortet werden kann. Nach BGE 141 V 281 kann somit der Beweis für eine lang andauernde und erhebliche gesundheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit nur dann als geleistet betrachtet werden, wenn die Prüfung der massgeblichen Be
weisthemen im Rahmen einer umfassenden Betrachtung ein stimmiges Gesamt
bild einer Einschränkung in allen Lebensbereichen (Konsistenz) für die Bejahung einer Arbeitsunfähigkeit zeigt. Fehlt es daran, ist der Beweis nicht geleistet und nicht zu erbringen, was sich nach den Regeln über die (materielle) Beweislast zuungunsten der rentenansprechenden Person auswirkt (BGE 144 V 50 E. 4.3
).
6.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Rechtsprechungsgemäss ist bei psychi
schen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein psychischer Gesundheitsschaden mit Krankheitswert besteht, welcher die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (vgl.
BGE 139 V 547
E. 5,
131 V 49
E. 1.2,
130 V 352
E. 2.2.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_125/2015 vom 1
8.
November 2015 E. 5.4).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege
artis
auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und
E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausge
wiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; vgl.
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
6.
3
Gemäss BGE 143 V 418 sind grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen, nach BGE 143 V 409 namentlich auch leichte bis mittelschwere Depressionen, für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem strukturierten Beweisverfahren nach
Massgabe von BGE 141 V 281 zu unterziehen (Änderung der Rechtsprechung). Speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere depressive Störungen hielt das Bundesgericht in BGE 143 V 409 – ebenfalls im Sinne einer Praxisänderung – fest, dass eine invalidenversicherungsrechtlich relevante psychische Gesundheits
schädigung nicht mehr allein mit dem Argument der fehlenden Therapieresistenz auszuschliessen sei (E. 5.1; zur bisherigen Gerichtspraxis vgl. statt vieler: BGE 140 V 193 E. 3.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_13/2016 vom 1
4.
April 2016 E. 4.2). Für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sind somit auch bei den leichten bis mittelgradigen depressiven Störungen systematisierte Indikatoren beachtlich, die es – unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits – erlau
ben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141
V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1). Die Therapierbarkeit ist dabei als Indiz in die ge
samthaft vorzunehmende allseitige Beweiswürdigung miteinzubeziehen (BGE 143 V 409 E. 4.2.2; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_449/2017 vom
7.
März 2018 E. 4.2.1).
Die Anerkennung eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesundheit
lichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüs
sig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3).
Diese Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (Urteil des Bundesgerichts 9C_580/2017 vom 16. Januar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen).
Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1):
-
Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3)
-
Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1)
-
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)
-
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2)
-
Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)
-
Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res
sourcen, E. 4.3.2)
-
Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3)
-
Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4)
-
gleichmässige Einschränkung des
Aktivitätenniveaus
in allen vergleich
baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)
-
behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens
druck (E. 4.4.2)
Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 1
5.
März 2018 E. 7.4).
6.4
6.4
.1
In
Bezug auf den funktionellen Schweregrad erweist sich der Komplex
«
Gesund
heitsschädigung
»
in psychiatrischer Hinsicht als
gering
ausgeprägt
,
wobei als Symptome
der leichtgradigen depressiven
Störung
eine Angstproblematik mit Vermeidungsverhalten, eine leicht eingeschränkte affektive Schwingungsfähig
keit sowie psychovegetative Symptome geschildert wurden
(Urk.
6/72 S. 23).
Der Beschwerdeführer gab im Rahmen
der gutachterlichen
Exploration an, dass die Folgen der Depression aktuell relativ gut behandelbar seien. Belastend sei für ihn der Umstand, dass e
r gegen die Beschwerden der
PNP nichts machen und deshalb auch keine Fer
ien planen könne (Urk. 6/97/1-27
S. 12 f.).
In somatischer
Hinsicht besteht ein leichtgradiges CTS links sowie eine PNP der unteren Extremitäten ohne sichere Hinweise auf eine
axonale
Schädigung der sensorischen und moto
rischen Nerven (
S. 21, S. 22).
6.4.2
Hinsichtlich des Indikators «Behandlungs- und Eingliederungserfolg» ist zu be
merken, dass sich der Beschwerdeführer seit April 2011 in psychotherapeutischer Behandlung be
findet
, sich im November 2012 bis Februar 2013 zwecks Alkohol
entzug und anschliessender Entwöhnungsbehandlung einer stationären Behand
lung unterzog
und im Sommer 2017 drei Monate in der Tagesklinik der
B._
ver
brachte (Urk. 6/22/1-5 S. 1
, Urk. 6/22/8-11
, Urk. 6/45/1-4).
Im Zeitpunkt der psy
chiatrischen Begutachtung fand eine
Psychopharmako
behandlung
sowie eine
Psychotherapie
im Abstand von sechs
Wochen statt (Urk. 6/72 S. 15, S. 16).
6.4.3
Im Zusammenhang mit den Komorbiditäten wies der psychiatrische Gutachter darauf hin, dass die wahrscheinlich bestehende PNP den Beschwerdeführer im Alltagsleben wesentlich einschränke und an der Ausbildung respektive der Auf
rechterhaltung des depressiven Restzustands mitbeteiligt sei
(S. 28).
6.
4
.
4
Bei den Komplexen «
Persönlichkeit
» und «soziale
r
Kontext»
ergibt sich Folgendes: I
m psychiatrischen Gutachten
wurde
keine Persönlichkeitsstörung diagnostiziert
.
Der psychiatrische Experte wies darauf hin, dass sich bei der Schilderung der
Situation am Arbeitsplatz diskrete narzisstische Persönlichkeitszüge gezeigt hät
ten, der Beschwerdeführer aber im Übrigen differenziert sei und über eine Selbstreflektion und
Intr
ospektionsfähigkeit verfüge
(S. 20).
D
er Beschwerdefüh
rer
lebt
mit seiner Ehefrau
und zwei Katzen zusammen und nannte als Hobbies
Kochen, Tauchen, Velofahren, Schwimmen und Fotografieren
(Urk. 6/72 S. 13
, S. 14
)
. Seinen Tagesablauf schilderte
er
wie folgt: Gegen 05.30 Uhr stehe er auf und gehe dann konsequent 30 Minuten Rad fahren. Danach gehe er ins Café, wo er Brötchen kaufe, und frühstücke
dann
mit seiner Ehefrau. Er mache sich immer Überlegungen, was er zu erledigen habe und fertige entsprechende Listen an, die er
dann
abarbeite. Gegenwärtig kümmere er sich um die Zusammenstellung sei
ner Bewerbungsunterlagen. Zwischen
10 und 12 Uhr erledige er Büroa
rbeiten
und
setze
sich
danach
auf das Rad oder lege kurze Gehdistanzen zurück. Am Nach
mittag erledige er nochmals Büroarbeiten, wobei er regelmässig Pausen einlege. Er erledige, was anfalle, und habe teilweise Termine. Er habe viele Ideen, zum Beispiel für Projekte für den Natur- und Umweltverein, und betreue Flüchtlinge, mit denen er bewusst Deutsch spreche. Durch die Schmerzen seien die Abende jeweils eingeschränkt, wobei er manchmal etwas koche und um 22.30 Uhr zu Bett gehe. Im Weiteren trainiere er zuhause mit Hanteln und gehe im Sommer schwim
men (S. 16 f., Urk. 6/97/1-27 S. 14 f.).
Im Haushalt sei er für das Bad, die Katzen, das Auto, das Fahrrad und den Keller zuständig und erledige zudem die Wäsche. Treffen mit Bekannten vereinbare immer seine Ehefrau, wobei solche nicht sehr häufig seien, ansonsten geniesse er die Zeit für sich allein (Urk. 6/65 S. 4).
Damit sind weder limitierende Persönlichkeitsmerkmale noch ein ausgeprägter sozialer Rückzug erkennbar und enthält der soziale Lebenskontext bestätigende, sich potentiell günstig auf die Ressourcen auswirkende Faktoren.
In diesem Zu
sammenhang ist
zu berücksichtigen
, dass der Beschwerdeführer ab zirka 2008 a
ktiv alkoholabhängig gewesen
(Urk. 6/22/1-5 S. 3) und seit 2016 unter Ein
nahme von
Antabus
abstinent ist (Urk. 6/72 S. 26). Im Weiteren unterzog
er
sich
im Zeitpunkt der neurologischen Begutachtung einer Fertilitäts-B
ehandlung in Form einer Testosteron-Therapie
respektive
im September 2017 einer
offenen Ho
den-Biopsie zwecks
testikulärer
Spermienextraktion
(Urk. 6/97/1-27 S.
11, S. 15
).
6.
4
.5
Im Zusammenhang mit der Kategorie «Konsistenz» ist zu bemerken,
dass nicht von einer gleichmässigen Einschränkung des
A
ktivitätenniveaus
in Beruf und Erwerb einerseits und in den sonstigen Lebensbereichen andererseits
auszugehen ist. Der Beschwerdeführer verfügt über eine aktive Tagesgestaltung mit Radfah
ren, Spaziergängen, der
Besorgung
von
administrativen Arbeiten (Schreiben von Bewerbungen, Erledigung von Rechnungen und Korrespondenz, Urk. 6/97/1-27 S. 14) und der Wahrnehmung von Terminen. Des Weiteren versorgt er die Katzen,
hilft bei der Haushaltsführung, kocht und betreut Flüchtlinge.
In den Jahren 2015 und 2016 machte er zudem
Wander- respektive Tauch-
Ferien in E
cuador und Ägypten
(S. 13).
6.
4
.6
In Anbetracht der wenig ausgeprägten Befunde, der vorhandenen Ressourcen und
des
recht hohen
Aktivitätenniveaus
im privaten Lebensbereich lässt
sich in psy
chiatrischer Hinsicht
keine
rentenrelevante
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
begründen
.
In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass die gutachterliche Beur
teilung der eingeschränkten Arbeitsfähigkeit auch unabhängig von der Prüfung der Standardindikatoren nicht gänzlich nachvollzogen werden kann, zumal der begutachtende Psychiater gestützt auf eine lediglich leichtgradige depressive Stö
rung auf eine 40%ige Arbeitsunfähigkeit in angestammter Tätigkeit schloss.
Im Rahmen des
IFAP (Instrument Funktionsorientiertes Assessment in der Psy
chiatrie
)
wurden zudem einzig leicht- und mittelgradige Einschränkungen fest
gestellt (Urk. 6/72 S. 21 ff.), wobei sich der
Experte
nicht dazu äusserte, inwiefern der Beschwerdeführer im Erwerbsleben
konkret beeinträchtigt
ist
.
Was
im Übri
gen
den nach dem psychiatrischen Gutachten verfassten Bericht der
B._
vom 19. Januar 2018 angeht (vgl. E. 4.5
hievor
), so wird die darin postulierte Arbeits
unfähigkeit von 100 beziehungsweise 80 % nicht näher begründet respektive be
ruht lediglich auf den subjektive
n Angaben des Beschwerdeführers. Es fehlen zu
dem Angaben betreffend die Arbeitsfähigkeit für die Zeit nach Ende Februar 2018.
6.
5
Zusammenfassend
liegt bezüglich der psychiatrischen Symptomatik aus rechtli
cher Sicht – in
Abweich
ung zur gutachterlichen Beurteilung durch Dr.
Y._
– keine
invalidenversicherungsrechtlich relevante
Eins
chränkung der Arbeitsfähig
keit vor. Nachdem in somatischer Hinsicht lediglich von einer 10%igen Arbeits
unfähigkeit in der angestammten Tätigkeit auszugehen ist
(vgl. E. 5.
2
hievor
)
,
liegt ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad
von unter 40 % vor (vgl. E. 1.
2
hievor
), weshalb die
Beschwerde abzuweisen ist.
7.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig und sind die Gerichtskosten gemäss Art. 69
Abs. 1
bis
IVG ermessensweise auf Fr. 8
00.-- festzusetzen und ausgangsgemäss
de
m
Beschwerdeführer aufzuerlegen.