Decision ID: d96a2484-9c1a-44cb-a048-aad801542252
Year: 2019
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ (nachfolgend: Versicherter) meldete sich am 28. Februar 2012 bei der IV-
Stelle des Kantons St. Gallen (nachfolgend: IV-Stelle) zum Bezug von IV-Leistungen an
(IV-act. 1). In der Anmeldung gab er an, dass er eine Halswirbelversteifung hinter sich
habe und dass auch die Nerven der einen Hand geschädigt seien (IV-act. 1 S. 6). Er
war im Anmeldezeitpunkt bei der B._ AG als Servicetechniker angestellt, jedoch war
ihm das Anstellungsverhältnis seitens der Arbeitgeberin per 31. März 2012 gekündigt
worden (IV-act. 1 S. 5, 6 S. 1 und 7 S. 1 f.).
A.b Vom 29. Februar bis 13. März 2012 befand sich der Versicherte in der Klinik Z._
zur stationären Therapie. Im Austrittsbericht vom 14. März 2012 nannten die
behandelnden Ärzte als Diagnose ein chronisches lumbovertebrales und
zervikospondylogenes Syndrom bei mikrochirurgischer Dekompression und
Spondylodese C5-7 im März 2011 sowie bei mehrmaligen Facettengelenkinfiltrationen
im Lumbalbereich (IV-act. 15).
A.c Nachdem die IV-Stelle einige Abklärungen getroffen (vgl. IV-act. 2 ff.) und mit dem
Versicherten ein Assessmentgespräch durchgeführt hatte (vgl. IV-act. 33), legte sie ihm
am 7. Januar 2013 eine Vereinbarung mit dem Ziel der aktiven Stellensuche zur
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Unterschrift vor (vgl. IV-act. 44). Der Versicherte unterzeichnete die Vereinbarung noch
am gleichen Tag (vgl. IV-act. 45).
A.d In einer Mitteilung vom 25. Januar 2013 gewährte die IV-Stelle dem Versicherten
eine Beratung und Unterstützung bei der Stellensuche (IV-act. 53).
A.e Mit Verfügung vom _ 2013 hiess das regionale Arbeitsvermittlungszentrum (RAV)
ein Gesuch um Zustimmung zu einem vom _ 2013 bis 18. April 2014 dauernden Kurs
für eine Ausbildung als Energieberater gut (IV-act. 56 i.V.m. IV-act. 55 S. 3).
A.f Mit einer Mitteilung vom 22. November 2013 lehnte die IV-Stelle den Anspruch des
Versicherten auf weitere berufliche Massnahmen ab. Zur Begründung führte sie an,
dass der Versicherte seit Januar 2013 im Rahmen der Arbeitsvermittlung bei der
Stellensuche unterstützt werde und es trotz dieser Bemühungen nicht gelungen sei, ihn
innert angemessener Zeit in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Laut der Besprechung
vom 5. November 2013 sei der Versicherte damit einverstanden, dass die
Unterstützung bei der Stellensuche beendet werde (IV-act. 58).
A.g Mit einem Vorbescheid vom 3. Dezember 2013 teilte die IV-Stelle dem
Versicherten mit, dass sie beabsichtigte, sein Rentenbegehren bei einer 100%igen
Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit und einem Invaliditätsgrad von 19 %
abzulehnen (IV-act. 61). Dagegen wandte der Versicherte am 9. Dezember 2013 ein,
seine Einschränkungen und Defizite seien noch zu wenig abgeklärt worden; namentlich
sei seine Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit bisher nicht abgeklärt worden.
Auch habe sich sein Gesundheitszustand verschlechtert (IV-act. 65).
A.h Vom 2. August bis 22. August 2014 war der Versicherte in der Klinik C._
hospitalisiert. Im Austrittsbericht vom 22. August 2014 nannten die behandelnden Ärzte
als Diagnosen Probleme mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung,
eine rezidivierende depressive Störung, ein chronisches cervicospondylogenes
Schmerzsyndrom, eine arterielle Hypertonie, einen Vitamin 3D-Mangel substituiert
sowie eine seborrhoische Dermatitis. In der Beurteilung hiess es, dass der Versicherte
aufgrund der zunehmenden Schmerzsymptomatik des linken Armes nicht mehr im
selben Masse habe berufstätig sein können und dass sich im Rahmen dieser als
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Kränkung empfundenen Situation vermutlich ein psychophysischer
Erschöpfungszustand entwickelt habe. Da der Versicherte kurz nach einem Urlaub am
Meer in den stationären Aufenthalt eingetreten sei, habe dieser Erschöpfungszustand
jedoch nicht so sehr im Vordergrund gestanden. Während der Hospitalisation habe
sich der Versicherte psychophysisch stärken können. Eine Arbeitsunfähigkeit sei nicht
attestiert worden. Eine solche werde voraussichtlich noch länger bestehen, da der
Versicherte bei Aktivitäten, die eine Anstrengung der oberen Extremitäten bedingten,
Schwierigkeiten habe und die Ausübung seines angestammten, körperlich
anspruchsvollen Berufs unrealistisch sei (IV-act. 94).
A.i Nach dem Erhalt weiterer medizinischer Berichte (vgl. IV-act. 65 ff.) ordnete die IV-
Stelle am 6. Oktober 2014 eine polydisziplinäre Untersuchung an (IV-act. 96). Im
Dezember 2014 wurde der Versicherte von der medaffairs AG, Basel, polydisziplinär
(neurologisch, internistisch, orthopädisch und psychiatrisch) begutachtet (vgl. IV-act.
107). In seiner neurologischen Untersuchung konnte Dr. med. D._ keine Diagnosen
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit feststellen. Als Diagnosen ohne Auswirkung auf
die Arbeitsfähigkeit erwähnte er in seinem Fachgutachten vom 5. Dezember 2014 einen
Tremor linksseitig mit Verdacht auf eine somatoforme Störung, ein linksbetontes
Sulcus-unlaris-Syndrom, wahrscheinlich mit intermittierend akzentuierten
Sensibilitätsstörungen im Ulnaris-Versorgungsgebiet, neurographisch mit ausgeprägter
Myelinscheidenschädigung des Nervus ulnaris auf der linken Seite und mit
ausgeprägter linksbetonter lokaler Schwellung des Nervus ulnaris im Bereich des
Sulcus ulnaris, eine leichtgradige lokale Schädigung des Nervus medianus mit einem
neurographischen und nervensonographischen Korrelat linksseitig und mit einem
nervensonographischen Korrelat auf der rechten Seite sowie ein Restless-Legs-
Syndrom (IV-act. 110 S. 43 f.). Hinsichtlich der Tremor-Symptomatik führte Dr. D._
aus, dass diese aller Wahrscheinlichkeit nach funktioneller Genese sei und keinen
somatischen Ursprung habe. Die Tremor-Symptomatik sei nämlich unter Ablenkung
nicht vorhanden gewesen. Bei einem somatisch begründbaren Tremor werde die
Symptomatik durch Ablenkung verstärkt oder komme erstmalig zum Vorschein.
Obwohl die Tremor-Symptomatik aller Wahrscheinlichkeit nach keinen somatischen
Ursprung habe, sei sie bezüglich der Funktion der linken oberen Extremität zum Teil
einschränkend, wobei grobmotorische Bewegungen wahrscheinlich noch gut
durchgeführt werden könnten, feinmotorische Arbeiten und gerichtete Zielbewegungen
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mit der linken Hand hingegen nur eingeschränkt möglich seien. Inwieweit es sich um
einen bewussten oder unbewussten Prozess handle, sei durch den psychiatrischen
Gutachter zu beurteilen. Weiter ging Dr. D._ aufgrund des klinischen
Untersuchungsbefunds mit fehlenden motorischen und nicht sehr ausgeprägten
sensiblen Ausfällen davon aus, dass der lokalen Schädigung des Nervus ulnaris
beidseits per se kein wesentlicher Einfluss auf die Funktion und somit auf die
Arbeitsfähigkeit zukomme. Auch hätten sich in der klinischen Untersuchung keine
Hinweise für eine ausgeprägtere motorische Einschränkung der Nervus medianus
innervierten Muskulatur und kein Hinweis für ein kontinuierliches sensibles Defizit im
Nervus medianus Gebiet gezeigt. Der Versicherte erfülle alle diagnostischen Kriterien
für ein Restless-Legs-Syndrom, sodass das Vorliegen eines solchen sehr
wahrscheinlich sei. Bei den Beinen handle es sich wahrscheinlich um ein
idiopathisches Geschehen, da in der klinischen Untersuchung weder Hinweise für eine
Polyneuropathie noch für eine radikuläre Schädigung an den unteren Extremitäten
vorgelegen hätten. Eine arbeitsrelevante Funktionseinschränkung im eigentlichen Sinne
ergebe sich aus der Symptomatik nicht, da die Symptome primär in Ruhe oder in der
Nacht beim Schlafen aufträten. Demnach bestehe diesbezüglich kein signifikanter
Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit unter der Voraussetzung, dass Tätigkeiten nicht im
Sitzen oder Liegen durchgeführt werden müssten (IV-act. 110 S. 45 ff.).
Zusammenfassend kam Dr. D._ zum Schluss, dass in einer angepassten Tätigkeit
unter Berücksichtigung der Diagnosen aus dem neurologischen Fachgebiet keine
eingeschränkte Leistungsfähigkeit und keine Einschränkung hinsichtlich der Arbeitszeit
bestehe. Eine angepasste Tätigkeit müsste derart gestaltet sein, dass der Versicherte
in unterschiedlichen Positionen sitzend und stehend arbeiten könne, um länger
anhaltende Positionen mit sich daraus ergebener Restless-Legs-Symptomatik zu
vermeiden. Zudem sollte die Arbeit keine koordinativ anspruchsvollen Tätigkeiten der
linken oberen Extremität einschliessen (IV-act. 110 S. 48). Bezüglich der Schädigung
des Nervus ulnaris merkte Dr. D._ an, dass diese derzeit wahrscheinlich subklinisch
sei. In Anbetracht der ausgeprägten Schädigung und des nervensonographischen und
neurographischen Befundes sollte jedoch eine operative Versorgung der linken Seite
erfolgen. Rechtsseitig sollten konservative Massnahmen wie beispielsweise die
Vermeidung von nächtlichen Flexionsstellungen des Ellbogengelenks ausprobiert
werden. Überdies seien neurographische und nervensonographische Verlaufskontrollen
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unbedingt notwendig. Hinsichtlich des Restless-Legs-Syndroms sei eine Therapie mit
Dopaminergika anzustreben (IV-act. 110 S. 49). Aus internistischer Sicht konnte Dr.
med. E._ keine Diagnosen erheben, welche eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
oder eine generelle Arbeitsunfähigkeit hätten erklären können. Allerdings wies Dr. E._
in seinem internistischen Teilgutachten vom 9. Dezember 2014 darauf hin, dass der
Verdacht auf ein obstruktives Schlafapnoesyndrom abgeklärt werden sollte, da bei
Vorliegen eines relevanten Befundes eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bis zu 20
% resultieren könnte (IV-act. 110 S. 32). Dr. med. F._ nannte in seinem
orthopädischen Gutachten vom 11. Dezember 2014 als Diagnosen mit Auswirkung auf
die Arbeitsfähigkeit einen Status nach mikrochirurgischer Diskusdekompression und
interkorporeller Fusion mit Cispace und CSLP C5-7 bei therapieresistenter
Cervicobrachialgie links und spondylotischer Radikulopathie C6 und C7 links im März
2011, eine Facettengelenkarthrose L4/5 beidseits mit Radikulopathie L5 sowie eine
Bandscheibenprotrusion L3/4 ohne Nervenwurzelkompression (IV-act. 110 S. 63). In
der angestammten Tätigkeit sei der Versicherte mindestens seit März 2011 zu 100 %
arbeitsunfähig (IV-act. 110 S. 65). In einer angepassten Tätigkeit sei der Versicherte für
schwere und sehr schwere Tätigkeiten zu 100 % arbeitsunfähig. Für mittelschwere
Tätigkeiten bestehe eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit. Für leichte Tätigkeiten sei der
Versicherte zu 100 % arbeitsfähig. Vermieden werden sollte ein Heben von Lasten über
25 kg. Lasten von ca. 15 kg könnten selten, einmalig bis Lendenhöhe gehoben werden.
Über Brusthöhe könne nur bis 5 kg gehoben werden, jedoch auch dies nur selten.
Vermieden werden sollte ein übermässiger Stress, da die Konzentrationsfähigkeit beim
Versicherten herabgesetzt sei. Auf jede volle Stunde sollte mindestens eine 10-
minütige Pause folgen (IV-act. 110 S. 67 f.). Dr. med. G._, FMH Psychiatrie und
Psychotherapie, konnte in seiner psychiatrischen Untersuchung keine Diagnosen mit
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit stellen. Im psychiatrischen Teilgutachten vom 12.
Dezember 2014 hielt er fest, dass die in den Akten auftauchende Depression remittiert
sei, während der Exploration sei kein depressives Syndrom zu erkennen gewesen. Die
im neurologischen Gutachten vermutete somatoforme Schmerzstörung könne als
solche nicht bestätigt werden. Vielmehr bestehe durch die Chronifizierung der
Schmerzsymptomatik eine lediglich somatoforme Komponente, wobei aber keine
ausreichenden Anhaltpunkte für ein syndromales Beschwerdebild vorlägen. Eine
psychiatrische Komorbidität, welche massgebend oder eindeutig auf das
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Schmerzempfinden Einfluss nehme, könne nicht eruiert werden (IV-act. 110 S. 87). In
ihrer konsensualen Beurteilung vom 3. März 2015 bzw. in ihrem Gutachten vom 11.
März 2015 hielten die vier Gutachter zusammenfassend fest, dass aus neurologischer
Sicht in einer angepassten Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsfähigkeit bestehe, wobei der
Versicherte in unterschiedlichen Positionen sitzend und stehend arbeiten können
müsse, um länger anhaltende Positionen mit sich daraus ergebender Restless-Legs-
Symptomatik zu vermeiden. Zudem sollte die Arbeit keine koordinativ anspruchsvollen
Tätigkeiten der linken oberen Extremität beinhalten. Aus orthopädischer Sicht sei der
Versicherte für schwere Tätigkeiten zu 100 % arbeitsunfähig. Für mittelschwere
Tätigkeiten (Heben von Lasten bis 15 kg) bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 50 %
verteilt auf den gesamten Arbeitstag. Für leichte Tätigkeiten sei der Versicherte aus
orthopädischer Sicht zu 100 % arbeitsfähig, wobei untertags regelmässige Pausen von
mindestens zehn Minuten auf eine volle Stunde erfolgen müssten, was einer
Leistungslimitierung von 15 % entspreche. Generell vermieden werden sollte das
Heben von Lasten über 25 kg. Lasten von ca. 15 kg könnten selten einmalig bis
Lendenhöhe gehoben werden. Über Brusthöhe könnten nur noch Gewichte bis 5 kg
gehoben werden, jedoch auch dies nur selten. Aus psychiatrischer Sicht sei der
Versicherte in jeder seinen Fähigkeiten entsprechendenTätigkeit zu 100 % arbeitsfähig
(vgl. IV-act. 110 S. 24 i.V.m. S. 9).
A.j Am 27. März 2015 führte der regionale ärztliche Dienst (RAD) aus, dass im
neurologischen Gutachten neu ein Restless-Legs-Syndrom mit Ausdehnung auf die
Arme diagnostiziert worden sei. Leider fehle eine genaue Anamnese des
Schlafverhaltens. Internistischerseits sei der abklärungsbedürftige Verdacht auf ein
Schlaf-Apnoe-Syndrom geäussert worden, da der Versicherte über ein fünf Jahre
zurückliegendes Ereignis von Sekundenschlaf berichtet habe. Gesamthaft könne also
die Arbeitsfähigkeit noch nicht abschliessend beurteilt werden. Bei der
Verdachtsdiagnose eines Restless-Legs-Syndrom mache eine abschliessende
Begutachtung erst nach der Ausschöpfung der Behandlungsmassnahmen Sinn. Der
Versicherte sollte sich in eine schlafmedizinische Behandlung zur Durchführung einer
Polysomnographie begeben. Bei einer Bestätigung eines Restless-Legs-Syndroms sei
eine entsprechende medikamentöse Behandlung einzuleiten. Deren Effekt könne durch
eine fachärztliche Untersuchung, z.B. im RAD, beurteilt werden (IV-act. 111 S. 2).
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A.k Am 1. April 2015 forderte die IV-Stelle den Versicherten dazu auf, sich in eine
schlafmedizinische Behandlung zur Durchführung einer Polysomnographie zu begeben
(IV-act. 112). Eine im Universitätsspital Zürich durchgeführte Polysomnographie vom
10. Juni 2015 dokumentierte periodische Beinbewegungen, eine leichtgradige
obstruktive schlafassoziierte Atemstörung vom obstruktiven Typ und aggraviert in
Rückenlage sowie beim REM-Schlaf und ein mögliches Korrelat einer REM-
Schlafverhaltensstörung. Die Befunde eines Multiple Sleep Latency Tests vom 11. Juni
2015 sprachen für einen im Mittel normalen Schlafdruck, wobei jedoch eine starke
tageszeitliche Schwankung sichtbar war. Eine vom Universitätsspital Zürich
ausgewertete Aktigraphie vom 16. Juni 2015 dokumentierte eine mittlere Zubettgehzeit
des Versicherten um 22.24 Uhr und eine mittlere Aufstehzeit um 5.32 Uhr, was im
Mittel eine nächtliche Bettruhe von 7.08 Stunden bedeutete. Von der akzelerometrisch
erfassten motorischen Aktivität erschien die Tagesaktivität insgesamt gut konsolidiert
mit Ausnahme von deutlichen Aktivitätseinbrüchen am Abend. An einigen Tagen war
zudem ein Nickerchen während des Tages dokumentiert. Die nächtliche
Hauptruhephase war aktimetrisch unauffällig ohne vermehrte Aktivität (IV-act. 120 S. 5).
Aufgrund der durchgeführten Schlafuntersuchungen wurden im Sprechstundenbericht
der Klinik für Neurologie des Universitätsspitals Zürich vom 29. Juni 2015 folgende
Diagnosen gestellt: Ein hochgradiger Verdacht auf ein Restless-Legs-Syndrom, ein
leichtgradig obstruktives Schlafapnoe-Syndrom, eine leichte REM-Schlaf-
Verhaltensstörung (REM sleep behaviour disorder, RBD) sowie ein Haltetremor der
linken Hand. Bezüglich des Restless-Legs-Syndroms wurde nach der Sprechstunde
vom 29. Juni 2015 eine Therapie mit dem Medikament Sifrol in Angriff genommen (IV-
act. 120 S. 1 f.).
A.l In einem Verlaufsbericht vom 16. November 2015 an den Hausarzt Dr. med. H._,
FMH für Innere Medizin und Rheumatologie, führten die behandelnden Ärzte des
Universitätsspitals Zürich aus, dass der Versicherte auf Sifrol in der Vergangenheit
nicht angesprochen habe. Die initiale Tagesschläfrigkeit sei mittlerweile unter der
Medikation Neupro jedoch gebessert worden (IV-act. 126 ff.).
A.m Am 14. April 2016 nannten die behandelnden Ärzte der Klinik für Neurologie des
Universitätsspitals Zürich als Diagnosen ein bilaterales Sulcus-ulnaris-Syndrom, einen
Verdacht auf ein Restless-Legs-Syndrom bei einem bislang fehlenden Ansprechen auf
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Dopaminagonisten, jedoch mit remittierter Fatigue, ein leichtgradig obstruktives
Schlafapnoe-Syndrom, eine leichte REM-Schlaf-Verhaltensstörung sowie einen
Haltetremor der linken Hand. Aus der dem Bericht beigelegten Krankengeschichte ging
hervor, dass aufgrund der zwischenzeitlich gestellten Diagnose des Sulcus-ulnaris-
Syndroms zur Nacht eine Ellbogenschiene verordnet worden war, worunter es laut
Angaben des Versicherten zu einer leichten Besserung der nächtlichen Beschwerden
bei Beschwerdepersistenz am Tag in Ruhe gekommen sei. Weiter hiess es in der
Krankengeschichte, dass eine ausgedehnte Diagnostik in der Sprechstunde für
Bewegungsstörungen keinen Hinweis auf eine dopaminergene Neurodegeneration

gezeigt habe. Differentialdiagnostisch sei ein essentieller Tremor in Erwägung gezogen
worden, weshalb eine Therapie mit Proanolol eingeleitet worden sei, die jedoch zu
keiner Besserung der Symptomatik geführt habe. Die Restless-Legs-Symptomatik
werde aktuell mit Neupro behandelt. Gemäss dem Versicherten sei es zu einem
allgemeinen Ruhegefühl ohne ein Ansprechen bezüglich der Kribbelparästhesien in den
Füssen und Beinen gekommen. Zur Abklärung der anamnestisch angegebenen
Kribbelparästhesien in den Füssen und Beinen bei ziehenden Schmerzen sei der
Versicherte für eine MRT-Untersuchung der Hals- und Lendenwirbelsäule angemeldet
worden. Zudem sei eine Therapie mit Lyrica angeordnet worden (IV-act. 136). In einem
Bericht der Klinik für Neurologie des Universitätsspitals Zürich an die IV-Stelle vom 27.
April 2016 wurden dieselben Diagnosen wie im Verlaufsbericht vom 14. April 2016
genannt. Weiter hiess es in dem Bericht, dass der Gesundheitszustand seit dem 16.
November 2015 stationär sei (IV-act. 140 S. 1 ff.).
A.n In einem Verlaufsbericht an Dr. H._ vom 24. Mai 2016 nannten die behandelnden
Ärzte der Klinik für Neurologie des Universitätsspitals Zürich als Diagnosen ein
bilaterales Sulcus-ulnaris-Syndrom, einen Verdacht auf ein Restless-Legs-Syndrom,
Kribbelparästhesien und ziehende Schmerzen in den Füssen und Beinen, ein
leichtgradiges obstruktives Schlafapnoe-Syndrom, eine leichte REM-Schlaf-
Verhaltensstörung sowie einen Haltetremor der linken Hand. Weiter ging aus dem
Bericht hervor, dass keine weiteren Untersuchungen mehr geplant waren (IV-act. 142
S. 1 f.). In der dem Bericht beigelegten Krankengeschichte war festgehalten worden,
dass am 28. April 2016 MRT-Untersuchungen der Halswirbelsäule und der
Lendenwirbelsäule zum Ausschluss einer strukturellen Genese durchgeführt worden
seien. In der Gesamtschau hätten die MRT-Untersuchungen pathologische Befunde
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auf dem Boden der degenerativen Veränderungen der Wirbelsäule geliefert, die
allerdings die Symptomatik wenig erklärten. Gegen eine sekundäre Genese spreche
auch die fehlende Besserung nach erfolgter Diskushernie-Operation. In diesem Falle
trete ein Restless-Legs-Syndrom wieder in den Vordergrund der Differentialdiagnose.
In Erwägung gezogen werden sollten noch ein atypisches Restless-Legs-Syndrom mit
einem minimen Ansprechen auf die dopaminerge Therapie oder ein RLS-Mimics (vgl.
IV-act. 142 S. 3).
A.o In einer Stellungnahme vom 23. Juni 2016 führte der RAD aus, dass seit der
polydisziplinären Begutachtung eine breite neurologische Abklärung und Therapie
stattgefunden habe. Er gehe vom Eintritt eines im Grossen und Ganzen stabilen
Gesundheitszustandes aus. Die bisherige Tätigkeit im Heizungsbau komme für den
Versicherten nicht mehr in Frage, was gemäss dem orthopädischen Gutachten bereits
seit März 2011 der Fall sei. Das im Konsens des Gutachtens beschriebene Profil einer
leidensangepassten Tätigkeit gelte weiterhin. Die neurologischerseits beschriebenen
Gesundheitsschäden sollten die Leistungsfähigkeit nicht weiter schmälern, sodass von
einer vollschichtigen Arbeitsfähigkeit mit einer Leistungsminderung von 15 % bei einem
vermehrten Pausenbedarf ausgegangen werden könne. Das leidensangepasste
Tätigkeitsprofil könne dahingehend ergänzt werden, dass keine Tätigkeiten mit einer
regelmässigen Verletzungs- und Anstossgefahr im Bereich der Ellbogengelenke und
keine feinmotorischen Tätigkeiten mit der linken Hand ausgeführt werden könnten (IV-
act. 143 S. 1).
A.p Mit einem Vorbescheid vom 29. Juli 2016 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit,
dass sie beabsichtige, sein Rentenbegehren bei einer Arbeitsfähigkeit von 85 % in
einer adaptierten Tätigkeit und einem Invaliditätsgrad von 31 % abzulehnen (IV-act.
145).
A.q Gegen diesen Vorbescheid wandte der Versicherte am 11. August 2016 ein, dass
er Linkshänder sei und somit seine dominante Hand geschädigt sei. Diesem Umstand
sei mit der ihm attestierten 15%igen Arbeitsunfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit
zu wenig Rechnung getragen worden. Überdies machte er sinngemäss geltend, dass
eine andere Tätigkeit seinen Fähigkeiten und Ressourcen entsprechen müsste und
nicht ersichtlich sei, welche Tätigkeiten für ihn in Frage kämen. Eine weitere
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Umschulung oder Ausbildung sei aufgrund seines Alters nicht mehr gewinnbringend.
Allerhöchstens könne er wohl eine einfache Anlerntätigkeit ausführen, bei welcher er
monatlich jedoch maximal Fr. 3'700.-- bis 3'800.-- verdienen könne (IV-act. 147).
A.r In einer Stellungnahme vom 28. Oktober 2016 führte der RAD aus, dass der
Versicherte gutachterlich umfassend und gründlich untersucht worden sei. Eine
Linksdominanz sei im Gutachten erwähnt worden. Die objektivierbaren
Einschränkungen seien ausreichend berücksichtigt worden (IV-act. 149).
A.s In ihrer Verfügung vom 2. November 2016 gewährte die IV-Stelle dem Versicherten
aufgrund seines Einwandes neu einen Tabellenlohnabzug von 10 %, wies das
Rentenbegehren aber aufgrund eines Invaliditätsgrads von 38 % ab (IV-act. 148 S. 1
ff.).
B.
B.a Gegen diese Verfügung liess der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer)
durch seinen Rechtsanwalt am 5. Dezember 2016 Beschwerde erheben (act. G 1).
Dieser stellte die Anträge, die Verfügung vom 2. November 2016 sei aufzuheben und
dem Beschwerdeführer seien die gesetzlichen Leistungen, insbesondere eine ganze
Rente ab Juli 2012 auszurichten. Eventualiter seien weitere medizinische Abklärungen,
insbesondere ein neues medizinisches Gutachten anzuordnen; unter Kosten- und
Entschädigungsfolge (vgl. act. G 1 S. 2). Zur Begründung wurde ausgeführt, dass auf
das Gutachten vom 11. März 2015 nicht abgestellt werden könne, der medizinische
Sachverhalt ungenügend abgeklärt worden sei, die allfällige medizinisch-theoretische
Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers nicht verwertbar sei und die
Invaliditätsbemessung von der Beschwerdegegnerin falsch vorgenommen worden sei
(vgl. act. G 1). Die Beschwerdegegnerin habe für den Validenlohn lediglich auf den
Grundlohn des Beschwerdeführers abgestellt, ohne die im Jahr 2011 erhaltenen
Provisionen, Sondervergütungen, Pikettdienstzuschläge sowie
Überstundenentschädigungen hinzuzurechnen (act. G 1 S. 14 f.).
B.b In ihrer Beschwerdeantwort vom 19. Januar 2017 beantragte die IV-Stelle
(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde (act. G 4 S. 2). Sie
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stellte sich auf den Standpunkt, dass dem Gutachten vom 11. März 2015 voller
Beweiswert zukomme und dass das vom Beschwerdeführer angeführte
Valideneinkommen viel zu hoch berechnet sei. Allerdings nahm sie in ihrer Beschwerde
eine von ihrer Verfügung vom 2. November 2016 abweichende Bemessung des
Invaliditätsgrades vor und stellte sich neu auf den Standpunkt, dass ein
Tabellenlohnabzug nicht gerechtfertigt sei (act. G 4).
B.c In seiner Replik vom 14. Februar 2017 hielt der Beschwerdeführer an den in der
Beschwerde vom 5. Dezember 2016 gestellten Anträgen unverändert fest (act. G 6).
B.d Am 26. April 2017 reichte der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers seine
Honorarnote in der Höhe von Fr. 6'438.75 ein (act. G 9).
B.e In einem Schreiben vom 28. Januar 2019 zeigte die neue Rechtsvertreterin des
Beschwerdeführers ihre Mandatsübernahme an und reichte eine entsprechende
Vollmacht ein (act. G 11 und 11.1).
Erwägungen
1.
Die Beschwerdegegnerin hat mit der angefochtenen Verfügung vom 2. November 2016
das Rentengesuch des Beschwerdeführers abgewiesen (act. G 1.1.2). Zu prüfen ist, ob
sie zu Recht einen Rentenanspruch des Beschwerdeführers verneint hat.
2.
2.1 Einen Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung haben Versicherte, die
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht
durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder
verbessern können, während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch
durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind und nach Ablauf dieses
Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die
Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Invalidität ist gemäss Art. 8 Abs. 1 des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR
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830.1) die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise
Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit wird in Art. 7 Abs. 1 ATSG als der durch eine
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise
Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichen
Arbeitsmarkt definiert. Die Invalidität ist grundsätzlich durch einen
Einkommensvergleich zu ermitteln. Dabei wird das Erwerbseinkommen, das die
versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der
medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen kann, in Beziehung
gesetzt zum Einkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre
(Art. 16 ATSG).
2.2 Um den Arbeitsfähigkeitsgrad bestimmen zu können, ist die Verwaltung - und im
Beschwerdefall das Gericht - auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des
Arztes oder der Ärztin ist es dabei, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu
Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die
versicherte Person arbeitsfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Aussagen eine
wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen einer
Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 261 E. 4; BGE 115 V 134 E. 2).
Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die
streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die
geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese
abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in
der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen
der Fachperson begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweis).
3.
Die Beschwerdegegnerin stützt sich für die Ablehnung des Rentenanspruchs
vorwiegend auf das polydisziplinäre Gutachten der medaffairs AG vom 11. März 2015
sowie auf die nach den schlafmedizinischen Abklärungen erfolgte Stellungnahme des
RAD vom 23. Juni 2016 (vgl. act. G 1.1.2 und 4). Demgegenüber erachtet der
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Beschwerdeführer das Gutachten aus mehreren Gründen als nicht beweistauglich (vgl.
act. G 1 und 6), worauf nachfolgend genauer einzugehen ist.
3.1 Zunächst bringt der Beschwerdeführer vor, dass das Gutachten in zeitlicher
Hinsicht keine rechtsgenügende Entscheidungsgrundlage darstelle, da die
Begutachtung im Verfügungszeitpunkt bereits zwei Jahre zurückgelegen habe (act. G 1
S. 7). Demgegenüber misst die Beschwerdegegnerin dem Gutachten vollen
Beweiswert zu (vgl. act. G 4 S. 3). Auch wenn der Beschwerdeführer im Dezember
2014 begutachtet worden ist (vgl. IV-act. 107) und die rentenablehnende Verfügung
erst am 2. November 2016 ergangen ist (vgl. act. G 1.1.2), sind vorliegend keine
Gründe ersichtlich, welche dem Gutachten per se seine Beweiskraft absprächen. Denn
der Grund für die verzögerte Entscheidung sind weitere gesundheitliche Abklärungen
gewesen, die anlässlich der Empfehlung der Gutachter (vgl. IV-act. 110 S. 17) und
aufgrund der Stellungnahme des RAD vom 27. März 2015 ergangen sind (vgl. IV-act.
111 S. 2). Wenn sich aufgrund eines Gutachtens weitere Abklärungen anzeigen und die
Beschwerdegegnerin ihrer Abklärungspflicht entsprechend nachkommt, ist dies nicht
zu beanstanden. Vielmehr haben die zahlreichen weiteren schlafmedizinischen
Abklärungen und Behandlungen zur Klärung der Situation beigetragen und der
Beschwerdegegnerin gemeinsam mit dem Gutachten sowie einer abschliessenden
Stellungnahme des RAD erst eine Entscheidung hinsichtlich der Rentenfrage
ermöglicht. Die Beschwerdegegnerin hat seit der Begutachtung nicht unnötig Zeit
verstreichen lassen, sondern immer wieder neue ärztliche Berichte eingeholt, welche
Auskunft über den jeweils aktuellen Gesundheitszustand des Beschwerdeführers
gegeben haben (vgl. IV-act. 112 ff.). Auch ist es dem Beschwerdeführer freigestanden,
der IV-Stelle weitere ärztliche Berichte einzureichen, die seiner Meinung nach
wesentlich sind, weil sie beispielsweise eine Veränderung seines
Gesundheitszustandes dokumentieren. Kommt die IV-Stelle aufgrund eingeholter
ärztlicher Berichte und deren Beurteilung durch den RAD zum Schluss, dass der
medizinische Sachverhalt (inklusive allfälliger seit dem Gutachtenszeitpunkt
eingetretenen Veränderungen) genügend abgeklärt ist, braucht sie nicht zwingend eine
neue gutachterliche Untersuchung anzuordnen. Vielmehr kann sie aufgrund der
Gesamtheit der vorliegenden Unterlagen entscheiden, wobei sie vorliegend auch dem
polydisziplinären Gutachten vom 11. März 2015 Beachtung schenken darf, soweit
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dieses schlüssig sowie vollständig ist und keine Indizien seine Beweiskraft in Zweifel
ziehen.
3.2 Weiter beanstandet der Beschwerdeführer, dass die bei ihm diagnostizierten
Schlafstörungen in der Arbeitsfähigkeitsschätzung des Gutachtens nicht berücksichtigt
worden seien. Ihm werde im Gutachten einzig aus orthopädischer Sicht eine
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit zugebilligt. Allerdings stehe ausser Zweifel, dass die
drei bei ihm diagnostizierten Schlafstörungen Einfluss auf seine Leistungsfähigkeit
hätten. Das seit dem Frühjahr 2016 aufgrund seines Tremors eingenommene
Medikament Lyrica verschärfe die Tagesschläfrigkeit noch. Überdies bemängelt der
Beschwerdeführer, dass ärztliche Feststellungen, die sich konkret darüber
aussprächen, ob und inwiefern die Schlafstörungen eine Einschränkung seiner
körperlichen und geistigen Funktionen zur Folge hätten, fehlten. Er wirft der
Beschwerdegegnerin vor, dass sie diesbezügliche Abklärungen unterlassen habe (vgl.
act. G 1 S. 9). Demgegenüber stellt sich die Beschwerdegegnerin auf den Standpunkt,
dass es sich beim Schlafapnoesyndrom lediglich um eine Verdachtsdiagnose handle
und eine solche nicht invalidisierend sei. Zwar werde in den Berichten des
Universitätsspitals Zürich ein leichtgradiges Schlafapnoesyndrom diagnostiziert, jedoch
sei nicht erkennbar, inwiefern dieses Leiden die Arbeitsfähigkeit des
Beschwerdeführers einschränken solle, zumal er anlässlich der Begutachtung nicht
durch eine Müdigkeit aufgefallen sei. Der geringe Leidensdruck des Beschwerdeführers
ergebe sich auch daraus, dass dieser keine sogenannte CPAP-Maske trage, die ein
Schlafapnoesyndrom wirksam bekämpfe. Der Beschwerdeführer habe sich bei der
Verlaufskontrolle im Universitätsspital Zürich anfangs Mai 2016 denn auch nicht über
eine Tagesmüdigkeit beklagt oder ein anderes Medikament verlangt (act. G 4 S. 3). Das
Schlafverhalten und allfällige Schlafprobleme des Beschwerdeführers sind im
Universitätsspital Zürich breit abgeklärt worden (vgl. IV-act. 113 ff.). Unter
Berücksichtigung dieser Untersuchungen ist der RAD in seiner Stellungnahme vom 23.
Juni 2016 nachvollziehbar zum Ergebnis gelangt, dass mittlerweile von einem im
Grossen und Ganzen stabilen Gesundheitszustand ausgegangen werden könne und
auf das im Gutachten beschriebene Leistungsprofil, ergänzt um einige
Adaptionskriterien, abgestellt werden könne (vgl. IV-act. 143). Mit anderen Worten hat
der RAD als Ergebnis der schlafmedizinischen Untersuchungen keine neuen
Gesundheitsschäden erkannt, welche die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers
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weitergehend einschränken könnten. Der RAD hat zu den schlafmedizinischen
Untersuchungen geraten (IV-act. 111 S. 2) und diese sowie die entsprechenden
Behandlungen im Verlauf überprüft (vgl. IV-act. 122, 131, 141 und 143), was für ein
sorgfältiges Vorgehen spricht. Auch ist die Einschätzung des RAD vom 23. Juni 2016
aufgrund der sich in den Akten befindenden Unterlagen nachvollziehbar. Inwiefern
vorliegend die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers durch die diagnostizierten
Schlafstörungen beeinflusst sein sollte, ist nicht ersichtlich. Die Aktigraphie vom 16.
Juni 2015 hat in einem Zeitraum von über zwei Wochen eine mittlere Zubettgehzeit des
Beschwerdeführers um 22.24 Uhr dokumentiert, eine mittlere Aufstehzeit um 5.32 Uhr
und eine nächtliche Bettruhe von im Mittel 7.08 Stunden. Die nächtliche
Hauptruhephase ist aktimetrisch ebenfalls unauffällig gewesen. Der Multiple Sleep
Latency Test vom 11. Juni 2015 hat keine erhöhte Einschlafneigung ergeben und die
Befunde haben für einen im Mittel normalen Schlafdruck gesprochen (vgl. IV-act. 119
S. 5). Überdies hat der Beschwerdeführer gemäss den Verlaufsberichten sogar selber
eine Verbesserung der initialen Tagesschläfrigkeit unter der Medikation Neupro
verspürt (vgl. IV-act. 127 i.V.m. 128 und 136 S. 3). Die Fatigue wird in mehreren
Berichten des Universitätsspitals Zürich als remittiert bezeichnet (vgl. IV-act. 128 S. 1,
136 S. 1, 140 S. 5 und 9 und 142 S. 1). Hinsichtlich des Restless-Legs-Syndrom
handelt es sich überdies lediglich um eine Verdachtsdiagnose. Während im Bericht der
Klinik für Neurologie des Universitätsspitals Zürich vom 29. Juni 2016 noch von einem
hochgradigen Verdacht ausgegangen worden ist (vgl. IV-act. 121 S. 1), ist die Diagnose
in späteren Berichten auf eine einfache Verdachtsdiagnose abgeschwächt worden (vgl.
IV-act. 128, 136, 140 S. 5 ff. und 142). Überdies hat bereits Dr. D._ der von ihm
diagnostizierten Restless-Legs-Symptomatik keine Auswirkungen auf die quantitative
Arbeitsfähigkeit zugemessen (vgl. IV-act. 110 S. 47). Das diagnostizierte
Schlafapnoesyndrom ist überdies nur leichtgradig ausgeprägt. Teilweise wurde bei der
Polysonographie auch eine Aggravation bemerkt (vgl. IV-act. 120 S. 5). Die Behandlung
mit dem Medikament Lyrica ist seitens der Klinik für Neurologie des Universitätsspitals
Zürich eingeleitet worden. In den nach der Behandlungseinleitung (vgl. IV-act. 136 S. 3)
ergangenen Berichten des Universitätsspitals Zürich vom 27. April 2016 und 24. Mai
2016 sind soweit ersichtlich keine Probleme aufgrund der Einnahme des Medikaments
Lyrica erwähnt worden. Vielmehr ist eine remittierte Fatigue dokumentiert worden (vgl.
IV-act. 140 S. 9 f. und 142 S. 1 ff.). Auch der RAD hat in seiner abschliessenden
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Stellungnahme vom 23. Juni 2016 von keiner zunehmenden Tagesschläfrigkeit
aufgrund des Medikaments berichtet (vgl. IV-act. 143). Demnach ist mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass zumindest im Verfügungszeitpunkt
aufgrund der Einnahme des Medikaments keine weitergehende Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit in einer optimal adaptierten Tätigkeit vorgelegen hat. Selbst wenn
aufgrund des Medikaments von gewissen, z.B. gefahrgeneigten Tätigkeiten
möglicherweise Abstand zu nehmen ist, bedeutet dies nicht automatisch eine generelle
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in jeglicher Tätigkeit. Welche Tätigkeiten zumutbar
sind, ist in jedem Fall konkret zu prüfen. Im Verlaufsbericht der Klinik für Neurologie des
Universitätsspitals Zürich vom 24. Mai 2016 ist jedenfalls erwähnt worden, dass keine
weiteren Untersuchungen mehr geplant seien (vgl. IV-act. 142 S. 2). Insgesamt
erscheinen die Schlafstörungen somit als genügend abgeklärt und die Beurteilung des
RAD vom 23. Juni 2016, wonach die schlafmedizinischen Diagnosen zu keiner
zusätzlichen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit führen, überzeugt (vgl. IV-act. 143).
3.3 Weiter bezeichnet der Beschwerdeführer die Einschätzung des neurologischen
Teilgutachters Dr. D._ als nicht nachvollziehbar. Dessen Ausführungen seien höchst
widersprüchlich. Obwohl Dr. D._ selber vier Diagnosen beschreibe (Tremor
linksseitig, linksbetontes Sulcus-ulnaris-Syndrom, leichtgradige lokale Schädigung des
Nervus medianus und Restless-Legs-Syndrom) und aufgrund der Diagnosen
Einschränkungen zubillige, lege er diese so zurecht, dass sie letztlich ohne
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit blieben. Auch begnüge sich Dr. D._ teilweise
mit Angaben zum Normalfall statt abzuklären, welche Klinik konkret bestehe (act. G 1
S. 9 ff.). Die Beschwerdegegnerin hingegen ist der Ansicht, dass Dr. D._ in seiner
Diagnosebeschreibung bzw. in seiner Beurteilung schlüssig aufgezeigt habe, weshalb
der Beschwerdeführer aufgrund der neurologischen Befundlage in seiner
Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit nicht eingeschränkt sei (act. G 4 S. 3 f.).
Der Beschwerdegegnerin ist darin zuzustimmen, dass Dr. D._ die verschiedenen von
ihm gestellten Diagnosen sehr einlässlich erläutert hat und dass er ausführlich
begründet hat, inwiefern sich die Diagnosen im Einzelnen für den Beschwerdeführer
einschränkend auswirken. Dr. D._ hat nachvollziehbar und schlüssig dargelegt, dass
sich beim Beschwerdeführer zwar nervensonographisch und neurographisch deutliche
Schädigungen des Nervus ulnaris und geringfügige Schädigungen des Nervus
medianus gezeigt haben, sich diese Schädigungen in der klinischen Untersuchung
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jedoch kaum durch motorische oder sensible Defizite bemerkbar gemacht haben bzw.
sich klinisch praktisch keine der Nervenschädigungen entsprechende Korrelate haben
finden lassen. In diesem Kontext ist sodann die eher allgemein gehaltene sinngemässe
Aussage entstanden, dass erhebliche Nervenschädigungen nicht zwangsläufig eine
ausgeprägte Klinik zur Folge haben müssten (vgl. IV-act. 110 S. 43 ff.). Dr. D._ hat
sich somit nicht mit Ausführungen allgemeiner Natur begnügt, sondern ist sehr wohl
auf die individuelle Situation des Beschwerdeführers eingegangen. Auch hat Dr. D._
darauf aufmerksam gemacht, dass sich die Einschränkungen des Beschwerdeführers
aufgrund der Nervenschädigungen verschärfen könnten, wenn entsprechende
Behandlungen unterblieben (vgl. IV-act. 110 S. 49). Dr. D._ hat die gesundheitlichen
Schädigungen somit nicht heruntergespielt oder negiert, vielmehr hat er sie ernst
genommen. Aus dem Umstand, dass die Nervenschädigungen die Arbeitsfähigkeit zu
einem späteren Zeitpunkt möglicherweise stärker einschränken könnten als aktuell,
kann der Beschwerdeführer jedoch nicht für sich ableiten, die Arbeitsfähigkeit sei
bereits jetzt aus neurologischen Gründen relevant eingeschränkt, zumal Dr. D._
Behandlungsmassnahmen, unter anderem eine Operation, empfohlen hat, von denen
er sich das Aufhalten einer sonst allenfalls drohenden Verschlechterung der
Nervenschädigungen verspricht (vgl. IV-act. 110 S. 49). Eine durch die vorgeschlagene
Operation allenfalls kurzzeitige Erhöhung der Arbeitsunfähigkeit ist im Rahmen der
vorliegenden Rentenprüfung nicht relevant, zumal sich in den Akten keine
Anhaltspunkte dafür finden lassen, dass sich der Beschwerdeführer bereits zur
Operation entschieden hätte. Auch spricht es für die Glaubwürdigkeit von Dr. D._,
dass er beschrieben hat, welche Auswirkungen der Tremor allenfalls auf die
Arbeitsfähigkeit haben könnte, sofern sich diese Symptomatik beispielsweise
psychiatrisch ergründen liesse. Somatische Ursachen für den Tremor hat Dr. D._
nicht finden können. Ihm ist aufgefallen, dass die Tremor-Symptomatik unter
Ablenkung aufgehört hat, was für einen somatischen Tremor atypisch sei. Mit anderen
Worten hat er keine neurologische Erklärung für den Tremor gefunden (vgl. IV-act. 110
S. 45). Insofern ist nachvollziehbar und verständlich, dass er die mit dem Tremor
möglicherweise einhergehenden Einschränkungen im Rahmen der neurologischen
Beurteilung nicht als einschränkend gewertet hat. Vielmehr hat er auf das
psychiatrische Gutachten verwiesen (vgl. IV-act. 110 S. 45 und 48), wobei der
psychiatrische Gutachter keine Einschränkungen mit Auswirkung auf die
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Arbeitsfähigkeit hat feststellen können (vgl. IV-act. 110 S. 83). Hinsichtlich des
Restless-Legs-Syndroms wird auf die Ausführungen unter E. 3.2 verwiesen.
3.4 Neben dem neurologischen Teilgutachten überzeugen auch das orthopädische,
das allgemeininternistische sowie das psychiatrische Gutachten. Selbst der
Beschwerdeführer ist der Ansicht, dass seine Einschränkungen im orthopädischen
Teilgutachten treffend beschrieben worden seien (vgl. act. G 1 S. 11). Dem Einwand
des Beschwerdeführers, dass nicht nachvollziehbar sei, weshalb die im orthopädischen
Gutachten erwähnten Beschwerden aus orthopädischer Sicht zu keiner Einschränkung
der Arbeitsfähigkeit führen sollten, kann nicht gefolgt werden (vgl. act. G 1 S. 11 f.).
Dem Beschwerdeführer wird aus orthopädischer Sicht gerade eine Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit zugebilligt (vgl. IV-act. 110 S. 24 i.V.m. 68).
3.5 Die vom Beschwerdeführer gegen das Gutachten vorgebrachten Einwände
erweisen sich somit als nicht stichhaltig. Das Gutachten beruht auf eigenständigen
Abklärungen und ist für die streitigen Belange umfassend. Die medizinischen Vorakten
und die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden sind berücksichtigt worden.
Die bescheinigte Arbeitsfähigkeit leuchtet in der Darlegung der medizinischen
Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein. Das
Gutachten erscheint in seiner Gesamtheit nachvollziehbar und schlüssig. Weiter
bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass objektiv wesentliche Tatsachen im
Gutachten nicht berücksichtigt worden wären oder dass sich der Gesundheitszustand
des Beschwerdeführers seit der Begutachtung wesentlich verschlechtert hätte. Eher ist
von einer leichten Verbesserung auszugehen (vgl. IV-act. 128 S. 1; 140 S. 5, 7 und 9
und 141; vgl. dazu auch E. 3.2). Auf die Arbeitsfähigkeitsschätzung des Gutachtens
kann somit unter Berücksichtigung der in der Stellungnahme des RAD vom 23. Juni
2016 genannten weiteren Adaptionskriterien abgestellt werden (vgl. IV-act. 143).
4.
4.1 In einem nächsten Schritt ist die Frage zu beantworten, inwiefern der
Beschwerdeführer seine medizinisch-theoretische Restarbeitsfähigkeit von 85 % auf
dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt noch verwerten kann.
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4.2 Der Beschwerdeführer stellt sich auf den Standpunkt, dass er seine
Restarbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nicht mehr verwerten könne.
Die letzten Jahre, in denen er mehrere Arbeits- bzw. Ausbildungsversuche
unternommen habe und hunderte von Bewerbungen versandt habe, zeige dies
exemplarisch (act. G 1 S. 13 f.). Demgegenüber ist die Beschwerdegegnerin der
Ansicht, dass der ausgeglichene Arbeits¬markt Tätigkeitsoptionen für den
Beschwerdeführer bereithalte (vgl. act. G 1.1).
4.3 Für die Invaliditätsbemessung ist nicht massgeblich, ob eine invalide Person unter
den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen vermittelt werden kann, sondern einzig, ob
sie die ihr verbliebene Arbeitskraft noch wirtschaftlich nutzen könnte, wenn ein
Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage nach Arbeitskräften bestünde
(ausgeglichener Arbeitsmarkt, Art. 16 ATSG). An der Massgeblichkeit des fiktiven
ausgeglichenen Arbeitsmarktes vermag auch der Umstand nichts zu ändern, dass es
für die versicherte Person im Einzelfall schwierig oder gar unmöglich ist, im
tatsächlichen Arbeitsmarkt eine entsprechende Stelle zu finden. Eine Unverwertbarkeit
der Restarbeitsfähigkeit ist hingegen in denjenigen Fällen anzunehmen, in denen die
zumutbare Tätigkeit nur in so eingeschränkter Form möglich ist, dass sie selbst der
ausgeglichene Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder sie nur unter nicht realistischem
Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre und das Finden
einer entsprechenden Stelle daher von vornherein als ausgeschlossen erscheint (Urteil
des Bundesgerichts vom 28. November 2014, 9C_485/2014, E. 2 und E. 3.3.1 mit
Hinweisen).
4.4 Vorliegend ist davon auszugehen, dass dem Beschwerdeführer im massgebenden
Zeitpunkt (vgl. BGE 138 V 461 E. 3.3) auf dem ausgeglichenen fiktiven Arbeitsmarkt
Tätigkeiten offen gestanden haben. Zu denken ist beispielsweise an leichte,
wechselbelastende Verpackungsarbeiten oder einfache
Warenbewirtschaftungstätigkeiten. Für Hilfsarbeitertätigkeiten ist auch keine
Umschulung erforderlich, eine eher kurze Einarbeitungszeit genügt. Auch dürfte der
Beschwerdeführer aufgrund seines bisherigen Tätigkeitsbereichs (vgl. IV-act. 7 S. 2)
Qualifikationen und Eigenschaften haben, welche den Einstieg in eine andere Tätigkeit
erleichtern.
5.
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5.1 Ausgehend von einer 85%igen Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit sind
die erwerblichen Auswirkungen der Leistungsbeeinträchtigung zu prüfen. Dabei ist der
Invaliditätsgrad anhand eines Einkommensvergleichs zu bestimmen (vgl. E. 2.1).
5.2 Massgebend für den Einkommensvergleich sind grundsätzlich die Verhältnisse im
Zeitpunkt des Beginns des Rentenanspruchs (vgl. BGE 129 V 222). Die vorliegend zu
beurteilende IV-Anmeldung hat der Beschwerdeführer am 28. Februar 2012 bei der IV-
Stelle eingereicht (vgl. IV-act. 1). Der früheste Beginn eines allfälligen Rentenanspruchs
im Sinne von Art. 29 Abs. 1 und 3 IVG wäre somit der 1. August 2012. Das Wartejahr
gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG ist zu diesem Zeitpunkt bereits verstrichen gewesen,
da der Beschwerdeführer gemäss dem orthopädischen Gutachter Dr. F._ bereits seit
März 2011 in seiner bisherigen Tätigkeit zu 100 % arbeitsunfähig gewesen ist (vgl. IV-
act. 110 S. 65). Zwar haben nach diesem Zeitpunkt noch medizinische Behandlungen
stattgefunden, die teilweise auch zu einer Verbesserung der gesundheitlichen Situation
des Beschwerdeführers geführt haben. Allerdings sind diese Massnahmen (z.B.
schlafmedizinische Behandlungen) entweder ohne spürbaren Einfluss auf die
Erwerbsfähigkeit geblieben oder aber sie haben im Wesentlichen der Behebung einer
vorübergehenden gesundheitlichen Verschlechterung (psychische Behandlungen)
gedient. Auch die seitens der IV durchgeführten Eingliederungsbemühungen sind
erfolglos geblieben. Demnach ist für den Rentenbeginn und somit für den
Einkommensvergleich auf das Jahr 2012 abzustellen.
5.3 Für die Bestimmung des Valideneinkommens ist in der Regel auf den zuletzt
erzielten, nötigenfalls der Teuerung angepassten Verdienst abzustellen (BGE 135 V 59
E. 3.1). Die Beschwerdegegnerin hat das Valideneinkommen gestützt auf die Angaben
der ehemaligen Arbeitgeberin des Beschwerdeführers (vgl. IV-act. 7 S. 2) ermittelt und
ist dabei auf einen jährlichen Verdienst von Fr. 79'320.-- gekommen, wobei sie diesen
in einem nächsten Schritt noch der Teuerung angepasst hat (vgl. IV-act. 144). Der
Beschwerdeführer wendet zu Recht ein, dass von einem höheren Validenlohn
auszugehen sei (vgl. act. G 1 S. 14 f.). Denn aus den Angaben der ehemaligen
Arbeitgeberin des Beschwerdeführers und den seitens des Beschwerdeführers
eingereichten Lohnausweisen aus dem Jahr 2011 geht hervor, dass er neben seinem
monatlichen Lohn im Jahr 2011 noch Provisionen, Pikettdienstzuschläge und
Sondervergütungen im Umfang von Fr. 2'316.-- erhalten hat (vgl. act. G 1.1.4 und IV-
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act. 7). Anzunehmen ist, dass der Beschwerdeführer solche Sondervergütungen auch
in Zukunft erhalten hätte, hat die ehemalige Arbeitgeberin doch die Ausrichtung solcher
Zulagen in einem Merkblatt genau festgelegt (vgl. IV-act. 7 S. 8), was auf die
Regelmässigkeit solcher Sondervergütungen schliessen lässt. Auch ist davon
auszugehen, dass immer Mitarbeitende gebraucht werden, welche Pikettdienste
leisten, und der Beschwerdeführer hätte auch das Potential gehabt, weitere
Provisionen zu erzielen. Ausgehend von der Annahme, dass der Beschwerdeführer im
Jahr 2011 mindestens fünf Monate krankheitsbedingt abwesend gewesen ist (vgl. act.
G 1 S. 3 und 15; G 1.1.3 und IV-act. 7 S. 17 ff.), ergeben sich hochgerechnet auf ein
durchschnittliches Arbeitsjahr mit voller Anwesenheit Provisionen, Pikettdienst- und
Sondervergütungszuschläge von Fr. 3'970.30 (Fr. 2'316 / 7 x 12). Bei der Bestimmung
des Validenlohns sind diese Sondervergütungszahlungen zum Grundlohn des
Beschwerdeführers hinzuzurechnen. Anders verhält es sich mit den vom
Beschwerdeführer geltend gemachten Überstunden (vgl. act. G 1 S. 15). Zum einen ist
nicht überwiegend wahrscheinlich erstellt, dass der Beschwerdeführer auch in Zukunft
hätte Überstunden leisten können, sind diese doch vom Arbeitsanfall abhängig. Zum
anderen sind Überstunden nur beschränkt zumutbar. Die für das Jahr 2011 erhaltenen
Entschädigungen für geleistete Überstunden können somit nicht zum
Valideneinkommen hinzugerechnet werden. Ausgehend vom im Jahr 2011 gemäss
Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin erzielten Grundlohn von Fr. 79'320.-- (vgl. IV-
act. 7 S. 2) und unter Berücksichtigung der Sondervergütungen, Provisionszulagen und
Pikettdienstzulagen in der Höhe von Fr. 3'970.30 (vgl. act. G 1.1.4) ergibt sich ein
Validenlohn von Fr. 83'290.30. Unter Anpassung an die Teuerung bis zum Jahr 2012
(0.8 %; vgl. Tabelle T 39 der schweizerischen Lohnstrukturerhebung [LSE] des
Bundesamtes für Statistik) resultiert ein jährliches Valideneinkommen von Fr.
83'956.60.
5.4 Zur Ermittlung des Invalideneinkommens kann auf die Tabelle TA 1 der LSE 2012
abgestellt werden. Mangels erfolgreicher Umschulung ist von einem Gehalt im
Kompetenzniveau 1 auszugehen. Für die im Kompetenzniveau 1 beschäftigten Männer
ergibt sich unter Berücksichtigung einer durchschnittlichen wöchentlichen Arbeitszeit
von 41.7 Stunden ein Jahreslohn von Fr. 65'177.-- (vgl. Anhang 2 der IVG-
Gesetzesausgabe der Informationsstelle AHV/IV, Ausgabe 2019). Dieser Lohn ist
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entsprechend der 15%igen Arbeitsunfähigkeit zu kürzen, womit ein
Invalideneinkommen von Fr. 55'400.45 resultiert.
5.5 Schliesslich rechtfertigt sich im vorliegenden Fall ein Tabellenlohnabzug. Zum
einen hat die Beschwerdegegnerin einen solchen in ihrer Verfügung vom 2. November
2016 mit einer guten Begründung selber gewährt (vgl. act. G 1.1.2). Warum sie in ihrer
Beschwerdeantwort einen solchen Tabellenlohnabzug plötzlich nicht mehr als
angezeigt erachtet (vgl. act. G 4 S. 4 f.), ist nicht nachvollziehbar. Überdies handelt es
sich bei der verbleibenden Restarbeitsfähigkeit von 85 % um einen Mittelwert, der dem
Umstand keine Rechnung trägt, dass der Beschwerdeführer seine verbliebene
Leistungsfähigkeit nur schwankend und damit schwer planbar wird erbringen können.
Für einen potentiellen, betriebswirtschaftlich-ökonomisch denkenden Arbeitgeber
stellen die Leistungsschwankungen und damit die schlechte Planbarkeit hinsichtlich
des täglichen Arbeitsergebnisses des Beschwerdeführers erhebliche
betriebswirtschaftliche Nachteile dar, die er lohnmindernd berücksichtigen muss.
Zudem muss er das Risiko von vermehrten krankheitsbedingten Absenzen
einkalkulieren. Dies rechtfertigt zusammenfassend den von der Beschwerdegegnerin
ursprünglich zugestandenen Tabellenlohnabzug von 10 %, wodurch sich ein
Invalideneinkommen von gerundet Fr. 49'860.40 ergibt.
5.6 Stellt man die beiden Vergleichseinkommen einander gegenüber, so resultiert eine
Erwerbseinbusse von Fr. 34'096.20 und ein Invaliditätsgrad von gerundet 41 %
(34'096.20 x 100 / Fr. 83'956.60 --). Folglich besteht ein Anspruch auf eine Viertelrente
(vgl. Art. 28 Abs. 2 IVG). Die Rente ist rückwirkend ab dem 1. August 2012
zuzusprechen (vgl. E. 5.2; vgl. ferner Art. 29 Abs. 3 IVG).
6.
6.1 Nach dem Gesagten ist die angefochtene Verfügung vom 2. November 2016 in
teilweiser Gutheissung der Beschwerde aufzuheben und dem Beschwerdeführer ab
dem 1. August 2012 eine Viertelrente auszurichten.
6.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr.
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1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint
in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem Ausgang des
Verfahrens entsprechend ist sie vollumfänglich der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
Der vom Beschwerdeführer geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist
zurückzuerstatten.
6.3 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei einen
Anspruch auf den Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom
Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der
Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art.
61 lit. g ATSG). Die vom ehemaligen Rechtsvertreter des Beschwerdeführers in der
Kostennote vom 26. April 2017 beantragte Parteientschädigung von Fr. 6'438.75
erscheint im Vergleich mit anderen ähnlich aufwendigen Fällen als deutlich übersetzt
(vgl. act. G 9.1). Im hier zu beurteilenden Fall erscheint eine pauschale
Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) als
angemessen.