Decision ID: 6f5b2f3e-926b-5560-9cde-2c059eb4baf4
Year: 2018
Language: de
Court: SG_VG
Chamber: SG_VG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A.
a. Am 1. Dezember 2015 erhob Dr. X.Y., vertreten durch Rechtsanwalt PD Dr. Peter
Reetz, Küsnacht, bei der Anklagekammer des Kantons St. Gallen Strafanzeige gegen
den ehemaligen Generalsekretär (A.S.) und den ehemaligen Leiter Rechtsdienst (K.T.)
des Gesundheitsdepartements (GD) mit der Begründung, diese hätten in einem
Interview (veröffentlicht am 28. Juni 2012) gegenüber der Obersee Nachrichten AG
Personendaten von X.Y. offenbart und dadurch das Amtsgeheimnis verletzt. Weitere
derartige Verletzungen seien mit einer E-Mail-Auskunft von K.T. vom 3. Juli 2012
gegenüber einem Journalisten erfolgt. Sodann sei aufgrund eines Artikels in den
Obersee Nachrichten vom 15. November 2012 davon auszugehen, dass K.T. nach dem
3. Juli 2012 weitere Auskünfte erteilt habe (act. G 2/9). Mit Schreiben vom
21. Dezember 2015 ersuchte Rechtsanwalt Dr. Martin E. Looser als Rechtsvertreter des
ehemaligen Leiters Rechtsdienst im Ermächtigungs- und Strafverfahren betreffend
Amtsgeheimnisverletzung das GD um Kostengutsprache für die Anwalts- und
Prozesskosten (vgl. Art. 31 Abs. 1 des Personalgesetzes [PersG], sGS 143.1, und Art.
13 der Personalverordnung [PersV], sGS 143.11) sowie um Einsicht in sämtliche Akten
der Verfahren betreffend X.Y., soweit diese für die Wahrung der Rechte im
angehobenen Strafverfahren vor der Anklagekammer erforderlich seien (act. G 12/1).
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Am 7. Januar 2016 nahm der ehemalige Leiter Rechtsdienst in den Räumen des GD
Einsicht in die Akten, liess einige Kopien daraus anfertigen und leitete diese an seinen
Rechtsvertreter (RA Looser) weiter (act. G 12/5, 12/19). Mit E-Mail vom 11. Januar 2016
stellte die Vorinstanz die E-Mail-Korrespondenz zwischen dem ehemaligen Leiter
Rechtsdienst und den Obersee Nachrichten AG vom November 2012 zusammen (act.
G 12/6). Mit E-Mail vom 19. Januar 2016 ersuchte RA Looser das GD um Zusendung
bestimmter Aktenstücke und Ermächtigung zur Weitergabe an die Anklagekammer
(act. G 12/7). Mit Schreiben vom 21. Januar 2016 stellte das GD dem Rechtsvertreter
die Akten zu (act. G 12/8).
b. Per E-Mail vom 25. Januar 2016 an den (derzeitigen) Leiter Rechtsdienst zitierte RA
Looser aus der vorgesehenen Eingabe an die Anklagekammer und ersuchte gestützt
darauf um Erlass einer „Entbindungserklärung“ für den ehemaligen Leiter Rechtsdienst
(act. G 12/9). Gleichentags ersuchte der (derzeitige) Leiter Rechtsdienst die Vorsteherin
des GD um Entbindung vom Amtsgeheimnis und legte ihr einen entsprechenden
Verfügungsentwurf vor (act. G 12/10). Am 26. Januar 2016 erteilte die Vorsteherin des
GD verfügungsweise schriftlich die „Entbindung vom Amtsgeheimnis gegenüber“ dem
ehemaligen Leiter Rechtsdienst „in Sachen Disziplinarverfahren gegen X.Y.“ (act. G 2/2,
G 12/11). Mit Entscheid vom 30. März 2016 erteilte die Anklagekammer die
Ermächtigung zur Eröffnung eines Strafverfahrens gegen den ehemaligen Leiter
Rechtsdienst K.T. und den ehemaligen Generalsekretär A.S. wegen
Amtsgeheimnisverletzung.
B.
a. Gegen die Verfügung vom 26. Januar 2016 erhob Rechtsanwalt Reetz für X.Y. mit
Eingabe vom 10. Juni 2016 Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit den
Rechtsbegehren, es sei festzustellen, dass die Verfügung nichtig sei. Die Vorinstanz sei
anzuweisen, die sofortige Rückgabe der vom Leiter Rechtsdienst an den ehemaligen
Leiter Rechtsdienst herausgegebenen Verfahrensakten einschliesslich zwischenzeitlich
davon erstellter Kopien zu veranlassen (Ziff. 1). Eventualiter sei die Verfügung vom
26. Januar 2016 aufzuheben. Die Vorinstanz sei anzuweisen, die sofortige Rückgabe
der vom Leiter Rechtsdienst an den ehemaligen Leiter Rechtsdienst herausgegebenen
Verfahrensakten einschliesslich zwischenzeitlich davon erstellter Kopien zu veranlassen
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(Ziff. 2). Subeventualiter sei in Abänderung der Verfügung vom 26. Januar 2016 der
Leiter Rechtsdienst zu ermächtigen, die Verfahrensakten für den Zeitraum vom 1. Juni
bis 15. November 2012 herauszugeben unter der Auflage an den ehemaligen
Generalsekretär und den ehemaligen Leiter Rechtsdienst, die Akten bzw. deren Inhalt
nicht Dritten zur Kenntnis zu bringen, welche nicht am Strafverfahren beteiligt seien.
Die Vorinstanz sei anzuweisen, die sofortige Rückgabe der vom Leiter Rechtsdienst an
den ehemaligen Leiter Rechtsdienst herausgegebenen Verfahrensakten einschliesslich
zwischenzeitlich davon erstellter Kopien, soweit diese nicht den Zeitraum vom 1. Juni
bis 15. November 2012 betreffen würden, zu veranlassen. Sodann stellte der
Beschwerdeführer folgende „Anträge“: Es sei dem ehemaligen Generalsekretär und
dem ehemaligen Leiter Rechtsdienst im Sinn einer vorsorglichen Massnahme die
Auflage zu erteilen, die herausgegebenen Akten nicht einer nicht am Strafverfahren
beteiligten Person zur Kenntnis zu bringen. Die vorsorgliche Massnahme sei
superprovisorisch anzuordnen. Unter Kosten und Entschädigungsfolgen (act. G 1).
b. Mit Schreiben vom 1. Juli 2016 teilte der Vizepräsident des Verwaltungsgerichts dem
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers mit, dass eine superprovisorische Anordnung
der beantragten vorsorglichen Massnahme nicht als erforderlich erscheine, nachdem
die Akten lediglich im Ermächtigungs- und Strafverfahren verwendet werden dürften
und ein unmittelbarer Handlungsbedarf nicht dargetan sei (act. G 5). Hierauf beantragte
der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers mit Schreiben vom 22. Juli 2016, die
Vorinstanz sei vom Verwaltungsgericht verbindlich anzuweisen, schriftlich Auskunft
darüber zu erteilen, welche Akten gestützt auf die Ermächtigungsverfügung vom
26. Januar 2016 an den ehemaligen Leiter Rechtsdienst herausgegeben worden seien,
und wann und wie dies geschehen sei (act. G 6). Mit Schreiben vom 25. Juli 2016
ersuchte der Leiter Rechtsdienst den Rechtsvertreter des ehemaligen Leiters
Rechtsdienst, sämtliche Akten aufzulisten, die dieser gestützt auf die Gesuche vom 21.
und 24. Dezember 2015 sowie 19. Januar 2016 von der Vorinstanz erhalten habe (act.
G 12/18). Die Liste wurde in der Folge zuhanden der Vorinstanz erstellt (act. G 12/19).
c. In der Vernehmlassung vom 12. September 2016 beantragte die Vorinstanz
Abweisung der Rechtsbegehren des Beschwerdeführers - soweit darauf einzutreten sei
(act. G 11). Hierauf gab der Vizepräsident des Verwaltungsgerichts dem
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers mit Schreiben vom 23. Dezember 2016 im
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Rahmen der Zustellung der vorinstanzlichen Akten bekannt, dass (mit Ausnahme des
[geschwärzten] Stundenansatzes des Rechtsvertreters des ehemaligen Leiters
Rechtsdienst) keine öffentlichen oder schutzwürdigen privaten
Geheimhaltungsinteressen einer Einsicht in die vorinstanzlichen Akten 1-4 (act. G
12/1-4) entgegenstünden (act. G 17). In zwei weiteren Stellungnahmen vom 31. Januar
und 3. Juli 2017 bestätigte der Beschwerdeführer seine Anträge und Ausführungen
(act. G 19 und G 27). Die Vorinstanz bestätigte in der Eingabe vom 16. August 2017
ihren Standpunkt (act. G 30).
d. In einem als Noveneingabe bezeichneten Schreiben vom 18. August 2017 gab der
Beschwerdeführer bekannt, dass die Anklagekammer die Ermächtigung an die
Strafbehörden zur Eröffnung eines Strafverfahrens gegen den amtierenden Leiter
Rechtsdienst wegen Verletzung des Amtsgeheimnisses erteilt habe (act. G 32). Zu den
Vorbringen der Vorinstanz in der Eingabe vom 16. August 2017 reichte der
Beschwerdeführer eine weitere Stellungnahme vom 4. Oktober 2017 ein (act. G 36).
Das vom Beschwerdeführer mit Eingabe vom 11. April 2018 gestellte Begehren um
Durchführung einer mündlichen Verhandlung wurde vom Abteilungspräsidenten
formlos abgewiesen.
e. Auf die Vorbringen der Verfahrensbeteiligten in den Eingaben des vorliegenden
Verfahrens wird, soweit für den Entscheid relevant, in den nachstehenden Erwägungen
eingegangen.

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1. Die Beschwerde wurde am 10. Juni 2016 eingereicht (act. 1) und war damit im
Zeitpunkt des Inkrafttretens der revidierten Bestimmungen zur Zuständigkeit in
gesundheitsrechtlichen Angelegenheiten (vgl. Art. 41quater des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP) am 1. Juni 2017 hängig. Damit stellt sich die
Frage, welches Verfahrensrecht Anwendung findet. Eine übergangsrechtliche Regelung
findet sich in der Übergangsbestimmung Ziff. III/1 des V. Nachtrags zum VRP vom
23. Januar 2007 (nGS 42-55) sowie in Art. 133 Abs. 1 VRP. Danach schliesst die nach
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bisherigem Recht zuständige Instanz Verfahren, die bei Vollzugsbeginn bei ihr hängig
sind, nach bisherigem Recht ab (vgl. Botschaft und Entwurf der Regierung vom 28.
Februar 2006, ABl 2006 S. 819 ff., S. 846). Demzufolge sind vorliegend in
verfahrensrechtlicher Hinsicht die Normen im VRP in der Fassung vom 25. Januar 2011
massgebend.
Das Verwaltungsgericht ist zum Entscheid in der Sache zuständig (Art. 59 Abs. 1
VRP). Weiter entspricht die Beschwerdeeingabe vom 10. Juni 2016 zeitlich, formal und
inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen (Art. 47 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 48 Abs.
1 VRP). Zu klären bleibt als Eintretensfrage, ob mit dem als Verfügung bezeichneten
Schreiben betreffend Entbindung vom Amtsgeheimnis vom 26. Januar 2016 überhaupt
ein gültiges Anfechtungsobjekt bzw. eine anfechtbare Verfügung vorliegt. Eine
Verfügung stellt nach Lehre und Praxis einen individuellen, an eine bestimmte Person
gerichteten Hoheitsakt dar, durch den eine verwaltungsrechtliche Rechtsbeziehung
gestaltend oder feststellend in verbindlicher oder erzwingbarer Weise geregelt wird
(vgl. Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, 2. Aufl. 2003,
Rz. 536-551; Häfelin/Müller/Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 7. Aufl. 2016, Rz.
849). Nur wenn die Wesensmerkmale einer Verfügung gegeben sind, liegt das
verfahrensrechtlich notwendige Anfechtungsobjekt vor. Zu prüfen ist sodann die
Beschwerdelegitimation des Beschwerdeführers.
2.
2.1.
2.1.1. Der Amtsgeheimnisverletzung nach Art. 320 des Strafgesetzbuches (SR 310;
StGB) macht sich strafbar, wer ein Geheimnis offenbart, das ihm in seiner Eigenschaft
als Mitglied einer Behörde oder als Beamter anvertraut worden ist, oder das er in seiner
amtlichen oder dienstlichen Stellung wahrgenommen hat. Nicht strafbar macht sich,
wer das Geheimnis mit schriftlicher Einwilligung seiner vorgesetzten Behörde offenbart
(Art. 320 Ziff. 2 StGB). Angestellte der öffentlichen Verwaltung sowie Mitglieder von
Behörden haben gemäss Art. 170 Abs. 2 der Schweizerischen Strafprozessordnung
(SR 312.0; StPO) über dem Amtsgeheimnis unterstehende Gegebenheiten auszusagen,
wenn sie von ihrer vorgesetzten Behörde zur Aussage schriftlich ermächtigt worden
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sind. Die vorgesetzte Behörde erteilt gemäss Art. 170 Abs. 3 StPO die Ermächtigung
zur Aussage, wenn das Interesse an der Wahrheitsfindung das
Geheimhaltungsinteresse überwiegt. Das Formerfordernis der schriftlichen Zustimmung
für die Weitergabe von Akten kann auch nachträglich erfüllt werden (vgl. Trechsel/Vest,
in: Trechsel/Pieth, Schweizerisches Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, 2. Aufl., Rz. 11
zu Art. 320 StGB; A. Donatsch, in: Donatsch/Hansjakob/Lieber, Kommentar zur
Schweizerischen Strafprozessordnung, 2. Aufl. 2014, Rz. 11 und 13 zu Art. 170 Abs. 2
StPO). Durch die Gewährung von Amtshilfe wird das Amtsgeheimnis nicht verletzt,
soweit keine entgegenstehenden Geheimhaltungsinteressen bestehen (vgl. Bürgisser,
in: Basler Kommentar Schweizerische Strafprozessordnung, 2. Aufl 2014, zu Art.194
StPO). Wenn gesetzliche Offenbarungs-, Anzeige- oder Mitteilungspflichten bzw. -
rechte bestehen, bedarf es keiner Ermächtigung durch die vorgesetzte Stelle (vgl.
Trechsel/Vest, a.a.O., Rz. 11 zu Art. 320 StGB).
2.1.2. Gemäss Art. 23 lit. c des Staatsverwaltungsgesetzes (sGS 140.1; StVG) vertritt
das zuständige Departement die Regierung im Verwaltungsverfahren. Für das
Departement handelt der Vorsteher bzw. die Vorsteherin, soweit das Gesetz nichts
anderes vorsieht (Art. 28 Abs. 1 lit. f und Abs. 2 StVG). Die Regierung kann durch
Verordnung Mitarbeiter ermächtigen, in besonders bezeichneten Angelegenheiten im
Namen des Departements zu handeln (Art. 27 StVG). Der Leiter Rechtsdienst handelt
für das Departement, wenn dieses die Regierung in Verwaltungsverfahren vertritt (Art. 2
lit. a Ziff. 1 der Ermächtigungsverordnung, sGS 141.41, ErmV). Sodann ermächtigt er
zur Aussage und Aktenedition nach Art. 170 Abs. 2 und 3 und Art. 194 Abs. 2 StPO.
Mitarbeitende des Kantons bedürfen für die Herausgabe amtlicher Akten und für die
Erteilung von Auskünften über Tatsachen, die dem Amtsgeheimnis unterstehen, der
Zustimmung der vorgesetzten Behörde, wenn sich die Untersuchung nicht gegen sie
selbst richtet. Vorbehalten bleiben abweichende gesetzliche Bestimmungen (Art. 37
des Einführungsgesetzes zur schweizerischen Straf- und Jugendstrafprozessordnung,
sGS 962.1, EG-StPO).
2.1.3. Die Bearbeitung (dazu gehört auch die Bekanntgabe; vgl. Art. 1 Abs. 1 lit. e des
Datenschutzgesetzes [DSG], sGS 142.1) von besonders schützenswerten
Personendaten (im Sinn von Art. 1 Abs. 1 lit. b DSG) ist zulässig, wenn sie zur Erfüllung
einer gesetzlichen Aufgabe unentbehrlich ist (vgl. Art. 5 Abs. 2 lit. b, Art. 11 Abs. 1 lit. a
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und d sowie Art. 13 Abs. 1 lit. a DSG). Das öffentliche Organ lehnt Auskunft und
Einsicht ab, schränkt sie ein oder verbindet sie mit Auflagen, soweit öffentliche oder
schutzwürdige private Interessen Dritter überwiegen (Art. 18 DSG).
2.2. Die Vorinstanz hielt im angefochtenen Schreiben vom 26. Januar 2016 fest, eine
objektive Beurteilung der vorgeworfenen strafbaren Handlungen sei nur dann
gewährleistet, wenn - bei Bedarf - auch Akten aus dem Disziplinarverfahren gegen den
Beschwerdeführer beigezogen werden könnten. Der Beizug liege im öffentlichen
Interesse, weil das Vertrauen der Bevölkerung in den Rechtsstaat gewahrt werden
könne. Da die Strafbehörden verpflichtet seien, die Umstände einer Straftat abzuklären
(Art. 6 Abs. 2 StPO), liege der Aktenbeizug im Interesse des Beschwerdeführers und
des ehemaligen Leiters Rechtsdienst. Entsprechend sei der (aktuelle) Leiter
Rechtsdienst zu ermächtigen, dem ehemaligen Leiter Rechtsdienst die Verfahrensakten
betreffend das Disziplinarverfahren gegen den Beschwerdeführer herauszugeben,
damit dieser die Akten gestützt auf Art. 37 EG-StPO in das Strafverfahren einbringen
könne (act. G 2/2).
2.3. Der Beschwerdeführer wendet unter anderem ein, die angefochtene Verfügung
tangiere ihn im Recht auf Schutz der Privatsphäre. Dem ehemaligen Leiter
Rechtsdienst sei die Akteneinsicht widerrechtlich (unter Verletzung des
Amtsgeheimnisses) gewährt worden, bevor die angefochtene Verfügung ergangen sei.
Es seien einer nicht mehr dem Amtsgeheimnis unterstellten Drittperson vertrauliche
Daten des Beschwerdeführers zugestellt worden. Von der verfügungsweise
angeordneten Entbindung des Amtsgeheimnisses habe er erst bei der Einsicht in die
Strafakten Kenntnis erlangt. Die Vorinstanz habe ihn nicht vorgängig über das Gesuch
des ehemaligen Leiters Rechtsdienst und das daraufhin eröffnete Verfahren orientiert
und ihm auch die Verfügung vom 26. Januar 2016 nicht eröffnet. Dies stelle eine
gravierende Verletzung des rechtlichen Gehörs dar. Die Vorinstanz hätte erahnen
können, dass er sich gegen die Ermächtigung zur Offenbarung des Amtsgeheimnisses
und Aktenherausgabe an den ehemaligen Leiter Rechtsdienst wehren würde, habe er
doch zuvor Strafanzeige gegen diesen und den ehemaligen Generalsekretär erhoben.
Die Verfügung hebe das Amtsgeheimnis auf und verletze damit die Rechte des
Beschwerdeführers auf Achtung seiner Privatsphäre und auf Wahrung seines Berufs-
und Geschäftsgeheimnisses. Die Rechtssicherheit sei durch eine Gutheissung der
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Beschwerde nicht gefährdet, habe doch der amtierende Leiter Rechtsdienst bei
Feststellung der Nichtigkeit der Verfügung keine strafrechtlichen Konsequenzen zu
befürchten, denn es handle sich um einen Sachverhalts- bzw. Rechtsirrtum. Durch den
Nichteinbezug des Beschwerdeführers in das Verfahren leide die angefochtene
Verfügung an einem schweren Mangel, weshalb sie als nichtig zu erklären sei. Die
Vorinstanz sei anzuweisen, die an den ehemaligen Leiter Rechtsdienst
herausgegebenen Akten unverzüglich zurückzugeben, einschliesslich zwischenzeitlich
angefertigter Kopien. In der angefochtenen Verfügung sei nicht dargelegt worden,
weshalb die Herausgabe sämtlicher Akten ohne jegliche zeitliche oder sachliche
Einschränkung und unter Verzicht auf das Aussprechen von Auflagen und
Bedingungen, erforderlich sein solle, damit sich der ehemalige Leiter Rechtsdienst im
Ermächtigungs- und Strafverfahren wirksam verteidigen könne. Eine Herausgabe von
Akten hätte nur für den Zeitraum erfolgen dürfen, für welchen der ehemalige Leiter
Rechtsdienst und der ehemalige Generalsekretär Auskünfte gegenüber der Obersee
Nachrichten AG erteilt hätten (1. Juni bis 15. November 2012). Andere Akten seien für
das Strafverfahren nicht relevant. Die Herausgabe der Akten für den erwähnten
Zeitraum sei zwar grundsätzlich geeignet, aber nicht erforderlich, um die
vorgeworfenen Amtsgeheimnisverletzungen abzuklären, denn im Strafverfahren
stünden dem ehemaligen Leiter Rechtsdienst genügend andere Mittel zu seiner
Verteidigung zur Verfügung (z.B. Einvernahme von Zeugen/Auskunftspersonen). Es
gelte zu verhindern, dass die sensiblen Akten in die Hände von weiteren unbeteiligten
Personen gelangen würden. Es werde die vorsorgliche Erteilung einer Auflage
beantragt, die durch den Leiter Rechtsdienst herausgegebenen Akten in keiner Weise
einer nicht am Strafverfahren beteiligten Person zur Kenntnis zu bringen, unter
Androhung einer Bestrafung nach Art. 292 StGB (act. G 1).
2.4. Die Vorinstanz stellt sich unter anderem auf den Standpunkt, dass die Herausgabe
der Akten unerlässlich gewesen sei, um die im Strafverfahren vorgebrachten
Behauptungen des Beschwerdeführers gegen den ehemaligen Leiter Rechtsdienst
richtigzustellen. Die Behörden, welche Akten in Anwendung von Art. 194 Abs. 2 StPO
herausgeben würden, verhielten sich rechtmässig. Wenn eine Verpflichtung zur
Leistung von Amtshilfe bestehe, bedürfe es keiner Ermächtigung durch die vorgesetzte
Behörde. Der ehemalige Leiter Rechtsdienst habe das Disziplinarverfahren des
Beschwerdeführers während seiner Amtsführung bearbeitet und sei gemäss Art. 37
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EG-StPO in Verbindung mit Art. 16 VRP berechtigt, jene Akten einzusehen. Die
angefochtene Verfügung habe nur eine deklaratorische Wirkung, denn der amtierende
Leiter Rechtsdienst sei rechtlich befugt, Akteneinsicht zu gewähren und den
ehemaligen Leiter Rechtsdienst zu ermächtigen, die Akten weiterzugeben. Die
angefochtene Verfügung erfülle die Anforderungen an die Verhältnismässigkeit. Die
Anträge auf Erklärung ihrer Nichtigkeit oder auf ihre Aufhebung seien abzuweisen. Die
beantragte Rückgabe der Akten und die Auferlegung von Auflagen seien Änderungen,
aus welchen der Beschwerdeführer keinen Nutzen ziehen könne. Sie vermöchten seine
Interessen nicht weitergehender zu schützen, als dies aufgrund des Dispositivs der
angefochtenen Verfügung und der nach wie vor bestehenden Geheimhaltungspflicht
der ehemaligen Mitarbeiter bereits der Fall sei (act. G 11).
3.
3.1. Das Gesuch des Rechtsvertreters des ehemaligen Leiters Rechtsdienst vom
21. Dezember 2015 um Akteneinsicht im Ermächtigungs- und Strafverfahren betreffend
Amtsgeheimnisverletzung erfolgte wie dargelegt (Sachverhalt A.a) im Zusammenhang
mit dem - vom Rechtsvertreter des ehemaligen Leiters Rechtsdienst beim GD
eingereichten - Gesuch um Kostengutsprache für die Anwalts- und Prozesskosten zur
rechtlichen Unterstützung (vgl. Art. 31 Abs. 1 PersG und Art. 13 PersV; act. G 2/5 und
12/1) in dem vom Beschwerdeführer vor der Anklagekammer angehobenen
Strafverfahren, und damit in einem Verwaltungsverfahren im Sinn von Art. 1 Abs. 1 lit. a
VRP. Mit der an den derzeitigen Leiter Rechtsdienst erfolgten Zustellung des Entwurfs
von Beweisanträgen an die Anklagekammer (act. G 12/9) belegte RA Looser sodann
lediglich, aus welchem Grund er Akten des Disziplinarverfahrens betreffend den
Beschwerdeführer für das Strafverfahren zwecks Wahrung der Verteidigungsrechte
seines Mandanten benötigte. Nicht weiter belegt und auch nicht nachvollziehbar ist in
diesem Zusammenhang die Mutmassung des Beschwerdeführers, wonach der Leiter
Rechtsdienst die „Passage mit Beweisanträgen“ für den Rechtsvertreter des
ehemaligen Leiters Rechtsdienst offenbar „in beratender Funktion gegengelesen“ habe
(act. G 19 S. 10). Nicht zu diskutieren sind sodann die - ausserhalb des Gegenstandes
des vorliegenden Verfahrens liegenden - Vorbringen betreffend Befangenheit des
derzeitigen Leiters Rechtsdienst (act. G 19 S. 10 f.).
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3.2. Unbestritten blieb die Feststellung der Vorinstanz (act. G 11 S. 6 f., mit Hinweis auf
BGer 1B_731/2012 vom 8. Februar 2013, E. 2 zweiter Abschnitt), dass die
Anklagekammer praxisgemäss keine Instruktionshandlungen (im Sinn von Art. 194 Abs.
1 StPO) vornehme, da solche erst nach Eröffnung des Strafverfahrens getätigt würden.
Deshalb war es am ehemaligen Leiter Rechtsdienst, die für die summarische
Beurteilung gebotenen Akten zu beschaffen und in jenes Verfahren einzubringen. Der
(amtierende) Leiter Rechtsdienst ist aufgrund von Art. 2 lit. d ErmV für die
Ermächtigung zur Weitergabe der Akten an andere Behörden zuständig; der
Rechtsdienst ist gestützt auf Art. 16 Abs. 1 VRP für die Gewährung der Einsicht in die
bei ihm aufbewahrten Akten zuständig. Aus Art. 170 Abs. 2 und 3 sowie Art. 194 Abs. 2
StPO in Verbindung mit Art. 2 lit. d ErmV ergibt sich lediglich, dass der jeweilige Leiter
Rechtsdienst als vorgesetzte Behörde im Namen der Departementsvorsteherin
Mitarbeitende zur Aussage und Aktenedition gegenüber den Strafbehörden ermächtigt.
Der ehemalige Leiter Rechtsdienst benötigte jedoch als beschuldigter (ehemaliger)
Mitarbeiter der Verwaltung anerkanntermassen keine solche Ermächtigung bzw.
Zustimmung der vorgesetzten Behörde, um den Strafbehörden ein Dossier abzugeben
und ihnen Auskünfte über seine (frühere) Tätigkeit zu erteilen (vgl. Art. 37 EG-StPO, Art.
157 Abs. 2 StPO).
Der ehemalige Leiter Rechtsdienst hatte als ehemaliger Mitarbeiter im laufenden
Verwaltungsverfahren betreffend Art. 31 PersG Anspruch darauf, die einschlägigen -
ihm aufgrund seiner früheren Tätigkeit bekannten und für das Strafverfahren relevanten
- Akten einzusehen. Ohne Zugang zu diesen Akten bzw. Akteneinsichtsgewährung
durch das GD bzw. durch den amtierenden Leiter Rechtsdienst hätte der ehemalige
Leiter Rechtsdienst seine Verteidigungsrechte im Strafverfahren gar nicht wahrnehmen
können. Im Übrigen blieb er - entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers (act. G
1 Ziff. 23) - auch als ausgeschiedener Mitarbeiter der Staatsverwaltung an das
Amtsgeheimnis gebunden (Art. 67 Abs. 2 PersG; Art. 320 Ziff. 1 zweiter Satz StGB);
dies jedenfalls für die hier in Frage stehenden Akten, welche er während seiner
Tätigkeit als Leiter Rechtsdienst bearbeitet oder von denen er Kenntnis hatte.
3.3. Die Vorinstanz hielt in der Vernehmlassung fest, dass der (derzeitige) Leiter
Rechtsdienst bereits gestützt auf Art. 37 EG-StPO befugt gewesen wäre, dem
ehemaligen Leiter Rechtsdienst (und nicht sich selbst; vgl. act. G 27 Ziff. 19) die
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Weiterleitung zu gestatten, er sich jedoch für einen Einbezug der
Departementsvorsteherin entschieden habe (act. G 11 S. 7 oben). In diesem
Zusammenhang ist vorab klarzustellen, dass die Einsichtsgewährung durch den
amtierenden Leiter Rechtsdienst zur rechtlichen Unterstützung eines (ehemaligen)
Mitarbeiters in einem Strafverfahren (vgl. Art. 31 PersG und Art. 13 PersV) - und damit
zur Erfüllung einer gesetzlichen Aufgabe im Sinn der Art. 5 Abs. 2 lit. b, Art. 11 Abs. 1
lit. a und d sowie Art. 13 Abs. 1 lit. a DSG (vgl. vorstehende E. 2.1.3) - unentbehrlich
und dementsprechend zulässig war. Keiner Entbindung durch die vorgesetzte Behörde
bedarf es ferner, wenn unter anderem gesetzliche Informationsrechte (N. Oberholzer,
Grundzüge des Strafprozessrechts, 2. Aufl. 2005, Rz. 870) bzw. gesetzliche
Offenbarungspflichten (Trechsel/Vest, a.a.O., Rz. 11 zu Art. 320 StGB) bestehen. Art.
31 PersG beinhaltet implizit ein solches Informationsrecht bzw. eine
Offenbarungspflicht insofern, als nur bei Vorliegen der letzteren die rechtliche
Unterstützung durch die ehemalige Arbeitgeberin überhaupt gewährleistet werden
kann. Damit war die vor Erlass des angefochtenen Schreibens (am 7. Januar 2016; act.
G 12/19) erfolgte Einsichtsgewährung durch den Leiter Rechtsdienst an seinen
Amtsvorgänger im laufenden Verwaltungsverfahren betreffend Art. 31 PersG gestützt
auf Art. 16 VRP zulässig. Es war daher gar nicht nötig - und dies ist hier
ausschlaggebend -, eine (an sich auch nachträglich mögliche; vgl. vorstehende E. 2.1.)
schriftliche Zustimmung für die Weitergabe der Akten durch den (derzeitigen) Leiter
Rechtsdienst an den ehemaligen Leiter Rechtsdienst durch die
Departementsvorsteherin verfügungsweise (act. G 12/11) zu erteilen.
Angesichts des Umfangs der Akten und der Komplexität des Sachverhalts hätte sich
im Übrigen die rechtliche Unterstützung des ehemaligen Leiters Rechtsdienst allein
durch mündliche Aussagen (von Zeugen und Auskunftspersonen; vgl. dazu das
vorstehend in E. 2.3 am Schluss zitierte Vorbringen des Beschwerdeführers) im
Ermächtigungs- und Strafverfahren nicht realisieren lassen; die hier zur Diskussion
stehenden Verwaltungsakten liessen sich m.a.W. nicht durch mündliche Aussagen
ersetzen.
3.4. Beim vorstehend geschilderten Sachverhalt und der dargelegten Rechtslage
begründet das angefochtene, als „Verfügung“ bezeichnete Schreiben weder Rechte
oder Pflichten des Beschwerdeführers noch regelt es das Rechtsverhältnis zwischen
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dem Beschwerdeführer und der Vorinstanz. Vielmehr handelt es sich dabei
ausschliesslich um eine (nachträgliche) schriftliche Bestätigung der Rechtmässigkeit
einer bereits zuvor vom Leiter Rechtsdienst gestützt auf die vorstehend dargelegten
Rechtsgrundlagen gewährten Akteneinsicht mit Ermächtigung zur Auskunftserteilung
gegenüber den Strafbehörden, ohne dass damit (neue) Rechte und Pflichten bzw.
Ermächtigungen (konstitutiv) begründet worden wären. In diesem Sinn ist das
angefochtene Schreiben als blosser Beleg und zusätzliche Bestätigung der
Rechtmässigkeit der Akteneinsichtsgewährung durch den Leiter Rechtsdienst an den
ehemaligen Leiter Rechtsdienst zuhanden der Strafbehörde zu verstehen, welches den
Verfügungsbegriff nicht erfüllt. Die mit der Entbindung einhergehende Ermächtigung
bezieht sich ausdrücklich auf die im Januar 2016 zwecks Wahrung der
Verteidigungsrechte gewährte Akteneinsicht und damit auf einen abgeschlossenen
Sachverhalt. Ein in der Vergangenheit liegender, zeitlich nicht weiterwirkender
Sachverhalt lässt sich - entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers (act. G 1 Ziff.
49 f.) - nicht im Nachhinein (rückwirkend) einschränken. Einer solchen Einschränkung
bedarf es auch deshalb nicht, weil aus dem Staatsdienst ausgeschiedene Mitarbeiter
wie dargelegt an das Amtsgeheimnis gebunden bleiben (Art. 67 Abs. 2 PersG; Art. 320
Ziff. 1 zweiter Satz StGB). Über die Frage des Beweiswerts des Schreibens vom
26. Januar 2016 im Strafverfahren wird die Strafbehörde im Strafverfahrens gegen den
(derzeitigen) Leiter Rechtsdienst wegen möglicher Verletzung des Amtsgeheimnisses
zu befinden haben. Dies gilt auch für die - nicht Gegenstand des vorliegenden
Verfahrens bildende - Frage der strafrechtlichen Qualifikation der am 7. Januar 2016
gewährten Akteneinsicht.
3.5. Das Schreiben vom 26. Januar 2016 tangiert die Privatsphäre des
Beschwerdeführers bereits insofern nicht, als es die Rechtmässigkeit einer bereits
zuvor gestützt auf die einschlägigen Rechtsgrundlagen gewährten Akteneinsicht durch
den Leiter Rechtsdienst lediglich (deklaratorisch) bestätigt. Mit Blick auf die daraus
resultierende fehlende Betroffenheit des Beschwerdeführers bestand in dem durch den
Rechtsvertreter des ehemaligen Leiters Rechtsdienst eingeleiteten
Verwaltungsverfahren auch kein Anlass, ihm hierzu vorgängig das rechtliche Gehör
einzuräumen; eine Gehörsverletzung fällt damit zum vornherein ausser Betracht. Selbst
wenn eine Gehörsverletzung bejaht werden müsste, wäre diese im vorliegenden
Beschwerdeverfahren einer Heilung zugänglich, da das Verwaltungsgericht als erste
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 15/18
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gerichtliche Instanz - entgegen dem Wortlaut von Art. 61 VRP - über eine volle
Kognition verfügen muss und eine Rückweisung zur Gehörseinräumung unter den
gegebenen Umständen offensichtlich einen formalistischen Leerlauf bedeuten würde
(vgl. BGE 132 V 387, E. 5.1, 136 V 117, E. 4.2.2.2, BGE 137 I 195, E. 2.3.2). Wenn dem
Schreiben vom 26. Januar 2016 ausschliesslich ein bestätigender (deklaratorischer)
Charakter zukommt, kann von einer nachträglichen Aufhebung des Amtsgeheimnisses
durch jenes Schreiben keine Rede sein. Sodann vermögen die Bezeichnung des