Decision ID: afe4d8fa-a507-4234-91f6-af663a4fa9e4
Year: 2009
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
M._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Fürsprecher lic. iur. Daniel Küng, Rosenbergstrasse 51, Postfach 1121,
9001 St. Gallen,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
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betreffend
Rentenrevision
Sachverhalt:
A.
Der 1963 geborene M._ meldete sich am 26. November/2. Dezember 2002 zum
Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an und beantragte wegen Unfalls und
Krankheit namentlich Berufsberatung, Umschulung, Wiedereinschulung,
Arbeitsvermittlung und eine Rente. Er sei 1989 in die Schweiz gekommen und sei hier
zuletzt seit 1999 in einem Arbeitsverhältnis als Elektro-Monteur tätig. Gemäss der
Unfallmeldung war er am 4. Juni 2002 von einer Leiter gestürzt. Dr. med. A._,
Spezialarzt FMH für Innere Medizin, gab in seinem Arztbericht vom 6. März 2003 (IV-
act. 17) unter Hinweis auf einen Bericht der Klinik Valens als Diagnosen an, es lägen
eine Nervenwurzelkompression L5 links bei Status nach interlaminärer Fensterung LW
4/5 1993 und eine Diskushernie L3/L4 vor. Seit dem 4. Juni 2002 sei der Versicherte als
Elektrotechniker zu 100 % arbeitsunfähig. Vom 2. bis 15. (recte wohl: Dezember 2002)
habe er probeweise etwa 30 % gearbeitet, dann habe er Ferien gemacht und sei nun
seit dem 9. Januar 2003 voll arbeitsunfähig. Auch eine andere als die bisherige
Tätigkeit sei nicht zumutbar. Mit einem erneuten neurochirurgischen Eingriff lasse sich
die Arbeitsfähigkeit möglicherweise verbessern. In der Beilage fanden sich unter
anderem Berichte der Klinik für Neurochirurgie am Kantonsspital St. Gallen und der
Klinik Valens. Die Klinik Valens hatte am 12. Dezember 2002 (IV-act. 17-10 ff./16)
berichtet, der Versicherte sei vom 31. Oktober bis 23. November 2002 in stationärer
Therapie gewesen. Für die bisherige schwere Arbeit als Elektromonteur sei er voll
arbeitsunfähig. Im Sinne eines Arbeitsversuchs beim bisherigen Arbeitgeber sei er nach
Klinikaustritt zu 30 % arbeitsfähig (entsprechend einer Halbtagsarbeit für leichte
Arbeit). Steigerung auf 100 % Arbeitsfähigkeit für leichte wechselnde Tätigkeit,
bestimmt durch den Hausarzt. Mit Verfügung vom 1. April 2003 lehnte die
Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle des Kantons St. Gallen das Gesuch um berufliche
Massnahmen wegen des derzeitigen Gesundheitszustands des Versicherten ab. Die
Klinik für Neurochirurgie am Kantonsspital St. Gallen berichtete am 22. Mai und 4. Juni
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2003 unter Hinweis auf den Austrittsbericht vom 16. Mai 2003 (IV-act. 28), es
bestünden eine Spinalkanalstenose LWK 2-4 und eine Diskushernie LWK 3/4 sowie ein
St. n. interlaminärer Fensterung LWK 4/5 links (1993). Der Versicherte sei seit dem
2. Mai und noch bis 2. Juni 2003 zu 100 % arbeitsunfähig. Es sei mit einer
verminderten Belastbarkeit des Rückens zu rechnen, weshalb die angestammte
Tätigkeit nicht mehr zumutbar sei. Tätigkeiten ohne Rückenbelastung und ohne viel
Sitzen seien an vier bis acht Stunden pro Tag zumutbar. Auf Anfrage erklärte der
Regionale Ärztliche Dienst (RAD) der Invalidenversicherung am 11. August 2003 (IV-
act. 32), es könne der Durchschnittswert von sechs Stunden pro Tag als massgeblich
betrachtet werden. Der IV-Eingliederungsberater erklärte am 14. November 2003 (IV-
act. 39), der Versicherte sei medizinisch für angepasste Tätigkeiten zu 70 %
arbeitsfähig. Sein Arbeitgeber sei bereit, ihm im Lager/Magazin eine neue Aufgabe in
einem Pensum von 50 % anzubieten, bei welcher er sein Fachwissen in einer
wechselbelastenden Tätigkeit einsetzen könne. Er benötige dazu eine Einarbeitung
während mindestens drei Monaten. Am 6. April 2004 (IV-act. 48) berichtete der IV-
Eingliederungsberater, der Versicherte werde ab Mai 2004 einen Arbeitsvertrag über
ein Pensum von 40 % abschliessen können (mit einem Lohn von 13x Fr. 1'000.-- für
das 40 %-Pensum) und sei optimal eingegliedert. Das Valideneinkommen mache
Fr. 66'105.-- aus, das Invalideneinkommen Fr. 22'750.-- (bei einer Arbeitsfähigkeit von
70 %, d.h. sechs Stunden pro Tag). Die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle beschloss,
dem Versicherten ab 1. Juni 2003 eine halbe und ab 1. Januar 2004 eine
Dreiviertelsrente auszurichten. Als Revisionstermin wurde der 1. Juni 2006 vorgesehen.
Mit Verfügung vom 6. September 2004 (IV-act. 56) sprach sie ihm ab 1. August 2004
bei einem Invaliditätsgrad von 66 % eine Dreiviertelsrente samt Zusatzrente für die
Ehefrau und einer Kinderrente zu. Die Rentenverfügung für die Zeit vom 1. Juni 2003
bis 31. Juli 2004 werde er später erhalten. Mit Verfügungen vom 21. Oktober 2004 (IV-
act. 57) sprach sie ihm ab 1. Juni 2003 beim gleichen Invaliditätsgrad eine halbe und
ab 1. Januar 2004 eine Dreiviertelsrente, wiederum samt Zusatz- und Kinderrente, zu.
In der Begründung wies sie auf ein zumutbares Arbeitspensum von 60 % hin.
B.
B.a In einem Fragebogen für die Revision der Rente (IV-act. 65) gab der Versicherte am
21. Juni 2006 an, sein Zustand habe sich seit zwei Jahren verschlimmert (Depression,
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Rücken, Schmerzen). Vom 14. November bis 9. Dezember 2005 sei er zu 100 %
arbeitsunfähig gewesen. Ihm sei wegen Krankheit gekündigt worden; er sei nicht
erwerbstätig.
B.b Die Ärztin Dr. med. B._, FMH Innere Medizin und Rheumatologie, gab in einem
Verlaufsbericht vom 30. Juni 2006 (IV-act. 68-1 f./16) an, der Zustand des Versicherten
habe sich verschlechtert. Es sei eine schwere Panikstörung dazugekommen. Das
Rückenleiden habe zugenommen und damit verbunden sei eine psychische
Dekompensation. Es hätten mehrere Hospitalisationen stattgefunden. Die psychische
Verschlechterung habe starke Folgen auf die Schmerzempfindung. Der Versicherte
könne keine Arbeit mehr leisten. Beigelegt waren unter anderem ein Austrittsbericht
des Spitals Grabs vom 3. Oktober 2005 über eine Hospitalisation vom 25. bis
26. September 2005 und ein Bericht der Klinik Gais vom 13. Januar 2006 über einen
Klinikaufenthalt vom 14. November bis 3. Dezember 2005. Die Klinik Gais hatte
berichtet, es lägen eine Panikstörung, eine arterielle Hypertonie und ein chronisches
lumbovertebrales Schmerzsyndrom vor. Die Panikstörung habe im Rahmen des
Aufenthalts deutlich gebessert werden können, die Rückenschmerzen hätten
abgenommen.
B.c Die Fachstelle für Sozialpsychiatrie und Psychotherapie (FSP) gab in einem
Verlaufsbericht vom 6. Juli 2006 (IV-act. 69) bekannt, der Versicherte leide seit ca. zwei
Jahren an einer Panikstörung, derentwegen er psychiatrisch-psychotherapeutisch und
medikamentös behandelt worden sei. Seit Mai 2006 befinde er sich in ihrer ambulanten
Behandlung. Während der Behandlung sei es zu einer Besserung gekommen, sodass
in den letzten Wochen keine Attacke aufgetreten sei. Aus psychiatrischer Sicht bestehe
keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit.
B.d Die Arbeitgeberin bescheinigte (IV-act. 70), sie habe das Arbeitsverhältnis aus
wirtschaftlichen Gründen auf den 31. Dezember 2005 aufgelöst. Seit dem 1. Mai 2004
sei der Versicherte bei einem Pensum von ca. 30 % als Lagerist angestellt gewesen.
B.e Auf Vorschlag des RAD wurde eine medizinische Begutachtung veranlasst. Das
Medizinische Gutachtenzentrum St. Gallen gab im Gutachten vom 2. Juli 2007 (IV-
act. 80; Dr. med. C._, Spezialarzt Orthopädie FMH; unter Einbezug des
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psychiatrischen Teilgutachtens von Dr. med. D._, Psychiatrie und Psychotherapie
FMH) als Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit bekannt: Mässige
Spondylarthrose L2 bis S1 mit Bandscheibendegeneration L3 bis S1 ohne
Nervenkompression bei Status nach interlaminärer Fensterung L4/5 links 1993 und
Fenestration L2/4 beidseits mit Sequestrektomie und Nukleotomie L3-4 rechts 2003;
Adipositas; leichte depressive Episode; Panikstörung. Orthopädisch seien körperlich
leichte, den umschriebenen Voraussetzungen entsprechende Tätigkeiten zu 80 %
zumutbar. Auch in psychiatrischer Hinsicht seien verschiedene Anforderungen an eine
adaptierte Tätigkeit zu beachten. Anlässlich der gemeinsamen orthopädisch/
psychiatrischen Beurteilung vom 2. Juli 2007 sei die Arbeitsfähigkeit des Versicherten
in der bisherigen Tätigkeit auf null, in adaptierten Tätigkeiten gesamthaft auf 60 % bei
voller Stundenpräsenz festgelegt worden. Mangels Unterlagen von 2004 sei ein direkter
Vergleich insbesondere klinischer Untersuchungsbefunde und radiologischer
Erhebungen nicht möglich. Aus psychiatrischer Sicht habe sich keine
Verschlechterung, sondern eine wesentliche Verbesserung ergeben.
B.f Der RAD hielt am 21. September 2007 (IV-act. 82) dafür, bei medizinischem
(psychiatrischem) Revisionsgrund sei wiederum von einer Arbeitsfähigkeit in adaptierter
Tätigkeit von 60 % auszugehen. Zu erwarten sei daher wieder derselbe
Invaliditätsgrad.
B.g Mit Vorbescheid vom 28. September 2007 (IV-act. 86) stellte die
Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle dem Versicherten die Herabsetzung des
Anspruchs auf eine Viertelsrente bei einem Invaliditätsgrad von 48 %
(Valideneinkommen Fr. 68'154.--; Invalideneinkommen Fr. 35'417.--) in Aussicht. Der
Versicherte liess am 19. Oktober 2007 Einwand erheben und Zusprechung weiterhin
der gesetzlichen Leistungen beantragen.
B.h Dr. med. E._, Spezialärztin FMH für Innere Medizin, schrieb der
Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle (IV-act. 96; Eingangsstempel: 2. November 2007),
sie betreue den Versicherten seit dem 15. März 2006. Er sei zur Reintegration in die
Arbeitswelt motiviert und habe ein 30- bis 40 %-Pensum als Haushandwerker
gefunden, das er seit mehr als einem Jahr ohne wesentliche Krankheitsausfälle
bewältige. Die psychische Situation sei stabil. Der eher wenig klagende und nicht
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übertreibende Versicherte schätze sich selbst als zu 30 bis 50 % arbeitsfähig ein, was
sie als Ärztin bestätige. Ein Pensum von 75 % berge die Gefahr einer Dekompensation.
Es bestehe eine leichte Verbesserung des Gesamtzustandes mit nun schwerer
wiegender psychischer Beeinträchtigung.
B.i Die Psychiatrie-Dienste (ehemals FSP) berichteten am 2. November 2007 (IV-
act. 97), in den letzten Monaten seien die im Mai 2006 aufgetretenen Panikattacken
gänzlich verschwunden. Es zeige sich aber immer noch eine verminderte emotionale
Belastbarkeit, ausserdem immer wieder eine ausgeprägte innere Unruhe in
Stresssituationen. Der Versicherte habe bisher einen Arbeitsumfang von zehn Stunden
pro Woche geleistet. In den letzten paar Wochen habe sich eine deutliche
Verschlechterung der Symptomatik gezeigt. Der Versicherte leide wieder unter
Panikattacken und habe der Arbeit fern bleiben müssen. Die maximale
Arbeitsbelastung (bei adaptierter Arbeit) liege bei 50 %. Bei einer höheren Belastung
werde sich eine Überforderungssituation einstellen.
B.j Am 26. November 2007 liess der Versicherte den Einwand ergänzen und
beantragen, es sei ihm mindestens eine halbe Rente zuzusprechen. Die Arbeitsfähigkeit
von 60 % beziehe sich auf eine Tätigkeit in sehr eingeschränktem Rahmen. Das
Valideneinkommen müsse erheblich nach oben angepasst werden. Der Versicherte
habe bereits 2001 ein Jahreseinkommen von Fr. 64'038.-- erzielt. Beim
Invalideneinkommen sei weder ein Teilzeit- noch ein leidensbedingter Abzug
berücksichtigt worden. Der Teilzeitabzug habe 5 % zu betragen.
B.k Am 13. Dezember 2007 (IV-act. 106) beschloss die Sozialversicherungsanstalt/
IV-Stelle, der Invaliditätsgrad betrage 56 % und veranlasste die Rentenberechnung.
Der damaligen Rechtsvertretung schrieb sie gleichentags (IV-act. 107), sie habe die
erhobenen Einwände geprüft und eine Korrektur vorgenommen und werde dazu in der
Verfügung Stellung nehmen.
B.l Mit Verfügung vom 10. April 2008 (IV-act. 109) setzte die
Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle des Kantons St. Gallen den Rentenanspruch des
Versicherten ab 1. Juni 2008 auf eine halbe Rente (mit einer Kinderrente) bei einem
Invaliditätsgrad von 56 % herab.
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C.
C.a Gegen diese Verfügung richtet sich die von Fürsprecher lic. iur. Daniel Küng für den
Betroffenen am 15. Mai 2008 erhobene Beschwerde. Der Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers beantragt, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben, soweit sie
eine weitergehende Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin verneine und es sei dem
Beschwerdeführer eine ganze Invalidenrente ab wann rechtens zuzusprechen,
eventualiter sei die Sache zur Neuverfügung an die Beschwerdegegnerin
zurückzuweisen. Der Verfügung fehle jegliche Begründung. Wie die
Beschwerdegegnerin auf den errechneten Invaliditätsgrad komme, könne ihr nicht
ansatzweise entnommen werden. Der Mangel sei so gravierend, dass er eine
Aufhebung der Verfügung zur Folge haben müsse. Es könne nicht sein, dass ein
Versicherter Beschwerde erheben müsse, um eine Begründung aus den Akten herleiten
zu können. Zu beachten sei insbesondere, dass im Vorbescheid vom 28. September
2007 noch von einem Invaliditätsgrad von 48 % die Rede gewesen sei. Zu verfahren
sei demnach im Sinne des Eventualantrags. Andernfalls sei ihm eine Frist zur
Beschwerdeergänzung einzuräumen. Festgehalten werden könne, dass von einer
Verbesserung des Gesundheitszustandes nicht gesprochen werden könne. Den
ursprünglichen Verfügungen seien soweit ersichtlich noch keine psychiatrischen
Einschränkungen zugrundegelegen. Dr. C._ begründe keine Verbesserung aus
somatischer Sicht. Trotz der zusätzlichen psychischen Beschwerden solle eine
Arbeitsfähigkeit von 60 % gegeben sein. Das sei nicht nachvollziehbar. Dem Gutachten
fehle somit jegliche Beweistauglichkeit.
C.b Mit der Beschwerdeergänzung vom 28. Mai 2008 hält der Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers an seiner Rüge betreffend die mangelhafte Verfügungseröffnung
fest. Es sei ein Anspruch auf eine ganze Rente ausgewiesen. Selbst wenn sich, was
bestritten werde, der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers aus psychiatrischer
Sicht verbessert haben sollte, könne dies nicht zu einer Verbesserung des
Gesundheitszustandes führen, auf dem die ursprünglichen Verfügungen basiert hätten,
nämlich des rein somatisch bedingten. Im Gegenteil seien die Arbeitsfähigkeit
beeinflussende Diagnosen dazugekommen. Die Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer
Sicht betrage gemäss dem Gutachter 40 %. Zusammen mit dem früheren, rein
somatisch bedingten Invaliditätsgrad von 66 % ergebe sich ein Invaliditätsgrad von
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mindestens 70 % und somit Anspruch auf eine ganze Rente. Indem sie trotzdem eine
Verbesserung annehme, erweise sich die Verfügung als nicht nachvollziehbar.
D.
In ihrer Beschwerdeantwort vom 8. Juli 2008 beantragt die Beschwerdegegnerin die
Abweisung der Beschwerde. Zusammen mit dem Teil 2 habe die Verfügung die
Begründungspflicht erfüllt. Wie der Beschwerdeführer zu Recht vorbringe, könne die
Rente nicht mittels einer Revision herabgesetzt werden. Die ursprüngliche Verfügung
sei indessen zweifellos unrichtig. Sie beruhe auf einem rechtswidrigen
Einkommensvergleich und auf ungenügenden medizinischen Unterlagen. Die
Arbeitsfähigkeitsschätzung des Kantonsspitals sei so unpräzis und an der unteren
Bandbreite nicht nachvollziehbar, dass darauf nicht hätte abgestellt werden dürfen. Es
hätten vielmehr weitere Abklärungen erfolgen müssen. Ausserdem hätte beim
Einkommensvergleich auf die Lohnstrukturerhebungen abgestellt werden müssen, da
der Beschwerdeführer keine Tätigkeit im zumutbaren Ausmass ausgeübt habe. Die
ursprüngliche Verfügung könne daher mittels Wiedererwägung aufgehoben werden,
gemäss Art. 88 Abs. 1 lit. c IVV aber nicht rückwirkend. Die Gutachten seien
begründet. Die leicht tiefere Arbeitsfähigkeitsschätzung der Psychiatrie-Dienste
überzeuge demgegenüber nicht; sie sei von der Arbeitsniederlegung des
Beschwerdeführers beeinflusst und stelle schwergewichtig auf die geltend gemachte
Symptomatik ab. Die Arbeitsfähigkeitsschätzung von Dr. A._ sei nicht begründet und
stelle vor allem auf die pessimistischen Schilderungen des Beschwerdeführers ab. Als
Immunologe sei er zur Beurteilung der Rückenbeschwerden nicht fachärztlich
qualifiziert. Auch der Bericht des Kantonsspitals sei nicht überzeugend. Auszugehen
sei demnach von einer Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in einer adaptierten
Tätigkeit von 60 %. Vor dem Ausbruch der invalidisierenden Beschwerden habe der
Beschwerdeführer im Juni 2002 ein Jahreseinkommen von Fr. 65'000.-- erzielt. Sein
Invalideneinkommen sei nach Tabellenlöhnen zu bestimmen, für das Jahr 2002 betrage
der Wert Fr. 57'008.--. Hilfsarbeitern stehe eine Vielzahl von Stellen offen. Es sei ein
Leidensabzug von 10 % vorzunehmen, womit sich ein Invalideneinkommen von
Fr. 30'784.-- und ein Invaliditätsgrad von 53 % ergebe. Die Verfügung sei rechtmässig.
E.
bis
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E.a Mit Eingabe vom 10. September 2008 reicht der Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers eine der früheren Rechtsvertretung eröffnete Verfügung der
Beschwerdegegnerin vom 3. September 2008 ein, mit welcher sie den Rentenanspruch
des Beschwerdeführers für die Zeit vom 1. Juni 2006 bis 31. Mai 2008 bei einem
Invaliditätsgrad von 56 % auf eine halbe Rente festsetzte, da sich der psychiatrische
Gesundheitszustand verbessert habe. Es sei schwer verständlich, dass gemäss der
Beschwerdeantwort eine revisionsweise Herabsetzung nicht erfolgen könne, nun eine
solche aber für eine zurückliegende Zeit doch verfügt werde, und das gestützt auf
Art. 88 Abs. 2 lit. a IVV.
E.b Mit Replik vom 13. September 2008 bringt der Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers vor, dessen frühere Rechtsvertretung habe keinen zweiten Teil der
Verfügung erhalten. Nachdem er schon ohne Kenntnis der Verfügungsbegründung
Beschwerde habe erheben müssen, müsse er nun replicando noch sozusagen eine
neue Beschwerde verfassen, weil die Beschwerdegegnerin sich nun zu Unrecht auf
den Standpunkt stelle, sie habe einen Anspruch auf Wiedererwägung. Die Verfügung
vom 10. April 2008 sei so mangelhaft, dass Nichtigkeit anzunehmen und auf die
Beschwerde unter Kostenfolge nicht einzutreten sei. Die ursprünglichen Verfügungen
seien nicht unrichtig, erst recht nicht zweifellos unrichtig. Die Einschätzung einer
Arbeitsfähigkeit von sechs Stunden pro Tag habe nicht vom Kantonsspital, sondern
vom RAD gestammt. Selbst wenn die Arbeitsfähigkeitsschätzung des Kantonsspitals,
was bestritten werde, an der unteren Bandbreite nicht nachvollziehbar wäre, spielte
das keine Rolle, weil darauf nicht abgestellt worden sei und weil der RAD den
Durchschnittswert als massgebend erachtet habe. Inwiefern der Umstand eines
komplikationslosen postoperativen Verlaufs gemäss dem Bericht vom 16. Mai 2003
etwas an der Arbeitsfähigkeitsschätzung des Kantonsspitals vom 4. Juni 2003 ändern
sollte, sei nicht ersichtlich, da der Bericht doch bekannt gewesen sei. Die
Beschwerdegegnerin belege eine Unrichtigkeit denn auch mit keinem medizinischen
Bericht. Der Beschwerdeführer habe bei der Rentenzusprechung eine Erwerbstätigkeit
ausgeübt, und zwar in einem besonders stabilen Arbeitsverhältnis. Es sei nicht
ersichtlich, dass der Beschwerdeführer seine Arbeitsfähigkeit nicht voll ausgeschöpft
haben sollte. Der Eingliederungsberater habe dies im Gegenteil so angenommen. Er
habe ausserdem den Lohn auf die verbliebene Arbeitsfähigkeit umgerechnet. Der
Einkommensvergleich sei somit nicht rechtswidrig gewesen. Auch die
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Voraussetzungen einer Wiedererwägung seien daher nicht erfüllt. Der Invaliditätsgrad
sei also richtigerweise allein aufgrund der somatischen Beschwerden auf 66 %
festgelegt worden. Seit 2004 habe sich aber der Gesundheitszustand des
Beschwerdeführers verschlechtert. Es seien die psychischen Beschwerden
dazugekommen, die selbst gemäss dem Untergutachten eine Arbeitsunfähigkeit von
40 % bewirkten. Wie die Beschwerdegegnerin zur Einschätzung gelange, die
Psychiatrie-Dienste hätten sich von der Arbeitsniederlegung des Beschwerdeführers
beeindrucken lassen, sei unverständlich, stamme der Bericht doch immerhin von der
leitenden Ärztin. Für deren Einschätzung spreche, dass der Beschwerdeführer damals
schon fast eineinhalb Jahre in Behandlung gestanden habe, womit seine
gesundheitlichen Störungen besser bekannt gewesen seien. Die Beurteilung sei
deshalb jener des Gutachters vorzuziehen. Die Rheumatologin Dr. B._ habe
ausserdem eine Verschlechterung des Zustandes festgestellt und eine volle
Arbeitsunfähigkeit attestiert. Auf das Zeugnis der FSP vom 6. Juli 2006 hingegen könne
nicht abgestellt werden; die Arbeitsfähigkeitsschätzung habe sich als unrichtig
erwiesen, wie der Bericht vom 2. November 2007 zeige. Eine zuverlässige
psychiatrische Arbeitsfähigkeitsschätzung könne nur vorgenommen werden, wenn eine
versicherte Person über einen längeren Zeitraum hinweg beobachtet und begutachtet
werde, insbesondere dann, wenn sie - wie der Beschwerdeführer - durch wenig
Klagsamkeit und Übertreibung in ihrer Präsenz eher unterschätzt werde. Auch eine
rheumatologische Begutachtung wäre erforderlich gewesen. Die Rente des
Beschwerdeführers sei wegen einer Verschlechterung zu erhöhen. Als es ihm
gesundheitlich noch besser gegangen sei, habe er ein Invalideneinkommen von
Fr. 22'750.-- erzielen können. Bei einer Arbeitsfähigkeit von im Mittel 40 % gemäss
Dr. E._ stünden sich ein Valideneinkommen von Fr. 65'000.-- und ein
Invalideneinkommen von Fr. 13'000.-- gegenüber. Das ergebe selbst ohne Abzug 80 %
Invaliditätsgrad. Dabei seien die 60 % Arbeitsunfähigkeit noch tief angesetzt, da doch
die somatisch bedingte Arbeitsfähigkeit 40 % betrage und die psychiatrische
Arbeitsunfähigkeit von 50 % zu berücksichtigen sei. Weder unter wiedererwägungs-
noch unter revisionsrechtlichen Aspekten bestehe eine Rechtsgrundlage dafür, auf die
Tabellenlöhne abzustellen. Selbst in jenem Fall ergäbe sich aber ein Anspruch auf eine
ganze Rente bei einem Invaliditätsgrad von 70.2 %, da ein Abzug von 15 % am Platz
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wäre. Der Beschwerdeführer habe Anspruch auf eine ganze Rente ab spätestens Juni
2006.
F.
Die Beschwerdegegnerin hat am 24. September 2008 mitgeteilt, sie habe die
Verfügung vom 3. September 2008 mit Verfügung vom 18. September 2008 widerrufen.
Am 3. September 2008 sei der Ehefrau des Beschwerdeführers ab Juni 2006 eine
ganze Invalidenrente zugesprochen worden. Aus diesem Grund werde die Rente des
Beschwerdeführers ab jenem Zeitpunkt im Betrag noch angepasst werden müssen. Am
11. Mai 2009 hat die Beschwerdegegnerin die geänderten Verfügungen vom 6. Mai
2009 eingereicht. Danach richtet sie dem Beschwerdeführer für die Zeit vom 1. Juni
2006 bis 31. Mai 2008 eine Dreiviertelsrente (mit einer Kinderrente) bei einem
Invaliditätsgrad von 66 % aus.
G.
Mit Replikergänzung vom 7. Juli 2009 mutmasst der Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers, die Beschwerdegegnerin habe nun am 6. Mai 2009 dem
Beschwerdeführer für die Zeit vom 1. Juni 2006 bis 31. Mai 2008 eine Dreiviertelsrente
zugesprochen, weil eine rückwirkende Herabsetzung unzulässig sei. Der
Beschwerdeführer beziehe nun seines Wissens wieder eine Dreiviertelsrente, doch
liege ihm (dem Rechtsvertreter) keine entsprechende Verfügung vor. Der
Beschwerdeführer, der sich auf den Standpunkt stelle, ab Juni 2006 Anspruch auf eine
ganze Rente zu haben, könnte sich allenfalls vergleichsweise mit einer Dreiviertelsrente
begnügen, sodass nur noch die Monate zu beurteilen wären, in denen ihm nur eine
halbe Rente zugesprochen worden sei.
H.
Die Beschwerdegegnerin erklärt mit Duplik vom 27. Juli 2009, der Beschwerdeführer
beziehe nicht eine Dreiviertels-, sondern eine halbe Rente. Für
Vergleichsverhandlungen stehe sie nicht zur Verfügung.

Erwägungen:
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1.
1.1 Mit der angefochtenen Verfügung vom 10. April 2008 hat die Beschwerdegegnerin
den bisherigen, formell rechtskräftig festgesetzten Anspruch des Beschwerdeführers
auf eine Dreiviertelsrente nach einem Anpassungsverfahren von Amtes wegen mit
Wirkung ab 1. Juni 2008 auf eine halbe Rente herabgesetzt.
1.2 Mit einer Verfügung vom 3. September 2008 hat die Beschwerdegegnerin bereits
für eine zurückliegende Zeit vom 1. Juni 2006 bis 31. Mai 2008 lediglich eine halbe
Rente festgesetzt. Die Beschwerdegegnerin hat nach ihren Angaben neu verfügt, weil
die Ehefrau des Beschwerdeführers ebenfalls rentenberechtigt geworden war, und sie
hat dabei wohl versehentlich bereits den erst für die Anpassung ab Juni 2008
vorgesehenen Invaliditätsgrad des Beschwerdeführers eingesetzt. Diese Verfügung
widerrief die Beschwerdegegnerin allerdings am 18. September 2008 und ersetzte sie
am 6. Mai 2009 wieder durch eine Verfügung mit einem Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente. Damit bleibt diesbezüglich kein eigenständiger Streitgegenstand
übrig.
1.3 Der Beschwerdeführer lässt die Verfügung zunächst deshalb als gravierend
mangelhaft rügen, weil sie nicht begründet sei. Die Beschwerdegegnerin ihrerseits
verweist auf den Begründungsteil, der nach Darstellung des Beschwerdeführers der
Verfügung aber nicht beigelegt war. Letzteres ist aufgrund der Aktenlage anzunehmen.
Aus der Verfügung selbst konnte der Beschwerdeführer nur, aber immerhin ersehen,
dass bei einem Invaliditätsgrad von 56 % nur noch Anspruch auf eine halbe Rente
bestehe. Der Verfügung war ein Vorbescheid vorausgegangen, gemäss welchem ein
Invaliditätsgrad von 48 % errechnet (und wo dieser Grad mit einem
Einkommensvergleich begründet) worden war. Der Beschwerdeführer hatte daraufhin
Einwand erheben lassen. Ohne den Verfügungsteil 2 hat der Beschwerdeführer die von
der Verwaltung vorgenommenen Änderungen nicht im Detail ersehen können, hingegen
das Ergebnis eines im Vergleich zum Vorbescheid auf 56 % angehobenen
Invaliditätsgrades. Mit Schreiben vom 13. Dezember 2007 hatte die
Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer angekündigt, in der Verfügung zu den
Einwänden und Korrekturen Stellung zu nehmen. Er musste daher erkennen, dass die
Begründung versehentlich nicht mitgeschickt worden ist, und hätte durch einfache
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Anfrage eine Nachsendung erreichen können. Die Verletzung der Begründungspflicht
kann vorliegend deshalb als leichte beurteilt werden, welche als geheilt gelten kann (da
sich der Beschwerdeführer vor dieser Beschwerdeinstanz äussern konnte, die sowohl
den Sachverhalt wie die Rechtslage frei überprüfen kann; Bundesgerichtsentscheid i/S
S. vom 26. Juni 2007, I 496/06). Eine Rückweisung der Sache würde zu einem
formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen, die mit dem
(der Anhörung gleichgestellten) Interesse der betroffenen Partei an einer beförderlichen
Beurteilung nicht zu vereinbaren wären (Entscheid des Eidgenössischen
Versicherungsgerichts i/S Z. vom 14. Juli 2006, I 193/04; BGE 116 V 187 E. 3d), was
ebenfalls eine Heilung rechtfertigt (vgl. Entscheid des Versicherungsgerichts des
Kantons St. Gallen i/S M. vom 16. Juni 2008, IV 2008/8).
2.
2.1 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn
die versicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn
sie mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 %
besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens
40 % Anspruch auf eine Viertelsrente.
2.2 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft
entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur
Rentenrevision gibt nach der auch unter dem ATSG massgeblichen Rechtsprechung
jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den
Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen (BGE 130 V 349 f.
E. 3.5). Eine bloss unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich
gebliebenen Sachverhaltes stellt dagegen praxisgemäss keine revisionsbegründende
Änderung dar (BGE 112 V 372 E. 2b; SVR 1996 IV Nr. 70 S. 203). Ob eine
revisionsbegründende Änderung eingetreten ist, beurteilt sich nach einer neuen
Rechtsprechung durch Vergleich des Sachverhalts, wie er im Zeitpunkt der letzten (der
versicherten Person eröffneten) rechtskräftigen Verfügung bestand, welche auf einer
materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung,
Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten
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für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands) beruht
(BGE 133 V 108), mit demjenigen zur Zeit der streitigen Neubeurteilung (BGE 130 V 351
E. 3.5.2; BGE 125 V 369 E. 2).
3.
Bei der erstmaligen Zusprechung des Rentenanspruchs im September/Oktober 2004
war die Beschwerdegegnerin (entgegen den Ausführungen im Begründungsteil) von
einer Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers von 30 % ausgegangen. Sie hatte sich
dabei auf die Beurteilung durch die Klinik für Neurochirurgie am Kantonsspital
St. Gallen vom 22. Mai/4. Juni 2003 gestützt, die für den Beschwerdeführer eine
angepasste Tätigkeit während einer täglichen Arbeitszeit von vier bis acht Stunden für
zumutbar erachtet hatte. Die genaue Bestimmung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit
innerhalb der bezeichneten Bandbreite hatte die Beschwerdegegnerin in Absprache mit
dem RAD auf den Mittelwert von sechs Stunden pro Tag oder 70 % vorgenommen. Die
Arbeitsfähigkeit eingeschränkt hatten eine Spinalkanalstenose LWK 2-4 und eine
Diskushernie LWK 3/4 sowie ein St. n. interlaminärer Fensterung LWK 4/5 links (1993),
wobei die Arbeitsfähigkeitsschätzung etwa einen Monat nach der diesbezüglichen
Operation (Dekompression über erweiterte Fenestration LWK 2-4 bds.,
Sequesterektomie und Nukleotomie LWK 3/4 von rechts) abgegeben worden war.
Erwerblich hatte der Beschwerdeführer bei der Rentenzusprechung in einem
Arbeitsverhältnis als Lagerist gestanden. Nach Angaben des Eingliederungsberaters
war vereinbart worden, dass er für ein Pensum von 40 % einen Jahreslohn von
Fr. 13'000.-- (13x Fr. 1'000.--) erhalten werde. Die Beschwerdegegnerin hatte damals
als Invalideneinkommen nicht dieses tatsächliche Einkommen, aber die entsprechende
Lohnbasis (von Fr. 32'500.-- für 100 %) für ein hypothetisch zumutbares Pensum von
70 % berücksichtigt.
4.
4.1 Die Rentenherabsetzung wurde - nach einem Revisionsverfahren von Amtes
wegen ab Juni 2006 - im April 2008 verfügt. Den Akten lässt sich entnehmen, dass der
Beschwerdeführer im September 2005 wegen seit April 2005 aufgetretener,
rezidivierender Panikattacken das Spital Grabs aufsuchte. Mitte November 2005 kam
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es zu einem Rehabilitationsaufenthalt in der Klinik Gais. Dem Bericht vom 13. Januar
2006 ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer seit 2003 dort in
psychotherapeutischer Behandlung stehe, die entsprechende Symptomatik aber bis
Mai 2005 relativ stabil habe halten können. Dann sei er immer nervöser, ängstlicher
und aggressiver geworden, habe an Atemnot und Kopfschmerzen gelitten. Unter der
Behandlung konnte gemäss dem Bericht eine leichte Verbesserung erreicht werden. Ab
Mai 2006 erfolgte eine ambulante Behandlung in den Psychiatrie-Diensten. Diese
hielten im Juli 2006 dafür, es sei zu einer Besserung gekommen und in den letzten
Wochen seien keine Panikattacken aufgetreten. Von psychischer Seite sei die
Arbeitsfähigkeit nicht eingeschränkt. Die Internistin Dr. B._ hingegen hielt etwa zur
gleichen Zeit fest, die Verschlechterung des psychischen Zustands habe starke Folgen
auf die Schmerzempfindung und der Beschwerdeführer sei gänzlich arbeitsunfähig. Bei
der Begutachtung vom Juli 2007 ergab sich unter psychiatrischem Aspekt, dass bis zur
Aufnahme der antidepressiven Medikation und der psychotherapeutischen Behandlung
eine mittelgradige depressive Störung vorgelegen habe, die zusammen mit der
Panikstörung zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit im
angestammten Beruf geführt habe. Zurzeit sei noch eine leichtgradige depressive
Symptomatik vorhanden und eine weitgehende Remission der Panikstörung
festzustellen. Es seien dem Beschwerdeführer Tätigkeiten zumutbar, in denen kein
Zeitdruck bestehe, er nicht mit für ihn unerwarteten, komplexeren Problemstellungen
konfrontiert werde, die Arbeitsabläufe weitgehend plan- und vorhersehbar seien und er
nicht die Hauptverantwortung für den Arbeitsablauf und das Ergebnis trage. Die
Arbeitsfähigkeit in einer solchen Tätigkeit betrage 60 %, die Arbeitsunfähigkeit also
40 %. Unter diesen Umständen ist davon auszugehen, dass sich im vorliegend
massgeblichen Vergleichszeitraum (wohl ab Mai 2005) eine erhebliche
Verschlechterung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers aus psychischen
Gründen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit ergeben hat. Unter der stationären
und ambulanten Behandlung konnte wieder eine gewisse Besserung erzielt werden.
Gemäss dem psychiatrischen Teilgutachten, das auf einer umfassenden Aktenkenntnis,
einer Aufnahme der Anamnese und der geklagten Beschwerden und einer klinischen
Untersuchung beruht, bewirkte das psychiatrische Leiden aber auch im Juli 2007 noch
eine nicht unbedeutende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Es kann auf das Ergebnis
der Begutachtung abgestellt werden, wonach für adaptierte Tätigkeiten eine
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Arbeitsfähigkeit von 60 % bei voller Arbeitszeitpräsenz besteht. Die davon
unterschiedlich abweichenden Arbeitsfähigkeitsschätzungen von Dr. B._, Dr. E._
und der Psychiatrie-Dienste vermögen im Beweiswert dagegen nicht anzukommen.
Aus den Akten wird ersichtlich, dass der Beschwerdeführer zur Arbeitsleistung gut
motiviert ist. Die Selbsteinschätzung der Arbeitsfähigkeit scheint dennoch etwas zu
gering zu sein. Was die mit 50 % Arbeitsunfähigkeit wenig höhere
Arbeitsunfähigkeitsschätzung der Psychiatrie-Dienste vom 2. November 2007 betrifft,
stammt sie zwar aus einer längeren Beobachtungszeit, kann sich aber nicht auf eine
umfassende Aktenkenntnis abstützen. Die beschriebene Sachlage bringt im Vergleich
zum Gutachten keine neuen Gesichtspunkte. Es kann insbesondere angenommen
werden, dass im Gutachten die in jenem Bericht beschriebene verminderte emotionale
Belastbarkeit und ausgeprägte innere Unruhe in Stresssituationen sowie die
Auswirkungen der (zwischenzeitlich wieder ausgebliebenen) Panikattacken
berücksichtigt worden ist. Der psychiatrische Gutachter hatte diese Faktoren gerade
mit einbezogen, obwohl er damals im Moment eine lediglich leicht ausgeprägte
(depressive) Symptomatik vorgefunden hat (vgl. IV-act. 79-9/10). Es ist davon
auszugehen, dass die in dem Bericht vom 2. November 2007 beschriebene
Verschlechterung der Symptomatik (Wiederauftreten der Panikattacken) für den
vorliegend zu beurteilenden Sachverhalt (bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung
vom 10. April 2008) keine Abweichung von der Massgeblichkeit der gutachterlichen
Beurteilung einer Arbeitsunfähigkeit von 40 % erfordert. Sollte sich allerdings nach
diesem Zeitpunkt eine erhebliche Verschlimmerung des Leidens mit Auswirkung auf die
Arbeitsfähigkeit ergeben, wäre dies in einem allfälligen weiteren Anpassungsverfahren
vorzubringen.
4.2 Es ist daher festzustellen, dass sich im Vergleichszeitraum eine Verschlechterung
der gesundheitlichen Situation des Beschwerdeführers mit einer Senkung der
zumutbaren Arbeitsfähigkeit von 70 auf 60 % in umschriebenen, angepassten
Tätigkeiten ergeben hat.
5.
5.1 In erwerblicher Hinsicht hat sich im Vergleichszeitraum ebenfalls eine relevante
Veränderung eingestellt, und zwar insofern, als dem Beschwerdeführer die langjährige
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Anstellung auf Ende 2005 gekündigt worden ist. Diese Veränderung ist deshalb von
erheblicher Bedeutung, weil bei der Rentenzusprechung auf das tiefe tatsächliche
Lohnniveau an jenem nach dem invaliditätsbedingten internen Wechsel innegehabten
Arbeitsplatz abgestellt worden ist. Dem Beschwerdeführer musste damit zugemutet
werden, eine seinen gesundheitlichen Erfordernissen angepasste durchschnittliche
Hilfsarbeitertätigkeit mit entsprechendem Lohnniveau aufzunehmen. Nach dem Verlust
der Stelle hat der Beschwerdeführer denn auch tatsächlich wieder eine Beschäftigung
aufgenommen, und zwar eine solche als Haushandwerker im Umfang von 30 bis 40 %
(IV-act. 96) bzw. von 25 % (IV-act. 97). Über die entsprechenden Verdienstverhältnisse
hat die Beschwerdegegnerin keine Informationen eingeholt. In Anbetracht des
Pensums ist aber anzunehmen, dass der Beschwerdeführer damit die medizinisch
zumutbare Arbeitsfähigkeit nicht ausschöpfen kann. Für die Bestimmung des
Invalideneinkommens ist zwar primär von der beruflich-erwerblichen Situation
auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der
Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der - kumulativ - besonders stabile
Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende
Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, sowie das Einkommen aus der
Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn erscheint, gilt grundsätzlich
der von ihr tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist aber kein solches
effektives Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach
Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare
neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Rechtsprechung
statistische Werte (Tabellenlöhne) beigezogen werden (BGE 129 V 472 E. 4.2.1;
Bundesgerichtsentscheid i/S C. vom 19. Juni 2008, 9C_81/2008). Für die Bestimmung
des Invalideneinkommens muss demnach vorliegend grundsätzlich auf die
Tabellenlöhne zurückgegriffen werden.
5.2 Bei der Invaliditätsbemessung wird von einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt (vgl.
Art. 16 ATSG; einer Fiktion, vgl. BGE 129 V 480 E. 4.2.2) ausgegangen, der rein
hypothetischen Charakter hat und dazu dient, die Risiken Arbeitslosigkeit und
Invalidität voneinander abzugrenzen (vgl. Entscheid des Eidgenössischen
Versicherungsgerichts i/S C. vom 16. Juli 2003, I 758/02; BGE 110 V 276 E. 4b). Es
kommt nicht darauf an, ob eine invalide Person unter den konkreten
Arbeitsmarktverhältnissen tatsächlich vermittelt werden kann, sondern einzig darauf,
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ob und in welchem Rahmen sie die ihr verbliebene Arbeitskraft noch wirtschaftlich
nutzen könnte, wenn die verfügbaren Arbeitsplätze dem Angebot an Arbeitskräften
entsprächen (AHI 1998 S. 291 E. 3b). Der ausgeglichene Arbeitsmarkt beinhaltet von
seiner Struktur her sowohl bezüglich der beruflichen und intellektuellen
Voraussetzungen als auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes einen Fächer
verschiedenartiger Stellen (Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts i/S
O. vom 22. November 2006, U 303/06). Von einer zumutbaren Tätigkeit im Sinne von
Art. 16 ATSG kann aber dort nicht gesprochen werden, wo sie nur in so
eingeschränkter Form möglich ist, dass sie der allgemeine Arbeitsmarkt praktisch nicht
kennt oder dass sie nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines
durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre und das Finden einer entsprechenden
Stelle deshalb von vornherein als ausgeschlossen erscheint (Entscheid des
Eidgenössischen Versicherungsgerichts i/S S. vom 5. September 2006, I 447/06; ZAK
1991 S. 320 f. E. 3b). Eine Arbeitsmöglichkeit, wie sie dem Beschwerdeführer zumutbar
ist, wird in orthopädischer Hinsicht umschrieben als körperlich leichte Tätigkeit in
temperierten Räumen, die abwechslungsweise sitzend und stehend durchgeführt
werden kann, ohne dass dabei regelmässig unphysiologische, speziell gebückte
Körperhaltungen eingenommen und Gegenstände über 10 kg gehoben oder getragen
werden müssen. Unter psychiatrischem Gesichtspunkt ist erforderlich, dass bei der
Tätigkeit kein Zeitdruck besteht und der Beschwerdeführer nicht mit für ihn
unerwarteten komplexeren Problemstellungen konfrontiert wird, dass die
Arbeitsabläufe weitgehend plan- und vorhersehbar sind und dass er nicht die
Hauptverantwortung für den Arbeitsablauf und das Ergebnis trägt. Bei diesen
Erfordernissen handelt es sich nicht um Einschränkungen, welche einen Einsatz des
Beschwerdeführers als realitätsfremd erscheinen lassen würden. Vielmehr werden
ausreichend viele Hilfsarbeiterstellen diesen Anforderungen genügen.
5.3 Gemäss der Tabelle TA1 der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung LSE 2006
des Bundesamtes für Statistik, welche heranzuziehen ist (keine regionalen Löhne, vgl.
8C_742/2008), konnten Männer mit einfachen und repetitiven Tätigkeiten im privaten
Sektor in jenem Jahr durchschnittlich (statistisches Mittel, Zentralwert; vgl. AHI 1999
S. 50) Fr. 56'784.-- (12mal Fr. 4'732.--) verdienen. Nach Berücksichtigung der
Nominallohnentwicklung (von 1.6 % bis 2007 und von 2 % bis 2008) ergibt sich ein
Betrag von Fr. 58'846.--. Bezogen auf die betriebsübliche durchschnittliche Arbeitszeit
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von im Jahr 2008 41.6 Stunden (statt 40 Stunden, wie sie der Tabelle TA1 zugrunde
liegen) macht dies Fr. 61'200.-- aus.
5.4 Die Beschwerdegegnerin hat in der Beschwerdeantwort einen Abzug von den
Tabellenlöhnen von 10 % als angebracht erachtet. In ihr Ermessen braucht nicht
eingegriffen zu werden. Das Jahreseinkommen reduziert sich demnach auf
Fr. 55'080.--. Bei einer verbliebenen Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers von 60 %
macht das zumutbare Invalideneinkommen 2008 demnach Fr. 33'048.-- aus.
5.5 Ohne Eintritt des Gesundheitsschadens wäre der Beschwerdeführer wohl an seiner
bisherigen Stelle verblieben. Es kann daher als Valideneinkommen der Lohn betrachtet
werden, den er im Jahr 2002 nach Angaben des Arbeitgebers ohne
Gesundheitsschaden verdient hätte, nämlich Fr. 65'000.--. Für das Jahr 2008 ergibt
sich bei einer Nominallohnentwicklung von 120.1/111.4 im verarbeitenden Gewerbe
bzw. der Industrie (gemäss dem Schweizerischen Lohnindex des Bundesamtes für
Statistik) ein Einkommen von Fr. 70'076.--.
5.6 Damit ergibt sich ein Invaliditätsgrad von 53 %. Selbst wenn ein Abzug von 15 %
am Platz wäre, wie der Beschwerdeführer ihn beantragen lässt, ergäbe sich ein
Invaliditätsgrad, bei welchem Anspruch auf eine halbe Rente besteht (nämlich 55 %).
Ein höherer Abzug liesse sich keinesfalls begründen.
5.7 Die relevanten Veränderungen im Sachverhalt haben, obwohl eine
Verschlechterung der gesundheitlichen Situation eingetreten ist, zu einer Verbesserung
der Erwerbsfähigkeit und Herabsetzung des Invaliditätsgrades geführt. Die
anspruchsbeeinflussende Änderung ist nach Art. 88a Abs. 1 IVV in jedem Fall zu
berücksichtigen, wenn sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert
hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird. Diese Voraussetzung wäre wohl drei
Monate nach dem Stellenverlust auf den 31. Dezember 2005 erfüllt gewesen, bezüglich
der gesundheitlichen Verschlechterung ermessensweise drei Monate nach der
Begutachtung. Eine Herabsetzung der Rente erfolgt nach Art. 88 Abs. 2 lit. a IVV
frühestens vom ersten Tag des zweiten der Zustellung der Verfügung folgenden
Monats an, somit ab 1. Juni 2008. Die angefochtene Verfügung ist damit nicht zu
beanstanden. Das vordergründig paradoxe Ergebnis beruht darauf, dass bei erfüllten
bis
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Revisionsvoraussetzungen eine Neufestsetzung der Rente erfolgt, welche auf frühere
ermessensmässige Annahmen keine Rücksicht nehmen kann.
6.
6.1 Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen.
6.2 Nach Art. 69 Abs. 1 IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die
Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen
Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand
und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 200 bis 1000 Franken festgelegt. Als
unterliegende Partei hat der Beschwerdeführer die Gerichtskosten zu bezahlen (vgl.
Art. 95 Abs. 1 VRP). Diese sind ermessensweise auf Fr. 600.-- zu veranschlagen. Mit
dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe ist die geschuldete Gerichtsgebühr
getilgt. Eine abweichende Kostenverlegung bzw. Zusprechung einer
Parteientschädigung infolge der Verletzung der Begründungspflicht rechtfertigt sich
nicht, da ihr keine kausale Bedeutung für die Notwendigkeit der Beschwerdeerhebung
zuzumessen ist.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG