Decision ID: b67cf282-1a4e-4a5f-8e0e-dacba645ed49
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
,
geboren 1974, Mutter von zwei Kindern (
Jahrgang 1997 und 2003)
, war von November 2010 bis Mai 2011 im Rahmen eines
Einsatzpro
grammes
im
Y._
als Mitarbeiterin Hotellerie tätig
, w
obei der letzte Arbeitstag am 7. Mai
2011
war (Urk. 7/39
, Urk. 7/78/1-78 S. 3
).
D
ie Versicherte
meldete sich
am 27.
Mai 2013 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 7/10). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische und erwerbliche Situation ab
und holte beim
Z._
ein polydisziplinäres Gutachten ein, das am
10. Juni 2014 erstattet wurde (Urk. 7/34
).
Zudem veran
lasste die IV-Stelle eine Haushaltabklärung, worüber am 29. August 2014 be
richtet wurde (Urk. 7/40).
Mit Vorbescheiden vom 13. Oktober 2014 stellte die IV-Stelle der Versicherten die Verneinung eines Rentenanspruchs (Urk. 7/44)
und die Verneinung eines An
spruchs auf Arbeitsvermittlung (Urk. 7/43)
in Aussicht.
Dageg
en erhob die Versicherte Einwände
(Urk. 7/45, Urk. 7/48, Urk. 7/60
, Urk. 7/85, Urk. 7/87
).
Im Rahmen des
Vorbescheidverfahrens
holte die IV-Stelle ein
bidisziplinäres
Gut
achten ein; das rheu
matologische Teilgutachten
wurde
am 3
. Februar
2016 (Urk. 7/78)
und das psychiatrische Teilgutachten am
13. Dezember 2015 und
4. Februar 2016 (Urk. 7/82)
erstattet
.
Mit Verfügungen vom 21. Juli
2016
ver
neinte
die IV-Stelle eine
n
Rentenanspruch (Urk.
7/
89 = Urk. 2
S.
1-4
) sowie eine
n
Anspruch auf Arbeitsvermittlung (Urk.
7/
90 = Urk. 2
S.
5 f.
)
.
2.
Die Versicherte erhob am 14. September 2016
Beschwerde
gegen die Verfügun
g
en
vom
21. Juli 2016
(
Urk.
2) und beantragte, diese sei
en
aufzuheben und es sei
en ergänzende Abklärungen vorzunehmen. Eventuell sei die Sache zur Vor
nahme ergänzender Abklärungen an die Vorinstanz zurückzuweisen.
Subeven
tuell
sei
en
ihr eine
Dreiviertelsrente
zuzusprechen und berufliche Massnahmen, insbesondere Arbeitsvermittlung, zu gewähren (Urk. 1 S. 2 Ziff. 1-4
).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
18. Oktober 2016
die Abweisung der Beschwerde
(Urk. 6)
.
Mit Gerichtsverfügung vom 24. Oktober
2016
wurden antragsgemäss (vgl. Urk
.
1
S. 2 Ziff. 5
) die unentgeltliche Prozessführung und Rechtsvertretung bewilligt und der Beschwerdeführerin die Beschwerdeantwort zugestellt (Urk.
8
).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über den Allge
meinen Teil des
Sozialversicherungsrechts, ATSG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge
sundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver
bleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er
werbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die
Invalidenversicherung (IVG) Versicherte
, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Die von einer qualifizierten Person durchgeführte Abklärung vor Ort (nach M
ass
gabe des
Art.
69
Abs.
2
der Verordnung
über die Invalidenversicherung [IVV]
; vgl. auch
Rz
. 3084 ff. des Kreisschreibens des
Bundesamtes für Sozial
versiche
rungen
[
BSV
]
über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversi
cherung [KSIH]) stellt für gewöhnlich die geeignete und genügende Vorkehr zur Be
stimmung der gesundheitlichen Einschränkung im Haushalt dar (Urteil
des Bun
desgerichts
9C_201/2011 vom 5. September 2011 E. 2, in: SVR 2012 IV Nr. 19 S.
86). Einer ärztlichen Fachperson, die sich zu den einzelnen Positionen der Haushaltführung unter dem Gesichtswinkel der Zumutbarkeit zu äussern hat, bedarf es nur in Ausnahmefällen, namentlich bei unglaubwürdigen Angaben der versicherten Person, die im Widerspruch zu den ärztlichen Befunden stehen (Urteil des Bundesgerichts
8C_817/2013 vom 2
8.
Mai
2014 E. 5.1 mit weiteren Hin
weisen
).
Für den Beweiswert eines Berichtes über die Abklärung im Haushalt einer versi
cherten Person sind – analog zur Rechtsprechung betreffend die Beweiskraft von Arztberichten (BGE 125 V 351 E. 3a mit Hinweis) – verschiedene Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis von den örtlichen und räumlichen Verhält
nissen sowie den aus den medizinischen Diagnosen sich ergebenden Beein
trächtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Angaben der versicher
ten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext schliesslich muss plausibel, be
gründet und angemessen detailliert bezüglich der einzelnen Einschränkungen sein und in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Abklärungsbericht voll beweiskräftig (AHI 2003 S.
218 E.
2.3.2 [in BGE 129 V 67 nicht veröffentlichte Erwägung]; Urteil des Bundesgerichts I 733/03 vom
6.
April 2004 E.
5.1.2; vgl. auch BGE 130 V 61 E.
6.2 und 128 V 93 E. 4 betreffend Abklärungsberichte im Zusammenhang mit der Hauspflege und Hilflosigkeit). Diese Beweiswürdigungskriterien sind nicht nur für die im Abklärungsbericht enthaltenen Angaben zu Art und Umfang der Behinderung im Haushalt massgebend, sondern gelten analog für jenen Teil eines Abklärungsberichts, der den mutmasslichen Umfang der erwerblichen Tätigkeit von teilerwerbstätigen Versicherten mit häuslichem Aufgabenbereich im Gesundheitsfall betrifft (Urteil des Bundesgerichts
8C_817/2013 vom 28. Mai 2014 E. 5.1 mit weiteren Hinweisen
).
Der Abklärungsbericht ist seiner Natur nach in erster Linie auf die Ermittlung des Ausmasses physisch bedingter Beeinträchtigungen zugeschnitten, weshalb
seine grundsätzliche Massgeblichkeit unter Umständen Einschränkungen erfah
ren
kann, wenn die versicherte Person an psychischen Beschwerden leidet. Grund
sätz
lich jedoch stellt er auch dann eine beweistaugliche Grundlage dar, wenn es
um die Bemessung einer psychisch bedingten Invalidität geht, das heisst wenn die Beurteilung psychischer Erkrankungen im Vordergrund steht (AHI 2004 S. 137
E. 5.3). Widersprechen sich die Ergebnisse der Abklärung vor Ort und die
fach
medizinischen
Feststellungen zur Fähigkeit der versicherten Person, ihre ge
wohnten Aufgaben zu erfüllen, ist aber in der Regel den ärztli
chen Stellung
nahmen mehr Gewicht einzuräumen als dem Bericht über die
Haushalts
abklärung
, weil es der Abklärungsperson regelmässig nur beschränkt möglich
ist, das Ausmass des psychischen Leidens und der damit verbundenen Ein
schrän
kungen zu erkennen (Urteile des Bundesgerichts
8C_817/2013 vom 28. Mai 2014 E. 5.1,
9C_986/2009 vom 11. November 2010 E. 7.2 und 9C_631/2009 vom 2. Dezember 2009 E. 5.1.2, je mit Hinweisen).
1.4
G
emäss
der mit
BGE 130 V 352
begründeten und seither stetig weiter ent
wickelten Rechtsprechung vermochten eine fachärztlich (psychiatrisch) diag
nos
tizierte
somatoforme
Schmerzstörung und vergleichbare psychosomatische Leide
n (
BGE 140 V 8 E. 2.2.1.3
) in der Regel keine lang dauernde, zu einer In
validität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG führende Arbeitsunfähigkeit zu bewir
ken. Viel
mehr bestand die Vermutung, dass solche Beschwerdebilder oder ihre Folgen mit
einer zumutbaren Willensanstrengung überwindbar seien und nur bestim
mte Umstände, welche die Schmerzbewältigung intensiv und konstant behindern, den Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess unzumutbar machten, weil die ver
sicherte Person alsdann nicht über die für den Umgang mit den Schmer
zen not
wendigen Ressourcen verfügt (zur Entstehungsgeschichte dieser Praxis:
BGE 135
V 201
E.
7.1.2;
Urteil des Bundesgerichtes 9C_739/2014 vom 30. November 201
5 E. 2.1
).
Ob ein solcher Ausnahmefall vorlag, entschied sich im Einzelfall anhand verschiedener Kriterien (so genannte „Foerster-Kriterien“, vgl. BGE 130 V 352, BGE 131 V 39 E. 1.2, BGE 139 V 547 E. 3.2.3).
Mit BGE 141 V 281 hat das Bundesgericht die Überwindbarkeitsvermutung auf
ge
geben und das bisherige Regel-/Ausnahme-Modell durch
einen struktu
rierten normativen
Prüfungsraster ersetzt. In dessen Rahmen wird im Regelfall anhand von auf den funktionellen Schweregrad bezogenen Standardindikatoren das tat
sächlich erreichbare Leistungsvermögen ergebnisoffen und symmetrisch beur
teilt, indem
gleichermassen
den
äusseren
Belastungsfaktoren wie den vor
han
de
nen Ressourcen Rechnung getragen wird (BGE 141 V 574 E. 4.2 mit Hin
weisen;
Urteil des Bundesgerichts 9C_534/2015 vom 1. März
2016 E. 2.2 mit Hinweisen
). Die Anerkennung eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestell
ten gesund
heit
lichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der
Standardin
dikatoren
schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrschein
lich
keit nachgewiesen sind. Fehlt es daran, hat die Folgen der
Be
weislosigkeit
nach wie vor die materiell beweisbelastete versicherte Person zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; BGE 141 V 547 E. 2; Urteil des Bundesgerichts 8C_28/2016 vom 15. April 2016 E. 3.2).
Die Durchführung eines strukturierten Beweisverfahrens nach dem dargelegten Prüfungsraster erübrigt sich
rechtsprechungsgemäss
, wenn Ausschlussgründe vor
liegen, etwa wenn die Leistungseinschränkung überwiegend auf Aggravation oder einer ähnlichen Erscheinung beruht, welche die Annahme einer gesund
heit
lichen Beeinträchtigung von vornherein
ausschliessen
(BGE 141 V 281 E. 2.2; vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_549/2015 vom 29. Januar 2016 E. 4.1 und 9C_899/2014 vom 29. Juni 2015 E. 4).
1.5
Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird für diesen Teil die Invalidität nach
Art.
16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufga
benbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach
Art.
28a
Abs.
2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit oder der unent
geltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad ent
sprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (
Art.
28a
Abs.
3 IVG; gemischte Methode der Invaliditätsbemessung).
Nach der Gerichts- und Verwaltungspraxis wird zunächst der Anteil der Erwerbs
tätigkeit und derjenige der Tätigkeit im Aufgabenbereich (so unter an
derem im Haushalt) ermittelt; die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung erwerbstätig wäre, beurteilt sich mit Rücksicht auf die gesamten Umstände, so die persönlichen, familiären, sozi
alen und er
werb
lichen Verhältnisse. Im Rahmen der gemischten Methode be
stimmt sich die
Invalidität dadurch, dass im Erwerbsbereich ein Einkommens- und im Auf
ga
be
n
bereich ein Betätigungsvergleich vorgenommen wird, wobei sich die
Gesamt
in
validität
aus der Addierung der in beiden Bereichen ermittel
ten und gewichteten
Teilinvaliditäten
ergibt (BGE 130 V 393 E. 3.3 mit Hin
weisen; vgl. BGE 134 V 9)
.
1.
6
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vor
akten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin hielt in den angefochtenen Verfügungen vom 21. Juli 2016 (Urk. 2) fest, dass die Abklärungen ergeben hätten, dass die Beschwerde
führerin ohne einen Gesundheitsschaden einer Tätigkeit als Hilfsarbeiterin zu einem Pensum von 50 % nachgehen würde. Die restlichen 50 % würden in den
Aufgabenbereich entfallen.
Seit Sommer 2013 bestehe
sowohl
in der ange
stam
m
ten als auch in einer angepassten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 50 %. Bei einem ausserhäuslichen Anteil von 50 % liege somit im Erwerbsbereich keine
Erwerbs
einbusse
vor.
Gemäss ihren Abklärungen sei die Beschwerdeführerin
so
dann
im Haushaltsbereich zu 24.4
% eingeschränkt
. Insgesamt bestehe demnach kein Rentenanspruch (S. 2 f.). Im Sommer komme die jüngere Tochter in die
erste Oberstufe. Ab diesem Zeitpunkt
könne
davon ausgegangen werden, dass die Beschwerdeführerin bei guter Gesundheit zu 80 % einer ausserhäuslichen Er
werbstätigkeit nachgehen würde
. Bei dieser neuen Qualifikation als 80 % Er
werbstätige und 20 % im Hausha
lt Tätige würde weiterhin kein
Rentenan
spruch begründet (S. 3 unten).
Auf aktive Arbeitsvermittlung bestehe nur Anspruch, wenn eine
gesundheitsbe
dingte
Einschränkung bei der Stellensuche bestehe. Bei der Beschwerdeführerin bestehe aus versicherungsmedizinischer Sicht keine gesundheitsbedingte Ein
schränkung bei der Stellensuche. Der Beschwerdeführerin sei eine angepasste Tätigkeit in einem Arbeitspensum von 50 % voll zumutbar, weshalb für sie das Regionale Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) zuständig sei (S. 5).
2.2
Die Beschwerdeführerin stellte sich hingen auf den Standpunkt (Urk. 1), dass auf das im Rahmen des
Vorbescheidverfahrens
eingeholte
bi
disziplinäre
Gut
achten nicht abgestellt werden könne
. Dem psychiatrischen
und rheumato
logischen
Teilgutachten
komme insgesamt kein genügender Beweiswert zu. Die Er
stellung der Gutachten sei mit den Anforderungen an eine neutrale,
ergebnis
offene
und fachlich einwandfreie Beurteilung nicht vereinbar und verstosse gegen den Anspruch auf ein faires Verfahren und Waffengleichheit
(S. 2 f
f
. Ziff. II.1
-17).
Die Beschwerdeführerin wäre in einem Pensum von 100 % er
werbstätig, wenn sie gesundheitlich nicht eingeschränkt wäre. Die
Beschwerde
gegnerin
habe
sie demnach zu Unrecht als Teilerwerbstätige qualifiziert
und die g
emischte Methode angewendet
(S. 7 f. Ziff.
II.
19-23
).
Die Beschwerdegegnerin habe dabei die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes für Menschen
rechte
(EGMR)
, aus der sich ergebe, dass die bisher praktizierte gemischte Methode Art. 14 der
Konvention
zum Schutze der Menschenrechte
und Grund
frei
heiten
(EMRK; Diskriminierungsverbot)
in Verbindung mit Art. 8 EMRK
(Rech
t auf Achtung des Privat- und Familienlebens)
verletzte, ignoriert (S. 8 Ziff. 24).
Ausserdem habe
sie
Anspruch auf berufliche Massnahmen, insbesondere Ar
beit
s
vermittlung (S. 9 Ziff. II.27).
3.
3.1
Die Ärzte der Rheumaklinik des
A._
führten in ihrem Bericht vom 10. Juli 2013 (Urk. 7/17) aus, dass die Beschwerdeführerin seit August 2012
im
A._
ambulant behandelt werde (Ziff. 1.2).
Am 8. Juli 2013
sei sie zur stationären Therapie eingetreten (Ziff. 1.3, Ziff. 1.5).
Die Ärzte nannten
die folgenden Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff. 1.1):
c
ervicospondylogenes
und
thorakospondylogenes
Schmerzsyndrom bei Wirbelsäulenfehlhaltung, muskulärer Insuffizienz und
Dysbalance
und
mehrsegmentalen
c
ostovertebralen
Dysfunktionen
im
cerv
icothorak
alen
Übergang
suba
kromiales
Impi
n
gement
vom
Supraspinatustyp
bei muskulärer
Dys
ba
lance
und
ventralisierten
Humerusköpfen
mit Bursitis
subdeltoidea
Status nach Kniegelenkskontusion rechts 24. Juni 2011
a
ktuell schwere
psychosoziale Belastungssituation
3.2
Dr. med.
B._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, nannte in seinem Bericht
vom 8. August 2013 (Urk. 7/18/6-11) die folgenden Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff. 1.1):
chronisches
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom
chronis
che
Periarthropathia
humeroscapul
aris
tendopathica
rechts
Status nach Kniekontusion
mittelgradiges depressives Zustandsbild
partielle gonadotrope Insuffizienz mit sek
undärer
Amenorrhoe
Zudem diagnostizierte er ein
en
i
nsulinabhängige
n
Diabetes Typ 2
ohne Auswir
kung auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff. 1.2).
Seit dem 24. Juni 2011 bestehe
eine
100%ige Arbeitsunfähigkeit (Ziff. 1.6), auch für angepasste Tätigkeiten (Ziff. 1.7).
3.3
Dr. med.
C._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,
führte in seinem Bericht vom 29.
/30.
September 2013 (Urk. 7/21) aus, dass er die Beschwerdeführerin seit November 2011 ambulant behandle (Ziff. 1.2). Er
diag
nostizierte einen mittelgradig depressiven Zustand mit gelegentlichen
Pan
ik
at
tacken
seit Juni 2011 (Ziff. 1.1).
Für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit
bestehe eine psychisch bedingte Arbeitsunfähigkeit von 30 % seit dem 26.
(richtig: 24.)
Juni 2011
(Ziff. 1.6).
3.4
Die Ärzte des
Z._
erstatteten das von der Beschwerdegegnerin in Auftrag gegebene
interdisziplinäre
Gutachten am
10. Juni 2014
(Urk. 7/34)
gestützt
auf die ihnen überlassenen Akten (S.
3 ff. Ziff. 2
), die Anga
ben der Beschwerdeführerin (S. 8
f
f
.
Ziff. 3
) und die
von ihnen vom 28. April bis 2. Mai 2014
ambulant
durchgeführten
(vgl. S. 1
unten
)
allge
meinmedizinischen
(S. 11 f. Ziff. 4.1),
orthopädischen (S. 12 ff. Ziff. 4.2) und psychiatrischen (S. 18 ff. Ziff. 4.3) Untersuchungen.
Die Gutachter nannten die folgenden Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeit
s
fähigkeit (S. 29 Ziff. 7):
Status nach Kniegelenkskontusion rechts mit
Bone
bruise
medialer
Tibia
kopf
, Verletzung des medialen Kapselbandapparates (Verkehrsunfall Juni 2011)
Fortbestehen einer Bewegungsstörung sowie eines belastungsabhängigen Schmerzzustandes im Bereich des medialen Kniegelenkes
chronische
Periarthropathia
humeroscapularis
tendinopathica
rechts bei klinisch leichtem
subacromialen
Impi
n
gement
und
sonographisch
nach
gewiesener Partialruptur
depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode, deutlich ängst
lich gefärbt
anamnestisch Panikattacken
anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung
Differentialdiagnose: chronische Schmerzstörung mit somatische
n und psychischen Faktoren,
Som
atisierungsstörung
(ICD-10 F45.0)
a
ndere
somatoforme
Störung (ICD-10 F45.8)
Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
nannten sie (S. 29 Ziff. 8):
sekundäre
Amenorrhoe
(vorzeitige Menopause) bei
normogonadotropem
Hypogonadismus
Diabetes mellitus Typ 2, insulinpflichtig
Tendomyosen
der Schulterblattstabilisatoren
l
eichtgradiges
lumbales Schmerzsyndrom, rechtsbetont mit
Tendomyose
veränderungen
der Rumpfstabilisatoren sowie der
Hüftaussenrotatoren
, muskuläres Defizit der Rückenmuskulatur bei
leichtgradigem
Haltungs
fehler und untrainiertem Zustand
Angabe
Kopfschmerzen m
it gelegentlichem Erbrechen, wahrscheinlich
i
m Rahmen des psychischen Leidens
Dyslipidämie
Dr. med.
D._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, führte
die allgemeinmedizinische Untersuchung (S. 11 f. Ziff. 4.1), Dr. med.
E._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewe
gungsapparates,
die orthopädische Untersuchung (S. 12 ff. Ziff. 4.2)
,
und Dr.
med.
F._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, die psy
chiatrische Untersuchung (S. 18 ff. Ziff. 4.3) durch.
Aus
orthopädischer Sicht stünden die Schmerzsymptomatik des
rechten Knies nach dem Unfallereignis im 2011 sowie die Schmerzsymptomatik der rechten Schulter im Vordergrund. Diese sei erst etwa ein Jahr nach dem Unfall aufge
treten, möglicherweise auch im Zusammenhang mit der Krückstockbenützung. Heute imponiere in erster Linie eine ausgeprägte muskuläre Verspannung, zum
Teil mit Verkürzung besonders der Schulterblattstabilisatoren. Auch der
Sch
merz
zustand
im linken Knie sei schwierig zu beurteilen. Der objektive Be
fund sei
eher
leichtgradig
. Röntgenbefunde des Knies würde
n
keine den Schmerzen en
t
sprec
henden Veränderungen zeigen. Der
Zustand
der Hals- und
Lendenwirbel
säule
sei heute als nicht relevant zu bezeichnen. Auch hier stün
den
Tendo
myoseveränderungen
im Lenden- und Beckenbereich rechts im Vor
dergrund. Gesamt
haft gesehen seien die angegebenen Beschwerden erheblich überlagert. Sie würden sich nicht direkt aus dem klinischen Befund erklären. Die
Kniever
letzung
müsse
als geheilt betrachtet werden (S. 16 f. Ziff. 4.2.5).
In
psychiatrischer
Hinsicht bestehe eine heute als mittelgradig eingeschätzte, deutlich ängstlich gefärbte depressive Episode, welche subjektiv als sehr schwer und sehr schuldhaft erlebt werde. Die Beschwerdeführerin zeige
ängstlich-kata
strophisierende
Muster, aus welchen sie sich nur kurzzeitig lösen könne. Diskre
pant zu diesem Erleben zeige sich aber keine schwere durchgängige affektive Beeinträchtigung, vielmehr eine erhebliche Affektinkontinenz und auch –
labi
li
tät
mit dann durchaus tiefer Verzweiflung, grossen Ängsten und ausgespro
che
ner Somatisierung. Daneben zeige sich die Beschwerdeführerin aber auch leicht beeindruckbar, gut
führbar
und ablenkbar, was bei eher einfacher Per
sönlich
kei
tsstruktur an
dependente
Züge denken lasse. Hierfür spreche auch die nach Aktenlage deutlich erschwerte Trauerreaktion auf den Tod der Mutter res
pektive die bereits vorher bestehende Identifikation mit der Mutter. In diesem Rahmen habe die Beschwerdeführerin neben den berichteten Angst- und
Panik
zuständen
offenbar nach langen Jahren zunehmend
somatoforme
Symptome entwickelt, insgesamt überwiegend mit Schmerzen, weniger
mit
funktionelle
n
Symptome
n
. D
abei habe der leichte Unfall im
Jahr
2011 einen (weiteren)
locus
mi
noris
resi
stentiae
gebildet, so dass die Knieschmerzsymptomatik bei offensicht
lich ger
ing
en organischen Befunden im Rahmen des
somatoformen
Geschehens beurteilt werde. Dasselbe gelte für die beklagten Schulterbeschwerden. Er
schwerend habe 2013 nun allerdings ein insulinpflichtiger Diabetes mellitus und eine vorzeitige Menopause diagnostiziert werden müssen. Erkrankungen, welche eine Verfesti
gung des ängstlichen Krankheitserlebens der Beschwerde
führerin bewirken und sie in ihrer Gewissheit des Vorliegens schwerer körperli
cher Erkrankungen be
stätigen würden. Ä
tiologisch
müsse
von einer gewissen „Vorbelastung“ im Sinne
einer Erschöpfungsdepression ausgegangen werden. Die Beschwerdeführerin sei alleinerziehende Mutter gewesen, habe offenbar auch nach der Trennung von ihrem Ehemann unter dessen Nachstellungen
ge
litten
. Mit dem an
sich geringen Unfallereignis im
Juni 2011 sei es dann zur Entwicklung einer
Traumafolge
störung
im weitesten Sinne gekommen (S. 2
4 f.
Ziff. 4.3.5). Insgesamt bestehe bei der Beschwerdeführerin heute deshalb eine multifaktorielle Ätiologie des affek
tiven Leidens, welches heute im Sinne einer mittelgradigen depressiven Störung imponiere. Darüber hinaus seien die von der Beschwerdeführerin be
klagten Beschwerden im von ihr beklagten Ausmasse somatisch nicht erklärbar. Wohl bestehe eine muskuläre
Dysbalance
bezie
hungsweise Insuffizienz, welche gewisse Beschwerden verursachen könne
;
die ausgeprägten Schmerzen, insbe
son
dere im Bereich des rechten Knies, seien durch das damalige Unfallereignis heute aber nicht
vollumfänglich erklärbar (S. 2
6
Ziff. 4.3.5).
In
somatischer
Hinsicht
sei die
Beschwerdeführerin
heute nicht in der Lage, ganz
tägig stehende oder nur sitzende Tätigkeiten a
usz
uführen. Sie könne auch keine den rechten Arm andauernd belastende Tätigkeiten ausführen, ebenso wie keine Überkopfarbeiten. Der Beschwerdeführerin seien heute aus orthopädischer Sicht leichte bis mittelschwere Tätigkeiten zumindest zu 50 % zumutbar, bei entsprechender The
rapie
steigerbar
. Von Seiten des
Diabetes mellitus
könne die
Beschwerdeführerin keine
gefährlichen Tätigkeiten, wie Tätigkeiten in gros
ser Höhe und so weiter
,
ausführen. Alle übrigen Tä
tigkeiten wären ihr zumut
bar.
Eine wesentliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit im Sinne der
Durch
haltefähigkeit
und der Arbeitsdichte bestehe aus psychiatrischer Sicht. Die kom
plexe affektive und psychosomatische Entwicklung schränke die Arbeitsfähig
keit der Beschwerdeführerin in jeder Tätigkei
t teilweise
ein. Rein psychiatrisch wäre der Beschwerdeführerin heute ebenfalls eine Arbeitsfähigkeit von 50 %
zuzumuten. D
iese Einschränkung könne zu der aus orthopädischer Sicht attes
tierten Arbeitsunfähigkeit aber nicht additiv gewertet werden, da sich die attes
tierten Einschränkungen teilweise überlappen würden
. D
er Beschwerdeführerin
sei
aktuell
insgesamt
eine 50%ige Tätigkeit in einer körperlich leichten bis mit
telschweren ausserhäuslichen Tätigkeit zumutbar. In der Tätigkeit als Hausfrau sei die Beschwerdeführerin weniger eingeschränkt, hier bestehe lediglich eine Einschränkung bei schweren Haushaltsarbeiten oder Arbeiten,
die
aus somati
scher Sicht nicht möglich sei
en.
I
n der Haushaltsführung
bestehe
ein vermin
dertes Rendement von zirka 20 %
(S. 31 Ziff. 10)
.
Dies bedeute, dass die Beschwerdeführerin in der angestammten Tätigkeit als Mitarbeiterin im Service heute eine 50
%ige Arbeitsfähigkeit aufweise. Diese Tätigkeit sei nicht andauernd schwer und die Beschwerdeführerin h
abe die Mög
lichkeit, wechselsch
ichtig zu arbeiten.
Der Beginn der Einschränkung der Ar
beitsfähigkeit müsse auf den 24. Juni 2011 gelegt werden, als die Versicherte angefahren worden sei. Der Verlauf sei seither offenbar fluktuierend gewesen, auch abhängig von der psychosozialen Belastungssituation (Verschlechterung) respektive einer Schmerzreduktion anlässlich der Rehabilitation (Verbesserung). Insgesamt
sei
es seither nicht zu einer längerdauernden wesentlichen Besserung oder Verschlechterung gekommen. Seit März 2013 seien weitere somatische Er
krankungen aufgetreten, ohne dass in den Berichten aber von einer wesentli
chen Verschlechterung des Gesundheitszustandes deswegen die Rede
gewesen
wäre (S. 31 f. Ziff. 10). In einer
adaptierten
Tätigkeit, das heisst bei Wegfallen der aus somatischer Sicht zu formulierenden Einschränkungen
,
bestehe bei der Beschwerdeführerin heute ebenfalls eine 50%ige Arbeitsfähigkeit, da sich das psychische Leiden, welches doch als erheblich angesehen werden müsse, auch auf eine adaptierte Tätigkeit auswirken
würde
(S. 32 Ziff. 11).
3.
5
Am 6
. August 2014 fand eine Haushalt
abklärung vor Ort statt, worüber am
29. August 2014
berichtet wurde (Haushaltabklärungsbericht, Urk. 7/40).
Die
Ab
klä
rungsperson
führte aus, dass die Beschwerdeführerin die obligatorische Schulzeit in der
G._
besucht habe
(S. 2 Ziff. 2.1)
. Die Beschwerdeführerin habe immer in der Gastronomie gearbeitet und an verschiedenen
Einsatzpro
grammen
des Sozialzentrums teilgenommen. Beim letzten Einsatzprogramm habe
sie als M
itarbeiterin Hotellerie im
Y._
der Stadt Zürich gearbeitet.
Die Beschwerdeführerin habe
dort
nach eigenen Angaben
in einem 75 %-Pensum gearbeitet. Warum auf dem Arbeitszeugnis nur
ein Pensum von
50 % stehe, habe sich die Beschwerdeführerin nicht erklären können. Nach An
gaben der Beschwerdeführerin habe es zuerst so ausgesehen, dass sie im Alters
heim im Anschluss an das Einsatzprogramm einen Festanstellungsvertrag im 100 %-Pensum
erhalte
n werde
. Das Einsatzprogramm sei am 7. Mai 2011 fertig gewesen und der Unfall sei am 24. Juni 2011 passiert. Die Beschwerdeführerin habe nach eigenen Angaben bereits eine mündliche Zusage
für eine Festan
stellung
in einem 100
%
-
Pensum in einem Restaurant für nach den
Sommer
schul
ferien
erhalten
. Eine schriftliche Bestätigung habe sie nicht und zu einem Ver
trag sei es gar nicht gekommen (S.
2 f. Ziff. 2.2).
D
ie Beschwerdeführerin
wohne
mit ihren beiden Töchtern (Jahrgang 1997 und 2003) in einer Mietwohnung. Die ältere Tochter beginne jetzt eine Ausbildung und die jüngere Tochter komme in die 5. Klasse
. Über Mittag sei die jüngere Tochter im Hort
(S. 3 Ziff. 2.3.1).
Die Beschwerdeführerin würde nach eigenen Angaben bei guter Gesundheit mindestens in einem Pensum von 75 % arbeite
n
, eher sogar in einem 100 %-Pensum. Dies vor allem aus finanziellen Gründen, aber auch, weil sie nicht gerne den ganzen Tag zu Hause sei. Die Kinder seien schon selbständiger und über Mittag sei die jüngere Tochter im Hort
fremdbe
treut
(S. 4 Ziff. 2.5). Die Abklärungsperson
führte diesbezüglich
aus, dass die Beschwerdeführerin keine aktuellen Bewerbungen
habe
vorlegen könne
n
. Die Beschwerdeführerin habe nach eigenen Angaben zu 100 %
- gemeint ist wohl 75 % -
im Altersheim gearbeitet, im Arbeitszeugnis werde jedoch nur ein 50%iges Pensum bestätigt. Die Beschwerdeführerin habe weiter angegeben, be
reits eine mündliche Zusage für eine 100 % Anstellung zu haben; diesbezüglich läge jedoch keine schriftliche Bestätigung vor. Auch Bewerbungsunterlagen
habe sie keine mehr. Die 50%ige Restarbeitsfähigkeit
werde nicht verwertet.
Da schriftliche Bestätigungen fehl
t
en sowie auch keine Bewerbungsunterlagen vorliegen würde
n
, könne aktuell von einer Qualifikation von 50 %
im
Erwerbs
be
reich
und 50 %
im
Haushaltsbereich ausgegangen werden. Dies entspreche der schriftlichen Bestätigung des Altersheims
Y._
, mithin des letzten Ar
beitgebers. Im Sommer 2016 komm
e die jüngere Tochter in die erste
Ober
stufe. Im Rentenfall sei dann eine Revision durchzuführen und die Situation noch
einmal vor Ort abzuklären (S. 5 Ziff. 2.6.1).
Die Abklärungsperson ermittelte sodann eine Einschränkung von 24.4 % im Haus
halt (S. 7 ff. Ziff. 6.1-6.8), was bei einem 50%igen Anteil im
Haushalt
s
be
reich
einen Teilinv
aliditätsgrad von 12.2 % ergibt
(S. 9 Ziff. 7).
3.6
Die Ärzte
der Klinik für
Rheumatologie des
A._
nannten in ihrem Bericht
vom 5. November 2014 (Urk. 7/58) die folgenden Diagnosen
(S. 1 Mitte):
chronisches,
c
ervikospondylogenes
Schmerzsyndrom rechts mit mögli
cher, intermittierender Reizung C6 rechts
Wirbelsäulenfehlform mit Hyperkyphose der Brustwirbelsäule und
Hals
wirbelsäule-Protraktion
, muskuläre Insuffizienz
aktuell ausgeprägte Irritationszonen Halswirbelkörper 5/6 rechts,
Trig
gerpunkt
im
Levator
Scapulae
,
Trapezius
,
Infraspinatus
und Teres
minor
rechts
geplant: MRI Hal
s
wirbelsäule
chronische
Periarthropathia
humeroscapularis
tendi
nopathica
rechts bei chronischem
,
subakromialem
Impingement
mit
Humeruskopfprotraktion
sonografisch
erneute chronische Bursitis
subdeltoidea
,
Tendinopathie
der
Supraspinatussehne
im Bereich des
Impingements
mit kleiner, ansatznaher Partialruptur und Mikroverkalkungen
Hypovitaminose D
Diabetes mellitus, insulinpflichtig, Erstdiagnose März 2013
Verdacht auf partielle Gonadotrope Insuf
fizienz bei sekundärer
Amenor
rhoe
Dyslipidämie
depressive Störung, neu unter
Cymbalta
Insgesamt fänden sich klar mechanische Ursachen für die beklagten Schmerzen. Zudem sei der Vitamin D Spiegel erneut tief, was die Beschwerden ve
rstärken könne. Langfristig
würden
nur eine gezielt
e
Physiotherapie und regelmässige
Ei
genübungen
zu einer gewissen
Beschwerde
n
minderung
führen. Wahrschein
lich erschwere die depressive Symptomatik die aktive Therapie (S. 2 unten).
3.7
Die Ärzte
des Instituts für Diagnostische und
Interventionelle
Radiologie des
A._
füh
rten in ihrem Bericht
vom 2. Dezember 2014 (Urk. 7/59) aus, dass ein
MRI der Halswirbelsäule
durchgeführt worden sei.
Es seien
mehrsegmentale
Diskusprotrusionen
und eine
mittelgradige Facettengelenksarthrose
festgestellt worden.
3.8
Die
Ärzte
des
Z._
führten in ihrer Stellungnahme vom 30. März 2015 (Urk. 7/62) aus, dass das im Bericht der Klinik für Rheumatologie des
A._
vom 5. November 2014 (
vgl.
vorstehend E.
3.6
) diagnostizierte
chronische,
cervikos
pondylogene
Schmerzsyndrom rechts mit möglicher, intermittierender Reizung C6 rechts anlässlich der bei ihnen durchgeführten Untersuchung n
icht diagnos
tiziert
worden sei.
E
ntsprechende Beschwerden seien von der Beschwerdeführe
rin auch nicht beklagt worden r
espektive nicht im Vordergrund g
estanden.
Im MRT-Bericht vom 2. Dezember 2014 der Halswirbelsäule
(vgl. vorstehend E.
3.7
)
würden sodann
Diskusprotrusionen
beschrieben (S
. 1 f.
). Aufgrund dieser neuen Diagnosen seit ihrer Begutachtung vom 10. Juni 2014 (vorstehend E.
3.
4
) hätten sich möglicherweise Änderungen in der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin ergeben. Insgesamt würden die neuen Befunde allerdings eher
leichtgradiger
Natur erscheinen. Zur Klärung der Arbeitsfähigkeit seit ihrem Gutachten müsste die Beschwerdeführerin daher erneut untersucht beziehungsweise begutachtet werden (S. 2 unten).
3.9
Dr. med. und Dr.
sc.nat
. ETH
H._
, Fachärztin für Allgemeine In
nere Medizin und für Rheumatologie, erstattet
e
das von der
Beschwer
degeg
nerin
in Auftrag gegebene rheumatologische Gutachten am
3. Februar 2016
(Urk. 7/78
/1-78
). Sie stützte sich dabei auf die ihr überlassenen Akten (S. 3 ff. Ziff. 4-6), die Anga
ben der Beschwerdeführerin (S. 53
f.
Ziff. 7
) und die
am 25. Januar 2016
durchgeführte
internistisch-rheumatologische Untersuchung (S. 2 Ziff. 1, S. 55 ff. Ziff. 8). Die Gutachterin nannte die folgenden rheumatolo
gischen Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 63 Ziff. 9.1):
Diabetes mellitus Typ 2 (Erstdiagnose
März 2013) mit Insulin-Therapie und
ungenügender Einstellung und
relativer Hypoglykämie März 2014 mit unklarer neurologischer Epi
sode mit starker Schläfrigkeit bei Ansprechbarkeit und Glucose
Als rheumatologische Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte sie (S. 63 Ziff. 9.2):
Nikotin-Abusus
ausgedehnte chronische Schmerzen
normogonadotroper
Hypogonadismus
mit Menopause mit 39 Jahren (März 2013)
Osteopenie
der Lendenwirbelsäule und des rechten Schenkelhalses
(DEXA Februar 2016)
bei normaler Knochendichte beider
Radii
und da
her keine Inaktivitäts
-
Osteoporose der Arme
Vitamin D-Mangel
Hypercholesterinämie
w
illkürlich anmutende Zuckungen rechtsbetont mit
n
ormalen neurologischen und ENMG-Befunden (April 2013) und
n
ormalen MRI-Befunden des Cerebrums (Februar 2016 und Juni 2013)
Status nach Unfall am 24. Juni 2011 mit Kontusion des rechten Knies mit medialem
Bone
bruise
,
Mikrofrakturierung
am medialen
Tibiaplateau
und Partialruptur des medialen Kollateralbandes mit konservativer The
rapie und guter Heilung mit altersentsprechenden MRI-Befunden (Juli 2012)
l
eichte bis mässige degenerative Veränderungen der Halswirbelsäule mit mehrsegmentalen
Diskusprotrusionen
ohne Kompression neuraler
Strukturen (MRI Dezember 2014)
Bei
der Beschwerdeführerin
bestehe
ein Diabetes mellitus mit ungenügender Einstellung und einer dokumentierten Episode einer Hypoglykämie mit einer unklaren neurologischen Episode mit starker Schläfrigkeit (März 2014), der ihre Leistungsfähigkeit einschränke. Weitere strukturelle Veränderungen mit Aus
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit bestünden nicht. Die Verletzung des rechten Knies (Juni 2011) und die daraus folgende Überlastung der Schultergelenke wegen den Stöcken seien ohne Residuen gut geheilt.
Die vorhandenen Befunde würden das Ausmass ihrer Beschwerden nicht erklären (S. 65 Ziff. 10).
Die Beschwerdeführerin sei wegen des Diabetes mellitus
in ihrer Arbeitsfähig
keit
eingeschränkt und könne keine Nachtarbeit (zwischen 22 Uhr und 6 Uhr) und keine Arbeiten mit Selbst- oder Fremdgefährdung
ausüben
. Die ange
stammte Tätigkeit als Mitarbeiterin Hotellerie im Altersheim beziehungsweise
als Serviceangestellte, Verkäuferin, Mitarbeiterin an der Kasse und Buffet, Konditoreimitarbeiterin beziehungsweise Küchenangestellte könne sie uneinge
schränkt ausüben, sofern sie dabei nicht in der Nacht zwischen 22 Uhr und 6 Uhr morgen
s
arbeiten müsse. Wegen der Hypoglykämie-Episode könne sie beruflich nicht Autofahren. Im Haushalt bestünden keine Einschränkungen (S. 67 f. Ziff. 11.1). Die Einschränkungen durch den Diabetes mellitus bestünden seit der Erstdiagnose im März 201
3.
D
ie Beschwerdeführerin
sei
im Rahmen der
polydisziplinären
Z._
-Begutachtung im
Juni 2014 in einer leichten bis mittel
schweren Tätigkeit als ganztags arbeitsfähig eingeschätzt
worden (vgl. vorste
hend
E. 3.4
)
. Seither habe sich der Befund in der rechten Schulter gebessert. Aus den Unterlagen gehe nicht eindeutig hervor, wann diese Besserung eingetreten sei. Daher gelte die oben attestierte Arbeitsfähigkeit seit dem Datum der rheu
matologischen Untersuchung am 25. Januar 2016 (S. 68 Ziff.
11.2).
Die Be
schwerdeführerin sei zu 100 % arbeitsfähig bezogen auf ein Pensum von 100 %
(S. 68 Ziff. 11.3).
Unter Berücksichtigung der genannten Einschränkungen könn
e
die Beschwerdeführerin sämtliche Tätigkeiten uneingeschränkt ausüben, die Frauen
ihres Alters üblicherweise machen können (S. 68 Ziff. 11.4).
Die Beschwerdeführerin habe eine gute Prognose. Es sei
wahrscheinlich, dass sie in der
angestammten Tätigkeit oder in einer anderen angepassten Tätigkeit un
eingeschränkt arbeiten könne. Die berufliche Wiedereingliederung werde durch
die invaliditätsfremden Faktoren Migrationshintergrund, kein Schulbesuch in de
r
Schweiz, fehlende Berufsausbildung, Hilfsarbeiter-Tätigkeit und geringe
Deu
tsch
kenntnisse
erschwert (S. 69 Ziff. 12.3).
3.10
Prof. Dr. med.
I._
, Facharzt für Neurologie und für Psychi
atrie und Psychotherapie, erstatte
te
das von der Beschwerdegegnerin in Auf
trag gegebene psychiatrische Gutachten am
13.
Dezember
2015 und am
4.
Februar 2016
nach abschliessender
bidisziplinärer
Besprechung
(Urk. 7/82). Er stützte sich dabei auf die ihm überlassenen Akten (S. 3 Ziff. A.3), die Anga
ben der Beschwerdeführerin (S. 5 ff. Ziff. B) und die am 10. Dezember 2015 durch
geführte psychiatrische Untersuchung (S. 4 Ziff.
A.2).
Zudem berück
sich
tigte er die vom Bundesgericht aufgestellten Standardindikatoren gemäss Urteil vom 3. Juni 2015 (BGE 141 V 281) sowie die im IV-Rundschreiben Nr. 339 des
BSV vom 9. September 2016 gemachten Umsetzungsempfehlungen (S. 4 Ziff
. A.1).
Der Gutachter nannte die
folgenden psychiatrischen Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 27 Ziff. E.1):
rezidivierende depressive Störung (beginnend
chronifiziert
); unzu
rei
chend
medikamentös behandelt; gegenwärtig mittelgradig mit soma
tischem
Syndrom und vorwiegend ängstlichen Anteilen (ICD-10 F33.11)
anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung (ICD-10 F45.4)
Zudem diagnostiziert
e
er anamnestische Panikattacken (ICD-10 F41.0) ohne E
in
fluss auf die Arbeitsfähigkeit (S. 27 Ziff. E.2). Der Gutachter führte aus, dass er die psychiatrische Einschätzung im polydisziplinären
Z._
-Gutachten vom Juni 2014 (vgl.
vorstehend
E. 3.4
) in sein Gutachten übernommen habe, da sie von ihm geteilt werde und unveränderte
Gültigkeit besitze. Es sei nichts hinzuzufü
gen, ausser dass sich die sonstigen
somatoformen
Anteile zurückgebildet hätten unter weiterer Präsen
z
des
somatoformen
Schmerzbildes (S. 22 f. Ziff. D). Be
züglich der Zuckungen im Arm sei unter anderem eine neurologische Abklä
rung mit bildgebender Diagnostik im Juni 2013 ohne pathologischen Befund
erfolgt, welche schliesslich als diffuse motorische Entäusserungen gewertet worden
seien ohne somatisches Pendant und dissoziativer Natur (S. 24 Ziff. D). Im Vordergrund der psychiatrischen Symptome hätten wiederum Klagen der Beschwerdeführerin über chronische Schmerzen der gesamten rechten Körper
seite gestanden. Klagen über sonstige
somatoforme
Symptome habe sie im Ge
gensatz zu der Vorbegutachtung nicht mehr geäussert. Psychopathologisch habe sich im Vergleich zum
Z._
-Gutachten vom Juni 2014 im Affektiven kein ver
änderter Befund ergeben. Es habe wiederum ein ängstlich gefärbtes depressives mittelgradiges Zustandsbild imponiert. Anamnestisch habe die Beschwerdefüh
rerin von gelegentlichen Panikattacken berichtet. Die diagnostische Einschät
zung sei insofern abzuändern, als dass die depressive Episode nun seit mehr als zwei Jahren anhalte und damit als rezidivierende depressive Störung, gegen
wärtig mittelgradig mit somatischem Syndrom
,
einzuordnen sei. Die Diagnose
n
anamnestischer Panikattacken und einer anhaltenden
somatoform
en
Schmerz
störung
würden
aus dem Vorgutachten übernommen. Die Diagnose einer ande
ren
somatoformen
Störung liege nicht mehr vor (S. 24 Mitte Ziff. D).
Wie bereits im Vorgutachten beschrieben worden sei, habe sich das psychische Störungsbild der Beschwerdeführerin auf dem Boden einer Vorbelastung ent
wickelt. Die Beschwerdeführerin sei nach ihrer Scheidung bei mässiger
Ressour
cenlage
(keine Ausbildung, geringer Rückhalt in der Familie, Auseinanderset
zungen mit dem Ex-Ehemann, finanzielle Schwierigkeiten) als alleinerziehende Mutter überdurchschnittlich belastet gewesen. Zudem seien die Übergriffe des Ex-Ehemannes von der Beschwerdeführerin als traumatisierend erlebt worden. Dies habe die Beschwerdeführerin überdurchschnittlich belastet, so dass ein ge
wisser Erschöpfungszustand prädestinierend das psychiatrische Krankheitsbild
begünstigt habe. Der Tod der Mutter, welche eine wesentliche und vermeintlich letzte Ressource für die Beschwerdeführerin dargestellt habe, habe dann das psy
chiatrische Bild mit der ängstlich gefärbten Depression und der
Symptom
ausweitung
der Schmerzen mit dem Auftreten
somatoformer
Schmerzen und anderer Symptome ausgelöst (S. 24 f. Ziff. D).
Aus psychiatrisch-gutachterlicher Sicht ergebe sich im Vergleich zur psychiatri
schen Vorbegutachtung im Juni 2014 ein unverändertes Zustandsbild. Die Ein
schätzung des Vorgutachters einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit bezogen auf ein Vollpensum in zuletzt ausgeübter und adaptierter Tätigkeit sei korrekt. Gegen
wärtig bestehe eine mittelgradige Minderung der Durchhaltefähigkeit und der Ausdauerleistungen der Beschwerdeführerin sowie der geistigen Flexibilität und der Entscheidungsfähigkeit. Zum Verlauf des Störungsbildes sei ab Sommer 2013
von
der psychiatrisch bedingten Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus
zugehen. Das psychiatrische Störungsbild sei unzureichend behandelt. So habe im hiesigen
bidisziplinären
Untersuch festgestellt werden müssen, dass der
Duloxetinblutserumspiegel
(
Cymbalta
) im nicht nachweisbaren Bereich gelegen
habe, was die medikamentöse Compliance der Beschwerdeführerin in Frage stelle
. Es sei davon auszugehen, dass unter adäquater multimodaler Schmerztherapie und antidepressiver medikamentöser Behandlung mit einer Rückbildung des
Störungsbildes innerhalb von sechs bis spätestens zwölf Mo
naten nach
Thera
pi
ebeginn
gerechnet werden dürfe. Da dann auch mit einer signifikanten Verbesserung der Arbeitsfähigkeit zu rechnen sei, spreche aus psychiatrisch-versicherungsmedizinischer Sicht nichts gegen die Auferlegung einer
Schaden
min
derungspflicht
(S. 28 Ziff. F).
Das psychische Störungsbild sei als beginnend
chronifiziert
zu beschreiben. Es habe eine leitliniengerechte Behandlung des Störungsbildes zu erfolgen, welche per Blutserumspiegelkontrollen bezüglich der medikamentösen Compliance zu überwachen sei. Zudem werde eine intensivierte multimodale Schmerztherapie und eine die Selbstwirksamkeitserwartung stärkende Psychotherapie empfohlen (S. 28 Ziff. G).
3.11
I
n
der
bidisziplinären
Zusammenfassung
der beiden rheu
matologischen
und ps
y
chiatrischen
Gutachten
vom 4. Februar 2016 (Urk. 7/83)
nannten Dr.
H._
und Prof.
I._
die gleichen Diagnosen mit Aus
wirkung auf die Arbeits
fähigkeit wie in ihren jeweiligen Gutachten (vorstehend E.
3.9-3.10
). Aus
bidis
ziplinärer
Sicht sei die
Beschwerdeführerin in der
ange
stammten Tätigkeit oder in einer anderen angepassten Tätigkeit zu 50 % ar
beitsfähig bezogen auf ein Pensum von 100 %. In ihrem Haushalt bestehe keine Einschränkung.
Wegen des
Diabetes mellitus könne die Beschwerdeführerin keine Nachtarbeit (zwischen 22 Uhr und 6 Uhr)
und keine Arbeiten mit Selbst- oder Fremdgefährdung aus
üben. Diese Arbeitsfähigkeit gelte seit Sommer 201
3.
Das psychiatrische
Störungs
bild
sei unzureichend behandelt. Es sei davon auszugehen, dass unter adä
quater multimodaler Schmerztherapie und
antide
pressiver
medikamentöser Behandlung mit einer Rückbildung des
Störungsbil
des
innerhalb von sechs bis spätestens zwölf Monaten nach Therapie gerechnet werden dürfe. Da dann auch
mit einer signifikanten Verbesserung der Arbeits
fähigkeit zu rechnen sei, spr
eche aus psychiatrisch-versicherungsmedizinischer Sicht nichts gegen die Auferle
gung einer Schadenminderungspflicht.
3.1
2
Dr. med.
J._
, Facharzt für
Anästhesiologie
, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD),
führte in seiner Stellungnahme
vom 14. Juli 2016
(Urk. 7/88/8-9) aus, dass das
bidisziplinäre
Gutachten bezüglich berücksichtigter Akten, aktuell erhobener Befunde und Diagnosen sowie de
r
darauf basierende
n
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit seit 2013 plausibel sei. Es bestehe kein Anlass, von der medizi
nisch-theoretischen Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin
von 5
0 % abzu
weichen.
4
.
4.1
Das
bidisziplinäre
Gutachten von Dr.
H._
und Prof.
I._
umfasst die Fachrichtungen Rheumatologie und Psychiatrie. Die beiden Gutachter verfügen über entsprechende Facharzttitel und waren somit in ihren Fachgebieten grund
sätzlich zur Beurteilung des Gesundheitszustandes und
der Arb
eitsfähig
keit der
Beschwerdeführerin
befähigt. Die Gutachter berücksichtigten die be
klagten B
e
schwerden und das Verhalten der Beschwerdeführerin und erstellten ihren jewei
ligen Teil des Gutachtens in Kenntnis der
Vorakten
(vorstehend E. 3.
9-3.10
).
Dr.
H._
diagnostizierte in ihrem rheumatologischen Gutachten einen
insulin
pflichtigen
Diabetes mellitus Typ 2 mit Auswirkung auf die Arbeitsfähig
keit. Sie legte in schlüssiger und nachvollziehbarer Weise dar, warum keine weiteren strukturellen Veränderungen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bestehen. Die Verletzung des rechten Knies im Juni 2011 und die daraus fol
gende Überlastung der Schultergelenke wegen den Stöcken seien ohne Residuen gut geheilt. Zudem würden die vorhanden
en Befunde das Ausmass der
Be
schwer
den nicht erklären. Die Beschwerdeführerin sei wegen des Diabetes mel
litus eingeschränkt und könne keine Nachtarbeit und keine Arbeiten mit Selbst- oder Fremdgefährdung ausüben. Die Gutachterin führte sodann aus, dass die Beschwerdeführerin im Rahmen des polydisziplinären
Z._
-Gutachtens vom Juni 2014 in einer leichten bis mittelschweren Tätigkeit als ganztags arbeits
fähig eingeschätzt worden sei. Bei dieser Aussage handelt es sich
offensichtlich
um ein Versehen, denn der Beschwerdeführerin wurde im Rahmen des
Vorgut
achtens
in der angestammten Tätigkeit wie auch für angepasste Tätigkeiten eine Arbeitsfähigkeit von 50 % attestiert (vgl. vorstehend E. 3.4). Die Gutachterin führte sodann aus, dass sich der Befund in der rechten Schulter seither gebessert habe. Die Beschwerdeführerin könne deshalb die angestammte Tätigkeit als Mitarbeiterin Hotellerie im Altersheim beziehungsweise als Serviceangestellte, Verkäuferin, Mitarbeiterin an der Kasse und Buffet, Konditoreimitarbeiterin beziehungsweise Küchenangestellte seit dem Datum der rheumatologischen Untersuchung am 25. Januar 2016 uneingeschränkt zu 100 % ausüben, sofern
sie dabei nicht in der Nacht zwischen 22 Uhr und 6 Uhr morgens arbeiten m
üsse (vorstehend E. 3.9).
Prof.
I._
diagnostiziere eine rezidivierende depressive Störung (beginnend
chronifiziert
); unzureichend medikamentös behandelt; gegenwär
tig mittelgradig mit somatischem
Syndrom und vorwiegend ängs
tlichen Anteilen
sowie eine an
haltende
somatoforme
Schmerzstörung mit Auswirkung auf die Arbeitsfähig
keit. Zudem diagnostizierte er anamnestische Panikattacken ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. Er führte aus, dass er die psychiatrische Einschätzung im polydisziplinären
Z._
-Gutachten vom Juni 2014 in sein Gutachten übernom
men und diese unveränderte Gültigkeit habe. Es sei nichts hinzuzufügen, ausser dass sich die sonstigen
somatoformen
Anteile zurückgebildet hätten unter wei
terer Präsenz
des
somatoformen
Schmerzbildes. Der Gutachter legte in nach
vollziehbarer Weise dar, dass die diagnostische Einschätzung insofern abzuän
dern sei, als dass die depressive Episode nun seit mehr als zwei Jahren anhalte und damit als rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradig mit somatischem Syndrom
,
einzuordnen sei. Die Diagnose anamnestischer
Panik
attacken
und einer anhaltenden
somatoformen
Schmerzstörung sei aus dem
Vor
gutachten
zu übernehmen und die Diagnose einer anderen
somatoformen
Stö
rung liege nicht mehr vor. Der psychiatrische Gutachter legte schlüssig dar, dass aus psychopathologischer Sicht im Vergleich zum Vorgutachten kein veränder
tes Zustandsbild vorliege. Die Einsch
ätzung im Vorgutachten einer 50
%igen Arbeitsunfähigkeit bezogen auf ein Vollpensum in
der zuletzt ausge
übten
Tä
tigkeit sei deshalb zu übernehmen. Zum Verlauf des Störu
ngsbildes sei ab Sommer 2013 von
der psychiatrisch bedingten Einschränkung der Arbeits
fähig
keit auszugehen. Schliesslich hielt der Gutachter fest, dass das psychia
trische Störungsbild unzureichend behandelt sei. Unter adäquater multimodaler Schmerztherapie und antidepressiver medikamentöser Behandlung sei mit einer Rückbildung des Störungsbildes innerhalb von sechs bis spätestens zwölf Monaten zu rechnen (vorstehend E. 3.1
0
).
4.2
In der
bidisziplinären
Zusammenfassung der beiden in Auftrag gegebenen rheu
matologischen
und psychiatrischen
Gutachten vom 4. Februar
2016
nannt
en Dr.
H._
und Prof.
I._
die gleichen Diagnosen mit Auswir
kung auf die Arbeitsfähigkeit wie in ihren jeweiligen Gutachten. Aus
bidiszipli
närer
Sicht attestierten sie der Beschwerdeführerin in de
r
angestammten Tätig
keit
als auch
in einer anderen angepassten Tätigkeit eine 50%ige Arbeitsfähig
keit bezogen auf ein Pensum von 100 % seit Sommer 2013, sofern es sich dabei nicht um Nachtarbeit und Arbeiten mit Selbst- oder Fremdgefährdung handelt. Die Gut
achter führten aus, dass das psychiatrische Störungsbild unzureichend behan
delt sei und unter adäquater multimodaler Schmerztherapie und
antide
pressiver
medikamentöser Behandlung mit einer Rückbildung des
Störungsbil
des
inner
halb von sechs bis spätestens zwölf Monaten nach Therapie gerechnet werden dürfe (vorstehend E. 3.1
1
).
Die gestellten Diagnosen als auch die Schlussfolgerungen zur Arbeitsfähigkeit werden im
bidisziplinären
Gutachten ausführlich begründet und sind nachvoll
ziehbar.
Ausserdem hat der psychiatrische Gutachter
die vom Bundesgericht auf
gestellten Standardindikatoren beachtet
(vgl. vorstehend E. 1.4)
.
Sodann befragte Dr.
H._
die Beschwerdeführerin anlässlich der rheumato
logischen Exploration nach ihrer aktuellen Medikamenteneinnahme. Sie führte in ihrem Gutachten diesbezüglich aus, dass die Beschwerdeführerin nach eigenen Anga
ben jeden Abend eine Kapsel
Cymbalta
einnehme, zuletzt habe sie diese am Abend des Vortages eingenommen. Zudem nehme die Beschwerde
führerin nach eigenen Angaben hin und wieder eine Tablette
Atorvastatin
gegen die
Hyper
cholestrinämie
ein. Dr.
H._
führte diesbezüglich aus, dass die mitgebrachte Medikamentenpackung bereits im Februar 2015 beziehungs
weise seit fast einem Jahr verfallen sei (Urk. 7/78/1-78 S. 54 Ziff. 7.4).
Die Beschwerdeführerin machte
diesbezüglich
in ihrer Beschwerde geltend, dass sie gegenüber Dr.
H._
nicht angegeben habe, konkret am Abend zuvor
Cym
balta
eingenommen zu haben. Sie habe sich nur dazu geäussert, wie sie ihre Medikamente normalerweise einnehme. Was die mitgebrachte
Medikamen
ten
packung
betreffe, habe Dr.
H._
unterschlagen, dass sie ihr dazu gesagt habe, dass die Schachtel zwar alt sei, sie aber jeweils, wenn sie eine neue Schachtel erhalte, Medikamente von der neuen Packung in die alte tue und diese so wieder auffülle (Urk. 1 S. 5 Ziff. II.9).
Ob die Beschwerdeführerin anlässlich der Exploration angegeben hat,
Cymbalta
am Abend zuvor eingenommen zu haben oder sich nur zur gewöhnlichen
Medi
kamenteneinnahme
geäussert hat, kann
im
Nachhinein nicht mehr festgestellt werden. Fest steht jedoch, dass das Medikame
nt nicht im Blut der Beschwer
de
führerin nachgewiesen werden konnte und Pr
of.
I._
in seinem psychia
t
rischen Gutachten unter Verweis auf den
bidisziplinären
Untersuch (vgl. Urk. 7/82 S. 5 Ziff. A.3) den nachvollziehbaren Schluss zog, der
Duloxetinblut
serumspiegel
(
Cymbalta
) habe im nicht nachweisbaren Bereich gelegen, was die medikamentöse Compliance der Beschwerdeführerin in Frage stelle (vorstehend E. 3.10). Ausserdem kommt der (korrekten) Medikamenteneinnahme insbeson
dere für den prospektiven Gesundheitsverlauf Bedeutung zu und spielt vorlie
gend für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin eine un
tergeordnete Rolle. Auch dem Aspekt der alten Medikamentenpackung kommt vorliegend keine erhebliche Bedeutung zu, nimmt die Beschwerdeführerin die
Atorvastatin
-Tabletten doch für die Behandlung der
Hypercholestrinämie
ein, die keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hat (vgl. vorstehend E. 3.9).
Die beiden Argumente bezüglich der Medikamente vermögen somit die
bidiszi
plinäre
Einschätzung der Gutachter nicht umzustossen.
4.3
Nach dem Gesagten
er
füllt das
bidisziplinäre
Gutachten die bundesgerichtlichen Anforderungen an ein medizinisches Gutachten (
vorstehend E. 1.6)
vollumfäng
lich, so dass für die
Entscheidfindung
darauf abzustellen ist.
Anzumerken bleibt, dass die Vorbrin
gen der Beschwerdeführerin unter dem Gesichtspunkt der wirt
schaftlichen Ab
hängigkeit und mangelnden Unvoreingenommenheit der Gut
ach
ter (Urk. 1 S. 2 ff. Ziff. II.1-6) angesichts der gefestigten Rechtsprechung, wo
nach der re
gelmässige
Beizug
eines Gutachters durch den Versicherungs
träger, die Anzahl der beim selben Arzt in Auftrag gegebenen Gutachten und Berichte sowie das daraus resultierende Honorarvolumen für sich allein ge
nommen nicht zum Ausstand führen (BGE 137 V 270 E. 1.3.3
S. 226 f.
mit Hinweisen), sich als
unbehelflich
erweisen.
Der medizinische Sachverhalt ist somit dahingehend erstellt, dass seit Sommer
2013
sowohl
in der angestammten Tätigkeit als auch in einer anderen ange
passten Tä
tigkeit eine 50%ige Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin besteht, sofern es sich dabei nicht um Nachtarbeit und Arbeiten mit Selbst- oder
Fremd
gefähr
dung
handelt, wobei sich der Gesundheitszustand und damit die Arbeits
fähigkeit prognostisch bei zureichender multimodaler Schmerztherapie und antidepressiver medikamentöser Behandlung wahrscheinlich verbessern liesse.
5.
5.1
Die Beschwerdegegnerin ging gestützt auf den Haushaltabklärungsbericht
vom August 2014 (vorstehend E. 3.5)
von einer Qualifikation der Beschwerdeführerin als zu 50 % Erwerbstätige und zu 50 % im Haushalt Tätige aus. Ab August
2016
, mithin nach Verfügungszeitpunkt,
sei
hingegen von einer Qualifikation der Beschwerdeführerin als zu 80 % Erwerbstätige und zu 20 % im Haushalt Tätige aus
zugehen
(vorstehend E. 2.1). Demgegenüber machte die Beschwerde
führerin geltend, bei guter Gesundheit in einem Pensum von 100 % tätig zu sein (vorstehend E. 2.2). Strittig und zu prüfen ist demnach die
sozialversiche
rungsrechtliche
Qualifikation der Beschwerdeführerin.
5.2
Die Beschwerdeführerin ist Ende Dezember 1992 von der
G._
in
die
Schweiz ein
gereist (Urk. 7/10 Ziff. 1.6). Gemäss Auszug aus dem individuellen Kont
o hat die Beschwerdeführerin seit Juli
1993
bei verschiedenen Arbeitgebern ein eher bescheidenes Einkommen generiert und bezog auch verschiedentlich
Arbeits
losenentschädigung
. Für die Jahre 2003 bis 2008 sind keine Einkommen ver
zeichnet, für die Jahre 2009 und 2010 solche von sehr geringer Höhe. Danach war sie nicht erwerbstätig (IK-Auszug, Urk. 7/15). Die in der Vergangenheit ge
leisteten
Arbeitspensen
sind nicht dokumentiert, dürften sich aber angesichts der erzielten Einkommen nicht in einem 100%igen Umfang befunden haben.
Aus dem Haushalt
abklä
rungsbericht vom August 2014 geht sodann hervor
, dass die Beschwerdeführerin an verschiedenen Einsatzprogrammen des
Sozialzen
trums
teilgenommen ha
t
. Beim letzten Ei
nsatzprogramm habe
sie als M
itarbei
terin Hotellerie im
Y._
der Stadt Zürich vom 8.
November 2010 bis
7.
Mai 2011 gearbeitet (vorstehend
E. 3.5
, vg
l. Arbeitszeugnis in Urk. 7/39).
G
emäss dem in den Akten liegenden Arbeitszeugnis vom 7. Mai 2011 betrug das Arbeitspensum 50 % (Urk. 7/39).
Die Beschwerdeführerin gab anlässlich der Haushaltabklärung an, bei guter Gesundheit mindestens in einem Pensum von 75 % zu arbeiten, eher sogar in ei
nem 100 %-Pensum. Dies vor allem aus finanziellen Gründen, aber auch, weil sie nicht gerne den ganzen Tag zu Hause sei. Zudem führte sie aus, im Alters
heim in einem 75 %-Pensum gearbeitet zu haben. Warum auf dem Arbeits
zeugn
is nur ein Pensum von 50 % stehe
(vgl. Urk. 7/39),
könne
sie sich nicht erklä
ren. Nach Angaben der Beschwerdeführerin habe es zudem zuerst so aus
gese
hen,
wie wenn
sie im Altersheim im Anschluss an das Einsatzprogramm einen Festanstellungsvertrag in einem 100 %-Pensum erhalte, was schliesslich dann nicht geklappt habe (
vorstehend
E. 3.5
).
Aus einer internen (undatierten) Notiz der Sozialen Einrichtungen und Betriebe der Stadt Zürich ist sodann ersichtlich, dass der Leiter Hotellerie des Altersheims
Y._
der
Stadt Zürich Ende Februar den Sozialen Einrichtungen
und der Bes
chwerdeführerin mitgeteilt ha
t
, dass eine Festanstellung zu 90 % sicher sei. Ende April sei die Beschwerdeführerin darüber informiert worden, dass ihr doch keine Stelle angeboten werden könne aufgrund von Budgetkürzungen. Aus der
Notiz geht ferner hervor, dass die Beschwerdeführerin die Stellensuche anfangs April intensiviert ha
t
. Sie habe sich auch einige Male
vorstellen können, leider habe sie nur Absagen erhalten. Die Beschwerdeführerin sei bezüglich Arbeits
zeiten nicht sehr flexibel, da sie Betreuungspflichten habe. Sie habe aber die Möglichkeit, ausnahmsweise an Wochenenden oder abends zu arbeiten
. Es sei abgeklärt worden, ob eine Anmeldung zur Stellenvermittlung trotz Han
dicap Arbeitszeiten möglich sei
(Urk. 3/4). Die Beschwerdeführerin
gab ferner an
läss
lich der Haushaltabklärung an, eine mündliche Zusage für eine 100%ige Anstel
lung in einem Restaurant nach den Sommerschulferien gehabt zu haben. Eine schriftliche Bestätigung konnte sie jedoch nicht vorweisen (
vorstehend
E. 3.5
).
5.3
Gestützt auf die Erwerbsbiographie der Beschwerdeführerin
,
wonach sie über
wiegend wahrscheinlich auch in der Vergangenheit kaum ein je 100 %-Pensum ausgeübt haben dürfte,
ihren
offensichtlich bestehenden
Betreuungspflichten
und der damit verbundenen Einschränkung bezüglich Arbeitszeiten
sowie
den fehlenden
schriftlich eindeutig belegbaren
Arbeitsbemühungen beziehungs
weise
Nachweisen einer Anstellung in einem 100 %-Pensum
(vgl. vorstehend E. 5.2)
kann
nicht
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass die Beschwerdeführerin bei guter Gesundheit einer 100%igen Erwerbstä
tig
keit nachgehen würde.
Ein Pensum von 50 % wie in der zuletzt
verrichteten
Tätigkeit im Altersheim
ausgewiesenermassen
ausgeübt,
erscheint deshalb als wahrscheinlich. Im Sommer 2016 kam die jüngere Tochter (Jahrgang 2003) in die erste Oberstufe, weshalb es der Beschwerdeführerin
im Gesundheitsfall
ab die
sem Zeitpunkt zumutbar wäre
, ihre Erwerbstätigkeit zu erhöhen.
Dafür sprechen auch finanzielle Gründe.
Eine 80%ige Erwerbstätigkeit
ab diesem Zeitpunkt
erscheint wahr
scheinlich.
Die Beschwerdeführerin
ist demnach als
50 % Erwerbstätige und als 50 % im Hau
s
halt Tätige und ab August 2016 als
80 % Erwerbstätige und als 20 %
im Haushalt Tätige zu qualifizieren.
5
.4
Die von der Beschwerdegegnerin ermittelten Einschränkungen im Haushalt von 24.4 % (vorstehend E. 3.5) sind
schlüssig begründet und nachvollziehbar und werden von der Beschwerdeführerin nicht substantiiert bestritten, weshalb da
rauf abgestellt werden kann. Bei einem Anteil im Haushalt von 50 % entspricht dies einem
gewichteten
Teilinvaliditätsgrad von 12.2 % und ab August 2016 bei einem Anteil im Haushalt von
20 % einem solchen
von 4.88 %.
6.
6.1
Zu prüfen bleibt damit die Ermittlung des Invaliditätsgrades im erwerblichen Bereich anhand eines Einkommensvergleiches.
6.2
Gemäss Urteil des
EGMR
in Sachen
Di
Trizio
gegen
di
e Schweiz vom 2. Februar 2016 (7186/09) verletzte
di
e Anwendung der gemischten
Invali
di
tätsbe
mess
ungsmethode
in der Invalidenversicherung bei einer Versicherten, welche ohne gesundheitliche Einschränkungen nach der Geburt ihrer Kinder nur noch
teil
zeitlich
erwerbstätig gewesen wäre und deshalb im Rentenrevisionsverfahren ihren Anspruch auf eine Invalidenrente verlor, Art. 14 EMRK (
Di
skriminie
rungs
verbot) in Verbindung mit Art. 8 EMRK (Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens).
Gemäss IV-Rundschreiben Nr. 355 des BSV vom 31. Oktober 2016 hat das Urteil des EGMR zur Folge, dass in Fällen einer ähnlichen Ausgangslage wie im Fall Di
Trizio
mit Blick auf die Achtung des Familienlebens der bisherige Status beibehalten und die gemischte Methode nicht mehr angewendet wird. Eine
solche
Ausgangslage liegt vor, wenn es kumulativ um eine
Rentenre
vision
oder erstmalige
Rentenzusprache
mit gleichzeitiger Abstufung oder Be
fristung der Rente geht sowie ein familiär bedingter Grund (Betreuungspflichten gegenüber minderjährigen Kindern) für die Reduktion der Arbeitszeit vorliegt.
Andererseits ist beispielsweise bei einer erstmaligen
Rentenzusprache
bei einer Person, die bereits vor der Rentenprüfung einer Teilerwerbstätigkeit nachgegan
gen ist, das bisherige Recht und das bisherige Berechnungsmodell der gemisch
ten Methode anzuwenden. Ein solcher Fall liegt
hier
vor, weshalb die gemischte Methode zur Anwendung gelangt.
6.3
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validen
einkommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frü
hest
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr
schein
lichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen
Einkommensent
wicklung
angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt
wor
den wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt
sein (BG
E 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweis
).
Der bei der Bemessung des Invalideneinkommens zu berücksichtigenden ausge
glichenen Arbeitsmarktlage (Art. 16 ATSG) ist grundsätzlich auch bei der Fest
setzung des
Validenlohnes
Rechnung zu tragen, wobei auf die Ergebnisse der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen
Lohnstruk
turer
hebung
(LSE) abgestellt werden kann (Urteil des Bundesgerichts 9C_192/2014 vom 23. Septem
ber 2014 E. 3.2 mit Hinweisen).
6.4
Die Beschwerdeführerin ging in den letzten Jahren keiner geregelten Erwerbst
ätigkeit nach und war zuletzt im Rahmen
eine
s
Einsatzprogramm
es
als Mitar
bei
terin Hotellerie in einem Altersheim
tätig (
vorstehend E. 5.2),
weshalb es sich rechtfertigt, für die Ermittlung des
Valideneinkommens
auf den standardisierten Durchschnittslohn
für einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art in sämtlichen Wirtschaftszweigen des privaten Sektors gemäss LSE
abzustellen. Das im Jahr 2012 von Frauen im Durchschnitt für einfache Tätigkeiten körperli
cher oder handwerklicher Art in sämtlichen Wirtschaftszweigen erzielte Ein
kommen betrug pro Monat Fr. 4‘112.-- (LSE 2012, S. 35, Tabellengruppe TA1, Monatlicher Bruttolohn nach Wirtschaftszeigen, Kompetenzniveau und Ge
schlecht, Privater Sektor, Kompetenzniveau 1, Total Frauen), mithin Fr. 49‘344.--
pro Jahr (Fr. 4‘112.-- x 12) bei einem Pensum von 100 %.
Unter Berücksichtig
ung der allgemeinen Lohnentwicklung
im Jahr 2013 in der Höhe
von
0.7
%
und im Jahr 2014 in der Höhe von 0.8 %
(Schweizerischer
Lohnindex nach Sektor, Tabellengruppe T1.93 Nominallohnindex 1993-2015,
Total, www.bfs.admin.ch, Arbeit und Erwerb, Löhne/Erwerbseinkommen/
Arbeits
kosten
, Lohnentwicklung) sowie der durch
schnittlichen wöchentlichen
Arbeits
zeit
im Jahr 2014
von
41.7
Stunden (
Ar
beitsmarktindikatoren
2
016, S. 98, Tabellengruppe T18 w
öchentliche
Normalar
beitszeit
der
Vollzeitarbeitnehmen
den
nach Wirtschaftsfaktoren, -abschnitten und –
abteilungen
, Total 2014
)
ergibt dies ein
Validen
einkommen
von rund
Fr. 52‘216.-- für
das Jahr 2014
(Fr. 49‘344.-- x 1.007 x 1.008 : 40 x 41.7) bei einem Pensum von 100 %. Ohne gesundheitliche Einschränkungen würde die Beschwerdeführerin – wie bereits dargelegt wurde (
vorstehend E.
5.3)
– einer
50%igen Erwerbstätigkeit und ab August 2016 einer
80%igen Erwerbstätigkeit
nachgehen, weshalb das
Validen
einkommen
entsprechend zu reduzieren ist.
Bei
einem 50 %-Pensum beträgt das
Valideneinkommen
demnach
rund Fr. 26‘108.-- und bei einem 80 %-Pensum rund Fr. 41‘773.--.
6.5
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, na
ment
lich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge
nommen
hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bun
desamt für Statistik periodisch herausgegebenen
Lohnstrukturerhebun
gen
(LSE) her
an
gezogen werden (BGE 126 V 75 E. 3b/
aa
und
bb
, vgl. auch BGE 129 V 472 E.
4.2.1). Für die Invaliditätsbemessung wird praxisgemäss auf die standar
di
sier
ten Bruttolöhne (Tabellengruppe A) abgestellt (BGE 129 V 472 E. 4.2.1 mit Hinweis), wobei jeweils vom sogenannten Zentralwert (Median) aus
zugehen ist.
Bei der Anwendung der Tabellengruppe A gilt es ausserdem zu berücksichtigen, dass ihr generell eine Arbeitszeit von 40 Wochenstunden zu
grunde liegt, wes
halb der massgebliche Tabellenlohn auf die entsprechende
be
triebsübliche
Wochen
arbeitszeit
aufzurechnen ist (BGE 129 V 472 E. 4.3.2, 126 V 75 E. 3b/
bb
, 124 V 321 E. 3b/
aa
; AHI 2000 S. 81 E. 2a).
6.6
Die Beschwerdeführerin war zuletzt von November 2010 bis Mai 2011 im Rahmen
eines Einsatzprogramms in einem 50 %-Pensum tätig, seither hat sie nicht mehr gearbeitet (vorstehend E.
5.2, vgl. Urk. 7/78/1-78 S. 3
). Für die Ermittlung des Invalideneinkommens rechtfertigt es sich deshalb, ebenfalls auf den standardisierten Durchschnittslohn für einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art in sämtlichen Wirtschaftszweigen des privaten Sektors gemäss LSE abzustellen. Das Invalideneinkommen beträgt demnach ebenfalls
Fr. 52‘216.
-- für das
Jahr
2014 bei einem Pensum von 100 % (vgl. vorstehend E. 6.4).
Der Beschwerdeführerin
ist seit Sommer 2013
sowohl
die angestammte Tätigkeit
als auch eine andere angepasste Tätigkeit in einem Umfang von 50 % zumutbar (
vorstehend
E. 4
.3
), woraus
sich ein
Invalideneinkommen von Fr. 26‘108.-- ergibt.
Die Beschwerdegegnerin gewährte der Beschwerdeführerin keinen
leidensbe
ding
ten
Abzug (vgl. Urk. 7/41 S. 2
), wohingegen die Beschwerdefüh
rerin einen leidensbedingten Abzug von 20 % als gerechtfertigt erachtete. Zur Begründung führte sie au
s
, dass sie nur beschränkt tätig sein könne und
ihr verschiedene
Tätigkeiten nicht offen stünden oder nur, wenn sie gegenüber ge
sunden Ver
sicherten eine zusätzliche Lohneinbusse hinnehme (Urk. 1 S. 9 Ziff. 26).
Der Beschwerdeführerin ist seit Sommer 2013
sowohl
ihre angestammte Tätig
keit als auch eine andere angepasste Tätigkeit
zu 50 %
zumutbar, sofern es sich dabei nicht um Nachtarbeit und Arbeiten mit Selbst- oder Fremdgefährdung handelt (vorstehend E. 4.3).
Auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt besteht deshalb ein genügend breites Spektrum an zumutbaren Verweisungstätigkeiten, weshalb kein leidensbedingter Abzug zu gewähren ist (vgl. Urteil des Bundes
gerichts 9C_796/2013 vom 28. Januar 2014 E. 3.1.1 mit Hinweisen).
6.7
Der
Vergleich des
Valideneinkommens
von Fr. 26‘108.-- mit dem
Invalidenein
kommen
von Fr. 26‘108.-- ergibt keine Einkommenseinbusse und damit keine Einschränkung. Bei einem Anteil von 50 % im erwerblichen Bereich resultiert damit ein Teilinvaliditätsgrad von 0 %.
Für den Zeitraum ab August 2016 ergibt der Vergleich des
Valideneinkommens
von Fr. 41‘773.-- mit dem Invalideneinkommen von Fr. 26‘108.-- eine
Ein
kom
menseinbusse
von Fr. 15‘665.-- und damit eine Einschränkung von 37.50 %.
Bei einem Anteil im erwerblichen Bereich von 80 % resultiert damit ei
n
Teilin
validitätsgrad
von 30
%.
6.8
Die Addition der Teilinvaliditätsgrade von 0 % im erwerblichen Bereich (vorste
hend
E. 6.7
) und von 12.2 % im Haushaltsbereich (vgl. vorstehend E. 5.4) ergibt einen
rentenausschliessenden
Invaliditätsgrad von gesamthaft
rund 12.2
%. Ab August 2016 ergibt die Addition der
Teilinvaliditätsgrade von 30
% im erwerb
lichen Bereich (vorstehend E.
6.
7) und 4.88 % im
Haushaltsbe
reich
(vorstehend E. 5.4) einen
rentenausschliessenden
Invaliditätsgrad von 34.88 %.
Dementsprechend hat die Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf eine Rente.
Mithin ist die angefochtene Verfügung vom 21. Juli 2016
betreffend die Rente
(Urk. 2 S. 1-4)
nicht zu beanstanden und die Beschwerde ist
diesbezüglich
abzu
weisen.
7
.
7
.1
Es bleibt der Anspruch auf berufliche Massnahmen, namentlich Arbeitsvermitt
lung, zu prüfen.
7
.2
Arbeitsunfähige (
Art.
6 ATSG) Versicherte, welche eingliederungsfähig sind, haben gemäss
Art.
18
Abs.
1 IVG Anspruch auf aktive Unterstützung bei der Suche eines geeigneten Arbeitsplatzes (
lit
. a) und auf begleitende Beratung im Hinblick auf die Aufrechterhaltung ihres Arbeitsplatzes (
lit
. b). Die IV-Stelle veranlasst diese Massnahmen unverzüglich, sobald eine summarische Prüfung ergibt, dass die Voraussetzungen dafür erfüllt sind (
Abs.
2).
Der
Anspruch
auf
Arbeitsvermittlung
bedarf weder der Invalidität noch eines Mindestinvaliditätsgrades.
Daher genügt der Eintritt einer (teilweisen) Arbeits
unfähigkeit, welche quantitativ, qualitativ und zeitlich so beschaffen sein muss, dass sie den Versicherten bei der Arbeitssuche erheblich behindert.
Für das Vorliegen eines Arbeitsvermittlungsanspruchs müssen die Teilgehalte der Ver
hältnismässigkeit (Art. 8 Abs. 1
lit
. a IVG),
inbesondere
die Notwendigkeit und Geeignetheit, erfüllt sein.
Vorausge
setzt ist
sodann
die Eingliederungsfähigkeit des Versicherten, das heisst seine objektive Möglichkeit und subjektive Bereit
schaft, von einem durchschnittlichen Arbeit
geber angestellt zu werden. Ist die Arbeitsfähigkeit einzig insoweit einge
schränkt, als dem Versicherten leichte Tätigkeiten voll zumutbar sind, bedarf es zur Begründung des Anspruchs auf
Arbeitsvermittlung zusätzlich einer spezifi
schen Einschränkung gesundheit
licher
Art (Urteil des Bundesgerichts 9C_594/2016 vom 18. November 2016 E. 3.2).
7
.3
Die
Beschwerdeführerin
ist in ihrer Arbeitsfähigkeit insofern eingeschränkt,
als
dass ihr
sowohl
die
angestammten Tätigkeiten als auch angepasste Tätigkeiten
noch
in einem Pensum von 50 % zumutbar
sind
, sofern es sich dabei nicht um Nachtar
beit und Arbeiten mit Selbst- oder Fremdgefährdung handelt (vorstehend E. 4
.
3
).
Die fehlende berufliche Eingliederung im Sinne der Verwertung der be
stehenden (Rest-)Arbeitsfähigkeit scheint vorliegend aber nicht in erster Linie auf
gesund
heitlich bedingte Schwierigkeiten bei der Stellensuche zurückzu
führen sein. So hielt Dr.
H._
ausdrücklich fest, die berufliche Wieder
ein
gliederung werde durch invaliditätsfremde Faktoren wie
Migrationshinter
grund
, fehlende Berufs
aus
bildung, Hilfsarbeiter-Tätigkeit und geringe Deutschkenntnisse erschwert vgl.
Vorstehend E.
3.9).
In der internen
Notiz der Sozialen Einrich
tungen und Betriebe der Stadt Zürich wird ferner als H
a
ndicap für die
Stellen
suche
der Um
stand der mangelnden Flexibilität bezüglich Arbeitszeiten aufgrun
d von
Betreu
ungspflichten
genannt (Urk.
3/4
).
7.4
Trotz Vorliegens der Eingliederungsfähigkeit der Beschwerdeführerin
fällt
nach Gesag
tem, die Arbeitsvermittlung nicht in die Zuständigkeit der
Beschwer
de
gegnerin
, weshalb sich die angefochtene Ver
f
ügung vom 21. Juli 2016 betref
fend
Ver
neinung eines Anspruchs auf Arbeitsvermittlung als richtig erweist. Dies führt auch diesbezüglich zur Abweisung der Beschwerde.
8
.
8.1
Da
es um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem
Verfahrensauf
wand
und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und ermessensweise auf Fr. 800.-- anzusetzen.
Die Kosten sind ausgangsgemäss
der unterliegenden
Beschwerdeführerin aufzuer
legen,
infolge bewilligter unentgelt
licher Prozessführung jedoch einstweilen
auf die Gerichtskasse zu nehmen.
Die Beschwerdeführerin wird auf die Nachzahlungspflicht von § 16 Abs. 4
GSVGer
hingewiesen.
8.2
Nachdem
der zum unentgeltlichen Rechtsvertreter bestellte Rechtsanwalt
Viktor
Györffy
trotz
telefonischer Aufforderung
durch das Gericht (vgl. Urk. 10
) keine Kostennote ein
gereicht hat, ist
seine
Entschädigung nach Ermessen
durch das Gericht bei Anwendung des
g
erichtsüblichen Stundenansatzes von Fr. 220.--
auf Fr.
2‘4
00
.
-- (inklusive Mehrwertsteuer und Barauslagen)
festzusetzen.
Die Beschwerdeführerin wird auf die Nachzahlungs
pflicht von § 16 Abs. 4
GS
VGer
hingewiesen.