Decision ID: d0629f80-a21c-56cc-bf7f-0ca479954546
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1960,
schloss 1981 sein Wirtschaftsstudium ab und war nach seiner Einreise in
die Schweiz
von Januar
1982
bis
Juli 1997 (letzter effektiver Arbeitstag 3
1.
Oktober 1996)
bei der
Y._
AG als Druckerei-Mitarbeiter
angestellt (
Urk.
10/
1, 3, 8 und 83
). Unter Hinweis auf
diverse Leiden wie Angstgefühle, Lustlosigkeit und Schmer
zen am ganzen Körper
meldete er sich am 2
8.
November 1997 bei der Invali
denversicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
10/1). Die
Sozialversicherungs
anstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle,
zog
daraufhin einen
Arbeitgeberfragebo
gen
(
Urk.
10/3) sowie Arztberichte
bei
(
Urk.
10/6;
Urk.
10/10/2-4). Mit Ver
fügung vom
2.
November 1998 sprach sie dem Versicherten basierend auf einem Invaliditätsgrad von 100
%
mit Wirkung ab dem
1.
Oktober 1997 eine ganze Invalidenrente zu (
Urk.
10/13).
1.2
Anlässlich einer von Amtes wegen durchgeführten Rentenrevision holte die IV-Stelle im September und Oktober 2000 nebst einem
von
X._
ausge
füllten Fragebogen (
Urk.
10/15) einen aktuellen Arztbericht ein (
Urk.
10/16). Am
2.
November 2000 teilte sie dem Versicherten mit, dass er weiterhin Anspruch auf die bisherige Invalidenrente habe (
Urk.
10/17).
Den Anspruch auf eine ganze Rente bestätigte
die IV-Stelle sodann in
ihren Verfügungen vom 1
3.
Mai 2002 (
Urk.
10/20),
4.
November 2004 (
Urk.
10/21) und
9.
August 2005 (
Urk.
10/22-23).
1.3
Im November 2005 leitete die IV-Stelle eine weitere Rentenrevision ein, wobei sie zusätzlich zu einem Versichertenfragebogen (
Urk.
10/25) einen weiteren Arztbericht einholte (
Urk.
10/29) und bei der
Gutachtenstelle
Z._
ein polydisziplinäres Gutachten in Auftrag gab (
Z._
-Gutachten vom 1
8.
Oktober 2007;
Urk.
10/38). Mit Vorbescheid vom 2
7.
Dezember 2007 stellte sie dem Versicherten die Auf
hebung der Rente in Aussicht (
Urk.
10/43), wogegen dieser Einwand erhob (
Urk.
10/44). Die IV-Stelle holte in der Folge ein psychiatrisches Gutachten bei
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 2
4.
August 2008 ein (
Urk.
10/58).
Nach Durchführung des
Vorbescheidverfah
rens
(
Urk.
10/68) stellte sie mit Verfügung vom 2
7.
Februar 2009 fest, dass die Arbeitsvermittlung abgeschlossen respektive nicht aufgenommen werde, da der Versicherte nicht bereit sei
, konstruktiv daran mitzuarbeiten (
Urk.
10/70). Mit Verfügung vom
4.
März 2009 hob die IV-Stelle die Rente von
X._
auf (
Urk.
10/72). Diesen Entscheid bestätigten sowohl das hiesige Gericht mit Urteil vom 1
7.
Mai 2010 (
Urk.
10/85) als auch das Bundesgericht mit Urteil vom 2
9.
Oktober 2010 (
Urk.
10/93).
1.4
Am 2
3.
Februar 2012 meldete sich der Versicherte erneut zum Rentenbezug an (
Urk.
10/98), wobei er nach Aufforderung der IV-Stelle vom 2
7.
Februar 2012 (
Urk.
10/101) zwecks Glaubhaftmachung einer wesentlichen Verschlechterung seines Gesundheitszustandes einen Arztbericht einreichte (
Urk.
10/102). Die IV-Stelle holte in der Folge bei der
B._
ein psychiatrisches Gutachten ein (
B._
-Gutachten vom 3
0.
Juli 2012;
Urk.
10/111).
Mit Vorbescheid vom 2
2.
August 2012 stellte sie
X._
die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht (
Urk.
10/115).
Hiergegen erhoben sowohl die Sozialen Dienste der
C._
als auch der Versicherte selbst Ein
wand (
Urk.
10/118 und 120).
Eine Begründung des von
X._
erhobe
nen Einwandes erfolgte mit Eingabe von Rechtsanwalt Christoph
Erdös
am 16. Oktober 2012, wobei er gleichzeitig um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege für das
Vorbescheidverfahren
ersuchte (Urk.
10
/128). Mit Verfü
gung vom 8. Januar 2013 wies die IV-Stelle das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ab (Urk.
10
/133). Die gegen diese Verfügung am 5. Februar 2013 (Urk.
10
/134/3-7) erhobene Beschwerde hiess das hiesige Gericht mit Urteil vom 18. Juni 2013 gut, und es bestellte dem Versicherten Rechtsanwalt Christoph
Erdös
als unentgeltlichen Rechtsvertreter für das
Ver
waltungsverfahren
(Urk.
10
/137
; IV.2013.00138
). Am 22. August 2013 teilte die IV-Stelle
X._
mit, es sei zur Klärung der Leistungsansprüche eine umfassende medizinische Untersuchung (Allgemeine Innere Medizin, Rheuma
tologie, Psychiatrie) notwendig. Es werde deshalb eine polydiszi
plinäre Begut
achtung angeordnet, wobei die IV-Stelle deren Kosten übernehme
(Urk.
10
/140). Hierauf
liess sich
der Versicherte am 26. August 2013
dahingehend verlauten, dass er
mit der Vornahme einer Begutachtung durch eine weitere
Gutachtens
stelle
nicht einverstanden
sei
(Urk.
10
/141). Die IV-Stelle hielt mit Verfügung vom 29. August 2013 an der Notwendigkeit der Durchführung der Begutach
tung fest (
Urk.
10/142
).
Auf d
ie dagegen erhobene Beschwerde (
Urk.
10/144)
trat
das hiesige Gericht mit Urteil vom 1
9.
August 2014
- welches unangefoch
ten blieb
–
nicht ein
(
Urk.
10/157
; IV.2013.00758
)
.
Am
3.
März 2015 legte das
D._
, sein polydisziplinäres Gutachten vor (
Urk.
10/169).
Mit Verfügung vom
3.
Dezember 2015 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren vom 2
3.
Februar 2012 schliesslich wie ange
kündigt ab (
Urk.
10/177 =
Urk.
2).
2.
Hiergegen erhob
X._
am 1
8.
Januar 2016 Beschwerde (
Urk.
1) mit den Rechtsbegehren, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es seien ihm die gesetzlichen Leistungen gemäss dem Bundesgesetz über die Invaliden
versicherung (IVG) zuzusprechen. Eventualiter sei die Sache
zwecks
Erstellung eines psychiatrischen Obergutachtens
an die IV-Stelle zurückzuweisen, damit
diese hiernach
neu
entscheide
. Zudem ersuchte der Versicherte um Gewährung der
unentgeltlichen Prozessführung
sowie
Bestellung
eines unentgeltlichen Rechts
vertreters
(S. 2).
Z
wecks Nachweis der Bedürftigkeit
reichte er sodann am 2
5.
Januar 2016
weitere Unterlagen
ein
(
Urk.
4 f.)
. Mit Beschwerdeantwort vom 1
1.
April 2016 ersuchte die IV-Stelle um Abweisung der Beschwerde (
Urk.
9), was dem Versicherten mit Verfügung vom 1
9.
April 2016 zur Kenntnis gebracht wurde. Gleichzeitig wurde dessen Gesuch um unentgeltliche Prozessführung und Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsvertreters bewilligt (
Urk.
11).
Die
Parteien liess
en
sich in der Folge n
icht mehr
vernehmen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [
ATSG
]
).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG).
Erwerbsunfä
higkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psy
chischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Ein
gliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind aus
schliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksich
tigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
1.3
Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird nach
Art.
87
Abs.
3 IVV eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss
Abs.
2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der ver
sicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten Person glaub
haft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach
Art.
17
Abs.
1 ATSG vorzugehen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräfti
gen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festge
stellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidi
tät zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b).
1.4
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken.
Rechtsprechungsgemäss
ist bei psy
chischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelische
s Leiden
mit
Krank
heitswert
besteht, welche
s
die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein
rentenausschliessendes
Erwerbseinkommen zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG;
BGE 139 V 547
E. 5;
131 V 49
E. 1.2;
130 V 352
E. 2.2.1; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 2015 E. 5
und 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E.
5.4.
).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege
artis
auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychiatrische Diagnose voraus (vgl. BGE 130 V 396; Urteile des Bundesgerichts 8C_616/2014 vom 25. Februar 201
5
E. 5.3.3.3 und 9C_739/2014 vom 30. November 2015 E. 3.2). Eine fachärztlich festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invali
dität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbs
fähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der
Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Es ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilen, ob und inwiefern der versicherten Person trotz ihres Leidens die Verwertung ihrer Restarbeitsfähigkeit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden ausgeglichenen Arbeits
markt noch sozial-praktisch zumutbar und für die Gesellschaft tragbar sei (BGE 141 V 281 E. 3.7.3; 136 V 279 E. 3.2.1; BGE 127 V 294 E. 4c; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 20
15 E. 5 und 8C_731/2015 vom 18.
April 2016 E. 4.1).
1.5
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
1.6
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vor
-
akten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin stellte sich in der angefochtenen Verfügung
vom
3.
Dezember 2015
(
Urk.
2) auf den Standpunkt, die Abklärungen hätten erge
ben, dass weder aus somatischen noch aus psychischen Gründen ein medizini
scher Sachverhalt vorliege, welcher in der Art und Schwere die Voraussetzun
gen gemäss
Art.
8 ATSG erfülle. Invaliditätsfremde Gründe wie Arbeitslosigkeit oder familiäre Probleme könnten bei der Invaliditätsbemessung nicht berück
sichtigt werden
(S. 1). Unter Bezugnahme auf die seitens des Versicherten im
Vorbescheidverfahren
erhobenen Einwände hielt die IV-Stelle überdies fest, dass die zwischenzeitlich zusätzlich erfolgte medizinische Begutachtung keine Diag
nose ausweise, die eine längerdauernde Erwerbsunfähigkeit zur Folge habe. Aufgrund von Aggravation könne keine genaue Einschränkung der Arbeits
fähigkeit abgeleitet werden. Vor diesem Hintergrund könne kein Anspruch auf eine Invalidenrente entstehen (S. 2).
2.2
In seiner Beschwerdeschrift vom 1
8.
Januar 2016 (
Urk.
1) machte der Beschwer
deführer im Wesentlichen geltend, dass das
D._
in seinem Gutachten vom
3.
März 2
015 eine erhebliche Veränderung seines Gesundheitszustandes festge
stellt habe, welche die Arbeitsfähigkeit beeinflusse (S. 5
und 11
).
Die IV-Stelle habe sich in der angefochtenen Verfügung des Weiteren
selbst widersprochen.
Zunächst habe sie geltend gemacht, dass keine Diagnosen gemäss
Art.
8 ATSG vorliegen würden. Gleichzeitig habe sie vorgebracht, dass aufgrund einer Aggra
vation die Arbeitsfähigkeit
trotz der
bekannten Diagnosen nicht festge
stellt werden könne (S. 7).
Der
Beschwerdeführer beanstandete ausser
dem
ver
schiedene Widersprüche im
D._
-Gutachten (S. 9
f.).
Dagegen seien die Schlussfolgerungen im
B._
-Gutachten nachvollziehbar und objektiv begründet. Der Beschwerdeführer sei demnach weder in seiner angestammten noch in einer Verweistätigkeit arbeitsfähig
und habe Anspruch auf eine ganze Invalidenrente
(S. 13
f.
).
3.
3.1
Der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers stellt sich im Wesentlichen wie folgt dar:
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, hielt in sei
nem Bericht vom
5.
Februar 1998 fest, dass ein schweres depressives
Zustands
bild
sowie ein Verdacht auf eine depressive schizoide affektive Störung bestehe. Der Versicherte leide unter anderem an andauernden Schmerzen im Schulter-Nackenbereich mit Ausstrahlung und Funktionsstörung bis in die rechte Hand, Schlafstörungen, ständiger Müdigkeit und Antriebslosigkeit. Seit dem 1
5.
Oktober 1997 bestehe bis auf weiteres eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (
Urk.
10/6/1 f.).
3.2
Dr.
med.
F._
, Facharzt für Chirurgie,
erachtete die Arbeitsfähigkeit des Versicherten seit Dezember 1995 als zu 100
%
eingeschränkt. Nebst dem depressiven Zustand lägen namentlich ein
Cervicobrachialsyndrom
,
Diskusver
änderungen
sowie muskuläre Verspannungen vor (
Urk.
10/10/2 f.).
Am 2
0.
Oktober 2000 äusserte sich
Dr.
F._
sodann dahingehend, dass der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers stationär und weiterhin keine Arbeit zumutbar sei (
Urk.
10/16).
3.3
In seinem Bericht vom
1.
Juni 2006 führte
Dr.
med.
G._
die folgen
den Diagnosen mit
Einfluss
auf die Arbeitsfähigkeit auf
(
Urk.
10/29/1):
-
Chronisches
cervicobrachiales
Schmerzsyndrom rechts seit Juli 1996
-
Anhaltende depressive Störung seit 1996
-
Anhaltende
somatoforme
Störung seit 1996
Die
Chronifizierung
der Störungen sei derart fortgeschritten, dass sowohl kurz-, mittel-
als
auch langfristig nicht mehr mit einer Besserung des Zustandes gerechnet werden könne. Die Arbeitsfähigkeit sei in jedweder Tätigkeit zu 100
%
eingeschränkt (
Urk.
10/29/3).
3.4
Dem
Z._
-Gutachten vom 1
8.
Oktober 2007 lassen sich die folgenden Diagno
sen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit entnehmen (
Urk.
9/38/10):
-
Verdacht auf
Dysthymie
bei anamnestisch Status nach schwerem depres
sivem Zustandsbild 1998
-
l
eichte depressive Episode (ICD-10 F32.0)
Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit seien demgegenüber
unter anderem ein leicht ausgeprägtes Carpaltunnelsyndrom rechts und eine stammbetonte Adipo
sitas (BMI 32.9).
Im Rahmen der internistischen Begutachtung habe der Beschwerdeführer ange
ge
ben, er habe sich 1992 am Arbeitsplatz die rechte Hand eingeklemmt. Seither habe er Schmerzen im ganzen rechten Arm. Im weiteren Verlauf sei er durch die unerträglichen Schmerzen depressiv geworden und habe nicht mehr arbeiten können. Er habe keine Kraft mehr, schlafe sehr schlecht und habe auch episodisch Bauchschmerzen, welche mit Verstopfung einhergehen würden (
Urk.
10/38/4).
Aus rein internistischer Sicht sei die Arbeitsfähigkeit trotz Adi
positas und chronischer Obstipation
jedoch
nicht eingeschränkt (
Urk.
10/38/6).
Auch die neurologische Untersuchung ha
be
ergeben, dass die Arbeitsfähigkeit des Versicherten nicht beeinträchtigt sei.
Während der Anamneseerhebung habe
dies
er den rechten
Arm
und die rechte Hand nicht bewegt und diese auf den Oberschenkel gehalten. Diskrepant hierzu sei die vollkommen freie Beweglich
keit des rechten Armes in unbeobachteten Momenten wie etwa beim An- und Entkleiden. Beim Verschieben des Körpers in sitzender Haltung habe sich der Beschwerdeführer zudem auf beide Arme abgestützt. Nach der Exploration habe sich sodann eine freie Benutzung des rechten Armes beim Telefonieren mit dem Handy beobachten lassen. Während der Untersuchung sei im Sinne einer
Ver
deutlichungstendenz
ein ausgeprägtes
Giving-way
beim Prüfen der Kraft des rechten Armes auffällig
geworden. Neurologische Befunde hätten sich indes
nicht erheben lassen
. Weder die Beweglichkeit der rechten oberen Extremität noch der Wirbelsäule sei beeinträchtigt gewesen
(
Urk.
10/38/18
und 20
).
Der psychiatrischen Teilexpertise lässt sich entnehmen, dass der Versicherte nicht mehr in psychiatrischer Behandlung sei und zudem das Antidepressivum nicht regelmässig einnehme. Insgesamt sei aufgefallen, dass er praktisch alle Fragen mit „ich weiss nicht“ beantwortet habe. Alle Details hätten mit Müh und Not in Erfahrung gebracht werden können. Es müsse davon ausgegangen wer
den, dass das depressive Bild, welches der Explorand zeige, seine Apathie sowie seine fehlende Kontaktaufnahme und Kooperation zu einem Teil willentlich gesteuert seien.
Das eventuell darunter liegende
dysthyme
und bedrückte Lebensgefühl könne nicht abschliessend beurteilt werden, da der Versicherte nicht kooperiert habe.
Mit grosser Wahrscheinlichkeit liege lediglich eine leichte depressive Verstimmung im Rahmen der vermuteten
Dysthymie
vor
.
D
er
auf seine Symptome fixierte
Versicherte
werde
seine Passivität kaum aufgeben wollen (
Urk.
10/38/27). Aus rein psychiatrischer Sicht sei maximal von einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit im Umfang von 20
%
auszugehen (
Urk.
10/38/9).
Gemäss polydisziplinärem Konsens bestehe sowohl im angestammten Beruf als auch in einer körperlich mässig belastenden Verweistätigkeit eine mindestens 80%ige Arbeitsfähigkeit (
Urk.
10/38/12).
3.5
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, diagnos
tizierte in seinem Gutachten vom 2
4.
August 2008 eine
Dysthymie
(ICD-10 F34.1) sowie Aggravation, allenfalls auch Simulation (ICD-10 Z76.8;
Urk.
10/58/
15 und
17).
Beim Hinsetzen und Sitzen habe der Beschwerdeführer eine Schonhaltung des rechten Armes eingenommen. Bei spontanen Aktivitäten habe sich diese
Schon
haltung
allerdings nicht gezeigt; auch sei dann keine
oder
- vereinzelt -
nur
mit
deutlicher Verzögerung eine Schmerzbekundung erfolgt. Der Explorand habe ferner Konzentrations- und Gedächtnisstörungen angegeben, sei jedoch wäh
rend des ganzen Gesprächs konzentriert geblieben. Beim Hinausgehen habe er dem Gutachter ohne Schonhaltung die Hand zum Abschied gegeben (
Urk.
10/58/7).
Anlässlich der Exploration hätten sich des Weiteren eine ver
minderte affektive Modulationsfähigkeit, allenfalls ein verlangsamtes Denken und ein leicht verminderter Antrieb feststellen lassen. Es hätten sich grosse Inkonsistenzen in der Motorik, vor allem aber auch bei der Prüfung der kogniti
ven und
mnestischen
Funktionen gezeigt. Es hätten sich somit weitgehend die im
Z._
-Gutachten erhobenen massiven Inkonsistenzen bezüglich körperlicher und psychischer Symptomatik erkennen lassen.
Der Versicherte habe zwar in der affektiven Modulationsfähigkeit eingeschränkt und affektstarr gewirkt sowie
Bedrücktheit und Traurigkeit angegeben. Er sei jedoch während über zw
ei Stun
den konzentriert gewesen,
habe den Gutachter teilweise korrigiert
und sich falsche Antworten merken respektive diese wiederholen können
. Eindrücklich sei ein offensichtliches, gar plumpes pseudo-dementes Verhalten gewesen
. Es sei ausserordentlich schwierig gewesen, bei einer zu vermutenden Aggravation mit Verdacht auf Simulation eine gültige psychiatrische Diagnose zu stellen (
Urk.
10/58/12 f.).
Zusammenfassend
müsse im vorliegenden Fall aufgrund des allgemeinen, weitge
hend besonnenen Verhaltens des Beschwerdeführers davon ausgegangen werden, dass die Symptomatik weitgehend willentlich gesteuert sei und keine Diagnose im Sinne einer
konversiv
-dissoziativen Störung bestehe. A
us gut
achterlicher Sicht
liege
eine mehr oder weniger bewusstseinsnahe Aggravation - allenfalls auch eine Simulation - auf dem Boden einer seit über zehn, allenfalls 15 Jahren bestehenden
Dysthymie
vor. Dabei nehme der Versicherte eine pas
sive Krankenrolle ein, welche durch die Rentenrevisionen jeweils noch zusätz
lich Bestätigung gefunden habe (
Urk.
10/58/15).
Vor diesem Hintergrund betrage die Arbeitsfähigkeit in einer Tätigkeit, bei welcher das gestörte Verhal
ten zu Dritten keine entscheidende Rolle spiele, etwa 80
%
. Jedenfalls liege die Arbeitsfähigkeit mit weit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht unter 60
%
und könne nach erfolgtem Arbeitstraining auch 100
%
betragen (
Urk.
10/58/17).
3.6
In seinem Bericht vom 1
9.
März 2012 hielt
pract
. med.
H._
fest, dass eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode (ICD-10 F33.2), sowie eine andauernde Persönlichkeitsänderung nach psychischer Krankheit (ICD-10 F62.1) bestehe. Der Versicherte leide insbesondere an grund
loser Traurigkeit, Hoffnungslosigkeit, reduziertem Konzentrations- und
Auf
merksamkeitsvermögen
, Existenzängsten, Antriebslosigkeit und Erschöpfung (
Urk.
10/102/1). Die depressive Symptomatik habe sich seit November 2011 verstärkt; die schwere Erkrankung der Ehefrau habe den Beschwerdeführer in letzter Zeit deutlich belastet. Er habe auch ständig Suizidgedanken und befinde sich in einer ausweglosen Situation. Es finde nebst eine
r
ambulant-
psychiat
rischen Gesprächstherapie eine medikamentöse Behandlung statt (
Urk.
10/102/2).
3.7
Dr.
med.
I._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und leitender Arzt am
B._
, legte am 3
0.
Juli 2012
sein psychiatrisches Gutachten vor (
Urk.
10/111). Er stellte die folgenden Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
, welche spätestens 1996 eingetreten seien
(
Urk.
10/111/24):
-
Anhaltende depressive Störung, mittelgradig mit somatischem Syndrom (ICD-10 F33.1)
-
Anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung (ICD-10 F45.4)
Keine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit würden dagegen folgende Diagno
sen zeitigen (
Urk.
10/111/25):
-
Adipositas
-
Chronische Obstipation bei Colon
irritabile
-
L
eicht ausgeprägtes Carpaltunnelsyndrom rechts
-
Hypercholesterinämie
Der Krankheitsverlauf sei sehr typisch für eine schwere, anhaltende
somato
forme
Schmerzstörung. Nach einem Bagatellunfall seien Schmerzen aufgetreten, wobei das subjektive Leiden nur ungenügend mit den somatischen Befunden habe erklärt werden können.
Zusätzlich habe sich eine depressive Störung ent
wickelt. Verschiedene Therapien hätten keine Besserung gebracht und die
komorbiden
Störungen hätten sich
chronifiziert
(
Urk.
10/111/17). Der Schmerz scheine beim
Exploranden immer im Vordergrund seines subjektiven Leidens gestanden zu haben (
Urk.
10/111/18).
Allerdings stehe ausser Zweifel, dass er anlässlich der Erstellung der früheren Gutachten
aggraviert
habe. Auch im Rahmen der jetzigen Untersuchung hätten sich Befunde gezeigt, die sich psy
chiatrisch nicht erklären lassen würden. Die Resultate der einfachen
Konzent
rations
- und Gedächtnistests seien unmöglich schlecht gewesen. Diese würden jedoch nicht nur gegen den Versicherten sprechen
, denn dieser erscheine nicht als ein dreister Simulant, der sich mit viel
krimineller
Energie auf ein Gutachten vorbereitet habe. Vielmehr sei es wahrscheinlich, dass er in sehr naiver Weise versuche, den Gutachter von seinem subjektiv realen Leiden zu überzeugen. Eine deutlichere Symptomdarbietung sei gerade bei Menschen mit
somatofor
mer
Schmerzstörung häufig (
Urk.
10/111/19).
Das Vorliegen von
Libidoverlust
, Morgentief, psychomotorischer Hemmung und der Unfähigkeit auf freudige Ereignisse emotional zu reagieren erlaube
ausserdem
die Diagnose einer rezidi
vierenden depressiven Störung mit somatischem Syndrom (
Urk.
10/111/22).
In Anbetracht dieser Umstände sei die Arbeitsfähigkeit im bisherigen Arbeitsver
hältnis vollständig aufgehoben. Dass es dem Versicherten an einzel
nen Tagen besser gehe, begründe alleine keine Arbeitsfähigkeit, da nur tage
weise und nicht planbar einsetzbare Mitarbeiter für einen Betrieb unbrauchbar
seien.
Eine angepasste Tätigkeit gebe es nicht (
Urk.
10/111/25). Die Arbeitsun
fähigkeit bestehe seit spätestens 1997 und es gebe keine Hinweise in den Akten oder Befunde in der Untersuchung, dass sich diese im Verlauf verändert haben sollte (
Urk.
10/111/26).
3.8
Med.
pract
.
H._
ging in seinem Bericht vom 2
9.
Dezember 2014 von folgen
den Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit aus (
Urk.
10/167/1):
-
Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode
(ICD-10 F33.1)
-
Anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung (ICD-10 F45.4)
-
Pathologisches Spielen, aktuell remittiert (ICD-10 F63.0)
Eine Persönlichkeitsakzentuierung mit narzisstischen Anteilen (ICD-10 Z73) sowie eine soziale Ausgrenzung durch die Ursprungsfamilie (ICD-10 Z60.4) seien ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (
Urk.
10/167/1).
Es sei zu betonen, dass sich der Gesundheitszustand des Versicherten zuneh
mend verschlechtert habe. Er berichte insbesondere über starke Erschöpfungs
zustände, starke Ein- und Durchschlafstörungen, Zukunftsängste, fehlende Lebensfreude und passive Todeswünsche (
Urk.
10/167/2). Hinsichtlich der Lebensgeschichte des Beschwerdeführers sei namentlich zu ergänzen, dass er zwischen 1994 bis 2008 sehr oft im Rotlichtmilieu und in Casinos viel Geld (circa drei bis vier Mal pro Woche
Fr.
400.-- bis 600.--) ausgegeben habe. Seit 2008 habe er sich zunehmend zurückgezogen, da er kein Geld mehr habe
. Es hätten zwecks Deeskalation mehrere ungeplante Paarsitzungen wegen erneutem Spielen durchgeführt werden müssen, da der Versicherte die finanzielle Knapp
heit durch Eingehen von Schulden bei Freunden und anschliessendes Spielen zu bessern versucht habe. Er bagatellisiere jedoch weiterhin sein Verhalten (
Urk.
10/167/3).
Für eine Tätigkeit als Hilfsarbeiter bestehe seit Januar 2012
dauerhaft
eine Arbeitsunfähigkeit von 50
%
(
Urk.
10/167/4
f.
).
3.9
Dem polydisziplinären Gutachten des
D._
, vom
3.
März 2015 lassen sich die folgenden Diagnosen
mit Aus
wirkungen auf die Arbeitsfähigkeit entnehmen (
Urk.
10/169/47):
-
Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig höchstens mittelgradige Episode
-
Erhebliches regressives dysfunktionales Verhalten
-
Erhebliche Symptomverdeutlichung
-
Mit bewusstseinsnaher Steuerung
-
Entwicklung körperlicher Symptome aus psychischen Gründen
-
Chronische
Zervikobrachialgie
rechts
-
Intermittierendes
Lumbovertebralsyndrom
bei
Spondylarthrosen
L3-S1
Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit seien demgegenüber insbesondere die Adipositas, Spannungskopfschmerzen und subakute distale dorsale
Beinschmer
zen
rechtsbetont
myotendinogener
Genese (
Urk.
10/169/47 f.).
Aus allgemeinmedizinischer und internistischer Sicht bestehe keine Einschrän
kung der Arbeitsfähigkeit, weder für leichte noch für mittelschwere Arbeiten. Zusätzlich wurde darauf hingewiesen, dass die anamnestischen Angaben des Versicherten häufig unpräzise und zum Teil nicht konsistent gewesen seien, namentlich in Bezug auf seine Sozialkontakte (
Urk.
10/169/23).
Zum rheumatologischen Status wurde sodann ausgeführt, dass
der Beschwerde
führer seit 20 Jahren an einem Schmerzsyndrom am rechten Nacken und Arm leide, welches sich als Folge eines Unfalls am Arbeitsplatz mit Quetschung der rechten Hand in einer Druckmaschine entwickelt habe. Die Beschwerden hätten sich in den letzten anderthalb Jahren verstärkt
(
Urk.
10/169/29). Bei erhaltener Beweglichkeit der Halswirbelsäule seien degenerative Veränderungen zumindest klinisch nicht anzunehmen. Für eine Schulterpathologie hätten sich aktuell keine Hinweise finden lassen und die Handfunktion rechts sei unauffällig gewesen
(
Urk.
10/169/30). Es handle sich um eine
Schmerzchronifizierung
, wobei das angegebene Schmerzausmass mit einer Stärke zwischen 6 bis 9 von 10 sowie die erlebte Einschränkung im Alltag aus rheumatologischer Sicht nicht nachvollziehbar seien. Leichte bis intermittierend mittelschwere
wechselbelas
tende
Tätigkeiten seien dem Versicherten zumutbar. Repetitive Halte- oder Überkopfarbeiten der Arme oder Tätigkeiten in Zwangshaltungen der
Halswir
belsäule
seien zu vermeiden. Unter diesen Voraussetzungen liege die Arbeits
fähigkeit bei 80
%
, mit 100
%
Präsenz und 20
%
vermindertem Rendement bei chronischer Schmerzproblematik (
Urk.
10/169/31).
Anlässlich der psychiatrischen Untersuchung sei ein ähnliches Bild entstanden wie bei den Begutachtungen in den Jahren 2007 und 200
8.
Der Versicherte habe sich psychomotorisch verlangsamt, antriebslos, in seinen Angaben vage und zunächst auch wenig kooperativ gezeigt, sodass er habe aufgefordert wer
den müssen, mehr zu kooperieren. Die Beurteilung der nach Ansicht des Gut
achters willentlichen Steuerung des psychopathologischen Bildes sei äusserst schwierig gewesen, aktuell sei aber doch von einer als krankheitswertig zu bezeichnenden depressiven Episode einer rezidivierenden depressiven Störung auszugehen. Der Explorand sei heute in seiner Willensbildung effektiv aufgrund
s
eines affektiven Leidens teilweise eingeschränkt. Darüber hinaus bestehe
sicherlich aufgrund der Renteneinstellung eine schwierige psychosoziale Situa
tion, welche der Versicherte nach seinem Willen wieder verändern möchte.
Im Rahmen einer Konsenskonferenz habe der behandelnde Arzt med.
pract
.
H._
ebenfalls ein effektives depressives Zustandsbild geschildert. Gleichzeitig sei aber offenbar geworden, dass der Versicherte anlässlich früherer Begutachtun
gen den effektiven Sachverhalt unkorrekt geschildert habe. Die Lebens
geschichte des Exploranden stelle sich daher heute völlig anders dar. Beispiels
weise habe er sich während der Zeit des Rentenbezuges oft - wenn nicht gar mehrheitlich - in der
J._
aufgehalten und seine zweite Ehefrau nicht nur einmal für eine Woche gesehen. Zusammenfassend sei heute
aber doch von einer
erheblichen affektiven Belastung des Versicherten
mit
einer damit ver
bundenen massiven regressiven Entwicklung auszugehen
. Es liege
jedoch
auch eine bewusstseinsnahe Ausgestaltung vor (
Urk.
10/169/41 ff.).
Aus rein psychi
atrischer Sicht sei dem Versicherten eine leichte körperliche Tätigkeit teilzeitlich zumutbar (
Urk.
10/169/46).
Gemäss polydisziplinärem Konsens werde der Beschwerdeführer heute in jedwe
der Tätigkeit als zu circa 50-80
%
einsetzbar erachtet. Es bestehe eine volle zeitliche Präsenzmöglichkeit mit vermindertem Rendement. Eine exakte Ein
schätzung sei aufgrund
der
Aggravation nicht möglich. Insgesamt bestehe aber im Gegensatz zum Gutachten von
Dr.
A._
eine Verschlechterung der
krank
heitswertigen
Faktoren, weshalb eine volle Arbeitsfähigkeit heute ausgeschlos
sen sei (
Urk.
10/169/50).
4.
4.1
Zwischen den Parteien ist strittig, ob die Beschwerdegegnerin in der angefochte
nen Verfügung (
Urk.
2) zu Recht
gestützt auf das
D._
-Gutachten
von einem nicht invalidisierenden Gesundheitsschaden ausgegangen
ist
und das Leistungsbegehren abgewiesen hat
(vgl. E. 2.1 f.)
.
4.2
Zunächst ist das
D._
-Gutachten vom
3.
März 2015 (
Urk.
10/169; vgl. E. 3.9) auf dessen Beweiswert zu überprüfen. Es basiert auf umfassenden internis
tischen, rheumatologischen und psychiatrischen Untersuchungen
.
Ergän
-
zend
wurde im Labor eine Blut- und Urinuntersuchung durchgeführt (
Urk.
10/169/19 ff.).
Die Expertise wurde des Weiteren
in detaillierter Kenntnis der
Vorakten
erstellt (
Urk.
10/169/4-12).
Der Beschwerdeführer konnte gegenüber den einzel
nen Gutachter
n
seine aktuellen Beschwerden schildern und wurde von diesen jeweils - soweit fachspezifisch erforderlich - eingehend befragt (
Urk.
10/169/
12 ff., 24 ff. und
34 ff.). Insbesondere im Rahmen der psychiatrischen Exploration konnte er sich zu diversen Themenbereichen wie
seinem beruflichen Werde
gang, dem gewöhnlichen Tagesablauf und der familiären Situation äussern (
Urk.
10/169/
34 und 36 ff.
). Zusätzlich wurde Rücksprache mit einem Bekann
ten des Versicherten sowie dem behandelnden Psychiater genommen (
Urk.
10/169/34 f.).
Die geklagten Leiden fanden im Rahmen der Feststellung der Diagnosen Berücksichtigung, wobei diese wie auch die aus medizinischer Sicht resultierenden Auswirkungen auf die Arbeits
fähigkeit überzeugend dar
gelegt und erläutert wurden (
Urk.
10/169/22 f., 29 ff., 40 ff. und 47 ff.). Soweit möglich erfolgte im Weiteren eine ausführliche und schlüssige Auseinanderset
zung mit vorangegangenen ärztlichen Beurteilungen (
Urk.
10/169/23, 32, 40 ff. und 51 f.). Insgesamt erfüllt das polydisziplinäre
D._
-Gutachten sämtliche
pra
xisgemässen
Kriterien an den Beweiswert einer medizinischen Expertise (vgl. E. 1.6).
4.3
4.3.1
Zu prüfen ist
demnach
, ob die vom Versicherten in seiner Beschwerdeschrift (
Urk.
1) vorgebrachten Rügen die Beweiskraft des
D._
-Gutachtens zu schmä
lern vermögen.
Im Wesentlichen macht der Beschwerdeführer geltend, dass die Schluss
folgerun
gen im
B._
-Gutachten vom 3
0.
Juli 2012 (E. 3.7) nachvollzieh
bar und ob
jektiv begründet seien. Es sei darauf abzustellen und daher
für jeg
liche Tätigkeit von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen, weshalb der Versicherte Anspruch auf eine ganze Invalidenrente habe (
Urk.
1 S. 13 f.).
Diese Argumentation vermag
indes
nicht zu überzeugen, da d
ie
Diagnosestel
lung
im
B._
-Gutachten erwiesenermassen auf unvollständigen
Sachverhaltsab
klärungen
beruht. Der Versicherte weist in diesem Zusammenhang selbst auf die Ausführungen
seines behandelnden Psychiaters
med.
pract
.
H._
hin (
Urk.
1
S. 11
Ziff.
35).
Einerseits hat der psychiatrische Gutachter des
D._
am
5.
Dezember 2014 telefonisch mit
jenem
Kontakt aufgenommen. Es konnte in Erfahrung gebracht werden, dass der Versicherte während der Zeit des
Renten
bezuges
mehrheitlich in der
J._
gelebt hat, dort seine zweite Ehefrau ken
nengelernt hat und ein „Lebemann“ gewesen
sei
(
Urk.
10/169/35). Andererseits kann dem Bericht von med.
pract
.
H._
vom 2
9.
Dezember 2014 entnommen werden, dass der Beschwerdeführer zwischen 1994 bis 2008 sehr oft - drei bis vier Mal wöchentlich - im Rotlichtmilieu und in Casinos viel Geld ausgegeben und sich ab 2008 mangels finanzieller Mittel zunehmend zurückgezogen ha
be
(E. 3.8). Diese Umstände hat der Versicherte
gegenüber sämtlichen Gutachtern - namentlich auch gegenüber
Dr.
I._
vom
B._
(vgl.
Urk.
10/111/
10 f. und
16 f.) -
verschwiegen
.
Auf d
ie
Einschätzung
im
B._
-Gutachten, das
s
seit
spätestens
1997
aufgrund einer schweren, anhaltenden
somatoformen
Schmerz
störung
sowie einer anhaltenden depressiven Störung eine Arbeitsunfähigkeit für jeg
liche berufliche Tätigkeit vorliege (vgl. E. 3.7), kann angesichts des von med.
pract
.
H._
geschilderten Aktivitätsniveaus des Versicherten und des zumin
dest bis
ins Jahr
2008 offenbar fehlenden Leidensdrucks nicht abgestellt wer
den.
Hiervon abgesehen bleibt anzumerken, dass
bereits mit
- unangefochten gebliebe
nem -
Urteil des hiesigen Gerichts vom 1
9.
August 2014 (IV.2013.00758) festgehalten wurde, dass die erneute Zuspr
echung
einer Rente nach erfolgter Rentenaufhebung (
vgl. die
Verfügung der IV-Stelle vom
4.
März 2009;
Urk.
10/72) eine wesentliche Veränderung des Sachverhaltes voraussetzt. Im
B._
-Gutachten wurde jedoch ausdrücklich darauf hingewiesen, dass ein seit Jahren unveränderter Gesundheitszustand vorliegt
. Die Expertisen der
Z._
vom 1
8.
Oktober 2007 (
Urk.
10/38) sowie von
Dr.
A._
vom 2
4.
August 2008 (
Urk.
10/58) wurden explizit als
unzutreffend
erachtet (vgl.
Urk.
10/111/30 f.)
. Mit anderen Worten wurde klarerweise eine andere Beurteilung des gle
ichen Sachverhaltes vorgenommen. Stellt man also - wie dies der Beschwerdeführer verlangt - auf das
B._
-Gutachten ab, gelangt
man ohne w
eiteres zum Ergebnis, dass
die Zusprechung einer Rente
mangels
Vorliegens
eines nachträglich verän
derten Sachverhalts
nicht in Frage kommt (vgl. E. 3.3 des eingangs genannten Urteils).
4.3.2
Der Rüge des Beschwerdeführers, wonach im
D._
-Gutachten zu Unrecht die Diagnose einer chronischen Schmerzstörung nicht gestellt worden sei (vgl.
Urk.
1 S. 9 f.
Ziff.
25 und 30), kann ebenfalls nicht stattgegeben werden.
Im psychiatrischen Teilgutachten wurde in nachvollziehbarer Weise
dargelegt
, dass in Anbetracht des fremdanamnestisch erhobenen Krankheitsverlaufs
(vgl. E. 4.3.1 hiervor)
an der Wertigkeit der geklagten Beschwerden gezweifelt werden muss und dass das affektive Leiden - die rezidivierende depressive Störung - im Vordergrund steht. Als schlüssig erweist sich daher die Diagnose der Entwick
lung körperlicher Symptome aus psychischen Gründen (
Urk.
10/169/44 f.).
Im Übrigen wurde auf die bewusstseinsnahe Darstellung
durch den Versicherten und die erhebliche Symptomverdeutlichung
hinge
wiesen
(
Urk.
10/169/45 und 47)
, wobei bereits im Rahmen der vorangegangenen gutachterlichen Unter
suchungen
auf
eine
Aggravation aufmerksam gemach
t wurde (vgl. E. 3.4 f. und 3.7), was seitens des Versicherten
denn auch
ausdrücklich unbestritten blieb
(
Urk.
1 S. 12
Ziff.
39).
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung
liegt regel
mässig keine versicherte Gesundheitsschädigung vor, soweit die
Leistungsein
schränkung
auf Aggravation oder einer ähnlichen Erscheinung beruht (BGE 141 V 281 E. 2.2.1).
Nach dem Gesagten
ist
somit
nicht zu beanstanden, dass im
psychiatrischen Teilgutachten nicht auf eine
somatoforme
Schmerzstörung geschlossen wurde.
4.3.3
Der Vollständigkeit halber
ist hinsichtlich der im
D._
-Gutachten diagnostizier
ten rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig höchstens mittelgradige Episode (vgl. E. 3.9),
festzuhalten, dass
n
ach der Rechtsprechung des Bundes
gerichtes leichte bis mittelgradige depressive Störungen, seien sie im Auftreten rezidivierend oder episodisch, einzig dann als invalidisierende Krankheiten in Betracht
fallen
, wenn sie
erwiesenermassen
therapieresistent sind (statt vieler:
BGE 140 V 193
E.
3.3 mit Hinweis). Nur in einer solchen - seltenen, da nach gesicherter psychiatrischer Erfahrung Depressionen im Allgemeinen therapeu
tisch gut
angehbar
sind - gesetzlich verlangten Konstellation ist den no
rmativen Anforderungen des Art. 7 Abs.
2 zweiter Satz ATSG für eine objektivierende Betrachtungs- und Prüfungsweise Genüge getan (
BGE 141 V 281
E. 3.7.1 bis 3.7.3
). Ein solcher Sachverhalt muss überwiegend wahrscheinlich und darf nicht lediglich nicht
auszuschliessen
sein. Es kommt dazu, dass die Therapie in dem Sinne konsequent gewesen sein muss, dass die aus fachärztlicher Sicht indi
zierten zumutbaren (ambulanten und stationären) Behandlungsmöglichkeiten in kooperativer Weise optimal und nachhaltig ausgeschöpft wurden (
BGE 140 V 193
E. 3.3
;
BGE
137 V 64
E.
5.2 mit Hinweis; vgl. Urteile des Bun
desgerichts 9C_13/2016 vom 14. April 2016 E. 4.2 und 9C_89/2016 vom 12. Mai 2016 E.
4.1).
Solange therapeutisch
angehbar
fehlt es einer leichten bis mittelschwe
ren depressiven Erkrankung bereits diagnosebedingt am hinreichenden
Schwe
regrad
, um als invalidisierender Gesundheitsschaden gelten zu können (Urteil des Bundesgerichts 8C_753/2016 vom 1
5.
Mai 2017, E. 4.4).
Von einer optimalen Ausschöpfung der Behandlungsmöglichkeiten kann im vorliegenden Fall keine Rede sein. So gab der Versicherte an, sich nur alle drei bis vier Wochen
zu
seinem Psychiater in ambulante Behandlung zu begeben (
Urk.
10/169/16). Ausserdem offenbarte die Blutanalyse, dass sich die Mehrheit der
medikamentösen
Wirkstoffe nicht oder nur knapp im Referenzbereich bewegten (
Urk.
10/169/21).
Dem
D._
-Gutachten lässt sich ausserdem entneh
men, dass eine stationäre Behandlung indiziert, bis anhin aber nicht durchge
führt worden sei (
Urk.
10/169/46). Aus all diesen Gründen kann nicht von einer Therapieresistenz ausgegangen werden und demzufolge entfaltet die rezidivie
rende depressive Störung keine invalidisierende Wirkung.
4.3.4
Insgesamt ist damit festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin berechtigter
weise zum Schluss ge
langt
ist, es liege kein invalidisierender
Gesundheitsscha
den
vor. Im polydisziplinären Konsens wurde die Arbeitsfähigkeit im
D._
-
Gut
achten zwar auf 50-80
%
geschätzt (
Urk.
10/169/50).
Da
indes
zum einen
die im Vordergrund stehende depressive Erkrankung
-
wie soeben dargelegt
-
invali
denversicherungsrechtlich
nicht zu berücksichtigen ist und
zum anderen
aus rein rheumatologischer Sicht eine Arbeitsfähigkeit in angepasster
(leichte bis mittelschwere)
Tätigkeit von 80
%
besteht
(
Urk.
10/169/31 und 50), ist mit überwiegender Wahrsch
einlichkeit erstellt, dass kein
rentenbegründende
r
Inva
lidität
sgrad
von mindestens 40
%
vorliegt
.
Bei der angestammten Tätigkeit des Beschwerdeführers (Betriebsmitarbeiter in einer Druckerei, Kontrolle von Maschinen und Drucksätzen) handelte es sich den Angaben des Beschwerde
führers zu Folge um keine körperlich schwere und damit um eine grundsätzlich angepasste Tätigkeit (vgl. Urk. 10/169/14).
4.
4
Schliesslich besteht entgegen der Auffassung des Versicherten (
Urk.
1 S. 14
Ziff.
47) aufgrund der beweiskräftigen medizinischen Aktenlage auch kein wei
terer Abklärungsbedarf (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. Urteil des Bundes
gerichtes 8C_468/2007 vom
6.
Dezember 2007 E. 5.2.2 mit Hinweisen).
Wie sich gezeigt hat, gingen namentlich die Gutachter der
B._
und des
D._
von einem unterschiedlichen Sachverhalt aus, wodurch sich erhebliche Abweichungen in der psychiatrischen Einschätzung ergaben.
Entscheidende Sachverhaltselemente konnten zwischenzeitlich
allerdings
geklärt werden und fanden Eingang in das
beweiskräftige
D._
-Gutachten
vom
3.
März 2015
(vgl. E. 4.3 ff. hiervor).
4.5
Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die Beschwerdegegnerin den Rentenanspruch des Versicherten berechtigterweise verneint hat, da es an einem invalidisierenden Gesundheitsschaden fehlt.
Entgegen dem Eventualantrag des Beschwerdeführers besteht
auch
kein Anlass für weitere medizinische Abklä
rungen.
Die angefochtene Verfügung (
Urk.
2) erweist sich daher als rechtens, weswegen die Beschwerde abzuweisen ist.
5.
5.1
Der Streitgegenstand des Verfahrens betrifft die Bewilligung oder Verweigerung von Leistungen der Invalidenversicherung. Das Verfahren ist daher kosten
pflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhän
gig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
I
VG) und ermessensweise auf
Fr.
8
00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen, zufolge der ihm gewährten
unentgeltlichen Prozessführung (vgl.
Urk.
11) jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen
.
5.2
Mit Verfügung vom 1
9.
April 2016 (
Urk.
11) wurde dem Beschwerdeführer Rechts
anwalt Christoph
Erdös
als unentgeltlicher Rechtsvertreter bestellt.
Man
gels Vorliegens einer Honorarnote ist dessen Entschädigung ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses festzulegen (
§
34
Abs.
3 des Gesetzes über das
Sozialversicherungs
gericht
des Kantons Zürich [
GSVGer
]). Dabei ist zu berücksichtigen, dass Rechtsanwalt Christoph
Erdös
den Versicherten bereits in vorangegangenen Beschwerdeverfahren und im Verwaltungsverfahren vertreten hat.
Im Hinblick darauf sowie auf vergleichbare Fälle ist die Prozessentschädigung auf
Fr.
2‘000.-- (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzulegen.
5.3
Der Beschwerdeführer ist auf
§
16
Abs.
4
GSVGer
hinzuweisen, wonach er zur Nachzahlung der Gerichtskosten und der Entschädigung an de
n
unentgeltliche
n Rechtsvertreter
verpflichtet ist, sobald er dazu in der Lage ist.