Decision ID: 79e2009f-27bc-49d7-ae32-114e55168326
Year: 2007
Language: de
Court: GR_KG
Chamber: GR_KG_999
Canton: GR
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

hat sich ergeben:
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A. Infolge erfolglos verlaufenen Vermittlungsverhandlungen vor dem Kreispräsidium Rhäzüns vom 02. April 2007 machten X. und seine Ehefrau Y. am 30. Mai 2007 rechtzeitig beim Bezirksgericht Imboden ihre gleichlautenden negativen Feststellungsklagen gemäss Art. 85a des Bundesgesetzes über Schuldbetreibung und Konkurs (SchKG; SR 281.1) anhängig, welche sich gegen die Kollektivgesellschaft Z. (Proz. Nr. 110-2007-29 einerseits und Proz. Nr. -30 andererseits) richteten. Dabei stellten sie folgende identische Rechtbegehren:
„1. Es sei festzustellen, dass die Forderung von Fr. 10'000.00 nicht besteht, welche Gegenstand der Betreibungs-Nr. 20602647 (bei der Klage von X.); 20602551 (bei der Klage von Y.) des Betreibungsamtes Kreis Rhäzüns ist.
2. Es sei die Betreibung/Pfändung-Nr. 20602647 (bei der Klage von X.); 20602551 (bei der Klage von Y.) des Betreibungsamtes Kreis Rhäzüns vorläufig einzustellen.“
B. Mit Schreiben vom 31. Mai 2007 wurde der Kollektivgesellschaft Z. Frist zur Einreichung ihrer Prozessantwort gesetzt. Ebenfalls am 31. Mai 2007 wurden sowohl X. als auch seine Ehefrau Y. als klagende Parteien und die Kollektivgesellschaft Z. als Beklagte aufgefordert, dem Bezirksgericht Imboden unter Hinweis auf die Rechtsfolgen bei Unterlassung gemäss Art. 39 der Zivilprozessordnung (ZPO; BR 320.000) einen Kostenvorschuss von je Fr. 5'000.00 zu leisten.
C. Mit Gesuchen vom 12. Juni 2007 stellten X. und Y. das Begehren, es sei ihnen das Recht einzuräumen, den Kostenvorschuss in zehn gleichen Raten zu je Fr. 500.00 zu leisten. Mit Verfügung vom 13. Juni 2007 wurden die beiden Gesuche teilweise gutgeheissen. Dabei wurde ihnen das Recht eingeräumt, den Kostenvorschuss mittels fünf Ratenzahlungen zu je Fr. 1'000.00 zu begleichen. Sollten sie mit der Zahlung einer Rate in Verzug geraten, werde die gesamte Restsumme des Kostenvorschusses zur Zahlung fällig. Die Raten seien jeweils auf den 01. eines jeden folgenden Monats zu bezahlen. Zudem wurde verfügt, dass der Verzug mit einer Ratenzahlung zur Folge habe, dass den beiden Klägern eine letzte Nachfrist zur Bezahlung des restlichen Kostenvorschusses angesetzt werde verbunden mit der Androhung, dass die Klagen abgeschrieben würden, falls die Kläger auch innert dieser letzten Nachfrist nicht rechtzeitig vertrösten würden.
D. Mit Eingabe vom 04. Juni 2007 stellte die Kollektivgesellschaft Z. beim Bezirksgerichtspräsidium Imboden zwei Gesuche um Sicherheitsleistung gegen X. und Y. mit folgenden identischen Rechtsbegehren:
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„1. Es sei der Kläger (die Klägerin) für die mutmasslichen aussergerichtlichen Kosten der Beklagten im Verfahren Proz. Nr. -29 (110-2007-30) zu einer Sicherheitsleistung im Betrage von Fr. 10'000.00 oder nach richterlichem Ermessen zu verpflichten.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten des Klägers (der Klägerin).“
E. Am 10. Juli 2007 reichte die Kollektivgesellschaft Z. dem Bezirksgericht Imboden innert Frist ihre Prozessantwort mit den Rechtsbegehren ein, auf die Klagen sei nicht einzutreten, eventuell seien sie unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Kläger abzuweisen.
F. Nach Vorliegen der Vernehmlassung hiess das Bezirksgerichtspräsidium Imboden mit Entscheid vom 12. Juli 2007 die Gesuche um Sicherheitsleistung teilweise gut und verpflichtete X. und Y. unter solidarischer Haftung, bis spätestens am 23. Juli 2007 den Betrag von Fr. 5'000.00 beim Bezirksgericht Imboden zu hinterlegen. Gleichzeitig wurden X. und Y. die Rechtsfolgen von Art. 41 in Verbindung mit Art. 39 Abs. 1 ZPO angedroht für den Fall, dass sie die Kaution nicht oder verspätet bezahlen sollten, wonach ihre beiden Klagen als erledigt abgeschrieben würden, sollte die Kaution auch nicht innert einer Nachfrist bezahlt werden. Weil die Kläger in der Folge ihren Verpflichtungen nicht nachkamen, wurde mit Verfügung vom 18. Juli 2007 festgehalten, dass sie mit der Bezahlung des Kostenvorschusses in Verzug seien und demzufolge die in der Verfügung vom 12. Juli 2007 angedrohten Rechtsfolgen greifen würden. Deshalb wurde X. und Y. für die Bezahlung der Restanz aus dem einverlangten Kostenvorschuss eine letzte Nachfrist bis am 30. Juli 2007 gesetzt, verbunden mit der Androhung, dass die Klage als erledigt abgeschrieben werde, wenn sie nicht innert Frist vertrösteten.
G. X. und Y. haben weder innert gesetzter Frist den einverlangten Kostenvorschuss geleistet noch die Kaution gemäss Verfügung vom 12. Juli 2007 beim Bezirksgericht Imboden hinterlegt. Deshalb schrieb das Bezirksgerichtspräsidium Imboden mit Verfügung und Kostenentscheid vom 20. August 2007, mitgeteilt ebenfalls am 20. August 2007, die negative Feststellungsklage gemäss Art. 85a SchKG und das Gesuch um Sicherheitsleistung ab und erkannte wie folgt:
„1. Die Verfahren Proz. Nr. 110-2007-29 und Proz. Nr. 110-2007-30 werden gestützt auf Art. 39 Abs. 1 ZPO als erledigt am Geschäftsverzeichnis abgeschrieben.
2. Die Kosten der beiden Verfahren Proz. Nr. 110-2007-29 und Proz. Nr. 110-2007-30 von Fr 1'200.00 gehen je zur Hälfte zulasten von X. und Y.
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und werden mit der geleisteten Teilzahlungsrate für den Kostenvorschuss verrechnet.
Ausseramtich haben X. und Y. die Beklagte unter solidarischer Haftung mit Fr. 3'178.55 inkl. Mehrwertsteuer zu entschädigen.
3. Mitteilung.“
Zur Begründung führte das Bezirksgerichtspräsidium Imboden aus, nachdem X. und Y. den Kostenvorschuss nicht innert gesetzter Frist geleistet hätten und sie in der Verfügung vom 12. Juli 2007 ausdrücklich auf die Rechtsfolgen von Art. 39 Abs. 1 ZPO, wonach die Klage abzuschreiben sei, wenn der Kläger seinen Kostenvorschuss nicht innert der ihm gesetzten Nachfrist bezahle, aufmerksam gemacht worden seien, seien die beiden Klagen Proz. Nr. 110-2007-29 und Proz. Nr. 110-2007-30 abzuschreiben.
H. Dagegen erhob X. mit Eingabe vom 04. September 2007, eingegangen am 05. September 2007, Beschwerde beim Kantonsgerichtsausschuss von Graubünden. Er stellte folgende Begehren:
„1. Die Gebühren zu Lasten von uns hinsichtlich der Gerichtsgebühren und der gegnerischen Anwälte sind erheblich zu reduzieren.
2. Die Gebührenentscheide des Bezirksgerichtspräsidenten sind zu prüfen, ob dieser für andere Parteien bewusst höhere Gebühren und Kostennoten erteilt hat.
3. Die Gerichtsentscheide seien aufzuheben und das Verfahren ist unter Beachtung der Gleichberechtigung nochmals durchzuführen resp. beurteilen zu lassen.“
Mit den gleichen Rechtsbegehren, wie sie bereits X. gestellt hatte, wandte sich Y. ebenfalls am 04. September 2007 an den Kantonsgerichtsausschuss Graubünden.
Zur Begründung ihrer Anträge führten sie sinngemäss aus, die Vorinstanz habe die Gerichtskosten zu hoch angesetzt, weil vorliegend gar keine Gerichtsverhandlungen stattgefunden hätten. Zudem hätten sie wesentliche Gründe gehabt, diese Verfahren einzuleiten. Es sei ihnen jedoch nicht mehr möglich gewesen, innert Frist einen Anwalt beizuziehen. Weiter habe sich die Vorinstanz nicht neutral verhalten.
I. Am 26. September 2007 liess die Kollektivgesellschaft Z. ihre Beschwerdeantwort mit folgenden Rechtsbegehren einreichen:
„1. Auf die Beschwerden sei nicht einzutreten, eventuell seien sie vollumfänglich abzuweisen.
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2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beschwerdeführer.“
Zur Begründung führte sie aus, die Beschwerdeführer hätten ihre Beschwerden betreffend die Kostenentscheide beziffern müssen, weshalb aufgrund ungenügender Bestimmtheit der Anträge nicht darauf einzutreten sei. Falls der Kantonsgerichtsausschuss auf die Beschwerden eintrete, seien sie abzuweisen, weil die vom Bezirksgerichtspräsidium gesprochenen ausseramtlichen Entschädigungen gerechtfertigt seien.
J. Die Vorinstanz verzichtete mit Schreiben vom 20. September 2007 auf die Einreichung einer Vernehmlassung.
Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften sowie in den angefochtenen Verfügungen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Der Kantonsgerichtsausschuss zieht in Erwägung :
1. Die durch X. und Y. angestrengten Beschwerdeverfahren vor dem Kantonsgerichtsausschuss von Graubünden betreffen sowohl in tatsächlicher wie in rechtlicher Hinsicht den gleichen Streitgegenstand, wobei die Ausführungen zur Begründung der identischen Rechtsbegehren übereinstimmen. Unter diesen Umständen rechtfertigt es sich, die Verfahren zusammenzulegen, die Anträge gemeinsam zu behandeln und hierzu ein einziges Urteil zu erlassen.
2. a) Das Bezirksgerichtspräsidium Imboden hat mit Verfügung und Kostenentscheid vom 20. August 2007 zwei von den Beschwerdeführern je separat angestrengte, inhaltlich identische, negative Feststellungsklagen gemäss Art. 85a SchKG infolge Nichtvertröstung gestützt auf Art. 39 ZPO als erledigt abgeschrieben. Dabei wurden den Beschwerdeführern unter solidarischer Haftung Verfahrenskosten von Fr. 1’200.00 auferlegt und diese zusätzlich verpflichtet, die anwaltlich vertretene Gegenpartei ausseramtlich mit Fr. 3'178.55 inkl. MWST zu entschädigen. Diese Erkenntnisse stellen selbständige Kostenentscheide dar, welche, wie es hier geschehen ist, gestützt auf Art. 232 Ziff. 7 ZPO mittels Beschwerde dem Kantonsgerichtsausschuss zur Überprüfung unterbreitet werden können. Somit ist zunächst zu prüfen, ob die Beschwerden den gesetzlichen Formerfordernissen entsprechen (Art. 233 ZPO).
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b) Die Beschwerde ist gemäss Art. 233 ZPO schriftlich unter Beilage des angefochtenen Entscheides und der den Beschwerdeführern schon erstatteten Beweisurkunden innert der peremptorischen Frist von 20 Tagen einzureichen. In der Beschwerde ist mit kurzer Begründung anzugeben, welche Punkte des Entscheides angefochten und welche Abänderungen beantragt werden (Abs. 2). Ganz allgemein gilt, dass das Rechtsbegehren so bestimmt sein muss, dass es grundsätzlich bei Gutheissung der Klage zum Urteil erhoben werden könnte. Bei der Anfechtung von Kostenentscheiden bedeutet dies, dass der Antrag – analog zu Forderungsklagen (Art. 67 Abs. 1 ZPO) – grundsätzlich zu beziffern ist. An das Erfordernis der Begründetheit dürfen hingegen mit Blick auf den Zweck von Prozessbestimmungen auf die Verwirklichung des materiellen Rechts und auf das Gebot, gegenüber Laien hinsichtlich der Einhaltung von Formvorschriften Nachsicht zu üben, nicht zu hohe Anforderungen gestellt werden. Es darf kein überspitzter, mit keinen schutzwürdigen Interessen zu rechtfertigender Formalismus befolgt werden (vgl. Max Guldener, Schweizerisches Zivilprozessrecht, 3. Auflage, Zürich 1979, S. 52/53; BGE 116 II 219). Demnach ist für den Inhalt des Rechtsbegehrens nicht der eigentliche Wortlaut, sondern vielmehr der Wille der Partei, der sich durch Auslegung unter Berücksichtigung von Treu und Glauben aus den Rechtsschriften ergibt, entscheidend (vgl. PKG 1991 Nr. 11; PKG 1988 Nr. 4).
c) Die Beschwerdeführer haben ihre Rechtsbegehren sehr rudimentär verfasst. Im Grundsatz geht daraus aber ihre Absicht hervor, eine Reduktion der gerichtlichen und aussergerichtlichen Kosten zu erwirken. Eine Bezifferung ist nicht zwingend erforderlich, da es vorliegend nicht um die Zusprechung einer Forderung geht, sondern eine Reduktion von gerichtlich bereits festgelegten Beträgen beantragt wird. Die Beschwerdeführer haben die Möglichkeit, die Höhe der Reduktion im Ermessen des Gerichts zu belassen.
d) Die Beschwerdeführer führen in ihrer Beschwerde aus, die Vorinstanz habe die Gerichtskosten zu hoch angesetzt, weil gar keine Verhandlungen und keine materiellen Beurteilungen stattgefunden hätten. Zudem sei aus früheren Urteilen ersichtlich, dass das Bezirksgerichtspräsidium Imboden jeweils überhöhte Kosten auf die Beschwerdeführer überwälze. Sollte ein Verfahren einmal zu ihren Gunsten ausgehen, würden die Kosten hingegen möglichst tief angesetzt.
Die Beschwerdeführer beantragen pauschal die Aufhebung der von ihnen eingereichten Entscheide und die Wiederholung der Verfahren „unter Beachtung der Gleichberechtigung“. Sie nehmen aber keinen konkreten Bezug auf die angefochtene Verfügung. Die Beschwerdeführer hätten zu substantiieren gehabt,
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inwiefern die Gerichtskosten zu hoch berechnet worden seien. Zu diesem Zweck hätten sie gemäss Art. 12 Abs. 2 der Verordnung über die Verfahrenskosten und Entschädigung im Zivilverfahren (BR 320.070) innert zehn Tagen seit Zustellung des Urteils eine Begründung der Gerichtsgebühr sowie eine detaillierte Abrechnung über die Schreibgebühren und Barauslagen von der Vorinstanz verlangen können. Dies haben die Beschwerdeführer unterlassen. Die Einholung einer derartigen Auskunft ist indessen nicht Prozessvoraussetzung für eine Beschwerde gegen die Kostenberechnung. Die fehlende Einsichtnahme in die detaillierte Abrechnung über die Gerichtskosten kann aber dazu führen, dass der Beschwerdeführer schwerlich in der Lage ist, seine Rügen rechtsgenüglich zu substantiieren, wie dies im vorliegenden Fall zutrifft. In vorgenannten pauschalen Angaben der Beschwerdeführer kann nämlich keine den Erfordernissen von Art. 233 Abs. 2 ZPO genügende Begründung im Rechtssinne erblickt werden. Dafür bräuchte es eine sachbezogene und substantielle Auseinandersetzung mit den Erwägungen der Vorinstanz bzw. mit deren Kostenberechnung. Der Kantonsgerichtsausschuss hat nicht von sich aus die Abrechnung auf irgendwelche Fehler zu untersuchen. Überdies sei erwähnt, dass sich die auf die Parteien abwälzbaren Verfahrenskosten gemäss Art. 2 der Verordnung über die Verfahrenskosten und Entschädigung im Zivilverfahren aus der Schreibgebühr, den Barauslagen sowie der (am stärksten ins Gewicht fallenden) Gerichtsgebühr zusammensetzen, wobei zu letzterer nach Art. 7 des Kostentarifs im Zivilverfahren (KTZ; BR 320.075) unter bestimmten – hier nicht weiter interessierenden - Voraussetzungen noch ein Streitwertzuschlag erhoben werden kann. Stehen wie im vorliegenden Fall in einer vor Bezirksgericht zu beurteilenden Zivilstreitsache die vermögensrechtlichen Belange im Vordergrund, ist bei der Bemessung der Gerichtsgebühr von Art. 2 KTZ auszugehen, der einen Rahmen von Fr. 1’000.00 bis Fr. 20'000.00 vorsieht. Somit liegt die Gerichtsgebühr von Fr. 1'200.00 offensichtlich innerhalb des Rahmens von Art. 2 KTZ, wenn vorliegend auch nicht materiell zu entscheiden war und das Verfahren zu Recht frühzeitig abgeschrieben werden konnte. Im Übrigen ergeben allein schon die Schreibgebühren gemäss Art. 8 des Kostentarifs im Zivilverfahren einen Betrag von ca. Fr. 600.00, sodass die Gesamtkosten (inkl. des Verfahrens über die Sicherheitsleistung) von Fr. 1'200.00 für alle vier Abschreibungsverfahren offensichtlich nicht zu beanstanden sind. Mangels genügender Substantiierung kann auf diese Rüge der Beschwerdeführer aber gar nicht weiter eingetreten werden.
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3. Die Beschwerdeführer bringen in ihren Eingaben an den Kantonsgerichtsausschuss Graubünden vom 04. September 2007 weiter vor, die aussergerichtliche Entschädigung des Gegenanwaltes sei erheblich zu reduzieren.
a) Zunächst ist grundsätzlich festzuhalten, dass im zivilrechtlichen Beschwerdeverfahren dem Kantonsgerichtsausschuss ein Eingreifen nur bei Rechtsverletzungen und willkürlichen Tatsachenfeststellungen erlaubt ist (Art. 235 Abs. 1 und 2 ZPO). Für jene Bereiche, in welchen dem Richter oder der Richterin ein Ermessensspielraum zusteht, bedeutet dies, dass eine Rechtsverletzung nur dann vorliegt, wenn sich die Ausübung des Ermessens als missbräuchlich erweist oder wenn es überschritten wird, das heisst, wenn sich ein Ermessensentscheid nicht auf sachlich vertretbare Gründe abstützen lässt oder er in stossender Weise dem Gerechtigkeitsempfinden zuwiderläuft (vgl. PKG 1987 Nr. 17). Die angefochtenen Verfügungen und Kostenentscheide können somit nur beschränkt – im eben umschriebenen Sinne – überprüft werden.
b) Der Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin stellte einen Totalaufwand für die vorinstanzlichen Verfahren von Fr. 3'178.55 in Rechnung. In Berücksichtigung der Aufwendungen für beide Haupt- und je ein Nebenverfahren, die Vermittlungsverhandlungen und das Verfassen der Prozessantwort ist die Zusprechung dieser aussergerichtlichen Entschädigung nicht zu beanstanden. Die Beschwerdeführer thematisieren in ihrer Prozesseingabe zahlreiche Bereiche, was einen entsprechenden Aufwand des Rechtsvertreters der Beschwerdegegnerin zur Folge hatte. Zudem hat der Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin an zwei Vermittlungsverhandlungen teilgenommen und zwei Prozesseingaben betreffend Sicherheitsleistung verfasst, weshalb der Aufwand detailliert und rechtsgenüglich ausgewiesen ist. Die Beanstandung der zugesprochenen aussergerichtlichen Entschädigung ist somit offensichtlich unbegründet.
4. a) Die Beschwerdeführer rügen in ihrer Beschwerde, dass der Bezirksgerichtspräsident Imboden bei der Entscheidung betreffend Sicherheitsleistung genau gewusst habe, dass sich die Beschwerdeführer in schwierigen finanziellen Verhältnissen befänden und somit nicht in der Lage sein würden, die Sicherheitsleistungen zu bevorschussen. Grundsätzlich werden die Amts- und Gerichtskosten von den Parteien getragen (Art. 37 Abs. 2 ZPO) und solange die ersuchende Partei die vom Richter festgesetzte Vertröstung nicht leistet oder keine Bewilligung zur unentgeltlichen Rechtspflege vorlegt, sind die Gerichtsbehörden nicht verpflichtet zu handeln (Art. 38 Abs. 2 ZPO). In der Regel
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haben die Parteien die gleiche Vertröstung zu leisten (Art. 38 Abs. 1 ZPO). Art. 39 ZPO legt die Folgen der Nicht- beziehungsweise nicht rechtzeitigen Vertröstung folgendermassen fest: Wenn eine Partei auf erstmalige Aufforderung nicht vertröstet, setzt ihr der Gerichtspräsident unter Androhung der Säumnisfolgen eine angemessene Nachfrist an. Wenn der Kläger auch innert dieser Frist nicht vertröstet, wird die Klage als erledigt abgeschrieben (Abs. 1). Solange der Beklagte nicht vertröstet hat, ist er von der Beteiligung am Verfahren ausgeschlossen; der Gerichtspräsident entscheidet nach freiem Ermessen, inwieweit seinen Beweisanträgen stattgegeben wird (Abs. 2). Somit kann trotz prekärer finanzieller Situation nicht auf einen Gerichtskostenvorschuss verzichtet werden, solange keine Bewilligung zur unentgeltlichen Prozessführung vorliegt.
b) Zudem machen die Beschwerdeführer geltend, der Bezirksgerichtspräsident habe Personen in den Richterstand berufen, welche mit dem Beschwerdeführer in geschäftlichen Aktivitäten gestanden hätten und somit von vornherein keine unparteiische Entscheidung in Bezug auf den Beschwerdeführer treffen konnten. Die Beschwerdeführer übersehen dabei aber, dass das fragliche Gerichtsverfahren gar noch nicht soweit gediehen war, dass die Gerichtskomposition festzulegen gewesen wäre. Selbst wenn bereits eine den Beschwerdeführern nicht genehme Gerichtszusammensetzung festgelegt worden wäre, hätten sie zunächst beim betroffenen Gericht selbst ein Ausstandsbegehren stellen müssen. Die Erhebung eines entsprechenden Einwandes erst im Beschwerdeverfahren wäre ohnehin verspätet.
c) Schliesslich bringen die Beschwerdeführer vor, der Bezirksgerichtspräsident habe in früheren Urteilen mit verletzenden Aussagen ihnen gegenüber jeweils Nachdruck seiner Haltung gegeben. Vorliegend ist weder ersichtlich noch nachgewiesen, inwiefern die Vorinstanz verletzende Aussagen getätigt haben soll.
5. Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass auf die Beschwerden betreffend die Gerichtskosten mangels genügender Substantiierung nicht eingetreten werden kann. In den übrigen Punkten erweist sich die Beschwerde als unbegründet, weshalb sie abzuweisen ist.
6. Da die Beschwerdeführer mit ihrem Rechtsmittel keinen Erfolg zu erzielen vermochten, gehen die Kosten des Beschwerdeverfahrens, bestehend aus einer auf Fr. 500.00 festzusetzenden Gerichtsgebühr sowie einer Schreibgebühr
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von Fr. 176.00, total somit Fr. 676.00, vollumfänglich zu ihren Lasten (Art. 122 Abs. 1 ZPO). Als unterliegende Partei sind die Beschwerdeführer überdies verpflichtet, der Beschwerdegegnerin unter solidarischer Haftbarkeit für deren Umtriebe im Verfahren vor Kantonsgerichtsausschuss eine angemessene aussergerichtliche Entschädigung zu bezahlen (Art. 122 Abs. 2 ZPO). Sie ist dem mutmasslichen notwendigen Aufwand entsprechend auf Fr. 500.00 festzulegen.
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