Decision ID: fad44f4f-5011-43ae-b855-708c032b7c75
Year: 2011
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt:
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A.- Die X Immobilien AG, O, übernahm im Zuge der Fusion mit der Y Immobilien AG, O,
deren Grundstück Nr. 1, R-Strasse, Z, mit einem amtlichen Verkehrswert von
Fr. 19'130'000.-- zu Eigentum. Die Handänderung wurde am 2. März 2010 im
Tagebuch des Grundbuchs Z eingetragen. Das Grundbuchamt Z veranlagte die X
Immobilien AG mit Rechnung vom 8. März 2010 mit einer Eintragungsgebühr von
Fr. 5'000.-- (Maximalbetrag) und einer Gebühr für die Geometer-Nachführung von
Handänderungen von Fr. 20.--. Den dagegen am 15. März 2010 erhobenen Rekurs
wies der Stadtrat Z am 25. Mai 2010 ab.
B.- Gegen diesen am 28. Mai 2010 versandten Entscheid erhob die X Immobilien AG
mit Eingabe vom 7. Juni 2010 (Datum der Postaufgabe nicht ersichtlich, Eingang:
10. Juni 2010) Rekurs bei der Verwaltungsrekurskommission mit dem Rechtsbegehren,
unter Kosten- und Entschädigungsfolge sei der angefochtene Entscheid aufzuheben
und die Grundbuchgebühren für die fusionsweise Eintragung des Grundstücks Nr. 1,
R-Strasse, Z, neu auf höchstens Fr. 800.-- festzulegen.
Die Vorinstanz beantragte mit Vernehmlassung vom 30. August 2010, der Rekurs sei
unter Kosten- und Entschädigungsfolge abzuweisen. Die Rekurrentin nahm dazu am
16. September 2010 Stellung. Die Vorinstanz entgegnete am 28. September 2010.
Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten wird, soweit erforderlich, in den

Erwägungen eingegangen.
Erwägungen:
1.- Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die
Verwaltungsrekurskommission ist zum Sachentscheid zuständig. Die Befugnis zur
Rekurserhebung ist gegeben. Der Rekurs vom 10. Juni 2010 (Eingang) ist rechtzeitig
eingereicht worden. Er erfüllt in formeller und inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen
Anforderungen (Art. 41 lit. h Ziff. 5, 45, 47 und 48 des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt: VRP). Auf den Rekurs ist einzutreten.
2.- Die Rekurrentin wendet sich nicht gegen die unter dem Titel
"Grundbuchvermessung" erhobene Gebühr für "Geometer-Nachführung von
Handänderung" von Fr. 20.--, obwohl weder aus der Rechnung vom 8. März 2010 noch
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aus dem angefochtenen Entscheid vom 25. Mai 2010 hervorgeht, worin die Verrichtung
bestand und auf welche Gesetzes-, Verordnungs- oder gegebenenfalls
Reglementsbestimmung sich die Gebühr stützt (vgl. dazu Art. 28 Abs. 1 der
Verordnung zum Gesetz über die amtliche Vermessung, sGS 914.71, und Nr. 11 des
Gebührentarifs für die amtliche Vermessung, sGS 914.711). Zwischen den
Verfahrensbeteiligten ist jedoch die Veranlagung der Rekurrentin mit der Gebühr für die
Eintragung des Erwerbs des Grundstücks Nr. 1, R-Strasse, Z, umstritten. Einigkeit
besteht darüber, dass der Handänderung eine Umstrukturierung im Sinn von Art. 24
Abs. 3 des Bundesgesetzes über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone
und Gemeinden (SR 642.14, abgekürzt: StHG) zugrunde liegt.
a) Die Vorinstanz hat die Gebühr gestützt auf Nr. 10.03.02 des Gebührentarifs für die
Grundbuchämter und für die Durchführung der Grundstückschätzung (sGS 914.5,
abgekürzt: GebTG) erhoben. Danach beträgt die Gebühr für die Eintragung des
Erwerbs von Grundeigentum infolge von Fusion, Spaltung und Vermögensübertragung
nach Fusionsgesetz 1‰ des Erwerbspreises oder des allfällig höheren Steuerwerts,
mindestens Fr. 100.-- und höchstens Fr. 5'000.--. Nach Art. 15 der Verordnung über
Kosten und Entschädigungen im Verwaltungsverfahren
(Verwaltungsgebührenverordnung; sGS 821.1, abgekürzt: GVG) hätte allerdings die
Tarifnummer bereits auf der Rechnung – und nicht erst im Rekursentscheid der
Vorinstanz – angegeben werden müssen. Ist kein Erwerbspreis vereinbart, ist nach
Nr. 10.00.01 der Verkehrswert massgebend. Bei der – im Rekurs nicht bestrittenen –
dem amtlichen Verkehrswert von Fr. 19'130'000.-- entsprechenden
Bemessungsgrundlage beschränkt sich die Eintragungsgebühr auf Fr. 5'000.--. Die
Rekurrentin beanstandet die Ermittlung der Eintragungsgebühr nicht, macht jedoch
geltend, das Ergebnis verletze das Kostendeckungs- und Äquivalenzprinzip und trage
dem Zweck des Fusionsgesetzes nicht ausreichend Rechnung.
b) Art. 954 Abs. 1 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (SR 210, abgekürzt: ZGB)
ermächtigt die Kantone, die Gebühren für die Eintragungen ins Grundbuch, ganz
allgemein für die Dienste des Grundbuchamtes und für die Arbeiten der
Grundbuchvermessung festzusetzen (vgl. J. Schmid, in: Basler Kommentar zum
Schweizerischen Privatrecht, Zivilgesetzbuch II, 3. Aufl. 2007, N 1 zu Art. 954 ZGB). Die
Grundbuchgebühren können als Kanzleigebühren, als Verwaltungsgebühren und als
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Gemengsteuer ausgestaltet werden. Insbesondere sind die Kantone berechtigt, für die
Verrichtungen des Grundbuchamtes unter dem Titel der Gebühren gemischte Abgaben
zu beziehen. Solche Abgaben haben gleichzeitig den Charakter einer Gebühr und einer
indirekten Steuer auf dem Rechtsgeschäft (vgl. Schmid, a.a.O., N 3 und 6 zu Art. 954
ZGB).
Für Umstrukturierungen schliesst das Bundesrecht seit 1. Juli 2009 in Art. 103 Satz 1
des Bundesgesetzes über Fusion, Spaltung, Umwandlung und Vermögensübertragung
(Fusionsgesetz; SR 221.301, abgekürzt: FusG) die Erhebung kantonaler oder
kommunaler Handänderungsabgaben direkt aus. Gebühren dürfen gemäss Art. 103
Satz 2 FusG nur noch in kostendeckender Höhe erhoben werden. Da es sich hierbei
um das Entgelt für eine vom Pflichtigen veranlasste oder verursachte Amtshandlung
der öffentlichen Verwaltung handelt, ist dieses als Kausalabgabe, genauer als
Verwaltungsgebühr zu qualifizieren. Die Kantone sind also bei Umstrukturierungen im
Sinn von Art. 103 FusG weiterhin befugt, kostendeckende Grundbuchgebühren – nicht
jedoch in der Form einer Gemengsteuer – zu erheben. Art. 103 FusG verlangt deshalb
keine besonderen Einschränkungen, sondern lässt es zu, Eintragungsgebühren nach
den von der Rechtsprechung zum Kostendeckungs- und Äquivalenzprinzip
entwickelten Regeln zu erheben (vgl. St. Oesterhelt, in: Basler Kommentar zum
Fusionsgesetz, Basel 2005, N 35 zu Art. 103 FusG).
Das kantonale Recht ermächtigt in Art. 100 VRP die Regierung zum Erlass eines
Gebührentarifs. Gestützt auf Art. 954 ZGB und Art. 100 VRP und in Ausführung von
Art. 3 der Verwaltungsgebührenverordnung hat die Regierung den Gebührentarif für die
Grundbuchämter und für die Durchführung der Grundstückschätzung erlassen. Dass
die Gebührenhöhe nicht im formellen Gesetz selbst, sondern in dem von der Regierung
erlassenen Gebührentarif geregelt ist, begründet keine Verletzung der von der
Rechtsprechung verlangten hinreichenden Bestimmtheit der formell-gesetzlichen
Grundlage (vgl. A. Hungerbühler, Grundsätze des Kausalabgabenrechts, in: ZBl
104/2003 S. 514 ff.). Die Festlegung der Gebührenansätze auf Verordnungsstufe
schliesst jedoch aus, die Grundbuchgebühren in der st. gallischen Ausgestaltung als
Gemengsteuer zu qualifizieren, bei der sich der Abgabepflichtige nicht auf das
Kostendeckungs- und Äquivalenzprinzip berufen könnte. Abgesehen davon lässt das
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Bundesrecht bei Handänderungen zufolge Umstrukturierungen wie dargelegt ohnehin
ausschliesslich die Erhebung von Verwaltungsgebühren zu.
c) aa) Das Kostendeckungsprinzip gilt für kostenabhängige Kausalabgaben (BGE 120
Ia 171 E. 2a mit Hinweisen), wo keine (genügend bestimmte) formell-gesetzliche
Grundlage besteht oder wo der Gesetzgeber ausdrücklich oder sinngemäss zum
Ausdruck gebracht hat, dass die von ihm festgelegte Abgabe kostenabhängig sein soll
(BGE 121 I 230 E. 3e). Nach dem Kostendeckungsprinzip soll der Ertrag der Gebühren
die gesamten Kosten des betreffenden Verwaltungszweigs nicht oder nur geringfügig
übersteigen (BGE 124 I 11 E. 6c; 103 Ia 85 E. 5b), was eine gewisse Schematisierung
oder Pauschalisierung der Abgabe nicht ausschliesst (BGE 120 Ia 171 E. 2a). Zum
Gesamtaufwand sind nicht nur die laufenden Ausgaben des betreffenden
Verwaltungszweigs, sondern auch angemessene Rückstellungen, Abschreibungen und
Reserven hinzuzurechnen (BGE 124 I 11 E. 6c; 126 I 180 E. 3a/aa). Der Grundsatz der
Kostendeckung als Grenze der zulässigen Gebührenerhebung ist bei den
Grundbuchgebühren nicht eng zu verstehen. Sie dürfen nach der bundesgerichtlichen
Rechtsprechung so bemessen sein, "dass sie zur Deckung der Unkosten auf alle Fälle
und reichlich genügen" (Urteil des Bundesgerichts vom 30. September 1971, E. 4,
veröffentlicht in: ZBGR 52/1971 S. 369; BGE 126 I 180 E. 3b/cc).
bb) In der Laufenden Rechnung 2009 weist die Stadt Z für das Grundbuchamt (Konto
Nr. 1044) bei Aufwendungen von Fr. 537'023.50 Erträge von Fr. 1'430'023.80 aus.
Vergleichbare Verhältnisse sind für die Jahre 2010 (Aufwand Fr. 562'000.--, Ertrag
Fr. 1'565'000.--) und 2011 (Aufwand Fr. 552'300.--, Ertrag Fr. 1'485'000.--) budgetiert
(vgl. Unterlagen zur Bürgerversammlung vom 9. Dezember 2010). Damit ist davon
auszugehen, dass die Erträge die Kosten des Grundbuchamtes Z übersteigen. Daraus
kann allerdings noch nicht abgeleitet werden, dass die von der Rekurrentin erhobene
Gebühr von Fr. 5'000.-- für die Eintragung des Erwerbs des Grundstücks Nr. 1, R-
Strasse, das Kostendeckungsprinzip verletzt.
cc) Zunächst ist davon auszugehen, dass im Konto Nr. 1044 nicht sämtliche
Aufwendungen, welche der Stadt im Zusammenhang mit dem Betrieb des
Grundbuchamtes entstehen, erfasst werden. Beispielsweise wird ein Teil der
Informatikkosten von rund 2 bis 2,4 Mio. Franken auch dem Grundbuchamt anzulasten
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sein. Sodann haben die Gemeinden einen kantonalen Gebührentarif anzuwenden. Sie
sind in der Festlegung der Gebühren nicht frei und haben damit auch keinen Einfluss
auf deren Höhe. Die Anwendung des kantonalen Tarifs kann hinsichtlich der
Kostendeckung in verschiedenen Gemeinden verschiedene Ergebnisse zeitigen. In
einer städtischen Gemeinde – wie Z – mit hohen Grundstückpreisen und lebhaftem
Handel wird ein vergleichsweise hoher Gebührenertrag erwirtschaftet, während in
ländlichen Gemeinden mit tieferen Immobilienpreisen und –werten und geringem
Handel das Gebührenaufkommen geringer ist und die Kosten des Grundbuchamtes
möglicherweise nicht deckt oder jedenfalls keine hohen Ertragsüberschüsse generiert.
Die aus den Grundbuchgebühren eingehenden Abgaben sind schliesslich je nach
Wirtschaftslage Schwankungen unterworfen und dem Kanton kann es deshalb nicht
verwehrt sein, bei der Festsetzung der Gebührenhöhe auch diesen längerfristigen
(konjunkturell bedingten) Veränderungen mit Blick auf einen ausgeglichenen
Finanzhaushalt Rechnung zu tragen (vgl. BGE 126 I 180 E. 3b/bb). Im Bereich der
Grundbuchgebühren könnte nur anhand der Gesamtheit der kantonalen
Grundbuchämter und über einen längeren Zeitraum geprüft werden, ob die vom
kantonalen Recht vorgeschriebenen Tarife insgesamt das Kostendeckungsprinzip nicht
verletzen.
Das Kostendeckungsprinzip schliesst zudem nicht aus, mit den Gebühren für
bedeutende Geschäfte den Ausfall aus Verrichtungen auszugleichen, für die – etwa
wegen mangelnden (wirtschaftlichen) Interesses – keine kostendeckende
Entschädigung erhoben werden kann (BGE 103 Ia 85 E. 5b). Mit den Gebühren für
bedeutende Geschäfte darf der Ausfall in weniger bedeutsamen Geschäften
ausgeglichen und auf diese Weise eine gewisse "Querfinanzierung" bewirkt werden
(vgl. BGE 130 III 225 E. 2.3). Dass der tatsächliche Aufwand im Einzelfall geringer ist
als die erhobene Gebühr, kann deshalb unter dem Gesichtspunkt des
Kostendeckungsprinzips nicht geltend gemacht werden (vgl. Oesterhelt, a.a.O., N 37
zu Art. 103 FusG). Selbst wenn die konkrete Ausgestaltung des kantonalen
Gebührentarifs insgesamt zu einer unzulässigen Überdeckung der Kosten der
Grundbuchämter führen würde, könnte die von der Rekurrentin erhobene
Eintragungsgebühr also nicht ohne weiteres aufgehoben werden. Die in Nr. 10.03.02
für Handänderungen nach dem Fusionsgesetz vorgesehene Gebühr von 1‰ des
Erwerbspreises oder des – höheren – amtlich geschätzten Verkehrswertes mit einem
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Maximum von Fr. 5'000.-- erscheint im Vergleich mit anderen Tarifpositionen tief. Die
Überdeckung der Kosten wäre vielmehr in erster Linie auf die in Nr. 10.01 für
Handänderungen grundsätzlich geltenden doppelten Ansatz von 2‰ mit einer hohen
Maximalgebühr von Fr. 12'500.-- zurückzuführen.
dd) Dass die Erhebung der in Ziff. 10.03.02 in zweifacher Hinsicht gegenüber dem
Regelfall herabsetzten Gebühr – 1 statt 2‰, Maximalgebühr Fr. 5'000.-- statt
Fr. 12'500.-- – zu einer Verletzung des Kostendeckungsprinzips führt, ist deshalb nicht
erstellt.
d) Das Äquivalenzprinzip stellt die gebührenrechtliche Ausgestaltung des
Verhältnismässigkeitsgrundsatzes dar. Es bestimmt, dass eine Gebühr nicht in einem
offensichtlichen Missverhältnis zum objektiven Wert der Leistung stehen darf und sich
in vernünftigen Grenzen halten muss. Der Wert der Leistung bemisst sich nach dem
Nutzen, den sie dem Pflichtigen bringt, oder nach dem Kostenaufwand der konkreten
Inanspruchnahme im Verhältnis zum gesamten Aufwand des betreffenden
Verwaltungszweigs, wobei schematische, auf Wahrscheinlichkeit und
Durchschnittserfahrungen beruhende Massstäbe angelegt werden dürfen (BGE 109 Ib
308 E. 5b; 118 Ib 349 E. 5; 120 Ia 171 E. 2a; 122 I 279 E. 6c). Es ist nicht notwendig,
dass die Gebühren in jedem Fall genau dem Verwaltungsaufwand entsprechen; sie
sollen indessen nach sachlich vertretbaren Kriterien bemessen sein und nicht
Unterscheidungen treffen, für die keine vernünftigen Gründe ersichtlich sind (BGE 120
Ia 171 E. 2a; 126 I 180 E. 3a/bb). Solange der Gesamtertrag der Gebühren die
gesamten Kosten eines Verwaltungszweigs nicht übersteigt, sind Gebühren, welche
sich in Prozenten oder Promillen vom Interessenwert ausdrücken, nicht zu
beanstanden (vgl. Oesterhelt, a.a.O., N 37 zu Art. 103 FusG). Für Grundbuchgebühren
vorgesehene Maximalbeträge von Fr. 15'000.-- oder mehr widersprechen nach
Auffassung der Lehre – jedenfalls unter besonderer Berücksichtigung der
Anforderungen aus dem Fusionsgesetz – dem Äquivalenzprinzip; für Maximalbeträge
zwischen Fr. 3'000.-- und Fr. 5'000.-- wird die Frage offen gelassen (vgl. Oesterhelt,
a.a.O., N 45 ff. zu Art. 103 FusG).
Die erhobene Gebühr von Fr. 5'000.-- respektiert das Äquivalenzprinzip. Bei der
Festsetzung der Gebührenhöhe kann der Leistungsfähigkeit der staatlichen Einrichtung
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und der mit der amtlichen Handlung verbundenen Verantwortung, aber auch der
wirtschaftlichen Situation des Pflichtigen und dessen Interesse am abzugeltenden Akt
angemessen Rechnung getragen werden (Urteil des Bundesgerichts vom
30. September 1971 E. 4, veröffentlicht in: ZBGR 52/1971 S. 360 ff.). Mit der Höhe des
Erwerbspreises oder des Verkehrswertes nimmt auch die wirtschaftliche Bedeutung
der Funktion des Grundbuchs – nämlich die Realisierung des Publizitätsprinzips im
Bereich des Immobiliarsachenrechts (vgl. H. Rey, die Grundlagen des Sachenrechts
und das Eigentum, 3. Aufl. 2007, Rz. 272 ff.) – für den am Grundstück dinglich
Berechtigten zu. Im Übrigen ist mit dem entsprechenden Errichtungs- und
Eintragungsakt auch eine staatliche Verantwortung von einem gewissen Gewicht
verbunden (Haftungsrisiko; BGE 126 I 180 E. 3c/aa). Damit lässt sich der Wert des
Grundstücks als Bemessungsgrundlage für die Eintragungsgebühr bei
Handänderungen sachlich rechtfertigen. Der Ansatz von 1‰ erscheint mit Blick auf die
bundesgerichtliche Rechtsprechung, wonach eine Gebühr von 2‰ des
Verwertungserlöses erst bei hohem Verwertungserlös gegen das Äquivalenzprinzip
verstösst (vgl. BGE 130 III 225 E. 2.4), nicht zu beanstanden. Die Obergrenze von
Fr. 5'000.-- wird beim Ansatz von 1‰ bei einem Erwerbspreis oder einem höheren
amtlichen Verkehrswert von Fr. 5'000'000.-- erreicht. Eine solche Gebühr
verunmöglicht weder die Übertragung von Grundeigentum noch erschwert sie diese
übermässig. Dies gilt insbesondere auch beim Grundstück Nr. 1, R-Strasse, Z, der
Rekurrentin, dessen amtlicher Verkehrswert Fr. 19'130'000.-- beträgt und dessen
Marktwert die Rekurrentin selbst mit Fr. 15'970'000.-- angibt (vgl. website).
e) Erfüllt die für die Handänderung erhobene Eintragungsgebühr die
verfassungsrechtlichen Voraussetzungen des Kostendeckungs- und
Äquivalenzprinzips, kann die Rekurrentin daraus, dass andere Kantone tiefere
Gebührenansätze und insbesondere tiefere Maximalbeträge vorsehen, nichts zu ihren
Gunsten ableiten. Das Rechtsgleichheitsgebot gemäss Art. 8 Abs. 1 der
Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (SR 101) bezieht sich
grundsätzlich nur auf den Zuständigkeitsbereich ein und derselben
Gebietskörperschaft. Aus der föderalistischen Staatsstruktur der Schweiz ergibt sich,
dass die Kantone in ihrem Zuständigkeitsbereich auch unterschiedliche Regelungen
treffen dürfen (vgl. BGE 132 II 646 E. 7; R.J. Schweizer, in: St. Galler BV-Kommentar,
2. Aufl. 2008, N 24 zu Art. 8 BV mit weiteren Hinweisen auf die Rechtsprechung).
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f) Dementsprechend ist der Rekurs abzuweisen.
3.- Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten der Rekurrentin
aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr von Fr. 1'000.-- ist
angemessen (vgl. Art. 7 Ziff. 122 der Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Der
geleistete Kostenvorschuss von Fr. 1'000.-- ist zu verrechnen.