Decision ID: ce669e52-c0ca-52a2-8e75-33e5006c02c3
Year: 2009
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Die Beschwerdeführenden ersuchten am 12. August 2001 in der Schweiz um Asyl. Mit Verfügung des damaligen Bundesamts für Flüchtlinge (BFF) vom 2. Juli 2004 wurde das Asylgesuch der  als teils den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit gemäss Art. 7 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31), teils den Anforderungen an die Flüchtlingseigenschaft  Art. 3 AsylG nicht genügend abgewiesen und deren Wegweisung aus der Schweiz sowie der Vollzug angeordnet. Die am 9. August 2004 gegen diese Verfügung erhobene Beschwerde wurde von der  Asylrekurskommission (ARK) mit Urteil vom 29. März 2005 abgewiesen.
B. Mit Schreiben des BFM vom 1. April 2005 wurde den  eine Frist zum Verlassen der Schweiz bis zum 27. Mai 2005 eingeräumt.
C. Mit Eingabe vom 30. September 2005 stellten die  durch ihren Vertreter beim BFM ein Wiedererwägungsgesuch und beantragten, es sei festzustellen, dass der Vollzug der betreffend der Beschwerdeführerin verfügten Wegweisung nicht zumutbar sei. Im  einer vorsorglichen Massnahme sei der Vollzug der Wegweisung zu sistieren. Der [zuständige kantonale Dienst] sei unverzüglich , von Vollzugsmassnahmen abzusehen. Zur Begründung wurde  anderem ausgeführt, mit der dramatischen Verschlechterung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin und der mehrfachen stationären Hospitalisation im Rahmen des fürsorgerischen  (FEE) liege im Hinblick auf die Frage der Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs ein neuer Sachverhalt vor, welcher bisher noch nicht Gegenstand eines Verfahrens vor den Schweizerischen  gewesen sei. Zur Untermauerung wurden ein Schreiben der Tagesklinik Psychiatrische Dienste, [...] vom 27. September 2005  ein Arztbericht von Dr. med. S. B., Oberarzt, Psychiatriezentrum [...] vom 28. September 2005 zu den Akten gereicht.
D. Mit Verfügung vom 13. Oktober 2005 (recte: 11. Oktober 2005, da der Versand der Verfügung gemäss Ausgangsstempel vom 11. Oktober
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2005 datiert) wies das BFM das Wiedererwägungsgesuch ab und hielt fest, dass die Verfügung vom 2. Juli 2004 rechtskräftig und  sei. Einer allfälligen Beschwerde komme keine aufschiebende  zu. Zur Begründung wurde unter Verweis auf die Erwägungen in der Verfügung vom 2. Juli 2004 und im Urteil der ARK vom 29. März 2005 ausgeführt, dass psychiatrische Behandlungen im Allgemeinen und die gemäss den bisherigen Arztberichten im Besonderen  Behandlungen in der Türkei grundsätzlich möglich seien. Dass der Standard der psychiatrischen Betreuung in der Türkei, wo man  das Gewicht auf die medikamentöse Behandlung setze, nicht demjenigen in der Schweiz entspreche, sei dabei nicht massgebend. Weiter sei zu betonen, dass die enge Verknüpfung zwischen  Ausreiseentscheid und Verschlechterung des  der Beschwerdeführerin erkennen lasse, dass es sich hier nur teilweise um ein medizinisches Problem handle. Es sei nochmals darauf hingewiesen, dass sich eine depressive Entwicklung bei , deren Asylgesuche letztinstanzlich abgewiesen worden seien, nicht selten gerade in diesem Moment bemerkbar machen  durch eine definitive Ausreiseverfügung akzentuiert . Dieses Phänomen stehe dem Wegweisungsvollzug jedoch weder unter dem Aspekt von Art. 14a Abs. 3 und 4 des Bundesgesetzes vom 26. März 1931 über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer (aANAG, BS 1 121) noch jenem von Art. 3 der Konvention vom 4.  1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) entgegen. Den suizidalen Tendenzen und  der Beschwerdeführerin könne bei einer adäquaten medizinischen Rückkehrhilfe medikamentös entgegengewirkt werden. Gerade bei Asylsuchenden sei zudem der notorisch-manipulative Aspekt einer  Selbsttötung nicht zu unterschätzen, zumal die  Aufforderung der Rückkehr in den Heimatstaat bei den  natürlicherweise Gefühle der Überforderung und  hervorrufen könne. Dass in diesem Zusammenhang suizidale  entstehen können, sei gleichfalls ein bekanntes Phänomen. In dieser Situation geäusserte Selbstmordabsichten oder vollbrachte  vermöchten jedoch nach landes- und völkerrechtlichen Massstäben den bevorstehenden Wegweisungsvollzug nicht zu . Anders zu entscheiden hiesse, dass es ein vom Vollzug  Ausländer jederzeit in der Hand hätte, sich durch Berufung auf eine tatsächliche oder vermeintliche Selbstmordgefahr ein  zu sichern. Somit seien keine medizinischen Gründe feststellbar, die gegen den Vollzug der Wegweisung in die Türkei sprechen würden.
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Ferner könne der derzeitige Klinikaufenthalt der Beschwerdeführerin der Einstellung einer adäquaten Therapie dienen und sei somit . Auch habe die Beschwerdeführerin die Möglichkeit,  Rückkehrhilfe zu beantragen. Schliesslich sei festzuhalten, dass entgegen den Ausführungen im Wiedererwägungsgesuch die  bei einer Rückkehr in die Türkei auf ein familiäres Beziehungsnetz zurückgreifen können. Gemäss Angaben der  im ordentlichen Verfahren würden sich diverse ihrer Geschwister und ihre Eltern, bei denen sie vor der Ausreise gelebt habe, in der Türkei befinden. Dem Gesuch um Einräumung einer Frist zur Nachreichung weiterer Arztberichte wurde nicht stattgegeben, da aufgrund der bisherigen Akten betreffend den Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin sowie des eingereichten Arztberichts vom 28. September 2005 der rechtserhebliche Sachverhalt als hinlänglich erstellt betrachtet wurde.
E. Mit Eingabe vom 12. Oktober 2005 an die ARK liessen die  durch ihren Vertreter unter Kosten- und  die Aufhebung der angefochtenen Verfügung beantragen. Die  sei zur Feststellung des vollständigen und richtigen  Sachverhalts und zur Neubeurteilung an das BFM . Eventualiter sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und es sei festzustellen, dass der Vollzug der betreffend die  verfügten Wegweisung nicht zumutbar sei. Im Sinne einer  Massnahme (Art. 56 des Bundesgesetzes vom 20.  1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]) sei der Vollzug der Wegweisung unverzüglich zu sistieren. Der [zuständige kantonale Dienst] sei anzuweisen, von Vollzugshandlungen . Auf die Begründung der Beschwerde wird, soweit , in den Erwägungen eingegangen.
F. Mit Telefax vom 13. Oktober 2005 wurde der [zuständige kantonale Dienst] angewiesen, im Sinne einer vorsorglichen Massnahme den Vollzug der Wegweisung gestützt auf Art. 56 VwVG bis zum definitiven Entscheid über das Gesuch um Aussetzung des Vollzugs der  auszusetzen.
G. Mit Zwischenverfügung vom 19. Oktober 2005 wurde das Gesuch um
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Aussetzung des Vollzugs der Wegweisung abgewiesen. Gleichzeitig wurden die Beschwerdeführenden aufgefordert, innert Rechtsmittelfrist (11. November 2005) einen Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 1'200.– zu leisten. Zur Begründung wurde ausgeführt, aufgrund der Eingabe würden sich vorliegend keine das öffentliche Interesse  privaten Interessen ergeben. Die Ausführungen in der  hinsichtlich der gesundheitlichen Beschwerden der  seien nicht geeignet, die entsprechenden Erwägungen des BFM zu entkräften. Dies insbesondere auch in Beachtung des Urteils der ARK vom 29. März 2005, worin unter anderem die psychischen Beschwerden der Beschwerdeführerin inklusive die von ihr geltend  Suizidgefährdung einer eingehenden Würdigung unterzogen worden seien (vgl. diesbezügliches Urteil E. 6.3.4 S. 21 f.). Aus den Ausführungen in Ziff. 2, S. 3 der Eingabe gehe denn auch  hervor, dass als massgebliches Novum zur Begründung des Haupt- und Eventualantrags im Wiedererwägungsgesuch  die wiederholte und anhaltende Hospitalisierung der  aufgrund der massiven Verschlechterung ihres  sein soll, welche der ARK im Zeitpunkt des Urteils nicht  gewesen sei. Was die geltend gemachte Suizidialität der  anbelange, welche ihre wiederholte Hospitalisierung erfordert habe, sei vorab ergänzend festzuhalten, dass im Rahmen der Zumutbarkeit für die Wegweisung insbesondere dann Schranken , wenn der Vollzug für den Ausländer eine konkrete  darstelle (vgl. Art. 14a Abs. 4 aANAG). In diesem  sei grundsätzlich festzustellen, dass es nachvollziehbar und  sei, dass ein unausweichlich bevorstehender  bei einer Vielzahl von Asylbewerbern zu einem gewissen  Druck führe, welcher aber für die Frage der Zumutbarkeit meist ohne Relevanz sei. Entscheidendes Kriterium bei der  sei jedoch – unabhängig von der prozessgeschichtlichen  – das Vorliegen einer konkreten Gefährdung. Wenn eine reaktiv auf einen bevorstehenden Wegweisungsvollzug auftretende und ernsthaft gesundheitsgefährdende psychische Störung  Ausmasses vorliege, könne einem solchen Krankheitsbild Relevanz für die Frage der Zumutbarkeit zukommen. Im selben  sei zu beachten, dass oftmals vordergründig als  einzustufende Handlungen und Drohungen als Druckmittel gegen behördliche Vollzugsmassnahmen eingesetzt würden. Wie dem ausführlichen ärztlichen Zeugnis von Dr. med. S. B., Oberarzt, [...], Fachklinik für Psychiatrie vom 28. September 2005 unter anderem zu
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entnehmen sei, sei das aktuelle Zustandsbild der Beschwerdeführerin diagnostisch am besten unter den Begriff "Angst und depressive  gemischt" zu subsumieren. Die Medikamentation mit einem  (Ludiomil) – ziehe man die letzte Hospitalisation und den Verlauf bis zum 19. September 2005 heran – scheine gut gewirkt zu haben. Die weitere langfristige Verabreichung sei sicher wichtig und nötig. Dies könne selbstverständlich auch ambulant geschehen.  rechne er (der behandelnde Arzt) mit impulsiven suizidalen Handlungen immer dann, wenn eine Ausschaffung oder Ausreise in die Türkei zur Diskussion stehe. Aufgrund der asylrechtlichen Situation der Beschwerdeführerin sei das subjektiv und wahrscheinlich objektiv ihre letzte Möglichkeit, auf die Frage der Ausreise noch Einfluss  zu können, weshalb eine suizidale Handlung in dieser Situation denkbar sei, zumal sie Alternativen – insbesondere die Rückreise – gänzlich ausschliesse. Im Falle einer Ausschaffung wäre die  zumindest ambulant – eventuell stationär – , nur schon wegen der Medikation. Gemäss  Auskunft des behandelnden Arztes vom 18. Oktober 2005 sei sie zurzeit nicht mehr in stationärer Behandlung. Nach Auffassung der ARK stehe die beschriebene gesundheitliche Situation einer Rückkehr der Beschwerdeführerin jedoch nicht entgegen. Sollten bei ihr heute noch weiterhin suizidale Tendenzen vorhanden sein, könnte diesen im Hinblick auf einen allfälligen zwangsweisen Vollzug der Wegweisung durch geeignete medikamentöse oder allenfalls auch  Massnahmen entgegengewirkt werden, so dass für sie eine konkrete Gefahr ernster gesundheitlicher Schäden auszuschliessen wäre (vgl. zum Ganzen auch den Entscheid des EGMR vom 7.  2004 i. S. Dragan et al. gegen Deutschland [Nr. 33743/03]). Da im Falle der Beschwerdeführerin eine allfällige Suizidgefahr insbesondere im Falle eines zwangsweisen Wegweisungsvollzugs auftreten könnte, gehe die ARK im Weiteren davon aus, dass sich diese verringern , sobald sie den Schritt der Rückkehr in den angestammten Sprach- und Kulturkreis und in das dort vorhandene Beziehungsnetz hinter sich gebracht habe. Sollte dem wider Erwarten nicht so sein, sei es ihr nach dem oben Gesagten zudem zuzumuten, zur weiteren  auf die vorhandene medizinische Infrastruktur ihres Heimatlandes zurückzugreifen.
H. Unter Beilage eines ärztlichen Berichts von Dr. med. M. L., Psychiatrie und Psychotherapie, [...], vom 31. Oktober 2005 ersuchte der Rechts-
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vertreter der Beschwerdeführenden mit Eingabe vom 7. November 2005 um Wiedererwägung der Zwischenverfügung vom 19. Oktober 2005 und beantragte im Sinne einer vorsorglichen Massnahme die Aussetzung des Vollzugs der Wegweisung sowie für den Fall des  der Zahlung bei gleichzeitigem Einreichen eines Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege nicht das Nichteintreten anzudrohen,  eine Nachfrist anzusetzen.
I. Mit Zwischenverfügung vom 9. November 2005 wurde das Gesuch um Aussetzung des Vollzugs der Wegweisung gutgeheissen. In  der Zwischenverfügung vom 19. Oktober 2005 wurde auf die  eines Kostenvorschusses verzichtet.
J. Unter Beilage zweier ärztlicher Austrittsberichte (Dr. med. J. S., , [...] vom 9. September 2005 sowie Dr. med. S. B., Oberarzt, [...] vom 11. Oktober 2005) reichte der Rechtsvertreter der  mit Eingabe vom 11. November 2005 eine  ein. Auf die Begründung wird, soweit entscheidwesentlich, in den Erwägungen eingegangen.
K. In seiner Vernehmlassung vom 22. November 2005 beantragte das BFM die Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung wurde , dass die Beschwerdeschrift keine neuen erheblichen Tatsachen oder Beweismittel enthalte, welche eine Änderung des  Standpunktes rechtfertigen könnten. In Bezug auf die sehr schwierige Situation, in welcher sich der Sohn der Beschwerdeführerin hier in der Schweiz zweifelsohne befinde, sei zu bemerken, dass diese zu einem grossen Teil auf das in der Schweiz fehlende familiäre  zurückzuführen sei. In der Türkei würden sich jedoch  Familienangehörige der Beschwerdeführerin – Eltern, Geschwister – befinden, so dass der Sohn der Beschwerdeführerin dort von der Sorge und Pflege seiner Mutter, die er hier in der Schweiz  habe übernehmen müssen, entlastet wäre.
L. Mit Eingabe vom 28. November 2005 ersuchte der Rechtsvertreter der Beschwerdeführenden um Ansetzung einer angemessenen Frist, um sich zu den Ausführungen in der Vernehmlassung vom 22. November
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2005, welche ihm ohne Einräumung des Replikrechts zugestellt wurde, zu äussern.
M. Mit Eingabe vom 13. Dezember 2005 nahm der Rechtsvertreter der Beschwerdeführenden alsdann unaufgefordert Stellung zu der ihm ohne Replikrecht zugestellten Vernehmlassung der Vorinstanz vom 22. November 2005. In seinen Ausführungen beschränkte er sich , ein tragfähiges Beziehungsnetz der Beschwerdeführenden in  Heimatland in Abrede zu stellen. Auf die Begründung im  wird, soweit entscheidwesentlich, in den Erwägungen .
N. Am 18. Juli 2006 erstellte die Tagesklinik der psychiatrischen Dienste [...] einen ärztlichen Bericht zuhanden des BFM, welches diesen an die ARK weiterleitete.
O. Mit Zwischenverfügung vom 29. Mai 2007 wurde die  aufgefordert, innert 30 Tagen ab Erhalt der Verfügung einen  Arztbericht hinsichtlich ihres Gesundheitszustandes einzureichen.
P. Am 9. Juli 2007 reichte die Beschwerdeführerin ein sie betreffendes ärztliches Zeugnis von Dr. med. M.L., Psychiatrie und Psychotherapie, [...] vom 8. Juli 2007 zu den Akten.
Q. Mit Eingabe vom 6. November 2007 reichte der Rechtsvertreter unter Bezugnahme auf seine Eingabe vom 13. Dezember 2005 (vgl. Bst. M hiervor) diverse Beweismittel in Kopie ein, die belegen würden, dass sich das familiäre Netz der Beschwerdeführerin in der Türkei weiter verkleinert habe (Tod des Vaters, Aufenthalt der Mutter in Belgien bei ihrem als Flüchtling anerkannten Sohn).
R. Am 6. April 2009 wurde B._ vom Jugendgericht [...] wegen Raubs und Konsums von Marihuana zu einer persönlichen Leistung von 5 Tagen und zur Bezahlung einer Pauschalgebühr von Fr. 50.– .
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S. Am 21. April 2009 fand ein Bericht des Regionalen Sozialdienstes [...] vom 14. April 2009 betreffend B._ Eingang in die Akten. Darin wird über die Zeit nach dessen Ausschluss aus der Schule im Sommer 2008 und zwischenzeitlich unternommene Schritte zur  der 9-jährigen Schulpflicht berichtet. Soweit entscheidwesentlich, wird darauf in den Erwägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht  gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG, sofern keine  nach Art. 32 VGG vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VGG genannten Behörden. Dazu gehören Verfügungen des BFM gestützt auf das Asylgesetz; das Bundesverwaltungsgericht entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG, Art. 83 Bst. c Ziff. 3 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
1.2 Das Bundesverwaltungsgericht übernimmt die Beurteilung der am 1. Januar 2007 bei der ARK hängigen Rechtsmittel und wendet dabei das neue Verfahrensrecht an (Art. 53 Abs. 2 VGG).
1.3 Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die  oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen  und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 49 VwVG).
2. Die Beschwerde ist form- und fristgerecht eingereicht; die  sind legitimiert (Art. 48 Abs. 1, Art. 50 und Art. 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist mithin einzutreten.
3. 3.1 Die Wiedererwägung ist im Verwaltungsverfahren ein gesetzlich nicht geregelter, indessen aus Art. 29 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101)
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abgeleiteter Rechtsbehelf. Sie bezweckt die nochmalige Prüfung einer an sich rechtskräftigen Verfügung sowie deren Ersetzung durch einen für den Gesuchsteller günstigeren Entscheid. Nach Art. 29 Abs. 1 und 2 der BV (zur Weitergeltung der unter Art. 4 aBV entwickelten  des Bundesgerichts vgl. BGE 127 I 137 E. 6) besteht ein verfassungsmässiger Anspruch auf Wiedererwägung, wenn erhebliche Tatsachen oder Beweismittel geltend gemacht werden, die im früheren Verfahren nicht bekannt waren oder damals noch nicht eingebracht werden konnten, oder wenn sich die Umstände seit der letzten  wesentlich geändert haben und mithin der ursprüngliche () Entscheid an nachträglich eingetretene Veränderungen der Sach- oder Rechtslage anzupassen ist (vgl. EMARK 2003 Nr. 7 E. 1 S. 42 f., BGE 124 II 6 E. 3a, BGE 120 Ib 46 E. 2b, BGE 113 Ia 150 ff. E. 3a).
3.2 Gemäss Art. 83 Abs. 4 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20) ist der Vollzug der Wegweisung nicht zumutbar, wenn die  Person bei einer Rückkehr in ihren Heimatstaat einer konkreten  ausgesetzt ist. Diese Bestimmung wird vor allem bei  angewendet, das heisst bei Ausländerinnen und , die mangels persönlicher Verfolgung weder die Voraussetzungen der Flüchtlingseigenschaft noch jene des völkerrechtlichen Non--Prinzips erfüllen, jedoch wegen der Folgen von Krieg,  oder einer Situation allgemeiner Gewalt nicht in ihren  zurückkehren können. Im Weiteren findet sie Anwendung auf  Personen, die nach ihrer Rückkehr ebenfalls einer konkreten  ausgesetzt wären, weil sie die absolut notwendige medizinische Versorgung nicht erhalten könnten oder – aus objektiver Sicht – wegen der vorherrschenden Verhältnisse einer existenzgefährdenden  ausgesetzt wären (siehe Entscheide des Schweizerischen  (BVGE) 2008/34, E. 11.1 S. 510 f., BVGE 2007/10, E. 5.1 S. 111, EMARK 2005 Nr. 12 E. 10.3 S. 114, je mit  Hinweisen).
Gründe ausschliesslich medizinischer Natur lassen den  sodann im Allgemeinen nicht als unzumutbar erscheinen, es sei denn, die erforderliche Behandlung sei wesentlich und im  nicht erhältlich (vgl. EMARK 2003 Nr. 24 E. 5b S. 157 f.).  ferner die Behandlungsmöglichkeiten im Herkunftsland nicht dem medizinischen Standard in der Schweiz, so bewirkt dies allein noch
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nicht die Unzumutbarkeit des Vollzugs. Von einer solchen  ist erst dann auszugehen, wenn die ungenügende Möglichkeit der Weiterbehandlung eine drastische und lebensbedrohende  des Gesundheitszustandes nach sich zieht (vgl. EMARK 2004 Nr. 7 E. 5d S. 50 ff., EMARK 2003 Nr. 24 E. 5b S. 157 f.).
4. 4.1 Was die geltend gemachte Suizidalität der Beschwerdeführerin beziehungsweise deren wiederholte Hospitalisation im  mit einem allfälligen Wegweisungsvollzug unter dem  anbelangt, kann vorab zur Vermeidung von  nach wie vor auf die Ausführungen in der Zwischenverfügung vom 19. Oktober 2005 verwiesen werden (vgl. Bst. G). Ferner gilt es , dass für die mit Zwischenverfügung vom 9. November 2005  Aussetzung des Vollzugs der Wegweisung sowie den  verfügten Verzicht auf die Erhebung eines  im damaligen Zeitpunkt überwiegend  Gründe massgebend waren (laufende Rechtsmittelfrist, nicht  zu verstehende Beschwerdeeingabe, in Aussicht  Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege für den Fall des Ausbleibens der Zahlung) und weniger die Eingabe vom 7. November 2005 mit dem ärztlichen Zeugnis von Dr. med. M. L., Psychiatrie und Psychotherapie, [...] vom 31. Oktober 2005. Diesem ist zwar unter anderem zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin die Woche vor der Konsultation wieder akut suizidal gewesen sei. Mangels Vertrauen in die behandelnden Ärzte der psychiatrischen Klinik [...], welche sie so rasch wie möglich zum Austritt gezwungen hätten, habe sie sich aber nicht dorthin begeben. Er (der behandelnde Arzt)  nun, mit einer engen Betreuung in Zusammenarbeit mit der  in [...] einen Suizid zu vermeiden. Ferner erachte er es aus  Sicht als dringend und nötig, dass der psychische  der Beschwerdeführerin durch ein Gutachten eines anderen Psychiaters abgeklärt werde.
4.2 Wie den von zwei verschiedenen Oberärzten erstellten  vom 9. September und 11. Oktober 2005 des [...]  [...], Fachklinik für Psychiatrie indessen entnommen werden kann, traten die psychischen Beschwerden (Suizidhandlungen) der Beschwerdeführerin jeweils im Zusammenhang mit einem allfälligen Vollzug der Wegweisung auf und erforderten deshalb die . Auch halten beide Berichte fest, dass die Beschwerdeführerin
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nach ihren stationären Behandlungen vom 17. Mai bis zum 19. August 2005 beziehungsweise vom 20. September bis zum 6. Oktober 2005 jeweils in deutlich besserem und stabilisiertem beziehungsweise  psychischem Zustand nach Hause entlassen wurde. Der Austritt aus der Klinik anlässlich der letzten Hospitalisation erfolgte  auf Wunsch der Beschwerdeführerin und nach Risikoabschätzung der Ärzte, die sie nicht mehr als akut suizidal einschätzten. In diesem Zusammenhang erweist sich vorliegend sodann insbesondere von , dass der vom Rechtsvertreter zur Einreichung des  angeforderte ärztliche Bericht von Dr. med. S. B., Oberarzt, Psychiatriezentrum [...] vom 28. September 2005, welcher auch den Austrittsbericht vom 11. Oktober 2005 verfasste, hierzu  festhält, dass dem Austrittswunsch der Beschwerdeführerin (zu diesem Zeitpunkt) nicht habe entsprochen werden können, da ein solcher erst dann zur Diskussion stehe, wenn sie sich von ihren  distanzieren könne. Die Ausführungen, wonach die Beschwerdeführerin zum Austritt aus der Klinik gezwungen worden sein soll, erweisen sich somit als unzutreffend und müssen vielmehr vor dem Hintergrund der mit Zwischenverfügung vom 19. Oktober 2005 verfügten Nichtaussetzung des Vollzugs der Wegweisung  werden. Als unbegründet müssen auch die Vorwürfe des  angesehen werden, wonach der für die beiden erwähnten ärztlichen Berichte verantwortliche Oberarzt, S. B., seine Rolle und Funktion verwischt habe (Ziff. 4 und 5, S. 3 und 4 der  vom 11. November 2005). So wird in besagtem  vom 11. Oktober 2005 im Wesentlichen nochmals der Inhalt des vom Rechtsvertreter angeforderten ärztlichen Berichts vom 28.  2005 aufgeführt, der alsdann der Beschwerdeführerin bekannt gegeben und erklärt worden sei. In der Folge führt der Arzt aus: "Sie [die Beschwerdeführerin] fing an zu weinen, als sie realisierte, dass ihr damit die Reisefähigkeit bescheinigt wurde und sie somit in die Türkei zurückkehren müsse. Sie erklärte, dass sie sich unter diesen  weiterhin von Suizidabsichten nicht distanzieren könne. Nachdem wir ihr mehrmals erklärt hatten, dass dies letztendlich nichts an der Ausschaffung ändern würde, verhielt sie sich schliesslich gefasster und bat dann noch am selben Tag um Austritt. Auf nochmaliges Fragen nach Suizidalität zuckte sie diesmal nur die Achseln." Wohl ist dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin darin zuzustimmen, dass es Aufgabe der Asylbehörden und nicht der Ärzte ist, über die Richtigkeit der Ausschaffung zu entscheiden. Indes kann der Kritik des  in diesem Zusammenhang, wonach bei dieser Sachlage
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nicht mehr von einem objektiven Bericht eines medizinischen  ausgegangen werden könne, nicht gefolgt werden. Der  vom 11. Oktober 2005 erweist sich als transparent. Auch wird deutlich zum Ausdruck gebracht, dass die gesundheitliche  der Beschwerdeführerin nicht gegen deren Reisefähigkeit spricht. Die Ausführungen des Arztes, wonach das Krankheitsbild der  letztlich nichts an der Ausschaffung zu ändern  (siehe oben), ist denn auch viel mehr in diesem Zusammenhang zu verstehen. Schliesslich ist aufgrund des im Bericht beschriebenen Verhaltens der Beschwerdeführerin der Eindruck nicht von der Hand zu weisen, sie versuche ihre psychische Verfassung als letzte  gegen behördliche Vollzugsmassnahmen einzusetzen. Wie  in der Zwischenverfügung vom 19. Oktober 2005 festgehalten wurde, steht die gesundheitliche Situation einer Rückkehr der  in ihren Heimatstaat demnach nicht entgegen. Die Anträge in der Beschwerdeergänzung vom 11. November 2005 (S. 5) um Einholung eines ärztlichen Berichts zum Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin von Amtes wegen respektive um Ansetzung einer angemessenen Frist, damit die Beschwerdeführerin einen Arztbericht einreichen kann, falls kein solcher von Amtes wegen eingeholt werden sollte, sind zwischenzeitlich hinfällig geworden (vgl. Bst. N bis P  sowie E. 4.3 nachstehend). Auch erweist sich der rechtserhebliche Sachverhalt als richtig und vollständig festgestellt (Art. 49 Bst. b VwVG).
4.3 Der ärztliche Bericht der Tagesklinik der psychiatrischen Dienste [...] vom 18. Juli 2006 (vgl. Bst. N hiervor) hält einleitend fest, dass die Autorin des Berichts verantwortlich für die medizinische Behandlung in der Tagesklinik sei. Ferner sei sie nicht die behandelnde Ärztin der . Behandelnder Arzt sei der Psychiater Dr. med. M.L.. Aus dem Bericht geht zudem hervor, dass sich die seit Oktober 2005 in der Tagesklinik durchgeführte Therapie vor allem auf die  und den Alltag bezieht. Die psychiatrische Behandlung (integrierte psychiatrisch-psychotherapeutische Therapie mit Psychopharmaka und unterstützenden Gesprächen) finde beim genannten Psychiater statt. Ferner divergiert der ärztliche Bericht vom 18. Juli 2006  Diagnose, Behandlung, Prognose und Behandlungsmöglichkeit in der Türkei nicht grundsätzlich von demjenigen von Dr. med. M.L. vom 8. Juli 2007 (vgl. Bst. P hiervor sowie nachstehend E. 4.4). Angesichts dieser Umstände braucht auf die Ausführungen im ärztlichen Bericht
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der Tagesklinik der psychiatrischen Dienste [...] nicht im Einzelnen  zu werden.
4.4 Das ärztliche Zeugnis von Dr. med. M.L., Psychiatrie und , [...], vom 8. Juli 2007 vermag einen allfälligen  der Beschwerdeführerin in ihr Heimatland unter dem  nicht zu verhindern. Dem ärztlichen Befund, gestützt auf die Untersuchung vom 5. Juli 2007, ist unter anderem zu , dass die Beschwerdeführerin nach den Hospitalisationen in [...] aufgrund einer engen Zusammenarbeit zwischen der Tagesklinik [...] und ihm (Dr. med. M.L.) sehr positiv profitiert habe. Sie reagiere zwar immer noch sehr empfindlich beim Gedanken, in die Türkei  zu werden. Ihr Denken sei formal unauffällig und inhaltlich auf ihre Zukunftsängste eingeengt. Ihre Stimmung sei "eutymik" (; frohsinnig heiter) und die Flashbacks sowie Albträume seien fast verschwunden. Aus psychiatrischer Sicht befinde sich die  zurzeit in einem stabilen Zustand. Aktuell erhalte sie keine Medikation. Die im Jahre 2001 begonnene Behandlung müsse voraussichtlich bis auf weiteres in Form einer ambulanten  Unterstützung fortgesetzt werden. Hinsichtlich einer Prognose lässt sich der behandelnde Arzt dahingehend vernehmen, dass ohne Behandlung eine Dekompensation möglich sei und mit einer  eine lang dauernde Stabilisation erzielt werde. Eine Therapie der Beschwerdeführerin in der Türkei erachte er sodann nicht als hilfreich, weil die Beschwerdeführerin Angstgefühle habe, die an die Umgebung des Heimatlandes gebunden seien. Ferner wird im ärztlichen Bericht von Dr. med. M.L. der Beschwerdeführerin keine Reiseunfähigkeit . Nach dem bereits oben Gesagten, insbesondere aber nach dieser ärztlichen Beurteilung der gesundheitlichen Situation der , kann daher nicht davon ausgegangen werden,  allfälligen Vollzug der Wegweisung würden unter medizinischen Gesichtspunkten Hinderungsgründe entgegen stehen. Ebenfalls kann bei dieser Sachlage auf das Einholen eines aktuellen Arztberichts  werden. Sollte indes aufgrund des Urteils dennoch eine vom Arzt als möglich erachtete Dekompensation des gesundheitlichen  eintreten, so hätten die Vollzugsbehörden zusammen mit den behandelnden Ärzten für eine im Zeitpunkt des Vollzuges notwendige medizinische Behandlung und Betreuung zu sorgen. Allfälligen bei der Beschwerdeführerin sich akzentuierenden suizidalen Tendenzen  im Hinblick auf einen allfälligen zwangsweisen Vollzug der  durch geeignete medikamentöse oder nötigenfalls auch psycho-
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therapeutisch- medizinische Massnahmen entgegengewirkt werden (vgl. auch Bst. G hiervor). Sofern notwendig, wäre im Zuge  Massnahmen in Zusammenarbeit mit der Schweizer Vertretung vor Ort und den zuständigen Stellen der Vorinstanz auch sicher zu stellen, dass die Weiterführung einer allenfalls dringend notwendigen  im Heimatstaat im Zeitpunkt des Vollzuges effektiv gewährleistet ist. Das Bundesverwaltungsgericht erachtet demnach den Vollzug der Wegweisung durch Rückschaffung der Beschwerdeführerin in die  nicht als unzumutbar. Wie nachstehend (vgl. E. 5.1) noch  ist, dürfte sich in diesem Zusammenhang letztlich auch von nicht zu unterschätzender Bedeutung der Umstand erweisen, wonach sich die Beschwerdeführerin, einmal in ihrem Heimatland zurück, ohne Übersetzer, mit ausgebildetem Pflegepersonal und mit dem  Umfeld (Familie, Bekannte, Nachbarn) unterhalten kann.
5. 5.1 Aus dem Urteil der ARK vom 29. März 2005 geht hervor, dass die Beschwerdeführenden über ein familiäres und verwandtschaftliches Beziehungsnetz in ihrem Heimatstaat verfügen (vgl. E. 6.3.4 S. 21 f.). Insbesondere wurde auf Seite 22 des Urteils auf die zutreffenden  der Vorinstanz zu den persönlichen Verhältnissen der  (familiäres Netz, Berufserfahrung) in der  Verfügung vom 2. Juli 2004 verwiesen. In der vom gleichen Rechtsvertreter damals gegen diese Verfügung erhobenen  blieb dieser Sachverhaltsumstand unbestritten, respektive fand  Erwähnung. Auch liefern die Beschwerdeführenden für die  eines nunmehr – im Sinne einer nachträglich veränderten  – fehlenden respektive nicht tragfähigen Beziehungsnetzes (vgl. Eingabe vom 13. Dezember 2005) keine belegbaren respektive  Hinweise oder Aufschlüsse. Daran ändern auch die  in der Eingabe vom 6. November 2007 nichts, ist doch darin letztlich bloss von einer Verkleinerung des familiären Netzes die Rede (vgl. Bst. Q). Das Bundesverwaltungsgericht sieht vor diesem  und in Bestätigung der vorinstanzlichen Ausführungen in der  Verfügung sodann keine Veranlassung, von einem – wie behauptet – nicht tragfähigen Beziehungsnetz der  in ihrem Heimatland auszugehen. Einem allfälligen Vollzug der Wegweisung der Beschwerdeführenden in ihren angestammten Sprach- und Kulturkreis stehen somit auch keine triftigen Gründe unter diesem Gesichtspunkt entgegen. Der in der Beschwerde erhobene
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Vorwurf der fehlenden Sachverhaltsabklärung in diesem Punkt ist  ebenfalls zurückzuweisen.
5.2 Sind von einem allfälligen Wegweisungsvollzug Kinder betroffen, so bildet im Rahmen der Zumutbarkeitsprüfung ausserdem das  einen Gesichtspunkt von gewichtiger Bedeutung. Dies ergibt sich nicht zuletzt aus einer völkerrechtskonformen Auslegung des Art. 83 Abs. 4 AuG im Licht von Art. 3 Abs. 1 des Übereinkommens vom 20. November 1989 über die Rechte des Kindes (KRK, SR 0.107). Unter dem Aspekt des Kindeswohls sind demnach sämtliche  einzubeziehen und zu würdigen, die im Hinblick auf eine  wesentlich erscheinen. Dabei können namentlich folgende  im Rahmen einer gesamtheitlichen Beurteilung des Kindes von Bedeutung sein: Alter, Reife, Abhängigkeiten, Art (Nähe, Intensität, Tragfähigkeit) seiner Beziehungen, Eigenschaften seiner  (insbesondere Unterstützungsbereitschaft und -fähigkeit), Stand und Prognose bezüglich Entwicklung/Ausbildung, Grad der erfolgten Integration bei einem längeren Aufenthalt in der Schweiz usw. Gerade letzterer Aspekt, die Dauer des Aufenthaltes in der Schweiz, ist im  auf die Prüfung der Chancen und Hindernisse einer Reintegration im Heimatland bei einem Kind als gewichtiger Faktor zu werten, da Kinder nicht ohne guten Grund aus einem einmal vertrauten Umfeld herausgerissen werden sollten. Dabei ist aus  Sicht nicht nur das unmittelbare persönliche Umfeld des Kindes (d.h. dessen Kernfamilie) zu berücksichtigen, sondern auch dessen übrige soziale Einbettung. Auch kann die Verwurzelung in der Schweiz eine reziproke Wirkung auf die Frage der Zumutbarkeit des  haben, indem eine starke Assimilierung in der Schweiz mithin eine Entwurzelung im Heimatstaat zur Folge haben kann,  unter Umständen die Rückkehr dorthin als unzumutbar erscheinen lässt (vgl. BVGE D-3357/2006 vom 9. Juli 2009 E. 9.3.2, EMARK 2006 Nr. 24 E. 6.2.3 S. 259 f., EMARK 2005 Nr. 6 E. 6.2 S. 57 f.)
5.3 Nach dem Gesagten steht auch die zurzeit unbestritten schwierige Situation des bald 16-jährigen Sohnes B._ einem allfälligen Wegweisungsvollzug unter dem Aspekt der Zumutbarkeit nicht . Die Beschwerdeführenden können daraus nichts zu ihren  ableiten, da im Falle ihrer Rückkehr in eine familiäre Umgebung die Belastung und Sorge von B._ um seine Mutter sich vermindern oder gar wegfallen dürfte. Diese Sichtweise erfährt sodann dadurch an Gewicht, als dass diverse Vorkommnisse den Schluss zulassen,
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B._ sei mit der Situation im Zusammenhang mit seiner Mutter überfordert (vgl. Bst. R und S). So geht aus dem Bericht des  Sozialdienstes [...] vom 14. April 2009 unter anderem hervor, dass B._ nach mehreren Verwarnungen im Oktober 2008 von der Schule in B. ausgeschlossen worden sei (unregelmässiger , Störung des Unterrichts). Zusätzlich sei ein fürsorgerischer  verfügt worden, da B._ nicht in der Lage sei, seine dem Alter entsprechenden Pflichten verantwortungsvoll anzugehen. Ferner wird im Bericht ausgeführt, dass B._ nach einer  Platzierung bei einer Familie (Time-out) zur  seiner 9-jährigen Schulpflicht das Schulheim R.  worden sei, von dem er aber bereits nach einer Woche  sei. Das Schulheim R. sei für eine Wiederaufnahme B._ nicht bereit gewesen. Seit dieser Zeit (Anfang Januar 2009) wohne B._ bei seiner Mutter. Da viele Schulheime überfüllt seien und eine sofortige Platzierung nicht möglich sei, habe man für B._ ein weiteres Time-out organisieren können. Diese Möglichkeit habe er nicht wahrgenommen und in diesem Zusammenhang anschliessend vereinbarten Terminen sei er auch nicht nachgekommen. Schliesslich wird im Bericht festgehalten, B._ fühle sich für das  seiner Mutter verantwortlich.
Vor diesem Hintergrund ist jedoch nicht ausser Acht zu lassen, dass im Falle eines Wegweisungsvollzugs in die Türkei B._ von der ihn überfordernden Verantwortung für seine Mutter etwas entbunden würde, wäre er doch dort nicht mehr das einzige Bindeglied der Mutter zur Aussenwelt, was wiederum seiner Entwicklung im Sinne des  Kindeswohls zweifelsohne entgegenkommen dürfte. Auf die vom Rechtsvertreter in der Eingabe vom 11. November 2005 in  Zusammenhang gemachten Ausführungen ist bei dieser Sachlage nicht weiter einzugehen und der Antrag um Ansetzung einer Frist für die Einreichung eines ausführlichen jugendpsychiatrischen Berichts im Falle der Nichtrückweisung der Sache an die Vorinstanz ist . Hinfällig geworden ist ebenfalls der mit Eingabe vom 28.  2005 gestellte Antrag um Ansetzung einer Frist zur Einreichung  Stellungnahme zur vorinstanzlichen Vernehmlassung, liess sich der Rechtsvertreter der Beschwerdeführenden hierzu doch  mit Eingabe vom 13. Dezember 2005 vernehmen.
5.4 Auf den vorliegenden Fall bezogen ergibt sich somit , dass das BFM das Wiedererwägungsgesuch der Beschwer-
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deführenden zu Recht abgewiesen hat. Auf die übrigen Vorbringen in der Beschwerde ist daher nicht einzugehen.
6. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angemessen ist (vgl. Art. 49 VwVG). Die Beschwerde ist daher abzuweisen. Die Verfügung des BFM vom 13. Oktober 2005 (recte: 11. Oktober 2005) bleibt rechtskräftig.
7. Bei diesem Ausgang des Beschwerdeverfahrens wären die Kosten von Fr. 1'200.– (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art 2 und 3 des  vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) den  aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). In  von Art. 6 Bst. b VGKE ist indessen auf die Auferlegung von  zu verzichten.
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