Decision ID: 2876986c-9d29-59be-9bc3-8ac562b1ed0d
Year: 2008
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge seinen  im August 2008 verliess und am 31. August 2008 in die Schweiz einreiste, wo er am 1. September 2008 um Asyl nachsuchte,
dass er anlässlich der Kurzbefragung im Empfangs- und  des BFM in Basel vom 9. September 2008 sowie der  vom 20. Oktober 2008 zur Begründung des Asylgesuchs im  geltend machte, er sei serbischer Staatsangehöriger  Ethnie und habe bis zu seiner Ausreise in B._/Südserbien gelebt,
dass er eine Anlehre als Bäcker gemacht, dann als Kellner und zuletzt als Forstarbeiter im eigenen Wald gearbeitet habe, in dessen Nähe sich ein Posten der Gendarmerie befunden habe,
dass er eines Tages von sieben oder acht maskierten Gendarmen , malträtiert und beschimpft worden sei, weil er verdächtigt worden sei, mit Waffen zu handeln,
dass die Gendarmen betrunken gewesen seien und von ihm eine  verlangt hätten, da sie ihn für einen Albaner gehalten ,
dass er ungefähr zwei bis drei Stunden festgehalten und verhört  sei, die Gendarmen seine Holzladung nach versteckten Waffen abgesucht hätten und man ihn dann wieder freigelassen habe,
dass kurze Zeit später ein Schreiben bei ihm eingetroffen sei, bei  es sich um eine Vorladung gehandelt habe, mittels welcher er aufgefordert worden sei, sich am (...) beim Innenministerium in B._ zu melden,
dass er dieser Vorladung keine Folge geleistet und statt dessen das Land verlassen habe,
dass – wie er nachträglich von seinen Eltern erfahren habe – am (...) zwei Polizisten und ein Inspektor zu ihm nach Hause gekommen seien, das Haus durchsucht und nach ihm gefragt hätten,
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dass der Beschwerdeführer seine Identitätskarte im Original sowie die Vorladung des Innenministeriums von B._ vom (...) in Kopie einreichte,
dass der Beschwerdeführer zur Stützung seiner Vorbringen ausserdem eine weitere polizeiliche Vorladung vom 6. Oktober 2008 im Original sowie ein undatiertes handschriftlich abgefasstes Schreiben ,
dass das BFM die beiden polizeilichen Vorladungen vom (...) sowie vom (...) einer amtsinternen Überprüfung unterzog und zum Ergebnis kam, dass es sich dabei um Fälschungen handle,
dass das BFM mit Verfügung vom 5. November 2008 dem  den wesentlichen Inhalt der Dokumentenanalyse zur Kenntnis brachte, ihm Gelegenheit bot, sich schriftlich zu den festgestellten  zu äussern, und ihn ausserdem aufforderte, das eingereichte handschriftliche Schreiben in eine Amtssprache zu ,
dass der Beschwerdeführer innert Frist eine Übersetzung des  Schreibens zu den Akten reichte, sich indessen zum  der Vorladungen des Innenministeriums von B._ nicht äusserte,
dass das BFM das Asylgesuch des Beschwerdeführers mit Verfügung vom 19. November 2008 – eröffnet am 20. November 2008 – ablehnte und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Wegweisungsvollzug anordnete,
dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 9. Dezember 2008 () gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht  erhob und dabei sinngemäss die Aufhebung der  Verfügung, die Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft und die Gewährung von Asyl beantragte,
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und zieht in Erwägung,
dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden  Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]) des BFM  (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31] i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des  vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),
dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung  Änderung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde  ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),
dass somit auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde  ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 50 und 52 VwVG),
dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),
dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in  Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters  einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),
dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen  verzichtet wurde,
dass die Beschwerdeeingabe eindeutig als abschliessend zu  ist, die angefochtene Verfügung vollumfänglich angefochten wird und der Sachverhalt vollständig festgestellt ist (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 1997 Nr. 13 E. 1 mit weiteren Hinweisen),
dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 AsylG), wobei als Flüchtling eine ausländische Person  wird, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie
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zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität,  zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG),
dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest  gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),
dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die  ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für  hält,
dass Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in  Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf  oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden,
dass das BFM zur Begründung des abweisenden Asylentscheids im Wesentlichen ausführt eine amtsinterne Überprüfung der beiden  Vorladungen vom 4. August 2008 und vom 6. Oktober 2008 habe ergeben, dass es sich dabei um gefälschte Beweismittel handle,
dass die formellen Angaben (Laufnummern) auf den Dokumenten mit dem Zeitpunkt des Ereignisses, welches nach Angaben des  die Ursache für die Vorladung sein soll, unvereinbar seien,
dass die gewählten Formulierungen auf den Dokumenten zum  ausgesprochen diffus und nicht praxisgemäss gewählt seien,
dass ausserdem die beiden Dokumente identische grammatikalische Fehler aufweisen würden, obschon sie von Personen unterschiedlicher Ethnien (Serbe beziehungsweise Albaner) ausgestellt worden sein ,
dass der Beschwerdeführer von dem ihm zu den  gewährten rechtlichen Gehör keinen Gebrauch gemacht habe und somit feststehe, dass er sein Ausreisemotiv, namentlich die drohende Vorladung beim Innenministerium in B._ mit gefälschten  zu belegen versucht habe,
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dass somit nicht geglaubt werden könne, der Beschwerdeführer habe sein Heimatland verlassen, um sich einer Vorladung beim  zu entziehen,
dass zwar in dem handschriftlich abgefasseten Schreiben, welches  vom Vater des Beschwerdeführers verfasst worden sein solle, auf die polizeilichen Vorladungen und die Hausdurchsuchung Bezug genommen werde, ein solches Schreiben indessen als reines  einzustufen sei, zumal nicht einmal der Verfasser  werden könne,
dass die Vorbringen des Beschwerdeführers somit nicht geglaubt  könnten, die angeblichen Ereignisse ausserdem ohnehin keine asylrechtlich relevante Intensität aufweisen würden, der  die Flüchtlingseigenschaft somit nicht erfülle und sein  abzulehnen sei,
dass zur Vermeidung unnötiger Wiederholungen bezüglich der  zu den eingereichten Vorladungen des Innenministeriums B._ vollumfänglich auf die nachvollziehbaren und einleuchtenden Ausführungen des BFM verwiesen werden kann,
dass der Beschwerdeführer von dem ihm gewährten rechtlichen Gehör zu den Fälschungsmerkmalen keinen Gebrauch gemacht hat und es ihm auch in der Beschwerde nicht gelingt, die vom BFM aufgelisteten Fälschungsmerkmale zu entkräften,
dass beispielsweise die Begründung des Beschwerdeführers in seiner Beschwerdeschrift, wonach die Formulierungen auf den beiden  unterschiedlich seien, weil die Beamten in B._ über keine modernen Schreibmaschinen verfügten, nicht zu überzeugen vermag,
dass auch das Bundesverwaltungsgericht zum Ergebnis gelangt, dass es sich bei den beiden eingerichten Vorladungen des  B._ vom (...) und vom (...) um Fälschungen handelt,
dass zudem das eingereichte handschriftlich abgefasste Schreiben in Übereinstimmung mit der Vorinstanz als Gefälligkeitsschreiben zu  ist, welchem vorliegend kein Beweiswert zukommt,
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dass der Vorinstanz auch darin zuzustimmen ist, dass die Vorbringen des Beschwerdeführers – ungeachtet der Frage ihrer Glaubhaftigkeit – aufgrund ihrer Art und Intensität als flüchtlingsrechtlich nicht relevant einzustufen sind,
dass sich die Beschwerde nicht ernsthaft mit der Argumentation der vorinstanzlichen Verfügung auseinandersetzt, sondern sich vielmehr darauf beschränkt erneut auf die bereits anlässlich der Anhörungen vorgebrachten Ereignisse hinzuweisen, verbunden mit der Bitte die Vorbringen einer erneuten Überprüfung zu unterziehen,
dass die Beschwerde offensichtlich nicht geeignet ist zu einer anderen Einschätzung zu führen,
dass es dem Beschwerdeführer somit nicht gelingt, die  nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen,  das Bundesamt das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat,
dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine  erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer  besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte  im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und  vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,
dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den  Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern , wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des  vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]),
dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn  Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),
dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land  werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden
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(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]),
dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen,  das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung ersichtlich sind, die im Heimat- oder Herkunftsstaat droht,
dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als  erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und  Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),
dass weder die allgemeine Lage im Heimat- bzw. Herkunftsstaat des Beschwerdeführers noch individuelle Gründe auf eine konkrete  im Falle einer Rückkehr schliessen lassen und die  Asylbehörden den Vollzug von Wegweisungen in das  von Albanern bewohnte Südserbien in konstanter Praxis nicht als generell unzumutbar qualifizieren,
dass auch keine individuellen Unzumutbarkeitsgründe gegen den Wegweisungsvollzug sprechen, zumal es sich beim Beschwerdeführer um einen jungen und offenbar gesunden Mann handelt, welcher über Berufserfahrung in verschiedenen Bereichen verfügt und bereits als Bäcker, Kellner sowie als Forstarbeiter beziehungsweise im  gearbeitet hat,
dass er ausserdem eigenen Angaben zufolge in seiner Heimat über ein breites familiäres Beziehungsnetz verfügt,
dass er somit aufgrund der obigen Ausführungen die Voraussetzungen erfüllt, um in seinem Heimatstaat wieder eine Arbeit zu finden und sich – allenfalls mit der anfänglichen Hilfe seiner Familienangehörigen – eine eigene Existenz aufzubauen,
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dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den  schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse  (Art. 83 Abs. 2 AuG),
dass nach dem Gesagten der vom Bundesamt verfügte Vollzug der Wegweisung zu bestätigen ist,
dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde  ist,
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.-- (Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).
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