Decision ID: ae7c6e31-c099-4e27-b014-53bc48d11dce
Year: 2012
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. E. Ronald Pedergnana, Rorschacher Strasse 21,
Postfach 27, 9004 St. Gallen,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
Rente
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Sachverhalt:
A.
A.a A._ leidet seit seiner Geburt an einer Dysmelie der linken oberen Extremität (es
besteht ein Stumpf des linken Vorderarms knapp unterhalb des Ellbogens; act. G 10.5).
Am 19. Juni 1998 verfügte die IV-Stelle für die Dauer vom 10. August 1998 bis zum
Austritt per 7. Juli 2000 aufgrund einer Sprachentwicklungsstörung (vgl. hierzu den
schulpsychologischen Bericht vom 21. Januar 1998, act. G 10.23) eine
Sonderschulmassnahme in einem Internat (act. G 10.25).
A.b Der behandelnde Dr. med. B._, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin FMH,
diagnostizierte im Arztbericht vom 14. April 2005 eine transversale terminale Hemimelie
am linken Unterarm sowie einen Status nach Sprachentwicklungsstörung. Die
Prognose bezüglich beruflicher Integration sei gut, "allenfalls in einem geschützten
Rahmen" (act. G 10.59). Die IV-Berufsberaterin hielt im Bericht vom 18. Juli 2006 fest,
dass der Versicherte aufgrund seines fehlenden linken Unterarms und seiner
Lernschwäche bei der Erlernung und Ausübung einer beruflichen Tätigkeit mehrfach
behindert sei. Er könne wegen seiner ausgeprägten schulischen Einschränkungen
keinen Beruf wählen, bei dem vor allem Denkfähigkeit gefragt sei (z.B. kaufmännischer
Bereich, Informatik). Im Rahmen einer Schnupperlehre in der Metallbearbeitung und im
Lagerbereich habe festgestellt werden müssen, dass aus körperlichen Gründen eine
entsprechende berufliche Ausbildung nicht einmal im geschützten Bereich möglich sei.
Eine sehr erfreuliche Schnupperwoche habe der Versicherte in einer mechanischen
Werkstätte des C._ erlebt. Dieses biete dem Versicherten einen Ausbildungsplatz als
Industriemonteur im Metallbereich an. Die Berufsberaterin empfahl daher eine
entsprechende erstmalige Ausbildung (BBT-Anlehre als Industriemonteur im C._, act.
G 10.68). Der RAD-Arzt D._, Facharzt für Arbeitsmedizin, hielt die Notwendigkeit des
geschützten Rahmens bezüglich einer Ausbildung für ausgewiesen (Stellungnahme
vom 7. September 2006, act. G 10.81).
A.c Die IV-Stelle gewährte dem Versicherten am 13. September 2006 eine
Kostengutsprache für die erstmalige berufliche Ausbildung im C._ für die Dauer vom
1. August 2006 bis 31. Juli 2008 (act. G 10.84). Im Schlussbericht des C._ vom 8. Juli
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2008 hielten die Ausbildner des Versicherten fest, dass er in einem Betrieb mit klaren
Strukturen bei einfacheren Tätigkeiten eingesetzt werden könnte. Seine
durchschnittliche produktive Leistung bei einfach strukturierten Aufträgen habe in der
Regel 60% betragen. Bei unbekannten Aufträgen und/oder körperlich strengen
Arbeitsaufträgen habe er eine 40 bis 50%ige Arbeitsleistung erbracht. Das zu
erwartende monatliche Salär könne unter Einbezug des aktuellen Lohnrechners SGB
und der realistischen Einschätzung der individuellen Arbeitsleistung durch die
Ausbildner bei ca. Fr. 2'300.-- liegen (act. G 10.101). In der Folge war der Versicherte
arbeitslos.
A.d Der Versicherte nahm vom 1. April bis 30. September 2009 an einem von der
Arbeitslosenversicherung organisierten IT-Projekt teil (vgl. Protokoll Austrittsgespräch
vom 30. September 2009, act. G 10.126).
A.e Mit Vorbescheid vom 23. Dezember 2009 stellte die IV-Stelle dem Versicherten
die Zusprache einer Viertelsrente mit Wirkung ab 1. August 2008 in Aussicht (act.
G 10.135). Dagegen erhob der Versicherte am 29. Januar 2010 Einwand (act.
G 10.136).
A.f Am 10. März 2010 verfügte die IV-Stelle den Abschluss der Arbeitsvermittlung
(act. G 10.141). In der Verfügung vom 15. April 2010 sprach sie dem Versicherten mit
Wirkung ab 1. August 2008 eine Viertelsrente zu (act. G 10.142).
B.
B.a Gegen die Rentenverfügung vom 15. April 2010 richtet sich die vorliegende
Beschwerde vom 27. April 2010. Der Beschwerdeführer beantragt darin unter Kosten-
und Entschädigungsfolge deren Aufhebung. Es sei ihm aufgrund der medizinischen
Unterlagen eine seinem Invaliditätsgrad entsprechende Rente auszurichten. Zur
Begründung bringt er vor, dass die IV-Stelle bei der Bemessung des
Invalideneinkommens den behinderungsbedingten Einschränkungen unzureichend
Rechnung getragen habe. Ferner sei ein leidensbedingter Abzug gerechtfertigt. Es
verwundere, dass die Beschwerdegegnerin ihn nie habe neurologisch und
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neuropsychologisch untersuchen lassen. Ferner habe die Beschwerdegegnerin das
Valideneinkommen zu tief bemessen (act. G 1).
B.b Mit Eingabe vom 3. Mai 2010 (act. G 4) reicht der Beschwerdeführer einen
neuropsychologischen Bericht vom 28. April 2010 ein. Darin führen Dr. med. E._,
Fachärztin für Neurologie FMH, und die Neuropsychologin Prof. Dr. phil. F._ aus, es
hätten sich anlässlich der Untersuchung Leistungsminderungen in der geteilten
Aufmerksamkeit und der Sprachanwendung sowie eine allgemeine Lernschwäche
gezeigt. Auf der Verhaltensebene bestünden eine nicht realitätskonforme Einschätzung
bzw. eine Überschätzung der eigenen Leistung. Zusätzlich zur behindernden
Hemimelie bestünden mittelschwere neuropsychologische Teilleistungsschwächen, die
eine Vermittlung auf dem ersten Arbeitsmarkt verunmöglichen würden. Eine volle
Arbeitstätigkeit in geschütztem Rahmen im IT-Bereich wäre aus neuropsychologischer
Sicht möglich (act. G 4.1).
B.c Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 9. Juni 2010
sinngemäss eine teilweise Gutheissung der Beschwerde. Es sei festzustellen, dass der
Beschwerdeführer ab Mai 2010 Anspruch auf eine halbe Rente habe. Im Übrigen sei
die Beschwerde abzuweisen. Sie vertritt den Standpunkt, es gebe keinen plausiblen
Grund, weshalb bei der Bemessung des Invalideneinkommens nicht auf die vom
Beschwerdeführer während seiner 2-jährigen Anlehre tatsächlich gezeigte Leistung
abgestellt werden solle. An dieser Einschätzung ändere auch der neuropsychologische
Bericht vom 28. April 2010 nichts. Der RAD habe diesbezüglich in der Stellungnahme
vom 17. Mai 2010 (act. G 10.147) schlüssig dargelegt, weshalb der
neuropsychologische Bericht keine neuen erheblichen Tatsachen seit dem Abschluss
der Ausbildung enthalte. Es bestehe kein Anlass für die Vornahme weiterer
medizinischer Abklärungen. Zugunsten des Beschwerdeführers sei bei der Bemessung
des Valideneinkommens gestützt auf die Bestimmung von Art. 26 Abs. 1 IVV ab dem
Jahr 2010 ein Betrag von Fr. 60'000.-- zu berücksichtigen. Das Invalideneinkommen sei
auf der Grundlage der von den Abklärungspersonen des C._ vorgenommenen
Lohneinschätzung (Fr. 2'300.-- monatlich) vorzunehmen. Daraus ergebe sich für die
Zeit von 2008 bis April 2010 ein Invaliditätsgrad von 43% und danach von 50% (act.
G 10).
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B.d Mit Präsidialentscheid vom 29. Juni 2010 wird dem Gesuch des
Beschwerdeführers um Befreiung von den Gerichtskosten und um Bewilligung der
unentgeltlichen Rechtsverbeiständung entsprochen (act. G 13).
B.e Am 17. September 2010 reicht der Beschwerdeführer eine E-Mail-Korrespondenz
betreffend seinen aktuellen Arbeitseinsatz bei den Sozialen Diensten vom September
2010 (act. G 14.1) ein. Daraus gehe hervor, dass er auf dem ersten Arbeitsmarkt kaum
einsetzbar sei. Er beantragt, es seien diese fremdanamnestischen Angaben Dr. E._
und Prof. F._ zur Beantwortung der Frage vorzulegen, wie die fremdanamnestisch
geschilderten Defizite in Übereinstimmung mit dem Untersuchungsbericht vom
28. April 2010 stünden (act. G 14). Die Beschwerdegegnerin verzichtet auf eine
Stellungnahme (act. G 16).
B.f Der Beschwerdeführer lässt am 21. Juni 2011 dem Gericht einen Bericht über das
Praktikum bei den Sozialen Diensten vom 13. Mai 2011 zukommen (act. G 19.1). Die
darin enthaltenen Angaben würden sich mit der E-Mail-Korrespondenz vom September
2010 decken (act. G 19). Am 10. Oktober 2011 reicht er einen Anstellungsvertrag
zwischen ihm und dem Verein G._ vom 22. September 2011 ein, worin für eine
Vollzeitbeschäftigung ein Jahreseinkommen von Fr. 5'750.-- vereinbart wurde (act.
G 21).

Erwägungen:
1.
Zwischen den Parteien ist der Rentenanspruch des Beschwerdeführers umstritten (act.
G 1).
1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder
teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen
Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Die Invalidität kann Folge von
Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Erwerbsunfähigkeit ist der durch
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise
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Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen
Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG).
1.2 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG (in der seit 1. Januar 2008 gültigen, vorliegend anwend
baren Fassung) besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die ver
sicherte Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie
mindestens zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% besteht
ein Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40%
ein Anspruch auf eine Viertelsrente.
1.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im
Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe der
Arztpersonen ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu
nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person
arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine
wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der
versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 261 E. 4 mit
Hinweisen). Das Gericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und
demnach zu prüfen, ob die vorliegenden Beweismittel eine zuverlässige Beurteilung
des strittigen Leistungsanspruchs gestatten.
2.
Der Beschwerdeführer bringt gegen die beschwerdegegnerische Bemessung der
Restarbeitsfähigkeit von 60% vor, dass diese unzutreffend und auf dem ersten
Arbeitsmarkt nicht verwertbar sei (act. G 1). In der angefochtenen Verfügung stützte
sich die Beschwerdegegnerin auf die von den Ausbildungspersonen im Schlussbericht
vom 8. Juli 2008 vorgenommene Leistungsbeurteilung, wonach der Beschwerdeführer
für einfach strukturierte Aufträge über eine 60%ige Arbeitsfähigkeit verfüge (act.
G 10.101). Aus den Akten ergibt sich und ist von den Parteien unbestritten, dass der
Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit Jahren unverändert geblieben ist (vgl.
act. G 10.78-5, G 10.65 und G 10.59-2).
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2.1 Zunächst verweist der Beschwerdeführer auf seine körperliche Behinderung am
linken Arm und erachtet schon deswegen die Verwertung einer Restleistungsfähigkeit
auf dem ersten Arbeitsmarkt für nicht möglich (act. G 1, S. 5). Weder aus den
medizinischen noch aus den beruflichen Akten ergeben sich indessen Anhaltspunkte
dafür, dass der Beschwerdeführer allein aufgrund der körperlichen Behinderung seine
Restleistungsfähigkeit nur noch ausserhalb des ersten Arbeitsmarktes verwerten
könnte. Vielmehr weist er bei Alltagshandlungen im Rahmen seiner transversalen
terminalen Hemimelie eine erfreulich gute Funktionsselbstständigkeit auf (Bericht
Dr. H._ vom 3. April 2006, act. G 10.65). Einzig bimanuelle Tätigkeiten fallen aufgrund
der körperlichen Behinderung ausser Betracht, ansonsten bestehen nach der
Auffassung des behandelnden Dr. H._ keine Einschränkungen (Bericht vom 14. April
2005, act. G 10.59-4). Damit geht einher, dass der Beschwerdeführer bei praktischen
Arbeitsverrichtungen über eine Technik verfügt, trotz körperlicher Behinderung gute
Arbeit zu leisten (Schlussbericht des C._ vom 8. Juli 2008, act. G 10.101-3). Auch im
Schreiben der Sozialen Dienste vom 13. Mai 2011 wurde dem Beschwerdeführer
bescheinigt, dass er gut mit seiner körperlichen Behinderung umgehen könne (act.
G 19.1). Es bestehen somit unter dem Aspekt der körperlichen Behinderung keine
Zweifel an der im Schlussbericht des C._ vorgenommenen
Arbeitsfähigkeitsbeurteilung.
2.2 Des Weiteren rügt der Beschwerdeführer, dass die mittelschwere
neuropsychologische Teilleistungsschwäche bei der Ermittlung der Restarbeitsfähigkeit
ausser Acht gelassen worden sei (act. G 4).
2.2.1 Aus dem Schlussbericht des C._ vom 8. Juli 2008, der auf einer
zweijährigen Ausbildungsphase beruht, ergibt sich nicht, dass neuropsychologische
oder andere intellektuelle Einschränkungen bestünden, die einer Erwerbsaufnahme auf
dem ersten Arbeitsmarkt entgegenstünden (act. G 10.101). Die unbestritten
vorhandenen neuropsychologischen Defizite wurden im Übrigen im Schlussbericht
berücksichtigt, der eine schlüssige Beurteilung der intellektuellen Ressourcen, des
Arbeitsverhaltens, der persönlichen sowie sozialen Kompetenzen des
Beschwerdeführers enthält (act. G 10.101-3). Auch den Anlehrzeugnissen kann nichts
Gegenteiliges entnommen werden (vgl. hierzu Anlehrzeugnis vom 24. Juni 2008, act.
G 10.101-7, und vom 26. Juni 2007, act. G 10.98-5). Aus dem HAWIE-R-Test vom
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15. September 2005 ergibt sich, dass der Beschwerdeführer über einen Gesamt-IQ von
84 (Verbal-IQ von 77 und Handlungs-IQ von 97) verfügt (act. G 10.70). Der
Beschwerdeführer leidet damit entgegen der Auffassung seines Rechtsvertreters (act.
G 1, S. 5) nicht an einer beeinträchtigenden Intelligenzminderung, die mit einer Tätigkeit
auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nicht vereinbar wäre. Eine die Arbeitsfähigkeit
(quantitativ) reduzierende Intelligenzminderung wird erst angenommen, wenn der IQ-
Normbereich von 70 bis 130 unterschritten wird (Urteil des Bundesgerichts vom
22. September 2008, 8C_119/2008, E. 5.1.1. und E. 6.3.1 mit Hinweis).
2.2.2 Aus der neuropsychologischen Beurteilung vom 28. April 2010 lässt sich
nicht entnehmen, der Schlussbericht des C._ habe nicht das gesamte Leidensbild
mit einbezogen. Denn darin wurde der Beschwerdeführer als allseits orientiert
beschrieben. Er verfüge über eine sehr gute gerichtete Konzentrationsfähigkeit und
Ausdauer. Die geteilte Aufmerksamkeit sei leicht vermindert. Auch ansonsten werden
keine erheblichen Einschränkungen beschrieben. Vielmehr werden grösstenteils
"unauffällige" oder "normale" Befunde beschrieben. Lediglich das allgemeine Wissen
sei "ausbildungsadäquat" eingeengt. Verminderungen bestehen beim visuellen und
auditiven Lernen sowie beim logisch-konzeptuellen Denken. Ferner bestehe eine
Unsicherheit im Erkennen von prototypischen Gesichtsausdrücken (act. G 4.1).
Angesichts dieser Befundlage ist die von den Experten gezogene Schlussfolgerung,
eine Vermittlung auf dem ersten Arbeitsmarkt sei unmöglich, nicht nachvollziehbar.
Dies umso weniger, als diese dem Beschwerdeführer Fähigkeiten u.a. betreffend die
genaue Arbeitsweise bescheinigten (act. G 4.1, S. 2) und die Bescheinigung einer
100%igen Arbeitsunfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nicht konkret
begründet wird. Ergänzend kann auf die plausible RAD-Stellungnahme vom 17. Mai
2010 verwiesen werden, worin der neuropsychologischen Beurteilung vom 28. April
2010, der Beschwerdeführer könne seine Restarbeitsfähigkeit auf dem ersten
Arbeitsmarkt nicht verwerten, die Beweiskraft abgesprochen wird (act. G 10.147).
2.2.3 An der Beweiskraft des Schlussberichts vom 8. Juli 2008 ändern auch die
E-Mail-Korrespondenz vom 15. September 2010 (act. G 14.1) und die darauf
beruhende Beurteilung der Sozialen Dienste vom 13. Mai 2011 (act. G 19.1) nichts,
worin die Ergebnisse eines Praktikums bei einer kommunalen IT-Stelle enthalten sind.
Denn die dort festgehaltenen Erkenntnisse beziehen sich einzig auf eine Tätigkeit im IT-
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Bereich, die gemäss überzeugender berufsberaterischer Einschätzung gerade nicht
leidensangepasst ist (act. G 10.68), nicht jedoch auf die im Schlussbericht des C._
beschriebene leidensangepasste Tätigkeit (einfachere Verrichtungen mit klaren
Strukturen als Industriemitarbeiter, act. G 10.101-3). Da sich aus der E-Mail-
Korrespondenz vom 15. September 2010 bzw. der Beurteilung vom 13. Mai 2011 keine
konkreten Gesichtspunkte ergeben, dass über den IT-Bereich hinaus Einschränkungen
bestünden, die mit der Beurteilung durch das C._ nicht vereinbar wären, erübrigen
sich Weiterungen hierzu. Auch aus dem Anstellungsvertrag vom 22. September 2011
zwischen dem Beschwerdeführer und dem Verein G._, wonach der
Beschwerdeführer für eine Vollzeitbeschäftigung einen Monatslohn von brutto
Fr. 442.25 bezieht (act. G 21.1), ergeben sich keine Aufschlüsse über das
massgebende Erwerbspotenzial des Beschwerdeführers.
2.2.4 Dass dem Beschwerdeführer eine erstmalige berufliche Ausbildung
lediglich im geschützten Rahmen zugemutet wurde (vgl. RAD-Stellungnahme vom
7. September 2006, act. G 10.81), spricht für sich allein im Übrigen nicht gegen eine
Erwerbsmöglichkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt, da es bei dieser beruflichen
Massnahme gerade darum ging, dass der Beschwerdeführer durch eine geschützte
Lernatmosphäre eine auf dem ersten Arbeitsmarkt verwertbare Ausbildung bzw.
(Teil-)Leistungsfähigkeit erhält. Die zuständige Berufsberaterin ging davon aus, dass
der Beschwerdeführer nach der erstmaligen beruflichen Ausbildung eine Tätigkeit auf
dem freien Arbeitsmarkt werde aufnehmen können (Bericht vom 18. Juli 2006, act.
G 10.68).
2.3 Nach dem Gesagten ist es nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin
bei der Bemessung des Invaliditätsgrads auf den Schlussbericht des C._ vom 8. Juli
2008 abstellte und von einer Restarbeitsfähigkeit von 60% ausging. Dem steht nicht
entgegen, dass es vorliegend an einer von medizinischen Fachpersonen
vorgenommenen, auf eigenen Untersuchungen beruhenden, schlüssigen Beurteilung
der Restarbeitsfähigkeit mangelt. Im hier zu beurteilenden Fall fällt nämlich ins Gewicht,
dass die - wenn auch knappe - medizinische Aktenlage bezüglich der
Diagnosestellung, den Befunden und dem Zumutbarkeitsprofil keine Widersprüche
enthält. Vielmehr liegen hauptsächlich bezüglich der Frage nach der Zumutbarkeit einer
Erwerbsaufnahme auf dem ersten Arbeitsmarkt unterschiedliche Einschätzungen vor.
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Die Frage, ob die vorhandene Arbeitsfähigkeit in einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt
realistischerweise verwertbar ist, stellt indessen keine primär medizinische dar (vgl.
Urteil des Bundesgerichts vom 22. September 2008, 8C_119/2008, E. 6.3.1). Hinzu
kommt, dass die Arbeitsfähigkeitseinschätzung des C._ in der plausiblen RAD-
Stellungnahme vom 17. Mai 2010 (act. G 10.147) bestätigt wurde. Es besteht vor
diesem Hintergrund kein weiterer Abklärungsbedarf.
3.
Ausgehend von der beweiskräftigen Einschätzung des C._, wonach der
Beschwerdeführer für leidensangepasste Tätigkeiten über eine 60%ige
Restarbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt verfügt, bleiben die sich daraus
ergebenden erwerblichen Auswirkungen im Rahmen eines Einkommensvergleichs (vgl.
hierzu Art. 16 ATSG) zu bestimmen.
3.1 Die Bemessung des Valideneinkommens nahm die Beschwerdegegnerin im
Beschwerdeverfahren gestützt auf Art. 26 der Verordnung über die
Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) vor.
3.1.1 Art. 26 IVV regelt den Tatbestand der Geburts- oder Frühinvaliden, die
wegen einer Behinderung keine oder keine zureichenden beruflichen Kenntnisse
erwerben konnten. Als Rechtsfolge für diese Fälle bestimmt Art. 26 Abs. 1 IVV, dass
das Valideneinkommen den in Art. 26 Abs. 1 IVV festgelegten, nach dem Alter
abgestuften Prozentsätze des jährlich aktualisierten Medianwerts gemäss der
Lohnstrukturerhebung des Bundesamts für Statistik (BFS) zu entsprechen hat.
3.1.2 Der Beschwerdeführer leidet unbestrittenermassen an einem
Geburtsgebrechen und konnte invaliditätsbedingt auch bloss im geschützten Rahmen
eine berufliche Ausbildung zum Industriemonteur absolvieren (vgl. RAD-Stellungnahme
vom 7. September 2006, act. G 10.81). Zwar absolvierte er eine Anlehre. Vorliegend
vermittelte die Anlehre nicht die gleichen Kenntnisse wie eine eigentliche Lehre oder
eine andere ordentliche Ausbildung. Der Beschwerdeführer verfügt denn auch nach der
Anlehre immer noch über eine eingeschränkte Restleistungsfähigkeit von 60%. Ihm
stehen daher nicht die gleichen Verdienstmöglichkeiten offen wie bei einer im
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Gesundheitsfall absolvierten Lehre (vgl. Urteil des Eidgenössischen
Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: Sozialrechtliche Abteilungen des
Bundesgerichts] vom 7. Juni 2005, I 108/05, E. 5.1.1 mit Hinweisen). Vor diesem
Hintergrund fällt die Bestimmung des Valideneinkommens gestützt auf Art. 26 Abs. 1
IVV in Betracht.
3.1.3 Zwar schliesst Art. 26 Abs. 1 IVV nicht aus, dass zur Berechnung des
Valideneinkommens auf das Einkommen eines bestimmten Berufs abgestellt wird.
Voraussetzung für ein Abweichen sind eindeutige Anhaltspunkte dafür, dass die
versicherte Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung den betreffenden Beruf
erlernt hätte (Urteil des EVG vom 26. Januar 2005, I 543/04, E. 3.3.1 mit Hinweisen).
Für die vom Beschwerdeführer ins Feld geführte berufliche Ausbildung als Mechaniker
(act. G 1, S. 6) fehlt es an entsprechenden eindeutigen Aktenhinweisen. Vielmehr hat
der Beschwerdeführer Schnupperlehren in verschiedenen Bereichen besucht
(Maschinenoperateur und Logistik; act. G 10.65). Er zeigte sich ferner an einer
Schreinereiarbeit oder an PC-Arbeiten interessiert (Eintrag vom 15. September 2005 im
IV-Beratungsprotokoll vom 27. August 2008, act. G 10.103-1).
3.1.4 Im Jahr 2008 (Rentenbeginn) betrug der Medianlohn Fr. 74'000.--. Der
Beschwerdeführer hatte damals das 21. Lebensjahr nicht vollendet, weshalb ein
Prozentsatz von 70% zu berücksichtigen ist (Art. 26 Abs. 1 IVV), woraus ein
Einkommen von Fr. 51'800.-- (Fr. 74'000.-- x 0.7) resultiert. Nach der Vollendung des
21. Lebensjahres (vorliegend Mai 2010) ergibt sich ein Einkommen entsprechend 80%
des Medianwerts für das Jahr 2010 von Fr. 75'000.--, was einen Betrag von
Fr. 60'000.-- (Fr. 75'000.-- x 0.8) ergibt.
3.2 Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-
erwerblichen Situation auszugehen, in der die versicherte Person konkret steht. Ist kein
solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die ver
sicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine an
sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so ist auf Erwerbstätigkeiten
abzustellen, die der versicherten Person (nach zumutbarer Behandlung und allfälliger
Eingliederung) angesichts ihrer Ausbildung und ihrer physischen sowie intellektuellen
Eignung zugänglich wären. Rechtsprechungsgemäss werden hierzu die Tabellenlöhne
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gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstruktur
erhebungen (LSE) herangezogen (BGE 129 V 475 f. E. 4.2.1).
3.2.1 Der Beschwerdeführer erzielt keinen der gemäss Schlussbericht des C._
zumutbaren Restleistungsfähigkeit entsprechenden Verdienst, namentlich auch nicht
im Rahmen seiner Anstellung beim Verein G._ (vgl. hierzu act. G 21). Deshalb ist bei
der Bestimmung des Invalideneinkommens vom LSE-Tabellenlohn auszugehen. Mit
Blick darauf, dass der Beschwerdeführer trotz Anlehre bloss noch für einfach
strukturierte Aufträge über eine 60%ige Restleistungsfähigkeit verfügt (act.
G 10.101-3), ist auf das Total der Tabelle TA1, Anforderungsniveau 4, Männer, 2008
bzw. für die Zeit ab Mai 2010 auf den für das Jahr 2010 massgebenden Betrag
abzustellen. Im Jahr 2008 betrug der entsprechende Jahreslohn Fr. 57'672.--
(Fr. 4'806.-- x 12) und im Jahr 2010 Fr. 59'052.-- (Fr. 4'921.-- x 12). Aufgerechnet auf
eine betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41.6 Stunden ergeben sich
Jahreslöhne für Hilfsarbeiten von Fr. 59'979.-- bzw. Fr. 61'414.--, die deutlich über den
in Art. 26 Abs. 1 IVV festgelegten Beträgen liegen. Bei Anwendung des generellen
Lohndurchschnittes beim Invalideneinkommen im Vergleich zum Valideneinkommen
nach Art. 26 Abs. 1 IVV ergäben sich statistische Verwerfungen. Während im Rahmen
von Art. 26 Abs. 1 IVV dem Umstand Rechnung getragen wird, dass im jugendlichen
Alter im Allgemeinen noch nicht die Löhne erzielt werden, die erfahrene Berufsleute
erzielen, würde dieser Aspekt beim Invalideneinkommen ausgeblendet. Es würde mit
anderen Worten auf unterschiedliche statistische Grundlagen abgestellt. Aus diesem
Grund rechtfertigt es sich, sowohl die Validen- wie auch die Invalideneinkommen für
die Jahre 2008 und 2010 auf der Grundlage von Art. 26 Abs. 1 IVV (Fr. 51'800.-- vor
Vollendung des 21. Lebensjahres, Fr. 60'000.-- nach Vollendung des 21. Lebensjahres
bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres) zu erheben. Der Vollständigkeit halber ist
bereits jetzt darauf hinzuweisen, dass nach der Vollendung des 25. Altersjahres (bis zur
Vollendung des 30. Lebensjahres) 90% des in Art. 26 Abs. 1 IVV festgelegten
Jahreslohns bei der Bestimmung des Invalideneinkommens nicht mehr zu
berücksichtigen sein wird. Zwar steht der dannzumal heranzuziehende Wert betraglich
noch nicht fest. Es kann aber aufgrund des im Jahr 2010 zu berücksichtigenden
Betrags von Fr. 67'500.-- (Fr. 75'000.-- x 0.9) davon ausgegangen werden, dass beim
Heranziehen vom LSE-Tabellenlohn für Hilfsarbeiter mit Anforderungsniveau 4 (2010:
Fr. 61'414.--) keine Unterdurchschnittlichkeit mehr resultiert. Daher entfällt ab dem
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Vollenden des 25. Lebensjahres die vorliegend angewandte parallelisierende
Berechnungsweise und das Invalideneinkommen kann - sofern kein tatsächlich erzielter
Verdienst herangezogen wird - anhand der LSE-Tabellenlöhne ermittelt werden.
3.2.2 Betreffend das Invalideneinkommen verbleibt noch die Prüfung des
Tabellenlohnabzugs. Nach der Rechtsprechung können die statistischen Löhne um bis
zu 25% gekürzt werden, um dem Umstand Rechnung zu tragen, dass versicherte
Personen mit einer gesundheitlichen Beeinträchtigung in der Regel das
durchschnittliche Lohnniveau nicht erreichen (RKUV 1999 Nr. U242 S. 412 E. 4b/bb)
bzw. ihre Restarbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit
unterdurchschnittlichem erwerblichen Erfolg zu verwerten in der Lage sind. Dabei
handelt es sich um einen allgemeinen behinderungsbedingten Abzug (BGE 126 V 78
E. 5a/bb). Nach der Rechtsprechung hängt die Frage, ob und in welchem Ausmass
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, von sämtlichen persönlichen und beruflichen
Umständen - auch von invaliditätsfremden Faktoren - des konkreten Einzelfalles ab
(namentlich leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/
Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad), die nach pflichtgemässem Ermessen
gesamthaft zu schätzen sind, wobei der maximal zulässige Abzug auf 25%
festzusetzen ist. Eine schematische Vornahme des Tabellenlohnabzugs ist unzulässig
(BGE 126 V 79 E. 5b, bestätigt in AHI 2002 S. 62 und BGE 129 V 481 E. 4.2.3 mit
Hinweisen).
3.2.3 Der Beschwerdeführer ist nur noch in einem sehr eingeschränkten
Spektrum einsetzbar, da bimanuelle Tätigkeiten ausser Betracht fallen (act. G 10.59-4)
und ihm bloss einfachere Tätigkeiten mit klaren Strukturen (act. G 10.101-3) zumutbar
sind. Diesen zu erwartenden erheblichen lohnwirksamen Nachteilen wird mit einem
Abzug von 20% Rechnung getragen (vgl. betreffend faktischer Einhändigkeit Urteile
des Bundesgerichts vom 17. September 2008, 9C_418/2008, E. 3.3.2 mit Hinweisen,
sowie vom 10. August 2011, 8C_390/2011, E. 6, wo gar ein 25%iger Abzug gewährt
wurde). Hinzu kommt, dass der Beschwerdeführer seine Teilleistung lediglich noch im
Rahmen einer ganztägigen Präsenz verwerten kann, was aus der Sicht eines
ökonomischen Arbeitgebers einen zusätzlichen lohnwirksamen Nachteil darstellt (vgl.
hierzu sowie zu einer kritischen Würdigung der anderslautenden höchstrichterlichen
Rechtsprechung Philipp Geertsen, Der Tabellenlohnabzug, in: Ueli Kieser/Miriam
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Lendfers, Jahrbuch zum Sozialversicherungsrecht 2012, St. Gallen 2012, S. 148 f.; vgl.
allerdings Urteil des Bundesgerichts vom 4. April 2012, 8C_20/2012, E. 3.3). Dieser
Nachteil kann aber vorliegend im Rahmen einer Gesamteinschätzung als in dem bereits
aus anderem Grund gewährten 20%igen Abzug als mit berücksichtigt gelten bzw.
rechtfertigt gesamthaft keinen höchstzulässigen 25%igen Abzug. Im Übrigen würde
selbst die Gewährung eines 25%igen Abzugs keine rentenrelevante Veränderung
herbeiführen. Weitere abzugsrelevante Nachteile bestehen nicht.
3.2.4 Für die Zeit vom 1. August 2008 bis zum 30. April 2010 ist gemäss Art. 26
Abs. 1 IVV von einem Valideneinkommen von Fr. 51'800.-- (Fr. 74'000.-- x 0.7) und
unter Berücksichtigung der 60%igen Restarbeitsfähigkeit sowie einem 20%igen
Tabellenlohnabzug von einem Invalideneinkommen von Fr. 24'864.-- (Fr. 74'000.--
x 0.7 x 0.6 x 0.8) auszugehen. Daraus resultiert eine Erwerbseinbusse von Fr. 26'936.--
(Fr. 51'800.-- - Fr. 24'864.--) bzw. ein Invaliditätsgrad von 52%
([Fr. 26'936.-- / Fr. 51'800.--] x 100). Für die Zeit ab 1. Mai 2010 bis zur Vollendung des
25. Altersjahres beträgt das Valideneinkommen gemäss Art. 26 Abs. 1 IVV Fr. 60'000.--
(Fr. 75'000.-- x 0.8) und das Invalideneinkommen unter Berücksichtigung der 60%igen
Restarbeitsfähigkeit sowie des 20%igen Tabellenlohnabzugs Fr. 28'800.--
(Fr. 75'000.-- x 0.8 x 0.6 x 0.8), woraus sich eine Erwerbseinbusse von Fr. 31'200.--
(Fr. 60'000.-- - Fr. 28'800.--) und ein Invaliditätsgrad von 52% ([Fr. 31'200.-- / Fr.
60'000.--] x 100) ergibt. Der Beschwerdeführer hat damit bereits ab 1. August 2008
einen Anspruch auf eine halbe Rente.
4.
4.1 In teilweiser Gutheissung der Beschwerde ist die Verfügung vom 15. April 2010
aufzuheben und dem Beschwerdeführer eine halbe Rente mit Wirkung ab 1. August
2008 zuzusprechen. Zur Festsetzung und Ausrichtung der Rente ist die Sache an die
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
4.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis
Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- bis
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erscheint als angemessen. Die Beschwerdegegnerin hat ausgangsgemäss die gesamte
Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen.
4.3 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei
Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom
Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der
Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In
der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach
Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.--. Der
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers reichte am 5. Mai 2011 eine Honorarnote im
Betrag von Fr. 4'596.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) ein. Darauf
kann indessen nicht abgestellt werden, da der geltend gemachte Stundenaufwand die
anwaltlichen Bemühungen im Vorbescheidverfahren im Umfang von mehreren Stunden
enthält (act. G 18.1). Diese bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 15. April
2010 geltend gemachten Bemühungen sind jedoch bei der Bemessung der
Parteientschädigung für das Beschwerdeverfahren ausser Acht zu lassen. Bei einer
Rechtsvertretung im gesamten Beschwerdeverfahren wird in
invalidenversicherungsrechtlichen Fällen praxisgemäss eine pauschale
Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer)
gesprochen. Vorliegend besteht kein Anlass, von dieser Entschädigungshöhe
abzuweichen. Die Festlegung einer Entschädigung aus unentgeltlicher
Rechtsverbeiständung erübrigt sich bei diesem Prozessausgang.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht