Decision ID: f01c2f4b-3755-4b7b-b624-6f8e52545c70
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._, geboren 1960, meldete sich am 3. Januar 2013 (Eingangsdatum) unter Hinweis auf ein sakrales Hämangiom bei der Sozialver
sicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk. 8/2). Nach beruflichen und erwerblichen Abklärungen stellte die IV
Stelle mit Vorbescheid vom 31. März 2014 die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht (Urk. 8/33). Mit Schreiben vom 1. April 2014 erhob die zuständige Vorsorgeeinrichtung Einwand (Urk. 8/34; ergänzende Einwandbegründung vom 12. Juni 2014, Urk. 8/40) und reichte das Gutachten von Dr. med. Y._, Facharzt für Allgemeine Medizin FMH, vom 2. Mai 2014 ein (Urk. 8/39). Die IV
Stelle holte daraufhin das bidisziplinäre Gutachten von Dr. med. Z._, Innere Medizin FMH spez. Rheumaerkrankungen, und Prof. Dr. med. A._, FMH Psychiatrie und Psychotherapie und FMH Neu
rologie, vom 13. November 2014 ein (Urk. 8/50; vgl. Urk. 8/46 und Urk. 8/48). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Vorbescheid vom 6. Februar 2015, Urk. 8/53; Einwand vom 9. März 2015, Urk. 8/56) wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren mit Verfügung vom 17. Juni 2015 ab (Urk. 2).
2.
Hiergegen erhob die Versicherte am 21. August 2015 Beschwerde und bean
tragte, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und es sei festzustellen, dass sie spätestens ab dem 1. Januar 2011 einen Invaliditätsgrad von 100 % aufweise und es sei ihr mit Wirkung per 1. Juli 2013 eine unbefristete ganze Rente auszurichten. Eventualiter sei die Angelegenheit zur ergänzenden Abklä
rung und Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. In prozessualer Hinsicht ersuchte sie um unentgeltliche Rechtsverbeiständung im Verwaltungs- und Beschwerdeverfahren und um Bestellung von Rechtsanwalt Paul Hofer als unentgeltlichen Rechtsbeistand (Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 24. Sep
tember 2015 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 7 unter Beilage ihrer Akten, Urk. 8/1-77), was der Beschwer
deführerin mit Verfügung vom 25. September 2015 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 9).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:
1.
Die Beschwerdegegnerin hielt in der angefochtenen Verfügung dafür, dass die Beschwerdeführerin ohne Gesundheitsschaden weiterhin ihrer Tätigkeit als Reinigungsfachfrau in einem Pensum von 50 % nachgehen würde. Die restli
chen 50 % entfielen in den Aufgabenbereich. Die Ausübung der angestammten Tätigkeit sei nicht mehr zumutbar, eine angepasste Tätigkeit ohne längeres Ver
harren in vornüber geneigter Haltung, ob stehend oder sitzend, ohne unerwar
tete asymmetrische Lasteneinwirkungen, wechselbelastend mit Heben von Lasten bis 10 kg sei in einem 50%-Pensum zumutbar. Im Erwerbsbereich resul
tiere gestützt auf einen Einkommensvergleich und unter Berücksichtigung eines Leidensabzuges von 5 % ein Teilinvaliditätsgrad von 6 %, im Haushalt sei sie nicht eingeschränkt. Entsprechend liege ein rentenausschliessender Invaliditäts
grad von 3 % vor, womit die Beschwerdeführerin keinen Rentenanspruch habe (Urk. 2).
Die Beschwerdeführerin brachte demgegenüber im Wesentlichen vor, dass Prof. A._ schlicht festgehalten habe, dass die diagnostische Argumentation von Dr. Y._ mehr aus empathischen denn anhand objektiver Kriterien erfolgt sei, wobei er nicht erkennbar mache, wie er zu dieser Einschätzung gelange. Ent
sprechend sei die Festsetzung des Invaliditätsgrades bereits vor diesem Hinter
grund ungenügend begründet. Die Beschwerdegegnerin habe die Begrün
dungs
pflicht verletzt, indem sie schlicht festgehalten habe, dass nicht auf die Arztbe
richte des behandelnden Hausarztes Dr. B._ abgestellt werden könne, da behandelnde Arztpersonen in Zweifelsfällen eher zu Gunsten der Patienten aussagen würden. Des Weiteren habe Dr. A._ eine somatoforme Schmerz
störung diagnostiziert, welche er unter Berücksichtigung der Förster-Kriterien für überwindbar hielt. Das Bundesgericht habe allerdings die Rechtsprechung diesbezüglich geändert, so dass die angefochtene Verfügung auf einer gut
achterlichen Grundlage basiere, die nicht mehr der Rechtsprechung des Bundes
gerichts entspreche. Somit sei die Angelegenheit zurückzuweisen (Urk. 1).
2.
2.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung,
IVG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
2.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie kör
perliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen Ge
sundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als rele
vant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Per
son bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv be
stimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Er
werbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychi
schen Beein
trächtigung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheits
schaden führt also nur so
weit zu einer Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (Art. 6 ATSG) sei der versi
cherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
2.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier
telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertels
rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG
.
2.4
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen fest
zustel
len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beur
teilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Be
richte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzu
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze ent
scheidend, ob es für die Beant
wortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt - was vor allem bei psychischen Fehlent
wicklungen nö
tig ist -, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den Vorakten abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer-Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversi
cherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H. Fredenhagen, Das ärztliche Gutach
ten, 3. Aufl. 1994, S. 24 f.).
3.
3.1
Die Beschwerdegegnerin stellte in der angefochtenen Verfügung vom 1
7.
Juni 2015 (
Urk.
2) im Wesentlichen auf das bidisziplinäre Gutachten von
Dr. Z._
und Prof.
A._
ab. Darin werden die bis zur Begutachtung der Beschwerdeführerin aktenkundigen medizinischen Berichte zusammengefasst (Urk. 7/46/5 ff.), weshalb sie an dieser Stelle nicht noch einmal wiedergegeben werden. Soweit erforderlich, wird in den nachfolgenden Erwägungen aber darauf Bezug genommen.
3.2
3.2.1
In der bidisziplinären Zusammenfassung hielten Dr. Z._ und Prof. A._ fest, es lägen folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfä
higkeit vor (Urk. 8/50):
Verminderte Belastbarkeit und Beschwerden des Sakrums und der Lendenwir
belsäule (LWS) bei
kongenitale lumbosakra
le Übergangsanomalie mit Sakralisation von L5 beidseits und
sakralem Hämangiom (
durchschnittlich
5.5 x 6.2 cm) mit foraminaler Ein
engung S2 beidseits und
Status nach Operation am Sakrum am 22.11
.2012 mit mikrochirurgi
scher Dekompression S1 bis S
3, Hämangiom-Teilentfernung und Teil
vertebroplastie mit
gutem postoperativen
Befund ohne Kompression von Nenv
enwur
zeln
CT 04/
2014 und MRI 0
6/
2014
ohne radikuläre Ausfälle und
normaler Kraft beider Beine im neuro
l
ogischen und
neurophysiologi
schen Status (08/
2013)
und symmetrischen maximalen Wadenumfängen
Diabetes mellitus Typ 2 (Erstdiagnose 1993) mit
leichter asymptomatischer Polyn
europathie (Erstdiagnose 11/
2012)
und
I
nsulin-Therapie
ab
11/2012
mit
ungenügender Einstellun
g (HBA1c 12%, Fructosamin 435 μ
mol/
l
)
Es liege keine psychiatrische Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vor.
Aus bidisziplinärer Sicht kö
nn
e
die Beschwerdeführerin
eine leichte rückenscho
nende Tätigkeit zu 100
%
ausüben bezogen auf ein Pensum von 100
%. Wege
n des Diabetes mellitus benötige
sie pro Halbtag eine halbe Stunde zusätzliche Pause zur Messung des Blutzuckers und Spritzen des Insulins. In einer ange
passten Tätigkeit
habe
nie eine lang andauernde Arbeitsunfähigkeit
bestanden
. Die oben beschriebene Arbeitsfähigkeit g
elte ab dem 13. September
2012 (letzter effektiver Arb
eitstag). Eine besonders rücken
belastende Tätigkeit mit Hantieren schwerer Lasten
habe sie nie a
usüben
können
w
egen der angebore
nen lumbosakralen Üb
ergangsanomalie sowie ihrem Kleinwuchs (sie
sei
145 cm gross).
3.2.2
Dr. Z._ notierte im rheumatologischen Teilgutachten folgende Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 8/46/62):
Übergewicht (BMI 29.6kg/m
2
)
Arterielle Hypertonie mit medikamentöser Therapie
Subklinische Hypothyreose
TSH 37.8 mU/l bei normalem T4 frei und T3 frei
Vitamin D3-Mangel (21nmol/l)
Hypercholesterinämie (6.9mmol/l)
Die Beschwerdeführerin sei eine 54-jährige Frau, die mit einer lumbosakralen Übergangsanomalie zur Welt gekommten sei. Bei ihrer ersten Schwangerschaft
1993
sei
ein Diabet
es mellitu
s auf
getreten, der seither persistier
e. Seit 11/2012
müsse sie Insulin
spritzen. Es
sei bei ihr ein sakrales Hämangio
m festgestellt
worden
, das fora
minale
Einengungen S2 beidseits aus
gelöst habe. Das Hämangio
m
sei am 22. November
2012
mikrochirurgisch
operiert
worden (Urk. 8/46/63)
.
Sie
klage
nun über starke lumbale Schmerzen mit Ausstra
hlung in das rechte Bein. Seit der Operation 11/20
11
würde sie stets mit zwei Stöcken gehen, sowohl im
Haus wie auch draussen.
Sie
könne nur 15 bis 20 Minuten lang sitzen, dann müsse sie sich bewegen. Sie könne nicht mehr als Näherin arbeiten, weil sie keine Arbeitsstelle mehr habe.
In der klinischen Untersuchung fielen Diskrepanzen auf. Sie sitze in der Praxis ruhig von 7.45 bis 9.10 Uhr ohne erkennbare Zunahme der Beschwerden. Da sie nicht auf die Stöcke verzichten wolle, könne der normale Gang nicht beobach
tet werden. Der Zehen- und Fersengang werde nicht ausgeführt. Es sei eine Brustwirbelsäulen-Kyphose (BWS-Kyphose) vorhanden. Alle drei Wibelsäulen
abschnitte (Halswirbelsäule [HWS], BWS und LWS) seien normal beweglich. Sie nehme spontan den Langsitz auf der Untersuchungsliege ein. Dies schliesse eine wesentliche lumbale neurale Kompression aus. Alle grossen peripheren Gelenke seien normal beweglich. Gelenksergüsse, Synovitiden oder überwärmte Gelenke seien nicht vorhanden. Der maximale Wadenumfang sei rechts einen Zentimeter grösser als links. Eine lang andauernde Schonung des rechten Beines gegenüber dem linken Bein könne daraus nicht abgeleitet werden. Die Bioimpedanz-Ana
lyse zeige trotz des Übergewichts (BMI 29.6kg/m
2
) eine Muskelmasse von 38 %, welche vom Normwert von 40 % nur wenig abweiche. Eine lang andauernde körperliche Schonung, wie die Beschwerdeführerin sie angebe, könne daraus nicht abgeleitet werden.
Die MRI-Untersuchung der rechten Hüfte (05/2014) und die Röntgenuntersu
chung des Beckens (08/2014) zeigten beide keine wesentlichen pathologischen Befunde. Die CT-Untersuchung des Sakrums und der LWS (04/2014) wie auch die MRI-Untersuchung dieser Regionen (06/2014) ergäben einen normalen post
operativen Befund ohne Kompression neuraler Strukturen.
Die ausgedehnte Blutuntersuchung ergebe einen ungenügend eingestellten Diabe
tes mellitus mit deutlich erhöhtem HBA1c und Fructosamin. Ausserdem sei eine deutliche subklinische Hypothyreose vorhanden, die bisher noch nicht diagnostiziert worden und behandlungsbedürftig sei. Dazu bestehe ein schwerer, behandlungsbedürftiger Vitamin D-Mangel. Wie bereits früher festgestellt, seien weiterhin deutlich erhöhte Entzündungszeichen (Blutsenkung und C-reaktives Protein) und eine deutliche Hypercholesterinämie vorhanden. Sie berichte, dass sie die Medikamente exakt gemäss ihrer Verordnung einnehme. Dennoch seien von den sieben geprüften Medikamenten nur zwei in ihrem Blut nachweisbar, beide weit unterhalb des therapeutischen Bereichs (Urk. 8/46/63).
Bei der Beschwerdeführerin seien strukturelle Veränderungen im Bereich der LWS und des Sakrums
vorhanden
sowie ein insulinpflichtiger Dia
bet
es mellitus, die ihre Leistungs
fähigkeit einschränk
t
en. Die vorhandenen Befunde erklär
t
en jedoch das
Ausmass ihrer Beschwerden nic
ht. Sie kö
nn
e
eine angepasste Tätig
keit zu 100
%
ausüben bezogen auf ein Pensum von 100
%
.
Bei der
Beschwerdeführerin bestehe
eine subklinische Hy
pothyreose. Der TSH
Wert liege bei 37.8 mU/l
.
Ab einem TSH-Wert von 10 mU/l we
rd
e empfohlen mit Schilddrüsenh
ormonen zu
substitui
eren. D
ie subklinische Hypo
thyreose sei
behand
lungsbedü
rftig.
Sie habe den Hausarzt der Beschwerde
führerin
in Zürich informiert.
Muskelschmerzen könn
t
en ein Symptom eines
Vitamin
D-Mangels sein.
Vita
min D beeinflusse den Knochensto
ffwechsel sowie den Calc
ium- und Phosphat
haushalt. Es bewirke eine Erhöhung des Calc
iums und Phosph
ats im Blut, Sonnenlicht und Milch-Produkte seien
die wichtigsten
Vitaminquellen. Vitamin D-Mangel
sei
nicht selten.
Sie habe den Hausarzt
über d
iesen Befund informiert. Der Vit
a
minmangel kö
nn
e durch Vitaminsubstituierung in der Regel rasch beho
ben werden
.
Die Beschwerdeführerin gebe an, dass sie seit 11/
2011 stets zwei Stöcke ver
wende für jeden Schritt drinnen und draussen
.
Sie zeig
e
bei der Untersuchung auch, wie sie sich kraft
vol
l beim
Gehen auf beide Hände abstütze. Diskrepant dazu sei
,
dass ihre beiden Hände keine Gebrauchsspuren aufwiesen
. Bei einem regelmässigen Stockgebrauch tr
ä
ten ausgeprägte Gebrauchsspuren an den Händen in wenigen Tagen auf.
Sie klage nicht über Handbeschwerden.
Ihr
Handeinsatz sei
beidseits normal, Bei der
Demonstration ihres Stockgebrauchs stütze
sie sich kraftvo
ll
auf beide Hände ab.
Diskrepant dazu sei
die gezeigte maximale Handkraft von rechts 13
% der Norm (links 77
%). Aus rheumatologischer Sicht gebe
es keine Ursache für eine deutlich verminderte Handkraft rechts. Sogar Patientinnen mit einer fortgeschrittenen erosiven rheumatoiden Arthritis mit verkrüppelten Händen erziel
t
en in der Regel eine deutlich höhere Handkraft als
die Beschwerdeführerin
mit ihrer unversehrten rechten Hand. Keinesfalls wäre mit der von der
Beschwerdeführerin
gezeigten
Handkraft ein Stockeinsatz mögl
ich, wie sie ihn
demonstriere
.
Sie berichte
, d
ass sie viermal täglich ihren Blutzucker selbst messe
, nämlich morgens, mittags, abends und vor dem Schlafen. Im Memory ihres B
lutzucker
messgeräts seien im Zeitraum vom 14. September bis 13. Oktober 2014 (30 Tage) insgesamt 109 Blutzucker
messungen verzeichnet, entsprechend 3.6
Messu
ngen pro Tag. Den höchsten Blut
zucke
rwert habe sie am 26. Sep
tember
2014
notiert
(14.5 mmol/1), den ni
edrigsten am 04. Oktober
201
4.
In dieser Messperiode
seien
daher nie Hypoglykämien aufgetreten. Da sie ihren
Blut
zu
cker mehrmals täglich m
esse
und danach gem
äss dem Resultat Insulin spritze, benötige
sie pro ganzen Arbeitstag eine Stunde zusätzliche Pause dafü
r (Urk. 8/46/64).
Wie oben erwähnt, seien von den sieben geprüften Medikamenten nur zwei über
haupt im Blut vorhanden. Auch die beiden nachweisbaren Medikamente (Cipralex bzw. Dafalgan) seien beide weit unterhalb des therapeutischen Bereichs nachweisbar. Sie habe daher entgegen ihren Angaben mit Sicherheit mindestens am Morgen des Untersuchungstages das Antihypertensivum Losartan plus, das Diabetesmittel Meformin und das Schmerzmittel Lyrica ver
gessen. Da das Beruhigungsmittel Valium eine Eliminationshalbwertszeit von 48 Stunden aufweise, habe sie schon mindestens mehrere Tage lang kein Valium mehr gebraucht (Urk. 8/46/65).
Sie sei durch die eingeschränkte Funktion des Sakrums und der LWS sowie den Diabetes mellitus limitiert. Sie könne Lasten bis zu 10 kg hantieren (leichtes Belastungsniveau). Wegen des Diabetes mellitus benötige sie pro Halbtag eine halbe Stunde zusätzliche Pause zur Messung des Blutzuckers und Spritzen des Insulins. Tätigkeiten, die diesem Profil entsprächen, könne sie zu 100 % bezo
gen auf ein 100%-Pensum ausüben. Leichte Reinigungsarbeiten mit Hantieren von Lasten bis zu 10 kg könne sie machen. Dagegen könne sie keine Reini
gungsarbeiten mit Hantieren von Lasten über 10 kg ausführen. Als Näherin könne sie uneingeschränkt arbeiten. Dabei sollte sie darauf achten, dass sie etwa zweimal pro Halbtag von der Nähmaschine aufstehe und ein paar Schritte gehe (z.B. für eine Kaffepause, Blutzuckermessung, Toilettenbesuch, Holen oder Abgabe von Nähwaren). In ihrem Haushalt bestehe keine Einschränkung, bei Bedarf würden der Ehemann oder ihre Tochter helfen (Urk. 8/46/66 f.).
3.2.3
Prof. A._ hielt in seinem Teilgutachten vom 31. Oktober 2014 folgende Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit fest (Urk. 8/48/25):
Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD
10 F45.41)
Leichtgradige depressive Episode (ICD-10 F32.0); reaktiv zum Schmerz
gesche
hen und psychosozialen Belastungsfaktoren
Soziokulturelle Probleme (Sprachschwierigkeiten, ICD-10 Z60.3)
Finanzielle Probleme (ICD-10 Z01)
Probleme am Arbeitsplatz (Mobbingsituation, Unstimmigkeiten mit Kollegen, ICD-10 Z56.4)
Prof. A._ konstatierte, dass a
us dem Aktenmaterial und den anamnesti
schen Erhebungen die folgenden psychosozialen Belastungsfaktoren erkenntlich
würden
: Die soziokulturelle Eingliederung der
Beschwerdeführerin leide
vor allem an ihren unzureichenden sprachlichen Fähigkeiten.
Sie beherrsche
keine der Landessprachen i
n ausreichendem Masse. Es bestünd
en
erhebliche finanzi
elle Probleme.
Sie berichte
von einer langen Arbeitslosigkeit ihres Ehemannes, der nun eine temporäre Anstellung als Küchenhelfer gefunden habe. Die Familie habe an einigen Tagen der Woche aus finanziellen Gründen zu wenig zu essen und müsse hungern.
Sie
mache
sich
sehr grosse Sorgen um die finanzielle Zukunft der Familie. Sie habe grosse Ängste
,
alles zu verlieren, was man sich binnen zweier Jahrzehnte in der Schweiz aufgebaut habe.
Sie habe
keinen in der Schweiz anerkannten Beruf mit Fähigkeitsausweis. In ihrer zuletzt ausge
übten Tätigkeit sei sie von den Kollegen gemobbt worden
(Urk. 8/48/20)
.
Bei der hiesigen Begut
achtung stü
nden vor allem Klagen der
Beschwerdeführe
rin
über chronische Schmerzen im Vordergrund der psychopathologischen Symptom
atik. Im affektiven Bereich trage
sie
nachvollziehbare Zukunftsängste und weitere psychosoziale Belastungen vor, die eine Traurigkeit in ihr hervor
rufen
würden.
Wie zuvor dargestellt h
ätten
mehrere Vorgutachter und Behand
ler bei Diskrepanz der subjektiv beklagten Beschwerden und der objektiven Befunde eine Schmerzverarbeitungsstörung bei der
Beschwerdeführerin diagnostisch geä
usser
t.
Auch das rheumatologische Gutachten von
Dr. Z._ beschreibe
Diskrepanzen in de
r Untersuchung (S. 63). Zudem we
rd
e mittels einer Blutseru
manalyse der von der
Beschwerde
führerin
angegebenen Medika
mente eine Malcompliance im rheumatologischen
Gutachten aufgedeckt. Somit sei
eine somatoforme Schmerzstörung zu diagno
stizieren, welche beim Vor
liegen somatischer Befunde korrekt als chronische Schmerzstörung mit somati
schen und psychischen Faktoren gemäss der Internationalen Klassifikation der Krank
heiten (ICD) einzugruppieren sei
(ICD-10 F 45.41). Für das Vorliegen einer
somatoformen Schmerzstörung sprä
chen das Festhalten der
Beschwerdeführerin
an einem somatischen Kr
ankheitskonzept, die nur noch mä
ssige Schmerzmo
dulation bei hoher Intensität der Schmer
zen, die im Zeitverlauf nachvoll
zieh
bare Symptomausweitung der Schmerzen ohne erkennbare somatische Ursache, das unzureichende Ansprechen der Schmerzmedikation (minu
s zwei VAS-Level, jedoch handle
es sich um gering oder kurz wirksame Analgetika der Stufe l), das unzureichende Ansprechen anderer therapeutischer Massnahmen, das
Vorl
i
e
gen zahlreicher psychosozialer Belastungsfaktoren und deren Möglichkeit zur Beeinflussung der subjektiven Schmerzwahrnehmung
(Urk. 8/48/22 f.).
Prof. A._ notierte, dass bei Beurteilung der vorliegenden Schmerzver
arbeitungs
störung als sogenanntes „syndromales Störungsbild“ nach der bun
des
gerichtlichen Rechtsprechung die Förster-Kriterien zu prüfen seien, welche aus rein psychiatrisch-versicherungsmedizinischer Sicht mehrheitlich nicht erfüllt seien (Urk. 8/48/23 f.).
3.3
Dr. med. B._, FMH Allgemeine Medizin, nahm in seinem Bericht vom 6. März 2015 Stellung zum Vorbescheid der Beschwerdegegnerin vom 6. Februar 2015 (Urk. 8/55). Dr. B._ konstatierte, dass bei der Beschwerdeführerin seit vielen Jahren mehrere behandlungsbedürftige Krank
heitsentitäten bestünden.
Die Hauptdiagnose, welche auch die Hauptursache des aktuellen Beschwerdebildes
darstelle
,
sei
ein Zustand nach mehreren Behand
lungsinterventionen wegen eines Hämangioms im Sakrum. Es
sei
dies eine Bl
utgefässgeschwulst, die sich in
der re
chten Hälfte des Kreuzb
eines gebildet ha
be
. Diese Geschwulst
habe
destruktive Wachstumseigenschaften, obwohl sie nicht als b
ösartig klassifiziert worden sei. Sie habe
jedoch an ihrem U
rsprungs
ort das Knochengewebe zerstört und habe
auch die umgebenden Weichteile beeinträchtigt, so dass es an der
zweiten und dritten Nervenwurzel
, die auf der rechten S
eite aus dem Kreuzbein herausträ
ten,
zu einer Schädigung gekommen sei
. Nach
seiner Einschätzung handle
es sich bei dieser Geschwulst und an
dieser Lokalisation
um
ein eher seltenes Krankheitsbil
d. Zur Quantifizierung von dessen Häufigkeit m
ü
sste eine Literaturrecherche durchgeführt werden. Eben
falls eher selten dür
f
ten somit auch die bei der
Beschwerdeführerin
durchge
führten Behandlungsmassnahmen sein, an deren vernünftiger Indikations
stellung und qualitativ guter Durchführung für
ihn keine Zweifel bestünden. Dennoch glaube er
, dass die daraus für das subjektive Empfinden der
Beschwer
deführerin
resultierenden Konsequenzen kaum auf statistisch relevante Zahlen von vergleichbaren Fällen abgestützt werden könn
ten. Dies wiederum bedeute
, dass die Einschätzung des Schweregrades der von der
Beschwerdeführerin
gel
tend gemachten Beschwerden sowie deren Auswirkungen auf ihre Arbeitsfäh
i
g
keit nicht nach o
bjektiven Kriterien erfolgt seien. Dies gehe
deutlich aus ei
nem Spitalbericht von 2/14 hervo
r, in welchem das Beschwerdebild in einer nach
seiner
Einschätzung unzulässigen Art und Weise als „gestörte Schmerzverar
beitung m
it Symptomausweitung und Selbstli
mitierung" etikettiert
we
rd
e. Für eine solche Zuordnung kön
n
e
er aufgrund seiner eigenen Kenntnisse der Gesamtsituation dieser Beschwerdeführerin
, ihrer persönlichen familiären Beziehungen und ihres Arbeitseinsatzes im Rahmen ihrer Tätigkeit als Hausfrau und ihren bisherigen Arbeitsstellen beim besten Willen keine Hinweise erkennen.
Für
ihn stehe
ganz unzweideutig fest, dass mit dem Auftreten des Blutge
fässtumors im Kreuzbeinbereich und den daraus sich ergebenden therapeuti
schen Schritten ein massiver Knick in der Lebenslinie der
Beschwerdeführerin
eingetreten
sei. Dieser Knick habe
auch massive Auswirkungen auf die familiäre Situation gehabt. In Folge ihrer erheblichen Behinderungen von Seiten des Bewegungsapparates
habe
sie ihre häuslichen Aufgaben nicht mehr erfüllen
können
und
habe
von ihrem Ehemann unterstützt werden
müssen. Dieser habe
deshalb sein Arbeitspensum nicht weiter wahrnehmen
können. Er habe
dieses zugunsten seiner Ehefrau auf aktuell 50
%
reduziert. Bei der
Beschwerdeführe
rin selbst hätten
ihre körperlichen Einschränkungen auch
grosse seelische Aus
wirkungen
gezeitigt; diese aktive und zupackende Mutter von zwei Kindern, die ihren Verpflichtungen viele Jahre lang mit Freude und in Harmonie in den ihr anvert
rauten Personen nachgekommen sei
,
sei
jetzt
weitgehend auf die Unter
stü
tzung ihres Umfeldes angewiesen.
Nach seiner Beurteilung sei die Beschwerdeführerin seit
Mitte des Jahres 2010 für ihre beiden Tätigkeiten als Hausfrau und als Re
inigungsangestellte im Spital Bü
lach zu 100
%
arbeits- und erwerbsunfähig; Es sollte ihr ein
e 100%ige Rente gewährt werden. Die
R
ente sollte in Abständen von ca.
2 Jahren revidiert wer
den.
Falls eine Rente aus gesundheitl
ichen Gründen nicht gesprochen werden k
ö
nn
e
, müsste man hier
an die Ausrichtung einer soziale
n Härtefallrente denken. Es seien
hier immerhin zwei noch unmündige, bzw. in Ausbildung stehende Kinder betroffen.
4.
4.1
Das bidisziplinäre Gutachten vom
13. November 2014
erfüllt sämtliche recht
spre
chungsgemäss erforderlichen Kriterien für beweiskräftige ärztliche Ent
s
cheidungs
grundlagen (vgl. E. 2.4
). Es beruht auf fachärztlichen Untersu
chungen durch die Gutachter und wurde in Kenntnis der relevanten Vorakten (
Urk. 8/46/5 ff.; Urk. 8/48/4) abgegeben. Die Gutachter
würdigt
en die vorhan
denen Arztberichte ausführlich und
sorgfältig
(Urk. 8/48/20 f.; Urk. 8/46/69),
berücksichtigten die von der
Beschwerdeführer
in
geklagten Beschwerden und setzt
en
sich mit diesen hinreichend auseinander. Die Darlegung der medizini
schen Zusammenhänge ist einleuchtend und das Gutachten ist schlüssig.
Namentlich erlaubt
es
auch eine schlüssige Beurteilung im Lichte der massgebli
chen Indikatoren gemäss dem Urteil des Bundesgerichtes BGE 141 V 281 (vgl. dazu
E. 4.4
).
4.2
Die Beschwerdeführerin brachte vor, dass nicht auf das bidisziplinäre Gutachten von Dr. Z._ und Prof. A._ abgestellt werden könne, da Prof. A._ sich lediglich darauf beschränke, vorzubringen, dass die diagnostische Argumentation von Dr. Y._ mehr aus empathischen, denn anhand objektiver Kriterien erfolgt sei, ohne erkennbar zu machen, wie er zu dieser Einschätzung gelangt sei (Urk. 1).
Entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführerin setzte sich Prof. A._ ausführlich mit dem Gutachten von Dr. Y._ vom 2. Mai 2014 auseinander: So hielt er insbesondere fest, dass Dr. Y._ die Schmerzen der Beschwerdeführerin als Grund für eine anhaltende Arbeitsunfähigkeit als Reinigungskraft ansehe, jedoch nicht objektiv zu der Frage einer Schmerzverarbeitungsstörung gemäss international anerkannter Klassifikationssysteme Stellung nehme und lediglich erwähne, dass er der Beschwerdeführerin glaube. Er sehe eine halbschichtige Arbeitsfähigkeit als Näherin oder in anderen adaptierten Tätigkeiten als gege
ben an. Die diagnostischen Argumentationen des Kollegen Y._ seien mehr aus empathischen, denn aus objektiv darlegenden Kriterien unter Nutzung von medizinischen Leitlinien und Klassifikationssystemen erfolgt. Auch in diesem Gutachten erfolge keine eindeutige Aussage zum Vorliegen einer Schmerzverar
beitungsstörung (Urk. 8/48/21).
Hinzu kommt, dass die Ausführungen von Dr. Y._ als Facharzt für Allgemeine Medizin keine Zweifel an den schlüssigen fachärztlichen Feststellungen von Prof. A._ zu erwecken vermögen.
4.3
Des Weiteren bringt die Beschwerdeführerin vor, es sei gestützt auf die Berichte der behandelnden Ärzte, insbesondere den Bericht von Dr. B._ vom 6. März 2015, von einer vollumfänglichen Arbeitsunfähigkeit auszugehen (Urk. 1).
Dem ist entgegenzuhalten, dass Dr. B._ in seinem Bericht vom 6. März 2015 nicht anhand von Befunden oder objektiven Kriterien nachvollziehbar darlegte, warum die Beschwerdeführerin sowohl im Haushalt als auch als Reini
gungsmitarbeiterin vollumfänglich arbeitsunfähig sei. Vielmehr hielt er fest, dass er aufgrund seiner eigenen Kenntnisse der Gesamtsituation der Beschwer
deführerin, ihrer persönlichen familiären Beziehungen und ihres Arbeitsein
satzes im Rahmen ihrer Tätigkeit als Hausfrau und ihren bisherigen Arbeits
stellen beim besten Willen keine Hinweise auf eine „gestörte Schmerzverarbei
tung mit Symptomausweitung und Selbstlimitierung“ erkennen könne (Urk. 3/14/2). Die Ausführungen von Dr. B._ vermögen entsprechend das von Fachärzten erstellte bidisziplinäre Gutachten von Dr. Z._ und Prof. A._ nicht in Zweifel zu ziehen, zumal ihm dieses Gutachten sowie die Berichte des C._ gar nicht vorlagen.
4.4
Prof. A._ überprüfte die Überwindbarkeit der von ihm diagnostizierten chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren anhand der Förster-Kriterien (Urk. 8/48/23 f.).
4.4.1
Mit
BGE 141 V 281
hat das Bundesgericht seine bisherige Rechtsprechung zur Invaliditätsbemessung bei Schmerzstörungen ohne erkennbare organische Ursa
che und vergleichbaren psychosomatischen Leiden (BGE 130 V 352 u
nd anschliessende Urteile) ange
passt und festgehalten, dass die Invaliditätsbemes
sung stärker als bisher den Aspekt der funktionellen Auswirkungen zu berück
sichtigen hat, was sich schon in den diagnostischen Anforderungen nieder
schlagen muss. Auf der Ebene der Arbeitsunfähigkeit bezweckte die durch BGE
130 V 352 begründete Rechtspre
chung die Sicherstellung eines gesetzmässigen Versicherungsvollzuges mittels der Regel/Ausnahme-Vorgabe beziehungsweise (seit E. 7.3 von BGE 130 V 396 und BGE 131 V 49) der Überwindbarkeitsver
mutung. Deren Rechtsnatur kann offen bleiben. Denn an dieser Rechtsprechung ist nicht festzuh
alten. Das bishe
rige Regel/Ausnahme-Modell wird durch ein st
rukturiertes Beweisverfahren er
setzt. An der Rechtsprechung zu Art. 7 Abs. 2 ATSG – ausschliessliche Berücksichtigung der Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung und objektivierte Zumutbarkeitsprüfung bei materieller Beweisl
ast der rentenansprechenden Per
son (Art. 7 Abs. 2 ATSG) – ändert sich dadurch
nichts. An die Stelle des bishe
rigen Kriterienkatalogs (bei anhaltender somatoformer Schmerzstörung und vergleichbaren psychosomatischen Leiden) trete
n im Regelfall beachtliche Stan
dardindikatoren. Diese lassen sich in die Ka
tegorien Schweregrad und Konsis
tenz der funktionellen Auswirkungen ein
teilen. Auf den Begriff des primären Krankheitsgewinnes und die Präponderanz der psychiatrischen Komorbidität ist zu verzichten. Der Prüfungsraster ist recht
lich
er Natur. Recht und Medizin wir
ken sowohl bei der Formulierung der Stan
dardindikatoren wie auch bei deren – rechtlich gebotener – Anwendung im Ein
zel
fall zusammen. Im Grunde konkre
tisieren die in E. 4 und 5 formulierten Beweisthemen und Vorgehensweisen für die Invaliditätsbemessung bei psycho
somatischen Leiden die gesetzgeberischen Anordnungen nach Art. 7 Abs. 2 ATSG. Die
Anerkennung eines rentenbegrün
denden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, w
enn die funktionellen Auswirkun
gen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindi
katoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahr
scheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt e
s da
ran, hat die Folgen der Beweislo
sigkeit nach wi
e vor die materiell beweisbelas
tete versicherte Person zu tragen (E. 6).
Die im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren, welche nach gemeinsamen Eigenschaften systematisiert werden können, umschreibt das Bundesgericht i
n
BGE 141 V 281
wie folgt:
Kategorie „funktioneller Schweregrad" (E. 4.3)
Komplex „Gesundheitsschädigung" (E. 4.3.1)
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder –resistenz (E. 4.3.1.2)
Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)
Komplex „Persönlichkeit" (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res
sourcen; E. 4.3.2)
Komplex „Sozialer Kontext" (E. 4.3.3)
Kategorie „Konsistenz" (Gesichtspunkte des Verhaltens; E. 4.4)
gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen ver
gleich
baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)
behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Lei
dens
druck (E. 4.4.2)
Die Antworten, welche die medizinischen Sachverständigen anhand der (im Ein
zelfall relevanten) Indikatoren geben, verschaffen den Rechtsanwendern In
dizien, wie sie erforderlich sind, um den Beweisnotstand im Zusammenhang mit der Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit bei psychosomatischen Störungen zu überbrücken (E. 4.1.3).
4.4.2
Prof. A._ notierte einen weitgehend unauffälligen Psychostatus (in Anlehnung an die AMDP-Richtlinien). Das inhaltliche Denken der Beschwerde
führerin sei auf das subjektive Schmerzerleben teilfixiert, könne jedoch noch flottieren. Die Beschwerdeführerin berichte über Grübelzwänge im Zusammen
hang mit nachvollziehbaren psychosozialen (finanziellen) Sorgen. Es liege kein Gedankendrängen vor, jedoch innere Unruhe. Es bestehe eine Ratlosigkeit und eine teilweise Hoffnungslosigkeit. Auf der Verhaltensebene sei sie teilweise vermeidend mit fear-avoidance-Verhalten (angstbesetztes Vermeidungsverhal
ten in Bezug auf Bewegungen). Das Schmerzerleben werde jedoch nicht kata
strophisiert. Während des Untersuchungsverlaufs sei der Affekt leicht zum negativen Pol verschoben; es falle keine affektive Inkontinenz auf. Die Schwingungsfähigkeit sei leicht vermindert. Die Vitalgefühle schienen nur minim gemindert. Der Affekt gegenüber der Schmerzwahrnehmung sei dys
thym. Es bestünden kein psychisch, sondern somatisch bedingter sozialer Rück
zug (Bewegungseinschränkung). Der Antrieb wirke im Untersuch leicht vermin
dert, das Selbstwertempfinden sei leicht gemindert. Es bestünden eine gewisse Ratlosigkeit und beginnende Hoffnungslosigkeit sowie deutliche Zukunfts
ängste. Sie gebe schmerzbedingte Ein- und Durchschlafstörungen an (Urk. 8/48/15 ff.).
In Bezug auf eine psychische Komorbidität führte Prof. A._ aus, dass kein Hinweis auf eine weitere schwere psychiatrische Störung vorliege. Insbesondere seien psychopathologisch weder im Längsschnittverlauf noch im Querschnitt (aktueller Untersuch) depressiv affektive Symptome primär bestehend, sondern diese seien überwiegend reaktiver regressiv-depressiver Natur im Zusammen
hang mit chronischen Schmerzen und psychosozialen Belastungsfaktoren. Es sei von einer reaktiven Depression mit gegenwärtig leichtgradiger Episode (ICD-10 F32.0) auszugehen. Die Entwicklung des maladaptiven Verarbeitungsstils sei in Fehlverarbeitung psychosozialer Belastungen geschehen (Urk. 8/48/23).
Die Beschwerdeführerin hat anlässlich der Untersuchung durch Prof. A._ angegeben, dass sie in keiner ambulanten, teilstationären oder stationären psy
chiatrischen Therapie stehe. Der Hausarzt behandle sie. Sie erhalte Cipralex 10 mg und Diazepam 5 mg als psychiatrische Medikation bei Bedarf (Urk. 8/48/14). Das Cipralex war dabei anlässlich der Medikamenten-Analyse im Blut nicht im therapeutischen Bereich nachweisbar (Urk. 8/46/61), obwohl sie Dr. Z._ mitteilte, sie nehme morgens eine Tablette Cipralex (Urk. 8/46/54). Des Weiteren fielen in der klinischen Untersuchung durch Dr. Z._ Diskrepanzen auf, welche festhielt, dass eine
lang a
ndauernde körperliche Schonung, wie von der Beschwerdeführerin angegeben,
nicht abgeleitet werden
könne (E. 3.2.2)
.
Des Weiteren ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin gemäss ihren Aus
führungen anlässlich der psychiatrischen Untersuchung durch Prof. A._ gute soziale Kontakte pflegt. So verstehe sie sich gut mit ihren Geschwistern, mit welchen sie per skype kommuniziere (Urk. 8/48/7). Sie lebe zusammen mit ihrem Ehemann und der Tochter. Seit ihrer Krankheit habe sie sich zurückgezo
gen. Da sie sich schlecht bewegen könne, verlasse sie das Haus nur, wenn sie unbedingt müsse. Freunde des Mannes kämen sie besuchen, der Kontakt zu ihren Kollegen sei abgebrochen, jedoch werde sie ab und zu von Kolleginnen zu Hause besucht. Auch der Sohn komme jeden Tag zu Besuch und helfe bei den Einkäufen (Urk. 8/48/8 f.).
Die
Beschwerdeführerin berichtete anlässlich der psychiatrischen Begutachtung zu ihrem
Tagesablauf, dass sie zwischen
07.00 Uhr und 08.00 Uhr aufstehe. Nach dem Aufstehen mache
sie zunä
chst die Morgentoilette. Sie habe
einen Stuhl im Bad
, auf welchem s
ie zum
Duschen etc. sitzen kö
nn
e
. Dann messe sie ihren Blutzucker und
frühstücke
.
Anschliessend
mache
sie ca. 20 bis 30
Mi
nuten Übungen für den Rücken und l
aufe
in der Wohn
ung auf und ab. Hier
nach beginne
sie das Mittagessen vorzubereiten. Sie sitz
e
dazu auf einem Stuhl in der Küche. Ma
nchmal komme die Tochter und helfe
ihr dabei. Sie
esse
dann meist
alleine zu Mittag. Danach mache
sie wieder Rückenübungen, l
ese
Zeitung und l
aufe
in der Wohnung
auf und ab. Am Nachmittag komme
der Ehemann nach Ha
use, der die Hausarbeit erledige
. Manchmal könne sie für ca.
10 Minuten beim Bügeln oder Zusammenlegen der Wäsche
helfen. Das Nachtessen bereite der Ehemann vor. Hiernach gehe sie ins Internet, lese
Bücher, oder man unterh
alte
sich etwas. Am
Abend messe sie wieder ihren Zucker. Zu Bett gehe sie gegen 22.30 Uhr (Urk. 8/48/14). Als Hobbies mache sie gerne Handarbeiten (Urk. 8/48/9).
4.4.3
Zusammengefasst ist die Konsistenz aufgrund des behandlungsanamnestisch als gering zu beurteilenden Leidensdruck sowie der aufgefallenen Diskrepanzen in Frage zu stellen
.
Des Weiteren sind die Befunde nur mässig ausgeprägt, eine schwere psychische Komorbidität liegt nicht vor und die Beschwerdeführerin verfügt
über gute Ressourcen
,
insbesondere hat sie gute soziale Kontakte inner
halb und ausserhalb der Familie.
Damit sind
die funktionellen Auswirkungen der
chronischen Schmerzstörung
anhand der Standardindikatoren
nicht mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit nachgewiesen.
Entsprechend ist auch unter Berücksichtigung der neuen bundesgerichtlichen Rechtsprechung davon auszu
gehen, dass die chronische Schmerzstörung
keinen Einfluss auf die Arbeitsfä
higkeit zeitigt.
4.5
Gestützt auf das bidisziplinäre Gutachten ist der Beschwerdeführerin entspre
chend
eine leichte rückenschonende Tätigkeit zu 100
%
bezogen auf ein Pen
sum von 100 %
zumutbar mit einer halben Stunde zusätzlicher Pause pro Halbtag (E. 3.2.1). Im Haushalt bestehe keine Einschränkung (E. 3.2.2).
5.
Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen der in qualitativer Hinsicht eingeschränkten Arbeitsfähigkeit.
5.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung davon aus, dass die Beschwerdeführerin im Gesundheitsfalle weiterhin als Reinigungsfachfrau in einem 50%-Pensum tätig wäre und im Jahr 2014 ein Einkommen in Höhe von Fr. 26‘299.-- erzielen würde. Als Invalideneinkommen stützte sie sich auf den monatlichen Bruttolohn für Frauen für Hilfsarbeiten gemäss der Lohnstruk
turerhebung 2012 (LSE 2012, TA1 Monatlicher Bruttolohn [Zentralwert] nach Wirtschaftsabteilungen, Kompetenzniveau und Geschlecht, Privater Sektor), bereinigte diese um die betriebsübliche Wochenarbeitszeit und die Nominal
lohnentwicklung und berücksichtigte das reduzierte Gewichtsheben als lohn
mindernden Faktor, woraus ein Invalideneinkommen in Höhe von Fr. 24‘811.60 resultierte. Bei Gegenüberstellung dieser Vergleichseinkommen resultierte ein Teilinvaliditäsgrad von 6 % im Erwerbsbereich und ein gesamthafter Invalidi
tätsgrad von 3 %, da sie im Haushaltsbereich entsprechend des bidisziplinären Gutachtens als nicht eingeschränkt eingestuft wurde (Urk. 2).
Sowohl die Qualifikation (zu 50 % erwerbs- und zu 50 % im Haushalt tätig) als auch die jeweiligen Vergleichseinkommen sind aufgrund der Aktenlage plausi
bel (vgl. Urk. 8/30) und wurden von der Beschwerdeführerin auch nicht bestritten.
Für eine nähere Prüfung von Amtes wegen besteht kein Anlass
(BGE 125 V 413 E. 1b und 2c).
5.2
Damit erweist sich die angefochtene Verfügung als rechtens und die Beschwerde ist vollumfänglich abzuweisen.
6.
6
.1
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
800.-- anzusetzen. Ausgangsgemäss sind sie der Beschwerdeführerin aufzuerlegen.
6
.2
Der vorliegende Prozess kann nicht als von vornherein aussichtslos bezeichnet werden. Des Weiteren ist die Beschwerdeführerin bedürftig (
Urk. Urk. 3/3-13
). Antragsgemäss (
Urk.
1) ist ihr deshalb die unentgeltliche Prozessführung zu bewilligen. Die der Beschwerdeführerin auferlegten Gerichtskosten sind dem
nach einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.
Da zudem die anwaltliche Vertretung der Beschwerdeführerin geboten war, ist ihr
Rechtsanwalt Paul Hofer
als unentgeltliche
r Rechtsvertreter
zu bestellen. Eine Honorarnote wurde nicht eingereicht, womit - wie mit Verfügung vom
25. September 2015 mitgeteilt (Urk. 9
) - die Entschädigung nach Ermessen fest
zusetzen ist. Unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und d
er Schwierigkeit des Prozesses
ist eine Entschädigung in Höhe von
Fr. 2‘100.--
(inklusive Mehrwertsteuer und Barauslagen) angemessen.
Kommt die Beschwerdeführerin künftig in günstige wirtschaftliche Verhältnisse, so kann sie das Gericht zur Nachzahlung der Auslagen für die unentgeltliche Rechtspflege verpflichten (
§
16
Abs.
4 des G
esetzes über das Sozialversiche
rungsgericht, GSVGer).
6.3
Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich nur Rechts
verhältnisse zu überprüfen beziehungsweise zu beurteilen, zu denen die zuständige Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich – in Form einer Verfü
gung beziehungsweise eines Einspracheentscheids – Stellung genommen hat. Insoweit bestimmt die Verfügung beziehungsweise der Einspracheentscheid den beschwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und insoweit keine Verfügung beziehungsweise kein Einspracheentscheid ergangen ist (BGE 131 V 164 E. 2.1; 125 V 413 E. 1a).
In der angefochtenen Verfügung wurde nicht über die unentgeltliche Rechtsver
beiständung im Vorbescheidverfahren entschieden. Auf den Antrag auf Gewährung der unentgeltlichen Rechtsvertretung im Vorbescheidverfahren ist entsprechend mangels Anfechtungsgegenstand nicht einzutreten.
Das Gericht beschliesst,
In Bewilligung des Gesuchs vom
21. August 2015 wird der Beschwerdeführerin
die unentgeltliche Prozessführung
gewährt und Rechtsanwalt Paul Hofer, Baden,
als unentgeltliche
r Rechtsvertreter
für das vorliegende Verfahren bestellt,
und erkennt:
1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr. 800
.-- werden
der Beschwerdeführerin auferlegt
, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichts
kasse genommen.
Die Beschwerdeführerin wird
auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen.
3.
Der unentgeltliche Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin, Rechtsanwalt Paul Hofer, Baden,
wird mit
Fr. 2'100
.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) aus der Gerichtskasse ent
schädigt.
Die Beschwerdeführerin wird
auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen.
4.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
Rechtsanwalt Paul Hofer
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
Gerichtskasse
5.