Decision ID: 6f0bd786-d2ee-5cc7-9cec-43670673d58e
Year: 2009
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Eigenen Angaben zufolge verliess der Beschwerdeführer seinen  am 1. August 2003 (10.5.1382) und gelangte am 24.  2003 in die Schweiz, wo er am 27. September 2003 um Asyl . Am 30. September 2003 fand in Kreuzlingen die  statt, und am 5. November 2003 erfolgte die Anhörung zu den Asylgründen durch das (...). Am 31. Mai 2005 sowie am 5. Dezember 2005 wurde der Beschwerdeführer vom BFM ergänzend angehört. Im Wesentlichen machte er dabei geltend, er gehöre dem (...)-Stamm an, der vom Regime unter Druck gesetzt werde, weil sie Monarchisten seien. Zudem sei er Anhänger der Zarathustra-Lehre. Im achten Monat (Aban, 23. Oktober bis 21. November) des Jahres (...) habe er eine siebentägige Haftstrafe verbüssen müssen, weil er (...) habe. Während dieser Haft sei er vergewaltigt worden. Am (...) 1382 ([...] 2003) habe er zusammen mit seiner Verlobten an einer Demonstration teilgenommen. Als es zu handgreiflichen  mit Sicherheitskräften gekommen sei, sei er seinem Freund und Nachbarn B._ zu Hilfe geeilt und dabei selber in eine Schlägerei verwickelt worden. Während es ihm und seiner  gelungen sei, mit dem Motorrad zu fliehen, seien M. und dessen Schwester verhaftet worden. Nachdem er von Sicherheitskräften auf einem Motorrad kurz verfolgt worden sei, sei es ihm gelungen, sie . Die Beamten seien mit ihrem Motorrad in den engen  der Stadt verunfallt. Am anderen Morgen hätten zivile  an seiner Haustür geklingelt. Während sie mit seiner Mutter gesprochen hätten, sei ihm die Flucht über den Hinterhof gelungen. Nach einem Aufenthalt bei einer Nachbarin sei er, nachdem er sich versichert habe, dass die Leute weg seien, nach Hause zurückgekehrt. Dort habe er von seiner Mutter erfahren, dass ihn die  aufs Sicherheitsamt (...) bestellt hätten. In der folgenden Nacht habe er bei seiner Tante übernachtet. Am (...) 1382 seien erneut Sicherheitsbeamte zu ihm nach Hause gekommen, um nach der Adresse seiner Verlobten zu fragen. In der Folge sei diese in Haft genommen worden. Am (...) 1382 habe in seinem Elternhaus eine Razzia stattgefunden, bei der seine Identitätspapiere sowie einige Videoaufnahmen beschlagnahmt worden seien. Später habe er , dass die Verantwortung für den Unfall der ihn per Motorrad  Beamten ihm angelastet und er deshalb gesucht werde. Aus Angst vor weiteren Konsequenzen habe er daher sein Heimatland ver-
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lassen.
Am 12. Dezember 2005 wurde der Rechtsvertreterin des  Akteneinsicht gewährt.
B. Mit Verfügung vom 20. Dezember 2005 stellte das BFM fest, der  erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, und lehnte das Asylgesuch ab. Gleichzeitig verfügte es die Wegweisung aus der Schweiz und deren Vollzug.
C. Mit Beschwerde an die damals zuständige Schweizerische  (ARK) vom 19. Januar 2006 liess der Beschwerdeführer beantragen, der angefochtene Entscheid sei vollumfänglich , und es sei ihm Asyl zu gewähren. Eventuell sei die Sache zur Neubeurteilung an die Erstinstanz zurückzuweisen. Subeventuell sei festzustellen, dass er nicht in sein Heimatland ausgeschafft werden könne. Von einem Kostenvorschuss sei abzusehen.
D. Mit Zwischenverfügung vom 26. Januar 2006 verzichtete die damals zuständige Instruktionsrichterin der ARK auf die Erhebung eines .
E. Das BFM beantragte in seiner Vernehmlassung vom 13. Juni 2006 die Abweisung der Beschwerde.
F. Am (...) 2007 heiratete der Beschwerdeführer eine Schweizer , woraufhin ihm die zuständige kantonale Behörde am (...) 2007 eine Aufenthaltsbewilligung B erteilte. Aufgrund dieser Sachlage fragte der damals neu zuständige Instruktionsrichter den Beschwerdeführer am 7. März 2008 an, ob er die Beschwerde – soweit nicht  geworden – im Asylpunkt zurückziehen wolle, wobei bei unbenutzter Frist davon ausgegangen werde, dass er an seinen Rechtsbegehren festhalte. Der Beschwerdeführer liess sich dazu nicht vernehmen.
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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das  Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des  vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Das Bundesamt für Migration (BFM) gehört zu den  nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des . Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 des  vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
1.2 Das Bundesverwaltungsgericht hat am 1. Januar 2007 die  der bei der ARK hängigen Rechtsmittel übernommen. Das neue Verfahrensrecht ist anwendbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 VGG).
1.3 Die Beschwerde ist form- und fristgerecht eingereicht. Der  ist durch die angefochtene Verfügung besonders  und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung  Änderung. Der Beschwerdeführer ist daher zur  der Beschwerde legitimiert (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1, 50 und 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten.
2. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
3. 3.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl. Als Flüchtling wird eine ausländische Person , wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu  bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen  ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung von Leib, Leben oder Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen
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Druck bewirken; den frauenspezifischen Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen (Art. 3 AsylG).
3.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft  oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender  für gegeben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich  sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG).
4. 4.1 Das BFM lehnte das Asylgesuch des Beschwerdeführers ab, da seine Vorbringen weder den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit noch denjenigen an die Flüchtlingseigenschaft zu genügen . So habe der Beschwerdeführer betreffend die geltend gemachte Suche nach ihm am Tag nach der angeblichen Demonstration  der verschiedenen Anhörungen widersprüchliche Angaben . Auch über das Schicksal seines Freundes B._ habe er sich widersprochen. Sodann könne nicht nachvollzogen werden, dass die Behörden den Vater des Beschwerdeführers – als dieser flüchtig gewesen sei – darüber informiert hätten, dass die Verlobte ein  abgelegt habe und der Beschwerdeführer die Mitarbeiter des Etelaat habe eliminieren wollen. Des Weiteren habe der  Angaben gemacht, die er gar nicht habe wissen können. Somit sei die geltend gemachte Suche nach dem Beschwerdeführer im  mit dem angeblichen Motorradunfall von Beamten in  an eine Demonstration nicht glaubhaft gemacht im Sinne von Art. 7 AsylG. Bezüglich der geltend gemachten Inhaftierung und  im Jahre (...) fehle es zudem an der zeitlichen und  Kausalität zur Ausreise. Insoweit der Beschwerdeführer geltend mache, im Iran als Angehöriger des (...)-Stammes unterdrückt zu , habe er selber angegeben, ihm sei zwar der Namenszusatz "(...)" in seiner Identitätskarte gestrichen worden, darüber hinaus habe er aber keine Nachteile erlebt. Es sei dem Beschwerdeführer nach dem Gesagten möglich gewesen, vor seiner Ausreise während Jahren  im Iran zu leben. Auch die vorgebrachte Anhängerschaft zur Zarathustra-Lehre begründe keine Furcht vor künftiger Verfolgung.
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4.2 Aus der Rechtsmitteleingabe ergibt sich als Rüge die Verletzung von Bundesrecht, indem zu Unrecht auf Unglaubhaftigkeit der  geschlossen worden sei.
Was die vom BFM festgestellten Ungereimtheiten in Bezug auf die  gemachte Suche nach dem Beschwerdeführer am Tag nach der angeblichen Demonstration sowie die nachfolgenden Ereignisse , so kann auf die Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden, wonach er hierüber widersprüchliche Angaben gemacht habe. Die  in der Beschwerdeschrift, wonach der Beschwerdeführer um 7 Uhr aufgestanden sei und habe frühstücken wollen, als die Beamten gekommen seien, um ihn abzuholen muss zudem als reine  gewertet werden. Dem Protokoll der Erstbefragung ist  und unzweideutig entnehmen, gegen 7 Uhr habe es an der Haustüre geklingelt (A1 S. 5), während der Beschwerdeführer  Vorgang sowohl anlässlich der direkten Anhörung als auch bei der ersten ergänzenden Bundesanhörung zeitlich auf 8 Uhr morgens  (A11 S. 5; A19 S. 3). Weiter gab er bei der Erstbefragung an, es seien zwei Beamte gekommen (A1 S. 5), wohingegen er anlässlich der direkten Anhörung behauptete, die Beamten seien zu dritt  (A11 S. 5) und schliesslich bei der ersten ergänzenden  von drei bis vier Beamten sprach (A19 S. 4). Sodann gab er bei er ersten ergänzenden Bundesanhörung zu Protokoll, er habe vom Haus der Nachbarin aus seinen Vater angerufen (A 19 S. 3 f.). Zufolge seiner Aussage bei der direkten Anhörung soll der Anruf  erst nach seiner Rückkehr zur Wohnadresse (A11 S. 5) und  seiner Aussage bei der zweiten direkten Bundesanhörung sogar erst nach seiner Flucht nach Pakistan (A11 S. 5) stattgefunden haben. Entgegen dem Erklärungsversuch in der Beschwerdeschrift lautete die der letzgenannten Aussage vorhergehende Frage ausdrücklich, wann der Beschwerdeführer seit dem (...) erstmals mit dem Vater Kontakt aufgenommen habe (A11 S. 5). Nach dem Gesagten entbehrt der  Einwand in der Rechtsmitteleingabe, wonach die Ereignisse am Tag nach der angeblichen Demonstration in allen Befragungen  geschildert worden seien, jeglicher Grundlage.
Des Weiteren muss der Feststellung des BFM gefolgt werden, wonach logisch nicht nachvollzogen werden könne, dass die Leute des Etelaat ihre Vorwürfe gegen den Beschwerdeführer gegenüber dessen Vater offengelegt hätten, zumal dieser so die Chance gehabt hätte, seinen
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Sohn zu warnen, womit sich die Wahrscheinlichkeit einer Verhaftung erheblich vermindert hätte.
Insgesamt kann dem Beschwerdeführer nach zutreffender Auffassung der Vorinstanz nicht geglaubt werden, dass er im Kontext mit dem  Motorradunfall im Anschluss an eine Demonstration von der Etelaat gesucht worden sei.
4.3 Hinsichtlich der geltend gemachten Inhaftierung und  ist zunächst festzustellen, dass die Verhaftung mit der (...) durch einen gemeinrechtlichen Hintergrund legitimiert war und es sich bei der Vergewaltigung um eine nichtstaatliche Behelligung handelte,  allenfalls unter dem Gesichtspunkt der staatlichen  zu prüfen wäre. Indessen hat sich das Ereignis gemäss Angaben des Beschwerdeführers im achten Monat des Jahres (...) ereignet und lag somit zum Zeitpunkt der Ausreise am 1. August 2003 bereits rund (...) Jahre zurück. Praxisgemäss wird eine Kausalität zwischen  Verfolgung und Ausreise verlangt. Diese wird als gegeben erachtet, wenn der zeitliche und sachliche Zusammenhang genügend eng ist, wobei der zeitliche Zusammenhang als zerrissen gilt, wenn zwischen Eingriff und Ausreise ein zu grosser Zeitraum – mehr als sechs bis zwölf Monate – liegt und keine plausiblen Gründe für eine verspätete Ausreise vorliegen (vgl. ACHERMANN/ HAUSAMMANN, Handbuch des Asylrechts, 2. vollständig überarbeitete Auflage, Verlag Paul Haupt, Bern/Stuttgart 1991, S. 107). Damit ist vorliegend der  zeitliche Zusammenhang zwischen abgeschlossener Behelligung und Ausreise nicht gegeben, womit die Asylrelevanz des nämlichen Vorfalls zu verneinen ist.
4.4 Betreffend die allgemeinen Ausführungen in der , wonach der Beschwerdeführer aus einer bedrohten, den  angehörenden Familie stamme, kann weitestgehend auf die zutreffenden Ausführungen des BFM verwiesen werden. Der  gab selber an, keine über die Streichung des  "(...)" hinausgehenden Nachteile erlitten zu haben (A22 S. 5). Für die Begründetheit eines Asylgesuchs besteht das Erfordernis einer gezielten und genügend intensiven Verfolgung, wohingegen es nicht ausreicht, auf die allgemeine schlechte Menschenrechtslage im Herkunftsland oder die systematische Benachteiligung von Personen einer bestimmten politischen Gesinnung hinzuweisen. Vorliegend ist
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die zur Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft erforderliche Intensität klarerweise nicht erreicht.
4.5 Zusammenfassend folgt, dass der Beschwerdeführer keine  gemäss Art. 3 AsylG nachweisen oder glaubhaft machen kann.
4.6 Bleibt somit noch die Frage, ob der Beschwerdeführer zu Recht begründete Furcht geltend macht, bei Rückkehr in den Iran staatliche Verfolgungsmassnahmen im Sinne von Art. 3 AsylG gewärtigen zu müssen. Die Furcht vor künftigen staatlichen Verfolgungsmassnahmen ist dann im Sinne von Art. 3 AsylG asylrelevant, wenn glaubhaft  wird, dass begründeter Anlass zur Annahme besteht, die  werde sich mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit und in  Zukunft verwirklichen. Ob in casu eine solche Wahrscheinlichkeit besteht, ist aufgrund einer objektivierten Betrachtungsweise zu . Diese ist zusätzlich durch das vom Betroffenen bereits Erlebte und das Wissen um Konsequenzen in vergleichbaren Fällen zu .
4.6.1 Eine begründete Furcht zukünftiger Verfolgung könnte sich  aus dem Vorbringen ergeben, der Beschwerdeführer stamme aus einer Familie, welche den Königsanhängern angehöre. Weder  der Befragungen noch im Rahmen der Rechtsmitteleingabe wird indessen geltend gemacht, der Beschwerdeführer sei aktives  einer monarchistischen Gruppe, vielmehr wird die Furcht vor künftiger asylrelevanter Verfolgung einzig mit (...) und damit seiner potentiellen monarchistischen Gesinnung begründet. Es ist deshalb nachfolgend zu prüfen, ob die allgemeine Situation der Monarchisten im Iran zur Annahme einer Kollektivverfolgung führt.
Die Anforderungen an die Feststellung einer Kollektivverfolgung sind gemäss Rechtsprechung der Schweizerischen Asylrekurskommission (ARK), die auch für das Bundesverwaltungsgericht Geltung behält, sehr hoch (vgl. dazu Entscheidungen und Mitteilungen der  Asylrekurskommission [EMARK] 1993 Nrn. 9 und 10 betreffend syrisch-orthodoxe Christen in der Türkei [bestätigt in EMARK 1997 Nr. 12]; EMARK 1993 Nr. 20 betreffend Kurden in der Türkei; EMARK 1995 Nr. 1 betreffend Yeziden in der Türkei; EMARK 1995 Nr. 17  die christlich-assyrische Minderheit in Syrien; EMARK 1996 Nrn. 21 und 22 betreffend Ahmadis in Pakistan [bestätigt in EMARK 2002 Nr. 3]; EMARK 1996 Nr. 23 betreffend Christen in Pakistan;
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EMARK 1997 Nr. 14 betreffend Muslime in Srebrenica, Bosnien-; EMARK 1998 Nr. 16 betreffend Tutsis in Ruanda; EMARK 2001 Nr. 13 betreffend Roma und Ashkali im Kosovo; EMARK 2006 Nr. 1 betreffend Tibeter in China). Gemäss schweizerischer Asylpraxis zur Frage der Kollektivverfolgung reicht allein die Zugehörigkeit zu einem Kollektiv, welches in seinen spezifischen Eigenschaften Ziel einer Verfolgungsmotivation ist, in der Regel nicht, um die  zu begründen. Vielmehr kommen auch bei geltend  Verfolgung aufgrund der blossen Zugehörigkeit zu einem bestimmten Kollektiv die Kriterien der ernsthaften Nachteile oder der begründeten Furcht gemäss Art. 3 AsylG zur Anwendung. Nachteile sind dann als ernsthaft in diesem Sinne zu bezeichnen, wenn sie sich gegen Leib, Leben oder Freiheit richten oder einen unerträglichen Druck erzeugen und aufgrund ihrer Art und Intensität ein menschenwürdiges Leben im Verfolgerstaat verunmöglichen oder in unzumutbarer Weise erschweren, so dass sich die verfolgte Person dieser Zwangssituation nur noch durch Flucht ins Ausland entziehen kann. Solange die Übergriffe gegen das Kollektiv nicht derart intensiv und häufig sind, dass jedes Gruppenmitglied mit guten Gründen  muss, getroffen zu werden, müssen besondere Umstände vorliegen, damit bereits aufgrund der blossen Zugehörigkeit zu einem bestimmten Kollektiv die Ernsthaftigkeit der Nachteile oder Begründetheit der Furcht als erfüllt beurteilt werden können (vgl. EMARK 1995 Nr. 1, S. 10 f. mit dortigen Literaturhinweisen; EMARK 2006 Nr. 1, E. 4.3, S. 3f.).
Es ist zumindest nicht auszuschliessen, dass Königsanhänger im Iran Verfolgungsmassnahmen gemäss Art. 3 AsylG zu gewärtigen haben, vorausgesetzt, die heimatlichen Behörden erhalten von deren  Überzeugung Kenntnis. Dies ist etwa dann der Fall, wenn ein Mitglied einer monarchistischen Vereinigung sich konkret  betätigt. Unter anderem jene Mitglieder, die auf  Veranstaltungen als Redner auftreten, die Verantwortung von Presseerzeugnissen übernehmen oder intensiven Kontakt mit der amerikanischen Zentrale oder persönliche Beziehungen zu den aus iranischer Sicht verhassten Monarchisten haben, laufen ernstlich , verfolgt zu werden (vgl. hierzu das Gutachten des Deutschen -Institus vom 26. Mai 2003 betreffend exilpolitische Aktivitäten von iranischen Königsanhänagern). Die Befürchtung, dass der  – ohne dass er jemals konkret als Königsanhänger in  getreten wäre – alleine wegen (...) und seiner sich angeb-
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lich daraus ergebenden mutmasslichen politischen Überzeugung mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit und in absehbarer Zukunft in  Weise verfolgt werden könnte, kann demgegenüber nicht als begründet bezeichnet werden.
4.6.2 Als zweiter Anhaltspunkt für die begründete Furcht des  vor künftiger Verfolgung wird die Tatsache , dass er Anhänger der Zarathustra-Lehre geworden ist.
Gemäss dem islamischen Recht existiert für eine muslimische Person keine Möglichkeit, den Islam zu verlassen und zu einer andern  überzutreten. Der Abfall vom Glauben (Apostasie) kommt dem  an der islamischen Gemeinde gleich und wird mit dem Tod bestraft. Dieses religiöse Prinzip hat in der iranischen Gesetzgebung indes nicht Eingang gefunden. Es existiert kein offizieller Straftatbestand der Apostasie. Trotzdem wurden in der Vergangenheit Todesurteile wegen Übertritts etwa zum Christentum vollstreckt, letztmals im Jahre 1994. Auch wenn in den vergangenen Jahren im Iran keine Todesurteile  Konversion mehr ergangen sind, ist dennoch festzuhalten, dass Konvertiten unter Umständen einer erhöhten Gefährdungssituation ausgesetzt sind. Eine Gefährdung ist insbesondere dann gegeben, wenn der Konvertit innerhalb seiner neuen Glaubensgemeinschaft eine exponierte Stellung beziehungsweise Funktion inne hat, indem er sich etwa aktiv für die Verbreitung seiner neuen Religionsüberzeugung einsetzt und zusätzlich gegen staatliche Interessen handelt.
Der Beschwerdeführer weist klarerweise kein derartiges  auf. Zunächst machte er keine eigentliche Konversion geltend, sondern bezeichnete sich lediglich als "Anhänger" der . Im Gegensatz zu offiziellen Glaubensbekenntnissen ist die blosse Anhängerschaft typischerweise ungeeignet, die  von allfälligen Religionswächtern auf sich zu ziehen. Auch ergeben sich aus der Beschwerdeschrift keine Anhaltspunkte dafür, dass der Beschwerdeführer sich namens der zoroastrischen  in irgendeiner Form exponierte oder eine über die blosse  hinausgehende Stellung inne gehabt hätte. Damit  es umso unwahrscheinlicher, dass seine religiöse Gesinnung öffentlich bekannt geworden und damit den iranischen Behörden zur Kenntnis gelangt wäre.
4.7 Es bestehen damit keine konkreten Anhaltspunkte, dass der  aufgrund seiner Herkunft oder seiner religiösen Gesin-
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nung im Falle einer Rückkehr Verfolgungsmassnahmen gemäss Art. 3 AsylG zu gewärtigen hätte.
4.8 Nach dem Gesagten kann der Beschwerdeführer keine Gründe nach Art. 3 AsylG nachweisen oder glaubhaft machen. Das BFM hat sein Asylgesuch zu Recht abgelehnt.
5. 5.1 Lehnt das BFM das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz (Art. 44 Abs. 1 AsylG). Gemäss Art. 32 Bst. a Asylverordnung 1 vom 11.  1999 über Verfahrensfragen (AsylV 1, SR 142.311) wird die  aus der Schweiz nicht verfügt, wenn die Asyl suchende  im Besitz einer gültigen Aufenthalts- oder  ist.
5.2 Nach der Heirat mit einer Schweizer Bürgerin am (...) wurde dem Beschwerdeführer durch die zuständige kantonale Behörde eine Aufenthaltsbewilligung B erteilt. Die Anordnungen des BFM betreffend Wegweisung und Vollzug derselben (Ziffern 3 - 5 des Dispositivs der Verfügung vom 2. Dezember 2005) sind unter diesen Umständen als dahin gefallen zu betrachten, da diese gegenüber dem neu erteilten Aufenthaltstitel keinen Bestand haben können (vgl. EMARK 2001 Nr. 21 E. 11c S. 178; 2000 Nr. 30 E. 4 S. 251). Die Beschwerde ist somit, soweit die Wegweisung und deren Vollzug betreffend, infolge Wegfalls des Streitgegenstandes als gegenstandslos geworden abzuschreiben.
6. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass es dem Beschwerdeführer bezüglich der Frage der Anerkennung als Flüchtling und der  von Asyl nicht gelungen ist, darzutun, inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig und unvollständig feststellt und unangemessen ist. Die  ist demnach abzuweisen, soweit sie nicht als  geworden abzuschreiben ist.
7. 7.1 Vorliegend sind die Verfahrenskosten betreffend die Feststellung der Flüchtlingseigenschaft und die Gewährung von Asyl ( 1 und 2) im Betrag von Fr. 300.-- (Art. 1 bis 3 VGKE) wegen  grundsätzlich dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.
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Betreffend die Anordnung der Wegweisung und deren Vollzugs ( 3 - 5) sind sie nach den Verfahrensaussichten vor Eintritt der Gegenstandslosigkeit (hier vor der Sachverhaltsänderung der  mit einer Schweizer Bürgerin und der anschliessenden Erteilung der Aufenthaltsbewilligung) zu beurteilen. Nach einer summarischen Prüfung gelangt das Gericht zum Schluss, dass die Beschwerde auch diesbezüglich voraussichtlich hätte abgewiesen werden müssen. So ist nicht ersichtlich, inwiefern der Beschwerdeführer ohne Heirat zu einem Aufenthaltsrecht in der Schweiz gekommen wäre. Nachdem festgestellt wurde, dass er die Flüchtlingseigenschaft nicht erfüllt, wäre das  Gebot des "Non-Refoulement" nicht zur Anwendung . Aus der allgemeinen Menschenrechtssituation im Iran dürfte mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit nicht abzuleiten gewesen sein, dass der Beschwerdeführer für den Fall einer Ausschaffung in den  dort dem Risiko einer menschenrechtswidrigen Behandlung  gewesen wäre. Schliesslich ist nicht erkennbar, inwiefern ein Vollzug der Wegweisung für den Beschwerdeführer eine konkrete  dargestellt hätte, da im Iran keine Situation allgemeiner  herrscht, er gesund ist, dort über ein soziales Netz verfügt und laut eigenen Angaben aus komfortablen wirtschaftlichen Verhältnissen stammt. Technische Hindernisse, die einem Wegweisungsvollzug  hätten, sind nicht erkennbar. Die Verfahrenskosten betreffend diesen Teil des Beschwerdeverfahrens im Betrag von  Fr. 300.-- sind demzufolge auch dem Beschwerdeführer .
Die Verfahrenskosten von Fr. 600.-- sind somit dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 2 und 3 VGKE, Art. 63 Abs. 1 VwVG).
7.2 Eine Parteientschädigung ist nach dem Gesagten nicht  (vgl. Art. 64 VwVG, Art. 5, 7 und 15 VGKE).
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