Decision ID: ba92ed90-99e9-483a-b6b9-91bb8de8251e
Year: 2020
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A._ (nachfolgend: Versicherter), war bei der Arcosana AG (nachfolgend:
Arcosana) in den Jahren 2018 und 2019 mit seiner Familie (Ehefrau B._ und Tochter
C._) obligatorisch krankenversichert. Für das Jahr 2019 betrugen die Monatsprämien
der obligatorischen Krankenpflegeversicherung für den Versicherten und seine Ehefrau
je Fr. 328.60 und für die Tochter Fr. 81.80, insgesamt für die Familie also Fr. 739.00/
Monat. Auf allen drei Policen wurde der Versicherte als Prämienzahler angegeben (act.
G 3.14 – 3.16).
A.a.
Mit der Prämienabrechnung Nr. XXXXXX vom 19. Januar 2019 stellte die Arcosana
dem Versicherten Rechnung für die KVG-Prämien für den Monat März 2019 in Höhe
von insgesamt Fr. 736.80 (Monatsprämien ./. Fr. 2.20 als Gutschrift für Änderung
Wohngemeinde bei der Prämie der Tochter; act. G 3.1-1). Am 8. Februar 2019 forderte
sie mit Leistungsabrechnung Nr. XXXXXX für den Versicherten und seine Ehefrau
insgesamt Fr. 425.45 für Kostenbeteiligungen in den Jahren 2018 und 2019 (act. G 3.4).
Am 15. Februar 2019 stellte die Arcosana mit Leistungsabrechnung Nr. 2107001684
insgesamt Fr. 436.20 für Kostenbeteiligungen für den Versicherten in Rechnung (act.
G 3.5). Mit der Prämienabrechnung Nr. XXXXX vom 16. Februar 2019 forderte sie vom
Versicherten für den Monat April 2019 KVG-Prämien von insgesamt Fr. 739.00 (act.
G 3.2-1). Am 22. Februar 2019 stellte sie dem Versicherten mit Leistungsabrechnung
Nr. XXXXXX insgesamt Fr. 117.95 für Kostenbeteiligungen für ihn und seine Tochter in
Rechnung (act. G 3.6). Mit der Prämienabrechnung Nr. XXXXX vom 16. März 2019
forderte sie vom Versicherten für den Monat Mai 2019 KVG-Prämien von insgesamt
Fr. 739.00 (act. G 3.3-1). Mit Leistungsabrechnung Nr. XXXXXX vom 29. März 2019
stellte die Arcosana dem Versicherten insgesamt Fr. 465.15 für Kostenbeteiligungen für
A.b.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 3/13
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
B.
ihn und seine Ehefrau aus dem Zeitraum vom 7. Januar bis 19. März 2019 in
Rechnung. Die Kosten eines Produkts von Fr. 21.60 wurden von der Arcosana nicht
übernommen (act. G 3.7-3). Die Kostenbeteiligungen in Höhe der restlichen Fr. 443.55
wurden, nach der Mahnung vom 25. Mai 2019 (act. G 3.7-5), mit Zahlungsaufforderung
vom 22. Juni 2019 nochmals gemahnt (act. G 3.7-6). Zuvor hatte die Arcosana am
5. April 2019 dem Versicherten mit Leistungsabrechnung Nr. XXXXX insgesamt
Fr. 104.50 für Kostenbeteiligungen aus dem Zeitraum vom 20. Februar bis
31. März 2019 in Rechnung gestellt (act. G 3.8-1, G 3.8-4).
Der Versicherte leistete am 1. Juni 2019 eine Zahlung von Fr. 539.00, am
2. Juli 2019 eine Zahlung von Fr. 439.00 und mit Datum vom 30. Juli 2019 eine Zahlung
von Fr. 439.00 (act. G 13-3).
A.c.
Mit Zahlungsbefehl Nr. 192347 des Betreibungsamtes D._ vom 26. August 2019
forderte die Arcosana vom Versicherten Fr. 1'036.80 für Prämien KVG vom
1. März 2019 bis 31. Mai 2019 nebst 5% Zins seit 26. August 2019 und Fr. 1'527.65 für
Leistungen KVG vom 8. Februar 2019 bis 5. April 2019, insgesamt also Fr. 2'564.45.
Weiter forderte sie vom Versicherten Spesen in Höhe von Fr. 180.00, aufgelaufene
Zinsen in Höhe von Fr. 23.90 und Kosten für den Zahlungsbefehl in Höhe von Fr. 73.30
(act. G 3.10). Dagegen erhob der Beschwerdeführer am 4. September 2019
Rechtsvorschlag (act. G 1.1).
A.d.
Mit Verfügung vom 1. Oktober 2019 hob die Arcosana, nach einer Zahlung des
Versicherten in Höhe von Fr. 200.00 am 26. August 2019 (act. G 3.11 und G 3.13), im
Umfang von Fr. 2'646.05 den Rechtsvorschlag auf (KVG-Prämien in Höhe von
Fr. 1'036.80, Kostenbeteiligungen in Höhe von Fr. 1'527.65, Spesen in Höhe von
Fr. 180.00, Zinsen per 1. Oktober 2019 in Höhe von Fr. 28.30, Betreibungskosten in
Höhe von Fr. 73.30 abzüglich einer Zahlung von Fr. 200.00; act. G 3.11).
A.e.
Mit Schreiben vom 23. Oktober 2019 erhob der Versicherte Einsprache gegen die
Verfügung vom 1. Oktober 2019. Als Begründung führte er an, dass gemäss seinen
Unterlagen entsprechende Zahlungen (zum Teil auch mittels zwei Zahlungen zu einer
Referenznummer) geleistet worden seien (act. G 3.12).
B.a.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 4/13
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
C.
Mit Einspracheentscheid vom 14. November 2019 hiess die Arcosana die
Einsprache aufgrund der Verzugszinsberechnung teilweise gut. Der vom Versicherten
geschuldete Betrag belaufe sich auf gesamthaft Fr. 2'364.45 (zuzüglich Mahnspesen
von Fr. 180.00 sowie 5% Verzugszins seit 28. Februar 2019 auf Fr. 736.80, seit
30. April 2019 auf Fr. 100.00 und seit 31. März bis 26. August 2019 [anstatt
27. August 2019; vgl. act. 3.11-3] auf Fr. 200.00). In diesem Umfang hob sie den
Rechtsvorschlag vom 4. September 2019 in der Betreibung Nr. 192347 des
Betreibungsamtes D._ auf und erteilte Rechtsöffnung (act. G. 1.1)
B.b.
Mit Schreiben vom 5. Dezember 2019 erhob der Versicherte (nachfolgend:
Beschwerdeführer) Beschwerde gegen den Einspracheentscheid vom
14. November 2019 der Arcosana (nachfolgend: Beschwerdegegnerin). Zur
Begründung führte er an, dass er die Rechnungen mit den Referenznummern XXXXXX
(Prämienabrechnung vom 16. Februar 2019 in Höhe von Fr. 739.00; act. G 3.2-1) und
XXXXXX (Prämienabrechnung vom 16. März 2019 in Höhe von Fr. 739.00; act. G 3.3-1)
beglichen habe und daher hinsichtlich der KVG-Prämien kein Ausstand mehr bestehe.
Weiter machte er die Bezahlung der Rechnungen für Kostenbeteiligungen mit den
Referenznummern XXXXXXX in Höhe von Fr. 425.45 (entspricht der Referenznummer
und dem Rechnungsbetrag der Mahnung vom 20. April 2019; act. G 3.4-5), XXXXXX in
Höhe von Fr. 436.20 (entspricht der Referenznummer und dem Rechnungsbetrag der
Leistungsabrechnung vom 15. Februar 2019; act. G 3.5-2), XXXXXX in Höhe von
Fr. 117.95 (entspricht der Referenznummer und dem Rechnungsbetrag der
Leistungsabrechnung vom 22. Februar 2019; act. G 3.6-2), XXXXXX in Höhe von
Fr. 443.55 (entspricht der Referenznummer und dem Rechnungsbetrag der
Zahlungsaufforderung vom 22. Februar 2019, Fr. 465.15 – nicht versicherte Kosten in
Höhe von Fr. 21.60; act. G 3.7-6) und XXXXXX in Höhe von Fr. 104.50 (Rechnung vom
5. April 2019; act. G 3.8-2) geltend, gesamthaft also Zahlungen in Höhe von
Fr. 3'005.65. Damit bestünden bei der Beschwerdegegnerin keine Zahlungsausstände
mehr (act. G 1).
C.a.
Mit Beschwerdeantwort vom 18. Dezember 2019 verwies die
Beschwerdegegnerin vollumfänglich auf ihren Einspracheentscheid vom
C.b.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 5/13
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte

Erwägungen
1.
Gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) in Verbindung mit Art. 42 Abs. 1 lit. a des
Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRP; sGS 951.1) ist das
Versicherungsgericht sachlich zuständig zur Beurteilung von Beschwerden gegen
Einspracheentscheide betreffend Forderungen von Versicherungsträgern. Der
Beschwerdeführer hatte zur Zeit der Beschwerdeerhebung Wohnsitz in E._. Das
Versicherungsgericht St. Gallen ist damit auch örtlich zuständig (Art. 58 Abs. 1 ATSG).
2.
Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens sind Prämienforderungen aus der
obligatorischen Krankenpflegeversicherung für die Monate März bis Mai 2019 und
Kostenbeteiligungen für den Zeitraum von 8. Februar 2019 bis 5. April 2019.
14. November 2019 (act. G 1.1) und beantragte die Abweisung der Beschwerde vom
5. Dezember 2019 (act. G 1), unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des
Beschwerdeführers. Zwischenzeitlich habe sie mit Datum vom 4. Dezember 2019 eine
Zahlung über Fr. 117.95 betreffend die Kostenbeteiligung vom 22. Februar 2019,
ebenfalls mit Datum vom 4. Dezember 2019 eine Zahlung über Fr. 200.00 betreffend
die Kostenbeteiligung vom 29. März 2019 als Teilzahlung, mit Datum vom
5. Dezember 2019 eine Zahlung über Fr. 200.00 betreffend die Kostenbeteiligung vom
8. Februar 2019 als Teilzahlung, ebenfalls mit Datum vom 5. Dezember 2019 eine
Zahlung von Fr. 436.20 betreffend die Kostenbeteiligung vom 15. Februar 2019 und
eine Zahlung von Fr. 104.50 betreffend die Kostenbeteiligung vom 5. April 2019, sowie
mit Datum vom 6. Dezember 2019 eine Zahlung von Fr. 243.55 betreffend die
Kostenbeteiligung vom 29. März 2019 (Restzahlung) erhalten. Betreffend
Kostenbeteiligungen seien daher noch Fr. 225.45 ausstehend (Leistungsabrechnung
vom 8. Februar 2019). Zusammen mit den offenen Prämienforderungen in Höhe von
Fr. 836.80 beliefen sich die Ausstände auf Fr. 1'062.25, zzgl. Spesen, Zinsen und
Betreibungskosten (act. G 3).
Der Beschwerdeführer verzichtete auf eine Replik (act. G 5).C.c.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 6/13
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
3.
Nach Art. 61 Abs. 1 Satz 1 des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung
(KVG; SR 832.10) legt der Versicherer die Prämien fest. Gemäss Art. 90 der Verordnung
über die Krankenversicherung (KVV; SR 832.102) sind die Prämien im Voraus und in
der Regel monatlich zu bezahlen. Auch das von der Beschwerdegegnerin mit der
Beschwerdeantwort eingereichte Reglement "Versicherungen nach KVG" sieht in
Art. 14.1 vor, dass die Prämien gemäss Police im Voraus entrichtet werden müssen
(act. G 3.17). Die Versicherten beteiligen sich darüber hinaus in der obligatorischen
Krankenpflegeversicherung nach Art. 64 Abs. 1 KVG an den Kosten der für sie
erbrachten Leistungen. Die Kostenbeteiligung besteht aus einem festen Jahresbetrag
(Franchise) und 10 Prozent der die Franchise übersteigenden Kosten in Form eines
Selbstbehaltes (Art. 64 Abs. 2 lit. a und b KVG).
3.1.
Die von der Beschwerdegegnerin in Betreibung gesetzten Forderungen basieren
einerseits auf den Prämienrechnungen der Beschwerdegegnerin für den
Beschwerdeführer, seine Ehefrau und Tochter für die Monate März bis Mai 2019 in
Gesamthöhe von Fr. 2'214.80 (Fr. 736.80 + Fr. 739.00 + Fr. 739.00; act. G 3.1 – 3.3)
und andererseits auf Kostenbeteiligungsrechnungen in Gesamthöhe von Fr. 1'527.65
(act. G 3.4 – 3.8).
3.2.
Vorweg ist festzuhalten, dass vom Beschwerdeführer nicht bestritten wird, dass
die Familie im Zeitraum in den Jahren 2018 und 2019 bei der Beschwerdegegnerin
versichert war. Die für den Zeitraum von März bis Mai 2019 erhobenen
Versicherungsprämien gemäss KVG (die dreifache Monatsprämie abzüglich einer
Korrektur für die Änderung der Wohngemeinde der Tochter des Beschwerdeführers)
von insgesamt Fr. 2'214.80 sind damit ausgewiesen und wurden vom
Beschwerdeführer – weder in der Einsprache (act. G 1.1) noch in der Beschwerde (act.
G 1) – beanstandet. Ebenfalls unbestritten ist der Bezug der ärztlichen Leistungen,
Laboruntersuchungen und Medikamente durch die Familie. Demzufolge müssen die
von der Beschwerdegegnerin geforderten Fr. 425.45 (Leistungsabrechnung vom
8. Februar 2019, act. G 3.4), Fr. 436.20 (Leistungsabrechnung vom 15. Februar 2019,
act. G 3.5), Fr. 117.95 (Leistungsabrechnung vom 22. Februar 2019, act. G 3.6) und
Fr. 104.50 (Leistungsabrechnung vom 5. April 2019, act. G 3.8) als ausgewiesen gelten.
Bei der Leistungsabrechnung vom 29. März 2019 in Höhe von Fr. 465.15 (act. G 3.7-1)
hat die Beschwerdegegnerin korrekterweise zwischen Kosten aus der
Grundversicherung KVG und nicht versicherten Kosten (Fr. 21.60) unterschieden und
mit der Zahlungsaufforderung (Art. 105b Abs. 1 KVV) vom 22. Juni 2019 demzufolge
nur die restlichen Fr. 443.55 geltend gemacht (act. G 3.7-6) und diesen Betrag später
3.3.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 7/13
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
auch betrieben. Somit sind Kostenbeteiligungen in der Gesamthöhe von Fr. 1'527.65
ausgewiesen.
Auf dem Zahlungsbefehl ist als Schuldner einzig der Beschwerdeführer genannt
(act. G 3.10). Die Forderungen betreffen jedoch auch die Ehefrau und die minderjährige
Tochter des Beschwerdeführers. Nach Art. 163 Abs. 1 des Schweizerischen
Zivilgesetzbuches (ZGB; SR 210) sorgen die Ehegatten gemeinsam, ein jeder nach
seinen Kräften, für den gebührenden Unterhalt der Familie. Gemäss Art. 166 Abs. 1
ZGB vertritt jeder Ehegatte während des Zusammenlebens die eheliche Gemeinschaft
für die laufenden Bedürfnisse der Familie. Art. 166 Abs. 3 ZGB bestimmt, dass sich
jeder Ehegatte durch seine Handlungen persönlich verpflichtet und, soweit diese nicht
für Dritte erkennbar über die Vertretungsbefugnis hinausgehen, solidarisch auch den
anderen Ehegatten. Der Abschluss der Krankenpflegeversicherung und die
entsprechenden Prämien sowie die Kosten der medizinischen Versorgung der
einzelnen Familienmitglieder gehören nach der Rechtsprechung und der Lehre zu den
laufenden Bedürfnissen der Familie im Sinne von Art. 166 Abs. 1 ZGB (BGE 129 V 90
E. 2; Urteile des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG] vom 22. Juli 2005,
K 114/03 E. 5.1, vom 10. Dezember 2003, K 89/02 E. 1.3, vom 23. Juni 2003, K 99/02,
E. 4.2.2, und vom 18. Februar 2002, K 132/01, E. 3b/bb; vgl. Heinz Hausheer/Ruth
Reusser/Thomas Geiser, Berner Kommentar, Bern 1999, N 39a f. zu Art. 166 ZGB). Für
die Prämien haften die Ehegatten unabhängig vom Güterstand solidarisch (BGE 129 V
90 E. 2 f.; Urteil des EVG vom 10. Dezember 2003, K 89/02, E. 1.3). Erst mit der
Aufhebung des gemeinsamen ehelichen Haushalts durch faktische oder richterliche
Trennung endet die solidarische Haftung (Urteile des EVG vom 22. Juli 2005, K 114/03,
E. 5.1, und vom 16. Dezember 2003, K 140/01, E. 3.2; Urteil des Bundesgerichts vom
18. Januar 2017, 9C_756/2016, E. 2.1). Die Prämienzahlungspflicht der (unmündigen)
Kinder ist im Rahmen der Unterhaltspflicht nach Art. 276 Abs. 1 in Verbindung mit
Art. 277 Abs. 1 ZGB von den Eltern wahrzunehmen. Die das obligatorische
Krankenpflegeversicherungsverhältnis betreffenden Kinderprämien gehören daher
ebenfalls zu den laufenden Bedürfnissen der Familie im Sinne von Art. 166 ZGB, für
welche die in gerichtlich ungetrennter Ehe lebenden Eltern solidarisch haften. Zudem
ist auf allen drei Versicherungspolicen der Beschwerdeführer als Prämienzahler
aufgeführt (vgl. act. G 3.14 – 3.16).
3.4.
Folglich haftet der Beschwerdeführer solidarisch für die Krankenkassenprämien-
und Kostenbeteiligungsforderungen, welche die Ehefrau und die minderjährige Tochter
betreffen. Dass die Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführer für die unbezahlten
Forderungen in Anspruch genommen hat, ist zulässig und daher nicht zu beanstanden.
3.5.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 8/13
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
4.
Der Beschwerdeführer bringt in der Beschwerde vom 5. Dezember 2019 vor, dass
er unter anderem mit zwei Zahlungen (anhand der Referenznummern die
Prämienabrechnung vom 16. Februar 2019 in Höhe von Fr. 739.00; act. G 3.2-1 und die
Prämienabrechnung vom 16. März 2019 in Höhe von Fr. 739.00; act. G 3.3-1) die
geltend gemachten Prämienausstände komplett beglichen habe. Weiter machte er die
Bezahlung von fünf Kostenbeteiligungsrechnungen, welche anhand der
Referenznummern den Rechnungen mit den Beträgen von Fr. 425.45 (Mahnung vom
20. April 2019; act. G 3.4-5), Fr. 436.20 (Leistungsabrechnung vom 15. Februar 2019;
act. G 3.5-2), Fr. 117.95 (Leistungsabrechnung vom 22. Februar 2019; act. G 3.6-2),
Fr. 443.55 (anstelle des Rechnungsbetrages von Fr. 463.55 in der
Zahlungsaufforderung vom 22. Februar 2019; act. G 3.7-6) und Fr. 104.50 (Rechnung
vom 5. April 2019; act. G 3.8-2) entsprechen, gesamthaft also Zahlungen in Höhe von
Fr. 3'005.65. Damit bestünden bei der Beschwerdegegnerin keine Zahlungsausstände
mehr (act. G 1).
4.1.
Im Einspracheentscheid vom 14. November 2019 anerkannte die
Beschwerdegegnerin den Eingang einer Zahlung in Höhe von Fr. 539.00 am
1. Juni 2019, einer Zahlung in Höhe von Fr. 439.00 am 2. Juli 2019 und einer Zahlung in
Höhe von Fr. 200.00 am 30. Juli 2019 (act. G 1.1). Diese Zahlungen verrechnete sie mit
offenen Prämienforderungen. Entsprechend forderte die Beschwerdegegnerin gemäss
Zahlungsbefehl vom 26. August 2019 Fr. 1'036.80 für Prämien KVG nebst 5% Zins seit
26. August 2019 und Fr. 1'527.65 für Leistungen KVG, insgesamt also Fr. 2'564.45,
Spesen in Höhe von Fr. 180.00, aufgelaufene Zinsen in Höhe von Fr. 23.90 und Kosten
für den Zahlungsbefehl in Höhe von Fr. 73.30 (act. G 3.10). Ebenfalls am
26. August 2019 leistete der Beschwerdeführer eine weitere Zahlung in Höhe von
Fr. 200.00 (act. G 1.1), welche die Beschwerdegegnerin wiederum mit den offenen
KVG-Prämien verrechnete. Folgerichtig hob die Beschwerdegegnerin mit Verfügung
vom 1. Oktober 2019 den Rechtsvorschlag für KVG-Prämien in Höhe von Fr. 1'036.80,
Kostenbeteiligungen in Höhe von Fr. 1'527.65, Spesen in Höhe von Fr. 180.00, Zinsen
per 1. Oktober 2019 in Höhe von Fr. 28.30, Betreibungskosten in Höhe von Fr. 73.30
abzüglich einer Zahlung von Fr. 200.00 auf (act. G 3.11). Fr. 1'036.80 – Fr. 200.00 =
Fr. 836.80. Mit Einspracheentscheid vom 14. November 2019 stellte die
Beschwerdegegnerin sodann fest, dass der vom Beschwerdeführer geschuldete
Betrag sich auf gesamthaft Fr. 2'364.45 belaufe (act. G. 1.1).
4.2.
In der Beschwerdeantwort vom 18. Dezember 2019 verrechnete die
Beschwerdegegnerin verschiedene, in der Zeit nach dem Einspracheentscheid
4.3.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 9/13
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
5.
eingegangene Zahlungen für Kostenbeteiligungen. Zwischenzeitlich habe sie mit Datum
vom 4. Dezember 2019 eine Zahlung über Fr. 117.95 betreffend die Kostenbeteiligung
vom 22. Februar 2019, ebenfalls mit Datum vom 4. Dezember 2019 eine Zahlung über
Fr. 200.00 betreffend die Kostenbeteiligung vom 29. März 2019 als Teilzahlung, mit
Datum vom 5. Dezember 2019 eine Zahlung über Fr. 200.00 betreffend die
Kostenbeteiligung vom 8. Februar 2019 als Teilzahlung, ebenfalls mit Datum vom
5. Dezember 2019 eine Zahlung von Fr. 436.20 betreffend die Kostenbeteiligung vom
15. Februar 2019 und eine Zahlung von Fr. 104.50 betreffend die Kostenbeteiligung
vom 5. April 2019, sowie mit Datum vom 6. Dezember 2019 eine Zahlung von
Fr. 243.55 betreffend die Kostenbeteiligung vom 29. März 2019 (Restzahlung) erhalten.
In der Gesamtsumme anerkannte die Beschwerdegegnerin damit Zahlungen an die
Kostenbeteiligung in Höhe von Fr. 1'302.20. Es bleibe damit ein Rest in Höhe von
Fr. 225.45. Dieser Betrag entspreche der Leistungsabrechnung vom 8. Februar 2019
(act. G 3-2). Somit fordert die Beschwerdegegnerin vom Beschwerdeführer noch
Kostenbeteiligungen in Höhe von Fr. 225.45 (act. G 3).
Unter Einbezug der von der Beschwerdegegnerin unbestrittenen Zahlungen,
beschränkt sich der Streitgegenstand somit noch auf offene Prämienforderungen in
Höhe von Fr. 836.80 nebst Zins zu 5% sowie Kostenbeteiligungen in Höhe von
Fr. 225.45, zuzüglich Spesen, aufgelaufene Zinsen und Betreibungskosten, insgesamt
also auf Fr. 1'062.25.
4.4.
Mit Beschwerde vom 5. Dezember 2019 machte der Beschwerdeführer, wie
bereits dargelegt, geltend, dass bei der Beschwerdegegnerin keine Zahlungsausstände
mehr bestünden. Er behauptete Zahlungen in Höhe von Fr. 3'005.65 (anhand der
Referenznummern zwei Prämienrechnungen in Höhe von je Fr. 739.00 und fünf
Kostenbeteiligungsrechnungen in Höhe von Fr. 1'527.65) getätigt zu haben (act. G 1).
Schon rein rechnerisch läge damit eine Differenz von Fr. 736.80 zum Gesamttotal der
Rechnungen der Beschwerdegegnerin in Höhe von Fr. 3'742.45 vor (vgl. act. G 3.1 –
3.8), was dem Betrag der Prämienrechnung für den Monat März 2019 entspricht (vgl.
act. G 3.1). Damit ist die Behauptung des Beschwerdeführers, dass alle Ausstände bei
der Beschwerdegegnerin beglichen seien, nicht ausgewiesen. Die Beschwerdegegnerin
wiederum anerkennt, wie bereits dargelegt, nur einen Teil dieser Zahlungen (vgl. act.
G 1.1). Der Beschwerdeführer unterliess es, der Beschwerde weitere Belege der von
ihm geltend gemachten (Teil-)Zahlungen beizulegen, zum Beispiel in Form von
Zahlungsbestätigungen (vgl. act. G 1). Ebenso verzichtete er auf eine Replik (act. G 5).
Der Beschwerdeführer hat damit im Rechtsöffnungsverfahren seine Zahlungen nicht
5.1.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 10/13
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
6.
genügend substantiiert und es ist – entgegen seinen Behauptungen – vom Bestand
einer Restschuld auszugehen.
Nach dem Gesagten bestehen damit Prämienausstände in Höhe von Fr. 836.80
nebst Zins zu 5%, Kostenbeteiligungen in Höhe von Fr. 225.45, zuzüglich Spesen,
aufgelaufene Zinsen und Betreibungskosten.
5.2.
Gemäss Art. 26 Abs. 1 ATSG sind für fällige Beitragsforderungen Verzugszinsen zu
leisten. Keine Verzugszinspflicht besteht für ausstehende Kostenbeteiligungen (vgl.
Gebhard Eugster, Krankenversicherung, in: Ulrich Meyer [Hrsg.], Schweizerisches
Bundesverwaltungsrecht, Soziale Sicherheit, 3. Aufl. Basel 2016, S. 602 mit Hinweisen
[nachfolgend zitiert als Gebhard Eugster, Krankenversicherung]). Der Satz für den
Verzugszins auf fälligen Prämien nach Art. 26 Abs. 1 ATSG beträgt 5% im Jahr
(Art. 105a KVV).
6.1.
Mit Zahlungsbefehl Nr. 192347 des Betreibungsamtes D._ vom 26. August 2019
forderte die Beschwerdegegnerin für Prämienausstände in Höhe von Fr. 1'036.80
insgesamt Fr. 23.90 aufgelaufene Zinsen, zuzüglich Zins zu 5% seit 26. August 2019
(act. G 10). In der Verfügung vom 1. Oktober 2019 werden insgesamt aufgelaufene
Zinsen in Höhe von Fr. 28.30 per 1. Oktober 2019 geltend gemacht (act. G 3.11-1).
Gemäss beigelegter Zusammenstellung berechnen sich diese Fr. 28.30 aus dem
Verzugszins der KVG-Prämie für den Monat März 2019 in Höhe von Fr. 736.80 seit
28. Februar bis 1. Oktober 2019 (Verzugszins Fr. 22.00), dem Verzugszins für die KVG-
Prämie des Monats April 2019 in Höhe von Fr. 200.00 seit 31. März bis 1. Oktober 2019
(Verzugszins Fr. 5.11) und dem Verzugszins für die KVG-Prämie des Monats Mai 2019
in Höhe von Fr. 100.00 seit 30. April bis 1. Oktober 2019 (Verzugszins Fr. 2.14),
abzüglich dem Zins für die Zahlung von Fr. 200.00 im Zeitraum vom 27. August 2019
bis zum 1. Oktober 2019 in Höhe von Fr. 0.97 (act. G 3.11-3). Im Einspracheentscheid
vom 14. November 2019 wurde die Verfügung dahingehend korrigiert, dass der Zins
auf Fr. 200.00 für die KVG-Prämien des Monats April nicht bis am 27. August 2019,
sondern nur bis am 26. August 2019 geschuldet sei und die Einsprache
dementsprechend teilweise gutgeheissen (act. G 1.1).
6.2.
Die Beschwerdegegnerin erhielt am 1. Juni 2019 eine Zahlung von Fr. 539.00 vom
Beschwerdeführer (act. G 1.1). Ohne gültige Erklärung über die Tilgung oder
Bezeichnung in der Quittung hätte gemäss Art. 87 Abs. 1 des Bundesgesetzes
betreffend die Ergänzung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (OR; SR 220.0) diese
eigentlich zuerst an die früher verfallene KVG-Prämie des Monats März 2019
6.3.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 11/13
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
7.
angerechnet werden müssen. Allerdings ist davon auszugehen, dass der
Beschwerdeführer die (Teil-)Zahlungen, die er unter Angabe einer Referenznummer der
Beschwerdegegnerin getätigt hat, für die Prämien des Monats April 2019 leisten wollte.
Dafür spricht auch, dass der Beschwerdeführer in der Einsprache vom
23. Oktober 2019 zwei Teilzahlungen zu einer Referenznummer behauptet (act. G 3.12).
Unter diesen Umständen kann es der Beschwerdegegnerin nicht zum Vorwurf gemacht
werden, wenn sie die Teilzahlung an die Aprilprämie angerechnet hat. Sodann wären
allerdings, nachdem sich die Erfüllung der Prämienzahlungsverbindlichkeit nach Tagen
bestimmt (vgl. dazu Art. 77 Abs. 1 Ziff. 1 OR) für den Zeitraum vom 1. April bis
1. Juni 2019 (Tag der Zahlung) Verzugszinsen für fällige ausstehende Prämien in Höhe
von Fr. 739.00 auszuweisen gewesen, da der Zinsenlauf für Verzugszinsen einen Tag
nach der Fälligkeit beginnt und erst ab dem 2. Juni 2019 für den Betrag von Fr. 200.00.
Gleiches gilt auch für die KVG-Prämien des Monats Mai, für welche die
Beschwerdegegnerin eine Teilzahlung von Fr. 439.00 am 2. Juli 2019 erhalten hat (act.
G 1.1), damit für den Zeitraum vom 1. Mai bis 2. Juli 2019 ebenfalls Verzugszinsen für
fällige Prämien in Höhe von Fr. 739.00 zu zahlen gewesen wären und ab dem
3. Juli 2019 für Fr. 300.00. Insgesamt wären damit höhere Verzugszinsen geschuldet
und die in der Betreibung Nr. 192347 des Betreibungsamtes D._ vom
26. August 2019 geltend gemachten Zinsen in Höhe von Fr. 23.90 (vgl. act. G 3.10)
sind demnach ausgewiesen.
Davon ausgehend, dass der Beschwerdeführer die von der Beschwerdegegnerin
anerkannten Zahlungen anhand der Referenznummer geleistet hat und die Zahlungen
vom 1. Juni 2019 in Höhe von Fr. 539.00 und vom 30. Juli 2019 in Höhe von Fr. 200.00
die KVG-Prämien des Monats April 2019 betreffen, die Zahlungen vom 2. Juli 2019 in
Höhe von Fr. 439.00 und vom 26. August 2019 in Höhe von Fr. 200.00 hingegen die
KVG-Prämien des Monats Mai 2019 (vgl. act. G 1.1), sind die noch fälligen KVG-
Prämien für die Zinsberechnung in Höhe von Fr. 836.80 aufzuschlüsseln in die KVG-
Monatsprämie vom März 2019 in Höhe von Fr. 736.80 (act. G 3.1-2) und Fr. 100.00 für
die KVG-Prämie vom Mai 2019. Entsprechend ist für die KVG-Prämie vom März 2019
in Höhe von Fr. 736.80 seit dem 1. März 2019 ein Zins von 5% zu zahlen und für die
KVG-Prämie vom Monat Mai 2019 ab 27. August 2019 ein Zins von 5% auf Fr. 100.00.
6.4.
Verschuldet die versicherte Person Aufwendungen, die bei rechtzeitiger Zahlung
nicht entstanden wären, so kann der Versicherer angemessene Bearbeitungsgebühren
erheben, sofern er in seinen allgemeinen Bestimmungen über die Rechte und Pflichten
der Versicherten eine entsprechende Regelung vorsieht (Art. 105b Abs. 2 KVV).
7.1.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 12/13
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
Art. 14.2 des Reglements "Versicherungen nach KVG" der Beschwerdegegnerin sieht
vor, dass Auslagen für Mahnungen und Betreibungen zulasten der versicherten Person
fallen (act. G 3.17). Dabei dürfen die Gebühren nicht in einem offensichtlichen
Missverhältnis zu den Prämienausständen stehen (Gebhard Eugster, a.a.O., S. 600).
Die Höhe der vorliegend geforderten Mahnspesen von Fr. 180.00 bei
Prämienausständen und ausstehenden Kostenbeteiligungen in der Höhe von
Fr. 2'564.45 (im Zeitpunkt der Betreibung; vgl. act. G 3.10) erscheint im Licht des in
diesem Zusammenhang massgeblichen Äquivalenzprinzips (vgl. dazu etwa das Urteil
des Bundesgerichts 9C_82/2017 vom 31. Mai 2017, E. 3.2 Abs. 2) angemessen,
namentlich auch deshalb, weil die Beschwerdegegnerin jede einzelne Prämien- und
Kostenrechnung mahnen musste. Der Beschwerdeführer schuldet der
Beschwerdegegnerin damit Fr. 180.00 als Bearbeitungsgebühren im Sinne von
Art. 105b Abs. 2 KVV.
Weiter ist zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin verfahrensrechtlich korrekt
vorgegangen ist. Für unbezahlte fällige Prämien oder Kostenbeteiligungen im Rahmen
der obligatorischen Krankenpflegeversicherung muss die Krankenversicherung,
nachdem sie diese Ausstände mindestens einmal schriftlich gemahnt hat, eine
schriftliche Zahlungsaufforderung zustellen, der versicherten Person eine Nachfrist von
30 Tagen einräumen und sie auf die Folgen des Zahlungsverzuges hinweisen (Art. 64a
Abs. 1 KVG). Die Zahlungsaufforderung hat der Versicherer grundsätzlich spätestens
drei Monate ab Fälligkeit der Forderung und getrennt von allfälligen anderen
Zahlungsausständen zuzustellen (Art. 105b Abs. 1 KVV). Bei der Frist von Art. 105b
Abs. 1 KVV handelt es sich allerdings um eine Ordnungsvorschrift, deren
Nichteinhaltung weder den Anspruch auf die Ausstände noch den der
betreibungsrechtlichen Durchsetzung verwirken lässt (Gebhard Eugster, a.a.O., S. 801
f.). Bezahlen Versicherte trotz Zahlungsaufforderung die Prämien, Kostenbeteiligungen
und Verzugszinse nicht innert der gesetzten Frist, muss der Versicherer das
Betreibungsverfahren einleiten (Art. 64a Abs. 2 KVG). Dies hat die Beschwerdegegnerin
mit dem Betreibungsbegehren vom 25. August 2019 getan (act. G 3.9 und 3.10).
Schliesslich sind die Kostenbeteiligungen separat von nicht versicherten Kosten
gemahnt worden (vgl. A.b). Nach dem Gesagten bestehen keine Anhaltspunkte dafür,
dass die verfahrensrechtlichen Mahn- und Betreibungsvorschriften von Art. 64a Abs. 1
KVG oder Art. 105b KVV vorliegend nicht eingehalten worden sind.
7.2.
Die Betreibungskosten von Fr. 73.30 sind von Gesetzes wegen geschuldet (Art. 68
SchKG) und vom Schuldner bei erfolgreicher Betreibung zusätzlich zum Betrag, der
dem Gläubiger zugesprochen wird, zu bezahlen. Entsprechend sind sie nicht in die
7.3.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 13/13
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
8.