Decision ID: 8932849f-d838-47a7-af1c-4a5309b33473
Year: 2007
Language: de
Court: CH_BGer
Chamber: CH_BGer_016
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: social_law

Sachverhalt:
Sachverhalt:
A. C._, geboren 1963, ist seit Dezember 2003 mit einem Staatsangehörigen der Dominikanischen Republik verheiratet. Seit August 2001 war sie für die Bank Z._ (nachfolgend: Arbeitgeberin) tätig und in dieser Eigenschaft bei der ÖKK Kranken- und Unfallversicherungen AG (nachfolgend: ÖKK oder Beschwerdegegnerin) obligatorisch gegen Unfälle und Berufskrankheiten versichert. Am 19. Oktober 2002 wurde der von ihr gelenkte Nissan Primera Personenwagen beim seitlichen Rückwärts-Einparkieren in eine Parklücke von einem ebenfalls rückwärts in die Strasse einmündenden VW-Lieferwagen über dem Radkasten rechts hinten touchiert. Unmittelbar nach dem Unfall verspürte die Versicherte nach eigenen Angaben noch keine Schmerzen (Rapport zur polizeilichen Einvernahme vom 20. Oktober 2002). Beim Warten auf das Eintreffen der avisierten Polizei traten Nackenschmerzen auf, weshalb die Polizei schliesslich einen Rettungswagen an die Unfallstelle beizog. Anlässlich der ambulanten Untersuchung in der Notfallstation der Chirurgischen Klinik des Spitals X._ wurden röntgenologisch ossäre Läsionen ausgeschlossen sowie eine HWS-Distorsion und Kopfschmerzen frontal rechts mit einer Sensibilitätsstörung an der rechten Gesichtshälfte diagnostiziert. Die ÖKK anerkannte ihre Leistungspflicht, übernahm die Heilbehandlung und erbrachte ein Taggeld. Der am 21. Oktober 2002 erstbehandelnde Hausarzt Dr. med. W._ fand okzipitale Kopf- und rechtsbetonte Nackenschmerzen mit rechtsseitigen Ausstrahlungen in Schulter und Arm sowie eine beidseitig eingeschränkte Beweglichkeit der HWS (Bericht vom 1. November 2002). Gleichzeitig wies er auf Schwindel, Depression und Schlafstörungen hin. Zudem hielt er fest, dass er die zuletzt genannten beiden Symptome schon vor dem Unfall behandelt habe. Hinsichtlich der früheren Kopfschmerzen- und HWS-Anamnese erwähnte er eine 2001 aufgetretene Cervicocephalgie und Commotio, eine muskuläre Dysbalance und Physiotherapie sowie rezidivierende Cephalea. Als Begleitdiagnose zur HWS-Distorsion nannte er eine Spondylose C5/6 und attestierte der Versicherten ab 19. Oktober 2002 eine Arbeitsunfähigkeit von 50%. Am 25. November 2002 teilte C._ der ÖKK telefonisch mit, dass sie "seit dem Unfall mit psychischen Problemen" zu kämpfen habe. Beim Patientenbesuch von Seiten des Haftpflichtversicherers des unfallverursachenden Fahrzeuglenkers ("Zürich" Versicherungs-Gesellschaft, nachfolgend: "Zürich") vom 29. November 2002 machte die Versicherte unter dem Titel Haushaltsschaden geltend, dass ihre Freundin, welche ihr wegen den Unfallfolgen während zehn Stunden pro Woche im Haushalt helfen müsse, von der "Zürich" mit Fr. 25.- pro Stunde zu entschädigen sei. Am 4. Dezember 2002 trat C._ im Einverständnis mit ihrem Hausarzt eine dreiwöchige Ferienreise in die Dominikanische Republik an. Im Anschluss daran attestierte er ihr ab 27. Dezember 2002 eine Arbeitsfähigkeit von 75%. Anfangs 2003 machte die Versicherte eine massive Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes geltend (Aktennotiz vom 13. Januar 2003). Die MRI-Untersuchung vom 17. Februar 2003 zeigte einen rechts mediolateralen Diskusprolaps HWK4/5, einen kleinen, rechts mediolateralen, teilweise intraforaminalen Diskusprolaps HWK3/4 sowie eine rechts mediolaterale Diskusprotrusion HWK5/6 ohne Wurzelkompression. Nachdem die Versicherte ab 17. Februar 2003 vollständig arbeitsunfähig war, weilte sie vom 5. März bis 2. April 2003 zur stationären Rehabilitation in der Rehaklinik Y._. Dabei äusserte der konsiliarisch beigezogene Anästhesist Dr. med. K._ den Verdacht auf einen sympathisch unterhaltenen Schmerz (SMP) und ein "Complex Regional Pain Syndrome" (CRPS), dessen Unfallkausalität für ihn fest stand. Ab 6. Juli 2003 erfolgte erneut im Einverständnis mit den behandelnden Ärzten eine vierwöchige Ferienreise in die Dominikanische Republik. Gemäss Bericht zur MRI-Untersuchung vom 6. Oktober 2003 konnte ein deutlicher Rückgang des Diskusprolapses C4/5 rechts wie auch der kleineren Protrusionen bzw. Prolapse bei HWK3/4 und HWK5/6 festgestellt werden. Nach weiteren Abklärungen, insbesondere dem operativen Einsetzen eines Hinterstrangstimulators (SCS [spinal cord stimulator]) am 19. Mai 2004 zur Unterbrechung des Schmerzes (Bericht des Dr. med. K._ vom 23. Januar 2004) im Zusammenhang mit dem CRPS sowie einer interdisziplinären Begutachtung in der Klinik V._ (datierend vom 24. Februar 2005; nachfolgend: Gutachten) stellte die ÖKK sämtliche Versicherungsleistungen zum 31. Mai 2005 ein (Verfügung vom 25. Mai 2005) und hielt daran mit Einspracheentscheid vom 9. September 2005 fest.
A. C._, geboren 1963, ist seit Dezember 2003 mit einem Staatsangehörigen der Dominikanischen Republik verheiratet. Seit August 2001 war sie für die Bank Z._ (nachfolgend: Arbeitgeberin) tätig und in dieser Eigenschaft bei der ÖKK Kranken- und Unfallversicherungen AG (nachfolgend: ÖKK oder Beschwerdegegnerin) obligatorisch gegen Unfälle und Berufskrankheiten versichert. Am 19. Oktober 2002 wurde der von ihr gelenkte Nissan Primera Personenwagen beim seitlichen Rückwärts-Einparkieren in eine Parklücke von einem ebenfalls rückwärts in die Strasse einmündenden VW-Lieferwagen über dem Radkasten rechts hinten touchiert. Unmittelbar nach dem Unfall verspürte die Versicherte nach eigenen Angaben noch keine Schmerzen (Rapport zur polizeilichen Einvernahme vom 20. Oktober 2002). Beim Warten auf das Eintreffen der avisierten Polizei traten Nackenschmerzen auf, weshalb die Polizei schliesslich einen Rettungswagen an die Unfallstelle beizog. Anlässlich der ambulanten Untersuchung in der Notfallstation der Chirurgischen Klinik des Spitals X._ wurden röntgenologisch ossäre Läsionen ausgeschlossen sowie eine HWS-Distorsion und Kopfschmerzen frontal rechts mit einer Sensibilitätsstörung an der rechten Gesichtshälfte diagnostiziert. Die ÖKK anerkannte ihre Leistungspflicht, übernahm die Heilbehandlung und erbrachte ein Taggeld. Der am 21. Oktober 2002 erstbehandelnde Hausarzt Dr. med. W._ fand okzipitale Kopf- und rechtsbetonte Nackenschmerzen mit rechtsseitigen Ausstrahlungen in Schulter und Arm sowie eine beidseitig eingeschränkte Beweglichkeit der HWS (Bericht vom 1. November 2002). Gleichzeitig wies er auf Schwindel, Depression und Schlafstörungen hin. Zudem hielt er fest, dass er die zuletzt genannten beiden Symptome schon vor dem Unfall behandelt habe. Hinsichtlich der früheren Kopfschmerzen- und HWS-Anamnese erwähnte er eine 2001 aufgetretene Cervicocephalgie und Commotio, eine muskuläre Dysbalance und Physiotherapie sowie rezidivierende Cephalea. Als Begleitdiagnose zur HWS-Distorsion nannte er eine Spondylose C5/6 und attestierte der Versicherten ab 19. Oktober 2002 eine Arbeitsunfähigkeit von 50%. Am 25. November 2002 teilte C._ der ÖKK telefonisch mit, dass sie "seit dem Unfall mit psychischen Problemen" zu kämpfen habe. Beim Patientenbesuch von Seiten des Haftpflichtversicherers des unfallverursachenden Fahrzeuglenkers ("Zürich" Versicherungs-Gesellschaft, nachfolgend: "Zürich") vom 29. November 2002 machte die Versicherte unter dem Titel Haushaltsschaden geltend, dass ihre Freundin, welche ihr wegen den Unfallfolgen während zehn Stunden pro Woche im Haushalt helfen müsse, von der "Zürich" mit Fr. 25.- pro Stunde zu entschädigen sei. Am 4. Dezember 2002 trat C._ im Einverständnis mit ihrem Hausarzt eine dreiwöchige Ferienreise in die Dominikanische Republik an. Im Anschluss daran attestierte er ihr ab 27. Dezember 2002 eine Arbeitsfähigkeit von 75%. Anfangs 2003 machte die Versicherte eine massive Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes geltend (Aktennotiz vom 13. Januar 2003). Die MRI-Untersuchung vom 17. Februar 2003 zeigte einen rechts mediolateralen Diskusprolaps HWK4/5, einen kleinen, rechts mediolateralen, teilweise intraforaminalen Diskusprolaps HWK3/4 sowie eine rechts mediolaterale Diskusprotrusion HWK5/6 ohne Wurzelkompression. Nachdem die Versicherte ab 17. Februar 2003 vollständig arbeitsunfähig war, weilte sie vom 5. März bis 2. April 2003 zur stationären Rehabilitation in der Rehaklinik Y._. Dabei äusserte der konsiliarisch beigezogene Anästhesist Dr. med. K._ den Verdacht auf einen sympathisch unterhaltenen Schmerz (SMP) und ein "Complex Regional Pain Syndrome" (CRPS), dessen Unfallkausalität für ihn fest stand. Ab 6. Juli 2003 erfolgte erneut im Einverständnis mit den behandelnden Ärzten eine vierwöchige Ferienreise in die Dominikanische Republik. Gemäss Bericht zur MRI-Untersuchung vom 6. Oktober 2003 konnte ein deutlicher Rückgang des Diskusprolapses C4/5 rechts wie auch der kleineren Protrusionen bzw. Prolapse bei HWK3/4 und HWK5/6 festgestellt werden. Nach weiteren Abklärungen, insbesondere dem operativen Einsetzen eines Hinterstrangstimulators (SCS [spinal cord stimulator]) am 19. Mai 2004 zur Unterbrechung des Schmerzes (Bericht des Dr. med. K._ vom 23. Januar 2004) im Zusammenhang mit dem CRPS sowie einer interdisziplinären Begutachtung in der Klinik V._ (datierend vom 24. Februar 2005; nachfolgend: Gutachten) stellte die ÖKK sämtliche Versicherungsleistungen zum 31. Mai 2005 ein (Verfügung vom 25. Mai 2005) und hielt daran mit Einspracheentscheid vom 9. September 2005 fest.
B. Die hiegegen erhobene Beschwerde der C._ wies das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden mit Entscheid vom 13. Januar 2006 ab.
B. Die hiegegen erhobene Beschwerde der C._ wies das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden mit Entscheid vom 13. Januar 2006 ab.
C. Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde lässt C._ unter Aufhebung des kantonalen Gerichts- und des Einspracheentscheids beantragen, die ÖKK sei zu verpflichten, der Beschwerdeführerin die UVG-Leistungen auch nach dem 1. Juni 2005 zu erbringen, insbesondere eine Invalidenrente auf Grund eines Invaliditätsgrades von mindestens 75% sowie eine Integritätsentschädigung auf Grund einer Integritätseinbusse von 70% auszurichten.
Während Vorinstanz und ÖKK auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde schliessen, verzichtet das Bundesamt für Gesundheit auf eine Vernehmlassung.

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:
Das Bundesgericht zieht in Erwägung:
1. Am 1. Januar 2007 ist das Bundesgesetz über das Bundesgericht vom 17. Juni 2005 (BGG; SR 173.110) in Kraft getreten (AS 2006 1205, 1243). Damit wurden das Eidgenössische Versicherungsgericht und das Bundesgericht in Lausanne zu einem einheitlichen Bundesgericht (an zwei Standorten) zusammengefügt (Seiler/von Werdt/Güngerich, Bundesgerichtsgesetz [BGG], Bern 2007, S. 10 Rz 75) und es wurde die Organisation und das Verfahren des obersten Gerichts umfassend neu geregelt. Dieses Gesetz ist auf die nach seinem Inkrafttreten eingeleiteten Verfahren des Bundesgerichts anwendbar, auf ein Beschwerdeverfahren jedoch nur dann, wenn auch der angefochtene Entscheid nach dem Inkrafttreten dieses Gesetzes ergangen ist (Art. 132 Abs. 1 BGG). Da der kantonale Gerichtsentscheid am 13. Januar 2006 und somit vor dem 1. Januar 2007 erlassen wurde, richtet sich das Verfahren nach dem bis 31. Dezember 2006 in Kraft gestandenen Bundesgesetz über die Organisation der Bundesrechtspflege (OG) vom 16. Dezember 1943 (vgl. BGE 132 V 393 E. 1.2 S. 395).
1. Am 1. Januar 2007 ist das Bundesgesetz über das Bundesgericht vom 17. Juni 2005 (BGG; SR 173.110) in Kraft getreten (AS 2006 1205, 1243). Damit wurden das Eidgenössische Versicherungsgericht und das Bundesgericht in Lausanne zu einem einheitlichen Bundesgericht (an zwei Standorten) zusammengefügt (Seiler/von Werdt/Güngerich, Bundesgerichtsgesetz [BGG], Bern 2007, S. 10 Rz 75) und es wurde die Organisation und das Verfahren des obersten Gerichts umfassend neu geregelt. Dieses Gesetz ist auf die nach seinem Inkrafttreten eingeleiteten Verfahren des Bundesgerichts anwendbar, auf ein Beschwerdeverfahren jedoch nur dann, wenn auch der angefochtene Entscheid nach dem Inkrafttreten dieses Gesetzes ergangen ist (Art. 132 Abs. 1 BGG). Da der kantonale Gerichtsentscheid am 13. Januar 2006 und somit vor dem 1. Januar 2007 erlassen wurde, richtet sich das Verfahren nach dem bis 31. Dezember 2006 in Kraft gestandenen Bundesgesetz über die Organisation der Bundesrechtspflege (OG) vom 16. Dezember 1943 (vgl. BGE 132 V 393 E. 1.2 S. 395).
2. Streitig ist, ob die Beschwerdeführerin über den mit angefochtenem Entscheid bestätigten Fallabschluss zum 31. Mai 2005 hinaus Anspruch auf gesetzliche Leistungen (Heilbehandlung, Taggeld, Invalidenrente oder Integritätsentschädigung) der obligatorischen Unfallversicherung hat.
2. Streitig ist, ob die Beschwerdeführerin über den mit angefochtenem Entscheid bestätigten Fallabschluss zum 31. Mai 2005 hinaus Anspruch auf gesetzliche Leistungen (Heilbehandlung, Taggeld, Invalidenrente oder Integritätsentschädigung) der obligatorischen Unfallversicherung hat.
3. 3.1 Das kantonale Gericht hat die Rechtsprechung zu dem für die Leistungspflicht des Unfallversicherers vorausgesetzten natürlichen Kausalzusammenhang im Allgemeinen (BGE 119 V 335 E. 1 S. 337 mit Hinweis) und bei Schleudertraumen der HWS oder äquivalenten Verletzungsmechanismen im Besonderen (BGE 119 V 335 E. 2b/aa S. 340 mit Hinweis) zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen. Entsprechendes gilt für die von der Judikatur entwickelten Grundsätze zum Erfordernis des adäquaten Kausalzusammenhanges im Allgemeinen (vgl. auch BGE 125 V 456 E. 5a S. 461 mit Hinweisen) sowie insbesondere bei psychischen Unfallfolgen (BGE 115 V 133) und bei den Folgen eines Unfalles mit Schleudertrauma der HWS oder äquivalenten Verletzungen ohne organisch nachweisbare Funktionsausfälle (BGE 117 V 359). Darauf wird verwiesen.