Decision ID: 5eba11da-842a-5bcb-948d-09c5f12bee65
Year: 2018
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ bezog als anerkannter Flüchtling bei einem IV-Grad von 100 % ab dem 1.
November 2004 Ergänzungsleistungen (Verfügungen vom 23. Februar 2006, EL-act.
149, 156, 160-1, Dossier 1). Ein Anspruch auf eine IV-Rente war mit der Begründung,
er sei bereits mit dem Leiden in die Schweiz eingereist, verneint worden (EL-act. 158,
160-1, Dossier 1).
A.b Auf Gesuch des Versicherten stellte das Bundesamt für Migration am 9. Juni 2006
fest, dass das in der Schweiz gewährte Asyl erloschen sei und der Versicherte nicht
mehr als Flüchtling gelte (EL-act. 146-4 f., Dossier 1). Mit Verfügung vom 13. November
2006 teilte die EL-Durchführungsstelle dem Versicherten mit, dass er wegen des
Wegfalls des Flüchtlingsstatus ab dem 1. Dezember 2006 bis zum Erreichen der 10-
jährigen Karenzfrist lediglich Anspruch auf eine plafonierte Ergänzungsleistung habe
(EL-act. 142, Dossier 1). Die Plafonierung der Ergänzungsleistungen wurde per 1. Mai
2009 aufgehoben (Verfügung vom 6. Mai 2009, EL-act. 117, Dossier 1).
A.c Nachdem der verwitwete Versicherte am _ Februar 2012 wieder geheiratet hatte
und die Ehefrau am _ März 2012 bei ihm eingezogen war, erfolgte eine EL-Revision
(EL-act. 37, Dossier 1). Eine EL-Sachbearbeiterin hielt im Feststellungsblatt vom 10.
September 2012 fest (EL-act. 34, Dossier 1), dass das Vermögen der Ehefrau per 31.
Dezember 2011 Fr. 46'718.65 und der Vermögensertrag Fr. 51.15 betragen hätten. Per
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31. August 2012 hätten das Vermögen noch Fr. 6'474.90 und der Vermögensertrag Fr.
7.09 betragen. Am 23. August 2012 seien Fr. 23'610.-- abgehoben worden. Da das
Vermögen unter dem Freibetrag liege, müsse es nicht weiter beachtet werden. Mit
Verfügung vom 1. Dezember 2012 setzte die EL-Durchführungsstelle die monatliche EL
rückwirkend ab 1. April 2012 auf Fr. 1'374.-- (davon Fr. 300.-- ausserordentliche EL
[AEL]) fest (EL-act. 32, Dossier 1). In der Anspruchsberechnung (EL-act. 31, Dossier 1)
hatte sie neu unter anderem das Erwerbseinkommen der Ehefrau angerechnet (netto
Fr. 48'497.--) sowie deren Vermögen und deren Vermögensertrag per 31. August 2012
mitberücksichtigt (Vermögen neu: Fr. 7'083.--; Vermögensertrag: Fr. 7.--). Per 1. Januar
2013 wurde die monatliche EL auf Fr. 1'401.-- festgesetzt, da sich die zu
berücksichtigenden Prämienpauschalen Krankenversicherung erhöht hatten; zudem
wurde neu ein Vermögensertrag von Fr. 8.-- berücksichtigt (Verfügung vom 27.
Dezember 2012, EL-act. 29 f., Dossier 1).
A.d Weil das Erwerbseinkommen der Ehefrau versehentlich nicht privilegiert (d.h. nicht
nur zu 2/3) angerechnet worden war, wurde die monatliche EL mit Verfügung vom 18.
Januar 2013 (EL-act. 25, Dossier 1) rückwirkend per 1. April 2012 auf Fr. 2'236.-- und
rückwirkend per 1. Januar 2013 auf Fr. 2'291.-- erhöht (davon je Fr. 300.-- AEL). Der
angerechnete Vermögensertrag betrug neu bereits ab dem 1. April 2012 Fr. 8.--.
A.e Am 21. Mai 2013 teilte die IV-Stelle der EL-Durchführungsstelle mit, dass der IV-
Grad wegen der Verbesserung des Gesundheitszustandes ab Juli 2012 65 % (statt
bisher 100 %) betrage (EL-act. 19 f., Dossier 1). Dem Versicherten wäre eine leichte
Arbeit im Umfang von 4.5 Stunden pro Tag mit einer zusätzlichen
Leistungsverminderung von 30 % möglich. Am 29. Mai 2013 teilte die EL-
Durchführungsstelle dem Versicherten mit, dass ihm ab dem 1. Dezember 2013 ein
hypothetisches Erwerbseinkommen angerechnet werde, wenn er keine Stelle finde
bzw. keine genügenden Arbeitsbemühungen tätige (EL-act. 18, Dossier 1).
A.f Per 1. September 2013 reduzierte sich die monatliche EL auf Fr. 1'578.--, da der
Sohn des Versicherten seine (Erst-)Ausbildung per _ 2013 beendet hatte und daher
nicht mehr in der EL-Berechnung berücksichtigt wurde (Verfügung vom 7. August
2013, EL-act. 14, Dossier 1). Als Vermögensertrag wurden neu wieder Fr. 7.--
angerechnet.
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A.g Per 1. Dezember 2013 setzte die EL-Durchführungsstelle die EL auf Fr. 866.-- pro
Monat fest (Verfügung vom 24. November 2013, EL-act. 8, Dossier 1). Sie
berücksichtigte neu ein hypothetisches Erwerbseinkommen des Versicherten von Fr.
12'806.-- (abzüglich Freibetrag von Fr. 1'500.--), da der Versicherte keine
Arbeitsbemühungen getätigt hatte. Eine gegen diese Verfügung erhobene Einsprache
(EL-act. 5, Dossier 1) zog der Versicherte am 27. Februar 2014 wieder zurück (EL-act.
91, Dossier 2). Ab 1. Januar 2014 betrug die monatliche EL Fr. 890.--, da sich die
anrechenbare Prämienpauschale Krankenversicherung erhöht hatte (Verfügung vom
27. Dezember 2013, EL-act. 2, 4, Dos¬sier 1).
A.h Per 1. Januar 2015 setzte die EL-Durchführungsstelle die monatliche EL auf Fr.
933.-- fest (Verfügung vom 22. Dezember 2014, EL-act. 78, Dossier 2). Verändert
hatten sich die Höhe der anrechenbaren Prämienpauschale Krankenversicherung und
des hypothetischen Erwerbseinkommens des Versicherten (neu Fr. 12'860.-- -
Freibetrag von Fr. 1'500.--, EL-act. 76, Dossier 2). Am 14. Januar 2015 informierte der
Versicherte die AHV-Zweigstelle darüber, dass sein Sohn bereits am _ September
2014 aus der gemeinsamen Wohnung ausgezogen sei (EL-act. 75, Dossier 2). Hierauf
erhöhte die EL-Durchführungsstelle die monatliche EL rückwirkend ab 1. Januar 2015
auf Fr. 1'450.-- (davon Fr. 300.-- AEL; Verfügung vom 30. Januar 2015, EL-act. 70,
Dossier 2). Mit Verfügung vom 18. März 2015 wurde die monatliche EL erneut
rückwirkend ab 1. Januar 2015 angepasst und auf Fr. 2'292.-- erhöht (davon Fr. 300.--
AEL), da das hypothetische Erwerbseinkommen des Versicherten ausgeschieden
worden war (EL-act. 63, Dossier 2). Das Erwerbseinkommen der Ehefrau wurde auf
netto Fr. 46'196.-- (abzüglich Freibetrag Fr. 1'500.--) festgesetzt (EL-act. 64, Dossier 2).
A.i Am 13. August 2015 informierte der Versicherte die EL-Durchführungsstelle über
eine Mietzinssenkung (EL-act. 61, Dossier 2). Die Wohnungsmiete betrug neu Fr.
1'400.-- pro Monat. In der Folge reduzierte die EL-Durchführungsstelle die monatliche
EL mit Verfügung vom 28. August 2015 per 1. August 2015 auf Fr. 2'142.-- (davon Fr.
150.-- AEL, EL-act. 59 f., Dossier 2). Wegen eines Anstiegs der anrechenbaren
Prämienpauschale Krankenversicherung erhöhte sich die EL ab 1. Januar 2016 auf Fr.
2'170.-- monatlich (davon Fr. 150.-- AEL, Verfügung vom 21. Dezember 2015, EL-act.
50, 52, Dossier 2).
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A.j Am 16. Februar 2016 leitete die EL-Durchführungsstelle ein Revisionsverfahren ein
(EL-act. 46, Dossier 2). Das Revisionsformular ging am 7. März 2016 mitsamt
Kontounterlagen, Lohnausweisen der Ehefrau und Steuerunterlagen der Jahre 2012,
2013, 2014 und 2015 ein (EL-act. 37, Dossier 2). Am 5. April 2016 reichte der
Versicherte weitere Unterlagen ein (EL-act. 35, Dossier 2).
A.k Per 1. Juli 2016 setzte die EL-Durchführungsstelle die monatliche EL auf Fr.
2'089.-- fest (Verfügung vom 18. Juni 2016, EL-act. 26, Dossier 2). Sie berücksichtigte
neu ein Vermögen von Fr. 65'312.--, einen Vermögensertrag von Fr. 37.-- und ein
Erwerbseinkommen der Ehefrau von netto Fr. 44'372.-- (vor Abzug des Freibetrags,
EL-act. 27, Dossier 2). Zudem fiel der erhöhte Mietzinsanteil (AEL) von Fr. 1'800.-- pro
Jahr als indirekte Folge des höheren Sparvermögens weg.
A.l Am 27. Juli 2016 gingen weitere Bankunterlagen ein (EL-act. 23, Dossier 2). Einer
am 8. August 2016 eingereichten Kopie eines Kaufvertrags der Ehefrau des
Versicherten war zu entnehmen, dass diese am 29. Juni 2016 für Fr. 37'480.-- ein Auto
gekauft hatte (EL-act. 20, Dossier 2). Am 10. August 2016 reichte der Versicherte
weitere Kontoauszüge ein (EL-act. 18-3 ff., Dossier 2).
A.m Mit Verfügung vom 9. September 2016 (EL-act. 5, Dossier 2) setzte die EL-
Durchführungsstelle die Ergänzungsleistungen rückwirkend ab 1. April 2012 neu fest.
Der Sohn des Versicherten wurde als Ergebnis einer Vergleichsrechnung bereits ab
dem 1. April 2012 aus der EL-Berechnung genommen. Das Brutto-Vermögen wurde ab
1. April 2012 auf Fr. 98'478.-- (Sparguthaben), ab 1. Januar 2013 auf Fr. 83'478.-- (Fr.
73'854.-- Sparguthaben und Fr. 9'624.-- Vermögensverzicht), ab 1. Januar 2014 auf Fr.
69'356.-- (Sparguthaben), ab 1. Januar 2015 auf Fr. 67'411.-- (Sparguthaben) und ab 1.
Januar 2016 auf Fr. 65'312.-- (Sparguthaben) festgesetzt. Die Vermögenserträge
betrugen ab 1. April 2012 neu Fr. 420.--, ab 1. Januar 2013 Fr. 354.-- (davon Fr. 48.--
aus Vermögensverzicht), ab 1. Januar 2014 Fr. 184.--, ab 1. Januar 2015 Fr. 75.-- und
ab 1. Januar 2016 Fr. 37.--. Zudem wurde das Erwerbseinkommen der Ehefrau neu
festgesetzt. Ab 1. April 2012 betrug es netto Fr. 45'411.-- (vorher: Fr. 48'497.--), ab 1.
Januar 2013 netto Fr. 44'163.-- (vorher: Fr. 48'497.--), ab 1. Januar 2014 netto Fr.
44'908.-- (vorher: Fr. 48'497.--), ab 1. Januar 2015 netto Fr. 43'847.-- (vorher: Fr.
46'196.--) und ab 1. Januar 2016 netto Fr. 43'847.-- (vorher: Fr. 46'196.--). Die
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Nachzahlung für den Zeitraum 1. April 2012 bis 30. September 2016 belief sich auf Fr.
2'011.-- und die Rückforderung für denselben Zeitraum auf Fr. 27'926.--. Die EL-
Durchführungsstelle forderte vom Versicherten deshalb einen Betrag von insgesamt Fr.
25'915.-- zurück.
A.n Ebenfalls mit Verfügung vom 9. September 2016 forderte die EL-
Durchführungsstelle für den Zeitraum 4. Januar 2013 bis 9. September 2013
(Rechnungsdaten) vergütete Krankheits- und Behinderungskosten betreffend den Sohn
des Versicherten im Umfang von Fr. 2'365.95 zurück, da sie den Sohn rückwirkend für
den Zeitraum 1. April 2012 bis 31. August 2013 aus der EL-Berechnung genommen
hatte (EL-act. 2, Dossier 2). Die Rechnung vom 9. September 2013 hatte sich auf eine
Zahnarztbehandlung vom 23. bis 30. Juli 2013 bezogen (EL-act. 67-2, Dossier 4 [act. G
11.5]).
A.o Gegen beide Verfügungen vom 9. September 2016 erhob der Versicherte am 6.
Oktober 2016 Einsprache (EL-act. 1, Dossier 2). Er machte geltend, dass er mit der
Neuberechnung der Ergänzungsleistungen, insbesondere mit der Anrechnung eines
Vermögensverzichts, nicht einverstanden sei. Für den Fall, dass an der Rückforderung
festgehalten werde, stelle er bereits jetzt ein Erlassgesuch. Zudem bat er um eine
Fristerstreckung für eine ergänzende Begründung der Einsprache. Er liess sich jedoch
innert der angesetzten Nachfrist nicht vernehmen (EL-act. 29, Dossier 3). Am 31.
Januar 2017 reichte er einen Kaufvertrag vom _ August 2012 betreffend einen
Autokauf der Ehefrau über den Betrag von Fr. 24'600.-- ein (EL-act. 24, Dossier 3). Am
19. Mai 2017 teilte die EL-Durchführungsstelle dem Versicherten mit, dass sie
beabsichtige, die EL-Rückforderungsverfügung vom 9. September 2016 zu seinen
Ungunsten abzuändern (Anrechnung des gekauften Fahrzeugs/der gekauften
Fahrzeuge als Vermögen, EL-act. 17, Dossier 3). Sie räumte dem Versicherten die
Möglichkeit ein, die Einsprache bis am 9. Juni 2017 zurückzuziehen.
A.p Mit Entscheid vom 30. Juni 2017 (EL-act. 14, Dossier 3) setzte die EL-
Durchführungsstelle die monatliche EL ab 1. Januar 2013 auf Fr. 754.--, ab 1.
September 2013 auf Fr. 1'580.--, ab 1. Dezember 2013 auf Fr. 868.--, ab 1. Januar
2014 auf Fr. 913.--, ab 1. Januar 2015 auf Fr. 1'994.--, ab 1. August 2015 auf Fr.
1'994.--, ab 1. Januar 2016 auf Fr. 2'064.--, ab 1. Juli 2016 auf Fr. 2'064.-- und ab 1.
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Januar 2017 auf Fr. 1'915.-- fest. Das EL-Berechnungsblatt ab 1. April 2012 lag dem
Einspracheentscheid nicht bei (und hat von der EL-Durchführungsstelle auch nicht
mehr beigebracht werden können); vermutlich lag der EL-Anspruch im Zeitraum 1. April
bis 31. Dezember 2012 wie am 9. September 2016 verfügt bei Fr. 738.-- pro Monat. Die
EL-Rückforderung erhöhte sich von Fr. 25'915.-- um Fr. 4'679.-- (richtig wäre wohl: Fr.
4'697.--) auf Fr. 30'594.-- (richtig wäre wohl: Fr. 30'612.--). Die Rückforderung der
Krankheitskosten betrug unverändert Fr. 2'365.95.
A.q Gegen diesen Einspracheentscheid erhob der Versicherte (nachfolgend:
Beschwerdeführer) am 29. Juli 2017 Beschwerde (act. G 1). Er machte geltend, dass
der Entscheid falsch sei. Er und seine Ehefrau hätten nicht gewusst, dass sie den
Autokauf der EL-Durchführungsstelle (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) hätten
melden müssen. Das erste Auto sei mit dem Kauf des zweiten Autos eingetauscht
worden; sie seien also nicht im Besitz von zwei Autos. Die bereits vergüteten
Zahnarztkosten seines Sohnes dürften nicht zurückgefordert werden. Der Beschwerde
lag eine Kaufvertrag-Quittung der Ehefrau des Beschwerdeführers vom Juni 2016 über
den Kauf eines Gebrauchtwagens im Betrag von Fr. 5'500.-- bei (act. G 1.2). Der
Kaufpreis war mit dem Verkaufspreis eines anderen Fahrzeugs verrechnet worden.
A.r Die Beschwerdegegnerin führte in ihrer Beschwerdeantwort vom 10. August 2017
aus (act. G 3), dass der Abtausch des im August 2012 erworbenen Autos mit einem
neuen Auto im Juni 2016 zu berücksichtigen sei. Weil ab Juli bis Ende 2016 irrtümlich
ein zu tiefer Betrag für die Fahrzeuge eingesetzt worden sei (Fr. 9'840.--), erhöhe sich
die Rückforderung für den erwähnten Zeitraum um Fr. 924.--. Für die Periode ab
Januar bis Ende Juni 2017 reduziere sich die Rückforderung um Fr. 162.-- (6 x Fr.
27.--). Die Beschwerdegegnerin beantragte, die EL-Rückforderung auf Fr. 31'356.-- zu
erhöhen (Fr. 30'594.-- + Fr. 924.-- - Fr. 162.--).
A.s Der Beschwerdeführer informierte das Gericht in seiner Replik vom 12. Oktober
2017 darüber, dass die Scheidung eingeleitet worden sei (act. G 7). Die Ehefrau ziehe
am _ Oktober 2017 aus der gemeinsamen Wohnung aus.
A.t Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine Duplik (act. G 8 f.).
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A.u Am 8. Juni 2018 bat das Gericht die Beschwerdegegnerin, weitere Unterlagen
einzureichen und verschiedene Fragen zu beantworten (act. G 10). Die
Beschwerdegegnerin antwortete am 20. Juni 2018 (act. G 11), dass der Sohn im
Zeitraum April 2012 bis Ende August 2013 aus der Berechnung genommen worden sei,
weil der Beschwerdeführer so "besser fahre". Bei der nun vorgenommenen korrekten
Berechnung reduziere sich die EL-Rückforderung für den Zeitraum ab April 2012 bis
Ende Juni 2017 auf noch Fr. 18'513.--. Die Rückforderung der Krankheitskosten
betrage unverändert Fr. 2'365.95. Die Beschwerdegegnerin beantragte im Sinne des
Ausgeführten die teilweise Gutheissung der Beschwerde. Einer undatierten Aktennotiz
des EL-Fachbereichs war zu entnehmen (act. G 11.1), dass das Taggeld
fälschlicherweise doppelt berücksichtigt worden sei. Dies habe aufgrund der
Vergleichsrechnung jedoch weiterhin keinen Einfluss. Obwohl der Sohn nicht in der EL-
Berechnung gewesen sei, sei das Erwerbseinkommen der Ehefrau wegen des
Taggeldes nicht privilegiert worden. Dem habe ein Systemfehler zugrunde gelegen.
Dem Antwortschreiben lagen zudem verschiedene Berechnungsblätter (act. G 11.2,
11.3), die IV-Akten des Sohnes (act. G 11.4) und die EL-Krankheitskostenakten (act. G
11.5, Dossier 4) bei. Auf Nachfrage hin teilte die Beschwerdegegnerin am 29. Juni 2018
mit, dass das EL-Berechnungsblatt für die Zeitperiode ab April bis Ende Dezember
2012 gemäss dem Einspracheentscheid vom 30. Juni 2017 im ELAR-Archiv (und auch
sonst) nicht mehr auffindbar sei. Es sei offenbar auch nicht dem erwähnten
Einspracheentscheid beigelegt worden.

Erwägungen
1.
1.1 Strittig ist, ob die von der Beschwerdegegnerin mit dem Einspracheentscheid vom
30. Juni 2017 vorgenommene Korrektur der formell rechtskräftigen
Revisionsverfügungen vom 18. Januar 2013 (EL ab 1. April 2012), 7. August 2013 (EL
ab 1. September 2013), 24. November 2013 (EL ab 1. Dezember 2013), 27. Dezember
2013 (EL ab 1. Januar 2014), 18. März 2015 (EL ab 1. Januar 2015), 28. August 2015
(EL ab 1. August 2015), 21. Dezember 2015 (EL ab 1. Januar 2016) und 18. Juni 2016
(EL ab 1. Juli 2016) und die daraus für den Zeitraum 1. April 2012 bis 30. Juni 2017
(Erlass des Einspracheentscheides) resultierende Rückforderung von insgesamt Fr.
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30'594.-- rechtmässig ist. Strittig sind ebenfalls die Korrekturen der formell
rechtskräftigen Verfügungen vom 14. Februar 2013 (EL-act. 98, Dossier 4), vom 7. Mai
2013 (EL-act. 90, Dossier 4), vom 28. Mai 2013 (EL-act. 87, Dossier 4), vom 20. Juni
2013 (EL-act. 81, Dossier 4), vom 30. August 2013 (EL-act. 73, Dossier 4) und vom 21.
November 2013 (EL-act. 62, Dossier 4) betreffend Krankheitskostenvergütungen und
die daraus resultierende Rückforderung der Krankheitskosten des Sohnes des
Beschwerdeführers im Zeitraum 1. April 2012 bis 31. August 2013 im Betrag von Fr.
2'365.95. In ihrer letzten Eingabe vom 20. Juni 2018 hat die Beschwerdegegnerin
beantragt, die Beschwerde teilweise gutzuheissen und die Rückforderung der
jährlichen Ergänzungsleistung für den Zeitraum April 2012 bis Ende Juni 2017 auf Fr.
18'513.-- zu reduzieren.
1.2 Die jährliche Ergänzungsleistung entspricht dem Betrag, um den die anerkannten
Ausgaben die anrechenbaren Einnahmen übersteigen (Art. 9 Abs. 1 des
Bundesgesetzes über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und
Invalidenversicherung, ELG, SR 831.30). Die anerkannten Ausgaben und die
anrechenbaren Einnahmen, worin in bestimmtem Umfang auch das Vermögen
einbezogen ist, werden nach den in Art. 10 und 11 ELG sowie in Art. 11 bis 18 der
Verordnung über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und
Invalidenversicherung (ELV, SR 831.301) festgelegten Bestimmungen ermittelt.
Unrechtmässig bezogene Leistungen sind zurückzuerstatten (Art. 25 Abs. 1 Satz 1 des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG, SR
830.1).
1.3 Die Beschwerdegegnerin hat die EL rückwirkend ab 1. April 2012 mit der
Begründung korrigiert, dass das Vermögen der Ehefrau (Heirat am 27. Februar 2012)
nicht berücksichtigt worden sei. Der Versicherungsträger kann auf formell
rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese
zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist
(sog. Wiedererwägung, Art. 53 Abs. 2 ATSG). Mit der dem angefochtenen
Einspracheentscheid zugrundeliegenden Verfügung vom 9. September 2016 hat die
Beschwerdegegnerin die Revisionsverfügung vom 18. Januar 2013 (wie auch die
späteren Revisionsverfügungen) somit in Wiedererwägung gezogen und durch
korrigierte Revisionen ersetzt.
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2.
2.1 Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung wird bei der Erhebung einer
Einsprache das Verwaltungsverfahren erst durch den Einspracheentscheid
abgeschlossen, welcher die ursprüngliche Verfügung ersetzt. Für eine spätere
richterliche Beurteilung sind gemäss dem Bundesgericht deshalb grundsätzlich die
tatsächlichen Verhältnisse zur Zeit des Erlasses des strittigen Einspracheentscheides
massgebend (BGE 131 V 407 E. 2.1.2.1 mit Hinweisen). Dieser bundesgerichtlichen
Rechtsprechung kann nicht gefolgt werden: Bei der Einsprache handelt es sich um ein
förmliches Rechtsmittel, mit dem eine Verfügung bei der verfügenden
Verwaltungsbehörde zwecks Neuüberprüfung angefochten werden kann (HÄFELIN/
MÜLLER/UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 7. Auflage, Zürich 2016, N 1194;
BGE 131 V 407 E. 2.1.2.1. mit Hinweisen). Mit einem Rechtsmittel kann ein gerichtlicher
oder behördlicher Entscheid auf seine Rechtmässigkeit hin überprüft werden. Der
Streitgegenstand wird somit durch den Inhalt des angefochtenen Entscheides definiert.
Mit der Einsprache kann folglich nur angefochten werden, was Gegenstand der
angefochtenen Verfügung gewesen ist (H. SEILER, Rechtsfragen des
Einspracheverfahrens in der Sozialversicherung [Art. 52 ATSG], in: Schaffhauser/
Schlauri [Hrsg.], Sozialversicherungsrechtstagung 2007, S. 76). Die zukünftige
Sachverhaltsentwicklung, d.h. die Zeit zwischen dem Verfügungserlass und dem Erlass
des Einspracheentscheides, gehört daher nicht zum Streitgegenstand. Gegen eine
Ausdehnung des Streitgegenstandes in zeitlicher Hinsicht sprechen auch weitere
Gründe: Würde die zukünftige Sachverhaltsentwicklung zum Streitgegenstand
gehören, könnte die Beschwerdegegnerin den Streitgegenstand beliebig vergrössern,
indem sie mit dem Erlass des Einspracheentscheides möglichst lange zuwarten würde.
Durch die Ausdehnung des Streitgegenstandes würde der Einsprache erhebenden
Person zudem die Möglichkeit genommen, gegen die Würdigung des Sachverhalts im
Zeitraum zwischen dem Verfügungserlass und dem Einspracheentscheid Einsprache
zu erheben; hier käme es direkt zu einer Beschwerde an das Versicherungsgericht (vgl.
Entscheid des Versicherungsgerichts St. Gallen vom 2. März 2015, EL 2012/37 E. 2).
Ausserdem müssten alle Verfügungen, die seit der einspracheweise angefochtenen
Verfügung ergangen sind, als nichtig qualifiziert werden. Zusammenfassend ist
festzuhalten, dass die bundesgerichtliche Praxis, wonach im Einspracheentscheid die
Verhältnisse bis zum Erlass des Einspracheentscheides zu berücksichtigen sind, zwar
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effizient sein mag. Es geht jedoch nicht an, aus rein verfahrensökonomischen
Überlegungen den EL-beziehenden Personen den gesetzlich vorgesehenen
Rechtsmittelweg zu beschneiden (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons
St. Gallen vom 7. Februar 2018, EL 2016/55 E. 1.2).
2.2 Der Beschwerdeführer hat am _ Februar 2012 wieder geheiratet. Die
Beschwerdegegnerin hat die Ehefrau erst nach ihrem Einzug in die Wohnung des
Beschwerdeführers am _ März 2012, d.h. per 1. April 2012, in der EL-Berechnung
berücksichtigt. Ob dies richtig gewesen ist, kann aus verfahrensökonomischen
Gründen offen gelassen werden, denn eine daraus resultierende allfällige
Rückforderung für den Monat März 2012 wäre verwirkt (Art. 25 Abs. 2 ATSG).
Nachfolgend ist somit lediglich die Anspruchsberechnung im Zeitraum 1. April 2012 bis
30. September 2016 zu überprüfen.
3.
3.1 In der ursprünglichen Anspruchsberechnung ist der Sohn des Beschwerdeführers
im Zeitraum 1. April 2012 bis 31. August 2013 berücksichtigt worden. Aufgrund einer
Vergleichsrechnung ist die Beschwerdegegnerin im Nachhinein zum Schluss
gekommen, dass der Sohn in besagtem Zeitraum doch nicht in die
Anspruchsberechnung miteinzubeziehen sei, weil ohne den Sohn ein höherer EL-
Anspruch für den Beschwerdeführer resultiere. Aufgrund des Ausschlusses des
Sohnes ist auch die Rückforderung der Krankheitskosten entstanden. Bei genauer
Betrachtung fällt jedoch auf, dass die Vergleichsrechnung ohne den Sohn nur deshalb
höher ausgefallen ist, weil die Beschwerdegegnerin das Erwerbseinkommen der
Ehefrau nicht privilegiert (d.h. voll und nicht nur zu 2/3 nach Abzug des Freibetrags)
angerechnet hat. Gemäss Art. 11 Abs. 1 lit. a ELG werden als Einnahmen zwei Drittel
der Erwerbseinkünfte, soweit sie bei Ehepaaren 1'500 Franken übersteigen,
angerechnet; bei invaliden Personen mit einem Anspruch auf ein Taggeld der IV wird
das Erwerbseinkommen voll angerechnet. Gemäss dem Wortlaut von Art. 11 Abs. 1 lit.
a ELG wäre das Erwerbseinkommen der Ehefrau also nicht voll, sondern nur zu zwei
Dritteln anzurechnen gewesen, da sie selber kein IV-Taggeld bezogen hat. Der zweite
Abschnitt der Rz. 3421.03 der Wegleitung über die Ergänzungsleistungen zur AHV und
IV (WEL, Stand 1. Januar 2017) könnte so verstanden werden, dass die volle
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Anrechnung des Erwerbseinkommens von den Bezügerinnen und Bezügern eines IV-
Taggeldes auf alle in die Berechnung einbezogenen Familienangehörigen ausgedehnt
worden wäre. Gemeint ist aber wohl nur, dass bei gleichzeitigem Bezug eines IV-
Taggeldes und eines Erwerbseinkommens (Lohn) die Privilegierung ausgeschlossen
sein soll. Der Gesetzgeber hat nämlich mit der privilegierten Anrechnung des
Erwerbseinkommens den Zweck verfolgt, die EL-Bezüger (und ihre in die
Anspruchsberechnung einbezogenen Familienangehörigen) dazu zu animieren,
weiterhin eine Erwerbstätigkeit auszuüben (vgl. BBl 1964 II 681 S. 692). Vor diesem
Hintergrund ist es nicht gerechtfertigt, dem Ehegatten das volle Erwerbseinkommen
anzurechnen, nur weil der Sohn des anderen Ehegatten ein IV-Taggeld bezieht. Der
Wortlaut des zweiten Halbsatzes von Art. 11 Abs. 1 lit. a ELG ist von der
Beschwerdegegnerin also falsch interpretiert worden. Folgerichtig ist in der EL-
Berechnung nur das Erwerbseinkommen des Taggeldbezügers selbst voll
anzurechnen. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass das Erwerbseinkommen der
Ehefrau auch während des IV-Taggeldbezuges des Sohnes des Beschwerdeführers
privilegiert anzurechnen ist. Wie nachfolgend anhand einer Vergleichsrechnung
aufgezeigt wird, fällt die monatliche EL höher aus, wenn der Sohn in der
Anspruchsberechnung mitberücksichtigt wird. Die Beschwerdegegnerin hat den Sohn
des Beschwerdeführers für den Zeitraum 1. April 2012 bis 31. August 2013 daher zu
Unrecht aus der EL-Berechnung genommen. Da die Rückforderung der
Krankheitskosten in der Höhe von Fr. 2'365.95 einzig darauf beruht, dass der Sohn für
den genannten Zeitraum aus der EL-Berechnung genommen worden ist, erweist sich
die Rückforderung der Krankheitskosten als unrechtmässig. Der angefochtene
Einspracheentscheid ist bereits aus diesem Grund aufzuheben.
3.2 Die Beschwerdegegnerin hat das anrechenbare Erwerbseinkommen der Ehefrau in
der Rückforderungsverfügung aufgrund der am 16. Februar 2016 eingereichten
Unterlagen (EL-act. 37 ff., Dossier 2) rückwirkend nach unten korrigiert. Dadurch hat
sich der Ausgabenüberschuss erhöht. Bei der Erhöhung des Ausgabenüberschusses
wird die jährliche Ergänzungsleistung jedoch erst auf den Beginn des Monats, in dem
die Änderung gemeldet wurde, angepasst (Art. 25 Abs. 2 lit. d ELV). Die
Beschwerdegegnerin hätte der Ehefrau also nicht rückwirkend ein tieferes
Erwerbseinkommen anrechnen dürfen, denn die effektiven Erwerbseinkommen sind ihr
erst im Februar 2016, als sie das Revisionsformular mitsamt den Steuerveranlagungen
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2012 bis 2015 eingereicht hat (EL-act. 37 ff., Dossier 1), gemeldet worden. Bezüglich
des anrechenbaren Erwerbseinkommens der Ehefrau ist somit bis und mit Januar 2016
auf die in den bisherigen Revisionsverfügungen berücksichtigten Erwerbseinkommen
abzustellen, d.h. das Erwerbseinkommen ist erst per 1. Februar 2016 zu reduzieren. Da
sich die Erwerbseinkommen der Ehefrau seit dem Jahr 2013 nicht wesentlich verändert
und da sie unterjährig keinen starken Schwankungen unterlegen haben, kann für die
Zeit ab 1. Februar 2016 gestützt auf Art. 23 ELV auf den Vorjahreslohn abgestellt
werden (vgl. Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 24. Mai
2016, EL 2014/51 E. 3.4). Die Ehefrau des Beschwerdeführers hat im Jahr 2015 ein
Bruttoerwerbseinkommen von Fr. 55'485.-- erzielt (EL-act. 41-3, Dossier 2). Das
Nettoerwerbseinkommen hat gemäss dem Lohnausweis Fr. 46'607.-- betragen. Bei
Unselbständigerwerbenden können die Mehrkosten für auswärtige Verpflegung und die
Aufwendungen für Fahrspesen und Berufskleider vom Bruttoerwerbseinkommen
abgezogen werden (Rz. 3423.03 WEL). Gemäss der Steuererklärung 2015 haben die
Verpflegungskosten Fr. 2'760.-- (Fr. 525.-- + Fr. 2'235.--) betragen. Die Fahrspesen
haben sich auf Fr. 700.-- belaufen. Das anzurechnende Erwerbseinkommen der
Ehefrau hat im Jahr 2015 somit Fr. 43'147.-- betragen (Fr. 46'607.-- - Fr. 2'760.-- - Fr.
700.--). Unter Berücksichtigung des Freibetrags von Fr. 1'500.-- und der Privilegierung
(2/3) beläuft sich das ab dem 1. Februar 2016 anzurechnende Erwerbseinkommen der
Ehefrau somit auf Fr. 27'764.-- ([Fr. 43'147.-- - Fr. 1500.--] / 3 x 2).
3.3 Als Einnahmen anzurechnen ist nach Art. 11 Abs. 1 lit. c ELG unter anderem ein
Fünfzehntel des Reinvermögens, soweit es bei Ehepaaren 60'000 Franken und bei
rentenberechtigten Waisen sowie bei Kindern, die einen Anspruch auf eine Kinderrente
der AHV oder IV begründen, 15'000 Franken übersteigt. In den ursprünglichen EL-
Berechnungen ab 1. April 2012 war lediglich ein Sparguthaben von Fr. 7'083.--
angerechnet worden. Für den Zeitraum 1. April bis 31. Dezember 2012 hat die
Beschwerdegegnerin neu ein Vermögen von Fr. 98'478.-- angerechnet. Die
Beschwerdegegnerin hat die Guthaben auf den Sparkonten per 31. Dezember 2011 im
Feststellungsblatt vom 23. März 2016 korrekt aufgelistet (EL-act. 15, Dossier 2). Das
Mieterkautionskonto (Fr. 700.47) hat sie richtigerweise nicht angerechnet, da der
Beschwerdeführer keinen Zugriff darauf hat und der Verzehr dieses Guthabens somit
ausgeschlossen ist (Urteil des Bundesgerichts vom 11. Juli 2017, 9C_831/2016 E. 5.1
f.; vgl. RALPH JÖHL/PATRICIA USINGER-EGGER, Ergänzungsleistungen zur AHV/IV,
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in: Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht Band XIV, Soziale Sicherheit, 3. Auflage,
Basel 2016, Rz. 161; Rz. 3443.06 WEL). Das Sparguthaben hat per 31. Dezember 2011
somit wie von der Beschwerdegegnerin errechnet Fr. 98'478.-- betragen. Die Höhe des
Freibetrags ist davon abhängig, ob der Sohn in der EL-Berechnung mitberücksichtigt
wird. Wie nachfolgend aufzuzeigen sein wird, ist der Sohn des Beschwerdeführers bis
und mit August 2013 in der EL-Berechnung zu berücksichtigen. Unter Einbezug des
Sohnes beträgt der Freibetrag Fr. 75'000.--. Der Vermögensverzehr beläuft sich ab 1.
April 2012 somit auf Fr. 1'565.-- (1/15 von Fr. 23'478.--). Am 20. August 2012 hat die
Ehefrau des Beschwerdeführers für Fr. 24'600.-- ein Auto gekauft (EL-act. 24, Dossier
3). Gemäss der Steuerveranlagung 2012 (EL-act. 16-9, Dossier 2) haben die
Wertschriften und Guthaben per Ende Dezember 2012 Fr. 73'854.-- betragen. Die
Beschwerdegegnerin hat daher per 1. Januar 2013 zu Recht ein Vermögen von Fr.
98'454.-- angerechnet (Fr. 73'854.-- + Fr. 24'600.--). Unter Einbezug des Sohnes
beläuft sich der Vermögensverzehr ab 1. Januar 2013 demnach auf Fr. 1'563.-- (1/15
von Fr. 23'454.--). Da der Sohn im August 2013 seine erstmalige berufliche Ausbildung
abgeschlossen und in der Folge kein IV-Taggeld mehr bezogen hat, hat ihn die
Beschwerdegegnerin ab 1. September 2013 zu Recht aus der Anspruchsberechnung
genommen. Dadurch hat sich der Vermögensfreibetrag auf Fr. 60'000.-- reduziert,
weshalb ab dem 1. September 2013 ein Vermögensverzehr von Fr. 2'563.--
anzurechnen ist (1/15 von Fr. 38'454.--). Per 1. Januar 2014 hat die
Beschwerdegegnerin gestützt auf die Steuerveranlagung 2013 (EL-act. 16-11, Dossier
2) das Sparguthaben auf Fr. 69'356.-- festgelegt und − in Analogie zur Steuerpraxis −
für das Auto noch einen Betrag von Fr. 19'680.-- (80 % von Fr. 24'600.--) angerechnet.
Abzüglich des Freibetrags von Fr. 60'000.-- beläuft sich der Vermögensverzehr ab 1.
Januar 2014 somit auf Fr. 1'935.-- (1/15 von [Fr. 89'036.-- - Fr. 60'000.--]). Per 1.
Januar 2015 hat die Beschwerdegegnerin das Sparguthaben auf Fr. 67'411.--
festgesetzt (Sparguthaben von Fr. 8'293.-- + Barvermögen von Fr. 58'000.--) und für
das Auto einen Betrag von Fr. 14'760.-- angerechnet (60 % von Fr. 24'600.--). Auf die
Frage, weshalb sich das Vermögen im Jahr 2014 so stark reduziert habe, hatte die
Ehefrau in einer persönlichen Vorsprache bei der Beschwerdegegnerin am 27. Juni
2016 geantwortet, dass sie jemandem ein Darlehen über den Betrag von Fr. 60'000.--
gewährt und wieder zurückerhalten habe. Ein Darlehensvertrag existiere nicht. Der
Beschwerdeführer hatte demgegenüber erklärt, seine Ehefrau und er hätten das Geld
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abgehoben, um ein Auto zu kaufen, sich dann aber dagegen entschieden und das Geld
wieder einbezahlt (EL-act. 28, Dossier 2). Ob der Beschwerdeführer und seine Ehefrau
per Ende Dezember 2014 über die Fr. 60'000.-- als Barvermögen verfügt haben oder
ob sie jemandem ein Darlehen in dieser Höhe gewährt haben, spielt für die EL-
Berechnung keine Rolle, da in beiden Fällen ein Vermögen von Fr. 60'000.-- bei den
Einnahmen zu berücksichtigen ist. Daher ist davon auszugehen, dass das Ehepaar
neben dem Sparguthaben von Fr. 8'293.-- per Ende 2014 über ein Vermögen von Fr.
60'000.-- verfügt hat. Zuzüglich des Wertes des Autos von Fr. 14'760.-- hat sich das
Brutto-Vermögen per 1. Januar 2015 somit auf Fr. 83'053.-- belaufen. Abzüglich des
Freibetrags von Fr. 60'000.-- hat der Vermögensverzehr per 1. Januar 2015 folglich Fr.
1'536.-- betragen (1/15 von Fr. 23'053.--). Ab 1. Januar 2016 hat die
Beschwerdegegnerin ein Sparguthaben von Fr. 65'312.-- und für das Auto einen
Betrag von Fr. 9'840.-- angerechnet (40 % von Fr. 24'600.--). Das angerechnete
Sparguthaben stimmt mit dem in der Veranlagungsberechnung 2015 ausgewiesenen
Sparguthaben, abzüglich des Guthabens auf dem Mieterkautionskonto (Fr. 1'407.--),
überein (s. EL-act. 15-1 und 40-15, Dossier 2). Zuzüglich des Wertes des Autos von Fr.
9'840.-- hat sich das Vermögen per 1. Januar 2016 also auf Fr. 75'152.-- belaufen. Der
Vermögensverzehr hat per 1. Januar 2016 demnach wie von der Beschwerdegegnerin
errechnet Fr. 1'010.-- betragen. Der Kauf des Autos am 29. Juni 2016 für Fr. 37'480.--
hat für das Jahr 2016 keinen Einfluss auf den Vermögensverzehr gehabt, da ohnehin
der gesamte Kaufpreis des Autos anzurechnen wäre. Ob die Fr. 37'480.-- in der EL-
Berechnung als Sparguthaben oder als Wert eines Autos deklariert werden, ist für den
EL-Anspruch nicht relevant.
3.4 Gemäss Art. 11 Abs. 1 lit. b ELG sind auch Einkünfte aus beweglichem und
unbeweglichem Vermögen als Einnahmen anzurechnen. Die Beschwerdegegnerin hat
die Erträge aus den Sparguthaben per 31. Dezember 2011 im Feststellungsblatt vom
23. März 2016 (EL-act. 15, Dossier 2) richtig aufgelistet und den Vermögensertrag per
1. April 2012 auf Fr. 420.-- festgesetzt. Per 1. Januar 2013 hat die Beschwerdegegnerin
einen Vermögensertrag von Fr. 306.-- angerechnet. Sie hat sich dabei auf die
Deklaration gegenüber den Steuerbehörden gestützt (s. EL-act. 15-1, Dossier 2).
Veranlagt worden sind jedoch nur Fr. 302.--. Aus dem Wertschriften- und
Guthabenverzeichnis (EL-act. 16-4, Dossier 2) ist ersichtlich, dass dem
Beschwerdeführer bei der Deklaration des Ertrages eines Bankkontos offenbar ein
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Fehler (zu seinen Ungunsten) unterlaufen ist (statt Fr. 201.-- hat er Fr. 205.--
angegeben). Der Vermögensertrag hat per 1. Januar 2013 somit Fr. 302.-- betragen.
Per 1. Januar 2014 hat die Beschwerdegegnerin noch einen Vermögensertrag von Fr.
184.-- berücksichtigt. Dieser Betrag entspricht jenem in der Steuerveranlagung 2013
(EL-act. 40-4, Dossier 2), weshalb darauf abgestellt werden kann. Per 1. Januar 2015
haben die Vermögenserträge gemäss der Beschwerdegegnerin Fr. 75.-- betragen.
Dieser Betrag stimmt mit den Kontoauszügen überein (EL-act. 35-16 ff., Dossier 2). Ab
1. Januar 2015 ist somit ein Vermögensertrag von Fr. 75.-- anzurechnen. Ab 1. Januar
2016 hat die Beschwerdegegnerin einen Vermögensertrag von Fr. 37.-- berücksichtigt.
Sie hat sich dabei auf die Steuerveranlagung gestützt, wobei sie richtigerweise die
Erträge aus dem Sparen 3 Konto von Fr. 473.-- nicht angerechnet hat (EL-act. 40-17,
Dossier 2). Ab 1. Januar 2016 ist folglich ein Vermögensertrag von Fr. 37.--
anzurechnen.
3.5 Unter Berücksichtigung der vorherigen Ausführungen sind die
Ergänzungsleistungen für den Zeitraum 1. April 2012 bis 30. September 2016 wie folgt
neu zu berechnen:
Da der EL-Anspruch unter Berücksichtigung des Sohnes höher ist, ist er in die
Berechnung einzuschliessen. Der ordentliche EL-Anspruch ab 1. April 2012 beträgt
folglich Fr. 1'772.-- pro Monat. Der Anspruch auf eine ausserordentliche EL in Form
eines erhöhten Mietzinsanteils fällt weg, da das Reinvermögen drei Viertel der Grenze
für die Anrechnung eines Vermögensverzehrs nach der Bundesgesetzgebung
übersteigt (3/4 von Fr. 75'000.--, siehe Art. 11 Abs. 1 lit. c ELG; Art. 5 des kantonalen
Ergänzungsleistungsgesetzes, ELG SG, Version in Kraft bis 31. Dezember 2015).
Aufgrund der Vergleichsrechnung ist der Sohn ab dem 1. Januar 2013 weiterhin in der
EL-Berechnung zu berücksichtigen. Der EL-Anspruch ab 1. Januar 2013 beläuft sich
folglich auf Fr. 1'836.-- pro Monat.
Der Sohn des Beschwerdeführers hat seine erstmalige berufliche Ausbildung im August
2013 abgeschlossen, weshalb auch die IV-Taggeldzahlungen auf diesen Zeitpunkt hin
geendet haben. Der Sohn ist ab dem 1. September 2013 daher nicht mehr in die EL-
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Berechnung mit einzubeziehen. Der EL-Anspruch ab 1. September 2013 beträgt
folglich Fr. 1'339.-- pro Monat.
Ab 1. Dezember 2013 war dem Beschwerdeführer bereits in der ursprünglichen
Revisionsverfügung ein hypothetisches Erwerbseinkommen angerechnet worden. Die
EL beträgt ab dem 1. Dezember 2013 daher lediglich noch Fr. 628.-- pro Monat.
Per 1. Januar 2014 hat sich die monatliche EL auf Fr. 714.-- erhöht.
Der Sohn des Beschwerdeführers ist am 22. September 2014 aus der Wohnung des
Beschwerdeführers ausgezogen. Die Meldung über den Auszug ist bei der
Beschwerdegegnerin jedoch erst am 14. Januar 2015 eingegangen (EL-act. 75, Dossier
2), weshalb die Beschwerdegegnerin den Mietzinsanteil des Sohnes zu Recht erst ab
dem 1. Januar 2015 aus der EL-Berechnung genommen hat. Zudem hat die
Beschwerdegegnerin das hypothetische Erwerbseinkommen des Beschwerdeführers
ab dem 1. Januar 2015 wieder aus der Berechnung genommen. Die monatliche EL
erhöht sich per 1. Januar 2015 folglich auf Fr. 1'858.-- pro Monat.
Ab 1. Januar 2016 beträgt die monatliche EL Fr. 1'933.--.
Ab 1. Februar 2016 erhöht sich die monatliche EL wegen der Anpassung des
Erwerbseinkommens der Ehefrau auf Fr. 2'103.-- pro Monat. Da sich der EL-Anspruch
ab 1. Juli 2016 nicht verändert hat, beläuft er sich weiterhin auf Fr. 2'103.-- pro Monat.
3.6 Die Rückforderung berechnet sich wie folgt:
Der Tabelle ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer im Zeitraum 1. April 2012 bis
30. September 2016 ordentliche Ergänzungsleistungen (OEL) von Fr. 92'673.-- und
ausserordentliche Ergänzungsleistungen (AEL) von Fr. 8'100.-- bezogen hat
(gesamthaft: Fr. 100'773.--). Bei korrekter Berechnung hätte er im genannten Zeitraum
einen Anspruch auf eine ordentliche Ergänzungsleistung in der Höhe von Fr. 84'902.--
gehabt. Einen Anspruch auf eine ausserordentliche Ergänzungsleistung hat er nicht
gehabt. Die Rückforderung der ordentlichen Ergänzungsleistungen beläuft sich für den
Zeitraum 1. April 2012 bis 30. September 2016 somit auf Fr. 7'771.-- und die
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Rückforderung der ausserordentlichen Ergänzungsleistungen auf Fr. 8'100.--. Die
Rückforderung beträgt gesamthaft somit Fr. 15'871.--.
3.7 Gemäss Art. 25 Abs. 2 erster Satz ATSG erlischt der Rückforderungsanspruch mit
dem Ablauf eines Jahres, nachdem die Versicherungseinrichtung davon Kenntnis
erhalten hat, spätestens aber mit dem Ablauf von fünf Jahren nach der Entrichtung der
einzelnen Leistung. Diese Bestimmung gilt als ergänzendes st. gallisches Recht
sachgemäss auch für die Rückforderung ausserordentlicher Ergänzungsleistungen (Art.
13 Abs. 1 lit. c ELG/SG, sGS 351.5). Bei den genannten Fristen handelt es sich um
Verwirkungsfristen (BGE 140 V 521 E. 2.1). Nach der Rechtsprechung des
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen beginnt die einjährige, relative
Verwirkungsfrist erst an dem Tag zu laufen, an dem die der Rückforderung
zugrundeliegende Korrekturverfügung formell rechtskräftig geworden ist, da der
Versicherungsträger erst an dem Tag definitiv Kenntnis von allen Einzelheiten des
Rückforderungsanspruchs hat (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St.
Gallen vom 16. November 2016, IV 2014/559 E. 2.2; Entscheid vom 26. Juni 2017, EL
2016/8 E. 5.2). Da die Rückforderungsverfügung (jährliche EL und
Krankheitskostenvergütung) im vorliegenden Fall bereits in den Korrekturverfügungen
vom 9. September 2016 enthalten gewesen sind, ist die relative, einjährige
Verwirkungsfrist ohne weiteres gewahrt worden. Weil die Rückforderung den Zeitraum
ab 1. April 2012 betrifft, ist auch die fünfjährige, absolute Verwirkungsfrist im Zeitpunkt
des Verfügungserlasses am 9. September 2016 noch nicht eingetreten gewesen. Der
Rückforderungsanspruch ist somit nicht erloschen.
3.8 Die Beschwerdegegnerin hat mit dem Einspracheentscheid vom 30. Juni 2017 die
Rückforderung der jährlichen Ergänzungsleistungen auf Fr. 30'594.-- und die
Rückforderung der Krankheitskosten auf Fr. 2'365.95 festgelegt. Demzufolge ist der
Einspracheentscheid aufzuheben und die Rückforderung der ordentlichen
Ergänzungsleistungen für den Zeitraum 1. April 2012 bis 30. September 2016 auf Fr.
7'771.-- und die Rückforderung der ausserordentlichen Ergänzungsleistungen für
denselben Zeitraum auf Fr. 8'100.-- festzusetzen. Der EL-Anspruch ab dem 1. Juli 2016
beträgt weiterhin Fr. 2'103.-- pro Monat. Die Vergütung der Krankheitskosten für den
Sohn in der Höhe von Fr. 2'365.95 ist rechtmässig gewesen, weshalb die
Beschwerdegegnerin die entsprechenden Leistungsverfügungen nicht in
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Wiedererwägung ziehen und die Leistungen nicht zurückfordern kann.
4.
4.1 Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).
4.2 Da das vorliegende Verfahren zum Teil die kantonalrechtliche, ausserordentliche
Ergänzungsleistung und somit nicht ausschliesslich die bundesrechtliche, ordentliche
Ergänzungsleistung bzw. die Krankheits- und Behinderungskosten betrifft, steht
diesbezüglich nur der kantonalrechtliche Rechtsmittelweg offen. Eine allfällige
Beschwerde gegen den die ausserordentliche Ergänzungsleistung betreffenden Teil
dieses Entscheides muss deshalb nicht beim Bundesgericht, sondern beim
Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen erhoben werden. Diesbezüglich gilt die
kürzere Rechtsmittelfrist von 14 statt 30 Tagen.