Decision ID: 2befdd69-101d-487b-87ce-8731c544ca87
Year: 2019
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ (nachfolgend: Versicherte) war durch ihre Tätigkeit als Sozialarbeiterin beim
B._ bei der Swica Gesundheitsorganisation (nachfolgend: Swica) obligatorisch gegen
die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert. Mit Bagatellunfallmeldung
UVG vom 26. August 2016 meldete der Arbeitgeber der Swica, die Versicherte habe
angeblich im Zeitraum Mai/Juni 2016, an einem nicht mehr eruierbaren Tag, beim
Ausmisten das Gattertor gehalten, als eine Kuh ausgeschlagen und das Gattertor
getroffen habe. Die Versicherte habe dadurch einen indirekten Schlag auf ihr rechtes
Handgelenk erhalten. Als Ereignisdatum wurde der 1. Juni 2016 vermerkt (UV-act. 1).
A.b Am 13. Juli 2016 hatte die Versicherte wegen Schmerzen in der rechten Hand ihren
Hausarzt Dr. med. C._, Spezialarzt FMH für Innere Medizin, aufgesucht, der als
Befund eine Tendinitis der Strecksehnen (viel PC-Arbeit) erhoben hatte. Von einem
Unfallereignis hatte die Versicherte nicht berichtet und es war kein
Arbeitsunfähigkeitszeugnis ausgestellt worden (UV-act. 25 f.). Wegen anhaltender
Schmerzen im rechten Handgelenk war bei der Versicherten am 11. August 2016 eine
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MRI-Untersuchung des rechten Handgelenks durch Dr. med. D._, Arzt des Instituts
für Radiologie in E._, durchgeführt worden, die eine Ruptur im Bereich des TFCC-
Komplexes sichtbar gemacht, jedoch keinen Hinweis auf ein Knochenmarksödem im
Bereich der Handwurzelknochen geliefert hatte (UV-act. 11). Es folgten
Untersuchungen durch Dr. med. F._, Facharzt FMH Plastische Chirurgie,
Handchirurgie (UV-act. 8), und Dr. med. G._, Chirurgie FMH. Dr. G._ diagnostizierte
am 12. September 2016 anhand der MRI-Bilder vom 11. August 2016 eine
scapholunäre (SL-)Bandruptur Handgelenk rechts und eine allfällige TFCC-Läsion
rechts. Am 14. September 2016 führte sie bei der Versicherten eine
Handgelenksarthroskopie rechts durch, bestätigte diagnostisch die vorgenannten
Gesundheitsschäden und nahm eine dorsale Tenodese mit Transplantat der Extensor
carpi radialis longus-Sehne vor (UV-act. 12 ff.). Dr. G._ attestierte der Versicherten ab
14. September 2016 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (UV-act. 2 f.). Mit Schreiben vom
14. Dezember 2016 bestätigte die Swica der Versicherten einen Leistungsanspruch für
die Behandlungskosten sowie einen Taggeldanspruch (UV-act. 24).
A.c Am 13. Januar 2017 ging bei der Swica ein Untersuchungsbericht von Dr. G._
vom 11. Januar 2017 ein, woraus hervorging, dass im März 2017 die Entfernung der
Schraube geplant sei (UV-act. 27). Die Swica teilte daraufhin der Versicherten mit
Schreiben vom 24. Januar 2017 mit, dass sie ihre Leistungspflicht aufgrund neuer
Erkenntnisse überprüfen müsse und die nötigen Abklärungen veranlasst habe (UV-act.
28; vgl. auch UV-act. 29). Mit Schreiben vom 31. Januar 2017 unterbreitete sie ihrem
Vertrauensarzt Dr. med. H._, Facharzt FMH für Chirurgie, Zertifizierter Gutachter SIM,
Vertrauensarzt SGV, einen Fragenkatalog (UV-act. 30), welchen dieser mit Schreiben
vom 2. Februar 2017 beantwortete (UV-act. 31). Anlässlich eines Telefongesprächs
vom 22. März 2017 mit einer Mitarbeiterin der Swica erkundigte sich die Versicherte
nach der Taggeldzahlung. Sie habe aufgrund der Metallentfernung ein Zeugnis
erhalten. Die Mitarbeiterin der Swica erklärte, dass dafür keine Leistungen erbracht
werden könnten. Die im September 2016 durchgeführte Operation habe nicht in einem
Zusammenhang mit dem Unfallereignis gestanden, weshalb auch keine
Versicherungsleistungen für die Metallentfernung erbracht werden könnten (UV-act.
36).
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A.d Mit formlosem Schreiben vom 23. März 2017 teilte die Swica der Versicherten mit,
dass sie ihre Versicherungsleistungen rückwirkend auf Ende Juni 2016 einstelle und die
Versicherte ab dem 1. Juli 2016 keinen Anspruch auf Leistungen aus der
Unfallversicherung für die Beschwerden an ihrem rechten Handgelenk habe. Auf eine
Rückforderung der bereits erbrachten Leistungen werde verzichtet (UV-act. 37).
Nachdem die Versicherte mit E-Mail vom 26. März 2017 eine anfechtbare Verfügung
verlangt hatte (UV-act. 38), hielt die Swica mit Verfügung vom 6. April 2017 an ihrer
Leistungseinstellung per Ende Juni 2016 fest (UV-act. 41).
B.
B.a Gegen diese Verfügung erhob die Protekta Rechtsschutz-Versicherung AG
(nachfolgend: Protekta) für die Versicherte mit Schreiben vom 19. Mai 2017 vorsorglich
Einsprache (UV-act. 47). Mit Eingabe vom 30. Juni 2017 reichte die Protekta die
Einsprachebegründung (UV-act. 51) zusammen mit einem Bericht von Dr. G._ vom
19. Mai 2017 (UV-act. 49) und einer Stellungnahme von Dr. med. I._,
Allgemeinmedizin FMH, FA Manuelle Medizin FMH, FA Vertrauensarzt FMH, vom 29.
Mai 2017 (UV-act. 50) ein.
B.b Mit Einspracheentscheid vom 25. Januar 2018 wies die Swica die Einsprache der
Versicherten vom 19. Mai 2017 ab (UV-act. 52). Erstmalig erklärte sie, es sei nicht mit
dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen, dass ca. am 1.
Juni 2016 ein Ereignis stattgefunden habe.
C.
C.a Gegen den Einspracheentscheid vom 25. Januar 2018 erhob die Versicherte
(nachfolgend: Beschwerdeführerin), vertreten durch Rechtsanwalt Oliver Streiff, Zürich,
mit Eingabe vom 26. Februar 2018 Beschwerde mit folgenden Anträgen: 1. "Es sei die
Verfügung vom 04. April 2017 sowie der Einspracheentscheid vom 25. Januar 2018
aufzuheben. 2. Es seien der Beschwerdeführerin ab 01. Juli 2016 die gesetzlichen
Leistungen (Krankenkostenübernahme, Taggelder etc.) zuzusprechen. 3. Eventualiter
seien weitere Sachverhaltsabklärungen vorzunehmen. 4. Es sei ein zweiter
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Schriftenwechsel anzuordnen. 5. Alles unter ordentlicher und ausserordentlicher
Kostenfolge zulasten der Beschwerdegegnerin." (act. G 1).
C.b In der Beschwerdeantwort vom 4. April 2018 beantragte die Swica (nachfolgend:
Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde (act. G3).
C.c Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin verzichtete auf die Einreichung einer
Replik (act. G 5).

Erwägungen
1.
Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die
Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung
(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur
Änderung vom 25. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die
sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem
Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. Vorliegend finden
daher, nachdem ein Ereignis aus dem Jahr 2016 zur Diskussion steht, die bis 31.
Dezember 2016 gültigen Bestimmungen Anwendung.
2.
2.1 Der Anspruch auf Leistungen der Unfallversicherung setzt zunächst einen Unfall im
Sinne von Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) voraus. Als solcher gilt die plötzliche, nicht
beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den
menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen
Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. Als weitere Voraussetzung der Leistungspflicht
des Unfallversicherers ist sodann die natürliche und adäquate Kausalität zwischen dem
Unfall und der festgestellten Gesundheitsschädigung verlangt (Art. 6 Abs. 1 UVG; BGE
129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen; Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre Holzer,
Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz
über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2012, S. 53 ff.). Für die
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Beantwortung der Tatfrage nach dem Bestehen natürlicher Kausalzusammenhänge im
Bereich der Medizin ist das Gericht in der Regel auf Angaben ärztlicher Experten und
Expertinnen angewiesen. Die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang ist
demgegenüber eine Rechtsfrage, die vom Gericht nach den von Doktrin und Praxis
entwickelten Regeln zu beurteilen ist (Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 55, 58). Im
Bereich klar ausgewiesener somatischer Unfallfolgen spielt jedoch die Adäquanz als
rechtliche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen Kausalzusammenhang
ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine Rolle. Sie ist bei
ausgewiesener natürlicher Kausalität ohne weiteres zu bejahen (BGE 127 V 103 E. 5b/
bb, 123 V 102 E. 3b, 118 V 291 E. 3a, 117 V 365 E. 5d/bb mit Hinweisen). Die Frage, ob
sich ein Unfallereignis ereignet hat, und falls ja, die Frage, ob zwischen dem
Unfallereignis und einem Gesundheitsschaden ein natürlicher Kausalzusammenhang
gegeben ist, beurteilt sich nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit; die blosse Möglichkeit eines Unfallereignisses
bzw. einer Unfallkausalität genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht
(BGE 129 V 177 E. 3.1 mit Hinweisen; Thomas Locher/Thomas Gächter, Grundriss des
Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl. Bern 2014, § 70 N. 58 f.).
2.2 Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das
Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines
Gesundheitsschadens mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit
nachgewiesen sein. Da es sich bei der Einstellung von Versicherungsleistungen um
eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast für den Wegfall der
vom Unfallversicherer zunächst anerkannten natürlichen Kausalität - anders als bei der
Frage, ob ein leistungsbegründender Kausalzusammenhang überhaupt je gegeben war
- nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 2000 Nr. U
363 S. 46 E. 2 mit Hinweisen; BGE 117 V 263 f. E. 3b; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S.
54 f.). Dieser Grundsatz gilt aber nur für Verletzungen, welche damals thematisiert
worden waren und somit Gegenstand der Anerkennung bildeten (Urteil des
Bundesgerichts vom 20. August 2009, 8C_363/2009, E. 1; Urteil des Eidgenössischen
Versicherungsgerichts [EVG] vom 27. April 2005, U 6/05, auszugsweise publiziert in:
AJP 2006 S. 1290 ff.). Selbstverständlich greift die genannte Beweisregel erst dann
Platz, wenn die Verwaltung und - im Beschwerdefall - das Gericht dem
Untersuchungsgrundsatz rechtsgenüglich nachgekommen sind bzw. es sich als
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unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer
Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit
für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 138 V 222 E. 6 mit Hinweisen;
Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 4, 55; Urteil des Bundesgerichts vom 4. August 2008,
8C_354/2007, E. 2.2). Im Hinblick auf die nachfolgende Erwägung 5 kann demnach
offenbleiben, wie es sich im vorliegenden Fall mit der Beweislastverteilung verhält bzw.
inwieweit ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang oder das
Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen nachzuweisen ist.
2.3 Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der
Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die
urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln
sowie umfassend und pflichtgemäss, zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig
davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die
verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs
gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht,
auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der
Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen
Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und
ob die Schlussfolgerungen der Fachperson begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit
Hinweis). Auch reine Aktengutachten können beweiskräftig sein, sofern ein lückenloser
Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche Beurteilung eines an
sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht, mithin die direkte Befassung mit
der versicherten Person in den Hintergrund rückt (Urteile des Bundesgerichts vom 18.
Juni 2014, 9C_196/2014 E. 5.1.1., 30. März 2012, 8C_119/2012, E. 4, und 22. Januar
2010, 9C_1063/2009, E. 4.2.1). Nach der Rechtsprechung können sodann auch
Berichte und Gutachten, welche die Versicherungen während des
Administrativverfahrens von ihren eigenen Ärzten und Ärztinnen - d.h. auch von ihren
Vertrauensärzten und -ärztinnen - einholen, beweistauglich sein. An deren
Beweiswürdigung sind indes strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur
geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen
bzw. vertrauensärztlichen Feststellungen, sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen
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(BGE 135 V 470 E. 4.4 mit Hinweis; bestätigt mit Urteil des Bundesgerichts vom 23.
November 2012, 8C_592/2012, E. 5.3).
3.
Vorliegend ist unbestritten, dass die Beschwerdegegnerin infolge der
Bagatellunfallmeldung vom 26. August 2016 für das angeblich im Zeitraum Mai/Juni
2016 der Beschwerdeführerin wiederfahrene Ereignis Versicherungsleistungen
(Heilbehandlungs- und Taggeldleistungen) im Zusammenhang mit einer
Handgelenksproblematik rechts erbracht hat.
4.
4.1 Laut besagter Bagatellunfallmeldung hat die Beschwerdeführerin im angegebenen
Zeitraum beim Ausmisten das Gattertor gehalten, als eine Kuh ausschlug und das
Gattertor traf, wobei die Beschwerdeführerin einen indirekten Schlag auf ihr rechtes
Handgelenk erlitt (UV-act. 1). Angesichts dieser Schilderung ist die
Beschwerdegegnerin zurecht von einem Ereignis, für welches sie grundsätzlich
leistungspflichtig ist, d.h. von einem Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG, ausgegangen.
Nachdem die Beschwerdegegnerin in der Verfügung vom 6. April 2017 einen
weiterdauernden Leistungsanspruch des Beschwerdeführers per 1. Juli 2016 mit der
Begründung ablehnte, die Handgelenksbeschwerden stünden nur in einem möglichen,
nicht jedoch überwiegend wahrscheinlichen Zusammenhang zum gemeldeten Ereignis
(UV-act. 41), stellte sie im angefochtenen Einspracheentscheid vom 25. Januar 2018
fest, das fragliche Ereignis sei nicht überwiegend wahrscheinlich nachgewiesen (UV-
act. 52). Sie verneinte also neu das Vorliegen eines Unfalls gemäss Art. 4 ATSG und
damit von Grund auf einen Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin aus der
Unfallversicherung. Diese Vorgehensweise ist insofern nicht zu beanstanden, als die
Beschwerdegegnerin laut angefochtenem Einspracheentscheid auf eine Rückforderung
bereits erbrachter Leistungen verzichtet, das Verfügungsdispositiv also nicht
abgeändert hat und der Unfallversicherer gemäss BGE 130 V 380 die Möglichkeit hat,
die durch Ausrichtung von Heilbehandlung und Taggeldern anerkannte Leistungspflicht
mit Wirkung ex nunc et pro futuro ohne Berufung auf den Rückkommenstitel der
Wiedererwägung oder der prozessualen Revision (vgl. Art. 53 ATSG) einzustellen, d.h.
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den Fall abzuschliessen. Dies mit der Begründung, ein versichertes Ereignis liege - bei
richtiger Betrachtungsweise - gar nicht vor.
4.2 Nachfolgend ist mithin zu prüfen, ob mit dem Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit im Mai/Juni 2016 ein Ereignis stattgefunden hat, wie es in der
Bagatellunfallmeldung vom 26. August 2016 beschrieben ist.
4.2.1 Im Unfallversicherungsrecht herrscht, wie allgemein im Sozialversicherungsrecht,
der Untersuchungsgrundsatz. Der Unfallversicherer und im Streitfall das Gericht haben
den Sachverhalt von Amtes wegen zu ermitteln, dürfen aber die Mitwirkung der
leistungsansprechenden Person beanspruchen. Sie muss die Umstände des Unfalls
glaubhaft machen. Kommt sie dieser Aufforderung nicht nach, indem sie
unvollständige, ungenaue oder widersprüchliche Angaben macht, die das Bestehen
eines unfallmässigen Schadens als unglaubwürdig erscheinen lassen, besteht keine
Leistungspflicht des Unfallversicherers. Zur Glaubhaftmachung eines Unfalls genügt es
nicht, einen Gesundheitsschaden nachzuweisen, der möglicherweise auf ein
Unfallereignis zurückgehen könnte, sondern es müssen über das konkrete Geschehen
wahre, genaue und wenn möglich ins Einzelne gehende Daten namhaft gemacht
werden, aufgrund welcher der Versicherer in die Lage versetzt wird, sich über die
Tatumstände ein Bild zu machen und diese in objektiver Weise abzuklären (Locher/
Gächter, § 70 N 2 f., § 70 M 20; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 3. Aufl. Zürich/Basel/
Genf 2015, Art. 43 N 13, Art. 61 N 96 ff, Art. 61 N 111 f.; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S.
29; BGE 122 V 158 E. 1a, 114 V 305 f. E. 5b; RKUV 1990 Nr. U 86 S. 50). Der
mangelnde Nachweis eines Unfalls lässt sich nur selten durch medizinische
Feststellungen ersetzen. Diesen kommt im Rahmen der Beweiswürdigung, ob eine
Schädigung auf einen Unfall zurückzuführen ist, in der Regel nur die Bedeutung von
Indizien zu (Urteil des Bundesgerichts vom 1. März 2012, 8C_50/2012, E. 5.2 mit
Hinweis auf BGE 134 V 72 E. 4.3.2.2; RKUV 1990 Nr. 86 S. 51 E. 2).
4.2.2 Das in der Bagatellunfallmeldung UVG vom 26. August 2016 beschriebene
Ereignis stellt unstreitig einen Unfalltatbestand im Sinne von Art. 4 ATSG dar. Das
Ereignis soll sich angeblich im Mai/Juni 2016 ereignet haben. Die Beschwerdegegnerin
sieht im Umstand, dass es ihr erst drei Monate später gemeldet wurde, ein gewichtiges
Indiz dagegen, dass es überhaupt geschehen ist. Einen weiteren Hinweis hierfür
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erkennt sie in der unbestrittenen Tatsache (vgl. act. G 1 Ziff. 21), dass die
Beschwerdeführerin laut Arztzeugnis UVG von Dr. C._ vom 28. Dezember 2016
anlässlich der Erstbehandlung von Handgelenksbeschwerden rechts am 13. Juli 2016
nicht über ein Unfallereignis berichtet habe (UV-act. 26). In diesem Zusammenhang
verweist sie auch auf die Aussagen von Dr. H._ in seiner Aktenbeurteilung vom 2.
Februar 2017, wonach es chirurgisch nicht vorstellbar sei, dass sich die
Beschwerdeführerin nicht an das Unfalldatum erinnern könne, wenn sie sich dabei eine
Ruptur des SL-Bandes und eine TFCC-Läsion zugezogen haben solle. Dies bedürfe
eines eindrücklichen Traumas. Die Beschwerdeführerin habe jedoch bei ihrem ersten
Arztbesuch kein Trauma erwähnt (UV-act. 31).
4.3 Grundsätzlich kann in der langen Latenzzeit bis zur Erstbehandlung und zur
Unfallmeldung sowie im Umstand, dass ein Unfall anlässlich der Erstbehandlung nicht
erwähnt wird, ein Hinweis dafür gesehen werden, dass gar nie ein Unfall stattgefunden
hat. Vorliegend griffe dies jedoch zu kurz. Der Rechtsvertreter setzt das Verhalten der
Beschwerdeführerin in der Beschwerde vom 26. Februar 2018 nachvollziehbar in einen
umfassenderen Kontext, der in die Wahrscheinlichkeitsbeurteilung miteinzubeziehen
ist. Dass unmittelbar nach dem Unfall keine umgehende Untersuchung stattgefunden
hat, begründet er damit, dass die Beschwerdeführerin zunächst von vorübergehenden
Schmerzen und kaum dramatischen Verletzungen ausgegangen sei. Sie sei
schmerztolerant, habe deshalb dem Vorfall kein zusätzliches Gewicht beigemessen
und habe sich auf den Heilungsprozess konzentrieren wollen. Erst nach einigen
Wochen, als die Schmerzen angedauert und sich verstärkt hätten, habe sie ihren
Hausarzt aufgesucht. Besteht die Beschwerdesymptomatik nach einem Unfall einzig in
Schmerzen, welche zudem auszuhalten sind, ohne relevante
Bewegungseinschränkung, und zeigt sich das Handgelenk zudem äusserlich unauffällig
(UV-act. 8, 25 f.; vgl. dazu insbesondere auch nachfolgende Erwägung 6.2.3), erscheint
es durchaus plausibel, wenn eine versicherte Person nicht unverzüglich einen Arzt
konsultiert und zunächst abwartend auf Selbstheilung durch Eigenbehandlung hofft.
Am 13. Juli 2016 begab sich die Beschwerdeführerin in hausärztliche Behandlung. Dr.
C._ erhob als Befund (nur) eine krankheits- bzw. überlastungsbedingte Tendinitis der
Strecksehnen, obwohl davon auszugehen ist, dass die später radiologisch und
arthroskopisch diagnostizierten strukturellen Gesundheitsschäden (SL-Bandruptur und
TFCC-Läsion) damals bereits vorgelegen haben. Dr. C._ ordnete zunächst eine
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konservative und am 20. Juli 2016 eine Ultraschalltherapie an (UV-act. 25). Nachdem
die Beschwerdeführerin weiterhin Schmerzen hatte, wies er sie für eine MRI-
Untersuchung Dr. D._ zu (UV-act. 25), der am 11. August 2016 eine TFCC-Läsion
diagnostizierte (UV-act. 11). Darauf folgte die Zuweisung an Dr. F._, demgegenüber
die Beschwerdeführerin offensichtlich von einem Trauma ("Distorsion vor etwa drei
Monaten") berichtete. Dr. F._ ging in der Zusammenschau der Befunde von einem
traumatischen Ereignis aus (UV-act. 8). Im Anschluss, d.h. am 26. August 2016,
erfolgte offensichtlich die Unfallmeldung (UV-act. 1). Angesichts des dargelegten
Sachverhalts erscheint es glaubwürdig, dass die Beschwerdeführerin bis zur
Konsultation bei Dr. F._ keine bedeutsame Unfallverletzung vermutete und auf
Selbstheilung hoffte und keinen Anlass für eine Unfallmeldung sah. Auch Dr. G._
betrachtet es in ihrem Bericht vom 19. Mai 2017 (UV-act. 49) als plausibel, dass eine
Patientin in der Situation der Beschwerdeführerin zunächst nichts Schlimmes annimmt
und im Vertrauen auf das Untersuchungsergebnis des Hausarztes (nur) von einer
Sehnenentzündung ausgeht. Schliesslich ist zu berücksichtigen, dass die
Beschwerdeführerin den Ablauf des Ereignisses ohne Weiteres überzeugend zu
schildern vermochte und diesbezüglich auch keine Vorbehalte vorgebracht worden
sind. Freilich vermochte die Beschwerdeführerin bei der Unfallmeldung kein genaues
Datum anzugeben. Diesem Umstand darf jedoch nicht dieselbe Bedeutung
beigemessen werden, wie einer - vorliegend nicht gegebenen - undetaillierten oder
widersprüchlichen Sachverhaltsdarstellung. Anzumerken bleibt, dass sich die
Beschwerdegegnerin nach Eingang der Bagatellunfallmeldung vom 26. August 2016
und vor ihrer Leistungsbestätigung vom 14. Dezember 2016 (UV-act. 24) nicht
veranlasst sah, die Beschwerdeführerin persönlich mit konkreten Zusatzfragen zu
konfrontieren oder die Erhebung der Unfalldaten mit dem üblichen Frageblatt detailliert
nachzuholen.
4.4 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass es mit dem Beweisgrad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit als nachgewiesen gilt, dass die Beschwerdeführerin
im Mai/Juni 2016 einen Unfall erlitten hat, wie er in der Bagatellunfallmeldung vom 26.
August 2016 beschrieben worden ist (UV-act. 1).
5.
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Demzufolge bleibt die Frage zu beantworten, welche Gesundheitsschäden sich die
Beschwerdeführerin mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit beim
Unfall zugezogen hat bzw. in welchem Zeitpunkt von einem Dahinfallen unfallkausaler
Gesundheitsschäden auszugehen ist.
5.1 Ein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen Unfall und gesundheitlichen
Beschwerden hat in der Regel als gegeben zu gelten, wenn sich mittels apparativer
Untersuchungsmethoden (wie Röntgen, Sonographie, Kernspintomographie,
Computertomographie, Arthroskopie) ein unfallkausaler organischer Befund im Sinn
eines strukturellen Gesundheitsschadens erheben lässt (vgl. BGE 134 V 121 E. 9, 134 V
232 E. 5.1 mit Hinweisen, 117 V 363 E. 5d/aa; SVR 2007 UV Nr. 25 S. 81 E. 5.4 mit
Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 7. August 2008, 8C_806/2007, E. 8.2 mit
zahlreichen Hinweisen). Bei der Beschwerdeführerin wurde, wie bereits gesagt, bei
einer MRI-Untersuchung vom 11. August 2016 durch Dr. D._ eine TFCC-Läsion
diagnostiziert (UV-act. 11). Dr. F._ stellte nachfolgend im Untersuchungsbericht vom
31. August 2016 basierend auf den MRI-Bildern die Diagnose einer posttraumatischen
TFCC-Läsion Handgelenk rechts mit scapholunärer Dissoziation und beginnender
Ulnaimpaktion (UV-act. 8). Am 12. September 2016 wurde die Beschwerdeführerin
durch Dr. G._ untersucht, die eine scapholunäre Bandläsion Handgelenks rechts,
allenfalls auch TFCC-Läsion rechts, diagnostizierte (UV-act. 13). In der durch Dr. G._
am 14. September 2016 durchgeführten Arthroskopie liessen sich schliesslich beide
Läsionen bestätigen (UV-act. 12). Angesichts der vorliegenden medizinischen Akten hat
als unbestritten zu gelten und ist auch der medizinischen Literatur zu entnehmen, dass
eine SL-Bandruptur sowie eine TFCC-Läsion an sich Folge eines Traumas sein können
(vgl. Alfred M. Debrunner, Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. Bern 2005, S.
747, 754; Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch, 267. Aufl. Berlin/Boston 2017, S. 1831).
Gestützt auf die Beurteilung ihres Vertrauensarztes Dr. H._ vom 2. Februar 2017 (UV-
act. 31) geht die Beschwerdegegnerin indes bei der Beschwerdeführerin von
degenerativ bedingten Gesundheitsschäden am Handgelenk aus. Es sind also beide
Kausalitäten (Krankheits- und Unfallkausalität) denkbar. Im Folgenden ist zu prüfen, ob
es sich bei der im konkreten Fall vorgelegenen SL-Bandruptur und TFCC-Läsion mit
dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit um direkte Unfallverletzungen
oder um degenerative Gesundheitsschädigungen gehandelt hat.
5.2
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5.2.1 Dr. H._ legt in seiner Beurteilung vorwiegend dar, inwiefern er bereits das
Geschehen eines Traumas als unvorstellbar bzw. unglaubwürdig betrachtet (UV-act.
31). Seine Schlussfolgerung bzw. seine Ausführungen dazu wurden jedoch in
Erwägung 4 widerlegt.
5.2.2 Sofern die Aussage von Dr. H._ - es bedürfe eines "eindrücklichen Traumas" -
dahingehend ausgelegt wird, die Verursachung der fraglichen Verletzungen - wie auch
von Dr. I._ in seiner Stellungnahme vom 29. Mai 2017 bestätigt (UV-act. 50) -
erfordere ein erhebliches Handgelenktrauma, lässt sich dieser Feststellung zumindest
bezogen auf den konkreten Fall keine überzeugende Schlussfolgerung entnehmen. So
enthält die Beurteilung von Dr. H._ keine zusätzlichen substantiierten Ausführungen
zu den genauen Anforderungen, unter welchen eine SL-Bandläsion sowie eine TFCC-
Läsion traumatisch entstehen können, und weshalb das in der Unfallmeldung vom 26.
August 2016 geschilderte Ereignis keine dieser Verletzungen verursachen konnte.
Ebenso wenig vermochte sich Dr. I._ zum konkreten Fall zu äussern. Er schickte
voraus, dass die Stellungnahme zur Kausalität erschwert sei, weil das Ereignis durch
die Unfallversicherung nicht genau abgeklärt worden sei. Aus versicherungsärztlicher
Sicht erklärte er allerdings ein Unfallereignis, wie es in der Bagatellunfallmeldung vom
26. August 2016 beschrieben worden sei, sowie eine dabei erlittene Hyperextension im
Bereich des Handgelenks als vorstellbar. Sofern der gemeldete Unfallverlauf bei den
Abklärungen bestätigt werde, sei von einer überwiegend wahrscheinlichen
Unfallkausalität der Läsionen auszugehen. Angesichts dessen, dass seine Erklärung im
Hinblick auf das in der Bagatellunfallmeldung geschilderte Ereignis vorbehaltlos erfolgt
ist, wäre damit eigentlich eine Unfallkausalität anzunehmen.
5.2.3 Die Aussage von Dr. H._ - es sei chirurgisch nicht vorstellbar, dass sich die
Beschwerdeführerin nicht an das Unfalldatum erinnern könne, wenn sie sich dabei eine
SL-Bandläsion sowie eine TFCC-Läsion zugezogen hätte - beinhaltet sodann, dass
eine traumatische SL-Bandläsion sowie eine TFCC-Läsion unfallnah zwingend als
bedeutsame bzw. schwere Verletzungen wahrgenommen werden. Zumindest in Bezug
auf den konkreten Fall trifft dies jedoch offensichtlich nicht zu. Anlässlich der
Erstbehandlung vom 13. Juli 2016 erhob Dr. C._ als objektiven Befund eine Tendinitis
der Strecksehnen, subjektiv vermerkte er einzig Schmerzen (UV-act. 25 f.). Anlässlich
der Konsultation vom 8. August 2016 notierte er ebenfalls (weiterhin) nur Schmerzen im
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rechten Handgelenk, obwohl ein TFCC-Test positiv war (UV-act. 25). Laut
Untersuchungsbericht von Dr. F._ vom 31. August 2016 zeigte sich das rechte
Handgelenk äusserlich unauffällig und ohne relevante Bewegungseinschränkung im
Seitenvergleich (UV-act. 8). Erst bei der klinischen Untersuchung durch Dr. G._ vom
12. September 2016 war die Beweglichkeit des rechten Handgelenks doch ziemlich
eingeschränkt. Es bestand eine massive Druckdolenz scapholunär mit einem positiven
Watson-Test, jedoch immer noch ein indolenter TFCC (UV-act. 13). Wie in Erwägung
5.1 dargelegt, wurden jedoch ab 31. August 2016 zeitlich parallel die Diagnosen einer
TFCC-Läsion und/oder einer SL-Bandläsion Handgelenk rechts gestellt. Am 14.
September 2016 wurden schliesslich beide Läsionen arthroskopisch bestätigt (UV-act.
12). Angesichts der dargelegten Sachlage ist mit dem Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit von einem Bestehen der fraglichen Gesundheitsschäden bereits im
Zeitpunkt der Erstbehandlung auszugehen, ohne dass daraus abgeleitet werden
könnte, hauptsächlich eine bedeutsame Beschwerdeproblematik hätte auf die TFCC-
Läsion und SL-Bandläsion hingewiesen. Aus dem Gesagten lässt sich somit nicht
folgern, dass eine traumatische SL-Bandläsion sowie eine TFCC-Läsion unfallnah
zwingend als bedeutsame Verletzungen wahrgenommen werden.
5.2.4 Die verbleibende vertrauensärztliche Feststellung zur Frage der Unfallkausalität -
im MRI habe sich kein für ein stärkeres Prelltrauma typisches Knochenmarksignal
gezeigt; es sei nicht vorstellbar, dass das SL-Band sowie der TFCC, ohne ein Bone
Bruise zu hinterlassen, reissen würden - stellt allein keinen überzeugenden Hinweis
gegen traumatische Verletzungen dar (UV-act. 31). Bis zur MRI-Untersuchung sind
mindestens eineinhalb Monate vergangen, in welchen - zwar nicht in Bezug auf die
Bandverletzungen, jedoch bezüglich Knochenödemen und Einblutungen - ein
Heilungsprozess stattgefunden haben kann (vgl. Debrunner, a.a.O., S. 655;
Pschyrembel, a.a.O., S. 277).
5.3 Zusammenfassend ist festzustellen, dass verschiedene Gründe gegen die
Zuverlässigkeit der vertrauensärztlichen Beurteilung von Dr. H._ vom 2. Februar 2017
sprechen. So deckt sie sich nicht mit den Fakten des konkreten Falls und lässt
überzeugende Beurteilungsansätze hinsichtlich der Frage der Unfallkausalität der SL-
Bandläsion sowie der TFCC-Läsion der Beschwerdeführerin vermissen. Die Beurteilung
von Dr. H._ reicht demzufolge nicht aus, um eine Unfallkausalität der fraglichen
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Gesundheitsschäden mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit
auszuschliessen.
5.4 Hinzu kommen die ärztlichen Beurteilungen bzw. Stellungnahmen von Dr. G._
vom 19. Mai 2017 (UV-act. 49) und Dr. I._ vom 29. Mai 2017 (UV-act. 50), in welchen
sich diese zumindest nicht gegen eine Unfallkausalität der fraglichen
Gesundheitsschäden aussprechen. Dr. G._ hielt in Übereinstimmung mit dem
hausärztlichen Auszug aus der Krankengeschichte der Beschwerdeführerin (UV-act.
25) fest, dass deren Hand vorgängig keine Schmerzen verursacht habe und eine
ziemlich wuchtige Torsion des Handgelenks absolut zu den gegebenen Schädigungen
führen könne (UV-act. 49). Dr. I._ sprach sich unter der Voraussetzung, dass der in
der Bagatellunfallmeldung vom 26. August 2016 geschilderte Unfallverlauf bestätigt
werden könne, für eine Unfallkausalität aus (UV-act. 50).
6.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beurteilung von Dr. H._ vom 2. Februar
2017 (UV-act. 31) nicht stichhaltig und überzeugend die Frage beantwortet, ob die SL-
Bandläsion sowie die TFCC-Läsion des rechten Handgelenks der Beschwerdeführerin
überwiegend wahrscheinlich Folgen ihres Unfalls vom Mai/Juni 2016 sind. Für eine
Leistungsablehnung der Beschwerdegegnerin hinsichtlich erfolgter Heilbehandlungen
und eingetretener Arbeitsunfähigkeiten im Zusammenhang mit den fraglichen
Gesundheitsschäden über Ende Februar 2017 hinaus genügte diese Beweislage nicht.
Genügender Beweiswert für eine abschliessende, überwiegend wahrscheinliche
Annahme unfallkausaler Verletzungen kommt indes auch den Beurteilungen bzw.
Stellungnahmen von Dr. G._ und Dr. I._ nicht zu. Die Beschwerdegegnerin wäre
gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 Abs. 1 ATSG) zur Vornahme weiterer
Abklärungen hinsichtlich Unfallkausalität verpflichtet gewesen. Nachdem - wie gesagt -
bereits geringe Zweifel an der Schlüssigkeit ärztlicher Feststellungen ergänzende
Abklärungen erforderlich machen, wird sie solche nachzuholen haben. Die
Angelegenheit ist mithin zur Veranlassung der besagten Abklärungen an die
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
7.
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7.1 Nach dem Gesagten ist die Beschwerde vom 26. Februar 2018 unter Aufhebung
des angefochtenen Einspracheentscheids vom 25. Januar 2018 teilweise gutzuheissen
und die Streitsache zu ergänzenden Abklärungen im Sinne der Erwägungen und
anschliessend neuer Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
7.2 Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).
7.3 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei
Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom
Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der
Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In
der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art.
22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung (HonO; sGS 963.75) pauschal Fr. 1'500.-- bis Fr.
15'000.--. Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin beantragte in der Beschwerde
vorerst eine Parteientschädigung von Fr. 2'500.-- inklusive Mehrwertsteuer und
ersuchte das Versicherungsgericht, ihn zu gegebener Zeit aufzubieten, seine
Honorarnote einzureichen (act. G 1). Angesichts der vorgenannten Honorarhöhe und
des Umstandes, dass im vorliegenden Beschwerdeverfahren kein zweiter
Schriftenwechsel durchgeführt worden ist, kann jedoch von der Einholung einer
Honorarnote abgesehen und die Parteientschädigung pauschal festgesetzt werden.
Eine Parteientschädigung von Fr. 4'000.-- (einschliesslich Barauslagen und
Mehrwertsteuer) erscheint der Bedeutung der Streitsache und dem notwendigen
Aufwand angemessen.