Decision ID: aa3e52a4-bc10-529f-b657-54b93e957cc0
Year: 2019
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A._ (nachfolgend: Versicherter) war seit 4. Januar 1999 als Allrounder bei der B._
AG tätig und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen
die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert (Suva-act. I-1).
B.
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B.a Am 5. April 2002 wurde die linke Hand des Versicherten von einer
herunterfallenden Aluminiumplatte getroffen (Suva-act. I-1). Dabei zog er sich Frakturen
der Finger II bis IV zu (Suva-act. I-2). Am 19. April 2002 wurde die Verletzung des
Fingers III operiert (Suva-act. I-3), die beiden anderen Finger wurden konservativ
behandelt. Nach weiteren Eingriffen und physiotherapeutischen Behandlungen (Suva-
act. I-17 f.) nahm der Versicherte seine angestammte Tätigkeit bei der B._ AG wieder
ganztags bei eingeschränkter Leistungsfähigkeit auf (Suva-act. I-32, 40, 44, 48).
B.b Am 13. Oktober 2004 verfügte die Suva bei einer Integritätseinbusse von 12.5%
eine Integritätsentschädigung von Fr. 13'350.-- (Suva-act. I-73). Auf eine dagegen
erhobene Einsprache trat die Suva mit Einspracheentscheid vom 12. September 2005
zufolge verspäteter Einspracheerhebung nicht ein (Suva-act. I-84). Das
Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen wies eine dagegen erhobene Beschwerde
mit Entscheid vom 8. März 2006 rechtskräftig ab (Suva-act. I-115). Bereits am 14.
Oktober 2004 hatte die Suva dem Versicherten die Integritätsentschädigung
überwiesen, welche dieser indes am 19. Oktober 2004 zurückbezahlt hatte (Suva-act.
I-98). Dieser Vorgang wiederholte sich (Suva-act. I-165-2).
B.c Vom 24. bis 28. Oktober 2005 wurde der Versicherte im Zentrum für Medizinische
Begutachtung (ZMB), Basel, im Auftrag der IV-Stelle internistisch, orthopädisch/
handchirurgisch sowie psychiatrisch begutachtet (Suva-act. I-102-1). Gemäss Bericht
vom 1. Dezember 2005 schätzten die Gutachter die Arbeitsfähigkeit auf 70% ein. Eine
Umschulung sei aufgrund der Persönlichkeit des Versicherten nicht sinnvoll, selbst
wenn theoretisch bei einer körperlich leichten Verweistätigkeit ein höheres Pensum
erreicht werden könnte (Suva-act. I-102-22 f.).
B.d Am 13. Februar 2007 einigten sich der Versicherte und die Suva vergleichsweise
auf eine Invalidenrente ab 1. Februar 2007 gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 15%
bei einem versicherten Jahresverdienst von Fr. 78'560.-- (Suva-act. I-141).
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Entsprechend verfügte die Suva am 10. April 2007 (Suva-act. I-145). Diese Verfügung
blieb unangefochten. Die IV-Stelle lehnte am 27. September 2007 einen
Rentenanspruch bei einem Invaliditätsgrad von 15% ab (Suva-act. I-153).
B.e In der Folge entrichtete die Suva für die Monate Februar bis und mit September
2007 die Rentenbeträge gemäss Verfügung vom 10. April 2007. Danach erfasste sie
eine Zahlungssperre, weil geleistete Zahlungen retourniert worden waren (Suva-act.
I-166).
C.
C.a Am 21. April 2007 hatte der Versicherte erneut einen Unfall erlitten, indem er mit
dem Fahrrad gestürzt war (Suva-act. II-1). In der Folge war er bei diagnostizierter
lateraler Claviculafraktur rechts sowie Kontusion des rechten Ellbogens und der
rechten Hüfte bis 25. April 2007 im Kantonsspital St. Gallen (KSSG) hospitalisiert
gewesen (Suva-act. II-3). Die Claviculafraktur war am 22. April 2007 mittels
Osteosynthese versorgt worden (Suva-act. II-4). Am 21. September 2007 war das
Osteosynthesematerial wieder entfernt worden (Suva-act. II-16). Per 1. Januar 2009
reduzierte der Versicherte sein Arbeitspensum von 85% auf 70% (Suva-act. I-176 f.,
279, 322-14, IV-act. 134-26 in act. G 1.26).
C.b Am 15. Oktober 2009 teilte die Suva dem Versicherten mit, dass die
Überweisungen einstweilen eingestellt würden, da die zuletzt ausgeführte Zahlung
zurückgewiesen worden sei. Der Versicherte wurde aufgefordert, die korrekte
Kontonummer und die Bankadresse bekanntzugeben (Suva-act. I-195). Mit Schreiben
an den Versicherten vom 7. Januar 2010 führte die Suva aus, dass sämtliche
Rentenleistungen und Integritätsschadenleistungen seit dem Rentenbeginn zur
Auszahlung bereitliegen würden. Die getätigten Zahlungen seien jeweils wieder an die
Suva zurückgesandt und die bekannte Kontonummer – ohne Angabe einer neuen
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Zahlungsverbindung – gelöscht worden. Unter diesen Umständen könnten die
Leistungen momentan nicht ausgerichtet werden. Unter Hinweis auf die Fristen nach
Art. 24 des Bundesgesetzes über den allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
(ATSG; SR 830.1) zum Erlöschen des Anspruchs wurde der Versicherte abermals
aufgefordert, eine neue Zahlungsverbindung bekanntzugeben (Suva-act. I-202). Am 12.
Januar 2010 wurde der Versicherte ein weiteres Mal gebeten, seine gewünschte
Zahlungsadresse mitzuteilen (Suva-act. II-36).
C.c Vom 3. bis 8. August 2009 war der Versicherte nochmals im ZMB im Auftrag der
IV-Stelle polydisziplinär (internistisch, orthopädisch/handchirurgisch, neurologisch,
psychiatrisch) begutachtet worden (IV-act. 134-3 in act. G 1.26). Gemäss Bericht vom
27. Oktober 2009 hatten die Gutachter die Arbeitsfähigkeit auf 65% eingeschätzt. Der
Versicherte sei aktuell in seiner Tätigkeit optimal integriert und es würden keine
medizinischen Möglichkeiten zur Verbesserung der Arbeitsfähigkeit bestehen (IV-act.
134-27 f. in act. G 1.26). In der Folge lehnte die IV-Stelle mit Verfügung vom 26. Januar
2010 einen Rentenanspruch bei einem Invaliditätsgrad von 35% ab (Suva-act. I-209).
C.d Am 21. September 2015 wurde der Versicherte durch Kreisärztin med. pract.
C._, Fachärztin für Chirurgie FMH, untersucht (Suva-act. I-278). Auf deren Anraten
wurden weitere Abklärungen durchgeführt (Suva-act. I-278-7). Im Anschluss daran
wurde die Kreisärztin um eine Abschlussbeurteilung ersucht (Suva-act. I-293). Diese
erging am 14. Juni 2016 (Suva-act. I-295). In Beantwortung der gestellten Fragen führte
med. pract. C._ zusammengefasst aus, dass in Bezug auf die Handverletzung seit
dem Jahr 2004 keine namhafte Verschlechterung eingetreten sei. Betreffend rechte
Schulter sei von einem Endzustand auszugehen. Zumutbar sei eine ganztägige leichte
bis selten mittelschwere Tätigkeit. Aus dem Unfall vom 21. April 2007 resultiere eine
Integritätseinbusse von 5%. Als weitere Behandlungen zulasten der Suva schlug Dr.
C._ ein bis zwei Serien Ergotherapie pro Jahr für die linke Hand, ein bis zwei jährliche
Kontrollen beim Hausarzt, ein bis zwei jährliche Kontrollen in der Handchirurgie und
eine Medikation in geringer Dosierung (Mephadolor, ca. ein bis zwei Tabletten pro Tag)
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vor. Die HWS-Problematik mit zervikalem Schmerzsyndrom sei nicht überwiegend
wahrscheinlich unfallkausal, die diesbezüglich durchgeführte Physiotherapie
demzufolge nicht von der Suva zu bezahlen. Eine Serie Physiotherapie pro Jahr könne
aber im Sinne einer ergänzenden Behandlung der Claviculafraktur bzw. der
nachfolgenden Schulterbeschwerden übernommen werden (Suva-act. I-295-5 f.).
C.e Nach Anregungen für Behandlungsmassnahmen seitens der damaligen Vertretung
des Versicherten und anschliessender Einschätzung durch die Kreisärztin sprach die
Suva dem Versicherten mit Verfügung vom 20. Dezember 2016 ab 1. Januar 2010 eine
Invalidenrente gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 24% (aus beiden Unfällen) bei
einem versicherten Jahresverdienst von Fr. 78'560.-- sowie eine 5%-ige
Integritätsentschädigung (Fr. 5'340.--) zu. Es wurde in der Verfügung festgestellt, dass
die vor dem 1. Januar 2010 fällig gewordenen Rentenbetreffnisse verwirkt seien und für
die Nachzahlung kein Anspruch auf Verzugszinsen bestehe. Auch wurde die
Übernahme verschiedener Behandlungskosten (gelegentliche Kontrollen beim Hausarzt
[ein- bis zweimal jährlich], Behandlung in der Handchirurgie bei Bedarf [maximal ein bis
zwei jährliche Kontrollen], Schmerzmittel [z.B. Mephadolor oder Ponstan] in geringer
Dosierung [circa ein bis vier Tabletten], Übernahme der Kosten für ein Jahresabo im
Bäderteil des Säntisparks [zurzeit Fr. 882.-- statt Fr. 980.-- bei unmittelbarer
Verlängerung des bisherigen Abos] zugesprochen (Suva-act. II-87).
D.
Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte mit Schreiben vom 16. Januar 2017
Einsprache und führte aus, mit welchen Punkten er sich nicht einverstanden erklären
könne (Suva-act. I-318). Mit Entscheid vom 13. September 2017 erhöhte die Suva den
Invaliditätsgrad von 24% auf 30% und wies die Einsprache im Übrigen ab (Suva-act.
I-328).
E.
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E.a Gegen den Einspracheentscheid vom 13. September 2017 erhob der Versicherte
(nachfolgend: Beschwerdeführer) am 2. Oktober 2017 (act. G 1), ergänzt am 10.
Oktober 2017 (act. G 3), Beschwerde. Sinngemäss machte er geltend, es sei bei einem
versicherten Jahresverdienst von Fr. 79'300.-- eine höhere Rente geschuldet. Der
Invaliditätsgrad habe ab April 2002 30% und ab April 2007 35% betragen. Auf die
kreisärztliche Beurteilung könne nicht abgestellt werden, weshalb eine neue
medizinische Begutachtung beantragt werde. Die Einstellung der Leistungen sei bei
bestehendem Konto zu Unrecht erfolgt. Weiter habe ihm die Suva (nachfolgend:
Beschwerdegegnerin) die selbst bezahlten Unfallrechnungen zu ersetzen sowie eine
Jahrespauschale von Fr. 3'965.-- für Einsparungen zu bezahlen. Sodann beantragte
der Beschwerdeführer eine schriftliche Invaliditätsgrad-Bestätigung zuhanden seiner
Pensionskasse.
E.b In der Beschwerdeantwort vom 3. November 2017 beantragte die
Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde (act. G 8).
E.c Mit Replik vom 28. Dezember 2017 hielt der Beschwerdeführer an seiner
Beschwerde vollumfänglich fest (act. G 12).
E.d Die Beschwerdegegnerin hat auf eine Duplik verzichtet (act. G 18).
E.e Mit Eingabe vom 26. Februar 2018 hielt der Beschwerdeführer an seinem Antrag
auf eine mündliche Verhandlung fest (act. G 21). Diese fand am 30. April 2019 statt
(act. G 27). Die Beschwerdegegnerin hat auf eine Teilnahme verzichtet (act. G 28). Der
Beschwerdeführer beantragte anlässlich der Verhandlung ergänzend die Bezahlung
dreier Arztrechnungen aus den Jahren 2018 und 2019 durch die Suva (act. G 30).
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E.f Auf die weiteren Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften, die Ausführungen
anlässlich der Verhandlung sowie den Inhalt der übrigen Akten wird, soweit
entscheidwesentlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Erwägungen
1.
Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die
Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung
(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss den Übergangsbestimmungen werden
Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor Inkrafttreten der Änderung ereignet
haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach
bisherigem Recht gewährt. Vorliegend stehen Ereignisse aus den Jahren 2002 und
2007 zur Diskussion. Es finden daher grundsätzlich die bis 31. Dezember 2016 gültigen
Bestimmungen Anwendung.
2.
2.1 Hinsichtlich des Anfechtungsgegenstands ist zu beachten, dass im
verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren grundsätzlich lediglich
Rechtsverhältnisse zu überprüfen bzw. zu beurteilen sind, zu denen die zuständige
Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich – in Form einer Verfügung bzw. eines
Einspracheentscheids – Stellung genommen hat. Insoweit bestimmen die Entscheide
der Beschwerdegegnerin den beschwerdeweise weiterziehbaren
Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und
somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und insoweit kein Entscheid ergangen
ist (BGE 131 V 164 f. E. 2.1).
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2.2 Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet der
Einspracheentscheid vom 13. September 2017 (Suva-act. I-328). Diesem liegt die
Verfügung vom 20. Dezember 2016 zugrunde (Suva-act. II-87). In diesen Entscheiden
hat die Beschwerdegegnerin über Versicherungsleistungen nach UVG, namentlich Art.
18 ff. UVG (Rente, Heilbehandlung nach Festsetzung der Rente; vgl. aber ergänzend
nachfolgende E. 8.2) sowie Art. 24 f. UVG (Integritätsentschädigung) befunden. Weiter
hat sie zur Verwirkungsfrage bzw. zum Erlöschen von Ansprüchen nach Art. 24 Abs. 1
ATSG verbindlich Stellung genommen. Auf alle übrigen Rechtsbegehren des
Beschwerdeführers, welche keinen Bezug zu den vorgenannten Rechtsverhältnissen
aufweisen, ist nicht einzutreten. Jene Fragen sind nicht Gegenstand des vorliegenden
Prozesses. Die Höhe des Integritätsschadens von 5%, resultierend aus dem Unfall vom
21. April 2007, wurde beschwerdeweise nicht beanstandet. Die Verfügung vom 20.
Dezember 2016 bzw. der Einspracheentscheid vom 13. September 2017 ist in diesem
Punkt in Rechtskraft erwachsen.
3.
Die Beschwerdegegnerin legte im angefochtenen Einspracheentscheid vom 13.
September 2017 die allgemeinen rechtlichen Bestimmungen und Grundsätze zur
Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), zur Invalidität (Art. 8 Abs. 1 ATSG), zu den
Voraussetzungen des Fallabschlusses mit Prüfung der Rentenfrage (Art. 19 Abs. 1
UVG), zum versicherten Verdienst (Art. 15 UVG in Verbindung mit Art. 24 Abs. 4 UVV)
und zum Beweiswert von Arztberichten richtig dar (Suva-act. I-328). Darauf wird
verwiesen.
4.
Bezüglich der Höhe des Invaliditätsgrads bzw. der Rentenzusprache aus dem Jahr
2007 (vgl. dazu vorstehende lit. B) ist folgendes anzumerken: Der Verfügung vom 10.
April 2007 (Suva-act. I-145), gemäss welcher dem Beschwerdeführer aufgrund der
Folgen des Unfalls vom 5. April 2002 ab 1. Februar 2007 gestützt auf einen
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Invaliditätsgrad von 15% bei einem versicherten Jahresverdienst von Fr. 78'560.-- eine
Rente zugesprochen wurde, lag ein Vergleich der Parteien vom 13. Februar 2007
zugrunde (Suva-act. I-141). Diese Verfügung erwuchs in Rechtskraft. Diesbezüglich
liegt – wie es der Beschwerdeführer einwendet – aufgrund des ZMB-Gutachtens vom
1. Dezember 2005, das ihm eine 30%-ige Arbeitsunfähigkeit in angestammter Tätigkeit
bescheinigte (Suva-act. I-102-23 f.), ein gewisser Widerspruch vor, nachdem in jenem
Gutachten insbesondere die unfallkausalen Beschwerden als für die Arbeitsfähigkeit
relevant eingestuft wurden (Suva-act. I-102-22). Überwiegend wahrscheinlich nicht
unfallkausale Aspekte wie eine drohende depressive Entwicklung sowie akzentuierte
Persönlichkeitszüge wurden indes in dem Sinne in die Arbeitsfähigkeitsschätzung
miteinbezogen, als gestützt darauf ein Stellenwechsel mit einer höheren
Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit als nicht sinnvoll bezeichnet wurde (Suva-act.
I-102-23). Es muss deshalb in unfallversicherungsrechtlicher Hinsicht in Bezug auf die
Höhe des Invaliditätsgrads nicht unbesehen auf die Einschätzung im Gutachten
abgestellt werden. Dazu kommt, dass der Beschwerdeführer ab dem vereinbarten
Rentenbeginn (1. Februar 2007) nicht lediglich 70%, sondern 85% in angestammter
Tätigkeit arbeitete (Suva-act. I-134). Ab diesem Zeitpunkt bestand damit eine 15%-ige
Erwerbseinbusse, weshalb die damals gesprochene Rente gestützt auf einen
Invaliditätsgrad von 15% nicht zweifellos unrichtig erscheint, was für eine
Wiedererwägung einer formell rechtskräftigen Verfügung indessen erforderlich wäre
(vgl. dazu Art. 53 Abs. 2 ATSG). Insbesondere wurden seitens der Beschwerdegegnerin
auch keine Auskunfts- oder Beratungspflichten verletzt. Zum einen war der
Beschwerdeführer durch einen rechtskundigen Anwalt vertreten (Suva-act. I-138),
welcher die Folgen des unterzeichneten Vergleichs abschätzen konnte. Auch konnte
ohne weiteres erwartet werden, dass sich der Beschwerdeführer selbst über die
Voraussetzungen für eine Invalidenrente aus beruflicher Vorsorge informiert bzw.
informieren lässt. Zum anderen entspricht – wie erwähnt – der der Unfallversicherung
zugrunde gelegte Invaliditätsgrad nicht zwangsläufig demjenigen der
Invalidenversicherung bzw. der beruflichen Vorsorge. Entsprechend hat es mit der
Festlegung des Invaliditätsgrads auf 15% per 1. Februar 2007 zumindest aus
unfallversicherungsrechtlicher Sicht sein Bewenden. Was den Zeitpunkt der
Festsetzung des Invaliditätsgrads bzw. des Rentenbeginns betrifft (der
Beschwerdeführer beantragt, dass bereits ab April 2002 ein Invaliditätsgrad von 30%
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bestanden habe), ist auf Art. 19 Abs. 1 UVG zu verweisen.
Invalidenversicherungsrechtliche oder berufsvorsorgerechtliche Fragestellungen sind
nicht Gegenstand dieses Verfahrens. Auf jene Anträge ist – wie erwähnt (E. 2.2) – nicht
einzutreten.
5.
5.1 In Bezug auf die Einschränkungen nach dem zweiten Unfall vom 21. April 2007
liegen zwei umfassende medizinische Beurteilungen im Recht. Zum einen das ZMB-
Gutachten vom 27. Oktober 2009, welches dem Beschwerdeführer in der
angestammten Tätigkeit eine 35%-ige Arbeitsunfähigkeit aufgrund der objektivierbaren
somatischen Befunde bescheinigt (IV-act. 134-27 in act. G 1.26), zum anderen die
kreisärztliche Beurteilung von med. pract. C._ vom 14. Juni 2016, welche dem
Beschwerdeführer in angepasster Tätigkeit keine quantitative Einschränkung attestiert
(Suva-act. 295-4 f.). Die Beschwerdegegnerin stützt sich betreffend Erwerbsfähigkeit
bzw. Festsetzung des Invalideneinkommens letztlich auf das tatsächlich erzielte
Einkommen des Beschwerdeführers.
5.2 In Bezug auf die Einschätzung im zweiten ZMB-Gutachten vom 27. Oktober 2009
ist wiederum von Relevanz, dass der Beurteilung auch allenfalls nicht unfallkausale
Beschwerden zugrunde gelegt wurden (zervikales Schmerzsyndrom; IV-act. 134-25 in
act. G 1.26; wobei die seitens des Beschwerdeführers geltend gemachte
Unfallkausalität der zervikalen Beschwerden für die Festsetzung der
Erwerbsunfähigkeit letztlich offenbleiben kann). In Bezug auf die kreisärztliche
Beurteilung vom 14. Juni 2016 fällt auf, dass med. pract. C._ Vorakten, insbesondere
die genannten ZMB-Gutachten, welche grösstenteils unfallkausale Beschwerden
behandeln, nicht in die Beurteilung miteinbezogen hat. Zumindest eine Erwähnung
derselben bzw. die Begründung dafür, weshalb in unfallversicherungsrechtlicher
Hinsicht eine andere Einschätzung erfolgt, hätte sich zwingend aufgedrängt. Das führt
med. pract. C._ in Suva-act. I-278-7 selbst aus, behandelt es in der abschliessenden
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Beurteilung aber nicht mehr (Suva-act. I-295). Es bestehen wegen der mangels
Vollständigkeit der Sachverhaltserhebung eingeschränkten Nachvollziehbarkeit der
Schlussfolgerung zumindest geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit
der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, womit bezüglich
Leistungsfähigkeit aufgrund der unfallkausalen Beschwerden auch darauf nicht
rechtsgenüglich abgestellt werden kann (BGE 139 V 229 E. 5.2 mit Hinweisen).
Trotzdem kann gestützt auf die folgenden Ausführungen und nachdem die
Beschwerdegegnerin letztlich einen Invaliditätsgrad von 30% anerkennt, auf weitere
medizinische Abklärungen verzichtet werden.
6.
6.1 Zur Bestimmung des Invaliditätsgrades wird gemäss Art. 16 ATSG das
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der unfallbedingten
Invalidität und nach Durchführung allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen
könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Massgebend
für den Einkommensvergleich ist das Jahr 2009, nachdem ab 1. Januar 2009
Rentenleistungen zur Diskussion stehen. Das Valideneinkommen des
Beschwerdeführers von jährlich Fr. 79'300.-- im Jahr 2009 ist durch die Angaben der
Arbeitgeberin (Suva-act. I-301-2, 322-14, 328-11) ausgewiesen und unbestritten. Bei
der Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung primär von der
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person aktuell
steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der – kumulativ
– besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die
ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint
zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als
Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn (BGE
129 V 475 E. 4.2.1 mit Hinweisen; vgl. auch BGE 139 V 592). Der Beschwerdeführer
arbeitet seit 1. Januar 2009 in einem 70%-igen Arbeitspensum. Das Arbeitsverhältnis
bei der B._ AG besteht seit dem Jahr 1999 und kann als sehr stabil bezeichnet
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werden. Der Beschwerdeführer schöpft seine Arbeitsfähigkeit bei guter qualitativer
Leistung (vgl. dazu act. G 1.24) voll aus und arbeitet am Limit. Die Entlöhnung ist
angemessen. Entsprechend ist zur Festsetzung des Invalideneinkommens auf das
Einkommen abzustellen, das der Beschwerdeführer nach den zwei Unfällen im Jahr
2009 tatsächlich erzielt hat. Damit ist im Jahr 2009 von einem Invalideneinkommen von
Fr. 55'510.-- auszugehen (Suva-act. I-322-14). Bei einem Valideneinkommen von Fr.
79'300.-- und einem Invalideneinkommen von Fr. 55'510.-- ergeben sich eine
Erwerbseinbusse von Fr. 23'790.-- und ein Invaliditätsgrad von 30% (Fr. 23'790.-- / Fr.
79'300.--).
6.2 Der Beschwerdeführer bestreitet im Weiteren sinngemäss die Höhe des
versicherten Verdienstes. In diesem Punkt kann vollumfänglich auf den
Einspracheentscheid (Ziff. 5 und 6; Suva-act. I-328-14 ff.) verwiesen werden. Nach
dem ersten Unfall wurde der versicherte Verdienst rechtskräftig auf Fr. 78'560.--
festgelegt. Im Jahr vor dem zweiten Unfall hätte der Beschwerdeführer bei 100%-iger
Tätigkeit Fr. 75'400.-- verdient (13 x Fr. 5'500.-- + 13 x Fr. 300.--; Suva-act. I-301-1,
322-14). Gestützt auf Art. 24 Abs. 4 UVV ist damit auch für die Rente ab 1. Januar 2009
von einem versicherten Verdienst von Fr. 78'560.-- auszugehen.
6.3 Bei einem Invaliditätsgrad von 30% und einem versicherten Verdienst von Fr.
78'560.-- resultiert eine jährliche Rente von Fr. 18'854.40 (Fr. 78'560.-- x 0.8 x 0.3; Art.
20 Abs. 1 UVG) bzw. eine monatliche Rente von Fr. 1'571.20 (Fr. 18'854.40 / 12)
zuzüglich Teuerungszulage. Diese Rente wird dem Beschwerdeführer gemäss
Einspracheentscheid und Schreiben vom 18. September 2017 gewährt (Suva-act.
I-332).
6.4 Zusammengefasst ist der Einspracheentscheid vom 13. September 2017 in Bezug
auf die Höhe des Invaliditätsgrads, des versicherten Verdienstes und der daraus
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resultierenden Rente nicht zu beanstanden und die Beschwerde diesbezüglich
abzuweisen.
7.
7.1 Seit dem 1. Februar 2007 bis 31. Dezember 2008 bestand ein Anspruch auf eine
Invalidenrente gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 15% bei einem versicherten
Jahresverdienst von Fr. 78'560.-- (Suva-act. I-141, 145). Weiter wurde dem
Beschwerdeführer bei einer Integritätseinbusse von 12.5% aus dem ersten Unfall von
April 2002 am 13. Oktober 2004 eine Integritätsentschädigung von Fr. 13'350.--
zugesprochen (Suva-act. I-73). Vorgenannte Punkte sind grundsätzlich unbestritten.
Unbestritten ist weiter, dass ab dem 1. Januar 2009 ein höherer unbefristeter
Rentenanspruch besteht (vgl. vorstehende E. 6).
7.2 Die Beschwerdegegnerin macht geltend, dass sämtliche vor dem 1. Januar 2010
entstandenen Ansprüche gestützt auf Art. 24 Abs. 1 ATSG erloschen seien. Mangels
Angabe eines Kontos hätten die Leistungen nicht erbracht werden können. Erst mit der
Eingabe der Rechtsvertretung des Beschwerdeführers vom 5. Januar 2015 (Suva-act.
I-255; in Suva-act. I-260 derselben Rechtsvertreterin wurde ein neues Konto
angegeben) sei rechtsgenüglich die weitere Ausrichtung der Leistungen im Sinne einer
Neuanmeldung beantragt worden, weshalb sämtliche vor dem 1. Januar 2010
geschuldeten Ansprüche verwirkt seien. Der Beschwerdeführer bestreitet dies. Die
Beschwerdegegnerin habe trotz bestehenden Kontos die Rente ab 1. Oktober 2007
nicht mehr bezahlt. Sinngemäss beantragt er die Nachzahlung sämtlicher Leistungen
(Heilbehandlung, Integritätsentschädigung, Rente, Heilbehandlung nach Festsetzung
der Rente etc.) auch vor dem 1. Januar 2010.
7.3 Gemäss Art. 24 Abs. 1 ATSG, auf welchen sich die Beschwerdegegnerin beruft,
erlischt der Anspruch auf ausstehende Leistungen fünf Jahre nach dem Ende des
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Monats, für welchen die Leistung geschuldet war. Art. 24 Abs. 1 ATSG kommt
insbesondere bei verspäteter Anmeldung von Ansprüchen zum Tragen, nicht jedoch
bei der Verwirkung der rechtzeitig geltend gemachten und zugesprochenen Leistung.
Von Art. 24 ATSG nicht erfasst ist damit die Durchsetzung der rechtskräftigen
Leistungsverfügung. Diesbezüglich gilt rechtsprechungsgemäss eine zehnjährige
Verwirkungsfrist (vgl. dazu UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 3. Auflage, 2015, Art. 24 N
6, 13 mit Hinweis auf BGE 127 V 209). Bei der am 13. Oktober 2004 zugesprochenen
Integritätsentschädigung aus dem ersten Unfall von April 2002 (Suva-act. I-73) handelt
es sich um eine rechtskräftig zugesprochene Leistung, für die – wie erwähnt – eine
zehnjährige Verwirkungsfrist gilt. Dasselbe gilt bezüglich der am 10. April 2007 per 1.
Februar 2007 rechtskräftig zugesprochenen Rente gestützt auf einen Invaliditätsgrad
von 15% (Suva-act. I-145). Entsprechend ging der Anspruch auf die
Integritätsentschädigung am 13. Oktober 2014 unter, die erste zur Diskussion stehende
monatliche Rente im Oktober 2017. Die Rentenansprüche ab Oktober 2007 sind bei
gehöriger Geltendmachung mit verwirkungsaufhebendem Charakter (vgl. dazu analog
UELI KIESER, ATSG-Kommentar, a.a.O., Art. 24 N 30) im Januar und März 2015 (vgl.
Suva-act. I-255, 260), was seitens der Beschwerdegegnerin nicht bestritten wird, damit
noch nicht untergegangen und die Beschwerde ist in diesem Punkt gutzuheissen.
Insbesondere handelte es sich bei den Schreiben von Januar und März 2015 nicht,
auch nicht sinngemäss, wie es die Beschwerdegegnerin geltend macht, um eine
Neuanmeldung, sondern um die Durchsetzung bereits gesprochener Leistungen.
Verzugszinsen sind indes keine geschuldet (vgl. dazu Art. 26 Abs. 2 ATSG). Der
Beschwerdeführer wurde nach seinem angeblichen Schreiben an die
Beschwerdegegnerin vom 29. Oktober 2009 mit Bekanntgabe eines Kontos (Suva-act.
II-99-9) mehrfach, auch unter Hinweis auf die Auskunfts- und Mitwirkungspflichten,
aufgefordert, eine aktuelle Bankverbindung zur Überweisung der nicht in Frage
gestellten Ansprüche mitzuteilen. Spätestens nach den Schreiben vom 7. (Suva-act.
I-195) und 12. Januar (Suva-act. I-202) sowie 9. Februar 2010 (Suva-act. I-210) hätte er
(nochmals) reagieren und die Bankdaten bekannt geben müssen, selbst wenn er das
Schreiben vom 29. Oktober 2009 zu diesem Zeitpunkt verfasst und an die
Beschwerdegegnerin gesandt hatte, was seitens der Beschwerdegegnerin indes
bestritten wird. Insbesondere die fehlenden Renteneingänge konnten ihm nicht
verborgen bleiben. Nachdem er auf genannte Schreiben unbestrittenermassen nicht
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mehr reagiert hat, konnte von der Beschwerdegegnerin nach Treu und Glauben auch
nicht mehr erwartet werden, dass sie den Beschwerdeführer weiterhin auf die fehlende
Bankverbindung aufmerksam macht. Damit hat der Beschwerdeführer seine Auskunfts-
und Mitwirkungspflichten verletzt. Die daraus resultierende Rechtsfolge (kein Anspruch
auf Verzugszinsen) hat der Beschwerdeführer zu tragen.
7.4 In Bezug auf die Integritätsentschädigung aus dem ersten Unfall im Jahr 2002 ist
von Belang, dass diese dem Beschwerdeführer am 14. Oktober 2004 überwiesen
wurde. Dieser zahlte den Betrag am 19. Oktober 2004 zurück (Suva-act. I-98). Dieser
Vorgang wiederholte sich ein weiteres Mal (Suva-act. I-165-2). In der Folge beantragte
der Beschwerdeführer die Auszahlung dieser Entschädigung bis zum
Verwirkungszeitpunkt (13. Oktober 2014) nicht mehr und von der Beschwerdegegnerin
konnte nach Treu und Glauben nicht erwartet werden, dass sie die zweimal
zurückgewiesene Zahlung nochmals – selbst bei Annahme, dass ihr ein neues Konto
hätte bekannt sein müssen – überweist. Erst mit Schreiben an die Beschwerdegegnerin
vom 15. Mai 2017 (act. G 1.9) und an das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen
vom 10. Oktober 2017 (act. G 3) machte der Beschwerdeführer geltend, dass ihm die
Integritätsentschädigung aus dem ersten Unfall zustehe. Gestützt auf diese
Ausführungen ist der Anspruch auf die Integritätsentschädigung aus dem ersten Unfall
verwirkt. Die Beschwerde ist in diesem Punkt abzuweisen.
8.
8.1 Betreffend Behandlungsmassnahmen bzw. Heilbehandlung nach Festsetzung der
Rente (Art. 21 Abs. 1 UVG) am 1. Januar 2009, für deren Kosten die
Beschwerdegegnerin aufzukommen hat, kann auf die Empfehlungen der Kreisärztin
abgestellt werden (Suva-act. I-295-5 f., 306). Es besteht in diesem Punkt grundsätzlich
Einigkeit zwischen den Parteien. Demzufolge besteht ab 1. Januar 2009 ein Anspruch
auf Kostenübernahme für gelegentliche Kontrollen beim Hausarzt (ein- bis zweimal
jährlich), für Behandlungen in der Handchirurgie bei Bedarf (maximal ein bis zwei
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jährliche Kontrollen), für Schmerzmittel (z.B. Mephadolor oder Ponstan) in geringer
Dosierung (circa ein bis vier Tabletten) und Übernahme der tatsächlichen Kosten für ein
Jahresabo im Bäderteil des Säntisparks (Suva-act. II-87). Dieser Anspruch wird seitens
der Beschwerdegegnerin nicht bestritten (Suva-act. I-328-20). Sollte sich der
Beschwerdewillen des Beschwerdeführers auch auf diese Punkte beziehen, wäre
darauf mangels Rechtsschutzinteresse nicht einzutreten. Sollte der Beschwerdeführer
in diesem Verfahren weitergehende Heilbehandlungsleistungen zulasten der
Beschwerdegegnerin geltend machen, wäre die Beschwerde diesbezüglich
abzuweisen. Zur Vermeidung von Missverständnissen sei auch betreffend diese
Leistungen angemerkt, dass diese ab dem 1. Januar 2009 geschuldet und nicht
verwirkt sind.
8.2 Über vor dem 1. Januar 2009 und nach dem Einspracheentscheid vom 13.
September 2017 entstandene Behandlungskosten nach den Unfällen 2002 und 2007
bzw. Behandlungskosten nach Festsetzung der Rente 2007, die der Beschwerdeführer
selbst bezahlt hat und in diesem Verfahren geltend macht (vgl. dazu act. G 1.22), ist
mangels Anfechtungsgegenstands (vgl. dazu E. 2.2) nicht zu befinden bzw. darauf nicht
einzutreten. Dazu gehört auch die anlässlich der Verhandlung vom 30. April 2019
beantragte und gemäss dem Beschwerdeführer durch die Beschwerdegegnerin
abgewiesene Übernahme von Behandlungskosten aus den Jahren 2018 und 2019.
Nicht einzutreten ist weiter auf die geltend gemachte Übernahme der Anwaltskosten
des Beschwerdeführers (vgl. wiederum act. G 1.22). Auch darüber wird die
Beschwerdegegnerin noch zu verfügen haben, sofern dies bisher nicht geschehen ist.
Der Beschwerdeführer ist darauf hinzuweisen, dass er diesbezüglich seinen Auskunfts-
und Mitwirkungspflichten nachzukommen hat. Insbesondere hat er der
Beschwerdegegnerin zur Koordination der Leistungen auch Auskunft über seine
Krankenversicherer zu erteilen, um Doppelzahlungen zu vermeiden.
9.
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Nach dem Gesagten ist der Einspracheentscheid vom 13. September 2017 betreffend
die Verwirkung der Rentenansprüche vor dem 1. Januar 2010 aufzuheben und die
Sache zur Ausrichtung der fälligen und dem Beschwerdeführer noch nicht
ausbezahlten Rentenbetreffnisse ab 1. Februar 2007 an die Beschwerdegegnerin
zurückzuweisen. Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten
ist. Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Parteientschädigungen
im Beschwerdeverfahren wurden keine beantragt.