Decision ID: 73d4f213-b411-5998-87d8-3c2892dcfc56
Year: 2008
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
O._,
Beschwerdeführer,
gegen
Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358,
6002 Luzern,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
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Versicherungsleistungen
Sachverhalt:
A.
A.a Der 1968 geborene O._, war als Monteur bei der Firma A._ tätig und dadurch
bei der Suva gegen die Folgen von Unfällen versichert. Gemäss Bagatell-
Unfallmeldung vom 29. April 2005 rutschte er am 29. März 2005 mit dem
Schraubenzieher ab und schlug sich das linke Handgelenk an einem Treppentritt an
(Suva-act. 0). Am 17. Mai 2005 untersuchte Dr. med. B._, Spezialarzt FMH für
Chirurgie, Chefarzt, den ihm von seinem Hausarzt, Dr. med. C._, Allgemeine Medizin
FMH, überwiesenen Versicherten. Dr. B._ erhob laut Bericht vom 19. Mai 2005 als
Befund eine leicht verschiebliche Schwellung im Bereich des Processus styloideus
ulnae und hielt ausserdem fest, dass der Versicherte gleichzeitig über ausstrahlende
Sensationen im Klein- und Ringfinger links klage. Der Lokalbefund deute auf ein
Handgelenksganglion hin, welches auch die Beschwerden erklären könnte. Auf eine
Arbeitsunfähigkeit wurde nicht verwiesen (Suva-act. 8). Am 27. Februar 2006 wurde
beim Versicherten im Spital Wil im Bereich des linken Handgelenks ein Ganglion und
das Os pisiforme entfernt (Suva-act. 4). Am 4. Mai 2006 erfolgte durch die
Arbeitgeberin eine Schadensmeldung betreffend Arbeitsunfähigkeit infolge der
Operation vom 27. Februar 2006 (Suva-act. 1). Dr. C._ diagnostizierte im Arztzeugnis
vom 20. Mai 2006 ein Ganglion am Os pisiforme und triquetrum links nach
Handgelenkskontusion sowie einen Morbus Sudeck und erhob als Befund eine
postoperative Dystrophie. Der Versicherte leide nach wie vor unter Schmerzen am
Handgelenk links mit Ausstrahlung gegen den Kleinfinger. Dr. C._ vermerkte sodann
vom 27. Februar bis 7. Mai 2006 eine 100%-ige und ab 8. Mai 2006 eine 50%-ige
Arbeitsunfähigkeit (Suva-act. 2). Die Suva erbrachte gestützt auf eine Stellungnahme
ihres Kreisarztes Dr. med. D._ vom 16. August/7. September 2006 (Suva-act. 11) die
gesetzlichen Versicherungsleistungen (Heilkosten- und Taggeldleistungen). Ab 3. Juli
2006 hatte der Versicherte seine Arbeit wieder zu 100% aufgenommen (Suva-act. 9).
A.b Am 2. April 2007 wurde beim Versicherten am Kantonsspital St. Gallen (KSSG)
aufgrund der Diagnose eines linksseitigen Sulcus ulnaris-Syndroms eine Neurolyse des
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Nervus ulnaris durchgeführt (Suva-act. 22), worauf der Versicherte im Metallbau zu
100% arbeitsunfähig geschrieben wurde (Suva-act. 17). Im ärztlichen Zwischenbericht
vom 19. Mai 2007 vermerkte Dr. C._ fortdauernde Schmerzen im linken Handgelenk
(Suva-act. 18). In den Berichten vom 23. Mai und 5. Juni 2007 stellten die
untersuchenden Ärzte des KSSG die Diagnose persistierender Schmerzen mit/bei
Status nach Resektion eines Ganglions linkes Handgelenk sowie Entfernung des Os
pisiforme links am 27. Februar 2006, Status nach Neurolyse Nervus ulnaris am 2. April
2007 bei Sulcus ulnaris-Syndrom linksseitig, zentraler Degeneration TFCC,
kernspintomographisch signalalteriertem Nervus ulnaris in der Loge de Guyon sowie
nachgewiesenem 5 mm grossen dorsalen Handgelenksganglion. Therapeutisch wurde
eine Infiltration ulnokarpal durchgeführt, die jedoch keine Schmerzlinderung bewirkte
(Suva-act. 19, 20). Für Bürotätigkeiten bestand ab 1. Juni 2007 wieder eine 100%-ige
Arbeitsfähigkeit, während für Montagearbeiten weiterhin eine volle Arbeitsunfähigkeit
attestiert wurde (Suva-act. 14, 20). Ab 11. Juni 2007 führte der Versicherte im Betrieb
seiner Arbeitgeberin wieder zu 50% leichte Arbeiten aus (Suva-act. 21).
A.c Nach Einholung einer kreisärztlichen Beurteilung von Dr. D._ vom 6. Juli 2007
(Suva-act. 23) eröffnete die Suva dem Versicherten mit Verfügung vom 11. Juli 2007,
dass kein sicherer oder wahrscheinlicher Kausalzusammenhang zwischen den
gemeldeten Handgelenksbeschwerden links und dem Unfall vom 29. März 2005
bestehe. Die Suva sei demzufolge nicht leistungspflichtig (Suva-act. 25).
B.
B.a Mit Eingaben vom 12. Juli bzw. 27. August 2007 erhoben der Versicherte und die
Progrès Versicherungen AG (nachfolgend: Progrès) als dessen Krankenversicherer
Einsprache gegen die Verfügung (Suva-act. 27, 39).
B.b Anlässlich der zwischenzeitlich im KSSG durchgeführten Untersuchung vom 6.
August 2007 wurde beim Versicherten ein fortdauernder ulnakarpaler Druckschmerz
erhoben, worauf eine weitere Infiltration zwischen dem Os hamatum und Os triquetrum
durchgeführt wurde (Suva-act. 31). Bei weiteren Untersuchungen im KSSG vom 29.
August und 5. September 2007 wurde sodann die Verdachtsdiagnose einer dorsalen
DRUG (distale Radioulnargelenks)-Instabilität links gestellt. Es persistierten weiterhin
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Schmerzen ulnokarpal dorsal. Die Ursache dieser Schmerzen bleibe weiterhin unklar.
Klinisch zeige sich eine posteriore Instabilität des DRUG (Suva-act. 41, 45). Am
19. September 2007 wurde im KSSG eine Handgelenksarthroskopie mit
Ulnaverkürzungsosteotomie und Denervation des Ulnaköpfchens links zur
Stabilisierung des DRUG durchgeführt, weswegen der Versicherte vom 18. September
bis 2. Oktober 2007 arbeitsunfähig war (Suva-act. 45, 47, 49).
B.c Mit Entscheid vom 19. Oktober 2007 wies die Suva die Einsprachen des
Versicherten und der Progrès gegen die Verfügung vom 11. Juli 2007 ab (Suva-act. 53).
C.
C.a Gegen diesen Einspracheentscheid richtet sich die von O._ am 19. November
2007 eingereichte Beschwerde mit dem Antrag, die Verfügung vom 11. Juli 2007 sei
aufzuheben und die Sachlage sei nochmals zu prüfen. Er sei nicht damit einverstanden,
dass die Beschwerdegegnerin weitere Leistungen betreffend sein Handgelenk ablehne.
Die heutigen Beschwerden hätten einen Zusammenhang mit dem Unfall vom 1.
Februar 2005 (richtig: 29. März 2005). Dies bestätige auch Dr. med. E._,
Handchirurgie, Orthopädie am Rosenberg. Mit Beschwerdeergänzung vom 18.
Dezember 2007 reichte der Beschwerdeführer eine Beurteilung von Dr. E._ vom 26.
November 2007 betreffend den vorliegenden Schadenfall ein (act. G 3.1).
C.b Am 30. Januar 2008 verfasste Dr. med. F._, Facharzt für Orthopädische
Chirurgie FMH, Abteilung Versicherungsmedizin der Suva, eine ärztliche Beurteilung
betreffend die Frage, ob die ulnaren Handgelenksschmerzen links des
Beschwerdeführers eine Folge der Kontusion vom 29. März 2005 seien.
C.c In der Beschwerdeantwort vom 21. Februar 2008 beantragte die Suva Abweisung
der Beschwerde.
C.d Mit Replik vom 18. März 2008 hielt der Beschwerdeführer unverändert an seinem
Antrag fest. Die Beschwerdegegnerin hat auf die Einreichung einer Duplik verzichtet.
C.e Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie die Ausführungen in
den medizinischen Akten wird, soweit entscheidnotwendig, in den nachfolgenden
Erwägungen eingegangen.
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Erwägungen:
1.
1.1 Im Einspracheentscheid vom 19. Oktober 2007 hat die Beschwerdegegnerin die
Bestimmungen über die Leistungspflicht des Unfallversicherers nach Art. 6 Abs. 1 des
Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und den Anspruch auf
Versicherungsleistungen bei Rückfällen und Spätfolgen (Art. 11 der Verordnung über
die Unfallversicherung [UVV; SR 832.202]) zutreffend dargelegt. Gleiches gilt in Bezug
auf die Ausführungen über die gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG geltenden Voraussetzungen
des natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfallereignis
und dem Gesundheitsschaden (BGE 129 V 181 f. E. 3 mit Hinweisen). Darauf ist zu
verweisen. Während es Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist, den natürlichen
Kausalzusammenhang zu beurteilen, obliegt es dem Gericht, die Frage nach dem
adäquaten Kausalzusammenhang zu beantworten (BGE 123 III 110 und 112 V 30).
1.2 Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht.
Danach hat die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht von Amtes wegen für
die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen.
Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den
Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 195 E. 2, 122 V 158 E. 1a je mit
Hinweisen; vgl. BGE 130 I 183 E. 3.2). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die
Beweislast im Sinn der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im
Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien die Beweislast nur insofern, als
im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus
dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Bei der hinsichtlich
Rückfällen und Spätfolgen zu erfüllenden Anspruchsvoraussetzung eines erneuten
natürlichen Kausalzusammenhangs handelt es sich um eine anspruchsbegründende
Tatsache. Die diesbezügliche Beweislast liegt insofern bei der versicherten Person, als
im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zu ihren Lasten ausfällt. Selbstverständlich
greift diese obgenannte Beweisregel erst dann Platz, wenn die Verwaltung und - im
Beschwerdefall - das Gericht dem Untersuchungsgrundsatz rechtsgenüglich
nachgekommen sind bzw. es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des
Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu
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vermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu
entsprechen (BGE 117 V 264 E. 3b mit Hinweisen; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 E. 3b).
1.3 Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der
Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c des Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Danach haben
Versicherungsträger und Sozialversicherungsgericht die Beweise frei, das heisst ohne
Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen.
Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle
Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und
danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige
Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei
einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen,
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es
auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (Urteil des
Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: Sozialrechtliche
Abteilungen des Bundesgerichts] vom 21. Juli 2003 [U 327/02] i/S K., E. 2.1, und vom
25. Januar 2002 [U 277/00] i/S F., E. 4). Hinsichtlich des Beweiswerts eines
Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist,
auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden
berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der
Darlegung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des
Experten oder der Expertin begründet sind. Insofern darf das Gericht in seiner
Beweiswürdigung auch Gutachten folgen, welche der Unfallversicherer im
Administrativverfahren einholt, solange nicht konkrete Indizien gegen die
Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc; RKUV 2000 Nr. U 377
S. 186 E. 4a). Auch eine ärztliche Beurteilung aufgrund der Akten, wie sie vorliegend
von Dr. F._ am 30. Januar 2008 (Suva-act. 56) erstellt wurde, ist nicht an sich
unzuverlässig. Für die Beweistauglichkeit entscheidend ist, dass genügend Unterlagen
von persönlichen Untersuchungen vorliegen (RKUV 1988 Nr. U 56 S. 371).
2.
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2.1 Am 2. April 2007 wurde beim Beschwerdeführer im KSSG aufgrund der Diagnose
eines linksseitigen Sulcus ulnaris-Syndroms eine Neurolyse des Nervus ulnaris
durchgeführt (Suva-act. 22). Im Mai, August und September 2007 folgten weitere im
KSSG im Bereich des linken Handgelenks durchgeführte Heilbehandlungen
(Infiltrationen, Ulnaverkürzungsosteotomie [Suva-act. 19, 31, 49]). Infolge der
Heilbehandlungen traten jeweils Arbeitsunfähigkeiten auf (Suva-act. 18, 20, 38, 47). Die
Beschwerdegegnerin behandelte die eben dargelegte Schadenssituation als Rückfall
zum Unfall vom 29. März 2005 und lehnte diesbezüglich ihre Leistungspflicht ab. -
Hinsichtlich des Grundfalls ist den Akten zu entnehmen, dass sich der
Beschwerdeführer am 29. März 2005 eine Handgelenkskontusion links zugezogen hat.
Als erstbehandelnder Arzt wurde in der Unfallmeldung vom 29. April 2005 Dr. C._
angegeben (Suva-act. 0). Ein diesbezüglicher Arztbericht liegt jedoch nicht vor. Zu
einer Arbeitsunfähigkeit kam es offensichtlich unmittelbar nach dem Unfall nicht. Am
27. Februar 2006 wurde beim Beschwerdeführer im KSSG eine Resektion eines
Ganglions im Bereich des pisotriquetralen Gelenks links durchgeführt und das Os
pisiforme links entfernt (Suva-act. 4). Der Beschwerdeführer war daraufhin zu 100%
arbeitsunfähig. Ab 8. Mai 2006 arbeitete er wieder zu 50% (Suva-act. 2, 6, 9). Die
Beschwerdegegnerin hat damals ihre Leistungspflicht gestützt auf eine Stellungnahme
ihres Kreisarztes Dr. D._ vom 16. August 2006 (Suva-act. 11) bzw. angesichts der
Sachlage, dass die Indikation für die Operation vom 27. Februar 2006 kurz nach dem
Unfallereignis vom 29. März 2005 gestellt worden war und Brückensymptome vorlagen
(Suva-act. 11) anerkannt und die gesetzlichen Leistungen (Heilkosten- und
Taggeldleistungen) erbracht. Nachdem der Beschwerdeführer ab 3. Juli 2006 wieder zu
100% arbeitsfähig war und die ärztliche Behandlung abgeschlossen werden konnte
(Suva-act. 9), wurden die Versicherungsleistungen offensichtlich eingestellt. Aus den
Akten ist nicht ersichtlich, dass diesbezüglich eine schriftliche Mitteilung im Sinn von
Art. 51 Abs. 2 ATSG oder eine schriftliche Verfügung ergangen wäre (Art. 49 Abs. 1
ATSG). Grundsätzlich wurde damit kein rechtskonformer Abschluss des Grundfalls
vorgenommen (vgl. BGE 132 V 412 und 134 V 145). - Während die eben dargelegte
Sachlage für einen fortdauernden Grundfall spricht und der Beschwerdeführer
angeblich seit dem Unfall vom 29. März 2005 ununterbrochen unter Schmerzen im
Bereich des linken Handgelenks leidet, ist demgegenüber zu beachten, dass von der
nach der Operation vom 27. Februar 2006 ab 3. Juli 2006 wiedererlangten vollen
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Arbeitsfähigkeit weg bis zum hier streitigen Schadenfall bzw. den nachfolgenden
Arbeitsunfähigkeiten und Heilbehandlungen im Zusammenhang mit dem linken
Handgelenk - begonnen mit der Neurolyse des Nervus ulnaris links am 2. April 2007 -
rund ein Jahr verging. Dieser zeitliche Ablauf liesse es wiederum als gerechtfertigt
erscheinen, von einem Rückfall auszugehen (vgl. dazu Franz Schlauri, Verfahrensfragen
in der Sozialversicherung, in: René Schaffhauser/Franz Schlauri [Hrsg.],
Veröffentlichungen des Schweizerischen Instituts für Verwaltungskurse, Band 40, S.
57). Gemäss Verfügungswortlaut vom 11. Juli 2007 (Suva-act. 25) betrachtete die
Beschwerdegegnerin den Schaden im Bereich des linken Handgelenks ab 2. April 2007
ebenfalls als Rückfall. Wie es sich letztlich mit der Beweislastverteilung bzw. der Frage,
ob im vorliegenden Fall von einem Rückfall oder einem fortdauernden Grundfall
auszugehen ist, verhält, kann jedoch im Hinblick auf die nachfolgenden Erwägungen
offen bleiben. Denn die Frage, wer die Folgen einer allfälligen Beweislosigkeit zu tragen
hat, stellt sich erst, wenn es sich tatsächlich als unmöglich erweisen sollte, im Rahmen
des Untersuchungsgrundsatzes auf Grund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt
zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu
entsprechen (vgl. Erwägung Ziff. 1.2), was vorliegend - wie zu zeigen sein wird - nicht
zutrifft.
3.
3.1 Im Folgenden ist die Kausalität zwischen den ab 2. April 2007 wiederholt im
KSSG behandelten Handgelenksbeschwerden links, den damit verbundenen
Arbeitsunfähigkeiten sowie den weiterhin bestehenden Schmerzen im Bereich des
linken Handgelenks und dem Unfallereignis vom 29. März 2005 zu prüfen.
3.2 Gemäss Unfall- und Schadenmeldung vom 29. April 2005 bzw. 4. Mai 2006
(Suva-act. 0, 1) sowie medizinischen Akten (Suva-act. 2, 8) erlitt der Beschwerdeführer
am 29. März 2005 eine Kontusion des linken Handgelenks. In den medizinischen Akten,
welche Aufschluss über die unmittelbaren Unfallfolgen geben, sind keine strukturellen
Läsionen (Frakturen, Nervenschädigungen usw.) oder äusserlich sichtbare
Verletzungen infolge der Handgelenkskontusion (offene Wunden, Prellmarken usw.)
vermerkt (Suva-act. 3, 8). Eine Arbeitsunfähigkeit bestand damals offensichtlich
ebenfalls keine. Monate später wurden jedoch beim Beschwerdeführer verschiedene
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Diagnosen gestellt und Therapien durchgeführt, die mit den geklagten
Handgelenksschmerzen in Zusammenhang gebracht werden könnten. Im Folgenden
gilt es zu beurteilen, welches der diagnostizierten Leiden mit dem Beweisgrad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit in einem natürlichen Kausalzusammenhang mit
dem Unfall vom 29. März 2005 bzw. einem damals erlittenen Gesundheitsschaden
steht oder welche infolge eines solchen unfallkausalen Gesundheitsschadens
durchgeführte Therapie zu Folgeschäden geführt hat.
3.3 Am 17. Mai 2005 erhob Dr. B._ beim Beschwerdeführer solche, auf ein
Handgelenksganglion hindeutende Befunde (Suva-act. 8). Im Januar 2006 wurde im
Spital Wil die Diagnose eines Ganglions im Bereich des Os pisiforme links bestätigt
(Suva-act. 3). Dieses wurde am 27. Februar 2006 reseziert und das Os pisiforme links
entfernt (Suva-act. 4). Die Unfallkausalität zwischen dem Ganglion und dem fraglichen
Unfallereignis hat die Beschwerdegegnerin insofern anerkannt, als sie für die
diesbezügliche Heilbehandlung sowie die daraus ergebende Arbeitsunfähigkeit
Leistungen erbracht hat. Die Frage, ob die Beschwerdegegnerin an diesen - formlosen
- Entscheid gebunden ist oder ob sie die Unfallkausalität neu prüfen darf, kann jedoch
insofern offen gelassen werden, als aufgrund der medizinischen Akten mit dem
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit feststeht, dass die heutige
Beschwerdesymptomatik bzw. die ulnokarpalen Schmerzen (Suva-act. 19, 28, 31, 38)
weder direkt auf die Handgelenkskontusion und das Ganglion noch auf die daran
anschliessende erste Handgelenksoperation vom 27. Februar 2006 zurückzuführen
sind, wie sich nachfolgend ergibt.
3.4
3.4.1 Ganglion und Operation haben zweifellos zu gewissen unmittelbaren
Beschwerden geführt. Massgebend ist jedoch die Frage, ob spätere Beschwerden
damit noch in Zusammenhang stehen. Dabei ist zunächst zu beachten, dass das
Ganglion und der davon betroffene kleine äussere Handgelenksknochen operativ
entfernt wurden, was grundsätzlich gegen eine Kausalität zwischen dem Ganglion und
einer nachfolgenden, anhaltenden Beschwerdesymptomatik spricht. Hinsichtlich
allfälliger Operationsfolgen ist zu sagen, dass im Spital Wil am 1. März 2006 normale
Befunde, d.h. eine reizlose, gut adaptierte Wunde, keine Entzündungszeichen erhoben
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werden konnten; Durchblutung, Motorik und Sensibilität waren intakt (Suva-act. 5). Der
Beschwerdeführer war ab 3. Juli 2006 wieder zu 100% arbeitsfähig. Dieser Zustand
dauerte rund ein Jahr bzw. bis 1. April 2007 (Suva-act. 9, 17, 21).
3.4.2 Mit Bericht vom 25. September 2007 hielt Dr. C._ gegenüber dem
behandelnden Arzt des KSSG fest, dass der Beschwerdeführer laut eigenen Angaben
vor der Operation vom 27. Februar 2005 (Ganglionresektion am linken Handgelenk und
Entfernung des Os pisiforme links) eine normale Fingersensibilität gehabt habe, nach
diesem Eingriff jedoch in den ulnaris-innervierten Fingern links die zur Ulnaris-
Neurolyse vom 2. April 2007 geführten Sensibilitätsstörungen aufgetreten seien. Nach
Auffassung des Beschwerdeführers stehe damit die Sulcus ulnaris-Problematik klar im
Zusammenhang mit der Ganglionoperation vom 27. Februar 2005 (Suva-act. 48). Laut
ärztlicher Beurteilung von Dr. F._ vom 30. Januar 2008 ging man beim
Beschwerdeführer von einer Kompressionsneuropathie des Nervus ulnaris im
Ellbogenbereich aus. Man habe sich somit nicht für eine Revision im
Handgelenkbereich, sondern für eine Neurolyse am Ellbogen entschieden.
Irgendwelche Zusammenhänge mit dem Problem am Handgelenk seien damit rein
wegen der grossen örtlichen Distanz zum Vornherein ausgeschlossen (vgl. dazu http://
www.handerkrankungen.de/Sulcus_Ulnaris/). Abgesehen davon, dass Dr. D._ bereits
in seiner ärztlichen Beurteilung vom 6. Juli 2007 die Indikation für die durchgeführte
Operation des Sulcus ulnaris-Syndroms im Bereich des Ellenbogens als schwierig
nachvollziehbar bezeichnet, hält dieser mit Dr. F._ übereinstimmend fest, dass das
Geschehen unfallfremd sei und keinen natürlichen Kausalzusammenhang mit der
Handgelenkskontusion vom 29. März 2005 habe. Der Umstand, dass die am 21. Mai
2007 durchgeführte Infiltration ulnokarpal nicht gewirkt habe, zeige ebenfalls, dass
keine wahrscheinlichen Folgen aus der durch die Beschwerdegegnerin übernommenen
Ganglion- respektive Os pisiforme-Exstirpation vorliege (Suva-act. 23). Schliesslich hält
auch Dr. E._ in seiner Beurteilung vom 26. November 2007 (act. G 3.1) fest, dass die
Neurolyse des Nervus ulnaris am Ellenbogen keine Unfallfolge sei.
3.4.3 Angesichts der obigen Darlegungen bzw. der einhelligen ärztlichen
Beurteilungen ist mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit davon
auszugehen, dass das im KSSG am 2. April 2007 durch eine Neurolyse des Nervus
ulnaris im Sulcus therapierte Sulcus ulnaris-Syndrom links nicht auf das Ganglion im
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Bereich des pisotriquetralen Gelenks links bzw. dessen Resektion sowie diejenige des
Os pisiforme links zurückzuführen ist. Das im KSSG am 2. April 2007 durch eine
Neurolyse des Nervus ulnaris im Sulcus therapierte Sulcus ulnaris-Syndrom links stellt
sodann nach einhelliger ärztlicher Beurteilungen keine überwiegend wahrscheinliche
Unfallfolge dar.
3.5
3.5.1 Hinsichtlich der beim Beschwerdeführer nachfolgend an das
Unfallereignis vom 29. März 2005 im Bereich des linken Handgelenks ausserdem
gestellten Diagnosen bzw. objektivierten morphologischen Pathologien ist sodann
aufgrund der medizinischen Akten mit der erforderlichen überwiegenden
Wahrscheinlichkeit anzunehmen, dass deren Kausalität zum Unfallereignis nicht
gegeben ist.
3.5.2 Im Rahmen der MRI-Untersuchung des linken Handgelenks im KSSG vom
7. Mai 2007 zeigte sich zunächst in der Loge de Guyon ein langstreckig signalalterierter
Nervus ulnaris im Sinne einer Neuritis (Suva-act. 19). Laut Dr. D._ steht diese nicht in
einem wahrscheinlichen Zusammenhang mit dem Unfall vom 29. März 2005 (Suva-act.
23). In den ärztlichen Beurteilungen von Dr. F._ und Dr. E._ (Suva-act. 56, act. G
3.1) wurde eine Unfallkausalität der Neuritis in keiner Weise diskutiert und damit
offensichtlich nicht einmal in Erwägung gezogen.
3.5.3 Im MRI vom 7. Mai 2007 wurden sodann Läsionen im Sinne einer
zentralen TFCC (Triangular Fibrocartilage Complex)-Perforation und einem kleinen
dorsalen Ganglion (5 mm) festgestellt (Suva-act. 19). Klinisch fanden sich Zeichen für
ein ulnokarpales Impaktationssyndrom (Suva-act. 20). Nachfolgend diagnostizierten die
Ärzte des KSSG eine DRUG-Instabilität im distalen Radioulnargelenk (Suva-act. 41, 45,
47). Laut medizinischen Akten hängt die Diagnose der DRUG-Instabilität mit der TFCC-
Läsion bzw. dem Impaktationssyndrom und der am 19. September 2007 im KSSG
durchgeführten Ulnaverkürzungsosteotomie von 3 mm (Suva-act. 49) zusammen. Als
Indikation für die am 19. September 2007 im KSSG durchgeführte
Verkürzungsosteotomie der Ulna (Suva-act. 49) werden die klinisch erhobenen
persistierenden Schmerzen ulnocarpal links mit dorsaler Instabilität des DRUG
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angegeben. Entsprechend wurde die distale/dorsale radioulnare Gelenksinstabilität
gemeinsam mit der TFCC-Läsion palmar mit grossem P Typ 2C links diagnostiziert (vgl.
auch Suva-act. 47). - Laut Dr. F._ stellt das ulnokarpale Impaktationssyndrom ein
degeneratives Leiden dar, welches charakterisiert sei durch ulnare
Handgelenksschmerzen, Schwellung und Bewegungseinschränkung in Abhängigkeit
von exzessiver Belastung des ulnaren Handgelenks. Häufig sehe man bei diesen
Patienten eine positive ulnare Variante, also eine Überlänge der Ulna im Vergleich zum
Radius. Dies könne verschiedene Gründe haben, entweder idiopathisch angeboren,
erworben durch eine in Verkürzung geheilte distale Radiusfraktur oder im Rahmen einer
Degeneration des TFCC (Suva-act. 56). Im Falle des Beschwerdeführers wird die
zentrale TFCC-Perforation in den Berichten bzw. der Diagnose des KSSG
uneingeschränkt als Degeneration bezeichnet (Suva-act. 19, 20). Dr. F._ führt in
diesem Zusammenhang aus, mit der als 2C eingestuften TFCC-Läsion würden sich die
untersuchenden Ärzte des KSSG auf die von Palmer vorgeschlagene Klassifikation
abstützen. Diese unterscheide Class 1 und Class 2-Läsionen. Class 1-Läsionen würden
als traumatisch bezeichnet, Class 2 als degenerativ im Rahmen eines ulnakarpalen
Abnützungssyndroms. Die Läsion 2C entspreche einer Perforation zusammen mit einer
Knorpelschädigung (Chondromalazie) am Os lunatum und/oder an der Ulna. Die
Schlussfolgerung von Dr. F._, es handle sich bei der TFCC-Läsion des
Beschwerdefühers mit hoher Wahrscheinlichkeit um eine degenerative Veränderung,
die nicht durch ein einmaliges Trauma entstehen könne, erscheint angesichts der
obigen Darlegungen logisch und überzeugend. Entsprechend der medizinischen Akten
weist er darauf hin, dass der im Falle des Beschwerdeführers erhobene Befund
ausgeprägt mit fortgeschrittener Chondromalazie am Ulnaköpfchen und fehlendem
Diskus gewesen sei (Suva-act. 49). Damit übereinstimmend bezeichnet auch Dr. E._
die Chondromalazie und die Läsion des TFCC beim Beschwerdeführer nicht als
unfallbedingt. Seine Feststellungen - es sei schwierig zu beurteilen, inwiefern die
Ulnaverkürzungsosteotomie als Unfallfolge anzusehen sei. Wäre die Ursache das
Ulnaimpaktationssyndrom, wäre es sicherlich keine Unfallfolge (act. G 3.1). - spricht
letztlich ebenfalls nicht gegen die Annahme einer degenerativen Situation, ist doch
gerade von einem solchen Zusammenhang auszugehen. Für eine traumatisch bedingte
distale radioulnare Instabilität, wie sie von den untersuchenden Ärzten des KSSG
schliesslich diagnostiziert wurde (Suva-act. 41, 45, 47), bestehen laut Dr. F._
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ebenfalls keine zuverlässigen Anhaltspunkte. Es seien keine Bänder als verletzt
aufgefunden worden, weder in den kernspintomographischen Untersuchung noch in
den beiden Eingriffen in diesem Bereich (Suva-ct. 56). Dr. E._ äussert zwar der
Beurteilung von Dr. F._ widersprechend, die DRUG-Instabilität könnte als Unfallfolge
angesehen werden. Seine Beurteilung vermag jedoch nicht zu überzeugen. Zu
beachten ist zunächst, dass sie nur als mögliche, alternative Sachlage formuliert ist, im
Sozialversicherungsrecht jedoch der Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit notwendig ist (BGE 126 V 360 E. 5b). Dr. E._ äussert sich
ausserdem nicht dazu, inwiefern er eine Unfallkausalität als gegeben erachtet. Seine
Aussage betreffend die Situation nach der Ulnaverkürzungsosteotomie vom 19.
September 2007 - dann müsste zumindest jetzt die Schmerzsymptomatik deutlich
abnehmen - scheint zwar in Bezug auf die Diagnose einer DRUG-Instabilität
nachvollziehbar, eine Schlussfolgerung betreffend Unfallkausalität der DRUG-
Instabilität kann jedoch daraus nicht abgeleitet werden. Angesichts dessen, dass die
Diagnose der DRUG-Instabilität im übrigen mit den Diagnosen der TFCC-Läsion bzw.
dem Impaktationssyndrom und der am 19. September 2007 im KSSG durchgeführten
Ulnaverkürzungsosteotomie zusammenhängt (Suva-act. 49; Erwägung Ziff. 3.5.3),
erscheint im übrigen eine davon isolierte Beurteilung der Unfallkausalität ohnehin wenig
überzeugend. Die von Dr. E._ in Bezug auf die DRUG-Instabilität in Erwägung
gezogene Unfallkausalität wird schliesslich auch durch seine Feststellung, dass im
Falle des Beschwerdeführers eine deutliche Aggravation vorzuliegen scheine,
massgebend relativiert. Gegebenenfalls bestehe hier auch ein Schmerzsymptom,
welches nicht nur morphologische Pathologien am Handgelenk als Ursache habe und
somit auch schmerztherapeutisch angegangen werden sollte.
3.5.4 Hauptsächlich nimmt Dr. E._ überhaupt an, dass die heutige
Beschwerdesymptomatik eine Folge der Operation mit Resektion des Os pisiforme am
linken Handgelenk vom 27. Februar 2006 darstelle, die wiederum die Folge der
Kontusion vom 1. Februar (richtig: 29. März) 2005 sei. Eine solche Unfallkausalität im
Sinne einer sekundären Degeneration und Instabilität bzw. einer posttraumatischen
Spätfolge ist grundsätzlich denkbar. Gestützt auf die Beurteilung von Dr. E._ vom 26.
November 2007 (act. G 3.1) lässt sich jedoch im konkreten Fall eine solche nicht mit
dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellen. - In Bezug auf die
Beurteilung von Dr. E._ ist zunächst allgemein zu sagen, dass sie den in der
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Rechtsprechung an einen Arztbericht gestellten Anforderungen (BGE 125 V 353 E. 3a)
nicht genügt. Die Beurteilung erfolgte offensichtlich nicht in Kenntnis der vollständigen
Akten. Die Annahme wurde aufgrund einer eingeschränkten Befunderhebung und der
Dr. E._ nur teilweise zur Verfügung stehenden Berichte getroffen. Nicht erhöht wird
der Beweiswert seiner Beurteilung durch die Tatsache, dass Dr. E._ jeweils ein
falsches Unfalldatum nennt. Er erhebt sodann den Befund einer sehr starken
Empfindlichkeit im Bereich der Narbe ulno-plamar über dem Handgelenk, über die das
Os pisiforme reseziert worden sei, eine gerade gute, aber sehr schmerzhafte
Handgelenksbeweglichkeit sowie eine sehr schmerzhafte Abspreizung der Langfinger.
Abgesehen davon, dass es sich dabei um rein klinische Untersuchungsbefunde
handelt, in Bezug auf welche allgemein gesagt werden muss, dass es sich bei einer
klinischen Untersuchung gerade bei der Prüfung von Dolenzen- im Vergleich zu einer
röntgenologischen Untersuchung oder MRI-Untersuchung - nicht um eine
uneingeschränkt exakte bzw. objektive Untersuchungsmethode handelt und die
Beeinflussung eines klinischen Untersuchungsergebnisses durch den Patienten nicht
vollständig ausgeschlossen werden kann, spricht Dr. E._ selber von einer
eingeschränkten Befunderhebung. Die von ihm angenommene Kausalität wird
schliesslich insofern relativiert, als er selber anfügt, es sei schwierig zu beurteilen,
inwiefern das Unfallereignis vom 1. Februar (richtig: 29. März) 2005 jetzt noch
symptomatisch wäre, wenn keine Os pisiforme-Entfernung durchgeführt worden wäre.
Eine konkrete Begründung betreffend die fragliche Kausalität enthält der Bericht von
Dr. E._ ausserdem keine. Dr. F._ vertritt schliesslich in seiner Beurteilung vom 30.
Januar 2006 (Suva-act. 56) die eindeutige, Dr. E._ entgegenstehende Auffassung, der
dritte Eingriff, die Ulnaverkürzungsosteotomie, habe den Folgen degenerativer
Veränderungen des TFCC - mit wahrscheinlich daraus resultierender Instabilität im
DRUG - gegolten. Dies habe mit hoher Wahrscheinlichkeit mit dem ersten operativen
Eingriff (Entfernung des Os pisiforme) nichts zu tun. Es handle sich um ein
eigenständiges degeneratives Krankheitsbild.
3.5.5 Zusammengefasst lässt sich sagen, dass die weiteren von den
untersuchenden Ärzten des KSSG beim Beschwerdeführer im Bereich des linken
Handgelenks gestellten Diagnosen sowie die damit im Zusammenhang stehenden
operativen Eingriffe nur mögliche, jedoch keine überwiegend wahrscheinliche Folgen
des Unfallereignisses vom 29. März 2005 darstellen.
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4.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass weder die in Folge der Entfernung des Os
pisiforme vom 27. Februar 2006 persistierenden ulnokarpalen Handgelenksschmerzen
links mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit mit dem
Unfallereignis vom 29. März 2005 bzw. der vorgenannten Operation im Zusammenhang
stehen noch die nachfolgend gestellten Diagnosen des signalalterierten Nervus ulnaris
in der Loge de Guyon, des ulnokarpalen Impaktationssyndroms, der TFCC-Läsion und
der DRUG-Instabilität mit nachgefolgter Verkürzungsosteotomie der Ulna mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit direkte bzw. indirekte Unfallfolgen darstellen.
5.
Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde gegen den
Einspracheentscheid vom 19. Oktober 2007 abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu
erheben (Art. 61 lit. a ATSG).
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG