Decision ID: 26d10f3c-7364-4ca5-9905-c1850dd889b2
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1974, meldete sich am 1
8.
Januar 2010 unter Hinweis auf Rückenprobleme und einen Bandscheibenvorfall bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 8/2). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, sprach ihr mit Verfügung vom 1
7.
September 2012 bei einem Invaliditätsgrad von
100
%
eine
ganze
Rente ab
7.
September 2010, bei einem Invaliditätsgrad von 61
%
eine
Dreiviertelsrente
ab
1.
Juli 2011 und bei einem Invaliditätsgrad von 41
%
eine
Viertelsrente
ab
1.
Mai 2012
zu (Urk.
8/50 Urk.
8/54
).
Mit Verfügung vom
1
7.
September 2014
(Urk. 8/88)
wies
die IV-Stelle
nach Ver
anlassung einer polydisziplinären Begutachtung (Urk. 8/76)
das Erhöhungs
ge
such vom 1
1.
April 2013
(Urk. 8/60)
ab
.
1.2
Nach Eingang eines am
1
2.
Juli
2016
ausgefüllten Revisionsfragebogens
(Urk.
8/94
)
trat
die IV-Stelle
nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Urk.
8/99
-100)
mit Verfügung vom 2
6.
September
2016 mangels Glaubhaft
machung einer wesentlichen Veränderung auf das neue Leistungsbe
gehren nicht ein (
Urk.
8/103 =
Urk.
2).
2.
Die Versicherte erhob am
1
8.
Oktober 2016
Beschwerde gegen die Verfügung vom
2
6.
September 2016
(
Urk.
2) und beantragte
sinngemäss
, diese sei aufzu
heben
und es sei
auf ihre Neuanmeldung einzutreten
(
Urk.
1 S.
1
).
Mit Ver
fügung vom 2
7.
Oktober (
Urk.
3) wurde die Beschwerdeführerin aufgefordert, dem Gericht den von ihr in Aussicht gestellten Arztbericht einzureichen
.
A
m
4.
November 2016 reichte die Beschwerdeführerin den entspre
chen
den Bericht ein (
Urk.
5).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
8.
Dezember 2016
(
Urk.
7
) die Abweisung der Beschwerde.
Die neu anwaltlich vertretene Beschwerde
füh
rerin reichte nach Einsicht der Akten am 2
1.
Februar 2017 (
Urk.
11) eine ergän
zende Stellungnahme ein. Die Beschwerdegegnerin verzichtete mit Schreiben vom 1
6.
März 2017 (
Urk.
13) auf eine Duplik, dies wurde der Beschwerde
füh
rerin am
9.
Mai 2017 zur Kenntnis gebracht (
Urk.
14).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wi
rd nach
Art.
87
Abs.
3 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV)
eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss
Abs.
2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Tritt die Verwaltung auf die Neu
anmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu ver
gewissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revisi
onsfall nach
Art.
17
Abs.
1 des Bundes
gesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrecht
s
(ATSG)
vor
zugehen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b).
1.2
Mit
Art.
87
Abs.
3 in Verbindung mit
Abs.
2 IVV soll verhindert werden, dass sich die Verwaltung nach vorangegangener rechtskräftiger Leistungsver
weige
rung immer wieder mit
gleich lautenden
und nicht näher begründeten, das
heisst keine Veränderung des Sachverhalts darlegenden Gesuchen befassen muss
(BGE 109 V 108 E. 2a, 264 E. 3). Hingegen kann diese
Eintretensvorschrift
nicht dahingehend ausgelegt werden, dass die glaubhaft zu machende Änderung gerade jenes Anspruchselement betreffen muss, welches die Verwaltung der früheren rechtskräftigen Leistungsabweisung zugrunde legte. Vielmehr muss es genügen, wenn die versicherte Person zumindest die Änderung eines Sachver
halts aus dem gesamten für die Rentenberechtigung erheblichen Tatsachen
spektrum glaubwürdig dartut. Trifft dies zu, ist die Verwaltung verpflichtet, auf das neue Leistungsbegehren einzutreten und es in tatsächlicher (wie selbst
ver
ständlich auch in rechtlicher) Hinsicht allseitig zu prüfen (BGE 117 V 198 E. 3a und E. 4b; vgl. auch BGE 130 V 64 E. 5.2, 72 E. 2.2 mit Hinweisen).
1.3
Nach Eingang einer Neuanmeldung ist die Verwaltung zunächst zur Prüfung
ver
pflichtet, ob die Vorbringen der versicherten Person überhaupt glaubhaft si
nd; verneint sie dies, so erledigt sie das Gesuch ohne weitere Abklärungen durch Nichteintreten. Dabei wird sie unter anderem zu berücksichtigen haben, ob die frühere Verfügung nur kurze oder schon längere Zeit zurückliegt, und dement
sprechend an die Glaubhaftmachung höhere oder weniger hohe Anfor
de
rungen stellen (ZAK 1966 S.
279, vgl. auch BGE 130 V 64 E. 5.2, 72 E.
2.2 mit Hin
weisen). Insofern steht ihr ein gewisser Beurteilungsspielraum zu, den das Gericht grundsätzlich zu respektieren hat. Daher hat das Gericht die Be
hand
lung der
Eintretensfrage
durch die Verwaltung nur zu überprüfen, wenn das Eintre
ten streitig ist, das heisst wenn die Verwaltung gestützt auf
Art.
87
Abs.
3 IVV Nichteintreten beschlossen hat und die versicherte Person deswegen Beschwerde
führt; hingegen unterbleibt eine richterliche Beurteilung der
Ein
tretensfrage
, wenn die Verwaltung auf die Neuanmeldung eingetreten ist (BGE 109 V 108 E.
2b
).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung vom 26. Septem
ber
201
6
(Urk. 2) davon aus, mit dem neuen Gesuch werde nicht glaubhaft dargelegt, dass sich die tatsächlichen Verhältnisse seit der letzten Verfügung
wesentlich verändert hätten. Es liege lediglich eine andere Beurteilung dessel
ben
Sachverhaltes vor (S. 1).
2.2
Demgegenüber machte die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde (Urk. 1) geltend,
gemäss
Bericht ihrer behandelnden Rheumatologin habe sich ihr Zu
stand seit 2014 zunehmend verschlechtert. Seit dem letzten Entscheid leide sie
unter zunehmenden
Schmerzen im Rücken,
in der
Schulter,
den
Händen und Knien mit
grosser
Einschränkung im täglichen Leben. Inzwischen sei auch eine rheumatische Erkrankung festgestellt worden.
In der ergänzenden Stellungnahme vom 2
1.
Februar 2017 (
Urk.
11) führte
die Beschwerdeführerin weiter
aus, im MRI der Lendenwirbelsäule
(LWS)
vom 2
5.
April 2016 werde eine hochgradige Verschmälerung der
lumbosakralen
Band
scheibe mit leichter Spondylose beschrieben. Diese hochgradige Verschmä
lerung sei vor Erlass der Verfügung vom 1
7.
September 2014 nicht vorhanden
gewesen und werde im Gutachten des
Y._
nich
t erwähnt. Ebenso werde im Bericht vom 2
5.
April 2016 festgestellt, es liege ein seit dem 1
7.
März 2015 kon
stanter Befund einer Erweiterung
des Spinalkanals vor. Der Bericht vom 1
7.
März 2015 liege leider nicht bei den Akten, doch
wurde eine solche Erweiterung des Spinalkanals vorher nie erwähnt (S. 1 un
ten).
Sodann werde im Bericht vom
9.
Mai 2016 ausdrücklich ausgeführt, dass sie seit dem 1
4.
Juli 2015 an Kniebeschwerden infolge eines Sturzes leide. Offenbar seien die Be
schwerden trotz Physiotherapie auch nach knapp einem Jahr nicht abge
klung
en. Damit handle es sich um eine relevante Verschlechterung eines
relevanten Sachverhaltes, denn zusätzliche Kniebeschwerden würden die Arbeits
fähigkeit weiter einschränken (S. 2 oben).
2.3
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin - mangels einer glaubhaft gemachten Verschlechterung des Gesundheitszustandes seit der letzten Verfü
gung vom 1
7.
September 2014 (
Urk.
8/88) - zu Recht nicht auf das neue Leis
tungs
begehren eingetreten ist.
3.
3.1
Der letzten rechtskräftigen Verfügung
vom
1
7.
September 2014
(
Urk.
8/88
)
lag
im Wesentlichen das polydisziplinäre Gutachten des
Y._
zugrunde:
Dr.
med.
Z._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin,
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Neurologie,
Dr.
med.
B._
, Facharzt für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates,
Dr.
med.
C._
, Fachärztin für Rheumatologie und für Allgemeine Innere Medizin, sowie
Dr.
med.
D._
, Facharzt für Psychiatrie und Psycho
the
rapie, nannten im
Y._
-Gutachten vom 2
4.
März 2014 (8/76) die folgenden Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 76):
-
chronisches
Lumbovertebralsyndrom
mit am e
hesten
pseudoradikulärer
Schmer
zausstrahlung, möglicherw
eise aber auch intermittierendem
radikulärem
Reizsyndrom links
mit/
bei
-
Status nach
Hemilaminektomie
L5/S1 September 2009 bei damals
grosser
nach
kaudal luxierter Diskushernie L5/S1
-
Chondrose
L3/4 und L4/5 mit
Diskusprotrusionen
,
erosive
Osteo
chon
drose
mit Narbengewebe links
epidural
auf Höhe L5/S1 ohne narbige Ausziehung des Duralsacks, leichte degenerative Beeinträchtigung beider
foraminaler
Verläufe der Wurzeln L5 ohne signifikante Stenose oder Kompression, geringfügige
Spondylarthrosen
L4/5 und L
5/S1 (MRT LWS
8.
November
2013)
-
Schulterschmerzen links betont mit/bei
-
Status nach Schraubenfixation d
es Os
acromiale
und
Acromion
(September
2013)
-
a
ktuell radiologisch fehlender Konsolidation zwischen Os
acromiale
und
Acromion
, Hinweise für Schraubenlockerung (CT linke Schulter
8.
Januar
2014)
-
möglichem
subacromialem
Impingement
und
Supraspinatustendinose
links
-
klinisch Hinweisen für Reizung
A
cromioclaviculargelenk
rechts (radi
o
logisch fehlende
Hinweise für degenerative Veränderungen, keine
subacromiale
Einengung,
Acromion
Typ l rechts)
-
c
hronisches
zervikovertebrales
,
zum Teil
zervikozephales
Schmerz
syn
-
drom
links mit/bei
-
Osteochondrosen
HWK3/4 - HWK6/7 (MR HWS
3.
Juni
2010)
-
chronische
Epicondylopathia
humeri
radialis
beidseitig und
ulnaris
rechts
-
Knieschmerz beidseits mit/
bei
-
Trochleadysplasie
und
Chrondropathie
mit Hypoplasie der medialen
Fazette
beidseits, diskreten degenerativen Signalalterationen des medi
alen
Meniskushinterhornes
beidseits linksbetont (MRT Knie beidseits 2
0.
November
2012)
-
Angst und depressive Störung, gemischt (
ICD-10 F
41.2)
-
chronische Schmerzstörung mit somatischen und psyc
hischen Faktoren (ICD-10 F45.41) mit
zunehmender Schonung und
Verdacht auf Selbst
limitierung
Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten sie (S. 77):
-
Schmerzen in distalen
und proximalen
Interphalangealgelenken
beider Hände linksbetont unklarer
Ätiologie
-
Klinisch Hinweise für Tendinitis de
Quervain
beidseits
-
Leistenschmerz beidseits bei
-
anamnestisch Status nach
Leistenhernienoperation
rechts zweimalig, links einmalig
-
Probleme in Verbindun
g mit Ausbildung und Bildung (ICD-10 Z55
)
-
Status nach atypisc
her familiärer Situation (ICD-10 Z60.1
) (sie ist vater
los aufgewachsen, weil
dieser aus politischen Gründen
in der Türkei inhaftiert war)
-
Schwierigkeiten bei der kulturellen Eingewöhnung
(ICD-10 Z
60.3) wegen Migration als Asylantin 1993 aus der Türkei ohne Berufsausbildung
Gesamtmedizinisch ergebe sich, dass die
Beschwerdeführerin
mittelschwere und schwere nicht adaptierte Tätigkeiten nicht
mehr ausüben könne. In jeglichen
adaptierten leichten bis intermittierend mittelschweren Tätigkeiten bestehe eine
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 30
%
. Schwere Arbeiten seien nach wie vor und andauernd nicht möglich. Die aus neurologischer und
rheumato
logi
-
scher
/orthopädischer Sicht gemachten Einschränkungen seien nicht additiv zu sehen (S. 83 unten).
3.2
In der ergänzenden Stellungnahme vom
7.
April
2014
(
Urk.
8/79)
führte
Dr.
Z._
aus, aus psychiatrischer Sicht sei festzuhalten, dass die Be
schwer
deführerin in jeder dem Körperleiden angepassten Tätigkeit weiterhin sieben
Stunden täglich ohne Verminderung des Rendements arbeitsfähig sei. Sie könnte
aus psychiatrischer Sicht auch ganztags 8.25 Stunden eingesetzt werden mit einer Verminderung des Rendements von 20
%
.
Die Arbeitsfähigkeitseinschränkung von 30
%
ergebe sich
konsensuell
gesamt
haft auf alle Fachrichtungen. Wie im Gutachten festgehalten worden sei, seien die aus neurologischer und rheumatologischer/orthopädischer Sicht gemachten Einschränkungen nicht additiv zu sehen.
4.
4.1
Im Zusammenhang mit der Neuanmeldung vom 1
2.
Juli 2016 (
Urk.
8/94)
sind die folgenden
Berichte zu den Akten genommen worden:
4.2
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Radiologie, führte im Bericht vom 2
4.
April
2016 (8/92/7-8) zur Frage nach entz
ündlichen Veränderungen aus, das
MRI der LWS zeige einen Signalintensitätsver
l
ust der dritten bis fünften lum
balen Bandscheiben
und
eine hochgradige Verschmälerung der
lumbosakralen
Bandscheibe mit leichter Spondylose. Die
vierte/fünfte
lumbale Bandscheibe würde
sich leichtgradig gegen den Spinalkanal hin vorbeugen. Angrenzend an die
lumbosakrale
Bandscheibe bestehe ein leichtgradiges Knochenmarksödem und eine diskrete Kontrastmittelaufnahme sowie eine Sklerose. Die
Foramina
intervertebralia
seien nicht eingeengt.
Es bestehe eine drei Zentimeter
grosse
Adnexzyste
links zwischen Uterus Corpus und Harnblase.
Der
lumbosakrale
Übergang
stelle sich
regelrecht
dar
. Das
Iliosakralgelenk
(ISG) sei
morphologisch normal. Nach intrave
nöser Kontrastmittelgabe bestehe
keine Kontrastmittel
auf
nahme im Bereich de
s
ISG und der unteren LWS. Auch im Bereich der Band
scheibenräume finde
sich keine
pathologische Kontrast
mittel
auf
nahme. Die axiale Bildgebung zeige T2-gewichtet
auf Höhe LWK 2/3 ein normales Band
scheibenniveau und eine leichte
Spondylarthrose
mit regelrechter
Foramina
.
Auf der Höhe LWK 3/4 bestehe ein r
egelrechtes Bandscheibenniveau und
ein normal weiter Spinalkanal.
D
ie
Foramina
seien nicht
stenosiert
.
Es bestehe eine l
eichtgradige
Spondylarthrose
.
Auf der Höhe
LWK 4/5
finde sich eine l
eichte
Anu
lusruptur
und
Diskusprotrusion
sowie
Spondylarthrose
mit Flüssigkeitsan
sammlung im Facettengelenk links.
Eine D
iskushernie
bestehe nicht. Auf der Höhe
LWK 5/1
finde sich eine l
inksseitige
Hemilaminektomie
mit leichte
r
Verziehung
und Infiltration des
epiduralen
Fettgewebes linksseitig ohne Nach
weis einer Diskushernie.
Die
Foramina
sei
regelrecht.
Es bestehe k
ein Anhalts
punkt
für ein infektiöses Geschehen und eine d
iskrete
epidurale
Kon
trast
mittel
aufnahme links lateral.
Auf der Höhe
S
2 zeige ebenfalls eine
Hemi
laminektomie
mit leichter Erweiterung des Spinalkanals nach links.
Dazu führte er aus, b
ei Status nach linksseitiger
Hemilaminek
tomie
und dafür wahrscheinlich
Bandscheibenentfernen auf Höhe LWK 5/1 bestehe im Vergleich
zum 1
7.
März 2015 ein konstanter Befund einer Erweiterung des Spinalkanals
auf
Höhe LWK 5 bis S
2.
Weiter bestehe eine k
onstante Sklerose und
ein
diskretes Knochenmarksödem angrenzend an die
lum
bosakrale
Bandscheibe (
Modic
1). Es bestehe k
ein Anha
ltspunkt für eine ISG-Arthritis
oder eine
Spondylodiszitis
.
4.3
Dr.
med.
F._
, Fachärztin für Rheumatologie und für Allgemeine Innere Medizin, nannte im Bericht vom
9.
Mai 2016 (8/92/11-13)
die
folgende
n
Diag
nosen:
-
chronisches
Panvertebralsyndrom
-
ausgeprägte
myofasziale
Komponente mit aktivierten
Triggerpunkten
-
Fehlhaltung und Haltungsinsuffizienz
-
muskuläre
Dysbalancen
-
chronisches
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom L5/S1 links
-
Status nach
Dekompressionsoperation mit Diskektomie L5/S1
-
St
atus nach
mehreren
interventionellen
Therapien, zuletzt
Februar
2016
-
MRI LWS vom 21
.
Juli 2014:
g
eringgradige
diskoligamentäre
Einengung der
Foramina
LWK5
/SWK
1 mit Kontakt zu der
Nervenwurzel ohne Nachweis einer Nervenwurzelkompress
ion. Geringe
Retro
lis
the
sis
LWK5/SWK
1.
Anulus
fibrosus
-Riss LWK
4/5 mit
breitbasigem
Dis
kus-
Bulging
-
MRI LWS und ISG vom 2
5.
April
2016: Konstanter Befund im Ver
gleich zum 1
7.
März
2015 mit leichter
Anulusruptur
und
Diskus
protrusion
LWK4/5, linksseitige
Hemilaminektomie
mit leichter
Verzieh
ung
und Infiltration des
epiduralen
Fettgewebes linksseitig ohne Nachweis einer Diskushernie.
Spondylarthrosen
LWK3/4 und LWK4/LWK
5.
Konstante
Sklerose und diskretes Knochenmarksödem angrenzend an die
lumbosakrale
Bandscheibe (
Modic
1). Kein Anhalts
punkt für eine ISG-Arthritis oder eine
Spondylodiszitis
-
chronische Polyarthralgien und Myalgien unklarer Genese
-
DD beginnende Kollagenose, chronisches generalisiertes Schmerz
syn
drom
-
h
umorale Aktivität
-
ANA vom
Februar 2015
:
1:320, aktuell negative Rheumaserologie
-
Infektionsserologie negativ
-
Ganzkörperskelett-Szintigraphie
März 20
16:
k
eine Hinweise auf ent
zünd
liche Veränderungen. AC-Gelenkarthrose
-
g
utes Ansprechen auf Steroidtherapie
-
Basistherapie mit
Plaquenil
-Therapie seit
November
2015
-
chronische Knieschmerzen rechts bei Status nach Sturz am 1
4.
Juli
2015
-
Tractus
iliotibialis
Syndrom
-
MRI Knie rechts vom 1
4.
Oktober
2015: 13., DD Kontusionsödem leicht
parazenlral
lateral in der Patella mit
Chondrop
athie
II°. Minimale
r
Reizerguss
suprapatellar sowie leichtes
iliotibialis
Bandsyndrom
-
Vitamin D Mangel, substituiert
-
Depression
-
chronische Obstipation
-
DD medikamentös bedingt
Aufgrund des Panvertebral-Syndrom
s
sei
die Analgesie mit Einsetzen eines schmerzdistanzierenden Antidepressivums sowie
Pregabalin
und Dosiserhöhung von Opiaten ausgebaut
und eine ambulante prob
l
emorientierte Physiotherapie durch
geführt
worden
. Bei aktivierten
Triggerpunkten
sei
eine Neuraltherapie
erfolgt
. Trotz intensiver ambulanter Schmerztherapie
sei
es leider zu keiner Ver
besserung der Symptomatik
gekommen
. Deswegen
sei
eine stationäre Reha
bilitation vorgesehen
worden
. Die Kostengutsprache
sei
bereits bei der Kran
kenkasse eingereicht
worden (S.
2
Ziff.
1)
.
Bei chronischem
lumboradikulärem
Schmerz
syndrom L5 links
seien
neben dem Ausbau der Analgesie und Physio
therapie auch mehrere
inte
rv
entionelle
Therapien durchgeführt
worden
, welche keine Verbesserungen der Symptomatik
gebracht h
ätt
e
n
. In der durchgeführten MRI-Untersuchung der LWS und
des
ISG
hätten sich
keine Hinweise auf eine Diskushernie oder Nervenwurzelkompression
gezeigt
, deswegen
sei
die aktuelle Symptomatik am ehesten als
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom und die Rest
symptomatik eines
lumboradiku
lä
ren
Schmerzsyndroms zu beurteilen. Hier
f
ür seien keine weiteren
interv
entione
ll
en
Therapien vorgesehen
worden
. Gege
benenfalls
könne
bei aktivierten
Triggerpunkten
eine lokale Infiltration durch
geführt werden
(S. 2
Ziff.
2)
.
Die Patientin leide an
chronischen Polyarthralgien mit
Sicca
-Symptomatik und Morgensteifigkeit, weswegen eine ausführliche Abklä
rung durchgeführt
worden sei
. Laborchemisch
habe
sich eine humorale Aktivität mit erhöhter B
lutsenkung und initial positiven
Antinukleären
Anti
körper
(
ANA
)
gezeigt
. Deswegen
sei
bei
Verdacht auf
beginnende Kollagenose eine systemische Ster
oidtherapie mit Prednison 20 mg/Tag
eingeleitet
worden
. Darunter
sei
es zu einer deutlichen Verbesserung der Arthralgien in den Hand- und Fingergelenken
gekommen
. Bei erneuter Zunahme nach Absetzen der Steroidtherapie
sei
eine Basisthera
pie mit
Plaquenil
200 mg 2x1/Tag
eingeleitet
worden
. Bei im Verlauf Auftreten von
Synovitiden
, Tendovaginitiden und/oder weiterer Symptomatik einer entz
ün
dlichen Systemerkrankung
sei eine
erneute Beurteilung der
Beschwerdeführer
zu empfehlen (S. 2
Ziff.
3)
.
Die Patientin klag
e
seit dem Sturz am 1
4.
Juli
2015
über
intermittierende Knieschmerzen rechts
l
ateral. Die um eine Meniskusläsion auszuschliessen durchgeführte MRI-Untersuchung des Kniegelenks
habe
die oben erwähnten Befunde
gezeigt
. Die aktuelle Symptomatik
sei
im Rahmen eines
lliotibialis
-Syndroms zu beurteilen. Hierfür
sei
eine ambulante problemorientierte Physiotherapie veranlasst
und die massgerechte Fusseinlage rezeptiert
worden
. Darunter
sei
aber die Schmerz
symptomatik unverändert
geblieben
.
Es sei
die Durchführung der Heimübungen und gegebenenfalls Anleiten einer Elektrotherapie zur Selbstapplikation
zu emp
fehlen (S. 2
Ziff.
4)
.
4.4
Dr.
med.
G._
,
Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates,
Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), führte in seiner Stellungnahme vom
3.
August 2016 (8/98/2) aus, verglichen mit den relevanten Diagnosen im
Y._
-Gutachten vom 2
4.
März 2014 würde kein
wesentlich neuer objektiver arbeitsfähigkeits-relevanter Gesundheitsschaden vo
r
lie
gen. Das MRI der LWS vom 2
1.
Juli 2014 habe lediglich eine geringfügige
diskoligamentäre
FI Einengung L5/S1 ohne Nachweis einer Nervenwurzel
kom
pression gezeigt. Es liege damit keine arbeitsfähigkeits-relevante Veränderung vor.
4.5
Für die Beurteilung der Gesetzmässigkeit der angefochtenen Verfügung oder des
Einspracheentscheides
ist für das Sozialversicherungsgericht in der Regel der Sachverhalt massgebend, der zur Zeit des Erlasses des angefochtenen Verwal
tungs
aktes gegeben war. Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung bilden (BGE 130 V 138 E. 2.1 mit Hinweis). Sie können indessen, unter Wah
rung des rechtlichen Gehörs, berücksichtigt werden, wenn sie kurze Zeit nach dem Erlass des angefochtenen Entscheids eingetreten sind, sich ihre Beachtung aus
prozessökonomischen Gründen unbedingt aufdrängt und sie hinreichend klar feststehen (BGE 105 V 156 E. 2d; ZAK 1984 S. 349 E. 1b). Dies ist der Fall, wenn sie mit dem Streitgegenstand in engem Sachzusammenhang stehen und geeignet sind, die Beurteilung im Zeitpunkt des
Entscheiderlasses
zu beein
flussen (BGE 99 V 98 E. 4 mit Hinweisen).
Diese Voraussetzungen sind beim nachträglich eingereichten Bericht von Dr.
F._
vom 3.
November
2016 (Urk. 5) erfüllt, weshalb er vorliegend berück
sichtigt wird. Darin wiederholte Dr.
F._
im Wesentlichen die bereits gestellten Diagnosen (vgl. vorstehend E.
4.3), diagnostizierte aber zusätzlich ein Fibro
myalgie-Syndrom, eine
Epicondylits
humeri
radialis
links bei Status nach lokaler Steroidinstallation am 30. August 2016 sowie chronische Schulterschmerzen links (Urk. 5 S. 1 f.). Die Beschwerdeführerin klage weiterhin über starke und immobilisierende Schmerzen im Nacken- und Rückenbereich sowie in der linken Schulter und den linken Hand- und Fingergelenken. Nebst der Schmerzsymptomatik verursachten auch die Konzentrationsstörung und ausge
prägte Müdigkeit multifaktorieller Ursache wie Depression, medikamentös und Fibromyalgie deutliche Einschränkungen bei den täglichen Aktivitäten. Gemäss der behandelnden Psychiaterin leide die Beschwerdeführerin an mittelschweren depressiven Episoden und auch an einer psychosozialen Belastungssituation, welche die Symptomatik negativ beeinflusse. Die geplante stationäre Rehabili
tation sei wegen einer Mamma-Operation rechts und einer Curettage bei
Hyper
menorrhoen
verschoben worden. Aktuell sei die Beschwerdeführerin zu 70 % arbeitsunfähig (S. 1).
5.
5.1
Zeitliche Vergleichsbasis für die Glaubhaftmachung einer anspruchserheblichen Änderung nach
Art.
87
Abs.
3 IVV und gegebenenfalls der Prüfung, ob eine solche tatsächlich eingetreten ist und sich auf den Invaliditätsgrad
bezieh
ungs
weise
die Rente auswirkt, bildet die letzte rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachver
haltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 2
6.
März 2010 E. 1 mit Hinweisen). Vorliegend gilt die
das Erhöhungsgesuch
ablehnende Verfügung vom 1
7.
September 2014 (
Urk.
8
/
88
) für die Prü
fung, ob mit
der Neuanmeldung vom
1
2.
Juli 2016
eine Veränderung glaubhaft gemacht wurde, als zeitliche Vergleichsbasis.
5.2
Mit dem Beweismass des Glaubhaftmachens im Sinne des
Art.
87
Abs.
2 und 3 IVV sind herabgesetzte Anforderungen an den Beweis verbunden: Die Tat
sa
chen
änderung muss nicht nach dem im Sozialversicherungsrecht sonst üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 353 E.
5b) erstellt sein. Es genügt, dass für das Vorhandensein des geltend gemachten rechtserheblichen Sachumstandes wenigstens gewisse Anhaltspunkte bestehen, auch wenn durchaus noch mit der Möglichkeit zu rechnen ist, bei eingehender Abklärung werde sich die behauptete Änderung nicht erstellen lassen (BGE 130 V 64 E. 5.2, 130 V 71 E. 2.2 mit Hinweisen). Erheblich ist eine Sachverhalts
än
de
rung, wenn angenommen werden kann, der Anspruch auf eine (höhere) Inva
lidenrente sei begründet, falls sich die geltend gemachten Umstände als richtig
erweisen sollten (Urteil des Bundesgerichts 8C_844/2012 vom
5.
Juni 2013 E. 2.
3 mit Hinweisen auf 8C_1009/2010 vom
7.
April 2011 E. 2.2 und 9C_838/2011 vom 2
8.
Februar 2012 E. 3.3.2).
5.3
In medizinischer Hinsicht ist vorliegend von keiner Verschlechterung des Ge
sundheitszustandes auszugehen.
Soweit die Beschwerdeführerin auf den Bericht des Radiologen
Dr.
E._
vom 2
5.
April 2016 (vorstehend E.
4.2)
sowie auf
die Berichte ihrer behandelnden Rheumatologin
Dr.
F._
vom
3.
November 2016
und
9.
Mai 2016 (vorstehend E.
4.3 und E.
4.
5) verweist und daraus ableitet, dass diese den Anforderungen an die Glaubhaftmachung einer Verschlech
terung des Gesundheitszustandes genügen, ist ihr entgegen zu halten, dass den ge
nannten Berichten im Vergleich zu den Verhältnissen im Zeitpunkt der letz
ten Verfügung vom 1
7.
September 2014 keine neuen relevanten Befunde oder Diagnosen zu entnehmen sind, welche auf eine Verschlechterung hinweisen würden.
5.3.1
Hin
sichtlich der LWS-Problematik umfasste das Beschwerdebild früher im Wes
entlichen die Diagnose eines
chronischen
Lumbovertebralsyndrom
s
mit am e
he
sten
pseudoradikulärer
Schmerzausstrahlung, möglicherw
eise aber auch inter
mit
tierend
radikulärem
Reizsyndrom links mit/bei Status nach
Hemilami
nek
tomie
L5/S1
im
September 2009 bei damals
grosser
nach
kaudal luxierter Diskus
hernie L5/S1
sowie
Chondrose
L3/4 und L4/5 mit
Diskusprotrusionen
,
erosive
r
Osteochondrose
mit Narbengewebe links
epidural
auf Höhe L5/S1 ohne narbige Ausziehung des Duralsacks, leichte
r
degenerative
r
Beeinträchtigung beider
fora
minaler
Verläufe der
Wurzeln L5 ohne signifikante Stenose oder Kompression, geringfügige
n
Spondylarthrosen
L4/5 und L
5/S1 (vgl. vorstehend E. 3.1).
Demgegenüber stellte
Dr.
E._
im Bericht vom 2
5.
April 2016 (vorstehend E.
4.2)
einen Signalintensitätsverlust der dritten bis fünften Bandscheiben und
eine
hochgradige
Verschmälerung der
lumbosakralen
Bandscheibe
n
mit leichter Spondylose
fest
. Er
führte
weiter
aus, dass auf der Höhe LWK3/4 ein regel
rechtes Bandscheibenniveau und ein normal weiter Spinalkanal
bestehen würde
n
und leichtgradige
Spondylarthrosen
vorhanden seien. Auf der Höhe LWK4/5 stellte er neben einer leichten
Anulusruptur
eine
Diskusprotrusion
,
jedoch keine Diskushernie fest
.
Anhaltspunkte für eine veränderte Befundlage der LWS-Problematik lassen sich daraus entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin nicht ableiten. So wurde bereits im
Y._
-Gutachten vom 2
4.
März 2014 (vorstehend E. 3.1) unter anderem eine
Chondrose
L3/4 und L4/5 mit
Diskusprotrusionen
und
Spondylar
throsen
festgestellt.
Soweit die Beschwerdeführerin diesbezüglich insbesondere aus dem Ausdruck „hochgradige Verschmälerung“ etwas zu ihren Gunsten abzuleiten versucht, ist zu bemerken, dass dies
weder in der abschliessenden Beurteilung von
Dr.
E._
noch in
den
(nachfolgenden und darauf bezugneh
menden)
Berichten von
Dr.
F._
erwähnt wurde. So geht a
us dem Bericht von
Dr.
F._
vom
9.
Mai 2016
hervor
, da
ss
sich in der durchgeführten MRI-Untersuchung der LWS und ISG keine Hinweise auf eine Diskushernie oder Nervenwurzelkompression gezeigt
hätten. Sie beurteilte
die aktuelle Sympto
matik
am ehesten als
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom und die Restsymp
tomatik eines
lumboradikulären
Schmerzsy
ndroms, wofür
keine weiteren
inter
ventionellen
Therapien vorgesehen seien.
Damit nennt auch
Dr.
F._
im Wesentlichen bereits bekannte Befunde, was
zur Glaubhaft
machung einer Ver
schlechterung nicht genügt.
Schliesslich kann die Beschwerde
führerin a
uch
aus dem
Ausdruck
„konstanten
Befund einer Erweiterung des Spinalkanals“ nichts zu ihren Gunsten ableiten.
Die Beschwerdeführerin ver
kennt,
dass es sich dabei um die operative Erweiterung des Spinalkanals handelt,
welche im September 2009 aufgrund einer Diskushernie durchgeführt wurde (
Hemilaminektomie
:
Abtra
gung eines halben Wirbelbogens)
.
Nach dem Ges
agten liegen hinsichtlich
der LWS-Problematik keine Anhalts
punkte vor, die eine anspruchserhebliche
Verschlechterung
glaubhaft machen würde
n
.
5.3.2
Dr.
F._
diagnostizierte in ihrem Bericht vom 3. November 2016 (vorstehend E.
4.5) eine
Epicondylit
i
s
humeri
radialis
links
, was als chronische beidseitige
Epicondylopathia
bereits im
Y._
-Gutachten als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit erfasst worden war. Ebenso waren die von Dr.
F._
genannten Schulterbeschwerden bereits anlässlich der Begutachtung bekannt (vgl. vorstehend E.
3.1). Hinsichtlich der von Dr.
F._
genannten psychia
trischen Diagnosen ist festzuhalten, dass auch diese bereits anlässlich der
Y._
-Begutachtung bekannt waren und in die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einflossen; diesbezüglich hat sich ebenso keine Veränderung ergeben. Auch die von ihr diagnostizierte Fibromyalgie wurde im Gutachten bereits berücksichtigt (10/18 Fibromyalgie
tender
points
; vgl. S.
31 des Gutachtens). Zudem ist Dr.
F._
als Fachärztin für Rheumatologie und Allgemeine Innere Medizin nicht genügend befähigt, eine psychiatrische Diagnose zu stellen.
5.3.
3
Die Beschwerdeführerin bringt sodann vor, dass sie seit dem Sturz am 1
4.
Juli 2015 an intermittierenden Knieschmerzen leide (vgl.
Urk.
11 S. 2 oben).
Diesbezüglich ist festzuhalten, dass
die Beschwerdeführerin bereits anlässlich der Begutachtung
des
Y._
im Jahr 2014
beidseitige Knieschmerzen
beklagte
(vgl.
Urk.
8/76 S.
30 oben
, S.
34 unten
)
. Die Gutachter stellten im Bereich der Kni
egelenke bestehende Dysplasien
und auch leichte degenerative Verände
rungen
fest, so dass stark kniebelastende Tätigkeiten nicht mehr zumutbar seien.
I
n einer entsprechend adaptierten Tätigkeit
sei
aber eine vo
lle Arbeitsfähigkeit gegeben (vgl.
Urk.
8/76 S. 36 Mitte). Sie diagnostizierten eine
Trochleadysplasie
und
Chondropathie
mit Hypoplasie der medialen
Fazette
beids
eits
sowie eine
diskrete degenerative Signalalteration in den medialen
Menis
kus
hinterhörnern
beidseits
linksbetont (vgl.
vorstehend E. 3.1
)
.
Demgegenüber stellte
Dr.
med.
H._
n
ach dem am 1
4.
Oktober 2015 durchgeführten MRI des rechten Knies
(vgl.
Urk.
8/92/9)
zur Frage einer Menis
kusläsion
ein
Reizödem
(DD Kontusionsödem) leicht parazentral lateral in der Patella mit
Chondropathie
II
°
in dieser Region fest. Es bestehe ein minimaler Reizerguss suprapatellar sowie ein leichtes
iliotibiales
Bandsyndrom (sog. „Läuferknie“) fest. Die Menisken, übrige Knorpel und Bänder seien intakt
.
Im Überweisungsschreiben zur stationären Rehabilitation vom
3.
Juni 2016 nannte
Dr.
F._
(
Urk.
8/92/1-2) schliesslich die Diagnosen
Trochleär
Dysplasie mit Hypodysplasie der medialen Facette beidseits, leichte degenerative Ver
ände
rungen sowie
patellofemorale
Dysbalancen
beidseits. Von einem Sturz oder dem
Iliotibialis
-Syndrom
erwähnte
Dr.
F._
in diesem Bericht nichts mehr
.
Nach dem Gesagten ergibt sich bei
seit Jahren bestehenden multifaktoriellen Schmerzen auch hinsichtlich der Kniebeschwerden keine
im Wesentlichen
ver
änderte Befundlage.
Sowohl
Dr.
H._
als auch
Dr.
F._
nannten
im Wesent
lich
en
bereits bekannte Befunde,
was
zur Glaubhaftmachung einer Verschlech
te
rung nicht genügt.
5.4
Zusammenfassend
steht damit fest,
dass
mittels der
vorhan
denen ärztlichen Berichte
keine
Veränderung der Verhäl
tnisse
glaubhaft
gemacht
wurde
.
Die Be
schwer
degegnerin war deshalb zu Recht nicht auf die Neuanmeldung einge
treten. Die angefochtene Verfügung vom
2
6.
September
201
6
erweist sich dem
zu
folge als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
6.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sich nach dem Verfah
rens
aufwand
und unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG). Vorliegend sind die Kosten auf
Fr.
7
00.-- anzusetzen und der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen.