Decision ID: 6b0f0f00-d4c8-5cf9-96e8-19f3fbb3e745
Year: 2012
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Entscheid Versicherungsgericht, 22.10.2012 Art. 15 Abs. 1 AVIG; Art. 14 Abs. 3 AVIV: Vermittlungsfähigkeit. Bereitschaft zur Annahme einer Dauerstelle bejaht, obschon der Versicherte seit Abschluss seiner Lehre immer wieder in temporären Arbeitsverhältnissen beschäftigt war und bereits wegen ungenügender Arbeitsbemühungen in der Anspruchsberechtigung eingestellt bzw. seitens des RAV verwarnt worden war (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 22.10.12, AVI 2012/18).Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_966/2012.Versicherungsrichterin Marie Löhrer (Vorsitz), Versicherungsrichterin Lisbeth Mattle Frei, a.o. Versicherungsrichter Christian Zingg, a.o. Gerichtsschreiberin Karin KastEntscheid vom 22. Oktober 2012in SachenA._,Beschwerdeführer,vertreten durch Fürsprecher Marco Büchel, LL.M., c/o K & B Rechtsanwälte, Freudenbergstrasse 24, Postfach 213, 9240 Uzwil,gegenRAV Sargans, Langgrabenweg, Postfach, 7320 Sargans,Beschwerdegegner,vertreten durch Amt für Wirtschaft und Arbeit, Rechtsdienst, Davidstrasse 35,9001 St. Gallen,betreffendVermittlungsfähigkeit (Vermittlungsbereitschaft)Sachverhalt:
A.
A.a A._ bezog bereits in einer am 3. Februar 2005 eröffneten Rahmenfrist
Leistungen der Arbeitslosenversicherung (act. G 3.1/B17). Am 14. Dezember 2007
meldete er sich erneut beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) Sargans
zum Bezug von Leistungen der Arbeitslosenversicherung an, worauf ihm eine neue
Rahmenfrist ab 14. Dezember 2007 (act. G 3.1/B21) eröffnet wurde. Seine letzte
Arbeitsstelle bei der B._ hatte die Arbeitgeberin infolge Beendigung des
Temporäreinsatzes (Winterpause/Baustopp) gekündigt (act. G 3.1/B16, B17). Am 30.
Januar 2008 meldete er sich bereits wieder von der Arbeitsvermittlung ab, da er mit der
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gleichen Arbeitgeberin per 4. Februar 2008 einen neuen bis ca. 12. Dezember 2008
dauernden Arbeitsvertrag abgeschlossen hatte (act. G 3.1/B16). Per 22. Dezember
2008 meldete sich der Versicherte wiederum zum Bezug von Leistungen der
Arbeitslosenversicherung an (act. G 3.1/B2, B5). Er wurde ab dem 22. Dezember 2008
wegen ungenügender Arbeitsbemühungen verfügungsweise für fünf Tage in der
Anspruchsberechtigung eingestellt (act. G 3.1/B25). Per 1. Februar 2009 meldete er
sich wieder von der Arbeitsvermittlung ab (act. G 3.1/B28), da er ab 2. Februar 2009
erneut mit der B._ einen temporären Arbeitsvertrag für die Zeit bis ca. 11. Dezember
2009 abgeschlossen hatte (act. G 3.1/A12). Per 17. Dezember 2009 meldete sich der
Versicherte ein weiteres Mal zum Bezug von Leistungen der Arbeitslosenversicherung
an (act. G 3.1/A3, A10), denn seine Arbeitgeberin hatte das Arbeitsverhältnis einmal
mehr aufgrund der regulären Beendigung des Temporäreinsatzes gekündigt (act. G
3.1/A4). Dem Beschwerdeführer wurde sodann eine neue Rahmenfrist vom
17. Dezember 2009 bis 16. Dezember 2011 eröffnet (act. G 3.2/B28). Per 31. Januar
2010 meldete sich der Versicherte von der Arbeitsvermittlung ab, da er bei der gleichen
Arbeitgeberin ab dem 1. Februar 2010 einen neuen Arbeitsvertrag bis ca. 10. Dezember
2010 erhielt (act. G 3.1/A15, A18). Am 13. Dezember 2010 meldete sich der Versicherte
erneut beim RAV Sargans an (act. G 3.1/A28, A31) und per 31. Januar 2011 bereits
wieder ab (act. G 3.1/A38). Denn er ging erneut ein temporäres Arbeitsverhältnis mit
der B._ ein (act. G 3.1/A37).
A.b Mit Verfügung vom 11. Januar 2011 hatte das RAV Sargans die
Vermittlungsfähigkeit des Versicherten ab Antragstellung vom 13. Dezember 2010 zwar
bejaht, den Versicherten jedoch darauf hingewiesen, dass er bei saisonalen
Arbeitsverhältnissen verpflichtet sei, ohne Unterbruch eine Stelle zu suchen, um das
Interesse an einer Dauerstelle zu bekunden. Während den Beschäftigungslücken
zwischen den saisonalen Tätigkeiten handle es sich nicht um Arbeitslosigkeit im Sinn
des Gesetzes, sondern um saisonbedingte Lohneinbussen, die er bereits bei Eingang
der Saisonanstellung in Kauf nehme. Sollte er sich nicht nachweislich in ausreichendem
Masse um eine dauerhafte Arbeitsstelle bemühen, sei zukünftig nicht von einem
arbeitslosenversicherungsrechtlich relevanten Ausfall an Normalarbeitszeit
auszugehen. Mit anderen Worten würde bei einer erneuten Antragsstellung die
Vermittlungsfähigkeit geprüft und ziemlich wahrscheinlich nicht mehr bejaht (act. G 3.1/
A33). Diese Verfügung wurde rechtskräftig.
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A.c Am 17. November 2011 meldete sich der Versicherte erneut zum Bezug von
Leistungen der Arbeitslosenversicherung an, nachdem sein Arbeitsverhältnis mit der
B._ aufgelöst worden war (act. G 3.1/A43, A51). Mit Verfügung vom 28. November
2011 stellte das RAV Sargans den Versicherten wegen ungenügender
Arbeitsbemühungen für zehn Tage ab 17. November 2011 in der
Anspruchsberechtigung ein. Der Versicherte begründe seine ungenügenden
Arbeitsbemühungen damit, nicht gewusst zu haben, wann das Arbeitsverhältnis
beendet sein würde. Der Versicherte sei in einem temporären Arbeitsverhältnis
beschäftigt gewesen, weshalb er grundsätzlich damit habe rechnen müssen, dass das
Arbeitsverhältnis innert weniger Tage aufgelöst werden könne. Es würden bereits
während der befristeten Anstellung bzw. drei Monate vor der Anmeldung zwei bis drei
Bemühungen pro Woche erwartet. Eine gekündigte oder befristet angestellte Person
nehme daher eine erwerbslose Zeit bewusst in Kauf, wenn sie erst nach der
Anmeldung damit beginne, intensiv eine neue Stelle zu suchen. Bei häufig
wechselnden Temporäreinsätzen von weniger als sechs Monaten bestehe eine
dauernde Stellensuchpflicht. Der Versicherte habe somit nicht alles Zumutbare
unternommen, um seine Arbeitslosigkeit zu verhindern und sei demnach seiner
Schadenminderungspflicht nicht in genügendem Masse nachgekommen. Folglich treffe
ihn ein leichtes Verschulden an seiner Arbeitslosigkeit (act. G 3.1/A60).
A.d Nach vorgängiger Gewährung des rechtlichen Gehörs sprach das RAV Sargans
dem Versicherten mit Verfügung vom 5. Dezember 2011 sodann die
Vermittlungsfähigkeit ab Antragstellung vom 17. November 2011 ab und verneinte
damit den Anspruch auf Leistungen der Arbeitslosenversicherung. Zur Begründung
führte es aus, der Versicherte gehe schon seit Jahren vorwiegend saisonalen
Tätigkeiten auf dem Baugewerbe nach. Zu den Argumentationen des
Beschwerdeführers – "er finde im Winter auf dem Bau keine Stelle", "würde immer in
die Arbeitslosenversicherung einbezahlen, weshalb ihm das Geld zustehe", "die
Mitarbeiter des RAV Sargans könnten ja mit ihm die Stelle tauschen", "man würde ihn
lieber schädigen als ihm zu helfen" – sei anzuführen, dass er bereits vorher diesem
Arbeitsrhythmus (Temporäreinsätze) gefolgt sei. Damit drücke er aus, dass die Suche
nach einer Dauerstelle nicht seinem Willen entspreche, sondern er sich mit einem
typischen Arbeitsausfall zwischen zwei Saisonanstellungen abfinde. Diese Tatsache
werde dadurch bestätigt, dass er vor der erneuten Anmeldung zum Leistungsbezug nur
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ungenügende Arbeitsbemühungen nachweisen könne. Dies, obwohl er mit Verfügung
vom 11. Januar 2011 ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht worden sei, dass die
Arbeitslosigkeit nur durch eine intensive Stellensuche verhindert werden könne. Er
habe folglich die Lohneinbussen zwischen den zwei Saisonanstellungen und damit die
Arbeitslosigkeit bewusst in Kauf genommen (act. G 3.1/A66).
A.e Die gegen diese Verfügung von der DAS Rechtsschutz-Versicherungs-AG für den
Versicherten erhobene Einsprache vom 7. Dezember 2011/18. Januar 2012 (act. G 3.1/
A68, A71) wies das RAV Sargans mit Entscheid vom 25. Januar 2012 ab. Da der
Versicherte damit gerechnet habe, wieder von denselben temporären Arbeitgebern
angestellt zu werden, habe er auch nicht versucht, die drohende Arbeitslosigkeit durch
intensive Arbeitsbemühungen zu verhindern. Er habe ständig ungenügende
Arbeitsbemühungen erbracht. Aus den erbrachten Arbeitsbemühungen gehe hervor,
dass er sich vorwiegend bei Stellenvermittlungsbüros beworben habe. Da solche
Nachweise nicht überprüfbar seien, seien sie qualitativ als ungenügend zu bewerten.
Die Vermittlungsfähigkeit sei ihm auch wegen mangelnder Vermittlungsbereitschaft
abzusprechen. Im Übrigen gelte eine versicherte Person rechtsprechungsgemäss als
nicht vermittlungsfähig, wenn sie auf einen bestimmten Termin hin anderweitig
disponiert habe und deshalb nur für eine relativ kurze Zeit zur Verfügung stehe
(act. G 1.2).
B.
B.a Gegen diesen Einspracheentscheid richtet sich die von Fürsprecher Marco
Büchel, LL.M., Oberuzwil, für den Beschwerdeführer eingereichte Beschwerde vom 23.
Februar 2012 mit den Anträgen, der Einspracheentscheid vom 25. Januar 2012 sei
aufzuheben, dem Beschwerdeführer sei die Vermittlungsfähigkeit anzuerkennen und
der Beschwerdegegner sei zu verpflichten, die entsprechenden Leistungen
auszurichten; unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Der Beschwerdeführer habe
sich aktenkundig und ausdrücklich um Festanstellungen bemüht, keine Ablehnung
gegenüber einer möglichen Festanstellung kundgetan, sondern im Gegenteil seine
Bereitschaft erklärt, jede Stelle, insbesondere auch eine Festanstellung, anzunehmen.
Aus den Akten ergebe sich, dass der Beschwerdeführer zahlreiche schriftliche
Arbeitsbemühungen vorweisen könne und er sich insbesondere im Monat Dezember
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2011 um eine Vollzeitstelle beworben habe. Zudem habe er in der Stellungnahme vom
30. November 2011 an das RAV Sargans angegeben, er nehme jeden Job an, auch
"dreckige" Jobs. Auch habe sich die Arbeitssuche des Beschwerdeführers nicht auf
Bauarbeitertätigkeiten beschränkt, sondern er habe sich auch als Ersatzteillagerist,
Operateur, Werkhofmitarbeiter und als Mitarbeiter der Kanalreinigung beworben. Vor
diesem Hintergrund sei zweifellos davon auszugehen, dass dem Beschwerdeführer der
Wille zum Suchen und zur Annahme einer Festanstellung nicht abgesprochen werden
könne. Es könne ihm zudem nicht zum Nachteil gereichen, dass er sich auch bei
Stellenvermittlungsbüros beworben habe. Dafür, dass der Beschwerdeführer ab August
2011 bis zur Anmeldung per 17. November 2011 zu wenig Arbeitsbemühungen
nachgewiesen habe, sei er bereits mit zehn Einstelltagen sanktioniert worden. Die
Tatsache, dass der Beschwerdeführer keine Dauerstelle finde, sei keineswegs als
Beweis einer fehlenden Vermittlungsbereitschaft zu werten. Er sei nie freiwillig nur im
Rahmen temporärer Beschäftigungen erwerbstätig gewesen und habe auch nie
Festanstellungen abgelehnt (act. G 1).
B.b Der Beschwerdegegner beantragt am 17. April 2012 unter Verzicht auf eine
Beschwerdeantwort die Abweisung der Beschwerde (act. G 3).

Erwägungen:
1.
1.1 Eine der Voraussetzungen für den Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung ist
die Vermittlungsfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 lit. f des Bundesgesetzes über die
obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung [AVIG; SR
837.0]). Die arbeitslose Person ist vermittlungsfähig, wenn sie bereit, in der Lage und
berechtigt ist, eine zumutbare Arbeit anzunehmen und an Eingliederungsmassnahmen
teilzunehmen (Art. 15 Abs. 1 AVIG). Zur Vermittlungsfähigkeit gehört demnach auch die
persönliche Bereitschaft, die Arbeitskraft entsprechend den persönlichen Verhältnissen
während der üblichen Arbeitszeit einzusetzen (BGE 120 V 388 E. 3a mit Hinweisen).
Wesentliches Merkmal der Vermittlungsbereitschaft ist dabei im Allgemeinen die
Bereitschaft zur Annahme einer Dauerstelle (ARV 2004 Nr. 13 S. 126 E. 2.3 mit Hinweis
= Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; ab 1. Januar 2007:
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Sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts] vom 17. Juni 2003, C 272/02). Die
Bereitschaft der versicherten Person, eine neue Stelle anzutreten, ist aufgrund
objektiver Kriterien zu prüfen. Der Wille allein oder die bloss verbal erklärte
Vermittlungsbereitschaft der versicherten Person genügen nicht (BGE 122 V 266 f. E.
4).
1.2 Fortdauernd ungenügende Bemühungen um eine neue Stelle können ein
wesentlicher Hinweis darauf sein, dass die versicherte Person während einer
bestimmten Zeitdauer nicht gewillt ist, ihre Arbeitskraft anzubieten. Im Allgemeinen ist
aber eine unzureichende Stellensuche nur Ausdruck davon, dass die versicherte
Person ihrer Schadenminderungspflicht ungenügend nachkommt (BGE 112 V 218
E. 1b; ARV 1996/97 Nr. 19 S. 101 E. 3b, Nr. 8 S. 31 E. 3 je mit Hinweisen). Erst wenn
sich eine versicherte Person trotz Einstellung in der Anspruchsberechtigung nach
Art. 30 Abs. 1 lit. c AVIG über längere Zeit hinweg nicht um eine neue Stelle bemüht,
darf angenommen werden, es fehle ihr an der Vermittlungsbereitschaft. Sind aber
immerhin gewisse Anstrengungen der versicherten Person festzustellen, kann
grundsätzlich nicht auf fehlende Vermittlungsbereitschaft geschlossen werden, es sei
denn, dass trotz des äusseren Scheins nachweislich keine Absicht zur
Wiederaufnahme einer Arbeitnehmertätigkeit bestanden hat (Urteil des EVG vom
10. November 2000, C 65/00, E. 3b).
1.3 Nach Art. 14 Abs. 3 AVIV gelten Versicherte, die vor ihrer Arbeitslosigkeit
temporär beschäftigt waren, nur dann als vermittlungsfähig, wenn sie bereit und in der
Lage sind, eine Dauerstelle anzunehmen. Unter diese Sonderbestimmung fallen
diejenigen Arbeitnehmenden, die sich lediglich für Arbeitseinsätze von unregelmässiger
Dauer und Häufigkeit zur Verfügung stellen, aber keine feste Stelle annehmen wollen;
sie haben das damit verbundene Risiko des Beschäftigungsausfalls zwischen zwei
Arbeitsstellen unter dem Gesichtspunkt der Vermittlungsfähigkeit grundsätzlich selbst
zu tragen (BGE 120 V 388 E. 3b mit Hinweisen).
2.
Zu prüfen bleibt die vom Beschwerdegegner bejahte Frage, ob der Beschwerdeführer
freiwillig ausschliesslich temporäre Arbeitsverhältnisse eingeht bzw. einzugehen bereit
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ist, die mit beschäftigungslosen Zeiten verbunden sind, sodass dies als Ausdruck für
die subjektiv fehlende Vermittlungsbereitschaft für Dauerstellen zu werten ist.
3.
3.1 Vorliegend war der Beschwerdeführer vom 7. April bis 26. August 2003, vom
10. September bis 12. Dezember 2003, vom 10. Mai bis 19. Mai 2004, vom 24. Mai bis
15. Dezember 2004, vom 7. März bis 15. Dezember 2005, vom 6. Februar bis
15. Dezember 2006, vom 5. Februar bis 13. Dezember 2007, vom 4. Februar bis
19. Dezember 2008 (act. G 3.1/A34), vom 2. Februar bis 11. Dezember 2009, vom
1. Februar bis 10. Dezember 2010 sowie vom 31. Januar bis 16. November 2011 über
die B._ (act. G 3.1/A4, A15, A20, A23, A47, A49, A50, A53, A54, A56) hauptsächlich
bei der C._ tätig (act. G 3.1/B8, B9, B17; act. G 3.1/A12, A15, A37, A55). Gemäss
Lebenslauf (vgl. act. G 3.1/A44) handelte es sich von April 2004 bis März 2011 um eine
temporäre Beschäftigung als Allrounder Kabelbau, dies wohl über die C._. Der
Beschwerdeführer beantragte in den Vorjahren jeweils in den Wintermonaten
(Dezember/Januar) Leistungen der Arbeitslosenversicherung, um danach die Arbeit bei
der angestammten Arbeitgeberin und beim gleichen Einsatzbetrieb wieder
aufzunehmen. Es wurde in den vergangenen Jahren also zur Regel, dass der
Beschwerdeführer jeweils über die Wintermonate entlassen wurde und anschliessend
wieder über die gleiche Arbeitgeberin und mehrheitlich auch für den gleichen
Einsatzbetrieb temporär als Allrounder Kabelbau tätig war. Diese Baustelle bei der
D._ scheint im Jahr 2011 beendet worden zu sein, gestaltete sich die
Beschäftigungssituation des Beschwerdeführers im Jahr 2011 doch anders als bis
anhin. Er arbeitete nicht mehr zur Hauptsache bei der C._, sondern war für
verschiedene Einsatzbetriebe tätig. So arbeitete er vom 31. Januar bis 13. März 2011
bei der C._ (act. G 3.1/A56, act. G 3.2/B68), vom 24. März bis 3. April 2011 sowie
vom 18. Juli bis 24 Juli 2011 bei E._,
(act. G 3.1/A46, A50, act. G 3.2/B68) und vom 4. April bis 10. Juli 2011 sowie vom
8. August bis 16. November 2011 bei der F._ AG (act. G 3.1/A53 f., act. G 3.2/B68).
Ab 24. Januar 2012 bis Saisonende war der Beschwerdeführer sodann bei der
Rodelbahn G._ angestellt (act. G 3.1/A78). Es gibt somit keine Anhaltspunkte dafür,
dass der Beschwerdeführer damit rechnen konnte, im Frühjahr 2012 wieder einen
Einsatzvertrag bei der C._ zu erhalten, um auf der Baustelle der D._ zu arbeiten.
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3.2 Aus den Akten ergibt sich zudem, dass sich der Beschwerdeführer telefonisch
und schriftlich um Arbeit bemüht hatte und seine Suche sowohl Temporär- als auch
Festanstellungen umfasste. Dabei beschränkten sich seine Bemühungen nicht bloss –
entsprechend seiner Biographie (vgl. hierzu act. G 3.1/A14) – auf
Bauarbeitertätigkeiten, sondern umfassten auch Tätigkeiten als Pistenmaschinenfahrer,
Skiliftangestellter, Ersatzteillagerist, Werkhofmitarbeiter, Operateur und Mitarbeiter der
Kanalreinigung (vgl. act. G 3.1/A46, A64, A70). Der Beschwerdeführer betont, er könne
nichts dafür, dass auf dem Bau über die Winterzeit nicht gearbeitet werde, er nehme
doch jeden Job an, auch "dreckige" Jobs, er habe immer nur befristete Stellen, nie eine
Dauerstelle erhalten (act. G 3.1/A65). Auch wenn dem Beschwerdeführer der Wille, eine
Dauerstelle anzunehmen, nicht zum Vornherein abgesprochen werden kann, fällt doch
auf, dass sich seine Suchbemühungen im Wesentlichen auf die arbeitslosen
Wintermonate beschränkten. So bewarb er sich vor seiner Anmeldung am 17.
Dezember 2009 nur zwei Mal, zum einen bei seiner bisherigen Arbeitgeberin B._ und
zum anderen bei seinem bisherigen Einsatzbetrieb C._ (act. G 3.1/A8). Nach der
Anmeldung vom 17. Dezember 2009 (Abmeldung per 31. Januar 2010) bemühte er sich
erst wieder am 28. und 29. Januar 2010 um Arbeit, unter anderem erneut bei der C._
(act. G 3.1/A16). Vom 4. Juli bis 7. August 2010 nahm der Beschwerdeführer seine
Arbeitssuche erneut auf, wobei er sie auf saisonale Stellen bei Bergbahnunternehmen
beschränkte (act. G 3.1/A25). Nach der erneuten Anmeldung vom 13. Dezember 2010
(Abmeldung per 28. Januar 2011) wies er einzig Arbeitsbemühungen für die Monate
Dezember 2010 und Januar 2011 nach, wobei wiederum zwei der Bewerbungen an die
B._ gerichtet waren (act. G 3.1/A24, A39). Vor der Anmeldung vom 17. November
2011 hatte er sich am 16. November 2011 bei der B._ (act. G 3.1/A46) und zudem
am 21. August 2011 und am 13. September 2011 um zwei Stellen bei
Bergbahnunternehmen bemüht (act. G 3.1/A46). Das RAV Sargans stellte den
Beschwerdeführer deswegen mit Verfügung vom 28. November 2011 (act. G 3.1/A60)
zu Recht wegen ungenügender Arbeitsbemühungen ab 17. November 2011 für
10 Tage in der Anspruchsberechtigung ein. Diese Einstellung zeigte Wirkung. Der
Beschwerdeführer bemühte sich – im Gegensatz zu den Vorjahren – im Dezember 2011
sowie im Januar und Februar 2012 intensiv um eine Dauerstelle und zwar nicht nur
entsprechend seiner Berufsbiographie. Er bemühte sich sodann mehrfach um eine
Forstwartstelle (act. G 3.1/A70, A73, A79), seinem erlernten Beruf, und zeigte damit
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seinen Willen, eine Dauerstelle zu finden und anzunehmen. Dass er seine Bewerbungen
unter anderem auch auf Temporärarbeiten ausrichtete, bedeutet nicht zwingend eine
ablehnende Haltung gegenüber einer möglichen Festanstellung (vgl. Urteil des
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen, AVI 2010/61, E. 2.1).
3.3 Unter Berücksichtigung der gegebenen Umstände ist nicht davon auszugehen,
der Beschwerdeführer sei im Jahr 2011 freiwillig nur im Rahmen temporärer
Beschäftigungen erwerbstätig gewesen und lehne Festanstellungen ab. Vielmehr ist die
Vermittlungsfähigkeit des Beschwerdeführers ab Antragstellung (17. November 2011)
zu bejahen.
4.
4.1 Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde gutzuheissen und der
Einspracheentscheid vom 25. Januar 2012 ist aufzuheben.
4.2 Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a des Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]).
4.3 Die obsiegende beschwerdeführende Partei hat Anspruch auf Ersatz der
Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom Versicherungsgericht festgesetzt und
ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der
Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g ATSG). In der
Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 22
Abs. 1 lit. b der Honorarordnung der Rechtsanwälte und Rechtsagenten (HonO;
sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.--. Der Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers verzichtete auf das Einreichen einer Kostennote. Im vorliegenden
Fall erscheint eine pauschale Parteientschädigung von Fr. 3'000.-- (inklusive
Barauslagen und Mehrwertsteuer) als angemessen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht