Decision ID: 43607fa5-966d-4401-af3e-8c1478c673d2
Year: 2012
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Entscheid Versicherungsgericht, 13.12.2012 Art. 23 Abs. 3bis AVIG, Art. 38 Abs. 1 AVIV. Die Tätigkeiten der Beschwerdeführerin für die Stiftung E._ und den eigenen Betrieb des Vereins C._ sind als von der öffentlichen Hand mitfinanzierte arbeitsmarktliche Massnahmen zu qualifizieren. Diese Beschäftigungen sind dem alternativen Arbeitsmarkt zuzuordnen und wurden zumindest indirekt von der öffentlichen Hand mitfinanziert (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 13. Dezember 2012, AVI 2012/44)Vizepräsidentin Marie-Theres Rüegg Haltinner, Versicherungsrichterin Marie Löhrer,a.o. Versicherungsrichter Christian Zingg; Gerichtsschreiber Philipp GeertsenEntscheid vom 13. Dezember 2012in SachenA._, Beschwerdeführerin,gegenKantonale Arbeitslosenkasse, Davidstrasse 21, 9001 St. Gallen,Beschwerdegegnerin,betreffendArbeitslosenentschädigung (Beitragszeitbefreiung)Sachverhalt:
A.
A.a A._ erhob per 11. August 2008 Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung
(Antrag vom 11. August 2008, act. G 3.22). Die Kantonale Arbeitslosenkasse eröffnete
der Versicherten eine Rahmenfrist für den Leistungsbezug für die Dauer vom
11. August 2008 bis 10. August 2010 (vgl. Stammblatt vom 27. Juli 2009, act. G 3.27).
Die Versicherte meldete sich per 31. Januar 2010 von der Arbeitsvermittlung ab (vgl.
Schreiben des RAV B._ vom 23. Februar 2010, act. G 3.47).
A.b Im Antrag vom 8. August 2011 erhob die Versicherte erneut Anspruch auf
Arbeitslosenentschädigung (act. G 3.54). Die Kantonale Arbeitslosenkasse wies in der
Verfügung vom 15. September 2011 den Antrag auf Arbeitslosenentschädigung ab
dem 8. August 2011 mangels erfüllter Beitragszeit ab (act. G 3.69).
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A.c Ab dem 23. September 2011 erbrachte die Versicherte für den Einsatzbetrieb
Verein C._ Arbeitsleistungen. Die Einsatzdauer war auf den 30. November 2011
befristet (vgl. Einsatzverträge vom 22. September und vom 28. Oktober 2011, act.
G 3.77, sowie die Arbeitgeberbescheinigung vom 14. Dezember 2011, act. G 3.82). Im
Antrag vom 7. Dezember 2011 ersuchte die Versicherte um die Ausrichtung von
Arbeitslosenentschädigung ab dem 5. Dezember 2011 (act. G 3.79). Am 3. Januar 2012
verfügte die Kantonale Arbeitslosenkasse die Abweisung des Antrags auf
Arbeitslosenentschädigung per 5. Dezember 2011. Zur Begründung brachte sie vor, die
Versicherte könne in der massgebenden Rahmenfrist Arbeitnehmertätigkeiten für
10,966 Beitragsmonate nachweisen. Die Zeit der Anstellung beim Verein C._ könne
hingegen nicht als Beitragszeit berücksichtigt werden, da es sich um eine durch die
öffentliche Hand finanzierte Massnahme handle. Die erforderliche zwölfmonatige
Beitragszeit sei somit nicht erfüllt (act. G 3.89).
A.d Dagegen erhob die Versicherte am 30. Januar 2012 Einsprache. Sie machte darin
unter Hinweis auf die einzelnen von ihr verrichteten Tätigkeiten geltend, dass die Zeit
der Anstellung beim Verein C._ als Beitragszeit zu berücksichtigen sei. Mit der
Einsprache reichte sie ein Schreiben des Rechtsdienstes des Amts für Arbeit an den
Verein C._ vom 27. Januar 2012 ein, worin von der Verwaltung zum
Anwendungsbereich von Art. 23 Abs. 3 AVIG Stellung genommen wurde (act.
G 3.94). Die Kantonale Arbeitslosenkasse gab der Versicherten am 8. Februar 2012
Gelegenheit, Stellung zu den einzelnen Einsatztätigkeiten zu nehmen (act. G 3.97),
welche diese im Schreiben vom 10. Februar 2012 wahrnahm (act. G 3.101).
A.e Im Einspracheentscheid vom 5. April 2012 wies die Kantonale Arbeitslosenkasse
die Einsprache ab (act. G 3.104).
B.
B.a Gegen den Einspracheentscheid vom 5. April 2012 richtet sich die vorliegende
Beschwerde vom 1. Mai 2012. Die Beschwerdeführerin beantragt dessen Aufhebung
und die Ausrichtung der gesetzlichen Leistungen. Sie stellt sich auf den Standpunkt,
dass sie unter Berücksichtigung der für den Verein C._ geleisteten Einsätze die
erforderliche Mindestbeitragszeit erfüllt habe (act. G 1).
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B.b Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 7. Juni 2012
unter Verweis auf den angefochtenen Einspracheentscheid die Abweisung der
Beschwerde (act. G 3).
B.c Am 17. August 2012 ersuchte die Verfahrensleitung des Versicherungsgerichts
die Beschwerdegegnerin um die Einreichung einer detaillierten Auflistung der als
Beitragszeiten zu berücksichtigenden Tätigkeiten (act. G 5). Mit Schreiben vom
22. August und 28. August 2012 reicht die Beschwerdegegnerin weitere Unterlagen
betreffend die Tätigkeiten der Beschwerdeführerin ein (act. G 6 und G 8). Die
Beschwerdeführerin verzichtet auf eine Stellungnahme (vgl. act. G 10).

Erwägungen:
1.
Vorliegend umstritten und zu prüfen sind die Fragen, ob es sich bei der für den Verein
C._ erbrachten Tätigkeit um eine von der öffentlichen Hand finanzierte
arbeitsmarktliche Massnahme handelt und die Beschwerdegegnerin zu Recht einen
Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung wegen ungenügender Beitragszeit verneint
hat.
2.
2.1 Nach Art. 8 Abs. 1 lit. e des Bundesgesetzes über die obligatorische
Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG; SR 837.0) hat
Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung, wer unter anderem die Beitragszeit erfüllt hat
oder von der Erfüllung der Beitragszeit befreit ist. Die Beitragszeit hat laut Art. 13
Abs. 1 AVIG erfüllt, wer innerhalb der dafür vorgesehenen Rahmenfrist (Art. 9 Abs. 3
AVIG) während mindestens zwölf Monaten eine beitragspflichtige Beschäftigung
ausgeübt hat. Diese Beschäftigung muss nach konstanter höchstrichterlicher
Rechtsprechung genügend überprüfbar sein (vgl. BGE 131 V 444, E. 3.2.2 mit
Hinweisen).
2.2 Gemäss Art. 23 Abs. 3 AVIG ist ein Verdienst, den eine Person durch Teilnahme
an einer von der öffentlichen Hand finanzierten arbeitsmarktlichen Massnahme erzielt,
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nicht versichert. Ausgenommen sind Massnahmen nach den Art. 65 und 66a AVIG
(Einarbeitungszuschüsse und Ausbildungszuschüsse). Als arbeitsmarktliche
Massnahmen nach Art. 23 Abs. 3 AVIG gelten alle voll oder teilweise durch die
öffentliche Hand finanzierten Integrationsmassnahmen (Art. 38 Abs. 1 der Verordnung
über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung
[AVIV; SR 837.02]).
2.2.1 Die beiden Bestimmungen (Art. 23 Abs. 3 AVIG und Art. 38 Abs. 1 AVIV)
sind mit der Revision des AVIG am 1. April 2011 in Kraft getreten. Der Bundesrat
verfolgte dabei das Ziel, die Stellensuchenden möglichst schnell in das normale
Erwerbsleben zurückzuführen. Dieses Ziel soll nicht nur von den
Arbeitsmarktbehörden, sondern auch von den Sozialbehörden angestrebt werden.
Art. 23 Abs. 3 AVIG bezwecke, dass nur eine ordentliche Erwerbsarbeit einen
Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung generiert, nicht jedoch der Besuch einer
arbeitsmarktlichen Massnahme. Da bei Einarbeitungs- und Ausbildungszuschüssen
eine Beschäftigung im sogenannten ersten Arbeitsmarkt erfolgt, sollen solche
Verdienste und daraus resultierende Beitragszeiten einen Anspruch auf Leistungen der
Arbeitslosenversicherung begründen (Botschaft des Bundesrates zur Änderung des
Arbeitslosenversicherungsgesetzes vom 3. September 2008 [BBl 2008, S. 7733 ff.,
insbesondere S. 7750 f.]). Art. 23 Abs. 3 AVIG soll dem Sparvorhaben der
Arbeitslosenversicherung Rechnung tragen, indem verhindert werde, dass
arbeitsmarktliche Massnahmen lediglich zur Generierung von Beitragszeiten organisiert
würden. Ein bisher falscher Anreiz soll korrigiert und eine Gleichstellung der kantonal
oder kommunal finanzierten Massnahmen mit den von der Arbeitslosenversicherung
finanzierten Massnahmen erreicht werden. Denn bisher habe in verschiedenen
Kantonen die Praxis geherrscht, arbeitslose Personen in finanzierte Programme
aufzunehmen, um eine neue Leistungspflicht der Arbeitslosenversicherung auszulösen.
Damit sei es möglich gewesen, dass Personen über vier Jahre ausserhalb der
sogenannten eigentlichen Arbeitswelt geblieben seien. Dies könne nicht dem Sinn der
Arbeitslosenversicherung, der Wiedereingliederung in den ersten Arbeitsmarkt,
entsprechen (vgl. Protokoll der Nationalratssitzung vom 9. Dezember 2009 und
Protokoll der Ständeratssitzung vom 8. Juni 2009, Amtliches Bulletin 08.062).
Zusammenfassend soll Art. 23 Abs. 3 AVIG als Sanierungsmassnahme dienen und
dem Zweck der Arbeitslosenversicherung entsprechen: Die Teilnahme an von der
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öffentlichen Hand finanzierten arbeitsmarktlichen Massnahmen soll keinen Anspruch
auf Arbeitslosenentschädigung auslösen, weil dies der Wiedereingliederung in den
ersten Arbeitsmarkt entgegenlaufen würde (vgl. Urteile des Versicherungsgerichts des
Kantons St. Gallen vom 4. Januar 2012, AVI 2011/51, E. 4.2, und vom 23. Januar 2012,
AVI 2011/75, E. 2.2.1).
2.2.2 Mit "arbeitsmarktlichen Massnahmen" können nicht einzig diejenigen
gemäss Art. 59 Abs. 1 AVIG gemeint sein, denn diese, von der
Arbeitslosenversicherung mitfinanzierten arbeitsmarktlichen Massnahmen stellten
schon vor Inkrafttreten des Art. 23 Abs. 3 AVIG keine beitragspflichtige
Beschäftigung dar (vgl. dazu Thomas Nussbaumer in: Schweizerisches
Bundesverwaltungsrecht, Bd. XIV Soziale Sicherheit, 2. Auf-lage,
Arbeitslosenversicherung, Rz 719). Sinn und Zweck von Art. 23 Abs. 3 AVIG ist es,
eine Gleichstellung von arbeitsmarktlichen Massnahmen der Arbeitslosenversicherung
und der Kantone beziehungsweise Gemeinden zu erreichen, so dass auch die
Teilnahme an von der öffentlichen Hand finanzierten arbeitsmarktlichen Massnahmen
nicht versichert ist und damit keine Beitragszeit generieren kann. Die
arbeitsmarktlichen Massnahmen nach Art. 23 Abs. 3 AVIG werden in Art. 38 Abs. 1
AVIV konkretisiert (vgl. Urteile des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom
4. Januar 2012, AVI 2011/51, E. 4.3, und vom 23. Januar 2012, AVI 2011/75, E. 2.2.2).
2.3 In einem ersten Schritt ist zu prüfen, ob die einzelnen von der
Beschwerdeführerin verrichteten Tätigkeiten eine arbeitsmarktliche Massnahme im
Sinn von Art. 23 Abs. 3 AVIG
darstellen
2.3.1 Der Zweck des Vereins C._ besteht darin, "als gemeinnützige
Organisation Arbeits- und Integrationsprogramme für arbeitslose Sozialhilfebezüger/
innen bzw. Ausgesteuerte anzubieten und die Teilnehmer/innen während der Dauer
ihres Einsatzes zu begleiten. Personalverleih und Personalvermittlung gehören ebenso
dazu wie berufliche Abklärungs- und Eingliederungsmassnahmen in Zusammenarbeit
mit anderen Fachstellen und Organisationen. Es darf grundsätzlich keine direkte
Konkurrenzierung des Gewerbes erfolgen" (Art. 2 der Statuten). Auf dem Internet-
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Auftritt findet sich neben dem Vereinslogo die Ergänzung "Arbeitsmarktliche
Massnahmen der Sozialhilfe der Region D._". Aufgabe sei es, den Teilnehmenden
"Arbeit und Lohn" statt nur Sozialhilfegelder zur Verfügung zu stellen. Vor diesem
Hintergrund ist davon auszugehen, dass der Verein C._ Tätigkeiten im alternativen
Arbeitsmarkt anbietet, zumal eine direkte Konkurrenzierung "des Gewerbes"
statutarisch verboten ist. Die Stiftung E._, für welche die Beschwerdeführerin auf
Vermittlung des Vereins C._ einen Arbeitseinsatz geleistet hat, ist ebenfalls ein
gemeinnütziges Unternehmen, das Menschen mit Behinderung geschützte
Arbeitsplätze anbietet (vgl. Internetauftritt).
2.3.2 Was die am 7. , 25. und 26. Oktober 2011 im eigenen Betrieb des Vereins
C._ (C._; entsprechend 0.14 Beitragsmonaten) und die für die Stiftung E._ in der
Zeit vom 2. bis 25. November 2011 (entsprechend 0.84 Beitragsmonaten, vgl. die
Darstellung im Schreiben der Verfahrensleitung vom 4. September 2012, act. G 9)
erbrachten Tätigkeiten anbelangt, so ist hier der allgemeine Integrationscharakter zu
bejahen. Diese Tätigkeiten dienten primär der (sinnvollen) Beschäftigung der
Beschwerdeführerin und kommen nicht einer Beschäftigung im ersten Arbeitsmarkt
gleich. Dass die von der Beschwerdeführerin verrichteten Tätigkeiten auch von einer
Person aus dem ersten Arbeitsmarkt hätten erledigt werden können, steht der
Bejahung einer arbeitsmarktlichen Massnahme nicht entgegen, kann doch
grundsätzlich jede im Rahmen einer arbeitsmarktlichen Massnahme erbrachte Leistung
(sei es nun Aufräumen, Stauden schneiden, Weihnachtskarten erstellen usw.) auch auf
dem ersten Arbeitsmarkt nachgefragt werden.
2.3.3 Weitere Voraussetzung für die Anwendbarkeit von Art. 23 Abs. 3 AVIG
ist, dass die Integrationsmassnahmen voll oder teilweise durch die öffentliche Hand
finanziert werden (Art. 38 Abs. 1 AVIV). Zu prüfen bleibt damit, ob die von der
Beschwerdeführerin am 7. , 25. und 26. Oktober 2011 im eigenen Betrieb des Vereins
C._ erbrachten Tätigkeiten und die für die Stiftung E._ in der Zeit vom 2. bis
25. November 2011 verrichteten Arbeiten durch die öffentliche Hand mitfinanziert
wurden.
2.3.4 Die Einnahmen des Vereins C._ setzen sich zusammen aus
Mitgliederbeiträgen in Höhe von Fr. 100.-- pro Mitglied (Mitglieder können gemäss
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Art. 3 der Statuten lediglich politische Gemeinden des Kantons St. Gallen,
angrenzender Kantone sowie des Fürstentums Liechtenstein sein), Einnahmen aus
Leistungen für Dritte, freiwilligen Zuwendungen sowie Beiträgen (zu deren Festsetzung
vgl. Art. 5 der Statuten) der Mitglieder nach folgendem Verteilschlüssel: 1/3 nach
Einwohner und 2/3 nach Teilnehmer/innen (Art. 10 der Statuten). Die Vermittlung von
Arbeitsgelegenheiten durch den Verein C._ wird daher im Wesentlichen durch die
öffentliche Hand finanziert.
2.3.5 Damit geht einher, dass der Stundenansatz für eine zu erbringende
Tätigkeit vor jedem Auftrag mit dem Auftraggeber festgelegt wird, die Administration
und die Lohnzahlung durch den Verein erfolgt, die Arbeitskräfte praktisch zum
Selbstkostenpreis arbeiten und am Ende des Auftrags eine Rechnung ohne Marge
gestellt wird, da der Verein C._ keinen Gewinn erwirtschaftet (so Flyer des Vereins
und die Angaben auf der Internetseite). Auch die Stiftung E._ finanziert sich teilweise
mit öffentlichen Mitteln (vgl. Internetauftritt).
2.3.6 Unter diesen Umständen ist davon auszugehen, dass die am 7. , 25. und
26. Oktober 2011 im eigenen Betrieb des Vereins C._ und in der Zeit vom 2. bis
25. November 2011 für die Stiftung E._ erbrachten Tätigkeiten zumindest teilweise
von der öffentlichen Hand mitfinanziert wurden.
2.4 Ob die vom Verein C._ der Beschwerdeführerin bei anderen Betrieben/
Privatpersonen vermittelten Einsätze von 17 Arbeitstagen (vgl. die Übersicht in act. G 9;
umgerechnet 0.793 Beitragsmonate) beitragszeitbildend sind bzw. keine
arbeitsmarktlichen Massnahmen im Sinn von Art. 23 Abs. 3 AVIG darstellen, kann
offen gelassen werden. Denn selbst wenn sie als beitragszeitbildend anerkennt
würden, erreichten sie mit den anerkannten Beitragszeiten von 10.966
Beitragsmonaten die Mindestbeitragszeit von 12 Monaten nicht (gesamthaft 11.759
Beitragsmonate; eine Aufrundung ist nach gefestigter Rechtsprechung auch in
Grenzfällen nicht gestattet [BGE 122 V 256]). Ergänzend ist zu bemerken, dass eine
Anerkennung in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit allein schon deshalb
fraglich wäre, weil Verträge zu diesen Einsätzen erst im Nachhinein erstellt wurden und
Arbeitsrapporte fehlen, womit das Vorliegen eines tauglichen Nachweises über
erbrachte Arbeitsleistungen auf dem ersten Arbeitsmarkt zweifelhaft erschiene.
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2.5 Zusammenfassend handelt es sich bei von der Beschwerdeführerin am 7. ,
25. und 26. Oktober 2011 im eigenen Betrieb des Vereins C._ erbrachten Leistungen
und bei den in der Zeit vom 2. bis 25. November 2011 für die Stiftung E._
verrichteten Arbeiten um eine zumindest teilweise von der öffentlichen Hand finanzierte
arbeitsmarktliche Massnahme im Sinn von Art. 23 Abs. 3 AVIG. Diese Tätigkeiten
generieren keine Beitragszeit. Mit Blick darauf, dass ohne die Berücksichtigung dieser
Tätigkeiten die zwölfmonatige Mindestbeitragszeit nicht erreicht wird (vgl. vorstehende
E. 2.4), erfolgte die Abweisung des Leistungsbegehrens durch die
Beschwerdegegnerin zu Recht.
3.
Die Beschwerde ist abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG;
SR 830.1]).
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP