Decision ID: 58b7b79c-6973-501a-93cc-b3f168a294a5
Year: 2018
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass der Beschwerdeführer am 10. Januar 2018 in der Schweiz um Asyl
nachsuchte und dabei als Geburtsdatum den (...) 2001 vermerkte (Akten
der Vorinstanz [SEM-act.] A1),
dass er – gemäss den Erkenntnissen aus einem Abgleich mit der europäi-
schen Fingerabdruck-Datenbank (Zentraleinheit Eurodac) – am 17. Januar
2017 bereits in Bulgarien und am 12. bzw. 19. September 2017 in Deutsch-
land Asylgesuche gestellt hatte (SEM-act. A4 f.),
dass eine Handknochenanalyse (radiologische Untersuchung) vom 22. Ja-
nuar 2018 mit dem Befund endete, der Beschwerdeführer weise ein Kno-
chenalter von 19 Jahren oder älter auf (SEM-act. A9),
dass der Beschwerdeführer im Rahmen der Befragung zur Person (nach-
folgend: BzP) vom 1. Februar 2018 (...) auf eine entsprechende Frage zu
Protokoll gab, er kenne sein exaktes Geburtsdatum nicht, sei aber nicht
älter als 17 Jahre,
dass ihm bei gleicher Gelegenheit rechtliches Gehör zum Ergebnis der
Handknochenanalyse sowie zur Zuständigkeit Bulgariens oder Deutsch-
lands für die Durchführung des Asyl- und Wegweisungsverfahrens gewährt
wurde (SEM-act. A10/9 f.),
dass der Beschwerdeführer dabei einwendete, er könne seine Minderjäh-
rigkeit nicht beweisen und bei einer Überstellung nach Bulgarien oder
Deutschland drohe ihm die Abschiebung nach Afghanistan,
dass er von beiden Staaten weggewiesen worden sei und nicht dorthin zu-
rückkehren wolle (SEM-act. A10/10),
dass Bulgarien das Rückübernahmeersuchen des SEM vom 9. Februar
2018 ablehnte (SEM-act. A17 f. und A20) und im Rahmen des am 12. Feb-
ruar 2018 eröffneten Remonstrationsverfahrens mit Schreiben vom
14. Februar 2018 an ihrer fehlenden Zuständigkeit festhielt (SEM-
act. A21 f. und A24),
dass das SEM daraufhin am 15. Februar 2018 ein Rückübernahmeersu-
chen an die deutschen Behörden richtete, dem am 28. Februar 2018 ent-
sprochen wurde (SEM-act. A25 f. und A28),
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dass das SEM mit Verfügung vom 1. März 2018 – eröffnet am 9. März 2018
– in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG (SR 142.31) auf das Asyl-
gesuch nicht eintrat, die Wegweisung aus der Schweiz nach Deutschland
anordnete und den Beschwerdeführer aufforderte, die Schweiz spätestens
am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen (SEM-act. A29),
dass es gleichzeitig auf die einer allfälligen Beschwerde gegen den Ent-
scheid von Gesetzes wegen fehlende aufschiebende Wirkung hinwies, die
Aushändigung der editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis an
den Beschwerdeführer veranlasste und den Kanton Basel-Stadt mit dem
Vollzug der Wegweisung beauftragte,
dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 16. März 2018 (Datum Post-
stempel) gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Be-
schwerde erhob und dabei beantragte, die verweigernde Verfügung sei
aufzuheben, die Vorinstanz sei anzuweisen, auf sein Asylgesuch einzutre-
ten und seine Asylgründe seien in der Schweiz zu überprüfen,
dass er weiter beantragte, ihm sei die unentgeltliche Rechtspflege im Sinne
des Art. 65 Abs. 1 VwVG zu gewähren,
dass er zur Begründung geltend macht, er könne nicht nach Deutschland,
da er dort einen abweisenden Asylentscheid erhalten habe und nach Af-
ghanistan zurückgeschickt werde,
dass er in Deutschland keine Medikamente gegen seine Kopfschmerzen
erhalte,
dass er minderjährig sei und ein Recht auf Prüfung seiner Asylgründe in
der Schweiz habe,
dass er über eine Kopie seiner afghanischen Identitätskarte verfüge, die er
– zusammen mit einer Übersetzung ins Deutsche – in den nächsten 5-10
Tagen einreichen werde,
dass die vorinstanzlichen Akten am 21. März 2018 beim Bundesverwal-
tungsgericht eingingen (Art. 109 Abs. 1 AsylG),
dass das Bundesverwaltungsgericht mit per Telefax übermittelter Verfü-
gung vom 22. März 2018 gestützt auf Art. 56 VwVG den Vollzug der Über-
stellung per sofort einstweilen aussetzte,
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und zieht in Erwägung,
dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der Re-
gel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-
gen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31‒33
VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),
dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-
men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein
schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-
rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105
AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),
dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-
treten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG),
dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich
Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und
unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt
werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),
dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das
SEM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu überprüfen
(Art. 31a Abs. 1‒3 AsylG), die Beurteilungskompetenz des Gerichts grund-
sätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das
Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2017 VI/5 E. 3.1; 2012/4
E. 2.2, je m.w.H.),
dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher
Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-
ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich,
wie nachfolgend aufgezeigt wird, um eine solche handelt, weshalb das Ur-
teil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),
dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-
zichtet wurde,
dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asylsu-
chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des
Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a
Abs. 1 Bst. b AsylG),
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dass diesbezüglich die Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen
Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien
und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung ei-
nes von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mit-
gliedstaat gestellten Antrags auf internationalen Schutz zuständig ist,
(nachfolgend: Dublin-III-VO) zur Anwendung kommt,
dass gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO jeder Asylantrag von einem einzi-
gen Mitgliedstaat geprüft wird, der nach den Kriterien des Kapitels III
(Art. 8–15 Dublin-III-VO) als zuständiger Staat bestimmt wird (vgl. auch
Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO),
dass das Verfahren zur Bestimmung des zuständigen Mitgliedstaates ein-
geleitet wird, sobald in einem Mitgliedstaat erstmals ein Antrag auf interna-
tionalen Schutz gestellt wird (Art. 20 Abs. 1 Dublin-III-VO),
dass im Fall eines sogenannten Aufnahmeverfahrens (engl.: take charge)
die in Kapitel III (Art. 8–15 Dublin-III-VO) genannten Kriterien in der dort
aufgeführten Rangfolge (Prinzip der Hierarchie der Zuständigkeitskriterien;
vgl. Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO) anzuwenden sind, und dabei von der Situ-
ation in demjenigen Zeitpunkt auszugehen ist, in dem der Asylsuchende
erstmals einen Antrag in einem Mitgliedstaat gestellt hat (Art. 7 Abs. 2 Dub-
lin-III-VO; vgl. BVGE 2012/4 E. 3.2; FILZWIESER/SPRUNG, Dublin III-VO,
Das Europäische Asylzuständigkeitssystem, Wien 2014, K4 zu Art. 7),
dass im Rahmen eines Wiederaufnahmeverfahrens (engl.: take back)
demgegenüber grundsätzlich keine (erneute) Zuständigkeitsprüfung nach
Kapitel III stattfindet (vgl. BVGE 2012/4 E. 3.2.1 m.w.H), sondern die Zu-
ständigkeit sich insbesondere aus der Regelung der Art. 18 Abs. 1 Bst. b,
c und d Dublin-III-VO ergibt,
dass gemäss Art. 3 Abs. 2 Sätze 2 und 3 Dublin-III-VO der die Zuständig-
keit prüfende Mitgliedstaat für die Durchführung des Asylverfahrens zu-
ständig wird, falls es sich als unmöglich erweist, einen Antragsteller in den
eigentlich zuständigen Mitgliedstaat zu überstellen, weil es wesentliche
Gründe für die Annahme gibt, dass das Asylverfahren und die Aufnahme-
bedingungen für Antragsteller in jenem Mitgliedstaat systemische
Schwachstellen aufweisen, die eine Gefahr einer unmenschlichen oder
entwürdigenden Behandlung im Sinne von Artikel 4 der Charta der Grund-
rechte der Europäischen Union (ABl. C 364/1 vom 18.12.2000, nachfol-
gend: EU-Grundrechtecharta) mit sich bringen, und nach den Regeln der
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Dublin-III-VO kein anderer zuständiger Mitgliedstaat bestimmt werden
kann,
dass der nach dieser Verordnung zuständige Mitgliedstaat verpflichtet ist,
einen Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen, dessen Antrag abgelehnt
wurde und der in einem anderen Mitgliedstaat einen Antrag gestellt hat
oder der sich im Hoheitsgebiet eines anderen Mitgliedstaats ohne Aufent-
haltstitel aufhält, nach Massgabe der Artikel 23, 24, 25 und 29 wieder auf-
zunehmen (Art. 18 Abs. 1 Bst. d Dublin-III-VO),
dass der Beschwerdeführer, gemäss den Erkenntnissen aus einem Ab-
gleich seiner Fingerabdrücke mit der "Eurodac"-Datenbank, am 12. bzw.
19. September 2017 in Deutschland Asylgesuche eingereicht hatte,
dass er diesen Sachverhalt anlässlich der BzP vom 1. Februar 2018 bestä-
tigte und ergänzte, die deutschen Behörden hätten sein Asylgesuch abge-
lehnt,
dass das SEM die deutschen Behörden am 15. Februar 2018 um Wieder-
aufnahme des Beschwerdeführers gestützt auf Art. 18 Abs. 1 Bst. d Dublin-
III-VO ersuchte,
dass die deutschen Behörden dem Gesuch um Übernahme am 28. Feb-
ruar 2018 zustimmten,
dass der Beschwerdeführer seine behauptete Minderjährigkeit bis zum jet-
zigen Zeitpunkt nicht belegt hat und von den deutschen Behörden als voll-
jährig angesehen wird, weshalb vorliegend kein Anlass zu Zweifeln am Er-
gebnis der Handknochenanalyse besteht,
dass die grundsätzliche Zuständigkeit Deutschlands somit gegeben ist,
dass der Beschwerdeführer diese sich aus der Dublin-III-VO ergebende
Zuständigkeit Deutschlands nicht mit dem Einwand in Frage stellen kann,
sein dort gestelltes Asylgesuch sei abgelehnt worden und er riskiere nach
Afghanistan zurückgeschickt zu werden,
dass Deutschland bei bereits rechtskräftig abgeschlossenem Asylverfah-
ren gemäss Art. 18 Abs. 1 Bst. d Dublin-III-VO weiterhin für das Verfahren
des Beschwerdeführers bis zu einem allfälligen Wegweisungsvollzug be-
ziehungsweise einer Regelung seines weiteren Aufenthalts zuständig ist,
und er allfällige Einwände respektive neue Asylgründe oder Hindernisse im
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Zusammenhang mit dem Wegweisungsvollzug bei den zuständigen Behör-
den vor Ort vorzubringen hat,
dass ferner keine Gründe für die Annahme ersichtlich sind, das Asylverfah-
ren und die Aufnahmebedingungen für Antragsteller in Deutschland weise
systemische Schwachstellen im Sinne von Art. 3 Abs. 2 Sätze 2 und 3 Dub-
lin-III-VO auf,
dass Deutschland Signatarstaat der EMRK, des Übereinkommens vom
10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche
oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und des Ab-
kommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK,
SR 0.142.30) sowie des Zusatzprotokolls der FK vom 31. Januar 1967
(SR 0.142.301) ist und seinen diesbezüglichen völkerrechtlichen Verpflich-
tungen nachkommt,
dass auch davon ausgegangen werden darf, dieser Staat anerkenne und
schütze die Rechte, die sich für Schutzsuchende aus den Richtlinien des
Europäischen Parlaments und des Rates 2013/32/EU vom 26. Juni 2013
zu gemeinsamen Verfahren für die Zuerkennung und Aberkennung des in-
ternationalen Schutzes (Verfahrensrichtlinie) sowie 2013/33/EU vom
26. Juni 2013 zur Festlegung von Normen für die Aufnahme von Personen,
die internationalen Schutz beantragen (Aufnahmerichtlinie) ergeben,
dass unter diesen Umständen die Anwendung von Art. 3 Abs. 2 Satz 2
Dublin-III-VO nicht gerechtfertigt ist,
dass der Beschwerdeführer mit seinem Wunsch nach einem Asylverfahren
in der Schweiz implizit die Anwendung der Ermessensklausel von Art. 17
Abs. 1 Dublin-III-VO respektive der – das Selbsteintrittsrecht im Landes-
recht konkretisierenden – Bestimmung von Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 fordert,
gemäss welcher das SEM das Asylgesuch "aus humanitären Gründen"
auch dann behandeln kann, wenn dafür gemäss Dublin-III-VO ein anderer
Staat zuständig wäre,
dass dem SEM bei der Anwendung von Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 Ermessen
zukommt (vgl. BVGE 2015/9 E. 7 f.), indessen eine Verpflichtung zum
Selbsteintritt besteht, wenn die Überstellung an den zuständigen Dublin-
Mitgliedstaat zu einer Verletzung von völkerrechtlichen Verpflichtungen der
Schweiz führen würde,
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dass der Einwand des Beschwerdeführers, wonach er nicht zurück nach
Afghanistan könne, das materielle Asylverfahren betreffen, soweit er damit
implizit eine drohende Verfolgung durch private Dritte in Afghanistan gel-
tend machen will,
dass dafür nach dem Gesagten die deutschen Behörden zuständig bleiben
(vgl. dazu u.a. Urteil des BVGer E-2190/2015 vom 20. April 2015 E. 7.3),
dass der Beschwerdeführer auch keine konkreten Hinweise für die An-
nahme dargetan hat, die deutschen Behörden würden ihm die Wiederauf-
nahme verweigern respektive in seinem Fall den Grundsatz des Non-
Refoulement missachten und ihn zur Ausreise in ein Land zwingen, in dem
sein Leib, sein Leben oder seine Freiheit aus einem Grund nach Art. 3
Abs. 1 AsylG gefährdet wäre oder in dem er Gefahr laufen würde, zur Aus-
reise in sein solches Land gezwungen zu werden,
dass nach der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Men-
schenrechte (EGMR) die zwangsweise Rückweisung von Personen mit ge-
sundheitlichen Problemen eine Verletzung von Art. 3 EMRK darstellen
kann, wenn ernsthafte Gründe dargelegt werden, dass die betroffene Per-
son bei einer Überstellung im Zielstaat nicht angemessen behandelt würde
oder der Zugang zum Gesundheitssystem ihr verwehrt bliebe, so dass sie
einem realen Risiko einer ernsthaften, raschen und unwiederbringlichen
Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes ausgesetzt wäre, die zu in-
tensiven Leiden oder einer erheblichen Verkürzung der Lebenserwartung
führen (vgl. Urteil des EGMR Paposhvili vs. Belgien vom 13. Dezember
2016, Nr. 41738/10, § 183),
dass im Falle der vom Beschwerdeführer geltend gemachten Kopfschmer-
zen nicht von einer solchen Gefahr ausgegangen werden kann,
dass den Akten keine Hinweise auf eine gesetzeswidrige Ermessensaus-
übung (vgl. Art. 106 Abs. 1 Bst. a AsylG) durch die Vorinstanz zu entneh-
men sind,
dass das Bundesverwaltungsgericht sich unter diesen Umständen weiterer
Ausführungen zur Frage eines Selbsteintritts enthält,
dass nach dem bereits Gesagten kein Grund für eine Anwendung der Er-
messensklauseln von Art. 17 Dublin-III-VO besteht, zumal die Dublin-
III-VO den Schutzsuchenden insbesondere auch nicht ein Recht einräumt,
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den ihren Antrag prüfenden Staat selber auszuwählen (vgl. auch BVGE
2010/45 E. 8.3),
dass das SEM demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b
AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist und
– weil der Beschwerdeführer nicht im Besitz einer gültigen Aufenthalts-
oder Niederlassungsbewilligung ist – in Anwendung von Art. 44 AsylG die
Überstellung nach Deutschland angeordnet hat (Art. 32 Bst. a AsylV 1),
dass unter diesen Umständen allfällige Vollzugshindernisse gemäss
Art. 83 Abs. 3 und 4 AuG (SR 142.20) nicht mehr zu prüfen sind, da das
Fehlen von Überstellungshindernissen bereits Voraussetzung des Nicht-
eintretensentscheides gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG ist (vgl. BVGE
2015/18 E. 5.2 m.w.H.),
dass die Beschwerde aus diesen Gründen abzuweisen und die vorinstanz-
liche Verfügung zu bestätigen ist,
dass der am 22. März 2018 angeordnete Vollzugsstopp mit dem vorliegen-
den Urteil dahinfällt,
dass das mit der Beschwerde gestellte Gesuch um Gewährung der unent-
geltlichen Prozessführung abzuweisen ist, da die Begehren – wie sich aus
den vorstehenden Erwägungen ergibt – als aussichtlos zu bezeichnen wa-
ren, weshalb die Voraussetzungen von Art. 65 Abs. 1 VwVG nicht erfüllt
sind,
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 750.–
(Art. 1‒3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-
schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2])
dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).
(Dispositiv nächste Seite)
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