Decision ID: 1c2678d4-8b0f-4343-a8d9-24b93cdef2f4
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
Mit Verfügung vom 24. Mai 2013 (Urk. 11/147) wies die
Sozialversicherungs
anstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle, das Gesuch
von
X._
, geboren 1968, um Zusprechung einer Rente gestützt auf das Gutachten vom 20. März 2013 des
Y._ (
Urk. 11/125)
mit der Be
gründung ab, eine dauerhafte relevante Arbeitsunfähigkeit sei zu keinem Zeit
punkt ausgewiesen gewesen (S. 3).
Die
se Verfügung wurde, nachdem der Versi
cherte am 27. Juni 2013 Beschwerde erhoben hatte
(Urk. 11/150)
,
mit
Entscheid
d
es hiesigen Gerichts
vom 5. August 2014
im Prozess Nr. IV.2013.00603
bestätigt
(Urk. 11/154). D
as
Urteil erwuchs unangefochten in Rechtskraft.
1.
2
Am
6
. August 2015 meldete sich der Versicherte
erneut
bei der
Invali
-
denversiche
rung
zum Leistungsbezug an (Urk. 11/158).
D
ie IV-Stelle
trat
mit Verfügung vom 22. Januar 2016 auf das Leistungsbegehren nicht ein (Urk. 2 = Urk. 11/174).
2.
Gegen die Verfügung vom 22. Januar 2016 (Urk. 2) erhob der Versicherte Be
schwerde und beantragte, diese sei aufzuheben und die IV-Stelle zu verpflich
ten, auf sein Leistungsbegehren einzutreten (Urk. 1). In der Beschwerdeantwort vom 7. April 2016 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 10). Mit Verfügung vom 25. April 2016 wurde
n
antragsgemäss (
Urk.
1
S. 2) die unentgeltliche
Rechtsvertret
ung
und die unentgeltliche Prozessführung
bewilligt
(Urk. 12).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird nach
Art.
87
Abs.
3
der Verordnung über die Invalidenversicherung (
IVV
)
eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss
Abs.
2 die
ser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu ver
gewissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analo
ger Weise wie bei einem Revisionsfall nach
Art.
17
Abs.
1
des Bundesge
setzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (
ATSG
)
vorzu
gehen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu be
schliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b).
1.2
Mit dem Beweismass des Glaubhaftmachens
im Sinne des
Art.
87
Abs.
2 und 3 IVV
sind herabgesetzte Anforderungen an den Beweis verbunden: Die
Tatsa
chenänderung
muss nicht nach dem im Sozialversicherungsrecht sonst üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 353 E. 5b) er
stellt sein. Es genügt, dass für das Vorhandensein des geltend gemachten rechtserheblichen Sachumstandes wenigstens gewisse Anhaltspunkte bestehen, auch wenn durchaus noch mit der Möglichkeit zu rechnen ist, bei eingehender Abklärung werde sich die behauptete Änderung nicht erstellen lassen (BGE 130 V 64 E. 5.2, 130 V 71 E. 2.2 mit Hinweisen). Erheblich ist eine
Sachverhaltsän
derung
, wenn angenommen werden kann, der Anspruch auf eine (höhere) Inva
lidenrente sei begründet, falls sich die geltend gemachten Umstände als richtig erweisen sollten (Urteil des Bundesgerichts 8C_844/2012 vom 5. Juni 2013 E. 2.3 mit Hinweisen auf 8C_1009/2010 vom 7. April 2011 E. 2.2 und 9C_838/2011 vom 28. Februar 2012 E. 3.3.2).
1.3
Nach Eingang einer Neuanmeldung ist die Verwaltung zunächst zur Prüfung verpflichtet, ob die Vorbringen der versicherten Person überhaupt glaubhaft sind; verneint sie dies, so erledigt sie das Gesuch ohne weitere Abklärungen durch Nichteintreten. Dabei wird sie unter anderem zu berücksichtigen haben, ob die frühere Verfügung nur kurze oder schon längere Zeit zurückliegt, und dementsprechend an die Glaubhaftmachung höhere oder weniger hohe Anfor
derungen stellen (ZAK 1966 S. 279, vgl. auch BGE 130 V 64 E. 5.2, 72 E. 2.2 mit Hinweisen). Insofern steht ihr ein gewisser Beurteilungsspielraum zu, den das Gericht grundsätzlich zu respektieren hat. Daher hat das Gericht die Be
handlung der
Eintretensfrage
durch die Verwaltung nur zu überprüfen, wenn das Eintreten streitig ist, das heisst wenn die Verwaltung gestützt auf
Art.
87
Abs.
3 IVV Nichteintreten beschlossen hat und die versicherte Person deswegen Beschwerde führt; hingegen unterbleibt eine richterliche Beurteilung der
Ein
tretensfrage
, wenn die Verwaltung auf die Neuanmeldung eingetreten ist (BGE 109 V 108 E. 2b).
2.
Das hiesige Gericht stützte sich im Urteil vom 5. August 2014, mit welchem es die leistungsabweisende Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 24. Mai 2013 (Urk. 11/147) bestätigte, im Wesentlichen auf das
Y._
-Gutachten vom 20. März 2012 (Urk. 11/125). Darin nannten die Gutachter als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein anamnestisch chronisches
zervikozephales
Schmerz
-
syndrom ohne
radikuläre
Symptomatik bei einem Status nach mehreren Distorsionstraumen der
Halswirbelsäule (
HWS
)
ohne erkennbare strukturelle Alteration
sowie bei
einer
anamnestisch
en
Begleitsymptomatik mit
Schwindel
beschwerden und Konzentrationsstörungen. Als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit führten die Gutachter eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (F45.4) auf (S. 30).
Aus orthopädisch-neurologischer Sicht bestehe für körperlich leichte bis mittel
schwere Tätigkeiten, bei denen eine Hebe- und
Tragelimite
von 15 kg nur aus
nahmsweise überschritten werde und keine lang dauernden Zwangshaltungen
des Nackens oder repetitive Überkopfbewegungen der Arme vorkämen, eine zeit
lich und leistungsmässig uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit. Aus psychiatrischer Sicht könne einzig die Diag
nose einer anhaltenden somatoformen
Schmerzstö
rung
gestellt werden, die ohne
relevante Begleitdiagnosen keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit habe.
Zu
sammenfassend bestehe a
us interdisziplinärer Sicht
eine
100%
ige Arbeitsfähig
keit
in
näher umschriebenen
leidensangepasste
n
Tä
tigkeit
en
(S.
31 f.
)
.
3.
3.1
Für die Prüfung der erneuten Anmeldung vom 6. August 201
5
lagen der
Be
schwerdegegnerin
folgende Arztberichte vor:
3.
2
Dem Austrittsbericht der
Z._
vom 11. Juni 2014 (Urk. 11/161/11-19), wo der Beschwerdeführer vom 15. Mai bis 4. Juni 2014 hospitalisiert war, können folgende Diagnosen entnommen werden (S. 1 f.):
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (F33.1)
chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren
mögliche Aggravation der Beschwerden
Zustand nach mehrfachen HWS-Distorsionen bei Auffahrkollisionen (1999, 2003, 2009)
Zustand nach Streifkollision (08/2000)
Zustand nach Schädelkontusion (08/2000)
Zustand nach Frontalkollision als Beifahrer (11/2010)
c
hronisches
zervikozephales
Schmerzsyndrom
Unkovertebralarthrose
C4/5 und C3/4 rechtsbetont
l
eichte
Osteochondrose
C5/6 (MRT HWS 05/2002)
Der Beschwerdeführer habe sich bei Eintritt als vorgealtert wirkender Patient gezeigt. Affektiv habe er deprimiert, rat- und hoffnungslos gewirkt. Der Kontakt und Rapport sei
en
gut herstellbar gewesen. Er sei bewusstseinsklar und voll ori
entiert, indessen arm im Antrieb gewesen. Im formalen Denken sei er verlang
samt und auf die Schmerzproblematik eingeengt gewesen. Es seien keine in
haltlichen Denk
-
und Ich-Störungen aufgefallen und es habe keinen Hinweis auf Suizidalität gegeben. Im Verlauf sei keine Besserung der Symptome einge
treten
,
und das Ziel einer Schmerzreduktion habe nicht erreicht werden können (S. 2).
3.3
Im Austrittsbericht des
A._
vom 18. Dezember 2014 (Urk. 11/161/3-7), wo der Beschwerdeführer vom 27. Oktober bis 18. Dezember 2014 stationär behandelt wurde, wurde eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische Symptome (F.33.2)
,
als
Haupt
diagnose
genannt, als Nebendiagnosen wurden ein Status nach HWS-Distorsion nach Autounfällen 1999, 2000, 2003, 2009, 2010 sowie ein Verdacht auf chro
nische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (F.45.41) aufgeführt (S. 1). Bei Eintritt habe sich der Beschwerdeführer mit ausgeprägten depressiven Symptomen und stark eingeengt auf seine chronischen Schmerzen und
auf
seine Enttäuschung und
sein
Unverständnis, dass eine Berentung so
wohl durch die SUVA als auch die IV abgelehnt worden sei
, präsentiert
. Es hät
ten sich jedoch keine eindeutigen psychotischen Symptome gefunden. Im Ver
lauf des Aufenthalts habe unter der
aufdosierten
antidepressiven Therapie und bei regelmässiger Therapieteilnahme eine Besserung des psychischen
Zustands
bildes
beobachtet werden können. Der Beschwerdeführer habe sich im Verlauf deutlich offener im Kontakt gezeigt und habe sich zunehmend auf der Station integriert (S. 4).
3.4
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Neurologie, diagnostizierte im Bericht vom 25. August 2015 (Urk. 11/161/1-2) ein generalisiertes Schmerzsyndrom b
ei
Status nach fünf HWS-Traumen zwischen 1999 und 2010 sowie eine leicht pro
grediente
Cerebralsklerose
mit Abgangsstenose der
A
rteria
carotis
interna
links von 50 %. Das unverändert ausgedehnte Schmerzsyndrom mit Schwerpunkt zervikal sei weitgehend unverändert bei einem Status nach fünf HWS-Traumen. Als relevante Befunde zählte
Dr.
B._
eine schmerzbedingte
Bewegungsein
schränkung
der HWS um 50 % mit
palpatorisch
verdickter und
druckdolenter
Nacken- und Schultermuskulatur sowie weiteren
Druckdolenzen
entlang der
übrigen paravertebralen Muskulatur
auf
. Es bestünden nach wie vor keine neu
rologischen Ausfälle.
3.5
Laut Arztbericht der
C._
vom 9. September 2015 (Urk. 11/165) habe sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers, der seit dem 23. Dezember 2014 im Ambulatorium
D._
psychiatrisch behandelt werde,
wesentlich verschlechtert. Als Diagnosen nannten die behandelnden Ärzte eine rezidivierende depressive Störung, aktuell schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome (F33.2), eine chroni
sche Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (F45.42) sowie rezidivierende HWS-Distorsionstraumen nach Autounfällen 1999, 2000, 2003, 2009 und 2010 (S. 1). Der Beschwerdeführer
unterziehe sich
aktuell
einer
wö
chentlich
en
Psychother
a
pie von 30 bis 60 Minuten Dauer (S. 2).
3.6
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Chirurgie,
schrieb am 16. Oktober 2015 (Urk. 11/168), der Verlauf gestalte sich seit dem letzten Bericht unverän
dert stationär.
4.
4.1
Für die vorliegend einzig strittige Frage des Eintretens auf eine erneute Anmel
dung ist ausschlaggebend, ob eine möglicherweise anspruchsrelevante
Sachver
haltsänderung
glaubhaft gemacht wurde (vorstehend E. 1.1), was ein herabge
setztes Beweismass zum Ausdruck bringt (vorstehend E. 1.2) und auch in Ab
hängigkeit davon zu beurteilen ist, wie weit die vorangegangene Leistungsprü
fung zurückliegt (vorstehend E. 1.3).
4.2
Die letzte Leistungsprüfung bezog sich auf den Sachverhalt, wie er sich bis zum Verfügungserlass am 24. Mai 2013 präsentierte, und lag im Zeitpunkt der er
neuten Anmeldung von August 2015 gut zwei Jahre zurück. Daraus ergeben sich geringere Anforderungen in beweismässiger Hinsicht als bei einer erneuten Anmeldung, die kurz auf einen negativen Leistungsentscheid folgt.
4.3
Die
B
erichte von
Dr.
B._
(E. 3.4) und
Dr.
E._
(E. 3.6) vermögen eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes in somatischer Hinsicht nicht glaubhaft darzulegen, berichteten doch beide Ärzte von einem unveränderten Zustand.
Insoweit
Dr.
B._
eine leicht progrediente
Cerebralskle
ro
se
mit
Ab
gangsstenose
der
Arteria
carotis
interna
links, mit einem
Stenosegrad
von 50 % (vorher 30 %) feststellte, empfahl er diesbezüglich lediglich eine
Sekundärpro
phylaxe
mit Aspirin
Cardio
100
.
4.4
Was die psychischen Beschwerden betrifft, wurde der Beschwerdeführer seit der letztmaligen Rentenabweisung zweimal stationär behandelt: Vom 15. Mai bis
4. Juni 2014 weilte er in der
Z._
, wo der Fokus auf die The
rapie der psychosomatischen Leiden gelegt wurde, und vom 17. Oktober bis 18. Dezember 2014 im
A._
, wo er sich einer stationär-psychi
atrischen Behandlung unterzog. In den Berichten beider Kliniken wird eine re
zidivierende depressive Störung
diagnostiziert, im Bericht der
Z._
(E. 3.2) wird diese als gegenwärtig mittelgradige Episode (F33.1) und im Bericht des
A._
als gegenwärtig schwere Episode ohne psychotisch
e Symptome (F33.2) beschrieben.
Nachdem die Ärzte des
Y._
im Gutachten vom 20. März 2012 (E. 2)
in
psy
-
chiatri
scher
Hinsicht
einzig eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (F45.4) diagnostiziert hatten, die ohne relevante Begleitdiagnosen keinen Ein
fluss auf die Arbeitsfähigkeit hatte, deutet schon die Diagnose einer rezidivie
renden depressiven Störung, mittelgradige oder schwere Episode
,
auf eine Ver
schlechterung des Gesundheitszustandes hin. Zwar hatten die Ärzte der
C._
be
reits im Bericht vom 4. April 2013 (Urk. 11/141 S. 9) eine mittelgradige depres
sive Episode diagnostiziert, welche das Gericht im Urteil vom 5. August 2014 als nicht ausgewiesen erachtete (Urk.
11/154
E. 4.6),
indessen
ergeben sich doch
bereits
aus der nun diagnostizierten schweren
depressiven
Episode Hinweise, dass eine
die Arbeitsfähigkeit beeinflussende
Verschlechterung de
s Gesundheits
zustandes
zumindest möglich ist.
Überdies wiesen die Ärzte der
C._
darauf hin, dass sich der Zustand seit Behandlungsbeginn am 23. Dezember 2014 (nach dem Austritt aus dem
A._
) wesentlich verschlechtert ha
be
. Zu berücksichtigen ist im Weiteren, dass auch die Ärzte des
A._
eine schwere depressive Episode diagnostizierten und den Eintrittsstatus als auch die während des stationären Aufenthalts unter Psycho- und
aufdosierten
medikamentöser Therapie erreichte Verbesserung des Gesundheitszustandes be
schrieben. Schliesslich wurde der Beschwerdeführer im Zeitpunkt der Neuan
meldung wöchentlich psychotherapeutisch
und medikamentös behandelt (vgl.
E. 3.5).
4.5
Insgesamt ist
aufgrund der Arztberichte davon aus
zugehen
, dass sich der Gesund
heitszustand des Beschwerdeführers in psychiatrischer Hinsicht relevant verschlechtert haben könnte. Damit ist das Erfordernis des Glaubhaftmachens im Sinne von
Art.
87
Abs.
3 IVV erfüllt und die Beschwerdegegnerin ist ver
pflichtet, auf die erneute Anmeldung einzutreten, sie inhaltlich zu prüfen und
hernach
über das Leistungsbegehren materiell zu entscheiden.
Das Nichteintreten auf die erneute Anmeldung erweist sich demnach als unzutref
fend, weshalb die Beschwerde gutzuheissen, die angefochtene Verfü
gung aufzuheben und die Sache zur inhaltlichen Prüfung und Vornahme der
sachgerecht erscheinenden Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzu
weisen ist.
5.
5.1
Die Verfahrenskosten gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
des Bundesgesetzes über die In-
validenversicherung
(IVG) sind ermessensweise auf Fr. 600.-- festzusetzen und ausgangsgemäss der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
5.2
Dem obsiegenden und anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer steht eine
Prozess
entschädigung
zu, die beim praxisgemässen Stundenansatz von Fr. 220.-- ermessensweise auf
Fr.
1‘700.-- (inklusive Barauslagen und Mehr
wertsteuer) zu bemessen und von der Beschwerdegegnerin zu bezahlen ist.