Decision ID: 29017929-0dbc-4643-849b-88c8a5111c29
Year: 2008
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
I._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Urs P. Keller, Schweizer Neuenschwander &
Partner, Rotfluhstrasse 91, Postfach 525, 8702 Zollikon,
gegen
Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358,
6002 Luzern,
Beschwerdegegnerin,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Urs Glaus, Oberer Graben 44, Postfach,
9001 St. Gallen,
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betreffend
Invalidenrente und Integritätsentschädigung
Sachverhalt:
A.
A.a Der 1961 geborene I._ war bei der A._ als Gipser beschäftigt und dadurch
bei der Suva versichert, als die Arbeitgeberin am 28. März 2002 meldete, der
Versicherte habe sich am linken Daumen einen Fremdkörper zugezogen (UV-act. II/1).
Gemäss Bericht des Kantonalen Spitals Altstätten vom 8. März 2002 hatte sich der
Versicherte vor zwei bis drei Jahren bei der Arbeit eine kleine Verletzung des linken
Daumens zugezogen. Hierbei sei möglicherweise eine Fremdkörpereinsprengung
aufgetreten; die Wunde sei damals nicht revidiert worden. Anlässlich der Wundrevision
vom 8. März 2002 konnte ein eigentlicher Fremdkörper nicht lokalisiert werden (UV-act.
II/2; vgl. auch UV-act. II/4).
A.b Am 12. April 2002 meldete die Arbeitgeberin, der Versicherte habe sich am
14. März 2002 zu Hause die linke Hand an einem Türrahmen angeschlagen. Dr. med.
B._, Kantonales Spital Altstätten, stellte am 20. März 2002 die Diagnose einer
Metacarpale V Schrägfraktur links; diese Fraktur wurde mit einer Osteosynthese
operativ versorgt (UV-act. I/1, 2). Gemäss Arbeitszeugnis vom 25. April 2002 kündigte
die Arbeitgeberin das Arbeitsverhältnis zufolge Betriebsschliessung (UV-act. I/4). Am
10. Juni 2002 erfolgte die operative Metallentfernung samt Neurinomentfernung (UV-
act. I/12). Am 5. Juli 2002 wurde der Beschwerdeführer wegen persistierender
Beschwerden und unverändertem Fremdkörpergefühl im Daumen links erneut operiert.
Es wurde ein scheibenförmiger Glassplitter entfernt; die Wundheilung verlief
komplikationslos (UV-act. II/4 und 3). Nachdem der Versicherte bei einer neuen
Arbeitgeberin im August 2002 einen Arbeitsversuch unternommen hatte, wurde das
Arbeitsverhältnis von Seiten der Arbeitgeberin aufgelöst (UV-act. I/19, 23). Im Jahr
2003 misslang ein weiterer Arbeitsversuch. Am 15. August 2003 bestätigte Dr. med.
C._, Facharzt für Allgemeinmedizin FMH, dass der Patient infolge Restbeschwerden
an der linken Hand für schwere Arbeiten nicht mehr arbeitsfähig sei (UV-act. I/42, I/45,
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I/52; vgl. auch UV-act. I/54). Nach weiteren ärztlichen Behandlungen und
umfangreichen Abklärungen eröffnete die Suva dem Rechtsvertreter des Versicherten
mit Verfügung vom 20. April 2007, für die verbliebene Beeinträchtigung aus dem Unfall
vom 14. März 2002 werde ab 1. Januar 2004 eine Invalidenrente auf der Basis eines
Invaliditätsgrades von 18% (Valideneinkommen von Fr. 70'122.-- und
Invalideneinkommen von Fr. 57'258.--) und eines versicherten Jahresverdienstes von
Fr. 76'353.-- ausgerichtet. Die psychogenen Störungen stünden nicht in einem
adäquatkausalen Zusammenhang mit dem erlittenen Ereignis (UV-act. I/220). Die
gegen diese Verfügung erhobene Einsprache (UV-act. I/223) hiess die Suva mit
Einspracheentscheid vom 10. Dezember 2007 insofern teilweise gut, dass der
Invaliditätsgrad von 18% auf 27% erhöht wurde (UV-act. I/228). Die
Invalidenversicherung verneinte mit Verfügung vom 25. Januar 2008 bei einem
Invaliditätsgrad von 32% einen Anspruch auf eine IV-Rente (UV-act. I/232).
B.
B.a Gegen den Einspracheentscheid vom 10. Dezember 2007 erhob Rechtsanwalt
lic. iur. Urs P. Keller, Zürich, für den Versicherten am 18. Januar 2008 Beschwerde mit
den Anträgen, der Entscheid sei aufzuheben und es sei dem Beschwerdeführer auf der
Basis von 100% Invalidität eine volle Invalidenrente ab 1. Januar 2004 gemäss den
gesetzlichen Bestimmungen zuzusprechen; eventualiter sei dem Beschwerdeführer auf
der Basis von 34% Invalidität eine 34% Invalidenrente ab 1. Januar 2004
zuzusprechen; dem Beschwerdeführer sei eine Integritätsentschädigung von 25%
zuzusprechen; es sei dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Prozessführung zu
bewilligen. Zur Begründung legte der Rechtsvertreter unter anderem dar, abzustellen
sei für die Bestimmung der Arbeitsfähigkeit auf das MEDAS-Gutachten vom 12. Juli
2007 und auf den Arztbericht von Dr. med. D._, FMH Allgemeine Medizin, vom 7.
Januar 2008. Inzwischen werde die Arbeitsfähigkeit wegen der psychischen Probleme
des Beschwerdeführers weit mehr eingeschränkt, als dies noch zum Zeitpunkt der
Erstellung des MEDAS-Gutachtens der Fall gewesen sei. Der Unfall sei als
mittelschweres Ereignis im Grenzbereich zu den leichten Unfällen einzustufen. Für die
Anerkennung chronischer Schmerzkrankheiten ohne adäquates somatisches Korrelat
(anhaltende somatoforme Schmerzstörung) als invalidisierendes Leiden habe die
Rechtsprechung Kriterien geschaffen, die es zu prüfen gelte (BGE 132 V 352). Die bei
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mittelschweren Unfällen geltenden Adäquanzkriterien seien erfüllt. Die
Beschwerdegegnerin habe demnach auch für die psychischen Folgen des Unfalls
aufzukommen. Selbst für den Fall, dass der Beschwerdeführer in einer
behinderungsangepassten Tätigkeit zu 100% arbeitsfähig und für ihn auf dem
ausgeglichenen Arbeitsmarkt eine Stelle vorhanden sein sollte, was beides bestritten
werde, wäre ihm eine höhere als die 27%-Rente zuzusprechen. Hinsichtlich des
Leidensabzuges seien zu berücksichtigen die Dauerschmerzen sowie die Tatsache,
dass der Beschwerdeführer Ausländer und im fortgeschrittenen Alter sei. Zudem sei
der Beschwerdeführer faktisch ein funktioneller Einhänder, weshalb sich ein Abzug von
zumindest 20% rechtfertige. Er sei sodann nicht nur in schwerer Arbeit eingeschränkt,
sondern auch in leichter Hilfsarbeit. Im weiteren könne die Hand lediglich teilweise als
Hilfshand verwendet werden, was die Zusprechung einer Integritätsentschädigung von
25% rechtfertige.
B.b Am 5. Februar 2008 bewilligte der Gerichtspräsident die unentgeltliche
Rechtsverbeiständung für das vorliegende Verfahren.
B.c In der Beschwerdeantwort vom 11. März 2008 beantragte Rechtsanwalt
Dr. U. Glaus, St. Gallen, für die Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde,
soweit darauf einzutreten sei. Zur Begründung verwies er auf die Ausführungen im
angefochtenen Entscheid und legte unter anderem dar, die Integritätsentschädigung
sei inhaltlich nicht Gegenstand des angefochtenen Entscheids gewesen. In diesem
Punkt sei daher auf die Beschwerde nicht einzutreten. Die im MEDAS-Gutachten
bestätigte Arbeitsunfähigkeit sei psychisch begründet. Es sei im weiteren nicht zu
beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin den Unfall als leicht eingestuft habe.
Selbst wenn von einem mittelschweren Ereignis im Grenzbereich zu den leichten
Unfällen ausgegangen würde, wären die psychischen Beschwerden nicht als adäquate
Unfallfolge anzusehen. Die somatoforme Schmerzstörung sei nicht als unfallkausal
anzusehen. Der Beschwerdeführer sei kein funktioneller Einhänder. Sämtliche
medizinischen Berichte würden nämlich die Funktion der linken Hand als Hilfshand
bestätigen. Die weitgehende Beeinträchtigung der linken Hand sei psychisch bedingt
und auf die Fixierung auf das Leiden zurückzuführen. Unter diesen Aspekten sei ein
Leidensabzug von 10% durchaus angemessen.
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B.d Mit Replik vom 14. April 2008 bestätigte der Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers seine Anträge und Ausführungen und reichte vier weitere
medizinische Berichte ein (act. G 11). Am 17. April 2008 hielt auch der Rechtsvertreter
der Beschwerdegegnerin an seinem Standpunkt fest.

Erwägungen:
1.
1.1 Streitig ist, inwieweit die gesundheitlichen Probleme des Beschwerdeführers in
einem adäquat-kausalen Zusammenhang zum Unfall vom 14. März 2002 stehen.
Streitig sind im weiteren die Höhe der dem Beschwerdeführer ab 1. Januar 2004
zustehenden Invalidenrente (IV-Grad). Die Beschwerdegegnerin legte im
angefochtenen Entscheid die rechtlichen Voraussetzungen eines adäquaten
Kausalzusammenhangs zwischen Gesundheitsschädigung und in Frage stehendem
Unfall sowie der Bemessung von Invalidenrenten zutreffend dar (Erwägungen 1, 3);
darauf ist zu verweisen. Nicht Gegenstand des angefochtenen Entscheids bildet die
Frage der Integritätsentschädigung. Auf diese Frage kann auch im vorliegenden
Verfahren nicht eingetreten werden, da im Beschwerdeverfahren lediglich
Leistungsansprüche geprüft werden können, zu welchen die Vorinstanz im
Einspracheentscheid und in der vorangehenden Verfügung Stellung genommen hat.
Eine Verfahrensausdehnung (vgl. dazu BGE 122 V 34 Erw. 2a) auf die Frage der
Integritätsentschädigung kommt entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers (act.
G 11 S. 3) schon deshalb nicht in Betracht, weil es - abgesehen vom Verweis auf das
Gutachten von Dr. med. E._ (UV-act. I/160 S. 10 unten) in der Beschwerdeantwort (S.
14) - an einer diesbezüglichen materiellen Stellungnahme der Beschwerdegegnerin
fehlt.
1.2 Kreisarzt Dr. med. F._, Spezialarzt FMH für Orthopädische Chirurgie, berichtete
am 25. September 2002, von Seiten des linken Daumens sei der Patient vollständig
beschwerdefrei; der Daumen weise eine vollumfängliche Funktion mit erhaltener
Sensibilität auf. Der klinische Befund an der linken Hand zeige gute Funktionen mit
vollständigem Faustschluss und erhaltener Sensibilität. Auch bestehe im
Radiocarpalgelenk eine gute Funktion. Die Beschwerden des Patienten seien zu
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interpretieren als Dekonditionierung nach bald einem halben Jahr Arbeitsunfähigkeit.
Nach einer Woche mit 50%iger Arbeitsfähigkeit sei der Patient vollumfänglich
arbeitsfähig (UV-act. II/10). Am 12. Dezember 2003 diagnostizierten die Ärzte der Klinik
für Orthopädische Chirurgie am Kantonsspital St. Gallen beim Beschwerdeführer einen
Verdacht auf Somatisierungsstörung bei Status nach Metacarpale V Fraktur links. Zum
momentanen Zeitpunkt seien keine objektiven Befunde gesehen worden, welche die
Handgelenksbeschwerden erklären könnten. Mit dem Patienten sei die
Wiederaufnahme der Arbeitstätigkeit zu 50% ab 15. Dezember 2003 besprochen
worden (UV-act. I/65). Am 9. Januar 2004 wurde von Seiten der Klinik für
Orthopädische Chirurgie bestätigt, aus handchirurgischer Sicht bestehe derzeit keine
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (UV-act. I/76). Eine Begutachtung in der Orthopädie
am Rosenberg ergab gemäss Bericht von Dr. med. L._ vom 12. Mai 2004 unter
anderem, es sei mehr als fraglich, ob durch weitere Eingriffe am Handgelenk der
chronische Schmerzzustand gelindert werden könne. Für eine leichte Arbeit bestehe
eine volle Arbeitsfähigkeit (UV-act. I/90). Im Bericht vom 11. Januar 2005 rieten auch
die Ärzte der Klinik für Hand-, Plastische- und Wiederherstellungschirurgie am
Kantonsspital St. Gallen von weiteren Operationen ab (UV-act. I/122; vgl. auch UV-act.
I/141). Am 28. Februar 2005 berichtete Dr. D._, es sei im Rahmen der Abklärung der
Handbeschwerden zu einer massiven funktionellen Überlagerung gekommen, welche
unter anderem Wiedereingliederungsmassnahmen beim M._ verunmöglicht habe. Die
Situation scheine langsam zu eskalieren, und die Betreuung werde immer schwieriger
(UV-act. I/128; vgl. auch Abklärungsbericht Verzahnungsprogramm vom 30. März
2005, UV-act. I/137).
Im Nachgang zu einem stationären Aufenthalt berichtete die Klinik Gais am 19. Juli
2005, beim Beschwerdeführer bestehe eine mittelgradige depressive Episode und eine
somatoforme Schmerzstörung (Differentialdiagnose). Es bestehe eine volle
Arbeitsunfähigkeit (UV-act. I/148). Im Gutachten der Schulthess Klinik, Zürich, vom 11.
November 2005 gelangte Dr. med. E._ unter anderem zum Schluss, es gebe keinen
objektiven Nachweis eines Narbenneurom-Rezidivs. Auch bestünden klinisch keine
Hinweise für das Vorliegen eines chronisch-regionalen Schmerzsyndroms vom Typ 2,
das heisse einer Dystrophie-Situation, ausgelöst von einem peripheren Nervenast. Es
könne deshalb auch nicht von den üblichen Massnahmen, die bei einem chronisch-
regionalen Schmerzsyndrom des Typs 2 durchgeführt würden, eine erhebliche
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Besserung der Situation erwartet werden. Aus handchirurgischer Sicht könne keine
schlüssige Diagnose gestellt werden. Es liege die Verdachtsdiagnose eines
Narbenneuromrezidivs im Raum, welches sekundär zu einer massiven
Symptomausweitung geführt habe. Objektiv habe dies aber bisher nicht nachgewiesen
werden können und werde wahrscheinlich auch nie nachweisbar sein. Aus
handchirurgischer Sicht sei eine leichtere Tätigkeit, die vorwiegend rechtsdominant
unter assistivem Einsatz der linken Hand durchgeführt werden könne, zu 100%
möglich (UV-act. I/160). Eine in der Klinik Stephanshorn durchgeführte
Kernspintomographie der linken Hand vom 13. Juni 2006 ergab das Vorliegen einer
wahrscheinlich vollständigen Ruptur der Extensor carpi ulnaris-Sehne auf Höhe des
Processus styloideus mit perifokalen narbigen Veränderungen. Im Übrigen wurde ein
normales Kernspintomogramm bestätigt, insbesondere ohne Nachweis einer
neurinomverdächtigen Läsion (UV-act. I/168). Im Bericht des Kantonsspitals St. Gallen,
Klinik für Handchirurgie, vom 15. August 2006 wurde festgehalten, die radiologisch
beschriebene Extensor carpi ulnaris-Ruptur könne klinisch nicht nachvollzogen
werden. Aufgrund eines Kontroll-MRI's wurde eine Extensor carpi ulnaris-Sehnenruptur
ausgeschlossen (UV-act. I/175; UV-act. I/193a). Dr. med. G._, FMH Chirurgie,
speziell Handchirurgie, berichtete am 25. August 2006, weitere operative Eingriffe
würden mit Sicherheit zu keiner Verbesserung des Schmerzzustandes führen. Objektiv
sei die ganze Symptomatik nicht nachvollziehbar und aus handchirurgischer Sicht
könne keine volle Arbeitsunfähigkeit attestiert werden. Auch Dr. G._ hielt fest, dass
die im MRI (vom 13. Juni 2006) beschiedene Sehnenruptur sich klinisch nicht
objektivieren lasse, da das Handgelenk problemlos extendiert werden könne. Die
Sehne lässt sich in ihrem Verlauf palpieren und sei nicht schmerzhaft. (UV-act. I/178).
Am 5. September 2006 ergänzte Dr. G._, eine leichtere Tätigkeit mit hauptsächlicher
Belastung der rechten Hand und nur gelegentlichem assistivem Einsatz der linken
Hand könne weiterhin zu 100% ausgeführt werden (UV-act. I/180).
Dr. D._ bescheinigte am 12. September 2006, dass der Patient aufgrund des
Unfallereignisses zu 50% arbeitsunfähig geschrieben sei. Zudem sei er wegen
funktionellen Beschwerden auch für die weiteren 50% aktuell nicht arbeitsfähig (UV-
act. I/181). In seiner Beurteilung vom 27. Oktober 2006 gelangte Suva-Arzt Dr. med.
H._, Facharzt FMH für Chirurgie, unter anderem zum Schluss, auch der Arztbericht
aus der Heimat des Patienten (UV-act. I/185) enthalte keine unfallrelevanten
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medizinischen Erkenntnisse, sondern falls klinisch relevant, ein unfallfremdes
Carpaltunnelsyndrom. Dafür bestünden jedoch keine klinischen subjektiven oder
objektiven Anhaltspunkte, da ein solches nicht im Bereich des Kleinfingers verursacht
werde (UV-act. I/191). Im Gutachten der MEDAS Zentralschweiz vom 12. Juli 2007
wurden als Diagnosen ein chronifizierter therapierefraktärer schmerzhafter
Residualzustand der linken oberen Extremität mit funktioneller Einarmigkeit sowie eine
anhaltende somatoforme Schmerzstörung festgehalten. Die angestammte Tätigkeit als
Gipser sei dem Beschwerdeführer, wie auch jede andere manuell kraftaufwändige
Tätigkeit, nicht mehr zumutbar (seit März 2002); limitierend würden sich vor allem die
rheumatologischen Befunde mit funktioneller Einarmigkeit erweisen. Eine körperlich
und vor allem manuell leichte Tätigkeit mit vermindertem Einsatz der linken Hand
(Zudien-/Hilfshand) sowie vorwiegend rechtsdominante Arbeiten seien ihm noch zu
90% der Norm zumutbar; limitierend würden sich diesbezüglich die
psychopathologischen Befunde erweisen. Durch medizinische Massnahmen könne die
Arbeitsfähigkeit kaum verbessert werden. Eine psychiatrisch-psychotherapeutische
Behandlung sei dringend indiziert (act. G 1.1/11 S. 21, 22). In der Stellungnahme vom
7. Januar 2008 hielt Dr. D._ unter anderem fest, rein organisch gesehen könne die
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit kaum auf mehr als 10% eingeschätzt werden; die
psychische Verarbeitung des Ganzen sei limitierend für die Arbeitsfähigkeit (act. G
1.1/12). Dr. med. J._, Spital Altstätten, berichtete am 8. Februar 2008, aktuell
bestünden neben den invalidisierenden Schmerzen und der depressiven
Begleitsymptomatik eine ausgeprägte vegetative Begleitreaktion mit Tachykardie,
Arbeitshypertonie, Schwindel, Dyspnoe und Cephalea (act. G 11 Beilage 1). Dr. D._
bestätigte am 28. März 2008, dass der Patient arbeitsmässig auch für leichte Arbeiten
nicht belastbar sei. Die Arbeitsunfähigkeit aufgrund der somatoformen Schmerzstörung
schätze er auf 50%; vor allem wegen der depressiven Begleitsymptomatik sei der Pa
tient zu 100% arbeitsunfähig. Die arterielle Hypertonie könne wohl kaum kausal auf den
Unfall zurückgeführt werden. Die schwere depressive Entgleisung beinhalte allerdings
das Auftreten der arteriellen Hypertonie und die vegetative und depressive Entgleisung
stehe im Zusammenhang mit dem Unfall (act. G 11 Beilage 4).
2.
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2.1 Im Bericht des Spitals Walenstadt vom 15. Dezember 2006, auf welchen sich der
Beschwerdeführer beruft (act. G 1 S. 4), wurde festgehalten, bezüglich Arbeitsfähigkeit
in dieser bereits speziellen Situation werde keine Stellung genommen. Es werde
lediglich die bestehende 50%ige Arbeitsunfähigkeit weiter attestiert (act. G 1.1/7). Eine
eigenständige Arbeitsfähigkeitsschätzung - unabhängig von früheren Bestätigungen -
ist aus diesem Bericht nicht ersichtlich. Auch wurde nicht angegeben, auf welche
Tätigkeiten sich die "weiter attestierte" Arbeitsfähigkeit bezieht. Darauf kann für die
vorliegend streitige Frage nicht abgestellt werden. Aufgrund der geschilderten
medizinischen Akten (UV-act. I/76, I/90, I/160, I/180) ist mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass dem Beschwerdeführer - bei nicht klar
bzw. nur teilweise nachgewiesenen organischen Unfallrestfolgen - aus orthopädischer
und rheumatologischer Sicht eine leichtere Tätigkeit mit hauptsächlicher Belastung der
rechten Hand und nur gelegentlichem assistivem Einsatz der linken Hand
uneingeschränkt zumutbar ist. Die von den MEDAS-Gutachtern bescheinigte
Einschränkung von 10% in einer dem Gesundheitsschaden adaptierten Tätigkeit wurde
ausschliesslich mit Hinweis auf die psychopathologischen Befunde begründet (act. G
1.1/11 S. 21 unten). Die 10%ige Einschränkung geht denn auch auf die Einschätzung
des psychiatrischen MEDAS-Konsiliararztes zurück. Aus rheumatologischer Sicht
wurde bei 100%iger Arbeitsfähigkeit lediglich ein verminderter Einsatz der linken Hand
und ein assistiver Einsatz derselben bestätigt (act. G 1.1/11: Gutachten S. 21,
psychiatrisches Konsilium S. 6 und rheumatologisches Konsilium S. 7). Insofern
brachte das MEDAS-Gutachten im Vergleich zu den früheren Arztberichten und
Gutachten entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers (act. G 11 S. 4 oben) in
somatischer Hinsicht keine neuen Erkenntnisse.
2.2 Mit Bezug auf die psychischen Probleme des Beschwerdeführers (UV-act. I/148;
act. G 1.1/11) kann die Frage der natürlichen Unfallkausalität sowie die Frage, in
welchem Umfang der Beschwerdeführer als psychisch bedingt arbeitsunfähig zu
erachten ist, wie nachstehend zu zeigen ist, offen bleiben (vgl. SVR 1995 UV Nr. 23, S.
68 Erw. 3c). Aufgrund des MEDAS-Gutachtens ist sodann als erstellt zu erachten, dass
die beim Beschwerdeführer bestehende anhaltende somatoforme Schmerzstörung als
invalidisierendes Leiden zu gelten hat (vgl. act. G 1.1/11: Gutachten S. 21 oben,
psychiatrisches Konsilium S. 5), womit sich eine weitere diesbezügliche Prüfung
erübrigt (vgl. act. G 1 S. 7 Ziffer 23). Für die Beurteilung der Adäquanz dieser
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Beschwerden ging die Beschwerdegegnerin beim Unfall vom 14. März 2002 mit
Anschlagen der linken Hand an einem Türrahmen von einem leichten Ereignis aus. In
Anbetracht der unmittelbaren Verletzungsfolgen (Metacarpale V Schrägfraktur links)
erscheint diese Einstufung nicht ohne weiteres gerechtfertigt, da es sich nicht um ein
geringfügiges Anschlagen hatte handeln können. Vielmehr ist - auch mit Blick auf die
bisherige Praxis (vgl. A. Rumo-Jungo, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 3. A.,
S. 54-56) - von einem mittelschweren Ereignis (im Grenzbereich zu den leichten
Unfällen) auszugehen. Was die in diesem Zusammenhang von der Rechtsprechung
aufgestellten Kriterien betrifft (vgl. angefochtener Entscheid, Erw. 1), können
dramatische Begleitumstände oder eine besondere Eindrücklichkeit nicht bejaht
werden. Eine besondere Eindrücklichkeit lässt sich auch nicht damit begründen, dass
die Hand nur drei Tage vor dem Unfall ein zweites Mal operiert worden und
entsprechend verletzt und schmerzhaft gewesen sei (act. G 1 S. 7). Die erlittenen
Verletzungen (Metacarpale V Schrägfraktur links) waren zwar zweifellos erheblich; ein
besonderer Schweregrad oder die erfahrungsgemässe Eignung, psychische
Fehlentwicklungen auszulösen, kann jedoch nicht angenommen werden.
Die versicherte Person hat solange Anspruch auf die zweckmässige Behandlung (Art.
10 Abs. 1 UVG) der Unfallfolgen, als von ihrer Fortsetzung eine namhafte Besserung
des Gesundheitszustandes erwartet werden kann (Art. 19 Abs. 1 UVG e contrario).
Nach dem Unfall vom 14. März 2002 bestätigte Kreisarzt Dr. F._ am 25. September
2002 hinsichtlich des linken Daumens und der Hand eine gute Funktion mit erhaltener
Sensibilität (UV-act. II/10). Gemäss Bericht der Klinik für Orthopädische Chirurgie vom
1. April 2003 konnten - bei völlig konsolidierter Fraktur - keine Pathologie gefunden und
keine spezifischen Massnahmen (ausser Krafttraining) vorgeschlagen werden (UV-act.
I/37). Am 12. Dezember 2003 wurde von Seiten der Klinik für Orthopädische Chirurgie
ein Verdacht auf Somatisierungsstörung diagnostiziert (UV-act. I/65), welcher sich im
weiteren Verlauf bestätigte. Die weiteren ärztlichen Bemühungen umfassten in
somatischer Hinsicht im Wesentlichen Abklärungsmassnahmen (UV-act. I/76, 90, 122,
141), nicht jedoch eigentliche Behandlungen. Mit Blick auf die weniger als einjährige
Behandlung von körperlichen Unfallfolgen kann nicht von einer ungewöhnlich langen
Dauer der ärztlichen Behandlung gesprochen werden. Sodann lagen weder ein
schwieriger Heilungsverlauf noch erhebliche Komplikationen oder eine die Unfallfolgen
erheblich verschlechternde ärztliche Behandlung vor. Aus dem Umstand, dass eine
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Sehnenruptur am 13. Juni 2006 festgestellt wurde – die sich allerdings, wie dargelegt,
später klinisch auch im Kontroll-MRI nicht bestätigen liess - (UV-act. I/168), lässt sich
entgegen der Ansicht des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers (act. G 1 S. 7 Ziffer
25) ohne weitere Anhaltspunkte keine ärztliche Fehlbehandlung bzw. eine
Verursachung der Ruptur durch die durchgeführten Operationen ableiten, zumal später
wie erwähnt eine Extensor carpi ulnaris-Sehnenruptur ausgeschlossen wurde (UV-act I/
193a). Jedenfalls ergab sich daraus keine erhebliche Verschlechterung der Unfallfolgen
im Sinn dieses Adäquanzkriteriums, zumal Dr. D._ im Bericht vom 7. Januar 2008
dazu festgehalten hatte, die MRT-Diagnose (vgl. UV-act. I/168) sei unter funktionellen
Aspekten im MEDAS-Gutachten genügend berücksichtigt worden. Eine partielle Ruptur
der Extensor carpi Sehne führe bei leidensangepasster Tätigkeit kaum zu einer
verminderten Arbeitsfähigkeit (act. G 1.1/12). Prof. Dr. med. K._, Kantonsspital St.
Gallen, hatte in diesem Zusammenhang bereits im Bericht 23. November 2006 eine
Generalisierung der Beschwerden bei chronischer Schmerzsymptomatik im Bereich
der linken Hand und des linken Handgelenks bestätigt (UV-act. I/193b). Die
Behauptung des Beschwerdeführers, Dr. med. E._ habe ihm gegenüber Aussagen
über Behandlungsfehler gemacht, wurde zum einen lediglich allgemein - nicht bezogen
auf den Beschwerdeführer - formuliert ("... mitgeteilt hat, dass es bei Operationen an
der Hand immer wieder zu Verletzungen von Nerven kommt"; UV-act. I/171). Zum
anderen ist die Behauptung auch insofern nicht sehr plausibel, als solche
Feststellungen aus dem Gutachten dieses Arztes (UV-act. I/160) nicht ersichtlich sind.
Soweit es - wie der Beschwerdeführer geltend machen lässt (act. G 11 S. 8) -
hinsichtlich der nicht den streitigen Unfall betreffenden Entfernung des Fremdkörpers in
der linken Hand zu einem Behandlungsfehler kam (Übersehen des Glassplitters
anlässlich ersten Operation), wurde dieser anlässlich der zweiten Operation vom 5. Juli
2002 behoben (UV-act. II/2 und II/4).
Nach dem streitigen Unfall bescheinigte Kreisarzt Dr. F._ aus orthopädischer Sicht
eine volle Arbeitsfähigkeit ab Oktober 2002 (UV-act. II/10). Von einer vollen
Arbeitsfähigkeit gingen am 1. April 2003 auch die Ärzte der Klinik für Orthopädische
Chirurgie aus (UV-act. I/37); nachdem weitere Abklärungen durchgeführt worden
waren, bestätigten sie diese Einschätzung am 9. Januar 2004 (UV-act. I/76). Die
weiteren medizinischen Abklärungen ergaben wie erwähnt die aus somatischer Sicht
vollzeitliche Zumutbarkeit einer leichteren Tätigkeit. Eine lang dauernde, somatisch
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begründete Arbeitsunfähigkeit liegt damit ebenfalls nicht vor. Soweit aus den späteren
ärztlichen Berichten und Gutachten eine Arbeitsunfähigkeit hervorgeht, ergingen die
entsprechenden Einschätzungen weitgehend unter Berücksichtigung der psychischen
bzw. nichtorganischen Faktoren sowie der unfallfremden Beschwerden (UV-act. I/128,
act. G 1.1/11, act. G 1.1/12), die vorliegend ausser Acht bleiben müssen. Nachdem das
Schmerzempfinden im späteren Verlauf durch die psychische Komponente und die
unfallfremden Gesundheitsbeeinträchtigungen beeinflusst war, können auch
körperliche (unfallbedingte) Dauerschmerzen nicht mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit bejaht werden. Aber selbst wenn somatisch bedingte
Dauerschmerzen zu bejahen wären, müsste der adäquate Kausalzusammenhang
zwischen dem Unfall und den psychischen Beschwerden – bei Erfüllung nur eines
Kriteriums - verneint werden. Für die Bemessung der unfallbedingten Invalidität können
dementsprechend lediglich die unfallkausalen Beeinträchtigungen in somatischer
Hinsicht miteinbezogen werden.
3.
3.1 Zur Festlegung des Valideneinkommens 2004 von Fr. 70'122.-- ging die
Beschwerdegegnerin von den Angaben der früheren Arbeitgeberin aus, welche einen
Grundlohn pro Monat (13x) von Fr. 5'394.-- meldete (UV-act. I/214 S. 2). Von diesem
unbestritten gebliebenen Betrag ist auszugehen.
3.2 Das zumutbare Invalideneinkommen ist anhand der Lohnstrukturerhebung (LSE)
des Bundesamtes für Statistik zu ermitteln. Dabei ist auf Tabelle 1 (Privater Sektor)
Niveau 4 (einfache und repetitive Tätigkeiten) abzustellen. Zugrunde zu legen sind wie
beim Valideneinkommen die Zahlen des Jahres 2004. Der Beschwerdeführer ist zwar
auf leichte Hilfsarbeiten beschränkt, er wäre aber in der Lage, seine
Restarbeitsfähigkeit in vielen Branchen zu verwerten, sowohl im Sektor Produktion als
auch im Sektor Dienstleistungen. Auszugehen ist deshalb vom allgemeinen
Durchschnittslohn aller Branchen. Aus LSE 2004 TA 1 Niveau 4 ist für Männer ein
Monatssalär von Fr. 4'588.-- ersichtlich. Das hieraus errechnete Jahressalär von
Fr. 55'056.-- (2004) basiert auf 40 Wochenstunden und ist auf die betriebsübliche
durchschnittliche Arbeitszeit 2004, d.h. auf 41.6 Stunden, aufzurechnen, woraus sich
ein Betrag von Fr. 57'258.-- ergibt. Es ist davon auszugehen, dass der
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Beschwerdeführer seine Erwerbsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt wegen
der unfallbedingten Einschränkungen lediglich mit unterdurchschnittlichem Erfolg
verwerten kann. Was hingegen den Einwand betrifft, der Beschwerdeführer sei faktisch
ein funktioneller Einhänder, weshalb sich ein Abzug von zumindest 20% rechtfertige
(act. G 1 S. 8), ist festzuhalten, dass im MEDAS-Gutachten aus rheumatologischer
Sicht lediglich ein verminderter Einsatz der linken Hand und ein assistiver Einsatz
derselben bestätigt wurde (act. G 1.1/11: Gutachten S. 21 und rheumatologisches
Konsilium S. 7). Die im Gutachten ebenfalls bestätigte Diagnose einer funktionellen
Einarmigkeit wurde denn auch im Wesentlichen mit psychischen und damit nicht
unfallkausalen Gegebenheiten begründet (vgl. act. G 1.1/11: MEDAS-Gutachten S. 20f);
dies im Gegensatz zum Sachverhalt im Urteil des Bundesgerichts vom 22. November
2007 i/S R. [U 499/06] Erw. 4 und 5), wo ein 20%iger Abzug bei einer Person
zugelassen wurde, welche den einen Arm unfallbedingt erwerblich praktisch überhaupt
nicht mehr einsetzen konnte (Urteil, a.a.O., Erw. 2). Von somatisch (unfall-)bedingter
Einhändigkeit kann daher beim Beschwerdeführer nicht ausgegangen werden. Ein
Teilzeitabzug fällt vorliegend ausser Betracht, zumal dem Beschwerdeführer eine
vollzeitliche Präsenz am Arbeitsplatz möglich ist. Er verfügt sodann über eine
Niederlassungsbewilligung C (UV-act. I/44), so dass von einer lohnmässigen
Benachteiligung im Vergleich zu Schweizern nicht ausgegangen werden kann (vgl. BGE
126 V 75 Erw. 5a cc). Der von der Beschwerdegegnerin angenommene Leidensabzug
von 10% trägt damit den konkreten Umständen zureichend Rechnung. Unter
Berücksichtigung eines Leidensabzuges von 10% ergibt sich ein Invalideneinkommen
von Fr. 51'532.--. Im Vergleich zum Valideneinkommen von Fr. 70'122.-- ergibt sich
eine Erwerbsunfähigkeit von 27 % (aufgerundet; zur Prozentgenauigkeit vgl. BGE 130 V
121 Erw. 3.2). Im übrigen ist festzuhalten, dass die IV den IV-Grad von 32% auf der
Basis der aus psychischen Gründen reduzierten 90%igen Leistungsfähigkeit gemäss
MEDAS-Gutachten berechnet hatte (vgl. UV-act. I/232 S. 2). Der IV-Entscheid basiert
somit auf anderen Grundlagen.
4.
Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde, soweit darauf einzutreten
ist, unter Bestätigung des Einspracheentscheids vom 10. Dezember 2007 abzuweisen.
Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Aufgrund der bewilligten
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unentgeltlichen Rechtsverbeiständung hat der Rechtsbeistand des Beschwerdeführers
Anspruch auf Entschädigung durch den Staat. Es rechtfertigt sich, diese angesichts
der konkreten Umstände auf pauschal Fr. 3'200.-- (einschliesslich Barauslagen und
Mehrwertsteuer und unter Berücksichtigung des Abzugs von einem Fünftel gemäss Art.
31 Abs. 3 AnwG [sGS 963.70]) festzulegen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG