Decision ID: a7af5479-4453-4388-832f-e48100b50aec
Year: 2021
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Die 1990 geborene X._
war als Arbeitslose
bei der Suva
obligatorisch
gegen die Folgen von Unfällen u
nd Berufskrankheiten versichert, als sie am 10.
Juni 2019 zu Hause beim
Aufhängen der
Vorhä
nge
vom Stuhl stürzte; als verletzte Körperteile gab sie
an:
Thorax,
Fussgelenk
und Zähne
(vgl.
U
nfall
me
l
d
ung vom 2
5.
Juni 2019,
Urk.
8/1).
Der
selbentags
erst
behandelnde
Dr.
med. Y._
, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Med
izin, Z._
,
diagnostizierte
eine Kontusi
on der
rechten Rippen 11-12, Ferse,
Hüfte
sowie Tibia
und attestierte der Versicherten eine 100%ige Arbeits
unfähig
keit voraussichtlich bis am 1
4.
Juni 2019
; das Röntgenbild erwies sich als
bland
(
Urk.
8/12). Die Suva anerkannte den Schadenfall und erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Taggeld
er
und
Behandlung
skosten
für einen
inzisal
frakturierten S
chneidezahn
,
Urk.
8/2,
Urk. 8/59/2;
vg
l.
auch
Urk.
8/4,
Urk.
8/7,
Urk.
8/19
,
Urk.
8/35
,
Urk.
8/37
, Urk. 8/56
).
Die
nachbehandelnden
Dr.
med. A._
,
Fach
ärztin FMH für
A
llgemeine Innere Medizin,
und
Dr.
med. B._
, Fachärztin FMH für All
gemeine Innere Medizin
,
attestierten der Versicherten
bis
am 3
1.
August 2019 weiterhin eine 100%ige Arbeits
un
fähigkeit
(
Urk.
8/5/2 ff.
,
Urk.
8/
6
)
.
Ende
Oktober 2019
machte die Versicherte eine Blitzsymptomatik der Augen aktenkundig
(Urk.
8/21);
im Bericht vom 1
2.
November
2019
diagnosti
zierte
Dr.
med. C._
, Facharzt FMH für
Ophthalmologie
,
eine partielle Glas
körper
abhebung ohne Netzhautpathologie am lin
ken Auge
(
Urk.
8/25).
Am 13. Januar 2020 nahm Dr.
med. D._
, Fachärztin FMH für Op
h
tha
l
mologie und
Ophthalmochirurgie
und Vertrauensärztin der
Suva, zur Sache Stellung (Urk.
8/28). G
estützt darauf verneinte die Suva
mangels Unfallkausalität
eine Leistungspflicht im Zusammenhang mit
den Augenbefunden
(vgl. Schreiben vom 1
5.
Januar 2020,
Urk.
8/33).
Dagegen erhob die zwischenzeitlich vertretene Ver
sicherte
unter Hinweis auf
die Aktenbeurteilung
von
Dr.
med. E._
, Facharzt FMH für
Ophthalmologie
und
Op
h
thalmochirurgie
,
vom 14. September 2020
am 17. September 2020
Einwände (
Urk.
8/42
, vgl. demgegenüber
Urk.
8/32).
Auf erneute Vorlage gab
Dr.
D._
a
m 11.
November 2020 eine vertrauensärztliche Aktenbeurteilung ab (
Urk.
8/44). Gestützt darauf hielt die Suva an ihrem Stand
punkt fest und wies eine Leistungspflicht
im Zusammenhang mit den Augen
befunden
mit Verfügung vom 1
7.
November 2020
ab (
Urk.
8/45). Die am 3
0.
De
zember 2020 von der Versicherten dagegen erhobene Einsprache (
Urk.
8/49) wies die Suva mit
Einspracheentscheid
vom
8.
Februar 2021 (
Urk.
2) ab.
2.
Dagegen erhob X._
am 1
2.
März 2021 Beschwerde und beantragte,
es seien ihr in Aufhebung des angefochtenen Entscheids vom
8.
Februar 2021 für die durch
den Unfall vom 1
0.
Juni 2019 verursachte Glaskörperabhebung die obligatorischen
Unfallversicherungsl
eistungen zuzusprechen (
Urk.
2). Mit Beschwerde
antwort vom
4.
Mai 2021 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
7), was der Beschwerdeführerin am
6.
Mai 2021 mitgeteilt wurde (
Urk.
9).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss Art. 6
des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (
UVG
)
werden – soweit das Gesetz nichts
anderes
bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufs
krankheiten gewährt (Abs. 1).
1.2
Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweckmäs
sige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 % invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG).
1.3
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invali
dität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhanden
sein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausal
zusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg
gedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse
Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/
ee
).
2.
2.1
Im angefochtenen Entscheid erwog die Beschwerdegegnerin, gestützt auf den Bericht von
Dr.
D._
seien die vier Monate nach dem indirekten Trauma (die Augen seien nicht verletzt worden) festgestellten Augenbeschwerden nicht über
wiegend wahrscheinlich unfallkausal. Vielmehr handle es sich dabei über
wiegend wahrscheinlich um ein krankhaftes Geschehen, welches altersunab
hängig auftre
ten könne (
Urk.
2).
2.2
Dagegen wandte die Beschwerdeführerin ein, nach dem Unfall hätten sich Augenbeschwerden mit Blitzsymptomatik eingestellt. Da die Beschwerden am Oberkörper und am rechten Fuss absolut im Vordergrund gestanden hätten und mangels Direktanpralls der Augen habe
sie
die aufgetretene Blitzsymptomatik nicht dem Unfall zugeordnet.
Der Bericht über die Erstbehandlung sei erst
am 20.
August 2019 und damit mehrere Monate nach dem Unfall verfasst worden. Darin sei der Unfallhergang «zuhause ausgerutscht» unzutreffend und das Ver
letzungsbild ohne den Zahnbruch und die Augenbeschwerden, mithin unvoll
ständig beschrieben worden.
Im Übrigen sei es nach allgemeiner Lebenserfahrung plausibel, dass anlässlich einer Erstkonsultation in der
Z._
vor allem die damals im Vordergrund stehenden schmerzhaften Verletzungen thematisiert und ärztlich festgehalten worden seien.
Der nachbehandelnde Augenarzt und
Dr.
E._
seien zum Schluss gekommen, das unfallbedingte Schädeltrauma, welche auch einen Zahnabbruch gezeitigt habe, sei für das Auftreten der Augen
beschwerden ursächlich. Aufgrund
des Unfallherganges, der
starken Brustkorb
kontusion
sowie
des
Zahnabbruchs
sei eine massive Erschütterung des Kopfes erstellt.
Für eine
altersbedingte Glaskörperabhebung sei die Beschwerdeführerin zu jung und ausserdem sei sie
weitsichtig; prädisponiert sei
e
n
kurzsichtige (
Urk.
1).
3.
3.1
Mit Bericht vom 2
0.
August 2019
hielt
der
am 1
0.
Juni 2019
erstbehandelnde
Dr.
Y._
einen Sturz im Haushalt mit Kontusion der
rechten Rippen 11
12, Ferse
, Hüfte
und
Tibia
fest
. Die Beschwerdeführerin sei auf die rechte Seite gefallen und
h
inke rechtsseitig. Zudem bestehe eine
Druckdolenz
der Rippen
rechts. Das Röntgenbild sei
bland
(
Urk.
8/12).
3.2
Im
Bericht vom 1
2.
November 2019 hielt
Dr.
C._
folgende Diagnosen fest (
Urk.
8/25):
-
Temp
oral part
ielle Glaskörperablösung
sympt
oculus
sinister (
OS
)
-
Hyperopie
Astigmatismus
Amblyopie
rechts
-
Anisometropie
-
Astigmatismus
hyperopicus
beidseits
-
Amblyopie
ex
anisometrop
i
e
rechts
-
Ametrope
Amblyopie
beidseits
Der
Fernvisus
betrage
rechts
+4.75 = -0.50/144° = 0.5;
links
+1.25 = -0.50/26° = 0.
8.
Defekte der Netzhaut bestünden nicht.
D
ie
bekannten
Beschwerden
seien anamnestisch
«
im zeitlichen Zusammenhang
nach einem Schädeltrauma mit Zahnabbruch
»
aufgetreten (
Urk.
8/25).
3.3
Vertrauensärztin
Dr.
D._
hielt
in ihrer Stellungnahme vom 1
3.
Januar 2020
fest, die Glaskörperabhebung sei nicht überwiegend wahrscheinlich auf das indirekte Trauma (die Augen seien nicht verletzt worden) zurückzuführen. Vielmehr handle es sich überwiegend wahrscheinlich um ein krankhaftes Geschehen, wie es bei den meisten Personen auch altersunabhängig auftreten könne
(
Urk.
8/28).
3.4
Dr.
E._
hielt in der von der Beschwerdeführerin erbetenen Aktenbeu
rteilung vom 1
4.
September 2020
fest
, letztere habe
anlässlich des Sturzes
ihren Kopf angeschlagen und dabei einen Zahn beschädigt. Zudem habe sie eine
Br
ustkon
tusion erlitten. Dies deute auf einen beträchtlichen Unfall hin mit Sturzfolgen, die eine massive Erschütterung des Kopfes belegten
.
Kurz (wann genau sei unbekannt) nach dem adäquaten Kopftrauma
sei
eine Blitzsymptomatik
am Auge
(ob ein- oder beidseitig sei unbekannt) aufgetreten
.
Im
Oktober 2019
sei
eine
partielle hintere Glaskörperablösung links
festgestellt
worden. Eine altersbedingte Glaskörperablösung trete in der Regel erst nach dem 4
0.
Altersjahr auf. Vorh
er sei dies eher ungewöhnlich; f
alls doch, seien meistens
K
urzsichtige betroffen.
Vorliegend sei die
Beschwerdeführerin
indes
weitsichtig.
Dies
sowie
das
Alter der Beschwerdeführerin sprä
che
n
gegen eine spontane, unfall
unabhängige Glas
körperabhebung.
Mithin
bestehe eine grosse Wahrscheinlich dafür, dass der Unfall die verfrühte Glaskörperabhebung «angestossen» habe (
Urk.
8/42/2 ff.).
3.5
Am 1
1.
November 2020 nahm
Dr.
D._
erneut zur Sache Stellung. Sie
hielt
fest, im Bericht über die Erstuntersuchung
sei
kein
erhebliches Kopftrauma beschrieben.
Seitens
Dr.
F._
sei
auch
kein Schädelhirntrauma dokumentiert worden.
E
in ärztlicher Bericht über einen posttraumatischen Zahnbruch befinde sich
ebenfalls
nicht in den Akten
.
Ein Kopftrauma habe die Beschwerdeführerin erst im Rahmen der augenärztlichen Untersuchung angegeben;
die Lichtblitze der Augen habe sie zudem
erst vier Monate nach dem Ereignis aktenkundig gemacht. Um eine partielle Glaskörperablösung bewirken zu können, hätte sich
beim
Unfallereignis
ein direktes Augenbulbus- oder sehr starkes Kopftrauma
zutragen
müssen. Beides sei aufgrund der Akten nicht ausgewiesen.
Zwischen der d
oku
mentierten Kontusion und der partiellen Glaskörperabhebung ohne Netzhaut
pathologie des rechten [recte: linken] Auges bestehe keine Kausalität; letztere habe mit dem Unfall nichts zu tun und es handle sich um ein krankhaftes Geschehen (
Urk.
8/45/3 ff.).
3.
6
Mit Befund und Kostenvoranschlag
vom 2
6.
November 2020 hielt
Dr.
med. G._
,
eidg
.
dipl.
Zahnarzt
, eine
inzisale
Fraktur des Schneidezahns (Position 41) fest (
Urk.
8/55).
4.
Aktenkundig und unbestritten ist, dass in
den
zum Unfall zei
tnahen medizini
schen Unterlagen
weder ein Schädel-
oder
Augentrauma
noch
damit assoziierte
Kopf- oder
Augenbeschwerden
dokumentiert
wurde
n
. Weder dem Bericht
von
Dr.
Y._
noch den A
rzt
zeugnissen der nachbehandelnden
Dres
.
F._
und
B._
sind entsprechende Hinweise zu entnehmen (
vgl. auch die Unfallmeldung,
Urk.
8/1, sowie
das Schreiben vom
8.
August 2019, worin d
ie Beschwerdegegnerin
Dr.
F._
erfolglos
darum ersucht
hat
, einen ausführlichen B
ericht aus
zustellen
,
Urk.
8/7
).
Dass
das
«Arztzeugnis UVG»
von
Dr.
Y._
vom
20. A
ugust 2019 datiert
, ändert nichts daran, dass
sich
dieser
hierfür auf seine interne Patien
ten
dokumentation vom 10.
Juni 2019 abstütz
e
n musste
.
Alsdann erweist sich die
Argumentation der Beschwerdeführer
in
als wider
sprüchlich, wenn sie einerseits geltend macht,
sie habe eine massive Erschütte
rung des Kopfes
resp. ein erhebliches Kopftrauma erlitten, andererseits
vorbringt,
die Verletzungen am Oberkörper und Fuss
hätten
absolut im Vordergrund gestanden (
Urk.
1) und sei es «plausibel», dass
das Kopftrauma
anlässlich der Erstkonsultation weder thematisiert noch dokumentiert worden sei (
Urk.
1). Dass ein massives Kopftrauma unerwähnt bleibt
,
ist im Gegenteil alles andere als plaus
ibel.
Von einem «beträchtlichen Unfall» - so
Dr.
E._
(Urk. 8/42/3)
-
kann in Anbetracht des
blanden
Röntgenbefunds ebenso wenig die Rede sein. Sodan
n
verblieben e
twaige Kopf- und/
oder Augenbeschwerden
auch
anlässlich des Telefonats vom 1
3.
August 2019 gänzlich unerwähnt; die Beschwerdeführerin erwähnte lediglich anhaltende Schmerzen in der Brust
und
bereits abgeklungene Fussbeschwerden (
Urk.
8/10). Dass sie Blitze sehe, machte
sie
erst Ende Oktober 2019 aktenkundig; am
8.
Oktober 2019
konsultierte
die Beschwerdeführerin
nach eigenen Angaben
erstm
als einen Augenarzt
.
Die
Ausführungen von
Dr.
C._
,
wonach
die «bekannten Beschwerden» - soweit damit überhaupt die Blitzsympto
matik gemeint ist –
anamnestisch
«im zeitlichen Zusammenhang nach einem Schädeltrauma mit Zahnabbruch aufgetreten»
seien,
vermag eine objektivierbare,
überwiegend wahrscheinliche Unfallkausalität
der
festgestellten
partiellen Glas
körperabhebung ohne Netzhautdefekt
nicht
auszuweisen
. Insbesondere
ist die
Argumentation
nach der Formel «
post
hoc ergo
propter
hoc», nach deren Bedeu
tung eine gesundheitliche Schädigung schon dann als durch den Unfall verur
sacht gilt, weil s
ie nach diesem aufgetreten ist,
beweisrechtlich nicht zulässig und vermag zum Nachweis der Unfallkausalität nicht zu genügen (BGE 119 V 335 E. 2b/
bb
, Urteil des Bundesgerichts 8C_332/2013 vom 25. Juli 2013 E. 5.1).
Auf die
Aktenbeurteilung von D
r.
E._
kann
ebenfalls
nicht abgestellt werden
.
Ins
besondere
stützte sich dieser
h
insichtlich des angeblichen Kopftraumas einzig und allein auf die anamnestischen Angaben im Bericht von Dr.
C._
; der Bericht von Dr.
Y._
lag ihm nicht vor
(vgl.
Urk.
8/42/2). Zudem wies
Dr.
E._
selbst darauf hin, es sei unklar, wann genau die Blitzsymptomatik nach dem Sturz aufgetreten sei (
Urk.
8/42/4).
Schliesslich vermag seine S
chluss
folgerung, wonach die augenärztlichen Befunde mit
grosse
r Wahrscheinlichkeit als unfallbedingt anzusehen seien
,
den im Sozialver
sicherungsrecht mass
geblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein
lichkeit nicht standzu
halten.
Zwar ergingen d
ie
Aktenbeurteilung
en
von Dr.
D._
am 1
3.
Januar und
11.
November 2020
(
Urk.
8/28,
Urk.
8/45)
und damit
vor dem zahnärztlichen Befund
gemäss Bericht vom 2
6.
N
ovember 202
0.
Entgegen
ihren
Ausführungen in der zuletzt genannten Stellungnahme ist ein Zahnschaden
damit
ausgewiesen und hat die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht
diesbezüglich
anerkannt
.
Allerdings ist nicht einzusehen,
in
wie
fern
- bei gänzlicher Abwesenheit ander
weitiger Hinweise auf eine Tangierung des Kopfbereichs -
einzig und allein auf
grund eines
-
ein
Jahr und
fünf Monate nach dem Unfall ärztlich ausgewiesenen
-
Z
ahnabbruchs
auf
eine erhebliche Erschütter
ung des Kopfes im Juni 2019 zu schliessen wäre
.
Von einer Rückweisung der Sache zur erneuten Vorlage an
Dr.
D._
kann
bei der vorliegenden Aktenlage
in
antizipierte
r
Beweiswürdigung
abgesehen werden
(
vgl.
Urteil des Bundesgerichts 8C_468/2007 vom 6. Dezember 2006 E.2.2 mit Hinweisen).
Insbesondere
hat
Dr.
D._
nachvollziehbar
dargetan
, dass
für eine sturzbedingte,
partielle Glaskörperabhebung
ein
dir
ektes
Augen
bulbus-
oder sehr starkes
Kopftrauma
erforderlich gewesen wäre.
Hierfür
liefern die
vorliegenden
Akten
auch
unter Berücksichtigung des zahnärztlichen B
efundes vom 26.
November 2020
keine hinreichenden
Anhaltspunkte
.
Zusammenfassend ist ein Kausalzusammenhang zwischen der partiellen Glas
körperablösung ohne Netzhautdefekt und dem Sturz vom 1
0.
Juni 2019 bei der vorliegenden Aktenlage jedenfalls ni
cht überwiegend wahrscheinlich und
tragen die Parteien insofern eine Beweislast, als im Falle der Beweislosigkeit der Ent
scheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte (BGE 115 V 133 E. 8a).
Bei diesem Beweis
ergebnis ist mangels Relevanz für das Beurteilungsergebnis auch unbeachtlich,
wenn
die partielle Glaskörperabhebung mit Blick auf das Alter und die Weitsich
tigkeit der Beschwerdeführerin unüblich sein mag.
5.
Die
Beschwerde
erweist sich damit
als unbegründet und ist entsprechend abzu
weisen.