Decision ID: 718ec660-9ea2-51eb-b95b-c993a5f2f4a5
Year: 2008
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
K._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Ralph Wiedler Friedmann, Beethovenstrasse 41,
8002 Zürich,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
IV-Leistungen
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Sachverhalt:
A.
A.a K._, geboren 1968, meldete sich am 17. Januar 2005 bei der
Invalidenversicherung zur Arbeitsvermittlung an. Er gab an, bis 31. Dezember 2004 als
Lagerist bei der A._ tätig gewesen zu sein. Seit dem 28. Juli 2004 sei er zu 100%
arbeitsunfähig. Er habe seit August 2001 Schmerzen im Nacken und in beiden
Schulterseiten, wobei die rechte Schulter operiert worden sei. Beim An- und
Auskleiden bedürfe er dauernd der Hilfe Dritter oder der persönlichen Überwachung.
Behandeln würden ihn sein Hausarzt Dr. B._ sowie Dr. C._ (seit 1.12.04; act. G
5.1.1).
A.b Dr. C._, Facharzt für Neurochirurgie, St. Gallen, stellte am 24. Januar 2005
folgende Diagnose: Zervikocephales- und zervikobrachiales Schmerzsyndrom bei
medianer Diskushernie C4/C5 und C5/C6 sowie ausgeprägte neuropsychische
Komponenten mit Somatisierung. Daneben diagnostizierte er noch Status nach
Rippenresektion, Neurolyse, Arteriolyse und Venenbefreiung bei Thoracic-outlet-
Syndrom rechts sowie postoperative Restbeschwerden mit Reiz- und
sensomotorischen Ausfällen im rechten Arm. Er sehe beim Versicherten keine
Motivation, irgendeine Tätigkeit zu übernehmen (act. G 5.1.13).
A.c Gemäss Fragebogen für den Arbeitgeber vom 19. Januar 2005 war der Versicherte
bei A._ vom 18. Oktober 2000 bis 31. Dezember 2004 beschäftigt, zuletzt als
Kommissionierer. In den Jahren 2002, 2003 sowie 2004 hat der Jahresverdienst
Fr. 50'868.04, Fr. 32.761.90 sowie Fr. 51'717.90 betragen. Die Arbeitsstelle des
Versichten war aufgrund einer Umstrukturierung aufgehoben worden (act. G 5.1.14).
A.d Dr. med. B._, Allgemeine Medizin, diagnostizierte am 14. Februar 2005 ein seit
August 2002 bestehendes chronisches Cervicobrachiales Schmerzsyndrom bei
medialer Diskhushernie C 4/5 und C 5/6 sowie eine Rippensektion, Neurolyse sowie
Arteriolyse bei Thoracic-outlet-Syndrom rechts, bestehend seit April 2003. Wegen
persistierender therapieresistenter Symptomatik und zunehmender Thoracic-outlet-
Smptomatik sei im April 2003 eine Operation durchgeführt worden. Für die zuletzt
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ausgeübte Tätigkeit sei der Versicherte von 13. bis 19. Juni 2002, vom 30. Oktober bis
8. Dezember 2002 sowie vom 7. April bis 3. August 2003 zu 100% arbeitsunfähig
gewesen. 50% habe seine Arbeitsunfähigkeit vom 4. August bis 22. Oktober 2003
betragen. Vom 29. Juli bis 30. September 2004 sowie vom 21. Oktober bis
24. November 2004 sei er wieder zu 100% arbeitsunfähig gewesen und vom 25.
November 2004 bis 30. November 2004 zu 50 %. Vom 1. Dezember 2004 bis 31.
Januar 2005 habe die Arbeitsunfähigkeit 100% betragen. An der bisherigen
Arbeitsstelle des Versicherten habe ein Arbeitsplatzwechsel stattgefunden, wo er
vermehrt Überkopfarbeiten leisten müsse, weshalb er ab 19. Juli 2004 für bisherige
Arbeiten habe arbeitsunfähig geschrieben werden müssen. Zurzeit werde eine
physikalische Therapie sowie eine Therapie mit Mydocalm, zeitweise auch mit
Analgetika durchgeführt. Er halte berufliche Massnahmen sowie ergänzende
medizinische Abklärungen für angezeigt. Die bisherige Tätigkeit sei nicht mehr
zumutbar. Zumutbar zu 100 % seien noch Tätigkeiten mit Heben von Lasten von
weniger als 10 kg sowie ohne Arbeiten über der Horizontalen und ohne längere
Haltearbeiten (act. G 5.1.8).
A.e E._, Assistenzärztin und PD Dr. E._, Klinik für Neurologie des Kantonsspitals
St. Gallen, berichtete am 28. April 2005 zuhanden von Dr. B._, dass unter
Berücksichtigung der Anamnese von einem chronifizierten und wahrscheinlich auch
funktionell überlagerten cervikobrachialen Schmerzsyndrom rechts auszugehen sei mit
nur wenigen Therapieoptionen. Sie würden empfehlen, das trizyklische
Antidepressivum Saroten auf 50 oder 75 mg zur Nacht zu erhöhen. Zu diskutieren wäre
auch eine stationäre Rehabilitation in einer Klinik mit zusätzlichem psychosomatischen
Dienst mit einerseits Betonung physiotherapeutischen Massnahmen und einer
psychotherapeutischen Unterstützung, um die Introspektionsfähigkeit des Patienten zu
fördern und Alternativen in der Schmerzverarbeitung aufzuzeigen (act. G 5.1.43).
A.f Dres. F._ und G._ der Rheinburg-Klinik in Walzenhausen, Klinik für
akutstationäre neurologische und orthopädische Rehabilitation, hielten im
Austrittsbericht vom 11. August 2005 fest, dass ein chronisches zervikobrachiales
Schmerzsyndrom (53.1) rechts mehr als links, mit/bei medianer Diskushernie C 4/5 und
C 5/6 (ohne eindeutige Symptomatik), sowie ein Status nach Rippensektion, Neurolyse,
Arteriolyse und Venenbefreiung bei TOS rechts 04/2003 und eine fragliche Wurzelläsion
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C7 rechts vorliege. Funktionell sei Gehen auch steil auf- und abwärts, teilweise mit
freiem Armpendeln getestet über 50 Min. möglich gewesen, Treppensteigen über
sechs Stockwerke ohne Pause getestet und Stehen unverändert 15 Min. (nach eigenen
Aussagen). Der PACT sei im Vergleich zum Eintritt (68 Punkte) bei Austritt 64 Punkte
gewesen. Der Versicherte sei nach der Entlassung gegenwärtig zu 50% arbeitsfähig für
leichte wechselbelastende Tätigkeiten bis maximal 15 kg (act. G 5.1.35 bzw. 43).
A.g Dr. med. H._, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, teilte dem
Versicherten mit Schreiben vom 29. September 2005 mit, dass ihn sein Hausarzt an ihn
überwiesen habe und am 31. Oktober 2005 eine erste Besprechung vorgesehen sei
(act. G 5.1.38).
A.h Gemäss Abklärungsbericht des zwei Monate dauernden Verzahnungsprogramms
des RAV in der I._ vom 16. Dezember 2005 habe der Versicherte kaum Fehltage, da
er das Programm nur halbtags besucht habe, weil er zu 50% krank geschrieben
gewesen sei. Er leiste sehr gute und schöne feinmotorische Arbeit. Die Arbeiten, bei
denen er den rechten Arm nur wenig habe bewegen müssen, habe er qualitativ sehr
gut ausgeführt. Nur schon bei wenig Druckgebung auf die rechte Hand seien nach
seinen Angaben Schmerzen ausgelöst worden. Andere Arbeiten wie das Einpacken
von Kugeln beim Filzen habe er nicht bewältigen können, da auch das rechte
Schultergelenk beansprucht worden sei. Anstrengendere Abläufe wie Stanzen von
Filztaschen oder Kartonschablonen habe er nur ausführen können, wenn er
ausschliesslich die linke Hand habe einsetzen müssen. Die rechte Hand habe er nur
zum Halten des Gegenstandes benötigt. Während der drei letzten Wochen der
Abklärungsphase habe er nicht nur über Schmerzen im rechten Schultergelenk geklagt.
Nach seinen Aussagen habe er nun auch Kopf- und Nackenbeschwerden gehabt. Da
er fast ausschliesslich mit der linken Hand und dem linken Arm gearbeitet habe, hätten
sich auch dort Schmerzen bemerkbar gemacht. Er habe vor kurzem eine
Psychotherapie begonnen und sei aufgrund der Einnahmen von Psychopharmaka oft
sehr müde gewesen (act. G 5.1.29).
A.i Mit Schreiben vom 23. November 2005 wies das RAV den Versicherten an, am
Programm zur vorübergehenden Beschäftigung in der I._ teilzunehmen und zwar
vom 19. bis 31. Dezember 2005 sowie vom 1. Januar bis 31. März 2006 bei einem
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Beschäftigungsgrad von 100%, wobei er zur Zeit nur zu 50% arbeitsfähig sei. Zu 50%
erhalte er Krankentaggeld von der L._ (act. G 5.1.37).
A.j Am 9. Februar 2006 hielt Dr. M._ vom RAD in ihrer Stellungnahme fest, dass es
sich um ein Beschwerdebild mit Schmerzen und auch psychischen Beschwerden
handle. Dies erfordere eine interdisziplinäre medizinische Beurteilung, welche eine
gemeinsame Beurteilung der Arbeitsfähigkeit unter Berücksichtigung sämtlicher
Gesundheitsschäden beinhalte, und könne nicht durch Einzelberichte ersetzt werden.
Daher sei an einer raschmöglichsten Abklärung bei der MEDAS festzuhalten (act.
5.1.39).
A.k Dr. H._ hielt für den Rechtsvertreter des Versicherten am 9. Februar 2006 fest,
dass der Versicherte nach dem gegenwärtigen Erscheinungsbild einige depressive
Symptome in leichter bis mittelschwerer Ausprägung aufweise, wobei die finanzielle
Situation eine wesentliche Rolle spiele. Die Schilderungen des Patienten habe er nicht
ganz verstanden. Erschwerend für die Beurteilung und für die therapeutischen
Bemühungen sei auch die Tatsache, dass die Deutschkenntnisse des Patienten eher
dürftig seien und ein differenzierter Dialog gar nicht möglich sei (act. G 5.1.42).
A.l Dr. B._ hielt den Gesundheitszustand des Versicherten gemäss Verlaufsbericht
vom 17. Februar 2006 für stationär. Es bestünden unveränderte Schulterschmerzen
rechts mit subjektiver Kraftlosigkeit im Bereich der rechten Schulter und des rechten
Unterarms, sowie Hypästhesien im Nackenbereich mit Myogelosen, im HWS-Bereich
eingeschränkte Rotation von 40 Grad rechts und 60 Grad links bei bekannter
Diskushernie C 4/5 und C 5/6, gemäss Rheinburg Klinik jedoch nicht eindeutig
radikulär. Die Prognose sei unsicher, denn der Versicherte gebe auch bei leichten
Tätigkeiten (Schere schneiden, I._) vermehrte Rückenbeschwerden an. Er halte
berufliche Massnahmen und eine ergänzende medizinische Abklärung für angezeigt.
Ob und in welchem Rahmen die bisherige Arbeit noch zumutbar sei, könne ohne
Zusatzabklärungen der IV nicht beurteilt werden. Auch für die Beurteilung der
Zumutbarkeit von anderen Tätigkeiten seien Abklärungen durch die IV erforderlich,
auch wenn sie grundsätzlich zumutbar seien. In einer leichten Arbeit wäre der
Versicherte grundsätzlich ganztags arbeitsfähig, eine solche bestehe jedoch gemäss
Patient nicht (act. G 5.1.43).
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A.mDr. H._ führte mit Arztbericht vom 18. Februar 2006 aus, dass er nicht beurteilen
könne, inwiefern sich die psychiatrische Diagnose auf die Arbeits- und
Leistungsfähigkeit des Patienten auswirke. Es handle sich um ein leicht- bis
mittelgradiges depressives Zustandsbild im Sinne einer depressiven Entwicklung mit/
bei Status nach OP des Thoracic-Syndroms, medianer Diskushernie C4/5 und C5/6,
langandauernder Voll- und Teilzeit-Arbeitsunfähigkeit, sozialen, vor allem finanziellen
Schwierigkeiten sowie Verdacht auf somatoforme Schmerzstörung. Er halte den
Gesundheitszustand des Versicherten für besserungsfähig (act. G 5.1.42).
A.n Mit Verfügung vom 24. Februar 2006 teilte das Sozialamt der Gemeinde N._ dem
Versicherten mit, dass sie ihn ab dem 1. Februar 2006 bis die Abklärungen bei der
Taggeldversicherung abgeschlossen seien, unterstütze (act. G 5.1.58).
A.o Dem Tätigkeitsbericht vom 31. März 2006 zur Zielvereinbarung für das
Einsatzprogramm in der I._ lässt sich entnehmen, dass die körperlichen Probleme
dem Versicherten nur feinmotorische Arbeiten erlauben würden. Er sei sehr
pflichtbewusst und arbeite exakt, könne aber wegen seiner Armprobleme nur wenig
Leistung erbringen und müsse die Arbeiten auch immer wieder wechseln, um den Arm
zu entlasten. Als Entwicklungsschritt sollte eventuell eine Arbeit in einer geschützten
Werkstatt angestrebt werden (act. G 5.1.57).
A.p Die Gutachter Dr. med. O._, Innere Medizin, sowie Dr. med P._, Facharzt für
physikalische Medizin und Rehabilitation, speziell Rheumaerkrankungen, berichten im
polydisziplinären Gutachten der MEDAS vom 10. April 2006 (gestützt auf das
rheumatologische Konsilium von Dr. P._ vom 3. April 2006 und die psychiatrische
Untersuchung vom 30. März 2006 von Dr. med. Q._, Facharzt für Psychiatrie und
Psychotherapie), dass an den oberen Extremitäten ein langsames und zähflüssiges
Bewegungsmuster des rechten Armes auffalle. Beim An- und Ausziehen benütze der
Versicherte ausschliesslich den linken Arm. Festzustellen sei eine normale
Muskeltrophik und ein normaler Muskeltonus beiderseits bei Rechtsdominanz sowie
eine seitengleiche Beschwielung der Hände. Die rohe Kraft für Bizeps, Trizeps und
Händedruck sei rechts vermindert und links normal. Die Schulterabduktion sei aktiv bis
maximal 90 Grad, passiv unter Schmerzen vollständig möglich. Es bestünde eine
diffuse Hypersensibiliät für Berührung und Schmerzen in der ganzen rechten
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Extremität, die nicht der Dermatomgrenze entsprächen. Ebenfalls vorhanden sei ein
vermindertes Vibrationsempfinden bei normalem Kalt- Warmempfinden. Beim
Versicherten bestehe eine chronifizierte Zervikobrachialgie rechts mit Verdacht auf ein
residuelles Thoracic-outlet-Syndrom rechts bei Zustand nach Resektion der 1. Rippe.
Die im MRT gefundenen medianen Diskushernien C4/5 und C5/6 würden einen
myofaszialen Reizzustand ohne Kompression neuraler Strukturen verursachen. Die
psychiatrische Abklärung zeige, dass der Versicherte unter einem Schmerzsyndrom
leide, aber es handle sich um keine signifikante psychiatrische Problematik. Es könne
nicht von einer konversionsneurotischen oder somatoformen Schmerzstörung
gesprochen werden, es gäbe keine psychiatrische Co-Morbidität, welche allein Einfluss
auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit des Versicherten habe. Die bisherige Tätigkeit sei
dem Versicherten nur noch insofern zuzumuten, als dass sie kein Heben und Tragen
von Gewichten über 5 bis 7 kg mit sich bringe. Medizinisch-theoretisch betrage die
Arbeitsfähigkeit für die bisherige Tätigkeit 0%, wobei hier die rheumatologischen
Befunde einschränkend seien. Unter Berücksichtung des bereits Gesagten bestehe für
eine anderweitige leichtere Tätigkeit aus rheumatologischer Sicht keine Einschränkung
der Arbeitsfähigkeit. Als medizinische Massnahme zur Verbesserung der
Arbeitsfähigkeit wäre bei diesem Beschwerdebild durchaus eine Dehn- und
Kräftigungsgymnastik angebracht. Die medikamentöse antirheumatische Behandlung
sei sinnvoll. Sie würden auch die Weiterführung der schmerzdistanzierenden und
stimmungsaufhellenden antidepressiven medikamentösen Therapie sowie der
Psychotherapie empfehlen. Den mutmasslichen Beginn der reduzierten Arbeitsfähigkeit
datierten die Gutachter in Übereinstimmung mit Dr. C._ auf den 28. Juni 2005. Die
Prognose würden sie als ungewiss erachten, da es sich wahrscheinlich um ein
chronifiziertes Leiden handle, welches mit medizinischen Massnahmen nicht
vollständig geheilt werden könne (act. G 5.1.47).
A.q Dr. R._ vom RAD hält in seiner Stellungnahme vom 19. Mai 2006 zum MEDAS-
Gutachten fest, dass demzufolge eine erhebliche Belastung des Schultergürtels (wie
mutmasslich in der bisherigen Tätigkeit) nicht mehr zumutbar sei. In einer körperlich
leichten Tätigkeit könne gemäss Gutachten von einer 100%-igen Arbeitsfähigkeit
ausgegangen werden. Aus dem psychiatrischen Gutachten (Untersuchungsbefund)
gehe hervor, dass der Versicherte affektiv gut modelliert sei, sich differenziert
ausdrücke und insgesamt einen psychisch nur minimal beeinträchtigten Eindruck
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mache. Bewusstsein, Orientierung, Aufmerksamkeit, Gedächtnis und formales Denken
seien ebenso unauffällig wie der Antrieb und die Psychomotorik. Eine Einschränkung
bei der Stellensuche könne nun ebenfalls nicht angenommen werden (act. G 5.1.48).
B.
Mit Verfügung vom 2. Juni 2006 lehnte die IV-Stelle den Antrag auf Kostengutsprache
für berufliche Massnahmen ab. Arbeitslose versicherte Personen mit einem
Gesundheitsschaden, bei denen die Vermittlungsfähigkeit behinderungsbedingt nur
geringfügig eingeschränkt sei, hätten keinen Anspruch auf berufliche
Eingliederungsmassnahmen. Eine körperlich schwere Tätigkeit sei nicht mehr
zumutbar, in einer körperlich leichten Tätigkeit bestehe jedoch eine 100%-ige
Arbeitsfähigkeit. In Ausübung einer der Behinderung angepassten Tätigkeit könnte er
auf dem ihm offen stehenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt in etwa das gleiche
Erwerbseinkommen erzielen wie bisher. Unter diesen Umständen sei eine Invalidität im
Sinne des IVG nicht ausgewiesen, weshalb das Leistungsbegehren abgewiesen werde
(act. G 5.1.53).
C.
Mit Entscheid vom 9. Oktober 2006 lehnte der Rechtsdienst der SVA St. Gallen die
gegen diese Verfügung erhobene Einsprache vom 26. Juni bzw. 10. Juli 2006 ab. In der
Einsprache war verlangt worden, es sei eine IV-Rente auszurichten und die
unentgeltliche Rechtsverbeiständung zu gewähren. Es sei ausschliesslich die Aufgabe
des Arztes, für die IV Stellung zu nehmen, in welcher Tätigkeit es einer versicherten
Person zumutbar sei zu arbeiten. Deshalb seien die Ergebnisse des Arbeitseinsatzes
des Einsprechers in der I._ für das vorliegende Verfahren unerheblich und erst recht
nicht bindend. Die Rheinburg-Klinik habe, entgegen der Behauptung des Einsprechers,
keine leicht bis mittelschwere Depression diagnostiziert, sondern vielmehr nur ein
chronisches zervikobrachiales Schmerzsyndrom. Der vom Einsprecher erwähnte
Arztbericht von Dr. H._ sei für die Belange der IV nicht brauchbar, da er keine
Arbeitsfähigkeitsschätzung enthalte. Ausserdem sei ein leicht bis mittelgradig
depressives Zustandsbild ohnehin nicht invalidisierend. Die vom Einsprecher
erwähnten Arztberichte enthielten keine objektiv feststellbaren Gesichtpunkte, die
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unerkannt geblieben und geeignet seien, zu einer vom MEDAS-Gutachten
abweichenden Beurteilung zu führen, weshalb auf das Medas-Gutachten
vollumfänglich abzustellen sei, zumal der Einsprecher keine konkreten Einwände gegen
diese vorbringe. Damit sei davon auszugehen, dass der Einsprecher in einer körperlich
leichten Tätigkeit voll arbeitsfähig sei (act. G 5.1.71).
D.
D.a Mit Beschwerde vom 8. November 2006 (Postaufgabe: 9. November 2006) lässt
der Beschwerdeführer durch Rechtsanwalt lic. iur. Ralph Wiedler Friedmann, Zürich,
beantragen, der Einspracheentscheid vom 9. Oktober 2006 betreffend das
Leistungsbegehren des Beschwerdeführers vom 18. Januar 2005 sei aufzuheben und
die Angelegenheit an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie nach
zusätzlichen medizinischen und beruflichen Abklärungen erneut über seinen
Rentenanspruch befinde. Zur Begründung führt der Rechtsvertreter aus, die
Berufsberatung der Beschwerdegegnerin habe den Auftrag zur Abklärung betreffend
beruflicher Massnahmen für den Beschwerdeführer vom 20. Juni 2005 mit dem
Verweis auf den Bericht von Dr. med. C._ und insbesondere dessen Äusserungen, er
sei nicht motiviert, bereits am 24. Juni 2005 abgeschlossen. Eine fehlende Motivation
für jede berufliche Massnahmen sei im Invalidenverfahren jedoch so einschneidend,
dass der Beschwerdeführer dazu noch einmal explizit zu befragen gewesen wäre.
Anschliessend wäre nach Art. 43 ATSG das Mahn- und Bedenkzeitverfahren
durchzuführen gewesen. Indem die Beschwerdegegnerin diese bedeutende
Gesetzesbestimmung nicht beachtet habe, habe sie einen beträchtlichen
Verfahrensfehler begangen. An der Beurteilung des Konsiliarpsychiaters bestünden
begründete Zweifel, da Dr. med. S._, der den Beschwerdeführer seit August 2006
behandle, diesen umgehend für eine stationäre Behandlung in der psychiatrischen
Klinik Wil angemeldet habe. Es widerspreche der allgemeinen Lebenserfahrung, dass
ein Patient aus psychiatrischer Sicht angeblich ganz leicht beeinträchtigt sein soll und
einige Monate so schwer krank, dass eine stationäre Behandlung erforderlich sei.
Deshalb sei der Austrittsbericht der Psychiatrischen Klinik Wil über den
Beschwerdeführer abzuwarten und im Rahmen des zweiten Schriftenwechsels über die
Notwendigkeit zusätzlicher Abklärungen der Beschwerdegegnerin zu befinden. Da
keiner der Prozessbeteiligten sicher sein könne, wie diese Untersuchung ausfallen
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werde, sei eine antizipierte Beweiswürdigung dieses Beweisdokumentes rechtlich nicht
zulässig. Die Beurteilung nach einem längeren Arbeitsversuch von insgesamt fünf
Monaten bei einer behinderungsangepassten Berufstätigkeit stehe im erstaunlich
grossen Widerspruch zur Einschätzung der Arbeitsfähigkeit der Gutachter. Dies
bedürfe mindestens einer sachlich nachvollziehbaren Erklärung, weshalb die
vollständigen Berichte des Arbeitsversuchs den Gutachtern zur eingehenden
Stellungnahme vorzulegen und anschliessend über das weitere Vorgehen zu befinden
sei.
D.b Die Beschwerdegegnerin beantragt mit Beschwerdeantwort vom 17. November
2006 die Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung verweist sie auf die
Erwägungen im Einspracheentscheid (act. G 5).
D.c Der Beschwerdeführer verzichtet auf einen weiteren Schriftenwechsel und auf
Akteneinsicht (act. G 6).

Erwägungen:
1.
Da sich der zu beurteilende Sachverhalt bis zum Zeitpunkt des angefochtenen
Einspracheentscheids entwickelt hat, sind die auf den 1. Januar 2008 eingetretenen
Änderungen des IVG nicht anwendbar.
2.
2.1 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn
die versicherte Person mindestens zu 70%, und derjenige auf eine Dreiviertelsrente,
wenn sie mindestens zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens
50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von
mindestens 40% Anspruch auf eine Viertelsrente. Unter Invalidität wird die
voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise
Erwerbsunfähigkeit verstanden (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch
eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit verursachte und
nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise
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Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen
Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG).
2.2 Gemäss Art. 8 neues Fenster Abs. 1 IVG neues Fenster haben invalide oder von
einer Invalidität unmittelbar bedrohte Versicherte Anspruch auf
Eingliederungsmassnahmen, soweit diese notwendig und geeignet sind, die
Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder
herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern; der Anspruch auf
Eingliederungsmassnahmen besteht unabhängig von der Ausübung einer
Erwerbstätigkeit vor Eintritt der Invalidität. Die Eingliederungsmassnahmen bestehen
unter anderem in Massnahmen beruflicher Art (Art. 8 neues Fenster Abs. 3 lit. b in
Verbindung mit Art. 15 ff. IVG neues Fenster), die in Form von Berufsberatung (Art. 15
neues Fenster IVG neues Fenster), erstmaliger beruflicher Ausbildung, beruflicher
Neuausbildung und beruflicher Weiterausbildung (Art. 16 neues Fenster IVG neues
Fenster), Umschulung (Art. 17 neues Fenster IVG neues Fenster) oder
Arbeitsvermittlung und Kapitalhilfe (Art. 18 neues Fenster IVG neues Fenster) gewährt
werden.
2.3 Die Arbeitsvermittlung Invalider ist eine Naturalleistung, welche durch die IV-Stelle
oder durch eine von ihr beigezogene spezialisierte Institution erbracht wird. Der
Invaliditätseintritt im Sinne von Art. 18 Abs. 1 IVG liegt dann vor, wenn der
gesundheitlich beeinträchtigte Versicherte bei der Suche nach einer geeigneten
Arbeitsstelle wegen seines Gesundheitsschaden Schwierigkeiten hat. Eine unmittelbar
drohende Invalidität bezüglich des Anspruchs auf Arbeitsvermittlung liegt vor, wenn in
absehbarer Zeit mit dem Verlust der bisherigen Arbeitsstelle und mit nachfolgenden
behinderungsbedingten Schwierigkeiten bei der Suche nach einer neuen
Erwerbsmöglichkeit zu rechnen ist. Ein Mindestinvaliditätsgrad ist nicht verlangt; die
Anforderungen an die invaliditätsmässigen Voraussetzungen sind somit gering (BGE
116 V 80 E. 6; Ulrich Meyer-Blaser, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG,
1997, Art. 18 IVG).
2.4 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird nach Art. 16 ATSG das
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger
https://www.swisslex.ch/slwl/search/Document.asp?DocService=DocLink&D=DEx831x20xA8&AnchorTarget= https://www.swisslex.ch/slwl/search/Document.asp?DocService=DocLink&D=DEx831x20&AnchorTarget= https://www.swisslex.ch/slwl/search/Document.asp?DocService=DocLink&D=DEx831x20xA8&AnchorTarget= https://www.swisslex.ch/slwl/search/Document.asp?DocService=DocLink&D=DEx831x20&AnchorTarget= https://www.swisslex.ch/slwl/search/Document.asp?DocService=DocLink&D=DEx831x20xA15&AnchorTarget= https://www.swisslex.ch/slwl/search/Document.asp?DocService=DocLink&D=DEx831x20xA15&AnchorTarget= https://www.swisslex.ch/slwl/search/Document.asp?DocService=DocLink&D=DEx831x20&AnchorTarget= https://www.swisslex.ch/slwl/search/Document.asp?DocService=DocLink&D=DEx831x20xA16&AnchorTarget= https://www.swisslex.ch/slwl/search/Document.asp?DocService=DocLink&D=DEx831x20&AnchorTarget= https://www.swisslex.ch/slwl/search/Document.asp?DocService=DocLink&D=DEx831x20&AnchorTarget= https://www.swisslex.ch/slwl/search/Document.asp?DocService=DocLink&D=DEx831x20xA17&AnchorTarget= https://www.swisslex.ch/slwl/search/Document.asp?DocService=DocLink&D=DEx831x20&AnchorTarget= https://www.swisslex.ch/slwl/search/Document.asp?DocService=DocLink&D=DEx831x20xA18&AnchorTarget= https://www.swisslex.ch/slwl/search/Document.asp?DocService=DocLink&D=DEx831x20&AnchorTarget=
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Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen) in Beziehung gesetzt zum
Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre
(Valideneinkommen).
3.
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im
Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des
Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung
zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte
Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Das Gericht hat den Sachverhalt von
Amtes wegen festzustellen und demnach zu prüfen, ob die vorliegenden Beweismittel
eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. In diesem
Rahmen haben Verwaltungsbehörden und Sozialversicherungsrichter zusätzliche
Abklärungen stets dann vorzunehmen oder zu veranlassen, wenn hiezu aufgrund der
Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebender Anhaltspunkte
hinreichender Anlass besteht (BGE 117 V 282 Erw. 4a; BGE 100 V 52 = ZAK 1985, 53,
E. 4a mit Hinweisen). In beweisrechtlicher Hinsicht gilt in Bezug auf alle Unterlagen der
Grundsatz der freien Beweiswürdigung (BGE 122 V 157; BGE 123 V 331 E. 1c).
4.
4.1 Gemäss MEDAS-Gutachten ist der Beschwerdeführer aufgrund der chronifizierten
Zervikobrachialgie rechts mit Verdacht auf residuelles Thoracic-outlet-Syndrom rechts
bei Zustand nach Resektion der 1. Rippe, mit myofaszialem Reizzustand und medianer
Diskushernie C4/5 und C5/6 in der bisherigen Tätigkeit medizinisch-theoretisch zu 0%
arbeitsfähig, während für anderweitige leichtere Tätigkeiten keine Einschränkungen
bestehen.
4.2 Das MEDAS-Gutachten erfüllt die entscheidenden Voraussetzungen für den
Beweiswert eines Arztberichts. Der Bericht ist für die streitigen Belange umfassend,
beruht auf allseitigen Untersuchungen, berücksichtigt die geklagten Beschwerden und
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ist in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden. Die Darlegung der medizinischen
Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation und dass
Schlussfolgerungen der Experten sind begründet und leuchten ein (BGE 125 V 352
E. 3a).
4.3 Demgegenüber sind die Einwände gegen das MEDAS-Gutachten nicht stichhaltig.
Soweit sich der Beschwerdeführer auf den Bericht der I._ vom 31. März 2006 beruft,
ist zu bemerken, dass es ausschliesslich die Aufgabe des Arztes ist, für die Belange
der IV zur Frage der Arbeitsunfähigkeit Stellung zu nehmen (Urteil vom 3. Januar 2002
U 189/01). Der Bericht als solcher ist für die Beweisführung im vorliegenden Verfahren
daher nicht massgebend, da er nur die praktische Einsatzfähigkeit im Auge haben will
und dabei nicht auf objektive medizinische Tatsachen Rücksicht nimmt, welche die
zumutbare Arbeitsleistung bestimmen.
4.4 In der Beschwerde wird die Schlüssigkeit des MEDAS- Gutachtens damit
bezweifelt, dass Dr. med. S._, der den Beschwerdeführer seit August 2006 behandle,
ihn umgehend für eine stationäre Behandlung in der Psychiatrischen Klinik angemeldet
habe. Es widerspreche der allgemeine Lebenserfahrung, dass ein Patient im März aus
psychiatrischer Sicht ganz leicht beeinträchtigt sei und einige Monate später so schwer
erkrankt sei , dass eine stationäre Behandlung erforderlich sei. Obwohl die Anmeldung
zur stationären Behandlung bereits im August 2006 erfolgt sein soll, haben es sowohl
der Beschwerdeführer als auch dessen Rechtsvertreter unterlassen, die
Beschwerdegegnerin noch vor dem Einspracheentscheid vom 9. Oktober über diese
Entwicklung zu unterrichten und zu dokumentieren. Zudem hätte eine Meldung im
Einspracheverfahren selbst kaum Auswirkungen gehabt, da eine rechtsrelevante
Verschlechterung der gesundheitlichen Verhältnisse schon mindestens seit drei
Monaten hätte vorliegen müssen. Doch danach wäre eine Revision des Entscheids
möglich gewesen. Der Beschwerdeführer hat es aber auch im Gerichtsverfahren
unterlassen, die behauptete gesundheitliche Veränderung durch Arztberichte von Dr.
med. S._ oder die psychiatrische Klinik zu dokumentieren. Er hat auf einen möglichen
zweiten Schriftenwechsel verzichtet, obwohl er in der Beschwerde verlangt hatte, es
sei der Austrittsbericht der Klinik abzuwarten. Sofern beim Beschwerdeführer in der
Zwischenzeit tatsächlich eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes eingetreten
sein sollte, so steht ihm die Möglichkeit offen, sich erneut bei der IV-Stelle anzumelden.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 14/14
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
Im vorliegenden Verfahren besteht jedoch kein Grund, die Einschätzung des MEDAS-
Gutachtens anzuzweifeln. Der massgebende Sachverhalt ist in allen Teilen ausreichend
abgeklärt. Aus ihm lässt sich nach den genannten gesetzlichen Grundlagen weder ein
Anspruch auf eine Arbeitsvermittlung noch auf eine Invalidenrente herleiten.
5.
Aufgrund dieser Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. Gerichtskosten sind
nach der Übergangsbestimmung zur IVG-Änderung vom 16. Dezember 2005
betreffend Art. 69 IVG keine zu erheben.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG