Decision ID: 39fb17c7-70ef-4c3b-b01e-b9583ffe01c7
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren
1970, war seit dem
1.
April 2007 als Personal
berater beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV)
angestellt und damit bei der AXA Versicherungen AG (AXA) für Berufs- und Nichtberufsunfälle versichert, als
er am 2
8.
Juni 2008 beim Sprung ins
Wasser auf dem Kopf aufschlug
(
Urk.
7/A1)
.
Die Erstbehandlung erfolgte am
1.
Juli 2008 durch den Hausarzt, wobei ein Kompressionstrauma di
agnostiziert wurde (
Urk.
7/M1
)
.
Die AXA erbrachte die ges
etzlichen Leistungen (
Urk.
7/1
).
Seit dem 2
0.
Juli 2008 war der
Versicherte
wieder zu 100
%
arbeitsfähig. Der Behandlungsabschluss
war
per Ende November 2008
vorgesehen
(
Urk.
7/M3
Ziff.
3c,
Ziff.
4b).
Nachdem
der
AXA
zwei
Rechnungen für
am 1
7.
Juni sowie
1.
Juli 2014 erfolgte Untersuchungen
zugestellt
worden
waren
(
Urk.
7/A3-
A4), lehnte diese mit Schreiben vom
9.
Oktober 2014 (
Urk.
7/
A5-
A6) eine
weitere
Leistungspflicht ab.
A
m 1
2.
Februar 2015
ersuchte der Versicherte
um eine erneute Prüfung der Angelegenheit (
Urk.
7/A10). Mit Verfügung vom 20.
Februar 2015 (
Urk.
7/A11) lehnte die AXA eine Leistungspflicht
über den 3
1.
Dezember 2008 hinaus
ab, da die geltend gemachten Beschwerden nicht mehr unfallkausal seien. Die dagegen vom Versicherten erhobene Einsprache (
Urk.
7/A14) wies die AXA mit Einspracheentscheid vom
5.
Oktober 2015 (
Urk.
7/A
2
1 =
Urk.
2) ab.
2.
Der Versicherte erhob am
3.
November 2015 Beschwerde gegen den Ein
spracheentscheid vom
5.
Oktober 2015 (
Urk.
2) und beantragte, dieser sei aufzuheben und die Leistungspflicht
sei
erneut zu prüfen (
Urk.
1 S. 2). Die AXA beantragte mit Beschwerdeantwort vom 2
4.
Februar 2016 (
Urk.
6) die Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer am
1.
März 2016 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
8).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. November 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundes
gesetzes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen,
die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sach
verhalt verwirklicht hat
(vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG vor, dass Versicherungs
leistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbe
stimmungen).
Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am
2
8.
Juni 2008
ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1.
2
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Sch
aden (Krankheit, Inva
lidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind a
lle Umstände, ohne deren Vorhan
densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetr
eten oder nicht als in der glei
chen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass e
in Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt
, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Be
ding
ungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohn
e dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Stö
rung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befin
den hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für
die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.3
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder über
haupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfall
fremden
Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesund
heitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U 172/94 vom 26. April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfall
bedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens muss mit dem im Sozialver
sicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 45; BGE 119 V 7 E. 3c/
aa
). Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht. Da es sich hie
r
bei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die entsprechende Beweislast – anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gege
ben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 f. E. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 76). Diese Beweis
grundsätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfol
gen und sind für sämtliche Leistungsarten massgebend (Urteil des Bundesge
richts 8C_637/2013 vom 11. März 2014 E. 2.3.1 mit Hinweisen).
Mit dem Erreichen des Status quo sine
vel
ante entfällt eine Teilursächlich
keit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der Status quo sine
vel
ante noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf Art. 36 Abs. 1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pflege
leistungen und Kostenvergütungen zu übernehmen, worunter auch die Heil
behandlungskosten nach Art. 10 UVG fallen (Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11. März 2014 E. 2.3.2).
1.4
Ist ein Schleudertrauma der Halswirbelsäule diagnostiziert und liegt ein für diese Verletzung typisches Beschwerdebild mit einer Häufung von Beschwer
den wie diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und Gedächt
nisstörungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit,
Visusstörungen
, Reizbarkeit, Affektlabilität, Depression, Wesensveränderung und so weiter vor, so ist der natürliche Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und der danach ein
getretenen Arbeits- beziehungsweise Erwerbsunfähigkeit in der Regel anzu
nehmen. Es ist zu betonen, dass es gemäss obiger Begriffsumschreibung für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs genügt, wenn der Unfall für eine bestimmte gesundheitliche Störung eine Teilursache darstellt (BGE 117 V 359 E. 4b).
1.5
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausalzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebens
erfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 405 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
1.
6
Die Versicherungsleistungen werden auch für Rückfälle und Spätfolgen gewährt (
Art.
11 UVV). Bei einem Rückfall handelt es sich um das Wieder
auf
flackern einer vermeintlich geheilten Krankheit, so dass es zu ärztlicher Behandlung, möglicherweise sogar zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt; von Spätfolgen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe längerer Zeit organische oder auch psychische Veränderungen bewirkt, die zu einem anders gearteten Krankheitsbild führen können (BGE 118 V 293 E.
2c mit Hinweisen).
Rückfälle und Spätfolgen schliessen sich begrifflich an ein bestehendes Unfall
ereignis an. Entsprechend können sie eine Leistungspflicht der Unfall
versicherung nur auslösen, wenn zwischen den erneut geltend gemachten Beschwerden und der seinerzeit beim versicherten Unfall erlittenen Gesund
heitsschädigung ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht (BGE 118 V 293 E. 2c in
fine
).
Da die unfallkausalen Faktoren durch Zeitablauf wegfallen können, kann der Unfallversicherer bei der Leistungspflicht gemäss Art. 11 UVV für Rückfälle und Spätfolgen nicht auf der Anerkennung des natürlichen Kausalzusam
menhanges beim Grundfall behaftet werden. Vielmehr obliegt es der versi
cherten Person, das Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhanges zwischen dem als Rückfall oder Spätfolge postulierten Beschwerdebild und dem Unfall nachzuweisen. Nur wenn die Unfallkausalität mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt ist, entsteht eine erneute Leistungspflicht des Unfallversicherers. Je grösser der zeitliche Abstand zwischen dem Unfall und dem Auftreten der gesundheitlichen Beeinträchtigung ist, desto strengere Anforderungen sind an den Wahrscheinlichkeitsbeweis eines natürlichen Kausalzusammenhanges zu stellen. Im Falle der Beweislosigkeit fällt der Entscheid zu Lasten der versicher
ten Person aus, die aus dem unbewiesen gebliebenen natürlichen Kausalzusam
menhang als anspruchsbegründender Tatsache Rechte ableiten will. Werden durch einen Unfall Beschwerden ver
ursacht, übernimmt die Unfallversicherung den durch das Unfallereignis ver
ursachten Schaden, für spätere Gesundheitsstörungen kommt sie dagegen nur auf, wenn eindeutige Brückensymptome gegeben sind (Urteile des Bun
desgerichts U 163/04 vom 8. Oktober 2004, E. 3.2; 8C_113/2010 vom
7.
Juli 2010, E. 2.3; 8C_506/2008 vom
5.
März 2009, E. 3.1;
8C_252/2013 vom 8. Juli 2013, E. 2.2; 8C_163/2013 vom 2
8.
November 2013, E. 2.2, je mit Hinweisen).
1.
7
Der Fallabschluss hat in Form einer Verfügung zu erfolgen, wenn und solange die (weitere) Erbringung erheblicher Leistungen zur Diskussion steht (BGE 132 V 412 E. 4, Art. 124 UVV). Erlässt der Versicherer stattdessen nur ein einfaches Schreiben, erlangt dieses in der Regel jedenfalls dann rechtliche Verbindlichkeit, wenn die versicherte Person nicht innerhalb eines Jahres Einwände erhebt (BGE 134 V 145). Standen zu einem bestimmten Zeitpunkt indes keine Leistungen mehr zur Diskussion, kann ein Rückfall auch vor
liegen, ohne dass der versicherten Person mitgeteilt wurde, der Versicherer
schliesse
den Fall ab und stelle seine Leistungen ein. In dieser Konstellation ist entscheidend, ob zum damaligen Zeitpunkt davon ausgegangen werden konnte, es werde keine Behandlungsbedürftigkeit und/oder Arbeitsunfähig
keit mehr auftreten. Dies ist im Rahmen einer ex-ante-Betrachtung unter Berücksichtigung der konkreten Umstände zu beurteilen (Urteil des Bundes
gerichts
8C_400/2013 vom 31.
Juli 2013 E. 4
mit weiteren Hinweisen).
1.8
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medi
zinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztin
nen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollzieh
bar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gut
achters oder der Gutachterin allerdings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999
Nr. U 356 S. 572; BGE 135 V 465 E. 4.4, 125 V 351 E. 3b/
ee
, 122 V 157 E. 1c; vgl. auch BGE 123 V 331 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschw
erdegegnerin
begründete die
Ablehnung
der Leistungspflicht damit
, dass
eine Behandlungsbedürftigkeit
seit
dem
9.
Juli 2008 während rund vierzehn Monaten nicht aktenkundig sei und daher nicht mit hinrei
chender Zuverlässigkeit auf eine fortdauernde Beschwerdesymptomatik geschlossen werden könne.
Die
während dieser Zeit
allfällig
dennoch
beste
hende
n
Beschwe
rden könnten deshalb nicht als
Brückensymptome gelten. Der Fall habe
folglich
spätestens Ende
des Jahres
2008
form
los abgeschlos
sen werden können.
Es rechtfertige sich daher
, die
nun
geltend gemachten Beschwerden in beweisrechtlicher H
insicht als Rückfall zu
behandeln
.
N
ach der Beurteilung sämtlicher involvierter Ärzte
seien die Beschwerden lediglich möglicherweise, allerdings nicht überwiegend wahrscheinlich auf d
en
im Juni 2008 ereigneten
Unfal
l
zurückzuführen.
D
as Vorliegen eines
natürliche
n
Kausalzusammenhang
s
sei daher zu verneinen
.
Sodann sei weder e
in Schleu
dertrauma
diagnostiziert worden noch ergäben sich Hinweise darauf, dass die geltend gemachten psychischen Beschwerden überwiegend wahrscheinlich auf das
im Juni 2008 erfolgte
Ereignis zurückzuführen seien.
Zusammenfas
send liege daher kein Rückfall vor, weshalb die Leistungspflicht zu Recht verneint worden sei (
vgl.
Urk.
2 S. 4 ff.;
Urk.
6 S. 9 ff.).
2.2
Demgegenüber stellte sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt (
Urk.
1),
eine
Behandlungsbedürftigkeit habe aufgrund der trotz ärztlicher Interven
tion
andauernden
Schmerzbelastung weiterhin
vorgelegen
.
Er habe selbstän
dig alternative Behandlungen durchgeführt.
Die Brückensymptomatik sei belegt und di
e bestehenden Beschwerden seien Folge des
Unfalles
vom
28.
Juni 200
8.
Die Beurteilung der Kausalität sei eine Rechtsfrage und
habe
daher nicht durch
einen
Arzt
zu erfolgen
. Das ebenfalls aufgetretene
psychi
sche
Beschwerdebild werde schliesslich
gar
nicht berücksichtigt. Die Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin sei daher erneut zu prüfen (S. 2 f.).
2.3
Strittig und zu prüfen ist, ob
der Beschwerdeführer Anspruch auf weitere Leistungen
der Beschwerdegegnerin
hat
und dabei insbesondere das Vor
liegen des natürlichen Kausalzusammenhangs betreffend die noch bestehen
den Beschwerden.
3.
3.1
Am 2
8.
Juni 2008 sc
hlug der Beschwerdeführer beim Kopfs
prung ins Wasser mit dem Kopf auf dem
Boden
a
uf
(vgl.
Urk.
7/A1
Ziff.
6,
Urk.
7/
A2
S. 1 Ziff.
1
). Die Erstbehandlung erfolgte am
1.
Juli 2008 durch den Hausarzt
Dr.
med.
Y._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin.
Dieser hielt mit Arztzeugnis vom 1
0.
Juli 2008 (
Urk.
7/M1) ein Hämatom
occipital
sowie eine in sämtliche Richtungen
um
2/3 verminderte Beweglichkeit der Halswir
belsäule (HWS) fest. Die Brustwirbelsäule (BWS) sei
klopfdolent
.
Eine
freie Entfaltung
habe nicht
bestanden. Die veranlasste Computertomographie (CT) des Schädels, der HWS
sowie
der BWS habe weder eine
ossäre
Läsion noch eine Blutung gezeigt (
Ziff.
8
; vgl. auch
Urk.
7/M11).
3.2
Dem durch
Dr.
Y._
am 1
0.
September 2008 erstellten Arztzeugnis (Urk.
7/M2) ist zu entnehmen, dass
bisher physikalische Massnahmen sowie Behandlung
en
mittels
nichtsteroidalen
Antirheumatika (NSAR) und
Muskel
relaxanzien
durchgeführt worden sei
en
. Der Beschwerdeführer sei
vom
1.
bis 1
2.
Juli 2008 vollständig und seither noch zu 50
%
arbeitsunfähig
. Der Behandlungsabschluss sollte voraussichtlich in zehn Wochen erfolgen (
Ziff.
7-10).
Mit Bericht vom
9.
November 2008 (
Urk.
7/M3) gab
Dr.
Y._
schliesslich
an, dass
aufgrund des diagnostizierten Kompressionstraumas der HWS und BWS
gegenwärtig keine Behandlung mehr erfolge und der Behandlungsabschluss per Ende November 2008 vorgesehen sei (
Ziff.
3a,
Ziff.
3c). Der Beschwerde
führer sei seit dem 2
0.
Juli 2008 wieder zu 100
%
arbeitsfähig (
Ziff.
4b).
3.3
Am 2
0.
August 2013 erlitt der Beschwerdeführer
sodann
einen
Au
ffahrunfall mit der
Vespa
(vgl.
Urk.
7/7 S. 1). Dem Austrittsbericht des
Z._
Kan
tonsspitals vom
2.
September 2013 (
Urk.
7/7 S. 2 ff.) ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer vom 2
0.
bis 3
0.
August 2013
zur neurologischen Überwachung und operativen Versorgung
hospitalisiert gewesen sei
und
Fol
gendes diagnostiziert werden könne
(S. 1
f.
)
:
Pneumothorax rechts mit
undislozierter
Rippenfraktur V rechts
Tibiaplateaufraktur
rechts
Rissquetschwunde (
RQW
)
prätibial
rechts
Exkoriationen Unterschenkel rechts
Exkoriation
Malleolus
lateral rechts
Exkoriation
Malleolus
medialis
links
Schädelkontusion
Die neurologische Überwachung habe sich mit
einem Wert der Glas
g
ow
Coma
Scale
(
GCS
) von 14 bis
15
stets unauffällig
gestaltet. Die
Thorax
drainage
habe nach einer
am 2
4.
August 2013 erfolgten
Dichtigkeitsprüfung ent
fernt werden können. Die
darauf
folgende
Röntgenkontrolle des Thorax
habe beidseits entfaltete Lungen gezeigt. Am 2
8.
August 2013 sei eine Osteo
synthese der Tibia durchgeführt worden. Die postoperative Röntgenkontrolle habe gute Stellungsverhältnisse gezeigt (S.
2)
.
3.4
D
ie
am 1
7.
Juni 2014 im Spital
A._
durchgeführte M
agnetresonanz
tomogra
phie (MRI)
der HWS
ergab
eine Bandscheibendegeneration und schmale
subligamentäre
Protrusion
sowie
Osteochondrose
C6/7 ohne An
halts
punkte für eine Nervenwurzelaffekt
ion (vgl.
Urk.
7/M5).
Am
1.
Juli 2014 erfolgte im Spital
A._
erneut ein MRI der HWS, welches eine massive
Osteochondrose
im Segment C6/7 und allseitige Vorwölbung von Bandscheibenanteilen ohne
höhergradige
Impressi
o
n einer neuralen Struktur
ergab
.
Da beidseits eine
Uncovertebralarthrose
und eine mässige Spondylose bestehe, sei möglicherweise die
Durchtrittsfläche
für die Wurzel C7 links gegenüber rechts etwas reduziert. Zudem zeige sich eine einsetzende
Chondrose
und
subligamentäre
Vorwölbung C5/
6.
Für posttraumatische Ver
änderungen an der HWS ergäben sich keine Hinweise (vgl.
Urk.
7/M4
=
Urk.
7/M9
).
3.5
Mit Bericht vom 2
6.
September 2014 (
Urk.
7/M6) informierte
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Rheumatologie sowie für Physikalische Medi
zin und Rehabilitation, darüber, dass der Beschwerdeführer am
20.
August 2013 eine
Tibiaplateau
fraktur
rechts erlitten habe, welche am 27.
August 2013 verschraubt worden sei.
E
ine medizinische Trainings
therapie
sei
erfolgt
und die muskuläre Situation habe sich verbessert. Der Beschwerdeführer leide indessen weiterhin an belastungsabhängigen Knieschmerzen (S. 1
Ziff.
1). Zu
dem
beklage
er
wiederkehrende starke zervikale
Schmerzen nach der im
Jahr
2008 erfolgten Kontusion
der HWS
. Anhand der bildgebenden Befunde könne nicht mit eindeutiger Sicherheit bewiesen werden, dass
es sich dabei um
posttraumatische Veränderungen
handle
. Es sei allerdings Tatsache, dass der Beschwer
deführer seither wiederkehrende
starke Kopfschmerzen habe und diese offensichtlich bisher noch nicht restlich behandelt worden seien (S.
2
Ziff.
4).
3.6
Dr.
med.
C._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Trauma
tolo
gie des Bewegungsa
pparates,
Z._
Kantonsspital, führte
mit Bericht vom 1
2.
Dezember 2014 (
Urk.
7/M7
=
Urk.
7/M8
)
folgende Diagnosen auf
(S.
1)
:
c
hronische
Nuchalgie
mit/bei:
a
ktiver
Osteochondrose
C6/7 mit
linksmediolateraler
Diskusprotru
sion
und moderater
Forameneinengung
ohne zentrale Spinalka
nal
stenose
Fazettengelenksarthrose
C4/5 rechts
Status nach HWS-Kontusion/Distorsion bei Kopfanprall bei
einem
Bade
u
nfall im Jahr 2008
Status nach
Tibiapl
ateaufraktur
rechts mit Osteosynthese im Jahr 2013 nach Motorradunfall
Status nach Burnout-Syndrom, aktuell Einnahme von
Remeron
Der Beschwerdeführer leide
seit dem
im Jahr 2008 erfolgten Badeunfall an chronisch rezidivierenden und sich verschlimmernden Nackenschmerzen. Die Symptomatik
zeitige
einen grossen Einfluss auf seine Lebensqualität und auf seinen beruflichen Alltag.
Aufgrund der
Schmerzen und
des
Burnout-Syn
droms, welches der Beschwerdeführer
als
im Zusammenhang mit diesen Schmerzen
stehend
betrachte, sei er seit bald einem Jahr zu 100
%
arbeits
unfähig. Die
Osteochondrose
C6/7 sei
bereits
auf den
kurz nach dem Unfall im Jahr 2008 erstellten
Voraufnahmen
ersichtlich
gewesen und deshalb als rein degenerativer Natur zu betracht
en. Die
Fazettengelenksarthrose
C4/5 sei damals nicht darstellbar gewesen, so dass eine posttraumatische Genese hierfür rein
theoretisch in Betracht komme
(S.
2).
3.7
Mit Schreiben vom
9.
Juli 2015 (
Urk.
7/M12) beantwortet
e
Dr.
Y._
die ihm von der Beschwerdegegnerin gestellten Fragen hinsichtlich des
Ereignisses aus dem Jahr 2008.
Dabei gab er an, dass
er durch den Beschwerdeführer erstmals
am
1.
Juli 2008 konsultiert worden sei und dieser subjektiv über Kopfschmerzen, Übelkeit und leichten
Vomitus
in den Tagen nach dem Unfall geklagt habe.
Aufgrund der posttraumatischen Symptome sei die Diagnose einer Commotio cerebri gegeben. Es seien die
üblichen Ab
klä
rungen einschliesslich einer Untersuchung mittels
CT durchgeführt worden
, welches keine Hinweise auf eine Fraktur erg
eben habe
(S. 1 Ziff.
1.1).
3.8
Am 2
4.
September 2015 erfolgte eine Beurteilung durch
Dr.
med.
D._
, Facharzt für Rheumatologie sowie für Physikalische Medizin und Rehabilitation (
Urk.
7/M13).
Dieser kam zum Schluss, dass
die degenerativen Veränderungen
auf der Höhe
C6/7
bereits auf den unfallnah
en Aufnahmen aus dem Jahr 2008
ersichtlich
gewesen seien, weshalb die Degeneration bereits vor dem am 2
8.
Juni 2008 erfolgten Ereignis eingesetzt habe.
Diese habe sich dem natürlichen Verlauf entsprechend weiterentwickelt, so dass heute eine
ausgeprägte degenerative Veränderung vorliege.
Dies
sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit als unfallunabhängiger Prozess zu werten.
Demgegenüber seien im Segment C5/6 noch keine traumatischen
beziehungs
weise degenerativen Veränderungen
erkennbar
gewesen. Eine Beteiligung des
am 2
8.
Juni 2008 erlittenen
Traumas an der pathologischen Entwicklung im Segment C5/6 sei damit zwar möglich, a
llerdings
nicht überwiegend wahrscheinlich.
Es habe sich im Verlauf eine leichte degenera
tive Veränderung entwickelt.
Die medizinischen Akten würden
ausserdem
keine eindeutige Brückensymptomatik belegen.
Ein natürlicher Kausalzu
sammenhang zwischen den aktuell geklagten Beschwerden und dem Ereignis aus dem Jahr 2008 lasse sich aufgrund des klinischen und radiologischen Verlaufs nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachweisen. Ergänzend sei darauf hinzuweisen, dass der Beschwerdeführer auch kein Schleuder
trauma oder überhaupt eine Verletzung der HWS erlitten habe.
Die unfall
nahe Berichterstattung belege eine Commotio cerebri als logische Folge des damaligen Kopfanpralls. Eine Verletzung des Nackens sei dagegen zu keiner Zeit dokumentiert worden (S. 2
f.
).
4.
4.1
Aus den medizinischen Akten ergibt sich, dass
der Beschwerdeführer
anläss
lich des
E
reignis
ses
vom 2
8.
Juni 2008, als er bei ein
em Kopfsprung ins Wasser auf dem
Boden
aufgeprallt war, eine Kopfverletzung mit Hämatom erlitt
. D
er behandelnde Hausarzt
Dr.
Y._
diagnostizierte ein Kompressions
trauma der HWS und BWS sowie eine Commotio
c
erebri
aufgrund der in den ersten Tagen geklagten Kopfschmerzen, der Übelkeit und des leichten
Vomi
tus
(vgl.
Urk.
7/M1-M3
,
Urk.
7/M12 S. 1
Ziff.
1.1
).
Ein Schleudertrauma wurde dagegen gerade nicht diagnostiziert, sind doch weitere typische dies
bezügliche Beschwerden
anhand der
medizinisch
en Akten
nicht ausgewiesen
(vorstehend E. 1.4). Sodann zeigten d
ie bildgebenden Befunde keinen Hin
weis auf eine Fraktur im Bereich des
Neurocraniums
oder auf traumatische Läsionen
(vgl.
Urk.
7/M11). Der Heilverlauf gestaltete sich komplikationslos und der Behandlungsabschluss war per Ende November 2008 vorgesehen, wobei
Dr.
Y._
bereits mit Bericht vom
9.
November 2008 festhielt, dass gegenwärtig keine Behandlung
mehr
erfolge (vgl.
Urk.
7/M3
Ziff.
3a,
Ziff.
3c). E
ine Abschlussuntersuchung
fand
nicht
statt
(vgl.
Urk.
7/M12 S. 1
Ziff.
1.1)
.
B
ereits ab dem 2
0.
Juli 2008
lag
wieder
eine voll
e
Arbeitsfähigkeit
vor
(vgl.
Urk.
7/M3
Ziff.
4b
).
4.2
Erst über ein Jahr danach, am
2.
November sowie
8.
Dezember 2009, erfolgte
aufgrund der Nackenschmerzen
wieder
um
e
ine ärztliche Konsultation
(vgl.
Urk.
7/M12 S. 1
Ziff.
2)
.
Für die folgenden vier Jahre sind
den
medizinischen
Akten sodann
keine Anhaltspunkte
hinsichtlich allfälliger Nackenbeschwer
den zu entnehmen. Erstmals am
5.
November 2013 bekla
gte der Beschwer
deführer
gegenüber
Dr.
Y._
erneut
Nackenbeschwerden sowie am 1
0.
März 2014 eine Zunahme derselben
(vgl.
Urk.
7/M12 S. 1
Ziff.
2).
Soweit
der Beschwerdeführer vorbringt, dass er während der ganzen Zeit an Beschwer
den gelitten und sich selbst t
herapiert habe (vgl.
Urk.
1 S. 3
),
ist dies zwar
durchaus möglich.
D
er
rechtsgenügliche
Beweis für das Vorliegen von Brückensymptomen
wird praxisgemäss allerdings
mittels ärztlichen Aussagen beurte
ilt, wobei
während vielen Jahren keine
diesbezügliche
Behandlungsbe
dürftigkeit und/oder Arbeitsunfähigkeit dokumentiert
wurde
(vgl. Urteil
e
des Bundesgerichts 8C_234/2012 vom 2
6.
Ju
l
i 2012 E. 4
und U
458/00 vom 2
4.
Oktober 2001 E.
4b
).
Die im Juni
sowie
Juli 2014 im Spital
A._
durch
geführten MRI zeigten
schliesslich
eine massive
Osteochondrose
und allsei
tige Vorwölbung von Bandscheibenanteilen ohne
höhergradige
Impression einer neuralen Struktur auf dem Niveau C6/7 sowie eine einsetzende
Chondrose
und
subligamentäre
Vorwölbung auf der Höhe C5/6 (vgl.
Urk.
7/M5,
Urk.
7/M4 =
Urk.
7/M9).
4.3
Ungeachtet dessen, o
b die vom Beschwerdeführer
derzeit
geltend gemachten Beschwerden und
die
strittige
Kostenübernahme für die
im Juni
sowie
Juli 2014
im Spital
A._
erfolgten
bildgebenden Untersuchungen
nun
noch im Rahmen des Grundfalles
zu beurteilen
oder – entsprechend den Vorbringen der
Beschwerdegegnerin (vgl.
Urk.
2 S. 5
,
Urk.
6 S.
10
) – als Rückfall zu interpretieren sind, ist
das Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammen
hangs nicht überwiegend wahrscheinlich. Massgebend ist
vielmehr
,
dass es dem Unfallversicherer unbenommen ist, zunächst im Rahmen einer formlo
sen Deckungsanerkennung Leistungen wie Heilbehandlung und Taggelder zu erbringen und diese nach einer eingehenden Prüfung der Anspruchsvoraus
setzungen (Unfalltatbestand, Kausalität) bei entsprechendem Untersuchungs
ergebnis ohne Berufung auf den
Rückkommenstitel
der Wiedererwägung oder der prozessualen Revision „ex
nunc
et pro
futuro
“ einzustellen (BGE 130 V 380).
So zeigte sich nämlich bereits anlässlich der unfallnahen bildgebenden
Untersu
chung
im Juli 2008 eine leichtgradige ventrale Spondylose
auf dem Niveau
C6/7 (vgl.
Urk.
7/M11). Gestützt darauf
kam
Dr.
D._
nachvollzieh
bar zum Schluss, dass die Degeneration bereits vor dem Unfallereignis ein
ge
setzt habe. Dieser Vorzustand habe sich dem natürlichen Verlauf entspre
chend weiterentwickelt, so dass aktuell eine ausgeprägte degenerative Verän
derung vorliege. Dies sei
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit als unfallun
abhängiger Prozess zu werten (vgl.
Urk.
7/M13 S. 2 f.
). Auch
Dr.
C._
erachtete die
Osteochondrose
C6/7 als rein degenerativer Natur (vgl.
Urk.
7/M7 =
Urk.
7/M8 S. 2).
Demgegenüber war
en
bildgebend im Unfallzeit
punkt
noch keine Veränderungen des Segmentes C5/6 festgehalten, weshalb nach einhelliger Ansicht der Ärzte
diesbezüglich
ein natürlicher Kausalzu
sammenhang
zum Ereignis vom Juni 2008
zwar
rein theoretisch
möglich
sei.
Eine
überwiegend
e W
ahrscheinlich
keit wurde dagegen von
Dr.
D._
aus
drücklich verneint
(vgl.
Urk.
7/M4;
Urk.
7/M6 S. 2
Ziff.
4;
Urk.
7/M7 S. 2;
Urk.
7/M13 S. 2).
Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruches
indessen
noch nicht
(vorstehend E. 1.2)
.
Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, d
as Vorliegen des Kausalzusammen
hangs
sei eine Rechtsfrage und nicht von den Ärzten zu beurteilen
(vgl.
Urk.
1 S. 3 oben)
,
betrifft die von ihm zitierte Definition den adäquaten und nicht den natürlichen Kausalzusammenhang. Die Frage, ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist demgegenüber
ausdrücklich
eine von der Medizin zu beantwortende Tatfrage
, welche es von der Rechtsanwendung
lediglich
zu würdigen gilt
. Zur Begründung der Leistungspflicht wird das Vorliegen
sowohl
der natürlichen
als auch
der adäquaten Kausalität voraus
gesetzt (vorstehend E. 1.2, E. 1.
5; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 8C_331/2015 vom 2
1.
August 2015 E. 2.2.3.1
).
Anhand der
nachvollziehbaren und einleuchtenden ärztlichen Beurteilung
ist das Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem im Juni 2008 erlittenen Unfall und den derzeit beklagten Beschwerden nicht überwiegend wahrscheinlich. Der Beschwerdegegnerin war es demnach unbenommen – unabhängig davon, ob die Beurteilung im Rahmen des Grundfalles oder eines Rückfalles erfolgt –
,
eine weitere Leistungspflicht zu verneinen.
4.4
Was die
vom Beschwerdeführer beklagten
psychischen Beschwerden betrifft,
lässt sich dem Bericht von
Dr.
C._
zwar
ein Status nach Burnout-Syndrom entnehmen
. Der Beschwerdeführer sei unter anderem d
eswegen
seit März 2014 – mithin fast sechs Jahre nach dem erlittenen Unfall
–
vollständig arbeitsunfähig geschrieben
(vgl.
Urk.
7/M7 =
Urk.
7/M8 S. 1).
D
iesbezüglich
ist darauf hinzuweisen, dass
praxisgemäss bei leichten Unfällen, wozu der vom Beschwerdeführer geltend gemachte Unfallhergang zu zählen ist, der adäquate Kausalzusammenhang zwischen Unfall und psychischen Gesund
heitsstörungen
in der Regel ohne Weiteres verneint wird, weil aufgrund der allgemeinen Lebenserfahrung
,
aber auch unter Einbezug unfallmedizinischer Erkenntnisse
,
davon ausgegangen werden darf, dass ein solcher Unfall nicht geeignet ist, einen erheblichen
psychischen
Gesundheitsschaden zu verursa
chen (BGE 120 V 352 E. 5b/
aa
, 115 V 133 E.
6a).
Weitere Ausführungen hierzu erübrigen sich somit.
4.5
Zusammenfassend ergibt sich, dass die
geltend gemachten
Beschwerden
des
Beschwerdeführers nicht überwiegend wahrscheinlich kausal auf das
E
reignis aus dem Jahr 2008 zurückzuführen sind. Es ist deshalb nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin eine weitere Leistungspflicht verneinte.
Der angefochtene Einspracheentscheid erweist sich demnach als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.