Decision ID: ee81e060-5709-4adb-83ec-92033fa5aeff
Year: 2011
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1 X._, geboren 1956, verheiratet und Vater von vier mittlerweile erwachsenen Kindern, war vom Frühjahr 1986 bis am 31. Mai 1992 - erst als Saisonnier, dann in fester Anstellung - als Maurer in der Firma Y._ AG, '_', tätig, ab dem 1. Juni 1992 nur noch in einem Pensum von 50 % (Arbeitgeberbericht vom 4. August 1992, Urk. 7/6; Urk. 7/10/1). Dr. med. Z._, Facharzt FMH für Allgemeinmedizin, '_', attestierte X._ vom 2. April bis am 31. Mai 1992 eine 100%ige sowie anschliessend bis auf Weiteres eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit (Arztbericht von Dr. Z._ vom 30. Juli 1992, Urk. 7/4/1-2).
Am 24. Juli 1992 meldete sich X._ bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug (Berufsberatung, Umschulung) an, wobei er die Anmeldung mit seit dem Jahr 1990 bestehenden starken Rückenschmerzen begründete (Urk. 7/1). Per 28. Februar 1993 gab X._ seine Tätigkeit bei der Firma Y._ AG auf (vgl. Urk. 7/10/2-3). Mit Verfügung vom 2. April 1993 sprach die IV-Stelle dem Versicherten berufliche Massnahmen in Form einer Umschulung zum (Hochbau-) Zeichner (BIGA-Anlehre) rückwirkend vom 18. Januar 1993 bis am 28. Februar 1995 zu (Urk. 7/17), wobei sie am 22. April 1993 ergänzend die Übernahme der Kosten für den schulinternen Deutschunterricht rückwirkend vom 1. März 1993 bis am 28. Februar 1995 verfügte (Urk. 7/19). Mit Verfügung vom 12. September 1994 sprach sie dem Versicherten bis einstweilen August 1995 die Umwandlung der BIGA-Anlehre in eine BIGA-Vollehre zum Hochbauzeichner EFZ zu (Urk. 7/26) und verfügte am 7. April 1995 ergänzend die Kostengutsprache für den schulinternen Deutschunterricht rückwirkend vom 15. März bis am 15. Juli 1995 (Urk. 7/30). Mit Verfügung vom 28. Juli 1995 sprach die IV-Stelle dem Versicherten die Verlängerung der BIGA-Vollehre zum Hochbauzeichner EFZ bis am 8. August 1997 zu (Urk. 7/32). Nach erfolgreichem Abschluss der Lehrabschlussprüfung als Hochbauzeichner am 16. Juli 1997 (Urk. 7/37/2) war X._ arbeitslos (vgl. Urk. 7/37/1; Urk. 7/58). Das Begehren des Versicherten vom 16. September 1997 um berufliche Eingliederungsmassnahmen schrieb die IV-Stelle aufgrund des erfolgreichen Abschlusses der Umschulung zum Hochbauzeichner mit eidgenössischem Fähigkeitsausweis mit Verfügung vom 24. September 1997 ab (Urk. 7/39). Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft.
1.2 Seit dem Jahr 1998 war X._ in geringfügigem Umfang als Taxifahrer tätig (vgl. Urk. 1 S. 3; Urk. 7/61/11-28; Urk. 7/67), wobei er vom 1. Oktober 2007 bis am 4. Juni 2008 in einem Teilzeitpensum als Taxifahrer der Firma A._ GmbH, '_', tätig und der letzte effektive Arbeitstag der 4. Juni 2008 war (vgl. Arbeitgeberbericht vom 17. Juni 2010, Urk. 7/74; Urk. 7/61/19-26; Urk. 7/62/7; Urk. 7/67/3-4). Ab dem 6. Juni 2008 arbeitete der Versicherte als selbständiger Taxifahrer (vgl. Urk. 7/61/3; Urk. 7/62/7; Urk. 7/82/49). Am 11. Mai 2010 meldete sich der Versicherte erneut bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an, was er mit seit dem Jahr 1992 bestehenden Rückenproblemen, seit dem Jahr 2008 bestehenden Herzproblemen sowie Rücken-, Nacken- und anderen Problemen begründete (Urk. 7/62). Die IV-Stelle holte daraufhin einen Auszug aus dem individuellen Konto (IK-Zusammenzug, Urk. 7/67), Steuererklärungen (Urk. 7/71), medizinische Berichte (Urk. 7/72-73), einen Arbeitgeberbericht (Urk. 7/74) und ein polydisziplinäres Gutachten des Center B._ (B._), '_', (Gutachten vom 3. November 2010, Urk. 7/82) ein. Mit Vorbescheid vom 17. Dezember 2010 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, keinen Anspruch auf eine Invalidenrente zu haben (Urk. 7/87). Am 25. Januar 2011 erhob der Versicherte dagegen Einwand (Urk. 7/97), welchen er mit Schreiben vom 31. Januar 2011 (Urk. 7/103) und 8. Februar 2011 (Urk. 7/104) ergänzte. Die IV-Stelle verfügte am 9. März 2011 wie im Vorbescheid angekündigt (Urk. 2).
2. Dagegen liess der Versicherte durch Rechtsanwalt Daniel Christe, Schwerzenbach, mit Eingabe vom 7. April 2011 Beschwerde mit folgendem Rechtsbegehren erheben (Urk. 1):
„1. Die angefochtene Verfügung sei aufzuheben, und die Sache sei zur ergänzenden psychiatrischen Beurteilung und zum Neuentscheid an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
2. Eventualiter sei dem Beschwerdeführer eine Viertelsrente zuzusprechen.
3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin.
4. Dem Beschwerdeführer sei die unentgeltliche Prozessführung und in der Person des Unterzeichneten die unentgeltliche Rechtsverbeiständung zu bewilligen.“
Die Beschwerdegegnerin ersuchte mit Beschwerdeantwort vom 23. Mai 2011 um Abweisung der Beschwerde (Urk. 6). Mit Eingabe vom 27. Mai 2011 zog der Beschwerdeführer das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung und Rechtsverbeiständung zurück (Urk. 8). Am 31. Mai 2011 wurde die Beschwerdeantwort dem Beschwerdeführer zur Kenntnisnahme zugestellt (Urk. 9).
3. Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung vom 6. Oktober 2006, IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG in der seit 1. Januar 2008 geltenden Fassung).
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv bestimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Erwerbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychischen Beeinträchtigung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur soweit zu einer Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (Art. 6 ATSG) sei der versicherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
1.2 Zur Annahme der Invalidität nach Art. 8 ATSG ist - auch bei psychischen Erkrankungen - in jedem Fall ein medizinisches Substrat unabdingbar, das (fach-)ärztlicherseits schlüssig festgestellt wird und nachgewiesenermassen die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Je stärker psychosoziale und soziokulturelle Faktoren wie beispielsweise Sorge um die Familie oder Zukunftsängste (etwa ein drohender finanzieller Notstand) im Einzelfall in den Vordergrund treten und das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss eine fachärztlich festgestellte psychische Störung von Krankheitswert vorhanden sein. Das bedeutet, dass das klinische Beschwerdebild nicht einzig in Beeinträchtigungen, welche von den belastenden soziokulturellen Faktoren herrühren, bestehen darf, sondern davon psychiatrisch zu unterscheidende Befunde zu umfassen hat, zum Beispiel eine von depressiven Verstimmungszuständen klar unterscheidbare andauernde Depression im fachmedizinischen Sinne oder einen damit vergleichbaren psychischen Leidenszustand. Solche von der soziokulturellen Belastungssituation zu unterscheidende und in diesem Sinne verselbstständigte psychische Störungen mit Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit sind unabdingbar, damit überhaupt von Invalidität gesprochen werden kann. Wo die begutachtende Person dagegen im Wesentlichen nur Befunde erhebt, welche in den psychosozialen und soziokulturellen Umständen ihre hinreichende Erklärung finden, gleichsam in ihnen aufgehen, ist kein invalidisierender psychischer Gesundheitsschaden gegeben (BGE 127 V 294 E. 5a; Urteil des Bundesgerichts 8C_730/2008 vom 23. März 2009 E. 2).
1.3 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG (bis 31. Dezember 2007: Art. 28 Abs. 2 IVG) aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.4 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:
a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 Prozent arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Die seit dem 1. Januar 2004 massgeblichen Rentenabstufungen geben bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG; bis 31. Dezember 2007: Art. 28 Abs. 1 IVG).
1.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte haben die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c). Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a).
2. Zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung hat. Die Aktenlage stellt sich wie folgt dar:
2.1 Im Rahmen des im Juli 1992 eingeleiteten Verfahrens bezüglich beruflichen Massnahmen ergab sich folgende medizinische Aktenlage:
2.1.1 Dr. Z._ nannte in seinem Bericht vom 30. Juli 1992 zuhanden der Beschwerdegegnerin als Diagnose eine Spondylolisthesis mit überbrückender Spondylophytenbildung L5/S1 (Urk. 7/4/2). Der Gesundheitsschaden bestehe seit dem 4. September 1991. Vom 5. bis am 16. September 1991, vom 19. Februar bis am 1. März 1992 sowie vom 2. April bis am 31. Mai 1992 habe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden, seit dem 1. Juni 1992 bestehe bis auf Weiteres eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit. Der Rücken sei nur bedingt belastbar. Der Gesundheitszustand sei stationär (Urk. 7/4/1).
2.1.2 Dr. med. C._, Spezialärztin FMH für orthopädische Chirurgie, '_', führte in ihrem Bericht vom 31. Juli 1992 zuhanden der Beschwerdegegnerin an, es bestehe wahrscheinlich eine stabile Spondylolisthesis-Situation L5/S1. Am geeignetsten wäre eine Arbeit, bei der langes Stehen und Tragen schwerer Lasten strikte vermieden werden könne. Ausschliessliches Sitzen sei ebenfalls nicht günstig. Ideal wäre eine körperlich leichte Arbeit mit Wechsel von Sitzen, Stehen und Gehen. Bei einer angepassten beruflichen Tätigkeit könne vorderhand mit einer vollen Arbeitsfähigkeit gerechnet werden. Es sei jedoch wohl möglich, dass mittelfristig eine Reduktion der Leistungsfähigkeit eintreten könne, je nach Beschwerdebild lumbal (Urk. 7/3/3).
2.2 Die im Rahmen des Rentenbegehrens eingereichten bzw. beigezogenen medizinischen Akten zeigen folgendes Bild:
2.2.1 Dr. med. D._, stellvertretender Chefarzt, und pract. med. E._, Assistenzarzt am Rehabilitationszentrum Klinik F._, stellten in ihrem Bericht vom 1. März 2010 folgende Diagnose (Urk. 7/73/8):
1. chronisches lumbospondylogenes Schmerzsyndrom beidseits mit/bei bilateraler Spondylolyse L5 mit Ventroglissement L5 gegenüber S1 sowie Spondylarthrosen L5/S1;
2. chronisches zervikovertebrales Schmerzsyndrom beidseits mit/bei degenerativen Veränderungen im Bereich eines nicht verschmolzenen Apophysenkerns am Prozessus spinosus Halswirbelkörper (HWK) 7;
3. Verdacht auf depressive Störung mit/bei hospital anxiety and depression scale (HADS) A/D 18/17 von 21 Punkten am 2. Februar 2010;
4. koronare 1-Gefässerkrankung mit/bei:
-
Status nach non-ST-segment elevation myocardial infarction (NSTEMI) mit proximalem Ramus interventricularis anterior(RIVA)-Verschluss, residueller 50%iger mittlerer RIVA-Stenose im Juni 2008;
-
Status nach elektriver Re-Koronarangiographie mit zweitem Stenting bei Progression im mittleren RIVA, residueller Abgangsstenose D1 90%, erhaltener linksventrikulärer Auswurffraktion (LVEF) ohne regionale Wandbewegungsstörungen im November 2008;
-
kardiovaskulären Risikofaktoren (cvRF): Status nach Nikotinabusus, arterielle Hypertonie;
5. arterielle Hypertonie;
6. gastroösophageale Refluxkrankheit;
7. Mikrohämaturie unklarer Ätiologie mit/bei Ausschluss Harnwegsinfekt (HWI) am 2. Februar 2010.
Es seien drei von fünf Waddellzeichen positiv. Eine Somatisierungstendenz sei nicht auszuschliessen, zumal sich der Beschwerdeführer aufgrund seiner Schmerzen stark in seiner Aktivität limitieren lasse. Er habe oft ein demonstratives Schmerzverhalten gezeigt. Insgesamt habe während des Aufenthaltes keine deutliche Schmerzminderung, jedoch eine leichte Verbesserung von Kraft und Beweglichkeit, insbesondere im Lendenwirbelsäulen-Bereich, sowie eine leichte Leistungssteigerung erreicht werden können. Die psychophysische Belastbarkeit habe sich leicht verbessert (Urk. 7/73/9). Vom 2. bis am 26. Februar 2010 sei der Beschwerdeführer zu 100 % arbeitsunfähig gewesen. Es sei ein stufenweiser Wiedereinstieg mit zunächst 25%igem Arbeitspensum zu empfehlen, welches danach gegebenenfalls auf 50 % zu steigern sei, wobei die Steigerungsintervalle lang genug sein sollten (Urk. 7/73/10).
2.2.2 Dr. med. G._, Oberarzt der Rheumatologie am Spital H._, gab in seinem Bericht vom 29. April 2010 als Diagnose chronische lumbospondylogene Schmerzen und ein chronisches zervikovertebrales Syndrom an. Der Beschwerdeführer leide an diversen Schmerzregionen am Bewegungsapparat, welche stets durch ein überängstliches, zeitweise agitiertes Verhalten überlagert seien. Er erscheine sehr willig, leistungsbereit und zeitweise gar überangepasst, wobei er auch dazu tendiere, jegliche Symptomatologie über zu interpretieren. Die Arbeitsfähigkeit habe von 25 % auf 33 1/3 % gesteigert werden können. Für eine weitere Steigerung der Arbeitsfähigkeit sehe die Situation derzeit nicht realistisch aus (Urk. 7/61/3). Aufgrund der multiplen Diagnose dürfte eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit gerechtfertigt sein (Urk. 7/61/4).
2.2.3 In seinem Bericht vom 14. Juni 2010 zuhanden der Beschwerdegegnerin hielt Dr. G._ fest, der Beschwerdeführer leide an einem Mischbild von rezidivierend depressiven Entwicklungen mit wechselnd exazerbierenden lumbospondylogenen bzw. zervikovertebralen Beschwerden. Derzeit bestehe weiterhin eine Arbeitsunfähigkeit von 66 2/3 % für seine Tätigkeit als Taxifahrer. Prognostisch sei höchstens das Erreichen einer 50%igen Arbeitsfähigkeit als Taxifahrer realistisch. Die tatsächliche Belastbarkeitslimite sei äusserst schwer einzuschätzen, da er zeitweise Korrelate einer agitierten Depression aufweise (Urk. 7/72/7).
2.2.4 Dr. Z._ gab in seinem Bericht vom 15. Juni 2010 zuhanden der Beschwerdegegnerin folgende Diagnosen an (Urk. 7/73/6):
-
chronisches lumbospondylogenes Schmerzsyndrom beidseits mit bilateraler Spondylolyse L5 mit Ventroglissement L5 gegenüber S1 bei Spondylarthrosen L5/S1;
-
chronisches zervikovertebrales Schmerzsyndrom beidseits bei degenerativen Veränderungen im Bereiche eines nicht verschmolzenen Apophysenkerns am Prozessus spinosus HWK7;
-
Verdacht auf depressive Störung;
-
koronare 1-Gefässerkrankung bei Status nach NSTEMI mit proximalem RIVA-Verschluss im Juni 2008, Status nach elektiver Re-Koronarangiographie mit zweitem Stenting im November 2008;
-
arterielle Hypertonie;
-
gastrooesophageale Refluxkrankheit;
-
Mikrohämaturie unklarer Äthiologie.
Die Arbeitsunfähigkeiten seien sehr schwierig festzulegen, da der Beschwerdeführer seine Arbeitsunfähigkeit jeweils selbst bestimme. Vom 6. Juni bis am 31. Juli 2008, vom 1. bis am 30. November 2008, im April und Mai, evtl. teilweise Juni sowie Juli und August 2009 sowie im Februar 2010 habe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit, im März, April und Mai 2010 eine 66-75%ige Arbeitsunfähigkeit und im Juni 2010 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden. Der Beschwerdeführer sei als Taxifahrer ideal eingesetzt (Urk. 7/73/7). Die Prognose sei eher ungünstig (Urk. 7/73/6).
2.2.5 Dr. med. I._, Facharzt für Orthopädie und Traumatologie, Dr. med. J._, Facharzt FMH für Innere Medizin und Kardiologie, Dr. med. K._, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Dr. med. L._, Facharzt für Neurologie, sowie Dr. med. M._, Medizinische Verantwortung am B._, nannten in ihrem polydisziplinären B._-Gutachten vom 3. November 2010 zusammenfassend als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit in der letzten Tätigkeit ein panvertebrales Schmerzsyndrom mit/bei:
a) Spondylolisthesis L5/S1 Meyerding I, synonym geringes Anteroglissement L5 über S1, bei beidseitiger Lyse L5/S1 ohne aktuell bestehende segmentale Instabilität;
b) röntgenologisch verifizierte Osteochondrose C6/7, Spondylarthrose C7/Th1 sowie geringe keilförmige Deformierung BWK7 mit nachfolgendem Rundrücken, Hohlkreuz und mässiggradige praesakrale Spondylarthrose;
c) im Hinblick auf die vorbeschriebenen orthopädischen Aspekte keine assoziierten neuropathologischen Befunde etwa im Sinne einer Radiculopathie, allenfalls subjektive myofasziale Schmerzprojektion und Parästhesien.
Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit in der letzten Tätigkeit führten sie folgende an:
1. Zervikozephalgien ohne Hinweise für primäre Kopfschmerzen;
2. koronare Herzkrankheit mit NSTEMI am 6. Juni 2008 mit Stent-Implantation im proximalen RIVA-Verschluss, zweite Koronarographie im November 2008 wegen rezidivierenden Thoraxschmerzen und Stent-Implantation in eine mittelschwere Stenose im mittleren RIVA, belassen einer hochgradigen Abgangsstenose des ersten Diagonalastes, unverändert normale linksventrikuläre Funktion; aktuell atypische Thoraxschmerzen, kein Beweis für belastungsinduzierte kardiale Ischämie;
3. Refluxkrankheit unter Pantozol-Behandlung;
4. anankastische (zwanghafte) Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.5);
5. leichte depressive Episode mit somatischen Symptomen (ICD-10 F33.01).
Röntgenologisch hätten sich die folgenden fehlstatisch degenerativen Veränderungen gefunden: ein leichtgradiges Anteroglissement L5 über S1, eine mässige Brustwirbelsäulen-Hyperkyphose bei geringer Keilwirbeldeformierung BWK7, eine lumbale Hyperlordose, eine geringe bis mässige Osteochondrose sowie eine Spondylarthrose. Diese röntgenpathologischen Befunde erklärten zumindest unter Belastungsbedingungen auftretende panvertebrale Rückenschmerzen (Urk. 7/82/10). Die ehemals krankheitswertigere segmentale Instabilität L5/S1 bei Ventroglissement L5 über S1 im Sinne einer Ventrallisthese Meyerding I sei inzwischen spontan und rein degenerativ bedingt fixiert. Eine segmentale Instabilität liege nicht mehr vor. Allfällige chronisch rezidivierende Rückenschmerzen gründeten auf den mehrsegmentalen und das gesamte Achsenorgan betreffenden degenerativen Schäden (Urk. 7/82/16). In internistischer Hinsicht bestünden keine die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigenden Diagnosen (Urk. 7/82/11). Aus internistisch-kardiologischer Sicht bestehe eine 100%ige Arbeitsfähigkeit seit dem 28. Mai 2010 in der bisherigen und in ähnlich gelagerten Verweistätigkeiten. Neurologisch seien keine fachspezifischen Diagnosen mit Relevanz für die Arbeitsfähigkeit festgestellt worden. Im Hinblick auf die Wirbelsäulenbeschwerden seien ein lumbospondylogenes und ein zervikospondylogenes Schmerzsyndrom vorhanden, aber ohne neurologische und insbesondere ohne radikuläre Defizite, desgleichen eine Zervikozephalgie ohne Hinweis für eine primäre Kopfschmerzform. Es hätten Hinweise für eine Verdeutlichung, teils auch eine Befundaggravation bestanden. Eine über die orthopädisch begründete Minderung der Arbeitsfähigkeit hinausgehende Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit sei neurologisch nicht auszuweisen gewesen, vielmehr resultiere rein neurologisch eine Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit als Taxifahrer und in vergleichbaren Tätigkeiten von 100 % (Urk. 7/82/12). Auch auf der psychischen Ebene bestünden keine Beeinträchtigungen der Arbeitsfähigkeit (Urk. 7/82/12; Urk. 7/82/16), es bestehe eine 100%ige Arbeitsfähigkeit (Urk. 7/82/12). Es resultierten einzig orthopädisch begründete Beeinträchtigungen der Arbeitsfähigkeit (Urk. 7/82/13).
Die pathologischen Befunde im Bereich der Wirbelsäule, welche bereits im Jahre 1993 Anlass zu einer Umschulung vom Allrounder auf Baustellen zum Bauzeichner und später zum Taxichauffeur gewesen seien, gestatteten nur noch leichte bis allenfalls mittelschwere rückenadaptierte wechselbelastende Tätigkeiten (Urk. 7/82/13-14). Geeignet seien leichte bis allenfalls mittelschwere wechselbelastende und rückenadaptierte Tätigkeiten. Das Heben, Tragen und Bewegen von Lasten sei mit 15kg limitiert. Arbeiten in Zwangshaltungen wie langfristig nur sitzend und nur stehend seien mit 30 Minuten limitiert. Arbeiten in darüber hinausgehenden Zwangshaltungen wie vornüber gebeugt stehend, kniend, hockend, kauernd verbunden mit häufigem Wenden, Winden und Strecken seien zu meiden. Eine Arbeitsplatzdisposition in freier und nasskalter Witterung sei ungünstig. Die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Taxichauffeur gelte aus orthopädischer Sicht und wirbelsäulenbedingt als ungünstig. Beim länger dauernden Sitzen in einem Personenauto, beim häufigen Ein- und Aussteigen in das/aus dem Taxi und bei Dispositionen in der Witterung würden die bei einer Wiederaufnahme/Fortführung der bisherigen Tätigkeit als Taxichauffeur immer wieder symptomatisch auffällig werdenden Rückenschmerzsyndrome begünstigt. Von einer Wiederaufnahme dieser bisherigen Tätigkeit werde abgeraten, es bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 0 % (Urk. 7/82/15). Die bisherige Tätigkeit sei nicht mehr zumutbar (Urk. 7/82/17). Die vorliegende Rückenpathologie stehe dem Anforderungsprofil eines Taxifahrers mit längerfristigem Sitzen, häufigem Ein- und Aussteigen und Witterungsdisposition entgegen (Urk. 7/82/21). Aus rein orthopädisch somatischer Sicht könnten qualitativ angepasste Tätigkeiten, entsprechend dem Belastungsprofil, bei einer Minderung der Leistungsfähigkeit von 20 % infolge nachvollziehbarer alltagsüblicher diffuser Rückenschmerzen, in der Grössenordnung von 80 % zugemutet werden. Hier bestehe eine Arbeitsfähigkeit in der Grössenordnung von 80 % (Urk. 7/82/15). Leidensangepasste Tätigkeiten seien zu 8.5 Stunden arbeitstäglich zumutbar, wobei dabei eine verminderte Leistungsfähigkeit von 20 % bestehe (Urk. 7/82/18). Geeignet seien z.B. kontrollierende, überwachende sowie aufsichtsführende Tätigkeiten, sodann auch leichte rückengerechte handwerkliche Montagetätigkeiten, Botendienste, Postverteilung und Pförtnertätigkeiten, sofern es sich um hinreichend rückengerechte Arbeitsplatzprofile handle (Urk. 7/82/21). Rückblickend bestehe interkurrent seit dem Jahr 1992 eine immer wieder auftretende Arbeitsunfähigkeit von 20 % und mehr. Es habe sich interkurrent rückblickend um orthopädisch, aber auch internistisch-kardiologisch sowie psychiatrisch begründete Arbeitsausfallszeiten gehandelt (Urk. 7/82/17). Eine Präzisierung stattgehabter Arbeitsunfähigkeitszeiten sei retrospektiv nicht mehr möglich. Ab dem Datum dieser polydisziplinären Abklärung bestehe eine Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit in der Grössenordnung von 80 %. Die Arbeitsfähigkeit am bisherigen Arbeitsplatz als Taxichauffeur könne nicht verbessert werden (Urk. 7/82/18).
Die Tätigkeit als Hochbauzeichner habe rückblickend nur dann für qualitativ angepasst und leidensgerecht gegolten, wenn der Beschwerdeführer in der Lage gewesen sei, nach freiem Ermessen seine Arbeitsposition zwischen Sitzen, Stehen und Umhergehen zu wechseln. Langdauernde Tätigkeiten nur stehend bzw. nur sitzend seien bereits rückblickend im Jahre 1992 und auch nach Umschulung im Jahre 1993 mit 30 Minuten limitiert gewesen. An einem hinreichend wechselbelastend auszuübenden Arbeitsplatz als Hochbauzeichner sei der Beschwerdeführer mit einer Minderung der Leistungsfähigkeit um 20 % - entsprechend dem derzeitigen Belastungsprofil - arbeitsfähig gewesen (Urk. 7/82/20).
2.2.6 Der zuständige Arzt des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD), Dr. med. N._, Facharzt FMH für Innere Medizin, hielt in seiner Stellungnahme vom 10. Dezember 2010 fest, in Bezug auf die Tätigkeit als Taxifahrer sei eine Verschlechterung seit dem Unfall vom Mai 2010 eingetreten, so dass von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit als Taxifahrer seit Mai 2010 auszugehen sei. Für eine angepasste Tätigkeit sei ab gleichem Datum von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen. Die Arbeitsfähigkeit für die Tätigkeit als Hochbauzeichner könne nicht abschliessend festgelegt werden (Urk. 7/85/5).
2.2.7 Am 8. März 2011 nahm RAD-Arzt Dr. N._ ergänzend Stellung, dass zwar nicht abschliessend beurteilt werden könne, ob das für eine angepasste Tätigkeit festgelegte Profil der Tätigkeit als Hochbauzeichner entspreche. Eine Arbeitsfähigkeit von 80 % in angepasster Tätigkeit sei aber nicht als in Frage gestellt zu sehen (vgl. Urk. 7/108).
3. Streitig ist, ob der Beschwerdeführer einen Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung hat.
3.1 Gemäss den B._-Gutachtern besteht orthopädisch, internistisch-kardiologisch sowie psychiatrisch bedingt interkurrent seit dem Jahr 1992 eine immer wieder auftretende Arbeitsunfähigkeit von 20 % und mehr. Nun sei der Beschwerdeführer in der letzten Tätigkeit als Taxifahrer, bezüglich derer seit dem 28. Mai 2010 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestehe und die nicht mehr zumutbar sei, durch ein panvertebrales Schmerzsyndrom in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt. In Bezug auf leidensangepasste Tätigkeiten - die Arbeitsfähigkeit sei nunmehr allein in orthopädischer Hinsicht beeinträchtigt - bestehe seit dem 9. September 2010 eine Arbeitsfähigkeit in der Grössenordnung von 80 %. Hinsichtlich einer Tätigkeit als Hochbauzeichner habe, sofern diese leidensangepasst ausgestaltet gewesen wäre, nach der Umschulung im Jahre 1993 eine 20%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden (vgl. E. 2.2.5). Das B._-Gutachten beruht auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen. Es berücksichtigt die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden und setzt sich mit diesen sowie dem Verhalten des Beschwerdeführers umfassend auseinander. So bemerkten die Experten Hinweise für eine Verdeutlichung, teils auch eine Befundaggravation (vgl. E. 2.2.5). Das Gutachten wurde sodann in Kenntnis der Vorakten abgegeben, wobei es sich auch mit den darin enthaltenen Aussagen auseinandersetzt. Ferner leuchtet es in der Darlegung der medizinischen Situation ein, und die Schlussfolgerungen der Experten sind in nachvollziehbarer Weise begründet. Das ärztliche Gutachten erfüllt daher die praxisgemässen Anforderungen an eine beweiskräftige medizinische Stellungnahme (E. 1.5) vollumfänglich, so dass für die Entscheidfindung darauf abgestellt werden kann.
3.2 Was der Beschwerdeführer gegen das B._-Gutachten vorbringt, vermag nicht durchzudringen. Der Beschwerdeführer macht geltend, die zwanghafte Persönlichkeitsstörung in Verbindung mit der leichten depressiven Episode wirke sich ebenfalls auf die Arbeitsfähigkeit aus. Das B._-Gutachten sei in psychiatrischer Hinsicht unvollständig. Insbesondere seien dem psychiatrischen B._-Gutachter keine Arztberichte des behandelnden Psychotherapeuten Dr. med. O._, Oberarzt an der Psychiatrie P._, vorgelegen (vgl. Urk. 1 S. 6). Was diesen letzten Vorwurf anbelangt, lag dem psychiatrischen B._-Gutachter Dr. K._ jedoch der Bericht von Dr. O._ vom 1. September 2010 vor (Urk. 7/81), in welchem dieser festhielt, dass ihm eine Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nicht möglich sei (vgl. Urk. 7/81; Urk. 7/82/54). Mit der Auswirkung der zwanghaften Persönlichkeitsstörung und der leichten depressiven Episode auf den beruflichen Bereich befasste sich Dr. K._ eingehend. Er erachtete die Symptome indes nur als geringfügig und vorübergehend, weshalb er in psychiatrischer Hinsicht allgemein betrachtet keine Arbeitsunfähigkeit attestierte (vgl. Urk. 7/82/53-54). Auch der Einwand des Beschwerdeführers, Dr. K._ habe sich nur zur Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit als Taxifahrer geäussert (vgl. Urk. 1 S. 6), geht demzufolge fehl.
3.3
3.3.1 Die Aussagen von Dr. D._ und pract. med. E._, Dr. G._ sowie Dr. Z._ vermögen die Einschätzung des B._-Gutachtens nicht in Zweifel zu ziehen. Dr. D._ und pract. med. E._ äusserten sich nicht zur Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit und beurteilten die Arbeitsfähigkeit in bisheriger Tätigkeit sogar optimistischer. Sie bemerkten wie die B._-Gutachter ein demonstratives Schmerzverhalten (vgl. E. 2.2.1). Dr. G._ stützte sich bei seiner Festlegung der Arbeitsfähigkeit im Übrigen auf die subjektiven Angaben des Beschwerdeführers (vgl. E. 2.2.2-3) und gab in objektiver Hinsicht nur eine mutmassende Schätzung - es läge wohl eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit vor - ab (vgl. E. 2.2.2). Zudem ist Dr. G._ kein Facharzt für psychische Leiden, so dass seine diesbezüglichen Aussagen (vgl. E. 2.2.3) entsprechende fachärztliche Angaben zum vornherein nicht in Zweifel zu ziehen vermögen. Der langjährige Hausarzt des Beschwerdeführers (vgl. Urk. 7/1/5; Urk. 7/62/8), Dr. Z._, gab an, dass dieser seine Arbeitsunfähigkeit jeweils selbst bestimme (E. 2.2.4). Eine eigene, objektive Einschätzung der verbleibenden Arbeitsfähigkeit nahm Dr. Z._ nicht vor (vgl. E. 2.2.4).
3.3.2 Mangels dem entgegenstehender objektiver ärztlicher Hinweise ist davon auszugehen, dass der von Dr. med. Q._, Oberarzt, und Dr. med. R._, Assistenzärztin am Spital H._, in ihrem Bericht vom 23. November 2010 diagnostizierte Kopfhautinfekt mit Pustelbildung bei Verdacht auf Alopezia areata (Urk. 7/91/1) bzw. das von Dr. med. S._ in ihrem Bericht vom 5. Januar 2011 diagnostizierte Lichen planopilaris (Urk. 7/90/3) die verbleibende Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers nicht beeinflusst.
3.4 Aus den vorliegenden Berichten ergibt sich somit zusammenfassend, dass der Beschwerdeführer seit dem Jahr 1992 immer wieder zu 20 % und mehr arbeitsunfähig ist. In seiner bisherigen Tätigkeit als Taxifahrer ist er seit dem 28. Mai 2010 zu 100 % arbeitsunfähig. In leidensangepassten Tätigkeiten besteht seit dem 9. September 2010 eine Arbeitsfähigkeit von ungefähr 80 %. Leidensangepasst sind körperlich leichte bis allenfalls mittelschwere rückenadaptierte, wechselbelastende Tätigkeiten. Hinsichtlich einer Tätigkeit als Hochbauzeichner hätte, sofern diese leidensangepasst ausgestaltet gewesen wäre, nach der Umschulung im Jahre 1993 eine 20%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden.
4. Zu prüfen bleibt die Invaliditätsbemessung.
4.1 Für die Vornahme des Einkommensvergleichs ist grundsätzlich auf die Gegebenheiten im Zeitpunkt des allfälligen Rentenbeginns abzustellen (BGE 129 V 222 E. 4.2 in fine, BGE 128 V 169). Validen- und Invalideneinkommen sind dabei auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen (BGE 129 V 222).
Unter Berücksichtigung der am 11. Mai 2010 erfolgten Anmeldung (Sachverhalt Ziff. 1.2) konnte ein Rentenanspruch gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens am 11. November 2010 entstehen, weshalb für den Einkommensvergleich die Verhältnisse zu diesem Zeitpunkt massgebend sind.
4.2
4.2.1 Das Valideneinkommen ist dasjenige Einkommen, das die versicherte Person erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG, Art. 28a Abs. 1 IVG). Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist rechtsprechungsgemäss entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdienen würde, und nicht, was sie bestenfalls verdienen könnte (BGE 131 V 51 E. 5.1.2; Urteil des Bundesgerichts 9C_488/2008 vom 5. September 2008 E. 6.4). Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da erfahrungsgemäss die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen von diesem Erfahrungssatz müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein. Bezog eine versicherte Person aus invaliditätsfremden Gründen (beispielsweise geringe Schulbildung, fehlende berufliche Ausbildung, mangelnde Deutschkenntnisse, beschränkte Anstellungsmöglichkeiten wegen Saisonnierstatus) ein deutlich unterdurchschnittliches Einkommen, ist diesem Umstand bei der Invaliditätsbemessung nach Art. 16 ATSG Rechnung zu tragen, sofern keine Anhaltspunkte dafür bestehen, dass sie sich aus freien Stücken mit einem bescheideneren Einkommensniveau begnügen wollte. Dadurch wird der Grundsatz gewahrt, dass die auf invaliditätsfremde Gesichtspunkte zurückzuführenden Lohneinbussen entweder überhaupt nicht oder aber bei beiden Vergleichseinkommen gleichmässig berücksichtigt werden. Diese Parallelisierung der Einkommen kann praxisgemäss entweder auf Seiten des Valideneinkommens durch eine entsprechende Heraufsetzung des effektiv erzielten Einkommens oder aber auf Seiten des Invalideneinkommens durch eine entsprechende Herabsetzung des statistischen Wertes erfolgen (BGE 135 V 58 E. 3.1, 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweisen).
Wenn sich hingegen die versicherte Person über mehrere Jahre hinweg mit einem bescheidenen Einkommen aus (selbstständiger) Erwerbstätigkeit begnügt hat, ist dieses für die Festlegung des Valideneinkommens massgebend, selbst wenn besser entlöhnte Erwerbsmöglichkeiten bestanden hätten (BGE 135 V 65 E. 3.4.6, 125 V 146 E. 5c/bb). Denn wenn jemand vor Eintritt des Gesundheitsschadens aus gesundheitsfremden Gründen nur ein sehr geringes, nicht existenzsicherndes Einkommen erzielt hat und nach Eintritt des Gesundheitsschadens immer noch ein Einkommen in unveränderter Höhe erzielen könnte, so ist nicht der Gesundheitsschaden ursächlich für eine allfällige tatsächliche Einkommenseinbusse; kausal sind vielmehr die (nicht bei der Invalidenversicherung versicherten) wirtschaftlichen oder persönlichen Umstände, die bereits beim Gesunden die Erzielung eines höheren Einkommens verhindert haben (BGE 135 V 58 E. 3.4.1).
4.2.2 Aus den Akten ist ersichtlich, dass der Beschwerdeführer vor Eintritt des Gesundheitsschadens im Jahre 1992 als Maurer bei der Y._ AG tätig war (Sachverhalt Ziff. 1.1). Nach Eintritt des Gesundheitsschadens absolvierte der Beschwerdeführer zwar erfolgreich eine Umschulung zum Hochbauzeichner mit eidgenössischem Fähigkeitsausweis (Sachverhalt Ziff. 1.1), wo er mindestens den vorherigen Lohn als (Hilfs-)Maurer hätte erzielen können (vgl. LSE 2008 Tabelle TA1) und demzufolge keine invaliditätsbedingte Einkommenseinbusse hätte hinnehmen müssen, fand als Hochbauzeichner jedoch keine entsprechende Anstellung (vgl. Urk. 1 S. 3 f.; Urk. 7/37/1; Urk. 7/58; Urk. 7/62/6-7; Urk. 7/82/23-24). Der Beschwerdeführer wurde daher freiwillig als Taxifahrer tätig (vgl. Urk. 1 S. 3 f.; Urk. 7/58; Urk. 7/62/6-7; Urk. 7/82/23-24) und gab sich freiwillig mit einem unüblich tieferen Verdienst (vgl. LSE 2008 Tabelle TA1) zufrieden. Da er sich dieser Tätigkeit mit Mindereinkommen aus invaliditätsfremden Gründen, nämlich fehlender Arbeit, freiwillig zuwandte, kann der vom Beschwerdeführer als Hochbauzeichner erzielbare Verdienst bei der Bemessung des Valideneinkommens nicht berücksichtigt werden. Es ist daher nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung vom 9. März 2011 (Urk. 2) hinsichtlich des Valideneinkommens auf das Einkommen als Taxifahrer abstellte.
4.3 Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durchschnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kürzen. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass versicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwerarbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten nurmehr beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ursprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Rechtsprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen verwerten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25 % des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75).
Gemäss dem Beschwerdeführer ist aufgrund seiner behinderungsbedingten Benachteiligung im Vergleich zu gesunden Arbeitnehmern ein Leidensabzug von 20 % vorzunehmen (vgl. Urk. 1 S. 7). Die Beschwerdegegnerin nahm keinen Leidensabzug vor, ging aber im Rahmen ihrer Berechnung des Invalidenlohns aufgrund der behinderungsbedingten 20%igen Leistungseinschränkung lediglich von einem dem Beschwerdeführer zumutbaren 80%igen Pensum aus. Weitere Umstände, denen im Rahmen des leidensbedingten Abzuges Rechnung zu tragen wäre, liegen nicht vor, weshalb das Vorgehen der Beschwerdegegnerin nicht zu beanstanden ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_126/2011 vom 8. Juli 2011, E. 5.2).
4.4 Die von der Beschwerdegegnerin zur Invaliditätsbemessung herangezogenen Werte (siehe Urk. 2; Urk. 7/84; Urk. 7/85/6), welche zu einem Invaliditätsgrad von 0 % führten (Urk. 2), werden im Übrigen vom Beschwerdeführer nicht gerügt (vgl. Urk. 1) und geben abgesehen davon, dass die Beschwerdegegnerin bei der Berechnung vom Jahr 2011 statt 2010 ausging, was jedoch am Ergebnis nichts ändert, auch zu keinen weiteren Bemerkungen Anlass.
4.5 Nur ergänzend sei darauf hingewiesen, dass auch die Invaliditätsbemessung des Beschwerdeführers, korrigiert um den rechtsprechungsgemäss nicht vorzunehmenden Leidensabzug, wenn bei vollschichtigem Einsatz eine reduzierte Leistungsfähigkeit attestiert wird (vgl. E. 4.3 am Ende), zu keinem Rentenanspruch führen würde. Bei Annahme eines hypothetischen Valideneinkommens von Fr. 68'571.-- im ursprünglichen Beruf als Bauarbeiter und eines Invalideneinkommens bemessen nach einem 80%-Pensum im Anforderungsniveau 4, Total, von Fr. 50'712.-- (vgl. Urk. 1 S. 7) resultierte ein ebenfalls rentenausschliessender Invaliditätsgrad von 26 %.
5. Demnach hat die Beschwerdegegnerin zu Recht einen Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente verneint, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.
6. Gemäss dem seit 1. Juli 2006 in Kraft stehenden Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von Leistungen der Invalidenversicherung vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Abweichung von Art. 61 lit. a ATSG kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG in der seit dem 1. Juli 2006 in Kraft stehenden Fassung). Vorliegend erweist sich eine Kostenpauschale von Fr. 700.-- als angemessen, welche gemäss dem Ausgang des Verfahrens dem Beschwerdeführer aufzuerlegen ist.