Decision ID: 10c1359d-76b0-5780-a7d4-dcb6c0cb441b
Year: 2017
Language: de
Court: BE_VB
Chamber: BE_VB_001
Canton: BE
Region: Espace_Mittelland
Law Area: public_law

I. Sachverhalt
1. Das Amt für Wasser und Abfall (AWA) erliess am 21. Dezember 2016 eine
Kostenteilungsverfügung für den belasteten Standort Nr. E._ (C._ AG),
auf der Parzelle Brienz Grundbuchblatt Nr. B._ und dem Baurecht Brienz
Grundbuchblatt Nr. D._. Dem Beschwerdeführer werden in dieser Verfügung als
Eigentümer des selbständigen und dauernden Baurechts Brienz Grundbuchblatt
Nr. D._ 10 % der angefallenen Untersuchungskosten zur Bezahlung auferlegt. Die
Untersuchungskosten belaufen sich auf insgesamt Fr. 52'161.40, womit der Kostenanteil
des Beschwerdeführers Fr. 5'216.15 beträgt.
2. Gegen diese Kostenteilungsverfügung reichte der Beschwerdeführer am 18. Januar
2017 beim AWA ein mit "Einsprache" betiteltes Schreiben ein. Er macht geltend, er sei
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nicht in der Lage, sich an den Untersuchungskosten zu beteiligen. Sinngemäss beantragt
der Beschwerdeführer damit die Aufhebung der Kostenteilungsverfügung, soweit ihm damit
Untersuchungskosten auferlegt werden.
3. Das AWA leitete dieses Schreiben am 19. Januar 2017 dem Rechtsamt, welches die
Beschwerdeverfahren für die Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern
(BVE) leitet,1 weiter. Mit Schreiben vom 24. Januar 2017 fragte das Rechtsamt den
Beschwerdeführer an, ob er sein als "Einsprache" betiteltes Schreiben als Beschwerde
verstanden haben wolle. Gleichzeitig wurde er darauf aufmerksam gemacht, dass ohne
Rückmeldung bis 6. Februar 2017 das Schreiben als Beschwerde behandelt werde.
Nachdem der Beschwerdeführer innert dieser Frist nicht reagiert hatte, leitete das
Rechtsamt mit Verfügung vom 13. Februar 2017 den Schriftenwechsel ein und holte die
Vorakten ein. Das AWA beantragt in seiner Vernehmlassung vom 13. März 2017 die
Abweisung der Beschwerde.
4. Auf die Rechtsschriften und Vorakten wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in
den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen
1. Eintreten
Angefochten ist eine Verfügung des AWA, welche sich auf Art. 32d Abs. 4 USG2 stützt.
Verfügungen des AWA können gemäss Art. 62 Abs. 1 Bst. a VRPG3 bei der BVE
angefochten werden. Diese ist damit zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde
zuständig. Der Beschwerdeführer ist Adressat der angefochtenen Verfügung. Er hat am
1 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion (OrV BVE; BSG 152.221.191) 2 Bundesgesetz vom 7. Oktober 1983 über den Umweltschutz (Umweltschutzgesetz, USG; SR 814.01) 3 Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21)
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vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen, ist durch die angefochtene Verfügung
besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an der Aufhebung oder Änderung
der Verfügung. Er ist daher gemäss Art. 65 Abs. 1 VRPG zur Beschwerde befugt. Auf die
form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde wird eingetreten.
2. Notwendigkeit der Untersuchung
a) Der Beschwerdeführer macht geltend, er habe sich von Anfang an gegen die
Bohrungen auf seinem Terrain gewehrt. Das Resultat habe bewiesen, dass keine
Gefährdung vorliege.
b) Aus dem angefochtenen Entscheid lässt sich entnehmen, dass im Jahr 1966 am
Standort Nr. E._ das Fabrikationsgebäude der Einzelfirma F._ erstellt
wurde. Dabei handelte es sich um eine mechanische Werkstätte, welche insbesondere
Bohrer produzierte. 1984 übernahm die C._ AG die Aktiven und Passiven der
Einzelfirma und verlagerte den Schwerpunkt der Produktion auf den Maschinenbau und die
Herstellung von Turbinen. Aufgrund dieser betrieblichen Tätigkeiten wurde der Standort
Nr. E._ mit Entscheid vom 11. Februar 2008 als belasteter Standort mit
Untersuchungsbedarf in den Kataster der belasteten Standorte des Kantons Bern
aufgenommen. Basierend auf dem Ergebnis der historischen Untersuchung, wonach auf
dem Standort während längerer Zeit mit belastungsrelevanten Stoffen gearbeitet worden
war, wurde ein Pflichtenheft für die technische Untersuchung ausgearbeitet. Nachdem in
der ersten Etappe der technischen Untersuchung im Untergrund eine bedeutende
Belastung mit diversen Kohlenwasserstoffen und Chromat nachgewiesen wurde, wurde mit
einer zweiten Etappe der technischen Untersuchung das Schutzgut Wasser auf allfällige
Belastungen untersucht. Dazu wurde vor der Beprobung des Grundwassers mittels vier
Kernrammsondierungen zuerst die lokale Grundwasserfliessrichtung bestimmt.
Anschliessend wurden im direkten und seitlichen Abstrom des Standortes zwei Bohrungen
vorgenommen. Das Grundwasser in den zwei Bohrungen und in der nahegelegenen
Grundwasserfassung "G._" wurde anschliessend mehrmals beprobt und chemisch
untersucht. Aufgrund der Ergebnisse der Voruntersuchung wurde der Standort von der
Vorinstanz als weder überwachungs- noch sanierungsbedürftiger, belasteter Standort
klassiert.
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c) Alleine aus dem Umstand, dass die Voruntersuchung ergeben hat, dass der
belastete Standort Nr. E._ weder überwachungs- noch sanierungsbedürftig ist,
kann nicht geschlossen werden, dass die zweite Etappe der technischen Untersuchung mit
den Bohrungen überflüssig gewesen ist. Das Ergebnis einer Untersuchungsmassnahme ist
vor der Durchführung der Massnahme immer unbekannt. Entscheidend für die
Berechtigung zur Durchführung einer Massnahme ist daher nicht das Resultat der
Untersuchungsmassnahme im Nachhinein, sondern ob im Vorfeld der Massnahme
berechtigter Anlass zu deren Durchführung bestand.
d) Belastete Standorte umfassen unter anderem Betriebsstandorte, deren Belastung
von stillgelegten oder noch in Betrieb stehenden Anlagen oder Betrieben stammt, in denen
mit umweltgefährdenden Stoffen umgegangen worden ist (Art. 2 Abs. 1 Bst. b AltlV4). Die
Behörde teilt die belasteten Standorte in Standorte ein, bei denen keine schädlichen oder
lästigen Einwirkungen zu erwarten sind und Standorte, bei denen untersucht werden muss,
ob sie überwachungs- oder sanierungsbedürftig sind (Art. 5 Abs. 4 AltlV). Die Behörde
verlangt für die untersuchungsbedürftigen Standorte innert angemessener Frist die
Durchführung einer Voruntersuchung, die in der Regel aus einer historischen und einer
technischen Untersuchung besteht. Damit werden die für die Beurteilung der
Überwachungs- und Sanierungsbedürftigkeit erforderlichen Angaben ermittelt und im
Hinblick auf die Gefährdung der Umwelt bewertet. Mit der historischen Untersuchung werden die möglichen Ursachen für die Belastung des Standorts ermittelt. Aufgrund der
historischen Untersuchung wird ein Pflichtenheft über den Gegenstand, den Umfang und
die Methoden der technischen Untersuchung erstellt. Mit der technischen Untersuchung
werden Art und Menge der Stoffe am Standort, deren Freisetzungsmöglichkeiten und die
Bedeutung der betroffenen Umweltbereiche ermittelt (Art. 7 AltlV). Die Behörde beurteilt
auf Grund der Voruntersuchung, ob der belastete Standort überwachungs- oder
sanierungsbedürftig ist (Art. 8 AltlV).
Das oben beschriebene Vorgehen der Vorinstanz (vgl. Bst. b) entspricht diesen
gesetzlichen Vorgaben. Auch der Beschwerdeführer legt nicht dar, inwiefern das
vorinstanzliche Vorgehen nicht rechtmässig gewesen wäre. Diese Rüge ist somit
unbegründet, die von der Vorinstanz durchgeführte Voruntersuchung inklusive den
Bohrungen wurden zu Recht vorgenommen.
4 Verordnung des Bundesrates vom 26. August 1998 über die Sanierung von belasteten Standorten (, AltlV; SR 814.680)
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3. Kostenteilung
a) Der Verursacher trägt die Kosten für notwendige Massnahmen zur Untersuchung,
Überwachung und Sanierung belasteter Standorte (Art. 32d Abs. 1 USG). Sind mehrere
Verursacher beteiligt, so tragen sie die Kosten entsprechend ihren Anteilen an der
Verursachung. In erster Linie trägt die Kosten, wer die Massnahmen durch sein Verhalten
verursacht hat. Wer lediglich als Inhaber des Standortes beteiligt ist, trägt keine Kosten,
wenn er bei Anwendung der gebotenen Sorgfalt von der Belastung keine Kenntnis haben
konnte (Art. 32d Abs. 2 USG). Das zuständige Gemeinwesen trägt den Kostenanteil der
Verursacher, die nicht ermittelt werden können oder zahlungsunfähig sind (Art. 32d Abs. 3
USG). Ergibt die Untersuchung eines im Kataster eingetragenen Standortes, dass dieser
nicht belastet ist, so trägt das zuständige Gemeinwesen die Kosten für die notwendigen
Untersuchungsmassnahmen (Art. 32d Abs. 5 USG).
Wie bereits in Erwägung 2 ausgeführt, hat die Vorinstanz im vorliegenden Fall zu Recht
eine Voruntersuchung durchgeführt. Diese Voruntersuchung hat ergeben, dass es sich
zwar um einen belasteten Standort handelt, der aber weder überwachungs- noch
sanierungsbedürftig ist. Damit liegt kein Fall von Art. 32d Abs. 5 USG vor. Die Kosten für
die notwendigen Massnahmen zur Untersuchung des belasteten Standorts Nr. E._
tragen somit gemäss Art. 32d Abs. 1 USG die Verursacher. Das AWA hat die C._
AG als alleinige Verhaltensstörerin eingestuft und ihr in dieser Eigenschaft grundsätzlich
80 % der Untersuchungskosten auferlegt. Allerdings hat es diese Kostenpflicht als für die
C._ AG finanziell nicht tragbar eingestuft, weshalb dieser Kostenanteil von 80 %
als Ausfallkosten vom AWA übernommen wurde. Die restlichen 20 % hat das AWA den
Inhabern des Standorts als Zustandsstörer auferlegt. Als Inhaber des Standorts hat das
AWA die H._ als Eigentümerin der Parzelle Brienz Grundbuchblatt
Nr. B._ und den Beschwerdeführer als Eigentümer des Baurechts Brienz
Grundbuchblatt Nr. D._ eingestuft und beiden Zustandsstörern je 10 % der
Untersuchungskosten auferlegt.
Diese Kostenteilung ist nicht zu beanstanden. Sie entspricht der Praxis zu Art. 32d Abs. 2
USG, wonach grundsätzlich die Verhaltensstörer 70 bis 90 % und die Zustandsstörer 10
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bis 30 % der Kosten zu tragen haben.5 Der Beschwerdeführer rügt diese Kostenverteilung
nicht.
b) Der Beschwerdeführer macht in seiner Beschwerde jedoch geltend, er habe kein
flüssiges Geld. Deshalb sei er nicht in der Lage, sich an den Kosten zu beteiligten. Diese
Ausführungen müssten reichen.
c) Das AWA hat mit Schreiben vom 11. März 2014 der C._ AG, dem
Beschwerdeführer und der H._ einen Entwurf der Kostenteilungsverfügung
zugestellt und ihnen Gelegenheit gegeben, dazu Stellung zu nehmen. Der Entwurf sieht für
die C._ AG eine Kostenbeteiligung als Verhaltensstörerin von 80 % sowie für den
Beschwerdeführer und die H._ eine Kostenbeteiligung als Zustandsstörerin und
Zustandsstörer von je 10 % vor. Im Begleitschreiben wurde darauf aufmerksam gemacht,
dass eine schriftliche Begründung und zweckdienliche Unterlagen beizulegen seien, sofern
die wirtschaftliche Zumutbarkeit der Verursacherquote bestritten werde.
Nachdem die C._ AG die wirtschaftliche Zumutbarkeit bestritten und dies mit
Revisionsberichten belegt hatte, stellte das AWA den betroffenen Parteien mit Schreiben
vom 19. August 2016 einen überarbeiteten Entwurf der Kostenteilungsverfügung zu. Der
Entwurf sieht für die C._ AG grundsätzlich eine Kostenbeteiligung als
Verhaltensstörerin von 80 % vor, wobei dieser Kostenanteil wegen Untragbarkeit als
Ausfallkosten vom AWA übernommen wird. Für den Beschwerdeführer und die
H._ sieht der Entwurf unverändert eine Kostenbeteiligung als Zustandsstörerin
und Zustandsstörer von je 10 % vor. Wiederum gab das AWA Gelegenheit, Stellung zu
nehmen und allfällige Tatsachen und Beweismittel beizubringen.
Nachdem das AWA von der C._ AG mit E-Mail vom 23. August 2016 auf einen
Fehler im Verfügungsentwurf betreffend Vorfinanzierung der Untersuchungskosten
aufmerksam gemacht worden war, stellte das AWA mit Schreiben vom 23. September
2016 den betroffenen Parteien einen korrigierten Verfügungsentwurf mit unveränderten
Kostenbeiträgen zu. Dies wiederum verbunden mit der Gelegenheit, Stellung zu nehmen
und allfällige Tatsachen und Beweismittel beizubringen. Gegen diesen Verfügungsentwurf
5 Realleistungs- und Kostentragungspflicht, Ein schrittweises Vorgehen bei der Bestimmung von Realleistungs- und Kostentragungspflichten nach dem Altlastenrecht, Herausgegeben vom Bundesamt für Umwelt (BAFU), Bern 2009, Ziff. 5.4.1.3
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reichte der Beschwerdeführer am 5. Oktober 2016 ein als "Einsprache" betiteltes Schreiben
ein. Darin macht er geltend, er sei aufgrund eines Konkurses, damit in Zusammenhang
stehenden offenen Rechnungen, jährlichen Amortisationen für den Umbau eines
Gebäudes und der geringen AHV-Rente nicht in der Lage, sich an den Kosten zu
beteiligen. Mit Schreiben vom 27. Oktober 2016 wurde der Beschwerdeführer vom AWA
gebeten, seine finanzielle Situation bis am 15. November 2016 mit den Steuererklärungen
der drei letzten Jahre zu belegen. Nachdem der Beschwerdeführer darauf nicht reagiert
hat, wurde er mit eingeschriebenem Brief vom 1. Dezember 2016 vom AWA noch einmal
gebeten, zwecks Prüfung der finanziellen Zumutbarkeit einer Kostenbeteiligung bis
15. Dezember 2016 seine Steuererklärungen der letzten drei Jahre einzureichen. Nachdem
der Beschwerdeführer auch darauf nicht reagiert hatte, erliess das AWA am 21. Dezember
2016 die nun angefochtene Kostenteilungsverfügung ohne Berücksichtigung der vom
Beschwerdeführer geltend gemachten finanziellen Situation.
d) Die Behörden stellen den Sachverhalt von Amtes wegen fest (Art. 18 Abs. 1 VRPG).
Die Behörden können als Beweismittel unter anderem Urkunden, Amtsberichte und
Auskünfte der Parteien oder Dritter heranziehen (Art. 19 Abs. 1 VRPG). Wer aus einem
Begehren eigene Rechte ableitet, ist verpflichtet, an der Feststellung des Sachverhalts
mitzuwirken. Verweigert er die Mitwirkung, so wird auf das Begehren nicht eingetreten, es
sei denn, an dessen Behandlung bestehe ein öffentliches Interesse (Art. 20 Abs. 1 und 2
VRPG). Die instruierende Behörde ist aufgrund der Mitwirkungspflicht der Parteien nicht
gehalten, weitere Abklärungen zu treffen, wenn ein Sachumstand von einer Partei durch
Unterlagen zu ihrem Vorteil aufgehellt werden könnte, sie aber die ihr mögliche und
zumutbare Mitarbeit unterlässt.6 Eine Mitwirkungspflicht ergibt sich auch aus Art. 46 Abs. 1
USG, wonach jedermann verpflichtet ist, den Behörden die für den Vollzug erforderlichen
Auskünfte zu erteilen.
e) Vorliegend macht der Beschwerdeführer geltend, er sei finanziell nicht in der Lage,
seinen Kostenanteil zu bezahlen. Er hat dazu in seinem Schreiben vom 5. Oktober 2016
zwar weitere Ausführungen gemacht, diese aber nicht durch Unterlagen belegt. Die vom
AWA mehrfach angeforderten Steuererklärungen hat er kommentarlos nicht eingereicht.
Die Einreichung von Steuererklärungen ist grundsätzlich problemlos möglich und
zumutbar. Sollte dem hier ausnahmsweise nicht so sein, hätte der Beschwerdeführer dem
6 Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, Art. 20 N. 1
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AWA zumindest mitteilen können und müssen, weshalb dem so ist. Zudem hätte er seine
von ihm geltend gemachte finanzielle Situation soweit möglich mit anderen Unterlagen
belegen müssen. Auch der Beschwerde lässt sich nicht entnehmen, weshalb die
Einreichung von Steuererklärungen nicht möglich war. Der Beschwerdeführer hält lediglich
fest, seine Ausführungen müssten reichen. Zudem hat er auch mit der Beschwerde keine
alternativen Unterlagen eingereicht, die Rückschlüsse auf seine finanziellen Verhältnisse
erlauben würden. Mit diesem Verhalten hat der Beschwerdeführer seine Mitwirkungspflicht
verletzt. Daher ist zu seinen Ungunsten davon auszugehen, dass seine finanziellen
Verhältnisse eine Kostenbeteiligung von 10 % erlauben und es ihm zumutbar ist, sich an
den Untersuchungskosten mit einem Betrag von Fr. 5'216.15 zu beteiligen.
Auch die vom Beschwerdeführer in seinem Schreiben vom 5. Oktober 2016 im
Zusammenhang mit der angeblichen Unzumutbarkeit genannten Umständen deuten darauf
hin, dass er in der Lage ist, einen Betrag von gut Fr. 5'000.-- zu bezahlen. So leistet er
gemäss eigener Darstellung jährlich Amortisationen in der Höhe von Fr. 60'000.-- für einen
Gebäudeumbau, womit er mit einer einzigen monatlichen Amortisationsrate seinen
Kostenbeitrag bereits finanziert hat. Zudem macht der Beschwerdeführer lediglich geltend,
"kein flüssiges Geld" zu haben, was nichts über seine Vermögensverhältnisse aussagt.
Somit erweist sich die Beschwerde als unbegründet. Sie wird abgewiesen und die
angefochtene Kostenteilungsverfügung bestätigt.
4. Kosten
Bei diesem Ausgang des Verfahrens unterliegt der Beschwerdeführer und er hat daher die
Verfahrenskosten zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden bestimmt auf eine
Pauschalgebühr von Fr. 600.-- (Art. 103 Abs. 1 VRPG und Art. 19 Abs. 1 i.V.m. Art. 4
Abs. 2 GebV7). Parteikosten sind keine zu sprechen (Art. 104 Abs. 1 und Art. 108 Abs. 3
VRPG).
7 Verordnung vom 22. Februar 1995 über die Gebühren der Kantonsverwaltung (Gebührenverordnung, GebV; BSG 154.21)
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