Decision ID: 64c632d7-8b77-40c1-8125-848c187398a8
Year: 2019
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ (nachfolgend: Versicherter) war als Bauarbeiter bei der B._ AG tätig und
dadurch bei der Suva gegen die Folgen von Unfällen versichert. Am 20. März 2017
meldete die Arbeitgeberin, dem Versicherten habe es am 15. März 2017 beim Beton
Ausladen die rechte Hand und deren Finger zu weit nach hinten gedehnt (Suva-act. 1).
Eine Erstbehandlung hatte am 16. März 2017 durch Dr. med. C._, Allgemeinmedizin
FMH, stattgefunden, der die Befunde Schmerzen und Schwellung im Bereich des
distalen Unterarms dorsalseitig radial erhoben, eine Tendovaginitis rechter Unterarm
sowie einen Status nach Distorsion Handgelenk diagnostiziert und eine
Arbeitsunfähigkeit ab 15. März 2017 bescheinigt hatte (Suva-act. 20; vgl. auch Suva-
act. 2, 6 f.). Mit Schreiben vom 22. März 2017 sicherte die Suva dem Versicherten die
gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung und Taggeld) zu (Suva-act. 5).
A.b Mit ärztlichem Zwischenbericht vom 30. März 2017 bestätigte Dr. C._ die
Diagnose Tendovaginitis Oberseite rechter Unterarm und verneinte eine
Wiederaufnahme der Arbeit (Suva-act. 8).
A.c Am 31. März 2017 konsultierte der Versicherte erstmals Dr. med. D._, Facharzt
FMH Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie, Chirurgie und
Handchirurgie. Dieser bestätigte zunächst eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit, empfahl
jedoch am 20. April 2017 eine 50%ige Teilarbeitsfähigkeit ab 24. April bis 7. Mai 2017
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(Suva-act. 19, 23). Ab 8. Mai 2017 bescheinigte Dr. D._ dem Versicherten eine
100%ige Arbeitsfähigkeit (Suva-act. 19, 27). Am 6. April 2017 war beim Versicherten im
Röntgeninstitut E._ eine MRT-Untersuchung des rechten Handgelenks durchgeführt
worden, in welcher sich weder eine ligamentäre Ruptur oder Instabilitätskriterien im
Handgelenksbereich noch eine ossäre Läsion/bone bruise gezeigt hatten, jedoch eine
leichte Tenosynovitis des zweiten Strecksehnenfachs zur Darstellung gelangt war
(Suva-act. 45). Am 12. Mai 2017 reichte Dr. D._ der Suva einen
Untersuchungsbericht mit der Diagnose posttraumatische Tendovaginitis de cava
Unterarm rechts ein und teilte mit, es sei eine operative Spaltung des ersten
Strecksehnenfachs geplant. Postoperativ werde eine Arbeitsunfähigkeit von etwa zehn
Tagen zu 100% eintreten. Bis zum Operationstermin werde der Versicherte
vollschichtig arbeiten (Suva-act. 26). Am 18. Mai 2017 führte Dr. D._ die
Handgelenksoperation durch (Suva-act. 28). Nach der angekündigten 100%igen
Arbeitsunfähigkeit ging Dr. D._ im Untersuchungsbericht vom 23. Mai 2017 von einer
100%igen Arbeitsfähigkeit ab 6. Juni 2017 aus (Suva-act. 30). Es folgten vollschichtige
Arbeitsversuche des Versicherten, wobei er aber die Arbeit wiederholt voll aussetzte
und ihm von Dr. D._ eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bescheinigt wurde (Suva-act.
31 ff., 38f., 41). In den jeweiligen Untersuchungsberichten (Suva-act. 31 f., 39, 41) hielt
Dr. D._ die Diagnose Restbeschwerden nach Spaltung des ersten Streckerfachs
rechts vom 18. Mai 2017 bei posttraumatischer Tendovaginitis de Quervain nach
Distorsion vom 5. März 2017 fest. Am 5. Juli 2017 führte er beim Versicherten eine
Infiltration durchgeführt (Suva-act. 39). Dr. C._ bescheinigte dem Versicherten ab 12.
Juli 2017 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (Suva-act. 51).
A.d Zur Einholung einer Zweitmeinung wurde der Versicherte am 19. Juli 2017 von PD
Dr. med. F._, Facharzt für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie,
Handchirurgie, untersucht. Dieser diagnostizierte einen Verdacht auf persistierende
Tendovaginitis de Quervain Hand rechts (dominant) (DD: protrahierter postoperativer
Verlauf) mit/bei: Status nach Distorsions-Trauma bei der Arbeit im März 2017, Status
nach Spaltung des ersten Strecksehnenfachs am 18. Mai 2017 und Status nach
Kortison-Infiltration Anfang Juli 2017 bei persistierenden Beschwerden. Im
Untersuchungsbericht hielt Dr. F._ weiter fest, dass sich nicht selten im ersten
Strecksehnenfach einige anatomische Varianten (mehrere Sehnen, mehrere
Subkompartimente) fänden. Ausserdem fänden sich manchmal Ganglien im
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Strecksehnenfach. Würden diese nicht vollständig revidiert, persistiere das Problem.
Zwar sei im Operationsbericht explizit erwähnt, dass diese Dinge nicht vorgelegen
hätten, dennoch habe er den Versicherten für eine MRT-Untersuchung angemeldet
(Suva-act. 42).
A.e Die MRT-Untersuchung des rechten Handgelenks wurde am 26. Juli 2017 im
Institut G._ durchgeführt. Darin zeigten sich Zeichen einer Tendosynovitis des ersten
Strecksehnenfachs, eine Peritendinitis im sechsten Strecksehnenfach und eine
longitudinale Partialruptur der subluxierten ECU-Sehne auf Höhe des Processus
styloideus ulnae. Weiter wurde der Verdacht auf eine nicht kommunizierende TFCC-
Läsion auf Höhe des fovealen Ansatzes gestellt (Suva-act. 48).
A.f Am 9. August 2017 wurde der Versicherte im Auftrag der Suva (vgl. Suva-act. 34)
durch Dr. med. H._, Facharzt für Allgemeinmedizin und Anästhesie, untersucht. Im
Untersuchungsbericht vom 10. August 2017 diagnostizierte dieser persistierende
Parästhesien und eine Schwäche im rechten Daumen nach Sehnenfachspaltung am
rechten Vorderarm wegen posttraumatischer Tendovaginitis und erachtete eine
Arbeitsfähigkeit in den nächsten Monaten als sehr unwahrscheinlich (Suva-act. 43).
A.g Nach Einholung einer kreisärztlichen Beurteilung von Dr. med. I._, Facharzt für
Orthopädie und Traumatologie des Bewegungsapparates (Suva-act. 50), eröffnete die
Suva dem Versicherten mit Verfügung vom 30. Oktober 2017, dass die bestehenden
Beschwerden nicht mehr unfallbedingt seien. Der Zustand, wie er unmittelbar vor dem
Unfall bestanden habe, sei gemäss medizinischer Beurteilung spätestens am 23.
September 2017 wieder erreicht gewesen. Der Schadenfall müsse, was die
Unfallfolgen anbelange, per 1. November 2017 abgeschlossen und ein Anspruch auf
weitere Versicherungsleistungen abgelehnt werden. Die bisherigen
Versicherungsleistungen (Taggeld und Heilbehandlung) würden auf diesen Zeitpunkt
eingestellt. Die weiter andauernde Arbeitsunfähigkeit und die medizinische Behandlung
gingen zu Lasten der Krankenversicherung (Suva-act. 54).
A.h Mit Schreiben vom 21. und 23. November 2017 liessen sich Dr. C._ bzw. Dr.
F._ zur Leistungseinstellung der Suva vernehmen (Suva-act. 59, 65).
B.
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B.a Gegen die Verfügung vom 30. Oktober 2017 erhob der Versicherte, vertreten
durch die Gewerkschaft Unia mit Eingabe vom 28. November 2017 Einsprache (Suva-
act. 62).
B.b Am 5. Dezember 2017 verfasste Dr. I._ eine ausführliche ärztliche Beurteilung
insbesondere zur Frage, ob strukturelle Läsionen an der rechten Hand vorliegen
würden, die mindestens überwiegend wahrscheinlich auf den Unfall vom 15. März 2017
zurückgeführt werden könnten (Suva-act. 66).
B.c Mit Einspracheentscheid vom 5. Januar 2018 wies die Suva die Einsprache des
Versicherten ab (Suva-act. 68).
C.
C.a Gegen diesen Einspracheentscheid erhob der Versicherte (nachfolgend:
Beschwerdeführer), vertreten durch Rechtsanwalt A. Beeler, Fachanwalt SAV
Haftpflicht- und Versicherungsrecht, Luzern, mit Eingabe vom 31. Januar 2018
Beschwerde mit dem Antrag, der angefochtene Einspracheentscheid sei aufzuheben
und die Suva (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) habe über den 31. Oktober 2017
hinaus die aus dem Unfallereignis vom 15. März 2017 geschuldeten Leistungen zu
erbringen. Sie habe insbesondere die Heilkosten zu übernehmen und Taggelder auf der
Basis der vom behandelnden Arzt attestierten Arbeitsunfähigkeit auszurichten (act. G1).
C.b In der Beschwerdeantwort vom 7. März 2018 beantragte die Beschwerdegegnerin
die Abweisung der Beschwerde (act. G3).
C.c Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers verzichtete auf die Einreichung einer
Replik (act. G4 f.).

Erwägungen
1.
1.1 Der Anspruch auf Leistungen der Unfallversicherung setzt zunächst einen Unfall im
Sinne von Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
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Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) voraus. Als solcher gilt eine plötzliche,
nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors
auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen oder
geistigen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. Gestützt auf Art. 6 Abs. 1 des
Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) hat der
Unfallversicherer bei Vorliegen eines Unfalls (Art. 4 ATSG) für einen
Gesundheitsschaden nur insoweit Leistungen zu erbringen, als dieser in einem
natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zum versicherten Ereignis steht
(BGE 129 V 181 f. E. 3.1 f.; Alexandra Rumo/André Pierre Holzer, Rechtsprechung des
Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die
Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2012, S. 53 ff.). Für die Beantwortung
der Tatfrage nach dem Bestehen natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der
Medizin ist das Gericht regelmässig auf Angaben ärztlicher Experten und Expertinnen
angewiesen. Die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang ist demgegenüber
eine Rechtsfrage, die vom Gericht nach den von Doktrin und Praxis entwickelten
Regeln zu beurteilen ist (BGE 129 V 181 E. 3.1, 123 III 110, 112 V 30; Rumo-Jungo/
Holzer, a.a.O., S. 55, 58). Bei physischen Unfallfolgen spielt indessen die Adäquanz als
rechtliche Eingrenzung der aus dem natürlichen Kausalzusammenhang sich
ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine Rolle, da sich hier die
adäquate weitgehend mit der natürlichen deckt (BGE 134 V 111 E.2, 127 V 103 E. 5b/
bb, 117 V 365 mit Hinweisen; SVR 2000 Nr. 14 S. 45; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S.
58 f.). Ob ein natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist, beurteilt sich nach dem im
Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit;
die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 mit Hinweisen; Thomas Locher/
Thomas Gächter, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl., Bern 2014, § 70
Rz. 58 f.; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 4). Ebenso wie der leistungsbegründende
natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von
unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem Beweisgrad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Da es sich bei der Einstellung
von Versicherungsleistungen um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die
Beweislast für den Wegfall der vom Unfallversicherer zunächst anerkannten natürlichen
Kausalität - anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender
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Kausalzusammenhang überhaupt je gegeben war - nicht bei der versicherten Person,
sondern beim Unfallversicherer (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 E. 2 mit Hinweisen; BGE
117 V 263 f. E. 3b; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 54 f.). Dieser Grundsatz gilt aber nur
für Verletzungen, welche damals thematisiert worden waren und somit Gegenstand der
Anerkennung bildeten (Urteil des Bundesgerichts vom 20. August 2009, 8C_363/2009,
E. 1; Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG] vom 27. April 2005, U
6/05, auszugsweise publiziert in: AJP 2006 S. 1290 ff.). Allerdings tragen die Parteien
im Sozialversicherungsrecht in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der
Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem
unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift
indessen erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des
Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu
ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu
entsprechen (BGE 138 V 222 E. 6 mit Hinweisen; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 4, 55).
1.2
1.2.1 Die Beschwerdegegnerin hat unbestrittenermassen anerkannt, dass der
Beschwerdeführer am 15. März 2017 einen Unfall im Sinne des Gesetzes mit einer
schädigenden Einwirkung auf die rechte Hand und deren Finger erlitten hat und hat
dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom 22. März 2017 Heilkosten- und
Taggeldleistungen zugesichert (vgl. Art. 10 und 16 UVG; Suva-act. 5). Dies geschah
offensichtlich basierend auf der in der Schadenmeldung UVG vom 20. März 2017
angegebenen Unfallbeschreibung "Finger Hand beim Beton Ausladen zu weit nach
hinten gedehnt" und gestützt auf die darin als Schädigung angeführte Verdrehung/
Verstauchung der Mittelhand und der Finger rechts (Suva-act. 1). Weiter hatte der
Beschwerdegegnerin ein Zeugnis von Dr. C._ für eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit
vom 16. bis 17. März 2017 vorgelegen (Suva-act. 2). Mit ärztlichem Zwischenbericht
von Dr. C._ vom 30. März 2017 erfuhr die Beschwerdegegnerin erstmals von der
Diagnose Tendovaginitis Oberseite rechter Unterarm und einer fortdauernden
100%igen Arbeitsunfähigkeit (Suva-act. 8). Am 19. April 2017 reichte Dr. C._ das
Arztzeugnis UVG mit den Diagnosen Tendovaginitis rechter Unterarm und Status nach
Distorsion Handgelenk sowie einer noch unbekannten Arbeitsunfähigkeitsdauer ein. Er
bejahte in Bezug auf die von ihm anlässlich der Erstbehandlung vom 16. März 2017
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erhobenen Befunde (Schmerzen und Schwellung distaler Unterarm dorsalseitig radial)
nur das teilweise Vorliegen von Unfallfolgen und vermerkte eine wahrscheinliche
Überbeanspruchung (Suva-act. 20). Am 12. Mai 2017 reichte Dr. D._ der
Beschwerdegegnerin einen Untersuchungsbericht mit der Diagnose posttraumatische
Tendovaginitis de cava Unterarm rechts ein und teilte mit, es sei eine operative
Spaltung des ersten Strecksehnenfachs geplant. Postoperativ werde eine
Arbeitsunfähigkeit von etwas zehn Tagen zu 100% eintreten (Suva-act. 26). Am 18. Mai
2017 nahm Dr. D._ beim Beschwerdeführer bei der Indikation einer
posttraumatischen Tendovaginitis de Quervain nach zurückliegender Distorsion vom
15. März 2017 eine Spaltung des ersten Streckerfachs Handgelenks rechts vor (Suva-
act. 28). Am 19. bzw. 23. September 2017 liess die Beschwerdegegnerin die
Unfallkausalität der Tendovaginitis de Quervain kreisärztlich durch Dr. I._ prüfen
(Suva-act. 50).
1.2.2 Auch wenn angesichts des in Erwägung 1.2.1 dargelegten Sachverhalts die
Tendovaginitis de Quervain bereits ab dem 30. März 2017 in den Akten der
Beschwerdegegnerin vermerkt war, ergibt sich dennoch aus den Akten, dass sie ihre
gesetzliche Leistungspflicht in Bezug auf eine auf den Unfall vom 15. März 2017
zurückzuführende strukturelle Läsion an der Hand des Beschwerdeführers, konkret in
Bezug auf die Tendovaginitis de Quervain, erst nach dem protrahierten postoperativen
Verlauf mit persistierenden Parästhesien und einer Schwäche im rechten Daumen
rechtsgenüglich durch ihren kreisärztlichen Dienst beurteilen liess (vgl. dazu
Sachverhalt A.c - A.g; Suva-act. 50). Vor der Operation lagen der Beschwerdegegnerin
keine Angaben medizinischer Fachpersonen vor, aus denen ein Sachverhalt
entsprechend einer überwiegend wahrscheinlichen Unfallkausalität der Tendovaginitis
de Quervain hervorgegangen wäre (vgl. insbesondere Suva-act. 8, 20, 42). Erst mit der
kreisärztlichen Beurteilung von Dr. I._ vom 23. September 2017 vermochte die
Beschwerdegegnerin diesbezüglich eine abschliessende Würdigung vorzunehmen.
Auch wenn die Beschwerdegegnerin die Operationskosten übernahm und für die
ärztlich bescheinigten Arbeitsunfähigkeiten (vgl. Suva-act. 22, 27) weiter
Taggeldleistungen erbrachte, kann damit die Anerkennung einer Leistungspflicht nicht
explizit auf die Tendovaginitis de Quervain bezogen werden. Die Beweislast hinsichtlich
der Frage, ob es sich bei dieser um eine beim Unfall vom 15. März 2017 erlittene
Verletzung gehandelt hat, liegt somit beim Beschwerdeführer (vgl. Erwägung 1.1). Eine
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Anerkennung einer Leistungspflicht ist hingegen mit dem Schreiben der
Beschwerdegegnerin vom 22. März 2017 für eine Verdrehung/Verstauchung der
rechten Hand und deren Finger erfolgt (vgl. Suva-act. 1, 5).
2.
Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der Grundsatz
der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die urteilenden
Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln sowie
umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig davon,
von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die
verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs
gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht,
auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der
Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen
Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und
ob die Schlussfolgerungen der Fachperson begründet sind (BGE 125 V 351, E. 3a mit
Hinweis). Den Berichten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kann
rechtsprechungsgemäss gleichfalls Beweiswert beigemessen werden, sofern sie
schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind
und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 135 V 467 ff. E. 4 und
BGE 125 V 353 f. E. 3b/ee, je mit Hinweisen). Art. 8 der Bundesverfassung (BV; SR 101)
und Art. 6 Ziff. 1 der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK; SR 0.101)
geben keinen formellen Anspruch auf versicherungsexterne Begutachtung, wenn
Leistungsansprüche streitig sind. Erachtet das Sozialversicherungsgericht die
rechtserheblichen tatsächlichen Entscheidungsgrundlagen bei pflichtgemässer
Beweiswürdigung als schlüssig, darf es den Prozess ohne Weiterungen - insbesondere
ohne Anordnung eines Gerichtsgutachtens - abschliessen. In solchen Fällen sind an die
Beweiswürdigung jedoch strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe
Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit eines Berichts oder Gutachtens eines
versicherungsinternen Arztes, sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V
470 E. 4.4. mit Hinweis; bestätigt in Urteil des Bundesgerichts vom 23. November
2012, 8C_592/20012, E. 5.3; Urteil des Bundesgerichts vom 3. Oktober 2008,
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8C_510/2007, E. 7.5.4). Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass auch reine
Beurteilungen aufgrund der Akten, wie sie vorliegend von Dr. I._ erstellt wurden
(Suva-act. 50, 66), beweiskräftig sein können, sofern ein lückenloser Befund vorliegt
und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche Beurteilung eines an sich
feststehenden medizinischen Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztliche Befassung
mit der versicherten Person in den Hintergrund rückt (Urteil des Bundesgerichts vom
18. Juni 2014, 9C_196/2014, E. 5.1.1). Dass Dr. I._ erst nach Erlass der Verfügung
vom 30. Oktober 2017 im Rahmen des Einspracheverfahrens einen ausführlichen
Bericht verfasst hat, d.h. bei Erhebung der Einsprache unter Berücksichtigung
derselben mit der Einreichung eines solchen beauftragt wurde, entspricht der gängigen
Vorgehensweise der Beschwerdegegnerin und ist entgegen der Auffassung des
Rechtsvertreters des Beschwerdeführers (vgl. act. G1, Ziff. 14) nicht zu beanstanden.
Das hatte insbesondere auch den Vorteil, dass Dr. I._ die seither zu den Akten
gelegten Stellungnahmen von Dr. C._ (Suva-act. 62-12) und Dr. F._ (Suva-act. 65)
mitberücksichtigen konnte. Es kann nicht gesagt werden, Dr. I._ habe im Zeitpunkt
des Verfassens eines ausführlichen Berichts nach Erlass der angefochtenen Verfügung
seine Neutralität bzw. Objektivität verloren (vgl. BGE 122 V 157 E. 1c). Hinweise auf
eine voreingenommene oder sonst wie sachfremde Beurteilung ergeben sich weder
aus der Beurteilung vom 5. Dezember 2017 (Suva-act. 66) noch werden solche vom
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers konkret dargetan. Die zur Diskussion stehende
ärztliche Beurteilung wurde insbesondere in Kenntnis der Vorakten ("Aktenmässiger
Verlauf") abgegeben und enthält eine ausführliche Begründung der vorliegend strittigen
und von Dr. I._ verneinten Frage des Vorliegens unfallkausaler struktureller Läsionen.
Dr. I._ als Facharzt der Orthopädie und Traumatologie des Bewegungsapparates
kann die fachliche Qualifikation für die medizinische Würdigung des konkreten Falles
nicht abgesprochen werden. Seine Fachrichtungen beinhalten die Behandlung von
Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates sowie von Unfallverletzungen, also
auch von Verletzungen der Hände. Die Handchirurgie befasst sich zwar als
Spezialgebiet der Chirurgie mit Beeinträchtigungen der Handfunktion. Dafür sind aber
die Kreisärzte und Kreisärztinnen der Beschwerdegegnerin nach ihrer Funktion und
beruflichen Stellung Fachärzte im Bereich der Unfallmedizin grundsätzlich genügend
qualifiziert. Da sie in dieser Funktion ausschliesslich Unfallpatienten, unfallähnliche
Körperschädigungen und Berufskrankheiten diagnostisch beurteilen sowie Heil- und
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Therapieverläufe prüfend beobachten bzw. diesbezüglich Empfehlungen und
Einschätzungen abgeben, verfügen sie über besonders ausgeprägte traumatologische
Kenntnisse und Erfahrungen (Urteil des Bundesgerichts vom 3. Oktober 2008,
8C_510/2007, E. 7.5.4.), welche im konkreten Fall gefragt sind. Angesichts der obigen
Darlegungen sprechen keine formellen Gründe gegen den Einbezug der kreisärztlichen
Aktenbeurteilungen von Dr. I._. Ob letztlich auf die Aktenbeurteilungen abgestellt
werden kann, ist im Rahmen der nachfolgenden materiellrechtlichen Beurteilung bzw.
Beweiswürdigung zu prüfen.
3.
3.1 Wegweisend und in Übereinstimmung mit der medizinischen Literatur definiert Dr.
I._ in der ärztlichen Beurteilung vom 5. Dezember 2017 (Suva-act. 66) insbesondere
die gesundheitliche Störung der Tendovaginitis de Quervain, d.h. ihre klinische
Symptomatik, die durch sie hervorgerufenen organischen Veränderungen und ihre
Ätiologie. Die Krankheit der Tendovaginitis des ersten Strecksehnenfachs sei erstmalig
vom schweizerischen Chirurgen Fritz de Quervain 1895 beschrieben worden. Als
Ursache für deren Entstehung werde eine übermässige Beanspruchung der Sehnen
des Musculus abductor pollicis longus und Musculus extensor pollicis brevis infolge
intensiver Belastung angenommen; seltener sei ein akuter Beginn nach Schlag oder
distaler Radiusfraktur. Der abnützungsbedingte Prozess führe über eine anfängliche
unspezifische entzündliche Schwellung des Sehnengleitgewebes zur Einengung des
Strecksehnenfachs. Die schmerzhafte Behinderung der Gleitfähigkeit der Sehnen sei
selbstunterhaltend. Klinisch bestünden starke, teils schneidende Schmerzen im
radialen dorsalen Handgelenk, welche bei Bewegung des Daumens zunehmen würden.
Die Krankheit sei meist einseitig. Die Ausführungen von Dr. I._ zeigen auf, dass es
sich bei einer Tendovaginitis de Quervain im Regelfall um ein krankheitsbedingtes
Leiden handelt, welches als unfallkausaler Gesundheitsschaden höchstens sekundär,
d.h. als (Spät-)Folge oder Begleiterscheinung einer primären Verletzung vorkommt,
einem Schlag auf das Handgelenk oder einer distalen Radiusfraktur. Laut Dr. I._ kann
die alleinige Überdehnung/Zerrung des Handgelenks diese Erkrankung bzw. die
Entzündung nicht herbeiführen (vgl. zur Überlastung als vorwiegender Ursache
Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch, 267. Auflage Berlin 2017, S. 1782; Roche
Lexikon, Medizin, 5. Aufl. München 2003, S. 1808; Alfred M. Debrunner, Orthopädie,
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Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. Bern 2005, S. 751). Nachfolgend gilt es mithin die
Frage zu beantworten, ob die Tendovaginitis de Quervain des Beschwerdeführers mit
dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit durch eine beim Unfall vom
15. März 2017 erlittene traumatische Verletzung im Bereich des ersten
Strecksehnenfachs ausgelöst wurde oder degenerativer Natur bzw. die Folge einer
Überbeanspruchung ist.
3.2 Grundsätzlich passt gerade die berufliche Tätigkeit des Beschwerdeführers auf
dem Bau, bei der insbesondere die oberen Extremitäten schwer belastet sind, zu einer
degenerativen Genese bzw. krankheitsbedingten Störung infolge Überbeanspruchung.
3.3 Dr. I._ knüpft bezüglich der Beantwortung der Frage, von welcher Kausalität
(Krankheits- oder Unfallkausalität) im konkreten Fall mit dem Beweisgrad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit auszugehen ist, angesichts der Ausführungen in
Erwägung 3.1 überzeugend und schlüssig am Unfallmechanismus und den unfallnah
gestellten Diagnosen an. In der Schadenmeldung UVG vom 20. März 2017 (Suva-act.
1) wird das Unfallereignis vom 15. März 2017 als Überdehnung der Finger bzw. der
Hand ("Finger Hand beim Beton ausladen zu weit nach hinten gedehnt") beschrieben.
Unter der Rubrik "Schädigung" ist eine Verdrehung/Verstauchung notiert. Gemäss
Arztzeugnis UVG vom 19. April 2017 gab der Beschwerdeführer Dr. C._ eine
plötzliche Verrenkung an. Der Hausarzt diagnostizierte sodann bereits anlässlich der
Erstbehandlung am 16. März 2017 eine Tendovaginitis rechter Unterarm, bejahte
lediglich das teilweise Vorliegen von Unfallfolgen und notierte eine wahrscheinliche
Überbeanspruchung (Suva-act. 20). Anlässlich der MRT-Untersuchung des rechten
Handgelenks vom 6. April 2017 im Röntgeninstitut E._ zeigten sich sodann weder
eine ligamentäre Ruptur oder Instabilitätskriterien im Handgelenksbereich noch eine
ossäre Läsion/bone bruise. Es bestätigte sich nur die leichte Tenosynovitis (Suva-act.
45). Angesichts dieser Aktenlage kommt Dr. I._ zum überzeugenden Schluss, dass
nirgends erwähnt sei, dass ein Gegenstand auf die betroffene Sehnenscheide gefallen
wäre oder der Beschwerdeführer dort seinen Arm angeschlagen hätte (Suva-act. 50),
und auch eine Radiusfraktur ausgeschlossen werden könne (Suva-act. 66). Die
Tendovaginits de Quervain des Beschwerdeführers sei damit mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit ein Überlastungsproblem (Suva-act. 66).
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3.4 In Bezug auf die unfallnah erhobene Tendovaginitis de Quervain hält Dr. I._
sodann überzeugend fest, dass das vom Beschwerdeführer geschilderte Ereignis der
Verrenkung des Handgelenks nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit geeignet sei,
innert 24 Stunden eine Tendovaginitis bzw. Sehnenscheidenentzündung auszulösen
(Suva-act. 66). So erscheint es ohne Weiteres plausibel, dass sich bei einer Distorsion
eine Entzündung als sekundäre Folge des Traumas zuerst entwickeln muss und nicht
unmittelbar auftritt. Die dargelegten zeitlichen Verhältnisse sprechen also ebenfalls
gegen eine überwiegend wahrscheinliche Tangierung des ersten Strecksehnenfachs im
Zusammenhang mit der unbestrittenermassen erlittenen Distorsionsverletzung im
Bereich des rechten Handgelenks.
3.5 Insgesamt ergeben sich damit aus den Akten keine objektiven Gesichtspunkte,
welche Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der kreisärztlichen Beurteilung
aufkommen lassen und auf eine unfallbedingte Tendovagnitis de Quervain hinweisen
würden. Die Wahrscheinlichkeit einer durch den Unfall bedingten Tendovagnitis de
Quervain ist insgesamt betrachtet deutlich geringer als eine krankheitsbedingte
Tendovagnitis de Quervain. Die fragliche Krankheit stellt damit nur eine mögliche,
jedoch keine überwiegend wahrscheinliche Folge des Unfallereignisses vom 15. März
2017 dar.
3.6 Die Untersuchungsberichte von Dr. D._ vom 21. April 2017, 12. und 23. Mai 2017,
9. und 26. Juni 2017 sowie 5. und 12. Juli 2017 (Suva-act. 23, 26, 30 ff., 39, 41) und
der Untersuchungsbericht sowie die Stellungnahme von Dr. F._ vom 19. Juli bzw. 23.
November 2017 (Suva-act. 42, 65) vermögen an dieser Beurteilung nichts zu ändern.
Der in der Diagnose der Untersuchungsberichte von Dr. D._ verwendete Begriff
"posttraumatisch" wird im medizinischen Sprachgebrauch zwar häufig
gleichbedeutend mit "unfallkausal" verwendet. Nach üblichem, allgemein geläufigem
Sprachverständnis wird der Ausdruck "post" oft aber auch mit der zeitlichen Abfolge -
unter Ausschluss des Verhältnisses von Ursache und Wirkung - in Verbindung
gebracht. Vor diesem Hintergrund ist in jedem Einzelfall zu prüfen, welche Bedeutung
dem Begriff "posttraumatisch" beizumessen ist (Urteile des Bundesgerichts vom 2. Mai
2018, 8C_856/2017, E. 5.3, und 20. August 2014, 8C_524/2014, E. 4.3.3 mit
Hinweisen). Da Dr. D._ in seinen Untersuchungsberichten nicht explizit zur Frage der
Unfallkausalität Stellung nimmt bzw. seine Berichte keine Begründung für eine allfällige
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Unfallkausalität liefern, ist davon auszugehen, dass er "posttraumatisch" im Sinne von
"erst nach dem Unfall entstanden" verwendete. Anlässlich der Untersuchung von Dr.
F._ vom 19. Juli 2017 (Suva-act. 42) liessen sich sodann zwar Befunde für eine
persistierende Tendovaginits de Quervain rechts erheben (palpationsdolente
Schwellung über dem ersten Strecksehnenfach der rechten Hand, Finkelsteinzeichen
weiterhin stark positiv), doch stellt er diese in einen Zusammenhang mit der
postoperativen Situation und nicht mit dem Unfall vom 15. März 2017. In
Übereinstimmung mit der Beschwerdegegnerin (act. G3) befasst sich Dr. F._ auch in
seiner Stellungnahme vom 23. November 2017 (Suva-act. 65) ausschliesslich mit dem
postoperativen gesundheitlichen Verlauf und begründet die Ansicht, die
Leistungseinstellung sei verfrüht, lediglich damit, dass eine neurologische Abklärung
und weitere Operation indiziert seien. Zur Frage der Unfallkausalität der
Sehnenscheidenentzündung äussert sich Dr. F._ mit keinem Wort. Kein Beweiswert
kommt schliesslich der Feststellung von Dr. C._ in seiner Stellungnahme vom 20.
November 2017 zu, seines Erachtens würden weiterhin ausschliesslich Unfallfolgen
vorliegen, welche die aktuellen Beschwerden des Beschwerdeführers erklären würden
(Suva-act. 62-12). Auch diese Feststellung erfolgte ohne jegliche Begründung. Dass die
andauernde Tendovaginitis de Quervain-Problematik die Beschwerden des
Beschwerdeführers zu begründen vermag, wird nicht angezweifelt, doch bedarf es für
eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin eben deren Unfallkausalität.
4.
Es sind auch keine sonstigen strukturellen Läsionen an der rechten Hand ausgewiesen,
welche mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Ereignis vom 15. März 2017
zurückgeführt werden können und einer Leistungseinstellung per 31. Oktober 2017
entgegenstehen. Gegen eine Unfallkausalität der in der MRI-Untersuchung des rechten
Handgelenks vom 26. Juli 2017 im Institut G._ erwähnten strukturellen
Gesundheitsschäden einer Partialruptur der subluxierten ECU-Sehne und einer TFCC-
Läsion (Suva-act. 48) spricht, dass diese weder im früheren, unfallnahen MRT-
Untersuchungsbericht vom 6. April 2017 des Röntgeninstituts E._ (Suva-act. 45)
noch im Operationsbericht vom 27. Juli 2017 von Dr. D._ (Suva-act. 28) erwähnt
sind. Im MRT-Untersuchungsbericht vom 6. April 2017 wird die TFCC explizit als nicht
rupturiert beschrieben (Suva-act. 45). Eine traumatische Verletzung ist jedoch in der
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Regel echtzeitlich am besten sichtbar. Nachfolgend schliesst der Heilungsprozess an,
was normalerweise zu einer stetigen Abnahme der Erkennbarkeit von Verletzungen
führt. Im MRI-Untersuchungsbericht vom 18. Mai 2017 wird die TFCC-Läsion im
Übrigen lediglich als "Verdacht" ausgesprochen. In einer Verdachtsdiagnose ist jedoch
nur eine mögliche organische Ursache zu sehen, welche den im
Sozialversicherungsrecht geltenden Anforderungen an den Beweisgrad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit nicht zu genügen vermag (Locher/Gächter, a.a.O., §
70 N. 58 f.). Aufgrund des Gesagten gelangt Dr. I._ zum schlüssigen Ergebnis, dass
an der rechten Hand keine strukturellen Läsionen vorliegen würden (Suva-act. 66). Die
Beschwerdegegnerin weist im Übrigen in der Beschwerdeantwort vom 7. März 2018
(act. G3) zutreffend darauf hin, dass den obgenannten Befunden ärztlicherseits im
Zusammenhang mit den anhaltenden Beschwerden offenbar ohnehin keine Bedeutung
beigemessen wurde (vgl. Suva-act. 65). Die ECU-Sehne verläuft jedenfalls nicht
innerhalb des ersten Strecksehnenfachs, wo die Beschwerdeproblematik des
Beschwerdeführers lokalisiert ist, sondern im sechsten.
5.
5.1 Gemäss Schadenmeldung UVG vom 20. März 2017 (Suva-act. 1) und Arztzeugnis
UVG vom 19. April 2017 (Suva-act. 20) hat hingegen der Beschwerdeführer beim Unfall
vom 15. März 2017 eine Distorsionsverletzung im Bereich des rechten Handgelenks
erlitten. Nachfolgend ist zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin bezüglich dieser
Unfallverletzung zu Recht per 31. Oktober 2017 ihre Versicherungsleistungen
eingestellt hat.
5.2 Bei der Distorsion handelt es sich um eine Weichteilverletzung, die sich zwar
beispielsweise durch den Unfallmechanismus erklären oder anhand klinisch erhobener
Befunde - wie Hämatome, Schwellungen, Druckdolenzen,
Bewegungseinschränkungen, Sensibilitätsstörungen, Muskelverhärtungen -
objektivieren lässt; sie muss aber - wie im konkreten Fall - nicht von einer strukturellen
Läsion begleitet sein (vgl. Debrunner, a.a.O., s. 412; Roche Lexikon, a.a.O., S. 357). Es
ist eine medizinische Erfahrungstatsache, dass Weichteilverletzungen wie Distorsionen
normalerweise innert kurzer Zeit abheilen und sich die damit verbundenen
Beschwerden gänzlich zurückbilden (vgl. Debrunner, a.a.O., S. 412). Diese
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medizinische Erfahrungstatsache darf im Rahmen des im Sozialversicherungsrecht zur
Anwendung gelangenden Wahrscheinlichkeitsbeweises berücksichtigt werden (Locher/
Gächter, a.a.O., § 70 N. 58 f.). Dies hat insbesondere für den Nachweis des
Dahinfallens natürlich kausaler Unfallfolgen zu gelten, bei dem es sich um einen
hypothetischen Zustand handelt, welcher sich häufig nur mit Erfahrungswerten
bestimmen lässt (Urteil des EVG vom 18. September 2002, U 60/02, E. 2.2).
Medizinische Erfahrungssätze beziehen sich auf den Regelfall, d.h. auf medizinische
Sachverhalte, die sich im konkreten Fall gleich dargestellt haben. Eine Ausnahme von
der Regel ist grundsätzlich nicht ausgeschlossen, doch muss sie sich eben als solche
präsentieren.
5.3 In den vorliegenden Akten finden sich keine Hinweise, welche bezüglich des
Heilverlaufs der vom Beschwerdeführer beim Unfall vom 15. März 2017 erlittenen
Weichteilverletzung im Bereich des rechten Handgelenks auf einen Ausnahmefall
hinweisen. Was die Schwere der Distorsion angeht, sind weder besondere,
erschwerende Tatbestandselemente erwähnt noch werden solche geltend gemacht.
Eine Distorsion kann sich durch verschiedene Schweregrade auszeichnen, kann also
durchaus auch nach einer geringfügigen Einwirkung auftreten. Die Unfallbeschreibung
in der Schadenmeldung UVG vom 20. März 2017 "zu weit nach hinten gedehnt" (vgl.
Suva-act. 1) deutet jedenfalls nicht auf ein schweres Trauma hin. In den zeitlich
betrachtet unfallnahen medizinischen Akten sind sodann keine auf eine schwere
Distorsion hinweisende Befunde vermerkt. Abgesehen von Schmerzen und einer
Schwellung konnten anlässlich der Erstuntersuchung vom 16. März 2017 durch Dr.
C._ keine weiteren Befunde erhoben werden (Suva-act. 20). Bereits Dr. C._
diagnostizierte im Übrigen basierend auf den vorgenannten Befunden eine
Tendovaginitis rechter Unterarm, welche sich in der MRT-Untersuchung vom 6. April
2017 bestätigte (Suva-act. 45) und auch von Dr. D._ im Untersuchungsbericht vom
21. April 2017 als Diagnose festgehalten wurde (Suva-act. 23). In den nachfolgenden
medizinischen Akten ist sodann nur noch von der Tendovaginitis de Quervain als
Schmerzursache die Rede. Die "Verrenkung" wurde bereits im Arztzeugnis UVG von
Dr. C._ nur unter der Rubrik "Angaben des Patienten" erwähnt und in den
nachfolgenden Untersuchungsberichten ist die Distorsion lediglich als Status-Diagnose
aufgeführt. Mit einer solchen wird einzig ausgesagt, dass der Beschwerdeführer beim
Unfall vom 15. März 2017 eine Distorsion durchgemacht hat, hingegen nichts über
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deren Folgen. Andauernde Beschwerden aufgrund der Distorsionsverletzung werden
also in den medizinischen Akten gar nie diskutiert. Angesichts des dargelegten
Sachverhalts hält Dr. I._ in seiner ärztlichen Beurteilung vom 5. Dezember 2017
schlüssig fest, dass die beim Unfall erlittene Zerrung regelrecht nach sechs Wochen
abgeklungen sei (Suva-act. 66).
5.4 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Folgen der vom Beschwerdeführer
beim Unfall vom 15. März 2017 erlittenen Distorsion im Bereich des rechten
Handgelenks mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit per Datum
der Leistungseinstellung vom 31. Oktober 2017 abgeheilt waren und die
Leistungseinstellung auch unter diesem Gesichtspunkt nicht zu beanstanden ist.
6.
Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Bestätigung des
angefochtenen Einspracheentscheids vom 5. Januar 2018 abzuweisen. Gerichtskosten
sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer
keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung.