Decision ID: 2a44c0a4-5941-5fa5-bc5e-a7c4849c69b1
Year: 2018
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ war seit 1. November 1988 als Anästhesiepfleger beim Kantonsspital B._
angestellt und dadurch bei der damaligen ELVIA Versicherungen (inzwischen: Allianz
Suisse Versicherungs-Gesellschaft) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen und
Berufskrankheiten versichert, als er am 3. Juli 1990 beim Lenken eines Motorrads von
hinten von einem Auto angefahren wurde. Dabei zog er sich Verletzungen am Kopf, an
der Halswirbelsäule und an der rechten Schulter zu (siehe die Unfallmeldung vom
9. Juli 1990, UV-act. 58). Der an der Klinik für orthopädische Chirurgie am KSSG
erstbehandelnde Assistenzarzt diagnostizierte ein HWS-Schleudertrauma (Arztzeugnis
vom 30. Juli 1990, UV-act. 1). Vom 11. Dezember 1991 bis 8. Januar 1992 befand sich
der Versicherte zur Rehabilitation in der Klinik C._. Die dort behandelnden Ärzte
berichteten am 8. Januar 1992, der Versicherte leide an einer reaktiven Depression mit
Schlafstörung, Überforderungsgefühlen und Suizidgedanken nach einem
Schleudertrauma der HWS im Jahr 1990. Die körperliche Symptomatik habe nicht
beeinflusst werden können. Insbesondere habe der Versicherte trotz muskellockernder
Massage nicht weniger Kopfschmerzen gehabt (act. G 1.6). Der behandelnde Arzt
D._ diagnostizierte eine schwere reaktiv-depressive Entwicklung nach Motorradunfall
mit Schleudertrauma der HWS mit entsprechender therapieresistenter
Schmerzsymptomatik (Bericht vom 12. Januar 1992, UV-act. 16).
A.b Im Auftrag des Unfallversicherers wurde der Versicherte am 4. November 1993
durch Dr. med. D._, Spezialarzt FMH für Chirurgie, untersucht. Im Bericht vom
19. November 1993 führte dieser aus, der Versicherte leide: an einer schmerzhaften
hypomobilen Halswirbelsäule (kraniale Segmente) bei Status nach sogenanntem
Schleudertrauma; an dauernden Kopfschmerzen, posttraumatisch; an einer
abklingenden, anfänglich schweren reaktiven depressiven Entwicklung,
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posttraumatisch, sowie an kaum beherrschbaren Schmerzzuständen im Kopf, Hals,
Nacken und Schultergürtel mit in die Arme ausstrahlenden Parästhesien. Des Weiteren
bestehe ein Verdacht auf eine Suchtentwicklung. Dr. D._ empfahl die Durchführung
weiterer medizinischer Abklärungen (UV-act. 33).
A.c Am 28. November 1994 erstattete Dr. med. F._, Spezialarzt für Neurologie FMH,
dem Unfallversicherer ein neurologisches/neuropsychologisches Gutachten. Er
gelangte zum Schluss, dass der Versicherte an einem mittelschweren Cervikalsyndrom,
einem mittelschweren bis schweren cervico-cephal Syndrom und einer
posttraumatischen Anpassungsstörung (mit intermittierend depressiver Entwicklung,
intermittierend aufgetretenem Analgetika-Abusus und kognitiven Störungen) leide. Die
Leiden seien mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Unfallereignis vom 3. Juli
1990 zurückzuführen. Als Anästhesiepfleger sei der Versicherte zu 100%
arbeitsunfähig. Bei frei wählbarem Arbeitsrhythmus sei ihm 2 bis 3 Stunden täglich eine
leidensangepasste Tätigkeit zumutbar (UV-act. 36).
A.d Der Berufsberater der Invalidenversicherung hielt am 19. April 1995 fest, der
Versicherte leide an einer schweren reaktiven Depression nach Motorradunfall mit
Schleudertrauma der HWS mit therapieresistenter Schmerzsymptomatik. Er sei auf
dauernde psychiatrische Behandlung angewiesen und beruflich nicht mehr integrierbar
(act. G 1.12). Die IV-Stelle des Kantons St.Gallen sprach dem Versicherten mit
Verfügungen vom 4. und 6. Oktober 1995 rückwirkend ab 1. Juli bis 31. August 1991
eine halbe Rente und ab 1. September 1991 eine ganze Rente zu (act. G 1.7 f.).
A.e Mit Schreiben vom 14. November 1997 unterbreitete der Unfallversicherer dem
Versicherten einen Vergleichsvorschlag betreffend seinen Rentenanspruch (UV-
act. 136). In der Folge entspann sich eine ausführliche Korrespondenz hinsichtlich einer
vergleichsweisen Festsetzung des Rentenanspruchs, die schliesslich in den
Verfügungen vom 22. Januar 1998 und vom 3. August 1999 mündete. Darin sprach der
Unfallversicherer dem Versicherten unter Anrechnung der Rentenleistung der
Invalidenversicherung rückwirkend ab 1. Januar 1996 (UV-act. 140) bzw. ab
1. September 1998 eine Komplementärrente zu (UV-act. 171).
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A.f Im vom Unfallversicherer eingeholten Aktengutachten vom 7. Februar 2009 vertrat
Dr. med. G._, Facharzt für Orthopädische Chirurgie FMH, die Auffassung, es lägen
keine überwiegend wahrscheinlichen Unfallfolgen mehr vor. Es scheine, dass sich die
Schmerzen über die Jahre irgendwie verselbstständigt hätten. Er empfahl eine
unfallmedizinische Standortbestimmung (UV-act. 53). Im Schreiben vom 1. August
2012 beantwortete der Versicherte verschiedene Fragen des Unfallversicherers (siehe
zum Fragekatalog UV-act. 237) und gab u.a. an, dass er an
Bewegungseinschränkungen der HWS und Kopfschmerzen leide. Seine
Gesamtbelastungsfähigkeit sei erheblich reduziert (UV-act. 239). Am 29. Mai 2013
berichtete med. pract. D._, der Versicherte leide u.a. an einem Zustand nach
Beschleunigungsverletzung der Halswirbelsäule mit Dauerfolgen auf körperlicher und
psychischer Ebene (chronische Schmerzen im Kopf-, Hals- und Nackenbereich,
psychische und kognitive Einschränkungen wie Depressivität,
Konzentrationsschwäche, Auffassungs- und Gedächtnisstörungen, rasche geistige
Ermüdbarkeit) und einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig
mittelgradige Episode (ICD-10: F33.1). Der Gesundheitszustand des Versicherten habe
sich seit der Beurteilung von Dr. F._ vom 28. November 1994 insgesamt nicht
verändert (UV-act. 56).
A.g Im Auftrag des Unfallversicherers wurde der Versicherte im Rahmen eines vom
28. Oktober bis 1. November 2013 dauernden stationären Aufenthalts im ZMB Zentrum
für Medizinische Begutachtung, Basel, polydisziplinär (internistisch, rheumatologisch,
neurologisch, psychiatrisch und neuropsychologisch) abgeklärt. Die Gutachter stellten
im Gutachten vom 25. Februar 2014 u.a. folgende Diagnosen: ein chronisches Cerviko
vertebralsyndrom mit cephaler Komponente bei multisegmentalen degenerativen HWS-
Veränderungen; ein chronisches Lumbovertebralsyndrom bei multisegmentalen
degenerativen LWS-Veränderungen; eine leichte neuropsychologische Störung bei
Schmerzen/Analgetika; eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit abhängigen und
narzisstisch-leistungsorientiert-unsteten Anteilen; eine somatoforme Schmerzstörung;
eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig remittiert, und ein Status nach
HWS-Distorsionstrauma 07/1990. Vor dem Hintergrund beruflich extrem angespannter
Verhältnisse und auch beziehungsmässig nicht einfacher Umstände sei es im
Zusammenhang mit dem Unfall vom 3. Juli 1990, der als Gelegenheitsursache zu
bezeichnen sei, zur Entwicklung einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung
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gekommen. Die Diagnose ergebe sich einerseits aus den ausgeprägten emotionalen
Konflikten und psychosozialen Belastungssituationen, andererseits aus den somatisch
nicht hinlänglich geklärten Schmerzen. Gleichzeitig habe eine rezidivierende depressive
Störung eingesetzt. Diese dürfte einerseits auf der Persönlichkeitsdestabilisierung im
Zusammenhang mit dem Unfall fussen, andererseits eine Verbindung zur eskalierenden
Eheproblematik gehabt haben. Nach Austritt aus der Klinik C._ (8. Januar 1992, act.
G 1.6) sei dann die unfallbedingte depressive Störung abgeheilt. Der Versicherte lebe in
tragfähiger dritter Ehe, besuche Theater und Konzerte, fahre sein Auto und sein
Motorrad, unterhalte Kontakte im Dorf, verbringe die Winterzeit in H._, habe dort
auch im Sommer 2013 drei Wochen Ferien verbracht, pflege sportliche Interessen und
verfolge Politik. Insgesamt könne eine gewisse Einschränkung des Rendements
attestiert werden. Dies infolge von Schmerzen sowie einer gewissen affektiven
Schwankung, was einen etwas erhöhten Pausenbedarf voraussetze. Aus
psychiatrischer Sicht bestehe krankheitsbedingt eine 20%ige Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit. Dabei sei von üblichen Arbeitszeiten auszugehen. Aus
rheumatologischer, neurologischer und psychiatrischer Sicht könnten die geltend
gemachten Gesundheitsschädigungen nicht mehr mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit als Folge des Unfallereignisses vom 3. Juli 1990 angesehen
werden. Gesamtheitlich betrachtet habe unfallbedingt bis Ende 1995 eine 100%ige
Arbeitsunfähigkeit bestanden, anschliessend krankheitsbedingt eine 20%ige
Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischen Gründen. Schliesslich bestehe ab
Gutachtensdatum krankheitsbedingt eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit (UV-act. 57).
A.h Am 15. August 2014 verfügte der Unfallversicherer gestützt auf die Beurteilung der
ZMB-Gutachter die revisionsweise Renteneinstellung per 31. August 2014 (UV-
act. 275). Dagegen erhob der Versicherte am 17. September 2014 Einsprache und
beantragte, es sei ihm weiterhin die bisherige Rente auszurichten (UV-act. 276). Am
7. Oktober 2015 erhob er beim Versicherungsgericht eine
Rechtsverzögerungsbeschwerde (Verfahren UV 2015/61, UV-act. 281). Am
18. November 2015 erliess der Unfallversicherer einen Einspracheentscheid, worin er
die Einsprache abwies (UV-act. 283). Daraufhin schrieb das Versicherungsgericht das
Verfahren UV 2015/61 am 7. Dezember 2015 infolge Gegenstandslosigkeit ab (UV-
act. 286).
B.
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B.a Gegen den Einspracheentscheid vom 18. November 2015 richtet sich die
vorliegende Beschwerde vom 4. Januar 2016. Der Beschwerdeführer beantragt darin
dessen Aufhebung. Die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, ihm weiterhin die
versicherten Leistungen gemäss Verfügung vom 22. Januar 1998 bzw. 3. August 1999
auszurichten; unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Im Wesentlichen bringt er vor,
es seien weder die Voraussetzungen für ein wiedererwägungsweises Zurückkommen
auf die ursprüngliche Rentenzusprache noch diejenigen für eine revisionsweise
Anpassung des Rentenanspruchs erfüllt. Weder sein beeinträchtigter
Gesundheitszustand noch seine Leistungsfähigkeit hätten sich inzwischen verbessert.
Der Unfall vom 3. Juli 1990 bilde nach wie vor zumindest eine Teilursache der noch
heute bestehenden Beschwerden und Einschränkungen (act. G 1).
B.b Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 21. April 2016
die Abweisung der Beschwerde. Sie vertritt den Standpunkt, dass einerseits die
ursprüngliche Rentenzusprache offensichtlich unrichtig gewesen sei, weshalb eine
wiedererwägungsweise Einstellung zulässig sei. Andererseits liege eine
anspruchserhebliche Änderung der tatsächlichen Verhältnisse vor, weshalb die
Einstellung auch gestützt auf eine Revision rechtmässig sei. Die von den ZMB-
Gutachtern bescheinigte Arbeitsunfähigkeit sei ausschliesslich krankheitsbedingt (act.
G 7).
B.c In der Replik vom 23. September 2016 hält der Beschwerdeführer unverändert an
der Beschwerde fest und beantragt die Durchführung einer mündlichen Verhandlung
(act. G 15).
B.d Die Beschwerdegegnerin erneuert in der Duplik vom 29. November 2016 ihren
Antrag um Abweisung der Beschwerde. Der Antrag auf Durchführung einer mündlichen
Verhandlung sei ebenfalls abzuweisen, da deren Durchführung keinerlei neue
Erkenntnisse bringen würde (act. G 21).
B.e Mit Schreiben vom 2. Dezember 2016 teilte das Versicherungsgericht den Parteien
mit, es werde zu gegebener Zeit darüber befinden, ob die vom Beschwerdeführer
beantragte Parteibefragung durchgeführt werde (act. G 22).

Erwägungen
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1.
Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist die Rechtmässigkeit
der von der Beschwerdegegnerin angeordneten Einstellung der Rente.
1.1 Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über
die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die
Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der
Übergangsbestimmungen zur Änderung des UVG vom 25. September 2015 werden
Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben,
und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach
bisherigem Recht gewährt. Vorliegend finden daher, nachdem der Streitigkeit ein
Ereignis aus dem Jahr 1990 zugrunde liegt, die bis 31. Dezember 2016 gültigen
Bestimmungen Anwendung.
1.2 Ist die versicherte Person infolge des Unfalls zu mindestens 10% invalid (Art. 8 des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG;
SR 830.1]), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Eine
Leistungspflicht des Unfallversicherers besteht demnach nur für Gesundheitsschäden,
die natürlich und adäquat-kausal mit einem versicherten Unfallereignis
zusammenhängen (vgl. dazu BGE 129 V 181 f. E. 3.1 f.). Invalidität ist gemäss Art. 8
Abs. 1 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder
teilweise Erwerbsunfähigkeit (zum Begriff der Erwerbsunfähigkeit siehe Art. 7 Abs. 1
und 2 ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrads wird das Erwerbseinkommen,
das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der
medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung
gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid
geworden wäre (Art. 16 ATSG). Die Invalidenrente beträgt bei Vollinvalidität 80% des
versicherten Verdienstes; bei Teilinvalidität wird sie entsprechend gekürzt (Art. 20
Abs. 1 UVG).
1.3 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft
entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG).
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Rentenzusprechende Verfügungen, die auf einem Vergleich beruhen, sind ohne
Weiteres in Anwendung von Art. 17 Abs. 1 ATSG revidierbar (Entscheid des
Bundesgerichts vom 25. April 2018, 8C_581/2017, E. 5). Der Versicherungsträger kann
ausserdem auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide
zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung zuvor
nicht möglich war (Art. 53 Abs. 2 ATSG). Eine Zurückhaltung bei der Annahme einer
zweifellosen Unrichtigkeit ist angebracht, wenn die ursprünglich verfügte
Leistungszusprache Ergebnis von Vergleichsbemühungen gewesen ist (vgl. hierzu
sowie zur Zulässigkeit vergleichsweiser Regelungen bereits vor Erlass des ATSG BGE
140 V 77 ff., insbesondere E. 3.2).
2.
Zunächst ist zu prüfen, ob die von der Beschwerdegegnerin angeordnete
Renteneinstellung im Rahmen der Revision gemäss Art. 17 Abs. 1 ATSG rechtmässig
ist.
2.1 Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung im
Sinn von Art. 17 Abs. 1 ATSG bildet die letzte rechtskräftige Verfügung, die auf einer
materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung,
Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs beruht. Dagegen
stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen
unverändert gebliebenen Gesundheitszustands auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein
genommen keinen Anpassungsgrund dar (Urteil des Bundesgerichts vom 3. November
2008, 9C_562/2008, E. 2.1).
2.2 Massgebender Referenzzeitpunkt bildet die Verfügung vom 22. Januar 1998 (UV-
act. 140), worin dem Beschwerdeführer gestützt auf Art. 20 Abs. 2 UVG eine echte
Komplementärrente (und damit nicht eine unechte Komplementärrente, die dem für
Voll- oder Teilinvalidität vorgesehenen Betrag der ordentlichen Invalidenrente
entspricht) zugesprochen wurde (siehe zur Unterscheidung zwischen der echten und
unechten Komplementärrente Philipp Geertsen, Das Komplementärrentensystem der
Unfallversicherung zur Koordination von UVG-Invalidenrenten mit Rentenleistungen der
1. Säule [Art. 20 Abs. 2 UVG], St. Gallen 2011, S. 86 ff.). Für den Sachverhaltsvergleich
nicht massgebend ist demgegenüber die spätere Verfügung vom 3. August 1999 (IV-
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act. 171). Denn darin wurde die bisherige Komplementärrentenleistungen lediglich
hinsichtlich einzelner Elemente der Überentschädigungsberechnung per 1. September
1998 angepasst. Eine Veränderung des Invaliditätsgrads wurde nicht vorgenommen.
Die Verfügung vom 3. August 1999 beruht auch nicht auf einer neuerlichen
umfassenden Abklärung des medizinischen Sachverhalts. Aus den Akten ergeben sich
ferner keine relevanten medizinischen Abklärungen im zwischen den beiden
Verfügungen liegenden Zeitraum.
2.3 Der Verfügung vom 22. Januar 1998 lässt sich nicht ohne Weiteres entnehmen,
welcher medizinische Sachverhalt und welcher Invaliditätsgrad der Rentenzusprache
zugrunde liegen.
2.3.1 Bezüglich des Invaliditätsgrads ergibt sich aus dem Schreiben der
Beschwerdegegnerin vom 14. November 1997, „dass es so oder so zu einer
Komplementärrente im Sinne der obenerwähnten Bestimmung [Art. 20 Abs. 2 UVG]
kommen wird und dass deshalb nicht mehr gross über die prozentuale Quote des hier
effektiv zutreffenden Invaliditätsgrads diskutiert werden muss“ (UV-act. 136, S. 2). Die
echte Komplementärrente darf höchstens dem für Voll- oder Teilinvalidität
vorgesehenen Betrag der Invalidenrente entsprechen (Art. 20 Abs. 2 Satz 1 letzter
Satzteil UVG). Bei einem versicherten Verdienst von Fr. 75‘262.-- (UV-act. 140), der in
die Berechnung der ordentlichen Invalidenrente gemäss Art. 20 Abs. 1 UVG mit 80%
(Fr. 60‘210.--) einfliesst, und der zugesprochenen jährlichen Komplementärrente von
Fr. 58‘212.-- (Fr. 4‘851.-- x 12) ist damit - zumindest implizit - in der ursprünglichen
Rentenverfügung ein Invaliditätsgrad von wenigstens (aufgerundet) 97%
(Fr. 58‘212.-- / Fr. 60‘210.--) berücksichtigt worden. Somit wurde damals eine relevante
Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers verneint.
2.3.2 Aus den damaligen Akten, die - wenn überhaupt - lediglich knappe Ausführungen
zur Arbeitsfähigkeit enthalten, geht immerhin hervor, dass der Beschwerdeführer
unfallbedingt sowohl wegen Schmerzen und dadurch bedingter
Bewegungseinschränkungen als auch wegen einer Depression in seiner
Arbeitsfähigkeit eingeschränkt war. Starke Schmerzen führten zur Depression und
umgekehrt (Bericht von Dr. D._ vom 5. November 1997, UV-act. 42; siehe auch den
Zwischenbericht von med. pract. D._ vom 3. März 1995, UV-act. 37; zur
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neurologischen/neuropsychologischen Beurteilung durch Dr. F._ siehe dessen
Gutachten vom 28. November 1994, UV-act. 36; siehe ferner auch den Bericht von
Dr. D._ vom 19. November 1993, UV-act. 33). Der Berufsberater der
Invalidenversicherung zog am 19. April 1995 unter pauschalem Verweis auf die
medizinische Aktenlage den Schluss, der Beschwerdeführer sei beruflich nicht mehr
integrierbar. Er leide seit 3. Juli 1990 an einer schweren reaktiven Depression nach
Motorradunfall mit Schleudertrauma der HWS mit therapieresistenter
Schmerzsymptomatik (act. G 1.12). Schliesslich machte der damalige Rechtsvertreter
des Beschwerdeführers im Schreiben vom 23. Mai 1997 geltend, dass sich dessen
gesamter Gesundheitszustand seit dem Gutachten von Dr. F._ weiter verschlechtert
habe (UV-act. 130).
2.4 Zu beurteilen bleibt der nach der ursprünglichen Rentenzusprache vom 22. Januar
1998 eingetretene Verlauf des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers.
2.4.1 Bezüglich des psychischen Leidens stellte der psychiatrische ZMB-Gutachter
fest, die rezidivierende depressive Störung sei gegenwärtig remittiert (UV-act. 57,
S. 55). Aus dessen Befunderhebung ergeben sich im Vergleich zu den vor dem
22. Januar 1998 ergangenen Akten (siehe vorstehende E. 2.3.2) keine Gesichtspunkte
mehr, die auf ein die Arbeitsfähigkeit einschränkendes depressives Leiden hindeuten.
So führte der psychiatrische ZMB-Gutachter aus: „Unauffällige Bewusstseinslage und
Orientierung. [...] Der Versicherte zeigt einen zu Beginn eher reservierten Antrieb, der
sich im Verlauf der Exploration gut entwickelt, das Ausdrucksverhalten verflüssigt sich,
der Versicherte geht beim Behandeln entsprechender Themen gestisch und mimisch
mit, kann auch lächeln (zum Beispiel wenn er über seine Hobbies spricht). [...].
Ausdauernder, zielstrebiger Wille. Keine Ermüdungszeichen auch bei Ende der
dreistündigen Exploration. [...] Der Versicherte ist situationsadäquater Stimmung, die
Stimmung ist gut modulierbar, der Versicherte kann bei entsprechenden Themen
lächeln [...]“. Eine Suizidalität wurde verneint (UV-act. 57, S. 52 f.). Für einen
inzwischen verbesserten psychischen Gesundheitszustand spricht ausserdem der vom
psychiatrischen ZMB-Gutachter gezogene Schluss, „der Versicherte war in der Lage
von der integrativ-psychiatrischen Behandlung zu profitieren“ (UV-act. 57, S. 61).
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2.4.2 Auch die inzwischen aktive Alltagsgestaltung des Beschwerdeführers, die den vor
der Rentenzusprache ergangenen Akten (noch) nicht entnommen werden kann, spricht
klar für eine Verbesserung des psychischen Gesundheitszustands und weist auf eine
stark verbesserte Leidensanpassung hin. So hat der Beschwerdeführer - nebst seinem
Motorrad-Hobby - vor allem Interesse am Sport. Einerseits besuche er zum Beispiel
Fussballspiele, schaue sich im Fernsehen Fussballspiele und Boxkämpfe an. Er sei
Mitglied in einem Fussballverein sowie im Boxverband. Im Fernsehen verfolge er nebst
Sport politische Sendungen. In der Zeitung lese er Artikel über Sport und Politik.
Zusammen mit seiner Ehefrau besuche er Theater- und Konzertvorstellungen. Er
erledige Einkäufe und habe in den letzten Jahren wiederholt mehrwöchige Ferien in
H._ verbracht (UV-act. 57, S. 50 f., S. 61 und S. 86; zu den verschiedenen
Vereinsaktivitäten siehe auch die Hinweise der Beschwerdegegnerin in act. G 7.1 ff.).
2.4.3 Gegen die Annahme einer Veränderung des der ursprünglichen Rentenzusprache
zugrunde gelegten Sachverhalts spricht nicht, dass der psychiatrische ZMB-Gutachter
den Standpunkt vertrat, psychiatrischerseits bestehe seit dem Austritt aus der
Rehabilitationsklinik C._ keine unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit mehr. Entsprechend
habe sich aus psychiatrischer Sicht diesbezüglich seit dem 1. September 1998 nichts
mehr verändert (UV-act. 57, S. 93). Denn diese Schlussfolgerung beruht auf der
lediglich kurzen Begründung, dass der Versicherte nach dem Austritt aus der Klinik
C._ vom 8. Januar 1992 als stimmungsmässig aufgehellt beschrieben worden sei.
Entsprechend sei dann die unfallbedingte depressive Störung abgeheilt (UV-act. 57,
S. 85). Aus dem Austrittsbericht der Klinik C._ vom 8. Januar 1992 ergibt sich
indessen noch nicht, dass das depressive Leiden sich massgeblich und dauerhaft
verbessert hätte oder sogar vollständig geheilt worden wäre. Insbesondere geht daraus
noch nicht hervor, dass sich die Stimmung des Beschwerdeführers wesentlich und
dauerhaft aufgehellt hätte. Vielmehr führten die in der Klinik C._ behandelnden Ärzte
aus, der Beschwerdeführer leide (immer noch) an einer reaktiven Depression mit
Schlafstörungen, Überforderungsgefühlen und Suizidgedanken. Sie empfahlen
insbesondere zur Steigerung des Selbstwertgefühls den Versuch einer
Arbeitsaufnahme zu 50%. Während des Aufenthalts habe er lediglich die Einsicht
gewinnen können, dass er selbst entscheidend zur Verbesserung der psychischen
Situation beitragen könne (act. G 1.6). Einzig med. pract. D._ berichtete am
12. Januar 1992, dass sich die Stimmung des Beschwerdeführers völlig aufgehellt
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habe. Die Depression sei nun praktisch völlig abgeklungen (UV-act. 16, insbesondere
S. 6). Bereits am 11. März 1992 hielt D._ allerdings fest, der Beschwerdeführer leide
an einer depressiven Entwicklung nach Motorradunfall. Die Grundstimmung sei in den
letzten Monaten teilweise aufgehellt, aber immer noch träten sehr starke
Stimmungsschwankungen auf, verbunden mit Schlafstörungen (UV-act. 18). Daher und
mit Blick auf die weiteren bis zum Erlass der ursprünglichen Rentenverfügung
ergangenen Akten (siehe hierzu vorstehende E. 2.3.2) ist vielmehr davon auszugehen,
dass es nach dem Austritt aus der Klinik C._ noch zu keiner relevanten,
längerdauernden Rückbildung des depressiven Leidens bis zum Zeitpunkt der
ursprünglichen Rentenverfügung (22. Januar 1998) gekommen ist.
2.5 Bei der Annahme einer sich aus dem psychiatrischen ZMB-Teilgutachten
ergebenden gesundheitlichen Verbesserung ist ausserdem zu berücksichtigen, dass
die medizinischen Akten bei der Rentenzusprache lediglich knappe Ausführungen zur
Arbeitsunfähigkeit sowie zu den konkreten gesundheitlichen Beeinträchtigungen
enthalten, was eine inhaltliche Auseinandersetzung im Rahmen einer
Verlaufsbeurteilung zwangsläufig erschwert. Ob damals gar der
Untersuchungsgrundsatz verletzt wurde bzw. ein Grund für eine Wiedererwägung
gegeben ist, wie von der Beschwerdegegnerin geltend gemacht (act. G 7, S. 3 f.) und
vom Beschwerdeführer bestritten wird (act. G 1, S. 8 f.), kann angesichts des
vorliegenden Verfahrensausgangs offen bleiben.
2.6 Nach dem Gesagten ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen,
dass sich der Gesundheitszustand, wie er der ursprünglichen Rentenzusprache
zugrunde gelegt wurde, inzwischen erheblich verbessert hat und spätestens nach der
ZMB-Begutachtung (28. Oktober bis 1. November 2013) keine unfallbedingten
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit mehr bestehen. Deshalb und da keine
unfallbedingten Gründe ersichtlich sind, welche der Verwertung der Erwerbsfähigkeit
entgegenstehen oder diese rentenrelevant schmälern könnten, ist ab 1. November
2013 aus unfallversicherungsrechtlicher Sicht wieder von einem
rentenausschliessenden Invaliditätsgrad auszugehen. Dass sich der
Gesundheitszustand zusätzlich aus unfallfremden Gründen verschlechtert hat, ist für
die auf dem Weg der Revision anzupassende unfallbedingte Arbeitsfähigkeit ausser
Acht zu lassen. Die ZMB-Gutachter haben bezüglich ihrer Arbeitsfähigkeitsbeurteilung
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nachvollziehbar gestützt auf umfassende Untersuchungen begründet, weshalb
(spätestens) im Zeitpunkt der Begutachtung (28. Oktober bis 1. November 2013) keine
unfallbedingten Beeinträchtigungen der Arbeitsfähigkeit mehr vorhanden sind und die
von ihnen festgestellten Beeinträchtigungen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit mit
krankheitsbedingtem Geschehen zu erklären sind (UV-act. 57, S. 89 ff.). Insbesondere
haben sowohl der rheumatologische als auch der neurologische ZMB-Gutachter
ausdrücklich und plausibel dargelegt, dass die nach der Rentenzusprache
eingetretenen Verschlechterungen unfallfremd bzw. degenerativ bedingt sind (UV-
act. 57, S. 92). Gestützt auf die gutachterliche Beurteilung kann mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass das Unfallereignis vom 3. Juli
1990 und dessen Folgen weggedacht werden können, ohne dass auch die von den
Gutachtern (aus krankheitsbedingten Gründen) bescheinigte Arbeitsunfähigkeit entfällt.
Diese Arbeitsfähigkeitsbeurteilung erfüllt die rechtsprechungsgemässen Anforderungen
an beweiskräftige medizinische Expertisen (siehe hierzu BGE 125 V 352 E. 3a mit
Hinweisen). Der Beschwerdeführer bringt denn auch keine objektiven Gesichtspunkte
vor, die den Beweiswert dieser Arbeitsfähigkeitsbeurteilung in Frage stellen. Aus
seinem Hinweis, der psychiatrische ZMB-Gutachter habe in Bezug auf das
Unfallereignis vom 3. Juli 1990 und die somatoforme Schmerzstörung von einer
„Gelegenheitsursache“ gesprochen (act. G 1, Rz 38; zu den Ausführungen im
Gutachten siehe UV-act. 57, S. 59 f.), kann er entgegen seiner Auffassung nichts zu
Gunsten des von ihm geltend gemachten Fortbestehens der natürlichen Kausalität
zwischen Unfall und Arbeitsunfähigkeit ableiten. Vielmehr hat der psychiatrische ZMB-
Gutachter den Unfall hinsichtlich der somatoformen Schmerzstörung nicht als relevant
kausales Geschehen qualifiziert. Selbst wenn im Übrigen noch von einer Teilkausalität
ausgegangen würde, so gilt es zu beachten, dass der psychiatrische ZMB-Gutachter
der somatoformen Schmerzstörung gar keine Wirkung auf die Arbeitsfähigkeit
beigemessen hat. Vielmehr hat er ausdrücklich festgehalten, „weitere
Arbeitsunfähigkeiten müssten auf dem Boden der Persönlichkeitsstörung
krankheitsbedingt beurteilt werden“ (UV-act. 57, S. 94). Der Vollständigkeit halber ist
namentlich in Bezug auf die Kausalitätsfrage zu erwähnen, dass nach der
Rechtsprechung des Bundesgerichts der Rentenanspruch in rechtlicher und
tatsächlicher Hinsicht umfassend ("allseitig") zu prüfen sei, wobei keine Bindung an
frühere Beurteilungen bestehe, wenn - wie im hier zu beurteilenden Fall - ein
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 14/14
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Revisionsgrund vorliege (Urteil des Bundesgerichts vom 25. April 2018, 8C_581/2017,
E. 6.2, mit Hinweis auf BGE 141 V 10 f. E. 2.3).
2.7 Der Zeitpunkt der Renteneinstellung ist nicht bemängelt worden, weitere
Ausführungen dazu erübrigen sich.
3.
Das Versicherungsgericht stellt nach Art. 61 lit. c ATSG unter Mitwirkung der Parteien
die für den Entscheid erheblichen Tatsachen fest, erhebt die notwendigen Beweise und
ist in der Beweiswürdigung frei. Der Beschwerdeführer hat in der Replik ohne nähere
Begründung die Durchführung einer mündlichen Verhandlung beantragt (act. G 15
Ziff. II/2). Aus den weiteren Ausführungen ergibt sich, dass es ihm dabei nicht um eine
öffentliche Parteiverhandlung, sondern um eine Parteibefragung geht (vgl. die
Beweisanträge auf S. 4-6 der Replik, act. G 15; vgl. entsprechend auch act. G 22). Dies
ist nicht vom Anspruch auf eine öffentliche Verhandlung gedeckt (vgl. zur Thematik das
Urteil des Bundesgerichts vom 10. November 2014, 9C_506/2014, E. 2.2 m.H.). Der
Beschwerdeführer hat seinen Standpunkt in seinen Eingaben ausführlich dargelegt,
sodass von einer Parteibefragung kein weiterer Erkenntnisgewinn zu erwarten ist,
weshalb diese unterbleiben kann.
4.
Nach dem Gesagten ist der Einspracheentscheid vom 18. November 2015 nicht zu
beanstanden und die Beschwerde abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu erheben
(Art. 61 lit. a ATSG). Ausgangsgemäss besteht kein Anspruch auf eine
Parteientschädigung.