Decision ID: f1e1e592-a318-5d2c-a55d-ec37f85c7a9b
Year: 2017
Language: de
Court: SG_VWEK
Chamber: SG_VWEK_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt:
A.- X war seit dem 24. August 2006 im Besitz des Führerausweises der Kategorie B.
Zudem war er seit dem 26. Oktober 2009 für die Fahrzeugkategorie A fahrberechtigt. Er
ist im Administrativmassnahmen-Register nicht verzeichnet.
B.- Am 7. September 2016, ca. 13.20 Uhr, wurde X anlässlich einer polizeilichen
Intervention kontrolliert. Ein Alkoholatemlufttest ergab einen Wert von 2,03
Gewichtspromille. Mit Bericht vom 8. September 2016 informierte die Kantonspolizei
St. Gallen das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt des Kantons St. Gallen über den
Vorfall. Sie wies darauf hin, dass sich eine Überprüfung der Fahrtauglichkeit von X
aufdränge.
C.- Das Strassenverkehrsamt eröffnete am 19. September 2016 ein Verfahren zur
Abklärung der Fahreignung und verbot X das Führen von Motorfahrzeugen aller
Kategorien sowie aller Unter- und Spezialkategorien vorsorglich ab sofort. Die am 23.
September 2016 angeordnete verkehrsmedizinische Untersuchung wurde am 5.
Dezember 2016 im Fachzentrum Forensik Ostschweiz (FAFORO) in Buchs
durchgeführt. Ergänzend wurde am 1. November 2016 am Institut für Rechtsmedizin
des Kantonsspitals St. Gallen (IRM) eine Kopfhaarprobe abgenommen. Deren Analyse
ergab einen Ethylglucuronidwert (EtG, Abbauprodukt von Alkohol) von mehr als 100
pg/mg. Im Gutachten vom 10. Januar 2017 wurde festgehalten, dass eine
Alkoholabhängigkeit vorliege, weshalb X mehr als jede andere Person gefährdet sei, ein
Fahrzeug in alkoholisiertem Zustand zu lenken. Ob die vorliegende rezidivierende
depressive Störung die Fahreignung negativ beeinflusse, könne gegenwärtig nicht
abschliessend beurteilt werden. Die Fahreignung sei aus verkehrsmedizinischer Sicht
aktuell nicht gegeben. Der Gutachter empfahl eine mindestens zwölfmonatige
kontrollierte Alkoholabstinenz mittels halbjährlicher Haaranalysen sowie regelmässige
suchtbezogene Beratungsgespräche.
D.- Mit Schreiben vom 11. Januar 2017 gewährte das Strassenverkehrsamt X das
rechtliche Gehör zum vorgesehenen Führerausweisentzug auf unbestimmte Zeit. Sein
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Rechtsvertreter nahm am 27. Januar 2017 schriftlich Stellung. Mit Verfügung vom
30. Januar 2017 entzog das Strassenverkehrsamt X den Führerausweis auf
unbestimmte Zeit. Die Wiedererteilung des Führerausweises machte es vom Nachweis
einer kontrollierten und fachlich betreuten Alkoholabstinenz (Beratungsstelle) von
mindestens zwölf Monaten und einer positiv lautenden verkehrsmedizinischen
Kontrolluntersuchung abhängig. Einem allfälligen Rekurs wurde die aufschiebende
Wirkung entzogen.
E.- Mit Eingabe vom 15. Februar 2017 erhob X durch seinen Rechtsvertreter Rekurs bei
der Verwaltungsrekurskommission. Das Rechtsmittel richtet sich nur gegen die
Bedingungen für die Aufhebung des Sicherungsentzugs (Ziffer 5 des Rechtsspruchs
der angefochtenen Verfügung). X beantragt, Ziffer 5 des Rechtsspruchs so abzuändern,
dass die Dauer der kontrollierten und fachlich betreuten Alkoholabstinenz von zwölf auf
sechs Monate zu reduzieren sei. Das Strassenverkehrsamt verzichtete auf eine
Vernehmlassung. Auf die Ausführungen des Rekurrenten wird, soweit erforderlich, in
den Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:
1.- Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die
Verwaltungsrekurskommission ist zum Sachentscheid zuständig. Die Befugnis zur
Rekurserhebung ist gegeben. Der Rekurs vom 15. Februar 2017 ist rechtzeitig
eingereicht worden. Er erfüllt in formeller und inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen
Anforderungen (Art. 41 lit. g , 45, 47 und 48 des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege; sGS 951.1, abgekürzt: VRP). Auf den Rekurs ist einzutreten.
2.- Im Rekursverfahren ist nur eine der Bedingungen für die Wiedererteilung des
Führerausweises umstritten. Und zwar sind sich der Rekurrent und die Vorinstanz
uneins, wie lange die kontrollierte und fachlich betreute Alkoholabstinenz dauern soll.
Die Vorinstanz legte sich auf mindestens zwölf Monate fest, der Rekurrent hält
demgegenüber mindestens sechs Monate für angemessen.
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Der Sicherungsentzug und die zweite Bedingung für die Wiedererteilung des
Führerausweises – eine positiv lautende verkehrsmedizinische Kontrolluntersuchung –
wurden demgegenüber zu Recht nicht angefochten. Gemäss Art. 16d Abs. 1 lit. b des
Strassenverkehrsgesetzes (SR 741.01, abgekürzt: SVG) wird der Führerausweis einer
Person auf unbestimmte Zeit entzogen, wenn sie an einer Sucht leidet, welche die
Fahreignung ausschliesst. Der Rekurrent bestreitet zwar die Diagnose einer
Alkoholabhängigkeit gemäss verkehrsmedizinischem Gutachten vom 10. Januar 2017.
Er räumt aber ein, dass es im Rahmen einer persönlichen Krise im September 2016 seit
längerem wieder zu einem kurzzeitig übermässigen Alkoholkonsum gekommen sei (act.
1 N 7). Dies stimmt auch mit dem Ergebnis der Haaranalyse überein. Eine EtG-
Konzentration von mehr als 100 pg/mg ist gemäss höchstrichterlicher Praxis ein
schwerwiegendes Indiz für einen verkehrsrelevanten Alkoholmissbrauch mit
Suchtgefährdung (Urteil des Bundesgerichts [BGer] 1C_243/2010 vom 10. Dezember
2010 E. 2.7). Auf die Frage der Rechtmässigkeit des verfügten Sicherungsentzugs ist
deshalb nicht mehr weiter einzugehen; dasselbe gilt für eine positiv lautende
verkehrsmedizinische Kontrolluntersuchung als zusätzliche Bedingung für die
Wiedererteilung des Führerausweises. Wird ein Führerausweisentzug gestützt auf Art.
16d Abs. 1 lit. b SVG verfügt, kann der Führerausweis erst wiedererteilt werden, wenn
die Behebung des Fahreignungsmangels nachgewiesen ist, was eine nochmalige
verkehrsmedizinische Untersuchung voraussetzt. Hierbei handelt es sich um ein
geeignetes, notwendiges und verhältnismässiges Mittel zur Gewährleistung der
Verkehrssicherheit (BGer 1C_253/2011 vom 5. März 2012 E. 2.5).
3.- Gemäss Art. 17 Abs. 3 SVG kann der auf unbestimmte Zeit entzogene
Führerausweis bedingt und unter Auflagen wiedererteilt werden, wenn eine allfällige
gesetzliche oder verfügte Sperrfrist abgelaufen ist und die betroffene Person die
Behebung des Mangels nachweist, der die Fahreignung ausgeschlossen hat. Die Art
des Nachweises hängt davon ab, welcher Mangel die Fahreignung ausgeschlossen
hat. Nach altem Recht wurde der Sicherungsentzug wegen einer Trunksucht oder
anderer Suchtkrankheiten auf unbestimmte Zeit angeordnet und mit einer Probezeit
von mindestens einem Jahr verbunden (aArt. 17 Abs. 1 SVG in der bis 31. Dezember
2000 geltenden Fassung). Nach Ablauf der Probezeit konnte der Führerausweis
bedingt und unter angemessenen Auflagen wiedererteilt werden; in der Regel wurde
hierfür der Nachweis der Überwindung der Sucht durch eine mindestens einjährige
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Abstinenz verlangt (BGer 6A.13/2000 vom 27. März 2000 E. 2a). Diese einjährige
Probezeit wurde mit der SVG-Revision von 2001 zwar gestrichen, sie lebt in der Praxis
aber weiter als Anforderung an den Nachweis für die Überwindung eines Suchtleidens
(BSK SVG-Rütsche/Weber, Art. 17 N 22 f.).
Dass es nebst einer positiv lautenden verkehrsmedizinischen Kontrolluntersuchung als
weitere Bedingung für die Wiedererteilung des Führerausweises eine kontrollierte und
fachlich betreute Alkoholabstinenz braucht, ist an sich unbestritten. Unterschiedliche
Auffassungen bestehen, wie lange diese Bedingung für die Wiedererteilung des
Führerausweises mindestens dauern soll. Für die Vorinstanz sind mindestens zwölf
Monate angezeigt, während für den Rekurrenten mindestens sechs Monate ausreichen;
darauf ist im Folgenden einzugehen.
a) Die Vorinstanz begründete die zwölfmonatige Dauer der einzuhaltenden
Alkoholabstinenz insbesondere mit dem Ergebnis der verkehrsmedizinischen
Untersuchung, wonach eine Alkoholabhängigkeit bestehe. Hierbei handelt es sich um
eine psychische Störung. Der Gutachter qualifizierte sie nach dem weltweit
anerkannten Diagnoseklassifikationssystem ICD-10 der Weltgesundheitsorganisation
(WHO) mit ICD-10 F10.25 (psychische Störung und Verhaltensstörung, Störung durch
Alkohol, Abhängigkeitssyndrom, gegenwärtiger Substanzgebrauch). Die Vorinstanz
ging davon aus, dass bei derart erheblichem und regelmässigem Alkoholkonsum
aufgrund der entwickelten hohen Alkoholtoleranz die körperlichen Gefahrensignale für
eine bestehende Trunkenheit nicht mehr zuverlässig wahrgenommen würden und
deshalb eine verantwortliche Verhaltenslenkung durch ein impulsives, an spontanen
Einfällen und Stimmungen orientiertes Verhalten abgelöst würde. Das Risiko einer
Trunkenheitsfahrt sei unverhältnismässig hoch.
Der Rekurrent hält dem entgegen, dass eine Alkoholabhängigkeit im medizinischen
Sinn nicht bestehe. Da sich das Risiko einer Trunkenheitsfahrt über Jahre hinweg nie
realisiert habe, erscheine es offensichtlich willkürlich, dieses Risiko als
unverhältnismässig hoch zu bezeichnen (act. 1 N 6 f.).
b) Vom 1. Mai bis 30. Juni 2016 hielt sich der Rekurrent stationär in der Kantonalen
Psychiatrischen Klinik (KPK) St. Pirminsberg auf. Vom 7. bis 12. Juli 2016 besuchte er
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die Tagesklinik. Der Gutachter stützt sich unter anderem auf den Austrittsbericht der
Klinik, wonach im Hintergrund ein jahrelanger Alkoholmissbrauch bestehe. Diesen habe
der Rekurrent selbständig reduziert und seit mehreren Jahren Antabus eingenommen.
Dennoch habe er das Antabus immer wieder abgesetzt, um gezielt Alkohol
konsumieren zu können, und zwar weil ihm die Motivation zur vollständigen Abstinenz
noch fehle (act. 9/22). In der Klinik sei zudem ein Asperger Syndrom festgestellt
worden. Nachdem verschiedene Medikamente ausprobiert und viele Nebenwirkungen
aufgetreten seien, habe er wieder mit der Einnahme des Antidepressivums Fluoxetin
20 mg begonnen (act. 9/20).
Gegenüber dem Gutachter erklärte der Rekurrent, dass er zurzeit arbeitsunfähig und in
psychiatrischer Behandlung sei. Zum Vorfall vom 7. September 2016 hielt er fest, dass
es ihm psychisch schlecht gegangen sei. Während seine Freundin in Hongkong
gewesen sei, sei er alleine zu Hause gewesen. Er habe getrunken, "genug" Alkohol
gehabt und einfach nur gelebt, weil er gelebt habe. Elend habe er sich gefühlt und
versucht, alles auszuhalten. Schliesslich habe er die Nachbarn gebeten, ihn ins Spital
zu fahren. Da diese in der Wohnung aber ein Messer und eine "Kügelipistole" gesehen
hätten und er oberflächliche Schnittverletzungen gehabt habe, hätten sie den Notarzt
und die Polizei aufgeboten (act. 9/20). Die Polizei beschrieb den Rekurrenten als
offensichtlich neben den Schuhen stehend. Er habe erwähnt, dass er psychische
Probleme habe und an einer Alkoholsucht leide (act. 9/3).
Der Gutachter berücksichtigte bei seiner Diagnose nicht nur das Ergebnis der
Haaranalyse von mehr als 100 pg/mg EtG. Ein solcher Wert lässt auf einen
übermässigen Alkoholkonsum in den fünf Monaten vor der Abnahme der 5 cm langen
Haarprobe vom 1. November 2016 schliessen (BGer 1C_150/2010 vom 25. November
2010 E. 5.3). Vielmehr führte er verschiedene zusätzliche Kriterien für das Vorliegen
einer Alkoholabhängigkeit an. So sei mehrmals, auch während längerer Zeit, Antabus
verabreicht worden. Dieses Medikament helfe den starken Wunsch, Alkohol zu
konsumieren, zu reduzieren. Zudem habe der Rekurrent immer wieder die Kontrolle
über die Menge oder die Beendigung des Alkoholkonsums verloren. Demgegenüber
stellte der Gutachter keine Entzugssymptome fest. Hingegen geht er aufgrund der
Schilderungen des Rekurrenten von jahrelangem, immer wieder auch grösserem
Alkoholgebrauch aus und schliesst deshalb auf eine Toleranzentwicklung.
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Vergnügungen und Interessen seien zugunsten des Alkoholkonsums vernachlässigt
worden. Und schliesslich zeige sich ein fortgesetzter Alkoholkonsum trotz des Wissens
um dessen Schädlichkeit, insbesondere die negativen Einflüsse auf die depressiven
Episoden (act. 9/25).
c) Im verkehrsmedizinischen Gutachten wird die Diagnose der Alkoholabhängigkeit
anhand der langen Vorgeschichte und des jüngsten exzessiven Alkoholkonsums
nachvollziehbar dargelegt. Der Gutachter stützte sich auf die Akten des
Strassenverkehrsamts, die selbst vorgenommene körperliche Untersuchung vom 5.
Dezember 2016, den Untersuchungsbericht des IRM St. Gallen vom 17. November
2016 zur Haaranalyse, die Austrittsberichte der KPK St. Pirminsberg vom 25. Juli 2016,
in welchen unter anderem ebenfalls eine psychische Störung und Verhaltensstörung
durch Alkohol (gegenwärtig abstinent, aber in Behandlung mit aversiven
Medikamenten; ICD-10 F 10.23) diagnostiziert wurde, die Laborbefunde des
Hausarztes vom April und November 2016 sowie das Ergebnis der eingehenden
Befragung des Rekurrenten vom 5. Dezember 2016. Es besteht kein Anlass, von der
Expertenmeinung abzuweichen. Daran ändert auch nichts, dass es in der
Vergangenheit keine aktenkundigen Vorfälle gibt, in denen der Rekurrent unter
Alkoholeinfluss ein Fahrzeug gelenkt hatte. Namentlich schliesst dies eine
Alkoholabhängigkeit nicht aus. Der Rekurrent erhob zusammengefasst den Einwand,
dass im Gutachten Vieles falsch, zusammenhangslos und negativ dargestellt worden
sei (act. 2/4). Dass der Experte sich beim Zusammenfassen des Beurteilungsgesprächs
auf die für das Gutachten wesentlichen Punkte beschränkte, ist nicht zu beanstanden;
denn er war nicht verpflichtet, ein Wortprotokoll zu erstellen. Im Übrigen gibt es keine
konkreten Anhaltspunkte, dass er bewusst falsche Angaben machte. Es handelt sich
um eine sorgfältige Untersuchung, in welcher sämtlichen verkehrsmedizinisch
relevanten Kriterien nachgegangen wurde. Es gibt auch noch weitere Hinweise, die die
Diagnose der Alkoholabhängigkeit stützen. Der Rekurrent selbst erwähnte gegenüber
der Polizei am 7. September 2016, an einer Alkoholsucht zu leiden. Zudem vermochten
der vorsorgliche Führerausweisentzug vom 19. September 2016 und das eingeleitete
Administrativmassnahmeverfahren nicht eine sofortige Änderung des Trinkverhaltens
zu bewirken. Gemäss eigenen Angaben hörte er erst rund zweieinhalb Wochen vor der
Abnahme der Haarprobe vom 1. November 2016 mit dem Trinken auf (act. 9/19).
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d) Bei diagnostizierter Alkoholabhängigkeit ist die betroffene Person per Definition in
einem Mass abhängig, welches sie mehr als jede andere Person gefährdet erscheinen
lässt, sich in einem Zustand ans Steuer eines Fahrzeugs zu setzen, der das sichere
Führen nicht mehr gewährleistet. Eine Alkoholabhängigkeit erlaubt es deshalb nicht,
ausreichend zwischen dem Suchtmittelkonsum und dem Strassenverkehr zu trennen.
Für den Nachweis der Überwindung einer Alkoholabhängigkeit wird gemäss
bundesgerichtlicher Rechtsprechung eine mindestens einjährige kontrollierte Abstinenz
verlangt (BGer 1C_147/2017 vom 22. Juni 2017 E. 3.5). Daran hat sich die Vorinstanz
gehalten, weshalb der Rekurs abzuweisen ist.
4.- Der Sicherungsentzug und damit auch das Einhalten der Bedingungen für eine
allfällige Wiedererteilung des Führerausweises dienen dem Schutz der Sicherheit der
übrigen Verkehrsteilnehmer. Dieser Zweck wäre gefährdet, wenn der Sicherungsentzug
und die damit verknüpften Bedingungen für eine allfällige Wiedererteilung des
Führerausweises während des Beschwerdeverfahrens nicht gelten würden. Einer
allfälligen Beschwerde ist deshalb die vom Gesetz vorgesehene aufschiebende
Wirkung zu entziehen (Art. 64 in Verbindung mit Art. 51 VRP).
5.- Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten dem Rekurrenten
aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr von Fr. 1'000.– (vgl. Art. 7
Ziff. 122 der Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12) erscheint angemessen. Der
Kostenvorschuss von Fr. 1'000.– ist damit zu verrechnen.