Decision ID: fedeeb9a-dc6a-40d8-a75d-6228bc68054c
Year: 2019
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a Mit Feststellungsverfügung vom 1. Juli 2016 legte die Schweizerische
Unfallversicherungsanstalt (Suva) fest, dass C._, wohnhaft in E._, für seine
Tätigkeit als Taxifahrer sozialversicherungsrechtlich als unselbständig zu qualifizieren
sei (act. G 1.7). Dagegen erhoben A._ mit Sitz in Amsterdam (NL) und B._ mit Sitz
in Zürich am 27. Juni und 29. Juli 2016 Einsprache (act. G 1.6, 1.8). Die Suva wies die
Einsprache der B._ mit Entscheid vom 25. November 2016 ab (act. G 1.9). Die
Einsprache der A._ wurde – soweit ersichtlich – nicht behandelt.
A.b Dagegen liessen die A._ und die B._, beide vertreten durch Rechtsanwalt
Rayan Houdrouge, Lenz & Staehelin, Genf, mit Eingabe vom 13. Januar 2017
Beschwerde beim Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich mit folgenden
Rechtsbegehren erheben (act. G 1):
- Der Einspracheentscheid vom 25. November 2016 UID 701-74056.4 der Suva
bezüglich der sozialversicherungsrechtlichen Stellung von Herrn C._ sei aufzuheben;
- Es sei festzustellen, dass Herr C._ seine Tätigkeit als Fahrer im Zusammenhang
mit der D._-App als Selbständigerwerbender ausübt;
- Es sei festzustellen, dass weder A._ noch B._ oder eine sonstige Gesellschaft
der D._-Gruppe Arbeitgeber von Herrn C._ ist;
- Es sei festzustellen, dass Herr C._ als Selbständigerwerbender nicht
obligatorisch unfallversichert ist;
- Es sei festzustellen, dass weder A._ noch B._ oder eine sonstige Gesellschaft
der D._-Gruppe Sozialversicherungsbeiträge auf die an Herrn C._ im
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Zusammenhang mit der Verwendung der D._-App geleisteten Zahlungen zahlen
muss;
- A._ und B._ sei eine Entschädigung für die durch das Beschwerdeverfahren
entstandenen Parteikosten zuzusprechen.
A.c Mit Beschluss vom 6. Februar 2017 trat das Sozialversicherungsgericht des
Kantons Zürich mangels örtlicher Zuständigkeit auf die Beschwerde nicht ein (act. G 0).
Nachdem dagegen keine Beschwerde eingereicht worden war, überwies das Sozialver-
sicherungsgericht die Sache mit Postaufgabe vom 24. April 2017 zur Weiterbehandlung
dem Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen.
B.
B.a Mit Schreiben vom 11. Juli 2017 teilte das Versicherungsgericht des Kantons St.
Gallen den Parteien mit, dass es sich als örtlich zuständig erachte (act. G 2).
B.b Am 3. November 2017 reichte die Suva (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) die
Beschwerdeantwort mit folgenden Rechtsbegehren ein: 1. Auf die Beschwerden der
A._ (nachfolgend: Beschwerdeführerin 1) und der B._ (nachfolgend:
Beschwerdeführerin 2) sei nicht einzutreten; 2. Der betroffene Arbeitnehmer, C._, sei
zum Verfahren beizuladen. Sollte der Antrag auf Nichteintreten abgewiesen werden,
werde – nach Rechtskraft eines entsprechenden Beschlusses – um nochmalige
Fristansetzung zur materiellen Beantwortung der Beschwerde ersucht (act. G 7).
B.c Mit Schreiben des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 7.
November 2017 wurde C._ Gelegenheit gegeben, zur Beschwerde Stellung zu
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nehmen und im anhängig gemachten Verfahren seine Parteirechte wahrzunehmen (act.
G 8). C._ verzichtete auf eine Stellungnahme (act. G 9).
B.d Am 13. März 2018 reichte der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerinnen eine
Stellungnahme bezüglich örtliche Zuständigkeit ein (act. G 16).
C.
C.a Am 26. September 2018 teilte das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen
den Parteien mit, dass es sich weiterhin für örtlich zuständig erachte und
diesbezüglich, trotz vorgängig anderslautender Mitteilung, kein förmlicher
Zwischenentscheid ergehe. Der Beschwerdegegnerin wurde Frist zur insbesondere
materiellen Beantwortung der Beschwerde gesetzt (act. G 18). Diese liess sich am 26.
Oktober 2018 vernehmen. Sie hielt an ihrem Standpunkt, dass das
Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen örtlich nicht zuständig sei, fest und
beantragte Nichteintreten. Auf eine einlässlichere, insbesondere materielle
Vernehmlassung wurde verzichtet (act. G 19).
C.b Mangels materieller Äusserung der Beschwerdegegnerin wurde auf einen zweiten
Schriftenwechsel verzichtet (act. G 20).
C.c Am 8. November 2018 liessen die Beschwerdeführerinnen eine weitere
Stellungnahme zukommen (act. G 21), welche der Beschwerdegegnerin zur Kenntnis
gebracht wurde (act. 22).
D.
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Auf die (weiteren) Eingaben der Parteien und deren Begründungen wird, soweit

entscheidnotwendig, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Erwägungen
1.
Die neu angerufene Behörde, vorliegend das Versicherungsgericht des Kantons St.
Gallen, prüft von Amtes wegen ihre örtliche Zuständigkeit (vgl. Art. 6 des Gesetzes zur
Verwaltungsrechtspflege [VRP SG; sGS 951.1]).
1.1 Nach Art. 58 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozial-
versicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) ist das Versicherungsgericht desjenigen
Kantons zuständig, in dem die versicherte Person oder der Beschwerde führende Dritte
zur Zeit der Beschwerdeerhebung Wohnsitz hat.
1.2 Das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich verneint seine örtliche
Zuständigkeit im Wesentlichen damit, dass der Gesetzgeber in Art. 58 Abs. 1 ATSG
bewusst lediglich den Begriff Wohnsitz gewählt habe und diese Bestimmung damit nur
auf natürliche Personen anwendbar sei. Die Beschwerdeführerinnen als allfällige
Arbeitgeberinnen von C._ seien keine natürlichen Personen mit Wohnsitz, weshalb
deren Sitz nicht zur Bestimmung der örtlichen Zuständigkeit herangezogen werden
könne (act. G 0). Diese Überlegungen greifen nach Ansicht des Versicherungsgerichts
des Kantons St. Gallen zu kurz. Zwar unterscheidet der Gesetzgeber in Art. 58 Abs. 2
ATSG zwischen Sitz und Wohnsitz, bezeichnet den Ort des Arbeitgebers aber
ausdrücklich ebenfalls als Wohnsitz und spricht lediglich beim Durchführungsorgan von
dessen Sitz, obwohl in aller Regel auch beim Arbeitgeber von einem „Sitz“ auszugehen
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ist. Auch in Art. 52 Abs. 5 des Bundesgesetzes über die Alters- und
Hinterlassenenversicherung (AHVG; SR 831.10) wird vom „Wohnsitz“ des Arbeitgebers
gesprochen. In Bezug auf den Standort des Arbeitgebers wird in den Gesetzen
entsprechend mehrmals und irreführend nur vom Wohnsitz des Arbeitgebers
gesprochen, obwohl es nicht die Absicht des Gesetzgebers gewesen sein kann, dass
bei allfälliger Anwendbarkeit von Art. 58 Abs. 2 ATSG und Art. 52 Abs. 5 AHVG nur
natürliche arbeitgebende Personen oder Organe des Arbeitgebers den Gerichtsstand
an ihrem Wohnsitz begründen können. Diese Auslegung ist zu eng (vgl. THOMAS
LOCHER, ATSG und 1. Säule [AHV/IV/EL] in: SZS 2003, S. 196 f.; vgl. ferner GABRIELA
RIEMER-KAFKA, Vereinfachungen im System der schweizerischen
Sozialversicherungen, Problemfelder und Lösungsvorschläge, Bern 2014, S. 87). In
diesem Sinne hat das Bundesgericht zumindest in Bezug auf Art. 52 Abs. 5 AHVG
entschieden, dass Klage bzw. Beschwerde an jenem Ort zu erheben ist, wo die
juristische Person ihren Sitz hat (vgl. u.a. Urteil des Bundesgerichts vom 13. Februar
2007, H 130/06, E. 4.2), unabhängig vom Wortlaut in der Bestimmung, welcher nur von
Wohnsitz spricht. Eine Korrektur wurde in diesem Zusammenhang in dem nach den
vorgenannten Bestimmungen in Kraft getretenen Art. 85bis Abs. 1 AHVG gemacht,
welcher von Wohnsitz oder Sitz des Arbeitgebers spricht. Eine nicht wortgetreue
Auslegung ist auch in Bezug auf Art. 58 Abs. 1 ATSG sachgerecht. Damit können die
Beschwerdeführerinnen als Beschwerde führende Dritte im Sinne von Art. 58 Abs. 1
ATSG qualifiziert werden und ein Gerichtsstand im Kanton Zürich scheint, zumindest
bei Beitragsstreitigkeiten, gegeben. Eine abschliessende Beurteilung dazu kann indes
unterbleiben, wie sich nachfolgend zeigt.
1.3 Nebst dem Gerichtstand am Wohnsitz bzw. Sitz des Beschwerde führenden
Dritten besteht ein solcher am Wohnsitz der versicherten Person, unabhängig davon,
ob diese selbst Beschwerde erhebt (vgl. den Wortlaut in Art. 58 Abs. 1 ATSG). Hätte
der Gesetzgeber den Wohnsitz der versicherten Person nur bei Beschwerdeerhebung
durch diese als für die örtliche Zuständigkeit massgebend erachtet, womit ein
alternativer Gerichtsstand definitiv entfiele, würde sich dies aus dem Gesetzestext
ergeben („...in dem die [Beschwerde führende] versicherte Person oder der
Beschwerde führende Dritte ... Wohnsitz hat“ bzw. einfacher „... in dem die
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Beschwerde führende Person ... Wohnsitz hat“). Dasselbe gilt in Bezug auf die von der
Beschwerdegegnerin geltend gemachte Unterscheidung bezüglich Leistungs- oder
Beitragsstreitigkeiten. Eine solche ergibt sich aus dem Gesetz nicht. Nachdem die
versicherte Person, C._ (nachfolgend: Versicherter), Wohnsitz in E._ hat, ist die
örtliche Zuständigkeit des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen gegeben. Es
ist nicht von Belang, ob auch eine Zuständigkeit des Sozialversicherungsgerichts des
Kantons Zürich gegeben gewesen wäre bzw. ob die genannte Bestimmung überhaupt
einen alternativen Gerichtsstand zulässt, sofern – wie hier – ein Dritter Beschwerde
erhebt und ein Wohnsitz der versicherten Person besteht. Anders gesagt besteht am
schweizerischen Wohnsitz der versicherten Person, sofern ein solcher besteht, immer
ein Gerichtsstand (vgl. aber BGE 135 V 153 für den Fall, in dem kein Wohnsitz der
versicherten Person mehr bestand). Damit ist auch dem Umstand Rechnung getragen,
dass die versicherte Person in aller Regel, sei es bei Leistungs- oder bei
Beitragsstreitigkeiten, die schwächste „Partei“ im Verfahren ist und der Schutz bei
einem Gerichtsstand an deren Wohnort, selbst wenn sie selbst nicht Beschwerde
erhebt, am besten gewährleistet scheint.
1.4 Nachdem konkret der sozialversicherungsrechtliche Status des Versicherten zur
Beurteilung steht, ist auch die erforderliche Nähe zum Streitgegenstand am Wohnsitz
der versicherten Person gegeben. Die Gefahr widersprechender Urteile rechtfertigt
keinen ausschliesslichen Gerichtsstand im Kanton Zürich. Würde in analogen Fällen
nicht der präsumtive Arbeitgeber, sondern die versicherte Person Beschwerde
erheben, wäre das Gericht an deren Wohnsitz gestützt auf Art. 58 Abs. 1 ATSG ohne
weiteres zuständig, selbst wenn Drittbeschwerden an einem anderen Ort – namentlich
am Standort des
Arbeitgebers – möglich sind. Zuständigkeiten in verschiedenen Kantonen bei analogen
Fällen sind damit nicht vermeidbar. Zur Vermeidung von widersprüchlichen
Gerichtsurteilen bestünde im Weiteren die Möglichkeit einer Prozesssistierung (BGE
135 V 161 f. E. 4.11).
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1.5 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass das Versicherungsgericht des Kantons St
Gallen unabhängig von der Beurteilung, ob auch eine Zuständigkeit beim
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich gegeben gewesen wäre, örtlich
zuständig ist.
2.
Anfechtungsgegenstand bildet der Einspracheentscheid vom 25. November 2016,
gemäss welchem die Beschwerdegegnerin die Tätigkeit des Versicherten als D._-
Taxifahrer nach Abwägung relevanter Kriterien als unselbständige Erwerbstätigkeit und
die Beschwerdeführerin 2 als Arbeitgeberin qualifiziert hat. Im genannten Entscheid
wurde einzig über die Einsprache der Beschwerdeführerin 2 im obgenannten Sinn
entschieden. Über die Einsprache der Beschwerdeführerin 1 liegt kein Entscheid und
damit kein Anfechtungsgegenstand im Recht. Deshalb ist auf die Beschwerde der
Beschwerdeführerin 1 mangels Legitimation (vgl. Art. 59 Abs. 1 ATSG) nicht
einzutreten. Damit einher geht, dass auch auf sämtliche Anträge, welche sich auf die
Beschwerdeführerin 1 beziehen (vgl. vorstehende lit. A.b), nicht einzutreten ist (vgl.
bezüglich Anfechtungsgegenstand, Streitgegenstand, Beschwerdelegitimation etc.
auch die ausführliche und schlüssige Begründung im Entscheid des
Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 10. Juli 2018, UV.2017.00030, E.
1; abrufbar unter https://www.sozialversicherungsgericht.zh.ch/rechtsprechung).
3.
Im Streit liegt die Frage, ob die Tätigkeit des Versicherten als selbständige oder
unselbständige Erwerbstätigkeit zu qualifizieren ist und ob die Beschwerdeführerin 2
als dessen Arbeitgeberin in Frage kommt. Ist das letztgenannte nicht der Fall, kann der
beitragsrechtliche Status des Versicherten in diesem Beschwerdeverfahren
offengelassen werden (vgl. wiederum die überzeugenden Ausführungen im Entscheid
des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 10. Juli 2018, UV.
2017.00030, E. 2.1).
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3.1 Die Beschwerdegegnerin hat im Beschwerdeverfahren keine Ausführungen zur
Arbeitgeberstellung der Beschwerdeführerin 2 gemacht. Im Einspracheentscheid vom
25. November 2016 führte sie aus, dem Handelsregisterauszug könne entnommen
werden, dass die Beschwerdeführerin 2 namentlich zum Zweck habe, die D._-
Gruppe beim Anbieten von Transportdienstleistungen zu unterstützen sowie alle damit
verbundenen Dienstleistungen zu erbringen. Es könne insgesamt geschlossen werden,
dass die betreffende Gesellschaft hinsichtlich der vorliegend zu beurteilenden
Transportdienstleistung die Verantwortung für den Standort Schweiz der D._-Gruppe
trage (act. G 1.9 S. 1 f.). Die Beschwerdeführerin 2 lässt in der Beschwerde ausführen,
dass sie Dienstleistungen für andere Unternehmen der D._-Gruppe, insbesondere die
Förderung der App auf dem Schweizer Markt, erbringe. Sie erbringe aber keinerlei
Transportdienstleistungen und stehe in keiner vertraglichen Beziehung mit den
selbständigen Fahrern oder Fahrgästen, die die App nutzten. Sie sei in keiner Weise in
das Funktionieren der App eingebunden und verwalte weder die App noch deren
Nutzung. Die Tätigkeit des Fahrers in Verbindung mit der App sei hauptsächlich durch
einen Dienstleistungsvertrag mit der Beschwerdeführerin 1 geregelt (act. G 1 III/2 F.
Ziff. 7 ff. S. 6 f.).
3.2 Im Recht liegt weder ein gegenseitig unterschriebener Vertrag zwischen dem
Versicherten und der Beschwerdeführerin 2 noch ein solcher mit der
Beschwerdeführerin 1. In dem Sinne lässt sich den Akten nichts Aussagekräftiges über
die konkreten Vertragsbeziehungen des Versicherten mit der Beschwerdeführerin 2 in
Bezug auf seine Tätigkeit als D._-Fahrer entnehmen. Anlässlich einer Stellungnahme
vom 2. Oktober 2017 hat der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerinnen eine
Bestätigung eingereicht, dass der Versicherte aktuell einzig mit der Beschwerdeführerin
1 in einer vertraglichen Beziehung stehe (act. G 5). Eine vertragliche Beziehung
zwischen dem Versicherten und der Beschwerdeführerin 1 geht auch aus dem Muster-
Dienstleistungsvertrag hervor, welcher der Beschwerde beigelegt wurde (act. G 1.2).
Die Beschwerdeführerin 2 findet darin aber keine Erwähnung. Gestützt auf diese
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Ausführungen erscheint eine arbeitsrechtliche Beziehung zwischen dem Versicherten
und der Beschwerdeführerin 2 als äusserst fraglich.
3.3 Anhaltspunkte für eine wie auch immer geartete vertragliche Beziehung zwischen
den zur Diskussion stehenden Parteien sind aber dennoch vorhanden. Zum einen
vermag der Handelsregisterauszug der Beschwerdeführerin 2 (act. G 1.3) bzw. der
darin aufgeführte Zweck der schweizerischen Gesellschaft gewisse Indizien dafür zu
begründen. Zum anderen erscheinen auch die von Kurt Pärli in seinem Gutachten
"Arbeits- und sozialversicherungsrechtliche Fragen bei D._ Taxifahrer/innen" vom 10.
Juli 2016 gemachten Ausführungen (vgl. insbesondere Rz. 51, 86 ff.) als
nachvollziehbar, wenn auch in tatsächlicher Hinsicht noch nicht abschliessend geklärt.
3.4 Zusammengefasst ist festzuhalten, dass gestützt auf die Aktenlage weder die
Arbeitgebereigenschaft der Beschwerdeführerin 2 als rechtsgenüglich erstellt gelten
kann, noch dass diese auszuschliessen ist. Der Sachverhalt bedarf einer
weitergehenden Abklärung seitens der Beschwerdegegnerin (vgl. zum Ganzen
wiederum und ergänzend die Ausführungen im genannten Entscheid des
Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich, E. 3 und 4).
4.
4.1 Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde, soweit darauf
einzutreten ist, dahingehend gutzuheissen, dass die Streitsache zu ergänzenden
Abklärungen im Sinne der Erwägungen und neuer Verfügung an die
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist.
4.2 Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).
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4.3 Praxisgemäss ist die Rückweisung der Sache zur ergänzenden Abklärung und
neuen Beurteilung an die Verwaltung als volles Obsiegen der beschwerdeführenden
Partei zu werten (BGE 132 V 235 E. 6.2). Entsprechend hat die obsiegende
Beschwerdeführerin 2 Anspruch auf eine Parteientschädigung gegenüber der
Beschwerdegegnerin (Art. 61 lit. g ATSG). Diese wird vom Versicherungsgericht
festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache
und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. Sie beträgt nach Art. 22 Abs. 1
lit. b der Honorarordnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten des Kantons St.
Gallen (HonO; sGS 963.75) pauschal Fr. 1'500.-- bis Fr. 15'000.--. Bezüglich Höhe der
Entschädigung ist zu beachten, dass die Rechtsvertretung der Beschwerdeführerin 2
mehrere Parallelprozesse mit nahezu identischem Sachverhalt und identischen
Rechtsfragen führt (gerichtsnotorisch). Es erscheint demnach angemessen, die
Parteientschädigung im unteren Rahmen auf Fr. 2'400.-- (einschliesslich Barauslagen
und Mehrwertsteuer) festzulegen.
4.4 Die Beschwerdeführerin 1 ist zufolge Nichteintretens auf die Beschwerde
unterlegen (98ter VRP in Verbindung mit Art. 106 Abs. 1 der Schweizerischen
Zivilprozess¬ordnung [ZPO; SR 272]), weshalb sie grundsätzlich keinen Anspruch auf
eine Parteientschädigung hat. Dies gilt auch hier. Es ist Sache der
beschwerdeführenden Partei herauszufinden, ob sie beschwerdelegitimiert ist. Dies hat
umso mehr zu gelten, als die Beschwerdeführerin 1 anwaltlich vertreten ist.
Entsprechend hat sie das Prozesskosten¬risiko zu tragen.