Decision ID: 9ced68c2-4ae8-462d-87fc-c2346bad0d0c
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Mit Verfügung vom 14. Dezember 2012 verneinte die
Sozialversicherungsan
stalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle, einen Anspruch von
X._
auf eine Invalidenrente (
Urk.
7/70
). Die dagegen erhobene Beschwerde wurde vom Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich mit Urteil vom 19. August 2014 abgewiesen (
Urk.
2
; Prozess IV.2013.00116
).
2.
Mit Eingabe vom 9. Oktober 2014 gelangte
X._
an
das
Sozialver
si
cherungsgericht
und verlangte
die Revision
des Urteils vom 19. Au
gust 2014
. In prozessualer Hinsicht ersuchte sie um unentgeltliche Rechtspflege (
Urk.
1 S. 2). Die IV-Stelle beantragte in der Beschwerdeantwort vom 17. No
vember 2014 die Abweisung des Revisionsgesuchs (
Urk.
6). Mit Verfügung vom 25. November 2014 wurde
X._
die unentgeltliche Rechts
pflege gewährt (
Urk.
10).
Bereits am 8. Oktober 2014 hatte
X._
gegen das Urteil vom 19. August 2014
Beschwerde ans Bundesgericht erhoben. Mit Verfügung vom 20. November 2014 setzte das Bundesgericht das bei ih
m
hängige
Verfahren bis zum
Vorliegen des Revisionsentscheids aus (
Urk.
12, aus
beigezogene
n
Akten IV.2013.00116).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
Eine Verfahrenspartei, die vor Abschluss des bundesgerichtlichen Verfahrens einen Grund entdeckt, der ihres Erachtens die Revision des kantonalen Ent
scheides begründet, hat ein Revisionsgesuch bei der kantonalen Instanz zu stel
len
(BGE 138 II 386). Demzufolge ist auf das Revisionsgesuch einzutreten.
2.
2.1
Gemäss
Art.
61
lit
. i
des Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozial
ver
sicherungsrechts (
ATSG
)
muss die Revision von Entscheiden wegen Ent
de
ckung neuer Tatsachen oder Beweismittel oder wegen Einwirkung durch Ver
brechen oder Vergehen im Verfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht gewährleistet sein.
2.2
Nach §
29
lit
. a
des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht
(
GSVGer
)
kann gegen rechtskräftige Entscheide des Gerichts von den am Verfahren Betei
ligten Revision ve
rlangt werden, wenn sie neue er
hebliche Tatsachen erfahren oder Beweismittel auffinden, die sie im früheren Verfahren nicht beibringen konnten.
§ 30 Abs. 1
GSVGer
schreibt vor, dass das Revisionsgesuch innert 90 Tagen, von der Entdeckung des Revisionsgrundes an gerechnet, beim Gericht schriftlich einzureichen ist
2.3
Neu sind Tatsachen, die sich vor Erlass des
(
formell rechtskräfti
gen
)
Entscheids
verwirklicht haben, jedoch dem Revisionsgesuchsteller trotz hinreichender Sorgfalt nicht bekannt waren. Die neuen Tatsachen müssen ferner erheblich sein, d.h. sie müssen geeignet sein, die
tatbeständliche
Grundlage des zur Revi
sion beantragten Entscheids zu verändern und bei zutreffender rechtlicher Wür
digung zu einer andern Entscheidung zu führen. Neue Beweismittel haben ent
weder dem Beweis der die Revision begründenden neuen erheblichen Tatsachen oder dem Beweis von Tatsachen zu dienen, die zwar im früheren Verfahren be
kannt gewesen, aber zum Nachteil des Gesuchstellers unbewiesen geblieben sind. Erheblich ist ein Beweismittel, wenn anzunehmen ist, es hätte zu einem anderen Urteil geführt,
falls das Gericht respektive
die Verwaltung im
Haupt
verfahren
davon Kenntnis gehabt hätte. Ausschlaggebend ist, dass das Beweis
mittel nicht bloss der Sachverhaltswürdigung, sondern der
Sachverhaltsermitt
lung
dient. Ein Revisionsgrund ist nicht schon dann
gegeben, wenn das Gericht respektive
die Verwaltung bereits im Hauptverfahren bekannte Tatsachen un
richtig gewürdigt
hat
. Notwendig ist vielmehr, dass die unrichtige Würdigung erfolgte, weil für den Entscheid wesentliche Tatsachen unbewiesen geblieben sind (vgl. BGE 134 III 669 E. 2.1; 127 V 353 E. 5b
; SVR 2012 UV Nr. 17 S. 63; Bundesgerichtsurteil
8C_523/2012 vom 7. November 2012 E. 3.1).
3.
3.1
Die Gesuchstellerin stützt ihr Revisionsbegehren auf
einen Beri
cht von
Dr.
med.
Y._
,
Spezial
arzt
FMH
für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie, vom
7. Oktober 2014
(
Urk.
3/1)
, einen Bericht „Kinderheim und Sekundarschule
A._
. Historische Untersuchung“ vom 15. April 2014
(
Urk.
3/2)
und eine gut
achterliche Expertise aus psycho
somatisch-psychiatrischer
Sicht von Prof.
Dr.
Z._
von Mai 2014
(
Urk.
3/3)
.
3.2
Der Bericht von
Dr.
Y._
datiert vom 7. Oktober 201
4
(
Urk.
3/1)
. Darin wird ein Gesundheitszustand
geschildert
, der bereits bei Ergehen des Urteils vom 19. Au
gust 2014, um dessen Revision nun ersucht wird, vorgelegen haben soll, aber nicht berücksichtigt oder falsch interpretiert worden sei. Es h
andelt sich bei diesem Bericht
somit um ein Beweismittel im Sinne eines (zulässigen) unechten Novums, dessen Beibringung dem Revisionsgesuchsteller im Hauptverfahren trotz hinreichender Sorgfalt nicht möglich war.
3.3
Der
Bericht „Kinderheim und Sekundarschule
A._
. Historische Untersu
ch
ung“ vom 15. April 2014 und die
gutachterliche Expertise aus psychomoto
rischer Sicht von Prof.
Dr.
Z._
von Mai 2
014 (
Urk.
3/2-3)
bestanden be
reits vor Ergehen des Urteils vom 19. August 2014 und
hätten von der
Revisi
onsgesuchstellerin
ohne
Weiteres
beigebracht werden können. Sie
sind deshalb zur Begründung des
Revisionsgesuchs
unzulässig.
Auf sie
ist nachfolgend
le
diglich i
nsofern einzugehen, als
Dr.
Y._
darauf Bezug nimmt.
4.
4
.1
Im Folgenden ist zu prüfen, ob das Sozialversicherung
sgericht in Kenntnis des Berichts vom 7. Oktober 2014
zu einem anderen Ergebnis hätte gelangen müs
sen und ob das neue Beweismittel erheblich und geeignet ist, die
Urteilsgrund
lage
und damit den Ausgang des Verfahrens zu beeinflussen (BGE 110 V 141
E. 2, 118 II 204 E. 5). Dabei ist auf die Rechtsprech
ung hinzu
weisen, won
ach ein neuer medizinischer Bericht, damit er
einen Revisions
grund bilden kann, den
Fehler in der früheren Beweisgrundlage eindeutig (
„
indiscutable
"; SZS 2008
S. 169, U 561/06 E. 6
.2 mit Hinweis) oder mit überle
genen Gründen aufzeigen muss (Bundesgeric
htsurteil 8F_9/2012 vom 6. No
vember 2012 E. 3).
4.2
Das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich stützte sich in seinem Urteil vom 19. August 2014 auf das
b
idisziplinäre
Gutachten von
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Psychiatrie
und Psychotherapie
,
und
Dr.
med.
C._
, Facharzt für Rheumatologie,
vom 12. Oktober 2011 (
Urk.
2). Die beiden Gutachter diagnosti
zierten ein generalisiertes Schmerzsyndrom (ohne erkennbare, ausreichend er
klärende somatische Befunde), ein chronisches
Zervikalsyndrom
, einen Verdacht auf eine
Chondropathia
patellae
beidseits, eine
Tarsalgie
, eine Osteoporose, eine Hypertonie, eine Migräne, eine anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) und eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Epi
sode (ICD-10 F33.0). Den somatischen Diagnosen massen sie keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit zu. Sie gingen davon aus, dass wegen des depressiven Geschehens ab 2005 eine Einschränkung von 20 bis 30 % bestanden habe. Im Herbst 2009 sei es zu einer Verstärkung der Depression gekommen, was eine Einschränkung von 40 bis 50 % bewirkt habe. Im Frühling 2011 sei eine Bes
serung eingetreten. Seither sei die Depression als leicht zu qualifizieren und die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit auf 20 % zu schätzen (
rheumatologisches Teilgutachten
Dr.
C._
vom 31. August 2011,
Urk.
7/41/11-12;
psychiatrisches Teilgutachten
Dr.
B._
vom 29. September 2011,
Urk.
7/40/6+9;
interdis
ziplinä
re Beurteilung vom 1
2.
Oktober 2011,
Urk.
7/43
).
4.3
Bei den
Vora
kten
lag
ein Bericht von
Dr.
Y._
vom 24. November 2010. Darin diagnostizierte er
einen Verdacht auf ein Burn-out, eine akute und chronische Exazerbation von Schmerzen an der gesamten Wirbelsäule, ein chronisches
zer
vikozephales
und
zervikodorsales
Syndrom, ein
Fibromyalgiesyndrom
, eine re
zidivierende
Epicondylitis
am rechten Ellbogen, rezidivierende Migräne-Anfälle, eine arteriel
l
e Hypertonie, eine mittelschwere Osteoporose und eine Depression mit somatischen Störungen. Dazu hielt er fest, aufgrund der Symptomatik und des Verlaufs halte er ein Burn
-
out-Syndrom mit somatischen wie auch affekti
ven Symptomen für ausgewiesen. Die Revisionsgesuchstellerin äussere Angst und zu einer Panikstörung passende Beschwerden. Es bestünden Auffassungs- und Konzentrationsstörungen sowie körperliche Beeinträchtigungen, die situativ verstärkt aufträten. Eine Rückkehr an die angestammte Tätigkeit sei undenkbar.
Dr.
Y._
wies sich in diesem Bericht
einzig
als Facharzt für Neurologie aus (
Urk.
7/29/10-11).
4.4
Das Gericht führte
im Urteil
vom 19. August 2014
in den Erwägungen unter anderem aus, als einziger Spezialist somatischer Fachrich
tung habe der Neuro
loge
Dr.
Y._
eine Arbeitsunfähigkeit für die bisherige Tätigkeit attestiert. Da
rauf könne
aber nicht abgestellt werden, weil er seine Einschätzung nicht etwa mit neurologischen Befunden begründe, sondern mit einem von ihm diagnosti
zierten Burn-out. Dabei handelt es sich um eine psychiatrische Diagnose, zu deren Beurteilung ihm die Fachkompetenz fehle. Von den involvierten Psychia
tern werde diese Diagnose nicht bestätigt. Abgesehen davon komme einem Burn-out rechtsprechungsgemäss keine invalidisierende Wirkung zu (
Urk.
2
E. 3.2)
.
5.
5.1
Die Annahme des Gerichts
, dass
Dr.
Y._
einzig Facharzt für Neurologie sei
, trifft nicht zu.
Dr.
Y._
ist überdies
Facharzt für Psychiatrie und Psychothera
pie. Dieser Umst
and war für das Gericht jedoch
nicht erkennbar,
da
es an ent
sprechenden
Hinweise
n
fehlte
.
Die Fachqualifikation als Psychiater war auch den Parteien nicht bekannt, wie aus ihren Rechtsschriften zu schliessen ist (vgl. dazu die Beschwerde des Rechtsvertreters
vom 31. Januar 2013
,
Urk.
7/76/7
Ziff.
12
). Indessen
wirkte sich dieser Irrtum im Ergebnis nicht aus, weil einem Burn-out, wie im Urteil erwähnt, rechtsprechungsgemäss keine invalidisierende Wirkung zukommt (
Bundesgerichtsurteil
9C_537/2011 vom 2
8.
Juni 2012
E. 3.1 mit Hinweisen).
5.2
Im Bericht vom
7.
Oktober 2014 diagnostizierte
Dr.
Y._
eine
schizoaffektive
Störung, gegenwärtig depressiv, mit Residualsymptomatik (ICD-10 F25.1), ein Burn
-
out, eine rezidivierende depressive Störung sowie differentialdiagnostisch einen Verdacht auf eine kombinierte Persönlichkeitsstörung.
Prägend für die bestehende
Arbeitsunfähigkeit
sei
die
schizoaffektive
Störung. Die
Revisions
gesuchstellerin
leide unter affektiven Beeinträchtigungen
(wie
Angstgefühle, Unsicherheit, Be
einträchtigungsgedanken, Gefühl
von Bee
influssung durch
Aussenstehende
,
Störung des Sozialverhaltens, sozialer Rückzug, Antriebs- und Körp
er
empfindungsstörung
Desorganisiation
und zwanghaftes Horten, wahr
scheinlich im Sinne eines
Mess
ie
-Syndroms
)
, die über eine mittelgradige De
pression hinausginge
n
.
Im Verlaufe der Behandlung habe sich herausgestellt
, dass die Revisionsgesuchstellerin im Kloster
D._
gewesen sei. Das sei insoweit von Bedeutung, als sie zu den Personen gehören könn
t
e, an denen versuchsweise Medikamente verabreicht worden sei
en
respektive sie in dieser Zeit negative und nicht verarbeitete Erfahrungen gemacht haben könnte. Das von den Gutachtern
Dres
.
B._
und
C._
erfasste
Krankheitsbild werde dem Leidensbild der Revisionsgesuchstellerin nicht gerecht. Die tatsächliche und
bisher unerkannt gebliebene psychotische Störung gehe sehr viel weiter und beinhalte insbesondere auch wahnhafte Vorstellungen
(
Urk.
3/1).
6.
Dr.
B._
hatte im psychiatrischen Teilgutachten
vom
2
9.
September 2011
die Realitätsorientier
ung
der Revisionsgesuchstellerin
als ungestört beschrieben
und
d
as Vorliegen von Zwängen, Phobien
, Denkstörungen oder Sinnestäu
schungen
verneint
. Anhaltspunkte für eine
Per
sönlichkeitsstörung vermochte er nicht festzustellen
(
Urk.
7
/40/5).
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, bei dem die Revisionsgesuchstellerin seit
1.
März 2005 in Be
handlung steht,
kam zur gleichen Einschätzung. Er hielt
im Bericht vom
1
3.
Mai 2011
fest
, dass kein p
sychotisches Erleben stattfinde
(
Urk.
7/29/
4
). Die von
Dr.
Y._
erwähnte
n Befunde wie
Antriebsstörung, Unsicherheit, Gefühl der Überforderung und
Körperempfindungsstörung
en
wurden auch von
Dr.
E._
und
Dr.
B._
thematisiert, von ihnen aber als Bestandteil einer depressiven Störung gewertet (
Urk.
7/29/3, 7/40/5).
Dr.
B._
konstatierte überdies e
in teilweise selbst gewünschtes Rückzugsverhalten, indessen verneinte er
ange
sichts d
er
gepflegten
sozialen Kontakte einen Verlust der sozialen Integration (
Urk.
7/40/5-6). Ebenfalls war ihm die Tendenz der Revisionsgesuchstellerin
zum Horten von Dingen bekannt (
Urk.
7/40/
6
). Dieses Verhalten betrifft aber, wie bereits im Urteil vom 1
9.
Augu
st 2014 ausgeführt, hauptsächlich
das Auf
bewahren von Zeitungsartikeln
und ist für die Arbeitsfähigkeit nicht relevant
.
Die Revisionsgesuchstellerin hatte einen Teil ihrer Jugendzeit im
Heim
Kloster
D._
verbracht (
Urk.
7/29/13)
.
W
as
Dr.
Y._
daraus ableitet, ist
indes
spe
kulativ. Es trifft zwar zu, dass im Bericht „Kinderheim und Sekundarschule
A._
. Historische Untersuchung“ vom 1
5.
April 2014 der Vorwurf
erhoben wird, Zöglinge des Heim
s seien in die Psychiatrische Klinik
F._
ge
bracht worden, wo Medikament
en
versuche an ihnen vorgenommen wor
den seien (
Urk.
3/2 S. 111-119). K
onkrete Anhaltspunkte
dafür
, dass dies bei der
Re
visionsgesuchstelleri
n
der Fall gewesen ist, fehlen
indes
. Dasselbe gilt für seine
Aussage, die Revisionsgesuchstellerin könnte im Heim negative und nicht ver
arbeitete Erfahrungen gemacht haben.
Solches ist zwar
nicht auszuschliessen
.
Allerdings hat
sich die Revisionsgesuchstellerin selber nich
t dahingehend
ge
äussert und ihre
Jugendzeit
vielmehr
als
zu
friedenstellend
bezeichnet
(
Urk.
7/40/3
).
Dem Bericht von
Dr.
Y._
vom
7.
Oktober 2014 liegen somit keine neuen Erkenntnisse zu Grunde, welche die für das Urteil vom 1
9.
August 2014 massgebend gewesenen Befunde und Diagnosen in Z
weifel zu ziehen ver
möchte
.
Dass
Dr.
Y._
den Sachverhalt
nun
(auch im Vergleich zu seinem
eige
nen Bericht vom 2
4.
November 2010)
anders bewertet
,
stellt keinen
Revisions
grund
dar.
Dies führt zur Abweisung des Revisionsbegehrens.
7.
7
.1
Da es
um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem
Verfahrensauf
wand
und unabhängig vom Streitwert fe
stzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
des Bundes
gesetzes über die Invalidenversicherung,
IVG
) und
vorliegend
auf
Fr. 6
00.-- a
n
zusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Ver
fahrens sind sie der
Gesuchstelle
rin
aufzuerlegen, jedoch zufolge der Gewährung der unentgeltlichen
Prozess
führung
einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.
7
.2
Die Redaktion des Revisionsgesuchs erfo
lgte (verständlicherweise
) offensichtlich in
Anlehnung an die Beschwerde ans Bundesgericht. Die Akten waren Rechts
anwalt Philipp
Stolkin
bereits aus dem Verfahren IV.2013.00
1
16 bekannt. In Berücksichtigung der für das Revisionsverfahren relevanten Ausführungen ist Rechtsanwalt Philipp
Stolkin
als unentgeltlicher Rechtsvertreter mit
Fr.
800.-- (Barauslagen und Mehrwertsteuer inbegriffen) aus der Gerichtskasse zu ent
schädigen.