Decision ID: 87f6dfc5-d897-56ea-b120-66b1bee9785e
Year: 2008
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
M._,
Beschwerdeführerin,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
Rentenrevision
Sachverhalt:
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A.
A.a Die 1957 geborene M._ meldete sich im März 2001 zum Leistungsbezug bei der
Invalidenversicherung an. Dr. med. A._, FMH Allgemeine Medizin, diagnostizierte im
Bericht vom 7. Mai 2001 eine Algodystrophie (Morbus Sudeck) Grad I der linken Hand
bei Status nach Tenarkontusion am 8. Januar 1999, eine Teilruptur des M.
Supraspinatus links sowie beginnende Fingerpolyarthrosen. Die bisherige Tätigkeit als
Sortiererin erachtete der Arzt als nicht mehr zumutbar. Eine dem Gesundheitsschaden
angepasste Tätigkeit könne auf ein Vollpensum gesteigert werden (IV-act. 5). In der
Folge wurde der Versicherten nach Durchführung einer psychiatrischen Begutachtung
(IV-act. 17) mit Wirkung ab 1. März 2000 auf der Basis eines IV-Grades von 100% eine
ganze Rente zugesprochen (IV-act. 20).
A.b Anlässlich der Rentenrevision 2004 veranlasste die IV-Stelle eine Begutachtung der
Versicherten im Zentrum für Medizinische Begutachtung (ZMB) Basel. Gestützt auf das
Begutachtungsresultat (IV-act. 38) eröffnete die IV-Stelle der Versicherten mit
Vorbescheid vom 10. Januar 2007, ihr Gesundheitszustand habe sich wesentlich
verbessert. In einer leidensangepassten Tätigkeit werde eine Arbeitsfähigkeit von 70%
attestiert. Es bestehe somit ein medizinischer Revisionsgrund. Der Invaliditätsgrad
betrage 30%. Die Rente werde daher nach Zustellung der Verfügung auf Ende des
folgenden Monats aufgehoben (IV-act. 45). Nach Eingang einer Stellungnahme der
Versicherten (IV-act. 46) verfügte die IV-Stelle am 19. Februar 2007 im Sinn des
Vorbescheids (IV-act. 50).
B.
B.a Gegen diese Verfügung erhob die Versicherte mit Eingabe vom 26. Februar 2007
Beschwerde. Zur Begründung legte sie dar, sie könne nach wie vor nicht arbeiten, weil
die Schmerzen, welche aus dem Unfall resultieren würden, dies unmöglich machen
würden. Sie sei gezwungen, Medikamente einzunehmen. Dies wiederum schwäche sie,
so dass sie sich fast ausschliesslich zu Hause aufhalte und nun auch noch unter
Depression leide. Vor ihrem Unfall sei sie eine aufgestellte Person mit sozialem Umfeld
gewesen. Heute drehe sich ihr ganzes Leben ausschliesslich um ihre Schmerzen. Sie
könne den Entscheid weder verstehen noch akzeptieren.
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B.b In der Beschwerdeantwort vom 18. April 2007 beantragte die Beschwerdegegnerin
Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:
1.
1.1 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft
entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur
Rentenrevision gibt nach der Rechtsprechung jede wesentliche Änderung in den
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den
Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist nicht nur bei einer wesentlichen
Veränderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die
erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes
erheblich verändert haben (BGE 130 V 349 f. Erw. 3.5). Wie bei der Neuanmeldung
(BGE 130 V 71) ist auch bei der Rentenrevision (auf Gesuch hin oder von Amtes wegen)
zeitlicher Ausgangspunkt für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des
Invaliditätsgrades die letzte rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen
Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung,
Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs beruht (BGE 133 V
108 Erw. 5). Zum Vergleich heranzuziehen ist der Sachverhalt zur Zeit der streitigen
Revisionsverfügung (BGE 125 V 369 Erw. 2; ZAK 1984 S. 350 Erw. 4a; ZAK 1987 S. 36)
bzw. des Einspracheentscheids.
1.2 Im Übrigen erfolgt die Ermittlung des Invaliditätsgrades im Revisionsverfahren
nach den allgemeinen, für die Invaliditätsbemessung geltenden Vorschriften (Rz 5015
des vom Bundesamt für Sozialversicherung erlassenen Kreisschreibens über Invalidität
und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung = KSIH), nach der allgemeinen Methode
für vollzeitlich Erwerbstätige, nach der spezifischen Methode namentlich für im
Haushalt tätige versicherte Personen und nach der gemischten Methode für
Versicherte, die nur zum Teil erwerbstätig und daneben in einem Aufgabenbereich nach
Art. 8 Abs. 3 ATSG tätig wären (BGE 125 V 146; BGE 117 V 194; SVR 1996 IV Nr. 76 S.
222 Erw. 2c; Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1.
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Januar 2007: Sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts] i/S Z. vom 15. Juni
2004 [I 634/03] Erw. 4.1). Nach der ab 1. Januar 2004 in Kraft stehenden Fassung von
Art. 28 Abs. 1 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die
versicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie
mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 %
besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens
40 % Anspruch auf eine Viertelsrente.
2.
2.1 Es ist unbestritten, dass die Beschwerdeführerin ohne Eintritt des
Gesundheitsschadens zu 100% arbeitstätig wäre, weshalb der IV-Grad mit
Einkommensvergleich zu ermitteln ist. Als Vergleichsbasis ist zum einen der
Sachverhalt zu betrachten, wie er im Zeitpunkt der Verfügung vom Oktober 2002 (IV-
act. 20) bestanden hat. Zum andern ist der Sachverhalt im Zeitpunkt der
Revisionsverfügung vom 19. Februar 2007 (IV-act. 50) massgeblich.
Am 29. Oktober 2001 bestätigte Dr. med. B._, Klinik Valens, zuhanden der Suva
unter anderem, im Rahmen der EFL-Abklärung habe eine Schwellung und Verfärbung
der Hand und des linken Unterarms bei den Hebe- und Tragetests festgestellt werden
können. Die Schmerzen im Bereich des linken Oberarmes und der linken Schulter mit
Ausdehnung auf die linke Halsseite seien seines Erachtens bedingt durch die
chronische Periarthropathia humeroscapularis tendinotica der Supraspinatussehne
links. Es bestehe nach wie vor ein unfallkausales Beschwerdebild im Sinn einer
reflexdystrophen Reaktion (oder Algodystrophie) im Bereich des linken Handgelenks
(IV-act. 31). Im Gutachten der Sozialpsychiatrischen Beratungsstelle Rorschach vom
31. Juli 2002 wurden als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit Angst und
depressive Störung gemischt (seit Februar 2000, verstärkt seit Juni 2001) sowie die
zuvor ärztlicherseits bestätigten somatischen Diagnosen (vgl. IV-act. 5) festgehalten.
Seit Juni 2001 sei die Arbeitsfähigkeit für körperlich angepasste Tätigkeiten aus
psychiatrischen Gründen um 70% vermindert. Im Haushalt sei die Beschwerdeführerin
soweit beurteilbar durch die psychiatrische Störung seit Juni 2001 ca. 50%
arbeitsunfähig (IV-act. 17).
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Im Rahmen der Rentenrevision bestätigte Dr. A._ am 12. November 2004 eine
Verbesserung des Gesundheitszustandes und Diagnoseänderung. Es bestünden eine
chronische Cephalgie, wahrscheinlich Spannungskopfschmerz, ein intermittierender
Drehschwindel, persistierende Schmerzen im Bereich der linken Hand, des linken
Armes und des Nacken links, eine partielle Ruptur der Supraspinatussehne links sowie
ein Verdacht auf Algodystrophie Grad I der linken Hand. Er habe der Patientin
gegenüber geäussert, dass eine sitzende, leichte körperliche Tätigkeit ohne Belastung
der linken Hand zumindest in Teilzeit möglich wäre; dies werde jedoch von der
Patientin verneint (IV-act. 30). Eine Abklärung im Zentrum für Medizinische
Begutachtung (ZMB) Basel ergab gemäss Gutachten vom 16. November 2006 die
Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit einer anhaltenden somatoformen
Schmerzstörung sowie die Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit eines
posttraumatischen Schmerzsyndroms an der linken Hand, eines sensiblen Reiz- und
Ausfallsyndroms S1 rechts, einer Colon irritabile und einer Hypercholesterinämie. Die
Beschwerdeführerin sei bereits im Jahr 2004 zuhanden der Suva begutachtet worden.
Die Psychopathologie heute sei vergleichbar mit derjenigen im Jahr 2004;
diesbezüglich habe sich praktisch keine Änderung ergeben, selbst wenn die
Explorandin über vermehrte Beschwerden klage. Im Rahmen der Begutachtung 2004
hätten sie (die Gutachter) diagnostisch in erster Linie von einem Schulter-Handsyndrom
gesprochen. Daneben hätten psychische Begleitfaktoren bestanden, die sich
diagnostisch in Form einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung
niedergeschlagen hätten. Aus rein somatischer Sicht, lediglich die objektivierbaren
Befunde des wie heute auch damals diskret ausgeprägten Schulter-Handsyndroms
berücksichtigend, habe im Jahr 2004 eine vollschichtige Arbeitsfähigkeit für die zuletzt
ausgeübte Tätigkeit als Sortiererin bestanden. In der Zwischenzeit sei aus somatischer
Sicht keine relevante Änderung des Gesundheitszustandes eingetreten. Die Befunde an
der linken oberen Extremität seien vergleichbar mit denjenigen im Jahr 2004. Subjektiv
klage die Beschwerdeführerin hingegen über Schmerzverstärkung. Der Verlauf seit
2004 deute darauf hin, dass es zu einer Akzentuierung der subjektiven Beschwerden,
vor allem der Schmerzen gekommen sei und damit auch zu einer Akzentuierung der
anhaltenden somatoformen Schmerzstörung, nun mit typischen Forderungen nach
Abklärungen aufgrund geklagter vegetativer Beschwerden. Auf der anderen Seite
hätten bei der Explorandin bei den klinischen Untersuchungen im ZMB Inkonsistenzen
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festgestellt werden müssen, insbesondere was die Beweglichkeit der linken Schulter
betreffe. Auch aus psychiatrischer Sicht habe sich der Zustand seit dem Jahr 2004
objektiv nicht verändert. Die Beschwerdeführerin sei als Sortiererin für körperlich leichte
Tätigkeiten vollschichtig arbeitsfähig. In Anbetracht der weiter persistierenden
somatoformen Schmerzstörung müsse sie jedoch vermehrt Pausen einlegen.
Gesamtmedizinisch sei ihr weiterhin eine vollschichtige Tätigkeit zumutbar; sie werde
aber (aus psychischen Gründen) leistungsmässig auf eine Arbeitsfähigkeit von
höchstens 70% kommen. Das neu festgestellte diskrete Reiz- und Ausfallsyndrom S1
rechts tangiere die Arbeitsfähigkeit nicht. Die Beschwerdeführerin sollte ihren linken
Arm respektive die linke Hand weiter aktiv einsetzen und ihre Schonhaltung
überwinden, was ihr auch zumutbar sei (IV-act. 38). Gestützt auf dieses Gutachten kam
der Regionale Ärztliche Dienst der IV (RAD) am 5. Januar 2007 zum Schluss, im
Vergleich zur psychiatrischen Begutachtung durch die Sozialpsychiatrische
Beratungsstelle habe sich der psychische Befund signifikant gebessert (IV-act. 41).
2.2 Grundlage der Bemessung des zumutbaren Invalideneinkommens ist die
Arbeitsfähigkeitsschätzung. Es liegen - für die Zeit nach Einleitung der streitigen
Rentenrevision - im Ergebnis übereinstimmende Einschätzungen vor. Der Hausarzt Dr.
A._ erachtete am 12. November 2004 eine körperlich leichte Tätigkeit ohne
Belastung der linken Hand zumindest in Teilzeit zumutbar. Er bestätigte eine
Verbesserung des Gesundheitszustandes, ohne allerdings konkret darzulegen, worin
und seit wann diese Verbesserung bestehe (IV-act. 30-3/4). Die ZMB-Gutachter kamen
am 16. November 2006 zum Schluss, dass im Vergleich zu der im Jahr 2004 ebenfalls
im ZMB erfolgten Begutachtung der Beschwerdeführerin sich weder in physischer
noch in psychischer Hinsicht eine Änderung ergeben habe. Wie bereits im ZMB-
Gutachten vom 23. September 2004 (vgl. dazu Darlegungen im Entscheid des
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 18. Oktober 2005 [UV 2005/28]
S. 11 und IV-act. 38 S. 6), wurde eine aus psychischen Gründen (somatoforme
Schmerzstörung) um 30% eingeschränkte Arbeitsfähigkeit bestätigt.
Im Bericht vom 29. Oktober 2001 nahm Dr. B._ unter anderem zur Frage der
Unfallfolgen am linken Handgelenk in bejahendem Sinn Stellung; nicht Gegenstand des
Berichts bildete die Arbeitsfähigkeit (IV-act. 31). Hingegen hatte Dr. B._ hinsichtlich
der gesundheitlichen somatischen Situation im Bereich der linken Hand sowie Arm und
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Schulter bereits am 25. Juni 2001 eine ganztägige Zumutbarkeit von leichten Arbeiten
ohne häufige Hebe- und Tragearbeiten bescheinigt (zitiert aus Entscheid des
Versicherungsgerichts vom 18. Oktober 2005, a.a.O., S. 12). Die ZMB-Gutachter
konnten im Jahr 2006 die früher von Dr. B._ diagnostizierte Algodystrophie mit
Schwellung und Hautverfärbung (vgl. IV-act. 31) nicht mehr nachweisen. Es handle sich
sehr wahrscheinlich um eine Pseudodystrophie durch Nicht-Gebrauch und dauerndes
Herabhängen lassen des linken Armes (IV-act. 38 S. 20). Mit Blick auf das mit der
Arbeitsfähigkeits-Beurteilung von Dr. B._ vom 25. Juni 2001 übereinstimmende
Ergebnis im ZMB-Gutachten 2006 sind - bezüglich ihrer Auswirkungen auf die
Arbeitsfähigkeit - unveränderte gesundheitliche somatische Umständen anzunehmen.
Hingegen wurde die von der Sozialpsychiatrischen Beratungsstelle am 31. Juli 2002
festgestellte Diagnose von Angst und depressiver Störung gemischt im ZMB-
Gutachten von 2006 nicht mehr aufgeführt. Der ZMB-Psychiater hielt vielmehr
ausdrücklich fest, die Grundstimmung sei ausgeglichen. Ein depressiv eingeengtes
Denken liege nicht vor (IV-act. 38 S. 20f). Hinsichtlich des zwischenzeitlichen Wegfalls
der von der Sozialpsychiatrischen Beratungsstelle aufgeführten psychiatrischen
Diagnose, aufgrund welcher zu jenem Zeitpunkt eine 70%ige Arbeitsunfähigkeit
bescheinigt worden war, ist von einer gesundheitlichen Verbesserung auszugehen. Die
nunmehr in der Beschwerdeschrift geltend gemachte Depression kann den bis zum
Erlass der angefochtenen Verfügung ergangenen Akten nicht entnommen werden.
Hinzu gekommen ist im zu prüfenden Zeitraum demgegenüber die Diagnose einer
anhaltenden somatoformen Schmerzstörung, aufgrund welcher die ZMB-Gutachter
eine 30%ige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestätigten.
Nach der Rechtsprechung vermag eine diagnostizierte anhaltende somatoforme
Schmerzstörung als solche in der Regel keine lang dauernde, zu einer Invalidität
führende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG zu
bewirken. Ein Abweichen von diesem Grundsatz fällt nur in jenen Fällen in Betracht, in
denen die festgestellte somatoforme Schmerzstörung nach Einschätzung des Arztes
eine derartige Schwere aufweist, dass der versicherten Person die Verwertung ihrer
verbleibenden Arbeitskraft auf dem Arbeitsmarkt bei objektiver Betrachtung - und unter
Ausschluss von Einschränkungen der Leistungsfähigkeit, die auf aggravatorisches
Verhalten zurückzuführen sind (vgl. AHI 2002 S. 150 Erw. 2b; Urteile des EVG i/S A.
vom 24. Mai 2002 [I 518/01] Erw. 3b/bb und R. vom 2. Dezember 2002 [I 53/02] Erw.
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2.2) - sozial-praktisch nicht mehr zumutbar oder dies für die Gesellschaft gar untragbar
ist. Zur ausnahmsweisen Unüberwindlichkeit der somatoformen Schmerzstörung vgl.
BGE 130 V 352 Erw. 2.2.3 mit Hinweisen.
Die ZMB-Gutachter verneinten eine erhebliche psychiatrische Komorbidität und fanden
bei der Beschwerdeführerin auch keine Anhaltspunkte für Rückzugstendenzen (IV-act.
38 S. 22). Sie räumten der somatoformen Schmerzstörung trotzdem einen gewissen
invalidisierenden Charakter ein und begründeten die 30%ige Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit im Wesentlichen mit Hinweis auf eine durch die vermehrte
Schmerzwahrnehmung bedingte Pausenbedürftigkeit (IV-act. 38 S. 24 unten und 26
Mitte). Es sind keine Anhaltspunkte ersichtlich, aufgrund welcher diese Einschätzung in
Zweifel gezogen werden müsste. Die dargelegten Akten zeigen auf, dass sich der
Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin seit der im Jahr 2002 mit Wirkung ab
März 2000 erfolgten Rentenzusprache wesentlich veränderte, sodass die
Voraussetzungen für die Vornahme einer Revision gemäss Art. 17 Abs. 1 ATSG von
Seiten der Beschwerdegegnerin zu Recht bejaht wurden.
2.3 Für den Einkommensvergleich (Art. 16 ATSG) ging die Beschwerdegegnerin beim
Valideneinkommen (Fr. 48'759.--) von dem durch die C._ AG gemeldeten
Einkommen aus und rechnete es auf die Verhältnisse des Jahres 2006 auf (IV-act. 4
und 42-2/2). Dieses Valideneinkommen stimmt betraglich mit dem LSE-Tabellenlohn
(TA 1 2006 Frauen, Niveau 4) von Fr. 48'228.-- (12x Fr. 4'019.--) praktisch überein, so
dass eine Unterdurchschnittlichkeit nicht vorliegt. Das Invalideneinkommen von
Fr. 34'131.-- ergab sich durch eine Multiplikation des Valideneinkommens mit dem
Arbeitsunfähigkeitsgrad von 30%. Einen Leidensabzug berücksichtigte die
Beschwerdegegnerin nicht. Aber selbst wenn ein Abzug von 10% zu gewähren wäre,
würde der Rentenanspruch - bei einem IV-Grad von 37% - dahinfallen. - Dass die
Beschwerdegegnerin der Eingliederungsfrage nach dem Grundsatz "Eingliederung vor
Rentenrevision" nicht näher nachging, ist bei der aktenkundig fehlenden
Eingliederungsbereitschaft nicht zu beanstanden.
3.
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Im Sinn der vorstehenden Ausführungen ist die Beschwerde unter Bestätigung der
Verfügung vom 19. Februar 2007 abzuweisen. Die unterliegende Beschwerdeführerin
hat die Gerichtskosten zu tragen. Diese bemessen sich nach dem Verfahrensaufwand
(Art. 69 Abs. 1 IVG). Dementsprechend erscheint eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--
als angemessen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG