Decision ID: de5aa067-bcbf-44f3-8dbc-e7572404c56f
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1964, arbeitet
e
seit dem 22.
September 2014 als Assistentin Geschäftsleitung bei der
Z._
in
A._
und
war
dadurch bei der Helsana Unfall AG (nachfolgend: Helsana) obligatorisch gegen die Fo
lgen von Unfällen versichert, als sie am
8.
März 2015 in
B._
einer anderen Skifahrerin über den hinteren Teil ihrer Skis fuhr und deswegen stürzte
(Schadenmeldung UVG vom 1
0.
März 2015,
Urk.
9/K1
; vgl. auch Frag
ebogen vom 1
4.
April 2015, Urk.
9/K6
). Am 1
0.
März 2015 suchte die Versicherte die
C._
auf, wo der erstbehandelnde
Dr.
med.
D._
, FMH Allgemeine Innere Medizin, eine
Thoraxk
o
ntusion
diagnostizierte und der Versicherten v
om 1
1.
bi
s zum 1
3.
März 2015
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit
attestierte
(
Arztzeugnis UVG vom 1
0.
April 2015,
Urk.
9/M1
). Die
Helsana erbrachte daraufhin
die gesetzlichen Leistungen.
Am 2.
September 2015 nahm
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Innere Medizin und Rheumatologie,
beratender Arzt der Helsana,
Stellung zu den medizinischen Akten
(
Urk.
9/M3).
Mit Verfügung vom
3.
September 2015
teilte
die Helsana
der
Versicherten mit, dass sie die gesetzlichen Leistungen noch bis und mit
23.
August 2015
übernehme
(
Urk.
9/K15).
Die d
agegen
von der
Versicherte
n
am
1
0.
September 2015
erhobene
Einsprache (
Urk.
9/K16) wies die Helsana m
it
Entsche
id vom
8.
Dezember 2015
ab (
Urk.
2/1).
2.
Dagegen erhob die
Swica
Krankenversicherung AG am 1
2.
Januar 2016 Beschwerde und beantragte, es sei der angefochtene
Einspracheentscheid
auf
zuheben und die Helsana zu verpflichten, die Leistungen nach dem Bundesge
setz über die Unfallversicherung (UVG), insbesondere die Heilungskosten nach
Art.
10 ff. UVG, im Zusammenhang mit den Folgen des Ereignisses vom
8.
März 2015
für die Zeit ab
dem
2
3.
August 2015 bis zum Abschluss der unfallbedingten Behandlung weiterhin zu erbringen (
Urk.
1).
Am 1
5.
Januar 2016
erhob auch die Versicherte Beschwerde
gegen den
Ein
spracheentscheid
der Helsana vom
8.
Dezember 2015
und beantragte sinnge
mäss,
der angefochtene Entscheid
sei aufzuheben und es seien ihr auch nach
dem 2
3.
August 2015 Leistungen nach UVG auszurichten (
Urk.
5/1; Prozess Nr. UV.2016.00014).
Mit Verfügung vom 2
1.
Januar 2016 wurde der Prozess Nr. UV.2016.00014 mit dem vorliegenden Prozess Nr. UV.2016.00013 vereinigt (
Urk.
6). Die
Beschwer
degegnerin
schloss mit Beschwerdeantwort vom 2
3.
Februar 2016 auf Abwei
sung der Beschwerden (
Urk.
8), was d
en Beschwerdeführerinnen am 24.
Februar
2016 angezeigt wurde (
Urk.
10).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss
Art.
6 UVG werden – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufs
krankheiten gewährt (
Abs.
1). Der Bundesrat kann Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen (
Abs.
2). Ausserdem erbringt die Versicherung ihre Leistungen bei Schädigungen, die den Verunfallten bei der Heilbehandlung zugefügt werden (
Abs.
3).
1.2
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva
lidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind a
lle Umstände, ohne deren Vorhan
densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetr
eten oder nicht als in der glei
chen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die allei
nige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen
ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Beding
ungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die einge
tretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die
Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht übli
chen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für
die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.3
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder über
haupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr.
U 142 S.
75 E.
4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U
172/94 vom 26.
April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr.
U 363 S.
45; BGE
119 V 7 E. 3c/
aa
).
Die
blosse
Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht.
Da es sich
hiebei
um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die ent
sprechende Beweislast
–
anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist
–
nicht bei der versicherten Per
son, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr.
U 206 S.
328
f. E.
3b, 1992 Nr.
U 142 S. 76).
Diese Beweisgrundsätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten
massgebend
(
Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11.
März 2014 E.
2.3.1 mit Hinweisen).
Mit dem Erreichen des
S
tatus quo sine
vel
ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der
S
tatus quo sine
vel
ante noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfa
llversicherer gestützt auf Art. 36 Abs.
1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kostenvergütungen zu übernehmen, worunter auch die
Heilbehandlungs
kosten
nach Art.
10 UVG fallen
(Urteil des Bundesgerichts 8C_637/20
13 vom 11. März 2014 E. 2.3.2).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134
V
231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete
den angefochtenen
Einspracheentscheid
im Wesentlichen
damit, dass
hinsichtlich der Folgen des Unfallereignis
ses vom 8.
März 2015
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
spätestens per 2
3.
August 2015 der Status quo sine
vel
ante eingetreten sei. Eine weitere Leistungspflicht bezüglich der Nackenbeschwerden bzw.
des
cervico-cephalen
und
cervic
o
-tho
rakalen Schmerzsyndroms
der Beschwerdeführerin
2
nach dem 2
3.
August 2015
sei daher zu
Recht abgelehnt worden (
Urk.
2/1
S. 8
f
.).
2.2
Die
Beschwerdeführerinnen
machte
n
demgegenüber geltend, dass
die Beschwer
deführerin 2 seit dem Unfallereignis vom
8.
März 2015 über
Nackenbeschwer
den
geklagt habe.
Dr.
med.
F._
, FMH Neurologie,
habe im Bericht vom 2
1.
Oktober 2015 die Kausalität zwischen dem Unfallereignis vom
8.
März 2015 und den aktuellen Beschwerden bejaht
. Das
cervico-cephale
und
cervic
o
-thorakale Schmerzsyndrom habe er als posttraumatisch bezeichnet. Der Beweis des Dahinfallens der Kausalität
zwischen dem Unfallereignis und den noch bestehenden Beschwerden
sei der Beschwerdegegnerin nicht gelungen, weshalb sie den Fall nicht per 2
3.
August 2015 hätte abschliessen dürfen (
Urk.
1 S. 6 f. und
Urk.
5/1).
3.
3.1
Dr.
D._
von der
C._
diagnostizierte im Ar
ztzeugnis UVG vom 1
0.
April 2015
betreffend die
Erstbehandlung vom 1
0.
März 2015
eine
Thorax
kontusion
. Er hielt fest, dass
bei der
Beschwerdeführerin
2
nach dem Skiunfall
vom
8.
März 2015 leichter Schwindel, leichte Nackenschmerzen und ein
Druckgefühl thorakal
aufgetreten seien
.
Das Abdomen sei weich,
auskultatorisch liege eine
Vesikuläratmung
vor. Ein
Meningismus
und eine
Klopfdolenz
über der Wirbelsäule seien
nicht gegeben
, über den
Rippen
bestehe
aber
eine deutliche
Druckdolenz
ventral
. Eine
ossäre
Läsion sei in der Röntgenuntersuchung nicht nachweisbar gewesen.
Ab dem 1
1.
bis voraussichtlich
zum
1
3.
März 2015
sei
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit
gegeben
. Der Behandlungsabschluss sei am 1
0.
März 2015 erfolgt (
Urk.
9/M1).
3.2
Im ärztlichen Zwischenberi
cht vom 2
4.
August 2015 gab
Dr.
D._
von der
C._
an
, dass die Beschwerdeführerin
2
bei der Erstkonsultation vom 1
0.
März 2015
auch
leichte Nackenbeschwerden angegeben habe. Seit Anfang Juli 2015 habe sie Nackenschmerzen mit Ausstrahlun
g in den oberen Rumpf. Beim
Musc
ulus
trapezius
links liege ein Muskelhartspann vor. Gegenwärtig werde die Beschwerdeführerin
2
physiotherapeutisch und nach Massgabe der Beschwer
den mit Analgesie behandelt (
Urk.
9/M2).
3.3
Dr.
E._
erklärte in der Beurteilung vom
2.
September 2015, dass ein
natürli
cher
Kausalzusammenhang zwischen dem Skiunfall vom
8.
März 2015 und den Nackenbeschwerden nicht sicher oder überwiegend wahrscheinlich, sonde
rn lediglich möglich sei. Beim
Skiunfall vom
8.
März 2015 habe es sich offen
sichtlich um ein leichtes, nicht richtunggebendes Ereignis mit gutem Verlauf gehandelt. Im Bericht der
C._
vom 2
4.
August 2015 werde angegeben, dass die Nackenbeschwerden seit Anfang Juli 2015 bestehen würden. Offensichtlich sei die Beschwerdeführerin
2
vorher beschwerdefrei gewesen. Man müsse davon ausgehen, dass unfallfremde Faktoren vorhanden seien. Im Bericht der
C._
werde darüber aber nichts erwähnt. Der Status
quo sei vor der Konsultation vom
Aug
ust 2015 erreicht gewesen (Urk.
9/M3).
3.4
Dr.
med.
G._
, FMH Innere Medizin,
von der
C._
erklärte
im
Arbeitsunfähigkeits-Z
eugnis
vom 2
4.
September
2015, dass
die Beschwerdeführerin 2 wegen Unfalls in ihrer Behandlung stehe und
vom 20.
September bis zum 2
9.
Oktober 2015 zu
100
%
arbeitsunfähig sei (Urk.
3/17).
Im Arbeitsunfähigkeits-Zeugnis vom 2
7.
Oktober 2015 gab
Dr.
G._
von der
C._
an, dass
vom 2
6.
Oktober bis zum
9.
November
2015
eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit vorliege (
Urk.
3/21
).
3.5
Dr.
F._
diagnostizierte im
Bericht
vom 2
1.
Oktober 2015 ein posttraumati
sches,
cervico-cephales
und
cervico
-thorakales Schmerzsyndrom,
bei
Status nach Sturz beim Skifahren am
8.
März 201
5.
Er führte aus, dass der
Skisturz
vom
8.
März 2015 ausgedehnte Myalgien im
Hals
-
und Brustwirbelsäulen
-
(HWS
-
und BWS-)
Bereich zur Folge gehabt habe, mit zusätzlich zervikal unter
haltenen Spannungskopfschmerzen. Der Verlauf sei wechselhaft gewesen. Nach einer vorübergehenden Teilbesserung sei es im Juli
2015
zu einer erneuten Verschlechterung der Besch
werden gekommen,
mit praktisch
gleicher Ausprä
gung der Beschwerden wie nach dem Sturz. Relevante Befunde seien eine schmerzbedingte
Bewegungseinschränkung der HWS
mit ausgedehnten
Druck
dolenzen
der Nacken- und Schultermuskulatur und der paravertebralen BWS-Muskulatur. Dies mit Betonung auf der linken Seite, wobei vor allem im oberen
Trapezius
-Bereich die Muskulatur auch tonisiert sei. Er habe eine Behandlung mittels
Cranio
-
Sacral
-Therapie eingeleitet. Sollte die Besserung ausbleiben, empfehle er eine erneute Behandlung m
ittels Osteopathie (
Urk.
9/M5).
3.6
Dr.
E._
er
gänzte
in der Beurteilung vom 1
0.
Februar 2016, dass seit Anfang Juli erneut Nackenbeschwerden aufgetreten seien. Dies gehe aus dem Bericht der
C._
vom 2
4.
August 2015 hervor.
Dr.
med.
H._
, FMH Allgemeine Innere Medizin,
schreibe im Eintrag in der Krankengeschichte vom 1
7.
Juli 2015, dass seit dem letzten Wochenende Nackenbeschwerden bestehen würden. Der Verlauf sei bis dahin offensichtlich gut gewesen, was bei diesem Unfallmechanismus ohne richtunggebende Veränderungen und ohne Commotio cerebri nicht anders zu erwarten gewesen sei.
Dr.
F._
erwähne in seinem Bericht vom 2
1.
Oktober 2015, dass die Beschwerden ohne erkennbaren äusse
ren Anlass deutlich
zugenommen hätten. Die Ursache sei unklar. Die
von ihm beschriebenen Veränderungen würden muskulären
Dysbalancen
entsprechen („verdickte“ Muskulatur), die häufig auch schicksalshaft auftreten könnten. Er habe keine Veranlassung, seine Stellungnahme vom
2.
September 2015 abzu
ändern (
Urk.
9/M6).
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin stützte sich im angefochtenen
Einspracheentscheid
vom
8.
Dezember 2015 (Urk. 2
/1
) in medizinischer Hinsicht auf di
e fachärzt
lich-rheumatologische
Beurteilung
von
Dr.
E._
vom
2.
September 2015 (
Urk.
9/M3), welche dieser in Kenntnis
der
und Auseinandersetzung mit den
Vorakten
abgab.
4.2
Wie die Beschwerdegegnerin zutreffend feststellte (
Urk.
2/1 S. 7), hat Dr.
D._
von der
C._
im Arztzeugnis UVG
vom 1
0.
April 2015
(
Urk.
9/M1)
hinsichtlich der
zwei Tage nach dem
Unfallereignis vom
8.
März 2015
erfolgte
n
Erstbehandlung
zwar festgehalten
, dass die Beschwerdeführerin
2
damals
auch über leichte Nacken
schmerzen
geklagt habe.
Im Rahmen der Befunderhebung
vom 1
0.
März 2015
ergaben sich diesbezüglich aber
offenbar
keinerlei Auffälligkeiten
,
und
Dr.
D._
verneinte insbesondere ausdrücklich das Vorliegen eines
Meni
n
gismus
, das heisst eine
r
Schmerzhaftigkeit und eines
erhöhten Widerstand
s
bei Bewegungen des Kopfes in der
HWS
,
und
auch
das Vorliegen
einer
Klop
fdolenz
der Wirbelsäule
.
Dr.
D._
diagnostizierte
sodann
– nach durchgeführter Röntgenuntersuchung
der
BWS/HWS
, in welcher
keine Fraktur und ein unauffälliger Lungenbefund ersichtlich waren
(
Urk.
3/7)
-
einzig eine
Thoraxkontusion
,
mithin also
eine vergleichsweise wenig gravierende Verletzung. Der Behandlungsabschluss bei
Dr.
D._
erfolgte denn
auch noch am selben Tag, wobei dieser der
Beschwerdeführer
in
2
lediglich bis zum 1
3.
März 2015
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit
attestierte.
Am 1
4.
März 2015 nahm die B
eschwerdeführerin
2
die Arbeit wieder auf (vgl.
Urk.
1 S. 4)
und wurde
ausweislich der Akten am
3.
April 2015
noch einmalig
osteopathisch
behandelt (
Urk.
3/9
).
In der Folge wurde sie
e
rst
am 1
7.
Juli 2015
wiede
r in der
C._
vorstellig. Die zuständige
Dr.
H._
hielt
d
amals im betreffenden Eintrag
in
der
Krankengeschichte
fest
, dass die Beschwerde
führerin
2
seit letztem Wochenende Nackenschmerzen mit Ausstrahlen in den oberen Rumpf habe. Die Beschwerdeführerin
2
meine, es hänge mit
dem Unfall zusammen (
Urk.
3/7).
Die Nacke
nschmerzen traten demgemäss somit
erst am Wochenende vom 11./1
2.
Juli 2015 wieder auf.
Dass
Dr.
E._
den Skiunfall vom
8.
März 2015
vor diesem Hintergrund
in der
Beurteilung vom
2.
September 2015
als
leichtes, nicht richtunggebendes Ereig
nis mit gutem Verlauf
einstufte
und ein
en
natürlichen
Kausalzusammenhang zw
ischen diesem Skiunfall und den im Juli/August 2015 noch
geklagten Nackenbeschwerden
als nicht überwiegend wahrscheinlich, sondern lediglich
noch
möglich erachtete, ist
einleuchtend
und plausibel.
4.3
Der Bericht
von
Dr.
F._
vom
2
1.
Oktober 2015 (
Urk.
9/M5) vermag diese Beurteilung von
Dr.
E._
nicht in Zweifel zu ziehen
, zumal
Dr.
F._
nicht
begründet
hat
, weshalb das
von ihm
am 2
0.
Oktober 2015 festgestellte
cervico-cephale
und
cervico
-thorakale Schmerz
s
yndrom auf das mehr als ein halbes Jahr zuvor erlittene Unfallereignis vom
8.
März
2015
zurückzuführen
sein soll
.
Im Weiteren bemerkte die Beschwerdegegnerin
zu Recht
(
Urk.
8 S. 3), dass Dr.
F._
in
seinem Bericht
zumindest
bestätigte
,
dass
die (Nacken-)
Beschwerden der Beschwerdeführerin
2
anamnestisch
im Juli 2015
ohne erkennbaren äusseren Anlass deutlich an Intensität zugenommen
hätten
(
Urk.
9/M3
)
.
Im Übrigen i
st
darauf hinzuweisen,
dass aufgrund klinischer Befunde wie Verhärtungen und Verspannungen der Muskulatur,
Druckdolenzen
im Nacken oder Einschränkungen der HWS-Beweglichkeit
– wie sie von Dr.
F._
vorliegend
erhoben wurden
(vgl.
Urk.
9/M3
)
-
rechtsprechungsgemäss
nicht auf ein klar fassbares unfallbedingtes organisches Korrelat des geklagten Beschwerdebildes geschlossen werden kann (vgl. etwa Urteil des Bundesgerichts 8C_945/2008 vom 8. April 2009
E. 6.2 mit Hinweisen
).
4.4
Die
Einwände der Beschwerdeführerinnen (
Urk.
1 S.
6 f.
und
Urk.
5/1
)
gegen die Beurteilung von
Dr.
E._
vom
2.
September 2015
sind
daher
nicht stichhaltig
.
Wie aus dem Arztzeugnis UVG
der
C._
vom 1
0.
April 2015 hervorgeht, gab die Beschwerdeführerin
2
im
Rahmen
der Erstbehandlung nach dem Unfallereignis vom
8.
März 2015
selbst
an,
lediglich
unter leichten
Nacken
schmerzen
zu leiden
(
Urk.
9/M1
; im
betreffenden
Eintrag in der Krankenge
schichte ist von etwas Nackenbeschwerden
die Rede,
Urk.
3/7)
. Wären die Nackenbeschwerden anfänglich stärker
ausgeprägt
gewesen und
hätten sich
nur dank des eingenommenen Schmerzmittels
Minalgin
deutlich vermindert
(vgl.
Urk.
1 S. 6)
, hätte die Beschwerdeführerin
2
dies
damals
erwähnt.
4.5
Es ist somit festzuhalten, dass auf die Beurteilung
von
Dr.
E._
vom
2.
September 2015
abgestellt werden kann.
5.
Nach
dem Unfallereignis vom
8.
März 2015 war
der Status quo sine
vel
ante
demnach
überwiegend wahrscheinlich spätestens am 2
3.
August 2015 erreicht.
Der angefochtene
Einspracheentscheid
vom
8.
Dezember 2015
(
Urk.
2/1)
, mit
dem ein Anspruch der Beschwerdeführerin 2 auf
Leistungen nach
UVG über den 2
3.
August 2015 hinaus verneint wurde
,
erweist sich damit als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerden führt.