Decision ID: 859409a7-db3e-44e2-b757-9de062360df0
Year: 2021
Language: de
Court: AG_SVWG
Chamber: AG_SVWG_002
Canton: AG
Region: Northwestern_Switzerland
Law Area: 

Das Gericht entnimmt den Akten:
1.
Mit Verfügung vom 19. Februar 2020 wurden A. und B. von der
Steuerkommission Q. für das Jahr 2012 zu einem steuerbaren Einkommen
von CHF 141'400.00 (satzbestimmendes Einkommen CHF 141'400.00)
und zu einem steuerbaren Vermögen von CHF 0.00 (satzbestimmendes
Vermögen CHF 0.00) veranlagt. Dabei wurden bei den Berufsauslagen von
A. statt der deklarierten Auslagen von CHF 35'055.00 nur CHF 10'543.05
(abzgl. Autospesen gem. Lohnausweis von CHF 9'600.00) zum Abzug
zugelassen.
2.
Gegen die Veranlagungsverfügung vom 19. Februar 2020 erhoben A. und
B. mit Schreiben vom 16. März 2020 Einsprache. Sie beantragten
insbesondere, die erste Leasingrate von CHF 20'000.00 sei bei den
Autokostenabzügen zuzulassen.
3.
Am 20. August 2020 fand eine Einspracheverhandlung statt.
4.
Mit Entscheid vom 12. November 2020 hiess die Steuerkommission Q. die
Einsprache teilweise gut, indem sie den Abzug der Fahrzeugkosten um
CHF 10'543.05 auf CHF 16'383.00 (abzgl. Autospesen gem. Lohnausweis
von CHF 9'600.00) erhöhte. Das steuerbare Einkommen wurde auf
CHF 135'600.00 festgesetzt.
5.
Den Einspracheentscheid vom 12. November 2020 (Zustellung am 18. No-
vember 2020) zogen A. und B. mit Rekurs vom 12. Dezember 2020
(Postaufgabe 15. Dezember 2020) an das Spezialverwaltungsgericht,
Abteilung Steuern, weiter. Sie stellten den Antrag,
"die erste Leasingrate von CHF 20'000.- sei beim Autokostenaufwand ".
Auf die Begründung wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen einge-
gangen.
6.
Das Gemeindesteueramt Q. und das Kantonale Steueramt beantragen die
Abweisung des Rekurses.
- 3 -
7.
Aufforderungsgemäss nahmen A. und B. mit Schreiben vom 27. Mai 2020
zum Schreiben des Spezialverwaltungsgerichts vom 20. Mai 2021 Stellung
und legten weitere Belege auf.
- 4 -

Das Gericht zieht in Erwägung:
1.
Der vorliegende Rekurs betrifft die Kantons- und Gemeindesteuern 2012.
Massgebend für die Beurteilung ist das Steuergesetz vom 15. Dezember
1998 (StG).
2.
2.1.
Die Rekurrenten deklarierten in der Steuererklärung unter anderem einen
Abzug beim Autoaufwand von CHF 20'000.00 für die erste Leasingrate des
Leasingvertrages Nr. aaa. Die Steuerkommission Q. gewährte jedoch
diesbezüglich nur einen Abzug von CHF 1'250.00, da sie die erste
Leasingrate über die Vertragslaufzeit von 48 Monaten aufteilte
(CHF 20'000.00 / 48 Monate * 3 Monate).
2.2.
Die Rekurrenten machen geltend, dass sie seit Jahren die Autokosten ef-
fektiv deklarieren, da mit den üblichen Autospesenentschädigungen der
gehobene Standard der Autokosten nicht abgedeckt werden könne. Im
Steuerjahr 2002 beispielsweise seien die Leasingraten von CHF 18'000.00
im Autokostenaufwand bewilligt worden. Das Vorgehen der Steuerkommis-
sion Q., die erste Leasingrate auf die gesamte Leasinglaufzeit aufzuteilen,
könne nicht akzeptiert werden. Diese erste Rate sei im Jahr 2012 bezahlt
worden in der Annahme, den Betrag wie immer von den Steuern abziehen
zu können. Es sei ihnen nicht möglich, die Dokumente des vorangehenden,
vorzeitig aufgelösten Leasingsvertrages aufzulegen, da die damalige
Garage nicht mehr existiere. Die vorzeitige Auflösung des Leasings sei
nicht vorgesehen gewesen.
Im Rekurs werden die folgenden Autokosten geltend gemacht:
"05.11.11 Verkehrssteuerrechnung 2012 bis 30. Sept. 372:12x9
279.00 CHF
13.11.12 Versicherungsprämie 2012 C. bis 30. Sept. 1441.9:12x9
1'081.40 CHF
01.10.09 Leasingvertrag bbb Zins bis 30. Sept. 9x CHF 540.-
4'860.00 CHF
01.10.12 Leasingvertrag Nr. aaa 1. Leasingrate
20'000.00 CHF
01.11.12 Leasingvertrag Nr.aaa Nov. + Dez.Leasingrage 2x CHF 995.20
1'990.40 CHF
01.01.12 Autobahnvignette 40.00 CHF 02.10.12 Verkehrssteuerrechnung 2012 1.Okt.
bis 31. Dez. 228.65 CHF
28.09.12 Versicherungsprämie 2012 C. 1.Okt. bis 31.Dez.
537.80 CHF
01.01.12 E. Q. Miete Garage 12 x 95.-- 1'140.00 CHF
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Parken 44 Wo à CHF 3.- 132.00 CHF Autowäsche 12 Mte à CHF 20.- 1'140.00 CHF
Volvo T5 altes Auto 30.12.11 Km-Stand 95'219 30.09.12 Km-Stand 115'278 gefahrene Km 20'059
Volvo T6 neues Auto 30.09.12 Km-Stand 16 27.12.12 Km-Stand 7'852 gefahrene Km 7'836 Total gefahrene Km mit Geschäftsauto
27'895km
31.12.12 eff. Autokosten 30'529.25 CHF
eff. Autokosten per 31.12.12 pro KM
30529.25 : 27'895 = 1,0944 CHF
30.06.12 Privat-Anteil Jan.-Juni 12 529.8 Km à
1.094 CHF - 579.80 CHF
31.12.12 Privat-Anteil Juli-Dez. 12 599.8 Km à 1,094 CHF
- 656.40 CHF
Autospesen 2012 29'293.05 CHF"
2.3.
Die Vorinstanz hingegen ist der Meinung, dass eine allfällige Entschädi-
gung im Falle der vorzeitigen Leasingaufhebung steuerbares Einkommen
darstelle, wenn die Leasingraten steuerlich abzugsfähig gewesen seien.
Eine Berechnung der effektiven Kosten aus dem erwähnten Leasingver-
hältnis sei aufgrund der fehlenden Abrechnung nicht möglich. Es erscheine
gesamtbetrachtet sachgerecht, anstelle der effektiv geltend gemachten
Kosten auf die Pauschalsätze pro Kilometer zurückzugreifen. Mit den Pau-
schalansätzen seien sämtliche Fahrzeugkosten abgegolten.
Aufgrund der Zusammenstellung der Rekurrenten in der Steuererklärung
wurden 26'766 km als berufsnotwendig anerkannt. Dabei sei festzuhalten,
dass der Privatanteil (1'129 km) sehr gering sei. Somit ergebe sich ein Ab-
zug für Autokosten von CHF 16'383.00 (15'000 km à CHF 0.70 plus 11'766
km à CHF 0.50).
3.
3.1.
Gemäss § 35 Abs. 1 lit. a StG können die notwendigen Kosten für Fahrten
zwischen Wohn- und Arbeitsstätte als Berufskosten vom Reineinkommen
in Abzug gebracht werden. Der Regierungsrat legt namentlich für die Be-
rufskosten nach Absatz 1 lit. a Pauschalansätze fest (§ 35 Abs. 2 StG).
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Steht kein öffentliches Verkehrsmittel zur Verfügung oder ist dessen Benut-
zung objektiv nicht zumutbar, so können die Kosten des privaten Fahrzeu-
ges abgezogen werden (§§ 12 f. StGV in Verbindung mit Art. 5 Abs. 3 der
Verordnung über den Abzug von Berufskosten der unselbständigen Er-
werbstätigkeit bei der direkten Bundessteuer vom 10. Februar 1993 [BkV;
Fassung vom 3. November 2006; Fassung Anhang vom 21. Juli 2008]).
3.2.
Wenn ein Arbeitnehmer an einem auswärtigen Arbeitsort tätig ist, hat der
Arbeitgeber dem Arbeitnehmer alle durch die Ausführung der Arbeit not-
wendig entstehenden Auslagen zu ersetzen, bei Arbeit an auswärtigen Ar-
beitsorten auch die für den Unterhalt erforderlichen Aufwendungen
(Art. 327a f. OR). Vom Arbeitgeber zu übernehmende Kosten stellen damit
keine Berufsauslagen im Sinne von § 35 StG dar (RGE vom 29. September
2005 [RV.2004.50409]). Sollte diese Abgeltung für die Auslagen eines Ar-
beitnehmers nicht ausreichen, muss er sich nach Art. 327a Abs. 2 OR an
den Arbeitgeber halten.
Ausnahmsweise ist von diesem Grundsatz abzuweichen, etwa bei Versi-
cherungsvertretern und anderen Aussendienstmitarbeitern, die auf Provisi-
onsbasis arbeiten. In diesen Fällen weist die Tätigkeit gewisse Komponen-
ten der selbständigen Erwerbstätigkeit auf. Eine Verweigerung des Abzu-
ges von nachgewiesenen Auslagen mit Verweis auf Art. 327a f. OR er-
scheint dann als nicht sachgerecht (VGE vom 17. März 2003 [BE.2002.
00173]).
3.3.
Wo das Gesetz es nicht anders bestimmt, gilt im Steuerverfahren in ent-
sprechender Anwendung des in Art. 8 ZGB niedergelegten Grundsatzes,
dass derjenige das Vorhandensein einer behaupteten Tatsache zu bewei-
sen hat, der aus ihr Rechte ableitet. Die Veranlagungsbehörde trägt dem-
zufolge die Beweislast für Tatsachen, welche die Steuerschuld begründen
oder mehren, der Steuerpflichtige für Tatsachen, welche die Steuerschuld
aufheben oder mindern. Dies trifft somit auch auf die Gewinnungskosten
nach §§ 35 ff. StG zu. Nachzuweisen ist primär die Tatsache, dass die Auf-
wendungen effektiv erbracht wurden, im Weiteren aber auch deren ge-
schäfts- oder berufsmässige Begründetheit (VGE vom 10. März 2008
[WBE.2007.358], unter anderem mit Hinweis auf AGVE 1992 S. 228; Kom-
mentar zum Aargauer Steuergesetz, a.a.O., § 174 StG N 28).
Die Beweislosigkeit, die sich einstellt, wenn der Steuerpflichtige seine Mit-
wirkungspflicht hinsichtlich steueraufhebender oder -mindernder Tatsa-
chen nicht erfüllt, führt grundsätzlich nicht zu einer Ermessenseinschätzung
im Sinn von § 191 Abs. 3 StG. Vielmehr ist diesfalls aufgrund der allgemei-
nen Beweislastregel zu Ungunsten des für derartige Tatsachen beweisbe-
lasteten Steuerpflichtigen anzunehmen, die behaupteten Tatsachen hätten
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sich nicht verwirklicht, und gestützt darauf der in Frage stehende Abzug
nicht zu berücksichtigen (RGE vom 20. September 2007 [3-RV.2007.49],
mit Hinweis).
4.
Die Rekurrenten bringen vor, dass der Abzug für die effektiv bezahlten Lea-
singraten bereits in den Vorperioden akzeptiert worden sei. Damit wird die
Fortführung dieser Praxis beantragt.
Die Steuerbehörde ist berechtigt und verpflichtet, die massgeblichen Ver-
hältnisse bei jeder Veranlagung neu und ohne formelle Bindung an die
früheren Veranlagungen zu beurteilen. Sie ist in den nachfolgenden Steu-
erperioden grundsätzlich nicht an frühere Veranlagungen gebunden. Diese
stellen keine individuell konkreten Zusicherungen an den Steuerpflichtigen
dar, die geeignet wären, bei diesem ein berechtigtes Vertrauen darauf zu
erwecken, dass er inskünftig in gleicher Weise veranlagt wird (SGE vom
25. Januar 2018 [3-RV.2017.99]).
Ein Anspruch auf Abzug der "ersten" Leasingrate lässt sich aus einer Praxis
in Vorperioden nicht begründen.
5.
5.1.
Der Rekurrent ist seit dem 1. August 2010 als Verkaufsberater Wärmepum-
pen bei der F. AG angestellt. Er erhielt einen Fixlohn von brutto
CHF 8'400.00 (pro 2010). Gemäss Arbeitsvertrag vom 12. Mai 2010 wur-
den dem Rekurrenten pro Monat Pauschalspesen von CHF 500.00 für den
Ersatz von "Auslagen für die auswärtige Verpflegung etc." ausbezahlt.
5.2.
Per 1. Oktober 2010 wurde zudem das Spesenreglement mit Zusatzspe-
senreglement durch den Kanton Bern genehmigt. Gemäss diesen ersetzt
die Arbeitgeberin dem Arbeitnehmer die effektiven Transportkosten für das
angemessene Transportmittel gegen Originalbeleg für Geschäftsreisen im
In- und Ausland. Weiter kann Folgendes entnommen werden (Ziff. 2.4):
"Grundsätzlich sind die öffentlichen Verkehrsmittel zu benützen.
Muss ein Motorfahrzeug benutzt werden, ist – soweit verfügbar – ein  (Fahrzeugpool) zu verwenden.
Die Kosten für den Gebrauch des privaten Motorfahrzeuges/Taxis für eine Geschäftsreise werden nur dann vergütet, wenn durch deren Benützung eine wesentliche Zeit- und/oder Kostenersparnis resultiert bzw. die  der öffentlichen Verkehrsmittel unzumutbar ist. Wird trotz guter öffentlicher Verkehrsverbindungen das eigene Fahrzeug/Taxi benützt, werden nur die Kosten des öffentlichen Verkehrsmittels vergütet.
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Die Kilometer-Entschädigung beträgt CHF 0.70
Mit diesem Betrag sind sämtliche fixen und variablen Kosten sowie  allfällige Risiken abgegolten.
Mitarbeitenden, die geschäftlich viel unterwegs sind (insb. im Verkauf ), stellt die Firma grundsätzlich einen Geschäftswagen zur  (vgl. Regelung unter Ziffer 2.5). Es gibt allerdings noch einzelne Mitarbeitende die, auf eigenen Wunsch, keinen Geschäftswagen haben, obwohl sie geschäftlich viel unterwegs sind. Diese Mitarbeitenden  die Firma mit einer Pauschalen von CHF 750.-- bis CHF 800.-- pro Monat für die geschäftliche Nutzung des Privatwagens. Es wird dabei von einer geschäftlich bedingten Fahrleistung von 30'000 bis 40'000 Kilometern pro Jahr ausgegangen. Zudem erhalten sie, ebenfalls für die geschäftliche Nutzung des Privatwagens, eine Benzinkarte (vgl.  unter Ziffer 5.5). Mit diesen Massnahmen sind sämtliche fixen und variablen Kosten sowie sämtliche Risiken für geschäftliche Fahrten . Die Regelung läuft sukzessive aus. Es werden keine  neu dieser Regelung unterstellt. Und bei Mitarbeitenden, die bisher der Regelung unterstanden, entfällt sie spätestens beim Wechsel des ."
6.
6.1.
Der Rekurrent arbeitete im Jahr 2012 im Aussendienst der F. AG, wobei er
einen Fixlohn erhielt. Er benutzte für die geschäftliche Tätigkeit – auf seinen
Wunsch hin – jeweils sein Privatfahrzeug.
6.2.
Der Arbeitgeber hat dem Arbeitnehmer die Auslagen für die Ausübung der
Arbeitstätigkeit im Rahmen von Art. 327a OR zu ersetzen. Die F. AG hat
hierfür ein (durch den Kanton Bern genehmigtes) Spesenreglement ausge-
arbeitet, welches auch im vorliegend relevanten Steuerjahr 2012 in Kraft
war. Nach diesem waren bei Benutzung des privaten Fahrzeugs zwei Lö-
sungen denkbar: Entweder die effektive Kilometerentschädigung von
CHF 0.70/km oder eine Pauschale von CHF 750.00 bis CHF 800.00, wobei
diese Mitarbeitenden zusätzlich eine Benzinkarte erhielten. Mit beiden Lö-
sungen sind sämtliche Kosten abgedeckt, so auch allfällige Leasingraten.
Mit anderen Worten kommt der Arbeitgeber, gemäss Art. 327a OR, für die
Kosten des Privatfahrzeugs auf, soweit eine berufliche Notwendigkeit be-
steht. Im Umkehrschluss sind die die Pauschale übersteigenden Kosten
nicht mehr beruflich notwendig. Übersteigende Kosten stellen deshalb
keine Berufsauslagen im Sinne von § 35 StG dar. Sollte die Entschädigung
durch den Arbeitgeber für die Auslagen nicht ausreichen, muss der Arbeit-
nehmer sich an den Arbeitgeber halten (vgl. Erw. 3.2).
6.3.
Der Rekurrent erhielt eine monatliche Fahrzeugentschädigung von pau-
schal CHF 800.00, welche mit dem Monatslohn überwiesen wurde. Die
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Treibstoffentschädigung erfolgte über die Spesenabrechnung bzw. über
eine Benzinkarte (vgl. E-Mail von G. vom 7. September 2010).
Der Rekurrent war mit der Auslagenvergütung durch den Arbeitgeber, die
monatliche Pauschale von CHF 800.00 und der Benzinkarte, einverstan-
den und betrachtete sie entsprechend als angemessen. Die darüber hin-
ausgehenden Kosten sind beruflich nicht notwendig und folglich steuerlich
nicht abziehbar.
6.4.
Die Tätigkeit des Rekurrenten, insbesondere die Art der Entlöhnung, weist
keine Komponenten einer selbständigen Erwerbstätigkeit auf (vgl.
Erw. 3.2). Es ist deshalb sachgerecht, den Abzug von (nachgewiesenen)
Auslagen mit Verweis auf Art. 327a OR zu verweigern. Der Rekurrent kann
keinen (zusätzlichen) Abzug der Fahrzeugkosten geltend machen.
7.
7.1.
Dem Rekurrenten wurden nichtsdestotrotz im Einspracheverfahren unter
dem Titel "effektive Berufskosten" die Autokosten von CHF 6'783.00 ("Au-
tokosten gemäss Einsprache-Entscheid" von CHF 16'383.00 abzgl. "Auto-
spesen gem. Lohnausweis" von CHF 9'600.00) zum Abzug zugelassen.
Die Steuerkommission Q. zeigte sich damit im Einspracheverfahren in
ihrem Beurteilungsspielraum sehr grosszügig, da sie einerseits den Abzug
gewährte und andererseits keine weiteren Untersuchungen zu den privat
zurückgelegten Kilometern anstellte.
Nach dem oben Dargelegten wäre im Rekursverfahren deshalb eine Erhö-
hung des steuerbaren Einkommens möglich. Das Spezialverwaltungsge-
richt verzichtet jedoch im vorliegenden Verfahren noch auf ein Eingreifen
in den Beurteilungsspielraum der Steuerkommission und auf eine reforma-
tio in peius. Zukünftig wird die Steuerkommission Q. aber eine strengere
Beurteilung der Autokosten in Betracht ziehen müssen.
7.2.
Nach dem Gesagten ist der Rekurs abzuweisen.
8.
Bei diesem Verfahrensausgang haben die Rekurrenten die Kosten des Re-
kursverfahrens zu tragen (§ 189 Abs. 1 StG). Es ist keine Parteientschädi-
gung auszurichten (§ 189 Abs. 2 StG).
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