Decision ID: 2f9b1526-be15-4e76-a125-5bcc22fefee1
Year: 2019
Language: de
Court: GR_VG
Chamber: GR_VG_005
Canton: GR
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

Verfahrens, bis der Sachverhalt mit der Gemeinde korrekt aufgearbeitet
sei. Dieser Antrag wurde, nach Eingang der ablehnenden Stellungnahme
der Gemeinde vom 5. März 2018, mit Verfügung des Instruktionsrichters
vom 6. März 2018 abgewiesen.
9. Mit Eingabe vom 10. April 2018 reichte die Fachstelle ihre Vernehmlassung
mit dem Antrag auf kostenfällige Abweisung der Beschwerde ein.
10. Mit Vernehmlassung vom 20. April 2018 beantragte die Gemeinde
(nachfolgend Beschwerdegegnerin) die kosten- und entschädigungsfällige
Abweisung der Beschwerde.
11. Am 24. Mai 2018 erging die Replik der Beschwerdeführer mit
unverändertem Rechtsbegehren gemäss Beschwerde vom 16. Februar
2018.
12. Mit Schreiben vom 4. Juni 2018 verzichtete die Fachstelle auf die
Einreichung einer Duplik und hielt an ihren Ausführungen und Anträgen
gemäss Vernehmlassung vom 10. April 2018 fest.
13. Mit Schreiben vom 6. Juni 2018 verzichtete die Beschwerdegegnerin auf
die Einreichung einer Duplik und bestätigte ihre Ausführungen in der
Vernehmlassung vom 20. April 2018.
14. Mit Schreiben vom 7. Juni 2018 forderte der Instruktionsrichter die
anwaltlich vertretenen Parteien auf, eine detaillierte Kostennote inkl.
Honorarvereinbarung einzureichen. In der Folge reichte die
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Rechtsvertreterin der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 13. Juni 2018
ihre Honorarnote mitsamt Honorarvereinbarung ein.
15. Auf Anordnung des Instruktionsrichters reichte die Fachstelle dem Gericht
mit Schreiben vom 31. Oktober 2018 sämtliche Unterlagen zur BAB-
Bewilligung ein.
16. Mit Schreiben vom 29. Oktober 2018 wurden die Parteien zu einem
Augenschein eingeladen, der am 12. November 2018 auf der Parzelle
10479 im Beisein der Beschwerdeführer, der Beschwerdegegner und der
Fachstelle stattfand. Mit Schreiben vom 13. November 2018 wurde den
Parteien das Augenscheinprotokoll zugestellt. Mit Stellungnahme vom 26.
November 2018 nahmen die Beschwerdeführer dazu Stellung. Gleichzeitig
legten sie eine ergänzende Honorarnote ins Recht. Die Fachstelle
verzichtete mit Schreiben vom 30. November 2018 auf eine
Stellungnahme.
Auf die Erwägungen im angefochtenen Entscheid sowie auf die weiteren
Ausführungen in den Rechtsschriften der Parteien wird, soweit
entscheidrelevant, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:
1.1. Gemäss Art. 49 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100) beurteilt das
Verwaltungsgericht Beschwerden gegen Entscheide von Gemeinden,
soweit diese nicht bei einer anderen Instanz angefochten werden können
oder nach kantonalem oder eidgenössischem Recht endgültig sind. Der
angefochtene kommunale Entscheid (Abweisung Baugesuch) vom 15.
Januar 2018 (Akten der Beschwerdeführer [Bf-act.] 1) stellt einen
kommunalen Entscheid im Sinne von Art. 49 Abs. 1 lit. a VRG dar. Dagegen
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steht kein anderes Rechtsmittel als die Verwaltungsgerichtsbeschwerde
zur Verfügung (vgl. Art. 92 des kantonalen Raumplanungsgesetzes [KRG];
BR 801.100, sowie Art. 47 ff. der kantonalen Raumplanungsverordnung
[KRVO]; BR 801.110). Die örtliche und sachliche Zuständigkeit des
Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden ist somit gegeben.
1.2. Als Adressaten des angefochtenen Entscheids vom 15. Januar 2018 (Bf-
act. 1) sind die Beschwerdeführer von diesem berührt und weisen ein
schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung auf
(Art. 50 VRG). Mit der Beschwerde können sie Rechtsverletzungen
einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens sowie die
unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen
Sachverhalts geltend machen (Art. 51 Abs. 1 VRG). Da die Beschwerde
die formellen Erfordernisse erfüllt und sie im Übrigen auch fristgerecht
(Art. 52 Abs. 1 VRG) eingereicht wurde, ist darauf einzutreten.
2. Strittig und zu prüfen ist vorliegend, ob die Beschwerdegegnerin mit dem
Entscheid vom 15. Januar 2018 (Bf-act. 1) das nachträgliche BAB-
Baugesuch vom 11. August 2016 (Bf-act. 8-12) zu Recht abgewiesen hat
oder nicht, ob mithin die baulichen Änderungen im Stallgebäude
bewilligungsfähig sind oder nicht. Nicht Streitgegenstand sind die am
Ferien-/Wochenendhaus vorgenommenen Umbauten auf derselben
Parzelle.
3.1. Im angefochtenen Entscheid vom 15. Januar 2018 (Bf-act. 1) führte die
Beschwerdegegnerin aus, die beiden Holzboxen im Heustall seien auf
Dauer ausgelegt und würden keinen temporären Charakter aufweisen, was
durch die ebenfalls nicht bewilligungsfähigen Erschliessungsanlagen
(Wasser-, Elektro- und Abwasserleitung) bestätigt werde. Die Dusche und
das Lavabo in der einen Holzbox seien fest eingebaut. Anzunehmen sei,
dass auch das WC fest eingebaut und angeschlossen sei, es sich also nicht
wie angegeben um eine tragbare Campingtoilette handle. Damit sei ein voll
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funktionstüchtiges Bad mit den entsprechenden Anschlüssen erstellt
worden, das als feste Baute bezeichnet werden müsse. Was die zweite
Holzbox betreffe, so seien in der Fotodokumentation keine Esswaren oder
Getränke zu sehen, sondern ein Bett, das eben auf eine Wohnnutzung
hinweise. Da beide Wohnboxen eine Wohnnutzung ermöglichten, seien sie
der Bruttogeschossfläche anzurechnen, die jedoch durch den Ausbau der
Hütte vollständig ausgeschöpft sei. Ferner sei auf den Fotos des
ehemaligen Viehstalles eine dritte Holzbox erkennbar, dabei handle es sich
um einen Abstellraum bzw. einen Technikraum (mit Durchlauferhitzer,
Gasflasche, etc.). Dieser ermögliche die Wohnnutzung im Obergeschoss
und sei deshalb auch nicht bewilligungsfähig. Die Erstellung der drei
Holzboxen stelle eine Umgehung der Raumplanungsgesetzgebung dar
und sei deshalb nicht statthaft, zumal die Umnutzung von Ställen zu
Wohneinheiten nach wie vor nicht bewilligungsfähig sei. Die
Beschwerdegegnerin wies das nachträgliche Baugesuch aus all diesen
Gründen ab. Gleichzeitig hielt sie fest, dass für die Einhaltung der
gesetzlichen Vorschriften und der bewilligten Pläne die Bauherrschaft und
der beauftragte Planer verantwortlich seien und dass die Verletzung des
Gesetzes mit Baubusse bestraft werden könne, weshalb die
Beschwerdeführer den Planervertrag und den Steuerauszug 2016
vorzulegen hätten. Schliesslich kündigte sie auch an, dass sie die
Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands anordnen werde.
3.2. In ihrer Beschwerde vom 16. Februar 2018 und in der Replik vom 24. Mai
2018 machen die Beschwerdeführer geltend, die Beschwerdegegnerin
habe den rechtserheblichen Sachverhalt unvollständig bzw. unrichtig
festgestellt. Es seien nur Indizien für eine Wohnnutzung gesucht worden
und keine entlastenden Tatsachen. Weil die Beschwerdeführer keine
Möglichkeit gehabt hätten, vorgängig zum Erlass des angefochtenen
Entscheids zu den neuen Sachverhaltselementen Stellung zu nehmen, sei
ihr rechtliches Gehör verletzt worden. Die im Stall vorgenommenen
baulichen Veränderungen würden nicht auf eine Umnutzung zu
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Wohnzwecken hinauslaufen, weshalb sie bewilligungsfähig seien. Die
grössere Box auf dem Heuboden diene wie eine grosse Lagerbox oder ein
grosser Schrank Aufbewahrungszwecken. Die Kompost-Toilette sei keine
bauliche Veränderung und somit gar nicht bewilligungspflichtig. Zudem
verstehe es sich von selbst, dass eine solche einer Umwandung bedürfe.
Diese ändere den Zweck des Stalles nicht, weshalb die kleinere der beiden
Boxen auf dem Heuboden RPG-konform sei. Im ehemaligen Viehstall
befinde sich keine dritte Holzbox, vielmehr sei dort lediglich eine
Trennwand eingezogen worden. Es sei fraglich, ob diese überhaupt
bewilligungspflichtig sei. Diese schaffe keine neue Bruttogeschossfläche.
Separat davon müssten die Installationen (Durchlauferhitzer und Zubehör
für die Warmwasseraufbereitung) hinter dieser Trennwand beurteilt
werden. Sie schliesse nicht aus, dass einzelne Elemente oder
Einrichtungen nicht bewilligungsfähig seien, jedoch sei die pauschale
Feststellung der Beschwerdegegnerin, die drei Raumboxen seien nicht
bewilligungsfähig, falsch. Darüber hinaus dürfe die Wiederherstellung des
rechtmässigen Zustands nicht an die Rechtskraft des Entscheids
betreffend materielle Rechtskraft geknüpft werden, wie dies die
Beschwerdegegnerin in Ziff. 3 des Dispositivs des angefochtenen
Entscheids gemacht habe.
3.3. In ihrer Vernehmlassung vom 10. April 2018 weist die Fachstelle den
Vorwurf zurück, der Sachverhalt sei unvollständig ermittelt worden. Die
rechtsanwendenden Behörden seien nicht gehalten, allen irgendwie
gearteten Umständen und Hintergründen nachzugehen, sondern könnten
sich auf die entscheidrelevanten Fakten beschränken. Entscheidend sei
vorliegend, dass es sich bei den fraglichen Holzboxen mit fix eingebauten
Dusch-, Lavabo- und WC-Einrichtungen, angeschlossen an das ebenfalls
dauerhaft eingerichtete Wasser- und Abwassernetz, offensichtlich um auf
Dauer angelegte Wohnungseinrichtungen handle. Diese gehörten zur
anrechenbaren Bruttogeschossfläche im Sinne von Art. 42 Abs. 3 lit. a
RPV. Bei der Beurteilung der Verwendbarkeit eines Raumes zu
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Wohnzwecken spiele es keine Rolle, ob ein Raum auch effektiv
entsprechend genutzt werde, entscheidend sei vielmehr, ob er objektiv
geeignet sei, für sich allein oder im Rahmen des übrigen Raumkonzepts
als Wohnfläche zu dienen. Dies treffe auf die Holzboxen im Heustall,
konzipiert als "Bau im Bau", zweifellos zu. Unter diesen Umständen könne
der Gemeinde keine willkürliche Sachverhaltsfeststellung vorgeworden
werden. Da das Erweiterungspotential an Bruttogeschossfläche
ausgeschöpft sei, könnten die fraglichen Holzboxen schon aus diesem
Grund nicht nachträglich bewilligt werden. Die Fachstelle hält zudem fest,
dass der Ausbau von Ökonomiegebäuden für landwirtschaftsfremde
Wohnzwecke grundsätzlich untersagt und nur ausnahmsweise unter
äusserst restriktiven Voraussetzungen zulässig sei, die im vorliegenden
Fall offensichtlich nicht gegeben seien.
Was den Vorwurf der Gehörsverletzung angehe, so die Fachstelle, könne
sie nicht abschliessend beurteilen, ob sich die Beschwerdeführer vor Erlass
des abweisenden Entscheids der Beschwerdegegnerin nochmals zur
Sache hätten äussern können. Selbst wenn jedoch das rechtliche Gehör
verletzt worden wäre, müsste die Beschwerdegegnerin angesichts der
liquiden Sach- und Rechtslage ihren Entscheid bestätigen, weshalb eine
allfällige Aufhebung und Rückweisung des Entscheids an die Vorinstanz
einem unnötigen verwaltungsrechtlichen Leerlauf gleichkommen würde. Im
Übrigen würde eine Gehörsverletzung, wenn eine solche überhaupt bejaht
würde, nicht schwer wiegen, und es sei nicht ersichtlich, inwiefern eine
Heilung derselben im Beschwerdeverfahren für die Beschwerdeführer
besonders nachteilig sein sollte.
3.4. In ihrer Vernehmlassung vom 20. April 2018 führt die Beschwerdegegnerin
aus, Ausgangspunkt sei die am 26. Juni 2012 offenbar ohne BAB-
Verfahren erteilte Baubewilligung, in der es um Unterhaltsarbeiten an
Wänden, Böden und Dach des Stalles ging. Ausgeführt worden seien dann
aber tiefgreifende Eingriffe und Umnutzungen am ursprünglichen
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Stallgebäude. Im Einzelnen verweist sie auf die Stellungnahme der
Fachstelle vom 4. Dezember 2017. Bemerkenswert sei, dass das
nachträgliche Baugesuch auf dem Formular "BAB-Gesuch für
Wohnbauten" eingereicht wurde, obwohl die Beschwerdeführer
behaupteten, die baulichen Veränderungen liefen nicht auf eine
Umnutzung des Stalls zu Wohnzwecken hinaus. Die baulichen
Veränderungen seien detailliert dokumentiert, der Sachverhalt sei deshalb
nicht unrichtig festgestellt worden. Auch das rechtliche Gehör der
Beschwerdeführer sei nicht verletzt, zumal diese aus dem Schlussprotokoll
inkl. Fotodokumentation um die Beanstandungen gewusst hätten und dazu
hätten Stellung nehmen können. Die vorgenommenen baulichen
Änderungen am Stall würden zweifellos einer jedenfalls teilweisen Nutzung
der bisher rein landwirtschaftlichen Baute zu Wohnzwecken dienen, was in
der Landwirtschaftszone ausgeschlossen sei. Mit dem nachträglichen
Baugesuch sei kein bewilligungsfähiges Projekt unterbreitet worden,
weshalb es zu Recht abgewiesen worden sei.
4. Zu den Grundsätzen des Verwaltungsverfahrens gehören die Zuständigkeit
und die richtige Zusammensetzung der Behörde, die Prinzipien der
richtigen Durchführung des Verfahrens (Offizial- und Dispositionsprinzip,
Untersuchungs- und Verhandlungsprinzip, Ermittlung des anzuwendenden
Rechts von Amtes wegen), der Anspruch auf rechtliches Gehör, der
Anspruch auf gleiche und gerechte Behandlung im Verfahren sowie der
Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege (HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN,
Allgemeines Verwaltungsrecht, 7. Auflage, Zürich/St. Gallen 2016, Rz. 976
ff.).
4.1.1. Gemäss Art. 11 Abs. 1 VRG ist der Sachverhalt von Amtes wegen zu
ermitteln. Die am Verfahren Beteiligten sind verpflichtet, an der Feststellung
des Sachverhalts mitzuwirken (Abs. 2). Nach Art. 11 Abs. 3 VRG erhebt die
Behörde die notwendigen Beweise, wobei sie an Begehren zur Ermittlung
des Sachverhalts nicht gebunden ist.
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Dieses für das kantonale Verwaltungsverfahren in Art. 11 VRG
festgehaltene Untersuchungsprinzip bedeutet, dass die Verwaltungs- und
Justizbehörden für die Beschaffung der Entscheidungsgrundlagen
verantwortlich sind (HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 988), d.h. dass
sie von sich aus vorkehren, was geeignet ist, zu einer sachlich zutreffenden
Entscheidung zu führen (PFEIFER, Der Untersuchungsgrundsatz und die
Offizialmaxime im Verwaltungsverfahren, Basel 1980, S. 85 mit Hinweisen;
KISTLER, Die Verwaltungsrechtspflege im Kanton Graubünden, Zürich
1979, S. 162 f.). Die Parteien tragen weder eine Behauptungs- noch eine
Beweisführungslast, was aber nichts an der Verteilung der materiellen
Beweislast, d.h. an der Regelung der Folgen der Beweislosigkeit ändert:
Der Entscheid fällt zu Ungunsten jener Partei aus, die aus dem unbewiesen
gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte
(HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 988).
4.1.2. Ein Vertreter der Beschwerdegegnerin führte am 20. Mai 2016 vor Ort die
Schlussabnahme durch und erstellte das Schlussabnahmeprotokoll mit
Fotodokumentation (Bf-act. 7, Akten der Beschwerdegegnerin [Bg-act.] 1).
Dort ist unter den Bemerkungen aufgeführt, dass die Sanierung und
Umplatzierung der Hütte sowie die Werkleitungen für Wasser und
Abwasser gemäss den bewilligten Plänen bzw. dem beiliegenden
Werkleitungsplan erstellt wurden, dass hingegen die Ausbauten im Stall für
WC/DU und Kammer im bewilligten Plan für die Stallsanierung nicht
enthalten seien. Die Beschwerdegegnerin verwies diesbezüglich auf die
Fotodokumentation und hielt die Beschwerdeführer zur Nachreichung
eines entsprechenden Baugesuchs an. Im entsprechenden
Baugesuchsformular vom 11. August 2016 (Bf-act. 8) kreuzten die
Beschwerdeführer bei der Art des Bauvorhabens das Kästchen
"Wohnbauten" an (S. 2 oben), füllten das entsprechende Formular für
Wohnbauten aus (Bf-act. 9), gaben als Nutzungszweck "WC/DU und
Abstellraum im Stall" an und beschrieben auf der letzten Seite des Gesuchs
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das konkrete Bauvorhaben näher. In ihrem Bauentscheid vom 15. Januar
2018 (Bf-act. 1) stellte die Beschwerdegegnerin auf das
Schlussabnahmeprotokoll mit Fotodokumentation (Bf-act. 7, Bg-act. 1)
sowie auf das nachträgliche Baugesuch vom 11. August 2016 (Bf-act. 8-
12) ab. Dasselbe tat die Fachstelle in ihrer Stellungnahme vom 4.
Dezember 2017 (Bf-act. 15). Die Beschwerdeführer zeigen nun nicht auf,
inwiefern die Beschwerdegegnerin den auf diesen Akten beruhenden
Sachverhalt unvollständig bzw. unrichtig abgeklärt hätte bzw. was die
Beschwerdegegnerin ihrer Ansicht nach noch zusätzlich oder anderes
hätte abklären müssen.
Wie erwähnt, war ein Vertreter der Beschwerdegegnerin anlässlich der
Schlussabnahme vom 20. Mai 2016 vor Ort. Die Beschwerdegegnerin und
die Fachstelle konnten sich in der Folge aufgrund der
Baugesuchsunterlagen (Bg-act. 8-12) und der Fotos (Bf-act. 7, Bg-act. 1)
ein ausreichend klares Bild der Umbauten im fraglichen Stall machen.
Wenn nun die Beschwerdeführer rügen, die Beschwerdegegnerin und die
Fachstelle hätten die Umbauten fälschlicherweise als für die Wohnnutzung
geeignet erachtet, bezieht sich diese Rüge bereits auf die vom
Verwaltungsgericht zu überprüfende Beweiswürdigung der Vorinstanz (vgl.
dazu Erwägung 5.2 ff.) und nicht auf die Sachverhaltsermittlung.
Was die Beschwerdeführer ferner aus ihrer Behauptung, die
Beschwerdegegnerin habe nicht abgeklärt, was der Grund für die
Aufstellung der Holzboxen und für die tatsächliche Nutzung des Stalls sei,
hinsichtlich der Sachverhaltsermittlung ableiten wollen, ist nicht ersichtlich:
Im Baugesuchsformular vom 11. August 2016 (Bf-act. 8, 9) kreuzten sie als
Nutzungszweck "WC/DU und Abstellraum im Stall" an (S. 1). Die Nutzung
eines Bads (WC/DU) (Bg-act. 1 S. 10) bedarf keiner weiteren Erklärung
und somit auch keiner weiteren Abklärungen. Dass die grössere Holzbox
im Obergeschoss (S. 11), in der gemäss den Fotos (Bf-act. 7, Bg-act. 1)
ein Regal mit verschiedener Ware (Kleider, Kissen, Aufbewahrungskörbe
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etc., jedoch entgegen den Angaben im Baugesuchsformular keine
Esswaren und Getränke) (S. 8) sowie eine hohe Doppelmatratze
erkennbar sind (S. 9), sowohl zu Lagerzwecken wie auch zu Wohnzwecken
gebraucht werden kann, ist leicht erkennbar. Was die Installationen im
Abstellraum im Erdgeschoss (verschiedene Leitungen, ein
Durchlauferhitzer und eine Gasflasche, S. 1) betrifft, ist naheliegend, dass
sie der Nutzung der beiden Holzboxen im Obergeschoss dienen. Dass dies
falsch wäre, behaupten die Beschwerdeführer nicht bzw. sie geben nicht
an, von welcher anderweitigen Nutzung die Vorinstanz hätte ausgehen
müssen.
Der Umstand, dass es sich bei der Matratze nicht um ein Bett (vgl.
Stellungnahme Fachstelle, Bf-act. 15, und Bauentscheid vom 15. Januar
2018, Bf-act. 1), sondern gemäss Angaben der Beschwerdeführer um eine
Luftmatratze handle, bedeutet nicht bereits eine willkürliche
Sachverhaltsfeststellung der Beschwerdegegnerin. Dasselbe gilt für den
Abstellraum im Erdgeschoss (Bg-act. 1 S. 1), bei dem es sich nach
Angaben der Beschwerdeführer nicht um eine Holzbox handle, sondern um
einen durch eine Trennwand entstandenen Abstellraum.
Was die angeblich temporäre bzw. tragbare Toilette betrifft, so lässt sich
anhand der Fotodokumentation (Bf-act. 7, Bg-act. 1) nicht abschliessend
feststellen, ob diese fest installiert ist oder nicht, wobei das in die Wand
verlaufende Rohr Ersteres vermuten lässt (Bg-act. 1 S. 10) (vgl. dazu
Erwägung 5.3.3). Inwiefern die Vermutung der Fachstelle (Bf-act. 15) bzw.
der Beschwerdegegnerin im Bauentscheid vom 15. Januar 2018 (Bf-
act. 1), es handle sich nicht um eine tragbare Campingtoilette, nicht
zutreffen sollte, ist nicht nachvollziehbar, immerhin führten selbst die
Beschwerdeführer auf dem massgeblichen Beiblatt zum nachträglichen
Baugesuch vom 11. August 2016 (Bf-act. 12) eine Kompost-Toilette auf
und nicht eine Campingtoilette (vgl. dazu Erwägung 5.3.3).
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Die fehlende Beheizbarkeit der Holzboxen und der angeblich ungenutzte
Zustand der Luftmatratze, auf welche die Beschwerdeführer hinweisen,
kann zwar anhand der Fotodokumentation (Bf-act. 7, Bg-act. 1) nicht
festgestellt werden, sie spielen aber, wie nachfolgend zu zeigen ist (vgl.
v.a. Erwägung 5.3) bei der Beurteilung der Bewilligungsfähigkeit keine bzw.
keine ausschlaggebende Rolle. Dasselbe gilt für den Hinweis der
Beschwerdeführer, sie hätten weder Geld noch Mühe gescheut, um die
ursprüngliche Optik der Hütte, des Stalls und der Umgebung zu erhalten.
Der Vorwurf der Beschwerdeführer, die Beschwerdegegnerin habe den
Sachverhalt unvollständig und/oder unrichtig ermittelt, ist aus all diesen
Gründen nicht zu hören.
4.2.1. Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen
Eidgenossenschaft (BV; SR 101) und auf kantonaler Ebene Art. 16 VRG
gewährleisten den Anspruch auf rechtliches Gehör. Dieser dient einerseits
der Sachaufklärung und garantiert andererseits ein
persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht der Parteien im Verfahren
(HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 1001 ff.). Er umfasst das Recht der
Parteien, in einem vor einer Verwaltungs- oder Justizbehörde geführten
Verfahren mit ihrem Begehren angehört zu werden, Einblick in die Akten
zu erhalten und zu den für die Entscheidung wesentlichen Punkten Stellung
nehmen zu können (HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 1002). Der
Anspruch ist formeller Natur, mithin führt eine Verletzung des
Gehörsanspruchs, ungeachtet der Erfolgsaussichten der Beschwerde in
der Sache selbst, zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids (BGE 137
I 195 E.2.2, BGE 132 V 387 E.5.1; PVG 2011 Nr. 31 E.2a), sofern der
Mangel nicht im Beschwerdeverfahren geheilt werden kann (BGE 134 I 331
E.3.1, BGE 126 I 68 E.2 mit Hinweisen; PVG 2008 Nr. 1 E.1).
Nach der Rechtsprechung kann eine Verletzung des Anspruchs auf
rechtliches Gehör geheilt werden, wenn die unterlassene Anhörung,
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Akteneinsicht oder Begründung in einem Rechtsmittelverfahren nachgeholt
wird, das eine Prüfung im gleichen Umfang wie durch die Vorinstanz erlaubt
(HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 1175 ff.). Grundsätzlich lässt das
Bundesgericht die Heilung allerdings nur zu, wenn die Verletzung des
rechtlichen Gehörs nicht besonders schwer wiegt (HÄFELIN/-MÜLLER-/UHL-
MANN, a.a.O., Rz. 1001 ff.). Eine Heilung ist also immer dann
ausgeschlossen, wenn es sich um eine besonders schwerwiegende
Verletzung der Parteirechte handelt; zudem soll sie die Ausnahme bleiben
(BGE 134 I 331 E.3.1, BGE 126 I 68 E.2 mit Hinweisen; PVG 2008 Nr. 1
E.1). Verfügungen oder Entscheide, die unter Missachtung des rechtlichen
Gehörs ergangen sind, sind daher grundsätzlich aufzuheben und zur
Durchführung eines ordnungsgemässen Verwaltungsverfahrens an die
Verwaltungsbehörden zurückzuweisen (statt vieler: PVG 2011 Nr. 31
E.2a). Von einer Rückweisung an die Vorinstanz ist jedoch − selbst bei
einer schwerwiegenden Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör
− abzusehen, wenn und soweit die Rückweisung − im Sinne einer Heilung
des Mangels − zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen
Verzögerungen führen würde, die mit dem Interesse der Partei an einer
beförderlichen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wären (Urteil
des Bundesgerichts 1C_184/2016 vom 14. November 2016 E.2.4.1;
BGE 138 II 77 E.4.3, BGE 137 I 195 E.2.3.2, BGE 136 V 117 E.4.2.2.2; HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 1176).
4.2.2. Mit dem Schlussabnahmeprotokoll vom 20. Mai 2016 bzw. mit der
dazugehörenden Fotodokumentation (Bf-act. 7, Bg-act. 1) zeigte die
Beschwerdegegnerin auf, dass die Umbauten im Stall nicht den bewilligten
Plänen entsprachen, weshalb sie gleichzeitig die Eingabe eines
nachträglichen Baugesuchs verlangte, das die Beschwerdeführer am 11.
August 2016 einreichten (Bf-act. 8-12). Dieses leitete die
Beschwerdegegnerin am 29. August 2016 der Fachstelle weiter mit dem
Hinweis, sie habe das Gesuch zur Kenntnis genommen und bitte die
Fachstelle um Feststellung der Zulässigkeit (Bf-act. 14). Der
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entsprechende ablehnende Bauentscheid der Beschwerdegegnerin erging
dann siebzehn Monate später, nämlich am 15. Januar 2018 (Bf-act. 1).
Offenbar hatte die Fachstelle das Schreiben der Beschwerdegegnerin vom
29. August 2016 nicht als zustimmenden kommunalen Entscheid gemäss
Art. 87 Abs. 3 Satz 1 KRG taxiert (vgl. auch Art. 86 ff. KRG und Art. 47
KRVO), sondern muss es als Ersuchen um fachliche Unterstützung
angesehen haben. Denn hätte die Beschwerdegegnerin das BAB-Gesuch
als bewilligungsfähig erachtet, hätte die Fachstelle gemäss Art. 87 Abs. 4
KRG und Art. 49 Abs. 3 KRVO, allenfalls nach Einholung der notwendigen
Stellungnahmen (Art. 48 KRVO), über das BAB-Gesuch entschieden.
Hätte sie die BAB-Bewilligung erteilt, hätte die kommunale Baubehörde
den Gesuchstellenden den BAB-Entscheid zusammen mit der
Baubewilligung eröffnet (Art. Art. 87 Abs. 4 KRG und Art. 49 Abs. 3 KRVO).
Hätte bereits die kommunale Behörde das BAB-Gesuch als nicht
bewilligungsfähig beurteilt, hätte sie das Gesuch bereits von vornherein
und von sich aus abgewiesen (Art. 87 Abs. 3 Satz 2). Vorliegend verneinte
die Fachstelle die Voraussetzungen für eine BAB-Bewilligung, womit sie
gemäss Art. 87 Abs. 5 KRG und Art. 49 Abs. 1 KRVO den ablehnenden
BAB-Entscheid den Gesuchstellenden direkt hätte eröffnen können,
wodurch das Baugesuch als abgewiesen gegolten hätte. Dies tat sie nicht,
sondern hielt ihre ablehnende Meinung in der Stellungnahme vom 4.
Dezember 2017 fest (Bf-act. 15), womit sich die Frage stellt, ob die
Beschwerdegegnerin diese Stellungnahme den Beschwerdeführern
vorgängig zum Erlass des Bauentscheids zur Einsicht und Stellungnahme
hätte zustellen müssen oder nicht.
Da der von der Beschwerdegegnerin eingeschlagene Verfahrensweg so
gesetzlich nicht vorgesehen (aber auch nicht unzulässig) ist, muss die
Frage einer allfälligen Verletzung des rechtlichen Gehörs nach allgemeinen
Grundsätzen entschieden werden. Diese Frage stellt sich ähnlich auch bei
Verfügungen, welche die Bewilligung mehrerer Behörden voraussetzen
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und somit eine Koordination des Verfahrens erfordern, was in Art. 25a des
Bundesgesetzes über die Raumplanung (RPG; SR 700) geregelt ist. Hier
ist umstritten, ob die beteiligten Parteien zum Ergebnis des
(behördeninternen) Abstimmungsverfahrens anzuhören sind (MARTI, in:
AEMISEGGER/KUTTLER/MOOR/HAAG [Hrsg.], Kommentar zum RPG, Zürich
2010, Art. 25a Rz. 36 mit Hinweisen). Als unumgänglich wird eine solche
Anhörung bezeichnet, wenn aufgrund der Koordinationsanforderungen
weitere Sachverhaltsabklärungen durchgeführt oder Projektänderungen
vorgenommen werden müssen (MARTI, a.a.O., Art. 25a Rz. 36).
Vorliegend nahm die Fachstelle keine eigentliche neue
Sachverhaltsabklärung vor, sondern hielt das, was in der
Fotodokumentation der Beschwerdegegnerin vom 20. Mai 2016 enthalten
war, erstmals in einem geschriebenen Text fest und ergänzte insofern den
Inhalt des Bauabnahmeprotokolls vom 20. Mai 2016 (Bf-act. 7, Bg-act. 1)
und des Baugesuchs vom 11. August 2016 (Bf-act. 8-12). Der Behauptung
der Beschwerdeführer, dass hier neue Sachverhaltselemente eingebracht
worden wären, kann daher in diesem Sinn nicht gefolgt werden. Die
Beschwerdeführer geben denn auch nicht an, welche
Sachverhaltselemente tatsächlich neu wären. Der Umstand, dass in der
Stellungnahme vom 4. Dezember 2017 (Bf-act. 15) erstmals von einer
unzulässigen Umnutzung/Wohnnutzung des Stalles die Rede ist, hat nichts
mit der Sachverhaltsermittlung, sondern mit der Würdigung bzw. mit der
rechtlichen Einordnung der im Stallgebäude vorgefundenen konkreten
Situation zu tun. Ob diese den Beschwerdeführern schon vor Erlass des
(erstmaligen) kommunalen Bauentscheids hätte mitgeteilt werden müssen,
kann vorliegend offen bleiben. Denn selbst wenn im Vorgehen der
Beschwerdegegnerin eine Verletzung des rechtlichen Gehörs gesehen
würde, müsste eine solche als leicht bezeichnet werden, zumal den
Beschwerdeführern aufgrund des Bauabnahmeprotokolls inkl.
Fotodokumentation vom 20. Mai 2016 (Bf-act. 7, Bg-act. 1) bekannt sein
musste, was noch nicht bewilligt und daher vor dem Hintergrund der Art.
- 18 -
24 ff. RPG noch zu beurteilen war. Auf dieser Basis erstellten die
Beschwerdeführer dann auch das Baugesuch (Bf-act. 8-12), und hätten
dann (rechtliche) Unklarheiten bestanden, hätten sie entsprechende
rechtliche Abklärungen selbst vornehmen können oder sich diesbezüglich
auch mit der Beschwerdegegnerin bzw. mit der Fachstelle in Kontakt
setzen können. Darüber hinaus konnten sich die Beschwerdeführer im
vorliegenden Beschwerdeverfahren im Rahmen eines doppelten
Schriftenwechsels sowie anlässlich des Augenscheins vom 12. November
2018 zur rechtlichen Beurteilung durch die Beschwerdegegnerin bzw. die
Fachstelle und auch zu deren Stellungnahme vom 4. Dezember 2017 (Bf-
act. 15) sowie zum Augenscheinprotokoll (vgl. Stellungnahme der
Beschwerdeführer vom 26. November 2018) äussern. So bekamen sie
mehrmals die Möglichkeit, sich somit zu den im Raum stehenden
Vorwürfen zu äussern. Unter diesen Umständen wäre auch eine allfällige
leichte Verletzung des rechtlichen Gehörs ohne weiteres als im
vorliegenden Beschwerdeverfahren geheilt zu betrachten.
4.3. Zusammenfassend kann daher festgehalten werden, dass der
angefochtene Bauentscheid vom 15. Januar 2018 (Bf-act. 1) nicht an
formellen Mängeln leidet, weshalb in den nachfolgenden Erwägungen auf
die materiellen Rügen einzugehen ist.
5. Nach Art. 22 Abs. 1 RPG dürfen Bauten und Anlagen nur mit behördlicher
Bewilligung errichtet oder geändert werden. Voraussetzung einer
Bewilligung ist, dass die Bauten und Anlagen dem Zweck der
Nutzungszone entsprechen, das Land erschlossen ist (Art. 22 Abs. 2 RPG)
und die übrigen Voraussetzungen des Bundesrechts und des kantonalen
Rechts eingehalten sind (Art. 22 Abs. 3 RPG).
In der Landwirtschaftszone sind Bauten und Anlagen zonenkonform, wenn
sie u.a. für die landwirtschaftliche Bewirtschaftung nötig sind (Art. 16a
Abs. 1 Satz 1 RPG). Bauten und Anlagen, die nicht mehr zonenkonform
- 19 -
verwendet werden und für die eine Nutzung im Sinne der Art. 24 - Art. 24e
RPG nicht zulässig ist, dürfen nicht mehr benutzt werden (Art. 16b Abs. 1
Satz 1 RPG).
Die Art. 24 - Art. 24e RPG enthalten die Voraussetzungen für die Erteilung
von Ausnahmebewilligungen ausserhalb der Bauzone (BAB). Dabei regeln
insbesondere die vorliegend in Frage kommenden Art. 24a RPG die
Zweckänderungen ohne bauliche Massnahmen, Art. 24c RPG die
erweiterte Besitzstandsgarantie und deren Veränderbarkeit bei
altrechtlichen Bauten (MUGGLI, in: AEMISEGGER/MOOR/RUCH/TSCHANNEN
[Hrsg.], Praxiskommentar RPG: Bauen ausserhalb der Bauzone, Zürich
2017, Art. 24c Rz. 11 f. und Art. 24d Rz. 9; vgl. auch Art. 41 KRV) und
Art. 24d RPG die Wohnnutzung von landwirtschaftlichen (neurechtlichen,
somit nach dem 1. Juli 1972 erstellten; MUGGLI, a.a.O., Art. 24d Rz. 1)
Wohnbauten.
5.1. Vorliegend wurde im Jahr 2006 die Zweckänderung der Hütte in ein Ferien-
/Wochenendhaus gestützt auf Art. 24d Abs. 1 RPG i.V.m. Art. 42a der
Raumplanungsverordnung (RPV; SR 700.1) (landwirtschaftliche
Wohnnutzung in landwirtschaftlichen Wohnbauten) (Akten der Fachstelle
[Fa-act.] 6) sowie im Jahr 2010 die Erneuerung und die geringfügige
Versetzung der Hütte mit Frischwasserleitung und Erstellung einer
abflusslosen Grube für das Abwasser aus der Küche ebenfalls gestützt auf
Art. 24d Abs. 1 i.V.m. Art. 42a RPV (landwirtschaftliche Wohnnutzung in
landwirtschaftlichen Wohnbauten) bewilligt (Fa-act. 12).
Das hier strittige alleinstehende Stall- bzw. Ökonomiegebäude befindet
sich in rund 15-20 m Distanz zum erwähnten Ferien-/Wochenendhaus. Im
Jahr 2006 wurde die Zweckänderung des Stallgebäudes, nämlich die
Umnutzung in einen Abstellraum gestützt auf Art. 24a Abs. 1 RPG
(Zweckänderung ohne bauliche Massnahmen) (Fa-act. 6) bewilligt, im Jahr
2010, wie aus dem Baugesuchsformular vom 21. Dezember 2009
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hervorgeht (Fa-act. 7), die Platzierung einer tragbaren Campingtoilette
(Typ: Thetford Porta Potti) (vgl. auch Fa-act. 12) und im Jahr 2012, offenbar
im Meldeverfahren nach Art. 50 KRVO, die Sanierung des Stalles
(Unterhaltsarbeiten an Wänden, Böden und Dach) (Bf-act. 5).
Da es sich um eine alleinstehende Ökonomiebaute handelt, die offenbar
bis in die 2000er Jahre (und damit auch noch nach dem 1. Juli 1972)
landwirtschaftlich, also zonenkonform genutzt wurde (vgl. Begründung im
Baugesuchsformular vom 27. April 2015, Fa-act. 2) (MUGGLI, a.a.O.,
Art. 24c Rz. 20) und weil es sich auch nicht um eine – nicht mehr
zonenkonforme – landwirtschaftliche Wohnbaute oder eine angebaute
Ökonomiebaute handelt (vgl. Urteile des Bundesgerichts 1C_784/2013
vom 23. Juni 2014 E.8.3 und 1C_397/2011 vom 9. Januar 2014 E.3.2.1),
kommt Art. 24c RPG (erweiterte Besitzstandsgarantie und deren
Veränderbarkeit bei altrechtlichen Bauten) nicht zur Anwendung. Das
Bundesgericht hat sich bezüglich Ausbau eines frei stehenden (nicht im
Sinne von Art. 24d Abs. 2 RPG unter Schutz gestellten) Stalls zu
Wohnzwecken nämlich eindeutig geäussert: Ein solcher Ausbau ist nach
Art. 24c Abs. 3 RPG auch dann nicht zugelassen, wenn er in der Nähe
eines für Ferienzwecke genutzten Maiensässes steht (Urteile des
Bundesgerichts 1C_171/2017 vom 3. Oktober 2017 E.3.4, 1C_784/2013
vom 23. Juni 2014 E.8.5 und 1C_786/2013 vom 8. Oktober 2014 E.2.7).
Das heisst, vormals landwirtschaftliche Ökonomiebauten ausserhalb der
Bauzone dürfen – mit Ausnahme unter Schutz gestellter Gebäude (Art. 24d
Abs. 2 RPG; Urteil 1C_784/2013 vom 23. Juni 2014 E.8.3) – nicht zu
Wohnzwecken umgenutzt werden (Urteil 1C_786/2013 vom 8. Oktober
2014 E.2.7). Das bedeutet vorliegend, dass eine Erneuerung, eine
teilweise Änderung, eine massvolle Erweiterung oder ein Wiederaufbau im
Sinne von Art. 24c RPG (erweiterte Besitzstandsgarantie und deren
Veränderbarkeit bei altrechtlichen Bauten) nicht in Frage kommt.
- 21 -
Dasselbe gilt mangels Voraussetzungen (keine landwirtschaftliche
Wohnbaute, keine als schützenswert anerkannte Baute oder Anlage)
bezüglich der Anwendung von Art. 24d RPG (Wohnnutzung von
neurechtlichen landwirtschaftlichen Wohnbauten), eine entsprechende
vollständige Zweckänderung ist somit ebenfalls nicht zulässig. Damit
verbleibt lediglich Art. 24a RPG (Zweckänderungen ohne bauliche
Massnahmen), auf deren Grundlage das fragliche Bauvorhaben der
Beschwerdeführer geprüft werden kann.
5.2. Das fragliche Stallgebäude dient unbestrittenermassen keinen
landwirtschaftlichen Zwecken mehr (Fa-act. 2), d.h. es wird für die
landwirtschaftliche Bewirtschaftung, mithin für eine zonenkonforme
Nutzung nicht mehr gebraucht (Art. 16a Abs. 1 Satz 1 RPG). Grundsätzlich
darf es daher solange nicht mehr benutzt werden (Art. 16b Abs. 1 Satz 1
RPG), bis es wieder zonenkonform genutzt werden kann (Art. 16b Abs. 1
Satz 2 RPG).
Zu beachten ist vorliegend allerdings, dass im Jahr 2006 eine
Zweckänderung nach Art. 24a RPG bewilligt und somit die Benützung als
Abstellraum erlaubt wurde (Fa-act. 6). Eine solche Zweckänderung setzt
voraus, dass keine baulichen Massnahmen ergriffen werden, die nach
Art. 22 Abs. 1 RPG baubewilligungspflichtig sind (Art. 24a Abs. 1 RPG;
WALDMANN/HÄNNI, Raumplanungsgesetz, Bern 2006, Art. 24a Rz. 4), und
dass keine Auswirkungen auf Raum, Erschliessung und Umwelt entstehen
(Art. 24a Abs. 1 lit. a RPG). In den Anwendungsbereich dieser Bestimmung
fallen z.B. die Einlagerung von Booten oder Surfbrettern in einer am See
gelegenen Scheune (HÄNNI, Planungs-, Bau- und besonderes
Umweltschutzrecht, Bern 2016, S. 214 f.). Den Rahmen einer reinen
Zweckänderung sprengten gemäss Urteil des Bundesgerichts 1A.161/2002
vom 3. April 2003 E.4.1 hingegen der Verzicht auf die innere
Verbindungstreppe, der Abbau von zwei Wandteilen und der Einbau einer
Küche im Obergeschoss, weil diese Änderungen bauliche Massnahmen im
Sinne von Art. 22 Abs. 1 RPG darstellten und es sich um eine
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raumplanungsrechtlich erhebliche Änderung einer Baute handelte, die über
den blossen Unterhalt hinausging. Auch der Einbau einer
Holzfeuerungsanlage wurde als bauliche Massnahme und als nicht nach
Art. 24a RPG bewilligbar qualifiziert (WALDMANN/HÄNNI, a.a.O., Art. 24a
Rz. 4 mit Hinweis auf Entscheid der Baudirektion AR vom 20. Dezember
2002, in: ARGVP 2002, S. 11f.). Im Nachfolgenden ist also zu prüfen, ob
die von den Beschwerdeführern vorgenommenen Veränderungen dem
vorliegend einzig noch in Frage kommenden Art. 24a RPG
(Zweckänderungen ohne bauliche Massnahmen) entsprechen oder nicht.
5.3.1. Was die beiden Holzboxen im Obergeschoss betrifft, so stellen diese
erhebliche bauliche Veränderungen des ursprünglichen Stallgebäudes dar.
Sie sind, soweit ersichtlich, aus hochwertigen Materialien hergestellt,
haben Türen und Fenster und scheinen, sofern das Gericht dies anlässlich
des Augenscheins beurteilen konnte, isoliert zu sein. Zudem enthalten
beide elektrische Leitungen inkl. Lichtschalter und die kleinere WC/DU-Box
auch Wasser- und Abwasserleitungen. In letzterer sind ein WC (vgl. dazu
auch Erwägung 5.3.3), eine Dusche mit Brause, Abfluss und
Glasumwandung, ein Lavabo mit Wasserhahn und Abfluss installiert, was
einer modernen Badezimmereinrichtung entspricht. In der grösseren
Holzbox ist ein Regal eingebaut, der Rest des Raums ist gross, sauber und
trocken, mithin ideal, um eine Schlafgelegenheit einzurichten. Beide Boxen
stellen nicht einfach eine mobile, leicht verstell- oder wieder abbaubare
Umwandung eines WC's oder eines Aufbewahrungsregals dar, wie dies die
Beschwerdeführer glauben machen wollen. Vielmehr sind die Boxen auf
Dauer in den oberen Boden des Stalles eingebaut und eindeutig zu
Wohnzwecken ausgelegt. Damit sprengen sie den Rahmen des hier
anwendbaren Art. 24a RPG (Zweckänderungen ohne bauliche
Massnahmen). Selbst die Fachstelle führt in einem auf ihrer Homepage
(www.are.gr.ch) abrufbaren Papier zum Bauen ausserhalb der Bauzonen
(vgl. Amt für Raumplanung Graubünden, Bauten und Anlagen ausserhalb
der Bauzonen, Eine Arbeitshilfe für die Erarbeitung und Beurteilung von
BAB-Gesuchen, November 2017, S. 46 f.) als typische Beispiele für eine
- 23 -
Umnutzung ohne bauliche Massnahmen im Sinne von Art. 24a RPG die
Umnutzung eines alleinstehenden Stalls in ein Material- und
Maschinenlager oder zur Einstellung von Fahrzeugen (S. 46) sowie als
Beispiele für zulässige bauliche Massnahmen des Unterhalts die
Fundamentsicherung oder die Verbreiterung eines Zufahrtstors auf (S. 47).
Die beiden von den Beschwerdeführern im fraglichen Stallgebäude
eingebauten und fest installierten Holzboxen können mit diesen Beispielen
zulässiger Massnahmen nicht verglichen werden. Insbesondere kann auch
keine Rede davon sein, dass allein Unterhaltsarbeiten vorgenommen
worden seien, wie sie mit Bewilligung vom 26. Juni 2012 (Bf-act. 5)
zugelassen wurden (nämlich: das Ausschneiden morscher Holzteile, das
Unterfangen mit Beton sowie das Aufmauern mit Natursteinen, die
Instandstellung der Böden, die Ausbesserung des Heubodens, das
Verschrauben der bestehenden Holzbretter sowie das Einbauen eines
neuen Holzbodens aus Dreischichtplatten, das Entrosten, Grundieren und
Neu-Streichen des bestehenden Blechdachs sowie weitere kleinere
Instandstellungsarbeiten, vgl. Bf-act. 6). Im Urteil 1C_784/2013 vom 23.
Juni 2014 schützte das Bundesgericht den Entscheid einer Gemeinde,
welche die ohne Baubewilligung vorgenommenen baulichen
Veränderungen in einem alleinstehenden, nicht mehr zonenkonform
genutzten Stall wie u.a. ein Badezimmer auf dem Heuboden, eine
Werkstatt im Kleintierstall, Tisch und Sitzmöglichkeiten im Grossviehstall,
Holztäferung an den Wänden und Decken im Grossviehstall sowie eine
Treppe vom Kleintierstall zum Heuboden nicht bewilligt hatte.
Nach dem Gesagten sind die beiden Holzboxen im Obergeschoss des
Ökonomiegebäudes samt den sich darin befindlichen Installationen
(Elektro-, Wasser- und Abwasserleitungen) nicht nach Art. 24a RPG
(Zweckänderungen ohne bauliche Massnahmen) bewilligbar. Eine
teilweise Erweiterung nach Art. 24c RPG oder eine Zweckänderung nach
Art. 24d RPG ist, wie bereits erwähnt, bei alleinstehenden Stallgebäuden
nicht zulässig, weshalb die beiden Holzboxen unter keinem Titel bewilligbar
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sind. Sie stellen, wie dies auch die Fachstelle bzw. die
Beschwerdegegnerin zu Recht festhielt, eine Umgehung bzw. eine
Verletzung des Raumplanungsgesetzes dar.
Im Übrigen sei erwähnt, dass die Beschwerdeführer bei dem neben dem
Stallgebäude liegenden Ferien-/Wochenendhaus die maximal zulässige
Bruttogeschossfläche (nachfolgend BGF) vollumfänglich ausgenützt haben
(vgl. insbesondere den am Augenschein von der Fachstelle eingelegten
Plan mit der BGF-Berechnung, wonach eine anteilsmässige Erweiterung
von 65.64 % anstatt der zulässigen 60 % zugelassen wurde).
5.3.2. Was die neu eingebaute Trennwand im Erdgeschoss des Stallgebäudes
betrifft, so stellt auch diese eine bauliche Massnahme dar, die über den
Rahmen von Art. 24a RPG (Zweckänderungen ohne bauliche
Massnahmen) hinausgeht. Die Wand, in der eine Tür eingebaut ist, trennt
den hinteren Teil des Erdgeschosses ab und lässt damit einen neuen Raum
entstehen, in dem ein Durchlauferhitzer, eine Gasflasche und verschiedene
Leitungen installiert sind, welche der Strom- und Wasserzufuhr in den
beiden Holzboxen im Obergeschoss dienen. Insoweit kann dieser Raum
als Technikraum bezeichnet werden, wie dies die Fachstelle bzw. die
Beschwerdegegnerin gemacht hat. Dieser Raum wie auch die
Installationen gehen über die bewilligte Umnutzung ohne bauliche
Massnahmen nach Art. 24a RPG sowie über die bewilligten
Unterhaltsarbeiten (vgl. Bf-act. 5 und 6) hinaus. Da zudem ausserhalb der
Bauzonen auch jede geringfügige Änderung im Innern von Bauten und
Anlagen baubewilligungspflichtig ist (vgl. Art. 22 RPG i.V.m. Art. 40 Abs. 1
Ziff. 2 KRVO e contrario), ist die fragliche Trennwand – wie auch die im
Raum dahinter angebrachten Installationen – im Erdgeschoss des
Stallgebäudes nicht bewilligungsfähig.
5.3.3. Schliesslich ist die Frage der Zulässigkeit des WC's zu prüfen. Gemäss
dem Baugesuchsformular vom 21. Dezember 2009 (Fa-act. 7) war
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vorgesehen, im Stallgebäude eine tragbare Campingtoilette (Typ: Thetford
Porta Potti) aufzustellen. In der BAB-Bewilligung vom 2. Juni 2010 (Fa-
act. 12) wurde die Camping-Toilette bewilligt und es wurde darauf
hingewiesen, dass die Rückstände der chemischen Toilette auf eine
zentrale Abwasserreinigungsanlage abzuführen seien (vgl. S. 2). In ihrem
nachträglichen Baugesuch bzw. im Baugesuchsformular BAB vom 11.
August 2016 (Bf-act. 9) führten die Beschwerdeführer unter dem Titel
Erschliessung eine Kompost-Toilette (Typ: Insetta Villa 9010) auf, das
massgebliche Zusatzblatt (Bf-act. 12) enthält jedoch die Angaben zur
tatsächlich installierten (vgl. Protokoll des Augenscheins vom 12.
November 2018, S. 3) Separett-Villa 9010. Diese hat einen Solar-
Anschluss, kann jedoch auch mit normalem Elektroanschluss betrieben
werden (Bf-act. 12, S. 2), und wird mit einem zwei Meter langen Schlauch
für die Urinableitung geliefert (Bf-act. 12, S. 2). Das WC ist gemäss
Angaben der Beschwerdeführer anlässlich des Augenscheins durch eine
Ableitung für den Urin mit der abflusslosen Grube verbunden. Ein
Entlüftungsrohr führt durch die Holzwand der Boxe nach aussen.
Abgesehen davon, dass die Abwasserleitung zur abflusslosen Grube vom
Stall aus (nicht vom Ferien-/Wochenendhaus) weder vorgesehen noch
bewilligt bzw. bewilligbar ist, ist hier festzustellen, dass die WC-Anlage mit
dem Entlüftungsrohr und der Urinableitung fest installiert ist, womit sie sich
von der ursprünglich bewilligten tragbaren Campingtoilette (Fa-act. 12)
erheblich unterscheidet und keine nicht-bauliche Massnahme im Sinne von
Art. 24a RPG darstellt.
5.3.4. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass vor dem Hintergrund
der dargelegten Rechtslage (keine Änderung nach Art. 24c RPG, keine
Zweckänderung/Wohnnutzung nach Art. 24d RPG möglich) die seitens der
Beschwerdegegnerin gerügten Veränderungen im Stallgebäude auch nicht
nach Art. 24a RPG (Zweckänderungen ohne bauliche Massnahmen)
bewilligbar sind.
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5.4. Sofern die Beschwerdeführer rügen, die Beschwerdegegnerin habe im
Dispositiv des angefochtenen Entscheids vom 15. Januar 2018 (Bf-act. 1)
die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands direkt d.h. mit Wirkung
ab Eintritt der Rechtskraft des angefochtenen Entscheids vom 15. Januar
2018 verfügt, so ist dies unzutreffend. Die Beschwerdegegnerin hielt dazu
in Dispositiv-Ziff. 3 des angefochtenen Entscheids vom 15. Januar 2018
explizit fest, dass bezüglich der Wiederherstellung des rechtmässigen
Zustands eine separate Verfügung ergehen würde. Dieses Vorgehen
entspricht Art. 94 KRG und ist nicht zu beanstanden. Die entsprechende
Rüge der Beschwerdeführer ist nicht zu hören.
5.5. Das Gericht kommt zum Schluss, dass die vorgenommenen,
bewilligungspflichtigen baulichen Veränderungen am Stallgebäude weder
in Anwendung von Art. 24a RPG noch Art. 24c bzw. Art. 24d RPG
bewilligbar sind. Damit ist die Beschwerde vollumfänglich abzuweisen.
Nicht im vorliegenden Beschwerdeverfahren zu entscheiden ist, welche
Massnahmen die Beschwerdeführer zu ergreifen haben werden, um den
rechtmässigen Zustand wiederherzustellen. Dies wird, wie erwähnt, die
Gemeinde in einer separaten Verfügung nach Eintritt der Rechtskraft des
angefochtenen Entscheids vom 15. Januar 2018 zu entscheiden haben.
6.1. Im Rechtsmittelverfahren hat in der Regel die unterliegende Partei die
Kosten zu tragen (Art. 73 Abs. 1 VRG), wobei mehreren Parteien die
Kosten zu gleichen Teilen aufzuerlegen sind, soweit die Behörde nichts
anderes entscheidet (Art. 73 Abs. 2 VRG). Die Verfahrenskosten bestehen
aus der Staatsgebühr, den Gebühren für die Ausfertigungen und
Mitteilungen des Entscheids sowie den Barauslagen (Art. 75 Abs. 1 VRG).
Die Staatsgebühr beträgt höchstens Fr. 20'000.--, sie richtet sich nach dem
Umfang und der Schwierigkeit der Sache sowie nach dem Interesse und
der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Kostenpflichtigen (Art. 75 Abs. 2
VRG).
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6.2. Im vorliegenden Beschwerdeverfahren wird die Staatsgebühr im Sinne von
Art. 75 Abs. 2 VRG auf Fr. 2‘500.-- festgesetzt. Sie wird zusammen mit den
Kanzleiausgaben dem Ausgang des Verfahrens entsprechend den
unterliegenden Beschwerdeführern auferlegt.
6.3. Gemäss Art. 78 Abs. 1 VRG wird die unterliegende Partei in der Regel
verpflichtet, der obsiegenden Partei alle durch den Rechtsstreit
verursachten notwendigen Kosten zu ersetzen. Bund, Kanton und
Gemeinden sowie mit öffentlich-rechtlichen Aufgaben betrauten
Organisationen wird in der Regel keine Parteientschädigung
zugesprochen, wenn sie in ihrem amtlichen Wirkungskreis obsiegen
(Art. 78 Abs. 2 VRG). Vorliegend besteht kein Anlass, von dieser letzteren
Bestimmung abzuweichen, weshalb der
Beschwerdegegnerin praxisgemäss keine Parteientschädigung
zugesprochen wird.