Decision ID: 8e0ec969-02c6-5fc0-8470-6d0f52127bd0
Year: 2010
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
S._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Romeo Minini, Grand & Nisple Rechtsanwälte,
Oberer Graben 26, 9000 St. Gallen,
gegen
Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358,
6002 Luzern,
Beschwerdegegnerin,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Reto Bachmann, Schwanenplatz 4, 6004 Luzern,
betreffend
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Versicherungsleistungen
Sachverhalt:
A.
A.a Der 1956 geborene S._ war als Architekt bei der A._, tätig und dadurch bei
der Suva obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert, als er sich am 18.
Januar 1998 bei einem Sturz beim Skifahren eine Unterschenkelquerfraktur rechts
zuzog. Die Fraktur wurde noch am Unfalltag im Kantonalen Spital Grabs operativ
versorgt (Suva-act. 1 und 5). Am 28. April 1998 erfolgte eine partielle Metallentfernung
der beiden distalen Verriegelungsschrauben (Suva-act. 7). Aufgrund der verzögerten
Heilung der Fraktur erfolgte am 14. Juli 1998 ein weiterer operativer Eingriff mit
Metallentfernung, Dekortikation und Spongiosaplastik sowie Anlegen eines ventralen
Klammerfixateurs, welcher am 21. September 1998 wieder entfernt wurde (Suva-act.
18 und 20).
A.b Im Formular "Unfallmeldung UVG" vom 16. Juli 1999 teilte die Arbeitgeberin des
Versicherten mit, dass immer noch Probleme und Schmerzen im rechten Bein
bestehen würden (Suva-act. 30). Die am 6. Oktober 2000 im Röntgeninstitut
durchgeführte Kernspintomographie ergab eine vollständige Konsolidation der
Unterschenkelfraktur mit noch massiver Konturunregelmässigkeit im ehemaligen
Frakturbereich. Die Fibula sei bei vermuteter leichter Verkürzung ebenfalls vollständig
durchgebaut, ohne Hinweis auf eine pseudarthrotische Veränderung (Suva-act. 40). In
der Folge stand der Versicherte bei verschiedenen Ärzten wegen der Schmerzen in
Behandlung. Eine nachhaltige Besserung ergab sich nicht. Am 26. August 2004 wurde
eine Computertomographie und am 15. September 2004 ein MRI des rechten
Unterschenkels durchgeführt (Suva-act. 85 und 87). Dr. med. B._, Facharzt für
Orthopädische Chirurgie FMH, hielt im Bericht vom 20. Oktober 2004 fest, dass die
bildgebenden Untersuchungen vom rechten Unterschenkel intramedullär diverse
Sequester zeigen würden (Suva-act. 97). Am 2. März 2005 führte Dr. med. C._,
Facharzt Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, eine
offene Revision der ehemaligen Fraktur mit Spornabtragung, Dekortikation und
Markraumerweiterung durch. Der postoperative Verlauf war komplikationslos mit
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reizlosen Wundverhältnissen. Anlässlich einer Kontrolle am 14. März 2005 zeigte sich
allerdings ein ausgeprägtes Hämatom im Weichteilbereich vom mittleren zum distalen
Drittel, welches am 18. März 2005 ausgeräumt wurde (Suva-act. 101, 103 und 105).
Der nach einer Untersuchung am 12. Januar 2006 in der Uniklinik Balgrist geäusserte
Verdacht auf eine chronische Osteomyelitis (Suva-act. 127) konnte mittels am 16.
Februar 2006 durchgeführten Entzündungsszintigraphie ausgeschlossen werden
(Suva-act. 129). Dr. D._, Arzt für Neurologie, diagnostizierte im Bericht vom 12.
September 2006 ein zunehmendes neuropathisches Schmerzsyndrom, welches
wahrscheinlich auf den Nervus peronaeus superficialis rechts zurückzuführen sei
(Suva-act. 141). Nach einem stationären Aufenthalt in der Klinik E._ vom 2. bis 21.
Juli 2007 wurde im Austrittsbericht vom 27. Juli 2007 ein unklarer,
belastungsabhängiger, neuropathischer Schmerz im distalen Drittel des rechten
Unterschenkels festgehalten (Suva-act. 154). Im Bericht vom 21. Februar 2008 hielt Dr.
med. F._, Fachärztin Psychiatrie und Psychotherapie, St. Gallen, fest, dass der
Versicherte als Folge eines langjährigen Schmerzsyndroms eine depressive
Anpassungsstörung entwickelt habe, wodurch es auch zu einer ausgeprägten
Schlafstörung gekommen sei (Suva-act. 163).
A.c Am 21. August 2008 erfolgte eine Begutachtung des Versicherten bei Dr. med.
G._, Spezialarzt Orthopädische Chirurgie FMH. Im Bericht vom 21. Oktober 2008
wurde festgehalten, dass aus orthopädischer Sicht keine medizinisch objektivierbaren,
wahrscheinlichen Unfallfolgen vom 18. Januar 1998 vorliegen würden. Eine allfällige
posttraumatische Schmerzstörung sei von einem Psychiater zu beurteilen. Nachdem
sämtliche bisherigen Behandlungsmassnahmen erfolglos gewesen seien, könne kein
weiterer Therapievorschlag unterbreitet werden. Aus orthopädischer Sicht bestehe eine
volle Arbeitsfähigkeit. Eine Integritätsentschädigung sei bei fehlendem pathologischen
Befund nicht geschuldet (Suva-act. 183). Prof. Dr. med. H._, Facharzt FMH für
Neurochirurgie, diagnostizierte am 24. Februar 2009 einen neuropathisch-nozizeptiven
Mischschmerz nach Unterschenkelfraktur. Als letzte Therapievariante empfehle er eine
Rückenmarkstimulation (Suva-act. 192). Der Versicherungsmediziner der Suva, Dr.
med. I._, Facharzt FMH für Chirurgie, hielt in der ärztlichen Beurteilung vom 8. April
2009 fest, dass keine objektivierbaren körperlichen Unfallfolgen, kein erheblicher
Integritätsschaden, keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit und keine Indikation für
weitere Abklärungen oder Behandlungen vorliegen würden (Suva-act. 199).
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A.d Mit Verfügung vom 28. Mai 2009 stellte die Suva die Versicherungsleistungen per
30. April 2009 ein. Aufgrund der medizinischen Abklärungsergebnisse würden keine
behandlungsbedürftigen Unfallfolgen mehr vorliegen. Die geklagten Beschwerden
seien organisch als Folge des erlittenen Unfalls nicht mehr erklär- oder nachweisbar.
Die Anpassungsstörung mit ausgeprägter Schlafstörung stehe nicht in einem
rechtserheblichen Zusammenhang zum Unfall, weshalb keine Leistungen geschuldet
seien (Suva-act. 203). Gegen diese Verfügung erhoben der Versicherte sowie dessen
Krankenversicherung Einsprache (Suva-act. 204, 206, 208 und 216).
A.e Die Krankversicherung legte dem Schreiben vom 14. September 2009 an die Suva
zusätzlich einen Kurzbericht von Prof. Dr. H._ vom 19. August 2009 sowie einen
Bericht des Kantonsspitals St. Gallen, Palliativzentrum, vom 1. September 2009 bei
(Suva-act. 215).
A.f Mit Einspracheentscheid vom 1. Dezember 2009 wies die Suva die Einsprachen
ab (Suva-act. 220).
B.
B.a Gegen diesen Entscheid richtet sich die von Rechtsanwalt lic. iur. Andreas Fäh,
St. Gallen, im Namen des Versicherten eingereichte Beschwerde vom 18. Januar 2010
(Beschwerdeergänzung vom 23. März 2010, neu: Rechtsanwalt lic. iur. Romeo Minini)
mit den Anträgen, der Einspracheentscheid vom 1. Dezember 2009 sei aufzuheben,
dem Beschwerdeführer seien die gesetzlichen Versicherungsleistungen
(Heilungskosten, Integritätsentschädigung, gegebenenfalls Rente) zuzusprechen, es sei
ein polydisziplinäres medizinisches Gutachten einzuholen und es sei die mit
Einspracheentscheid vom 1. Dezember 2009 - bei allfälliger Beschwerde - entzogene
aufschiebende Wirkung wieder herzustellen; unter Kosten- und Entschädigungsfolge.
Die medizinischen Akten würden ausdrücklich eine Kausalität zwischen Schmerzen
und Unfall belegen. Die Einschätzungen der behandelnden Ärzte seien nicht mit der
Beurteilung von Dr. G._ zu vereinbaren, weshalb ein polydisziplinäres Gutachten
einzuholen sei. Dr. G._ schlage ausdrücklich die Einholung eines psychiatrischen
Gutachtens vor. Somit schliesse auch er nicht aus, dass die aktuellen psychischen
Probleme und insbesondere auch das Schmerzerleben direkt auf den Unfall
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zurückzuführen seien. Die Adäquanz sei ebenfalls klar zu bejahen, nachdem
mindestens drei der von der Rechtsprechung geforderten Kriterien erfüllt seien (act. G
1 und 7).
B.b In der Beschwerdeantwort vom 4. Mai 2010 beantragt der Rechtsvertreter der
Beschwerdegegnerin, Rechtsanwalt lic. iur. Reto Bachmann, Luzern, Abweisung der
Beschwerde. Aktenkundig sei der Beschwerdeführer aufgrund seiner geklagten
Beschwerden wiederholt bildgebend abgeklärt und es seien diverse Tests durchgeführt
worden, die keine objektivierbaren einschränkenden unfallkausalen Befunde gezeigt
hätten. Den Berichten von Prof. Dr. H._ komme kein hinreichender Beweiswert zu.
Ein organisches Korrelat für die geklagten Beschwerden nenne er auch nicht. Seinen
Ausführungen lasse sich auch in keiner Weise entnehmen, dass die geklagten
Beschwerden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in einem Kausalzusammenhang
zum Unfallgeschehen vom 18. Januar 1998 stehen würden. Aufgrund der nicht
objektivierbaren Beschwerden sei eine psychosomatische Abklärung bei Dr. F._
durchgeführt worden. Sie habe keine Diagnosen nach dem ICD-10 oder dem DSM-IV
Klassifikationssystem gestellt, weshalb ihre Diagnosen auch nicht überprüfbar seien.
Zur Unfallkausalität und zu den Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit habe sie sich
nicht geäussert. Deshalb und unter Berücksichtigung der mehrjährigen Latenz sei kein
natürlicher Kausalzusammenhang zwischen den geklagten Beschwerden und dem
Unfallereignis mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ausgewiesen. Weitere
medizinische Abklärungen seien nicht angezeigt. Das Unfallereignis sei unter
Berücksichtigung der Rechtsprechung als banaler Unfall zu qualifizieren, weshalb der
adäquate Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den nicht objektivierbaren
Unfallfolgen ohne eingehende Adäquanzprüfung zu verneinen sei. Die Adäquanz wäre
allerdings auch dann zu verneinen, wenn der Unfall als mittelschwer im Grenzbereich
zu den leichten Unfallereignissen eingeordnet würde (act. G 9).
B.c Mit Replik vom 25. Mai 2010 hält der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers an
den gestellten Anträgen fest. Bei der Würdigung der medizinischen Gutachten sei dem
Aspekt der Abhängigkeit (Facharzt Suva im Fall von Dr. I._) bzw. der Unabhängigkeit
(u.a. Experte Prof. Dr. H._) differenzierter als im bisherigen Verfahren Rechnung zu
tragen (act. G 12).
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B.d Der Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin hat auf die Einreichung einer Duplik
verzichtet (act. G 14).
C.
Mit Zwischenentscheid vom 10. Mai 2010 wies der Präsident des
Versicherungsgerichts das Begehren um Wiederherstellung der aufschiebenden
Wirkung ab (act. G 11).

Erwägungen:
1.
1.1 Zu prüfen ist vorliegend, ob die Beschwerdegegnerin die Versicherungsleistungen
für das Unfallereignis vom 18. Januar 1998 zu Recht per 30. April 2009 eingestellt hat.
1.2 Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG;
SR 832.20) werden bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten
Versicherungsleistungen gewährt. Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss
UVG setzt zunächst voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen
Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht.
Ursachen im Sinn des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne
deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der
gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann.
Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen
Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder
unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende
Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität
der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht
weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung
entfiele. Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber das
Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im
Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit
zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die
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Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 181 E. 3.1, 119 V 338 E. 1).
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwischen
dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater
Kausalzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als
adäquate Ursache eines Erfolgs zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von
der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt des Erfolgs also durch das
Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 181 E. 3.2).
1.3 Innerhalb des Sozialversicherungsrechts spielt die Adäquanz als rechtliche
Eingrenzung der sich aus dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung
des Unfallversicherers im Bereich klar ausgewiesener organischer Unfallfolgen
praktisch keine Rolle (BGE 127 V 102 E. 5b/bb S. 103). Eine manuelle ärztliche
Untersuchung der versicherten Person fördert klinische, nicht aber objektivierbare
Ergebnisse zu Tage. Objektivierbar sind Ergebnisse, die reproduzierbar sind und von
der Person des Untersuchenden und den Angaben des Patienten unabhängig sind.
Würde auf Ergebnisse klinischer Untersuchungen abgestellt, so würde fast in allen
Fällen ein organisches Substrat namhaft gemacht. Folglich kann von organisch objektiv
ausgewiesenen Unfallfolgen erst dann gesprochen werden, wenn die erhobenen
Befunde mit apparativen/bildgebenden Abklärungen bestätigt werden (vgl. BGE 134 V
109 E. 9 Ingress S. 122, 117 V 359 E. 5d/aa S. 363; SVR 2007 UV Nr. 25 S. 81 E. 5.4
mit Hinweisen, U 479/05).
1.4 Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt
der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben Versicherungsträger und
Sozialversicherungsgericht die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche
Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das
Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle
Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und
danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige
Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts
eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der
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Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der
medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Experten
begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder
die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a
mit Hinweisen). Einer zusätzlichen Differenzierung bei der Beweiswürdigung im Sinn
des vom Beschwerdeführer in der Replik vertretenen Standpunktes bedarf es nach
dem Gesagten nicht.
2.
Aufgrund der medizinischen Aktenlage sind im Zeitpunkt der Leistungseinstellung keine
Beschwerden mit klar ausgewiesenen organischen Befunden im Sinn nachweisbarer
struktureller Veränderungen ausgewiesen. Das Vorhandensein solcher Veränderungen
wird vom Beschwerdeführer auch nicht konkret geltend gemacht.
Unbestrittenermassen hat sich der Beschwerdeführer beim Unfall vom 18. Januar 1998
eine Unterschenkelquerfraktur rechts zugezogen. Bereits im Bericht vom 6. Oktober
2000 wurde nach einer gleichentags im Röntgeninstitut durchgeführten
Kernspintomographie eine vollständige Konsolidierung der Fraktur festgehalten. Der
postoperative Verlauf nach der von Dr. C._ am 2. März 2005 durchgeführten offenen
Revision der ehemaligen Fraktur mit Spornabtragung, Dekortikation und
Markraumerweiterung war komplikationslos mit reizlosen Wundverhältnissen.
Komplikationen im Nachgang zur Ausräumung des ausgeprägten Hämatoms im
Weichteilbereich vom mittleren zum distalen Drittel sind den Akten nicht zu entnehmen.
Im Gutachten vom 21. Oktober 2008 führte Dr. G._ aus, dass die Untersuchung der
rechten unteren Extremität ebenso unauffällig sei wie die radiologische Untersuchung
des rechten Unterschenkels. Frühere bildgebende Untersuchungen (MRI, Szintigraphie
und Computertomographie) hätten keine Befunde ergeben, welche die Beschwerden
erklären könnten. Der an der orthopädischen Uniklinik Balgrist geäusserte und von Dr.
D._ 2006 wiederholte Verdacht eines Neuroms des Nervus peronaeus superficialis
rechts sei nach der Durchführung eines MRI im selben Jahr an der Uniklinik Balgrist
ausgeschlossen worden. Aus orthopädischer Sicht würden keine medizinisch
objektivierbaren Unfallfolgen vom 18. Januar 1998 vorliegen. Diese Schlussfolgerung
ist nachvollziehbar und steht im Einklag mit den übrigen medizinischen Akten. Die
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zahlreichen durchgeführten Untersuchungen ergaben spätestens im Zeitpunkt der
Leistungseinstellung keine für die geklagten Beschwerden verantwortlichen
ausgewiesenen organischen Befunde (vgl. auch Suva-act. 167). Die im Zeitpunkt der
Leistungseinstellung gestellte Diagnose einer/eines Schmerzstörung/
Schmerzsyndroms am rechten Unterschenkel kann für sich alleine nicht als klar
ausgewiesenes organisches Substrat der Beschwerden qualifiziert werden. Auch der
von Prof. Dr. H._ beschriebene neuropathisch-nozizeptive Mischschmerz stellt kein
solches Substrat dar.
3.
3.1 Zu prüfen gilt es somit, ob die über den Zeitpunkt der Leistungseinstellung hinaus
ausgewiesenen Beschwerden mit psychischer Komponente (depressive
Anpassungsstörung, Insomnie) in einem natürlichen und adäquaten
Kausalzusammenhang zum Unfallereignis stehen. Rechtsprechungsgemäss kann sich
eine Prüfung der natürlichen Unfallkausalität des Gesundheitsschadens erübrigen,
wenn sich - wie vorliegend der Fall - zeigt, dass dessen Adäquanz zum versicherten
Unfallereignis nicht gegeben und damit eine für die Leistungspflicht des
Unfallversicherers nebst der natürlichen Kausalität kumulativ erforderlichen
Voraussetzung nicht erfüllt ist (Urteil des Bundesgerichts vom 3. Juni 2009,
8C_951/2008, E. 3.4.2.).
3.2 Bei der Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall
und einer anschliessend einsetzenden psychischen Fehlentwicklung mit Einschränkung
der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit ist nach der Rechtsprechung (BGE 115 V 138 ff.
Erw. 6, bestätigt im Urteil des Bundesgerichts vom 19. Februar 2008 [U 394/06]
Erw. 10.1) vom Unfallereignis auszugehen. Dabei besteht ein adäquater
Kausalzusammenhang zwischen den Beschwerden und dem Unfall, wenn dem Unfall
eine massgebende Bedeutung für die Entstehung der Beschwerden zukommt. Dies
trifft dann zu, wenn er eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten
ernsthaft ins Gewicht fällt. Für die Beurteilung dieser Frage ist an das Unfallereignis
anzuknüpfen, wobei - ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf - zwischen
banalen bzw. leichten Unfällen einerseits, schweren Unfällen anderseits und
schliesslich dem dazwischen liegenden mittleren Bereich unterschieden wird. Während
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der adäquate Kausalzusammenhang in der Regel bei schweren Unfällen ohne Weiteres
bejaht und bei leichten Unfällen verneint werden kann, lässt sich die Frage der
Adäquanz bei Unfällen aus dem mittleren Bereich nicht aufgrund des Unfallgeschehens
allein schlüssig beantworten. Es sind weitere, objektiv erfassbare Umstände, welche
unmittelbar mit dem Unfall in Zusammenhang stehen oder als direkte bzw. indirekte
Folgen davon erscheinen, in eine Gesamtwürdigung einzubeziehen. Dabei müssen
rechtsprechungsgemäss (vgl. BGE 115 V 140 Erw. 6c; SVR 1999 UV Nr. 10 S. 31
Erw. 2, 2001 UV Nr. 8 S. 32, je mit Hinweisen) die weiteren unfallbezogenen Kriterien
entweder in gehäufter oder auffallender Weise oder ein einziges Kriterium in besonders
ausgeprägter Weise erfüllt sein, damit die Adäquanz bejaht werden kann. Als in die
Adäquanzbeurteilung einzubeziehende Kriterien nennt die Rechtsprechung (BGE 115 V
140 Erw. 6c/aa): besonders dramatische Begleitumstände oder besondere
Eindrücklichkeit des Unfalls, die Schwere oder besondere Art der erlittenen
Verletzungen, insbesondere ihre erfahrungsgemässe Eignung, psychische
Fehlentwicklungen auszulösen, ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung,
körperliche Dauerschmerzen, ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen
erheblich verschlimmert; schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen
und Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit.
3.3 Der Unfallmeldung des Beschwerdeführers vom 26. Januar 1998 an die Helvetia
ist zu entnehmen, dass er beim Skifahren nach einem Fast-Zusammenstoss mit einem
anderen Skifahrer gestürzt sei (Suva-act. 2). Im Austrittsbericht des Kantonalen Spitals
Grabs vom 7. April 1998 wurde festgehalten, dass der Beschwerdeführer beim
Skifahren praktisch aus dem Stehen gestürzt und über dem Schuhrand eingeknickt sei
(Suva-act. 5). Die Beschwerdegegenerin ist der Ansicht, das Ereignis sei als leichter
Unfall zu taxieren, weshalb die Adäquanz ohne weitere Prüfung zu verneinen sei. Eine
detaillierte Beschreibung des Unfallhergangs ist den Akten nicht zu entnehmen.
Indessen kann unter Berücksichtigung der vom Beschwerdeführer in der Unfallmeldung
und gegenüber den Ärzten des Spitals Grabs abgegebenen Unfallschilderungen auch
ohne weitere Abklärungen im besten Fall von einem mittleren Unfallereignis im
Grenzbereich zu den leichten Unfällen ausgegangen werden. Da die folgenden
Erwägungen zeigen werden, dass die Adäquanz auch für ein solches Unfallereignis zu
verneinen ist, erübrigen sich weitere Ausführungen darüber, ob das Unfallereignis als
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leichter oder als mittlerer Unfall im Grenzbereich zu den leichten Unfällen zu behandeln
ist.
3.4 Geht man zu Gunsten des Beschwerdeführers von einem mittleren Unfallereignis
im Grenzbereich zu den leichten Unfällen aus, so wäre der adäquate
Kausalzusammenhang dann zu bejahen, wenn ein einzelnes der für die Beurteilung
massgebenden Kriterien in besonders ausgeprägter Weise erfüllt wäre oder die zu
berücksichtigenden Kriterien in gehäufter oder auffallender Weise gegeben wären.
3.4.1 Das Kriterium der besonders dramatischen Begleitumstände oder der
besonderen Eindrücklichkeit des Unfalls ist vorliegend offensichtlich nicht erfüllt und
wird vom Beschwerdeführer auch nicht geltend gemacht.
3.4.2 Die körperlichen Verletzungen die sich der Beschwerdeführer beim Sturz
am 18. Januar 1998 zugezogen hat, können auch nicht als besonders schwer
eingestuft werden. Die Kernspintomographie vom 6. Oktober 2000 ergab eine
vollständig konsolidierte Unterschenkelfraktur rechts. Eine Fraktur des Unterschenkels
weist bei grundsätzlich gutem Heilverlauf keinen besonders hohen Schweregrad auf
und ist grundsätzlich nicht geeignet, psychische Fehlentwicklungen auszulösen.
3.4.3 Für das Kriterium der ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen
Behandlung ist die Art und Intensität
der Behandlung von Bedeutung sowie die Frage, inwieweit davon noch eine Besserung
des Gesundheitszustandes zu erwarten war und von einer kontinuierlichen, mit einer
gewissen Planmässigkeit auf die Verbesserung des Gesundheitszustandes gerichteten
ärztlichen Behandlung von ungewöhnlich langer Dauer gesprochen werden kann (Urteil
des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: Sozialrechtliche
Abteilungen des Bundesgerichts] vom 20. Oktober 2006, U 488/05, Erw. 3.2.3 mit
Hinweisen). Die Behandlungen der körperlichen Beschwerden waren insbesondere
geprägt durch mehrere operative Eingriffe. Nach einer ersten operativen Versorgung
am Unfalltag erfolgte am 28. April 1998 eine partielle Metallentfernung der beiden
distalen Verriegelungsschrauben. Am 14. Juli 1998 wurde ein weiterer operativer
Eingriff durchgeführt mit Metallentfernung, Dekortikation und Spongiosaplastik sowie
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Anlegen eines ventralen Klammerfixateurs, welcher am 21. September 1998 wieder
entfernt wurde. Ab Januar 2000 erfolgten bei Dr. med. J._, Spezialarzt für
Physikalische Medizin, im Abstand von drei bis vier Wochen Narbeninfiltrationen mit
Procain (Suva-act. 37). Dr. C._ teilte im Schreiben vom 20. November 2000 mit, dass
neben einer versuchsweise durchzuführenden Miacalcic-Therapie, keine
therapeutischen Massnahmen angezeigt wären (Suva-act. 44). Am 12. Januar 2001
verordnete Dr. C._ eine Akkupunkturbehandlung (Suva-act. 48). Weitere
Behandlungen sind den medizinischen Akten in der Folge nicht zu entnehmen. Am 2.
März 2005 führte Dr. C._ eine offene Revision der ehemaligen Fraktur mit
Spornabtragung, Dekortikation und Markraumerweiterung durch. Anlässlich einer
Kontrolle am 14. März 2005 zeigte sich ein ausgeprägtes Hämatom im Weichteilbereich
vom mittleren zum distalen Drittel, welches am 18. März 2005 ausgeräumt wurde. Im
Bericht vom 19. August 2005 führte Dr. C._ aus, dass er keine weitere Therapie
kenne, die Lymphdrainage und die lokalen Massagen seien weiterzuführen (Suva-act.
119). Im Bericht der Uniklinik Balgrist vom 22. Mai 2006 wurde festgehalten, dass in
der Narbe ergotherapeutische Desensibilisierungsmassnahmen durchgeführt würden
(Suva-act 133). Vom 2. bis 21. Juli 2007 erfolgte ein stationärer Aufenthalt in der
Thurgauer Klinik E._ mit umfassenden rehabilitativen Massnahmen (Suva-act. 154).
Dr. F._ hielt in ihrem Bericht vom 21. Februar eine medikamentöse Behandlung
(Schlafmedikation, schmerzdistanzierendes Antidepressivum) fest (Suva-act. 163). Das
Palliativzentrum des Kantonsspitals St. Gallen verordnete ebenfalls eine
medikamentöse Behandlung sowie Physiotherapie, Ergotherapie und eine
psychologische Behandlung (Suva-act. 165 und 166). Aufgrund dieser medizinischen
Aktenlage ist ersichtlich, dass verschiedene Behandlungen über einen sehr langen
Zeitraum verteilt durchgeführt wurden. In Anbetracht dieses Zeitraums von mehreren
Jahren, erscheint die Intensität der durchgeführten Behandlungen - exklusive der
operativen Eingriffe - nicht besonders hoch. Sodann ist beachtlich, dass aufgrund der
ausgeprägten Therapieresistenz schon bald nicht mehr von einer namhaften Besserung
des Gesundheitszustands ausgegangen werden konnte. Ausserdem ist zu
berücksichtigen, dass die psychisch bedingten Behandlungsmassnahmen nicht in die
Prüfung des Kriteriums mit einbezogen werden dürfen (BGE 123 V 99 E. 2a). Ebenso
wenig sind die zahlreichen Untersuchungen und ärztlichen Kontrollen bei der Prüfung
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des Kriteriums zu beachten. Unter Einbezug sämtlicher relevanter Tatsachen kann das
Kriterium bejaht, allerdings nicht als besonders ausgeprägt betrachtet werden.
3.4.4 Der Beschwerdeführer klagte seit dem Unfall über persistierende
Schmerzen. Die obigen Erwägungen haben dargelegt, dass die zahlreichen
durchgeführten Untersuchungen keine objektivierbaren Befunde für die geklagten
Beschwerden hervorgebracht haben. Aufgrund der medizinischen Akten ist somit
rechtsgenüglich erstellt, dass im Verlaufe der Zeit nach dem Unfall die Beschwerden
psychisch unterhalten wurden, dieser Aspekt allerdings bei der Adäquanzprüfung
auszuklammern ist. Somit kann für die Zeitspanne ab Unfalldatum bis zur Einstellung
der Versicherungsleistungen nicht von körperlichen Dauerschmerzen ausgegangen
werden, weshalb das Kriterium zu verneinen ist.
3.4.5 Anzeichen einer ärztlichen Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen
erheblich verschlimmert hätte, sind aus den vorliegenden Akten nicht ersichtlich.
3.4.6 Von einem schwierigen Heilungsverlauf und erheblichen Komplikationen ist
vorliegend nicht auszugehen. Aus der blossen Dauer der ärztlichen Behandlung und
der geklagten Beschwerden darf nicht schon auf einen schwierigen Heilungsverlauf
geschlossen werden. Hierzu bedarf es besonderer Gründe, welche die Heilung
beeinträchtigt haben (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 7. Februar 2008, U 590/06,
E. 4.3.2 und vom 10. Juli 2008, 8C_61/2008, E. 7.6). Bereits am 6. Oktober 2000
konnte eine vollständig konsolidierte Unterschenkelquerfraktur festgestellt werden.
Auch im Anschluss an den operativen Eingriff vom 2. März 2005 wurde ein
komplikationsloser postoperativer Verlauf festgehalten. Die nachträglich notwendig
gewordene Hämatomentfernung kann nicht als erhebliche Komplikation betrachtet
werden. Nach dem Gesagten sind sowohl das Vorliegen eines schwierigen
Heilungsverlaufs als auch das Vorliegen von erheblichen Komplikationen zu verneinen.
3.4.7 Nach dem Unfallereignis vom 18. Januar 1998 bestand beim
Beschwerdeführer eine volle Arbeitsunfähigkeit. Ab 9. Februar 1998 war er wieder zu
50% und ab 6. April 1998 zu 80% arbeitsfähig. Aufgrund des operativen Eingriffs am
28. April 1998 war der Beschwerdeführer bis am 30. April 1998 wieder voll
arbeitsunfähig. Ab diesem Datum bestand hingegen wieder eine 90%ige
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Arbeitsfähigkeit (Suva-act. 9). Nach der Operation vom 14. Juli 1998 bestand erneut
eine volle Arbeitsunfähigkeit. Der Beschwerdeführer konnte am 22. September 1998
die Arbeit wieder zu 50% und ab 5. Oktober 1998 zu 100% aufnehmen (Suva-act. 23).
Im Anschluss an die Operation vom 2. März 2005 wurde dem Beschwerdeführer erneut
eine volle Arbeitsunfähigkeit attestiert. Ab Mitte April 2005 bestand wieder eine 50%ige
und ab 26. Mai 2005 eine 100%ige Arbeitsfähigkeit (Suva-act. 111 und 113). Dr. med.
K._, Allgemeine Medizin FMH, attestierte vom 5. November bis 1. Dezember 2007
sowie vom 7. bis 19. April 2008 eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit (Suva-act. 174). Die
medizinischen Akten belegen, dass der Beschwerdeführer nach den ersten operativen
Eingriffen ab Oktober 1998 beinahe durchgehend zu 100% arbeitsfähig war. Sodann
gilt es zu berücksichtigen, dass nur die physisch bedingte Arbeitsunfähigkeit für die
Beurteilung des Kriteriums mit einbezogen werden kann. Das Kriterium Grad und Dauer
der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit ist daher sicher nicht in besonders
ausgeprägter Weise erfüllt.
3.5 Da somit höchstens zwei der zu berücksichtigenden Kriterien erfüllt sind,
allerdings nicht in besonders ausgeprägter Weise, muss der adäquate
Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 18. Januar 1998 und den im
Zeitpunkt der Leistungseinstellung geklagten Beschwerden verneint werden. Die
Einstellung der Versicherungsleistungen per 30. April 2009 lässt sich daher nicht
beanstanden.
3.6 Zusammenfassend gilt es festzuhalten, dass keine Beschwerden mit klar
ausgewiesenen organischen Befunden im Sinn nachweisbarer struktureller
Veränderungen ausgewiesen sind und ein adäquater Kausalzusammenhang zwischen
dem Unfall und den geklagten Beschwerden mit psychischer Komponente zu
verneinen ist, weshalb kein Anspruch auf weitere Heilbehandlungen und auf eine
Integritätsentschädigung besteht. Es muss demnach auch nicht geprüft werden, ob
von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung (empfohlene Rückenmarkstimulation)
eine namhafte Besserung des Gesundheitszustands erwartet werden kann.
4.
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Dem Antrag des Beschwerdeführers, es sei ein polydisziplinäres Gutachten einzuholen,
ist nicht stattzugeben. Da nicht anzunehmen ist, dass weitere medizinische
Abklärungen für die Beurteilung des vorliegend relevanten Sachverhalts neue
Erkenntnisse bringen, kann darauf verzichtet werden (antizipierte Beweiswürdigung;
vgl. BGE 124 V 94 Erw. 4b; Pra 88 Nr. 117; SVR-UV 1996 Nr. 62.211). Insbesondere
kann auf eine psychiatrische Begutachtung verzichtet werden, da wie soeben
dargelegt, die Adäquanz zwischen dem Unfall vom 18. Januar 1998 und den
psychischen Beschwerden verneint werden muss.
5.
Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Bestätigung des
Einspracheentscheids vom 1. Dezember 2009 abzuweisen. Gerichtskosten sind keine
zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG