Decision ID: 4b227b23-b64c-5f3c-8e03-97b1ac74cad3
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1
.1
X._
, geboren 1954
, ist gelernter
Fernseh- und Radioe
lektriker
mit Meisterdiplom
(Urk. 7/6/5
, Urk. 7/30/8
) und arbeitete
ab 1994 vollzeitlich
als Technischer Leiter
für die
Y._
AG
(Urk. 7/21/1-2)
. Daneben arbeitete er als
Prüfungs
experte
für den Kanton Zürich
mit einem Pensum von 1,5
%
(Urk.
7/6/6).
Vom 9. Februar bis 26. März 2010
wurde der Versicherte in der
Privatklinik
Z._
stationär behandelt (Urk. 7/5, Urk. 7/12/6-7).
Die Tätigkeit bei der
Y._
AG führte der Versicherte ab dem 2. April 2010 i
n reduziertem Pen
sum fort
.
Ab Januar 2011 absolvierte der Versicherte jeweils samstags eine zwei
jährige Ausbildung zum klassischen Masseur bei der
A._
(Urk. 7/6/9,
Urk. 7/22/6,
Urk. 7/26/2).
1.
2
Am
1. November 2010
hatte
er
sich
wegen
einer Erschöpfungsdepression (Burn
-
out) mit mittelgradiger depressiver Episode mit somatischem Syndrom
bei der Eid
genössischen Invaliden
ver
sich
e
rung (IV) zum Leistungsbezug an
gemeldet
(Urk.
7/6
). Die Sozia
lversicherungsan
stalt des Kantons Zü
rich, IV-Stelle (nachfol
ge
nd: IV-Stelle), klärte die medizinischen und erwerblichen Ver
hältnisse
ab
.
Am 6. Mai 2011 wurde der Versicherte
v
on Dr.
med.
B._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,
vom Regionalen Ärztlichen Dienst
(RAD)
untersucht (
Bericht vom 16.
Mai 2011, Urk. 7/26).
Geschützt darauf
kündigte
die IV-Stelle dem Ver
sicherten
mit
Vorbe
scheid vom
14. November 2011 die Ausrichtung einer
von Mai
bis Ende
Dezember
2011 befristeten
Viertelsrente
an
(
Urk.
7/41)
. Dagegen erhob der Versicherte mit
Schreiben vom 14. Deze
mber 2011 Einwände (Urk. 7/46), woraufhin die IV-Stelle ihm mit Verfügung vom
15. Februar 2012
eine unbefristete
Viertelsrente
ab dem 1.
Mai 2011
bei einem Invaliditätsgrad von 40 %
zusprach
(Urk.
7
/50, Urk. 7/54
). Diese Verfügung erwuchs unan
ge
fochten in Rechtskraft.
1.3
Ab Januar 2013
arbeitete der Versicherte in einem 50%ige
n
Pensum für die
D._
AG als technischen Betreuer der Hotline der
C._
(Urk. 7/61/6)
, welche Anstellung ihm per Ende Oktober 2013 gekündigt wurde (Urk. 7/64
, Urk. 7/67/1
).
Im Rahmen des Mitte 2013 eingelei
teten Revisionsverfahrens (Urk.
7/61
/1-3
)
hatte
die IV-Stelle den Ber
icht von Dr.
med.
E._
, Facharzt für Allgemeine Medizin, vom 2. September 2013
(Urk. 7/66)
und von
Dr. med.
F._
, Fach
arzt für Allgemeinmedizin, sowie
der Psychologin
G._
vom 30. Sep
tember 2013 (Urk. 7/68) eingeholt. Ausserdem wurde der Ver
sicherte am 1
8. März 2014 von med.
pract
.
H._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom RAD untersucht (Bericht vom 21. März 2014, Urk. 7/73).
Mit Vorbescheid vom 28.
März 2014 kündigte die IV-Stelle die Auf
hebung der bisherigen
Viertels
rente
an (Urk. 7/72
), wogegen der Versicherte mit Schreiben vom 14. April 2014 (Urk. 7/74), ergänzt mit Schreiben vom 22. Mai 2014 (
Urk.
7/76),
Einwän
de erhob. Mit Verfügung vom 28.
Mai 2014 hob die IV-Stelle die Rente wie ange
kündigt auf Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden Monats auf
und entzog der Beschwerde dagegen die auf
schiebende Wirkung
(Urk. 2).
2.
Mit Eingabe vom
1. Juli 2014
erhob
der
Versicherte gegen die Verfügung vom
28. Mai 2014
unter Beilage des Berichts
von
Dr.
F._
und
der Psychologin
B.
G._
vom
13. Juni 2014
(Urk. 3)
Beschwerde und
beantragte,
die Ver
fügung
sei in Gutheissung der Be
schwerde aufzuheben und die Beschwerde
-
gegnerin sei zu verpflichten, ihm ab Januar 2014 eine halbe Invalidenrente auszu
richten, even
tualiter sei die Be
schwerdegegnerin zu verpflichten, ihm weiterhin eine
Viertels
rente
zu gewähren (Urk. 1 S. 2).
Die Beschwerdegegn
erin schloss in der
Be
schwerde
antwort
vom
3. Sep
tember 2014
auf Abweisung der Be
schwerde (Urk.
6
).
Mit Replik vom
10. Oktober 2014
hielt der
Beschwerdeführer an
seinen
Anträgen fest und stellte ausserdem den
Sube
ventualantrag,
die
Beschwerdegeg
nerin
sei zu verpflichten, eine psychiatrische Begutachtung durchzuführen und dabei insbe
sondere die Frage der ihm noch zumutbaren Arbeitsfähigkeit zu klären (Urk. 10 S. 2).
Die Beschwerdegegnerin verzichtete mit Eingabe vom
14. No
vem
ber 2014
auf eine
weitere
Stellung
nahme
(Urk.
12
).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, so
weit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1
.
1
.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundes
gesetzes über den Allge
m
ei
nen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
men
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsun
fähig
keit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
Beeinträchtigungen der psychischen Gesund
heit können in gleicher Weise wie kör
perliche Gesundheitsschäden eine Invali
dität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen
Ge
sundheitsschadens
und damit invaliden
versicherungsrechtlich nicht als rele
vant gelten Einschränkungen der Erwerbs
fähigkeit, welche die versicherte Per
son bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des
Forderbaren
wird dabei weitgehend objektiv be
stimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Er
werbstätigkeit auf dem ausge
glichenen Arbeitsmarkt mit der psychischen Beein
trächtigung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheits
-
schaden führt also nur so
weit zu einer Erwerbsun
fähigkeit (Art. 7 ATSG), als ange
nommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (Art. 6 ATSG) sei der versicherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
1
.2
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent ergibt sich ein Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei
einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Pro
zent Anspruch auf eine
Drei
viertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1
.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalidenein
kom
men
), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypo
thetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des
Einkom
mensvergleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1
.4
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgeh
oben (Art. 17 Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Än
derung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die
erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Inten
sität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bundesgerichts 9C_261/2009 vom 11. Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heits
zustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revi
-
si
ons
grund
im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige Ein
sprache
entscheid, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
ten
anspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V
108; vgl. auch BGE 130 V 71 E.
3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hinweisen).
Im Rahmen einer materiellen Revision (Art. 17 ATSG) ist die Verwaltung ver
pflichtet, das neue Leistungsbegehren in tat
sächlicher und rechtlicher Hinsicht allseitig, das heisst nic
ht nur mit Bezug auf jenes Sach
verhaltssegment, in wel
chem eine Änderung glaubhaft gemacht worden ist, zu prüfen. Dement
spre
chend ist das Sozialversicherungsgericht befugt (und ver
pflichtet), bei Bedarf Teilaspekte des Rechtsverhältnisses von Amtes wegen aufzugreifen, selbst wenn diese bereits in der früheren rechtskräftigen Ver
fügung beurteilt wurden (Urteile des Bundes
gerichts
9C_813/2008
vom 8.
April 2009 E. 4.1 und 9C_206/2010 vom 8. Oktober 2010 E. 3.1 je mit Hinweisen).
2
.
2
.1
Die Beschwerdegegnerin
stellte sich in der angefochtenen Verfügung auf den Standpunkt, der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers habe sich ver
bes
sert
. Es seien keine Diagnosen mehr mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit aus
ge
wiesen, insbesondere sei die rezidivierende depressive Störung gegen
wärtig völ
lig remittiert. Es
sei ihm
gestützt auf die Beurteilung des RAD
die ange
stammte und eine leidensangepasste Er
werbs
tätigkeit im Umfang
von
70
%,
steigerbar
auf 80 %
zumutbar. Er habe seine Restarbeitsfähigkeit entsprechend aus
schöpfen können und seine Umstellungsfähigkeit bewiesen, indem er eine Ein
zel
firma mit einer eigenen Massage-Praxis gegründet habe, weshalb trotz seines Alters auch die Voraussetzungen für die Selbsteingliederung gegeben seien.
Es sei kein IV-relevanter Gesundheitsschaden (mehr) ausgewiesen, wes
halb die Vor
nahme eines Einkommensvergleiches entfalle (
Urk.
2 S. 2 f.).
2
.2
Der
Beschwerdeführer
wendet dagegen ein,
es liege im Vergleich zum Sach
ver
halt von Februar 2012 keine gesundheitliche Besserung vor
und die ver
min
derte Belastbarkeit bestehe nach wie vor, wie sich aus den Berichten von Dr.
F._ und der Psychologin
G._
ergebe.
Er unterziehe sich zudem einer konsequenten therapeutischen und teilweise medikamentösen
Be
handlung.
Pract
. med.
H._
vom RAD habe die 70%ige Arbeitsfähigkeit allein auf die aktuelle Tätig
keit als Masseur bezogen. Zur Arbeitsfähigkeit im bis
herigen Berufsfeld habe er sich nicht spezifisch geäussert.
Seine Ein
schätzung sei ledig
lich eine andere Be
urteilung eines unverändert gebliebenen Sach
verhaltes, was kein
en
Rentenrevisionsgrund zu begründen vermöge.
Aller
dings habe sich eine Veränderung auf
grund des Verlustes seiner bisherigen Arbeits
stelle im redu
zierten Pensum in erwerblicher Hinsicht ergeben. Aus
gehend von einer noch zumutbaren 70%igen Tätigkeit als Masseur ergebe sich
gemäss den statistischen Tabellenlöhnen
ein Invalideneinkommen von Fr. 58‘181.--, was im Vergleich zum
Validen
ein
kommen
im Jahr 2013 von Fr. 142‘001.80 einen
Invaliditätsgrad von 59
% und damit einen Anspruch auf eine halbe Rente ergebe
(Urk. 1 S.
9
ff., Urk.
10 S. 2
ff.
).
2
.3
Strittig und zu prüfen ist, ob
und gegebenenfalls inwiefern
sich der
Inv
aliditäts
grad
seit der rentenzusprechen
den Verfügung vom
15. Februar 2012
(Urk.
7/50, Urk. 7/54
) bis zum Erlass der ange
fochtenen Verfügung vom
2
8.
Mai 2014
(Urk. 2), welche
recht
spre
chungsgemäss
die zeitliche Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis bil
det (BGE 122 V 77 E. 2b, Urteil des Bundesgerichts 8C_76/2009 vom 19. Mai 2009 E. 2, je mit Hinweis), in rentenerheblichem Aus
mass
verändert
hat.
Dabei sind sich die Parteien
zu Recht
darin einig, dass mit dem Verlust der An
stellung
des Beschwerdeführers
bei der
Y._
AG respektive der ab Januar 2013
vertraglich neu geregelten
50%igen
Anstellung bei der
D._
AG per Ende Oktober 2013
(Urk
. 7/
61/6, Urk. 7/64, Urk. 7/67/1)
die er
werb
li
chen Ver
hältnisse sich massgebend verändert haben und
dass
damit ein
Re
vi
-
sionsgrund
vorliegt.
Denn die ursprüngliche
Rentenzusprache
basierte auf den damaligen tatsächlichen Einkommensverhältnissen, die später nun weggefallen sind (
Urk.
7/48/3).
Der Rentenanspruch
ist
daher
in tat
sächlicher und recht
licher Hin
sicht allseitig
,
das heisst
auch in Bezug auf den Gesundheitszustand unab
hängig von der früheren Beurteilung neu
zu überprüfen
(Urteile des Bun
des
ge
richts
9C_813/2008
vom 8.
April 2009 E. 4.1 und 9C_206/2010 vom 8. Okto
ber 2010 E. 3.1 je mit Hinweisen).
3
.
3.1
3.1.1
Der Beschwerdeführer hatte gemäss dem RAD-Bericht von Dr.
B._
vom 16. Mai 2011 an seinem bisherigen Arbeits
platz bei der
Y._
AG, wo er bis Anfang Februar 2010 als Technischer Leiter tätig war, nach Eintritt des
Gesund
heits
schadens
(statio
näre Behand
lung in der
Z._
Klinik im Feb
ruar/März 2010, Urk. 7/12/6-7) nur noch angepasst und ressourcenadaptiert, ab November 2011 im Umfang eines 60%igen Pen
sums, gearbeitet, wobei die vielen stressigen Aufgaben wie der
Hotline
dienst
durch seine Arbeitskollegen über
nommen worden seien (Urk. 7/26/5).
Von Januar bis Ende Oktober 2013 war der Beschwerdeführer in einem 50%igen Pensum als
Technischer Betreuer der
Hotline
der
Y._
AG
im Home Office-Bereich
für die
D._
AG tätig
(Urk. 7/61/6, Urk. 7/64).
Daneben übte er spätestens ab Sommer 2012 den Beruf als selbständiger Masseur aus (Urk. 7/64, Urk. 7/62/3).
3.1.2
In gesundheitlicher Hinsicht ist dem Bericht
vom 8. Juli 2013 der I._
, wo der Beschwerdeführer von April 2012 bis April 2013 ambulant behandelt
und letztmals am 3.
Juli 2013 un
tersucht
wor
den war
,
zu entnehmen, dass
ab April 2013 keine Indikation mehr für eine
anti
depressive
Medikation bestanden
habe
und die psychische Situa
tion seither stabil
sei
. Die Fortsetzung der psychotherapeu
tischen Be
gleitung sei indes weiterhin indiziert. Als Diagnose wurde eine rezidi
vierende de
pressive Stö
rung, gegenwärtig remittiert (ICD-
10 F33.4),
festgehalten
. Es sei in psy
chischer Hin
sicht von einer verminderten Stressresistenz auszugehen, die
per
sönlich
keits
bedingt
in teilweise unzureichend ausgeprägten
Bewälti
gungs
strategien
be
gründet sei.
Es bestehe weiterhin die Gefahr
der Dekom
pensation. Die Belast
barkeit sei eingeschränkt, mindestens 50
%
der Arbeits
zeit müsse innerhalb von flexiblen Rahmenbedingungen stattfinden.
Der Beschwerdeführer sei
zu 50
%
als Mit
ar
beiter bei einer Hotline im Home Office-Bereich
tätig.
Daneben sei
er mit de
m Aufbau einer Tätigkeit als Masseur mit Weiterbildung im Bereich
Lymph
drainage
beschäftigt
. Diese Tätigkeiten würden derzeit seinen Alltag aus
füllen. Somit bestehe keine Arbeitsunfähigkeit.
Die bisherige Tätigkeit sei ihm noch im Um
fang von 50 % im kompetitiven Arbeitsmarkt zumutbar. Zusätzlich sei eine
50%ige selbständige Tätigkeit denkbar, wobei Flexibilität in der Ausge
staltung des Arbeitsalltages notwendig sei (Urk. 7/62).
Gemäss den Berichten der Psychologin
G._
, visiert vom Allgemein
mediziner
Dr.
F._
, vom 30. September 2013
(Urk. 7/68)
und vom 1
3.
Juni
2014 (Urk.
3) wurden die Diagnosen einer rezidivierenden depressiven Störung mit gegenwärtig leichten depressiven Episoden mit somatischem Syndrom bei Status nach Aufenthalt in der
Z._
im Februar/März 2010 (ICD-10 F33.02), einer Akzentuierung von Persönlichkeitszügen vom selbstunsicheren und zwanghaften Typ (ICD-10 Z
73.1), Probleme bei sexuellem Missbrauch in der Kindheit durch eine Person innerhalb der engeren Familie (ICD-10 Z61.4) und ausserhalb der engeren Familie (ICD-10 Z61.5)
, gestellt
.
Die Belastbarkeit des Be
schwerdeführers habe sich seit dem Klinikaufenthalt im Februar 2010 kaum ver
bessert. Es seien keine gesundheitlichen Verbesserungen ein
getreten. Er bleibe psychisch in
stabil und wenig belastbar, er leide an einem verminder
ten Selbst
wertgefühl,
an
Schlafstörungen, Appetitverlust und sozialem Rückzug, sobald die Belastungen steigen würden.
Bei Zunahme der Belastung müsse mit einer neuerlichen Verschlimmerung der depressiven Grunderkrankung gerech
net wer
den, was zu vermehrten Arbeitsausfällen bis hin zu einem Wiedereintritt in eine psychiatrische Klinik führen könne.
Die Tätigkeit in seinem ange
stammten
Be
rufsumfeld
als technischer Leiter sei ihm nicht zumutbar.
In dem ihm ange
passten Tätigkeitsbereich
der Massage sei eine Arbeitsfähigkeit
von 70
% gege
ben, zumal er seinen Arbeitsplatz zu Hause eingerichtet habe und die Be
lastun
gen selber bestimmen könne.
Pract
. med.
H._
vom RAD hielt im Bericht vom 21. März 2014 nach der Unter
suchung des Beschwerdeführers am 18. März 2014 fest, mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit sei die
Diagnose einer rezidivierenden depressiven Stö
rung mit
gegenwärtig vollständiger Remission (es bestehe eine familiäre Heredität
;
ICD-10 F33)
zu stellen
.
Zur
Krankheitsentwicklung
führte
pract
. med.
H._
aus, 55-jährig sei er an einem Burn-out und dann an einer Depres
sion erkrankt. Dies habe anamnestisch damit zu tun, dass er Tag und Nacht
mit Hot
lines
beschäftigt gewesen sei und keine Nachtruhe mehr habe finden kön
nen.
Es bleibe eine genetische Vulnerabilität, welche die Belastbarkeit dauer
haft ein
schränke, obschon die Depression derzeit voll re
mittiert sei. Ansonsten bestün
den keine weiteren wesentlichen Einschrän
kun
gen. Die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen und einer leidensangepassten Tätig
keit betrage 70
%
ab An
fang 2014
, welche in einem Jahr auf 80-90
%
steiger
bar seien.
Das Erreichen einer 100%igen Arbeitsfähigkeit sei
aufgrund der gene
tischen Vulnerabilität bezüg
lich Depression eher zweifelhaft.
Von Vorteil sei, dass der Beschwerde
führer in seiner eigenen Praxis tätig sei und somit Pausen planen sowie Nacht
arbeit vermeiden könne
(Urk. 7/73)
.
3.2
3.2.1
Sowohl die behandelnden Fachpersonen als auch der
psychiatrische
Facharzt des RAD
stellten die Diagnose einer
rezidivierenden depres
siven Stö
rung
, welche
trotz
der seit April 2012
vollständig
en respektive fast voll
ständigen
Re
mission der depressiven Symptome
weiterhin Aus
wirkungen auf die Arbeits
fä
higkeit
habe
und d
ie Belas
t
barkeit anhaltend ein
schränk
e
.
Aus
den
zitierten Arztberichten
der
I._
und von med.
pract
.
H._
wird deut
lich, dass die Einschränkung
in der Arbeits
fähigkeit
danach
vor allem darin besteht, dass bei zunehmender Belastung
wegen der einge
schränk
ten Stressresistenz
die Gefahr einer
erneuten Dekom
pensation droht.
Dem
Be
richt von
med.
pract
.
H._
ist
zu ent
nehmen, dass
namentlich
von Vorteil
sei,
Nacht
arbeit zu ver
meiden und
Pausen
selber einzuplanen
(Urk. 7/73/6)
.
Im
I._
-Bericht wurde ebenfalls im Sinne eines
Anforderungs
profils
an die zu
mutbare Tätigkeit die Flexibilität in der Ausge
staltung des Arbeitsalltages auf
geführt (
Urk.
7/62/4).
Med.
pract
.
H._
beantwortete
die Frage nach der „Arbeitsfähigkeit in bis
heriger und angepasster Tätigkeit“ mit „70
%
, in e
inem Jahr
steigerbar
nach 80-90
% (Cave: erhöhte Empfindlichkeit für
R
ezidive der Depressionen)“, ohne
nach den Tätigkeiten
zu differenzieren.
Da
er jedoch die Bemerkung an
fügte
, dass
der Beschwerdeführer
in der eigenen (
Massage-)Praxis, die er auf
baue, Pau
sen pla
nen und Nachtarbeit vermeiden
könne (Urk. 7/73/6),
ist davon aus
zugehen, dass sich
die attestierte 70%ige Arbeitsfähigkeit
auf
eine derart ange
passte Tätig
keit
bezog und
jedenfalls nicht
auf die ange
stammte
Tätigkeit
als
T
ech
nischer Leiter bei der
Y._
AG.
Auch die im
I._
-Bericht
attestierte 50%ige Arbeitsfähigkeit im kompetitiven Arbeitsmarkt betraf die
50%ige Tätigkeit als Mit
arbeiter bei einer Hotline im Home Office-Bereich (
Urk. 7/62/3-4;
von Januar bis Ende Oktober 2011 bei der
D._
AG, Urk. 7/61/6, Urk. 7/64)
und
nicht die angestammte Tätig
keit als T
ech
nischer Leiter
.
3.2.2
Auch wenn sich die psychiatrischen Fachärzte - die Stellungnahme der Psycho
login ist hier
mangels fachärztlicher Qualifikation
nur ergänzend von Belang
(
vgl.
Urteil des Bundesgerichts 9C_139/2014
vom 6.
Oktober 2014
E. 5.2)
-
zur
Arbeitsfähigkeit in
der angestammten Tätigkeit als T
echnischer Leiter nicht explizit
äusserten
, lässt sich aus ihren Einschätzungen den
noch ableiten, dass
sie
nicht mehr zumutbar ist. Denn die
ärztlich
beschriebenen Ein
schrän
kungen sind mit den Aufgaben des
T
echnischen Leiters in der ehemaligen An
stellung
bei der
Y._
AG
nicht vereinbar. Und zwar hatte der Be
schwerde
führer vor Eintritt des Gesundheitsschadens Anfang
Feb
ruar 2010 ge
mäss dem Arbeitgeber
bericht
vom
9. Dezember 2010 (
Urk.
7/21)
die folgen
den Aufgaben bei der
Y._
AG:
Bereitschaft 24 Stunden an
365
Tagen, Piket
t
-
bereitschaft 24 Stunden (1-
5
%), Störungsmeldungen Sy
steme (Analyse), Über
wachung Systeme, Einsätze vor Ort (Schweiz), Auto
fahren
(ca.
400
h/Jahr), Serviceeinsätze
organisieren/
koordinieren, Koor
dination
mit
second
level
supprt
acentic
, TV Reparaturen (Organisa
tion/Über
wachen) und Lager (Bestellungen, Lieferungen etc.;
Urk.
7/21/6,
Urk. 7/21/26). Die ange
stammte Tätigkeit erfolgte somit in leitender Position mit ständiger Be
reitschaft und Verant
wortung für den Ablauf des Tagesgeschäfts.
Da hierbei
gemäss den beschriebenen Aufgaben
auch
Nacht
einsätze
nicht ausge
schlossen waren
und
angesichts
der
kunden
orientierten
Aufgaben
eine flexible Ausgestaltung des Arbeitsalltages nicht mög
lich
war
,
ist
davon
aus
zugehen, dass
die Tätigkeit als T
echnischer Leiter
in der ursprüng
lichen Form auch in einem einge
schränkten Pensum, sofern ein solches bei dieser Tätigkeit von Seiten des Arbeitgebers über
haupt in Frage kom
men würde,
mit der von den
I._
-Ärzten und
med.
pract
.
H._
attes
tierten eingeschränkten
Belast
barkeit
weiterhin
nicht
mehr
ver
einbar
ist
.
3.2.3
Bei
gegebener
medizinischer
Ein
schätzung
ist
gestüt
zt auf den RAD-Bericht von med.
pract
.
H._
vom 21. März 2014 (Urk. 7/73)
von einer 70%igen
Rest
arbeits
fähigkeit
in einer Tätigkeit ohne Nachteinsätze und
mit
der Möglichkeit
,
die Pausen selbständig anzu
setzen
,
auszugehen. Ob die
prognostizierte
Stei
ge
rung der Arbeitsfähigkeit auf 80-90% innerhalb eines Jahres, mithin bis März 2015
ein
trat, ist
in diesem Verfahren
wegen der zeitlichen Grenze der richter
lichen Über
prüfungs
befugnis per 28.
Mai
2014 (Urk.
2; Urteil des Bundes
ge
richts 8C_76/2009 vom 19. Mai 2009 E. 2) nicht zu klären.
3.3
Nach dem Gesagten kann e
ntgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin nicht darauf geschlossen werden, dass kein IV-relevanter
Gesundheitsscha
den mehr vor
liege und die depressive Störung in jedem Fall als über
windbar anzusehen sei
, auch wenn spätestens ab Juli 2013 (Urk. 7/62/2) im Rahmen der depressiven Grunderkrankung die Remission der depressiven Symptomatik ausgewiesen ist.
Zudem ist zu beachten, dass
der Beschwerdeführer im Juli 2013 bereits 59 Jahre alt war und daher rechtsprechungsgemäss dem Umstand Rechnung zu tragen ist, dass
d
ie Wiedereingliederung von Versicherten im fortgeschrittenen Alter
oft schwierig ist.
D
ie Verwaltung
muss sich
bei über 55
-
jährigen Versicherten
nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung
vor der Herabsetzung oder Auf
he
bung einer Invalidenrente vergewissern, ob sich ein medizinisch-theoretisch wiedergewonnenes Leistungs
ver
mögen ohne Weiteres in einem entsprechend tieferen Invaliditätsgrad nieder
schlägt oder ob dafür ausnahmsweise im Ein
zel
fall eine erwerbsbezogene Abklärung und/oder die Durchführung von
Ein
glie
derungsmassnahmen
im Rechtssinne vorausgesetzt
sind (
Urteil des Bundes
ge
richts 9C_275/2014
vom 21.
August 2014
E.
4.3
mit Hinweisen
).
Wollte die Beschwerdegegnerin somit davon ausgehen, dass der Beschwerdeführer wieder zu 100 % als Technischer Leiter mit dem angestammten Einkommen tätig sein könnte wie vor Eintritt des Gesundheitsschadens, hätte eine entsprechend
er
werbs
bezogene
Abklärung
und/oder
Eingliederungsmassnahmen
dies sicher
stellen
müssen.
Ein solcher Ausweis liegt indes nicht vor.
4.
4.1
Der Invaliditätsgrad ist mittels eines Vergleichs von Validen- und
Invalidenein
kommen
auf zeitidentischer Grundlage
per 2013
neu
zu erheben (vgl. BGE 129 V 222 f. E. 4.2 in
fine
, 128 V 174).
Zur Bemessung des
Valideneinkommen
s
wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen
Einkom
mensentwicklung
angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahr
ung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetz
t worden wäre (BGE 129 V 222 E.
4.3.1 mit Hinweisen). Gemäss dem Arbeitgeberbericht vom 9. Dezember 2010
hätte der Beschwerdeführer in der angestammten Tätigkeit im Jahr 2010 Fr. 117‘416.-- (13 x Fr. 9‘032.--) erzielt
(
Urk.
7/21/2, Urk. 7/21/19)
.
Unter Berücksichtigung der Nominal
lohn
ent
wicklung entspricht dies einem Valideneinkommen von Fr.
120‘351.40
im Jahr 201
3
(
Fr. 117‘416.-- : 100 x 102,5
;
Bundesamt für Statistik [
BFS
]
, Schweize
rischer Lohnindex nach Branche
[
20
10 = 100
; im Internet abrufbar
]
,
Nominallohnindex Män
ner 2011-2014 [
T1.1.
10]
,
Total
;
20
10
:
100, 2013
:
102.5
).
4.2
4.2.1
Für das Invalideneinkommen ist dasjenige Entgelt massgebend, welches die versi
cherte Person aufgrund ihres konkreten Gesundheitsschadens
zumutbarer
weise
noch zu erzielen in der Lage wäre (Art. 16 ATSG). Bei dessen Ermittlung ist primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in der die ver
sicherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbs
tätigkeit aus, bei der - kumulativ -
besonders stabile Arbeitsverhältnisse
gege
ben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn (BGE 129 V 472 E. 4.2.1 mit Hinweisen). Ist kein solches
Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so kön
nen die
statistischen Tabellenlöhne der Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundes
amtes für Statistik (BFS)
herangezogen werden (BGE 135 V 297 E. 5.2, Urteil des Bundesgerichts 9C_713/2014 vom
3.
Februar 2015 E. 6.1).
Die
Frage, o
b der ver
sicherten Person im Rahmen der Pflicht zur
Selbstein
gliede
rung
(BGE 113 V 22
E.
4a; vgl. auch BGE 130 V 97 E. 3.2)
die Aufgabe der aktuellen und die Ausübung einer anderen erwerblichen Beschäftigung zu
zumuten ist,
ist
aufgrund einer Interessenabwägung
zu klären
. Dabei sind die gesamten objektiven und subjektiven Umstände in Betracht zu ziehen, wie Alter, Ausbildung und berufliche Karriere, Stabilität und Qualität des Arbeits
ver
hältnisses unter dem Gesichtspunkt der Eingliederung im Betrieb, Aussichten im konkreten Beruf, ferner Art und Schwere der gesundheitlichen Beein
träch
ti
gung sowie die noch zu erwarten
de Aktivitätsdauer (AHI 2001 S. 277, I
11/00 E.
5a/
bb
; Urteil
des Bundesgerichts
I 953/06 vom
5.
April 2007 E. 4.1.2 mit Hinweis).
4.2.2
Der Beschwerdeführer hat nebst den an
ge
passten, teilzeitlichen Tätigkeiten bei der
Y._
AG und bei der
D._
AG bis Ende Oktober 2013 eine Weiter
bildung zum Masseur absolviert und ab Sommer 2012 eine eigene Mas
sagepraxis auf
gebaut. Er
ist nunmehr als selbständiger Masseur erwerbs
tätig. Das Arbeitspensum und die Einnahmen aus dieser Tätigkeit seit November 2013 sind
indes
nicht bekannt
, weshalb auch nicht beurteilt werden kann, ob damit die Schadenminderungspflicht erfüllt
wurde und
wird oder
ob
aufgrund der
In
teressenab
wägung gemäss der hiervor zitierten Rechtsprechung
die Aufgabe der aktuellen und die Ausübung einer anderen erwerblichen Beschäftigung zuzu
muten
ge
wesen wäre
.
Auch hat die Beschwerdegegnerin sich
bisher
zum
Invali
denein
kommen
noch nicht geäussert.
Die
Beschwerdegegnerin hat daher
das
Invalideneinkommen
und
hernach
den Invaliditätsgrad zu ermitteln.
Die Be
schwerde
ist folglich
in dem Sinne
gutzu
heissen
, dass die angefochtene Verfügung vom 28. Mai 2014
(
Urk.
2)
aufzuhe
ben
und die Sache an
Beschwerde
gegnerin
zurückzuweisen ist
, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen, über den Renten
anspruch ab
Juni
2014 neu verfüge.
5.
Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal
tung zu weiterer Abklärung und neuem Entscheid als vollständiges Obsiegen (vgl. ZAK 1987 S. 268 f. E. 5 mit Hinweisen). Da der Streitgegenstand die Be
willigung oder
Verweigerung von Versicherungsleistungen betrifft, ist das Ver
fahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG),
er
messens
weise
auf Fr. 8
00.-- anzusetzen und der Beschwerdegegnerin aufzu
erlegen.
Dem Beschwerdeführer
steht eine Prozessentschädigung zu, welche nach Art. 61 lit. g ATSG in Verbindung mit § 34 des Gesetzes über das
Sozialversi
cherungs
gericht
ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, nach der Schwierigkeit des Prozesses, dem Zeitaufwand und den Barauslagen auf Fr. 2‘
7
00.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) fest
zusetzen ist.