Decision ID: 635c5a0b-b28b-4224-a3ac-b4d9a13b6a4f
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1968, bezieht von der Stadt Zürich, Amt für Zusatz
leistungen zur AHV/IV (Durchführungsstelle), Zusatzleistungen
ohne Renten
leis
tungen der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) mangels Erfüllung der Beitragszeiten
(vgl.
Urk. 10/100-101,
Urk. 10/104 S. 1,
Urk. 10/127 S. 1
)
.
Am 16. November 2015
teilte die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich,
IV-Stelle, der Durchführungsstelle mit, dass im Rahmen des Revisionsverfahrens festgestellt worden sei, dass bei der Versicherten kein invalidisierender
Ge
sund
heitsschaden
mehr vorliege (Urk. 7/D
= Urk. 10/128
). In der Folge stellte die Durchführungsstelle mit Verfügung vom 20. November 2015 (Urk. 7/V20) die Zusatzleistungen
per 31. Dezember 2015
ein.
Die von der Versicherten am 25. November
2015
sowie am 3. März 2016
erhobenen Einsprachen (Urk. 7/102, Urk. 7/120
= Urk. 10/15
5
, vgl. Urk. 7/127
= Urk. 10/162
) wies die
Durchfüh
rungs
stelle
mit Entscheid vom 1
2. Mai 2016 (Urk. 7/V25 = Urk. 2)
ab und stellte die Zusatzleistungen per 30. Juni 2016 ein.
2.
Die Versicherte erhob am 13. Juni 2016 Beschwerde gegen den
Einspracheent
scheid
vom 12. Mai 2016 (Urk. 2) und beantragte, dieser sei aufzuheben und es seien ihr weiterhin
Zusatzleistungen
auszurichten. Eventuell sei ein
Obergut
ach
ten
anzuordnen (Urk. 1 S. 2 Ziff. 1-3). Di
e Durchführungsstelle verzichtete
mit
Eingabe
vom 29. Juli 2016 (Urk. 6)
auf eine Stellungnahme
. Mit Verfügung vom 9. August 2016 (Urk. 8) wurden die Akten der Eidgenössischen Invalidenver
sicherung in Sachen der Beschwerdeführerin beigezogen (
vgl.
Urk. 10/1-165). Am 12. August 2016 wurde der Beschwerdeführerin die
Eingabe
der
Beschwer
de
gegnerin
vom 29. Juli 2016
zur Kenntnis zugestellt (Urk. 11).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Nach Art. 2 Abs. 1 des Bundesgesetzes über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELG) gewähren der Bund und die Kantone denjenigen Personen, welche die Voraussetzungen nach Art. 4-6 ELG erfüllen, Ergänzungsleistungen zur Deckung ihres Existenzbedarfs.
1.2
Nach den allgemeinen Voraussetzungen in Art. 4 Abs. 1 ELG haben Personen mit Wohnsitz und gewöhnlichem Aufenthalt in der Schweiz (Art. 13 des Bun
des
gesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG) Anspruch auf Ergänzungsleistungen, wenn sie nach dem Bundesgesetz über die
Alters- und
Hinterlassenenversicherung
(AHVG) eine Altersrente, eine
Witwen
/
Wit
werrente
oder eine Waisenrente beziehen (
lit
. a,
lit
.
a
bis
und
lit
.
a
ter
) oder
wenn sie nach dem Bundesgesetz über die Invalidenversicherung (IVG) eine Inva
lidenrente, eine Hilflosenentschädigung oder ununterbrochen während mindes
tens sechs Monaten ein Taggeld beziehen (
lit
. c). Des Weiteren haben auch jene Personen Anspruch auf Ergänzungsleistungen, welche Anspruch hätten auf eine Altersrente oder eine Invalidenrente, wenn sie die
Mindestbeitragsdauer
nach Art. 29 Abs. 1 AHVG beziehungsweise nach Art. 36 Abs. 1 IVG erfüllen würden (
lit
. b und
lit
. d).
1.3
Die jährliche Ergänzungsleistung entspricht dem Betrag, um den die aner
kann
ten Ausgaben die anrechenbaren Einnahmen übersteigen (Art. 9 Abs. 1 ELG).
Der Anspruch auf eine jährliche Ergänzungsleistung besteht grundsätzlich ab Beginn des Monats, in dem die Anmeldung eingereicht worden ist, sofern sämt
liche gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind (Art. 12 Abs. 1 ELG). Der An
spruch erlischt am Ende des Monats, in dem eine der Voraussetzungen dahin
gefallen ist (Art. 12 Abs. 3 ELG).
Die jährliche Ergänzungsleistung ist unter anderem bei jeder Änderung der Rente der Alters-, Hinterlassenen- oder Invalidenversicherung zu erhöhen, her
ab
zusetzen oder aufzuheben (Art. 25 Abs. 1
lit
. b
der Verordnung über
Ergän
zungsleistungen
zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung
, ELV). Bei Änderung der Rente ist die jährliche Ergänzungsleistung auf den
Zeitpunkt des
Beginn
s
des neuen Rentenanspruchs oder des Monats,
in dem der Ren
ten
anspruch erlischt,
neu zu verfügen (Art. 25 Abs. 2
lit
. a ELV).
1.4
Mit Bezug auf die invaliditätsbedingte Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit
haben sich EL-Organe und Sozialversicherungsgerichte grundsätzlich an die
Inva
liditätsbemessung
durch die Invalidenversicherung zu halten. Nach der Rech
t
sprechung ist es nicht Sache der für die Festsetzung der
Ergän
zungs
leistungen
zuständigen Organe, den nach Massgabe der
invalidenver
siche
rungs
rechtlich
relevanten Erwerbsunfähigkeit ermittelten Invaliditätsgrad zu überprü
fen.
Abgesehen davon, dass die Durchführungsstellen der EL nicht über die fachlichen Voraussetzungen für eine selbständige Beurteilung der Invalidität verfügen, gilt es zu vermeiden, dass der gleiche Sachverhalt unter denselben
Ge
sichtspunkten von verschiedenen Instanzen unterschiedlich beurteilt wird (BG
E
140 V 267 E. 2.3
und E. 5.1
, Urteil des Bundesgerichts 9C_680/2016 vom 1
4.
J
uni 2017 E. 3.4.2
mit Hinweisen
).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin
begründete die Einstellung der Zusatzleistungen
im angefochtenen E
inspracheentscheid (Urk. 2)
wie folgt:
D
ie IV-Stelle
habe
ihr
am 16. November
2015 mitgeteilt,
e
s
sei
im Rahmen des Revisionsve
rfahrens fest
gestellt worden
, dass bei der Beschwerdeführerin kein invalidisierender
Gesund
heitsschaden
mehr vorliege. Im
Einspracheverfahren
habe die Beschwerdefüh
rerin neue medizinische Unterlagen eingereicht, welche der zuständigen IV-Stell
e zur Vernehmlassung unterbreitet worden seien. Am 29. April 2016 habe die IV-Stelle mitgeteilt, dass der Invaliditätsgrad 0 % betrage, da nicht von einer dauer
haften invalidisierenden gesundheitlichen Einschränkung auszu
geh
en sei (S. 1).
2.2
Demgegenüber stellte sich die Beschwerdeführerin auf den Standpunkt (Urk. 1), dass sie zurzeit
nicht
a
rbeitsfähig
sei
und weiterhin Anspruch auf Zusatz
leis
tungen habe.
So könne auf das im Rahmen des IV-Revisionsverfahrens einge
holte
rheumatologisch-psychiatrische
Gutachten – aus näher genannten Gründe
n – nicht abgestellt werden, da es weder vollständig noch schlüssig oder nach
voll
ziehbar sei und erhebliche Fehler und Mängel enthalte (S. 3 ff. Ziff.
II.
B.1-2).
2.3
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin die Zusatzleistungen zu Recht eingestellt hat.
3.
3.1
Mit Verfügung vom 5. März 2003 (Urk. 10/17) verneinte die IV-Stelle einen Rentenanspruch der
Beschwerdeführerin
mit der Begründung, dass der Eintritt der Invalidität bereits im Ausland
erfolgt
sei. Die dagegen erhobene Einsprache (Urk. 10/18) wies die IV-Stelle mit Einspracheentscheid vom 27. Oktober 2003 (Urk. 10/
22) ab. Das hiesige Gericht hiess
die dagegen erhobene Beschwerde (Urk. 10/24/3-10) mit Urteil vom 21. April
2004 (Urk. 10/26, Prozess Nr. IV.2003.00459) in dem Sinne gut, als dass e
s
die Sache an die IV-Stelle
zur weiteren Abklärung
zurückwies. Nach erfolgten Abklärungen verneinte die
IV-Stelle mit Verfügung
vom 26. Februar
2007 (Urk. 10/60)
erneut
einen Renten
an
spruch der
Beschwerdeführerin
mit der
selben Begründung, wonach
der Ein
tritt der Invalidität bereits im Ausland
erfolgt
sei. Die dagegen erhobene Be
schwerde (Urk. 10/62/3-9) wies das hiesige Gericht mit Urteil vom 20. August 2007 (Urk. 10/65, Prozess Nr. IV.2007.00462) ab.
3.2
Im Nachgang dieses U
rteils
ersuchte
die
Beschwerdegegnerin
bei der IV-Stelle
um Abklärung des IV-Grades der Beschwerdeführerin (Urk. 10/68, vgl. Urk. 10/67).
Am 23. Oktober 2008 teilte die IV-Stelle der
Beschwerdegegnerin
mit, dass ein Invaliditätsgrad von 50 %
besteh
e (Urk. 7/40/2 = Urk. 10/74). Diesen begründete die IV-Stelle mit dem Vorliegen einer schweren depressiven Episode mit psychotischen Symptomen und suizidalen Gedanken sowie einer somatoforme
n
Schmerzstörung
und qualifizierte die
Beschwerdeführerin als zu 100 %
im Haushalt Tätige, wobei im Haushalt eine Einschränkung von 50 %
bestehe
(vgl.
Feststellungsblatt vom 20. Oktober 2008,
Urk. 7/40/3-6 =
Urk. 10/73
).
In der Folge richtete die
Beschwerdegegnerin
der Beschwerdefüh
rerin rückwirkend ab dem
25. Januar
2000
Zusatzleistungen
aus
(vgl.
Urk. 10/100-
101
,
Urk. 10/104 S. 1, Urk. 10/127 S. 1)
.
Auf entsprechende Nachfra
ge hin (vgl. Urk. 10/83) teilte die IV-Stelle der
Be
schwerdegegnerin
am 20. Juni 2011 mit, dass im Haushaltsbereich ein
Inva
lidi
tätsgrad
von 50 % festgestellt worden sei
,
und verwies dabei auf ihre Mitteilung vom 23. Oktober 2008 (Urk. 7/40/1 = Urk. 10/84).
Im Rahmen ei
ner im Jahr 2012
durchgeführten Revision
(vgl. Urk. 10/100-101)
überprüfte
die IV-Stelle
den Invaliditätsgrad der Beschwerdeführerin
und teilte
der Beschwerdegegnerin
am 27. September 2012 mit, der Invaliditätsgrad betrage
neu 51 % (Urk. 10/105).
Dabei qualifizierte sie die Beschwerdeführerin weiterhin als zu 100 % im Haushalt Tätige, wobei im Haushalt neu ein
e Einschränkung
von 51 % vorliege
(vgl. Feststellungsblatt vom 27. September
2012, Urk. 10/104
;
vgl. auch den Haushaltsabklärungsbericht vom 25. September 2012, Urk. 10/110).
Im
Jahr 2014 erfolgte eine erneute Revision, wobei
die IV-Stelle
prüfte
, ob sich
der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin verändert ha
be
(vgl. Urk. 10/113
, Urk. 10/127 S. 2 oben)
. Dabei
holte
sie
unter anderem bei
Dr. med.
Y._
und Dr. med.
Z._
ein rheumatologisch-psychiatrisches Gutachten ein, das am 3. September 2015 erstattet wurde (Urk.
10/126).
Das Gutachten wurde einem Arzt des
Regionalen Ärztlichen Dienst
es
(RAD) vorgelegt, welcher zum Schluss kam, dass sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin anfangs 2013 verbessert habe. So sei die depressive Störung nur noch
leicht
gradig
und habe sich trotz abgesetzter antidepressiver Medikation nicht weiter verschlechtert.
Ferner seien d
ie Ressourcen im Haushalt nicht eingeschränkt und hauptsächlich seien krankheitsfremde Faktoren dafür verantwortlich, dass die Beschwerdeführerin nicht ausserhäuslich arbeite. Seit zirka 2000 betrage die Arbeits
un
fähigkeit 50 % und seit anfangs 2013 10
-
20 (15) %.
Dem RAD-Arzt folgend
ging die IV-Stelle davon aus, dass sich die gesundheitliche Situation der Beschwerdeführerin verbessert habe,
da
neu eine leichte depressive Episode vor
liege
, welche behandelbar und nicht mehr invalidisierend sei (vgl.
Feststell
ungs
blatt
vom 16.
November 2015, Urk. 10/127 S. 5 f.
). Am 16. November 2015 teilte die IV-Stelle der
Beschwerdegegnerin
mit,
dass
aufgrund ihren Abklä
rungen im
Revisionsverfahren
kein invalidisierender Gesundheitsschaden mehr vorliege
und der Invaliditätsgrad somit 0 % betrage
(Urk. 7/D = Urk. 10/128).
In der Folge stellte die
Beschwerdegegnerin
mit Verfügung vom 20. November 2015 (Urk. 7/V20) die Zusatzleistungen per 31. Dezember 2015 ein.
3.3
Die Beschwerdeführerin legte ihrer Einsprache vom 25. November 2015 (Urk. 7/
102) gegen die Verfügung vom 20. November 2015 (Urk. 7/V20) einen neuropsychologischen Bericht
des
Stadtspital
s
A._
vom 21. Oktober 2014 (vgl. Urk.
7/102a = Urk. 10/129
= Urk. 10/135
) bei, den die
Beschwerdegegnerin
der IV-Stelle am 8. Dezember 2015 zur Stellungnahme zustellte (Urk. 7/103
= Urk. 10/136
).
Nachdem dieser Bericht den Gutachtern Dr.
Y._
und Dr.
Z._
zur Ste
llungnahme zugestellt wurde
(vgl. Urk. 10/144)
kamen
diese z
um Schluss
, dass
dem Bericht nichts entnommen werden könne,
was eine relevante neuro
psychologische Störung begründen könnte
(vgl. Urk. 10/147)
.
Dementsprechend
sah
der RAD-Arzt kein
en Anlass
, um von der festgelegten medizinisch-theo
retischen Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin seit anfangs 2013 von 10-20 (15) % abzuweichen (vgl. Feststellungsblatt
vom 28. Januar 2016, Urk. 7/151
S. 2). Am 28. Januar 2016 teilte die IV-Stelle der
Beschwerdegegnerin
sodann mit, dass sie an ihren Abklärungen festhalte
, weshalb es beim
Invaliditätsgrad von 0 % bleibe (Urk. 7/119
= Urk. 10/152
).
Die Beschwerdeführerin
erhob
am 3. März 2016
erneut
, nun vertreten durch die Sozialen Dienste der Stadt Zürich, Einsprache gegen die Verfügung vom 20. November 2015
(Urk. 7/120 = Urk. 10/155
).
Diese wurde der IV-Stelle am 4
. März 2016 zur Stellungnahme zugestellt (Urk. 7/121 = Urk. 10/154). Am 19. April
2016 reichte die Beschwerdeführerin
unter Beilage des
Austrittsbe
richts
der
B._
vom 31. März 2016 (vgl. Urk. 7/126 = Urk. 10/160) eine Ergänzung ihrer Einsprache ein (Urk. 7/127 = Urk. 10/162).
Der Austrittsbericht der
B._
, wonach die Beschwerdeführerin vom
1.
bis 17. März 2016 hospitalisiert gewesen sei und an einer rezidivie
ren
den depressiven Störung, gegenwärtig schwere Episode mit psychotischen Symp
tomen
,
sowie
an
einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung leide,
wurde dem RAD-Arzt zur Stellungnahme unterbreitet. Dieser kam zum Schluss
,
dass ein ondulierender Verlauf einer depressiven Störung üblich sei und aus einer kurzen Episode keine dauerhafte Veränderung abgeleitet werden
könne
. Die rasche Beendigung des Klinikaufenthaltes lasse zudem auf einen nur geringen Leidensdruck schliessen.
Die Bewältigung des Alltags schliesse eine schwere depressive Episode aus. Eine bereits vordiagnostizierte
somatoforme
Schmerz
störung
habe gutachterlich nicht bestätigt werden können. Folglich sei eine dauerhafte Veränderung des Gesundheitszustand
e
s und der medizinisch-theore
tischer Arbeitsfähigkeit nicht ausgewiesen (vgl. Feststellungsblatt vom 29. April 2016, Urk. 7/128/3-5 =
Urk. 10/163). Am 29. April 2016 teilte die IV-Stelle der Beschwerdegegnerin mit, dass
sie
nach der Überprüfung des medizinischen Sachverhaltes an ihren Abklärungen festhalte, weshalb der Invaliditätsgrad unver
ändert
0 %
betrage
(Urk. 7/128 = Urk. 10/164).
4.
4.1
Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung haben sich EL-Organe mit Bezug auf die invaliditätsbedingte Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit grund
sätz
lich an die Invaliditätsbemessung durch die Invalidenversicherung zu halten
(vgl. vorstehend
E. 1.4
).
Das Bundesgericht hat in seiner Rechtsprechung seit jeher
die strenge Bindung der EL-Organe an die Invaliditätsbemessung der Invalidenversicherung herausgestrichen. So rechtfertigt
allenfalls
lediglich
eine
nach der Rentenzusprache eingetretene Veränderung des Gesundheitszustandes ein Abweichen von der Invaliditätsbemessung der IV-Stelle
, mithin bei Vor
lie
gen von
Tatsachen
ver
änderungen in einem Zeitraum, d
e
r
nicht von den
Sach
verhaltsabklärungen
der IV-Stelle erfasst wurde
n (Urteil des Bundesgerichts 9C_680/2016 vom 1
4.
Juni 2017 E. 3.4.5).
4.2
Aus
den obigen Aus
führungen geht hervor, dass die Beschwerdegegnerin stets auf die Invaliditätsbemessung
der
IV-Stelle abgestellt hat
.
So hat d
ie
Be
schwerd
egegnerin
der IV-Stelle
nach deren Mitteilung vom
16. November 2015
und Einstellung der Zusatzleistungen
mit
Verfügung vom 20. November 2015
,
alle nach diesem Zeitpunkt eingereichten
Eingaben der Beschwerdeführerin -
namentlich den
neuropsychologischen Bericht des
Stadtspital
s
A._
vom Okto
ber 2014
,
den
Austrittsbericht der
B._
vom März 2016
sowie die Ein
sprachen
der Beschwerdeführerin
– zur Stellungnahme zugestellt
. Die IV-Stelle wiederum stellte dem RAD-Arzt die neuen Arztberichte zur Stellungnahme zu (vgl. vor
stehend E. 3.1-3.3). Folglich lagen der IV-Stelle zum Zeitpunkt der letztmaligen Überprüfung des Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin im April 2016 alle
Arztberichte
vor, weshalb die Beschwerdegegnerin zu Recht auf die
Inva
lidi
täts
bemessung
der IV-Stelle abgestellt hat.
Bei dieser Ausgangslage musste die Beschwerdegegnerin keine weiteren Abklärungen vornehmen.
4.3
Der Einwand der Beschwerdeführerin
, wonach auf das Gutachten von Dr.
Y._
und Dr.
Z._
nicht abgestellt werden könne (vgl. vorstehend E. 2.2), erweist sich nach dem Gesagten als unbegründet.
Das Gleiche gilt für die beantragte
Wie
derholung der neuropsychologischen Beurteilung (vgl. Urk. 1 S. 6 f. Ziff. II
.B.3). Dies gilt umso mehr, als nach der bundesgerichtlichen Rechts
pre
chung auf die von der Invalidenversicherung geschaffene Rechtslage abzu
stellen ist, und zwar unbesehen, ob die Verfügung der IV-Stelle inhaltlich
richtig oder falsch ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_680/2016 vom 1
4.
Juni 2017 E. 3.4.6).
4.4
Die Beschwerdeführerin machte zudem geltend, es sei bei der Berechnung d
es Invaliditätsgrades davon auszugehen, dass sie ohne Gesundheitsschaden zu 100 % einer
Erwerbst
ätigkeit nachgehen würde. Es sei nicht richtig, dass sie als 100%ige Hausfrau qualifiziert werde
. Dies habe die IV-Stelle zu korrigieren
(vgl. Urk. 1 S. 7 Ziff. II.B.4).
Die Qualifikation eines Versicherten oder einer Versicherten als Erwerbstätige(r) oder im Haushalt Tätige(r)
ist Bestandteil der Invaliditätsbemessung, welche
eben
falls der IV-Stelle obliegt. Demzufolge ist
die Qualifikation der Beschwerde
führerin als zu 100 % im Haushalt Tätige ebenfalls für di
e Beschwerdegegnerin bindend
(vgl. vorstehend
E. 1.4,
E. 4.1).
4.5
Zusammenfassend hat die Beschwerdegegnerin gestützt auf die
Invaliditäts
be
messung
der IV-Stelle die Zusatzleistungen zu Recht per
30. Juni
2016
einge
stellt
.
Der angefochtene Einspracheentscheid erweist sich demnach als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.