Decision ID: 3b4a6799-e868-576d-bc7a-2f9d1f4f7461
Year: 2009
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
M._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Andreas Fäh, Waisenhausstrasse 17, Postfach,
9001 St. Gallen,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
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Rente
Sachverhalt:
A.
A.a M._ meldete sich am 6. Juli 2004 zum Bezug von IV-Leistungen (Berufsberatung,
Arbeitsvermittlung, besondere medizinische Eingliederungsmassnahmen und Rente)
an, da ihn eine rheumatoide Arthritis und eine Osteochondrose bei längerem Sitzen
oder Stehen behinderten. Bei einem Rheumaschub oder einer Blockade im
Kreuzbereich (zwei- bis dreimal jährlich je drei bis fünf Wochen) sei er voll
arbeitsunfähig (act. G 4.1). Im Arztbericht vom 16. Juli 2004 attestierte Dr. med. A._,
Allgemeine Medizin FMH, - unter Beilage diverser Arztberichte von Dr. med. B._,
Innere Medizin/Rheumatologie FMH - dem Versicherten seit 12. Juli 2004 eine 50%ige
Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Bauingenieur/Konstruk-teur. Seit
23. April 2003 sei der Versicherte (mit Ausnahme der Zeit vom 28. April bis 5. Mai 2003)
dauernd zwischen 50% und 100% arbeitsunfähig gewesen (act. G 4.4-3). Dr. med.
C._, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, führte im Arztbericht vom 16.
Juli 2004 aus, die Arbeitsfähigkeit des Versicherten sei vor allem durch seine
körperlichen Erkrankungen eingeschränkt. Insgesamt sei seine Arbeitsfähigkeit seit
April 2003 immer mindestens zu 50% eingeschränkt gewesen und werde vorläufig
mindestens so stark eingeschränkt bleiben (act. G 4.5-1). Im Verlaufsbericht vom 22.
Dezember 2004 gab Dr. C._ an, der Gesundheitszustand des Versicherten habe sich
verschlechtert. Dieser sei vor allem durch seine Schmerzen beeinträchtigt; aus
psychiatrischer Sicht hätten sich keine grossen Veränderungen ergeben. Da die
Arbeitsfähigkeit aus medizinischen und nicht aus psychiatrischen Gründen
eingeschränkt sei, könne er diese nicht beurteilen (act. G 4.15). Im Verlaufsbericht vom
23. Dezember 2004 gab Dr. A._, unter Beilage eines Arztberichts von Dr. B._ vom
9. November 2004, an, der Gesundheitszustand des Versicherten habe sich
verschlechtert. Er sei seit 1. November 2004 bis zum Abschluss der geplanten
Rehabilitation in Zurzach 100% arbeitsunfähig (act. G 4.16).
A.b Vom 17. Februar bis 10. März 2005 hielt sich der Versicherte stationär in der Klinik
Valens auf. Im Austrittsbericht vom 12. April 2005 stellten die Ärzte folgende
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Hauptdiagnosen: 1. eine milde Form einer rheumatoiden Arthritis (ED ca. 2000) mit/bei
RF pos, ANA negativ, nicht erosiv, Basistherapie mit Methotrexat 10 mg wöchentlich
s.c. seit 5/04, St. n. Chloroquintherapie 6/03-5/04; 2. ein rezidivierendes cervico- und
lumbovertebrales Schmerzsyndrom mit/bei kleiner medianer subligamentärer DH L5/
S1, Diskusprotrusion L4/5 (MRI 7/04), beginnender Osteochondrose L4/5 und L5/S1,
segmentalen Dysfunktionen, muskulären Dysbalancen sowie 3. eine depressive
Verstimmung mit Angststörungen und V.a. Somatisierungstendenz. Sie hielten fest, der
Versicherte sei aus psychiatrischer Sicht zu 50% arbeitsunfähig. Dies müsse bei
behandelbarer Erkrankung in spätestens zwei bis drei Monaten neu überprüft werden.
Aus somatischer Sicht sei der Versicherte zu einem späteren Zeitpunkt für eine leichte
bis mittelschwere Tätigkeit voraussichtlich wieder zu 100% arbeitsfähig (act. G 4.21-5
ff.).
A.c Am 13. September 2005 wurde der Versicherte vom Regionalen Ärztlichen Dienst
der Invalidenversicherung (RAD) rheumatologisch und psychiatrisch untersucht und
begutachtet. Im RAD-Gutachten vom 17. Oktober 2005 wurde rheumatologisch mit
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit ein leicht bis mässig ausgeprägtes chronisches,
rezidivierendes lumbospondylogenes Syndrom beidseits (ICD-10: M42.9) mit/bei
segmentalen Dysfunktionen, muskulärer Dysbalance, leichter Osteochondrose L5/S1
diagnostiziert. Als ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wurden diagnostiziert: eine
angebliche chronische Polyarthritis (DD: Arthralgien im Rahmen einer somatoformen
Schmerzstörung) mit/bei Rheumafaktor negativ, ANA-negativ, Anti-Citrullin-Antikörper
negativ, keine Erosionen, keine Rheumafaktoren, subjektivem Befall von Händen,
Füssen, Schultergelenken, intakter Funktionsfähigkeit der Gelenke, Status nach
Chlorochin-Medikation 6/03 bis 5/04, Methotrexat 10 mg pro Woche parental seit 5/04,
ein rezidivierendes Zervikalsyndrom sowie eine Diarrhoe unklarer Ätiologie.
Psychiatrisch wurden ein Verdacht auf eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung
(ICD-10: F45.4), eine Persönlichkeitsstörung mit narzisstischen und passiv-aggressiven
Anteilen (ICD-10: F60.8), ein lumbales Schmerzsyndrom sowie ein Verdacht auf
beinbetonte Polyneuropathie diagnostiziert. In der Gesamtschau und nach
interdisziplinärer Besprechung lasse sich die Arbeitsfähigkeit des Versicherten bei 60%
in einer rückenadaptierten Tätigkeit festlegen (kein Heben und Tragen von schweren
Lasten, häufige Positionswechsel), gültig ab Juni 2003 (act. G 4.38).
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A.d Im Schlussbericht vom 15. Juni 2006 hielt der Berufsberater fest, der Versicherte
habe sich in der Besprechung vom 6. Juni 2006 als unfähig zu regelmässiger
Arbeitsleistung bezeichnet. Momentan seien keine beruflichen Massnahmen möglich.
Der Versicherte könne sich wieder melden, wenn er die Beschwerden besser
bewältigen könne (act. G 4.45).
A.e Mit Vorbescheid vom 4. Juli 2006 stellte die IV-Stelle dem Versicherten in Aussicht,
dass er ausgehend von einem Invaliditätsgrad von 40% Anspruch auf eine Viertelsrente
habe (act. G 4.51). Mit Vorbescheid vom 5. Juli 2006 stellte die IV-Stelle dem
Versicherten in Aussicht, dass eine Arbeitsvermittlung zur Zeit nicht möglich sei (act. G
4.55). Mit Verfügung vom 19. September 2006 schloss die IV-Stelle die
Arbeitsvermittlung ab (act. G 4.65). Diese Verfügung erwuchs in der Folge
unangefochten in Rechtskraft.
A.f Am 6. September 2006 erhob der Versicherte Einwand gegen den
Rentenvorbescheid vom 4. Juli 2006, welchen er am 10. Oktober 2006 durch seinen
damaligen Vertreter, Rechtsanwalt lic. iur. Adrian Kamber, begründen liess (act. G 4.61
und 4.71). Es sei von einem Invaliditätsgrad von mindestens 70% auszugehen. Die
Einschätzung des RAD sei nicht nachvollziehbar und widerspreche den übrigen
fachärztlichen Einschätzungen bzw. Diagnosen. Daraufhin veranlasste die IV-Stelle eine
externe Begutachtung, wie sie dem Versicherten am 12. Dezember 2006 ankündigte
(act. G 4.75).
A.g Am 19. und 21. März 2007 wurde der Versicherte durch die MEDAS Ostschweiz
rheumatologisch und psychiatrisch untersucht und begutachtet. Im Gutachten vom
2. April 2007 wurden folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
gestellt: 1. Polyarthralgien unklarer Genese, DD: milde Verlaufsform einer rheumatoiden
Arthritis (Rheumafaktoren [+], CCP-Antikörper -, ANA -) mit/bei aktuell weder klinischer
noch labormässiger noch radiologischer Entzündungsaktivität, Methotrexat (seit 05/04),
aktueller Erhaltungsdosis 12.5 mg wöchentlich subkutan, Status nach Chloroquin-
Medikation 06/03-05/04, radiologisch initialer Fingerpolyarthrose möglich; 2. ein
rezidivierendes cervico- und lumbovertebrales Schmerzsyndrom mit
lumbospondylogener Komponente beidseits mit/bei Osteochondrose L4/5 > L5/S1,
leichtem Retroglissement von LWK5 gegenüber S1 und LWK4 gegenüber LWK5 bei
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leichter Spondylarthrose, medio-rechtsbetonter Discushernie L4/5 mit möglicher
Irritation der Nervenwurzel L5 rechts recessal und Discusprotrusion L5/S1 mit
Tangierung der Nervenwurzel S1 links ohne Kompression (MRI 24.10.2006) und
Skoliose; 3. eine Anpassungsstörung mit vorwiegend Beeinträchtigung von anderen
Gefühlen; 4. eine Agoraphobie mit Panikstörungen sowie 5. eine psychische
Überlagerung der mutmasslich somatischen Beschwerden. Sowohl in der zuletzt
ausgeführten Tätigkeit als Konstrukteur wie auch in anderen körperlich leichten bis
höchstens mittelschweren, wechselbelastenden Tätigkeiten unter Vermeidung
monoton-repetitiver bzw. kraftanfordender Arbeiten mit den Händen, ohne
stundenlanges Stehen/Gehen sowie ohne repetitives Heben/Tragen von Lasten über 15
kg schätzten sie die Restarbeitsfähigkeit des Versicherten unter Berücksichtigung aller
gesundheitsbeeinträchtigenden Faktoren auf 70% (act. G 4.81).
A.h Mit Vorbescheid vom 7. Mai 2007 stellte die IV-Stelle dem Versicherten die
Ablehnung seines Rentengesuchs in Aussicht (act. G 4.87). Hiergegen erhob der
damalige Vertreter des Versicherten am 7. Juni 2007 Einwand und beantragte, es sei
diesem eine Invalidenrente basierend auf einem Invaliditätsgrad von mindestens 70%
zuzusprechen. Das MEDAS-Gutachten sei nicht nachvollziehbar und widerspreche den
übrigen fachärztlichen Einschätzungen bzw. Diagnosen sowie dem RAD-Gutachten
(act. G 4.90). Am 12. September 2007 nahm die MEDAS auf Aufforderung der IV-Stelle
hin Stellung zu den vom Vertreter des Versicherten vorgebrachten Einwänden. Sie hielt
an ihrer ursprünglichen Beurteilung fest (act. G 4.96).
B.
Mit Verfügung vom 18. September 2007 wies die IV-Stelle das Begehren des
Versicherten betreffend eine Invalidenrente bei einem errechneten Invaliditätsgrad von
30% ab (act. G 4.98).
C.
C.a Mit Eingabe vom 19. Oktober 2007 erhebt der damalige Vertreter des Versicherten
Beschwerde und beantragt, die Verfügung vom 18. September 2007 sei insofern
aufzuheben, als ein Anspruch des Beschwerdeführers auf Ausrichtung einer
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Invalidenrente verneint werde. Dem Beschwerdeführer sei mit Wirkung ab 1. April 2004
eine Invalidenrente basierend auf einem Invaliditätsgrad von mindestens 70%
zuzusprechen. Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung bzw. zur Ergänzung des
Sachverhalts an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen; alles unter Kosten- und
Entschädigungsfolge. Zur Begründung bringt er im Wesentlichen vor, die
Beschwerdegegnerin habe den Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt, indem sie ihm
die Stellungnahme der MEDAS zu seinen Einwänden vor Erlass der angefochtenen
Verfügung nicht habe zukommen lassen und er keine Möglichkeit gehabt habe, dazu
Stellung zu nehmen. In materieller Hinsicht macht er in erster Linie geltend, das
MEDAS-Gutachten sei unvollständig und nicht nachvollziehbar. Bei der Bemessung
des Invalideneinkommens sei dem Beschwerdeführer ein Leidensabzug von 25% zu
gewähren (act. G 1).
C.b Mit Beschwerdeantwort vom 8. Januar 2008 beantragt die Beschwerdegegnerin
die Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung führt sie im Wesentlichen an, es liege
keine Verletzung des rechtlichen Gehörs vor, sei für den Beschwerdeführer doch
ersichtlich gewesen, von welchen Überlegungen sie sich habe leiten lassen. Das
MEDAS-Gutachten sei plausibel und überzeugend. Ein Leidensabzug komme nicht in
Betracht (act. G 4).
C.c Am 10. Januar 2008 reicht der damalige Vertreter des Beschwerdeführers einen
Arztbericht von Dr. A._ vom 4. Januar 2008 ein. Demnach sei beim
Beschwerdeführer im Vergleich zu früheren Kontrollen erneut ein massiv überhöhter
Rheumafaktor festgestellt worden (act. G 5 und 5.1). Mit Replik vom 3. März 2008 hält
der Vertreter des Beschwerdeführers an seinen Anträgen fest (act. G 9).
C.d Mit Duplik vom 12. März 2008 hält die Beschwerdegegnerin an ihrem Antrag fest
(act. G 11).

Erwägungen:
1.
1.1 Der Beschwerdeführer rügt in formeller Hinsicht eine Verletzung des rechtlichen
Gehörs, da ihm die Stellungnahme der MEDAS zu seinen Einwänden nicht zugestellt
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worden sei. Die Beschwerdegegnerin bestreitet dies nicht. Sie sieht darin jedoch keine
Gehörsverletzung, da der Beschwerdeführer aufgrund der Begründung der
angefochtenen Verfügung die Tragweite des Entscheids zweifellos habe beurteilen
können und es für ihn ersichtlich gewesen sei, von welchen Überlegungen sie sich
habe leiten lassen.
1.2 Grundsätzlich müssen in Erfüllung des Akteneinsichtsrechts (als Teil des Anspruchs
auf rechtliches Gehör, vgl. Art. 29 der Bundesverfassung [BV; SR 101] und Art. 42 des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR
830.1]) den Beteiligten sämtliche beweiserheblichen Akten gezeigt werden. Das ist
vorliegend zu Unrecht unterblieben, weshalb eine Verletzung des rechtlichen Gehörs zu
bejahen ist. Der Vertreter des Beschwerdeführers beantragt im Hauptbegehren jedoch
nicht die Rückweisung der Streitsache an die Beschwerdegegnerin zur formgerechten
Durchführung des Beweisverfahrens, sondern einen Entscheid in der Sache. Die
Heilung einer Verletzung der nach Art. 42 ATSG geltenden Verfahrensregeln soll die
Ausnahme bleiben. Richtet sich das Interesse der betroffenen Person nicht auf eine
möglichst beförderliche Beurteilung ihres Anspruchs, sondern auf die Durchsetzung
eines in formeller Hinsicht korrekten Verfahrens, sind die Verfügungen und der
angefochtene Gerichtsentscheid aufzuheben, ohne dass es darauf ankäme, ob
Aussicht besteht, dass nach einem richtig durchgeführten Beweisverfahren anders
entschieden würde (BGE 119 V 208 E. 6). Eine Abweichung von dieser Praxis erscheint
jedenfalls dann als gerechtfertigt und sinnvoll, wenn die versicherte Person einer
materiellen Beurteilung vor einer Zurückweisung den Vorzug gibt (Entscheid des
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 31. Oktober 2002, IV 2001/181), wie
das hier der Fall ist. Folgerichtig ist der materielle Streitpunkt zu prüfen.
2.
Am 1. Januar 2008 sind mit der 5. IVG-Revision verschiedene Änderungen des
Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) in Kraft getreten. Weil
in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend sind, die bei
der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 127 V
467 E. 1), und weil bei der Beurteilung ferner auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses
der streitigen Verfügung eingetretenen Sachverhalt abzustellen ist (BGE 121 V 366
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E. 1b), sind vorliegend die bis zum 31. Dezember 2007 geltenden materiellen
Bestimmungen anwendbar.
3.
3.1 Unter Invalidität wird die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde
ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit verstanden (Art. 8 ATSG). Erwerbsunfähigkeit
ist dabei der durch eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit
verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze
oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden
ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). Der Grad der für einen allfälligen
Rentenanspruch massgebenden Invalidität wird gemäss Art. 16 ATSG durch einen
Einkommensvergleich ermittelt, bei dem das Einkommen, das die versicherte Person
nach dem Eintritt der Invalidität und nach der Durchführung der notwendigen und
zumutbaren Eingliederungsmassnahmen bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen
könnte (zumutbares Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt wird zum Einkommen,
das die versicherte Person erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre
(Valideneinkommen). Nach Art. 28 Abs. 1 IVG besteht Anspruch auf eine ganze
Invalidenrente, wenn die versicherte Person mindestens zu 70%, auf eine
Dreiviertelsrente, wenn sie wenigstens zu 60% invalid ist. Liegt ein Invaliditätsgrad von
mindestens 50% vor, so besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem IV-Grad
von mindestens 40% auf eine Viertelsrente.
3.2 Um das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit beurteilen und somit den Invaliditätsgrad
bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf
Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur
Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den
Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang
und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V
261 E. 4). Das Gericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und
demnach zu prüfen, ob die vorliegenden Beweismittel eine zuverlässige Beurteilung
des streitigen Leistungsanspruchs gestatten. Die Rechtsprechung hat es mit dem
Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimmte
Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung
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aufzustellen (BGE 125 V 351 E. 3b). Das im Rahmen des Verwaltungsverfahrens
eingeholte Gutachten von externen Spezialärzten, welche aufgrund eingehender
Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht
erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen,
besitzt bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft, solange nicht konkrete Indizien
gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b/bb). Dies
bedeutet nicht, dass Parteigutachten durch den Umstand allein, dass sie von einer
Partei eingeholt und in das Verfahren eingebracht wurden, ohne weiteres minder
beweiskräftig sind. Denn auch sie können nützliche Äusserungen zum medizinischen
Sachverhalt enthalten. Daraus folgt wiederum nicht, dass sie den gleichen Rang wie ein
vom Gericht oder vom Sozialversicherer nach dem vorgegebenen Verfahrensrecht
eingeholtes Gutachten besitzen. Relevant werden sie nur, wenn ihre Aussagen die
Auffassungen und Schlussfolgerungen des förmlich bestellten Gutachtens in
rechtserheblichen Fragen derart zu erschüttern vermögen, dass davon abzuweichen
wäre (BGE 125 V 351 E. 3c). Was Berichte von Hausärzten angeht, muss die
Erfahrungstatsache mitberücksichtigt werden, dass Hausärzte mitunter aufgrund ihrer
auftragsrechtlichen Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher dazu neigen, zu Gunsten
ihrer Patienten auszusagen (BGE 125 V 351 E. 3b/cc). Bei der Abschätzung des
Beweiswerts im Rahmen einer freien und umfassenden Beweiswürdigung dürfen
allerdings auch die potentiellen Stärken der Berichte behandelnder Ärzte nicht
vergessen werden. Der Umstand allein, dass eine Einschätzung vom behandelnden
Mediziner stammt, darf nicht dazu führen, sie als von vornherein unbeachtlich
einzustufen; die einen längeren Zeitraum abdeckende und umfassende Betreuung
durch behandelnde Ärzte bringt oft wertvolle Erkenntnisse hervor. Auf der anderen
Seite lässt es die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch
tätigen (Fach-)Arztes einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten
fachmedizinischen Experten anderseits (BGE 124 I 175 E. 4) nicht zu, ein Administrativ-
oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen
zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen
gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung
aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher
Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung
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unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (Urteil des Bundesgerichts vom 25. Mai
2007, I 514/06, E. 2.2.1 mit Hinweisen).
4.
4.1 Die Beschwerdegegnerin stützt die angefochtene Verfügung in erster Linie auf das
MEDAS-Gutachten vom 2. April 2007 (act. G 4.81) sowie die Stellungnahme der
MEDAS vom 12. September 2007 (act. G 4.96).
4.2 Das MEDAS-Gutachten beruht auf eigenständigen interdisziplinären Abklärungen,
mithin auf allseitigen Untersuchungen und ist damit für die streitigen Belange
umfassend. Es wurden die Vorakten verwertet und die vom Beschwerdeführer
geklagten Beschwerden berücksichtigt. Das Gutachten leuchtet in der Darlegung der
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein.
Vor diesem Hintergrund vermögen auch die darin enthaltenen Schlussfolgerungen,
namentlich die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit, –
entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers – zu überzeugen. Das MEDAS-
Gutachten erfüllt mithin alle praxisgemässen Kriterien für beweiskräftige Gutachten
(vgl. BGE 125 V 352 E. 3a), so dass grundsätzlich darauf abzustellen ist.
4.3 Was der Vertreter des Beschwerdeführers gegen das MEDAS-Gutachten vorbringt,
vermag dieses nicht in Zweifel zu ziehen.
4.3.1 So macht er zum einen geltend, dass sich der Gesundheitszustand des
Beschwerdeführer zwischen der Begutachtung durch den RAD am 13. September
2005 und der MEDAS-Begutachtung im März 2007 objektiv verschlechtert habe, da im
MEDAS-Gutachten ein uneingeschränktes bzw. voll ausgeprägtes chronisches
Lumbovertebralsyndrom mit lumbospondylogener Komponente beidseits sowie
zusätzlich ein Verdacht auf eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung
diagnostiziert worden seien, während die RAD-Gutachter von einer lediglich leichten
bis mässigen Form des Lumbovertebralsyndroms ausgegangen seien.
Zwar trifft es zu, dass das lumbovertebrale Schmerzsyndrom im MEDAS-Gutachten
nicht als leicht bezeichnet wurde. Ebenso wenig wurde es jedoch als
"uneingeschränkt" oder "voll ausgeprägt" bezeichnet, wie der Beschwerdeführer dies
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behauptet. Auch in früheren Arztberichten wird das Syndrom weder ausdrücklich als
"leicht" oder "uneingeschränkt" bezeichnet (vgl. act. G 4.4-3, 4.16-6, 4.21-1). Allein aus
der Formulierung der Diagnose kann daher nicht auf eine Verschlechterung des
Gesundheitszustands des Beschwerdeführers geschlossen werden. In ihrer
Stellungnahme zu den Einwänden des Beschwerdeführers hielten die MEDAS-
Gutachter denn auch ausdrücklich und überzeugend fest, dass sie gegenüber dem
RAD-Gutachten keine erhebliche Verschlechterung der somatischen Beschwerden
hätten feststellen können. So hätten sich keine Hinweise auf das Vorliegen einer
radikulären Reiz- oder sensomotorischen Ausfallsymptomatik ergeben. Hingegen habe
eine deutliche Diskrepanz zwischen den vom Beschwerdeführer geschilderten
Beschwerden und den objektivierbaren klinischen Befunden vorgelegen (act. G 4.96-5).
Der Beschwerdeführer hat gegen diese Begründung keine stichhaltigen Einwände
vorgebracht.
4.3.2 Der Vertreter des Beschwerdeführers macht unter Verweis auf das Schreiben von
Dr. A._ vom 7. Juni 2006 (act. G 4.92-4 f.) weiter geltend, jener leide seit kurzem
unter vermehrten bzw. überhaupt unter Rückenschmerzen. Diese hätten offensichtlich
einen Einfluss auf die verwertbare Restarbeitsfähigkeit. Das MEDAS-Gutachten
äussere sich nicht zu diesem Punkt.
Zwar erging das MEDAS-Gutachten bereits vor dem Schreiben von Dr. A._, doch
wurden die Rückenbeschwerden des Beschwerdeführers anlässlich der MEDAS-
Begutachtung bereits berücksichtigt. Die Gutachter führten diesbezüglich aus, trotz
wiederholter physiotherapeutischer Behandlungen klage der Beschwerdeführer über
persistierende beidseitige Lumboischialgien, weshalb eine consiliarische Untersuchung
im Kantonsspital St. Gallen (KSSG) veranlasst worden sei. Obwohl in der Verlaufs-MRI-
Untersuchung der LWS vom 24. Oktober 2006 eine Progredienz der Osteochondrose
L5/S1 sowie auch gering L4/5 mit leichtem Retroglissement von LWK4 gegenüber
LWK5 und LWK5 gegenüber S1, eine medio-lateral rechtsbetonte, breitbasige
Discushernie L4/5 mit möglicher recessaler Affektion der Nervenwurzel L5 rechts sowie
eine breitbasige, nicht kompressive Discushernie L5/S1 ohne Neurokompression
nachgewiesen worden seien, hätten die Neurochirurgen des KSSG im Schreiben vom
8. November 2006 festgehalten, dass kein direkter mechanischer Grund für eine
neurale Kompression gefunden werden könne und eine operative Therapie nicht
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indiziert sei. Die Neurochirurgen des KSSG hätten auch auf eine nicht unerhebliche
psychische Komponente der muskulo-skelettalen Beschwerden hingewiesen.
Anlässlich der MEDAS-Begutachtung sei eine Untersuchung der Wirbelsäule aufgrund
des heftigen muskulären Widerstands seitens des Beschwerdeführers mit deutlichen
Zeichen eines nichtorganischen Krankheitsverhaltens nicht lege artis durchführbar
gewesen (act. G 4.81-19). Auch in ihrer Stellungnahme vom 12. September 2007 legten
die MEDAS-Gutachter nachvollziehbar dar, dass sie das Rückenleiden des
Beschwerdeführers im Rahmen ihrer Beurteilung berücksichtigt haben. Sie führten in
diesem Zusammenhang aus, es sei darauf hinzuweisen, dass anlässlich der MEDAS-
Begutachtung eine deutliche Diskrepanz zwischen den vom Beschwerdeführer
geschilderten Beschwerden und den objektivierbaren klinischen Befunden bestanden
habe. Anlässlich der Begutachtung hätten sie keine Hinweise für das Vorliegen einer
radikulären Reiz- oder sensomotorischen Ausfallsymptomatik finden können. Eine
erhebliche Verschlechterung der somatischen Beschwerden - wie der Vertreter des
Beschwerdeführers dies behaupte - hätten sie gegenüber dem Vorgutachten des RAD
nicht feststellen können. Es liege in der Natur der Sache bzw. an der psychiatrischen
Diagnose, dass das subjektive Beschwerdebild wechselnd sei und tendenziell eher mit
einer Ausweitung der geltend gemachten Beschwerden gerechnet werden müsse. Sie
hielten fest, dass es sich um eine subjektive und nicht - wie vom Vertreter des
Beschwerdeführers festgehalten - um eine bereits objektive Verschlechterung des
somatischen Gesundheitszustands handle (act. G 4.96-4 f.). Die Rückenproblematik
des Beschwerdeführers wurde somit hinreichend berücksichtigt. Den Akten,
insbesondere auch dem vom Beschwerdeführer angerufenen Schreiben von Dr. A._
vom 7. Juni 2006, sind keine Anhaltspunkte dafür zu entnehmen, dass sich die
Rückenbeschwerden des Beschwerdeführers seit der Begutachtung durch die MEDAS
dergestalt verschlimmert hätten, dass daraus eine zusätzliche Einschränkung seiner
Arbeitsfähigkeit resultieren würde.
4.3.3 Zudem macht der Vertreter des Beschwerdeführers geltend, dessen rheumatoide
Arthritis verlaufe unbestrittenermassen schubweise, und zwar selbst dann, wenn er
lediglich an einer milden Verlaufsform leiden sollte, was nicht zutreffe. Der schubweise
Verlauf der Arthritis führe denn konsequenterweise auch zu einer schwankenden
Arbeitsunfähigkeit bzw. einer wechselhaften Einschränkung der Arbeitsfähigkeit des
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Beschwerdeführers. Dies sei im MEDAS-Gutachten nicht hinreichend berücksichtigt
worden.
Auch dieser Einwand verfängt nicht. Anlässlich der MEDAS-Begutachtung konnte keine
Entzündungsaktivität nachgewiesen werden. Die (unspezifischen) Rheumafaktoren
waren zwar leicht erhöht, die CCP-Autoantikörper jedoch negativ. Auch radiologisch
fehlten jegliche spezifische oder indirekte Arthritiszeichen, so dass der
Beschwerdeführer die ARA-Kriterien zur Diagnostizierung einer rheumatoiden Arthritis
zumindest zu jenem Zeitpunkt nicht erfüllte (act. G 4.81-19 f.). In ihrer ergänzenden
Stellungnahme vom 12. September 2007 führten die MEDAS-Gutachter aus, anlässlich
der wiederholten fachärztlichen rheumatologischen Beurteilungen - ausser in der
rheumatologischen Untersuchung vom 12. März 2004 - habe klinisch nie eine
Entzündungsaktivität der vermuteten rheumatoiden Arthritis objektiviert werden
können, es sei nie eine serologische Entzündungsaktivität nachweisbar gewesen und
die bisherigen Röntgenverlaufskontrollen hätten keine spezifischen arthritischen
Veränderungen aufgewiesen - dies obwohl der Beschwerdeführer über wechselnd
ausgeprägte, im Verlauf stetig progrediente Polyarthralgien geklagt habe. Die Diagnose
einer rheumatoiden Arthritis könne weder aufgrund der anlässlich der MEDAS-
Begutachtung erhobenen Befunde noch aufgrund der ihnen zur Verfügung stehenden
medizinischen Akten diagnostiziert werden, wobei sie sich aber explizit nicht
anmassten, die früher durch einen Facharzt gestellte Verdachtsdiagnose anzuzweifeln.
Eine relevante Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aufgrund der vom Beschwerdeführer
geschilderten schubweise verlaufenden Polyarthralgien könne jedoch weder aktuell
noch aufgrund der ihnen zur Verfügung stehenden medizinischen Akten nachvollzogen
werden. Es wäre im Rahmen eines akuten Arthritisschubs doch mindestens zu
erwarten, dass eine serologische Entzündungsaktivität nachzuweisen wäre, wobei die
erhöhte Blutsenkungsreaktion noch zwei bis drei Wochen nach Abklingen des
Arthritisschubs objektiviert werden könnte (act. G 4.96-4).
Diese Ausführungen der MEDAS-Gutachter sind nachvollziehbar und überzeugend.
Daran ändert auch das vom Beschwerdeführer eingereichte Schreiben von Dr. A._
vom 4. Januar 2008 nichts. Zwar führte dieser darin bezüglich einer Untersuchung vom
25. Oktober 2007 aus, in der Laboruntersuchung sei der Rheumafaktor mit 77 U/ml im
Vergleich zu früheren Kontrollen erhöht gewesen, was für eine vermehrte entzündliche
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Aktivität spreche, doch waren die Blutsenkungsreaktion und das CRP als weitere
Entzündungswerte normal (act. G 5.1). Schliesslich führte auch Dr. B._ in seinem
Schreiben vom 12. Juni 2007 an den Vertreter des Beschwerdeführers aus, zwar leide
der Beschwerdeführer seines Erachtens an einer milden Form einer rheumatoiden
Arthritis, allerdings überwiege die Schmerzkomponente gegenüber den feststellbaren
Entzündungen. Die milde Arthritis und die geringen Fingerarthrosen hätten seines
Erachtens gesamthaft keinen wesentlichen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. Bei diesem
Patienten mit einer erheblichen psychischen Überlagerung der somatischen
Beschwerden sei es besonders schwierig, die Arbeitsfähigkeit festzulegen (act. G 1.4).
Diese Ausführungen sind nicht geeignet, an der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit
durch die MEDAS-Gutachter Zweifel zu wecken.
4.3.4 Der Vertreter des Beschwerdeführers macht ausserdem geltend, dieser habe dem
Gutachter seine Morgensteifigkeit bzw. die dagegen unternommenen Vorkehrungen
geschildert, doch habe der Arzt diese Aussagen zunächst falsch wiedergegeben und
später - nach seiner (des Vertreters Stellungnahme) - die vom Beschwerdeführer
geschilderte Morgensteifigkeit als herbeigeredet bezeichnet, wobei die MEDAS nicht
näher bzw. überhaupt nicht darlege, aus welchem Grund die Morgensteifigkeit des
Beschwerdeführers auf blosser Einbildung beruhen soll, was denn auch nicht zutreffe.
Dieser Einwand vermag ebenfalls nicht zu überzeugen. Dem MEDAS-Gutachten ist
diesbezüglich zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer eine relevante
Morgensteifigkeit verneint habe (act. G 4.81-4). Es gibt keine Anhaltspunkte dafür, dass
es sich hierbei um eine falsche Wiedergabe der Äusserungen des Beschwerdeführers
handelt, wurden doch die von ihm geklagten Beschwerden im Gutachten ausführlich
dargelegt. Entsprechend wiesen die MEDAS-Gutachter den betreffenden Vorwurf in
ihrer Stellungnahme vom 12. September 2007 denn auch glaubhaft zurück (act. G
4.96-4). Ganz abgesehen davon hat die behauptete Morgensteifigkeit auch keinen
Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers, wurden doch die von ihm
geschilderten Schmerzen in den Händen bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit
bereits berücksichtigt.
4.3.5 Schliesslich rügt der Vertreter des Beschwerdeführers auch das psychiatrische
Teilgutachten. Er begründet dies unter anderem damit, dass sich der
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Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit der RAD-Begutachtung
verschlechtert habe. Die sogenannten positiven Rückkoppelungen führten dazu, dass
die rein somatisch bzw. objektiv bedingte Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers
durch die massiven psychischen Beschwerden erheblich verstärkt werde bzw. zu einer
weit grösseren Arbeitsunfähigkeit führe, als dies rein objektiv fassbar sei. Der
Beschwerdeführer leide an mehreren psychischen Erkrankungen. Eine
Willensanstrengung zur Überwindung seiner subjektiven
Arbeitsunfähigkeitsüberzeugung sei ihm nicht zumutbar.
Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers vermag auch das psychiatrische
Teilgutachten der MEDAS zu überzeugen. Dass sich der Gesundheitszustand des
Beschwerdeführers seit der RAD-Begutachtung im September 2005 nicht relevant ver-
schlechtert hat, wurde oben bereits dargelegt. Zudem führten die MEDAS-Gutachter in
ihrer Stellungnahme vom 12. September 2007 aus, die Klinik Valens habe anlässlich
der Hospitalisation des Beschwerdeführers vom 17. Februar bis 10. März 2005 aus
psychiatrischer Sicht lediglich vorübergehend eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert.
Unter erfolgter psychiatrisch-psychotherapeutischer Behandlung durch Dr. C._
scheine in der Tat eine Besserung des psychischen Gesundheitszustands eingetreten
zu sein, zumal Dr. C._ im Schreiben vom 16. Juli 2007 (richtig: 2004) eine mindestens
50%ige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ab April 2003 und im Schreiben vom 9.
Dezember 2006 eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit durch die
psychopathologischen Symptome von noch mindestens 30% attestiere. Zudem sollten
die psychopathologischen Symptome gemäss Angaben von Dr. C._ vor allem auch
von der sozialen Situation abhängen, welche invaliditätsfremd seien. Der psychiatrische
Consiliargutachter sei sowohl bezüglich der Diagnosen als auch der Beurteilung mit Dr.
C._ einig gegangen. Eine Verschlechterung des psychischen Gesundheitszustands,
wie sie vom Vertreter des Beschwerdeführers allein aufgrund der zusätzlich gestellten
psychiatrischen Diagnosen postuliert werde, sei nicht nachvollziehbar (act. G 4.96-5).
Was schliesslich die (um 10%) abweichende Beurteilung der Arbeitsfähigkeit durch die
RAD-Gutachter anbelangt, so weist die Beschwerdegegnerin diesbezüglich zu Recht
auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung hin, wonach eine psychiatrische
Exploration von der Natur der Sache her nicht ermessensfrei erfolgen kann. Sie eröffnet
dem begutachtenden Psychiater deshalb praktisch immer einen gewissen Spielraum,
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innerhalb dessen verschiedene medizinisch-psychiatrische Interpretationen möglich,
zulässig und zu respektieren sind, sofern der Experte lege artis vorgegangen ist (Urteil
des Bundesgerichts vom 18. April 2006, I 783/05, E. 2.2, mit Hinweisen). Folglich kann
vorliegend auf die psychiatrische Beurteilung durch die MEDAS abgestellt werden.
4.3.6 Zusammengefasst bleibt somit festzuhalten, dass das MEDAS-Gutachten
plausibel und überzeugend ist, weshalb vorliegend darauf abgestellt werden kann.
Entsprechend ist der Beschwerdeführer sowohl in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als
Konstrukteur wie auch in anderen körperlich leichten bis höchstens mittelschweren,
wechselbelastenden Tätigkeiten unter Vermeidung monoton-repetitiver bzw.
kraftanfordender Arbeiten mit den Händen, ohne stundenlanges Stehen/Gehen sowie
ohne repetitives Heben/Tragen von Lasten über 15 kg zu 70% arbeitsfähig (act. G
4.81-21).
5.
5.1 Abschliessend bringt der Vertreter des Beschwerdeführers vor, im Rahmen des
Einkommensvergleichs sei beim Invalideneinkommen ein Leidensabzug von 25%
vorzunehmen. Er begründet dies mit dem Alter des Beschwerdeführers (Jahrgang
1958) sowie dem Umstand, dass dieser nur noch einer Teilzeittätigkeit nachgehen
könne.
5.2 Die Beschwerdegegnerin hat für den Einkommensvergleich sowohl für das Validen-
als auch für das Invalideneinkommen auf den vom Beschwerdeführer im Jahr 2002
erzielten Jahreslohn als Konstrukteur abgestellt und per 2006 mit Fr. 82'498.--
bemessen (act. G 4.83). In der Beschwerdeantwort hat sie zur Begründung auf das
Urteil des Bundesgerichts vom 26. Juli 2007, I 682/06, E. 4.3, verwiesen. In diesem
Urteil wurde der Invaliditätsgrad anhand eines Prozentvergleichs bestimmt, weil es sich
im Hinblick auf die Spezialisierung des Versicherten nicht rechtfertige, für das
Invalideneinkommen auf Tabellenlöhne abzustellen, nachdem der Versicherte trotz
seines Leidens mit einem 50%igen Pensum seinem angestammten Beruf nachgehen
könne. Auch im vorliegenden Fall kann der Beschwerdeführer nach der Einschätzung
der MEDAS-Gutachter seine bisherige Tätigkeit als Konstrukteur/Zeichner noch zu
70% ausüben. Daher ist nicht zu beanstanden, wenn für die Ermittlung des
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Invalideneinkommens an den bisherigen wirtschaftlichen Verhältnissen angeknüpft
wird. Einen Leidensabzug hat die Beschwerdegegnerin unter Hinweis auf BGE 129 V
222 E. 4.4 demgegenüber nicht vorgenommen, da ein leidensbedingter Abzug nicht in
Betracht falle, wenn das Invalideneinkommen nicht anhand von Tabellenlöhnen
ermittelt werde.
5.3 Die Berufung der Beschwerdegegnerin auf BGE 129 V 222 E. 4.4 ist vorliegend
nicht angebracht. In diesem Entscheid wies das Bundesgericht die Verwaltung nämlich
dazu an, konkret zu eruieren, welches Einkommen der dortige Versicherte bei einer
50%igen Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit erzielen könnte. Vorliegend steht
eine solche konkrete Ermittlung jedoch nicht zur Diskussion; in der Beschwerdeantwort
ist die Beschwerdegegnerin davon ausgegangen, dass der Invaliditätsgrad anhand
eines Prozentvergleichs zu bemessen sei. Bei einem Prozentvergleich ist ein
Leidensabzug nach allgemeinen Kriterien zu prüfen, wie der von der
Beschwerdegegnerin angeführte Entscheid (I 682/06 E. 4.3) zeigt. Gleiches muss
gelten, wenn auf den zuletzt erzielten Lohn im Rahmen einer 100%igen Tätigkeit
abgestellt wird, bei der der Beschwerdeführer noch nicht gesundheitlich beeinträchtigt
war. Es liegt nahe, dass der Beschwerdeführer bei der Wiederaufnahme dieser
Tätigkeit (im bisherigen oder in einem anderen Betrieb) aufgrund der nun vorliegenden
Gegebenheiten mit gewissen Lohneinbussen rechnen muss. Entsprechend fällt ein
Leidensabzug nicht grundsätzlich ausser Betracht. Konkret dürfte sich vorliegend der
Umstand, dass der Beschwerdeführer nur noch einer Teilzeittätigkeit nachgehen kann,
negativ auf sein Invalideneinkommen auswirken. Keinen lohnsenkenden Einfluss ist
demgegenüber vom Alter des Beschwerdeführers (im Verfügungszeitpunkt 49 Jahre) zu
erwarten, hat er doch noch eine relativ lange Aktivitätsdauer vor sich und verfügt über
gute Referenzen, wurde er doch von seiner letzten Arbeitgeberin als hervorragender
Zeichner sowie als immer sehr freundlich, korrekt und pünktlich bezeichnet (act. G 4.6).
Insgesamt erscheint vorliegend ein Leidensabzug von 10% als angemessen. Damit
reduziert sich das Invalideneinkommen auf Fr. 51'974.--. Ausgehend von einem
Valideneinkommen von Fr. 82'498.-- ergibt sich somit ein Invaliditätsgrad von
(gerundet) 37%. Somit hat die Beschwerdegegnerin den Rentenanspruch des
Beschwerdeführers im Ergebnis zu Recht abgewiesen (Art. 28 Abs. 1 IVG).
6.
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6.1 Im Sinne der obigen Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen.
6.2 Der vollumfänglich unterliegende Beschwerdeführer hat die Gerichtskosten
grundsätzlich zu tragen. Diese bemessen sich nach dem Verfahrensaufwand (Art. 69
Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint als angemessen. Die
Gehörsverletzung und deren Heilung können jedoch nicht ohne Folgen für die
Verfahrenskostenauferlegung bleiben, zumal die Beschwerdegegnerin die
angefochtene Verfügung in erster Linie auf das MEDAS-Gutachten und auf die auf den
Einwand des Vertreters des Beschwerdeführers hin eingeholte Stellungnahme der
MEDAS stützte, welche dem Beschwerdeführer in der Folge erst mit der Verfügung
zugestellt wurde, obwohl im Einwand um erneute Möglichkeit zur ergänzenden
Stellungnahme zu allfälligen neuen Arztberichten gebeten worden war (act. G 4.90-11).
Das Bundesgericht hat entschieden, bei einer Verletzung des rechtlichen Gehörs durch
die Verwaltung mit anschliessender Heilung im gerichtlichen Verfahren rechtfertige es
sich, der Gehörsverletzung durch Zusprache einer reduzierten Parteientschädigung
und teilweiser Auferlegung der Gerichtskosten Rechnung zu tragen (Urteil vom 4.
August 2008, 9C_234/2008, E. 5.1). Unklar ist hierbei, ob eine Entschädigung nur dann
geschuldet ist, wenn nennenswerte (zusätzliche) Kosten entstanden sind, die ohne die
Gehörsverletzung nicht angefallen wären (so das bundesgerichtliche Urteil vom 10.
Februar 2006, I 329/2005, E. 2.3.2), oder ob die Verletzung des rechtlichen Gehörs in
jedem Fall eine Entschädigungspflicht auslöst. Diese Frage kann vorliegend jedoch
offen bleiben, da dem Beschwerdeführer in casu durch die Gehörsverletzung ein
zusätzlicher Aufwand entstanden ist, zumal die Beschwerdegegnerin die
Gehörsverletzung nach wie vor bestreitet. Unter diesen Umständen rechtfertigt es sich,
der Beschwerdegegnerin die Hälfte der Gerichtsgebühr aufzuerlegen und sie zur
Zahlung einer Parteientschädigung zu verpflichten (vgl. Lorenz Kneubühler,
Gehörsverletzung und Heilung, ZBl 1998, 97ff, 119; Benjamin Schindler, die "formelle
Natur" von Verfahrensgrundrechten, ZBl 2005, 169 ff., 193). Ausgehend von einer
Entschädigung bei vollem Obsiegen von Fr. 3'500.-- erscheint die Zusprache einer
Parteientschädigung von pauschal Fr. 1'750.-- (einschliesslich Barauslagen und
Mehrwertsteuer) konkret angemessen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG
bis
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