Decision ID: 3e71c2d9-a734-53ae-86d5-534593d95c43
Year: 2018
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ (nachfolgend: Versicherter) meldete sich im September 2002 wegen
persistierender Epicondylopathia humeri radialis rechts zum Bezug von Leistungen der
Invalidenversicherung (IV) an (IV-act. 1).
A.b Am 10. Juli 2001 war dem Versicherten am Arbeitsplatz eine Schraubzwinge auf
den rechten Unterarm gefallen, wodurch er eine Kontusion mit anschliessender
Entwicklung einer traumatisch bedingten Epicondylitis radials humeri rechts erlitten
hatte (IV-act. 13-6, 25, 38). Nach erfolgloser konservativer Behandlung (IV-act. 13-36)
war der Versicherte am 14. Januar 2002 mittels Denervation nach Wilhelm operiert
worden (IV-act. 13-35).
A.c Nachdem die Operation zu keiner relevanten Verbesserung der Beschwerden
geführt hatte, veranlasste die IV-Stelle auf Anraten des Regionalen Ärztlichen Dienstes
(RAD) beim Medizinischen Zentrum Römerhof (MZR), Zürich, ein multidisziplinäres
(internistisches / rheumatologisches / psychiatrisches) Gutachten über den
Versicherten (IV-act. 24 ff.). Das Gutachten wurde am 2. Juni 2004 erstellt (IV-act. 32-1
ff.). Die Gutachter stellten als Diagnosen, denen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit
beigemessen wurden, ein chronifiziertes Schmerzsyndrom am Ellbogenbereich rechts
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mit/bei Status nach Ellbogenkontusion rechts am 10. Juli 2001 und sekundärem
kapsulärem Extensionsdefizit sowie eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung
(ICD-10 F45.4; IV-act. 32-21). In der Gesamtbeurteilung wurde zur Arbeitsfähigkeit
festgehalten, dass der Versicherte für eine leichtere körperliche Tätigkeit, bei welcher er
den rechten Arm nicht gebrauchen müsse, aus rheumatologisch-orthopädischer Sicht
zu 90% arbeitsfähig sei. Aufgrund der anhaltenden somatoformen Schmerzstörung sei
die Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht zusätzlich um 50% eingeschränkt. Für die
restlichen 50% müsse dem Versicherten die Willensanstrengung zur Überwindung der
Beschwerden zugemutet werden. Insgesamt betrage die Restarbeitsfähigkeit als
Schweisser 0% und für eine leichte, behinderungsangepasste Tätigkeit 40% (IV-act.
32-24).
A.d Am 3. Februar 2005 verfügte die eidgenössische Invalidenversicherung in
Berücksichtigung eines Tabellenlohnabzuges von 25% (IV-act. 41-3) bei einem IV-Grad
von 74% eine ganze Rente ab 1. August 2002 (IV-act. 46).
A.e In den Rentenrevisionen der Jahre 2008 und 2010 wurde eine unveränderte Rente
festgestellt (IV-act. 67, 78).
B.
B.a Anfangs April 2013 leitete die IV-Stelle ein weiteres Revisionsverfahren im Rahmen
der Schlussbestimmungen der 6. IV-Revision (IV-act. 81) ein. In diesem
Zusammenhang füllte der Versicherte am 4. April 2013 den Fragebogen bezüglich
Revision der Invalidenrente aus (IV-act. 82).
B.b Auf Ersuchen der IV-Stelle reichte der Hausarzt des Versicherten, med. pract.
B._, Allgemeine Innere Medizin, am 3. Juni 2013 einen Verlaufsbericht samt in der
Zwischenzeit eingetroffenen Berichten von Spitälern und Spezialärzten/
Spezialärztinnen ein (IV-act. 85 f.).
B.c Auf Vorschlag des RAD (IV-act. 92-5) veranlasste die IV-Stelle am 20. November
2014 ein polydisziplinäres Gutachten in den Fachdisziplinen Orthopädie /
Traumatologie, Innere Medizin, Psychiatrie und Pneumologie bei der SMAB AG (Swiss
Medical Assessment- and Business-Center AG, St. Gallen; nachfolgend SMAB; IV-act.
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93 ff.). Das Gutachten wurde am 23. März 2015 erstellt (IV-act. 100). Im Gutachten
wurden folgende Diagnosen, denen keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
beigemessen wurde, genannt: 1. Anamnestisch ein Status nach Kontusion des rechten
Ellbogengelenkes durch eine herabfallende Schraubzwinge (10. Juli 2001) mit/bei –
dadurch anamnestisch dokumentierter, prolongiert verlaufender Epicondylitis humeri
radialis und ca. dreizehn Jahre zurückliegender Denervation nach Wilhelm (14. Januar
2002), – vom Versicherten mitgeteiltem persistierendem Streckdefizit des rechten
Ellbogengelenkes sowie Schmerzen über dem gesamten rechten Arm vom Nacken bis
in die Fingerspitzen, 2. Beschwerden im Sinne eines zerviko-lumbovertebralen
Syndroms ohne klinisch-funktionelle Defizite und bei röntgenologisch altersadäquat
beschriebenen degenerativen Aufbrauchbefunden, 3. Blande bilaterale
Hüftgelenksbeschwerden DD im Sinne eines Impingementsyndroms mit
konzentrischen endgradigen Bewegungsschmerzen und im Röntgenbild
beschriebenem Verdacht einer mangelhaften Hüftkopfüberdachung beidseits, 4. Eine
diskrete emotional instabile Persönlichkeitsstörung vom impulsiven Typ F60.30, 5. Eine
intermittierende Stuhlinkontinenz bei einem Status nach multiplen perianalen
Fisteloperationen und 6. Eine Cholezystolithiasis (IV-act. 100-20 f.). Die Auswirkungen
der aus pneumologischer und schlafmedizinischer Sicht gestellten Diagnose einer
schwergradigen obstruktiven Schlafapnoe wurden bei aktuell erfolgreicher CPAP-
Therapie ebenfalls als nicht einschränkend auf die Arbeitsfähigkeit qualifiziert (IV-act.
100-60). Im polydisziplinären Konsens erklärten die Gutachter den Beschwerdeführer
retrospektiv spätestens drei Monate postoperativ nach dem Eingriff vom 14. Januar
2002, damit ab dem 14. April 2002, uneingeschränkt arbeitsfähig, sowohl in einer
adaptierten als auch in der angestammten Tätigkeit (IV-act. 100-24 f.).
B.d Gestützt auf das SMAB-Gutachten stellte die IV-Stelle mit Vorbescheid vom 13.
April 2015 die Einstellung der Invalidenrente in Aussicht (IV-act. 105). Am 19. Mai 2015
liess der Versicherte durch Rechtsanwalt lic. iur. Paul Rechsteiner, St. Gallen, dagegen
Einwand erheben (IV-act. 109). Am 15. Juni 2015 verfügte die IV-Stelle im Sinne des
Vorbescheides (IV-act. 111).
C.
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C.a Gegen diese Verfügung richtet sich die vorliegende Beschwerde vom 17. August
2015. Der Rechtsvertreter des Versicherten (nachfolgend: Beschwerdeführer)
beantragt, dass die Verfügung vom 15. Juni 2015 aufzuheben und dem
Beschwerdeführer die Invalidenrente weiter zu gewähren sei, unter Kosten- und
Entschädigungsfolgen. Er führt im Wesentlichen aus, dass weder die Voraussetzungen
für eine Revision nach Art. 17 ATSG noch für eine Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2
ATSG gegeben seien. In Bezug auf die Voraussetzungen für eine Rentenrevision
gestützt auf lit. a der Schluss¬bestimmungen der 6. IV-Revision müssten bereits die
zeitlichen Voraussetzungen bestritten werden. Aufgrund der IV-Akten sei zwar
unbestritten, dass sich die IV intern schon im April 2013 mit der Frage der
Rentenrevision gestützt auf lit. a der Schlussbestimmungen befasst habe, was zur
Einholung eines aktuellen Verlaufsberichtes beim zuständigen Hausarzt geführt habe.
Eine polydisziplinäre medizinische Untersuchung sei aber erst Ende 2014 angeordnet
und im Jahr 2015 durchgeführt worden. Auch die Würdigung der Ergebnisse sei somit
erst im Jahr 2015 erfolgt. Demnach sei die Überprüfung der seit langem laufenden
Rente nicht innert der Frist von drei Jahren seit dem 1. Januar 2012 erfolgt (act. G 1).
C.b Mit Beschwerdeantwort vom 21. September 2015 beantragt die IV-Stelle
(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde. Die Überprüfung
der Rente sei unbestrittenermassen aufgrund lit. a der Schlussbestimmungen der 6. IV-
Revision erfolgt und im April 2013 innerhalb der vorausgesetzten drei Jahre eingeleitet
worden, was genüge. Das von qualifizierten Fachärzten vorgenommene SMAB-
Gutachten entspreche den Anforderungen der Rechtsprechung und es könne darauf
abgestellt werden. Aus somatischer Sicht bestehe eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit und
die vormals erhobene Diagnose einer somatoformen Schmerzstörung sei vom
psychiatrischen Gutachter nicht mehr gestellt worden. Entsprechend sei die Einstellung
der Rente zu Recht erfolgt (act. G 4).
C.c In der Replik vom 6. Oktober 2015 lässt der Beschwerdeführer unverändert an der
Beschwerde festhalten. Ergänzend lässt er anführen, dass aus dem Gesetzeswortlaut
von lit. a der Schlussbestimmungen der 6. IV-Revision folge, dass allein die Absicht der
Verwaltung, eine Überprüfung vorzunehmen, nicht genüge. Überprüfung meine nach
vernünftiger Auslegung vielmehr die materielle Prüfung selbst. Aber auch inhaltlich
gebe das SMAB-Gutachten nach wie vor zu grössten Zweifeln Anlass, spreche doch
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dieses dem Beschwerdeführer in pauschaler Art und Weise jede relevante
gesundheitliche Beeinträchtigung ab. Dies widerspreche nicht nur sämtlichen
bisherigen Feststellungen bis zur Rentenrevision im Jahr 2010, sondern auch den bis
aktuell nicht in Frage gestellten Entscheiden der Schweizerischen
Unfallversicherungsanstalt (Suva). Wenn die Suva dem Beschwerdeführer eine
unfallbedingte Invalidenrente von 34% (neben einer Integritätsentschädigung von 10%)
zuspreche, sei es nicht plausibel, invalidenversicherungsrechtlich jeden Befund zu
verneinen (act. G 6).
C.d Mit Eingabe vom 29. Oktober 2015 hält die Beschwerdegegnerin vollumfänglich an
ihrem Antrag und ihren Ausführungen in der Beschwerdeantwort fest. Auf eine
begründete Duplik verzichtet sie (act. G 8).

Erwägungen
1.
Mit Verfügung vom 15. Juni 2015 (IV-act. 111) begründet die Beschwerdegegnerin die
Einstellung der Rente sowohl gestützt auf lit. a der Schlussbestimmungen der
Änderung vom 18. März 2011 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung
(IVG; SR 831.20; nachfolgend SchlB) als auch in Anwendung von Art. 17 des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR
830.1). Im Folgenden ist demnach zu prüfen, ob gestützt auf zumindest eine dieser
zwei Bestimmungen die Einstellung der Rente zu Recht erfolgte.
2.
Gemäss lit. a Abs. 1 SchlB werden Renten, die bei pathogenetisch-ätiologisch unklaren
syndromalen Beschwerdebildern ohne nachweisbare organische Grundlage
gesprochen wurden, innerhalb von drei Jahren nach Inkrafttreten dieser Änderung
überprüft. Sind die Voraussetzungen nach Art. 7 ATSG nicht erfüllt, so wird die Rente
herabgesetzt oder aufgehoben, auch wenn die Revisionsvoraussetzungen von Art. 17
Abs. 1 ATSG nicht erfüllt sind.
3.
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3.1 Der Beschwerdeführer lässt einwenden, dass bereits aufgrund Ablaufens der
dreijährigen Frist zur Überprüfung nach lit. a Abs. 1 SchlB eine Renteneinstellung
gestützt auf diese Bestimmung nicht mehr möglich sei. Die Beschwerdegegnerin
verweist auf Rz 1016 des Kreisschreibens über die Schlussbestimmungen der
Änderung vom 18. März 2011 des IVG (KSSB), wonach es genüge, wenn die
Überprüfung innerhalb dieses Zeitraumes eingeleitet werde.
3.2 Verwaltungsweisungen richten sich grundsätzlich nur an die Durchführungsstellen
und sind für das Sozialversicherungsgericht nicht verbindlich. Indes berücksichtigt das
Gericht die Kreisschreiben insbesondere dann und weicht nicht ohne triftigen Grund
davon ab, wenn sie eine dem Einzelfall angepasste und gerecht werdende Auslegung
der anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen zulassen und eine überzeugende
Konkretisierung der rechtlichen Vorgaben enthalten. Dadurch trägt es dem Bestreben
der Verwaltung Rechnung, durch interne Weisungen eine rechtsgleiche
Gesetzesanwendung zu gewährleisten (BGE 138 V 362 E. 6.2; 137 V 8 f. E. 5.2.3; 133 V
258 f. E. 3.2 mit Hinweisen). Auf dem Wege von Verwaltungsweisungen dürfen aber
keine über Gesetz und Verordnung hinausgehenden Einschränkungen eines materiellen
Rechtsanspruchs eingeführt werden (BGE 132 V 125 E. 4.4). Im Folgenden ist demnach
zu prüfen, ob sich gestützt auf die Auslegung von lit. a Abs. 1 SchlB ein Abweichen
vom Kreisschreiben aufdrängt.
3.3 Das Gesetz ist in erster Linie aus sich selbst heraus, d.h. nach dem Wortlaut, Sinn
und Zweck und den ihm zugrunde liegenden Wertungen auf der Basis einer
teleologischen Verständnismethode auszulegen. Die Gesetzesauslegung hat sich vom
Gedanken leiten zu lassen, dass nicht schon der Wortlaut die Norm darstellt, sondern
erst das an Sachverhalten verstandene und konkretisierte Gesetz. Gefordert ist die
sachlich richtige Entscheidung im normativen Gefüge, ausgerichtet auf ein
befriedigendes Ergebnis der ratio legis. Dabei befolgt das Bundesgericht einen
pragmatischen Methodenpluralismus. Insbesondere bei jüngeren Gesetzen sind auch
die Gesetzesmaterialien zu beachten (BGE 140 V 11 E. 2.2.1 mit Hinweisen).
3.4 Aus dem Gesetzeswortlaut, der von einer Überprüfung innerhalb von drei Jahren
spricht, ist nicht eindeutig ersichtlich, ob bei Fristablauf, wie es der Beschwerdeführer
geltend macht, die (materielle) Überprüfung bereits durchgeführt bzw. abgeschlossen
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sein muss, oder ob es ausreicht, wie es die Beschwerdegegnerin ausführt, wenn die
Überprüfung innert Frist eingeleitet wird. Auch die Botschaft zur Änderung des
Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [6. IV-Revision, erstes
Massnahmenpaket] vom 24. Februar 2010 gibt keine eindeutige Antwort darauf. Die
Umsetzungsfrist wird gemäss dieser festgelegt, um eine konsequente Umsetzung zu
gewährleisten bzw. um ein konsequentes und systematisches Vorgehen sicherzustellen
(vgl. BBl 2010 1842, 1911). Die Anmerkung in BBl 2010 1845, wonach drei Jahre nach
Inkrafttreten der Gesetzesvorlage die Prüfung, ob eine somatoforme Schmerzstörung,
eine Fibromyalgie oder ein ähnlicher Sachverhalt vorliegt, wegfällt, da bis dann die
Überprüfung der entsprechenden Renten abgeschlossen ist bzw. in BBl 2010 1918,
wonach die Renten in den drei auf die Inkraftsetzung der 6. IV-Revision folgenden
Jahren herabgesetzt oder aufgehoben werden, spricht für die vom Beschwerdeführer
angeregte Auslegung. Das Bundesgericht stellt dagegen – indes ohne nähere
Begründung – im Sinne der Auffassung der Beschwerdegegnerin fest, dass der
gesetzgeberische Wille mit der Interpretation in Rz 1016 KSSB übereinstimme, wonach
Verfahren zwischen Anfang 2012 und Ende 2014 lediglich eingeleitet werden müssten
(Urteil des Bundesgerichts vom 12. Februar 2014, 9C_125/2013, E. 5.3.4.2).
3.5 Sinn und Zweck der SchlB war es jedenfalls, laufende Renten einer erstmaligen
Prüfung nach Art. 7 Abs. 2 ATSG zu unterziehen und damit Rechtsgleichheit zwischen
den Versicherten mit pathogenetisch-ätiologisch unklaren syndromalen
Beschwerdebildern ohne nachweisbare organische Grundlage zu schaffen. Die
Dreijahresfrist sollte dabei – wie erwähnt – eine konsequente Umsetzung gewährleisten
(vgl. BBl 2010 1911). Dafür muss es aber auch im Hinblick auf die Grundsätze von
Rechtssicherheit und Vertrauensschutz genügen, wenn ein Rentner innert der Frist die
Gewissheit erhält, dass er zum Kreis der Betroffenen gehört und die Prüfung seiner
Rente in Angriff genommen wurde. Es ist nicht einzusehen, weshalb er danach noch
auf ein Scheitern der Rentenprüfung an der (üblichen) Verfahrensdauer hätte hoffen
dürfen. Es bedeutet nicht zwangsläufig eine Verschleppung des Verfahrens, wenn
dieses bis Ende 2014 noch nicht abgeschlossen werden konnte, zumal es den IV-
Stellen gar nicht möglich war, alle Revisionen frühzeitig anzugehen und die
Verfahrensdauer – ohne ihr Zutun – erheblich variieren konnte. Dabei spielt auch die
Entwicklung der Rechtsprechung nach Annahme der Gesetzesänderung am 18. März
2011 eine Rolle. Zum einen beschränkte das Bundesgericht den Anwendungsbereich
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der SchlB nicht – wie BBl 2010 1918 vermuten liesse – auf vor dem 1. Januar 2008
zugesprochene Renten (BGE 140 V 10 E. 2); zum anderen definierte es Zeit
benötigende neue Verfahrensstandards für die Vergabe von Gutachtensaufträgen (BGE
137 V 210). Es ist nicht davon auszugehen, dass der Gesetzgeber beabsichtigte,
ungeachtet dessen das Verfahrensende allgemeingültig auf den 31. Dezember 2014 zu
terminieren und damit eine neue, sachlich nicht gerechtfertigte Ungleichbehandlung zu
schaffen. Ist in der Botschaft vom 24. Februar 2010 zu lesen, die Renten würden in den
drei auf die Inkraftsetzung der 6. IV-Revision folgenden Jahren herabgesetzt oder
aufgehoben (BBl 2010 1918) bzw. drei Jahre nach Inkrafttreten der Gesetzesvorlage
falle die Prüfung weg, ob eine somatoforme Schmerzstörung, eine Fibromyalgie oder
ein ähnlicher Sachverhalt vorliege, da bis dann die Überprüfung der entsprechenden
Renten abgeschlossen sei (BBl 2010 1845), ist dies als angestrebtes Ziel zu verstehen
und per 31. Dezember 2014 noch pendente Verfahren sind nicht per se einzustellen.
3.6 Zusammengefasst besteht kein Grund, von der Auslegung in Rz 1016 KSSB
abzuweichen und für die Einhaltung der Dreijahresfrist – mangels Anhaltspunkten im
Gesetzeswortlaut – einen späteren Verfahrensschritt als massgebend zu würdigen. Der
Beschwerdeführer wurde bereits im April 2013 schriftlich auf die laufende
Rentenprüfung aufmerksam gemacht und hat einen entsprechenden Fragebogen in
diesem Monat ausgefüllt. Auch wurde im April 2013 der Hausarzt des
Beschwerdeführers aufgefordert, einen Verlaufsbericht einzureichen. Ebenfalls innert
drei Jahren wurde ein polydisziplinäres Gutachten veranlasst (vgl. vorstehende lit. B.a
ff.). Das Verfahren wurde damit innert Frist eingeleitet, womit zumindest hinsichtlich
Einhaltung der Frist der Anwendbarkeit von lit. a Abs. 1 SchlB nichts entgegensteht.
4.
4.1 Zu prüfen ist weiter, ob die Rente aufgrund eines pathogenetisch-ätiologisch
unklaren syndromalen Beschwerdebildes ohne nachweisbare organische Grundlage
zugesprochen worden ist. Mit Blick auf die Zielsetzung der SchlB, nämlich
Rentenbezüger in den dort gezogenen Grenzen möglichst gleich zu behandeln wie
Rentenanwärter, kommt es auf die Natur des Gesundheitsschadens an, nicht auf eine
präzise Diagnose. Soweit organische Beeinträchtigungen auch zu einer
Leistungseinschränkung beitrugen, hindert dies die Anwendbarkeit der SchlB nicht.
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Laufende Renten sind daher vom Anwendungsbereich von lit. a SchlB nur
auszunehmen, wenn und soweit sie auf erklärbaren Beschwerden beruhen. Lassen
sich unklare Beschwerden von erklärbaren Beschwerden trennen, kann lit. a SchlB auf
die unklaren Beschwerden Anwendung finden (BGE 140 V 200 E. 6.2.3 in Präzisierung
von BGE 139 V 568 f. E. 10; Urteil des Bundesgerichts vom 10. Juli 2014,
9C_384/2014, E. 3.2). Ein organisch begründeter Teil der Arbeitsfähigkeit kann bei
Anwendbarkeit der SchlB nur neu beurteilt werden, sofern eine Veränderung im Sinne
von Art. 17 Abs. 1 ATSG eingetreten ist (Urteil des Bundesgerichts vom 3. September
2014, 9C_121/2014, E. 2.4.2 mit Hinweisen).
4.2 Die ursprüngliche Rentenzusprache ist gestützt auf das MZR-Gutachten vom 2.
Juni 2004 erfolgt (IV-act. 32 ff.). Dieses hatte ein chronifiziertes Schmerzsyndrom am
Ellbogenbereich rechts sowie eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10
F45.4) diagnostiziert und diesen Diagnosen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
beigemessen (IV-act. 32-21). Aus rheumatologischer Sicht sei der Beschwerdeführer in
adaptierter Tätigkeit zu 90% arbeitsfähig. Aufgrund der anhaltenden somatoformen
Schmerzstörung sei die Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht zusätzlich um 50%
eingeschränkt. Insgesamt bestehe für eine leichte behinderungsangepasste Tätigkeit
eine Restarbeitsfähigkeit von 40% (IV-act. 32-23 f.). Damit sind 50% der gutachterlich
festgestellten Arbeitsunfähigkeit wegen einer anhaltenden somatoformen
Schmerzstörung und folglich aufgrund eines pathogenetisch-ätiologisch unklaren
syndromalen Beschwerdebildes ohne nachweisbare organische Grundlage erfolgt.
Gestützt auf diese Feststellung wäre lit. a SchlB anwendbar. Die restlichen 10%
Arbeitsunfähigkeit erfolgten ausdrücklich aufgrund erklärbarer Einschränkungen durch
das chronifizierte Schmerz¬syndrom am Ellbogenbereich. Auf dieses Beschwerdebild
ist lit. a der SchlB damit nicht anwendbar (vgl. E. 4.1).
5.
5.1 Rechtsprechungsgemäss soll lit. a SchlB nicht zur Anwendung gelangen, wenn die
Rentenzusprache bereits auf der Grundlage der massgebenden
Überwindbarkeitsrechtsprechung bzw. Schmerzrechtsprechung erfolgt ist (BGE 140 V
13 f. E. 2.2.1.3). Folglich ist zu prüfen, ob die damals geltende Rechtsprechung
betreffend die somato¬forme Schmerzstörung (BGE 130 V 352 [Urteil vom 12. März
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2004]) bei Erlass der rentenzusprechenden Verfügung vom 3. Februar 2005 (IV-act. 46)
zur Anwendung kam.
5.2 In den Akten des ursprünglichen Rentenverfahrens findet sich kein Hinweis auf die
„Überwindbarkeitsvermutung“ oder die Foerster-Kriterien. Auch wurden diese Punkte
inhaltlich im MZR-Gutachten nicht abgehandelt. Zwar wird im MZR-Gutachten in
Bezug auf die anhaltende somatoforme Schmerzstörung erwähnt, dass für 50% (vgl.
vorstehende lit. A.c) dem Versicherten die Willensanstrengung zur Überwindung der
Beschwerden zugemutet werde (IV-act. 32-23). Ein Hinweis darauf, dass damit die
Überwindbarkeitsrechtsprechung im Gutachten Eingang gefunden hat, kann darin
jedoch nicht gesehen werden. Auch wenn die Überwindbarkeitsrechtsprechung bereits
im Jahr 2004, damit vor Erlass der rentenzusprechenden Verfügung, begründet wurde,
womit diese bereits damals hätte angewendet werden müssen, ergibt sich nicht
zwangsläufig deren Anwendung. Erfahrungsgemäss dauert es in der Praxis
regelmässig eine gewisse Zeit, bis sich eine neue bundesgerichtliche Rechtsprechung
definitiv etabliert hat und in allen betroffenen Fällen angewendet wird. In dieser
Übergangszeit werden die alte und die neue Praxis parallel angewendet. Nachdem
auch die gemäss neuer bundesgerichtlicher Praxis (BGE 141 V 281 [Urteil vom 3. Juni
2015]) aufgeführten Indikatoren – zumindest inhaltlich – nicht abgehandelt wurden, ist
eine Rentenrevision gestützt auf lit. a SchlB möglich.
6.
Zu prüfen bleibt, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht gestützt auf das SMAB-
Gutachten vom 23. März 2015 davon ausging, dass beim Beschwerdeführer keine
rentenbegründende Invalidität besteht. In diesem Zusammenhang ist zu klären, ob das
aktuelle Gutachten den praxisgemässen Anforderungen an den Beweiswert einer
Expertise genügt.
6.1 Die Begutachtung erfolgte unter Beizug von Fachärzten der Orthopädie / Trauma-
tologie, der Inneren Medizin, der Psychiatrie sowie der Pneumologie. Die Gutachter
gelangten übereinstimmend zur versicherungsmedizinischen Schlussfolgerung, dass
die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers weder aus somatischer noch aus
psychiatrischer Sicht beeinträchtigt sei (IV-act. 100-22). Sämtlichen Diagnosen massen
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die Gutachter keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit zu (IV-act. 100-20 f.) und die im
MZR-Gutachten vom 2. Juni 2004 diagnostizierte und die Arbeitsfähigkeit
einschränkende somatoforme Schmerzstörung und das chronifizierte Schmerzsyndrom
am Ellbogenbereich rechts wurden nicht mehr bestätigt (IV-act. 100-54 f.).
6.2 Das SMAB-Gutachten ist für die streitigen Belange umfassend, beantwortet es
doch die Frage nach den gesundheitlichen Beeinträchtigungen und der Arbeitsfähigkeit
des Beschwerdeführers. Es beruht im Übrigen auf den notwendigen allseitigen
Untersuchungen in orthopädischer und psychiatrischer, aber auch in internistischer
und pneumologischer Hinsicht, berücksichtigt die geklagten Beschwerden und legt der
Beurteilung auch aktuelle bildgebende Unterlagen zugrunde (IV-act. 100-20, 35). Die
Gutachter schildern ausführlich die vom Beschwerdeführer erwähnten Leiden und
Einschränkungen und setzen sich detailliert damit sowie mit dem Verhalten des
Beschwerdeführers auseinander. Die Expertise wurde sodann in Kenntnis der Vorakten
(IV-act. 100-4 ff.) abgegeben und sie leuchtet in der Darlegung der medizinischen
Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein. Nebst den
bereits bei der ursprünglichen Rentenzusprache diskutierten orthopädischen
(insbesondere Ellbogenproblematik; IV-act. 100-30 ff.) und psychiatrischen
(somatoforme Schmerzstörung; IV-act. 100-49 ff.), wurden auch die aktuelleren
internistischen (intermittierende Stuhlinkontinenz bei einem Status nach multiplen
perianalen Fisteloperationen; IV-act. 100-41 ff.) und pneumologischen /
schlafmedizinischen (schwergradige obstruktive Schlafapnoe; IV-act. 100-58 ff.)
Beschwerden eingehend untersucht und deren Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit
auch im Konsens aller Disziplinen schlüssig dargelegt. In diesem Sinne erscheinen die
Schlussfolgerungen als begründet. Das Gutachten entspricht den Anforderungen der
Rechtsprechung vollumfänglich, womit ihm grundsätzlich voller Beweiswert
zuzuerkennen ist.
6.3 Die Berichte der behandelnden Ärzte enthalten keine stichhaltigen Indizien, die
gegen die Zuverlässigkeit des SMAB-Gutachtens sprechen würden. Der Hausarzt med.
pract. B._ ging mit Verlaufsbericht vom 3. Juni 2013 von einem verschlechterten
Gesundheitszustand und neuen Diagnosen (insbesondere schweres obstruktives
Schlafapnoesyndrom und chronische Analfistel) aus und erachtete den
Beschwerdeführer sowohl in der angestammten als auch in adaptierten Tätigkeiten als
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100% arbeitsunfähig (IV-act. 86-2 ff.). Die übrigen medizinischen Berichte (IV-act. 86-8
ff.), welche die Fistel- und Schlafproblematik betreffen, äussern sich jedoch nicht zu
einer allfälligen Arbeitsunfähigkeit aufgrund dieser Beschwerden und vermögen damit
am Beweiswert des SMAB-Gutachtens nichts zu ändern. Dasselbe gilt für den Bericht
von med. pract. B._. Der Facharzt für Innere Medizin konnte aufgrund seiner
Fachrichtung keine rechtsgenügliche Einschätzung der Arbeitsfähigkeit abgeben. Die
zu beurteilenden Beschwerden beschlagen grossmehrheitlich andere Disziplinen. Auch
wurde der Verlaufsbericht bereits über eineinhalb Jahre vor der Begutachtung erstellt.
Was die Arbeitsfähigkeitsschätzungen betrifft, ist ausserdem der Erfahrungstatsache
Rechnung zu tragen, dass Hausärzte in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten
aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b/bb und cc). Unerheblich ist im Weiteren der Einwand
des Beschwerdeführers, dass die von der Suva gewährte Rente gegen die Beweiskraft
des aktuellen Gutachtens spreche. Die andere Beurteilung des orthopädischen SMAB-
Gutachters in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers aufgrund der
Ellbogenproblematik über zehn Jahre nach der ärztlichen Abschlussuntersuchung vom
17. März 2003 (vgl. Fremdakten) sowie dem MZR-Gutachten vom 2. Juni 2004 spricht
nicht gegen dessen Einschätzung, zumal bereits jene Vorgutachter die
Ellbogenproblematik als nicht ausreichend objektivierbar qualifizierten (vgl. IV-act.
32-17; vgl. die ärztliche Abschlussuntersuchung vom 17. März 2003 in den
Fremdakten). Ob damit jedoch die Rente der Unfallversicherung revidiert oder in
Wiedererwägung gezogen werden könnte, ist nicht Gegenstand dieses Verfahrens (vgl.
dazu aber nachstehende E. 7 und 8.).
6.4
6.4.1 Dem psychiatrischen Gutachten kommt bei Anwendung von lit. a SchlB
bezüglich Beurteilung einer somatoformen Schmerzstörung und deren Relevanz für die
Arbeitsfähigkeit, wenn auch in Kombination mit den somatischen Befundergebnissen,
die zentrale Rolle zu. Die Psychiaterin Dr. med. C._, Fachärztin für Psychiatrie und
Psychotherapie, welche den Beschwerdeführer am 14. Januar 2015 untersucht hat (IV-
act. 100-49), führt in ihrem Gutachten im Wesentlichen aus, dass das Vorliegen
psychopathologischer Faktoren mit Einfluss auf das Schmerzgeschehen vorliegend
ausgeschlossen werden könne. Die streng psychodynamisch tiefenpsychologischen
Kriterien einer somatoformen Schmerzstörung seien nicht zu validieren, auch nicht
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unter Betrachtung der Vorgeschichte. Die diskrete Persönlichkeitsstörung habe keinen
Einfluss auf das vorliegende Schmerzgeschehen und eine affektive Erkrankung sowie
eine dissoziative Störung würden ausscheiden. Die versicherungsmedizinische
Beurteilung des Vorgutachters halte den aktuellen versicherungspsychiatrischen
Kriterien nicht stand. Es handle sich aber um eine divergente Einschätzung eines nach
der vorgängig erhobenen Anamnese relativ gleichwertigen Zustandes (IV-act. 100-54
ff.). Entsprechend diesen Ausführungen wurde im Gegensatz zum MZR-Gutachten
keine anhaltende somatoforme Schmerzstörung mehr diagnostiziert (IV-act. 54).
6.4.2 Die Gutachterin hat nach eingehender persönlicher Untersuchung überzeugend
begründet dargelegt, dass der Beschwerdeführer im Untersuchungszeitpunkt nicht an
einer somatoformen Schmerzstörung oder an einer sonstigen psychischen
Gesundheitsbeeinträchtigung gelitten hat, die seine Arbeitsfähigkeit eingeschränkt
hätte. Entsprechend ist darauf abzustellen. In Bezug auf die mögliche Revision nach lit.
a SchlB bedeutet dies, dass aus psychiatrischer Sicht keine Diagnose mehr vorliegt,
welche die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers einschränken würde. Der Umstand,
dass es sich lediglich um eine zum Vorgutachter divergente Einschätzung eines relativ
gleichwertigen Zustandes handelt (IV-act. 100-56) und in psychiatrischer Hinsicht damit
keine wesentliche Änderung des Gesundheitszustandes seit der ursprünglichen
Rentenzusprache ausgewiesen ist, führt zwar dazu, dass kein Revisionsgrund nach Art.
17 Abs. 1 ATSG vorliegt (vgl. die allgemeinen Ausführungen zu Art. 17 Abs. 1 ATSG in
nachstehender E. 7.2). Im Rahmen der Revision nach lit. a SchlB ist dies jedoch
irrelevant (vgl. vorstehende E. 2).
7.
7.1 Zu prüfen ist weiter, ob auch in Bezug auf das der ursprünglichen
Rentenzusprache zugrunde gelegte chronifizierte Schmerzsyndrom am
Ellbogenbereich rechts, woraus dem Beschwerdeführer aus rheumatologisch-
orthopädischer Sicht eine 90%-ige Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit im MZR-
Gutachten bescheinigt wurde, revidiert werden kann. Das SMAB-Gutachten attestiert
dem Beschwerdeführer auch wegen dieser Problematik keine Einschränkungen. Wie
unter E. 4.1 ausgeführt, kann ein organisch begründeter Teil der Arbeitsfähigkeit nur
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neu beurteilt werden, wenn eine Veränderung im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG
eingetreten ist.
7.2 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft
entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur
Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die
geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen.
Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des
Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen
Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich
verändert haben (BGE 130 V 349 f. E. 3.5). Eine Veränderung der gesundheitlichen
Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in
seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat
(Urteil des Bundesgerichts vom 11. Mai 2009, 9C_261/2009, E. 1.2). Dagegen stellt die
bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen
unverändert gebliebenen Gesundheitsustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein
genommen keinen Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG dar (Urteil des
Bundesgerichts vom 3. Oktober 2013, 8C_211/2013, E. 2.2).
7.3 Die Frage der wesentlichen Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen beurteilt
sich durch Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der ursprünglichen
Rentenverfügung bestanden hat (bzw. der letzten rechtskräftigen Verfügung, welche
auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer
Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines
Einkommensvergleiches beruht), mit demjenigen zur Zeit der streitigen
Revisionsverfügung (BGE 134 V 132 f. E. 3). Die ursprüngliche Verfügung der
Beschwerdegegnerin, welche auf einer umfassenden materiellen Prüfung des
Rentenanspruchs des Beschwerdeführers beruht, datiert vom 3. Februar 2005 (IV-act.
46), die streitige Revisionsverfügung wurde am 15. Juni 2015 erlassen (IV-act. 111). Zu
prüfen ist damit, ob eine wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen
zwischen Februar 2005 und Juni 2015 vorliegt, womit ein Revisionsgrund nach Art. 17
ATSG gegeben wäre.
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7.4 Aus dem orthopädischen Teilgutachten des SMAB ergibt sich keine Veränderung
des Gesundheitszustandes in Bezug auf die Ellbogenproblematik. Wenn die SMAB-
Gutachter feststellen, dass spätestens drei Monate nach dem Ellbogeneingriff vom 14.
Januar 2002 von einer vollständig wiederhergestellten Belastbarkeit des rechten
Ellbogengelenkes auszugehen gewesen wäre (IV-act. 100-38 f.), die Gutachter des
MZR anlässlich ihrer Untersuchung im April 2004 (IV-act. 32-1) aber von einer
Einschränkung ausgehen, kann es sich bloss um eine unterschiedliche Beurteilung der
Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesundheitszustandes
handeln (vgl. vorstehende E. 7.2). Ein Revisionsgrund in Bezug auf die
Ellbogenproblematik ist damit nicht gegeben.
7.5 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass es mangels Revisionsgründen im Sinne
von Art. 17 Abs. 1 ATSG in somatischer Hinsicht bei der Beurteilung in der
ursprünglichen Verfügung vom 3. Februar 2005 bleibt.
8.
8.1 Nachdem der Zeitpunkt der Rentenaufhebung davon abhängt, unter welchem Titel
dies geschieht (vgl. nachstehende E. 11), muss auch noch geprüft werden, ob die
ursprüngliche Verfügung in Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG gezogen
werden kann.
8.2 Nach Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger auf formell rechtskräftige
Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos
unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Die
erstgenannte Voraussetzung meint, dass kein vernünftiger Zweifel an der (von Beginn
weg bestehenden) Unrichtigkeit der Verfügung möglich, also einzig dieser Schluss
denkbar ist. Das Erfordernis der zweifellosen Unrichtigkeit ist in der Regel erfüllt, wenn
eine Leistungszusprechung aufgrund falsch oder unzutreffend verstandener
Rechtsregeln erfolgt war oder wenn massgebliche Bestimmungen nicht oder unrichtig
angewandt wurden (BGE 140 V 79 E. 3.1). Anders verhält es sich, wenn der
Wiedererwägungsgrund im Bereich materieller Anspruchsvoraussetzungen liegt, deren
Beurteilung notwendigerweise Ermessenszüge aufweist. Erscheint die Beurteilung
einzelner Schritte bei der Feststellung solcher Anspruchsvoraussetzungen
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(Invaliditätsbemessung, Arbeitsunfähigkeitsschätzung, Beweiswürdigung,
Zumutbarkeitsfragen) vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage, wie sie sich im
Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung darbot, als vertretbar, scheidet die
Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus. Zweifellos ist die Unrichtigkeit, wenn kein
vernünftiger Zweifel daran möglich ist, dass die Verfügung unrichtig war. Es ist nur ein
einziger Schluss – derjenige auf die Unrichtigkeit der Verfügung – denkbar (BGE 138 V
328 E. 3.3).
8.3 Die ursprüngliche, rentenzusprechende Verfügung vom 3. Februar 2005 stützte
sich auf das auf umfassender Abklärung beruhende internistische, rheumatologische
und psychiatrische Gutachten vom 2. Juni 2004. Den damaligen Gutachtern kann nicht
die fachliche Eignung abgesprochen werden, die entsprechenden Beurteilungen
vorzunehmen. Ferner weist die Einschätzung von Gesundheitszustand und
Arbeitsunfähigkeit zwangsläufig Ermessenszüge auf. Dies gilt im Besonderen für das
vorliegend zur Diskussion stehende syndromale Beschwerdebild, aber auch für die
Auswirkungen der Ellbogenproblematik. Weiter war die damalige Rechtsprechung zur
„Überwindbarkeitsvermutung“ noch nicht derart etabliert (vgl. vorstehende E. 5.2), dass
deren Nichtanwendung – wie es die Beschwerdegegnerin gemäss IV-act. 110-4
geltend macht – zu einer zweifellosen Unrichtigkeit führt (vgl. dazu auch BGE 135 V
211 E. 7 ff.).
8.4 Damit kann auch unter dem Rückkommenstitel der Wiedererwägung nicht in das
mit Verfügung vom 3. Februar 2005 geregelte Rechtsverhältnis eingegriffen werden.
9.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Voraussetzungen für eine Revision nach
Art. 17 Abs. 1 ATSG oder eine Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG nicht erfüllt
sind. Damit ist aus rheumatologischer / orthopädischer Sicht weiterhin von einer 90%-
igen Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit auszugehen ist. Diese Leistungsfähigkeit
gilt auch insgesamt, nachdem eine anhaltend somatoforme Schmerzstörung nicht
mehr erhoben werden konnte und die Rente in diesem Punkt – wie erwähnt – gestützt
auf lit. a SchlB anzupassen ist.
10.
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10.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die
versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der
medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung
gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid
geworden wäre (Art. 16 ATSG).
10.2 Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist, da der Beschwerdeführer seit
dem Jahr 2003 keine Erwerbstätigkeit mehr ausgeführt hat, grundsätzlich auf
statistische Werte abzustellen (vgl. u.a. BGE 126 V 76 f. E. 3). Nachdem in somatischer
Hinsicht weder Revisions- noch Wiedererwägungsgründe vorliegen, ist weiterhin vom
ursprünglichen, die körperlichen Beschwerden berücksichtigenden, Belastungsprofil
auszugehen, wonach dem Beschwerdeführer leichte Arbeiten ohne kraftvollen Einsatz
der rechten oberen Extremität und ohne repetitive Finger-, Handgelenks- oder
Ellbogenbewegungen zumutbar sind (vgl. Einspracheentscheid der Suva vom 29. Juli
2004 S. 4, Fremdakten). Abzustellen ist damit auf den statistisch erhobenen
Durchschnittslohn von Männern für Tätigkeiten mit Kompetenzniveau 1 aller
Wirtschaftszweige. Dieser betrug im Jahr 2015 Fr. 66‘633.-- (vgl. Gesetzestexte 1.
Säule, Aktualisierte Anhänge, AHV, in www.ahv-iv.ch > Webshop > Gesetzestexte 1.
Säule), bei 90%-iger Arbeitsfähigkeit Fr. 59‘969.70.
10.3 Zu prüfen bleibt, ob von diesem Tabellenlohn ein Abzug vorzunehmen ist. Mit dem
Tabellenlohnabzug ist zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte
Personen, die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu
voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren arbeitnehmenden Personen
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb mit unterdurchschnittlichen Lohnansätzen
rechnen müssen. Sodann wird dem Umstand Rechnung getragen, dass weitere
persönliche und berufliche Merkmale einer versicherten Person wie Alter, Dauer der
Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie
Beschäftigungsgrad, Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 129 V 481
E. 4.2.3). Lohnsenkend wird sich beim Beschwerdeführer auswirken, dass auch die
leichte Verweistätigkeit mit zusätzlichen Einschränkungen einhergeht (die rechte [obere]
Extremität kann gemäss vorgenanntem Belastungsprofil nur schonend eingesetzt
werden). Weiter wird seine lange Abwesenheit vom Arbeitsmarkt – wenn auch bezogen
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auf Tätigkeiten mit Kompetenzniveau 1 nur in leichtem Ausmass – einen
lohnsenkenden Einfluss haben (vgl. u.a. Urteile des Bundesgerichts vom 10. Februar
2011, 9C_617/2010, E. 4.3, vom 15. Juli 2009, 9C_524/2008, E. 4 und 4.2, und vom 4.
Mai 2012, 9C_22/2012, E. 3.2). Insgesamt erweist sich ein Abzug von 10% als
angemessen. Somit resultiert ein Invalideneinkommen von Fr. 53‘972.75 (Fr. 59‘969.70
* 0.9).
10.4 Ausgehend von diesem Invalideneinkommen erübrigt sich die exakte Bestimmung
des Valideneinkommens, nachdem erst ab einem solchen von Fr. 90‘000.-- ein
rentenbegründender Mindestinvaliditätsgrad von 40% resultieren würde. Auch mit der
Nominallohnentwicklung seit dem Jahr 2003, in welchem der Beschwerdeführer Fr.
67‘872.-- erzielt hätte (12 * Fr. 5‘656.--; vgl. Angaben der damaligen Arbeitgeberin vom
11. Mai 2004 in den Fremdakten), wird vorgenannte Grenze für das Jahr 2015 nicht
erreicht. Dasselbe gilt, wenn man einen 13. Monatslohn dazurechnet, womit für das
Jahr 2002 ein Lohn von Fr. 72‘800.-- (13 * Fr. 5‘600.--) resultiert hätte (vgl. Angaben der
damaligen Arbeitgeberin vom 12. November 2002 in den Fremdakten). Der
Beschwerdeführer hat bei einem Invaliditätsgrad von unter 40% somit grundsätzlich
keinen Anspruch mehr auf eine Invalidenrente.
11.
11.1 Kann die Rente – wie hier – einzig gestützt auf lit. a Abs. 1 SchlB aufgehoben
werden, hat die Bezügerin oder der Bezüger gemäss lit. a Abs. 2 SchlB Anspruch auf
Massnahmen zur Wiedereingliederung nach Art. 8a IVG. Das Bestehen eines
Anspruchs setzt voraus, dass die Massnahmen für eine Wiedereingliederung sinnvoll
und nutzbringend sind und die versicherte Person im Gespräch ein Minimum an
subjektiver Eingliederungsfähigkeit gezeigt hat (vgl. auch Rz. 1007.1 zweiter Abs. KSSB
in der seit 1. Januar 2015 geltenden Fassung). Zur Klärung dieser Fragen sieht auch Rz
1004.2 KSSB in der seit 1. Januar 2015 geltenden Fassung vor, dass in jedem Fall ein
persönliches Gespräch mit der versicherten Person zu führen ist, wenn eine
Rentenherabsetzung oder -aufhebung absehbar ist. Allfällige
Wiedereingliederungsmassnahmen sind ihr aufzuzeigen und im Weiteren mit ihr zu
planen (vgl. auch BGE 141 V 393 E. 5.3). Ein solches Gespräch und damit eine
Abklärung, ob Massnahmen sinnvoll und nutzbringend sind und eine subjektive
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Eingliederungsfähigkeit vorliegt, hat nach Lage der Akten mit dem Beschwerdeführer
nicht stattgefunden, sei es, dass dies untergegangen ist, sei es, dass die
Beschwerdegegenerin die Aufhebung der Rente vorrangig auf Art. 17 Abs. 1 ATSG
gestützt hat. Für die Annahme fehlender subjektiver Eingliederungsfähigkeit genügt es
auf jeden Fall nicht, dass der Beschwerdeführer aktenkundig anlässlich der
Begutachtung (IV-act. 100-33, 44, 52) mehrfach zu verstehen gegeben hat, dass er sich
nicht arbeitsfähig fühle (vgl. BGE 141 V 393 E. 5.3). Zur Prüfung eines Anspruchs auf
Massnahmen zur Wiedereingliederung ist die Sache damit an die Beschwerdegegnerin
zurückzuweisen.
11.2 Zu prüfen bleiben die Auswirkungen vorstehender Unterlassung auf die Rente
bzw. der Zeitpunkt der Aufhebung der ursprünglichen Rente. Werden Massnahmen zur
Wiedereingliederung durchgeführt, so wird die Rente bis zum Abschluss der
Massnahmen weiter ausgerichtet, längstens aber während zwei Jahren ab dem
Zeitpunkt der Aufhebung oder Herabsetzung (lit. a Abs. 3 SchlB). Der Umstand, dass
die Rentenaufhebung ohne vorgängige Prüfung von Wiedereingliederungsmassnahmen
im Sinne von Art. 8a IVG mit gleichzeitiger Weiterausrichtung der bisherigen Rente
erfolgt ist, führt dazu, dass der zweijährige Fristenlauf gemäss Abs. 3 SchlB frühestens
ab dem Zeitpunkt der Eröffnung des kantonalen Entscheids beginnen kann (BGE 141 V
385 E. 5.2 ff.). Eine Ausnahme dazu sieht lediglich Rz 1007.1 Abs. 3 KSSB in der seit 1.
Januar 2015 geltenden Fassung vor, wonach – indes bei erfolgter Prüfung und
grundsätzlicher Gewährung von Massnahmen – die zweijährige Frist nicht
unterbrochen wird, wenn sich die versicherte Person dazu entscheidet, erst nach der
gerichtlichen Überprüfung an Massnahmen teilzunehmen. Wie erwähnt wurden
Massnahmen bisher überhaupt noch nicht geprüft. Auch ist ein Wille des
Beschwerdeführers, erst nach der gerichtlichen Überprüfung an Massnahmen
teilzunehmen, weder ersichtlich noch wird er von den Parteien geltend gemacht. Im
Gegenteil moniert der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers in seiner Stellungnahme
zum Vorbescheid vom 19. Mai 2015, dass Massnahmen zur Wiedereingliederung nicht
einmal geprüft worden seien (IV-act. 109-3). Damit bleibt es dabei, dass der zweijährige
Fristenlauf frühestens ab dem Zeitpunkt dieses Entscheids beginnt. Weiter ist es
gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung mit dem Sinn und Zweck der in lit. a
Abs. 2 und 3 SchlB vorgesehenen Anpassungsfrist nicht vereinbar, die Invalidenrente
bereits vor deren Beginn einzustellen, um sie später für die Dauer der Massnahmen zur
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Wiedereingliederung wieder zu gewähren. Die rentenbegleitenden Massnahmen zur
Wiedereingliederung nach Art. 8a IVG haben also nahtlos an die Rentenaufhebung
gemäss lit. a Abs. 1 SchlB anzuknüpfen (BGE 141 V 385 E. 5.5). Entsprechend ist die
bisherige Rente bis zum Entscheid über die Gewährung rentenbegleitender
Massnahmen zur Wiedereingliederung weiter auszurichten.
12.
12.1 Nach dem Gesagten ist die Beschwerde dahingehend gutzuheissen, dass die
angefochtene Verfügung vom 15. Juni 2015 aufzuheben und dem Beschwerdeführer
bis zum Entscheid über die Gewährung rentenbegleitender Massnahmen zur
Wiedereingliederung gemäss lit. a Abs. 2 und 3 der Schlussbestimmungen im Sinne
der Erwägungen weiterhin eine ganze Invalidenrente auszurichten ist. Die Sache ist
zum Entscheid über die Gewährung rentenbegleitender Massnahmen zur
Wiedereingliederung gemäss lit. a Abs. 2 und 3 der Schlussbestimmungen an die
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
12.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr.
1‘000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint
als angemessen. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend ist sie vollumfänglich der
Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Sie hat deshalb die gesamte Gerichtsgebühr von
Fr. 600.-- zu bezahlen. Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist dem
Beschwerdeführer zurückzuerstatten.
12.3 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei
Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom
Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der
Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In
der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art.
22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten (HonO; sGS
963.75) pauschal Fr. 1‘000.-- bis Fr. 12‘000.--. Im hier zu beurteilenden Fall erscheint
eine pauschale Parteientschädigung von Fr. 3‘500.-- (inklusive Barauslagen und
Mehrwertsteuer) als angemessen.
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