Decision ID: 1c7299ae-1682-45ba-878a-173d2ceb45c3
Year: 2013
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt:
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A.- A besitzt den Führerausweis der Kategorie B sei 1971. Wegen Fahrens in
angetrunkenem Zustand war er ihm für die Dauer von zwei Monaten vom
26. September bis 25. November 2000 und wegen einer Alkoholabhängigkeit ab
21. März 2003 auf unbestimmte Zeit entzogen. Mit der Auflage, eine kontrollierte und
betreute Alkoholabstinenz einzuhalten, wurde er ihm am 19. August 2004 wiedererteilt.
Die Massnahme wurde am 1. März 2006 aufgehoben.
B.- Am Samstag, 31. März 2012, wurde A um 19.35 Uhr als Lenker seines
Personenwagens mit dem amtlichen Kennzeichen SG 000 in Benken kontrolliert. Da
der Atemlufttest belastend war, wurde ihm der Führerausweis auf der Stelle
abgenommen. Um 20.50 Uhr stellte die Polizei in Amden fest, dass A seinen
Personenwagen trotz Abnahme des Führerausweises und Alkoholisierung lenkte. Der
Atemlufttest ergab wiederum eine umgerechnete Blutalkoholkonzentration von mehr
als 0,8 Gew.-‰. Die Analysen der Blutproben ergaben für den Zeitpunkt der Ereignisse
mittlere Blutalkoholkonzentrationen von 2,21 Gew.-‰ (mindestens 1,96 Gew.-‰,
höchstens 2,45 Gew.-‰) und 1,69 Gew.-‰ (mindestens 1,46 Gew.-‰, höchstens
1,92 Gew.-‰). Wegen dieser Vorfälle entzog ihm das Strassenverkehrs- und
Schifffahrtsamt des Kantons St. Gallen am 31. Mai 2012 den Führerausweis für die
Dauer von sechs Monaten. A blieb demgegenüber berechtigt, landwirtschaftliche
Motorfahrzeuge bis 40 km/h und Motorfahrräder zu führen.
C.- Am Montag, 13. August 2012, erlitt A mit seinem Motorfahrrad mit dem amtlichen
Kennzeichen SG 00'000 gegen 19.00 Uhr in Amden auf der Amdenerstrasse, Höhe
Bruggacher, einen Selbstunfall. Die Analyse der Blutprobe ergab für den Zeitpunkt der
Blutentnahme eine mittlere Blutalkoholkonzentration von 2,0 Gew.-‰ (mindestens
1,90 Gew.-‰, höchstens 2,10 Gew.-‰). Aufgrund dieses Unfalls wurde A mit
Strafbefehl des Untersuchungsamtes Uznach vom 7. Februar 2013 wegen Führens
eines motorlosen Fahrzeuges in fahrunfähigem Zustand zu einer Busse von Fr. 150.--
verurteilt.
D.- Mit Schreiben vom 27. September 2012 händigte das Strassenverkehrsamt A den
Führerausweis für die Kategorie B wieder aus und teilte ihm mit, er sei – nach Ablauf
des am 31. Mai 2012 verfügten sechsmonatigen Entzugs – ab 1. Oktober 2012 wieder
fahrberechtigt. Am folgenden Tag erhielt das Strassenverkehrsamt indessen Kenntnis
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vom Vorfall vom 13. August 2012 und entzog A umgehend mit Verfügung vom
2. Oktober 2012 den Führerausweis aller Kategorien sowie aller Unter- und
Spezialkategorien (inkl. Mofa) vorsorglich ab sofort. Gleichzeitig stellte es die
Anordnung einer verkehrsmedizinischen Untersuchung zur Abklärung der Fahreignung
in Aussicht. Einen dagegen erhobenen Rekurs wies die Verwaltungsrekurskommission
mit Entscheid vom 20. November 2012 ab (VRKE IV-2012/108).
E.- Am 8. Januar 2013 wurde die mit Zwischenverfügung vom 3. Dezember 2012
angeordnete spezialärztliche Untersuchung an der verkehrsmedizinischen Abteilung
des Instituts für Rechtsmedizin des Kantonsspitals St. Gallen durchgeführt. Im
Gutachten vom 12. Februar 2013 wird festgestellt, die Fahreignung könne bei einem
verkehrsrelevanten Alkoholmissbrauch mit eingeleiteter, nachvollziehbarer
Verhaltensänderung mit der Auflage befürwortet werden, dass eine fachtherapeutisch
betreute und kontrollierte Alkoholabstinenz gemäss Merkblatt mit Einreichen von
Verlaufsberichten alle sechs Monate durchgeführt werde, wobei vor Aufhebung der
Auflage eine verkehrspsychologische Untersuchung erfolgen sollte. In der Folge hob
das Strassenverkehrsamt mit Verfügung vom 12. März 2013 den vorsorglichen
Führerausweisentzug (ohne Kat. F, G und M) auf (Ziffer 1) und versah den
Führerausweis mit den Auflagen (Ziffer 2), dass A unter fachlicher Betreuung (Arzt und
Suchtfachstelle) eine vollständige, kontrollierte Alkoholabstinenz gemäss Info-Blatt
einzuhalten habe (lit. a) mit halbjährlichen Berichterstattungen (lit. b) und
Haarprobeentnahmen (lit. c). Weiter wurde festgehalten, dass eine Lockerung der
Auflagen frühestens in zwei Jahren, die vollständige Aufhebung frühestens in vier
Jahren geprüft werden könne (lit. e), und vor einer Aufhebung der Auflagen eine
verkehrspsychologische Untersuchung zu erfolgen habe (lit. f).
F.- Gegen diese Verfügung erhob A mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 28. März
2013 Rekurs bei der Verwaltungsrekurskommission mit den Anträgen, unter Kosten-
und Entschädigungsfolge sei die angefochtene Verfügung in Ziffer 1 in dem Sinne
anzupassen, dass die Aufhebung des vorsorglichen Führerausweisentzuges auch für
die Kategorien F, G und M gelte, und Ziffer 2e der Verfügung sei abzuändern, indem
eine Lockerung der Auflagen frühestens ab August 2014, die vollständige Aufhebung
frühestens ab Februar 2016 geprüft werden könne.
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Mit unangefochten gebliebener Verfügung vom 4. April 2013 entzog die Vorinstanz A
den Führerausweis der Spezialkategorien F, G und M für die Dauer von zwölf Monaten.
Die Vorinstanz trug am 30. April 2013 auf Abweisung des Rekurses an. Eine weitere
Stellungnahme des Rekurrenten datiert vom 6. Mai 2013. Auf die Ausführungen der
Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge wird, soweit erforderlich, in den

Erwägungen eingegangen.
Erwägungen:
1.- Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die
Verwaltungsrekurskommission ist zum Sachentscheid zuständig. Die Befugnis zur
Rekurserhebung ist gegeben. Der Rekurs vom 28. März 2013 ist rechtzeitig eingereicht
worden und erfüllt in formeller und inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen Anforderungen
(Art. 41 lit. g , 45, 47 und 48 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege,
sGS 951.1, abgekürzt: VRP). Auf den Rekurs ist einzutreten.
2.- Der Rekurrent beantragt zunächst, der vorsorgliche Führerausweisentzug sei auch
für die Kategorien F, G und M aufzuheben.
a) Bis zur Abklärung von Ausschlussgründen kann der Führerausweis vorsorglich
entzogen werden, wenn ernsthafte Bedenken an der Fahreignung bestehen (Art. 30
VZV). Erst nach Vorliegen des Ergebnisses der medizinischen oder
verkehrspsychologischen bzw. -psychiatrischen Untersuchung ist entweder ein
Sicherungsentzug auf unbestimmte Zeit oder ein Warnungsentzug auf bestimmte Zeit
auszusprechen (BGE 6A.111/2000 vom 20. März 2001 E. 5b). Die Behörde ist
verpflichtet, innert nützlicher Frist einen definitiven Entscheid zu treffen. Ein
vorsorglicher Ausweisentzug kann nicht losgelöst vom eigentlichen Entzugsverfahren
verfügt werden, sondern nur bis zur "Abklärung von Ausschlussgründen". Die
entsprechende Verfügung stellt damit einen Zwischenschritt auf dem Weg zur
Endverfügung bzw. eine vorsorgliche Massnahme dar (Philippe Weissenberger,
Administrativrechtliche Massnahmen gegenüber Motorfahrzeuglenkern bei Alkohol-
und Drogengefährdung, in: Jahrbuch zum Strassenverkehrsrecht 2004, S. 121 f.).
bis
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b) Mit Verfügung vom 2. Oktober 2012 entzog die Vorinstanz dem Rekurrenten den
Führerausweis vorsorglich. Ein dagegen erhobener Rekurs wurde von der
Verwaltungsrekurskommission mit Entscheid vom 20. November 2012 abgewiesen
(act. 10/13 ff.). Gestützt auf das verkehrsmedizinische Gutachten vom 12. Februar 2013
hob die Vorinstanz den vorsorglichen Führerausweisentzug ausgenommen die
Kategorien F, M und G am 12. März 2013 auf und erteilte den Führerausweis unter
Auflagen wieder (act. 2/2). Gleichentags gewährte sie dem Rekurrenten Frist zur
Stellungnahme zu einem allfälligen Warnungsentzugs hinsichtlich der Spezialkategorien
(act. 10/5 f.). Mit Schreiben vom 25. März 2013 akzeptierte der Rekurrent einen
Führerausweisentzug für zwölf Monate (act. 10/3). Nach Rekurserhebung ordnete die
Vorinstanz am 4. April 2013 schliesslich einen Führerausweisentzug der Kategorien F,
G und M für die Dauer von zwölf Monaten an (act. 10/7 ff.). Damit wurde der
vorsorgliche Entzug des Führerausweises vom 2. Oktober 2012 aufgehoben. Entgegen
der Ansicht des Rekurrenten lebt der vorsorgliche Führerausweisentzug für die
Kategorien F, G und M nach Ablauf des Warnungsentzuges nicht wieder auf.
Insbesondere hat die Vorinstanz auch keine Sperrfrist verfügt. Auf den Rekurs ist in
diesem Punkt somit mangels Rechtsschutzinteresses nicht einzutreten.
3.- a) Eine Grundvoraussetzung für die Erteilung des Führerausweises ist die
Fahreignung. Dieser Begriff umschreibt die körperlichen und geistigen
Voraussetzungen, um ein Fahrzeug im Strassenverkehr sicher lenken zu können. Die
Fahreignung muss grundsätzlich dauernd vorliegen (BGE 133 II 384 E. 3.1). Nach
Art. 14 Abs. 2 lit. c SVG verfügt über die Fahreignung, wer frei von einer Sucht ist, die
das sichere Führen von Motorfahrzeugen beeinträchtigt. Wird festgestellt, dass die
gesetzlichen Anforderungen zur Erteilung nicht oder nicht mehr bestehen, sind
Führerausweise und Bewilligungen zu entziehen (Art. 16 Abs. 1 SVG). Gemäss Art. 16d
Abs. 1 lit. b SVG wird der Führerausweis einer Person auf unbestimmte Zeit entzogen,
wenn sie an einer Sucht leidet, welche die Fahreignung ausschliesst.
Nach den allgemeinen verwaltungsrechtlichen Grundsätzen ist es im Rahmen der
Verhältnismässigkeit zulässig, aus besonderen Gründen den Führerausweis mit
Auflagen zu versehen, wenn diese der Sicherstellung der Fahreignung und damit der
Verkehrssicherheit dienen sowie mit dem Wesen der Fahrerlaubnis im Einklang stehen
(vgl. Botschaft, in: BBl 1999 S. 4482). Die Anordnung von Auflagen kommt dann in
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Frage, wenn der Lenker die gesetzlichen Anforderungen an die Fahreignung bei
Einhaltung bestimmter Massnahmen erfüllt; ein Entzugsgrund nach Art. 16 SVG muss
dabei nicht gegeben sein. Erforderlich ist zudem, dass sich die Fahreignung nur mit
dieser Massnahme aufrechterhalten lässt und die Auflagen erfüll- und kontrollierbar
sind (BGE 131 II 248 E. 6).
Ob eine Alkoholsucht bzw. ein verkehrsrelevanter Alkoholmissbrauch dauerhaft
erfolgreich überwunden wurden, bedarf nach der Wiedererteilung des Führerausweises
in der Regel einer weiteren vier bis fünf Jahre dauernden Kontrolle der Einhaltung einer
vollständigen Alkoholabstinenz und der therapeutischen Begleitung. Dazu sind
regelmässige Laboruntersuchungen der alkoholrelevanten Blut- und Leberwerte
erforderlich. Bei günstigem Verlauf kann der Betroffene frühestens drei Jahre nach
Wiedererteilung des Führerausweises aus den Auflagen bzw. der
verkehrsmedizinischen Kontrolle entlassen werden. Es bedarf nach der Wiedererteilung
des Führerausweises noch während mindestens dreier Jahre einer verkehrsmedizinisch
kontrollierten gänzlichen Alkoholabstinenz. Darüber hinaus muss eine Suchttherapie
während mindestens zwei Jahren durchgeführt werden. Die betroffene Person hat dazu
regelmässig eine Beratungs- oder Therapiestelle (Suchtberatung, Psychologe,
Psychiater, Hausarzt usw.) für Beratungsgespräche aufzusuchen. Sofern eine
vollständige Alkoholabstinenz eingehalten wurde, die Laboruntersuchungen
regelmässig erfolgten und die Suchttherapie erfolgreich verlief, kann nach frühestens
zwei Jahren die Therapie sistiert werden, und es müssen dann nur noch die
Laborkontrollen durchgeführt werden (BGE 6A.61/2005 vom 12. Januar 2006 E. 2.1 mit
Hinweis auf R. Seeger, Alkohol und Fahreignung, in: Handbuch der
verkehrsmedizinischen Begutachtung, Bern 2005, S. 29). Diese Rechtsprechung gilt
auch, wenn nach einem vorsorglichen Führerausweisentzug kein Sicherungsentzug
verfügt, sondern der Führerausweis unter Auflagen wiedererteilt wurde.
b) aa) Der Rekurrent ficht zu Recht nicht an, dass der Führerausweis mit Auflagen
versehen wurde. Er wendet sich jedoch gegen die in Ziff. 2e des Rechtsspruchs
festgesetzten Fristen für die Überprüfung der Lockerung bzw. der Aufhebung der
Auflagen von mindestens zwei bzw. vier Jahren. Zur Begründung wird geltend
gemacht, der verkehrsmedizinischen Begutachtung könne entnommen werden, dass er
seit dem Ereignis vom 13. August 2012 abstinent sei. Aufgrund der angefochtenen
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Verfügung könne eine Lockerung ab 12. März 2015 und am 12. März 2017 eine
Aufhebung der Auflagen geprüft werden. Bis die Prüfung abgeschlossen sei, würden
weitere Monate vergehen. Schätzungsweise im August 2017 könne die Auflage bei
gutem Verlauf aufgehoben werden. Der Rekurrent müsse bis dann seine Abstinenz
über rund fünf Jahre (August 2012 bis August 2017) nachweisen, was absolut
unverhältnismässig sei. Unter Berücksichtigung, dass die Abstinenz bereits seit August
2012 nachgewiesen sei, sei eine Lockerung der Auflagen ab August 2014 und die
Aufhebung der Massnahme ab Februar 2016 zu prüfen.
bb) Abzustellen ist auf den Zeitpunkt der Wiedererteilung des vorsorglich entzogenen
Führerausweises und nicht auf den Ereigniszeitpunkt. Die Lockerung der Auflage kann
daher – wie von der Vorinstanz angeordnet – frühestens ab 12. März 2015 geprüft
werden. Weiter ist die verfügte Auflage der kontrollierten Totalabstinenz in der Regel für
insgesamt vier Jahre aufrechtzuerhalten (vgl. Seeger, a.a.O., S. 29). Zu berücksichtigen
ist vorliegend jedoch, dass der Rekurrent nach eigenen Angaben seit August 2012
alkoholabstinent ist, was durch das verkehrsmedizinische Gutachten vom 12. Februar
2013 nicht widerlegt wurde. Zwar könne die festgestellte Lebervergrösserung als
alkoholbedingt angesehen werden. Anhand der Ergebnisse der Haar-, Blut- und
Urinanalyse sei die geltend gemachte Abstinenz seit August 2012 nachvollziehbar und
sowohl vom Hausarzt des Rekurrenten als auch durch eine unauffällige Blutkontrolle im
Dezember 2012 bestätigt worden. Der Gutachter befürwortete daher die Fahreignung
unter Auflagen (act. 2/5 S. 5 f.).
Unter den dargelegten Umständen erscheint es in zeitlicher Hinsicht als
unverhältnismässig, die vollständige Aufhebung der Auflagen erst nach vier Jahren zu
prüfen. Da der Rekurrent seit dem letzten Ereignis im August 2012
nachgewiesenermassen alkoholabstinent ist und somit aus seinem Fehlverhalten
gelernt zu haben scheint, rechtfertigt es sich, bei günstigem Verlauf eine Entlassung
aus den Auflagen bzw. aus der verkehrsmedizinischen Kontrolle nach der
Mindestdauer von drei Jahren nach Wiedererteilung des Führerausweises zu
überprüfen. Nicht zu beanstanden ist dagegen die Überprüfung einer Lockerung der
Auflagen nach zwei Jahren seit dem Erlass der angefochtenen Verfügung vom 12. März
2013. Der Rekurs ist in diesem Punkt daher teilweise gutzuheissen.
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4.- Mit den Auflagen soll sichergestellt werden, dass der Rekurrent zum Schutz der
Sicherheit der übrigen Verkehrsteilnehmer nur in fahrfähigem Zustand ein
Motorfahrzeug lenkt. Dieser Zweck wäre gefährdet, müsste der Rekurrent diese
Auflagen während eines Beschwerdeverfahrens nicht einhalten. Einer allfälligen
Beschwerde ist deshalb die vom Gesetz vorgesehene aufschiebende Wirkung zu
entziehen (Art. 64 in Verbindung mit Art. 51 VRP).
5.- Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten von Fr. 1'200.--
zu zwei Dritteln vom Rekurrenten und zu einem Drittel vom Staat zu tragen (Art. 95
Abs. 1 VRP, Art. 7 Ziff. 122 der Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Der
Kostenvorschuss von Fr. 1'200.-- ist bis zum Betrag von Fr. 800.-- zu verrechnen und
im Restbetrag von Fr. 400.-- zurückzuerstatten.
Bei diesem Verfahrensausgang ist keine ausseramtliche Entschädigung zuzusprechen
(Art. 98 VRP).