Decision ID: 6977c108-38e1-4ad8-be68-5ca732e09057
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Der
1978
geborene
X._
stürzte
an seinem ersten Arbeitstag als
Eisen
leger
bei der
Y._
GmbH, dem 1. April 2010
,
zu
Bode
n
(Schadenmeldung UVG vom 20. April 2010, Urk.
8/11/104
)
. Dabei zog er sich
eine minim dislo
zierte intraartikuläre Radiusfraktur rechts sowie mehrere Kontusionen zu
(Urk.
8/11/101
).
Die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA)
erbrachte in der Folge Taggeld- und Heilbehandlungsleistungen (u.a.
Urk. 8/11/42, Urk. 8/11/45
).
Am
26. November 2010
meldete sich
der Versicherte
unter Hin
weis auf den erlittenen Unfall
bei der Sozialversicherung
sanstalt des Kantons Zürich, IV-
Stelle, zum Leistungsbezug
(Rente/Berufliche Massnahmen)
an (Urk. 8/
1
). Die IV-Stelle
tätigte medizinische und erwerbliche Abklärungen, wo
bei sie
insbesondere
wiederholt
die Akten der SUVA
beizog
und Berichte bei den behandelnden Ärzten einholte.
Da sich der Versicherte als nicht arbeitsfähig erachtete, schloss die IV-Stelle am
4. August 2011 die
zuvor gewährte
Einglie
derungsberatung
ab (Urk. 8/27).
Bei persistierenden Beschwerden am rechten Handgelenk wurde
n
am 6.
Januar
2012 eine Resektion des distalen
Scaphoid
pols
sowie
eine
Teilarthrodese
vorgenommen (Urk. 8/34/88-89).
Per Ende Mai 2013 stellte die SUVA die Taggeldleistungen u
nter Hi
n
weis darauf, dass von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesund
heitszustandes mehr
zu erwarten sei
,
ein
(Urk.
8/60/118-120
)
. Mit
Verfügung vom 29. April 2013 (Urk. 8/36
)
beziehungsweise
mit
Einspracheentscheid vom
26. November 2013
(Urk. 8/46)
sprach
sie
dem Versicherten
bei einer
Integri
täts
einbusse
von 1
5
% eine Entschädigung von Fr.
18‘900.
--
zu und
verneinte mangels eines anspruchsbegründenden Invaliditätsgrades einen Anspruch auf eine R
ente, wogegen
der Versicherte
am
13. Januar 2014
Beschwerde beim hie
s
igen Gericht erhob (Prozess-Nr.
UV.20
14
.000
08
). Nach durchgeführtem
Vor
bescheidverfahren
(
Vorbescheid vom 29. November 2013, Urk. 8/50, Einwand vom 20. Januar 2014,
Urk. 8/
57
)
, in welchem die IV-Stelle erneut die Akten der SUVA
beizog
(Urk. 8/60),
verneinte
sodann auch die IV-Stelle
mit Verfügung vom 11. März 2014
einen Rentenanspruch
(Urk. 2).
2.
Dagegen
erhob
X._
am
1. April 2014
Beschwerde
(Urk. 1)
und bean
tragte
, es sei ihm gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 100 %, eventualiter gestützt auf einen Invaliditätsgrad von mindestens 56 % eine Rente zuzuspre
chen,
wobei
Gerichtsgutachten in Auftrag zu geben
seien
oder eventualiter
die Sache an die Beschwerdegegnerin zur Erstellung eines externen Gutachtens
zurückzuweisen sei
. In prozessualer Hinsicht ersuchte er um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung sowie um Bestellung von Rechtsanwalt Her
mann Rüegg zum
unentgeltli
chen Rechtsbeistand (Urk. 1 S. 1
).
Mit
Beschwerde
antwort
vom
26
.
Mai 2014
(Urk.
7
unter Beilage ihrer Akten,
Urk.
8/1-69
)
bean
tragte
die Beschwerdegegnerin
, in teilweiser Gutheissung der Beschwerde
sei dem Beschwerdeführer
vom 1. April 2012 bis am 31. Oktober 2012
eine befristete ganze sowie für den Monat November 2012 eine befristete halbe Rente zuzu
sprechen.
Der Beschwerdeführer hielt mit Replik vom
20. August 2014
(Urk.
11
) an seinen Anträgen fest. Mit Eingabe vom
14. Oktober 2014
teilte die Beschwerdegegnerin mit, dass sie auf die Einreichung einer Duplik verzichte, was dem Beschwerde
führer am
22. Oktober 2014
mit
geteilt
wurde (
Urk.
15).
Mit Verfügung vom 18. März 2015 (Urk. 17) forderte das hiesige Gericht den Beschwerdeführer auf, zur Substantiierung seines Antrages auf unentgeltliche
Rechtspflege
seine finanzielle Situation darzulegen und entsprechende Unterla
gen einzureichen, worauf der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 21. April 201
5
(Urk. 19)
das Formular zur Abklärung der prozessualen Bedürftigkeit (Urk. 20) sowie zwei Belege (Urk. 21/1-2)
auflegen liess
.
3.
Mit heutigem Urteil wurde die Beschwerde gegen den
Einspracheentscheid der SUVA vom 26. November 2013
abgewiesen (Prozess-Nr.
UV.2014.00008
).
4.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die Beschwerdegegnerin
erwog
in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2), ge
mäss den medizinischen Abklärungen sei der Beschwerdeführer seit dem Unfall im April 2010
als Eisenleger
vollständig
arbeits
un
fähig.
Seit
Dezember 2
010 sei ihm jedoch
wieder
eine angepasste Tätigkeit
zu 100 % zumutbar
,
womit
er
ein rentenausschliess
endes Einkommen erzielen könne
.
1.2
Der Beschwerdeführ
er machte demgegenüber
im Wesentlichen
geltend
(Urk. 1
,
Urk. 11
), seine beklagten Schmerzen seien nicht berücksichtigt und nur unge
nügend abgeklärt worden, insbesondere fehle eine eingehende neurologische Untersuchung. Des Weiteren bemängelte er sowohl die Ermittlung des Validen- als auch des Invalideneinkommens.
1.3
In der Beschwerdeantwort (Urk. 7) hielt die Beschwerdegegnerin ergänzend da
für, der Beschwerdeführer sei infolge der Operation vom 6. Januar 2012 vorübergehend bis Oktober 2012 auch in angepassten Tätigkeiten vollständig arbeitsunfähig gewesen.
Seit
November 2012 sei ihm
jedoch
eine ange
passte Tätigkeit wieder zu 50 % sowie
seit
Dezember 2012
wieder
zu 100 % zumutbar. Der Beschwerdeführer habe
infolgedessen
Anspruch auf eine befriste
te ganze Rente von April 2012 (drei
Monate nach Eintritt der gesundheitlichen Ver
schlechterung) bis Oktober 2012 sowie auf eine befristete halbe Rente im Monat November 2012.
2.
2.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge
sundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver
bleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs
unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
2.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
2.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach
Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
2.4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
3.
3.1
Nach dem
Sturz
am
1. April 2010 diagnostizierten die Ärzte des
Spitals
Z._
eine distale minim dislozierte intraartikuläre Radiusfraktur rechts, eine
Thoraxkontusion
rechts, eine Flankenkontusion rechts, eine Kniekontusion rechts sowie eine Unterschenkelko
ntusion rechts
. Die Radiusfraktur behandelten sie konservativ mittels
fünfwöchiger Unterarmgipsfixation
und entliessen den Beschwerdeführer am 3. April 2010 in gutem Allgemeinzustand nach Hause
(Urk. 8/34/301
,
Urk. 8/34/255
).
3.2
Bei
weiterhin beklagten
Beschwerden
am Knie- und Handgelenk rechts
fand
nachdem die behandelnden Fachpersonen eine
kreisärztliche Beurteilung res
pek
tive eine
Überprüfung
der geklagten Beschwerden als indiziert erachtet hat
ten
(Urk.
8/34/262,
Urk. 8/34/256, Urk. 8/34/248
)
am 21. September 2010
eine kreisärztliche Untersuchung statt
(Bericht vom 22. September 2010, Urk. 8/34/234-238)
. Kreisarzt Dr. med. A._
, Facharzt für orthopädische Chi
rur
gie, hielt fest,
im Bereich der Radiusfraktur könne
k
ein klinisch sicheres Korrelat für die Schmerzen gefunden werden. Die geäusserte Vermutung einer Pathologie im Bereich des Diskus
triangularis
finde klinisch nur geringe Ent
sprechung. Es sei therapeutisch zunächst weiter konservativ zu verfahren, wobei eine
stationäre Behandlung in der Rehaklinik
B._
angezeigt sei
. Bezüglich des rechten Kniegelenks sei
en
keine Unfallfolgen mehr
feststellbar
. Der geäus
ser
te Verdacht auf eine Pathologie des lateralen Meniskus könne klinisch nicht bestätigt werden. Es sei von einem unfallfremden
Anterior
Knee
Pain
bei leich
ter
Patellalateralisation
und Verkürzun
g des
Quadrizeps
auszugehen
(Urk. 8/34/237)
.
3.3
In der Folge befand sich der Beschwerdeführer
vom 14. Oktober 2010 bis am 26. November 2010 zur stationären Behandlung i
n der Rehaklinik
B._
(Urk. 8/34/212-219
), wo auch ein handchirurgisches
(Dr. med. C._
, Ober
arzt Handchirurgie der
D._
Klinik, Urk. 8/34/206-207)
sowie
ein ortho
pädisches Konsilium
(Urk. 8/209-211)
durchgeführt wurden.
Die Ärzte hielten im Austrittsbericht
vom 29. November 2010
fest, knapp acht Monate nach dem Unfall bestünden Schmerzen bei der Pro-/
Supination
beziehungsweise der
Palmar
-/Dorsalflexion im Handgelenk rechts.
D
ie Radial- und die
Ulnarduktion
bezeichne der Beschwerdeführer ebenfalls als schmerzhaft
. Des Weiteren habe
er
über geringfügig ausgeprägte bewegungs- und lageabhängige Schmerzen
im
rechten Knie geklagt
(Urk. 8/34/213)
.
I
m handchirurgischen Konsil
ium
sei eine
Malunion
diagnostiziert und im Falle von Beschwerdepersistenz ein
Korrektur
eingriff
in sechs Monaten
zur Diskussion gestellt
worden
. Im orthopädischen Konsilium
sei bei Beschwerdepersistenz im Bereich des rechten Knies gegebe
nenfalls ei
ne
arthroskopische
Beurteilung
empfohlen worden,
im Verlauf habe der Beschwerdeführer jedoch kaum über Knieprobleme geklagt
(Urk. 8/34/214)
.
Die Ärzte kamen zum Schluss,
dass
das arbeitsrelevante Problem
d
ie Beschwer
den im
rechte
n
Handgelenk
seien
. Als Eisenleger sei der Beschwerdeführer
auf
grund der auszuführenden kraftvollen repetitiven Handgelenksbewegungen
nicht mehr vollumfänglich
arbeitsfähig
.
Für den repetitiven Einsatz
sowie für
häufige Handgelenksbewegungen rechts
sowie hinsichtlich
Vibrationsbelastun
g
en
und Schläge bezüglich der rechten Hand sei der Beschwerdeführer einge
schränkt.
Mittelschwere Tätigkeiten
(selten maximal zu hantierende Lasten: 15
25 kg)
erachteten sie
als
ganztags zumutbar, wobei sie das
Zumutbarkeits
pro
fil
aufgrund der Beschwerden an der rechten Hand einschränkten
(ohne
Kraftein
satz
und repetitiven Einsatz der rechten Hand, ohne häufige
Handge
lenks
bewe
gungen
rechts, ohne häufige Zwangshaltung bezüglich der rechten Hand, ohne Tätigkeiten, bei welchen manuell öfters relativ schwer zugängliche Stellen er
reicht werden müssen, keine Vibrationsbelastung und Schläge bezüg
lich der rechten Hand;
Urk. 8/34/213-5
).
Sie hielten
schliesslich fest
, dass bei ausblei
bender Remission der Handgelenksbeschwerden und bestehender Erfolgs
aus
sicht nach Ablauf von sechs Monaten eine operative Sanierung der
Gelenk
prob
le
matik
in Erwägung
zu ziehen sei
(Urk. 8/34/213).
3.4
Bei weiterhin g
eklagten Beschwerden konsultierte der Beschwerdeführer a
uf Veranlassung der SUVA (Urk. 8/34/166, Urk. 8/34/13
1
-133)
ab
dem
30. Juni 2011
erneut
Dr.
C._
zur Klärung der Frage, ob weitere Massnahmen an der rechten Hand notwendig und sinnvoll
seien
beziehungsweise
ob der Endzustand erreicht sei.
Dr.
C._
teilte nach durchgeführten Untersuchungen (Urk. 8/34/122-123, Urk. 8/34/118-119) mit, er könne eine Resektion des dista
len
Scaphoidpol
s
und eine
radioscapholunäre
Teilarthrodese
vornehmen
, wobei
er
jedoch darauf
hinwies
, dass das vom Beschwerdeführer
beklagte
Ausmass der Beschwerden unter Berücksichtigung der radiologischen Befunde sehr hoch sei, weshalb eine komplette Beschwerdefreiheit auch nach operativer Sanierung
fraglich erscheine
.
Am 6. Januar 2012 wurde die vorgeschlagene Operation durchgeführt
(Urk. 8/34/8
8
-89).
Dr.
C._
attestierte
ab dem 6. Januar 2012
eine vollständige Arbeitsunfähigkeit
(Urk. 8/34/87).
Nach mehreren
Verlaufs
kontrollen
berichtete der Arzt am
3. Sept
ember 2012 (Urk. 8/34/45-46)
, es beste
he subjektiv nach wie vor eine
Restbeschwerdesymtpomatik
des rechten Handgelenks, weshalb eine CT-Untersuchung veranlasst worden sei. Diese habe eine breite Konsolidierung der
Teilarthrodese
gezeigt und eine Irrita
t
ion oder Lockerung des eingebrachten
Osteosynthesematerials
habe weitestgehend aus
geschlossen werden können. Die Inspektion habe eine reizlose Narbensituation mit mittlerweile adäquater Handgelenksbeweglichkeit
gezeigt. Nach wie vor bestehe
eine
Druckdolenz
über dem
A
r
throdesespalt
.
Dass sich die
Beschwerde
symptomatik
noch
verbessere
n
werde
, sei
nicht mehr wahrscheinlich
, allenfalls sei
noch
eine Verbesserung im Verlauf der nächsten sechs Monate zu erwarten.
Hinsichtlich Arbeitsfähigkeit hielt
Dr.
C._
dafür, e
ine Beschäftigung im ursprüng
lichen Tätigkeitsfeld sei nicht mehr möglich
, eine angepasste Tätigkeit sollte jedoch a
b November 2012
wieder zu 50 % sowie ab
Dezember 2012
zu 100 % zumutbar sein
, wobei
das
Handgelenk nicht
mit
mehr als
5-10
kg
belas
tet werden sollte
.
3.5
Am 7. November 2012
wurde der Beschwerdeführer von
SUVA-Kreisärztin Dr. med.
E._
, Fachärztin Neurochirurgie,
untersucht
(
Urk. 8/
34/23-34
)
.
Der Beschwerdeführer klagte über
ausgeprägte
bewegungsabhängige Schmerzen
im rechten Handgelenk.
Mitunter sei
aufgrund der Schmerzen
auch sein Schlaf
gestört,
wobei die Situation besser sei, wenn er
nachts
die Handgelenksschien
e trage (Urk. 8/34/29)
.
Die
Kreisä
rztin hielt fest, in der Untersuchung h
ätt
e
n
sich eine eingeschränkte Handgelenksbeweglichkeit rechts nach Teilversteifung
sowie
ein Druckschmerz im Bereich der
Fossa
radialis
manus
und
im Bereich des distalen Radius gezeigt.
Nach wie vor würden
sodann
belastungsabhängige Beschwerden im rechten Handgelenk bestehen.
Das
Osteosynthesematerial
sei nicht klar tastbar
gewesen
und
eine Schwellung im Bereich der rechten Hand
habe sich nicht
gefunden.
Bei nur leichten degenerativen Veränderungen stelle sich die
Frage, ob möglicherweise das
Osteosynthesematerial
zu einer gewissen Reizung führe, weshalb
zur Beantwortung der Frage, ob durch eine Entfernung
dieses Materials
eine Verbesserung der Situation zu erreichen wäre
,
nochmals eine Beurteilung durch Dr.
C._
vorzunehmen sei
.
Grundsätzlich sei
das volle
Ausmass
der Beschwerden
zwar mit einem Reizzustand aufgrund des
Osteo
synthesematerials
nicht erklärbar und damit auch eine komplette
Beschwerde
freiheit
mit einer Materialentfernung sicher
lich
nicht erreichbar,
möglicherweise könne jedoch der Zustand etwas verbessert werden.
Die Kreisärztin stellte in Aussicht,
nach erfolgter Beurteilung durch Dr.
C._
zu den
versicherungsmedi
zinischen
Fragen (Endzustand, Arbeitsfähigkeit,
weitere Heilbehandlung,
Integ
ritätsentschädigung
)
Stellung
zu
nehmen
(Urk. 8/34/33).
3.6
Am 7. Januar 2013 fand die Untersuchung bei Dr.
C._
statt (Urk. 8/34/13-14).
Der Arzt
hielt fest, es hätten sich völlig reizlose Weichteilverhältnisse ohne Anzeichen einer lokalisierten
Synovitis
gezeigt. Die Handgelenksbeweglichkeit sei zwar eingeschränkt, jedoch in dem nach der vorgenommenen
Arthrodese
zu erwartenden funktionellen Rahmen. Die
Druckdolenzen
seien sodann nicht klar dem Plattenlager zuzuordnen und eine Einschränkung der Langfingerfunktion durch adhärente Stecksehnen liege nicht vor. Auch
sonographisch
hätten sich unauffällige Weichteilverhältnisse gezeigt und eine Irritation der
Streckseh
n
en
fächer
durch das
Osteosynthesematerial
habe ausgeschlossen werden können (Urk. 8/34/13). Dr.
C._
hielt dafür, aufgrund der unauffälligen
sonographi
schen
Befunde wie auch der breiten Konsolidierung rate er von einem erneuten Eingriff ab. Von einer Materialentfernung erhoffe er sich keine Besserung der vom Beschwerdeführer beschriebenen Beschwerden (Urk. 8/34/14).
3.7
Nach Eingang der Untersuchungsergebnisse von Dr.
C._
hielt
Kreisärztin Dr.
E._
a
m
13
.
respektive am 26. Februar 2013 (Urk. 8/60/134, Urk. 8/60/130)
dafür
, die Ausführungen von Dr.
C._
seien nachvollziehbar und es sei von einem stabilen Zustand auszugehen. D
ie berufliche Tätigkeit als Eisenleger sei dem Beschwerdeführer nicht mehr zumutbar, da die Tätigkeit mit dem Heben schwerer Gewichte und kraftvollen repetitiven Handbewegungen verbunden sei.
Mittelschwere Arbeiten seien dem Beschwerdeführer hingegen ganztags zumut
bar, unter der Einschränkung, dass kraftvolle, repetitive
Handgelenksbewegun
gen
gemieden würden und Handgelenksbewegungen allgemein und
Zwangs
haltun
gen
lediglich manchmal erfolgen sollten.
Tätigkeiten mit
Vibrationsbe
lastung
und Schlägen betreffend die rechte Hand beziehungsweise d
as rechte
Handge
lenk sollten unterbleiben und
Tätigkeiten an schwer zugänglichen Stel
len soll
ten gemieden werden (
Urk. 8/60/130
).
4.
4.1
Mit Blick auf die
Aktenlage erhellt, dass die Beschwerden an der rechten Hand eingehend abgeklärt wurden. So war der Beschwerdeführer
während mehr als einem
Monat in
der Rehaklinik
B._
zur stationären Behandlung
- wo auch ein handchirurgisches sowie ein orthopädisches Konsilium durchgeführt wur
de
n
-
(E.
3.3
)
, es fand
en
zwei kreisärztliche Beurteilung
en
statt
(E.
3.2, E. 3.5
)
und der Beschwerdeführer wurde
– auf Veranlassung der SUVA -
mehrmals von Dr.
C._
untersucht
(E.
3.3, E. 3.4, E. 3.6
)
.
Nachdem
anschliessend an den
Un
fall
vom 1. April 2010
zu Beginn eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bestand, kamen in der Folge sowohl
die
Ärzte der Rehaklinik
B._
(E. 3.3
), Dr.
C._
(E.
3.4
)
,
als auch Kreisärztin Dr.
E._
(E.
3.5
in Verbindung mit
Urk.
8/
34/35 und
Urk.
8/60/134
) nach
sorgfältigen medizinischen Untersuchungen
(im
Okto
ber/
November 2010, im September 2012 und im November 2012)
- trotz weiter
hin beklagten Beschwerden -
zum Schluss, dass dem
Beschwerdeführer eine angepasste Tätigkeit grundsätzlich zu 100 % zumutbar
sei
.
Einzig
infolge der am 6. Januar 2012 durchgeführten Operation
wurde temporär
erneut
eine Arbeits
unfähigkeit auch in angepassten Tätigkeiten attestiert
(E.
3.4
), was nach
vollziehbar
erscheint
und denn auch unbestritten ist
(vgl. E. 1.3). Bei festge
stellter
breiter Konsolidierung der
Teilarthrodese
und reizloser Narbe mit adäqua
ter Handgelenksbeweglichkeit anlässlich der Abschlussuntersuchung vom 3. September 2012 erachtete Dr.
C._
voraussichtlich eine
angepasste
Arbeitstätigkeit
ab November 2012
(50%ige Arbeitsfähigkeit) r
espektive ab Dezember 2012
(100%ige Arbeitsfähigkeit) als wieder
zumutbar
(E.
3.4
)
und Dr.
E._
kam schliesslich im Anschluss an die kreisärztliche Untersuchung vom 6. November 2012
(E. 3.5)
zum
Schluss
, dass nunmehr wieder eine vollständige Arbeitsfähigkeit
in angepassten Tätigkeiten
bestehe (E. 3.
7
)
.
4.2
Gestützt auf diese übereinstimmenden
und nachvollziehbaren
Einschätzungen ist ohne weiteres davon auszugehen, dass spätestens ab Oktober/November 2010 (stationärer Aufenthalt in der Rehaklinik
B._
) respektive – nachdem am 6. Januar 2012 infolge der Operation eine vollständige Arbeitsunfähigkeit eingetreten war - erneut spätestens ab Untersuchung
szeitpunkt
bei Dr.
E._
am 6. November 2012 eine vollständige Arbeitsfähigkeit in angepassten Tätigkeiten bestand. Abweichende medizinische Einschätzungen liegen nicht vor. Wenn der Beschwerdeführer pauschal dafürhält, es werde bis auf weiteres geltend ge
macht, dass er auch weiterhin in angepassten Tätigkeit vollständig arbeitsun
fä
hig sei (Urk. 11 S. 2), entbehrt dies jeder Grundlage und vermag die überein
stimmenden Einschätzungen der Ärzte nicht in Frage zu stellen. Soweit der Be
schwerdeführer bemängelt
, die von ihm geklagten
Beschwerden
und deren Auswirkungen seien nicht berücksichtigt
und bisher nur ungenügend abgeklärt worden, insbesondere fehle eine eingehende neurologische Untersuchung und Beurteilung
, weshalb a
uf die versicherungsinterne ärztliche Beurteilung nicht abgestellt werden
könne
(E. 1.2),
kann ihm nicht gefolgt werden
.
Kreisärztin Dr.
E._
erfragte die geklagten Beschwerden an der rechten Hand
(Urk. 8/34/29)
und untersuchte den Beschwerdeführer eingehend (Urk. 8/34/30-32)
.
Insbesondere nahm sie nach durchgeführter Untersuchung aufgrund der weiterhin beklagten Beschwerden auch erneut Rücksprache mit dem Operateur Dr.
C._
(E. 3.6
), welcher
im Übrigen ebenfalls zum Schluss kam, dass eine an
gepasste Tätigkeit zumutbar sei
(E. 3.4).
Dass sich der Beschwerdeführer infolge
der
g
eklagten
Schmerzen
an der Hand selber als eingeschränkter erach
tet
als dies von
Dr.
E._
attestiert wurde
, vermag die Einschätzung
der
Kreis
ärztin
nicht in Frage zu stellen.
Soweit der Beschwerdeführer beantragt, es sei eine neurologische Abklärung zu veranlassen, ist auf die bei Dr.
E._
einge
holte Stellungnahme vom
10. Juli 2013
hinzuweisen, in der die Kreisärztin – auf Nachfrage der SUVA, ob eine neurologische Abklärung angezeigt sei – festhielt
, bis auf Gefühlsstörungen im Narbenbereich an der rechten Hand und am Dau
men rechts dorsal hätten sich keine Hinweise auf eine neurologische Sympto
ma
tik ergeben und in den Akten gebe es keine Hinweise, welche eine neurologi
sche Abklärung erforderlich machen würden. Grundsätzlich könne eine neuro
logische Abklärung betr
effend die
Gefühlsstörung unfallbedingt an der Hand erfolgen, wenn ein entsprechender Wunsch
geäussert
werde. Wegweisende Än
derungen verspreche sie sich nicht, zumal die Schmerzen belastungsabhängig und nicht typisch neurogen geschildert worden seien (
Urk. 8/60/68
)
.
Erachtete die Kreisärztin – die über den Facharzttitel in Neurochirurgie verfügt - mithin eine zusätzliche neurologische Untersuchung als nicht notwendig und liegen auch keine anderen ärztlichen Einschätzungen in den Akten, wonach
eine sol
che
Abklärung
indiziert wäre
–
insbesondere
erhoben
auch die Ärzte der Rehaklinik
B._
einen unauffällig
en Neurostatus (Urk. 8/34/217) -,
ist es nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin auf die Durchführung wei
terer Untersuchungen verzichtete.
4.3
Dass
die Arbeitsfähigkeit
sodann
aufgrund von
unfallfremde
n
Beschwerden wei
ter eingeschränkt wäre,
machte
der Beschwerdeführer zu Recht nicht gel
tend.
Aufgrund der zeitweise aufgetretenen Kniebeschwerden wurde denn auch nie eine eingeschränkte Arbeitsfähigkeit attestiert und
Hinweise auf
weitere
relevante Beeinträchtigungen
ergeben sich keine.
5.
5.1
Zu prüfen bleibt anhand des Einkommensvergleichs (E. 2.3), wie sich die einge
schränkte Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers in erwerblicher Hinsicht auswirkt.
5.2
Vom 6. Januar 2012 bis anfangs November 2012 war der Beschwerdeführer vollständig arbeitsunfähig (E. 4.2),
weshalb
er
in
dieser Zeitperiode
kein
E
in
kommen
erzielen konnte
und
somit
ein Invaliditätsgrad von 100 % resultiert.
5.3
Vor dem 6. Januar 2012 sowie erneut ab dem 6. November 2012 bestand jedoch eine vollständige Arbeitsfähigkeit
in angepassten Tätigkeiten (E. 4.2). Für diese Zeitabschnitte ist im Folgenden sowohl das Validen- als auch das
Invalidenein
kommen
zu ermitteln (nachfolgend
E. 5.4-5.6
).
5.4
5.4.1
Als hypothetisches
Valideneinkommen
gilt das Einkommen, das die versicherte Person
im Zeitpunkt des
frühest
möglichen Rentenbeginns
unter Berücksichti
gung der gesamten Umstände überwiegend wahrscheinlich erzielen würde, wenn sie nicht invalid geworde
n wäre (BGE 129 V 222 E. 4.3.1).
5.4.2
Gemäss Angaben
des Beschwerdeführers und der
Y._
GmbH
absolvierte
der Beschwerdeführer
am Tag des Unfalls, dem 1. April 2010, bei der
Y._
GmbH
einen „
Probetag
“
, ohne
dass
eine schriftliche Vereinbarung
oder ähnli
ches
vorgelegen
hätte
. Es sei ein Ar
beitsversuch gewesen, wobei einzig verein
bart worden sei, dass
der Beschwerdeführer
pro Stunde
Fr. 28.--
verdiene
(Urk. 8/34/305
, Urk. 8/34/174
).
Die
Y._
GmbH meldete im Juni 2010 Kon
kurs an (Urk. 8/34/282)
.
5.4.3
I
nfolge des Konkurses
wäre der Beschwerdeführer somit
auch ohne
gesundheit
liche Beeinträchtigungen
im
Mai
2011 (Zeitpunkt des
frühest
möglichen Rentenbeginns)
nicht mehr
bei der
Y._
GmbH
tätig gewesen.
Die Beschwerdegegnerin hat das
Valideneinkommen
mithin
zu Recht anhand der Tabellenwerte
gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegeben Lohnstrukturerhebungen (LSE) ermittelt (Urk. 7). Dass sie auf die Tabellenwerte für einfa
che und repetitive Tätigkeiten, Niveau 4,
alle Bran
chen, abgestellt hat, ist ange
sichts der Tatsache, dass der Beschwerdeführer ke
ine Berufsausbil
dung absolviert hat
und in der Vergangenheit in verschiedensten Branchen
erwerbstätig gewesen
war
(Office Mitarbeiter, Hilfsbäcker, Logistik,
Urk. 8/5/2, Urk. 8/134/195
)
, nicht zu beanstanden
.
Entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers
(Urk. 11 S. 2)
kann bei dieser Sachlage nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass
er
weiterhin als Eisenleger bei einem
neuen
Arbeit
geber tätig gewesen wäre
, zumal der Beschwerdeführer vor dem 1. April 2010 noch nie als Eisenleger gearbeitet hatte und
lediglich einen einzigen
Probetag
als Eisenleger
bei der
Y._
GmbH – wo gemäss seinen Angaben sein Schwa
ger tätig gewesen war - absolviert hatte (Urk. 8/34/191).
5.5
5.5.1
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-erwerb
lichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, nament
lich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bun
desamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 126 V 75 E. 3b/
aa
und
bb
, vgl. auch BGE 129 V 472 E. 4.2.1).
5.5.2
Das Invalideneinkommen
ermittelte
die Beschwerdegegnerin ebenfalls basierend auf den LSE, einfache und repetitive Tätigkeiten, Niveau 4, alle Branchen (Urk. 2, Urk. 7).
Da d
er Beschwerdeführer keiner Erwerbstätigkeit mehr nach
geht
, gibt dies
ebenfalls
zu keinerlei Beanstandungen Anlass.
Mit seinem Vorbringen
, angesichts dessen, dass er Rechtshänder sei und keine Berufslehre absolviert habe, gebe es keine Arbeitsstelle, bei welcher das Belastungsprofil umgesetzt werden könnte (Urk. 1 S. 3),
vermag der Beschwerdeführer nicht durchzudringen
. D
ie Tätigkeiten des Niveaus 4
setzen
keine Berufs- und Fach
ke
nntnisse voraus. Entgegen seinen Ausführungen
ist auch nicht der
Tabellen
lohn
für die Branche „
Beherbungen
“ zur Ermittlung des Invalideneinkommens h
eranzuziehen
(Urk. 1 S. 3)
. W
eshalb
ihm seit
Eintritt des
Gesundheitsschadens
lediglich noch eine Stelle im Gastgewerbe zumutbar wäre
, ist nicht einsichtig und wurde denn auch nicht begründet
.
Schliesslich macht der Beschwerdeführer geltend, aufgrund seiner Einschränkungen sei der Tabellenwert um 25 % zu kürzen (sogenannter Leidensabzug, Urk. 1 S. 3). Vorliegend kann offen bleiben, wie es sich damit verhält, da selbst beim
maximal zulässigen Abzug von 25 % (
BGE 126 V 75)
k
ein
rentenbegründender Invaliditätsgrad
resultieren würde
(nachfolgend E. 5.6).
5.
6
Da sowohl zur Bestimmung des Invaliden- wie auch des
Valideneinkommens
dieselben Tabellenwerte heranzuziehen sind
(E. 5.
4.3, E. 5.5.2
)
, wird ein
zahlen
mässiger
Einkommensvergleich hinfällig und es kann ein Prozentvergleich vor
ge
nommen werden.
Selbst bei Gewährung des maximal zulässigen
Leidensab
zug
von 25 % resultierte
somit ein
rentenausschliessender
Invaliditätsgrad
von
25
%
(
vgl. E. 2.2).
6.
Zusammenfassend ergibt sich
– nach Ablauf des Wartejahres im April 2011 (E. 2.2)
–
somit
einzig für die Zeit
vom
6. Januar 2012 bis am 6. November 2012
ein
rentenbegründender
Invaliditätsgrad
(
von 100 %
,
E. 5.2)
.
Damit besteht ab
dem
1.
Januar
2012
bis zum
28
.
Februar
201
3
(
drei Monate nach der Verbesserung, vgl.
Art. 88a Abs. 1
der Verordnung über die Invalidenversiche
rung, IVV)
Anspruch auf eine ganze, befristete Rente der Invalidenversicherung, was zur
teilweisen
Gutheissung
der Beschwerde führt.
Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen.
7.
7.1
Nach Gesetz und Praxis sind in der Regel die Voraus
setzungen für die Bewilli
gung der unentgeltlichen
Prozess
führung
und
Verbeiständung
erfüllt, wenn der Prozess nicht aussichtslos, die Partei bedürftig und die anwaltliche
Verbeistän
dung
notwendig oder doch geboten ist (BGE 103 V 46, 100 V 61, 98 V 115).
Massgebend sind die wirtschaftlichen Verhältnisse im Zeitpunkt, in dem das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege (§ 28 lit. a
GSVGer
i.V.m. Art. 119 ZPO) eingereicht wird (BGE 120
Ia
179 E. 3a), bezie
hungsweise – bei seither einge
tretenen Veränderungen – in demjenigen der Entscheidfindung (BGE 108 V 265 E. 4, Urteil des Bundesgerichts 8C_777/2012 vom 7. Januar 2013, E. 3.1)
7
.2
Der Beschwerdeführer bezieht gemäss Auskunft der Gemeinde keine wirtschaft
liche Hilfe mehr (Urk. 16). Gemäss Angaben im Formular zur Abklärung der prozessualen Bedürftigkeit erzielt
er
kein Einkommen und verfügt über kein Vermögen.
Das Einkommen seiner
Ehefrau
(aus selbständiger Erwerbstätigkeit) beträgt sodann gemäss eigenen Angaben
maximal Fr. 2‘500.-- (Urk. 20 S. 3). Angesichts dessen, dass
der Beschwerdeführer
mit seiner Ehefrau und zwei minderjährigen Kindern in einem Haushalt
lebt,
ist es nicht nachvollziehbar, wie die Familie ihre Lebenshaltungskosten mit diesen monatlichen Einnahmen von Fr. 2‘500.
--
decken
kann
, zumal sich bereits die Krankenkassenprämien und der Mietzins auf einen monatlichen Betrag von gut Fr. 2‘200.
belaufen
(Urk. 21/1-2)
.
Der
vertretene
Beschwerdeführer war mit gerichtlicher Verfügung vom
18. März 2015
(Urk.
17
) unmissverständlich zur Darlegung u
nd Substantiierung seiner finan
ziellen Verhältnisse unter Beilage sämtlicher Belege zur finanziellen Situa
tion (wie Lohnausweise, Bankauszüge, Mietverträ
ge, Versicherungsverträge, Rech
nungen, Quittungen, Steuererklärungen etc. [vgl. Urk.
17
S. 2 Dispositiv-Ziff. 2]) verpflichtet sowie mit alle
r Deutlichkeit auf die im Unterlassungsfalle zu ge
wärtigenden Konsequenzen hingewiesen word
en. Er hat abgesehen vom Mietvertrag sowie der Krankenkassenpolicen
(Urk.
21
/1-
2
) keinerlei Belege
ein
gereicht. Insbesondere liegen weder Belege zu
m
Einkommen der
Ehefrau vor, noch wurden Kontoauszüge eingereicht.
Fehlen somit sämtliche Belege zu den Einkommens- und Vermögensverhältnissen,
ist androhungsgemäss davon aus
zugehen, dass keine prozessuale Bedürftigkeit besteht.
Auf die Ansetzung einer Nachfrist
(vgl. Urk. 19)
ist zu verzichten
(
vgl.
Urteil des Bundesgerichtes 9C_887/2008 vom 28. November 2008, E. 3.2).
Dies führt zur Abweisung de
s Gesuchs um Gewährung der unent
geltlichen
Pro
z
essführung
und Rechtsvertretung
.
8.
8.1
Gestützt auf Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem kanto
nalen Versicherungsgericht bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Ver
weigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Ver
fahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert unter Berücksichtigung des gesetzlichen Rahmens (Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.--) auf Fr. 800.-- festzusetzen und
ausgangsgemäss
dem Beschwerdeführer und der Beschwerdegegnerin
je zur Hälfte
aufzuerlegen.
8.2
Nach
§
34
Abs.
1 des Gesetzes über das Sozialver
sicherungsgericht (
GSVGer
) hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der
Partei
kosten
. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (
§
34
Abs.
3
GSVGer
).
Da der Beschwerdeführer teilweise obsiegt, hat er Anspruch auf eine reduzierte Prozessentschädigung von der Beschwerdegegnerin, welche auf Fr.
7
00.-- fest
zusetzen ist.