Decision ID: 7cdcc42f-0b7c-5986-b8c0-a26d5408d30d
Year: 2020
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge ungefähr Anfang
(...) Syrien verlassen hat und via die B._ sowie weitere ihm unbe-
kannte Länder am 10. August 2020 illegal in die Schweiz gelangte, wo er
gleichentags um Asyl nachsuchte,
dass er anlässlich der Personalienaufnahme (PA) vom 14. August 2020
sowie der Anhörung zu den Asylgründen vom 4. September 2020 zur Be-
gründung des Asylgesuchs im Wesentlichen geltend machte, die medizini-
sche Versorgung in Syrien sei aufgrund der politischen Situation sehr
schlecht, so gebe es kaum Ärzte oder Medikamente,
dass er einen Monat vor seiner Ausreise von Angehörigen der YPG
(Yekîneyên Parastina Gel; Volksverteidigungseinheiten) zum Mitmachen
und Tragen einer Waffe aufgefordert worden sei, was er jedoch abgelehnt
habe,
dass sie ein zweites Mal mit der gleichen Forderung bei ihm zu Hause er-
schienen seien, worauf er sich erneut geweigert habe, sich rekrutieren zu
lassen,
dass sie ein drittes Mal bei ihm vorbeigeschaut hätten, wobei er beim drit-
ten Besuch nicht zu Hause gewesen sei,
dass die YPG-Angehörigen auf seine abschlägige Antwort jeweils nichts
gesagt und sein Haus wieder verlassen hätten, indessen trotzdem die Ge-
fahr bestehe, dass man ihn eines Tages mitnehmen könnte,
dass er im Jahr 2011 die syrische Staatsangehörigkeit erworben und als
syrischer Bürger nun zu befürchten habe, in den Militärdienst eingezogen
zu werden,
dass das SEM dem Beschwerdeführer am 11. September 2019 Gelegen-
heit gab, sich zum Entscheidentwurf zu äussern, und die zugewiesene
Rechtsvertretung mit Eingabe vom gleichen Datum in Bezug auf die Frage
der Kantonszuweisung davon Gebrauch machte,
dass das SEM das Asylgesuch des Beschwerdeführers mit Verfügung vom
15. September 2020 – eröffnet am gleichen Tag – ablehnte sowie die Weg-
weisung aus der Schweiz anordnete, den Vollzug der Wegweisung jedoch
infolge Unzumutbarkeit zugunsten einer vorläufigen Aufnahme aufschob,
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dass es gleichzeitig die Zuweisung des Beschwerdeführers an den Kanton
Genf verfügte,
dass das SEM die Ablehnung des Asylgesuches im Wesentlichen mit der
fehlenden Asylrelevanz der Vorbringen begründete,
dass die geltend gemachten Rekrutierungsbemühungen der YPG die An-
forderungen an die Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3 AsylG
(SR 142.31) nicht erfüllten, weshalb die Glaubhaftigkeit dieser Vorbringen
nicht geprüft werden müsse,
dass den Aussagen des Beschwerdeführers keine Hinweise auf erlittene
oder angedrohte Sanktionen seitens der YPG als Folge seiner Weigerung
zu entnehmen seien, vielmehr habe er auf Nachfragen explizit angegeben,
die YPG-Angehörigen seien im Anschluss an seine Weigerung jeweils –
ohne Andeutung irgendwelcher angedrohten Nachteile – weggegangen,
dass sodann – unter Verweis auf das Präsidialdekret Nr. 149 vom 24. De-
zember 2011, wonach vor dem Jahr 1993 geborene, eingebürgerte Kurden
von der Militärpflicht befreit seien – ausgeschlossen werden könne, dass
er bei einem Verbleib in Syrien militärisch ausgehoben worden wäre, womit
dieses Vorbringen als flüchtlingsrechtlich nicht relevant zu qualifizieren sei,
dass auch die geltend gemachten schwierigen Lebensumstände keine
flüchtlingsrechtlich relevante Verfolgung im Sinne von Art. 3 AsylG darstell-
ten,
dass die zugewiesene Rechtsvertretung das SEM mit Schreiben vom
16. September 2020 über die Mandatsniederlegung informierte,
dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 15. Oktober 2020 gegen den
Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und dabei
beantragte, die angefochtene Verfügung des SEM sei aufzuheben und die
Sache zur vollständigen und richtigen Abklärung und Feststellung des
rechtserheblichen Sachverhalts und zur Neubeurteilung zurückzuweisen,
dass eventualiter die angefochtene Verfügung aufzuheben, die Flüchtlings-
eigenschaft des Beschwerdeführers festzustellen und ihm Asyl zu gewäh-
ren sei,
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dass in verfahrensrechtlicher Hinsicht um Gewährung der unentgeltlichen
Rechtspflege sowie um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschus-
ses ersucht wurde,
dass er gleichzeitig eine Fürsorgebestätigung der «(...)» (datiert vom 29.
September 2020) zu den Akten reichte,
dass die vorinstanzlichen Akten dem Bundesverwaltungsgericht am
16. Oktober 2020 in elektronischer Form vorlagen (vgl. Art. 109
Abs. 6 AsylG),
dass das Bundesverwaltungsgericht den Eingang der Beschwerde mit
Schreiben vom 16. Oktober 2020 bestätigte,
dass die Instruktionsrichterin mit Zwischenverfügung vom 23. Oktober
2020 die Beschwerde als aussichtslos beurteilte, das Gesuch um Gewäh-
rung der unentgeltlichen Prozessführung abwies und den Beschwerdefüh-
rer aufforderte, bis zum 9. November 2020 einen Kostenvorschuss in der
Höhe von Fr. 750.– zu leisten, andernfalls auf die Beschwerde nicht einge-
treten werde,
dass der einverlangte Kostenvorschuss am 29. Oktober 2020 geleistet
wurde,

und zieht in Erwägung,
dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig
über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des SEM entschei-
det, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des Staates, vor
welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG
i.V.m. Art. 31–33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),
dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht
vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet,
dass sich das Verfahren nach dem VwVG richtet, soweit das VGG und das
AsylG nichts anderes bestimmen (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG),
dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-
men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein
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schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-
rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105
AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),
dass somit nach der fristgerechten Leistung des Kostenvorschusses auf
die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten ist (Art. 108
Abs. 1 AsylG i.V.m. Art. 10 der Verordnung vom 1. April 2020 über Mass-
nahmen im Asylbereich im Zusammenhang mit dem Coronavirus [COVID-
19-Verordnung Asyl, SR 142.318] und Art. 52 Abs. 1 VwVG),
dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen
Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten,
dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher
Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-
ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich,
wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb das Urteil
nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),
dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-
zichtet wurde,
dass der Vollständigkeit halber festzuhalten ist, dass die Frage der Kan-
tonszuweisung nicht Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfah-
rens bildet,
dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1
AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im
Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-
tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer
politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-
gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3
Abs. 1 AsylG),
dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft
gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),
dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde
ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben hält,
dass Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in wesent-
lichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den
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Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ver-
fälschte Beweismittel abgestützt werden,
dass das SEM den Sachverhalt vollständig und richtig festgestellt hat,
dass es in seiner Verfügung mit umfassender, überzeugender sowie hin-
länglich auf die Akten, das Gesetz und die Praxis abgestützter Begründung
zur Erkenntnis gelangt ist, die Vorbringen des Beschwerdeführers würden
den Anforderungen an die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 AsylG
nicht genügen,
dass auf die Erwägungen des SEM verwiesen werden kann und es dem
Beschwerdeführer weder in formeller noch in materieller Hinsicht gelingt,
diesen Argumenten Stichhaltiges entgegenzusetzen,
dass der Beschwerdeführer in seiner Rechtsmitteleingabe im Wesentli-
chen eine Verletzung des rechtlichen Gehörs geltend macht und ausführt,
die Vorinstanz habe in schwerwiegender Verletzung ihrer Abklärungspflicht
die Akten der Familienangehörigen des Beschwerdeführers nicht beigezo-
gen,
dass er bereits im Rahmen der Personalienaufnahme angegeben habe,
dass seine Eltern sowie zahlreiche Geschwister in der Schweiz leben wür-
den,
dass die Vorinstanz die entsprechenden Personen-Registrierungen im
Zentralen Migrationsinformationssystem (ZEMIS) gefunden und deren Per-
sonalien ins Protokoll aufgenommen habe,
dass eine Überprüfung der Akten ergibt, dass entgegen der entsprechen-
den Rüge auf Beschwerdeebene die Vorinstanz keine Veranlassung ge-
habt hat, die Akten der in der Schweiz lebenden Verwandten beizuziehen,
dass nämlich das SEM in rechtsgenüglicher Weise abklärte, welche Ver-
wandten des Beschwerdeführers sich in der Schweiz oder anderen euro-
päischen Staaten aufhielten und diesbezügliche Abklärungen vornahm,
dass der Beschwerdeführer im Rahmen der Anhörung sodann die Frage,
ob er von den Problemen seiner Eltern und Geschwister, welche diese zur
Ausreise veranlasst hätten, in irgendeiner Weise persönlich betroffen sei,
explizit verneinte,
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dass er ferner bestätigte, jeder seiner Familienangehörigen hätte eigene
persönliche Probleme gehabt, welche ihn jeweils zur Ausreise aus Syrien
veranlasst habe (vgl. A17/19 S. 6),
dass auch die als rudimentär zu bezeichnenden Angaben des Beschwer-
deführers zu angeblichen politischen Betätigung seines Vaters (vgl. A17/19
F 134 ff.), keine Reflexverfolgung in asylrelevantem Ausmass zur Folge
hatten oder eine Furcht vor Reflexverfolgung zu begründen vermöchten,
dass deshalb auch der Verweis auf die Rechtsprechung des Bundesver-
waltungsgerichts (unter Nennung des Urteils des BVGer E-4908/2018) im
vorliegenden Fall als verfehlt zu bezeichnen ist, da es sich um keine ver-
gleichbare Sachlage handelt,
dass vielmehr der Hinweis auf das Angehörige des Beschwerdeführers be-
treffende Urteil des BVGer E-1808/2018 vom 24. April 2020 E. 4.3 ange-
zeigt ist, da die gleiche Rüge bereits in jenem Verfahren als unbegründet
bezeichnet worden ist,
dass das SEM unter den vorerwähnten Voraussetzungen und den erfolg-
ten Abklärungen zur Ausschliessung substanzieller Hinweise auf Re-
flexverfolgung nicht gehalten war, die Akten der erwähnten Personen bei-
zuziehen und deren Asylanträge zu prüfen, weshalb kein Anlass für eine
Rückweisung an die Vorinstanz zur vollständigen und richtigen Abklärung
des rechtserheblichen Sachverhalts besteht,
dass in der Beschwerde auch in materieller Hinsicht nichts Ausschlagge-
bendes vorgetragen wurde, was die Erwägungen des SEM unzutreffend
erscheinen lassen würde,
dass die Wiederholung des aktenkundigen Sachverhalts, der Hinweis auf
die Glaubhaftigkeit seiner Vorbringen, wonach er jederzeit in den aktiven
Militärdienst eingezogen würde, sobald er sich in vom syrischen Regime
kontrollierte Gebiete begeben würde sowie der Hinweis auf die allgemeine
Lage in Syrien unter Verweis auf entsprechende Lageberichte insgesamt
nicht geeignet sind, zu einer von der Vorinstanz abweichenden Beurteilung
zu führen,
dass auch die in der Beschwerde aufgeführten Links zu Internet-Berichten
über das Assad-Regime keinen anderen Schluss zulassen, da sich diese
nicht konkret auf den Beschwerdeführer beziehen, sondern auf allgemeine
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Geschehnisse in Syrien, welche eine persönliche Verfolgung des Be-
schwerdeführers nicht zu begründen vermögen,
dass sich die Erwägungen des SEM im Hinblick auf eine Rekrutierung
durch die YPG vielmehr mit der diesbezüglichen Rechtsprechung des Bun-
desverwaltungsgerichts decken (vgl. Referenzurteil des BVGer
D-5329/2014 vom 23. Juni 2015; statt vieler auch Urteil des BVGer
E-427/2020 vom 22. Oktober 2020 E. 5.3),
dass der Vollständigkeit halber in Bezug auf eine allfällige Dienstpflicht in
der syrischen Armee daran zu erinnern ist, dass allein deren Missachtung
noch nicht zur Anerkennung als Flüchtling führte (vgl. BVGE 2015/3; zuletzt
bestätigt im Referenzurteil des BVGer E-2188/2019 vom 30. Juni 2020 [zur
Publikation vorgesehen]),
dass auch der Hinweis auf die Situation der ethnischen Kurden in Syrien
nicht zu einem anderen Ergebnis führt, da gemäss geltender Rechtspre-
chung nicht davon auszugehen ist, dass syrische Staatsangehörige kurdi-
scher Ethnie im heutigen Zeitpunkt in besonderer und gezielter Weise auf-
grund ihrer Ethnie in einem derart breiten und umfassenden Ausmass unter
Anfeindungen zu leiden hätten, dass von einer Kollektivverfolgung ausge-
gangen werden müsste,
dass auch unter dem Gesichtspunkt der heute veränderten Lage, insbe-
sondere seit dem Einmarsch der türkischen Truppen in Nordsyrien, nicht
davon auszugehen ist, dass sämtliche in Syrien und insbesondere in Nord-
syrien verbliebenen Kurden derzeit eine objektiv begründete Furcht vor ei-
ner Verfolgung hätten (vgl. Urteile des BVGer D-6431/2019 vom 16. März
2020 E. 5.2.3; E-937/2017 vom 16. Januar 2020 E. 6.3 und D-5367/2019
vom 2. Dezember 2019 E. 6.4),
dass der bürgerkriegsbedingten Gefährdungslage und der fortbestehen-
den Volatilität und Dynamik der Entwicklung in Syrien von der Vorinstanz
im Rahmen des Wegweisungsvollzugs respektive der in diesem Zusam-
menhang angeordneten vorläufigen Aufnahme des Beschwerdeführers
Rechnung getragen wurde,
dass auch keine anderen Gründe, die auf eine asylrelevante Verfolgungs-
gefahr hindeuten könnten, vorliegen; insbesondere eine illegale Ausreise
allein zu keiner Verfolgungsgefahr führt (vgl. statt vieler: Urteil des BVGer
E-2745/2020 vom 20. Oktober 2020 E. 6.6 f.),
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dass es dem Beschwerdeführer somit nicht gelingt, die Flüchtlingseigen-
schaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, weshalb das
Staatssekretariat das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat,
dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat
(Art. 44 AsylG), vorliegend insbesondere der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen
besteht (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.), weshalb die
verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen
steht und demnach vom Staatssekretariat ebenfalls zu Recht angeordnet
wurde,
dass das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim-
mungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der Weg-
weisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44
AsylG; Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]),
dass der Beschwerdeführer infolge Unzumutbarkeit des Wegweisungsvoll-
zugs vorläufig in der Schweiz aufgenommen wurde und sich die Frage
nach dem Vorliegen der weiteren Voraussetzungen für einen Verzicht auf
den Vollzug der Wegweisung – Unzulässigkeit und Unmöglichkeit – heute
nicht stellt, da diese Vollzugshindernisse alternativer Natur sind: Ist eines
erfüllt, gilt der Vollzug der Wegweisung als undurchführbar (vgl. BVGE
2009/51 E. 5.4),
dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechts-
erheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1
AsylG) und – soweit überprüfbar – angemessen ist, weshalb die Be-
schwerde abzuweisen ist,
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 750.– (Art. 1–
3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-
gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem
Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und der in glei-
cher Höhe einbezahlte Kostenvorschuss zur Bezahlung der Verfahrens-
kosten zu verwenden ist.
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