Decision ID: dbd29d56-f72e-51ae-99ea-9581e30ea3d2
Year: 2016
Language: de
Court: FR_TC
Chamber: FR_TC_011
Canton: FR
Region: Espace_Mittelland
Law Area: social_law

dass mit einer Beschwerde grundsätzlich nur eine Verletzung des Rechts einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens sowie eine unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt werden kann (Art. 77 des Gesetzes vom 23. Mai 1991 über die Verwaltungsrechtspflege [VRG, SGF 150.1]);
dass im Bereich der Sozialversicherungen eine Beschwerde ausserdem wegen Unangemessenheit geführt werden kann (Art. 78 Abs. 2 lit. a VRG), was bedeutet, dass die beschwerdeführende Person rügen kann, die von der Verwaltungsbehörde innerhalb ihres Ermessensspielraums vorgenommene Beurteilung sei nicht richtig, also unangemessen;
dass das Kantonsgericht das Recht von Amtes wegen anzuwenden hat (Art. 10 Abs. 1 VRG) und es dabei verpflichtet ist, Bundesgesetze anzuwenden (Art. 190 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 [BV; SR 101]);
dass der Ausgleichskasse bei der Berechnung der Ergänzungsleistungen keinerlei Ermessensspielraum zukommt, da sowohl die anerkannten Ausgaben (Art. 10 ELG) wie auch die anrechenbaren Einnahmen (Art. 11 ELG) in ihrer Höhe gesetzlich festgelegt sind und keine Abweichungen zulassen;
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dass die Aufzählung der vom Gesetz anerkannten Ausgaben abschliessend ist und es nicht möglich ist, von der gesetzlichen Regelung abzuweichen, selbst wenn dies im Einzelfall gerechtfertigt erschiene;
dass alle Ausgaben, die einer versicherten Person entstehen, die aber nicht in Art. 10 ELG aufgezählt sind (z.B. der Wasser- und Stromverbrauch, Gebühren für Radio- und Fernsehempfang sowie Kabelfernsehen, Nahrungsmittel, Bekleidung, Kehrichtgebühren, Verkehrsauslagen, Telefongebühren, Ferien, Freizeitaktivitäten und Steuern; vgl. Urteil BGer 9C_69/2013 vom 9. August 2013 E. 7), Teil des allgemeinen Lebensbedarfs bilden (Urteil BGer 8C_140/2008 vom 25. Februar 2009 E. 7.2; vgl. auch Botschaft des Bundesrates zur Ausführungsgesetzgebung zur Neugestaltung des Finanzausgleichs und der Aufgabenteilung zwischen Bund und Kantonen [NFA] vom 7. September 2005, in: BBl 2005 6029 ff., S. 6228);
dass die vom Beschwerdeführer geltend gemachten Fahrzeugkosten und Liegenschaftssteuern, welche im Übrigen weder in ihrer Höhe bestimmt noch belegt werden, im allgemeinen Lebensbedarf gemäss Art. 10 Abs. 1 lit. a ELG enthalten sind und bei der Berechnung der Ergänzungsleistungen nicht zusätzlich berücksichtigt werden können;
dass auch allfällige Unterhaltskosten für die im Jahr 2015 noch in Ausbildung stehende Tochter des Beschwerdeführers nicht abzugsberechtigt sind, da ein EL-Bezüger aus Gründen der Unzumutbarkeit gegenüber einem volljährigen Kind keine Unterhaltspflicht im Sinne von Art. 277 Abs. 2 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches vom 10. Dezember 1907 (ZGB; SR 210) hat (MÜLLER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum ELG, 3. Auflage, 2015, Art. 10 N. 260 mit Verweis auf ZAK 1991 324 f. E. 2b);
dass im Übrigen festzustellen ist, dass die Vorinstanz die dem Beschwerdeführer zustehenden Ergänzungsleistungen korrekt berechnet hat und aufgrund der vorliegenden Akten weder eine Rechtsverletzung noch eine unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts ersichtlich ist;
dass auch der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde nicht substantiiert darlegt, inwiefern die Berechnungen der Vorinstanz gegen geltendes Recht verstossen;
dass, soweit der Beschwerdeführer beantragt, ihm seien höhere Ausgaben als die gesetzlich festgelegten anzuerkennen, seine Beschwerde aus den bereits genannten Gründen ins Leere stösst;
dass die vom Beschwerdeführer darüber hinaus geäusserte, pauschale Kritik am System unsachlich ist und zudem ausserhalb des Anfechtungsgegenstands liegt, weshalb darauf nicht einzutreten ist;
dass zusammenfassend festzuhalten ist, dass der angefochtene Einspracheentscheid der  vom 18. April 2016 nicht zu beanstanden ist, weshalb er zu bestätigen und die vorliegende Beschwerde, soweit darauf einzutreten ist, abzuweisen ist;
dass das kantonale Verfahren grundsätzlich kostenlos ist und nur im Fall von mutwilliger oder leichtsinniger Prozessführung Kosten auferlegt werden können (Art. 61 lit. a ATSG);
dass der Beschwerdeführer bereits im Urteil des Kantonsgerichtes vom 9. Juni 2015 (608 2015 93) darauf hingewiesen wurde, dass bei mutwilliger Prozessführung Kosten auferlegt werden können und es sich beim damaligen ersten Beschwerdeverfahren um einen Grenzfall handelte;
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dass dem Beschwerdeführer die rechtlichen Grundlagen für die Berechnung der Ergänzungsleistungen bereits im Urteil vom 9. Juni 2015 dargelegt wurden und er somit wusste, dass sowohl die anerkannten Ausgaben wie auch die anrechenbaren Einnahmen in ihrer Höhe gesetzlich festgelegt sind und der Ausgleichskasse bei der Berechnung der Ergänzungsleistungen keinerlei Ermessensspielraum zukommt;

dass der Beschwerdeführer – nichts desto trotz – im vorliegenden Beschwerdeverfahren die Anerkennung von gesetzlich nicht anerkannten Ausgaben verlangt, ohne den Erwägungen des Kantonsgerichts in irgendeiner Weise Rechnung zu tragen;
dass sich auch seine allgemeine Kritik am System in wesentlichen Teilen wiederholt, obschon das Kantonsgericht bereits im Urteil vom 9. Juni 2015 darauf nicht eingetreten ist;
dass sich aus den Akten keinerlei anderen Hinweise auf ein fehlerhaftes Vorgehen der Ausgleichskasse ergeben;
dass die vorliegende Beschwerde unter den gegebenen Umständen als von vornherein aussichtslos bezeichnet werden muss, worüber sich der Beschwerdeführer zum Zeitpunkt der Beschwerdeerhebung im Klaren sein musste;
dass damit dem Beschwerdeführer wegen mutwilliger Prozessführung Kosten aufzuerlegen sind;
dass die Einreichung eines Gesuches um unentgeltliche Rechtspflege die Beschwerdeführenden nicht davon befreit, das Kostenrisiko bei mutwilliger Prozessführung zu tragen (vgl. Urteil BGer 8C_47/2008 vom 5. Februar 2008 E. 2);
dass unter den oben geschilderten Umständen das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ohnehin wegen offensichtlicher Aussichtslosigkeit abzuweisen ist und der Beschwerdeführer darauf hinzuweisen ist, dass es nicht Aufgabe des Gerichtes ist, ihm einen Anwalt zu suchen;
dass es sich daher rechtfertigt, dem Beschwerdeführer wegen mutwilliger Prozessführung Gerichtskosten in der Höhe von CHF 200.- aufzuerlegen;
dass, obwohl die Ausgleichskasse obsiegt, sie keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung hat (KIESER, ATSG-Kommentar, 3. Auflage, 2015, Art. 61 N. 199);
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