Decision ID: 6759fcd8-cb47-4738-a34e-33f394181b4f
Year: 2013
Language: de
Court: GR_VG
Chamber: GR_VG_003
Canton: GR
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: social_law

Beurteilung desselben Sachverhaltes vor. Es bestehe jedoch Anspruch auf
Arbeitsvermittlung.
5. Gegen den Vorbescheid erhob ... am 12. April 2012 Einsprache mit dem Antrag
auf Zusprechung einer vollen IV-Rente sowie Einholung eines umfassenden
ärztlichen Gutachtens bei einem unabhängigen, neutralen Gutachter. Aufgrund
seiner Beschwerden sei er nicht erwerbsfähig. Die vorliegenden
Untersuchungen würden die eingetretenen Verschlechterungen des
Gesundheitszustandes nicht berücksichtigen, was die Durchführung einer
neuerlichen Begutachtung unerlässlich mache. Am 4. Mai 2012 werde er von
der ... Klinik untersucht. Die Ergebnisse dieser Untersuchung seien beim Erlass
des IV-Entscheids zu berücksichtigen.
6. Mit Verfügung vom 21. Juni 2012 bestätigte die IV-Stelle ihren Vorbescheid
vom 12. März 2012. Gemäss Berichten des Regionalen Ärztlichen Dienstes
(nachfolgend RAD) lägen keine neuen Gesichtspunkte vor. Von der ... Klinik
werde lediglich der bekannte Gesundheitsschaden beschrieben.
7. Gegen diese Verfügung erhob ... am 22. August 2012 Beschwerde beim
Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden mit folgenden Rechtsbegehren:
„1. Die angefochtene Verfügung vom 21. Juni 2012 sei aufzuheben.
2. Auf das Gesuch vom 3. Februar 2012 betreffend IV-Rente und berufliche Umschulungsmassnahmen sei einzutreten.
3. Die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, dem Beschwerdeführer eine halbe Invalidenrente auszurichten.
4. Die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, dem Beschwerdeführer berufliche Umschulungsmassnahmen zu gewähren und sei zu verpflichten ihm entsprechende Taggelder auszurichten.
5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beschwerdegegnerin.“
Des Weiteren beantragte der Beschwerdeführer die Einholung eines neuen,
umfassenden interdisziplinären ärztlichen Gutachtens zur Frage des
Gesundheitszustandes sowie der Erwerbsunfähigkeit bei einem unabhängigen,
neutralen Gutachter. Begründend führte der Beschwerdeführer unter Verweis
auf die Arztberichte von Dr. med. ... vom 3. Februar 2012 und der ... Klinik vom
4. Mai 2012 aus, er leide seit der Geburt an Fussbeschwerden (Klumpfüsse).
Dazu seien mit den Jahren noch eine Hör- und eine Sehschwäche gekommen.
Auf dem rechten Ohr sei er taub und auf dem rechten Auge sehe er fast nichts
mehr. Die Beschwerden hätten sich in den letzten Jahren noch verstärkt. Er sei
seit über 20 Jahren in Kontakt mit der IV-Stelle, welche ihm mehrmals eine
Rente sowie Umschulungsmassnahmen verwehrt, ihm jedoch bei der
Arbeitseingliederung geholfen habe. An der Tatsache, dass er arbeiten wolle,
habe sich nichts geändert. Er habe jedoch je länger je weniger die Kraft dazu.
Er müsse sich täglich mit Schmerzen in den Knien und den Füssen abfinden.
Schmerzmittel würden ihm nichts mehr helfen. Dauernde Angst um seine
Zukunft sowie insbesondere jene seiner Kinder würden ihm zusätzlich
zusetzen. Es sei jahrelang versucht worden, mit Einlagen und speziellem
Schuhwerk seine Schmerzen zu beheben. Leider nur mit kurzfristigen Erfolgen.
Bei den früheren Beurteilungen des Hausarztes sei er als arbeitsfähig beurteilt
worden. Eine ganzheitliche Beurteilung aller Beeinträchtigungen habe jedoch
nie stattgefunden. Die Ärzte hätten lediglich einzelne Berichte erstellt, entweder
zu den Fussbeschwerden oder zur Gehörlosigkeit. Die Fussbeschwerden
alleine würden eine stehende Arbeitsstelle verunmöglichen. Rechne man die
Seh- und Gehörschwäche ebenfalls dazu, müssten auch viele sitzende
Arbeitsstellen gestrichen werden. Eine Gesamtbetrachtung sämtlicher
gesundheitlicher Beschwerden würde zu erheblichen Einschränkungen führen,
welche die Möglichkeiten für eine Arbeitsstelle enorm verringern würden. Dies
mache eine ganzheitliche, multidisziplinäre Beurteilung durch Spezialisten
unerlässlich. Dazu komme, dass er mit zunehmendem Alter beeinträchtigt
werde durch zusätzliche Bewegungseinschränkung, Verschleiss durch Fehl-
oder Überbelastung, verminderte Ausdauerfähigkeit und Gewichtszunahme.
Seit 2004 und 2006/2007 lägen folglich wesentliche Verschlechterungen seiner
Gesundheit und seiner Erwerbsfähigkeit vor, was Dr. med. ... im Schreiben vom
3. Februar 2012 auch bestätige. Durch die gesamte krankheitsbedingte
Einschränkung liege ein mindestens 50%iger Invaliditätsgrad vor, weshalb eine
halbe IV-Rente gerechtfertigt sei.
8. In ihrer Vernehmlassung vom 12. September 2012 beantragte die IV-Stelle die
Abweisung der Beschwerde. Streitgegenstand bilde lediglich die
Eintretensfrage beziehungsweise die Frage, ob im Zeitpunkt der angefochtenen
Verfügung eine Veränderung der tatsächlichen Verhältnisse und damit eine
relevante Erhöhung des Invaliditätsgrades glaubhaft gemacht worden sei. Dies
sei zu verneinen. Denn in den Beurteilungen von Dr. med. ... vom 3. Februar
2012 und der ... Klinik vom 4. Mai 2012 werde lediglich der bereits bekannte, im
Zeitpunkt der materiellen Entscheide vom 6. Februar 2004 gegebene
Sachverhalt bewertet und daraus andere Schlussfolgerungen gezogen. Der
RAD halte in seiner Beurteilung vom 16. Februar 2012 in Berücksichtigung des
Berichtes von Dr. med. ... fest, dass die Gehörsprobleme, die Amblyopie und
sämtliche Probleme im Kontext der Poliomyelitis langjährig bekannt seien. Auch
aus dem Bericht der ... Klinik würden sich keine neuen Gesichtspunkte
ergeben, was der RAD-Bericht vom 7. Juni 2012 festhalte. Eine rentenrelevante
Erhöhung des Invaliditätsgrades aufgrund veränderter Verhältnisse habe nicht
glaubhaft gemacht werden können. Somit habe sich der für die Ermittlung des
Invaliditätsgrades ausschlaggebende Sachverhalt zwischen dem 6. Februar
2004 und dem 21. Juni 2012 nicht in einer für den Anspruch erheblichen Weise
verändert. Dies gelte umso mehr, als der Beschwerdeführer von September
2007 bis Dezember 2010 bei der ... AG in einem 100 % Pensum arbeitstätig
gewesen sei und diese Arbeit aus wirtschaftlichen, d.h. gesundheitsfremden
Gründen habe aufgeben müssen. Damit habe der Beschwerdeführer selber
bewiesen, dass er in einer behinderungsgeeigneten (= nicht stehenden)
Tätigkeit trotz seiner gesundheitlichen Beschwerden über eine 100%ige
Arbeitsfähigkeit verfüge.
9. In seiner Replik vom 15. Oktober 2012 hielt der Beschwerdeführer fest, die
Beurteilungen des RAD vom 16. Februar 2012 sowie vom 7. Juni 2012 seien
nicht substantiiert und nicht objektiv. Er sei nie vom RAD selbst untersucht
worden. Es werde von Seiten des RAD lediglich behauptet, dass sich die
Verhältnisse seit der letzten Beurteilung nicht geändert hätten. Demgegenüber
halte der Hausarzt Dr. med. ... im Schreiben vom 3. Februar 2012 klar fest,
dass sich die Situation des Beschwerdeführers verschlechtert habe und er nicht
vermittlungsfähig sei. Der RAD habe in seiner Stellungnahme ausgeführt, die
Gehörsprobleme und die Probleme im Kontext der Poliomyelitis seien bekannt.
Die Taubheit auf dem rechten Ohr sei jedoch dem RAD, wie auch die
zunehmenden Schmerzen des Beschwerdeführers, nicht bekannt gewesen. Vor
diesem Hintergrund seien zwingend weitere Abklärungen vorzunehmen und ein
ärztliches Gutachten einzuholen. Ansonsten werde das rechtliche Gehör des
Beschwerdeführers verletzt. Hinsichtlich der von September 2007 bis
Dezember 2010 bei der ... AG in einem Pensum von 100% ausgeübten
Erwerbstätigkeit sei zu beachten, dass der Verlust dieser Arbeitsstelle bereits
zwei Jahre zurückliege. Die gesundheitlichen Voraussetzungen des
Beschwerdeführers im Jahr 2010 seien nicht mehr dieselben wie im Jahr 2012.
Die Leiden seien zwar bereits damals vorgelegen, jedoch nicht im selben
Ausmass wie heute. Im Übrigen komme die Tätigkeit als Staplerfahrer für den
Beschwerdeführer infolge seines schlechten Seh- und Hörvermögens sowie
seiner eingeschränkten Beweglichkeit ohnehin nicht mehr in Frage.
10. In ihrer Duplik vom 26. Oktober 2012 wies die Beschwerdegegnerin darauf hin,
dass die Hörprobleme des Beschwerdeführers gemäss Selbstangaben in der
Anmeldung vom 7. März 2012 sowie dem Arztbericht von Dr. med. ... vom 20.
März 2012 seit mehr als 20 Jahren vorlägen. Zum Zeitpunkt der materiellen
Entscheide vom 6. Februar 2004 seien der IV-Stelle nicht nur die Fuss-, Knie-
und Rückenbeschwerden des Beschwerdeführers, sondern auch seine
Hörprobleme bekannt gewesen, weshalb eine glaubhaft gemachte Änderung
der tatsächlichen gesundheitlichen Verhältnisse seit dem 6. Februar 2004 zu
verneinen sei. Zudem könne das Hörvermögen des Beschwerdeführers gemäss
Schreiben von Dr. med. ... vom 2. April 2012 durch eine Hörgeräteversorgung
markant verbessert werden.
11. Mit Eingabe vom 29. Oktober 2012 reichte der Beschwerdeführer dem Gericht
noch einen Arztbericht von Dr. med. ... vom 23. Oktober 2012 ein, wonach
beim Beschwerdeführer eine zunehmende depressive Entwicklung festzustellen
sei, welche seine Belastbarkeit zusätzlich kompromittiere. In Anbetracht der
Polymorbidität des Beschwerdeführers sei eine polydisziplinäre Evaluation der
Restarbeitsfähigkeit notwendig.
Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften und auf die
angefochtene Verfügung wird, soweit erforderlich, im Rahmen der Erwägungen
eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:
1. a) Anfechtungsobjekt des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bildet die
Verfügung der IV-Stelle vom 21. Juni 2012. Streitig und zu prüfen ist die Frage,
ob die IV-Stelle die Glaubhaftmachung der Veränderung der tatsächlichen
Verhältnisse seit dem Zeitpunkt der letzten materiellen Verfügung zu Recht
verneint hat und gestützt darauf auf die Neuanmeldung des Beschwerdeführers
vom 7. Februar 2012 nicht eingetreten ist.
b) Der Anspruch des Beschwerdeführers auf Hilfsmittel wurde mit Verfügung vom
2. April 2012 rechtskräftig verfügt. Weil gegen diese Verfügung keine
Beschwerde eingereicht wurde, kann dieser Anspruch nicht Streitgegenstand
des vorliegenden Verfahrens sein. Dementsprechend sind die
beschwerdeführerischen Vorbringen, wonach er sich kein passendes Hörgerät
leisten könne, nicht zu hören. Unstreitig ist sodann, dass der Beschwerdeführer
einen Anspruch auf Arbeitsvermittlung hat (vgl. Verfügung vom 21. Juni 2012).
2. a) Nach Art. 17 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) wird die Invalidenrente von Amtes
wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt
oder aufgehoben, wenn sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder
eines Rentenbezügers erheblich ändert. Anlass zur Rentenrevision gibt jede
Änderung der anspruchsbegründenden Tatsachen, die geeignet ist, den
Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch der Versicherten zu
beeinflussen. Revisionsbegründend sind dabei zunächst wesentliche
Veränderungen des Gesundheitszustandes. Aber auch bei gleich bleibendem
Gesundheitszustand fällt eine Rentenrevision in Betracht, wenn sich die
erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen
Gesundheitszustandes erheblich verändert haben. Ob eine solche Änderung
eingetreten ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts, wie er im
Zeitpunkt der ursprünglichen Rentenverfügung bestanden hat, mit demjenigen
zur Zeit des angefochtenen Einspracheentscheides (BGE 134 V 131 E.3, 133 V
108 E.4f.; Urteil des eidgenössischen Versicherungsgerichts I 526/02 vom 27.
August 2003). Nach gefestigter Rechtsprechung handelt es sich bei der
Neuanmeldung sowie der Rentenrevision zwar nicht um identische, wohl aber
um ähnliche Rechtsinstitute, insoweit beide auf eine erneute Prüfung eines
Leistungsanspruchs aufgrund veränderter Verhältnisse zielen.
Dementsprechend knüpft die Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV;
SR 831.201) das Eintreten auf eine Neuanmeldung an dieselben
Voraussetzungen, wie sie im Falle eines Revisionsgesuchs gelten (BGE 133 V
108 E.5.2, 117 V 198 E.3a, 109 V 108 E.2b; MÜLLER, Die materiellen
Voraussetzungen der Rentenrevision in der Invalidenversicherung, Diss.,
Freiburg 2003, S. 215).
b) Wurden IV-Leistungen verweigert, ist auf eine neue Anmeldung nur dann
einzutreten, wenn gemäss Art. 87 Abs. 3 IVV die Voraussetzungen gemäss Art.
87 Abs. 2 IVV erfüllt sind, d.h. wenn vom Versicherten glaubhaft gemacht wird,
dass sich der Grad der Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise
geändert hat. Erheblich im Sinne von Art. 87 Abs. 2 IVV ist eine
Sachverhaltsänderung, wenn angenommen werden kann, der Anspruch auf
eine IV-Rente oder deren Erhöhung sei begründet, falls sich die geltend
gemachten Umstände als richtig erweisen (Urteil des eidgenössischen
Versicherungsgerichtes I 484/00 vom 21. März 2001 E.1b/bb).
Nach der Rechtsprechung (Urteile des Eidgenössischen
Versicherungsgerichtes I 39/98 vom 30. August 1999 und I 99/89 vom 31. Juli
1989) ist unter Glaubhaftmachen im Sinne von Art. 87 Abs. 2 IVV kein Beweis
nach dem im Sozialversicherungsrecht allgemein massgebenden Grad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 121 V 47 E.2a, 121 V 208 E.6b) zu
verstehen. Die Beweisanforderungen sind vielmehr herabgesetzt, indem nicht
im Sinne eines "vollen Beweises" (ZAK 1971 S. 525 E.2) die Überzeugung der
Verwaltung begründet zu werden braucht, dass seit der letzten, rechtskräftigen
Entscheidung tatsächlich eine relevante Änderung eingetreten ist. Vielmehr
genügt es, dass für den geltend gemachten rechtserheblichen Sachumstand
wenigstens gewisse Anhaltspunkte bestehen, auch wenn durchaus noch mit
der Möglichkeit zu rechnen ist, bei eingehender Abklärung werde sich die
behauptete Sachverhaltsänderung nicht erstellen lassen. Grundsätzlich
unterliegt das Glaubhaftmachen nach Art. 87 Abs. 2 IVV weniger strengen
Anforderungen als im Zivilprozessrecht. Dort muss - im Gegensatz zum vollen
Beweis - der Richter immerhin überzeugt werden, dass es so, wie behauptet,
wahrscheinlich gegangen ist, nicht aber auch, dass es wirklich so gegangen
sein muss, weil jede Möglichkeit des Gegenteils vernünftigerweise
auszuschliessen ist (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichtes I
294/98 vom 3. Januar 2000 E.1).
3. a) Massgebend für die Beurteilung der anspruchserheblichen Veränderung der
tatsächlichen Verhältnisse ist der Zeitraum zwischen der letzten, der
versicherten Person eröffneten, rechtskräftigen Rentenverfügung, welche auf
einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer
Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines
Einkommensvergleichs beruht (Referenzzeitpunkt), und dem Zeitpunkt der
angefochtenen Verfügung über die Neuanmeldung (BGE 134 V 131 E.3, 133 V
108 E.5.4; KIESER, ATSG-Kommentar, 2. Auflage, Zürich 2009, Rz 22 von Art.
17 ATSG; MÜLLER, a.a.O., S. 216 f.).
b) Was den Referenzzeitpunkt betrifft ist an dieser Stelle darauf hinzuweisen, dass
weder der in der angefochtenen Verfügung vom 21. Juni 2012 erwähnte
Vergleichszeitpunkt vom 2. Mai 2006 noch der vom Beschwerdeführer
genannte Vergleichszeitpunkt vom 3. August 2006 korrekt sind. Mit Verfügung
vom 2. Mai 2006 verfügte die IV-Stelle Nichteintreten auf das
beschwerdeführerische Gesuch betreffend berufliche Massnahmen. Mit
Verfügung vom 3. August 2006 sprach die IV-Stelle dem Beschwerdeführer
zwar Arbeitsvermittlung zu, ohne jedoch den Rentenanspruch mit
rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung
eines Einkommensvergleichs geprüft zu haben. Diese eingehende Prüfung
einschliesslich Durchführung eines Einkommensvergleichs hat einzig anlässlich
der Verfügung vom 20. Oktober 2003 beziehungsweise des entsprechenden
Einspracheentscheides vom 6. Februar 2004 stattgefunden. Dementsprechend
ist im vorliegend zu beurteilenden Fall der gegebene Sachverhalt vom 6.
Februar 2004 bis zum 21. Juni 2012 massgebend. Das vom Beschwerdeführer
eingereichte Schreiben von Dr. med. ... vom 23. Oktober 2012 ist erst nach
dem massgeblichen Zeitraum entstanden. Somit ist erwähntes Schreiben und
die darin erwähnte zunehmende depressive Entwicklung des
Beschwerdeführers für die Beurteilung der tatsächlichen Verhältnisse während
besagtem Zeitraum nicht zu berücksichtigen (vgl. BGE 130 V 64 E.5.2.5).
4. Nach Eingang einer Neuanmeldung ist die Verwaltung zunächst zur Prüfung
verpflichtet, ob die Vorbringen des Versicherten überhaupt glaubhaft sind;
verneint sie dies, so erledigt sie das Gesuch ohne weitere Abklärungen durch
Nichteintreten (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichtes I 294/98
vom 3. Januar 2000 E.1; BGE 109 V 119 E.3b). Erst wenn die Verwaltung auf
die Neuanmeldung eintritt, hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu
vergewissern, ob die vom Versicherten glaubhaft gemachte Veränderung des
Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist (BGE 109 V 108 E.2b). Der
Beschwerdeführer brachte vor, dass der RAD zu Unrecht keine eigene
Untersuchung, sondern nur eine Aktenbeurteilung vorgenommen habe,
weshalb das rechtliche Gehör verletzt worden sei. Des Weiteren sei zur Frage
des Gesundheitszustandes sowie der Restarbeitsfähigkeit ein umfassendes
polydisziplinäres ärztliches Gutachten einzuholen. Auf diese Vorbringen und
Beweisanträge ist indes nicht weiter einzugehen, denn die Vorinstanz hatte -
wie einleitend ausgeführt - das neue Leistungsbegehren, da sie darauf nicht
eingetreten ist, nicht materiell abzuklären. Vielmehr hat die Beurteilung der
glaubhaft zu machenden Verschlechterung des Gesundheitszustands aufgrund
der zum Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung vom 21. Juni
2012 vorhandenen medizinischen Akten zu erfolgen. Eine eingehende
Begutachtung des Beschwerdeführers zum jetzigen Zeitpunkt würde - wie die
Beschwerdegegnerin zu Recht ausführte - die Eintretensfrage präjudizieren und
ist daher abzulehnen.
5. a) Mit der Neuanmeldung vom 7. Februar 2012 hat der Beschwerdeführer eine
Verschlechterung des Gesundheitszustands sowie der Erwerbsfähigkeit geltend
gemacht. Dabei stützte er sich insbesondere auf den Arztbericht von Dr. med.
... vom 3. Februar 2012 sowie jenen von Dr. med. ... von der ... Klinik vom 4.
Mai 2012. Dr. ... führt in seinem Schreiben vom 3. Februar 2012 was folgt aus:
„[...] Herr [...] weist ein St. n. Poliomyelitis im Frühkindesalter mit residuellem Spitzfuss beidseits linksbetont auf. Es wurden bereits Achillessehnenverlängerungen beidseits sowie eine Trippel-Arthrodese links durchgeführt. Nach wie vor besteht eine leichte Spitzfusstendenz. Im Oktober 2011 wurde eine symptomatische Deviations- und Pronationsfehlstellung des Grosszehenendgliedes rechts operativ korrigiert. Diese ist nun in der Zwischenzeit abgeheilt. Im Vordergrund steht aktuell eine sehr belastende Schmerzentwicklung des vorwiegend rechten Fusses bereits nach kurzzeitiger Belastung. 2x-ige Infiltrationen mit Kenacort/Lidocain durch den Orthopäden brachten keine Linderung. Erschwerend liegt zusätzlich eine Amblyopie rechts, eine Taubheit rechts sowie eine mässige Schwerhörigkeit links vor. Auf Grund dieser komplexen Beeinträchtigung ist die aktuelle Vermittelbarkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nicht gegeben. Aus diesem Grund habe ich den Patienten erneut für eine aktive Integration bei der IV angemeldet. Aktuell wird eine Optimierung bezüglich der Ohren (geeignete Hörversorgung) und der Augen angestrebt, um die Vermittelbarkeit etwas zu verbessern. Auch für die unbefriedigende Schmerzsituation bei den Füssen wird eine weitere spezialärztliche Kontrolle anberaumt. Bis diese Massnahmen erfolgreich umgesetzt sind, ist die Vermittelbarkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nicht gegeben.“
Dr. med. ... von der ... Klinik kam im Arztbericht vom 4. Mai 2012 zu folgenden
Erkenntnissen:
„Diagnose:  Belastungsabhängige Schmerzen Mittelfuss rechts bei residuellem Spitzfuss
beidseits, links betont, bei St. n. Poliomyelitis im frühen Kindesalter.  St. n. varisierender proximaler Phalanx 1-Osteotomie und Verlängerung des
Extensor hallucis longus-Sehne bei Lateraldevations- und Pronationsfehlstellung Grosszeh rechts, September 2011 Kantonsspital Chur
 St. n. Achillessehnenverlängerung beidseits und Triple-Arthrodese links in der Türkei
Nebendiagnose:  Schwerhörigkeit rechts  Sehbehinderung rechts
Befunde: Deutliches Schonhinken rechts. Der rechte Fuss wird mehrheitlich in Spitzfussstellung bei flektiertem Kniegelenk gehalten. Der Barfussgang ist aufgrund der Spitzfüssigkeit beidseits deutlich erschwert. Beim stehen auf die Schuheinlagen, welche zuvor aus den Schuhen entwendet werden, kann der Patient problemlos aufrecht stehen. Dabei besteht auch eine physiologische Rückfussachse beidseits. Bei St. n. Korrektur des Grosszehs rechts besteht kein Konflikt mehr interdigital 1/2. Das MP-1-Gelenk sowie die übrigen  sind gut beweglich rechts. Es kann eine leichte Schwellung am Mittelfussbereich mit hier diffuser auslösbarer Druckdolenz ausgelöst werden. Dabei besteht eine gute Beweglichkeit der Mittelfussgelenke, wobei eine forcierte Dorsalextension dieser Gelenke zu einer Schmerzprovokation führt. Die Druckdolenz kann entlang des Lisfranc 1 bis 3-Gelenks ausgelöst werden. Auch im Bereich der Naviculo cuneiforme-Gelenke sowie im  können Druckschmerzen ausgelöst werden. Weiter anterior distal der Lisfranc-Gelenke besteht ebenfalls eine Druckempfindlichkeit. Entlang des vordere oberen Sprunggelenkspaltes sowie im Sinus tarsi und inframalleolär lateral rechts sind dagegen keine Druckdolenzen auslösbar. Zusätzlich kann calcaneär plantar medial eine deutliche Druckempfindlichkeit provoziert werden. Keine Druckdolenzen hingegen entlang der Achillessehne, welche schlank und leicht vernarbt palpierbar ist. Der Fuss befindet sich in ca. 5° Spitzfussstellung. Ca. 10° Spitzfussstellung kann auf der linken Seite nachgewiesen werden. Hier fixierte Verhältnisse subtalar bei St. n. Triple-Arthrodese. Keine Druckdolenzen hier im Mittel- und Rückenfussbereich. Insgesamt intakte Sensomotorik und Durchblutung. Röntgen, Füsse und OSG beidseits dp und lateral belastet auswärts 2011: Hinsichtlich des rechten Fusses können allenfalls diskrete degenerative Veränderungen auf Höhe des Talonavicular- und des Naviculo  dorsalseitig nachgewiesen werden. Der Gelenkspalt ist allerdings in allen Mittelfussgelenken, vor allem in der Sagittalaufnahme, gut einsehbar. Am oberen Sprunggelenk kann am Übergang vom Taluscorpus zum Talushals ein verminderter Offset nachgewiesen werden. Am linken Fuss besteht ein St. n. Triple-Arthrodese mit ähnlichen Verhältnisse im Bereich des oberen Sprunggelenkes. [...]“
b) Es ist nun zu prüfen, ob mit den vorstehend zitierten Arztberichten eine
massgebliche Verschlechterung des Gesundheitszustandes des
Beschwerdeführers seit der letzten rechtskräftigen Verfügung vom 6. Februar
2004 glaubhaft gemacht worden ist. Mit Verfügung vom 6. Februar 2004 wurde
der Rentenanspruch des Beschwerdeführers verneint, da der Invaliditätsgrad
lediglich 10.89% betrug, errechnet aus einem Valideneinkommen von Fr.
58‘730.-- und einem Invalideneinkommen von Fr. 52‘332.--. Dabei stützte sich
die IV-Stelle insbesondere auf einen umfassenden Arztbericht von Dr. med. ...
vom 24. September 2002, worin dieser die verbleibende Arbeitsfähigkeit des
Beschwerdeführers mit 100% für vorwiegend sitzende Tätigkeiten ohne
Dauerbelastungen von Füssen, Knien und Rücken bewertete.
c) Die Beschwerdegegnerin erachtet in den zitierten Arztberichten von Dr. med. ...
vom 3. Februar 2012 und von Dr. med. ... vom 4. Mai 2012 bloss eine andere
Bewertung des bereits im Zeitpunkt des materiellen Entscheids vom 6. Februar
2004 gegebenen Sachverhalts. Dieser Auffassung pflichtet das Gericht bei.
d) Zum einen bringt bereits die RAD-Ärztin in ihrer Beurteilung vom 16. Februar
2012 in Berücksichtigung des Arztberichtes von Dr. med. ... vom 3. Februar
2012 vor, dass die Hörprobleme, die Amblyopie sowie sämtliche Probleme im
Kontext der Poliomyelitis langjährig bekannt seien. Im Rahmen der Polio-
bedingten verminderten Belastbarkeit der Füsse könnten Schwankungen der
Belastbarkeit auftreten, was jetzt der Fall sei, nachdem eine Fehlstellung der
rechten Grosszehe operativ korrigiert worden sei. Die OP-Wunde sei abgeheilt,
in Folge der geänderten Belastung hätten sich aber Schmerzen des rechten
Fusses entwickelt. Grundsätzlich trage aber die letztmalige
versicherungsmedizinische Einschätzung, dass nur Tätigkeiten, die vorwiegend
im Sitzen ausgeübt werden, den Einschränkungen des Versicherten nach wie
vor Rechnung. In ihrer Beurteilung vom 7. Juni 2012 hält Dr. med. ... überdies
fest, dass sich auch aus dem Bericht der ... Klinik vom 4. Mai 2012 keine neuen
Gesichtspunkte ergeben würden. Es werde lediglich der bereits bekannte
Gesundheitsschaden beschrieben.
e) Zum anderen machte der Beschwerdeführer im früheren Verfahren vor
Verwaltungsgericht S 04 30 geltend, seit dem Jahr 2002 zu 100 %
arbeitsunfähig zu sein und unter starken Schmerzen zu leiden. Demgegenüber
bewertete der damalige Hausarzt des Beschwerdeführers am 24. September
2002 in einem umfassenden Arztbericht zuhanden der IV-Stelle die
verbleibende Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers mit 100% für vorwiegend
sitzende Tätigkeiten ohne Dauerbelastungen von Füssen, Knien und Rücken,
was vom Gericht damals gestützt wurde. Wenn nun der Beschwerdeführer in
vorliegendem Verfahren erneut geltend macht, seit den Jahren 2004 und
2006/2007 sei eine wesentliche Verschlechterung seiner Gesundheit sowie
seiner Erwerbsfähigkeit eingetreten, so stehen diese Aussagen in einem
offensichtlichen Spannungsverhältnis einerseits mit der vom Beschwerdeführer
von September 2007 bis Dezember 2010 bei der Firma ... AG in einem
Arbeitspensum von 100% ausgeübten Tätigkeit als Staplerfahrer und anderseits
widerspricht dies der Tatsache, dass er im früheren Verfahren argumentierte,
dass er zu 100% arbeitsunfähig sei und nun vorbringt, dass eine
Erwerbsfähigkeit von heute höchstens 50% vorliege. Wie dem entsprechenden
Arbeitszeugnis der ... AG (Nachfolgerin der ... AG) vom 20. Januar 2011
entnommen werden kann, war der Beschwerdeführer ohne Weiteres im Stande,
die ihm vom Arbeitgeber übertragenen Aufgaben zu erfüllen. Wörtlich heisst es
in erwähntem Arbeitszeugnis: „Innert kurzer Zeit hatte er [der
Beschwerdeführer] sich das nötige Fachwissen angeeignet, welches er im
Tagesgeschäft immer sehr gut einzusetzen wusste. Er arbeitete stets speditiv
und ausdauernd, so konnten wir uns jederzeit auf seine konstant guten
Leistungen verlassen. Zudem arbeitete er sehr exakt und ruhig. Sein Verhalten
war immer sehr freundlich und die Zusammenarbeit war mit ihm sehr gut. Er
führte die ihm übertragenen Arbeiten immer zu unserer vollsten Zufriedenheit
aus. Sein Verhalten gegenüber Vorgesetzten und Mitarbeitern war stets korrekt
und einwandfrei.“ Aus diesen Ausführungen geht offenkundig hervor, dass eine
Verschlechterung des Gesundheitszustands und der Erwerbsfähigkeit, wie sie
vom Beschwerdeführer für die Jahre 2004 und 2006/2007 geltend gemacht
wird, nicht eingetreten sein kann, ansonsten der Beschwerdeführer kaum in der
Lage gewesen wäre, die ihm übertragenen Aufgaben zur vollsten Zufriedenheit
seines Arbeitgebers auszuführen. Vielmehr hat der Beschwerdeführer mit
seiner 100%igen Arbeitstätigkeit bei der ... AG und später bei der ... AG
bewiesen, dass er in einer sitzenden Tätigkeit trotz seiner zweifellos
bestehenden gesundheitlichen Beschwerden in einer behinderungsgeeigneten
Tätigkeit in dieser Zeit nach wie vor über eine 100%ige Arbeitsfähigkeit
verfügte.
f) Des Weiteren geht weder aus dem Arztbericht von Dr. med. ... vom 3. Februar
2012 noch aus demjenigen von Dr. med. ... vom 4. Mai 2012 schlüssig hervor,
inwiefern sich die gesundheitliche Situation des Beschwerdeführers seit der
konkursbedingten Auflösung des Arbeitsverhältnisses bei der Firma ... AG per
15. Dezember 2010 verschlechtert haben soll. Der Beschwerdeführer bringt
diesbezüglich vor, seine Leiden hätten zwar bereits im Zeitpunkt der Auflösung
des Arbeitsverhältnisses bei der ... AG vorgelegen, aber nicht im selben
Ausmass wie heute. Er sei im Oktober 2011 erneut operiert worden. Danach
habe eine sehr belastende Schmerzentwicklung des vorwiegend rechten
Fusses bereits nach kurzzeitiger Belastung eingesetzt. Zweimalige Infiltrationen
mit Kenacort/Lidocain durch den Orthopäden hätten keine Linderung gebracht.
Wie dem Arztbericht von Dr. med. ... vom 24. September 2002 zu entnehmen
ist, waren die vom Beschwerdeführer beklagten Fussbeschwerden der
Beschwerdegegnerin indes bereits im Zeitpunkt der letzten rechtskräftigen
Rentenverfügung vom 6. Februar 2004 bekannt. Dementsprechend führte in
diesem Zusammenhang auch die RAD-Ärztin Dr. med. ... in ihrer
Stellungnahme vom 16. Februar 2012 zuhanden der IV-Stelle aus, dass
sämtliche vom Beschwerdeführer geltend gemachten gesundheitlichen
Beschwerden bereits langjährig bekannt seien. Im Rahmen der Polio-bedingten
verminderten Belastbarkeit der Füsse könnten durchaus Schwankungen der
Belastbarkeit auftreten, was aktuell der Fall sei. Vor diesem Hintergrund ist eine
glaubhaft gemachte wesentliche Veränderung der tatsächlichen Verhältnisse
seit der letzten rechtskräftigen Verfügung vom 6. Februar 2004 zu verneinen.
g) Ausserdem spricht Dr. med. ... im Arztbericht vom 3. Februar 2012 von einer
aktuell nicht gegebenen Vermittelbarkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt.
Eine fehlende Vermittelbarkeit ist jedoch nicht zwangsläufig mit einer
Arbeitsunfähigkeit gleichzusetzen. Hierzu führte Dr. med. ... in einem weiteren
Schreiben vom 2. April 2012 (IV-act. 93) an die IV-Stelle jedoch aus, die
Vermittelbarkeit des Beschwerdeführers habe zwischenzeitlich infolge
Verbesserung des Hörvermögens verbessert werden können. Mit Bericht vom
27. Juni 2012 (IV-act. 107) attestierte Dr. med. ... schliesslich sogar eine
Vermittelbarkeit für eine sitzende Tätigkeit. Damit wurde aber die Beurteilung
vom 3. Februar 2012, auf welche sich der Beschwerdeführer hauptsächlich
stützt, bereits wieder durch neuere Einschätzungen relativiert. Die letzte
Beurteilung von Dr. med. ... vom 23. Oktober 2012, wo er wiederum von einer
stark eingeschränkten Vermittelbarkeit ausgeht und nebst der Beschreibung
einer depressiven Entwicklung eine polydisziplinäre Begutachtung anregt, ist
wie erwähnt nach dem Verfügungszeitpunkt ergangen und kann daher nicht
berücksichtigt werden (vgl. E.3.b). Eine allenfalls seit dem Erlass der Verfügung
stattgefundene Verschlechterung müsste der Beschwerdeführer wie oben
beschrieben auf dem Weg einer Neuanmeldung/Revision geltend machen.
h) Aufgrund der vorstehenden Ausführungen sowie den Stellungnahmen der RAD-
Ärztin Dr. med. ... vom 16. Februar 2012 und vom 7. Juni 2012 kann
zusammenfassend festgehalten werden, dass der Beschwerdeführer keine
neuen Elemente tatsächlicher Natur, die nach der rechtskräftigen Verfügung
vom 6. Februar 2004 eingetreten und zu dem damals gegebenen Sachverhalt
hinzugekommen wären oder diesen verändert hätten, aufzuzeigen vermag.
Dem Beschwerdeführer ist demnach weiterhin eine 100%ige Tätigkeit in einer
adaptierten (sitzenden) Tätigkeit zumutbar, entsprechend der Beurteilung von
Dr. med. ... vom 24. September 2002, welche für die Verfügung vom 6. Februar
2004 massgebend war. Folgerichtig ist die IV-Stelle auf das Leistungsbegehren
vom 7. Februar 2012 nicht eingetreten.
6. Das Beschwerdeverfahren ist - in Abweichung von Art. 61 lit. a ATSG - gemäss
Art. 69 Abs. 1bis des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR
831.20) bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-
Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Diese
Kosten werden je nach Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im
Umfang von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Vorliegend setzt das Gericht
die Kosten auf Fr. 700.-- fest. Entsprechend dem Ausgang dieses Verfahrens
werden die Gerichtskosten dem Beschwerdeführer auferlegt. Eine
aussergerichtliche Entschädigung steht der Beschwerdegegnerin nicht zu (Art.
61 lit. g ATSG e contrario).