Decision ID: 53efe142-de96-40dd-83a3-4c91023ac483
Year: 2021
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1968,
ausgebildete Konfektionsschneiderin, war zuletzt von
2014
bis am 1
6.
Januar 2016 als
selbständige
Katzenzüchterin tätig. Am
3.
November 2016 meldete sie sich unter Hinweis auf einen
am 1
7.
Januar 2016 erlittenen
Thor
axdurchschuss
mit einer Nerven
schädigung,
auf
eine post
trau
matische Belastungsstörung und starke Schmerzen bei der Invalidenversi
cherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
8/4). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, führte in der Folge erwerbliche (
Urk.
8/8,
Urk.
8/19) und medizinische (
Urk.
8/9 f.,
Urk.
8/12,
Urk.
8/20 f.,
Urk.
8/29
,
Urk.
8/52
) Abklärungen durch, zog die Akten der Kantonspolizei Zürich (
Urk.
8/11) bei
und holte ein polydisziplinäres Gutachten in den Fachrichtungen Allgemeine Innere Medizin, Psychiatrie und
Psychotherapie
sowie Rheumatologie
bei
der
Y._
ein (
Urk.
8/38), das am 1
1.
April 2018 erstattet wurde (
Urk.
8/55). Am
1
1.
Juni 2018 erfolgte sodann eine Abklärung der beeinträchtigten Arbeitsfähig
keit in Beruf und Haushalt bei der
Versicherten
zu Hause (
Urk.
8/59). Mit Vorbe
scheid vom
6.
September 2018 stellte die IV-Stelle der Versicherten die
Abwei
sung ihres Leistungsbegehrens in Aus
sicht (
Urk.
8/61). Nachdem
diese
am 2
8.
September
2018 dagegen Einwand erhoben (
Urk.
8/62) und diesen am
2.
November 2018
sowie am 2
8.
November 2018 unter Beilage einer Stellung
nahme der behandelnden Psychologin (
Urk.
8/75)
ergänzend begründet
hatte
(
Urk.
8/65,
Urk.
8/77)
, stellte die IV-Stelle am 1
7.
Dezember 2018 Rückfragen an
die Gutachter (
Urk.
8/80), die am 1
3.
Februar 2019 beantwortet wurden (
Urk.
8/85). Am
8.
April 2019 setzte die IV-Stelle der Versicherten Frist zur Stel
lungnahme dazu an (
Urk.
8/87), die am
4.
Juni 2019 unter Beilage einer weiteren Stellungnahme der behandelnden Psychologin (
Urk.
8/91) erfolgte (
Urk.
8/92). In der Folge
stellte die IV-Stelle weitere Rückfragen an die Gutachter (
Urk.
8/93), die nicht beantwortet wurden (
Urk.
8/100)
,
und legte die Sache dem Regional
ärztlichen Dienst (RAD) zur Beurteilung vor (
Urk.
8/101/5 f.)
. Mit Verfügung vom
7.
November 2019
(
Urk.
8/103)
, die auf Hinweis der Versicherten auf Fehler
in der Begründung
(
Urk.
8/106) durch die Verfügung vom
2
9.
November 2019 ersetzt wurde
, wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren der Versicherte
n wie angekündigt ab (
Urk.
8/108
=
Urk.
2
).
2.
Hiergegen erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt Peter
Bolzli
,
am 1
5.
Januar 2020 Beschwerde mit den Anträgen, die angefochtene Verfügung vom 2
9.
November 2019 sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei anzuweisen, ihr rückwirkend ab Ablauf der Wartefrist eine ganze Invalidenrente auszurichten;
eventualiter sei die Sache zwecks zusätzlicher medizinischer Abklärungen bezie
hungsweise Einholung eines neuen polydisziplinären Gutachtens und Neuent
scheidung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. In formeller Hinsicht ersuchte sie sodann um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und der Bestellung von Rechtsanwalt Peter
Bolzli
als unentgeltlichen Rechtsbeista
nd (
Urk.
1
S. 2
). Mit Beschwerdeantw
o
r
t vom 1
2.
Februar 2020 verzichtete die Beschwerdegegnerin auf eine Stellungnahme (
Urk.
7), dies wurde der Beschwer
deführerin mit Verfügung vom 2
1.
Februar 2020 mitgeteilt. Gleichzeitig wurde
ihr
die
unentgeltlich
e Prozessführung gewährt und
Rechtsanwalt Peter
Bolzli
als unentgeltlicher Rechtsvertreter bestellt (
Urk.
11). Am 3
1.
März 2021 wurde der Beschwerdegegnerin sodann Frist zur Stellungnahme zu den zwischenzeitlich von der Beschwerdeführerin eingereichten ärztlichen Berichten (
Urk.
9,
Urk.
10/1-3,
Urk.
13 f.) angesetzt, worauf
sie
am
3.
Mai 2021 verzichtete (
Urk.
16).
Hiervon wurde der
Beschwerdeführer
in
mit Verfügung vom
5.
Mai 2021 Kenntnis erteilt (
Urk.
17).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des
Sozialversicherungsrechts; ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurtei
lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier
telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V
396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krank
heit ist jedoch nicht ohne Weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbs
fähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 145 V
215 E. 5.3.2, 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.4
Versicherungsträger und das Sozialversicherungsgericht haben den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an
förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Sie haben alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuver
lässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere dürfen sie bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum sie auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellen (BGE 125 V 351 E. 3a).
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet
sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Verfügung damit, dass d
ie
Beschwerdeführerin ohne gesundheitliche Einsc
hränkungen zu 40
%
bis 50
%
erwe
rbstätig
wäre
. Laut den medizinischen Abklärungen sei ihre Leistungsfähig
keit
in der zuletzt unregelmässig neben einer Katzenzucht ausgeübten Tätigkeit
als Verkäuferin eingeschränkt, in einer optimal angepas
sten Tätigkeit sei eine Arbeitstät
igkeit von 70
%
zumutbar (
Urk.
2 S. 1
)
. Auf ein 100
%
Pensum bezogen ergebe sich demnach eine Erwerbseinbusse von 30
%
. Zudem sei die beeinträch
tig
t
e Arbeitsfähigkeit im Haushalt untersucht worden, woraus sich eine Ein
schränkung von 24
%
ergeben habe. Unter Berücksichtigung der Einschränkung in beiden Bereichen
ergebe dies einen nicht rentenbegründenden
Invaliditätsgrad
von
26.7
%
. Berufliche Massnahmen könnten ebenfalls keine zugesprochen werden (
Urk.
2 S. 2).
2.2
Die Beschwerdeführerin brachte dagegen vor, auf das psychiatrische Teilgut
achten vom 1
1.
April 2018 könne nicht abgestellt werden, da die psychiatrische Gutachterin ihre Schlüsse aufgrund einer unvollständigen Aktenlage gezogen habe und ihre Schlussfolgerung, es bestehe keine Diagnose mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit
,
in keiner Weise nachvollziehbar sei. Dies werde auch durch die im
Einwandverfahren
eingereichte Stellungnahme der
behandelnden
Psychologin Z._
, die eine posttraumatische Belastungsstörung
(PTBS)
diagnostiziere
,
bestätigt (
Urk.
1 S. 6 f.). Diesen grundlegenden Mangel habe die psychiatrische Gutachterin in der Gutachtensergänzung vom 1
3.
Februar 2019 nicht beheben können. Diese sei inhaltlich und sprachlich kaum verständ
lich und in der Argumentation unhaltbar (
Urk.
1 S. 8 f.). Die erneute Kritik von Frau
Z._
sei an die Gutachterin weitergeleitet worden, diese habe jedoch eine Stellungnahme verweigert. Diese
Umstände würden den Eindruck der
feh
len
den fachlichen Qualifikation
der Gutachterin
verstärken (
Urk.
1 S. 10). Auf
grund der Einschätzung
der
Traumatherapeutin
Z._
sei sie auf
grund der PTBS in Kombination mit den Schmerzen für sämtliche Tätigkeiten auf dem freien Arbeitsmarkt zu 100
%
arbeitsunfähig, was auch von ihrem Hausarzt bestätigt werde (
Urk.
1 S. 11).
Gemäss der Beschwerdege
g
nerin sei ihr aufgrund der körperlichen Schmerzen eine angepasste Tätigkeit noch zu 70
%
zumutbar. Diese Einschätzung erscheine viel zu optimistisch, zudem habe sich die Schmerzproblematik im Winter 2019 noch verschlechtert, weshalb sich eine neue Begutachtung sowie eine neue Haus
haltsabklärung aufdränge, zumal sie heute nicht mehr zusammen mit dem dama
ligen Wohnpartner lebe, wovon sie sowohl in Bezug auf die Haushaltsführung als auch die Miete
profitiert
habe (
Urk.
1 S. 11 f.).
Bestritten werde ferner, dass sie heute im Gesundheitsfall bloss zu 45
%
erwerbs
tätig wäre, da diese Aussage vor dem Hintergrund der damaligen kostengünstigen Wohnsituation zu verstehen sei. Zur Bestreitung ihres Lebensunterhaltes müsste sie heute vollzeitlich erwerbstätig sein. Schliesslich sei der Einkommensvergleich zu rügen. Ein Prozentvergleich sei nicht angebracht, da sie heute als Gesunde
nicht
als selbständige
Katzenzüchterin,
sondern in ihrem letzten Beruf als Ver
käuferin arbeiten würde. Ein
durchschnittliches
Einkommen im Verkauf wäre daher einem
durchschnittlichen
Einkommen in einer leichten Tätigkeit gegen
überzustellen und aufgrund ihres Alters und der Tatsache, dass sie wegen ihrer Schmerzen bei vielen Verrichtungen eingeschränkt sei, ein Leidensabzug von min
destens 15
%
vorzunehmen, was zu einem Invaliditätsgrad von mindestens 40
%
führe (
Urk.
1 S. 13).
In ihrer Stellungnahme vom 1
7.
Februar 2020 ergänzte die Beschwerdeführerin,
im
neu
eingereichten
Bericht des behandelnde
n
Psychiaters vom 1
1.
Januar 2020 halte dieser gestützt auf die Resultate diverser psychiatrischer Tests vom Juni 2018 und Juli 2019 fest, dass die posttraumatische Belastungsstörung mi
t
der damit einhergehenden Komorbidität zu einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt auch für Tätigkeiten mit einfache
n
Anforde
rungen führe
.
Allein angesichts dieser Einschätzung, die von der Gutachterin nicht gehört worden sei, erweise sich das psychiatri
sche Gutachten als unhaltbar
. Aus soma
tischer Sicht attestiere ihr der behandelnde Neurologe sodann für Arbeiten im Verkauf und andere leichte körperliche Tätigkeiten eine vollständige Arbeitsun
fähigkeit und
für leichtere behinderungsangepasste Tätigkeiten eine reduzierte (
Urk.
9 S. 2).
Am 2
9.
März 2021 führte sie sodann aus
, eine
zwischenzeitlich durchgeführte neuropsychologische Abklärung habe ergeben, dass die Kriterien für eine deut
liche posttraumat
ische
Belastung
sstörung erfüllt
seien
und
sie
deutlich depressiv sei. Gestützt darauf
erachteten die behandelnden Fachpersonen sie
weiterhin zu 100
%
arbeitsunfähig, auch für angepasste Tätigkeiten (
Urk.
13 S. 2).
2.3
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin
ein
en Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Invalidenrente zu Recht verneint hat.
3.
3.1
Dr.
med. A._
, Facharzt für
Interventionelle
Schmerztherapie, diagnostizi
erte am 2
6.
November 2016
Interc
ostalneuralgien
7 und 8 links
sub
mammär
bei Status nach Rippenfrakturen 7 und
8 nach einer Schussver
letzung am
1
7.
Januar 2016, eine
Intercostalneuralgie
10 links
supraumbilikal
bei Status nach
Thoraxdrainage
sub
10 links sowie eine Posttraumatische Belas
tungs
störung (ICD-10 F43.1;
Urk.
8/9/1) und attestierte der Beschwerdeführerin eine Arbeits
unfähigkeit von 100
%
ab dem 1
7.
Januar 2016 bis auf weiteres (
Urk.
8/9/3).
3.2
Dr.
med.
B._
,
Fachärztin für
Neurologie,
stellte am 3
0.
November 2016 ebenfalls die Diagnose einer
Posttraumatischen Belastungsst
örung sowie anhaltender Schmerzen als Folge einer linksthorakalen Schussverletzung, beste
hend seit Januar 2016 (
Urk.
8/10/1). Die Beschwerdeführerin sei in ihrer bishe
rigen Tätigkeit als Katzenzüchterin sowie für alle anderen Tätigkeiten ab Januar 2016 bis auf weiteres aufgrund einer stark
eingeschränkten
Belastbarkeit, starke
r
Stimmungsschwankungen, starke
r
körperlich
e
r
Einschränkungen beim Tragen,
S
tehen und der Torsion sowie eingeschränkter
Konzentration
und Gedächt
n
is
funktionen zu 100
%
arbeitsunfähig (
Urk.
8/10/2,
Urk.
8/10/5).
3.3
In seinem Bericht vom 1
4.
Dezember 2016 stellte
Dr.
med. C._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, die bereits bekannten Diagnosen und attestierte der Beschwerdeführerin eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
vom 1
7.
Januar 2016 bis vorläuf
ig am 3
1.
Dezember 2016, wobei starke Neuralgien, allgemeine Müdig
keit und Schwäche, teils durch die Medikation sowie eine massive Einschränkung der
Belastbarkeit
durch die psychische Traumatisierung die Arbeitsfähigkeit einschränken würden (
Urk.
8/12/1 f.).
Auc
h eine angepasste Tätigkeit sei
nicht möglich (
Urk.
8/12/3).
In einem Verlaufsbericht vom 2
7.
Februar 2017 hielt
Dr.
C._
einen unverän
derten Gesundheitszustand f
est, weiterhin könne weder die
bisherige noch eine angepasste Tätigkeit ausgeübt werden (
Urk.
8/20/1)
.
3.4
Dr.
B._
berichtete in ihrem am 1
4.
März 2017 bei der Beschwerdegegnerin eingegangenen Verlaufsbericht von einer Verschlechterung des Gesundheits
zustands mit anhaltenden Schmerzen als Folge einer linksthorakalen Schussver
letzung und starken Nackenschmerzen, mit stark eingeschränkter körperlicher Leis
tungsfähigkeit und Konzentration sowie der Unmöglichkeit, den öffentlichen
Verkehr zu nutzen. Weiterhin sei die bisherige oder eine angepasste Tätigkeit nicht möglich (
Urk.
8/21/1).
3.5
Dr.
A._
ging
in
seinem am 3
0.
Juni 2017 bei der Beschwerde
gegnerin ein
gegangenen Bericht
von einem stationären Gesundheitszustand aus und hielt fest, die Beschwerdeführerin sei als Katzenzüchterin arbeitsunfähig, eine angepasste Tätigkeit sei bei der selbst bei der eigenen Körperpflege auf Hilfe angewiesenen Patientin aktuell nicht denkbar (
Urk.
8/29/4).
3.6
Anlässlich einer kar
diologischen Untersuchung hielt
Dr.
med. D._
, Chef
arzt Kardiologie im
E._
,
einen unauffälligen Herz
befund fest (
Urk.
8/52/3).
3.7
3.7.1
Im polydisziplinären Gutachten
der
Y._
vom 1
1.
April 2018 diagnosti
zierten
Dr.
med.
F._
, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin sowie Rheumatologie
,
und med. pract. G._
, Fachärztin für
Psy
chiatrie und Psychotherapie, eine
Interc
ostalneuralgie
links bei Status nach einem über
lebten Mordanschlag in Form einer
Thoraxschussverletzung
am 1
7.
Januar 2016 (
Urk.
8/55/12).
Den
folgenden Diagnosen massen sie keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zu (
Urk.
8/55/12):
-
Anpassungsstörung an aktuell vorgegebene Lebenssituation (ICD-10 F43.2)
-
p
anvertebrale Schmerzen
-
Laktoseintoleranz
-
Reizdarm
3.7.2
Die Gutachter hielten fest, aus allgemein-internistischer Sicht könnten keine Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit gestellt werden (
Urk.
8/55/13).
Aus rheumatologischer Sicht könne festgehalten werden, dass die Beschwerde
führerin am 1
7.
Januar 2016 eine Schussverletzung im medialen unteren Quad
ranten der linken Brust mit nach schräg inferior gerichtetem
Projekti
l
verlauf
und Austritt links
dorsolateral
in Höhe
BWK
11 erlitten habe.
Das Verlaufs-CT vom April 2016 habe narbige Veränderungen in der l
inksseitigen
Thoraxwand
im Berei
ch des
latissimus
dorsi
und u
m die frakturierte
7.
u
nd
5.
Rippe herum sowie eine
pleurale
Schwielenbildung
gezeigt. Während die
7.
Rippe partiell ver
heilt gewesen sei, habe die
8.
l
aterale Rippe ein kleines Fragment, um 4 mm nach aussen in die Weichteile abstehend, gezeigt. Die Beschwerdeführerin beklage nun weiter
hin
bestehende interkosta
le
neuralgische Schmerzen im Bereich der ursprünglichen Verletzung. Daneben würden aber auch Schmerzen rechtsthorakal und
Schmerzen
der gesamten Wirbelsäule angegeben, einschliesslich der Sakral
region. Vorbestehend seien Beschwerden an der Halswirbelsäule mit
spondylo
gener
Ausstrahlung links. Die Schmerzsymptomatik könne rheumatologisch und schmerzmedizinisch einer persistier
enden und
chronifizierten
Interc
ostal
neural
gie
infolge des Traumas mit partieller Schmerzausweitung in die para
vertebrale Musku
l
atur, den
Musculus
latissimus
dorsi
,
den
Musculus
trapezius
und in den Bereich der Lenden
wirbels
äule und
den
Becken-/
Iliosakralgelenk
bereich
gewertet werden. Di
e
Hauptbeschwerden würden auf Medikamente zur Behandlung von neuropathischen Schmerzen ansprechen, seien jedoch nicht voll
ständig unter
drückbar. Durch diese
residuellen
Beschwerden bestehe eine Einschränkung der Belastbarkeit bei bestimmten körperlichen
Tätigkeiten
(
Urk.
8/55/13 f.).
Aus
psychiatrischer
Sicht könne keine Diagnose mit Einfluss auf die Belastbarkeit und Arbeitsfähigkeit objektiviert werden. Der nicht somatische Gesundheits
schaden sei
psychiatrischerseits
als allenfalls leichtgradig einzustufen und stehe im Zusammenhang mit dem stattgehabten Überfall vom 1
7.
Januar 201
6.
Vor dem Hintergrund des aktuellen psychischen Befundes sowie unauffälliger test
psychiatrischer Ergebnisse könne bezüglich der aktuellen Lebenssituation eine nicht relevante Anpassungsstörung attestiert werden, die nicht zu einer Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit führe (
Urk.
8/55/14).
3.7.3
Die Experten kamen zum Schluss, a
us allgemein-i
nternistischer und psychiat
rischer Sicht könne die Tätigkeit als Katzenzüchterin
zu 100
%
ausgeübt werden. Aus rheumatologischer Sicht sei zu bemerken, dass es sich auf den Beruf der Katzenzüchterin schlecht abstellen lasse, da es sich hier um einen Nebenerwerb handle, der nicht zum Lebensunterhalt ausreiche. E
s
werde daher von der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Verkäuferin ausgegangen. Hinsichtlich dieser Tätigkeit bestehe auf dem ersten Arbeitsmarkt eine eingeschränkte Leistungsfähigkeit auf
grund der
unbefriedigenden
Schmerzsituation und weil es der Beschwerdefüh
rerin nicht möglich sei, länger zu stehen.
Vom
Zeitpunkt der Schussverletzung bis zur Ausheilung und anschliessende
n
verlängerte
n
Rehabilitationszeit
bis spätes
tens Ende Dezember 2016 sei die Beschwerdeführerin zu 100
%
arbeits
unfähig gewesen,
danach sei von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit in der ange
stammten Tätigkeit ausz
ugehen. Da weiterhin eine
Interc
ostalneuralgie
vorliege, die schmerzmedizinisch nicht vollständig unterdrückbar sei, brauche
sie
für länger stehende Tätigkeiten mehr Erholungszeit
,
und eine volle Arbeitsfähigkeit sei noch nicht realisierbar. Gesamtmedizinisch bestehe in der bisherigen Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 50
%
(
Urk.
8/55/17).
In einer angepassten Tätigkeit
sei die Beschwerdeführerin aus
allgemeininternistischer und psychiatrischer Sicht
eben
falls
100
%
arbeitsfähig
. Aus rheumatologischer Sicht bestehe in einer leich
ten Tätigkeit ohne Zwangshaltungen und Rotationsbewegungen der Wirbelsäule,
unter Verzicht auf schweres Heben über 5 kg und nur manchmal erfolgenden bückenden Tätigkeiten sowie
unter
Verzicht auf langes Stehen eine 70%ige Arbeits
fähigkeit.
Die
leistungsmässige Einschränkung
von 30
%
sei begründet durch die noch
vorliegenden Schmerzen
.
Gesamtmedizinisch bestehe somit in einer angepassten Tätigkeit eine 70%ige Arbeitsfähigkeit (
Urk.
8/55/17).
3.8
Lic. phil. Z._
, Fachpsychologin für Psychotherapie, stellte in ihrer Stellungnahme zum psychiatrischen Gutachten
vom 2
8.
November 2018
die Diag
nosen ei
ner posttraumatischen Belastung
sstörung (ICD-10 F43.1) als Folge einer lebensbedrohlichen Schussverletzung am 1
7.
Januar 2016, eine
Akzentu
ierung
von Persönlichkeitszügen (ICD-10 Z73.1) sowie eine chronische Schmerz
störung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41;
Urk.
8/75/1). Bezüglich der Symptome der PTBS
schilderte
sie, bei der Beschwerdeführerin lägen resistente Symptome
im Bereich der vegetativen Über
er
r
egtheit vor, hin
sichtlich der Symptome des Wiedererlebens und der
Vermeidung
müsse von einer eigentlichen Umkehr der Symptome gesprochen werden, im Sinne von
u
nter
drücken statt vermeiden oder wiedererleben (
Urk.
8/75/2). Angesichts der genann
ten Umstände sei aus fachlicher Sicht nicht nachvollziehbar, dass die Gut
achterin keine PTBS-Diagnose stelle und die Beschwerdeführerin als zu 100
%
arbeitsfähig erachte. Seit dem Vorfall sei sie zu 100
%
arbeitsunfähig und werde
,
solange die Schmerzen andauerten
,
in den nächsten Jahren voraussichtlich maximal eine Arbeitsfähigkeit von 30
%
erreichen können (
Urk.
8/75/4).
3.9
Med. pract.
G._
führte in ihrem Antwortschreiben zu den Ergänzungs
fragen
vom 1
3.
Februar 2019
aus, die zur Diagnosestellung einer PTBS geforderte vollumfängliche Symptomatik sei am
6.
Februar 2018 nicht erkennbar vorhanden gewesen. Eine bewusste
Unterdrückung
der Symptomatik über die
Zeitdauer der
Untersuchung sei
nicht möglich, ebenso habe eine Vermeidung der auslösen
den Thematik nicht stattgefunden (
Urk.
8/85/9). Die gutachterliche Un
tersuchung müsse per se
al
s
(hoch)belastende Situation eingeschätzt werden,
von einer
Trig
gersituation
gerad
e für einen PTBS-erkrankten Menschen könne mit
hinrei
chender
Wahrscheinlichkeit
ausgegangen werden (
Urk.
8/85/10).
Die Diagnose einer Persönlichkeitsakzentuierung (ICD-10 Z73.1) habe am
6.
Dezember 2018 nicht
gestellt werden können. Ein Lei
densdruck bezüglich eines hohen Leistungs
denken
s
sei weder beschrieben noch vermittelt worden. Eher sei der Eindruck ent
standen, dass die Beschwerdeführerin die eigene hohe Leistungsbereitschaft als Ressource empfinde und darunter leide, diese momentan nicht mehr einsetzen zu könne
n (
Urk.
8/85/
12). Eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung mit somati
schen und
psychischen Faktoren könne ebenfalls
nicht
diagnostiziert
werden
, sondern es
liege
ein chronisches Schmerzleiden im somatischen Diagn
o
sespektrum vor
(
Urk.
8/85/12 f.). Eine Änderung der gutachterlichen Stellung
nahme vom
6.
Februar 2018 könne
nicht vorgenommen werden
;
vor dem Hin
tergrund der ICD-10 und DSM-IV sei eine andere diagnostische Zuordnung der Untersuchungsergebnisse nicht möglich (
Urk.
8/85/13).
3.10
In ihrer Erwiderung zur
Stellungnahme von med. pract.
G._
hielt lic. phil
.
Z._
am 2
6.
Mai 2019 an den von ihr gestellten Diagnosen fest
. Sie
legte dar, die Erfahrung aus der klinischen Arbeit zeige, dass eine unbewusste Unter
drückung der PTBS-Symptomatik während einer lä
ngeren Zeit, erst recht einer
lä
nger andauernden Stress-Situation bei starker Selbstdistanzierung sehr wohl möglich sei. Die Gutachterin scheine das überkontrollierte Verhalten der Beschwer
deführerin nicht wahrgenommen zu haben, das als eine Form der Disso
ziation /
Numbing
= Schutz vor Überflutung angesehen werden müsse
. Über die vergangene
n
2.5 Jahre seien enorme affektive Schwankungen in der Therapie berichtet worden beziehungsweise seien zu beobachten
gewesen
.
D
ass die Affek
tivität während einer Exploration nicht wirklich habe erhoben werden können, scheine in diesem Zusammenhang einleuchtend. Die Arbeitsunfähigkeit bestehe aufgrund der PTBS und nur indirekt aufgrund der Persönlichkeitsakzent
u
ierung im Sinne einer Behinderung der
Traumaverarbeitung
. Das hohe Leistungsdenken der Beschwerdeführerin werde von dieser als Ressource empfunden, was sicher der Realität entspreche
-
aber nicht nur. Denn ein solches führe in
Verbindung mit einer Schmerzstö
rung, die hier eindeutig vorliege
,
sehr häufig zu enormem Druck, Überforderung und gehäuften Rückfällen und müsse aus diesem Grund als relevant für die Arbeitsfähigkeit bezeichnet werden (
Urk.
8/91/1 f.).
3.1
1
Dr.
med. H._
, Facharzt für Neurologie, schilderte in seinem Bericht vom
3.
Oktober 2019 eine seit den Vorbefunden im Jahr 2016 unverändert vorhandene
,
chronische
Interkostalnervenneuralgie
Th7
links. Erfreulicherweise könne jedoch festgehalten werden, dass
sich
die Irritation des ICN 10 links mit aktuell noch leichten
bis mittleren
Dysästhesien
etwas verbessert zu haben scheine.
D
ie Behinderung im Alltag
sei
weiterhin erheblich. Dies zeige sich durch di
e immer noch sehr eindrückliche
multimod
ale
Schmerztherapie
und die Tat
sache, dass die Beschwerdeführerin bisher aufgrund ihrer Schmerzen nicht in der Lage gewesen sei, wieder einer regelmässigen Arbeitstätigkeit nachzugehen (
Urk.
3/4 S. 2).
Am 2
9.
Januar 2020 ergänzte er, die
neurologischen Beschwerden seien
weiterhin erheblich und würden körperliche Tätigkeiten wie Rotationsbewegungen und Tragen auch von leichteren Lasten in erheblichem Masse einschränken. Auch soge
nannte leichte körperliche Tätigkeiten wie Reinigungsarbeiten, Arbei
ten im
Verkau
f, stehende Tätigkeiten und Arbeiten am Fliessband, welche in der Regel immer auch Rotationsbewegungen des Oberkörpers beinhalten würden, seien nicht mehr zumutbar. Da die Besch
w
erdeführerin Mühe habe, längere Zeit zu stehen, seien jegliche Tätigkeiten im Verkauf nicht meh
r zumutbar, dies
beinhalte
aus den oben genannten Gründen auch Einsätze an einer Kasse. Leichtere Tätig
keiten wie ein Einsatz in einem Büro oder an einem Empfang ohne körperliche Tätigkeiten seien in reduziertem Mass zumutbar (
Urk.
10/3).
3.1
2
Dr.
C._
führte am 2
3.
Dezember 2019 aus, die Beschwerdeführerin leide weiterhin an starken Schmerzen unterhalb der linke
n Brust
.
D
ie bisherigen Thera
pieversuche hätten die Schmerzen nur reduzieren
,
aber nicht vollständig unter
drücken können. Zudem träten störende Nebenwirkungen durch die starke Medikation auf
und es
bestehe eine posttraumatische Belastungsstörung. Die Behandlung sei langwierig und die Prognose sei schwer abschätzbar. Die Leis
tungen der Spitex von 1.5 Stunden pro Woche sei
en
in der aktuellen Situation (mehrheitlich durch die Verschlechterung im Winter bedingt) nicht ausreichend (
Urk.
3/5).
3.1
3
In seinem Bericht vom
1
1.
Januar 2020 hielt
Dr.
med. I._
, Fach
arzt für Psychiatrie und Psychotherapie
,
fest,
es
würden Zeichen einer post
traumatischen Belastungsstörung persistieren.
Es
werde zudem
eine
chronische
Schmerzstörung mit somati
schen und psychischen Faktoren
als Fol
ge der Schuss
verletzung mitbehandelt
. Deutlich sei die zusätzliche sekundäre psychogene Schmerzkomponente im Dienste der Konflikt- und Affektabwehr bei Projektion erlittener Hilflosigkeit geworden (
Urk.
10/2 S. 1 f.).
Es bestünden im Zusammen
hang mit der posttraumatischen Belastungsstörung und der damit einherge
henden Komorbidität Schwierigkeiten im interpersonellen Kontakt, Störungen der Emotionsregulation mit deutlichem Mangel an Anpassungs- und Teamfähigkeit, niedriger Frustrationstoleranz und
eine Impulskontrollstör
ung.
Der
Krankheits
verlauf
sei mittlerweile chronifiziert
mit dauerhafter Invalidisierung.
Es
bes
t
ehe
weiterhin
eine 100%ige
Arbeitsunfähigkeit
auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt für Tätigkeiten mit einfachen
Anforderungen
, insbesondere aufgrund der krankheits
bedingten mittel- bis
höhergradigen
Antriebs- und Affektstörungen (
Urk.
10/2 S.
3).
3.1
4
Med. pract. J._
und
Dr.
p
hil. K._
, kli
nischer Psychologe,
beide vom
Zentrum L._
stellten in ihrem Bericht vom 1
2.
Januar 2021 auf ihrem Fachgebiet zusätzlich zur PTBS die Diagnose einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig mittelgradige depressive Epi
sode (ICD-10 F33.1;
Urk.
14 S. 1).
E
ine neuropsychologische Abklärung habe zusammengefasst ein Bild leichter Defizite in der Aufmerksamkeits- und Kon
zent
rationsleistung gezeigt (
Urk.
14 S. 3).
Die
Beschwerdeführerin
sei seit dem Vorfall vom 1
7.
Januar 2016 und auch weiterhin zu 100
%
arbeitsunfähig, auch für angepasste Tätigkeiten (
Urk.
14 S
.
5).
4.
4.1
In Bezug auf die von der Beschwerdeführerin im Beschwerdeverfahren einge
reichten Berichte (
Urk.
3
/
5,
Urk.
10/
2-3 und
Urk.
14) ist vorab darauf hinzu
weisen
,
dass diese
nach der – rechtsprechungsgemäss
die zeitliche Grenze
der richterlichen Überprüfungsbefugnis bildenden (BGE 130 V 445 E. 1.2 mit Hin
weisen) – Verfügung vom
2
9.
November 2019
verfasst wurden
und sich des
halb die Frage stellt, ob diese
überhaupt
noch berücksichtigt werden können
. Die Berichte von
Dr.
C._
vom 2
3.
Dezember 2019 (
Urk.
3/5), von
Dr.
I._
vom 1
1.
Januar 2020 (
Urk.
10/2) und
von
Dr.
H._
vom 2
9.
Januar 2020 (
Urk.
10/3) stammen allesamt aus der unmittelbar auf die Verfügung folgenden Zeitspanne und betreffen nicht eine Veränderung des Gesundheitszustandes nach dem Verfügungserlass, sondern enthalten Ei
nschätzungen und Befunde betref
fend
d
ie
bereits
im Verfügungszeitpunkt
vorliegende
n
gesundheitlichen Verhält
nisse
. Da die Beschwerdegegnerin ferner Gelegenheit erhalten hatte, zu diesen Berichten Stellung zu nehmen (
Urk.
15 f.)
, sind sie
im vorliegenden Beschwerde
verfahren in die Beurteilung einzubezi
ehen. Diese Überlegungen treffen indes auf den mehr als ein Jahr nach dem Verfügungszeitp
unkt erstatteten Bericht des L._
vom 1
2.
Januar 2021 (
Urk.
14) nicht zu. Da die dortige Behandlung der Beschwer
deführerin erst mit Vorgesprächen am 1
3.
März und am
6.
Oktober 2020 einge
leitet wurde, ist dieser Bericht von
v
ornherein nicht geeignet, Aufschluss über deren Gesundheitszustand im Verfügungszeitpunkt zu geben.
4.2
Die Beschwerdegegnerin stützte sich zur Beurteil
ung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin
auf das polydisziplinäre Gutachten vom
1
1.
April 2018
(
Urk.
8/55)
. Es ist daher vorab auf dessen Beweiswert einzugehen.
Die Expertise basiert auf umfassenden allgemein-internistischen, rheumatolo
gischen und psych
iatrischen Untersuchungen (
Urk.
8/55/29 f.,
Urk.
8/55/45 ff.
,
Urk.
8/55/64 ff.
) und wurde in detaillierter Kenntnis der Vorakten erstellt (
Urk.
8/55/22 ff.,
Urk.
8/55/36 ff.
,
Urk.
8/55/56
f.
). Die Beschwerdeführerin konnte gegenüber den einzelnen Sachverständigen ihre aktuellen Beschwerden schildern und wurde von diesen jeweils — soweit fachspezifisch erforderlich — eingehend befragt. Sie konnte sich insbesondere zu verschiedenen Themenbe
reichen wie dem beruflichen Werdegang sowie dem gewöhnlichen Tagesablauf
äussern
(
Urk.
8/55/26 ff.,
Urk.
8/55/40 ff.
,
Urk.
8/55/57 ff.
). Die geklagten Leiden fanden sodann im Rahmen der Diagnostik Berücksichtigung, wobei sowohl diese
als auch die aus medizinischer Sicht resultierenden Auswirkungen auf die Arbeits
fähigkeit dargelegt und nachvollz
iehbar erläutert wurden (
Urk.
8
/55/31 f.,
Urk.
8/55/47 ff.
,
Urk.
8/55/67 ff.
).
In einer Ergänzung des Gutachtens vom 1
3.
Februar 2019 nahm
die psychiatrische Gutachterin
med. pract.
G._
sodann
Stellung zur
abweichenden Beurteilung der behandelnden Psychologin
(
Urk.
8/85
).
Gesamthaft erfüllt das
Y._
-Gutachten vom 1
1.
April 2018 inklusive der Ergänzung vom
1
3.
Februar 2019
somit die vom Bundesgericht fest
gelegten formellen Kriterien für eine beweiswerte medizinische Expertise (vgl.
E.
1.4
vorstehend).
4.
3
In somatischer Hinsicht diagnostizierte
Dr.
F._
einzig eine
Interkostal
neuralgie
links
mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. Dies stimmt mit den Diag
nosen der behandelnden Ärzte überein
(
Urk.
8/9/1,
Urk.
8/12/1,
Urk.
3/4 S. 1
)
und
blieb auch von der Beschwerdeführerin unbestritten.
Indessen brachte die Beschwer
deführerin vor, die von
Dr.
F._
attestierte Ar
beitsfähigkeit von 70
%
in einer
leichten Tätigkeit ohne Zwangshaltungen und Rotationsbewe
gungen der Wirbelsäule, unter Verzicht auf schweres Heben über 5 kg und nur
manchmal erfolgende
,
bückende Tätigkeiten sowie
unter
Verzicht auf langes Stehen (
Urk.
8/55/17), sei viel zu optimistisch ausgefallen (
Urk.
1 S. 11). Dazu ist zunächst auszuführen, dass der gemäss der Beschwerdeführerin zu berücksich
tigende gescheiterte Arbeitsversuch
im März 2019 als Verkäuferin in eine
r
Motor
radvertretung erfolgte (
Urk.
8/91/4)
. Dabei erscheint
zweifelhaft, ob es sich bei dieser Arbeit um eine den Leiden angepasste Tätigkeit handelte
, zumal die Tätig
keit als Verkäuferin gemäss Gutachten grundsätzlich nicht leidensangepasst ist
. Aus dem gescheiterten Arbeitsversuch kann die Beschwerdeführerin somit nichts zu ihren Gunsten ableiten.
Aus den von der Beschwerdeführerin angeführten Berichten von
Dr.
H._
ergibt sich sodann keine von der Gutachterin abweichende Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit
. Das
von ihm formulierte Belas
tungsprofil für eine angep
asste Tätigkeit entspricht
d
emjenigen von
Dr.
F._
und auch aus seiner Beurteilung, eine solche Tätigkeit sei nur in redu
ziertem Masse zumutbar
,
resultiert kein Widerspruch zu
m
Gutachten, da auch
Dr.
F._
keine volle, sondern
nur eine Arbeitsfähigkeit von 70
%
attestierte (
Urk.
10/3). Was die von der Beschwerdeführerin geltend gemachte Ver
schlechterung betrifft, stellt die einzig im Bericht v
on
Dr.
C._
vom 2
3.
Dezember 2019
ohne weitere Ausführungen
in einer Klammerbemerkung erwähnte Verschlechterung im Winter
(
Urk.
3/5) keinen ausreichenden Anhalts
punkt für eine zwischenzeitlich eingetretene
relevante
Verschlechterung des Gesund
heitszustandes dar
. Darüber hinaus sprach
der Neurologe
Dr.
H._
, auf dessen Fachgebiet die
Nervenschädigungen einzuordnen sind, nur zweieinhalb Monate zuvor eher
von
eine
r
Verbesserung der Schmerzsituation (
Urk.
3/4 S. 2) und auch im einen Monat später erstellten Bericht vom 2
9.
Januar 2020
erwähnte er
keine Verschlechterung (
Urk.
10/3).
Die Einwendungen der Beschwerdeführerin sind somit nicht geeignet, die
ein
leuchtende
Beurteilung von
Dr.
F._
in Frage zu stellen. Die Beschwer
degegnerin ist in somatischer Hinsicht zu Recht von einer Arbeitsfähigkeit von 70
%
in einer angepassten Tätigkeit ausgegangen.
4.
4
4.
4
.1
In Bezug auf das psychiatrische Teilgutachten ist zunächst anzumerken, dass für die von der Beschwerdeführerin geäusserten Bedenken bezüglich der fachlichen Qua
li
fikation von med. pract.
G._
keine Grundlage besteht, trägt sie gemäss dem schweizerischen
Medizinalberuferegister
(
www.medregom.admin.ch
) doch den in Deutschland erworbenen Facharzttitel in Psychiatrie und Psycho
therapie
, der am
1.
Februar 2017 durch die Schweiz anerkannt wurde
,
und
erfüllt damit die fachlichen Voraussetzungen für eine Tätigkeit als Expertin im Sinne der bu
ndesgerichtlichen Rechtsprechung
(vgl. BGE 137 V 210 E. 3.3.2).
4.
4
.2
Med
. pract.
G._
kam
zum Schluss, es
könnten keine psychiatrischen Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit gestellt werden
(
Urk.
8/55/16)
. Die Beschwerdeführer
in
brachte dagegen zunächst vor, das psychiatrische Gut
achten sei nicht beweiskräftig, da es auf einer unvollständigen Aktenlage beruhe und die Gutachterin widersprüchliche Aussagen zur Aktenlage mache (
Urk.
1 S.
6).
Zwar trifft es zu, dass im Zeitpunkt der Gutachtenserstellung keine fachärzt
lichen psychiatris
c
hen Berichte aktenkundig waren
, die
Beschwerdeführerin
hatte indes auch
im
vorhergehenden
Abklärungsve
rfahren darauf hingewiesen
, dass sie zur Zeit weniger Termine beim Psychiater wahrnehme (
Urk.
8/16)
,
u
nd in der Folge mitgeteilt
, dass sie aktuell nur bei
Hausarzt
Dr.
C._
in Behandlung sei (
Urk.
8/24). Dass med. pract.
G._
trotzdem zum Schluss kam, die vorlie
genden Akten
würden ausreichen
beziehungsweise
seien
für eine Beurteilung aus
reichend differenzi
ert
,
so
dass eine Fremdanamnese nicht erforderlich sei (
Urk.
8/55/63)
,
ist
durchaus nachvollziehbar, wenn man berücksichtigt, dass
ihr
die Diagnose der PTBS aus den vorliegenden medizinischen Akten bekannt war und vor dem Hintergrund des im Rahmen einer ausführlichen Befund
aufnahme ermittelten unauffälligen psychiatrischen Untersuchungsbe
fundes
(vgl.
Urk.
8/55/55 f.) sowie u
nauffällige
r
testpsychologische
r
Zusatzbe
funde (
Urk.
8/55/66)
. Ob eine
Fremdanamnese
nötig ist, liegt
im Ermessen der Experten
,
d
ie versicherte Person
hat darauf keinen Rechtsanspruch (Urteil des Bundes
gerichts 9C_263/2013 vom 28. November 2013 E. 5.3 mit Hinweis).
Ferner
holte die Beschwerdegegnerin nach Eingang des Berichts der behan
delnden Psychologin vom 2
8.
November 2018 eine Ergänzung des Gutachtens ein, worin med. pract.
G._
am 1
3.
Februar 2019
ausführlich Stellung zu den
von lic. phil.
Z._
gestellten Diagnosen bezog
und an ihrer Beurteilung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin festhielt (
Urk.
8/
85).
Inwiefern diese Stellungnahme unverständlich
beziehungsweise ungenügend
sein sollte, ist trotz einer gewissen fehlenden Strukturierung der einzelnen Antworten
nicht ersichtlich.
Die Schlussfolgerung
von med. pract.
G._
, dass die Diagno
sekriterien für eine PTBS sowie eine Persönlichkeitsakzentuierung und eine chro
nische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren nicht erfüllt sind und keine Ä
nderung der gutachterlichen Stellungnahme vom
6.
Februar 2018 erforderlich ist
,
ist klar und erfolgte gestützt auf die Diagnosekriterien des DSM IV sowie die anlässlich der Untersuchung vom
6.
Februar 2018 erhobenen Befunde (
Urk.
8/85).
Von einer fehlenden Auseinandersetzung mit den Beurtei
lungen der behandelnden Fachpersonen
kann somit keine Rede sein
.
Zur auf
grund der Beendigung des Arbeitsverhältnisses beziehungsweise einer Erkran
kung von med. pract.
G._
fehlenden Stellungnahme zum Bericht von lic. phil
.
Z._
vom 2
6.
Mai 2019 ist ferner zu bemerken, dass stattdessen eine Beurteilung durch
Dr.
med.
M._
, Fachärztin für Psychiatrie und Psycho
therapie vom RAD, erfolgte
. Diese Ärztin kam
zum Schluss, dass
der Bericht
keine neuen medizinischen Tatsachen enthalte (
Urk.
8/101/5 f.)
.
M
ithin wurde auch diese Stellungnahme fachärztlich beurteilt.
4.
4
.3
Med. pract.
G._
stellte die Diagnose einer Anpassungsstörung an die aktuell vorge
ge
bene
Lebenssituation (ICD-10 F43.2) und verneinte das Vorliegen
der von
Dr.
I._
und lic. phil.
Z._
diagnostizierten
posttrauma
tischen Belastungsstörung
sowie der Persönlichkeitsakzentuierung und der chronischen Schm
erzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren
(
Urk.
8/55/67,
Urk.
8/85/9). Die Beschwerdeführerin brachte dagegen vor,
es treffe nicht zu, dass sie über keine psychischen Symptome geklagt habe
;
gemäss der überzeugenden Stellungnahme der behandelnden Psychologin
seien sodann
die Diagnosekriterien eine
r
posttraumatische
n Belastungsstörung erfüllt (
Urk.
1 S. 7).
Es ist zunächst darauf hinzuweisen, dass die psychiatrische Exploration von der Natur der Sache her nicht ermessensfrei erfolgen kann und dem begutachtenden Psychiater praktisch immer ein gewisser Spielraum bleibt, innerhalb dessen ver
schiedene medizinisch-psychiatrische Interpretationen möglich, zulässig und zu
respektieren sind, sofern der Experte lege artis vorgegangen ist (Urteil des Bun
desgerichts 8C_629/2017 vom 28. November 2017 E. 4.3 mit Hinweis auf 8C_839/2013 vom 13. März 2014 E. 4.2.2.1).
Die Beurteilung von med. pract.
G._
erfolgte gestützt auf eine ausführliche Anamnese- und Befunder
hebung, anlässlich derer
sich die
Beschwerdeführerin zu den aus ihrer Sicht bestehenden Problemen frei
äussern
konnte (Urk.
8
/79/8 ff
.
).
Sie
klagte dabei hauptsächlich
über eine Belastung durch ihre aktuelle Situation
mit psychischer und körperlicher
Destabilität
und ein Gefühl des Ausgebremst- und
Ausgebrannt
seins
(
Urk.
8/55/57)
.
B
ezüglich der angeführten Schlafprobleme
äusserte
sie später, diese unter Kontrolle zu haben (
Urk.
8/55/59). Dass med. pract.
G._
dieses Belastungsgefühl im Rahmen einer Anpassungsstörung an die aktuell vorgegebene Lebenssituation (ICD-10 F43.2) einordnete und dieser Diag
nose keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
beimass
, ist angesichts des ansons
ten unauffälligen psychiatrischen Befundes schlüssig. Sie setzte sich sodann
in der Ergänzung zum Gutachten
mit den Diagnosekriterien einer posttraumatischen Belastungsstörung vertieft auseinander und legte dar, dass diese insgesamt nicht erfüllt seien
,
namentlich
lägen kein Vermeidungsverhalten sowie keine Symp
tome der Übererregung vor
(
Urk.
8/85/
4 ff
.
).
I
nsbesondere leuchtet
dabei
ihre Überlegung ein
,
dass ein
e Begutachtungssituation per se
als Trigger für die Symp
tome einer posttraumatischen Belastungssituation an
zusehen ist
(
Urk.
8/85/9)
, da
in dieser Situation ohne
Ausweichmöglichkeit
über das
traumatische Ereignis berichtet und vertiefte Fragen dazu beantwortet werden
müssen
.
Dass die Beschwer
deführerin
in der Lage war,
dies
ohne
jegliche physiologischen und psychopathologischen Reaktionen
zu tun, spricht
für die Schlussfolgerung von med. pract.
G._
, dass die vollumfängliche Symptomatik einer PTBS im Gutachtenszeitpunkt nicht vorhanden war. Darauf deutet auch
die Tatsache
hin
, dass es der Beschwerdeführerin
sogar
wieder möglich ist, am Tatort zu leben
.
Ferner bemerkte
die Gutachterin auch
anankastische
Persönlichkeitszüge, wobei sie
festhielt, diese seien ohne Krankheitswert und
sie dem
entsprechend sowie auf
grund des fehlenden Leidensdruckes
die Diagnose akzentuierter Persönlichkeits
züge
(ICD-10 Z73.1) nachvollziehbar verneinte
(
Urk.
8/85/10).
Obwohl ihr mithin das Vorliegen dieser Persönlichkeitszüge bewusst
war
, schloss sie daraus
abwei
chend von der behandelnden Psychologin
nicht auf eine
während der gesamten Begutachtung erfolgte
Unterdrückung der Symptome
, sondern hielt fest
, die Beschwerdeführerin
sehe
die daraus entstehende hohe Leistungsbereitschaft als Ressource an
(
Urk.
8/85/10)
. Inwiefern sie dabei den der psychiatrischen Beur
teilung inhärenten Ermessensspielraum überschritten haben sollte und nicht lege artis vorgegangen sein soll, ist nicht ersichtli
ch.
Auf die
von lic. phil.
Z._
vorgenommene andere Einschätzung der Situa
tion
kann von
v
ornherein nicht abgestellt werden, da
eine fachärztliche Beurtei
lung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit grundsätzlich nur gestützt auf eine ebenfalls fachärztlich abweichende Beurteilung entkräftet werden
kann
(Urteile
des Bundesgerichts
8C_450/2018 vom 1
6.
Oktober 2018 E.
5.1, 9C_139/2014 vom
6.
Oktober 2014 E. 5.2 mit Hinweisen).
Über eine (
fach
)ärztliche Qualifikation verfügt die Fachpsychologin für Psychotherapie lic. phil.
Z._
indessen nicht. Der
Bericht von
Dr.
I._
vom 1
1.
Januar 2020
, worin dieser
zum Schluss ka
m, die posttraumatische Belastungsstörung persistiere weiterhin und es liege
zudem eine chronische Schmerz
störung mit somatischen und psychischen Faktoren vor
(
Urk.
10/2)
,
ist
sodann
angesichts
des korrekten Vorgehens
von med. pract.
G._
nicht geeignet, das Ergebnis des Gutachtens in Zweifel zu ziehen
. Denn
die unterschiedliche Natur von Behand
lungsauftrag der therapeutisch tätigen (Fach-)Person einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten ander
seits (BGE 124 I 170 E. 4)
lässt es
nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgut
achten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Arztpersonen bzw. Therapiekräfte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen (Urteil des Bundesgerichts 8C_677/2014 vom 29. Okto
ber 2014 E. 7.2 mit Hinweisen, u.a. auf SVR 2008 IV Nr. 15 S. 43 E. 2.2.1 [I
514/06]).
Dr.
I._
set
zte sich in seinem Bericht
nicht
mit den im Gut
achten erhobenen Befunden und vorgenommenen Einschätzungen auseinander, sondern legte lediglich seine eigene Beurteilung der
Verhältnisse
dar.
Wichtige –
und nicht rein subjektiver Interpretation entspringende – Aspekte, die bei der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind und gestützt worauf sich eine abweichende Beurteilung aufdrängen würde (vgl. Urteil des Bundes
gerichts 8C_677/2014 vom 2
9.
Oktober 2014 E. 7.2 mit Hinweisen, u.a. auf SVR 2008 IV Nr. 15 S. 43 E. 2.2.1 [I 514/06])
,
sind nicht ersichtlich.
4.
4
.
4
Med. pract.
G._
mass
der diagnostizierten Anpassungsstörung keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zu, da die festgestellten Belastungen nicht mit einer wesentlichen Einschränkung der Leistungs- und Belastungsfähigkeit ein
hergingen (Urk. 8/55/67). Dies ist mit Blick auf die gutachterlich festgehaltene unauffällige psychiatrische Befundlage, wobei einzig eine leichte Anspannung sowie eine leichte Herabgestimmtheit bei der Berührung der Themenkomplexe Zukunft sowie finanzielle und berufliche Situation bei überdurchschnittlicher Wil
lensbildung und Motivation und nicht red
uziertem Antrieb erfasst wurden
und die unauffälligen testpsychiatrischen Ergebnisse (Urk. 11/68/12) überzeu
gend. Unter diesen Umständen kann von einer Indikatorenprüfung abgesehen
werden, da im Rahmen der Begutachtung eine Arbeitsunfähigkeit in nachvoll
ziehbar be
gründeter Weise verneint wurde (
BGE 143 V 409 E. 4.5.3, 143 V 418 E. 7.1; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 8C_825/2018 vom 6. März 2019 E.
8.3).
4.
5
Nach dem Gesagten kann auf die schlüssige Beurteilung der
Arbeitsfähigkeit durch die
Y._
-Gutachter abgestellt werden. Somit ist
von einer Arbeits
fähigkeit von 70
%
in einer leidensangepassten Tätigkeit auszugehen. E
ntgegen der Auffassung der
Bes
chwerdeführerin
(vgl. Urk. 1 S. 2) - sind von weiteren
Beweismassnahmen
keine anderen
entscheidrelevanten
Erkenntnisse zu erwarten, weshalb davon abzusehen ist (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 124 V 90 E.
4b, 122 V 157 E. 1d, 136 I 229 E. 5.3).
5.
5.1
Es bleibt die wirtschaftlichen Folgen der festgestellten eingeschränkten Arbeits
fähigkeit zu klären.
Die für die Methodenwahl (Einkommensvergleich, gemischte Methode, Betäti
gungsvergleich) entscheidende Statusfrage, nämlich ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig einzustufen ist, beurteilt sich danach, was die Person bei im Übrigen unveränderten Umstän
den täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde. Entscheidend ist somit nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypo
thetisch erwerbstätig wäre. Bei im Haushalt tätigen Versicherten im Beson
deren (vgl. Art. 27
der Verordnung über
die Invalidenversicherung (IVV)
) sind die per
sönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie all
fällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruf
lichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigungen und Begabungen zu berücksichtigen. Massgebend sind die Verhältnisse, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben, wobei für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Erwerbstä
tigkeit der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahr
scheinlichkeit erforderlich ist (BGE 144 I 28 E. 2.3, 141 V 15 E. 3.1, 137 V
334 E. 3.2, 125 V 146 E. 2c, 117 V 194 E. 3b).
Die Beantwortung der Statusfrage erfordert zwangsläufig eine hypothetische Beurteilung, die auch die hypothetischen Willensentscheidungen der versicherten Person zu berücksichtigen hat. Diese Entscheidungen sind als innere Tatsachen wesensmässig einer direkten Beweisführung nicht zugänglich und müssen in der
Regel aus äusseren Indizien erschlossen werden (vgl. BGE 144 I 28 E. 2.4; Urteil des Bundesgerichts 8C_42/2021 vom 5. März 2021 E. 3.3 mit Hinweisen).
Dem Haushaltsabklärungsbericht vom 1
1.
Juni 2018 ist zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin in diesem Zeitpunkt in einer Art Wohngemeinschaft im Ein
familienhaus ihres Wohnpartners lebte, wobei sie keine Miete bezahlen musste. Dafür habe sie sich vermehrt um die Haushaltsarbeiten gekümmert und nebenbei ihre
Katzenzucht noch etwas aufrecht
erhalten. Finanziell wurde sie vom Sozial
amt unterstützt. Zur beruflichen Situation ohne Gesundheitsschaden habe sie angeführt, sie
habe bereits vor dem Vorfall vom 1
7.
Januar 2016 wieder einer Erwerbstätigkeit nachgehen wollen und sich auch schon wieder nach passenden Arbeitsstellen im Verkauf umgesehen. Mit der Katzenzucht sei kein Verdienst möglich gewesen. Es wäre auch heute ganz klar, dass die Katzenzucht ihr für die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit in keiner Art und W
ei
se im Wege stehen würde. Die heutige Lebenssituation sehe so aus, dass sie sehr
kostengünstig leben könne,
daher wäre bei Gesundheit auch nur ein Teilarbeitspensum von rund 40
%
bis 50
%
ausreichend, um ihre Lebensunterhaltskosten decken zu können
,
und sie kümmere sich ja auch mehr um die Verrichtungen im Haushalt (
Urk.
8/59/2 f.).
Gestützt auf diesen Bericht ging die Beschwerdegegnerin von einer 45%igen Erwerbstätigkeit und einer 55%igen Tätigkeit im Haushalt aus und wendete die
gemischte Methode der Einkommensbemessung an. Die Beschwerdeführerin brachte dagegen vor,
sie wäre heute vollzeitig erwerbstätig, da sie sich in einer anderen Lebenssituation befinde als damals (
Urk.
1 S. 12).
Die beschriebene kostengünstige Wohnsituation war bereits bei Verfügungserlass nicht mehr gegeben, die Beschwerdeführerin zog per 3
0.
Oktober 2018 um (
Urk.
8/69) und lebte ab diesem Zeitpunkt alleine in einer Wohnung (
Urk.
8/82/1). Die Annahme, dass sie dennoch lediglich in einem Pensum von 45
%
tätig wäre, erscheint an
gesichts der Tatsache, dass
diese Angabe ausdrücklich auf ihre
n
dama
ligen Lebensumstände
n
basierte, nicht mehr realistisch. Es ist davon auszu
gehen, dass sie
aus finanziellen Gründen auf die
Aufnahme einer Erwerbstätigkeit in einem höheren Pensum angewiesen gewesen wäre. Da sie keine Betreuungs
pflichten wahrnimmt und die vermehrte Betätigung im Haushalt ihres Wohn
partners mit dem Auszug ebenfalls entfällt, sind keine Gründe ersichtlich, wieso sie nicht in einem Vollzeitpensum tätig sein sollte
. Dabei fällt ins Gewicht, dass sie
- abgesehen von den dem Vorfall vom 1
7.
Januar 2016 unmittelbar vorangehenden zwei Jahren, in denen sie eine finanziell erfolglose Katzenzucht führte und als Nichterwerbstätige gemeldet war - im Rahmen ihrer selbständigen Tätigkeit als Geschäftsführerin in einem Erotikstudio, die sie im Jahr 2011 auf
gegeben hatte, während rund 20 Jahren ein zwar schwankendes
,
aber zur
Deckung des Lebensunterhaltes wohl meist mehr als ausr
eichendes Einkommen erzielt
hatt
e
(
Urk.
8/88/1 f.).
Es ist somit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin ohne den Gesundheitsschaden heute zu 100
%
erwerbstätig wäre.
5.2
Die Beschwerdegeg
n
erin hat den Invaliditätsgrad
der Beschwerdeführerin
im Rahmen eines Prozentvergleichs ermittelt, da das Einkommen, das die Beschwer
deführerin mit ihrer selbständigen Tätigkeit erzielte, stark schwankend war (
Urk.
8/60/9).
Die Beschwerdeführerin brachte dagegen vor, sie wäre im Gesund
heitsfall nicht selbständig tätig, sondern hätte wieder eine Tätigkeit als Verkäu
ferin aufgenommen (
Urk.
1 S. 13).
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des Validen
ein
kommens entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frü
hest
mög
lichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein
lichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkom
mens
entwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfah
rung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Aus
nahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 144 I
103 E. 5.3, 139 V 28 E. 3.3.2, 135 V 58 E. 3.1, 134 V 322 E. 4.1).
Bei selbständig Erwerbenden wird namentlich dann nicht auf das zuletzt erzielte Einkommen abgestellt, wenn aufgrund der Umstände mit überwiegender Wahr
schein
lichkeit anzunehmen ist, dass
die
Versicherte im Gesundheitsfall
ihre
nicht einträgliche selbständige Tätigkeit aufgegeben und eine besser
entlöhnte
andere Tätigkeit angenommen hätte, oder dann, wenn die vor der Gesundheits
beein
trächtigung ausgeübte selbständige Tätigkeit wegen ihrer kurzen Dauer keine genügende Grundlage für die Bestimmung des Valideneinkommens darstellt.
Ist
mit über
wiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die versicherte Person die bisherige Tätigkeit unabhängig vom Eintritt der Invalidität nicht mehr ausgeübt hätte, kann das Valideneinkommen auf Grundlage der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) berech
net werden, wobei die für die
Entlöhnung
im Einzelfall gegebenenfalls relevanten persönlichen und beruflichen Faktoren zu berücksichtigen sind (BGE 139 V 28 E. 3.3.2; Meyer/Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversiche
rung, 3. Auf
lage 2014, Rn 55 f. zu Art.
28a
).
Vorliegend war die Beschwerdeführerin in den zwei Jahren vor dem Eintritt des Gesundheitsschadens als selbständige Katzenzüchterin tätig, wobei sie nie ein Einkommen
erzielte
. Gemäss ihren Aussagen anlässlich der Haushaltsabklärung vom 1
1.
Juni 2018 war sie indes bereits vor dem Eintritt des Gesundheitsschadens
daran, diese Tätigkeit aufzugeben und sich eine Anstellung zu suchen. Sie habe sich insbesondere nach Tätigkeiten im Verkauf umgesehen (
Urk.
8/59/2). Es erscheint daher und da sie abgesehen von ihrer selbständigen Erwerbstät
igkeit stets im Verkaufsbereich
tätig war
(
Urk.
8/88
)
, als überwiegend wahrscheinlich, dass die Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall eine Tätigkeit als Verkäuferin aufgenommen hätte.
Da sie in diesem Bereich keine Ausbildung absolviert hat, ist auf das Kompetenzniveau 1 der Kategorie Detailhandel der Tabelle TA1 der im Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung aktuellsten Tabellenlöhne der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 2016 abzustellen
. Daraus resultiert
, angepasst an die betriebsübliche Arbeitszeit
von 41.8 Stunden pro Woche
(Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilu
ngen in Stunden pro Woche, Detailhandel
; vgl. www. bfs.admin.ch, Statistiken, Arbeit und Erwerb)
ein Jahreseinkommen von
Fr.
55'051.--
(
Fr.
4'390.-- x
12 :
40 x 41.8)
.
Da die Beschwerdeführerin im Verfügungszeitpunkt keine Erwerbstätigkeit aus
übte, ist b
etref
fend das Invalideneinkommen
auf das Total der Tabelle TA1, Kompetenzniveau 1, Frauen
,
der LSE 2016
abzustellen (BGE 143 V 295 E. 4.1.3).
Angepasst an die betriebsübliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden sowie das der Beschwerdeführerin zumutbare Arbeitspensum von 70
%
ergibt sich daraus
ein Jahreseinkommen v
on Fr. 38‘207.-- (Fr. 4‘363
.--
x
12
:
40 x 41.7 x 0.7
).
Ein Abzug vom Tabellenlohn ist hier nicht gerechtfertigt. Insbesondere gilt es mit Blick auf das Alter der Beschwerdeführerin (im Zeitpunkt der angefochtenen Ver
fügung war sie 51 Jahre alt) zu berücksichtigen, dass Hilfsarbeiten auf dem hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 16 ATSG) altersunabhängig nachgefragt werden (Urteile des Bundesgerichts 8C_403/2017 vom 25. Au
gust 2017 E. 4.4.1 und 8C_805/2016 vom 22. März 2017).
Der Umstand, dass nur noch leichte Tätigkeiten zumutbar sind, ist ferner kein Grund für einen leidens
bedingten Abzug, zumal der Tabellenlohn im Kompetenzniveau 1 bereits eine Vielzahl von leichten und mittelschweren Tätigkeiten umfasst (Urteil des Bundes
gerichts 9C_447/2019 vom 8. Oktober 2019 E. 4.3.2).
Das Vorhandensein der im Anforderungsprofil genannten - entgegen der Auffassung der Beschwer
de
führerin nicht sehr zahlreichen - zusätzlichen Einschränkungen rechtfertigt ebenfalls keinen Abzug, zumal den aufgrund der Schmerzen entstehenden
leis
tungsmässigen
Einschränkungen bereits mit dem auf 70
%
reduzierten Arbeits
pensum hinreichend Rechnung getragen wurde.
Der Vergleich des Valideneinkommens vom
Fr.
55‘051.-- mit dem Invaliden
einkommen von
Fr.
38‘207.-- ergibt einen nicht rentenbegründenden Invalidi
tätsgrad von 31
%
.
6.
Zusammenfassend hat die Beschwerdegegnerin einen Rentenanspruch der Beschwer
deführerin zu Recht verneint. Die Beschwerde erweist sich als unbe
gründet und ist abzuweisen.
7.
7.1
Gemäss
Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten über die Bewilligung oder Verweigerung von Leistungen der Invalidenversicherung vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Abweichung von Art. 61 lit. a ATSG in der hier anwendbaren, bis am 31. Dezember 2020 in Kraft gewesenen Fassung (Art. 83 ATSG) kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- zu bemessen und vorliegend auf Fr. 800.-- festzusetzen.
Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen, infolge der ihr gewährten unentgeltlichen Prozessführung (
Urk.
11) jedoch einst
weilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.
7.2
Mit Verfügung vom 2
1.
Februar 2021 (
Urk.
11) wurde der Beschwerdeführerin Rechtsanwalt Peter
Bolzli
als unentgeltlicher Rechtsvertreter bestellt. Da dieser von der Möglichkeit, eine Honorarnote einzureichen (vgl.
Urk.
11 Dispositiv-Ziffer 3), keinen Gebrauch gemacht hat, ist die Entschädigung ermessensweise ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses festzulegen (
§
34
Abs.
3 des Gesetzes über das Sozi
alversicherungsgericht, GSVGer). Unter Berücksichtigung der genannten Krite
rien ist die Entschädigung von Amtes wegen auf
Fr.
2’100.--
(inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen.
7.3
Die Beschwerdeführerin ist abschliessend auf
§
16
Abs.
4 GSVGer hinzuweisen, wonach sie zur Nachzahlung der Gerichtskosten und der Entschädigung ver
pflichtet ist, sobald sie dazu in der Lage ist.