Decision ID: ad912b2b-e875-546b-a8fa-e8d77fad963f
Year: 2017
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ meldete sich am 16. Februar 2016 beim Regionalen
Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) zur Arbeitsvermittlung an und beantragte ab
demselben Datum bei der Kantonalen Arbeitslosenkasse Arbeitslosenentschädigung.
Dabei gab er an, zuletzt vom 1. Februar 2015 bis am 31. Januar 2016 im Restaurant
C._ bei D._ gearbeitet zu haben (act. G 3.1.85 und 93).
A.b Mit Schreiben vom 30. Mai 2016 teilte die Arbeitslosenkasse dem Versicherten
mit, dass der Lohnbezug nicht glaubhaft dargelegt sei. Es könnten nur die
tatsächlichen Lohnzahlungen auf das Bankkonto akzeptiert werden, was insgesamt Fr.
4‘000.-- entspreche. Der Nettodurchschnittslohn liege somit unter Fr. 500.--. Zudem
könne für die Beitragszeit nur der Zeitraum vom 21. Februar 2015 bis 31. Januar 2016
berücksichtigt werden, da der Versicherte erst am 21. Februar 2015 aus E._ in die
Schweiz eingereist und die Arbeitsbewilligung der Kategorie B erst ab diesem Datum
gültig sei. Ein Befreiungsgrund sei aus den Unterlagen nicht ersichtlich. Der Anspruch
auf Arbeitslosenentschädigung müsse deshalb abgelehnt werden (act. G 3.1.49).
A.c Per 23. Mai 2016 wurde der Versicherte von der Arbeitsvermittlung abgemeldet, da
er selber eine Stelle gefunden habe (act. G 3.1.48). Die neue Arbeitgeberin F._,
welche die ehemalige Lebenspartnerin von D._ und ebenfalls bei diesem angestellt
gewesen sei, gab am 6. Juni 2016 in einem Telefongespräch mit einer Mitarbeiterin der
Arbeitslosenkasse an, es seien damals keine Sozialversicherungsbeiträge abgezogen
und abgerechnet worden. Sie habe dem Versicherten den Lohn jeweils bar auf die
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Hand ausbezahlt, der Lohnfluss sei damit nachgewiesen. Sie habe sich nun
selbständig gemacht und den Versicherten angestellt (act. G 3.1.44).
A.d Mit Schreiben vom 8. Juni 2016 teilte der Versicherte mit, dass er ab dem 1.
Februar 2015 im Restaurant C._ gearbeitet habe. Sein Arbeitgeber habe ihn immer
bar bezahlt und dieses Geld habe er auf sein Konto einbezahlt, was er durch
Bankauszüge belegen könne (act. G 3.1.45).
A.e Mit Verfügung vom 26. Juli 2016 wies die Kantonale Arbeitslosenkasse den Antrag
auf Arbeitslosenentschädigung ab 16. Februar 2016 ab. Aus den Akten würden sich
keine klaren Rückschlüsse auf die in der fraglichen Zeit effektiv ausbezahlten Löhne
ergeben. Der Versicherte könne für die Beitragszeit keine Arbeitnehmertätigkeit von
mindestens zwölf Monaten mit einem durchschnittlichen Mindestverdienst von Fr.
500.-- nachweisen (act. G 3.1.38).
A.f Mit Schreiben vom 2. August 2016 erhob der Versicherte Einsprache gegen diese
Verfügung und reichte einen Bankauszug mehrerer Konti betreffend die Zeit vom 2.
März 2015 bis 28. Juli 2016 ein, um den tatsächlichen Lohnfluss nachzuweisen (act. G
3.1.36).
A.g Mit E-Mail vom 12. September 2016 reichte der Versicherte einen Lohnausweis
vom Hotel C._ ein. Dieser Lohnausweis wurde von F._ unterschrieben (act. G
3.1.28 f.). Mit E-Mail vom 19. September 2016 reichte der Versicherte noch
Lohnabrechnungen für die Monate Februar 2015 bis Januar 2016 nach (act. G 3.1.23
f.).
A.h Mit Einspracheentscheid vom 22. September 2016 wies die Kantonale
Arbeitslosenkasse die Einsprache ab (act. G 3.1.21).
B.
B.a Gegen diesen Einspracheentscheid richtet sich die vorliegende Beschwerde vom
26. September 2016. Der Beschwerdeführer macht sinngemäss geltend, dass er vom
Februar 2016 bis 23. Mai 2016 sowie ab dem 1. September 2016 Anspruch auf
Arbeitslosentaggelder habe. Mit der Beschwerde reichte er unter anderem zwei
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Lohnausweise für das Jahr 2015 und 2016 ein, welche vom Treuhänder und Buchhalter
des Restaurants C._ erstellt worden seien (act. G 1.2). Er habe
ausgewiesenermassen als Küchenchef gearbeitet und den Lohn in Teilzahlungen und
bar erhalten (act. G 1).
B.b Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 31. Oktober
2016 die Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung wird im Wesentlichen auf den
Einspracheentscheid verwiesen. Die nach dem Abschluss des Einspracheverfahrens
vom Beschwerdeführer eingereichten Fotos von Bankauszügen würden keinen
Lohnfluss von über Fr. 500.-- pro Monat ausweisen. Das nach dem Erlass des
Einspracheentscheides im IK-Auszug eingetragene Erwerbseinkommen könne
vorliegend nicht berücksichtigt werden, da sich die Sozialversicherungsanstalt bei
diesem Eintrag auf Unterlagen stütze, welche von der Beschwerdegegnerin als nicht
ausreichend angesehen worden seien. Der IK-Eintrag bilde somit keine Grundlage für
den Nachweis des tatsächlichen Lohnflusses (act. G 3).
B.c Mit der Replik vom 11. November 2016 reicht der Beschwerdeführer diverse
Unterlagen zu seiner Arbeitstätigkeit ab 1. Februar 2015 und zum Lohnbezug ein.
Zudem erklärt er, er habe nie angegeben, dass der Arbeitgeber ihm noch Fr. 50‘000.--
Lohn geschuldet habe. Dies sei sein Verdienst gewesen und diesen habe er auch
erhalten (act. G 5)
B.d Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf die Einreichung einer Duplik (vgl. act. G
7).

Erwägungen
1.
1.1 Nach Art. 8 Abs. 1 lit. e des Bundesgesetzes über die obligatorische
Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG; SR 837.0) hat
Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung, wer unter anderem die Beitragszeit erfüllt hat
oder von der Erfüllung der Beitragszeit befreit ist. Die Beitragszeit hat laut Art. 13 Abs.
1 AVIG erfüllt, wer innerhalb der dafür vorgesehenen Rahmenfrist (Art. 9 Abs. 3 AVIG)
während mindestens zwölf Monaten eine beitragspflichtige Beschäftigung ausgeübt
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hat. Diese Beschäftigung muss nach konstanter höchstrichterlicher Rechtsprechung
genügend überprüfbar sein. Eine Überprüfung kann anhand der effektiven
Lohnzahlungen vorgenommen werden. Allerdings bildet der Nachweis des Lohnflusses
keine eigene Anspruchsvoraussetzung im Sinne von Art. 8 AVIG, sondern ist einzig ein
Indiz dafür, dass die versicherte Person eine beitragspflichtige Beschäftigung
tatsächlich ausgeübt hat (vgl. BGE 131 V 444, E. 3.2.2 mit Hinweisen).
1.2 Als versicherter Verdienst nach Art. 23 Abs. 1 AVIG gilt der im Sinne der AHV-
Gesetzgebung massgebende Lohn, der während eines Bemessungszeitraums aus
einem oder mehreren Arbeitsverhältnissen normalerweise erzielt wurde; eingeschlossen
sind die vertraglich vereinbarten regelmässigen Zulagen, soweit sie nicht
Entschädigung für arbeitsbedingte Inkonvenienzen darstellen. Aus dieser gesetzlichen
Umschreibung ergibt sich, dass der versicherte Verdienst an den massgebenden Lohn
im Sinne von Art. 5 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Alters- und
Hinterlassenenversicherung (AHVG; SR 831.10) anknüpft. Bei der Ermittlung des
versicherten Verdiensts gemäss Art. 23 Abs. 1 AVIG ist der tatsächlich bezogene Lohn
massgebend; eine davon abweichende Lohnabrede zwischen Arbeitgebenden und
Arbeitnehmenden hat grundsätzlich unbeachtlich zu bleiben (BGE 131 V 444 E. 3.2.1
mit Hinweisen). Der Verdienst ist nicht versichert, wenn er während des
Bemessungszeitraums monatlich Fr. 500.-- nicht erreicht (Art. 40 der Verordnung über
die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung [AVIV; SR
837.02]).
1.3 Für den Nachweis der Lohnbezüge trägt die versicherte Person die Beweislast. Sie
hat darzutun, welchen Lohn sie erhalten hat. Als Beweis für den tatsächlichen
Lohnfluss genügen Belege über entsprechende Zahlungen auf ein Post- oder
Bankkonto der versicherten Person. Bei behaupteter Barzahlung fallen Lohnquittungen
und Auskünfte von ehemaligen Mitarbeitenden in Betracht.
Arbeitgeberbescheinigungen, vom Arbeitnehmer oder der Arbeitnehmerin
unterzeichnete Lohnabrechnungen und Steuererklärungen sowie Eintragungen im
individuellen Konto bilden blosse Indizien für tatsächliche Lohnzahlungen (BGE 131 V
444 E. 1.2 mit Hinweisen).
2.
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2.1 Der Beschwerdeführer beantragt die Ausrichtung von Arbeitslosenentschädigung
vom 16. Februar 2016 bis 23. Mai 2016 sowie ab dem 1. September 2016 (act. G 1 und
G 3.1.85). Anfechtungsgegenstand bildet jedoch nur die Arbeitslosenentschädigung ab
dem 16. Februar 2016 (vgl. Einspracheentscheid vom 22. September 2016; act. G
3.1.21). Soweit der Beschwerdeführer die Ausrichtung von Arbeitslosenentschädigung
ab dem 1. September 2016 beantragt, kann darauf nicht eingetreten werden. Bezüglich
des Anspruchs auf Arbeitslosenentschädigung vom 16. Februar 2016 bis 23. Mai 2016
ist zunächst fraglich, ob der Beschwerdeführer die Beitragszeit erfüllt hat.
2.2 Der Beschwerdeführer macht geltend, er habe vom 1. Februar 2015 bis 31. Januar
2016 im Restaurant C._ als Chefkoch gearbeitet (act. G 3.1.85). In einem nicht
datierten Arbeitsvertrag wird auch der 1. Februar 2015 als Vertragsbeginn festgehalten
(act. G 3.1.95). In der Arbeitgeberbescheinigung vom 18. Februar 2016 wurde als
Dauer des Arbeitsverhältnisses der 1. Februar 2015 bis 31. Januar 2016 angegeben
(act. G 3.1.89). Gemäss Lohnabrechnung vom Februar 2015 ist dem Beschwerdeführer
für diesen Monat – wie auch für die kommenden Monate bis und mit Juni 2015 – ein
Lohn von Fr. 3‘500.-- ausbezahlt worden. In den Monaten Juli 2015 bis Januar 2016
wurde dem Beschwerdeführer gemäss Lohnabrechnung jeweils ein Lohn von Fr.
4‘400.-- ausbezahlt (act. G 3.1.77 und 79). Weiter bestätigt F._, dass der
Beschwerdeführer vom 1. Februar 2015 bis 31. Januar 2016 im Restaurant C._
gearbeitet habe (act. G 3.1.46). Auch die Beschwerdegegnerin anerkannte im
Einspracheentscheid, dass der Beschwerdeführer vom 1. Februar 2015 bis 31. Januar
2016 im Restaurant C._ gearbeitet habe und die Beitragszeit von zwölf Monaten
erfüllt sei (act. G 3.1.21, S. 2).
2.3 Ob der Beschwerdeführer die Arbeitstätigkeit im Restaurant C._ – trotz
festgehaltenem Einreisedatum in die Schweiz vom 21. Februar 2015 und
Arbeitsbewilligung ab demselben Datum – tatsächlich bereits am 1. Februar 2015
aufgenommen hat, bleibt fraglich, zumal die Bestätigungen bezüglich Arbeitsbeginn
kaum ausreichende Indizien für eine Arbeitsaufnahme vor der Einreise sind. Die Frage
kann aber offen bleiben, da der Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung aus einem
anderen Grund nicht gegeben ist, wie nachfolgend darzulegen ist.
3.
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3.1 Umstritten ist, ob im Zeitraum vom 1. Februar 2015 bis 31. Januar 2016 lediglich
ein Lohn von total Fr. 4‘000.-- ausgewiesen ist. Damit würde es am Nachweis eines
versicherten Verdienstes von mindestens Fr. 500.-- pro Monat fehlen (vgl. vorne E. 1.2),
wie die Beschwerdegegnerin geltend macht (act. G 3 und G 3.1.21).
3.2 Gemäss dem ersten undatierten Arbeitsvertrag war ab 1. Februar 2015 ein
monatlicher Bruttolohn von Fr. 3‘500.-- zuzüglich 10% vom Bruttoumsatz und ein 13.
Monatslohn von Fr. 3‘500.-- vereinbart (act. G 3.1.95, S. 2). Im zweiten Arbeitsvertrag
vom 21. Juni 2015, welcher ab dem 1. Juli 2015 gültig war, wurde ein Festlohn von
netto Fr. 4‘000.-- und ein 13. Monatslohn von 8.3% vereinbart (act. G 3.1.92, S. 2). In
der Arbeitgeberbescheinigung vom 18. Februar 2016 wurde angegeben, dass der
Beschwerdeführer keine Lohnzahlungen bekommen habe (act. G 3.1.89). Im Antrag auf
Arbeitslosenentschädigung gab der Beschwerdeführer am 18. Februar 2016 an, dass
er Lohnansprüche für 300 Arbeitstage im Umfang von Fr. 50‘000.-- gegen den
ehemaligen Arbeitgeber geltend gemacht habe. Neben Lohnansprüchen seien ihm bei
Beendigung des Arbeitsverhältnisses weitere finanzielle Leistungen im Umfang von Fr.
6‘200.-- zugesprochen worden (act. G 3.1.85). Anlässlich des Beratungsgesprächs
beim RAV vom 22. Februar 2016 gab der Beschwerdeführer an, dass er während des
ganzen Jahres nur drei oder viermal jeweils Fr. 2‘000.-- erhalten habe. Er sei mit dem
Arbeitgeber vor Schlichtungsgericht (act. G 3.1.83). Im März 2016 reichte der
Beschwerdeführer Lohnabrechnungen ein, welche für die Monate Februar 2015 bis
Juni 2015 einen ausbezahlten Lohn von Fr. 3‘500.-- und für die Monate Juli 2015 bis
Januar 2016 einen ausbezahlten Lohn von Fr. 4‘400.-- aufführen (act. G 3.1.77 und 79).
Im Schreiben vom 18. April 2016 gab der Beschwerdeführer schliesslich an, dass
lediglich zwei Zahlungen von je Fr. 2‘000.-- (am 7. Mai 2015 und am 6. Januar 2015)
per Banküberweisung erfolgt seien. Die restlichen Lohnzahlungen seien per Barzahlung
ohne Quittung oder schriftliche Lohnabrechnung erfolgt. Zudem bestätigte er, dass er
sämtliche Zahlungen erhalten habe und dass es somit kein Schlichtungsverfahren
geben werde (act. G 3.1.63). Gemäss Aktennotiz vom 28. April 2016 erklärte der
Beschwerdeführer gegenüber der Arbeitslosenkasse unter anderem, er habe in den
letzten Wochen alle ausstehenden Löhne vom Arbeitgeber bar erhalten, da weder er
noch der Arbeitgeber ein Schlichtungsverfahren oder Gerichtsverfahren hätten
durchführen wollen (act. G 3.1.59). Am 8. Juni 2016 bestätigte F._ schriftlich, dass
der Beschwerdeführer vom 1. Februar 2015 bis zum 31. Januar 2016 im Restaurant
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C._ als Koch mit einem Monatslohn von Fr. 5‘900.-- gearbeitet habe (act. G 3.1.46).
Im Schreiben vom 8. Juni 2016 gab der Beschwerdeführer unter anderem an, dass der
Lohn vom Arbeitgeber bar ausbezahlt worden sei und er dieses Geld auf sein Konto
einbezahlt habe (act. G 3.1.45). Mit Schreiben vom 2. August 2016 reichte der
Beschwerdeführer bei der Beschwerdegegnerin einen Bankauszug für die Zeit vom 2.
März 2015 bis 28. Juli 2016 ein, woraus sich vom 9. März 2015 bis Ende Januar 2016
ausser im Juni, August, Oktober, Dezember und Januar monatliche Einzahlungen von
total zwischen Fr. 3‘000 bis Fr. 4‘500.-- entnehmen lassen (act. G 3.1.36). Im
Lohnausweis vom 31. Januar 2016 für die Periode vom 1. Februar 2015 bis 31. Januar
2016 wurde von F._ ein Lohn von Fr. 70‘800.-- angegeben (act. G 3.1.28). Der
Treuhänder des Arbeitgebers erklärte, dass nicht auf diesen Lohnausweis abzustellen
sei, F._ sei nicht vertrauenswürdig (act. G 3.1.9). Im Beschwerdeverfahren wurden
zwei weitere, nicht unterzeichnete Lohnausweise vom 26. September 2016 eingereicht.
Für das Jahr 2015 (1. Februar bis 31. Dezember) wurde ein Lohn von Fr. 48‘201.-- und
für das Jahr 2016 (1. bis 31. Januar) ein Lohn von Fr. 4‘834.-- aufgeführt (act. G 1.1).
Mit der Replik vom 11. November 2016 reichte der Beschwerdeführer einen weiteren
Auszug aus einem anderen Konto ein, welcher wiederum diverse Einzahlungen
aufweist, welche ebenfalls einen Lohnbezug nachweisen sollen (act. G 5.4). Eine
Quellensteuerabrechnung für den Beschwerdeführer wurde unterlassen (act. G 3.1.67).
3.3 Im E-Mail vom 27. Oktober 2016 führte der Leitende Revisor der SVA St. Gallen
aus, dass die IK-Verbuchung von Fr. 46‘613.-- für die Zeit vom Februar 2015 bis
Dezember 2015 sowie die IK-Verbuchung von Fr. 4‘474.-- für den Januar 2016 sich im
Wesentlichen auf den per 2015 ausgestellten Lohnausweis vom Arbeitgeber sowie auf
einen Arbeitsvertrag und auf die Aussagen des Arbeitnehmers stützen würden. Da die
Löhne jeweils bar ausbezahlt worden seien, könnten keine Bankbelege vom
Arbeitnehmer vorgelegt werden. Ebenfalls sei es derzeit schwierig an
Buchhaltungsunterlagen vom Hotel C._ für die Jahre 2015 bis 2016 heranzukommen,
da sich D._ in E._ aufhalten soll (act. G 3.1.2).
3.4 Aus den zahlreichen Akten ergeben sich erhebliche Widersprüche bezüglich des
Lohnflusses. So hat der Beschwerdeführer beim Antrag auf Arbeitslosenentschädigung
angegeben, dass er Lohnansprüche für 300 Arbeitstage im Umfang von Fr. 50‘000.--
gegen den Arbeitgeber geltend gemacht habe. Dass es sich dabei um ein
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Missverständnis gehandelt hätte und er angeben wollte, welchen Verdienst er
bekommen habe (vgl. act. G 5.7), erscheint nicht plausibel, da er auch beim
Beratungsgespräch vom 22. Februar 2016 unter Beisein eines Dolmetschers angab,
dass er nur drei oder viermal jeweils Fr. 2‘000.-- erhalten habe. Dies deckt sich zum
Teil auch mit den Angaben in der Arbeitgeberbescheinigung, wo angegeben wurde,
dass keine Lohnzahlung erfolgt sei. Anhand der Unterschrift lässt sich jedoch nicht
erkennen, wer diese Arbeitgeberbescheinigung ausgestellt hat. Im Widerspruch dazu
versucht der Beschwerdeführer anhand von Bankauszügen, Lohnabrechnungen und
Lohnausweisen einen Lohnfluss nachzuweisen. Die Lohnabrechnungen und die
Lohnausweise wurden offensichtlich nachträglich erstellt. Obwohl für die Monate
Februar bis Juni 2015 gemäss den Lohnabrechnungen lediglich ein Lohn von Fr.
3‘500.-- und für die Monate Juli 2015 bis Januar 2016 von Fr. 4‘400.-- ausbezahlt
worden sei, sind in den Bankauszügen höhere Zahlungen aufgeführt. Aus den
Bankauszügen sollen sich gemäss den handschriftlich angefügten Vermerken folgende
Lohnzahlungen ergeben: Februar: Fr. 4‘000.--; März: Fr. 4‘000.--; April: Fr. 4‘000.--; Mai
Fr. 4‘500.--; Juni: Fr. 4‘200.--; Juli: Fr. 3‘000.--; August: Fr. 4‘000.--; September: Fr.
4‘000.--; Oktober: Fr. 4‘240.--. Aus dem Bankauszug des zweiten Kontos ergeben sich
zusätzlich folgende Einzahlungen (abzüglich der Transferzahlungen auf das erste
Konto): April: Fr. 400.--; Mai: Fr. 230.--; Juni Fr. 1‘500.--; August: Fr. 2‘325.--;
September: Fr. 4‘250.40; Oktober: Fr. 2‘000.--; Dezember: Fr. 9‘100.--; Januar: Fr.
2‘000.--. In einer Zusammenstellung führt der Beschwerdeführer aus, dass er nicht
immer alles einbezahlt habe, da er auch Geld zum Leben gebraucht und Geld nach
E._ geschickt habe. In dieser Zusammenstellung über die Zahlungseingänge wird
folgendes aufgeführt: April: Fr. 3‘100.--; Mai: Fr. 4‘930.--; Juni: Fr. 1‘500.--; August: Fr.
2‘325.--; September: Fr. 4‘250.40; Oktober: Fr. 2‘000.-- Dezember: Fr. 9‘100.--; Januar:
Fr. 2‘000.--; Restzahlungen im Februar und März: Fr. 9‘140.--, total Fr. 38‘345.40 (act.
G 5.4). In Anbetracht dieser zahlreichen Differenzen kommt den nachträglich erstellten
Lohnabrechnungen und Lohnausweisen kein massgebender Beweiswert zu. Auch
zwischen den in Arbeitsverträgen festgelegten Lohnansprüchen und angeblich
erfolgten Zahlungen ergeben sich erhebliche Unterschiede, so dass auch nicht auf die
Arbeitsverträge abgestellt werden kann.
3.5 Bezüglich der Barzahlungen verstrickt sich der Beschwerdeführer zusätzlich in
erhebliche Widersprüche. Seine ursprünglichen Aussagen, dass er keinen Lohn bzw.
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nur drei oder viermal jeweils Fr. 2‘000.-- erhalten habe, sind mit den später vorgelegten
Kontodokumenten, welche angebliche Lohnzahlungen ausweisen sollen, unvereinbar.
Der Beschwerdeführer liefert keine überzeugende und glaubhafte Erklärung für diese
Ungereimtheiten. Selbst bei der eigenen Zusammenstellung von Zahlungseingängen
ergeben sich erneut erhebliche Diskrepanzen zu den eingereichten Bankauszügen. Und
auch diese angeblichen Lohnzahlungen stimmen weder mit seinen ursprünglichen
Aussagen überein, noch mit den in den Arbeitsverträgen und den nachträglich
erstellten Lohnabrechnungen und Lohnausweisen. Weiter hat der Beschwerdeführer
gemäss Aktennotiz der Beschwerdegegnerin am 28. April 2016 erklärt, dass er in den
letzten Wochen alle ausstehenden Löhne in bar vom Arbeitgeber erhalten habe (act. G
3.1.59). Kurz zuvor war der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 7. April 2016 von der
Beschwerdegegnerin aufgefordert worden, Unterlagen einzureichen, welche den
tatsächlichen Lohnfluss belegen würden (act. G 3.1.64). In Kenntnis dieses Umstandes
konnte er auch für diese angebliche Nachzahlung der ausstehenden Löhne keine
Quittungen oder sonstigen Belege vorweisen. Auch in den vorhandenen
Bankunterlagen sind in den Monaten März und April 2016 keine Eingänge ersichtlich,
die auf eine entsprechende Nachzahlung der ausstehenden Löhne hinweisen würden.
Zusätzlich erklärte er im Widerspruch zu den ursprünglichen Angaben (vgl. act. G 3.183
und 85), dass es kein Schlichtungsverfahren gebe (act. G 3.1.63) bzw. dass weder er
noch der Arbeitgeber ein Schlichtungs- oder Gerichtsverfahren durchführen wollten
(act. G 3.1.59).
3.6 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass weder auf die eingereichten
Lohnabrechnungen und Lohnausweise noch die widersprüchlichen Angaben des
Beschwerdeführers bezüglich des tatsächlichen Lohnflusses abgestellt werden kann.
Vor diesem Hintergrund ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin den
tatsächlichen Lohnfluss als nicht (bzw. lediglich im Umfang von Fr. 4‘000.--) mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt beurteilt und entsprechend den Antrag auf
Arbeitslosenentschädigung abgelehnt hat.
3.7 Selbst wenn von einem ausreichenden Nachweis eines Lohnflusses über Fr. 500.--
pro Monat ausgegangen werden könnte, hätte sich zusätzlich die Frage gestellt, ob
eine unselbständige Erwerbstätigkeit gegeben war. Der Beschwerdeführer hat offenbar
zuvor in E._ während „2007-0115“ eine selbständige Tätigkeit in einer Pizzeria
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ausgeübt, wie er auf dem Fragebogen „Auslandszeiten“ angab (act. G 3.1.6). Die
konkreten wirtschaftlichen Gegebenheiten in der Schweiz sind undurchsichtig. Es fällt
auf, dass - ohne Belege - einerseits gewisse Zahlungen auf Konti des
Beschwerdeführers flossen, andererseits aber weder sozialversicherungsrechtliche
noch sonstige Abgaben geleistet wurden, angeblich in einem Arbeitsverhältnis, das
exakt ein Jahr dauerte, bis „keine Arbeit“ mehr vorhanden war. Mit einer selbständigen
Tätigkeit liesse sich auch eher vereinbaren, weshalb in der Arbeitgeberbescheinigung
angegeben wurde, es seien keine Löhne bezahlt worden. Wie es sich damit verhält,
braucht indessen nicht weiter geprüft zu werden, nachdem es am Nachweis eines
versicherten Verdienstes fehlt.
4.
Nach dem Gesagten ist die Beschwerde, soweit darauf einzutreten ist, abzuweisen.
Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a des Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]).