Decision ID: 8567c6e2-e885-4502-93dd-53627842eba5
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1957 geborene X._ war bis Anfang Mai 2011 als Hausmeister für die Y._ tätig (Urk. 8/13/3). Am 6. Oktober 2011 meldete er sich bei der Sozial
versicherungs
an
stalt des Kantons Zürich, IV-Stelle (nachfolgend: IV-Stelle), wegen psychischer Beschwerden und einer Alkoholerkrankung zum Leistungs
be
zug an (Urk. 8/3). Die IV-Stelle klärte die medizinischen und erwerblichen Ver
hältnisse ab und auferlegte dem Versicherten mit Schreiben vom 10. Mai 2012 die Mitwirkungs- und Schadenminderungspflicht zur Alkoholabstinenz und fach
ärztlichen psychia
trischen Behandlung (Urk. 8/19). Nach Durchführung des Vor
bescheidverfahrens (Urk. 8/21) sprach die IV-Stelle dem Versicherten mit Ver
fü
gungen vom 27. Juni und vom 7.
August
2012 eine ganze Invalidenrente ab dem 1. Mai 2012 zu (Urk. 8/25, Urk. 8/27-28).
1.2
Mitte 2013 eröffnete die IV-Stelle ein Revisionsverfahren (Urk. 8/32). Mit Vor
be
scheid vom 11. November 2013 kündigte die IV-Stelle die Einstellung der bis
he
rigen ganzen Rente wegen Verletzung der Mitwirkungs- und Schaden
min
de
rungspflicht an (Urk. 8/40). Dagegen erhob der Versicherte mit Schreiben vom 30. Dezember 2013 Einwände (Urk. 8/42). Die IV-Stelle holte in der Folge das monodisziplinäre Gutachten der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Z._ ein (Urk. 8/55). Anfang Dezem
ber 2014 nahm die IV-Stelle eine Eingliederungs
beratung auf und leitete ein Belastbarkeitstraining bei der A._ ab dem 3. August 2015 ein. Dieses wurde am 20. August 2015 aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig abgebrochen, und die Integra
tionsmass
nahmen wurden mit Mitteilung vom 21. August 2014 beendet (Urk. 8/73, Urk. 8/77-78, Urk. 8/83-84, Urk. 8/85, Urk. 8/87). Die IV-Stelle holte im Anschluss das monodisziplinäre Gutachten von Dr. med. B._, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 10. Oktober 2016 ein (Urk. 8/100). Gestützt darauf stellte die IV-Stelle die bisherige ganze Rente mit Verfügung vom 13. Januar 2017 auf Ende des der Zustellung folgenden Monats ein (Urk. 2).
2.
Dagegen erhob der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 13. Februar 2017 Be
schwerde und beantragte sinngemäss, die Verfügung vom 13. Januar 2017 sei aufzuheben und es sei festzustellen, dass er weiterhin Anspruch auf eine Invali
denrente habe (Urk. 1). Die Beschwerdegegnerin schloss in der Beschwerde
ant
wort vom 28. April 2017 auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 7). Dazu liess sich der Beschwerdeführer innert der mit Ver
fügung vom 2. Mai 2017 angesetzten Frist (Urk. 9 S. 2) nicht verlauten (Urk. 11 S. 2).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, so
weit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundes
gesetzes über den Allge
m
ei
nen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
).
Sie kann Folge von Geburtsge
brechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesge
setzes über die Invalidenversicherung, IVG
).
Er
werbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verblei
bende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbs
möglichkeiten auf dem in Betracht kom
men
den ausgegliche
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsun
fähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beein
träch
tigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsun
fähig
keit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
1.2.1
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken.
Rechtsprechungsgemäss ist bei psychi
schen Beeinträchtigungen zu prüfen,
ob ein psychischer Gesundheits
schaden mit Krankheitswert besteht, welcher
die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Er
werbs
einkommen zu erzielen (
vgl.
BGE
139 V 547
E. 5
,
131 V 49
E. 1.2
,
130 V 352
E. 2.2.1
; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E. 5.4).
Die Annahme
eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt
eine psychiatrische,
lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (
vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2,
141 V 281 E. 2.1
, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6
). Eine fachärztlich
einwandfrei
festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Ein
zelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit un
ab
hängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie aus
gewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die
nach einem weit
gehend objektivierten Massstab zu beurteilende
Frage, ob es der versicherten Per
son zumutbar ist, eine Arb
eitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7,
139 V 547 E. 5.2
, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG
).
1.2.2
Gemäss der für somatoforme Schmerzstörungen und vergleichbare psychoso
ma
tische Leiden entwickelten Rechtsprechung des Bundesgerichts ist die tat
säch
liche Arbeits- und Leistungsfähigkeit der versicherten Person in einem struk
turierten, ergebnisoffenen Beweisverfahren anhand von auf den funk
tionellen Schweregrad bezogenen Standardindikatoren zu ermitteln (BGE 141 V 281). Mit
BGE 143 V 4
18
hat das Bundesgericht erkannt, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Leiden einem strukturierten Beweis
ver
fahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen seien, wobei es je nach Krank
heitsbild allenfalls gewisser Anpas
sungen hinsicht
lich der Wertung einzelner Indikatoren bedürfe. Diese Abklä
rungen enden laut Bundesgericht stets mit der Rechtsfrage, ob und in welchem Umfang die ärzt
lichen Fest
stellungen anhand der nach BGE 141 V 281 rechts
erheblichen Indika
toren auf Arbeitsun
fähigkeit schliessen lassen (E. 7).
1.2.3
Alkoholismus und Medikamentenmissbrauch (wie auch Drogensucht) begründen nach ständiger Rechtsprechung keine Invalidität im Sinne des Ge
setzes. Vielmehr wird eine solche Sucht invalidenversicherungsrechtlich erst bedeutsam, wenn sie ihrerseits eine Krankheit oder einen Unfall bewirkt hat, in deren Folge ein kör
perlicher oder geistiger die Erwerbsfähigkeit beeinträch
tigender Gesundheitsscha
den eingetreten ist, oder aber wenn sie selber Folge eines körperlichen oder geis
tigen Gesundheitsschadens ist, welchem Krankheits
wert zukommt (vgl.
BGE 124 V 265
E. 3c; AHI 2002 S. 30, I 454/99 E. 2a). Dabei ist das ganze für die Alko
holsucht massgebende Ursachen- und Folgespektrum in eine Gesamtwürdigung einzubeziehen, was impliziert, dass einer allfälligen Wechselwirkung zwischen Suchtmittelabhängigkeit und psychischer Begleiter
krankung Rechnung zu tragen ist. Was die krankheitsbedingten Ursachen der Alkoholsucht betrifft, ist für die invalidenversicherungsrechtliche Relevanz der Abhängigkeit erforderlich, dass dem Alkoholismus eine ausreichend schwere und ihrer Natur nach für die Ent
wicklung einer Suchtkrankheit geeignete Gesund
heitsstörung zugrunde liegt, welche zumindest eine erhebliche Teilursache der Alkoholsucht darstellt. Mit dem Erfordernis des Krankheitswerts einer allfälligen verursachenden psychischen Krankheit wird verlangt, dass diese die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit ein
schränkt. Wenn der erforderliche Kausalzusammenhang zwischen Alkohol
sucht und krankheitswertigem psychischem Gesundheits
schaden besteht, sind für die Frage der noch zumutbaren Erwerbstätigkeit die psychischen und die suchtbe
dingten Beeinträchtigungen gesamthaft zu berück
sichtigen (vgl. Urteile des Bun
desgerichts 8C_906/2013 vom 23. Mai 2014 E. 2.2 und 9C_701/2012 vom 10. April 2013 E. 2 mit Hinweisen sowie 9C_706/2012 vom 1. Juli 2013 E. 3.2 mit Hinweis auf I 169/06 vom 8. August 2006 E. 2.2).
1.3
1.3.1
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Der Einkommens
ver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypo
thetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts
grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommens
vergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.3.2
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier
telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Drei
viertels
rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1.
4
Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, her
abgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebe
nem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Auf
gabenbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Ferner kann ein Revisionsgrund unter Um
ständen auch in einer wesentlichen Änderung hin
sichtlich des für die Methoden
wahl massgeblichen (hypothetischen) Sachverhalts bestehen
(
BGE
144 I 28 E.
2.2,
130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b, je mit Hinwei
sen
). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesent
lichen gleich gebliebenen Sachver
halts im revisionsrechtlichen Kontext unbe
achtlich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in recht
licher und tatsächlicher Hinsicht umfassend ("allseitig") zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin
stellte sich in der angefochtenen rentenaufhebenden Verfügung auf den Standpunkt, der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers habe sich gemäss der gutachterlichen Einschätzung von Dr. B._ seit März 2014 erheblich verbessert. Ab diesem Zeitpunkt sei ihm die bisherige Tätig
keit als Hausmeister wieder zu 70 % und eine leidensange
passte Tätigkeit ohne Zeit- und Termindruck, mit der Möglichkeit zu regelmäs
sigen Pausen und strukturierten Tätigkeiten zu 100 % zumutbar. Damit resultiere ein Invalidi
tätsgrad von 28 %, der keinen Anspruch auf eine Rente (mehr) begründe (Urk. 2 S. 1 f.).
In der Beschwerdeantwort brachte die Beschwerdegegnerin zudem vor, im Zeit
punkt der Rentenzusprache (im Jahr 2012) hätten sich keine genügenden An
haltspunkte dafür ergeben, dass neben der Alkoholsucht ein Gesundheits
zustand mit Krankheitswert bestehe, der zur Sucht geführt habe oder als deren Folge ein
getreten sei. Die Rente sei somit auf einer unvollständigen Beweisgrundlage zugesprochen worden und es liege eine klare Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes vor. Es sei im Gutachten von Dr. B._ auf Seite 31 (Urk. 8/100/31) nunmehr bestätigt worden, dass keine vorangehende Gesundheitsstörung mit gravierendem Krankheitswert zum Abhängigkeitssyndrom geführt habe. Die schi
zoide Persönlichkeitsstörung sei nicht so gravierend ausgeprägt, dass damit die Alkoholabhängigkeit zu begründen sei (Urk. 7 S. 2).
2.2
Der
Beschwerdeführer
bringt vor
,
er sei nach wie vor gesundheitlich ange
schla
gen und sei immer noch unter ärztlicher Aufsicht. Er habe in der Zwischen
zeit respektive nach Juli 2015 versucht, Termine bei zwei verschiedenen Psychia
tern zu erhalten, wobei einer dieser Ärzte in der Zwischenzeit pensioniert worden sei und der zweite ihn abgelehnt habe. Ausserdem habe er sich in der D._ angemeldet, aber bisher noch keinen Ter
min für eine Vorsprache erhalten (Urk. 1).
2.3
Strittig und
zu prüfe
n ist, ob die Beschwerdegegnerin die mit Ver
fügungen vom 27. Juni und 7.
August
2012 (Urk. 8/25, Urk. 8/27-28) ab 1. Mai 2012 zuge
spro
chene ganze Rente zu Recht per Ende Februar 2017 (Urk. 2) aufgehoben hat.
Hierzu ist zu klären, ob und inwiefern s
ich der Invaliditätsgrad seit
den Ver
fü
gungen vom 27. Juni und 7.
August
2012
bis zum Erlass
der ange
fochtenen Ver
fü
gung vom
13. Januar 2017 (Urk. 2) in rentener
heb
lichem
Ausmass ver
ändert hat. Die an
gefoch
tene Ver
fügung bildet da
bei recht
sp
re
chungsgemäss die zeit
liche Grenze der richter
lichen Über
prüfungs
be
fugnis (BGE 132 V 220 E. 3.1.1,
122 V 77 E. 2b, Urteil des Bundes
ge
richts
8C_76/2009 vom 19. Mai 2009 E. 2, je mit Hin
weis).
3.
3.1
Bei Zusprache der ganzen Rente ab Mai 2012 ging die Beschwerde
gegnerin von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit in jeglicher Tätigkeit aus (Urk. 8/25/1). Sie stützte sich dabei gemäss dem Feststellungsblatt vom 10. Mai 2012 (Urk. 8/18) auf die Stel
lung
nahme von med. pract. E._, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, des Regio
nalen Ärztlichen Dienstes (RAD) vom 19. April 2012 (Urk. 8/18/3-4). Dieser hatte in Bezug auf die damalige Aktenlage ausgeführt, der Beschwerde
führer leide an einer Alkoholabhängigkeit gemäss ICD-10 F10.2, am ehesten auf dem Boden einer schizoiden Persönlichkeitsstörung entsprechend ICD-10 F60.1. Erschwerend sei im Laufe der Jahre eine rezidivierende depressive Störung im Sinne von ICD-10 F33 hinzugetreten. Im Rahmen dieses Komplexes der Ge
sundheitsschäden würden sich die Einschränkungen ergeben. Und zwar besitze der Beschwerdeführer nur verminderte Ressourcen für den Umgang mit Be
lastungssituationen im Rahmen der Persönlichkeitsstörung mit selbstschä
di
gen
dem Verhaltensmuster und zeige einen pathologischen Umgang mit Kon
flik
ten. Es könne die bisherige Tätigkeit als leidens
angepasste qualifiziert werden. Für die bisherige Tätigkeit sei eine 100%ige Arbeitsun
fähigkeit angegeben wor
den (Urk. 8/18/3).
Hiervon ist als Vergleichsbasis auszugehen.
3.
2
3.2.1
Gemäss dem im Rahmen des Mitte 2013 eröffneten Revisionsverfahrens (Urk. 8/22) eingeholten psychiatrischen Gutachten des Z._ vom 31.
Oktober
2014 wurde als Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit das Alkoholab
hän
gig
keitssyndrom, aktuell täglicher Konsum (ICD-10 F10.25), aufgeführt. Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die
Arbeitsfähigkeit
wurden eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte (differentialdiagnostisch teilremittierte mittelgradige) Episode (ICD-10 F 33), und eine schizoide Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.1) festgehalten (Urk. 8/55/55). Es sei seit Anfang 2014 zu einer Ver
besserung der psychischen Symptome und damit zu einer weitgehenden Wieder
herstellung der Arbeitsfähigkeit gekommen. In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit sei unter der Annahme, dass der
Beschwerdeführer
teilweise auf das selbständige Führen eines Fahrzeuges angewiesen gewesen sei, eine Einschränkung der Arbeits
fähig
keit um zirka 30 % gegeben. In einer Tätigkeit, welche ohne persön
liches Führen eines Fahrzeuges möglich sei, präge sich die vor
liegende alkohol
asso
ziierte Einschränkung der Verkehrsfähigkeit weniger stark aus, so dass in einer solchen von einer vollständigen Arbeitsfähigkeit auszugehen sei (Urk. 8/55/63-64).
Der psychiatrische Gutachter Dr. B._ bestätigte in seinem Gutachten
vom 10.
Oktober
2016 die von den Vorgutachtern gestellten Diagnosen (Urk. 8/100/27-29). Die Arbeitsfähigkeit habe sich seit der Z._-Begutachtung im Jahr 2014 ebenfalls nicht relevant verändert. Es seien zwar Fluktuationen auf
ge
treten; im Durchschnitt betrachtet sei die
Arbeits
fähigkeit
in der ange
stammten Tätigkeit jedoch seit Oktober 2014 im Wesent
lichen unverändert. Es sei mithin weiterhin eine
Arbeitsunfähigkeit
von maximal 30 % zu attestierten. In einer lei
densangepassten Tätigkeit bestehe eine
Arbeitsfähigkeit
von 100 %. Die beruf
liche Leistungsfähigkeit sei dadurch eingeschränkt, als leichtere depres
sionsbe
dingte Einschrän
kungen in Durchhaltefähigkeit, Frustrations
toleranz und Flexi
bilität bestünden (Urk. 8/100/38-39).
3.3
3.3.1
Mit den psychiatrischen Gutachten des Z._ und von Dr. B._ liegen medizi
nische Einschätzungen vor, die
alle recht
sprechungsgemäss erforderlichen Krite
rien für beweis
kräftige ärztliche Entschei
dungs
grundlagen (vgl. BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351
E. 3a, 122 V 157 E. 1c) erfüllen
, w
eshalb grundsätzlich darauf abzustellen ist.
Vor dem Hintergrund dieser nachvollziehbaren und in ihrer Ein
schätzung im Wesentlichen übereinstimmenden psychiatrischen Gutachten des Z._ und von Dr. B._ ging die Beschwerdegegnerin zu Recht davon aus, dass spätestens ab März 2014 von
einer erheblichen Besserung des Gesund
heitszu
standes und der Leistungsfähigkeit auszu
gehen ist. Dies ergibt sich insbesondere aus der je übereinstimmend attestierten
Arbeits
un
fähigkeit
von 30 % in der angestammten Tätig
keit und einer 100%igen
Arbeitsfähigkeit
in einer leidens
an
ge
passten Tätigkeit (Urk. 8/55/63-64, Urk. 8/100/38-39), während bei der ursprünglichen Rentenzusprache im Sommer 2012 noch von einer 100%ige
Arbeitsun
fähigkeit
in jeglicher Tätigkeit ausgegangen worden war (Urk. 8/25/1).
Vor diesem Hintergrund ist daher nicht zu beanstanden, dass die Beschwerde
geg
nerin im angefochtenen Entscheid (Urk. 2 S. 2) das Vorliegen eines Revisions
grundes im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG bejahte und zur Bestimmung des Invaliditätsgrades von dieser Einschätzung der Gutachter ausging.
3.3.2
Was der
Beschwerdeführer
dagegen vorbringt (Urk. 1), führt zu keiner anderen Betrach
tungsweise. Namentlich ist hier nicht ausschlaggebend, dass er in der Zeit nach Juli 2015 versuchte, bei zwei verschiedenen Psychiatern Termine zu er
hal
ten, und dass er sich bei der D._ angemeldet hat. Denn mit der ange
fochtenen Verfügung wurde der Anspruch auf eine Rente nicht wegen fehlender psychia
t
rischer Behandlungen und mithin nicht wegen Verletzung der Mitwirkungs- und Schaden
minderungspflicht vereint. Ob der Leistungsanspruch bereits aufgrund einer solchen Verletzung einer (gegebenenfalls) zumutbaren und formell korrekt auferlegten Mitwirkungs- und Schaden
minderungspflicht
(
Art.
7,
Art.
7a,
Art.
7b
IVG;
Art.
21
Abs.
4 ATSG
; vgl. auch
Art.
43
Abs.
2 und 3 ATSG
)
zu verneinen sei, kann hier daher offen gelassen werden.
Auch vermag das Vorbringen des
Beschwerdeführer
s, er sei nach wie vor sehr ange
schlagen und noch immer unter ärztlicher Aufsicht (Urk. 1), die gutachter
lichen Einschätzungen des Z._ und von Dr. B._ nicht in Zweifel zu ziehen. Denn der
Gesundheitszustand
und der Umstand, dass eine (teilweise adäquate) ärztliche Betreuung bestand (Urk. 8/55/25-27, Urk. 8/55/64) und zeitweise wei
ter
hin besteht, namentlich nun
mehr vorwiegend durch den Hausarzt Dr. von Blarer (Urk. 8/80/3-4, Urk. 8/100/16-17, Urk. 8/100/34), wurden in beiden Gut
achten unter Einbezug aller rele
vanten Aspekte, namentlich auch des Leistungs- und Funktionsniveaus in allen Lebensbereichen (Urk. 8/55/41-54, Urk. 8/100/30-39), überzeugend beurteilt.
3.3.3
Es bleibt somit dabei, dass von einer 30%iger Arbeitsunfähigkeit in der ange
stammten Tätig
keit und einer 100%igen
Arbeitsfähigkeit
in einer leidens
ange
passten Tätigkeit (
ohne Zeit- und Termindruck, mit der Möglichkeit zu regelmäs
sigen Pausen und strukturierten Arbeiten
) auszugehen ist.
3.4
3.4.1
Zu prüfen wäre bei dieser Ausgangslage rechtsprechungsgemäss in der Regel die Rechtsfrage, ob
und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen der Gut
achter
auch
anhand der nach BGE 141 V 281 rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 6 ATSG schliessen lassen (Urteil des Bun
desgerichts 8C_130/2017 vom 30. November 2017 E. 7).
Denn e
ine renten
begrün
dende Invalidität
wäre
nur dann anzunehmen, wenn funktionelle Aus
wirkungen medi
zinisch anhand der Indikatoren schlüssig und widerspruchsfrei festgestellt sind und somit den ver
sicherungsmedizinischen Vorgaben Rechnung getragen wurde (BGE 141 V 281 E. 6
; Urteil des Bundesgerichts 9C_194/2017 vom 29.
Januar 2018
E. 6.2
).
Von der Durch
führung dieses strukturierten Beweisverfahrens mit Prüfung der Standard
indi
katoren kann hier indes abgesehen werden. Denn - wie sich aus dem Nach
folgenden (vgl. E. 4) ergibt - ist die Aufhebung der bisherigen ganzen Rente nicht zu beanstanden, weil der Ein
kom
mensvergleich auch ausgehend von den gutachterlichen Beurteilungen einen Invaliditätsgrad von unter 40 % ergibt.
3.4.2
Aus demselben Grund kann hier ebenfalls offen bleiben, ob - wie die Beschwer
degegnerin vor
bringt (Urk. 7 S. 2) - bei der ursprünglichen Rentenzusprache im Jahr 2012 der Untersuchungsgrundsatz verletzt wurde und bereits die Rentenzu
sprache zweifel
los unrichtig war, weil die diagnostizierte Alkoholerkrankung (allenfalls) nicht durch eine Gesundheitsbeeinträchtigung mit Krankheitswert ver
ursacht wurde, welche die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit einschränkt, oder ihrer
seits eine solche verursacht hat (vgl. dazu E. 3.1 hiervor). Denn für die Renten
aufhebung braucht angesichts des vorliegenden Rentenrevisionsgrundes mit der nachfolgenden Neu
beurteilung nicht behelfsweise auf die substituierten Begrün
dung zurück
gegriffen zu werden, das
s die ursprüngliche Rentenverfügung
(gege
benenfalls)
zweifellos unrichtig und die Berichtigung von erheblicher Bedeutung
im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG (
BGE 140 V 77 E. 3.1
)
sei
(
vgl. zu den Voraus
setzungen der ge
richtlichen Bestätigung einer Rentenaufhebung mit substituier
ter Begrün
dung:
BGE 125 V 368 E. 2 mit Hinweisen; vgl. auch BGE 128 V 272 E. 5b/bb; Urteile des Bundesgerichts 9C_121/2014 vom
3.
September 2014 E. 3.2.2, 9C_762/2013 vom 2
4.
Juni 2014 E. 4.2 und 9C_562/2008 vom 3. November 2008 E. 2.2 je mit Hinweisen).
4.
4.1
Der Invaliditätsgrad ist mittels eines Einkommensvergleichs von
Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben (vgl. BGE 129 V 223 f. E. 4.2 in fine, 128 V 174). Massgeblich ist das Jahr der Renteneinstellung 2017.
4.2
Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die versicherte Person im massgebenden Zeitpunkt nach dem Beweis
grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigen
falls der Teuerung und der realen Einkom
mensentwicklung angepassten Ver
dienst angeknüpft, weil es der Erfahrung ent
spricht, dass die bisherige Tätig
keit ohne Gesundheits
schaden fort
gesetzt worden wäre. Ausnahmen müs
sen mit überwiegender Wahrschein
lichkeit erstellt sein (BGE 134 V 322 E. 4.1 mit Hin
weis; Urteil des Bundesgerichts 8C_322/2011 vom 21. Juli 2011 E. 4.1).
Das letzte Erwerbseinkommen erzielte der Beschwerdeführer als Hauswart bei den Y._ Immobilien. Die Beschwerdegegnerin ging diesbezüglich zu
treffend von einem Einkommen von Fr. 81'940.-- im Jahr 2012 (Urk. 8/105/1) gemäss dem Arbeitgeberbericht der Y._ vom 26. Januar 2012 (Urk. 8/13/5) aus. Unter Berück
sichtigung der Nominallohnentwicklung (NLE) von 2012 bis 2016 (Bundes
amt für Statistik [BFS]
, Schweizerischer Lohnindex nach Wirt
schafts
zweigen, Tabelle T1.1.10 Nominal
lohnindex (NLI), Männer, 2011-2016 [Basis 2010 = 100], Sektor H 49-53 Verkehr und Lagerei, 2012: 101.4, 2016: 102.3) und der NLE von 2016 bis 2017 (Schweizerischer Lohnindex, SLI, + 0,3 %)
resultiert ein Validenein
kom
men im Jahr 2017 von Fr. 82'915.30 (Fr. 81'940.-- : 101.4 x 102.3 = Fr. 82'667.30 + [0,3% von Fr. 82'667.30 = Fr. 248.--]).
4.3
Das Invalideneinkommen ist ausgehend vom Tabellenlohn gemäss der LSE 2014, Tabelle TA1 (Kompetenz
niveau 1, Männer, Total), von Fr. 5'312.-- pro Monat respektive Fr. 63'744.-- pro Jahr zu ermitteln. Unter Berücksichtigung einer durch
schnitt
lichen (vom BFS erhobenen) wöchent
lichen Ar
beitszeit von 41,7 Stunden im Jahr 2014 (
Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschafts
abtei
lungen in Stun
den pro Woche, Tabelle T 03.02.03.01.04.01, Abschnitt A-S, To
tal) und der allge
meinen NLE von 2014 bis 2016 (
BFS
, Schweizerischer Lohnindex nach Wirt
schaftszweigen, NLI Männer [2010 = 100, Tabelle T1.1.10], Total, 2014: 103.2, 2016: 104.1)
be
trug das Durch
schnittseinkom
men im Jahr 2016 Fr. 67'032.65 (Fr. 63'744.-- : 40 x 41,7; : 103.2 x 104.1). Bis im Jahr 2017 betrug die Nominallohnentwicklung in der Gesamtheit der Branchen gemäss dem SLI + 0,4 %, was den Betrag von Fr. 67'300.80 ergibt (Fr. 67'032.65 + [0,4% von Fr. 67'032.65 = Fr. 268.15]).
Dieser Betrag ist recht
sprechungsgemäss zu kürzen, wenn persönliche und be
ruf
liche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienst
jahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad Auswir
kungen auf die Lohnhöhe haben (BGE 124 V 321 E. 3b/aa). Der Abzug ist unter Wür
di
gung der Um
stände im Einzelfall nach pflicht
gemässem Ermes
sen ge
samthaft zu schätzen und darf 25 % nicht über
steigen (BGE 134 V 322 E. 5.2; Urteil des Bun
desgerichts 8C_361/2011 vom 20. Juli 2011 E. 6.1 mit weiteren Hinweisen).
Die Beschwerdegegnerin hat im angefochtenen Entscheid einen Abzug von 10 % vorgenommen (Urk. 8/105/1, Urk. 2 S. 2), was den konkreten Umständen, insbe
sondere auch der Art und dem Ausmass der Behinderung, angemessen ist und daher nicht zu beanstanden ist. Damit resultiert bezüglich einer leidensange
pass
ten
Tätigkeit mit einem 100%igen Pensum
ohne Zeit- und Termindruck, mit der Möglichkeit zu regelmäs
sigen Pausen und strukturierten Arbeiten ein Inva
liden
einkommen im Jahr 2017 von Fr. 60'57070 (Fr. 67'300.80 - 10 %).
4.4
Der Vergleich des Valideneinkommens von Fr. 82'915.30 mit dem Invaliden
ein
kommen von Fr. 60'570.70 ergibt eine Erwerbseinbusse von Fr. 22'344.60. Dies entspricht einem Invaliditätsgrad von gerundet 27 % (Fr. 22'344.60 x 100 : Fr. 82'915.30), was keinen Rentenanspruch (mehr) begründet (vgl. Art. 28 Abs. 2 IVG).
4.5
Die am 13. Januar 2017 verfügte Aufhebung der bisherigen ganzen Rente auf Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden Monats (Urk. 2 S. 1), mithin per Ende Februar 2017, erfolgte somit zu Recht.
Die Beschwerde ist folglich abzuweisen.
5.
Der Streitgegenstand des Verfahrens betrifft die Bewilligung oder Verweigerung
von Versicherungsleistungen. Das Verfahren ist daher kostenpflichtig. Die Ge
richtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und ermessensweise auf Fr. 500.-- anzusetzen. Ausgangsgemäss
sind die Gerichtskosten
dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.