Decision ID: 7a11faa6-abe6-4ce0-ba3e-daf6d3f91569
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1975, meldete sich am
7.
Dezember 2011
unter
Hinweis auf Rücken- und Beinbeschwerden bei der Invalidenversicherung zum
Leis
tungsbezug
an (Urk. 7/4). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, sprach ihm mit Verfügung vom 1
4.
Juli 2014 bei einem
Invaliditäts
grad
von 100% eine ganze Rente ab
1.
Juni 2012 befristet bis 3
1.
Oktober 2012 zu (Urk. 7/63).
1.2
Der Versicherte meldete sich am 2
1.
April 2015 erneut bei der Invalidenver
sicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
7/65). Die IV-Stelle klärte die medi
zinische und erwerbliche Situation ab und zog Akten des
Krankentaggeld
versicherers
bei (
Urk.
7/66,
Urk.
7/76).
Nach
ergangenem Vorbescheid (Urk.
7/75) verneinte sie mit Verfügung vom 2
7.
August 2015 einen
Leistungs
anspruch
des Versicherten
(Urk.
7/77
= Urk. 2).
2.
Der Versicherte erhob am
2
8.
September 2015
Beschwerde
gegen die Verfügung vom
2
7.
August 2015
(
Urk.
2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei
ihm mindestens eine
Viertelsrente
auszurichten
(
Urk.
1 S.
1
).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
2
6.
Oktober 2015
(
Urk.
6
) die Abweisung der Beschwerde. Mit Gerichtsverfügung vom
2
5.
Januar 2016
wurde
das Gesuch um unentgeltliche Rechtsvertretung und unentgeltliche
Pro
zessführung
mangels
Substantiierung abgewiesen und dem Beschwerde
führer
die Beschwerdeantwort zugestellt (
Urk.
11).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Sie kann Folge von
Ge
burtsgebrechen
, Krankheit oder
Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich,
so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zu
kunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und
in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai
2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen
stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswir
kungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesundheitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revisionsgrund im Sin
ne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar.
Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Ände
rung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Einspracheentscheid
,
welche oder welcher auf einer materi
ellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer
Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9
C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 2.
1 mit Hinweisen).
1.3
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im
Be
schwerdefall
das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
1.4
Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte haben die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflicht
gemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfüg
baren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines
Arztbe
richtes
ist also entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfas
send ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer
den berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grund
sätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gut
achten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a).
1.5
Die Rechtsprechung, wonach das Gericht „nicht ohne zwingende Gründe“ von der Einschätzung der medizinischen Experten abweicht, hat den Beweiswert von Gerichtsgutachten zum Gegenstand und findet auf versicherungsinterne
ärztli
che Beurteilungen nicht Anwendung. Berichte und Gutachten
versicherungsin
terner
Ärztinnen und Ärzte unterliegen wie andere Beweismittel der freien rich
ter
lichen Beweiswürdigung.
Es kann ihnen Beweiswert beigemessen werden, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich wi
derspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen.
1.6
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist,
in der Darlegung der medizinischen Zusam
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (
Urk.
2) gestützt auf
die medizinischen Abklärungen
davon aus, dass dem Beschwerdeführer ab März 2015 eine leidensangepasste Tätigkeit zu 100
%
zumutbar sei (S. 2 oben). Daraus resultiere keine Erwerbseinbusse und
es
bestehe daher kein Renten
anspruch (S. 2 Mitte).
2.2
Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt, dass er seit dem Unfall vom
3.
November 2012 und auch derzeit
gemäss beigelegtem Arztzeugnis
immer noch zu 100
%
arbeitsunfähig sei.
Dass er nicht arbeiten könne liege darin begründet, dass es ihm physisch wie auch psychisch anhal
tend oder verstärkt schlechter gehe.
Weder würde er eine leidensangepasste Ar
beit finden noch könne er eine solche bei seinen anhaltenden Beschwerden ausführen. Daher sei sein Gesundheitszustand von ausgewiesenen Fachpersonen unabhängig zu begutachten
(
Urk.
1 S. 1).
Wegen den gesundheitsbedingten Ein
schränkungen werde er das
von der Beschwerdegegnerin angenommene Ein
kommen mit Behinderung von
Fr.
66‘753.90 nicht erzielen können. Er sei noch nie korrekt und unabhängig fachärztlich begutachtet worden
(S. 2).
2.3
Strittig und zu prüfen ist, ob und allenfalls in welchem Ausmass sich der Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers seit der Verfügung vom 1
4.
Juli 2014
(
Urk.
7/63)
verändert haben.
3.
3.1
Die massgebende medizinische Aktenlage bei Erlass der ursprünglichen Verfü
gung vom 1
4.
Juli 2014 (
Urk.
7/63) stellte sich wie folgt dar:
3.2
Med.
pract
.
Y._
, Fachärztin für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates,
Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD),
nannte im orthopädischen Untersuchungsbericht vom
5.
Juli
2013 (
Urk.
7/29)
als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine schmerzhafte
Funk
tionsminderung
der unteren Lendenwirbelsäule
bei Diskushernie,
skoliotischer
Fehlhaltung, Fehlfunktion des linken
Iliosakralgelenks
(ISG) und pseudo-
radikulärer
Schmerzausstrahlung (S.
7
Ziff.
8). Dem letzten Bericht der Klinik
Z._
vom 1
2.
Februar 2013 sei zu entnehmen, dass ein multimodales stationäres Rehabilitationsprogramm vorgeschlagen worden sei. Auch in der Klinik
Z._
habe sich kein Hinweis auf ein
radikuläres
Schmerzsyndrom gezeigt. Bei der heutigen Untersuchung seien die Funktionsstörungen ebenfalls deutlich im Vordergrund gestanden. Eine
radikuläre
Schmerzsymptomatik oder ein
radi
kulärcs
Reizsyndrom lasse sich klinisch nicht feststellen. Damit sei gegenüber
dem Bericht der Klinik
Z._
von September
2011 eine
Besserung eingetreten: Zum damaligen Zeitpunkt
habe
links ein bei 30
° p
ositives
Las
è
gue
-Zeichen (
Dr.
A._
, Wirbelsäulenchirurgie Klinik
Z._
, 13.09.11)
bestanden. Im
Februar 20
12
sei
die Indikation zur Operation gestellt worden,
in der Folge sei jedoch
eine MRI-gesicherte Besserung des Befunds mit
Regredienz
der Dis
k
ushernie ein
getreten
. Bis
August
20
12 seien die
radikulären
Beschwerden ganz in den Hintergrund getreten (
Dr.
B._
, Wirbelsäulenchirurgie Klinik
Z._
1
4.
September
20
12)
.
Aus medizinischer Sicht sei dem Versicherten bei der Untersuchung empfohlen worden,
eine intensive
Rehabilitation mit Physiotherap
ie sowie intensivierte
Schmerzbehandlung wahrzunehmen. Insgesamt
könne
angesichts des
aktuellen
Untersuchungsbefundes festgestellt werden, dass die therapeutischen Möglichkeiten der konservativen Therapie nicht ausgeschöpft
seien
. Für ein operatives Vorgehen besteh
e
derzeit keine gesicherte Indikation
(S. 7
Ziff.
9)
.
Bei dem 37-jährigen Staplerfahrer
sei
anhand der medizinischen Berichterstat
tung und der körperlichen Untersuchung vom 2
2.
Mai
2013 ein somatischer Gesundheitsschaden ausgewiesen, der die Arbeitsfähigkeit beeinträchtige. Ab Untersuchungsdatum bestehe in der bisherigen Tätigkeit als Staplerfahrer eine 50%ige Arbeitsfähigkeit. In angepasster Tätigkeit (mit körperlich leichter wechsel
belastender Tätigkeit, ohne regelmässige Hebe- und Tragebelastungen über 10 kg, ohne Arbeiten auf Leitern und Gerüsten,
ohne häufiges Treppensteigen, ohne
häufige wirbelsäulenbelastende und hüftgelenks-kniegelenksbelastende
Zwangs
haltungen
und Tätig
keiten (Bücken, Hocken, Knien, Ü
berkopfarbeit, Arbeiten in Armvorhalte), ohne häufiges Gehen
auf unebenem Gelände, ohne andauernde
Vibrationsbelastungen und Nässe-
/Kälteexposition)
sei seit August
2012 eine
100%
ige
Arbeitsfähigkeit gegeben (Bericht
Dr.
B._
). Es
sei
dem Versicherten zumutbar eine leitliniengerechte Schmerztherapie in Anspruch zu nehmen
(S. 8)
.
3.3
Dr.
med.
C._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, RAD, erhob im Untersuchungsbericht vom
5.
Juli 2013 (
Urk.
7/30) einen Normalbefund und führte aus, dass keine psychiatrische Störung diagnostizierbar sei (S. 7
Ziff.
9).
Dr.
B._
schreib
e
in
einigen Berichten über „psychische Probleme"
, ohne diese näher zu erläutern.
I
m Arztbericht vom 1
2.
Februar
2013 schreibe er unter Diagnose: „psychische Belastungssituation/depressive Erkrankung medikamentöse antidepressive Therapie
und psychiatrische Behandlung" und
gebe hierzu
widersprüchliche Angaben
.
E
inerseits
spreche er
weiterhin
von einer
psychiatrische
n
Behandlung, andererseits
bitte er den Hausarzt, eine
„psy
chiatrische/psychologische Betreuung" zu organisieren. Vom Hausarzt
Dr.
D._
gäbe
es keine Angaben über psychische Probleme. Die Befunde und der Verlauf
würden
die Klassifizierung als Anpassungsstörung nicht zu
lassen
, es lieg
e
mög
licherweise eine Schmerzverarbeitungsstörung vor
. Aus psychiatrischer Sicht sei die bisherige Tätigkeit als Hilfsmonteur/Staplerfahrer sowie eine angepasste Tä
tigkeit zu 100
%
zumutbar (S. 8).
4.
4.1
Die medizinische Sachlage, wie sie sich anlässlich der aufgrund der Neuanmel
dung vom
2
1.
April
2015 (
Urk.
7/65)
erfolgten erneuten Prüfung
des Renten
anspruches darbot, stellt sich wie folgt dar:
4.2
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Neurologie
,
führte im neurologischen Kurzgutachten vom 3
0.
März 2015 (
Urk.
7/66/7-17) aus, die anlässlich der Un
tersuchung vorgetragenen Schmerzen im Nacken- und Schulterbereich
hätten
in der Untersuchung in diesem Ausmass nicht nachvollzogen werden
können
. Die objektiven Untersuchungsbefunde seien in der körperlichen Untersuchung im Wesentlichen normal gewesen. In der elektrophysiologischen Diagnostik habe sich ein normales
Medianus
-SEP gezeigt. Somit ergebe sich kein Anhalt für eine Schädigung der zervikalen sensiblen Nervenwurzeln. Es habe sich durch die Manipulation der
Halswirbelsäule
keine Nervenirritation auslösen lassen (S. 9 unten).
Auch die F-Wellen seien in der Elektrophysiologie normal gewesen, somit habe sich elektrophysiologisch kein Anhalt für eine Schädigung der motorischen Nervenwurzeln ergeben. In der Verhaltensbeobachtung haben sich flüssige Bewegungen ohne pathologische Bewegungsmuster und ohne auffallendes Schmerz- oder Schutzverhalten gezeigt. Insofern sei das vorgetragene
Schmerz
ausmass
nicht nachvollziehbar gewesen. Die geschilderten
Parästhesien
der Arme seien ohne organpathologisches Korrelat. Sowohl der Neurostatus als auch die Elektroneurographie seien vollständig normal gewesen.
Insofern sei von einer gestörten Symptomverarbeitung, Symptomausweitung, Selbstlimitierung und
Dekonditionierung
auszugehen. Der psychopathologische Untersuchungsbefund sei in der hiesigen Begutachtung normal gewesen. Es habe sich somit kein Hin
weis für eine wesentliche psychiatrische Erkrankung als Ursache der gestörten Schmerzverarbeitung ergeben (S. 10 oben). Die Prognose sei insgesamt sehr gut, da keine relevanten organpathologischen Befunde als Ursache der Schmerzen haben diagnostiziert werden können. Es sei mit einer namhaften Besserung des Gesundheitszustands zu rechnen. Wesentliche Massnahme sei die Überwindung der Selbstlimitierung und
Dekonditionierung
. Der Beschwerdeführer müsse ein allgemeines Bewegungsprogramm beginnen. Darüber hinaus müsse speziell aktive Gymnastik mit Kräftigung und Lockerung der Nacken-, Rücken- und Rumpfmuskulatur erfolgen (S. 10 Mitte).
Prinzipiell sollte der Beschwerdeführer nach entsprechendem Gymnastik-Pro
gramm resp
ektive medizinische Trainingstherapie
nach etwa zwei bis drei Mo
naten in seiner angestammten Tätigkeit als Hilfskoch wieder einsetzbar sein.
Es bestehe keine organpathologische Diagnose, die begründen würde, warum dies nicht der Fall sein sollte. Aufgrund der Nacken- und Schulterschmerzen sei der
Beschwerdeführer bis auf weiteres für schwere körperliche Tätigkeiten (Tätig
keiten mit Heben und Tragen schwerer Lasten, mit dauerhaftem Arbeiten in Zwangshaltungen, mit
dauerhaftem
Überkopfarbeiten) nicht einsetzbar.
In einer leidensadaptierten Tätigkeit (leichte körperliche Tätigkeit mit Heben
und Tragen von leichten bis maximal mittelschweren Lasten, wechselbelastender Körperstellung, ohne anhaltendes Arbeiten in Zwangspositionen,
ohne dauer
haftes Arbeiten
Überkopf
, also zum Beispiel für leichte Bürotätigkeiten) sei der Beschwerdeführer ab Zeitpunkt der Begutachtung voll einsetzbar.
4.
3
Dr.
med.
F._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und für Neurologie,
führte in seiner p
sychiatrisch-neurologische
n
Kurzbeurteilung vom 2
2.
Juni 2015 (
Urk.
7/76/4-26)
aus, im objektiven psychopathologischen Befund hätten keine psychopathologischen Auffälligkeiten bestanden. Der Beschwerdeführer habe nicht schmerzgequält gewirkt. Im Rahmen der Untersuchung hätten sich keine Beeinträchtigungen der Bewusstseinsklarheit und der Bewusstseinshelligkeit gezeigt. Im klinischen Eindruck hätten sich keine Hin
weise auf umfassende und ausgeprägte kognitive Störungen ergeben. Es seien
keine Auffassungs-, Gedächtnis-, Merkfähigkeits- oder
Aufmerksamkeitsstörun
gen
gefunden worden.
Im Hinblick auf die Konzentration sei der Beschwerde
führer während des ganzen Untersuchungsverlaufs immer aufmerksam gewesen und habe sich auf die gestellten Fragen und die rasch wechselnden Themen ein
zustellen vermocht. Die emotionale Schwingungsfähigkeit sei erhalten gewesen. Er habe während der Exploration eine breite Variation an emotionalen Qualitä
ten gezeigt. Im Hinblick auf den Affekt habe eine unauffällige, ausgeglichene Stimmungslage festgestellt werden können. Es hätten keine Affekteinbrüche während der Exploration bestanden. Der Beschwerdeführer sei auch bei kriti
schen Themen steuerbar gewesen. Gegenwärtig liege weder eine Insuffizienz noch eine Labilität der Affekte noch ein kreisendes Denken oder Grübeln vor. Der Antrieb und das psychomotorische Verhalten seien ungestört. Gestik und Mimik seien angemessen und
würden
die
euthyme
Stimmung
affektsynthym
unterstreichen
. Spontanität und Eigeninitiative seien erhalten. Die soziale Teilnahme sei im privaten Bereich nicht eingeschränkt. Anhand der heutigen Untersuchung hätten sich keine Hinweise auf entsprechende psychosoziale Pro
bleme von besonderem Schweregrad ergeben (S. 18 Mitte).
Die Exploration des Tagesprofils weise auf kein reduziertes Aktivitätsniveau hin. Der Beschwerdeführer fühle sich bei den Haushaltsarbeiten nicht eingeschränkt. Analog der Parameter der funktionellen Leistungsfähigkeit in Anlehnung an den Mini-ICF-APP sei die Fähigkeit zur Anpassung an Regeln und Routinen, die
Fähigkeit, sich an Regeln zu halten, Termine wahrzunehmen und sich in
Organi
sationsabläufe
einzufühlen, die Fähigkeit zur Planung und Strukturierung von Aufgaben, die Fähigkeit, den Tag oder anstehende Aufgaben zu planen und zu strukturieren, die Flexibilität und Umstellungsfähigkeit, die Durchhaltefähigkeit, die Kontaktfähigkeit zu Dritten, die Selbstbehauptungsfähigkeit, die Fähigkeit zu ausserberuflichen Aktivitäten und die Wegefähigkeit nicht eingeschränkt (S. 18 unten f.).
Die klinisch-neurologische Untersuchung habe keine Hinweise auf fokal neurolo
gische Defizite ergeben (S.
19 oben). Aufgrund der Würdigung der
Versiche
rungsakten
, der Exploration und der aktuellen somatischen Untersuchungen, insbesondere der ausführlichen neurologischen Abklärung durch
Dr.
E._
(vorstehend E. 4.
2
) als
auch der aktuellen neurologischen und psychiatrischen Untersuchung am 1
5.
Juni
2015
,
sei aufgrund der beklagten diffusen
Schmerz
symptomatik
im Bereich der Halswirbelsäule und der Schulter beidseits ohne
radikuläre
Ausstrahlung als auch der okzipital betonten Kopf
schmerzen
gemäss der ICD-10-Kriterien am ehesten von einer beginnenden chronischen
Schmerz
verarbeitungsstörung
bei psychosozialen Belastungsfaktoren (ICD-10 F45.41),
darüber hinaus von chronischen Analgetika-Kopfschmerzen bei täglichem Kon
sum von mehreren Non-Opioid-Analgetika,
differentialdiagnostisch
chr
onischen Spannungskopfschmerzen
und rechts betonten Nacken-Schulter-Schmerzen ohne Anhalt für eine
nervale
oder
radikuläre
Schmerzgenese auszugehen. Die Ausprä
gung der Schmerzstörung
sei beim Beschwerdeführer im Vergleich zu ähnlichen Störungsbildern als objektiv leicht bis mittelschwer einzustufen (S. 19 Mitte).
Vorliegend seien gegenwärtig aus psychiatrischer Sicht keine besonderen Hin
weise vorhanden, die schwere Defizite aufgrund eines Gesundheitsschadens und/oder eine Unzumutbarkeit zu deren Überwindung begründen könnten (bei
spielsweise durch fehlende krankheitsbedingte Ressourcen und/oder durch eine fehlende Kapazität zur Verarbeitung interpsychischer Konflikte).
Eine Einschränkung der Arbeitsfähigkei
t könne weder auf neurologischem
noch auf psychiatrischem Fachgebiet begründet werden. Die durch
Dr.
E._
(vorstehend E. 4.
2
)
vorgeschlagenen Massnahmen hätten bereits eine weitere
Verbesserung der Leistungsfähigkeit gebracht.
Parästhesien
der Arme, rechts betont, wie im Bericht vom 3
0.
März
2015 angegeben,
hätten
keine meh
r bestan
den
. Da aufgrund der schweren Arbeit von einem Rezidiv ausgegangen werden
müsse, sei diese Tätigkeit
und andere
s
chwere Arbeiten mit ähnlichen
Belas
tungsprofil
nicht mehr zu empfehlen In einer leichten bis mittelschweren wechselbelastenden Tätigkeit sei der Beschwerdeführer seit der letzten Untersu
chung am 3
0.
März
2015 zu 100
%
arbeitsfähig (S. 22 Mitte).
In einer leidensangepassten
leicht
en
bis mittelschweren körperlichen
Tätigkeit
ohne Heben und Tragen von schweren Lasten, wechselbelastend, sei der Be
schwerdeführer sowohl aus neurolo
gis
cher als auch aus psychiatri
scher Sicht
zu 100 % arbeitsfähig
(S. 23 oben).
5.
5.1
Die Frage, ob sich der Gesundheitszustand de
s
Beschwerdeführer
s
in einer für den Anspruch erheblichen Weise verschlechtert hat, beurteilt sich durch einen
Vergleich des Gesundheitszustandes im Zeitpunkt der
eine befristete Rente
zusprechenden Verfügung vom 1
4.
Juli
2014 (
Urk.
7/63) mit dem Gesundheits
zustand im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung (
Urk.
2).
5.2
Für die Beantwortung der Frage, ob eine Verschlechterung des Gesundheitszu
stands
des
Beschwerdeführer
s
in einer für den Anspruch relevanten Weise ein
getreten ist, kann
auf die psychiatrisch-neurologische
(
Kurz
-)B
eurteilung
durch
Dr.
F._
vom 2
2.
Juni 2015
abgestellt werden (vgl.
vorstehend
E.
4.3
):
Die
Be
urteilung
entspr
icht
den erforderlichen Kriterien an den Beweiswert einer Ex
pertise (vgl.
vorstehend
E. 1.
6
).
Der
Beschwerdeführer wurde
seinen
geltend
ge
machten Beschwerden entsprechend umfassend abgeklärt, d
ie
Beurteilung
beruht auf
neurologischen und psychiatrischen
Untersuchungen, berücksichtigt die geklagten Beschwerden und wurde in Kenntnis der
Vorakten
abgegeben. Sodann sind die Darlegungen der medizinischen Zusammenhänge und die Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtend und die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet.
Dr.
F._
kam in
seiner
Gesamtbeurteilung zum nachvollziehbaren Schluss, dass
eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit weder auf neurologischen noch auf psychiatrischem Fachgebiet begründet werden könne und eine leidensangepasste Tätigkeit,
das heisst wechselbelastende leichte bis mittelschwere körperliche Tä
tigkeiten ohne Heben und Tragen von schweren Lasten,
ab dem 3
0.
März 2015
zu 100
%
zumutbar sei
(vgl. vorstehend E. 4.3)
.
5.3
Die unterschiedliche Schwerebeurteilung einer Symptomatik durch Gutachter und behandelnde Ärzte ergibt sich indessen aus deren unterschiedlicher
auf
tragsrechtlicher
Situation.
Denn bei behandelnden Ärzten gehört die Beurteilung der Auswirkungen von Krankheitssymptomen auf die Arbeitsfähigkeit zum
therapeutischen Auftrag. Sie müssen daher ihre Beurteilung - soweit medizinisch nur vertretbar - mit der Selbsteinschätzung des Patienten in Einklang bringen (ihn überzeugen) können
und gegebenenfalls - aus Rücksicht auf das für den Therapieerfolg wichtige Vertrauensverhältnis - bei der Bewertung der
krank
heitsbedingten
Funktionseinschränkungen dessen Einschätzung folgen. Dem
gegenüber hat der von einem Sozialversicherungsträger oder von einem Gericht beauftragte Gutachter die Krankheits- bzw. Behinderungsüberzeugung des Exploranden zwar auch in seine Beurteilung einzubeziehen, ist aber verpflichtet, die Schwere der (von ihm selbst klinisch festgestellten oder von anderen - insbesondere behandelnden - Ärzten berichteten) Symptomatik aufgrund aller aktenkundigen Informationen über Defizite und Ressourcen des Expl
oranden zu validieren
.
Die Berichte von behandelnden Ärzten verfolgen
daher nicht den Zweck einer den abschliessenden Entscheid über die Versicherungsansprüche erlaubenden objektiven Beurteilung des Gesundheitszustandes und erfüllen deshalb kaum je die materiellen Anforderungen an ein Gutachten gemäss BGE 125 V 351 E. 3a. Aus diesen Gründen und aufgrund der Erfahrungstatsache, dass Hausärzte –
be
ziehungsweise regelmässig behandelnde Spezialärzte (vgl. Urteil des Bundesge
richts I 551/06 vom
2.
April
2007 E. 4.2) – mitunter im Hinblick auf ihre
auf
tragsrechtliche
Vertrauensstellung im Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen, kommt im Streitfall ein direktes Abstellen einzig gestützt auf die Angaben der behandelnden Ärztinnen und Ärzte nur selten in Frage (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_1055/2010 vom 1
7.
Februar 2011 E. 4.1).
5.4
Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, dass er seit dem Unfall vom
3.
November
2012 und auch derzeit immer noch zu 100
%
arbeitsunfähig sei (vgl.
Urk.
1 S. 1 Mitte),
ist zu bemerken, dass
subjektive Schmerzangaben im Rahmen der sozialversicherungsrechtlichen Leistungsprüfung mit Blick auf die sich stellenden Beweisschwierigkeiten durch damit korrelierende, fachärztlich schlüssig feststellbare Befunde hinreichend erklärbar sein müssen
(
BGE 1
39 V 547
E. 5.4)
. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers liess sich das Ausmass der geklagten Beschwerden im Rahmen der Untersuchung jedoch nicht objekti
vieren.
In der klinisch-neurologischen Untersuchung
durch
Dr.
F._
ergaben sich keine Hinweise
auf fokal neurologische Defizite.
So zeigten sich auch in der neurologischen Untersuchung durch
Dr.
E._
(vgl. vorstehend E. 4.2) im Wesentlichen normale Befunde.
5.5
Soweit der Beschwerdeführer einwendet, dass
er noch nie korrekt und unabhän
gig fachärztlich begutachtet worden sei (
Urk.
1 S. 2)
,
ist ihm entgegenzuhalten
, dass
sowohl die Beurteilung durch
Dr.
F._
wie auch diejenige durch
Dr.
E._
in Kenntnis der und in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
erstellt wurde und
dabei
die geklagten Beschwerden sowie die von den behandelnden Ärzten erhobenen Befunde berücksichtigt
worden sind. Weder aus neurologischer noch aus psychiatrischer Sicht konnte eine Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
gestellt
werden.
Weiter steht fest, dass keine anderslautenden somatischen Befunde und somit keine objektiv feststellbaren Gesichtspunkte vorliegen, welche Zweifel an den Beurteilungen durch
Dr.
F._
und
Dr.
E._
begründen würden. Es
finden sich keine konkreten Anhaltspunkte, die gegen die Zuverlässigkeit der Expertise
n
sprechen und im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind.
So lässt sich auch aus den übrigen
ärztlichen
Beurteilungen be
treffend Diagnosestellung und Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nichts Konkretes
entnehmen, was die gutachterlichen Be
urteilungen umzustossen vermöchten
. So
weit der Beschwerdeführer verlangt, es seien weitere Abklärungen durchzuführen
, kann darauf in antizipierter Beweiswürdigung verzichtet werden (BGE 127 V
491
E. 1b mit Hinweisen). Der Gesundheitszustand und insbesondere die me
dizinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers sind aufgrund der medizinischen Akten hinreichend abgeklärt. Von weiteren Untersuchungen wären keine neuen Erkenntnisse zu erwarten.
5.6
Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers nicht in einer für den Anspruch erheblichen Weise ver
schlechtert hat
.
Bei dieser Schlussfolgerung bleibt es im Übrigen auch unter dem Gesichtspunkt der unlängst ergangenen Änderung der Rechtsprechung (vgl. BGE 141 V 281).
6.
6.1
Schliesslich ist der durch die Beschwerdegegnerin zur Ermittlung der erwerbli
chen Auswirkungen vorgenommene Einkommensvergleich zu beurteilen.
6.2
Für den Einkommensvergleich ist entscheidend, was die versicherte Person im massgebenden Zeitpunkt des Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwie
genden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdienen würde, und nicht, was sie bestenfalls verdienen könnte. Hat sie weniger verdient als sie mit ihren Eigenschaften und Fähigkeiten potenziell hätte verdienen können, so ist dieser theoretische Mehrwert nicht versichert (vgl. BGE 131 V 51).
Da erfahrungsge
mäss die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt wird, ist für die Bemessung des
Valideneinkommens
in der Regel vom letzten Lohn auszu
gehen, der vor Eintritt der Gesundheitsschädigung erzielt wurde. Ist die versi
cherte Person in einer Branche tätig gewesen, welche als solche unterdurch
schnittliche Löhne bezahlt, dann ist grundsätzlich anzunehmen, dass sie ohne Invalidität weiterhin in dieser Beschäftigung tätig gewesen wäre und ein unter
durchschnittliches Einkommen erzielt hät
te
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_488/2008 vom
5.
September 2008 E. 6.4)
.
Ist ihr infolge der
Gesundheits
schädigung
ohnehin zuzumuten, die Stelle zu wechseln, kann für das
Invaliden
einkommen
trotzdem in der Regel auf das Total abgestellt werden (Urteil
des Bundesgerichts U 231/05
vom 1
3.
März 2006 E. 4.2).
Das von der Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung ermittelte
Valideneinkommen
wird von Seiten des Beschwerdeführers nicht bestritten und gibt vor dem Hintergrund, dass der Beschwerdeführer während mehrere
r
Jahre bei verschiedenen Arbeitgebern als
Pizzaiolo
arbeitete und zuletzt als Hilfskoch tätig war, zu keinen Beanstandungen Anlass.
6.3
Hinsichtlich der Höhe des Invalideneinkommens wendet der Beschwerdeführer ein, dass e
r dieses aufgrund seiner gesundheitsbedingten Einschränkungen nicht erzielen könne
(vgl.
Urk.
1 S. 2)
. Dabei verkennt er, dass
die Invalidität stets auf der Grundlage desjenigen Einkommens zu bemessen ist, das der Versicherte durch eine ihm zumu
tbare Tätigkeit erzielen könnte.
Vorliegend steht fest, dass dem Beschwerdeführer medizinisch-theoretisch eine vollständige Arbeitsfähig
keit in einer leidensangepassten Tätigkeit
zumutbar ist
(vorstehend E.
5.2
)
.
Entsprechend
ist auch das durch die Beschwerdegegnerin
gestützt auf die
Ta
bellenlöhne
ermittelte Invalideneinkommen
, auch wenn dieses betragsmässig höher ausfällt (vgl. vorstehend E. 6.2),
nicht zu beanstanden.
Soweit
der
Beschwerdeführer geltend macht, es gäbe für
ihn
keine angepasste Tätigkeit (
Urk.
1 S.
1
), verkennt
er
, dass das invalidenversicherungsrechtlich massgebende Invalideneinkommen rechtsprechungsgemäss auf der Grundlage eines ausgeglichenen Arbeitsmarktes (
Art.
16 ATSG) ermittelt wird (BGE 134 V 64 E. 4.2.1). Der ausgeglichene Arbeitsmarkt ist dabei ein theoretischer und abstrakter Begriff, welcher der Abgrenzung zwischen der Leistungspflicht der Arbeitslosenversicherung und der Invalidenversicherung dient. Soweit der Wegfall des Einkommens nicht auf gesundheitliche Gründe, sondern auf das konjunkturell bedingte Fehlen zumutbarer Arbeitsstellen zurückzuführen ist, liegt keine Invalidität vor.
Aufgrund des beschriebenen Belastungsprofils (vgl. vorstehend E. 5.2) ist
davon auszugehen, dass dem Beschwerdeführer auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt ge
eignete
(Hilfs-)
Arbeitsstellen zur Verfügung stehen, an denen er die ihm ver
bleibende Arbeitsfähigkeit verwerten kann
.
7.
Nach dem Gesagten steht fest, dass in einer adaptierten Tätigkeit eine zeitlich uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit besteht und
der
Beschwerdeführer bei Aus
schöpfung seines beruflichen Leistungsvermögens keine Er
werbseinbusse erleidet, da das Invalideneinkommen das
Valideneinkommen
übersteigt.
Damit erweist sich die einen Rentenanspruch verneinende Verfügung vom
2
7.
August
2015
(
Urk.
2)
als rechtens, was zur Abweisung der dagegen erhobe
nen Beschwerde führt.
8.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichts
kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert fest
zulegen (
Art.
69
Abs.
1bis IVG) und auf
Fr.
7
00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen.