Decision ID: 9090eb05-55c3-57ea-aefd-799a815e2f01
Year: 2014
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführerin,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
Rente
Sachverhalt:
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A.
A.a A._ meldete sich am 17. September 2008 zum Bezug von Leistungen der
Invalidenversicherung bei der IV-Stelle des Kantons St. Gallen an (IV-act. 1). Die B._
ag, bei der die Versicherte seit 1979 vollzeitlich als visuelle Prüferin tätig gewesen war,
hatte das Arbeitsverhältnis auf Ende Februar 2007 gekündigt. Im Kündigungsschreiben
vom 29. November 2006 hatten die Verantwortlichen festgehalten, dass die Versicherte
in den letzten Jahren vermehrt an gesundheitlichen Beschwerden, namentlich an
immer wieder auftretenden Schwindelanfällen, gelitten habe. Aufgrund des Schwindels
sei die Versicherte bereits mehrfach gestürzt und kurzzeitig ohnmächtig gewesen.
Unter diesen Umständen sei es zu gefährlich, in einem Produktionsbetrieb zu arbeiten
(IV-act. 8). Gemäss dem Arbeitgeberbericht vom 16. Oktober 2008 hatte die
Versicherte von der B._ ag eine freiwillige Entschädigungszahlung in der Höhe von
Fr. 20'000.-- erhalten. Diese war an die offenbar eingehaltene Bedingung geknüpft
gewesen, dass die Versicherte während der Kündigungsfrist keine Absenzen hätte (IV-
act. 8-7).
A.b Der Rheumatologe Dr. med. C._, Facharzt FMH für Innere Medizin und
Rheumatologie, nannte in seinem Bericht vom 16. Oktober 2008 die sich auf die
Arbeitsfähigkeit auswirkenden Diagnosen eines chronischen Zervikovertebralsyndroms
bei muskulären Dysbalancen und segmentalen Dysfunktionen, ein chronisches
lumbospondylogenes Syndrom links bei Fehlform, muskulären Dysbalancen und
leichten degenerativen Veränderungen der LWS, sowie den Verdacht auf eine
nichtorganische Schmerzkomponente, Überforderungsproblematik. Als Diagnose ohne
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit der Versicherten gab er beginnende Finger-
Polyarthrosen an. Betreffend die Arbeitsfähigkeit hielt er fest, dass anlässlich der
letzten Untersuchung, welche allerdings über 1,5 Jahre zurückliege, keine wesentliche
Einschränkung bestanden habe (IV-act. 11-3). Am 8. Dezember 2008 gab der Hausarzt
der Versicherten, Dr. med. D._, Allgemeinmedizin FMH, als Diagnose ein seit über 20
Jahren bestehendes chronisches zervikovertebrales und lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom an. Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit sei eine chronische
Otitis media simplex beidseits mit chronischen Trommelfelldefekten sowie Migräne
ohne Aura. Er hielt fest, dass zur Klärung der Arbeitsfähigkeit der Versicherten
ergänzende medizinische Abklärungen angezeigt seien (IV-act. 16). Der Regionale
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Ärztliche Dienst der IV-Stelle (RAD) hielt am 18. Januar 2009 zur medizinischen
Aktenlage fest, dass weder vom Rheumatologen noch vom Hausarzt schwerwiegende
Befunde hätten erhoben werden können. Eine relevante psychische Problematik dürfte
auch nicht vorliegen, jedenfalls finde keine fachärztliche Behandlung statt. Unter diesen
Umständen sei davon auszugehen, dass die Versicherte in einer leidensadaptierten
Tätigkeit vollständig arbeitsfähig sei (IV-act. 17). Mit einer Verfügung vom 28. Februar
2009 wies die IV-Stelle das Rentengesuch der Versicherten ab (IV-act. 20).
A.c Die von der Versicherten gegen diese Verfügung erhobene Beschwerde wurde
vom Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen mit einem Entscheid vom 23.
November 2010 in dem Sinn gutgeheissen, dass die Verfügung vom 28. Februar 2009
aufgehoben und die Sache zur Vornahme weiterer Abklärungen und zur
anschliessenden neuen Verfügung an die IV-Stelle zurückgewiesen wurde. In den
Erwägungen hielt das Versicherungsgericht fest, es sei ergänzend abzuklären, ob die
nach Angaben der Arbeitgeberin zur Kündigung veranlassende Schwindelproblematik
der Versicherten in einem Zusammenhang mit dem chronischen Ohrenleiden stehe. In
rheumatologischer Hinsicht sei die Aktenlage ebenfalls nicht hinreichend klar. Die
Einschätzung von Dr. C._ basiere auf einer einmaligen, im Verfügungszeitpunkt zwei
Jahre zurückliegenden Konsultation. In Bezug auf die HWS seien keine bildgebenden
Verfahren durchgeführt worden. Zudem sei nicht abgeklärt worden, ob die im Februar
2007 festgestellten beginnenden klinischen Finger-Polyarthrosen fortgeschritten seien
und mittlerweile die Arbeitsfähigkeit der Versicherten einschränkten. In psychiatrischer
Hinsicht sei die Versicherte trotz der vorliegenden Verdachtsdiagnose einer
somatoformen Schmerzstörung nie untersucht worden. Folglich seien auch weitere
psychiatrische Abklärungen angezeigt (IV-act. 32).
A.d Aufgrund dieses Entscheids veranlasste der RAD eine polydisziplinäre Begutach
tung der Versicherten (IV-act. 34). Diese fand vom 4. bis 6. April 2011 in der MEDAS
Ostschweiz statt. Das entsprechende Gutachten vom 16. September 2011 wurde von
der MEDAS am 28. Oktober 2011 aufgrund von Mängeln im psychiatrischen Fachgut
achten als Ganzes zurückgezogen (IV-act. 40). Am 16. November 2011 wurde die
Versicherte nochmals psychiatrisch begutachtet. Das überarbeitete Gesamtgutachten
erstattete die MEDAS-Ostschweiz in der Folge am 11. Januar 2012. Demgemäss
gaben die Gutachter folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit der
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Versicherten an: Chronisches beidseitiges lumboischialgieformes, zervikovertebrales
und -spondylogenes Schmerzsyndrom, Oligoarthralgien unklarer Ätiologie (Schulter
links, Handgelenk links, Knie rechts, OSG links), rezidivierender Schwindel unklarer
Ätiologie sowie Migräne überwiegend ohne und teils mit möglicher visueller Aura. Es
wurde festgehalten, dass der neurologische Gutachter bei widersprüchlichen Angaben
der Versicherten betreffend die Dauer der Schwindelattacken und das Ansprechen auf
die medikamentöse Behandlung eine leichtgradige Hypakusis rechts, symmetrisch
normale Reflexe und keinen pathologischen Nystagmus gefunden habe. Es bleibe
letztlich unklar, ob es sich bei den von der Versicherten geschilderten
Schwindelbeschwerden um ein funktionell fixiertes Relikt nach früher diagnostiziertem
benignen paroxsymalem Lagerungsschwindel, um einen funktionellen Schwindel oder
um Symptome einer sonst allerdings zumindest überwiegend ohne Aura ablaufenden
vestibulären Migräne handle. Differentialdiagnostisch sei auch eine hypertensive
Komponente bei medikamentös adäquat behandelter arterieller Hypertonie in
Erwägung zu ziehen. Ein Zusammenhang mit der chronischen Otitis media simplex
beidseits sei unwahrscheinlich bei fehlenden Verdachtsmomenten für das Vorliegen
einer Bogengangsarrosion oder eines Cholesteatoms. Bezüglich der diagnostizierten
Migräne fänden sich aufgrund des Verlaufs, der Befunde und der bis auf unbedeutende
kleinen Glioseherde normalen kraniozerebralen Kernspintomographie (10/07) keine
Hinweise für das Vorliegen organischer Ursachen. Betreffend die Rückenbeschwerden
sei bei der aktuellen Begutachtung einzig eine leicht eingeschränkte lumbale
Lateralflexion nach rechts bei im Übrigen harmonischer, uneingeschränkter
Beweglichkeit sämtlicher Wirbelsäulenabschnitte sowohl global wie segmental
festgestellt worden. Zudem habe sich eine Wirbelsäulenfehlstatik im Sinne einer
akzentuierten thorakalen Kyphose mit Hyperkyphose des zervikothorakalen Übergangs
und leichter Kopfprotraktion gezeigt. Radikuläre Reiz- oder sensomotorische
Ausfallsymptome seien nicht fassbar gewesen. In den ergänzend angefertigten
Röntgenaufnahmen der HWS und LWS seien eine lediglich initiale spondylotische
Veränderung der distalen LWS, Spondylarthrosen der mittleren/distalen HWS und
distalen LWS sowie eine initiale Atlantodentalarthrose festgestellt worden. Bei der
körperlichen Untersuchung hätten sich aber auch Hinweise auf eine nichtorganische
Schmerzkomponente ergeben. Für die von der Versicherten geschilderten Arthralgien
(Schulter links, Handgelenk links, Knie rechts, OSG links) hätten sich weder klinisch
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noch radiologisch ein adäquates organisches Korrelat gefunden. Sowohl klinisch als
auch radiologisch hätten leichte degenerative Veränderungen im Sinne einer Finger-
Polyarthrose vom Heberden- und Bouchardtyp imponiert. Hinweise für das Vorliegen
posttraumatischer ossärer Läsionen oder einer Erkrankung aus dem rheumatischen
Formenkreis gebe es keine. Der psychiatrische Gutachter habe eine
Anpassungsstörung mit einer längeren depressiven Reaktion diagnostiziert, welche
aber keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bewirke. Aus psychiatrischer Sicht sei
die Versicherte in jeder Tätigkeit vollständig arbeitsfähig. Aus somatischer Sicht lasse
sich eine Einschränkung der körperlichen Leistungsfähigkeit quantitativ nicht
begründen. Qualitativ sei die Versicherte in körperlich leichten, wechselbelastenden
Tätigkeiten ohne kraftanfordernde manuelle Tätigkeiten und ohne längere Arbeiten in
extendierter HWS-Stellung bzw. mit repetitiven HWS-Rotationen und Flexionen/
Extensionen vollumfänglich arbeitsfähig. Die Migräne könne bei stärkerer Intensität
gelegentlich zu Arbeitsausfällen führen, sofern sie therapeutisch nicht wesentlich
beeinflussbar sein sollte (IV-act. 41). Gemäss seiner Stellungnahme vom 16. Januar
2012 erachtete der RAD das Gutachten vom 11. Januar 2012 als umfassend,
konsistent, nachvollziehbar und in sich widerspruchsfrei (IV-act. 42).
A.e Mit einem Vorbescheid vom 10. Februar 2012 stellte die IV-Stelle der Versicherten
die Abweisung des Rentengesuchs in Aussicht. Zur Begründung führte sie an, die
ergänzenden medizinischen Abklärungen hätten ergeben, dass keine ununterbrochene
Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen sei und dass in einer adaptierten Tätigkeit eine
100%ige Arbeitsfähigkeit bestehe (IV-act. 45). Dagegen erhob die Versicherte am
23. Februar 2012 Einwand (IV-act. 46). Mit einer Verfügung vom 27. März 2012 wies die
IV-Stelle das Rentengesuch der Versicherten ab (IV-act. 47).
B.
B.a Gegen diese Verfügung richtet sich die vorliegende Beschwerde vom 5. April
2012. Darin beantragte die Beschwerdeführerin sinngemäss die Aufhebung der
Verfügung vom 27. März 2012 sowie die Zusprache einer Rente. Sie machte im
Wesentlichen geltend, es sei ihr aufgrund ihrer Beschwerden, insbesondere ihrer
starken Kopfschmerzen und der Schwindelanfälle, nicht möglich, 100% zu arbeiten
(act. G 1).
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B.b Am 15. Mai 2012 beantragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Be
schwerde. Zur Begründung hielt sie fest, das zweite MEDAS-Gutachten (vom 11. Ja
nuar 2012) sei ausführlich abgefasst und die Schlussfolgerungen zusammen mit den
Arbeitsfähigkeitsschätzungen erschienen als begründet. Insbesondere habe die
MEDAS zu Recht die Arbeitsfähigkeitsschätzung im ersten und zurückgezogenen
psychiatrischen Fachgutachten kritisiert. Dort sei als einzige psychiatrische Diagnose
ein Mischbild von depressiven, depressiv-somatischen sowie depressiv-ängstlichen
Symptomen aufgeführt worden. Im zweiten MEDAS-Gutachten werde diesbezüglich
ausgeführt, die depressiven Symptome der Beschwerdeführerin seien als Reaktion auf
eine schwierige psychosoziale Situation zurückzuführen. Es sei lediglich eine leichte
depressive Symptomatik festgestellt worden. Eine Depression mit einem solchen
Schweregrad stelle gemäss der Rechtsprechung des Bundesgerichts keine
invalidisierende psychische Erkrankung dar. Bei der Beschwerdeführerin liege
schwergewichtig eine psychosoziale Problematik vor, die für sich allein keine Invalidität
begründe. Die Beschwerdeführerin nehme auch keine Antidepressiva ein und sei nicht
in psychiatrischer Behandlung, was gegen einen invalidisierenden psychischen
Gesundheitsschaden spreche. Somit sei der Beschwerdeführerin mit dem zweiten
psychiatrischen Fachgutachten zu Recht eine volle Arbeitsfähigkeit attestiert worden,
zumal auch andere Faktoren (Förster-Kriterien), welche die ansonsten zumutbare
Willensanstrengung für die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit behindern könnten, bei der
Beschwerdeführerin nicht in der notwendigen Intensität vorlägen. Weil auch für die von
der Beschwerdeführerin in den Vordergrund gestellten Schwindelbeschwerden und
Kopfschmerzen kein somatisches Korrelat habe gefunden werden können, sei die
MEDAS zu Recht von einer vollen Arbeitsfähigkeit in einer rückenadaptierten Tätigkeit
ausgegangen (act. G 5).
B.c Die Beschwerdeführerin verzichtete auf die Einreichung einer Replik (act. G 7).

Erwägungen:
1.
1.1 Nach Art. 28 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG;
SR 831.20) besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte
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Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens
zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% besteht ein
Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% auf
eine Viertelsrente. Gemäss Art. 16 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) ist zur Bemessung des Invaliditätsgrades
das Einkommen, das die versicherte Person nach dem Eintritt der Invalidität und nach
der Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung zu setzen zum
Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre
(Valideneinkommen).
1.2 Das ausschlaggebende Element der Bemessung des zumutbaren Invalidenein
kommens – und damit indirekt des Invaliditätsgrades – ist grundsätzlich der Grad der
verbliebenen Arbeitsfähigkeit, so dass dessen Ermittlung normalerweise den ersten
Schritt bei der Erhebung des massgebenden Sachverhalts bildet. Um den Grad der
Arbeitsunfähigkeit, der Erwerbsunfähigkeit und der Invalidität bemessen zu können,
sind Verwaltung und Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe der
ärztlichen Sachverständigen ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu
Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die
versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen). Hinsichtlich
des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der
Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der
medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten
begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a).
2.
2.1 Zu klären ist im Folgenden die Frage, ob die medizinische Aktenlage eine rechts
genügliche Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin erlaubt. Die
Beschwerdegegnerin hat sich auf das MEDAS-Gutachten vom 11. Januar 2012 ge
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stützt und ist von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer leidensadaptierten Tätigkeit
ausgegangen.
2.2 In somatischer Hinsicht ist die Beschwerdeführerin neurologisch und rheumato
logisch untersucht worden. In neurologischer Hinsicht sind insbesondere die von
der Beschwerdeführerin vordergründig beklagten Schwindelbeschwerden und Kopf
schmerzen abgeklärt worden. Bezüglich der Kopfschmerzen hat der neurologische
Gutachter festgehalten, dass sich aufgrund der Symptomatik, des Verlaufs, der
Befunde und der bis auf unbedeutende kleine Gliosen normal ausgefallenen
kraniozerebralen Kernspintomografie von Oktober 2007 keine Hinweise auf organische
Ursachen wie insbesondere einen intrakraniellen Tumor oder einen entzündlichen
Prozess gezeigt hätten. Die Migräne könne bei stärkerer Intensität gelegentlich situativ
zu Arbeitsausfällen führen, sofern sie therapeutisch nicht wesentlich beeinflussbar sein
sollte (vgl. IV-act. 39-38). Der Gutachter hat weitere medikamentöse
Behandlungsmöglichkeiten aufgezeigt, welche gemäss seinen Ausführungen zu einer
Besserung der Migräne führen könnten (vgl. IV-act. 39-39). Jedoch hat er die
Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin selbst im Falle, dass die Migräne
medikamentös nicht wesentlich beeinflussbar sein sollte, nicht andauernd, sondern
lediglich gelegentlich situativ und bei stärkerer Intensität der Kopfschmerzen als
aufgehoben erachtet. Diese Einschätzung ist angesichts der von der
Beschwerdeführerin angegebenen Häufigkeit der Kopfschmerzen von durchschnittlich
zweimal pro Monat über je drei Tage andauernd nachvollziehbar. Die
Beschwerdeführerin hat auch angegeben, dass die Kopfschmerzen unter Bettruhe im
Dunkeln und der Einnahme von Medikamenten (Paspertin und eine Stunde später
Dafalgan) nach zwei bis drei Stunden abklängen (vgl. IV-act. 39-33). Somit ist davon
auszugehen, dass die Kopfschmerzen in ihrer Intensität und Dauer grundsätzlich mit
Medikamenten behandelt werden können, auch wenn bisher noch nicht die optimale
medikamentöse Therapie gefunden worden ist. Eine invaliditätsrelevante andauernde
Arbeitsunfähigkeit aufgrund der Kopfschmerzen lässt sich jedenfalls nicht begründen.
2.3 Bezüglich der Schwindelbeschwerden hat der neurologische Gutachter keine
objektive Ursache feststellen können. Er hat ausgeführt, es sei nicht eindeutig zu ent
scheiden, ob es sich beim Schwindel um ein persistierendes psycho-vegetativ bzw. ein
funktionell fixiertes Relikt eines im Jahr 1999 diagnostizierten peripher-paroxysmalen
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Lagerungsschwindels, um eine davon unabhängige anderweitige funktionelle
Angelegenheit oder/und um ein Symptom der sonst allerdings zumindest überwiegend
ohne Aura ablaufenden vestibulären Migräne handle. Aufgrund der Symptomatik, des
Verlaufs und der früheren und aktuellen Befunde bestünden keine Hinweise auf einen
Morbus Menière, einen gegenwärtigen peripher-paroxysmalen Lagerungsschwindel
oder sonstige peripher und auf zentral-vestibuläre, zerebelläre,
extrapyramidalmotorische, spinale oder andere zentralnervöse sowie peripher-
neurogene Ursachen. Einen Zusammenhang des Schwindels mit der chronischen Otitis
media sei ganz unwahrscheinlich, da der Verlauf und die wiederholten ORL-ärztlichen
Untersuchungen verschiedenenorts sowie die früheren und aktuellen Befunde keine
Verdachtsmomente auf eine Bogengangsarrosion ergeben hätten bzw. ergäben (vgl.
IV-act. 39-38 f.). Aufgrund des Umstands, dass die Schwindelbeschwerden nicht zu
objektivieren gewesen sind, ist der neurologische Gutachter davon ausgegangen, dass
sich diese unmöglich von den psychischen Störungen abgrenzen liessen. Dafür spricht
auch, dass die Beschwerdeführerin gemäss den gutachterlichen Ausführungen
offensichtlich widersprüchliche Angaben betreffend die medikamentöse
Beeinflussbarkeit des Schwindels gemacht hat. Einerseits hat sie angegeben, dass das
Medikament Bertasec keine Wirkung auf den Schwindel gezeigt habe, andererseits hat
sie davon berichtet, dass der Schwindel unter einer früheren medikamentösen
Behandlung weitgehend abgeklungen sei (IV-act. 39-37 f.). Es ergibt sich
zusammenfassend, dass der Schwindel in keinem der multidisziplinären Fachgebiete
objektivierbar gewesen ist. Die von der Beschwerdeführerin in diesem Zusammenhang
geklagten Beschwerden können deshalb bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nicht
berücksichtigt werden.
2.4 Schliesslich hat der neurologische Gutachter auch bezüglich der von der
Beschwerdeführerin geklagten verschiedenen peri-/artikulären Beschwerden keine
objektivierbaren Befunde erheben können. Er hat festgehalten, ein Substrat der
linksseitigen Bein-/Fussparästhesien sei nicht auszumachen. Bei der vollkommen
diffus-zirkulären Ausbreitung der Beschwerden ohne eine nachweisbare
Sensibilitätsstörung oder andere erhellende Befunde fänden sich keine Indizien für
Affektionen der peripheren Nerven, des Lumbosacralplexus oder der
Lumbosacralnerven oder für zentralnervöse Ursachen welcher Natur auch immer. Diese
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Beschwerden begründen gemäss dem Gutachter ebenfalls keine Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin (vgl. IV-act. 39-38).
2.5 In rheumatologischer Hinsicht hat die Untersuchung der Rückenbeschwerden der
Beschwerdeführerin im Vordergrund gestanden. Im Rahmen der Begutachtung sind
zunächst ergänzende bildgebende Untersuchungen der HWS und LWS durchgeführt
worden. Der rheumatologische Gutachter hat anhand der angefertigten Röntgenbilder
jedoch keine objektiven Befunde feststellen können, mit welchen die von der
Beschwerdeführerin geklagten Schmerzen hinreichend erklärbar wären. Er hat
festgehalten, es habe sich eine lediglich initiale spondylotische Veränderung der
distalen LWS, Spondylarthrosen der mittleren/distalen HWS und distalen LWS sowie
eine initiale Atlantodentalarthrose gezeigt. In der klinischen Untersuchung sei einzig
eine leicht eingeschränkte lumbale Lateralflexion nach rechts bei im Übrigen
harmonischer und uneingeschränkter Beweglichkeit sämtlicher Wirbelsäulenabschnitte
festzustellen gewesen. Bezüglich der von der Beschwerdeführerin angegebenen HWS-
Beschwerden sei eine Wirbelsäulenfehlstatik im Sinne einer akzentuierten thorakalen
Kyphose mit Hyperkyphose des zervikothorakalen Übergangs und leichter
Kopfprotraktion gefunden worden (vgl. IV-act. 41-20). Wie bereits der im Jahr 2007
voruntersuchende Rheumatologe Dr. C._ hat auch der rheumatologische Gutachter
Hinweise für eine nichtorganische Schmerzkomponente bei der Beschwerdeführerin
gesehen: So sei die körperliche Leistungsfähigkeit von der Beschwerdeführerin selber
ausgesprochen tief eingeschätzt worden und habe weit unterhalb der
Belastungsgrenze für eine leichte körperliche Tätigkeit gelegen (vgl. IV-act. 41-20, 11).
Diesbezüglich ist festzuhalten, dass die Schmerzangaben der versicherten Person für
sich allein nicht genügen, um eine IV-rechtlich relevante Arbeitsunfähigkeit zu
begründen. Vielmehr muss im Rahmen der sozialversicherungsrechtlichen
Leistungsüberprüfung verlangt werden, dass Schmerzangaben durch damit
korrelierende, schlüssig feststellbare Befunde hinreichend erklärbar sind. Andernfalls
wäre eine rechtsgleiche Beurteilung von Rentenansprüchen nicht gewährleistet (Ulrich
Meyer, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 2. Aufl., Art. 28a S. 353).
Betreffend die von der Versicherten geschilderten Arthralgien (Schulter links,
Handgelenk links, Knie rechts, OSG links) hat der Gutachter festgehalten, dass sich
weder klinisch noch radiologisch ein adäquates organisches Korrelat gefunden habe.
Es lägen aber objektiv nachweisbare leichte degenerative Veränderungen im Sinne
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einer Finger-Polyarthrose vom Heberden- und Bouchardtyp vor (vgl. IV-act. 41-20). Der
rheumatologische Gutachter ist zum Schluss gekommen, dass sich eine
Einschränkung der körperlichen Leistungsfähigkeit quantitativ nicht begründen lasse.
Aufgrund der erhobenen objektivierbaren Befunde ergäben sich lediglich qualitative
Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit. Die Beschwerdeführerin sei demnach in
körperlich leichten, wechselbelastenden Tätigkeiten ohne kraftanfordernde manuelle
Tätigkeiten und ohne längere Arbeiten in extendierter HWS-Stellung bzw. mit
repetitiven HWS-Rotationen und Flexionen/Extensionen vollständig arbeitsfähig (vgl.
IV-act. 41-21). Diese Einschätzung stimmt mit der Beurteilung von Dr. C._ im
Arztbericht vom 16. Oktober 2008 überein. Zwar dürfte die damals diagnostizierte
beginnende Finger-Polyarthrose offenbar ein wenig vorangeschritten sein, da der
Gutachter sie neu als Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit aufgeführt hat (vgl.
IV-act. 41-18). Jedoch hat er ausdrücklich festgehalten, dass er der Finger-
Polyarthrose bei der Beurteilung der qualitativen Einschränkungen dahingehend
Rechnung getragen habe, dass die Beschwerdeführerin kraftanfordernde manuelle
Tätigkeiten vermeiden solle (vgl. IV-act. 41-22). Eine quantitative Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit ergibt sich demnach nicht, was nachvollziehbar ist, da es sich auch im
Begutachtungszeitpunkt lediglich um leichtgradige degenerative Veränderungen
gehandelt hat (vgl. IV-act. 41-20). Im Übrigen sind die Ausführungen und
Schlussfolgerungen des rheumatologischen Gutachters nachvollziehbar und plausibel.
2.6 Aus somatischer Sicht haben die Gutachter der Beschwerdeführerin gesamthaft
eine 100%ige Arbeitsfähigkeit für leidensadaptierte Tätigkeiten attestiert. Dabei sind
die objektivierbaren rheumatologischen Befunde im Sinne von qualitativen
Einschränkungen berücksichtigt worden. Überdies ist in neurologischer Hinsicht darauf
hingewiesen worden, dass es gelegentlich situativ zu Arbeitsausfällen bei Migräne von
stärkerer Intensität kommen könne (vgl. IV-act. 41-21). Auf diese
Arbeitsfähigkeitsschätzung aus somatischer Sicht ist abzustellen.
2.7 In psychiatrischer Hinsicht wurde die Beschwerdeführerin gleich zwei Mal in der
MEDAS Ostschweiz begutachtet (5. April und 16. November 2011). Das erste Gut
achten wurde von der MEDAS aufgrund von Qualitätsmängeln zurückgezogen und hat
daher keinen Beweiswert. Folglich ist es bei der Würdigung nicht zu berücksichtigen.
Med. prakt. E._, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, welcher die zweite und vor
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liegend massgebliche Begutachtung durchgeführt hat, hat im Fachgutachten vom 7.
Dezember 2011 festgehalten, es liege eine Anpassungsstörung mit einer längeren
depressiven Reaktion vor, welche sich jedoch nicht einschränkend auf die
Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführererin auswirke. Eine somatoforme
Schmerzstörung bestehe nicht. Die Kopfschmerzen könnten ausreichend somatisch
erklärt werden (Migräne). Der Schwindel imponiere als Schwankschwindel und
entspreche keiner psychiatrischen Diagnose, insbesondere könne der Schwindel nicht
einer anhaltend somatoformen Schmerzstörung zugerechnet werden. Die
Rückenschmerzen im Bereich der LWS seien zwar nicht ausreichend somatisch
erklärbar, jedoch hingen sie gemäss eigenen Angaben der Beschwerdeführerin nicht
von der psychischen Verfassung ab und seien somit auch nicht im Rahmen eines
emotionalen Konfliktes oder einer psychosozialen Belastungssituation anzusehen.
Daher könne auch bezüglich der Rückenschmerzen keine anhaltende somatoforme
Schmerzstörung diagnostiziert werden (vgl. IV-act. 41-26). Zur Frage, ob die Diagnose
in der Vergangenheit je gegeben gewesen ist, hat er sich nicht geäussert. Dies spielt
jedoch keine Rolle, da sich die – wenn überhaupt je vorgelegene – somatoforme
Schmerzstörung jedenfalls nie arbeitsfähigkeitsrelevant ausgewirkt hat. Dies zeigt sich
u.a. darin, dass es der Beschwerdeführerin nach der Kündigung durch die
Arbeitgeberin am 29. November 2006 (vgl. IV-act. 8-9) gesundheitlich möglich gewesen
ist, während der gesamten dreimonatigen Kündigungsfrist, d.h. bis Ende Februar 2007,
ohne Absenzen zu 100% arbeitstätig zu sein (vgl. IV-act. 8-7). Offenbar hat sie trotz der
durch die Kündigung ausgelösten Belastungssituation den Willen aufbringen können,
die Schmerzen vollumfänglich zu überwinden. Vor diesem Hintergrund erübrigt sich
auch eine Prüfung der Förster-Kriterien. Med. prakt. E._ hat weiter festgehalten, dass
die Diagnose einer depressiven Episode insgesamt nicht gestellt werden könne. Von
den drei Hauptkriterien einer depressiven Episode erfülle die Beschwerdeführerin das
Kriterium einer betrübten Stimmung nur teilweise und die beiden anderen Kriterien
eines reduzierten Antriebs und des Verlustes, Freude zu verspüren, gar nicht (vgl. IV-
act. 41-27). Med. prakt. E._ hat nur geringfügige Befunde, namentlich eine leicht
bedrückte Stimmung und ein leicht reduzierter Antrieb, erheben können (vgl. IV-act.
41-27). Es ist daher nachvollziehbar, dass die Diagnose einer depressiven Episode
nicht gestellt werden kann. Med. prakt. E._ hat festgehalten, dass die bei der
Beschwerdeführerin vorliegenden depressiven Symptome als reaktiv zu beurteilen und
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auf ihre Schuldensituation zurückzuführen seien, da sie durch die Schulden sehr
belastet sei. Da es für die depressiven Symptome eine Ursache gebe, sei die Diagnose
einer Anpassungsstörung mit einer längeren depressiven Reaktion (ICD 10 F 43. 21) zu
stellen. Zu dieser Diagnose passe auch, dass die Beschwerdeführerin in ihren
alltäglichen Verrichtungen aus psychiatrischer Sicht nicht eingeschränkt sei, dass keine
psychiatrische Behandlung empfohlen worden sei und dass die Beschwerdeführerin
selbst der Meinung sei, keine psychiatrische Erkrankung zu haben (vgl. IV-act. 41-28).
Bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit hat med. prakt. E._ festgehalten, dass die
diagnostizierte Anpassungsstörung mit einer längeren depressiven Reaktion keine
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin bewirke. Aus
psychiatrischer Sicht sei die Beschwerdeführerin sowohl in der zuletzt durchgeführten
Tätigkeit als visuelle Prüferin als auch in allen anderen Tätigkeiten zu 100% arbeitsfähig
(vgl. IV-act. 41-28). Die medizinischen Ausführungen sowie die
Arbeitsfähigkeitsschätzung von med. prakt. E._ sind überzeugend begründet und
schlüssig.
2.8 Zusammengefasst erscheint das MEDAS-Gutachten vom 11. Januar 2012 sowohl
in somatischer als auch psychiatrischer Hinsicht als umfassend, differenziert,
nachvollziehbar und in sich widerspruchsfrei. Insbesondere sind auch die mit dem
Entscheid des Versicherungsgerichts vom 23. November 2010 festgestellten Lücken in
der Sachverhaltsabklärung durch das vorliegende Gutachten geschlossen worden. Vor
diesem Hintergrund ist auf das Gutachten und die darin attestierte 100%ige
Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in einer somatisch leidensangepassten
Tätigkeit abzustellen.
3.
3.1 Zur Bestimmung des Invaliditätsgrades ist im Folgenden ein Einkommensvergleich
vorzunehmen. Das Valideneinkommen orientiert sich in der Regel am zuletzt erzielten
Einkommen. Gemäss dem Arbeitgeberbericht vom 16. Oktober 2008 hat die
Beschwerdeführerin im Jahr 2006 einen Monatslohn von Fr. 4'025.-- + Fr. 450.--
Schichtzulage verdient (vgl. IV-act. 8-3). Dies ergibt ein Jahreseinkommen von
Fr. 58'175.-- (13 x Fr. 4'475.--). Da die Beschwerdeführerin seit Februar 2007 nicht
mehr erwerbstätig gewesen ist, sind für die Bestimmung des Invalideneinkommens die
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St.Galler Gerichte
statistischen durchschnittlichen Tabellenlöhne gemäss den Lohnstrukturerhebungen
(LSE) des Bundesamtes für Statistik heranzuziehen. Die Beschwerdeführerin hat keine
Ausbildung absolviert und ist als Hilfsarbeiterin zu qualifizieren. Im Jahr 2006 haben
Frauen in Hilfstätigkeiten ein durchschnittliches Jahreseinkommen in Höhe von
Fr. 50'278.-- erzielt (vgl. Anhang 2 [Lohnentwicklung] zu der von der Informationsstelle
AHV/IV herausgegebenen Gesetzestextausgabe 2012). Dieses Einkommen ist
ausgehend von der 100%igen Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin als
Invalideneinkommen zu betrachten.
3.2 Stellt man die beiden Vergleichseinkommen einander gegenüber, so resultiert eine
Erwerbseinbusse von Fr. 7'897.--. Dies entspricht einem Invaliditätsgrad von rund
14%. Ein unter 40% liegender Invaliditätsgrad vermag keinen Rentenanspruch zu
begründen (vgl. Art. 28 Abs. 2 IVG). Selbst mit einem maximalen Tabellenlohnabzug
von 25% läge der Invaliditätsgrad noch unter 40% (Valideneinkommen: Fr. 58'175.--,
Invalideneinkommen: Fr. 37'709.-- [Fr. 50'278.-- - 25%], Erwerbseinbusse:
Fr. 20'466.--, Invaliditätsgrad: 35%). Die angefochtene Verfügung vom 27. März 2012
erweist sich folglich als rechtmässig.
4.
4.1 Gestützt auf die vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen.
4.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Ver
fahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis
Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- er
scheint bei dem vorliegenden durchschnittlichen Beurteilungsaufwand angemessen.
Der unterliegenden Beschwerdeführerin sind die Gerichtskosten in Höhe von Fr. 600.--
aufzuerlegen (vgl. Art. 95 Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege [VRP/
sGS 951.1]). Mit dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 600.-- sind die Ge
richtskosten beglichen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP