Decision ID: 872eca8f-aa1a-4967-ab78-a02b6afda841
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
Nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils vom 20. Januar 2011 im Ver
fahren Nr.
IV.2009.00827 (Urk. 8
/187)
überwies das hiesige Gericht die Akten des Versi
cherten
X._
, geboren 1967,
an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, damit diese allfällige revisionsrelevante Veränderun
gen ab Se
ptember 2009 prüfe (Urk. 8
/187 Dispositiv
Ziff. 1).
Die IV-Stelle
holte zwei Arztberichte (Urk. 8
/192-193) ein und
verneinte
mit Verfügung vom 8. November 2011 einen Anspruch auf eine höhere Inv
aliden
rente (Urk. 8
/207
).
Die dagegen am
9.
Dezember 2011 erhobene Beschwerd
e (
Urk.
8/
209/3-9
) wurde mit Urteil vom
9.
Februar
2012
im Verfahren Nr.
IV.2011.01319 in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom
8.
November 2011 aufgehoben und die Sache an die IV-Stelle zu weiteren Abklärungen im
Sinne der Erwägungen zurückgewiesen wurde
(vgl.
Urk.
8/212
Dispositiv
Ziff.
1
).
1.2
In der Folge holte
die IV-Stelle unter anderem
ein bidisziplinäres
Gutachten ein, das am 2
9.
Juni 2012 erstattet wurde (Urk. 8/221
). Nach durchgeführtem Vor
bescheidverfahren
(
Urk.
8/
226,
Urk.
8/228,
Urk.
8/230,
Urk.
8/238,
Urk.
8/240,
Urk.
8/242,
Urk.
8/253
)
erhöhte die IV-Stelle
mit Verfügung vom 2
3.
Juli 2014
die bisher ausgerichtete Viertelsrente ab
1.
September 2009 auf eine halbe Rente,
setzte
sie per
1.
Juni 2011 wieder auf eine Viertelsrente herab
und
hob sie so
dann auf Ende des der Zustellung folgenden Monats
auf
(Urk. 8/256,
Urk.
8/265,
Urk.
8/267 und
Urk.
8/272
= Urk. 2
/1-2
).
2.
Der Versicherte erhob am 1
2.
September 2014
Beschwerde gegen die Verfügung vom
2
3.
Juli 2014
(
Urk.
2
/1-2
) und beantragte,
es sei ihm ab
1.
September 2009 eine unbefristete Dreiviertelsrente zuzusprechen (
Urk.
1 S. 2
).
Mit Eingabe vom 2
4.
September 2014 (
Urk.
5) reichte er weitere Unterlagen (
Urk.
6/1-2) ein.
Die IV-Stelle beantra
gte mit Beschwerdeantwort vom 1
6.
Oktober 2014 (
Urk.
7
)
, ergänzt am 1
7.
Oktober 2014 (
Urk.
9-10)
,
die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde dem Beschwerdeführer
am 2
8.
Oktober 2014
zur Kenntnis geb
racht (
Urk.
11
).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG
).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung; IVG
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Mit
BGE 141 V 281
hat das Bundesgericht seine bisherige Rechtsprechung zur Invaliditätsbemessung bei Schmerzstörungen ohne erkennbare organische Ursa
che und vergleichbaren psychosomatischen Leiden (BGE 130 V 352 u
nd anschlies
sende Urteile) ange
passt und festgehalten, dass die Invaliditätsbemes
sung stärker als bisher den
Aspekt der funktionellen Auswirkungen zu berück
sichtigen hat
, was sich schon in den diagnostischen Anforderungen nieder
schlagen muss. Auf der Ebene der Arbeitsunfähigkeit bezweckte die durch BGE
130 V 352 begründete Rechtspre
chung die Sicherstellung eines gesetzmässigen Versicherungsvollzuges mittels der Regel/Ausnahme-Vorgabe beziehungsweise (seit E. 7.3 von BGE 130 V 396 und BGE 131 V 49) der Überwindbarkeitsver
mutung. Deren Rechtsnatur kann offen bleiben. Denn an dieser Rechtsprechung ist nicht festzuh
alten. Das bishe
rige Regel/Ausnahme-Modell wird
durch ein strukturiertes Beweisverfahren ersetzt.
An der Rechtsprechung zu Art. 7 Abs. 2 ATSG – ausschliessliche Berücksichtigung der Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung und objektivierte Zumutbarkeitsprüfung bei materieller Beweis
l
ast der rentenansprechenden Per
son (Art. 7 Abs. 2 ATSG) – ändert sich dadurch
nichts. An die Stelle des bishe
rigen Kriterienkatalogs (bei anhaltender somatoformer Schmerzstörung und vergleichbaren psychosomatischen Leiden) trete
n im Regelfall beachtliche
Standardindikatoren
. Diese lassen sich in die Ka
tegorien Schweregrad und Konsis
tenz der funktionellen Auswirkungen ein
teilen. Auf den Begriff des primären Krankheitsgewinnes und die Präponderanz der psychiatrischen Komorbidität ist zu verzichten. Der Prüfungsraster ist recht
lich
er Natur. Recht und Medizin wir
ken sowohl bei der Formulierung der Stan
dardindikatoren wie auch bei deren – rechtlich gebotener – Anwendung im Ein
zel
fall zusammen. Im Grunde konkre
tisieren die in E. 4 und 5 formulierten Beweisthemen und Vorgehensweisen für die Invaliditätsbemessung bei psycho
so
matischen Leiden die gesetzgeberischen Anordnungen nach Art. 7 Abs. 2 ATSG.
Die Anerkennung eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindi
ka
toren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahr
scheinlichkeit nachgewiesen sind.
Fehlt e
s da
ran, hat die Folgen der Beweislo
sig
keit nach wi
e vor die materiell beweisbelas
tete versicherte Person zu tragen (E. 6).
1.3
Gemäss dem
obgenannten
Entscheid des Bundesgerichts führt die
auf die Begriff
lichkeit des medizinischen Klassifikationssyste
ms abstellende Diagnose der anhaltenden somatoformen Sch
merzstörung
im Weiteren nur dann zur Feststellung einer invalidenversicherungsrechtlich erheblichen Gesundheitsbe
einträchtigung, wenn die Diagnose auch unter dem Gesichtspunkt der - in der Praxis zu wenig beachteten -
Ausschlussgründe
nach
BGE 131 V 49
standhält.
Danach liegt regelmässig keine versicherte Gesundheitsschädigung vor,
soweit
die Leistungseinschränkung auf Aggravation oder einer ähnlichen Erscheinung beruht. Hinweise auf solche und andere Äusserungen eines sekundären Krank
heitsgewinns (dazu
BGE 140 V 193
E. 3.3 S. 197) ergeben sich namentlich, wenn: eine erhebliche Diskrepanz zwischen den geschilderten Schmerzen und dem gezeigten Verhalten oder der Anamnese besteht; intensive Schmerzen angegeben werden, deren Charakterisierung jedoch vage bleibt; keine medizini
sche Behandlung und Therapie in Anspruch genommen wird; demonstrativ vor
getragene Klagen auf den Sachverständigen unglaubwürdig wirken; schwere Einschränkungen im Alltag behauptet werden, das psychosoziale Umfeld jedoch weitgehend intakt ist (
BGE 131 V 49
E. 1.2
)
. Nicht per se auf Aggravation weist blosses verdeutlichendes Verhalten
hin
.
Besteht im Einzelfall Klarheit darüber, dass solche Ausschlussgründe die An
nah
me einer Gesundheitsbeeinträchtigung verbieten, so besteht von vornhe
rein keine Grundlage für eine Invalidenrente, selbst wenn die klassifikatorischen Merkmale einer somatoformen Schmerzstörung gegeben sein sollten (vgl.
Art.
7
Abs.
2 erster Satz ATSG). Soweit die betreffenden Anzeichen
neben
e
iner aus
gewiesenen verselbständigten Gesundheitsschädigung (
BGE 127 V 294
E. 5a S.
299) auftreten, sind deren Auswirkungen derweil im Umfang der Aggravation zu
bereinigen
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_492/2014 vom
3.
Juni 2015 E.
2.2
mit weiteren Hinweisen
)
.
1.4
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbe
zügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidier
bar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bundesgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heits
zustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revisionsgrund im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige Ein
sprache
entscheid, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Renten
anspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E.
3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hin
weisen).
1.
5
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkom
men), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Der Einkom
mensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
the
tischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkom
mens
vergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.
6
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier
telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe
Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertels
rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.
7
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorak
ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin
ging in
ihre
r
Verfügung (
Urk.
2
/2
)
gestützt auf das psy
chiatrische Teilgutachten vom
2
9.
Juni 2012 davon aus, dass
der Beschwer
de
füh
rer
im
Zeitraum von
September 2009 bis Juni 2011 zu 50
%
arbeits
unfähig gewesen sei. Die Arbeitsunfähigkeit von 50
%
umfasse sämtliche lei
densbeding
te
n
Einschränkungen, weshalb beim Invalideneinkommen kein zusätzlicher lei
dens
bedingter Abzug gerechtfertigt sei und für diesen Zeitraum bei einem Inva
liditätsgrad von 54
%
ein Anspruch auf eine halbe Invalidenrente resultiere (Begrün
dung S. 2 Mitte).
Ab
Juni 2011 liege kein invalidisierender psychischer Gesundheitsschaden mehr vor. Ab diesem Zeitpunkt bestehe eine Arbeitsfähigkeit von
80
%
in angepasster Tätigkeit,
weshalb p
er
1.
Juni 2011
die halbe Rente wieder auf die bisher
aus
gerichtete Viertelsrente herabgesetzt
werde (S. 2 unten f.
)
.
Dem rheumatologi
schen G
utachten vom 2
9.
Juni 2012 lasse
sich eine revisionsrechtlich relevante Verbesserung des Gesundheitszustandes entnehmen. Damit bestehe für eine behinderungsangepasste Tätigkeit keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit mehr (S. 3 Mitte).
Bei einem unter 40
%
liegenden Invaliditätsgrad bestehe kein Ren
tenanspruch mehr (S. 4 oben). Der beantragte leidensbedingte Abzug von 20
%
sei nicht gerechtfertigt (S. 4 Mitte).
2.2
Dagegen machte der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde (
Urk.
1) geltend,
ausgehend von einer psychisch bedingten Arbeitsunfähigkeit von 50
%
sei
bei der
per
1.
Septemb
er 2009 gewährte
n
Rentenerhöhung
ein leidensbedingter Abzug von 20
%
zu berücksichtigen
, womit
ihm
ab September 2009 eine
Drei
viertelsrente zustehe (S. 7 ff.
Ziff.
6).
Bestritten werde, dass sich sein psychischer Gesundheitszustand verbessert habe.
So
habe
er
nie gegenüber dem psychiatrischen Gutach
ter geäussert
, dass es ihm
seit Sommer 2011 besser gehe
. Diese Annahme stehe im Widerspruch dazu, dass sich im gleichen Zeitraum
die anhaltende somatoforme Schmerzstörung ver
schlimmert habe.
Vielmehr sei der nachvollziehbaren Einschätzung des behan
delnden Psychiaters zu folgen, welcher
ab 2008 von einer unveränderten
chro
nifizierten mittelgradigen dep
ressiven Störung ausgegangen sei
(S. 8 f. Ziff.
7).
Sofern dennoch von einer Verbesserung des psychischen Gesundheitszustandes ausgegangen werde, sei auch die
im Gutachten
aufgrund der somatoformen Schmerzstörung
attestierte Arbeitsunfähigkeit von 30
%
in angepasster Tätig
keit
zu übernehmen, womit ab Juni 2011 immerhin unbefristet noch ein Anspruch auf e
ine Viertelsrente bestehe
. Die
s
resultiere auch
, sofern
wie vor Juni 2009 davon ausgegangen werde, dass die Einschränkungen rein somatisch verursacht seien.
So gehe aus dem rheumatologischen Gutachten vom 2
9.
Juni 2012 keine Verbesserung, sondern ein gleichgebliebener Gesundheitszustand hervor. Auch könne angesichts der Progredienz der Gelenksarthrose sicher nicht von einem verbesserten Gesundheitszustand gesprochen werden. Eher liege diesbezüglich eine Verschlechterung vor (S. 9
Ziff.
8).
3.
3.1
Mit Urteil vom 2
0.
Januar 2011
wurde festgehalten, dass zum Zeitpunkt der dama
ls angefochtenen Verfügungen vom 1
8.
Juni
2009
(
Urk.
8/165/10-14) und
7.
August 2009 (
Urk.
8/165/17-18)
gestützt auf das Gutachten der
Akademie Y._
,
vom 2
3.
Juli 2008
(
Urk.
8/129)
davon auszugehen sei, dass der Beschwerdeführer in einer ange
passten Tätigkeit zu 80
%
arbeitsfähig sei
(
Urk.
8/187 E. 4.6)
.
Ausgehend vom
Y._
-Gutachten vom 2
3.
Juli 2008 ist nun zu prüfen, ob seit
her eine revisionsrelevante Veränderung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführ
ers eingetreten ist.
3.2
Im
Y._
-
Gutachten
vom 2
3.
Juli 2008
wurden zusammenfassend folgende Diag
nosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt
(S. 26 f. Ziff. 6.1):
residuelle Fussbeschwerden links bei:
Status nach komplexer Malleolarfraktur Typ A links nach Sturz aus 3 m Höhe (Arbeitsunfall) am 27. Februar 2002 mit
Flake fracture der Taluskante lateral und vorderer Syndesmosenruptur sowie medialseitig Teilabriss des Ligamentum deltoideum
Status nach Osteosynthese vom 5. März 2002
Status nach Osteosynthesematerialentfernung an der distalen Fibula, OSG-Arthroskopie und Mini-Arthrotomie mit Synovektomie und Adäsiolyse ventrales oberes Sprunggelenk (OSG) links am 16. Oktober 2003
residuell Extensionsparese der Kleinzehen II-V links bei Extensions-Seh
nenläsion und Läsion des Nervus peronäus profundus longus
aktuell keine Hinweise auf neurogene Schmerzursache
chronisches lumbovertebrales Schmerzsyndrom
Differentialdiagnose (DD) weichteilbedingte Beinschmerzen, DD mit in
termittiernder tieflumbaler radikulärer Reizkomponente links
radiologisch keine signifikanten degenerativen Segementveränderun
gen tieflumbal (Röntgen 20. Januar 2005)
nicht-radikuläre Schmerzausstrahlung zusätzlich ins rechte Bein
ohne Hinweise für ein radikuläres Reiz- oder Ausfallsyndrom
rezidivierende zervikovertebrale Schmerzen mit okzipitalem Kopf
schmerz
konventionell radiologisch keine degenerativen Veränderungen an der Halswirbelsäule (Röntgen 23. März 2007)
mittelgradige depressive Episode
(ICD-10 F32.10)
3.3
Die Gutachter führten zur Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Gipser aus, dass diese aus gesamtmedizinischer Sicht nicht mehr gegeben sei. Beginn dieser Arbeitsunfähigkeit sei das Datum des Unfalls vom 2
7.
Februar 2002 (S. 30
Ziff.
7.2).
3.4
Unter der Voraussetzung einer adäquaten psychotherapeutischen und phar
ma
ko
logischen Behandlung sei eine 80%ige Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit entsprechend
den im rheumatologischen Gutachten gemachten Anga
ben zur Belastbarkeit für zumutbar zu erachten.
Die derzeitige 50%ige Einschrä
nkung aus psychiatrischer Sicht
sei vor dem Hin
tergrund einer ungenügenden Behandlung der Depression als vorübergehende Einschränkung aufzufassen. Zumutbar seien leichte Tätigkeiten ohne anhalten
des Stehen oder Gehen, ohne repetitives Heben, Stossen und Ziehen von Lasten von 5 bis maximal 7 kg und ohne repetitives sich
Bücken müssen oder Über
kopf zu verrichtende Anteile. Treppensteigen und Leiterbenutzung seien ebenso erschwert wie wiederholtes Gehen auf unebenem Grund aufgrund der Fussprob
lematik (S. 30
Ziff.
7.3).
Während
sowohl
in neurologischer
(vgl. S. 23 Mitte)
als auch in orthopädischer Hinsicht
(vgl. S. 26 Mitte)
in einer behinderungsangepassten Tätigkeit eine volle Arbeitsfähigkeit attestiert
wurde, begründete der rheumatologische Teilgutachter die Einschränkung von 20
%
gegenüber einem Vollpensum
mit vermehrtem Zeitaufwand für
Erholung und Pain-Coping (S. 21
Mitte).
3.5
Ergänzend führten die Gutachter am 1
1.
Dezember 2009 (
Urk.
8/171/4-6) aus, sie gingen davon aus, dass unter entsprechender T
herapie die Willensanstren
g
ung
für die Umsetzung
der schon im Jahr 2002, erneut im Jahr 2004 und
erneut durch sie im Jahre 2008 attestierten somatischen Arbeitsfähigkeit ein
gefordert werden könne, quasi unter dem medikamentösen und psychothera
peutischen Schutz und der Begleitung zur Unterstützung. Es sei aufgrund der Vorgeschichte wenig verwunderlich, dass der Explorand an seiner Invalidenrolle festgehalten und die nötigen Schritte hierzu nicht unternommen habe (
S. 2 unten). Ihres
Erachtens wäre zum Zeitpunkt des Gutachtens eine berufliche Massnahme in einem letztendlich 80%igen Leistungspensum zumutbar gewesen (S. 3 oben).
4.
4.1
A
b September 2009 liegen die folge
nden medizinischen Berichte vor
:
Pract
.
med.
Z._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,
nannte in seinem
Bericht vom
2.
September 2009 (
Urk.
8/165/19-20 =
Urk.
8/193/5-6) als Diagnose eine rezidivierende depressive Störung, gegenwär
tig mittelgradige
Episode mit somatischem Syndrom
(
ICD-10 F32.11
)
. Der Beschwerdeführer befinde sich seit dem 1
5.
Oktober 2008 in seiner regelmässi
gen Behandlung
(S. 1 Mitte)
. Obwohl er
seit einem Jahr
alle zwei bis drei Wochen regelmässig in die Therapie komme und die empfohlenen Medikamente einnehme, habe sic
h sein Zustand kaum verbessert
(S. 1 unten).
Der Krankheits
verlauf habe sich trotz gegenseitigem Bemühen nicht verbessert
,
sondern sich auf einem - wenn auch schlechten - dennoch stabilen Niveau entsprechend der obigen Diagnose eingestellt und leider chronifiziert (S. 2).
4.2
Dr.
med.
A._
,
Kreisarzt der Schweizerischen Unfallversicherungs
anstalt (SUVA),
Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation
,
führte nach Untersuchung des Beschwerdeführers vom 1
0.
November 2009 in seinem Bericht vom 1
8.
November 2009 (
Urk.
8/192/5-8) aus, es finde sich eine ver
minderte Belastungstoleranz des linken Fusses bei mässiggradiger OSG-Arthrose links nach OSG-Verletzung am 2
7.
Februar 2002 und diskreter Fusshebeparese. Bei der heutigen kreisärztlichen Untersuchung habe sich nur eine geringfügige Bewegungseinschränkung im Bereich des linken OSG gezeigt. Eine leichtgradige Schwellung der Knöchelregion gehe sich
erlich mit der leichten und zeit
lich durchaus zu erwartenden Progression der OSG-Arthrose einher, nach wie vor sei höchstens von einer mässiggradigen OSG-Arthrose
auszugehen (S. 3 unten). Das im Jahr 2004 erhobene Zumutbarkeitsprofil sei entsprechend der röntge
nolo
gisch darstellbaren Zunahme der OSG-Arthrose anzupassen. So sei dem Beschwerdeführer auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt eine wechselbelastende, jedoch überwiegende sitzende Tätigkeit ganztags zumutbar, wobei der stehende und der gehende Anteil einen Sechstel einer üblichen täglichen Arbeitszeit nicht
übersteigen sollten. Bezüglich kniender und hockender Tätigkeiten verbliebe es bei den Einschränkungen. Das Tragen von Gegenständ
en im Rahmen der einen Sechstel
der täglichen Arbeitszeit umfassenden gehenden Tätigkeit sollte keine Gewi
chte über 7
.
5 bis 10 kg beinhalten
(S. 4 Mitte).
4.
3
Pract
.
med.
Z._
nannte
in seinem Bericht vom
1
6.
und
2
0.
Juni 2011
(
Urk.
8/193
/1-4
) als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine rezi
divierende depressive Störung, gegenwärtig mittleren Grades mit somati
schem Syndrom, ICD-10 F32.11 (
Ziff.
1.1).
D
ie letzte Kontrolle
des Beschwerdeführers
habe am 1
6.
Juni 2011 stattgefun
den (
Ziff.
1.2).
Seit dem
Y._
-Gutachten vom 2
3.
Juli 2008 bestehe trotz Medi
kamenten ein unveränderter chronisch depressiver Zustand. Prognostisch sei von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit für die freie Wirtschaft auszugehen und von einer Arbeitsfähigkeit von
40 bis 50
%
im geschützten Rahmen
. Empfohlen werde eine sitzende Tätigkei
t (
Ziff.
1.4 und
Ziff.
1.7). A
lle drei bis vier Wochen fände eine Sitzung statt
,
und es
werde eine Pharmakotherapie durchgeführt
(
Ziff.
1.5). In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Bauarbeiter bestehe seit dem 1
5.
Oktober 2008 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit
für die freie Wirtschaft, dies
aufgrund der chronischen Depression,
von
Konzentrationsstörung
en
und
rascher
Erschöpfung. Die bisherige Tätigkeit sei nicht mehr zumutbar
; in geschütztem Rahmen sei, um aus der sozialen Isolation herauszukommen, eine sitzende Tätigkeit im Umfang von 40-50
%
möglich
(
Ziff.
1.7). In einer behinde
rungsangepassten Tätigkeit seien die Fuss- und Rückenprobleme sowie die mit der Depression verbundenen Probleme, welche seit 2008 bestünden, zu beachten (
Ziff.
3).
4
.4
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
,
und
Dr.
med.
C._
, Facharzt für Rheumatologie, erstatteten am 2
9.
Juni 2012 ihr
interdisziplinäres
Gutachten
(
Urk.
8/221
/3-24
)
.
Sie stellten zusammenfas
send
folgende Diagnosen mit langdauernder Auswirkung auf die Arbeitsfähig
keit (S. 11
Ziff.
III):
Trauma linker Fuss mit atypischer Malleolarfraktur links distal der Fibula Typus A mit Absprengung eines Knorpel-Flakes an der lateralen Kante des Talus und Abriss des Ligamentum deltoideum
, 2
7.
Februar 2002
aktuell: leichtgradige Arthrose im
OSG
links antero-lateral
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichtgradige Episode, anhaltende somatoforme Schmerzstörung und familiäre und finanzielle Schwierigkeiten, gemäss psychosomatis
ch-psychiatrischer Begutachtung
Als Diagnosen ohne langdauernde Auswirkung auf
die Arbeitsfähigkeit nannten die Gutachter
ein chronisches generalisiertes Schmerzsyndrom, nicht ausrei
chend somatisch abstützbar, bei diffuser Druckschmerzangabe, nicht-dermatom-bezogenen Sensibilitätsstörungen im linken Bein und passager nicht-myotom
be
zogene Parese des ganzen linken Beines, Polyar
t
hralgien, und ein Panver
tebral
syndrom mit spondylogener Ausstrahlung in die Extremitäten und in den Kopf
(S. 11 Mitte)
.
Weiter nannten sie eine diffuse idiopathische skelettale Hyperostose
mit thora
ka
ler Bewegungseinschränkung, eine arterielle Hypertonie, eine
Adipositas mit einem BMI von 30.
3 kg/m
2
, anamnestisch ein Reizmagen-Syndrom sowie einen Verdacht auf subklinische Hypothyreose
(S. 11
Ziff.
III)
.
4.5
In ihrer interdisziplinären Beurteilung (
Urk.
8/221/1-2) führten die Gutachter aus, aus somatisch-rh
eumatologischer Sicht beurteilt
sei die Arbeitsfähigkeit des Versicherten für die früher in der Schweiz ausgeübten beruflichen Tätigkeiten als Maurer und als Gipser seit dem Unfall vom 2
7.
Februar 2002 aufgrund der Unfallfolgen vollständig eingeschränkt. Für Haushaltsarbeiten mit einem leicht- bis mittelgradig körperlich belastenden Arbeitsprofil könne aus rein
somatisch-rheumatologischer Sicht beurteilt,
keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit mehr formuliert werden. Für eine angepasste Verweistätigkeit könne, aus rein somatisch-rheumatologischer Sicht beurteilt, seit dem Ende der postoperativen Rehabilitationsphase
nach
der
Metallent
fernung
und damit
, bei grosszügiger Auslegung, seit Ende 2003 keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit mehr for
muliert werden
(S. 1)
.
Aus psychiatrischer Sicht könne darauf hingewiesen werden, dass sich seit Juni 2011 eine Verlagerung der psychischen Beschwerden in die psychosomatische Problematik eingestellt habe. Die Arbeitsunfähigkeit habe von Juni 2009 bis Ende Mai 2011 40
%
betragen. Die depressive Episode habe sich seither ver
bessert. Eine genügende medikamentöse Behandlung vorausgesetzt, ergebe sich in Hinsicht auf die frühere berufliche Tätigkeit aber auch in Bezug auf eine angepasste Verweistätigkeit seither eine Einschränkung von 30
%
. Die interdis
ziplinäre Beurteilung zeige eine aufgehobene Arbeitsfähigkeit als Maurer. Für eine angepasste Verweistätigkeit könne vollumfänglich auf den psychiatrisch-psychosomatischen Gesichtspunkt abgestellt werden (S. 1 f.).
4.6
Im Gutachten (
Urk.
8/2
21/3-24) führte
Dr.
C._
aus
,
in der klinischen Untersu
chung
imponierten eine schmerzvermi
ttelnde Mimik und Gestik, nicht
derma
tom
bezogene Sensibilitätsstörungen des linken Beines, passager demonstrierte nicht-mytombezogene Kraftabschwächungen des linken Beines, diffuse Druck
schmerzen im Bereich des linken Fusses, ein unspezifisches Schonhinken des linken Beines, eine leichtgradige Bewegungseinschränkung
des linken OSG
, eine
leichtgradige Muskelhypotroph
ie des linken Unterschenkels und eine Adipositas (S. 11
Ziff.
IV).
Während der kl
inischen Untersuchung habe die
schmerzvermittelnde Mimik und Gestik zugenommen
,
und es seien 5 der 5 Wad
d
ell-Zeichen
als Hinweis auf nicht-organisch abstützbare Beschwerden nachweisbar gewesen
. Der Beschwer
deführer
habe ein unspezifisches Schonhinken des linken Beines präsentiert, das weder lumbogen, noch coxogen noch genugen, noch pedugen abgestützt wer
den könne, und welches sofort den Charakter gewechselt habe, wenn der Versi
cherte von einer Vorwärts- in eine Rückwärtsbewegung gewechselt habe
(S. 12 oben).
Die Schmerze
n
könnten laut Versicherte
m
seit Sommer 2003 kommen und gehen, wie sie wollten. Seither hätten die durchgeführten Therapiemassnahmen nicht mehr geholfen. Die verschiedenen schmerz- und entzündungshemmend wirkenden Medikamente hätten die Schmerzzunahme nicht verhindern können.
Die Physiotherapie habe nicht geholfen. Wegen dieser Schmerzen sei gemäss dem Versicherten auch ein von der Invalidenversicherung vermitteltes Belas
tungstraining gescheitert. Mit diesen Beschwerden könne sich der Versicherte das erneute Ausüben einer beruflichen Tätigkeit nicht mehr vorstellen (S. 13 unten f.).
Dr.
C._
führte aus, diese erwähnten Aspekte wiesen seit dem Somm
er 2003 auf vordergründig nicht
somatisch abstützbare Beschwerden hin, insbe
sondere wenn man berücksichtige, dass der Placebo-Effekt auf der visuellen Analog-Skala 4 bis 5 Punkte ausmachen könne und dass somatisch abstützbare Beschwerden mit eindeutig schmerzverstärkenden respektive schmerzlindernden Mechanismen einhergingen, was nicht bedeute, dass beim Versicherten keine somatisch-pathologische
n
Befunde vorliegen könnten (S. 14 oben).
Im Berei
ch der Wirbelsäule schildere der Versicherte die Bewegung aller axialen Bewegungssegmente in allen Ebenen als etwa gleich schmerzhaft, unabhän
g
ig davon, ob die Untersuchung in aufrechter, stehender oder sitzender Körperhal
tung, in der die axialen Bewegungssegmente durch das Körpergewicht belastet würden, oder in möglichst entspannter, liegender Körperhaltung erfolge, in der die Bewegungssegmente entlastet seien.
Dr.
C._
führte aus, die
s
weise auf vor
dergründig nicht-somatisch abstützbare Beschwerden hin, denn für diese sei zu erwarten, dass die eine Bewegungsrichtung als eindeutig schmerzhafter geschil
der
t
werde als die andere. Insofern relativiere sich die Bedeutung von allenfalls objektivier
baren somatisch-pathologischen Befunden.
I
n der klinischen Untersuchung der Wirbelsäule sei cervical und lumbal keine Bewegungseinschränkung festzustelle
n
und thorakal
eine
zu einem Drittel ein
geschränkte Bewegungsamplituden zu objektivieren (S. 14 Mitte).
Dr.
C._
führte aus, w
enn er die Befunde im Bereich der Wirbelsäu
l
e, die er anläss
lich der aktuellen Begutachtung objektivieren könne, mit denjenigen, die in den somatisch orientierten Teilgutachten
der Akademie Y._
vom 2
3.
Juli 2008 beschrie
ben worden seien, vergleiche,
könne er keine relevante Veränderung des Gesundheitszustandes bestätigen
. Bezüglich dieser Einschätzung berück
sichtige er, dass im neurologischen Teilgutachten vom 2
8.
April 2008 und im rheumatologischen Teilgutachten vom 2
0.
Juni 2008 noch keine Bewegungs
ein
schränkungen thorakal beschrieben worden seien, welche
jedoch
,
isoliert betrachtet, keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit begründe
ten
(S. 15 Mitte).
I
m Bereich der Füsse könne er ausschliesslich linksseitig eine leichtgradige und diffuse Verdickung der Gelenkskapsel des OSG bestätigen
(S. 15 unten).
Die vom Versicherten als diffus geschilderten Druckschmerzen im Bereich des lin
ken OSG korrelierten nicht mit einem
somatisch-pathologischen Befund
wie Überwärmung oder einer Tendovaginitis.
Die ergänzend durchgeführte
n
Röntgenaufnahmen der oberen und unteren Sprunggelenke dokumentierten rechtsseitig normale Befund
e
und linksseitig, im Vergleich zu den mitgebrachten Voraufnahmen seit dem 1
3.
Juni 2003, statio
näre Befunde mit
posttraumatischen Veränderungen und mit einer leichtgradi
gen Arthrose des
OSG
anterolateralseits
. Die
übrigen Fuss
s
trukturen
kämen radiologisch altersentsprechend normal zur Darstellung (S. 16 oben).
Dr.
C._
führte aus, wenn er die Befunde im Bereich der unteren Extremitäten, die er anlässlich der aktuellen Begutachtung objektivieren könne, mit den
Angaben, die in den somatisch orientierten Teilgutachten
der Akademie Y._
beschrieben worden seien, vergleiche, könne er eine
Verbesserung des Gesundheitszustandes bestätigen. So habe sich die Bewegungseinschränkung
, die im rheumatologi
schen Teilgutachten vo
n
2008 im Bereich des linken
OSG
beschrieben worden sei, zurückgebildet
. Es bestehe keine Verkürzung der dorsalen Oberschenkel
muskulatur mehr. Die Plegie für die Dorsalextension der Kleinzehe links sei offensichtlich im Anschluss an die Metallentfernung vom 1
6.
Juni 2003 aufge
treten. Konsekutiv habe sich die diskrete Muskelhypotrophie im Unterschenkel links entwickelt.
Mit diesen Befunden könne für eine angepasste Verweistätig
keit keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit begründet werden (S. 16 Mitte)
.
Dr.
C._
führte weiter aus
, insgesamt beurteile er die vom
Versicherten geschil
der
ten Beschwerden bezüglich Umfang und Intensität als partiell auf die
objek
ti
vierbaren somatisch-pathologischen Befunde abstützbar. In einer derartigen Si
tuation seien grundsätzlich krankheitsfremde Gründe, ein
Aggravationsver
halten im Rahmen eines Rentenbegehrens un
d eine psychosomatisch-psychiat
rische
Affektion zu diskutieren
.
Der im
Y._
-Gutachten getroffenen Einschätzung, dass die früheren beruflichen Tätigkeiten des Beschwerdeführers als Gipser und Mauer nicht mehr zumutbar seien, könne gefolgt werden (S. 17 Mitte).
Im rheumatologischen Teilgutachten vo
n
2008 sei für e
ine angepasste Ver
weis
tä
tigkeit
eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 20
%
wegen dem ver
mehrten Zeitaufwand für die Erholung und wegen des Pain-Coping begrün
det worden. In diesem rheumatologischen Teilgu
tachten sei
dem Versicherten nicht die M
öglichkeit gegeben worden, seine
Beschwerden in Bezug zu einer visuellen Analogskala darzulegen, so dass es dem damals begutachtendem Rheumatolo
gen nicht möglich gewesen sei, eindeutig zwischen somatisch und vordergrün
dig nicht-somatisch abstützbaren Beschwerden abzugrenzen (S. 17 f.).
Die im rhe
umatologischen Teilgutachten von
2008 beschriebene Bewegungseinschrän
kung des linken OSG habe sich unterdessen im Ausmass zurückgebildet. Auf
grund dieser Aspekte und der unterdessen eingetretenen Verbesserung des Gesundheitszustandes könne er nicht mehr vollumfänglich an der Einschrän
kung der Arbeitsfähi
gkeit für eine Verweistätigkeit festhalten, die im rheuma
tologischen
Teilgutachten
respektive im
Y._
-Gutachten von
2008 formuliert gewesen sei (S. 18 Mitte).
4.7
Dr.
B._
führte in seiner
psychiatrischen
Beurteilung
(
Urk.
8/221/25-38)
aus,
währendem die Schmerzen beim Beschwerdeführer schon früh ein starkes Ausmass angenommen hätten und nicht mehr zurückgegangen seien, habe er sich psychisch noch lange Zeit gut halte
n können. Gemäss seinen Angaben
sei er
ab 2007 in Verstimmungen geraten und von Zukunftsängsten geplagt wor
den. Bereits zur Zeit der Begutachtung in Basel seien die seelischen Probleme relativ schlimm gewesen.
Etwas später habe er bei pract. med.
Z._
die Behandlung aufgenommen, welche er bis heute ein- bis zweimal pro Monat weiterführe. Seit Sommer 2011 gehe es besser (S. 4 Mitte).
Familiäre Probleme würden jeweils vorübergehend zu Verst
ärkungen der Beschwerden führen.
Im März 2012 habe
er mit der Familie in eine
grössere Wohnung ziehen müssen. Als Folge davon müsse die Ehefrau mehr arbeiten, was wiederum eine Kürzung der Ergänzungsleistungen mit sich bringe. Das ganze Geld laufe über den Sozi
aldienst.
Sein Tagesablauf sei regelmässig. Habe er gut geschlafen, stehe er
bereits um 6.00 Uhr auf. Wenn er schlecht geschlafen habe, bleibe er bis 9.00 Uhr im Bett. Er esse dann etwas und kümmere sich um die Kinder (S. 4 f. unten).
Er koche immer noch gerne. Im Sommer sei er regelmässig im Schwimmbad anzutreffen.
In der Nähe lebten mehrere Familienmitglieder und er pflege mit seinen Freunden enge Kontakte. Er fahre häufig Auto, wobei er mangels
eigenem Auto
dasjenige des Bruders benützen könne. Seine Ferien
ver
bringe er im Kosovo, jedes Jahr etwa vier Wochen. Er glaube nicht, wieder arbeiten zu können, die Schmerzen würden dies verhindern (S. 5 oben).
Dr.
B._
führte aus,
ausschlaggebend für die Aufgabe der Arbeitstätigkeit seien körperliche Probleme gewesen. Der Versicherte habe zwei Arbeitsunfälle erlitten, welche teilweise Frakturen mit sich gebracht hätten. Trotz intensiven Behandlungen habe der Versicherte keinen Rückgang der Schmerzsymptomatik gezeigt, vielmehr sei es im Laufe der Jahre zu einer deutlichen Verstärkung derselben gekommen. Heute verspüre er in vielen Körperteilen Schmerzen, was ihn bei seiner Lebensführung erheblich einschränke.
S
oweit die Beschwerden nicht soma
tisch erklärt werden könnten, z
eige der Ver
sicherte Hinweise für das Vorliegen einer psychosomatischen Überlagerung. Er sei auf die Schmerzen fixiert, äussere hypochondrische Befürchtungen und zeige eine Schmerzausdehnung (S. 6 lit. B).
Auffallend sei, dass Lebensprobleme und Wetterwechsel zu einer Verstärkung der Schmerzen führten. Diese bildeten oft den Hauptfokus seines Interessens.
Zusammenfassend sei eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung vorhan
den. Diese habe sich seit Sommer 2011 verstärkt
.
Dem Beschwerdeführer hätten ab 2007
seine Lebensprobleme zunehmend
zuge
setzt. Insbesondere sei er mit der Familie in Schwierigkeiten geraten, indem e
r nervös und aggressiv reagiert
, herumgeschrien und dann an Schuldgefühlen gelitten habe. Die finanzielle Pro
blematik habe ihn bedrückt (S. 7 oben). Ab
2008 habe er Verstimmungen gezeigt
,
und am
Spital D._
sei eine mittelgradige depressive Episode diagnostiziert worden. Der Beschwerdeführer habe in der Folge eine ambulante psychiatrische Behandlung aufgenommen. Da er gute Deutschkenntnisse habe, könne die durchgeführte Behandlung als geeignet angesehen werden.
Er
erhalte Psychopharmaka, der Medikamenten
spiegel vo
n Remeron habe im Referenzbereich gelegen, derjenige von Seroquel liege deutlich darunter, was bedauerlich sei, da der Versicherte so nicht von der beruhigenden Wirkung dieses Medikamentes profitieren könne (S. 7 Mitte).
Dr.
B._
führte aus, der Beschwerdeführer habe
anlässlich der Besprechung vom 1
8.
Juni 2012
eine Symptomatik gezeigt, welche auf eine leichte depressive Episode hinweise.
Er sei mürrisch, phasenweise verstimmt, zwischendurch aber
auch in ausgeglichener Stimmungslage. Eine Suizidalität sei nicht vorhanden. Auch eine Selbstwertproblematik finde sich nicht und die Konzentration sei gut.
Die Lebensaktivitäten seien erhalten geblieben. Der Tagesablauf sei regelmässig
,
und die sozialen Kontakte bestünden weiterhin. Im Weiteren fahre er Auto und sei auch fähig, längere Ferien in seinem Heimatland zu verbringen. Dies alles lasse sich nicht mit einer bedeu
tenden Depressivität in
Übereinstimmung brin
gen.
Es könne auch die eher selten stattfindende ambulante psychiatrische Behandlung als Indiz dafür angesehen werden, dass sich der Beschwerdeführer nicht deutlich psychisch krank fühle
(S. 7 unten f.)
.
Zudem nehme er die ihm abgegebenen Psychopharmaka nicht in ausreichender Dosierung ein
. Letztmals sei im Juni 2011 eine mittelgradige depressive Episode diagno
stiziert worden. Es sei seither
zu einer V
erbesserung gekommen
.
Es gebe auch ungünstige krankheitsfremde Faktoren wie langjährige Phasen von Arbeitsuntätigkeit, familiäre Schwierigkeiten und finanzielle Probleme. Der Versicherte habe innerlich mit
der
Arbeitswelt abgeschlossen und sei nicht motiviert, seine Restarbeitsfähigkeit auszuüben
(S. 8 oben)
.
Hinsichtlich der diagnostizierten anhaltenden s
omatoformen Schmerzstörung liege
beim Beschwerdeführer eine psychische Komorbidität von leichtem Aus
mass vor. Eine chronische körperliche Begleiterkrankung schränke den Be
schwerdeführer lediglich in der angestammten
,
nicht aber in einer angepass
ten Tätigkeit ein
,
und die soziale Integration sei nicht verloren gegangen (S. 8 unten). Auch bestehe keine auffällige prämorbide Persönlichkeitsstruktur. Dage
gen sei die Schmerzproblematik progredient und chronifiziert. Damit träfen zwar mehrere Kriterien zu, dies jedoch nicht in einem derartigen Ausmass, dass die Arbeitsfähigkeit zu mehr als 30
%
eingeschränkt sei. Zu dieser Beurteilung führe insbesondere die Tatsache, dass die psychische Komorbidität nicht schwer
gradig sei (S. 9 oben).
Dr.
B._
führte aus, im Gutachten des
Spitals D._
vo
n
2008 sei eine mittelgradige depressive Episode diagnostiziert worden. Diese Diagno
se
stellung erstaune etwas, da mit grosser Wahrscheinlichkeit eine depressive Reaktion vorgelegen habe, hätten doch gewisse Gründe dazu geführt, dass der Versicherte depressiv geworden sei.
Es müsse aber davon ausgegangen werden, dass das Persistieren der Depressivität unterdessen tatsächlich im Sinne einer negativen Eigendynamik zu einer depressiven Episode geführt habe.
Der behan
delnde
Psychiater
pract. med.
Z._
übernehme die Diagnosen, welche am
Spital D._
gestellt worden seien. Von der mittelgradigen depressi
ven Episode könne keine 100%ige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit begrün
det werden,
vielmehr liege die Arbeitsfähigkeit bei mittelgradigen depressiven Episoden bei etwa 50
%
.
Erstaunlicherweise
berücksichtige pract. med.
Z._
die unübersehbare und deutlich ausgeprägte Schmerzproblematik im Sinne einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung nicht (S. 13 unten). Zudem verwende
er
nebst der Depres
sion auch somatische Probleme
,
um die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit zu begründen, was für einen Psychiater nicht zulässig sei (S. 14 oben).
4.
8
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Radiologie, führte in seinem Bericht vom 2
2.
Mai 2014 (
Urk.
8/252) nach gleichentags durchgeführtem MRI des lin
ken OSG aus, bei einem Status nach ausgeprägtem Trauma im OSG bestehe eine mittel- bis hochgradige Arthrose
im OSG, lateral betont. Es fänden
sich eine
hochgradige Verdickung der lateralen kollateralen Ligamente und der anterio
ren Syndesmose, posttraumatische Verknöcherungen im tiefen Blatt des Liga
mentum deltoide
um und ein verdicktes oberfläch
liches Blatt. Es bestehe eine leichtg
radige Tendinopathie der Sehne
des Musculus peronaeus longus.
4.
9
Pract. med.
Z._
nannte auch in seinem Bericht vom 2
2.
September 2014 (
Urk.
6/2) als Diagnose eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode mit somatischem Syndrom, ICD-10 F32.11
(S. 1)
.
In sit
zender Tätigkei
t sei der Beschwerdeführer etwa
20
%
arbeitsfähig
in stressfreier Arbeitsatmosphäre, da die Konzentration durch die Depression ei
ngeschränkt sei. Am ehesten komme
eine etwa 20%ige im Sitzen auszuübende Tätigkeit im geschützten Rahmen in Frage. Auf dem ersten Arbeitsmarkt sei der Patient jedoch nicht vermittelbar (S. 1 Ad 3). Der Gesundheitszustand habe sich im Verlauf der Behandlung nicht verbessert (S. 1 Ad 4).
Die psychische und somatische Situation des Patienten habe sich seit 2008, also seit dieser sechsjährigen Behandlungszeit, und trotz verschiedener medikamen
töser Therapieansätze chronifiziert und kaum verbessert. In Anbetracht der psy
chischen und
physischen Chronifizierung, des
langen Arbeitsausfall
es, des
Alter
s
des Patienten und dem ausdrücklichen Mangel an Flexibilität und Belast
barkeit in jeglicher Hinsicht, bleibe es ein frommes Wunschdenken, wenn man davon ausgehe, dass der Patient eine reale Chance auf dem ersten Arbeitsmarkt habe (S. 1 Ad 5).
5
.
5
.1
Ausgangspunkt für die Beurteilung der Frage, inwiefern sich der Gesundheits
zustand des Beschwerdeführers seit de
n
mit Urteil vom 2
0.
J
anuar 2011 bestä
tigten Verfügungen vom 1
8.
Juni
2009
(
Urk.
8/165/10-14) und
7.
August 2009 (
Urk.
8/165/17-18)
in rentenrevisionsrelevanter Weise
verändert hat, bildet das
Y._
-
Gutachten vom 2
3.
Juli 2008
,
ergänzt am 1
1.
Dezember 2009
(
vorstehend E. 3
)
.
Die Beschwerdegegnerin ging nun in der hier angefochtenen Verfügung gestützt auf das psychiatrische Teilgutachten von
Dr.
B._
vom Juni 2012 (vorstehend E. 4.4)
davon aus, dass seit September 2009 aus psychischer Sicht eine Arbeitsunfähigkeit von 50
%
bestanden habe, jedoch ab Juni 2011 diesbe
züglich eine Verbesserung eingetreten sei, sodass zu diesem Zeitpunkt lediglich noch die Einschränkung aus somatischer Sicht bestanden habe. Gestützt auf das Teilgutachten von
Dr.
C._
vom Juni 2012
(vorstehend E. 4.4)
ging die Beschwerdegegnerin dann ab Zeitpunkt der Begutachtung von einem verbes
ser
ten Gesundheitszustand und damit vom Wegfallen der bisherigen Einschrän
kung in der Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit aus
(vgl. vorstehe
nd E.
2.1
)
.
5.2
Dr.
C._
erachtete in seinem rheumatologischen Gutachten
(vorstehend E. 4.
6
)
nach Untersuchung des Beschwerdeführers Mitte Juni 2012,
gleich wie der Kreisarzt der SUVA
Dr.
A._
im November 2009 (vgl. vorstehend E. 4.2)
,
den Beschwerdeführer in einer angepassten Tätigkeit für zu 100
%
arbeitsfähig, dies bereits
seit dem Jahre 200
3.
Die von
Dr.
C._
seit dem
Y._
-Gutachten vom Juli 2008
aufgeführte Verbesse
rung
des Gesundheitszustandes
sah er im Wesentlichen in einer erhöhten Beweglichkeit
des linken OSG
begründet. Die Bewegungseinschränkungen des linken
OSG
waren jedoch nicht ursächlich für die im rheumatologischen Tei
l
gutachten
der Akademie Y._
attestierte 20%ige
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit, son
dern der dem Beschwerdeführer zugestandene vermehrte
Zeitaufwand für Erholung und Pain-Coping
(
vgl.
vorstehend E.
3
.4
).
Hierzu führte
Dr.
C._
aus, diese
attestierte Einschränkung resultiere alleine daraus, dass
im rheumatologi
schen Teilgutachten
der Akademie Y._
keine
genügende Abgrenzung zwischen
somatisch und vordergründig nicht-somatisch abstützbaren Beschwerden
vorgenommen worden sei
.
Insgesamt lässt
das rheumatologische Teilgutachten von
Dr.
C._
vom Juni 2012
nicht auf einen seit Begutachtung
der Akademie Y._
im Jahre
2008
verbesserten
somati
schen
Gesundheitszustand
schliessen
, sondern
es handelt sich
lediglich
um eine andere
Beurteilung eines im Wesentlichen
gleichgebliebenen Zustand
es.
Eine Verbesserung des Gesundheitszustandes
respektive der Arbeitsfähigkeit in angepasster T
ätigkeit
lässt sich auch dem Bericht von
Dr.
E._
(vorstehend E. 4.8
)
nach am 2
2.
Mai
2014 durchgeführtem MRI des OSG nicht entnehmen,
hingegen relativiert er
die von
Dr.
C._
festgestellt
e
verbesserte Beweglichkeit des OSG.
Demnach ist weiterhin von der im
Y._-
Gutachten vom Juli 2008 attestierten 20%igen Einschränkung aufgrund der somatischen Beschwerden auszugehen.
5.3
Betreffend die Entwicklung des psychischen Gesundheitszustandes
kann im Fol
genden auf das psychiatrisches Gutachten von
Dr.
B._
, welches die Anfor
de
rungen an eine beweiskräftige Expertise (vorstehend E. 1.
7) erfüllt, abgestellt werden
(vorstehend E. 4.7)
.
Dagegen stellen
die vorliegenden Berichte des behandelnden Psychiaters
pract. med.
Z._
(vorstehend E. 4.1, E. 4.3
und E. 4.
9
) - w
ie bereits in den Urteilen vom 2
0.
Januar 2011 und vom
9.
Februar 2012 (
vgl.
Urk.
8/
187
E.
4.4 und
Urk.
8/212 E
.
3.3
) festgehalt
en - keine
verläss
li
che Grundlage zur Beurteilung des Gesundheitszustandes des Be
schwerdefüh
rers dar
. So mangelt es an einer objektiver Befunderhebung und einer ange
sichts der Diagnosestellung
und Frequenz der Therapiesitzungen
nachvollziehbaren attes
tierten
Arbeitsunfähigkeit. Zudem fand bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit - wie von
Dr.
B._
zu Recht
gerügt - eine Vermi
schung von somatischen und psychiatrischen Problemen statt.
Entgegen der Ansicht des behandelnden Psychiaters ging
Dr.
B._
von einem ab Juni 2011 verbesserten Gesundheitszustand insofern aus,
als
sich die depressive Symptomatik verbes
sert
, hingegen eine Verlagerung
in eine soma
toforme Schmerzstörung stattgefunden habe.
Der Bes
chwerdeführer bestritt diesbezüglich
jemals geäussert zu haben, dass es ihm seit Juni 2011 besser gegangen sei (vgl. vorstehend E. 2.2). Demnach ist spätestens ab Zeitpunkt der Begutachtung durch
Dr.
B._
im Juni 2012
von einer verbesserten depres
siven Problematik und damit vom Vorliegen einer lediglich
leichtgradige
n depressiven
Episode im Rahmen der rezidivierenden depressiven Störung und eine
r
anhaltende
n
somatoforme
n
Schmerzstörung
auszugehen.
Aus letzterer Diagnose leitete
Dr.
B._
nach Vornahme der nun nicht mehr anwendbaren
Überwindbarkeitspraxis
(vgl. vorstehend E. 1.2)
eine generelle Arbeitsunfähig
keit von
30
%
ab.
Zu beachten ist, dass
nach
neuer Praxis
des Bundesgericht
s
die Diagnose einer somatoformen Schmerzstörung nur dann zur
Anerkennung eines rentenbegrün
denden Invaliditätsgrades
führt
, wenn
einerseits
die funktionellen Auswirkun
gen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und wider
spruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nac
hgewiesen sind
, und
ande
rerseits keine Ausschlussgründe vorliegen, namentlich eine Aggravation (vgl. vorstehend E. 1
.3
).
Beruht die Leistungseinschränkung auf Aggravation oder einer ähnlichen Kons
tellation, liegt regelmässig keine versicherte Gesundheitsschädigung vor (siehe
Meyer-Blaser, Der Rechtsbegriff der Arbeitsunfähigkeit und seine Bedeutung in der Sozialversicherung, namentlich für den Einkommensvergleich in der Invali
ditätsbemessung, Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Schmerz und Arbeitsunfähig
keit, St. Gallen 2003, S. 92 f.). Eine solche Ausgangslage ist etwa gegeben, wenn: eine erhebliche Diskrepanz zwischen den geschilderten Schmerzen und dem gezeigten Verhalten oder der Anamnese besteht; intensive Schmerzen angegeben werden, deren Charakterisierung jedoch vage bleibt; keine medizi
nische Behandlung und Therapie in Anspruch genommen wird; demonstrativ vorgetragene Klagen auf den Sachverständigen unglaubwürdig wirken; schwere Einschränkungen im Alltag behauptet werden, das psychosoziale Umfeld jedoch weitgehend intakt ist (siehe Kopp/Willi/Klippstein, Im Graubereich zwischen Körper, Psyche und sozialen Schwierigkeiten, in: Schweizerische Medizinische Wochenschrift 1997, S.1434, mit Hinweis auf eine grundlegende Untersuchung von Winckler und Foerster; BGE 131 V 51).
Im Rahmen der klinischen Untersu
chung bei
Dr.
C._
ergaben sich
klare Hin
wei
se auf eine Aggravation. So äusserte der Beschwerdeführer bei
dauernd
er
schmerzvermittelnder Mimik und Gestik d
iffuse Druckschmerzen am linken Fuss
, nicht-dermatombezogene Sensibilitätsstörungen des linken Beines, passa
ger demonstrierte nicht-mytombezogene Kraftab
schwächungen des linken Bei
nes
sowie
ein unspezifisches Schonhinken
, welches nach Gegebenheit den Charakter änderte. Auch wurde die
unterschiedlich
vorgenommene
Untersu
chung sämtlicher Bewegungssegmente der Wirbelsäule als gleich schmerzhaft angegeben.
Des Weiteren ist dem Gutachten von
Dr.
B._
zu entnehmen, dass der Besc
hwerdeführer in einem intakten sozialen
Umfeld lebt.
So kümmert
er sich um seine F
amilie und die Kinder
, kocht gerne
und pflegt
enge Kontakte mit sei
nen Freunden und
mit in der Nähe wohnenden Familienangehörigen.
Auch führte der Beschwerdeführer aus,
er
sei im Sommer
regelmässig im Schwimm
bad anzutreffen und fahre häufig Auto. Zudem gehe er etwa vier Wochen in den Kosovo in die Ferien.
Aufgrund des
hier erfüllten Ausschlussgrundes der Aggravation bei einer
weit
gehend normalen Freizeitgestaltung
und intaktem sozialen Umfeld
muss vorlie
gend davo
n ausgegangen werden, dass von Seiten der diagnostizierten somato
formen Schmerzstörung keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit resultiert.
5.
4
Zusammenfassen
d
ist davon auszugehen,
dass
in psychiatrischer Hinsicht von September 2009 bis
Juni 2012
von einer Arbeitsunfähigkeit von 50
%
in ange
passter Tätigkeit auszugehen ist. Aufgrund einer danach eingetretenen Verbes
serung besteht spätestens ab Zeitpunkt der psychiatrischen Begutachtung durch
Dr.
B._
im Juni 2012
keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
aus psy
chiatrischer Sicht
mehr. In somatischer H
insicht ist hingegen von einem seit der Begutachtung
der Akademie Y._
im Jahr 2008 unveränderten Zustand und damit von einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 20
%
in angepasster Tätigkeit auszugehen.
6.
6.
1
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des Validen
einkommens entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frü
hestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr
scheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensent
wicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung ent
spricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt wor
den wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweisen).
Der bei der Bemessung des Invalideneinkommens zu berücksichtigenden ausge
glichenen Arbeitsmarktlage (Art. 16 ATSG) ist grundsätzlich auch bei der Fest
setzung des Validenlohnes Rechnung zu tragen, wobei auf die Ergebnisse der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturer
hebung (LSE) abgestellt werden kann (Urteil des Bundesgerichts 9C_192/2014 vom 23. September 2014 E. 3.2 mit Hinweisen
).
6.2
Der Beschwerdeführer arbeitete vor Eintritt seines Gesundheitsschadens am 2
7.
Februar 2002 bei der Firma
F._
als Verputzer und Gipser
und erzielte im Jahr 2001 ein
Einkommen
von
Fr.
56‘815.--
(vgl.
Urk.
8/15
Ziff.
4-5 und
Ziff.
20).
Dies ergibt u
nter Berücksichtigung der Nominallohnentwickl
ung im Baugewer
be von 1.6
%
im Jahr 2002 (
Die Volk
swirtschaft 11/2004, S. 87 Tabelle
B 10.2, lit. F)
, von 1.0
%
im Jahr 2003
, 0.4
%
im Jahr 2004, 1.1
%
in den
Jahr
en
2005 und 2006, 1.7
%
im Jahr
2
007 und
2.0
%
in den Jahren 2008 und 2009
(
D
ie Volkswirtschaft 1/2-2010, S. 95 Tabelle B 10.2, lit. F
und
D
ie Volkswirtschaft 4
2011, S. 91 Tabelle B 10.2, lit. F
)
ein
Valideneinkommen von rund
Fr.
63‘305
.--
im Jahr 2009
(
Fr.
56‘815.-- x 1.016 x 1.010 x 1.004 x 1.011 x 1.011 x 1.017 x 1.020 x 1.020)
.
U
nter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung von
0.7
%
im Jahr 2010, von 1.0
%
im Jahr 2011 und von
0.9
%
im Jahr 2012
(Die Volkswirtschaft
6
2012, S. 95 Tabelle 10.2 lit. F, Die Volkswirtschaft 3/4-2015, S. 89, Tabelle B
10.2
Ziff.
45-96) ergibt sich
ein Valideneinkommen von rund
Fr.
64'965.--
im Jahr 2012
(
Fr.
63‘305.-- x 1.007 x 1.
010 x 1.009
).
6.
3
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, nament
lich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bun
desamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 126 V 75 E. 3b/aa und bb, vgl. auch BGE 129 V 472 E. 4.2.1). Für die Invaliditätsbemessung wird praxisgemäss auf die standar
disierten Bruttolöhne (Tabellengruppe A) abgestellt (BGE 129 V 472 E. 4.2.1 mit Hinweis), wobei jeweils vom sogenannten Zentralwert (Median) auszugehen ist. Bei der Anwendung der Tabellengruppe A gilt es ausserdem zu berücksichtigen, dass ihr generell eine Arbeitszeit von 40 Wochenstunden zugrunde liegt, wes
halb der massgebliche Tabellenlohn auf die entsprechende betriebsübliche Wo
chenarbeitszeit aufzurechnen ist (BGE 129 V 472 E. 4.3.2, 126 V 75 E. 3b/bb, 124 V 321 E. 3b/aa; AHI 2000 S.
81 E. 2a).
6.4
Für die Bemessung des Invalideneinkommens ist auf den standardisierten Durch
schnittslohn für einfache und repetitive Tätigkeiten in sämtlichen Wirt
schaftszweigen des privaten Sektors abzustellen. Das im Jahr 2008 von Män
nern im Durchschnitt aller einfachen und repetitiven Tätigkeiten erzielte Einkommen betrug
Fr.
4'806.-- (LSE 20
10
, S. 26, Tabelle TA1, Total, Niveau 4). Dies ergibt umgerechnet auf ein Jahr, bei einer durchschnittlichen Wochen
arbeitszeit von 41.6 Stunden (Die Volkswirtschaft
3/4-2015, S. 88 Tabelle B 9.2, Total
), unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung
von 2.1
%
(Die Volkswirtschaft 6
-2012, S. 95 Tabelle B 10.2, Nominal Total)
und des noch möglichen Arbeitspensums von
5
0
%
rund
Fr.
30
‘
6
19
.-- für das Jahr 2009
(
Fr.
4'806.-- : 40 x 41.6 x 12 x 1.021 x
0.5
).
Weiter resultier
t
ausgehend von dem im Jahr 2010
von Männern im Durch
schnitt aller einfachen und repetitiven Tätigkeiten erzielte
n
Einkomm
en von
Fr.
4'901.-- (LSE 2010
, S. 26, Tabelle TA1, Total, Niveau 4)
,
umgerechnet auf ein Jahr, bei einer durchschnittl
ichen Wochenarbeitszeit von 41.7
Stunden (Die Volkswirtschaft 3/4-2015, S. 88 Tabelle B 9.2, Total
),
unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung von
1.0
%
im Jahr 2011 und von
0.8
%
im Jahr 2012
(
Die Volkswirtschaft 4-2012, S. 95 Tabelle B 10.2, Nominal Total
)
sowie des noch möglichen Arbeitspensums von 80
%
ein
Invalideneinkommen von
rund
Fr.
49‘936.--
im Jahr 2012
(
Fr.
4‘
901
.-- :
40
x 41.7 x 12 x 1.010 x 1.008 x 0.8).
6.5
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnitts
werten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kür
zen. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass versicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwer
arbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten nurmehr beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ursprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Recht
sprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszuge
hörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhalts
punkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen ver
werten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25
%
des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75).
Bereits im Urteil vom 2
0.
Januar 2011 wurde festgehalten, dass
die Beschwerde
gegnerin mit dem von ihr
damals
gewährten leidensbedingte
n
Abzug von 20
%
bei den nicht besonders erheblichen Einschränkungen des Beschwerdeführers das ihr zustehende Ermessen bis zum Limit ausgeschöpft habe (vgl.
Urk.
8/187 E. 4.6).
Wird die Frage nach einer anspruchsrelevanten Veränderung des Sachverhalts im Sinne einer revisionsbegründenden erheblichen Gesundheitsveränderung
wie vorliegend
bejaht, ist der Invaliditätsgrad auf der Grundlage eines richtig und vollständig festgestellten Sachverhalts neu und ohne Bindung an frühere Invali
ditätsschätzungen zu ermitteln (
vgl. BGE 141 V 9,
BGE 117 V 198
E. 4b S. 200; Urteile 9C_378/2014 vom 2
1.
Oktober 2014 E. 4.2; 9C_226/2013 vom
4.
September 2013).
Dem Umstand, dass nur noch leichte
angepasste
Tätigkeiten ausgeführt werden können, wurde schon damit genügend Rechnung getragen, dass zur Berechnung des Invalideneinkommens auf den Durchschnittslohn für Hilfsarbeiten abgestellt
wurde.
Ein diesbezüglich zusätzlicher Abzug
erscheint
nicht gerechtfertigt.
A
uf
grund des Umstandes, dass der Beschwerdeführer lediglich noch Teilzeitarbeit leisten kann,
erweist sich
ein Abzug von 10
%
als
gerechtfertigt
.
6.6
Demnach resultiert ab September 2009 bei e
inem Valideneinkommen von rund
Fr.
63‘305
.--
und bei dem zu diesem Zeitpunkt noch möglichen Arbeitspensum von 50
%
sowie des maximal zu gewährenden leidensbedingten Abzuges von 10
%
ein Invalideneinkommen von
rund
Fr.
27‘557.-- (
Fr.
30‘619
.--
x 0.9) und damit eine E
inkommenseinbusse von
Fr.
35‘748
.--, was einem Invaliditätsgrad von
rund
56
%
entspricht.
Davon ausgehend, d
ass der Beschwerdeführer ab Juni
2012 in einer angepass
ten Tätigkeit zu 80
%
arbeitsfähig ist, resultiert unter Berücksichtigung eines leidensbedingten Abzuges von 10
%
ein mögliches Invalideneinkommen von
rund
Fr.
44‘942.--
(
Fr.
49‘936.-- x 0.9). Bei einem Valideneinkommen von
rund
Fr.
64'965.-- ergibt
dies
eine
E
inbusse von
Fr.
20‘023.--, was einem rentenan
spruchsausschliessenden Invaliditätsgrad von rund 31
%
entspricht.
Demzufolge besteht in Anwendung
von
Art.
88a
Abs.
1
der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV)
ein von
1.
September 2009 bis Ende September
2012
(Jun
i 2012
zuzüglich drei Monate) befristeter Anspruch auf eine
halbe Invalidenrente.
Danach
besteht ausgehend von einem Invaliditätsgrad von 31
%
kein Anspruch mehr auf eine Invalidenrente.
7.
In teilweiser Gutheissung der Bes
chwerde ist die Verfügung vom 2
3.
J
uli
201
4
(
Urk.
2
/1-2
) dahingehend abzuändern, dass
ein
vom
1.
September
2009 bis
3
0.
September
2012 befristeter Anspruch des Beschwerdeführers auf eine halbe Invalidenrente besteht. Im Übrigen
ist
die Beschwerde ab
zu
w
e
isen.
8
.
8
.1
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens
aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1bis IVG) und auf
Fr.
900.-- anzusetzen und ausgangsgemäss zu einem Drittel der Beschwerdeg
egnerin und zu zwei Dritteln dem Beschwerdeführer
aufzuerlegen.
8
.2
Bei diesem Ausgang des Verfahr
ens steht dem Beschwerdeführer
eine
um zwei Drittel
reduzierte Prozessentschädigung
zu, die beim
bis zum 3
1.
Dezember
2014 massgebenden
praxisgemässen Stundenansatz von
Fr.
200
.-- (zuz
üglich Mehrwertsteuer) auf
Fr.
9
00.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bemessen und der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen ist.