Decision ID: ab78d51b-1f46-4688-bb71-95374e89224a
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren
1972
, war seit
1.
Januar 2009
als
technischer Mitar
beiter
in einem 80%-Pensum bei der
Y._
AG
angestellt
und damit bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) versichert, als
er
am
2
5.
Juli 2010 beim Sprung über eine Kante eines Kinderschwimmbeckens den Kopf auf dem Boden anstiess und sich dabei eine verhakte Luxationsfraktur des Halswirbelkörpers (HWK) 3/4 zuzog (
Urk.
10/1,
Urk.
10/5
). Der Versicherte wurde mit der Ambulanz ins
Spital Z._
in
A._
gebracht und noch gleichentags ins
Spital B._
verlegt
(
Urk.
10/4)
, wo er bis
zum
2
9.
Juli 2010 hospitalisiert war
(
Urk.
10/5 S. 1)
. Am 2
6.
Juli 2010 wurde am
Spital B._
eine Operation durchgeführt mit einer Diskektomie des HWK 3/4, einer
partiellen
Korporektomie
des HWK 4
sowie
einer offenen Repo
sition und ventralen
Spondylodese
des HWK 3/4
(Urk.
10/5
S. 3
).
Per 3
0.
No
vember 2011 wurde das Arbeitsverhältnis
durch
die
Arbeitgeberin
auf
gelöst. D
anach
war der Versicherte
gelegentlich
als
Springer
für dieselbe Arbeitgeberin tätig (
Urk.
10/70,
Urk.
10/72,
Urk.
10/106
).
Nach getätigten Abklärungen
(vgl.
Urk.
10/46
,
Urk.
10/60
,
Urk.
10/62,
Urk.
10/71
,
Urk.
10/104
,
Urk.
10/
149-
150
)
teilte
die SUVA
dem Versicherten mit Schreiben vom 1
4.
November 2011 (
Urk.
10/163) gestützt auf den
k
reisärztli
che
n
Untersuchungsbericht
von
Dr.
med.
C._
,
Facharzt für Chirurgie FMH, Kreisarzt, SUVA, Versicherungsmedizin,
vom
9.
August 2012 und
die
darin attestierte 100%ige Arbeitsfähigkeit aus
somatischer Sicht
in der
ange
stammte
n
Tätigkeit (
Urk.
10/152)
mit,
die bis dahin erbrachten Leistungen
wür
den
per
3
1.
Dezember 2012
ein
gestellt.
Nach Einholen des Berichts betreffend die Beurteilung des Integritätsschadens vom 1
0.
August 2012 (
Urk.
10/153)
sprach die SUVA dem Versicherten mit Verfügung vom 3
1.
Januar 2013 eine Integritätsentschädigung gestützt auf eine Integritätseinbusse von 17
.
5
%
zu, verneinte jedoch einen Anspruch des Versicherten auf eine
Rente (
Urk.
10/179)
.
Die vom Versicherten
am
4.
März
2013
erhobene
Einsprache
(
Urk.
10/186,
Urk.
10/195)
, wies die SUVA mit
Einspracheentscheid
vom
1
0.
Juni
2013
ab (Urk.
10/203
= Urk. 2).
2.
Der Versicherte erhob am
8.
Juli 2013
gegen den
Einspracheentscheid
vom
1
0.
Juni 2013
(Urk. 2)
Beschwerde
(Urk. 1)
und beantragte
die Aufhebung des
Einspracheentscheids
(S. 2
Ziff.
1)
sowie
die Feststellung, dass noch kein End
zustand vorliege, sodass die
Taggelder ab
1.
Januar 2013
weiterhin auszurichten und die medizinische Behandlung weiterhin zu übernehmen seien (S. 2
Ziff.
2)
. E
ventuell sei ein polydisziplinäres Gutachten in Auftrag zu geben, ihm hernach
eine angemessene Invalidenrente zuzusprechen sowie die zugesprochene
Integri
tätsentschädigung
angemessen zu erhöhen
(S. 2
Ziff.
3)
.
Mit Beschwerdeantwort vom
2
7.
September 2013
(Urk.
9
) beantragte die SUVA die Abweisung der Beschwerde.
Nachdem mit Verfügung vom 2
9.
November 2013
Rechtsanwalt Hanspeter
Riedener
antragsgemäss (
Urk.
1 S. 2
Ziff.
4) als unentgeltlicher Rechtsvertreter bestellt und ein zweiter Schriftenwechsel ange
ordnet worden waren (
Urk.
17),
hielten die Parteien mit Replik vom 1
9.
März 2014 (
Urk.
21) beziehungsweise mit Duplik vom 2
3.
April 2014 (
Urk.
25) an den bereits gestellten Anträgen fest
. Eine Kopie der Duplik wurde
dem Beschwerde
führer am
2
5.
April 2014 zur Kenntnisnahme zugestellt
(Urk.
26
).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss
Art.
6
des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (
UVG
)
werden
soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt - die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (
Abs.
1).
1.2
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt zunächst voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sin
ne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Um
stände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als einge
treten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entspre
chend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürli
chen Kau
salzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die al
lei
nige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schä
digende Ereignis zu
sammen mit anderen Bedingungen die kör
perliche oder geistige Integrität der versicherten Person beein
trächtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht wegge
dacht werden kann, ohne dass auch die ein
getretene gesund
heitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 406 E. 4.3.1, 123 V 45 E. 2b, 119 V 335 E. 1, 118 V 289 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesund
heitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang be
steht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im
Be
schwerdefall
das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden
Be
weis
würdigung
nach dem im Sozialversicherungsrecht übli
chen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse
Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungs
anspruches
nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinwei
sen).
1.3
1.3.1
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kau
salzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem ge
wöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebens
erfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Er
folges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 405 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
1.3.2
Bei objektiv ausgewiesenen organischen Unfallfolgen deckt sich die adäquate, d
as heisst
rechtserhebliche Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausali
tät; die Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 134 V 109 E. 2.1).
1.3.3
Für die Beurteilung der Frage, ob ein Unfall nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen Lebenserfahrung geeignet ist, eine psychische Gesundheitsschädigung herbeizuführen, ist nach der in BGE 115 V 133 ergan
genen Rechtsprechung auf eine weite Bandbreite von Versicherten abzustellen. Dazu gehören auch jene Versicherten, die aufgrund ihrer Veranlagung für psy
chische Störungen anfälliger sind und einen Unfall seelisch weniger gut ver
kraften als Gesunde, somit im Hinblick auf die erlebnismässige Verarbeitung des Unfalles zu einer Gruppe mit erhöhtem Risiko gehören, weil sie aus
versiche
rungsmässiger
Sicht auf einen Unfall nicht optimal r
eagieren (BGE 115 V 133 E.
4b).
Für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhanges zwischen dem Unfall und psychischen Gesundheitsschädigungen ist im Einzelfall zu verlangen, dass dem Unfall für die Entstehung der Arbeits- beziehungsweise Erwerbsunfähigkeit eine massgebende Bedeutung zukommt. Dies trifft dann zu, wenn er objektiv eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht fällt (vgl. RKUV 1996 Nr. U 264 S. 288 E. 3b; BGE 115 V 133 E. 7 mit Hinwei
sen). Für die Beurteilung dieser Frage ist an das Unfallereignis anzuknüpfen, wobei - ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf - folgende Einteilung vorgenommen wurde: banale beziehungsweise leichte Unfälle einerseits, schwere Unfälle anderseits und schliesslich der dazwischen liegende mittlere Bereich (BGE 115 V 133 E. 6; vgl. auch BGE 134 V 109 E. 6.1, 120 V 352 E.
5b/
aa
; SVR 1999 UV Nr. 10 E. 2).
1.4
Nach
Art.
10
Abs.
1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweck
mäs
sige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so steht ihr gemäss
Art.
16
Abs.
1 UVG ein Tag
geld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10
%
(
Art.
8
des Bundes
gesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG) inva
lid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (
Art.
18
Abs.
1 UVG). Der Renten
anspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann und allfällige Ein
gliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die
Taggeldleistun
gen
dahin (
Art.
19
Abs.
1 UVG).
1.
5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
1.
6
Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vor
instanz zurückweisen,
besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (
§
26
Abs.
1 des Gesetzes
über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
). Gemäss ständiger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung - da diese das Verfahren verlängert und verteuert - abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abge
lehnt hat, wenn schwierige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der
entscheidrelevante
Sachverhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. SVR 1995 ALV Nr. 27 S. 69).
Be
i
ungenügenden Abklärungen
durch den Versicherungsträger holt
die Beschwer
de
instanz im Regelfall ein Gerichtsgutachten ein
, wenn sie einen (im
Verwaltungs
verfahren
anderweitig erhobenen) medizinischen Sachverhalt über
haupt für gut
achtlich abklärungsbedürftig hält oder wenn eine
Administrativ
expertise
in einem rechtserheblichen Punkt nicht beweiskräftig ist. Die betref
fende Beweiserhebung erfolgt alsdann vor der -
anschliessend
refor
matorisch ent
scheidenden - Beschwerdeinstanz selber statt über eine Rückweisung an die Verwaltung. Eine Rückweisung an den Versicherungsträger bleibt hingegen
möglich, wenn sie allein in der notwendigen Erhebung einer bisher vollständig ungeklärten Frage begründet ist.
Ausserdem
bleibt es dem kantonalen Gericht (unter
dem Aspekt der Verfahrensgarantien) unbenommen, eine Sache zurück
zuweisen, wenn lediglich eine Klarstel
lung, Präzisierung oder Ergänzung von gutachtlichen Ausführungen erforderlich ist (B
GE 137 V 210
E.
4.4.1.
4 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts
8C_815/2012 vom 21.
Oktober 2013 E.
3.4
,
publi
ziert in SVR 1/2014 UV Nr. 2 S.
3)
.
2.
2.1
Die SUVA hielt fest,
sie komme nur für die durch den Unfall vom 2
5.
Juli 2010 bedingten Beschwerden im Bereich des HWK 3/4 auf, nicht jedoch für die unfallfremden somatischen und psychischen Beschwerden.
Insbesondere die psychischen Beschwerden seien nicht adäquat kausal zum Unfallereignis vom 2
5.
Juli 201
0.
Der medizinische Endzustand sei eingetreten, da von der Fort
setzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheits
zustandes des Beschwerdeführers mehr zu erwarten
gewesen sei
.
Gestützt auf den Bericht von SUVA-Kreisarzt
Dr.
C._
sei dem Beschwerdeführer aus som
a
tischer Sicht die Wiederaufnahme seiner angestammten beruflichen Tätig
keit als Filmtechniker zumutbar
. Diese Tätigkeit
sei
sogar ideal, da es sich um eine wechselbelastende Tätigkeit handle und kein
e langdauernden, vorgeneigten Körperpositionen vorkämen
.
Es bestehe daher kein Anspruch auf eine Invali
denrente. Schliesslich sei auch die Integritätseinbusse von 17.5
%
nicht zu beanstanden, womit der Beschwerdeführer Anspruch auf die zugesprochene Integritätsentschädigung habe
(
Urk.
2,
Urk.
9,
Urk.
25).
2.2
Dagegen machte der Beschwerdeführer zusammengefasst geltend,
sowohl die konservativ-therapeutischen als auch
die operativen Optionen seien noch nicht ausgeschöpft, sodass nicht von einem Endzustand ausgegangen werden könne. Die SUVA sei daher zu verpflichten, weiterhin Taggelder auszurichten und die Heilkosten zu erbringen.
Die Frage der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit sei zudem nicht in rechtsgenügender Weise abgeklärt worden.
Insbesondere werde er vor allem durch seine ausgeprägten
unfallkausalen und somatisch bedingten
Schmerzen in der Leistung eingeschränkt. Die Schmerzen habe der SUVA-Kreis
arzt bei seiner Beurteilung vollkommen ausgeblendet. Eventuell habe er die Überwindbarkeitsrechtsprechung berücksichtigt, welche jedoch bei Schmerzen organischer Genese nicht anwendbar sei
. Nach Eintritt des Endzustands müsse die SUVA daher eine polydisziplinäre Begutachtung mit einem
Arbeitsassess
ment
veranlassen, um seine Arbeits- und Erwerbsfähigkeit korrekt zu beurteilen.
Auch
die psychischen Beschwerden
seien des Weiteren
zufolge Erfüllens prak
tisch aller Adäquanzkriterien
unfallkausal
.
Ferner
sei die Invaliditätsbemessung nicht korrekt durchgeführt worden, insbesondere sei das
Valideneinkommen
zu tief
beziffert worden.
Schliesslich
sei die Bemessung der
Integritätsentschädi
gung
nicht korrekt erfolgt, da erhebliche
Belastungsintoleranzen
und
Bewe
gungseinschränkungen
vorlä
gen und die Schmerzen zu niedrig eingestuft worden seien
(
Urk.
1,
Urk.
21
).
2.3
Strittig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf weitere
Heil
kosten
und Taggelder ab
1.
Januar 201
3.
Strittig und zu prüfen ist ferner, ob im Falle des Erreichens des Endzustands ein Anspruch auf eine Rente
besteht
sowie die Höhe der
Integritätsentschädigung, wobei sich die Frage stellt, ob der medi
zinische Sachverhalt in genügender Weise abgeklärt wurde.
3.
3.1
Anlässlich des Unfalls vom 2
5.
Juli 2010 zog sich der Beschwerdeführer
eine verhakte Luxationsfraktur des Halswirbelkörpers (HWK) 3/4 zu
(
Urk.
10/1,
Urk.
10/5). Am 2
6.
Juli 2010 wurde am
Spital B._
eine Operation durchgeführt mit einer Diskektomie des HWK 3/4, einer partiellen
Korporekto
mie
des HWK 4 sowie einer offenen Reposition und ventralen
Spondylodese
des HWK 3/4 (Urk. 10/5 S. 3).
Nach der
Hospitalisation
im
Spital B._
bis zum 2
9.
Juli 2010 wurde im Austrittsbericht vom
9.
August 2010 (
Urk.
10/5 S. 1) festgehalten, der
peri
- und postoperative Verlauf sei komplikationslos gewesen. Der Beschwerdeführer habe unter physiotherapeutischer Anleitung gut mobilisiert werden können
und der
Redonzug
sei zeitgerecht erfolgt. Die Wun
den seien bei Austritt trocken und reizlos gewesen. Der Beschwerdeführer habe bei gutem subjektivem Wohlbefinden nach Hause entlassen werden können.
Die Mobilisation solle nach Massgabe der Beschwerden ohne Extrembelastungen für drei Monate erfolgen. Vom 2
5.
Juli bis zum 1
7.
August 2010 sei er zu 100
%
arbeitsunfähig (S. 2). Mit ärztlichem Zeugnis vom 1
0.
September 2010 wurde die 100%ige Arbeitsunfähigkeit bis zum 1
0.
Oktober 2010 verlängert (
Urk.
10/12).
3.2
Mit Zwischenbericht vom
4.
November 2010 berichtete
n
die Ärzte
des
Spitals B._
über den Verlauf
. Nebst der bekannten Diagnose wurden
eine alte Impressionsfraktur C5 und ein
dekonfigurierte
r
Wirbelkörper C4 bei einem Status nach einer Fraktur im Jugendalter
sowie ein
noduläre
r
Leberbefund an die Gallenblase grenzend diagnostiziert. Die bildgebende Untersuchung habe eine - im Vergleich mit der Voruntersuchung vom 2
8.
Juli 2010 - stationäre Lage und Darstellung des
Ost
e
osynthesematerials
ergeben. Es bestehe zudem ein deutlich höhengeminderter Wirbelkörper HWK 5 bei bekannter
Impressions
fraktur
. Im Heilungsverlauf würden keine unfallfremden Faktoren mitwirken. Zwar habe der Versicherte
im Kindesalter eine Fraktur des
HWK 5 erlitten.
Nunmehr zu behandeln sei jedoch eine frische Fraktur des HWK
3/
4.
Die physi
otherapeutischen Massnahmen seien weiterzuführen.
W
ann der Versicherte die Arbeit wieder aufnehmen könne
, könne nicht bestimmt werden. Es sei
jedoch
kein bleibender Nachteil zu erwarten
(
Urk.
10/17).
Dem Bericht
der Ärzte
des
Spitals B._
vom
1.
November 2011
ist betreffend d
ie Magnetresonanztomographie
(
MRI
)
der Halswirbelsäule (HWS) vom 2
0.
September 2010
(vgl. hierzu
Urk.
10/22 S. 3)
zu entnehmen, dass ein ventral stabilisiertes Segment HWK 3/4 vorliege. Der Span sei wegen
Metallar
tefakten
nicht beurteilbar. Daneben sei eine bekannte, sehr alte
Kompressions
fraktur
HWK 5 mit stationärer fokaler Hyperkyphose und relativer
Spinalkanal
einengung
sichtbar. Es bestünden keine sicheren Zeichen einer Myelopathie. Erwähnt wurde zusätzlich, dass dem Beschwerdeführer bei einer posttraumati
schen Belastungsstörung eine gezielte psychologische Betreuung angeboten worden sei, welche er sich überlegen möchte. Wegen der persistierenden Schmerzen in der mittleren HWS sei eine Therapie mit Voltaren und
Muskelre
laxantien
begonnen worden
(
Urk.
10/21 S. 2).
3.3
Dr.
med.
D._
, Facharzt FMH für Neurologie, hielt in seinem Bericht vom 2
4.
August 2010 (
Urk.
10/18
S. 4-6
) fest,
es bestehe aktuell ein Status nach Sturz mit ausgeprägter Luxation und
Kyphosierung
C3/4 am 2
5.
Juli 2010 mit postoperativer Sanierung. Der neurologische Status sei regelrecht, insbesondere lägen keine Hinweise auf eine
cervicale
Myelopathie vor. Postoperativ bestehe ein Gefühl von brennenden Sensibilitätsstörungen im Bereich vom linken obe
ren Quadranten, der linken Schulter, des Oberarms links sowie des Nackens links, für welche es jedoch aus neurologischer Sicht keine Objektivierung gebe. Hingegen lägen Muskelverspannungen vor. Vermutlich seien diese die Ursache. Daher sei die Physiotherapie fortzusetzen sowie
Talvalsalbe
und Magnesium zur Muskelentspannung anzuwenden (
S. 5; vgl. auch den Verlaufsbericht vom
3.
November 2010,
Urk.
10/18 S. 2 f.
).
3.4
Gemäss dem Bericht
der Ärzte
der
B._
vom 1
8.
Januar 2011 (
Urk.
10/22)
habe die Bildgebung der HWS vom 1
2.
Januar 2011 keinen Anhalt für eine frische
ossäre
Läsion oder eine Dislokation oder Lockerung ergeben
.
Angesichts der Ergebnisse sei weiterhin eine konservative Therapie und physiotherapeutische Behandlung empfohlen worden. Mit dem Beschwerde
führer sei besprochen worden, dass er bis dato arbeitsunfähig gewesen sei und nun wieder in seine Arbeit eingegliedert werde. Ab dem 1
3.
Januar 2011 bestehe keine Arbeitsunfähigkeit mehr (S. 2).
3.5
Im Bericht
der Ärzte
der Klinik
E._
vom
4.
Februar 2011 wurde zur Behandlung der geklagten Beschwerden ein operatives Vorgehen empfohlen (
Urk.
10/30).
Ebenfalls eine definitive Sanierung empfahl
Dr.
med.
F._
,
Facharzt für Neurochirurgie,
im Bericht vom
9.
Februar 2011 (
Urk.
10/40)
, auch wenn im Moment keine funktionell relevanten neu aufgetretenen neurolo
gischen Defizite bestünden. Es sei davon auszugehen, dass sich auch die Ver
hältnisse in C4/5 und C5/6 längerfristig verschlechterten aufgrund einer chro
nischen Überlastung dieser Anschlussse
g
mente.
3.
6
Im Anschluss an die Privatsprechstunde bei
PD
Dr.
med.
G._
, Leitender Arzt an der Klinik für Unfallchirurgie des
Spitals B._
, wurde im Bericht vom
2.
März 2011 (
Urk.
10/37) bei den bekannten Diagnosen festgehal
ten, die Bildgebung der HWS vom
2.
März 2011 habe verglichen mit der Vor
untersuchung unveränderte Stellungsverhältnisse ergeben. Das
Osteosynthese
material
sei in situ und intakt. Es sei zu keiner zusätzlichen
Kyphosierung
im Verlauf gekommen, der Beckenkamm-Span sei noch abgrenzbar. Die Mobilisa
tion solle nach Massgabe der Beschwerden erfolgen unter Fortführen der Physi
otherapie. Eine operative Behandlung sehe er aktuell bei zeitweise auch nur mässigen Schmerzen nicht indiziert. Es bestehe ein
e
100%ige Arbeitsunfähigkeit bis zum 1
5.
April 2011
(vgl. auch d
ie
Bericht
e
von PD
Dr.
G._
vom 1
6.
November 2011
[
Urk.
10/81] und vom
1.
Februar 2012 [
Urk.
10/91]
im Wesentlichen gleichen Inhalts)
.
3.7
Nach mehreren Gesprächen mit dem Beschwerdeführer diagnostizierte
Dr.
med.
H._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, im Bericht vom
7.
April 2011 eine posttraumatische Belastungsstörung, welche eine lang andauernde Arbeitsunfähigkeit begründe (
Urk.
10/46
; vgl. auch die
Verlaufsbe
richt
e
vom 1
5.
November 2011,
Urk.
10/78
, und vom 1
0.
April 2012,
Urk.
10/111
, in welchen zudem eine depressive Erkrankung beziehungsweise Angst
zustände diagnostiziert wurden
).
3.8
Am
7.
Juli 2011 führte
Dr.
med.
I._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie,
Konsiliarpsychiater
, Versicherungspsychiatrischer Dienst der SUVA, eine psychiatrische Untersuchung durch (vgl. den Bericht gleichen Datums,
Urk.
10/60). Er hielt fest, der Versicherte leide an einer manifesten Angstsymptomatik verbunden mit einer reaktiven depressiv-gehemmten Ver
zweiflung. Soweit die Angstsymptomatik sich aufgrund der Frage ergeben habe, in welcher Art und Weise seine weitere körperliche Gesundheit, seine persönli
che Integrität, allenfalls sein Leben durch dieses Unfallereignis akut bedroht sei, sei die natürliche Kausalität zwischen dem Ereignis vom 2
5.
Juli 2010 und der psychiatrischen Symptomatik gegeben. Ausserhalb dieser unmittelbar bestehen
den körperlichen Gefährdung sei das Unfallereignis nicht geeignet gewesen, eine spezifische reaktive psychopathologische Symptomatik zu ergeben. Aus dem Grund würden die derzeitigen psychopathologischen Symptome in diag
nostischer Hinsicht der Gruppe der Anpassungsstörungen zugeordnet (S. 12 f.). Die alleinige Beachtung der Angstproblematik führe dazu, dass durch die Intensität der Psychopathologie eine vollständige Arbeitsunfähigkeit nicht aus
gewiesen sei. Zumindest ein schrittweiser Wiedereinstieg in einen vorstellbar 50%igen Arbeitsrahmen wäre bei alleiniger Betrachtung der Psychopathologie möglich, zumal diese durch eine optimierte Behandlung noch gemildert werden könne (S. 13).
3.9
Dr.
med.
J._
, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie, SUVA, Versicherungsmedizin, hielt in der ärztlichen Beurteilung vom
3.
August 2011 fest,
es bestehe nach der
Spondylodese
des Segmentes C3/4 eine Knickbildung zwischen C4 und der darunter liegenden Wirbel C5 von gut 2
0°. Diese
Fehl
stellung
sei möglicherweise vorbestehend und sei nach der Entwicklung der
Vertebra
plana
aufgetreten. Eine unfallbedingte Verschlimmerung der statischen Situation sei aber auch
denkbar. Eine Luxationsfraktur sei eine erhebliche Ver
letzung der HWS. Betroffen seien Weichteile, insbesondere Bänder und Gelenk
kapsel, Bandscheibe und Knochen, weshalb Restbeschwerden stets zu befürchten seien. Sei die Statik zudem stark beeinträchtigt wie im konkreten Fall, liessen sich die Schmerzen noch besser verstehen. Der
5.
Halswirbel weise eine erhebli
che Deformität auf. Er,
Dr.
J._
, bezweifle wie
Dr.
D._
sehr, dass es sich um einen Zustand nach Fraktur handle. Diese hätte nämlich eine Keildeformierung und nicht eine
globale Abflachung des Wirbelkörpers zur Folge.
Dr.
J._
nahm
ferner
Stellung zu
r Option
einer weiteren Operation und beantwortete die Frage, ob infolge des Unfalls eine akute
Gefährdung des Lebens des Versicher
ten bestanden habe, damit, dass eine Luxationsfraktur C3/4 oft von schwer
wiegenden neurologischen Komplikationen begleitet werde. Daraus könnten Nervenwurzel- und Rückenmarksschädigungen resultieren, die jedoch beim Versicherten nicht dokumentiert worden seien
(
Urk.
10/62).
In der ärztlichen Beurteilung vom 1
3.
Oktober 2011
analysierte
Dr.
J._
die
ihm bis anhin nicht zur Verfügung stehenden
bildgebenden Untersuchungen des Unfalltags (2
5.
Juli 2010
). Er führte in Ergänzung seiner ersten ärztlichen Beurteilung an, der Versicherte sei, als er am 2
5.
Juli 2010 verunfallt sei, asymptomatischer Träger einer
Vertebra
plana
von C5 gewesen, einer erworbe
nen Anomalie der HWS.
Der Nachbarwirbel C4 habe sich an diese
Fehlform
angepasst und eine Keildeformierung entwickelt. Die deutliche Knickbildung auf der Höhe C4/5,
die seine HWS nach der
Spondylodese
C3/4 aufweise
,
habe zwei Ursachen: eine „krankhaft vorbestehende“ und eine „posttraumatisch erwor
bene“. Ursachen der unfallbedingten Verschlimmerung der Kyphose dürften die Schäden an den
posterioren
stabilisierenden Strukturen der HWS gewesen sein, sowie die
Spondylodese
per se, die als rigide Säule auf eine
r
wenig wider
standsfähigen Grundlage (die
Vertebra
plana
) aufgerichtet worden sei. Die durchaus indizierte
Aufrichtespondylodese
C3-C6 nach
Korporektomie
von C5 gehe aufgrund der zu bejahenden Unfallteilkausalität somit zulasten der SUVA,
falls sich der Versicherte für den Eingriff entscheide
(
Urk.
10/71).
3.10
Dr.
med.
K._
, Facharzt
f
ür Neurologie und Oberarzt an der Klinik für Plastische Chirurgie und Handchirurgie des
Spitals B._
, führte am 2
0.
März 2012 eine neurologische und elektro-diagnostische Untersuchung des Versicherten durch. Im Bericht gleichen Datums (
Urk.
10/104)
hielt er fest, es habe sich ein im Wesentlichen unveränderter Befund zur
Voruntersuchung vom 2
3.
November 2010 gezeigt mit im Vordergrund stehender
radikulärer
Irritation, am ehesten entsprechend C4 links. Neurologische Ausfälle hätten weiterhin keine objektiviert werden können
.
Hinweise für eine Myelopathie im
Cervikalbereich
hätten weder klinisch noch bei
den
normalen
Medianus
-SEP beidseits nachgewiesen werden können. Aufgrund der im Vordergrund stehen
den
myofaszialen
und
irritativen
Symptomatik sei dem Versicherten eine Ver
ordnung für
Lyrica
abgegeben worden.
3.11
D
as
MRI der HWS und der
Brustwirbelsäule
(
BWS
)
vom 2
2.
Juni 2012
ergab
eine - nach Stabilisation der Segmente C2 bis C5 - flachbogige Kyphose ohne
Kompromittierung
des Spinalkanals und des
Myelons
. Die zervikale
n
Band
scheibensegmente
seien unauffällig, die Abbildung der Facettengelenke, der BWS und des
Thorakalmarkes
einschliesslich des
Conus
sei normal
(
Urk.
10/149).
3.12
Am
9.
August 2012 führte
Dr.
C._
eine kreisärztliche Untersuchung durch
(vgl. den Bericht gleichen Datums,
Urk.
10/152)
.
Der Versicherte habe berichtet, die Schmerzausprägung im Nacken-/Rückenbereich sei unterschiedlich, manch
mal schlimmer, manchmal etwas weniger
s
chlimm. Die Verspannungen und Schmerzen befänden sich vor allem im oberen Wirbelsäulenbereich im Nacken vom Kopf bis in die Schulter beidseits aber auch im unteren
Wirbelsäu
lenbereich
. Er schlafe - vor allem bei vermehrten Schmerzen - schlecht und erwache häufig.
An der linken Schulter verspüre er ein Kribbeln, welches sich auch verändere, je nach Schmerzausprägung im Nacken-/Schulterbereich oder auch bei Berührungen. In letzter Zeit sei unterhalb des Bereichs der
Knochen
entnahmestelle
am Beckenkamm rechts eine Vorwölbung aufgetreten
.
Z
udem
habe er
migräneartige Schmerzen auf der rechten Seite
mit Lokalisation auf der
Stirn
und im rechten Auge. Er sei in psychiatrischer und physiotherapeutischer Behandlung
(S. 5 f.)
.
Der Befund der HWS habe eine erhebliche Belastungsintoleranz und
Bewe
gungs
einschränkung
sowie belastungs- und bewegungsabhängige Schmer
zen
ergeben
. Es bestünden eine kräftige benachbarte Muskulatur, leichte Ver
spannungen, eine reizlose, fast nicht mehr sichtbare Narbe, eine
Hyposensibili
tät
und
Kribbelparästhesien
C4 links im Schultergürtel-
/
oberen
Thoraxbereich
.
Bildgebend habe sich eine konsolidierte
Spondylodese
C3/C4 mit dem
Vorzu
stand
einer C5-Fraktur
,
leicht höhengemindertem Wirbelkörper C5 und leichter Knickbildung in der mittleren HWS gezeigt. Dadurch komme es auch zu einer Spinalkanaleinengung C3 bis C5 aber ohne Beeinträchtigung des
Myelons
. Als Vorzustand habe eine konsolidierte C5-Fraktur mit Deckplatteneinbruch vorge
legen
(S.
10
).
Grund
sätzlich könnten die physiotherapeutischen Sitzungen heute massiv redu
ziert werden auf vereinzelnde kontrollierende Sitzungen bei eigenverant
wortli
chen Übungen. Er,
Dr.
C._
, empfehle für zwei Jahre den üblichen Beitrag für ein Fitnessprogramm zu leisten, damit die stabilisierende Muskulatur erhalten und verbessert werden könne.
Daneben könne der Versicherte eigenverantwort
lich ein Bewegungs- und Lockerungstraining durchführen (S.
11).
A
ufgrund der somatischen Untersuchung sei grundsätzlich die Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit möglich. Diese sei sogar ideal, da sie wechselbelastend mit verschiedenen Arbeitsplätzen, stehend, gehend und sitzend sei. Es gebe keinen Grund
,
auch verwandte Arbeiten nach dem Studium von Kunst und Mediendesign
nicht aufzunehmen. Es sei selbstverständlich, dass schwere kör
perliche Arbeiten nicht möglich seien, was aufgrund der Ausbildung gar nicht zur Diskussion stehe. Insgesamt seien langandauernde, vorgeneigte
Körperposi
tionen
ungeeignet. Dies sei die einzige Einschränkung
, welche im Berufsbild des Versicherten berücksichtigt werden müsse.
Die Kausalität der psychischen Beschwerden und deren Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit müssten psychi
atrisch festgelegt werden
(S. 12).
3.1
3
Am 1
0.
August 2012 nahm
Dr.
C._
die Beurteilung des Integritäts
schadens vor. Er stellte als Befunde und Restfolgen des Unfalls vom 2
5.
Juli 2010 eine erhebliche Belastungsintoleranz und Bewegungseinschränkung fest sowie belastungs- und bewegungsabhängige Schmerzen. Die benachbarte Muskulatur sei kräftig. Es
bestünden leichte Verspannungen, die Narbe sei jedoch reizlos und fast nicht mehr sichtbar. Im Schulterbereich und im oberen
Thoraxbereich
lägen
eine Hyposensibilität und
Kribbelparästhesien
C4 links vor. Bildgebend habe sich eine konsolidierte
Spondylodese
C3/C4 mit dem Vorzustand einer
C5
Fraktur und leicht höhengemindertem Wirbelkörper C5 sowie leichter Knickbildung in der mittleren HWS gezeigt. Dadurch bestehe auch eine
Spinal
kanaleinengung
C3 bis C5, welche aber das
Myelon
nicht beeinträchtige.
Die
Spondylodese
sei ventral liegend
. Als Vorzustand habe eine konsolidierte C5
Fraktur mit Deckplatteneinbruch bestanden.
Aufgrund der
Funktionsein
schränkung
mit mässiger Bewegungseinschränkung, mässiger
Belastungsinto
leranz
und belastungsabhängigen Schmerzen sei eine Einordnung bei 10
%
gerechtfertigt. Durch die
Spondylodese
sei eine Erhöhung zu berücksichtigen. Allerdings bestehe ein Vorzustand mit statischer Veränderung C5, so dass unter grosszügiger Berücksichtigung eine Erhöhung von 7
.
5
%
erfolgen könne, inklu
sive der Sensibilitätsstörungen im linken Schulterbereich. Insgesamt bestehe somit eine Integritätseinbusse von 17
.
5
%
(
Urk.
10/153).
3.14
Im
Bericht
der
Interdisziplinäre
n
Schmerzsprechstunde
des
Spitals B._
vom
7.
April
2013
(
Urk.
10/198)
wurden die Diagnosen eines
chroni
sche
n
Schmerzsyndrom
s
mit physischen und psychischen Anteilen
bei einem chronischen
cervikovertebralen
und
cervikocephalen
Schmerzsydrom
, unter anderem
radikuläre
Irritation C4 links nicht ausgeschlossen, bei neuropathi
schen Schmerzen in der Leiste rechts nach Beckenspanentfernung und bei Sta
tus nach
Lipomextirpation
der Flanke rechts am 1
9.
Oktober 2012, bei einer posttraumatischen Belastungsstörung und bei einer Angststörung, nicht näher bezeichnet, genannt (S. 5).
Nach einem schweren Wirbelsäulentrauma 2010 liege eine fortbestehende Schmerzproblematik betont im Nacken-/
Schulter
bereich
mit Sensibilitätsstörungen der Schulter sowie im Oberarm links vor. Ver
schiedenste
Verlaufsbildgebungen
hätten
keine Auffälligkeiten
ergeben, weder eine
Myelonpathologie
noch eine
radikuläre
Kompression. In der
elektro
physiologische
n
Untersuchung
habe es aber
Hinweise für eine
radikuläre
Rei
zung
entsprechend C4
ge
geben.
Klinisch scheine sich die Sensibilitätsstörung vergleichend zur Voruntersuchung „ausgebreitet“ zu haben.
Die
Motorik sei uneingeschränkt. Diagnostisch werde
die Wiederholung der Elektrophysiologie
empfohlen
(S. 6).
Im Rahmen der rheumatologischen Beurteilung wurde festgehalten, das
Myelon
auf Höhe der Läsion sei frei, allerdings sei die physiologische HWS-Lordose aufgehoben und es fänden sich ausgeprägte Weichteilirritationen, einerseits auf Höhe HWK
3/4
sowie okzipital. Erschwerend kämen eine Wirbelsäulenfehlform mit Abflachung der oberen BWS,
eine
insuffiziente Stabilisierungsfähigkeit und mehrsegmentale Dysfunktionen hinzu.
Eine signifikante Verbesserung der
Sta
bilisierungsfähigkeit
der HWS durch aktive Physiotherapie sei bisher schmerz
haft und aufgrund der eingeschränkten
segmentalen Beweglichkeit sowie der
Fehlform
der HWS nicht möglich gewesen. Diese sei allerdings für eine
Beschwerdelinderung sowie zur Verbesserung der Belastungsf
ä
higkeit
cervikal
und
im
cervikoth
o
rakalen
Übergang zwingend nötig. Zur Intensivierung der konservativen Therapie werde einerseits eine sanfte Mobilisation der oberen BWS in Kombination mit gezielter, vorsichtiger Stärkung der Stützmuskulatur der HWS angeraten.
Mehrmals täglich sollten sanfte Eigenübungen durchge
führt werden. Zudem könne der Versicherte in
der
Selbstmobilisation der BWS instruiert werden. Dazu komme ergänzend die analgetische Therapie und die Korrektur eines Vitamin D Mangels
.
Die
psychiatrische Beurteilung
habe
keine neuen Erkenntnisse
ergeben
(S. 6)
.
Empfohlen wurden
unter anderem eine
manualtherapeutische
Mobilisation, aktive Phy
s
iotherapie trotz der Schmerzen, Analgetika
sowie die Evaluation der Intensivierung der
Therapie der
posttraumatischen Belastungsstörung
. Im Anschluss
an die Abklärungen insbesondere in Bezug auf das Lipom am rechten Beckenkamm (vgl. S. 4)
könne
ein
Arbeitsassessment
erfolgen
(
S. 6 f.;
vgl. auch den Zwischenbericht des Schmerzam
b
ulatoriums vom 2
8.
März 2013,
Urk.
10/196)
.
3.15
Aus der Anfrage zur Kostenübernahme einer Therapie mit
Capsaicin
8
%
(
Qutenza
) des
Spitals B._
vom 2
4.
April 2013 geht die Diagnose von neurogenen Schmerzen in der Schulter links im Rahmen einer traumati
schen Schädigung der Wurzel C4
hervor.
Es liege eine schwere
neuropatisch
bedingte Schmerzkrankheit vor, welche trotz langwieriger und ausgebauter Schmerztherapie nur ungenügend kontrolliert werden könne. Die
Schmerz
symptome
seien stark lebensqualitäts-einschränkend. Auch wenn Ver
sicherer bei dieser Indikation gemäss Spezialitätenliste nicht verpflichtet seien, die Kosten zu übernehmen, werde um ausnahmsweise Kostenübernahme ersucht (
Urk.
10/190).
Eine entsprechende Behandlung auf Probe für vier Monate wurde mit Schreiben
der SUVA
vom 2
9.
April 2013 bewilligt (
Urk.
10/192).
3.
16
Am 2
4.
April 2013 berichteten
Prof.
Dr.
G._
und
Dr.
med. C.
L._
, Assistenz
arzt,
Klinik für Unfallchirurgie des
Spitals B._
dem Hausarzt des Beschwerdeführers und nannten die bekannten Diagnosen. Der Beschwerdeführer habe über eine geringe Beschwerdelinderung im Bereich der HWS aufgrund der nun wärmeren Temperaturen
berichtet. Eine Reduktion der Schmerzmedikation habe jedoch nicht erzielt werden können.
Der Befund der HWS sei im Wesentlichen unverändert.
Nach dem elektrophysiologischen Aus
schluss einer chronischen
cervikalen
Myelopathie werde Abstand von einer operativen Vorgehensweise genommen. Es werde
ebenfalls die physiotherapeu
tische
Beübung
und manuelle Therapie der HWS empfohlen. Eine Arbeitsunfä
higkeit bis zum nächsten Termin am 3
0.
April 2013 sei ausgestellt worden.
Die
weitere Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit solle der weiterbehandelnde Ar
zt
Dr.
M._
vornehmen
(
Urk.
10/199 S. 11 f.).
Im Bericht
vo
n
Prof
.
G._
vom 2
3.
April 2013
zu
Handen
des Rechtsvertre
ters des Versicherten
wurde festgehalten, aus
unfall
chirur
gischer
/orthopädischer Sicht werde die
Korporektomie
HWK 5 in Betracht gezogen. Dieser Eingriff könne jedoch gegebenenfalls nicht zu einer Verbesserung der Symptomatik führen. Vom 2
7.
Februar bis zum
3.
April 2014 sei der Beschwerdeführer auf
grund der Schmerzen zu 100
%
arbeitsunfähig. Im April sei eine erneute Arbeitsunfähigkeitsbeurteilung notwendig. Beim Verrichten einer
leidensange
passten
Tätigkeit solle der Versicherte keine beziehungsweise erträgliche Schmerzen verspüren. Um dies zu beurteilen
,
sei ein fachärztliches Gutachten erstrebenswert (
Urk.
10/199
S. 13 f.
).
3.
17
Am
5.
Juli 2013 b
ericht
eten
pract
. med.
N._
, Assistenzärztin, und
Dr.
med.
O._
, Oberarzt, Leiter Schmerzambulatorium
des Instituts für Anästhesio
logie
des
Spitals B._
,
dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers.
Der Beschwerdeführer
klage
über konstante Schmerzen mittig und im
Weicht
eilbereich
der mittleren HWS sowie über ausgeprägte Schmerzen okzipital beidseits, intermittierend mit
Triggerung
von unilateralen Kopfschmerzen. Die Flexion und die Rotation nach links seien relativ gut möglich. Im gesamten lin
ken oberen Quadrant ventral, frontal und dorsal bestehe eine Hypästhesie auf Berührung
.
Er verspüre
Dysästhesien
im Schulterbereich und die linke Hand sei insgesamt schwächer. Intermittierend komme
es zu einem Kribbeln in den Fin
g
ern III bis V links. Zudem störe ihn vordergründig ein lokaler Schmerz im Bereich der kranialen Narbe am Beckenkamm
,
vor allem ausgelöst durch den Hosenbund oder den Gürtel.
Die Beschwerden seien auf den Unfall vom 2
5.
Juli 2010 zurückzuführen. Der Beschwerdeführer leide unter chronischen,
cer
vikovertebralen
und
cervikocephalen
Schmerzen bei einem Status nach
Wir
belsäulentrauma
am 2
5.
Juli 201
0.
Das
Myelon
auf Höhe der Läsion sei frei, allerdings sei die physiologische HWS-Lordose aufgehoben und es fänden sich ausgeprägte Weichteilirrita
t
ionen, einerseits auf Höhe HWK 3/4 sowie okzipital
. Die Arbeitsfähigkeit könne im Rahmen eines
Arbeitsassessments
objektiv erfasst werden. Als Behandlung
smöglichkeiten
wurden die im
Bericht
der
Interdiszipli
näre
n
Schmerzsprechstunde
des
Spitals B._
vom
7.
April
2013
bereits erwähnten
(
vgl. E. 3.14
)
wiederholt
(
Urk.
10/208 =
Urk.
3/3)
.
4.
4.1
B
eim Unfall vom 2
5.
Juli 2010
zog sich der Beschwerdeführer
unbestritte
nermas
sen eine
verhakte
Facettengelenks-
Luxationsfraktur des HWK 3/4
zu. Zu
klären ist somit, ob und welche der nunmehr geklagten Beschwerden (Schmer
zen mittig und im Weichteilbereich der mittleren HWS sowie okzipital beidseits, intermittierend mit
Triggerung
von unilateralen Kopfschmerzen, Hypästhesie auf Berührung im gesamten linken oberen Quadrant ventral, fron
tal und dorsal,
Dysästhesien
im Schulterbereich und Schwäche der linken Hand, inter
mittierendes Kribbeln in den Fin
g
ern III bis V links, lokaler Schmerz im Bereich der kranialen Narbe am Beckenkamm, Schlafstörungen und psychische Beschwerden im Sinne einer posttraumatischen Belastungsstörung
, einer depressiven Symptomatik
und einer Angststörung
) auf die am 2
5.
Juli 2010 zugezogene Verletzung zurückzuführen sind.
Gemäss den
im Wesentlichen übereinstimmenden medizinischen Akten lieg
en
beim Beschwerdeführer nunmehr ein chronisches Schmerzsyndrom mit physi
schen und psychischen Anteilen
bei einem chronischen
cervikovertebrale
n
und
ce
r
vikocephalen
Schmerzsyndrom
,
bei einem Status nach Diskektomie HWK 3/4, partieller
Korporektomie
des HWK 4 sowie einer offenen Reposition und ventralen
Spondylodese
des HWK 3/4
mit Span vom rechten vorderen
Becken
kamm
und
CSLP am 2
6.
Juli 2010
, bei neuropathischen Schmerzen in der Leiste rechts nach Beckenspanentfernung und bei Status nach
Lipomextirpation
der Flanke rechts am 1
9.
Ok
to
ber 2012, bei einer posttraumatischen
Belastungsstö
rung
, einer depressiven Symptomatik
und bei einer Angststörung, nicht näher bezeichnet,
vor
(vgl. E. 3.12, 3.14, E. 3.16).
4.2
Entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin kann g
estützt au
f die vor
liegenden Akten
insbesondere
angesichts
einer allfälligen
im Raum stehenden und gemäss
Dr.
J._
zu Lasten der Unfall
versicherung gehenden weiteren Rückeno
peration (E.
3.9
) weder über die Frage des Endzustands, noch über die im Detail vorliegenden unfallkausalen Restbefunde oder über die daraus resul
tierende Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit
abschliessend
befunden werden
.
So
nahm SUVA-Kreisarzt
Dr.
C._
zu einer allfälligen weiteren
Rückenopera
tion
in seinem Bericht vom
9.
August 2012 nicht Stellung (E. 3.12). Während in den Berichten der Interdisziplinären Schmerzsprechstunde und des
Schmerz
ambulatoriums
des
Spitals B._
vor allem konservative
Therapie
massnahmen
genannt wurden (E. 3.14 und E. 3.17)
, nahm Prof.
G._
einmal von einer operativen Vorgehensweise Abstand, zog aber ein andermal eine
Kor
porektomie
HWK 5 mit Cage-Implantation in Betracht, jedoch unter dem Vor
behalt, dass dieser Eingriff gegebenenfalls nicht zu einer Verbesserung der Symptomatik führen könne (E. 3.16).
Somit kann gestützt auf die vorliegenden Akten nicht abschliessend beurteilt werden, ob eine allfällige weitere
Rücken
operation
positive Auswirkungen auf die Beschwerden und auf die Arbeitsfä
higkeit haben könnte, mithin, ob der Endzustand bereits erreicht ist.
Weiter
bestehen in Bezug auf d
as
Lipom
und die damit verbundenen Beschwer
den beziehungsweise Einschränkungen
Unklarheiten: Gemäss
dem
Bericht
der Interdisziplinären Schmerzsprechstunde des
Spitals B._
vom
7.
April 2013 habe das
Lipom schon vor der
Knochens
panentnahme
am Beckenkamm bestanden. Nach der Entnahme des Knochenspans sei das Lipom gewachsen. Bei Palpitation des Lipoms entstünden ziehende Beschwerden bis an den Übergang zwischen Hodensack und Oberschenkel, Schmerzen träten auch bei Wetter-Wechsel auf
(
Urk.
10/198 S. 4)
.
Es stellen sich betreffend das Lipom Fragen, auf welche der Bericht von SUVA-Kreisarzt
Dr.
C._
vom
9.
August 2012 keine An
t
worten bereithält, zumal diesbezüglich lediglich festgehalten wurde, es sei im Bereich der
Knochenent
nahmestelle
am Beckenkamm rechts eine Vorwölbung
im Sinne einer proxima
len
Inguinalhernie
respektive Muskelhernie
aufgetreten (E. 3.12).
Insbesondere ist nicht klar, welche Folgen die Knochenspanentnahme am Beckenkamm hatte und ob das Lipom auch ohne die Knochenspanentnahme die geklagten Beschwerden verursacht hätte. Weiter geht aus den Berichten nicht hervor, ob und für welche Beschwerden das (allenfalls unfallkausale)
L
ipom
(mit)
ver
antwortlich ist und inwiefern die geklagten Beschwerden die Arbeitsfä
higkeit zu beeinflussen vermögen.
Zudem
basiert die von der Beschwerdegegnerin angenommene 100%ige Arbeits
fä
higkeit in leidensangepassten Tätigkeiten
im Wesentlichen
lediglich auf der Ein
schätzung von SUVA-Kreisarzt
Dr.
C._
(
v
gl. E 3.12)
. Diese Ein
schätzung ist
nicht ohne
Weiteres
in Einklang zu bringen mit den von ihm fest
gestellten Befunden einer erheblichen Belastungsintoleranz und erheblichen Bewegungseinschränkung sowie belastungs- und bewegungsabhängigen Schmerzen.
Da
bei hielt auch
Dr.
J._
der SUVA Versicherungsmedizin in sei
ner Beurteilung vom
3.
August 2011 fest, dass
Restbeschwerden bei einer
Luxa
tionsfraktur
, welche eine erhebli
che Verletzung der HWS darstell
e
mit Beein
trächtigung der Weichteile, insbesondere Bänder und Gelenkkapsel, Band
scheibe und Knochen, stets zu befürchten seien (E. 3.9).
Entsprechend fan
den die Ärzte der Interdisziplinären Schmerzsprechstunde des
Spitals B._
, dass die physiologische HWS-Lordose aufgehoben sei
und
ausgeprägte Weichteilirritationen auf der Höhe HWK 3/4 sowie okzipital
bestünden
, wobei erschwerend eine Wirbelsäulenfehlform mit Abflachung der oberen BWS,
eine
insuffiziente Stabilisierungsfähigkeit und mehrsegmentale Dysfunktionen hinzu kämen (E. 3.14
, E. 3.17
)
.
Im Weiteren
findet die Arbeitsfähigkeitse
inschätzung
Dr.
C._
zumindest
vorerst
im Bericht der Interdisziplinären Schmerzsprechstunde des
Spitals B._
vom
7.
April 2013 (E. 3.14), im Bericht von
Prof.
Dr.
G._
und
Dr.
L._
des
Spitals B._
vom 2
4.
April 2013
beziehungs
weise vom 2
3.
April 2013
(E. 3.16) und im Bericht von
pract
. med.
N._
und
Dr.
O._
des
Spitals B._
vom
5.
Juli 2013 (E. 3.17) keine Stütze
.
So wurde im Bericht der Interdisziplinären Schmerzsprechstunde des
Spitals B._
vom
7.
April 2013 (E. 3.14) zur Bestimmung des Ausmasses der Arbeitsfähigkeit empfohlen, im Anschluss an weitere Abklärun
gen in Bezug auf das Lipom am rechten Beckenkamm, ein
Arbeitsassessment
durchzuführen.
Eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
bis zum
3.
beziehungsweise 3
0.
April 2013 wurde
sodann
i
n den
Bericht
en
von
Prof.
Dr.
G._
und
Dr.
L._
vom 2
3./2
4.
April 2013
attestiert sowie festgehalten, zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sei ein fachärztliches Gutachten erstrebenswert (E. 3.16).
Schliesslich wurde auch
im Bericht von
pract
. med.
N._
und
Dr.
O._
des
Spitals B._
vom
5.
Juli 2013 (E. 3.17)
angeführt, die Arbeitsfä
higkeit könne im Rahmen eines
Arbeitsassessments
objektiv erfasst werden.
4.3
Auch in Bezug auf die Einschätzung des Integritätsschadens durch
Dr.
C._
ergeben sich Widersprüche. So erhob
er
in seiner Beurteilung vom 1
0.
August 2012
als Befunde eine erhebliche Belastungsintoleranz, eine erhebliche
Bewe
gungseinschränkung
sowie belastungs- und bewegungsabhängige Schmerzen
. Demgegenüber hielt er bei der Schätzung des Integritätsschadens in Bezug auf die Funktionseinschränkung eine mässige Bewegungseinschränkung, eine
mäs
sige Belastungsintoleranz
und belastungsabhängige Schmerzen fest
(
Urk.
10/153
).
Widersprüchlich erscheint insbesondere die nicht begründete Dis
krepanz zwischen
des Schweregrades
der erhobenen Befunde (erheblich) und des Schweregrades der berücksichtig
t
en Funktionseinschränkung (mässig).
Des Weiteren ist die
getroffene Einreihung gemäss der Schmerzfunktionsskala (+ bis ++) angesichts der erhobenen erheblichen Belastungsintoleranz
und der vom
Spital B._
beschriebenen konstanten Schmerzen (
Urk.
10/198 S.
2)
nicht ohne Weiteres nachvollziehbar, zumal diesbezüglich keine Begrün
dung erfolgte.
4.4
Insgesamt erscheinen somit die von der SUVA getätigten Abklärungen nicht ausreichend, um die sich stellenden Fragen abschliessend
beantworten zu kön
nen.
Insbesondere blieben gewisse Fragen vollständig ungeklärt und gewisse
entscheidrelevante
Fragen in ungenügender Weise abgeklärt, weshalb eine Rückweisung gerechtfertigt ist (vgl. E. 1.6).
Aufgrund der Unklarheiten betref
fend
die unfallkausalen somatischen Restbefunde und das Ausmass der Arbeitsfähigkeit ist der
Einspracheentscheid
vom
1
0.
Juni 20
13
aufzuheben und die Sache an die SUVA zurückzuweisen, damit sie weitere Abklärungen tätige und hernach über die Ansprüche des Beschwerdeführers - insbesondere über eine Invalidenrente - neu befinde. Gestützt auf die Abklärungsergebnisse hat die
SUVA
zudem
über die adäquate Kausalität allfälliger festgestellter psychischer Beschwerden sowie die Integritätsentschädigung neu zu verfügen.
5.
Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal
tung zu weiterer Abklärung und neuem Entscheid als vollständiges Obsiegen (vgl. ZAK 1987 S. 268 f.
Erw
. 5 mit Hinweisen). Die Prozessentschädigung ist nach
Art.
61
lit
. g ATSG in Verbindung mit
§
34 des Gesetzes über das Sozial
versicherungsgericht ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, nach der Schwierigkeit des Prozesses, dem Zeitaufwand und den Barauslagen festzusetzen.
Der
unentgeltliche
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers
(
Urk.
17)
hat
mit
Hono
rarnote
vom 1
1.
Juli 2014
(
Urk.
28/2-3, vgl. auch
Urk.
28/1 und
Urk.
29
) zeitliche Aufwendungen von
24
Stunden
und 25 Minuten
und Barauslagen im Umfang von
Fr.
240.--
geltend gemacht
.
Unter Berücksichtigung eines
Stun
denansatzes
von
Fr.
250.-- und der Mehrwertsteuer beantrag
t
e er eine Entschä
digung von
Fr.
6‘851.7
0.
Die
geltend gemachten
Aufwendungen
sind
nicht
angemessen
.
Insbesondere erscheinen die diversen Aufwendungen im Zusam
menhang mit dem Steueramt nicht allesamt nachvollziehbar und das hier strit
tige Beschwerdeverfahren zu betreffen, zumal
selbst
nach der Eingabe betref
fend unentgeltliche Rechtsvertretung Kontakte mit dem Steueramt in Rechnung gestellt wurden.
Des Weiteren erfolgten auch nach Beschwerdeeingang diverse Kontakte mit Ärzten, welche in der Häufigkeit nicht nachvollziehbar sind, ins
besondere da sie in der Replik keinen Niederschlag fanden. Ferner erscheinen die Aufwendungen im Zusammenhang mit der Beschwerde
angesichts
der bereits verfassten Einsprache- und
Einsprachebegründung
als hoch
(
Urk.
10/183,
Urk.
10/195). Schliesslich
besteht kein Anlass, von dem
gerichts
üblichen
Stundenansatz von
Fr.
200.-- abzuweichen
. Dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ist somit
eine
-
im Vergleich zu
in ähnlichen Fällen zuge
sprochenen Prozessentschädigungen -
grosszügige aber gerade noch angemes
sene
E
ntschädigung von Fr. 4‘500.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwert
steuer) zuzusprechen.