Decision ID: 6ea9c848-2461-4341-bdca-728737d0ffbd
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._, geboren 1978, war zuletzt bis Ende November 2003 als Filial
leite
rin bei der Y._ AG im 100%-Pensum tätig (Urk. 8/5). Am 7. Oktober 2004 meldete sich die Versicherte unter Hinweis auf Rückenschmer
zen und psychische Beschwerden bei der Sozialversicherungsanstalt des Kan
tons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk. 8/1). Die IV-Stelle tätigte berufliche und medizinische Abklärungen und liess die Versicherte durch Dr. med. Z._, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, begutachten (Gutachten vom 20. August 2005, Urk. 8/20). Gestützt darauf sprach sie der Versicherten mit Verfügung vom 3. November 2005 per 1. September 2004 eine ganze Inva
liden
rente zu (Urk. 8/33). Anlässlich des im Oktober 2007 von Amtes wegen ein
geleiteten Revisionsverfahrens (vgl. Urk. 8/37) bestätigte die IV-Stelle mit Mitteilung vom 26. November 2007 die bisherige ganze Rente (Urk. 8/42).
1.2
Im August 2014 leitete die IV-Stelle ein weiteres Revisionsverfahren ein (vgl. Urk. 8/47), in dessen Rahmen sie die erwerblichen und medizinischen Ver
hältnisse abklärte und eine polydisziplinäre
Begutachtung der Versicherten veranlasste. Das A._ erstattete das Gutachten am 16. Juli 2015 (Urk. 8/73). Gestützt auf die gutachterliche Beurteilung stellte die IV-Stelle der Versicherten mit Vorbescheid vom 24. März 2016 die
Einstellung der Rente nach Zustellung der Verfügung auf Ende des folgenden Monats in Aussicht
(Urk. 8/81). Nach dagegen erhobenem Einwand vom 6. Juni 2016 (Urk. 8/87) verfügte die IV-Stelle am 26. Juli 2016
die Aufhebung der Rente
wie vorbeschieden
(Urk. 2).
2.
Dagegen erhob die Versicherte am
14. September
2016 Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung
vom 26. Juli 2016
sei aufzuheben und es sei
die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihr die bisherige Invalidenrente weiterhin auszurichten
(Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom
9. November
2016 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk.
7
, unter Beilage ihrer Akten, Urk.
8
/1-
95
), was der Beschwerdeführerin am
11. November 2016
zur Kenntnis gebracht wurde (Urk.
9
).
Mit Eingabe vom 25. Januar 2017 nahm die Beschwerdeführerin zur Beschwerdeantwort Stellung und reichte weitere Arztberichte ein (Urk. 12, Urk. 13). Diese wurden der Beschwerdegegnerin am 31. Januar 2017 zur Kenntnisnahme zugestellt (Urk. 14).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien sowie die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen
.

Das Gericht zieht in Erwägung:
1.
1.1
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Renten
be
zügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs
rechts, ATSG
). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidier
bar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich ge
bliebe
nen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E.
3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revisi
onsgrund im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige Ein
spracheentscheid, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E.
3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9
C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 2.
1 mit Hinweisen).
1.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.3
1.3.1
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken.
Rechtsprechungsgemäss ist bei psy
chischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelische
s Leiden
mit Krank
heitswert besteht, welche
s
die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG;
BGE 139 V 547
E. 5;
131 V 49
E. 1.2;
130 V 352
E. 2.2.1; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. De
zember 2015 E. 5
und 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E.
5.4.
).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychiatrische Diagnose voraus (vgl. BGE 130 V 396; Urteile des Bundesgerichts 8C_616/2014 vom 25.
Februar 201
5
E. 5.3.3.3 und 9C_739/2014 vom 30. November 2015 E. 3.2). Eine fachärztlich festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invali
dität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Es ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilen, ob und inwiefern der versicherten Person trotz ihres Leidens die Verwertung ihrer Restarbeitsfähigkeit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden ausgeglichenen Arbeits
markt noch sozial-praktisch zumutbar und für die Gesellschaft tragbar sei (BGE 141 V 281 E. 3.7.3; 136 V 279 E. 3.2.1; BGE 127 V 294 E. 4c; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 20
15 E. 5 und 8C_731/2015 vom 18.
April 2016 E. 4.1).
1.
3
.2
Mit
BGE 141 V 281
hat das Bundesgericht seine bisherige Rechtsprechung zur Invaliditätsbemessung bei Schmerzstörungen ohne erkennbare organische Ursa
che und vergleichbaren psychosomatischen Leiden (BGE 130 V 352 u
nd an
schliessende Urteile) ange
passt und festgehalten, dass die Invaliditätsbemessung stärker als bisher den Aspekt der funktionellen Auswirkungen zu berücksichti
gen hat, was sich schon in den diagnostischen Anforderungen niederschlagen muss. Auf der Ebene der Arbeitsunfähigkeit bezweckte die durch BGE
130 V 352 begründete Rechtspre
chung die Sicherstellung eines gesetzmässigen Versi
cherungsvollzuges mittels der Regel/Ausnahme-Vorgabe beziehungsweise (seit E. 7.3 von BGE 130 V 396 und BGE 131 V 49) der Überwindbarkeitsvermutung. Deren Rechtsnatur kann offen bleiben. Denn an dieser Rechtsprechung ist nicht festzuh
alten. Das bishe
rige Regel/Ausnahme-Modell wird durch ein st
rukturier
tes Beweisverfahren er
setzt. An der Rechtsprechung zu Art. 7 Abs. 2 ATSG
ausschliessliche Berücksichtigung der Folgen der gesundheitlichen Beein
trächti
gung und objektivierte Zumutbarkeitsprüfung bei materieller Beweis
l
ast der rentenansprechenden Per
son (Art. 7 Abs. 2 ATSG)
ändert sich dadurch
nichts. An die Stelle des bishe
rigen Kriterienkatalogs (bei anhaltender somatoformer Schmerzstörung und vergleichbaren psychosomatischen Leiden) trete
n im Regelfall beachtliche Stan
dardindikatoren. Diese lassen sich in die Ka
tegorien Schweregrad und Konsis
tenz der funktionellen Auswirkungen einteilen. Auf den Begriff des primären Krankheitsgewinnes und die Präpon
deranz der psychiatri
schen Komorbidität ist zu verzichten. Der Prüfungsraster ist rechtlich
er Natur. Recht und Medizin wir
ken sowohl bei der Formulierung der Standardindikato
ren wie auch bei deren – rechtlich gebotener – Anwendung im Einzel
fall zusammen. Im Grunde konkre
tisieren die in E. 4 und 5 for
mulierten Beweis
themen und Vorgehensweisen für die Invaliditätsbemessung bei psychosomati
schen Leiden die gesetzgeberischen Anordnungen nach Art. 7 Abs. 2 ATSG. Die
Anerkennung eines rentenbegrün
denden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, w
enn die funktionellen Auswirkun
gen der medizinisch fest
gestellten gesund
heitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) über
wiegender Wahrscheinlich
keit nachgewiesen sind. Fehlt e
s da
ran, hat die Folgen der Beweislosigkeit nach wi
e vor die materiell beweisbelas
tete versicherte Person zu tragen (E. 6).
Die im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren, welche nach gemeinsamen Eigenschaften systematisiert werden können, umschreibt das Bundesgericht in BGE 141 V 281 wie folgt:
-
Kategorie „funktioneller Schweregrad"
-
Komplex „Gesundheitsschädigung"
-
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde
-
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder –resistenz
-
Komorbiditäten
-
Komplex „Persönlichkeit" (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res
sourcen)
-
Komplex „Sozialer Kontext"
-
Kategorie „Konsistenz" (Gesichtspunkte des Verhaltens)
-
gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen ver
gleich
baren Lebensbereichen
-
behandlungs- und eingliederungsanamnestis
ch ausgewiesener Lei
dens
druck
1.4
Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 70 Prozent, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie min
destens zu 60 Prozent, auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 Pro
zent, oder auf eine Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 40 Prozent invalid sind.
1.5
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
1.6
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu
stellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vor
liegen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beant
wortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychischen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinandersetzung mit den Vorakten abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebenenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversiche
rung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann Fredenhagen, Das ärztliche Gut
achten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin erwog in der angefochtenen Verfügung im Wesentli
chen, gemäss Gutachten des A._ habe sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin wesentlich verbessert. Der Beschwerdeführerin sei eine leidensangepasste Tätigkeit zu 70 % zumutbar (Urk. 2).
2.2
Die Beschwerdeführerin machte ihrerseits im Wesentlichen geltend, das A._
Gutachten beruhe auf unvollständigen Akten und genüge daher den gesetzli
chen Anforderungen nicht (Urk. 1 S. 9 f.). Darüber hinaus hätte die Begut
ach
tung auch die Fachgebiete ORL, Pneumologie und Kardiologie umfassen müs
sen, da in diesen Bereichen chronische Beschwerden bestünden. Insbesondere sei sie durch Asthma bronchiale stark eingeschränkt (Urk. 1 S. 10 f., Urk. 12 S. 2 f.). Im Weiteren sei
eine Verbesserung des Gesundheitszustandes
in
ortho
pädischer Hinsicht nicht erstellt
(Urk. 1 S. 11). In psychiatrischer Hinsicht sei
keine Prüfung der gemäss neuer Rechtsprechung beachtlichen Indikatoren erfolgt.
Zudem handle es sich bei der psychiatrischen Beurteilung lediglich um eine Neubeurteilung eines unveränderten Sachverhalts (Urk. 1 S. 11 f.).
3.
3.1
Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Ände
rung des Invaliditätsgrades bilde
t
die ursp
rüngliche
Rentenverfügung vom
3. November 2005, mit welcher der Beschwerdeführerin per 1. September 2004 eine ganze Rente bei einem Invaliditätsgrad von 100 % zugesprochen worden war
(Urk.
8/33
, vgl. E.1.
1
). Diese
Verfügung
basierte im Wesentlichen
auf fol
genden medizinischen Berichten:
3.2
Die Ärzte der B._ Klinik führten im Bericht vom 26. Oktober 2004 (Urk. 8/8/5-7) aus, bei der Beschwerdeführerin bestünden mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein lumbospondylogenes Schmerzsyndrom aktuell links betont bei/mit myofascialer Schmerzsymptomatik, deutlicher muskulärer Dys
balance, kleiner mediolateraler Diskushernie L5/S1 mit leichter Dorsalverlage
rung S1-Nervenwurzel rechts, sowie eine Depression. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bestünden unter anderem ein chronisches zervikovertebrales Schmerzsyndrom sowie eine Insertionstendinose Pes anserinus links. Aus rheu
matologischer Sicht sei die Beschwerdeführerin in einer leichten bis mittel
schweren Tätigkeit ohne Heben von schweren Lasten zu 50 % arbeitsfähig. Die bisherige Tätigkeit als Verkäuferin mit viel körperlicher Arbeit sei nicht sinn
voll.
3.3
Der behandelnde Psychiater der Beschwerdeführerin, Dr. med. C._, nannte im Bericht vom 17. Dezember 2004 (Urk. 8/14) die Diagnose mittelgra
dige depressive Episode mit somatischem Syndrom bei Lumboischialgien infolge einer Diskushernie. Die Depression sei überwiegend als Begleit-Morbus zu ver
stehen. Ab September 2004 bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Aus psychiatrischer Sicht könne später eine Teilzeit-Arbeitsfähigkeit von 50 % erwogen werden. Es werde eine Neubeurteilung in einem Jahr empfohlen.
3.4
3.4.1
Im August 2005 wurde die Beschwerdeführerin psychiatrisch begutachtet. Dr. Z._ nannte im Gutachten vom 20. August 2005
(Urk.
8/20) folgende Diagnosen:
Chronische schwere Depression nach ICD-10 F32.2, chronisches lumbales zervikales Schmerzsyndrom sowie Adipositas. Der Gutachter hielt fest, es bestehe der Verdacht,
dass die
Beschwerdeführerin über
eine anankastische, übergewissenhafte Persönlichkeit
verfüge
. In ihrem Beruf
habe
sie sich möglich
erweise im Übermass ein
gesetzt und sie neige
zu Selbstüberforderung. Sie
habe
kurzdauer
nde depressiv gefärbte Erschöpf
ungszustände
gehabt und
Rücken
schmerzen nach Möglichkeit
ignoriert.
Sie
habe
mit zwanzig Jahren
geheiratet
und in den
folgenden
drei Jahren mit Komplikationen zwei Kinder
geboren
. Mit Beruf und Familie
sei
sie zunehmend in eine Überforderung
geraten
. Das Fass zum Überlaufen
gebracht habe
Ende Juli 2003 ein Diebstahl in ihrer Filiale und die fehl
ende Unter
stützung durch den Arbeitgeber. Die
Beschwerdeführerin sei
in einen
akuten schweren depressiven Zu
stand mit Resignation
,
Inappeten
z und Zunahme des Schmerzsyndroms geraten. Entsprechend ihrer moralischen
Ein
stellung
habe
sie die Arbeitsstelle
gekündigt und sei nach den Ferien
ab
Sep
tember 2003 arbeitsunfähig
geschrieben
worden (Urk. 8/20/8).
3.4.2
Dr. Z._ führte aus, d
e
r psychopathologische Zustand der Beschwerdeführerin habe zu einem Teufelskreis geführt und di
e Depression
habe
sich nach
einem Jahr noch weiter verschlimmert
.
Ein weiterer
Grund
sei gewesen
, dass die
Beschwerdeführerin
ungewollt erneut schwanger
geworden
und in massive Gewissensbisse
geraten sei
.
Aktuell
besteh
e
weiterhin ein schwerer depressiver Zustand mit seit zwei Jahren anhaltender
,
kontinuierlicher und ernsthafter Suizidalität und schwerer Apathie, sodass die
Beschwerdeführerin
meist beschäftigungslos bleib
e
und sich an der Haushaltarbeit nur spärlich beteilig
e
. Sie
habe
Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Appetitstörungen und
leide unter
Erbrechen
und
eine
r
enorme
n Geräuschempfindlichkeit
. Sie ha
be
sich völlig zurückgezogen, manchmal auch innerhalb der Familie. Zeitweilig besteh
e
ein agitierter Zustand mit Ängsten, die im Zusammenhang mit der Depression aufgetreten
seien
. Es
bestünden
manchmal panikartige Ängste mit Verwirrthei
t und körperlichen Verletzungen und
gelegentlich parano
ide Erscheinungen, Angstträume sowie
auswärtige Platzangst ver
bunden
mit
einer
Paniksympto
matik
(Urk. 8/20/9)
.
3.4.3
Der Gutachter hielt zusammenfassend fest, e
ine Besserung des Zustandes
sei
nicht abzusehen. Im klinischen Eindruck
habe sich
die schwere depressive Apathie
bestätigt
. Die
Beschwerdeführerin
sei
aus psychiatrischer Sicht seit September 2003
generell zu praktisch 100
%
und
im Haushalt zu mindestens 70
% arbeitsunfähig.
Prognostisch
sei
mittelfr
istig keine Besserung abzusehen
. Bei den Befunden steh
e
die schwere Apathie im Vordergrund, sodass die
Beschwerdeführerin
keinerlei Konzentration und Energie für irgendeine länger
dauernde Beschäftigung h
abe
. We
it
ere therapeutische Optionen
gebe es nicht und die Beschwerdeführerin
schein
e
nicht über die psychischen Bewältigungs
fähigkeiten zu verfügen, um de
n Anforderungen und Auseinander
setzungen in der Berufsausübung und der Familie zu genügen
(Urk. 8/20/9-10)
.
4.
4.1
In der rentenaufhebenden Verfügung vom
26. Juli 2016
(Urk. 2) stützte sich die Beschwerdegegnerin in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen auf das poly
disziplinäre Gutachten des
A._
vom 16. Juli 2015 (Urk. 8/73)
.
Darin
werden die bis zur Begutachtung der Beschwerdeführerin aktenkundigen medizinischen Berichte zusammengefasst (Urk.
8/73/4-10
), weshalb sie an dieser Stelle nicht noch einmal wiedergegeben werden. Soweit erforderlich, wird in den nachfol
genden Erwägungen darauf Bezug genommen.
4.2
Die
Beschwerdeführerin wurde internistisch, orthopädisch sowie psychiatrisch begutachtet. Die Gutachter stellten folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die
Arbeits
fähigkeit: (1) Chronisches, myofascialbetontes cervikovertebrales Schmerz
syndrom,
bildgebend nur geringe degenerative V
eränderungen ohne Neuro
kompressi
on
, (2) c
hronisches rechtsbetontes lumbospondylogenes Syn
drom
,
bildgebend lumbosakrale Diskushernie ohne Neurokompression
,
para
lumbale muskuläre Dysbalance und Insuffizienz des Rumpfes
, (3) a
kzentuierte Persönlichkeitszüge mit narzisstisch-
verletzlichen
, leistungsorientierten Antei
len
, (4) a
nhaltende soma
t
oforme Schmerzstörung
sowie (5) r
ezidivierend depressive Störung, gegenwärtig leichtgradig
. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bestünden unter anderem ein klinisch deutliches Karpaltun
nelsyndrom, rechts mehr als links, ein unklares Schmerzsyndrom rechtes Sprunggelenk, Verdacht auf Tarsaltunnelsyndrom, eine laut Akten beginnende hypertensive Herzerkrankung mit leicht konzentrischer Hypertrophie des linken Ventrikels, allergisches Asthma bronchiale, allergische Rhinitis, sowie chronisch rezidivierende Sinusitiden (Urk. 8/73/35-36). Aus allgemeinmedizinischer Sicht bestünden keine Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 8/73/37).
4.3
4.3.1
Der orthopädische Gutachter führte aus, b
ereits
im Jahr 2004
sei
von einer myofascialen Schmerzsymptomatik die Rede
gewesen. A
uch bildgebend
habe sich
bereits
damals eine lumbosakrale Diskushernie
ergeben
. Im weiteren Ver
lauf
sei
es zu einer Schmerzausweitung mit Entwicklung eines cervikovertebra
len Schmerzsyndroms
gekommen
.
Gegenwärtig lokalisier
e
die
Beschwerde
führerin
ihre Beschwerden in vier verschiedenen Körperregionen,
nämlich
im Schulter-Nacken-Bereich, im Bereich der Hände,
im tiefsitzend lumbalen Bereich
mit Ausstrahlungen in die rechte untere Extremität und seit einigen Wochen am rechten Sprunggelenk. Dabei
sei
der klinische Befund relativ unauffällig
gewesen. D
ie Wirbelsäule
sei
in allen Etagen frei beweglich
gewesen und es habe sich
lediglich eine mediof
a
sciale Symptomatik im Schulter-Nacken-Bereich und vor allem am lumbosakralen Übergang mit einer paralumbalen muskulären Dysbal
an
ce
gezeigt
. Insgesamt
habe die Beschwerdeführerin
dekon
ditioniert mit einer
I
nsuffizienz des Rumpfes
gewirkt.
Klinisch objektivierbar
sei
eine Hyposensibilität entsprechend einer Kompression des Nervus medianus rechts mehr als links
gewesen.
Bildgebend
habe sich
2015 wie auch schon
im Jahr
2004 eine Diskushernie in Höhe von L5/S1 mit einer präsakr
alen Spon
dylarthrose gezeigt.
Die lumbospondylogene Symptomatik
lasse
sich mit den bildgebenden Veränderungen erklären. Die degenerativen Veränderungen im Nackenbereich
seien eher gering
. S
t
rukturelle Ver
l
etzungsfolgen am rechten Sprunggelenk
bestünden
nicht
(Urk. 8/73/20-21, Urk. 8/73/36-37)
.
4.3.2
Der Gutachter hielt fest, der Beschwerdeführerin seien
keine schweren körperli
chen Tätigkeiten mit He
ben von Lasten über 10 kg zumutbar
. Auch Tätigkeiten mit häufigem Bücken oder Überkopfarbeiten
seien
kontraindiziert. Diese Ein
schätzung
gelte
laut Akten seit 2004, als die Diagnose einer Diskushernie erst
mals gestellt
worden sei
. Dagegen
seien
leichte bis mittelschwere Tätigkeiten, wechselweise im Sitzen und im Stehen vollschichtig möglic
h. Aus rein orthopä
discher Sicht sei
eine retrospektive Beurteilung aufgrund der Aktenlage schwierig zu eruieren. Bezogen auf die aktuelle Statuserhebung besteh
e
ab Gut
achten
datum
eine
vollschichtige Arbeitsfähigkeit
für eine leic
hte bis mittel
schwere, adaptiert
e Tätigkeit
(Urk. 8/73/21-22, Urk. 8/73/37).
4.4
4.4.1
Der psychiatrische Gutachter hielt fest,
die Beschwerdeführerin habe in der Untersuchung einen leicht geminderten Antrieb bei vorerst etwas geminderter Psychomotorik
gezeigt
.
Mo
mentweise
habe sich
beim Gespräch über ihre Beschwerden
eine
eher unsicher monotone Stimmfärbung
gezeigt
.
Es habe ein s
ich unauffällig entwickelnder, tragfähiger affektiver Rapport
bestanden
. Formal
habe eine
gewisse Einengung des Gedankenganges auf die Schmerzen und die depressiven Verstimmungen
bestanden. P
hasenweise
habe die Beschwerde
führerin
eher defizitorientiert, vage
und
unpräzi
s berichtet und ihre
Antworten zum Beispie
l beim Gespräch über die Kinder plastisch ausgeführt.
Überwertige Ideen, Wahn, Phobien, Wahrnehmungsstörungen und Ich-Störungen
hätten
nicht nachgewiesen werden
können
. Die
Beschwerdeführerin
habe
sich in leichtgradig depressiver Verstimmung bei leichtgradig eingeschränkter Modula
tionsfähigkeit der Stimmung
befunden.
Es hätten eine
leichtgradige
Freudlosig
keit, ein leichtgradiger Int
eressenverl
ust sowie eine leichtgradige Adynamie bestanden. Bei hintergründig
leichtgradig
ängstlicher Verunsicherung habe
sie
eine insgesamt weiche, resonanzfähige Emotionalität
präsentiert. Sie habe eine
deutliche Somatisierung mit vorwiegend Vertreten eines somatischen Krank
heitskonzeptes
gezeigt (Urk. 8/73/26-27, Urk. 8/73/31, Urk. 8/73/39).
4.4.2
Der Gutachter hielt fest, die Beschwerdeführerin habe beim
Aufwachsen i
n
famili
ären Migranten
verhältnissen eine Persönlichkeitsakzentui
erung mit narz
i
sstisch-verletzlich, leistungsorientierten Anteilen
entwickelt
. Die
se
gut strukturierte Persönlichkeitsakzentuierung
habe aber
nicht ein Ausmass
erreicht, welches
es der
Beschwerdeführerin verunmöglicht h
ätte, sich persönlich, schu
lisch-beruflich, sozial und partnerschaftlich adäquat zu entwickeln.
Weiter habe sich auf
dem Hintergrund des Schmerzprozesses bei ausgeprägten psychoso
zialen Fakto
ren und emotionalen Konflikten eine anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung
entwickelt
. Die
Beschwerdeführerin habe
den Au
sbildungs
wunsch nicht umsetzen können und als
zweifache Mutter bei überlangen Arbeitszeiten und langem Arbeitsweg als Filialleiterin
gearbeitet. Sie sei u
nge
wollt zum dritten Mal schwanger
geworden und habe
wenig nach der psychia
trischen Exploration durch
den
Gutachter
Dr. Z._
im
Jahr 2005 ein drittes Kind geboren. Im Jahr 2009 habe sie nach einer
erneut ungewollte
n
Schwan
gerschaft
ihr viertes Kind geboren
.
Die
emotionalen Schwankungen und Ängste
seien
unter die anhaltende som
a
toforme Schmerzstörung
zu subsumieren
.
Im Weiteren werde i
n den Akten die Diagnose einer rezidiviere
nd-depressiven Störung gestellt, wobei sich die Beschwerdeführerin a
nl
ä
sslich
der
Exploration in einer gegenwärtig
leichtgradigen rezidivierend
-depressiven
Störung befunden habe (Urk. 8/73/27-28, Urk. 8/73/38-39).
Anlässlich
der
Laboruntersuchung
seien
Tramadol, Duloxetin und Chorprothixen im therapeutisch wirksamen Bereich
gewesen (Urk. 8/73/31-32, Urk. 8/73/39-40)
.
4.5
Die Gutachter führten im Rahmen der Konsenskonferenz aus,
in Anbetracht der orthopädisch-rheumatologischen Gegebenhei
t
en
seien der Beschwerdeführerin
keine schweren körperlichen Tätigkeiten mit Heben von Lasten
über 10 kg
zuzumuten und
Tätigkeiten mit häufigem Bücken oder
Überkopfarbeiten
kontraindiziert. Eine Tätigkeit als Verkäuferin oder als Filialleiterin
sei ihr
nicht mehr zuzumuten. Diese Einschätzung
gelte laut den Akten seit dem Jahr
2004, als die Diagnose einer Diskushernie erstmals gestellt
worden sei
. Aus psychia
trischen Gründen
bestehe
sowohl in bisheriger wie
adaptierter Tätigkeit eine 30%ige Rendement-
Verminderung. Psychiatrischerseits
sei
in Bezug auf die Begutachtung durch
Dr. Z._
im
August 2005 eine diagnost
ische Umwertung
erfolgt
. Psychop
a
thologisch
sei
es zwischenzeitl
ich zu einer Besserung gekom
men
.
Diese
Einschätzung
gelte
ab Gutach
t
ensdatum.
4.6
Zusammenfassend hielten die Gutachter fest, der
Beschwerdeführerin sei
die Arbeit als Verkäuferin
respektive
Filialleiterin nicht mehr zumu
t
bar.
F
ür eine leichte bis mittelschwere
adaptierte Tätigkeiten bestehe
a
us rein orthopädischer Sicht
ab Gutachtendatum eine vollschichtige Arbeitsfähigkeit und au
s psychia
trischen Gründen
eine
30%ige Rendement-Verminderung
(Urk. 8/73/39
40). Die Beschwerdeführerin erhalte i
n unterschiedli
chen Abständen Physiotherapien. Sie befinde
sich seit Jahren in in
t
egrativ-psychia
tri
scher Behandlung
und
erhalte
eine suffiziente psychoph
a
rmakologische Behandlung.
Di
e Indikation
hierzu
sei
weiterhin gegeben
(Urk. 8/73/41)
.
5.
5.1
Das polydisziplinäre Gutachten des
A._
vom 16. Juli 2015 erfüllt sämtliche rechtsprechungsgemäss erforderlichen Kriterien für beweiskräftige ärztliche Entscheidungsgrundlagen (vgl. E. 1.
6
).
Es ist für die zu beantwortenden Fragen umfassend,
beruht auf fachärztlichen Untersuchungen und wurde in Kenntnis der relevanten Vorakten (Urk.
8/73/3-10
) abgegeben. Die Gutachter setzten sich ausführlich mit der persönlichen, beruflichen und gesundheitlichen Entwicklung der Beschwerdeführerin auseinander und nahmen zu früheren medizinischen Beurteilungen
und insbesondere dem psychiatrischen Gutachten von Dr. Z._
Stellung (Urk.
8/73
/
22, Urk. 8/73/33
). Die von der Beschwerdeführerin geklag
ten Beschwerden wurden berücksichtigt und die Gutachter setzten sich mit diesen hinreichend auseinander. Die medizinischen Zusammenhänge wurden einleuchtend dargelegt und die Schlussfolgerungen nachvollziehbar begründet. Insbesondere erlaubt das Gutachten auch eine schlüssige Beurteilung im Lichte der gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung relevanten Indikatoren (vgl.
nachfolgend E.
5.4.3
).
5.2
Was die Rüge der Beschwerdeführerin, das Gutachten sei nicht in Kenntnis der vollständigen Akten erstellt worden, da die Beschwerdegegnerin die Akten der Krankentaggeldversicherung nicht beigezogen habe (E. 2.2), betrifft, ist nicht ersichtlich und wird darüber hinaus von der Beschwerdeführerin auch nicht substantiiert dargelegt, inwiefern diese Akten einen Einfluss auf die Beurteilung ihres aktuellen Gesundheitszustandes hätten. Die entsprechende Begutachtung durch den Vertrauensarzt des Krankentaggeldversicherers erfolgte offenbar im Rahmen der Abklärung der gesundheitlichen Situation der Beschwerdeführerin im ursprünglichen Rentenverfahren. Über diese wurde mit Verfügung vom 3. November 2005 (Urk. 8/33) rechtskräftig entschieden. Eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes, wie von der Beschwerdeführerin geltend gemacht, liegt damit nicht vor
, zumal die entsprechenden Akten heute gar nicht mehr erhältlich zu machen sind
(vgl. Urk. 8/89).
5.3
Die ursprüngliche Rentenzusprache erfolgte im Wesentlichen gestützt auf das psychiatrische Gutachten von Dr. Z._, welcher der Beschwerdeführerin bei der Diagnose einer chronischen schweren Depression nach ICD-10 F32.2 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit attestierte (vgl. E. 3.4). Im Vergleich zur Beur
teilung von Dr. Z._ konnte der psychiatrische A._-Gutachter anlässlich der Begutachtung im Jahr 2015 lediglich noch eine leichtgradige rezidivierende depressive Störung nach ICD-10 F33.0 feststellen und ging psychopathologisch von einer zwischenzeitlich eingetretenen Besserung aus (vgl. E. 4.4.1, E. 4.5, Urk. 8/73/34).
Diese Beurteilung ist mit Blick auf die Untersuchungsbefunde und die anamnestischen Angaben de
r
Beschwerdeführer
in
nachvollziehbar. Während
Dr. Z._
anlässlich der ersten Begutachtung im Jahr 2005
eine enorme Geräuschempfindlichkeit,
Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Appetitstörungen
sowie panikartige Ängste mit Verwirrtheit und gelegentlich paranoide Erscheinungen festgehalten hatte
(
E. 3.4.2
),
erhob der A._-Gutachter lediglich leichtgradige Befunde. Insbesondere äusserte die Beschwerdeführerin anlässlich der Begutachtung nur leichtgradige diffusere Ängste, war in ihrem Antrieb nur leicht vermindert und zeigte lediglich eine leichte Freudlosigkeit. Auch konnte der psychiatrische A._-Gutachter weder kognitive Störungen noch ein psychotisches oder psychosenahes Erleben und Verhalten eruieren (E. 4.4.1). Im Weiteren berichtete der A._-Gutachter, dass die Beschwerde
führerin mobil sei mit dem Auto, Haushaltarbeiten erledige, wenn es ihr akzep
tabel gehe,
den Sohn im Kindergarten ab
hole, intensive soziale Kontakte inner
halb der Familie pflege und alle zwei Jahre Ferien im Kosovo verbringe (Urk. 8/73/39). Dagegen hatte Dr. Z._ noch festgehalten, die Beschwerde
führerin
ha
be
sich völlig zurückgezogen
, sei bei schwerem, depressivem Zustand mit ernsthafter Suizidalität und schwerer Apathie meist beschäfti
gungslos und beteilige sich nur spärlich an der
Haushaltarbeit
(vgl. E. 3.4.2).
Damit liegt
eine
im Vergleich zur ersten Begutachtung im Jahr 2005 klinisch veränderte Befundlage
vor und es ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen
, dass im Zeitpunkt der ursprünglichen Rentenzusprach
e eine erheblich einschränkende
depressive Symptomatik bestand, welche im Verlauf
immer weiter
abklang und
anlässlich der aktuellen Begutachtung
nur noch leichtgradig vorlag. Damit handelt es sich entgegen dem Einwand der Beschwerdeführerin (vgl. Urk. 1 S. 11
f.)
bei der aktuellen Einschätzung nicht
lediglich
um eine andere Beurteilung
eines
gleichge
bliebenen Gesundheitszu
standes. Daran vermag auch der Umstand, dass der A._
Gutachter in Bezug auf das psychiatrische Gutachten von Dr. Z._ von einer „diagnostischen Umwertung“ sprach (vgl. E. 4.5, Urk. 8/73/34), nichts zu ändern,
hatte dieser doch nebst der Diagnose einer chronischen schweren Depression ein chronisches lumbales zervikales Schmerzsyndrom diagnostiziert sowie den Verdacht auf eine anankastische, übergewissenhafte Persönlichkeit genannt, während die Gutachter nunmehr - neben einer rezidivierend-depressiven Störung - von einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung sowie einer akzentuierten Persönlichkeit ausgehen (Urk. 8/73/33).
Zusammenfassend zeigt sich im Vergleich
zum Vorgutachten von Dr.
Z._
eine
wesentliche
Verbesse
rung des
psychischen
Gesundheitszustandes
der Beschwerdeführerin, womit ein Revisionsgrund gegeben ist.
5.4
5.4.1
In somatischer Hinsicht wurde im orthopädischen Teilgutachten
schlüssig darge
legt
, dass d
ie Beschwerdeführerin
in der ursprünglichen Tätigkeit als
Ver
käuferin und
Filialleiterin
aufgrund der im Jahr 2004 erstmals gestellten Diagnose einer Diskushernie nach
wie vor nicht arbeitsfähig
ist. Mit Blick auf die weitgehend unauffälligen
Untersuchungsbefunde
(vgl. E.
4.3.1, E. 5.4.2) überzeugt sodann die Einschätzung des orthopädischen Gutachters, wonach der Beschwerdeführerin
eine angepasste
leichte bis mittelschwere Tätigkeit
zumin
dest ab Datum der Begutachtung zu 100 %
zumutbar ist. Die rheumatologische Einschätzung wurde von der Beschwerdeführerin denn auch nicht weiter bestritten. Es bleibt darauf hinzuweisen, dass - d
a in psychischer Hinsicht eine relevante Verbesserung der gesundheitlichen Situation ausgewiesen, mithin bereits aus psychischer Sicht ein Revisionsgrund gegeben ist (vgl. 5.3) - vor
liegend entgegen dem Einwand der Beschwerdeführerin (E. 2.2) offen bleiben kann
, ob sich ihr Gesundheitszustand aus orthopädischer Sicht seit der ursprünglichen Rentenzusprache wesentlich verändert hat.
5.4.2
Soweit die Beschwerdeführerin mit Verweis auf die im Beschwerdeverfahren eingereichten Berichte des
D._
vom 11. August 2016 (Urk. 3, Urk. 13/1) sowie vom 3. Oktober 201
6
(Urk. 13/2) geltend machte, dass
sie unter starkem Asthma bronchiale leide und die Begutachtung auch die Bereiche ORL, Pneumologie und Kardiologie hätte umfassen müssen, ist darauf hinzuweisen, dass
dem internistischen Gutachter die
Beschwerden der Beschwerdeführerin in den entsprechenden Bereichen
und insbesondere
das
Asthmas bronchiale bekannt
waren, er diese aber als Diagnosen ohne Auswir
kung auf die Arbeitsfähigkeit einordnete
(vgl. Urk. 8/73/12, Urk. 8/73/16).
Sodann geht aus dem Gutachten nicht hervor, dass die Gutachter zur Vornahme einer umfassenden Beurteilung
noch zusätzliche Abklärungen
als nötig angese
hen hätten.
Hinzu
kommt,
dass der Beschwerdeführerin
im Zeitpunkt des Gut
achtenauftrags
mitgeteilt worden war, welche Fachdisziplinen die Begutachtung umfassen
würde (vgl. Urk. 8/54, Urk. 8/70), sie aber weder die ausgewählten Fachbereiche beanstandet noch den Einbezug weiterer Disziplinen gefordert hatte.
5.5
5.5.1
In psychiatrischer Hinsicht diagnostizierten die Gutachter eine r
ezidivierend depressive Störung, gegenwärtig leichtgradig
,
eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung
sowie
a
kzentuierte Persönlichkeitszüge mit narzisstisch-
ver
letzlichen
,
leistungsorientierten Anteilen
(E. 4.2) und
atte
stierten der Beschwer
deführerin eine insgesamt 30%ige Arbeitsunfähigkeit aus
psychiatrischen Grün
den
(E.
4.6
).
5.5.2
Vorab ist darauf hinzuweisen, dass
a
kzentuierte Persönlichkeitszüge (ICD-10 Z73.1) keinen rechtserheblichen Gesundheitsschaden zu begründen
vermögen
(Urteil des Bundesgerichts 8C_558/2015 vom 22. Dezember 2015 E. 4.2.4 mit Hinweis auf 9C_537/2011 vom 28. Juni 2012 E. 3.1).
5.5.3
Die
Beschwerdeführerin
wies sodann
zu Recht darauf hin, dass sich die Rechtspre
chung zu den somatoformen Schmerzstörungen geändert ha
t und im Gutachten
keine Prüfung der
neu
beachtlichen Indikatoren erfolgt
e
(E. 2.2). Dies bedeutet indes
nicht, dass das Gutachten nun ohne Weiteres seinen Beweiswert verlöre. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist vielmehr im Rahmen einer gesamthaften Prüfung des Einzelfalls mit seinen spezifischen Gegeben
heiten und den erhobenen Rügen entscheidend, ob das abschliessende Abstellen
auf die vorhandenen
Beweisgrundlagen im angefochtenen Entscheid vor Bun
desrecht standhält (vgl. Urteil des Bundesgerichtes 9C_739/2014 vom 30. November 2015 E. 2.2 mit Hinweisen). Massgebend ist somit, ob gestützt auf das vorliegende Gutachten die gemäss neuer Rechtsprechung (E. 1.
3.2
) relevan
ten Indikatoren hinreichend beurteilt werden können, was vorliegend der Fall ist.
Bei mässig ausgeprägten psychiatrischen Befunden
diagnostizierte
der
psychia
tri
sche Gutachter eine
komorbide psychische Störung
im Rahmen der leicht
gradig depressiven Episode.
Er hielt fest, es
bestehe ein mehrjähriger chro
ni
fi
zierter Krankheitsverlauf. Die Beschwerdeführerin befinde sich seit Jahren in integrativ-psychiatrischer Behandlung und erhalte eine suffiziente pyschophar
makologische Behandlung.
Diese
psychiatrische und medikamentöse Behand
lung
sei weiterhin indiziert, da die
Beschwerdeführerin davon profitiere und sich verstanden und unterstützt fühle
(
vgl. E. 4.5, Urk. 8/73/33
).
Der psychia
trische Gutachter befasste
sich sodann eingehend mit der Persönlichkeitsent
wicklung und -struktur
der Beschwerdeführerin (vgl. Urk. 8/73/27-28)
und
setzte
sich
mit de
ren
Ressourcen auseinander. Hierbei hielt er fest, dass ein sozialer Rückzug „nicht ansatzweise“ festgestellt werden könne (vgl. Urk. 8/73/33). Ebenso scheint eine
gleichmässige Einschränkung des Aktivitä
tenniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen
mit Blick auf die von der Beschwerdeführerin geschilderten Aktivitäten zumindest fraglich
.
Die Beschwerdeführerin verfügt nämlich durchaus über
Ressourcen
, geht einkaufen und spazieren, unternimmt Ferienreisen ins Heimatland und hat intensiven Kontakt zu ihrer Familie (vgl. Urk. 8/73/32).
5.5.4
Gesamthaft ist
damit
höchstens von einem mässigen Schweregrad und einer mässigen Konsistenz der funktionellen Auswirkungen der Schmerzstörung aus
zugehen.
U
nter Berücksichtigung
der aufgeführten Ressourcen der Beschwer
deführerin
lässt sich
e
ine höhere als die gutachterlich attestierte
- mit Blick auf das vorgenannte grosszügig ausgefallene -
30
%ige Arbeitsunfähigkeit
aufgrund der Einschränkungen der Beschwerdeführerin
jedenfalls
nicht begründen
.
5.6
Zusammenfassend
ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, dass sich
der Gesundheitszustand und damit die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin seit der Rentenzusprache im Jahr 2005 massgeblich verbessert haben
und
spä
testens ab dem Zeitpunkt der letzten Begutachtung und somit ab Mai 2015 (Urk. 8/73/1) in einer angepassten Tätigkeit
eine
(zumindest) 70
%
ige Arbeitsfä
higkeit besteht
. Aufgrund der beweiskräftigen medizinischen Aktenlage besteht kein weiterer Abklärungsbedarf (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_468/2007 vom 6. Dezember 2006 E.2.2 mit Hinweisen).
6.
6.1
Ausgehend von einer 70%igen Arbeitsfähigkeit in Verweistätigkeiten bleiben die erwerblichen Auswirkungen der Leistungsbeeinträchtigung zu prüfen.
6.2
6.2.1
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des Validen
ein
kommens entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr
scheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkom
mens
entwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fort
gesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrschein
lichkeit erstellt sein (BGE 139 V 28 E. 3.3.2; BGE 135 V 58 E. 3.1; BGE 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweis).
6.2.2
Von der Beschwerdeführerin werden keine Gründe dargelegt, aufgrund derer sich die Annahme rechtfertigen würde, dass sie heute im Gesundheitsfall bei gleicher Tätigkeit das von ihr geltend gemachte Einkommen von Fr. 84‘550.-- (F. 6‘500.-- x 13; vgl. Urk. 1 S. 12) erzielen würde. Vorliegend erfolgte die Kün
digung des Arbeitsverhältnisses bei der Y._ AG durch die Beschwerdeführe
rin aus krankheitsfremden – persönlichen (vgl. Urk. 8/5/1, Urk. 8/5/4) – Grün
den, weshalb die Lohnstrukturerhebungen (
LSE
) des Bundesamtes für Statistik heranzuziehen sind. Dabei rechtfertigt es sich aufgrund der Erwerbsbiografie der Beschwerdeführerin, gemäss welcher sie seit dem Jahr 1994 im Verkauf und seit 1998 als Filialleiterin ohne entsprechende Ausbildung tätig war (Urk. 8/5, vgl. auch Urk. 8/73/24), beim Valideneinkommen auf den standardisierten Durch
schnittslohn für praktische Tätigkeiten im Detailhandel im Wirtschafts
zweig des Dienstleistungssektors (Fr. 4‘296.--, LSE 2012, S. 35, Tabelle TA1, Kompetenz
niveau 2) abzustellen. Gestützt darauf ergibt sich angepasst an die Nominal
lohnentwicklung
für das Jahr 2015
ein Valideneinkommen von Fr. 54‘887.--.
6.3
6.3.1
Angesichts der Zumutbarkeit
einer
angepassten
Tätigkeit
im Rahmen eines 70%-Pensums
steht der Beschwerdeführerin eine breite Palette von Tätigkeiten offen. Es
ist daher nicht zu beanstanden und wird von der Beschwerdeführerin denn auch nicht bestritten, dass die Beschwerdegegnerin
für die Ermittlung des Invalideneinkommens auf den standardisierten Durchschnittslohn für einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art in sämtlichen Wirtschafts
zweigen des privaten Sektors gemäss
LSE 2012 abstellte (
Fr. 4‘112.
, S. 35, Tabelle TA1, Niveau 1)
und
für das Jahr 2015
ein an die Nominallohnentwick
lung angepasstes Einkommen
von Fr. 36‘989.-- im zumutbaren 70%-Pensum
errechnete.
6.3.2
Ein behinderungsbedingter
Abzug
vom
Tabellenlohn
ist entgegen dem Vorbrin
gen
der Beschwerdeführerin
(Urk. 1 S.
11
) nicht angemessen
.
Mit
Bezug auf
den
behinderungs- beziehungsweise leidensbedingten Abzug ist zu beachten, dass das medizinische Anforderungs- und Belastungsprofil eine zum zeitlich zumut
baren Arbeitspensum tretende qualitative oder quantitative Einschränkung der Arbeitsfähigkeit darstellt, wodurch in erster Linie das Spektrum der erwerbli
chen Tätigkeiten (weiter) eingegrenzt wird, welche unter Berücksichtigung der Fähigkeiten, Ausbildung und Berufserfahrung der versicherten Person realisti
scherweise noch in Frage kommen. Davon zu unterscheiden ist die Frage, ob mit Bezug auf eine konkret in Betracht fallende Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage verglichen mit einem gesunden Mitbewerber nur bei Inkauf
nahme einer Lohneinbusse reale Chancen für eine Anstellung bestehen. Ledig
lich wenn - auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt (zu diesem Begriff
BGE 110 V 273
E. 4b) - unter Berücksichtigung solcher Einschränkungen, die personen- oder arbeitsplatzbezogen sein können, kein genügend breites Spekt
rum an zumutbaren Verweisungstätigkeiten mehr besteht, rechtfertigt sich allenfalls ein (zusätzlicher) Abzug vom Tabellenlohn (Urteil des Bundesgerichts 9C_796/2013 vom 28. Januar 2014 E.
3.1.1
mit Hinweisen).
Es ist weiter darauf hinzuweisen, dass d
ie gesundheitlich bedingte Unmöglichkeit, weiterhin körper
lich schwere Arbeit zu verrichten, nicht auto
matisch zu einer
Verminderung des hypothetischen Invalidenlohnes
führt,
weil der Tabellenlohn im
Kompetenzni
veau 1
bereits eine Vielzahl von leichten und mittelschweren Tätigkeiten umfasst
(vgl. U
rteil des Bundesgerichts 9C_455/2013 vom
4.
Oktober 2013 E. 4.4).
Schliesslich vermag auch das
angeblich höhere Risiko, aus krankheits
bedingten Gründen der Arbeit fernbleiben zu müssen,
eben so wenig
einen
(zusätzli
chen) Tabellenlohnabzug zu begründen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_176/2012 vom 3. September 2012 E. 8 in fine)
wie auch das Ausüben eines 70%-Teilzeitpensums (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_72/2017 vom 19. Juli 2017, E. 4.3)
.
6.4
Die Gegenüberstellung von Valideneinkommen und Invalideneinkommen ergibt einen nicht rentenbegründenden
Invaliditätsgrad von rund
33
%.
7.
Nach dem Gesagten erweist sich die rentenaufhebende Verfügung vom 26. Juli 2016 als rechtens. Die Beschwerde ist abzuweisen.
8.
Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr.
8
00.-- festzusetzen und ausgangsgemäss von der Beschwerdeführerin zu tragen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG).