Decision ID: 5224efe9-ac44-524a-a2b4-5c344222ad15
Year: 2009
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Der Beschwerdeführer - ein irakischer Staatsangehöriger kurdischer Ethnie und sunnitischen Glaubens aus der nordirakischen Provinz  - suchte in der Schweiz am 29. August 2008 um Asyl nach.
Er brachte im Rahmen der Erstbefragung im Empfangs- und  B._ vom 16. September 2008 und der Anhörung nach Art. 29 Abs. 1 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) durch das BFM am 13. Januar 2009 im Wesentlichen vor, er habe im Jahr (...) als Kind zusammen mit seiner Familie in die  fliehen müssen. Im Jahr (...) seien sie in den Irak zurückgekehrt. Sie hätten zunächst (...) Jahre lang in C._ gelebt und seien  in ihr Dorf zurückgekehrt, wo sein Vater als (Beruf) gearbeitet habe. Als sein Vater (Jahreszahl) infolge türkischer Bombardierungen getötet worden sei, hätten sie (...) verkauft und das Dorf verlassen. Er sei mit (Familienangehörigen) zu (Verwandtem) nach D._ . Da dieser sie mit der Zeit jedoch schlecht behandelt habe, seien sie zu (Verwandtem) nach C._ gezogen. Dieser habe sie gut behandelt. Im Jahr (...) sei auch seine Mutter verstorben. Da das  im Irak sehr hart gewesen sei - er habe zwar genügend Geld , um sich und (...) zu ernähren, aber insgesamt habe er nicht gut gelebt - und er keine Zukunftsperspektiven gehabt habe, habe er sich zur Ausreise entschlossen. Er sei am 16. August 2008 ausgereist und sei mithilfe eines Schleppers via (Land) und ihm nicht bekannte  am 29. August 2008 illegal in die Schweiz eingereist.
B. Mit Verfügung vom 28. Januar 2009 - eröffnet am 29. Januar 2009 - stellte das BFM fest, dass der Beschwerdeführer die  nicht erfülle. Es lehnte das Asylgesuch ab und ordnete die  aus der Schweiz sowie den Wegweisungsvollzug an.
Zur Begründung führte das BFM im Wesentlichen aus, die Vorbringen des Beschwerdeführers hielten den Anforderungen an die  gemäss Art. 3 AsylG nicht stand. Gemäss eigenen  sei er weder politisch tätig gewesen noch habe er mit den  Behörden Probleme gehabt. Er habe hingegen unter den schwierigen Lebensbedingungen und fehlenden Zukunftsperspektiven gelitten. Solche Nachteile, welche auf die allgemeinen politischen,
Seite 2
D-1277/2009
wirtschaftlichen oder sozialen Lebensbedingungen in einem Staat  seien, stellten jedoch keine asylbeachtliche Verfolgung im Sinne von Art. 3 AsylG dar. Der Beschwerdeführer erfülle deshalb die Flüchtlingseigenschaft nicht, so dass sein Asylgesuch abzulehnen und die Wegweisung aus der Schweiz anzuordnen sei. Der Vollzug der Wegweisung sei zulässig, möglich und auch zumutbar. Der  stamme aus einer der drei von der kurdischen  kontrollierten nordirakischen Provinzen Dohuk, Erbil und , wo keine Situation allgemeiner Gewalt herrsche. Auch  keine individuellen Gründe gegen die Zumutbarkeit des . Der Beschwerdeführer sei ein gesunder, (...) Mann, der in C._ Verwandte habe, bei denen er wohnen könne. Er habe die Möglichkeit, sich vor Ort intensiv um Arbeit zu bemühen. Zudem stehe es ihm frei, bei der zuständigen kantonalen Behörde  zu beantragen, welche ihm den Wiedereinstieg im Heimatland  könne.
C. Mit Eingabe vom 27. Februar 2009 erhob der Beschwerdeführer gegen den vorinstanzlich verfügten Vollzug der Wegweisung beim  Beschwerde und ersuchte um Feststellung der  des Wegweisungsvollzugs und Anordnung der vorläufigen Aufnahme. In formeller Hinsicht ersuchte er zudem um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des  vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) und um Verzicht auf die Erhebung eines , wobei er die Nachreichung einer Fürsorgebestätigung in Aussicht stellte.
Der Beschwerdeführer brachte zur Begründung im Wesentlichen vor, er sei mit der Einschätzung des BFM, wonach ein  in die nordirakischen Provinzen Dohuk, Erbil und Sulaymaniya grundsätzlich zumutbar sei, nicht einverstanden. Zwar verfüge er im Nordirak über ein Beziehungsnetz, aber auf die Hilfe von (Verwandten) könne er sich nicht verlassen. Die wirtschaftlichen Verhältnisse seien äusserst schlecht. Alle müssten kämpfen, um zu überleben. Sein  bedeute deshalb nicht finanzielle Hilfe und . Zudem präsentiere sich die Sicherheitslage in der kurdischen Region gemäss Einschätzung verschiedener Organisationen ( Flüchtlingshilfe, Amnesty International, Amt des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen [UNHCR] etc.) als in-
Seite 3
D-1277/2009
stabil und unsicher. Er müsse deshalb bei einer Rückkehr damit , in eine existenzbedrohende Lage zu geraten. Es gäbe fast keine Hilfswerke, die im Irak arbeiten würden. Entgegen der Ansicht des BFM müsse im ganzen Land - auch in den drei genannten  Provinzen - von einer Situation allgemeiner Gewalt gesprochen werden. Ausserdem sei die Zukunft von Kurdistan nicht klar. In den letzten drei Jahren habe es in den drei genannten Provinzen mehrere Anschläge gegeben. Zudem stellten Drohungen und militärische  der Nachbarländer Türkei und Iran eine ernsthafte Gefahr dar. Durch den Einmarsch türkischer Bodentruppen in den Nordirak bestehe die Gefahr, Opfer eines Anschlags oder einer Bombardierung zu werden. Die gegenwärtige Lage sei zu instabil und die weitere  zu unsicher, als dass der Wegweisungsvollzug als zumutbar erachtet werden könnte.
D. Mit Zwischenverfügung vom 5. März 2009 stellte der Instruktionsrichter fest, dass der Beschwerdeführer den Ausgang des Verfahrens in der Schweiz abwarten könne. Gleichzeitig wies er die Gesuche um  der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG und um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses ab. Er setzte dem Beschwerdeführer eine Frist bis zum 20. März 2009 zur Zahlung eines Kostenvorschusses von Fr. 600.--, mit dem Hinweis, dass bei nicht fristgerechter Bezahlung auf die Beschwerde nicht  werden.
Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, eine erste  der Akten habe ergeben, dass die Beschwerde als aussichtslos zu qualifizieren sei. Namentlich die Schlussfolgerung des BFM,  der Wegweisungsvollzug als zumutbar (sowie zulässig und ) zu erachten sei, dürfte zu bestätigen sein, da er sowohl in  mit den gesetzlichen Bestimmungen als auch mit der  Praxis des Bundesverwaltungsgerichts bezüglich der  Provinz Dohuk erscheine. Die Ausführungen in der  erschienen nicht geeignet, zu einer vom BFM  Beurteilung zu führen, zumal sich auch aus der türkischen Militärpräsenz im Grenzgebiet, welche die Aktivitäten der dortigen PKK-Kämpfer und nicht die nordirakischen Kurden im Visier habe,  konkrete Gefährdung ableiten lasse.
Seite 4
D-1277/2009
E. Der Kostenvorschuss wurde am 16. März 2009 fristgerecht geleistet.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht  gegen Verfügung nach Art. 5 VwVG. Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende  im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das  ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden  und entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
1.2 Die Beschwerde ist form- und fristgerecht eingereicht. Der  ist durch die angefochtene Verfügung besonders  und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung  Änderung. Der Beschwerdeführer ist daher zur  der Beschwerde legitimiert (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1, 50 und 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist somit einzutreten.
2. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
3. Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in  Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters  einer zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachstehend aufgezeigt, handelt es sich vorliegend um eine solche, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG). Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde vorliegend auf die Durchführung eines Schriftenwechsels verzichtet.
Seite 5
D-1277/2009
4. Vorab ist festzustellen, dass sich die Beschwerde nicht gegen die Feststellung der Nichterfüllung der Flüchtlingseigenschaft, die  des Asylgesuchs und die damit verbundene Anordnung der  richtet. Die entsprechenden Dispositivziffern 1 bis 3 der  Verfügung vom 28. Januar 2009 sind somit in Rechtskraft erwachsen. Hingegen richtet sich die Beschwerde gegen den  verfügten Wegweisungsvollzug. Gegenstand des  Beschwerdeverfahrens bildet somit die Prüfung der Frage, ob sich der Wegweisungsvollzug als zulässig, zumutbar und möglich erweist, oder ob dem Beschwerdeführer die vorläufige Aufnahme zu gewähren ist.
5. Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich, so regelt das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des  vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und  [AuG, SR 142.20]).
5.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche  der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des  in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG).
5.1.1 Keine Person darf in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwungen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR .142.30]).
Dieses flüchtlingsrechtliche Rückschiebungsverbot schützt nur , welche die Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3 AsylG  Art. 1A FK erfüllen. Nachdem das BFM in seiner Verfügung vom 28. Januar 2009 rechtskräftig festgestellt hat, dass der  die Flüchtlingseigenschaft nicht erfüllt, kann das Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Rückschiebungsverbots vorliegend nicht zur  gelangen. Der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdefüh-
Seite 6
D-1277/2009
rers in den kurdisch verwalteten Nordirak ist demnach unter dem  von Art. 5 AsylG rechtmässig.
5.1.2 Gemäss Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der  Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4.  1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) darf niemand in einen Staat ausgeschafft werden, in dem ihm Folter oder eine andere Art unmenschlicher oder  Strafe oder Behandlung droht.
Weder aus den Aussagen des Beschwerdeführers noch aus den Akten ergeben sich Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall einer  in den Heimatstaat dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt wäre. Gemäss Praxis des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) sowie jener des UN-Anti-Folterausschusses müsste der Beschwerdeführer eine konkrete Gefahr („real risk“)  oder glaubhaft machen, dass ihm im Falle einer  Folter oder unmenschliche Behandlung drohen würde (vgl.  und Mitteilungen der Schweizerischen  [EMARK] 2001 Nr. 16 S. 122, mit weiteren Hinweisen). Dies ist vorliegend nicht der Fall.
5.1.3 Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung sowohl im Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig.
5.2 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug der Wegweisung für Ausländerinnen und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung festgestellt, ist - unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AuG - die vorläufige Aufnahme zu gewähren (vgl.  zum Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer vom 8. März 2002, BBl 2002 3818).
5.2.1 Das Bundesverwaltungsgericht ist aufgrund einer umfassenden Beurteilung der aktuellen Situation in den nordirakischen Provinzen Dohuk, Erbil und Sulaymaniya zum Schluss gekommen, dass in den drei kurdischen Provinzen keine Situation allgemeiner Gewalt herrscht
Seite 7
D-1277/2009
und die dortige Lage nicht dermassen angespannt ist, als dass eine Rückführung dorthin als generell unzumutbar betrachtet werden  (vgl. Entscheide des Schweizerischen Bundesverwaltungsgerichts [BVGE] 2008/5). Die türkische Militärpräsenz im Grenzgebiet bewirkt nicht eine Situation allgemeiner Gewalt in der Region. Im Visier des türkischen Militärs stehen die Aktivitäten der dortigen PKK-Kämpfer und nicht die nordirakischen Kurden. Die Region ist zudem mit  aus Europa und aus den Nachbarstaaten erreichbar, so dass eine Rückreise via Bagdad und anschliessender Fahrt auf dem  durch den Zentralirak entfällt. Zusammenfassend wurde im  Entscheid festgehalten, dass die Anordnung des  in der Regel für alleinstehende, gesunde und junge  Männer, die ursprünglich aus einer der drei Provinzen stammen und dort nach wie vor über ein soziales Netz oder Parteibeziehungen verfügen, zumutbar ist (vgl. BVGE 2008/5 E. 7.5 und insbesondere 7.5.8).
Das UNHCR spricht sich nicht generell gegen Wegweisungen in die betreffenden nordirakischen Provinzen aus. Es empfiehlt eine  Prüfung jedes einzelnen Falles (vgl. UNHCR's Eligibility Guidelines for Assessing the International Protection Needs of Iraqi Asylum-, August 2007). Diesem Anliegen wird mit der Einzelfallprüfung  individueller Wegweisungshindernisse Rechnung getragen.
5.2.2 Aufgrund der Akten ergeben sich keine in der Person des  liegenden Gründe, welche den Vollzug der  als unzumutbar erscheinen liessen. Der (...) Beschwerdeführer, der keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen geltend macht, hat seit der Rückkehr seiner Familie aus der Türkei im Jahre (...) bis zu seiner Ausreise im August 2008 in der nordirakischen Provinz Dohuk gelebt. Er ist somit mit den dortigen Verhältnissen bestens vertraut und  dort über ein verwandtschaftliches Beziehungsnetz (Aufzählung Verwandte). Gemäss eigenen Angaben hätte der Beschwerdeführer auch weiterhin bei dem (Verwandten) leben können, so dass davon ausgegangen werden kann, dass er bei einer Rückkehr - zumindest vorübergehend - wieder dort wird wohnen können. Gemäss seinen Ausführungen hat er während (...) Jahren die (...-)schule besucht.  Beruf habe er zwar nicht erlernt, aber er habe als (...) und  auch in (...) gearbeitet, womit er genügend Geld verdient habe, um sich und (...) zu ernähren. Insgesamt kann somit davon ausgegangen werden, dass er sich in seinem Heimatland wieder wird integrieren
Seite 8
D-1277/2009
können. Die Rückkehrhilfe der Schweiz wird ihm den Wiedereinstieg in seiner Heimat ebenfalls erleichtern und bei der Überbrückung von Anfangsschwierigkeiten helfen können.
5.2.3 Nach dem Gesagten erweist sich der Vollzug der Wegweisung sowohl in genereller als auch in individueller Hinsicht als zumutbar.
5.3 Schliesslich bleibt gemäss Art. 83 Abs. 2 AuG zu prüfen, ob der Vollzug der Wegweisung möglich ist. Wie bereits erwähnt, bestehen  Flugverbindungen zwischen Europa und dem Nordirak. Die  der für die Rückkehr notwendigen Reisedokumente obliegt dem Beschwerdeführer (Art. 8 Abs. 4 AsylG). Der Vollzug der  ist somit auch als möglich zu bezeichnen.
5.4 Das BFM hat den Vollzug der Wegweisung somit zu Recht als , zumutbar und möglich erachtet. Nach dem Gesagten fällt eine Anordnung der vorläufigen Aufnahme ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1-4 AuG).
6. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG). Die  ist somit abzuweisen.
7. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind dessen Kosten dem  aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG). Sie sind auf insgesamt Fr. 600.-- festzusetzen (Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem  [VGKE, SR 173.320.2]) und mit dem in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss zu verrechnen.
Seite 9
D-1277/2009