Decision ID: 2ed5bb3c-edee-4d48-8e52-7aceccacc8fe
Year: 2015
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Benedikt Landolt, Tellstrasse 23, 9000 St. Gallen,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
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Beschwerdegegnerin,
betreffend
Rente
Sachverhalt:
A.
A.a A._ meldete sich am 17. August 2005 wegen einer seit ca. 10 Jahren
bestehenden Wirbelsäulenproblematik bei der IV-Stelle des Kantons St. Gallen zum
Leistungsbezug an (IV-act. 1). Im polydisziplinären Gutachten des Zentrums für
Medizinische Begutachtung Basel (ZMB) vom 14. August 2007 wurde folgende
Diagnose mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit des Versicherten genannt: Status
nach arthroskopischer Acromioplastik und Rotatorenmanschetten-Rekonstruktion
rechts am 7. Dezember 2004 mit muskulärer Dysbalance im Bereich des Schulter
gürtels. In der Beurteilung attestierten die Gutachter dem Versicherten eine Arbeits
fähigkeit von 70% in der zuletzt ausgeführten Tätigkeit als Transporteur und Logistiker
(IV-act. 68). Ausgehend davon, dass der Versicherte in einer leidensadaptierten
Tätigkeit zu 100% arbeitsfähig ist, nahm die IV-Stelle einen Einkommensvergleich vor
und ermittelte einen Invaliditätsgrad von 13% (IV-act. 87). Mit einer Verfügung vom
30. Juni 2008 wies sie das Rentenbegehren des Versicherten ab (IV-act. 100). Die
gegen diese Verfügung erhobene Beschwerde des Versicherten hiess das
Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen mit Entscheid vom 29. Januar 2010 gut
und wies die Sache wegen formellen und inhaltlichen Mängeln im ZMB-Gutachten zur
Durchführung einer erneuten umfassenden Begutachtung an die IV-Stelle zurück (IV-
act. 120).
A.b Vom 28. bis 30. September 2010 wurde der Versicherte in der MEDAS
Zentralschweiz polydisziplinär abgeklärt. Im entsprechenden Gutachten vom
28. Januar 2011 nannten die Sachverständigen folgende arbeitsfähigkeitsrelevante
Diagnosen: ein organisches Psychosyndrom nach traumatischer Hirnverletzung durch
Verkehrsunfall vom 29. Januar 1980, eine verminderte mentale Leistungsfähigkeit mit
mittelschweren verbalen Gedächtnisdysfunktionen und leichten
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Aufmerksamkeitsschwierigkeiten multikausaler Genese, eine teilweise noch
subsyndromale depressive Störung, psychotische Faktoren oder Verhaltensfaktoren
bei andernorts klassifizierten Erkrankungen sowie ein Residualzustand mit
Periarthropathia humeroscapularis und leichter Impingement-Symptomatik der rechten
Schulter. Zur Arbeitsfähigkeit hielten die Gutachter fest, die früher ausgeübte,
körperlich teilweise schwere Tätigkeit als Logistik-Mitarbeiter sei dem Versicherten
nicht mehr zumutbar – limitierend erweise sich vor allem die Minderbelastbarkeit der
rechten operierten Schulter. Die gegenwärtig ausgeübte Tätigkeit als B._-Mitarbeiter
sei dem Versicherten zu 70% der Norm möglich. Längerfristig sei diese Tätigkeit
jedoch ungeeignet aufgrund der eingeschränkten kognitiven Leistungsfähigkeit des
Versicherten, der Notwendigkeit, Auto zu fahren, und der erhöhten psychischen
Belastung bei alleine auszuführenden Nachteinsätzen. Behinderungsangepasste
Tätigkeiten seien dem Versicherten zu 80% der Norm zumutbar (IV-act. 140).
A.c In einem Schlussbericht vom 21. November 2011 hielt die
Eingliederungsverantwortliche fest, der Versicherte sei in den Bereichen
Arbeitsplatzerhalt und Arbeitsvermittlung aktiv unterstützt worden. Während der
Tätigkeit bei der B._ hätten Gespräche mit dem Arbeitgeber stattgefunden, was
jedoch eine Kündigung nicht habe verhindern können. Seit der Beendigung des
Arbeitsverhältnisses bei der B._ werde der Versicherte durch das Regionale
Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) unterstützt. Der Versicherte werde sich nach eigenen
Angaben im November 2011 einer Operation unterziehen, welche eine
Rehabilitationsphase von 6 - 8 Monaten zur Folge haben werde. Wegen der
anstehenden Operation und der nachfolgenden längerdauernden Arbeitsunfähigkeit
schloss die Eingliederungsverantwortliche mit dem Einverständnis des Versicherten
berufliche Massnahmen ab (IV-act. 161). Am 3. Januar 2012 erliess die IV-Stelle eine
entsprechende Mitteilung (IV-act. 167).
A.d Gemäss einem Bericht von Dr. med. C._, Facharzt für Orthopädische Chirurgie,
vom 24. Februar 2012 waren beim Versicherten am 10. November 2011 eine
Kniearthroskopie und Teilmeniskektomie lateral sowie eine Tibiavalgisationsosteotomie
rechts durchgeführt worden. Dr. C._ attestierte dem Versicherten bis auf weiteres
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 173). Dr. D._, Spezialarzt Orthopädie FMH,
nannte in seinem Gutachten vom 31. Mai 2012 zu Handen der zuständigen
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Unfallversicherung als arbeitsfähigkeitsrelevante Diagnosen eine mässige
Spondylarthrose L3-S1, eine mässige Arthrose im STT-Bereich und Rhizarthrose
rechts, eine deutliche Rhizarthrose und STT-Arthrose links, den Status nach
Tibiavalgisationsosteotomie rechts bei medialer Gonarthrose und lateraler
Meniscusausfransung 11/2011, eine bikompartimentale mässige Chondropathie links
sowie eine Adipositas. In der Beurteilung führte Dr. D._ aus, es habe seit November
2011 im Rahmen der postoperativen Rehabilitation eine volle Arbeitsunfähigkeit des
Versicherten in der bisherigen Tätigkeit als B._-mitarbeiter bestanden. Ab Mai 2012
sei der Versicherte in dieser Tätigkeit zu 70% eines normalen Pensums arbeitsfähig. In
einer leidensadaptierten Tätigkeit sei der Versicherte seit November 2011 ebenfalls
100% arbeitsunfähig gewesen. Ab Mai 2012 sei ihm eine adaptierte Tätigkeit
vollumfänglich zumutbar (IV-act. 179).
A.e Der Regionale Ärztliche Dienst der IV-Stelle (RAD) hielt in einer Stellungnahme vom
17. Juli 2012 fest, die orthopädische Begutachtung vom 31. Mai 2012 habe ergeben,
dass der Versicherte aus rein orthopädischer Sicht in einer leidensadaptierten Tätigkeit
wieder vollumfänglich arbeitsfähig sei. Der Gutachter habe jedoch korrekterweise
ergänzend darauf hingewiesen, dass gemäss den Unterlagen diverse Defizite aus
psychiatrischer Sicht vorlägen. Somit habe sich an der grundsätzlichen Einschätzung
der Arbeitsfähigkeit der MEDAS Zentralschweiz von Januar 2011 nichts Wesentliches
geändert. Die dort beschriebenen Diagnosen bestünden weiterhin. Lediglich von
November 2011 bis Mai 2012 habe im Rahmen der Rehabilitation nach erfolgter
Knieoperation vorübergehend eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden. Ab Juni
2012 könne wieder von der vorgängig (von der MEDAS Zentralschweiz) attestierten
Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit von 80% ausgegangen werden (IV-act. 180).
A.f Ausgehend von einer 80%igen leidensadaptierten Arbeitsfähigkeit nahm die IV-
Stelle einen Einkommensvergleich vor und ermittelte einen Invaliditätsgrad von 29%
(IV-act. 181). Mit einem Vorbescheid vom 3. August 2012 stellte sie dem Versicherten
die Abweisung des Rentenbegehrens in Aussicht (IV-act. 184). Gegen diesen
Vorbescheid liess der Versicherte am 21. September 2012 Einwand erheben und
beanstandete insbesondere die von der IV-Stelle im Rahmen des
Einkommensvergleichs herangezogenen Vergleichseinkommen. In medizinischer
Hinsicht brachte er vor, die Einschätzung im Gutachten von Dr. D._, wonach seit Mai
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2012 in einer leidensadaptierten Tätigkeit eine vollumfängliche Arbeitsfähigkeit
bestehe, sei unzutreffend. Der behandelnde Orthopäde Dr. C._ habe eine volle
Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit erst wieder ab August 2012 als
realistisch betrachtet (IV-act. 185). Gemäss einem vom Versicherten beigelegten
Bericht vom 10. September 2012 hatte Dr. C._ festgehalten, er habe bezüglich des
rechten Kniegelenks ab 23. April 2012 eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert. An
dieser Einschätzung habe er am 27. Juni 2012 festgehalten. Ab August 2012 habe er
eine wieder volle Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit als realistisch erachtet.
Seine Einschätzung ergebe sich aus der klinischen Verlaufsbeobachtung. Der
Versicherte habe bei den Kontrollen Anfang Mai, d.h. bis Ende Juni 2012 noch immer
über Schmerzen geklagt, die auch bei geringeren Belastungen aufgetreten seien.
Zudem habe eine Schwellungstendenz im Bereich der Operationsstelle und eine lokale
Druckschmerzhaftigkeit bei der Untersuchung bestanden (IV-act. 185-11 f.). Der RAD
hielt am 28. November 2012 dazu fest, dass die Einschätzung des behandelnden
Orthopäden nicht ohne weiteres verneint werden könne. Angesichts des
beschriebenen klinischen Verlaufs könne eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit von Mai 2012
bis einschliesslich Juli 2012 nachvollzogen werden. Somit sei ab August 2012 von einer
aus orthopädischer Sicht 100%igen und gesamthaft 80%igen Arbeitsfähigkeit in einer
angepassten Tätigkeit auszugehen (IV-act. 186). Mit einer Verfügung vom 7. Dezember
2012 wies die IV-Stelle einen Rentenanspruch des Versicherten ab (IV-act. 187).
B.
B.a Gegen diese Verfügung richtet sich die vorliegende Beschwerde des Versicherten,
vertreten durch Rechtsanwalt Benedikt Landolt, vom 10. Januar 2013. Der
Beschwerdeführer beantragt die Aufhebung der angefochtenen Verfügung sowie die
Ausrichtung einer ganzen Rente mindestens ab 1. Juni 2012. Eventualiter sei das
Verfahren zu sistieren bis feststehe, ob sich der Beschwerdeführer bei der E._ AG in
einem stabilen Arbeitsverhältnis befinde. Subeventualiter sei dem Beschwerdeführer
eine Viertelsrente mindestens ab 1. Juni 2012 zuzusprechen. Zur Begründung führt der
Rechtsvertreter aus, die Beschwerdegegnerin sei beim Einkommensvergleich zu
Unrecht von einem Valideneinkommen von Fr. 67'767.-- ausgegangen. Der
Beschwerdeführer habe im Jahr 2005 bei der F._ AG ein Bruttojahresgehalt von
Fr. 66'300.-- erzielt. Unter Berücksichtigung der Entwicklung der Nominallöhne von
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2006 bis 2011 resultiere ein Valideneinkommen von Fr. 72'276.--. Für die Bestimmung
des Invalideneinkommens sei auf den aktuell tatsächlich erzielten Verdienst des
Beschwerdeführers bei der E._ AG abzustellen. Der Beschwerdeführer habe dort seit
Mitte August 2012 eine einstweilen auf ein Jahr befristete Anstellung als Chauffeur. Die
Tätigkeit nehme den Beschwerdeführer täglich während rund 7 Stunden in Anspruch.
Obwohl die Anstellung erst seit gut einem halben Jahr bestehe, sei von einem stabilen
Arbeitsverhältnis auszugehen. Der Beschwerdeführer sei äusserst zuverlässig und
werde von der Arbeitgeberin wertgeschätzt. Die Entlöhnung erfolge pro Kilometer (Fr.
0.60). Für den Monat August 2012, in welchem der Beschwerdeführer während 15
Arbeitstagen tätig gewesen sei, resultiere ein Bruttolohn von Fr. 1'588.20. Unter
Berücksichtigung der Ferienwochen betrage der Jahreslohn und gleichzeitig das
Invalideneinkommen Fr. 21'176.--. Der Beschwerdeführer werde bei der E._ AG zu
marktüblichen Bedingungen beschäftigt, weshalb nicht von einem Soziallohn
gesprochen werden könne. Aus dem Einkommensvergleich resultiere ein
Invaliditätsgrad von 71%, was den Anspruch auf eine ganze Rente begründe. Sollte
angenommen werden, der Beschwerdeführer habe keine ihm zumutbare neue
Erwerbstätigkeit aufgenommen, so wäre praxisgemäss auf die Tabellenlöhne
abzustellen. Dabei wären beim Beschwerdeführer verschiedene lohnnachteilige
Merkmale zu berücksichtigen: Zunächst verdienten Männer mit einem
Beschäftigungsgrad von 75% bis 89% im Anforderungsniveau 4 weniger als
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter. Weiter müsse die dem Beschwerdeführer mögliche
Tätigkeit aufgrund seiner gesundheitlichen Beeinträchtigung kumulativ mehrere
Voraussetzungen erfüllen. Schliesslich sei auch das Alter des Beschwerdeführers
lohnreduzierend zu berücksichtigen. Sämtliche Einschränkungen rechtfertigten einen
Abzug vom Tabellenlohn in Höhe von wenigstens 15%. Aus dem Einkommensvergleich
resultiere so ein Invaliditätsgrad von 40%, womit ein Anspruch auf eine Viertelsrente
bestehe (act. G 1).
B.b Am 7. März 2013 beantragt die Beschwerdegegnerin die Abweisung der
Beschwerde. Sie bringt vor, der Beschwerdeführer habe zu Recht nicht beanstandet,
dass auf das MEDAS-Gutachten vom 28. Januar 2011 und die gestützt darauf
getroffene Feststellung, dass der Beschwerdeführer in einer behinderungsangepassten
Tätigkeit zu 80% arbeitsfähig sei, abgestellt worden sei. Die Kritik des
Beschwerdeführers richte sich in erster Linie gegen den Einkommensvergleich.
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Bezüglich der Bestimmung des Invalideneinkommens könne nicht auf die tatsächlich
ausgeübte Tätigkeit des Beschwerdeführers bei der E._ AG abgestellt werden, da
dieser dort seine Restarbeitsfähigkeit von 80% nicht voll ausschöpfe und dazu noch
ein deutlich unterdurchschnittliches Einkommen erziele. Aus diesem Grund sei das
Invalideneinkommen aufgrund von LSE-Tabellenwerten zu bestimmen, wobei der
Zeitpunkt des allfälligen Rentenbeginns für den Einkommensvergleich massgebend sei.
Die anhaltende Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Logistiker sei laut
RAD und MEDAS-Gutachten ab Dezember 2004 anzunehmen. Ein Rentenanspruch
hätte daher frühestens ab Dezember 2005 entstehen können. Im Jahr 2005 habe der
durchschnittliche Lohn für Männer im Anforderungsniveau 4 Fr. 58'389.-- betragen. Bei
einer zumutbaren Restarbeitsfähigkeit von 80% für angepasste Tätigkeiten resultiere
ein Betrag von Fr. 46'711.--. Ein Tabellenlohnabzug falle dabei nicht in Betracht. Mit
der Anerkennung einer 80%igen Restarbeitsfähigkeit sei der leidensbedingten
Beeinträchtigung des Beschwerdeführers hinreichend Rechnung getragen worden.
Weiter sei gestützt auf die Feststellungen im MEDAS-Gutachten davon auszugehen,
dass der Beschwerdeführer seine Restarbeitsfähigkeit von 80% ganztägig verwerten
könne. Der Umstand, dass eine grundsätzlich vollzeitlich arbeitsfähige Person
behinderungsbedingt lediglich reduziert leistungsfähig sei, rechtfertige praxisgemäss
keinen über die Berücksichtigung der eingeschränkten Leistungsfähigkeit
hinausgehenden Abzug. Schliesslich sei auch unter dem Titel des Alters als
invaliditätsfremder Faktor kein Abzug vom Tabellenlohn vorzunehmen. Das Validen
einkommen des Beschwerdeführers betrage gemäss den Angaben im Arbeitgeber
fragebogen vom 16. November 2005 Fr. 66'300.-- (Fr. 5100 x 13). Aus dem
Einkommensvergleich resultiere ein Invaliditätsgrad von 30%, womit kein
Rentenanspruch bestehe (act. G 4).
B.c Mit einer Replik vom 2. Mai 2013 hält der Beschwerdeführer an seinen
Beschwerdeanträgen fest. Der Rechtsvertreter macht geltend, der Einwand der
Beschwerdegegnerin, der Beschwerdeführer würde mit seiner Tätigkeit bei der E._
AG seine zumutbare Restarbeitsfähigkeit von 80% nicht voll ausschöpfen, sei
unzutreffend. Der Beschwerdeführer arbeite am Montag, Dienstag und Freitag jeweils
während mindestens 7 Stunden. Am Mittwoch und Donnerstag sei die Arbeitszeit um
eineinhalb Stunden bzw. eine Stunde reduziert. Damit betrage die Wochenarbeitszeit
des Beschwerdeführers minimal 32,5 Stunden, was bei einer durchschnittlichen
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Wochenarbeitszeit für vollzeitlich Beschäftigte von 41,6 Stunden einem Pensum von
80% entspreche. Zwar sei das erzielte Einkommen des Beschwerdeführers gegenüber
den LSE-Tabellenwerten unterdurchschnittlich, jedoch handle es sich bei diesen
Werten um den Durchschnitt aus einer Vielzahl von Löhnen für dasselbe
Anforderungsniveau. Es gebe sowohl höhere als auch tiefere Löhne. Zu
berücksichtigen sei, dass es der Eingliederungsverantwortlichen der
Beschwerdegegnerin trotz intensiver Bemühungen nicht gelungen sei, den
Beschwerdeführer in einer Tätigkeit unterzubringen, welche möglicherweise ein
höheres als das aktuelle Gehalt generieren könnte. Für den Einkommensvergleich sei
auf die Verhältnisse im Jahr 2012 und nicht auf diejenigen im Jahr 2005 abzustellen.
Die Beschwerdegegnerin habe ausgeklammert, dass sie nach Vorliegen des MEDAS-
Gutachtens während mehr als 12 Monaten berufliche Eingliederungsmassnahmen
durchgeführt habe. Diese seien mit Verfügung vom 3. Januar 2012 beendet worden.
Weiter werde bestritten, dass der Beschwerdeführer seine Restarbeitsfähigkeit von
80% in adaptierten Tätigkeiten während eines gesamten Arbeitstages verwerten könne.
Aus dem MEDAS-Gutachten sei an entscheidender Stelle kein Hinweis auf eine
angebliche ganztägige Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit zu entnehmen. Der
Beschwerdeführer habe somit Anspruch auf einen Teilzeitabzug. Dass das Alter ein
Kriterium für die Herabsetzung der Tabellenlöhne sein könne, stelle gefestigte
Rechtsprechung dar. Es sei gerichtsnotorisch, dass Menschen im Alter des
Beschwerdeführers (Jg. 196_) gegenüber jungen Hilfsarbeitern auf dem Arbeitsmarkt
benachteiligt seien. Hinzu komme, dass der Beschwerdeführer selbst eine Leistung von
80% nur in einer adaptierten Tätigkeit erbringen könne und auf seine Konzentrations-
und Antriebsstörungen, seine Verlangsamung sowie seine erhöhte Ermüdbarkeit
Rücksicht genommen werden müsse. Dies rechtfertige einen Abzug vom Tabellenlohn
von mindestens 15% (act. G 7).
B.d Die Beschwerdegegnerin verzichtet auf die Einreichung einer Duplik (act. G 9).

Erwägungen:
1.
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1.1 Am 1. Januar 2008 ist die Änderung des Bundesgesetzes über die Invalidenver
sicherung (IVG; SR 831.20) vom 6. Oktober 2006 (5. IV-Revision) und am 1. Januar
2012 sind die im Zug der 6. IV-Revision geänderten Bestimmungen des IVG in Kraft
getreten. Vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen sind in zeitlicher
Hinsicht grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Erfüllung des
rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben
(BGE 132 V 220 E. 3.1.1 und 131 V 11 E. 1). Ein allfälliger Leistungsanspruch ist für die
Zeit vor einem Rechtswechsel aufgrund der bisherigen und ab diesem Zeitpunkt nach
den neuen Normen zu prüfen (vgl. BGE 130 V 445 E. 1.2.1). Nach der Rechtsprechung
stellt das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung einer Streitsache in der Regel
auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verwaltungsverfügung
eingetretenen Sachverhalt ab (BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hinweis).
1.2 Vorliegend erging die angefochtene Verfügung am 7. Dezember 2012, wobei ein
Sachverhalt zu beurteilen ist, der vor dem Inkrafttreten der revidierten Bestimmungen
der 5. IV-Revision am 1. Januar 2008 begonnen hat. Daher und aufgrund dessen, dass
der Rechtsstreit eine Dauerleistung betrifft, über welche noch nicht rechtskräftig verfügt
wurde, ist entsprechend den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln für die Zeit
bis 31. Dezember 2007 auf die damals geltenden Bestimmungen und ab diesem
Zeitpunkt auf die neuen Normen der 5. IV-Revision beziehungsweise 6. IV-Revision
abzustellen (vgl. zur 4. IV-Revision: BGE 130 V 445 ff.; Urteil des Bundesgerichts vom
7. Juni 2006, I 428/04, E. 1).
2.
2.1 Umstritten und zu prüfen ist vorliegend, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf
eine Rente hat. Dabei besteht zwischen den Parteien insbesondere im Hinblick auf den
in der angefochtenen Verfügung vorgenommenen Einkommensvergleich Uneinigkeit.
2.2 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn
die versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn
sie mindestens zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50%
besteht ein Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von
mindestens 40% ein Anspruch auf eine Viertelsrente. Gemäss Art. 16 des
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Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR
830.1) ist zur Bemessung des Invaliditätsgrades das Einkommen, das die versicherte
Person nach dem Eintritt der Invalidität und nach der Durchführung der medizinischen
Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare
Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in
Beziehung zu setzen zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht
invalid geworden wäre (Valideneinkommen).
2.3 Im Hinblick auf die Bemessung des zumutbaren Invalideneinkommens sind zu
nächst die medizinischen Vorbedingungen von Bedeutung. Aufgabe des Arztes oder
der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beschreiben und dazu Stellung zu
nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person
arbeitsunfähig ist. Die ärztlichen Auskünfte sind in der Folge eine wichtige Grundlage
für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch
zugemutet werden können (BGE 125 V 261 E. 4; ZAK 1982 S. 34). Ob die versicherte
Person eine ihr zumutbare Tätigkeit auch tatsächlich ausübt, ist für die
Invaliditätsbemessung hingegen unerheblich (Rz 3046 des vom Bundesamt für
Sozialversicherungen erlassenen Kreisschreibens über die Invalidität und Hilflosigkeit in
der Invalidenversicherung = KSIH). Da für den Rentenanspruch der
Invalidenversicherung die Erwerbsfähigkeit massgebend ist, verstanden als das
Unvermögen, auf dem gesamten für den Versicherten in Frage kommenden
ausgeglichenen Arbeitsmarkt die verbliebene Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise
wirtschaftlich zu verwerten (BGE 121 V 331 E. 3b), ist ausschlaggebend, welche
Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit besteht.
2.4 Die im MEDAS-Gutachten vom 28. Januar 2011 attestierte 80%ige Arbeitsfähigkeit
des Beschwerdeführers in leidensadaptierten Tätigkeiten ist zwischen den Parteien zu
Recht nicht umstritten. Die Gutachter haben nachvollziehbar ausgeführt, dass aufgrund
der aus neurologischer und psychiatrischer Sicht gestellten Diagnosen und der sich
daraus ergebenden Konzentrations- und Antriebsstörungen, der Verlangsamung und
der erhöhten Müdigkeit eine 20%ige Einschränkung der Leistungsfähigkeit
anzunehmen sei. In rheumatologischer Hinsicht ist gemäss den Gutachtern nur von
qualitativen Einschränkungen in der Arbeitsfähigkeit auszugehen. Als
behinderungsangepasst haben sie eine leichte bis gelegentlich mittelschwere Tätigkeit,
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vorzugsweise wechselbelastend, ohne kraftaufwändige Arbeiten mit dem rechten Arm
und nicht über der Schulterhorizontalen sowie ohne besondere Anforderungen an die
psychische Belastbarkeit und die kognitive Leistungsfähigkeit genannt (vgl. IV-act.
140-27).
3.
3.1 Im Folgenden ist zu prüfen, ob und allenfalls ab welchem Zeitpunkt der
Beschwerdeführer Anspruch auf eine Rente hat.
3.2 Nach dem hier anwendbaren altrechtlichen Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG entsteht ein
Rentenanspruch frühestens in dem Zeitpunkt, in dem die versicherte Person während
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 40%
arbeitsunfähig gewesen ist. Im Rahmen des Art. 29 Abs. 1 IVG nicht anwendbar ist
nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts der Grundsatz, dass bei lang dauernder
Arbeitsunfähigkeit im angestammten Beruf – oder sobald klar wird, dass die
Wiederaufnahme der bisher ausgeübten Tätigkeit nicht mehr in Frage kommt – nach
Ablauf einer gewissen Übergangsfrist auch zumutbare Tätigkeiten in einem anderen
Beruf zu berücksichtigen sind. Bei der Anwendung dieser Bestimmung ist
ausschliesslich die Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit zu betrachten
(Entscheid des EVG vom 23. Oktober 2003, I 392/02; vgl. BGE 130 V 99 E. 3.2, bereits
unter Hinweis auf den künftigen Art. 6 ATSG). Die einjährige Wartezeit gilt als eröffnet,
sobald eine Arbeitsunfähigkeit von mindestens 20% vorliegt (AHI 1998 S. 124 E. 3c). Im
Gutachten der ZMB vom 11. August 2007 war dem Beschwerdeführer in der bisherigen
Tätigkeit als Transporteur und Logistiker lediglich eine geringgradige Einschränkung
der Arbeitsfähigkeit in Höhe von 30% aufgrund der orthopädischen/rheumatologischen
Erkrankungen attestiert worden (vgl. IV-act. 68-41). Die Gutachter der MEDAS
Zentralschweiz haben in Abweichung dazu festgehalten, dass die körperlich teilweise
schwere Tätigkeit als Logistiker dem Beschwerdeführer nicht mehr zumutbar sei.
Limitierend erweise sich vor allem die Minderbelastbarkeit der rechten operierten
Schulter. Den Beginn der 100%igen Arbeitsunfähigkeit haben die Gutachter auf den
6. Dezember 2004 datiert (vgl. IV-act. 140-27). Eine vollständige Arbeitsunfähigkeit in
der Tätigkeit als Logistiker ist angesichts der erhobenen objektivierbaren
Schulterbeschwerden des Beschwerdeführers überzeugend. Es ist daher auf die
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Einschätzung im MEDAS-Gutachten abzustellen und von einer seit Dezember 2004
bestehenden dauernden Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers in der bisherigen
Tätigkeit auszugehen. Der frühestmögliche Beginn des Rentenanspruchs ist daher der
1. Dezember 2005. Für diesen Zeitpunkt ist im Folgenden ein Einkommensvergleich
vorzunehmen, wobei für die Bestimmung der Vergleichseinkommen entsprechend das
Jahr 2005 massgebend ist.
3.3 Bezüglich der Bestimmung des Valideneinkommens stellt sich die Frage nach der
Anwendbarkeit von Art. 26 Abs. 2 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV;
SR 831.201), da der Beschwerdeführer die 1976 begonnene Lehre als
Konfektionsschneider wohl aufgrund eines Autounfalls im Jahr 1980 und dessen
Folgen nicht hatte erfolgreich beenden können (vgl. IV-act. 26-1). Gemäss Art. 26 Abs.
2 IVV ist in diesem Fall das durchschnittliche Einkommen eines Erwerbstätigen im
Beruf, für den die Ausbildung begonnen wurde, zu berücksichtigen. Gemäss den
Lohnstrukturerhebungen (LSE) des Bundesamtes für Statistik für das Jahr 2004 haben
Männer im Bereich "Herstellung von Bekleidung und Pelzwaren" mit dem
Anforderungsniveau 3 und einer betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit von 41,6
Stunden ein monatliches Bruttogehalt von Fr. 5'230.-- verdient (vgl. Tabelle TA3:
Monatlicher Bruttolohn nach Wirtschaftszweigen, Anforderungsniveau des
Arbeitsplatzes und Geschlecht). Auf ein Jahr hochgerechnet zuzüglich der
Nominallohnentwicklung für das Jahr 2005 (+1,1%) ergibt sich ein Einkommen von
Fr. 62'760.--. Die Annahme eines höheren Anforderungsniveaus rechtfertigt sich nicht,
da es keine Anhaltspunkte dafür gibt, dass der Beschwerdeführer im hypothetischen
Gesundheitsfall eine Karriere als selbständiger Konfektionsschneider mit
überdurchschnittlichem Verdienst verwirklicht hätte. Vor dem Eintritt der
Arbeitsunfähigkeit im Dezember 2004 ist der Beschwerdeführer als Mitarbeiter in der
Lagerlogistik bei der F._ AG tätig gewesen. Gemäss dem Arbeitgeberbericht vom
16. November 2005 hätte der Beschwerdeführer ab dem 1. Jnuar 2005 einen
Bruttolohn von monatlich Fr. 5'100.-- zuzüglich eines 13. Monatslohnes verdient (vgl.
IV-act. 15-2). Dies ergibt ein Jahreseinkommen in Höhe von Fr. 66'300.--. Somit zeigt
sich, dass der Beschwerdeführer mit seiner Tätigkeit in der Lagerlogistik einen höheren
Verdienst erzielt hat, als es mit einer hypothetischen Validenkarriere als
Konfektionsschneider möglich gewesen wäre. Aus diesem Grund ist – selbst wenn die
Anwendbarkeit von Art. 26 Abs. 2 IVV bejaht würde – der Verdienst des
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Beschwerdeführers bei seiner letzten Arbeitsstelle vor dem Eintritt der
Arbeitsunfähigkeit heranzuziehen und von einem Valideneinkommen in Höhe von Fr.
66'300.-- auszugehen.
3.4 Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-
erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Da
der Beschwerdeführer in den nach dem Eintritt der Arbeitsunfähigkeit folgenden Jahren
nicht erwerbstätig gewesen ist, sind die statistischen durchschnittlichen Tabellenlöhne
gemäss den Lohnstrukturerhebungen (LSE) des Bundesamtes für Statistik
heranzuziehen. Seit dem 1. März 2001 bis zum Eintritt der Arbeitsunfähigkeit ist er als
ungelernter Mitarbeiter in der Lagerlogistik tätig gewesen. Der Beschwerdeführer ist
daher als Hilfsarbeiter zu qualifizieren. Im Jahr 2005 lag der durchschnittliche
Jahresverdienst der Männer mit einer betriebsüblichen Arbeitszeit von 41,6 Wochen bei
Fr. 58'389.-- (vgl. Anhang 2 zu der von der Informationsstelle AHV/IV herausgegebenen
Gesetzestextausgabe 2012).
3.5 Zu prüfen ist folgend, in welchem Umfang der Beschwerdeführer im Jahr 2005
arbeitsfähig gewesen ist, wobei auf die Arbeitsfähigkeit in einer leidensadaptierten
Tätigkeit abzustellen ist (vgl. oben, E. 2.3) Aus dem Gutachten des ZMB sowie aus
einer RAD-Stellungnahme vom 29. August 2007 (vgl. IV-act. 69) ergibt sich, dass beim
Beschwerdeführer von einer 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer leidensadaptierten
Tätigkeit ausgegangen worden war. Die MEDAS-Gutachter haben dieser Ansicht
widersprochen und auf die Einschätzung anlässlich der beruflichen Abklärung in der
"G._" von Februar bis September 2006 abgestellt (vgl. IV-act. 140-28). Aus den
Berichten der "G._" geht hervor, dass der Beschwerdeführer aufgrund von
körperlichen Beschwerden und Schmerzen in seiner Leistungsfähigkeit stark
eingeschränkt gewesen war. Hinzu gekommen waren Schwierigkeiten aufgrund seiner
Persönlichkeitsstruktur, so dass er das Pensum von zunächst 100% bzw. später 50%
nicht hatte halten können (vgl. IV-act. 38, 39, 49, 50). Im Bericht vom 1. September
2006 hatte die Berufsberaterin festgehalten, dass das Ziel einer stabilen
Leistungsfähigkeit von 50% nicht als realistisch erachtet werden könne (vgl. IV-act. 54).
Gemäss der Einschätzung der "G._" war der Beschwerdeführer somit in der freien
Wirtschaft als 100% arbeitsunfähig anzusehen. Am 1. August 2007 hatte der
Beschwerdeführer eine Teilzeitstelle bei der B._ angetreten (vgl. IV-act. 84, 85).
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Ausgehend davon haben die MEDAS-Gutachter festgehalten, der Beginn der 70%igen
Arbeitsfähigkeit als B._-Mitarbeiter bzw. der 80%igen Arbeitsfähigkeit in einer
behinderungsangepassten Tätigkeit sei auf den Zeitraum 2008 bis 2009 festzulegen.
Der Beschwerdeführer habe das bei Arbeitsbeginn 50%ige Pensum im Verlauf auf drei
bis vier Nächte pro Woche steigern können (vgl. IV-act. 140-28).
3.6 Der von den MEDAS-Gutachtern beschriebene zeitliche Verlauf der
Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers, insbesondere das Abstellen der Gutachter auf
die Einschätzung der "G._", ist nicht nachvollziehbar. Hierzu ist jedoch auch
festzuhalten, dass die MEDAS-Gutachter die eigene Einschätzung der weit
zurückreichenden Arbeitsfähigkeit selbst relativiert haben mit der Aussage, eine solche
sei nicht immer mit rechtsgenüglicher Sicherheit möglich (vgl. IV-act. 140-28). Aufgrund
der Akten- und Befundlage ist davon auszugehen, dass sich der Gesundheitszustand
des Beschwerdeführers seit dem Eintritt der Arbeitsunfähigkeit im Dezember 2004
nicht wesentlich geändert hat. In rheumatologischer Hinsicht haben die Gutachter der
MEDAS ausdrücklich festgehalten, dass im Vergleich zum ZMB-Gutachten keine
Veränderung eingetreten sei (vgl. IV-act. 140-25). Die in neurologischer bzw.
neuropsychologischer und psychiatrischer Hinsicht festgestellten Einschränkungen,
namentlich die Konzentrations- und Antriebsstörungen, die Verlangsamung und die
erhöhte Müdigkeit, sind laut den MEDAS-Gutachtern zum Teil auf die Folgen des
Verkehrsunfalls am 29. Januar 1980 mit Schädel-Hirntrauma zurückzuführen. Die
Einschränkungen waren teilweise auch anlässlich der Begutachtung im ZMB erkannt,
aber als nicht arbeitsfähigkeitsrelevant eingeschätzt worden (vgl. IV-act 68-25 ff., 68-40
f.). Es handelt sich wohl auch in diesen Fachgebieten um eine unterschiedliche
Beurteilung eines seit dem Eintritt der Arbeitsunfähigkeit im Wesentlichen
unveränderten Gesundheitszustandes. Die eigenen Angaben des Beschwerdeführers
haben sich im Verlauf ebenfalls nicht geändert. Im Vordergrund hat er sowohl
anlässlich der Begutachtung im ZMB im Jahr 2007 als auch anlässlich der
Begutachtung in der MEDAS-Zentralschweiz im Jahr 2010 über Rückenschmerzen
geklagt (vgl. IV-act. 68-20, 140-18). Gemäss den Abklärungsberichten der "G._" von
2006, waren die Rückenschmerzen auch der Hauptgrund für die stark eingeschränkte
Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers während der beruflichen Abklärung (vgl. IV-
act. 49-2, 38-5). Aus beiden Gutachten ergibt sich, dass die vom Beschwerdeführer
geklagten Schmerzen grösstenteils nicht objektivierbar gewesen sind. In seinem
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Fachgutachten hat der rheumatologische Gutachter der MEDAS Zentralschweiz
festgehalten, es seien in der klinischen Untersuchung Diskrepanzen und
Inkonsistenzen aufgefallen, wodurch er den Eindruck einer erheblichen Aggravation
bekommen habe. Das Ausmass der vom Beschwerdeführer als völlig invalidisierend
erlebten Beschwerden könne durch die objektivierbaren Befunde nicht erklärt werden,
so dass von einer erheblichen Schmerzverarbeitungsstörung bzw.
Überlagerungssymptomatik auszugehen sei (vgl. IV-act. 140-46). Bezüglich der
Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch die "G._" hat der rheumatologische
Gutachter zu Recht festgehalten, dass diese sich ausschliesslich auf die Angaben des
Beschwerdeführers stütze und dass es sich dabei nicht um eine Evaluation der
funktionellen Leistungsfähigkeit handle, sondern lediglich um einen Eindruck, welcher
massgeblich durch das Verhalten und die Angaben des Beschwerdeführers subjektiv
geprägt worden sei (vgl. IV-act. 140-47). Diesbezüglich ist festzuhalten, dass
Schmerzangaben einer versicherten Person für sich allein nicht genügen, um eine IV-
rechtlich relevante Arbeitsunfähigkeit zu begründen. Vielmehr muss im Rahmen der
sozialversicherungsrechtlichen Leistungsüberprüfung verlangt werden, dass
Schmerzangaben durch damit korrelierende, schlüssig feststellbare Befunde
hinreichend erklärbar sind. Andernfalls wäre eine rechtsgleiche Beurteilung von
Rentenansprüchen nicht gewährleistet (Ulrich Meyer/ Marco Reichmuth, Bundesgesetz
über die Invalidenversicherung, 3. Aufl., Art. 28a Rn 270). Aus diesem Grund kann auf
die Einschätzung der "G._", wonach der Beschwerdeführer in der freien Wirtschaft zu
100% arbeitsunfähig sei, nicht abgestellt werden. Gegen die Beweiskraft der
Abklärungsberichte der "G._" spricht zudem, dass es dem Beschwerdeführer mit der
Stelle bei der B._ nur ein Jahr nach der Abklärung gelungen ist, sich auf dem freien
Arbeitsmarkt erfolgreich zu integrieren und sogar das Pensum von anfangs 50% auf
70-80% zu erhöhen. Angesichts des im Wesentlichen unveränderten
Gesundheitszustandes ist überwiegend wahrscheinlich davon auszugehen, dass die
von der MEDAS Zentralschweiz ab ca. 2008 attestierte 80%ige Arbeitsfähigkeit in
leidensadaptierten Tätigkeiten bereits seit Dezember 2004 bzw. jedenfalls bei Ablauf
des Wartejahres im Dezember 2005 bestanden hatte und medizinisch-theoretisch auch
während der beruflichen Abklärung in der "G._" gegeben gewesen war. Im Jahr
2005, welches für den Einkommensvergleich massgeblich ist, war der
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Beschwerdeführer in leidens-adaptierten Tätigkeiten folglich überwiegend
wahrscheinlich zu 80% arbeitsfähig.
3.7 Ausgehend von der medizinisch-theoretisch festgestellten 80%igen
Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers ergibt sich als Basis ein vorläufiges
Invalideneinkommen in Höhe von rund Fr. 46'711.-- (Fr. 58'389.-- x 0,8).
3.7.1 Die für die Bestimmung des Invalideneinkommens herangezogenen
statistischen Löhne können gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung um bis
zu 25% gekürzt werden, wenn absehbare Schwierigkeiten bei der erwerblichen
Umsetzung des verbliebenen Leistungsvermögens bzw. damit einhergehende
Verminderungen des zu erwartenden Entgelts bei der Anwendung des genannten
Tabellenlohns bestehen. Mit dem Tabellenlohnabzug wird namentlich berücksichtigt,
dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten
Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen und
entsprechend einsetzbaren Arbeitskräften lohnmässig benachteiligt sind und deshalb
mit unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Sodann wird damit dem
Umstand Rechnung getragen, dass weitere persönliche und berufliche Merkmale einer
Person wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder
Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben
können (BGE 129 V 472 E. 4.2.3).
3.7.2 Der Beschwerdeführer bringt vor, es sei ihm ein Tabellenlohnabzug von
mindestens 15% zu gewähren, namentlich aufgrund seiner gesundheitlichen
Beeinträchtigungen, dem Erfordernis einer Teilzeittätigkeit sowie seines
fortgeschrittenen Alters. Aus dem MEDAS-Gutachten ergibt sich, dass dem
Beschwerdeführer nur körperlich leichte bis gelegentlich mittelschwere Tätigkeiten,
vorzugsweise wechselbelastend, ohne kraftaufwändige Arbeiten mit dem rechten Arm
und nicht über der Schulterhorizontalen zumutbar sind. Zu den körperlichen
Einschränkungen hinzu kommt, dass die Tätigkeit keine besonderen Anforderungen an
die psychische Belastbarkeit und kognitive Leistungsfähigkeit stellen darf (vgl. IV-act.
140-27). Insbesondere die kognitiven und psychischen Einschränkungen können zu
Leistungsschwankungen führen und verlangen seitens der Vorgesetzten und der
Arbeitskollegen eine grössere Rücksichtnahme. Dieser Nachteil gegenüber gesunden
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Mitarbeitern ist als lohnreduzierend zu berücksichtigen. Unter dem Titel
Beschäftigungsgrad wird praxisgemäss bei Männern, welche aus gesundheitlichen
Gründen nur noch teilzeitlich erwerbstätig sein können, ein Abzug vom Tabellenlohn
vorgenommen. Hingegen verneint das Bundesgericht in ständiger Rechtsprechung
einen Abzug bei grundsätzlich vollzeitlich arbeitsfähigen Personen, welche
behinderungsbedingt lediglich reduziert leistungsfähig sind (vgl. Urteile des
Bundesgerichts vom 16. August 2012, 8C_344/2012; vom 4. April 2012, 8C_20/2012).
Die MEDAS-Gutachter haben in der zusammenfassenden Beurteilung festgehalten,
dass der Beschwerdeführer die 80%ige Arbeitsfähigkeit in einer leidensadaptierten
Tätigkeit bei einer ganztägigen Präsenz mit 20%iger Leistungseinschränkung wegen
Konzentrations- und Antriebsstörungen, Verlangsamung und erhöhter Müdigkeit
verwerten könne (vgl. IV-act. 140-25). Der Beschwerdeführer macht geltend, auf diese
Ausführung könne nicht abgestellt werden, da an der entscheidenden Stelle im
Gutachten, namentlich bei der "Beurteilung der Arbeitsfähigkeit", nicht mehr auf
die ganztägige Verwertbarkeit hingewiesen werde. Dieser Ansicht kann nicht gefolgt
werden. Die Gutachter haben ausdrücklich und nachvollziehbar festgehalten, dass dem
Beschwerdeführer eine ganztägige Tätigkeit zumutbar ist. Dabei ist unerheblich, an
welcher Stelle im Gutachten dieser Hinweis erfolgt. Unter Berücksichtigung der
bundesgerichtlichen Rechtsprechung kann daher kein Teilzeitabzug vorgenommen
werden. Das Alter einer versicherten Person ist rechtsprechungsgemäss ein relevantes
Merkmal für einen allfälligen Tabellenlohnabzug. Der Beschwerdeführer war zum
Zeitpunkt der Verfügung 5_ Jahre alt. In diesem für den Arbeitsmarkt fortgeschrittenen
Alter ist mit einigen lohnwirksamen Nachteilen zu rechnen, insbesondere in Bezug auf
hohe Lohnnebenkosten für die Arbeitgeber, zu erwartende längere
gesundheitsbedingte Absenzen und die kürzere erwerbliche Aktivitätsdauer.
Angesichts der erwähnten Nachteile erscheint insgesamt ein Abzug vom Tabellenlohn
in Höhe von 15% als angemessen.
3.8 Auf der Grundlage einer medizinisch-theoretischen Arbeitsfähigkeit von 80% und
unter Berücksichtigung eines Tabellenlohnabzugs von 15% beläuft sich das zumutbare
Invalideneinkommen auf Fr. 39'704.50 (Fr. 58'389.-- x 0,8 - 15%). Stellt man dieses
dem Valideneinkommen von Fr. 66'300.-- gegenüber, so resultiert eine
Erwerbseinbusse von Fr. 26'595.50. Diese entspricht einem Invaliditätsgrad von rund
40%. Damit hat im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns, namentlich am
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1. Dezember 2005, eine rentenbegründende Erwerbsunfähigkeit vorgelegen. Der
Beschwerdeführer hat gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG Anspruch auf eine Viertelsrente.
4.
4.1 Per 1. August 2007 hat sich eine Sachverhaltsänderung dahingehend ergeben,
dass der Beschwerdeführer eine Tätigkeit als Mitarbeiter bei der B._ aufgenommen
hat (vgl. IV-act. 84, 85). Hinsichtlich der 80%igen Arbeitsfähigkeit des
Beschwerdeführers hat sich nichts geändert. Fraglich ist, ob der Beschwerdeführer
einen höheren Invaliditätsgrad erreicht, wenn statt der statistischen Tabellenlöhne der
effektiv erzielte Lohn bei der B._ als Invalideneinkommen herangezogen wird.
Rechtsprechungsgemäss ist dafür erforderlich, dass es sich um eine Erwerbstätigkeit
handelt, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und
anzunehmen ist, dass die versicherte Person die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in
zumutbarer Weise voll ausschöpft sowie dass das Einkommen aus der Arbeitsleistung
als angemessen und nicht als Soziallohn erscheint. Ist kein solches effektives
Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des
Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue
Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so sind statistische Werte (Tabellenlöhne)
beizuziehen (BGE 129 V 472 E. 4.2.1, Bundesgerichtsentscheid vom 19. Juni 2008,
9C_81/2008).
4.2 Mit welchem Pensum der Beschwerdeführer bei der B._ gearbeitet hat, lässt
sich den Akten nicht genau entnehmen. Gemäss dem Bericht des Berufsberaters vom
28. Januar 2008 sowie dem Arbeitgeberbericht vom 4. Februar 2008 ist der
Beschwerdeführer zunächst im Stundenlohn mit einem Pensum von ca. 5 Stunden pro
Tag und zusätzlich weiteren Einsätzen auf Abruf tätig gewesen (vgl. IV-act. 84, 85).
Zufolge eines Berichts der Eingliederungsverantwortlichen vom 16. Dezember 2010 ist
der Beschwerdeführer per Januar 2009 unbefristet mit einem Pensum von 95% und
einem Lohn von Fr. 4'256.-- angestellt worden (vgl. IV-act. 162-4). Aus weiteren
Angaben in den Akten geht nun aber hervor, dass der Beschwerdeführer weder dieses
vereinbarte Pensum noch ein medizinisch-theoretisch grundsätzlich zumutbares
80%iges Pensum hat halten können. Anlässlich der MEDAS-Begutachtung im
September 2010 hat der Beschwerdeführer angegeben, dass er das Pensum seit
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Beginn des Arbeitsverhältnis gesteigert habe und zurzeit etwa zu 70% bzw. drei bis
vier Nächte pro Woche arbeite, was nach seinem Gefühl eine Nacht zu viel sei. Bei den
Nachtdiensten als Revier-B._ sei er alleine, habe Ängste und fühle sich unwohl.
Früher hätte er auch Tagdienste geleistet, habe dabei aber wiederholt lange am selben
Ort stehen müssen, was ihm nicht möglich sei (vgl. IV-act. 140-16). Die Gutachter
haben festgehalten, dass die Tätigkeit als B._-Mitarbeiter dem Beschwerdeführer
aktuell zu 70% der Norm möglich sei. Längerfristig betrachtet sei die Tätigkeit jedoch
ungeeignet aufgrund der eingeschränkten kognitiven Leistungsfähigkeit, der
Notwendigkeit, Auto zu fahren und der erhöhten psychischen Belastung bei alleine
auszuführenden Nachteinsätzen (vgl. IV-act. 140-27). Der Beschwerdeführer hat auch
gegenüber der Beschwerdegegnerin wiederholt zum Ausdruck gebracht, dass er bei
der B._-Tätigkeit gesundheitlich eingeschränkt bzw. überfordert sei und sich
höchstens ein Pensum von 70% vorstellen könne (vgl. IV-act. 141, 162-6). Von seinem
Hausarzt sei er für gewisse Aufträge dispensiert worden (vgl. IV-act. 134). Aufgrund der
gesundheitlichen Probleme bei der B._-Tätigkeit hat der Beschwerdeführer auch
immer wieder andere, seinen Leiden besser angepasste Stellen gesucht (vgl. IV-act.
162). Am 17. Januar 2011 haben die Verantwortlichen der B._ dem
Beschwerdeführer vorgeschlagen, sich erneut dem Arbeitsverhältnis im Stundenlohn
(ohne eine garantierte Anzahl von Arbeitsstunden) zu unterstellen. Zur Begründung ist
ausgeführt worden, dass aufgrund der markanten Einschränkungen des
Beschwerdeführers eine Auslastung im momentanen Arbeitsverhältnis kaum möglich
sei (vgl. IV-act. 139). Per 31. Juli 2011 ist das Arbeitsverhältnis seitens des
Arbeitgebers schliesslich gekündigt worden (vgl. IV-act. 151, 152). Zusammengefasst
ist aufgrund der zur Verfügung stehenden Angaben überwiegend wahrscheinlich davon
auszugehen, dass der Beschwerdeführer während der Dauer seiner Anstellung vom 1.
August 2007 bis zum 31. Juli 2011 seine ihm zumutbare Restarbeitsfähigkeit von 80%
nicht vollumfänglich ausgeschöpft hat. Dies erklärt sich vorliegend dadurch, dass es
sich bei der Arbeit als B._-Mitarbeiter nicht um eine leidensadaptierte Tätigkeit
gehandelt hat. Somit ergibt sich, dass für die Jahre 2007 bis 2011 bei der Bestimmung
des Invalideneinkommens nicht auf das effektive Einkommen als B._-Mitarbeiter
abgestellt werden kann, sondern auf die jeweiligen Tabellenlöhne zurückgegriffen
werden muss. Der Invaliditätsgrad des Beschwerdeführers hat daher für den Zeitraum
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von 2007 bis 2011 unverändert 40% betragen, womit weiterhin ein Anspruch auf eine
Viertelsrente bestanden hat (vgl. oben E. 3.8).
5.
5.1 Gemäss einem Bericht des behandelnden Orthopäden Dr. C._ vom 24. Februar
2012 war der Beschwerdeführer im November 2011 am Knie operiert worden. Dr. C._
hat eine vollständige Arbeitsunfähigkeit zunächst bis März 2012 attestiert (vgl. IV-act.
173). Im Folgebericht zur Untersuchung am 12. März 2012 hat er angegeben, der
Beschwerdeführer sei bis zur nächsten Kontrolle in sechs bis acht Wochen sicher noch
100% arbeitsunfähig (vgl. IV-act. 178-2). Im Auftrag der zuständigen Unfallversicherung
hat Dr. D._ den Beschwerdeführer am 25. April 2012 aus orthopädischer Sicht
begutachtet. Im entsprechenden Gutachten vom 31. Mai 2012 hat er festgehalten, es
sei übereinstimmend mit Dr. C._ seit November 2011 von einer 100%igen
Arbeitsunfähigkeit in adaptierten Tätigkeiten auszugehen. Ab Mai 2012 seien dem eine
Beschwerdeführer eine leidensangepasste Tätigkeit wieder zu 100% zumutbar (vgl. IV-
act. 179-12). Dr. C._ hat am 10. September 2012 diesbezüglich erklärt, dass er dem
Beschwerdeführer aufgrund der klinischen Verlaufsbeobachtung und in Abweichung
zur Beurteilung von Dr. D._ ab 23. April 2012 eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit
attestiert habe. Am 27. Juni 2012 habe er an dieser Einschätzung festgehalten. Eine
volle Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit sei erst wieder ab August 2012 als
realistisch zu betrachten (vgl. IV-act. 185-11). Der RAD hat die Einschätzung von
Dr. C._ als nachvollziehbar erachtet und ist für den Zeitraum von November 2011 bis
Mai 2012 von einer 100%igen und für den Zeitraum von Mai 2012 bis einschliesslich
Juli 2012 von einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit ausgegangen. Ab August 2012 betrage
die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in angepassten Tätigkeiten aus
orthopädischer Sicht wieder 100% und aus gesamtmedizinischer Sicht 80% (vgl. IV-
act. 186-2). Der Beurteilung des RAD kann zugestimmt werden. Dr. C._ hatte den
Beschwerdeführer als behandelnder Arzt während der langdauernden postoperativen
Phase regelmässig untersucht. Seine Einschätzung einer ab April/Mai 2012 zunächst
nur 50%igen Arbeitsfähigkeit ist überzeugender als die Einschätzung von Dr. D._,
welcher dem Beschwerdeführer ohne Übergangsphase direkt eine 100%ige
Arbeitsfähigkeit attestiert hat.
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5.2 Da der Beschwerdeführer von November 2011 bis Mai 2012 in sämtlichen Tätig
keiten zu 100% arbeitsunfähig gewesen ist, hat er kein Einkommen erzielen können.
Das Invalideneinkommen liegt daher bei Null. Unabhängig von der Höhe des Validen
einkommens ist daher im Sinne eines verkürzten Einkommensvergleichs von einer
vollständigen Erwerbseinbusse auszugehen, was einem Invaliditätsgrad von 100%
entspricht.
5.3 Bei der rückwirkenden Zusprache einer abgestuften und/oder befristeten
Invalidenrente finden gemäss Rechtsprechung die für die Rentenrevision geltenden
Normen (Art. 17 Abs. 1 ATSG i.V.m. Art. 88a IVV) analog Anwendung (Urteil des
Bundesgerichts 8C_93/2013 vom 16. April 2013, E. 2; BGE 121 V 264 E. 6b/dd mit
Hinweis). Gemäss Art. 88a IVV ist bei einer Verschlechterung (Abs. 2) der
Erwerbsfähigkeit die anspruchsbeeinflussende Änderung zu berücksichtigen, sobald
sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat. Die 100%ige
Erwerbsunfähigkeit ist somit ab 1. Februar 2012 zu berücksichtigen. Ab diesem
Zeitpunkt hat der Beschwerdeführer Anspruch auf eine ganze Rente.
6.
Ab Mai 2012 beträgt die medizinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit 50%. Somit ist auch
für diesen Zeitpunkt der Invaliditätsgrad neu zu bestimmen. Betreffend die Bestimmung
des Valideneinkommens kann wieder das Einkommen bei der letzten Arbeitsstelle des
Beschwerdeführers vor dem Eintritt der Arbeitsunfähigkeit herangezogen werden.
Dieses hat im Jahr 2005 Fr. 66'300.-- betragen (vgl. oben, E. 3.3). Unter
Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung von 2005 bis 2012 (vgl.
Lohnentwicklung 2013, Bundesamtes für Statistik, Tabelle 39 "Entwicklung der
Nominallöhne, der Konsumentenpreise und der Reallöhne", Veränderung gegenüber
dem Vorjahr: 2006: 1,1%, 2007: 1,6%, 2008: 2,2%, 2009: 2,1%, 2010: 0,7%, 2011: 1%
und 2012: 0,8%) beträgt das Valideneinkommen im Jahr 2012 rund Fr. 72'853.--. Das
Invalideneinkommen ist erneut aufgrund der LSE-Tabellenlöhne zu bestimmen, da der
Beschwerdeführer im hier massgebenden Zeitraum keine Tätigkeit ausgeübt hat. Im
Jahr 2012 lag der durchschnittliche Jahresverdienst der Männer unter
Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung bei rund Fr. 64'160.--. Ausgehend von
einer 50%igen Arbeitsfähigkeit und einem Tabellenlohnabzug von 15% (vgl. oben, E.
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3.7.2) ergibt sich ein Invalideneinkommen von rund Fr. 27'268.-- (Fr. 64'160.-- x 0,5
-15%). Stellt man dieses dem Valideneinkommen von Fr. 72'853.-- gegenüber,
resultiert eine Erwerbseinbusse von Fr. 45'585.--, was einem Invaliditätsgrad von rund
63% entspricht. Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG hat der Beschwerdeführer somit Anspruch
auf eine Dreiviertelsrente. Die Rente wird dem Beschwerdeführer nach der von Art. 88a
Abs. 1 IVV geregelten Anpassungszeit von drei Monaten ausgerichtet, d.h. ab 1.
August 2012.
7.
7.1 Ab August 2012 ist aus orthopädischer Sicht wieder von einer 100%igen Arbeits
fähigkeit des Beschwerdeführers in leidensadaptierten Tätigkeiten auszugehen (vgl. IV-
act. 185-11, 186-2). In gesamtmedizinischer Sicht kann ab diesem Zeitpunkt wieder auf
die von der MEDAS Zentralschweiz attestierte 80%ige Arbeitsfähigkeit in adaptierter
Tätigkeit abgestellt werden, da der Gesundheitszustand nach der vorübergehenden
Verschlechterung wegen der Knieoperation wieder dem Zustand entspricht, welcher
anlässlich der Begutachtung im Jahr 2010 vorgelegen hat. Es ist erneut ein
Einkommensvergleich zur Ermittlung des Invaliditätsgrades durchzuführen. Das
Valideneinkommen beläuft sich wie im Mai 2012 auf Fr. 72'853.-- (vgl. oben, E. 4.3).
Bezüglich der Bestimmung des Invalideneinkommens ist zu berücksichtigen, dass der
Beschwerdeführer seit Mitte August 2012 eine Tätigkeit als Chauffeur bei der E._ AG
aufgenommen hat (vgl. IV-act. 185-7). Fraglich ist, ob der vom Beschwerdeführer bei
dieser Tätigkeit tatsächlich erzielte Lohn als Invalideneinkommen herangezogen
werden kann. Wie bereits erwähnt, ist dafür rechtsprechungsgemäss erforderlich, dass
es sich um eine Erwerbstätigkeit handelt, bei der – kumulativ – besonders stabile
Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass die versicherte Person die
ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, sowie dass das
Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn erscheint
(vgl. oben E. 4).
7.2 Gemäss dem Arbeitsvertrag der E._ AG vom 14. Juni 2012 hat der Be
schwerdeführer die Stelle am 13. August 2012 angetreten. Wie aus der
Lohnabrechnung für August hervorgeht, ist der Beschwerdeführer vom 13. bis
31. August 2012 insgesamt 2'647 km gefahren und hat entsprechend einen Lohn von
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Fr. 1'554.95 verdient (vgl. IV-act. 185-10). Gestützt auf die Angaben des
Rechtsvertreters und auf den Fahrplan ist davon auszugehen, dass der
Beschwerdeführer am Montag, Dienstag und Freitag jeweils ca. 7 bis 7,5 Stunden im
Einsatz ist, während die Arbeitszeit am Mittwoch und Donnerstag je ca. 5 Stunden
beträgt. So bemessen resultiert eine wöchentliche Arbeitszeit von 32,5 Stunden. Bei
einer betriebsüblichen Arbeitszeit von wöchentlich 41,6 Stunden entspricht die
Arbeitszeit des Beschwerdeführers einem 80%-Pensum. Zu berücksichtigen ist jedoch,
dass der Beschwerdeführer laut Arbeitsvertrag während 12 Wochen nicht arbeitet und
keine Entschädigung erhält. Hochgerechnet auf ein ganzes Jahr erreicht der
Beschwerdeführer daher kein durchschnittliches Pensum von 80%, d.h. er schöpft die
ihm zumutbare medizinisch-theoretische Restarbeitsfähigkeit von 80% nicht
vollumfänglich aus (vgl. Bundesgerichtsurteil vom 10. Juli 2014, 8C_7/2014, E. 7.2).
Hinzu kommt, dass es sich bei der Tätigkeit als Chauffeur mit der Notwendigkeit, Auto
zu fahren, nicht um eine leidensadaptierte Tätigkeit handelt (vgl. IV-act. 140-27). Dieser
Umstand steht einer vollumfänglichen Ausschöpfung der 80%igen Restarbeitsfähigkeit
entgegen. Im Weiteren ist die Anstellung bei der E._ AG nicht als besonders stabiles
Arbeitsverhältnis im Sinn der Rechtsprechung zu qualifizieren, denn es hat im
massgeblichen Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung am 7. Dezember
2012 nicht einmal ein halbes Jahr angedauert (vgl. Bundesgerichtsentscheide vom 5.
November 2014, 8C_660/2014, E. 3.2; vom 15. Januar 2013, 8C_799/2012, E. 4.2 und
vom 11. April 2012, 8C_825/2011, E.4.3.2). Nach der Rechtsprechung des
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen wird für die Annahme eines besonders
stabilen Arbeitsverhältnisses eine mehrjährige Anstellung vorausgesetzt (vgl. Entscheid
vom 26. März 2013, IV 2011/106, E. 4.1). Vor diesem Hintergrund kann vorliegend nicht
der effektive Verdienst des Beschwerdeführers als Invalideneinkommen herangezogen
werden, sondern es ist auf die statistischen Tabellenlöhne zurückzugreifen.
7.3 Wie bereits erwähnt, lag im Jahr 2012 der durchschnittliche Jahresverdienst der
Männer bei Fr. 64'160.-- (vgl. oben, E. 6.1) Unter Berücksichtigung einer 80%igen
Arbeitsfähigkeit und einem Tabellenlohnabzug von 15% (vgl. oben, E. 3.7.2) ergibt sich
ein Invalideneinkommen von rund Fr. 43'629.-- (Fr. 64'160.-- x 0,8 - 15%). Stellt man
dieses dem Valideneinkommen von Fr. 72'853.-- gegenüber, resultiert eine
Erwerbseinbusse von Fr. 29'224.--, was einem Invaliditätsgrad von 40% entspricht.
Folglich hat der Beschwerdeführer wieder Anspruch auf eine Viertelsrente, welche ihm
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in analoger Anwendung von Art. 88a Abs. 1 IVV ab dem 1. November 2012
auszurichten ist.
8.
Zusammengefasst hat der Beschwerdeführer vom 1. Dezember 2005 bis 31. Januar
2012 Anspruch auf eine Viertelsrente. Vom 1. Februar bis 31. Juli 2012 hat er
Anspruch auf eine ganze Rente. Vom 1. August bis 30. Oktober 2012 hat er Anspruch
auf eine Dreiviertelsrente. Ab dem 1. November 2012 hat er Anspruch auf eine
Viertelsrente. Die angefochtene Verfügung vom 7. Dezember 2012 ist folglich
aufzuheben.
9.
9.1 Gestützt auf die vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde gutzuheissen und
die Verfügung vom 7. Dezember 2012 aufzuheben. Der Beschwerdeführer hat
Anspruch auf Rentenleistungen ab 1. Dezember 2005 im erwähnten Umfang. Die
Sache ist zur Berechnung der Rentenbeträge an die Beschwerdegegnerin
zurückzuweisen.
9.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis
Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--
erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit angemessen. Die
unterliegende Beschwerdegegnerin hat die Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen.
Der vom Beschwerdeführer geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist ihm
zurückzuerstatten.
9.3 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei
Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom
Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der
Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen
(Art. 61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor
Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.--
bis Fr. 12'000.--. In der vorliegenden Angelegenheit erscheint mit Blick auf
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vergleichbare Fälle eine pauschale Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- (inklusive
Barauslagen und Mehrwertsteuer) angemessen. Die Beschwerdegegnerin hat dem
Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- (inklusive Barauslagen
und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht