Decision ID: 94f99a6c-f5bf-4162-af33-803db87bf4a7
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1965, arbeitete als Chauffeur bei
Y._
,
Z._
,
und war
über diesen bei der Schweizerischen
Unfallversiche
rungsanstalt
(SUVA)
gegen die Folgen von
Unfällen
versichert. Am
5.
November 1985 zog er sich bei einem
Verhebetrauma
eine Rückenverletzung zu (
Urk.
8/1). Nach verschiedenen Rückfällen sprach ihm die SUVA mit Verfü
gung vom
8.
Mai 2007 mit Wirkung ab
1.
Mai 2007 eine Invalidenrente gestützt auf eine Erwerbsunfähigkeit von 32
%
sowie eine Integritätsentschädigung
für eine Integritätseinbusse von 5
%
zu (
Urk.
8/
208
).
Die Invalidenversicherung
verneinte am
3.
Oktober 2007 bei einem
Invaliditäts
grad
von 15
%
einen Rentenanspruch (
Urk.
8/
217
).
1.2
Auf Rückfallmeldung vom
2
6.
August/
6.
Oktober 2008 hin (
Urk.
8/
218-
219
)
verfügte die SUVA am 1
9.
Oktober 2009, die ursprüngliche
Zumutbarkeitsbeur
teilung
habe sich nicht wesentlich verändert und der Integritätsschaden habe sich nicht erhöht. Ab
1.
Januar 2010
werde sie die vorübergehend ausgerichte
ten
Taggeldleistungen
einstellen
und de
n
Rückfall ab
schliessen
(
Urk.
8/264).
Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft.
1.3
Am
9.
Juli 2010 meldete
X._
einen neuerlichen Rückfall (Urk. 8/287). Mit Verfügung vom
4.
Februar 2011 verneinte die SUVA eine Verschlimmerung der Unfallfolgen
unter dem Hinweis,
s
ie
erbringe
über die
zugesprochene
Rente und zwei Physiotherapiezyklen pro Jahr hinaus keine weiteren Versicherungsleistungen
(
Urk.
8/304).
M
it Eingabe vom
1
5.
Februar 2011 (
Urk.
8/310
) beziehungsweise
Einsprache
ergän
zung
vom 28. März 2011
(
Urk.
8/315) legte der Versicherte das von
der Sozialversicherung
sanstalt des Kantons Zürich, IV
Stelle,
bei
Dr.
med.
A._
, Spezialarzt FMH für Orthopädische Chirurgie,
eingeholte Gut
achten
vom 2
8.
Januar 2011 (
Urk.
8/332
/2
)
ins Recht
;
gestützt
darauf
sprach
die IV
Stelle
schliesslich
mit
Verfügung vom 1
9.
Oktober 2011 mit Wirkung ab 1.
Oktober 2010 bei einem Invaliditätsgrad von 57
%
eine halbe Rente der Invalidenversicherung zu (
Urk.
8/326)
.
Die SUVA hiess daraufhin die Einsprache
mit Entscheid vom
1
2.
Juni 2012 teil
weise gut
und
sprach dem Versicherten
für
die Zeit vom 1
1.
bis 3
0.
Mai 2010 Taggelder im Umfang von 100
%
sowie
für die Zeit vom 3
1.
Mai bis 3
0.
Juni 2010 Taggelder im Umfang von 50
%
zu;
im Übrigen
wies
sie
die Einsprac
he ab (Urk.
8/337 = Urk.
2).
2.
G
egen
den
Einspracheentscheid
vom 1
2.
Juni 2012
erhob der Versicherte mit Eingabe vom 1
4.
August 2012
Beschwerde
und beantragte d
essen
Aufhebung
und die
Zusprache
einer
Invalidenrente
nach Massgabe eines
richtigen Ver
gleich
s
zwischen Validen- und Invalideneinkommen
sowie einer angemessenen Integritätsentschädigung
(
Urk.
1
S. 2
). Die
SUVA
schloss in ihrer
Beschwerde
antwort
vom
5.
September
2012 auf Abweisung der Beschwerde
(
Urk.
7).
Am 1
3.
September 2012 reichte der Beschwerdeführer das
von ihm veranlasste
Aktengutachten von
Dr.
A._
vom
5.
September 2012
(
Urk.
12/1) zu den Akten mit dem Begehren, die
dafür angefallenen Gutachtenskosten von Fr.
2‘000.--
seien
der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen (
Urk.
11). Die
Beschwer
degegnerin
ersuchte am 2
9.
Oktober 2012 um Abweisung dieses Antrages und
legte
ihrerseits
die
c
hirurgische Beurteilung
von
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Chirurgie,
Abteilung Arbeits
medizin
der SUVA
,
vom 1
7.
Oktober
2012 ins Recht (
Urk.
16-17). Dazu nahm der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 3
0.
Januar 2013 Stellung, erneuerte seine Rechtsbegehren und beantragte
zudem
, der Beschwerdegegnerin seien die K
osten von
Fr.
1‘600.-- für das
wei
tere
bei
Dr.
A._
eingeholte
Gutachten
vom 1
7.
Januar 2013
(Urk.
23/3)
zu überbinden
(
Urk.
22).
Die Beschwerdegegnerin hielt in der Folge an ihren
auf Abweisung der Beschwerdebegehren schliessenden
Anträgen fest (
Urk.
28), wovon dem Beschwerdeführer am
7.
Mai 20
14 Kenntnis gegeben wurde (Urk.
29).
Das Gericht nahm sodann von Amtes wegen einen Auszug aus dem
Medizinal
be
ruferegister
des Bundesamtes für
Gesundheit (BAG) betreffend Dr.
med.
B._
(
www.medregom.admin.ch
) als
Urk.
30 zu den Akten.

Das Gericht zieht in Erwägung:
1.
1.1
Nach
Art.
10
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG)
hat die versicherte Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung ihrer Unfall
folgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig (
Art.
6
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungs
rechts
, ATSG
), so steht ihr gemäss
Art.
16
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Unfall
versicherung (UVG) ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu min
d
estens 10 Prozent invalid (Art.
8
ATSG
), so hat sie Anspruch auf eine Invali
denrente (
Art.
18
Abs.
1 UVG
).
1
.2
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1
ATSG).
Im Bereich der obligatorischen Unfallversicherung ist die erforderliche Erheb
lich
keit der Sachverhaltsänderung gegeben, wenn sich der Invaliditätsgrad um 5
%
verändert (
zur Publikation vorgesehenes Urteil des Bundesgerichts 8C_586/2013 vom 2
3.
Dezember 2013
E.
4.3
mit Hinweisen
).
Eine
Erhöhung der
Rente
im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG setzt eine
anspruchs
erhebliche
Änderung der tatsächlichen Verhältnisse voraus, welche entweder in einer objektiven
Verschlechterung
des Gesundheitszustandes mit entsprechend
verminderter
Arbeitsfähigkeit oder in geänderten erwerblichen Auswirkungen einer im Wesentlichen gleich gebliebenen
Gesundheitsbeein
trächtigung
liegen kann. Demgegenüber stellt eine bloss abweichende Beurtei
lung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhaltes keine
revisions
rechtlich
relevante Änderung dar (
Urteil des Bundesgerichts 8C_211/2013 vom
3.
Oktober 2013 E. 2.2 mit Hinweisen).
Die Frage der wesentlichen Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen beur
teilt sich durch Vergleich des Sachverhalts, wie er im Zeitpunkt der ursprüngli
chen Rentenverfügung bestanden hat, mit demjenigen zur Zeit der streitigen Revisionsverfügung. Eine rechtskräftige Revisionsverfügung gilt
-
im Hinblick auf eine weitere Revision - ihrerseits als (neue) Vergleichsbasis, wenn sie auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer
Sachver
haltsabklärung
, Beweiswürdigung und Durchführung eines
Einkommensver
gleichs
(bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkun
gen des Gesundheitszustands) beruht
(Urteil des Bundesgerichts 8C_211/2013 vom
3.
Oktober 2013 E. 2.
3
mit Hinweis).
1.
3
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustel
len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beur
teilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Be
richte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzu
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a).
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze ent
scheidend, ob es für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchun
gen beruht, die
geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt
was vor allem bei psychischen Fehlent
wicklungen nö
tig ist
, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinan
der
setzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfol
gerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U.
Meyer
Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutachten,
3.
Aufl. 1994, S. 24 f.).
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unpar
teilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im
Sozialversiche
rungsrecht
zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gut
achterin allerdings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U 356 S.
572; BGE 122 V 157 E. 1c; vgl. auch 123 V 331 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin verneinte das Vorliegen einer wesentlichen Ver
schlech
terung des Gesundheitszustandes in der Zeit von Mai 2007 bis Januar 2011 gestützt auf die entsprechenden Schlussfolgerungen ihres
Versi
cherungs
mediziners
Dr.
B._
. Das Zumutbarkeitsprofil gemäss Verfügung vom
8.
Mai 2007 habe weiterhin Gültigkeit
, so dass
keine Veranlassung bestehe, auf den damals errechneten Invaliditätsgrad zurückzukommen, und
weiterhin die bisherige Rente auszurichten sei
(
Urk.
2 S. 7 f.
,
Urk.
7 S. 4 f.
).
Gemäss der über
zeugenden kreisärztlichen Einschätzung habe sich auch die Höhe des
Integri
tätsschadens
nicht verschlechtert. Es bleibe daher kein Raum für eine
Erhöhung
der Integritätsentschädigung (
Urk.
2 S. 8 f.).
Im Zeitpunkt der Mel
dung der Arbeitsunfähigkeit von Mai/Juni 2010 sei die medizinische Situation noch nicht
gänzlich geklärt gewesen, weshalb
s
ie
für die Zeit vom 12.
Mai bis 30. Juni 2010 noch Taggelder ausgerichtet habe
(
Urk.
2 S.
8,
Urk.
7 S. 5 unten).
Dem von der
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich,
IV-Stelle
,
veranlass
ten Gutachten von
Dr.
A._
sprach die Beschwerdegegnerin aus im Einzelnen dargelegten Gründen den Beweiswert
ebenso ab wie
seiner
im Laufe des Verfahrens
erstatteten Expertise
(
Urk.
7 S. 3 und S. 7
,
Urk.
16
, Urk.
28
).
Sie verneinte auch
die
Bindung
an den
Entscheid der Invalidenversi
cherung (
Urk.
7 S. 6 f.).
2.2
Demgegenüber rügte der Beschwerdeführer in der Beschwerde zur Hauptsache die Ermittlung der Vergleichseinkommen. Wegen des ausgewiesenen
Rückenlei
dens
könne er gemäss
Dr.
A._
nur noch eine leichte Tätigkeit in einem Pensum von 50
%
verrichten. Da keine unfallfremde
n
Faktoren vorlägen, sei der Entscheid der Invalidenversicherung miteinzubeziehen und
der
Invalidi
tätsgrad
von 32
%
auf 64
%
anzuheben. Angesichts der von
Dr.
A._
attestierten gesundheitlichen Verschlechterung habe er
zudem
Anspruch auf eine Integritätsentschä
d
igung von mindestens 20
%
(Urk. 1 S. 10 f.).
In der Replik
ergänzte er, dass
Dr.
A._
im Aktengutachten vom 5. Sep
tember 2012 eine Verschlechterung des unfallbedingten
Gesundheitsscha
dens
erhoben habe, weshalb er
nurmehr
zu 50
%
erwerbsfähig sei, welche Erwerbs
fähigkeit
er vollumfänglich ausschöpfe (
Urk.
11).
Seiner Ansicht nach sei auf das von der Invalidenversicherung eingeholte Gutachten von
Dr.
A._
abzustellen, zumal
Dr.
B._
nicht sämtliche MRI-Bilder vorgelegen hätten und er - anders als die weiteren mit dem Beschwerdeführer befassten Ärzte - über keine Berufsausübungsbewilligung und somit über keine
Praxiser
fahrung
verfüge.
Die
Beurteilung
von
Dr.
B._
erachtete der Beschwerdeführer als wertlos. Die unfallbedingte Verschlechterung sei ausgewiesen, andernfalls die Beschwerdegegnerin das vorliegende Verfahren sicher nicht in die Wege geleitet hätte (
Urk.
22).
3.
3.1
Die ursprüngliche rentenzusprechende Verfügung vom
8.
Mai 2007
stützte sich
in medizinischer Hinsicht
im Wesentlichen
auf die Berichte des Kreisarzte
s
Dr.
C._
, Facharzt FMH für Chirurgie, vom 1
2.
Juli 2006 (
Urk.
8/179) und vom 1
4.
März 2007 (
Urk.
8/199) und insbesondere
auf das Gutachten
des
D._
vom 26. Februar 2006 (Urk. 8/196).
Darin wurden
folgende Diagnosen genannt (S.
7):
belastungsabhängiges
lumbovertebrales
Schmerzsyndrom mit Ausstrahlun
gen linksseitig bei/mit:
verminderter Stabilisationsfähigkeit der
Lendenwirbelsäule (
LWS
)
, vermin
derter Kraftausdauer der Rückenmuskulatur
Status nach
Diskushernienoperation
L4/5 und L5/S
1
am 1
9.
März 1986 bei
radikulärer
linksseitiger Reiz- und sensomotorischer
Ausfallsympto
matik
bei vorbestehenden rezidivierenden Rückenbeschwerden und Sta
tus nach Hebetrauma am
5.
November 1985
Status nach
Reoperation
L4/5 am 2
2.
April 1987 bei
radikulärer
Sympto
matik infolge
Rezidivhernie
L4/5
Status nach beidseitiger
Diskushernienoperation
L4/5 bei
mediolateraler
Diskushernie am 1
8.
Mai 1988
Status nach
Diskushernienoperation
L2/3 bei
radikulärer
Symptomatik infolge grosser, nach kranial luxierter Diskushernie L2/3 li
nksseitig am 7.
Juli 1999
Status nach Scheuermann
rezidivierende belastungsabhängige linksseitige Knieschmerzen
Status nach
Meniskektomie
1992
Ausgehend von de
r Beurteilung
der Ärzte des
D._
(S. 7 f.) erachtete d
ie Beschwerdegegnerin trotz der Unfallrestfolgen eine leichte bis mittelschwere Tätigkeit ohne vorgeneigtes Sitzen und Stehen, ohne häufige
s
Knien sowie ohne Heben und Tragen schwerer Lasten bei zusätzlichen Pausen von zwei Stunden pro Tag (rund 25
%
) ganztags für zumutbar
; sie ging mithin von einer
Restar
beitsfähigkeit
von 75
%
aus
(Urk. 8/181 S. 2).
3.2
Im Rahmen de
s
am 2
6.
August 2008 gemeldeten
Rückfalls (
Urk.
8/218)
wurde der Beschwerdeführer
erneut
durch Kreisarzt
Dr.
C._
untersucht. Dieser
führte
am
7.
April 2009
aus
, der Beschwerdeführer
sei
im Herbst 2008
durch
seinen Hausarzt Dr.
E._
nach einer akuten
Beschwerdeexazerbation
zunächst voll arbeitsunfähig und per
5.
November 2008 als Kellner wieder zu 50
%
arbeitsfähig geschrieben worden
(vgl.
Urk.
8/22
3 und
Urk.
8/231
)
.
Dr.
C._
berichtete von einer subjektiv wahrgenommenen
Beschwerdezu
nahme
und
stellte
bezüglich der Wirbelsäulenfunktionen
eine mässige Ver
schlechterung der Inklination und der Rotation bei nicht fixiertem Becken
fest
.
Zur Abklärung einer bildgebenden Verschlechterung
veranlasste
er
weiterge
hende Abklärungen der
LWS
und des linken Knies
(Urk.
8/238 S. 3 f.,
Urk.
8/241).
Nach Einsicht in die Bildgebungen ergänzte
Dr.
C._
a
m
3.
Juni 2009
, der Beschwerdeführer verspüre im Vergleich zu früher objektiv
(richtig: subjektiv;
vgl. dazu auch
Urk.
8/259 S. 1 unten)
vermehrt Beschwerden. Die Inklination habe sich klinisch mässig verschlechtert, wobei er die Unterschiede auf die Tagesform und die Messgenauigkeit zurückführte.
Weiter erhob
Dr.
C._
eine verminderte Rotation bei nicht fixiertem Becken und
wies darauf hin
, dass der Radiologe aufgrund des MRI eine leicht zunehmende Degeneration L2/L3 und L5/S1 beschrieben habe. Er empfahl eine Verlaufsbeurteilung durch den Ortho
päden (
Urk.
8/249-250).
3.3
A
uf
Dr.
C._
Veranlassung hin berichteten a
m
6.
August 2009 die
Wirbelsäu
lenchirurgen
Dr.
med.
F._
und PD
Dr.
med.
G._
, beide von der Klinik
H._
, über ihre Untersuchung des Beschwerdeführers.
Nach Ver
gleich der aktuellen Bilder mit jenen aus dem Jahr 2006
diagnostizierten
sie
ein
chronifiziertes
lumbospondylogenes
Schmerz
-
sowie
radikuläres
Reizsyndrom am ehesten L3 rechts bei Status nach mehreren Operation
en
auf der Höhe
L2/3, L4/5
und L5/S1
;
die Degeneration
erstrecke sich
über den gesamten Rücken und im Segment L2/3
falle
eine
Spondylolisthesis
in Verbindung mit einer
linksbe
tonten
Bandscheibenhernie auf. Sie bezweifelten, ob eine
operative
Fusion der Wirbel die Arbeitsfähigkeit erhalte, weshalb sie davon abrieten
. Die Konsiliar
ärzte
hielten eine Arbeitstätigkeit von 50
%
für möglich (
Urk.
8/253).
3.4
Gestützt darauf
führte
der Kreisarzt am 1
7.
September 2009
aus
, der Endzustand sei erreicht.
Er bestätigte seine
früheren
Ausführungen und legte dar, dass we
der die Verschlechterung der Inklination noch die leichte Zunahme der Dege
nerationen Anlass gäben, an
der durch
die Gutachter des
D._
am
26.
Februar 2006 formulierten Zumutbarkeit
eine Veränderung vorzunehmen
(vgl.
Urk.
8/196 S. 7 f.)
. Damals
sei von einer ganztägigen Belastbarkeit in einer leichten bis knapp mittelschweren
leidensangepassten
Tätigkeit bei zwei Stun
den täglich zusätzlichen Pausen
ausgegangen worden. Eine Anpassung der Integritätsentschädigung sei nicht erforderlich, da er bereits anlässlich seiner Einschätzung vom 1
4.
März 2007 (vgl.
Urk.
8/199) von einem
Bruttointegritäts
schaden
von 20
%
ausgegangen sei
(
Urk.
8/259).
3.5
Dementsprechend verfügte die Beschwerdegegnerin am 1
9.
Oktober 2009
, die ursprüngliche Verfügung
- mit der dort angenommenen Arbeitsfähigkeit von 75 % in einer Verweistätigkeit -
habe nach wie vor Gültigkeit
(Urk. 8/264
)
.
4.
4.1
Im
aktuellen, nach telefonischer Meldung der erneuten Arbeitsunfähigkeit vom
1
2.
Mai 2010 (
Urk.
8/285)
mit
Schaden(Rückfall)
meldung
vom
9.
Juli 2010
(Urk.
8/287)
eingeleiteten Revisionsverfahren
stellt sich die medizinische Aktenlage folgendermassen dar
:
4.2
Hausarzt
Dr.
med.
E._
, FMH Innere Medizin, bescheinigte im Bericht vom 1
7.
Dezember 2010 eine akute Exazerbation des bekannten
Lumbover
tebralsyndroms
im Mai 2010 (vgl.
Urk.
8/293). Aufgrund des vorbestehenden Rückenleidens komme es immer wieder zu akuten Verschlechterungen, die in Anbetracht der guten Compliance stets relativ rasch regredierten, so dass der Beschwerdeführer wieder zur Arbeit
habe
zurückkehren k
ö
n
n
e
n
(
Urk.
8/292).
4.3
Am 2
8.
Januar 2011 verfasste
Dr.
A._
das
Gutachten zu
Handen
der Invalidenversicherung (
Urk.
8/315/3).
Nach Einsicht in die
Vorakten
(S. 2 f.), der Anamneseerhebung (S.
8 f.) und aufgrund der erhobenen Befunde (S. 10 f.) stellte er folgende Diag
n
ose
n
(S. 17):
chronifizierte
s
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom/
radikuläres
Reizsyn
drom
(ICD-10 M51.1) am
1.
L3 rechts mit/bei:
Status nach
Fenestration
/
Sequestrektomie
L4/L5 und L5/S1 am 1
9.
März 1986
Status nach Re-
Fenestration
L4/L5 am 2
2.
April 1987
Status nach beidseitiger Dekompression und Diskektomie,
Foraminotomie
L4/L5 am 1
8.
Mai 1988
Status nach Diskektomie L2/L3 links im April 1999
beginnende mediale
Gonarthrose
(ICD-10 M17.9) rechts mehr als links
Epicondylitis
humeri
radialis
(ICD-10 M77.1) beidseits
Dr.
A._
schloss sich
im Wesentlichen
den
Ausführungen der
Wirbel
säu
lenchirurgen
der Kli
nik
H._
(vgl. dazu vorstehende E. 3.3
)
an
und erachtete seinerseits operative Massnahmen als wenig sinnvoll.
Seit den früheren Einschätzungen seien weder der Beschwerdeführer noch seine LWS jünger geworden.
Er kritisierte d
ie
Beurteilung durch
Kreisarzt
Dr.
C._
d
ahin
gehend, dass die klinisch feststellbare Verschlechterung der Inklination wie auch die Zunahme der Degeneration Anlass gebe, die
durch die
D._
Gutachter
festgehaltene Zumutbarkeit
- die er ihrerseits kritisch würdigte, indem er aus
führte: „Das
D._
hat die von Ihnen geforderte Leistung erbracht, indem Sinne, dass der Explorand 100
%
arbeitsfähig geschrieben wurde.“ (vgl. S. 19)
-
zu ändern.
Dr.
A._
hielt dafür, d
ie Arbeit sei nur noch halbtags ausführ
bar und das vom Beschwerdeführer effektiv ausgeübte Pensum von 50
% sei
ideal
beziehungsweise stelle eine bestmögliche Verwertung der
Restarbeitsfä
higkeit
dar
(S. 17
und S. 19
).
4.
4
Am
5.
Juni 2012
beurteilte
Dr.
B._
von der Abteilung Arbeitsmedizin der Beschwerdegegnerin die Akten (
Urk.
8/336).
Er wies darauf hin, dass
Dr.
A._
zwar die Bildgebungen aus dem Jahr 2009, aber nicht die früheren Bil
der vorgelegen hätten
, weshalb er die von
Dr.
A._
postulierten
leicht zu
genommenen
Degenerationen
in Frage stellte
(S. 4)
. Die
auf Aufforderung seitens der Beschwerdegegnerin
durch die
I._
am 2
0.
Februar 2012 angefertigten MRI
-Bilder
(vgl.
dazu Beurteilung durch Dr.
J._
von der
I._
, Radiologie,
vom
3.
Februar 2012;
Urk.
8/330,
Urk.
8/325)
zeige eine gering progrediente
breitbasige
Diskusprotrusion
der Lendenwirbelkörper 1/2
und im Übrigen unveränderte oder
regrediente
Patho
logien
. Die Beschwerdegegnerin habe lediglich die Diskushernien in den Seg
menten L4/5 und L5/S1 als unfallkausal anerkannt, die Pathologien in den Segmenten L1/2 und L2/3 könnten nicht als unfallkausal bezeichnet werden und das Segment L3/4 sei weitestgehend unverändert geblieben. Aus einer Verschlimmerung im Segment L2/3 könne nicht auf eine Verschlimmerung der Unfallfolgen geschlossen werden (S. 5)
.
Eine wesentliche und namhafte Verän
derung des somatischen Befunds der als unfallkausal anerkannten ursprüngli
chen Veränderungen der LWS in den Bereichen L4/5 und L5/S1 sei nicht einge
treten (S. 6 f.).
4.
5
Zu
Handen
des
Beschwerdeführer
s
hielt
Dr.
A._
am 5.
September 2012 (
Urk.
12/1) fest, es sei klar, dass seit der Abklärung
im
D._
eine Ver
schlechterung des Zustandes an der Wirbelsäule stattgefunden habe und dass dies
e
unfallbedingt sei; darauf deute auch die v
on Kreisarzt Dr.
C._
ange
nommene Erhöhung des Nettointegritätsschadens hin (S. 3).
Dr.
A._
bestätigte, dass er anlässlich seiner Begutachtung zwar nicht im Besitz der MRI-Bilder vom August 2006 gewesen
sei
, sich jedoch auf die entsprechenden
Befundungen
gestützt habe (S. 3). Das gleiche mache
Dr.
C._
, wenn er auf die
Befundung
durch die
I._
, Radiologie,
zurückgreife, ohne dass ihm
die
MRI
-Bilder
vom Februar 2012 zur Verfügung
gestanden wären
(S. 4).
Prof.
Dr.
med.
K._
von der
I._
, Radiologie,
habe zudem am 1
9.
Mai 2009 (
Urk.
23/1)
klar eine unfallbedingte Degeneration im Segment L5/S1 beschrieben. Hier habe die
Osteochondrose
zugenommen und die Seg
mente L1/2, L2/3 und L3/4 hätten sich weiter degenerativ verändert (S. 5).
Dr.
A._
erläuterte, dass die Mehrfacheingriffe an den Segmenten L4/5, L5/S1 zur verfrühten und schnelleren Degeneration der darüber liegenden Seg
mente
geführt
habe,
„
so dass man die vermehrte Degeneration der Segmente
L3/4 und L2/3 aus wirbelsäulenorthopädischer Sicht
ebenfalls
als klar
unfallbe
dingt
abgeben
“
müsse (S. 5 f.).
4.
6
Hiezu
führte
Dr.
B._
am 1
7.
Oktober 2012
(
Urk.
17)
aus,
Dr.
A._
habe übersehen, dass Kreisarzt
Dr.
C._
eine Zunahme des Integritätsschadens im Jahr 2006 erhoben habe. Der Zustand des Jahres 2006 sei als Basis zu betrachten für eine allfällige Verschlechterung des unfallbedingten
Gesund
heitsschadens
(S. 2 f.).
Er wies darauf hin, dass d
ie
I._
sowohl
über die alten wie auch die neuen MRI-Bilder verfügt
habe
; es bestehe keine Veranlassung, an der Beurteilung der Bilder durch
Dr.
J._
zu zweifeln
, die
überdies
genau die
hier massgebliche
Frage
der Veränderung beschl
agen habe
(S. 4), denn a
ktu
e
ll gehe es lediglich um die objektivierbaren,
unfallkau
salen
Veränderungen seit Juli 200
6. Dr.
A._
habe hingegen mit den Voraufnahmen aus dem Jahr 1999 verglichen und daraus auf eine Verschlim
merung geschlossen (S. 5).
4.7
Dr.
A._
hielt in der Folge am 1
7.
Januar 2013 (
Urk.
23/3)
im Wesentli
chen
dafür, der Befund von
Dr.
J._
stehe in Widerspruch zu jenem von
Prof
.
K._
vom Mai 200
9. Dr.
J._
habe nicht beurteilt, ob sich die Situation zwischen 2006 und 2009 verschlechtert habe (S. 4).
Auch
PD
Dr.
G._
habe im August 2009 eine zunehmende Verschlimmerung der
Wir
belsäulensituation
festgestellt (S. 4 f.)
.
Dr.
A._
erachtete die Feststel
lungen von
Dr.
B._
„zur leidigen Sache der MRI LWS 2006/2009/2012“ als „recht eigentlich unergiebig“ (S. 2) und bemängelt, dass
Dr.
J._
die Verschlechterung der Situation zwischen 2006 und 2009 nicht beurteilt habe (S. 4 Mitte).
5.
5.1
Mit Blick auf diese ärztlichen Auseinandersetzungen um die
Vergleichszeit
punkte
ist v
or
wegzuschicken
, dass hier allein s
trittig und zu prüfen ist, ob sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers
bis zum
massgeblichen Zeit
punkt des Erlasses des angefochtenen
Einspracheentscheids
wesentlich ver
schlechtert hat, so dass ein Anspruch auf höhere Leistungen der
Beschwerde
gegnerin
resultiert. Als zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung ist nicht die ursprüngliche Rentenverfügung vom
8.
Mai 2007 (Urk. 8/208) heranzuziehen, sondern die Verfügung vom 1
9.
Oktober 2009 (Urk. 8/264). Denn damit bestätigte die Beschwerdegegnerin nach einlässlichen medizinischen Abklärungen (vgl. dazu
vorstehende
E. 3.2
4) die früher vorgenommene Zumutbarkeitsbeurteilung und verneinte die mit
Rückfallmeldungen vom 26. August/
6.
Oktober 2008 (Urk. 8/218
219) geltend gemachte gesundheitliche Verschlechterung (Urk.
8/264).
Der
Beschwerdeführer
muss sich mithin
die unangefochten in Rechtskraft erwachsene Verfügung vom 1
9.
Oktober 2009 entgegen halten lassen.
Mit
jenem
Entscheid wurden die damals vorliegenden Verhältnisse und die daraus fliessenden Leistungsansprüche des Beschwerdeführers geordnet, so dass
im vorliegenden Verfahren
weder Raum für die Prüf
ung der zuvor herrschenden Verhältnisse noch für ei
ne vorbehaltlose
Überp
rüfung des Rentenanspruchs
besteht
.
E
iner Rentenerhöhu
ng
ist
nur
unter der Voraussetzung
stattzugeben,
dass
die medizinischen Unterlagen eine seither eingetretene Verschlechterung der gesund
heitlichen Verhältnisse
belegen
.
5.2
Im Weiteren ist der Beschwerdegegnerin
beizupflichten
, dass der Beschwerde
führer aus dem Umstand, dass ihm die Invalidenversicherung am 19. Oktober 2011 aufgrund eines Invaliditätsgrades von 57
%
eine halbe Invalidenrente zugesprochen hat (
Urk.
8/326), nichts zu seinen Gunsten ableiten kann.
Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung entfaltet die Invaliditätsschätzung der Invalidenversicherung gegenüber dem Unfallversicherer
grundsätzlich
keine Bindungswirkung (
Urteil des Bundesgerichts 8C_798/2013 vom 1
6.
April 2014 E.
2.1 mit Hinweis auf BGE
133 V 549
)
. Dies hat hier umso mehr zu gelten, als nicht die Invaliden
versicherung
, sondern der Unfallversicherer
zuerst
über den Invaliditätsgrad entschieden hat, weshalb
eine
Bindung
an den Entscheid
der Invalidenversicherung
zum vornherein ausser Betracht fällt
.
5.
3
Dr.
B._
verneinte die hier allein
entscheidwesentliche
Frage
der gesundheitli
chen Verschlechterung seit 201
0.
Die
se
Einschätzung
erging
in Kenntnis der
Vorakten
und i
n Auseinandersetzung mit diesen
, weshalb sie in allen Teilen zu überzeugen vermag
. D
ass sich die
Berichte
von
Dr.
B._
in der Würdigung der Aktenlage erschöpf
en
,
schmälert den Beweiswert
seine
r
aussagekräftigen und überzeugenden
Ausführungen nicht.
Denn nach d
er bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist eine reine Aktenbeurteilung
beziehungsweise
ein reines Aktengutachten nicht an sich als unzuverlässig zu beurteilen. Dem reinen Aktengutachten kann voller Beweiswert zukommen, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die ärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht (nicht publ
izierte E. 5b d
es Urteils BGE 114 V 109, veröffentlicht in RKUV 1988 Nr. U 56 S. 366; vgl. auch Urteil
e
des Bundesgerichts 8C_540/2007 vom 2
7.
März 2008 E. 3.2).
Die fehlende gesundheitliche Veränderung
findet in den
medizinischen Akten
sodann
insofern
eine Stütze
, als sich
die Diagn
oselisten
in Bezug auf den
unfallgeschädigten
Rücken
im Verlauf der Jahre kaum
verändert haben.
Selbst die von
Dr.
A._
gestellten Diagnosen
decken
sich
weitestgehend
mit jene
n im
D._
-Gutachten. Hausarzt
Dr.
E._
erwähnte zwar vorüberge
hende Exazerbationen, die jeweils rasch wieder zurückgingen, so dass sie nicht auf eine wesentliche Veränderung schliessen lassen.
5.
4
Zu prüfen bleibt,
ob das Gutachten von
Dr.
A._
und dessen Ergän
zungen geeignet sind,
auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der Einschätzung durch
Dr.
B._
zu erwecken
(vgl. vorstehende E.
1.4).
Dr.
A._
äussert sich gar nicht zur Frage, ob sich der Gesund
heitszustand seit 2009 massgeblich verändert hat. Seine polemische Auseinan
dersetzung mit den entsprechenden Darlegungen von
Dr.
B._
zeigt
vielmehr
auf, dass er die hier massgebliche Problemstellung nicht erfasst hat. Im Gut
achten vom 2
8.
Januar 2011 erachtete er die von Kreisarzt
Dr.
C._
am 17. September 2009
erwähnte
- in der Verfügung vom 1
9.
Oktober 2009 bereits berücksichtigte
, aber nicht rentenrelevante
- Verschlechterung der Inklination und Zunahme der Degenerationen an der LWS als hinreichend für eine
zurück
haltendere
Einschätzung der Arbeitsfähigkeit.
Dieser Betrachtung kann jedoch mangels Bezug
s
zur korrekten zeitlichen Vergleichsbasis nicht gefolgt werden. Den weiteren Berichten von
Dr.
A._
sind keine Anhaltspunkte zu ent
nehmen, dass er selbst eine nach dem 1
9.
Oktober 2009 eingetretene wesentli
che Verschlechterung gesehen hätte, weshalb sich Weiterungen
hiezu
erübrigen.
Wenn sich
Dr.
A._
auf die Berichte
von Prof.
Dr.
K._
und von PD Dr.
G._
beruft
und mit diesen die von ihm postulierte Verschlechterung begründet
,
übersieht er
ebenso
, dass diese Berichte vor Erlass der Verfügung vom 19. Oktober 2009 erstattet wurden und somit für die hier strittige
Revisi
on
s
frage
nicht mehr
von Belang
sind.
Dr.
A._
bescheinigte
schliesslich
im Gutachten vom 2
8.
Januar 2011
unter Kritik
an
der
abweichenden
kreisärztlichen Einschätzung
-
eine Arbeits
fähigkeit von lediglich 50
%
in einer Verweistätigkeit.
Dabei handelt es sich jedoch
um eine im Revisionsverfahren zum vornherein nicht massgebliche andere Einschätzung des im Wesentlichen
gleich gebliebenen bzw.
unveränder
ten Sachverhalts,
was rechtsprechungsgemäss
keine
massgebliche
gesundheitli
che Veränderung zu belegen
vermag
(vgl. vorstehend E. 1.2).
5.5
Insoweit der Beschwerdeführer die
fehlende Berufsausübungsbewilligung und Praxiserfahrung von
Dr.
B._
bemängelte, ist ihm entgegen zu halten, dass
ge
mäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung eine Gutachtertätigkeit eine Fach
ausbildung verlangt, die auch im Ausland erworben werden kann (BGE 137 V
210 E. 3.3.2;
Urteil des
Bundesgerichts 9C_
270/2008 vom 1
2.
August 2008 E.
3.3).
Dr.
B._
verfügt über einen Facharzttitel
für Chirurgie
, den er gemäss Eintrag im
Medizinalberuferegister
des BAG
im Jahr
1989 in
L._
erworben hat. Dem
Medizinalberuferegister
ist weiter zu entnehmen, dass seine Fachausbil
dung am
2
4.
Juli 2002
in der Schweiz anerkannt wurde
(
Urk.
30)
. Es besteht somit kein Anlass, an
seiner fachlichen Kompetenz als Chirurg
zu zweifeln (vgl. Urteil des Bun
desgerichts 8C_997/2010 vom 10.
August 2011
E.
2.4).
Der Beschwerdeführer trug auch
k
eine s
tichhaltige
n
Gründe
vor
, welche gegen die fachliche Kompetenz von
Dr.
B._
zur Beurteilung
des Rückenschadens
sprechen
.
Die allenfalls fehlende Berufsausübungsbewilligung vermag unter diesen Umständen keine Zweifel an seiner Einschätzung zu erwecken.
5.
6
Nach
dem Gesagten
ist eine
unfallbedingte Verschlechterung des Gesundheits
zu
standes des Beschwerdeführers
nicht als überwiegend
wahr
scheinlich
erstellt
zu erachten,
weshalb der
angefochtene
Einspracheentscheid
nicht zu bean
standen
ist
. Die Beschwerde erweist sich demzufolge als unbe
gründet und ist abzuweisen.
6.
6.1
Erleidet der Versicherte durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat er Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung (
Art.
24
Abs.
1 UVG). Die Entschä
digung wird mit der Invalidenrente festgesetzt oder, falls kein Rentenanspruch besteht, bei der Beendigung der ärztlichen Behandlung gewährt (
Art.
24
Abs.
2 UVG).
Voraussehbare Verschlimmerungen des Integritätsschadens werden angemessen berücksichtigt. Revisionen sind nur im Ausnahmefall möglich, wenn die Ver
schlimmerung von grosser Tragweise ist und nicht voraussehbar war (Art. 36
Abs.
4 der Verordnung über die Unfallversicherung; UVV).
6.2
In Bezug auf die beantragte
Erhöhung der Integritätsentschädigung
brachte der
Beschwerdeführer nicht vor
, dass die Voraussetzungen für
die
Revision der am
8.
Mai 2007 rechtskräftig zugesprochenen Integritätsentschädigung von 5
%
erfüll
t sind.
Anhaltspunkte für eine
massgebliche
Verschlimmerung
sind
nicht zu erkennen und wurden vom Beschwerdeführer auch nicht geltend gemacht.
D
er Kreisarzt
warf
im Bericht vom 1
7.
September 2009 die Frage der Anpassung der Integritätsentschädigung auf
und verneinte
diese
(
Urk.
8/259).
Dr.
C._
ging dabei zwar fälschlicherweise davon aus
, dass die mit Verfügung vom 8.
Mai 2007 zugesprochene Integritätsentschädigung von 5
%
(
Urk.
8
/208) spä
ter erhöht worden war.
E
ine Erhöhung der Integritätsentschädigung wurde jedenfalls mit der unangefochten in Rechtskraft erwachsenen Verfügung vom 1
9.
Oktober 2009 verneint, so dass es damit sein Bewenden haben muss.
Selbst wenn mit dem Kreisarzt eine Erhöhung
des Integritätsschadens auf 10
%
angenommen würde, lässt die
s
jedenfalls nicht den Schluss zu, es liege eine Verschlimmerung von grosser Tragweite im Sinne von
Art.
36
Abs.
4 UVV vor. Eine ausnahmsweise Erhöhung der Integritätse
ntschädigung fällt daher ausser
Betracht
, weshalb die Beschwerde auch diesbezüglich abzuweisen ist.
7
.
Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung sind der obsiegenden Partei die not
wendigen Kosten eines Privatgutachtens unter dem Titel der
Parteientschädi
gung
zu vergüten, wenn dieses im Hinblick auf die Interessenwahrung einer Partei im Prozess notwendig war (BGE 115 V 63).
Da der Beschwerdeführer unterliegt und die Einschätzungen durch
Dr.
A._
nichts zur
Entscheidfindung
beizutragen vermochten, ist
der
beschwer
deführerische
Antrag auf
Überbindung der Gutachtenskosten an die
Beschwer
degegnerin
abzuweisen.