Decision ID: d1b082f0-7016-56ff-a3b4-a35e14b866b3
Year: 2009
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A.
A.a Der Beschwerdeführer, ein ethnischer Kurde alevitischen  mit letztem Wohnsitz in M._ (Hatay), verliess eigenen Angaben zufolge seinen Heimatstaat am 9. September 2003 und gelangte am 18. September 2003 via Italien und unter Umgehung der Grenzkontrolle in die Schweiz, wo er gleichentags in der Empfangsstelle N._ ein Asylgesuch einreichte.
A.b Mit Verfügung vom 8. April 2004 lehnte das BFF das Asylgesuch des Beschwerdeführers ab und ordnete dessen Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug an.
A.c Das Bundesverwaltungsgericht wies eine bei der damals  Schweizerischen Asylrekurskommission (ARK) eingereichte  vom 15. Mai 2004 (Poststempel vom 18. Mai 2004) mit Urteil vom 9. Januar 2009 ab.
A.d Für den Inhalt des ordentlichen Verfahrens wird auf die Akten .
B. Mit Wiedererwägungsgesuch vom 12. März 2009 (Poststempel vom 13. März 2009) an das BFM liess der Beschwerdeführer sinngemäss im Wesentlichen um die wiedererwägungsweise Aufhebung der Ziffern 4 und 5 des Dispositivs der Verfügung des BFM vom 8. April 2004 . Es sei die Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs  und die Vollzugsbehörde anzuweisen, von Vollzugshandlungen abzusehen. Der Eingabe lag ein Arztbericht vom 25. Februar 2009 des  Dienstes des O._ bei.
C. Mit Verfügung vom 9. April 2009 trat das BFM auf das  nicht ein und stellte fest, die Verfügung vom 8. April 2004 sei zum einen rechtskräftig und vollstreckbar, zum anderen komme  allfälligen Beschwerde keine aufschiebende Wirkung zu.  wurde auf die Erhebung einer Gebühr verzichtet.
Seite 2
D-3115/2009
D. In seiner Beschwerde vom 14. Mai 2009 liess der Beschwerdeführer die nachfolgend aufgeführten Anträge stellen: 1. Die angefochtene Verfügung sei aufzuheben. 2. Es sei festzustellen, dass seit Erlass der ursprünglichen Verfügung vom 8. April 2004 eine wiedererwägungsrechtlich massgebliche  der Sachlage eingetreten sei und neue erhebliche Beweismittel vorgebracht würden. 3. Es sei wiedererwägungsweise festzustellen, dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers unzumutbar sei, und die  sei anzuweisen, die vorläufige Aufnahme anzuordnen. Eventualiter sei die Sache mit der verbindlichen Anweisung an die  zurückzuweisen, auf das Wiedererwägungsgesuch vom 12. März 2009 einzutreten und eine neue Verfügung zu erlassen. 4. Der vorliegenden Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu gewähren, und der Vollzug der Wegweisung sei bis zum  Abschluss dieses Verfahrens zu sistieren. Die zuständige  sei anzuweisen, auf Vollzugshandlungen während der Behandlung der vorliegenden Beschwerde zu verzichten. Über die Aussetzung des Vollzugs sei umgehend zu entscheiden. 5. Es sei dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren, insbesondere sei von der Erhebung eines  abzusehen.
E.
E.a Mit Zwischenverfügung vom 19. Mai 2009 wies der zuständige  des Bundesverwaltungsgerichts das Gesuch um  einer vorsorglichen Massnahme im Sinne der aufschiebenden Wirkung ab und teilte dem Beschwerdeführer mit, er habe den  des Verfahrens im Ausland abzuwarten. Desgleichen wies er die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) sowie um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses ab und forderte den  auf, bis zum 3. Juni 2009 einen Kostenvorschuss von Fr. 600.-- zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.
E.b Der einverlangte Kostenvorschuss wurde am 2. Juni 2009 .
Seite 3
D-3115/2009
F. Mit Eingabe vom 2. Juni 2009 liess der Beschwerdeführer ein  vom 29. Mai 2009 des Psychiatrischen Dienstes des O._ zu den Akten reichen. Diesem Bericht zufolge wurde der Beschwerdeführer durch den konsultierten Oberarzt in die offene psychiatrische Abteilung des Regionalspitals eingewiesen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das  Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine  des Bundesverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet  Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das  ist daher zuständig für die Beurteilung der  Beschwerde und entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
1.2 Die Beschwerde ist form- und fristgerecht eingereicht. Der  ist durch die angefochtene Verfügung besonders  und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung  Änderung. Er ist daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1, Art. 50 und 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten.
2. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen einen  des BFM. Gegenstand des Beschwerdeverfahrens bildet deshalb allein die Frage, ob die Vorinstanz zu Recht nicht auf das  vom 12. März 2009 eingetreten ist (vgl. ANDRÉ MOSER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem , Basel 2008, S. 78 Rz. 2.164, PETER SALADIN, Das Verwaltungsverfahrensrecht des Bundes, Basel 1979, S. 101). Die Beurteilungszuständigkeit des Bundesverwaltungsgerichts ist diesfalls darauf beschränkt, bei Begründetheit des Rechtsmittels die angefoch-
Seite 4
D-3115/2009
tene Verfügung aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen.
3. Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde vorliegend auf die  des Schriftenwechsels verzichtet.
4.
4.1 Die Wiedererwägung im Verwaltungsverfahren ist ein gesetzlich nicht geregelter Rechtsbehelf, auf dessen Behandlung durch die  Behörde grundsätzlich kein Anspruch besteht. Gemäss  Lehre und ständiger Praxis des Bundesgerichts wird jedoch aus Art. 29 der Bundesverfassung der Schweizerischen  vom 18. April 1999 (BV, SR 101) unter bestimmten  ein verfassungsmässiger Anspruch auf Wiedererwägung  (vgl. BGE 127 I 133 E. 6 mit weiteren Hinweisen). Danach ist auf ein Wiedererwägungsgesuch einzutreten, wenn sich der  Sachverhalt seit dem ursprünglichen Entscheid beziehungsweise seit dem Urteil der mit Beschwerde angerufenen Rechtsmittelinstanz in wesentlicher Weise verändert hat und mithin die ursprüngliche () Verfügung an nachträglich eingetretene Veränderungen der Sachlage anzupassen ist.
4.2 Auf ein Wiedererwägungsgesuch ist dann einzutreten, wenn der Gesuchsteller Tatsachen vorbringt (behauptet), die an sich geeignet sein könnten, zu einem anderen Entscheid zu führen. Ob sie auch  gegeben sind und - wenn ja - auch geeignet sind, im  Fall zu einer anderen Betrachtungsweise zu führen, ist  der materiellen Prüfung des Gesuches.
5.
5.1 Zur Begründung der angefochtenen Verfügung vom 9. April 2009 führte das BFM im Wesentlichen aus, der Beschwerdeführer habe in seinem Wiedererwägungsgesuch vom 12. März 2009 keine nach dem Urteilszeitpunkt eingetretene erhebliche Veränderung der Sachlage geltend gemacht. Der Rechtsvertreter habe im Gegenteil ausgeführt, er habe die vom behandelnden Psychiater befürchteten Auswirkungen eines negativen Entscheides auf den Beschwerdeführer vorgängig mit dem zuständigen Instruktionsrichter besprochen, was zum Schluss führe, das Bundesverwaltungsgericht habe in Kenntnis dieses "neuen" Sachverhalts geurteilt. Dies schliesse die Befugnis des BFM zu einer
Seite 5
D-3115/2009
wiedererwägungsweisen Neubeurteilung dieses Sachverhalts aus. Daran vermöge auch die Tatsache nichts zu ändern, dass der  Arzt seine Beurteilung erst nach der Urteilseröffnung schriftlich formuliert habe. Im Übrigen handle es sich bei den befürchteten  Folgen der Eröffnung des negativen Urteils des Bundesverwaltungsgerichts beziehungsweise des Vollzugs der darin bestätigten Wegweisung nicht um eine bereits eingetretene  der Sachlage, sondern um mutmassliche, zukünftige Reaktionen des Beschwerdeführers auf die Eröffnung und den Vollzug des  im Asylverfahren, mithin um eine verfahrensbedingte . Eine solche führe aber regelmässig nicht zum Verzicht auf den Wegweisungsvollzug, sondern sei im Rahmen des Vollzugs zu . Es sei in diesem Zusammenhang ausdrücklich auf die  der medizinischen Rückkehrhilfe, einer allfälligen ärztlichen Begleitung beim Vollzug und dergleichen verwiesen. Aus diesen  trete das Bundesamt auf das Wiedererwägungsgesuch des  nicht ein.
5.2 In der Beschwerdeschrift wird demgegenüber geltend gemacht, die Vorinstanz habe mit ihrer Erwägung, bei den befürchteten  Folgen der Eröffnung des negativen Urteils handle es sich um mutmassliche, zukünftige Reaktionen des Beschwerdeführers, mithin um eine verfahrensbedingte Reaktion, bereits eine materielle Prüfung der neu geltend gemachten Tatsachen vorgenommen. Die Vorinstanz sei demnach zu Unrecht auf das Wiedererwägungsgesuch nicht eingetreten. Des Weiteren habe sich das  in seinem Urteil vom 9. Januar 2009 auf den ärztlichen Bericht vom 18. August 2006 abgestützt. In diesem Bericht habe der  Arzt festgehalten, der Beschwerdeführer leide an einer  psychischen Störung, die behandlungsbedürftig sei. Hauptsymptom sei unter anderem die paranoide Verarbeitung bereits alltäglicher Belastungssituationen. In solchen Belastungssituationen akzentuiere sich die paranoide Symptomatik und die Suizidalität. Der behandelnde Arzt habe bereits damals im Hinblick auf eine  Rückkehr prognostiziert, dass mit einer Zunahme der Selbst- und Fremdgefährdung gerechnet werden müsste. Angesichts des nun  Vollzugs der Wegweisung habe der behandelnde Arzt am 25. Februar 2009 einen neuen Bericht verfasst. Darin werde  die bisherige Prognose bestätigt. Der geschilderte Verlauf seit dem letzten Bericht vom 18. August 2006 erhärte diese ebenfalls. Gleichzeitig habe der behandelnde Arzt auch neue Erkenntnisse über
Seite 6
D-3115/2009
das Krankheitsbild des Beschwerdeführers gewonnen. Weiter habe er im neuen Bericht prognostiziert, dass bei einer Rückführung des  in die Türkei mit unberechenbarer Selbst- und  Fremdgefährdung gerechnet werden müsse. Damit stelle er  der neuen Ausgangslage eine genauere respektive neue . Bis zum Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 9. Januar 2009 habe kein Anlass bestanden, die ursprüngliche Prognose zu , da der Vollzug nicht unmittelbar gedroht habe, das  sich nicht geändert und der Verlauf sich angesichts der Schwere des Krankheitsgrades verhalten positiv entwickelt habe.  habe sich eine Neubeurteilung ebenfalls nicht , da der Beschwerdeführer nicht davon habe ausgehen müssen, dass seine Flüchtlingseigenschaft verneint würde.
5.3 Wie sich demgegenüber ohne weiteres der angefochtenen  vom 9. April 2009 entnehmen lässt, handelt es sich bei den vom Beschwerdeführer beanstandeten Erwägungen, welche eine materielle Prüfung der neu geltend gemachten Tatsachen enthielten, um ein  dictum, als solches gekennzeichnet durch die Einleitung "Im  handelt es sich bei den befürchteten ..." (vgl. S. 2 der  Verfügung). Dementsprechend lassen diese Erwägungen nicht den Schluss zu, die Vorinstanz habe zur Begründung des  eine materielle Prüfung der neu geltend gemachten Tatsachen vorgenommen, dies umso weniger, als der vorangehende Absatz eine zutreffende Begründung des Nichteintretensentscheids enthält. Bezüglich der Rügen, die Vorinstanz habe vorliegendenfalls gegen den Grundsatz des rechtlichen Gehörs wie auch gegen den  verstossen, lässt die Beschwerdeschrift eine  Begründung vermissen, weshalb es sich erübrigt, auf  Rügen weiter einzugehen.
5.4 Das Urteil vom 9. Januar 2009 stützte sich bezüglich der  Situation des Beschwerdeführers auf die Arztzeugnisse vom 22. September 2004 des P._ sowie vom 18. August 2006 des Psychiatrischen Dienstes des O._ und hielt in Erwägung 6.5.2 fest, dem Zeugnis vom 18. August 2006 zufolge leide der Beschwerdeführer an einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) mit wechselhaft depressiven Episoden, begleitet von psychotischen Symptomen. Neben der im Bericht vom 22. Dezember (recte: September) 2004 diskutierten, möglicherweise zugrunde lie-
Seite 7
D-3115/2009
genden schizophrenieformen Störung werde im Arztzeugnis vom 18. August 2006 auch eine andauernde Persönlichkeitsänderung des Beschwerdeführers nach Extrembelastung zunehmend als  erachtet. Hinsichtlich einer Prognose werde sodann , dass aufgrund der Dauer und des Schweregrads der  Störung nicht von einer Heilung auszugehen sei, doch könne mit einer Verbesserung des Gesundheitszustands in kleinen Schritten gerechnet werden, wenn der Beschwerdeführer keine allzu grossen Belastungen zu bewältigen habe. Der Gedanke an eine Rückkehr ins Heimatland löse trotz Trennungsschmerz von den  beim Beschwerdeführer grosse Ängste aus und die  und depressive Symptomatik nehme jeweils zu. Mit einer  der Selbst- und Fremdgefährdung müsse gerechnet werden. Ausgehend von diesem medizinischen Sachverhalt kam das  in ausführlichen Erwägungen zum Schluss, der Wegweisungsvollzug in den Heimatstaat sei in Anbetracht der  Sachlage zulässig und zumutbar. Dieser Beurteilung stellt der Beschwerdeführer in seinem Wiedererwägungsgesuch die Ergebnisse aus dem neusten Arztbericht vom 25. Februar 2009 gegenüber und hält insbesondere fest, es liege gestützt auf neue Erkenntnisse des behandelnden Arztes eine "genauere" beziehungsweise "neue " vor. Ausserdem habe sich das Krankheitsbild unter dem  des bevorstehenden Wegweisungsvollzugs verschlechtert. Wie zudem dem Arztzeugnis vom 29. Mai 2009 zu entnehmen ist, wurde der Beschwerdeführer wegen Suizidalität hospitalisiert und in der  Abteilung des Regionalspitals in Q._ aufgenommen. Diese Änderungen des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers sind zweifellos neu, allerdings lediglich in medizinischer Hinsicht. Indessen war die mittlerweile eingetretene Verschlechterung des  des Beschwerdeführers unter dem Eindruck einer baldigen Rückkehr in die Türkei schon aufgrund der Diagnosen aus den Jahren 2004 und 2006 unschwer vorauszusehen, weshalb sich entsprechende Erwägungen bereits im Urteil vom 9. Januar 2009 des  finden. Eine wesentlich veränderte medizinische  liegt somit unter juristischen Gesichtspunkten nicht vor, weil die geltend gemachten Veränderungen allesamt im Rahmen der bereits in den Jahren 2004 und 2006 gestellten Diagnosen und Prognosen . In diesem Sinne herrscht im Übrigen völlige Übereinstimmung mit dem Beschwerdeführer, hält dieser doch in seiner Beschwerde  fest, im Arztbericht vom 25. Februar 2009 werde  die bisherige Prognose bestätigt. Aus diesem Grund liegt keine
Seite 8
D-3115/2009
wesentlich veränderte Sachlage vor. Von einer solchen könnte  auch dann nicht gesprochen werden, wenn zu einem  Zeitpunkt zur Selbstgefährdung allenfalls noch eine  hinzukäme oder wenn der Beschwerdeführer beispielsweise von der offenen in die geschlossene Abteilung verlegt werden müsste.
5.5 Einem Vollzug der Wegweisung stehen weder Selbst- noch  Drittgefährdung entgegen. Allerdings sind von der Vollzugsbehörde in Abstimmung mit den behandelnden Ärzten geeignete Massnahmen zu ergreifen, um die Umsetzung der potentiell drohenden Gefahren im Zusammenhang mit der Ausschaffung zu verhindern. Dem  Arztzeugnis vom 25. Februar 2009 sind in diesem Zusammenhang auf Seite 3 zweckdienliche Anregungen zu entnehmen: Demnach muss bei einer Rückführung aus psychiatrischer Sicht eine dem Krankheitszustand angemessene Betreuung während und nach dem Transport gewährleistet werden, nötigenfalls also auf dem gesamten Weg von der Klinik in Burgdorf bis zum Eintritt in eine entsprechende Klinik in der Türkei. Dabei wäre es aus medizinischer Sicht ideal, wenn dem Beschwerdeführer das zu erwartende Behandlungsangebot  konkret vor der Rückführung mitgeteilt werden könnte, damit er auf die bevorstehenden Veränderungen psychotherapeutisch  werden kann.
5.6 Bei dieser Sachlage besteht kein Anlass, den angefochtenen  zu kassieren und die Sache zu neuem Entscheid an die  zurückzuweisen. Desgleichen erübrigt sich, auf die weiteren  in der Beschwerde und den übrigen Eingaben sowie auf die eingereichten Beweismittel detailliert einzugehen, da diese am  nichts zu ändern vermögen. In Würdigung der gesamten Umstände ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer keinen von der im  Verfahren bestehenden Entscheidungsgrundlage wesentlich  Sachverhalt darzutun vermag, welcher überdies geeignet wäre, einen materiell anderen Entscheid herbeizuführen. Die  der Vorinstanz ist dementsprechend zu bestätigen.
6. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem  aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG), auf insgesamt Fr. 600.-- festzusetzen (Art. 1 - 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht
Seite 9
D-3115/2009
[VGKE]) und mit dem am 2. Juni 2009 geleisteten Kostenvorschuss zu verrechnen.
(Dispositiv nächste Seite)
Seite 10
D-3115/2009