Decision ID: 01b36087-fdd6-423f-b90b-b6d49cbcaded
Year: 2017
Language: de
Court: SG_VGN
Chamber: SG_VGN_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A.
a. Ende 2004 legte der Gemeinderat X. das Strassenprojekt für die Erschliessung des
Baugebiets Q. öffentlich auf; dieses wurde in der Folge rechtskräftig. Bestandteil des
Projekts war auch die Beleuchtung der M.-strasse. Teil dieser Beleuchtung war ein im
Bereich des Grundstücks Nr. 0000, Grundbuch X., aufgestellter Kandelaber. Dieser
wurde im Zuge der Überbauung des Grundstücks auf Kosten der privaten
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Bauherrschaft im Jahr 2012 um rund 6 Meter nach Westen direkt neben den Eingang
des Hauses auf diesem Grundstück versetzt. A.Y. unterbreitete im November 2012
dem Gemeinderat X. das Begehren, der Kandelaber dürfe nicht am geplanten neuen
Standort neben dem Eingang des Hauses auf Grundstück Nr. 0000 aufgestellt werden,
sondern sei vom bisherigen Standort um rund 4 Meter nach Osten zu versetzen. Mit
Eingabe vom 6. Dezember 2012 verlangte A.Y. sodann den gänzlichen Verzicht auf den
umstrittenen Kandelaber. Mit Entscheid vom 20. Dezember 2012 lehnte der
Gemeinderat X. die als Einsprache behandelten Begehren von A.Y. ab. Einen gegen
diesen Entscheid erhobenen Rekurs beim Baudepartement des Kantons St. Gallen zog
A.Y. am 9. Februar 2013 zurück.
b. Ein am 19. März 2013 von A.Y. beim Gemeinderat X. eingereichtes Gesuch um
Wiederaufnahme des Verfahrens lehnte dieser zwar mit Entscheid vom 17. Juni 2013
ab, widerrief darin seinen Entscheid vom 20. Dezember 2012 aber dennoch,
qualifizierte die Eingabe von A.Y. vom 19. März 2013 als Einsprache gegen das
Strassenprojekt "Versetzung Beleuchtungskandelaber" (Art. 39 ff. des
Strassengesetzes [StrG], sGS 732.1) und wies diese Einsprache ab. In der Begründung
bestätigte der Gemeinderat die Notwendigkeit der Beleuchtung an der M.-strasse und
die Anzahl sowie die Standorte der Beleuchtungskandelaber gemäss ursprünglichem
Projekt von 2004 (act. G 17/1 Beilage). Gegen den Entscheid vom 17. Juni 2013 erhob
A.Y. mit Eingabe vom 1. Juli 2013 Rekurs beim Baudepartement. Dieses wies den
Rekurs, nachdem es am 28. April 2014 in Anwesenheit der Verfahrensbeteiligten einen
Augenschein durchgeführt hatte (act. G 15/18) und letztere sich zum
Augenscheinsprotokoll hatten vernehmen lassen (vgl. act. G 15/19 ff.), mit Entscheid
vom 9. April 2015 ab (act. G 2).
B.
a. Gegen den Rekursentscheid vom 9. April 2015 erhob A.Y. mit Eingabe vom 27. April
2015 (act. G 1) und Ergänzung vom 15. Mai 2015 (act. G 5) Beschwerde beim
Verwaltungsgericht mit den Rechtsbegehren, der Entscheid sei aufzuheben (Ziff. 1), die
Entscheide der Beschwerdegegnerin vom 20. Dezember 2012 und 17. Juni 2013 seien
aufzuheben (Ziff. 2) und die Änderung des Strassenbeleuchtungsprojektes, beinhaltend
die Verschiebung die Strassenbeleuchtung auf dem Trottoir vor Grundstück Nr. 0000
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nach Westen, sei aufzuheben und gemäss dem dafür vorgesehenen Verfahren
durchzuführen. Für die Durchführung des Verfahrens sei eine neutrale Aufsichtsinstanz
einzusetzen (Ziff. 3). Der Beschwerdeführerin sei für die zweieinhalb Jahre, während
denen die Pilzleuchte am streitigen Standort gestanden habe, ein Schmerzensgeld von
15‘000.-- Franken zuzusprechen (Ziff. 5).
b. Mit Vernehmlassung vom 3. Juli 2015 reichte das Tiefbauamt des
Baudepartementes (Vorinstanz) die Vorakten ein und beantragte, die Beschwerde sei
unter Kostenfolge abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden könne. Zur
Begründung verwies es auf den angefochtenen Entscheid und machte ergänzende
Ausführungen (act. G 14).
c. Bereits mit Schreiben vom 25. Juni 2015 (act. G 11) hatte das Tiefbauamt unter
Hinweis auf Art. 11 Abs. 3 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (sGS 951.1;
VRP) dem Verwaltungsgericht eine an das Baudepartement gerichtete Eingabe von
A.Y. vom 11. Juni 2015 (act. G 12.1) zur weiteren Behandlung übermittelt. Darin
beantragte die Beschwerdeführerin, die widerrechtlich errichtete Strassenlampe solle
sofort abgebaut werden. Zur Begründung führte sie an, die Lampe stehe an einem
nicht bewilligten Ort und mache sie krank. Solange kein rechtskräftiger Entscheid
vorliege, sei - entgegen der Ansicht des Gemeinderates X. - das laufende
(Haupt-)Verfahren der Grund dafür, dass die Lampe bis zum Vorliegen eines
rechtskräftigen Entscheides vom strittigen Standort entfernt werden müsse. Mit
Verfügung vom 4. August 2015 wies der Präsident des Verwaltungsgerichts das
Gesuch um Erlass einer vorsorglichen Massnahme des Inhalts, die streitige
Strassenlampe sofort abzubauen und bis zum Vorliegen eines rechtskräftigen
Entscheides vom streitigen Standort zu entfernen, ab (act. G 16).
d. Die Beschwerdegegnerin teilte mit Eingabe vom 20. August 2015 unter Verweisung
auf die bisherigen Beschlüsse und Vorakten den Verzicht auf eine Stellungnahme mit
(act. G 18). Mit Eingaben vom 27. August und 7. September 2015 (act. G 23 und 25)
reichte die Beschwerdeführerin weitere Stellungnahmen - letztere bezogen auf die
Verfügung vom 4. August 2015 - ein. Mit Schreiben vom 14. Juli 2016 ersuchte sie um
Korrektur der Verfügung vom 4. August 2015 sowie um Erledigung der Beschwerde
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(act. G 27). Hierzu äusserte sich der Verwaltungsgerichtspräsident mit Schreiben vom
22. Juli 2016 (act. G 28).
e. Auf die Vorbringen der Verfahrensbeteiligten in den Eingaben des vorliegenden

Verfahrens wird, soweit für den Entscheid relevant, in den nachstehenden Erwägungen
eingegangen.
Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 46 StrG in
Verbindung mit Art. 59bis Abs. 1 VRP). Sodann entspricht die Beschwerdeeingabe
vom 27. April 2015 (act. G 1) in Verbindung mit der Beschwerdeergänzung vom 15.
Mai 2015 (act. G 5) zeitlich, formal und inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen
(Art. 64 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP).
Nach Art. 64 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP setzt die Rechtsmittelbefugnis
voraus, dass eine besondere, beachtenswerte, nahe Beziehung zum Streitgegenstand
besteht. Dabei liegt das schutzwürdige Interesse im "praktischen Nutzen", den ein
erfolgreich geführtes Rechtsmittel dem Betroffenen in seiner rechtlichen oder
tatsächlichen Situation einträgt, bzw. in der Abwendung materieller, ideeller oder
sonstiger Nachteile, die ein Bestand der angefochtenen Verfügung oder des
angefochtenen Entscheids mit sich bringen würde (Cavelti/Vögeli,
Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, St. Gallen 2003, Rz. 391 mit
Hinweisen; BGE 137 II 30 E. 2.2.3). Die Rechtsmittelbefugnis ist vorliegend zu bejahen,
nachdem die Beschwerdeführerin als Eigentümerin eines durch die
Strassenbeleuchtung betroffenen Grundstücks mit der Prozessführung eigene
Interessen im erwähnten Sinn verfolgt (Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 388 mit Hinweisen).
Auf die Beschwerde ist grundsätzlich einzutreten.
Nicht einzutreten ist auf das Rechtsbegehren, die Entscheide der Beschwerdegegnerin
vom 20. Dezember 2012 und 17. Juni 2013 seien aufzuheben, da der angefochtene
Rekursentscheid an deren Stelle getreten ist (Devolutiveffekt; vgl. BGE 129 II 438 E. 1).
Sodann bilden finanzielle Fragen (Schmerzensgeld) nicht Gegenstand des
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angefochtenen Entscheids (act. G 2), weshalb sie auch im vorliegenden Verfahren nicht
diskutiert bzw. geprüft werden können; in diesem Punkt (Rechtsbegehren Ziff. 5) ist auf
die Beschwerde ebenfalls nicht einzutreten. Letzteres gilt auch mit Bezug auf das in
Ziff. 3 enthaltene Begehren um Einsetzung einer neutralen Aufsichtsinstanz.
2.
2.1. Für den Strassenbau wird das Planverfahren durchgeführt. Es ersetzt das
Baubewilligungsverfahren (Art. 39 Abs. 1 StrG). Das Strassenbauprojekt enthält nach
Art. 40 StrG insbesondere den Situationsplan (lit. a), Landbedarfslinien (lit. b), allfällige
Baulinien (lit. c) und die Einteilung von Gemeindestrassen (lit. d). Nach Art. 41 StrG wird
das Projekt in der politischen Gemeinde unter Eröffnung einer Einsprachefrist von
dreissig Tagen öffentlich aufgelegt (Abs. 1). Wird kein Kostenverlegungsverfahren
durchgeführt, so kann bei kleinen und unbedeutenden Projekten auf die öffentliche
Auflage verzichtet werden, so unter anderem bei der Beleuchtung (Abs. 2 lit. d). Nach
Art. 47 wird das Planverfahren erneut durchgeführt, wenn das Projekt wesentlich
geändert wird (Abs. 1). Ist die Projektänderung unbedeutend, so werden die
Betroffenen mit persönlicher Anzeige unter Eröffnung einer Einsprachefrist von dreissig
Tagen in Kenntnis gesetzt (Abs. 2).
2.2. Der Entscheid der Beschwerdegegnerin, die umstrittene Strassenlampe um rund 6
m nach Westen zu verschieben, stellt eine Änderung des in Rechtskraft erwachsenen
Projekts von 2004 dar. Eine Projektänderung ist dann „unbedeutend“ im Sinn von Art.
47 Abs. 2 StrG, wenn der Kreis der Betroffenen klar abgegrenzt werden kann.
Andernfalls handelt es sich um eine wesentliche Änderung und das Planverfahren ist
nach Art. 47 Abs. 1 StrG erneut durchzuführen (P. Schönenberger, in: G. Germann
[Hrsg.], Kurzkommentar zum st. gallischen Strassengesetz vom 12. Juni 1988, Rz. 2 zu
Art. 47 StrG). Von der Versetzung der Strassenlampe ist vorliegend ein klar
abgrenzbarer Personenkreis betroffen. Dieser wäre von der Änderung und der
Rechtsmittelmöglichkeit im Sinn von Art. 47 Abs. 2 StrG in Kenntnis zu setzen
gewesen, was vorliegend unbestritten nicht erfolgt war. Hingegen lehnte die
Beschwerdegegnerin das am 19. März 2013 von der Beschwerdeführerin eingereichte
Gesuch um Wiederaufnahme des Verfahrens mit Entscheid vom 17. Juni 2013 zwar ab,
widerrief seine Verfügung vom 20. Dezember 2012 aber dennoch, qualifizierte die
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Eingabe der Beschwerdeführerin vom 19. März 2013 als Einsprache gegen das
Strassenprojekt "Versetzung Beleuchtungskandelaber" und wies die Einsprache ab
(act. G 17/1 Beilage).
2.3. Im angefochtenen Entscheid kam die Vorinstanz unter anderem zum Schluss, die
erhöhten Anforderungen an die Änderung von Sondernutzungsplänen, nämlich
wichtige öffentliche Interessen, würden nur für den eigentlichen Strassenplan gelten,
nicht aber für bauliche Massnahmen, zu welchen auch die Beleuchtung gehöre.
Nachdem die Eingabe der Beschwerdeführerin vom 19. März 2013 von der
Beschwerdegegnerin als Einsprache entgegengenommen und in allen Punkten
behandelt worden sei, sei der Beschwerdeführerin kein Nachteil erwachsen; der
Mangel der unterlassenen Anzeige sei als geheilt zu betrachten (act. G 2 S. 7 f.).
Die Beschwerdeführerin rügt, dass es der Bauverwalter unterlassen habe, vor Beginn
der Bauarbeiten das vorgesehene Verfahren (Art. 47 StrG) durchzuführen. Dadurch sei
ihr der Rechtsnachteil von nicht berücksichtigten Interessen und Kostenfolgen
entstanden, die bei Aufhebung der streitigen Lampenstelle von der
Beschwerdegegnerin zu tragen wären. Aus einem einfachen Interessenausgleich
zwischen zwei Anliegern seien für sie (die Beschwerdeführerin) durch diesen
Verfahrensfehler der Rechtsnachteil einer stark entwerteten bis unverkäuflichen
Wohnung, eine miese Lebensqualität und ein albtraumartiges Verfahren gegen die
Beschwerdegegnerin, welche Kostenfolgen habe abwenden wollen, entstanden. Die
Beschwerdegegnerin sei in diesem Fall nicht mehr neutrale Aufsichtsbehörde gewesen.
Der Entscheid vom 17. Juni 2013 sei ungültig, weil die Beschwerdegegnerin die
Durchführung des vorgesehenen Verfahrens (Art. 47 StrG) verweigert habe, um in
eigener Sache zur Vermeidung von Kostenfolgen zugunsten der Gemeinde zu
entscheiden. Auch der Rechtsweg eines Rekurses bei der Vorinstanz sei anzuzweifeln.
Wegen der institutionellen Nähe zur Beschwerdegegnerin seien zumindest ihre
Neutralität und Unabhängigkeit in Frage zu stellen (act. G 5 S. 3-6).
2.4. Die Feststellung der Vorinstanz, wonach mit der Entgegennahme und Behandlung
der Eingabe der Beschwerdeführerin vom 19. März 2013 als Einsprache der
Beschwerdeführerin kein Nachteil erwachsen und der Mangel der unterlassenen
Anzeige als geheilt zu betrachten sei, erweist sich mit Blick auf den geschilderten
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Hergang als zutreffend und begründet. Ihre diesbezügliche Vorgehensweise lässt sich
dementsprechend nicht beanstanden. Ein konkreter Anlass, das
Projektänderungsverfahren aus formellen Gründen erneut durchzuführen, besteht
entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin (act. G 5 S. 2-5) nicht. Zu der von ihr
sinngemäss aufgeworfenen Frage der Befangenheit der entscheidenden Behörde (act.
G 5 S. 3-5 und Rechtsbegehren Ziff. 4) ist festzuhalten, dass mögliche Kostenfolgen für
die Beschwerdegegnerin aus der Behandlung einer Einsprache noch keine
Befangenheit der Einspracheinstanz begründen. Andernfalls wäre der Gemeinderat in
einem erheblichen Teil der von ihm zu entscheidenden Einsprachen als befangen zu
betrachten. Im Weiteren lässt sich eine Befangenheit der Vorinstanz (Baudepartement)
nicht allein mit dem nicht näher ausgeführten Hinweis auf die „institutionelle Nähe“
derselben zur Beschwerdegegnerin (act. G 5 S. 6 Mitte) begründen. Eine Vorbefassung
der Vorinstanz mit der Angelegenheit, welche den Anschein der Befangenheit
hervorzurufen vermöchte, ist denn auch nicht ersichtlich. Sodann macht die
Beschwerdeführerin für den Fall der Aufhebung des streitigen Lampenstandorts durch
das Gericht Kostenfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin geltend. Diese Frage ist
nicht zu klären, da - wie sich nachstehend ergeben wird - der Lampenstandort sich
nicht beanstanden lässt. Was im Übrigen die von der Beschwerdeführerin angeführte
Entwertung ihrer Wohnung durch den Lampenstandort betrifft, ist festzuhalten, dass
die Frage der Wertminderung und allfällige Entschädigungsfolgen nicht Gegenstand
des angefochtenen Entscheids bildeten. Dies kann dementsprechend auch nicht
Thema des vorliegenden Beschwerdeverfahrens sein.
3.
3.1. Strassen werden nach Art. 32 StrG gebaut, wenn eine der folgenden
Voraussetzungen es erfordert: Zweckbestimmung (lit. a), Verkehrssicherheit (lit. b),
Verkehrsaufkommen (lit. c), Schutz der schwächeren Verkehrsteilnehmer, insbesondere
von Fussgängern, Radfahrern und Behinderten (lit. d), Interessen des öffentlichen
Verkehrs (lit. e), Umweltschutz (lit. f). Mit Blick auf das - einschliesslich
Strassenbeleuchtung - in Rechtskraft erwachsene Strassenprojekt von 2004 ist
vorliegend von der Erforderlichkeit der darin vorgesehenen Strassenbeleuchtung für die
in Art. 32 StrG vorgesehenen Zwecke auszugehen. Zu klären ist damit einzig die
Erforderlichkeit, Zweckmässigkeit und Verhältnismässigkeit der Verlegung des
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Standorts einer Strassenlampe um 6 m im Bereich des Grundstücks Nr. 0000. Nicht zu
klären - da nicht Gegenstand des angefochtenen Entscheids - ist die von der
Beschwerdeführerin diskutierte (vgl. act. G 5 S. 9) Erforderlichkeit weiterer
Strassenlampen an anderen Standorten bzw. die Beleuchtungssituation der gesamten
M.-strasse.
3.2. Gemäss Bericht des Tiefbauamts, Nationalstrassen Gebiet VI, vom 8. November
2013 bestimmt die Norm DIN EN 13 201 „Beleuchtung von Strassen, Wegen und
Plätzen“ die Art der Strassenbeleuchtung, damit der Werkeigentümer nicht haftbar
gemacht werden kann. Bei der Beleuchtung der Q.-strasse/M.-strasse in den Jahren
2004/2005 sei die Wahl auf eine Pilzleuchte Trilux 9851, eine Natriumdampflampe mit
asymmetrischer Ausleuchtung, gefallen. Die Höhe des Lichtpunkts sei mit 5 Metern
relativ tief gewählt worden, um mit einer kleinen Lampenleistung die Strasse optimal zu
erhellen und möglichst wenig Licht neben die Strasse zu bringen. Im Gegenzug habe
dies einen kürzeren Abstand zwischen den Leuchtpunkten bedingt. Die Abstände der
Leuchten von knapp 30 m seien gut gewählt, und die Norm werde auch nach der
Versetzung der Leuchte um 6 m noch eingehalten. Der gewählte Lampentyp
(asymmetrische Leuchte) bringe das Licht rein rechnerisch grösstenteils auf die
Fahrbahn und beleuchte die Umgebung wenig. Mit den heute im Angebot stehenden
Leuchten (LED) könnten die Emissionen auf die Umgebung weiter verbessert werden.
Die Reduktion der Anzahl Beleuchtungskörper bedinge einen höheren Lichtpunkt, was
die Emissionen in die Umgebung negativ beeinflusse. Beide Massnahmen (LED-
Leuchten, Reduktion der Anzahl Beleuchtungskörper) würden die Neuberechnung und
Neu-Erstellung einer knapp zehnjährigen Anlage, welche dem Stand der Technik
entspreche, bedingen. Dies stehe in keinem Kosten/Nutzen-Verhältnis. Das Weglassen
der streitigen Lampenstelle verletze die geltenden Normen. Der technische Spielraum
für das Setzen der Lampe liege im Bereich von +/- 6m vom ursprünglichen Standort.
Der Lampenkopf könnte durch einen anderen Standort im erwähnten Bereich etwas
aus dem direkten Blickfeld der Beschwerdeführerin verlegt werden. Die Emissionen auf
das benachbarte Grundstück würden sich dadurch nicht verhindern, durch die Wahl
einer optimalen Leuchte aber weiter verringern lassen (act. G 15/10).
3.3. Die Vorinstanz kam im angefochtenen Entscheid gestützt auf diesen Bericht zum
Schluss, mit der Standortverlegung der Lampe werde der Spielraum von 6 m zwar
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genutzt, die Vorgaben der Norm würden jedoch weiterhin erfüllt. Dies bedeute
umgekehrt, dass ein Verzicht auf die Lampe die Nichteinhaltung der Norm bzw. eine
ungenügenden Ausleuchtung der Strasse zur Folge hätte. Die Lampe sei daher
erforderlich. Die Strassenbeleuchtung erweise sich mit Blick auf die Feststellungen im
Bericht (optimale Strassenausleuchtung mit kleiner Lampenleistung, möglichst wenig
Licht neben die Strasse) auch als zweckmässig. Grund für die Verlegung des
Lampenstandorts sei primär ein Planungs- bzw. Koordinationsfehler beim privaten
Bauherrn des der Beschwerdeführerin gegenüberliegenden Grundstücks (Nr. 0000)
bzw. der Beschwerdegegnerin gewesen. Gemäss ursprünglichem Projekt wäre die
Lampe unmittelbar vor die Garagen des gegenüberliegenden Grundstücks zu liegen
gekommen. Die Ein- und Ausfahrt wäre damit stark beeinträchtigt worden. Einerseits
gehe es damit um das private Interesse des Grundeigentümers (an der ungehinderten
Zu- und Wegfahrt), anderseits um das öffentliche Interesse an der Erhaltung der
Verkehrssicherheit auf der M.-strasse. Diese privaten und öffentlichen Interessen an
der Versetzung der Lampe stünden die Interessen der Beschwerdeführerin gegenüber.
Ihr sei entgegenzuhalten, dass auch am ursprünglichen Standort der Lampe die an die
Terrasse angrenzenden Innenräume und die Terrasse selber beleuchtet würden. Die
Intensität der Lichtemissionen des heutigen Standorts im Vergleich zum ursprünglichen
Standort könne nicht als übermässig bezeichnet werden. Der Umstand, dass der
Standort der Lampe nunmehr zentraler vor der Wohnung der Beschwerdeführerin liege,
möge sich zwar (subjektiv) nachteiliger auf das Empfinden auswirken, könne aber
(objektiv) nicht als unverhältnismässig gelten. Sodann rage die Strassenlampe in die
Aussicht des Hauses und insbesondere der Terrasse. Gleichzeitig sei aber
festzuhalten, dass auch der Kirchturm und ein weiterer Turm ins Sichtfeld fallen
würden. Die Aussicht in die Umgebung und der Blick in die Berge sei jedoch nicht
verhindert, sondern (falls überhaupt) lediglich leicht gestört und somit nicht übermässig
beeinträchtigt. Ähnliches gelte im Übrigen auch für den ursprünglich vorgesehenen
Standort. Die Abwägung der entgegenstehenden privaten und öffentlichen Interessen
ergebe, dass eine Zurückversetzung der Strassenlampe an den ursprünglichen
Standort oder eine Verlegung an einen anderen Standort unverhältnismässig sei (act. G
2 S. 9-12).
3.4. Die Beschwerdeführerin wendet ein, seit 7. Dezember 2012 stehe die Pilzleuchte
vor ihrer Terrasse, trotz ungeklärter Rechtslage, nachts als krankmachende Lichtfolter,
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tags als drohender „Gesslerhut“ der gegnerischen Obrigkeit. Es sei vom rechtmässig
bewilligten Standort auszugehen. Dieser sei durch das bewilligte Erschliessungsprojekt
festgelegt. Es gehe ausschliesslich darum, die Verschlechterung der
Beleuchtungssituation durch die Verschiebung nach Westen, mitten vor ihre Terrasse,
im Vergleich mit dem bewilligten Standort zu erfassen.
Im angefochtenen Entscheid würden nicht vorhandene öffentliche Interessen für die
Verschiebung angeführt. Vom rechtmässigen Standort der Lampe aus würde nur noch
die Hälfte des Lichts auf die Terrasse fallen, das zudem durch die Entfernung eine
geringere Lichtstärke habe. Am streitigen Ort gebe es nirgends Schutz vor der
blendenden Folter des Lampenkopfes. Für eine Abschirmung bräuchte es eine vier
Meter breite, zwei Meter hohe und dichte, immergrüne Pflanzung. Leider seien die
Vorschläge zur Abhilfe (Abschirmung am Lampenkopf) untauglich. Eine wirksame
Abschirmung gebe es gemäss telefonischer Aussage des Lampenherstellers nicht. Die
notwendige Schutzpflanzung sei unverhältnismässig. Die Auswirkungen der Pilzleuchte
am streitigen Ort seien wegen des zentral im Blickfeld stehenden, sehr nahen Laternen-
Lampenkopfes sehr viel störender und schwieriger abzumildern als am rechtmässigen
Standort. Die Kosten der Korrektur des Koordinationsfehlers der Bauverwaltung hätte
die Beschwerdegegnerin tragen müssen, nicht die Eigentümer des benachbarten
Grundstücks. Die Beschwerdegegnerin hätte Alternativlösungen, nämlich Standorte
östlich des bewilligten Lampenstandorts oder eine Streichung der Lampenstelle, prüfen
müssen. Es gebe kein öffentliches Interesse an der Verschiebung der Lampe neben die
Haustüre des Gebäudes auf dem benachbarten Grundstück. Eine
„Unverhältnismässigkeit“ der Rückversetzung der Lampe oder Verlegung an einen
anderen Ort könne nicht Grund für die Rückweisung ihrer Forderung sein, wäre sie
doch in jedem Fall aufgrund des vom Bauverwalter zu vertretenden Verfahrensfehlers
geschuldet, durch welchen die Lampe am streitigen Ort gelandet sei. Die
Schlussfolgerung, dass bei einem Verzicht auf die streitige Pilzleuchte die Norm nicht
mehr eingehalten werde, stütze sich lediglich auf Vorgaben der Gemeindebehörden.
Die Beschwerdegegnerin habe entweder einen hohen Verkehrsfluss von Fussgängern
und Radfahrern angenommen, um die Beleuchtungsklasse S4 zu rechtfertigen oder
eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 50 km/h, was beides nicht zutreffe. Die
Pilzleuchte sei in einem Wohnquartier und vor allem in einer Südhanglage mit breiten,
ein Geschoss über der Strasse liegenden Fensterfronten nicht zweckmässig (act. G 5).
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3.5.
3.5.1. Künstliches Licht besteht aus elektromagnetischen Strahlen und gehört daher zu
den Einwirkungen i.S. von Art. 7 Abs. 1 USG (SR 814.01), die beim Austritt aus Anlagen
als Emissionen, am Ort ihres Einwirkens als Immissionen bezeichnet werden (Art. 7
Abs. 2 USG). Für Lichtemissionen bestehen keine (messbaren) Grenzwerte, so dass
diese im Einzelfall zu beurteilen sind. Dabei muss analog Art. 14 lit. a und b USG
sichergestellt werden, dass die Immissionen nach dem Stand der Wissenschaft oder
der Erfahrung Menschen, Tiere und Pflanzen, ihre Lebensgemeinschaften und
Lebensräume nicht gefährden und die Bevölkerung in ihrem Wohlbefinden nicht
erheblich stören. Das Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL; heute
BAFU) hat im Jahr 2005 Empfehlungen zur Vermeidung von Lichtemissionen
(nachfolgend: Empfehlungen BUWAL) herausgegeben. Diese konkretisieren in erster
Linie das Vorsorgeprinzip, indem sie aufzeigen, wie sich unnötige Lichtemissionen
durch eine nachhaltige Lichtnutzung in Aussenräumen vermeiden lassen. Sie zeigen
aber auch die negativen Konsequenzen von Lichtemissionen auf Menschen, Tiere und
Pflanzen, ihre Lebensgemeinschaften und Lebensräume auf, die bei der Beurteilung
der Schädlichkeit von Lichtemissionen zu berücksichtigen sind (Art. 1 Abs. 1 und Art.
14 lit. a USG analog). Seit 1. März 2013 gilt die SIA-Norm 491 zur Vermeidung von
unnötigen Lichtemissionen im Aussenraum. Diese verzichtet bewusst auf die
Festlegung von Richtwerten, und zielt darauf ab, unnötige Lichtemissionen an der
Quelle zu vermeiden, in Anwendung des Vorsorgeprinzips und entsprechend dem
Stand der Technik (BGE 140 II 33 E. 4).
3.5.2. Gemäss den Feststellungen des Gemeindepräsidenten anlässlich des
Augenscheins wurde die streitige Leuchte im Rahmen eines Baugesuchs des an das
Grundstück der Beschwerdeführerin angrenzenden Grundeigentümers um ca. 4 m
verschoben und der Grundeigentümer versetzte diese nochmals um ca. 2 m, jeweils in
Richtung Westen. Bei einer Verschiebung der Leuchte in Richtung Osten komme diese
direkt vor die sich dort befindenden Parkplätze. Der Standort sei so gewählt worden,
dass die Leuchte den Parkplatzbenützern nördlich der Q.-strasse beim
Rückwärtsfahren nicht in die Quere komme bzw. die Leuchte nicht umgefahren werde.
Der Vertreter der Vorinstanz schlug als Lösungsmöglichkeiten vor, die Lampe einerseits
gegen die Liegenschaft (der Beschwerdeführerin) abzuschirmen, um so die
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Lichtemissionen auf das Grundstück zu vermindern. Anderseits könnten auf dem
Grundstück der Beschwerdeführerin hohe Pflanzen gesetzt werden, die zum selben
Ergebnis führen würden. Die Beschwerdeführerin stimmte diesen Alternativen nicht zu
und hielt dafür, dass eine Beleuchtung überhaupt nicht notwendig sei (act. G 15/18).
Die Beschwerdegegnerin ergänzte mit Eingabe vom 14. Juni 2014, dass gemäss
allseitiger Bestätigung anlässlich des Augenscheins bei ausgeschaltetem Licht im
Wohn- und Küchenbereich der Beschwerdeführerin zu wenig Licht in den Wohnraum
gelange, um ein Buch oder eine Zeitung zu lesen. Entgegen der Feststellung der
Beschwerdeführerin sei bei sämtlichen Lampen entlang der Q.-strasse kein
Blendschutz montiert (act. G 15/19). Nachdem die Beschwerdeführerin in der Folge
zum Bestehen von Lampen-Abschirmungen Stellung genommen hatte (act. G 15/28 S.
2), hielt die Beschwerdegegnerin in der Eingabe vom 23. September 2014 fest, dass es
sich bei dem von ihr erwähnten Blendschutz nicht um eine Abschirmung handle. Jede
Leuchte weise beim Leuchtenkopf zwei Leitbleche auf. Eines dieser Leitbleche sei bei
der entsprechenden Leuchte heruntergerutscht (act. G 15/32).
3.5.3. Unbestrittenermassen werden sowohl die Terrasse als auch das Wohnzimmer
der Beschwerdeführerin durch die Strassenlampe am veränderten Standort beleuchtet
(vgl. Fotos in act. G 15/30). Aufgrund der Darlegungen im Amtsbericht vom 8.
November 2013 hat dabei als erstellt zu gelten, dass die Lampe sowohl an ihrem
ursprünglichen als auch am veränderten Standort zu Lichtemissionen auf die Terrasse
und die Wohnung der Beschwerdeführerin führt, wobei die Intensität der
Lichtemissionen des ursprünglichen Standorts der Strassenlampe nicht wesentlich
geringer wären. Unbestritten blieb sodann die Feststellung im angefochtenen
Entscheid (act. G 2 S. 11), dass dies auch für jeden Lampenstandort zwischen den
beiden erwähnten Standorten gilt und die Intensität des Lichteinfalls sich aufgrund der
lediglich geringfügig veränderten Distanzen zwischen den beiden Standorten für die
Innenräume der Eigentumswohnung der Beschwerdeführerin nicht wesentlich
verändert. Durch eine neuerliche Verlegung des Lampenstandorts liessen sich somit
die Lichtemissionen auf die Wohnung der Beschwerdeführerin - wenn überhaupt - nur
geringfügig vermindern, weshalb sich die Ablehnung einer Standortverlegung nicht
beanstanden lässt. Was hingegen die anlässlich des Rekursaugenscheins
vorgeschlagenen Massnahmen zur Verminderung der Lichtemissionen (Abschirmen der
Lampe gegen die Liegenschaft der Beschwerdeführerin) betrifft, so lehnte die
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Beschwerdeführerin solche wie dargelegt zwar ab. Wenn jedoch selbst die Vorinstanz
Massnahmen zur Lichtemission-Verminderung in Betracht zieht bzw. als sinnvoll
erachtet, so erscheint es - in Nachachtung des Vorsorgeprinzips (vorstehende E. 3.5.1)
- angebracht, solche technischen Massnahmen (vgl. dazu Empfehlungen BUWAL
a.a.O., S. 29-31) konkret zu eruieren und in der Folge zu realisieren. Was im Übrigen
die Feststellung im angefochtenen Entscheid betrifft, wonach das Ersetzen der
bestehenden Leuchtmittel (durch LED-Lampen) vor Ablauf ihrer Lebensdauer zu
erheblichen Kosten führen würde und somit unverhältnismässig wäre (act. G 2 S. 12),
ist festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin gemäss einem von der
Beschwerdeführerin eingereichten Zeitungsbericht einen Ersatz der bestehenden
Leuchten für das gesamte Gemeindegebiet bereits vorgesehen hat (vgl. act. G 15/33
Beilage) und dieser somit früher oder später auch bei der streitigen Leuchte realisiert
werden dürfte.
4.
4.1. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Sicherstellung der ungehinderten Zu-
und Wegfahrt zum Nachbargrundstück sowie Verkehrssicherheitsüberlegungen vor
dem geschilderten Hintergrund einen zureichenden Anlass darstellten, den Standort
der Lampe nachträglich zu ändern. Die Ablehnung einer neuerlichen Verlegung des
Lampenstandorts wurde demgegenüber von der Vorinstanz zu Recht bestätigt und der
gegen den Einspracheentscheid vom 17. Juni 2013 erhobene Rekurs in diesem
Umfang zu Recht abgewiesen. Dementsprechend ist diesbezüglich auch die
Beschwerde abzuweisen. Hingegen ist die Beschwerde, soweit darauf einzutreten ist,
in dem Sinn teilweise gutzuheissen, als die Beschwerdegegnerin anzuweisen ist, in
Nachachtung des Vorsorgeprinzips technische Massnahmen zur Verminderung der
Lichtemission (Abschirmung u.ä.) auf die Wohnung der Beschwerdeführerin durch die
streitige Lampe zu eruieren und in der Folge zu realisieren.
4.2. Die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens sind der Beschwerdeführerin
aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP), und ihr nur geringfügiges Obsiegen ist bei der
Kostenverlegung nicht zu berücksichtigen (R. Hirt, Die Regelung der Kosten nach st.
gallischem Verwaltungsrechtspflegegesetz, Lachen/St. Gallen 2004, S. 94). Eine
Entscheidgebühr von Fr. 2'900.-- erscheint angemessen (Art. 7 Ziff. 222
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 15/15
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Der nach Abzug der Kosten für die Verfügung
vom 4. August 2015 verbleibende Kostenvorschuss in gleicher Höhe wird verrechnet.
4.3. Bei diesem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch der Beschwerdeführerin auf
Entschädigung ausseramtlicher Kosten (Art. 98 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 98bis
VRP). Die Vorinstanz und die Beschwerdegegnerin haben ebenfalls keinen Anspruch
auf ausseramtliche Entschädigung (Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 829); es liegen denn auch
keine entsprechenden Anträge vor.