Decision ID: 8ed162c6-ef2b-4f21-a329-1b8fc758c9ea
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Der 1963 geborene X._, Speditionskaufmann mit Eid
genössischem Fähigkeitszeugnis (Urk. 7/2, Urk. 7/79/46) und zuletzt bis Ende 2012 als Geschäftsführer bei der A._ AG tätig, hatte nach Lage der Akten im Jahre 2002 einen abweisenden Rentenentscheid der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, erwirkt (Urk. 7/1). Mit Datum vom 14. Januar 2013 meldete er sich unter Hinweis auf einen Unfall erneut bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 7/3). Die IV-Stelle tätigte medizinische und berufliche-erwerbliche Abklärungen und zog die Akten der Unfallversicherung bei (Urk. 7/8/1-165, Urk. 7/11/1-48, Urk. 7/29/1-215, Urk. 7/62/1-48, Urk. 7/68/1-4). Insbesondere veranlasste sie das polydisziplinäre (Orthopädie/Neurologie/Psychiatrie und Psychotherapie/Allgemeine Innere Me
dizin) Gutachten der B._ AG vom 23. März 2016 (Urk. 7/79/1-87; mit Ergänzungen vom 12. Mai 2016 und 11. Januar 2017, Urk. 7/89, Urk. 7/100). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 7/106, Urk. 7/113) sprach sie dem Versicherten mit Verfügung vom 25. Juli 2017 gestützt auf einen Invalidi
tätsgrad von 52 % ab dem 1. Juli 2013 eine halbe unbefristete Rente zu (Urk. 2).
2.
Dagegen erhob X._ am 12. September 2017 Be
schwerde und beantragte, es sei ihm ab Juli 2013 eine ganze Rente zuzusprechen (Urk. 1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 23. Oktober 2017 schloss die Be
schwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 6), was dem Beschwer
deführer am 24. Oktober 2017 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 8). Mit Eingabe vom 29. Mai 2018 reichte der Beschwerdeführer das interdisziplinäre Gutachten des Zentrums C._ vom 15. Mai 2018 zuhanden der Unfallversicherung zu den Akten (Urk. 9, Urk. 10).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Allgemeinen Teils des Sozialver
sicherungsrechts,
ATSG). Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung,
IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geisti
gen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmög
lichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksich
tigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Rechtsprechungsgemäss ist bei psychi
schen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein psychischer Gesundheitsschaden mit Krankheitswert besteht, welcher die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (vgl.
BGE 139 V 547
E. 5,
131 V 49
E. 1.2,
130 V 352
E. 2.2.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_125/2015 vom 1
8.
November 2015 E. 5.4).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausge
wiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.3
Mit BGE 143 V 418 entschied das Bundesgericht, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem struk
turierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind (E. 6 und 7, Änderung der Rechtsprechung; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2 speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere Depressionen).
Das für somatoforme Schmerzstörungen und vergleichbare psychosomatische Leiden entwickelte strukturierte Beweisverfahren definiert systematisierte Indi
ka
toren, die es
–
unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belas
tungs
faktoren einerseits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) anderer
seits
–
erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesge
richts 9C_590/2017 vom 1
5.
Februar 2018 E. 5.1). Die Anerkennung eines ren
tenbegründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Aus
wirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3).
Diese Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (Urteil des Bundesgerichts 9C_580/2017 vom 16. Januar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen).
1.4
Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1):
-
Kategorie «
funktioneller Schweregrad
»
(E. 4.3)
-
Komplex «
Gesundheitsschädigung
»
(E. 4.3.1)
-
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)
-
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2)
-
Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)
-
Komplex «
Persönlichkeit
»
(Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res
sourcen, E. 4.3.2)
-
Komplex «
Sozialer Kontext
»
(E. 4.3.3)
-
Kategorie «
Konsistenz
»
(Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4)
-
gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleich
baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)
-
behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens
druck (E. 4.4.2)
Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 1
5. März 2018 E. 7.4).
1.5
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, er
halten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier
telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.6
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be
schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arz
tes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versi
cherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärzt
lichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.7
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
2.
2.1
In der angefochtenen Verfügung erwog die Beschwerdegegnerin, der Beschwer
deführer sei seit August 2010 in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt. Aus medizinischer Sicht sei er in der zuletzt ausgeführten sowie jeder anderen angepass
ten Verweistätigkeit zu 50 % arbeitsfähig. Aufgrund seines Alters sowie langjäh
rigen Betriebszugehörigkeit sei dem Beschwerdeführerin im Rahmen der Invali
ditätsbemessung ein leidensbedingter Abzug von 5 % zu gewähren. Es resultiere ein Invaliditätsgrad von 52 %, womit der Beschwerdeführer nach Ab
lauf der An
meldefrist ab dem 1. Juli 2013 Anspruch auf eine halbe Rente habe (Urk. 2).
2.2
Dagegen wandte der Beschwerdeführer ein, sein orthopädischer Leidensweg sei noch nicht zu Ende; aktuell bestehe ein hochgradiger Verdacht auf eine Locke
rung der Schulterprothese verbunden mit massiven Schmerzen. An eine Arbeits
fähigkeit sei derzeit nicht zu denken. Zufolge seiner schlechten Verfassung werde denn auch mit einer Operation noch zugewartet. Die unerträglichen Schmerzen machten es ihm unmöglich, die bestehende Schmerzmittelabhängigkeit abzu
bauen. Die vom psychiatrischen Gutachter angenommene 50%ige Arbeitsfähig
keit sei unter Ausklammerung der aus dem Medikamentengebrauch resultieren
den Beeinträchtigungen (psychische und Verhaltensstörungen durch Sedativa oder Hypnotika, Abhängigkeitssyndrom von Benzodiazepinen [ICD-10: F13.24]) bestimmt worden. Der Gutachter sowie die Beschwerdegegnerin hätten überse
hen, aus welch komplexer Krankheitsgeschichte sich die Substanzabhängigkeit entwickelt habe; die Benzodiazepinsucht habe sich vor dem Hintergrund der Angststörung entwickelt. Der übrige Substanzgebrauch habe sich nach und nach und schwergewichtig im Zusammenhang mit den sich seit 2007 häufenden orthopädischen Problemen entwickelt. Mithin handle es sich dabei um eine sekun
däres Suchtgeschehen im Sinne eines Folgeschadens. Die anhaltende und kom
plexe Leidensgeschichte erkläre, weshalb der Beschwerdeführer bis dato nicht von den Medikamenten habe abkommen können. Diese seien nota bene seitens der behandelnden Ärzten verordnet worden, welche mit dem zeitweise hoch suizida
len Beschwerdeführer einen Weg hätten finden müssen, um irgendwie über die Runden zu kommen. Es sei gestützt auf den konsiliarpsychiatrischen Bericht von Dr. D._, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psycho
therapie, Facharzt FMH für Rechtsmedizin und Oberarzt, Integrierte Psychiatrie E._, vom 10. Januar 2017 von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen. Auch der Entzug des Führerausweises im September 2015 verdeutliche, dass keine Ar
beitsfähigkeit mehr bestehe für anspruchsvolle Tätigkeiten. Im Übrigen schliesse das gutachterliche Belastungs
profil Tätigkeiten mit hohen Anforderungen an die Konzentrationsfähigkeit aus. Damit sei es widersprüchlich, wenn dem Beschwer
deführer in der zuletzt ausge
üb
ten hochkomplexen Tätigkeit als Geschäftsführer prozentual die gleiche Ar
beits
fähigkeit attestiert werde wie in einer ideal ange
passten Verweistätigkeit. Nach Einschätzung der Gutachter würde eine Reduktion der Auswirkungen der Medikamenteneinnahme nur zu einer marginalen Erhö
hung der Arbeitsfähigkeit führen. Mithin stünde dem Beschwerdeführer auch dann eine 100%-Rente zu. Selbst bei Annahme einer 50%igen Arbeitsfähigkeit bestünde zufolge des hohen Valideneinkommens ein Anspruch auf eine ganze Rente. Die beschwerde
gegnerische Annahme, wonach der gesundheitlich schwerst angeschlagene Be
schwerdeführer, ein Invalideneinkommen von Fr. 74'000.-- erzielen könne, sei nicht haltbar. Gleichzeitig gab der Beschwerde
führer zu bedenken, es sei frag
würdig, ihm - vor Eintritt des Gesundheitsschadens in leitender Position tätig – den Abstieg in eine einfach(st)e Bürotätigkeit zuzu
muten. Schliesslich habe die Beschwerdegegnerin das rechtliche Gehör verletzt, indem sie sich mit den im Verfahrensverlauf neu eingereichten medizinischen Unterlagen inhaltlich nicht auseinandergesetzt habe (Urk. 1 S. 3 ff., Urk. 7/113)
3.
Im polydisziplinären Gutachten der B._ AG vom 23. März 2016 stellten die Gutachter folgende Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit 7/79/75):
-
Schmerzhafte Bewegungseinschränkung der rechten Schulter; radiolo
gisch Lockerungszeichen glenoidal bei Status nach zweizeitigem Prothe
senwechsel mit Implantation einer neuen Schulterendoprothese am 29.09.2014, Status nach inverser Schulter-Totalendoprothese 24.04.2013 und Status nach dorsaler Luxationsfraktur Humerus am 17.08.2010
-
Belastungsabhängige Schmerzen d
er linken Schulter bei Status nach Schulterarthroskopie, Metallentfernung, Acromioplastik und AC
Resek
tion 2007, Status nach offener Reposition und Refi
x
ation Tuber
culum minus 2007, Status
nach Humerusluxationsfraktur links am 28.03.2007
-
Lumbovertebrales S
chmerzsyndrom bei Status nach
BWK
XII und LWK II Fraktur 1992 bzw. 2015
und massigen degenerativen Veränderungen
-
Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige depressive Episode
-
General
isierte Angststörung
-
Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren
-
Rezidivierende, vermutlich akut-symptomatische epileptische
Anfälle 2007, 2010 und 2013; Di
fferenzialdiagnose Epilepsie
Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit hielten sie folgende Diagnosen fest (Urk. 7/79/75 f.):
-
Psychische und Verhaltensstörungen durch Sedativa oder Hypnotika, Ab
hängigkeitssyndrom von Benzodiazepinen, gegenwärtiger Substanz
ge
brauch (aktive Abhängigkeit)
-
Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol, Verdacht auf schä
d
li
chen Gebrauch
-
Akzentuierte Persönlichkeitszüge mit emotional instabilen und ängstlich selbstunsicher vermeidenden Anteilen
-
Diabetes mellitus (ED 2009), insulinpflichtig
-
Status nach rezidivierender Pankreatitis
-
Arterielle Hypertonie
-
Sekundärer Testosteronmangel; ED 2010 Testoste
ron
behandlung 2010
13 und ab 2015
-
Rezidivierende Pankreatitiden bis 2009 bei Choletithiasis/Alkoholmiss
brauch
-
Zustand nach Cholezystektomie 2007
-
Pankreasinsuffizienz, Pseudozystenbildung Pankreasschwanz
Die allgemein-internistische Untersuchung ergab keine auffälligen Befunde. Ent
sprechend notierte der begutachtende Facharzt
keine Beeinträchtigung der Ar
beitsfähigkeit
(Urk. 7/79/70 ff.).
Im Rahmen der orthopädischen Untersuchung gab der Beschwerdeführer an,
1992
habe er anlässlich eines Skiunfalls eine LWK 2/3-Fraktur erlitten. Diese sei mittels F
ixateur interne
versorgt worden.
2007
sei es im Rahmen serieller Krampfanfälle zufolge Schlafentzugs bei Angst und Spannungsgefühlen
zu
e
iner Verletzung der linken Schul
tergelenkspfanne
gekommen
.
Diese sei 2007 und 2008 operiert wor
den. Das Ergebnis sei zufriedenstellend. Sodann habe er sich anlässlich erneuter Krampfanfälle 2010 den rechten Oberarm gebrochen. Die Humerusfraktur sei osteo
synthetisiert worden. 2011 resp. 20
13 sei es zu einer Re-Operation resp.
inver
sen Schulter-Totalprothese gekommen. Zufolge Prothesenlockerung sowie Nach
weis eines Infektes sei die
Prothe
se 2014 schliesslich gewechselt worden. Körper
lich stünden die rechtsseitigen Schulterbeschwerden im Vordergrund. Seit der letzten Schulteroperation rechts 2014 sei eine Ver
schlimmerung
eingetreten. So sei er auch hinsichtlich
Bürotätigkeiten
zeitlich und kräftemässig erheblich ein
geschränkt. Schwer hebende Tätigkeiten könne er gar nicht durchführen.
Auf
grund der
Einschränkung
en in
der rechten Schulter habe er sich ein wenig umgewöhnt und würde
er
beispielsweise Zähne putzen und sonstige hebende Täti
g
keiten mit dem linken Arm aus
führen. Dies, obwohl er an sic
h Rechtshänder sei. Sodann bestünden aufgrund des Skiunfalls 1992 belastungsabhängige LWS
Beschwer
den. Rein körperlich könne er sich eine leichte Bürotätigkeit im Umfang von täglich drei bis vier Stunden mit längeren Pausen vorstellen (Urk. 7/79/47 f., Urk. 7/79/75).
Klinisch-orthopädisch ergaben sich
im Wesentlichen
eine deutliche Einziehung der Narben im Bereich der Schulter rechts,
eine
deutliche Minderu
ng der Delto
ideus-Muskulatur, eine
erheblich schmerzhaft
e Bewegungseinschränkung des
rech
te
n
Schultergelenk
s, eine ver
minderte Kraftentwicklung (schmerzbedingt) bei rechtsseitiger
Armbeugung und -Streckung (Bi
zeps, Trizep
s),
erhebliche Druck- und Klopfschmerzen
sowie
schmerzhafte Bewegungseinschränkungen der LWS
i
m Bereich des thorakolumbalen Übergangs
. Aufgrund entsprechender
Röntgen
aufna
hmen vom Februar 2016 sei im Bereich der rechten Schulter von einer Pro
thesenlockerung auszugehen. Z
usätzlich
zeige sich eine
Verkalkung der periarti
kulären Weichteile
. Betreffend die LWS notierte der orthopädische Gutachter eine linkskonvexe Skoliose mit angedeutetem Beckenschiefstand (Hochstand rechts)
.
Aus orthopädischer Sicht seien
wegen der Beeinträchtigungen seitens des rechten Armes bzw. der rechten Schulter (gering linksseitig) und wegen der Belastungs
minderung
im Bereich
der LWS keine körperlich schweren oder mittelschweren Täti
gkeiten zumutbar. Leichte,
wechselbelastend
e Tätig
keiten ohne Überkopfar
beiten, ohne Heben schwerer Gegenstände
seien dem Beschwerdeführer
bei der Notwendigkeit vermehrter Pausen
indes
zu 60
%
möglich
(Urk. 7/79/50 ff., 7/79/79)
.
Der neurologische Gutachter notierte, 2007, 2010 und 2013 sei es zu seriellen e
pileptische
n
Anfälle
n gekommen. Diese seien bisher als provoziert gedeutet wor
den.
Bei
dem beschriebenen
Auftreten bei Substanzentzug (Alkoh
ol, Opiate, Ben
zodiazepine) könne
es sich
tatsächlich um akut symptomatische Anfä
lle han
deln. Die
Elektroenzephalografie
(
EE
G) und zerebrale Bildgebung aus dem Jahre 2007 hätten
unauffällig
e Befunde gezeigt. Dennoch sei eine antikonvulsive Therapie mit Lamotrigin aufgenommen worden. Seit 2013 sei der Beschwerdeführer damit
anfallsfrei und
diesbezüglich
quantitativ
unbeein
trächtigt in seiner Arbeitsfähig
keit.
Sodann bestehe
eine schmerzhafte Pseudoparalyse
der
rechte
n
Sc
hulter. Neurologischerseits hätten sich indes
keine Hinweise für eine Plexopathie oder Radikulopathie
ergeben
.
Aus neurologischer Sicht würden
sich
damit insgesamt
lediglich qualitative Einschränkungen
ergeben; der Beschwerdeführer sollte auf
grund des teils iat
rogen bedingten Substanzkonsums von Opiaten und Benzod
i
azepinen und unter Berücksichtigung eines erhöhten
Risiko
s
für erneute epilep
tische Anfälle bei Dosisunregelmässigkeiten nicht in sturzgefähr
li
chen Bereichen arbeiten. Nacht- und Schichtarbeit
en seien ebenfalls zu vermeiden
, um epilepti
sche Anfälle nic
ht zu begünstigen.
Eine wie bisher durchgeführte Schreibtischtä
tigkeit
sei jedoch problemlos (Urk. 7/79/64, Urk. 7/79/80).
Gegenüber den Gutachtern gab der Beschwerdeführer im Zusammenhang mit der Anamnese an, bereits seit 30 Jahren leide er unter einer Angstsymptomatik und habe auch rezidivierende depressive Phasen gehabt. Eigentlich habe er schon seit der Lehre mit psychischen Problemen zu kämpfen.
Seit 30-40 Jahren werde er psy
cho
pharmakotherapeutisch behandelt mit Benzodiazepin und Xanax. Im Jahre
2005 sei er aufgrund eines psychophysischen Erschöpfungssyndroms hos
pitalisiert worden. Die Angst- und Spannungsgefühle
seien seit dem zweiten Unfall 2010 infolge der Komplikationen und des langwierigen Krankheitsverlaufs besonders stark geworden. Zudem habe ihm die Kündigung des langjährigen Arbeitsplatzes per Ende 2012 sehr zu schaffen gemacht. Er habe kein Selbstwert
ge
fühl mehr, habe ständig Ängste und sei verzweifelt. Die Stimmung sei dauerhaft im Keller und der Antrieb vermindert. Aktuell sei er etwa alle ein bis zwei Wochen in psychotherapeutischer Behandlung und fühle er sich aufgrund seiner psychi
schen Leiden nicht mehr arbeitsfähig (Urk. 7/79/47, Urk. 7/79/49, Urk. 7/79/53).
In objektiver Hinsicht notierte der psychiatrische Gutachter eine bedrückte Grundstimmung, eine leichte Einschränkung der Modulationsfähigkeit, eine leich
te Antriebsminderung sowie eine zeitweilig etwas angespannte Psychomo
torik. Zudem bestünden eine leichte Verminderung der emotionalen Belastbarkeit sowie Stress- und Frustrationstoleranz, pathologische Ängste in Form von ver
mehrten Gesundheitssorgen, Selbstunsicherheit sowie soziale Ängste durch die als kränkend erlebte Kündigung. Aus Sicht des Beschwerdeführers sei ihm plötz
lich und ungerechtfertigt fristlos gekündigt worden. Dadurch sei es teilweise zu einem sozialen Rückzug und in beruflicher Hinsicht zu Versagensängsten gekom
men. Es hätten sich Hinweise ergeben auf akzentuierte Persönlichkeitszüge mit anankastischen und selbstunsicher-vermeidenden Anteilen, welche zu leichten Defiziten in den sozialen Kompetenzen, insbesondere betreffend die Interaktions- und Konfliktfähigkeit sowie das Abgrenzungsvermögen führten. Schliesslich sei – entgegen dem Dafürhalten des behandelnden Psychiaters - ein langjähriger, dysfunktionaler und iatrogener Benzodiazepin- sowie Schmerzmittelgebrauch (Oxycodon) nicht von der Hand zu weisen. Wie so häufig bei Angststörungen spielten hier iatrogene und patientenbezogene Faktoren ungünstig zusammen; der Patient wünsche sich eine schnelle, kurzfristige Besserung und der Arzt möchte seinem Patienten kurzfristig helfen. Gleichzeitig spüre letzterer Wider
stände für langfristig besser tragfähige Lösungen, das heisse für Medikamente ohne Abhängigkeitspotenzial. Inwieweit Opiate weiterhin zur Analgesie über
haupt erforderlich seien, sei von den somatischen Kollegen zu beurteilen.
Die vorliegende psychische Symptomatik sei grundsätzlich behandelbar. Auch sei eine adäquate medikamentöse Einstellung zumutbar. Allerdings sei es bis dato nicht gelungen, den Beschwerdeführer zu einer adäquaten und ausreichend in
tensiven Behandlung im stationären Setting zu motivieren. Demgegenüber sei eine ambulante Behandlung angesichts der dramatischen Schilderung und Be
schreibung durch den behandelnden Psychiater nicht ausreichend; eine latente Suizidalität sei sicherlich ein Indikationskriterium zur Einleitung einer
stationä
ren Therapie. Sodann zeige der Beschwerdeführer eine eingeschränkte Krank
heitseinsicht betreffend die Suchtproblematik, was auch vom behandelnden Psy
chiater unterhalten werde. Auch sehe der Beschwerdeführer psychogene Kompo
nenten
der Schmerzsymptomatik nicht ein. Weiter sei fraglich, ob eine adäquate Psychotherapie unter der bisherigen psychopharmakotherapeutischen Sedierung überhaupt möglich gewesen sei. Im Übrigen sei die Dosis des seit drei Jahren eingenommenen Antidepressivums Escitalopram nicht angepasst resp. erhöht worden. Letzteres ungeachtet dessen, dass sich die depressive Symptomatik nach Auffassung des behandelnden Psychiaters nicht verbessert habe. Auch das Anti
depressivum Amitryptilin sei zu niedrig dosiert. Eine stationäre Behandlung sei auch mit Blick auf die langjährige Schmerzmittelabhängigkeit angezeigt. Dies um zumindest eine schrittweise Reduktion in Angriff zu nehmen. In jedem Fall sei eine multidisziplinäre Optimierung der verordneten Medikamente erforderlich. Primär bedürfe es indes einer ausreichenden Motivation des Beschwerdeführers zur Suchtmittelabstinenz. Im Zusammenhang mit der rechtsprechungsgemäss vorzunehmenden Ressourcenprüfung wies der psychiatrische Gutachter schliess
lich auf die vorhandenen Ressourcen
des Beschwerdeführers, das Vorliegen IV
fremder Belastungsfaktoren (
eigenwillige
s
Krankheitskonzept mit Negierung der Suchtproblematik, berufliche Versagensängste infolge Kränkung nach Verlust des langjährigen Arbe
itsplatzes, inzwischen eher geringer beruflicher Ehrgeiz,
Ent
schädigungs- und Rentenwunsch
, ein
vor dem Hintergrund einer
deutlichen
Selbstlimiti
erung aufgebautes dysfunktionales
Hilf
esystem) sowie deutliche Ten
denzen zu Aggravation hin (Urk. 7/79/55 ff.).
Im Rahmen der polydisziplinären Konsensbeurteilung kamen die Gutachter zum Schluss, der Beschwerdeführer sei für die
zuletzt
ausgeführte
sowie für jede an
dere l
eichte
, wechselbelastende
Tätigkei
t ohne Überkopfarbeiten, ohne körperlich hebende Tätigkeiten (
rechts bis 5 kg, links bis 10 kg
), ohne
kauernde
Tätigk
eiten, ohne hockende Tätigkeiten, ohne häufig bückende Tätigkeiten, ohne
Tä
tigkeiten über der Horizontalen, ohne
Tätigkeiten mit hohen Anforderungen an
die Kon
zentrationsfähigkeit,
Stress
- und Frustrationsbelastbarkeit, ohne
Tätigkeit
en in sturzgefährlichen Bereichen, ohne Nacht- und Schichtarbeit und
mit der Mög
lichkeit häufiger Pausen bei einer Arbeitsdauer von maxi
mal 45 bis 50 Minuten am Stück zu
50
% arbeitsfähig. Dies gelte ab Dezember 2012 (Aufgabe der bis
herigen Tätigkeit) für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit resp. ab Juni 2013 (Austritt aus der Klinik F._) hinsichtlich einer adaptierten Verweistätigkeit. Von einer Intensivierung der Therapie inkl. Optimierung der Psychopharmako
therapie sei eine Verbesserung und Steigerung der Arbeitsfähigkeit um 10 % zu erwarten (Urk. 7/79/81 f.).
4.
4.1
Das polydisziplinäre Gutachten vom 23. März 2016 erging in Kenntnis und in Auseinandersetzung mit den Vorakten, den geklagten Beschwerden sowie ge
stützt auf die klinischen Untersuchungen vom 22., 23. und 24. Februar 2016. Die Gutachter haben ihre Diagnosen und Schlussfolgerungen ausführlich und diffe
renziert begründet, zu den Beurteilungen in den Vorakten einlässlich Stellung bezogen (Urk. 7/79/57 f., Urk. 7/79/64, Urk. 7/79/67, Urk. 7/79/73 ff.) und – soweit Diskrepanzen bestanden – ihre abweichende Einschätzung plausibel begrün
det. Mithin genügt das Gutachten den an eine beweiskräftige Ent
scheidungs
grundlage gestellten Anforderungen (vgl. E. 1.7).
4.2
Gegen die in somatischer Hinsicht gutachterlich festgestellte Arbeitsfähigkeit hat der Beschwerdeführer nicht explizit Einwände erhoben. Einzig hat er unter Hin
weis auf die im Bericht des Kantonsspitals G._ vom 8. August 2017 (Urk. 3/4) festgehaltene Prothesenlockerung geltend gemacht, seine orthopädi
sche Leidensgeschichte sei noch nicht zu Ende. Dies steht indes nicht im Wider
spruch zu den gutachterlichen Feststellungen. Mithin wurde den orthopädischen Leiden des Beschwerdeführers sowohl qualitativ als quantitativ Rechnung getra
gen (Urk. 7/79/79). Insbesondere war die Prothesenlockerung aufgrund der bild
gebenden Vorakten (Röntgenbefund vom 23. Februar 2016) bereits im Zeitpunkt der Begutachtung ersichtlich und wurde diese seitens des orthopädischen Gut
achters im Rahmen seiner Beurteilung berücksichtigt (Urk. 7/79/51, vgl. auch Diagnoseliste mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit, Urk. 7/79/75). Der Voll
ständigkeit halber bleibt darauf hinzuweisen, dass eine vorübergehende 100%ige Arbeitsunfähigkeit zufolge operativer Sanierung der Prothesenlockerung mangels Dauerhaftigkeit nichts an der gutachterlich festgestellten Restarbeitsfähigkeit zu ändern vermöchte.
4.3
Strittig und zu prüfen bleiben
die
Auswirkungen der psychischen Leiden auf die
Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers, welche auch unter juristischen G
esichts
punkten zu beurteilen sind (vgl. E. 1.3 f.).
4.3.1
Zunächst trifft es zwar zu, dass der psychiatrische Gutachter die medikamenten
bedingten psychischen und Verhaltensstörungen unter den Titel «Diagnosen ohne wesentliche Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit» aufgeführt hat (Urk. 7/79/62, vgl. auch Urk. 7/79/75), gleichwohl hat er deren (sedierenden, vgl. Urk. 3/5 S. 6) Auswirkungen im Rahmen seiner Arbeitsfähigkeitsbeurteilung einerseits qualita
tiv Rechnung getragen, indem er Tätigkeiten mit erhöhten Anforderungen an die Konzentrationsfähigkeit, Ausdauer sowie Stress- und Frustrationstoleranz aus dem zumutbaren Belastungsprofil ausschloss (Urk. 7/79/63, Urk. 7/79/81). Ande
rerseits wurde dem Beschwerdeführer in quantitativer Hinsicht lediglich eine 50%ige Arbeitsfähigkeit attestiert, was sich mit einer allfälligen opiatbedingten Verlangsamung und Ermüdung (vgl. auch neuropsychologischer Untersuchungs
bericht vom 18. Juli 2016, Urk. 7/93/9) ohne Weiteres vereinbaren lässt. Inwie
fern der Beschwerdeführer darüber hinaus opiatbedingt in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt sein soll, hat er weder konkretisiert noch ist dies aufgrund der vor
liegenden Akten einsichtig (vgl. etwa Urk. 7/93/9, wonach die Auswirkungen der zentralwirksamen Medikamente auf die kognitive Leistungsfähigkeit nicht gra
vierend seien). Vielmehr hat der Beschwerdeführer unter Hinweis auf die gut
achterlichen Feststellungen selbst hervorgehoben, dass eine Verringerung der Medikamenteneinnahme nur zu einer marginalen Erhöhung der Arbeitsfähigkeit führen würde (Urk. 1 S. 7). Schliesslich hat er auch eingeräumt, dass die seit dem Jugendalter bestehende Benzodiazepinabhängigkeit einer erfolgreichen berufli
chen Laufbahn nicht im Wege gestanden hatte (vgl. Einwandbegründung vom 13. April 2017, Urk. 7/113/2, auf welche sich der Beschwerdeführer beschwerde
weise berief, vgl. Urk. 1 S. 4). Der Vollständigkeit halber bleibt in diesem Zusam
menhang darauf hinzuweisen, dass der Entzug des Führerausweises mit Wirkung ab 16. Juni 2014 Ergebnis eines Mischkonsums von Alkohol und Medikamenten war; gemäss Rapport der diensthabenden Verkehrspolizei wies die Blutalkohol
konzentration des Beschwerdeführers anlässlich des dem Entzug zugrundeliegen
den Verkehrsunfalls mindestens 1.1 Promille auf (Urk. 3/6). Ganz abgesehen davon leuchtet nicht ein, inwiefern der Fahrausweisentzug das gutachterlich fest
gestellte Tätigkeitsprofil tangieren, geschweige denn in Frage zu stellen ver
möchte.
4.3.2
Sodann ist im Zusammenhang mit den rechtsprechungsgemäss zu prüfenden Standardindikatoren (vgl. E.1.4) zu vermerken, dass der psychiatrische Gutachter die Gedächtnisleistung, die kognitiven Fähigkeiten, die Kritik-, Entscheidungs- und Urteilsfähigkeit sowie die Fähigkeit des Beschwerdeführers zur Selbstpflege als unvermindert beurteilte. Folgende arbeitsrelevanten Einzelfähigkeiten taxierte er lediglich als etwas eingeschränkt: Durchhaltefähigkeit, Selbstbehauptungsfä
higkeit sowie Gruppen- und Teamfähigkeit (Urk. 7/79/55, Urk. 7/79/60). Im neu
ropsychologischen Untersuchungsbericht vom 18. Juli 2016 sind ausserdem die kommunikativen Kompetenzen des Beschwerdeführers vermerkt (Urk. 7/93/9). Mit Blick auf die Berufsbiographie des Beschwerdeführers ist weiter festzuhalten, dass es ihm ungeachtet der seit dem Jugendalter vorbestehenden Angstsympto
matik und Benzodiazepinabhängigkeit gelungen ist, zum Geschäftsführer einer Speditionsfirma aufzusteigen und in dieser Position mehrere Jahre zu bestehen. Gleichzeitig litt er offenbar bereits 2009 an einer «bekannten Depression» (Urk. 7/79/7) – augenscheinlich ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit. Im Gegenteil ist dem Arbeitszeugnis der letzten Arbeitgeberin zu entnehmen, der kompetente, verständige Beschwerdeführer sei mit viel Engagement, Hartnäckig
keit, Ausdauer, Intuition und Kreativität an seine Aufgaben herangegangen. Unter seiner Führungsverantwortung seien stets solide Ergebnisse an den Konzern abgeliefert worden. Ausserdem wurden die Leistungen des Beschwer
deführers bei der Schaffung eines leistungsstarken Teams sowie seine zwischen
menschlichen Fähigkeiten besonders hervorgehoben. Die Auflösung des Arbeits
verhältnisses seitens der Arbeitsgeberin erfolgte denn auch aus IV-fremden Gründen (Urk. 7/91/7 ff.). Im Rahmen der Konsistenzprüfung fällt sodann auf, dass der Beschwerdeführer die sich angesichts der geschilderten Symptomschwere auf
drängenden und ärztlicherseits bereits Anfang 2014 empfohlenen Behand
lungs
möglichkeiten (vgl.
psychia
trisches
Teilgutachten der Klinik
H._
vom
8.
Januar
2014
zuhanden der Unfallversicherung, Urk. 7/29/71) nicht in An
spruch genommen hat. Dazu passt die im Gutachten notierte eingeschränkte Krankheitseinsicht sowie fehlende Motivation des Beschwerdeführers zur Sucht
mittelabstinenz und Aufnahme einer stationären Therapie (Urk. 7/79/59, vgl. auch
Urk.
7/29/64 f.,
Urk.
7/29/68
; vgl. ausserdem Urk. 10 S. 76). Soweit eine stationäre Behandlung bisher an der phobischen Abwehr des Beschwerdeführers vor Spitälern gescheitert sein soll (vgl. Urk. 7/113/2), so ist dies bei Fehlen eines entsprechenden medizinischen Substrats unter invaliden
versicherungsrechtlichen Gesichtspunkten
unbeachtlich
.
Im Übrigen ist nicht einsichtig, weshalb eine Opioidrotation zu Gunsten nicht suchterzeugender, langwirkenden Opioiden – jeden
falls bis dato der Begutachtung – nicht an Hand genommen wurde. Bereits im psychiatrischen Teilgutachten der Klinik H._ vom 8. Januar 2014 wurde ausdrücklich festgehalten, der psychopathologische Status sei schlüssig auf die Fehlmedikation zurückzuführen und damit ausreichend erklärt (Urk. 7/29/71). Alsdann geht der Beschwerdeführer einem weitestgehend geord
neten Tagesablauf mit ausserhäuslichen Tätigkeiten (Spazieren) sowie Tätigkeiten mit Anforderungen an die Konzentrationsfähigkeit nach (Zeitung lesen, sich in
formieren über die Nachrichten, Fernsehen, Zahlungen veranlassen am Computer, Urk. 7/79/46, Urk. 7/79/53, Urk. 7/79/67, vgl. auch
Urk. 7/93/5, wonach der Be
schwerdeführer subjektiv Konzentrationsschwierigkeiten verneinte, so auch beim Zeitung lesen). In sozialer Hinsicht ist zu vermerken, dass der Beschwerdeführer in einer stabilen, tragenden Beziehung lebt (Urk. 7/79/57, wonach der Beschwer
deführer seit vielen Jahre mit seiner Frau verheiratet ist und sich durch sie bei seinen verschiedenen Erkrankungen, Problemen und Schwierigkeiten gut unter
stützt fühlt; vgl. auch Urk. 10 S. 75). Kommt bei den gutachterlichen Hinweisen auf eine ganze Reihe gewichtiger IV-fremder Belastungsfaktoren sowie
deutlich
e Aggravationstendenzen (Urk. 7/79/58 ff., Urk. 7/79/63, vgl. auch die Hinweise auf eine hohe psychosoziale Belastung sowie die massiven, unverarbeiteten Krän
kungsgefühle zufolge Kündigung im Bericht des Kantonsspitals I._ vom 11. Oktober 2016, im psychiatrischen Konsilium von Dr. D._ vom 10. Januar 2017 und im Gutachten des C._ vom 15. Mai 2018, Urk. 7/96/3 f., Urk. 3/5 S. 3, Urk. 10 S. 75) schliesslich hinzu, dass die psychiatrische
Symptomatik und deren Bewältigung mas
sgeblich durch invaliditäts
fremde Faktoren
verursacht resp. be
hindert wird,
wofür die In
validenversicherung prinzipiell nicht einzustehen hat
.
Bei alledem gibt die gutachterlich festgestellte Arbeits
fähigkeit
des Beschwerde
führers
keinerlei Anlass zur richterlichen Korrektur.
4.3.3
Daran vermag auch das beschwerdeweise eingereichte psychiatrische Konsilium von Dr. D._ vom 10. Januar 2017 (Urk. 3/5) nichts zu ändern. Zunächst lässt die darin postulierte 100%ige Arbeitsunfähigkeit eine nachvollziehbare, stichhal
tige Begründung vermissen. Alsdann erging die Arbeitsfähigkeitsbeurteilung
von
Dr. D._
ohne einlässliche
Auseinandersetzung mit den
rechtsprechungsge
mäss anzuwendenden Standardindikatoren
(E. 1.3 f.).
Demgegenüber kann die ärztliche Arbeitsfähigkeitsbeurteilung gemäss der Rechtsprechung des Bundesge
richts, zumindest ohne einlässliche Befassung mit den spezifischen normativen Vorgaben und ohne entsprechende Begründung, den rechtlich geforderten Beweis des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 Abs. 2 ATSG) nicht
erbringen
, weil sie weitgehend vom Ermessen des medizinisch-psychiatrischen Sachverstän
digen abhängt
(BGE 140 V 193)
.
Soweit die Einschätzung des Gutachters von jener der behandelnden Ärzte abweicht (vgl. etwa Urk. 7/112), ist auf die
prinzipi
elle Verschiedenheit von Behandlungs- und Begutachtungsauftrag hinzuweisen, wonach es nicht Sache des behandelnden Arztes sein kann, in umstrittenen Fällen verbindlich zur Arbeitsunfähigkeit Stellung zu nehmen (Urteil des Bundesgerichts vom 10. Mai 2011, 9C_152/2011).
Auf die Beurteilung der
klinischen Neuropsy
chologin J._
, welche mit Bericht
vom 18. Juli 2016
ebenfalls eine 100%ige Arbeitsu
nfähigkeit attestierte (Urk. 7/93/10 f.
), kann im Übrigen schon desh
alb nicht allein abgestellt wer
den, weil sie keine
(
psychiatrische
)
Fachärztin und die Arbeitsfähigkeit nach der Rechtsprechung auf der Grundlage von fach
medizinischen Stellungnahmen zu beurteilen ist (vgl. BGE 130 V 99 E. 3.2 mit Hinweisen).
Ganz abgesehen davon ist ihre Beurteilung
in
Anbetracht der als leicht
-
bis mittelgradig taxierten Beeinträchtigungen nicht nachvollziehb
ar (Urk. 7/93/8
).
4.3.4
Mit Bezug auf das Gutachten des
C._
vom 1
5.
Mai 2018 zuhanden der Unfall
versicherung ist zunächst festzuhalten, dass sich betreffend die gestellten Diag
nosen und erhobenen Befunde keine
wesentlichen
ärztlichen Differenzen ergeben (vgl.
Urk.
10 S. 65, S.75).
B
ei der Ansprache von Persönlichkeitsfaktoren
bei Hin
weisen auf eine Persönlichkeitsstörung
verweigerte der Beschwerdeführer die Mitwirkung
(Urk.
10 S. 65)
. Sodann bestand der Gutachtensauftrag darin, allfäl
lige unfallbedingte, somatische Restbeschwerden zu eruieren und gegebenenfalls von allfälligen unfallfremden, psychischen Problemen abzugrenzen (vgl. Urk. 10 S. 2). Mithin stand die Arbeitsfähigkeitsbeurteilung der festgestellten psychischen Leiden nicht im Vordergrund. Entsprechend fällt letztere mit lediglich zwei kon
kret zur Arbeitsfähigkeit formulierten Sätzen (Urk. 76 und S. 98) derart knapp aus, dass sie nicht als hinreichend begründet betrachtet werden kann. Gleichzeitig vermögen weder die erhobenen Befunde (Urk. 10 S. 64) noch die beschriebenen opiatbedingten, allgemeinen Funktionsstörungen das Ausmass der postulierten
Arbeitsunfähigkeit
zu plausibilisieren. Kommt hinzu, dass es der Einschätzung des psychiatrischen C._-Gutachters sowohl an einer einlässlichen, differenzier
ten Auseinandersetzung mit der abweichenden Beurteilung des psychiatrischen Gutachters der B._ AG als auch mit den normativen Vorgaben (E. 1.3 ff.) fehlt. Dabei
bleibt
insbesondere
fraglich, ob und inwieweit der begutachtende
C._-
Psychiater IV-f
remde Faktoren in seine Arbeits
fähigkeitsbeurteilung hat miteinfliessen lassen.
Jedenfalls hat er - korrelierend mit den Feststellungen des psychiatrischen Gutachters der B._ AG (vgl. E. 3) – festgehalten, ein Medikamentenentzug im stationären Rahmen führe zu einer Verbesserung der Ar
beitsfähigkeit (Urk. 10 S. 76). Konkret sei im Abschluss daran eine 50%ige Arbeitsfähigkeit zu erwarten (Urk. 10 S. 99).
4.3.5
Im vom Beschwerdeführer zitierten Entscheid 8C_663/2017 vom 12. Dezem
ber 2017 (Urk. 9) hielt das Bundesgericht lediglich fest, eine iatrogene Opiatabhän
gigkeit sei als invalidenversicherungsrechtlich relevant zu betrachten (E. 5). Da
mit ist indes nicht gesagt, dass bei Vorliegen einer solchen gleichzeitig eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen wäre. Erwähnenswert ist im Übri
gen, dass das Bundesgericht im genannten Entscheid, welchem eine Renten
aufhebung im Zuge einer ordentlichen Revision zugrunde lag, festhielt, soweit sich der Ver
sicherte – wie vorliegend – im Kontext seiner Medikamentensucht weigere, sich der in seinem eigenen Interesse liegenden Behandlung zu unter
ziehen, so komme (nach rechtskonform durchgeführten Mahn- und Bedenkzeitverfahren) allenfalls eine Sistierung der Rente in Frage (E. 5.1).
4.3.6
Dass dem Beschwerdeführer in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit dieselbe Arbeits
fähigkeit attestiert wurde wie hinsichtlich einer adaptierten Verweistätigkeit, be
gründete der psychiatrische Gutachter mit der langjährigen Berufserfahrung des Beschwerdeführers in der angestammten Tätigkeit (Urk. 7/79/63). Damit hat er seine Einschätzung vertretbar begründet. Unter Hinweis auf die bisherigen Erwä
gungen, die Berufsbiographie und die langjährige Berufserfahrung sowie das umfas
sende Branchen- und Fachwissen des Beschwerdeführers (vgl. Arbeits
zeugnis, Urk. 7/91/8) ergibt sich daraus – entgegen dem Beschwerdeführer (Urk. 1 S. 6) - jedenfalls kein Widerspruch, geschweige denn Anlass, die gutachterliche Arbeits
fähigkeitsbeurteilung in Zweifel zu ziehen.
4.3.7
Schliesslich steht die Darstellung des Beschwerdeführers, wonach sich die Be
schwerdegegnerin im Verfahrensverlauf nicht mit den neu eingereichten Unter
lagen auseinandergesetzt habe (Urk. 1 S. 7), im Widerspruch zu den Einträgen in den Feststellungsblättern (Urk. 7/7/104/13 ff., Urk. 7/118). Insbesondere hat die Beschwerdegegnerin in Würdigung der neu eingereichten Unterlagen eine ergän
zende Stellungnahme seitens der Gutachter veranlasst (vgl. Antwortschreiben vom 11. Januar 2017, Urk. 7/100).
Sodann hat sie die angefochtene Verfügung
vom 27. Juli
2017
begründet und ist im Rahmen ihrer Erwägungen erneut
auf die E
inwände des Beschwerdeführers
ein
gegangen
(
Urk.
2)
.
Schliesslich
vermochte der Beschwerdeführer
den Entscheid sachgerecht anzufechten und konnte
er sein
Anliegen vor einer Beschwerdeinstanz, die sowohl den Sachverhalt
als auch
die Rechtslage frei überprüft
,
vortragen (vgl. BGE
127 V 431 E. 3d/aa S. 437).
4.3.8
Zusammenfassend ist gestützt auf das Gutachten
der B._ AG vom 23. März
2016 mit dem im Sozialversicherungsrecht massgebenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass
es dem Beschwerdeführer
je
denfalls seit Juni 2013
zuzumuten war, einer - näher umschriebenen (vgl. E. 3 in fine) - Verweistätigkeit im Umfang
von 50 % nachzugehen
.
Zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in retrospektiver Hinsicht, namentlich zu seiner Arbeits
fähigkeit in der bisherigen Tätigkeit im Zeitraum vor Ende 2012 äusserten sich die Gutachter nicht resp. nur vage (vgl. ergänzende Ausführungen vom 12. Mai 2016, Urk. 7/89). Es kann indes gestützt auf die übrige Aktenlage davon ausge
gangen
werden, dass aufgrund der Schulterproblematik jedenfalls ab Ende De
zember 2011 bis Ende Dezember 2012 ohne wesentliche Unterbrüche eine durch
schnittliche Arbeitsunfähigkeit
von mindestens 40 % bestand und der Be
schwer
deführer nach Ablauf dieses Jahres zumindest 40 % invalid war (Urk. 7/8/21, Urk. 7/104/5, vgl. E. 1.5).
5.
5.1
Bei der Invaliditätsbemessung kommt der allgemeinen Methode des Einkom
mensvergleichs gemäss
Art.
28a
Abs.
1 IVG in Verbindung mit Art. 16 ATSG grundsätzlich Vorrang zu. Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen ziffern
mässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie indes nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewonnenen Annähe
rungswerte miteinander zu vergleichen. Wird eine Schätzung vorgenommen, so muss diese nicht unbedingt in einer ziffernmässigen Festlegung von Annähe
rungs
werten bestehen. Vielmehr kann auch eine Gegenüberstellung blosser Prozentzahlen genügen. Das ohne eine Invalidität erzielbare hypothetische Er
werbs
einkommen ist alsdann mit 100 % zu bewerten, während das Invali
deneinkom
men auf einen entsprechend kleineren Prozentsatz veranschlagt wird, so dass sich aus der Prozentdifferenz der Invaliditätsgrad ergibt (sog. Prozentvergleich; Urteil des Bundesgerichts 8C_131/2011 vom 5. Juli
2011 E. 10.2.1 mit Hinweis auf BGE 114 V 310 E. 3a).
5.2
Der Beschwerdeführer hat seine letzte Arbeitsstelle aus leidensfremden Gründen verloren (vgl. Urk. 7/21/1, Urk. 7/91/9). Sodann hat er die ihm seit Juni 2013 verbliebende Restarbeitsfähigkeit nicht verwertet.
Da die angestammte Täti
gkeit des Beschwerdeführers
einer angepassten Verweistätigkeit entspricht
,
erübrigt sich ein ziffernmässiger Einkommensvergle
ich auf der Basis von Tabellen
werten und kann eine Gegenüberstellung blosser Prozentzahlen vorgenommen werden
. Es resultiert ein Invaliditätsgrad von 50 %. Allfälligen lohnmindernden Faktoren wie erhöhtes Alter, langjährige Betriebszugehörigkeit resp. fehlende Berufserfah
rung wären – soweit überhaupt invalidenversicherungsrechtlich relevant – sowohl beim hypothetischen Validen- als auch beim Invalideneinkommen im glei
chen Masse Rechnung zu tragen, womit sich ein (behinderungsbedingt oder an
derweitig begründeter) Abzug beim Prozentvergleich naturgemäss erübrigt.
Da auch der Beginn des Rentenanspruchs keinerlei Anlass zur gerichtlichen Kor
rektur gibt (Art. 29 Abs. 1 und 3 IVG) erweist sich die angefochtene Verfügung als rechtens und ist die Beschwerde entsprechend abzuweisen.
6.
Gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von Leistungen der Invalidenversiche-rung vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Abweichung von Art. 61 lit. a ATSG kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und un
abhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt.
Vorliegend erweist sich eine Kostenpauschale von Fr. 700.-- als angemessen. Ausgangsgemäss ist diese dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.