Decision ID: 0cead70f-9e8f-4911-bbc5-b809e131d1dc
Year: 2009
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
D._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Bruno Häfliger, Schwanenplatz 7, 6000 Luzern 5,
gegen
Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358,
6002 Luzern,
Beschwerdegegnerin,
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betreffend
Versicherungsleistungen
Sachverhalt:
A.
Der 1960 geborene D._ war als Isolierer bei der A._ tätig und dadurch bei der
Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen die Folgen von Berufs- und
Nichtberufsunfällen versichert. Am 9. Mai 2005 stürzte er während der Arbeit von einer
Leiter aus ca. 4 Metern Höhe zunächst aufs rechte Knie und dann auf die linke Seite.
Dabei erlitt er eine nicht dislozierte Patellaquerfraktur (Kniescheibenbruch), welche
gleichentags im Spital Linth operativ mittels Zuggurtungsosteosynthese versorgt
wurde. Der Versicherte konnte nach komplikationsfreiem Verlauf und rascher
Mobilisation an Gehstöcken am 19. Mai 2005 aus dem Spital entlassen werden (UV
act. 2, 3). Sein Hausarzt, Dr. med. B._, erachtete ihn gemäss Bericht vom 30. August
2005 für seine Tätigkeit als Isolierer weiterhin zu 100% arbeitsunfähig, was vom
Kreisarzt Dr. med. C._ in der Untersuchung vom 19. Oktober 2005 bestätigt wurde
(UV act. 12, 18). Die Suva erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Heilkosten- und
Taggeldleistungen). In der Folge verschlimmerten sich die Kniebeschwerden, weshalb
das Osteosynthesematerial bereits am 27. Januar 2006 im Spital Linth entfernt wurde
(UV act. 31). Die Beschwerden dauerten jedoch an. Bei einer MR-Untersuchung vom
30. März 2006 wurde eine Meniskusläsion rechts festgestellt (UV act. 40). Die
Arbeitgeberin kündigte mit Schreiben vom 30. Mai 2006 das Arbeitsverhältnis auf Ende
August 2006, weil der Versicherte nicht mehr bereit sei, auf Leitern zu steigen oder auf
dem Rollgerüst zu arbeiten (UV act. 48). Dr. med. E._, Facharzt FMH für
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, führte am 20.
Juni 2006 arthroskopisch eine Teilmeniskektomie medial rechts und ein peripatelläres
Débridement durch (UV act. 51). Weil immer noch keine Besserung der Beschwerden
eintrat, wurde der Versicherte vom 11. September bis am 24. Oktober 2006 in der
Rehaklinik Bellikon behandelt. Dort wurde nebst einer Retropatellararthrose mit
chronischen Knieschmerzen auch eine depressiv gefärbte Anpassungsstörung
festgestellt (UV act. 70, 71). Nach der Beurteilung der Fachärzte der Uniklinik Balgrist
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vom 22. Dezember 2006 fand sich objektiv eine posttraumatische Femoropatellar-
Arthrose mit Knorpeldefekt retropatellär. Dieser Befund könne die geschilderten
Beschwerden und das Ausmass der Invalidisierung nicht vollumfänglich erklären.
Lokalinfiltrationen brachten keine Linderung der Schmerzen (UV act. 73, 86). Die
neurologische Untersuchung vom 5. Juni 2007 förderte keine unfallkausale
Nervenschädigung zu Tage. Nebenbei fand sich der Hinweis auf eine Polyneuropathie,
welche am ehesten metabolisch bedingt sei (UV act. 91). Kreisarzt Dr. med. F._
befand deshalb im Bericht vom 12. Juli 2007, dass aus orthopädischer Sicht keine
therapeutischen Massnahmen mehr notwendig seien. Rein medizinisch sei bei der
diagnostizierten Retropatellararthrose eine leichte bis mittelschwere Tätigkeit
zumutbar. Der sitzende Anteil sollte 2/3 des Tagesablaufs ausmachen, Treppensteigen
und Leiternsteigen seien zu meiden. Der im Spital Linth festgestellte Diabetes mellitus
könne nicht im Rahmen des Unfalls gesehen werden, weil eine solche Erkrankung
langsam und langfristig entstehe (UV act. 94). Die Integritätseinbusse schätzte Dr. F._
bei einer mässiggradigen femoropatellären Arthrose mit 7.5% ein (UV act. 93).
B.
Mit Schreiben vom 26. Juli 2007 teilte die Suva dem Rechtsvertreter des Versicherten,
Rechtsanwalt Dr. iur. Bruno Häfliger, Luzern, mit, dass sie das Taggeld auf den 31.
August 2007 einstellen werde (UV act. 98). Mit Verfügung vom 21. August 2007
eröffnete die Suva dem Versicherten, für die verbliebene Beeinträchtigung aus dem
Unfall vom 9. Mai 2005 stehe ihm ab 1. September 2007 eine Invalidenrente auf Grund
eines Invaliditätsgrades von 16% und eine Integritätsentschädigung für eine
Integritätseinbusse von 7.5% zu (UV act. 102). Dagegen erhob der Versicherte mit
Eingabe vom 24. September 2007 Einsprache und beantragte, dass die Verfügung vom
21. August 2007 aufzuheben sei und ihm weiterhin Taggelder bei einer 100%igen
Arbeitsunfähigkeit auszurichten seien. Zudem habe die Suva weiterhin für die Heil- und
Pflegekosten aufzukommen. Weiter beantragte er, dass er nach abschliessender
Abklärung der Arbeitsfähigkeit bei einer 100%igen Invalidität zu berenten und der
Integritätsschaden auf mindestens 40% festzulegen sei (UV act. 106). Mit Schreiben
vom 29. Oktober 2007 liess Rechtsanwalt Häfliger der Suva das von der IV-Stelle
initiierte Gutachten der Academy of Swiss Insurance Medicine (asim), Basel, vom 4.
Oktober 2007 zukommen und hielt fest, dass die somatisch bedingte
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Arbeitsunfähigkeit im Gutachten höher bewertet werde als dies die Suva in ihrer
Verfügung angenommen habe. Hinzu kämen psychische Störungen. Das
psychiatrische Fachgutachten von Dr. med. G._, Facharzt für Psychiatrie und
Psychotherapie FMH, vom 24. Juli 2007 sei nicht schlüssig. Dr. G._ bestätige im
Grunde genommen das Auftreten einer depressiven Episode für den Fall, dass die
Antidepressiva nicht eingenommen würden. Zudem bestätige er eine Dysthymia, was
ebenfalls einer psychiatrischen Diagnose entspräche. Der Schluss, dass diese
Diagnosen keine Arbeitsunfähigkeit bewirkten, sei falsch. Die Adäquanz der
psychischen Beschwerden sei ohne weiteres erstellt, nachdem ein Sturz aus 4 Metern
Höhe zu verzeichnen sei (UV act. 110). Mit Schreiben vom 26. Oktober 2007 stellte die
IV-Stelle St. Gallen der Suva dasselbe Gutachten ebenfalls zu (UV act. 112). In der
Folge hiess die Suva die Einsprache teilweise gut und sprach eine IV-Rente von 34%
zu. Im Übrigen wies sie die Einsprache mit Entscheid vom 10. Dezember 2007 ab (UV
act. 116).
C.
C.a Gegen diesen Entscheid richtet sich die von Rechtsanwalt Häfliger eingereichte
Beschwerde vom 10. Januar 2008 mit den Anträgen, es sei dem Beschwerdeführer
weiterhin ab dem 1. September 2007 das volle Taggeld auszurichten; weiter sei er nach
Abschluss der Heilbehandlung bei einer 100%igen Invalidität zu berenten, ausgehend
von einem versicherten Jahresverdienst von Fr. 70'683.--; der Integritätsschaden sei
auf mindestens 40% festzulegen - unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Zur
Begründung führte Rechtsanwalt Häfliger aus, dass sich die Beschwerdegegnerin in
ihrem Einspracheentscheid auf das von der IV-Stelle initiierte asim-Gutachten vom 4.
Oktober 2007 stütze. Dieses Gutachten sei für das IV-Verfahren erstellt worden, ohne
dass zuvor das rechtliche Gehör zur Begutachtung gewährt worden sei. Im UVG-
Verfahren sei die Suva jedoch gehalten, den Versicherten vorgängig zur Begutachtung
und nach Eingang des Gutachtens das rechtliche Gehör zu gewähren. An diese
formellen Voraussetzungen habe sich die Suva nicht gehalten, im Einspracheentscheid
werde schlechthin auf das Gutachten abgestellt. Diese Gehörsverletzung erweise sich
als derart krass, dass eine Heilung im Beschwerdeverfahren nicht erfolgen könne. Der
Unfall habe unbestritten zu psychischen Beschwerden geführt, welche in einem
adäquaten Kausalzusammenhang zum Unfallereignis stünden. Der Beschwerdeführer
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leide unterdessen an einer schweren Depression, was eine Arbeitstätigkeit gänzlich
verunmögliche. Das habe ein neues psychiatrisches Gutachten festzustellen. Weil noch
weitere Therapiemöglichkeiten bestünden, sei der Abschluss der Heilbehandlung auf
den 31. August 2007 verfrüht erfolgt. Der Beschwerdeführer habe beim freien Fall aus
einer Höhe von 4 bis 5 Metern auf den Boden auch ein mildes Schädelhirntrauma
erlitten, was aus dem typischen Beschwerdebild nach dem Unfall sowie aus dem
Umstand, dass sich der Beschwerdeführer nicht an das Ereignis erinnere, geschlossen
werden könne. Eine Verwechslung im Spital Linth habe beim Beschwerdeführer einen
Diabetes mellitus ausgelöst, weil irrtümlicherweise ihm anstatt seinem Bettnachbarn
Insulin verabreicht worden sei. Die Beschwerdegegnerin habe es versäumt,
diesbezüglich genauere Abklärungen zu treffen. Die Feststellung einer vollen
Arbeitsfähigkeit mit rund 20% verminderter Leistung lasse sich aus somatischer Sicht
nicht halten, sei doch der Beschwerdeführer auch auf ebenem Boden auf einen
Gehstock angewiesen. Beim Validenlohn sei ohne die bereits in der Einsprache
verlangte nähere Abklärung auf die Angaben der Arbeitgeberin abgestellt worden,
obwohl diese angesichts der Teuerung und der Reallohnentwicklung eine
Lohnanpassung mit Sicherheit vorgenommen hätte. Auf Grund des angespannten
Arbeitsverhältnisses müsse davon ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführer
einen neuen Arbeitgeber gesucht hätte, weshalb der Lohn an den Nominallohnindex
anzupassen sei. Dies führe zu einem Validenlohn von gesamthaft Fr. 66'500.--. Der
Invalidenlohn könne erst nach weiteren medizinischen Begutachtungen ermittelt
werden. Auf jeden Fall müsse berücksichtigt werden, dass der Beschwerdeführer auf
einen Gehstock angewiesen sei. Zudem seien nur realistische Arbeitsmöglichkeiten in
Betracht zu ziehen. Auf Grund des reduzierten Arbeitseinsatzes, der Einschränkung auf
leichte Arbeiten sowie des Ausländerstatus sei bei den LSE-Tabellen ein Leidensabzug
von 25% gerechtfertigt. Schliesslich sei der Integritätsschaden neu festzulegen und
dabei die psychische Komponente miteinzubeziehen.
C.b Mit Beschwerdeantwort vom 5. Februar 2008 beantragte die
Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde und Bestätigung des angefochtenen
Entscheids. Sie begründete dies unter anderem damit, dass im Rahmen der durch die
Invalidenversicherung veranlassten asim-Begutachtung in psychischer Hinsicht keine
relevanten, die Arbeitsfähigkeit einschränkenden Gesundheitsschäden mehr
festgestellt worden seien. Im Gegensatz zur kreisärztlichen Beurteilung habe man den
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Beschwerdeführer aber wegen der Kniepathologie rechts in leidensangepasster
Tätigkeit bloss zu 80% arbeitsfähig gehalten. Dies sei bei der Rentenbemessung im
Einspracheentscheid entsprechend berücksichtigt worden. Der medizinische
Endzustand in dem Sinne, dass keine namhafte Besserung mehr zu erwarten sei, sei
spätestens im Juli 2007 erreicht worden. Der status quo ante habe während zweier
Jahre trotz zahlreicher medizinischer Massnahmen, insbesondere auch operativer
Eingriffe, nicht erreicht werden können. Das Beschwerdebild sei durch eine irreversible
Chronifizierung geprägt, bei welcher auch unfallfremde Faktoren entscheidend
mitwirkten. Das asim-Gutachten halte weitere medizinische Massnahmen nicht für
vielversprechend und betrachte die Beurteilung durch einen Schmerzspezialisten nur
als mögliche Therapieoption, ohne damit die Aussicht auf eine namhafte Besserung zu
verbinden. Die Ablösung der Taggeldleistungen durch eine Rente auf den 1. September
2007 sei deshalb zu Recht erfolgt. Was allfällige psychische Störungen betreffe, so
fehle es diesbezüglich an einem adäquaten Kausalzusammenhang zum Unfall vom 9.
Mai 2005, weshalb die Frage eines natürlichen Kausalzusammenhangs offen gelassen
werden könne. Die Rentenbemessung sei korrekt erfolgt. Gemäss Angaben des
Arbeitgebers hätte der Beschwerdeführer im Jahr 2007 ohne Unfall einen
Bruttojahreslohn von Fr. 61'100.-- erzielt, wobei in den Jahren 2006/2007 im Betrieb
keine Überstunden angefallen seien. Die Zumutbarkeitsbeurteilung des asim-
Gutachtens beruhe auf einer konkreten Untersuchung des Beschwerdeführers. Seine
Gehfähigkeit sei dabei berücksichtigt worden. Nebst einem Abzug von 20% für die
eingeschränkte Arbeitsfähigkeit in leidensangepasster Tätigkeit habe man auch einen
weiteren Abzug von 15% gewährt. Dies sei als sehr grosszügig zu bezeichnen.
Schliesslich sei die Integritätseinbusse unter ausschliesslicher Berücksichtigung des
physischen Knieschadens rechts korrekt bemessen worden. Des Weiteren erklärte die

Beschwerdegegnerin die Erwägungen im angefochtenen Entscheid zum integrierten
Bestandteil der Beschwerdeantwort.
C.c Mit Replik vom 7. März 2008 bestätigte der Beschwerdeführer seinen Standpunkt
und hielt an seinen Anträgen fest. Auf seine Argumente wird, soweit entscheidrelevant,
in den Erwägungen eingegangen.
C.d Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf die Einreichung einer Duplik.
Erwägungen:
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1.
Strittig ist die von der Beschwerdegegnerin verfügte Einstellung der im Zusammenhang
mit dem Unfall vom 9. Mai 2005 ausgerichteten Unfalltaggelder auf den 31. August
2007 sowie die Höhe des Invaliditätsgrades ab dem 1. September 2007 und das
Ausmass der Integritätseinbusse.
2.
2.1 Gemäss ständiger Praxis des Eidgenössischen Versicherungsgerichts (EVG; seit
1. Januar 2007: Sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts) kann ein nach einem
versicherten Unfall aufgetretenes Leiden nur dann als dessen Folge betrachtet werden,
wenn und soweit es sicher oder doch zumindest überwiegend wahrscheinlich von
jenem Unfall herrührt (natürliche Kausalität). Die blosse Möglichkeit eines
Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129
V 181 E. 3.1, 119 V 338 E. 1, 118 V 289 E. 1b, je mit Hinweisen). Der Unfallversicherer
haftet sodann nur für jene Folgen, die mit dem Unfall adäquat-kausal
zusammenhängen, wobei für die Adäquanz nicht die subjektive, sondern die objektive
Voraussehbarkeit des eingetretenen Erfolgs entscheidend ist (SVR 2000 UV Nr. 14
S. 45). Adäquat ist der Kausalzusammenhang dann, wenn ein Ereignis geeignet ist, den
eingetretenen Erfolg zu bewirken, so dass an andere Ursachen vernünftigerweise nicht
zu denken ist (BGE 129 V 181 E. 3.2 und 3.3 mit Hinweisen, 117 V 359 und 112 V 30).
Während es Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist, den natürlichen
Kausalzusammenhang zu beurteilen, obliegt es dem Gericht, die Frage nach dem
adäquaten Kausalzusammenhang zu beantworten (BGE 123 III 110 E. 3a). Nicht jeder
natürliche Kausalzusammenhang ist zugleich in rechtlicher Hinsicht adäquat. Der
adäquate Kausalzusammenhang ist ein Korrektiv zum naturwissenschaftlichen
Ursachenbegriff, der vom Recht als natürliche Kausalität übernommen wurde, aber der
Einschränkung bedarf, um für die rechtliche Verantwortlichkeit tragbar zu sein und eine
vernünftige Begrenzung der Haftung zu ermöglichen (BGE 122 V 415 E. 2c und 123 III
110 E. 3a).
2.2 Nach Art. 10 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG;
SR 832.20) hat die versicherte Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung
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ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so steht
ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles invalid, so
hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Der Rentenanspruch
entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte
Besserung des Gesundheitszustandes mehr erwartet werden kann und allfällige
Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind. Mit dem
Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs.
1 UVG). Die Beschwerdegegnerin hat die rechtlichen Grundlagen über den Anspruch
auf eine Invalidenrente (Art. 18 UVG), über die Invaliditätsbemessung bei
erwerbstätigen Versicherten nach der Einkommensvergleichsmethode (Art. 16 ATSG;
vgl. BGE 130 V 343 E. 3.4) und über den Anspruch auf eine Integritätsentschädigung
und deren Bemessung (Art. 24 UVG; vgl. auch Art. 25 UVG sowie Art. 36 der
Verordnung über die Unfallversicherung [UVV; SR 832.202]; BGE 133 V 224 E. 2.1)
zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen.
3.
Der Beschwerdeführer macht unter Hinweis auf das nachträglich berücksichtigte asim-
Gutachten u.a. eine Gehörsverletzung geltend, indem auf ein Gutachten abgestellt
werde, welches einerseits von der IV-Stelle ohne vorgängige Anhörung des
Beschwerdeführers erstellt und andererseits dem Beschwerdeführer im jetzigen
Verfahren nicht zur Stellungnahme unterbreitet worden sei. Zudem könne nicht auf das
asim-Gutachten abgestellt werden, weil an dessen Verwertbarkeit berechtigte Zweifel
bestünden. So habe es an einer Übersetzung gefehlt, was insbesondere das
psychiatrische Gutachten in Frage stelle. Letzteres sei auch nicht nach dem üblichen
Standard erhoben worden, sondern es habe lediglich ein einmaliges Gespräch
stattgefunden und auf Tests sei ganz verzichtet worden. Diese Rügen sind vorab zu
beurteilen.
3.1 Das asim-Gutachten ist von der IV-Stelle in Auftrag gegeben worden.
Verfahrensrechte im Zusammenhang mit der Erstellung dieses Gutachtens wären
deshalb im Rahmen des Verfahrens mit der Invalidenversicherung wahrzunehmen
gewesen. Anhaltspunkte dafür, dass das Gutachtung in Missachtung wesentlicher
Rechte des Beschwerdeführers erstellt worden wäre, sind nicht auszumachen und
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werden auch nicht substantiiert geltend gemacht. Von daher steht der
Berücksichtigung des asim-Gutachtens als Beweismittel im jetzigen Verfahren nichts
entgegen. Einer vorgängigen Stellungnahme dazu bedurfte es nicht. Der
diesbezügliche Einwand ist ohne Bedeutung, da es sich um einen üblichen Vorgang
handelte: Die Beschwerdegegnerin hat nach Eingang der Einsprache die IV-Stelle um
Zustellung des asim-Gutachtens gebeten und somit gemäss Art. 32 Abs. 2 des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR
830.1) um Verwaltungshilfe nachgesucht (UV act. 109). Die IV-Stelle hat diesem
Gesuch mit Brief vom 26. Oktober 2007 entsprochen (UV act. 112). Weil der
Rechtsvertreter seinerseits das Gutachten der Beschwerdegegnerin ebenfalls zugestellt
und dazu bereits kurz Stellung genommen hatte, kann auch im Verzicht auf eine
nachgehende Anhörung keine Gehörsverletzung erblickt werden. Diese Rügen
erweisen sich somit als unbegründet.
3.2 Was den Vorwurf der fehlenden Übersetzung anbelangt, kann der Ansicht des
Beschwerdeführers ebenfalls nicht gefolgt werden. Wo sprachliche Schwierigkeiten
auftraten, wie etwa bei der Anamneseerhebung, wurde eine Dolmetscherin beigezogen
(UV act. 111, Beilage 2). Wie aus S. 3 des Fachgutachtens von Dr. G._ vom 24. Juli
2007 hervorgeht, fand auch die psychiatrische Exploration in Form eines
Dolmetschergesprächs statt (UV act. 111, Beilage 1). Die psychiatrische Untersuchung
hat tatsächlich nur an einem einzigen Tag stattgefunden. Dies entspricht bei einer
polydisziplinären Begutachtung jedoch der Regel. Hätte die einmalige psychiatrische
Untersuchung im konkreten Fall nicht genügt, hätte es in der Kompetenz des
Facharztes gelegen, Weiterungen vorzusehen. Das hat er indessen offensichtlich nicht
getan. Es sind nach dem Gesagten keine formellrechtlichen Mängel erkennbar, welche
es nahelegen würden, das asim-Gutachten nicht in die Beweiswürdigung
miteinzubeziehen.
4.
Dr. G._ hält in seiner Beurteilung fest, dass der Beschwerdeführer seit Sommer 2006
zunehmend unruhig, nervös und auch aggressiv reagiere, weshalb insofern durchaus
differentialdiagnostisch eine Anpassungsstörung diskutiert werden könne, wie das die
Klinik Balgrist getan habe. Aufgrund des zeitlichen Verlaufs sei dann jedoch eher von
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einer Dysthymia, also einem chronischen depressiven Aspekt, auszugehen. Die Sorgen
und Zukunftsängste könnten noch in der Diagnose der Verhaltensauffälligkeiten
festgehalten werden. Diese seien direkte Folgen der somatisch beschreibbaren
chronischen Schmerzen. Eine Somatisierungsstörung könne ausgeschlossen werden.
Aus psychiatrischer Sicht sei die Arbeitsfähigkeit nicht eingeschränkt. In dem vom
Beschwerdeführer angerufenen psychiatrischen Konsilium der Klinik Bellikon vom 26.
September 2006 werden keine objektiv feststellbaren Gesichtspunkte vorgebracht,
welche im Rahmen der psychiatrischen Begutachtung durch Dr. G._ unerkannt
geblieben und die geeignet wären, zu einer abweichenden Beurteilung zu führen. Die
psychiatrischen Erkenntnisse, auf welche demnach abzustützen ist, gründen zwar auf
einem Untersuch, der rund ein halbes Jahr vor dem relevanten Beurteilungszeitpunkt
(Einspracheentscheid vom 10. Dezember 2007) stattgefunden hat. Dies ist jedoch ohne
Relevanz, denn es fehlt an Hinweisen dafür, dass sich seither eine massive
Verschlechterung des psychiatrischen Beschwerdebildes ergeben hätte. Es ist mithin
davon auszugehen, dass beim Beschwerdeführer eine natürlich-kausale psychische
Komponente besteht, wobei es an einer einheitlichen Diagnosestellung fehlt. Diese
psychische Komponente blieb allerdings im zu beurteilenden Zeitraum ohne
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit.
5.
Selbst wenn man mit dem Beschwerdeführer davon ausgehen wollte, dass die
psychischen Beschwerden seine Arbeitsfähigkeit beeinträchtigen würden, blieben sie
unfallversicherungsrechtlich irrelevant. Denn es mangelt ihnen - wie sich nachfolgend
zeigen wird - am erforderlichen adäquaten Kausalzusammenhang mit dem Unfall vom
9. Mai 2005.
5.1 Wie bereits erwähnt (vgl. Erw. 2.1) setzt die Leistungspflicht des
Unfallversicherers nebst der - hier bejahten - natürlichen Kausalität eben auch voraus,
dass zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden ein adäquater
Kausalzusammenhang besteht. Praxisgemäss (BGE 115 V 133; SVR 1999 UV Nr. 10 S.
31) ist ein solcher bei psychogenen Fehlentwicklungen nach Unfällen gegeben, wenn
dem Unfall eine massgebende Bedeutung für die Entstehung der Beschwerden
zukommt. Beurteilungskriterium ist also das Unfallereignis selbst. Dabei werden die
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Unfälle in objektivierter Betrachtungsweise nach ihrer erfahrungsgemässen Eignung,
psychische Beschwerden zu bewirken, eingeteilt in banale und leichte Unfälle
einerseits, schwere Unfälle anderseits und in einen dazwischen liegenden Bereich der
mittelschweren Unfälle. Bei banalen Unfällen kann der adäquate Kausalzusammenhang
zwischen dem Unfall und den psychischen Gesundheitsstörungen in der Regel ohne
weiteres verneint werden, weil auf Grund der allgemeinen Lebenserfahrung davon
ausgegangen werden darf, dass ein solcher Unfall nicht geeignet ist, einen
invalidisierenden psychischen Gesundheitsschaden zu verursachen. Bei schweren
Unfällen dagegen ist der adäquate Kausalzusammenhang zwischen Unfall und
psychisch bedingter Erwerbsunfähigkeit in der Regel zu bejahen. Denn nach dem
gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung sind solche
Unfälle geeignet, invalidisierende psychische Gesundheitsschäden zu bewirken. Bei
Unfällen im mittleren Bereich lässt sich die Frage, ob zwischen Unfall und psychisch
bedingter Erwerbsunfähigkeit ein adäquater Kausalzusammenhang besteht, nicht
aufgrund des Unfalls allein schlüssig beantworten. Vielmehr sind weitere, objektiv
fassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall im Zusammenhang stehen oder
als direkte bzw. indirekte Folge davon erscheinen, in eine Gesamtwürdigung
einzubeziehen (BGE 115 V 139 f. Erw. 6a-c).
5.2 Nach den Angaben des Beschwerdeführers vom 10. August 2006 gegenüber
einem Aussendienstmitarbeiter der Beschwerdegegnerin musste er auf ein rund 4 bis 5
Meter hohes Rollgerüst klettern. Er habe eine Leiter schräg ans Rollgerüst gestellt und
sei dann so hinaufgeklettert. Als er oben gewesen sei und bereits einen Schritt
gemacht habe, sei die Leiter unten weggerutscht und er sei zusammen mit der Leiter
nach unten gestürzt. Er sei irgendwie auf den Füssen gelandet, danach auf beide Knie
geprallt und auf dem Bauch gelandet. Er sei nicht bewusstlos gewesen (UV act. 55).
Auf Grund des augenfälligen Geschehensablaufs ist vorliegend von einem
mittelschweren Ereignis auszugehen (vgl. zur Kasuistik: RKUV 1998 Nr. U 307 S. 449 E.
3a mit Hinweisen, Urteil des Bundesgerichts vom 12. August 2005 i/S. S [U 191/04] E.
5.1). Das Vorliegen des adäquaten Kausalzusammenhangs ist deshalb unter
Zuhilfenahme der erwähnten weiteren, objektiv fassbaren Umstände zu beurteilen.
Dabei ist erforderlich, dass ein einzelnes der durch die Rechtsprechung entwickelten
Kriterien besonders ausgeprägt vorliegt oder die Kriterien insgesamt in gehäufter oder
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auffallender Weise erfüllt sind (BGE 115 V 133 E. 6c/aa und bb, Urteil des
Bundesgerichts vom 10. Juni 2008 i/S. X. [8C_524/2007] E. 5.2. mit Hinweisen).
5.2.1 Ob besonders dramatische Begleitumstände oder eine besondere
Eindrücklichkeit des Unfalls gegeben sind, beurteilt sich nicht auf Grund des
subjektiven Empfindens bzw. Angstgefühls der versicherten Person (Urteil des
Bundesgerichts vom 20. August 2008 i/S. M [8C_33/2008] E. 8.1 mit Hinweisen). Zwar
kann einem Fall aus einer nicht unerheblichen Höhe eine gewisse Eindrücklichkeit nicht
abgesprochen werden. Objektiv betrachtet fehlt es vorliegend jedoch an dramatischen
Begleitumständen und von einer besonderen Eindrücklichkeit kann auch nicht
ausgegangen werden, schon weil sich ein solcher Fall zeitlich betrachtet viel zu schnell
abspielt, als dass er diese Wirkung zu entfalten vermöchte. Das Kriterium ist deshalb
nicht erfüllt (vgl. Kasuistik in RKUV 1998 Nr. U 307 S. 448 E. 3a, Urteil des
Bundesgerichts vom 12. August 2005 i/S S. [U 191/04] E 5.1).
5.2.2 Sodann handelt es sich bei der erlittenen Knieverletzung nicht um eine
Verletzung von besonderer Art oder Schwere, welche erfahrungsgemäss geeignet
wäre, psychische Beschwerden auszulösen. Es fehlt an erschwerenden Umständen,
weshalb das Kriterium nicht gegeben ist.
5.2.3 Zu prüfen ist weiter das Kriterium der ungewöhnlich langen Dauer der
ärztlichen Behandlung. Erforderlich ist eine kontinuierliche, mit einer gewissen
Planmässigkeit auf die Verbesserung des Gesundheitszustandes gerichtete ärztliche
Behandlung (RKUV 2000 Nr. U 549 S. 236 E. 5.2.4). Die nach dem Unfall festgestellte
Patellaquerfraktur wurde fachgerecht behandelt. Allerdings trat keine
Beschwerdefreiheit ein, weshalb der Beschwerdeführer nach Entfernung des
Ostheosynthesematerials und Andauern der Beschwerden eine Arthroskopie wünschte,
welche jedoch nicht den gewünschten Erfolg brachte. Danach wurde der
Beschwerdeführer vom 11. September 2006 bis am 24. Oktober 2006 in der Rehaklinik
Bellikon stationär behandelt. Dort wurde eine Retropatellararthrose Grad IV mit
chronischer Knieschmerzproblematik und eingeschränkter aktiver Flexion
diagnostiziert. Die therapeutischen Massnahmen brachten keine wesentliche Linderung
der Beschwerden, weshalb weitere Abklärungen in der Uniklinik Balgrist vorgesehen
wurden (UV act. 54, 70, 71). Dort konnte eine Besserung der Beschwerden durch
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Lokalinfiltrationen nicht erreicht werden. Von einer Implantation einer Knieprothese
wurde deshalb abgesehen (UV act. 86). Gemäss Angaben des Beschwerdeführers
gegenüber dem Kreisarzt vom 12. Juli 2007 besuche er zweimal die Woche die
Physiotherapie (UV act. 94) und gegenüber den Fachärzten des asim gab er an, dass er
3 bis 4 mal pro Tag Dafalgan gegen die Schmerzen nehme (UV act. 111 S. 17). Obwohl
nach der Arthroskopie eine mechanische Ursache der Schmerzen ausgeschlossen
werden konnte (UV act. 54), blieben diese bestehen und weiteten sich eher aus.
Weitere medizinische Abklärungsmassnahmen brachten keine eindeutigen Befunde.
Nach dem Gesagten haben also über einen längeren Zeitraum immer wieder ärztliche
Behandlungen stattgefunden. Aber es mangelt ihnen an der erforderlichen
zielgerichteten Planmässigkeit und Kontinuität. Den verschiedenen
Abklärungsmassnahmen und den blossen ärztlichen Kontrollen kommt auf jeden Fall
nicht die Qualität einer regelmässigen, zielgerichteten Behandlung zu (Urteil des
Bundesgerichts vom 7. November 2007 i/S. F. [U 503/06] E. 7.2). Insgesamt kann das
Kriterium der ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung deshalb nicht als
erfüllt betrachtet werden.
5.2.4 Die anfänglich nur bei Belastung bestehenden Schmerzen weiteten sich im
Verlauf eher aus und verstärkten sich gemäss den Angaben des Beschwerdeführers
gegenüber den Ärzten zu Dauerschmerzen (UV act. 46, 71, 94). Die Schmerzen wurden
zwar auch von der bereits in der Rehaklinik Bellikon festgestellten depressiv gefärbten
Anpassungsstörung unterhalten (UV act. 71), was vorliegend nicht zu berücksichtigen
ist (Urteil des Bundesgerichts vom 18. Juli 2007 i/S. L. [U 88/06] E. 7.2.4), dennoch ist
nach Lage der medizinischen Akten davon auszugehen, dass tatsächlich eine
behandlungsresistente somatische Dauerschmerzproblematik besteht, weshalb dieses
Kriterium als erfüllt angesehen werden muss.
5.2.5 Für eine medizinische Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich
verschlimmert hätte, bestehen keine Anhaltspunkte, dieses Kriterium ist nicht erfüllt.
5.2.6 Die beiden Teilaspekte des Kriteriums schwieriger Heilungsverlauf und
erhebliche Komplikationen müssen nicht kumulativ erfüllt sein. Aus der ärztlichen
Behandlung, den anhaltenden Beschwerden sowie der Arbeitsunfähigkeit - welche im
Rahmen der spezifischen Adäquanzkriterien zu berücksichtigen sind - darf nicht auf
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einen schwierigen Heilungsverlauf und/oder erhebliche Komplikationen geschlossen
werden. Es bedarf hierzu besonderer Gründe, welche die Heilung beeinträchtigt haben
(bereits erwähntes Urteil U 503/06 E. 7.6 mit Hinweis). Solche Gründe sind vorliegend
nicht zu erkennen. Der Umstand, dass trotz eines Rehaaufenthalts und regelmässiger
Therapien weder eine Beschwerdefreiheit noch eine vollständige Arbeitsfähigkeit
erreicht werden konnten, führt nicht schon zur Bejahung dieses Kriteriums. Wohl kann
bezüglich der hier massgebenden Verletzungen nicht von einem komplikationslosen
Verlauf gesprochen werden, doch geht den Schwierigkeiten die notwendige
Erheblichkeit ab, als dass das Kriterium als erfüllt betrachtet werden könnte.
5.2.7 Das Kriterium des Grades und der Dauer der physisch bedingten
Arbeitsunfähigkeit bezieht sich nicht allein auf das Leistungsvermögen im
angestammten Beruf (RKUV 2001 Nr. U 442 S. 544). Aus den Akten ergibt sich, dass
der Beschwerdeführer seit dem Unfall vom 9. Mai 2005 in der angestammten Tätigkeit
als Isolierer nicht mehr arbeitsfähig war. Diese belastende Tätigkeit wurde ihm
übereinstimmend nicht mehr zugemutet (UV act. 69, 71 S. 2, 73, 94 S. 4, 111 S. 21).
Weil noch weitere Abklärungen in der Uniklinik Balgrist veranlasst wurden, äusserten
sich die Fachärzte der Klinik Bellikon nicht zur zumutbaren Arbeitsfähigkeit in einer
angepassten Tätigkeit (UV act. 71). Die Ärzte der Uniklinik Balgrist attestierten dem
Beschwerdeführer am 22. Dezember 2006 weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit
(UV act. 73). Erst nachdem aus orthopädischer Sicht keine weiteren therapeutischen
Massnahmen mehr als notwendig erachtet wurden, beurteilte der Kreisarzt am 12. Juli
2007 die zumutbare Arbeitsfähigkeit in einer den Beschwerden angepassten Tätigkeit.
Er ging von einer vollen Arbeitsfähigkeit in einer leichten bis mittelschweren Tätigkeit
aus (UV act. 94). Die asim-Gutachter teilten diese Auffassung, stuften jedoch die
mögliche Leistung zufolge vermehrten Pausenbedarfs auf etwa 80% vermindert ein (UV
act. 111). Insgesamt ist das Kriterium des Grades und der Dauer der physisch
bedingten Arbeitsunfähigkeit erfüllt, wenn auch nicht in einer überdurchschnittlichen
Ausprägung (vgl. Kasuistik in RKUV 2001 Nr. U 442 S. 544).
5.3 Zusammengefasst sind lediglich zwei von sieben Adäquanzkriterien erfüllt, wobei
kein Kriterium in besonders ausgeprägter Weise vorliegt. Damit sind die für die
Adäquanzprüfung massgebenden Kriterien nicht in gehäufter oder auffallender Weise
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gegeben. Demnach hat die Beschwerdegegnerin den adäquaten
Kausalzusammenhang für die psychischen Beschwerden zu Recht verneint.
6.
Der Beschwerdeführer rügt, dass infolge einer irrtümlichen Insulininjektion während
seines Aufenthalts im Spital Linth ein Diabetes mellitus ausgebrochen sei, weshalb die
Beschwerdegegnerin auf Grund der mittelbaren Unfallkausalität dafür Leistungen zu
erbringen habe. Fest steht, dass bereits die laborschemische Untersuchung, welche
beim Eintritt des Beschwerdeführers ins Spital Linth am 2. November 2005
durchgeführt wurde, einen erhöhten Glucosespiegel zeigte. Weitere Untersuchungen
bestätigten diesen Befund. Das Spital selbst führte aus, dass über eine irrtümliche
Insulingabe an den Beschwerdeführer nichts bekannt sei (UV act. 23). Bei dieser
Sachlage kann nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit als nachgewiesen gelten, dass der erhöhte Glucosespiegel Folge
einer irrtümlichen Insulingabe im Rahmen der Primärversorgung der Unfallfolgen im
Spital Linth war. Auch Kreisarzt und asim-Gutachter halten eine solche Kausalität beim
Diabetes mellitus als ausserordentlich unwahrscheinlich (UV act. 94 S. 4, 111 S. 19).
Von einer mittelbar durch den Unfall verursachten Gesundheitsschädigung kann
deshalb nicht gesprochen werden. Diesbezüglich besteht mithin keine Leistungspflicht
der Beschwerdegegnerin.
7.
Der Beschwerdeführer macht schliesslich geltend, dass er beim Unfall ein mildes
Schädel-Hirntrauma erlitten habe. Dies ergebe sich aus der fehlenden Erinnerung nach
dem Ereignis sowie den Verhaltensauffälligkeiten, wie sie in der Klinik Bellikon
festgestellt worden seien, welche eindeutig das Muster eines typischen
Beschwerdebilds nach einem Schädel-Hirntrauma aufweisen würden. Auch
diesbezüglich wäre eine polydisziplinäre Abklärung zur abschliessenden Ermittlung des
Sachverhalts unerlässlich. Laut dem Bericht des Spitals Linth vom 23. Mai 2005 ist
beim Eintritt des Beschwerdeführers keine Kopfverletzung festgestellt worden. Es
wurden auch keine Amnesie für das Ereignis angegeben oder andere Umstände
geschildert, welche die Möglichkeit eines erlittenen Schädel-Hirntraumas nahelegen
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würden. Anlässlich der Einlieferung ins Spital Linth sind neben dem bekannten
Kniescheibenbruch lediglich Prellungen am linken Arm und Oberschenkel festgestellt
worden (UV act. 3). Ausserdem hat der Beschwerdeführer am 10. August 2006 den
Unfallhergang genau schildern können, indem er zuerst auf den Füssen gelandet und
anschliessend auf Knie und Bauch geprallt sei. Einen Kopfanprall oder gar eine
Bewusstlosigkeit erwähnte er nicht (UV act. 55). Dass er sich in der Befragung durch
die psychiatrischen Fachärzte in der Rehaklinik Bellikon am 25. September 2006 an
den eigentlichen Sturz nicht mehr genau erinnern konnte, lässt auf jeden Fall nicht den
Schluss zu, der Beschwerdeführer habe sich anlässlich des Unfalls irgendwelche
Verletzungen im Schädel-Hirnbereich zugezogen (UV act. 71). Damit ist nach dem im
Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit
nicht erstellt, dass der Beschwerdeführer ein mildes Schädel-Hirntrauma erlitten hat.
8.
Der Rentenbeginn wurde gestützt auf den kreisärztlichen Bericht vom 12. Juli 2007 auf
den 1. September 2007 festgesetzt. Darin wird angeführt, dass die
Schmerzsymptomatik nicht eindeutig auf die retropatelläre Arthrose zurückgeführt
werden könne. Zudem seien die angegebenen poplitealen Beschwerden nicht klar mit
der retropatellären Symptomatik vereinbar. Eine Neuropathie habe ausgeschlossen
werden können. Somit seien aus der allein massgebenden orthopädischen Sicht keine
weiteren Therapien notwendig (UV act. 94 S. 4). Diese Einschätzung wird auch von den
Fachärzten des asim-Gutachtens geteilt. Diese führen aus, dass die bestehende
Schmerzsymptomatik in ihrer Stärke durch die bestehenden klinischen und
radiologischen Befunde nicht vollständig zu erklären sei. Die Situation könne durch
eine depressive Symptomatik im Rahmen einer Anpassungsstörung verstärkt sein. Eine
Optimierung der medikamentösen Schmerztherapie könne gerade im Hinblick auf den
chronischen Charakter der Beschwerden eine Therapieoption darstellen (UV act. 111 S.
19). Damit bezieht sich diese Therapieoption hauptsächlich auf die psychisch
verstärkte Schmerzsymptomatik, welche jedoch - wie erwähnt - nicht adäquat-kausal
zum Unfall ist. In orthopädischer Hinsicht ist somit auch gemäss der überzeugenden
Einschätzung der Gutachter, auf welche abgestellt werden kann, der Endzustand
erreicht. Der Rentenbeginn auf den 1. September 2007 ist somit rechtmässig erfolgt.
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8.1 Der Beschwerdeführer rügt die Beurteilung des Arbeitsunfähigkeitsgrads der
asim-Gutachter. Diese erachten aus orthopädischer Sicht eine sitzende Tätigkeit,
beispielsweise das Zusammenbauen von Kleinteilen, als zumutbar, sofern die
Möglichkeit zu regelmässigen Stellungswechseln und kurzen Bewegungsphasen in
halbstündigen Abständen gegeben sei und vermehrte und längere Pausen möglich
seien. Das Leistungsvermögen sei bei vollzeitiger Tätigkeit infolge des vermehrten
Pausenbedarfs auf etwa 80% vermindert (UV act. 111 S. 21). Bei der Untersuchung
wurde festgehalten, dass der Beschwerdeführer einen Gehstock benütze (UV act. 111
Beilage 2 S. 4). Es ist davon auszugehen, dass dieser Umstand in der
Arbeitsfähigkeitsbeurteilung Niederschlag gefunden hat. Der Kreisarzt erachtete
angesichts der gegebenen Retropatellararthrose eine leichte bis mittelschwere Arbeit
als zumutbar. Der sitzende Anteil sollte ca. 2/3 des Tagespensums umfassen und
fraktioniert über den Tag verteilt sein. Häufiges Treppensteigen sowie
Zwangshaltungen wie Knien und Kauern seien zu meiden; ebenfalls das Leiternsteigen
(UV act. 94 S. 4). Die Fachärzte der asim hielten einen grösseren Pausenbedarf für
ausgewiesen, was mit einer Leistungseinbusse von 20% einhergehe (UV act. 111 S.
21). Dies hat die Beschwerdegegnerin in ihrem Einspracheentscheid entsprechend
berücksichtigt und erachtete die Ausübung einer geeigneten leichten Tätigkeit zu 80%
als zumutbar. Aufgrund der dargelegten, im Wesentlichen übereinstimmenden
ärztlichen Beurteilungen drängt sich eine polydisziplinäre Abklärung, welche vom
Beschwerdeführer mehrfach verlangt wurde, nicht auf. Dies insbesondere auch, weil
eine die Schmerzsymptomatik allenfalls beeinflussende psychische Problematik
mangels Adäquanz ohnehin nicht weiter geprüft werden muss.
8.2 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was der
Beschwerdeführer im massgebenden Zeitpunkt des Rentenbeginns nach dem
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunder tatsächlich verdient
hätte. Die Einkommensermittlung hat so konkret wie möglich zu erfolgen. Da nach
empirischer Feststellung in der Regel die bisherige Tätigkeit im Gesundheitsfall
weitergeführt worden wäre, ist Anknüpfungspunkt für die Bestimmung des
Valideneinkommens grundsätzlich der letzte vor Eintritt der Gesundheitsschädigung
erzielte, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepasste
Verdienst (BGE 129 V 222 E. 4.3.1 mit Hinweis; RKUV 2006 Nr. U 568 S. 66 E. 2).
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8.3 Der Beschwerdeführer macht geltend, im Rahmen der Invaliditätsbemessung
seien beim Einkommensvergleich die Überstunden beim Validenlohn zu
berücksichtigen, und der Lohn sei an den Nominallohnindex anzupassen.
8.3.1 Überstundenentschädigungen können bei der Bemessung des
Valideneinkommens berücksichtigt werden, wenn es sich um Entgelt mit Lohncharakter
und nicht um Spesenentschädigungen handelt. Da aber die Invaliditätsbemessung der
dauernd oder für längere Zeit bestehenden Erwerbsunfähigkeit entsprechen muss,
bildet Voraussetzung für die Berücksichtigung eines derartigen Zusatzeinkommens,
dass der Versicherte aller Voraussicht nach damit hätte rechnen können. Massgebend
ist, ob der Versicherte mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit aufgrund seiner konkreten erwerblichen Situation
und seines tatsächlichen Arbeitseinsatzes vor dem Unfall weiterhin ein
Zusatzeinkommen zufolge Überstundenarbeit hätte erzielen können; die blosse
Möglichkeit dazu genügt nicht (Urteil des Bundesgerichts vom 16. Oktober 2006 i/S. P.
[I 262/06] E. 4).
8.3.2 Wie den Akten entnommen werden kann, verneinte die Arbeitgeberin
mangels entsprechender Auftragslage, dass auch in den Jahren 2006 und 2007
Überstunden im gleichen Rahmen wie im Jahr 2004/2005 hätten geleistet werden
können (UV act. 88). Der Beschwerdeführer rügt, dass auf Grund des getrübten
Vertrauensverhältnisses auf diese Aussage nicht abgestellt werden könne. Allerdings
substantiiert er diesen Vorhalt nicht und es deutet auch nichts darauf hin, dass die
massgeblichen Aktenstücke nicht korrekt ausgefüllt oder gegenüber der
Abklärungsperson telefonisch nicht wahrheitsgetreue Angaben gemacht wurden (UV
act. 85). Nachträgliche ergänzende Abklärungen drängen sich diesbezüglich nicht auf,
da davon auszugehen ist, dass sie die gleichen Ergebnisse zeitigen würden. Im
Zusammenhang mit dem Lohn gibt der Beschwerdeführer an, dass er, wenn der
Arbeitgeber gar keine Erhöhung zugestanden hätte, sich wahrscheinlich einen neuen
Arbeitgeber gesucht hätte. Wie aus den Akten ersichtlich ist, arbeitet der
Beschwerdeführer seit 16 Jahren bei der gleichen Firma. Erfahrungsgemäss muss
deshalb bei einem Arbeitsplatzwechsel tendenziell eher mit einer Lohneinbusse
gerechnet werden, auch wenn das Dienstalter bei ungelernten Tätigkeiten lohnmässig
weniger ins Gewicht fällt (AHI 1999 S. 180f.). Von seinem langjährigen Arbeitgeber
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wurde er jedenfalls als eher teurer Mitarbeiter bezeichnet. Von daher kann nicht mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass der
Beschwerdeführer an einer neuen Stelle mehr verdient hätte. Zusammengefasst
besteht kein Anlass, beim Validenlohn Überstundenentschädigungen oder eine
materielle Lohnentwicklung zu berücksichtigen.
8.4 Hingegen kann eine nominale Lohnerhöhung nicht ausgeschlossen werden, nur
weil die Arbeitgeberin eine solche im Rahmen der telefonischen Nachfrage vom 1. Mai
2007 nicht erwähnt hat (UV act. 85). Der Lohn ist daher an den Nominallohnindex
anzupassen. Das Valideneinkommen beträgt somit Fr. 62'826.30 (Fr. 61'100.-- [13 x
Fr. 4'700.--] x 0.6 % [2004] x 1.1% [2005] x 1.1% [2006]).
8.5 Dem Beschwerdeführer ist eine vollzeitige Tätigkeit zumutbar, wobei das
Leistungsvermögen zufolge des vermehrten Pausenbedarfs auf 80% vermindert ist (UV
act. 111). Mithin besteht ein Arbeitsfähigkeitsgrad von 80%. Die Ermittlung des
Invalideneinkommens durch die Beschwerdegegnerin ist im Detail nicht
nachvollziehbar. Auszugehen ist von der Lohnstrukturerhebung (LSE) 2006 des
Bundesamtes für Statistik und dort von der Tabelle TA 1, Privater Sektor, Niveau 4
(einfache und repetitive Tätigkeiten), Total, für Männer, bzw. von einem Monatssalär
von Fr. 4'732.--. Das hieraus errechnete Jahressalär von Fr. 56'784.-- basiert auf 40
Wochenstunden und ist auf die betriebsübliche durchschnittliche Arbeitszeit 2007, d.h.
auf 41.7 Stunden aufzurechnen, woraus sich ein Betrag von Fr. 59'197.30 ergibt. Bei
einem Arbeitsunfähigkeitsgrad von 80% resultiert ein Einkommen von Fr. 47'357.80.
8.6 Die Beschwerdegegnerin berücksichtigte ausserdem einen sogenannten
leidensbedingten Abzug von 15%. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers
verlangt demgegenüber, dass ein reduzierter Arbeitseinsatz, die Beschränkung für
leichte Arbeiten sowie der Ausländerstatus des Beschwerdeführers zu berücksichtigen
wäre, was einen Leidensabzug von 25% rechtfertigen würde. Zudem wäre der
gesundheitlich schwer angeschlagene Beschwerdeführer kaum mehr im
Produktionssektor, sondern höchstens im Dienstleistungssektor einzustufen.
Praxisgemäss ist beim Einkommensvergleich unter Verwendung statistischer
Tabellenlöhne zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, die
selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu
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leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren arbeitnehmenden Personen
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurchschnittlichen
Lohnansätzen rechnen müssen. Sodann ist dem Umstand Rechnung zu tragen, dass
weitere persönliche und berufliche Merkmale einer versicherten Person, wie Alter,
Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie
Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können. Die Frage, ob und
in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, ist von sämtlichen
persönlichen und beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalls abhängig. Der
Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalideneinkommen ist nach pflichtgemässem
Ermessen gesamthaft zu schätzen, wobei der Abzug auf höchstens 25% zu begrenzen
ist (BGE 129 V 472 E. 4.2.3 mit Hinweis).
8.7 Die Beschwerdegegnerin berücksichtigte beim Beschwerdeführer - wie gesagt -
einen Abzug vom statistischen Tabellenlohn von 15%. Im vorliegenden Fall sind die
Voraussetzungen für einen leidensbedingten Abzug grundsätzlich erfüllt, weil zufolge
des Gesundheitsschadens die Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers auch im
Rahmen einer geeigneten Tätigkeit beeinträchtigt ist und er deshalb voraussichtlich nur
einen geringeren Lohn erzielen kann (vgl. ZAK 1989 S. 458 E. 3b; BGE 124 V 321 E. 3b/
bb). Hingegen besteht kein Anlass zu einem Abzug wegen des Alters, der Nationalität
oder des Beschäftigungsgrades beim 1960 geborenen Beschwerdeführer. Hilfsarbeiten
werden auf dem hypothetisch ausgeglichen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG) grundsätzlich
altersunabhängig nachgefragt. Zudem wirkt sich das Alter in diesen Tätigkeiten auch
nicht lohnsenkend aus (Urteil des Bundesgerichts vom 20. Juli 2004 i/S. D. [I 39/04] E.
2.4). Die in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde angeführten praktischen
Schwierigkeiten, eine Stelle zu finden, betreffen den realen Arbeitsmarkt;
Erwerbslosigkeit wegen Alters vermag indes keinen Rentenanspruch zu begründen
(AHI 1999 S. 243 oben und S. 238 Erw. 1). Die Nationalität kann angesichts der
Tatsache, dass die statistischen Löhne auf Grund der Einkommen der schweizerischen
und der ausländischen Wohnbevölkerung erfasst werden, vernachlässigt werden (Urteil
des Bundesgerichts vom 20. Juli 2004 i/S. D. [I 39/04] E. 2.4). Und schliesslich kann
der Beschwerdeführer einer knieadaptierten Tätigkeit ganztägig unter Berücksichtigung
eines erhöhten Pausenbedarfs mit einer entsprechenden Leistungsverminderung von
20% nachgehen. Hingegen ist - wie ebenfalls bereits ausgeführt - dem langjährigen
Dienstverhältnis zur Arbeitgeberin dahingehend Rechnung zu tragen, dass er an einem
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anderen Arbeitsplatz tendenziell mit einer Lohneinbusse rechnen muss. Ein Abzug von
15% vom Tabellenlohn, wie ihn die Beschwerdegegnerin vorgenommen hat, erscheint
daher unter Berücksichtigung aller Umstände als angemessen. Mithin ergibt sich
vorliegend ein massgebendes Invalideneinkommen von Fr. 40'254.--. Verglichen mit
dem ermittelten Valideneinkommen von Fr. 62'826.30 resultiert also ein Invaliditätsgrad
von 36%. Dies führt dazu, dass die Beschwerde teilweise gutgeheissen werden und
der von der Beschwerdegegnerin errechnet Invaliditätsgrad von 34 auf 36% zu
erhöhen ist.
9.
Schliesslich verlangt der Beschwerdeführer, dass bei der Integritätsentschädigung die
psychische Komponente berücksichtigt wird. Der adäquate Kausalzusammenhang
zwischen dem Unfall und den psychischen Beschwerden liegt indessen - wie bereits
mehrfach ausgeführt - nicht vor, weshalb sich in diesem Zusammenhang keine
Erhöhung der Entschädigung rechtfertigt. Damit muss es bei der in Bezug auf die
Knieverletzung korrekten Integritätsentschädigung von 7,5% sein Bewenden haben.
Der Beschwerdeführer bringt nichts vor, was eine andere Sichtweise aufdrängen
würde. In diesem Zusammenhang ist die Beschwerde deshalb abzuweisen.
10.
Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter entsprechender
Aufhebung des angefochtenen Entscheids teilweise gutzuheissen und die
Beschwerdegegnerin zu verpflichten, dem Beschwerdeführer eine Invalidenrente
basierend auf einem Invaliditätsgrad von 36% auszurichten; im Übrigen wird die
Beschwerde abgewiesen. Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).
Hingegen hat der Beschwerdeführer bei diesem Verfahrensausgang Anspruch auf eine
Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG). Diese wird ermessensweise auf pauschal Fr.
2'500.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) festgelegt.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG