Decision ID: e129e1ce-14b4-4c5d-ad63-27acce0ce8fb
Year: 2021
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Die 1954 geborene
X._
meldete sich am
7.
Januar 2021 unter
Hin
weis auf
seit 2
6.
Dezember 2010
respektive
seit
2
4.
M
ärz 2012 bestehende
Beein
trächtigungen, Schwindel, Gangunsicherheit, chronisches Schmerzsyndrom,
Oto
ko
nienverlust
,
Restless
Legs
Syndrome (RLS)
, kognitive Einschränkungen, Rücken
schmerzen, Ausriss
Rotatorenmanschette
(Schulter links) und chronische Schlaf
störung
zum Bezug einer
Hilflosenentsch
ädigung
der Alters- und
Hinterlassenen
versicherung
(AHV)
an (
Urk.
8/247
Ziff.
3.1
). Ges
tützt auf die Angaben
in
der
An
meldung
, wonach Hilfeleistungen durch di
e Spitex erbracht w
ü
rden (
Urk.
8
/
247
Ziff.
4.3), holte die
für die Abklärung
der
Hilflosenentschädigung
zuständige
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich,
IV-S
telle,
bei der Spitex
Y._
Erkundig
ungen ein (
Urk.
8
/255).
Sodann erfolgten
telefonische
Rücksprache
n
mit der Versicherten (vgl. Akte
nnotiz
en
vom
1.
und
vom
3
0.
März
2021
[
Urk.
8
/259
und
Urk.
8
/261
]). Mit Verfügung vom 30.
März 2021 verneint
e
die Sozialver
sicherungsanstalt des Kantons Zürich, Ausgleichskasse, einen Anspruch auf eine
Hilflosenent
schädigung
(
Urk.
8
/262). Die d
agegen erhob
ene
Eins
prache vom
8.
April 2021 (
Urk.
8
/265)
wies die Ausgleichskasse mit
Entscheid
vom 3
1.
Mai
2021
ab
(
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob
die Versicherte am 1
6.
Juni 2021 Be
schwerde und beantragte sinngemäss, dass ihr
eine
Hilflosenentschädigung
aus
zurichten sei (
Urk.
1).
Am
2
1.
Juli 2021 reichte sie eine weitere Begründung
des
Rechtsbegehren
s
ein (
Urk.
5).
M
it Beschwer
deantwort
vom 3
0.
August 2021
(
Urk.
7)
schloss die Ausgleichs
kasse auf Abweisung der Beschwerde, was
der Beschwerdeführerin
am
1.
Septem
ber 2021
zur Kenntnis gebracht
wurde
(
Urk.
9).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Anspruch auf eine
Hilflosenentschädigung
nach Art. 43
bis
des
Bundesgesetz
es
über die Alters- und
Hinterlassenenversicherung
(AHVG)
haben Bezüger von Altersrenten oder Ergänzungsleistungen mit Wohnsitz und gewöhnlichem Auf
ent
halt (Art. 13 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialver
sicherungsrechts, ATSG) in der Schweiz, die in schwerem, mittlerem oder leichtem Grad hilflos (Art. 9 ATSG) sind.
Für die Bemessung der Hilflosigkeit sind die Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sinngemäss anwendbar (Art. 43
bis
Abs. 5 Satz 1 AHVG). Gestützt auf die ihm in Art. 43
bis
Abs. 5 Satz 3 AHVG eingeräumte Befugnis zum Erlass ergänzender Vorschriften erklärte der Bundesrat in Art. 66
bis
Abs. 1
der
Verordnung über die Alters- und
Hinterlassenenversicherung
(AHVV)
für die Bemessung der Hilflosigkeit Art. 37 Abs. 1 und Abs. 2
lit
. a und b sowie Abs. 3
lit
. a–d der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) für sinn
gemäss anwendbar.
1.2
Als hilflos gilt eine Person, die wegen einer Beeinträchtigung der Gesundheit für alltägliche Lebensverrichtungen dauernd der Hilfe Dritter oder der persönlichen Überwachung bedarf (
Art.
9 ATSG). Praxisgemäss (BGE 121 V 88 E. 3a mit Hin
weisen) sind die folgenden sechs alltäglichen Lebensverrichtungen massgebend (BGE 127 V 94 E. 3c, 125 V 297 E. 4a):
-
Ankleiden, Auskleiden;
-
Aufstehen, Absitzen, Abliegen;
-
Essen;
-
Körperpflege;
-
Verrichtung der Notdurft;
-
Fortbewegung (im oder ausser Haus), Kontaktaufnahme.
1.3
Die Hilflosigkeit gilt als schwer, wenn die versicherte Person vollständig hilflos ist. Dies ist der Fall, wenn sie in allen alltäglich
en Lebensverrichtungen regel
mäs
sig in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter ange
wiesen ist und überdies der dau
ernden Pflege oder der persönlichen Überwachung bedarf (
Art.
37
Abs.
1 IVV). Im Bereich der AHV gilt die Hilflosigkeit alsdann
als mittelschwer, wenn die ver
sicherte Person trotz der Abgabe von Hilfsmitteln in den meisten alltäg
lichen Lebensverrichtungen regelmässig in erheblicher W
eise auf die Hilfe Dritter ange
wiesen ist (
lit
. a) oder in mindestens zwei allt
äglichen Lebensverrichtungen re
gelmässig in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist und überdies einer dauernden persönlichen Überwachung bedarf (
lit
. b;
Art.
37
Abs.
2 IVV). Als leicht wird die Hilflosigkeit eingestuft, wenn die versicherte Person trotz der Abgabe von Hilfsmitteln in mindestens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist (
Art.
37
Abs.
3
lit
. a IVV), einer dauernden persönlichen Überwachung bedarf (
lit
. b), einer durch das Gebrechen beding
ten ständigen und besonders auf
wendigen Pflege bedarf (
lit
. c) oder wegen einer schweren Sinnesschädigung oder eines schweren körperlichen Gebrechens nur dank regelmässiger und erheblicher Dienstleis
tun
gen Dritter gesellschaftliche Kontakte pflegen kann (
Art.
37
Abs.
3
lit
. d IVV). Die lebenspraktische Begleitung (vgl. Art 37
Abs.
2
lit
. c und
Abs.
3
lit
. e IVV,
Art.
38
IVV) findet in der AHV keine Berücksichtigung (vgl.
Art.
66
bis
Abs.
1 AHVV; BGE 133 V 569).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete ihren
Einspracheentscheid
damit
(
Urk. 2.
S. 2)
, dass die Beschwerdeführerin
geltend mache
,
neben der Hilfe zur Fortbewegung auch Hilfe beim Ank
leiden/Auskleiden zu benötigen und hierbei
auf regelmässige Hilfe beim Anziehen der Stützstrümpfe sowie der normalen Strümpfe angewiesen
zu
sei
n. D
ie Hilfe bei den Stützstrümpfen beim Ankleiden/Auskleiden
könne
aber
nicht angerechnet werden, da Hilfsmittel, die der medizinischen Behandlung dien
ten, wie Stützstrümpfe, Nachtschienen usw. nicht unter der Verrichtung An-/Aus
kleiden
,
sondern bei der Pflege zu berücksichtigen seien. Unter der Verrichtung An-/Auskleiden könnten zudem nur Hilfsmittel berücksichtigt werden, die zur Aufrechterhaltung einer alltäglichen Lebensverrichtung dienten wie zum Beispiel Orthesen oder Prothesen für das Gehen.
Die zusätzliche Hilfe beim Anziehen der normalen Strümpfe über die Stütz
strümpfe könne ebenfalls nicht angerechnet werden, denn die
Versicherten seien
verpflichtet, geeignete und zumutbare Massnahmen zu treffen, um ihre Selb
ständig
keit
zu erhalten oder wiederherzustellen und der B
ehinderung angepasste Kleidung,
wie
zum Beispiel
Klet
tverschluss bei Schuhen oder
bei
einarmige
n
Personen
zum Beispiel
Hilfsmittel oder Hilfsvorrichtungen zu benutzen.
2.2
Die Beschwerdegegnerin stellte sich
demgegenüber
auf den Standpunkt
(
Urk.
1)
, es gehe
nicht um
das
Anziehen der Stützstrümpfe
, sondern
darum,
dass sie
neben dem
bewilligten Punkt Fortbewegung
auch Hilfe beim Anziehen der normalen Feinstrümpfe und Feinstrumpfhosen benötige und dafür seien ihr keine Hilfs
mittel und Hilfsvorrichtungen bekannt.
In ihrer Eingabe vom 2
1.
Juli 2021 führt
e
sie
zudem
aus (
Urk.
5), die Stütz
strümpfe seien vom Hausarzt als Versuch
,
die
RLS-Situation zu verbessern
,
einge
setzt worden
, hätten aber keine Verbesserung gebracht, weshalb sie diese Strümpfe bereits nach zwei Wochen weggelassen habe. Sie brauche abe
r Hilfe beim Anziehen von dünnen und engen
Feinstrumpfhosen, die notwendig seien, da sie sich beim Gehen an den Oberschenkeln
ansonsten
«einen Wolf laufe», was dann auftrete, wenn Haut an Haut oder Kleidung an Haut reibe.
2.3
Umstritten
und zu prüfen
ist
somit
, ob die Beschwerdeführerin
in den
alltäglichen
Lebensverrichtungen
in den Bereichen
«Ankleiden/Auskleiden»
und
«Fortbewe
gung»
regelmässig in erheblicher Weise auf d
ie Hilfe Dritter angewiesen ist.
3.
3.1
Im Bereich «Ankleiden/Auskleiden» liegt eine Hilflosigkeit vor, wenn die ver
si
cherte Person ein unentbehrliches Kleidungsstück oder ein Hilfsmittel nicht selber an- oder ausziehen kann. Hilflosigkeit liegt auch vor, wenn die versicherte Person sich zwar selber ankleiden, aufgrund kognitiver Probleme jedoch der Witte
rung nicht entsprechend kleiden kann oder wenn sie Vor- und Rückseite der Klei
dungsstücke verwechselt (vgl.
Rz
8014
Kreisschreiben über Invalidität und Hilf
losigkeit in der Invalidenversicherung
,
KSIH).
3.2
3.2.1
Anlässlich einer polydisziplinären Abklärung
im
Z._ Begutachtungszentrum
hielten die Experten im Gutachten vom
9.
Mai 2017 (
Urk.
8/209) fest, dass die Beschwerdeführerin aufgrund der Veränderungen von Seiten des
Bewegungsapparates körperlich schwere und Schwerstarbeiten bleibend nicht mehr
ausführen könne. Möglich wären jedoch leichte, wechselbelastende und rücken
adap
tierte Tätigkeiten. In einer solchen adaptierten Tätigkeit bestehe gesamtme
dizinisch eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 30
%
, welche neuropsy
cho
logisch begründet sei.
Defizite zeigten sich bei Kompetenzen im zwischen
menschlichen Kontakt,
beim
flexiblen Eingehen auf Anliegen der Kunden,
beim
Fokussieren auf wesentliche Punkte,
beim
speditiven Abwickeln von Gesprächen,
bei
gleichzeitigem Beachten verschiedener Aspekte und Aufrechterhalten der Aufmerksamkeit (S. 127 f.).
Als im vorli
e
genden Kontext relevante Diagnosen nannten die Ärzte eine Gang- und Rumpfataxie sowie eine leichte Ataxie der oberen Extremitäten mit rezidi
vierenden Stürzen unklarer Ätiologie, ein
mulitl
o
kuläres
Schmerzs
y
ndrom mit sub
jektiv
er
Kraftminderung sowie einen Status nach wiederholten Stürzen (S. 119 ff.).
3.2.2
Die Spitex
Y._
deklarierte im Bericht vom 1
9.
Januar 2021 (
Urk.
8/255), dass die Beschwerdeführerin in
keiner der
alltäglichen Lebensverrichtungen
H
ilfe benötige
.
D
ie Beschwerdeführerin
sei wegen einer am 2
3.
April 2018 erfolgten Ope
ration
vom 2
8.
April bis 2
0.
August 2018
betreut worden, wobei sie nament
lich
Unterstützung beim Duschen gebraucht habe, wobei der letzte Duscheinsatz am
9.
M
ai 2018 gewesen sei.
3.2.3
Dr.
med.
A._
, Facharzt FMH für Neurologie und HNO
,
führte
in seinem Bericht vom 1
0.
Juni
2021
(
Urk.
3)
aus,
er unterstütze den Antrag auf Hilfslosen
unterstützung. Man habe der Beschwerdeführerin geschrieben,
dass s
ie kei
ne Hilfe zum Anziehen benötigte
, we
il sie Strümpfe mit einem Gerät anziehen könne
. Dieses
Gerät
sei
aber
für Stützstrümpfe ent
wickelt worden, weshalb normale
Strumpfhosen dadurch geschädigt werden könnten. Ausserdem müsste
die Be
schwer
deführerin
stehen
,
um
die
S
trumpfhosen mit dem Gerät hoch
ziehen
zu können
.
Er kenn
e
das Gerät, welches beim Anz
iehen helfen soll, zwar nicht, d
a sich die Beschwerdeführerin aber
dabei
auch bücken und wiederaufrichten sowie
die Strümpfe hochziehen müsse, bestehe
eine Sturzgefahr.
3.3
Der pflegerische Hilfsbedarf erschöpft sich
damit
einzig darin, dass
die Beschwer
deführerin
einerseits geltend macht, sie könne
sich
nicht bis zu den Füssen bück
en
, und
benötige
darum die Hilfe ihres Nachbars beim Anziehen von Strümpfen (vgl.
Urk.
8/259, 8/261 und 8/265).
Anderseits weist der behandelnde Arzt
Dr.
A._
auf eine Schwindelproblematik hin, die es
erschwere,
sich im Stehen die Strümpfe anziehen zu können.
Dies reicht jedoch nicht
,
um die erforderliche In
ten
sität für eine Hilflosigkeit in diesem Ber
eich zu erreichen. Denn bei Fein
strumpfhosen handelt es sich
nicht um ein unentbehrliches
Kleidungsstück
.
Die
Unentbehrlichkeit
lässt sich
auch nicht darin
erblicken
, dass ohne Strümpfe durch
Reibung der Oberschenkel allenfalls Wundstellen entstehen können
,
ist doch nicht
einsehbar, dass sich solche Reibstellen
einzig durch das Tragen von Strümpfen
vermeiden lassen
.
Zu Recht wies die Beschwerdegegnerin in diesem Zusammen
hang
auch
darauf hin, dass
die Anrechnung
im Bereich
«Ankleiden/Auskleiden»
sich
auf
Hilfestellung
in Bezug
auf
funktionelle Kleidungsstücke
beschränkt und Versicherte
grundsätzlich
gehalten sind,
mehrheitlich der Behinderung ange
passte
Kleidungstücke
zu tragen,
die
keine Dritthilfe
beim An- und
Ausziehen erfordern
(zur Schaden
minderungspflicht
vgl. BGE 141 V 642 E. 4.3.2)
.
Dass
im Bereich
«Ankleiden/Auskleiden»
angepasster Kleidungstücke eine
Hilfsbedürftig
keit
der Beschwerdeführerin besteht, wird nicht geltend gemacht
;
medizinische Berichte, die
nachvollziehbar
eine solche Hilfsbedürftigkeit
ausweisen
könnten
, liegen nicht vor
.
Daran vermag auch der Bericht von
Dr.
A._
vom 1
0.
Juni 2021
(
vgl.
E. 3.
2.3
hiervor
)
nichts zu ändern
,
enthält er doch dazu keine A
ngaben
;
auch ist
a
us den medizinischen Vorberichten (E. 3.2
.1
) wie auch aufgrund des
Bericht
s
der
S
pitex
(E. 3.
2.2
)
eine
entsprechende
Hilfsbedürftigkeit
nicht dok
u
mentiert
.
Aber auch soweit die Beschwerdeführerin gewisse Kleidungsstücke allenfalls nur unter Zuhilfenahme von Hilfsmitteln oder Anwendung von (erlern
baren) Kompensationsstra
tegien
zum Beispiel sitzend oder mit zusätzlichem Zeit
aufwand
selbständig anziehen könnte
, führt dies nicht zur Hilflosigkeit. (vgl. dazu
etwa Urteil des Bundesgerichts 9C_562/2
016 vom 1
3.
Januar 2017 E. 5.2).
So vermag
etwa auch
eine blosse Erschwerung oder Verlangsamung bei der Vor
nahme von Lebensverrichtungen grundsätzlich keine Hilflosigkeit zu begründen (KSIH 8013 unter Hinweis auf Urteil des Bundesgerichts 9C_633/2012 vom
8.
Januar 2013). Insgesamt
ist damit
nicht zu beanstanden, dass die
Beschwerde
gegnerin
eine Hilfslosigkeit in diesem Bereich verneint hat.
3.4
Im Bereich
Fortbewegung (im oder ausser Haus), Pflege gesellschaftlicher Kon
takte
liegt Hilflosigkeit vor,
wenn sich die versicherte Person auch mit einem Hilfsmittel nicht mehr allein im oder ausser Haus fortbewegen oder wenn sie keine gesellschaftlichen Kontakte pflegen kann (
Rz
8022
KSIH).
Die Beschwerdeführerin
vertritt die
Ansicht, dass in diesem Bereich eine Hil
f
losigkeit ausgewiesen
respektive anerkannt worden
sei
.
Ergänzende Ausfüh
run
gen dazu
macht
e
sie keine
. E
ine dauernde Hilfestellung
in diesem Bereich
geht aus
dem Bericht der Spitex
nicht
hervor
. Auch die weiter
e
n Akten
,
wie etwa das Gutachten des
Z._
,
indem festgehalten wurde, dass
sich
die Beschwerde
führerin
mit
Bekannten und Familienangehörigen treffe, ab und zu ins Kino gehe mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und dem eigenen PKW vorwiegend auf der Autobahn unterwegs sei
(vgl.
Urk.
8/209/
55
)
,
lassen nicht auf eine Hilflosigkeit
in diesem Bereich
schliessen.
Es
ergeben sich auch keine
Anhaltspunkte, dass sich die Verhältniss
e in diesem Zusammenhang
seit der Begutachtung im
Z._
ver
än
dert haben könnten.
Wie es sich damit verhält, kann le
tztlich
offen bleiben
. D
enn
,
d
a die Beschwer
deführerin in
mindestens
zwei
der
alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig
und
in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen
sein müsste,
wären die Voraussetzungen
für eine
Hilflosenentschädigung
selbst dann
nicht erfüllt, wenn die Kriterien im
Bereich Fortbewegung
bejaht werden könnten
. Vor diesem Hin
tergrund
erübrigen sich auch Weiterungen im Sinne von zusätzlichen Abklä
rungen.
3.5
Damit sind die Anspruchsvoraussetzungen für die Gewährung einer
Hilflosenent
schädigung
leichten Grades nicht gegeben.
4.
Nach dem Gesagten ist der
Einspracheentscheid
vom 3
1.
Mai 2021 nicht zu bean
standen. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.