Decision ID: 5af650c4-e1ca-5d11-8176-753486f16117
Year: 2010
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
K._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Felix Schmid, Oberer Graben 42, 9000 St. Gallen,
gegen
Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358,
6002 Luzern,
Beschwerdegegnerin,
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betreffend
Invalidenrente und Integritätsentschädigung
Sachverhalt:
A.
A.a Der 1949 geborene K._ war bei der A._ als gelernter Mitarbeiter in der
Schlosserei tätig und dadurch bei der Suva unfallversichert, als er am 30. August 2004
beim Entgraten von Metallröhrchen mit der rechten Hand in die Entgratungsmaschine
geriet und sich dabei einen Hautweichteildefekt am Handrücken sowie
Strecksehnendefekte am Zeige- und Mittelfinger (Dig. II und III) zuzog. Am 30. sowie
31. August 2004 wurde die Handverletzung im Kantonsspital St. Gallen (KSSG) mittels
einer Defektdeckung durch einen gestielten Radialislappen, einer
Spalthauttransplantation sowie einer Sehnenrekonstruktion operativ versorgt (Suva-act.
1, 3, 4, 5). Die Suva erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Heilkosten- und
Taggeldleistungen). Wegen einer verdickten Weichteildeckung, Bewegungsstörungen
aller Langfinger rechts sowie Gelenkeinsteifungen wurden am 24. Januar 2005
ebenfalls im KSSG Tenolysen der Dig. II - Dig. V, Arthrolysen der Grundgelenke Dig. II -
Dig V und eine Lappenausdünnung durchgeführt (Suva-act. 11, 12). Am 17. Mai 2005
nahm der Versicherte seine Arbeit bei der A._ mit einer Leistungsfähigkeit von 40%
bei einer Präsenzzeit von 50% wieder auf (Suva-act. 20, 29). Am 2. Juni 2005 stellte
sich der Versicherte wegen anhaltender Schmerzen in der rechten Schulter im KSSG
vor. Im Untersuchungsbericht vom 6. Juni 2005 wurde festgehalten, es sei beim Unfall
vom 30. August 2004 zu einer Schulterdistorsion rechts gekommen, die bisher nicht
behandelt worden sei. Der untersuchende Arzt diagnostizierte einen Status nach
Schulterdistorsion rechts mit aktuell subacromialem Impingement (Suva-act. 19).
Wegen Bewegungs- und Belastungsschmerzen an der rechten Hand bestand beim
Versicherten ab 27. Juni 2005 wieder eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit (Suva-act. 23,
25, 27, 29). Trotz anhaltender Schmerzen schloss das KSSG seine Behandlung in
Bezug auf die rechte Hand Ende Juli 2005 ab (Suva-act. 25). Nach Durchführung von
Abklärungen in Bezug auf die rechtsseitigen Oberarmschmerzen im Bereich des Biceps
(Suva-act. 31, 33, 35, 38) erfolgte am 23. Februar 2006 eine kreisärztliche
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Untersuchung durch Dr. med. B._. Im darüber am 27. Februar 2006 erstellten Bericht
empfahl dieser vor Abschluss des Schadenfalls eine neurologische Untersuchung
(Suva-act. 39). Eine solche erfolgte am 25. April 2006 durch Dr. med. C._, Fachärztin
FMH für Neurologie, (Suva-act. 47). Dr. B._ definierte daraufhin in einem
Ergänzungsbericht vom 22. Mai 2006 die dem Versicherten medizinisch zumutbare
Tätigkeit. Tätigkeiten in kalter Umgebung, Vibrationen und hämmernde Einflüsse seien
zu vermeiden. Feinmotorische Tätigkeiten seien verlangsamt, ebenso wiederholte
kräftige Greiffunktionen. Gewichte bis 1 kg mit dem rechten Arm seien frei, bis ca. 2.5
kg manchmal zumutbar. Die rechte Hand könne mithin für mehr als zur Zudienung
verwendet werden (Suva-act. 46). Den Integritätsschaden schätzte Dr. B._ wegen der
verbliebenen Bewegungs- und Belastungseinschränkung mit Greiffunktionsstörung bei
inkomplettem Faustschluss und Sensibilitätsstörungen der rechten Hand auf 20%
(Suva-act. 48). Mit Schreiben vom 22. Juni 2006 kündigte die Arbeitgeberin dem
Versicherten auf Ende August 2006 das Arbeitsverhältnis mit der Begründung, dass sie
in ihrem Betrieb keine Arbeit hätten, die der Versicherte mit seiner unfallbedingten
Behinderung ausführen könne (Suva-act. 52, 53). Mit Schreiben vom 8. August 2006
teilte die Suva dem Versicherten mit, die ärztliche Untersuchung habe ergeben, dass
eine Behandlung nicht mehr notwendig sei. Die Heilkosten- und Taggeldleistungen
würden daher per 1. September 2006 eingestellt (Suva-act. 56).
A.b Mit Verfügung vom 7. September 2006 sprach die Suva dem Versicherten mit
Wirkung ab 1. September 2006 eine Invalidenrente auf der Basis einer
Erwerbsunfähigkeit von 29% und eine Integritätsentschädigung auf der Grundlage
einer Integritätseinbusse von 20% zu (Suva-act. 60).
B.
Die gegen diese Verfügung am 5. Oktober 2006 erhobene und am 8. November 2006
begründete Einsprache (Suva-act. 63, 68) wies die Suva mit Einspracheentscheid vom
28. November 2008 ab (Suva-act. 72).
C.
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C.a Gegen diesen Einspracheentscheid erhob Rechtsanwalt Dr. iur. F. Schmid, St.
Gallen, für den Versicherten mit Eingabe vom 24. Dezember 2008 Beschwerde mit dem
Antrag, die Verfügung vom 7. September 2006 und der angefochtene
Einspracheentscheid seien aufzuheben. Die Integritätsentschädigung des
Beschwerdeführers sei auf 50% zu erhöhen. Dem Beschwerdeführer sei eine höhere
Rente gemäss dem Ergebnis der Abklärung zuzusprechen, mindestens aber eine halbe
Rente. Dem Beschwerdeführer sei zudem die unentgeltliche Rechtsverbeiständung zu
gewähren.
C.b In der Beschwerdeantwort vom 30. Januar 2009 beantragte die
Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde.
C.c Am 4. Februar 2009 gewährte der Präsident des Versicherungsgerichts dem
Beschwerdeführer die unentgeltliche Rechtsverbeiständung.
C.d Mit Replik vom 10. März 2009 hielt der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers an
seinen Rechtsbegehren fest. Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf die Einreichung
einer Duplik.
C.e Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie die Ausführungen
in den medizinischen Akten wird, soweit entscheidnotwendig, in den nachfolgenden
Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:
1.
1.1 Vorliegend ist zunächst streitig, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf eine
Invalidenrente von 29%, wie mit dem angefochtenen Einspracheentscheid
zugesprochen, oder wie vom Rechtsvertreter des Beschwerdeführers beantragt auf
eine höhere Rente, mindestens eine solche von 50%, hat. Es ist die Frage zu prüfen,
inwieweit der Beschwerdeführer als Folge des am 30. August 2004 erlittenen Unfalls
medizinisch-theoretisch arbeitsunfähig und in welchem Umfang er dadurch
erwerbsunfähig geworden ist.
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1.2 Die Beschwerdegegnerin hat im angefochtenen Einspracheentscheid die
rechtlichen Voraussetzungen für die Ausrichtung von Invalidenrenten korrekt dargelegt;
darauf kann verwiesen werden. Hinzuzufügen ist, dass der Unfallversicherer nur für
Gesundheitsschäden leistungspflichtig ist, die natürlich- und adäquatkausal mit einem
versicherten Unfallereignis zusammenhängen (Alexandra Rumo-Jungo,
Rechtsprechung zum Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 3. Aufl., Zürich 2003,
S. 42 ff.). Ursachen im Sinn des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle
Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des
natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder
unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende
Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität
der versicherten Person beeinträchtigt hat (BGE 129 V 181 E. 3.1, 119 V 335 E. 1 mit
Hinweisen). Die Frage nach dem Vorliegen des natürlichen Kausalzusammenhangs ist
eine Tatfrage, worüber im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden
Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu entscheiden hat (BGE 117 V 360 E. 4a). Die
blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungsanspruchs nicht (BGE 119 V 338 E. 1, 118 V 289 E. 1b). Als adäquate
Ursache eines Erfolgs hat ein Ereignis nach der Rechtsprechung zu gelten, wenn es
nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung
geeignet ist, den eingetretenen Erfolg zu bewirken, so dass an eine andere Ursache
vernünftigerweise nicht zu denken ist (vgl. BGE 129 V 181 E. 3.2, 123 III 112 E. 3a, 123
V 103 E. 3d, 122 V 416 E. 2). Aufgabe des Arztes ist es, den natürlichen
Kausalzusammenhang zu beurteilen, während es dem Gericht obliegt, die Frage nach
dem adäquaten Kausalzusammenhang zu beantworten (PVG 1984 Nr. 82, 174). Bei
organischen Unfallfolgen ist die Adäquanz gemäss Rechtsprechung nicht gesondert zu
prüfen, sondern besteht regelmässig ohne weiteres, wenn die natürliche Kausalität
feststeht (BGE 118 V 291 f. E. 3a, 117 V 365, Rumo-Jungo, a.a.O., S. 45; Ulrich Meyer-
Blaser, Kausalitätsfragen aus dem Gebiet des Sozialversicherungsrechts, in: SZS
38/1994 S. 99 f. und 104).
1.3 Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist nach der höchstrichterlichen
Rechtsprechung entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist,
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auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden
berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben worden ist, in
der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der
medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der medizinischen
Fachperson begründet und nachvollziehbar sind. Auch den Berichten
versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte kann rechtsprechungsgemäss Beweiswert
beigemessen werden, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit
bestehen (BGE 125 V 352 E. 3a und b).
2.
2.1 Die Beschwerdegegnerin führt den im Einspracheentscheid vom 28. November
2008 festgelegten Invaliditätsgrad von 29% auf die beim Unfall vom 30. August 2004
unbestrittenermassen erlittene Handverletzung rechts bzw. die mit dieser Verletzung
verbundenen organischen Unfallrestfolgen zurück. Der Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers macht nun aber geltend, der Beschwerdeführer habe beim Unfall
ausserdem eine Schulterdistorsion erlitten und leide unter unfallbedingten
Oberarmschmerzen rechts, welche bei der Invaliditätsbemessung ebenfalls zu
berücksichtigen seien. Im Folgenden gilt es mithin, die Oberarmschmerzen rechts auf
ihre Unfallkausalität zu prüfen.
2.2 Für die Annahme unfallkausaler somatischer Restfolgen wird im Regelfall eine
strukturelle Läsion bzw. eine schlecht verheilte strukturelle Läsion als objektivierbares
Korrelat verlangt. Ein solches ist aktenmässig nicht ausgewiesen. So ergab weder eine
röntgenologische Untersuchung der rechten Schulter noch des Humerus rechts
Hinweise auf eine im Rahmen des Unfalls vom 30. August 2004 erlittene strukturelle
Läsion. Sichtbar war einzig eine vorbestandene Oberarmschaftfraktur rechts, welche
der Beschwerdeführer offenbar vor Jahrzehnten erlitten hatte (Suva-act. 19, 38). Auch
bei der am 28. September 2005 durchgeführten kernspintomographischen
Untersuchung des rechten Oberarms war lediglich die alte, knöchern konsolidierte
mittlere Humerusschaftfraktur rechts, bei ansonsten unauffälligem Befund,
insbesondere ohne Beeinträchtigung des Gefässnervenbündels sowie ohne
Raumforderung, sichtbar (Suva-act. 33, 35). Im Rahmen der von Dr. C._ am 25. April
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2006 durchgeführten neurologischen Untersuchung war sodann auch keine neurogene
Genese der Schmerzen im rechten Oberarm fassbar (Suva-act. 47). Letztlich liegen
echtzeitlich unbestrittenermassen auch keine Hinweise auf eine Traumatisierung im
Bereich der Schulter oder des Oberarms bzw. damalige Schmerzen in diesen
Bereichen vor. Belegt sind Schulterschmerzen erstmals im Bericht des KSSG vom 6.
Juni 2005, d.h. rund neun Monate nach dem Unfall vom 30. August 2004, worin die
Diagnose eines Status nach Schulterdistorsion rechts mit aktuell subacromialem
Impingement gestellt wurde. Im Weiteren wurde festgehalten, dass die
Schulterschmerzen bisher nicht behandelt worden seien (Suva-act. 19). Nach geltender
Gerichtspraxis gilt es zu beachten, dass je grösser der zeitliche Abstand zwischen dem
Unfall und dem Auftreten der neuen gesundheitlichen Beeinträchtigung ist, desto
strengere Anforderungen an den Wahrscheinlichkeitsbeweis des natürlichen
Kausalzusammenhangs zu stellen sind (RKUV 1997 Nr. U 275 S. 191 E. 1c mit
Hinweisen). Die konkrete zeitliche Komponente stellt damit ein weiteres
massgebendes, gegen die überwiegende Wahrscheinlichkeit einer natürlichen
Kausalität zwischen den geklagten Oberarmschmerzen und dem Unfallereignis vom 30.
August 2004 sprechendes Indiz dar. Festzustellen ist sodann, dass zunächst von einer
Schulterdistorsion bzw. Schulterschmerzen die Rede war, in den nachfolgenden
medizinischen Akten jedoch spezifisch nur noch Oberarmschmerzen im Bereich des
Biceps vermerkt sind. Im Bericht des KSSG vom 5. September 2005 wurde gar
festgehalten, dass zu keinem Zeitpunkt Schulterschmerzen bestanden hätten.
Insgesamt wird damit das Geschehen einer Verletzung im Bereich des Oberarms im
Rahmen des Unfalls vom 30. August 2004 nochmals unklarer bzw. die Diagnose einer
Schulterdistorsion fraglich. Der medizinischen Literatur ist im Übrigen zu entnehmen,
dass einfache Distorsionen ohne strukturelle Läsionen normalerweise innert kurzer Zeit
- ca. sechs Wochen - folgenlos abheilen (vgl. Alfred M. Debrunner, Orthopädie,
Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. Bern 2002, S. 635 ff.). Auch in Anbetracht dieser
Erfahrungstatsache erscheint ein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen den im
Zeitpunkt des Rentenbeginns noch geklagten Oberarmschmerzen und dem fraglichen
Unfall wenig wahrscheinlich. Massgebend ist sodann, dass die geklagten Schmerzen
im Bereich des Oberarms in den konkreten medizinischen Akten in ihrer Ätiologie
übereinstimmend als unklar bezeichnet werden (vgl. Suva-act. 31, 38, 46). Das
Vorbringen des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers, die Oberarmschmerzen seien
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schon vor Juni 2005 vorhanden gewesen, hätten sich zwischen dem Unfall und Juni
2005 je länger je mehr manifestiert, weshalb sich der Beschwerdeführer letztlich habe
untersuchen lassen, vermag die Wahrscheinlichkeit einer Unfallkausalität angesichts
der obigen Erwägungen nicht massgeblich zu erhöhen. Dies auch wenn es
nachvollziehbar erscheint, dass bei Erleiden mehrerer Verletzungen zunächst der
schwersten Verletzung am meisten Beachtung geschenkt wird. Der Umstand allein,
dass der Beschwerdeführer erst seit dem Unfall unter Oberarmschmerzen litt, davor
jedoch keine solchen Beschwerden bestanden, reicht für die Begründung einer
überwiegend wahrscheinlichen unfallkausalen Schädigung ebenfalls nicht aus. Dies
würde einer Beweisführung nach der Formel "post hoc ergo propter hoc"
gleichkommen, die jedoch nach konstanter bundesgerichtlicher Praxis keinen
Wahrscheinlichkeitsbeweis zu liefern vermag (BGE 119 V 340 E. 2b/bb; Alfred Maurer,
Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, Bern 1989, S. 460 N 1205).
2.3 Nach dem Gesagten ist zusammenfassend festzuhalten, dass gemäss dem im
Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit
(BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen; Thomas Locher, Grundriss des
Sozialversicherungsrechts, 3. Aufl. Bern 2003, S. 451 f.) ein natürlicher
Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis vom 30. August 2004 und den von
Seiten des Beschwerdeführers geklagten Oberarmschmerzen rechts nicht gegeben ist.
Im Folgenden ist daher der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente
einzig mit Blick auf die Handproblematik rechts zu beurteilen.
3.
3.1 Es ist unbestritten, dass beim Beschwerdeführer als Folge der Handverletzung
rechts vom 30. August 2004 eine Bewegungs- und Belastungseinschränkung mit
Greiffunktionsstörung bei inkomplettem Faustschluss und Sensibilitätsstörungen
verblieben sind. Subjektiv wird ausserdem eine Schmerzhaftigkeit angegeben (vgl.
dazu Suva-act. 25, 27, 39). Uneinigkeit herrscht hingegen zwischen den
Verfahrensparteien hinsichtlich der Frage der sich daraus ergebenden
Erwerbsunfähigkeit bzw. des daraus resultierenden Invaliditätsgrades, der von der
Beschwerdegegnerin auf 29% festgesetzt wurde. Bei dessen Bemessung stützte sich
die Beschwerdegegnerin auf die kreisärztliche Arbeitsfähigkeitsbeurteilung von Dr.
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B._ im Bericht vom 22. Mai 2006, wonach Tätigkeiten in kalter Umgebung,
Vibrationen und hämmernde Einflüsse zu vermeiden seien. Feinmotorische Tätigkeiten
seien verlangsamt, ebenso wiederholte kräftige Greiffunktionen. Gewichte bis 1 kg mit
dem rechten Arm seien frei, bis ca. 2.5 kg manchmal zumutbar. Daraus sei zu folgern,
dass die Hand für mehr als zur Zudienung verwendet werden könne (Suva-act. 39, 46).
Die Beschwerdegegnerin entnimmt dieser Arbeitsfähigkeitsbeurteilung, es sei dem
Beschwerdeführer zumutbar, die von Dr. B._ umschriebenen Tätigkeiten zu 100%
auszuüben. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers bestreitet sowohl die
Definition des Zumutbarkeitsprofils als auch den von der Beschwerdegegnerin für die
Invaliditätsbemessung angenommenen Arbeitsfähigkeitsgrad. Tatsächlich handle es
sich beim Beschwerdeführer um einen funktionalen Einhänder, dem es unmöglich sei,
mit dem unfallbedingten Leiden einer Erwerbstätigkeit im geforderten Umfang
nachzugehen. Dies insbesondere deshalb, weil er als Rechtshänder seine rechte Hand
nicht bzw. nur äusserst beschränkt nutzen könne und auch heute noch mit
unfallbedingten Schmerzen zu kämpfen habe. Einigkeit besteht unter den Parteien
darüber, dass der Beschwerdeführer wegen der beim Unfall vom 30. August 2004
erlittenen Verletzung nicht mehr in der Lage ist, eine Tätigkeit als Schlosser
aufzunehmen (Suva-act. 39).
3.2 Von einem funktionalen Einhänder wird ausgegangen, wenn die Hand der
betroffenen Person nur noch als Zudienhand einsatzfähig ist, eine Benutzung als
arbeitsfähiges Greiforgan jedoch nicht mehr möglich ist (vgl. dazu Urteil des
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 21. August 2006 i/S Z. [UV
2005/92]). Die Beschwerdegegnerin bzw. Dr. B._ gehen beim Beschwerdeführer
offensichtlich davon aus, dass seiner rechten Hand auch eine Greiffunktion - auch mit
Einsatz von Kraft beim Heben - zukommen kann. Die kreisärztliche Untersuchung vom
23. Februar 2006 beinhaltete, wie dem entsprechenden Untersuchungsbericht vom 27.
Februar 2006 zu entnehmen ist, eine umfassende Prüfung der Beweglichkeit des
Handgelenks und der einzelnen Finger, der Muskelkraft der Hand (Pinchgriff und
Faustschlusskraft bei spontan wiederholt kräftigen Greiffunktionen) sowie der
Sensibilität der Phalangen (Suva-act. 39). Gegenüber der linken Hand ist die rechte
Hand insbesondere hinsichtlich der Flexion aller Finger im MCP-Gelenk (Einschränkung
auf 40 Grad) sowie der Extension des Dig. III (Nagel-Tischplatten-Abstand von 2.5 cm)
ausgeprägt eingeschränkt. Zwischen der linken und rechten Hand sind auch weitere
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Abweichungen erkennbar, doch ist hier das Ausmass der Einschränkung - die Flexion
des Dig. V im DIP-Gelenk ausgenommen - nicht erheblich. Entsprechend wurden sie
von Dr. B._ in der Beurteilung nicht explizit aufgeführt. Der Pinchgriff konnte mit
beiden Händen mit einem vergleichbaren Gewicht ausgeführt werden. Die
Faustschlusskraft ist zwar bei der rechten Hand wesentlich geringer, doch kann auch
hier mit 26 kg immer noch von einer vorhandenen Kraft gesprochen werden. Der
Beschwerdeführer vermochte sodann einen Backstein von 2.5 kg rechts über den Kopf
und 7.5 kg beidhändig bis Kopfhöhe zu heben. Die dabei gemachten Schmerzangaben
im Oberarm rechts sind nicht unfallbedingt. - Zusammenfassend ist mithin zu sagen,
dass die Schlussfolgerung von Dr. B._ - die rechte Hand des Beschwerdeführers
könne für mehr als zur Zudienung verwendet werden - offensichtlich auf sorgfältigen
medizinischen Untersuchungen beruht und angesichts der erhobenen Befunde
schlüssig und nachvollziehbar erscheint. Allgemein ist zu beachten, dass
gesundheitlichen Störungen nicht nur mit einer eingeschränkten Arbeitsfähigkeit,
sondern auch mit einer angepassten Tätigkeit Rechnung getragen werden kann. Dr.
B._ ist denn auch der Auffassung, dass die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers
eingeschränkt sei, indem er ihm nur noch Tätigkeiten mit den von ihm formulierten
Einschränkungen zumutet. Selbst wenn er den Arbeitsfähigkeitsgrad von 100%
hinsichtlich der konkret zumutbaren Verweisungstätigkeit nicht ausdrücklich erwähnt,
geht insgesamt aus seinen Angaben doch unmissverständlich hervor, dass er eine
Einschränkung im Pensum nicht für notwendig erachtet. Arbeitsfähigkeitsbeurteilungen
bilden einen wesentlichen Inhalt des medizinischen Leistungsauftrags der Kreisärzte
der Suva, deren einzelne Komponenten sie genauestens kennen. Es besteht damit
keine Veranlassung, aus der Nichterwähnung einer Gegebenheit ohne weiteres eine
Unterlassung der entsprechenden Prüfung abzuleiten. Gerade auch der Umstand, dass
Dr. B._ in Bezug auf die angestammte Tätigkeit des Beschwerdeführers eine
Einschränkung erwähnt ("kaum möglich"; Suva-act. 39), kann nichts anderes heissen,
als dass er den Beschwerdeführer in einer leidensangepassten Tätigkeit als zu 100%
arbeitsfähig betrachtet. Dr. B._ hält in seiner Beurteilung ausdrücklich eine
verbliebene Bewegungs- und Belastungseinschränkung mit Greiffunktionsstörung bei
inkomplettem Faustschluss und Sensibilitätsstörungen der rechten Hand fest und
anerkennt ihre Dauerhaftigkeit und Erheblichkeit. Diese Beeinträchtigungen geben
seines Erachtens Anlass für eine Integritätsentschädigung. Es muss demzufolge davon
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ausgegangen werden, dass die vorgenannten Gesundheitsstörungen im Rahmen der
Arbeitsfähigkeitsschätzung entsprechende Berücksichtigung gefunden haben, aber
eben nicht als zeitliche oder leistungsmässige Einschränkung, sondern in Form einer
angepassten Tätigkeit. Eine Schmerzhaftigkeit steht sodann in einem wesentlichen
Zusammenhang mit der Belastung und Bewegung des entsprechenden Körperteils
bzw. kann durch eine entsprechende Verminderung der Belastung (Reduktion der
übermässigen Belastung im täglichen Leben wie schwere körperliche Arbeit, länger
dauernde körperliche Anstrengungen und unphysiologische kurzfristige
Spitzenbeanspruchung) sowie durch eine Anpassung des Bewegungsumfangs (nicht
zu lange ununterbrochen dieselbe Stellung einnehmen oder die gleiche Bewegung
ausüben, Belastung innerhalb des schmerzfreien Bewegungsumfangs) gemildert
werden. Somit ist beim Beschwerdeführer in einer adaptierten Tätigkeit von einer
100%-igen Arbeitsfähigkeit auszugehen. Die diesbezügliche Aktenlage ist klar und es
sind keine weiteren ärztlichen Untersuchungen vorzunehmen. Insbesondere erscheint
die medizinische Beurteilung von Dr. B._ in allen Teilen überzeugend und
beweistauglich.
3.3 Bei der verwertbaren Restarbeitsfähigkeit darf nicht von realitätsfremden
Einsatzmöglichkeiten ausgegangen werden. Insbesondere kann von einer zumutbaren
Tätigkeit dort nicht gesprochen werden, wo diese nur in so eingeschränkter Form
möglich ist, dass sie der allgemeine Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder dass sie
nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers
möglich wäre und das Finden einer entsprechenden Stelle deshalb von vornherein als
ausgeschlossen erscheint. Ferner beinhaltet der Begriff des ausgeglichenen
Arbeitsmarktes nicht nur ein gewisses Gleichgewicht zwischen dem Angebot und der
Nachfrage nach Stellen, sondern bezeichnet einen Arbeitsmarkt, der von seiner
Struktur her einen Fächer verschiedenartiger Stellen offen hält, und zwar sowohl
bezüglich der dafür verlangten beruflichen und intellektuellen Voraussetzungen wie
auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes (Urteil des Eidgenössischen
Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: Sozialrechtliche Abteilungen des
Bundesgerichts] vom 3. Dezember 2003 i/S H. [I 349/01], mit Hinweisen). Nach der
Rechtsprechung darf auf eine medizinisch-theoretische Restarbeitsfähigkeit von 50%
nicht abgestellt werden, wenn sie praktisch nicht ausgenützt werden kann. Besteht
nämlich die 50%-ige Arbeitsfähigkeit nur für eine Arbeit ohne ständiges Bücken, Heben
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oder Tragen schwerer Lasten, ist es beispielsweise einem Maurer nicht möglich, in
seinem angestammten Beruf tätig zu sein. Auch kann von einem immer als Maurer tätig
gewesenen Versicherten in einem gewissen Alter vernünftigerweise nicht verlangt
werden, auf eine andere Tätigkeit umzusteigen. Ebenso kann nicht auf eine
Restarbeitsfähigkeit von 25% abgestellt werden, wenn diese praktisch nicht verwertbar
ist (Rumo-Jungo, a.a.O., S. 115 f., mit Hinweisen; zur Frage der sozialpraktischen
Verwertbarkeit der Arbeitsfähigkeit vgl. auch Urteil des EVG vom 12. Oktober 2004 i/S
D. [I 299/04], E. 4.3.1 mit Hinweisen). Beim Beschwerdeführer liegen bei einer
medizinisch-theoretischen Arbeitsfähigkeit von 100% zwar gewisse Einschränkungen
vor; diese verunmöglichen jedoch - bezogen auf den ausgeglichenen Arbeitsmarkt -
eine Verwertbarkeit nicht. Nach der Rechtsprechung (Urteil des EVG vom 5. August
2005 i/S B. [I 376/05]) kann zwar das fortgeschrittene Alter, obwohl an sich ein
invaliditätsfremder Faktor, als Kriterium anerkannt werden, welches zusammen mit
weiteren persönlichen und beruflichen Gegebenheiten dazu führen kann, dass die
verbliebene Resterwerbsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt
realistischerweise nicht mehr nachgefragt wird. Der Beschwerdeführer war im
massgebenden Zeitpunkt des angefochtenen Einspracheentscheids 59 Jahre alt und
daher nicht leicht vermittelbar. Dennoch bestanden auf einem hypothetischen
ausgeglichenen Arbeitsmarkt auch für ihn noch Möglichkeiten, eine Stelle im erwähnten
Umfang zu finden, zumal dort Hilfsarbeiten altersunabhängig nachgefragt werden
(Urteile des Bundesgerichts vom 28. Mai 2009 i/S F. [9C_918/2008], E. 4.2.2, und vom
15. Mai 2009 i/S P. [8C_83/2009], E. 4.2.4.2). Der Beschwerdeführer ist also zwar
hinsichtlich der ihm zumutbaren Tätigkeit eingeschränkt, jedoch nicht derart, dass eine
Anstellung nicht mehr als realistisch zu bezeichnen wäre. Zudem ist er immer noch im
Rahmen eines Vollpensums arbeitsfähig. Die Unfallrestfolgen betreffen im Weiteren
einen paarigen und damit grundsätzlich teilweise kompensierbaren Körperteil. Es ist
somit davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer - wenn auch mit gewissen
Schwierigkeiten - ab 1. September 2006 eine seinem Gesundheitsschaden
angepasste, vollzeitige Hilfsarbeit hätte finden und ausüben können.
4.
4.1 Das Valideneinkommen 2006 des Beschwerdeführers von Fr. 61'256.-- blieb als
solches unbestritten und erscheint aufgrund der Akten ausgewiesen. Die Berechnung
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des Invalideneinkommens mit Fr. 54'712.-- anhand der Schweizerischen
Lohnstrukturerhebung 2006 des Bundesamtes für Statistik (LSE; Tabelle TA1 [im
privaten Sektor], Anforderungsprofil 4 für Männer, Sektor 3 Dienstleistungen) auf der
Basis von durchschnittlich 41.6 wöchentlichen Arbeitsstunden blieb ebenfalls
unangefochten und ist als rechtmässig zu bezeichnen (vgl. dazu auch Urteil des EVG
vom 4. April 2003 i/S S. [U 263/01], E. 6.2.2). Streitig ist hingegen der von der
Beschwerdegegnerin vom Tabellenlohn vorgenommene Leidensabzug von 20%. Der
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers betrachtet einen solchen von 25% als
gerechtfertigt.
4.2 Nach der Rechtsprechung ist ein Abzug vom Invalideneinkommen gerechtfertigt,
wenn im Einzelfall Anhaltspunkte dafür bestehen, dass eine versicherte Person, die
gesundheitsbedingt nur noch leichtere Hilfsarbeiten ausführen kann, ihre
Restarbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem
erwerblichem Erfolg zu verwerten in der Lage ist. Zudem können weitere persönliche
und berufliche Merkmale (Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder
Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad) Auswirkungen auf die Lohnhöhe
haben. Der Abzug ist für sämtliche in Betracht fallenden Umstände gesamthaft zu
schätzen und unter Berücksichtigung aller jeweils in Betracht fallenden Merkmale auf
höchstens 25% zu beschränken (BGE 126 V 75). Im vorliegenden Fall sind die
Voraussetzungen für einen maximalen Abzug nicht gegeben. Der von der
Beschwerdegegnerin festgelegte Abzug basiert auf den körperlichen Einschränkungen
des Beschwerdeführers sowie auf dessen Alter und darf damit - auch mit Blick auf die
höchstrichterliche Rechtsprechung - als durchaus angemessen bezeichnet werden
(vgl. Urteile des EVG vom 8. August 2001 i/S K. [I 539/00]; vom 4. April 2003 i/S S. [U
263/01]), insbesondere nachdem auch das fortgeschrittene Alter des
Beschwerdeführers als Kriterium für den Abzug anerkannt wurde (vgl. dazu Erwägung
3.3; Urteil des Bundesgerichts vom 28. Mai 2009 [9C_918/2008] i/S F.; Urteil des EVG
vom 20. Juli 2004 [I 39/04] i/S D.). Weitere einkommensbeeinflussende Merkmale
kommen im konkreten Fall nicht in Betracht. Wenn der Beschwerdeführer angeblich
während 22 Jahren für den gleichen Arbeitgeber gearbeitet hat, muss dies nicht
zwingend negativ, im Sinn einer eingeschränkten Berufserfahrung gesehen werden. Im
Gegenteil kann dies auch positiv gewertet werden, indem nur ein guter und
verlässlicher Arbeiter während einer so langen Zeit beim gleichen Arbeitgeber tätig sein
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kann (Urteil des EVG vom 20. Juli 2004 i/S D. [I 39/04]). Die fachspezifische
Berufserfahrung des Beschwerdeführers rechtfertigt sodann insofern keinen Abzug, als
es beim Beschwerdeführer fortan um die Ausübung einer Hilfsarbeitertätigkeit geht, an
welche im Regelfall - abgesehen von den körperlichen und geistigen Anforderungen -
keine besonderen Ansprüche gestellt wird bzw. eine Einarbeitung möglich sein sollte
und eine Berufserfahrung immer positiv zu werten ist.
4.3 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass es sich beim Abzug von 20%,
gemessen am zulässigen Rahmen von 0 bis 25%, um einen Abzug handelt, welcher
den im vorliegenden Fall wirkenden behinderungsbedingten Verdiensteinbussen
angemessen Rechnung trägt. Dem Valideneinkommen von Fr. 61'256.-- steht damit ein
Invalideneinkommen von Fr. 43'770.-- gegenüber, woraus eine Erwerbseinbusse von
Fr. 17'486.-- bzw. der im angefochtenen Einspracheentscheid ermittelte
Invaliditätsgrad von 29% resultiert.
5.
5.1 Umstritten ist schliesslich noch die Höhe der dem Beschwerdeführer
zugesprochenen Integritätsentschädigung. Die Beschwerdegegnerin legte im
angefochtenen Einspracheentscheid die diesbezüglichen rechtlichen Grundlagen
zutreffend dar (Erwägung 4); darauf kann verwiesen werden. Die von der
Beschwerdegegnerin festgesetzte Integritätsentschädigung basiert auf der
kreisärztlichen Beurteilung des Integritätsschadens von Dr. B._ vom 22. Mai 2006.
Dieser erachtet bei der verbliebenen Bewegungs- und Belastungseinschränkung mit
Greiffunktionsstörung bei inkomplettem Faustschluss und Sensibilitätsstörungen der
rechten Hand in Analogie zur Suva-Feinrastertabelle 3 für einfache oder kombinierte
Finger-, Hand- und Armverluste den Zustand hälftig zu einem Handverlust als gegeben,
womit nebst der Funktionseinschränkung auch die Narbenverhältnisse berücksichtigt
seien (Suva-act. 48; Feinrastertabelle 3 siehe unter https://wwwsapp1.suva.ch/sap/
public/bc/its/mimes/zwaswo/99/pdf/02870_03_d.pdf).
5.2 Zunächst ist festzuhalten, dass der von der Beschwerdegegnerin festgelegte
Wert des Integritätsverlustes von 20% richtigerweise nur die Unfallfolgen der
Handverletzung berücksichtigt. Die Oberarmschmerzen können, da nicht natürlich
https://wwwsapp1.suva.ch/sap/public/bc/its/mimes/zwaswo/99/pdf/02870_03_d.pdf https://wwwsapp1.suva.ch/sap/public/bc/its/mimes/zwaswo/99/pdf/02870_03_d.pdf
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kausal, von vornherein nicht einbezogen werden (vgl. Erwägung 2). Dr. B._ legte
damit seiner Einschätzung des Integritätsschadens die Suva-Feinrastertabelle 3 und
nicht auch die Feinrastertabelle 1 für Funktionsstörungen an den oberen Extremitäten
zu Grunde. Nach der Skala der Integritätsentschädigung im Anhang 3 zur Verordnung
über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) wird der Verlust einer Hand - sowohl der
rechten als auch der linken - mit je 40% bewertet (vgl. auch Ziff. 43 der Suva-
Feinrastertabelle 3). In Relation zu den von Dr. B._ erhobenen Unfallrestfolgen, die in
keiner Weise mit einem Verlust einer Hand vergleichbar sind, ist deshalb die mit 20%,
hälftig zu einem Handverlust, erfolgte Einschätzung des aus dem Unfall resultierenden
Integritätsschadens insgesamt als sachgerecht zu bezeichnen. Die vom
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers erhobenen Einwände gegen die kreisärztliche
Einstufung des Integritätsschadens bezüglich der rechten Hand geben keinen
konkreten Anlass für eine Korrektur. Wie in Erwägung 3.2 dargelegt, handelt es sich
beim Beschwerdeführer nicht um einen funktionalen Einhänder. Vielmehr bleibt seiner
rechten Hand mehr als Zudienung möglich. Auch der Vergleich mit dem für den Verlust
eines Daumens festgelegten Wert von 20% (Anhang 3 zur UVV; Suva-Feinrastertabelle
3, Ziff. 2-4) ist zulässig bzw. vermag keinen sachlichen Fehler mit Bezug auf die
kreisärztliche Beurteilung zu begründen. So geht die Behinderung des
Beschwerdeführers zumindest nicht wesentlich weiter als eine Behinderung durch den
Verlust des Daumens. Dies zumal der Daumen für die Greiffunktion besonders wichtig
ist, da er gegen die übrigen Finger gestellt werden kann (vgl. A. Debrunner, a.a.O., S.
759). Beim Beschwerdeführer besteht zwar zwischen dem Daumen und dem MCP Dig.
V eine Sperrdistanz von 2.5 cm. Die übrige Beweglichkeit des Daumens der rechten
Hand weicht indessen nicht stark von der Beweglichkeit des Daumens der linken Hand
ab. Auch die kreisärztlichen Funktionsübungen vom 27. Februar 2006 (Einsatz von
Kraft beim Greifen und Heben) entsprechen letztlich dieser Einschätzung. Die
Bewertung des Integritätsschadens mit 20% unter Berücksichtigung der verbliebenen
Funktion aller fünf Finger erscheint insgesamt, d.h. im Vergleich zum Skalen- bzw.
Tabellenwert eines Daumenverlustes, durchaus ausgewogen und den Umständen des
konkreten Falls angemessen. Die im Einspracheentscheid vom 28. November 2008
zugesprochene Integritätsentschädigung basierend auf einem Integritätsschaden von
20% ist somit nicht zu beanstanden und die Beschwerde ist auch in diesem Punkt
abzuweisen.
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6.
Die Beschwerde ist mithin abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61
lit. a des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
[ATSG; SR 830.1]). Zufolge der am 4. Februar 2009 bewilligten Rechtsverbeiständung
hat der Staat den Rechtsbeistand des Beschwerdeführers in Anwendung von Art. 31
des Anwaltsgesetzes (sGS 963.70) zu entschädigen (Art. 61 lit. f ATSG). Wenn es die
wirtschaftlichen Verhältnisse des Beschwerdeführers gestatten, kann er zur
Nachzahlung der Auslagen für die Vertretung und der vom Staat entschädigten
Parteikosten verpflichtet werden (Art. 288 Abs. 1 ZPG [sGS 961.2] i.V.m. Art. 99 Abs. 2
VRP [sGS 951.1]). Für das vorliegende Verfahren erscheint eine Parteientschädigung
von Fr. 2'800.-- (80% der in vergleichbaren Fällen ordentlicherweise zugesprochenen
Entschädigungspauschale von Fr. 3'500.--) einschliesslich Barauslagen und
Mehrwertsteuer dem erforderlichen Aufwand angemessen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG