Decision ID: 6a56e04d-5874-427c-aa6a-811119556845
Year: 2009
Language: de
Court: CH_BSTG
Chamber: CH_BSTG_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: penal_law

Sachverhalt:
A. Die Bundesanwaltschaft eröffnete am 26. November 2004 ein  Ermittlungsverfahren gegen A. wegen des Verdachts des  Nachrichtendienstes gemäss Art. 273 Abs. 1 StGB sowie der Verletzung des Fabrikations- und Geschäftsgeheimnisses gemäss Art. 162 StGB (Akten BA EAI/7/04/1318, pag. 1.2-001). Am 26. Oktober 2005  das Eidgenössische Untersuchungsrichteramt (nachfolgend „“) gegen A. die Voruntersuchung, wobei das Verfahren auf den Tatbestand von Art. 273 Abs. 2 StGB ausgedehnt wurde (Akten BA EAI/7/04/1318, pag. 1.2-004). Der Abschluss der Voruntersuchung erfolgte am 21. Januar 2008 (Akten BA/7/04/1318, pag. 24-001 ff.).
B. Im Rahmen des Ermittlungsverfahrens erliess die Bundesanwaltschaft in
Anwendung von Art. 44 ff. BStP am 2. Dezember 2004 einen Haftbefehl gegen A., worauf dieser gleichentags inhaftiert wurde (Akten BA EAI/7/04/1318, pag. 6-0001 f.). Aufgrund einer zweiseitigen Lungenembolie wurde A. am 15. Dezember 2004 auf die Bewachungsstation des  Bern verlegt (Akten BA EAI/7/04/1318, pag. 6-0095). Unter Anordnung von Ersatzmassnahmen wurde er darauf am 21. Dezember 2004 aus der Haft entlassen (Akten BA EAI/7/04/1318, pag. 6-0103 ff.). Nach der  wurde A. mehrmals von den Untersuchungsbehörden zu  vorgeladen.
C. Am 30. Juni 2008 erliess die Bundesanwaltschaft eine Verfügung mit dem
Titel „Teileinstellung, Einziehung, Herausgabe sowie Vereinigung“. Darin wurde das Verfahren bezüglich des Vorwurfs gemäss Art. 273 Abs. 1 StGB eingestellt. Die Vorwürfe gemäss Art. 273 Abs. 2 und Art. 162 StGB wurden den Strafverfolgungsbehörden des Kantons St. Gallen zur weiteren  und Beurteilung übertragen. Daneben wurde u. a. verfügt, A. habe für zwei Drittel der Verfahrenskosten aufzukommen (Akten SG/1).
Die von A. gegen diese Verfügung erhobene Beschwerde (act. 2.2) hiess die I. Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts mit Entscheid BB.2008.59 vom 13. Oktober 2008 teilweise gut und hob die zu Lasten des A. verfügte Kostenauflage auf. Die Bundesanwaltschaft wurde verpflichtet, A. für das Beschwerdeverfahren eine Parteientschädigung von Fr. 750.-- (inkl. MwSt.) auszurichten.
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D. Am 20. Februar 2009 stellte die Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen mittels Aufhebungsverfügung das Verfahren gegen A. betreffend  des Fabrikations- oder Geschäftsgeheimnisses (Art. 162 Abs. 1 StGB) und Verrat von Wirtschafts- und Fabrikationsgeheimnissen i. S. von Art. 273 Abs. 2 StGB ein (act. 2.1).
In der Aufhebungsverfügung wird in Ziffer 3 des Dispositivs festgehalten, dass A. für seine private Verteidigung mit Fr. 600.-- entschädigt werde.  diese Verfügung ist kein Rechtsmittel ergriffen worden.
E. Mit Eingabe vom 4. März 2009 gelangte A. an die Bundesanwaltschaft und
ersuchte um Ausrichtung einer Entschädigung infolge Einstellung des  in der Höhe von Fr. 104'551.-- (act. 1). Die Bundesanwaltschaft übermittelte anschliessend das Begehren mitsamt ihrer Stellungnahme vom 26. März 2009 an die I. Beschwerdekammer (act. 2).
Die Replik von A. datiert vom 7. Mai 2009, wurde jedoch gemäss dem Poststempel am 8. Mai 2009 und somit nach Ablauf der hierzu  Frist der Post übergeben (act. 10). Die in der Replik enthaltenen  sind somit grundsätzlich unbeachtlich. Soweit jedoch in diesem Schreiben den Ausführungen der Bundesanwaltschaft zugestimmt wird, werden aus verfahrensökonomischen Gründen die betreffenden  als nicht mehr strittig erachtet. Die Replik wurde der  am 11. Mai 2009 zur Kenntnis gebracht (act. 11).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Akten wird,  erforderlich, in den folgenden rechtlichen Erwägungen Bezug .

Die I. Beschwerdekammer zieht in Erwägung:
1. 1.1 Die Zuständigkeit der I. Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts zum
Entscheid über Entschädigungsbegehren ergibt sich aus Art. 122 Abs. 3 BStP i.V.m. Art. 28 Abs. 1 lit. b SGG und Art. 9 Abs. 2 des Reglements vom 20. Juni 2006 für das Bundesstrafgericht (SR 173.710). Das Eintreten der I. Beschwerdekammer auf ein Entschädigungsgesuch setzt voraus, dass das Strafverfahren oder das Ermittlungsverfahren mittels eines formellen Einstellungsentscheides eingestellt wurde (Entscheide des Bundesstrafge-
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richts BK.2008.3 vom 20. Februar 2008; BK.2006.2 vom 10. März 2006, E. 1.2). Fristerfordernisse bestehen demgegenüber im  nach dem Bundesstrafprozess keine.
1.2 Angesichts der formellen (Teil-)Einstellungsverfügung der Gesuchsgegne-
rin vom 30. Juni 2008 (Akten BA SG/1) und der Aufhebungsverfügung der Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen (act. 2.1) sind die  bezüglich des vorliegenden Gesuchs erfüllt. Auf das  ist demnach einzutreten.
2. 2.1 2.1.1 Gemäss Art. 122 Abs. 1 BStP ist dem Beschuldigten, gegen den die Unter-
suchung eingestellt wird, auf Begehren eine Entschädigung für die  und für andere Nachteile, die er erlitten hat, auszurichten.  gewisse objektive Schwere der Untersuchungshandlung und ein durch diese bewirkter erheblicher Nachteil, der vom Ansprecher zu substanziieren und zu beweisen ist, bilden in diesem Zusammenhang die nötigen  für einen Entschädigungsanspruch (BGE 107 IV 155 E. 5 m.w.H.; vgl. auch 117 IV 209 E. 4b S. 218; TPF 2008 160 E. 3.1).
Als „andere Nachteile“ im Sinne von Art. 122 Abs. 1 BStP gelten  auch die dem Beschuldigten entstandenen Verteidigungskosten, wenn der Beizug des Verteidigers zulässig war – was bei einem  Ermittlungsverfahren und einer eidgenössischen Voruntersuchung gemäss Art. 35 Abs. 1 BStP zu jedem Zeitpunkt der Fall ist – und wenn die Kosten unmittelbar durch das Verfahren bedingt und aus Vorkehren  sind, die sich bei sorgfältiger Interessenwahrung als geboten  oder doch in guten Treuen verantworten lassen (BGE 115 IV 156 E. 2c S. 159; Entscheid des Bundesstrafgerichts BK.2005.4 vom 19.  2006, E. 2.2 m.w.H.).
Der Anspruch auf Entschädigung umfasst neben einer Entschädigung für die Untersuchungshaft und die Verteidigungskosten auch alle wesentlichen materiellen Schadenselemente, namentlich Erwerbsausfall, Reisekosten und auch weitere Auslagen (HAUSER/SCHWERI/HARTMANN,  Strafprozessrecht, 6. Aufl., Basel 2005, S. 570 N. 5; PIQUEREZ, Traité de procédure pénale suisse, 2. Aufl., Genf/Zürich/Basel 2006, N. 1558 ff.; SCHMID, Strafprozessrecht, 4. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2004, N. 1220). Nicht zu entschädigen sind demgegenüber überflüssige,  oder übermässige, d.h. unverhältnismässig hohe Aufwendungen, wo-
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bei auf die Verhältnisse im Zeitpunkt des Verteidigerbeizugs bzw. der  Rechtsvorkehr abzustellen ist (BGE 115 IV 156 E. 2d; Entscheid des Bundesstrafgerichts BK.2005.4 vom 19. Dezember 2006, E. 2.2 m.w.H.). Zur Berechnung des nebst den Verteidigungskosten entstandenen weiteren Schadens sind die Bestimmungen des Zivilrechts per analogiam . Der Schaden ist zu substanziieren und zu beweisen. Der nicht  nachweisbare Schaden ist nach Ermessen des Richters mit Rücksicht auf den gewöhnlichen Lauf der Dinge und auf die vom  getroffenen Massnahmen abzuschätzen (TPF 2008 160 E. 3.1).
2.1.2 Die Entschädigung kann verweigert werden, wenn der Beschuldigte die  durch ein verwerfliches oder leichtfertiges  verschuldet oder erschwert hat (Art. 122 Abs. 1 Satz 2 BStP). Dabei handelt es sich nicht um eine Haftung für ein strafrechtliches Verschulden, sondern um eine den zivilrechtlichen Grundsätzen angenäherte Haftung für ein fehlerhaftes Verhalten, durch das die Einleitung oder Erschwerung  Strafuntersuchung verursacht wurde (BGE 119 Ia 332 E. 1b unter  auf den Grundsatzentscheid BGE 116 Ia 162 E. 2c S. 168 ff.; vgl. zum Ganzen auch SCHMID, a.a.O., N. 1206 ff.; HAUSER/SCHWERI/ HARTMANN, a.a.O., S. 564 N. 17 ff.). In Anlehnung an die Regelung in Art. 41 Abs. 1 OR bedarf es für die Verweigerung der Entschädigung eines widerrechtlichen Verhaltens, welches natürliche und adäquate Ursache für die Einleitung oder Erschwerung des Strafverfahrens bildete und zudem schuldhaft gewesen sein muss (Entscheid des Bundesstrafgerichts BK_K 005/04 vom 6. Juli 2004, E. 4.1; siehe auch Art. 430 Abs. 1 lit. a der noch nicht in Kraft getretenen Schweizerischen Strafprozessordnung vom 5. Oktober 2007). Widerrechtlich im Sinne von Art. 41 Abs. 1 OR ist ein Verhalten dann, wenn es gegen Normen verstösst, die direkt oder indirekt Schädigungen untersagen bzw. ein Schädigungen vermeidendes Verhalten vorschreiben. Solche Verhaltensnormen ergeben sich aus der Gesamtheit der schweizerischen Rechtsordnung (nur diese kommt in Frage; vgl. SCHMID, a.a.O., N. 1206 Fn. 38), unter anderem aus Privat-, Verwaltungs- und Strafrecht, gleichgültig, ob es sich um eidgenössisches oder , geschriebenes oder ungeschriebenes Recht handelt (BGE 119 Ia 332 E. 1b; 116 Ia 162 E. 2c S. 169 m.w.H.), und können ihren Ursprung auch in vom Bund abgeschlossenen Staatsverträgen haben (Entscheide des  BK.2005.4 vom 19. Dezember 2006, E. 2.4; BK_K 005/04 vom 6. Juli 2004, E. 4.2.1 m.w.H.).
Die I. Beschwerdekammer hat sich bei ihrem Entscheid zur Ausrichtung oder Verweigerung einer Entschädigung auf unbestritten gebliebene oder klar erstellte Tatsachen zu stützen (vgl. Urteil des Bundesgerichts
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1P.212/2006 vom 10. April 2007, E. 2.2.1 m.w.H.). Sie ist dabei auch nicht an die gestellten Anträge gebunden. Sie kann eine Entschädigung , selbst wenn seitens der Bundesanwaltschaft die Gutheissung  wird (Entscheide des Bundesstrafgerichts BK.2006.6 vom 19. Juni 2007, E. 2.3; BK_K 003/04 vom 6. Juli 2004, E. 3.1; jeweils m.w.H.).
2.2 In ihrem Entscheid BB.2008.59 vom 13. Oktober 2008 (vgl. dort E. 5.3) kam die I. Beschwerdekammer zum Schluss, dass ein qualifiziert  und zudem rechtsgenüglich nachgewiesener Sachverhalt, welcher eine Kostenauflage an den Gesuchsteller gestützt auf Art. 246bis Abs. 2 lit. a BStP rechtfertigen würde, nicht dargetan sei. Nachdem sich den nun  Akten nichts entnehmen lässt, was zu einer diesbezüglich  Beurteilung führen würde, besteht auch kein Grund, die dem Gesuchsteller grundsätzlich zustehende Entschädigung gestützt auf Art. 122 Abs. 1 Satz 2 BStP zu verweigern.
2.3 2.3.1 Vorliegend befand sich der Gesuchsteller während 20 Tagen in Untersu-
chungshaft, was gestützt auf Art. 122 Abs. 1 Satz 1 BStP einen  auslöst. Infolge der mittlerweile erfolgten vollumfänglichen Verfahrenseinstellung hat sich diese Inhaftierung als ungerechtfertigt . Angesichts der relativ kurzen Haftdauer sowie der erhöhten  des Gesuchstellers aufgrund seiner während der  erlittenen Krankheit erscheint eine Haftentschädigung in der Höhe von Fr. 200.-- pro Tag als angemessen (vgl. hierzu Urteil des Bundesgerichts 6B_215/2007 vom 2. Mai 2008, E. 6, und TPF 2007 104 E. 3.2). Die Frage, ob die Inhaftierung des Gesuchstellers für dessen Erkrankung ursächlich gewesen ist, ist diesbezüglich nicht von Relevanz. Unbestritten ist die , dass der Gesuchsteller während seiner Inhaftierung aufgrund seiner Erkrankung ins Spital verlegt werden musste. Für die Annahme einer  Haftempfindlichkeit genügt dies.
2.3.2 Im Zusammenhang mit seiner Erkrankung fordert der Gesuchsteller zudem
die Entschädigung für Kosten eines Krankentransports und für den von ihm getragenen Anteil an den Krankheitskosten (Schadenspositionen 5 und 6 des Entschädigungsgesuchs, act. 1). Für den Krankentransport macht der Gesuchsteller gemäss beigelegtem Nachweis Fr. 265.45 zuzüglich Zinsen geltend (act. 1.3 und act. 10, Ziff. 4); für die Krankenkassen-Auslagen Fr. 494.30 zuzüglich Zinsen (act. 10, S. 3 f.). Anders als im vorgeprüften Punkt spielen für den Zuspruch einer Entschädigung bezüglich dieser Schadenspositionen Überlegungen zur Kausalität eine Rolle. Beim  von zwei sich bezüglich der Ursächlichkeit der Inhaftierung des Ge-
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suchstellers für dessen Erkrankung widersprechenden Arztberichten (act. 1.1 und Akten BA EAI/7/04/1318, pag. 19-1-0003) erscheint es , demjenigen ärztlichen Bescheid die höhere Glaubhaftigkeit , welcher in unmittelbarer zeitlicher Nähe zur Erkrankung des  ausgestellt wurde. Demnach ist die natürliche und adäquate Kausalität zwischen der Inhaftierung und der Erkrankung des  nicht rechtsgenüglich nachgewiesen. Ein entsprechender  des Gesuchstellers hinsichtlich der geltend gemachten Krankentransport- und Krankenkassenkosten entfällt somit.
2.4 Der Gesuchsteller fordert in seinem Gesuch eine Entschädigung für seine
Anwaltskosten in der Höhe von Fr. 37'252.-- gemäss Honorarnote ( 2 des Entschädigungsgesuches, act 1; act. 1.2), nimmt im Rahmen seiner Replik jedoch sinngemäss unter teilweiser Zustimmung zu den Ausführungen der Gesuchsgegnerin partiell Abstand von seiner  Forderung. Im Folgenden soll – ausgehend von der  Honorarnote – kurz dargestellt werden, inwieweit dem  unter dem Titel Anwaltshonorar tatsächlich ein Entschädigungsanspruch zusteht.
2.4.1 Die Verordnung vom 22. Oktober 2003 über die Kosten der Bundesstraf-
rechtspflege (SR 312.025) enthält keine Bestimmungen über die , weshalb es nach ständiger Praxis als sachgerecht , zur Bemessung des Honorars das Reglement vom 26. September 2006 über die Entschädigungen in Verfahren vor dem Bundesstrafgericht (SR 173.711.31) anzuwenden (vgl. zuletzt u. a. Entscheide des  BK.2009.4 vom 22. Juni 2009, E. 4.4.3; BK.2008.13 vom 17. Februar 2009, E. 2.1; BK.2008.7 vom 19. November 2008, E. 2.1). Das Reglement sieht in Art. 3 Abs. 1 einen Stundenansatz von mindestens Fr. 200.-- und höchstens Fr. 300.-- vor. Die Anwaltskosten umfassen nebst dem Honorar auch den Ersatz der notwendigen Auslagen, namentlich für Reise-, Verpflegungs-, Unterkunftskosten, Porti und Telefonspesen (vgl. Art. 2 Abs. 1 des Reglements).
2.4.2 Vorab zu bemerken ist, dass der beantragte Stundensatz von Fr. 230.--
(exkl. MwSt.) für die Arbeiten des Verteidigers des Gesuchstellers  zu kürzen ist. Stundenansätze in der geforderten Höhe werden nach der Praxis des Bundesstrafgerichts lediglich bei Verfahren mit  hoher Komplexität evtl. sogar noch Mehrsprachigkeit  (vgl. Entscheid des Bundesstrafgerichts BK.2008.13 vom 17. Februar 2009, E. 2.2 m.w.H.). Unter Berücksichtigung der tatsächlichen und  Schwierigkeiten des vorliegenden Falles, welche nicht als überdurch-
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schnittlich zu werten sind, erscheint ein Stundenansatz von Fr. 220.-- für die geleistete Arbeit als angemessen. Der vom Gesuchsteller geltend  Stundenansatz ist dementsprechend herabzusetzen.
2.4.3 Die Honorarnote (act. 1.2) ist zudem hinsichtlich der Fakturierung der vom
juristischen Mitarbeiter des Verteidigers geleisteten Arbeiten fehlerhaft. Obwohl in den Detailangaben unter diesem Aspekt lediglich 11 Stunden aufgeführt sind, werden insgesamt deren 13 Stunden in Rechnung gestellt. Die Anzahl der zu berücksichtigenden Stunden ist entsprechend zu kürzen.
2.4.4 Vom 14. Juni 2007 bis und mit 3. September 2007 finden sich zudem Ar-
beiten sowie dazugehörige Auslagen in der Honorarnote, welche sich auf das Beschwerdeverfahren BB.2007.40 und BB.2007.41 beziehen. In  Zusammenhang mit dem Beschwerdeverfahren BB.2008.59 stehen weiter die Arbeiten und die dazugehörigen Auslagen vom 11. bis und mit 18. September 2008. Die entsprechenden Aufwendungen können praxisgemäss nicht mittels eines Entschädigungsbegehrens gestützt auf Art. 122 BStP geltend gemacht werden. Die entsprechenden Verfahren weisen gegenüber dem gerichtspolizeilichen Ermittlungsverfahren und der Voruntersuchung eigenständige Bedeutung auf und die diesbezüglichen Kosten und Entschädigungen werden mit den entsprechenden  abschliessend liquidiert (vgl. diesbezüglich Entscheid des Bundesstrafgerichts BK.2008.11 vom 6. Februar 2009, E. 2.3.3 m.w.H.). Diese mit den erwähnten Beschwerdeverfahren im Zusammenhang  Aufwendungen sind daher bei der Bestimmung des  des Gesuchstellers nicht zu berücksichtigen.
2.4.5 Die vom 18. November 2008 bis und mit 10. Februar 2009 in Rechnung
gestellten Arbeiten und Auslagen beziehen sich demgegenüber auf die Verteidigung des Gesuchstellers im Rahmen des von den  des Kantons St. Gallen geführten Verfahrens. Die  Entschädigung des Gesuchstellers für seinen privaten Verteidiger wurde mittels Aufhebungsverfügung der Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen festgesetzt (act. 2.1). Entsprechende Posten können im Rahmen des Entschädigungsanspruchs gemäss Art. 122 BStP nicht mehr  werden.
2.4.6 Die ausgewiesenen Aufwendungen im Zusammenhang mit der Vorberei-
tung und der Stellung des vorliegenden Entschädigungsbegehrens sind ebenfalls nicht gestützt auf Art. 122 BStP, sondern nachfolgend bei der Festlegung der Entschädigung für das vorliegende Verfahren zu  (vgl. hierzu unten stehende E. 5.2).
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2.4.7 Da der Gesuchsteller im Ausland wohnhaft ist, unterliegen die anwaltlichen Leistungen gemäss dem Empfängerortsprinzip zudem nicht der  (Art. 5 lit. b i.V.m. Art. 14 Abs. 3 lit. c des Bundesgesetzes vom 2. September 1999 über die Mehrwertsteuer [Mehrwertsteuergesetz, MWSTG; SR 641.20]; Entscheid des Bundesstrafgerichts BK.2006.10 vom 30. August 2006, E. 3.3).
2.4.8 Unter Berücksichtigung der vorstehenden Korrekturen beläuft sich die zu-
zusprechende Entschädigung für den privaten Verteidiger des  auf insgesamt Fr. 21'822.-- (Honorar 92.15 Stunden à Fr. 220.--,  Fr. 20'273.--; Honorar 11 Stunden à Fr. 115.--, ausmachend Fr. 1'265.--; Fr. 27.-- Portospesen; Fr. 53.10 für Kopien; Fr. 124.-- ; Fr. 79.90 übrige Spesen].
2.5 Der Gesuchsteller fordert ferner auch die Vergütung der Kosten, welche ihm im Zusammenhang mit den in Bern durchgeführten Einvernahmen nach seiner Haftentlassung erwachsen seien (vgl. dazu  3, 4[a], 4[b], 11a des Entschädigungsgesuches, act. 1). Insgesamt musste der Gesuchsteller fünf Termine in Bern wahrnehmen (act. 2, S. 5). Der Gesuchsteller verlangt diesbezüglich eine Entschädigung für die  (Kraftstoff, Autobahnvignette), für die Zeit der Einvernahme, den damit verbundenen Erwerbsausfall, und für die Vorbereitung zu den . Für die fünf Fahrten nach Bern sind dem Gesuchsteller je 1'300 km à Fr. 0.80 zu vergüten; insgesamt also Fr. 5'200.-- ([1'300 x 0.80] x 5).  zu vergüten sind dem Gesuchsteller vier Autobahnvignetten à Fr. 40.-- für die Jahre 2005 bis 2008 (total Fr. 160.--).
Bezüglich des angeblich erlittenen Erwerbsausfalles wegen der  in Bern lässt der Gesuchsteller klare Belege seines Einkommens für diese Zeitperiode sowie Belege dafür, dass er für die  nicht von der Arbeit freigestellt wurde, vermissen. In diesem Sinne kann dem Gesuchsteller unter dem Titel Erwerbsausfall keine  zugesprochen werden.
Das Begehren um Entschädigung der Kosten, welche für die Vorbereitung der Einvernahmen notwendig gewesen sein sollen, ist ebenfalls nicht  begründet und aus diesem Grund abzuweisen.
2.6 Eine Entschädigung wird überdies für Telefonkosten über ein Mobiltelefon in die Schweiz geltend gemacht (Schadensposition 10 des , act. 1). Der entsprechenden Schadensposition fehlt es
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aber ebenso an einer rechtsgenüglichen Substanziierung bzw. einem  Nachweis, weshalb dieser Antrag abgewiesen werden muss.
2.7 Zum Schluss werden noch Kosten geltend gemacht, die mit Direkteingaben
an Behörden im Zusammenhang stehen (Schadensposition 11b des , act. 1). Dieser Aufwand ist ebenfalls nicht  substanziiert und aus diesem Grund nicht zu vergüten.
3. Nach dem Gesagten steht dem Gesuchsteller gestützt auf Art. 122 Abs. 1
BStP eine Entschädigung von insgesamt Fr. 31'182.-- zu (Genugtuung für ausgestandene Untersuchungshaft von Fr. 4'000.--; Entschädigung für  von Fr. 21'822.-- und für Fahrspesen von Fr. 5360.--).
4. Der Gesuchsteller macht für die einzelnen Schadenspositionen zudem ei-
nen Zins von 5 % geltend (Art. 73 OR). Beim Schadenersatz wird der Schadenszins mit dem Eintritt des den Schaden begründenden Ereignisses fällig (BREHM, Berner Kommentar, 2. Aufl., N. 97 zu Art. 41 OR).  der Genugtuungsleistung sowie für die Schadenersatzzahlung ist für die Berechnung des Beginns des Zinsanspruches grundsätzlich auf den mittleren Verfall abzustellen (Entscheid des Bundesstrafgerichts BK.2006.5 vom 31. Mai 2007, E. 7). Hinsichtlich der Genugtuungsleistung für die  Untersuchungshaft beantragt der Gesuchsteller selber jedoch den Zuspruch von Zins seit 1. Januar 2005, mithin ab einem um wenig  Zeitpunkt als demjenigen des mittleren Verfalls, berechnet anhand der Dauer der Untersuchungshaft. Für die übrigen Schadenspositionen ist auf den mittleren Verfall, berechnet anhand der Dauer der durch die  Strafverfolgungsbehörden geführten Strafuntersuchung . Als solcher gilt für die Zeit vom 26. November 2004 (Eröffnung) bis 30. Juni 2008 (Teileinstellung bzw. Delegation an den Kanton St. Gallen Einstellung) somit der 13. September 2006. Der Gesuchsteller hat  auf einen Schadenszins zu 5% auf Fr. 4'000.-- seit 1. Januar 2005 sowie zu 5 % auf Fr. 27'182.-- seit 13. September 2006.
5. 5.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Gesuchsteller aufgrund seines
nur teilweisen Obsiegens eine reduzierte Gerichtsgebühr zu tragen (Art. 245 Abs. 1 BStP i.V.m. Art. 66 Abs. 1 BGG). Diese wird in Anbetracht dessen, dass bei einem Streitwert wie dem vorliegenden insgesamt von  Gerichtsgebühr von Fr. 4'000.-- auszugehen ist, auf Fr. 2’000.-- festge-
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setzt (Art. 245 Abs. 2 BStP und Art. 3 des Reglements vom 11. Februar 2004 über die Gerichtsgebühren vor dem Bundesstrafgericht; SR 173.711.32) und mit dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 4’000.-- verrechnet. Die Bundesstrafgerichtskasse ist anzuweisen, dem  Fr. 2'000.-- zurückzuerstatten.
5.2 Der Aufwand des Rechtsvertreters für das vorliegende Verfahren wurde bei
der Bemessung der Entschädigung gemäss Art. 122 BStP noch nicht  (vgl. vorstehende E. 2.4.6). Die Gesuchsgegnerin hat demnach den Gesuchsteller im Umfang seines teilweisen Obsiegens für das  Verfahren mit Fr. 500.-- (inkl. Auslagen) zu entschädigen (Art. 245 Abs. 1 BStP i.V.m. Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG).
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