Decision ID: 9afdba66-61a9-4e64-a2e2-47b11672dc9d
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Die 1961 geborene
X._
meldete sich am 1
2.
März 2002 – unter Hin
weis auf chronische Rückenschmerzen – bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Bezug von Rentenleistungen an (
Urk.
8/3). Die IV-Stelle traf daraufhin medizinische und erwerbliche Abklärungen und sprach ihr mit Verfügung
vom 24. September 2002 eine halbe Rente der Invalidenver
sicherung mit Wirkung ab 1. Januar 2002 zu (
Urk.
8/19 und Urk.
8/94).
Im Rahmen des Ende April 2003 von Amtes wegen initiierten Revisionsverfahrens (
Urk.
8/22) liess die Verwaltung die Versicherte am 3. März 2004 von
Dr.
med.
Y._
, Fachärztin FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, psychiatrisch untersuchen (vgl. Expertise vom 9. März 2004 [
Urk.
8/34]). Daraufhin erhöhte
sie die Rente mit Verfügung vom 1. April 2004 mit Wirkung ab 1. August 2003 auf eine ganze Rente
(
Urk.
8/38). Diese bestätigte sie in der Folge anlässlich der
in den Jahren 2007 und 2010 (Urk. 8/41 und
Urk.
8/47)
durchgeführten or
dentlichen
Revisionsverfahren mit Mitteilungen vom 24. April 2007 und 8. Juli 2010 (
Urk.
8/45 und
Urk.
8/55).
Im Rahmen eines weiteren, von Amtes wegen im Juni 2013 eingeleiteten
Revisi
onsverfahren
s
holte die IV-Stelle Berichte der behandelnden Ärzte ein (
Urk.
8/
61-62 und
Urk.
8/66-67) und liess die Versicherte am 25. Februar und 3. März 2014 von den Ärzten der
Z._
polydisziplinär begutachten (Expertise vom 16. Juli 2014 [
Urk.
8/75]). Mit Vorbescheid vom 11. September 2014 stellte die Verwal
tung die Einstellung der Rente per Ende des auf die Zustellung des Entscheids folgenden Monats in Aussicht (
Urk.
8/76). Daran hielt sie
– auf Einwand von
X._
hin (
Urk.
8/78, 8/82
und 8/86) – mit Verfügung vom 30. Januar 2015 fest (
Urk.
8/92 =
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob die Versicherte mit Eingabe
vom
2.
März 2015 Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei ihr weiterhin eine ganze Invalidenrente auszurichten. In prozessualer Hinsicht ersuchte sie um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung (
Urk.
1 S. 2). Mit
Beschwer
deantwort
vom 21. April 2015 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Be
schwerde (
Urk.
7), was der Beschwerdeführerin am 29. April 2015 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
12).
3.
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, so
weit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingega
n
gen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]
).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG]
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1.3
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 11. Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revisi
onsgrund
im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Ein
spracheentscheid
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71
E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hin
weisen).
1.4
Im Rahmen der Rechtsanwendung von Amtes wegen hat das
Sozialversiche
-
rungs
gericht
auf den festgestellten Sachverhalt jenen Rechtssatz anzuwenden, den es als den zutreffenden ansieht, und ihm auch die Auslegung zu geben, von der es überzeugt ist. Das Gericht hat sich nicht darauf zu be
schränken, den Streitgegenstand bloss im Hinblick auf die von den Parteien aufgeworfenen Rechtsfragen zu überprüfen. Es kann eine Beschwerde gutheis
sen oder abweisen aus anderen Gründen als von der Beschwerde führenden Partei vorgetragen oder von der Vorinstanz erwogen (BGE 122 V 34 E. 2b).
In der Rechtsanwendung von Amtes wegen ist die Substitution der Motive inbe
griffen, vermittelst derer das Gericht eine im Ergebnis richtige, aber falsch be
gründete Verfügung mit anderen rechtlichen Überlegungen bestätigt (BGE 116 V 23, 105 V 198 E. 1a).
1.5
Nach
lit
. a Abs. 1 der am 1. Januar 2012 in Kraft getretenen
Schlussbestimmun
gen
der Änderung vom 18. März 2011 des IVG (6. IV-Revision, erstes
Mass
nahmenpaket
; kurz:
lit
. a Abs. 1
SchlB
IVG 6. IV-Revision
) werden Renten, die bei
pathogenetisch
-ätiologisch unklaren
syndromalen
Beschwerdebildern ohne nachweisbare organische Grundlage gesprochen wurden, innerhalb von drei Jahren nach Inkrafttreten dieser Änderung überprüft. Sind die Voraussetzungen nach Artikel 7 ATSG nicht erfüllt, so wird die Rente herabgesetzt oder aufgeho
ben, auch wenn die Voraussetzungen von Artikel 17 Absatz 1 ATSG nicht er
füllt sind. Diese Bestimmung ist verfassungs- und EMRK-konform (BGE 139 V 547 E. 3).
Die in
lit
. a Abs. 1
SchlB
6. IV-Revision
vorgesehene Rentenherabsetzung bezie
hungsweise -aufhebung ist nicht auf vor dem 1. Januar 2008 zugesprochene Renten beschränkt. Erging die fragliche
Rentenzusprache
aber bereits in Be
achtung der jeweils relevanten Rechtsprechung zu
pathogenetisch
-ätiologisch unklaren
syndromalen
Beschwerdebildern ohne nachweisbare organische Grundlage, bleibt kein Raum für ein Rückkommen unter dem Titel der
Schluss
bestimmung
(BGE 140 V 8 E. 2).
Laufende Renten sind vom Anwendungsbereich von
lit
. a Abs. 1
SchlB
zur
6. IV-Revision nur ausgenommen, wenn und soweit sie auf erklärbaren Beschwer
den, das heisst auf einer nachweisbaren objektivierbaren Grundlage beruhen. Lassen sich unklare von erklärbaren Beschwerden trennen, können die
Schluss
bestimmungen
der 6. IV-Revision auf erstere Anwendung finden (BGE 140 V 197 E. 6.2, in Präzisierung u.a. von
BGE 139 V 547
E. 10.1.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_738/2013 vom 8. April 2014 E. 3.1.2.1 mit Hinweis). Dem
nach ist die Schlussbestimmung bei kombinierten Beschwerden anwendbar, wenn die unklaren und die „erklärbaren" Beschwerden – sowohl diagnostisch als auch hinsichtlich der funktionellen Folgen – auseinandergehalten werden können. Ein organisch begründeter
Teil
der Arbeitsfähigkeit kann bei Anwend
barkeit der Schlussbestimmung nur neu beurteilt werden, sofern eine Verände
rung im Sinne von Art. 17 ATSG eingetreten ist. Insoweit wird im Anwen
dungsbereich der Schlussbestimmung vom Grundsatz abgewichen, dass die Verwaltung im Rahmen einer materiellen Revision – um eine solche handelt es sich auch hier – den Rentenanspruch in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht umfassend prüft (Urteil des Bundesgerichts 9C_121/2014 vom 3. September 2014 E. 2.4.2 mit Hinweisen).
Ist ein „Mischsachverhalt" gegeben, bei dem es unmöglich ist festzustellen, wie gross der Anteil der organisch bedingten Beschwerden bei der
Rentenzuspre
chung
war, wäre ein Abstellen auf die aktuelle gutachtliche Einschätzung nicht zu vereinbaren mit der Rechtsprechung, wonach der auf erklärbaren Beschwer
den beruhende Teil der Invalidität unter dem Rechtstitel der Schlussbestimmung nicht überprüft werden kann. In einem solchen Fall bestimmt sich die (zu einer
integralen
Neuprüfung führende) Anwendbarkeit der Schlussbestimmung nach folgendem Grundsatz: Besteht (im Zeitpunkt der Rentenzusprechung und/oder
-überprüfung) neben dem
syndromalen
Zustand eine davon unabhängige orga
nische oder psychische Gesundheitsschädigung, so hängt die Anwendbarkeit der Schlussbestimmung davon ab, dass die weitere („
nichtsyndromale
")
Gesund
heitsschädigung
die anspruchserhebliche Arbeitsunfähigkeit nicht
mitverur
sacht
, das heisst letztlich nicht selbständig zur Begründung des Rentenan
spruchs beigetragen hat. Wenn sie die Auswirkungen des unklaren
Beschwerde
bildes
bloss verstärkte, bleibt eine Rentenrevision unter diesem Rechtstitel mög
lich (Urteil des Bundesgerichts 9C_121/2014 vom 3. September 2014 E. 2.6 mit Hinweisen).
Da der Bestand laufender Renten wesentlich von medizinischen Aspekten ab
hängt, sind an die entsprechenden Abklärungen besonders hohe Anforderungen zu stellen. Namentlich muss verlangt werden, dass die Untersuchungen im Zeit
punkt der Revision aktuell sind und sich mit der massgeblichen Fragestellung auseinandersetzen. Soweit die versicherte Person sich – auch mit Bezug auf die Chancen, welche die Wiedereingliederungsmassnahmen bieten – der Beurteilung durch die Verwaltung und deren regionalen ärztlichen Dienst nicht anschliessen kann, dürfte sich in der Regel eine neue, polydisziplinäre Begutachtung als un
umgänglich erweisen (vgl. BGE 139 V 547 E. 10.2).
1.
6
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustel
len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beur
teilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Be
richte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzu
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These ab
stellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze ent
scheidend, ob es für die Beant
wortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt - was vor allem bei psychischen Fehlent
wicklungen nö
tig ist -, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer-Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversi
cherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutach
ten, 3. Aufl. 1994, S. 24 f.).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die Renteneinstell
ung – unter Hinweis auf das Gutachten der
Z._
vom 16. Juli 2014 (
Urk.
8/75) – damit, dass die Be
schwerdeführerin infolge einer Verbesserung ihres Gesundheitszustands als Hausangestellte und auch in jeder anderen adaptierten Tätigkeit wieder zu 100 % arbeitsfähig sei. Insbesondere könne die seit 2001 gestellte Diagnose ei
ner somatoformen Schmerzstörung aus heutiger Sicht nicht mehr attestiert wer
den.
Im weitesten Sinne handle es sich beim Leiden der Beschwe
rdeführerin um ein sogenanntes
pathogenetisch
-ätiologisch unklares
syndromales
Beschwerde
bild
ohne na
chweisbare organische Grundlage
. Ihr könne jedoch zugemutet werden, die Schmerzen zu überwinden und einer Erwerbstätigkeit nachzugehen (
Urk.
2).
In ihrer Beschwerdeantwort führte sie ergänzend an, n
achvollziehbar sei, dass die anlässlich der im Jahr 2004 stattgefundenen Erstbegutachtung beschriebene belastende Gesamtsituation mit tiefer Verunsicherung der Beschwerdeführerin durch Konflikte am früheren Arbeitsplatz, die das ursprüngliche Beschwerdebild massgeblich geprägt hätten, in der
Z._
-Begutachtung nicht mehr hätten fest
gestellt werden können.
Ebenso seien damals demonstrative Elemente aus
drücklich verneint
worden, während in der aktuell
en Expertise auf eine Aggra
vation im Sinne einer bewusstseinsnahmen Verstärkung der Symptome hinge
wiesen werde (
Urk.
7).
2.2
Die Beschwerdeführerin stellte sich demgegenüber im Wesentlichen auf den Standpunkt, da sich ihr Gesundheitszustand – entgegen dem aufgrund verschie
dener Mängel nicht beweistauglichen Gutachten der
Z._
vom 16. Juli 2014 – nicht wesentlich verbessert habe, die ursprüngliche
Rentenzusprache
nicht zweifellos unrichtig gewesen sei und eine Leistungseinstellung gestützt auf die Schlussbestimmung
en
lit
. a
der Änderung des IVG vom 18. März 2011 ausser Betracht falle,
habe die Beschwerdegegnerin die Rente zu Unrecht eingestellt (
Urk.
1 S. 6 ff.). Gelange das hiesige Gericht zum Schluss, die Rentenaufhebung sei aufgrund der Schlussbestimmung zu schützen, so sei der Beschwerdeführerin die Rente während der Durchführung von Wiedereingliederungsmassnahmen weiter auszurichten (
Urk.
1 S. 11).
3.
Die
Rentenerhöhung auf eine ganze Rente
– der eine umfassende Abklärung des Rentenanspruchs zugrunde lag –
erfolgte
ausschliesslich aufgrund einer psy
chischen Gesundheitsstörung (vgl.
Urk.
8
/34 und
Urk.
8
/35 S. 3 f.
). Da die
Be
schwerdegegnerin
im Rahmen der beiden in den Jahren 2007 und 2010 durch
geführten Revisionsver
fahren lediglich Berichte der Internisten
Dres
. med.
A._
,
B._
und
C._
(
Urk.
8
/43 und
8
/49-50)
einholte und keine
psychiatrischen Ab
klärungen traf
, ist zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer
anspruchser
heblichen
Änderung die Rentenverfügung vom
1. April 2004
un
d nicht die Mitteilungen vom 24. April 2007 und 8. Juli 2010
,
die einen
unveränderten Rentenanspruch
festhielten
.
4
.1
4
.1.1
Der am 1. April 2004 verfügten Rentenerhöhung (
Urk.
8/38) l
a
gen folgende medi
zinischen Berichte zugrunde:
Dr.
med.
D._
, Fachärztin FMH für Innere Medizin, die die Beschwerdefüh
rerin im Auftrag der Pensionskasse der Stadt Zürich
mehrmals, zuletzt
am 19. Dezember 2002 untersucht hatte, stellte in ihrem Bericht vom
29. April 2003 (
Urk.
8/23) nachstehende Diagnosen (S. 3):
Somatoforme Schmerzstörung
Schmerzsyndrom mit ausgedehnten
Tendomyosen
Depressive Episode, zur Zeit leichtgradig
Geringgradige
Hüftdysplasie beidseits, rechts ausgeprägter als links
Sie führte aus, die Leiden der Beschwerdeführerin hätten am 18. Januar 2001 zu einer Arbeitsunfähigkeit von 50
%
geführt. Wegen Zunahme der Schmerzen und der Depression habe sie am 8. März 2002 eine 60%ige Invalidität im bishe
rigen Beruf als Hausangestellte als auch in jeder anderen Tätigkeit attestiert. Trotz vielfältiger therapeutischer Bemühungen sei es zu keiner gesundheitlichen Besserung gekommen. Beim langwierigen Krankheitsverlauf schätze sie die Prognose als ungünstig ein und rechne im besten Fall damit, dass die 40%ige Arbeitsfähigkeit erhalten bleibe (S. 3).
4.1.2
Dr.
med.
A._
, Personalarzt am
E._
, diagnostizierte am 5. September 2003 ein panvertebrales Syndrom, eine Fibromyalgie und eine De
pression.
Er gab an, er habe Zweifel, ob die Beschwerdeführerin in den Arbeits
prozess zurückkehren könne.
Sie sei vermutlich einer psychiatrischen Therapie nicht zugänglich und verschliesse sich. Mutmasslich sei auch das häusliche Mi
lieu – der Ehemann bezieh
e
eine Invalidenrente – nicht sehr motivierend, um aus der leidenden Haltung herauszukommen. Im Vordergrund stünden die Schmerzen am ganzen Bewegungsapparat (
Urk.
8/28).
4.1.3
Gestützt auf die Ergebnisse ihrer am 3. März 2004 im Auftrag der
Beschwerdegeg
nerin
durchgeführten psychiatrischen Untersuchung diagnosti
zierte Dr. med.
Y._
in ihrem G
utachten vom 9. März 2004 (Urk.
8/34) eine Somatisierungsstörung im Sinne einer anhaltenden somatoformen
Schmerzstö
rung
(ICD-10 F45.4).
Es handle sich – so die Expertin ausführend – um eine funktionelle Störung, in deren Zentrum emotionale Konflikte und/oder psy
chosoziale Probleme stünden, die den
Schmerz unterhalte
n und
die
in der Regel auf keine
Medikation ansprechen
würde
n
. Die Gesamtsituation bestehe
erfah
rungsgemäss häufig über viele Jahre hinweg und die zugrunde
liegende
Kon
flikthaftigkeit
sei
für den Betref
fenden aus eigener Kraft
nicht zu lösen. Im vor
liegenden Fall dürfte die sich ab 1995 abzeichnende Konflikthaftigkeit am Ar
beitsp
latz mit tiefgreifender Verunsi
cherung der gerade vom jüngsten Kind ent
bundenen
Beschwerdeführerin
im
Zusammenhang mit der 1998 erfolgten Inva
lidisi
erung des Ehemannes und der dar
aus
folgenden Existenzunsicherheit
von zentraler Bedeutung gewesen sein. Neben der Existenzsicherung
habe die Er
krankung beider Eheleute
deren sehnlichster Wunsch nach Integration in die s
chweizerische Gesellschaft
gefährdet. Die Beschwerdeführerin habe
auch in ei
ner Psychotherapie bei einer Ärztin
, die ihre Muttersprache spreche
,
nicht
er
reicht werden
können, so
dass die bestehenden psychosozialen
Konflikthaftig
keiten
nicht im Ansatz
hätten
aufgearbeitet werden k
önnen
(S. 9).
Dr.
Y._
schilderte weiter, e
inzig durch die Einsichtsvermittlung in die psychische Kom
ponente
der Beschwerden
beziehungsweise
deren sich daraus ergebenden psy
chosozialen Konflikthaftigkei
ten
sei
allenfalls eine Verbesserung zu erreichen.
Diesbezüglich seien bereits adäquate Be
handlungsversuche
unternommen wor
den
,
und zwar
im Sinne einer Psychotherapie bei einer
F._
sprechenden Psychiaterin.
Eine e
rfolgreiche Psychotherapie
setze jedoch einen
entspre
chen
den psychischen
Leidensdruck voraus; der Leidensdruck der
Beschwerdeführerin bestehe
indes
praktisch ausschliesslich auf der körperlichen Ebene
(S. 9).
4
.2
4
.2
.1
Die Renteneinstellung vom 30. Januar 2015 (
Urk.
2) basiert
im Wesentlichen
auf folgenden medizinischen Akten:
Dr.
med.
C._
, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin, diagnostizierte am 1
2.
Juli 2013 eine Fibromyalgie. Er gab an, ihm sei betreffend die Tätigkeit als Hausfrau keine Arbeitsunfähigkeit bekannt
(
Urk.
8/61/1-4).
4.2.2
Dr.
med.
B._
, Facharzt FMH für Innere Medizin, stellte am 6. November 2013 die Diagnose eines invalidisierenden
fibromyalgieformen
Beschwerdebildes und attestierte eine seit 2004 bestehende vollständige Arbeitsunfähigkeit (
Urk.
8/66).
4.2.3
Die die Beschwerdeführerin seit 4. Juni 2013 behandelnde
Dr.
med.
G._
, Fachärztin FMH für Psychiatrie und Psychot
herapie, diagnostizierte am 25.
November 2013 eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittel
gradige Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10 F33.11). Sie bescheinigte eine seit Behandlungsbeginn bestehende Arbeitsunfähigkeit von 100
%
für die Arbeit als Spitalkraft (
Urk.
8/67
; siehe auch
Urk.
8
/88
).
4.2.4
Nachdem sie die Beschwerdeführerin am 25. Februar und 3. März 2014
polydis
ziplinär
untersucht hatten,
stellten
die Ärzte der
Z._
in ihrem Gutachten vom 16. Juli 2014 (
Urk.
8/75) keine sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirkenden Diag
nosen (S. 41). Den nachstehenden Diagnosen massen sie keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit bei (S. 41):
Chronifiziertes
, generalisiertes weichteilrheumatisches Schmerzsyndrom ohne adäquates organisches Korrelat
Chronische Dyspepsie
Asymptomatische
Sigmadivertikulose
Leberhämangiom im Segment VII
Status nach Problemen in Verbindung mit Berufstätigkeit und Arbeitslosig
keit (Mobbing ab 1994 bis zur Kündigung 2004; ICD-10 Z56)
Die internistische Untersuchung habe – so
Dr.
med.
H._
, Facharzt FMH für Innere Medizin – das Bild einer
altersentsprechend aussehenden,
normosomen
und ausgesprochen weinerlichen
Beschwerdeführerin
in normalem
Allgemein
zustand
ergeben. Der internistische Status sei
unauffällig
gewesen. Sie sei
normoton
und
normokard
und weise
keine klinischen Zeichen für eine Herzin
suffizienz auf.
Es würden sich auch
keine Anhaltspunkte für eine pulmonale oder abdominelle Pathologie
finden
. Ausser einer Halbseitenhypästhe
sie der rechten Körperhälfte sei
auch die detaillierte neurologische Untersuchung un
auffällig
geblieben
, so dass am ehesten von einer funktionel
len Genese dieser Störung ausge
gangen
werden müsse.
Aus internistischer Sicht
lasse sich keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit begründen (S. 45).
Dr.
med.
I._
, Facharzt FMH für Rheumatologie, berichtete in seinem rheumato
logischen Fachgutachten,
die
durchgeführte
Exploration
habe eine
53-jä
hrige, gesund wirkende
Beschwerdeführerin
gezeigt
, welche jedoch beim Un
tersuch der Wirbe
lsäule und der Gelenke dauernd
dagegen gespannt
und beim Berühren jeglicher Körperteile
geseufzt habe
. Die Untersuchung der Wirbelsäule
habe
sich jedoch nach Zuhilfenahme von Ablenkungsmanövern normal, frei und schmerzlos
gestaltet
. Es
hätten
sich weder
spondylogene
noch
radikuläre
Zeichen im Bereiche der Arme oder Beine ab
gezeichnet
, was
mit der Bildgebung übereinstimme
.
A
usser im Bereiche der rechten Hüfte
seien alle Gelenke
frei und schmerzlos beweglich
gewesen
. Der Rotationsschmerz der rechten Hüfte, wel
cher sich in den Tro
chanter projiziere
,
sei
Ausdruck der bereits früher
beschrie
benen grenzwertigen Hüft
d
ysplasie. Diese Beschwerden seien aber
nicht limi
tierend und
würden
der Versicherten mitunter auch grössere Spaziergänge
er
lauben
. Die nicht
dermatombe
zogene
Hyposensibilität am rechten Arm und Bein sei
als fun
ktionell zu betrachten und
passe
gut in dieses
syndromale
Be
schwerdebild
.
Aus rheumatologischer Sicht bestehe in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Hausangestellte eine volle Arbeitsfähigkeit
(S. 28).
Dem psychiatrischen Gutachten von med.
pract
.
J._
, Fachärztin FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, kann entnommen werden,
dass
ein
e
im Rah
men der Begutachtung durchgeführte spr
achfreie Überprüfung der Konsis
tenz
die schon klinisch vorhandenen Hinweise auf eine Aggravation mit
dysfunktio
nalen Bewältigungsme
chanismen und einer Tendenz zur Selbstlimitierung
be
stätigte
. Es
könne
von einer deutlichen Symptomausweitung ausgegangen
wer
den. D
ie Schmerzen könn
t
en nicht durch
die somatischen Befunde erklärt
wer
den. Unter Berücksichtigung der Akten, der
Anamnese, der subjektiven Anga
ben der
Beschwerdeführerin
sowie de
s
e
rhobenen psychischen Befund
es
könne
keine „psychische Störung" diagnostiziert werden, insbesondere keine „anhal
tende somatoforme Schmerzstörung". Es
würden
sich keine Anhaltspunkte für vorbestehende unbewusste Konflikte
finden;
eine
Mobbing-Situation sei
immer eine arbeitsbezogene Problematik und primär keine psychische Erkrankung. Die damals erlittene Kränkung u
nd Zurücksetzung aufgrund der dritten
Schwan
gers
chaft habe die Schmerzsymptomatik ausgelöst.
E
ine Dauer von nunmehr
20 Jahren
sei allerdings
nicht nachvollziehbar. Zudem sei der Konflikt
kündi
gungsbe
dingt
nicht mehr vorhanden und die
Beschwerdeführerin habe noch zehn Jahre darüber hinaus in einem
50
%
-Pensum weiterarbeiten können, bevor sie ihre Arbeit vollständig nieder
gelegt habe
. Gesamthaft
sei
eine eigenständige psychische Störung im Sinne einer „
anhaltend somatoform
en Schmerzstörung" somit nicht zu diagnostizieren.
Die Gutachterin berichtete weiter, es lasse
sich
ebenfalls keine relevante psychiatrische
Komorbidit
ät, mit der eine ausge
wie
sene Leistungseinschränkung begründet werden könnte
, feststellen. Es sei der Beschwerdeführerin de
shalb die Willensanstrengung zuzumuten, die Schmerzen zu
überwinden
.
Ausserdem seien auch
keine weiteren Faktoren vorhanden, die einer zumutbaren Willensanstrengung bei der Aufnahme einer Erwerbstätigkeit im Wege stehen
würden
.
Sämtliche bisher durchgeführte
n
Therapien
hätten
zu keiner Änderung d
es Zustandsbildes geführt.
Dr.
Y._
habe
in ihrem Gut
achten sehr treffend beschrieben
, dass erst nach Einsichtsvermittl
ung in die psychischen Komponenten der Beschwerden eine Psychotherapie erfolgverspre
chend sei,
was
allerdings einen entsprechenden psychischen Leidensdruck vor
aussetze. Bei der
Beschwerdeführerin
beziehe sich der Leidensdruck ausschliess
lich auf die körperliche Ebene.
Auch d
ie aktuell behandelnde
F._-
sprachige Psychiaterin, zu der sich die
Beschwerdeführerin
einmal monatlich beg
ebe, be
schreibe
einen unveränderten, gleichbleibenden Zustand
. Aus psychiatrischer Sicht bestehe keine Arbeitsunfähigkeit (S. 38 ff.).
Zur Frage der Arbeitsfähigkeit führten die involvierten Spezialärzte zusammen
fassend aus, unter Berücksichtigung aller Gegebenheiten und Befunde sei die Beschwerdeführer
in
aus interdisziplinärer Sicht zu 100 % arbeitsfähig (S. 47).
5.
5.1
Die Parteien sind sich uneins, ob ein Revisionsgrund gemäss Art. 17 ATSG gege
ben ist. Ob sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin seit der
Zusprache
einer ganzen Rente wesentlich verbessert hat, braucht
indes
nicht näher geprüft zu werde
n, sofern die Rentenaufhebung gestützt auf
lit
. a Abs. 1 der Schlussbestimmungen der Änderung
des IVG
vom 18. März 2011 zu schüt
zen ist
.
Hiezu
ergibt sich Folgendes:
Vorab ist anzumerken, dass sich die Beschwerdeführerin zur betreffenden Rechts
norm bereits in ihrer
Beschwerdeschrift vom
2.
März 2015
geäussert hat
(
Urk.
1 S. 10 f.)
, sodass bei der in Frage stehenden Substitution des Motivs der
Anspruch auf rechtliches Gehör
gewahrt ist (vgl. BGE 125 V 368 E. 4a mit Hin
weisen).
5.2
Da die Rentenüberprüfung zwischen Anfang 2012 und Ende 2014 eingeleitet worden ist, ist
lit
. a der Schlussbestimmungen aus formeller Sicht anwendbar (vgl. BGE 140 V 15 E. 5.3.4.2 mit weiterem Hinweis).
5.3
Die Ausschlusskriterien gemäss
lit
. a Abs. 4 der Schlussbestimmungen
(Errei
chen des 55. Altersjahres oder 15-jähriger Rentenbezug) s
ind vorliegend nicht gegeben. Die Beschwerdeführerin war zum Zeitpunkt der rentenaufhebenden Verfügung
respektive zum darin verfügten Zeitpunkt der Rentenaufhebung
53 3⁄4 Jahre alt und bezog seit etwas mehr als 13 Jahren eine Invalidenrente.
Der dem in der Bes
chwerdeschrift
(
Urk.
1 S. 12)
zitierten Urteil BGE 141 V 5 (=
Ur
teil des Bundesgerichts 8C_446/2014 vom 1
2.
Januar 2015) zugrunde liegende Sachverhalt – darin wurde bei der versicherten Person von einem massgeben
den Alter von knapp 54 Jahren und einem Rentenbezug von 14 Jahren und 11 Monaten ausgegangen – ist daher mit dem vorliegenden nicht vergleichbar und der erwähnte Entscheid des Bundesgerichts für den vorliegenden Fall nicht einschlägig.
5.4
5.4.1
Wird eine Rente revisionsweise (v
gl. Art. 17 Abs. 1 ATSG) herauf
– oder herabge
setzt, so tritt die Revisionsverfügung an Stelle der zu revidierenden Verfügung. Dasselbe gilt auch dann, wenn in einem Revisionsverfahren die bis
herige Rente nach materieller Prüfung des Rentenanspruchs mit
rechtskonfor
mer
Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines
Ein
kommensvergleichs
bestätigt wird (
BGE 140 V 514 E. 5.2 mit weiterem Hin
weis
).
Folglich ist zu prüfen, ob die im Rahmen eines ersten Revisionsverfahrens (vgl.
Urk.
8
/22) am 1. April 2004 verfügte
Zusprache
einer ganzen Rente auf ei
nem
pathogenetisch
-ätiologisch unklaren
syndromalen
Beschwerdebild ohne
nachweisbar
e organische Grundlage beruhte
, zumal
die
damalige
Rentenzuspra
c
he
nicht bereits auf der Basis
der Überwindbarkeitsrechtsprechung (betreffend anhaltende somatoforme Schmerzstörung) erfolgt ist (
vgl. BGE 140 V 8).
Für die entsprechende Prüfung sind damit –
entgegen der Beschwerdeführerin (
Urk.
1
S. 10)
– die im Bericht von
Dr.
G._
vom 25. Dezember 2014 konstatierten Diagnosen nicht relevant.
5.4.2
Nachdem die
bei
Dr.
med.
A._
, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin, eingeholten Verlaufsberichte vom 4. Juni und 11. September 2003 (
Urk.
8
/26 und
Urk.
8
/28) und die von
Dr.
D._
am 29. April 2003 verfasste Expertise
(
Urk.
8
/23)
keine abschliessende Beurteilung des Rentenanspruchs erlaubt
hat
ten (vgl.
Urk.
8
/35/3)
, holte die Beschwerdegegnerin bei
Dr.
med.
Y._
ein psychiatrisches Gutachten ein (
Urk.
8
/33 und
Urk.
8
/35 S. 3). Darin wurde als einzige Diagnose eine Somatisierungsstörung im Sinne einer anhaltenden so
matoformen Schmerzstörung
(ICD-10 F45.4)
aufgeführt
(
Urk.
8
/34 S. 9). Dabei handelt es sich um
ein
pathogenetisch
-ätiologisch unklares
syndromales
Be
schwerdebild
ohne nachweisbare organische Grundlage
im Sinne von
lit
. a Abs. 1 der Schlussbestimmungen.
Soweit die beiden erstgenannten Ärzte noch auf ein depressives Geschehen hinwiesen, ist festzuhalten, dass sie – im Gegensatz zu
Dr.
Y._
, die die entsprechende Diagnose nicht mehr stellte – über kei
nen Facharzttitel in Psychiatrie verfügen und selbst mittelgradige depressive Episoden im Mittel etwa sechs Monate dauern (Urteil des Bundesgerichts 8C_80/2011 vom 14. Juni 2011 E. 6.3.2).
Anhaltspunkte für ein selbständiges depressives Leiden sind nicht ersichtlich, bezeichnete doch auch
Dr.
D._
das Leiden als die Schmerzen begleitende Depression (
Urk.
8/23/3).
Dass die
ge
ringgradige
Hüftdysplasie beidseits, rechts ausgeprägter als links (
Urk.
8
/23
S. 3)
,
die anspruchserhebliche, der
Rentenzusprache
zugrunde liegende Arbeits
-
unfä
higkeit
mitverursacht hat, ist aufgrund der aktenkundigen Arztberichte nicht anzunehmen.
5.4.3
Nach dem Gesagten ist erstellt, dass die Invalidenrentenzusprechung
(allein)
auf einem unklaren
syndromalen
Beschwerdebild ohne nachweisbare organische Grundlage im Sinne von
lit
. a Abs. 1 der Schlussbestimmungen beruht hat. Nä
her zu prüfen ist damit, ob bei Erlass der rentenaufhebenden Verfügung vom 31. Januar 2015 noch eine Erwerbsunfähigkeit gemäss Art. 7 Abs. 1 ATSG vor
gelegen hat, die einer Aufhebung der Invalidenrente entgegen
steht
.
6.
6.1
Das auf einlässlichen
internistischen, rheumatologischen und psychiatrischen Untersuchungen
beruhende
, die fallrelevanten
Vorakten
sowie die geklagten Beschwerden berücksichtigende Gutachten der
Z._
entspricht den recht
sprechungemässen Anforderungen an eine beweiskräftige medizinische
Ent
scheidungsgrundlage
(vgl. E.
1.6
hievor
).
Nach einleuchtender Darlegung der medizinischen Zusammenhänge gelangten die Experten zur begründeten Schlussfolgerung, dass aus interdisziplinärer Sicht eine volle Arbeitsfähigkeit in bisheriger und angepasster Tätigkeit bestehe.
6.2
6.2.1
Die Berichte der behandelnden
Psychiaterin
Dr.
G._
(
Urk.
8/67 und Urk. 8/88), die als Diagnose eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10 F33.11)
enthalten,
vermögen
keine Zweifel an der Beweiskraft des Gutachtens zu begründen.
Hinsichtlich der divergierenden medizinischen Ansichten
ist anzumerken, dass die psychiatrische Exploration von der Natur der Sache her nicht ermessensfrei erfolgen kann.
Sie eröffnet dem begutachtenden Psychiater daher praktisch im
mer einen gewissen Spielraum, innerhalb dessen verschiedene medizinisch-psy
chiatrische Interpretationen möglich, zulässig und zu respektieren sind, sofern der Experte – wie vorliegend – lege
artis
vorgegangen ist (vgl. Urteil des Bun
desgerichts 8C_694/2008 vom 5. März 2009 E. 5.1 mit Hinweis
en
).
Daher und unter Beachtung der Divergenz von medizinischem Behandlungs- und Abklä
rungsauftrag kann es nicht angehen, eine medizinische Administrativ- oder
Ge
richtsexpertise
stets dann in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklä
rungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu anderslautenden Einschät
zungen gelangen. Anders verhält es sich nur, wenn die behandelnden Ärzte objektiv feststellbare Gesichtspunkte vorbringen, welche im Rahmen der (psy
chiatrischen) Begutachtung unerkannt geblieben und die geeignet sind, zu einer abweichenden Beurteilung zu führen (Urteile des Bundesgerichts 8C_79/2008 vom 19. August 2008 E. 4.1 mit Hinweis und 9C_24/2008 vom 27. Mai 2008
E. 2.3.2 mit weiteren Hinweisen). Solche Gesichtspunkte bringt
Dr.
G._
je
doch nicht vor
. Ausserdem fehlt
in ihrem Bericht
eine Äusserung
zur Arbeitsfä
higkeit in einer behinderungsangepassten Tätigkeit (
Urk.
8/67 S. 3)
6.2.2
Selbst wenn von einem depressiven Geschehen ausgegangen würde, ist zu bemer
ken,
dass nach der Rechtsprechung
leichte bis
mittelgradige
depressive
Episode
n grundsätzlich keine von
depressive
n Verstimmungszuständen klar
unterscheidbare andauernde Depression im Sinne eines verselbständigten
Ge
sund
heitsschadens
darstellen, die es der betroffenen Person verunmöglichte,
eine angepasste Tätigkeit auszuüben. Leichte bis höchstens mittelschwere psy
chische Störungen depressiver Natur gelten grundsätzlich als therapeutisch
an
gehbar
(
vgl.
Urteil des Bundesgerichts 8C_68/2013 vom 14. Mai
2013 E. 3.5 mit Hinweisen). Dies hat auch dann Geltung, wenn die
depressive
Episode
vor dem Hintergrund einer rezidivierenden
depressive
n Störung diagnostiziert worden ist (Urteil des Bundesgerichts 8C_195/2014 vom 12. Juni 2014 E. 4.4 mit Hinwei
sen). Auch wenn eine invalidisierende Wirkung einer mittelschweren
depressi
ve
n Störung nicht schlechthin
auszuschliessen
ist, bedingt deren Annahme je
doch, dass eine konsequente Depressionstherapie befolgt wird, deren Scheitern das Leiden als resistent ausweist. Fehlt es daran, ist in der Regel keine invalidi
sierende Wirkung des Gesundheitsschadens anzunehmen (Urteil des Bundesge
richts 8C_303/2015 vom
8.
Oktober 2015 E. 4.4 mit Hinweisen).
Vorliegend kann von einer Ausschöpfung der therapeutischen und
medika
-
mentö
sen
Behandlungsmöglichkeiten nicht gesprochen werden. Dr.
G._
betreut die Beschwerdeführerin erst seit 4. Juni 2013
, welcher Zeitpunkt praktisch mit der Eröffnung des Revisionsverfahrens zusammenfällt (
Urk.
8/60)
.
Nach Durchführung einer ersten Sitzung fand die zweite Konsulta
tion mehr als drei Monate später am 11. September 2013 statt.
Dem Bericht der nämlichen Therapeutin vom 25. November 2013 ist weiter zu entnehmen, dass diese die Beschwerdeführerin letztmals am 28. Oktober 2013, mithin knapp ei
nen Monat zuvor gesehen hat (
Urk.
8/67). Anlässlich der Begutachtung berich
tete die Beschwerdeführerin von monatlich stattfinden
den
Therapieterminen (
Urk.
8/75 S.34). Diese Behandlungsfrequenz deutet nicht auf einen allzu
gros
sen
Leidensdruck hin.
Von 2010-2013 beanspruchte
die Beschwerdeführerin
–
obwohl die aktuell behandelnde Therapeutin von einer seit 2005 bestehenden depressiven Problematik ausgeht (
Urk.
8/67 S. 1) –
überdies
keine psychiatrische Behandlung (
Urk.
8/88 S. 1).
Nebst dem im Jahr 200
1 stattgehabten Aufenthalt in der
Klinik K._
wurden
– soweit aktenkundig –
keine weiteren (teil-)stationären Behandlungen durchgeführt
(
Urk.
8/75 S. 39). Auch angesichts dieser Intensität der Therapiebemühungen kann dem Leiden der Beschwerde
führerin – wenn eine depressive Symptomatik angenommen würde – keine in
validisierende Wirkung zuerkannt werden.
6.2.3
Auch der Bericht von
Dr.
B._
vom 6. November 2013 (
Urk.
8/66) stellt die Be
weiskraft des Gutachtens nicht in Frage.
So nahm
er keine einleuchtend
e
und durch Befunde untermauerte medizinisch-theoretische Beurteilung der Arbeits
fähigkeit vor.
In diesem Zusammenhang ist
ausserdem darauf hinzuweisen, dass das Gericht der Erfahrungstatsache, dass Hausärzte und behandelnde Spezial
ärzte (so etwa das Urteil des damaligen Eidgenössischen Versicherungsgerichts I
570/04 vom 21. Februar 2005 E. 5.1 mit Hinweisen) mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen, Rechnung tragen soll und darf (BGE 125 V 353
E. 3b/cc).
6.2.4
Zu ergänzen ist zudem, dass die Beschwerdeführerin selbst
davon ausgeht, dass ihr Gesundheitszustand (auch) durch psychosoziale Belastungsfaktoren be
stimmt ist (
Urk.
1 S
.
7). Diesbezüglich ist darauf hinzuweisen, dass
j
e stärker psychosoziale und soziokulturelle Faktoren wie beispielsweise Sorge um die Familie oder Zukunftsängste (etwa ein drohender finanzieller Notstand) im Ein
zelfall in den Vordergrund treten und das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter eine fachärztlich festgestellte psychische Störung von
Krankheits
wert
vorhanden sein
muss
(
vgl. zum Ganzen BGE 127 V 294 E. 5a sowie
Urteil des Bundesgerichts 8C_730/2008 vom 23. März 2009 E. 2).
6.3
Die
Z._
-Gutachter
stellten als Hauptdiagnose ein
chronifiziertes
, generalisier
tes, weichteilrheumatisches Schmerzsyndrom ohne adäquates organisches Kor
relat.
Die Beschwerdeführerin leidet damit an Schmerzen, die aus somatischer Sicht nicht erklärbar sind. Der betreffenden Diagnose liegt damit ein
einer so
matoformen Schmerzstörung ähnliches,
unklares Beschwerdebild zugrunde,
weshalb die Prüfung des Anspruchs auf Invalidenleistungen anhand der in BGE 141 V 281 festgehaltenen Indikatoren zu erfolgen hat (vgl.
hiezu
auch Urteil des Bundesgerichts 9C_354/2015 vom 29. Februar 2016 E. 5).
6.4
6.4.1
Mit
BGE 141 V 281
hat das Bundesgericht seine bisherige Rechtsprechung zur Invaliditätsbemessung bei Schmerzstörungen ohne erkennbare organische Ursa
che und vergleichbaren psychosomatischen Leiden (BGE 130 V 352 u
nd an
schliessende Urteile) ange
passt und festgehalten, dass die Invaliditätsbemessung stärker als bisher den Aspekt der funktionellen Auswirkungen zu berücksichti
gen hat, was sich schon in den diagnostischen Anforderungen niederschlagen muss. Auf der Ebene der Arbeitsunfähigkeit bezweckte die durch BGE
130
V 352 begründete Rechtspre
chung die Sicherstellung eines gesetzmässigen
Ver
-
si
cherungsvollzuges
mittels der Regel/Ausnahme-Vorgabe beziehungsweise (seit E. 7.3 von BGE 130 V 396 und BGE 131 V 49) der Überwindbarkeitsvermutung. Deren Rechtsnatur kann offen bleiben. Denn an dieser Rechtsprechung ist nicht festzuh
alten. Das bishe
rige Regel/Ausnahme-Modell wird durch ein st
rukturier
tes Beweisverfahren er
setzt. An der Rechtsprechung zu Art. 7 Abs. 2 ATSG
– ausschliessliche Berücksichtigung der Folgen der gesundheitlichen
Beein
-
trächti
gung
und objektivierte
Zumutbarkeitsprüfung bei materieller Beweisl
ast der rentenansprechenden Per
son (Art. 7 Abs. 2 ATSG) – ändert sich dadurch
nichts. An die Stelle des bishe
rigen Kriterienkatalogs (bei anhaltender somatoformer Schmerzstörung und vergleichbaren psychosomatischen Leiden) trete
n im Re
gelfall beachtliche Stan
dardindikatoren. Diese lassen sich in die Ka
tegorien Schweregrad und Konsis
tenz der funktionellen Auswirkungen einteilen. Auf den Begriff des primären Krankheitsgewinnes und die
Präponderanz
der psychiatri
schen Komorbidität ist zu verzichten. Der Prüfungsraster ist rechtlich
er Natur. Recht und Medizin wir
ken sowohl bei der Formulierung der
Standardindikato
ren
wie auch bei deren – rechtlich gebotener – Anwendung im Einzel
fall zu
sammen. Im Grunde konkre
tisieren die in E. 4 und 5 formulierten Beweisthemen und Vorgehensweisen für die Invaliditätsbemessung bei psychosomatischen Leiden die gesetzgeberischen Anordnungen nach Art. 7 Abs. 2 ATSG. Die
Aner
kennung eines rentenbegrün
denden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, w
enn die funktionellen Auswirkun
gen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nach
gewiesen sind. Fehlt e
s da
ran, hat die Folgen der Beweislosigkeit nach wi
e vor die materiell beweisbelas
tete versicherte Person zu tragen (E. 6).
6.4.2
Nach Aufgabe des Konzepts der Überwindbarkeitsvermutung, welche durch eine ergebnisoffene Beurteilung des funktionellen Leistungsvermögens als zentralem Beweisgegenstand abgelöst wird, scheint der Begriff des Kriteriums nicht mehr geeignet. Das Bundesgericht spricht fortan von Indikatoren, einem Begriff, der massgebliche Beweisthemen bezeichnet, anhand welcher ein bestimmter Sach
verhalt ermittelt wird (vgl. dazu auch Peter Henningsen, Probleme und offene Fragen in der Beurteilung der Erwerbsfähigkeit bei Probanden mit funktionellen Körperbeschwerdesyndromen, in: SZS 2014 S. 533 und 541 [Gutachten des Prof.
Dr.
Peter Henningsen, Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Technische Universität München, vom Mai 2014 zu Fragen der Schweizer Praxis zur Invaliditätsfeststellung bei somatoformen und ver
wandten Störungen];
BGE 141 V 281
E. 4.1.1 und E. 4.1.2).
Die im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren, welche nach gemeinsamen Eigenschaften systematisiert werden können, umschreibt das Bundesgericht i
n
BGE 141 V 281
wie folgt:
Kategorie „funktioneller Schweregrad" (E. 4.3)
Komplex „Gesundheitsschädigung" (E. 4.3.1)
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder
-
resistenz (E. 4.3.1.2)
Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)
Komplex „Persönlichkeit" (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res
sourcen; E. 4.3.2)
Komplex „Sozialer Kontext" (E. 4.3.3)
Kategorie „Konsistenz" (Gesichtspunkte des Verhaltens; E. 4.4)
gleichmässige Einschränkung des
Aktivitätenniveaus
in allen ver
gleich
baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)
behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener
Lei
dens
druck
(E. 4.4.2)
Die Antworten, welche die medizinischen Sachverständigen anhand der (im Einzelfall relevanten) Indikatoren geben, verschaffen den Rechtsanwendern In
dizien, wie sie erforderlich sind, um den Beweisnotstand im Zusammenhang mit der Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit bei psychosomatischen Störungen zu überbrücken (E. 4.1.3).
6.4.3
In intertemporalrechtlicher Hinsicht ist sinngemäss wie in BGE 137 V 210 (betref
fend die rechtsstaatlichen Anforderungen an die medizinische Begutach
tung) vorzugehen. Nach diesem Entscheid verlieren gemäss altem
Verfahrens
standard
eingeholte Gutachten nicht per se ihren Beweiswert. Vielmehr ist im Rahmen einer gesamthaften Prüfung des Einzelfalls mit seinen spezifischen Ge
gebenheiten und den erhobenen Rügen entscheidend, ob ein abschliessendes Abstellen auf die vor
handenen Beweisgrundlagen vor Bundesrecht standhält (BGE a.a.O. E. 6 in
initio
). In sinngemässer Anwendung der nunmehr materiell-beweisrechtlich geänderten Anforderungen ist in jedem einzelnen Fall zu prü
fen, ob die beigezogenen admi
nistrativen und/oder gerichtlichen Sachverständi
gengutachten – gegebenenfalls im Kontext mit weiteren fachärztlichen Berich
ten – eine schlüssige Beurteilung im Lichte der massgeblichen Indikatoren er
lauben oder nicht. Je nach Abklärungstiefe und -dichte kann zudem unter Um
ständen eine punktuelle Ergänzung genügen (
BGE 141 V 281
E. 8).
6.5
Im hier zu beurteilenden Fall sind keine Anhaltspunkte dafür ersichtlich, dass unter Berücksichtigung der mittlerweile massgebenden Standardindikatoren eine Arbeitsunfähigkeit resultieren könnte.
Die Gutachter konnte
n
anlässlich ihrer fachärztlichen Exploration
keine wesentlichen krankheitsbe
dingten Ein
schränkungen erkennen
und massen den erhobenen Diagnosen keine Auswir
kungen auf die Arbeitsfähigkeit bei (
Urk.
8/75 S. 41 und S. 47)
.
Ein Leiden von erheblicher Schwere liegt damit nicht vor.
Soweit im depressiven Geschehen eine Begleiterkrankung erblickt werden könnte, kommt ihr
keine eigenständige, invalidisierende Bedeutung zu
, was als ressourcenhemmender Faktor wirken könnte
.
Auch wenn das anlässlich der Begutachtung von der Beschwerdeführe
rin geschilderte Tagesaktivitätsniveau tief ist, ist ihre soziale Beziehungs- und
Bezugsfähigkeit in der Ursprungsfamilie nicht eingeschränkt (
Urk.
8/75 S. 19 und S. 34 f.). Sie unternimmt grössere Spaziergänge (
Urk.
8/75 S. 28), nimmt das Nachtessen meistens bei ihrer Tochter ein (
Urk.
8/75 S. 19) und erledigt den wöchentlichen Grosseinkauf zusammen mit ihrem Ehemann (
Urk.
8/75 S. 19). Sie ist ferner in der Lage
, jährlich für sechs Wochen nach
L._
zu fliegen, um dort Verwandte zu treffen (
Urk.
8/75 S. 19). Auf einen geringen Leidensdruck weist der Umstand hin, dass die Beschwerdeführerin von 2010 bis 2013 keine psychiatrische Behandlung beanspruchte (
Urk.
8/88 S. 1) und
die bei
Dr.
G._
wahrgenommene
n
Therapietermine monatlich stattfinden (
Urk.
8
/75 S.
34).
Die im Rahmen der Begutachtung durchgeführte Überprüfung der Kon
sistenz bestätigte die schon klinisch vorhandenen Hinweise auf eine Aggrava
tion mit dysfunktionalen Bewältigungsmechanismen und einer Tendenz zur Selbstlimitierung. Ausserdem berichteten die Gutachter von einer
Symptom
ausweitung
und positiven
Waddell
-Zeichen
(
Urk.
8
/75 S. 22
f.
,
S. 26
,
S. 28,
S. 35 und S. 38). Diese Umstände sprechen insgesamt gegen eine
invalidi
-
sierende
Erkrankung, die schwer und therapeutisch nicht (mehr)
angehbar
ist.
Es finden sich auch keine Hinweise auf die im Komplex Persö
nlichkeit zu prüfenden Merkmale
. Im Gegenteil enthält der soziale Kontext durch die Einbettung in die Familie und die Unterstützung durch diese sich potenziell günstig auf die Res
sourcen auswirkende Faktoren. Zusammenfassend kann damit unter Berück
sichtigung der nicht schwer ausgeprägten Schmerzerkrankung, fehlender Komorbiditäten, eines wenig ausgeprägten Leidensdruckes und eher günstiger persönlicher Ressourcen nicht von einem invalidisierenden Gesundheitsschaden ausgegangen werden.
6.6
Nach dem Gesagten
ist ausgewiesen, dass weder ein som
a
tischer noch ein psychi
scher Gesundheitsschaden besteht, der die Beschwerdeführerin im Sinne von Art. 7 ATSG in der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit einschränkt
. Die bisherige ganze Rente ist damit gestützt auf
lit
. a Abs. 1 der Schlus
sbestimmungen
aufzu
heben.
Damit kann auch
offen bleiben, ob die Rentenerhöhung vom 1. April 2004 zwei
fellos unrichtig war, ist doch fraglich, ob die von der Gutachterin Dr.
Y._
gestellte Diagnose ausschliesslich mit psychosozialen Faktoren zu erklären ist.
7.
Soweit die Beschwerdeführerin die Weiterausrichtung der Rente während der Wiedereingliederungsmassnahmen fordert (
Urk.
1 S. 1
1), ist
darauf hinzuweisen,
dass
einzig der Anspruch auf Wiedereingliederungsmassnahmen gleichzeitig mit
der Reduktion
oder Aufhebung der Rente nach
lit
. a Abs. 1 der
Schlussbestim
mungen
entsteht
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_125/2015 vom 26. Juni 2015
E. 5.1 mit weiteren Hinweisen). Eine Weiterausrichtung der Rente erfolgt indes nur, wenn Massnahmen zu
r Wiedereingliederung nach Art.
8a IVG durch
geführt werden (
lit
. a Abs. 3 der Schlussbestimmungen). Vor diesem Hinter
grund kann die Weiterausrichtung der Rente nicht bereits Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens bilden, zumal diesbezüglich auch kein
Anfechtungs
objekt
vorliegt.
8.
Nach dem Gesagten erweist sich die angefochtene Verfügung im Ergebnis als rechtens. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.
9
.
9.1
Nach Gesetz und Praxis sind in der Regel die Voraus
setzungen für die Bewilli
gung der unentgeltlichen
Prozess
führung
und
Verbeiständung
erfüllt, wenn der Prozess nicht aussichtslos, die Partei bedürftig und die anwaltliche
Verbeistän
dung
notwendig oder doch geboten ist (BGE 103 V 46, 100 V 61, 98 V 115).
Als bedürftig gilt eine Person, wenn sie ohne Beein
trächtigung des für sie und ihre Familie nötigen Lebensunterhalts nicht in der Lage ist, die Prozesskosten zu be
streiten, wobei die Einkommens- wie die Vermögensverhältnisse beider Ehegat
ten zu berücksichtigen sind (Urteil des Bundesgerichts 9C_617/2009 vom 15. Januar 2010 E. 6.2.1 mit Hinweisen). Grundsätzlich obliegt es der
gesuch
stellenden
Person, ihre Einkommens- und Vermögensverhältnisse umfassend darzustellen und soweit wie möglich auch zu belegen (BGE 120
Ia
179 E. 3a).
9.2
Mit ihrer Beschwerde vom
2.
März 2015 ersuchte die Beschwerdeführerin um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung (
Urk.
1 S. 2). Mit Verfügung vom 9. März 2015 wurde die Versicherte ausdrücklich aufgefordert, das For
mular zur Abklärung der prozessualen Bedürftigkeit vollständig
ausgefüllt und unter Beilage sämtlicher Belege zur finanziellen Situation (wie Lohnausweise, Bankauszüge, Mietverträge, Versicherungsverträge, Rechnungen, Quittungen, Steuererklärungen, zu Unterhaltsleistungen verpflichtende Gerichtsurteile,
Für
sorgeentscheide
samt Bedarfsberechnung etc.) einzureichen
(
Urk.
5). Die
Be
schwerdeführer
in
reichte hierauf das Formular ein
(
Urk.
10)
.
Mit dem ausge
füllten Fragebogen gab sie als einzige Belege einen nicht vom Darlehensnehmer
–
dem Ehemann der
Beschwerdeführerin –
unterzeichneten Darlehensvertrag der
M._
AG über Fr. 46‘112.40, einen ebenfalls durch die Beschwerde
führerin und ihren Mann nicht
signierten
Vertrag über eine Festhypothek im Umfang von Fr. 295‘000.00, einen
wiederum
nicht
durch den Ehemann der Be
schwerdeführerin als Leasingnehmer unterschriebenen Leasingvertrag für eine
n
Mercedes Benz ML 350
, eine den Sohn der Beschwerdeführerin
betreffende Lohnabrechnung vom März 2015 s
owie Unterlagen über die Auszahlung von Rentenleistungen an den
Ehemann der Beschwerdeführerin
(IV-Stelle, Pensions
kasse und Säule 3a) zu den Akten (Urk. 11/1-7). Damit dokumentierte sie ins
besondere die von ihr geltend gemachten Auslagen nicht. Zudem fehlen rele
vante Unterlagen zur Beurteilung respektive Verifizierung der
Vermögenssitua
tion
wie Bankauszüge oder Steuererklärungen
beziehungsweise Schätzungen der Liegenschaften in der Schweiz und der
N._
. Unter diesen Umständen kann dem Gesuch um unentgeltliche Prozessführung mangels hinreichender Substantiierung der Bedürftigkeit nicht stattgegeben werd
en
(vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 8C_173/2016 vom 17. Mai 2016 E. 5)
.
9.3
Zu ergänzen bleibt, dass selbst bei Be
achtung
der (
nicht substantiierten
)
Selbstan
gaben
der Beschwerdeführerin im Formular zur Abklärung der pro
zessualen Bedürftigkeit ein Einnahm
enüberschuss resultieren würde. Nicht be
rücksichtigt werden könnten jedoch die Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Fahrzeug, da diesem kein Kompetenzcharakter zukommt
(Urteil des Bun
desgerichts 9C_380/2015 vom 17. November 2015 E. 5.2)
. Was die
Abzah
lungsraten
für das Darlehen bei der
M._
AG
betrifft, ist sodann ergänzend festzuhalten, dass die Tilgung gewöhnlicher Schulden bei der Berechnung des Notbedarfs nicht zu berücksichtigen ist. Eine Berücksichtigung der Ratenzah
lungen käme einzig in dem Umfang in Betracht, als damit Verpflichtungen be
glichen würden, die dem notwendigen laufenden Le
bensunterhalt dienen (Urteil des Bundesgerichts 8C_414/2008 vom 9. September 2008). Einen entsprechen
den Nachweis hat die Beschwerdeführerin nicht er
bracht.
Sodann haben die im gemeinsamen Haushalt lebenden volljährigen Kinder mit eigenem
Erwerbsein
kommen
einen angemessenen Anteil an die Haushaltskosten (Mietzins, Heizung, Wäsche usw.) beizutragen, wobei in der Regel von einem Drittel des Nettoein
kommens ausgegangen wird (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_909/2014 vom 6. Mai 2015 E. 3.3).
9.4
Die Kosten des Verfahrens sind auf
Fr.
1‘0
00.-- festzusetzen und
ausgangsge
mäss
der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG).