Decision ID: c46466c4-1b51-40ac-9198-4aba39449ce0
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1954, war vom 1. Juli 1999 bis Ende März 2008 als Taxi
fahrerin
in einem Pensum von 100 %
selbständig erwerbstätig (Urk.
7/12/6,
Urk.
7/24). Am 24. November 2008 meldete sie sich bei der Sozialversicherungs
anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle unter Hinweis auf Epilepsie zum Leistungs
bezug (Rente) an (
Urk.
7/12). Nach erwerblichen und medizinischen Abklärungen stellte die IV-Stelle mit Vorbescheid vom 27. August 2009 die Abweisung des Re
ntenbegehrens in Aussicht (Urk.
7/28), woge
gen die Versicherte Einwand
erhob (
Urk.
7/29,
Urk.
7/35). Die IV-Stelle liess die Versicherte daraufhin an der
Y._
polydisziplinär begutachten (Exper
tise
vom 28. Juni 2010,
Urk.
7/46). Gestützt auf die Beurteilung deren Experten, in angepassten Tätigkeiten bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 40 % (
Urk.
7/46/17), sprach die IV-Stelle der Versicherten bei einem Invaliditätsgrad von 43 % mit Wirkung ab 1. Mai 2009
eine
Viertelsrent
e
zu (Verfügung vom
11. November 2010
,
Urk.
7/58
, Verfügungsteil 2,
Urk.
7/53
).
Die hiergegen
von der Versicherten
erhobene Beschwerde wies das hiesige Gericht mit Urteil
vom 30. April 2012
ab (
Urk.
7/80). Diesen Entscheid bestätigte das Bundesgericht mit Urteil vom
20. August 2012
(
Urk.
7/84).
1.2
Am 16. Dezember 2010 hatte sich die Versicherte ausserdem
bei der IV-Stelle
zum Bezug einer
Hilflosenentschädigung
angemeldet (
Urk.
7/62). Nachdem die IV-Stelle einen Bericht
bei
Dr.
med.
Z._
, Facharzt FMH für Rheumatologie,
eingeholt (
Urk.
7/66) und
am
Wohnort
der Versicherten
eine Abklärung der Ver
hältnisse veranlasst hatte (Abklärungsbericht vom
11. Februar 2011,
Urk.
7/70), sprach sie der Versicherten mit Verfügung vom 5. April 2011 (
Urk.
7/79)
mit Wir
kung ab 1. Mai 2009
eine
Hilflosenentschädigung
auf Grund einer Hilflosigkeit leichten Grades zu.
1.3
Mit Schreiben vom 30. August 2012 (
Urk.
7/82) ersuchte die Versicherte unter Hinweis auf die Ausführungen im Urteil des Bund
esgerichtes vom 20. August 2012
, wonach der Abklärungsbericht bezüglich Hilflosigkeit vom 11. Februar 2011 ein gewichtiges Indiz für eine Verschl
echte
rung ihres Gesundheitszustandes seit der Verfügung vom
11. November 2010
sei (
Urk.
7/84/4), um Erhöhung ihrer Invalidenrente. Die IV-Stelle stellte der Versicherten
daraufhin
den Revisionsfra
gebogen zu, den diese unter Beilage von Berichten
von
Dr.
Z._
und
A._
, Fachärztin FMH für Psychiatrie und Psychotherapie,
retournierte (Urk.
7/86). Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
7/88-9
2
) wies die IV-Stelle das Gesuch um Erhöhung der Invalidenrente mangels ausgewiesener Verschlechterung des Gesundheitszustandes mit Verfügung vom 8. März 2013 (Urk. 7/94) ab. Die vo
n der
Versicherten am 2
5.
April 2013 dagegen erhobene
Beschwerde (
Urk.
7/97/3-19) hiess das hiesige Gericht mit Urteil vom 1
6.
Oktober 2014 (
Urk.
7/106) in dem Sinne gut, dass die angefochten
e
Verfügung aufgeho
ben und die Sache an die IV-Stelle zurückgewiesen wurde, damit diese
insbeson
dere
einen neurologischen Fachbericht einhole und allenfalls weitere medizini
sche Abklärungen täti
g
e und hernach über den Rentenanspruc
h der Versicherten neu verfüge.
Mit Eingabe vom 2
0.
November 2014 (
Urk.
7/109) stellte die Versicherte unter Hinweis auf einen Sturz vom 2
0.
August 2014 bei der IV-Stelle ein
weiteres
Revisionsgesuch.
Am 2
6.
November 2014 reichte sie der
IV-Stelle
zudem einen Bericht
von
A._
ein (
Urk.
7/110)
.
Die IV-Stelle holte in der Folge Berichte der Klinik für Neurologie (Beri
cht vom 1
1.
Dezember 2014, Urk.
7/115) und der Klinik für Unfallchirurgie (Bericht vom 3
0.
Dezember 2014,
Urk.
7/120) des
B._
ein und gab bei der
C._
AG ein polydisziplinäres Gutachten in Auftrag (
Urk.
7/129),
welches am 2
3.
September 2015 erstattet wurde (
Urk.
7/132). Mit Vorbes
cheid vom 2
1.
Januar 2016 (Urk.
7/136) stellte die IV
Stelle in Aussicht, die Rente der Versicherten auf das Ende des der
Zustellung der
Verfügung folgenden Monats einzustellen.
Dagegen erhob die Versicherte
unter anderem unter Beilage von Berichten von
A._
(
Urk.
7/144) und zweier Mitarbeiterinnen der
sie
betreuenden Psychiatrie-Spitex (
Urk.
7/145) Einwand (
Urk.
7/141 und Urk. 7/146)
.
Am 2
7.
Juli 2016 stell
t
e die IV-Stelle der
C._
die mit dem Einwand eingereichten
Berichte
zu und ersuchte um Stellungnahme, ob diese an der Arbeitsfähigkeitsbeurteilung im Gutachten vom 2
3.
September 2016 etwas änderten (
Urk.
7/148). Am
3.
März 2017
liessen sich die Gutachter
vernehmen (
Urk.
7/155).
In der Folge holte die IV-Stelle eine Stellungnahme der Versicherten dazu
(
Urk.
7/162),
die Leistungsabrechnungen der obligatorischen Krankenversicherung
der Versicherten ab 2008
(
Urk.
7/174)
, eine Auflistung der Konsultationstermine der Versi
cherten bei
A._
(Urk.
7/175/1)
sowie
ein
en
von
A._
erhobene
n
AMDP-
Befund
ein (Urk.
7/175/2-8). Am
4.
September 2017 berichtete zudem
eine Mitarbeiterin
der Psychiatrie-Spitex – zusammen mit der Tochter der Versicherten – der IV-Stelle. Die IV-Stelle setzte der Versicherten am
6.
Dezember 2017
Frist
an
,
um zu den Akten Stellung zu nehmen (
Urk.
7/184).
Nachdem die Versicherte sich am
14.
Dezember 2017
hatte vernehmen lassen (
Urk.
7/185), stellte die IV-Stelle mit
Verfügung vom 3
0.
Januar 2018 die Rente der Versicherten auf das Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden Monats ein (
Urk.
7/189 =
Urk.
2
).
2.
Dagegen liess die Versicherte am
2.
März 2018 Beschwerde erheben und bean
tragen:
„1.
Es sei die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 3
0.
Januar 2018 auf
zuheben
.
2.
Es sei der Beschwerdeführerin weiterhin mindestens eine Viertels-IV
R
ente auszurichten.
3.
Evenutaliter
: Es sei ein neutrales, umfassendes polydisziplinäre
s
Gut
ach
ten unter Beachtung der neuen R
e
chtsprechung gemäss 8C_841/2016 und 8C_130/2017 in Verbindung mit BGE 141 V 286 in Auftrag zu
geben.
4.
Subeventualiter
: Es sei der Beschwerdeführerin der Anspruch auf beruf
li
che Eingliederungsmassnahmen zuzusprechen.
5.
Es sei der Beschwerdeführerin die unentgeltliche Rechtspflege zu bewilli
gen und es sei Rechtsanwalt
lic
.
iur
. Tobias
Fig
i
als unentgeltlicher Rechts
beistand zu ernennen.“
Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Beschwerdeantwort vom 1
1.
April 2018 (
Urk.
6) die Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin am 1
6.
April 2018 angezeigt wurde (
Urk.
11).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eing
eg
angen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, her
abgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG). Anlass zur Renten
revision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentli
chen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebe
nem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Auf
gabenbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Ferner kann ein Revisionsgrund unter Umständen auch in einer wesentlichen Änderung hin
sichtlich des für die Methodenwahl
massgeblichen
(hypothetischen) Sachverhalts
bestehen (
BGE
144 I 28 E.
2.2, 130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b, je mit Hinwei
sen
). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentli
chen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbeacht
lich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in rechtli
cher und tatsächlicher Hinsicht umfassend ("allseitig") zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
1.2
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustel
len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK
1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gut
achtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beantwortung der gestell
ten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Unter
suchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychi
schen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenen
falls in Aus
einandersetzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet, ob die Schlussfol
gerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegeben
enfalls deut
lich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutachten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin erklärte zur Begründung ihres Entscheides im Wesentli
chen (
Urk.
2), ihre medizinischen Abklärungen hätten ergeben, dass
die Beschwerdeführerin für die bisherigen Tätigkeiten (zumindest für Tätigkeiten im Verkauf und im Service) wieder zu 100
%
arbeitsfähig sei.
Die Beschwerdeführerin sei in der bisherigen Tätigkeit im Gastgewerbe und im Verkauf durchgehend zu mindestens 60
%
arbeitsfähig gewese
n. So
mit habe seit jeher eine hohe Restarbeitsfähigkeit bestanden, welche die Beschwer
deführerin jederzeit hätte verw
e
r
ten könne. Die Verwertung sei unterblieben, weil sich die Beschwerdeführerin dazu nicht in der Lage gesehen habe. Da
s
könne als IV
fremder Grund jedoch nicht berücksichtigt werden. Die Beschw
e
rdeführerin sei somit auf den Weg der S
elbsteingliederung zu verweisen
und die Rente aufzuhe
ben
.
2.2
Die Beschwerdeführerin liess dagegen im Wesentlichen einwenden (
Urk.
1)
, ent
gegen den Ausführungen im
C._
-Gutachten sei von mehreren Ärzten
eine
Epilepsie hinreichend belegt worden. Da sie wegen den epileptischen Anfällen häufig stürze, getraue sie sich nicht mehr
,
sich alleine im Strassenverkehr zu bewegen. Für die Wahrnehmung von Terminen ausserhalb des Hauses sei sie auf die Hilfe von Drittpersonen angewiesen. Die Gutachter behaupteten aktenwidrig, dass bei ihr keine depressive Erkrankung mehr
vorliege
. Wie dem von
A._
nachgereichten AMDP-Test vom 2
4.
August 2017 entnommen werden könne, liege neu gar eine bipolare affekt
i
ve Störung sowie eine Agoraphobie vor. Allein schon diese Diagno
s
en rechtfertig
t
en die Attestierung ei
ner 100%igen Erwerbsunfähigkeit
.
Selbst wenn das angerufene Gericht
von einer teilweisen Restarbeitsfähigkeit aus
gehen würde,
hätte
diese
aufgrund
ihres
fortgeschrittenen Alters zwingend zur Folge, dass sie Anspruch auf eine ganze IV-Rente hätte
. S
ie
sei
auf dem ausge
glichenen Arbeitsmarkt klar nicht mehr vermittelbar.
3.
3.1
Die Beschwerdegegnerin stellte bei der
Zusprache
der
Viertelsrente
für die Beur
teilung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerde
führerin auf das
Y._
-Gutachten vom 2
8.
Juni 2010
ab (
Urk.
8/51/3,
Urk.
8/53).
Die
Y._
-Gutachter hielten
in ihrem Gutachten vom
2
8.
Juni 2010 folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit fest (
Urk.
8/46/13):
-
s
ymptomatische Epilepsie mit komplexen fokalen Anfällen bei Kavernom frontal links, behand
elt mit
Lamictal
100 mg pro Tag
-
mässig bis mittelstark ausgeprägte kognitive Defizite bei Diagnose 1 sowie seelischer Interfer
enz und Medikamenteninterferenz
-
leicht ausgeprägtes
Lumbovertebral
- und
Zervik
alsyndrom
-
leicht bis zwischendurch mittelgradig vor allem ängstlich gefärbte de
pressive Episode (ICD-10 F32.1)
Als ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit erachteten die Gutachter folgende Diagnosen (
Urk.
8/46/13):
-
Diabetes mellitus Typ 2 mit leicht au
sgeprägter Polyneuropathie
-
arterielle Hypertonie
-
Adipositas Grad I
-
beginnender Katarakt beidseits
-
Nephrolithiasis
anamnestisch, Status nach
e
xtrakorporaler Stosswellen-lithotripsie (ESWL) zweimal rechts und
einmal links anamnestisch
-
Status nach Appendektomie 1982, Status nach
laparos
kopischer
Cholezystektomie
1985
Die
Y._
-Gutachter kamen zum Schluss, dass die Beschwerdeführerin aufgrund der Epilepsie in ihrer angestammten Tätigkeit als Taxifahrerin
nicht mehr
arbeits
fähig sei und auch keine anderen Tätigkeiten verrichten könne, die in irgendeiner Weise für sie selbst oder für Dritt
e gefährlich sein könnten (Urk.
8/46/17). Hin
sichtlich der Arbeitsfähigkeit in angepassten Tätigkeiten wurde festgehalten, aus neurologischer Sicht sei die Beschwerdeführerin in Tätigkeiten ohne wesentliche Belastung der Körperachse (wegen des
Zerkival
- und
Lumbovertebralsyndroms
) und mit nur geringen Anforderungen an die Konzentrations- und Gedächtnisfä
higkeit zu 50
%
arbeitsfähig. Aufgrund ihrer leicht bis mittelgradig ängstlich gefärbten depressiven Episode sei
sie
sodann zu 40
%
in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt. Aus gesamtmedizinischer Sicht ergebe sich aufgrund der Depressivität und de
r
neurologischen Probleme eine Einschränkung von 60
%
. Es sei der Beschwerdeführerin demzufolge zumutbar, zu 40
%
in der freien Wirt
schaft eine Tätigkeit ohne wesentliche Belastung der Körperachse und mit nur geringen Anforderungen an die Konzentrations- und Gedächtnisfähigkei
t zu ver
richten (
Urk.
8/46/17).
3.2
3.2.1
Das hiesige Gericht hielt im Urteil vom 1
6.
Oktober 2014 (
Urk.
7/106) fest, dass
gestützt auf den
Abklärungsbericht bezüglich Hilflosigkeit vom Februar 2011 (
Urk.
7/
70) sowie die Berichte
von
Dr.
Z._
vom 1
9.
September 2012 (Urk.
7/86/3) und
A._
vom 2
7.
September 2012 (
Urk.
8/86/7-8)
eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin
nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ausgewiesen sei (E. 4.1
,
Urk.
7/106/9). Im damaligen Zeitpunkt konnte eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin jedoch auch nicht ausgeschlossen werden, weshalb die Sache zu weiteren Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wurde
(E.
4.2,
Urk.
7/109/9-10). Im Nachgang zum Urteil vom 1
6.
Oktober 2014 wurden
der Beschwerdegegnerin im Wesentlichen die folgenden
ärztlichen
Berichte erstattet:
3.2.2
M
it Verlaufsbericht vom 1
4.
November 2014
(
Urk.
7/110)
hielt
A._
fest,
die depress
ive Symptomatik
habe sich
trotz inten
siver psychotherapeutischer und medikamentöser
B
ehand
l
ung in den letzten zwei Jahren
chronifiziert
. Es gebe keine mehrtägigen beschwerdefreien Intervalle. Nach dem Sturz
vom
2
0.
August 2014 mit Schädelhirntraum
a
sei die Beschwerdeführerin noch ängstlicher gewor
den. Der Gesundheitszustand habe sich in den letzten zwei Jahren insofern ver
schlechtert,
als
sich die Symptomatik
chronifiziert
habe. Neue Diagnosen seien in den letzten zwei Jahren aus psychiatrischer Sicht nicht hinzugekommen.
3.2.
3
Die
C._
-Gutachter erhoben in ihrem Gutachten vom 2
3.
September 2015 (
Urk.
7/132) keine Diagnosen mit Auswirkungen
auf die Arbeitsfähigkeit (Urk.
7/132/46).
Als Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit führ
ten sie an
(
Urk.
7/132/46-47)
:
Diabetes mellitus Typ II
;
a
rterielle Hypertonie
;
Ad
i
positas WHO Grad 1, BMI 30
;
c
hronisch venöse Insuffizienz Grad 1 beidseits
;
Lipom Stirn
;
Refluxleiden
;
k
ein überwiegend wahrscheinlicher Anhalt für eine die Arbeitsfähigkeit limitierende neurologische Erkrankung (mögliches zerebrales Anfallsleiden)
;
A
nalgetika-Kopfschmerz,
Differentialdiag
n
ose Spannungs
kopf
schmerz
;
k
ein ausreichender Anhalt für eine die Arbeitsfähigkeit mindernd
e
psychiatrische Erkrankung
;
Status nach aktenkundiger depressiver Episo
d
e (ICD
10 F32.9)
.
Die Gutachter kamen zum Schluss
(
Urk.
7/132/52-53)
, dass die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in der zuletzt ausgeübten sowie jedweder vergleichbaren Tätigkeit, vor allem aber au
ch
in einer anderen Tätigkeit des allgemeinen Arbeits
marktes nicht als mit überwiegender Wahrscheinlichkeit gemindert anzusehen
sei
. Eine namhafte Depression l
i
ege ausweislich des hiesigen AMD
P
-konform erhobenen Befundes nicht mehr vor, die diesbezüglich aktenkundig zuvor attestierte Gesundheitsstörung mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit falle also nunmehr fort. Ebenso sei keine anhaltende kognitive Störung mit der gebotenen Wahrscheinlichkeit mehr zu attestieren. Die aktenkundig attestierte Epilepsie sei nicht überwiegend wahrscheinlich lege
artis
belegt und versiche
rungsmedizinisch als allenfalls möglich einzustufen. Insoweit man aus nicht-versicherungsmedizi
nischen Erwägungen ein Anfallsleiden als möglich und den Einsatz im Personen
transport daher für ungeeignet ansehe, sei die Beschwerde
führer
i
n zumindest in anderen Tätigkeiten des allgemeinen Arbeitsmarktes als zu 100
%
arbeitsfähig
einzuschätzen. Sie würden
daher
empfehlen, Tätigkeiten ausserhalb des Perso
nentransportes zu wählen. Die Bewertung gelte ex
nunc
, da keine eigenen Vor
befunde und keine ausreichend detaillierten anderweitigen Berichte vorlägen, die
es erlauben würden, die jetzt zu konstatierende Besserung retrospektiv mit der gebotenen Wahrscheinlichkei
t
zu qualifizi
eren und zeitlich einzugrenzen
.
3.2.
4
A._
berichtete der Beschwerdegegnerin ohne Kenntnis des
C._
-Gut
achtens am
3.
März 2016 (
Urk.
7/144), die Beschwerdeführerin
klage
über Traurigkeit, fehlenden Antrieb und fehlende Freude. Sie habe kaum noch Inte
ressen und vermeide weitgehend soziale Kontakte ausserhalb der Familie. Sie habe Angst
,
alleine das Haus zu verlassen, da sie umfallen könnte. Sie fühle sich unsicher. Mehrmals am Tag sehe sie
„
Schatten
“ vor den Augen.
Sie ertrage a
uch keine vollen Geschäfte oder Verkehrsmittel mehr. Sie bekomme dann Atem
be
schwerden und habe das Gefühl umzufallen. Sie leide weiterhin unter Schlafstö
rungen und Kopfschmerzen, die sie mit
Dafalgan
behandle. Von der Tochter wür
den zunehmendes Desinteresse und Abnahme der Fähigkeiten im Alltag beschrie
ben. Die Beschwerd
en führten zu
einer
erhebliche
n
Beein
trächti
gung im Alltag. Die Beschwerdeführer
in
sei auf die ständige Hilfe von Dritten angewiesen, unter anderem beim Kochen, Ein
k
aufen und bei Arztbe
suchen. Sie verlasse das Haus
wegen ihrer Ängste
nicht alleine. Therapeutisch erfolge weiterhin das Training der sozialen Fertigkeiten
,
um Sicherheit bei den Alltagsaufgaben zu erlangen und die Selbständig
k
eit im Alltag zu fördern. Fortschritte mache die Beschwerde
führerin diesbezüglich keine. Nach dem Sturz am 2
0.
A
ugust 2014 mit Schädel
hirntrauma
sei
sie
noch ängstlicher geworden. Die Symptomatik sei
chronifiziert
und therapeutisch sowie medikamentös wenig beeinflussbar.
Die Beschwerde
führerin sei während des gesamten Behandlungs
zeitraum
s
zu 100
%
arbeitsunfä
hig. Sie werde durch die Psychiatrie-Spitex einmal
pro Woche
betreut.
3.2.
5
Mit Verlaufsbericht vom 1
1.
April 2017 (
Urk.
7/158) erklärte
A._
, wegen der weiterhin bestehenden depressiven Symptomatik sei im Juli 2017 (richtig: 2016) die Umstellung von
Venlafaxin
auf
Duloxetin
erfolgt. Nach dem Tod der Mutter im September 2016 sei nochmal
s
eine Verschlechterung der Symptomatik aufgetreten, sodass die Dosis von
Duloxetin
auf 120
mg gesteigert worden sei. Insgesamt habe damit keine Verbesserung erreicht werden können. Im Januar 2017 sei deshalb die Umstellung von
Duloxe
t
in
auf
Brintellix
erfolgt. Derzeit nehme die Beschwerdeführerin 20
mg. Anfangs habe sie eine leicht
e
Ver
besserung der depressiven Symptomatik
beschrieben
,
die allerding nur etwa 2
Wochen angehalten habe. Seitdem habe sie wieder vermehrt eine depressive Symptomatik. Vor einem stationären Aufenthalt habe sie grosse Angst. Die Beschwerdeführer
in
sei
weiterhin
zu 100
%
arbeitsunfähig.
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin stützte die Aufhebung der
Viertelsrente
der Beschwer
de
führerin auf das Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden Monats im
Wesentlichen auf das Gutachte
n
der
C._
vom 2
3.
September 2015 (
Urk.
2,
Urk.
7/187
).
Das Gutachten
der
C._
vom 2
3.
September 2015 (
Urk.
7/132)
vermag die an eine beweiskräftige ärztliche Expertise gestellten Anforderungen vollumfänglich zu erfüllen (E.
1.2
). Das Gutachten ist für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend, es beruht auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen, es berücksichtigt die geklagten Beschwerden und setzt sich mit diesen, dem Verhal
ten der Beschwerdeführerin und den
Vorakten
auseinander und es leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein. Die Schlussfol
gerungen der Gutachter sind zudem in für den Rechtsanwendender nachvollzieh
barer Weise begründet.
Was
die
Beschwerdeführer
in
gegen das Gutachten vorbringen lässt, vermag nicht zu überzeugen.
Soweit die Beschwerdeführerin generell die Objektivität von
Prof.
Dr.
med.
D._
und d
er
C._
in Frage stellt, ist darauf hinzu
weisen, dass d
as Bundesgericht
bereits
mehrmals den
hier
von der Beschwerde
führerin erhobenen Vorwurf der fehlenden Objektivität
verworfen
hat
(
vgl. Urteil des Bun
desgerichts 9C_19/2017 vom 3
0.
März 2017 E. 5.2 mit Hinweisen. vgl.
Urk.
1 S.
15)
. Es sind denn auch keine Umstände ersichtlich, welche Prof.
Dr.
D._
im vor
liegenden Verfahren als befangen erscheinen lassen.
Entgegen de
m
Einwand
de
r
Beschwerdeführer
in
(
Urk.
1 S. 16) ist der Schluss
de
s
neurologische
n
Guta
chter
s
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Neurologie,
es sei
niemals eine Epilepsie anhand entsprechender EEG Befunde gestellt worden
(
Urk.
7/132/27), nicht aktendwidrig
.
So sind
insbesondere dem
vo
n der
Beschwer
deführer
in
angeführten EEG des
B._
,
Klinik für Neurologie
,
vom 20.
August 2014
(
Urk.
7/115/
7-
8)
– lediglich
–
epilepsieverdächtige
und nicht etwa
epilepsietypi
sche
Potentiale zu entnehmen
(vgl.
Urk.
7/155/2)
.
Die
C._
-Gutachter wiesen entsprechend auch in ihrer Stellungnahme vom
3.
März 2017 erneut darauf hin, dass die Ärzte des
B._
ledig
l
ich den Verdacht auf eine Epilepsie diagnostiziert hätten (
Urk.
7/155/1)
.
Die Gutachter stellten denn auch klar, dass sie eine Epi
lepsie nicht kategorisch verneint bzw. bestritten hätten. Vielmehr hielten sie dafür, dass
eine Epilepsie zwar möglich sei (
Urk.
7/155/2), jedoch
kein über
wiegend wahrscheinlich
er A
nhalt für eine die Arbeitsfähigke
it limitierende neu
rologi
s
che Erkrankung bestehe (
Urk.
7/155/2).
Zur Begründung führ
ten sie
-
un
ter anderem - an,
d
as dargebotene Zittern
habe
demonstrativen Charakter, sei prompt ablenkbar gewesen und rhythmische Myoklonien seien nicht zu erkennen gewese
n. Weiter legten sie dar, dass K
avernome nicht seltene Zufallsbefunde all
fälliger zerebraler Bildgebun
g
en seie
n
, sodass hier zumind
e
st ebenso gut eine Z
ufallsassoziation
ohne Krankheitswert
erwogen
werden könn
t
e.
Die Annahme einer Epilepsie sei auch durch das fehlende Ansprechen auf
Antiepileptika
geschwächt. Auch lasse sich keine leitliniengerechte Führung des Störungsbildes erkennen, namentlich werde kein Ereigniskalender geführt.
Soweit d
ie
Beschwerdeführer
in
zum Nachweis des Bestehens einer Epilepsie
auf
Dr.
med.
F._
, Facharzt FMH für Neurologie,
und das von
diesem beschriebene Ereignis
anlässlich der Begutachtung in der
Y._
verweist (
Urk.
1 S.
16), ist darauf hinzuweisen, dass
Dr.
F._
zwar eine symptomatische Epi
lepsie diagnostizierte (
Urk.
7/46/9), er aber als medizinische Massnahme unter anderem eine Sicherung der Diagnose für angebracht erachtete (
Urk.
7/46/10). Hieraus ist ohne Weiteres zu schliessen, dass auch
Dr.
F._
die Diagn
o
se nicht als gesichert erachtete. Die in der Folge veranlassten
Abklärungen konnten denn auch,
wie von
Dr.
E._
dargelegt, die Diagnose nicht erhärten.
In neuropsychologischer und psychiatrischer Hinsicht weist die Beschwerde
führer
in
zwar zutreffend darauf hin, dass der
Hamasch
5-P
unkt-
Test weit unter
durch
schnittliche Werte ergab (
Urk.
1
S.
17). Sie lässt jedoch ausser Acht, dass dieses
E
rgebnis lediglich formal zu Stande kam. Tatsächlich ist von einer nicht instruktionskonformen Arbeitsweise auszugehen (
Urk.
7/132/38).
So war
laut Gutachten
auffällig, dass die Per
s
e
verationsfehler ständig durchgewechselt wur
den, was untypisch für eine ge
istige I
nflexibil
ität
sei
(
Urk.
7/132/38). Die von der Beschwerdeführerin beim WTS-Test erbrachte Leistung wies gemäss Gutachter (ebenfalls) auf eine nicht instruktionskonforme Bearbeitung der Aufgaben
stellung hin (
Urk.
7/132/40).
Gemäss Einschätzung der Gutachter zeigten die neuropsychologischen Test-Untersuchungen deutliche Hinweise auf eine bewusst
seinsnah
e Vortäuschung von Gedächtniss
törungen und ein nicht instruktions
konformes Verhalten. Die formal auffälligen Testbefunden seien nicht von einem bewusstseinsnahen Artefakt
zu trennen.
Die erfolgte Symptom
validierung
(TOMM-Test)
spreche für eine bewusstseinsnahe Verfälschung der Ergebnisse (
Urk.
7/132/41). Es ist daher schlüssig, dass die Gutachter aus neuropsychologi
scher Sicht keine Einschränkung attestierten
.
4.2
Die behandelnde Psychiaterin
A._
hielt in ihrem Bericht vom 14.
No
vember 2014 (E. 3.2.2)
im Wesentlichen
nur insoweit eine Veränderung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin fest, als sich die Symptomatik
chronifiziert
habe
. Eine daraus resultierende Änderung der Ressourcen oder der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin führte sie nic
ht an.
Mit Bericht vom
3.
März 2016 (E. 3.2.
4
)
, das heisst nach der Begutachtung durch die
C._
,
attestierte
A._
der Beschwerdeführerin weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Eine relevante
– nach der Begutachtung durch die
C._
eingetretene -
Verschlechterung des Gesundheitszustandes führt
e
sie nicht an. Es
fällt denn auch auf, dass die Beschwerdeführerin
im Berichtszeit
punkt
weiterhin dieselben Medikamente wie im Zeitpunkt der Begutachtung e
in
nahm
(vgl.
Urk.
7/132/29), was
ebenfalls
auf einen unveränderten Gesundheits
zu
s
tand
hinweist.
In ihrem Bericht vom 1
1.
April 2017 (E. 3.2.
5
) führte
A._
eine nach dem Tod der Mutter der Beschwerdeführerin eingetretene Verschlechterung des Gesundheitszustandes an. Wie sich aus der von
A._
eingereichten Auf
stellung betreffend Konsultationstermine der Beschwerdeführerin ergibt
(Urk.
7/175/1)
, erfolgte nach dem Tod der Mutter der Beschwerdeführerin jedoch keine Intensivierung der Konsultationen. So suchte die Beschwerdeführerin nach dem Tod der
Mutter im September 2016
A._
im Jahr 2016 lediglich noch zwei
m
al auf. Auch im Jahr 2017 erfolgte keine erhebliche Ausweitung der Therapie, suchte die Beschwerdeführerin
A._
bis zum 2
4.
August 2017 doch lediglich sechs
m
al auf (
Urk.
7/175/1).
Der von
A._
am 2
4.
August 2017 er
hobene AMDP-Befund (
Urk.
7/175/2-8
) weist ebenfalls nicht auf eine wesentliche Verschlechterung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin hin
, entsprechen die angeführten Befunde doch im Wesentlichen den im Bericht vom
1
4.
November 2014 (
Urk.
7/110) genannten
(vgl. auch die RAD
Stellung
nahme dazu vom 1
7.
Oktober 2017,
Urk.
7/187/6).
Entgegen dem Vorbringen der Beschwerdeführerin
hatte denn die behandelnde Psychiaterin auch keine anderen Diagnosen als die bisherigen kodiert (
Urk.
7/175/2: ICD-10
F33.1, F40.00).
Die Berichte der behandelnden Psychiaterin
A._
vermögen nach dem Gesagten weder das
C._
-Gutachten in Frage zu stellen
,
noch geht aus ihnen eine nach der Begutachtung eingetretene relevante Verschlechterung des Gesund
heitszustandes der Beschwerdeführerin hervor.
4.
3
Die Berichte der Mitarbeiterinnen der Psychiatrie-Spitex – bzw. der Tochter der Beschwerdeführerin – (
Urk.
7/145 und
Urk.
7/181)
sind
nicht geeignet
,
die
ä
rzt
lichen Beurteilungen in Frage zu stellen. Wie von den
C._
-Gutachtern dar
gelegt
(vgl. E. 4.1)
, zeigte die Beschwerdeführerin
ein
inkonsistentes
Ver
halten. Es liegen keine Anhaltspunkte dafür vor, dass die
Mitarbeiterinnen der Psychi
atrie-Spitex
die gezeigten Beschwerden validierten bzw. überhaupt über die Kenntnisse dazu verfügen.
4
.
4
Nach dem Gesagten ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin davon ausgegangen ist, dass sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin ver
bessert hat und sie grundsätzlich wieder zu 100
%
arbeitsfähig ist.
5.
5.1
Zu prüfen bleibt, wie sich das verbesserte
Leistungsvermögen der Beschwerde
führerin in wirtschaftlicher Hinsicht auswirkt.
5.2
5.2.1
Im Regelfall ist eine medizinisch attestierte Verbesserung der Arbeitsfähigkeit auf dem Weg der Selbsteingliederung zu verwerten. Nach langjährigem Rentenbezug können ausnahmsweise Erfordernisse des Arbeitsmarktes der Anrechnung einer medizinisch vorhandenen Leistungsfähigkeit und medizinisch möglichen Leis
tungsentfaltung entgegenstehen, wenn aus den Akten einwandfrei hervorgeht, dass die Verwertung eines bestimmten Leistungspotenzials ohne vorgängige Durchführung befähigender Massnahmen allein vermittels Eigenanstrengung der versicherten Person nicht möglich ist. Diese Recht
sprechung ist grundsätzlich auf Fälle zu beschränken, in denen die (revisions- oder wiedererwägungsweise) Herabsetzung oder Aufhebung der Invalidenrente eine versicherte Person betrifft, welche das 55. Altersjahr zurückgelegt oder die Rente seit mehr als 15 Jahren bezogen hat. Die Übernahme der beiden Abgrenzungskriterien (vgl.
lit
. a
Abs.
4 der Schlussbestimmungen der Änderung vom 1
8.
März 2011 [
6.
IV-Revision, erstes Massnahmenpaket]) bedeutet nicht, dass die darunter fallenden Rentnerin
nen und Rentner im jeweiligen revisions- (Art. 17 Abs. 1 ATSG) beziehungsweise gegebenenfalls wiedererwägungs
rechtlichen (Art. 53 Abs. 2 ATSG) Kontext einen Besitzstandsanspruch geltend machen könnten; es wird ihnen lediglich zugestan
den, dass – von Ausnahmen abgesehen – aufgrund des fortgeschrittenen Alters oder einer langen Rentendauer die Selbsteingliederung nicht mehr zumutbar ist (Urteil des Bundesgerichts 8C_39/2012 vom 24. April 2012 E. 5.1 mit Hinweisen; vgl. auch Urteile Bundesgerichts 8C_602/2013 vom 9. April 2014 E. 3.4 und 9C_412/2014 vom 20. Oktober 2014 E. 3.1).
5.
2.2
Die Beschwerdeführerin
, welche im Zeitpunkt der verfügten Rentenaufhebung 63 Jahre alt war, bezog seit dem
1.
Mai 2009 eine
Viertelsrente
der Invalidenversi
cherung
(
Urk.
7/58).
Seit Rentenbeginn
war
sie
in a
ngepasster
Tätigkeit zu 40
%
- und nicht wie von der Beschwerdegegnerin geltend gemacht 60
%
(
Urk.
2) -
arbeitsfähig, unter anderem auch in der nach ihrer Einreise in die Schweiz
aus
geübten Tätigkeit im Gastgewerbe (vgl. Lebenslauf,
Urk.
7/8).
Die Beschwerde
führerin war bzw. ist in ihrer Arbeitsfähigkeit nur insoweit eingeschränkt, als sie die zuletzt ausgeübte Tätigkeit
als Taxifahrerin
aufgrund des Entzuges der Fahr
erlau
b
nis nicht mehr ausüben kann (
Urk.
7/24/1 und
Urk.
7/24/3)
.
Nichtsdesto
trotz übte
sie
seit
April
2008 keine Erwerbstätigkeit mehr aus.
Sie
hat zudem
keine konkreten
Anstrengungen unternommen, wieder
eine Teilzeitstelle aufzu
nehmen
.
Die
Abstinenz der Beschwerdeführerin vom Arbeitsmarkt war daher
nicht
invaliditätsbedingt
(vgl. unter anderem Urteile des Bundesgerichts
9C_752/2013 vom 2
7.
Juni 2014 E. 4.3.2 und 9C_819/2014 vom 1
9.
Juni 2014 E. 4
).
Es ist ihr deshalb
aus
invalidenversicherungsrechtlicher Sicht
die Selbstein
gliederung zumutbar.
In
Anbetracht
der Tatsache, dass die Beschwerdeführerin praktisch nicht in der Arbeitsfähigkeit eingeschränkt ist und ihr somit
eine weite Palette
an möglichen Tätigkeiten offen
steht, steht auch ihr Alter
(vgl. betreffend den
dafür
massgeben
den Zeitpunkt
BGE 138 V 457
)
einer Verwertbarkeit der dazugewonnen
en
Arbeitsfähigkeit nicht entgegen.
5.
3
In Anbetracht
des vom hiesigen
Gericht mit Urteil vom 3
0.
April 2012
(
Urk.
7/80) ermittelten
Valideneinkommens
(vgl. E. 4.
2
), welches unter Anpassung an die Nominallohnentwicklung weiterhin Gültigkeit hat
(vgl. auch das Urteil des Bun
desgerichts vom 2
0.
Augu
s
t 2012 in Sachen der Parteien, wonach keine Paralle
lisierung der Vergleichseinkommen zu erfolgen hat,
Urk.
7/84),
und des gestützt auf die Tabellenlöhne der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung
(LSE)
zu berechnenden
Inv
alideneinkommens, steht ohne Weiteres fest, dass es der Beschwerdeführerin möglich ist, ein rentenausschliessendes Einkommen zu erzielen.
5.
4
Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als unbegründet und ist abzu
weisen.
6.
6.1
Die Beschwerdeführerin beantragte die unentgeltliche Rechtspflege und die Bestellung von Rechtsanwalt Tobia
Figi
als unentgeltlichen Rechtsvertreter
(Urk.
1)
.
Vorliegend sind die Voraussetzungen zur Bewilligung der unentgeltli
chen Prozessführung und unentgeltlichen Rechtsvertretung gemäss
§
16
Abs.
1 und 2 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) erfüllt
(
Urk.
9 und
Urk.
10/1-10
,
insbesondere
Urk.
10/9),
weshalb dem Gesuch stattzugeben ist.
6.2
Die Kosten des Verfahrens (
Art.
69
Abs.
1
bis
des Bundesgesetzes über die Invali
denversicherung,
IVG) sind auf
Fr.
800.-- festzusetzen. Ausgangsgemäss sind sie der Beschwerdeführerin aufzuerlegen, zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.
6.3
Nach
§
34
Abs.
3
GSVGer
bemisst sich die Höhe der gerichtlich festzusetzenden Entschädigung nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Pro
zesses und dem Mass des Obsiegens, jedoch ohne Rücksicht auf den Streitwert. Mit Verfügung vom
1
6.
April 2018
(
Urk.
11)
wurde Rechtsanwalt
Tobi
a
s
Figi
auf die Möglichkeit der Einreichung einer Honorarnote vor Fällung des Endentscheids sowie darauf, dass im Unterlassungsfall das Gericht die Entschädigung nach
Ermessen festsetze
, hingewiesen
. Mangels Honorarnote und in Anwendung der genannten Kriterien
, insbesondere mit Blick darauf, dass die Beschwerdeschrift weitgehend mit dem Einwand vom 1
8.
März 2016 (
Urk.
7/146) identisch ist, worin die Beschwerdeführerin bereits für das
V
erwaltungsverfahren
um
Gewährung der unentgeltlichen
Rechtspflege ersuchte,
sowie des gerichtsüblichen Stunden
ansatzes von
Fr.
220.-- (zuzüglich Mehrwertsteuer) i
st die Entschädigung auf
Fr. 1
‘
8
00.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen.
6.4
Die Beschwerdeführerin ist auf
§
16
Abs.
4
GSVGer
hinzuweisen, wonach sie zur Nachzahlung der Prozesskosten
und der Auslagen für die unentgeltliche Rechts
vertretung
verpflichtet ist, sobald sie dazu in der Lage ist.