Decision ID: 1b9742d6-2974-4501-a073-2374075b30fa
Year: 2020
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1979, reiste im Mai 2014 als Flüchtling in die Schweiz ein
(vgl.
Urk.
11)
.
Am 2
9.
April
2019
meldete
sich
der
Versicherte
bei der
Inva
lidenversicherung zum Leistungsbezug an
(
Urk.
10/6)
. Mit
Schreiben vom
6.
Mai 2019
(
Urk.
10/10) gab
die Stadt Zürich, Amt für Zusatzleistungen zur AHV/IV, der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich
, IV-Stelle, bekannt,
dass sich der Versicherte zum Bezug von
Ergänzungsleistungen für versicherte Personen, welche keinen Anspruch auf Rentenleistungen der Invaliden
versiche
rung haben, angemeldet habe, und ersuchte die IV-Stelle, den Invaliditätsgrad zu ermitteln und festzusetzen.
Mit Schreiben vom 1
9.
September 2019 (
Urk.
10/24) teilte die IV-Stelle de
m
Amt für Zusatzleistungen zur AHV/IV
im Rahmen der Amtshilfe
mit, dass der Invaliditätsg
rad des Versicherten 0 % betrage, und dass
diesem
die Ausübung einer optimal angepassten Tätigkeit im Umfang eines Arbeit
s
pensums von 100
%
zuzumuten sei.
Nach Erlass des Vorbescheids (
Urk.
10
/17) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 1
9.
September 201
9
(
Urk.
10
/25 =
Urk.
2) einen Rentenanspruch des Versi
cher
ten mangels Erfüllung der versicherungsmässigen Voraussetzungen.
2.
Gegen die Verfügung vom 1
9.
September 2019 (
Urk.
2) erhob der Versicherte am 1
9.
Oktober 2019 Beschwerde (
Urk.
1) und beantragte, es sei die IV-Stelle zu ver
pflichten, den Invaliditätsgrad festzustellen, und es
sei
ein Invaliditätsgrad von 100
%
festzustellen; eventuell sei
d
er
Beschwerdeführer
im Hinblick auf seine kog
nitiven Fähigkeiten im Rahmen eines spezifischen Testverfahrens zu unter
suchen (S. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom
2.
Dezember 2019 (
Urk.
9
) beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde, wovon dem Beschwerdeführer am
1
2.
Dezember 2019
Kenntnis gegeben wurde (
Urk.
12
).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss
Art.
1
Abs.
1 des Bundesbeschlusses über die Rechtsstellung der Flücht
linge und Staatenlosen in der Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung vom
4.
Oktober 1962 (
FlüB
) haben Flüchtlinge und Staatenlose mit Wohnsitz und
gewöhnlichem Aufenthalt in der Schweiz unter den gleichen Voraussetzungen wie Schweizer Bürger Anspruch auf eine ordentliche Rente der Alters- und Hin
ter
lassenen- sowie der Invalidenversicherung
, wobei na
ch der Rechtsprechung (BGE 121 V 251) im Rahmen des
FlüB
der formelle Flüchtlingsbegriff massgebend
ist, weshalb
Art.
1
Abs.
1
FlüB
nur für anerkannte
Flüchtlinge
gilt.
1.2
Der Anspruch von Schweizern und ausländischen Staatsangehörigen auf eine ordentliche Invalidenrente der schweizerischen Invalidenversicherung setzt vor
aus, dass sie bei Eintritt der Invalidität während mindestens drei Jahre
n
Beiträge geleistet haben (
Art.
36
Abs.
1
des Bundesgesetzes über
die Invaliden
versi
che
rung, IVG, in der seit
1.
Januar 2008 gültigen Fassung). Die Mindestbeitragszeit muss vor Eintritt der Invalidität geleistet sein (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_610/2014 vom
5.
November 2014 E. 3).
1.3
Anspruch auf Ergänzungsleistungen haben insbesondere Personen mit Wohnsitz und gewöhnlichem Aufenthalt in der Schweiz, die Anspruch haben auf eine Rente oder eine
Hilflosenentschädigung
der Invalidenversicherung (IV) oder ununter
brochen während mindestens sechs Monaten ein Taggeld der IV beziehen (
Art.
4
Abs.
1
lit
. c
des Bundesgesetzes über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinter
lassenen-
und Invalidenversicherung, ELG), oder die einen Anspruch hätten auf eine Rente der IV, wenn sie die Mindestbeitragsdauer nach
Art.
36
Abs.
1 IVG erfüllen würden (
Art.
4
Abs.
1
lit
. d ELG).
1.4
Die Invalidenversicherung wird durch die IV-Stellen in Zusammenarbeit mit den Organen der Alters- und
Hinterlassenenversicherung
und unter der Aufsicht des Bundes (
Art.
76
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialver
si
cherungsrechts;
ATSG) durchgeführt (
Art.
53
Abs.
1 IVG).
Die IV-Stellen haben gemäss
Art.
57
Abs.
1 IVG
insbesondere
die
folgende
n
Aufgaben:
die Abklärung
der versicherungsmässigen Voraussetzungen
(
lit
. c)
;
die Bemessung der Invali
di
t
ät, der Hilflosigkeit und der von der versicherten Person benötigten Hilfeleis
tungen
(
lit
. f) und
den Erlass der Verfügungen über die Leistungen der Invaliden
versi
cherung
(
lit
. g).
Abs.
2 dieser Bestimmung räumte dem
Bundesrat
die Kom
petenz ein, den IV-Stellen
weitere Aufgaben zuweisen.
Von dieser Kompetenz hat der Bundesrat mit Erlass von
Art.
41
der Verordnung über die Invalidenver
sicherung (IVV)
Gebrauch
gemacht. Laut
Art.
41
Abs.
1
lit
. k IVV haben die IV-Stelle
n
über die im
IVG und in der IVV
genannten Aufgaben hinaus
insbesondere
noch
die Auf
gabe, die
Invalidität von Personen
zu bemessen
, die eine Ergän
zungs
leistung nach
Art.
2c
lit
. b des
bis 3
1.
Dezember 2007 in Kraft gestandenen Bundesge
setzes vom 1
9.
März 1965
über
Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlas
se
nen- und Invalidenversicherung
(vgl.
auch
Art.
4
Abs.
1
lit
. d ELG, in Kraft ab
1.
Januar 2008)
beanspruchen
.
1.5
Demnach gehört zu den Aufgaben der IV-Stellen,
die Invalidität von Personen zu bemessen, die eine Ergänzungsleistung nach
Art.
2c
lit
. b des bis 3
1.
Dezember 2007 in Kraft gestandenen Bundesgesetzes vom 1
9.
März 1965 über Ergänzungs
leistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung
(beziehungs
weise gemäss des ab
1.
Januar 2008 in Kraft stehenden
Art.
4
Abs.
1
lit
. d ELG
) beanspruchen. Weder
Art.
57
Abs.
1 IVG noch
Art.
41
Abs.
1 IVV räumt den IV-Stellen jedoch die Kompetenz ein
,
über die Bemessung der Invalidität von Per
sonen, die keinen Anspruch auf Rentenleistungen der Invalidenversicherung, je
doch einen Anspruch auf Ergänzungsleistungen haben
, Verfügungen zu erlassen.
1
.
6
Gemäss der diesbezüglichen Verwaltungspraxis
im Bereich
Invalidenversicherung erteilt die EL-Stelle (Organ der Ergänzungsleistungen zur AHV und IV) der zu
ständigen IV-Stelle den Auftrag, die Invalidität zu bemessen, worauf die IV-Stelle die Höhe des Invaliditätsgrades festlegt und bestimmt, seit wann eine Invalidität im rentenbegründenden Ausmass besteht. Die IV-Stelle teilt den Entscheid über den Invaliditätsgrad sowie den Zeitpunkt,
seit dem
die Invalidität in rentenbe
grün
dendem Au
smass besteht
,
der zuständigen EL
-Stelle mit
, wobei der
Verfü
gungserl
ass durch die EL-Stelle
erfolgt
(Kreisschreiben über das Verfahren in der Invalidenversicherung, KSVI,
Stand
1.
Januar 2018, Anhang III
Ziff.
4 f.).
1.7
Damit übereinstimmend muss die
EL
-Stelle gemäss Verwaltungspraxis im Bereich der Ergänzungsleistungen zur AHV und IV den Invaliditätsgrad durch die IV-Stelle abklären lassen, wenn die Erfordernisse der Karenzfrist, des Wohnsitzes und des Aufenthaltes erfüllt sind.
Die IV-Stelle legt die Höhe des Invalidi
täts
grades fest und bestimmt, seit wann eine Invalidität in rentenbegründendem Aus
mass besteht. Anschliessend teilt die IV-Stelle den Entscheid über den Invali
di
tätsgrad sowie den Zeitpunkt,
seit dem
die Invalidität in rentenbegründendem Ausmass besteht, der zuständigen EL-Stelle mit, wobei der Verfügungserlass durch die EL-Stelle erfolgt (
Wegleitung über die Ergä
nzungsleistungen zur AHV und IV,
WEL
,
Stand
1.
Januar 2020
,
Rz
. 2230.04 und Anhang 14).
1.8
Verwaltungsweisungen richten sich an die Durchführungsstellen und sind für das Sozialversicherungsgericht nicht verbindlich. Dieses soll sie bei seiner Entschei
dung aber berücksichtigen, sofern sie eine dem Einzelfall angepasste und gerecht werdende Auslegung der anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen zulassen. Das Gericht weicht
also nicht ohne triftigen Grund von Verwaltungsweisungen ab, wenn diese eine überzeugende Konkretisierung der rechtlichen Vorgaben dar
stellen. Insofern wird dem Bestreben der Verwaltung, durch interne Weisungen eine rechtsgleiche Gesetzesanwendung zu gewährleisten, Rechnung getragen (BGE 133 V 587 E. 6.1; 133 V 257 E. 3.2 mit Hinweisen; vgl. BGE 133 II 305 E. 8.1).
1.9
Gemäss der Rechtsprechung ist es
sachgerecht, dass die für die Ergänzungs
leis
tungen zuständige Behörde in den von
Art.
4
Abs.
1
lit
. d ELG erfassten Fällen den Invaliditätsgrad dur
ch die IV-Stelle abklären lässt. Dieses
Vorgehen ändert
indes
nichts an der Zuständigkeit der EL-Durchführungsstelle zur B
eurteilung des Leistungsgesuchs. Eine Übernahme der
Invaliditätsbemessung der IV-Stelle
durch die EL-Stelle beziehungsweise eine
amtshilfeweise erfolgte Invaliditätsbemessung der IV-Stelle
bewirkt im Bereich der Ergänzungsleistungen zur AHV und IV
deshalb
keine Verbindlichkeit in dem Sinne, dass die gerichtliche Überprüfung des Invaliditätsgrades anlässlich der Beurteilung des Anspruchs auf Ergänzungs
leistungen ausgeschlossen wäre
(Urteil des Bundesgerichts
9C_710/2017 vom 1
3.
Dezember 2017 E. 3.3)
.
1.10
Nach Gesagtem
handelt
es sich bei der erwähnten Verwaltungspraxis in den Be
rei
chen der Invalidenversicherung (vorstehend E.
1.6
) und der Ergänzungsleis
tungen zur AHV und IV (vorstehend E.
1.7
) um
eine überzeugende Konkre
ti
sie
rung der rechtlichen Vorgaben
, insbesondere
von
Art.
57
Abs.
1 IVG
und
Art.
41
Abs.
1 IVV
,
weshalb diese Verwaltungspraxis
vorliegend zu berücksichtigen ist.
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung vom 1
9.
Septem
ber 2018 (
Urk.
2) davon aus, dass ein Rentenanspruch des Beschwerdeführers mangels Erfüllung der versicherungsmässigen Voraussetzungen nicht ausgewie
sen sei.
Amtshilfeweise meldete
die
Beschwerdegegnerin
mit
einem Schreiben gleichen Datums (
Urk.
10/24)
d
er zuständigen EL-Stelle, dem Amt für Zusatz
leistungen zur AHV/IV
der Stadt Zürich
, dass der Invaliditätsg
rad des
Beschwer
deführers
0
%
betrage, und dass
dem Beschwerdeführer
die Ausübung einer optimal angepassten Tätigkeit im Umfang eines Arbeitspensums von 100
%
zuzu
muten sei.
2.2
Der Beschwerdeführer bestritt die Verneinung seines Rentenanspruchs
mangels Erfüllung der versicherungsmässigen Voraussetzungen
durch die angefochtene Verfügung nicht (
Urk.
1 S.
3
Ziff.
2
). Seine Beschwerde zielt
hingegen
auf die
amtshilfeweise mit Schreiben vom 1
9.
September 2018 (
Urk.
10/24) erfolgte
Fest
setzung
eines Invaliditätsgrades von 0
%
an die EL-Stelle ab.
Er vertrat die An
sicht, dass ihm die Ausübung einer Erwerbstätigkeit aus gesundheitlichen Grün
den nicht zuzumuten sei, und dass er in einem Umfang von 100
%
invalid sei (
Urk.
1 S. 3
Ziff.
3
).
3.
3.1
Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich nur Rechts
verhältnisse zu überprüfen beziehungsweise zu beurteilen, zu denen die zustän
dige Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich – in Form einer Verfügung be
ziehungsweise eines
Einspracheentscheids
– Stellung genommen hat. Insoweit bestimmt die Verfügung beziehungsweise der
Einspracheentscheid
den beschwer
de
weise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sachurteils
voraussetzung, wenn und insoweit keine Verfügung beziehungsweise kein
Einspracheentscheid
ergangen ist (BGE 131 V 164 E. 2.1; 125 V 413 E. 1a).
3.2
Nach der Rechtsprechung gehören zum Anfechtungsgegenstand nicht nur dieje
nigen Rechtsverhältnisse, über welche die Verwaltung tatsächlich eine Anord
nung getroffen hat. Vielmehr bilden auch jene Rechtsverhältnisse Teil des Verfah
rensgegenstandes, hinsichtlich deren es die Verwaltung zu Unrecht - in Verlet
zung des Untersuchungsgrundsatzes sowie des Prinzips der Rechtsanwendung von Amtes wegen - unterlassen hat zu befinden, obwohl dazu nach der Aktenlage oder den Parteivorbringen hinreichender Anlass bestanden hätte (Urteile des Bun
desgerichts 8C_210/2018 vom 1
7.
Juli 2018 E. 3.2.3.2, 9C_309/2011 vom 1
2.
Dezember 2011 E. 5.1 und 9C_694/2009 vom 3
1.
Dezember 2010 E. 3.1).
4.
4.1
Es
ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin
, welche
der EL-Stelle mittels eines Schreibens vom 1
9.
September 201
9
(
Urk.
10/24) mitteilte
, dass
der Invaliditätsgrad des Beschwerdeführers 0
%
betrage
, in Nachachtung
der erwähn
ten Verwa
ltungspraxis (vorstehend E. 1.10
)
den
ermittelten
Invaliditätsgrad
des Beschwerdeführe
r
s
amtshilfeweise
lediglich
der
EL-Stelle
mitteilte
, und dass sie
davon absah,
gegenüber dem Beschwerdeführer
über die Invaliditätsbemessung
beziehungsweise den Invaliditätsgrad zu verfügen
. Denn, wie bereits erwähnt (vorstehend E.
1.5
), räumt weder
Art.
57
Abs.
1 IVG noch
Art.
41
Abs.
1 IVV den IV-Stellen die Kompetenz ein,
gegenüber von Personen,
welche keinen Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung haben, welchen jedoch allenfalls ein Anspruch auf Ergänzungsleistungen (nach
Art.
2c
lit
. b des Bundesgesetzes vom 1
9.
März 1965 über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Inva
lidenversicherung beziehungsweise nach
Art.
4
Abs.
1
lit
. d ELG) zusteht,
hoheit
lich mit dem Erlass einer Verfügung
über den Invaliditätsgrad
beziehungsweise
die
Invaliditätsbemessung zu bestimmen. In diesen Fällen liegt die Kompetenz zum Erlass von Verfügung
en
gemäss der erwähnten
, mit den
Gesetzes- und Ver
ordnungsbestimmungen in Einklang stehen
den
Verwaltungspraxis
(vorstehend E.
1.10
)
vielmehr
bei
den
zuständigen EL-Stelle
n
.
4.2
Nach Gesagtem war die Beschwerdegegnerin weder befugt noch verpflichtet
,
im Rahmen einer amtshilfeweisen Invaliditätsbemessung
im Auftrag der
EL-Stelle über den Invaliditätsgrad des Beschwerdeführers eine Verfügung zu erlassen. Die Bemessung der Invalidität beziehungsweise die Bestimmung des Invaliditäts
gra
des des Beschwerdeführe
r
s gehört daher nicht zum Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens.
5.
5.1
Zur Beschwerde ist berechtigt, wer durch den angefochtenen Entscheid berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung hat. Die Rechtsprechung betrachtet als schutzwürdiges Interesse im Sinne von
Art.
89
Abs.
1
lit
. c
des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (
BGG
)
jedes praktische oder rechtliche Interesse, welches eine von einem Entscheid betroffene Person an dessen Änderung oder Aufhebung geltend machen kann. Das schutzwürdige Interesse besteht somit im praktischen Nutzen, den die Gutheissung der Be
schwer
de dem
Entscheidadressaten
verschaffen würde, oder – anders ausgedrückt – im Umstand, einen Nachteil wirtschaftlicher, ideeller, materieller oder ander
weitiger Natur zu vermeiden, welchen der angefochtene Entscheid mit sich bringen würde. Das rechtliche oder auch bloss tatsächliche Interesse braucht somit mit dem Interesse, das durch die von der
beschwerdeführenden
Person als verletzt bezeichnete Norm geschützt wird, nicht übereinzustimmen. Immerhin wird verlangt, dass die Person durch den angefochtenen Entscheid stärker als jeder
mann betroffen sei und in einer
besonderen, beachtenswerten, nahen Be
ziehung zur Streitsache stehe (BGE 133 V 188 E. 4.3.1, 239 E. 6.2; 131 II 361 E.
1.2; 131 V 298 E. 3; 130 V 560 E. 3.3).
5.2
Hinsichtlich des Rechtsbegehrens des Beschwerdeführers, welches
ausschliesslich auf die Feststellung des Invaliditätsgrades und damit auf ein Rechtsverhältnis gerichtet ist, welches nicht von der angefochtenen Verfügung
vom
1
9.
September 2019 (
Urk.
2) umfasst wird und mithin ausserhalb des Anfechtungsgegenstandes zu liegen kommt, ist ein
Rechtsschutzinteresse
des Beschwerdeführers
zu
vernei
nen. Dem Beschwerdeführer bleibt indes unbenommen, bei der zuständigen EL-Stelle diesbezüglich den Erlass einer Verfügung zu beantragen.
Demzufolge ist auf
die Beschwerde
mangels eines Anfechtungsgegenstandes
be
ziehungsweise
mangels eines schutzwürdigen Interesses
nicht
einzutreten.
6.
Da vorliegend nicht die Bewilligung oder Verweigerung v
on Versicherungs
leis
tungen strittig ist, ist das Verfahren kostenlos (
Art.
61
lit
. a ATSG in Verbindung mit
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG).