Decision ID: c8dca680-0d17-4f11-9325-e077cb203b02
Year: 2020
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Die 1961 geborene und
seit 1994
als
Mitarbeiterin
Hauswirtschaft
tätig
gewesene
X._
meldete sich
erstmals am 4. September 2013 unter Hinweis auf einen am 17. Januar 2013 erlittenen Knöchelbruch links bei der Sozialversiche
rungs
anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk. 7/7). Nach
dem
X._
wieder vollumfänglich in der angestammten Tätigkeit arbeits
fähig war, wurden die an Hand genommenen Eingliederungsmassnahmen abgeschlossen (Mitteilung vom 18. Februar 2014, Urk. 7/23) und ein Rentenanspruch mangels erfüllten Wartejahrs verneint (Verfügung vom 6. Oktober 2014, Urk. 7/29). Nach einer Operation im Januar 2016 meldete sich
X._
am
17. März 2016
(
Eingangsdatum bei der IV-Stelle
)
erneut
zum Be
zug von Leistungen an (Urk. 7/38
).
Die
IV-Stelle
zog die Akten der
AXA Versicherungen AG (AXA,
Urk. 7/34 und 37),
der Krankentaggeldversicherung (Urk. 7/55) und
der beruflichen Vorsorgeein
rich
tung
von
X._
(Urk. 7/46)
sowie des Kantonsspitals
Y._
(Urk. 7/49 und 53)
bei
und erkundigte sich nach
dem
Arbeitsverhältnis von
X._
(Urk. 7/50)
.
Am 14.
Juli 2017 wurde
X._
im Auftrag der
Vorsorgeeinrichtung
begutachtet (Expertise vom 22. September 2017, Urk. 7/83).
In der Folge stellte die IV-Stelle m
it Vorbescheid vom 1
9. Oktober 2017
X._
die Zusprechung
einer halbe
n Invalidenrente in Aussicht (Urk. 7/91).
Im Auftrag der Unfallversicherung
erfolgte
am 5. Februar 2018
eine weitere Begut
achtung
(Urk. 7/115)
.
Nach
erneutem
Vorbescheidverfahren
(Urk. 7/122
,
125 und 129
)
sprach die IV-Stelle
X._
mit Verfügung vom 28. August 2018 (Urk. 2) eine vom 1. November 2016 bis 31. Mai 2018 befristete halbe Rente zu.
2.
Dagegen erhob
X._
mit Eingabe vom 28. September 2018 Beschwerde beim hiesigen Sozialversicherungsgericht und beantrag
t
e, es sei in Abänderung der Verfügung vom 28. August 2018 eine höhere unbefristete Rente zuzusprechen. Even
tualiter seien weitere medizinische Abklärungen vorz
unehmen (Urk. 1). Die Beschwerdegegnerin
schloss in ihrer Beschwerdeantwort vom 30. Oktober 2018 auf Abweisung der Beschwerde
(Urk. 6)
, was der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 2. November 2018 (Urk. 8) zur Kenntnis gebracht wurde.
Die gegen den
Einspracheentscheid
der AXA vom
4.
Juni 2019 erhobene Be
schwerde, welche Gegenstand des Verfahrens UV.2019.00176 bildet, wurde mit Urteil heutigen Datums abgewiesen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsgerichts,
ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (
IVG
)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Versicherungsträger und das Sozialversicherungsgericht haben den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Sie haben alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuver
lässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere dürfen
sie bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu
geben, warum sie auf die eine und nicht auf die andere medizinische These ab
stellen (BGE 125 V 351 E. 3a).
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a).
2.1
Die Beschwerdegegnerin erwog im angefochtenen Entscheid,
dass die Beschwer
deführerin seit 18. November 2015 in ihrer bisherigen Arbeitstätigkeit zu 100
% eingeschränkt sei und ab 1. November 2015
(recte: 2016)
auch
eine Einschrän
kung der Arbeitsfähigkeit
in leidensangepasster Tätigkeit
im Umfang von 50 % bestanden habe. Im Februar 2018
habe sich der Gesundheitszustand der Be
schwerdeführerin verbessert und
gemäss dem vo
n
der Unfallversicherung in Auf
trag gegebenen Gutachten
sei ihr
eine Arbeitsfähigkeit von 100 % in leidens
an
gepasster Tätigkeit zumutbar.
Deshalb sei eine befristete halbe Rente zuzu
spre
chen (Urk. 2).
2.2
Die Beschwerdeführerin machte demgegenüber geltend,
dass auf
den Bericht
des Vertrauensarztes der Unfallversicherung
nicht abgestellt werden könne: Der
Arzt
habe ein
B
elastungsprofil definiert
, womit der Beschwerdeführerin eine leidens
angepasste Tätigkeit im Umfang von 100
% zumutbar sei. Dieses Belastungsprofil entspreche
allerdings
demjenigen ihrer
angestammten Tätigkeit
als Reinigungs
fachfrau
, welche ihr gemäss dem
selben Gutachter
nur noch zu 30
% zugemutet werden könne.
Der Vertrauensarzt
begründe
auch
nicht, weshalb dieses von ihm definierte Belastungsprofil zumutbar sein soll
te
. Im Weiteren fehle eine Ausein
andersetzung mit dem von der Vorsorgeeinrichtung
in Auftrag gegebenen Gut
achten, welchem
im Übrigen
auch der RAD-Arzt gefolgt sei und für nach
vollziehbar erachtet habe. Aufgrund der anderslautenden vorangehenden medi
zini
schen Einschätzungen könne nicht
ohne Weiteres
auf das Gutachten der Unfall
versicherung abgestellt werden
, sondern hätten
weitere medizinische Ab
klä
rung
en
getätigt werden müssen
(Urk. 1).
3.
3.1
Dem vertrauensärztlichen Gutachten von
Dr.
med.
Z._
, FMH für orthopädische Chirurgie,
vom 22. September 2017
zu Händen der beruflichen Vor
sorgeeinrichtung
(Urk. 7/83) können folgende Diagnosen entnommen werden (Urk. 7/83/5):
-
Massive posttraumatische OSG-Arthrose links bei:
-
Status nach OSG-Fraktur links (
Malleolarfraktur
Typ Weber B-C) vom 17.01.2013
-
Status nach partieller OSME distale Tibia und Fibula links vom 7.01.2014
-
Status nach Revision mit Schraubenosteosynthese
Malleolus
medialis
, Plattenosteosynthese
Malleolus
lateralis
,
Refixation
Volkmann’sches
Dreieck li
nks
vom 22.01.2013
-
Posttraumatische erhebliche OSG-Instabilität bei Status nach einer
Malleolarfraktur
Typ Weber
B-C mit vorderer
Syndesmosen
-Lä
sion und entsprechender Gabelsprengung
-
Status nach Schraubenentfernung des
Malleolus
medialis
und Abtra
gung einer störenden
Exostose
am Fuss li
nks
vom 10.12.2015
-
AMIC Plastik mediale
Talusschulter
links vom 20.08.2016
-
Medialisierende
Calcaneusosteotomie
links vom 20.02.2017
Zur
Arbeitsfähigkeit führte
Dr.
Z._
aus,
dass aufgrund des
bisher nicht zufriedenstellenden
Er
gebnisses bei d
er schweren OSG-Verletzung mit überwie
gender Wahrscheinlichke
it eine erneute, w
a
hrsch
e
i
nlich definitive Korrektur des OSG vorgenommen werden müsse.
Da die Beschwerdeführerin eine weitere Be
hand
lung benötige, sei es zum heutigen Z
e
itpunkt
zu f
rüh
,
Angaben zur def
ini
tive
n
Arbeitsfähigkeit
zu machen
(Urk. 7/83/6).
Dr.
Z._
hielt
sodann
fest, dass die Beschwerdeführerin
angesichts
der
starken Schwellungsneigung
, was zu entsprechend
starken Schmerzen am Fuss
führe,
unverändert und
zum T
eil an Stöcken mobilisiert eine
Arbeit
in einem Büro oder sitzend an einer Rezeption mit einem
Pensum von 50 % bewältigen könn
te. Weiter empfahl
Dr.
Z._
eine
OSG-
Arthrodese
. N
ach 1.5 Jahren
könne sodann
eine Stellungnahme zur Belastbar
keit des Fusses erfolgen.
D
ie Situation
lasse sich
in medizinischer Hin
sicht
mit einem
Salvage
-Procedere und der Durchführung einer OSG-
Arthrodese
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit bewältigen
(Urk. 7/83/7). Dem Gutachten lässt sich sodann entnehmen, dass die Beschwerdeführer
in
ihre Schmerzen auf der Schmerzskala mit 8
und unter
Belastung mit 9
eingeschätzt
habe
.
Sie
habe
zudem
erzählt
, dass sie knapp eine Gehstrecke von 20 Minuten ohne Beschwerde
n
bewältigen könne
und
sich dann
hinsetz
en müsse
(Urk. 7/83/3 f.)
.
Anlässlich der
orthopädischen Untersuchung
stellte
Dr.
Z._
fest, dass sich das Gangbild mit deutlichem Schonentlastungshinken links gezeigt habe. Der Abrollvorgang links habe sich als deutlich erschwert erwiesen und der Zehen- und Fersengang sei
en
nur knapp möglich gewesen. Die OSG-Beweglichkeit
habe sich
links im Vergleich zu rechts
als
eingeschränkt
erwiesen
. Auch habe sich links gegenüber rechts ein deutlich geschwollener Aussenknöchel mit einer Umfangs
differenz von rund 4
cm präsentiert (Urk. 7/83/3).
Die SPECT-Untersuchung habe eine erheblich fortgeschrittene medial betonte Degeneration im OSG mit
osteo
chondralem
Defekt gezeigt und die
MRI- und Röntgenbefunde
hätten
zudem eine
Osteopenie
mit Verdacht auf eine Osteoporose, eine unverminderte Gabelspren
gung und eine
osteochondrale
Läsion an de
r medialen
Talusschulter
präsentiert
(Urk. 7/83/4).
3.2
Im
vertrauensärztlichen
Gutachten vom
5.
Februar 2018
zu Händen der Unfall
versicherung wurden folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähig
keit genannt (Urk. 7/115/7):
-
Sprunggelenksdistorsion links am 17.01.2013 mit/bei:
-
trimalleolärer
Sprunggelenksfraktur
-
Status nach osteosynthetischer Versorgung
-
Status nach Metallentfernung und Abtragung einer
Exostose
am medi
alen
Malleolus
nach Instabilität bei Gabelsprengung
-
m
assiver posttraumatischer OSG-Arthrose
-
Status nach AMIC-Plastik mediale
Talusschulter
und lateraler Band
rekonstruktion am 20.08.2016
-
Status nach
medialisierender
Kalkaneusosteotomie
,
Débridement
Tibialis
posterior
Sehne und Reparatur
-
persistierenden belastungsabhängigen Beschwerden linkes Sprung
ge
lenk
Dazu führte der
Gutachter
Dr.
med.
A._
, Facharzt FMH Chirurgie,
aus,
es
bestehe
noch
eine
30%ige Arbeitsfähigkeit in der
angestammten Tätigkeit
als Reinigungsfachfrau
. I
n
ein
er leidens
a
n
gepassten Tätigkeit
liege
ab dem Untersu
chungstag
und unter Beachtung des Belastungsprofils
wieder
eine
vollständige
Arbeitsfähigkeit
vor
.
Zum Belastungsprofil hielt
Dr.
A._
fest, es seien leichte
bis mittelschwere wechselbelastende Tätigkeiten zumutbar, ohne repetitives Ge
hen über 50
m, ohne repetitives Treppensteigen, ohne repetitives Gehen auf unebe
nem Gelände, ohne das Tragen von Lasten auf unebenem Gelände, ohne das Besteigen von Leitern und Gerüsten und ohne hockende, kniende und kauernde Arbeiten.
Zudem seien
Arbeiten in Nässe, Kälte und Hitze
auszuschliessen
(Urk. 7/115/8). Weiter wird im Gutachten festgehalten, dass die Beschwerde
füh
rerin über
ständig vorhandene
Schmerzen im Fuss geklagt habe
. In Ruhe bestün
den
geringe Beschwerden, welche sich
beim Gehen
deutlich verstärkt
en. Sie könne
maximal 20 Minuten gehen
. Treppensteigen verstärke die Schmerzen nicht, sie müsse aber aufpassen
(Urk. 7/115/5 f.
und 9
).
B
efundmässig stellte
Dr.
A._
Folgendes fest:
Die Fussstellung zeige eine Ab
flachung des Längsgewölbes beidseits und die Quergew
ölbe seien im Sinne eines Senk- und
Spreizfusses verändert. Die Zehenstellung sei bezüglich des zweiten und dritten Zehs auffällig und es bestehe eine Syndaktylie.
Die Hautfarbe im Bereich der unteren Extremitäten sei ohne auffälligen Befund
. Lediglich in der
Knöchelregion links
hätten
sich
abgeheilte Narben über dem Innen- und
den Aussenknöchel erk
ennen lassen
. Die Haut im Narbenbereich sei rotbräunlich
pigmentiert und die Narben hätten sich als
berührungsempfindlich
erwiesen
. Weiter sei der Blutabfluss ungestört und es hätten sich keine Verfärbung, keine vermehrte Venenzeichnung, keine
Varikosis
und lediglich vereinzelt Besenreiser
varizen gezeigt. Die
Fusssohlenbeschwielung
sei
altersentsprechend normal aus
gebildet und es liege keine isolierte Verhornungstendenz vor. Augenfällige Um
fangsdifferenzen im Bereich der unteren Extremitäten seien nicht vorhanden
gewesen.
D
ie
Bemuskelung
und die
Konturen
der Muskulatur
bei
der Ober- und Unterschenkel habe sich
seitengleich ausgebildet
präsentiert
. Der Knöchelumfang
sei
links um einen Zentimeter grösser
als
rechts
gewesen
. Bezüglich der Gelenk
konturen sämtlicher Abschnitte beider Extremitäten hätten sich keine wesent
lichen Auffälligkeiten und keine Gelenkvergröberungen gezeigt und die Achilles
sehnengrub
e habe sich
seitengleich verstrichen
präsentiert
. Bei den Funktions
un
ter
suchungen seien die Stand- und Gangvarianten wie
Einbeinstand
, Zehenstand beziehungsweise –gang und Hackenstand beziehungsweise –
gang
mit beiden unteren Extremitäten seitengleich mit deutlichen Einschränkungen demonstriert worden. Das Einnehmen der tiefen Hocke sei bis zu einer maximalen Kniegelenks
beugung von 90° gezeigt worden. Bei der Untersuchung der Beweglichkeit sämt
licher Gelenke beider unteren Extremitäten habe sich kein auffälliger Befund ergeben. Auch die Beweglichkeit in den oberen und unteren Sprunggelenken sei nahezu seitengleich ausgefallen und lediglich bei der dorsalen Extension habe sich links eine Einschränkung von 10° gegenüber der rechten Seite ergeben. Beim Zangengriff über der
Malleolengabel
und dem
Kalkaneus
sowie ventral des OS
G habe sich ein Druckschmerz auslösen lassen, welcher sich auch medial und lateral über dem
USG-Spalt gezeigt habe. Demgegenüber habe sich über die vordere
Fuss
wurzel und über den
Metatarsalia
kein Druckschmerz
feststellen lassen
.
Weit
er sei in keinem Gelenk der unteren Extremitäten ein Gelenkerguss vorhanden
ge
wesen
und die Bandführung der jeweiligen Gelenke, insbesondere be
ider Kniege
lenke habe sich bezüglich
der Kollateralbänder seitengleich gelockert
erwiesen
. Der Schubladentest sowie der Lachmann-Test beidseits sei
en
negativ ausgefallen
und es habe auch keine Rotationsinstabilitäten des linken oder rechten Kniege
lenkes festgestellt werden können.
Es hätten sich auch keine Pivot-
Shift
-Zeichen beidseits und keine Meniskuszeichen des linken und rechten Kniegelenks nach
Steinemann
gezeigt. Die orientierende neurologische Untersuchung
sei unauf
fällig gewesen
. Im Bereich des Innen- und Aussenknöchels habe sich links eine deutliche Hyposensibilität gegenüber rechts gezeigt. PSR und ASR
hätten
seiten
gleich schwach
ausgelöst werden können
(
Urk. 7/115/6 f.).
Insgesamt habe sich keine wesentliche Instabilität im OSG und USG gezeigt und die Beweglichkeit im OSG und im USG sei trotz der Arthrose erstaunlich gut gewesen (Urk. 7/115/8).
4.
4.1
Im angefochtenen Entscheid stütz
t
e sich die Beschwerdegegnerin
für die Befris
tung der Rente
auf das vertrauensärztliche Gutachten vom 5. Februar 2018 zu Händen der Unfallversicherung. Dieses basiert auf fachärztlicher Untersuchung und wurde in Kenntnis und Auseinandersetzung mit den
Vorakten
– insbesondere
dem
vertrauensärztliche
n
Gutach
t
en
von
Dr.
Z._
-
sowie auch
unter Berück
sichtigung der gek
l
a
gten Beschwerden erstatte
t
.
Dr.
A._
legte
die medizini
schen Zustände und Zusammenhänge einleuchtend dar
und
begründete
seine
Schlussfolgerung
nachvollziehbar
. Das vertrauensärztliche Gutachten
von
Dr.
A._
erfüllt demnach alle rechtsprechungsgemässen Kriterien für eine be
weis
taugliche medizinische Entscheidungsgrundlage, weshalb diesem grundsätz
lich voller Beweiswert zukommt (vgl
. E. 1.3).
4.2
Die Beschwerdeführerin machte mehrere Einwände geltend, weshalb vorliegend nicht auf das Gutachten von
Dr.
A._
abgestellt werden könne. Auf ihre dies
bezüglichen Vorbringen ist vorab einzugehen.
4.2
.1
Zunächst wies die Beschwerdeführerin auf folgenden angeblichen Widerspruch hin:
Dr.
A._
habe festgestellt, dass der Beschwerdeführerin nur noch eine 30%ige Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Reinigungsfachfrau zumutbar sei. In einer leidensangepassten Tätigkeit sei ihr
demgegenüber
unter Beachtung des Belastungsprofils eine 100%ige Arbeitsfähigkeit zuzumuten. Dabei entspreche das von
Dr.
A._
definierte Belastungsprofil, unter dessen Beach
tung eine 100%ige Arbeitsfä
higkeit zumutbar sei, dem
Profil ihrer angestammten Tätigkeit
(Urk. 1 S. 4)
.
Dr.
A._
definierte ein Belastungsprofil, wonach der Beschwerdeführerin leichte bis mittelschwere wechselbelastende Tätigkeiten zumutbar seien (vgl. E. 3.2). Wie die Beschwerdegegnerin in ihrer Verfügung vom 28. August 2018 zu Recht aus
führte, entspricht das Belastungsprofil einer Reinigungsfachfrau einer fast aus
schliesslich stehenden Tätigkeit, wobei die Beschwer
deführerin stets in Bewegung war (vgl. Urk. 7/50/3)
, und nicht einer wechselbelastenden Tätigkeit (Urk. 2). Es handelt sich somit nicht um identische Belastungsprofile.
Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin trifft es auch nicht zu, dass
Dr.
A._
bei der Definition des Belastungsprofils
unbegründet
zu einer anderen Schlussfolgerung als
Dr.
Z._
gekommen ist.
Dr.
Z._
vertrat die Ansicht, dass aufgrund der starken Schwellungsneigung und der damit verbundenen Schmerzen
bloss
eine sitzende Tätigkeit zumutbar sei (vgl. E. 3.1). Demgegenüber zeigte sich anlässlich der Untersuchung durch
Dr.
A._
keine solche starke Schwellu
ngsneigung und
er
konnte
auch keine wesentliche Instabilität der OSG und USG mehr feststellen (E. 3.2). Die von
Dr.
A._
an diese Entwicklung der medizinischen Umstände angepasste Definition des Belastungsprofils ist nach
voll
ziehbar und steht damit auch nicht im Widerspruch zur Schlussfolgerung von
Dr.
Z._
.
4.2.2
Weiter führte die Beschwerdeführerin aus, dass die
Untersuchungen
von
Dr.
Z._
und
von
Dr.
A._
zeitlich nah
aufeinander
erfolgt seien
und da der RAD-Ar
zt die Einschätzung von
Dr.
Z._
als nachvollziehbar erachtet habe, könne die Beschwerdegegnerin nicht ohne Weiteres auf das Gutachten von
Dr.
A._
abstellen.
In der versicherungsmedizinisc
hen Beurteilung
vom 5. März 2018
wies
Dr. med.
B._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie
darauf hin
, dass
die Untersuchung durch
Dr.
A._
rund ein
Jahr
nach
der Operation am Gelenk stattgefunden habe.
Die
Begutachtung
durch
Dr.
Z._
sei hinge
gen bereits
fünf Monate nac
h d
ieser
Operation erfolgt
.
A
nlässlich der
Begut
achtung
durch
Dr.
Z._
habe sich noch eine
erhebliche Schwellung der linken Sprunggelenksregion
feststellen lassen
,
während sich bei der Untersuchung durch
Dr.
A._
nur noch eine
geringe Umfangsdifferenz gezeigt habe
.
Dies
sei bei ansonsten weitestgehend gleichem Befund
in den
beiden Gutachten
aus orthopä
discher Sicht als Zeichen eines abgeklungenen Reizzustands des Gelenkes bei unveränderter po
sttraumatischer Arthrose zu wert
en. Dies sei zudem überwiegend wahrscheinlich die medizintheoretische Erklärung für die unterschiedliche Bewer
tung der Arbeitsfähigkeit.
Dr.
B._
hielt sodann
fest, dass der aktuellste klinische Befund gegenüber einer älteren Untersuchung im Falle einer Differenz
der
Beur
teilung
en
ausschlaggebend
sei (Urk. 7/128/2).
In
der
Stellungnahme v
om 2. Mai
2018 führte
Dr.
B._
aus
,
dass die Einschätzung von
Dr.
Z._
, wonach eine angepasste vorwiegend sitzende Tätigkeit halbtags möglich sei, zum damaligen Zeitpunkt nachvollziehbar gewesen sei, da der letzte und ziemlich umfangreiche operative Eingriff auch erst fünf Monate zurückgelegen habe. Die eingeschränkte Wegefähigkeit und Ausdauer bei
einer sitzenden
Tätigkeit sei plausibel gewesen, da zwangsläufig bei rechtwinkliger Beugung der Kniegelen
k
e eine erhöhte Schwellungsneigung der Unterschenkel
und
Füsse resultierte, was sich auch ein
drücklich
anhand des
klinischen Befund
s von
Dr.
Z._
gezeigt habe
. Zum Gutachten von
Dr.
A._
hielt
Dr.
B._
fest, dass dieses sieben Monate später und damit rund ein Jahr nach der
Operation erstellt worden sei. I
m Rahmen der Untersuchung von
Dr.
A._
habe
nur noch eine geringe Umfangsdifferenz von einem Zentimeter in der Knöchelregion
festgestellt werden können
. Damit l
asse sich auch die zu diesem Z
e
itpunkt d
e
utlich verbesse
rte
Einschätzung der
Arbeits
fähigkeit
in
eine
r
angepasste
n
Tätigkeit begründen (Urk. 7/128/3).
Weiter ist festzuhalten, dass
Dr.
Z._
noch
eine erhebliche
OSG-Instabilität diagnostiziert
und eine eingeschränkte OSG-Beweglichkeit links im
Vergleich zu
rechts festgestellt hatte
(vgl. E.
3.1). Anlässlich der Begutachtung durch
Dr.
A._
zeigten sich die Funktionsuntersuchungen mit beiden Extremitäten seitengleich eingeschränkt und die Beweglichkeit präsentierte sich in den oberen und unteren Sprunggelenken ebenfalls nahezu seitengleich. Die
Bemuskelung
und Konturen der Muskulatur beid
er Ober- und Unterschenkel war ebenfalls
seitengleich aus
gebildet und im OSG und USG
konnte
keine wesentliche Instabilität
mehr
fest
gestellt werden
(vgl. E. 3.2)
. Damit ist eine Verbesserung des Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin
zu erkennen
.
Hinzu kommt, dass
Dr.
Z._
aus
drück
lich
festgehalten hatte
, dass es
zu früh
sei
,
eine definitive Angabe zur Arbeits
fähigkeit zu machen, da die Beschwerdeführerin noch eine weitere
Behandlung benötige (vgl. E. 3.1
).
Eine Verbesserung des Gesundheitszustands der Beschwer
de
führerin und eine damit einhergehende erhöhte Arbeitsfä
higkeit hat
te
damit auch
Dr.
Z._
nicht ausgeschlossen.
Nach dem Gesagten ist
daher nicht zu beanstanden, dass
sich die Beschwer
de
gegnerin
für die Feststellung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin ab Februar/März 2018
auf
die Beurteilung durch
Dr.
A._
stützte, zumal diese ärztliche Einschätzung zeitlich eher den Gesundheitszustand der Beschwerde
füh
rerin zu
m Verfügungszeitpunkt widerspiegelt
.
An dieser Ausgangslage vermag auch der Einwand der Beschwerdeführerin, wonach
die Schwellung am Knöchel
von der Tageszeit abhängig sei und diese
Dr.
A._
aufgrund des Zeitpunkts der Untersuchung nicht
habe feststellen können
, nichts zu ändern
, zumal die Be
schwer
deführerin erklärte, es bestehe kein Unterschied zur Tageszeit was die
Intensität der Schmerzen betreffe (
Urk.
7/115/5). Wie vorstehend dargelegt, zeigten
sich die objektiven Befunde im Vergleich zur gesundheitlichen Situation, wie sie sich noch
Dr.
Z._
präsentiert hatte, verbessert. Es kommt hinzu, dass die Be
schwerdeführerin anlässlich der Untersuchung durch
Dr.
A._
davon berich
tete, längeres Stehen und Gehen würde Beschwerden verursachen, während sie angab, in Ruhe bestünden geringe Schmerzen, die Gehzeit betrage 20 Minuten. Sodann ergibt sich aus dem Bericht von
Dr.
A._
, dass Treppensteigen die Schmerzen der Beschwerdeführerin nicht verstärke (
Urk.
7/115/5 f.). In Berück
sich
tigung all dieser Gegebenheiten empfahl
Dr.
A._
das Ausüben einer wechsel
belastenden Tätigkeit, was überzeugt.
4.2.3
Soweit die Beschwerdeführerin rügt,
Dr.
A._
verfüge nur über eine Fach
aus
bildung als Chirurg und nicht über eine solche als Orthopäde, wes
halb seinen Aussagen mangels Fachkompetenz nicht dieselbe Aussagekraft wie denjenigen von
Dr.
Z._
zukomme,
vermag sie ebenso wenig durchzu
dring
en.
Weshalb
Dr.
A._
als Chirurg nicht in der Lage sein sollte, die Situation am linken, operierten Fuss kompetent zu beurteilen, ist nicht ersichtlich, zumal ent
gegen der Einschätzung der Beschwerdeführerin keine divergierenden Beurtei
lungen vorliegen.
Vielmehr präsentierte sich anlässlich der Untersuchung durch
Dr.
A._
ein anderer medizinischer Sachverhalt als noch zu
m Zeitpunkt der Begut
achtung durch
Dr.
Z._
.
4
.3
Zusammenfassend erweisen sich die von der
Beschwerdeführerin gegenüber der
vertrauensärztlichen
Be
urteilung
durch
Dr.
A._
erhobenen Einwände als nicht
stichhaltig. Vielmehr
sind
die praxisgemässen Kriterien
für eine beweiskräftige Entscheidungsgrundlage erfüllt
(
vorstehend E.
4.1
)
, weshalb
darauf abzustellen
ist
.
Im Übrigen erweist sich der medizinische Sachverhalt als erstell
t
, weshalb auch keine weiteren diesbezüglichen Abklärungen vorzunehmen sind.
Nach dem Gesagten ist
der Beschwerdeführerin
ab
Februar 2018
eine
leidens
angepasste Tätigkeit unter
Einhaltung des Belastungsprofils zu 100
% zumutbar
.
5.
5.1
Zu prüfen bleiben die Auswirkungen in erwerblicher Hinsicht.
5.1.1
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie
nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommens
ver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts
grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2, 128 V 29 E. 1).
5.1
.2
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validen
einkommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein
lichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Aus
nahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 139 V 28 E. 3.3.2, 135 V 58 E. 3.1, 134 V 322 E. 4.1).
5.1
.3
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgege
benen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2, 129 V 472 E. 4.2.1). Dabei sind grundsätzlich die im Ver
fügungszeitpunkt aktuellsten veröffentlichten Tabellen der LSE zu verwenden (BGE 143 V 295 E. 4.1.3; zur Verwendung der aktuellsten statistischen Daten bei Rentenrevisionen vgl. BGE 143 V 295 E. 4.2.2, 142 V 178 E. 2.5.8.1, 133 V 545 E. 7.1). Die Verwendung der Tabellenlöhne ist subsidiär, das heisst deren
Beizug
erfolgt nur, wenn eine Ermittlung des Invalideneinkommens aufgrund und nach Massgabe der konkreten Gegebenheiten des Einzelfalles nicht möglich ist (vgl. BGE 142 V 178 E. 2.5.7, 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2; vgl. auch Meyer/
Reichmuth
, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung,
3.
Auflage 2014,
Rn
55 und 89 zu Art. 28a, mit weiteren Hinweisen auf die Rechtsprechung).
5.1
.4
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnitts
werten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) allen
falls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienst
jahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad Auswir
kungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 124 V 321 E. 3b/
aa
). Aufgrund dieser Faktoren kann die versicherte Person die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt möglicherweise nur mit unterdurch
schnitt
lichem erwerblichem Erfolg verwerten. Der Abzug soll aber nicht auto
matisch erfolgen. Er ist unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflicht
gemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen und darf 25
%
nicht übersteigen (vgl. BGE 135 V 297 E. 5.2, 134 V 322 E. 5.2 und 126 V 75 E. 5b/
aa
-cc). Die Rechtsprechung gewährt insbesondere dann einen Abzug auf dem Invaliden
einkommen, wenn eine versicherte Person selbst im Rahmen körperlich leichter Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist (BGE 126 V 75 E. 5a/
bb
). Zu beachten ist jedoch, dass allfällige bereits in der Beurteilung der
medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche Einschränkungen nicht
zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunkts führen dürfen (Urteile des Bundesgerichts 8C_805/2016 vom 22. März 2017 E. 3.1 und 9C_846/2014 vom 22. Januar 2015 E. 4.1.1).
Nach ständiger Rechtsprechung darf das (kantonale) Sozialversicherungsgericht sein Ermessen, wenn es um die Beurteilung des Tabellenlohnabzuges gemäss BGE 126 V 75 geht, nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen; es muss
sich
auf Gegebenheiten abstützen können, welche seine abwei
chende Ermessensausübung als naheliegender erscheinen lassen (BGE 137 V 71 E. 5.2 und 126 V 75 E. 6). Wurde bei der Festsetzung der Höhe des Abzugs vom Tabellenlohn ein Merkmal oder ein bestimmter Aspekt eines Merkmals zu Unrecht nicht berücksichtigt oder zu Unrecht berücksichtigt, hat die Beschwerdeinstanz den Abzug gesamthaft neu zu schätzen (vgl. Urteile des Bundesgerichtes 9C_808/2015 vom 29. Februar 2016 E. 3.4.3 und
8C_113/2015 vom 26. Mai 2015 E. 3.2
).
5.2
5.2
.1
Die Beschwerdeführerin war zuletzt als Mitarbeiterin Hauswirtschaft tätig
, wo sie
gemäss Arbeitgeberfragebogen
ein jährliches Einkommen von
Fr. 59'525.
--
erziel
te
(Urk. 7/50/5).
Da keine Angaben über die mutmassliche Lohnentwicklung vor
liegen, wird ohne nähere Prüfung der Berechtigung davon ausgegangen, dass der Lohn der Beschwerdeführerin an die branchenspezifische Nominallohnent
wick
lung angepasst word
en wäre, womit für das Jahr 2016
ein
Validenein
kom
men
von
Fr.
60’459
.--
resultiert (Fr. 59’525.-- / 102.0 x 103.6
,
vgl. die Tabelle T1.2.10 [Nominallohnindex, Frauen 2011-2018] Branche
ö
ffentliche Verwaltung 84 von 102.0 [2013
]
auf 103.6 [2016
]
bei einem Index 2010=100
)
.
5.2
.2
Mangels eines tatsächlich erzielten Verdienstes sind zur Ermittlung des Invalide
n
einkommens praxisgemäss (E. 5.2
.3) die LSE-Tabellenlöhne heranzuziehen. Mit Blick auf die der Beschwerdeführerin offenstehenden Einsatzmöglichkeiten ist auf den
Zentralwert
aller Wirtschaftszweige («Total») von Frauen auf dem Kompe
tenzniveau 1 gemäss Tabelle TA1 der LSE 2016 abzustellen, welcher bei einer
Arbeitszeit von 40 Wochenstunden monatlich Fr. 4’363.
--
betrug. Unter Berück
sichtigung der betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit von
41.7 Stunden im Jahr
2016
(vgl. BFS, Tabelle T 03.02.03.01.04.01 Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen,
Ziff.
1-96 Total)
resultiert für das Jahr 2016
ein I
nvali
den
einkommen von
Fr.
54
’
580
.-- (
Fr.
4’363
.-- x 12 / 40 x 41.7) bei einem Voll
zeitp
ensum.
5.2
.3
Hinsichtlich der Berechnung des Invaliditätsgrades machte die Beschwerde
füh
rerin einzig
geltend, dass bei der Berechn
ung des Invalideneinkommens
ein
leidensbedingter Abzug von
mindestens
20 % vorzunehmen sei.
Mangelnde Sprach
kennt
nisse oder ungenügende Ausbildung sind nicht abzugsrelevant, da diesen Aspekten bei der Wahl des Kompetenzniveaus Rechnung zu tragen ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_549/2019 vom 26. November 2019 E. 7.7).
Auch das Alter der Beschwerdeführerin vermag keinen Abzug zu begründen, werden doch Hilfsarbeiten auf dem massgebenden ausgeglichenen Stellenmarkt altersunab
hängig nachgefragt (
Urteile des Bundesgerichts
8C_327/2018, vom 31. August 2018, E. 4.4.2 und
8C_403/2017 vom 2
5.
August 2017 E. 4.4.1
). Weiter ist zu beachten, dass die Bedeutung der Dienstjahre im privaten Sektor abnimmt, je niedriger das Anforderungsprofil ist (BGE 126 V 75 E. 5a/cc). Dem Aspekt der Dienstjahre kommt deshalb vorliegend auch keine relevante Bedeutung zu.
So
weit die Beschwerdeführerin darüber hinaus die Unmöglichkeit, weiterhin im bisherigen Beruf tätig zu sein, als Abzugsgrund anführt (
Urk.
1 S. 9), ist darauf hinzuweisen, dass der Tabellenlohn im Kompetenzniveau 1 bereits eine Vielzahl von leichten und mittelschweren Tätigkeiten umfasst (Urteil des Bundesgerichts 9C_447/2019), weshalb sich ein Abzug mit Blick auf diese Gegebenheit nicht rechtfertigt. Schliesslich fällt auch der Umstand, dass die Stellensuche altersbe
dingt erschwert sein mag, als invaliditätsfremder Faktor regelmässig ausser Betracht (Urteil des Bundesgerichts 8C_219/2019 vom 30. September 2019 E. 5.3; vgl. auch Urteil 8C_312/2017 vom 22. November 2017 E. 3.3.2).
Zusammenfassend ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin keinen Abzug bei der Berechnung des Invalideneinkommens vorgenommen hat.
5.3
Gestützt auf die medizinische Aktenlage ging die Beschwerdegegnerin ab Novem
ber 2015 von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit in leidensangepasster Tätigkeit aus
(vgl. Urk. 11/89/9). Diese Einschränkung der Arbeitsf
ähigkeit bestätigte
Dr.
Z._
in seinem Gutachten vom 22. September 201
7.
Die Befunde von
Dr.
A._
im Februar 2018 wiesen sodann
eine Verbesserung des Gesund
heits
zust
andes der Beschwerdeführerin aus
. Dementsprechend ging die Beschwerde
gegnerin von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit in leidensangepasster Tätigkeit ab
1.
November
2016
(
Art. 28 Abs. 1 und Art. 29 Abs. 1 IVG;
E. 3.1, 3.2; vgl. auch Urk. 7/89)
bis zum 31. Mai 2018
(Zeitpunkt der Verbesserung plus 3 Monate,
Art.
88a
Abs.
1 IVV
) aus.
Dies führt zu ei
nem Invaliditätsgrad von rund 55
%
(
Valideneinkommen
2016
:
Fr. 60’459
.--
; Invalideneinkommen
2016
:
Fr.
27'290
.--
[
Fr.
54'580.
--
:
2
]; zur Rundung BGE 130 V 121 E. 3.2) beziehungsweise ab Juni 2018 unter Berücksichtigung einer Arbeitsfähigkeit von 100 % zu einem renten
ausschliessenden Invaliditätsgrad von rund 10 %.
Damit erweist sich die
Zusprache
einer
vom 1. November 2016
bis Ende
Mai
2018
befristeten halben Rente als rechtens.
Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.
6.
Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 800.-- (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und aus
gangsgemäss der Beschwerdeführerin aufzuerlegen.
Das Gericht erkennt
:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
800
.-- werden
der Beschwerdeführerin
auferlegt.
Rechnung und Einzahlungsschein werden
der
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwältin Lotti Sigg
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4.