Decision ID: 5b7c8d48-7538-4aef-afef-308c0fe6f206
Year: 2020
Language: de
Court: CH_BSTG
Chamber: CH_BSTG_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: penal_law

Die Beschwerdekammer hält fest, dass:
- die Bundesanwaltschaft seit mehreren Jahren eine Strafuntersuchung gegen A. wegen qualifizierter Geldwäscherei etc. führt;
- A. mit Eingabe vom 30. Juni 2017 bei der Bundesanwaltschaft eine Strafan-
zeige gegen die fallführende Staatsanwältin des Bundes C., den  D. sowie die Bundesstrafrichter E., F. und G. einreichte;
- die Aufsichtsbehörde über die Bundesanwaltschaft gestützt auf Art. 67 Abs. 1
StBOG B. als ausserordentlichen Staatsanwalt des Bundes mit der  beauftragte;
- der ausserordentliche Staatsanwalt mit Nichtanhandnahmeverfügung vom
2. März 2020 die Strafanzeige vom 30. Juni 2017 nicht anhand nahm (act. 1.1);
- A. mit Eingabe vom 10. März 2020 Beschwerde bei der Beschwerdekammer
des Bundesstrafgerichts erhebt (act. 1).

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass:
- gegen eine Nichtanhandnahmeverfügung der Bundesanwaltschaft die  an die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts zulässig ist (Art. 310 Abs. 2 i.V.m. Art. 322 Abs. 2 StPO und Art. 37 Abs. 1 StBOG);
- die weiteren Eintretensvoraussetzungen angesichts des Verfahrensausgangs
offen bleiben können;
- gemäss Art. 309 Abs. 1 lit. a StPO für die Eröffnung einer Untersuchung ein
hinreichender Tatverdacht verlangt wird, welcher sich aus den Informationen und Berichten der Polizei, aus der Strafanzeige oder aus eigenen  der Staatsanwaltschaft ergeben kann;
- die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Nichtanhandnahmeverfügung
festhielt, es sich bei den beanzeigten Personen um Mitglieder  Institutionen handelt und ganz offensichtlich nicht um Mitglieder einer  Organisation im Sinne von Art. 260ter StGB;
- gestützt darauf die Beschwerdegegnerin auf die Anzeige nicht eintrat und die
Untersuchung nicht anhand nahm (act. 1.1);
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- der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, die Erwägungen der Beschwerde-
gegnerin widersprächen der Rechtsprechung, wonach u.a. Mitglieder der  bzw. der Verwaltung von verschiedenen souveränen und  Ländern wie Ägypten und Libyen als Mitglieder von kriminellen  erklärt worden seien; (act. 1 S. 2);
- daraus offensichtlich wird, dass der Beschwerdeführer falsche Schlussfolge-
rungen zieht; es sich bei den beanzeigten Personen um Mitglieder  Institutionen der Eidgenossenschaft handelt, welche im Rahmen ihrer amtlichen Funktion im Strafverfahren gegen den Beschwerdeführer tätig ; der Vorwurf der Beteiligung an einer kriminellen Organisation verwegen ist und sich Weiterungen erübrigen;
- nach dem Gesagten die Beschwerdegegnerin zu Recht keine Strafuntersu-
chung eröffnet hat;
- der Beschwerdeführer eine Verletzung des rechtlichen Gehörs geltend macht;
er vorbringt, die zweizeilige Begründung sei nicht zutreffend, rechtsgenüglich, detailliert, ausführlich begründet (act. 1);
- die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung die Gründe für ihren
Entscheid in nachvollziehbarer Weise dargelegt hat (s.o.), so dass der  dagegen die hier zu beurteilende Beschwerde erheben und ausreichend begründen konnte; sich die Gehörsrüge des Beschwerdeführers demzufolge als unbegründet erweist;
- sich die Beschwerde gegen die Nichtanhandnahmeverfügung nach dem Ge-
sagten als offensichtlich unbegründet erweist, weshalb sie ohne weiteren Schriftenwechsel abzuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist (Art. 390 Abs. 2 StPO e contrario);
- das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung mit dem vorliegenden
Entscheid gegenstandslos geworden ist und entsprechend abzuschreiben ist;
- bei diesem Ausgang des Verfahrens die Gerichtskosten dem Beschwerdefüh-
rer aufzuerlegen sind (Art. 428 Abs. 1 StPO);
- diese auf das gesetzliche Minimum von Fr. 200.-- festzusetzen sind (vgl.
Art. 73 StBOG und Art. 5 und 8 Abs. 1 des Reglements des  vom 31. August 2010 über die Kosten, Gebühren und Entschädigungen in Bundesstrafverfahren [BStKR; SR 173.713.162]).
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