Decision ID: dda98536-cc93-4522-ad49-e36955a49200
Year: 2019
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ (nachfolgend: Versicherter) war seit November 2008 als Betriebsmitarbeiter
bei B._ tätig und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt
(nachfolgend: Suva) gegen die Folgen von Unfällen versichert. Am 9. Juli 2014 liess er
der Suva melden, er sei am 16. Juni 2014 beim Heruntersteigen von einem
Zylinderwagen auf die Ecke eines Palettes getreten, habe das Gleichgewicht verloren
und sei gestürzt. Betroffen bzw. verletzt wurden dabei gemäss Schadenmeldung UVG
das Handgelenk rechts, die Schulter rechts sowie das Hüftgelenk rechts (Suva-act. 1;
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zur Anerkennung der Leistungspflicht für Taggeld und Heilbehandlung vgl. das
Schreiben der Suva vom 11. Juli 2014, Suva-act. 3).
A.b Zur Erstbehandlung aufgrund des gemeldeten Ereignisses hatte sich der
Versicherte am 17. Juni 2014 zu seinem Hausarzt, Dr. med. C._, Allgemeine Innere
Medizin FMH, begeben (Suva-act. 9). Dieser überwies ihn an Dr. med. D._, Facharzt
(FMH) Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie, Chirurgie und
Handchirurgie. Am 24. Juni 2014 war ein MRT des rechten Handgelenks veranlasst
worden (Suva-act. 10). Mit Bericht vom 7. Juli 2014 hatte Dr. D._ eine
Handgelenksdistorsion rechts diagnostiziert und Ergotherapie verordnet. Das MRT
hatte multiple Knochenkontusionsödeme sowie einen geringgradigen Gelenkserguss
im distalen Radioulnargelenk gezeigt, aber keine relevante Handgelenksbinnenläsion
(Suva-act. 7). Am 19. August 2014 wurde eine MRT Arthrographie des rechten
Schultergelenks durchgeführt (Suva-act. 18). Dr. med. E._, Orthopädische Chirurgie
FMH, diagnostizierte mit Bericht vom 22. August 2014 eine
Supraspinatussehnenteilruptur rechte Schulter, nach Sturz, nebendiagnostisch eine
SLAP-Läsion und aktivierte AC-Arthrose sowie eine Handgelenksdistorsion rechts mit
bone bruise distaler Radius und ulnar sowie Os capitatum. Bei guter Schulterfunktion
und relativ kleiner Läsion der Supraspinatussehne (bei erhaltener Kraft) werde zunächst
ein konservativer Therapieversuch mit Physiotherapie unternommen. Ab der
kommenden Woche werde der Versicherte wieder mit 50% zu arbeiten beginnen
(Suva-act. 12).
A.c Am 24. September 2014 wurde ein MRI des linken Handgelenks durchgeführt.
Dieses zeigte keine Hinweise auf eine posttraumatische Verletzung des Handgelenks
und der Mittelhand, jedoch ein kleines radiopalmares Handgelenksganglion (Suva-act.
21).
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A.d Mit Schreiben vom 10. Juni 2015 überwies Dr. E._ den Versicherten bei
persistierendem dorso-radialem Handgelenksschmerz rechts in die Klinik F._ (Suva-
act. 27). Dr. med. G._ von der genannten Klinik äusserte mit Bericht vom 23. Juni
2015 bei persistierenden Schmerzen seit gut einem Jahr und der lokalisierten
Druckdolenz über dem skapholunären (SL) Intervall den Verdacht einer partiellen SL-
Bandläsion rechts. Zudem diagnostizierte er ein okkultes dorsales
Handgelenksganglion rechts. Er empfahl zur Begutachtung des SL-Intervalls sowie zur
Entfernung des Ganglions ein arthroskopisches Vorgehen (Suva-act. 29). Mit
Beurteilung vom 17. Juli 2015 verneinte der Suva-Kreisarzt Dr. med. H._, Facharzt für
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, eine
Unfallkausalität in Bezug auf das Handgelenksganglion sowie die diesbezüglich
geplante Arthroskopie (Suva-act. 30).
A.e Anlässlich eines Gesprächs mit einem Suva-Aussendienstmitarbeiter führte der
Versicherte am 6. August 2015 aus, dass er am 16. Juni 2014 rücklings von einer ca.
ein Meter hohen Stufe gestürzt sei und sich hinter dem Rücken mit beiden Händen
abgestützt habe. Beim Sturz habe er beide Handgelenke, die rechte Schulter sowie die
rechte Hüfte verletzt. Seit Oktober 2014 sei er wieder voll arbeitsfähig, habe bei
Arbeitsbelastung aber unverändert vor allem Schmerzen im rechten Handgelenk.
Vernachlässigbar seien manchmal auftretende Schmerzen in der rechten Schulter, der
linken Hand und der Hüfte. Deswegen würden keine Behandlungen mehr stattfinden.
Nach der Operation im Oktober 2015 werde gemäss dem behandelnden Arzt mit
einer Arbeitsunfähigkeit von sechs bis acht Wochen zu rechnen sein (Suva-act. 31).
A.f Am 1. Oktober 2015 wurde die geplante Arthroskopie am rechten Handgelenk mit
Synovektomie und Resektion des Handgelenksganglions durch Dr. G._ durchgeführt.
Diagnostiziert wurden dabei ein okkultes Handgelenksganglion der SL-Bandläsion
aufsitzend sowie eine SL-Bandläsion Grad II nach Geissler. Es wurde ausgeführt, dass
aufgrund der intraoperativen Befunde an einer traumatischen Genese nicht zu zweifeln
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sei (Suva-act. 40). Am 20. Oktober 2015 führte der Suva-Kreisarzt Dr. med. I._,
Facharzt für Neurochirugie, aus, dass die Kernspintomographie in Bezug auf Läsionen
im Bereich der Handwurzelknochen einer gewissen Ungenauigkeit unterliege, so dass
es sich beim arthroskopischen Befund um neue, erweiterte medizinische Informationen
handle. Eine Unfallkausalität bezüglich der strukturellen Läsion (SL-Bandläsion Grad II
nach Geissler) und der aktuell beklagten Beschwerden sei überwiegend wahrscheinlich
gegeben (Suva-act. 41). Mit Schreiben vom 26. Oktober 2015 anerkannte die Suva ihre
diesbezügliche Leistungspflicht.
A.g Mit Bericht vom 1. März 2016 führte Dr. G._ aus, dass sich die
Schmerzsymptomatik im rechten Handgelenk deutlich gebessert habe und der
Versicherte seit dem 4. Januar 2016 wieder zu 100% arbeite. Bei weiterhin
bestehenden ziehenden Schmerzen palmarseits im Bereich der rechten Hand wurde
der Versicherte gleichentags von Dr. med. J._, Fachärztin für Neurologie FMH,
untersucht. Diese diagnostizierte mit Bericht vom 2. März 2016 eine Epikondylitis
humeri ulnaris und beginnend radialis Ellenbogen rechts sowie ein klinisch sensibles
Karpaltunnelsyndrom (CTS) beidseits (Suva-act. 61). Dr. I._ verneinte mit Beurteilung
vom 4. April 2016 eine Unfallkausalität bezüglich der objektivierten CTS beidseits und
der Beschwerden am Ellenbogen (Suva-act. 70).
A.h Am 12. April 2016 wurde der Versicherte durch Dr. I._ untersucht. Dieser
bescheinigte ihm wegen der durch die SL-Bandläsion verursachten Beschwerden eine
50%-ige Arbeitsfähigkeit und regte eine operative Sanierung an. Über den Verlauf nach
der Operation und den Umfang der Wiederaufnahme der angestammten Tätigkeit
könne zum aktuellen Zeitpunkt noch keine Aussage gemacht werden (Suva-act. 76).
A.i Am 12. Mai 2016 wurde das linke Handgelenk erneut einer MRI Arthrographie
unterzogen (Suva-act. 81). In der Folge wurde der Fall dem Suva-Kreisarzt Dr. med.
K._, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des
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Bewegungsapparates, vorgelegt. Dieser beurteilte am 19. Mai 2016 die
Beschwerdeproblematik des linken Handgelenks mangels einer strukturellen
Verletzung als nicht unfallkausal. Die weiterhin beklagte Beschwerdesymptomatik
stehe nach knapp zwei Jahren mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht mehr im
Zusammenhang mit dem Unfallereignis. Es bestehe keine unfallbedingte
Arbeitsunfähigkeit (Suva-act. 84).
A.j Am 20. Mai 2016 lehnte die Suva in einer Verfügung den Anspruch auf weitere
Versicherungsleistungen ab und stellte die bisherigen Versicherungsleistungen
(Taggeld und Heilkosten) auf den 31. Mai 2016 ein (Suva-act. 85). Dagegen liess der
Versicherte durch seinen Rechtsvertreter, Rechtsanwalt Patrick Wagner, Basel,
Einsprache erheben. Beantragt wurde im Wesentlichen die Weitergewährung von
Taggeld- und Heilbehandlungsleistungen für das rechte und die Prüfung und allfällige
Bejahung des Anspruchs auf diese Leistungen für das linke Handgelenk (Suva-act. 88,
94). Der Fall wurde in der Folge nochmals Dr. I._ vorgelegt. Dieser kam mit
Beurteilung vom 23. August 2016 zum Schluss, dass bezüglich der SL-Bandläsion im
rechten Handgelenk die weiteren Behandlungen anzuerkennen seien. Das
Handgelenksganglion rechts sowie das sensible CTS seien überwiegend
wahrscheinlich nicht unfallkausal. Im Bereich des linken Handgelenks sei es ebenfalls
zu einer Kontusion gekommen, wobei in Würdigung der durchgeführten MRT von 2014
und 2016 keine überwiegend wahrscheinlichen unfallkausalen strukturellen
Veränderungen nachgewiesen worden seien. Nach über zwei Jahren nach dem
Kontusionsereignis sei überwiegend wahrscheinlich davon auszugehen, dass die
geltend gemachten Beschwerden nicht mehr unfallkausaler Natur seien, sondern von
krankhaften, degenerativen Prozessen herrührten (Suva-act. 96).
A.k Bereits am 10. August 2016 war eine Arthro-MRI der linken Schulter durchgeführt
worden. Diese hatte eine Tendinose der Supraspinatus-, der Subscapularis- sowie der
Bizepssehne, keinen Rotatorenmanschetteneinriss, eine adhäsive Kapsulitis, eine
aktivierte AC-Arthrose mit leichter Bursitis subacromialis sowie eine SLAP II-Läsion
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ergeben (Suva-act. 102). Im Bericht der Klinik L._ vom 8. September 2016 wurde von
seit ca. sechs Monaten zunehmend bestehenden Beschwerden in der linken Schulter
berichtet. In der Zusammenschau der klinisch-radiologischen Befunde sei das
Beschwerdebild nicht klar auf eine Pathologie zurückzuführen (Suva-act. 108).
A.l Am 4. Oktober 2016 wurde der Versicherte erneut durch Dr. I._ untersucht.
Bezüglich des rechten und linken Handgelenks hielt dieser an seiner bereits gemachten
Einschätzung (vgl. vorstehende lit. A.j) fest. Bezüglich der linken Schulter führte er aus,
dass eine diesbezügliche Beschwerdesymptomatik bzw. ein Befund nicht echtzeitlich
dokumentiert sei. Es sei nicht überwiegend wahrscheinlich von einer Unfallkausalität
auszugehen. Die aktuelle Arbeitsfähigkeit von 50% lasse sich nicht allein aufgrund der
unfallkausalen Beschwerden der rechten Hand begründen, sondern ergebe sich auch
aus den Beschwerden der nicht unfallkausalen Veränderungen der linken Schulter. Es
sei zunächst die Information über das weitere medizinische Vorgehen des
Handchirurgen Dr. G._ abzuwarten. Danach sei eine Neubeurteilung der
unfallbezogenen Arbeitsunfähigkeit vorzunehmen (Suva-act. 118).
B.
B.a Mit Verfügung vom 7. Oktober 2016 teilte die Suva dem Versicherten mit, dass sie
die angefochtene Verfügung vom 20. Mai 2016 aufgrund der kreisärztlichen
Untersuchung vom 4. Oktober 2016 ersetze. Beim Ereignis vom 16. Juni 2014 sei es zu
einer überwiegend wahrscheinlichen strukturellen Veränderung im rechten Handgelenk
im Sinn einer SL-Bandläsion gekommen, weshalb diesbezüglich die weiteren
Behandlungen anerkannt würden. Im weiteren Umfang verneinte sie eine
Leistungspflicht für das rechte Handgelenk. Im Bereich des linken Handgelenks seien
die Beschwerden nach über zwei Jahren nach Kontusion nicht mehr unfallkausaler
Natur. Weiter verneinte die Suva eine Leistungspflicht für die linke Schulter. Aufgrund
der aktuell ausgewiesenen Arbeitsunfähigkeit von 50% werde ein Taggeld ausgerichtet
(Suva-act. 121). Mit Eingaben vom 27. Oktober und 12. Dezember 2016 liess der
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Versicherte gegen die Verfügung vom 7. Oktober 2016 erneut Einsprache erheben und
Abklärungen bzw. allfällige Erbringung von Taggeld- und Heilbehandlungsleistungen für
das linke Handgelenk sowie beide Schultern beantragen (Suva-act. 136, 151).
B.b Bereits am 13. Oktober 2016 war der Versicherte bei SL-Instabilität rechts durch
Dr. G._ operiert worden (dorsale Tenodese; Suva-act. 124). Am 9. März 2017 wurde
eine Arthroskopie und Synovektomie am linken Handgelenk des Versicherten durch Dr.
G._ durchgeführt. Diagnostiziert wurde dabei eine Lunatum-Chondromalazie I°
Outerbridge (Suva-act. 176).
B.c Am 22. März 2017 wurde der Versicherte ein weiteres Mal von Dr. I._ untersucht.
Dieser führte in seiner Beurteilung aus, dass die diagnostizierte Lunatum-
Chondromalazie an der linken Hand nicht unfallkausal sei. Dies insbesondere deshalb,
weil das echtzeitliche MRI keine nachweisbaren strukturellen Unfallfolgen gezeigt habe.
In der rechten Schulter würden keine überwiegend wahrscheinlich unfallkausalen
strukturellen Veränderungen vorliegen. Es sei eine Kontusion mit vorübergehender
Verschlimmerung der vorbestehenden degenerativen Veränderungen erfolgt. Der
Status quo sine sei spätestens nach einem Jahr festzustellen. In der aktuellen
Untersuchung beschreibe der Versicherte keine nennenswerten Beschwerden in der
rechten Schulter. In der linken Schulter würden bildgebend im Rahmen eines
degenerativen Prozesses die gleichen strukturellen Veränderungen vorliegen wie in der
rechten Schulter, mit Ausnahme einer nicht so ausgeprägten Omarthrose. Im Rahmen
der zeitlichen Latenz und bei kernspintomographisch fehlenden, überwiegend
wahrscheinlich unfallkausalen strukturellen Veränderungen seien die Beschwerden und
die Behandlungsbedürftigkeit der linken Schulter als nicht überwiegend wahrscheinlich
unfallkausal zu bewerten. Der Gesundheitszustand im Bereich des rechten
Handgelenks könne aktuell noch nicht als stabil eingestuft werden. Es werde ca. ein
Jahr postoperativ noch eine Entfernung des Osteosynthesematerials erfolgen. Dieses
könne die noch vorhandenen Beschwerden des Versicherten miterklären. Eine partielle
Reintegration – zu 50% – in die Arbeit als Maschinenbauer sei dem Versicherten
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zuzumuten, insofern keine verstärkten manuellen Tätigkeiten notwendig seien. Es gelte
folgendes Zumutbarkeitsprofil für den allgemeinen Arbeitsmarkt: Leichte Arbeit, festes
Umgreifen und Halten von Gegenständen über ein Kilogramm gelegentlich, keine
hämmernden oder schlagenden Tätigkeiten, keine Arbeit mit oder an vibrierenden
Maschinen, keine forcierten Bewegungen im Handgelenk, insbesondere keine
Rotationsbewegungen im Handgelenk nach Widerstand (zum Beispiel Arbeiten mit
dem Schraubenzieher; Suva-act. 179).
B.d Mit Schreiben vom 22. Mai 2017 teilte Rechtsanwalt Jonas Steiner, Basel, der das
Mandatsverhältnis mit dem Versicherten von Rechtsanwalt Patrick Wagner
übernommen hatte, mit, es werde auch nach Vorliegen der kreisärztlichen Beurteilung
vollumfänglich an der Einsprachebegründung festgehalten (Suva-act. 204).
B.e Mit Einspracheentscheid vom 16. Juni 2017 trat die Suva auf die Einsprache
betreffend rechte Schulter nicht ein (vgl. Suva-act. 213 S. 6 lit. 1b) und wies die
Einsprache im Übrigen ab (Suva-act. 213).
C.
C.a Gegen den Einspracheentscheid liess der Versicherte (nachfolgend:
Beschwerdeführer) am 10. August 2017 Beschwerde erheben mit folgenden
Rechtsbegehren: 1. Die Verfügung vom 7. Oktober 2016 und der Einspracheentscheid
vom 16. Juni 2017 seien aufzuheben; 2. Es sei die Suva (nachfolgend:
Beschwerdegegnerin) zu verpflichten, die gesetzlichen Leistungen zu erbringen; 3.
Eventualiter sei eine gerichtliche orthopädische Begutachtung in Auftrag zu geben;
Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beschwerdegegnerin (act. G 1).
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C.b In der Beschwerdeantwort vom 29. September 2017 beantragte die
Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde vom 10. August 2017, soweit
darauf einzutreten sei, und die Bestätigung des Einspracheentscheids vom 16. Juni
2017 (act. G 5).
C.c Der Beschwerdeführer verzichtete auf eine Replik (act. G 6 f.).

Erwägungen
1.
Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die
Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung
(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss den Übergangsbestimmungen werden
Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor Inkrafttreten der Änderung ereignet
haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach
bisherigem Recht gewährt. Vorliegend stehen Folgen eines Unfalls vom 16. Juni 2014
zur Diskussion. Es finden daher die bis 31. Dezember 2016 gültigen Bestimmungen
Anwendung.
2.
Im angefochtenen Entscheid vom 16. Juni 2017 sind die Bestimmungen über den
Anspruch auf Leistungen der Unfallversicherung (Art. 6 Abs. 1 UVG, Art. 36 Abs. 1 UVG
[Teilkausalität]) sowie die Grundsätze über den für die Leistungspflicht des
Unfallversicherers nebst anderem vorausgesetzten natürlichen und adäquaten
Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden (BGE 129
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V 181 E. 3.1 und 3.2 mit Hinweisen) zutreffend dargelegt. Gleiches gilt für die
Ausführungen zur Sachverhaltsabklärung und zur antizipierten Beweiswürdigung sowie
zum Status quo sine/ante (Suva-act. 213). Darauf wird verwiesen. Zu ergänzen ist, dass
hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts entscheidend ist, ob der Bericht für die
streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die
geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese
abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in
der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen
der medizinischen Fachperson begründet und nachvollziehbar sind (BGE 125 V 352 E.
3a mit Hinweisen). Berichte und Gutachten, welche die Versicherungen während des
Administrativverfahrens von ihren eigenen Ärzten und Ärztinnen einholen, können
beweistauglich sein. An deren Beweiswürdigung sind indes strenge Anforderungen zu
stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der
versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen
vorzunehmen (BGE 135 V 470 f. E. 4.4 mit Hinweis; bestätigt in Urteil des
Bundesgerichts vom 23. November 2012, 8C_592/2012, E. 5.3).
3.
3.1 Hinsichtlich des Anfechtungsgegenstands ist zu beachten, dass im
verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren grundsätzlich lediglich
Rechtsverhältnisse zu überprüfen bzw. zu beurteilen sind, zu denen die zuständige
Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich – in Form einer Verfügung bzw. eines
Einspracheentscheids – Stellung genommen hat. Insoweit bestimmen die Entscheide
der Beschwerdegegnerin den beschwerdeweise weiterziehbaren
Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und
somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und insoweit kein Entscheid ergangen
ist (BGE 131 V 164 f. E. 2.1).
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3.2 Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet der
Einspracheentscheid vom 16. Juni 2017 (Suva-act. 213). Diesem liegt die Verfügung
vom 7. Oktober 2016 zugrunde (UV-act. 121). In dieser hat die Beschwerdegegnerin
über Ansprüche des Beschwerdeführers auf Taggeld- und Heilbehandlungsleistungen
bzw. die Unfallkausalität bezüglich Beschwerden am rechten und linken Handgelenk
und an der linken Schulter befunden. Nachdem eine Unfallkausalität bzw. eine
Leistungspflicht in Bezug auf Beschwerden im rechten Handgelenk aufgrund der SL-
Bandläsion anerkannt wird und diese Anerkennung insgesamt unbestritten geblieben
ist, bedarf es dazu im Folgenden keiner weiteren Ausführungen. Über Ansprüche
wegen Schäden an der rechten Schulter wurde nicht verfügt und im
Einspracheentscheid folgerichtig darauf nicht eingetreten. Diesbezüglich mangelt es
damit an einem Anfechtungsgegenstand und auf die Beschwerde in diesem Punkt ist
nicht einzutreten.
4.
Gestützt auf vorstehende Erwägungen stellt sich im vorliegenden Verfahren damit
einzig die Kausalitätsfrage (aus dem Unfall vom 16. Juni 2014) in Bezug auf
Beschwerden im linken Handgelenk und an der linken Schulter.
4.1 Die Beschwerdegegnerin bestreitet eine nach wie vor bestehende bzw. je
entstandene Kausalität bezüglich der Beschwerden in diesen zwei zur Diskussion
stehenden Körperpartien. Diesbezüglich verwies sie hauptsächlich auf die
kreisärztlichen Beurteilungen von Dr. I._ (Suva-act. 96, Kausalitätsbeurteilung in
Bezug auf das rechte und linke Handgelenk; Suva-act. 118, Kausalitätsbeurteilung in
Bezug auf die linke Schulter; Suva-act. 179). Gemäss Einschätzung des Kreisarztes
sind die noch bestehenden Beschwerden, abgesehen von denjenigen am rechten
Handgelenk, nicht mehr unfallkausal. Bezüglich des linken Handgelenks und der linken
Schulter macht die Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort vom 29.
September 2017 sogar geltend, dass diese Körperregionen bzw. die gesamte linke
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Körperhälfte beim Unfall vom 16. Juni 2014 gestützt auf die echtzeitlichen Angaben
des Beschwerdeführers überhaupt nicht betroffen gewesen seien (act. G 5 S. 6 ff.).
4.2
4.2.1 Es trifft zu, dass gemäss Schadenmeldung UVG vom 9. Juli 2014 nur die
rechte Körperseite (Handgelenk rechts, Schulter rechts, Hüftgelenk rechts) vom Unfall
vom 16. Juni 2014 betroffen war (Suva-act. 1). Anfänglich wurden denn auch nur diese
Beschwerden (insbesondere am rechten Handgelenk und an der rechten Schulter)
behandelt (vgl. vorstehende lit. A.b). Bereits am 24. September 2014 wurde indes eine
MRT-Untersuchung am linken Handgelenk durchgeführt (Suva-act. 21). Damit liegt der
Schluss nahe, dass auch das linke Handgelenk, wie es der Beschwerdeführer
mehrfach ausgesagt hat, mitbetroffen war und zumindest bis zu einem gewissen Grad
Beschwerden verursacht hat.
4.2.2 Das MRT des linken Handgelenks vom 24. September 2014 ergab keine
Hinweise auf eine posttraumatische Verletzung des Handgelenks und der Mittelhand,
zeigte jedoch ein kleines radiopalmares Handgelenksganglion (Suva-act. 21). Auch das
MRI vom 9. Mai 2016 ergab keinen Nachweis einer SL- oder lunotriquetralen (LT)-
Bandläsion (Suva-act. 81). Die durchgeführte Arthroskopie vom 9. März 2017
bestätigte diesen Befund (SL-Intervall intakt, LT-Intervall unauffällig). Diagnostiziert
wurde indes eine Lunatum-Chondromalazie I° Outerbridge (Suva-act. 176).
4.2.3 Dr. I._ legte seiner abschliessenden Beurteilung vom 22. März 2017 in
Bezug auf das linke Handgelenk sämtliche vorgenannten Befunde zugrunde, auch jene,
welche sich erst nach dem arthroskopischen Eingriff vom 9. März 2017 ergaben (Suva-
act. 179-3). Er begründet nachvollziehbar, weshalb es überwiegend wahrscheinlich
mangels echtzeitlich nachweisbaren strukturellen Unfallfolgen bei erlittener Kontusion/
Distorsion lediglich zu einer vorübergehenden Verschlimmerung kommen konnte,
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welche mittlerweile als abgeheilt zu betrachten sei. Geringe Zweifel an seiner
Einschätzung sind nicht auszumachen. Solche ergeben sich auch nicht aus den
Berichten der behandelnden Ärzte, welche sich zur Frage bezüglich Unfallkausalität der
über den Fallabschluss hinaus beklagten Beschwerden des linken Handgelenks nie
äusserten. Im Weiteren leuchtet es bei initial einzig bezogen auf die rechte Körperseite
geltend gemachten Verletzungen (Suva-act. 1; diese standen damit zweifelsohne im
Vordergrund) und aufgrund der zeitnah erstellten, augenscheinlich unterschiedlichen
MRI der beiden Handgelenke (Suva-act. 17 [rechtes Handgelenk mit u.a. bone bruise]
und Suva-act. 21 [linkes Handgelenk u.a. ohne bone bruise]) ein, dass die Folgen auf
die beiden Handgelenke unterschiedlich waren bzw. unfallkausale Beschwerden im
linken Handgelenk nach rund zwei Jahren mangels struktureller Läsionen (im
Gegensatz zum rechten Handgelenk) ausgeheilt sind und die diagnostizierte Lunatum-
Chondromalazie als nicht unfallkausal zu betrachten ist. Dabei ist auch der
medizinischen Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, dass eine Kontusion
grundsätzlich innert kurzer Zeit folgenlos ausheilt und sich die damit verbundenen
Beschwerden gänzlich zurückbilden (ALFRED M. DEBRUNNER, Orthopädie,
Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl., Bern 2005, S. 412). Der Einspracheentscheid vom
16. Juni 2017 ist in diesem Punkt damit nicht zu beanstanden und die Beschwerde
abzuweisen.
4.3
4.3.1 Beschwerden an der linken Schulter wurden gemäss Aktenlage erstmals im
August 2016, frühestens im März 2016 (Suva-act. 108-2, Bericht vom 8. September
2016: seit sechs Monaten zunehmende Beschwerden) genannt und untersucht (Suva-
act. 99, 102). Weder machte der Beschwerdeführer solche mit Schadenmeldung UVG
vom 9. Juli 2014 (Suva-act. 1) noch anlässlich der orthopädischen und hausärztlichen
Behandlungen in den Jahren 2014, 2015 und 2016 (vgl. u.a. Suva-act. 7, 12, 27, 29, 53)
und auch nicht im Gespräch mit dem Aussendienstmitarbeiter der
Beschwerdegegnerin im August 2015 geltend (Suva-act. 31: "Ich leide unter
belastungsabhängigen Schmerzen im rechten Handgelenk...", "Bezüglich den anderen
Verletzungen in der rechten Schulter, der linken Hand und der Hüfte habe ich zwar
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nach wie vor manchmal Schmerzen, jedoch sind diese vernachlässigbar."). Selbst
wenn vorerst andere Beschwerden im Vordergrund standen, wäre doch zeitnah zum
Unfallereignis, sicherlich nicht erst rund zwei Jahre danach, zu erwarten gewesen, dass
die linke Schulter in irgendeinem (ärztlichem) Bericht, spätestens anlässlich des
Gesprächs mit dem Aussendienstmitarbeiter vom August 2015 (Suva-act. 31),
Erwähnung findet. Dies ist indes nicht der Fall. Dass der Beschwerdeführer auch über
Schulterbeschwerden links geklagt hätte, diese aber in sämtlichen Berichten
unbeachtet und versehentlich unerwähnt geblieben wären, macht der
Beschwerdeführer nicht geltend. Entsprechend ist davon auszugehen, dass
nennenswerte Beschwerden im Bereich der linken Schulter frühestens im März 2016
auftraten.
4.3.2 Gestützt auf das Gesagte (lange Latenzzeit) ist die Beurteilung von Dr. I._
(Suva-act. 118-6, 179-4) nachvollziehbar, wonach die kernspintomographisch
ausgewiesenen Diagnosen der linken Schulter (Supraspinatussehnenteilruptur mit
SLAP-Läsion des Bizepssehnenankers sowie aktivierte AC-Arthrose [Suva-act. 99,
102]) und die damit einhergehenden Beschwerden als nicht unfallkausal zu qualifizieren
sind. Die behandelnden Ärzte äussern sich wiederum nicht zu einer allfälligen
Unfallkausalität oder führen aus, dass das Beschwerdebild nicht klar auf eine
Pathologie zurückzuführen sei (Suva-act. 108-2). Es besteht damit keine Divergenz,
welche die kreisärztliche Einschätzung in Zweifel ziehen könnte. Somit ist zumindest
nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, dass die geklagten
Schulterbeschwerden links durch den Unfall vom 16. Juni 2014 verursacht worden
sind, weshalb eine Haftung des Unfallversicherers entfällt. Der Einspracheentscheid
vom 16. Juni 2017 ist auch in diesem Punkt nicht zu beanstanden und die Beschwerde
abzuweisen.
5.
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Nach dem Gesagten ist der angefochtene Einspracheentscheid vom 16. Juni 2017
nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen, soweit
darauf einzutreten ist. Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR
830.1]). Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine
Parteientschädigung.