Decision ID: 71ea55d3-46d0-5c67-8b29-3622f5ba3aa4
Year: 2018
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._, meldete sich am 22. März 2001 unter Hinweis auf ein chronisches
zervikobrachiales Syndrom, eine Gelenksarthrose, Knickfüsse und eine arterielle
Hypertonie zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung bei der IV-Stelle des
Kantons St. Gallen an (IV-act. 1). Nach der Einholung von Arztberichten (vgl. IV-act. 10)
und der Einholung eines psychiatrischen und somatischen Gutachtens bei der
Sozialpsychiatrischen Beratungsstelle Z._ (vgl. IV-act. 20) wurde dem Versicherten
mit Verfügung vom 10. Juni 2002 basierend auf einem Invaliditätsgrad von 50% eine
halbe Invalidenrente ab 1. März 2001 zugesprochen (IV-act. 27).
A.b Im Rahmen von Amtes wegen eingeleiteter Revisionen wurde der Rentenanspruch
des Versicherten in den Jahren 2004 und 2009 bestätigt (Mitteilungen vom 13. Januar
2004, IV-act. 32, und vom 19. Februar 2009, IV-act. 44).
A.c Mit Schreiben vom 18. August 2011 machte der Versicherte eine starke
Verschlechterung insbesondere seines psychischen Gesundheitszustandes geltend
und ersuchte um eine Erhöhung der Rentenleistung. Aufgrund seiner Leiden habe er
die Arbeit auf dem elterlichen Bauernhof aufgeben müssen und nach dem Verkauf des
Hofes im Sommer 2010 sei es ihm psychisch zunehmend schlechter gegangen (IV-act.
51). Der Versicherte wurde im Auftrag der IV-Stelle am 13. Dezember 2011 in der
Medizinischen Gutachtenzentrum Region St. Gallen GmbH (MGSG) von Dr. med.
B._, Spezialarzt Orthopädie FMH, und Dr. med. C._, Facharzt für Psychiatrie und
Psychotherapie, untersucht. Im orthopädisch-psychiatrischen Gutachten vom 20.
Januar 2012 (MGSG-Gutachten 2012) erhoben die beiden Ärzte folgende Diagnosen,
denen sie eine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit beimassen: Eine rezidivierende
depressive Störung mit überwiegend mittelgradigen depressiven Episoden, bestehend
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seit etwa 1998, eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung, bestehend seit etwa
1998, eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit ängstlich vermeidenden abhängigen
und kränkbaren Zügen; als Befunde, die ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
seien, nannten sie eine Cervicobrachialgie beidseits unklarer Genese, eine
Präadipositas, eine arterielle Hypertonie und einen Linksschenkelblock. In der
angestammten Tätigkeit als Landwirt und als Skiliftangestellter bestehe seit 1998 eine
50%ige Arbeitsunfähigkeit. Tätigkeiten ohne erhöhte emotionale Belastung, ohne
Stressbelastung, ohne erforderliche geistige Flexibilität, ohne vermehrten
Kundenkontakt und ohne überdurchschnittliche Dauerbelastung seien gesamthaft bei
voller Stundenpräsenz seit Jahren zu 50% zumutbar. Aufgrund der mangelnden
Flexibilität und der beschriebenen ängstlich vermeidenden Persönlichkeitszüge sei
beim Versicherten am ehesten eine angepasste Tätigkeit im Zusammenhang mit einem
landwirtschaftlichen Betrieb zumutbar (IV-act. 65). Gestützt auf dieses Gutachten
wurde das Rentenerhöhungsgesuch von der IV-Stelle mit Verfügung vom 2. Mai 2012
abgewiesen (IV-act. 76).
B.
B.a Im März 2014 ersuchte der Versicherte erneut um eine Rentenrevision aufgrund
einer zunehmenden Verschlechterung seines Gesundheitszustandes. Aus
gesundheitlichen Gründen habe er im Jahr 2010 seinen Landwirtschaftsbetrieb
verkaufen müssen und auch die danach aufgenommene Tätigkeit als Angestellter in
einem Bauernbetrieb habe er aufgrund seines Gesundheitszustandes im März 2011
aufgeben müssen (IV-act. 78 ff.).
B.b Im Therapiebericht vom 18. Februar 2014 führte Dr. med. D._, Facharzt FMH für
Psychiatrie und Psychotherapie, aus, dass er Zweifel daran habe, ob der Versicherte
aufgrund seiner physischen und psychischen Leiden auf dem freien Arbeitsmarkt 50%
Leistung erbringen könne (IV-act. 83).
B.c Im Arztbericht vom 3. März 2014 gab der Hausarzt med. pract. E._, Facharzt
FMH für Allgemeine Innere Medizin, an, dass der Versicherte wegen seiner Schmerzen
nicht in der Lage sei, eine körperliche Arbeit über längere Zeit auszuüben. Aufgrund der
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physischen und psychischen Krankheiten bestehe eine Arbeitsfähigkeit von höchstens
30% in einem geschützten, produktionsdruckfreien Rahmen (IV-act. 82).
B.d Dr. med. F._, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, kam im Bericht vom
5. August 2014 zum Schluss, dass dem Versicherten die bisherige Tätigkeit nicht mehr
zumutbar sei. Gegebenenfalls sei eine 20%ige Tätigkeit im geschützten Rahmen
möglich (IV-act. 88).
B.e Im Bericht vom 28. Oktober 2014 gab Dr. med. G._, Oberarzt Anästhesie Spital
Z._, an, dem Versicherten sei die bisherige Tätigkeit als Landwirt nicht mehr
zumutbar. Auch adaptiert sei eine reguläre Berufsausübung nicht mehr möglich. Die
Mitarbeit im Haushalt sei noch möglich, aber nur weil sie frei einteilbar sei und die
Möglichkeit zu Pausen nach Bedarf bestehe. Ergänzend führte er aus, dass
Wechseltätigkeiten ohne körperliche und psychische Belastungen (z.B. Tragen von
Lasten, Zeitdruck) mit der Möglichkeit zu ungeplanten Pausen von unbestimmter Dauer
während maximal zwei Stunden möglich seien (IV-act. 91).
B.f Der Versicherte wurde am 23. Januar 2015 erneut in der MGSG von Dr. B._ und
Dr. C._ untersucht. Im orthopädisch-psychiatrischen Gutachten vom 3. März 2015
(MGSG-Gutachten 2015) diagnostizierten die beiden Ärzte eine Cervicobrachialgie
beidseits bei Retrospondylophyten und Discushernien C4-7 mit Kompression der
Nervenwurzeln C5 und C7 beidseits sowie C6 rechts, eine Osteonekrose des
Metatarsale I-Köpfchens mit fehlender Knochenheilung nach Magerl-Osteotomie rechts
03/2014, Metallentfernung 12/2014 und Senk-/Spreizfuss, eine rezidivierende
depressive Störung mit mittelgradigen depressiven Episoden und Chronifizierung,
bestehend seit etwa 1998, kombinierte Persönlichkeitsstörungen mit ängstlich
vermeidenden, abhängigen und kränkbaren Zügen, einen Senk-/Spreizfuss links sowie
eine Präadipositas. Der Versicherte sei aus somatischer Sicht in der angestammten
Tätigkeit als Landwirt zu 100% arbeitsunfähig. Tätigkeiten ohne erhöhte emotionale
Belastung, ohne Stressbelastung, ohne erforderliche geistige Flexibilität, ohne
vermehrte Kundenkontakte und ohne überdurchschnittliche Dauerbelastung sowie
aufgrund der Anpassungsschwierigkeiten an einem Einzelarbeitsplatz als auch
körperlich leichte Tätigkeiten in temperierten Räumen, die abwechslungsweise sitzend
und stehend ausgeübt werden könnten, ohne dass dabei häufig inklinierte, reklinierte
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und rotierte Kopfhaltungen eingenommen werden müssten, könnten gesamthaft bei
voller Stundenpräsenz seit Jahren nur zu 50% zugemutet werden (IV-act. 98).
B.g RAD-Arzt Dr. med. H._, Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie
bestätigte in der Stellungnahme vom 10. März 2015 eine Veränderung des
Gesundheitszustandes, die eine volle Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit
als Landwirt und eine Anpassung des Adaptionsprofils zur Folge habe (IV-act. 99).
B.h Mit Vorbescheid vom 31. März 2015 stellte die IV-Stelle dem Versicherten die
Abweisung des Erhöhungsgesuches der Invalidenrente in Aussicht. Der
Gesundheitszustand habe sich aus psychiatrischer Sicht nicht geändert. Aus
somatischer Sicht seien zwar neue Diagnosen dazugekommen, jedoch würden diese
die Arbeitsfähigkeit nicht in einem rentenbeeinflussenden Mass einschränken. Es sei
dem Versicherten nach wie vor möglich, einer angepassten Tätigkeit zu 50%
nachzugehen und ein Einkommen gemäss der schweizerischen Lohnstrukturerhebung
des Bundesamtes für Statistik (LSE) zu erzielen. Mittels Einkommensvergleich
ermittelte die IV-Stelle einen Invaliditätsgrad von 50% (IV-act. 102).
B.i Mit Einwand vom 13. Mai 2015 beantragte der Versicherte die Aufhebung des
Vorbescheids und die Erhöhung seiner Invalidenrente auf eine ganze Rente.
Eventualiter sei ein Leidensabzug von 25% zu gewähren. Aufgrund des zweifelsfrei
veränderten somatischen Gesundheitszustandes könne er nicht mehr in seinem
angestammten Bereich tätig sein, welcher aufgrund des psychischen
Gesundheitsschadens als einzig zumutbares Tätigkeitsfeld in Frage gekommen sei,
weshalb er nicht mehr in der Lage sei, eine Erwerbstätigkeit auszuführen. Der
Versicherte reichte mit dem Einwand mehrere Arztberichte ein (IV-act. 106).
B.j Im Rahmen einer zweiten Anhörung teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit
Schreiben vom 2. September 2015 mit, dass aufgrund der zwischenzeitlichen Aufgabe
des kleinen Landwirtschaftsbetriebs ein wirtschaftlicher Revisionsgrund vorliege.
Aufgrund der Grösse des Betriebs hätte er auch ohne Behinderung kein
existenzsicherndes Einkommen mehr erzielen können und wäre gezwungen gewesen,
eine Arbeitnehmertätigkeit aufzunehmen. Aus diesem Grund werde beim
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Valideneinkommen von einer Arbeitnehmertätigkeit ausgegangen. An der 50%igen
Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit werde festgehalten (IV-act. 109).
B.k Mit Schreiben vom 7. Oktober 2015 entgegnete der Versicherte, dass die Ein-
wendungen nicht genügend geprüft worden seien. Gegen die Einstufung als
Arbeitnehmer spreche nichts, so sei beim Valideneinkommen auf der Basis des LSE-
Tabellenlohnes und beim Invalideneinkommen das mögliche Einkommen im
landwirtschaftlichen Bereich heranzuziehen, wo er aufgrund seines
Gesundheitsschadens stark eingeschränkt sei. Ausserdem sei ein Leidensabzug
gerechtfertigt (IV-act. 111).
B.l Mit Verfügung vom 16. Oktober 2015 wies die IV-Stelle das Gesuch um Erhöhung
der Invalidenrente ab. An der Qualifikation als Arbeitnehmer werde festgehalten. Da aus
medizinischer Sicht eine adaptierte Tätigkeit im Pensum von 50% als zumutbar
erachtet werde, sei beim Invalideneinkommen ebenfalls der Tabellenlohn massgebend
und nicht jenes Einkommen als Landwirt, weshalb sowohl beim Validen- als auch beim
Invalideneinkommen der LSE-Tabellenlohn massgebend sei (IV-act. 112).
C.
C.a Gegen diese Verfügung richtet sich die vorliegend zu beurteilende Beschwerde
vom 20. November 2015. Der Beschwerdeführer beantragt unter Kosten- und
Entschädigungsfolgen die Aufhebung der Verfügung vom 16. Oktober 2015 und die
Ausrichtung einer ganzen Invalidenrente (act. G 1). In der Beschwerdeergänzung vom
15. Dezember 2015 kritisiert der Beschwerdeführer, dass sich die Beschwerdegegnerin
in der angefochtenen Verfügung nicht mit den Vorbringen im Einwandverfahren
auseinandergesetzt habe. Insbesondere auf das Argument, dass ihm aus
psychiatrischer Sicht nur die Tätigkeit in der Landwirtschaft zumutbar sei, welche aber
aus orthopädischer Sicht gerade nicht mehr zumutbar sei, sei nicht eingegangen
worden, womit eine Verletzung des rechtlichen Gehörs vorliege. Dies führe zu einer
vollen Erwerbsunfähigkeit. Weiter sei er aufgrund seiner psychiatrischen Erkrankung
keinem Arbeitgeber im ersten Arbeitsmarkt zumutbar (act. G 4).
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C.b Mit Beschwerdeantwort vom 19. Januar 2016 beantragt die Beschwerdegegnerin
die Abweisung der Beschwerde. Sie sei insofern auf die Einwände des
Beschwerdeführers eingegangen, als sie davon ausgegangen sei, dass die
Landwirtschaftstätigkeit, nach dem der Beschwerdeführer seinen
Landwirtschaftsbetrieb aufgegeben habe, nicht relevant für die adaptierte Tätigkeit sei.
Weiter liege gemäss dem MGSG-Gutachten 2015 eine gesundheitliche Veränderung
aus somatischer Sicht vor. Die Gutachter seien jedoch weiterhin von einer 50%igen
Arbeitsfähigkeit ausgegangen. Die Veränderung im somatischen Bereich habe
demnach keine Auswirkung mit rentenveränderndem Ausmass. Aus dem Gutachten
ergebe sich zudem nicht, dass dem Beschwerdeführer lediglich eine Tätigkeit als
Landwirt oder im geschützten Rahmen zumutbar sein solle (act. G 6).
C.c Mit Schreiben vom 26. Januar 2016 teilte das Versicherungsgericht dem
Beschwerdeführer mit, dass das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege abgelehnt
werde (act. G 7).
C.d Mit Replik vom 23. Februar 2016 hält der Beschwerdeführer unverändert an seiner
Beschwerde fest (act. G 9). Die Beschwerdegegnerin verzichtete mit Schreiben vom 3.
März 2016 auf die Einreichung einer Duplik (act. G 11).

Erwägungen
1.
1.1 In formeller Hinsicht rügt der Beschwerdeführer eine Verletzung seines
Gehörsanspruchs. Die Beschwerdegegnerin habe sich in der angefochtenen Verfügung
nicht mit dem Vorbringen im Einwand auseinandergesetzt, dass ihm aus
psychiatrischer Sicht nur die Tätigkeit in der Landwirtschaft zumutbar sei, aus
orthopädischer Sicht diese aber nicht mehr zumutbar sei (act. G 4, S. 4).
1.2 Verfügungen sind zu begründen, wenn sie den Begehren der Parteien nicht voll
entsprechen (Art. 49 Abs. 3 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Die grundsätzliche Pflicht einer Behörde,
ihren Entscheid zu begründen, folgt aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör. Dabei
darf sich die Verwaltung nicht damit begnügen, die von der betroffenen Person
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vorgebrachten Einwendungen zur Kenntnis zu nehmen und zu prüfen. Die Verwaltung
hat vielmehr ihre Überlegungen auch namhaft zu machen und sich dabei ausdrücklich
mit den Einwendungen auseinanderzusetzen oder zumindest die Gründe anzugeben,
weshalb sie gewisse Gesichtspunkte nicht berücksichtigen kann (BGE 124 V 183 E.
2b).
1.3 Im Vorbescheid vom 31. März 2015 stützte sich die Beschwerdegegnerin
bezüglich der Arbeitsfähigkeit im Wesentlichen auf das MGSG-Gutachten 2015 (IV-act.
102). Im Einwand vom 13. Mai 2015 begründete der Beschwerdeführer seinen
Rentenerhöhungsantrag auf eine ganze Rente damit, dass er gemäss dem MGSG-
Gutachten 2015 aus somatischen Gründen in der angestammten Tätigkeit als Landwirt
zu 100% arbeitsunfähig sei. Weiter sei mehrfach bestätigt worden, dass ihm aus
psychiatrischen Gründen kein anderer Arbeitsbereich zumutbar sei, weshalb eine volle
Arbeitsunfähigkeit resultiere (IV-act. 106). In einer zweiten Anhörung vom 2. September
2015 führte die Beschwerdegegnerin aus, dass der Beschwerdeführer in der
Zwischenzeit seinen Landwirtschaftsbetrieb aufgegeben habe und somit ein
wirtschaftlicher Revisionsgrund vorliege. Auch ohne Behinderung wäre der
Beschwerdeführer aufgrund der geringen Grösse des Betriebs gezwungen gewesen,
eine Arbeitnehmertätigkeit aufzunehmen, weshalb bei der Berechnung der Validenbasis
von einer Arbeitnehmertätigkeit ausgegangen werde. An der 50%igen zumutbaren
Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit werde festgehalten (IV-act. 109). Mit
Schreiben vom 7. Oktober 2015 teilte der Beschwerdeführer der Beschwerdegegnerin
mit, dass die im Einwand vorgebrachten Punkte nicht genügend geprüft worden seien.
Es spreche zudem nichts gegen die Einstufung als Arbeitnehmer (IV-act. 111). In der
angefochtenen Verfügung vom 16. Oktober 2015 führte die Beschwerdegegnerin zu
den vorgebrachten Einwänden aus, dass diese überprüft worden seien, den Entscheid
jedoch nicht zu ändern vermöchten. An der Qualifikation als Arbeitnehmer werde
festgehalten, was auch von der Beschwerdegegnerin anerkannt werde. Bei der
Validenbasis stütze sie sich auf den LSE-Tabellenlohn. Da jedoch aus medizinischer
Sicht eine adaptierte Tätigkeit im Pensum von 50% als zumutbar erachtet werde, sei
ebenfalls der Tabellenlohn massgebend und nicht das Einkommen als Landwirt (IV-act.
112-2).
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1.4 Obwohl sich der Einwand des Beschwerdeführers nur auf ein Thema bezog, hat
sich die Beschwerdegegnerin weder in der zweiten Anhörung noch – trotz erneutem
Hinweis auf die bis anhin ungenügende Prüfung – in der angefochtenen Verfügung
damit auseinandergesetzt. Die Ausführungen zur Aufgabe des Landwirtschaftsbetriebs
und zum Einkommensvergleich hatten keinen Bezug zum Einwand und waren
diesbezüglich auch nicht relevant. Auch wenn die Beschwerdegegnerin zurecht auf die
bundesgerichtliche Rechtsprechung verweist, wonach die Begründungspflicht als
Bestandteil des rechtlichen Gehörs nicht bedeutet, dass sich die Behörde ausdrücklich
mit jeder tatbeständlichen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand
auseinandersetzen muss und sich vielmehr auf die für den Entscheid wesentlichen
Gesichtspunkte beschränken kann (vgl. BGE 124 V 180 E. 1 a), so rechtfertigt dies
vorliegend nicht, dass die Beschwerdegegnerin sich in der angefochtenen Verfügung
überhaupt nicht zum einzigen Einwand des Beschwerdeführers äusserte. Somit liegt
eine Verletzung des rechtlichen Gehörs vor.
1.5 Eine – nicht besonders schwerwiegende – Verletzung des rechtlichen Gehörs kann
dann als geheilt gelten, wenn die betroffene Person die Möglichkeit erhält, sich vor
einer Beschwerdeinstanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt wie die Rechtslage
frei überprüfen kann. Diese Voraussetzung ist im Fall des Versicherungsgerichts erfüllt
(vgl. Art. 61 lit. c ATSG i.V.m. Art. 46 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege
[VRP; sGS 951.1]). Von einer Rückweisung der Sache ist zudem selbst bei einer
schwerwiegenden Verletzung des rechtlichen Gehörs abzusehen, wenn und soweit die
Rückweisung zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen
führen würde, die mit dem (der Anhörung gleichgestellten) Interesse der betroffenen
Partei an einer beförderlichen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wäre (vgl.
BGE 136 V 117 E. 4.2.2.2).
1.6 Obwohl der Beschwerdeführer im Verfahren wiederholt eine Verletzung des
rechtlichen Gehörs geltend machte, stellte er kein Rechtsbegehren mit dem Antrag auf
Aufhebung der Verfügung und Rückweisung zur neuen Beurteilung aus formellen
Gründen. Die Beschwerdegegnerin äusserte sich nun im Beschwerdeverfahren zum
bereits im Vorbescheidsverfahren vorgebrachten Einwand und hielt gestützt auf das
MGSG-Gutachten 2015 an einer Arbeitsfähigkeit von 50% fest (vgl. act. G 6). Somit
würde eine Rückweisung zur Gewährung des rechtlichen Gehörs zu einem blossen
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formalistischen Leerlauf führen, erginge doch anschliessend mit grösster
Wahrscheinlichkeit dieselbe Verfügung. Deshalb ist von einer Aufhebung der Verfügung
aus formellem Grund abzusehen und die Sache ist materiell auf ihre Rechtmässigkeit
hin zu prüfen.
2.
2.1 In materieller Hinsicht ist umstritten, ob die am 16. Oktober 2015 verfügte
Abweisung des Rentenerhöhungsgesuchs zu Recht erfolgt ist.
2.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder
teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen
Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Die Invalidität kann Folge von
Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Die Erwerbsunfähigkeit ist der durch
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise
Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).
2.3 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die
versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie
wenigstens zu 60% invalid ist. Liegt ein Invaliditätsgrad von mindestens 50% vor, so
besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens
40% auf eine Viertelsrente.
2.4 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer rentenbeziehenden Person erheblich, so wird
die Rente gemäss Art. 17 Abs. 1 ATSG von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die
Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben. Anlass zu einer
Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die
geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen (BGE
130 V 343 E. 3.5). Ob eine solche Änderung eingetreten ist, beurteilt sich durch
Vergleich des Sachverhalts, wie er im Zeitpunkt der letzten, der versicherten Person
eröffneten rechtskräftigen Verfügung vorlag, die auf einer materiellen Prüfung des
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Rentenanspruchs beruht, mit demjenigen zur Zeit der streitigen Revisionsverfügung
(BGE 133 V 108 E. 5.4). Dabei stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der
Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesundheitszustandes
auf die Arbeitsfähigkeit keinen Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG dar
(BGE 112 V 372 E. 2b mit Hinweisen). Eine anspruchsbeeinflussende Änderung ist zu
berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert
hat (Art. 88a der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV; SR 832.302]). Die
Erhöhung der Renten, der Hilflosenentschädigungen und der Assistenzbeiträge erfolgt
frühestens, sofern der Versicherte die Revision verlangt, von dem Monat an, in dem
das Revisionsbegehren gestellt wurde (Art. 88bis Abs. 1 lit. a IVV).
2.5 Um das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit beurteilen und somit den Invaliditätsgrad
bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf
Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur
Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den
Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang
und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im
Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der
Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden
können (BGE 132 V 93 E. 4 mit Hinweisen). Für das gesamte Verwaltungs- und
Verwaltungsgerichts-beschwerdeverfahren gilt der Grundsatz der freien
Beweiswürdigung. Danach haben Versicherungsträger und Sozialversicherungsgericht
die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und
pflichtgemäss zu würdigen. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist
entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen
Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen
Zusammenhänge und der medizinischen Situation einleuchtet und ob die
Schlussfolgerungen der Fachperson begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit
Hinweisen).
3.
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3.1 Im vorliegenden Fall ist der Sachverhalt, welcher der Verfügung vom 2. Mai 2012
(IV-act. 76) zu Grunde lag, mit dem Sachverhalt zur Zeit der angefochtenen Verfügung
vom 16. Oktober 2015 (IV-act. 112) zu vergleichen. Bezüglich des medizinischen
Sachverhalts stützte sich die Verfügung vom 2. Mai 2012 im Wesentlichen auf das
MGSG-Gutachten vom 20. Januar 2012 (IV-act. 65) und die angefochtene Verfügung
vom 16. Oktober 2015 auf das MGSG-Gutachten vom 3. März 2015 (IV-act. 98).
3.2 Im Gutachten 2015 bejahten die Gutachter die Frage, ob es seit der Verfügung
vom 2. Mai 2012 zu einer anhaltenden und wesentlichen Änderung des
Gesundheitszustandes gekommen sei. Im Gegensatz zur Begutachtung 2012 würden
nun Retrospondylophyten und Discushernien C4-7 mit leichter bis mässiger
Kompression der Nervenwurzeln C5 und C7 beidseits sowie C6 rechts und eine
Osteonekrose des Metatarsale I-Köpfchens mit fehlender Knochenheilung nach
Magerl-Osteotomie rechts bestehen. Aus psychiatrischer Sicht habe sich der
Gesundheitszustand seit der Verfügung vom 2. Mai 2012 nicht erkennbar geändert. Es
könne weiterhin eine rezidivierende depressive Störung mit mittelgradigen depressiven
Episoden und Chronifizierung, sowie kombinierte Persönlichkeitsstörungen mit
ängstlich-vermeidenden, abhängigen und kränkbaren Zügen erhoben werden. Jedoch
würden sich keine Hinweise für eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung mehr
finden, nachdem die Schmerzen inzwischen überwiegend organisch erklärbar seien.
Trotzdem ergebe sich aus psychiatrischer Sicht keine Änderung in der Einschätzung
der Arbeitsfähigkeit (IV-act. 98-41). Die aus somatischer Sicht ausgewiesene
Verschlechterung des Gesundheitszustandes führe neu auch zu einer vollen
Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Landwirt und zu Anpassungen
des Adaptionsprofils. Dennoch könne dem Beschwerdeführer weiterhin eine
Arbeitsfähigkeit von 50% zugemutet werden (vgl. IV-act. 98-38 f.; vgl. dazu auch RAD-
Stellungnahme vom 10. März 2015, IV-act. 99).
3.3 Der Beschwerdeführer kritisiert insbesondere die Arbeitsfähigkeitsschätzung von
50% der MGSG-Gutachter. Aus psychiatrischer Sicht seien dem Beschwerdeführer nur
noch Tätigkeiten in der Landwirtschaft zumutbar. Solche Tätigkeiten seien ihm jedoch
aus somatischer Sicht gerade nicht mehr zumutbar, weshalb eine volle
Arbeitsunfähigkeit resultieren müsse (act. G 4, S. 4). Dabei stützt sich der
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Beschwerdeführer insbesondere auf das Gutachten der Sozialpsychiatrischen
Beratungsstelle Z._ vom 22. August 2001 und auch auf das MGSG-Gutachten 2012.
3.4 Im Gutachten der Sozialpsychiatrischen Beratungsstelle Z._ vom 22. August
2001 kamen die Ärzte zum Schluss, dass der Beschwerdeführer ausschliesslich im
landwirtschaftlichen Betrieb arbeitsfähig sei, wo eine Leistungsfähigkeit von 50%
bestehe (IV-act. 20-8). Im MGSG-Gutachten 2012 hielten die Gutachter fest, dass
aufgrund der mangelnden Flexibilität und den beschriebenen ängstlich vermeidenden
Persönlichkeitszügen beim Beschwerdeführer am ehesten eine angepasste Tätigkeit im
Zusammenhang mit einem landwirtschaftlichen Betrieb (landwirtschaftsähnliche
Tätigkeiten) zumutbar sei (IV-act. 65-26). In einem weiteren Abschnitt wurde
festgehalten, dass andere Tätigkeiten als landwirtschaftsähnliche Arbeiten dem
Beschwerdeführer aufgrund der vorliegenden psychischen Störung und vor allem den
zugrunde liegenden kombinierten Persönlichkeitsstörungen nicht zumutbar seien (IV-
act. 65-27). Im MGSG-Gutachten 2015 wird wie in den vorhergehenden Gutachten eine
Arbeitsfähigkeit von 50% in einer adaptierten Tätigkeit attestiert. Eine Einschränkung
auf Tätigkeiten in der Landwirtschaft wird jedoch nicht mehr vorgenommen (vgl. IV-act.
98-39). Eine Erklärung, dass neu auch andere Tätigkeiten denkbar wären, wird
hingegen nicht gegeben. Im psychiatrischen Teil¬gutachten hält Dr. C._ im Gegenteil
fest, dass sich aus psychiatrischer Sicht keine Änderungen in der Einschätzung der
Arbeitsfähigkeit ergeben hätten (IV-act. 98-69).
3.5 Im MGSG-Gutachten 2012 hielten die Gutachter fest, dass der Beschwerdeführer
aufgrund der vorliegenden chronifizierten mittelgradigen depressiven Störung mit
zugrunde liegenden kombinierten Persönlichkeitsstörungen und anhaltender
somatoformer Schmerzstörung seinem Arbeitsumfeld eingeschränkt zumutbar
erscheine, und er bedürfe einer vermehrten Zuwendung und vermehrter Rücksicht der
Mitarbeiter und Vorgesetzten (IV-act. 65-20). Im MGSG-Gutachten 2015 wurde
hingegen erklärt, dass der Beschwerdeführer einem Arbeitsumfeld zumutbar sei,
jedoch vermehrt Rücksicht und Verständnis bedürfe (IV-act. 98-30). Auch hier fehlt eine
Begründung für die unterschiedliche Einschätzung bezüglich der Zumutbarkeit.
3.6 Bezüglich der Zumutbarkeit einer Tätigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt stützten
die behandelnden Ärzte übereinstimmend den Standpunkt des Beschwerdeführers. Dr.
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G._ kam im Bericht vom 21. April 2015 zum Schluss, dass der Beschwerdeführer
nach wie vor nicht belastbar sei und auch weiterhin die Möglichkeit zu ungeplanten
Pausen oder zum Abbruch der Arbeit brauche und dass er deshalb keine Möglichkeit
einer Erwerbstätigkeit für ihn sehe (IV-act. 106-15). Im Bericht vom 3. Mai 2015 führte
Dr. F._ aus, dass er den Beschwerdeführer (nach wie vor) für maximal 10-20%
arbeitsfähig halte und auch dies nur in einem geschützten Rahmen (IV-act. 106-14).
Auch Dr. E._ teilte diese Auffassung im Bericht vom 7. Mai 2015 und hielt den
Beschwerdeführer lediglich in einem geschützten Rahmen für 20% arbeitsfähig (IV-act.
106-11).
3.7 Zusammenfassend ist aus somatischer Sicht eindeutig eine Verschlechterung des
Gesundheitszustandes gegeben, welche – wie von den Gutachtern dargelegt – zu einer
vollen Arbeitsunfähigkeit in der Tätigkeit als Landwirt und zu weiteren Einschränkungen
in einer adaptierten Tätigkeit führt. Aus psychiatrischer Sicht ist hingegen eine
Veränderung der Arbeitsfähigkeit im Vergleich zum MGSG-Gutachten 2012 nicht
überwiegend wahrscheinlich nachgewiesen. Aus dem MGSG-Gutachten 2015 lässt
sich wie vorgängig dargelegt (vgl. E. 3.4 f.) nicht nachvollziehen, weshalb aus
psychiatrischer Sicht auch andere Tätigkeiten als landwirtschafsähnliche Arbeiten
zumutbar seien. Für diese Entwicklung fehlt eine nachvollziehbare Begründung. Auch
das zusätzliche Adaptions¬kriterium eines Einzelarbeitsplatzes (neben weiteren
somatischen Einschränkungen im Vergleich zum Vorgutachten; vgl. IV-act. 98-39)
vermag daran nichts zu ändern, da mit einer zusätzlichen Einschränkung keine
Verbesserung der ursprünglichen Beurteilung erklärt werden kann. Weiter geht auch
aus den drei vom Beschwerdeführer eingereichten Arztberichten hervor, dass dieser
höchstens noch im geschützten Rahmen arbeitsfähig sei und somit im ersten
Arbeitsmarkt selbst in einer adaptierten Tätigkeit keine Arbeits¬fähigkeit mehr vorliege.
Vor diesem Hintergrund und den vorgängigen Ausführungen ist es nicht
nachvollziehbar, dass die im MGSG-Gutachten 2012 festgehaltene Einschränkung,
dass andere Tätigkeiten als landwirtschaftsähnliche Arbeiten nicht zumutbar seien, nun
nicht mehr gelten sollte. Es ist somit weiterhin entsprechend dem MGSG-Gutachten
2012 davon auszugehen, dass andere Tätigkeiten als landwirtschaftsähnliche Arbeiten
nicht zumutbar sind. In der angestammten Tätigkeit als Landwirt besteht jedoch eine
volle Arbeitsunfähigkeit. Aufgrund der zahlreichen Adaptionskriterien ist auch nicht
ersichtlich, dass eine andere landwirtschaftsähnliche Tätigkeit zumutbar wäre. Somit ist
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auch bei einer leidensadaptierten Tätigkeit im freien Arbeitsmarkt von einer vollen
Arbeitsunfähigkeit auszugehen. Gemäss MGSG-Gutachten 2015 und auch der
Beurteilung des RAD vom 10. März 2015 ist der Beginn der zusätzlichen
Einschränkungen, welche zu einer vollen Arbeitsunfähigkeit in der angestammten
Tätigkeit führten, ab März 2014 plausibel (IV-act. 98-39 und 99-1).
4.
4.1 Bei einer vollen Arbeitsunfähigkeit hat der Beschwerdeführer Anspruch auf eine
ganze Invalidenrente. Die Fragen nach der Bestimmung des Validen- und
Invalideneinkommens sowie eines allfälligen Tabellenlohnabzugs können somit offen
bleiben.
4.2 Der Beschwerdeführer stellte das Revisionsbegehren im März 2014. Somit hat die
Rentenerhöhung gemäss Art. 88bis Abs. 1 lit. a IVV ab März 2014 zu erfolgen.
5.
5.1 In Gutheissung der Beschwerde ist die angefochtene Verfügung vom 16. Oktober
2015 aufzuheben und dem Beschwerdeführer ist mit Wirkung ab 1. März 2014 eine
ganze Rente zuzusprechen. Zur Festsetzung der Rentenhöhe ist die Sache an die
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
5.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr.
1‘000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint
als angemessen. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend ist sie vollumfänglich der
Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Sie hat deshalb die gesamte Gerichtsgebühr von
Fr. 600.-- zu bezahlen. Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist dem
Beschwerdeführer zurückzuerstatten.
5.3 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei
Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom
Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der
Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In
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der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art.
22 Abs. 1 lit. b HonO (sGS 963.75) pauschal Fr. 1‘000.-- bis Fr. 12‘000.--. Im hier zu
beurteilenden Fall erscheint eine pauschale Parteientschädigung von Fr. 3‘500.--
(inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) als angemessen.