Decision ID: 5798841f-84b4-4a5d-a36a-0335087f7cbd
Year: 2010
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
E._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Rainer Braun, Oberdorfstrasse 6, Postfach,
8887 Mels,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
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Rente; berufliche Massnahmen
Sachverhalt:
A.
A.a E._ meldete sich im Januar 2008 zum Leistungsbezug bei der
Invalidenversicherung an (IV-act. 1). Am 23. und 25. Januar 2008 bestätigten Dr. med.
A._, FMH für Allgemeinmedizin, und Dr. med. B._, FMH für Urologie, gegenüber
dem Regionalen Ärztlichen Dienst der IV (RAD) beim Versicherten einen Zustand nach
totaler Prostektomie mit nachfolgender Inkontinenz. Als Bodenleger bestehe seit 6.
Dezember 2006 eine volle Arbeitsunfähigkeit. Postoperativ habe bisher vollständige
Harninkontinenz bestanden. Diese habe sich in den letzten 2-3 Wochen deutlich
gebessert. Bei gebesserter Harninkontinenz würde wieder eine 100 %ige
Arbeitsfähigkeit für die angestammte und eine adaptierte Tätigkeit (bei Vorhandenseins
eines WCs mit Hygienemöglichkeiten) bestehen (IV-act. 7, 8, 13). Die C._
bescheinigte am 29. Januar 2008, dass der Versicherte seit 1. Januar 1972 bei ihnen
als Bodenleger tätig sei (IV-act. 14).
A.b Am 28. Mai 2008 teilte die IV-Stelle dem Versicherten nach Durchführung von
weiteren Abklärungen mit, dass er keinen Anspruch auf berufliche Massnahmen habe.
Gemäss den Abklärungen bestehe nach erfolgter (geplanter) Operation in der
bisherigen Tätigkeit wieder eine volle Arbeitsfähigkeit. Zum jetzigen Zeitpunkt sei in
einer leidensangepassten Tätigkeit (WC-Zugänglichkeit, hygienische Bedingungen
erfüllt) bereits eine volle Arbeitsfähigkeit gegeben (IV-act. 38). Gleichentags kündigte
die IV-Stelle mit Vorbescheid an, dass der Anspruch auf Rentenleistungen abgewiesen
werde (IV-act. 40). Nachdem der Versicherte hierzu am 10. Juni 2008 Stellung
genommen hatte, verfügte die IV-Stelle am 8. Juli 2008 die Abweisung des Anspruchs
auf berufliche Massnahmen mit dem Hinweis, dass die Bewilligung einer Umschulung
bei Fortbestand der Urininkontinenz nicht gewährleistet werden könne. Dies müsse zu
gegebener Zeit neu geprüft werden. Der Versicherte könne sich jederzeit wieder für
berufliche Massnahmen anmelden (IV-act. 42). Am 14. Juli 2008 verneinte die IV-Stelle
verfügungsweise den Anspruch auf Rentenleistungen mit der Begründung, dass
gemäss den Abklärungen nach erfolgter (geplanter) Operation in der bisherigen
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Tätigkeit wieder eine volle Arbeitsfähigkeit bestehe. Zum jetzigen Zeitpunkt sei in einer
leidensangepassten Tätigkeit (WC-Zugänglichkeit, hygienische Bedingungen erfüllt)
bereits eine volle Arbeitsfähigkeit gegeben (IV-act. 43).
B.
B.a Gegen die Verfügungen vom 8. und 14. Juli 2008 erhob Rechtsanwalt lic. iur.
R. Braun, Mels, für den Versicherten mit Eingabe vom 3. September 2008 Beschwerde
mit den Anträgen, die Verfügungen seien aufzuheben, und es sei über berufliche
Massnahmen und/oder eine Invalidenrente zu entscheiden, wenn der
Gesundheitszustand des Beschwerdeführers stabil sei. Zur Begründung führte der
Rechtsvertreter aus, der einzige bei den Akten befindliche Arztbericht, nämlich
derjenige von Dr. B._ vom 23. April 2008, sei nicht mehr aktuell. Im Hinblick auf die
seinerzeit vorgesehene Operation hätten weitere Abklärungen an der Klinik C._ und
der Klinik D._ stattgefunden. Danach sei eine operative Sanierung nicht (mehr)
indiziert. Dies, weil sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers nun doch zu
verbessern beginne. Gemäss einer Untersuchung bei Dr. B._ vom 19. August 2008
könne der Beschwerdeführer seine bisherige Tätigkeit ab Oktober 2008 versuchsweise
zu 50 % wieder aufnehmen. Die angefochenen Verfügungen würden deshalb zu
Unrecht davon ausgehen, dass nach erfolgter Operation in der bisherigen Tätigkeit
wieder eine volle Arbeitsfähigkeit bestehe. Die Operation sei medizinisch nicht indiziert.
Ob der Beschwerdeführer in der bisherigen Tätigkeit wieder eine volle Arbeitsfähigkeit
erreichen werde, sei zur Zeit noch offen. Es könne noch nicht entschieden werden, ob
eine Invalidität vorliege. Nicht richtig sei auch, dass zum jetzigen Zeitpunkt in einer
leidensangepassten Tätigkeit (WC-Zugänglichkeit, hygienische Bedingungen) bereits
eine volle Arbeitsfähigkeit gegeben sei. Im Bericht vom 23. April 2008 habe Dr. B._
die Einsatzfähigkeit in jeder Arbeit von der Behebung der Inkontinenz abhängig
gemacht. Selbst wenn davon ausgegangen werde, dass der Beschwerdeführer in der
bisherigen Tätigkeit nicht mehr voll arbeitsfähig werde und in einer leidensangepassten
Arbeit bereits jetzt arbeitsfähig sei, hätte die Vorinstanz zu Unrecht den Anspruch auf
berufliche Massnahmen nicht geprüft. Der Beschwerdeführer habe einen
Berufsabschluss. Damit stelle sich auf jeden Fall die Frage der Umschulung.
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B.b In der Beschwerdeantwort vom 24. November 2008 beantragte die
Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung hielt sie mit
Hinweis auf einen im Beschwerdeverfahren eingeholten Bericht von Dr. B._ unter
anderem fest, der Beschwerdeführer erreiche in einer adaptierten Tätigkeit und ab
Januar 2009 auch in der angestammten Tätigkeit eine volle Arbeitsfähigkeit. Seine
frühere Tätigkeit wolle er wieder aufnehmen. Somit liege keine Invalidität vor. Der
Beschwerdeführer habe zum jetzigen Zeitpunkt keinen Anspruch auf berufliche
Massnahmen.
B.c Mit Replik vom 11. Dezember 2008 hielt der Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers an seinen Anträgen fest. Mit Eingabe vom 19. Januar 2009
bestätigte die Beschwerdegegnerin ihren Standpunkt.

Erwägungen:
1.
1.1 Am 1. Januar 2008 trat die 5. IV-Revision in Kraft. Die Beschwerdegegnerin erliess
die angefochtenen Verfügungen am 8. und 14. Juli 2008, also unter der Geltung des
Rechts dieser Revision. Zu beurteilen ist der Sachverhalt, wie er sich bis zum Zeitpunkt
des Erlasses dieser Verfügungen entwickelt hat. Dieser Sachverhalt reicht in die Zeit
vor Inkrafttreten der 5. IV-Revision zurück. Soll auf bestimmte Sachverhalte nicht neues
Recht Anwendung finden, sondern das aufgehobene Recht massgebend bleiben, muss
eine geltende Norm die Weiteranwendbarkeit aufgehobenen Rechts für bestimmte
Sachverhalte anordnen. Die 5. IV-Revision enthält keine die Rente betreffende
übergangsrechtliche Bestimmung. Das Bundesamt für Sozialversicherungen unterstellt
aber zu Recht eine ausfüllungsbedürftige Lücke (vgl. das Rundschreiben Nr. 253 vom
12. Dezember 2007). Die Definition der Sachverhalte, auf die noch altes Recht
anwendbar sein soll, sollte durch ein materiellrechtliches, unbeeinflussbares Merkmal
erfolgen. In Frage kommen der Zeitpunkt der Entstehung des Leistungsanspruchs oder
der Eintritt des Versicherungsfalls, beide definiert nach dem alten, ausser Kraft
getretenen Recht (zum Ganzen im Detail der Entscheid des Versicherungsgerichts des
Kantons St. Gallen i/S M. vom 28. Oktober 2009 [IV 2009/5]). Angesichts des Eintritts
der Arbeitsunfähigkeit (Dezember 2006) und des allfälligen frühestmöglichen
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Rentenbeginns (Dezember 2007) sind deshalb vorliegend die bis zum 31. Dezember
2007 gültig gewesenen Bestimmungen (im Folgenden angeführt) anzuwenden. Für die
Invaliditätsbemessung hat sich indessen keine Änderung ergeben.
1.2 Streitig ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf berufliche Massnahmen bzw.
auf eine Rente. Unter Invalidität wird die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit
dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit verstanden (Art. 8 Abs. 1 des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG;
SR 830.1]). Erwerbsunfähigkeit ist dabei der durch eine Beeinträchtigung der
körperlichen oder geistigen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung
und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten
auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). Gemäss
Art. 17 Abs. 1 IVG besteht ein Anspruch auf eine Umschulung in eine neue
Erwerbstätigkeit, wenn die Umschulung infolge der Invalidität notwendig ist und
dadurch die Erwerbsfähigkeit voraussichtlich erhalten oder wesentlich verbessert
werden kann. Invalid im Sinne des Art. 17 Abs. 1 IVG ist ein Versicherter, der wegen
der Art und Schwere des eingetretenen Gesundheitsschadens im bisher ausgeübten
Beruf und in den für ihn ohne zusätzliche berufliche Ausbildung offen stehenden noch
zumutbaren Erwerbstätigkeiten eine bleibende oder längere Zeit dauernde
Erwerbseinbusse von etwa 20% erleidet; dabei bemisst sich die Erwerbseinbusse an
dem vor dem Eintritt des Gesundheitsschadens erzielten Erwerbseinkommen (U.
Meyer-Blaser, Die Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 1997, S. 125). Der
Umschulungsanspruch setzt nicht nur einen ausreichenden, massnahmenspezifischen
Invaliditätsgrad, d.h. eine behinderungsbedingte Erwerbseinbusse voraus. Notwendig
ist auch, dass diese Erwerbseinbusse durch die Umschulung beseitigt würde. Die
Umschulung müsste also eingliederungswirksam sein (vgl. Meyer-Blaser, a.a.O., S.
131). Sie müsste ausserdem - als dritte Anspruchsvoraussetzung - verhältnismässig
sein.
1.3 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze IV-Rente, wenn der
Versicherte mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn er
wenigstens zu 60% invalid ist. Liegt ein IV-Grad von mindestens 50% vor, so besteht
Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem IV-Grad von mindestens 40% auf eine
Viertelsrente (Art. 28 Abs. 1 IVG).
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2.
2.1 Im Bericht vom 23. April 2008 teilte Dr. B._ unter Bestätigung einer vollen
Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit mit, dass bezüglich Harninkontinenz eine
weitere Beurteilung und Beratung zum Einsatz einer Sphinkter-Prothese notwendig sei.
Der Patient habe bisher nicht zu diesem Vorgehen überredet werden können. Sobald
die Urininkontinenz behoben sei, sei der Beschwerdeführer wieder für jede Arbeit
einsatzfähig (IV-act. 28). Im Assessmentprotokoll vom 13. Mai 2008 wurde
festgehalten, dass der Beschwerdeführer nach der Genesung wieder an seinen
Arbeitsplatz zurückkehren wolle. Es würden zwei mögliche Operationen zur Diskussion
stehen. Ab sofort bestehe für eine adaptierte Tätigkeit eine volle Arbeitsfähigkeit (IV-
act. 33). Der Urologe PD Dr. med. E._ äusserte sich im Bericht vom 17. Juni 2008
zum Ergebnis einer urodynamischen Untersuchung (IV-act. 63). Am 18. Juli 2008 wurde
sodann in der Uniklinik D._ eine neurologische und neurophysiologische
Untersuchung vorgenommen, welche keine sicheren fokalneurologischen Ausfälle
sowie keine sicheren Hinweise für eine schwere Polyneuropathie ergab (IV-act. 64). Am
13. Oktober 2008 berichtete Dr. B._, in den letzten Wochen habe sich eine deutliche
Verbesserung der Urin-Inkontinenz ergeben, so dass der Patient nur noch eine Vorlage
pro Tag brauche. Der Patient wolle die Arbeit wieder aufnehmen, was sicher bis Ende
2008 auch möglich sein werde. Aufgrund dieser erfreulichen Verhältnisse sei keine
weitere Massnahme (Sphinkterprothese oder anderes) notwendig (IV-act. 62). In der
RAD-Stellungnahme vom 31. Oktober 2008 wurde mit Hinweis auf den vorerwähnten
Bericht und eine telefonische Abklärung bei Dr. B._ vom 30. Oktober 2008
festgehalten, es könne davon ausgegangen werden, dass Ende 2008 bzw. Anfang
2009 ein stabiler Gesundheitszustand vorliegen werde. Eine signifikante Verbesserung
der Harninkontinenz sei danach nicht mehr zu erwarten. In der angestammten Tätigkeit
bestehe ab 1. Dezember 2008 eine 50 %ige Arbeitsfähigkeit. Ab 1. Januar 2009 sei von
einer uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit auszugehen (IV-act. 65).
2.2 Im Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügungen war die gesundheitliche
Entwicklung der Harninkontinenz beim Beschwerdeführer noch nicht im Einzelnen
absehbar. So hatte Dr. B._ die volle Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit
im Januar und April 2008 (diesmal auch bezüglich einer anderen Tätigkeit) ausdrücklich
an die Voraussetzung einer (damals und auch bis zum Verfügungserlass nicht
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vorliegenden) gebesserten Harninkontinenz geknüpft (IV-act. 13, 28-4/4). Zwar ist auf
Grund der geschilderten Aktenlage als erstellt zu erachten, dass die im Juli 2008 noch
zur Diskussion gestandenen operativen Massnahmen im weiteren Verlauf bei
verbessertem Gesundheitszustand (Harninkontinenz) hinfällig wurden. Ausserdem gab
Dr. B._ im Oktober 2008 gegenüber dem RAD an, bis Ende 2008 sollte eine stabile
Situation vorliegen; ab 1. Dezember 2008 sei der Beschwerdeführer in der
angestammten Tätigkeit zu 50 % und ab 1. Januar 2009 zu 100 % arbeitsfähig. Der
Beschwerdeführer nahm denn auch tatsächlich am 1. Dezember 2008 die bisherige
Tätigkeit zu 50 % wieder auf, wie der Replik seines Rechtsvertreters vom 11.
Dezember 2008 (act. G 9) zu entnehmen ist. Ob sich aber diese Arbeitsfähigkeit hat
aufrecht erhalten bzw.
- wie erhofft - auf 100 % hat steigern lassen und damit die Prognose von Dr. B._
zutreffend war, ist nicht bekannt. Die leistungsabweisenden Verfügungen sind daher
jedenfalls zu früh ergangen und deshalb aufzuheben. Die Sache ist zur weiteren
Abklärung der Arbeitsfähigkeit und zu neuer Verfügung über Eingliederungs- und
Rentenanspruch an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
2.3 Nach Angaben des Hausarztes Dr. A._ und des Urologen Dr. B._ war der
Beschwerdeführer in der angestammten Tätigkeit als Bodenleger seit 6. Dezember
2006 bis auf weiteres zu 100% arbeitsunfähig (IV-act. 7, 13). Der
Krankentaggeldversicherer bestätigte am 1. April 2008 einen entsprechenden
Taggeldbezug seit 6. Dezember 2006 (IV-act. 26). Der Krankentaggeldanspruch war am
27. Dezember 2008 erschöpft (IV-act. 61). Ausgehend von dieser Aktenlage lief das IV-
Wartejahr Ende 2007 ab. Ungeachtet der noch abzuklärenden Entwicklung der
Arbeitsfähigkeit ab Dezember 2008 kommt als Ablauf des Wartejahrs zumindest ein
befristeter Rentenanspruch in Frage. Auch dies hat die Beschwerdegegnerin zu prüfen.
3.
Entsprechend den vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde in dem Sinn teilweise
gutzuheissen, dass die Verfügungen vom 8. und 14. Juli 2008 aufgehoben und die
Sache zur weiteren Abklärung und zu neuer Verfügung über Eingliederungs- und
Rentenanspruch an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird. Das
Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig (Art. 69 Abs. 1 IVG). Unter Berücksichtigung bis
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des Verfahrensaufwandes wird die der unterliegenden Beschwerdegegnerin zu
auferlegende Gerichtsgebühr auf Fr. 600.-- festgesetzt. Der geleistete Kostenvorschuss
von Fr. 600.-- ist dem Beschwerdeführer zurückzuerstatten. Der Beschwerdeführer hat
bei diesem Verfahrensausgang Anspruch auf Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG).
Es rechtfertigt sich, diese auf pauschal Fr. 3'500.-- (einschliesslich Barauslagen und
Mehrwertsteuer) festzulegen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG