Decision ID: a14d92aa-6496-4615-a7b1-ddecb3fb24b4
Year: 2021
Language: de
Court: GR_VG
Chamber: GR_VG_002
Canton: GR
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: social_law

I. Sachverhalt:
1. Mit Verfügung vom 4. Dezember 2019 entschied die Gemeinde B._
(nachfolgend Gemeinde), dass A._, Jahrgang 1961, ab dem 1.
November 2019 bis zum 31. März 2020 mit einem monatlichen Betrag von
CHF 693.60 und ab dem 1. April 2020 mit einem solchen von CHF 493.60
öffentlich unterstützt werde. Diese Beträge basierten auf einer A._
seit dem 1. Dezember 2003 von der Sozialversicherungsanstalt des
Kantons Graubünden, IV-Stelle (nachfolgend IV-Stelle) ausgerichteten
halben Invalidenrente von monatlich CHF 870.--. Gleichzeitig ordnete die
Gemeinde an, dass A._ beim C._ zur Arbeitsintegration
angemeldet werde, sollte der von ihm gegen den Vorbescheid der IV-
Stelle vom 13. September 2019, mit welchem die Einstellung der halben
Invalidenrente in Aussicht gestellt wurde, erhobene Einwand abgewiesen
und die halbe Invalidenrente eingestellt werden.
2. Mit Entscheid vom 29. Januar 2020 verfügte die IV-Stelle, dass A._
im Zeitraum vom 1. April 2018 bis zum 30. Juni 2019 basierend auf einem
Invaliditätsgrad von 100% Anspruch auf eine ganze Invalidenrente habe
und die halbe Invalidenrente aufgehoben werde. Begründend wurde
angebracht, dass sich der Gesundheitszustand von A._
verschlechtert habe. Aus diesem Grund sei ein orthopädisches Gutachten
inklusive Klärung der Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL)
eingeholt worden. Danach habe bis Ende März 2019 eine vollumfängliche
Arbeitsunfähigkeit bestanden. Ab 1. April 2019 sei indes von einer
Verbesserung des Gesundheitszustandes auszugehen, weshalb die
Wiederaufnahme einer 100% Arbeitstätigkeit ab diesem Zeitpunkt wieder
zumutbar sei.
3. Mit Verfügung vom 24. Januar 2020 hatte die IV-Stelle entschieden, dass
– aufgrund des neuen Invaliditätsgrades – zugunsten von A._
rückwirkend für den Zeitraum vom 1. April 2018 bis zum 30. Juni 2019 eine
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Rentennachzahlung (nachfolgend IV-Rentennachzahlung) von insgesamt
CHF 12'978.-- ausgerichtet werde. Am 31. Januar 2020 wurde dieser
Betrag auf dem Privatkonto von A._ bei der Raiffeisenbank Bündner
Rheintal gutgeschrieben. In der Folge setzte die pro infirmis die Gemeinde
über die A._ ausgerichtete IV-Rentennachzahlung von insgesamt
CHF 12'978.-- in Kenntnis.
4. Am 20. Februar 2020 überbrachte A._ der Gemeinde ein Schreiben,
wonach er mit der ausgerichteten IV-Rentennachzahlung einerseits
dringliche Rechnungen seiner Lebenspartnerin und andererseits eigene
Rechnungen bezahlt habe. Gleichzeitig brachte er der Gemeinde das
Postbüchlein sowie diverse Rechnungen bei.
5. Mit Schreiben vom 21. Februar 2020 setzte die Gemeinde A._
darüber in Kenntnis, dass die IV-Rentennachzahlung von insgesamt
CHF 12'978.-- gemäss den eingereichten Unterlagen lediglich im Umfang
von CHF 10'616.30 zur Tilgung von Dritt- und Eigenschulden verwendet
worden sei. Damit würde er im Umfang von CHF 2'361.70 noch über
Vermögen verfügen, welches ihm angerechnet werde. Für die Monate
März und April 2020 werde somit keine öffentliche Unterstützung erfolgen.
Gleichzeitig forderte die Gemeinde A._ auf, weitere Unterlagen im
Zusammenhang mit der Schuldentilgung vorzulegen. Dieser Aufforderung
kam A._ am 28. Februar 2020 nach.
6. Mit Schreiben vom 6. März 2020 teilte die Gemeinde A._ korrigierend
mit, aus den von ihr eingereichten Unterlagen ergebe sich, das er aus der
IV-Rentennachzahlung von insgesamt CHF 12'978.-- Rechnungen seiner
Lebenspartnerin sowie eigene Rechnungen im Umfang von insgesamt
CHF 10'164.40 beglichen habe. Die Verwendung des Restbetrages von
CHF 2'813.60 sei indes unbelegt. In diesem Umfang würde er somit noch
über Vermögen verfügen, welches ihm angerechnet werde. Damit würde
für die Monate März und April 2020 keine öffentliche Unterstützung
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erfolgen. Gleichzeitig setzte die Gemeinde A._ unter Hinweis auf den
Grundsatz der Subsidiarität darüber in Kenntnis, dass er die IV-
Rentennachzahlung nicht im Umfang von CHF 10'164.00 zur
Schuldentilgung hätte verwenden dürfen. Entsprechend sei ihm dieser
Betrag als Einkommen anzurechnen. Damit sei er in der Lage, seinen
Lebensunterhalt für den Zeitraum von 1. Mai 2020 bis zum 30. November
2020 selbständig zu finanzieren. Die Unterstützung werde somit bis Ende
November 2020 eingestellt. Ab dem 1. Mai 2020 werde lediglich noch
Nothilfe von CHF 15.-- pro Tag ausbezahlt, wobei deren Ausrichtung von
der Aufnahme einer Arbeitstätigkeit abhängig gemacht werden könne.
7. Mit Verfügung vom 23. März 2020 entschied die
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Graubünden, AHV-
Ausgleichskasse (nachfolgend AHV-Ausgleichskasse), dass A._ für
den Zeitraum vom 1. Juli 2019 bis zum 29. Februar 2020 Anspruch auf
Nachzahlung der Ergänzungsleistungen (EL) in der Höhe von insgesamt
CHF 6'384.-- habe. Hiervon werde A._ ein Betrag von CHF 3'556.40
auf sein Privatkonto bei der Raiffeisenbank Bündner Rheintal ausbezahlt
und ein Betrag von CHF 2'827.60 werde zugunsten der Gemeinde
verrechnet.
8. Mit Schreiben vom 30. März 2020 teilte die Gemeinde A._ mit, dass
er mit den ihm ausgerichteten Rentennachzahlungen von insgesamt CHF
6'370.-- (= CHF 2'813.60 [Anteil IV-Rentennachzahlung] + CHF 3'556.40
[Anteil EL-Nachzahlung]) in der Lage sei, selber für seinen
Lebensunterhalt aufzukommen. Für den Zeitraum vom 1. März 2020 bis
zum 30. Juni 2020 bestehe somit kein Anspruch auf öffentliche
Unterstützung. Gleichzeitig stellte die Gemeinde in Aussicht, ab dem 1.
Juli 2020 Nothilfe von CHF 15.-- pro Tag auszurichten, wobei deren
Ausrichtung vom Besuch des Arbeits- und Integrationsprogramm C._
oder einem anderen geeigneten Programm abhängig gemacht werde.
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Abschliessend wurde A._ die Möglichkeit eingeräumt, sich bis am 10.
April 2020 vernehmen zu lassen.
9. Am 9. April 2020 liess A._ fristgerecht eine Vernehmlassung durch
die pro infirmis einreichen. Darin wurde im Wesentlichen geltend gemacht,
dass ihm die Privatschulden im Zeitraum vom 1. April 2018 bis zum 29.
Februar 2020 vollumfänglich anzurechnen seien. Zudem sei ihm ein
allfälliger Überschuss daraus als Vermögensfreibetrag von CHF 4'000.--
zuzugestehen.
10. Mit Entscheid vom 19. Juni 2020 verfügte die Gemeinde, dass A._ für
den Zeitraum vom 1. März 2020 bis zum 30. Juni 2020 keinen Anspruch
auf Sozialhilfeleistungen habe und ihm ab 1. Juli 2020 bis zum 31.
Dezember 2020 pro erfülltem (ganzem) Arbeitstag im C._
nachschüssig ein Taglohn im Umfang der Nothilfe von CHF 15.-- pro Tag
ausgerichtet werde. Ferner ordnete die Gemeinde an, dass die
Ausrichtung der Nothilfe davon abhängig gemacht werde, dass A._
ab dem 1. Juli 2020 das Arbeits- und Integrationsprogramm C._ zu
50% lückenlos und nach den Vorgaben der Vorgesetzten besuche.
Überdies werde A._ verpflichtet, sich bis spätestens am 30. Juni 2020
beim RAV D._ anzumelden und der Gemeinde allmonatlich
detaillierte Kontoauszüge des Vormonats einzureichen. Gleichzeitig
wurde A._ für den Fall der Nichtbefolgung der verfügten Auflagen die
Kürzung der wirtschaftlichen Sozialhilfe im Umfang von bis zu 30% des
Grundbedarfs angedroht.
11. Dagegen erhob A._ (nachfolgend Beschwerdeführer) mit Eingabe
vom 8. Juli 2020 (Poststempel 9. Juli 2020) Beschwerde beim
Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden (nachfolgend
Verwaltungsgericht). Die Beschwerde enthielt weder ein Rechtsbegehren
noch eine Darstellung des Sachverhaltes und auch keine
rechtsgenügliche Begründung. Aus diesem Grund räumte das
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Verwaltungsgericht A._ mit Schreiben vom 10. Juli 2020 die
Möglichkeit ein, seine Eingabe vom 8. Juli 2020 bis zum 24. August 2020
zu verbessern und einzureichen.
12. Am 17. August 2020 reichte der Beschwerdeführer dem
Verwaltungsgericht eine neue Eingabe nach. Darin beantragte er
sinngemäss die Aufhebung des Entscheids vom 19. Juni 2020. In formeller
Hinsicht beantragte der Beschwerdeführer, dass der Beschwerde die
aufschiebende Wirkung zu erteilen sei. In materieller Hinsicht machte er
im Wesentlichen geltend, dass er mit der IV-Rentennachzahlung Schulden
getilgt habe. Damit sei die von der Gemeinde verfügte Einstellung der
öffentlichen Unterstützung zu Unrecht erfolgt. Seit dem 1. März 2020
erhalte er keinen Rappen mehr. Ferner sei nie die Rede gewesen, dass er
arbeitsfähig wäre. So sei ihm von seiner Hausärztin Dipl. med. E._
eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit attestiert worden. Sein
Gesundheitszustand sei aktuell sehr schlecht. Er müsse sich am 15.
September 2020 zum dritten Mal einer Knieoperation in der Klinik F._
unterziehen lassen. Anschliessend erfolge die vierte Operation. Dies alles
hätten die IV-Stelle sowie die Gutachter nicht sehen wollen. Aufgrund
seines aktuellen Gesundheitszustandes müsse er sich wieder bei der
Invalidenversicherung anmelden.
13. Mit Vernehmlassung vom 10. September 2020 beantragte die Gemeinde
(nachfolgend Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde,
soweit darauf einzutreten sei. In formeller Hinsicht beantragte sie, dass
von der Erteilung der aufschiebenden Wirkung abzusehen sei. Zur
Begründung wurde im Wesentlichen vorgebracht, dass der
Beschwerdeführer am 31. Januar 2020 eine IV-Rentennachzahlung von
insgesamt CHF 12'978.00 erhalten und diese Nachzahlung im Umfang
von CHF 10'164.40 zur Schuldentilgung verwendet habe. Der
Beschwerdeführer habe nicht belegen können, wofür er den Restbetrag
von CHF 2'813.60 verwendet habe, weshalb davon ausgegangen werden
- 7 -
musste, dass er darüber noch verfügte. Ab dem 1. März 2020 sei ihm
dieser Restbetrag somit zu Recht als Einkommen für den Lebensunterhalt
angerechnet worden. Unter Berücksichtigung der am 27. März 2020
ausgerichteten Ergänzungsleistungen von zusätzlich CHF 3'556.40 hätte
der Beschwerdeführer seinen Lebensunterhalt im Zeitraum vom 1. März
2020 bis zum 30. Juni 2020 ohne Ausrichtung von Sozialhilfe sichern
können. Damit habe der Beschwerdeführer bis am 30. Juni 2020 zu Recht
"keinen Rappen" erhalten. Auch ab dem 1. Juli 2020 seien die
Anspruchsvoraussetzungen zur Ausrichtung von Sozialhilfe nicht erfüllt
gewesen. Der Beschwerdeführer habe nämlich die IV-Rentennachzahlung
im Umfang von CHF 10'164.40 in rechtsmissbräuchlicher Weise zur
Tilgung von Schulden verwendet. Damit rechtfertige es sich, dem
Beschwerdeführer diesen Betrag als Einkommen anzurechnen. Vor
diesem Hintergrund sei die öffentliche Unterstützung zu Recht bis Ende
Dezember 2020 eingestellt worden. Die Existenzsicherung des
Beschwerdeführers sei ab dem 1. Juli 2020 mit der Ausrichtung von
Nothilfe in der Höhe von CHF 15.-- pro Tag gesichert worden, wobei deren
Ausrichtung davon abhängig gemacht worden sei, dass der
Beschwerdeführer das Arbeits- und Integrationsprogramm C._
besuche. Gemäss rechtskräftigem Entscheid der IV-Stelle vom 29. Januar
2020 sei die IV-Rente gestützt auf ein neurologisches Gutachten
eingestellt worden. Darin sei festgehalten worden, dass die geltend
gemachten Knieschmerzen keine beeinträchtigende Auswirkung auf die
mittel- oder langfristige Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers hätten.
Damit gelte er als 100% arbeitsfähig. Daran ändere auch die medizinische
Einschätzung der Hausärztin Dipl. med. E._ in ihrem Arztbericht vom
20. März 2020 nichts, wonach der Beschwerdeführer zu 100%
arbeitsunfähig sei. Darin habe Dipl. med. E._ nämlich bestätigt, dass
es sich bei der von ihr festgestellten Diagnose um dieselbe Diagnose
handelte, welche dem Entscheid der IV-Stelle vom 29. Januar 2020
zugrunde lag. Dipl. med. E._ habe zudem bestätigt, dass für den
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Beschwerdeführer eine wechselbelastende und knieschonende Tätigkeit
gefunden werden müsse. Damit habe sie eine Arbeitsfähigkeit für
adaptierte Tätigkeiten statuiert. Entsprechend sei auch im Entscheid der
IV-Stelle vom 29. Januar 2020 festgehalten worden, dass die Aufnahme
einer 100%-igen, wechselbelastenden, leichten bis fallweise
mittelschweren Arbeit bei überwiegend sitzender Arbeitshaltung für den
Beschwerdeführer zumutbar sei. Damit wäre dem Beschwerdeführer die
Ausübung einer adaptierten Tätigkeit in einem 50 %-Arbeitspensum beim
C._ zumutbar gewesen. Entsprechend sei der Beschwerdeführer auf
den 17. Juli 2020 zu einem Vorstellungsgespräch beim C._
eingeladen worden. Hierzu sei es indes nicht gekommen, zumal sich der
Beschwerdeführer kurzfristig telefonisch abgemeldet habe. Indem er die
Teilnahme am Beschäftigungsprogramm schlicht verweigert habe, habe
ab dem 1. Juli 2020 auch kein Anspruch auf Nothilfe bestanden, zumal er
aufgrund dieser Verweigerung nicht mehr bedürftig gewesen sei und es
an den Anspruchsvoraussetzungen zur Ausrichtung von Leistungen
gefehlt habe.
Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften wie
auch auf die eingereichten Beweismittel wird, soweit erforderlich, in den
nachstehenden Erwägungen eingegangen.

II. Das Gericht zieht in Erwägung:
1. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet der Entscheid der
Beschwerdegegnerin vom 19. Juni 2020, mit welchem sie den Anspruch
des Beschwerdeführers auf Sozialhilfeleistungen für den Zeitraum vom
1. März 2020 bis zum 30. Juni 2020 eingestellt und für den Zeitraum vom
1. Juli 2020 bis zum 31. Dezember 2020 Nothilfe von CHF 15.-- pro Tag
verfügt hat, wobei die Ausrichtung der Nothilfe davon abhängig gemacht
wurde, dass der Beschwerdeführer im Rahmen eines 50 %-Pensums das
Arbeits- und Integrationsprogramm C._ besucht. Gemäss Art. 49
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Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege
(VRG; BR 370.100) beurteilt das Verwaltungsgericht Beschwerden gegen
Entscheide von Gemeinden, anderen Körperschaften sowie selbständigen
Anstalten des kantonalen Rechts, soweit diese nicht bei einer anderen
Instanz angefochten werden können oder nach kantonalem oder
eidgenössischen Recht endgültig sind. Die Beschwerde richtet sich hierbei
gegen den Entscheid der Beschwerdegegnerin vom 19. Juni 2020. Dieser
Entscheid ist als kommunaler Entscheid zu qualifizieren und kann im
vorliegenden Fall nach Art. 49 Abs. 1 lit. a VRG beim streitberufenen
Gericht angefochten werden. Im Übrigen ist der Beschwerdeführer durch
den angefochtenen Entscheid besonders berührt und hat auch ein
schutzwürdiges Interesse an seiner Aufhebung oder Änderung (Art. 50
VRG). Somit ist auf die Beschwerde einzutreten.
2.1. In formeller Hinsicht beantragte der Beschwerdeführer, dass der
Beschwerde dahingehend die aufschiebende Wirkung zu erteilen sei, dass
die mit angefochtenem Entscheid verfügte Einstellung der
Sozialhilfeleistungen weiterhin ausgerichtet werden.
2.2. Gemäss Art. 53 Abs. 1 VRG hat die Beschwerde von Gesetzes wegen
keine aufschiebende Wirkung. Diese kann jedoch auf Gesuch oder von
Amtes wegen erteilt werden, wenn die Beschwerde als ausreichend
begründet erscheint und keine überwiegenden öffentlichen oder privaten
Interessen entgegenstehen (vgl. Art. 53 Abs. 2 VRG). Im konkreten Fall hat
der Beschwerdeführer ein solches Gesuch im Rahmen der Beschwerde
gestellt. Mit dem vorliegenden Entscheid in der Sache selbst wird der
prozessuale Antrag des Beschwerdeführers um Erteilung der
aufschiebenden Wirkung obsolet.
3.1. In materieller Hinsicht macht der Beschwerdeführer im Wesentlichen
geltend, dass die Beschwerdegegnerin sowohl die Sozialhilfeleistungen für
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den Zeitraum vom 1. März 2020 bis zum 30. Juni 2020 als auch die Nothilfe
vom 1. Juli 2020 bis zum 31. Dezember 2020 zu Unrecht eingestellt hat.
3.2. Gemäss Art. 12 der Bundesverfassung der Schweizerischen
Eidgenossenschaft (BV; SR 101) hat, wer in Not gerät und nicht in der Lage
ist, für sich zu sorgen, Anspruch auf Hilfe und Betreuung und auf die Mittel,
die für ein menschenwürdiges Dasein unerlässlich sind (Grundrecht auf
Nothilfe).
3.3. Der Wortlaut von Art. 12 BV soll klarstellen, dass für das "Recht auf Hilfe in
Notlagen" der Grundsatz der Subsidiarität gilt, d.h. dass der grundsätzliche
Anspruch auf Hilfe in Notlagen bereits von Verfassungs wegen an
bestimmte Voraussetzungen geknüpft ist (BGE 139 I 218 E.3.3, BGE 131 I
166 E.3.1 f., BGE 130 I 71 E.4.1; Urteil des Bundesgerichts 2P.147/2002
vom 4. März 2003 E.3.3). In diesem Prinzip kommt das
Spannungsverhältnis zwischen Solidarität und Eigenverantwortung zum
Ausdruck (WIZENT, Die sozialhilferechtliche Bedürftigkeit, Basel 2014,
S. 229). Das heisst, der/die in Not Geratene hat nur dann Anspruch auf
entsprechende Unterstützungsleistungen des Staates, wenn er/sie nicht in
der Lage ist – weil es ihm/ihr rechtlich verwehrt oder faktisch unmöglich ist
–, selber für sich zu sorgen (BGE 142 I 1 E.7.2.2, BGE 139 I 218 E.3.3,
BGE 131 I 166 E.4.1, BGE 130 I 71 E.4.3). Keinen Anspruch hat, wer
solche Leistungen beansprucht, obwohl er objektiv in der Lage wäre, sich
aus eigener Kraft die für das Überleben erforderlichen Mittel selbst zu
verschaffen; denn solche Personen stehen nicht in jener Notsituation, auf
die das Grundrecht auf Hilfe in Notlagen zugeschnitten ist. Bei ihnen fehlt
es bereits an den Anspruchsvoraussetzungen (zum Ganzen: BGE 142 I 1
E.7.2.2, BGE 139 I 218 E.3.3, BGE 131 I 166 E.4.1, BGE 130 I 71 E.4.3).
3.4. Das (vom Grundrecht auf Nothilfe zu unterscheidende, vgl. dazu BGE 142
I 1 E.7.2.1, BGE 138 V 310 E.2.1 mit Hinweisen; WIZENT, a.a.O., S. 116)
weitergehende kantonale Recht auf öffentliche Sozialhilfe wird im
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Kantonalen Gesetz über die Unterstützung Bedürftiger (Kantonales
Unterstützungsgesetz [UG; BR 546.250]) konkretisiert. Demnach ist
bedürftig (und hat Anspruch auf Unterstützungshilfe), wer für seinen
Lebensunterhalt und den seiner Familienangehörigen mit gleichem
Wohnsitz nicht hinreichend oder nicht rechtzeitig aus eigenen Mitteln
aufkommen kann (Art. 1 Abs. 1 UG, in dem das Subsidiaritätsprinzip zum
Ausdruck kommt). Sozialhilfe muss also nur dann gewährt werden, wenn
sich die bedürftige Person nicht selbst helfen kann, oder wenn Hilfe von
dritter Seite nicht oder nicht rechtzeitig erhältlich ist (WIDMER, Höhere
Grenzwerte der Verwandtenunterstützung in der Sozialhilfe, Jusletter vom
18. Mai 2009, Ziff. 2.3., Rz. 7; VGU U 18 63 vom 8. Januar 2019 E.3.2.2,
U 10 73 vom 10. Mai 2011 E.2d). Massgebend für die Bemessung der
Unterstützung sind gemäss Art. 1 der Ausführungsbestimmungen zum
Unterstützungsgesetz (ABzUG; BR 546.270) die Richtlinien der
Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (SKOS).
3.5. Aus den die Sozialhilfe prägenden Grundsätzen der Eigenverantwortung
und der Subsidiarität folgt, dass hilfesuchende Personen dazu verpflichtet
sind, alles Zumutbare zur Behebung der eigenen Notlage zu unternehmen,
insbesondere die eigene Arbeitskraft einzusetzen und eine zumutbare
Erwerbstätigkeit anzunehmen (BGE 130 I 71 E.5.3, VGU U 18 63 vom
8. Januar 2019 E.3.2.2; vgl. auch SKOS-Richtlinie A.5.2/Pflichten
[Subsidiaritätsprinzip]). Dementsprechend kann Sozialhilfe unter
Berücksichtigung des Subsidiaritätsprinzips gemäss SKOS-Richtlinie A.4
nur dann gewährt, wenn die bedürftige Person sich nicht selbst helfen kann,
und wenn Hilfe von dritter Seite nicht oder nicht rechtzeitig erhältlich ist. Es
besteht kein Wahlrecht zwischen vorrangigen Hilfsquellen und der
Sozialhilfe. Die Sozialhilfe ist insbesondere subsidiär gegenüber
Leistungsverpflichtungen Dritter. So gehen dem Bezug von Sozialhilfe alle
privat- und öffentlich-rechtlichen Ansprüche vor. In Frage kommen unter
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anderem insbesondere auch Leistungen der Sozialversicherungen (vgl.
SKOS-Richtlinie A.4).
3.6. Gemäss der SKOS-Richtlinie A.8.3 ist folgendes zu beachten: Zu
unterscheiden ist zwischen dem Nichteintreten auf ein Gesuch um
Ausrichtung von Sozialhilfe, der Ablehnung eines Gesuchs sowie der
Einstellung von Leistungen bei laufender Unterstützung. Demnach sei auf
ein Gesuch nicht einzutreten, wenn der Nachweis der Bedürftigkeit nicht
erbracht wird; abgelehnt werde es, wenn die Voraussetzungen für einen
Leistungsbezug nicht gegeben sind (fehlende Bedürftigkeit aufgrund der
Bedarfsrechnung, Vermögen vorhanden), wobei ablehnende Entscheide
auf Begehren der antragstellenden Person in Form einer Verfügung zu
erlassen seien. Eingestellt würden die Leistungen bei Verletzung der
Subsidiarität. Die teilweise oder gänzliche Einstellung von
Unterstützungsleistungen für die Grundsicherung stelle eine
einschneidende Massnahme dar. Sie sei nur bei Verletzung der
Subsidiarität zulässig und könne nicht als Sanktion verfügt werden. Eine
(Teil-)Einstellung von Unterstützungsleistungen wegen Verletzung des
Subsidiaritätsprinzips sei dann zulässig, wenn die unterstützte Person sich
in Kenntnis der Konsequenzen ausdrücklich weigere, eine ihr mögliche,
zumutbare und konkret zur Verfügung stehende Arbeit anzunehmen (vgl.
SKOS Richtlinie A.5.2). Gleiches gelte, wenn sich die unterstützte Person
weigere, einen ihr zustehenden, bezifferbaren und durchsetzbaren
Rechtsanspruch auf Ersatzeinkommen geltend zu machen, wodurch sie in
der Lage wäre, ganz oder teilweise für sich selber zu sorgen. Die
Geltendmachung des Ersatzeinkommens müsse zumutbar sein. Im
Umfang des erzielbaren Ersatzeinkommens bestehe im Sinne des
Subsidiaritätsprinzips keine Bedürftigkeit. Das erzielbare
Ersatzeinkommen sei in der Bedarfsrechnung als Einkommen zu
berücksichtigen und allenfalls ergänzend Sozialhilfe zu gewähren. (...).
- 13 -
3.7. Mit angefochtenem Entscheid wurde verfügt, dass der Anspruch des
Beschwerdeführers auf öffentliche Unterstützung für den Zeitraum vom 1.
Juli 2020 bis zum 31. Dezember 2020 eingestellt und er stattdessen nur
noch ein Notgeld von CHF 15.-- pro Tag erhalte. Begründend wurde unter
Hinweis auf den Grundsatz der Subsidiarität geltend gemacht, dass der
Beschwerdeführer mit der IV-Rentennachzahlung im Umfang von CHF
12'978.-- – hätte er diese IV-Rentennachzahlung nicht im Umfang von CHF
10'164.40 für die Schuldentilgung verwendet – in der Lage gewesen wäre,
seinen Lebensunterhalt selber und somit ohne Ausrichtung von
Sozialhilfeleistungen zu bestreiten. Aus dieser Begründung ergibt sich,
dass die Beschwerdegegnerin die öffentliche Unterstützung für den
Zeitraum vom 1. Juli 2020 bis zum 31. Dezember 2020 ausschliesslich
wegen fehlender Anspruchsvoraussetzungen, namentlich wegen der
Verletzung des Subsidiaritätsprinzips, eingestellt hat. Damit ist zunächst
klargestellt, dass die von der Beschwerdegegnerin verfügte Einstellung der
Sozialhilfeleistungen keine sanktionelle Kürzung im Sinne von Art. 11
ABzUG darstellt, sondern eine Einstellung der öffentlichen Unterstützung
infolge fehlender Anspruchsvoraussetzungen.
3.8. Gemäss Bundesgericht sind die Anspruchsvoraussetzungen der
öffentlichen Unterstützung dann nicht erfüllt, wenn der um öffentliche
Unterstützung Nachsuchende aus eigener Kraft faktisch und rechtlich in
der Lage ist, sich die für seinen Lebensunterhalt aktuell erforderlichen Mittel
zu beschaffen, doch aus eigenem Antrieb und schuldhaft davon absieht. In
solchen Fällen, in denen es an der Anspruchsvoraussetzung fehlt, kann die
zuständige Behörde die Ausrichtung der Sozialhilfe gänzlich verweigern,
ohne dass eine Verletzung von Art. 12 BV zu befürchten wäre (vgl. zum
Ganzen: vorstehende Erwägungen 3.2.-3.6; BGE 142 I 1 E.7.2.2, BGE 139
I 218 E.3.3 und E.3.5, BGE 130 I 71 E.4.3 und E.5.3; Urteile des
Bundesgerichts 8C_787/2011 vom 28. Februar 2012 E.3.2.1 und
2P.147/2002 vom 4. März 2003 E.3.3). Vor dem Hintergrund dieser
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Rechtsprechung ist zu prüfen, ob der Beschwerdeführer, indem er die IV-
Rentennachzahlung im Umfang von CHF 10'164.40 zur Tilgung von Dritt-
und Eigenschulden verwendete, aus eigenem Antrieb und schuldhaft
darauf verzichtet hat, selber für sich zu sorgen. Wäre dies der Fall, wäre
die von der Beschwerdegegnerin für den Zeitraum vom 1. Juli 2020 bis 31.
Dezember 2020 verfügte Einstellung der öffentlichen Unterstützung
rechtens.
3.9. Der Beschwerdeführer hat die IV-Rentennachzahlung im Umfang von CHF
10'164.40 anerkanntermassen dazu verwendet hat, um Schulden seiner
Lebenspartnerin sowie eigene Schulden zu tilgen. Hierfür bestand indes
keine Berechtigung. Dabei ist zu berücksichtigen, dass Schulden
grundsätzlich nicht in der Budgetberechnung angerechnet werden. Die
Sozialhilfe orientiert sich nämlich am Bedarfsdeckungsprinzip und erbringt
nur Leistungen, die auf die individuelle, konkrete und aktuelle Notlage
bezogen sind. Sie richtet keine rückwirkenden Leistungen aus, sondern nur
Leistungen für die Gegenwart und (sofern die Notlage anhält) für die
Zukunft (vgl. SKOS-Richtlinie A.4). In seiner Stellungnahme vom 9. April
2020 liess der Beschwerdeführer ausführen, dass er sich im Zeitraum (1.
April 2018 bis 30. Juni 2019), für welchen die IV-Rentennachzahlung
bestimmt war, habe verschulden müssen. Daraus ergibt sich, dass die vom
Beschwerdeführer getilgten Fremd- und Eigenschulden bereits vor der hier
zur Diskussion stehenden Einstellung der öffentlichen Unterstützung
begründet wurden. Damit einhergehend hat die Beschwerdegegnerin in
den Unterstützungsberechnungen auch zu Recht keine Schulden im
unterstützungsrechtlichen Existenzminimum des Beschwerdeführers
berücksichtigt. Gegen die Anrechnung von Schulden spricht zudem auch
Art. 2 ABzUG. Danach werden Schulden nämlich nicht in die Berechnung
des für die Bemessung der Unterstützung massgebenden Lebensbedarfs
einbezogen. Berücksichtigte die Beschwerdegegnerin die vom
Beschwerdeführer mit der IV-Rentennachzahlung getilgten Schulden zu
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Recht nicht in seinem unterstützungsrechtlichen Existenzminimum, war er
somit auch nicht zu dieser Schuldentilgung mittels der IV-
Rentennachzahlung im Umfang von CHF 10'164.40 befugt; dies umso
weniger, als diese von der IV-Stelle (Sozialversicherung) ausbezahlte
Rentennachzahlung dem Bezug von Sozialhilfe vorgeht. Dass in seinem
unterstützungsrechtlichen Existenzminimum keine Schulden veranschlagt
waren, musste dem Beschwerdeführer im Übrigen bewusst gewesen sein;
schliesslich hätte er – wären in seinem sozialen Existenzminimum
Schulden berücksichtigt gewesen – gerade keine Veranlassung gehabt, mit
der Rentennachzahlung Schulden seiner Lebenspartnerin sowie eigene
Schulden zu tilgen, zumal diese Schuldentilgung in den
Sozialhilfeleistungen einbezogen gewesen wäre. Damit kommt das
Verwaltungsgericht zum Schluss, dass der Beschwerdeführer die IV-
Rentennachzahlung im Umfang von CHF 10'164.40 schuldhaft nicht vorab
zur Deckung seiner individuellen, konkreten und aktuellen Notlage
verwendet hat. Für ein schuldhaftes Verhalten des Beschwerdeführers
spricht auch, dass er am 14. November 2019 sowohl das Merkblatt
"Unrechtmässiger Sozialhilfebezug" als auch das Merkblatt für
Unterstützungsbezüger unterzeichnet hatte. Darin wurde der
Beschwerdeführer ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, dass er
verpflichtet ist, Änderungen in der finanziellen Situation (verändertes
Einkommen oder Vermögen) zu melden. Auch wurde er auf die
strafrechtlichen Folgen eines unrechtmässigen Sozialhilfebezugs
hingewiesen. In Kenntnis dieser Verpflichtungen bzw. Sanktionen
unterliess es der Beschwerdeführer, der Beschwerdegegnerin die
Auszahlung der IV-Rentennachzahlung von insgesamt CHF 12'978.-- zu
melden und verwendete diese Nachzahlung nicht zur Deckung seines
unterstützungsrechtlichen Existenzminimums, sondern
unberechtigterweise zur Schuldentilgung. Was die Frage betrifft, ob das
Verhalten des Beschwerdeführers rechtsmissbräuchlich war, hat die
bundesgerichtliche Rechtsprechung die Annahme nicht verworfen, dass
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das Verfassungsrecht auf Hilfe in Notlagen missbräuchlich ausgeübt
werden kann. Die Lehre ist praktisch einhellig der Auffassung, dass im
Bereich der Ausübung der sich aus Art. 12 BV ergebenden Rechte kein
Raum für Rechtsmissbrauch existiert, da diese Bestimmung ein
unantastbares Existenzminimum garantiert. Wie es sich damit verhält,
braucht im vorliegenden Fall nicht geprüft zu werden. Denn nach der
bundesgerichtlichen Rechtsprechung setzt Rechtsmissbrauch
notwendigerweise voraus, dass die bedürftige Person absichtlich die
eigene Lage allein zum Zweck verursacht hat, um sich in der Folge auf das
Recht auf Hilfe in Notlagen berufen zu können. Dieser Wille muss klar und
unbestreitbar festgestellt werden. Der Missbrauch muss daher
offensichtlich sein. Blosse Verdachtsmomente und Indizien genügen nicht
(Urteil des Bundesgerichts 8C_500/2012 E.7.4.3. m.w.H.). Es ist
aktenkundig, dass der Beschwerdeführer die Beschwerdegegnerin über
die Ausrichtung der IV-Rentennachzahlung über insgesamt CHF 12'978.--
nicht in Kenntnis setzte, obschon er hierzu verpflichtet gewesen wäre (vgl.
Art. 4 UG), und er bereits einen Tag, nachdem diese IV-
Rentennachzahlung auf seinem Privatkonto eingegangen war, sich einen
Betrag von CHF 11'910.-- hat auszahlen lassen. Dieses Verhalten indiziert
zwar, dass der Beschwerdeführer die IV-Rentennachzahlung von
insgesamt CHF 12'978.-- vor der Beschwerdegegnerin hat verschleiern
wollen und ihm somit bewusst war, dass er diese Gelder nicht hätte zur
Schuldentilgung verwenden dürfen. Allerdings kann aus diesem Indiz nicht
ohne Weiteres darauf geschlossen werden, dass er die IV-
Rentennachzahlung in der bewussten Absicht zur Schuldentilgung
verwendet habe, um weiterhin von der Sozialhilfe profitieren zu können.
Auch wenn das Verhalten des Beschwerdeführers als renitent gelten mag,
kann daraus noch nicht auf Rechtsmissbrauch geschlossen werden.
3.10. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass der Beschwerdeführer
aus eigenem Antrieb und schuldhaft die IV-Rentennachzahlung im Umfang
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von CHF 10'164.40 in unzulässiger Weise nicht zur Bezahlung, seiner
individuellen, konkreten und aktuellen Notlage, sondern für
darüberhinausgehende Aufwendungen, namentlich für die Tilgung von
Dritt- und Eigenschulden, verwendete. Hätte der Beschwerdeführer diese
IV-Rentennachzahlung nicht zur Schuldentilgung verwendet, wäre er ohne
Weiteres in der Lage gewesen, seinen Lebensunterhalt für die Monate Juli
bis Dezember 2020 ohne Inanspruchnahme von öffentlicher Unterstützung
zu bestreiten. In diesem Zusammenhang bringt der Beschwerdeführer
auch nicht vor, dass der von der Beschwerdegegnerin für den Zeitraum
vom 1. Juli 2020 bis zum 31. Dezember 2020 kalkulierte Lebensunterhalt
von monatlich CHF 1'465.35 nicht korrekt sei. Vor diesem Hintergrund ist
das Vorgehen der Beschwerdegegnerin, welche die IV-
Rentennachzahlung im Umfang CHF 10'164.40 an die
Unterstützungsleistungen angerechnet und für den Zeitraum vom 1. Juli
2020 bis zum 31. Dezember 2020 von der Ausrichtung von
Sozialhilfeleistungen abgesehen hat, nicht zu beanstanden. Daran ändert
auch die Argumentation des Beschwerdeführers in seiner Stellungnahme
vom 9. April 2020 nichts, wonach er Anspruch auf die Anrechnung eines
Vermögensfreibetrages von CHF 4'000.-- habe. Gemäss Kapitel E.2.1 der
SKOS-Richtlinien wird der gesuchstellenden bzw. unterstützten Person zur
Stärkung der Eigenverantwortung und zur Förderung des Willens zur
Selbsthilfe zu Beginn der Unterstützung oder wenn eine laufende
Unterstützung abgelöst werden kann ein Vermögensfreibetrag
zugestanden. Vorliegend ist zu berücksichtigen, dass der
Beschwerdeführer ab dem 1. November 2019 öffentlich unterstützt wurde.
Gemäss angefochtenem Entscheid hat er voraussichtlich ab dem 1. Januar
2021 Anspruch auf eine Teilunterstützung und ab dem 1. Februar 2021
wieder Anspruch auf ordentliche Unterstützung. Damit kann weder von
einem Beginn der Unterstützung noch von der Ablösung einer laufenden
Unterstützung die Rede sein. Vor diesem Hintergrund ist nicht zu
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beanstanden, wenn die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer
keinen Vermögensfreibetrag von CHF 4'000.-- zugestanden hat.
3.11. Für den Zeitraum vom 1. März 2020 bis 30. Juni 2020 wurde gemäss
angefochtenen Entscheid ebenfalls die Einstellung der öffentlichen
Sozialhilfeleistungen verfügt. Auch diese Einstellung kann nicht erfolgreich
beanstandet werden. Wie die Beschwerdegegnerin zu Recht ausführt,
konnte der Beschwerdeführer belegen, dass von der am 31. Januar 2020
ausbezahlten IV-Rentennachzahlung von CHF 12'978.-- ein Betrag von
CHF 10'164.40 zur Tilgung von im unterstützungsrechtlichen
Existenzminimum des Beschwerdeführers zu Recht nicht berücksichtigten
Dritt- und Eigenschulden verwendet wurden. Ein Restbetrag von CHF
2'813.60 ist somit unbestrittenermassen dem Beschwerdeführer
verblieben. Entsprechend kann davon ausgegangen werden, dass dieser
Restbetrag in das Vermögen des Beschwerdeführers eingeflossen und
damit für seinen Lebensunterhalt verwendet worden ist. Dasselbe hat für
die von der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Graubünden, AHV-
Ausgleichskasse dem Beschwerdeführer am 27. März 2020 ausbezahlte
Nachzahlung der Ergänzungsleistungen (EL) im Umfang CHF 3'556.40 zu
gelten. Angesichts der Tatsache, dass sowohl der Restbetrag der IV-
Rentennachzahlung von CHF 2'813.60 als auch die EL-Nachzahlung von
CHF 3'556.40 Leistungen von Sozialversicherungen darstellen, welche der
Sozialhilfe vorgehen, wäre der Beschwerdeführer verpflichtet gewesen,
den Betrag von insgesamt CHF 6'370.-- (= CHF 2'813.60 [Anteil IV-
Rentennachzahlung] + CHF 3'556.40 [Anteil EL-Nachzahlung]) vorab für
die Deckung seiner individuellen, konkreten und aktuellen Notlage zu
verwenden. Hätte er dies getan, wäre er nach Aktenlage in der Lage
gewesen, seinen Lebensunterhalt für den Zeitraum vom 1. März 2020 bis
zum 30. Juni 2020 selber zu bestreiten. Es verhält sich nämlich so, dass
sich das von der Beschwerdegegnerin veranschlagte und vom
Beschwerdeführer nicht bestrittene unterstützungsrechtliche
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Existenzminimum für den Monat März 2020 auf CHF 1'665.35 (vgl. Bg-act.
22) und für die Monate April bis Juni 2020 auf insgesamt CHF 4'396.05 (=
3 x CHF 1'465.35; vgl. Bg-act. 22) belaufen hatte. Mit dem Betrag von
CHF 6'370.-- hätte der Beschwerdeführer sein unterstützungsrechtliches
Existenzminimum für den Zeitraum von März bis Ende Juni 2020 von
insgesamt CHF 6'061.40 (= Fr. 1'665.35 + CHF 4'396.05) somit ohne
Weiteres selber decken können. Was die Verschuldensfrage anbelangt,
kann auf die Ausführungen unter vorstehender Erwägung 3.9. verwiesen
werden.
4.1. Mit angefochtenem Entscheid wurde dem Beschwerdeführer für den
Zeitraum vom 1. Juli 2020 bis zum 31. Dezember 2020 Nothilfe von CHF
15.-- pro Tag zwecks Finanzierung seiner Grundbedürfnisse gewährt.
Dabei wurde die Ausrichtung der Nothilfe davon abhängig gemacht, dass
der Beschwerdeführer mit Beginn ab 1. Juli 2020 am Arbeits- und
Integrationsprogramm C._ teilnehme. Zur Teilnahme an diesem
Programm ist es indes nie gekommen, weil der Beschwerdeführer das auf
den 17. Juli 2020 anberaumte Vorstellungsgespräch kurzfristig mit der
Begründung absagte, dass ihm eine Operation bzw. ein Untersuch
bevorstehe (vgl. Akten der Beschwerdegegnerin [Bg-act.] 36). In der Folge
verzichtete die Beschwerdegegnerin gestützt auf den
Subsidiaritätsgrundsatz auf die Ausrichtung der Nothilfe.
4.2. Das Grundrecht gemäss Art. 12 BV garantiert nicht ein Mindesteinkommen.
Verfassungsrechtlich geboten ist nur, was für ein menschenwürdiges
Dasein unabdingbar ist und vor einer unwürdigen Bettelexistenz zu
bewahren vermag. Der Anspruch umfasst einzig die in einer Notlage im
Sinne einer Überbrückungshilfe unerlässlichen Mittel (in Form von
Nahrung, Kleidung, Obdach und medizinischer Grundversorgung). Art. 12
BV umfasst eine auf die konkreten Umstände zugeschnittene, minimale
individuelle Nothilfe. Sie beschränkt sich auf das absolut Notwendige und
soll die vorhandene Notlage beheben. Insofern unterscheidet sich der
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verfassungsmässige Anspruch auf Hilfe in Notlagen vom kantonalen
Anspruch auf Sozialhilfe, die umfassender ist (vgl. BGE 142 I 1 E.7.2.1).
Das Bundesgericht hat entschieden, dass eine Person, die eine konkret zur
Verfügung stehende Erwerbsmöglichkeit ausschlägt, nicht in jener
spezifischen Notlage steht, auf die Art. 12 BV zugeschnitten ist, weshalb
der Schutzbereich des Grundrechts durch die Einstellung von
Hilfeleistungen in einem solchen Fall gar nicht betroffen ist. Wem es
faktisch und rechtlich möglich ist, die erforderlichen Mittel für ein
menschenwürdiges Dasein selbst zu beschaffen, ist nicht bedürftig und
damit nicht auf Unterstützung angewiesen (BGE 139 I 218 E.5.3).
4.3. Im vorliegenden Fall machte die Beschwerdegegnerin die Ausrichtung der
Nothilfe von CHF 15.-- pro Tag von der Teilnahme am Arbeits- und
Integrationsprogramm C._ abhängig. Den Akten kann entnommen
werden, dass für den Beschwerdeführer das Eigenleistungsmodell (ohne
Lohn) vorgesehen war (vgl. Bg-act. 25). Mit anderen Worten wäre das vom
Beschwerdeführer zu besuchende Arbeits- und Integrationsprogramm
nicht entlöhnt gewesen. Aus diesem Grund kann – entgegen der
Auffassung der Beschwerdegegnerin – das Subsidiaritätsprinzip der
Nothilfe gegenüber selbst erzielbaren Einkünften nicht zum Tragen
kommen. Da aber für den Zeitraum vom 1. Juli 2020 bis zum 31. Dezember
2020 unbestrittenermassen eine wirtschaftliche Notlage im Sinne von Art.
12 BV bestand, ist zu prüfen, ob die Verweigerung der Nothilfe dieses
Grundrecht verletzt hat.
4.4. Bei Grundrechten, die wie das Recht auf Hilfe in Notlagen Ansprüche auf
positive Leistungen des Staates begründen, nennt die Rechtsordnung die
Voraussetzungen, unter denen das Recht ausgeübt werden kann. Die
Zulässigkeit von allfälligen durch den Gesetzgeber erlassenen
einschränkenden Konkretisierungen sind in sinngemässer (Teil-
)Anwendung von Art. 36 BV daran zu messen, ob sie mit dem
verfassungsrechtlich garantierten Minimalgehalt noch zu vereinbaren sind
- 21 -
(BGE 131 I 166 E.5.2 mit Hinweis auf BGE 129 I 12 E.6.-9.). Nach
konstanter Rechtsprechung fallen bei Art. 12 BV Schutzbereich und
Kerngehalt zusammen (BGE 138 V 310 E.2.1, BGE 131 I 166 E.3.1, BGE
130 I 71 E.4.1, BGE 139 I 2018 E.5.2). Gemäss Art. 36 Abs. 4 BV ist der
Kerngehalt der Grundrechte unantastbar. Damit entfällt die Möglichkeit, die
verfassungsrechtlich für ein menschenwürdiges Dasein erforderlichen
Mittel über die Herleitung von Grundrechtsschranken zu kürzen oder zu
verweigern, darf doch der Kerngehalt von Grundrechten auch nicht
beschränkt werden, wenn die Voraussetzungen von Grundrechtseingriffen
nach Art. 36 Abs. 1 bis 3 BV an sich erfüllt wären. Im von Art. 12 BV
garantierten Schutzbereich sind daher Eingriffe wegen dessen Kongruenz
mit dem Kerngehalt des Grundrechts nicht zulässig (BGE 131 I 166 E.5.3,
vgl. auch BGE 134 I 65 E.3.3). Somit ist es auch nicht zulässig, die
Gewährung von Nothilfeleistungen an Auflagen und Bedingungen zu
knüpfen, die das Grundrecht im Ergebnis einschränken (GÄCHTER/WERDER,
in: Basler Kommentar Bundesverfassung [Hrsg. Waldmann/Belser/Epiney],
Basel 2015, Rz. 41 zu Art. 12 BV).
4.5. Nach dem Gesagten verstösst die im angefochtenen Entscheid verfügte
Anordnung, wonach die Ausrichtung der Nothilfe von CHF 15.-- pro Tag
von der Teilnahme am (unentgeltlichen) Arbeits- und
Integrationsprogramm C._ abhängig gemacht wurde – also ohne dass
das Subsidiaritätsprinzip zum Tragen käme – gegen Art. 12 BV. Vor diesem
Hintergrund kann offengelassen werden, ob der Beschwerdeführer
aufgrund seines Gesundheitszustandes in der Lage gewesen wäre, das
Arbeits- und Integrationsprogramm C._ zu absolvieren; schliesslich
wäre die Nothilfe für den Zeitraum vom 1. Juli 2020 bis am 31. Dezember
2020 bedingungslos, also unabhängig von der Teilnahme an diesem
Programm, auszurichten gewesen.
4.6. Der Beschwerdeführer macht im Übrigen nicht ausdrücklich geltend, die
Höhe der verfügten Nothilfe von CHF 15.-- sei nicht rechtens. In seiner
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Eingabe vom 17. August 2020 führt er lediglich aus, dass er seit März 2020
"keinen Rappen" mehr erhalten habe. Damit rügt er indes nicht speziell die
Höhe der verfügten Nothilfe von CHF 15.-- pro Tag, sondern vielmehr
allgemein, dass ihm dem Grundsatz nach zu Unrecht keine Sozialhilfe bzw.
Nothilfe ausgerichtet worden sei. Mangels entsprechender Rüge in Bezug
auf die Höhe der verfügten Nothilfe von CHF 15.-- pro Tag sieht das
Verwaltungsgericht keine Veranlassung, diesbezüglich einzuschreiten.
4.7. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin die
Ausrichtung von Nothilfe von CHF 15.-- pro Tag zu Unrecht von der
Teilnahme am Arbeits- und Integrationsprogramm C._ abhängig
machte. Angesichts der Tatsache, dass die Teilnahme an diesem
Programm nicht entlöhnt worden wäre, hätte die Nothilfe bedingungslos
ausgerichtet werden müssen. Aus diesem Grund sind die Ziffern 2 und 3
des angefochtenen Entscheids vom 19. Juni 2020 aufzuheben und es ist
die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, dem Beschwerdeführer für den
Zeitraum vom 1. Juli 2020 bis 31. Dezember 2020 Nothilfe von CHF 15.--
pro Tag auszurichten. Dabei ist die Beschwerdegegnerin darauf
hinzuweisen, dass sie nicht berechtigt ist, diese Nothilfeleistungen mit
allfällig an den Beschwerdeführer derzeit ausgerichteten
Sozialhilfeleistungen oder anderen Gegenforderungen zu verrechnen.
Mithin sind die dem Beschwerdeführer für den Zeitraum vom 1. Juli 2020
bis 31. Dezember 2020 gesprochenen Nothilfeleistungen von Fr. 15.-- pro
Tag ungeschmälert auf sein Konto zu überweisen.
5.1.1. Im Rechtsmittelverfahren hat in der Regel die unterliegende Partei die
Kosten zu tragen (Art. 73 Abs. 1 VRG). Diese bestehen aus einer
Staatsgebühr, den Gebühren für die Ausfertigung und Mitteilung des
Entscheids und den Barauslagen (Art. 75 Abs. 1 VRG). Die Staatsgebühr
beträgt höchstens CHF 20'000.-- und richtet sich nach dem Umfang und
der Schwierigkeit der Sache sowie nach dem Interesse und der
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wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Kostenpflichtigen (Art. 75 Abs. 2
VRG).
5.1.2. Vorliegend sind die Gerichtskosten angesichts des getätigten Aufwands
und des vorgegebenen Kostenrahmens auf CHF 800.-- festzulegen. Da die
Beschwerde teilweise gutzuheissen ist, rechtfertigt es sich, diese Kosten je
hälftig den Parteien aufzuerlegen. Gemäss angefochtenem Entscheid ist
der Beschwerdeführer voraussichtlich ab dem 1. Januar 2021 teilweise und
ab dem 1. Februar 2021 wieder vollumfänglich auf Sozialhilfeleistungen
angewiesen. Selbst wenn dies der Fall wäre, was aufgrund der Akten nicht
beurteilt werden kann, kann er von der (hälftigen) Kostentragung nicht
befreit werden, zumal er kein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege
gestellt hat, obschon die Verfahren im Sozialhilferecht nicht kostenlos sind.
Mit seiner Eingabe vom 8. Juli 2020 reichte der Beschwerdeführer zwar ein
Beiblatt mit der Bezeichnung "Unent-Geltliche Anfrage, Beratung + Folgen"
ein. Einen konkreten Antrag auf Erteilung der unentgeltlichen Rechtspflege
– wie dies in Art. 76 Abs. 1 VRG ausdrücklich verlangt wird – ist darin indes
nicht zu erkennen. Aus diesem Grund kann das Beiblatt nicht als Gesuch
um unentgeltliche Rechtspflege entgegengenommen werden; dies umso
weniger, als das Beiblatt auch keine rechtsgenügliche Substanziierung
enthielt, was für die Bewilligung eines entsprechenden Gesuchs indes
Voraussetzung gewesen wäre. In diesem Zusammenhang ist zu beachten,
dass dem Beschwerdeführer Frist angesetzt wurde, seine Eingabe vom 8.
Juli 2020 (mitsamt Beiblatt) zu verbessern. Trotz dieser Aufforderung
unterliess er es, das Beiblatt im Sinne der obigen Ausführungen innert Frist
zu verbessern.
5.2. Der Beschwerdeführer war im vorliegenden Verfahren nicht anwaltlich
vertreten. Entsprechend sind ihm keine durch den Rechtstreit verursachten
notwendigen Kosten entstanden (Art. 78 Abs. 1 VRG). Damit steht dem
Beschwerdeführer, obschon er teilweise obsiegte, keine aussergerichtliche
Entschädigung zu.
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