Decision ID: 4374cab1-30cc-5914-921a-4057bfb0c408
Year: 2009
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Der 1990 geborene kosovarische Staatsangehörige Y._ (: Gesuchsteller) hielt sich seit dem Jahre 1993 zusammen mit seinen Eltern und Geschwistern in der Schweiz auf. Seinem Vater  im Jahre 1994 die Aufenthaltsbewilligung im Kanton Luzern nicht mehr verlängert und in der Folge eine Ausreisefrist angesetzt. Weitere darauffolgende Bemühungen, eine Aufenthaltsbewilligung zu erlangen, blieben ohne Erfolg. Schliesslich wurde eine Beschwerde gegen eine Verfügung des Bundesamtes für Flüchtlinge (BFF; heute: Bundesamt für Migration [BFM]) vom 14. Oktober 2003 betreffend Abweisung  im selben Jahr eingereichten Asylgesuchs und Wegweisung sowie Anordnung von deren Vollzug mit Urteil der Schweizerischen  (ARK) vom 5. April 2004 abgewiesen. Am 26. August 2004 wurde der Gesuchsteller zusammen mit seinen Eltern ins  Serbien und Montenegro ausgeschafft.
B. Am 14. August 2008 beantragte der Gesuchsteller bei der Schweizer Botschaft in Pristina die Erteilung eines Einreisevisums für einen zweimonatigen Besuchsaufenthalt bei seiner Schwester X._ (nachfolgend: Gastgeberin bzw. Beschwerdeführerin) sowie seinen drei weiteren, ebenfalls in der Schweiz wohnhaften Geschwistern. Nach formloser Verweigerung übermittelte die Vertretung das Gesuch der Vorinstanz zum Entscheid.
C. Nachdem das Amt für Migration des Kantons Luzern bei der  weitere Abklärungen hinsichtlich des beabsichtigten  vorgenommen hatte, wies die Vorinstanz das Gesuch um  der Einreise mit Verfügung vom 26. September 2008 ab. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen aus, dass eine  insbesondere dann zu verweigern sei, wenn die anstandslose und fristgerechte Wiederausreise der gesuchstellenden Person nicht als gesichert angesehen werden könne, sei es als Folge der in ihrem Ursprungsland herrschenden politischen oder sozioökonomischen  oder aufgrund ihrer persönlichen Situation. Aufgrund der wirtschaftlichen und soziokulturellen Verhältnisse im Kosovo sei dies vorliegend der Fall. Dem Gesuchsteller würden in seinem  zudem weder zwingende berufliche oder gesellschaftliche Ver-
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pflichtungen noch familiäre Verantwortlichkeiten obliegen, welche für eine fristgerechte Wiederausreise Gewähr bieten könnten.
D. Gegen diese Verfügung erhob die Gastgeberin am 26. Oktober 2008 beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde mit dem sinngemässen Antrag auf Aufhebung der Verfügung und auf Bewilligung der Einreise. Als Begründung bringt sie im Wesentlichen vor, der Gesuchsteller habe während 13 Jahren in der Schweiz gelebt, bevor er 2004 mit den Eltern in den Kosovo zurückgekehrt und dort sesshaft geworden sei. Er lebe mit den Eltern zusammen und nehme daher entsprechende  Verpflichtungen wahr. Ausserdem lasse er sich derzeit an der Technischen Fachschule in I._ zum Automechaniker ausbilden, was seinen Traumberuf darstelle. Demzufolge habe der Gesuchsteller auch berufliche Verpflichtungen in seinem Herkunftsland. Ihm gehe es einzig darum, noch einmal die Schweiz sowie seine ehemaligen  besuchen zu können. Auch mit einem 30-tägigen  würden sie sich daher bereits zufrieden geben.
E. In ihrer Vernehmlassung vom 22. Dezember 2008 spricht sich die  unter Erläuterung der bereits erwähnten Gründe für die  der Beschwerde aus. Viele insbesondere jüngere Personen , sich vorzugsweise im westlichen Ausland eine  Zukunft aufzubauen. Beim Gesuchsteller handle es sich um  jungen und ledigen Mann. Angesichts seiner „Vorgeschichte“  die in der Beschwerdeschrift geltend gemachten beruflichen und familiären Verpflichtungen nicht, um das Risiko einer nicht  Wiederausreise massgeblich herabzusetzen, zumal er die Ausbildung als Automechaniker eben erst begonnen habe.
F. Mit Replik vom 5. Februar 2009 führt die Beschwerdeführerin  aus, der Kosovo sei zwischenzeitlich in die Liste der "Safe ", also der verfolgungssicheren Länder, aufgenommen worden. Die dortige Lage habe sich somit erwiesenermassen verbessert,  zum heutigen Zeitpunkt keine mehr Rede davon sein könne, der Zuwanderungsdruck aus jener Region sei als hoch einzustufen.  sei der Gesuchsteller in seinem Herkunftsland beruflich und  fest verankert. Schliesslich wird vorgebracht, als er im Alter von 14 Jahren zusammen mit seinen Eltern aus der Schweiz habe ausge-
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schafft werden müssen, habe er diese anstandslos verlassen. Damit habe er den Tatbeweis dafür erbracht, dass er willens sei, die  Rechtsordnung zu beachten. In rechtlicher Hinsicht wird  in grundsätzlicher Weise bestritten, dass es zulässig sei, für die Bewilligung der Einreise in die Schweiz auf das Kriterium der  Wiederausreise abzustellen, da es sich dabei um eine in der Verordnung (EG) Nr. 562/2006 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. März 2006 über einen Gemeinschaftskodex für das Überschreiten der Grenzen durch Personen (nachfolgend: Schengener Grenzkodex [SGK, ABl. L 105 vom 13.04.2006, S. 1–32]) nicht  Einreisevoraussetzung handle.
G. Am 16. Juni 2009 zog das Bundesverwaltungsgericht die kantonalen Akten sowie die Asylakten betreffend den Vater des Gesuchstellers bei.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht unter Vorbehalt der in Art. 32 VGG genannten Ausnahmen Beschwerden  Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), welche von einer in Art. 33 VGG aufgeführten Behörde erlassen wurden. Darunter fallen u.a. Verfügungen des BFM betreffend Verweigerung der , welche vom Bundesverwaltungsgericht endgültig beurteilt werden (Art. 83 Bst. c Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
1.2 Sofern das Verwaltungsgerichtsgesetz nichts anderes bestimmt, richtet sich das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht nach dem VwVG (Art. 37 VGG).
1.3 Der Beschwerdeführer ist gemäss Art. 48 Abs. 1 VwVG zur  berechtigt. Auf die frist- und formgerechte Beschwerde ist einzutreten (Art. 50–52 VwVG).
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2. Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann die Verletzung von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des  Sachverhaltes und – sofern nicht eine kantonale Behörde als Beschwerdeinstanz verfügt hat – die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 49 VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht wendet im  das Bundesrecht von Amtes wegen an. Es ist  Art. 62 Abs. 4 VwVG an die Begründung der Begehren nicht  und kann die Beschwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gutheissen oder abweisen. Massgebend ist grundsätzlich die Rechts- und Sachlage zum Zeitpunkt seines  (vgl. E. 1.2 des in BGE 129 II 215 teilweise publizierten  2A.451/2002 vom 28. März 2003).
3. Das schweizerische Ausländerrecht kennt weder ein allgemeines Recht auf Einreise noch gewährt es einen besonderen Anspruch auf Erteilung eines Visums. Die Schweiz ist daher – wie alle anderen  auch – grundsätzlich nicht gehalten, Ausländerinnen und  die Einreise zu gestatten. Vorbehältlich völkerrechtlicher  handelt es sich dabei um einen autonomen Entscheid (vgl. Botschaft zum Bundesgesetz über Ausländerinnen und Ausländer vom 8. März 2002, BBl 2002 3774; BGE 133 I 185 E. 2.3 S. 189).
4. Der Bundesbeschluss vom 17. Dezember 2004 über die Genehmigung und die Umsetzung der bilateralen Abkommen zwischen der Schweiz und der EU über die Assoziierung an Schengen und an Dublin (SR 362) wurde in der Volksabstimmung vom 5. Juni 2005 angenommen. Die entsprechenden Assoziierungsabkommen (darunter das Abkommen vom 26. Oktober 2004 zwischen der Schweizerischen , der Europäischen Union und der Europäischen  über die Assoziierung dieses Staates bei der Umsetzung, Anwendung und Entwicklung des Schengen-Besitzstands [SAA, SR 0.360.268.1]) sind sodann für die Schweiz am 12. Dezember 2008  in Kraft getreten. Durch die Übernahme des Schengen- wurden im Bundesgesetz vom 16. Dezember 2005 über ddie Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20) entsprechende  notwendig (vgl. u.a. Art. 2 Abs. 4 AuG, wonach die  über das Visumverfahren und über die Ein- und Ausreise nur
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gelten, sofern das Schengen-Recht keine abweichenden  enthält). Im Weiteren ist die Verordnung vom 24. Oktober 2007 über das Einreise- und Visumverfahren (VEV, AS 2007 5537) total  worden (vgl. Verordnung vom 22. Oktober 2008 über die  und die Visumerteilung [VEV, SR 142.204]). Art. 57 VEV sieht vor, dass hängige Verfahren nach dem neuen, übergeordneten (-)Recht fortgeführt werden.
5. 5.1 Bezüglich der Einreisevoraussetzungen für einen Aufenthalt von höchstens drei Monaten verweist Art. 2 Abs. 1 VEV auf den  Grenzkodex (SGK). Art. 5 Abs. 1 SGK präzisiert die  für Drittstaatsangehörige. Diese benötigen zur Einreise ein oder mehrere gültige Reisedokumente und – sofern sie der  unterliegen – ein gültiges Visum (Bst. a und b). Sie  den Zweck und die Umstände ihres beabsichtigten Aufenthalts  und hierfür über ausreichende finanzielle Mittel verfügen (Bst. c). Im Weiteren dürfen sie nicht im Schengener Informationssystem (SIS) zur Einreiseverweigerung ausgeschrieben sein und keine Gefahr für die öffentliche Ordnung, die innere Sicherheit, die öffentliche  oder die internationalen Beziehungen eines Mitgliedstaats  (Bst. d und e).
5.2 Die Einreisevoraussetzungen gemäss Schengener Grenzkodex entsprechen im Wesentlichen Art. 5 Abs. 1 Bst. a–d AuG. Das in Art. 5 Abs. 1 Bst. c SGK genannte Erfordernis, Zweck und Umstände des  Aufenthalts zu belegen, wird in Art. 5 Abs. 1 AuG nicht explizit erwähnt. Demgegenüber verlangt Art. 5 Abs. 2 AuG, dass im Falle eines nur vorübergehenden Aufenthalts für die gesicherte  Gewähr zu bieten ist. Dies stellt jedoch kein zusätzliches im  Recht verankertes Erfordernis dar und steht daher nicht im Widerspruch zum Schengener Grenzkodex. Die Angabe des  Aufenthaltszwecks stellt nämlich zugleich eine  dar, nach Erfüllung dieses Zwecks wieder ausreisen zu wollen. Erfolgen widersprüchliche oder unglaubwürdige Angaben zum , so kann daraus der Schluss gezogen werden, dass der  Gesuchsteller nicht willens ist, nach Ablauf des geplanten  den Schengenraum fristgerecht zu verlassen. In diesem Sinne äussert sich auch die Gemeinsame Konsularische Instruktion an die diplomatischen Missionen und die konsularischen Vertretungen, die von Berufskonsularbeamten geleitet werden (GKI, ABl. C 326 vom
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22.12.2005, S. 1–149), die eine analoge Auslegung vornimmt. Die GKI verlangt hinsichtlich des Entscheids über den Visumsantrag die  des Migrationsrisikos; es muss geprüft werden, "ob der  die Absicht hat, in das Hoheitsgebiet der Mitgliedstaaten mit Hilfe eines zu Touristik-, Studien-, Geschäfts- bzw. zu  ausgestellten Visums einzuwandern und sich dort “ (vgl. ABl. C 326, S. 10). Die laut Art. 5 Abs. 2 SGK zur Glaubhaftmachung des Aufenthaltszwecks in Frage kommenden  werden beispielhaft in Anhang I des Schengener Grenzkodex .
5.3 Aufgrund der vorstehenden Erwägungen ist somit festzuhalten, dass die nach Art. 5 Abs. 1 Bst. c SGK erforderliche Überprüfung des Aufenthaltszwecks dieselbe Fragestellung aufwirft wie die Überprüfung des in Art. 5 Abs. 2 AuG genannten Merkmals der gesicherten . Es kann daher an die bisherige Praxis und Rechtsprechung bezüglich des letztgenannten Merkmals angeknüpft werden.
6. Das Schengen-Recht nimmt eine Differenzierung in Bezug auf die  von Drittstaatsangehörigen vor. Die Verordnung (EG) Nr. 539/2001 des Rates vom 15. März 2001 (ABl. L 81 vom 21.03.2001, S. 1–7) verweist in Art. 1 Abs. 1 und 2 auf die Anhänge I und II, welche jeweils eine Liste von Drittländern enthalten. In  I sind diejenigen Drittstaaten aufgelistet, deren Staatsangehörige beim Überschreiten der Aussengrenzen der Schengen-Mitgliedstaaten im Besitz eines Visums sein müssen; Anhang II dagegen führt  Drittländer auf, deren Staatsangehörige von der Visumspflicht  sind. Als kosovarischer Staatsangehöriger unterliegt der  damit der Visumspflicht.
7. Das Bundesamt verweigerte dem Gesuchsteller die Visumserteilung insbesondere mit der Begründung, dass angesichts der im Vergleich zur Schweiz schlechteren Lebensbedingungen im Kosovo keine  Gewähr für seine gesicherte Wiederausreise bestehen würde.
7.1 Geht es um die Prüfung des Kriteriums der gesicherten , so können bezüglich eines solchen künftigen Verhaltens  gesicherten Feststellungen, sondern lediglich Prognosen getroffen werden. Anhaltspunkte für die Beurteilung der gesicherten  können sich aus der allgemeinen Lage im Herkunftsland der Be-
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sucherin oder des Besuchers ergeben. In diesem Rahmen ist bei  von Personen aus Staaten beziehungsweise Regionen mit politisch oder wirtschaftlich vergleichsweise ungünstigen  zu berücksichtigen, dass deren persönliche Interessenlage in solchen Fällen häufig nicht mit dem Ziel und Zweck einer zeitlich  Einreisebewilligung in Einklang steht.
7.2 Der Gesuchsteller lebt im inzwischen unabhängigen und von der Schweiz als Staat anerkannten Kosovo. Die Sicherheitslage in dieser Region konnte zwar im Verlaufe der letzten Jahre weitgehend  werden und der Wiederaufbau von Administration und  ist unter Beteiligung internationaler Organisationen und  in Gang gekommen. In wirtschaftlicher Hinsicht ist das Land jedoch eines der ärmsten in Europa. Das Wirtschaftswachstum hat sich nach einem zunächst starken Aufschwung ab dem Jahre 2000 (21.2 %) auf ein längerfristig haltbares Niveau abgeflacht (2007: 3.9 %; geschätzte 5.4 % für 2008). Die Arbeitslosigkeit ist weit verbreitet und die entsprechende Rate bleibt hartnäckig hoch: Gemäss den letzten offiziellen Zahlen betrug sie im Jahre 2007 immer noch 43.6 % (2006: 44.9 %). Besonders problematisch ist sie dabei insbesondere bei der jungen Bevölkerung. Zudem stellt die Armut ein weitverbreitetes  dar: Der Anteil der in Armut lebenden Bevölkerung lag im Jahr 2008 bei hohen circa 45%, wobei 15% der Staatsbürger gar von  Armut betroffen sind (Quelle: Weltbank, <http://www.worldbank.org>, Countries > Europe and Central Asia > Kosovo > Overview > Kosovo Brief, Stand: April 2009, besucht am 2. Juli 2009). Vor diesem Hintergrund besteht ein vielfacher Wunsch zur Auswanderung, der sich vor allem bei denjenigen manifestiert, die bereits über ein minimales soziales Beziehungsnetz im Ausland . Im Falle der Schweiz führt dies angesichts der restriktiven  Zulassungsregelung nicht selten zur Umgehung  Bestimmungen. Dabei geht es nicht etwa allein um die Einreichung von Asylgesuchen nach erfolgter Einreise, sondern es wird oftmals versucht, den Aufenthalt zu verlängern oder –  durch Ausbildung oder Heirat – auf eine andere  Grundlage zu stellen.
8. Die geschilderten Umstände im Herkunftsland des Gesuchstellers deuten zwar auf ein latentes Risiko einer nicht fristgerechten  hin; sie entbinden die Vorinstanz bei der Analyse des Migrati-
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onsrisikos jedoch nicht von einer einzelfallbezogenen Beurteilung.  können berufliche, gesellschaftliche oder familiäre  die Prognose für eine anstandslose Wiederausreise . Umgekehrt muss bei einer gesuchstellenden Person, die keine der erwähnten Verpflichtungen hat, welche sie von einer möglichen Emigration abhalten könnten, aufgrund entsprechender Erfahrungen das Risiko eines ausländerrechtlich nicht vorschriftsgemässen  nach bewilligter Einreise zu einem Besuchsaufenthalt als hoch eingeschätzt werden.
Der Gesuchsteller ist 19-jährig, ledig und kinderlos. Zwar geht aus  mit Beschwerde eingereichten Bestätigung hervor, dass er im Schuljahr 2008/2009 als Schüler in der Fachrichtung Automechaniker an der Technischen Fachschule in der Nähe seines Wohnortes  ist. Daraus kann jedoch nicht auf zwingende berufliche  seinerseits in seinem Herkunftsland geschlossen werden, die ihn verlässlich von einer Emigration abzuhalten vermöchten.  lebt er gemäss den Angaben der Beschwerdeführerin zwar mit seinen Eltern zusammen. Auch wenn ihm in diesem Zusammenhang gewisse familiäre Verpflichtungen obliegen sollten – in der Beschwerde werden „entsprechende“ familiäre Verpflichtungen geltend gemacht –, so ist doch aus dem Umstand, dass er im Visumsantrag vom 14.  2008 eine Einreisebewilligung für einen Besuchsaufenthalt von zwei Monaten beantragt hat, zu schliessen, dass die Eltern nicht  auf Betreuung und Pflege durch ihn angewiesen sind.  lassen die Akten daher weder auf besondere familiäre oder gesellschaftliche noch auf berufliche Verpflichtungen des  im Herkunftsland schliessen, welche eine günstige Prognose in Bezug auf seine gesicherte Wiederausreise nach einem  zulassen würden.
Angesichts des Umstands, dass der Gesuchsteller zum Zeitpunkt  Ausschaffung im August 2004 erst 14-jährig und damit sein  weitestgehend von demjenigen seiner Eltern abhängig war, kann aus dem dieser vorangehenden Verhalten, welches den klaren Willen Letzterer erkennen liess, in der Schweiz zu bleiben, und auch aus dem Umstand, dass die Ausreise nicht freiwillig und folglich – entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführerin in der Replik – nicht "" erfolgte, in Bezug auf seinen eigenen allfälligen Emigrationswillen nichts geschlossen werden.
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Jedoch fällt in Betracht, dass die vier Geschwister des Gesuchstellers in der Schweiz leben und auch er den bis anhin überwiegenden Teil seines Lebens hier zugebracht hat. Entsprechend dürfte er  auch über zahlreiche während seiner Kindheit und Schulzeit  persönliche Bindungen und damit über ein ausgedehntes Beziehungsnetz verfügen. Der Besuch von ehemaligen Schulkollegen ist denn gemäss Angaben der Beschwerdeführerin (vgl. Beschwerde S. 2) mit ein Grund für den beabsichtigten Aufenthalt in der Schweiz. Es ist daher davon auszugehen, dass nach wie vor eine entsprechend starke Bindung des Gesuchstellers zur Schweiz besteht.
In Anbetracht insbesondere dieses langen Voraufenthalts und des umfassenden Beziehungsnetzes des Gesuchstellers in der Schweiz sowie des Fehlens besonderer Verpflichtungen im Herkunftsland,  die Wiederausreise als wahrscheinlich erscheinen lassen würden, kann dem Gesuchsteller hinsichtlich der gesicherten Wiederausreise keine günstige Prognose gestellt werden.
9. Unter den geschilderten Umständen durfte die Vorinstanz somit zu Recht davon ausgehen, es bestehe nicht genügend Gewähr für eine gesicherte Wiederausreise nach einem Besuchsaufenthalt. Daran  auch nichts, dass die Beschwerdeführerin diese zugesichert hat, ist doch eine solche Garantie weder faktisch noch rechtlich . Gastgeber können für gewisse finanzielle Risiken im  mit einem Besuchsaufenthalt garantieren, nicht jedoch für ein  Verhalten des Gastes (vgl. anstelle vieler: Urteil des  C-6950/2007 vom 7. November 2008, E. 8).
10. Aus diesen Darlegungen folgt, dass die angefochtene Verfügung im Lichte von Art. 49 VwVG rechtmässig ist. Die Beschwerde ist daher .
11. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die auf Fr. 600.–  Verfahrenskosten der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 1, Art. 2 und Art. 3 Bst. b des  vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).
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