Decision ID: 1cd85c87-c7a1-517c-be67-1fc56266b79b
Year: 2021
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A.
Der Beschwerdeführer ersuchte am 24. Oktober 2021 in der Schweiz um
Asyl. Er konnte sich nicht durch Identitätspapiere ausweisen und liess auf
dem nicht selbständig ausgefüllten Personalienblatt als Geburtsdatum den
(...) vermerken (Akten der Vorinstanz 1113003 [SEM-act.] 1).
B.
Ein von der Vorinstanz am 26. Oktober 2021 veranlasster Abgleich seiner
Fingerabdrücke mit der «Eurodac»-Datenbank ergab, dass der Beschwer-
deführer am 27. Oktober 2015 bereits in Schweden ein Asylgesuch gestellt
hatte (SEM-act. 6 und 7).
C.
Am 28. Oktober. 2021 bevollmächtige der Beschwerdeführer die ihm zuge-
wiesene Rechtsvertretung.
D.
Anlässlich der nach den Modalitäten für unbegleitete, minderjährige Asyl-
suchende durchgeführten Erstbefragung am 2. November 2021 gestand
der Beschwerdeführer auf entsprechende Vorhaltung ein, im Jahre 2015 in
Schweden ein Asylgesuch gestellt zu haben. Er sei damals 14 Jahre alt
gewesen. Es sei ein Altersgutachten erstellt und sein Alter entsprechend
festgelegt worden. Er habe aber keine Ahnung, welches Geburtsdatum auf
diese Weise bestimmt worden und wie alt er heute sei. Gestützt auf diese
Aussage wurde der Beschwerdeführer von der Vorinstanz darauf aufmerk-
sam gemacht, dass davon ausgegangen werde, er sei inzwischen volljäh-
rig und dass sein Geburtsdatum deshalb auf den (...) festgelegt werde. Der
Beschwerdeführer opponierte nicht gegen eine solche Anpassung.
Anlässlich des dem Beschwerdeführer bei der Befragung ebenfalls ge-
währten rechtlichen Gehörs zu einem allfälligen Nichteintretensentscheid
und der Möglichkeit der Überstellung nach Schweden erklärte er, er werde
nicht dorthin zurückkehren. Die schwedischen Behörden würden ihn nicht
akzeptieren und es sei dort für ihn wie in der Hölle gewesen. Er habe drei-
mal einen negativen Asylentscheid und im Jahr 2017 oder 2018 einen Lan-
desverweis erhalten. In der Folge sei er untergetaucht und habe sich bei
Freunden versteckt. Er wolle aber auch deshalb nicht nach Schweden zu-
rück, weil er dort in den letzten Jahren von Homosexuellen belästigt wor-
den sei.
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Auf die Frage nach allfälligen gesundheitlichen Beeinträchtigungen erklärte
der Beschwerdeführer, es gehe ihm körperlich gut, psychisch habe er Prob-
leme. Er leide unter Schlaflosigkeit und Stress (SEM-act. 14 Ziff. 2.06,
8.01und 8.02).
E.
Am 27. Oktober 2021 ersuchte die Vorinstanz die schwedischen Behörden
um Erteilung von Informationen gestützt auf Art. 34 der Verordnung (EU)
Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni
2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mit-
gliedstaats, der für die Prüfung eines von einem Drittstaatsangehörigen
oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat gestellten Antrags auf internatio-
nalen Schutz zuständig ist (nachfolgend: Dublin-III-VO) (SEM-act. 9).
Die schwedischen Behörden bestätigten am 11. November 2021 gegen-
über der Vorinstanz, dass der Beschwerdeführer am 27. Oktober 2015 ein
Asylgesuch eingereicht und sich dabei als Minderjähriger ausgegeben
habe (Geburtsdatum: ...). Medizinische und soziale Abklärungen hätten in-
des darauf schliessen lassen, dass er älter sei, und sein Geburtsdatum sei
auf den (...) festgelegt worden. Am 27. Oktober 2017 sei sein Asylgesuch
abgewiesen worden; dieser Entscheid sei am 1. Juni 2018 in Rechtskraft
erwachsen. Später sei der Wegweisungsentscheid sistiert und dem Be-
schwerdeführer eine bis zum 29. Dezember 2019 gültige Aufenthaltsbewil-
ligung zu Studienzwecken erteilt worden, welche später bis zum 18. Juni
2021 verlängert worden sei. Eine weitere Verlängerung habe der Be-
schwerdeführer nicht beantragt (SEM-act. 21).
F.
In der Folge ersuchte die Vorinstanz die schwedischen Behörden am
12. November 2021 um Übernahme des Beschwerdeführers gestützt auf
Art. 18 Abs. 1 Bst. d Dublin-III-VO (SEM-act. 22). Diesem Gesuch wurde
am 15. November 2021 entsprochen (SEM-act. 25).
G.
Am 3. November 2021 liess der Beschwerdeführer über seine Vertretung
bei der Vorinstanz kommentarlos diverse medizinische Unterlagen einrei-
chen (eine Dokumentation des BAZ Bern mit Eintrag vom (...), gemäss
welcher beim Beschwerdeführer ein erhöhter TBC Score [Anmerkung des
Gerichts: Messwert i.Z.m. Lungentuberkulose] festgestellt und ein Rönt-
gentermin für den (...) vereinbart wurde, ein am (...) ausgefülltes Formular
betr. migrationsmedizinische Abklärung, gemäss welchem der Beschwer-
deführer über Reflux und Oberbauchschmerzen sowie Gedankenkreisen
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klagte und schliesslich ein Befundbericht eines Röntgeninstituts vom (...),
gemäss welchem der Herz-Lungenbefund normal sei, dem Alter und Habi-
tus des Beschwerdeführers entspreche und keine Hinweise auf postspezi-
fische Veränderungen vorlägen) (SEM-act. 18 – 20).
H.
Mit Verfügung 26. November 2021 (eröffnet am 2. Dezember 2021) trat die
Vorinstanz auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht ein, ordnete
dessen Wegweisung nach Schweden an und beauftragte den zuständigen
Kanton mit dem Vollzug der Wegweisung. Zudem ordnete sie die Aushän-
digung der editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis an und
stellte fest, dass einer allfälligen Beschwerde von Gesetzes wegen keine
aufschiebende Wirkung zukomme (SEM-act. 27).
I.
Am 2. Dezember 2021 legte die zugewiesene Rechtsvertretung das Man-
dat nieder (SEM-act. 28).
J.
Gegen den Nichteintretensentscheid der Vorinstanz gelangte der Be-
schwerdeführer mit einer Rechtsmitteleingabe vom 4. Dezember 2021
(Postaufgabe: 6. Dezember 2021) an das Bundesverwaltungsgericht. Er
beantragte, die vorinstanzliche Verfügung sei aufzuheben und sein Asylge-
such sei «vom SEM in der Schweiz prüfen zu lassen». Der Beschwerde
sei die aufschiebenden Wirkung zu erteilen. Ferner ersuchte er um Gewäh-
rung der unentgeltlichen Rechtspflege und um Verzicht auf die Erhebung
eines Kostenvorschusses (Akten des Bundesverwaltungsgerichts [BVGer-
act.] 1).
K.
Am 7. Dezember 2021 lagen dem Bundesverwaltungsgericht die vor-
instanzlichen Akten in elektronischer Form vor. Gleichentags setzte der zu-
ständige Instruktionsrichter den Vollzug der Überstellung gestützt auf
Art. 56 VwVG einstweilen aus (BVGer-act. 2).

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG,
soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG).
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1.2 Die Beschwerde ist zulässig (Art. 105 AsylG; Art. 31 ff. VGG). Die übri-
gen Sachurteilsvoraussetzungen (Legitimation [Art. 48 Abs. 1 VwVG], Frist
[Art. 108 Abs. 3 AsylG], und Form [Art. 52 VwVG]) sind erfüllt. Auf die Be-
schwerde ist einzutreten.
2.
2.1. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich
Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige oder
unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt
werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
2.2. Die Beschwerde erweist sich – wie im Folgenden zu erläutern ist – als
offensichtlich unbegründet, weshalb sie im Verfahren einzelrichterlicher
Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-
ner zweiten Richterin, ohne Durchführung eines Schriftenwechsels und mit
summarischer Begründung zu behandeln ist (Art. 111 Bst. e und Art. 111a
Abs. 1 und 2 AsylG).
3.
3.1. Auf Asylgesuche wird in der Regel nicht eingetreten, wenn Asylsu-
chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des
Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a
Abs. 1 Bst. b AsylG). In diesem Fall verfügt das SEM in der Regel die Weg-
weisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an (Art. 44 AsylG).
3.2. Gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO wird jeder Asylantrag von einem
einzigen Mitgliedstaat geprüft, der nach den Kriterien des Kapitels III als
zuständiger Staat bestimmt wird (vgl. auch Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO). Das
Verfahren zur Bestimmung des zuständigen Mitgliedstaates wird eingelei-
tet, sobald in einem Mitgliedstaat erstmals ein Asylantrag gestellt wird. Im
Rahmen des Wiederaufnahmeverfahrens (Art. 23-25 Dublin-III-VO) findet
grundsätzlich keine (neue) Zuständigkeitsprüfung nach Kapitel III Dublin-
III-Verordnung mehr statt (vgl. zum Ganzen BVGE 2017 VI/5 E. 6.2 und
8.2.1).
4.
Der Beschwerdeführer hat am 27. Oktober 2015 in Schweden ein Asylge-
such gestellt, welches von den dortigen Behörden behandelt und abgewie-
sen wurde. Die Vorinstanz ging deshalb gestützt auf Art. 18 Abs. 1 Bst. d
Dublin-III-VO zu Recht von einer Zuständigkeit Schwedens aus und bean-
tragte dementsprechend eine Rückübernahme, welcher die schwedischen
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Behörden innert der in Art. 25 Abs. 1 Dublin-III-VO festgelegten Frist zuge-
stimmt haben. Die Zuständigkeit Schwedens ist somit grundsätzlich gege-
ben, was der Beschwerdeführer auch nicht in Abrede stellt.
5.
5.1. Gegen seine Überstellung nach Schweden bringt der Beschwerdefüh-
rer vor, er sei dort «sehr schlecht behandelt» worden. Er sei nicht unter-
stützt worden, habe keinen Schutz bekommen und sei weggewiesen wor-
den. Eine Rückkehr dorthin würde für ihn den Tod bedeuten.
5.2. Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts wei-
sen das Asylverfahren und die Aufnahmebedingungen in Schweden keine
systemischen Schwachstellen im Sinn von Art. 3 Abs. 2 Dublin-III-VO auf
(vgl. anstelle vieler: Urteile des BVGer F-2693/2021 vom 3. September
2021 E. 5.1 m.H., F-2855/2021 vom 28. Juni 2021 E. 4.2; D-2330/2021
vom 21. Mai 2021; F-1523/2021 vom 9. April 2021; F-535/2021 vom
8. März 2021 E. 7.1).
5.3. Folglich ist eine Übernahme der Zuständigkeit zur Behandlung des
Asylgesuchs durch die Schweiz in Anwendung von Art. 3 Abs. 2 Dublin-III-
VO nicht angezeigt.
6.
Bleibt zu prüfen, ob die Vorinstanz trotz der grundsätzlichen Zuständigkeit
Schwedens das Selbsteintrittsrecht nach Art. 17 Abs. 1 erster Satz Dublin-
III-VO, konkretisiert in Art. 29a Abs. 3 AsylV 1, hätte ausüben müssen.
6.1. Schweden ist Signatarstaat der EMRK, des Übereinkommens vom
10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche
oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und des Ab-
kommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK,
SR 0.142.30) sowie des Zusatzprotokolls der FK vom 31. Januar 1967
(SR 0.142.301) Das Gericht geht in ständiger Rechtsprechung davon aus,
dass der schwedische Staat seinen diesbezüglichen völkerrechtlichen Ver-
pflichtungen nachkommt. Auch ist anzunehmen, der schwedische Staat
anerkenne und schütze die Rechte, die sich für Schutzsuchende aus den
Richtlinien des Europäischen Parlaments und des Rates 2013/32/EU vom
26. Juni 2013 zu gemeinsamen Verfahren für die Zuerkennung und Aber-
kennung des internationalen Schutzes (sog. Verfahrensrichtlinie) sowie
2013/33/EU vom 26. Juni 2013 zur Festlegung von Normen für die Auf-
nahme von Personen, die internationalen Schutz beantragen (sog. Aufnah-
merichtlinie) ergeben.
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6.2. Zwar kann die Vermutung, Schweden halte seine völkerrechtlichen
Verpflichtungen ein, im Einzelfall widerlegt werden. Dafür bedarf es aber
konkreter und ernsthafter Hinweise, die gegebenenfalls vom Betroffenen
glaubhaft darzutun sind (vgl. BVGE 2010/45 E. 7.4; Urteil des BVGer
D-5698/2017 vom 6. März 2018 E. 5.3.1). Solche Hinweise bleibt der Be-
schwerdeführer mit seinen blossen Andeutungen schuldig. Konkrete An-
haltspunkte dafür, dass die schwedischen Behörden seinen Antrag auf in-
ternationalen Schutz nicht unter Einhaltung der Richtlinie des Europäi-
schen Parlaments und des Rates 2013/32/EU vom 26. Juni 2013 zu ge-
meinsamen Verfahren für die Zuerkennung und Aberkennung des interna-
tionalen Schutzes (sog. Verfahrensrichtlinie) geprüft oder das Asylverfah-
ren mangelhaft durchgeführt hätten, sind nicht ersichtlich. Der Beschwer-
deführer hat zudem kein konkretes und ernsthaftes Risiko dafür dargetan,
dass sich Schweden im Falle einer Überstellung weigern könnte, ihm in
Bezug auf die Unterbringung und Betreuung die ihm zustehenden minima-
len völkerrechtlichen Ansprüche zu gewähren. Hinweise darauf, dass
Schweden den Grundsatz des Non-Refoulement (Art. 33 FK) missachten
könnte, gibt es nicht. Eine Wegweisung nach Schweden kann daher nicht
schon als Verstoss gegen diese völkerrechtliche Norm betrachtet werden.
Sodann liegt es im Falle der erzwungenen Rückkehr nach Schweden am
Beschwerdeführer, sich um eine Verlängerung seiner zwischenzeitlich ab-
gelaufenen Aufenthaltsbewilligung oder (angesichts wesentlicher Verände-
rungen in der Situation in Afghanistan) allenfalls um eine erneute Überprü-
fung des negativen Asyl- und Wegweisungsentscheides beziehungsweise
dessen Vollzuges zu bemühen.
6.3. Völlig zu Recht macht der Beschwerdeführer nicht geltend, dass ge-
sundheitliche Beeinträchtigungen vorlägen, die den Selbsteintritt der
Schweiz notwendig machten, weil sonst ein Verstoss gegen Garantien von
Art. 3 EMRK drohe. Die von ihm während des erstinstanzlichen Verfahrens
geltend gemachten gesundheitlichen Probleme erwiesen sich nicht als gra-
vierend und es gibt keinen Anlass anzunehmen, dass sie nicht auch in
Schweden adäquat behandelt werden können.
6.4. Sonstige Gründe, die der Schweiz Anlass geben könnten, von ihrem
Selbsteintrittsrecht nach Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dublin-III-VO Gebrauch zu
machen, werden weder geltend gemacht noch sind solche ersichtlich. Da-
bei gilt auch zu beachten, dass die Dublin-III-VO den Schutzsuchenden
kein Recht einräumt, den ihren Antrag prüfenden Staat selber auswählen
zu können (vgl. BVGE 2010/45 E. 8.3).
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7.
Die Vorinstanz ist demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1
Bst. b AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten
und hat in Anwendung von Art. 44 AsylG die Überstellung nach Schweden
angeordnet. Unter diesen Umständen sind allfällige Vollzugshindernisse
gemäss Art. 83 Abs. 3 und 4 AIG (SR 142.20) nicht mehr zu prüfen, da das
Fehlen von Überstellungshindernissen bereits Voraussetzung des Nicht-
eintretensentscheides gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG ist (vgl. BVGE
2015/18 E. 5.2 m.w.H.).
8.
Die Beschwerde ist aus den dargelegten Gründen abzuweisen und die Ver-
fügung der Vorinstanz zu bestätigen.
8.1. Mit dem vorliegenden Urteil fällt der am 3. Dezember 2021 angeord-
nete Vollzugsstopp dahin und ist das Gesuch um Erteilung der aufschie-
benden Wirkung der Beschwerde gegenstandslos geworden.
8.2. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung ist
abzuweisen, da die Begehren – wie sich aus den vorstehenden Erwägun-
gen ergibt – als aussichtslos zu bezeichnen sind. Die Verfahrenskosten
sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf
insgesamt Fr. 750.– festzusetzen (Art. 1-3 des Reglements vom 21. Feb-
ruar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwal-
tungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).
9.
Dieses Urteil ist endgültig (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG).
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