Decision ID: facf0178-7e12-4b9e-88fc-aa12649f37dc
Year: 2020
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1981, war seit dem 2. Mai 2017 bei der
Y._
AG
im Bereich Crewtransport angestellt und dadurch bei der Suva obli
gatorisch gegen Berufs- und Nichtberufsunfälle versichert (Urk. 8/1 S. 1). Laut Bagatellunfall-Meldung vom 5. Juli 2018 trug sie am 16. Juni 2018 beim Heim
werken / bei Unterhaltsarbeiten eine schwere Kiste aus ihrem Kofferraum, welche ihr aus den Händen rutschte, so dass die Kiste auf ihrem linken Handgelenk abrutschte und darauf fiel (Urk. 8/1 S. 2).
In der Folge begab sich die Versicherte aufgrund von Handgelenksschmerzen links am
2.
Juli 2018 in ärztliche Behand
lung. In der
P
raxis
Z._
wurde bei einer festgestellten
Druck
dolenz
des Handgelenks
ulnarseits
ohne Fraktur eine Überlastung des Handge
lenks diagnostiziert (Bericht
Dr.
med.
A._
, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, vom
3.
Juli 2019
;
Urk.
8/15
).
Die Versicherte unterzog sich einer ergo
therapeutischen Behandlung (
Urk.
8/2-5).
Die Suva erbrachte zunächst die gesetzlichen Leistungen
(
Taggeld und Heilkos
ten;
Urk. 8/28 S.
2
).
Nachdem
s
ie bei
m Kreisarzt
Dr. med.
B._
, Facharzt für Orthopädie und Traumatologie des Bewegungsapparates, eine Akten
beurteilung vom 18. Juli 2019 eingeholt hatte (Urk. 8/25), teilte sie der Versi
cherten mit Schreiben vom 2
4.
Juli 2019 mit, dass sie die Versicherungs
leis
tungen per 31. Juli 2019 einstelle (Urk. 8/26 S.
2
).
Nach Eingang
eines Berichts und
einer Stellungnahme des behandelnden Dr. med.
C._
, Facharzt für Orthopädie und Traumatologie des Bewegungsapparates sowie Handchirurgie,
vom 1
6.
Juli 2019 (
Urk.
8/34/1-2) und
vom 27. August 2019
(Urk. 8/34
/3
), holte die Suva eine weitere kreisärztliche Beurteilung bei Dr.
B._
vom 16. Septem
ber 2019 ein (Urk. 8/37).
Gestützt darauf verfügte
sie
am 18. September 2019 im angekündigten Sinne (Urk. 8/39).
Am 19. September 2019 unterzog sich die Versicherte einer Handgelenksarthroskopie
mit Resektion einer Rissbildung des
triangulären
fibrokartilaginären
Komplexes (TFCC) des linken Handgelenks
(Urk.
8/47).
Sodann
erhob
sie
am 8. Oktober 2019
- mit Ergänzung vom
5.
Dezember 2019 (
Urk.
8/60) -
Einsprache gegen die Verfügung der Suva vom 18. September 2019 (Urk. 8/51).
Diese
holte daraufhin ein
e
weitere kreisärztliche
Beurteilung vom 18. Dezember 2019 ein (Urk. 8/66).
Mit E
ntscheid vom 14. Janu
ar
2020 wies
die Suva
die Einsprache der Versicherten ab (Urk. 8/71 = Urk. 2).
2.
Dagegen erhob die Versicherte am 11. Februar 2020 Beschwerde und beantragte, es sei der angefochtene
Einspracheentscheid
aufzu
h
eben und es sei die Beschwer
degegnerin zu verpflichten, ihr auch für die Zeit ab dem 31. Juli 2019 sämtliche nach dem Bundesgesetz
über die Unfallversicherung (UVG)
versicherten Leistun
gen (insbesondere Taggeld und Heilbehandlungskosten sowie eine Rente und Integritätsentschädigung) auszurichten. Eventuali
t
er sei die Sache zur weiteren
Abklärung und Neubeurteilung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen (Urk. 1
S. 2).
Ihrer Beschwerde legte sie eine Beurteilung des behandelnden Dr.
C._
vom 5. Februar 2020
bei (Eingangsdatum beim Rechtsvertreter der Beschwerde
führerin, Urk. 3/4 S. 1)
.
Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 17. März 2020 auf Abweisung der Beschwerde und legte eine weitere Stel
lungnahme des Kreisarztes Dr.
B._
vom 10. März 2020 ins Recht (Urk. 6, Urk. 7/1). Mit Replik vom 27. April 2020 hielt die Beschwerdeführerin an ihren Anträgen fest und verwies auf ein neues Schreiben von Dr.
C._
vom 14. April 2020 (Urk. 10, Urk. 11). Die Beschwerdegegnerin legte die Akten daraufhin noch
mals dem Kreisarzt vor, welcher am 2. Juni 2020 eine abschliessende Stellung
nahme erstattete (Urk. 15/2).
Gestützt darauf erneuerte sie in
der
gleichentags eingereichten Duplik ihren Antrag auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 14). Die Beschwerdeführerin
hielt daraufhin
in ihrer Stellungnahme vom
19
. Juni 2020
weiterhin an ihren Anträgen fest
(Urk. 1
9
).
Dies wurde der Beschwerdegegnerin am 1. Juli 2020 zur Kenntnis gebracht (Urk. 20).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweck
mässige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teil
weise arbeitsunfähig (Art. 6
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG
), so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 % invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV) abge
schlos
sen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleis
tungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG).
1.2
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss dem
UVG
setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invali
dität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhanden
sein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausal
zusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg
gedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.
3
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursa
chen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vor
zustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr.
U 142 S.
75 E.
4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U
172/94 vom 26.
April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwie
gen
den Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr.
U 363 S.
45; BGE
119 V 7 E. 3c/
aa
). Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchs
aufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die entsprechende Beweislast – anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang
gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr.
U 206 S.
328
f. E.
3b, 1992 Nr.
U 142 S. 76). Diese Beweis
grundsätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten massgebend (Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11.
März 2014 E. 2.3.1 mit Hinweisen).
Mit dem Erreichen des Status quo sine
vel
ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der Status quo sine
vel
ante
noch nicht wieder
erreicht
ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf Art. 36 Abs. 1
UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kosten
vergütungen zu übernehmen, worunter auch die Heilbehandlungskosten nach Art. 10 UVG fallen (Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11. März 2014 E. 2.3.2).
D
er Unfallversicherer
hat
nicht den Beweis für unfallfremde Ursachen zu erbrin
gen. Welche Ursachen (Krankheit, Geburtsgebrechen oder degenerative Verände
rungen) ein nach wie vor geklagtes Leiden hat, ist an sich unerheblich. Ent
scheidend ist allein, ob die unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren haben, also dahingefallen sind (RKUV 1994 Nr.
U 206 S. 329 E. 3b). Ebenso wenig muss der Unfallversicherer den negativen Beweis erbringen, dass kein Gesundheitsschaden mehr vorliege oder dass die versicherte Person nun bei voller Gesundheit sei (SVR 2008 UV Nr.
11
34, U
290/06 E. 3.3; Urteil
des Bundesgerichts
8C_840/2019 vom 1
4.
Februar 2020 E. 3.2 mit Hinweisen).
1.
4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versiche
rungsinterner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erschei
nen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/
ee
). Das Anstellungsverhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Versiche
rungs
träger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangen
heit schliessen (BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4). Soll ein Versiche
rungs
fall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so
sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungs
internen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzuneh
men (BGE 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin stellte sich
gestützt auf die Einschätzung des Kreisarztes
auf den Standpunkt,
dass die geklagten Handgelenksbeschwerden links nicht mehr unfallbedingt, sondern ausschliesslich auf ein degeneratives Verschleiss
leiden zurückzuführen seien
und die Unfallfolgen ohne nachweisbare trauma
tische Läsion spätestens nach vier bis sechs Wochen abgeheilt gewesen seien
.
Die Annahme eines Status quo sine am 31. Juli 2019 sei daher nicht zu beanstanden.
Die
Versicherungsleistungen
seien
zu Recht auf diesen Zeitpunkt eingestellt
worden
(Urk. 2 S. 5
,
Urk.
6,
Urk.
14
).
2.2
Die Beschwerdeführerin machte demgegenüber
gestützt auf die Stellungnahmen des
behandelnde
n
Dr.
C._
geltend, dieser habe
ausführlich dargelegt, aus welchen Gründen er
– entgegen den Beurteilungen Dr.
B._
s
– nach wie vor von einem unfallkausalen Ereignis ausgehe. Die
Ausführungen
Dr.
C._
s
sei
en
geeignet, ernst zu nehmende Zweifel an den Beurteilungen von Dr.
B._
zu wecken. Gestützt darauf könne keine Leistungseinstellung vorgenommen werden und sie habe deshalb
auch über den 31. Juli 2019 hinaus
Anspruch auf die nach UVG versicherten Leistungen (Urk. 1 S.
8
,
Urk.
10
,
Urk.
19
).
2.3
Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin aus dem Ereignis vom 1
6.
Juni 2018 über den 3
1.
Juli 2019 hinaus Anspruch auf gesetzliche Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung hat.
3.
3.1
Bei der Beschwerdeführerin wurde am 3. September 2018 aufgrund
ulnokarpaler
Schmerzen ein MR-
Arthro
des linken Handgelenks durchgeführt. Dabei fand sich eine Leckage
lunotriquetral
, wahrscheinlich im membranösen Abschnitt. Im Übri
gen zeigte sich eine regelrechte
Arthro
-MR-Untersuchung des linken Handge
lenks, insbesondere kein Riss im Diskus
triangularis
und keine
skapholunäre
Bandruptur. Die Extensor- und
Flexorsehnen
präsentierten sich regelrecht (Urk. 8/13).
Am 8. November 2018 wurde die Beschwerdeführerin erneut MR
-tomographisch untersucht.
Dabei wurde festgehalten, die Befunde seien in erster Linie vereinbar mit einer leichten
Peritendinitis
der ECU-Sehne. Es bestehe weiterhin der Ver
dacht auf eine nicht signifikante, zentrale Perforation des LT-Band-Komplexes im membranösen Anteil (Urk. 8/12 S. 2).
3.2
Gemäss Bericht vom 1
6.
Juli 2019 besprach
Dr.
C._
gleichentags mit der Be
schwerdeführerin bei persistierenden Beschwerden und ausgeschöpfter konserva
tiver Therapie ein operatives Vorgehen. Bis zum Operationstermin bestehe weiter
hin eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit
(
Urk.
8/34 S.
1-2).
Am 27. August 2019 w
a
ndte sich Dr.
C._
an die Beschwerdegegnerin und erklärte, er gehe von einer im MRI nicht abbildbaren TFCC-Läsion aus, welche
durch den Unfall entstanden sei. Die Beschwerdeführerin sei vor dem Unfall glaub
haft komplett beschwerdefrei gewesen. Es sei daher eine Handgelenks
arthros
kopie mit fokussierter Inspektion des TFCC und gegebenenfalls eine Resektion der Rissbildung geplant. Gegebenenfalls könne intraoperativ eine Aus
sage betreffend die Unfallfolgen und unfallfremder Ursachen getätigt werden (Urk. 8/34 S. 3).
3.3
Am 16. September 2019 nahm der Kreisarzt Dr.
B._
eine Beurteilung der Aktenlage vor.
Er erklärte, die Beschwerdeführerin habe z
eitnah
e
zum Ereignis, nach knapp
zwei
Wochen,
gegenüber
ihrem Hausarzt
geschildert
, dass sie etwas Schweres gehoben
habe
und nun Schmerzen im Handgelenksbereich
verspüre
. Pathophysiologisch
handle
es sich bei dem Ereignis um eine Zerrung. Zweieinhalb Monate
später sei eine MRI-Bildgebung des Handgelenks durchgeführt worden. Zeichen für Prellungen würden fehlen. Zudem fehle bildgebend ein Knochen
marksödem.
Die Gesundheit der Beschwerdeführerin
sei
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit schon vor dem Unfall in stummer oder manifester Weise
beeinträchtigt gewesen. Die am 3. September
2018 bildgebend dargestellte
«
Leckage
lunotriquetral
,
wahrscheinlich im membranösen Abschnitt
»
,
sei
nach derzeitige
m
medizinischen Wissenstand mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine pathologische Veränderung
(Urk. 8/37 S. 3)
, die
bereits vor dem Ereignis vorhanden
gewesen sei
. Zu diskutieren
sei
, ob die Leckage methodenbedingt entstanden
sei
,
da die
lunotriquetrale
Leckage exakt der Nade
l
position bei der Injektion des Kontrastmittels
entspreche
und eine Membranperforation auch bei lege
artis
durchgeführter Funktion möglich
sei (Urk. 8/37 S. 3 f.).
Das Ereignis, eine Zerrung,
sei
nicht überwiegend wahrscheinlich geeignet
, diese Pathologie herbei
zuführen.
Zur Stellungnahme von Dr.
C._
sei zu erwähnen, dass diesem bis anhin das
Arthro
-MRI vom 3. September 2018 nicht zur Verfügung gestanden
habe
. I
n diesem initialen MRI
seien
keine pathologischen Strukturen im Bereich des Diskus
triangularis
und seinen Begleitstrukturen, welche eine Diskusläsion
begründen könnten, bildgebend dargestellt gewesen seien.
Der
Status quo sine nach
Zerrung
sei
nach
vier bis sechs
Wochen erreicht
(Urk. 8/37 S. 4)
.
3.4
Dem Operationsbericht vom 19. September 2019 ist zu entnehmen, dass
Dr.
C._
bei der Beschwerdeführerin gleichentags eine Handgelenksarthroskopie mit Resektion
der
TFCC-
Rissbildung des linken Handgelenks
durchführte (Urk. 8/47 S. 2). Dazu
erklärte
er, die TFCC-Verletzung imponiere nicht wie eine degenerativ bedingte Ausdünnung, da letztere zentral im TFCC zu erwarten gewesen wäre und in diesem Fall die Läsion radial vorliege. Somit sei von einer traumatischen, knapp nicht
transmuralen
Läsion auszugehen (Urk. 8/47 S. 3).
3.5
Am 18. Dezember 2019 nahm der Kreisarzt eine weitere Aktenbeurteilung vor. Darin bestätigte er seine
Einschätzung
vom 16. September 201
9.
Zur Begründung hielt er fest,
i
nsbesondere der Operationsbericht bestätige ein Verschleissleiden im Bereich des TFCC. Die beschriebene maximale Ausdünnung spreche für ein abgenütztes TFCC, ebenso die
Begleitsynovitis
/Schleimhautentzündung, eine kör
per
eigene Reaktion auf einen degenerativen Prozess. Ein unauffälliger Hook-Test und ein fehlendes Trampolinzeichen
seien
nach derzeitigem medizinischen Wissensstand ein expliziter Hinweis auf das Fehlen eines Ereignisses, welches zu einer unfallkausalen Schädigung des TFCC geführt habe. Die intraoperative Foto
dokumentation
zeige
ein degeneratives Verschleissleiden des TFCC. Mehr als ein Jahr nach dem Ereignis könnten im Operationssitus keine überwiegend wahr
scheinlichen Unfallfolgen bildgebend
oder im Operationsbericht
nachgewiesen werden
(Urk. 8/66 S. 3). Die sofort aufgetretenen Schmerzen im Handgelenks
be
reich stünden im Einklang mit den sofort auftretenden Schmerzen bei Zerrungen und Prellungen (Urk. 8/66 S. 4).
3.6
Mit Stellungnahme vom 5. Februar 2020 bemerkte Dr.
C._
,
i
n der Beurteilung des TFCC könnten MRI-Untersuchungen durch sogenannte Ventileffekte teilweise falsch negativ sein
und die klinischen Tests hätten auf eine Läsion des TFCC hingewiesen
.
Daher habe er trotz des ihm vorliegenden ersten MRI ein
zweites
MRI durchführen lassen. Hierbei habe sich eine radialsei
tige Ausdünnung gezeigt
(Urk. 3/4 S. 1).
Die Beurteilung des Kreisarztes vom 18. Dezember 2019, wonach die Bildgebung ein degeneratives Verschleissleiden zeige, entspreche nicht den Tatsachen, insbesondere, da die Bilder teilweise den Zustand nach
arthrosko
pi
schem
Débridement
zeigten
,
mit noch sichtbaren Schleifspuren der Instrumente.
Ebenso
widerspreche
die Aussage, dass ein unauffälliger Hook-Test und ein feh
lendes Trampolinzeichen eine unfallkausale Schädigung des TFCC ausschliesse
n
würden
, dem Wissensstand. Bezüglich der
synovitischen
Veränderungen sei festzuhalten, dass bei Verletzungen des Handgelenks und weiterer Belastung eine
Synovitis
im Sinne eines Reizzustandes auftrete und eine Rückfolgerung auf eine
degenerative oder unfallkausale Ursache nicht möglich sei. Eine Ausdünnung
des TFCC per se sei ein degeneratives Leiden. Bei gleichzeitigen narbigen Verände
rungen fokal und nicht generalisierten Veränderungen spreche dies vorliegend für eine Unfallfolge. Bei den Arthroskopie-Bildern st
elle sich die Verletzung
auf Bild 8
mit einliegendem Tasthaken dar
. Die Bilder 9 und 10
zeigten
den Status nach Resektion des Risses
(Urk. 3/4 S. 2).
3.7
Mit erneuter Stellungnahme vom 10. März 2020 führte der Kreisarzt aus, der Ventilef
fekt sei ein bekanntes Phänomen.
I
n
zwei
aufeinanderfolgenden Unter
suchungen hätten jedoch keine
Risse im Diskus dargestellt werden können.
In der Zusammenschau mit dem intraoperativen Befund, der ein Jahr später erhoben worden sei, l
a
sse sich dies schlüssig erklären.
Intraoperativ sei eine maximale Ausdünnung mit Rissbildung gefunden worden. Es sei mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit davon auszugehen, dass sich die Rissbildung im Verlauf eines Jahres durch das Fortschreiten der Degeneration des stark ausgedünnten Diskus
triangularis
entwickelt habe.
Eine bildgebend dargestellte Ausdünnung des TFCC entspreche nach derzeitigem medizinischen Wissensstand einer Degeneration des TFCC (Urk. 7/1 S. 3).
Es lägen zwei voneinander unabhängige
Bildgebungen vor, welche beide eine Rissbildung am TFCC ausschl
ö
ssen.
Der Befund des Instituts für Radiologie vom 8. November 2018 beschreibe bereits zu diesem Zeitpunkt eine Ausdünnung des TFCC-Komplexes und eine
Synovitis
/Gelenkschleim
haut
entzündung. Dieser Befund erkläre bereits hinreichend die geklagten Beschwer
den, also Bewegungs- und Belastungsschmerzen im Handgelenk auf der Grund
lage einer beginnenden Abnützung. Jene Strukturen, welche das TFCC stabi
lisieren würden, seien intakt, was ein Hinweis für ein fehlendes signifikantes Trauma sei. In der retrospektiven Zusammenschau aller Befunde sei vorliegend die überwiegend wahrscheinliche Diagnose eine Diskusläsion des Handgelenks Palmer 2A (Urk. 7/1 S. 4). In Kenntnis, dass die Operationsbilder 10 und 11 den Zustand nach chirurgischer Intervention darstellen würden, korrigiere er seine Einschätzung vom 18. Dezember 2019 dahingehend, dass diese nicht ein dege
neratives Vers
chleissleiden darstellen würden. Vielmehr entsprächen sie einem
chirurgisch hergestellten zentralen Substanzdefekt
, dem
Débridement
, einer Teil
resektion des TFCC entsprechend, analog zum Operationsbericht
(Urk. 7/1 S. 5 f.)
.
Die Beurteilung der Kausalität des zentralen Defekts sei gleichlautend, es handle sich mit überwiegender Wahrscheinlichkeit um einen verschleissbedingten Defekt im zentralen
,
minderdurchbluteten Teil des Diskus.
Laut Operationsbericht sei das Trampolin-Zeichen im Bereich des intakten TFCC unauffällig gewesen. Daher könne ein traumatischer Schaden nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit bejaht werden. Dies spreche eher für eine beginnende zentrale Degeneration des
Diskus (Urk. 7/1 S. 6).
Das Ereignis vom 16. Juni 2018
habe
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu einer Zerrung des linken Handgelenks geführt.
Der 15 Monate später erhobene Befund eines maximal ausgedünnten TFCC mit narbigen Veränderungen stehe nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in natürlichem Kausalzusammenhang mit dem Ereignis, da dieses zwar geeignet sei, eine Rissbildung herbeizuführen, aber nicht eine maximale Ausdünnung im Sinne einer Degeneration.
Die intraoperativ erhobene Rissbildung / narbige Verände
rung stehe möglicherweise im Zusammenhang mit dem Ereignis, der Kausal
zu
sammenhang könne aber nicht mit der notwendigen Wahrscheinlichkeit bejaht werden, da die Rissbildung im Verlauf von 15 Monaten mit gleicher Wahr
schein
lichkeit mit der natürlichen Progression der Ausdünnung in Zusammenhang stehe.
Die isolierte TFCC-Degeneration liege mit einer Wahrscheinlichkeit von bis zu 34 % vor. Somit könne aufgrund von bildgebend und intraoperativ fehlenden weiteren degenerativen Veränderungen
die isolierte Degeneration nicht ausge
schlossen werden. Die im Verlauf durchgeführte
Kortisoninjektion
sei geeignet gewesen, die Degeneration zu beschleunigen (Urk. 7/1 S. 7).
An der Beurteilung vom 18. Dezember 2019 werde festgehalten (Urk. 7/1 S. 8).
3.8
Dr.
C._
führte
mit Schreiben vom 14. April 2020
aus
, der Kreisarzt zitiere in seiner letzten Beurteilung einen Begutachtungsleitfaden von 2008, wo
nach
eine Ausdünnung des TFCC für eine Degeneration spreche. Dies treffe jedoch nur zu, wenn kein adäquates Trauma vorliege, weshalb diese Behauptung nicht stich
haltig sei. Zudem sei die These, dass die stabilisierenden Strukturen ein Hinweis für ein fehlendes signifikantes Trauma seien, nicht haltbar. Denn die stabi
lisierenden TFCC-Strukturen blieben bei den meisten Diskusverletzungen intakt und es würden lediglich bei den nicht relevanten Stabilitätsstrukturen Rissbil
dungen auftreten. Somit sei die Diagnose eine Diskusläsion am
Handgelenk
Palmer 1A
, also eine traumatische Verletzung
(Urk. 11 S. 1).
Das intraoperative Bild 8 werde als verschleissbedingter Defekt beurteilt.
Ein Jahr posttraumatisch sei eine klare bildmorphologische Zuweisung zu einem unfallbedingten Ereignis nicht mehr möglich. Ebenso sei es jedoch unzulässig, gestützt darauf auf ein überwiegend wahrscheinliches degeneratives Leiden zu schliessen.
Für die Aus
sage, dass das unauffällige Trampolinzeichen im Bereich des intakten TFCC für eine beginnende zentrale Degeneration des Diskus spreche
,
gebe es in der Lite
ratur keine Grundlage. Ferner könne eine Rissbildung mit einer partiell narbigen Heilung ein Jahr posttraumatisch im intraoperativen Befund einer maximalen Ausdünnung entsprechen
. Der Zusammenhang mit einer
Kortisoninjektion
werde in der Literatur nicht abgestützt. Zudem fehle im MRI
weiterhin
der Nachweis von weiteren degenerativen Veränderungen (Urk. 11 S. 2).
3.9
Mit Stellungnahme vom 2. Juni 2020 hielt der Kreisarzt mit Bezug auf die Aus
führung
en
von Dr.
C._
fest
, ein adäquates Trauma sei nur
bei einer bildge
benden Pathologie kausal. Ein überwiegend wahrscheinlicher natürlicher Kausal
zusammenhang zwischen dem geschilderten Ereignis und der im Verlauf behan
delten Pathologie l
a
sse sich nicht herstellen.
Die Aussage von Dr.
C._
, wonach die TFCC-stabilisierenden Strukturen bei den meisten traumatischen Diskusver
letzungen intakt blieben, entspreche nicht der anerkannten wissenschaftlichen Lehrmeinung (Urk. 15/2 S. 3).
Des Weiteren könne in der Zusammenschau mit dem Hook-Test, dem Abtasten der Ränder des Komplexes, ein Rückschluss auf die Ursache der Läsion gemacht werden.
Bei positivem Hook-Test könne mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass eine zusät
z
liche Bandläsion vorliege, die unfallkausal sei.
Eine solche sei vorliegend nicht vorhanden gewesen. Die intraoperative Bildgebung und der Operationsbefund
stützten
die bisherige Beurteilung, wonach überwiegend wahrscheinlich keine traumatische Läsion des TFCC vorliege
(Urk. 15 S. 4).
Die Wahrscheinlichkeit, dass ein isoliertes degeneratives Verschleissleiden im TFCC vorliege, betrage 22 % und könne somit nicht ausgeschlossen werden.
Die Aussage, wonach eine Riss
bildung mit einer partiellen narbigen Heilung ein Jahr posttraumatisch
im intra
operativen Befund einer maximalen Ausdünnung entsprechen könne, erfülle nicht
die notwenige Wahrscheinlichkeit
, um die Unfallkausalität zu bejahen. An den bisherigen Beurteilungen werde vollumfänglich festgehalten (Urk. 15/2 S. 5).
4.
4.1
Zu prüfen ist, ob die von der Beschwerdeführerin über den 3
1.
Juli 2019 hinaus geklagten Handgelenksbeschwerden links in einem natürlichen Kausalzusam
men
hang zum Unfall vom 1
6.
Juni 2018 stehen.
W
ie
die
Beschwer
degegnerin
richtig erwog, legte Kreisarzt
Dr.
B._
über
zeu
gend und nachvollziehbar dar, dass die anhaltenden Beschwerden nicht auf das Ereignis vom 1
6.
Juni 2018 zurückzuführen sind. Er begründete dies damit, dass
es sich
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
um ein degeneratives Verschleiss
leiden des linken Handgelenks
, den triangulären
fibrokartilaginären
Komplex (TFCC) betreffend
handle
(
Urk.
7/1 S. 8).
D
er Unfall
habe
lediglich zu einer Zerrung
des linken Handgelenks
geführt
(
Urk.
7/1 S. 7), das Ereignis - die Be
schwerdeführerin trug eine schwere Kiste, welche ihr aus der Hand rutschte und auf die linke Hand fiel - sei nur möglich kausal zur bildgebend dargestellten Pathologie. Ein überwiegend wahrscheinlicher natürlicher Kausalzusammenhang zwischen dem geschilderten Ereignis und der im Verlauf behandelten Pathologie
lasse sich nicht herstellen (
Urk.
15/2 S. 3).
D
er Status quo sine
sei
vier bis sechs Wochen nach dem Ereignis vom 16. Juni 2018
erreich
t
gewesen
(
Urk. 8/37 S. 4,
Urk. 7/1 S. 8).
4.2
Was
die Beschwerdeführerin
gestützt auf die Stellungnahmen
Dr.
C._
s
dagegen
vorbringt,
überzeugt nicht.
D
r.
C._
musste
in seiner Stellungnahme vom 14. April
2020
,
mit Blick auf
die Beurteilung der
Dis
k
usläsion am
Handgelenk als verschleissbedingten Defekt
durch den Kreisarzt
(vgl.
Urk.
7/1 S. 4 ff.)
selbst
einräumen
, dass eine klare bildmorphologische Zuweisung zu einem unfallbe
dingten Ereignis ein Jahr posttraumatisch nicht mehr möglich sei (Urk. 11 S. 2).
Seine Aussage, es sei ebenfalls unzulässig, mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf
ein degeneratives Leiden zu schliessen, greift zu kurz. Denn der
natürliche Kausalzusammenhang zwischen
einem schädigenden Ereignis und einer gesund
heitlichen Störung
muss mit dem
nach dem im Sozialversicherungsrecht
üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit
feststehen.
Die blosse
Möglich
keit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht
(vgl. E. 1.
2
hiervor).
Gegen eine unfallbedingte Verursachung
der festge
stellten Dis
k
usläsion
und den damit im Zusammenhang stehenden
Handgelenks
beschwerden
spricht ferner
, wie der Kreisarzt zu Recht festhielt, der Umstand
,
dass
in zwei voneinander unabhängigen
externen
MRI
-Untersu
chun
gen
keine Hinweise auf eine Rissbildung am TFCC gefunden werden k
o
nn
t
en
(Urk. 7/1 S. 4
).
Bei diesen Untersuchungen
stellte
sich das linke Handgelenk
nämlich
regelrecht dar (Urk. 8/13 S. 2) und
es war
von einer leichten
Periten
dinitis
der ECU-Sehne die Rede (Urk. 8/12 S. 2).
Der Kreisarzt wies ferner
darauf hin, dass die – bild
gebend nachgewiesene – Ausdünnung des TFCC für eine Dege
neration spreche
und die den TFCC stabilisierenden Strukturen intakt waren, was
als Hinweis für ein fehlendes signifikantes Trauma zu werten sei
(Urk. 7/1 S. 3
f.
).
Inwiefern das Trauma (Tragen einer schweren Kiste und Abrutschen mit
Verdreh
trauma
des Handgelenks) einen geeigneten Unfallhergang für die angegebenen Beschwerden darstellen sollte,
erläuterte
Dr.
C._
nicht näher (Urk. 3/4 S. 2).
Ausserdem wies der Kreisarzt
zu Recht
darauf hin, dass Dr.
C._
seine Aussage, wonach diese Strukturen bei den meisten traumatischen Diskusverletzungen intakt seien, wissenschaftlich nicht näher begründete
respektive der von kreis
ärztlicher Seite
zitierten aktuellen wissenschaftlichen Studie keine andere ent
gegenhielt
(Urk. 15/2
S. 3, Urk. 11 S. 1).
Insbesondere die in der
zitierten
Studie als «lappenförmiger Riss» definierte Verletzung fand
sich im Operationsbefund
jedenfalls nicht.
Dort wurde dieser
als Rissbildung mit deutlicher
synovitischer
Veränderung in der Tiefe beschrieben (Urk. 15/2 S. 4, Urk. 8/47 S. 2).
Auch der Umstand, dass die
MRI
-Befunde keine Nachweise auf weitere degenerative Verän
derungen zeigten,
vermag daran nichts zu ändern. Denn gemäss der kreisärzt
lichen Ausführung kann eine isolierte Degeneration immerhin mit einer Wahr
scheinlichkeit von bis zu 22-34 % vorliegen und daher
auch bei
bildgebend und intraoperativ fehlenden weiteren degenerativen Veränderungen nicht ausge
schlossen werden (Urk. 7/1 S. 7, Urk. 15/2 S. 5). Dem widersprach Dr.
C._
nicht (vgl. Urk. 11 S. 2).
Inwiefern die Aussagen
des Kreisarztes
zum
Trampolin-Test
widersprüchlich sein sollen, wurde nicht nachvollziehbar begründet
(Urk. 10 S. 4)
.
Wie es sich damit verhält, muss aber nicht weiter geprüft werden, da der Tram
polin-Test
gemäss Operationsbericht ohnehin unauffällig
war
(Urk. 8/47 S. 2).
4.3
Zusammenfassend ist die Beurteilung von Dr.
C._
nicht geeignet,
auch nur geringe Zweifel an der ausführlich und überzeugend begründeten
kreisärztliche
n
Einschätzung zu
wecken
.
Dabei
ist
auch
der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, dass behandelnde Haus- und Fachärzte mitunter im Hinblick auf ihre Vertrauensstellung im Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5; 125 V 351 E. 3b/cc).
Nach dem Gesagten
ist
gestützt auf die schlüssige Beurteilung des Kreisarztes
erstellt
, dass das Ereignis vom 16. Juni 2018
mit
einer Zerrung des linken Handgelenks
lediglich zu einer vorüber
ge
henden Verschlimmerung eines vorbestehenden Zustands
gefüh
rt hat
, wobei
der Status quo sine
spätestens Ende Jul
i 201
9
erreicht w
ar.
Demgegenüber ist davon auszugehen, dass die
über den 3
1.
Juli 2019 anhaltenden Handgelenks
be
schwer
den links
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht auf das Ereignis vom 1
6.
Juni 2018 zurückzuführen
,
sondern degenerativer Natur sind
. Die Beschwer
degegnerin stellte
ihre
Leistungen daher zu Recht per 31. Juli 2019 ein
.
Damit erweist sich die Beschwerde als unbegründet, weshalb sie abzuweisen ist.