Decision ID: 688cdb98-6a56-54dd-8202-8b0d0ef55f75
Year: 2016
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ war seit dem 1. Januar 2007 als Kaufmännischer Bankangestellter bzw.
Informatiker (UV-act. 53, S. 3) bei B._ angestellt und dadurch bei der SWICA
Versicherungen AG (nachfolgend: SWICA) obligatorisch gegen die Folgen von Berufs-
und Nichtberufsunfällen sowie von Berufskrankheiten versichert. Im Rahmen eines
Fahrtrainings stürzte der Versicherte am 1. August 2009 mit seinem Motorrad und
verletzte sich am Thorax, linken Handgelenk und an der Halswirbelsäule. Die
medizinische Erstbehandlung bis zum 6. August 2009 erfolgte im C._ (Unfallmeldung
vom 3. August 2009, UV-act. 1; vgl. auch UV-act. 12 und UV-act. 21). Vom 11. August
bis 9. September 2009 befand sich der Versicherte zur stationären Rehabilitation in der
Klinik D._. Die dort behandelnden medizinischen Fachpersonen diagnostizierten
einen Status nach Motorradunfall am 1. August 2009 mit/bei: undislozierter Fraktur
HWK 7 links, distaler intraartikulärer mehrfragmentärer Radiusfraktur links; Abriss des
Processus styloideus ulnae; Status nach Osteosynthese wahrscheinlich am 2. August
2009; Rippenfraktur rechtsseitig Medioklavikularlinie Höhe zirka 9./10. Rippe;
Commotio cerebri. Der Versicherte wurde in einem stabilen Allgemeinzustand
entlassen. Ihm wurde bis "03.1.2009" eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bescheinigt
(Austrittsbericht vom 23. September 2009, UV-act. 35). Für die Folgen des
Nichtbetriebsunfalls erbrachte die SWICA Heilbehandlungs- und Taggeldleistungen.
A.b Der Versicherte nahm seine Arbeit ab 12. Oktober 2009 wieder mit einer
Arbeitsleistung von 25% auf (UV-act. 37). Dr. med. E._, Oberärztin an der
Orthopädischen Klinik am Kantonsspital Frauenfeld, berichtete am 5. November 2009,
beim Versicherten habe sich posttraumatisch eine Frozen shoulder links bei Status
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nach Motorradunfall am 1. August 2009 entwickelt (UV-act. 52). Ab dem 14. Dezember
2009 hat er das Arbeitspensum auf 50% gesteigert (UV-act. 61, S. 2). Die an der Klinik
für Orthopädische Chirurgie am Kantonsspital St. Gallen (KSSG) behandelnden Ärzte
gaben im Bericht vom 22. Januar 2010 an, beim beschwerdefreien Versicherten könne
die Behandlung bezüglich der Halswirbelsäule abgeschlossen werden (UV-act. 72). Dr.
E._ bescheinigte dem Versicherten ab 1. März 2010 eine 75%ige Arbeitsfähigkeit.
Die Beschwerden aufgrund der Frozen shoulder seien rückläufig und die Beweglichkeit
habe sich verbessert (UV-act. 91). Im Bericht vom 27. April 2010 führte Dr. med. F._,
Allgemeine Medizin FMH, aus, der Versicherte habe mitgeteilt, er sei in seiner Aufgabe
als Teamleiter Informatiker voll arbeitsfähig und einsetzbar. Eine Einschränkung bleibe
voraussichtlich noch für die nächsten 2 bis 3 Monate in einem Teilbereich (10 bis 25%)
bestehen (UV-act. 105; vgl. auch betreffend die Arbeitsleistung die Telefonnotiz vom 1.
Juni 2010, UV-act. 108). Am 8. Juni 2010 bescheinigte Dr. E._ dem Versicherten eine
100%ige Arbeitsfähigkeit (UV-act. 110). Dr. F._ bescheinigte dem Versicherten
weiterhin eine 20%ige Arbeitsunfähigkeit (UV-act. 124; siehe auch die Telefonnotiz vom
28. September 2010, UV-act. 126).
A.c Am 4. Oktober 2010 wurde der Versicherte von Dipl. Psych. G._,
Fachpsychologe FSP für Neuropsychologie und Verkehrspsychologie, untersucht.
Dieser berichtete, es hätten sich keine Hinweise auf kognitive Leistungseinbussen im
Zusammenhang mit einer möglichen Hirnschädigung ergeben (UV-act. 131). Dr. E._
gab im Bericht vom 18. November 2010 an, die Schulterbeweglichkeit habe sich weiter
verbessert und die Behandlung werde abgeschlossen. Sie bescheinigte dem
Versicherten eine 100%ige Arbeitsfähigkeit (UV-act. 138; vgl. auch den Bericht vom 14.
Dezember 2010, UV-act. 142). Dr. F._ bescheinigte dem Versicherten ab 1. Januar
2011 ebenfalls eine 100%ige Arbeitsfähigkeit (UV-act. 143). Im Bericht vom 25.
November 2011 bestätigte er, der Versicherte sei wieder voll in den Arbeitsprozess
integriert (UV-act. 151; vgl. auch den Bericht vom 19. Juli 2012, UV-act. 155).
A.d Im Auftrag der SWICA wurde der Versicherte am 24. Oktober 2012 von Dr. med.
H._, zertifizierter medizinischer Gutachter SIM, Orthopädie I._, untersucht. In
Berücksichtigung der gesamten posttraumatischen Folgen, nämlich einer
posttraumatischen Konzentrationsschwäche, einer raschen Ermüdbarkeit als Folge der
schweren Commotio cerebri, des störenden Tinnitus, der schmerzhaften
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Muskelverspannungen als Folge der konservativ behandelten Halswirbelfraktur 7 links
und der schweren Kontusion der Schulter links sowie der Bewegungseinschränkung
am Handgelenk links, schätzte er den Integritätsschaden auf 15% (UV-act. 162). Auf
Nachfrage der SWICA vom 20. November 2012 (UV-act. 163) präzisierte Dr. H._ am
17. April 2013 indessen, die Schätzung des Integritätsschadens beziehe sich auf die
Folgen der Halswirbelfraktur VII, der schweren Kontusion der Schulter links sowie der
Verletzung des Handgelenks links. Nicht berücksichtigt worden seien die Folgen der
Commotio cerebri (laut Angaben des Versicherten Konzentrationsschwäche) sowie des
Tinnitus, die weiterer Abklärung bedürften (UV-act. 171).
A.e Am 11. Juni 2013 teilte der Versicherte mit, seine Stelle sei ihm per 31. August
2013 gekündigt worden (UV-act. 172, S. 3). Im neuropsychologischen Gutachten vom
19. Juni 2013 gab Dipl.-Psych. G._ an, die Untersuchungsergebnisse vom 16. Mai
2013 entsprächen weitgehend dem neuropsychologischen Status vom 4. Oktober
2010. Die vom Versicherten beklagten Ausfälle und Auffälligkeiten im Alltag hätten nicht
verifiziert werden können. Dipl.-Psych. G._ empfahl eine neurologische
Untersuchung, um "die Möglichkeiten verschiedener möglicher organischer Ursachen"
weiter einzugrenzen bzw. auch auszuschliessen (UV-act. 173). Eine am 18. Juli 2013 in
der Medizinischen Klinik für Neurologie und klinische Neurophysiologie am
Kantonsspital Münsterlingen durchgeführte neurologische Standortbestimmung ergab
kein fokal neurologisches Defizit. Die EEG-Untersuchung vom 31. Juli 2013 ergab keine
wesentlichen Auffälligkeiten (UV-act. 182; aus der MRI-Untersuchung vom 26. Juli
2013 ging kein Anhalt für eine Pathologie hervor, UV-act. 195). In der Anmeldung zur
stationären Behandlung des Versicherten in der Klinik J._ hielt der behandelnde
K._, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, als Diagnose einen Verdacht
auf eine Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion (ICD-10: F43.21) und
kognitiven Defiziten (DD: Erschöpfungs¬depression) fest (UV-act. 181). Dr. med. L._,
Facharzt FMH für ORL, berichtete am 20. September 2013, es habe im Jahr 2006 eine
erste Konsultation wegen eines hochfrequenten Tinnitus stattgefunden. Ein neuerlicher
Gehörtest habe einen praktisch symmetrischen Verlauf ergeben, weshalb er keinen
Zusammenhang zwischen der vom Versicherten wahrgenommenen Verstärkung des
Tinnitus und dem Unfall sehe (UV-act. 187; vgl. auch den Bericht vom 15. Dezember
2009, UV-act. 188).
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A.f Im Auftrag der SWICA erstellte Dr. med. M._, Facharzt für Neurologie FMH, am 3.
Dezember 2013 ein neurologisches Aktengutachten. Er führte darin aus, mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit könne davon ausgegangen werden, dass der Unfall
vom 1. August 2009 keine hirnorganisch abstützbaren/strukturellen Veränderungen des
Gehirns hinterlassen habe. Insoweit könne nach klinischen Gesichtspunkten von einer
stattgehabten leichten traumatischen Hirnverletzung (MTBI) gesprochen werden. Die
Prognose einer MTBI sei definitionsgemäss günstig und es könne nach aktuellem
medizinischem Kenntnisstand mit einer vollständigen Ausheilung spätestens innerhalb
eines Jahres nach dem Ereignis gerechnet werden. Die vom Versicherten weiterhin
geklagten unspezifischen neuropsychologischen Beschwerden seien organisch nicht
nachweisbar und könnten mit der dokumentierten depressiven Symptomatik,
Schmerzen und weiteren psychosozialen Faktoren erklärt werden. Die im Standard-
EEG vom 31. Juli 2013 beschriebenen "intermittierenden Funktionsstörungen fronto-
temporal links" seien unspezifisch und könnten vor dem Hintergrund der unauffälligen
zerebralen Bildgebung (MRI vom 26. Juli 2013) auch nicht im Zusammenhang mit dem
Unfall vom 1. August 2009 gesehen werden (UV-act. 199).
A.g Am 9. Dezember 2013 verfügte die SWICA den Fallabschluss per 29. Oktober
2012 (Einstellung der Taggeld- und Heilbehandlungsleistungen) und sprach dem
Versicherten für eine 15%ige Integritätseinbusse eine Integritätsentschädigung im
Betrag von Fr. 18'900.-- zu (UV-act. 200). Dagegen erhob der Versicherte am 16.
Dezember 2013 Einsprache. Er beantragte, die Heilbehandlungs- und
Taggeldleistungen seien weiterhin auszurichten. Die Höhe der Integritätsentschädigung
sei auf 20%, eventualiter auf 25% festzulegen. Eventualiter sei ein bidisziplinäres,
allenfalls multidisziplinäres Gutachten in Auftrag zu geben (UV-act. 203).
A.h Im Auftrag des Krankentaggeldversicherers (SWICA Krankenversicherung AG)
wurde der Versicherte neurologisch, neuropsychologisch und psychiatrisch im X._
begutachtet (zu den Zusatzfragen der SWICA siehe hierzu UV-act. 206). Die
psychiatrische Gutachterin diagnostizierte eine leichte bis mittelgradige depressive
Episode (ICD-10: F32.1). Für die angestammte Tätigkeit bescheinigte sie eine 80%ige
Arbeitsfähigkeit. Aus psychiatrischer Sicht stelle der Unfall vom 1. August 2009 keine
(Mit-)Ursache der gesundheitlichen Störung dar (psychiatrisches Teilgutachten vom 11.
April 2014, UV-act. 207). Im neurologischen Gutachten vom "22. April 2014", stellte der
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neurologische Gutachter folgende Diagnosen: subjektive Konzentrations- und
Gedächtnisstörungen ohne nachvollziehbares organpathologisches Korrelat in der
neurologischen Untersuchung, im MRI Schädel und im Elektroenzephalogramm;
chronische Spannungskopfschmerzen, möglicherweise verstärkt durch
Schmerzmittelgebrauch. Aus neurologischer Sicht bestehe keine Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit (UV-act. 208). Die neuropsychologischen Experten diagnostizierten mit
Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit eine minimale bis leichte neuropsychologische Störung
(ICD-10: F07.8). Für die angestammte Tätigkeit bescheinigten sie eine 10%ige
Leistungsminderung. Die Ätiologie der erhobenen neuropsychologischen
Funktionsstörung sei unklar. Im EEG sei eine intermittierende Verlangsamung berichtet
worden. Diese sei aber nicht hinreichend, um die vom Versicherten beklagten
Symptome wie auch einen ätiopathogenetischen Zusammenhang zum Unfall zu
erklären. Es müssten auch intrapsychische Faktoren in Betracht gezogen werden
(neuropsychologisches Gutachten vom 13. Mai 2014, UV-act. 208).
A.i Mit Einspracheentscheid vom 24. Juli 2014 wies die SWICA die Einsprache des
Versicherten ab (UV-act. 209).
B.
B.a Gegen den Einspracheentscheid vom 24. Juli 2014 richtet sich die vorliegende
Beschwerde vom 12. September 2014. Der Beschwerdeführer beantragte darin, die
Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, weiterhin Heilkosten- und Taggeldleistungen
auszurichten. Die Höhe der Integritätsentschädigung sei auf 20%, eventualiter auf 25%
festzulegen; unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Zur Begründung brachte er im
Wesentlichen vor, die Beurteilung von Dr. M._ sei nicht beweiskräftig und es
bestünden noch Unfallfolgen, die weiterhin einen Anspruch auf Heilbehandlung und
Taggeldleistung gegenüber der Beschwerdegegnerin begründeten. Bei der Schätzung
des Integritätsschadens seien die möglichen Spätfolgen im Hand- und Schultergelenk
sowie der bestehende Hirnschaden nicht berücksichtigt worden. Des Weiteren wies er
darauf hin, dass er zur Zeit von der Invalidenversicherung als Bauführer eingeschult
werde. Da somit weder sein Rentenanspruch noch seine bleibende Restarbeitsfähigkeit
endgültig beurteilt werden könnten, sei der Fallabschluss zu früh erfolgt (act. G 1).
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B.b In der Beschwerdeantwort vom 14. Oktober 2014 beantragte die
Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Aus ihrer Sicht bestünden keine
Unfallfolgen mehr, die einen Anspruch auf Heilbehandlung oder Taggeldleistungen
begründeten. Eine Erhöhung des Integritätsschadens sei nicht gerechtfertigt. Der
Sachverhalt sei medizinisch hinreichend abgeklärt worden (act. G 3).
B.c Der Beschwerdeführer hielt in der Replik vom 11. November 2014 unverändert an
den gestellten Rechtsbegehren fest. Ergänzend teilte er mit, dass er von einem
"SWICA-Arzt" betreffend Schmerzen am Handgelenk bei einem Spezialisten
angemeldet worden sei (act. G 5 und G 5.1).
B.d Die Beschwerdegegnerin hat die Frist für eine allfällige Duplik unbenützt
verstreichen lassen (act. G 7).

Erwägungen
1.
Anfechtungs- (UV-act. 209; vgl. auch den Gegenstand der Verfügung vom 9. Dezember
2013, UV-act. 200) und Streitgegenstand (act. G 1; vgl. auch die Rechtsbegehren der
Einsprache vom 16. Dezember 2013, UV-act. 203) bilden die Ansprüche des
Beschwerdeführers auf Heilbehandlung (Art. 10 des Bundesgesetzes über die
Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]), Taggeldleistungen (Art. 16 f. UVG) und eine
Integritätsentschädigung (Art. 24 f. UVG).
2.
Nach Art. 6 Abs. 1 UVG werden Leistungen der Unfallversicherung bei Berufsunfällen,
Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes
bestimmt. Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt zunächst voraus, dass
zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein natürlicher
Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinn des natürlichen
Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der
eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht
zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Die Leistungspflicht des
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Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und
dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausalzusammenhang besteht (BGE 129 V
181 E. 3.1 f.).
3.
Als erstes ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf Heilbehandlung und
Taggeldleistungen über den 29. Oktober 2012 hinaus zu prüfen.
3.1 Eine verunfallte Person hat Anspruch auf Heilbehandlung (Art. 10 UVG), solange
von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung eine namhafte Besserung des
Gesundheitszustands erwartet werden kann; mit dem Fallabschluss fallen die
vorübergehenden Leistungen in Form von Heilbehandlung und Taggeld dahin (vgl. Art.
19 Abs. 1 UVG; Urteile des Bundesgerichts vom 19. März 2014, 8C_691/2013, E. 7.1
mit Hinweisen und vom 14. Dezember 2012, 8C_453/2012, E. 3.1). Ob eine namhafte
Besserung noch möglich ist, bestimmt sich insbesondere nach Massgabe der zu
erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit diese
unfallbedingt beeinträchtigt ist. Die Verwendung des Begriffs „namhaft“ in Art. 19 Abs.
1 UVG verdeutlicht, dass die durch weitere (zweckmässige) Heilbehandlung im Sinn
von Art. 10 Abs. 1 UVG erhoffte Besserung ins Gewicht fallen muss. Weder eine weit
entfernte Möglichkeit eines positiven Resultats einer Fortsetzung der ärztlichen
Behandlung noch ein von weiteren Massnahmen - wie etwa einer Badekur - zu
erwartender geringfügiger therapeutischer Fortschritt verleihen Anspruch auf deren
Durchführung. Die Einstellung der Heilbehandlung setzt nicht dass Dahinfallen jeglichen
Bedarfs an Heilbehandlung voraus (siehe zum Ganzen das Urteil des Bundesgerichts
vom 2. Mai 2014, 8C_888/2013, E. 4.2 mit Hinweisen und E. 4.2.2).
3.2 Bezüglich des HWS- und des Schulterleidens führte Dr. H._, u.a. gestützt auf
eine persönliche Untersuchung des Beschwerdeführers, nachvollziehbar aus, dass der
medizinische Endzustand erreicht sei und von weiteren Behandlungen keine namhafte
Besserung erwartet werden könne (UV-act. 162, S. 6 f.). Aus seinen Ausführungen
ergibt sich bezüglich der Verletzung des linken Handgelenks nichts, was gegen das
Erreichen des Endzustands sprechen würde (UV-act. 162 und UV-act. 171). Der
Beschwerdeführer gab hierzu im Übrigen an, "bei der Liegestütz schmerzt das
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Handgelenk noch" (E-Mail vom 14. Juni 2011, UV-act. 148). Aus der Beurteilung von
Dr. H._ geht sodann nicht hervor, dass in der HWS, Schulter oder im Handgelenk
Unfallfolgen fortbestünden, welche die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers
beeinträchtigten (UV-act. 162, S. 8). Diese Betrachtungsweise deckt sich mit
derjenigen der behandelnden medizinischen Fachpersonen, die bereits zuvor dem
Beschwerdeführer eine 100%ige Arbeitsfähigkeit bescheinigten und lediglich eine
physiotherapeutische Behandlung zur Verbesserung der Beweglichkeit empfohlen
hatten (siehe etwa die Berichte von Dr. F._ vom 19. Juli 2012, UV-act. 155, und von
Dr. E._ vom 14. Dezember 2010, UV-act. 142; vgl. bezüglich der HWS-Beschwerden
auch den Bericht des KSSG vom 22. Januar 2010, UV-act. 72). Der Beschwerdeführer
bringt nichts vor, was die diesbezüglich einhellige medizinische Aktenlage in Zweifel zu
ziehen vermag. Solche ergeben sich auch nicht aus der später ergangenen
medizinischen Aktenlage. Was die vom Beschwerdeführer in der E-Mail vom 10.
November 2014 geklagten, ca. "3 Wochen" zuvor aufgetretenen Schmerzen am
Handgelenk und die deshalb vorgesehene medizinische Abklärung anbelangt (act. G
5.1), so beschlagen diese Verhältnisse in zeitlicher Hinsicht nicht den vorliegend
massgebenden Sachverhalt, wird die richterliche Überprüfungsbefugnis doch durch
den Erlass des Einspracheentscheids - hier 24. Juli 2014 - begrenzt (vgl. hierzu Urteil
des Bundesgerichts vom 12. Juli 2011, 8C_314/2011, E. 6 mit Hinweisen). Daher
erübrigen sich Weiterungen hierzu.
3.3 Betreffend den Tinnitus hat Dr. L._ im Bericht vom 20. September 2013 anhand
eines Vergleichs mit prätraumatischen Untersuchungsergebnissen überzeugend
dargelegt, dass die vom Beschwerdeführer wahrgenommene zunehmende Intensität
nicht habe objektiviert werden können und in keinem Zusammenhang mit dem
Unfallereignis stehe. Eine Behandlung erschien ihm nicht nötig (UV-act. 187). Zudem
ergeben sich aus den Ausführungen von Dr. L._ keine Hinweise für eine
Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit durch den Tinnitus (UV-act. 187 und UV-act.
188).
3.4 Dr. N._ legte im - vom Beschwerdeführer zu Recht nicht in Frage gestellten -
psychiatrischen Teilgutachten vom 11. April 2014 ausführlich dar, dass das psychische
Leiden (leichte bis mittelgradige depressive Episode [ICD-10: F32.1]) und dessen
Auswirkungen (u.a. die subjektiven kognitiven Funktionsstörungen) keine Unfallfolge
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darstellten, sondern auf zahlreiche unfallfremde Faktoren - wie etwa die als sehr
kränkend empfundene Freistellung - zurückzuführen seien (UV-act. 207, S. 17 f. und S.
20). Bei ihrer Beurteilung berücksichtigte sie den - nicht in den Akten liegenden -
Austrittsbericht der Klinik J._ vom 3. Dezember 2013 betreffend den stationären
Aufenthalt vom 1. Oktober bis 13. November 2013 (zu dessen Inhalt siehe UV-act. 207,
S. 9 f.). Darin wurden als psychische Hauptbelastung eine Unsicherheit im Hinblick auf
die finanzielle Situation sowie eine starke Unsicherheit bezüglich der beruflichen
Möglichkeiten erwähnt. Auch aus den Ausführungen von Dr. K._ vom 19. August
2013, den der Beschwerdeführer im Nachgang zur anfangs April 2013 erfolgten
Freistellung aufgesucht hatte, ergibt sich kein Hinweis auf eine Unfallkausalität. Die von
Dr. K._ gestellte Verdachtsdiagnose einer Anpassungsstörung mit längerer
depressiver Reaktion (ICD-10: F43.21) erfolgte ferner mehr als dreieinhalb Jahre nach
dem Unfallereignis, was zusätzlich gegen eine natürliche Unfallkausalität spricht.
3.5 In neurologischer Hinsicht geht aus der diesbezüglich einhelligen medizinischen
Aktenlage keine objektivierbare Unfallfolge hervor, die einer Behandlung bedürfte,
geschweige denn zu einer Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit führte.
3.5.1 Anlässlich der neurologischen Standortbestimmung im Kantonsspital
Münsterlingen am 18. Juli 2013 zeigte sich kein fokal neurologisches Defizit (UV-act.
182). Die MRI-Untersuchung vom 26. Juli 2013 zeigte keinen Anhalt für eine
Pathologie, welche die vom Beschwerdeführer beklagte Symptomatik zu erklären
vermochte (UV-act. 195). Die EEG-Untersuchung ergab ein normofrequentes Alpha-
EEG mit intermittierender Funktions¬störung fronto-temporal links ohne Nachweis
epilepsietypischer Potentiale (EEG-Bericht vom 31. Juli 2013, UV-act. 182).
3.5.2 Im Rahmen einer Aktenbeurteilung gelangte Dr. M._ zur Auffassung, es
könne mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass der
Unfall vom 1. August 2009 keine hirnorganisch abstützbaren/strukturellen
Veränderungen des Gehirns hinterlassen habe. Die vom Beschwerdeführer weiterhin
geklagten unspezifischen neuropsychologischen Beschwerden seien organisch nicht
nachweisbar und könnten mit der dokumentierten depressiven Symptomatik,
Schmerzen und weiteren psychosozialen Faktoren - wie im letzten psychiatrischen
Bericht erwähnt - erklärt werden. Die im EEG-Bericht vom 31. Juli 2013 erwähnten
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"intermittierenden Funktionsstörungen fronto-temporal links" seien unspezifisch und
könnten vor dem Hintergrund der unauffälligen zerebralen Bildgebung auch nicht in
Zusammenhang mit dem Unfallereignis gesehen werden (neurologisches
Aktengutachten vom 3. Dezember 2013, UV-act. 199). Entgegen der Auffassung des
Beschwerdeführers erscheint die Beurteilung von Dr. M._ nicht allein schon deshalb
als mangelhaft, weil sie ohne persönliche Untersuchung des Beschwerdeführers
erfolgte (act. G 1, Rz 21). Denn ein Aktenbericht ist zulässig, wenn die Akten ein
vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Status ergeben und
diese Daten unbestritten sind; der Untersuchungsbefund muss lückenlos vorliegen,
damit der Experte imstande ist, sich aufgrund der vorhandenen Unterlagen ein
gesamthaft lückenloses Bild zu verschaffen (Urteil des Bundesgerichts vom 31. März
2009, 8C_514/2008, E. 5 mit Hinweisen). Dies war vorliegend aus neurologischer Sicht
der Fall (zu den umfassenden neurologischen Vorakten siehe vorstehende E. 3.5.1; zur
von Dr. M._ darüber hinaus berücksichtigten umfangreichen Aktenlage mit
neurologischer Relevanz siehe UV-act. 199, S. 2 ff.). Der Beschwerdeführer begründet
denn auch nicht substanziiert, weshalb die von Dr. M._ berücksichtigte
neurologische Voraktenlage ungenügend gewesen sein soll bzw. welche wesentlichen
Aspekte er ausser Acht gelassen hätte. Seine vom Beschwerdeführer bemängelte
Einschätzung, dass die geklagten unspezifischen neuropsychologischen Beschwerden
organisch nicht nachweisbar seien und mit den psychosozialen Faktoren erklärt
werden könnten (act. G 1, Rz 21; UV-act. 199, S. 5), ist mit der Voraktenlage vereinbar
(etwa mit dem neuropsychologischen Gutachten vom 19. Juni 2013, UV-act. 173; vgl.
auch vorstehende E. 3.5.1; vgl. auch die Bemerkungen von Dr. K._ zum Hintergrund
des psychischen Leidens, UV-act. 181, S. 2). Hinzu kommt, dass sich die
Schlussfolgerung von Dr. M._ mit den späteren Beurteilungen der Experten des X._
deckt (UV-act. 207 f.). Aus der beweisrechtlich unmassgeblichen "post hoc propter
hoc"-Argumentation (act. G 1, Rz 23) vermag der Beschwerdeführer nichts gegen die
Einschätzung von Dr. M._ abzuleiten (vgl. BGE 119 V 335 E. 2b/bb). Entgegen der
nicht näher begründeten Darstellung des Beschwerdeführers (act. G 1, Rz 23) geht aus
den Akten sodann hervor, dass die berufliche Rückstufung gemäss Aussagen der
ehemaligen Arbeitgeberin nicht aufgrund der Unfallfolgen, sondern der bereits vor dem
Unfallereignis wahrgenommenen Überforderung erfolgte (siehe die von Dr. K._
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fremdanamnestisch eingeholte Auskunft, UV-act. 181, S. 2, und die Angaben der
ehemaligen Arbeitgeberin in UV-act. 129, S. 2).
3.6 Offen bleiben kann, ob aus der allenfalls vorliegenden Commotio cerebri (UV-act.
173, S. 1) eine nicht objektivierbare natürlich und adäquat unfallkausale
Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit verbleibt. Denn aus der neuropsychologischen
Aktenlage (vgl. bereits die neuropsychologische Beurteilung vom 4. Oktober 2010, UV-
act. 131, sowie das neuropsychologische Gutachten vom 19. Juni 2013, UV-act. 173)
geht - wie bereits aus den neurologischen Akten (vgl. vorstehende E. 3.5) - nicht
hervor, dass im Zeitpunkt des Fallabschlusses per 29. Oktober 2012 von medizinischen
Behandlungsmassnahmen noch eine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit hätte erwartet
werden können, die der Einstellung der Heilbehandlung und der Taggelder
entgegengestanden wäre. Der Beschwerdeführer macht denn auch nichts
Gegenteiliges geltend (act. G 1 und G 5). Die im neuropsychologischen Teilgutachten
vom 13. Mai 2014 als "mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit" gestellte Diagnose einer
minimalen bis leichten neuropsychologischen Störung (ICD-10: F07.8;
neuropsychologisches Teilgutachten vom 13. Mai 2014, S. 7) lässt den per 29. Oktober
2012 angeordneten Fallabschluss nachträglich nicht als unzulässig erscheinen. Denn
die neuropsychologischen Experten vermochten die neuropsychologische Störung
nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in einen natürlichen Kausalzusammenhang
mit dem Unfall vom 1. August 2009 zu stellen, womit eine allfällige Behandlung keine
unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit beschlagen würde. Sie führten aus, die Ätiologie der
erhobenen neuropsychologischen Funktionsstörung sei unklar. Die in den Vorakten
berichtete intermittierende Verlangsamung sei nicht hinreichend, um die vom
Beschwerdeführer beklagten Symptome wie auch einen ätiopathogenetischen
Zusammenhang zum Unfall zu erklären. Da in der ersten neuropsychologischen
Untersuchung vom 4. Oktober 2010 keine Auffälligkeiten gefunden worden seien, und
insbesondere eine durchschnittliche Reaktionsgeschwindigkeit sowie eine unauffällige
Leistungsgüte in der parallelen Reizverarbeitung erhoben worden seien, müssten auch
intrapsychische Faktoren in Betracht gezogen werden (neuropsychologisches
Teilgutachten vom 13. Mai 2014, S. 7). Zu erwähnen bleibt der Vollständigkeit halber,
dass eine neuropsychologische Untersuchung nach derzeitigem Wissensstand die
Beurteilung der Kausalität eines Beschwerdebildes nicht selbstständig und
abschliessend zu klären vermag (Urteil des Bundesgerichts vom 5. Juni 2014,
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8C_137/2014, E. 5 mit Hinweisen) und die aus anderen medizinischen Fachdisziplinen
vorgenommene Einschätzung deutlich gegen eine natürliche Unfallkausalität sprechen
(vgl. vorstehende E. 3.2 ff.).
3.7 Vor diesem Hintergrund war bezogen auf die Unfallfolgen von einer Fortsetzung
der ärztlichen Behandlung spätestens ab 29. Oktober 2012 keine namhafte Besserung
mehr zu erwarten. Damit stellte die Beschwerdegegnerin die Heilbehandlungs- und
Taggeldleistungen zu Recht per 29. Oktober 2012 ein. Von weiteren Abklärungen sind
keine neuen Erkenntnisse zu erwarten, weshalb darauf zu verzichten ist (antizipierte
Beweiswürdigung, vgl. BGE 122 V 157 E. 1d).
4.
Zu beurteilen bleibt damit noch die Frage, ob aus dem Unfallereignis vom 1. August
2009 Beeinträchtigungen bestehen, die einen Anspruch auf eine
Integritätsentschädigung begründen
4.1 Gemäss Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine
angemessene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall eine dauernde
erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität erleidet.
Die Bemessung der Integritätsentschädigung richtet sich laut Art. 25 Abs. 1 UVG nach
der Schwere des Integritätsschadens. Art. 36 Abs. 1 der Verordnung über die
Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) bestimmt, dass ein Integritätsschaden als
dauernd gilt, wenn er voraussichtlich während des ganzen Lebens mindestens in
gleichem Umfang besteht; er ist erheblich, wenn die körperliche, geistige oder
psychische Integrität, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, augenfällig oder stark
beeinträchtigt wird (vgl. auch BGE 124 V 209). Voraussehbare Verschlimmerungen des
Integritätsschadens werden angemessen berücksichtigt. Revisionen sind nur im
Ausnahmefall möglich, wenn die Verschlimmerung von grosser Tragweite ist und nicht
voraussehbar war (Art. 36 Abs. 4 UVV). Eine voraussehbare Verschlimmerung liegt vor,
wenn im Zeitpunkt der Festsetzung der Integritätsentschädigung eine Verschlimmerung
als wahrscheinlich prognostiziert und damit auch geschätzt werden kann. Die blosse
Möglichkeit einer Verschlimmerung des Integritätsschadens genügt hingegen nicht.
Diese Prognose im Sinn einer fallbezogenen medizinischen Beurteilung über die
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voraussichtliche künftige Entwicklung der Gesundheitsbeeinträchtigung ist, wie die
Beurteilung der einzelnen Integritätsschäden an sich, eine Tatfrage, die der Arzt bzw.
die Ärztin zu beurteilen hat (Urteile des Bundesgerichts vom 14. Januar 2013,
8C_244/2012, E. 4.2 mit weiteren Hinweisen und vom 6. September 2010, 8C_32/2010,
E. 2.6.2 mit Hinweisen).
4.2 Gestützt auf die Einschätzung von Dr. H._ (UV-act. 162 und UV-act. 172) sprach
die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer eine Integritätsentschädigung
entsprechend einer 15%igen Einbusse zu (UV-act. 200). Der Beschwerdeführer rügt,
die gewährte Integritätsentschädigung berücksichtige die möglichen Spätfolgen
(Arthrose) nicht und sei ohne Berücksichtigung der bestehenden Hirnschäden erfolgt
(act. G 1, Rz 30, und act. G 5, Rz 6 ff.).
4.3 Wie sich aus der entsprechenden Fragestellung ergibt (UV-act. 162, Frage 3, S. 7)
bezog die Integritätsschätzung von Dr. H._ den Aspekt einer voraussehbaren
Verschlimmerung mit ein. Weder aus der entsprechenden Antwort noch aus seinen
übrigen Ausführungen ergeben sich Anhaltspunkte dafür, dass sich die von ihm
beurteilten Schäden in voraussehbarer Weise verschlechtern könnten (UV-act. 162 und
UV-act. 171). Ins Gewicht fällt sodann, dass weder aus der übrigen Aktenlage noch
den Ausführungen des Beschwerdeführers konkrete Hinweise hervorgehen, die im
massgebenden Zeitpunkt des Fallabschlusses eine wesentliche Verschlimmerung des
Integritätsschadens hätten befürchten lassen. Die nicht näher begründeten
Ausführungen des Beschwerdeführers gehen vor diesem Hintergrund nicht über eine
reine Spekulation hinaus.
4.4 Hinsichtlich der vom Beschwerdeführer geltend gemachten "Hirnschäden" (act. G
1, Rz 30) wurde bereits ausgeführt, dass solche nicht hatten objektiviert werden
können. Neurologischerseits wurde ein Hirnschaden ausgeschlossen (vgl. vorstehende
E. 3.5.1 f.). Die (erst) im neuropsychologischen Teilgutachten vom 13. Mai 2014 als "mit
Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit" gestellte Diagnose einer minimalen bis leichten
neuropsychologischen Störung (ICD-10: F07.8; neuropsychologisches Teilgutachten
vom 13. Mai 2014, S. 7) steht nicht in einem natürlichen Kausalzusammenhang mit
dem Unfallereignis (vgl. vorstehende E. 3.6). Im Übrigen ist sie nicht dauernd
vorhanden. Insbesondere beim Autofahren leidet der Beschwerdeführer nicht an
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Konzentrationsstörungen oder Müdigkeit (UV-act. 182, S. 2). Aus psychiatrischer Sicht
besteht ebenfalls kein auf das Unfallereignis zurückzuführender Schaden (vgl.
vorstehende E. 3.4). Selbst wenn im Übrigen von einem natürlich kausalen (nicht
objektivierbaren) Hirnschaden ausgegangen würde, fehlte es an einem adäquat
kausalen Integritätsschaden. Es kann offen bleiben, ob die Adäquanzprüfung gemäss
BGE 134 V 109 oder BGE 115 V 133 zu erfolgen hätte, da selbst wenn auf die für den
Beschwerdeführer günstigere Variante (BGE 134 V 109) abgestellt würde, die
Adäquanz zu verneinen wäre. Denn ausgehend von einem (höchstens) mittelschweren
Unfallereignis im engeren Sinn (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 5. Juni 2014,
8C_137/2014, E. 6.1 f.) kann die Adäquanz nur bejaht werden, wenn mindestens drei
der sieben Adäquanzkriterien in einfacher Form erfüllt sind oder eines besonders
ausgeprägt vorliegt. Dies wäre vorliegend jedoch nicht der Fall. Eine besondere
Eindrücklichkeit des Unfalls oder besonders dramatische Begleitumstände sind nicht
ersichtlich. Der Beschwerdeführer gab denn auch an, er habe den Unfall nicht als
schreckliches Ereignis in Erinnerung, sondern einfach als Unfall. Er werde auch
weiterhin Motorrad fahren und freue sich schon darauf (UV-act. 53, S. 5).
Anhaltspunkte für eine ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich
verschlimmert hätten, fehlen. Des Weiteren hatte sich der Beschwerdeführer auch nicht
fortgesetzt spezifischen, belastenden ärztlichen Behandlungen zu unterziehen. Nach
der stationären Rehabilitation in der Klinik D._ vom 11. August bis 9. September
2009 (UV-act. 35) nahm der Beschwerdeführer im Wesentlichen noch
physiotherapeutische Behandlungen in Anspruch (vgl. etwa UV-act. 105, UV-act. 142
und UV-act. 151) und unterzog sich diversen Abklärungsmassnahmen (vgl. die
Darstellung der Aktenlage in UV-act. 199, S. 2 ff.). Der Heilungsverlauf war günstig und
es traten keine erheblichen Komplikationen auf (vgl. etwa UV-act. 108, UV-act. 142 und
UV-act. 151). Der Beschwerdeführer litt nicht ununterbrochen an erheblichen
Beschwerden. Er vermochte vielmehr seine Arbeitsfähigkeit ohne relevante
Rückschläge kontinuierlich zu steigern und erreichte in seiner ursprünglichen Aufgabe
als Teamleiter Informatiker wieder eine wie vor dem Unfall bestehende Arbeitsfähigkeit
(UV-act. 105 und UV-act. 151). Eine Schwere oder besondere Art der erlittenen
Verletzungen ist in Anbetracht der medizinischen Aktenlage (UV-act. 21 und UV-act.
35) zu verneinen.
5.
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Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu
erheben (Art. 61 lit. a des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 831.0]). Ausgangsgemäss hat der
Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung.