Decision ID: bac7b62e-79d1-5720-93a7-0b8f7edbf3e0
Year: 2016
Language: de
Court: BE_VB
Chamber: BE_VB_001
Canton: BE
Region: Espace_Mittelland
Law Area: public_law

I. Sachverhalt
1. Herr E._ reichte am 24. August 2002 bei der Gemeinde Roggwil ein
Baugesuch ein für die Umnutzung der ehemaligen Ausstellungshalle an der
F._strasse 68 (heute G._strasse 1) auf Parzelle Roggwil Grundbuchblatt
Nr. H._ in einen Musikclub. Dem Baubesuch lag weder eine Berechnung der
Abstellplätze bei noch waren diese im Situationsplan nachgewiesen. Die Gemeinde nahm
in ihrem Amtsbericht vom 11. Oktober 2002 die erforderliche Berechnung selbst vor.
Aufgrund der Bruttogeschossfläche von circa 300 m2 und unter Berücksichtigung des
Korrekturfaktors für Restaurants ermittelte sie eine Bandbreite von 9 bis 21 Abstellplätzen
für Motorfahrzeuge. Das damals für das Bewilligungsverfahren zuständige
Regierungsstatthalteramt Aarwangen war der Auffassung, angesichts der geplanten
Nutzung könne die Bandbreite nicht nach den allgemeinen Regeln berechnet werden.
Anlässlich eines Bereinigungsgesprächs wurde die Bandbreite für Motorfahrzeuge deshalb
auf 127 bis 161 Abstellplätze festgelegt. Herr E._ liess daraufhin von einem
Ingenieurbüro ein Parkplatzkonzept ausarbeiten. Dieses sah eine kurzfristige und eine
mittelfristige Regelung der Parkierung vor: Gemäss kurzfristigem Parkplatzkonzept wurden
16 Abstellplätze auf der Parzelle Nr. H._, dem Musikclub, zugewiesen. Zusätzlich
standen während 23 Wochen im Jahr 30 Parkplätze auf der Parzelle Roggwil
Grundbuchblatt Nr. I._ der J._ AG (heute K._ AG) zur Verfügung.
Falls diese Parkplätze nicht ausreichten oder nicht verfügbar waren, konnten 80
Personenwagen auf der alten F._strasse (heute G._strasse) parkiert
werden. Gemäss mittelfristigem Parkplatzkonzept beabsichtigte Herr E._, die alte
Bahnparzelle auf der gegenüberliegenden Seite der alten F._strasse zu erwerben
und dort 100 Autoabstellplätze zu erstellen. Zudem war eine gemeinsame
Parkierungsanlage mit circa 125 Autoabstellplätzen für die J._ AG (heute
K._ AG) und den Musikclub auf dem Land zwischen dem altem Bahntrasse und
der SBB Neubaustrecke in Planung. Mit Gesamtentscheid vom 2. Mai 2003 erteilte das
Regierungsstatthalteramt die Baubewilligung. Darin wurde Herr E._ unter anderem
verpflichtet, eine gemeinsame Parkierungsanlage mit der J._ AG (heute
K._ AG) definitiv zu prüfen und zu realisieren.
2. Am 24. April 2012 reichte die K._ AG ein Baugesuch ein, für die Erstellung
einer Parkierungsanlage auf ihrem Grundstück Roggwil Grundbuchblatt Nr. L._ an
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der G._strasse (Land zwischen dem altem Bahntrasse und der SBB
Neubaustrecke). Am 28. Dezember 2012 reichte sie eine Projektänderung ein, die auch die
Parzelle Roggwil Grundbuchblatt Nr. M._ (ehemaliges Bahntrassee) der
C._ miteinbezog. Am 20. März 2013 erteilte die EG Roggwil der K._ AG
die Baubewilligung. Darin anerkannte sie den Parkplatzbedarf von 126 Parkplätzen
gemäss den Bedürfnissen der K._ AG für die Nutzung durch deren Kundschaft
und Mitarbeiter. Soweit sich diese Abstellplätze auf dem Grundstück der C._
befanden, wurden sie jedoch nicht grundbuchlich sichergestellt.
3. Im Mai 2012 stellte die Gemeinde fest, dass vor der Liegenschaft
G._strasse 1 (Parzelle Roggwil Grundbuchblatt Nr. H._) eine
Holzveranda gebaut wurde. Sie erliess eine Baueinstellungsverfügung und forderte die
Grundeigentümerin C._ auf, ein nachträgliches Baugesuch einzureichen. Am
13. Juli 2012 reichte Herr N._ ein Baugesuch ein für den Neubau einer
Holzveranda für die Aussenbewirtung der O._ Lounge. Das
Regierungsstatthalteramt Oberaargau liess verschiedene Mängel verbessern, holte die
erforderlichen Amts- und Fachberichte ein und führte einen Augenschein durch. In ihrer
Stellungahme vom 25. Oktober 2013 machte die Gemeinde geltend, dass sich die
Ausgangslage betreffend Parkierung seit der Gesamtbewilligung vom 2. Mail 2003
verändert habe. Es stelle sich die Frage, wie viele Parkplätze effektiv für den Betrieb der
Shisha Lounge zur Verfügung stehen würden. Das Regierungsstatthalteramt führte am 11.
Juni 2014 eine Besprechung durch. Dort einigten sich die Beteiligten auf einen
Parkplatzbedarf von 40 Autoabstellplätzen für die Shisha Lounge. Zudem wurde vereinbart,
dass die Grundeigentümerin einen Parkplatznachweis sowie ein Gesuch für die
Umnutzung des Musikclubs in eine Shisha Lounge einreiche. Am 19. Februar 2015 teilte
die Grundeigentümerin mit, sie habe sich mit der K._ AG bezüglich Zuteilung der
Parkplätze der bewilligten Parkierungsanlage auf den Parzellen Roggwil Grundbuchblatt
Nrn. M._ und L._ noch nicht definitiv geeinigt. Auf ihrem Grundstück
Roggwil Grundbuchblatt Nr. M._ habe es jedoch über 50 bewilligte Parkplätze. Am
27. März 2015 beantragte sie die Umnutzung des mit Gesamtentscheid vom 2. Mai 2003
bewilligten Musikclubs in eine Shisha-Lounge. In ihrer Stellungnahme vom 28. Mai 2015
wies die Gemeinde darauf hin, die fraglichen Parkplätze auf Parzelle Roggwil
Grundbuchblatt Nr. M._ seien für den Betrieb der K._ AG bewilligt
worden. Sie könnten deshalb nicht angerechnet werden. Am 14. Dezember 2015 teilten die
RA Nr. 110/2016/84 4
Beschwerdegegner 1 und 2 dem Regierungsstatthalteramt mit, dass sie anstelle des
ursprünglichen Baugesuchstellers in das Verfahren eintreten würden. Mit Gesamtentschied
vom 23. Mai 2016 erteilte das Regierungsstatthalteramt Oberaargau die Baubewilligung.
Es führte insbesondere aus, eine grundbuchliche Sicherstellung der Abstellplätze auf
Parzelle Nr. M._ zugunsten der K._ AG bestehe nicht. Auch wenn die
Vereinbarung unter den betroffenen Grundeigentümerinnen über die konkrete Zuteilung
der Parkplätze noch ausstehend sei, stehe fest, dass die C._ auf die Zuweisung
von mindestens 40 Parkplätzen bestehen könne. Es sei klar ersichtlich, dass auf Parzelle
Nr. M._ mindestens 40 Abstellplätze nachgewiesen werden könnten. Der
Parkplatznachweis sei deshalb erbracht.
4. Dagegen reichte die Gemeinde Roggwil am 21. Juni 2016 Beschwerde bei der Bau-,
Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern (BVE) ein. Sie beantragt die Aufhebung
des Gesamtentscheides vom 23. Mai 2016 und den Entzug der Betriebsbewilligung. Sie
macht insbesondere geltend, es seien nicht genügend Abstellplätze für Motorfahrzeuge
nachgewiesen. Es genüge nicht, dass ein Grundstück zur Regelung der Parkierung
vorhanden sei. Folglich seien die materiellen Voraussetzungen für eine Bewilligung nicht
erbracht und der Betrieb gesetzeswidrig.
5. Das Rechtsamt, das die Beschwerdeverfahren für die BVE leitet1, führte den
Schriftenwechsel durch und holte die Vorakten ein. Weder die Beschwerdegegner 1 und 2
noch die von Amtes wegen Beteiligte liessen sich vernehmen. Nach dem Schriftenwechsel
holte das Rechtsamt beim Regierungsstatthalteramt und bei der Beschwerdeführerin
weitere Akten ein. Die Parteien erhielten Gelegenheit Schlussbemerkungen einzureichen.
In ihren Schlussbemerkungen beantragte die von Amtes wegen am Verfahren Beteiligte,
die Beschwerde sei abzuweisen. Sie macht insbesondere geltend, es bestehe ein
bewilligtes Parkplatzkonzept, das trotz dem Wegfall der damals berücksichtigten Fläche
auf dem Areal der K._ AG längstens genüge, um die verlangte Parkplatzzahl
sicherzustellen.
1 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion (OrV BVE; BSG 152.221.191)
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Auf die Rechtsschriften und die Akten wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den
Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen
1. Sachurteilsvoraussetzungen
a) Der Entscheid des Regierungsstatthalters ist ein Gesamtentscheid im Sinne von
Art. 9 KoG2. Er ist gestützt auf Art. 11 Abs. 1 KoG in Verbindung mit Art. 5 Abs. 1 KoG mit
Baubeschwerde nach Art. 40 Abs. 1 BauG3 bei der BVE anfechtbar. Die BVE ist somit zur
Beurteilung der Beschwerde zuständig.
b) Zur Beschwerde befugt sind die Baugesuchsteller, die Einsprecher im Rahmen ihrer
Einsprachegründe und die zuständige Gemeindebehörde (Art. 10 KoG in Verbindung mit
Art. 40 Abs. 2 BauG). Die Beschwerdeführerin ist deshalb zur Beschwerde legitimiert.
c) Bauentscheide können innert 30 Tagen seit der Eröffnung mit Baubeschwerde bei
der BVE angefochten werden (Art. 40 Abs. 1 BauG). Auf die form- und fristgerechte
Beschwerde ist einzutreten.
2. Parkplatzerstellungspflicht
a) Umstritten ist, ob für das Bauvorhaben der Beschwerdegegner 1 und 2 genügend
Parkplätze für Motorfahrzeuge vorhanden sind. Die Beschwerdeführerin ist der Auffassung,
dieser Nachweis sei nicht erbracht. Seit 2005 seien verschiedene Betriebs- und
Überzeitbewilligungen für das Lokal erteilt worden, mit dem Verweis, dass die Auflagen des
Gesamtentscheids vom 2. Mai 2002 vorbehalten blieben. Die Grundeigentümerin sei
deshalb nach wie vor verpflichtet, genügend Abstellplätze zur Verfügung zu stellen. Die
geforderten Abstellplätze seien nie realisiert oder verbindlich nachgewiesen worden.
2 Koordinationsgesetz vom 21. März 1994 (KoG; BSG 724.1) 3 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721.0)
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b) Wird durch die Erstellung, die Erweiterung, den Umbau oder die Zweckänderung von
Bauten und Anlagen ein Parkplatzbedarf verursacht, so ist dafür auf dem Grundstück oder
in seiner Nähe eine ausreichende Anzahl von Abstellplätzen für Motorfahrzeuge, Fahrräder
und Motorfahrräder zu errichten (Art. 16 Abs. 1 BauG). Auch eine blosse Zweckänderung
oder eine Änderung des Betriebskonzepts kann vermehrten Parkplatzbedarf verursachen.
Voraussetzung ist, dass die Änderung hinsichtlich der massgeblichen Bemessungskriterien
(bspw. Fläche, Nutzungsart, Arbeitsplätze, Anzahl Besucher) relevant ist.4 Bei
Erweiterungen, Umbauten oder Zweckänderungen sind Abstellplätze nach Massgabe des
damit verursachten Mehrbedarfs zu schaffen. Solche Änderungen können von den
Behörden nur dann zum Anlass genommen werden, gleichzeitig die Behebung eines
bisherigen Defizits an Abstellplätzen zu verlangen, wenn die Voraussetzungen der
nachträglichen Parkplatzpflicht erfüllt sind.5 Das ist gemäss Art. 16 Abs. 2 BauG der Fall,
wenn die konkreten Verhältnisse die nachträgliche Anlage privater Abstellplätzen erfordern,
dies auf privatem Grund räumlich und rechtlich möglich ist und die Erstellungskosten
zumutbar sind.6 Parkplätze sind immer einer konkreten Baute oder Anlage als
Nebenanlage zuzuordnen und erfordern den Nachweis, dass ein entsprechender Bedarf
besteht. Ohne bestimmte Zuordnung dürfen keine Parkplätze erstellt werden.7 Der
Regierungsrat hat die Bemessung der ausreichenden Parkfläche in den Art. 49 ff. BauV8
festgelegt. Die Anzahl der Abstellplätze wird durch eine Bandbreite begrenzt; innerhalb
dieser Bandbreite legt die Bauherrschaft die Anzahl fest (Art. 50 Abs. 1 BauV). Die
Bandbreite umfasst insbesondere die Abstellplätze für die Motorfahrzeuge der
Beschäftigten, der Besucher und der Behinderten (Art. 50 Abs. 2 BauV).
c) In der Gesamtbewilligung vom 2. Mai 2003 für den Musikclub wurde die Bandbreite
für Motorfahrzeuge auf 127 bis 161 Abstellplätze festgelegt, da das
Regierungsstatthalteramt davon ausging, der Musikclub lasse sich keiner Kategorie
gemäss Art. 52 Abs. 1 Bst. c BauV zuordnen. Deshalb legte es die Bandbreite gestützt auf
Art. 52 Abs. 4 BauV fest. Die erforderlichen Abstellplätze wurden in einem kurz- und
mittelfristigen Parkierungskonzept nachgewiesen. Gemäss kurzfristigem Parkplatzkonzept
wurden 16 Abstellplätze auf der Parzelle Nr. H._, dem Musikclub, zugewiesen.
Zusätzlich standen während 23 Wochen im Jahr 30 Parkplätze auf der Parzelle Roggwil
4 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, 4. Aufl., Band I, Bern 2013, Art.  N. 11 5 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O., Art. 16-18 N. 13 6 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O., Art. 16-18 N. 12 7 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O., Art. 16-18 N. 11a 8 Bauverordnung vom 6. März 1985 (BauV; BSG 721.1)
RA Nr. 110/2016/84 7
Grundbuchblatt Nr. I._ zur Verfügung. Falls diese Parkplätze nicht ausreichten
oder nicht verfügbar waren, konnten 80 Personenwagen auf der alten F._strasse
(heute G._strasse) parkiert werden. Gemäss mittelfristigem Parkplatzkonzept
beabsichtigte Herr E._, die alte Bahnparzelle zu erwerben und dort 100
Autoabstellplätze zu erstellen. Zudem war eine gemeinsame Parkierungsanlage mit circa
125 Autoabstellplätzen für die J._ AG und den Musikclub auf dem Land zwischen
der alten Bahntrasse und der SBB Neubaustrecke in Planung. Offenbar ist dieses
Parkplatzkonzept bis heute noch nicht (vollumfänglich) realisiert worden. Grundsätzlich gilt
deshalb das mit Gesamtentscheid vom 2. Mai 2003 bewilligte kurzfristige Parkplatzkonzept
weiter, bis es durch ein anderes bewilligtes Parkplatzkonzept abgelöst werden kann.
Sollten in diesem Zusammenhang baurechtswidrige Zustände vorliegen, wäre ein
Verfahren zur Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands durchzuführen.
d) Mit der Gesamtbewilligung vom 2. Mai 2003 wurden dem früheren Musikclub die
erforderlichen Abstellplätze verbindlich zugeordnet. Insbesondere wurden ihm auf dem
Grundstück Roggwil Grundbuchblatt Nr. H._, auf dem er sich befand, 16
Abstellplätze zur Verfügung gestellt. Der Musikclub wurde in der Zwischenzeit in eine
Shisha Lounge umgenutzt. Gemäss Betriebskonzept handelt es sich um eine orientalische
Bar mit Musik und Alkoholausschank. Zudem werden Wasserpfeifen angeboten. Eine
nachvollziehbare Parkplatzberechnung für das neue Nutzungskonzept fehlt in den
Vorakten. Eine Bar fällt unter die Kategorie "Restaurant". Aufgrund der Geschossfläche von
circa 300 m2 und unter Berücksichtigung des massgeblichen Korrekturfaktors beträgt die
Bandbreite deshalb 9 bis 21 Abstellplätze für Motorfahrzeuge. Mit den 16
Autoabstellplätzen, die dem ehemaligen Musikclub zugeordnet wurden, kann auch der
Bedarf an Abstellplätzen für den Betrieb der Shisha Lounge abgedeckt werden. Sollte
diese Parkplätze in der Zwischenzeit ohne Bewilligung einer anderen Nutzung zugeführt
worden sein, wäre es Sache der Beschwerdeführerin, im Rahmen eines baupolizeilichen
Verfahrens für Abhilfe zu sorgen.
e) Die Beteiligten einigten sich im vorinstanzlichen Verfahren auf einen Bedarf von 40
Abstellplätzen für Motorfahrzeuge für die neue Nutzung als Shisha Lounge. Sie gingen
offenbar davon aus, dass besondere Verhältnisse im Sinn von Art. 54 BauV vorliegen, die
eine Abweichung von der Bandbreite erlauben. Begründet wird die erhebliche Abweichung
von der zulässigen Bandbreite jedoch nicht. Es ist deshalb fraglich, kann aber im Ergebnis
offengelassen werden, ob sie überhaupt gesetzeskonform ist. Unabhängig davon steht
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fest, dass sich der Parkplatzbedarf aufgrund der Umnutzung des Musikclubs in eine Shisha
Lounge massiv reduziert hat. Die Zweckänderung verursacht somit keinen Mehrbedarf an
Parkplätzen. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin müssen deshalb keine
neuen Parkplätze für Motorfahrzeuge erstellt oder nachgewiesen werden. Die Vorinstanz
hat zu Recht die Baubewilligung erteilt. Die Beschwerde ist aus diesem Grund abzuweisen.
3. Kosten
a) Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird die unterliegende Beschwerdeführerin an
sich kostenpflichtig (Art. 108 Abs. 1 VRPG9). Da sie nicht in ihren Vermögensinteressen
betroffen ist, hat sie jedoch keine Verfahrenskosten zu tragen (Art. 108 Abs. 2 VRPG).
b) Als unterliegende Partei hat die Beschwerdeführerin der Gegenpartei die
Parteikosten zu ersetzen. Gründe für eine andere Kostenverlegung sind keine ersichtlich
(Art. 108 Abs. 3 VRPG).
Die Beschwerdegegner sind nicht anwaltlich vertreten (Art. 104 Abs. 1 VRPG). Das
Verfahren war nicht aufwändig (Art. 104 Abs. 2 VRPG). Es sind den Beschwerdegegnern
deshalb weder Parteikosten noch eine Parteientschädigung oder ein Auslagenersatz
zuzuerkennen.
Die von Amtes wegen Beteiligte ist demgegenüber anwaltlich vertreten. Sie hat daher
Anspruch auf Parteikostenersatz (Art. 104 Abs. 1 VRPG). Die Kostennote ihres Anwalts
gibt zu keinen Bemerkungen Anlass. Die Beschwerdeführerin hat daher der von Amtes
wegen Beteiligten Parteikostenersatz in der Höhe von Fr. 1'392.00 zu leisten.