Decision ID: e837adc8-36a1-425d-8da4-ad56df7d0dec
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1958, gelernter
Z
eichner
für Maschinen
bau und Industriekälteanlagen
,
ab
solvierte ein
e
Ausbildung
zum
Elektroin
genieur FH und
ein Nachdiplomstudium in Betriebswirtschaftslehre
(
Urk.
8/6/5
,
Urk.
8/7/4,
Urk.
8/4
1
/
2
)
. Zuletzt war er vom 1.
Oktober 2006 bis 3
1.
Januar 2011 (letzter effektiver Arbeitstag: 1
2.
Mai 2010) für die
Firma Y._
als Ge
schäftsführer Central Europe und Delegierter des Ver
waltungsrates tätig (Urk.
8/18/1-2).
Der Versicherte
meldete sich am 2
5.
Oktober 2010 unter Hinweis auf gesundheitliche Be
ein
trächtigungen
aufgrund
eine
s
am 1
2.
Mai 2010 erlittenen
Schlaganfall
s
bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug (Rente) an (
Urk.
8/6,
Urk.
8/12).
Die IV-Stelle tätigte Abklärungen in beruflich-erwerblicher
sowie
medizinischer Hinsicht
und
teilte dem Versicherten am 6. Juni 2012 mit, dass zur Klärung der Leistungsansprüch
e eine polydisziplinäre (internisti
sche, psychiatrische, neu
ro
psychologische
,
neurologische
und
rheumatologische)
Abklärung
notwendig sei (
Urk.
8/62). Die Begutachtung fand
am 24./2
6.
September 2012
im
Institut Z._
statt
. Am
3.
Dezember 2012
erstattete
das
Institut Z._
sein Gutachten (Urk. 8/87)
.
Mit Vorbescheid vom 1
4.
Dezember 2012 stellte die IV-Stelle dem Versicherten die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht (Urk.
8/91).
Dagegen erhob
dieser
am 19. Dezember 2012 Einwand (Urk. 8/92
, mit
Einwandbegründung
vom
6.
Februar 2013 [
Urk.
8/96]
und
unter
Auflage von Stellungnahmen von behandelnden
und untersuchenden
Ärzten [Urk.
8/
99, Urk.
8/
104,
Urk.
8/107
,
Urk.
8/115
]
).
Die IV-Stelle holte die Stellung
nahme der
Z._
-Gutachter vom
3.
Juni 2013 (
Urk.
8/109) ein.
Nach
der Prüfung des Einwa
nd
s
verfügte
sie
am 2. Oktober 2013 wie vorbeschieden die Abwei
sung des Leistungsbegehrens (
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob
X._
am 3
1.
Oktober 2013 Beschwerde und beantragte, in Aufhebung der angefochtenen Verfügung vom
2.
Oktober 2013 seien ihm die gesetzlichen Leistungen gemäss dem Bundesgesetz über die Invalidenversicherung (IVG), insbesondere Eingliederungsmassnahmen,
und
mit Wirkung ab
1.
Mai 2011 eine
ganze IV-Rente zuzusprechen. E
ventualiter seien die notwendigen medizinischen
Abklärungs
massnahmen
zu veranlassen. In pro
zessualer Hinsicht beantragte er, dass ihm Gelegenheit zur Replik zu geben sei (
Urk.
1 S. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom
6.
Dezember 2013 beantragte die Beschwerdegegnerin Abweisung der Be
schwerde (Urk. 7, unter Beilage ihrer Akten [Urk. 8/1-133]).
Mit Verfügung vom
9.
Dezember 2014 wurde der Antrag
des Beschwerdeführers
auf Durchführung eines zweiten Schriftenwechsels abgewiesen und
ihm
die Be
schwerdeantwort zur Kenntnisnahme zugestellt (Urk. 9). Mit Eingabe vom 31. Dezember 2013 (
Urk.
11) reichte der Beschwerdeführer das neuro
psycho
lo
gische
Gutachten von
Dr.
phil.
A._
vom 1
8.
Dezember 2013 (
Urk.
12) ein. Die Beschwerdegegnerin erklärte mit Eingabe vom 29. Januar 2014 Verzicht auf Stellungnahme dazu (
Urk.
1
5
).
Der Beschwerdeführer reichte mit Eingabe vom 1
0.
September 2014 (
Urk.
17) Unterlagen zu seinem Arbeitsversuch
ab
1.
Mai 2014
(
Urk.
18/1-4)
ein
, wovon
d
ie
Be
schwerdegegnerin
in Kenntnis gesetzt wurde
(
Urk.
19).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
Strittig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine In
validen
rente.
Berufliche Massnahmen sind demgegenüber nicht Gegenstand der angefoch
tenen Rentenverfügung vom 2.
Oktober 2013 (Urk. 2), weshalb diese Frage im vorliegenden Verfahren nicht zu prüfen (vgl.
BGE 125 V 413 E.
1a mit weiteren Hinweisen) und auf den entsprechenden Antrag des Be
schwerdeführers (
Urk.
1 S. 2) nicht einzutreten ist.
2.
2.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 des Bundes
gesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körper
lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden aus
geglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vor
liegens einer Er
werbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein
trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
2.2
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Drei
vier
tels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
2.3
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustel
len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beur
teilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Be
richte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzu
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze ent
scheidend, ob es für die Beant
wortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychischen Fehlentwicklungen nötig ist
–
, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
ab
gegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer-Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversi
cherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutach
ten,
3.
Aufl. 1994, S. 24 f.).
3.
3.1
3.1.1
Am
Z._
-Gutachten vom
3.
Dezember 2012 (
Urk.
8/87) waren
die
Dres
. med. B._
, FMH Allgemeine Innere Medizin,
Fallführung,
E.
F._
, Fac
härztin für Rheu
matologie, C._
, FMH P
sychiatrie und Psychotherapie, D._
, Facharzt fü
r Neurologie, und
lic
. phil. E._
, Psycho
loge/Neuropsychologe
,
beteiligt (
Urk.
8/87/31). Gestützt auf die von der
Be
schwerdegegnerin
zur Ver
fügung gestellten Akten
(vgl.
Urk.
8/87/2-6)
und
all
gemeininternistische
, psychiatrische, rheumatologische, neurologische und neu
ropsychologische Untersuchungen des
Beschwerdeführers
(vgl.
Urk.
8/87/6-
26)
sowie die Schlussfolgeru
ngen des interdisziplinären Kon
sensus
(vgl.
Urk.
8/87/27-30)
stellten die
Z._
-Gutachter
die folgenden Diagnosen mit Aus
wirkungen auf die Arbeitsfähigkeit
(
Urk.
8/87/27)
:
Zustand nach kleinem
zerebellärem
Insult 2010 (ICD-10: I63) [möglicher migräneassoziierter Insult im
vertebro-basilärem
Stromgebiet links – PICA-Infarkt]
Funktions- und Belastungsdefizit rechtes Kniegelenk (ICD-10: M23.51)
mit/bei:
Status nach komplexer Kniebinnenverletzung rechts mit Ruptur des vor
deren Kreuzbandes, Zerrung des medianen Seitenbandes und Läsion des lateralen Meniskus bei Motorradunfall am 2
2.
August 2011
Status nach partieller
Meniskektomie
lateral rechts am 2
6.
August 2011
Belastungsdefizit linkes Kniegelenk (ICD-10: M25.56)
Coxarthrose
I. Grades beidseits (ICD-10: M16)
Status nach
Nukleotomie
und
Spondylodesenoperation
ventral C5-C7 am
6.
Juni 200
0
(ICD-10: M43.22)
bei leicht eingeschränkter
Hals
wirbel
säulen
(HWS)-Beweglichkeit ohne Hinw
eise für
radikuläre
Symptomatik
Als Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit bezeichneten die
Z._
-Gut
achter (
Urk.
8/87/27):
Migräne (ICD-10: G43), bekannt seit 1994
anamnestisch arterielle Hypertonie (ICD-10: I10)
fortgesetzter Nikotinkonsum, schädlicher Gebrauch (ICD-10: F17.1)
Hyperlipidämie
gemäss Unterlagen (ICD-10: E78.0)
i
ntermittierende Bewusstseinsstörung unklarer Ätiologie (ICD-10: R55)
Status nach
arthroskopischer
Refixation
des kranialen Limbus, vordere
Akromioplastik
und Resektion des AC-Gelenkes rechte Schulter am 15.
Juni 2000 (ICD-10: M75.9)
g
eneralisiertes
multilokuläres
Schmerzsyndrom (ICD-10: R52.9)
Status nach mittelgradiger depressiver Episode (ICD-10: F32.1)
3.1.2
Die
Z._
-Gutachter
hielten fest
, dass aufgrund der allgemeininternistischen Dia
gnosen weder aktuell noch zu einem früheren Zeitpunkt eine Arbeitsunfähigkeit attestiert werden könne (
Urk.
8/87/8).
3.1.3
Der Beurteilung des psychiatrischen
Z._
-Gutachters
Dr.
C._
ist zu ent
neh
men, dass der Beschwerdeführer im Frühjahr 2011 stationär psychiatrisch behandelt
worden sei
und sich seither in ambulanter psychiatrischer Behand
lung befinde (
Urk.
8/87/12-13). Es würden regelmässig Gespräche stattfinden,
eine eigentliche antidepressive Therapie werde jedoch nicht mehr durchgeführt (Urk. 8/87/13).
Eigentliche
Hinweise für kognitive Einschränkungen hätten sich nicht gefunden. Die im Mai 2011 vorhanden gewesene Depression, die zur sta
tionären Behandlung geführt habe, habe sich
weitgehendst
zurückgebildet. Zum jetzigen Zeitpunkt
seien keine eigentlichen depressiven Symptome mehr vor
handen
. Abgesehen von einer Arbeitsunfähigkeit während dem Klinikaufenthalt könne rückwirkend keine Arbeitsunfähigkeit attestiert werden
(
Urk.
8/87/13).
3.1.4
Die rheumatologische
Z._
-Gutachterin
Dr.
F._
führte aus, dass sich
für
die vom Beschwerdeführer von Seiten des Bewegungsapparates angegebenen Schmerzen und Funktionseinschränkungen nur zum Teil ein entsprechendes morphologisches Korrelat
finde
n lasse
. Der Beschwerdeführer sei zu 100
% arbeitsfähig für leichte, wechselbelastende Tätigkeiten ohne Einnahme von
wir
belsäulen
belastenden
Zwangshaltungen, ohne häufige Überkopfarbeiten, ohne Tätig
keiten in kniender oder hockender Haltung, ohne ausschliessliche Geh- und Stehbelastung, ohne häufiges Begehen
von Treppen, nicht auf unebenem Grund und nicht auf Leitern und Gerüsten. Die bis anhin ausgeübte Tätigkeit eines Geschäftsführers entspreche dem zumutbaren Leistungsprofil und sei dem Beschwerdeführer aus Sicht des Bewegungsapparates vollschichtig zumutbar
(
Urk.
8/87/18).
Mittel
schwere und kniegelenksbelastende Tätigkeiten seien dem Beschwer
deführer aufgrund der nicht operativ versorgten vorderen
Kreuz
bandruptur
mit konsekutiver Instabilität des rechten
Kniegelenks
seit August 2011
(Motorradunfall)
nicht mehr zumutbar (
Urk.
8/87/19).
3.1.5
In der neurologischen Beurteilung wird festgehalten, der Beschwerdeführer falle in der aktuellen Untersuchung durch seine betonte Langsamkeit und weit
schweifige Beschwerdeschilderung auf. In objektiver Hinsicht sei der ne
uro
lo
gische Status unauffällig. Betreffend die geklagten kognitiven Ein
schrän
kungen würden sich deutliche Inkonsistenzen ergeben, und das geschilderte Ausmass der geklagten Einschränkungen sei wenig plausibel, wenn der Beschwerdeführer zum Beispiel am Strassenverkehr teilnehme und problemlos die geografischen Besonderheiten seines Wohnortes schildern könne. Weiterhin seien diese Klagen abzugrenzen von einer wahrscheinlich mitbestehenden Sy
mptomausweitung (
Urk.
8/87/21).
3.1.6
Das neuropsychologische Testprofil zeigte gemäss
Z._
-Gutachter
lic
. phil.
E._
einen im Bereich der Intelligenz lediglich durchschnittlich
leistungsfähigen Be
schwerdeführer. Die Kopfrechenfähigkeit sei durchschnittlich und die Merk
fä
higkeit für Zahlen im Arbeitsgedächtnis sehr deutlich unterdurchschnittlich. Die gesamte Leistun
g sei für einen Absolventen der technischen Hochschule G._
und der
Hochschule H._
sehr abfallend.
Sämtliche Resultate seien ausser in den Bereichen
Wort
fluenz
,
Figuralfluenz
, planbares Vorgehen und logisches Denken sehr deut
lich unterdurchschnittlich. Für das Zustandekommen eines derart schlechten neu
ropsychologischen
Resul
t
ateprofils
könne nur eine multifaktorielle
Erklä
rung herangezogen werden. Neurologische Phänomene alleine seien für die Ent
ste
hung eines solchen Bildes äussert unwahrscheinlich. Im Weiteren zeige das Testprofil starke Verdeutlichungstendenzen. Zum Beispiel sei ein zweiter Test zur Geteilten Aufmerksamkeit deutlich besser
ausgefallen
als ein erster,
nach
dem
der Be
schwerdeführer mit der Tatsache konfrontiert
worden sei
, dass mit einem Resultat, wie das die erste Prüfung zeig
t
e, Autofahren nicht möglich wäre. Wegen den In
konsistenzen im neurologischen Testprofil könne die Arbeitsfähigkeit aus neuropsychologischer Sicht nicht
beurteilt werden
(
Urk.
8/87/26).
3.1.7
In ihrer Gesamtbeurteilung
führten
die
Z._
-Gutachter zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers
aus
,
dass aus neurologischer Sicht der Zustand nach kleinem
zerebellären
Insult 2010 die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers beeinflusse. Für die angestammte Tätigkeit, ebenso wie für jede andere geistig sehr an
spruchsvolle Tätigkeit, sei die Leistungsfähigkeit dahingehend eingeschränkt, dass bei vollzeitiger Präsenz nur eine c
a. 80%ige Leistung erwartet werden könne. Für übliche Büroarbeiten und für alle übrigen Tätigkeiten bestehe aus neurologischer Sicht eine volle Arbeitsfähigkeit.
Aus rheumatologischer Sicht bestehe ein
e uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit. Lediglich für körperlich mittelschwer oder schwer belastende Tätigkeiten be
stehe aufgrund der Diagnosen im Bereich beider Kniegelenke, beider Hüft
ge
lenke und bei Zustand nach Rückenoperationen eine Arbeitsunfähigkeit. Aus psychiatrischer und allgemein
internistischer Sicht bestehe keine Arbeitsun
fä
higkeit (
Urk.
8/87/28). Insgesamt könne somit aus polydisziplinärer
Sicht eine Arbeits- respektive
Leistungsfähigkeit von 80
%
in der angestammten Tätigkeit festgestellt werden (
Urk.
8/87/28). Diese Einschätzung gelte mit Sicherheit ab dem Zeitpunkt der Untersuchung im
Institut Z._
im September 201
2.
Eine Einschrän
kung im erwähnten Ausmass könne ab dem fraglichen ischämischen Ereignis 2010 angenommen werden (
Urk.
8/87/29).
3.2
Die Ärztinnen der
Klinik I._
berichteten am 2
1
.
Mai 2013, dass beim Beschwerdeführer seit dem 1
5.
Februar 2013 eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradig, diagnostiziert worden sei
(Urk. 8/107/2).
Er
sei im ersten Arbeitsmarkt, insbesondere in seiner angestammten Tätigkeit als CEO und Geschäftsführer, zu 70
%
arbeitsunfähig (Urk.
8/107/3).
3.3
Gemäss Austrittsbericht der
Klinik J._
vom 2
6.
August 2013, wo sich der Beschwerdeführer vom 2
2.
Juli bis 1
8.
August 2013 zur Rehabili
ta
tion aufgehalten hat
te
(
Urk.
8/122/5), ha
t
sich
bei diesem
im Rahmen der soma
tischen Vorerkrankungen eine erneute Exazerbation der psychophysischen Er
schöpfung entwickelt. Zudem seien Belastungssituationen im familiären Umfeld sowie unklare/fehlende Perspektiven zu erwähnen, die zu Unruhe, An
spannung, Ängsten und zu einem unterstützungsbedürftigen Körpervertrauen beitragen dürften (
Urk.
8/122/7).
Die
Ärzte der
Klinik J._
schrieben am 3. September 2013, dass berufliche Massnahmen aufgrund des ausgeprägten Leidensdrucks kaum durchführbar seien
.
Medizinische Massnahmen seien
ebenso wenig
indiziert (
Urk.
8/122/2).
Am 1
3.
September 2013 attestierten
s
ie dem Beschwer
deführer eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit vom 2
2.
Juli bis
1.
September 201
3.
In seinem angestammten Arbeitsumfeld sei
er
noch für län
gere Zeit arbeits
unfähig (Urk.
8/125/4).
3.4
Die Neuropsychologin
Dr.
phil.
A._
, welche den Be
schwer
deführer am 2
0.
und 2
8.
November 2013 untersuchte
(
Urk.
12 S. 1)
,
hielt in
ihrer
Beurteilung
vom 1
8.
Dezember 2013
(
Urk.
12)
im Wesentlichen
fest, dass
d
ie Befunde auf eine insgesamt leichte bis mittelschwere kognitive Funk
ti
ons
störung im Bereich
fronto-thalamischer
Strukturen mit Schwerpunkt in der
linken Hemisphäre hinweisen würden (
Urk.
12 S. 15).
Im Vordergrund der ob
jektivierbaren kognitiven Defizite stünden bei einem sonst durchschnittlichen allgemeinen kognitiven Leistungsniveau
spezifische Minderleistungen im Be
reich des Konzentrations- und Aufmerksamkeitsvermögens, insbesondere im Arbeitsgedächtnis, wo das gleichzeitige Behalten und Verarbeiten von In
for
ma
tionen gefordert sei. Deut
liche Defizite würden sich ferner in der
Infor
mations
aufnahme
, in der Merk
fähigkeit und im Lernvermögen, vor allem hin
sichtlich verbaler Inhalte
manifestieren
(Urk. 12 S. 16)
.
Aus rein neuropsycho
logischer Sicht betrage die Einschränkung der Leistungsfähigkeit des Beschwer
deführers als Geschäfts
führer beziehungsweise CEO aufgrund der objekti
vierbaren kogni
tiven Leistungsminderungen theoretisch ca. 40
%
(
Urk.
1
2
S.
19).
4.
4.
1
Beim
Z._
-Gutachten vom
3.
Dez
ember 2012 (
Urk.
8/87) waren Gutachter der
Fachrichtungen Innere Medizin, Psychiatrie, Rheumatologie, Neurologie und Neuropsychiatrie
beteiligt (
vgl.
Urk.
8/87/1), womit sich die Untersuchungen für die vorliegenden Belange als umfassend erweisen.
Die
Z._
-Gutachter
er
stellten ihr Gutachten in Kenntnis der
Vorakten
(vgl.
Urk.
8/87/2-
6)
und nah
men zu diesen
A
kten
– insbesondere zu abweichenden ärztlichen Auffassungen
–
auch im Einzelnen Stellung
(vgl. insbes.
Urk.
8/87/13,
Urk.
8/87/22, Urk. 8/87/26,
Urk.
8/87/29)
. Sie erstellten ihre Expertise nach persönlicher Un
tersuchung des Beschwerdeführers, wobei diese
r
auc
h zu seinen Beschwerden befragt
und des
sen Verhalten berücksichtigt
wurde
(vgl. insbes.
Urk.
8/87/6-7,
Urk.
8/87/8-11,
Urk.
8/87/14-16
,
Urk.
8/87/19-20,
Urk.
8/87/22-24
)
.
Der Beschwerdeführer erhebt verschiedene Einwendungen gegen
das
Z._
-Gutach
ten vom
3.
Dezember 2012 (
Urk.
8/87):
4.2
4.2.1
In psychischer Hinsicht
verweist
d
er
Beschwerdeführer
im Wesentlichen auf
die
Berichte der
behandelnden Ärztinnen der
Klinik I._
, welche von der Beurteilung der
Z._
-Gutachter abweiche
n würden
(
insbes.
Urk.
1
S. 4, S. 7-8,
S.
10, S.
12
)
,
und macht überdies geltend, dass
sich sein
psychischer Gesundheits
zu
stand
seit der Begutachtung im
Institut
Z._
(2
6.
September 2012, Urk. 8/87/8)
wieder verschlechtert habe
(
Urk.
1 S. 9, S. 15)
.
Nach der bundesgerichtlichen Recht
spre
chung kann die psychiatrische Exploration von der Natur der Sache her nicht ermessensfrei erfolgen. Der begutachtenden Person ist deshalb praktisch ein gewisser Spielraum – innerhalb dessen verschiedene medizinische Inter
preta
tio
nen möglich, zulässig und zu respektieren sind – zu gewähren, sof
ern dabei lege
artis
vorge
gangen
worden ist. Daher und unter Be
achtung der Divergenz von medi
zini
schem Behandlungs- und Abklärungsauftrag (BGE 124 I 170 E. 4) kann eine medizinische Administrativ- oder Gerichtsexpertise nicht stets in Frage gestellt und zum Anlass weiterer Abklärungen genommen werden, wenn d
ie behandelnden Ärzte zu unter
schiedlichen Einschätzungen gelangen od
er an vorgängig geäusserten ab
weichenden Auffassungen festhalten. Anders verhält es sich nur, wenn diese
objektiv feststellbare Gesichtspunkte vorbringen, welche im Rahmen der psychiatrischen Begutachtung unerkannt geblieben und geeig
net sind, zu einer abweichenden Beurteilung zu führen (vgl. Urteil des Bundes
gerichts 8C_215/2012 vom 11. Juli 2012 E. 7.4 mit weiteren Hinweisen).
Der psychiatrische
Z._
-Gutachter
Dr.
C._
berücksichtigte die beim Be
schwer
deführer im Frühling 2011
diagnostizierte
Depression, die zu einer sta
tionären Behandlung
in der
Klinik I._
gef
ührt ha
t
te
(
vgl.
Urk.
8/87/13).
Gemäss Bericht der
Klinik I._
vom 8. Mai 2012 war die depressive Symptomatik beim Beschwerdeführer im Mai 2012 allerdings
bereits
remittiert (Urk. 8/72/1, Urk. 8/72/4, vgl. auch das Schreiben der
Klinik I._
vom 2. Juli 2013 [Urk. 8/115/1]).
Mithin ergibt sich keinerlei Anlass, die über
zeu
gende Begründung von
Dr.
C._
unter Hinweis auf die
von ihm
erhoben
en Befunde
,
wonach
das Vorliegen einer Depression im Zeitpunkt
seiner
psychiat
rischen
Untersuchung vom 26. September 2012
auszuschliessen sei
(
E.
3.1.3;
Urk.
8/87/12-13), in Frage zu stellen.
Hinsichtlich der geltend gemachten Verschlechterung
des psychischen Gesund
heitszustandes
seit der
Z._
-Be
gutachtung ist dem Schreiben der
Klinik I._
vom 2
1.
Mai 2013 zu entnehmen, dass der
Beschwerdeführer
in der Zeit seit dem negativen IV-Bescheid (gemeint ist der Vorbescheid vom 14. Dezember 2012 [Urk. 8/91]) agitiert depressiv reagiert
habe
(Urk. 8/107/2).
Am 1
5.
Februar 2013 diagnostizierten die Ärztinnen der
Klinik I._
eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittel
gradig agitierte depressive Episode (Urk.
8/99
/1
).
Z._
-Gutachter Dr.
C._
hielt am
3.
Juni 2013 fest, dass sich aus der Stellungnahme der
Klinik I._
vom 1
5.
Februar 2013 aus psychia
trischer Sicht keine neuen Gesichtspunkte ergeben würden (Urk. 8/109/2). Gemäss der
Klinik I._
dauerte die zweite de
pressive Episode von Dezember 201
2
bis Mai 2013 (Urk. 8/115/2).
Ferner wur
de
n
von der
Klinik I._
am 1
5.
Februar 2013
akzentuierte
Persönlich
keitszüge
vom narzisstischen und
histrionischen
Typ (ICD-10: Z73.1)
und
am 2
1.
Mai 2013 als Differentialdiagnose eine kombinierte Persönlichkeitsstörung vom narzisstischen und
histrionischen
Typ (ICD-10: F62.0)
diag
nostiziert (
Urk.
8/99
/1
,
Urk.
8/107
/1
).
Nach der Rechtsprechung des Bundes
ge
richts fallen die unter Z-Kodierung
erfassten Belastungen als solche
indes
nicht unter den Begriff des rechtser
heblichen Gesundheitsschadens
(SVR 2008
IV
Nr.
15
S.
45
E.
2.2.2.2) und auch die Differentialdiagnose
Persönlichkeitsstörung
vermag vor
liegend
keine Zweifel an der Beurteilung von
Z._
-Gutachter
Dr.
C._
zu begründen
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_47/2014 vom
1.
April 2014 E.
2.1.2).
Es ist mithin nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin nicht von einer dauer
haften wesentlichen Ver
schlechterung des psychischen Gesund
heitszustandes
seit der Begutachtung im
Institut Z._
aus
gegangen ist und weiterhin auf das
Z._
-Gutachten vom
3.
Dezember 2012 (
Urk.
8/87) abgestellt hat.
Die vom
Z._
-Gutachten abweichende Einschätzung der Ärztinnen der
Klinik I._
lässt sich schliesslich auch mit dem Unterschied zwischen Begutachtungs- und
Therapie
auftrag
erklären (
BGE 124 I 170
E. 4
; Urteil des Bundesgerichts 9C_258/2014 vom
3.
September 2014 E.
5.2
).
4.2
.2
Der Beschwerdeführer nimmt ferner auf die Berichte der Neurologen Prof. Dr. med.
K._
, FMH Neurologie, vom 1
2.
April 2012 (Urk. 8/60) und Dr. med.
L._
, Neurologie FMH
, vom
7.
April 2013
(Urk. 8/104
/4-6
)
Bezug
. Er
stellt sich auf den Standpunkt, dass die kogni
tiven Störungen auf den Hirninfarkt vom 1
2.
Mai 2010 zurückzuführen seien
und weist darauf hin, dass gemäss
Dr.
L._
seine Arbeitsfähigkeit höchs
tens 30
%
betrage
(
Urk.
1 S. 7
, S. 9
).
Prof.
Dr.
K._
ging dabei
von kog
nitiven Störungen nach einem Kleinhirninfarkt aus
(
Urk.
7/60/3-4)
. Dies begründet
e
er indes nicht mit den von ihm erhobenen
neurologischen
Befunden sondern da
mit, dass die vom Beschwerdeführer geschilderten, nach dem Schlag
anfall vom 1
2.
Mai 2010 aufgetretenen, kognitiven Symptome glaubwürdig
seien
und den in der Literatur berichteten Symptomen entsprechen würden (
Urk.
7/60/4
).
Dipl.-Psych.
M._
, Psychologin FSP,
welche den Beschwerdeführer bereits am 2
1.
Dezember 2010,
7.
und 1
2.
Januar 2011 untersucht
hatte
(
Urk.
8/23/18),
hielt
allerdings
dafür, dass aus neuropsycholo
gischer Sicht die objektivierten Befunde (Beeinträchtigungen in den Bereichen verbal-episodisches Gedächtnis,
Merk
spanne
, Arbeitsgedächtnis sowie in der exekutiven Teilfunktion
Planungsfähig
keit
) nur in einem sehr beschränkten Ausmass auf den stattgehabten PICA-In
farkt zurückführbar seien
, sondern viel mehr das Vorliegen einer psychischen Komponente zu vermuten sei
(Urk. 8/23/22).
Dr.
L._
untersuchte den Beschwerdeführer am
4.
April 2013 und
stellte
die
Verdachts
diagnose
Reversibles
Cerebrales
Vasokonstrikti
ons-Syndrom (RCVS), welches mit grösster Wahrscheinlichkeit die Ursache des Insults und der aktuellen Symptome sei (
Urk.
8/104/4).
Sie
führt
e
aus, dass als Residuen des Insults
eine Ataxie, eine leichte Parese des linken Armes und Bei
nes und eine
Feinmotorikstörung
nachweisbar seien
(
Urk.
8/104/5). Auf die Vorberichte, ins
besondere
auf die
im Bericht von
Dr.
med.
N._
, Neurologie FMH,
be
schriebene funktionelle Überlagerung (
Urk.
8/23/15
)
,
und die unauf
fälligen
B
efunde
bei der klinischen Untersuchung durch den neurolo
gischen
Z._
-
Gutachter
Dr.
D._
(Urk.
8/87/20
-21
) g
ing
Dr.
L._
allerdings nicht ein.
Zwar erwähnt
e
Dr.
L._
vier Synkopen seit November 2012 (Urk.
8/104/4)
. E
ntgegen der Auffassung des Beschwerdeführers (
Urk.
1 S.
13
) spr
ach
sie aber nicht von einer
Verschlechterung des
neurologischen
Gesund
heitszustandes
seit der Begutachtung im
Institut Z._
. Es kommt hinzu, dass den Akten zu entnehmen ist, dass der Beschwerdeführer bereits seit seiner Kindheit an Anfällen mit plötz
lichem, kurz
zeitigem Bewusst
s
einsverlust mit Verwirrtheit, Kopfschmerzen usw. leidet (insbes.
Urk.
8/60/4). Ferner ist von u
nklare
n
Bewusstseinsstörungen
die Rede
, die nicht mehr auftreten würden, seit der Beschwerdeführer regelmässig ein Medi
kament einnehme (Urk. 8/87/13).
Einge
denk dessen
sind
auch aufgrund der Berichte der
Klinik J._
zum
dortigen stationären Aufent
halt des Beschwerdeführers vom 2
2.
Juli bis 1
8.
August 2013
– im
Austrittsbe
richt
vom 2
6.
August 2013 werden insbeson
dere Episoden von Herzrasen und -klopfen im Zusammenhang mit Atemnot, Kribbelgefühl an Beinen, Händen und Füssen sowie Schwindel beschrieben
, welche am ehesten im Rahmen der hohen Anspannung und Tendenz zur Über
forderung zu sehen seien
(
Urk.
8/122/6)
–
keine objektivierbaren Hin
weise
auf
eine
Verschlechterung
des neurologischen
Gesundheitzustandes
des Beschwer
deführers zu entnehmen (
Urk.
8/122/5).
Die Bewusstseins
störungen sind von den
Z._
-Gutachtern be
rücksichtigt worden (Urk. 8/87/22).
Demnach begründen die
vom
Beschwerdeführer
angeführte
n
Berichte keine Zweifel an der Ein
schät
zung der
Z._
-Gutachter
.
4.2.3
In neuropsychologischer Hinsicht verweist der Beschwerdeführer auf die neuro
psychologische Abklärung
durch Dipl.-Psych.
M._
, Psychologin FSP,
vom 19. Januar 2011 im
Neurologischen Zentrum O._
(Urk. 1 S. 4), und er legte ferner das Gutachten von Dr. phil.
A._
vom 18. Dezember 2013
(Urk. 12)
auf.
Der Beschwerdeführer
war
zudem am 19. Juni 2007 und am 27. März 2013 von der
Neuropsychologin
Prof. Dr.
phil.
P._
untersucht
worden
(vgl.
Urk.
8/23/21
,
Urk.
12 S. 7
)
.
Nach der Untersuchung vom 1
9.
Juni 2007
führte Prof. Dr.
P._
aus, das bei der Testung resultierende markant vermin
derte Kurzzeitgedächtnis sei widersprüchlich zum intakten kog
nitiven Verhalten und dem Fehlen solcher Störungen in der
Anamnese
erhebung
(vgl.
Urk.
8/23/22).
Sie interpretierte
die
ungenügenden Resultate in leistungs
orientierten Aufgaben, insbesondere in Prüfungen der Konzentration, des Gedächtnisses und des Konzept
denkens
bei der Untersuchung vom 27. März 2013
,
– wie
dies
bereits im Jahr 2007 vermutet
worden sei
– als funktionelle Fehlentwicklung. Spezifische Ausfälle, die mit dem PICA-Infarkt korrelieren würden, wurden vereint. Es wurde eine im Vordergrund stehende Aggravation beschrieben, welche wahr
scheinlich als multiple und kumulative Folge einer anamnestisch dokumen
tierten zerebralen Komplikation mit Verdacht auf
Auf
merksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Symptomatik
in der Kindheit sowie den übrigen neuro
logischen Erkrankungen gesehen wurde. Wie die
Z._
-Gutachter
auch
attestierte
Prof.
Dr.
P._
für den
angestammten Beruf
eine
80%
ige
und
für eine
leichte Bürotätigkeit
eine
100%
ige Arbeitsfähigkeit
(vgl.
Ausführungen dazu von
Dr.
phil.
A._
,
Urk. 12 S.
7
; vgl. auch
Urk.
8/107/2
).
Gemäss
ihrem
Bericht vom 1
9.
Januar 2011
erhob Dipl.-Psych.
M._
in den Bereichen verbal-episodisches Gedächtnis, Merkspanne sowie in der exe
ku
tiven Teilfunktion Planungsfähigkeit
eine deutlich verminderte Belastbarkeit sowie
eine verminderte Aufmerk
samkeit
und
reduzierte Fehlerkontrolle (
Urk.
8/23/21).
Dr.
phil.
A._
wies
darauf hin, dass
sich
bei ihrer Untersuchung keine Verminderung der fokussierten Aufmerksamkeit und eine weitgehend unauffällige Fehlerkontrolle gezeigt hät
ten. Übereinstimmend mit dem Bericht von
Dipl.-Psych.
M._
vom 19. Ja
nuar 2011 hätten sich aber
eine reduzierte Leistung im
Arbeits
ge
dächtnis
, in der Merkspanne und die ver
bale Informationsaufnahme und
-
ver
arbeitung
betreffend sowie eine bereits damals erwähnte deutlich reduzierte Be
lastbarkeit gezeigt (Urk. 12 S. 17).
Dr.
phil.
A._
führt
e
aus, dass das allgemeine Testleistungsniveau des
Beschwerdeführers
– bezogen auf die
Norm
stichprobe
gleichaltriger Gesun
der – grösstenteils durchschnittlich sei, jedoch nur bedingt dem aufgrund der angegebenen schulischen und beruflichen Aus- und Weiterbildung des Beschwerdeführers zu erwartenden Niveau entspreche (
Urk.
12 S.
12-
13).
A
nge
sichts
dieser Aktenlage sowie
der
von
Dr.
phil.
A._
als weitgehend unauffällig
beschriebenen
Befunde
(
Urk.
12 S.
12-15),
rechtfertigt es sich
nicht
,
von einer
höhere
n
Arbeitsun
fähigkeit
als
gemäss der Beurteilung der
Z._
-Gut
achter
auszugehen
, zumal sich auch aus dem Bericht von Dr. phil.
A._
kein nachvollziehbares medizinisch-diagnostisch fassbares Leiden als Ursache für die geklagten kognitiven Defizite feststellen liess (Urk. 12 S. 18-19).
4.2.4
D
er Beschwerdeführer beruft sich
ferner
darauf, dass die Arbeitslosenversiche
rung mit Verfügung vom 17. Oktober 2013
(
Urk.
3/3)
die
Vermittlungsfähigkeit des Beschwerdeführers verneint habe (Urk. 1 S. 11). Nach der
bundesgerichtli
chen
Rechtsprechung handelt es sich bei der Invalidenversicherung und Arbeitslosen
versicherung nicht in dem Sinne
um
komplementäre
Versiche
rungszweige
, dass der vom Erwerbsleben ausgeschlos
sene Versicherte sich in jedem Fall entweder auf Invalidität oder Arbeits
losig
keit berufen könnte (BGE 109 V 25 E. 3d). Es kann auch der Fall eintreten, dass kein Anspruch gegenüber beiden Zweigen der Sozialversicherung besteht (Urteil des Bundes
gerichts
C
282/05 vom 3. März 2006 E. 2.3)
.
Vorliegend
kommt hinzu, dass in der ge
nannten
Verfügung vom 17. Oktober 2013
aufgrund des Verhaltens des Beschwerdeführers von einer offensichtlichen Vermittlungsunfähigkeit aus
ge
gangen wurde (vgl. Urk. 3/3 S. 3). Der Beschwerdeführer bringt weiter vor,
dass die Berufsberaterin die Aufnahme von
beruflichen Massnahmen u
nd
Inte
grati
onsmassnahmen
nicht befürwortete
(
Urk.
8/43/4-5)
und
die
Krankentaggeld
versicherung
Taggeldleistungen erbracht
ha
be
(Urk. 1 S. 3)
. Auf
grund
dessen
ist aber nicht von der Einschätzung der medizinischen Sachver
ständigen abzuwei
chen.
Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers (Urk. 1 S. 7), haben die
Z._
-Gutachter
die
vorübergehende Einschrän
kung der Arbeits
fähigkeit während des statio
nären Aufenthalts des Beschwerde
führers vom 8. März bis 5. Mai 2011 in der psychiatrischen Klinik
I._
, wie auch diejenige
wegen der komplexen Kniebinnenverletzung nach den Motorradunfall vom 22. August 2011 berücksichtigt (Urk. 8/87/13, Urk. 8/87/18).
Schliesslich vermögen auch die vom Beschwerdeführer mit Eingabe vom 10. September 2014 (Urk. 17) eingereichten Unterlagen zu seinem Arbeitsver
such (Urk. 18/1-4)
das
Z._
-Gutachten vom 3. Dezember 2012 (Urk. 8/87)
nicht in Zweifel zu ziehen.
4.3
Nach dem Gesagten genügt das
Z._
-Gutachten vom 3. Dezember 2012 (Urk. 8/87) nicht nur den formellen Anforderungen an ein Gutachten (E. 2.3, E. 4.1), sondern erweist sich auc
h als schlüssig und überzeugend. Die Berichte der behandelnden und untersuchenden Ärzte und Neuropsychologinnen ver
mö
gen keine Zweifel an diesem Gutachten zu begründen.
Mit den
Z._
-Gutach
tern ist daher davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer in seiner ange
stammten Tätigkeit zu 80 % arbeitsfähig ist
(E. 3.1.7)
, weshalb kein Rentenanspruch be
steht (E. 2.2).
5.
Die angefochtene Verfügung vom
2.
Oktober 2013
(
Urk.
2)
erweist sich als rech
tens, was zur Abweisung der Beschwerde führt
, soweit darauf einzutreten ist (E.
1).
6.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG). Ausgangsgemäss sind die Gerichtskosten in der Höhe von
Fr.
8
00.--
dem unterliegenden Beschwerde
führer
aufzuerlegen.