Decision ID: 0e6f5408-b4c1-4a70-8db7-15c882545e75
Year: 2022
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A._ (nachfolgend: Versicherte) war seit 12. Juli 2010 mit einem Pensum von 50
% als Logistikerin bei der B._ AG angestellt und dadurch bei der Schweizerischen
Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen die Folgen von Berufs- und
Nichtberufsunfällen sowie Berufskrankheiten versichert. Am 11. Juli 2016 stürzte die
Versicherte auf einem Waldweg in C._ vom Fahrrad und erlitt dabei eine subkapitale
Humerus Fraktur links, multiple Exkoriationen, eine Contusio capitis sowie Frakturen
der Rippen 7 und 8 links (Suva-act. 1, 32). Am 20. Juli 2016 wurde die Versicherte im
Spital D._ durch Dr. med. E._, Stv. Chefarzt Chirurgie, operiert (Diagnose:
proximale Humerus-Mehrfragment-Fraktur links; Operation: offene Reposition und
Philos-Plattenosteosynthese; Suva-act. 12-4 f.). Am 26. Juli 2016 erfolgte bei
Fragmentfehllage ein weiterer Eingriff durch Dr. E._ (Reoperation mit Refixation der
Rotatorenmanschette; Suva-act. 12-8 f.). Die Suva anerkannte ihre Leistungspflicht
(Suva-act. 3).
A.a.
Während sich die Versicherte von den Rippenfrakturen und der Schädelprellung
gänzlich erholte, persistierten trotz Physio- und Wassertherapie die Schmerzen an der
linken Schulter und im linken Oberarm (Suva-act. 39). Mit Arztbericht vom 3. Februar
2017 führte Dr. E._ aus, dass bezüglich Schmerzen ein gutes, bezüglich Funktion ein
sehr schlechtes Resultat vorliege. Nur mit einer inversen Schultergelenksendoprothese
könne die Beweglichkeit verbessert werden. Dazu sei die Versicherte noch nicht bereit.
Auch mit der Implantation einer Prothese könnte die Versicherte keine Arbeiten mehr
A.b.
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über Kopf ausführen. Arbeiten unter Schulterniveau sollten aber möglich sein, dies
auch verbunden mit dem Heben leichter Lasten (Suva-act. 69).
Am 8. Februar 2017 begab sich die Versicherte für eine Zweitmeinung zu Dr. med.
F._, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des
Bewegungsapparates, Orthopädie G._. Dieser diagnostizierte eine erhebliche
schmerzarme Funktionsstörung Schulter links. Mittel- bis langfristig bleibe nur die
Implantation einer inversen Prothese, eventuell mit Spanplastik und Versuch der
Reinsertion Infraspinatus und wenn möglich Subscapularis. Im Moment wolle die
Versicherte diese Operation noch nicht durchführen (Suva-act. 73).
A.c.
Am 20. März 2017 untersuchte Kreisärztin med. pract. H._, Fachärztin für
Chirurgie, die Versicherte. Sie diagnostizierte aktuell eine schmerzarme Funktions-/
Bewegungsstörung Schulter links. Objektiv habe sich die subjektiv angegebene
deutliche Funktions- und Bewegungseinschränkung der linken Schulter bestätigt. Die
Versicherte habe eine bis maximal 40/45 Grad in allen Ebenen bewegliche Schulter und
sei im Nacken- und Schürzengriff eingeschränkt. Aktuell bestünden keine
neurologischen Auffälligkeiten, keine Kribbelparästhesien und keine Hypästhesien. Es
sei von einem Endzustand auszugehen. Eine deutliche Verbesserung der Beweglichkeit
sei nicht mehr zu erwarten, höchstens durch die inverse Schulterprothese, welche die
Versicherte aktuell ablehne. Es werde empfohlen, die Physio- und Wassertherapie auf
einmal wöchentlich zu reduzieren und im Verlauf komplett auf Heimübung
überzugehen. Die angestammte Tätigkeit sei nicht mehr zumutbar. Möglich sei aber
eine sehr leichte bis leichte Tätigkeit in voller Präsens ohne Schläge und Vibrationen
auf die linke obere Extremität, ohne dauerhaftes Arbeiten über Brustniveau und ohne
Tragen von Lasten am langen Hebel. Das Besteigen von Leitern und Gerüsten sei
aufgrund allenfalls verminderter Haltekraft dauerhaft nicht zumutbar. Die zumutbare
Tätigkeit sollte keine dauerhafte bimanuelle Arbeit erforderlich machen, sondern sollte
teilweise auch nur mit der rechten Hand bzw. dem rechten Arm erledigt werden
können. Dennoch sei die linke Hand deutlich mehr als nur als Zudienhand zu
bezeichnen (Suva-act. 86). Den Integritätsschaden schätzte med. pract. H._ auf 17.5
% (Suva-act. 87).
A.d.
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Die Invalidenversicherung des Kantons St. Gallen sprach der Versicherten mit
Mitteilung vom 28. August 2017 eine Potenzialabklärung im I._ für die Dauer vom 4.
bis 29. September 2017 zu (Suva-act. 109). Im Schlussbericht wurde festgehalten,
dass die Versicherte die Massnahme am 15. September 2017 aus gesundheitlichen
Gründen, insbesondere wegen einer Schmerzzunahme in der linken Schulter, habe
abbrechen müssen (Suva-act. 116).
A.e.
Mit Arztbericht vom 25. Januar 2018 diagnostizierte Dr. F._ eine erhebliche, jetzt
schmerzreiche Funktionsstörung Schulter links und eine jetzt zunehmende Nekrose
des Humeruskopfanteils. Es sei mit den aktuellen Röntgenbildern verständlich, dass
die Schmerzsymptomatik deutlich zugenommen habe, auch in Ruhe. Auch die
Funktion habe abgenommen. Die Hand sei nur noch als marginale Hilfshand zur
Stabilisation einsetzbar, insbesondere da die Rotation, im Sinne der Aussenrotation,
praktisch nicht mehr möglich sei. Die Versicherte könne somit auch nicht auf Tischhöhe
etwas arbeiten, da sie den Arm nicht in diese Position bringe. Es werde die inverse
Schulterprothese empfohlen, womit eine Chance auf Verbesserung der Lebensqualität
und auch der Funktion bestehe. Es sei aber darauf hinzuweisen, dass die
Arbeitsfähigkeit nach inverser Prothese nicht genau vorausgesagt werden könne
(Suva-act. 143).
A.f.
Am 11. Mai 2018 kam es zum empfohlenen Eingriff durch Dr. F._ (offene
Revision, Metallentfernung, Arthrolyse, Implantation einer inversen Schulter-TP links;
Suva-act. 163). Nach einem komplikationslosen peri- und postoperativen Verlauf
konnte die Versicherte am 16. Mai 2018 bei reizlosen und trockenen
Wundverhältnissen sowie in gutem Allgemeinzustand nach Hause entlassen werden
(Suva-act. 164). In den folgenden Kontrolluntersuchungen bis Ende Februar 2019
berichtete Dr. F._ von einem guten Verlauf praktisch ohne Schmerzen (vgl. Suva-act.
169, 173, 178, 184).
A.g.
Am 24. April 2019 untersuchte Kreisarzt Dr. med. J._, Facharzt für
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, die Versicherte.
Er diagnostizierte aktuell eine mittelgradige Funktionsbeeinträchtigung des linken
Schultergelenks mit Kraftverlust, Bewegungslimitierung und lageabhängigen
Belastungsschmerzen beim Liegen auf der Seite, begleitenden myofaszialen
A.h.
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Muskelverspannungen im Schultergürtelbereich sowie einem stabilen postoperativen
Gesundheitszustand bei über Monate dokumentierten gleichbleibenden
Bewegungswerten. Aufgrund einer sich seit der kreisärztlichen Untersuchung am 20.
März 2017 konsekutiv entwickelnden Humeruskopfnekrose sei am 11. Mai 2018 eine
inverse Schultertotalprothese links implantiert worden. Im postoperativen Verlauf sei es
in den letzten nahezu zwölf Monaten zu einer deutlichen Verbesserung der
Bewegungs- und Belastungsschmerzen, der Ruheschmerzen und auch der
Bewegungsausmasse des linken Schultergelenks gekommen. Es sei ein gutes
postoperatives Behandlungsergebnis erzielt worden. Knapp ein Jahr nach der
Operation könne von einem stabilen Gesundheitszustand der unfallbedingten Folgen
ausgegangen werden. Bezüglich der unfallkausalen Zumutbarkeit werde auf die im
Rahmen der kreisärztlichen Untersuchung vom 20. März 2017 formulierte
Zumutbarkeitsbeurteilung verwiesen, die trotz der Verbesserung der aktiven
Bewegungswerte und einer deutlichen Reduzierung der Ruhe- und
Bewegungsschmerzen weiterhin Gültigkeit habe. Die Versicherte könne für leichte
körperliche, leidensadaptierte Tätigkeiten auch in Zukunft vollschichtig eingesetzt
werden. Auch bezüglich des Integritätsschadens werde auf die Beurteilung von med.
pract. H._ verwiesen. Über den Fallabschluss hinaus könne die Versicherte für die
Dauer von drei Jahren jährlich jeweils vier Behandlungsserien zu neun
Behandlungseinheiten Physiotherapie in Anspruch nehmen (Suva-act. 190).
Mit Sprechstundenbericht vom 29. Mai 2019 führte Dr. F._ aus, dass es
bezüglich Schmerzen gut gehe. Abduktion und Flexion seien bis zur Horizontalen
möglich, die Aussenrotation abduziert ca. 20 Grad (Suva-act. 197).
A.i.
Per 1. August 2019 stellte die Suva die Taggeldleistungen ein (Suva-act. 228).A.j.
Mit Sprechstundenbericht vom 23. März 2020 führte Dr. F._ aus, dass es
bezüglich Schmerzen so weit gut gehe, die Versicherte aber nicht auf der linken Seite
liegen könne. Auch habe sie Schmerzen beim Versuch, Bewegungen über die
Horizontale durchzuführen. Abduktion sei aktuell bis 80 Grad möglich, Flexion 90 Grad,
Aussenrotation abduziert ca. 60 Grad, adduziert 20 Grad. Passiv sei die Beweglichkeit
besser und klinisch bestehe eine stabile Situation. Bildgebend zeige sich die bekannte
fehlende Kortikalis proximal und eine Saumbildung im Schaftbereich periprothetisch.
A.k.
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Klinisch und radiologisch zeigten sich aber keine direkten Lockerungszeichen und
glenoidal bestünden keine Auffälligkeiten. In der Aktivität sei die Versicherte frei und
eine Kontrolle in zwei Jahren geplant (Suva-act. 229).
Mit Schreiben vom 11. Mai 2020 an die Versicherte bzw. deren Ehemann führte Dr.
F._ aus, dass er die inverse Schulterprothese empfohlen habe, weil dadurch
zumindest die Chance auf eine Verbesserung der Lebensqualität und der Funktion
bestanden habe. Durch die Operation sei es dann auch zu einer deutlichen
Verbesserung bezüglich der Schmerzen und der Funktion, insbesondere der Abduktion
und Flexion, gekommen, wenngleich das Resultat nicht als sehr gut qualifiziert werden
müsse, was angesichts der Anamnese aber auch nicht zu erwarten gewesen sei.
Bezüglich Integritätsschaden sei auf den Wert bei Endoprothesen nach erheblicher
posttraumatischer Schädigung mit mässigem Erfolg abzustellen. Seiner Einschätzung
nach bestünden auch bei leidensadaptierten Tätigkeiten Einschränkungen. Das
Ausmass müsse sicher arbeitstechnisch noch herausgefunden bzw. verifiziert werden,
evtl. mit einem EFL-Gutachten. Auch im Haushalt sei die Versicherte erheblich
eingeschränkt (Suva-act. 232).
A.l.
Das Schreiben von Dr. F._ vom 11. Mai 2020 wurde Dr. J._ zur
Stellungnahme unterbreitet. Dieser führte am 8. Oktober 2020 aus, dass gemäss Suva-
Tabelle 5 bei einer operativ versteiften Schulter (Arthrodese) ein Integritätsschaden von
25 % resultiere. Die Versicherte sei aber deutlich besser gestellt, da sie wenig
Schmerzen habe und der Arm bis zur Horizontalen beweglich sei. Die Bewertung des
Integritätsschadens nach Operationserfolg sei sehr problematisch, da es dabei um eine
subjektive Bewertung gehe. Wenn Dr. F._ sein Operationsergebnis als mässig
qualifiziere, sei dies nicht nachvollziehbar. Wie erwähnt habe die Versicherte kaum
Schmerzen und könne den Arm bis zur Horizontalen bewegen. Mehr sei in der Regel
nach einer endoprothetischen Operation ohnehin nicht zu erwarten. Das Problem sei
die Kommunikation vor der Operation, wenn Ärzte ihren Patienten zu viel versprechen
würden. Es sei von einem guten Ergebnis ohne Komplikationen und einem palliativen
Erfolg der Schmerzlinderung auszugehen. Entsprechend sei die Taxierung des
Zustands mit dem Mittelwert nach gutem Erfolg nach Endoprothese erfolgt. Die
Versicherte könne den Arm durchaus bei administrativen Arbeiten und leichten
industriellen Produktionstätigkeiten einsetzen, weshalb eine volle Zumutbarkeit für
A.m.
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B.
leidensangepasste Tätigkeiten bestehe. In dieser Situation von Einarmigkeit zu
sprechen, entspreche nicht der Realität (Suva-act. 246).
Mit Verfügung vom 21. Oktober 2020 sprach die Suva der Versicherten ab dem 1.
August 2019 eine Invalidenrente basierend auf einem Erwerbsunfähigkeitsgrad von 13
% und einem versicherten Jahresverdienst von Fr. 28'898.-- zu. Mit gleicher Verfügung
sprach die Suva der Versicherten eine Integritätsentschädigung basierend auf einer
Integritätseinbusse von 17.5 % zu (Suva-act. 260).
A.n.
Mit Sprechstundenbericht vom 10. November 2020 führte Dr. F._ aus, dass das
Ganze etwas stagniere. Die Versicherte habe jeden Tag Schmerzen, mal stärker, mal
weniger stark, je nachdem, welchen Aktivitäten sie nachgehe. Unregelmässig nehme
sie Analgetika ein. Es sei – im Gegensatz zur Suva-Meinung – nicht von einem guten
Operationsresultat auszugehen, was indes auch nicht zu erwarten gewesen sei. Es sei
allerdings so, dass durch die Prothese eine deutliche Besserung eingetreten sei. Es
bestünden im Alltag eine Bewegungseinschränkung und auch Schmerzen. Seines
Erachtens sei der Integritätsschaden auf mindestens 22.5 % festzulegen und die
Versicherte auch in adaptierter Tätigkeit nur teilweise arbeitsfähig. Es seien ihr Arbeiten
praktisch nur mit rechts möglich. Der linken Seite komme lediglich eine Behelfsfunktion
zu. So könne die Versicherte links keine permanenten Bewegungen und Arbeiten
verrichten, schon gar nicht unter Belastung. Die Schmerzen würden dann schon nach
wenigen Minuten stärker auftreten und sie müsse die Arbeit beenden (Suva-act. 262).
A.o.
Am 18. November 2020 erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt lic.
iur. Adrian Scarpatetti, Chur, gegen die Verfügung vom 21. Oktober 2020 Einsprache.
Der Rechtsvertreter beantragte die Zusprache einer höheren Rente (mindestens 22 %)
sowie die Ausrichtung einer Integritätsentschädigung basierend auf einer
Integritätseinbusse von 22.5 %. Die effektive Erwerbsfähigkeit sei unter Einbezug einer
EFL-Abklärung durch einen unabhängigen Sachverständigen (Orthopädie,
Rheumatologie etc.) abklären zu lassen (Suva-act. 263).
B.a.
Mit Entscheid vom 19. Februar 2021 wies die Suva die Einsprache ab (Suva-act.
270).
B.b.
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C.
Gegen den Einspracheentscheid vom 19. Februar 2021 erhob die weiterhin durch
Rechtsanwalt Adrian Scarpatetti vertretene Versicherte (nachfolgend:
Beschwerdeführerin) am 22. März 2021 Beschwerde (act. G 1). Der Rechtsvertreter
beantragte, der Einspracheentscheid sei vollumfänglich aufzuheben und der
Beschwerdeführerin sei ab 1. August 2019 eine in der Höhe noch zu ermittelnde UVG-
Rente, mindestens jedoch eine UVG-Rente in Höhe von 22 %, sowie eine
Integritätsentschädigung auf der Basis einer Integritätseinbusse von 22.5 %
zuzusprechen. Die effektive Erwerbsfähigkeit bzw. Leistungsfähigkeit der
Beschwerdeführerin in adaptierter Tätigkeit sei unter Einbezug einer EFL-Abklärung
durch einen unabhängigen Sachverständigen bzw. Fachspezialisten im Bereich von
Schulterbeschwerden (Orthopädie, Rheumatologie etc.) abklären zu lassen. Es sei eine
mündliche Verhandlung anzuordnen und die Beschwerdeführerin persönlich anzuhören
bzw. zu befragen. Unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge (zzgl. 7.7 %
MwSt.).
C.a.
In ihrer Beschwerdeantwort vom 10. Mai 2021 beantragte die Suva (nachfolgend:
Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde und die Bestätigung des
Einspracheentscheids vom 19. Februar 2021 (act. G 3).
C.b.
In der Replik vom 17. Juni 2021 hielt der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin
an den in der Beschwerde gestellten Anträgen vollumfänglich fest (act. G 5).
C.c.
Mit Schreiben vom 11. August 2021 erneuerte die Beschwerdegegnerin ihren
Antrag auf Abweisung der Beschwerde und verzichtete auf die Einreichung einer
umfassenden Duplik (act. G 7).
C.d.
Auf Nachfrage des Versicherungsgerichts verzichtete die Beschwerdeführerin auf
die in der Beschwerde beantragte mündliche Verhandlung bzw. persönliche Anhörung
(act. G 11).
C.e.
Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie den Inhalt der
übrigen Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen
eingegangen.
C.f.
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Erwägungen
1.
Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist die Höhe des
Rentenanspruchs sowie der Integritätsentschädigung.
Ist die versicherte Person infolge des Unfalls mindestens zu 10 % invalid, so hat
sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die
Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]). Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der
Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des
Gesundheitszustandes der versicherten Person mehr erwartet werden kann und
allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind.
Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (Art.
19 Abs. 1 UVG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrads wird das
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum
Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre
(sog. Valideneinkommen; Art. 16 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]).
1.1.
Erleidet die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche
Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat sie
Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG). Die
Integritätsentschädigung wird mit der Invalidenrente festgesetzt oder, falls kein
Rentenanspruch besteht, bei der Beendigung der ärztlichen Behandlung gewährt (Art.
24 Abs. 2 UVG).
1.2.
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im
Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des
Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung
zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte
Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Für das gesamte Verwaltungs- und
Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61
lit. c ATSG). Danach haben die urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne
Bindung an förmliche Beweisregeln sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen
1.3.
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2.
Vorab ist festzuhalten, dass der Zeitpunkt des Fallabschlusses (vgl. zum Fallabschluss
Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre Holzer, Bundesgesetz über die
Unfallversicherung, in: Erwin Murer/Hans-Ulrich Stauffer [Hrsg.], Rechtsprechung des
Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 4. Aufl. 2012, S. 143) bezüglich des
Unfalls vom 11. Juli 2016 unbestritten und medizinisch ausgewiesen ist (Suva-act.
190-6). Entsprechend erfolgte zu Recht die Prüfung eines Rentenanspruchs (vgl. Art.
19 Abs. 1 UVG) und einer Integritätsentschädigung (vgl. Art. 24 Abs. 2 UVG). Ebenfalls
unbestritten und medizinisch ausgewiesen ist, dass die Beschwerdeführerin im
Zeitpunkt der Prüfung des Rentenanspruchs und darüber hinaus an unfallkausalen
Beeinträchtigungen an der linken Schulter nach Implantation einer Prothese litt bzw.
leidet. Umstritten ist indes die Höhe der Arbeitsfähigkeit bzw. des Invaliditätsgrads und
des Integritätsschadens aufgrund dieser Problematik.
und alle Beweismittel unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen
und danach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige
Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Bezüglich Beweiswert eines
Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist,
auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden
berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben worden ist, in
der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der
medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der medizinischen
Fachperson begründet und nachvollziehbar sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen).
Berichte und Gutachten, welche die Versicherungen während des
Administrativverfahrens von ihren eigenen Ärzten und Ärztinnen einholen, können
beweistauglich sein. An deren Beweiswürdigung sind indes strenge Anforderungen zu
stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der
versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen
vorzunehmen (BGE 135 V 470 f. E. 4.4 mit Hinweis; bestätigt im Urteil des
Bundesgerichts vom 23. November 2012, 8C_592/2012, E. 5.3). Erachtet das
Sozialversicherungsgericht die rechtserheblichen tatsächlichen Entscheidgrundlagen
bei pflichtgemässer Beweiswürdigung als schlüssig, darf es den Prozess ohne
Weiterungen abschliessen (vgl. BGE 135 V 469 E. 4.3.2 mit Hinweisen). Diesfalls
besteht kein Anspruch auf Beizug versicherungsexterner medizinischer Gutachten
(BGE 122 V 157).
© Kanton St.Gallen 2023 Seite 11/20
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3.
Zu prüfen ist im ersten Schritt, ob die medizinische Situation und die
Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin nach der Implantation der Schulterprothese
am 11. Mai 2018 bzw. nach dem diesbezüglichen Erreichen des medizinischen
Endzustands ab August 2019 rechtsgenüglich abgeklärt wurden. Die
Beschwerdegegnerin stützt sich bei ihrer Einschätzung, bei der Beschwerdeführerin
bestehe bei Fallabschluss eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit,
letztlich auf die Beurteilung des Kreisarztes Dr. J._. Der Rechtsvertreter der
Beschwerdeführerin verweist für seine Annahme einer weitergehenden Einschränkung
der Arbeitsfähigkeit auf die Ausführungen des behandelnden Spezialisten Dr. F._,
welche mehr als nur starke Zweifel an der kreisärztlichen Beurteilung hervorrufen
würden.
3.1.
Bezüglich des medizinischen Sachverhalts nach der Implantation der
Schulterprothese am 11. Mai 2018 liegen folgende Unterlagen im Recht:
3.2.
Der Bericht von Dr. F._ vom 20. Juni 2018, worin dieser gegenüber dem
Hausarzt der Beschwerdeführerin, Dr. med. K._, Allgemeine Innere Medizin FMH,
ausführte, dass es letzterer soweit gut gehe und sie praktisch keine Schmerzen habe
(Suva-act. 169-2). Weiter berichtete Dr. F._ nach einem Untersuch Mitte August
2018, dass es bezüglich Schmerzen soweit gut gehe und die Abduktion bis 75 Grad,
die Aussenrotation lediglich ca. 20 bis 30 Grad möglich sei. Ansonsten bestehe eine
soweit stabile Situation und die passive Rotation an sich sei erstaunlich gut, annähernd
frei möglich (Suva-act. 173-2). Nach einer Kontrolluntersuchung vom 13. November
2018, rund ein halbes Jahr nach der Operation, führte Dr. F._ aus, dass der Verlauf
bis jetzt gut sei, praktisch keine Schmerzen bestünden, die Beschwerdeführerin
allerdings noch nicht auf der linken Seite liegen könne. Die aktive Abduktion und
Flexion sei nun knapp bis zur Horizontalen möglich, die Aussenrotation abduziert ca.
30 bis 40 Grad, adduziert 25 bis 30 Grad. Passiv bestehe praktisch eine freie
Beweglichkeit und insgesamt eine klinisch stabile Situation (Suva-act. 178-1). Nach
einem weiteren Untersuch vom 5. Februar 2019 führte Dr. F._ zuhanden des
Hausarztes aus, dass es der Beschwerdeführerin zunehmend besser gehe. Sie habe
Einschränkungen bei Bewegungen über 70 Grad, sowohl bei Abduktion und Flexion,
als auch bei Kraftanwendungen. Bezüglich Schmerzen gehe es ihr recht gut, sie könne
aber noch nicht lange auf der linken Seite liegen. Die Abduktion sei bis 80 Grad
möglich, die Aussenrotation (abduziert) betrage 40 bis 50 Grad, adduziert 20 Grad.
Passiv bestehe eine deutlich bessere Beweglichkeit (Suva-act. 184-2).
3.2.1.
© Kanton St.Gallen 2023 Seite 12/20
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Der Bericht über die kreisärztliche Abschlussuntersuchung vom 24. April 2019
durch Dr. J._, gemäss welchem die Beschwerdeführerin bezüglich der aktuellen
Beschwerden angab, dass sie keine Ruheschmerzen habe, aber nächtliche Probleme
beim Liegen auf dem linken Arm. Dr. J._ hielt fest, dass die Rotation des Arms, die
Umwendbewegungen des Unterarms und die Bewegungsmasse des linken
Schultergelenks limitiert seien. Die Beweglichkeit habe sich in den letzten Monaten
nicht deutlich verändert. Längere Strecken beim Autofahren seien nicht möglich, kurze
Strecken für Einkäufe indes durchführbar. In der klinischen Untersuchung der aktiven
Beweglichkeit des linken Schultergelenks betrug die ventrale Elevation 85 Grad und die
seitliche Abduktion 80 Grad. Die Aussenrotation war bis 10 Grad und die Innenrotation
bis Hüfthöhe möglich. Es bestand eine deutliche Kraftminderung des linken Arms
gegen Widerstand, wobei die Beschwerdeführerin beim Austesten der
Bewegungsausmasse keine Schmerzen äusserte. Dr. J._ kam in Würdigung der
medizinischen Vorakten, der Bildgebung und der klinisch erhobenen Befunde zum
nachvollziehbaren Schluss, dass es im postoperativen Verlauf in den letzten fast zwölf
Monaten zu einer deutlichen Verbesserung der Bewegungs-, Belastungs- und
Ruheschmerzen sowie der Bewegungsausmasse des linken Schultergelenks
gekommen sei (Suva-act. 190).
3.2.2.
Es sind keine Anhaltspunkte erkennbar und es wird auch nicht substantiiert
geltend gemacht, dass Dr. J._ objektiv wesentliche Tatsachen nicht berücksichtigt
hätte. Die Befunde decken sich denn auch mit den Feststellungen von Dr. F._ (vgl.
vorstehende E. 3.2.1), welcher auch nach einem Untersuch vom 28. Mai 2019, rund ein
Jahr postoperativ zuhanden des Hausarztes, festhielt, dass es der Beschwerdeführerin
bezüglich Schmerzen gut gehe und Abduktion und Flexion bis zur Horizontalen, die
Aussenrotation abduziert bis ca. 20 Grad möglich seien (Suva-act. 197). Es leuchtet bei
diesen Befunden ein, dass Dr. J._ bei deutlicher Verbesserung der
Schmerzproblematik nach der Implantation der Schulterprothese eine adaptierte
Tätigkeit medizinisch-theoretisch zu 100 % zumutbar erachtete. Nachvollziehbar ist im
Weiteren, dass der Kreisarzt in Bezug auf das Belastungsprofil, welches den
Bewegungseinschränkungen und den belastungsabhängigen Schmerzen in der linken
oberen Extremität umfassend Rechnung trägt, auf die Beurteilung von med. pract.
H._ vom 20. März 2017 verwies (sehr leichte bis leichte Tätigkeit ohne Schläge und
Vibrationen auf die linke obere Extremität, ohne dauerhaftes Arbeiten über Brustniveau,
ohne Tragen von Lasten am langen Hebel, ohne Besteigen von Leitern und Gerüsten
und ohne dauerhafte bimanuelle Arbeit; Suva-act. 86-5), zumal seither gar von einem
verbesserten Zustand auszugehen ist. Von einer 100%-igen Arbeitsfähigkeit in
adaptierter Tätigkeit ging (vorerst) offenbar auch Dr. F._ aus (Suva-act. 198-1). Im
3.3.
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Weiteren hat Dr. J._ entgegen der Auffassung des Rechtsvertreters der
Beschwerdeführerin (vgl. act. G 1 S. 6 f.) nicht unbesehen die
Zumutbarkeitsbeurteilung von med. pract. H._, in welcher die (zukünftige)
Schmerzproblematik ohne Prothese bei zunehmender Nekrose noch nicht
berücksichtigt war, übernommen, sondern auf diese nach lege artis durchgeführter
eigener Exploration in Beachtung der Beeinträchtigungen nach der Implantation der
Schulterprothese verwiesen (Suva-act. 190-7). Diese Schlussfolgerung ist
nachvollziehbar.
An der schlüssigen (quantitativen und qualitativen) Arbeitsfähigkeitsschätzung von
Dr. J._ per Fallabschluss ändern auch die späteren Berichte von Dr. F._ nichts. So
führte dieser mit Sprechstundenbericht vom 23. März 2020 weiterhin aus, dass es
bezüglich Schmerzen so weit gut gehe, wobei die Beschwerdeführerin nicht auf der
linken Seite liegen könne. Auch bestünden Schmerzen beim Versuch, Bewegungen
über die Horizontale durchzuführen. Abduktion sei aktuell bis 80 Grad möglich, Flexion
bis 90 Grad, Aussenrotation abduziert bis ca. 60 Grad, adduziert 20 Grad. Passiv sei
die Beweglichkeit besser und klinisch bestehe eine stabile Situation. Bildgebend zeige
sich die bekannte fehlende Kortikalis proximal und eine Saumbildung im Schaftbereich
periprothetisch. Klinisch und radiologisch würden sich aber keine direkten
Lockerungszeichen zeigen und glenoidal bestünden keine Auffälligkeiten. In der
Aktivität sei die Beschwerdeführerin frei und eine nächste Kontrolle in zwei Jahren
geplant (Suva-act. 229-2 f.). Gestützt auf diese Untersuchungsbefunde lässt sich auf
jeden Fall keine andere Einschätzung der quantitativen Arbeitsfähigkeit bei Einhaltung
des Belastungsprofils ableiten. Erst auf Veranlassung des Ehemanns der
Beschwerdeführerin und zuhanden dessen führte Dr. F._ mit Schreiben vom 11. Mai
2020 aus, dass seiner Einschätzung nach auch in leidensadaptierten Tätigkeiten
Einschränkungen bestehen würden, deren Ausmass arbeitstechnisch, allenfalls mittels
Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL), zu verifizieren sei (Suva-act. 232).
Mit Sprechstundenbericht vom 10. November 2020 führte Dr. F._, diesmal zuhanden
des Hausarztes, nochmals aus, dass die Beschwerdeführerin auch in adaptierter
Tätigkeit nur teilweise arbeitsfähig sei. Die Beschwerdeführerin habe jeden Tag
Schmerzen, mal stärker, mal weniger stark, je nachdem, welchen Aktivitäten sie
nachgehe. Unregelmässig nehme sie Analgetika ein. Es seien ihr Arbeiten praktisch nur
mit rechts möglich. Die linke Seite habe lediglich Behelfsfunktionen. So könne sie links
keine permanenten Bewegungen und Arbeiten verrichten, schon gar nicht unter
Belastung. Die Schmerzen würden dann schon nach wenigen Minuten stärker auftreten
und sie müsse die Arbeit beenden (Suva-act. 262). Dr. F._ begründet seine
abweichende Einschätzung der Arbeitsfähigkeit bei gleichem Befund einzig aufgrund
3.4.
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einer abweichenden Wertung der Schmerzproblematik, wobei auffällt, dass sich diese
Wertung nicht vollends mit den vorangegangenen Schmerzangaben in Einklang
bringen lässt (vgl. dazu vorstehende E. 3.2.1). Auch benennt Dr. F._ keine Aspekte,
welche im Rahmen der kreisärztlichen Beurteilung unerkannt oder ungewürdigt
geblieben wären. Damit vermag er aber keine auch nur geringen Zweifel an der
medizinisch-theoretischen Arbeitsfähigkeitsbeurteilung von Dr. J._ zu schüren. Dies
bedeutet nicht, dass Dr. F._ die Befunde nicht korrekt erhoben, die ihm geklagten
Beschwerden unzutreffend geschildert hätte oder seine Behandlungen bzw. die
Angaben dazu zu beanstanden wären. Es ist indes zu beachten, dass die medizinische
Folgenabschätzung unausweichlich Ermessenszüge trägt (BGE 140 V 194 f. E. 3.1),
wobei behandelnde Arztpersonen in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten
aussagen (BGE 135 V 470 E. 4.5) bzw. geklagte Schmerzen zu deren Gunsten
auslegen. Dies zeigt sich im vorliegenden Fall darin, dass Dr. F._ vorerst (im Mai
2019), in Übereinstimmung mit Dr. J._, von einer 100%-igen Leistungsfähigkeit in
adaptierter Tätigkeit ausgegangen war (Suva-act. 198-1) und sich erst bei Nachhaken/
Nachfragen durch den Ehemann der Beschwerdeführerin im Mai 2020 bzw. im
November 2020 für eine Teilarbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit aussprach (Suva-
act. 232, 262). Der Schluss liegt nahe, dass sich Dr. F._ bei den letzten Beurteilungen
auf die subjektiven Angaben der Beschwerdeführerin bzw. des Ehemanns der
Beschwerdeführerin stützte, anstatt in Würdigung der objektivierbaren Problematik
seine Einschätzung aus medizinisch-theoretischer Sicht abzugeben. Wie die
Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort richtig ausführt, kann auf eine
Überprüfung der Arbeitsfähigkeit mittels EFL verzichtet werden, zumal es sich
vorliegend nicht um ein multiples und schwierig einzuschätzendes Krankheitsbild
handelt, welches eine EFL zwingend erforderlich machen würde (vgl. dazu Urteil des
Bundesgerichts vom 11. Februar 2016, 8C_691/2015, E. 3.4). Ausserdem ergibt sich
aus dem Umstand, dass die Beschwerdeführerin im September 2017 die
Potenzialabklärung auch aufgrund von Schmerzen abbrechen musste (vgl. vorstehende
lit. A.e), keine Notwendigkeit einer Evaluation. Jene Abklärung fand vor der
Protheseneinsetzung statt, wobei die Humeruskopfnekrose bzw. die daraus
resultierenden Schmerzen mit der Implantation der Schulterprothese grösstenteils
beseitigt wurden.
Zusammengefasst ist festzuhalten, dass die medizinische Situation und die
Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin per Fallabschluss Ende Juli 2019 mit der
Beurteilung von Dr. J._ hinlänglich abgeklärt und begründet wurden. Schlüssig ist
diesbezüglich auch, dass bei diesem Beschwerdebild nicht von Einarmigkeit
auszugehen ist bzw. die linke Hand – ohne die Einschränkungen in der linken oberen
3.5.
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4.
Ausgehend von einer 100%-igen Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit ist im
Rahmen eines Einkommensvergleichs der Invaliditätsgrad zu ermitteln (vgl. dazu
vorstehende E. 1.1).
Extremität in Frage zu stellen – mehr als nur als Behelfshand bzw. Zudienhand
eingesetzt werden kann. Trotz Restfolgen ist damit von einer 100%-igen
Arbeitsfähigkeit in angepassten Tätigkeiten auszugehen. Von weiteren medizinischen
Abklärungen sind keine neuen Erkenntnisse zu erwarten, weshalb darauf in antizipierter
Beweiswürdigung zu verzichten ist. Bereits an dieser Stelle sei erwähnt, dass der
Beschwerdeführerin bei diesem Zumutbarkeitsprofil (sehr leichte bis leichte Tätigkeiten
ohne Schläge und Vibrationen auf die linke obere Extremität, ohne dauerhaftes
Arbeiten über Brustniveau, ohne Tragen von Lasten am langen Hebel, ohne Besteigen
von Leitern und Gerüsten und ohne dauerhafte bimanuelle Arbeit) auf dem
ausgeglichenen Arbeitsmarkt offensichtlich noch ein genügend weites Feld an
Beschäftigungsmöglichkeiten offensteht bzw. die Arbeitsfähigkeit verwertbar ist. Ihr
sind beispielsweise noch Stellen als Hilfsarbeiterin im Bereich von Überwachungs-,
Administrativ-, und Kontrolltätigkeiten wie auch leichtere Verpackungs-,
Maschinenbedienungs- und Sortierarbeiten zumutbar (vgl. dazu auch Urteil des
Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG] vom 30. Juli 2004, U 337/03, E. 3.3).
Unbestritten und ausgewiesen ist das Valideneinkommen, welches im Jahr 2019
bei einem Vollpensum gemäss den Angaben der früheren Arbeitgeberin Fr. 56'748.--
(12 x Fr. 4'365.-- + 12 x Fr. 364.--) betragen hätte (Suva-act. 218-3).
4.1.
4.2.
Nicht streitig und richtig ist weiter, dass als Grundlage für die Bemessung des
Invalideneinkommens die LSE-Tabellenlöhne heranzuziehen sind. Der LSE-
Hilfsarbeiterinnenlohn hat im Jahr 2018 Fr. 54'681.-- betragen (Fr. 4'371.-- x 12 / 40 x
41.7; vgl. LSE-Tabellenlöhne 2018, Tabelle TA1, Total, Kompetenzniveau 1, Frauen).
Nominallohnindexiert resultiert für das Jahr 2019 ein Einkommen von Fr. 55'173.-- (Fr.
54'681.-- x 1.009).
4.2.1.
Zur Beurteilung steht letztlich ein Abzug vom Tabellenlohn. Wird das
Invalideneinkommen auf Grundlage von statistischen Durchschnittswerten ermittelt, ist
der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) allenfalls zu kürzen. Mit dem
Tabellenlohnabzug ist zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte
4.2.2.
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5.
Personen, die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu
voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren arbeitnehmenden Personen
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb mit unterdurchschnittlichen Lohnansätzen
rechnen müssen. Sodann wird dem Umstand Rechnung getragen, dass weitere
persönliche und berufliche Merkmale einer versicherten Person wie Alter, Dauer der
Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie
Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 129 V 481 E.
4.2.3). Der Abzug darf 25 % nicht übersteigen (BGE 135 V 301 E. 5.2).
Die Beschwerdegegnerin gewährte bei der Rentenberechnung einen Abzug vom
Tabellenlohn von 10 %. In der Beschwerdeantwort vom 10. Mai 2021 stellte die
Beschwerdegegnerin gar eine reformatio in peius zur Diskussion, nachdem sich
grundsätzlich kein Abzug rechtfertige (act. G 3 S. 7 f.). Die Beschwerdeführerin
beantragt einen Abzug von 20 %. Von einer reformatio in peius ist im vorliegenden
Verfahren abzusehen, selbst wenn, wie vorstehend ausgeführt wurde, rechtsgenüglich
erstellt ist, dass die linke adominante Hand mehr als nur als Zudienhand eingesetzt
werden kann. Die Beschwerdeführerin ist offenkundig auch bei sehr leichten bis
leichten Tätigkeiten aufgrund der unfallkausalen Problematik eingeschränkt (vgl. dazu
das vorerwähnte Belastungsprofil), sodass sich grundsätzlich ein Abzug vom
Tabellenlohn rechtfertigt. Diese Einschränkungen sind indes nicht derart, dass der von
der Beschwerdegegnerin gewährte Abzug von 10 % nicht angemessen erschiene.
Vorausgesetzte triftige Gründe (vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts vom 14. Mai 2018,
8C_744/2017, E. 3.3), vom gewährten Abzug von 10 % nach oben oder unten
abzuweichen, liegen auf jeden Fall nicht vor. Entsprechend resultiert ein
Invalideneinkommen von Fr. 49'656.-- (Fr. 55'173.-- x 0.9).
4.2.3.
Bei einem Valideneinkommen von Fr. 56'748.-- und einem Invalideneinkommen
von Fr. 49'656.-- resultiert eine Erwerbseinbusse von Fr. 7'092.-- und ein
Invaliditätsgrad von aufgerundet 13 % (Fr. 7'092.-- / Fr. 56'748.-- x 100). Dies
entspricht dem von der Beschwerdegegnerin verfügten, womit die Beschwerde in
diesem Punkt abzuweisen ist.
4.3.
Zu beurteilen bleibt die Höhe des Anspruchs auf eine Integritätsentschädigung. Die
Beschwerdegegnerin sprach der Beschwerdeführerin gestützt auf die kreisärztlichen
Beurteilungen vom 20. März 2017 (Suva-act. 87), 25. April 2019 (Suva-act. 190-7) und
8. Oktober 2020 (Suva-act. 246-2) eine solche basierend auf einem Integritätsschaden
von 17.5 % zu. Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin beantragt deren Erhöhung
5.1.
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auf 22.5 % und verweist insbesondere auf die Einschätzungen von Dr. F._ vom 11.
Mai 2020 (Suva-act. 232) und 10. November 2020 (Suva-act. 262).
Die Integritätsentschädigung wird entsprechend der Schwere des
Integritätsschadens abgestuft. Bei gleichem medizinischem Befund ist der
Integritätsschaden für alle Versicherten gleich; er wird abstrakt und egalitär bemessen.
Spezielle Behinderungen der betroffenen Person bleiben dabei unberücksichtigt. Die
Bemessung des Integritätsschadens hängt somit nicht von den besonderen
Umständen des Einzelfalls ab; es geht vielmehr um die medizinisch-theoretische
Ermittlung der Beeinträchtigung der körperlichen und/oder geistigen Integrität, wobei
subjektive Faktoren ausser Acht zu lassen sind (vgl. die Urteile des Bundesgerichts
vom 14. Januar 2021, 8C_658/2020, E. 2.2, und vom 23. April 2014, 8C_49/2014, E.
4.3, je mit Hinweisen).
5.2.
Nach Art. 36 Abs. 2 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202)
wird die Integritätsentschädigung gemäss den Richtlinien des Anhangs 3 zur UVV
bemessen. Dieser Anhang enthält eine als gesetzmässig und nicht abschliessend
anerkannte Skala. Die medizinische Abteilung der Suva hat in Weiterentwicklung der
bundesrätlichen Skala zusätzliche Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form
(sogenannte Feinraster) erarbeitet. Diese Tabellen enthalten Richtwerte, mit denen die
Gleichbehandlung aller Versicherten gewährleistet werden soll; sie sind mit dem
Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 32 E. 1c mit Hinweis). Trotz des Feinrasters
der Suva-Tabellen gibt es Integritätsschäden, die sich nicht direkt einer Position der
Skala von Anhang 3 zur UVV oder der Suva-Tabellen zuordnen lassen. In diesen Fällen
ist in direkter oder analoger Anwendung von Ziff. 1 Abs. 2 von Anhang 3 zur UVV der
Grad der Schwere für spezielle oder nicht aufgeführte Integritätsschäden vom
Skalenwert bzw. von Positionen der Suva-Tabellen abzuleiten. Zuerst ist mithin zu
prüfen, ob ein Integritätsschaden in der Skala von Anhang 3 zur UVV figuriert. Falls dies
nicht zutrifft, ist in den Suva-Tabellen eine passende Position zu suchen. Bei negativem
Ausgang der Suche ist schliesslich die Schwere des Integritätsschadens mittels
Vergleichs zu den Werten in der Skala von Anhang 3 zur UVV oder der Suva-Tabellen
abzuleiten (Thomas Frei, N 17 f. zu Art. 25, in: Marc Hürzeler/Ueli Kieser [Hrsg.],
Bundesgesetz über die Unfallversicherung, Kommentar zum schweizerischen
Sozialversicherungsrecht, 2018). Insbesondere die Einordnung von Nichtlisten- und
kombinierten Fällen öffnet dem Arzt oder der Ärztin einen grossen
Ermessensspielraum, in welchen die Verwaltung bzw. das Sozialversicherungsgericht
nicht ohne Not bzw. nur dann eingreifen soll, wenn die unfallmedizinische Beurteilung
im Hinblick auf die Liste im Anhang 3 UVV sachlich nicht gerechtfertigt ist und zu
5.3.
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stossenden Ungleichheiten führen würde (Urteil des Bundesgerichts vom 14. August
2008, 8C_660/2007, E. 4.2).
Gemäss Bundesgericht hat die Bemessung des Integritätsschadens auch bei
Versorgung mit Endoprothesen nach dem unkorrigierten Zustand zu erfolgen.
Begründet wird dies damit, dass die Integritätsentschädigung den körperlichen oder
geistigen Gesundheitsschaden als solchen ausgleicht und nicht dessen Auswirkungen
auf die Lebensfunktionen und die allgemeine Lebensgestaltung. Aus diesem Grunde ist
nicht zu unterscheiden zwischen der Korrektur mit Hilfsmitteln (vgl. dazu Anhang 3 Ziff.
1 Abs. 4 UVV) oder dem Ausgleich mit implantierten Prothesen. Es ist unerheblich, ob
der Integritätsschaden dadurch unter Umständen soweit ausgeglichen werden kann,
dass praktisch keine Beeinträchtigung der entsprechenden Lebensfunktion mehr
besteht (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 28. April 2002, 8C_600/2007, E. 2.1.2, mit
Hinweisen; vgl. ferner Einleitung der Suva-Tabelle 5, wonach dies zumindest gelten
soll, wenn die Endoprothese – wie vorliegend – nicht direkt nach dem Unfall eingesetzt
wird).
5.4.
Gestützt auf die vorstehende Ausführung ist der Integritätsschaden in Würdigung
des unkorrigierten Zustands, wie er vor der Implantation der inversen Schulterprothese
am 11. Mai 2018 bestanden hatte, zu beziffern. Vor der Implantation litt die
Beschwerdeführerin unter einer schmerzreichen Funktionsstörung der linken Schulter
bei Vorliegen einer Humeruskopfnekrose. Dr. F._ beschrieb zu jenem Zeitpunkt, dass
die Rotation, im Sinne der Aussenrotation, praktisch nicht mehr möglich sei. Ein
Arbeiten auf Tischhöhe sei nicht möglich, da die Beschwerdeführerin den Arm nicht in
die entsprechende Position bringen könne (Suva-act. 143-2 f.). Dieses Beschwerdebild
ist der Schätzung des Integritätsschadens zugrunde zu legen. Med. pract. H._ hat
bei ihrer Beurteilung vom 20. März 2017 die danach eingetretene Verschlechterung der
Schultersituation bei zunehmender Nekrose und damit einhergehenden
Funktionsbeeinträchtigungen bzw. steigenden Schmerzen nicht (ausreichend)
miteinbezogen. Dr. J._ (Suva-act. 190-7, 246-2) und Dr. F._ (Suva-act. 232, 262-2)
legten ihren Einschätzungen insbesondere den Zustand nach statt vor der Implantation
bzw. den Erfolg der Endoprothese gemäss Suva-Tabelle 5 zur Bezifferung des
Integritätsschadens zugrunde. Entsprechend kann abschliessend weder auf die
Einschätzung und Begründung von med. pract. H._, noch auf diejenigen von Dr.
J._ oder Dr. F._ abgestellt werden.
5.5.
Dennoch erweist sich eine Rückweisung zu weiteren Abklärungen bezüglich Höhe
des Integritätsschadens als nicht notwendig (vgl. dazu das Urteil des Bundesgerichts
vom 5. April 2017, 8C_809/2016, E. 3.2.2, unten). Die Anträge divergieren lediglich um
5.6.
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6.
5 % (17.5 % bis 22.5 %) und der Integritätsschaden ist bei kritischer gerichtlicher
Würdigung der medizinischen Aktenlage auch in diesem Bereich festzusetzen. In der
Skala von Anhang 3 zur UVV und auch in den Suva-Tabellen findet sich für den
vorliegenden Gesundheitsschaden vor Implantation der Schulterprothese keine
Position. Entsprechend ist nach dem Gesagten die Schwere des Integritätsschadens
mittels Vergleichs zu den Werten in der Skala von Anhang 3 zur UVV oder der Suva-
Tabellen abzuleiten. Heranzuziehen ist dabei Suva-Tabelle 1 (Integritätsschaden bei
Funktionsstörungen an den oberen Extremitäten) und Suva-Tabelle 5
(Integritätsschaden bei Arthrosen). Zu beachten ist dabei, dass die mit den
funktionellen Beeinträchtigungen einhergehenden Schmerzen in diesen Tabellen mit
dem entsprechenden Prozentsatz abgegolten sind (vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts
vom 11. Februar 2020, 8C_756/2019, E. 4.3). Gemäss Suva-Tabelle 1 wird eine
Schulterbeweglichkeit bis zur Horizontalen mit 15 % bemessen. Diese Beweglichkeit
erreichte die Beschwerdeführerin im relevanten Zeitpunkt nicht, weshalb der
Integritätsschaden höher zu beziffern ist. Eine schwere Omarthrose mit damit
einhergehenden Schmerzen rechtfertigt nach Suva-Tabelle 5 einen Integritätsschaden
von 10 bis 25 %, eine Gelenksresektion oder Arthrodese 25 %. Nachdem die
Gelenkbeweglichkeit nicht vollständig aufgehoben war, wie es bei einer Arthrodese der
Fall ist, indes eine beträchtliche Funktionsstörung mit erheblichen Schmerzen analog
einer schweren Arthrose im linken Schultergelenk vorlag, rechtfertigt sich vorliegend
die Annahme eines Integritätsschadens von 20 % (Mittel zwischen 15 % und 25 %
bzw. mehr als 15 %, weniger als 25 %). Diese Einschätzung erscheint beim vorliegend
relevanten Beschwerdebild naheliegender als die Beurteilung durch die
Beschwerdegegnerin. Damit besteht ein Anspruch auf eine Integritätsentschädigung
basierend auf einem Integritätsschaden von 20 %.
Zusammengefasst ist die Beschwerde dahingehend gutzuheissen, dass die
Beschwerdegegnerin zu verpflichten ist, der Beschwerdeführerin eine
Integritätsentschädigung auf der Basis eines Integritätsschadens von 20 %
auszurichten. Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen. Zur Festsetzung und
Ausrichtung der Integritätsentschädigung ist die Sache an die Beschwerdegegnerin
zurückzuweisen.
6.1.
Gerichtskosten sind mangels gesetzlicher Grundlage im UVG keine zu erheben
(vgl. dazu Art. 61 lit. f ATSG).
6.2. bis
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