Decision ID: f781b420-be89-440a-8a7e-e5ed1db5db56
Year: 2016
Language: de
Court: BS_APG
Chamber: BS_APG_001
Canton: BS
Region: Northwestern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
Das Zivilgericht Basel-Stadt bewilligte mit Entscheid vom 4. Februar 2016 dem Kanton B_ im Betreibungsverfahren Nr. [...] die definitive Rechtsöffnung für eine Forderung gegen A_ in der Höhe von CHF 17'600.– zuzüglich Betreibungskosten. Gestützt darauf stellte der Kanton B_ am 11. Februar 2016 beim Betreibungsamt Basel-Stadt das Fortsetzungsbegehren. Das Betreibungsamt kündigte am 23. Februar 2016 A_ die Pfändung an und vollzog diese gleichentags an dem mit Arrestbefehl vom 21. August 2015 mit Arrest belegten Anteil von A_ an einem Sparkonto bei der [...]bank. Dagegen erhob A_ mit Schreiben vom 1. April 2016 Aufsichtsbeschwerde, worin sie in verfahrensmässiger Hinsicht beantragte, der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen. Mit Verfügung vom 7. April 2016 (Zustellung an A_ am 11. April 2016) wies der Präsident der unteren Aufsichtsbehörde das Begehren um Erteilung der aufschiebenden Wirkung ab.
Gegen diese Verfügung erhob A_ mit Schreiben vom 15. April 2016 (Übergabe an die Schweizer Post am 19. April 2016) Beschwerde an die obere Aufsichtsbehörde über das Betreibungs- und Konkursamt. Darin beantragt sie, es sei die Verfügung über die Abweisung ihres Begehrens um Erteilung der aufschiebenden Wirkung aufzuheben und der Beschwerde vom 1. April 2016 die aufschiebende Wirkung zu erteilen. Der Instruktionsrichter der oberen Aufsichtsbehörde zog die vorinstanzlichen Akten bei und verzichtete darauf, eine Beschwerdeantwort einzuholen.

Erwägungen
1.
Das Verfahren vor den kantonalen Aufsichtsbehörden richtet sich nach Art. 20a des Bundesgesetzes über Schuldbetreibung und Konkurs (SchKG, SR 281.1); im Übrigen gelten die Vorschriften der Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO, SR 272) sinngemäss (vgl.
Art. 20a Abs. 3 SchKG in Verbindung mit § 5 Abs. 4 des Gesetzes betreffend Einführung des Bundesgesetzes über Schuldbetreibung und Konkurs [EG SchKG, SG 230.100])
. Auf das vorliegende Beschwerdeverfahren ist die ZPO anwendbar.
Zu deren Beurteilung ist ein Ausschuss des Appellationsgerichts zuständig (§ 5 Abs. 3 EG SchKG).
Die Abweisung des Antrags um Erteilung der aufschiebenden Wirkung ist eine
prozessleitende Verfügung. Da die ZPO für
die Nichterteilung der aufschiebenden Wirkung eine Anfechtungsmöglichkeit nicht ausdrücklich vorsieht, ist
die Verfügung nur dann anfechtbar, wenn durch sie ein nicht leicht wiedergutzumachender Nachteil droht (Art. 319 lit. b ZPO). Die
Beschwerdeführerin
trägt in ihrer Beschwerde nichts vor, was einen nicht leicht wiedergutzumachenden Nachteil belegen würde. Ein solcher Nachteil ist auch nicht ersichtlich. Ein Nachteil könnte der Beschwerdeführerin allenfalls dann entstehen, wenn die untere Aufsichtsbehörde ihre Beschwerde gegen die Pfändung guthiesse und das gepfändete Vermögensstück in der Zwischenzeit verwertet worden wäre. Ein solcher Nachteil wäre allerdings bei gepfändeten Forderungen nur dann nicht leicht wiedergutzumachen, wenn der Gläubiger nicht in der Lage wäre, den erhaltenen Erlös aus der Verwertung der gepfändeten Forderung zurückzuerstatten. Vorliegend ist der Kanton B_ Gläubiger. Durch dessen Zahlungsfähigkeit ist sichergestellt, dass der Beschwerdeführerin im Fall der Gutheissung ihrer Beschwerde vor der unteren Aufsichtsbehörde der Erlös aus der allfälligen Verwertung ihres Anteils am Sparkonto zurückerstattet werden könnte. Unter diesen Umständen droht der Beschwerdeführerin durch die Verweigerung der aufschiebenden Wirkung kein nicht leicht wiedergutzumachender Nachteil. Auf die Beschwerde kann demzufolge nicht eingetreten werden.
2.
Das Beschwerdeverfahren vor der oberen Aufsichtsbehörde ist kostenlos (Art. 20a Abs. 2 Ziff. 5 SchKG, Art. 61 Abs. 2 lit. a der Gebührenverordnung zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs [GebV SchKG, SR 281.35]). Dementsprechend werden für das vorliegende Beschwerdeverfahren keine Gerichtskosten erhoben.