Decision ID: 8de72fd7-fe89-4038-8619-fe686102bb7a
Year: 2018
Language: de
Court: CH_BSTG
Chamber: CH_BSTG_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: penal_law

Die Beschwerdekammer hält fest, dass:
- die Staatsanwaltschaft Lissabon gegen B. und C. ein Strafverfahren wegen
Bestechung, Geldwäscherei und unrechtmässiger Vorteilsannahme durch
politisch Beauftragte führt;
- die Bundesanwaltschaft dem Rechtshilfeersuchen der Staatsanwaltschaft
Lissabon vom 7. März 2017 mit Schlussverfügung vom 21. Juni 2018 ent-
sprach und die Herausgabe der Bankunterlagen zum Konto Nr. 1 bei der
Bank D., lautend auf A. Corporation, an die ersuchende Behörde bewilligte
(act. 1.1);
- die A. Corporation gegen die Schlussverfügung bei der Beschwerdekammer
des Bundesstrafgerichts am 25. Juli 2018 Beschwerde einreichte und die
Aufhebung der Verfügung beantragte (act. 1);
- die A. Corporation ihren Sitz ihren Angaben zufolge auf den Britischen Jung-
ferninseln hat, weshalb sie am 27. Juli 2018 aufgefordert wurde, dem Gericht
einen beglaubigten, aktuellen Handelsregisterauszug einzureichen, welcher
über die Unterschriftberechtigung Aufschluss gibt, sowie die Identität der
Person bekannt zu geben, welche die Vollmacht unterzeichnet hat; diese
Aufforderung unter Hinweis, dass bei Säumnis auf die Beschwerde nicht ein-
getreten werde, erfolgte (act. 3);
- die A. Corporation innert der ihr angesetzten Frist die angeforderten Unter-
lagen nicht einreichte;

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass:
- auf Beschwerdeverfahren in internationalen Rechtshilfeangelegenheiten die
Bestimmungen des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Ver-
waltungsverfahren (VwVG; SR 172.021) anwendbar sind (Art. 39 Abs. 2 lit. b
i.V.m. Art. 37 Abs. 2 lit. a Ziff. 1 des Bundesgesetzes vom 19. März 2010
über die Organisation der Strafbehörden des Bundes [StBOG; SR 173.71]),
wenn das IRSG nichts anderes bestimmt (Art. 12 Abs. 1 IRSG);
- die Schlussverfügung der ausführenden kantonalen oder der ausführenden
Bundesbehörde zusammen mit den vorangehenden Zwischenverfügungen
der Beschwerde an die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts unter-
liegt (Art. 80e Abs. 1 IRSG);
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- zur Beschwerdeführung berechtigt ist, wer persönlich und direkt von einer
Rechtshilfemassnahme betroffen ist und ein schutzwürdiges Interesse an
deren Aufhebung oder Änderung hat (Art. 80h lit. b IRSG); bei der Erhebung
von Kontoinformationen namentlich der Kontoinhaber als persönlich und di-
rekt betroffen im Sinne des Art. 80h lit. b IRSG gilt (Art. 9a lit. a IRSV);
- die Beschwerdeführerin den Nachweis ihrer Existenz sowie der Unterschrift-
berechtigung innert der angesetzten Frist nicht erbracht hat, weshalb auf ihre
Beschwerde androhungsgemäss nicht einzutreten ist (Art. 52 Abs. 3 VwVG);
- bei diesem Ausgang des Verfahrens die Gerichtskosten der Beschwerdefüh-
rerin aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG);
- die Gerichtsgebühr auf Fr. 1‘000.-- festzusetzen ist (Art. 63 Abs. 5 VwVG
i.V.m. Art. 73 StBOG und Art. 5 und 8 Abs. 3 lit. a des Reglements des Bun-
desstrafgerichts vom 31. August 2010 über die Kosten, Gebühren und Ent-
schädigungen in Bundesstrafverfahren [BStKR; SR 173.713.162]), unter An-
rechnung des entsprechenden Betrages am geleisteten Kostenvorschuss
von Fr. 3‘000.--; die Bundesstrafgerichtskasse anzuweisen ist, der Be-
schwerdeführerin den Restbetrag von Fr. 2‘000.-- zurückzuerstatten.
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