Decision ID: 56442bbc-f0c3-570e-a3cb-110c6e049826
Year: 2009
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Der Beschwerdeführer verliess eigenen Angaben zufolge seinen  in Begleitung seiner Familie (D-5386/2006, D-5387/2006, D-5388/2006 und D-5390/2006) am 18. Juni 2004 und gelangte am 17. Juli 2004 illegal in die Schweiz. Hier stellte er am selben Tag im Empfangs- und Verfahrenszentrum E._ (vormals Empfangsstelle E._) ein Asylgesuch, zu dem er am 21. Juli 2004 summarisch befragt wurde. Am 26. August 2004 wurde er durch die zuständige kantonale Behörde zu seinen Asylgründen angehört. Beide Male machte der Beschwerdeführer zu seiner Person geltend, er sei sudanesischer Staatsangehöriger und gehöre dem Stamm der Bani Halba an.
B.
B.a Zur Begründung seines Asylgesuchs machte der  bei der Befragung in der Empfangsstelle im Wesentlichen geltend, die Lage im Sudan sei aufgrund der Konflikte der Stämme Massalit und Zagawa gegen die Araber sowie wegen der Janjaweeds, die  angriffen, Märkte beraubten und Frauen entführten, unsicher. Die Familien würden in ihren Häusern angegriffen. Seine Schwester G._ (D-5386/2006) sei einem Entführungsversuch nur knapp entkommen. Am 4. April 2004 hätten die Janjaweeds seinen Vater getötet. Nachdem er den Militärdienst absolviert gehabt habe, hätten ihn die Araber im Jahre 1999 aufgefordert, gegen andere Stämme zu kämpfen (vgl. A1/ S. 4 und 5). Da er sich geweigert habe mitzugehen, sei er geschlagen worden, er habe jedoch an seinem Standpunkt festgehalten. An seinem Körper habe er von den Misshandlungen noch Narben. Über den Verbleib allfälliger Identitätspapiere befragt, gab der Beschwerdeführer zu Protokoll, sein Geburtsschein befinde sich in F._, falls das Haus in der Zwischenzeit nicht abgebrannt sei, wäre es möglich, den Geburtsschein zu besorgen (vgl. A1/ S. 4).
B.b Bei der kantonalen Anhörung machte der Beschwerdeführer  geltend, er sei im Jahre 1998 oder 1999 einmal festgenommen worden. Zu einer anderen Festnahme sei es nicht gekommen (vgl. A10/ S. 17 f.). Im weiteren Verlauf derselben Anhörung erklärte er,  vier oder fünf Monate nach dem Tod seines Vaters hätten  das Haus durchsucht, ihn und seine Angehörigen bedroht und
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ihn sowie vier seiner Angehörigen für einen Tag abgeführt, verhört,  und am nächsten Tag wieder freigelassen. Ausserdem hätten sie drei Drohbriefe erhalten. Ein Onkel väterlicherseits habe nach dem Tod des Vaters des Beschwerdeführers, diesen und seine Familie zum Verlassen ihres Wohnhauses aufgefordert. Bezüglich seines  erklärte der Beschwerdeführer zuerst, seine Ausweise seien entweder verloren oder gestohlen worden, um im weiteren Verlauf der Anhörung geltend zu machen, bei einer Hausdurchsuchung sei eine Tasche mit allen Papieren gestohlen worden (vgl. A10/ S. 8).
C.
C.a Mit Eingabe vom 20. Juli 2006 führte der Beschwerdeführer aus, er wie auch seine Angehörigen hätten gesundheitliche Probleme. Er benötige eine ärztliche Untersuchung.
C.b Mit Zwischenverfügung vom 25. Juli 2006 forderte das BFM den Beschwerdeführer auf, innert Frist einen allfälligen ärztlichen Bericht einzureichen.
Weder innert Frist noch auf Beschwerdeebene wurde ein solcher  zu den Akten gereicht.
D. Mit Verfügung vom 10. Oktober 2006 - eröffnet am 11. Oktober 2006 - lehnte das BFM das Asylgesuch des Beschwerdeführers ab und  die Wegweisung aus der Schweiz sowie deren Vollzug an. Zur  wurde ausgeführt, die Vorbringen des Beschwerdeführers genügten den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit gemäss Art. 7 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) nicht. Der  sei nicht in der Lage gewesen, zum angeblichen  genauere Angaben zu machen. So seien seine Angaben zur allgemeinen Lage in F._ teilweise falsch und höchst ungenau gewesen (vgl. A1/ S. 1; A10/ S. 26). Des weiteren habe er weder die Einwohnerzahl F._s beziffern noch genau beziehungsweise richtig die umliegenden Städte F._s aufzählen können. Auch seine Angaben zu den Janjaweeds seien tatsachenwidrig (vgl. A10/ S. 16; “Diese Janjaweeds sind gegen die Regierung.“). Der Beschwerdeführer wolle seinen eigenen Angaben zufolge seinem Vater beim Viehhandel geholfen habe, er sei aber nicht in der Lage gewesen anzugeben, wie er und seine Helfer vorgegangen seien, um beispielsweise dreihundert Tiere zu zählen (vgl. A10/ S. 5). Ausserdem
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sei nicht einzusehen, weshalb sein Vater ihn für den Verkauf der Tiere nie mitgenommen haben solle, zumal der Verkauf eine der Haupttätigkeiten eines Viehhändlers sei und es sich beim Beschwerdeführer um seinen ältesten Sohn gehandelt habe, der ihm seit Jahren im Geschäft geholfen haben wolle (vgl. A10/ S. 9 f.). Ausserdem habe er erstmals bei der kantonalen Anhörung geltend gemacht, dass er nach dem Tod seines Vaters während einer Hausdurchsuchung verhaftet, eine Nacht lang festgehalten, befragt und geschlagen worden sei und seine Familie Drohbriefe erhalten habe. Da er das Empfangsstellenprotokoll als vollständig und richtig erachtet und unterschrieben habe (vgl. A1/ S. 5 und 7), seien diese Vorbringen als nachgeschoben zu bezeichnen und könnten nicht geglaubt werden. Darüber hinaus stünden die Vorbringen des Beschwerdeführers in etlichen Punkten im Widerspruch zu denjenigen seiner Angehörigen. Auf entsprechenden Vorhalt hin sei der Beschwerdeführer nicht in der Lage gewesen, diese aufzulösen. So könne seine Erklärung, vielleicht habe seine Mutter die Drohbriefe vergessen, den Widerspruch in ihren Aussagen nicht erklären, wonach den Angaben des Beschwerdeführers zufolge nur er und seine Mutter von den Drohbriefen gewusst haben wollen (vgl. A10/ S. 20), währenddem seine Mutter die Drohbriefe nicht erwähnt habe. Solche Widersprüche bewirkten zusätzlich, dass dem Beschwerdeführer seine Vorbringen nicht geglaubt werden könnten. Darüber hinaus befänden sich in den Vorbringen des Beschwerdeführers weitere Ungereimtheiten, auf die jedoch aufgrund der bereits aufgeführten Unglaubhaftigkeitselemente nicht näher eingegangen werde.
E. Mit Eingabe vom 10. November 2006 (Poststempel 12. November 2006) liess der Beschwerdeführer gegen diesen Entscheid bei der  Schweizerischen Asylrekurskommission (ARK) Beschwerde erheben und die Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung sowie die Gewährung von Asyl in der Schweiz beantragen. Sinngemäss  er ferner, es sei die Unzulässigkeit oder zumindest die  des Vollzugs der Wegweisung festzustellen und es sei ihm die vorläufige Aufnahme in der Schweiz zu gewähren. Es sei die  Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des  vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) zu gewähren und auf die Erhebung eines  sei zu verzichten.
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F. Mit Zwischenverfügung der ARK vom 17. November 2006 hiess der damalige Instruktionsrichter das Gesuch um Gewährung der  Rechtspflege gut, verzichtete auf die Erhebung eines  und überwies die Akten der Vorinstanz zur .
G. Mit Vernehmlassung vom 7. Dezember 2006 beantragte das BFM die Abweisung der Beschwerde. In der angefochtenen Verfügung habe es ausführlich dargelegt, weshalb es dem Beschwerdeführer sowie den übrigen Familienangehörigen nicht gelungen sei, die geltend  Herkunft aus F._ sowie die damit verknüpfte Verfolgungssituation glaubhaft zu machen. In der Beschwerde werde versucht, die in den angefochtenen Verfügungen aufgezeigten mangelhaften Kenntnisse des Beschwerdeführers zu seinem angeblichen Herkunftsort zu erklären. Dabei beschränkten sich der Beschwerdeführer, aber auch seine übrigen Familienangehörigen auf ganz wenige Punkte, wobei es ihnen nicht gelinge, das fehlende Wissen zu erklären. Im Weiteren falle auf, dass in der Beschwerdeeingabe auch nicht zu den in den vorinstanzlichen Verfügungen aufgezeigten zahlreich vorhandenen Widersprüchen und anderen Ungereimtheiten in den Aussagen des Beschwerdeführers und seiner Familie eingegangen werde.
H.
H.a Mit Zwischenverfügung vom 13. Dezember 2006 erhielt der  unter Hinweis auf die Säumnisfolge die Gelegenheit, sich innert Frist zu der Vernehmlassung des BFM vom 7. Dezember 2006 schriftlich zu äussern.
H.b Der Beschwerdeführer liess sich innert Frist nicht vernehmen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
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1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das  Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine  des Bundesverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das  ist daher zuständig für die Beurteilung der  Beschwerde und entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
1.2 Das Bundesverwaltungsgericht hat am 1. Januar 2007 die  der bei der ARK hängigen Rechtsmittel übernommen. Das neue Verfahrensrecht ist anwendbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 VGG).
1.3 Die Beschwerde ist form- und fristgerecht eingereicht. Der  ist durch die angefochtene Verfügung berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Der Beschwerdeführer ist daher zur Einreichung der  legitimiert (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48, 50 und 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten.
2. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
3.
3.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl. Als Flüchtling wird eine ausländische Person , wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu  bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen  ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung von Leib, Leben oder Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken; den frauenspezifischen Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen (Art. 3 AsylG).
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3.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft  oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender  für gegeben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich  sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG).
4.
4.1 Mit Urteil des Bundesverwaltungsgerichts D-5387/2006 vom 27. April 2009 wurde die Beschwerde der Mutter des  sowie seiner beiden Schwestern C._ und D._ abgewiesen. Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, dass auf die Unglaubhaftigkeit der geltend gemachten Herkunft aus Darfur sowie die damit verknüpfte Verfolgungssituation zu schliessen sei. Bei dieser Sachlage kann auch dem Beschwerdeführer die geltend gemachte Herkunft aus Darfur und die davon abgeleitete Verfolgungssituation nicht geglaubt werden. Zudem wird auf die in der angefochtenen Verfügung aufgezeigten Unstimmigkeiten in den Schilderungen des Beschwerdeführers verwiesen. Mangels einer entsprechenden Stellungnahme auf Beschwerdeebene kann darauf verzichtet werden, diesbezüglich nähere Ausführungen zu machen, und es wird auf die zutreffenden Erwägungen in der angefochtenen Verfügung verwiesen, denen sich das Bundesverwaltungsgericht vollumfänglich anschliesst.
4.2 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass den Vorbringen des , er sei im Zeitpunkt seiner Ausreise in seiner  Darfur in asylrechtlich erheblichem Ausmass verfolgt worden, nicht geglaubt werden kann, wobei hervorzuheben ist, dass die  gemachte Herkunft aus Darfur unglaubhaft ist.
5.
5.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der  der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG).
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5.2 Der Beschwerdeführer verfügt weder über eine  Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung  solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (Art. 44 Abs. 1 AsylG; Entscheidungen und Mitteilungen der  Asylrekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21).
6.
6.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich, so regelt das Bundesamt das  nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige  von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des  vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]).
6.2 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche  der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des  in den Heimat-, Herkunfts- oder in einen Drittstaat  (Art. 83 Abs. 3 AuG).
So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land  werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus  Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie  läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]).
Gemäss Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des  vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere , unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4.  1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden.
6.3 Die Vorinstanz wies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend darauf hin, dass der Grundsatz der Nichtrückschiebung nur Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen (vgl. MARIO GATTIKER, Das Asyl- und Wegweisungsverfahren, 3. Aufl., Bern 1999, S. 89). Da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erheb-
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liche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non- im vorliegenden Verfahren keine Anwendung finden. Eine Rückkehr des Beschwerdeführers in den Sudan ist demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig.
Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen des  noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall  Ausschaffung in den Sudan dort mit beachtlicher  einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt wäre. Gemäss Praxis des Europäischen  für Menschenrechte (EGMR) sowie jener des UN-Anti- müsste der Beschwerdeführer eine konkrete Gefahr ("real risk") nachweisen oder glaubhaft machen, dass ihm im Fall einer Rückschiebung Folter oder unmenschliche Behandlung drohen würde (vgl. EMARK 2001 Nr. 16 S. 122, mit weiteren Hinweisen; EGMR,  gegen Grossbritannien, Urteil vom 6. Februar 2001, Recueil des arrêts et décisions 2001-I, S. 327 ff.). Auch die allgemeine  im Sudan ausserhalb Darfur lässt den  zum heutigen Zeitpunkt klarerweise nicht als unzulässig . Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung sowohl im Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen .
6.4 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder  auf Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AuG – die vorläufige Aufnahme zu gewähren (vgl. Botschaft zum Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer vom 8. März 2002, BBl 2002 3818).
6.5 Den Erkenntnissen des Bundesverwaltungsgerichts zufolge  im Sudan ausserhalb der Region Darfur keine Situation  Gewalt, und es sind keine Anhaltspunkte dafür ersichtlich, dass der Beschwerdeführer bei einer Rückkehr in einen ausserhalb Darfur gelegenen Teil des Sudans einer konkreten Gefährdung im Sinne von Art. 83 Abs. 4 AuG ausgesetzt wäre. Der Wegweisungsungsvollzug in den Sudan erweist sich somit als generell zumutbar.
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6.6 Es sind auch keine individuellen, in der Person des  gelegenen Gründe ersichtlich, die den Wegweisungsvollzug als unzumutbar erscheinen lassen würden. Dem jungen und gemäss  offensichtlich gesunden Beschwerdeführer ist es zuzumuten, gemeinsam mit seinen Familienangehörigen (Mutter und Geschwister) in den Sudan zurückzukehren und sich dort erneut eine  zu schaffen.
6.7 Es ist festzuhalten, dass die Untersuchungspflicht der  hinsichtlich Zulässigkeit, Zumutbarkeit und Möglichkeit des  nach Treu und Glauben ihre Grenzen an der Mitwirkungspflicht der Beschwerde führenden Person findet (Art. 8 AsylG), die im  auch die Substanziierungslast trägt (Art. 7 AsylG). Da der  sowie seine übrigen Angehörigen keine  eingereicht haben, mithin ihre Identität nicht sicher feststeht und sie auch auf Beschwerdeebene darauf verzichtet haben, ihren  Herkunftsort anzugeben, kann es nicht Sache der Asylbehörden sein, näher nach allfälligen weiteren Wegweisungshindernissen im Heimatland des Beschwerdeführers zu forschen. Gemäss konstanter Schweizer Asylpraxis sind die Asylbehörden nicht gehalten, in Fällen, in denen aufgrund vom Asylgesuchsteller zu verantwortenden  nicht feststeht, welches sein Herkunftsland beziehungsweise sein Herkunftsort ist (vgl. EMARK 2005 Nr. 1 E.3.2.2. S. 5 f.), nach  Vollzugshindernissen zu suchen. Vorliegend konnte der  seine geltend gemachte Herkunft aus Darfur nicht glaubhaft machen. Es entsteht vielmehr der Eindruck, dass er seinen wahren Herkunftsort dissimulieren will, weshalb davon auszugehen ist, dass er dort über ein ausreichendes Beziehungsnetz verfügt. Im  ist vor dem Hintergrund der kostspieligen Ausreise und der  für die medizinische Betreuung seiner Schwester D._ von ausreichenden finanziellen Quellen im Heimatland auszugehen. Der Beschwerdeführer, aber auch seine Geschwister (Verfahren D-5386/2006 D-5387/2006, D-5388/2006 und D-5390/2006), verfügen gemäss Aktenlage über eine gute Schulbildung. Die ganze Familie  dem arabischen Stamm Bani Halba an, dessen Angehörige im Sudan nichts zu befürchten haben. Unter diesen Umständen sollte es dem gemäss Aktenlage gesunden Beschwerdeführer möglich sein, eine seinen Fähigkeiten und Kenntnissen entsprechende wirtschaftliche Existenz in einer sudanesischen Grossstadt, wie zum Beispiel Khartoum, aufzubauen beziehungsweise an seinen tatsächlichen Wohnort zurückzukehren.
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6.8 Schliesslich ist auch aus der nunmehr bald fünfjährigen  des Beschwerdeführers in der Schweiz und der damit allfällig  Integration keine andere Beurteilung der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs herzuleiten. Nachdem die Bestimmungen  vorläufige Aufnahme infolge einer schwerwiegenden  Notlage (insbes. Art. 44 Abs. 3-5 AsylG in der Fassung vom 26. Juni 1998; AS 1999 2273) auf den 1. Januar 2007 aufgehoben worden sind, kann bei Beschwerden gegen Verfügungen des BFM  des BFF im Verfahren vor dem  das Vorliegen einer schwerwiegenden persönlichen Notlage nicht mehr geprüft werden. Die Integration in der Schweiz war unter altem Recht primär im Rahmen eben jener Notlagenprüfung zu . Nach geltendem Recht ist es nun dem Kanton vorbehalten, mit Zustimmung des Bundesamtes einer ihm nach Gesetz zugewiesenen Person eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen, wenn wegen der  Integration ein schwerwiegender persönlicher Härtefall vorliegt (Art. 14 Abs. 2 Bst. c AsylG).
Nach dem Gesagten erweist sich Vollzug der Wegweisung auch als .
6.9 Schliesslich obliegt es dem Beschwerdeführer, sich bei der  Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr  Reisedokumente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AuG).
7. Insgesamt ist der durch die Vorinstanz verfügte Wegweisungsvollzug zu bestätigen. Die Vorinstanz hat den Vollzug der Wegweisung zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich erachtet. Nach dem  fällt eine Anordnung der vorläufigen Aufnahme ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1-4 AuG).
8. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG). Die  ist nach dem Gesagten abzuweisen.
9. Mit Zwischenverfügung vom 17. November 2006 wurde das Gesuch
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um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG gutgeheissen. Folglich ist auf die Auferlegung von  zu verzichten.
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