Decision ID: e612945f-a41d-50cc-8f22-bbf31951d4af
Year: 2010
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
T._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Arthur Andermatt, Teufener Strasse 8, Postfach,
9001 St. Gallen,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
Rente
Sachverhalt:
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A.
T._ (Jg. 1960) meldete sich am 14. Dezember 2006 zum Bezug von IV-Leistungen an.
Im Gesuchsformular gab er u.a. an, er habe in seinem Herkunftsland acht Jahre die
Grundschule besucht; er habe keinen Beruf erlernt. Dr. med. A._ berichtete der IV-
Stelle am 16. Januar 2007, der Versicherte leide an einer koronaren Herzkrankheit bei
St. n. Myokardinfarkt 10/06 (Bypassoperation bei schwerer RIVA-Stenose), an einem
PAVK bds. Stadium IIa (St. n. PTA der A. femoralis 2002), an intermittierender
symptomatischer fokaler Epilepsie (epileptischer Anfall im September 2006 und 2004)
sowie – ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit – an einer unklaren pulmonalen
Raumforderung im Unterlappensegment rechts, an Hyperalbuminämie unklarer
Aetiologie, an Nierenarterienstenose links 90% und an Hyperlipidämie. Dr. med. A._
ging von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit des Versicherten als Bauarbeiter seit
dem 17. September 2006 aus. Nach der Bypassoperation habe der Versicherte eine
Rehabilitation in Gais absolviert, die gut verlaufen sei. Der Versicherte fühle sich
körperlich wieder fit. Wegen der intermittierend auftretenden Epilepsie sei der
Versicherte "auf dem Bau" nur noch beschränkt arbeitsfähig. Er sei schon zweimal am
Arbeitsplatz zusammengebrochen. Es bestehe nur eine leichte Einschränkung der
Leistungsfähigkeit für Arbeiten, bei denen ein epileptischer Anfall weder eigen- noch
fremdgefährdend wirken könne. An einem diesbezüglich geeigneten Arbeitsplatz seien
dem Versicherten auch mittelschwere belastende Arbeiten ganztags zumutbar. Die
B._ teilte der IV-Stelle am 31. Januar 2007 mit, der Versicherte sei bis 30. Juni 2005
fest zu 100% angestellt gewesen. Ab 1. Juli 2005 habe nur noch ein befristeter
Arbeitsvertrag bestanden. Dieser sei Mitte Dezember 2005 ausgelaufen. Im Jahr 2005
habe der Versicherte einen Jahreslohn von Fr. 56'554.- erzielt. Das Kantonsspital St.
Gallen berichtete der IV-Stelle am 21. Februar 2007, der Versicherte leide an einer
koronaren Herzkrankheit (Vorderwandinfarkt 09/06, zweifache aorto-koronare Bypass-
Operation 30.10.2006, vormals schwere, aktuell leichte linksventrikuläre
Funktionseinschränkung), an einer peripher-arteriellen Verschlusskrankheit (Claudicatio
vom Unterschenkeltyp IIb), an einer Epilepsie mit Grand-mal-Anfällen (anfallfrei unter
Tegretol-Medikation) und – ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit – an Stenosen der Ae.
carotides bds. und an Nierenarterienstenose. Die Ärztinnen des Kantonsspitals führten
weiter aus, als Strassenbauarbeiter sei der Versicherte seit dem 17. September 2006
zu 100% arbeitsunfähig. Kardialerseits bestünden ein stabiler Verlauf und eine günstige
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Prognose, sofern die sekundärprophylaktischen und Lifestyle-Massnahmen
beibehalten werden könnten. Gegenüber dem postoperativen Befund habe sich die
linksventrikuläre Funktion verbessert. Sie sei noch leicht eingeschränkt. Kardialerseits
sei dem Versicherten eine leichte bis mässig strenge ganztägliche Arbeit zumutbar.
Limitierend seien die peripher-arterielle Verschlusskrankheit und die Fremd- und
Selbstgefährdung im Rahmen der Epilepsie. Die Verschlusskrankheit sollte
angiologisch abgeklärt werden. Am 7. Mai 2007 teilte die IV-Stelle dem Versicherten
mit, dass die Wartezeit erst am 17. September 2007 ablaufen werde. Dann werde sie
die Anspruchsvoraussetzungen für eine Rente prüfen.
B.
Dr. med. A._ berichtete der IV-Stelle am 8. September 2007, der Gesundheitszustand
des Versicherten habe sich verschlechtert. Die Leistungsfähigkeit sei eingeschränkt
durch eine intermittierend auftretende Angina pectoris, die durch eine medikamentöse
Intensivierung angegangen worden sei, und durch die periphere arterielle
Verschlusskrankheit mit Abnahme der Gehstrecke und zunehmenden
symptomatischen Wadenkrämpfen. Im Bereich der Beinarterien seien bereits mehrere
Dilatationen durchgeführt worden. Aktuell bestehe die Therapie in medikamentösen
Massnahmen. Trotz der Intensivierung der medizinischen und der medikamentösen
Massnahmen habe insgesamt nur ein Teil der Verschlechterung aufgefangen werden
können. Zumutbar seien nur noch körperlich leichte Arbeiten. Die Arbeitsfähigkeit sei
massiv eingeschränkt (15-20% in Etappen). Das Kantonsspital St. Gallen gab am 5.
November 2007 an, kardialerseits bestehe ein stabiler Verlauf mit einer günstigen
Prognose bei entsprechenden sekundärprophylaktischen Massnahmen. Gemäss dem
Untersuch vom 31. Januar 2007 sei der Versicherte hinsichtlich der linksventrikulären
Funktion noch leicht eingeschränkt. Gemäss einer angiologischen Untersuchung vom
8. Oktober 2007 bestehe unverändert eine stabile Wadenclaudicatio rechtsbetont bei
peripher-arterieller Verschlusskrankheit, die bei einer körperlichen Tätigkeit stark
einschränkend wirke. Die Angiologie des Kantonsspitals St. Gallen berichtete der IV-
Stelle am 21. November 2007, am 8. Oktober 2007 sei eine Duplexkontrolle ein Jahr
nach der Dilatation einer Nierenarterienstenose erfolgt. Festgestellt worden seien ein
Rezidiv und eine Stenose rechts. Der Versicherte habe keine Beschwerden angegeben.
C.
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Die IV-Stelle beauftragte den Internisten Dr. med. C._ am 12. Dezember 2007 mit
einer Begutachtung. Dr. med. C._ berichtete in seinem Gutachten vom 18. Februar
2008, die Deutschkenntnisse des Versicherten seien rudimentär. Obwohl die Fragen
sehr einfach formuliert worden seien, habe der Versicherte etliche von ihnen nicht
verstanden. Der Versicherte habe angegeben, beim Gehen habe er schon nach etwa
300m rechtsbetonte Wadenschmerzen. Deshalb gehe er nicht mehr schwimmen und
Velo fahren könne er auch nicht mehr. Die einzige Aktivität seien kurze Spaziergänge
von höchstens einer Stunde Dauer, wobei er vier- bis fünfmal anhalten müsse. Dr. med.
C._ führte weiter aus, es bestehe eine schwerwiegende Kombination von
soziokulturellen Anpassungsproblemen und sozioökonomischen Schwierigkeiten bei
der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz mit zunehmendem Schwund von
Zukunftsvisionen und Abhängigkeit von sozialen Institutionen. Dr. med. C._ stellte
folgende Diagnosen: PAVK Stadium IIa rechts und mutmasslich IIb links, erstmaliges
Auftreten 2004, St. n. PTA der Arteria femoralis superficialis bds. 2002, fokale Epilepsie
mit St. n. vermutlich drei epileptischen Anfällen 12/04, 12/05 und atypisch 12/06,
seither unter Tegretol anfallfrei sowie – ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit –
allgemeine atheromatöse Makroangiopathie mit koronarer und hypertensiver
Herzkrankheit, St. n. anteroseptalem Myokardinfarkt am 17. September 2006,
zweifache AC-Bypassoperation bei Eingefässerkrankung des RIVA am 30. Oktober
2006 mit seither normaler EF von 50%, fehlenden Zeichen von Angina pectoris und
kardialen Insuffizienzsymptomen, Arteriosklerose der extrakraniellen Kopfgefässe, St.
n. PTA und Stenteinlage der Arteria renalis links am 3. Dezember 2006 mit aktuell
normaler renaler Funktion und soziokulturelle Problematik bei Maladaptation, fehlender
Sprachkenntnis, mangelnder Ausbildung und einfachem Psychostatus. In seiner
Beurteilung führte Dr. med. C._ aus, der Versicherte leide an einer schweren,
generalisierten makroangiopathischen Atheromatose, wobei insbesondere die PAVK IIa
rechts und die PAVK IIb links bezüglich Lebensqualität das grösste Defizit darstellten.
Von kardialer Seite bestehe keine Einschränkung. Man finde keine kardialen
Insuffizienzzeichen bei guter EF, keine Rhythmusstörungen und keine pektanginösen
Beschwerden. Auch die pulmonale Situation sei im Normbereich. Von Seiten der
Nierenarterienstenose bestehe klinisch keine Relevanz. Dasselbe gelte für die
Atheromatose im Bereich der Hirnarterien. Die Situation der unteren Extremitäten sei
noch nie quantitativ exploriert worden. Dies wäre in bezug auf therapeutische
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interventionelle oder operative Massnahmen wichtig, um die einzige klinisch relevante
Beeinträchtigung beheben oder zumindest verbessern zu können, nämlich die
Beweglichkeitseinschränkung durch die Claudicatio rechtsbetont. Diese Einschränkung
verhindere nämlich auch die Durchführung herzkreislaufaufbauender
Fitnessmassnahmen. Gegenwärtig sei die körperliche Betätigung auf kleine
Spaziergänge reduziert. An eine Rehabilitation könne erst gedacht werden, wenn die
arterielle Zirkulation der unteren Extremitäten optimiert sei (mittels PTA oder
Bypassoperation). Als Bauarbeiter könne der Versicherte einerseits wegen seiner
Körpereinsatzlimitierung als Folge der peripheren Verschlusskrankheit und andererseits
wegen der Epilepsie nicht mehr arbeiten. In sitzender Position und beim unbelasteten
Gehen über eine Strecke von maximal 300m könne der Versicherte ohne weiteres
eingesetzt werden. Ein reduzierter Arbeitseinsatz bestehe seit dem Myokardinfarkt am
17. September 2006. Eine leichte Tätigkeit in vorwiegend sitzender Position mit der
Möglichkeit, die Position zu ändern (aufstehen, umhergehen) sei an sechs Stunden
täglich (zweimal drei Stunden) möglich. Das entspreche einem Einsatz von ca. 40%.
Diese Situation könnte durch die angegebenen beiden medizinischen Massnahmen
verbessert werden.
D.
Dr. med. C._ teilte am 26. März 2008 ergänzend mit, dass er eine lange
Anamneseerhebung "mit Händen und Füssen" habe machen müssen. Die Angabe
einer Einsatzfähigkeit von 40% sei klar ein "Verschreiber" gewesen. Wenn der
Versicherte während sechs Stunden einer adaptierten Tätigkeit nachgehe, entspreche
das einer Arbeitsfähigkeit von 75%. Die IV-Stelle ordnete eine Ergänzung der
Begutachtung durch eine Befragung des Versicherten unter Beizug eines Dolmetschers
an. Dr. med. C._ teilte anschliessend mit, die Angaben des Versicherten seien dank
der Übersetzung präziser, nachvollziehbarer und kohärenter erfassbar gewesen. Die
Anamnese, die Schilderung des Beschwerdebildes und der aktuellen subjektiven
Schwierigkeiten sowie der Status hätten sich dadurch aber nicht geändert, so dass der
Bericht vom 18. Februar 2008 schlüssig bleibe. Es müsse unbedingt eine angiologische
Abklärung der Beinarterie durchgeführt werden. Aufgrund des sozialen Rückzugs und
der Unfähigkeit, mit jemandem über die sozioökonomischen und ökosozialen Probleme
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sprechen zu können, sei ein psychiatrisch psychotherapeutischer Support sinnvoll. Die
Arbeitsfähigkeitsschätzung bleibe gültig.
E.
Die IV-Stelle hielt in einer internen Notiz vom 31. Juli 2008 u.a. fest, es sei von einer
70-75%igen adaptierten Arbeitsfähigkeit auszugehen. Aufgrund der leichten Tätigkeit
sei ein Leidensabzug von 10% zu prüfen. Bei einer Umsetzung der zumutbaren
Arbeitsfähigkeit von zweimal drei Stunden täglich bestehe kein Anspruch auf einen
Teilzeitabzug. Die IV-Stelle verglich ein Valideneinkommen 2008 als Bauarbeiter von Fr.
58'499.- mit einem zumutbaren Invalideneinkommen von Fr. 36'854.- und ermittelte so
einen Invaliditätsgrad von 37%. Mit einem Vorbescheid vom 5. August 2008 teilte sie
dem Versicherten mit, dass sie beabsichtige, sein Leistungsbegehren abzuweisen. Der
Versicherte liess am 25. September 2008 einwenden, die vom Gutachter empfohlenen
Abklärungen seien durchgeführt worden. Man habe von einer Operation abgesehen.
Das zumutbare Invalideneinkommen hätte gekürzt werden müssen, da der Lohn
gemäss der LSE höher sei als das Valideneinkommen. Die Zumutbarkeitsschätzung
des "IV-Arztes" müsse erneut überprüft werden. Ein Abzug von lediglich 10% sei
ungenügend. Dr. med. D._ vom RAD hielt am 15. Oktober 2008 fest, die
Arbeitsfähigkeitsschätzung des Gutachters sei klar: 70-75% (z.B. zweimal drei Stunden
pro Tag). Der Gutachter habe die eingeschränkte Gehfähigkeit gewürdigt. Keiner der
involvierten Fachärzte habe die Schätzung des Hausarztes gestützt. Mit einer
Verfügung vom 15. Oktober 2008 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren des
Versicherten ab.
F.
Der Versicherte liess am 19. November 2008 Beschwerde erheben und die
Rückweisung an die IV-Stelle zur weiteren Abklärung beantragen. Allenfalls sollte ab
September 2007 eine ganze Rente zugesprochen werden. Zur Begründung wurde
ausgeführt, das Gutachten von Dr. med. C._ entspreche nicht den gängigen
Kriterien. Zudem habe es angeblich im entscheidenden Punkt, der
Arbeitsfähigkeitsschätzung, einen Schreibfehler aufgewiesen. Schliesslich sei es nicht
von einem medizinischen Endzustand ausgegangen, denn es seien zwei medizinische
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Massnahmen empfohlen worden. Der Gutachter sei davon ausgegangen, dass diese
Massnahmen durchgeführt werden müssten, damit eine Beschäftigung in einer
adaptierten Tätigkeit möglich sei. Die Vorhersage des Gutachters, dass der
Gesundheitszustand sich mit der Operation bessern werde, sei nicht eingetroffen, weil
die Angiologie des Kantonsspitals St. Gallen von einer Operation abgeraten habe. Es
müsse deshalb ein neues Gutachten erstellt werden. Damit könnte auch der Fehler
korrigiert werden, dass keine multidisziplinäre Begutachtung vorgenommen worden
sei, obwohl multiple Diagnosen gestellt worden seien. Die Invaliditätsbemessung
erscheine in mehrfacher Hinsicht als nicht adaptiert. Aufgrund der Einschränkung
könne nicht vom Valideneinkommen als der Grundlage des Invalideneinkommens
ausgegangen werden. Auf dem Bau müssten die Lohnerhöhungen gemäss dem
Landesmantelvertrag berücksichtigt werden. Gemäss den Angaben des Arbeitgebers
habe sich der Lohn 2005 für 11,5 Monate auf Fr. 56'574.-, umgerechnet auf 12 Monate
auf Fr. 59'012.- belaufen. Die Entlöhnung sei unterdurchschnittlich gewesen. Dies
müsse entweder beim Validen- oder beim Invalideneinkommen berücksichtigt werden.
Der zusätzliche Abzug betrage 25% (einfaches Gemüt, mangelnde Sprachkenntnisse,
Teilzeitarbeit, lange Betriebszugehörigkeit).
G.
Die IV-Stelle beantragte am 8. Januar 2009 die Abweisung der Beschwerde. Sie führte
zur Begründung aus, der Internist Dr. med. C._ habe keine schwerwiegenden
Beeinträchtigungen in seinem Fachgebiet festgestellt. Deshalb sei die
Arbeitsfähigkeitsschätzung (70-75%) überzeugend. Da es alle Voraussetzungen erfülle,
sei dem Gutachten die volle Beweiskraft beizumessen. Die Arbeitsfähigkeitsschätzung
des Hausarztes sei nicht nachvollziehbar. Auszugehen sei von einer Arbeitsfähigkeit
von 72,5%. Massgebend seien die Einkommenszahlen des Jahres 2007. Der
Versicherte habe 2004 Fr. 54'223.- verdient. Die Anpassung an die
Nominallohnentwicklung bis 2007 ergebe ein Valideneinkommen von Fr. 56'294.-. Der
durchschnittliche Bruttojahreslohn für Hilfsarbeiter habe 2007 Fr. 60'165.- betragen.
Das Valideneinkommen liege mit 6,4% nicht deutlich unter dem Tabellenlohn, weshalb
eine sogenannte Parallelisierung unterbleiben müsse. Ein Teilzeitabzug von 10% sei
gerechtfertigt. Weitere Gründe für einen Abzug fehlten. Damit belaufe sich das
Invalideneinkommen auf Fr. 39'258.-. Der Invaliditätsgrad betrage somit rund 30%.
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H.
Der Versicherte liess am 27. Februar 2009 einwenden, es sei ein "Behindertenabzug"
von 25% vorzunehmen. Gemäss dem Landesmantelvertrag für das Baugewerbe hätte
das Einkommen 2008 Fr. 61'992.- betragen. Bei dem zumutbaren Invalideneinkommen
gemäss der Verfügung von Fr. 36'854.- resultiere ein Invaliditätsgrad von 40,6%. Da
keine Operation erfolgt sei, habe sich die gutachterliche Annahme, die Situation könne
medizinisch verbessert werden, nicht realisiert. Damit habe sich das Gutachten als
unzutreffend erwiesen.
I.
Die IV-Stelle verzichtete am 12. März 2009 auf eine Stellungnahme zur Replik.

Erwägungen:
1.
Gemäss Art. 16 ATSG ist das Einkommen, das die versicherte Person nach dem Eintritt
der Invalidität und nach der Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung zu setzen zum
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person erzielen könnte, wenn sie nicht invalid
geworden wäre (Valideneinkommen). Die Ermittlung des Validen- und des zumutbaren
Invalideneinkommens setzt die vorgängige Definition der Validen- und der
Invalidenkarriere voraus. Gemäss den Angaben der B._ war der letzte Arbeitstag des
Beschwerdeführers der 15. Dezember 2005. An diesem Tag lief der befristete
Arbeitsvertrag aus. Der Grund für den Wechsel von einer regulären, unbefristeten
Anstellung zu einer befristeten Beschäftigung war gemäss den Angaben der B._
deren wirtschaftliche Schwierigkeiten gewesen. Es ist nicht bekannt, ob der
Beschwerdeführer im Jahr 2006 wieder für die B._ hätte arbeiten können, wenn er
gesund geblieben wäre. Wahrscheinlicher ist, dass er arbeitslos geworden wäre. Unter
diesen Umständen kann nicht davon ausgegangen werden, dass der
Beschwerdeführer im fiktiven "Gesundheitsfall" weiterhin zu demselben Lohn wie bis
Ende 2005 (oder gar wie bis Ende Juni 2005) hätte arbeiten können. Aufgrund der
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langjährigen Beschäftigung in einem Bauunternehmen hätte der Beschwerdeführer eine
neue Stelle im Bereich des Baugewerbes gesucht und gefunden. Die Validenkarriere ist
deshalb diejenige eines Bauhilfsarbeiters. Allerdings kann das Valideneinkommen im
vorliegenden Fall ausnahmsweise nicht anhand des zuletzt erzielten Lohns ermittelt
werden. Im massgebenden Zeitpunkt hätte nämlich kein Arbeitsverhältnis mit der B._
mehr bestanden, auch wenn der Beschwerdeführer gesund geblieben wäre. Das
Valideneinkommen des Beschwerdeführers bemisst sich deshalb nach dem statistisch
ermittelten Durchschnittslohn eines Hilfsarbeiters in der Baubranche. Der
Beschwerdeführer geht seit dem 15. Dezember 2005 keiner Erwerbstätigkeit mehr
nach. Die zumutbare Invalidenkarriere muss deshalb auf andere Weise bestimmt
werden. Dabei ist von der ärztlichen Umschreibung der noch zumutbaren Art von
Hilfsarbeiten auszugehen. Dr. med. C._ hat im Gutachten vom 18. Februar 2008
angegeben, es müsse sich um eine körperlich leichte Tätigkeit in vorwiegend sitzender
Position handeln, bei welcher der Beschwerdeführer auch aufstehen und umhergehen
könne. Der Beschwerdeführer hat gegen das Gutachten von Dr. med. C._
sinngemäss eingewendet, es beruhe auf der Fiktion, dass die vorgeschlagenen
medizinischen Massnahmen erfolgreich durchgeführt worden seien. Diese Auffassung
des Beschwerdeführers trifft nicht zu, denn Dr. med. C._ hat seiner
Arbeitsfähigkeitsschätzung den bei der Untersuchung angetroffenen
Gesundheitszustand zugrunde gelegt. Da die vorgeschlagenen medizinischen
Massnahmen, würden sie erfolgreich durchgeführt, nichts an der Beschränkung auf
körperlich leichte Arbeiten ändern würden und da es keinen statistisch ausgewiesenen
Lohnnachteil bei körperlich leichten im Vergleich zu körperlich beanspruchenden
Hilfsarbeiten gibt, ist die Umschreibung einer behinderungsadaptierten Erwerbstätigkeit
durch Dr. med. C._ als überwiegend wahrscheinlich richtig zu qualifizieren. Der
ausgeglichene Markt für Hilfsarbeiten weist erfahrungsgemäss in praktisch allen
Branchen Stellen auf, an denen der Beschwerdeführer seine verbliebene
Arbeitsfähigkeit unter Einhaltung der qualitativen Vorgaben (körperlich leicht,
Möglichkeit des freien Positionswechsels) verwerten könnte. Die zumutbare
Invalidenkarriere ist deshalb eine entsprechende Hilfsarbeit ohne Beschränkung auf
eine bestimmte Branche.
2.
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2.1 Laut der praxisgemäss anwendbaren Tabelle TA1 im Anhang zu der vom
Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebung (LSE, hier für das
Jahr 2006) belief sich der Durchschnittslohn (Zentralwert) der Hilfsarbeiter im
Baugewerbe bei einer Wochenarbeitszeit von 40 Std. auf Fr. 5007.-. Die
durchschnittliche betriebsübliche Wochenarbeitszeit im Baugewerbe betrug aber 2006
und 2007 nicht 40, sondern 41,7 Std. Das entspricht einem Durchschnittslohn von Fr.
5219.80 bzw. Fr. 62'638.-. Gemäss der ebenfalls vom Bundesamt für Statistik
herausgegebenen Lohnentwicklung 2007, Tabelle T1.05, waren die Löhne im
Baugewerbe im Jahr 2007 um 1,7% höher als im Jahr 2006. Der massgebende
Durchschnittslohn für 2007 beläuft sich somit auf Fr. 63'703.-. Dieser Betrag gibt als
Valideneinkommen die – hypothetische – erwerbliche Leistungsfähigkeit des
Beschwerdeführers bei voller Gesundheit wieder. Auch zur Ermittlung des zumutbaren
Invalideneinkommens des Beschwerdeführers ist auf die Tabelle TA1 im Anhang zur
LSE 2006 abzustellen. Massgebend ist hier aber nicht der Durchschnittslohn in der
Branche "Baugewerbe", sondern der Durchschnittslohn aller Branchen, da für
körperlich leichte Tätigkeiten mit der Möglichkeit, bei der Arbeit nach Bedarf aufstehen
und umhergehen zu können, in den meisten Branchen Arbeitsstellen vorhanden sind.
Der Durchschnittslohn (Zentralwert) belief sich im Jahr 2006 auf Fr. 4732.-,
umgerechnet auf die durchschnittliche Wochenarbeitszeit aller Branchen von ebenfalls
41,7 Std. auf Fr. 4933.10 bzw. Fr. 59'197.-, der (allgemeinen) Nominallohnentwicklung
(1,6%) angepasst auf Fr. 60'144.-. Dieser Betrag gibt aber noch nicht die erwerbliche
Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers unter Berücksichtigung der
Gesundheitsbeeinträchtigung wieder, denn dazu muss noch eine Reduktion um die
Arbeitsunfähigkeit und allenfalls um den (in der Verwaltungspraxis missverständlich so
bezeichneten) "Leidensabzug" vorgenommen werden. Die Beschwerdegegnerin
grundsätzlich hat auf die Arbeitsfähigkeitsschätzung von Dr. med. C._ abgestellt,
indem sie von einem Arbeitsfähigkeitsgrad von 70% (untere Grenze der ursprünglich
angegebenen 70-75%) ausgegangen ist. Allerdings hat sie übersehen, dass Dr. med.
C._ bezogen auf einen Arbeitstag von acht Stunden am 26. März 2008 eine präzise
Arbeitsfähigkeitsschätzung abgegeben hat, nämlich 75%. Darauf ist bei der Ermittlung
des zumutbaren Invalideneinkommens abzustellen.
2.2 Der Beschwerdeführer hat eine Reihe von Argumenten vorgebracht, die seiner
Auffassung nach die Überzeugungskraft der Arbeitsfähigkeitsschätzung von Dr. med.
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C._ erschüttern. Er hat zunächst auf die zweifache Nachbesserung des Gutachtens,
einmal wegen der Höhe der angegebenen Arbeitsfähigkeit, das andere Mal wegen der
Notwendigkeit des Beizuges eines Dolmetschers, hingewiesen und daraus auf die
mangelnde Qualität der Begutachtung geschlossen. Das ursprüngliche Gutachten vom
18. Februar 2008 hat zwar an einer Stelle einen Arbeitsfähigkeitsgrad von 40%
angegeben. Aber auf der gleichen Seite hat Dr. med. C._ auch von einer
Arbeitsfähigkeit von 70-75% gesprochen. Das ursprüngliche Gutachten ist also nur
widersprüchlich gewesen. Dr. med. C._ hat diesen Widerspruch am 26. März 2008
überzeugend ausgeräumt. Auch der fehlende Beizug eines Dolmetschers und die damit
verbundene Gefahr, die Arbeitsfähigkeitsschätzung auf falsche oder falsch verstandene
Angaben des Beschwerdeführers abzustützen, ist mit dem Nachholen des
entsprechenden Teils der Abklärung unter Mitarbeit eines Dolmetschers beseitigt
worden, wie der Bericht vom 4. Juni 2008 zeigt. In diesen beiden behobenen Mängeln
der ursprünglichen Begutachtung kann deshalb kein Grund erblickt werden, an der
Überzeugungskraft der Arbeitsfähigkeitsschätzung von Dr. med. C._ zu zweifeln. Der
Beschwerdeführer macht weiter geltend, er hätte multidisziplinär begutachtet werden
müssen. Dr. med. D._ vom RAD hat eine Begutachtung durch einen Internisten
vorgeschlagen. Er hat also keinen Bedarf nach einer multidisziplinären Begutachtung
gesehen. Auch Dr. med. C._ hat keinen Beizug eines Facharztes eines anderen
Gebietes vorgeschlagen. Unter diesen Umständen ist davon auszugehen, dass Dr.
med. C._ als Spezialarzt FMH für Innere Medizin in der Lage gewesen ist, den
Gesundheitszustand des Beschwerdeführers mit der notwendigen Fachkompetenz
umfassend zu beurteilen. Das gilt auch für den psychischen Gesundheitszustand des
Beschwerdeführers, denn wenn Dr. med. C._ Indizien für eine krankheitswertige und
gegebenenfalls die Arbeitsfähigkeit tangierende Beeinträchtigung der Psyche
festgestellt hätte, so hätte er den Beizug eines psychiatrischen Sachverständigen
vorgeschlagen. Der Beschwerdeführer hat diese Einschätzung durch Dr. med. C._
indirekt dadurch bestätigt, dass er selbst keine psychische Erkrankung und deshalb
auch keine psychiatrisch zu beurteilende Arbeitsunfähigkeit geltend gemacht hat.
Schliesslich hat Dr. med. C._ seine Arbeitsfähigkeitsschätzung entgegen der
entsprechenden Behauptung des Beschwerdeführers nicht auf den hypothetischen
Gesundheitszustand nach einer erfolgreichen Behandlung der peripheren
Verschlusskrankheit und nach einer anschliessenden erfolgreichen
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kardiozirkulatorischen und myoskelettalen Rehabilitation abgestützt. Er hat lediglich
entsprechende medizinische Massnahmen empfohlen, zumal diese auch geeignet
seien, die Arbeitsfähigkeit (von 70-75%) zu verbessern. Da das (ergänzte) Gutachten
alle Anforderungen an eine Abklärung durch einen unabhängigen medizinischen
Sachverständigen erfüllt und da es keine abweichende Arbeitsfähigkeitsschätzung gibt,
die so überzeugend wäre, dass sie ernsthafte Zweifel an der Richtigkeit der
Arbeitsfähigkeitsschätzung von Dr. med. C._ wecken würde, ist von einer
Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers von 75% auszugehen. Ausgehend von einem
Betrag von Fr. 60'144.- resultiert ein Einkommen von Fr. 45'108.-.
2.3 Die Beschwerdegegnerin hat in der Beschwerdeantwort einen zusätzlichen Abzug
von 10% vorgeschlagen. Sie hat diesen Abzug als "Teilzeitabzug" bezeichnet.
Tatsächlich weist die Lohnstrukturerhebung 2006 einen statistisch ermittelten
überproportionellen Lohnnachteil männlicher Hilfsarbeiter bei Teilzeitbeschäftigung aus
(vgl. die Tabelle T2*). Da der Beschwerdeführer tatsächlich nur mit einer reduzierten
Tagesarbeitszeit erwerbstätig sein kann, erweist sich ein "Teilzeitabzug" auch nach der
bundesgerichtlichen Rechtsprechung als zulässig. Allerdings beträgt dieser Nachteil
bei einem Beschäftigungsgrad von 75% nicht 10%, sondern nur etwas mehr als 5%.
Der Beschwerdeführer hat nicht nur diesen Lohnnachteil in Kauf zu nehmen. Er weist
nämlich gegenüber gesunden Hilfsarbeitern, die mit einem Beschäftigungsgrad von
75% tätig sind, verschiedene Konkurrenznachteile auf. Diese Nachteile sind zwar
statistisch nicht erfasst, aber ihre Existenz folgt aus der Tatsache, dass die Löhne
gesunder Arbeitnehmer die Grundlage der statistischen Erfassung bilden. Diese
Nachteile können nur mittels einer groben Schätzung bemessen werden. Sie treten
zum "Teilzeitabzug" hinzu. Die Ursache solcher Nachteile besteht nur indirekt in der
Gesundheitsbeeinträchtigung, weshalb die in der Verwaltungspraxis verwendete
Bezeichnung "Leidensabzug" irreführend ist. Es handelt sich um Nachteile, die aus der
Sicht eines ökonomisch denkenden Arbeitgebers durch einen Minderlohn zu
kompensieren wären. Dazu gehören etwa die Unfähigkeit des Beschwerdeführers, bei
Bedarf Überstunden zu machen, d.h. mit einem Beschäftigungsgrad von mehr als 75%
tätig zu sein, die Unfähigkeit, bei Bedarf vorübergehend an einem nicht adaptierten
Arbeitsplatz tätig zu sein, die Gefahr überdurchschnittlich hoher Krankheitsabsenzen
usw. All diese Nachteile finden in einem rein ökonomisch handelnden Umfeld ihre
Umsetzung in einem unterdurchschnittlichen Lohn, selbst wenn sie sich nie
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verwirklichen würden. Mangelnde Deutschkenntnisse, ein "einfaches Gemüt" u.ä. sind
keine relevanten zusätzlichen ökonomischen Nachteile, da es sich um
hilfsarbeitertypische Umstände handelt, die bereits in die statistische Ermittlung des
durchschnittlichen Hilfsarbeiterlohns eingeflossen sind. Insgesamt rechtfertigen die (bei
einem Arbeitsfähigkeitsgrad von 75% eher geringen) Konkurrenznachteile des
Beschwerdeführers zusammen mit dem "Teilzeitabzug" einen zusätzlichen Abzug von
10%. Damit resultiert ein zumutbares Invalideneinkommen von Fr. 40'597.-. Bei einem
Valideneinkommen von Fr. 63'703.- beläuft sich die behinderungsbedingte
Erwerbseinbusse auf Fr. 23'106.-. Das entspricht einem Invaliditätsgrad von 36%. Es
besteht also kein Anspruch auf eine Invalidenrente, da die Untergrenze von 40% (Art.
28 Abs. 2 IVG) nicht erreicht ist.
3.
Selbst wenn dieser Einkommensvergleich eine Erwerbseinbusse von 40% oder mehr
ergeben hätte, könnte dem Beschwerdeführer keine Rente zugesprochen werden. Die
Ausrichtung einer Rente setzt nämlich nach dem Grundsatz der Eingliederung vor
Rente (vgl. U. Kieser, ATSG-Kommentar, 2.A., Vorbemerkungen N. 47) voraus, dass die
versicherte Person zuvor alles Zumutbare unternommen hat, um den Invaliditätsgrad
möglichst tief, wenn möglich unter 40% zu halten. Dazu gehören nicht nur berufliche,
sondern auch medizinische Eingliederungsmassnahmen und zwar unabhängig davon,
ob sie durch die Invalidenversicherung, durch einen anderen Sozialversicherungsträger
oder ausnahmsweise sogar durch die versicherte Person selbst zu finanzieren sind.
Bedingung ist nur, dass es sich um erfolgversprechende und um zumutbare
medizinische Massnahmen handelt. Dr. med. C._ hat eine interventionelle oder
operative Behandlung der peripheren Verschlusskrankheit und eine anschliessende
kardiozirkulatorische und myoskelettale Rehabilitation empfohlen. Er hat in seinem
Gutachten vom 18. Februar 2008 angegeben, dass die Situation des noch relativ
jungen Beschwerdeführers durch diese zwei medizinischen Massnahmen deutlich
verbessert werden könnte. Gemeint hat er damit nicht nur die gesundheitliche
Situation, sondern auch die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers. Aufgrund dieser
Angaben von Dr. med. C._ muss davon ausgegangen werden, dass eine reelle
Chance besteht, die Arbeitsfähigkeit durch die vorgeschlagenen medizinischen
Massnahmen zu verbessern. Zumindest müsste geklärt werden, warum die Angiologie
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 14/14
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St.Galler Gerichte
des Kantonsspitals St. Gallen - angeblich - von der Durchführung einer
interventionellen oder einer operativen Therapie abgeraten hat. Beliefe sich die
Erwerbseinbusse auf 40% oder mehr, müsste die Sache also zur weiteren Abklärung
einer allfälligen medizinischen Eingliederungspflicht und gegebenenfalls zur
Abmahnung dieser Eingliederungspflicht an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen
werden.
4.
Da der Invaliditätsgrad weniger als 40% beträgt, erweist sich die angefochtene
Verfügung als korrekt, so dass die Beschwerde abzuweisen ist. Der vollumfänglich
unterliegende Beschwerdeführer hat keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung;
das entsprechende Begehren ist abzuweisen. Das Beschwerdeverfahren ist
kostenpflichtig. Die Gerichtsgebühr bemisst sich nach dem Verfahrensaufwand (Art. 69
Abs. 1 IVG). Der konkrete Verfahrensaufwand erweist sich als durchschnittlich, so
dass die Gerichtsgebühr praxisgemäss auf Fr. 600.- festzusetzen ist. Diese Gebühr ist
durch den vom Beschwerdeführer in der gleichen Höhe geleisteten Kostenvorschuss
gedeckt.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht