Decision ID: e6085b42-7b36-4f16-9a8c-13a4d4c09319
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 19
80
,
war
bei der
Y._
AG,
Z._
,
im Rahmen
eines
temporären Arbeitseinsatz
es
bei der
A._
AG,
B._
,
tätig
(
Urk.
7/2 S.
7)
. Er war
über die
Y._
AG
bei der Schweizerischen
Unfallversicherungs
anstalt
(SUVA) gemäss dem Bundes
gesetz über die Unfall
versicherung (UVG) gegen Unfälle,
unfallähn
liche
Kör
perschä
digun
gen
und Berufs
krankheiten ver
sichert
, als
er sich am 2
7.
Juni 2013 an seinem Arbeitsplatz das linke Knie an
schlug (
Urk.
7/1,
Urk.
7/2 S. 2)
. In der Folge litt er unter einem Abszess
im Be
reich
des
linken Kni
egelenks
(Urk.
7/2 S. 4-5).
Nachdem die SUVA vorerst die vorübergehenden Leistungen
(Heilungskosten, Taggeld)
erbracht hatte, verneinte sie mit
Verfügung vom
1
6.
Januar 2014
(Urk.
7/47
)
einen natürlichen Kausal
zusammen
hang zwischen dem Unfallereignis vom 2
7.
Juni 2013 und den ab 1
2.
Dezember 2013 weiterbestehenden Beschwerden und stellte
die
Ausrichtung von
Taggeld
leistungen
und die Übernahme der Heilungskosten auf den
1.
Januar 2014 ein.
Die vom Versicherten am 2
7.
Januar 2014 dagegen erho
bene Einsprache (Urk.
7/51,
Urk.
7/53
)
wies die SUVA mit
Einspracheentscheid
vom 3
0.
Mai 2014 (
Urk.
7/68 =
Urk.
2) ab.
2.
Gegen den
Einspracheentscheid
vom
3
0.
Mai 2014
(Urk. 2) erhob der Versi
cherte
am
2.
Juli 2014
Be
schwerde und beantragte, dieser sei aufzuhe
ben
,
es
sei ihm für die Zeit vom
1.
Januar bis Ende Mai 2014 weiterhin ein Taggeld auszu
richten und es seien
für die Zeit
ab
1.
Januar 2014 weiterhin die Heilungskosten für die Folgen des Unfalls vom 2
7.
Juni 2013
zu übernehmen (S. 2).
Mit
B
eschwerdeantwort vom
8.
September 2014 (
Urk.
6)
beantragte die SUVA die Abwei
sung der Beschwerde (
S. 2), wovon dem Beschwerdeführer
am 1
4.
Oktober 2014 (
Urk.
8) eine Kopie zugestellt wurde.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss dem
Bundesgesetz über die Unfallversicherung (UVG)
setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva
lidität, Tod) ein natürlicher Kausal
zusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammen
hangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der glei
chen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Um
schreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht
erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheit
licher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht wer
den kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungs
–
anspruches
nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.2
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder über
haupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr.
U 142 S.
75 E.
4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U
172/94 vom 26.
April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines
Ge
sundheitsschadens
muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen
Beweis
grad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr.
U 363 S.
45; BGE
119 V 7 E. 3c/
aa
).
Die
blosse
Möglichkeit nunmehr gänz
lich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht.
Da es sich
hiebei
um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die entspre
chende Beweislast
–
anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender na
türlicher Kausalzusammenhang gegeben ist
–
nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr.
U 206 S.
328
f. E.
3b, 1992 Nr.
U 142 S. 76).
Diese Beweisgrundsätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten
massge
bend
(
Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11.
März 2014 E.
2.3.1 mit Hinweisen).
Mit dem Erreichen des
S
tatus quo sine
vel
ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der
S
tatus quo sine
vel
ante noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfa
llversicherer gestützt auf Art. 36 Abs.
1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kostenvergütungen zu übernehmen, worunter auch die
Heilbehandlungskosten nach Art.
10 UVG fallen
(Urteil des Bundesgerichts 8C_637/20
13 vom 11. März 2014 E. 2.3.2).
1.3
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kau
salzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem ge
wöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebens
erfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Er
folges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 405 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
Bei objektiv ausgewiesenen organischen Unfallfolgen deckt sich die adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 134 V 109 E. 2.1).
1.4
Die Prüfung der natürlichen und adäquaten Kausalität hat dann zu erfolgen, wenn
der Unfallversicherer einen Fall abzuschliessen
und den
Anspruch
der versicherten Person
auf eine Invali
denrente und eine Integritätsentschädigung zu prüfen
hat. Voraussetzung dafür ist, dass von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine namhafte Besserung des Gesund
heitszustandes zu erwarten war (Art. 19 Abs. 1 UVG; BGE 134 V 109 E. 4.3 und 133 V 57 E. 6.6.2, je mit Hinweisen).
Was unter einer nam
haften Besseru
ng des Gesundheitszu
standes
zu verstehen ist, umschreibt das Gesetz nicht näher. Mit Blick da
rauf, dass die soziale Unfall
versicherung auf die er
werbstätigen Perso
nen aus
gerich
tet ist, bestimmt sich dies gemäss der Recht
sprechung nach Mass
gabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstel
lung der Arbeitsfähig
keit, wobei die durch weitere Heilbe
handlung zu erwar
tende Be
sserung ins Gewicht fallen muss;
unbedeu
tende Verbesserungen genü
gen
nicht
(BGE 134 V 109 E. 4.3 mit Hinweisen).
1.5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet
und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Im Folgenden ist der für die Beurteilung der Frage nach der Rechtmässigkeit
der Einstellung der Versicherungsleistungen
beziehungsweise des Fallabschlusses
per
1.
Januar 2014
massgebende medi
zinische Sachverhalt zu prüfen.
2.2
Die Ärzte des
C._
, Klinik für Unfallchirurgie,
stell
ten
im Austrittsbericht vom
1.
Juli 2013 (
Urk.
7/2 S. 4-5)
fest
, dass der Be
schwerdeführer vom 2
9.
Juni bis
1.
Juli 2013 hospitalisiert gewesen sei
, ver
neinten Anhaltspunkte für frische traumatische
ossäre
Läsionen und diagnosti
zierten
eine
n Abszess
infrapatellar
links
, welcher am 3
0.
Juni 2013 operativ mittels
Abszessspaltung
,
Débridement
und Spülung behandelt worden sei. Am
1.
Juli 2013 sei der Beschwerdeführer in gutem Allgemeinzustand, mit reizlosen Wundverhältnissen und schmerzkompensiert entlassen worden.
Die Ärzte attes
tierten dem Beschwerdeführer e
ine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
für die
Zeit
vom
2
9.
Juni bis 1
4.
Juli 2013.
2.3
Dr.
med.
D._
,
Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, diagnosti
zierte in ihrem Bericht vom 1
6.
Juli 2013 (
Urk.
7/15 S. 1) einen Abszess im Be
reich des linken Knies und erwähnte, dass der Beschwerdeführer gemäss seinen Angaben am 2
7.
Juni 2013 bei der Arbeit als Dachdecker beim Aufstehen unter starken Schmerzen in seinem linken Kniegelenk gelitten habe. Die
Erstbehand
lung
habe gleichentags stattgefunden. Der Beschwerdeführer sei an das
C._
überwiesen worden. Eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
habe vom 2
7.
Juni bis 1
4.
Juli 2013 bestanden.
2.4
Med.
pract
.
E._
, Facharzt für Chirurgie, erwähnte im Zwischenbe
richt vom 1
6.
August 2013 (
Urk.
7/18 S. 1), dass der Beschwerdeführer unter ei
ner sekundären, komplizierten Wundheilung bei einem infizierten Hämatom im Bereich des linken Kniegelenks gelitten habe. Gegenwärtig sei die Wunde ver
heilt und es sei mit einer Wiederaufnahme der Arbeit im Umfang von 100
%
in ungefähr zwei Wochen zu rechnen.
2.5
SUVA-Kreisarzt
Dr.
med.
F._
, Facharzt für Chirurgie, erwähnte im kreisärztlichen Untersuchungsbericht vom
6.
November 2013 (
Urk.
7/33), dass er den Beschwerdeführer am
6.
November 2013 untersucht habe (S. 1)
,
und stellte die folgende Diagnose (S. 4):
Status nach Sturz am 2
7.
Juni 2013 und
Abszessbildung
infrapatellär
so
wie
Abszessspaltung
und
Débridement
am 3
0.
Juni 2013
Als Nebendiagnose
nann
te er einen Verdacht auf einen früher
erlittenen
Morbus
Osgood
-Schlatter
.
Er führte aus, dass objektiv ein
bandstabiles,
komplett reiz
loses Knie mit normaler Beweglichkeit, ohne Anhaltspunkte für
Meniskusläsio
nen
,
bei Entzündungszeichen bestehe.
Es sei
eine schnellstmögliche
Stockent
wöhnung
angezeigt
.
Bei kräftiger Muskulatur, vollstä
ndig unauffälligem,
band
stabilem
,
linken Knie bestehe kein Grund
für das vom
Beschwerdeführer de
monstrierte
inkonsistente Einknicken im linken Kniegelenk beim Gang ohne Krücken.
Obwohl die
Abszessbildung
als eigentliche Unfallfolge abgeheilt sei, bestehe der Verdacht, dass beim Beschwerdeführer unfallunabhängig vorgängig ein Morbus
Osgood
-Schlatter aufgetreten sei, weshalb
er
beim Hausarzt eine
magnetresonanz
tomographische
(MRI) Untersuchung des linken Kniegelenks
veranlasst habe
(S. 4).
2.6
Dr.
med.
G._
, Facharzt
für
Radiologie
,
erwähnte
mit Bericht vom 1
2.
Dezember 2013 (
Urk.
7/41), dass eine gleichentags durchgeführte MRI-Un
tersuchung des linken Kniegelenks des Beschwerdeführers eine
n
grossen, hori
zontal verlaufenden Meniskusriss des
Inn
enmeniskushinterhorns
sowie eine be
ginnende
Meniskusganglionausbildung
ergeben habe. Er
stellte einen Zustand nach schwerer Distorsion beziehungsweise
nach
geringgradiger
Partialruptur des vorderen Kreuzbandes ohne Anzeichen für einen entzündlichen Prozess
so
wie einen (anzunehmenden) Status nach Morbus
Osgood
-Schlatter
fest.
2.7
Dr.
med.
H._
, Facharzt für
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates
, stellte in seinem Bericht vom 1
0.
Februar 2014 (Urk. 7/55) die folgende Diagnose (S. 1):
posttraumatische chronische Knieschmerzen links bei:
Status nach Kniekontusion am 2
7.
Juni 2013 mit:
Status nach kleinem Abszess
Tuberositas
tibiae
medialer Meniskusläsion
Er
führte aus, dass es beim Beschwerdeführer am 2
7.
Juni 2013 zu einer lokalen Verletzung am Kniegelenk mit sekundärem Abszess gekommen sei. Hinweise dafür, dass es im Rahmen dieser Verletzung zu einer wesentlichen
Knieschädi
gung
gekommen sei, bestünden keine. Auch wenn die MRI-Untersuchung des linken Kniegelenks vom 1
2.
Dezember 2013 eine wesentliche mediale
Menis
kusläsion
ergeben habe,
seien
klinisch keine Hinweise auf eine mediale
Menis
kusläsion
zu
finden. Sodann lasse die Art der medialen Meniskusläsion darauf schliessen, dass diese
mit guter Sicherheit
nicht durch den Unfall vom 2
7.
Juni 2013 verursacht
wurde
.
Ab dem Untersuchungszeitpunkt vom
7.
Februar 2014 bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 100
%
(S. 2).
3.
3.1
Vorliegend ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer am 2
7.
Juni 2013 auf einer Treppe gestürzt ist und sich dabei sein linkes Knie angeschlagen hat (Urk. 7/2 S. 2) beziehungsweise
,
dass er
beim
Hinuntergehen auf einer
Gerüst
treppe
über ein Ablaufrohr gestolpert und auf sein linkes Knie gestürzt ist (
Urk.
1 S. 3).
Gemäss der Beurteilung durch
Dr.
H._
vom 1
0.
Februar 2014 (vorstehend E.
2.7
)
zog sich
der Beschwerdeführer dabei eine Kniekontusion
zu
und
litt
in der Folge an einem sekundären Abszess, welcher am 3
0.
Ju
ni 2013 operativ mittels
Abszess
spaltung
,
Débridement
und Spülung behandelt wurde (vorstehend E. 2.2).
Dr.
F._
stellte
ein reizloses Knie mit normaler Beweglich
keit, ohne Anhaltspunkte für Meniskusläsionen
,
bei Entzündungszeichen
fest
und
hielt
wegen des
Verdacht
s
auf einen
früher erlittenen
Morbus
Osgood
-Schlatter
eine MRI-Untersuchung des linken Kniegelenks
für
angezeigt. In der Folge wurde am 1
2.
Dezember 2013 eine MRI-Untersuchung des linken Knie
gelenks des Beschwerdeführers durchgeführt
. Diese Untersuchung ergab
gemäss der Beurteilung durch
Dr.
G._
(vorstehend E.
2.6
)
eine
n
grossen, horizontal verlaufenden Meniskusriss des
Innenmeniskus
hinterhorns
mit
beginnende
r
Me
niskusganglionausbildung
sowie einen Status nach Morbus
Osgood
-Schlatter
ohne Anzeichen für einen entzündlichen Prozess
. Gestützt unter anderem auf die Ergebnisse der MRI-Untersuchung vom 1
2.
Dezember 2013
ging
Dr.
H._
am
1
0.
Februar 2014 (
vorstehend E.
2.7
)
davon aus,
dass sich der Beschwerde
führer anlässlich des Unfalls vom 2
7.
Juni 2013 eine Kontusion des linken Kniegelenks zugezogen ha
be
,
und
dass
in der Folge ein sekundärer
Abszess
auf
getreten
sei
. Er vertrat sodann die Meinung
, dass die anlässlich der MRI-Unter
suchung vom 1
2.
Dezember 2013 festgestellte mediale Meniskusläsion nicht durch
das
Unfallereignis
vom 2
7.
Juni 2013
verursacht worden sei, weil einer
seits klinisch keine Anhaltspunkte für eine mediale Meniskusläsion festzustellen
gewesen
seien, und weil andererseits auf Grund der Art der medialen
Menis
kusläsion
davon auszugehen sei, dass diese nicht durch den Unfall vom 2
7.
Juni 2013 verursacht worden sei
.
Während die Ärzte des
C._
(vorstehend E.
2.2
) und
Dr.
D._
(vorstehend E.
2.3
) dem Beschwerdeführer übereinstimmend eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
für die Zeit vom 2
7.
Juni bis 1
4.
Juli 2013
attestierten,
rechnete
med.
pract
.
E._
in seinem Bericht vom 1
6.
August 2013 (vorstehend E.
2.4
) mit einer Wiederaufnahme der Arbeit im Umfang von 100
%
nach
ungefähr zwei Wochen
. Demgegenüber stellte
Dr.
F._
in seinem Bericht vom
6.
November 2013 (vorstehend E.
2.5
) fest,
dass bei kräftiger Muskulatur und
vollstä
ndig unauffälligem, bandstabilem
linken Knie kein Grund für
ein de
monstriertes,
inkonsistente
s
Einknicken im linken Kniegelenk beim Gang ohne Krücken
bestehe. Damit übereinstimmend stellte
Dr.
H._
in seinem Bericht vom 1
0.
Februar 2014 (
vorstehend E.
2.7
)
eine Arbeitsfähigkeit
im Umfang von 100
%
ab
dem
Untersuchungs
zeitpunkt
vom
7.
Februar 2014
fest.
3.2
Die Beurteilung durch
Dr.
H._
vom 1
0.
Februar 2014
(
vorstehend E.
2.7
) er
füllt
die
nach der Rechtspre
chung für eine beweiskräf
tige medizi
nische
Ent
scheidungs
grundlage
vor
aus
ge
setzten Kriterien (vgl. vor
steh
end E.
1.5
). Denn
Dr.
H._
, welche
r
über eine fachärztliche Weiterbildung im Bereich
Orthopä
dische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates
und damit über
eine
für die Beurteilung des streitigen Gesundheitszustandes
des Beschwerde
führers
angezeigte medizinische
Weiter
bildungen verfügt
,
hat sich
mit den me
dizi
nischen
Vorakten
und
insbesondere
mit
dem Bericht von
Dr.
G._
vom 1
2.
Dezember 2013 betreffend die MRI-Untersuchung des linken Kniegelenks des Beschwerdeführers und
mit
den
Ergebnissen
seiner
eigenen
klinischen
Un
tersuchung
en
eingehend ause
inander gesetzt
. Er
begrün
dete
seine
Schluss
fol
gerungen, wonach
die anlässlich der MRI-Untersuchung des linken Kniegelenks vom 1
2.
Dezember 2013 festgestellte mediale Meniskusläsion nicht durch das Unfallereignis vom 2
7.
Juni 2013 verursacht worden sei, und wonach
dem
Be
schwerde
führer
die Ausübung
seiner bisherigen Tätigkeit als Dachdecker spä
testens ab dem Untersuchungszeitpunkt vom
7.
Februar 2014 uneingeschränkt
zuzumuten sei,
in nach
vollziehbarer Weise.
Die Beurteilung durch
Dr.
H._
vermag sodann auch in inhaltlicher Hinsicht zu über
zeugen. Denn
dieser legte
in nachvoll
zieh
barer Weise dar,
dass mangels klinischer Hinweise auf eine mediale Meniskusläsion sowie auf Grund der Art der medialen Meniskusläsion, diese nicht durch den Unfall vom 2
7.
Juni 2013
hat
te
verursacht
werden können, und dass der Beschwerdeführer durch
die me
diale Meniskusläsion in seiner Arbeitsfähigkeit n
icht massgeblich beeinträchtig
t
werde
.
Auf die nach
voll
ziehbare Be
urteilung durch
Dr.
H._
vom 1
0.
Februar 2014
kann vor
lie
gend somit abgestellt wer
den.
3.3
Die Beurteilung durch
Dr.
F._
vom
6.
November 2013 (
Urk.
7/33) steht
nicht im
Widerspruch zu derjenigen durch
Dr.
H._
. Denn
Dr.
F._
stellte in Über
einstimmung mit der Beurteilung durch
Dr.
H._
fest, dass kein Grund für ein vom Beschwerdeführer demonstriertes, inkonsistentes Einknicken im linken Kniegelenk beim Gang ohne Krücken bestehe.
Obwohl
Dr.
F._
zum Zeitpunkt seiner Beurteilung vom
6.
November 2013 die Ergebnisse
der
MRI-Untersu
chung des linken Kniegelenks des Beschwerdeführers
vom 1
2.
Dezember 2013
(vorstehend E.
2.6
)
noch
nicht
bekannt waren, sind die
Ergebnisse
dieser
MRI-Un
tersuchung nicht geeignet, die Beurteilung durch
Dr.
F._
in Zweifel zu ziehen. Denn auf Grund der nachvollziehbaren Beurteilung durch
Dr.
H._
ist
davon auszugehen, dass
weder
die anlässlich der MRI-Untersuchung vom 1
2.
Dezember 2013 festgestellte
mediale Meniskusläsion
noch der
von
Dr.
G._
postulierte
Status nach Morbus
Osgood
-Schlatter
durch den Unfall vom 2
7.
Juni 2013 verursacht wurden
. In Übereinstimmung mit der Beurteilung durch
Dr.
F._
ging
Dr.
H._
denn auch davon aus
,
dass der Beschwerdeführer we
der
durch
die
Unfallfolgen
noch durch einen unfallfremden Gesundheitsschaden
in der Ausübung
seiner
bisherigen Tätigkeit als Dachdecker beeinträchtigt
werde
.
3.4
Gestützt auf die nachvollziehbaren Beurteilungen durch
Dr.
H._
vom 1
0.
Fe
-
bruar
2014 und
durch
Dr.
F._
vom
6.
November 2013 ist vorliegend daher davon auszugehen, dass spätestens zum Zeitpunkt der Untersuchung des Beschwerdeführers durch
Dr.
F._
vom
6.
November 2013
in Bezug auf den Unfall vom 2
7.
Juni 2013
der Status quo sine erreicht wurde, ohne dass es durch
das Unfallereignis vom 2
7.
Juni 2013
zu einer richtunggebenden Ver
schlimmerung des Vorzustandes gekommen
war
.
Gestützt darauf ist zudem da
von auszugehen,
dass spätestens
am
6.
November 2013
eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit des Beschwerdeführers als
Dachde
cker bestand
, und dass spätestens zu diesem Zeitpunkt von einer weiteren ärzt
lichen Behandlung der organischen Folgen des Unfalls vom 2
7.
Juni 2013 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine namhafte Besserung des Gesundheits
zustandes
des Beschwerdeführers
mehr zu erwarten war.
3.5
Die Einwendungen des Beschwerdeführers vermögen an diesem Ergebnis nichts zu ändern. Dem Beschwerdeführer ist insofern nicht
zu folgen, als er geltend machen will
(
Urk.
1 S.
4 f.
),
dass eine Unfallkausalität der anlässlich der MRI-Untersuchung vom 1
2.
Dezember 2013 festgestellten medialen Meniskusläsion nicht zu verneinen sei, weil
die erstbehandelnden Ärzte unmittelbar nach dem Unfallereignis vom 2
7.
Juni 2013 keine MRI-Untersuchung des linken Kniege
lenks veranlasst hätten, und
weil
Dr.
H._
in seinem Bericht 1
0.
Februar 2014 die Unfallkausalität der mediale Meniskusläsion leidglich mit „guter Sicherheit“
verneint
habe
.
Denn, wie bereits erwähnt (vorstehend E.
3.2
), legte
Dr.
H._
in überzeugender Weise dar, dass
sich
klinisch keine Hinweise auf eine mediale Meniskusläsion
hatten
finden
lassen
, und dass auf Grund der Art der medialen Meniskusläsion nicht auf eine Unfallkausalität zu schliessen
war
. Gestützt auf diese nachvollziehbare Beurteilung durch
Dr.
H._
ist v
orliegend
davon aus
zugehen, dass
mangels klinischer Hinweise sowie auf Grund der Art der media
len Meniskusläsion, diese nicht durch den Unfall vom 2
7.
Juni 2013 verursacht
wurde. Demnach ist
nicht daran zu zweifeln,
dass
ein natürlicher Kausalzu
sammenhang zwischen der anlässlich der MRI-Untersuchung des linken Knie
gelenks des Beschwerdeführers festgestellten medialen Meniskusläsion und dem
versicherten Unfallereignis mit
dem im Sozialversicherungsrecht üblichen
Be
weisgrad
der überwiegenden Wahr
scheinlichkeit
(vgl. vorstehend E.
1.1
)
zu ver
neinen
ist
.
4.
Nach Gesagtem ist daher nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom
1
6.
Januar 2014
(
Urk.
7/47
) beziehungsweise mit dem diese bestätigenden
Einspracheentscheid
vom
3
0.
Mai 2014
(
Urk.
2) einen natürlichen Kausalzusammenhang zwischen
den
nach dem
1
2.
Dezember 2013
weiterbeste
henden gesundheitlichen Beeinträchtigung des Beschwerdeführers und dem versicherten Unfall vom
2
7.
Juni 2013
verneinte und die Versicherungsleistun
gen per
1.
Januar 2014 einstellte.
Demzufolge ist die Beschwerde abzuweisen
.