Decision ID: 41f36bc0-bcee-4470-90f7-61317fef538c
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
Die 1960 geborene X._
reiste 1980 in die Schweiz ein, wurde Mutter dreier Kinder (1984, 1991 und 1994) und war bis ins Jahr 1991 teilzeitlich er
werbstätig. In den Jahren 1992 und 1993 bezog sie Arbeitslosenentschädigung und war danach ein paar Jahre nicht mehr erwerbstätig (Urk. 7/2-4 und Urk. 7/14). Aus den Akten der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, geht hervor, dass sich die Versicherte bereits am 27. Februar 1996 erstmals zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung anmeldete. Mit Verfügung vom 20. August 1996 wurde ihr Leistungsbegehren abgewiesen mit der Feststellung, sie sei in ihrem Tätigkeitsbereich Haushalt (nichterwerbstätig) zu 14 % eingeschränkt; weitere Unterlagen zu diesem Verfahren sind keine mehr vorhanden (Urk. 7/1).
1.2
Ab 1998 war die Versicherte hauptberuflich teilzeitlich im Pflegebereich und nebenberuflich stundenweise auf Abruf als interkulturelle Übersetzerin tätig. Am 2. November 2009 (Eingangsdatum) meldete sie sich unter Hinweis auf De
pressionen, eine Fibromyalgie sowie Schmerzen an mehreren Stellen des Kör
pers erneut bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug an (Urk. 7/14 und Urk. 7/18). Diese klärte die beruflich-erwerblichen sowie die medizinischen Verhältnisse ab, wobei sie auch die Akten der Krankentaggeldversicherung beizog. Am 20. Oktober 2010 fand eine Haushaltsabklärung bei der Versicherten zu Hause statt, wobei im Bereich Haushalt – bei einer Aufteilung des Erwerbsbe
reichs/Haushaltsbereichs von 63 % zu 37 %) – eine Einschränkung von 20.5 % festgestellt wurde (Abklärungsbericht vom 5. November 2010 [Urk. 7/46]). Mit Vorbescheid vom 27. April 2011 (Urk. 7/50) wurde der Versicherten in Aussicht gestellt, dass ihr Leistungsbegehren bei einem Invaliditätsgrad von gesamthaft 29 % abgewiesen werde (Urk. 7/50). Nachdem die Versicherte mit Eingabe vom 31. Mai 2011 (Urk. 7/54)
Einwand erhoben hatte, veranlasste die IV-Stelle eine polydisziplinäre Begutachtung (Urk. 7/57). Das Y._ erstattete das Gutachten am 14. Februar 2012 (Urk. 7/63). Mit Verfügung vom 26. Juni 2012 wies die IV-Stelle das Leis
tungsbegehren wie vorbeschieden ab (Urk. 7/70).
1.3
Am 25. April 2013 (Eingangsdatum) meldete sich die Versicherte bei der IV-Stelle unter Hinweis auf einen verschlechterten Gesundheitszustand wiederum zum Leistungsbezug an (Urk. 7/72). Die IV-Stelle tätigte
beruflich-erwerbliche sowie medizinische Abklärungen und wies das Leistungsbegehren bei unverän
dertem Gesundheitszustand nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Vorbe
scheid vom 29. Juli 2013 [Urk. 7/82]) mit Verfügung vom 14. Oktober 2013 ab (Urk. 7/87).
1.4
Am 28. März 2014 (Eingangsdatum) meldete sich die Versicherte bei der IV-Stelle unter Hinweis auf einen verschlechterten Gesundheitszustand erneut zum Leistungsbezug an (Urk. 7/89). Die IV-Stelle tätigte beruflich-erwerbliche sowie medizinische Abklärungen und stellte der Versicherten mit Vorbescheid vom 28. Mai 2014 in Aussicht, es werde auf das Leistungsbegehren nicht eingetreten (Urk. 7/96). Dagegen erhob die Versicherte am 12. Juni 2014 Einwand (Urk. 7/98) und reichte die Einwandbegründung mit Eingabe vom 30. Juli 2014 ein (Urk. 7/104). Die IV-Stelle tätigte weitere medizinische Abklärungen und liess die Versicherte erneut polydisziplinär begutachten (Urk. 7/116). Die Z._ erstattete das Gutachten am 11. August 2015 (Urk. 7/121). Nach einer telefonischen Mitteilung der Versicherten vom 20. Oktober 2015, es gehe ihr immer schlechter (Urk. 7/122), klärte die IV-Stelle den medizinischen Sachverhalt weiter ab und bat die Z._ am 27. November 2015 um Ergänzung des Gutachtens (Urk. 7/126). Die Z._ ergänzte das Gut
achten am 4. Januar 2016, mit Stellungnahme des begutachtenden Psychiaters vom 21. Dezember 2015 (Urk. 7/129). Nach Stellungnahme der Versicherten am 22. Juli 2016 (Urk. 7/135) erliess die IV-Stelle am 22. August 2016 einen neuen Vorbescheid und kündigte an, das Leistungsbegehren abzuweisen (Urk. 7/137). Dagegen erhob die Versicherte mit Eingabe vom 6. September 2016 Einwand (Urk. 7/143). Mit Verfügung vom 6. Dezember 2016 wies die IV-Stelle das Leis
tungsbegehren wie vorbeschieden ab (Urk. 2 [= Urk. 7/149]).
2.
Dagegen erhob die Versicherte am 23. Januar 2017 – unter Beilage diverser Un
terlagen (Urk. 3/3-26) – Beschwerde und beantragte die Aufhebung der ange
fochtenen Verfügung sowie die Zusprache mindestens einer halben Rente der Invalidenversicherung; eventuell seien ergänzende medizinische Abklärungen anzuordnen (Urk. 1). Die Beschwerdegegnerin schloss mit Eingabe vom 20. Februar 2017 auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 6), was der Beschwerde
führerin mit Verfügung vom 21. Februar 2017 angezeigt wurde (Urk. 8). Mit Eingabe vom 7. März 2017 stellte die Beschwerdeführerin einen ergänzenden Antrag auf Anordnung eines zweiten Schriftenwechsels sowie auf Beizug eines Verlaufsberichts des Medizinischen Zentrums A._ (Urk. 9) und reichte einen Bericht „Konsilium Psychiatrie/Psychotherapie vom 6. Januar 2017“ des Universitätsspitals B._, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, ein (Urk. 10/1) sowie das Schreiben zur Einholung dieses Berichts (Urk. 10/2). Mit Verfügung vom 10. März 2017 wurde die Beschwerdeführerin darauf hingewie
sen, dass das Gericht die Anordnung eines weiteren Schriftenwechsels sowie die Einholung eines Verlaufsberichts nicht als erforderlich erachte. Es sei der Be
schwerdeführerin jedoch unbenommen, sich nochmals zur Sache zu äussern und sachbezogene Unterlagen einzureichen (Urk. 11). Mit Eingabe vom 27. März 2017 (Urk. 13) reichte die Beschwerdeführerin daraufhin einen Bericht des Medizinischen Zentrums A._ vom 27. Februar 2017 (Urk. 14) zu den Akten.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Wurde eine Rente
wegen eine
s zu geringen Invaliditätsgrades
verweigert, so wird nach
Art.
87
Abs.
3
der Verordnung über die Invalidenversicherung
(
IVV
)
eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss
Abs. 2
dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, das
s sich der Grad der Invalidität
der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu ver
gewissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Ver
änderung des Invaliditätsgrades
auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in ana
loger Weise wie bei einem Revisionsfall nach
Art.
17
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
(
ATSG
)
vorzugehen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie
fest, dass der Invaliditätsgrad
seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Verän
derung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zu
nächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine a
nspruchsbegründende Invalidität
zu bejahen, und hernach zu beschlies
sen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b).
1.2
1.2.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG).
Sie kann Folge von Ge
burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung
[
IVG
]
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursach
te und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken.
Rechtsprechungsgemäss ist bei psy
chischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelisches Leiden mit Krank
heitswert besteht, welches die versicherte Person auch bei Aufbietung allen gu
ten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu er
zielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG;
BGE 139 V 547
E. 5;
131 V 49
E. 1.2;
130 V 352
E. 2.2.1).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychiatrische Diagnose voraus (BGE 130 V 396; 141 V 281 E. 2.1). Eine fach
ärztlich festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleich
bedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diag
nose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objekti
vierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (vgl. BGE 127 V 294 E. 4c; 139 V 547 E. 5.2;
143 V 409
E. 4.2.1).
Gemäss der für somatoforme Schmerzstörungen und vergleichbare psychosoma
tische Leiden entwickelten Rechtsprechung des Bundesgerichts ist die tatsächli
che Arbeits- und Leistungsfähigkeit der versicherten Person grundsätzlich in ei
nem strukturierten, ergebnisoffenen Beweisverfahren anhand von auf den funk
tionellen Schweregrad bezogenen Standardindikatoren zu ermitteln (BGE 141 V 281). Mit
BGE 143 V 418
hat das Bundesgericht erkannt, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Leiden einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen seien, wobei es je nach Krankheitsbild allenfalls ge
wisser Anpassungen hinsichtlich der Wertung einzelner Indikatoren bedürfe. Diese Abklärungen enden laut Bundesgericht stets mit der Rechtsfrage, ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen anhand der nach BGE 141 V 281 rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen (E. 7).
Im Rahmen des strukturierten Beweisverfahrens sind als Standardindikatoren die folgenden Aspekte massgebend (BGE 141 V 281 E. 4.1.3):
Funktioneller Schweregrad
-
Gesundheitsschädigung
-
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde
-
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz
-
Komorbiditäten
-
Persönlichkeit: Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Ressourcen
-
sozialer Kontext
Konsistenz (Gesichtspunkte des Verhaltens)
-
gleichmässige Einschränkung des Aktivitätsniveaus in allen vergleichba
ren Lebensbereichen
-
behandlungs- und eingliederungs
anamnestisch
ausgewiesener Leidens
druck
Diese
Standardindikatoren erlauben –
unter Berücksichtigung leistungshindern
der äusserer Belastungsfaktoren einerseits und Kompensationspotenzialen (Res
sourcen) anderseits
–
das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzu
schätzen (BGE 141 V 281 E. 3.4-3.6 und E. 4.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_2
60/2017 vom 1. Dezember 2017 E.
4.2.3).
Die Anerkennung eines renten
begründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Aus
wirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es daran, hat die Folgen der Beweislosigkeit (nach wie vor) die materiell beweisbe
lastete versicherte Person zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; BGE 141 V 547 E. 2).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare
Eingliederungsmassnahmen wieder
herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier
telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsren
te und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.4
1.4.1
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be
schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
1.4.2
Für die verlässliche Beurteilung des psychischen Gesundheitszustandes und sei
ner Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit sind in der Regel psychiatrische Fachärzte beizuziehen (BGE 130 V 352 E. 2.2.3; Urteil des Bundesgerichts 8C_989/2010 vom 16. Februar 2011 E. 4.4.2 mit weiteren Hinweisen; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 8C_880/2015 vom 30. März 2016 E. 4.2.4). Wichtigste Grundlage gutachterlicher Schlussfolgerungen bildet – gegebenenfalls neben standardisierten Tests – die klinische Untersuchung mit Anamneseerhebung, Symptomerfassung und Verhaltensbeobachtung (Urteil des Bundesgerichts 8C_47/2016 vom 15. März 2016 E. 3.2.2 mit Hinweis). Bezüglich der Wahl der Untersuchungsmethoden kommt der Expertin oder dem Experten ein weiter Er
messensspielraum zu, und es ist nicht zwingend notwendig, dass fremdanam
nestische Angaben eingeholt oder Zusatzuntersuchungen angeordnet werden (Urteile des Bundesgerichts 8C_660/2013 vom 15. Mai 2014 E. 4.2.3, 8C_602/2013 vom 9. April 2014 E. 3.2 und 9C_275/2014 vom 21. August 2014 E. 3). Rechtsprechungsgemäss gibt es keine verbindliche Mindestdauer für eine psychiatrische Exploration, sondern es wird lediglich verlangt, dass die Exper
tise inhaltlich vollständig und im Ergebnis schlüssig ist, wobei der für eine psy
chiatrische Untersuchung zu betreibende zeitliche Aufwand der Fragestellung und der zu beurteilenden Psychopathologie angemessen sein muss (Urteile des Bundesgerichts 8C_660/2013 vom 15. Mai 2014 E. 4.2.3, 8C_602/2013 vom 9. April 2014 E. 3.2 und 8C_47/2016 vom 15. März 2016 E. 3.2.2).
1.4.3
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu
stellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorlie
gen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledi
gen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutach
tens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersu
chungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychischen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenen
falls in Auseinandersetzung mit den Vorakten abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklar
heiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegebenenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann Fredenhagen, Das ärztliche Gutachten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).
1.5
Für die Beurteilung der Gesetzmässigkeit der angefochtenen Verfügung oder des Einspracheentscheides ist für das Sozialversicherungsgericht in der Regel der Sachverhalt massgebend, der zur Zeit des Erlasses des angefochtenen Verwal
tungsaktes gegeben war. Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verändert ha
ben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung bil
den (BGE 130 V 138 E. 2.1 mit Hinweis). Sie können indessen, unter Wahrung des rechtlichen Gehörs, berücksichtigt werden, wenn sie kurze Zeit nach dem Erlass des angefochtenen Entscheids eingetreten sind, sich ihre Beachtung aus prozessökonomischen Gründen unbedingt aufdrängt und sie hinreichend klar feststehen (BGE 105 V 156 E. 2d; ZAK 1984 S. 349 E. 1b). Dies ist der Fall, wenn sie mit dem Streitgegenstand in engem Sachzusammenhang stehen und geeignet sind, die Beurteilung im Zeitpunkt des Entscheiderlasses zu beeinflus
sen (BGE 99 V 98 E. 4 mit Hinweisen).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin erwog im angefochtenen Entscheid vom 6. Dezember 2016 (Urk. 2), eine wesentliche Veränderung sei nicht ausgewiesen. Es sei daher weiterhin von einer 70%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten, leichten, wechselbelastenden Tätigkeit auszugehen.
2.2
Demgegenüber brachte die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde vom 23. Januar 2017 (Urk. 1) im Wesentlichen vor, im Z._-Gutachten sei ihr aufgrund einer Verschlechterung in somatischer Hinsicht eine 50%ige Arbeits
unfähigkeit in behinderungsangepasster Tätigkeit attestiert worden. Von den Ärzten der Rheumaklinik des B._, wo die Beschwerdeführerin vom 3. bis 18. Januar 2017 stationär behandelt worden sei, sei von einem chronisch pro
gredienten Beschwerdebild ausgegangen worden (Bericht vom 16. Januar 2017). Zudem habe eine psychiatrische konsiliarische Beurteilung während der Hospi
talisation eine rezidivierende, depressive Störung mit aktuell mittelgradiger Epi
sode ergeben. Im Allgemeinen seien die Symptome der Erkrankung derart aus
geprägt, dass sie zu Einschränkungen in allen Lebensbereichen führten. Es lägen eine Behandlungsresistenz und ein grosser Leidensdruck vor. Die Voraussetzun
gen der Komorbidität und der Konsistenz seien ebenfalls erfüllt. Die IV-Stelle habe keine Prüfung der einzelnen Indikatoren vorgenommen und sei von der durch den begutachtenden Psychiater festgestellten Arbeitsunfähigkeit abgewi
chen. Trotz durchgeführter Indikatorenprüfung weise das psychiatrische Gut
achten Mängel auf. Der begutachtende Psychiater habe nicht begründet, wes
halb seine Diagnosen von denjenigen im Gutachten des Y._ abweichen wür
den, und sich nicht mit den Diagnosen des behandelnden Psychiaters auseinan
dergesetzt.
3.
3.1
Für die Beurteilung, ob eine wesentliche Verschlechterung des Gesundheitszu
standes der Beschwerdeführerin seit der rentenabweisenden Verfügung vom 26. Juni 2012 eingetreten ist (E. 1.1), dient das jener zugrundeliegende Y._-Gutachten vom 14. Februar 2012 (Urk. 7/63) als zeitliche Vergleichsbasis.
Das Gutachten basierte auf psychiatrischen, rheumatologischen und neurologi
schen Untersuchungen (Urk. 7/63/1). Als Dia
gnosen mit Auswirkun
g auf die Arbeitsfähigkeit wurden aufgeführt (Urk. 7/63/18):
-
Panikstörung (
ICD-10:
F41.0) mit/bei generalisierter Angsterkrankung (
ICD-10: F41.1)
-
Rezidivierende depressive Störung, leichte depressive Episode (
ICD-10:
F33.0) mit anhaltender somatoformer Schmerzstörung (
ICD-10:
F45.4)
-
Langjähriges Fibromyalgiesyndrom mit ausgeprägter physischer Dekon
ditionierung
Als
Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
wurden die folgenden genannt (Urk. 7/63/18):
-
Status nach Dekompressionsoperation
N.
ulnaris rechts im Februar 2009 mit
resi
dualer
Sensibilitätsminderung
im N. ulnaris Areal, Epicondylitis
ulnaris rechts
-
Subjektive Sensibilitätsminderu
ng der rechten Hand und des rechten Un
terarms exkl. Daumen überwiegend myofascialer Genese
mit Beeinträch
ti
gung der feinmotorisch taktilen Funktionen der rechten Hand
-
Rezidivierende cervicovertebrale und thorakover
tebrale Dysfunktions
syndrome
-
Chronisches lumbo
spondylogenes Schmerzsyndrom
-
Statu
s nach cerebrovaskulärer Ischämi
e mit resti
tuierter Faci
alisparese rechts mit persistierender Sensibilitätsminderung rechte Kopf- und Hals
seite
In der versicherungsmedizinischen Beurteilung und Synthese aus allen Fachge
bieten wurde festgehalten (Urk. 7/63/18 ff.), bei der 51-
jährige
n Beschwerdefüh
rerin stü
nden im psychiatrischen Bereich Angsterkrankung, rezidivierende de
pressive Störung und eine damit verknüpfte, anhaltende somatoforme Schmerz
störung mit einem Ganzkörperschmerzsyndrom im Vordergrund der Be
schwer
desymptomatik. Hinzu komme
eine deutliche Dekonditionierung bei langjähri
ger Fibromyalgiesymptomatik. Au
ch aus neurologischer Sicht werde
die letzte Tätigkeit der
Beschwerdeführerin
als nicht mehr zumutbar angesehen. Für Ver
weistätigkeiten
bestünden
h
ingegen sowoh
l aus somatischer
als auch aus psy
chi
atrischer Optik lediglich geringe qualitative und quantitative Einschränkun
gen des Belastbarkeitsprofiles.
Aus polydisziplinäre
r
Sicht
sei
die
Beschwerde
führerin
som
it in ihrer Arbeitsfä
higkeit deutlich eingeschränkt. Die durch die anhaltende und dysfunktionale Schmerzwahrnehmung bei Angst und depressiv bedingter Affektregulationsstörung beeinträchtigten psychischen Grundfunktio
nen mit eingeschränkter Affektregulation begründe
te
n eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in Verweistätigkeiten um 30
%. Die letzte Tätigk
eit als Pflege
kraft hingegen sei nicht mehr zumutbar. Die Beschwerdeführerin sei
in der La
ge, sämtliche rückenadaptierten, leichten bis mittelschweren körperlichen Arbei
ten durchschnittlicher geistiger Art mit durchschnittlichem Verantwortungsbe
reich ohne besonderen Zeitdruck und ohne Nachtarbeitsbedingungen zu ver
richten. Tätigkeiten sollten keine besonderen Anforderungen an die Feinmotorik der rechten Hand stellen.
Gemäss Zusammenfassung des Hauptgutachtens im Fachgebiet Psychiatrie (Urk. 7/63/16) offenbarte die eingehende Exploration der Beschwerdeführerin das Bild einer rezidivierenden depressiven Störung mit leichter depressiver Epi
sode, das Bild einer Angst- und Panikstörung und vor dem Hintergrund eines von der Beschwerdeführerin unlösbar erlebten innerseelischen Konfliktes zwi
schen dependent akzentuiertem Leistungsbewusstsein einerseits sowie chroni
scher Überforderung und nachlassender Belastbarkeit andererseits die Entwick
lung einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung. Die von der Beschwer
deführerin beklagten, anhaltenden Schmerzen seien keineswegs vollumfänglich durch körperliche Erkrankung erklärbar. Die enge Verknüpfung der Schmerz
entwicklung mit der konflikthaften und mit Schuldgefühlen konnotierten Über
forderung in der Versorgung von Haushalt und Familie lege die Diagnose einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung nahe. Die Überwindbarkeit des chronischen Schmerzsyndroms sei vor dem Hintergrund der rezidivierenden de
pressiven Störung und der Angsterkrankung eingeschränkt, allerdings keines
wegs vollständig aufgehoben. Eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit sei aus psychiatrischer Optik aber zu begründen und auf 30 % festzusetzen.
Gemäss rheumatologischem Teilgutachten vom 5. Januar 2012 ergab die
Unter
suchung ein langjähriges Fibromyalgiesyndrom mit ausgeprägter physischer Dekonditionierung. Die Situation, die sich bei der kör
perlichen Untersuchung darstelle
,
könne
zwar unter dem Begriff des sogenannt
en Fibromyalgiesyndroms subsumiert werden, gehe
aber im Prinzip weit über diese, eine Schmerzhaf
tigkeit von Sehneninsertionen und
muskulä
ren Kennpunkten bezeic
hnende Di
agnose hinaus. Es liege
aus rheumatologischer Optik offensichtlich eine genera
lisierte Störung von Körperwahrn
ehmung, Schmerzperzeption und -v
erarbeitung vor, bei welcher psychisch-psychosomatische Hintergrü
nde domi
nierend zu erwarten seien
. I
m gegenwärtigen Zustandsbild sei
ein Einsatz im bisherigen Beruf als Pflegeassistentin aus Sicht des Rheumatologen nicht zu
mutbar, dies
weniger beziehungsweise
nicht aus Gründen konkret gestörter me
chanisch-motorischer Funktionen, als vielmehr durch die vollständige körperli
che Erschlaffung, Leistungsschwäche und Dekonditionierung. Leichte, wechsel
belastende Tätigkeiten könn
t
en hingegen, mit einer um 20
% reduzierten Leis
tungsfähigkeit
zugemutet werden. Somit bestehe
unter dieser Voraussetzung bei der
Beschwerdeführerin
aus Sicht des Rheumatologen eine Arbeitsfähigkeit von 80
%.
3.2
3.2.1
Das Z._-Gutachten vom 11. August 2015 (Urk. 7/121) basierte auf internis
tischen, rheumatologischen und psychiatrischen Untersuchungen (Urk. 7/120). Als Dia
gnosen mit Auswirkun
g auf die Arbeitsfähigkeit wurden die folgenden aufgeführt (Urk. 7/121/26):
-
Polyarthrose
-
klinisch im Vordergrund medial
e, zurzeit nicht aktivierte Gonarthrose, rechts mehr als links
-
nicht aktivierte Fingerpolyarthrose
-
Anhaltende somatoforme Schmerz
störung
(ICD-10:
F45.4
)
/Fibromyalgie
Als
Diagnosen ohne wesentliche
Auswirkung auf die
Arbeitsfähigkeit, aber mit Krankheitswert
wurden genannt (Urk. 7/121/26):
-
Multiple Leberhämangiome, grössenstationär
-
Adipositas
(BMI
31.9)
-
Dupuytren Hand rechts palmar sowie Dig IV rechts
Sodann wurden die folgenden
Nebenbefunde
aufgelistet (Urk. 7/121/26):
-
Hyperaktive und hypokontraktile Harnblase bei überdehntem Detrusor 12/2014
-
rotatorische Zystozel
e Grad II bei
-
Status nach Hysterek
tomie und Ovarektomie 01/2014
-
Status nach TVT-Schlingenoperation 07/
2011 wegen Stressinkonti
nenz II.
Grades
-
Kleiner Fersensporn rechts
-
Status nach totaler Thyreoidektomie wegen grössenprogredienter Struma multinodosa und Autotransplantation einer Neb
enschilddrüse in den M. sternocl
eidomastoideus 01/2012
-
Status nach Flexorenrelease und Denervation nach Wilhelm rechts und Dekompression
N.
ulnaris rechts 02/2009
-
Status nach Sudeck-Dystrophie
-
Status nach zerebrovaskuläre
r
Ischämie mit restituierter Fazialisparese rechts 2005
-
Status nach Varizenoperation beider Beine 2004 und 2005
-
Status nach Beinvenenthrombose rechts 2002
-
Status nach Trigeminusneuralgie 2004
-
Status nach Tumorektomie Mamma links bei fokal atypischer Hyperpla
sie 2002/2003
-
Status nach Tonsillektomie 1996
In der zusammenfassenden Beurteilung hielten die Gutachter fest, a
nlässlich der jetzigen Abklärungsuntersuchung
habe die Beschwerdeführerin
vor allem über das „Seelische"
geklagt. Sie
versuche
,
immer wieder auf die Beine zu kommen, psychisch gehe es
aber
ganz schlecht, alles nerve,
sie
könne nicht in die Gesell
schaft, ärgere andere Menschen ohne es zu wollen, werde teils aggressiv, könne sich nicht gut ausdrücken, habe Angst vor der Zukunft, sei bei vermehrten Schmerzen ein ganz anderer Mensch. Körperlich habe sie vor allem Probleme mit dem Knie, rechts mehr als links,
ständig müsse man Wasser heraus
nehmen, Schmerzen
seien stets vorhanden (VAS 2-9). Sie
könne im Ebenen etwa 15 bis 20 Minuten la
ng gehen. I
m Weiteren
bestünden
Schmerzen im Bereich der Hände sowie der rechten Schulter und der Ellbogen
(
rechtsbetont
)
, hinzu kämen noch die Schmerzen im Bereich der Wirbel
säule –
es sei ein Teufelskreis. Be
gonnen hätten ihre gesundheitlichen Probleme etwa 1982 mit Schulterschmer
zen rechts, etwa 1997
seien
Knieschmerzen
dazugekommen, weshalb sie
ab 1998 als Pflegeassistentin nur noch die körperlich weniger strenge Nachtarbeit ausgeübt
habe. Nach einer 2009 erfolgten Ellbo
genoperation rechts habe sie nur noch leichte Arb
eiten machen dürfen und des
wegen im Pflegeheim die Kündi
gung (2009) erhalten. Die seit etwa 1991 ausgeübte Tätigkeit als Übersetzerin für die
C._ übe sie weiterhin aus im Umfang von
0 bis
5 Stun
den monatlich
auf Stundenlohnbasis
. Bezüglich geklagter Körperschmerzen (multi
lokuläres Schmerzsyndrom) leide die Beschwerdeführerin
gemäss aktue
ller fachärztlicher rheumatolog
i
scher Beurteilung an einer Poly
arthrose (im Vorder
grund
stünden eine
nicht aktivierte Gonarthrose
rechtsbetont und Fingerpoly
arth
rasen) sowie an einer Fibromyalgie, wobei die subjektiven Beschwerden weit über das somatisch
erklärbare Ausmass hinausgingen. D
er dennoch sicher
lich verminderten körpe
rlichen Belastbarkeit wegen seien der Beschwerdeführe
rin
körperlich mittelschwere und schwere Tätigkeiten, in Übereinstimmung mit den Vo
rakten (Arbeitsfähigkeit Pflege
kraft
: 0 %), wohl nicht mehr zumutbar.
B
ezüglich einer körperlich le
ichten Tätigkeit (zum Beispiel Übersetzungsarbei
ten) sei
diesbezüglich jedoch von einer uneingeschränkten
Arbeitsfähigkeit aus
zugeh
en. Betreffend d
en beklagten seelischen Zustand sei
aufgrund der anläss
lich der psychiatrischen Exploration erhobenen Befunde und in Berücksichti
g
ung vorliegender Akten die Diag
nose einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung
(ICD-10:
F45.4
) zu stellen – insbeson
dere aufgrund einer ver
minderten Durchhaltefähigk
eit sowie eines erhöhten Pausenbedarfs (Mini-ICF-APP Ratingbogen) sei der Beschwerdeführerin
aus rein psychiatrischer Sicht neu eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit für jede aus somatischer Sicht in Frage kom
mende Tätigkeit zu attestieren
– auch im Hinblick auf die am 3. Juni 2015 ge
änderte Recht
sprechung. Im Vergleich zum
Vorgutachten (Y._ 2012) bestehe
bei der
Beschwerdeführerin
somit eine höhere und im Vergleich zur Einschät
zung des behandelnden Psychiaters e
ine tiefere Arbeitsunfähigkeit –
auch wenn
die Beschwerdeführerin zwischenzeitlich gelernt habe
, besser mit ihren Panikat
tacken und
Angstzuständen umzugehen, liege
insgesamt ein komplexer Ge
sundheitsschaden bei bescheidenen persönlichen Ressourcen vor; trotz ver
schie
denster Behandlungsversuche seien
relevante Erfolge bisher ausgeblieben.
Die gutachterliche
Einschätzung
zur Arbeitsfähigkeit
g
elte
ab
dem
Zeitpunkt der jetzigen Rentenrevision; die von den behandelnden Ärzten geltend ge
machte Ver
schlechteru
ng des Gesundheitszustandes könne
aufgrund objektivierbarer
Befunde nicht vollumfänglich bestätigt werden. Deshalb werde der Beschwerde
führerin auch eine 50%ige und nicht eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in behin
derungsangepasster Tätigkeit attestiert (Urk. 7/121/25 f.). Der Grad der Arbeits
unfähigkeit habe sich seit der letzten Revision verändert, einerseits aufgrund ei
ner Verschlechterung des Gesundheitszustandes, andererseits aufgrund einer Veränderung des rechtlichen Rahmens (Urk. 7/121/27). Ein psychischer Ge
sundheitsschaden stehe im Vordergrund, wobei invaliditätsfremde und psycho
soziale Aspekte bei der Festlegung der Arbeitsunfähigkeit abgegrenzt worden seien (Urk. 7/121/28).
Der begutachtende Rheumatologe hielt in seinem rheumatologischen Konsilium vom 7. Mai 2015 unter anderem fest, bei der Beschwerdeführerin zeige sich eine ausserordentlich schmerzbetonte Untersuchung, welche sehr vorsichtig durchge
führt werden müsse (und deshalb nicht immer abschliessend konklusiv beurteilt werden könne). Es würden sich grosse Diskrepanzen im Untersuchungsgang zeigen, eine relevante Funktionseinschränkung am Bewegungsapparat könne jedoch ausgeschlossen werden (Urk. 7/121/36). Die Beschwerdeführerin beklage ein multilokuläres Schmerzsyndrom im höchsten quantitativen Ausmass. Die angegebenen Schmerzen würden rasch ein maximales Ausmass erreichen, was sich bei der Schilderung und den funktionellen Einschränkungen in aller Form niederschlage. Die beschriebenen massiven Alltagseinschränkungen würden aber nicht mit den rheumatologischen Erfahrungen im Praxisalltag korrelieren; das Beschwerdebild lasse sich initial gutachterlich subjektiv im Sinne einer deutlichen Schmerzüberzeichnung interpretieren (Urk. 7/121/38). Die recht aus
geprägte Polyarthrose führe für mittelschwere bis schwere körperliche Arbeiten zu einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit. Nicht zumutbar seien sodann das häufi
ge Begehen von Leitern und Gerüsten (verminderte Stabilität der Kniegelenke), rein gehende oder rein stehende Tätigkeiten, schwerere körperliche Tätigkeiten mit repetitivem Heben von Gewichten über 10 kg Gürtelhöhe und über 5 kg Schulterhöhe sowie reine feinmanuelle Tätigkeiten. Die Haushaltsarbeiten in ei
nem Zweipersonenhaushalt seien bei guter zeitlicher Zuordnung ohne wesentli
che Einschränkung durchführbar. Bürotätigkeiten und insbesondere Überset
zungsarbeiten seien vollständig zumutbar. Im Y._-Gutachten sei hauptsäch
lich eine Fibromyalgie diagnostiziert worden, ohne dass auf die bereits damals vorhandene Osteoarthrose eingegangen worden sei. Diese sei wohl übersehen worden, womit ein Vergleich schwerfalle. Allerdings dürfe bei der Vordokumen
tation (Spital E._ 2012) davon ausgegangen werden, dass der damalige Ge
sundheitszustand mit dem heutigen zu vergleichen sei (Urk. 7/121/39 f.).
Der begutachtende Psychiater führte in seinem Teilgutachten vom 27. Juli 2015 aus (Urk. 7/121/47), der behandelnde Psychiater Dr. D._ beschreibe
wohl de
pressive Symptome in seinem Bericht vom Juli
20
14 und im Text vom Juni
20
13 auch psychosoziale Faktoren, die er bei seiner Einschätzung der Arbeits
unfähigk
eit nicht sauber auseinanderhalte
, a
uch nicht auseinanderhalten müsse
im Rahmen einer Beschreibung eines therapeutisch
tätigen Arztes. Der Stellen
verl
ust, die Erkrankung des Mannes, der Verlust des sozialen Status, der ohne Zweifel vorhandene
Geldmangel schränkten
die
Beschwerdeführerin
ein
.
A
uch die wirtschaftliche Grundlage der
ganzen Familie sei
bei fehlendem Rentenzu
spruch in der Gesundheitsfrage des Ehemannes gefähr
det. Ihm (dem Gutachter) gegenüber habe die Beschwerdeführerin in
Bezug auf ihren Gesundheitszustand auch Verbesserungen zugegeben, auf die der
behandelnde Arzt nicht eingehe
.
Die Beschwerdeführerin habe
an
gegeben
, mit den Panikattacken und den Angstzuständen besser umgehen zu können und den Al
ltag darauf abgestimmt zu haben. Sie habe
auch sehr anschaulich ihre Freuden bei der Betreuung der Grosskinder dargelegt ebenso wie die positiven Erlebnisse im Rahmen von Fe
rienreisen in die Heimat. Eine voll invalidisierende psychiatrische Störung dürf
te solche Inseln der positiven Tätigkeiten nicht auf
weisen. Etwas hypothetisch könn
e man sich fragen, ob
die Beschwerdeführerin
mit einer materiellen S
i
cherheit, mit einem voll im Beru
fsleben stehenden Ehemann
auch im gleichen Ausmass
leidend wäre
, und diese Frage müsste
klar vernein
t werden.
Nach den aktuellen gü
ltigen Indikatoren beurteilt sei
sicher von einem komplexen Ge
sundheitsschaden auszugehen. Aufgrund der Akten und aller Wahrscheinlich
keit
vom begutachtenden Rheumatologen bestätigt fä
nden sich somatische Be
schwerden und zusammen mit der psychosozialen un
d psychiatrischen Dimen
sion ergä
ben sich ausgeprägte Be
funde mit Auswirkungen auf den Alltag. Die Beschwerdeführerin habe
verschiedenste Behandlungsversu
che durchgeführt, sie unterziehe
sich einer ambulant psychiatrischen Behandlung und e
s seien
rele
vante, massive Erfolge ausgeblieben
,
auch wenn gewisse Verbesserungen im psychiatri
schen Kontext zu vermerken seien.
Es liege
damit eine komplexe Stö
rung der ganzen Integrität der Persönlichkeit vor mit angesichts des Alters auch bescheidenen Ressourcen. Die
Beschwerdeführerin habe
keine Möglichkeiten
,
ein Potenzial zu mobilisiere
n, der ganze soziale Kontext sei
beengend und
–
wesentlich mitbedingt durch die Finanzsituation
–
könn
t
en keine Res
sourcen mehr mobilisiert werden. Es sei zum Beispiel
ausgeschlossen, eine Dolmetscher
sc
hule zu bezahlen und abzuschliessen, obwohl die Beschwerdeführerin
in die
sem Tätigkeitsbereich grundsätzlich sicher ein Potenzial zu Arbeitseinsätzen hätte. Di
eses schwierige Gesamtbild zeige
Unterbrechungen bei der Betreuung der Grosskinder und der Ferie
naufenthalte, was
Pausen der Beschwerden trotz ausge
wiesenem Leidensdruck darstelle. Die integrale Berü
cksic
htigung all dieser Aspekte führe
dann zu einer teilweisen Arbeitsunfäh
igkeit. Der Umfang sei
da
bei
schwierig zu schätzen und auf
50
% sowohl für die bisher ausgeübte Arbeit als auch für Verweistätigkeiten
festzusetzen
.
3.2.2
Die Gutachter der Z._ ergänzten ihr Gutachten am 4. Januar 2016 (Urk. 7/129) und hielten fest, dass die neu diagnostizierte Polyarthrose im Gut
achten des Y._ wohl übersehen worden sei. Damit falle ein diesbezüglicher Vergleich schwer. In Abstützung auf den Hospitalisationsbericht des Stadtspitals E._, Chirurgische Klinik, vom 26. Januar 2012 dürfe davon ausgegangen wer
den, dass der damalige, aus somatischer Sicht zu beurteilende Gesundheitszu
stand mit dem heutigen zu vergleichen sei. Der begutachtende Psychiater führte im Wesentlichen aus, bezüglich der Beurteilung, ob eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes seit der letzten Begutachtung eingetreten sei, sei auf ob
jektivierbare Funktionseinschränkungen abzustellen. Die Beschwerdeführerin habe von einer schleichenden Verschlechterung ihrer Handlungsfähigkeit im Haushalt seit der Begutachtung berichtet. Sie habe aber auch angegeben, dass sie sich während der Ferien in der Türkei deutlich wohler fühle und hier müsse darauf hingewiesen werden, dass dort durch die Anwesenheit von Bekannten und Verwandten und durch den Umstand, dass sie häufig eingeladen werde, weniger handwerkliche Tätigkeiten ausgeführt werden müssten. Das Umfeld führe in der Heimat fast automatisch zu einer Entlastung. Die Selbstbehaup
tungsfähigkeit werde limitiert durch die Fokussierung auf die Einschränkung; die Ressourcen der Beschwerdeführerin seien dadurch im mittleren Umfang li
mitiert. Eine Dolmetschertätigkeit würde einer ideal angepassten Tätigkeit ent
sprechen. Weitere theoretisch mögliche Verweistätigkeiten wären eine Tätigkeit an einer Hotelrezeption oder am Empfang einer Firma, welche so gestaltet sein müsste, dass immer wieder kürzere Pausen und Lagewechsel möglich wären, so
dass die Beschwerdeführerin Erholungszeiten zwischen den Einsätzen hätte. Das Zustandsbild der Beschwerdeführerin sei schwer chronifiziert.
4.
4.1
4.1.1
Aus somatischer Sicht gelangten die Z._-Gutachter zum Schluss, der aktu
elle Gesundheitszustand sei mit dem Gesundheitszustand im Zeitpunkt der Be
gutachtung durch das Y._ vergleichbar (E. 3.2.1-3.2.2). Dies erscheint – ent
gegen dem Vorbringen der Beschwerdeführerin (Urk. 1 S. 5) – durchaus nach
vollziehbar, denn bereits im Bericht der Klinik F._ vom 14. August 2009 über die interdisziplinäre arbeitsspezifische Abklärung im Auftrag der Kranken
taggeldversicherung (Urk. 7/21/7-27) und im Austrittsbericht der chirurgischen Klinik des Stadtspitals E._ vom 26. Januar 2012 (Urk. 7/111/8-9) war die Di
agnose einer generalisierten Osteoarthrose gestellt worden. Davon abgesehen konnten die Z._-Gutachter aufgrund der aktuell erhobenen Befunde aus somatischer Sicht keine (dauerhafte) Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in ei
ner körperlich angepassten Tätigkeit nachvollziehen. Der begutachtende Rheu
matologe hielt fest, die beschriebenen massiven Alltagseinschränkungen wür
den nicht mit den rheumatologischen Erfahrungen im Praxisalltag korrelieren und das Beschwerdebild lasse sich im Sinne einer deutlichen Schmerzüber
zeichnung interpretieren (E. 3.2.1). Eine wesentliche Verschlechterung des Ge
sundheitszustandes lässt sich aus somatischer Sicht somit nicht nachvollziehen; die Beschwerdeführerin wurde von den Z._-Gutachtern sowohl internistisch als auch rheumatologisch eingehend und umfassend untersucht und die medizi
nischen Schlussfolgerungen wurden in schlüssiger Weise dargelegt (E. 1.4).
Der Hinweis der Beschwerdeführerin (Urk. 1 S. 5) auf die Ziff. 6.1 des Z._-Gutachtens („Beantwortung Fragenkataloge“), worin festgehalten wurde, der Grad der Arbeitsunfähigkeit habe sich seit der letzten Revision verändert – ei
nerseits durch Verschlechterung des Gesundheitszustandes und andererseits durch Veränderung des rechtlichen Rahmens (Urk. 7/121/27) –, erweist sich im Zusammenhang mit der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit aus somatischer Sicht als verfehlt. Diese Antwort bezog sich nicht auf eine Veränderung des Gesund
heitszustands in somatischer Hinsicht, sondern auf eine Veränderung in umfas
sender Hinsicht, wobei die Gutachter darauf hinwiesen, für die (neu festgestell
te) Arbeitsunfähigkeit von 50 % stehe ein psychischer Gesundheitsschaden im Vordergrund (Urk. 7/121/28). Auf die Beurteilung des begutachtenden Psychia
ters ist später noch einzugehen (E. 4.2).
4.1.2
Der begutachtende Rheumatologe der Z._ ging nebst anderen Befunden von einer recht erheblich ausgeprägten medialen Gonarthrose aus und berücksich
tigte diese im Rahmen des Zumutbarkeitsprofils angemessen (E. 3.2.1). Im Zeit
punkt der Begutachtung war die Gonarthrose zwar nicht aktiviert, es darf aber vorausgesetzt werden, dass der begutachtende Facharzt dies bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit berücksichtigte, da Arthrosen bekanntlich immer wieder aktiviert werden können. Solche Aktivierungen vermögen grundsätzlich aber bloss vorübergehende Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit, unter Umständen auch in angepasster Tätigkeit, zu rechtfertigen. In diesem Sinne ändert der Be
richt des B._, Klinik für Rheumatologie, vom 28. Januar 2016 (Urk. 3/15 = Urk. 3/25) nichts an der Nachvollziehbarkeit der gutachterlichen Beurteilung, wird darin im Ergebnis doch ein ähnliches Zumutbarkeitsprofil wie im Z._-Gutachten beschrieben. Darüber, in welchem Umfang eine angepasste Tätigkeit zumutbar wäre, enthält der Bericht hingegen keine Angaben.
4.1.3
Werden die Beurteilungen der beiden begutachtenden Rheumatologen im Y._- und im Z._-Gutachten verglichen, ist in Bezug auf deren Einschät
zung zur Arbeitsfähigkeit eine Diskrepanz festzustellen. Der begutachtende Rheumatologe des Y._ ging von einer 20%igen Einschränkung der Leistungs
fähigkeit in einer angepassten Tätigkeit aus (E. 3.1), der begutachtende Rheuma
tologe der Z._ von keiner Einschränkung (E. 3.2.1). Diesbezüglich ist von einer anderen Beurteilung desselben Sachverhalts auszugehen. Da die Be
schwerdegegnerin in der nicht angefochtenen Verfügung vom 26. Juni 2012 (Urk. 7/70) auf das Y._-Gutachten abstellte, ist – bei gleichgebliebenem so
matischem Gesundheitszustand – aus physischen Gründen daher von einer un
veränderten Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 20 % auszugehen.
4.1.4
Die Beschwerdeführerin reichte weitere Unterlagen ein, welche kurz nach Erlass der angefochtenen Verfügung datieren, so den Bericht des B._, Klinik für Rheumatologie, vom 16. Januar 2017 (Urk. 3/19), den provisorischen Kurzaus
trittsbericht des B._, Klinik für Rheumatologie, vom 18. Januar 2017 (Urk. 3/18) und den Bericht von Dr. med. G._, Facharzt FMH für In
nere Medizin und Rheumatologie, vom 22. Januar 2017 (Urk. 3/20).
Der Bericht von Dr. G._ vom 22. Januar 2017 erweist sich als nicht aussage
kräftig. Dr. G._ wies selbst darauf hin, er habe die Beschwerdeführerin im Jahr 2016 bloss dreimal gesehen (Januar, Juni und September; die Beschwerde
führerin werde mehrheitlich am B._ betreut) und es sei für ihn nicht möglich, die Entwicklung im letzten Jahr auf Grund eigener Untersuchun
gen/Feststellungen zu beschreiben. Damit kann auf seine Einschätzung, die Vo
raussetzungen für die Ausübung einer leichten, wechselbelastenden Tätigkeit sei nicht gegeben (Urk. 3/20), auch nicht abgestellt werden.
Im Bericht des B._ vom 16. Januar 2017 wurde festgehalten, verglichen mit der zuletzt im Januar 2016 erfolgten Stellungnahme bestehe ein chronisch progre
dientes Beschwerdebild. Im Rahmen der aktuellen Hospitalisation ab dem 3. Januar 2017 könnten mehrere strukturelle Schmerzkorrelate objektiviert wer
den. Einerseits zeigten sich leichte bis mittelschwere degenerative Veränderun
gen der gesamten Wirbelsäule, welche teilweise ursächlich für das panvertebrale Schmerzsyndrom seien. Des Weiteren fänden sich radiologisch beziehungsweise sonographisch ein Fortschreiten der bekannten CPPD-Ablagerungserkrankung in Form einer Zunahme der STT-Arthrose rechts sowie neu Hinweise für eine CPPD der Schultergelenke beidseits bei intracartilaginären Verkalkungen sowie einer Labrum-Verkalkung linksseitig. Auch die medial betonte Gonarthrose beidseits zeige sich radiologisch progredient mit nach wie vor häufigen Aktivie
rungen rechtsbetont. Auf Grund der Zunahme der Befunde sei der Beschwerde
führerin aktuell aus rheumatologischer Sicht eine leichte wechselbelastende Tä
tigkeit mit einem Arbeitspensum von maximal 50 % zumutbar (Urk. 3/19). Der Bericht des B._ vom 18. Januar 2017 enthält keine Angaben zur Arbeitsfähig
keit (Urk. 3/18).
Der Bericht des B._ vom 16. Januar 2017 (Urk. 3/19) datiert nach Erlass der angefochtenen Verfügung; die Beschwerdeführerin begab sich ab dem 3. Januar 2017 im B._ in stationäre Behandlung, das heisst knapp einen Monat nach Er
halt der angefochtenen Verfügung vom 6. Dezember 2016 (Urk. 2). Damit be
schlägt der Bericht des B._ den Gesundheitszustand nach Erlass der angefoch
tenen Verfügung und ist nicht geeignet, die Beurteilung im Zeitpunkt des Ent
scheiderlasses zu beeinflussen (E. 1.5): Im Bericht des B._ vom 16. Januar 2017 wurde kein klinischer Befund beschrieben. Einzig aufgrund der am 4. Januar 2017 radiologisch beziehungsweise sonographisch erhobenen Befunde lässt sich deshalb keine Veränderung seit der Z._-Begutachtung nachvollziehen, wel
che sich auch funktionell auswirken würde (vgl. das
Urteil 8C_282/2012 des Bun
desgerichts vom 11. Mai 2012 E.
5
). Überdies müsste bei einer Beschwerde
zunahme zunächst einmal davon ausgegangen werden, diese stehe im Zusam
menhang mit einer Aktivierung der bereits bekannten Arthrose, was – wie be
reits gesagt (E. 4.1.2) – durchaus zu einer vorübergehenden Verschlechterung des Gesundheitszustandes führen kann. Ob damit aber auch eine anhaltende Verschlechterung des Gesundheitszustandes einhergeht, wird sich erst im Ver
lauf zeigen. Es ist im Verlauf sicherlich mit einem kontinuierlichen Voran
schreiten der degenerativen Schäden am Bewegungsapparat zu rechnen. Mass
gebend ist aber, inwieweit sich dies auch klinisch niederschlägt.
4.2
4.2.1
Der begutachtende Psychiater stellte in seinem Teilgutachten vom 27. Juli 2015 die Diagnose einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung (ICD-10: F.45.4). D
ie Persistenz
dieses Leidens seit der Begutachtung durch das Y._ lässt sich ohne Weiteres nachvollziehen und wurde auch nicht bestritten.
Der begutachtende Psychiater begründete sodann nachvollziehbar, weshalb er die Einschätzung des behandelnden Psychiaters Dr. D._ nicht teile. Dieser ha
be die psychosozialen Faktoren nicht sauber von den psychischen Faktoren ge
trennt. Die Beschwerdeführerin habe anlässlich der aktuellen Begutachtung auch Verbesserungen zugegeben, auf die Dr. D._ nicht eingegangen sei. Die Beschwerdeführerin habe
an
gegeben
, mit den Panikattacken und den Angstzu
ständen besser umgehen zu können und den Al
ltag darauf abgestimmt zu ha
ben. Sie habe
auch sehr anschaulich ihre Freuden bei der Betreuung der Gross
kinder dargelegt ebenso wie die positiven Erlebnisse im Rahmen von Ferienrei
sen in die Heimat
(E. 3.2.1)
.
Aus dem psychiatrischen Teilgutachten ergibt sich weiter, dass bei der Aufnahme des klinischen Befunds Angaben zum Ganzkör
perschmerz-Syndrom und zum einfachsten Tagesablauf, eingeschränkt durch Beschwerden und Geldmangel,
dominiert haben sollen (vgl. Urk. 7/121/44 f.). Der begutachtende Psychiater führte aus, die Ängste und das, was die Be
schwerdeführerin als Panikattacken beschreibe, hätten in ihren Angaben wenig Gewicht erhalten. Affektiv sei sie ganz geprägt durch ihr Leiden, etwas ängst
lich und angespannt. Die von ihr beschriebene Aggressivität habe sich auch bei Provokationen nicht nachweisen lassen. Selten, zum Beispiel bei der Beschrei
bung der Entwicklungsschritte der Grosskinder oder beim Thema Türkeireise habe sie Freude gezeigt. Der Antrieb und die Psychomotorik seien vermindert, gehemmt. Der soziale Rückzug müsse weitgehend verstanden werden als Folge der wirtschaftlichen Verhältnisse, die Beschwerdeführerin habe adäquate Ideen dazu entwickelt, was mit Bargeld zu tun wäre (Urk. 7/121/45).
Der begutachtende Psychiater begründete seine Diagnosestellung eingehend und gelangte zu der Feststellung, die Einschränkung bestehe nach seiner Einschät
zung trotz Zunahme der Klagen seit der letzten Begutachtung vor rund drei Jahren aus der rein psychiatrischen Perspektive unverändert (Urk. 7/121/48). Der
Regionale Ärztliche Dienst (RAD),
Dr.
med.
H._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie sowie für Neurologie,
erachtete diese Schlussfolgerung in seiner Stellungnahme vom 10.
August 2016 zum
Z._
-Gutachten
als schlüssig; er hielt fest
, eine Veränderung des psychischen Ge
sundheitszustands gegenüber 2012
könne kaum objektiviert werden.
Sodann führte er aus
, es liege eine weitere Chronifizierung der bekannten Schmerzstö
rung vor. Die depressive Störung stehe offensichtlich im Zusammenhang mit der Schmerzstörung und sei nicht im Sinne einer eigenständigen psychischen Erkrankung anzusehen. Die Angststörung habe sich gebessert (
Urk.
7/136/10 f.).
4.2.2
Es besteht kein Grund, von der überzeugenden Einschätzung des begutachten
den Psychiaters abzuweichen. Die Kritik der Beschwerdeführerin, er habe sich nicht mit den abweichenden Diagnosen des Y._ und jenen des behandelnden Psychiaters auseinandergesetzt (Urk. 1 S. 11), erweist sich als unbegründet. Die Angaben der Beschwerdeführerin, sie habe recht gut gelernt, mit ihren Angstzu
ständen umzugehen, und sie werde dadurch nicht mehr in relevantem Umfang eingeschränkt (Urk. 7/121/44), durfte der begutachtende Psychiater entspre
chend werten. Anzufügen ist alsdann, dass sowohl dem als „ärztliches Zeugnis“ bezeichneten Schreiben vom 14. Juni 2013 (Urk. 7/77) als auch dem Bericht vom 24. September 2014 (Urk. 7/106) von Dr. med.
D._, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, ein psychiatrischer Befund fehlt. Die ge
nannten Berichte enthalten bloss rudimentäre Angaben zum Gesundheitszu
stand der Beschwerdeführerin. Damit lassen sich weder die darin gestellten Di
agnosen begründen, noch lässt sich die geltend gemachte Verschlechterung des psychischen Gesundheitszustands nachvollziehen.
Selbst wenn aufgrund des psychiatrischen Befunds (inklusive Auswertung des Mini-ICF-APP-Fragebogens) im Z._-Gutachten eine eigenständige depressi
ve Störung zu bejahen wäre, wäre der Schweregrad – auch in Berücksichtigung der zahlreichen psychosozialen Faktoren – höchstens als leicht einzustufen. Ei
ne Veränderung des psychischen Gesundheitszustands liesse sich damit aber ebenfalls nicht begründen, wurde doch bereits im Zeitpunkt der Begutachtung durch das Y._ von einer leichten depressiven Störung ausgegangen.
Nach dem Gesagten lassen sich keine Hinweise für eine Verschlechterung der Befunde finden, weder im psychiatrischen Teilgutachten der Z._ vom 27. Juli 2015 noch in dessen Ergänzung vom 21. Dezember 2015.
4.2.3
Dass der begutachtende Psychiater der Z._ der Beschwerdeführerin trotz unverändertem Gesundheitszustand eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % (und nicht von 30 % wie im Y._-Gutachten) attestierte, ist darauf zurückzuführen, dass er sich aufgrund der geänderten Rechtsprechung (strukturiertes Beweisver
fahren) veranlasst sah, in jedem Fall eine neue Beurteilung der Arbeitsfähigkeit vorzunehmen („Ich werde zu einer Arbeitsunfähigkeit von 50 % nach den neuen Bundesgerichtskriterien kommen und damit ist dieser Verlauf detailliert zu be
sprechen“ [Urk. 7/121/46]). Dazu bestand allerdings bei unverändertem Gesund
heitszustand („Nach meiner Einschätzung besteht die Einschränkung trotz Zu
nahme der Klagen seit der letzten Begutachtung vor rund 3 Jahren aus der rein psychiatrischen Perspektive unverändert“ [Urk. 7/121/48]) kein Anlass. Die neue Rechtsprechung zu den somatoformen Schmerzstörungen stellte für sich alleine betrachtet keinen Revisionsgrund dar (BGE 141 V 585 E. 5 sowie auch Urteil 8C_730/2015 des Bundesgerichts vom 24. Februar 2016 E. 5.3). Dass der begut
achtende Psychiater, welcher sein Teilgutachten bereits am 27. Juli 2015 und die ergänzende Stellungnahme am 4. Januar 2016 erstattete, vom Urteil 8C_730/2015 des Bundesgerichts vom 24. Februar 2016 keine Kenntnis hatte, kann ihm daher nicht vorgeworfen werden, erging der besagte Bundesgerichts
entscheid doch erst nach seiner Beurteilung. Damit hat der vermeintliche Wider
spruch im psychiatrischen Teilgutachten – Neubeurteilung der Arbeitsfähigkeit bei unverändertem Gesundheitszustand – auch keinen Einfluss auf dessen Ver
wertbarkeit. Das Gutachten erweist sich trotzdem als schlüssig und konsistent. Aus der – im Vergleich zum Y._-Gutachten – abweichenden Beurteilung der Arbeitsfähigkeit im Z._-Gutachten kann die Beschwerdeführerin jedenfalls nichts zu ihren Gunsten ableiten. Die Feststellung im Z._-Gutachten, es lie
ge eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes vor
(Urk. 7/121/27), ist
ein
zig als Ergebnis des neu vorgenommenen strukturierten Beweisverfahrens zu in
terpretieren. Damit liegt im Ergebnis eine andere Beurteilung eines gleich ge
bliebenen Sachverhalts vor.
4.2.4
Was die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit durch den begutachtenden Psychiater der Z._ anbelangt, lässt sich diese mit einer vorgabengerechten Prüfung der Standardindikatoren ohnehin nicht in absoluten Einklang bringen. „
Hinsichtlich der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit haben sich sowohl die medizinischen Sach
verständigen als auch die Organe der Rechtsanwendung bei ihrer Einschätzung des Leistungsvermögens an den normativen Vorgaben zu orientieren; die Gut
achter im Idealfall gemäss der entsprechend formulierten Fragestellung (BGE 141 V 281 E. 5.2 S. 306 f.). Die Rechtsanwender prüfen die medizinischen An
gaben frei insbesondere daraufhin, ob die Ärzte sich an die massgebenden nor
mativen Rahmenbedingungen gehalten haben und ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen anhand der rechtserheblichen Indikatoren auf Ar
beitsunfähigkeit schliessen las
sen (Urteil 8C_130/2017 vom 30. November 2017 E.
6, zur Publikation vorgesehen). Im Rahmen der Beweiswürdigung obliegt es den Rechtsanwendern zu überprüfen, ob ausschliesslich funktionelle Ausfälle bei der medizinischen Einschätzung berücksichtigt wurden und ob die Zumut
barkeitsbeurteilung auf einer objektivierten Grundlage erfolgte (BGE 141 V 281 E.
5.2.2; Art. 7 Abs.
2 ATSG). Eine rentenbegründende Invalidität ist nur dann anzunehmen, wenn funktionelle Auswirkungen medizinisch anhand der Indika
toren schlüssig und widerspruchsfrei festgestellt sind und somit den versiche
rungsmedizinischen Vorgaben Rechnung getragen w
urde (BGE 141 V 281 E. 6 S. 307
f.)
“ (Urteil des Bundesgerichts
9C_194/2017
vom 29.
Januar 2018
E. 6.2.2)
.
Der begutachtende Psychiater berücksichtigte bei den persönlichen Ressourcen der Beschwerdeführerin psychosoziale Faktoren, was nicht zulässig ist. So führ
te er aus, d
ie
Beschwerdeführerin habe
keine Möglichkeiten
,
ein Potenzial zu mobilisiere
n, der ganze soziale Kontext sei
beengend und
–
wesentlich mitbe
dingt durch die Finanzsituation
–
könn
t
en keine Res
sourcen mehr mobilisiert werden. Es sei zum Beispiel
ausgeschlossen, eine Dolmetschersc
hule zu bezahlen und abzuschliessen, obwohl die Beschwerdeführerin
in diesem Tätigkeitsbereich grundsätzlich sicher ein Potenzial zu Arbeitseinsätzen hätte
(E. 3.2.1)
.
Die feh
lende Abwechslung im Alltag führte die Beschwerdeführerin sodann nicht pri
mär auf ihren Gesundheitszustand zurück, sondern auf die finanzielle Situation („Geldmangel sei überall vorhanden, Abwechslung im Alltag dadurch fast nicht mehr möglich. Sie könne z.B. kein Café mehr besuchen. In früheren Jahren hät
ten die Kinder ihre Bewegungsfreiheit eingeschränkt und heute seien es die fi
nanziellen Grenzen“ [Urk. 7/121/44]). Sie gab zudem an, sie würde mit ihren Enkelkindern gerne zum Beispiel Zoobesuche oder Besuche in Badeanstalten machen, dies liege aber aus finanziellen Gründen nicht mehr drin (Urk. 7/121/44). Von eingeschränkten persönlichen Ressourcen kann daher nicht in übermässigem Umfang ausgegangen werden, verbringt die Beschwerde
führerin gemäss eigenen Angaben doch so oft wie möglich Zeit im eigenen Schrebergarten (Urk. 7/121/18) und konnte sie anlässlich der psychiatrischen Untersuchung sehr anschaulich ihre Freuden bei der Betreuung der Grosskinder darlegen und von positiven Erlebnissen im Rahmen von Ferienreisen in die Heimat berichten (Urk. 7/121/47 und Urk. 7/129/3). Die vom begutachtenden Psychiater geschätzte 50%ige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit lässt sich so
mit nicht nachvollziehen; er berücksichtigte dabei in massgeblicher Weise psy
chosoziale Faktoren. Unter Ausklammerung derselben wäre die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit auch in Anwendung des strukturierten Beweisverfahrens nicht höher als bisher (30 %) anzusetzen.
4.2.5
Die Beschwerdeführerin reichte im Beschwerdeverfahren weitere Unterlagen ein, um eine Verschlechterung ihres psychischen Gesundheitszustands darzulegen, so ein „Konsilium Psychiatrie/Psychotherapie vom 6. Januar 2017“ des B._, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie (Urk. 10/1), eine Auskunft der Tochter vom 13. Januar 2017 (Urk. 3/22), einen Bericht von Dr. D._ vom 13. Januar 2017 (Urk. 3/24) und einen Bericht des Medizinischen Zentrums A._ vom 27. Februar 2017 (Urk. 14).
Der Bericht von Dr. D._ vom 13. Januar 2017 (Urk. 3/24) enthält wiederum keine Angaben zu den Befunden und erweist sich damit nicht als aussagekräf
tig. Auskünfte von Angehörigen vermögen für sich alleine betrachtet nichts darzutun; im Übrigen bestätigt die Tochter im Wesentlichen bloss die Angaben der Mutter.
Wie bereits gesagt (E. 4.1.4)
begab sich die Beschwerdeführerin knapp einen Monat nach Erhalt der angefochtenen Verf
ügung, das heisst ab dem 3.
Januar 2017
,
in stationäre Behandlung
am B._, Klinik für Rheumatologie
.
Während der Hospitalisation wurde eine psychiatrische konsiliarische Beurteilung veran
lasst (Urk. 3/19). Im entsprechenden Bericht wurden die Diagnosen einer rezidi
vierenden depressiven Störung, mittelgradig (ICD-10: F33.1), bei Dysthymie (ICD-10: F34.1) im Sinne einer „Double Depression“ sowie vermutungsweise ei
ne Low-Dose-Benzodiazepinabhängigkeit (ICD-10: F13.2) bei ständigem Ben
zodiazepingebrauch gestellt. Die Beschwerdeführerin gab unter anderem an, sie leide darunter, dass die IV-Stelle und die Gutachter sie nicht ernst nähmen und sie mit ihren Problemen alleine liessen, sei ihr Leistungsbegehren doch abgewie
sen worden (Urk. 10/1). Damit, sowie auch mit dem späteren Bericht des Medi
zinischen Zentrums A._ vom 27. Februar 2017 (Urk. 14), lässt sich keine Verschlechterung des Gesundheitszustands bis zum Zeitpunkt des Verfü
gungserlasses vom 6. Dezember 2016 nachweisen (E. 1.5). Die Beschwerdeführe
rin begab sich wie gesagt erst nach Verfügungserlass für eine Komplextherapie bei chronischen Schmerzen in stationäre Behandlung, wobei eine mittelgradige depressive Störung festgestellt wurde. Es kann daher angenommen werden, dass eine allfällige Verschlechterung der psychischen Verfassung entweder im Zu
sammenhang mit der somatisch beklagten Verschlechterung des Gesundheitszu
standes im Januar 2017 (E. 4.1.4) oder mit der zeitnahen Ablehnung des Leis
tungsbegehrens stand. Die Beschwerdeführerin wies schliesslich darauf hin, sich nicht ernst genommen und alleine gelassen zu fühlen. Eine allfällige Ver
schlechterung des Gesundheitszustands ist daher auch aus psychiatrischer Optik hier nicht mehr zu berücksichtigen (E. 1.5).
4.3
Nach dem Gesagten kann gestützt auf das beweiskräftige
polydisziplin
äre Gut
achten der Z._ vom 11. August 2015 (Urk.
7/121) samt e
rgänzender Stel
lungnahme vom 4.
Januar
2016 (Urk. 7/129)
von einem unveränderten Gesund
heitszustand der Beschwerdeführerin ausgegangen werden. Eine Veränderung bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 6. Dezember 2016 ist über
dies nicht ausgewiesen. Damit ist weiterhin von einer 70%igen Arbeitsfähigkeit in einer optimal angepassten Tätigkeit auszugehen. Hierbei ist darauf hinzuwei
sen, dass die Beschwerdegegnerin in der Verfügung vom 26. Juni 2012 bei der Einkommensberechnung fälschlicherweise angab, es bestehe eine Leistungsfä
higkeit von 80 % (Urk. 7/70/2); im Feststellungsblatt für den Beschluss vom 25. Juni 2012 stellte sie auf das Y._-Gutachten ab und ging von einer 70%igen Arbeitsfähigkeit aus (Urk. 7/69). Dieser Fehler schlug sich allerdings nicht in der Einkommensberechnung nieder, denn das Invalideneinkommen wurde ausgehend von einem 63%igen Arbeitspensum errechnet, entsprechend einer Aufteilung des Erwerbsbereichs von 63 % und des Haushaltsbereichs von 37 %. Anhaltspunkte dafür, dass sich an dieser Aufteilung (Statusfrage) bis heu
te etwas geändert hätte, bestehen nicht. Die Beschwerdeführerin gab am 20. Oktober 2010 anlässlich der Haushaltsabklärung zu Protokoll, sie würde bei Gesundheit weiterhin im gleichen Ausmass arbeiten (Urk. 7/46/3). Damals wa
ren die älteste Tochter 26, die zweitjüngste Tochter 19 und die jüngste Tochter 16 Jahre alt; einer Erhöhung des Pensums wäre somit nichts im Wege gestan
den. Des Weiteren wurde im Beschwerdeverfahren eine Statusänderung nicht geltend gemacht.
5.
Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als unbegründet, weshalb sie abzuweisen ist.
6.
Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 800.-- festzulegen und ausgangsgemäss von der Beschwerdeführerin zu tragen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG).