Decision ID: 1969962b-f401-44ca-8871-9abbeb40fdbc
Year: 2005
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
Die am 22. März 1989 geborene
X._
leidet an einer schweren Herz- und Gefässmissbildung gemäss Ziffer 313 Anhang der Verordnung über Geburts
gebrechen (
GgV
). Am 1. April 1989 erfolgte eine Anmeldung bei der Invalidenversicherung zum Bezug von medizinischen Massnahmen (Urk. 9/117). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, sprach ab 1989 medizinische Massnahmen zur Behandlung des Geburtsgebrechens, Sonder
schul
massnahmen, Hilfsmittel sowie einen Pflegebeitrag zu (Urk. 9/4/2, Urk. 9/7-15, Urk. 9/18-19, Urk. 9/21-24). Mit Schreiben vom 19. Dezember 2002 teilte der Vater der Versicherten mit, dass sich zum Geburtsgebrechen eine Skoliose und eine Zahnfehlstellung entwickelt habe. Für die Zahnkorrektur sei mit Kosten in der Höhe von Fr. 15'000.-- zu rechnen. Er stelle das Gesuch um Kostenübernahme (Urk. 9/72).
Mit Verfügung vom 10. Februar 2003 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren ab, weil es sich bei der Skoliose und der Zahnfehlstellung nicht um schwere Geburtsgebrechen im Sinne der Invalidenversicherung handle und diese auch nicht in einem ursächlichen Zusammenhang mit dem vorhandenen Geburts
gebrechen stünden (Urk. 9/71 = Urk. 9/2). Die vom Vater erhobene Einsprache vom 13. Februar 2003 (Urk. 9/70), ergänzt von der Winterthur-
ARAG
Rechtsschutz mit Eingabe vom 18. März 2003 (Urk. 9/59), hiess die IV-Stelle mit Entscheid vom 27. Mai 2003 hinsichtlich der Skoliose (medizinische Mass
nahmen und erforderliche Behandlungsgeräte) gut und wies sie bezüglich der Zahnbehandlungskosten ab (Urk. 8/37/2).
Die gegen den
Einspracheentscheid
vom 27. Mai 2003 erhobene Beschwerde der Versicherten vom 25. Juni 2003 hiess das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich am 11. Februar 2004 in dem Sinne gut, dass die Sache zur näheren Abklärung des Zahnleidens an die IV-Stelle zurückgewiesen wurde (Urk. 8/34). Mit Urteil vom 13. Oktober 2004 wies das Eidgenössische Versicherungsgericht die gegen den Entscheid des hiesigen Gerichts vom Bundesamt für Sozialversicherung erhobene Beschwerde ab (Urk. 8/19).
1.2
Die IV-Stelle holte am 16. Dezember 2004 einen Bericht der Klinik für Kieferorthopädie und Kinderzahnmedizin der Universität
A._
, Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, (Urk. 8/66-67) ein und verneinte mit Ver
fügung vom 9. Mai 2005 wiederum einen Anspruch auf Übernahme der Kosten für die beantragte Zahnkorrektur (Urk. 8/10). Die dagegen erhobene Einsprache
vom 6. Juni 2005 (Urk. 8/10) wies sie mit Entscheid vom 4. August 2005 (Urk. 8/3 = Urk. 2) ab.
2.
Gegen den
Einspracheentscheid
vom 4. August 2005 (Urk. 2) erhob der Vater der Versicherten am 12. September 2005 Beschwerde und beantragte dessen Aufhebung, die Gewährung medizinischer Massnahmen zur Behebung der Zahn
fehlstellung, eventualiter eine polydisziplinäre Begutachtung der Fach
richtun
gen Kardiologie, Kieferorthopädie und allenfalls medizinische Genetik (Urk. 1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 17. Oktober 2005 hielt die IV-Stelle an ihrem Entscheid fest (Urk. 7).

Der Einzelrichter zieht in Erwägung:
1.
Die Beschwerdegegnerin hat die gesetzlichen Voraussetzungen für den An
spruch Minderjährigen auf medizinische Eingliederungsmassnahmen (Art. 3 Abs. 2 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs
rechts (ATSG); Art. 13 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenver
siche
rung (IVG); Art. 1 Abs. 1 und 2 sowie Art. 2 Abs. 3
GgV
), zum Ausschluss geringfügiger Leiden von Leistungen der IV (Art. 13 Abs. 2 IVG) und die dazu ergangene Rechtsprechung (BGE 100 V 41;
AHI
2001 S. 79
Erw
. 3a) richtig dargelegt. Darauf wird verwiesen.
2.
Streitig und zu prüfen ist, ob die Aktenlage eine schlüssige Beurteilung des Anspruchs auf Zahnbehandlung erlaubt oder dazu weitere Abklärungen nötig sind.
3.
3.1
Das hiesige Gericht kam am 11. Februar 2004 gestützt auf die Berichte von Dr. med.
dent
.
B._
,
Kieferorthopädin
SSO
, vom 30. Januar 2003 (Urk. 9/30), Dr. med.
C._
, Kinderarzt FMH, Kardiologe, vom 3. Februar 2003 (Urk. 9/29), Dr. med.
D._
, Leitender Arzt, Kinderorthopädie,
Klinik E._
, vom 7. April 2003 (Urk. 9/28), und Prof. Dr.
F._
und Dr.
G._
,
K
linik
H._
, vom 14. November 2003 (Urk. 8/36/3) zum Schluss, aufgrund der Berichte lasse sich nicht mit der notwendigen Zuverläs
sigkeit beurteilen, ob zwischen der Zahnstellungsanomalie und dem Geburts
gebrechen der von der Rechtsprechung für die Anerkennung der
Leistungs
pflicht der Invalidenversicherung verlangte qualifizierte Kausalzusammenhang gegeben sei.
3.2
3.2.1
Dr.
B._
stellte am 30. Januar 2003 die Diagnose einer Zahnfehlstellung ohne IV-Berechtigung (Urk. 9/30).
Gestützt auf ihre Untersuchung vom 28. Januar 2002 kam sie am 29. April 2003 zum Schluss, dass keine Missbildung der Zunge, keine
skelettale
Anomalie und keine Missbildung des Gesichts und des Schädels sowie kein Geburtsgebrechen gemäss Verordnung über die
Geburtgebrechen
vorliege. Die Versicherte bedürfe keiner zahnärztlichen Behandlung für die Heilung ihres Geburtsgebrechens (Urk. 9/27 S. 2).
3.2.2
Dr.
C._
führte in seinem Bericht vom 3. Februar 2003 aus, die Skoliose könne nicht ursächlich in Zusammenhang mit dem Herzfehler gebracht werden. Die Zahnkorrektur stehe natürlich nicht ursächlich in einem Zusammenhang mit dem Herzfehler, jedoch bestehe bei Zahnfehlstellungen und Kariesneigung ein erhöhtes Risiko für bakterielle Endokarditis (Urk. 9/29).
3.2.3
Dr.
D._
diagnostizierte in seinem Bericht vom 7. April 2003 eine aus
geprägte
thorako
-lumbale Skoliose sowie eine schwere nicht operable Herz
missbildung. Er äusserte sich in seinem Bericht lediglich zur Skoliose. Zur Zahnfehlstellung nahm er keine Stellung (Urk. 9/28).
3.2.4
Prof. Dr.
F._
und Dr.
G._
führten am 14. November 2003 aus, ein
Velocardiofaciales
Syndrom zeichne sich in der Manifestation von
genassozierten
Krankheitssymptomen am Herzen, der Wirbelsäule und des Gesichts
schädels aus. Es bestehe eine Heterogenität des phänotypischen Krankheitsbildes, wobei Symptome und Organbeteiligung unterschiedlich sein könnten. Es seien 180 verschiedene klinische Erscheinungsbilder beschrieben. Eine Gaumenanomalie lasse sich klinisch nicht nachweisen, sei aber nach Lite
ratur auch nicht obligatorisch. Eine
velopharyngeale
Insuffizienz sei wahr
scheinlich (falls gewünscht müsse ein logopädisches Zusatzgutachten erfolgen). Eine
Gesichtsdysmorphie
bestehe in Form eines sogenannten "Long
face
". Typisch dafür sei ein langes, schmales Gesicht; prominente Nase, kantige Nasenwurzel, kleiner Mund, Mund offen,
Retrognathie
, lange schmale Finger. Typische
dysfunktionelle
Zeichen wie Mundatmung und Lippeninkompetenz seien vorhanden. Die Auswertung des Fernröntgenbildes bestätige diesen Wachs
tumstyp. Es seien ein sprachlicher Entwicklungsrückstand und Lern
schwierigkeiten vorhanden.
Nach Sichtung aller Unterlagen und des Literaturstudiums müsse man am ehesten davon ausgehen, dass es sich tatsächlich um einen genetisch assoziierten Zusammenhang zwischen den Krankheitssymptomen Herz, Wirbel
säule, Gesichtsschädel und somit um ein
Velocardiofaciales
Syndrom handle. Natürlich kämen Zahnanomalien und Wachstumsstörungen auch in der Durch
schnittsbevölkerung gehäuft vor, jedoch liege bei der Versicherten ein Geburts
geberechen vor, welches seine klinisch relevante Symptomatik am Gesichts
schädel erst im Laufe des Wachstums entwickelt habe und somit fassbar sei (Urk. 8/36/3 S. 4-6).
3.3
Das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich erwog, dass aufgrund der eingehenden Untersuchung von Dr.
B._
vom 29. April 2003
fest stehe
, dass die Zahnstellungsanomalie kein Geburtsgebrechen darstelle. In diesem Sinne sei wohl auch die Diagnose der "Zahnfehlstellung ohne IV-Berechtigung" vom 30. Januar 2003 zu verstehen. Eine Kausalität zwischen der Zahnstellungs
anomalie und dem Herzfehler werde in den Berichten von Dr.
B._
nicht erwähnt. Allerdings habe die Beschwerdegegnerin auch nicht danach gefragt. Dr.
C._
sei zum Schluss gekommen, dass die Zahnkorrektur nicht ursächlich in einem Zusammenhang mit dem Herzfehler stehe. Eine eingehende Auseinandersetzung hinsichtlich des Zusammenhangs zwischen Zahnstellungs
anoma
lie und Geburtsgebrechen fehle jedoch. Die Ärzte der
K
linik
H._
würden demgegenüber einen Zusammenhang zwischen Zahnfehl
stellung und Herzfehler bejahen. Ihrem Bericht lasse sich jedoch nicht entneh
men, ob die Zahnstellungsanomalie häufig die Folge einer schweren Herz- und Gefässmissbildung im Sinne von Ziffer 313
GgV
Anhang sei (Urk. 8/34 S. 6).
3.4
Das Eidgenössische Versicherungsgericht kam am 13. Oktober 2004 ebenfalls zum Schluss, dass aus den nicht näher begründeten Aussagen der
Dres
.
B._
und
C._
keine nachvollziehbaren Schlüsse zu gewinnen seien, weshalb der hier streitige Zusammenhang nicht gegeben sei. Die blosse Verneinung ohne nähere Begründung sei für den vorliegenden Fall nicht ausreichend, nachdem ein derartiger Zusammenhang gemäss Gutachten der Klinik
H._
durchaus denkbar sei. Indessen sei der Expertise nicht
rechtsgenüglich
klar zu entnehmen, ob die Zahnanomalie nach wissenschaftlicher Erkenntnis zum Symptomkreis des Herzfehlers gehöre, in welchem Fall sie diesem zuzurechnen sei, oder ob sie in einem qualifizierten adäquaten Kausalzusammenhang zum Herzfehler stehe. Dies treffe namentlich zu, wenn sie die Folge des Herzfehlers sei oder wenn dessen Behandlung keinen Sinn mache, falls nicht auch die Zahnanomalie behandelt werde (Urk. 8/19 S. 3-4).
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin holte gestützt auf das Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 13. Oktober 2004 einen Bericht bei Dr. med.
dent
.
I._
, Fachärztin für Kieferorthopädie
SSO
, Klinik für Kiefer
ortho
pädie und Kinderzahnmedizin der Universität
A._
, Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, vom 9. April 2005 ein (Urk. 8/67). Dr.
I._
führte darin aus, die vorliegende Zahnfehlstellung gehöre nicht zum Symp
tomkreis des vorliegenden Herzfehlers. Die Zahnfehlstellung sei keine direkte Folge des Herzfehlers. Die Behandlung des Herzfehlers sei unabhängig von der Behandlung der Zahnfehlstellung. Wie Dr.
C._
am 3. Februar 2003 ausgeführt habe, könnten bakteriell beeinflusste Mundkrankheiten wie Karies oder Parodontitis ein erhöhtes Risiko für bakterielle
Endocarditis
bedeuten. Dieses spezifische Risiko könnte durch Ernährungslenkung und durch eine gute Mundhygiene minimiert werden (Urk. 8/67 S. 1).
Zahnstellungen der von Dr.
B._
am 29. April 2003 beschriebenen Art würden in einem beträchtlichen Prozentsatz der Gesamtbevölkerung auftreten. Die Zahnfehlstellung im strittigen Fall sei also als unspezifisch bezüglich Kausalität zu betrachten, und weit entfernt von dem, was unter den Ziffern 208-210
GgV
Anhang als schwere Kiefer- beziehungsweise Zahnstellungsanomalie von der Invalidenversicherung als Geburtsgebrechen anerkannt werde. Der im Bericht von Dr.
B._
erwähnte Kieferbasiswinkel von 26° spreche nicht gerade für das im Gutachten der Kieferchirurgen der
K
linik
H._
vermutete
long
face
Syndrom, dessen Definition im
übrigen
fliessend sei. Leitsymptome des im Gutachten der Ärzte der
H._
ebenfalls angeführten velo-
cardio
-
facialen
Syndroms sei eine Gaumenspalte oder mindestens eine
Rhino
lalia
aperta
als Effekt ungenügender
Velumfunktion
(Gaumensegelfunktion). Befunde dieser Art habe sie in den Akten für den zur Diskussion stehenden Fall nicht gefunden. Was die Publikation
Dyslalie
zur Klärung des vorliegenden Falles beitragen könne, sei unklar (Urk. 8/67 S. 2).
4.2
Dr. med.
J._
, Oberärztin Kardiologie,
Spital K._
, hielt in ihrem Bericht vom 26. August 2005 zuhanden der Beschwerdeführerin fest, es sei bekannt, dass
conotruncale
Herzfehler gehäuft assoziiert sein können mit einer Chromosomen-Anomalie der sogenannten
Mikrodeletion
22 q 11. Der bei der Beschwerdeführerin bestehende Herzfehler einer
Pulmonalatresie
mit multizent
rischer Lungenperfusion gehöre zu den
conotruncalen
Herzfehlern. Der
peri
- und postoperative Verlauf, sofern die Herzfehler operabel seien, sei bei Kindern mit
Mikrodeletion
22 q 11 häufig komplikationsreicher als bei Kindern, die den
gleichen Herzfehler hätten, aber keine Chromosomen-Anomalie (Urk. 3/6 S. 1 Mitte).
Zur
Mikrodeletion
22 q 11 würden noch andere Missbildungen gehören. So hätten Kinder häufig Missbildungen im Bereich des weichen Gaumens mit Gaumenspalte, sie bedürften häufig einer Operation, da sie eine näselnde und sehr undeutliche Sprache hätten. Auch könne ein sehr hoher Gaumen vorhan
den sein. Zusätzlich könnten Lungenmissbildungen vorhanden sein, es könne auch ein Immundefekt bestehen oder eine Unterfunktion der Schilddrüse und Nebenschilddrüse. Auch Skoliosen könnten durch die Chromosomen-Anomalie bedingt sein. Da bei einer
Mikrodeletion
22 q 11 Missbildungen des weichen Gaumens sowie ein hoher Gaumen vorhanden sein könne und diese manchmal auch operativ korrigiert werden müsse, könne sie sich vorstellen, dass auch Zahnfehlstellungen durch die
Mikrodeletion
bedingt sein könnten (Urk. 3/6 S. 1 unten).
4.3
Dem kurzen Bericht von Dr.
I._
sind keine nachvollziehbaren Schlüsse zu entnehmen, weshalb der hier streitige Zusammenhang nicht gegeben sein soll. Dr.
I._
führte einzig aus, die Zahnfehlstellung sei keine direkte Folge des Herzfehlers. Eine eingehende Auseinandersetzung hinsichtlich des Zusammen
hangs zwischen Zahnstellungsanomalie und Geburtsgebrechen fehlt gänzlich. Wie bereits das Eidgenössische Versicherungsgericht am 13. Oktober 2004 fest
hielt, ist die blosse Verneinung ohne nähere Begründung für den vorliegenden Fall nicht ausreichend, nachdem ein derartiger Zusammenhang gemäss Gutachten der Klinik
H._
durchaus denkbar ist. Von einem möglichen Zusammenhang geht auch Dr.
J._
aus (Urk. 3/6 S. 1 unten). Damit ist der
hier streitige und für die Leistungspflicht der Invalidenversicherung entscheiden
de Zusammenhang beim momentanen Stand der Akten wiederum weder auszuschliessen noch zu bejahen. Die Sache ist deshalb an die Be
schwerdegegnerin zurückzuweisen, damit diese eine Ergänzung zum Bericht von Dr.
I._
, die auch zum Bericht von Dr.
J._
Stellung nimmt, einhole.
Demnach ist die Beschwerde in dem Sinne gutzuheissen, dass der angefochtene
Einspracheentscheid
vom 4. August 2005 aufgehoben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter Ab
klärung im Sinne der Erwägungen, neu verfüge.
5.
Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal
tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen
(vgl. ZAK 1987 S. 268 f.
Erw
. 5 mit Hinweisen), weshalb
die
vertretene Be
schwerdeführer Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat.
Dies wird ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streit
sache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (§ 34 Abs. 3 GSVGer).
In Anwendung der massgeblichen Kriterien erscheint deshalb eine Prozess
entschädigung von Fr. 900.-- (inkl. Mehrwertsteuer und Barauslagen) als ange
messen.