Decision ID: 360a7ad1-1aee-4790-b09f-b94a11db7972
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1967,
i
st Gesellschafter
und Geschäftsführer der am 2.
Juli 2001 im Handelsregister des Kantons Zürich eingetragenen
Firma Y._
(
Urk.
3/2). Er
war
bei dieser Ge
sellschaft als Maler
angestellt und in dieser Eigenschaft bei der Schweizerischen
Unfallver
siche
rungsanstalt
(SUVA) gegen die Folgen von Unfällen versichert (
Urk.
9/1).
Am 5.
Januar 2011 fuhr er bei einer Schlittenabfahrt in eine
Eis
mauer
und erlitt eine
Maisonneuve
-Fraktur
mit Volkmann-Fraktur
des Unter
schenkel
s
rechts (
Urk.
9/1
,
Urk.
9/5 S. 1
).
Die SUVA erbrachte Heilbehandlungs- und
Tagge
ld
leistungen
(insbes.
Urk.
9/2)
.
Nach der Untersuchung des Versicherten vom 16.
Januar 2012 hielt der SUVA-Kreisarzt fest, das
s
der medizinische End
zu
stand erreicht und
X._
die angestammte Tätigkeit als Maler nicht mehr zu
mutbar sei
(
Urk.
9/61
S. 5
)
.
Gestützt auf die Beurteilung des
Integritäts
schadens
ihres Kreisarztes vom 18. Januar 2012 (
Urk.
9/60) sprach
d
ie
SUVA dem Versicherten
mit Verfügung vom 24. Januar 2012
bei
einer
Integritätsein
busse
von 10 % eine
Integritätsentschädi
gung
von Fr. 12‘600.-- zu (
Urk.
9/65)
.
Für die Heilbehandlungs- und
Taggeld
leistungen
kam sie jedoch weiterhin auf, da
die
beruflichen Massnahmen der Eidgenössischen Invalidenversicherung
(IV)
noch pen
dent waren (insbes. Urk. 9/106 S. 3). Gegen die Verfügung vom 24.
Ja
nuar 2012 betreffend Integritätsentschädigung (Urk. 9/65)
erhob
X._
am 23.
Fe
bruar 2012
Einsprache (
Urk.
9/74
, mit
Einsprachebegründung
vom
28.
März 2012 [Urk. 9/84]
), welche die SUVA mit
E
ntscheid vom 22. Juni 2012 (
Urk.
9
/96)
abwies. Dieser Entscheid erwuchs unangefochten in Rechtskraft.
Die SUVA kündigte dem Versicherten mit Schreiben vom 2. Oktober 2013 unter Hinweis auf den Fallabschluss durch die IV-Berufsberaterin an, dass sie ihre Taggeldleistungen per 30. November 2013 einstellen werde (Urk. 9/151).
Mit Verfügung vom 8. Oktober 2013 verneinte
s
ie bei einem Invaliditätsgrad von 3
%
einen Rentenanspruch
von
X._
(
Urk.
9/152), wogegen dieser am 6. Novem
ber 2013 Einsprache erhob (
Urk.
9/154, mit
Einsprachebegründung
vom 10. Dezember 2013 [
Urk.
9/158]).
Die SUVA wies diese Einsprache m
it Entscheid vom 1
2.
März 2014 ab (
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob
X._
am 30. April 2014 Beschwerde und beantragte, in Aufhebung des
Einspracheentscheids
vom 12. März 2014 und der Verfügung vom 8. Oktober 2013 sei ihm ab 1. Dezember 2013 eine Invalidenrente von 53 % auszurichten (
Urk.
1 S. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom 14. August 2014 beantragte die Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde (
Urk.
8, unter
Beilage ihrer Akten [
Urk.
9/1-165
,
Urk.
10
], was dem Beschwerdeführer mit Mitteilung vom 20. August 2014 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
11).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss Art. 6 des Bundesgesetz
es
über die Unfallversicherung (UVG) werden
–
soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt
–
die Versicherungs
leistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten ge
währt (
Abs.
1). Der Bundesrat kann Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen (
Abs.
2). Ausserdem er
bringt die Versi
cherung ihre Leistungen bei Schädigungen, die den Verun
fallten bei der Heilbe
handlung zugefügt werden (
Abs.
3).
1.2
Nach Art. 10
Abs.
1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweckmäs
sige Be
hand
lung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsun
fähig, so steht ihr gemäss Art. 16
Abs.
1 UVG ein Tag
geld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10
%
invalid
(Art. 8
des Bundesgesetzes über den All
ge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]
)
, so hat sie An
spruch auf eine Invalidenrente (Art. 18
Abs.
1
UVG
). Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärzt
lichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes er
wartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invaliden
ver
sicherung abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die
Taggeld
leistungen
dahin (Art. 19
Abs.
1 UVG).
1.3
Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird gemäss Art.
16 ATSG das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum
Erwerbseinkom
men
, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre.
2.
2.1
Strittig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Invali
denrente der Beschwerdegegnerin hat.
2.2
Im angefochtenen Einspracheentscheid vom 1
2.
März 2014 erwog die
Beschwerde
gegnerin
, beim Einkommensvergleich sei hinsichtlich des
Invaliden
ein
kommens
auf die Tabellenl
ö
hne gemäss Lohnstrukturerhebung (LSE)
des Bun
desamtes für Statistik
abzustellen. Unt
er Berücksichtigung der
betriebsüb
li
chen
wöchentlichen Arbeitszeit und bereinigt um die Nominallohnentwicklung resultierte ein
E
inkommen 2013 von
Fr.
62‘732.--
. Aufgrund der relativ gerin
gen Unfallfolgen sei ein Abzug von 5
%
vorzunehmen,
was zu einem
Invaliden
ein
kommen
von
Fr.
59‘595.-- führe (
Urk.
2 S. 4). Bezüglich des
Valideneinkom
mens
sei
vom
im individuellen Konto
(IK)
von 2007 bis 2010 eingetragenen Jahreseinkommen von
jeweils
Fr.
60‘000.--
auszugehen
, was – auf das Jahr 2013 indexiert – ein
Valideneinkommen
2013 von
Fr.
61‘390.-- ergebe. Beim Einkommensvergleich resultiere
mithin
ein rentenausschliessender
Invaliditäts
grad
von 2.92
%
(
Urk.
2 S. 5).
2.3
Der Beschwerdeführer bringt demgegenüber vor, es könne hinsichtlich des
Vali
deneinkommens
nicht nur auf die IK-Einträge abgestellt werden, denn als Ge
sellschafter und Geschäftsführer der GmbH habe er
– wie der Alleinaktionär einer AG – bestimmenden Einfluss auf die Aufteilung von Gehalt und Gewinn. Für das
Valideneinkommen
sei
en
gemäss Praxis der IV und
der
Rechtsprechung der Lo
hn, den
sein
Arbeitgeber
– die
Firma Y._
–
ihm
aus
gerichtet
habe, und zusätzlich das Betriebsergebnis
der Firma Y._
massgebend (
Urk.
1 S. 5).
Als Durchschnitt der Jahre 2007 bis 2010 sei so
mit von einem
Validenein
kommen
von
Fr.
112‘528.-- auszugehen. Bei
m
Invalideneinkommen sei ein Abzug von 15
%
vom Tabellenlohn vorzu
nehmen (
Urk.
1 S. 6). Beim
Einkom
mensvergleich
(
Valideneinkommen
Fr.
112‘528.--, Invalideneinkommen Fr. 53‘322.--) resultiere eine
Erwerbsein
busse
von
Fr.
59‘206.-- beziehungs
weise ein Invaliditätsgrad von gerundet
Fr.
53
%
(
Urk.
1 S.
7).
3.
3.1
3.1.1
Hinsichtlich der Ermittlung des
Valideneinkommens
ist
massgebend
, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich ver
dient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teue
rung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst an
ge
knüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre.
Ausnahmen müssen mit über
wiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweis
; RKUV 1993
Nr.
U 168
S. 100 f.
E. 3b
).
3.1.2
Fakt ist, dass der Beschwerdeführer bei der
Firma Y._
als Arbeit
nehmer angestellt, mithin in unselbständiger Stellung tätig war (vgl.
Urk.
9/1). Der Be
schwerdeführer stellt sich unter Hinweis auf die Praxis der Eid
genössischen Invaliden
versicherung (vgl. Randziffer 3028.1 des Kreisschreibens des Bundesamtes für Sozial
versicherungen über die Invalidität und Hilflosigkeit in der In
validenversicherung [KSIH], Stand
1.
Januar 2015) und die
bundes
ge
richtliche
Rechtsprechung (
vgl.
Urteil 8C_346/2012 vom 2
4.
August 201
2
E.
4.3
mit Hinweis auf
Urteil
8C_898/2010 vom 1
3.
April 2011 E.
5.1) auf den Stand
punkt, er sei bezüglich seiner Einkünfte wie ein
Selbständigerwerbender
zu behandeln
(Urk. 1 S. 4-5)
. Dem ist entgegen
zuhalten, das
s
Verwaltungs
weisun
gen
für das Gericht nicht verbindlich sind (BGE 141 V 139 E.
6.3.1 mit weiteren Hinweisen) und den angeführten Urteilen des Bundesgerichts nicht zu ent
nehmen ist, dass Arbeit
nehmer, welche gleichzeitig Ge
sellschafter mit mass
gebende
m
Einfluss auf die Willensbildung d
er
juri
stische
n
Person, welche sie be
schäftigt, sind,
generell
als
Selbständiger
werbende
anzusehen sind. Der Argumentation des Beschwerde
führers kann
, wie
sich aus den
nachfolgenden Erwägungen ergibt,
nicht gefolgt werden.
3.
1.
3
Gemäss dem Vorbringen des Beschwerdeführers soll bezüglich des
Validenein
kommens
der Durchschnitt seines Lohnes zuzüglich des „Cash
Flows
“ der
Firma Y._
der Jahre 2007 bis 2010 massgebend sein.
Hier
bei rechnete er zum
„Bruttolohn
X._
“
jeweils den „Cash Flow
“, beste
hend aus Betriebsgewinn
, Abschreibungen und Kapitalkosten
,
hinzu (Urk.
1 S.
6).
Der Beschwerde
führer hält einen Stammanteil von Fr. 19‘000.-- des
Stamm
kapitals
von Fr.
20‘000.-- der
Firma Y._
(Urk. 3/2). G
emäss den Steuererklärungen
dieser Gesellschaft
der Jahre 2007 bis 2010
ist der
Gewinn
aber nicht an den Beschwerdeführer und den weiteren
Gesell
schafter ausbezahlt, sondern
entweder den gesetzlichen Reserven zuge
wiesen oder
auf die neue Rechnung vorgetragen
worden
(Urk. 3/3-6
, Urk. 9/159 S.
3, S. 11, S. 19,
S.
27
).
Aufgrund
dessen
ist davon auszugehen, dass der Beschwer
deführer auch ohne Unfall k
einen Ge
winnanteil ausbezahlt erhalten hätte.
Dass dem Beschwerdeführer als Gesellschafter der
Firma Y._
grund
sätzlich
eine Dividende zufliessen k
önnte, ist nicht mass
gebend.
Ent
scheidend ist nicht, was
er
ohne Unfall erzielen könnte, sondern, was
er
über
wiegend wahrscheinlich ohne Unfall tat
sächlich erzielen würde (
Rumo-Jungo
/Holzer, Rechtsprechung des Bundes
gerichts zum
Sozial
versicherungs
recht
, Bundes
ge
setz über die Unfallver
siche
rung,
4. Auflage,
Zürich/Basel/Genf 2012, S.
126 f.).
Aus diesem Grund können
ihm
auch
Abschrei
bungen und
Kapital
kosten
nicht als
Validen
e
inkommen
angerechnet werden
. Diesbezüglich ist zudem nicht erstellt, dass
der Beschwerdeführer
auf solche Ab
schrei
bungen und Kapitalkosten zugunsten einer
Dividende
bzw. eines Gewinnes
ver
zichte
n
könnte.
Da der Beschwerde
führer sich die schwankenden Gewinne (auch nicht teilweise) als Gewinn aus
geschüttet hatte, sondern sie in Reserve für nachfolgende Jahre mit weniger Gewinn (bzw. Verlust) zurückbehielt, kommt eine Anrechnung als effektiv erzieltes Erwerbseinkommen daher zum vorn
herein nicht in Frage. So weist denn die Steuererklärung 2007 (Urk. 3/3) auch einen Verlustvortrag des Vor
jahres auf und liegen die in den vorangehenden Jahren im IK (Urk. 9/81) einge
tragenen Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit zum Teil erheblich unter Fr. 60‘000.--. Es ist daher nicht über
wiegend wahrscheinlich, dass der Beschwerdeführer ein viel höheres Einkommen als im IK-Auszug erfasst erzielt hätte. Hinzu kommt, dass die Versicherungsprämien für den von der GmbH angestellten Beschwerdeführer auf einem versicherten Verdienst in Höhe von Fr. 60‘000.-- festgesetzt wurden (Urk. 1 S. 4; Urk. 8 S. 3). Sodann ist nicht aus
zuschliessen, dass das Betriebsergebnis der GmbH auch einen Anteil beruhend auf der Mitarbeit der Ehefrau des Beschwerdeführers enthält, war sie doch offenbar in der Lage, vor dem Unfallereignis angefallene Arbeiten zu Ende zu führen (Urk. 9/145 S. 2) beziehungsweise als Ansprechpartnerin zu wirken (Urk. 9/106 S. 2). Bei dieser Sachlage ergibt sich entgegen der Ansicht des Beschwer
deführers keinerlei Anlass, von der gesellschaftsrechtlichen Einordnung des Beschwerdeführers als
Unselbständigerwerbenden
abzurücken, womit zur Fest
legung des hypo
the
tischen
Valideneinkommens
grundsätzlich einzig die im IK-Auszug ausge
wiesenen Einkommen zu berücksichtigen sind.
3.
1.
4
Die Beschwerdegegnerin stellte für die Ermittlung des
Valideneinkommens
auf das im
IK
des Beschwerdeführers für die Jahre 2007 bis 2010 eingetragene Einkommen von jeweils Fr. 60‘000.-- (Urk.
9/81 S. 2 und S. 4
) ab
. Das
Validenein
kommen
2013 betrage maximal Fr. 61‘300.--
(
Anpassung an die
Nominallo
hn
entwicklung
von 2010 bis 2013,
Urk. 9/152 S. 2,
Urk. 2 S. 5
).
Hierzu ist festzu
halten, dass dem
IK-
Auszug
vom 13. März 2012 (Urk. 9/81)
keine Anpassung des bisherigen Lohns des Beschwerdeführers
an die
Nominal
lohnentwicklung
zu entnehmen
und vom Beschwerdeführer auch nicht geltend gemacht worden ist (Urk. 1 S. 6)
. Als Geschäftsführer der von ihm beherrschten
Firma Y._
konnte der Beschwerde
führer seinen eigenen
Lohn bestimmen. Da
bislang
keine Anpassung an die
Lohnent
wicklung
erfolgte
, ist davon auszu
gehen, dass der Beschwerde
füh
rer auch ohne Unfall
zwischen
2011
und
2013 keine Lohnerhöhung
aufgrund der
Nominal
lohnentwicklung
vorgenom
men
hätte (vgl.
RKUV 2005 Nr. U 538 S.
112
)
,
womit
das
hypo
the
tische
Validen
ein
kommen
2013
mit
Fr.
60‘000.--
zu beziffern ist
.
Der Beschwerde
führer be
ruft sich darauf, dass sein „Bruttolohn“
in den Jahren 2007 bis 2010 Fr.
62‘826
.--
(2007), Fr. 65‘200.-- (2008), Fr. 65‘200.-- (2009) und Fr.
66‘370.-- (2010) be
tra
gen habe
(Urk. 1 S. 6)
.
Den Steuerakten ist zu entnehmen, dass dieses Ein
kom
men
– was die Jahre
2007 bis 2009
betrifft
–
aus dem Lohn von Fr. 60‘000.-- sowie einem Natural
lohn aufgrund des Privatgebrauch
s
des Geschäfts
wagens
(2007: Fr.
2‘826.--, 2008 und 2009: je Fr.
5‘200.--)
besteht
(Urk. 9/159 S. 5, S.
13,
S. 21
)
.
Für das Jahr 2010 findet sich
bei
den Akten
zwar
die
Steuerbe
scheinigung
über die Bezüge von Mitgliedern der Verwaltung und Organen der Geschäfts
führung
(Urk. 9/159 S. 29). Es ist jedoch nicht belegt, wie sich der Lohn von Fr. 66‘370.-- zusammensetzt, da weitere
Unterlagen
, wie etwa der Lohnausweis
2010
, fehlen.
Der Vergleich mit den Lohnausweisen 2008 und 2009
(Urk. 9/159 S. 13
und
S. 21)
lässt jedoch darauf schliessen, dass sich Lohn, Naturallohn, Familienzulagen und Sozial
ver
sicherungsbeiträge von 2009 bis 2010 nicht verändert haben, womit auch für das Jahr 2010 von einem Natural
lohn von Fr.
5‘200.-- auszugehen wäre.
Nach der Rechtsprechung des Bundes
gerichts kann bei der Ermittlung des hypothe
tischen
Valideneinkommens
nur relevant sein, was grundsätzlich zum mass
gebend
en
Lohn gemäss Bundes
gesetz über die
Alters- und
Hinter
las
senen
versicherung
(AHVG) zu zählen wäre
(Urteil des Bun
desgerichts 8C_465/2009 vom 1
2.
Feb
ruar 2010 E. 2.1 a. E.)
.
Weshalb
der Naturallohn für die private Benützung des Geschäftswagens
beim mass
ge
ben
den Lohn gemäss AHVG
nicht berücksichtig
t
(vgl.
Art 5 Abs. 2 AHVG,
Art.
7
lit
. f und Art. 13
der Ver
ordnung über die Alters- und
Hinter
lassenen
versi
cherung
[AHVV]
,
ZAK 1989 S.
383 ff.
)
und im IK
des Beschwer
deführers
nur ein Lohn von Fr. 60‘000.-- eingetragen wurde (Urk. 9/81 S. 2 und S. 4)
,
ist un
klar
.
Das im
IK
einzutragende Ein
kommen entspricht indes dem massgebenden Lohn, von dem der Beitrag geschuldet ist (vgl. Art.
30
ter
Abs. 1 und 2 AHVG, Art. 138 Abs. 1
AHVV
, R
andziffer
2331 der Wegleitung des Bun
desamtes für Sozialversicherungen über
Versicherungs
ausweis
und indivi
duelles Konto [WL VA/IK], Stand 1.
Januar 2014, gleich
lautend in der Ver
sionen ab 1. Januar 2007), womit von einem mass
gebenden Lohn in den Jahren 2007 bis 2010 von
je
Fr. 60‘000.
--
aus
zugehen ist.
Im Übrigen würde auch die Berücksichtigung des Naturallohns von jährlich Fr. 5‘200.-- beim
Validen
einkommen
nicht zu einem Rentenan
spruch führen.
3.2
Bezüglich
der Ermittlung
des hypothetischen Invalideneinkommens
2013 durch die Beschwerdegegnerin
rügt der Beschwerde
führer einzig die Höhe des Abzugs vom Tabellenlohn.
Er bringt vor, er habe seine Tätigkeit als Maler aufgeben müssen und könne nur noch Hilfsarbeiten gemäss Anforderungsniveau 4 der
LSE erfüllen, womit ein
behinderungsbedingter
Abzug vom Tabellenlohn von mindestens 15 % gerechtfertigt sei (Urk. 1 S. 6).
SUVA-Kreisarzt Prof. Dr.
med.
Z._
, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie FMH,
führte im Bericht zur
kreis
ärztlichen
Untersuchung vom 16. Januar 2012 aus, dass
sich eine geringe bis mässige Bewegungseinschränkung des rechten Sprunggelenks in Dor
sal
/
Plan
tar
flexion
sowie in Pro- und
Supination
mit geringer
Kapsel
schwellung
, zeige (Urk. 9/61 S. 4). D
er Beschwerdeführer
könne
Tätigkeiten auf Leitern und Gerüsten sowie Arbeiten auf unebenem Gelände nicht mehr oder nur sehr ein
geschränkt durchführen
. Somit sei er als Maler nicht mehr einsetzbar
(Urk.
9/61 S. 5).
Weitere Einschränkungen der funktionellen Leistungsfähigkeit nannte der Kreisarzt nicht.
I
n einer Ver
weisungstätigkeit
steht dem Beschwerde
führer mit
hin
ein
weite
r
Tätigkeits
bereich
offen
, welcher insbe
sondere auch leichte Kontroll- und
Überwachungs
tätig
keiten
in der In
dustrie umfasst
.
Es ist demnach
nicht zu beanstanden, dass die
Beschwerde
gegnerin
auf
grund der
leidensbe
dingten
Ein
schränkung einen Abzug von 5 % (Urk. 9/152 S. 2) gewährte (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 321/03 vom 27.
Mai 2004 E. 2.4).
Anhaltspunkte für einen Abzug vom Tabellenlohn unter einem anderen Titel bestehen nicht.
Damit ist
mit der Beschwerdegegnerin
von einem hypotheti
schen
Invalidenein
kommen
2013 von Fr. 59‘
595.-- auszugehen.
3.3
Beim Einkommensvergleich (
Valideneinkommen
2013: Fr. 60‘000.--,
Invaliden
einkommen
2013
: Fr. 59‘595.--)
resultiert eine Erwerbseinbusse von Fr. 405.--beziehungsweise ein renten
ausschliessenden Invaliditätsgrad von
1 % (0,67 %).
Im Übrigen besteht durchaus die Möglichkeit, dass der Beschwerdeführer seine langjährigen Fachkenntnisse auch in einer angepassten Tätigkeit verwerten kann (Aussendienst, Lehrbetrieb oder Ähnliches; vgl. dazu die vom Beschwer
deführer ursprünglich ins Auge gefassten Berufsänderungen [etwa Urk. 9/72]), womit zur Festlegung des Invalideneinkommens auf die Tabellenwerte gemäss Anforderungsniveau 3 abzustellen wäre, was erst recht zu einem rentenaus
schliessenden Invaliditätsgrad führte.
Demnach ist die Beschwerde abzuweisen.