Decision ID: 950eebd7-209b-5151-8dbc-77732eb18a32
Year: 2005
Language: de
Court: SG_VG
Chamber: SG_VG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ D.C., geboren 1975, ist Staatsangehöriger von Bosnien und Herzegowina. Er
heiratete am 27. Juli 2002 in seinem Heimatstaat seine Landsfrau Jasmina F., geboren
1981. Die Ehefrau ist in St. Margrethen wohnhaft und verfügt über eine
Niederlassungsbewilligung. Am 9. Februar 2003 reiste D.C. in die Schweiz ein und
erhielt aufgrund der Eheschliessung mit einer Niedergelassenen eine
Aufenthaltsbewilligung im Rahmen des Familiennachzugs.
Im Mai 2003 trennten sich die Eheleute vorübergehend, und seit November 2004 leben
sie definitiv getrennt.
Mit Verfügung vom 9. Mai 2005 wies das Ausländeramt das Gesuch von D.C. um
Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung ab mit der Begründung, die eheliche
Gemeinschaft bestehe nicht mehr.
B./ Gegen die Verfügung des Ausländeramts erhob D.C. durch seinen Rechtsvertreter
Rekurs, der vom Justiz- und Polizeidepartement mit Entscheid vom 22. Juli 2005
abgewiesen wurde.
C./ Mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 29. Juli 2005 erhob D.C. Beschwerde
beim Verwaltungsgericht mit dem Antrag, der Rekursentscheid vom 22. Juli 2005 bzw.
die Verfügung des Ausländeramts vom 9. Mai 2005 seien vollumfänglich aufzuheben
und es sei die Aufenthaltsbewilligung ordentlich zu verlängern, eventualiter sei die
Prozedur zu weiteren Abklärungen zurückzuweisen, unter Kosten- und
Entschädigungsfolge.
Am 29. August 2005 teilte der Rechtsvertreter mit, er vertrete den Beschwerdeführer
nicht mehr.
In seiner Beschwerdeergänzung vom 31. August 2005 hielt der Beschwerdeführer an
den in der Beschwerdeerklärung seines Rechtsvertreters gestellten Anträgen fest. Auf
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die einzelnen Vorbringen wird, soweit wesentlich, in den nachstehenden Erwägungen
eingegangen.
Die Vorinstanz schliesst in ihrer Vernehmlassung vom 9. September 2005 unter Hinweis
auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids auf Abweisung der Beschwerde.

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1./ Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Der
Beschwerdeführer ist zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 64 Abs. 1 in
Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerdeeingaben vom 29. Juli und 31.
August 2005 entsprechen zeitlich, formal und inhaltlich den gesetzlichen
Anforderungen (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2
VRP). Auf die Beschwerde ist einzutreten.
2./ Nach Art. 17 Abs. 2 des Bundesgesetzes über Aufenthalt und Niederlassung der
Ausländer (SR 142.20, abgekürzt ANAG) hat der Ehegatte einer in der Schweiz
niedergelassenen Ausländerin Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der
Aufenthaltsbewilligung, solange die Ehegatten zusammen wohnen. Der
Rechtsanspruch des ausländischen Ehegatten eines in der Schweiz niedergelassenen
Ausländers besteht also nur solange, als die Ehegatten nicht getrennt leben oder
geschieden sind.
Im vorliegenden Fall leben die Ehegatten unbestrittenermassen getrennt. Der
Beschwerdeführer hält selber fest, sie hätten lediglich rund eindreiviertel Jahre
zusammen gewohnt. Er kann somit keinen Anspruch nach Art. 17 Abs. 2 ANAG auf
Erteilung bzw. Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung geltend machen. Auch aus
anderen gesetzlichen Bestimmungen oder aus Staatsverträgen kann er kein
Aufenthaltsrecht in der Schweiz beanspruchen.
Der Entscheid über die Verlängerung der Bewilligung lag somit im pflichtgemässen
Ermessen des Ausländeramts (Art. 4 ANAG). Da der Beschwerdeführer weniger als drei
Jahre in der Schweiz lebt, die eheliche Gemeinschaft mit einer Niedergelassenen
lediglich rund eindreiviertel Jahre bestand, die Ehe kinderlos blieb, weder in
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wirtschaftlicher und arbeitsmarktlicher Hinsicht noch aufgrund der Umstände der
Ehetrennung Gründe für eine Verlängerung der Bewilligung bestehen und eine
Rückkehr in den Herkunftsstaat nicht mit überdurchschnittlichen Schwierigkeiten
verbunden ist, kann die Verweigerung der Bewilligung aufgrund der ständigen Praxis
des Verwaltungsgerichts (vgl. statt vieler VerwGE vom 25. Januar 2005 i.S. D.H.,
publiziert in: www.gerichte.sg.ch) nicht als Missbrauch oder Ueberschreitung des
Ermessens qualifiziert werden. Es kann in diesem Zusammenhang vollumfänglich auf
die zutreffenden Erwägungen im angefochtenen Entscheid (E. 2a bis 2c) verwiesen
werden. Die Beschwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet und ist daher
abzuweisen.
3./ Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
Entscheidgebühr von Fr. 2'000.-- ist angemessen (Ziff. 382 Gerichtskostentarif, sGS
941.12). Sie ist mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu verrechnen.
Ausseramtliche Kosten sind nicht zu entschädigen (Art. 98bis VRP)