Decision ID: 28ace456-2669-5311-99ae-57ab1adbbfdc
Year: 2009
Language: de
Court: SG_VG
Chamber: SG_VG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ X.Y., geb. 1981, ist Staatsangehöriger von Serbien. Er reiste am 15. Oktober 1992
im Rahmen des Familiennachzugs in die Schweiz ein. Er verfügt seither über eine
Aufenthaltsbewilligung, die letztmals bis 2. Juni 2008 verlängert wurde.
Mit Verfügung vom 22. Februar 1999 sprach das Ausländeramt gegen X.Y. einen
scharfen Verweis bzw. eine schriftliche Verwarnung aus. Diesem scharfen Verweis bzw.
dieser schriftlichen Verwarnung lagen drei Verurteilungen der Jugendanwaltschaft
Unterrheintal-Oberrheintal-Werdenberg-Sargans zu einer bedingten
Einschliessungsstrafe von vier Wochen, einer Busse von Fr. 400.-- und einer
unbedingten Einschliessungsstrafe von einer Woche wegen Diebstahls,
Sachbeschädigung, Hausfriedensbruchs, Fälschung eines Ausweises, Tätlichkeit,
mehrfacher Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz, unerlaubten
Waffenbesitzes und SVG-Delikten zugrunde. Die Aufenthaltsbewilligung wurde nur auf
Zusehen und Wohlverhalten hin verlängert.
Am 31. Juli 2003 heiratete X.Y. in seinem Heimatstaat seine Landsfrau Ilda D., geb.
1986.
Mit Verfügung vom 9. September 2003 wies das Ausländeramt das Gesuch von X.Y.
um Erteilung der Niederlassungsbewilligung aufgrund seiner wiederholten Straffälligkeit
ab. Gleichzeitig sprach es erneut eine Verwarnung aus, der eine Busse von Fr. 600.--
wegen mehrfacher Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie eine
Verurteilung zu einer bedingten Gefängnisstrafe und einer Busse von Fr. 300.-- wegen
mehrfachen Diebstahls und Diebstahlversuchs, mehrfacher Sachbeschädigung und
mehrfachen Hausfriedensbruchs zugrunde lagen.
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Am 14. Juni 2004 reichte X.Y. für seine Ehefrau ein Familiennachzugsbegehren ein.
Dieses wurde mit Verfügung des Ausländeramtes vom 18. Oktober 2004 abgelehnt und
der dagegen erhobene Rekurs mit Entscheid des damaligen Justiz- und
Polizeidepartements (heute: Sicherheits- und Justizdepartement) vom 9. Dezember
2004 wegen Nichtleistens des Kostenvorschusses abgeschrieben.
Im Zeitraum von September 2004 bis November 2005 wurde X.Y. wegen mehrfacher
Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie einfacher Körperverletzung
zu drei Bussen zwischen Fr. 400.-- und Fr. 500.-- und einer bedingten Gefängnisstrafe
von zwei Wochen verurteilt.
Mit Verfügung vom 15. August 2006 bewilligte das Ausländeramt X.Y.s Gesuch vom 8.
Juni 2006 um Verlängerung seiner Aufenthaltsbewilligung nur unter jedem Vorbehalt.
Mit Entscheid des Kreisgerichtes Prizren (Kosovo) vom 31. Oktober 2006 wurde die
Ehe zwischen X.Y. und seiner Ehegattin Ilda D. geschieden.
Im Zeitraum von Ende August 2006 bis Ende Juni 2008 wurde X.Y. wegen mehrfacher
Widerhandlung gegen das Strassenverkehrsgesetz, unrechtmässiger Aneignung sowie
mehrfacher Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz zu insgesamt sechs
Bussen zwischen Fr. 200.-- und Fr. 500.-- sowie einer Geldstrafe von 60 Tagessätzen
zu je Fr. 20.-- verurteilt.
Mit Verfügung vom 7. August 2008 wies das Ausländeramt das Gesuch X.Y.s vom 2.
Juni 2008 um Verlängerung seiner Aufenthaltsbewilligung ab und setzte ihm eine Frist
bis 15. Oktober 2008 an, um die Schweiz zu verlassen. Zur Begründung führte es X.Y.s
zahlreiche Verurteilungen an und argumentierte, er habe sich trotz Verwarnungen,
Probezeiten und hängigen Strafverfahren nicht von weiteren Straftaten abhalten lassen,
er habe sich als Arbeitskraft nicht bewährt und er finanziere seinen Lebensunterhalt mit
Fürsorgegeldern. Die Widerrufsgründe von Art. 62 lit. b, c, d und e des Bundesgesetzes
über die Ausländerinnen und Ausländer (SR. 142.20, abgekürzt AuG) seien daher
erfüllt. Die vielen strafrechtlichen Verfehlungen zeigten, dass es X.Y. nicht gelungen sei,
sich in der Schweiz zu integrieren, und es bestehe deshalb ein öffentliches Interesse an
seiner Fernhaltung. Die Rückkehr in den Herkunftsstaat sei zumutbar.
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B./ Mit Eingaben seines Rechtsvertreters vom 22. August und 30. September 2008
erhob X.Y. gegen die Verfügung des Ausländeramtes Rekurs, der vom Sicherheits- und
Justizdepartement mit Entscheid vom 13. Februar 2009 abgewiesen wurde.
C./ Am 30. Dezember 2008 wurde X.Y. wegen Verdachts auf schwere Widerhandlung
gegen das Betäubungsmittelgesetz in Untersuchungshaft genommen. Diese wurde mit
Entscheid vom 29. Januar 2009 bis längstens 27. Februar 2009 verlängert. Am 27.
Februar 2009 wurde X.Y. aus der Untersuchungshaft entlassen.
D./ Mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 27. Februar 2009 erhob X.Y. Beschwerde
beim Verwaltungsgericht mit dem Antrag, der Rekursentscheid des Sicherheits- und
Justizdepartements vom 13. Februar 2009 sei aufzuheben und es sei ihm die
Jahresaufenthaltsbewilligung zu verlängern, unter Kosten- und Entschädigungsfolge.
Gleichzeitig stellte er das Gesuch, es sei ihm für das Beschwerdeverfahren die
unentgeltliche Rechtspflege und unentgeltliche Rechtsverbeiständung zu gewähren.
Mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 13. März 2009 ergänzte er das Gesuch;
dieses wurde vom Präsidenten des Verwaltungsgerichts mit Verfügung vom 16. März
2009 gutgeheissen.
In der Beschwerdeergänzung vom 30. April 2009 hielt der Beschwerdeführer an seinem
Antrag auf Aufhebung des Rekursentscheids und Verlängerung der Jahresaufenthalts
bewilligung fest. Zur Begründung bringt er im wesentlichen vor, die Vorinstanz habe mit
ihrem Entscheid Art. 62 lit. b, c und d AuG verletzt; es liege kein Widerrufsgrund vor,
weshalb ihm die Vorinstanz die Verlängerung seiner Aufenthaltsbewilligung zu Unrecht
verweigert habe. Überdies könne er sich auf Art. 8 der Europäischen
Menschenrechtskonvention (SR 0.101, abgekürzt EMRK) berufen, da seine Freundin,
die Schweizerbürgerin S.P., am 11. Februar 2009 die gemeinsame Tochter Y. geboren
habe. Schliesslich sei der angefochtene Entscheid insgesamt unverhältnismässig.
E./ Am 15. April 2009 verfügte die Kantonspolizei St. Gallen in der Strafuntersuchung,
in deren Rahmen X.Y. schwere Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz
vorgeworfen wird (Ankauf, Besitz, Handel und Konsum von Heroin), die Beendigung
des Ermittlungsverfahrens und erstattete den Schlussbericht. Der zuständige
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Untersuchungsrichter des Untersuchungsamtes Altstätten hat bislang keine Anklage
erhoben.
F./ Am 29. April 2009 anerkannte X.Y. die Vaterschaft des am 11. Februar 2009
geborenen Mädchens Y. P.
G./ Die Vorinstanz schliesst in ihrer Vernehmlassung vom 6. Mai 2009 unter Hinweis auf
die Erwägungen des angefochtenen Entscheids auf kostenfällige Abweisung der
Beschwerde. X.Y. liess sich dazu mit Eingabe seines Vertreters vom 12. Mai 2009
vernehmen.
Die von den Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge gemachten
Ausführungen sowie die während des hängigen Beschwerdeverfahrens eingereichten
Akten werden, soweit wesentlich, in den nachfolgenden Erwägungen dargelegt und
gewürdigt.

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Der
Beschwerdeführer ist zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 64 Abs. 1 in
Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerdeeingaben vom 27. Februar und 30.
April 2009 entsprechen zeitlich, formal und inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen
(Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP). Auf die
Beschwerde ist einzutreten.
2. Der Beschwerdeführer macht geltend, der Entscheid der Vorinstanz verletze Art. 62
lit. b, c und d AuG. Es bestehe kein Grund, ihm gestützt auf Art. 62 lit. b, c und d AuG
seine Aufenthaltsbewilligung nicht zu verlängern.
2.1. Gemäss Art. 62 AuG kann die zuständige Behörde Bewilligungen und andere
Verfügungen nach dem Ausländergesetz widerrufen, wenn der Ausländer zu einer
längerfristigen Freiheitsstrafe verurteilt wurde oder gegen ihn eine strafrechtliche
Massnahme im Sinne von Art. 64 oder Art. 61 des Strafgesetzbuches angeordnet
wurde (lit. b), erheblich oder wiederholt gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung in
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der Schweiz oder im Ausland verstossen hat oder diese gefährdet oder die innere oder
die äussere Sicherheit gefährdet (lit. c), oder eine mit der Verfügung verbundene
Bedingung nicht einhält (lit. d). Die gesetzlichen Widerrufsgründe sind beim Entscheid,
ob eine Aufenthaltsbewilligung zu verlängern ist, sinngemäss heranzuziehen (vgl.
M. Spescha, in: Spescha/Thür/Zünd/Bolzli, Kommentar Migrationsrecht, Zürich 2008,
N 1 zu Art. 62 AuG).
2.2. Der Beschwerdeführer stellt sich auf den Standpunkt, die verschiedenen von ihm
begangenen Straftaten vermöchten keinen Widerrufsgrund im Sinne von Art. 62 lit. b
AuG zu bilden; sämtliche Verurteilungen – und auch das laufende Strafverfahren
betreffend schwere Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz – stünden allein
im Zusammenhang mit seiner Drogensucht. Ob im vorliegenden Fall der
Widerrufsgrund von Art. 62 lit. b AuG erfüllt ist, hat die Vorinstanz in ihrem Entscheid
vom 13. Februar 2009 offengelassen. Fest steht, dass der Beschwerdeführer bisher zu
keiner längerfristigen Freiheitsstrafe im Sinne von Art. 62 lit. b AuG verurteilt wurde.
Auch eine Massnahme für junge Erwachsene (Art. 61 StGB) oder eine Verwahrung (Art.
64 StGB) wurde gegen den Beschwerdeführer bislang nicht ausgesprochen. Auch das
laufende Strafverfahren, in dessen Rahmen dem Beschwerdeführer schwere
Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz vorgeworfen wird, ändert daran
nichts. Ob ein Widerrufsgrund im Sinne von Art. 62 lit. b AuG tatsächlich vorliegt,
entscheidet sich aufgrund eines entsprechenden rechtskräftigen Urteils (vgl. Spescha,
a.a.O., N 6 zu Art. 62 AuG).
2.3. Der Beschwerdeführer macht geltend, die Behörde verletze Art. 62 lit. c AuG, wenn
sie diese Bestimmung anwende, nachdem kein Widerrufsgrund aus Art. 62 lit. b AuG
vorliege. Das Vorbringen des Beschwerdeführers geht fehl. Aus dem Wortlaut des
Gesetzestextes geht nicht hervor – und auch eine entsprechende Interpretation lässt
diesen Schluss nicht zu –, dass eine Behörde Art. 62 lit. c AuG nicht anwenden darf,
wenn gemäss Art. 62 lit. b AuG kein Widerrufsgrund gegeben ist. Es obliegt der
zuständigen Behörde, jenen Widerrufsgrund zu bestimmen, der im Einzelfall gegeben
ist. Dabei sind die Widerrufsgründe untereinander nicht hierarchisch geordnet.
Insbesondere ist eine Behörde frei, einen Widerruf bzw. eine Nichtverlängerung
gestützt auf Art. 62 lit. c AuG zu prüfen, wenn der Widerrufsgrund des Art. 62 lit. b AuG
nicht besteht, aber die fragliche Person zu mehreren geringfügigen Freiheits- oder
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Geldstrafen verurteilt worden ist (vgl. ebenso Spescha, a.a.O., N 6 zu Art. 62 AuG). Der
Beschwerdeführer hat mit seinen zahlreichen Straftaten erheblich und wiederholt
gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung in der Schweiz verstossen, weshalb der
Widerrufsgrund nach Art. 62 lit. c AuG – wie die Vorinstanz zutreffend feststellte –
gegeben ist.
2.4. Wie die Vorinstanz ebenfalls zutreffend festhielt, ist ein Widerrufsgrund bzw. ein
Grund für die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung im Sinne von Art. 62 lit. d
AuG gegeben. Die zuständige Behörde kann eine Aufenthaltsbewilligung widerrufen
bzw. nicht verlängern, wenn gemäss Art. 62 lit. d AuG der Ausländer eine mit der
Verfügung verbundene Bedingung nicht einhält. Das Ausländeramt hatte X.Y.s Gesuch
vom 8. Juni 2006 um Verlängerung seiner Aufenthaltsbewilligung mit Verfügung vom
15. August 2006 nur unter jedem Vorbehalt bewilligt. Damit musste dem
Beschwerdeführer bewusst sein, dass eine allfällige Verlängerung seiner
Aufenthaltsbewilligung nicht bewilligt würde, falls er weitere Straftaten begehen sollte.
Dies traf in der Folge ein: Mit Strafbescheid vom 16. Mai 2007 wurde der
Beschwerdeführer wegen mehrfacher Widerhandlung gegen das
Strassenverkehrsgesetz sowie mehrfacher Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes
zu einer Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu je Fr. 20.-- und zu einer Busse von Fr.
500.-- verurteilt. Zwischen Oktober 2007 und Juli 2008 wurde er zudem in drei Fällen
wegen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes zu Bussen zwischen Fr. 200.-- und
Fr. 300.-- verurteilt. Der Widerrufsgrund des Art. 62 lit. d AuG ist somit gegeben. Es
erübrigt sich zu prüfen, ob auch der Widerrufsgrund des Art. 62 lit. e AuG gegeben war.
In diesem Sinne war das Ausländeramt kraft Gesetzes berechtigt, die
Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers nicht mehr zu verlängern.
2.5. Der Beschwerdeführer macht geltend, der angefochtene Entscheid erweise sich
insgesamt als unverhältnismässig. Das Verwaltungsgericht ist zur Überprüfung der
Angemessenheit einer Verfügung oder eines Entscheids nicht befugt (Art. 61 Abs. 1
und 2 VRP). Es darf daher auch bei der Prüfung der Angemessenheit im Sinne von Art.
96 AuG nicht sein eigenes Ermessen – im Sinne einer Prüfung der Opportunität bzw.
der Zweckmässigkeit der Massnahme – anstelle des Ermessens der Verwaltung stellen
(BGE 125 II 107, in Bezug auf eine Ausweisung nach dem alten Ausländerrecht). Es
kann nur überprüfen, ob der Entscheid der Verwaltung auf einer Überschreitung bzw.
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einem Missbrauch des Ermessens beruht und damit rechtswidrig ist (GVP 1996 Nr. 9
mit Hinweisen).
2.5.1. Art. 62 AuG gewährt der zuständigen Behörde beim Entscheid über den Widerruf
von Bewilligungen – ausser bei Niederlassungsbewilligungen – und anderen
Verfügungen nach dem AuG einen Ermessensspielraum. Art. 62 AuG ist eine typische
"Kann-Bestimmung": Das Gesetz schreibt, wenn bestimmte Voraussetzungen
vorliegen, nicht zwingend den Widerruf bzw. die Nichtverlängerung der
Aufenthaltsbewilligung vor. Die Nichtverlängerung einer Aufenthaltsbewilligung kommt
deshalb nur in Frage, wenn sie bei sorgfältiger Ausübung des Ermessens im Sinne von
Art. 96 AuG verhältnismässig erscheint (vgl. Spescha, a.a.O., N 2 zu Art. 62 AuG). Für
die Beurteilung, ob eine Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung angemessen
bzw. verhältnismässig erscheint, berücksichtigen die zuständigen Behörden gemäss
Art. 96 Abs. 1 AuG die öffentlichen Interessen und die persönlichen Verhältnisse sowie
den Grad der Integration der Ausländerinnen und Ausländer.
2.5.2. Der Beschwerdeführer hat – wie bereits erwähnt – die Vaterschaft eines Kindes
mit Schweizer Staatsbürgerschaft anerkannt. Die Verhältnismässigkeit ist daher auch
im Lichte von Art. 8 Ziff. 1 und 2 EMRK zu prüfen, indem zu untersuchen ist, ob eine
Massnahme verhältnismässig bzw. als in einer demokratischen Gesellschaft notwendig
erscheint (BGE 120 Ib 131). Die Nichtverlängerung einer Aufenthaltsbewilligung kann zu
einem Eingriff in das Familienleben führen. Ein solcher Eingriff ist nach Art. 8 Ziff. 2
EMRK zulässig, falls er gesetzlich vorgesehen ist und eine Massnahme darstellt, die in
einer demokratischen Gesellschaft für die nationale Sicherheit, die öffentliche Ruhe und
Ordnung, das wirtschaftliche Wohl des Landes, die Verteidigung der Ordnung und zur
Verhinderung von strafbaren Handlungen, zum Schutz der Gesundheit und der Moral
oder zum Schutz der Rechte und Freiheiten anderer notwendig ist. AuG und EMRK
verlangen somit eine Abwägung der gegenüberstehenden privaten Interessen an einem
Verbleib in der Schweiz und dem öffentlichen Interesse an der Beendigung des
Aufenthalts. Im Rahmen der Interessenabwägung ist auch zu prüfen, ob den hier
anwesenheitsberechtigten Familienangehörigen zugemutet werden kann, dem
Ausländer, dessen Bewilligung nicht verlängert wird, ins Ausland zu folgen. Die Frage
der Zumutbarkeit ist unter Berücksichtigung der persönlichen Verhältnisse der
Betroffenen und aller Umstände objektiv zu beurteilen. Je länger ein Ausländer in der
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Schweiz gelebt hat, desto strengere Anforderungen sind an die Gründe für eine
Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung zu stellen. Dabei ist zu berücksichtigen,
in welchem Alter sich der Ausländer in der Schweiz niedergelassen hat. Selbst bei
Ausländern der zweiten Generation ist aber eine Nichtverlängerung der
Aufenthaltsbewilligung grundsätzlich zulässig.
2.6. Die Vorinstanz hat das öffentliche Interesse, die Aufenthaltsbewilligung des
Beschwerdeführers nicht zu verlängern und ihn damit von der Schweiz fernzuhalten,
höher gewichtet als dessen privates Interesse am Verbleib.
2.6.1. Der Beschwerdeführer beging seit seinem 17. Altersjahr in regelmässigen
Abständen Straftaten, die sich mittlerweile von September 1997 bis Juni 2008 – das
laufende Strafverfahren betreffend schwere Widerhandlung gegen das
Betäubungsmittelgesetz ist nicht berücksichtigt – auf knapp fünf Monate
Freiheitsentzug, eine Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu je Fr. 20.-- sowie einen
Bussenbetrag von insgesamt Fr. 4'800.-- summiert haben. Einzelne schwere Straftaten
hat der Beschwerdeführer bislang nicht begangen. Abgesehen von den zahlreichen
SVG-Delikten sowie einer Tätlichkeit und einer Körperverletzung stehen die Straftaten –
wie der Beschwerdeführer geltend macht – in einem engen Zusammenhang mit seiner
langjährigen Drogenabhängigkeit. Obgleich es sich bei den Straftaten nicht um
besonders schwerwiegende Verstösse gegen die Rechtsordnung handelt, zeugt die
Regelmässigkeit, mit welcher sich der Beschwerdeführer strafbar gemacht hat, von
seiner Unbelehrbarkeit. Offensichtlich ist es ihm nicht gelungen, die hiesige öffentliche
Ordnung zu respektieren und aus den ihm auferlegten Strafen die nötigen Lehren zu
ziehen. Probezeiten hatten auf den Beschwerdeführer keine Wirkung, und auch
laufende Verwaltungsverfahren – wie die Vorinstanz zutreffend feststellte – hielten den
Beschwerdeführer in keiner Weise davon ab, weitere Straftaten zu begehen. Es ist
sogar davon auszugehen, dass sich der Beschwerdeführer möglicherweise während
des Rekursverfahrens strafbar gemacht hat. Nicht zu übersehen ist auch, dass der
Beschwerdeführer mit seinen zahlreichen SVG-Delikten die Sicherheit im
Strassenverkehr und damit Drittpersonen – insbesondere durch das Lenken eines
Personenwagens unter Heroineinfluss – wiederholt und erheblich gefährdet hat.
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2.6.2. Verweise bzw. Verwarnungen von Behörden hat der Beschwerdeführer mehrere
Male bewusst missachtet: Mit Verfügung vom 22. Februar 1999 sprach das
Ausländeramt gegen den Beschwerdeführer erstmals einen scharfen Verweis bzw. eine
schriftliche Verwarnung aus, da ihn die Jugendanwaltschaft Unterrheintal-Oberrheintal-
Werdenberg-Sargans am 11. September 1997 zu einer bedingten
Einschliessungsstrafe von vier Wochen, am 2. November 1998 zu einer Busse von
Fr. 400.-- und am 22. Januar 1999 zu einer unbedingten Einschliessungsstrafe von
einer Woche verurteilt hatte. Mit Verfügung vom 9. September 2003 verweigerte das
Ausländeramt dem Beschwerdeführer die Erteilung der Niederlassungsbewilligung und
verwarnte ihn erneut, da er mit Bussenverfügung des Untersuchungsamtes Altstätten
vom 17. April 2001 zu einer Busse von Fr. 600.-- und am 18. Februar 2003 mit
Strafbescheid zu einer bedingten Gefängnisstrafe von drei Monaten sowie einer Busse
von Fr. 300.-- verurteilt worden war. Mit Verfügung vom 15. August 2006 verlängerte
das Ausländeramt die Aufenthaltsbewilligung nur unter jedem Vorbehalt. Diesen
insgesamt drei Verweisen und Verwarnungen bzw. einem Vorbehalt, die in einem
Zeitraum von sieben Jahren ergingen, schenkte der Beschwerdeführer keinerlei
Beachtung und setzte weitere Straftatbestände. Damit hat der Beschwerdeführer über
einen längeren Zeitraum zum Ausdruck gebracht, dass er sich der gesetzlichen
Ordnung und behördlichen Weisungen nicht zu fügen vermag.
Unter all diesen Gesichtspunkten hat die Vorinstanz ihr Ermessen weder überschritten
noch missbraucht, als sie das öffentliche Interesse an der Fernhaltung des
Beschwerdeführers höher gewichtete als dessen privates Interesse am Verbleib in der
Schweiz.
2.7. Der Beschwerdeführer rügt sinngemäss, die Vorinstanz habe im angefochtenen
Entscheid seine persönlichen Verhältnisse zu wenig gewürdigt. Es treffe nicht zu, dass
er in seinem Heimatland auf ein soziales Netz zurückgreifen könne, da die von der
Vorinstanz angeführte Ehe längst geschieden sei. Zudem habe er mehr als die Hälfte
seines Lebens in der Schweiz verbracht, da er mit elf Jahren in die Schweiz gekommen
sei, und er habe auch die Schulen und die Lehrzeit hier absolviert. Seine Kernfamilie
(Eltern und Geschwister) lebe ebenfalls hier, während in seinem Heimatland nur sein
75-jähriger Grossvater mütterlicherseits sowie zwei Onkel väterlicherseits wohnten.
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Schliesslich könne er sich auf Art. 8 EMRK berufen, da er die Vaterschaft des am 11.
Februar 2009 geborenen Mädchens Y.P. am 29. April 2009 anerkannt habe.
Zutreffend ist, dass die Ehe – wie sie die Vorinstanz in ihrem Entscheid vom 13.
Februar 2009 noch erwähnte – zwischen dem Beschwerdeführer und Ilda D. mit
Scheidungsurteil des Kreisgerichts Prizren (Kosovo) vom 31. Oktober 2006 aufgelöst
wurde. Es trifft ebenfalls zu, dass der Beschwerdeführer am 29. April 2009 das
Mädchen Y.P. anerkannte, das S.P., eine Schweizerbürgerin, zur Mutter hat. Bei diesen
Elementen handelt es sich um neue Tatsachen, welche im vorliegenden Verfahren zu
berücksichtigen und zu würdigen sind (vgl. BGE 128 II 149 f.).
Die Vorinstanz hat aufgrund des ihr bekannten Sachverhalts ihr Ermessen weder
überschritten noch missbraucht, als sie zum Schluss gelangte, dass die persönlichen
Verhältnisse des Beschwerdeführers nicht für eine Verlängerung seiner
Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz sprechen. Starke persönliche Bindungen des
Beschwerdeführers zur Schweiz oder zu seiner Familie lassen sich nicht erkennen.
Auch die persönlichen Kontakte des Beschwerdeführers, welche das laufende
Strafverfahren offenlegte, stehen mehrheitlich im Zusammenhang mit der Drogensucht.
Dass der Beschwerdeführer im vorliegenden Verfahren geltend macht, er sei seit 31.
Oktober 2006 nicht mehr mit der Landsfrau Ilda D. verheiratet, vermag an der
Beurteilung über seine persönlichen Verhältnisse nichts zu ändern. Der
Beschwerdeführer hat – da er nicht mehr verheiratet ist – in seinem Heimatstaat zwar
keine nahe Bezugsperson mehr; nach eigenen Angaben leben sein 75-jähriger
Grossvater mütterlicherseits sowie zwei Onkel väterlicherseits in seinem Heimatstaat,
womit der Beschwerdeführer in seinem Herkunftsland noch über verwandtschaftliche
Beziehungen verfügt. Somit ist seine soziale Lebenssituation auch ohne Ehegattin im
Kosovo nicht aussichtslos.
Mit der Kindesanerkennung haben sich indes die persönlichen Verhältnisse des
Beschwerdeführers verändert. Art. 8 Abs. 1 EMRK gewährleistet das Recht auf
Achtung des Privat- und Familienlebens. Darauf kann sich im Rahmen eines
ausländerrechtlichen Bewilligungsverfahrens berufen, wer nahe Verwandte mit einem
gefestigten Anwesenheitsrecht in der Schweiz hat. Dies trifft zu, wenn die verwandte
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Person das Schweizer Bürgerrecht oder eine Niederlassungsbewilligung besitzt (vgl.
statt vieler BGE 130 II 285 nach dem alten Ausländerrecht). Soweit eine familiäre
Beziehung tatsächlich gelebt wird und intakt ist, wird das der zuständigen Behörde
grundsätzlich eingeräumte freie Ermessen beschränkt (BGE 129 II 218 f. nach dem
alten Ausländerrecht).
Die am 11. Februar 2009 geborene Y. P. ist kraft Staatsangehörigkeit ihrer Mutter, S.P.,
Schweizerbürgerin. Der Beschwerdeführer kann, da er das Kindesverhältnis zu Y.P.
anerkannt hat, Art. 8 Abs. 1 EMRK geltend machen. Ob der Beschwerdeführer indes
einen persönlichen Kontakt zu Y.P. pflegt und seinen Unterhaltspflichten nachkommt,
geht aus den eingereichten Akten nicht hervor. Der Beschwerdeführer hat
insbesondere keinen Beweis erbracht, dass er die familiäre Beziehung zu seiner
Tochter lebt; das Kind ist offenbar in der Obhut der Mutter, die zumindest nicht mit
dem Beschwerdeführer zusammenlebt. Eine intakte und gelebte familiäre Beziehung
wird allerdings schon dann angenommen, wenn ein regelmässiger Kontakt besteht
(BGE 120 Ib 3, 119 Ib 84). Darüber liegen momentan keine gesicherten Anhaltspunkte
vor. Der Nachweis dafür wäre dem Beschwerdeführer aber durchaus möglich gewesen,
erfolgte doch die Anerkennung am 29. April 2009 – notabene einen Tag vor Einreichung
der Beschwerdeergänzung -, während das vom Beschwerdeführer anerkannte Kind
bereits am 11. Februar 2009 zur Welt gekommen war.
2.8. Die Vorinstanz hat ihr Ermessen weder überschritten noch missbraucht, als sie
feststellte, der Beschwerdeführer sei trotz langjähriger Anwesenheit in der Schweiz
nicht integriert. Die zahlreichen Straftaten, welche der Beschwerdeführer seit seinem
17. Lebensjahr in regelmässigen Abständen begangen hat, legen diesen Schluss nahe.
Soziale Kontakte beschränkten sich – wie insbesondere die laufende
Strafuntersuchung zeigt – auf Bekanntschaften aus dem Drogenmilieu. Eine
fortgeschrittene Integration ist auch nach bald 17 Jahren Anwesenheit in der Schweiz
nicht zu erkennen.
2.9. Die Vorinstanz hat die Rückkehr des Beschwerdeführers in sein Heimatland als
zumutbar erachtet. Dabei hat sie ihr Ermessen weder überschritten noch missbraucht.
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Der Beschwerdeführer hat seine Kindheit und seine Jugend bis zum Alter von 11
Jahren in der Heimat verbracht, ist mit der dortigen Sprache und Kultur vertraut und
verfügt dort mit seinem 75-jährigen Grossvater mütterlicherseits sowie zwei Onkeln
väterlicherseits nach wie vor über verwandtschaftliche Beziehungen. Selbst wenn
derzeit die engsten Verwandten nicht in seinem Heimatstaat leben, hat der
Beschwerdeführer die Möglichkeit, in seiner früheren Heimat wieder Fuss zu fassen.
Auch in Anbetracht der Drogensucht des Beschwerdeführers ist eine Rückkehr in das
Heimatland zumutbar. Der Beschwerdeführer ist seit vielen Jahren drogenabhängig
und hat verschiedene Versuche unternommen, endgültig von seiner Sucht
wegzukommen. Der Beschwerdeführer steht seit vielen Jahren – mit Unterbrüchen –
bei seinem Hausarzt in einem Methadonprogramm. Im Jahr 2004 absolvierte er –
unterstützt von seiner Familie – eine Entziehungskur in Belgrad und Moskau, und im
April 2008 trat er offenbar aus eigener Initiative für einen methadonunterstützten Entzug
in die Klinik Pfäfers ein; diese Institution verliess er nach fünftägigem stationärem
Aufenthalt wieder. Anfang Juli 2008 unternahm er einen zweiten Versuch, wurde aber
abgewiesen, da er beim Eintritt Heroin auf sich trug. Der Beschwerdeführer hat somit
verschiedene Gelegenheiten, seine Drogensucht mit medizinischer Hilfe und
Unterstützung seiner Familie endgültig zu bekämpfen, nicht wahrgenommen. Dass der
Beschwerdeführer – wie er geltend macht – in seinem Heimatland seine Drogensucht
nicht adäquat behandeln lassen könnte, erscheint vor dem Hintergrund des hiesigen
Therapieangebots nachvollziehbar. Der Beschwerdeführer ist – gemäss der
eingereichten Akten – derzeit bestrebt, im Sinne eines letzten Versuchs noch einmal ein
Entzugsprogramm zu starten. Die Klinik Pfäfers hat den Beschwerdeführer mit
Entscheid vom 31. März 2009 zwar erneut nicht aufgenommen, doch ist derzeit offen,
ob eine andere Institution den Beschwerdeführer zu ihrem Entzugsprogramm zulässt.
3. Werden die öffentlichen Interessen an der Fernhaltung des Beschwerdeführers von
der Schweiz mit seinen privaten Interessen gegeneinander abgewogen, so erscheint
eine Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung im heutigen Zeitpunkt insgesamt als
unverhältnismässig. Die Dauer der ausgesprochenen Freiheitsstrafen liegt bei knapp
fünf Monaten. Hinzu kommt, dass es sich bei den Straftaten im wesentlichen um
Beschaffungsdelikte handelte. Zugunsten des Beschwerdeführers wirkt die
Anerkennung Y.P. als Kind, wobei im heutigen Zeitpunkt noch unklar ist, inwiefern der
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Beschwerdeführer seinen Unterhaltspflichten nachkommt und einen persönlichen
Kontakt zu seiner Tochter pflegt. Es erscheint daher geboten, im Sinne einer Probezeit
(vgl. BGE 2C_225/2007 vom 3. Dezember 2007) dem Beschwerdeführer den weiteren
Aufenthalt für ein Jahr zu gestatten und folglich seine Bewilligung um ein Jahr zu
verlängern. Damit erhält der Beschwerdeführer Gelegenheit, den Tatbeweis für die
Überwindung der Abhängigkeit und die Befähigung zu einem straffreien und korrekten
Verhalten zu erbringen. Dies bedeutet, dass er sich keine Verstösse gegen Vorschriften
und behördliche Anordnungen zuschulden kommen lassen darf und insbesondere auch
geringfügige Delikte nicht mehr toleriert werden. Insbesondere das Ergebnis des
laufenden Strafverfahrens dürfte dannzumal bekannt sein. Zudem wird der
Beschwerdeführer dartun müssen, ob er seine Pflichten als Vater gegenüber dem
anerkannten Kind erfüllt und den persönlichen Kontakt pflegt. Das Ausländeramt wird
nach Ablauf eines Jahres prüfen, ob der Beschwerdeführer diese Bedingungen
eingehalten hat und inwiefern die Beziehung zu seinem anerkannten Kind beim
Entscheid über die Verlängerung bzw. Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung zu
berücksichtigen ist. Sollte dem Beschwerdeführer die Einhaltung der Auflagen nicht
gelingen, wäre dannzumal eine Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung aufgrund
der gegenwärtigen Aktenlage unausweichlich.
4. Aufgrund der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen.
Von einer vollumfänglichen Gutheissung kann nicht gesprochen werden, da keine
vorbehaltlose Erteilung der Bewilligung gewährt wird. Ziff. 1 a) und 1 b) des
angefochtenen Entscheids vom 13. Februar 2009 sind aufzuheben. Die Sache ist zur
Regelung des weiteren Aufenthalts im Sinne der Erwägungen an das Ausländeramt
zurückzuweisen.
5. Die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens trägt zufolge unentgeltlicher
Rechtspflege der Staat. Eine Entscheidgebühr von Fr. 2'000.-- ist angemessen (Art. 13,
Ziff. 622 Gerichtskostentarif, sGS 941.12). Auf die Erhebung ist zu verzichten.
Mit Verfügung des Präsidenten des Verwaltungsgerichts vom 16. März 2009 wurde
dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Rechtsverbeiständung gewährt. Eine
Kostennote wurde nicht eingereicht, so dass die Entschädigung des Rechtsvertreters
nach Ermessen festzusetzen ist (Art. 6 der Honorarordnung für Rechtsanwälte und
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 15/16
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St.Galler Gerichte
Rechtsagenten, sGS 963.75, abgekürzt HonO). Eine Entschädigung von Fr. 1'600.--
zuzügl. MWSt für das Beschwerdeverfahren ist angemessen (Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO
in Verbindung mit Art. 19 HonO und Art. 31 Abs. 3 des Anwaltsgesetzes [sGS 963.70]).
Demnach hat das Verwaltungsgericht