Decision ID: f4be8ea6-4325-5fcc-9039-1ff76c3bd854
Year: 2008
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Die aus Algerien stammende A._ (geb. [...] 1964, nachfolgend: Beschwerdeführerin) heiratete am 6. Januar 1994 in Algerien ihren Landsmann B._ (geb. [...] 1958), der 1985 in die Schweiz  und im Besitz einer Jahresaufenthaltsbewilligung war. Im Rahmen des Familiennachzuges reiste die Beschwerdeführerin am 17. April 1994 in die Schweiz ein. Zum Verbleib bei ihrem Ehegatten erteilte ihr die damalige Fremdenpolizei des Kantons Thurgau eine Jahresaufenthaltsbewilligung. Am [...] 1995 wurde der Sohn C._ und am [...] 2000 der Sohn D._ geboren.
B. Nachdem die Ehegatten seit 1997 wiederholt von der Fürsorge  werden mussten und sie - unter Androhung der Ausweisung - im April 2001 förmlich verwarnt wurden, erfolgte die Verlängerung der Jahresaufenthaltsbewilligungen im Mai 2003 nur provisorisch. Am 18. Mai 2004 wies das damalige Ausländeramt des Kantons Thurgau das Gesuch der Familie _ um eine weitere Verlängerung der Jahresaufenthaltsbewilligungen ab und verfügte ihre Wegweisung aus dem Kantonsgebiet. Hiergegen gelangten die Ehegatten erfolglos an das Departement für Justiz und Sicherheit und an das  des Kantons Thurgau. Auf eine dagegen eingereichte  an das Bundesgericht wurde mit Urteil vom 27. April 2006 nicht eingetreten. In der Folge erwuchs die kantonale Wegweisung vom 18. Mai 2004 in Rechtskraft.
C. Am 19. Mai 2006 wurde die Familie von den kantonalen Behörden , den Kanton Thurgau bis zum 15. Juli 2006 zu verlassen.  wurde das Bundesamt für Migration (BFM; nachfolgend: ) um Ausdehnung der Wegweisungsverfügung vom 18. Mai 2004 und Anordnung einer Einreisesperre ersucht.
D. Am 22. Mai 2006 setzte die Vorinstanz die Ehegatten in Kenntnis über den kantonalen Antrag zur Ausdehnung der kantonalen Wegweisung und gewährte ihnen dazu das rechtliche Gehör.
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E. Mit Eingabe vom 17. Juli 2006 brachten die Beschwerdeführerin und ihr Ehegatte vor, der Vollzug der Wegeweisung erscheine zurzeit aus medizinischen Gründen unzumutbar. Es sei deshalb vorerst von der Ausdehnung der kantonalen Wegweisung abzusehen bzw. die  bis Ende Jahr zu erstrecken. Dazu reichten sie ein ärztliches Zeugnis von Dr. med. T._ (Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie) vom 6. Juni 2006 ein, mit welchem der  ein mittelschweres depressives Zustandsbild bis hin zu suizidalen Gedanken und Handlungsideen attestiert und eine -psychotherapeutische Therapie sowie medikamentöse  als unerlässlich erachtet wurden. In einer ärztlichen  von Dr. med. S._ (Facharzt FMH für ) vom 13. Juli 2006 wurde zudem ausgeführt, die  leide an einer grossen, verkalkenden Zyste. Diesbezüglich würde die Notwendigkeit eines operativen Eingriffes abgeklärt. Ferner läge ein cervikoradikuläres Syndrom C6, eine vorher nicht bekannte Zuckerkrankheit sowie eine leichte Unterfunktion der Schilddrüse und Bluthochdruck vor.
F. Mit Verfügung vom 19. Juli 2006 dehnte die Vorinstanz die kantonale Wegweisung auf das Gebiet der Schweiz und des Fürstentums  aus und forderte die Familie auf, die Schweiz unverzüglich zu verlassen. In ihrer Begründung hielt die Vorinstanz im Wesentlichen fest, entsprechende Behandlungen bzw. die beabsichtigte Operation könnten auch im Heimatland durchgeführt werden. Die Verfügung  unangefochten in Rechtskraft.
G. Am 29. September 2006 teilte das Migrationsamt des Kantons  der Beschwerdeführerin und ihrem Ehegatten mit, die Familie müsse die Schweiz spätestens bis 20. Oktober 2006 verlassen. Mit Schreiben vom 20. Oktober 2006 ersuchten die Ehegatten die  Behörden um Erstreckung der Ausreisefrist bis Ende  2006 und wiesen darauf hin, der Beschwerdeführerin sei bei einer Operation am 12. September 2006 die linke Nebenniere entfernt . Aus medizinischer Sicht sei sie erst Ende November reisefähig. Diesem Begehren gab das Migrationsamt des Kantons Thurgau mit Schreiben vom 31. Oktober 2006 statt.
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H. Mit Eingabe vom 20. Dezember 2006 ersuchten die Ehegatten die  sinngemäss um die wiedererwägungsweise Aufhebung der Ausdehnungsverfügung vom 19. Juli 2006 und um die Erteilung der vorläufigen Aufnahme sowie die Aussetzung des . Sie machten im Wesentlichen geltend, bei der kürzlich  krebskranken Beschwerdeführerin lägen neue medizinische Gründe vor, welche die Rückkehr in das Heimatland unzumutbar machen würden. Die Beschwerdeführerin befände sich weiterhin in einem bedenklichen Zustand und sei nicht reisefähig. Sie reichten zwei ärztliche Zeugnisse von Dr. med. S._ vom 20. Oktober 2006 und 24. November 2006 sowie ein Schreiben dieses Arztes an den zuständigen Regierungsrat des Kantons Thurgau vom 4. Dezember 2006 ein.
I. Am 21. Dezember 2006 teilte die Vorinstanz den Ehegatten mit, die Eingabe müsse als verspätet erachtet werden, weshalb keine  bestünde auf die Verfügung vom 19. Juli 2006 . Die Eingabe sei an die kantonalen Behörden weitergeleitet worden.
J. Nachdem die Ehegatten mit Schreiben vom 16. Januar 2007 , das Wiedererwägungsgesuch sei nicht verspätetet erfolgt, weil die Probleme erst im Heilungsverlauf eingetreten seien, lud die Vorinstanz sie zur Stellungnahme ein. Mit Eingabe vom 27. Februar 2007 brachten die Ehegatten erneut vor, die Reisefähigkeit der  sei nicht gegeben. Es sei eine dramatische Verschlechterung der Blutwerte der Beschwerdeführerin festgestellt worden und zudem seien noch urogenitale Infekte zu behandeln. Dazu reichten die  ein Arztzeugnis von Dr. med. S._ vom 23. Februar 2007 ein.
K. Mit Verfügung vom 2. April 2007 wies die Vorinstanz das  der Ehegatten ab und forderte die Familie auf, die Schweiz bis zum 30. Juni 2007 zu verlassen. Sie führte unter anderem aus, der Vollzug der Wegweisung sei vorliegend als zulässig zu . Weder für die Beschwerdeführerin noch für ihre Kinder könne eine konkrete und ernsthafte Gefahr nachgewiesen oder glaubhaft ge-
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macht werden. Zwar stehe die Ursache des Blutverlustes noch nicht fest, die Aktenlage führe jedoch nicht zwingend zum Schluss, der  der Gesuchstellerin stehe einer Rückkehr ins Heimatland für die Dauer von mehr als zwölf Monaten entgegen. Den Interessen der Beschwerdeführerin könne bereits dadurch Rechnung getragen werden, wenn ihr ermöglicht würde, die medizinische  in der Schweiz längstens bis zur Wiederherstellung der Reisefähigkeit fortzusetzen. Die Wiederherstellung der Reisefähigkeit sei bis Mitte das Jahres 2007 realistisch. Die Anordnung der  Aufnahme als Ersatzmassnahme für einen nicht  Vollzug erscheine dagegen nicht angezeigt. Insbesondere sei der Beschwerdeführerin zuzumuten, die medizinische Behandlung nach der Wiederherstellung der Reisefähigkeit im Heimatland .
L. Die Beschwerdeführerin beantragt mit Rechtsmitteleingabe vom 3. Mai 2007 sinngemäss die Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung und bringt hauptsächlich ihre veränderte gesundheitliche Situation vor. In diesem Zusammenhang legt sie ein ärztliches Zeugnis von Dr. med. T._ vom 16. April 2007 sowie ein Schreiben von U._ vom 20. Februar 2007 an den zuständigen Regierungsrat des Kantons Thurgau zu den Akten und verweist auf ihren behandelnden Arzt Dr. med. S._.
M. Am 10. Juli 2007 entband die Beschwerdeführerin Dr. med. T._ und Dr. med. S._ von der ärztlichen Schweigepflicht.
N. Mit Zwischenverfügungen vom 24. August 2007 wurde die  eingeladen, allfällige Einwände vorzubringen, die gegen den Beizug von Dr. med. X._ (Facharzt FMH für Endokrinologie und Diabetologie) als Sachverständigen zur  Begutachtung und Dr. med. Y._ (Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie) als Sachverständigen zur psychiatrischen Begutachtung sprechen würden. Zudem wurde der Beschwerdeführerin das rechtliche Gehör hinsichtlich der zu  Fragen gewährt.
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O. Die Beschwerdeführerin liess die Frist unbenutzt verstreichen. In der Folge wurden Dr. med. X._ und Dr. med. Y._ mit Zwischenverfügungen vom 20. September 2007 zu Sachverständigen ernannt und mit der endokrinologischen und psychiatrischen Begutachtung beauftragt.
P. Am 20. Oktober 2007 reichte Dr. med. X._ und am 31. Oktober 2007 Dr. med. Y._ ein schriftliches Gutachten ein.
Q. In ihrer Vernehmlassung vom 6. Dezember 2007 beantragt die  die Abweisung der Beschwerde und führt im Wesentlichen aus, ob die gesundheitliche Situation einer weggewiesenen ausländischen Person ein Vollzugshindernis darstelle, beurteile sich grundsätzlich nicht danach, ob die medizinische Versorgung im Heimatland einem Vergleich mit schweizerischen medizinischen Standards standhalten würde. Vielmehr sei entscheidend, ob die medizinische  vor Ort innerhalb kurzer Zeit und mit beachtlicher  eine wesentliche oder gar lebensbedrohliche  des Gesundheitszustandes erwarten liesse, was  nicht der Fall sei. Es sei davon auszugehen, dass das  Gesundheitssystem eine adäquate Behandlung der  nicht zum vornherein ausschliesse. Abklärung hätten  ergeben, dass die aktuell in der Schweiz verabreichten  durch eine Apotheke in Zürich auch nach Algerien geliefert  könnten. Ausserdem würden die negative Folgen, die ihren Grund nicht in den Verhältnissen des Heimatlandes hätten, sondern primär im Vorgang des Wegweisungsvollzuges als solchem, den Vollzug  nicht in Frage stellen.
R. Mit Replik vom 14. Januar 2008 verweist die Beschwerdeführerin auf ihre jetzige Lebenssituation. Sie sei eine angeschlagene Mutter mit zwei kleinen Kindern und einem kranken Mann vor der drohenden Ausweisung in ein Land, wo keine Möglichkeiten und Perspektiven als Familie bestünden. Die Situation in ihrem Heimatland sei untragbar. Der Replik wurden zwei Zeitungsartikel beigelegt.
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S. Auf den weiteren Akteninhalt wird, soweit rechtserheblich, in den  eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1. 1.1 Die Vorinstanz wies das Wiedererwägungsgesuch mit Verfügung vom 2. April 2007 ab. Diese Verfügung erging in Anwendung des  vom 26. März 1931 über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer (aANAG, BS 1 121 [zum vollständigen Quellennachweis Anhang I AuG]), das auf den 1. Januar 2008 durch das Bundesgesetz vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20) abgelöst wurde. Die verfahrensrechtliche Ordnung des neuen Rechts ist jedoch gemäss Art. 126 Abs. 2 AuG auf alle hängigen Verfahren anwendbar und damit auch auf die vorliegende Streitsache. Was den Rechtsschutz auf Bundesebene angeht, verweist das neue Recht auf die allgemeinen Bestimmungen der  (Art. 112 Abs. 1 AuG).
1.2 Das Bundesverwaltungsgericht beurteilt - unter Vorbehalt der in Art. 32 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) genannten Ausnahmen - Beschwerden gegen Verfügungen im Sinne von Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Als Vorinstanzen  die in Art. 33 und 34 VGG genannten Behörden. Dazu gehört auch das BFM (Art. 33 Bst. d VGG), das mit der angefochtenen Massnahme eine Verfügung im Sinne von Art. 5 VwVG und daher ein zulässiges Anfechtungsobjekt erlassen hat. Art. 32 VGG sieht im Bereich des Ausländerrechts keine Ausnahmen vor, sodass das  zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig ist.
1.3 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach dem VwVG, soweit das Verwaltungsgerichtsgesetz keine  Bestimmungen vorsieht (Art. 37 VGG).
1.4 Die Beschwerdeführerin ist als formelle und materielle  zur Beschwerde legitimiert (Art. 48 Abs. 1 VwVG); auf ihre frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten (Art. 49 ff. VwVG).
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2. 2.1 Mit dem angefochtenen Entscheid ist die Vorinstanz auf das Wiedererwägungsgesuch eingetreten und hat eine materielle Prüfung der Begehren vorgenommen. Damit liegt ein neuer Entscheid in der Sache vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist in seiner Kognition daher nicht beschränkt (FRITZ GYGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, Bern 1983, S. 144 f.).
2.2 Materiellrechtlich beurteilt sich die vorliegende Streitsache, die vor dem Inkrafttreten des AuG eingeleitet wurde, nach altem Recht (vgl. Art. 126 Abs. 1 AuG, Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C-3912/2007 vom 14. Februar 2008 E. 2.3). Massgebend sind somit die Bestimmungen des aANAG sowie die darauf gestützt erlassenen Vollziehungsvorschriften (Art. 25 Abs. 1 aANAG).
3. 3.1 Gemäss den von Rechtsprechung und Lehre aus Art. 29 Abs. 1 und 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101) abgeleiteten Grundsätzen besteht ein Anspruch auf Wiedererwägung namentlich dann, wenn die  sich seit dem ersten Entscheid erheblich geändert haben oder wenn die gesuchstellende Person Tatsachen oder Beweismittel , die ihr im früheren Verfahren nicht bekannt waren oder die schon damals geltend zu machen für sie rechtlich oder tatsächlich unmöglich war oder keine Veranlassung bestand (BGE 127 l 133 E. 6 S. 137 f., BGE 124 ll 1 E. 3a S. 5 f., BGE 120 lb 42 E. 2b S. 46 f. [mit ]). Die Wiedererwägung darf allerdings nicht dazu dienen, rechtskräftige Verwaltungsentscheide immer wieder in Frage zu stellen oder die Fristen für die Ergreifung von Rechtsmitteln zu umgehen (BGE 120 lb 42 E. 2b S. 47; Urteil des Bundesgerichts 2A.20/2004 vom 7. April 2004 E. 3.2; VPB 67.109 E. 3b, VPB 63.45 E. 3a in fine).
3.2 Bezogen auf den Verfahrensgegenstand ist primär zu prüfen, ob die nach dem ordentlichen Ausdehnungsverfahren hinzugekommenen sachverhaltlichen Umstände es rechtfertigen, besagte Massnahme aufzuheben. In die hierbei vorzunehmende Ermessensausübung hat vorweg der Grundsatz des Gesetzesvorranges einzufliessen. Die  darf das ihr zustehende Ermessen nicht so ausfüllen, dass das Ergebnis im Widerspruch zum geltenden Recht steht. Die Behörde ist ferner an die Kriterien gebunden, die sich aus dem Sinn und Zweck der konkreten gesetzlichen Ordnung ergeben. Schliesslich sind die all-
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gemeinen Grundsätze des Verwaltungshandelns zu beachten, wie das Verbot von Willkür und von rechtsungleicher Behandlung, das Gebot von Treu und Glauben sowie der Grundsatz der Verhältnismässigkeit von Verwaltungsakten (zu letzterem vgl. ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 5. Aufl., Zürich und St. Gallen, S. 127 f.).
4. 4.1 Gemäss Art. 12 Abs. 3 aANAG sind Ausländerinnen und  unter anderem dann zur Ausreise verpflichtet, wenn ihnen die Erteilung oder Verlängerung einer Bewilligung verweigert wird. Dabei kann die Vorinstanz die Pflicht zur Ausreise aus einem Kanton auf das Gebiet der ganzen Schweiz ausdehnen (Art. 17 Abs. 2 der  vom 1. März 1949 zum Bundesgesetz über  und Niederlassung der Ausländer [aANAV, AS 1949 I 228]). Diese Ausdehnung der kantonalen Wegweisung bezweckt den  Vollzug eines zugrunde liegenden rechtskräftigen  Entscheides und ist somit exekutorischer Natur. Sie unterbleibt nur in seltenen Ausnahmefällen (vgl. Urteile des  C-598/2006 vom 16. April 2007 E. 3 und 4, C-632/2006 vom 28. März 2007 E. 3.3).
4.2 Von der Beschwerdeführerin wird nicht vorgebracht, es bestünde eine veränderte Situation hinsichtlich der verweigerten Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung. Nach wie vor verfügen die  und ihre Familie über keine gültigen Rechtstitel für einen weiteren rechtsmässigen Aufenthalt in der Schweiz. Ebensowenig  besondere Gründe im Sinne von Art. 17 Abs. 2 aANAV geltend , infolge derer der Beschwerdeführerin die Gelegenheit zu bieten wäre, in einem anderen Kanton um eine Aufenthaltsbewilligung zu . Gegenstand des vorinstanzlichen  bildete einzig die Frage, ob dem angeordneten Vollzug der Wegweisung Hindernisse entgegenstehen. Demnach beschränkt sich das vorliegende Beschwerdeverfahren auf die Prüfung, ob seit der rechtskräftigen Verfügung vom 2. April 2007 Vollzugshindernisse  sind, aufgrund derer die vorläufige Aufnahme anzuordnen wäre (vgl. Art. 14a Abs. 1 aANAG). Die vorläufige Aufnahme stellt eine Ersatzmassnahme für den Vollzug der Wegweisung dar. Sie tritt neben die Wegweisung, deren Bestand sie nicht antastet, sondern vielmehr voraussetzt (vgl. Urteile des Bundesverwaltungsgerichts C-616/2006
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vom 12. November 2007 E. 5.1, C-603/2006 vom 27. Juni 2007 E. 4 [mit Hinweisen]).
5. 5.1 Der Vollzug der Wegweisung ist nicht möglich, wenn die  Person weder in den Herkunfts- oder in den Heimatstaat noch in einen Drittstaat verbracht werden kann. Er ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen der Schweiz - insbesondere jene der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) sowie des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30) - einer Weiterreise in den Heimat-, Herkunfts- oder Drittstaat entgegenstehen. Zudem kann der Vollzug gemäss Art. 14a Abs. 4 aANAG nicht zumutbar sein, wenn er für die Ausländerin bzw. den Ausländer eine konkrete Gefährdung darstellt.
5.2 Es ergeben sich vorliegend weder aus den Vorbringen der Beschwerdeführerin noch aus den Akten Anhaltspunkte zur Annahme, die Rückkehr sei aus völkerrechtlichen Gründen unzulässig. So  insbesondere keine Hinweise darauf, dass der  mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit eine nach Art. 3 EMRK verbotene Strafe oder Behandlung drohen würde. Nach der  des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) kann zwar auch eine drohende erhebliche  im Sinne von Art. 3 EMRK einer Wegweisung in den  entgegenstehen. Dies wurde jedoch bisher nur in einem Fall  aussergewöhnlicher Umstände bejaht (vgl. EGMR, D. gegen Grossbritannien, Urteil vom 2. Mai 1997, Rep. 1997-III, E. 49 ff.; MARTINA CARONI, Die Praxis des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte im Bereich des Ausländer- und Asylrechtes, in:  für Migrationsrecht 2004/2005, Alberto Achermann et al. [Hrsg.], Bern 2005, S. 197). Wie nachfolgend aufzuzeigen ist, bestehen für die gesundheitlichen und psychischen Beschwerden der  - soweit denn erforderlich - medizinische  in Algerien. Auch wenn diese nicht die gleiche Qualität wie in der Schweiz aufweisen sollten, so ist die Gesundheitsgefährdung durch eine allenfalls weniger adäquate Behandlung nicht derart gross, dass eine solche als unmenschlich oder erniedrigend im Sinne von Art. 3 EMRK bezeichnet werden kann (vgl. Urteil des  E-5105/2006 vom 4. September 2007 E. 6.1). Der  ist deshalb als zulässig zu erachten.
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6. 6.1 Konkret gefährdet im Sinne von Art. 14a Abs. 4 aANAG sind in erster Linie Gewaltflüchtlinge, das heisst Personen, welche Unruhen, Bürgerkiegssituationen und allgemeiner Missachtung der  entfliehen wollen, ohne bereits individuell verfolgt zu sein. Ferner findet die Bestimmung Anwendung auf Personen, die nach ihrer Rückkehr ebenfalls einer konkreten Gefährdung ausgesetzt wären, weil sie die absolut notwendige medizinische Versorgung nicht erhalten können oder - aus objektiver Sicht - wegen den herrschenden Verhältnissen im Heimatland mit grosser Wahrscheinlichkeit  in völlige Armut gestossen würden, dem Hunger und somit einer Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes, der Invalidität oder sogar dem Tod ausgeliefert wären (Urteile des  C-2276/2007 vom 24. November 2007 E. 8.1, E-5105/2006 vom 4. September 2007 E. 6.2 [mit Hinweisen]). Sind vom Vollzug der Wegweisung Kinder betroffen, so kommt unter dem Gesichtspunkt von Art. 3 Abs. 1 des Übereinkommens vom 20.  1989 über die Rechte des Kindes (KRK, SR 0.107) dem Kindswohl besonders Gewicht zu (Urteil des  C-2276/2007 vom 24. November 2007 E. 8.1; Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2005 Nr. 6 E. 6 S. 57 f.).
6.2 Das Bundesverwaltungsgericht hat die im Jahr 2005 von der Schweizerischen Asylrekurskommission (ARK) vorgenommene  Lagebeurteilung Algeriens (EMARK 2005 Nr. 13) bestätigt. Demnach ist die Lage in Algerien weder als Bürgerkrieg noch als Situation allgemeiner Gewalt zu erachten (vgl. Urteile des  E-6657/2006 vom 30. April 2007 E. 6.2.1, D-7177/2006 vom 2. April 2007 E. 4.3.1 [mit Hinweisen]). Der Konflikt, welcher in Algerien im letzten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts viele Menschenleben forderte, ist heute weitgehend beendet. Auch wenn in letzter Zeit gewaltsame Zwischenfälle zu verzeichnen waren - die Beschwerdeführerin verweist diesbezüglich mit zwei  auf die Anschläge in Algier im Dezember 2007 - spricht die allgemeine Lage nicht gegen den Wegweisungsvollzug. Darüber hinaus stellen soziale oder wirtschaftliche Schwierigkeiten, von denen die ansässige Bevölkerung betroffen ist, keine konkrete Gefahr im Sinne von Art. 14a Abs. 4 aANAG dar (Urteil des  D-3860/2006 vom 18. Juni 2007 E. 3.9). Zwar könnte die Rückkehr für die Beschwerdeführerin und ihre Familie angesichts der
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nunmehr langjährigen Landesabwesenheit durchaus mit  verbunden sein. Es ist jedoch nicht davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin, die über gewisse berufliche Qualifikationen (nach eigenen Angaben erwarb sie in ihrem Heimatland ein Diplom als Sekretärin und entsprechende mehrjährige Berufserfahrung) einer existenzgefährdenden Situation gegenüberstehen würde, zumal sie und ihr Ehegatte über ein soziales Netz verfügen dürften. Nach eigenen Angaben hat die Beschwerdeführerin neun Geschwister. Im ordentlichen Verfahren und dem darauf folgenden  führte die Beschwerdeführerin denn auch nur in allgemeiner Weise die Lage im Heimatland und die damit verbundene  an. Diese Rügen sind als nicht hinreichend substantiiert zu erachten.
6.3 Wie oben (E. 6.1) ausgeführt, kann sich eine konkrete Gefahr im Sinne von Art. 14a Abs. 4 aANAG jedoch auch aus der  Situation der weggewiesenen Person ergeben. Dies unter der Voraussetzung, dass die notwendige Behandlung wesentlich und im Heimatland nicht erhältlich ist (Urteil des Bundesverwaltungsgerichts E-5105/2006 vom 4. September 2007 E. 6.2). Die Vorinstanz führt zu Recht in ihrer Vernehmlassung aus, es sei dabei nicht entscheidend, ob die medizinische Versorgung im Heimatland einem Vergleich mit schweizerischen Standards standhalten würde. Massgebend ist , ob die unzureichenden medizinischen  vor Ort innerhalb kurzer Zeit und mit beachtlicher  eine wesentliche oder gar lebensbedrohliche Verschlechterung des Gesundheitszustandes erwarten lassen (Urteil des  C-2276/2007 vom 24. November 2007 E. 8.2). Grundsätzlich nicht in Frage gestellt wird der Wegweisungsvollzug  von negativen Folgen, die ihren Grund nicht in den  des Ziellands haben, sondern im Vorgang des  als solchem, wie Depressionen mit Suizidgedanken als Folge des durch die Wegweisung verursachten Verlusts von  in der Schweiz. Ihnen ist durch medizinische Begleitung des  Rechnung zu tragen (Urteile des Bundesverwaltungsgerichts C-2276/2007 vom 24. November 2007 E. 8.2, D-4995/2006 vom 10. Juli 2007 E. 5.4.2). So ergibt sich namentlich bei Suiziddrohungen im Falle einer zwangsweisen Ausschaffung für den vollziehenden Staat die Verpflichtung geeignete Massnahmen zu ergreifen, um die  der Suiziddrohung im Zusammenhang mit der Rückführung zu
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verhindern (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts D-3860/2006 vom 18. Juni 2007 E. 3.8 [mit Hinweisen]).
6.3.1 Die Beschwerdeführerin begründete ihr  vom 20. Dezember 2006 im Wesentlich mit ihrem  gesundheitlichen Zustand, der eingetreten sei, nachdem ihr am 12. September 2006 ein Tumor und zugleich die linke  entfernt werden musste. Dazu reichte die Beschwerdeführerin im Rahmen des vorinstanzlichen Verfahrens verschiedene Arztberichte von ihrem behandelnden Arzt Dr. med. S._ ein. Dieser führte nach dem Eingriff in seinem Schreiben vom 20. Oktober 2006 aus, es bestehe das Risiko schwerer Funktionsstörungen des Darms. Es sei noch endokrinologisch abzuklären, wie weit der Verlust der linken Nebenniere durch künstliche Hormone ersetzt werden müsse. Aus  Sicht sei daher die Reisefähigkeit der Beschwerdeführerin noch nicht gegeben. Dies bestätigte der Arzt nochmals am 24.  2006. Am 5. Januar 2007 stellte er fest, ein Belastungstest habe für die verbleibende Nebenniere rechts eine normale Funktion . Es müsse jedoch wegen einer Unterfunktion der Schilddrüse eine entsprechende Dauerbehandlung durchgeführt werden. Ebenfalls gälte es, die Tendez zu Diabetes mellitus weiter zu beobachten. Eine fachärztliche Überwachung der hormonellen Störungen sei für die Beschwerdeführerin lebensnotwendig. Mit Schreiben vom 18. Januar 2007 wies der Arzt auf eine überraschend eingetretene Anämie hin. Weitere Abklärungen seien notwendig und die Reisefähigkeit nicht gegeben. Daran hielt er mit Schreiben vom 23. Februar 2007 erneut fest.
6.3.2 In dem durch das Bundesverwaltungsgericht in Auftrag  endokrinologischen Gutachten vom 20. Oktober 2007 kommt der Sachverständige Dr. med. X._ zum Schluss, es bestehe bei der Beschwerdeführerin eine gestörte Glukosehomöostase, was eine  einer Diabetes mellitus sei. Zusammen mit dem erhöhten , dem Bluthochdruck sowie dem Übergewicht sei von einem metabolischen Syndrom auszugehen. Zudem leide die Beschwerdeführerin an einer behandlungsbedürftigen . Die Nebennierenrindefunktion sei aktuell intakt. Eine Anämie konnte der Sachverständige bei der Beschwerdeführerin nicht feststellen. Hinsichtlich des Behandlungsbedarfs der diagnostizierten endokrinologischen Störungen verweist der Sachverständige auf deren chronische Natur. Die Erkrankungen würden das Leben lang per-
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sistieren. Dementsprechend bestünde ein Bedarf lebenslanger,  Kontrollen. Eine aktuell indizierte Behandlung bzw.  wird indessen nicht angeführt.
6.3.3 Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen  zu würdigen sind. Für das gesamte Verwaltungs- und  gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 40 des Bundesgesetzes vom 4. Dezember 1947 über den  [BZP, SR 273] i.V.m. Art. 19 VwVG). Danach sind  ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Hinsichtlich des Beweiswertes ärztlicher Berichte ist entscheidend, ob diese für die streitigen Belange  sind, auf allseitigen Untersuchungen beruhen, auch die  Beschwerden berücksichtigen, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden sind, in der Beurteilung der  Zusammenhänge und der medizinischen Situation  und ob die Schlussfolgerungen der Experten begründet und nachvollziehbar sind (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352). Auch  unterliegen der freien richterlichen Beweiswürdigung. In  weicht das Gericht aber nur aus triftigen Gründen von einer  Expertise ab, so etwa bei offensichtlichen Mängeln oder inneren Widersprüchen (vgl. BGE 133 II 384 E. 4.2.3 S. 391, BGE 125 V 351 E. 3b/aa S. 352; EMARK 2002 Nr. 18 E. 4a/aa S. 145; ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl., Zürich 1998, S. 106).
6.3.4 Wie aus E. 6.3.1 hervorgeht, führten in der postoperativen Phase verschiedene endokrinologische Ursachen zu weiteren  des behandelnden Arztes bzw. zur Einschätzung, solche seien erforderlich und die Reisefähigkeit der Beschwerdeführerin  nicht gegeben. Im Februar 2007 sprach sich der Hausarzt noch einzig wegen einer ungeklärten Anämie gegen den Vollzug der  aus. Das Gerichtsgutachten steht dazu insofern im , als die Anämie bei der Begutachtung im Oktober 2007 nicht (mehr) festgestellt werden konnte und der Sachverständige aus  Sicht ausschliesslich regelmässige Kontrollen als  erachtet. Es bestehen jedoch keine Gründe, die durch den  ermittelten Laborbefunde in Frage zu stellen. Es ist denn auch nicht bekannt, dass die Beschwerdeführerin aufgrund der  2007 hausärztlich festgestellten Anämie hospitalisiert werden
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musste oder eine wesentliche Behandlung erfolgt wäre, welche gegen den Befund des Sachverständigen sprechen würden.
6.3.5 Dass bei der Beschwerdeführerin ein Vorstadium einer Diabetes mellitus, ein metabolisches Syndrom und eine  vorliegt, spricht nicht gegen die Zumutbarkeit des . Ausser der Schilddrüsenunterfunktion bedürfen die  nach der Einschätzung des Sachverständigen gegenwärtig keiner Behandlung, weshalb im Falle einer Rückkehr keine wesentliche oder gar lebensbedrohliche Verschlechterung des  der Beschwerdeführerin zu erwarten ist. Mit der  liegt zudem keine schwerwiegende Erkrankung vor, die nicht auch in Algerien behandelt werden könnte. Auch ist die Kontrolle der Beschwerden in Algerien als sichergestellt zu erachten, zumal Diabetes und andere chronische Erkrankungen in aller Regel in öffentlichen medizinischen Einrichtungen ständig und gegebenenfalls langfristig behandelt werden können und entsprechende Medikamente zunehmend von einer eigenen algerischen pharmazeutischen Industrie produziert werden (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts E-6657/2006 vom 30. April 2007 E. 6.2.2).
6.3.6 Die Einschätzung des Sachverständigen, aufgrund der Nach- und Verlaufskontrollen sowie Therapie sei die Wegweisung als  zu erachten, vermag an diesem Ergebnis nichts zu ändern. Der Sachverständige wird durch das Gericht zur Aufklärung des  beigezogen, wenn dazu Fachkenntnisse erforderlich sind (Art. 19 VwVG i.V.m. Art. 57 Abs. 1 BZP), weshalb vorliegend der  mit der endokrinologischen Begutachtung befasst wurde. Die Beantwortung von Rechtsfragen ist hingegen nicht Aufgabe des  (vgl. BGE 133 II 384 E. 4.2.3 S. 391; ALFRED BÜHLER,  des Richters an den Sachverständigen, Allgemeine  Praxis [AJP] 1999, S. 574). Die Beurteilung der Zumutbarkeit der Wegweisung fällt als Rechtsfrage daher nicht dem  zu, sondern ist durch das Gericht zu entscheiden. Anzumerken ist zudem, dass sich der Sachverständige denn auch weder auf die in E. 6.3 ausgeführten Kriterien stützt noch führt er in diesem  Erkenntnisse an, die für die Beurteilung der  zu berücksichtigen wären.
6.3.7 Die Beschwerdeführerin verweist in ihrer Rechtsmitteleingabe ferner auf ein Arztzeugnis von Dr. med. T._ vom 16. April 2007.
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Zwar machte sie bereits im ordentlichen Ausdehnungsverfahren psychische Beschwerden geltend und legte dazu ein Arztzeugnis von Dr. med. T._ vom 6. Mai 2006 vor. Aus dem im  eingereichten Arztbericht vom 16. April 2007 geht jedoch  hervor, dass sich der Zustand der Beschwerdeführerin seit der rechtskräftigen Verfügung verschlechtert habe, weshalb das  zu prüfen ist. Dr. med. T._ führt in seinem Arztbericht vom 16. April 2007 aus, bei der Beschwerdeführerin würden ein mittelschweres bis schweres depressives Zustandsbild mit massiver Schlafstörung und Selbstentwertung sowie ein deutliches vitales Defizit mit , Morgentief und Zukunftsängsten vorliegen. Vor dem  des sich zuspitzenden Ausweisungsszenarios würden sich die depressiven Einbrüche immer häufiger zu suizidalen Gedanken und Handlungsideen steigern. Die gesamte ungewisse Lage lasse die psychische Stabilität nachhaltig dekompensieren und verschlimmere die körperlichen Beschwerden. Eine kombinierte psychiatrisch- Therapie sei unerlässlich und würde prognostisch  mindestens sechs Monate dauern.
6.3.8 Mit Gutachten vom 31. Oktober 2007 diagnostizierte Dr. med. Y._ bei der Beschwerdeführerin eine Anpassungsstörung mit depressivem und ängstlichem Einschlag. Dabei seien für das aktuelle Zustandsbild reale Ängste und Besorgnisse prägender als eine klassisch endogen-depressive Verstimmung mit Hemmung und vitaler Traurigkeit. Die Verstimmung würde von ihrem Verlauf her die subjektive Bedrohungslage aufgrund des Wirkens der Behörde widerspiegeln. Trotz kombinierter Pharmako- und Psychotherapie und parallel zu den Geschehnissen im Wegweisungsverfahren habe sich ihr Zustand eher zugespitzt bzw. verschlechtert. Zwar könne die Diagnose einer Depression bestätigt werden, aufgrund des aktuellen klinischen Eindrucks (vitaler Eindruck, kämpferische Grundeinstellung, reges Interesse an den Belangen der Familie, Fähigkeit affektiv und adäquat auf eine zwischenmenschliche Interaktion zu reagieren, lebhaftes Eintreten für ihre Interessen, keine wesentlichen kognitiven Einschränkungen) sei jedoch eher von einer mittelgradigen Depression zu sprechen. Ferner bestehe eine diffuse chronische Schmerzsymptomatik (eine Vielzahl körperlicher Beschwerden mit mehrheitlich diffusem Schmerzcharakter), die in erster Linie den Bewegungsapparat betreffe und von daher sowohl als Fibromyalgie wie auch als anhaltende somatoforme Schmerzstörung bezeichnet
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werden könne. Daneben zeige die Beschwerdeführerin gelegentlich diskrete Anzeichen einer dissoziativen Störung in Form einer flüchtig auftretenden Halbseitenhypästhesie. Was die Suizidalität betreffe, könne nicht ausgeschlossen werden, dass die Beschwerdeführerin in höchster konkreter Bedrängnis, vielleicht in der Hoffnung, den Gang der Dinge noch beeinflussen zu können, Suizidversuche unternehmen würde. Es läge jedoch keine unmittelbare depressionsbedingte Suizidgefahr vor, wobei der Sachverständige hinsichtlich der Prognosemöglichkeit gewisse Vorbehalte anführt. Die aktuelle psychiatrische und organmedizinische Behandlung der Beschwerdeführerin erachtet der Sachverständige als durchaus . Allerdings sei sie nicht geeignet, das bestehende psychische respektive psychosomatische Störungsbild kausal zu beeinflussen,  dieses Störungsbild wohl fortdauere, solange eine reale  (Wegweisung) gegeben sei. Zur gegenwärtigen Medikation würden Efexor, Truxaletten, Eltorxin sowie Dafalgan und Brufen . Weil eine radikale Lebensumstellung jetzt schon mit starken Ängsten besetzt sei, erachtet es der Sachverständige als sinnvoll, wenn eine allfällige Umbruchssituation sowohl psychotherapeutisch als auch mit stimmungsstabilisierenden, allenfalls stressdämpfenden Medikamenten begleitet würde. Aus psychiatrischer Sicht sei jedoch zu vermuten, dass die Prognose nicht in erster Linie von der Frage der Medikation abhängig sei. Das Ausmass an zwischenmenschlicher  dürfte von eher grösserer Bedeutung sein als die blosse medikamentöse Stabilisierung, welche aber ihre Belastbarkeit bei der Meisterung des Alltags stärken und überdies einen gewissen  Effekt ausüben würde. Indiziert sei die Behandlung des Bluthochdrucks.
6.3.9 In seiner Beurteilung weicht der Sachverständige sowohl  des Grades der Depression als auch der Notwendigkeit einer Behandlung von der Diagnose von Dr. med. T._ ab. Die  werden im Gutachten überzeugend und nachvollziehbar begründet (Gutachten Dr. med. Y._ S. 13 und S. 18 f.). Es bestehen keine stichhaltigen Gründe um von dieser Einschätzung des medizinischen Experten abzuweichen (vgl. E. 6.3.3). Auch vermag das Arztzeugnis von Dr. med. T._ die Diagnose des Sachverständigen nicht zu erschüttern, zumal sich das Arztzeugnis vom 16. April 2007 im  auf eine stichwortartige Zusammenfassung beschränkt, aus der nicht hervorgeht, auf welche Anamnese und Untersuchung sich der Befund der schweren Depression und der unerlässlichen Behand-
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lungsbedürftigkeit stützt. Diese Beurteilung erscheint daher nicht schlüssig und nachvollziehbar (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/aa S. 353 f.; LUCREZIA GLANZMANN-TARNUTZER, Der Beweiswert medizinischer  im Zivil-, Straf- und Sozialversicherungsprozess, AJP 2005, S. 79 f.).
6.3.10 Wie aus dem Gutachten des Sachverständigen hervorgeht, steht die Depression primär im Zusammenhang mit dem drohenden Wegweisungsvollzug. Die gegenwärtige Behandlung zeigt denn auch keine wesentliche Verbesserung des Gesundheitszustandes, weil die Ursache - die drohende Wegweisung - weiterhin besteht. Wie unter E. 6.3 ausgeführt, ist den negativen Folgen, die aufgrund der  auftreten, jedoch grundsätzlich im Rahmen des Vollzuges Rechnung zu tragen. Soweit der Sachverständige auf eine  Begleitung verweist, ist dieser Umstand beim Vollzug zu . Selbst wenn die Beschwerdeführerin nach ihrer  in ihr Heimatland einer Behandlung ihrer Depression bedürfte, so besteht nach Erkenntnissen des Bundesverwaltungsgerichts in  eine ausreichende psychiatrische Grundversorgung, wenn auch im Vergleich mit der Schweiz auf einem niedrigeren Standard (Urteile des Bundesverwaltungsgerichts E-5850/2007 vom 15. Oktober 2007, E-6657/2006 vom 30. April 2007 E. 6.2.2 [mit Hinweisen]). Die psychiatrische Behandlung ist Teil der primären Gesundheitspflege, schwerwiegende Fälle werden in den Krankenhäusern behandelt. Sechs universitäre Krankenhäuser, darunter auch dasjenige am  Wohnort der Beschwerdeführerin in Algier, verfügen über eine psychiatrische Abteilung. In Algier sind zudem zwei weitere  auf Psychiatrie spezialisiert. Gemäss den Abklärungen des Sachverständigen sind zwar die gegenwärtig verschiebenen  (Efexor, Truxaletten und Eltroxin) in Algerien nicht verfügbar. Die für eine psychiatrische Grundversorgung notwendigen Medikamente sind jedoch in Algerien grundsätzlich erhältlich (E-5850/2007 vom 15. Oktober 2007, E-6657/2006 vom 30. April 2007 E. 6.2.2 [mit ]). Insofern dürfte die Möglichkeit bestehen, auf gleichwertige Präparate umzustellen. Die Beschwerdeführerin muss allerdings damit rechnen, die Kosten einer medizinischen Versorgung in ihrem  selbst zu tragen. Es ist jedoch davon auszugehen, dass die grosse Familie der Beschwerdeführerin sie bei der Finanzierung  benötigter medizinischer Versorgung unterstützen kann. Was die diagnostizierte diffuse chronische Schmerzsymptomatik sowie die dissoziative Störung betrifft, sind die Erscheinungen nicht als der-
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art gravierend zu erachten, dass von einer konkreten Gefährdung für die Beschwerdeführerin im Falle einer Rückkehr auszugehen wäre.
6.3.11 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die psychischen und endokrinologischen Beschwerden keiner derart speziellen und im Heimatland nicht erhältlichen Behandlung bedürfen, weshalb der  der Wegweisung keine konkrete Gefährdung im Sinne von Art. 14a Abs. 4 aANAG darstellt.
6.4 Bei der Beurteilung der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges gilt es, dem Kindeswohl besonderes Gewicht beizumessen (E. 6.3). Es müssen jedoch auch diesbezüglich im Vergleich zum Zeitpunkt der rechtskräftigen Ausdehnungsverfügung erheblich veränderte  vorliegen (vgl. E. 4.1). Auch wenn zu berücksichtigen ist, dass die beiden Kinder inzwischen 12- und 7-jährig sind und nun auch der jüngere Sohn der Beschwerdeführerin eingeschult ist, lassen diese Umstände die Wegweisung nicht als unzumutbar erscheinen. Zwar ist die Verwurzelung der beiden Kinder in der Schweiz weiter , wodurch die Integration in eine für sie ungewohnte  wohl nicht leicht fallen dürfte. Andererseits sind sie immer noch in einem Alter, in dem primär die Eltern die engsten Bezugspersonen darstellen. Die gemeinsame Rückkehr und das Zusammenleben mit den engsten Bezugspersonen dürfte ihnen die Integration nach  Schwierigkeiten erleichtern. Von einer übermässigen Härte und damit einer relevanten Beeinträchtigung des Kindeswohls gemäss Art. 3 Abs. 1 KRK kann nicht ausgegangen werden (Urteile des  C-626/2006 vom 14. Juni 2007 E.6.2.2, C-4043/2007 vom 16. Juli 2007).
6.5 Dass andere Vollzugshindernisse im Sinne von Art. 14a aANAG eingetreten sind, ergibt sich nicht aus den Akten. Weder bestehen  auf eine technische Unmöglichkeit noch ergeben sich aus den Ausführungen von U._ vom 20. Februar 2007 Umstände, die nicht vorliegend oder im ordentlichen Verfahren geprüft wurden.
6.6 Aus den obgenannten Gründen folgt, dass keine erheblich  Verhältnissen bzw. keine neuen erheblichen Tatsachen oder  angeführt werden, aufgrund derer die  vom 19. Juli 2006 in Wiedererwägung zu ziehen wäre.
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7. 7.1 Die angefochten Verfügung ist somit im Lichte von Art. 49 VwVG nicht zu beanstanden. Die Beschwerde ist deshalb abzuweisen.
7.2 Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend werden die  Beschwerdeführer kostenpflichtig (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Die Verfahrenskosten sind auf Fr. 5862.60 festzusetzen (Art. 1 und Art. 2 sowie Art. 3 des Reglements vom 11. Dezember 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Diese bestehen aus der Gerichtsgebühr (Fr. 800.--) und den Auslagen für Beweiserhebung (Gutachten Dr. med. X._ Fr. 583.20 und Gutachten Dr. med. Y._ Fr. 4479.40).
8. Das vorliegende Urteil ist endgültig (Art. 83 Bst. c. Ziff. 4 des  vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
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