Decision ID: 0fd0bf1a-b0d9-59f1-a3af-4528f7a12145
Year: 2011
Language: de
Court: SG_VG
Chamber: SG_VG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ Karl Heinz Jung betreibt zusammen mit seiner Ehefrau in Bad Ragaz Schafhaltung.
Nach den Feststellungen der Vorinstanz beträgt die landwirtschaftliche Nutzfläche, die
dafür zur Verfügung steht, 6,22 ha. Gemäss Betriebsblatt waren am 1. Januar 2010
folgende Tiere vorhanden: 51 weibliche über ein Jahr alte Schafe, 2 über ein Jahr alte
Widder und 36 unter einem Jahr alte Jungtiere. Anlässlich der öffentlichen Verhandlung
des Verwaltungsgerichts vom 17. November 2011 gab Karl Heinz Jung zu Protokoll,
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der Tierbestand bestehe zur Zeit aus 60 Mutterschafen, zwei Widdern und 43
Lämmern.
Zur Unterbringung der Schafe steht Karl Heinz Jung und seiner Ehefrau gemäss
Beschwerdeschrift vom 17. Dezember 2010 ein eigener Schafstall auf dem Grundstück
Nr. 27 zur Sommernutzung zur Verfügung. Im Winter werden die Tiere in zwei kleineren,
älteren Ställen auf den Grundstücken Nrn. 1642 und 885 untergebracht, die im
Eigentum der politischen Gemeinde Bad Ragaz stehen und die eine Fläche von
insgesamt 30 a aufweisen (Nr. 1642, Bidems, 7 a, Nr. 885, Bidems, 23 a). Ebenfalls
gemäss Angaben in der Beschwerdeschrift vom 17. Dezember 2010 bewirtschaftet
Karl Heinz Jung diese Grundstücke aufgrund mündlicher Pachtverträge, und die
politische Gemeinde Bad Ragaz plant, die beiden Ställe abzubrechen, so dass sie nicht
mehr zur Verfügung stehen werden. Anlässlich der öffentlichen Verhandlung des
Verwaltungsgerichts vom 17. November 2011 gab Karl Heinz Jung zu Protokoll, einer
der beiden Ställe sei bereits abgebrochen worden, weshalb er zur Unterbringung der
Tiere Iglus aufgestellt habe.
R. S. ist Eigentümer des Grundstücks Nr. 00 in Bad Ragaz, welches der Zone W1b
zugeteilt ist, sowie des Grundstücks Nr. 0000. Die Parzelle Nr. 00 grenzt an die im
Eigentum von Karl Heinz Jung stehende Parzelle Nr. 880 an, auf der ein Schafstall
erstellt werden soll.
B./ Am 24. November 2008 reichte Karl Heinz Jung ein Baugesuch für einen "Stall/
Einstellraum" (11,5 x 9,5 m) auf dem Grundstück Nr. 880 ein, das gemäss Zonenplan
der Politischen Gemeinde Bad Ragaz vom 9. April 2001 in der Landwirtschaftszone
liegt. Geplant ist, den Stall etwas erhöht in rund 50 m Luftlinie vom Gebäude auf dem
Grundstück Nr. 99 zu erstellen. Nach den Feststellungen im angefochtenen Entscheid
soll das Vorhaben die beiden von der politischen Gemeinde Bad Ragaz gepachteten
Ställe ersetzen und eine Betriebsaufstockung auf 80 Schafe (13,6 Grossvieheinheiten,
abgekürzt GVE) ermöglichen. Gemäss Beschwerdeergänzung vom 17. Dezember 2010
(D.1.) ist demgegenüber ein Stall für rund 67 Mutterschafe geplant.Karl Heinz Jung und
seine Ehefrau rechnen mit Baukosten von rund Fr. 155'000.--.
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Während der Auflagefrist erhob R. S., vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Marcel Köppel,
Sargans, Einsprache gegen das Baugesuch und beantragte, es sei abzuweisen. Er
machte geltend, das Vorhaben sei nicht zonenkonform und die Voraussetzungen zur
Erteilung einer Ausnahmebewilligung seien nicht erfüllt. Zudem wäre mit übermässigen
Immissionen zu rechnen. Am 13. Mai 2009 verweigerte das Amt für Raumentwicklung
und Geoinformation (AREG) die Zustimmung zur Baubewilligung. Es hielt fest, es liege
Freizeitlandwirtschaft vor und der Betrieb werde voraussichtlich längerfristig keinen
Bestand haben. In der Folge, am 8. Juli 2009, wies der Gemeinderat Bad Ragaz das
Baugesuch ab und hiess die öffentlichrechtliche Einsprache von R. S. gut (Ziff. 1 und
2). Sodann erklärte er die Pläne und die Verfügung des AREG vom 13. Mai 2009 zum
integrierenden Bestandteil seines Entscheids (Ziff. 4). In Bezug auf die privatrechtliche
Einsprache wurde R. S. eine Frist von 14 Tagen gesetzt, um ein Verfahren auf dem
Zivilweg einzuleiten (Ziff. 3). Weiter wurde der Bauherrschaft eine Entscheidgebühr von
Fr. 750.-- auferlegt (Ziff. 5).
C./ Am 15. Juli 2009 erhob Karl Heinz Jung, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. D. P.,
Sargans, gegen die Verfügung des Gemeinderates Bad Ragaz vom 8. Juli 2009 Rekurs
beim Baudepartement. Er beantragte, Ziff. 1, 2, 4 und 5 der angefochtenen Verfügung
sowie die Teilverfügung des AREG vom 13. Mai 2009 seien aufzuheben und die
öffentlich-rechtliche Einsprache von R. S. sei abzuweisen. Sodann sei das
Bauvorhaben unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Vorinstanz zu
bewilligen. Das AREG nahm am 29. Oktober 2009 Stellung und beantragte, der Rekurs
sei abzuweisen. Nachdem das Baudepartement am 30. November 2009 einen
Augenschein durchgeführt hatte, wurde das Landwirtschaftliche Zentrum St. Gallen,
Flawil, (LZSG) beauftragt, einen Amtsbericht bezüglich der Frage zu erstellen, inwieweit
sich aus den vom Rekurrenten am 25. Januar 2010 zusätzlich eingereichten Akten, so
die Jahresabschlüsse 2007, 2008 und 2009, und die Betriebsanalyse von Thomas
Eggenberger-Joss, Landwirtschaftliche Buchhaltung und Beratung, Grabs, vom
19. Januar 2010 (Bericht Eggenberger) samt Betriebsvoranschlag, eine neue rechtliche
Qualifikation des Betriebs ergebe. Gemäss Amtsbericht vom 4. Februar 2010
(Amtsbericht LZSG) liegt Freizeitlandwirtschaft vor. Am 6. April und am 3. Mai 2010
setzte sich das LZSG zudem mit den vom Rekurrenten zwischenzeitlich vorgebrachten
Argumenten auseinander, insbesondere mit einem Bericht des Schweizerischen
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Bauernverbandes, Treuhand und Schätzungen, vom 21. April 2010 (Bericht SBV) und
hielt an seinen Ausführungen im Amtsbericht vom 4. Februar 2010 fest.
Am 12. August 2010 wies das Baudepartement den Rekurs von Karl Heinz Jung ab.
Der Entscheid wird damit begründet, der geplante Schafstall sei insbesondere zufolge
fehlender Wirtschaftlichkeit der Schafhaltung und Unsicherheit bezüglich der
Betriebsnachfolge in der Landwirtschaftszone nicht zonenkonform. Zudem liege kein
Ausnahmetatbestand im Sinn von Art. 24 ff. des Bundesgesetzes über die
Raumplanung (SR 700, abgekürzt RPG) vor.
D./ Am 26. August 2010 erhob Karl Heinz Jung, vertreten durch Rechtsanwalt Dr.
Werner Ritter, Widnau, gegen den Entscheid des Baudepartements vom 12. August
2010 Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Er stellte folgende Rechtsbegehren:
"1. Der Rekursentscheid Nr. 46/2010 des Baudepartements des Kantons St. Gallen
vom 12. August 2010 im Baubewilligungsverfahren betreffend Neubau Schafstall,
Grundstück Nr. 880, Bidems, 7310 Bad Ragaz, sei vollumfänglich aufzuheben.
2. Dispositiv Ziffer 1, 2, 4 und 5 des Bau- und Einspracheentscheids Nr. 62/2009 des
Gemeinderats Bad Ragaz vom 08. Juli 2009 und Dispositiv Ziffer 1 und 2 der
raumplanungsrechtlichen Teilverfügung des Amts für Raumentwicklung und
Geoinformation (AREG) vom 13. Mai 2009 seien vollumfänglich aufzuheben.
3. Die öffentlich-rechtliche Einsprache des Beschwerdegegners R. S. sei vollumfänglich
kostenpflichtig abzuweisen.
4. Die kantonale Genehmigung gemäss RPG Art. 25 Abs. 2 sowie die Baubewilligung
für das Bauvorhaben gemäss dem Baugesuch vom 24. November 2008 für den
Neubau eines Schafstalls auf dem Grundstück Nr. 880, Bidems, 7310 Bad Ragaz,
seien uneingeschränkt zu erteilen.
5. Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung im Sinne der Erwägungen des
Verwaltungsgerichts an die Vorinstanzen 3 oder 1 und 2 zurückzuweisen.
6. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Kantons St. Gallen."
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Nachdem die Beschwerde am 17. Dezember 2010 innert erstreckter Frist begründet
worden war, nahm das Baudepartement am 4. Januar 2011 Stellung und beantragte,
die Beschwerde sei abzuweisen. Am 7. Januar 2011 teilte der Gemeinderat Bad Ragaz
mit, er verzichte darauf, sich vernehmen zu lassen. R. S., wiederum vertreten durch
Rechtsanwalt Dr. Marcel Köppel, Sargans, äusserte sich am 4. März 2011 zur
Beschwerde und beantragte, sie sei abzuweisen. Am 20. Mai 2011 reichte Karl Heinz
Jung eine Replik ein.

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. (...).
2. Der Beschwerdeführer beantragt unter Berufung auf Art. 6 Ziff. 1 der Europäischen
Menschenrechtskonvention (SR 0.101, abgekürzt EMRK), es sei eine öffentliche
Verhandlung durchzuführen.
2.1. Nach Art. 6 Ziff. 1 EMRK hat jede Person ein Recht darauf, dass u.a. über
Streitigkeiten in Bezug auf ihre zivilrechtlichen Ansprüche und Verpflichtungen von
einem unabhängigen und unparteiischen, auf Gesetz beruhenden Gericht in einem
fairen Verfahren, öffentlich und innerhalb angemessener Frist verhandelt wird.
Streitigkeiten, welche das Recht betreffen, zonenkonform auf einem eigenen
Grundstück zu bauen, haben zivilrechtlichen Charakter (M. Villiger, Handbuch der
Europäischen Menschenrechtskonvention, 2. Aufl., Zürich 1999, Rz. 380). Strittig ist im
vorliegenden Fall, ob der geplante Schafstall in der Landwirtschaftszone zonenkonform
ist. Somit ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer Anspruch auf eine
mündliche Verhandlung hat.
Art. 6 Ziff. 1 EMRK verlangt nicht nur Partei-, sondern auch Publikumsöffentlichkeit
(Villiger, a.a.O., Rz. 440 mit Hinweisen). Wenn von Publikumsöffentlichkeit die Rede ist,
geht es um die sogenannte demokratische Komponente des Öffentlichkeitsprinzips.
Sie soll der Allgemeinheit eine gewisse Kontrolle der richterlichen Tätigkeit ermöglichen
(S. Giacomini, Förderungsobliegenheit der Gerichte in Bezug auf die
Publikumsöffentlichkeit nach Art. 6 Ziff. 1 EMRK, in: SJZ 99[2003] S. 492 mit
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Hinweisen). Eine öffentliche Urteilsberatung verlangt Art. 6 Ziff. 1 EMRK indessen nicht
(Villiger, a.a.O., Rz. 440 mit Hinweisen; G. Steinmann, St. Galler Kommentar zu Art. 30
BV, Rz. 32; Rhinow/Koller/Kiss, Öffentliches Prozessrecht und Justizverfassungsrecht
des Bundes, Basel/Frankfurt 1996, Rz. 395). Dem Grundsatz der öffentlichen
Urteilsverkündung wird Genüge getan, wenn das Urteil den Parteien schriftlich
zugestellt wird und vom Publikum auf der Gerichtskanzlei eingesehen werden kann
oder es sich eine Kopie davon erstellen lassen kann (Cavelti/Vögeli,
Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, St. Gallen 2003, Rz. 1007 mit
Hinweisen).
2.2. Das Verwaltungsgericht hat am 17. November 2011 eine öffentliche Verhandlung
durchgeführt und diese Verhandlung im Internet (www.gerichte.sg.ch) angekündigt.
Sodann wird das Urteil des Verwaltungsgerichts im Internet publiziert. Damit ist dem
Grundsatz der Öffentlichkeit des Verfahrens Rechnung getragen.
3. Der Beschwerdeführer beantragt, es seien ein Augenschein und Parteibefragungen
durchzuführen, Zeugen einzuvernehmen, Amtsauskünfte einzuholen und Expertisen zu
erstellen.
Der Anspruch auf rechtliches Gehör gebietet, dass rechtzeitig und formrichtig
angebotene Beweismittel abzunehmen sind, es sei denn, diese betreffen eine nicht
erhebliche Tatsache oder seien offensichtlich untauglich, über die streitige Tatsache
Beweis zu erbringen (BGE 124 I 242 E. 2; 117 Ia 268 E. 4b).
Im vorliegenden Fall ergeben sich die rechtserheblichen Tatsachen aufgrund der Akten
und der öffentlichen Verhandlung, weshalb auf die Abnahme der beantragten Beweise
verzichtet werden kann.
4. Streitig ist einzig, ob das Bauvorhaben in der Landwirtschaftszone zonenkonform ist
oder ob es der Hobby-Landwirt-schaft des Beschwerdeführers und seiner Ehefrau
dient.
4.1. Nach Art. 22 Abs. 2 lit. a RPG setzt die Erteilung einer Baubewilligung voraus, dass
die Bauten und Anlagen dem Zweck der jeweiligen Nutzungszone entsprechen. In der
Landwirtschaftszone zonenkonform sind nach Art. 16a Abs. 1 RPG, in Vollzug seit dem
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1. September 2000 (AS 2000 2042, 2046), Bauten und Anlagen, die zur
landwirtschaftlichen Bewirtschaftung oder für den produzierenden Gartenbau nötig
sind (vgl. auch Art. 20 Abs. 2 des Baugesetzes, sGS 731.1).
Zonenkonform sind Bauten und Anlagen, die nach den Massstäben vernünftiger
bäuerlicher Betriebsführung und örtlich herrschender Betriebsformen zur
landwirtschaftlichen (bodenabhängigen) Produktion (neu auch Aufbereitung, Lagerung
und Verkauf) in der gewählten Sparte unmittelbar benötigt werden. Die Praxis verlangt
dabei eine "gesamthafte Betrachtung" (vgl. P. Hänni, Planungs-, Bau- und besonderes
Umweltschutzrecht, 5. Aufl., Bern 2008, S. 176 mit Hinweis auf BGE 117 Ib 279).
Ökonomiegebäude sind nach Art. 34 Abs. 1 erster Satzteil der
Raumplanungsverordnung (SR 700.1, abgekürzt RPV) zonenkonform, wenn sie der
bodenabhängigen Bewirtschaftung dienen. Für die Beurteilung der Zonenkonformität
ist nach dieser Vorschrift somit nicht das "Produktemodell", sondern das
"Produktionsmodell" massgebend. Zonenkonform sind Bauten und Anlagen für die
Produktion verwertbarer Erzeugnisse aus Pflanzenbau und Nutztierhaltung. Ist die
betriebliche Notwendigkeit für ein Ökonomiegebäude gegeben, so ist eine gewisse
Betriebsreserve zonenkonform, wenn ein erhöhter Bedarf absehbar ist (vgl. B. Heer, St.
Gallisches Bau- und Planungsrecht, Bern 2003, Rz. 404 mit Hinweis).
Nach Art. 34 Abs. 4 RPV darf die Bewilligung nur erteilt werden, wenn die Baute oder
Anlage für die in Frage stehende Bewirtschaftung nötig ist (lit. a), der Baute oder
Anlage am vorgesehenen Standort keine überwiegenden Interessen entgegenstehen
(lit. b) und der Betrieb voraussichtlich länger bestehen kann (lit. c). Lenkender Massstab
der in Art. 34 Abs. 4 lit. b RPV verankerten Interessenabwägung bilden namentlich die
Ziele und Grundsätze der Raumplanung gemäss Art. 1 und 3 RPG. Mit
raumplanerischen Massnahmen sollen unter anderem die natürlichen
Lebensgrundlagen geschützt, das soziale, wirtschaftliche und kulturelle Leben in den
einzelnen Landesteilen gefördert und die ausreichende Versorgungsbasis des Landes
gesichert werden. Dabei ist darauf zu achten, dass die Landschaft geschont wird, dass
die Landwirtschaft über genügende Flächen geeigneten Kulturlandes verfügt und dass
naturnahe Landschaften und Erholungsräume erhalten bleiben. Diesen Zielsetzungen
dient auch die Sicherung der Existenzfähigkeit landwirtschaftlicher Betriebe (BGE vom
22. Januar 2003 1A.154/2002, in: ZBl 2/2004 S. 110 mit Hinweis auf BGE 117 Ib 270
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E. 4b/bb). Mit der Vorgabe, dass der Betrieb voraussichtlich länger bestehen kann, soll
sichergestellt werden, dass in der Landwirtschaftszone keine unnötigen neuen Bauten
und Anlagen bewilligt werden, die bereits nach kurzer Zeit wieder leer stehen (Hänni,
a.a.O., S. 177 mit Hinweis).
4.2. Bauten und Anlagen für die Freizeitlandwirtschaft gelten nach Art. 34 Abs. 5 RPV
ausdrücklich als nicht zonenkonform.
4.2.1. Freizeitlandwirtschaft ist ein unbestimmter Rechtsbegriff. Unbestimmte
Rechtsbegriffe sind dadurch gekennzeichnet, dass die Umschreibung des Tatbestands
unbestimmt ist. Die nähere Bestimmung eines unbestimmten Rechtsbegriffs wird als
Rechtsfrage angesehen. Das in der Kognition grundsätzlich auf die Rechtskontrolle
beschränkte Verwaltungsgericht ist somit befugt, die Konkretisierung durch die
Vorinstanz frei zu überprüfen. Nach der Praxis des Verwaltungsgerichts darf einer
vertretbaren Auslegung eines unbestimmten Begriffs durch die Verwaltung bzw. durch
die Vorinstanz die Anerkennung indessen nicht versagt werden (Cavelti/Vögeli,
Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, St. Gallen 2003, Rz. 724 und 725 mit
Hinweisen).
4.2.2. Bei der Beurteilung, ob es sich um einen Betrieb von zonenwidriger
Freizeitlandwirtschaft oder einen zonenkonformen landwirtschaftlichen Haupt- oder
Nebenerwerbsbetrieb handelt, ist auf den jeweiligen Einzelfall abzustellen. In der
Botschaft zu einer Teilrevision des RPG vom 2. Dezember 2005, die auch
Erleichterungen für die hobbymässige Tierhaltung in der Landwirtschaftszone
beinhaltet, wird festgehalten, als hobbymässig seien Tierhaltungen anzusehen, welche
nicht auf die Erzielung eines Erwerbseinkommens ausgerichtet seien, sondern durch
die Eigentümerinnen und Eigentümer der Tiere aus Liebhaberei ausgeübt würden und
der Freizeitgestaltung dienten (vgl. BBl 2005/7114). Indizien für das Vorliegen eines
Freizeitlandwirtschaftsbetriebs sind etwa die fehlende Gewinn- und Ertragsorientierung,
das Nichterreichen einer gewissen Mindestgrösse oder der marginale Arbeitsbedarf auf
dem Betrieb. Auf die Setzung starrer Grenzwerte wurde indessen bewusst verzichtet.
Die landwirtschaftliche Bewirtschaftung im Sinn von Art. 16a RPG unterscheidet sich
von der Freizeitlandwirtschaft insbesondere durch einen dauernden, auf
Wirtschaftlichkeit ausgerichteten und organisierten Einsatz von Kapital und Arbeitskraft
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in einem wirtschaftlich bedeutsamen Umfang (BGE 1A.64/2006 vom 7. November 2006
mit Hinweis auf BGE 1A.256/2005 vom 20. März 2006 und Bundesamt für
Raumentwicklung "Pferd und Raumplanung", Bern 2003, S. 9).
Die Existenzfähigkeit des Betriebs ist aufgrund der aktuellen Betriebsstruktur zu prüfen.
Beabsichtigte Erweiterungen können nur insofern berücksichtigt werden, als sie
hinreichend gesichert sind. Die vage Möglichkeit oder der blosse subjektive Wille zu
einer längerfristigen Existenz reichen nicht aus, um die Anforderungen von Art. 34 Abs.
4 lit. c RPV zu erfüllen. Vielmehr muss sich aus den Einkommensverhältnissen ergeben,
dass mit der landwirtschaftlichen Nebentätigkeit ein namhafter Beitrag an den
Existenzbedarf der Bewirtschafterfamilie geleistet wird. Ein Beitrag von rund einem
Drittel wird vom Bundesamt für Raumentwicklung bei Vorhaben, die keine
bedeutenden räumlichen Auswirkungen haben, als sachgerecht bezeichnet (BGE
1C_8/2010 vom 29. September 2010 mit Hinweis auf BGE 1A.64/2006 vom
7. November 2006). Auch lässt die Ausrichtung von Direktzahlungen nicht automatisch
auf das Vorliegen eines landwirtschaftlichen Betriebs im Sinn von Art. 16a RPG
schliessen. Das RPG stellt auf andere Kriterien ab. Der Anspruch auf Direktzahlungen
sagt weder etwas darüber aus, ob der Betrieb längerfristig bestehen kann, noch dass
ein dauernder, auf Wirtschaftlichkeit ausgerichteter und organisierter Einsatz von
Kapital und Arbeit in einem wirtschaftlich bedeutsamen Umfang geleistet wird (VerwGE
vom 16. März 2011 i.S. M.H., in: www.gerichte.sg.ch mit Hinweis auf BGE 1C_8/2010
vom 29. September 2010 und BGE 1A.184/2006 vom 15. Februar 2007, je mit
Hinweisen). Zu berücksichtigen ist auch, dass Bewirtschafter oder Bewirtschafterinnen,
die vor dem 1. Januar des Beitragsjahrs das 65. Altersjahr erreicht haben, keine
Direktzahlungen mehr erhalten (Art. 19 Abs. 1 der Direktzahlungsverordnung, SR
910.13, abgekürzt DZV; vgl. auch BGE 1A.54/2006 vom 7. November 2006 E. 5.2).
Fehlt es an der Wirtschaftlichkeit des zu beurteilenden Betriebs und damit an einer
wesentlichen Voraussetzung für eine Baubewilligung in der Landwirtschaftszone, ist es
auch nicht relevant, ob es sich um einen Betrieb im Sinn der
Landwirtschaftsgesetzgebung handelt (VerwGE vom 16. März 2011 i.S. M.H., in:
www.gerichte.sg.ch mit Hinweis auf BGE 1A.64/2006 vom 7. November 2006).
Im Kanton St. Gallen setzt die Anerkennung als landwirtschaftlicher Nebenerwerb
abgesehen von der längerfristigen Existenzfähigkeit des Betriebs eine Ertrags- und
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Gewinnorientierung in dem Sinn voraus, als das im Betrieb erwirtschaftete steuerbare
landwirtschaftliche Einkommen im Durchschnitt der letzten drei Jahre 10 % des Soll-
Einkommens, mindestens aber Fr. 10'000.-- betragen muss. Als Soll-Einkommen wird
jenes Einkommen definiert, das erforderlich ist, um die laufenden Ausgaben für Betrieb
und Familie zu decken, die Zins- und Amortisationszahlungen zu tätigen, die
notwendigen Reserven für künftige Investitionen zu bilden und die notwendige
Liquidität sicherzustellen (Art. 8 Abs. 2 der Strukturverbesserungsverordnung,
SR 913.1, abgekürzt SVV).
4.2.3. In einem Urteil vom 29. September 2010 (1C_8/2010) hat das Bundesgericht
entschieden, die im Streit liegende Umzäunung diene der Freizeitlandwirtschaft. Nach
den Sachverhaltsfeststellungen, die dem Urteil zugrunde liegen, betreibt der
Beschwerdegegner neben seiner vollberuflichen Tätigkeit als Lagerist Obstbau, wofür
ihm 3'300 m Eigenland und 3'100 m Pachtland zur Verfügung stehen. Bei einem
Arbeitsaufwand von 1188 Stunden je Jahr erwirtschaftet er mit dem Obstbau ein
jährliches Einkommen von rund Fr. 10'755.--. Das Bundesgericht verneinte die
Zonenkonformität des Vorhabens und hielt fest, es obliege dem Baugesuchsteller, die
Bewilligungsfähigkeit seines Projekts zu belegen und im Rahmen seiner
Mitwirkungspflichten aussagekräftige und nachvollziehbare Betriebsdaten zu liefern.
In einem Urteil vom 7. November 2006 (1A.64/2006) qualifizierte das Bundesgericht
eine Haltung von Damhirschen im Kanton St. Gallen (2 Stiere, 30 Muttertiere mit
dazugehörigen Jungtieren) auf 4,5 ha Wies- und Weideland, mit der ein monatliches
Einkommen von bestenfalls Fr. 1'360.-- erzielt wird, als Freizeitlandwirtschaft. Es führte
aus, auch wenn zur Zeit ein Einkommen generiert würde, das als gewinnorientiert zu
bezeichnen wäre, wäre noch nicht belegt, dass der Betrieb im Sinn von Art. 34 Abs. 4
lit. c RPV voraussichtlich länger bestehen könnte.
In einem Urteil vom 17. Juli 2003 (vgl. ZBl 3/2005, S. 158 ff.) hat das Bundesgericht
festgestellt, der Ausschluss der Hobby-Landwirtschaft entspreche dem Sinn der
verfassungsmässigen Ordnung und es bestehe kein Anlass, Art. 34 Abs. 5 RPV nicht
anzuwenden. Zur Begründung wird Bezug auf BGE 112 Ib 404 E. 3 genommen und
festgehalten, die damals interessierende kommunale Bestimmung habe zwischen
ertragsorientierter (bzw. mindestens kostendeckender) und rein hobbymässiger
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Landwirtschaft unterschieden. Diese Unterscheidung diene dem an Bedeutung
gewinnenden Interesse, die eigentliche Landwirtschaft vor der Konkurrenzierung durch
andere Formen der Bodennutzung zu schützen, die nicht auf ertragsorientierte oder
wenigstens kostendeckende Ausübung angewiesen seien und sich daher im Verhältnis
zum Ertrag höheren Aufwand leisten könnten. Es gehe nach wie vor darum, der
Landwirtschaft genügende Flächen geeigneten Kulturlandes zu sichern, was nur mit
einer konsequenten Trennung von Bau- und Nichtbauland erreicht werden könne. Das
Bundesgericht hat einen durchschnittlichen Zuchtbestand von 20 Kaninchen, 18
Geflügel, 18 Tauben und 6 Landschildkröten, der um 3-5 Schweine und zwei Ziegen
vergrössert werden sollte, als hobbymässig eingestuft. Es hat festgehalten, die Art und
die Anzahl der dauernd gehaltenen bzw. gezüchteten Tiere spreche eher für einen
Kleinstgewerbebetrieb. Ob die Beschwerdeführer in der heutigen Situation einen
Gewinn oder einen Verlust erzielen würden, sei weniger entscheidend. Einzelne
defizitäre Betriebsjahre würden an einer vorhandenen Gewinnorientierung kaum etwas
ändern. Massgebend sei, dass das Einkommen der Beschwerdeführer aus ihrer
Zuchttätigkeit in Zukunft bestenfalls ein kleines Nebeneinkommen darstelle.
Am 28. Juni 2000 (1A.266/1999) hat das Bundesgericht das Bewirtschaften von
Obstbäumen, Beeren, Gemüse und Kräutern und das Halten von Kaninchen auf einem
7'200 m grossen Grundstück ebenfalls als Freizeitlandwirtschaft qualifiziert, wobei der
Beschwerdeführer plante, eine Wertschöpfung von bis zu Fr. 7'000.-- zu
erwirtschaften. Es hat ausgeführt, die Argumentation des Verwaltungsgerichts des
Kantons Freiburg, wonach einer Tätigkeit nur "landwirtschaftlicher Stellenwert"
zukomme, wenn damit ein ins Gewicht fallendes Einkommen erzielt werde, sei unter
den gegebenen Umständen nicht zu beanstanden.
4.3. Im angefochtenen Entscheid wird argumentiert, der Betrieb des
Beschwerdeführers und seiner Ehefrau erfordere gemäss Stichtagsmeldung vom 1.
Mai 2007 eine Standardarbeitskraft (SAK)von 0,478 (vgl. BGE 137 II 182 ff.) und erfülle
die Voraussetzungen für den Bezug von Direktzahlungen (vgl. Art. 18 DZV), was ein
Indiz dafür sei, dass ein landwirtschaftlicher Nebenerwerbsbetrieb vorliege. Die zur
Verfügung stehende landwirtschaftliche Nutzfläche sei mit 6,22 ha indessen nur wenig
grösser als diejenige, die BGE 1A.64/2006 zugrunde liege (4,5 ha), und bilde zudem
keine zusammenhängende Fläche. Gemäss Amtsbericht LZSG leiste die
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Landwirtschaft zudem keinen namhaften Beitrag zur Existenzsicherung der
Bewirtschafterfamilie. Der Betrieb könnte ohne Investitionen aus dem Privatvermögen
des Beschwerdeführers und seiner Ehefrau nicht überleben. Weil nach kantonaler
Praxis auf das steuerbare Einkommen abgestellt werde, müsse sich der
Beschwerdeführer zudem vom Steueramt bewilligte hohe Abschreibungen anrechnen
lassen. Demzufolge liege Freizeitlandwirtschaft vor. Sodann sei das Vorhaben nicht
zonenkonform, weil die Voraussetzungen von Art. 34 Abs. 4 RPV nicht erfüllt seien. Der
längerfristige Bestand des Betriebs sei nicht gesichert, weil mit der geplanten
Betriebsaufstockung gemäss Amtsbericht LZSG kein zusätzlicher Ertrag erwirtschaftet
werden könne und weil keine Nachfolgeregelung vorliege.
4.3.1. Der Beschwerdeführer macht geltend, die landwirtschaftliche Nutzfläche von
6,22 ha, die dem angefochtenen Entscheid zugrunde liege, sei in der Zwischenzeit
grösser geworden. Zusammen mit seiner Ehefrau bewirtschafte er nun eine Fläche von
6,73 ha, was sich aus dem Formular "Koordinierte Landwirtschafliche
Betriebsdatenerhebung, Beitragsjahr 2010" ergebe. Diese Fläche werde zudem in
Kürze um 29,74 a (GB-Nrn. 524, 2073, 836) erweitert.
Dem angefochtenen Entscheid liegt die Flächenberechnung im Amtsbericht LZSG für
das Jahr 2010 zugrunde. Diesem Bericht kann entnommen werden, im Jahr 2011
werde sich die landwirtschaftliche Nutzfläche von 6,22 ha um rund 30 a auf 6,56 ha
erhöhen, weil die Grundstücke Nrn. 524, 2073 und 836 dazu gepachtet werden
könnten. Die vom Beschwerdeführer geltend gemachte Vergrösserung der
landwirtschaftlichen Nutzfläche ist zum einen auf diesen Umstandzurückzuführen, zum
andern, soweit ersichtlich, darauf, dass die Ehefrau des Beschwerdeführers am 7. Juni
2010 mit der Grand Resort Bad Ragaz AG einen Pachtvertrag betreffend das
Grundstück Nr. 595, Malez, mit einer Fläche von 58 Aren abgeschlossen hat, der erst
im Rahmen des Beschwerdeverfahrens ins Recht gelegt worden ist. Zu beachten ist in
diesem Zusammenhang, dass das Grundstück Nr. 595, das in der
Betriebsdatenerhebung verzeichnet ist, im Bereich des Golfplatzes liegt und dass
Flächen innerhalb von Golfplätzen gemäss Art. 16 Abs. 1 lit. e der Landwirtschaftlichen
Begriffsverordnung (SR 910.91) nicht als landwirtschaftliche Nutzflächen gelten,
weshalb es im Amtsbericht LZSG als landwirtschaftliche Produktionsgrundlage nicht
anerkannt worden ist. In Betracht fällt in diesem Zusammenhang auch, dass die
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Grundstücke Nrn. 1642 und 885 mit einer Gesamtfläche von rund 30 Aren, die sich im
Eigentum der Beschwerdebeteiligten befinden, dem Beschwerdeführer und seiner
Ehefrau längerfristig wohl nicht mehr zur Verfügung stehen werden. Abgesehen davon,
dass der Beschwerdeführer selber geltend macht, die Beschwerdebeteiligte
beabsichtige, die beiden sich dort befindenden Ställe abzubrechen bzw. ein Stall sei
bereits abgebrochen worden, ist nach den unbestritten gebliebenen Ausführungen im
angefochtenen Entscheid geplant, die beiden Grundstücke einzuzonen. Somit ist nicht
davon auszugehen, dem Beschwerdeführer und seiner Ehefrau werde die Nutzfläche
von rund 30 azwecks Schafzucht längerfristig zur Verfügung stehen. Der
Beschwerdeführer hat anlässlich der öffentlichen Verhandlung des Verwaltungsgerichts
vom 17. November 2011 zwar geltend gemacht, er könne zusätzlichen Boden pachten.
Er hat aber darauf verzichtet, diese Behauptung zu konkretisieren. Die vage
Möglichkeit, dass sich die Bewirtschaftungsfläche für Schafhaltung vergrössern
könnte, muss deshalb unberücksichtigt bleiben. In Betracht fällt weiter, dass die
Behauptung des Beschwerdeführers, die Nutzung der heute zugepachteten Fläche sei
durchdie Vorschriften des Bundesgesetzes über die landwirtschaftliche Pacht
(SR 221.213.2, abgekürzt LPG) langfristig gesichert, nicht zutrifft. Das LPG gilt nicht für
kleine landwirtschaftliche Grundstücke ohne Gebäude und unter 25 Aren (Art. 2 Abs. 1
lit. b LPG) und der Beschwerdeführer bewirtschaftet mehrere Grundstücke, für die das
LPG demzufolge nicht gilt und die nicht in seinem Eigentum stehen: Nr. 512 22 a, Nr.
516 10 a, Nr. 885 23 a, Nr. 1642 7 a, Nr. 2044 7 a, Nr. 524 8 a, Nr. 2073 9,6 a, Nr. 836
12,14 a. Nicht von Belang ist demgegenüber, dass der Beschwerdeführer und seine
Ehefrau keine zusammenhängende Fläche bewirtschaften. Zusammenfassend ergibt
sich somit, dass nicht davon ausgegangen werden kann, dem Beschwerdeführer und
seiner Ehefrau stehe zwecks Schafhaltung längerfristigeine landwirtschaftliche
Nutzfläche von wesentlich mehr als 6,22 ha zur Verfügung. Wie gross die Fläche genau
ist, kann indessen offenbleiben. Wie noch zu zeigen sein wird, ist aufgrund der
Betriebsstruktur als Ganzes ohnehin nicht von einem landwirtschaftlichen
Nebenerwerbsbetrieb auszugehen. Zu bedenken ist immerhin, dass sich der Betrieb
des Beschwerdeführers und seiner Ehefrau gemäss den zwei von AGRIDEA
(Schweizerische Vereinigung für die Entwicklung der Landwirtschaft und des ländlichen
Raums) erstellten Betriebsvoranschlägen für das Jahr 2011 (Betvor Zukunft Stallbau
und Betvor Zukunft Stallbau Bio), die im Rahmen des
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Beschwerdeverfahrenseingereicht worden sind, in der Bergzone 2 befindet. Nach den
Weisungen und Erläuterungen des Bundesamtes für Landwirtschaft zur SVV (vgl.
www.blw.admin.ch) gelten für die Bergzone 2 für Raufutter verzehrende Tiere 0,80 ha
als langfristig gesicherte Richtfläche pro GVE. Bei 13,6 GVE entspricht dies einer
Fläche von 10,88 ha. Diese Richtfläche ist wesentlich grösser als die Fläche, die dem
Beschwerdeführer und seiner Ehefrau nach eigenen Angaben zur Verfügung steht.
4.3.2. Der Beschwerdeführer beruft sich darauf, die Analyse der Finanzkennzahlen des
Schafzuchtbetriebs ergebe, dass ein landwirtschaftlicher Nebenerwerbsbetrieb
vorliege. Es sei erwiesen, dass er und seine Ehefrau in wirtschaftlich bedeutsamem
Umfang einen dauernden, auf Wirtschaftlichkeit gerichteten und organisierten Einsatz
von Kapital und Arbeit leisten würden und dass sie bereits heute und voraussichtlich
auch in Zukunft in der Lage seien, ein Einkommen von mehr als Fr. 10'000.-- je Jahr zu
erzielen. Er begründet dies damit, der Amtsbericht LZSG sei in verschiedener Hinsicht
fehlerhaft. Die Berichtigung der falschen Zahlen im Amtsbericht LZSG bzw. die
Berücksichtigung der korrekten Betriebskennzahlen ergebe, dass nach der
Aufstockung mit einem Gewinn aus Schafhaltung von Fr. 33'666.60 gerechnet werden
könne. Aufgrund der nach dem Urteil des Verwaltungsgerichts vom 16. März 2011 (B
2010/193) zwecks Beurteilung der Wirtschaftlichkeit landwirtschaftlicher Betriebe
massgebenden Kriterien sei nicht auf das steuerbare Einkommen, sondern auf die
betriebswirtschaftlichen Kennzahlen sowie auf die nach betriebswirtschaftlichen
Grundsätzen geführte Buchhaltung abzustellen. Eine betriebswirtschaftlich korrekte
Analyse der Schafhaltung zeige zudem, dass sie bereits heute einen Ertrag abwerfe
und auch einen Ertrag abwerfen werde, wenn der Stall gebaut sei. Der
Beschwerdeführer beruft sich auf die Jahresabschlüsse 2007, 2008 und 2009, den
Bericht Eggenberger samt Betriebsvoranschlag, den Bericht SBV und die
Betriebsvoranschläge für das Jahr 2011 Betvor ZukunftStallbau und Betvor Zukunft
Stallbau Bio. Die von der AGRIDEA erstellten nicht unterzeichneten Dokumente tragen
das Datum vom 15. Oktober 2010. Danach kann im "Erntejahr 2011" mit einem
landwirtschaftlichen Einkommen von Fr. 13'102.-- (Betvor Zukunft Stallbau) bzw. mit
einem solchen von 13'461.-- (Betvor Zukunft Stallbau Bio) gerechnet werden.
4.3.2.1. Zur Klärung der Frage, ob es sich beim Betrieb des Beschwerdeführers und
seiner Ehefrau um Freizeitlandwirtschaft handelt oder ob ein landwirtschaftlicher
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Nebenerwerbsbetrieb vorliegt, hat die Vorinstanz auch bezüglich der Wirtschaftlichkeit
umfangreiche Abklärungen getroffen. Dazu gehört, dass sie dem LZSG den Bericht
Eggenberger, den der Beschwerdeführer mit seiner Stellungnahme vom 25. Januar
2010 eingereicht hatte, übermittelt und um einen Amtsbericht ersucht hat. Gemäss
Amtsbericht LZSG vom 4. Februar 2010 ergeben die Berechnungen und
Beschreibungen, dass Hobby-Landwirtschaft vorliegt. Nachdem das LZSG am 6. April
2010 zu neuen Argumenten des Beschwerdeführers vom 22. März 2010 Stellung
genommen hatte, reichte er am 22. April 2010 u.a. den Bericht SBV ein, mit welchem
der Standpunkt vertreten wird, der Beschwerdeführer und seine Ehefrau würden einen
landwirtschaftlichen Nebenerwerbsbetrieb führen. Auch zu diesem Bericht äusserte
sich das LZSG und hielt am 3. Mai 2010 an seinen Ausführungen vom 4. Februar 2010
fest.
4.3.2.2. Bezüglich der Frage, ob die Schafzucht einen namhaften Beitrag an den
Existenzbedarf des Beschwerdeführers und seiner Ehefrau leistet, beruht der
angefochtene Entscheid im Wesentlichen auf den Ausführungen und Feststellungen im
Amtsbericht LZSG.
Der Amtsbericht LZSG basiert auf folgender Ausgangslage: landwirtschaftliche
Nutzfläche: 6,22 (2010) bzw. 6,56 ha (2011) aufgeteilt in sehr kleine Flächen, die nur mit
viel Aufwand bewirtschaftet werden können; Gebäude: eigener Schafstall zur
Sommernutzung, zwei kleinere gepachtete Gebäude; Grundfutterproduktion,
Tierhaltung: gemäss Angaben der Tierhalter kann Futter für 80 Schafe (13,6 GVE)
produziert werden; Arbeitskräfte: wenig zeitgebundene Arbeit, die in der Freizeit und
während der Ferien erledigt werden kann. Der Tierhalter ist mit Leidenschaft
Schafzüchter und hat sich deshalb frühzeitig pensionieren lassen. Wirtschaftlichkeit:
aufgrund der Jahresabschlüsse für die Jahre 2007, 2008 und 2009 legt der Gutachter
tabellarisch dar, dass die Einkommen aus Landwirtschaft in diesen Jahren zwar eine
Grössenordnung aufweisen, die die betrieblichen Aufwendungen zu decken vermögen,
dass es aber nicht möglich war, einen Gewinn zu generieren. Sodann stellt der
Gutachter fest, dass die Überlebensfähigkeit der Schafzucht dadurch sichergestellt
worden sei, dass in den Jahren 2007, 2008 und 2009 insgesamt Fr. 203'023.-- aus
dem Privatvermögen des Beschwerdeführers und seiner Ehefrau überwiesen worden
seien und dass dieser Betrag um Fr. 34'863.-- höher liege als der Privatverbrauch von
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Fr. 168'160.--, der in dieser Periode getätigt worden sei. Sodann setzt sich der
Amtsbericht LZSG mit der geplanten Betriebsaufstockung (Ökonomiegebäude für Fr.
155'000.--), Vergrösserung der Schafherde auf 80 Tiere bzw. um 6,12 GVE (von 7,48
GVE im Jahr 2009 auf 13,6 GVE) auseinander. Nach den Berechnungen des Gutachters
haben der Beschwerdeführer und seine Ehefrau in den Jahren 2007, 2008 und 2009 im
Durchschnitt Fr. 1'976.- je GVE erzielt. Mit der geplanten Betriebsaufstockung bzw. mit
der Erhöhung von 7,48 GVE auf 13,6 GVE ist mit einem zusätzlichen Ertrag von Fr.
12'093.-- zu rechnen (6,12 GVE x Fr. 1'976.--). Der Ertrag aus GVE erhöht sich somit
auf Fr. 26'873.--.Sodann kann mit zusätzlichen Direktzahlungen von Fr. 7'737.--
gerechnet werden. Diese haben im Jahr 2007 Fr. 14'680.-- betragen, im Jahr 2008 Fr.
14'244.-- und im Jahr 2009 Fr. 16'377.--. Die jährlichen Kosten für die Investitionen in
den Bau des Schafstalls im Betrag von Fr. 155'000.--belaufen sich auf Fr. 15'608.--
(Abschreibung über 15 Jahre: 10'333.--, Unterhalt, Reparaturen, allgemeine Kosten:
Fr. 1'555.--, Zins-kosten Fr. 3'720.-- [60 % von 4 %]), und die Bewirtschaftung
zusätzlicher Flächen verursacht einen Aufwand von Fr. 2'000.--. Sodann ist mit
zusätzlichen Direktkosten (Kraftfutter, Sömmerungs- bzw. Futtergeld) von Fr. 3'592.--
und zusätzlichen Pachtzinsen von Fr. 140.-- zu rechnen. Nach dieser Kalkulation
bewirken die Aufstockung von 7,48 GVEauf 13,6 GVE und der Bau des Stallesnicht,
dass ein Gewinn erzielt werden kann bzw. es ist nicht möglich, damit einen namhaften
Beitrag an die Lebenshaltungskosten des Beschwerdeführers und seiner Ehefrau zu
erwirtschaften.
4.3.2.3. Wie ausgeführt, beruht das Gutachten LZSG auf der Annahme, es sei dem
Beschwerdeführer möglich, die Schafherde von 7,48 GVE im Jahr 2009 auf 13,6 GVE
zu vergrössern. Dadurch kann er mit einem zusätzlichen Ertrag im Betrag von
Fr. 12'093.-- rechnen (6,12 GVE x Fr. 1'976.--) und die Direktzahlungen erhöhen sich
um Fr. 7'737.-- (6,12 GVE x Fr. 1'080.--). Auch die vom Beschwerdeführer
eingereichten Betriebsvoranschläge Betvor Zukunft Stallbau und Betvor Zukunft
Stallbau Bio gehen von der Annahme aus, der Beschwerdeführer stocke seinen
Schafbestand auf 13,6 GVE auf. Berechnungsgrundlage dieser Einheit sind gemäss
Betvor Zukunft Stallbau und Betvor Zukunft Stallbau Bio 80 Mutterschafe (inkl.
Jungtiere bis 1-jährig) zu einem GVE-Faktor von 0,17 (S. 3). Gemäss
Beschwerdeergänzung vom 17. Dezember 2010 (D.1.) plant der Beschwerdeführer
aber einen Stall für rund 67 Schafe. Anlässlich der öffentlichen Verhandlung des
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Verwaltungsgerichts vom 17. November 2011 hat der Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers zudem ausgeführt, der Beschwerdeführer halte heute 60
Mutterschafe mit Lämmern und plane einen Stall für 67 Schafe, wogegen der
Beschwerdeführer zu Protokoll gegeben hat, es sei ihm möglich, 80 Mutterschafe mit
Lämmern zu halten. Somit ist zumindest zu bezweifeln, ob die Investitionen von
Fr. 155'000.--, die im Zusammenhang mit dem geplanten Stall getätigt werden sollen,
tatsächlich mit einer Betriebsaufstockung um 6,12 GVE auf 13,6 GVE verbunden sind
oder ob die Betriebsaufstockung in kleinerem Ausmass erfolgen würde, was zur Folge
hätte, dass weniger Einnahmen generiert werden könnten. Auch diese Frage kann
indessen offen bleiben, weil ohnehin nicht von einem landwirtschaftlichen
Nebenerwerbsbetrieb auszugehen ist.
4.3.2.4. Der Beschwerdeführer wendet ein, die Tatsache, dass in den Jahren 2007,
2008 und 2009 aus der Schafzucht kein steuerbares Einkommen erzielt worden sei, sei
einzig auf hohe, vom Kantonalen Steueramt akzeptierte Abschreibungen
zurückzuführen. Es sei demzufolge nicht sachgerecht, auf die Höhe des steuerbaren
Einkommens aus Landwirtschaft als Kriterium dafür abzustellen, ob ein Betrieb als
Freizeitlandwirtschaft oder als landwirtschaftlicher Nebenerwerb zu qualifizieren sei.
Der Amtsbericht LZSG, der zum Ergebnis kommt, das landwirtschaftliche Einkommen
aus Schafzucht habe in den Jahren 2007, 2008 und 2009 nur die betrieblichen
Aufwendungen zu decken vermocht und der Betrieb sei auf namhafte Zuschüsse aus
dem Privatvermögen des Beschwerdeführers und seiner Ehefrau angewiesen gewesen,
geht von Abschreibungen von Fr. 8'486.-- (2007), Fr. 18'679.-- (2008) und Fr. 9'295.--
(2009) aus. 2007: Maschinen Fr. 3'119.-- (Abschreibungsquote: 18,2 %), Auto 1'000.--
(Abschreibungsquote: 10 %),Gebäude Fr. 4'368.-- (Abschreibungsquote: 5,0 %), 2008:
Maschinen Fr. 10'700.-- (Abschreibungsquote: 54,7 %), Auto Fr. 3'000.--
(Abschreibungsquote: 33,3 %), Gebäude Fr. 4'979.-- (Abschreibungsquote: 6 %)und
2009: Maschinen Fr. 3'115.-- (Abschreibungsquote: 35,1 %), Auto Fr. 1'500.--
(Abschreibungsquote: 25,0 %), Gebäude Fr. 4'680.-- (Abschreibungsquote: 6,0 %). In
diesem Zusammenhang wird festgehalten, die Abschreibungen für Maschinen seien
etwas höher als branchenüblich, die Summe der Abschreibungen sei aber angesichts
der Betriebsentwicklung angemessen und nicht überhöht.
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Wie ausgeführt, muss sich aus den Einkommensverhältnissen ergeben, dass mit der
landwirtschaftlichen Tätigkeit in den letzten drei Jahren im Durchschnitt ein namhafter
Beitrag an den Existenzbedarf der Bewirtschafterfamilie geleistet wird. Unbestritten ist,
dass der Beschwerdeführer in den Jahren 2007, 2008 und 2009 aus der Schafzucht
kein steuerbares Einkommen erzielt hat. Im Gegensatz zur Auffassung der Vorinstanz
kann aus dieser Tatsache aber nicht grundsätzlich geschlossen werden, aus der
landwirtschaftlichen Tätigkeit resultiere kein ins Gewicht fallender Beitrag an den
Lebensunterhalt der Familie des Beschwerdeführers. Es handelt sich lediglich um ein
Indiz dafür, dass das aus Landwirtschaft erzielte Einkommen nicht bedeutend war. Weil
ein steuerbares Einkommen in einer bestimmten Grössenordnung aus Landwirtschaft
nicht zwingend ausgewiesen werden muss, muss sich der Beschwerdeführer eine
durch betriebswirtschaftlich nicht erforderliche Abschreibungen erzielte
Steueroptimierung somit nicht anrechnen lassen. An dieser Beurteilung ändert nichts,
dassArt. 22 Abs. 1 DZV bezüglich der Begrenzung von Direktzahlungen und Art. 7
Abs. 3 SVV bezüglich der Begrenzung der Investitionshilfe das steuerbare Einkommen
nach dem Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer (SR 642.11) als massgebend
erklären. Voraussetzung ist allerdings, dass der Beschwerdeführer den Nachweis
erbringt, dass es ihm trotz fehlendem steuerbarem Einkommen aus Landwirtschaft
während drei aufeinanderfolgenden Jahren möglich war, einen namhaften Beitrag an
seinen Lebensunterhalt und an denjenigen seiner Familie zu erzielen.
4.3.2.5. Der Beschwerdeführer bemängelt die Wirtschaftlichkeitsberechnung im
Amtsbericht LZSG insofern, als er geltend macht, wenn die Abschreibungen nach
betriebswirtschaftlichen und nicht nach steuerrechtlichen Grundsätzen vorgenommen
worden wären, hätte das durchschnittliche landwirtschaftliche Einkommen in den
Jahren 2007, 2008 und 2009 Fr. 10'163.07 betragen. Unter Verweis auf den Bericht
SBV vertritt er den Standpunkt, demzu-folge hätte der Amtsbericht LZSG nicht zur
Grundlage des angefochtenen Entscheids gemacht werden dürfen und es sei von
einem landwirtschaftlichen Nebenerwerbsbetrieb auszugehen.
Im Bericht SBV wird vorab festgestellt, der Amtsbericht LZSG sei hinsichtlich
Beurteilung und Ergebnis korrekt. Allerdings seien die Jahresabschlüsse 2007, 2008
und 2009 geprüft und beurteilt worden, ungeachtet dessen, dass die Buchhaltung
zwecks Optimierung der Steuern erstellt worden sei. Im Bericht SBV werden bezüglich
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der Abschreibungen in den Jahresabschlüssen der Jahre 2007, 2008 und 2009, wie sie
vom Beschwerdeführer eingereicht worden sind, "Anpassungen" vorgenommen, die
dazu führen, dass ein "mögliches landwirtschaftliches Einkommen" von Fr. 6'738.75
(2007), Fr. 14'505.-- (2008) und Fr. 9'2245.45 (2009), im Durchschnitt somit ein
Einkommen von Fr. 10'163.07 erzielt worden ist, weshalb der SBV die Ansicht vertritt,
der Beschwerdeführer und seine Ehefrau würden einen landwirtschaftlichen
Nebenerwerbsbetrieb führen. Was die Abschreibungen anbetrifft, wird im Bericht SBV
von Normwerten von 10 % für Maschinen und Auto bzw. 3 % für das
Ökonomiegebäude ausgegangen. Es fehlen aber Angaben darüber, auf welcher
Grundlage diese Normwerte basieren - der Normwert 3 % für Ökonomiegebäude
entspricht demjenigen im Merkblatt ESTV - und ob sie betriebswirtschaftlich betrachtet
gerechtfertigt sind. Offen ist sodann, warum der im Jahr 2007 im Konto 500 "Arbeit
durch Dritte" verbuchte Aufwand von Fr. 2'910.-- verringert worden ist, mit dem
Ergebnis, dass sich das mögliche landwirtschaftliche Einkommen umFr. 2'400.--
erhöht. Unklar ist weiter, warum der SBV annimmt, in den Jahren 2007, 2008 und 2009
sei jeweils eine Kürzung der Direktzahlungen im Betrag von Fr. 1'175.--, Fr. 1'170.--
und Fr. 170.-- erfolgt und diese sei jeweils geeignet, ein landwirtschaftliches
Einkommen in dieser Höhe zu generieren. Nicht nachvollziehbar ist schliesslich, warum
im Jahr 2009 aus Konto 502 LV "Heizöl für Wohnhaus (Abgrenzung)" ein mögliches
zusätzliches Einkommen aus Landwirtschaft von Fr. 3'622.60 resultieren soll, zumal
das Konto 502 "Unterhalt Maschinen" betrifft.
Zusammenfassend ergibt sich somit, dass der Beschwerdeführer mit dem Bericht SBV
den Nachweis nicht zu erbringen vermag, er habe in den Jahren 2007, 2008 und 2009
im Durchschnitt mindestens ein Einkommen aus Landwirtschaft von Fr. 10'000.--
erzielt.
4.3.2.6. Der Beschwerdeführer beruft sich weiter auf die Betriebsvoranschläge Betvor
Zukunft Stallbau und Betvor Zukunft Stallbau Bio, die er im Rahmen des
Beschwerdeverfahrens eingereicht hat. Seiner Meinung nach ergibt sich daraus, dass
die auf den Erkenntnissen des Amtsberichts LZSG beruhenden Feststellungen im
angefochtenen Entscheid unzutreffend sind bzw. dass von einem landwirtschaftlichen
Nebenerwerbsbetrieb auszugehen ist, weil es nach dem Bau des Stalls und erfolgter
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Betriebsaufstockung möglich sei, ein landwirtschaftliches Einkommen zwischen Fr.
13'102.-- und Fr. 13'461.-- zu erwirtschaften.
Abgesehen davon, dass der Beschwerdeführer insofern neue Fakten ins Spiel bringt,
als er offenbar in Erwägung zieht, die Schafzucht in Zukunft möglicherweise nach den
Kriterien des biologischen Landbaus zu betreiben, wird mit den beiden
Produktionsplanungen im Jahr 2011 - nach dem Bau des Stalles und der
Betriebsaufstockung - ein mögliches landwirtschaftliches Einkommen errechnet, das
als gewinnorientiert zu bezeichnen wäre. Zur heute bestehenden Ertrags- und
Gewinnorientierung der Schafzucht des Beschwerdeführers und seiner Ehefrau werden
demgegenüber keine Aussagen gemacht bzw. es wird nicht geltend gemacht, die
diesbezüglichen Erkenntnisse im Amtsbericht LZSG seien unzutreffend.
Unberücksichtigt bleibt insbesondere, dass aus der Schafzucht in den Jahren 2007,
2008 und 2009 kein Gewinn erzielt werden konnte und dass der Betrieb ohne die
Überweisung von rund Fr. 200'000.-- aus dem Privatvermögen des Beschwerdeführers
und seiner Ehefrau seinen Verpflichtungen nicht hätte nachkommen können.
In Betracht fällt weiter, dass das von der AGRIDEA, Lindau, entwickelte und vertriebene
EDV-Programm "AGRIDEA Betvor Version 8.8" die Grundlage der von AGRIDEA
errechneten Produktionsplanungen ist. Unbestritten geblieben ist, dass die Daten und
Zahlen dem Handbuch "Deckungsbeiträge Ausgabe 2009 von der AGRIDEA, Lindau"
entnommen worden sind. Das Inhaltsverzeichnis dieses Handbuchs ist mit dem
Hinweis versehen, dass die ausgeführten Berechnungen lediglich Beispielsrechnungen
und ausschliesslich unter den aufgeführten Bedingungen gültig seien. Sowohl nach
dem Handbuch als auch nach den beiden ins Recht gelegten Betriebsvoranschlägen
beträgt beispielsweiseder Deckungsbeitrag je Einheit Mutterschaf Fr. 133.--, was bei
80 Mutterschafen einen Betrag von Fr. 10'640.-- ergibt (vgl. S. 10 und S. 17 Betvor
Zukunft Stallbau sowie S. 11 und S. 18 Betvor Zukunft Stallbau Bio). Der
Deckungsbeitrag wird aufgrund einer Vielzahl standardisierter Kriterien ermittelt, die in
tabellarischer Form vorgegeben sind (S. 10 Betvor Zukunft Stallbau und S. 11 Betvor
Zukunft Stallbau Bio). Es kann aber nichtnachvollzogen werden, warum der
Deckungsbeitrag je Einheit Mutterschaft Fr. 133.-- beträgt. So wird offenbar von 56
Mastlämmern à 42 kg Lebendgewicht (LG) von 80 Mutterschafen (S. 3 Betvor Zukunft
Stallbau und Betvor Stallbau Bio) ausgegangen. Offen ist indessen, warum daraus ein
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Betrag von Fr. 274.-- resultiert (Menge 56 x Preis 4,9 = Betrag Fr. 274). Sodann basiert
die Berechnung dieses Deckungsbeitrags auf der theoretischen Annahme, je Jahr
werdeeine Menge von 0,017 Widder zum Preis von Fr. 155.-- verkauft, was Einnahmen
imBetrag von Fr. 3.-- ergibt. Was die Kosten anbetrifft, sind sowohl nach dem
Handbuch als auch nach den Betriebsvoranschlägen beispielsweise 60 kg Milchfutter
erforderlich und das Kilo kostet Fr. 1.03, weshalb das Milchfutter insgesamt mit Fr.
62.-- zu Buche schlägt. Sodann werden 25 kg Lämmermastfutter zu einem Preis von
Fr. 1.03 benötigt, was einen Betrag von insgesamt Fr. 26.-- ergibt.
Die beiden Produktionsplanungen beruhen somit nicht auf fallbezogenen, sondern auf
standardisierten Annahmen, die zum Teil weder aussagekräftig noch nachvollziehbar
sind und dieerheblich von der Wirklichkeit abweichen können. Sie sind deshalb nicht
geeignet, die auf konkreten Berechnungen basierende Erkenntnis des Amtsberichts
LZSG zu entkräften, wonach die Wirtschaftlichkeit der Schafzucht mit der geplanten
Betriebsaufstockung und dem geplanten Schafstall nicht gesteigert werden kann.
4.3.2.7. Der Beschwerdeführer bringt weiter vor, allein der Verkauf von zusätzlich
produzierten Schlachtlämmern führe zu Mehreinnahmen von Fr. 14'250.--. Entgegen
der Annahme im Amtsbericht LZSG könne für Lämmer schon heute ein Preis von Fr.
190.-- erzielt werden. Nach der Betriebsaufstockung sei es möglich, nicht höchstens
45, sondern 100 bis 120 Lämmer je Saison aufzuziehen und zu verkaufen. Sodann
könnten die zusätzlichen Schlachtlämmer wegen der rationelleren Betriebsführung
ohne Mehrkosten produziert werden. Die im Amtsbericht LZSG angewendete Methode
der linearen Extrapolation trage dem Rationalisierungseffekt der Investition keine
Rechnung.
Angesichts des Strukturwandels in der Landwirtschaft und der unter Druck stehenden
Einkünfte rechtfertigt es sich, Betriebsvoranschlägen vorsichtige Annahmen zugrunde
zu legen (VerwGE vom 19. August 2009 i.S. X.Y., B 2008/192, in: www.gerichte. sg.ch).
In diesem Zusammenhang ist davon auszugehen, dass Preisschwankungenim
Lämmermarkt branchenüblich sind,wie auch aus der Stellungnahme des LZSG vom
6. April 2010 hervorgeht. Gemäss Auskunft der Genossenschaft Metzgermeister St.
Gallen und Umgebung vom 8. September 2011 war es in den letzten Jahren zwar
möglich, im Handel je Schlachtlamm einen Betrag im Bereich von Fr. 180.-- und
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Fr. 220.-- zu erzielen. Zur Zeit ist der Markt aber eher rückläufig, weshalb jedenfalls
nicht damit gerechnet werden kann, dass die Preise ansteigen. Weil sich der Preis, der
im Einzelfall für ein Schlachtlamm gelöst werden kann, nach Angebot und Nachfrage
richtet, ist sodann nicht anzunehmen, dass der Beschwerdeführer in Zukunft
regelmässig mit einem Preis in der Grössenordnung von Fr. 190.-- je Schlachtlamm
rechnen kann. Der Betriebsvoranschlag zum Bericht Eggenberger, den der
Beschwerdeführer am 25. Januar 2010 eingereicht hat, geht denn auch von ganz
anderen Annahmen aus. In der Rubrik "Preis f. Lamm/Schafe (Verkauf)" werden Fr.
165.-- bzw. Fr. 150.-- vermerkt. Um Preisschwankungen Rechnung zu tragen, wird im
Amtsbericht LZSG auf die Verkaufserlöse der Jahre 2007, 2008 und 2009 gemäss der
jeweiligen Betriebsbuchhaltung abgestellt (2007: Fr. 10'058.--, 2008: Fr. 17'571.--,
2009: Fr. 11'886.--) bzw. auf den durchschnitt-lichen Preis, der während dieser
Zeitspanne je Schlachtlamm erzielt worden ist. Er beträgt Fr. 1'976.- je GVE. Dieses
Vorgehen, das nach der geplanten Betriebsaufstockung zu einem Mehrertrag von Fr.
12'093.-- führt (Erhöhung von 7.48 GVE [2009]) auf 13.6 GVE), ist realistisch und somit
nicht zu beanstanden.
Auch was die Zahl der Mastlämmer anbetrifft, die der Be-schwerdeführer und seine
Ehefrau nach dem Bau des Stalles (im Durchschnitt) je Jahr auf den Markt bringen
können, gehen die Meinungen auseinander. Der Beschwerdeführerverzichtet aber
darauf, zu begründen, warum es ihm und seiner Ehefrau dannzumalmöglich sein soll,
100 bis 120 Schlachtlämmer je Jahr aufzuziehen und zum Verkauf anzubieten. Wie
ausgeführt, nehmen Betvor Zukunft Stallbau und Betvor Zukunft Stallbau Bio, soweit
ersichtlich, an,es würden in Zukunft 56 Mastlämmer je Jahr in den Verkauf gelangen.
Demgegenüber geht der Betriebsvoranschlag zum Bericht Eggenberger unter der
Rubrik "Abgehende Schafe" davon aus, der Beschwerdeführer und seine Ehefrau seien
heute in der Lage, 46 Schlachtlämmer je Jahr zu produzieren und nachdem Bau des
Stalls sei es ihnen möglich, je Jahr 74 Mastlämmer zum Verkauf anzubieten. Gemäss
Betriebsvoranschlag zum Bericht Eggenberger entspricht dies einer Aufstockung von
heute 8,33 GVE auf 13,6 GVE. Die Aufstockung des Tierbestandes auf 13,6 GVE liegt
auch den Berechnungen im Amtsbericht LZSG zugrunde. Es ergibt sich somit, dass die
Experten von einer weit geringeren Produktion von Schlachtlämmern je Jahr ausgehen
als der Beschwerdeführer. Die Behauptung, nach erfolgtem Stallbau würden 100 bis
120 Schlachtlämmerje Jahr zum Verkauf angeboten, erscheint deshalb unrealistisch.
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Der Amtsbericht LZSG geht sodann mit Recht davon aus, die direkten Kosten für die
Tierhaltung seien von der Anzahl Tiere abhängig. Im Durchschnitt der Jahre 2007, 2008
und 2009 betrugen sie Fr. 587.-- je GVE, was vom Beschwerdeführer nicht in Frage
gestellt wird. Weil sich der Bestand der Schafe um 6.12 GVE erhöhen soll, sind
zusätzliche Kosten von Fr. 3'592.-- errechnet worden. In der Rubrik "Direktkosten
Tierhaltung" im Amtsbericht LZSG sind neben diversen Tierhaltungskosten Kraftfutter
und Sömmerungsgelder bzw. Futtergelder enthalten. Der Beschwerdeführer begründet
nicht näher, und es ist auch nicht ersichtlich, warum und in welchem Umfang sich die
Kosten für die Tierhaltung nach Vergrösserung des Tierbestandes und nach dem Bau
des Stalls in einer Weise verringern sollten, die sich in positivem Sinn entscheidend auf
das Betriebsergebnis auswirkt.
4.3.2.8. Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, im angefochtenen Entscheid und
im Amtsbericht LZSG werde von einer viel zu kurzen Abschreibungsdauer für das
Stallgebäude ausgegangen. Es sei abwegig und damit willkürlich, die
Abschreibungsdauer vom Pensionsalter der Ehefrau des Beschwerdeführers abhängig
zu machen, zumal es möglich sei, im Verlauf von 13 Jahren für eine Nachfolgeregelung
zu sorgen, auch dann, wenn kein Sohn der Familie den Betrieb übernehmen wolle.
Hinzu komme, dass die Schafzucht seit 40 Jahren betrieben werde. Der
Beschwerdeführer beruft sich weiter auf das Merkblatt der Eidgenössischen
Steuerverwaltung über Abschreibungen auf dem Anlagevermögen land- und
forstwirtschaftlicher Betriebe (Merkblatt ESTV, www.estv.admin. ch) und macht
geltend, es sei nicht gerechtfertigt, den Schafstall entsprechend einem Schweine- oder
Geflügelstall abzuschreiben, weil er aufgrund seiner Zweckbestimmung der Abnützung
eines Ökonomiegebäudes und nicht derjenigen eines Schweine- oder Geflügelstalls
unterliege.Ein Schafstall am vorgesehenen Standort - 500 m ü.M. - werde nur während
rund 120 Tagen je Jahr mit Tieren belegt. In der übrigen Zeit würden sich diese in der
Regel auf der Weide aufhalten. Sodann stellt sich der Beschwerdeführer auf den
Standpunkt, es sei abwegig und unverhältnismässig, für das Eigenkapital von Fr.
155'000.--, das der Beschwerdeführer für den Schafstall zu investieren gedenke, einen
Zins von 4 % zu veranschlagen.
Die Vorinstanz geht davon aus, beim Schafstall, den der Beschwerdeführer bauen will,
handle es sich um eine Leichtbaute gemäss Merkblatt ESTV, worunter auch
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Schweineställe und Geflügelhallen fallen. Für derartige Gebäude gilt gemäss Ziff. 2.5.
des Merkblatts ESTV ohne besonderen Nachweis ein Abschreibungshöchstsatz von 5
%. Für Ökonomiegebäude beträgt der Höchstsatz demgegenüber 3 %. Dem
Beschwerdeführer ist beizupflichten, dass ein Schafstall, wie er ihn plant, bezüglich
Nutzungsintensität einem Schweinestall oder einer Geflügelhalle nicht gleichgesetzt
werden kann. Die Schafe halten sich während des Verlaufs eines Jahres meistens im
Freien auf. Während dieser Zeit wird das Gebäude nicht zur Unterbringung von Tieren
genutzt und hat den Charakter eines Ökonomiegebäudes. Im Gegensatz zur
Auffassung der Vorinstanz ist es deshalb gerechtfertigt, im Sinn des Merkblatts ESTV
von einem Abschreibungssatz von 3 % auszugehen, was zur Folge hat, dass die
Abschreibungsdauer 33 Jahre beträgt. Daraus resultiert eine jährliche Abschreibung im
Betrag von Fr. 4'650.-- und nicht eine solche von Fr. 10'333.-- wie in der
Investitionsrechnung des Amtsberichts LZSG veranschlagt.
Die Vorinstanz vertritt aber den Standpunkt, es sei betriebswirtschaftlich sinnvoll, die
Kosten des Schafstalls von Fr. 155'000.-- bis ins Jahr 2023 bis auf einen geschätzten
Restwert von Fr. 20'000.-- abzuschreiben, was einer Nutzungsdauer von 13 Jahren
und einer Abschreibung von Fr. 10'384.-- je Jahr entspreche. Sie begründet dies damit,
während der Beschwerdeführer bereits pensioniert sei, werde seine Ehefrau das
Pensionsalter im Jahr 2023 erreichen und es bestehe keine Nachfolgeregelung. Keiner
der drei Söhne des Ehepaars habe die Absicht bekundet, die Schafzucht übernehmen
zu wollen. Sodann werde mit einer Erklärung, Hanspeter Mader, Bad Ragaz, werde die
Schafzucht des Beschwerdeführers und seiner Ehefrau dereinst in seinen Betrieb
integrieren, der Nachweis nicht erbracht, dass der Betrieb längerfristig Bestand haben
könne.
Zutreffend ist, dassdie Ehefrau des Beschwerdeführers, Jahrgang 1958, im Jahr 2023
das 65. Altersjahr erreicht. Demzufolge wird sie dannzumal keinen Anspruch auf
Direktzahlungen mehr haben(vgl. Ziff. 4.2.2. hievor), weshalb eine namhafte
Einnahmequelle wegfällt. Auch wenn keine konkrete Nachfolgeregelung feststeht und
davon auszugehen ist, dass die Schafzucht des Beschwerdeführers und seiner Ehefrau
ab diesem Zeitpunkt unter neuer Leitung weitergeführt oder in einen anderen Betrieb
integriert wird, ist es aber nicht gerechtfertigt, die Abschreibung des Schafstalls auf
diesen Zeitpunkt hin auszurichten.
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Zusammenfassend ergibt sich somit, dass die Abschreibungskosten für den Schafstall
je Jahr mit Fr. 4'650.-- zu veranschlagen sind. Dies hat zwar zur Folge, dass sich die
jährlichen Kosten für den Schafstall gegenüber der Investitionsrechnung im
Amtsbericht LZSG um Fr. 5'683.-- verringern und Fr. 9'925.--betragen. Damit ist der
Nachweis aber nicht erbracht, der Beschwerdeführer sei in der Lage, die Schafzucht in
dem Sinn ertrags- und gewinnorientiert zu betreiben, dass er nach dem Bau des
Schafstalls im Durchschnitt von drei Jahren wenigstens ein Einkommen von Fr.
10'000.-- erziele. Nach den Berechnungen im Amtsbericht LZSG stehen dem nach der
Betriebsaufstockung erzielten Ertrag von Fr. 20'640.-- (Ertrag GVE: Fr. 12'903.--,
Direktzahlungen: Fr. 7'737.--) neu Kosten von Fr. 15'657.--
(Gebäudeinvestitionskosten: Fr. 9'925.--, Direktkosten: Fr. 3'592.--,
Flächenbewirtschaftung: Fr. 2'000.--, Pachtzins: Fr. 140.--) gegenüber. Hinzu kommt,
dass sowohl Eigenkapital als auch Fremdkapital, das in die Schafhaltung investiert
wird, zu verzinsen ist. Im Gegensatz zur Auffassung der Vorinstanz und des
Beschwerdeführers trifft es aber nicht zu, dass das Eigenkapital von Fr. 155'000.--, das
der Beschwerdeführer für den Bau des Schafstalls aufzuwenden gedenkt, nach dem
Amtsbericht LZSG mit 4 % zu verzinsen ist. Dort sind Zinskosten von Fr. 3'720.-- bzw.
60 % von 4 % von Fr. 155'000.-- veranschlagt worden. Mit einem Zins von gut 2 %
müsste der Beschwerdeführer auch rechnen, wenn der Stall mit Fremdkapital finanziert
werden sollte.
4.3.2.9. Der Beschwerdeführer beruft sich weiter auf ein Urteil des Bundesgerichts vom
20. Mai 1998 i.S. W.K. gegen M. F.-V. Damals hatte das Bundesgericht die
Zonenkonformität eines Milchschafstalls (10 x 18,5 m) für 50 Mutterschafe im Kanton
St. Gallen zu beurteilen. Es führte aus, an der Tatsache, dass die Schafhaltung
ertragsorientiert und auf die Erzielung eines Nebenerwerbs ausgerichtet sei, ändere
nichts, dass der Ertrag wohl nicht genüge, um den Arbeitsaufwand zu decken, wenn
dieser marktgerecht entlöhnt werden müsste. Es begründete dies damit, schon der
Umfang der Herde wie auch die arbeitsintensive Haltung eines erheblichen Teils der
Schafe zur Milchproduktion würden den Rahmen eines reinen Freizeitbetriebs bei
weitem sprengen. Sodann diene die im Kanton St. Gallen weitverbreitete
Wanderweidewirtschaft mit kleinen Schafherden der Landschaftspflege und liege daher
im öffentlichen Interesse. Es wäre deshalb verfehlt, diese traditionelle
Bewirtschaftungsform durch eine allzu stark auf Rentabilitätsgesichtspunkte
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abstellende Betrachtungsweise als blosse Freizeitgestaltung einzustufen und die
erforderlichen Stallbauten als zonenfremd von der regulären Nutzung der
Landwirtschaftszone auszuschliessen (Urteil des Bundesgerichts vom 20. Mai 1998 i.S.
W.K. gegen M. F.-V.).
Im Gegensatz zur Schafhaltung, die das Bundesgericht im Jahr 1998 zu beurteilen
hatte, betreiben der Beschwerdeführer und seine Ehefrau keine Schafmilchproduktion,
weshalb der Arbeitsaufwand wesentlich geringer und zudem kaum zeitgebunden ist.
Sodann behauptet der Beschwerdeführer nicht, er und seine Ehefrau würden
Wanderweidewirtschaft betreiben. Daran ändert nichts, dass sie auch Restflächen
bewirtschaften, die sich an verschiedenen Standorten befinden. In Betracht fällt weiter,
dass in der Zwischenzeit Art. 16a RPG und die dazugehörigen
Ausführungsbestimmungen in der RPV in Vollzug getreten sind. Die rechtliche
Regelung, wonach Bauten und Anlagen für die Freizeitlandwirtschaft nicht
zonenkonform sind (Art. 34 Abs. 5 RPV) galt zum Zeitpunkt, als das Urteil gefällt wurde,
noch nicht. Weil zum einen eine andere Sachlage vorlag und zum anderen die
Rechtsgrundlage eine andere war, kann sich der Beschwerdeführer nicht mit Erfolg auf
das Urteil des Bundesgerichts vom 20. Mai 1998 berufen.
4.3.2.10. Aus dem Gesagten folgt, dass nicht damit gerechnet werden, dass mit der
Schafzucht des Beschwerdeführers und seiner Ehefrauein namhafter Beitrag an den
Existenzbedarf der Familie geleistet wird bzw. dass es möglich ist,in einem Zeitraum
von drei Jahren einen durchschnittlichen Betriebsgewinn von Fr. 10'000.-- zu erzielen.
Somit liegt kein landwirtschaftlicher Nebenerwerbsbetrieb vor. Vielmehr betreiben der
Beschwerdeführer und seine Ehefrau Freizeitlandwirtschaft. Bei dieser Sachlage kann
grundsätzlich offen bleiben, ob die Betriebsnachfolge gewährleistet ist bzw. ob die
Schafzucht unter dem Gesichtspunkt der wirtschaftlichen Rentabilität voraussichtlich
länger bestehen kann. In Betracht fällt aber, dass das Bundesgericht eine
Absichtserklärung, wonach die 19-jährige Tochter eines Tierhalters bestrebt sei, den
Generationenwechsel sicherzustellen, bzw. ein Landwirt bereit sei, das Anwesen in
Pacht zu nehmen oder einen Kauf ins Auge zu fassen, nicht genügt, um den Nachweis
einer längerfristigen Existenzfähigkeit zu erbringen (BGE 1A.64/2006 vom 7. November
2006 E. 5.2). Vorliegend befasst sich in erster Linie der heute 67 Jahre alte
Beschwerdeführer mit der Schafzucht, auch wenn seine Ehefrau mit Jahrgang 1958,
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die beim Busbetrieb der Schweizerischen Post arbeitet (vgl. Betvor Zukunft Stallbau
und Betvor Zukunft Stallbau Bio, je S. 1) "offiziell" Bewirtschafterin ist.
Dementsprechend arbeitet sie nach den Ausführungen in der Rekursbegründung vom
31. August 2009 im Betrieb lediglich mit und der Beschwerdeführer verfügt gemäss
eigenen Angaben, die er anlässlich der öffentlichen Verhandlung vom 17. November
2011 gemacht hat, über das für Schafhaltung erforderliche Fachwissen. Fraglich ist
somit, ob die Ehefrau des Beschwerdeführers überhaupt in der Lage wäre, die
Betriebsnachfolge zu gewährleisten.Sodann mag es zwar zutreffen, dass die drei
Söhne des Beschwerdeführers und seiner Ehefrau Interesse an der Schafzucht zeigen,
konkrete Hinweise darauf bestehen aber nicht. Weiter besteht offenbar die Möglichkeit,
dass die Schafzucht dereinst in den Nachbarbetrieb von Hanspeter Mader integriert
werden könnte. Abgesehen davon, dass der Betrieb des Beschwerdeführersin diesem
Fall nicht weiterbestehen würde, handelt es sich hierbei aber lediglich um eine nicht
näher konkretisierte Option.
5. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Vorinstanz zu Recht davon ausgegangen ist,
die Anforderungen an einen landwirtschaftlichen Nebenerwerbsbetrieb seien nicht
erfüllt. Somit ist die Beschwerde als unbegründet abzuweisen. Bei dieser Sachlage
kann offen bleiben, ob der Einwand des Beschwerdegegners, wonach nach dem Bau
des Schafstalls mit übermässigen Immissionen in der angrenzenden Wohnzone zu
rechnen wäre, begründet ist.
5.1. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
Entscheidgebühr von Fr. 5'000.-- ist angemessen (Art. 13, Ziff. 622 des
Gerichtskostentarifs, sGS 941.12). Der Kostenvorschuss von Fr. 3'000.-- wird
angerechnet.
Ausseramtliche Kosten sind dem im Beschwerdeverfahren unterlegenen
Beschwerdeführer nicht zu entschädigen (Art. 98 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 98bis
VRP).
5.2. Der Beschwerdegegner stellt das Begehren, er sei ausseramtlich zu entschädigen.
Sein Rechtsvertreter hat keine Kostennote eingereicht. Folglich ist die Entschädigung
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nach Ermessen festzusetzen. Das Gericht erachtet eine Entschädigung von Fr. 3'000.--
(inkl. Barauslagen, zuzüglich MWSt) für das Beschwerdeverfahren als angemessen (Art.
22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten, sGS
963.75).
Demnach hat das Verwaltungsgericht