Decision ID: b1e2b09f-f824-4aea-ad65-0b06125be63e
Year: 2015
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ meldete sich am 30. August 2006 wegen sehr starker Rückenschmerzen,
Herzproblemen und starkem Übergewicht zum Bezug von IV-Leistungen an (IV-act. 1).
Der behandelnde Dr. med. B._, Allgemeine Medizin FMH, diagnostizierte mit
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine Adipositas permagna, eine arterielle
Hypertonie, eine hypertensive Herzkrankheit, Schwindelanfälle und eine Psoriasis
vulgaris (Bericht vom 29. September 2006, IV-act. 7). Am 6. März 2007 wurde der
Versicherte von RAD-Arzt Dr. med. C._, Facharzt für Innere Medizin, Pneumologie,
Arbeits- und Sozialmedizin, untersucht. Dieser diagnostizierte mit Auswirkungen auf die
Arbeitsfähigkeit eine Psoriasis vulgaris, eine arterielle Hypertonie, eine Adipositas
permagna und einen Verdacht auf degenerative LWS-Veränderungen. Für leichte bis
intermittierend mittelschwere körperliche Arbeit bescheinigte er eine 100%ige
Arbeitsfähigkeit (Untersuchungsbericht vom 16. April 2007, IV-act. 23; vgl. auch IV-
act. 24). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Vorbescheid vom 17. Juli 2007,
IV-act. 29; Einwand vom 15. August 2007, IV-act. 34; zur Stellungnahme des RAD-
Arztes Dr. med. D._, Facharzt für Arbeitsmedizin und Physikalische Medizin, vom
6. November 2007 siehe IV-act. 36) verfügte die IV-Stelle am 21. Januar 2008 die
Abweisung des Leistungsgesuchs (IV-act. 37). Die dagegen erhobene Beschwerde des
Versicherten vom 19. Februar 2008 (IV-act. 39-2 ff.) wies das Versicherungsgericht ab
(Entscheid vom 24. August 2009, IV 2008/99, IV-act. 49).
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A.b Am 19. Februar 2010 (Datum Posteingang IV-Stelle) meldete sich der Versicherte
u.a. wegen einer psychischen Erkrankung erneut zum Leistungsbezug bei der IV-Stelle
(IV-act. 51). Der behandelnde Dr. med. E._, Facharzt für Psychiatrie und
Psychotherapie FMH, diagnostizierte: ein rezidivierendes depressives Zustandsbild
(ICD-10: F33.00), gegenwärtig durch wenig äussere Stressfaktoren ausgeglichen im
Sinn einer larvierten Depression, die sich vor allem über somatische Schmerzen zeige;
eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit verwahrlosten und unreifen Anteilen
(ICD-10: F61.0) und einen Verdacht auf eine leichte Minderintelligenz (ICD-10: F70). Der
Versicherte sei zu mindestens 70% arbeitsunfähig (Bericht vom 15. Januar 2010, IV-
act. 52).
A.c Im Auftrag der IV-Stelle wurde der Versicherte am 7. Juli 2010 von med. pract.
F._, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, begutachtet. Die Expertin
diagnostizierte mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende depressive
Störung, gegenwärtig leichte depressive Episode (ICD-10: F33.0), und eine
Persönlichkeitsstörung mit emotional-instabilen Zügen, impulsiver Typus (ICD-10:
F60.30). Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit äusserte sie u.a. einen Verdacht
auf schädlichen Alkoholgebrauch (ICD-10: F10.1). Sie bescheinigte eine 30-40%ige
Arbeitsunfähigkeit aufgrund einer Leistungsminderung von 30-40% inklusive
vermehrtem Pausenbedarf. Eine weitere Verminderung der Arbeitsunfähigkeit sei bei
adäquater psychiatrisch-psychotherapeutischer Behandlung anzunehmen (Gutachten
vom 30. Juli 2010, IV-act. 63). Dr. med. G._, Facharzt für Psychiatrie und
Psychotherapie, hielt in der Stellungnahme vom 17. August 2010 fest, es könne dem
invalidenversicherungsmedizinischen Anforderungen in vollem Umfang genügenden
psychiatrischen Gutachten gefolgt werden. Dem Versicherten sei eine regelmässige
psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung zum Erhalt und zur weiteren
Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aufzuerlegen (IV-act. 64). Unter Hinweis auf die
Mitwirkungs- und Schadenminderungspflicht machte die IV-Stelle dem Versicherten
die Auflage, er müsse sich einer wöchentlichen psychotherapeutischen Behandlung
unterziehen (Schreiben vom 4. Oktober 2010, IV-act. 75, und vom 18. November 2010,
IV-act. 78; zur Kritik von Dr. E._ vom 4. Oktober 2010 an der gutachterlichen
Beurteilung, insbesondere hinsichtlich der psychotherapeutischen Möglichkeiten, siehe
IV-act. 77). Der Versicherte kam der angeordneten Auflage nach, wobei die
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Behandlungsfrequenz unklar blieb (RAD-Stellungnahme vom 14. April 2011, IV-
act. 82-2).
A.d Dr. E._ empfahl im Schreiben vom 25. Januar 2012 eine sorgfältige Abklärung
der Situation des Versicherten. Zur Begründung machte er u.a. geltend, der Einsatz
einer Wohnbegleitung habe nach zwei Jahren keine wesentliche Veränderung der
gesundheitlichen und arbeitsrelevanten Faktoren gebracht. Der Versicherte brauche
möglichst schnell einen geschützten Arbeitsrahmen, um seine körperliche und
psychische Gesundheit zu stabilisieren (IV-act. 90; zum Zwischenbericht der
Wohnbegleitung vom 23. April 2012 betreffend die seit März 2010 durchgeführte
Wohnbegleitung siehe IV-act. 92). Im Verlaufsbericht vom 30. April 2012 führte
Dr. E._ aus, der Gesundheitszustand des Versicherten sei stationär. Nur im
geschützten Rahmen mit stark verminderter Leistungsfähigkeit sei ihm eine Tätigkeit
während 4 bis 5 Stunden zumutbar (IV-act. 93; siehe auch den Verlaufsbericht von
Dr. E._ vom 7. Januar 2013, IV-act. 102).
A.e Im Auftrag der IV-Stelle wurde der Versicherte am 10. und 15. April 2013 in der
medas Ostschweiz bidisziplinär (allgemeininternistisch und psychiatrisch; zur am
16./17. April 2013 durchgeführten nächtlichen Pulsoxymetrie siehe IV-act. 117-37)
begutachtet. Die medas-Gutachter stellten als Hauptdiagnosen mit Einschränkung der
zumutbaren Arbeitsfähigkeit: eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit unreifen und
emotional instabilen Anteilen (ICD-10: F61.0); eine vordiagnostizierte Psoriasis vulgaris
(ICD-10: L40.0); eine Adipositas permagna (ICD-10: E66.9); eine schwere arterielle
Hypertonie (ICD-10: J15.0) und ein lumbospondylogenes belastungsabhängiges
Schmerzsyndrom (ICD-10: M47.9). Aus psychiatrischer Sicht wurde davon
ausgegangen, dass der Versicherte im ersten Arbeitsmarkt kaum arbeitsfähig sei, dass
es immer wieder zu Abbrüchen kommen würde und dass der Versicherte auch keinem
Arbeitgeber zumutbar sei. Dem Versicherten bescheinigte der psychiatrische medas-
Gutachter mit Blick auf eine Tätigkeit im geschützten Rahmen eine 50%ige
Arbeitsfähigkeit. Eine eingeschränkte Arbeitsfähigkeit bestehe sicher seit der
Behandlung bei Dr. E._ ca. 2010. Aus somatischer Sicht seien zusätzliche qualitative
Einschränkungen zu berücksichtigen (Gutachten vom 3. Juli 2013, IV-act. 117,
insbesondere S. 46 und 50 f.). RAD-Arzt Dr. G._ gelangte nach einer Würdigung des
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medas-Gutachtens zum Schluss, es könne versicherungsmedizinisch darauf abgestellt
werden (Stellungnahme vom 9. Juli 2013, IV-act. 118).
A.f Mit Vorbescheid vom 29. August 2013 stellte die IV-Stelle dem Versicherten in
Aussicht, das Rentengesuch abzuweisen. Sie brachte vor, dass die vorliegenden
psychiatrischen Diagnosen nicht invalidisierend seien (IV-act. 128). Dagegen erhob der
Versicherte am 11. September 2013 Einwand (IV-act. 129). Am 11. Oktober 2013
verfügte die IV-Stelle die Abweisung des Rentengesuchs (IV-act. 130).
B.
B.a Gegen die Verfügung vom 11. Oktober 2013 richtet sich die vorliegende
Beschwerde vom 12. November 2013. Der Beschwerdeführer beantragt darin unter
Kosten- und Entschädigungsfolge deren Aufhebung und die Zusprache einer ganzen
Rente ab 1. August 2010. Er bringt vor, es liege ein invalidisierender
Gesundheitsschaden vor (act. G 1).
B.b Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 10. Januar
2014 die Abweisung der Beschwerde. Sie stellt sich neu auf den Standpunkt, die
Einschätzung der medas-Gutachter, wonach psychiatrischerseits seit Aufnahme der
Behandlung bei Dr. E._ im Jahr 2010 eine eingeschränkte Arbeitsfähigkeit bestehe,
stelle eine unterschiedliche Beurteilung eines seit der am 21. Januar 2008 verfügten
Rentenabweisung im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts dar, was keine
revisionsbegründende Änderung darstelle. Eine anspruchserhebliche Verschlechterung
des Gesundheitszustands seit der formell rechtskräftigen Verfügung vom 21. Januar
2008 sei zu verneinen (act. G 5).
B.c Mit Präsidialentscheid vom 17. Januar 2014 wird dem Gesuch des Beschwerde
führers um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege (Befreiung von den Gerichts
kosten und Bewilligung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung) entsprochen (act.
G 6).
B.d In der Replik vom 6. Februar 2014 hält der Beschwerdeführer unverändert an der
Beschwerde fest. Ergänzend macht er geltend, die medas-Gutachter hätten
mittlerweile konkrete Auswirkungen auf die Arbeits- und Leistungsfähigkeit objektiv
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nachgewiesen, womit von einem verschlechterten Gesundheitszustand auszugehen
sei. Sodann habe sich auch der somatische Gesundheitszustand seit der Verfügung
vom 21. Januar 2008 verschlechtert (act. G 8).
B.e Die Beschwerdegegnerin hat auf eine Duplik verzichtet (act. G 10).

Erwägungen
1.
Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist der am 19. Februar
2010 wieder angemeldete Rentenanspruch des Beschwerdeführers (IV-act. 51).
1.1 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes
über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) Versicherte, die: a. ihre
Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch
zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern
können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich
mindestens 40% arbeitsunfähig gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu
mindestens 40% invalid sind. Als Invalidität gilt laut Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) die
voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise
Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der
körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer
Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der
Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt
(Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind
ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen.
Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht
überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente,
wenn die versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente,
wenn sie mindestens zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens
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50% besteht ein Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von
mindestens 40% ein Anspruch auf eine Viertelsrente.
1.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im
Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des
Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung
zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte
Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige
Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten
Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen). Für das
gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt der
Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben die Versicherungsträger und
das Sozialversicherungsgericht die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche
Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Hinsichtlich des
Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden
ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der
medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten
begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen).
2.
Zwischen den Parteien ist unbestritten, dass das medas-Gutachten vom 3. Juli 2013
eine beweiskräftige medizinische Arbeitsfähigkeitsbeurteilung enthält (act. G 1, Rz 4;
IV-act. 130; act. G 5). Bei der Würdigung des medas-Gutachtens fällt ins Gewicht, dass
es auf eigenständigen, bidisziplinären Abklärungen beruht und für die streitigen
Belange umfassend ist. Die medizinischen Vorakten wurden verwertet, abweichende
medizinische Beurteilungen diskutiert und die vom Beschwerdeführer geklagten
Beschwerden berücksichtigt und gewürdigt. Es bestehen keine Anhaltspunkte dafür,
dass objektiv wesentliche Tatsachen nicht berücksichtigt worden wären. Vor diesem
Hintergrund ist ein weiterer medizinischer Abklärungsbedarf zu verneinen, zumal auch
die Parteien keine Mängel an der Gutachtenserstellung benennen. Sodann kann
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bezüglich der Beweiskraft des medas-Gutachtens auf die fachpsychiatrische RAD-
Stellungnahme vom 9. Juli 2013 verwiesen werden (IV-act. 118). In tatsächlicher
Hinsicht ist damit gestützt auf das medas-Gutachten mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer auf dem ersten
Arbeitsmarkt seit Januar 2010 zu 100% arbeitsunfähig ist (IV-act. 117-51, 118-2
und 124).
3.
In der angefochtenen Verfügung begründete die Beschwerdegegnerin die Abweisung
des wieder angemeldeten Rentengesuchs mit der Auffassung, es bestehe aus
rechtlicher Sicht kein invalidisierender Gesundheitsschaden. Eine
Persönlichkeitsstörung entwickle sich im Lauf der Kindheit bzw. im Jugendalter. Trotz
dieses psychischen Störungsbildes sei der Beschwerdeführer als Erwachsener in der
Lage gewesen, vollzeitlich eine Erwerbstätigkeit auszuüben. Demnach habe die
Persönlichkeitsstörung keinen massgeblichen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit des
Beschwerdeführers gehabt. Eine Persönlichkeitsstörung sei denn auch nicht
invalidisierend (IV-act. 130).
3.1 Zur Annahme einer psychisch bedingten Invalidität braucht es in jedem Fall ein
medizinisches Substrat, das (fach-)ärztlicherseits schlüssig festgestellt wird und
nachgewiesenermassen die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt.
An der Entstehung der gesundheitlichen Beeinträchtigungen können soziale und
andere an die versicherte Person gebundene Faktoren beteiligt sein. Der für
Rentenleistungen der Invalidenversicherung geltende enge Begriff des
Gesundheitsschadens klammert Wechselwirkungen von Psyche, Soma und sozialem
Umfeld nur soweit aus, als es darum geht, die für die Einschätzung der
Arbeitsunfähigkeit kausalen Faktoren zu umschreiben. Soweit ein verselbstständigter
Gesundheitsschaden im Rechtssinn gegeben ist, ist für dessen Anspruchserheblichkeit
nicht bedeutsam, ob soziale Umstände bei seiner Entstehung eine massgebende Rolle
spielen (Urteil des Bundesgerichts vom 25. September 2013, 9C_451/2013, E. 4 mit
Hinweisen).
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3.2 Die Beschwerdegegnerin stützt ihre Ansicht, dass eine Persönlichkeitsstörung
generell nicht invalidisierend sei, auf das Urteil des Bundesgerichts vom 19. Februar
2007, I 401/2006, „S. 3“ (IV-act. 130-2). Gegenstand des referenzierten Entscheids
bildete eine dissoziale Persönlichkeitsstörung mit Tendenz zu Sucht und Amotivation
(ICD-10: F60.2). Gestützt auf eine beweiskräftige medizinische Beurteilung wurde das
Vorliegen einer Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit verneint. Es lässt sich aus dem
bundesgerichtlichen Entscheid nicht herleiten, dass eine kombinierte
Persönlichkeitsstörung mit unreifen und emotional instabilen Anteilen (ICD-10: F61.0)
von vornherein keine Krankheit im Sinn von Art. 4 Abs. 1 IVG darstellt und/oder deren
Auswirkungen zu keiner (teilweisen) Erwerbsunfähigkeit im Sinn von Art. 7 Abs. 1 und 2
ATSG führen können. Vielmehr ergibt sich aus der Rechtsprechung, dass eine
kombinierte Persönlichkeitsstörung bzw. die sich daraus ergebenden
Beeinträchtigungen der Arbeitsfähigkeit eine Erwerbsunfähigkeit und einen Anspruch
auf Rentenleistung begründen können (siehe etwa Urteil des Bundesgerichts vom
25. September 2013, 9C_415/2013, E. 5.4, worin ein Anspruch auf eine ganze Rente
bestätigt wurde; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 22. Oktober 2014,
8C_142/2014, E. 4.3.2).
3.3 Soweit die Beschwerdegegnerin der medizinisch ausgewiesenen psychischen
Beeinträchtigung die invalidenversicherungsrechtliche Erheblichkeit aufgrund der
früheren Erwerbstätigkeit des Beschwerdeführers als Erwachsener abspricht (IV-
act. 130.2), kann ihr nicht gefolgt werden. Denn der Beschwerdeführer war in der die
Wiederanmeldung betreffenden Zeit ab Januar 2010 nicht mehr (auf dem ersten
Arbeitsmarkt) erwerbstätig. Des Weiteren haben sich die Auswirkungen der
psychischen Erkrankung seit Januar 2010 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
erheblich verschlechtert (siehe hierzu nachstehende E. 4), weshalb aus der früheren,
bereits sehr auffälligen Biografie (IV-act. 63-13, 63-15 unten, 77-2 und 117-39 f.) keine
Schlüsse für die nach Januar 2010 medizinisch bescheinigte Beeinträchtigung der
Arbeitsfähigkeit gezogen werden können. Ferner gilt es zu beachten, dass der
Beschwerdeführer, dessen Erwerbsbiografie teilweise erhebliche Lücken aufweist (vgl.
die Jahre zwischen 1990 bis 2000, IV-act. 3-4) und hauptsächlich auf einer
selbstständigen Erwerbstätigkeit gründet, im Vergleich zu Hilfsarbeitern erheblich
unterdurchschnittliche Einkommen erzielt hat (IK-Auszug, IV-act. 3).
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3.4 Insgesamt ergeben sich keine Gesichtspunkte, die hinsichtlich der Frage nach
der invalidisierenden Wirkung des gesundheitlichen Leidens eine vom medas-
Gutachten und der RAD-Stellungnahme vom 9. Juli 2013 abweichende Einschätzung
rechtfertigen. Dies gilt umso mehr, als keine Inkonsistenzen bestehen (IV-act. 118-2)
und die medas-Gutachter eine schlüssige Konsistenz- und Plausibilitätsprüfung in
Diskussion der Ressourcen des Beschwerdeführers vorgenommen haben (IV-
act. 117-47 ff.). Es ergeben sich aufgrund der bisher in Anspruch genommenen
Therapie und der Behandlungsmöglichkeiten keine Aspekte, welche Fragen am
Leidensdruck aufkommen lassen. Vielmehr lässt sich den Akten entnehmen, dass der
Beschwerdeführer wegen der Persönlichkeitsstörung sich u.a. auch therapeutisch nicht
Sorge tragen kann (IV-act. 117-43; zur fraglichen Einlassungsmöglichkeit auf Therapien
siehe auch IV-act. 117-44 oben; vgl. auch die damit zu vereinbarende Feststellung im
Rahmen der Wohnbegleitung, IV-act. 92-3). Die medas-Gutachter stellten aufgrund der
Persönlichkeitsstörung eine skeptische Prognose (IV-act. 117-52), auch unter dem
Aspekt der Therapierbarkeit (IV-act. 117-45). RAD-Arzt Dr. G._ führte aus, auch bei
Durchführung intensiverer medizinischer Massnahmen sei eine
arbeitsfähigkeitsrelevante Besserung realistischerweise nicht zu erwarten. Er verneinte
jegliches Eingliederungspotenzial (IV-act. 118-2). Diese Sichtweise wird von den
Ausführungen von Dr. E._ bestätigt (der Beschwerdeführer sei aufgrund der
psychischen Leiden „nicht in der Lage, sich selber zu reflektieren und versucht mit
allen Mitteln, ein "vordergründig gesundes" Bild von sich zu geben. Deshalb ist eine
Psychotherapie auf lange Sicht nicht erfolgversprechend“; IV-act. 77-2). Ergänzend ist
darauf hinzuweisen, dass die finanziellen Angelegenheiten des Beschwerdeführers
weitgehend durch das Sozialamt besorgt werden (IV-act. 92-3).
4.
Im Beschwerdeverfahren vertritt die Beschwerdegegnerin neu die Auffassung, bei der
Einschätzung der medas-Gutachter handle es sich um eine andere Einschätzung des
mit Verfügung vom 21. Januar 2008 bzw. mit Urteil vom 24. August 2009 rechtskräftig
beurteilten Sachverhalts. Es fehle an einer revisionsbegründenden Änderung des
Sachverhalts (act. G 5, Rz 6). Unbestritten ist demgegenüber, dass die
Voraussetzungen für ein Eintreten auf die Wiederanmeldung (Art. 87 Abs. 3 i.V.m.
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Abs. 2 der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]) vom
19. Februar 2010 erfüllt gewesen sind.
4.1 Vorliegend kann offen bleiben, ob im Rahmen einer Wiederanmeldung nach
einer leistungsabweisenden Verfügung für einen leistungszusprechenden Entscheid
über die Eintretenshürde von Art. 87 Abs. 3 i.V.m. Abs. 2 IVV hinaus eine
anspruchserhebliche Sachverhaltsänderung eingetreten sein muss. Denn vorliegend ist
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von einem seit 21. Januar 2008 erheblich
veränderten Sachverhalt insbesondere hinsichtlich der Ressourcen des
Beschwerdeführers auszugehen.
4.2 Aus den Akten ergibt sich, dass beim Beschwerdeführer wegen seines
persönlichkeitsbedingt schwierigen Verhaltens zunehmend Schwierigkeiten und
gesundheitliche Beeinträchtigungen mit Auswirkung auf seine Leistungsfähigkeit seit
der Verfügung vom 21. Januar 2008 aufgetreten sind.
4.2.1 Im RAD-Untersuchungsbericht vom 16. April 2007 ist die Rede davon, der
Beschwerdeführer fühle sich morgens „frisch und wach“. Für eine erhöhte
Tagesmüdigkeit ergeben sich aus dem RAD-Untersuchungsbericht keine
Anhaltspunkte. Wesentliche Ein- und Durchschlafstörungen wurden verneint (lediglich
alle 3 bis 4 Monate leide er unter einer Einschlafstörung, sonst könne er aber gut
schlafen; zum Ganzen IV-act. 23-2
unten). Demgegenüber gab der Beschwerdeführer anlässlich der psychiatrischen
Begutachtung vom 7. Juli 2010 an, er sei morgens schon eine Stunde nach dem
Aufstehen müde. Er könnte sich wieder hinlegen und schlafen (IV-act. 63-10; zum
„morgendlichen Antriebsmangel“ siehe IV-act. 63-12 oben). Im späteren medas-
Gutachten ist die Angabe des Beschwerdeführers enthalten, er leide an vermehrter
Müdigkeit tagsüber mit zum Teil Einschlaftendenz. Zudem klagte er neu auch über
ausgeprägte Ein- und Durchschlafstörungen (IV-act. 117-35). Er berichtete weiter,
„dass sein Herz vergrössert sei und er deshalb mit dem Übergewicht zusammen oft
sehr schlapp sei, nicht mag und schnell an den Anschlag komme“ (IV-act. 117-39).
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4.2.2 In der vor der Verfügung vom 21. Januar 2008 ergangenen Aktenlage sind keine
Hinweise für eine wesentliche Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit enthalten. RAD-
Arzt D._ sah keinen Anhalt für eine psychiatrische Erkrankung. Eine psychiatrische
Begutachtung sei daher nicht notwendig, „da die IV nicht jedem Gespinst von
möglichen Erkrankungen nachjagt“ (Stellungnahme vom 6. November 2007, IV-
act. 36-1). Bereits zuvor verneinte er direkte Hinweise auf eine psychische Erkrankung
(Stellungnahme vom 9. Januar 2007, IV-act. 15-2). RAD-Arzt Dr. H._ hielt
anamnestisch fest, die Stimmung des Beschwerdeführers sei stabil (IV-act. 23-2). In
der Zeit nach der abweisenden Verfügung vom 21. Januar 2008 gab der
Beschwerdeführer an, „sein Hauptproblem sei, dass er zu schnell ausraste“. „Er
explodiere schnell [...]“ (IV-act. 63-9). Seine Grundstimmung wird als „herabgesetzt,
dabei vor allem dysphorisch-gereizt“ beschrieben. „Beim Thematisieren belastender
Inhalte zeigte er sich schnell ziemlich erregt und schimpfte [...]“ (IV-act. 63-11, zu den
„beobachtbaren einschiessenden Erregungszuständen im Sinne einer deutlichen
Impulsivität [...]“ siehe IV-act. 63-12). Der Beschwerdeführer „beschrieb eine Störung
der Impulskontrolle bei hoher Kränkbarkeit“ (IV-act. 63-12). Auch gegenüber dem
psychiatrischen medas-Gutachter äusserte er, „psychisch explodiere er schnell“.
Diesbezüglich verwies er auf kürzlich vorgefallene Ereignisse (IV-act. 117-39).
4.2.3 RAD-Arzt Dr. C._ beschrieb den damaligen Allgemeinzustand als leicht
reduziert (IV-act. 23-5). Dr. E._ bezeichnete den Allgemeinzustand im Bericht vom
15. Januar 2010 als verwahrlost (IV-act. 52-1). Die Eingliederungsverantwortliche gab
im Assessment-Protokoll vom 28. September 2010 an, das Erscheinungsbild des
Beschwerdeführers sei „so unangenehm, dass er einem AG mit seinem Auftreten nicht
zumutbar ist - doch aus IV fremden Gründen - seine Ungepflegtheit - seine Sprache -
seine Äusserungen“ (IV-act. 73-3). Die medas-Gutachter hielten den Beschwerdeführer
u.a. auch wegen seines Aussehens einem Arbeitgeber für nicht zumutbar (IV-
act. 117-51). Dr. E._ bestätigte eine zunehmende Verwahrlosung des
Beschwerdeführers im Bericht vom 8. Dezember 2010 (IV-act. 81-2). Nicht nur sich
selbst, sondern auch die Wohnverhältnisse erweckten einen verwahrlosten Eindruck
(IV-act. 92-1). Die „sozialen Missstände“ führen die medas-Gutachter auf die
Persönlichkeitsstörung zurück (IV-act. 117-43).
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4.2.4 Für eine erhebliche Verschlechterung der Leistungsfähigkeit spricht sodann,
dass Dr. E._ berichtete, der Beschwerdeführer sei zunehmend depressiv geworden
(IV-act. 81-2 oben). Im medas-Gutachten wird erwähnt, dass der Beschwerdeführer
zum Teil Mühe habe, inhaltlich relevante Antworten zu geben (IV-act. 117-40),
währenddem aus dem RAD-Untersuchungsbericht vom 16. April 2007 keine
entsprechenden Defizite hervorgehen. Von Bedeutung ist ebenfalls, dass sowohl der
psychiatrische medas-Gutachter als auch der psychiatrische RAD-Arzt den Beginn der
Arbeitsunfähigkeit auf anfangs 2010 festgesetzt haben (IV-act. 117-51, 118-2 und 124).
4.2.5 Schliesslich ist zu beachten, dass sich der Gesundheitszustand des
Beschwerdeführers auch aus somatischer Sicht verschlechtert hat. Zum Zeitpunkt der
RAD-Untersuchung vom 6. März 2007 wog der Beschwerdeführer 191 kg (BMI 59 kg/
m , IV-act. 23-5). Anlässlich der medas-Begutachtung vom 10. April 2013 wurde ein
Gewicht von „über 220 kg“ gemessen (BMI über 70 kg/m , IV-act. 117-36). Der
allgemeininternistische medas-Gutachter sprach von einer Adipositas permagna „mit
zuletzt kontinuierlicher Gewichtszunahme“ (IV-act. 117-49). Er äusserte zudem den
Verdacht auf eine obstruktive Schlafapnoe (IV-act. 117-49), was sich mit der nach der
Verfügung vom 21. Januar 2008 geklagten Müdigkeit deckt (siehe hierzu vorstehende
E. 4.2.1). Im Vergleich zum RAD-Untersuchungsbericht vom 16. April 2007 (IV-
act. 23-7) bestehen gemäss medas-Gutachten aus somatischer Sicht zusätzliche
qualitative Einschränkungen. Insbesondere kann dem Beschwerdeführer wegen der
Adipositas permagna und des auf objektiven Befunden beruhenden spondylogenen
Schmerzsyndroms nur noch eine wechselbelastende Tätigkeit zugemutet werden. Das
Bedienen von Maschinen mit Selbst- und Fremdgefährdung, aber auch das Lenken
von Fahrzeugen solle vermieden werden (IV-act. 117-50).
4.2.6 Im Licht dieser Verhältnisse ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von einer
in der Zeit nach der Verfügung vom 21. Januar 2008 eingetretenen gesundheitlichen
Verschlechterung auszugehen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 25. September
2013, 9C_415/2013, E. 5.2).
5.
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Nach dem Gesagten ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von einer vollständigen
Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt auszugehen,
womit ein Invaliditätsgrad von über 70% und ein Anspruch auf eine ganze Rente
resultiert. Aus den Akten ergibt sich nicht, dass der Beschwerdeführer vor dem
1. Januar 2010 in der angestammten selbstständigen Tätigkeit („Zusammenschrauben
von Computern“, IV-act. 23-3) quantitativ beeinträchtigt gewesen ist (IV-act. 117-51),
weshalb ein Rentenanspruch nach Ablauf des Wartejahres im Sinn von Art. 28 Abs. 1
lit. b IVG am 1. Januar 2011 und nicht, wie der Beschwerdeführer beantragt (act. G 1),
bereits 6 Monate nach der Wiederanmeldung vom 19. Februar 2010 entsteht.
6.
6.1 In teilweiser Gutheissung der Beschwerde ist die angefochtene Verfügung vom
11. Oktober 2013 aufzuheben und dem Beschwerdeführer mit Wirkung ab 1. Januar
2011 eine ganze Rente zuzusprechen. Zur Festsetzung des Rentenbetrags und zur
Ausrichtung der Leistung ist die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen
6.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis
Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--
erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Der
Beschwerdeführer unterliegt lediglich in einem untergeordneten Punkt (Rentenbeginn),
über den im Wesentlichen aufgrund der Beurteilung des Rentenanspruchs befunden
werden konnte, weshalb bei den Kosten- und Entschädigungsfolgen auch insgesamt
von einem vollständigen Obsiegen des Beschwerdeführers auszugehen ist und die
Beschwerdegegnerin die gesamten Gerichtskosten von Fr. 600.-- zu bezahlen hat.
6.3 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei
Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom
Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der
Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In
der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach
Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.--. Im hier
zu beurteilenden Fall erscheint eine pauschale Parteientschädigung von Fr. 3'500.--
bis
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(inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) als angemessen. Bei diesem Ausgang
erübrigt sich die Festlegung einer Entschädigung aus der gewährten unentgeltlichen
Rechtsverbeiständung.