Decision ID: 0ba183e8-b7e0-561a-aae9-c882561fecf8
Year: 2019
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1967, war von 1985 bis 2006 bei der
Y._
,
Z._
, bei der
A._
,
B._
, sowie bei der
C._
,
D._
, als Telefonistin tätig. Seit
Januar
2007 arbeitet sie
als Crewmitglied
bei
E._
in
F._
(Urk.
5/13/2 Ziff. 2.3; Urk.
5/20). Unter Hinweis auf Rücken
beschwerden
meldete sie sich am 30. April 2018 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 5/6). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische und erwerbliche Situation ab und
veranlasste eine Haushaltabklärung
(Urk. 5/24).
Nach durchgeführten
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
5/32
; Urk.
5/33; Urk. 5/36
) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom
29. April 2019
einen Rentenanspruch (Urk. 2 = Urk.
5/4
1
).
2.
Die Versicherte erhob am
29. Mai 2019
Beschwerde
gegen die Verfügung vom
29. April 2019
(Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei
en
ihr
Leistungen der Invalidenversicherung
, insbesondere eine Invalidenrente,
auszu
richten, eventuell sei die Sache zur weiteren Abklärung und Neubeurteilung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen
(Urk. 1 S. 2
).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
2. Juli 2019
(Urk.
4
) die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde der Beschwerdeführerin am
3. Juli 2019
zur Kenntnis gebracht (Urk.
6
).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts
,
ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
Anspruch
auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundes
gesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
ti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
2.
2.
1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) gestützt auf die medizinischen Abklärungen davon aus, dass die Beschwerdeführerin seit Jahren an Rückenbeschwerden leide, die sich im September 2017 erheblich verschlimmert hätten. Aus medizinischer Sicht könne sie weiterhin mindestens ein Pensum von 35
%
ausüben
. Bei guter Gesundheit würde die Beschwerdefüh
rerin zu 65
%
im Haushalt arbeiten und zu 35
%
ihrer Tätigkeit als Crewmit
arbeiterin bei
E._
nachgehen, wobei sie ihre Arbeit im Haushalt weiterhi
n voll ausüben könne (S. 1).
Zur Ermittlung des
Einkommen
s
vor Eintritt der Einschränkung
sei
auf den
Lohn als Crewmitarbeiterin in einem 100
%
Pensum
abzustellen
. Daraus ergebe sich eine Einschränkung von 65
%
im Erwerbsbereich, was bei einer Einschränkung von 0
%
im Haushaltsbereich insgesamt zu einem Invaliditätsgrad von 23
%
führe (S. 2). Dem Einwand der Beschwerdeführerin, sie würde bei guter Gesundheit in einem vollen Pensum arbeiten, sei zu entgegnen, dass sie bei der Abklärung vor Ort angegeben habe, dass sie auch bei guter Gesundheit
in einem
Pensum
von 35
%
arbeiten würde. Die ersten Beschwerden seien gemäss ihren Angaben im Jahr 2013 aufgetreten. Es sei nicht nachvollzieh
bar, dass sie heute
in einem
Pensum
von 100
%
arbeiten würde, vor Eintritt der ersten Beschwerden aber in einem Teilzeitpensum angestellt gewesen sei, zumal sich die private Situation seither nicht wesentlich verändert habe (S. 3 Mitte).
2.2
Die Beschwerdeführerin stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt (Urk. 1), sie habe während der von 1990 bis 1997 dauernden Ehe grundsätzlich zu 100
%
gearbeitet. Da ihr damaliger Ehemann ebenfalls erwerbstätig gewesen
sei
, habe sie ihr Arbeitspensum während der Ehe leicht reduzieren können. Nach der Schei
dung habe sie ihr Arbeitspensum wieder gesteigert. Zwar habe sie seit einiger Zeit einen neuen Partner, welcher sie aber finanziell nicht unterstütze. Entsprechend habe sie schon beim Standortgesprä
ch vom 11. Juni 2018 angegeben, dass sie bei Gesundheit zu 100
%
arbeiten würde. Dieser Aussage «der ersten Stunde» komme besonderes Gewicht zu, zumal sie zu diesem Zeitpunkt auch noch nicht anwalt
lich vertreten gewesen sei (S. 4 Ziff. 3). Nach der Kündigung der Stelle als Tele
fonistin, wo sie viel habe sitzen können, habe es keine Arbeiten gegeben, bei welchen sie nicht viel habe stehen müssen. In der Not habe sie dann eine Stelle bei
E._
angenommen, obschon sie dort nur wenig verdient
habe, viel habe stehen müssen und deshalb nur habe Teilzeit arbeiten können. Damit sei erstellt, dass sie bei Gesundheit zu 100
%
erwerbstätig wäre. Auf jeden Fall würde das Pensum bei Gesundheit nicht 35
%
betragen (S. 5 Ziff. 3).
Bei einer Qualifikation als 100
%
Erwerbstätige bestimme sich der Invaliditäts
grad durch einen Einkommensvergleich. Bei Gesundheit würde sie als gelernte Telefonistin bestimmt nicht einer schlecht bezahlten Arbeit bei
E._
nach
gehen (S. 5 Ziff.
4-
5). Als Telefonistin habe sie bereits im Jahr 2000 Fr. 56'859.
--
verdient, was aufgerechnet auf das Jahr 2018 unter Berück
sichtigung der Lohnentwicklung einem Betrag von Fr. 70'000.-
-
entspreche, womit sich das
Valideneinkommen
mindestens auf diesen Betrag belaufe (S. 6 Ziff. 5). Stelle man auf den aktuell tatsächlich erzielten Lohn bei
E._
von Fr. 10'440.-- als Invalideneinkommen ab, ergebe sich ein Invaliditätsgrad von
mindestens 85
%
und somit ein Anspruch auf eine ganze Rente (S. 6 Ziff. 6). Tatsächlich bestimme sich das Invalideneinkommen aber aufgrund der medizinisch feststellbaren Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit. Die Beschwerdegegnerin habe es bisher jedoch versäumt, entsprechende Abklärungen zu tätigen (S. 6 Ziff. 7). Gegebe
nenfalls sei daher die Verfügung entsprechend dem Eventualantrag aufzuheben und die Sache zwecks weiterer Abklärung und Neubeurteilung an die Beschwer
degegnerin zurückzuweisen (S. 7 Ziff. 7).
Zusammengefasst habe die Beschwer
deführerin Anspruch auf eine Rente und auch auf berufliche Massnahmen (S. 8 Ziff. 10).
2.3
Zu prüfen ist somit der Leistungsanspruch der B
eschwerdeführerin bei strittiger
Methodenwahl
zur
Bemessung des Invaliditätsgrades
.
3.
3.
1
Dr. med. G._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, führte im Jahr 2007 aus
,
die Beschwerdeführerin stehe seit 1987 in seiner hausärztlichen Betreu
ung. Infolge einer schweren Rückenoperation
im Jahre
1983
(Harrington-
Spondylodese
; vgl.
Urk.
5/1)
könne sie keine Lasten über 10 kg tragen. Auch eine Tätigkeit
mit
lange
m
Sitzen verursache ihr starkes Rückenweh (Urk. 5/4/1).
3.
2
Die Ärzte der
H._
nannten im Bericht vom 3. Juli 2013 (Urk. 5/4/2-3) folgende Diagnosen (S. 1):
-
subfusionelle
Degeneration zwischen dem 3. und 4. Lendenwirbel (L3/4), zwischen dem 4. und 5. Lendenwirbel (L4/5) sowie zwischen dem 5. Lendenwirbel und dem Kreuzbein (L5/S1)
-
Status nach Harrington-
Spondylodese
vom 5. Brustwirbel bis zum 2. Lendenwirbel (Th5-L2) im August 1983 im Hause bei idiopathischer Skoliose
Während eines Aufenthalts in Italien anfangs 2013 seien zwei akute Schmerzepi
soden lumbal paravertebral rechts aufgetreten.
Die Patien
tin habe in Italien wegen dieser
starken Schmerzen einen Arzt besuchen müssen, welcher ihr Schmerzmittel verschrieben habe. Dadurch seien die Schmerzen nun bedeutend besser. Weiterhin anhaltend seien aktuell paravertebrale lumbale Schmerzen rechts (S. 1 Mitte). Das Röntgen der ganzen Wirbelsäule vom 26. April 2013 habe
Folgendes
ergeben: Status nach Harrington-
Spondylodese
Th5-L2, im Vergleich zur Voraufnahme von 2004 im Hause unverändert, keine Zunahme der Skoliose (S. 1 unten). Die Magnetresonanztomographie (MRI) der LWS vom 26. April 2013 habe eine beginnende Degen
e
ration der Bandscheiben L3/4 und L4/5 gezeigt. Es bestehe eine kleine Diskushernie L3/4
foraminal
rechts ohne Wurzelkompression (S. 2 oben). Die Schmerzsymptomatik sei auf die
subfusionelle
Degeneration der lumbalen Segmente zurückzuführen (S. 2 Mitte).
3.
3
Die Ärzte der
H._
führten i
m
Bericht betreffend die Wirbelsäulen-
Sprechstunde
vom 29. September 2017 (Urk. 5/4/4-5
= Urk. 5/22/1-2
= Urk. 5/31
) aus, die Patientin berichte, seit Frühjahr 2017 progrediente Schmerzen lumbal zu haben, welche vor zwei Monaten begonnen hätten, auch in das linke Bein aus
zustrahlen.
Sie
sei aktuell maximal zwei bi
s drei Stunden pro Tag arbeits
fähig und arbeite im
E._
an der Kasse (S. 1 Mitte). Ein MRI der LWS vom 29. September 2017 habe keine Nervenkompressionen gezeigt sowie eine leichte
Segmentsdegeneration
L3/4, L4/5 und L5/S1 (S. 2 oben). Die Patientin leide unter einer progredienten Schiefhaltung
und
einer intermittierenden Ischialgie links
seitig (S. 2 Mitte).
3.
4
Im Sprechstundenbericht vom 9. März 2018 (
Urk.
5/2 =
Urk. 5/4/6-7
= Urk. 5/22/3-4
= Urk. 5/30
) führten die Ärzte der
H._
aus, die Patientin
berichte
über eine unveränderte Klinik seit der letzten Sprechstunde vom 29. Sep
tember 201
7.
Weiterhin habe sie Schmerzen lumbal nach längerer Belastung wie beispielsweise Stehen. So sei sie weiterhin in ihrem Beruf als Verkäuferin gehin
dert und arbeite pro Woche lediglich 5 bis 10 Stunden. Intermittierend komme es auch weiterhin zur schmerzbedingten Fehlhaltung (S. 1 Mitte). Am Berichtsdatum sei ein MRI der ganzen Wirbelsäule sowie ein Röntgen der Wirbelsäule
anterior
posterior
(
ap
) / seitlich stehend durchgeführt worden (S. 1 unten)
.
Magnetreso
nanztomographisch habe kein Korrelat erhoben werden können, welches die Beschwerden der Patientin erkläre. Es sei entsprechend mit einem konservativen Therapieansatz weiterzufahren, wobei eine
chiropraktische
Behandlung ergänzt mit einer physiotherapeutischen
Beübung
am ehesten als zielführend angesehen werde (S. 2 Mitte).
Da die Patientin aufgrund der Rückenbeschwerden sicherlich nicht 100%ig arbeitsfähig sei, werde es als indiziert angesehen, dass durch die IV eine Abklärung bezüglich der funktionellen Arbeitsfähigkeit erfolgen sollte (S. 2 unten).
3.
5
Im Standortgespräch
mit der Beschwerdegegnerin
vom 11. Juni 2018 (Urk. 5/11)
beschrieb die Beschwerdeführerin ihre aktuelle Tätigkeit wie folgt: Kasse bedie
nen, Getränkebecher auffüllen,
Glacéautomat
bedienen, Pommes frittieren, Essensreste vom Boden wischen, Vorrat im Lager holen. Schwierigkeiten würden folgende Tätigkeit
en
bereiten, welche jeden Tag vorkämen: Schwere Kist
en heben, langes Stehen, Bücken.
Davon bekomme sie starke Rückenschmerzen im unteren Rücken. Eine Wechselbelastung zwischen Sitzen und Stehen gebe es nicht, sie müsse in ihrem Job immer stehen. Das Arbeitsverhältnis bestehe seit Februar 200
7.
Sie sei im Stundenlohn angestellt und arbeite im Durchschnitt 15 Stunden pro Woche. Sie habe das Pensum aufgrund der Rückenschmerzen lang
sam reduzieren müssen. Wenn sie voll gesund wäre, würde sie 100
%
arbeiten (S. 2 Ziff. 2). Jahrelang habe sie keine Beschwerden gehabt, sie habe einfach nicht alles machen können. Seit zirka 2013 hätten die Rückenschmerzen begonnen. Sie könne nicht länger als 3 bis 4 Stunden arbeiten, sie gerate dann schnell an ihre Grenzen (S. 4 Ziff. 5). Geplante Bemühungen zur Wiedereingliederung gebe es keine. Sie wüsste nicht, welchen Job sie zu einem höheren Pensum ausüben könnte. Den ganzen Tag si
tzen könne sie ebenfalls nicht
(S. 5 Ziff. 7).
3.
6
Im Bericht zuhanden der Beschwerdegegnerin vom 29. Juni 2018 (Urk. 5/14/7-9
= Urk. 5/29
) führten die Ärzte der
H._
aus, die Behandlung durch sie erfolge seit
August 1982 (S. 1 Ziff. 1.1). Zuletzt habe
d
ie
Beschwerdeführerin
am 9. März 2018 die Sprechstunde besucht (S. 1 Ziff. 1.2). Bis anhin
sei
keine Arbeitsunfähigkeit attestiert
worden
(S. 1 Ziff. 1.3).
Die Patientin sei im August 1982
(richtig wohl 1983; vgl.
Urk.
5/1 und
Urk.
5/4/2-3 S. 1) a
n der
H._
mittels Harrington-
Spondylodese
Th5-L2 operiert worden.
Bei einer Verlaufskontrolle am 29. Oktober 2004
habe die Patientin berichtet, dass sie
zu
100
%
als Telefonistin arbeite und lediglich nach längerer Belastung leichte Rückenschmerzen habe. Wiederholt sei sie anschliessend in die Sprechstunde gekommen, wobei sie am 29. September 2017 berichtet habe, dass sie seit dem Frühjahr 2017 unter progredienten lumbalen Rückenschmerzen leide
(S. 2 Ziff. 2.1). Die aktuelle Symptomatik bestehe in einer Lumbalgie mit inter
mittierender
Ischiofemoralgie
li
nksseitig nach längerem Stehen (S. 2 Ziff. 2.2).
In einem Arbeitssetting mit langem Stehen sowie Tragen von Gewichten über 5 bis 10 kg sei eine 100%ige Arbeitsfähigkeit auch auf längere Zeit nicht gegeben (S. 2 Ziff. 2.7; vgl. auch S. 3 Ziff. 3.4). Eine klare Aussage zur Frage, wie viele Stunden pro Tag die bisherige Tätigkeit zumutbar sei, sei
derzeit
nicht möglich. Sicher sei aber eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in ihrer aktuellen Tätigkeit als Verkäuferin an einem
E._
-Schalter nicht gegeben. Zur weiteren Evalu
ierung werde eine arbeitsmedizinische Abklärung empfohlen (S. 3 Ziff. 4.1).
3.
7
Dr. med.
I._
, Facharzt für Chirurgie sowie für Orthopä
dische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, Regionaler Ärzt
licher Dienst (RAD), führte in seiner Stellungnahme vom 18. Januar 2019 (Urk. 5/26 S. 3-5) aus, es bestünden diverse Einschränkungen in Bezug auf die bisherige Tätigkeit als Betriebsmitarbeiterin Kasse (S. 4 oben). Das Belastungs
profil umfasse leichte Tätigkeiten in Wechselbelastung
, teils sitzend, teils gehend, auch mit gelegentlichem Heben, Tragen und Transportieren von Lasten, ohne Verharren in Zwangshaltungen, ohne Steigen von oder Tätigkeiten auf Leitern und Gerüsten, ohne Kauern, Knien, Bücken, Hocken, ohne repetitive Rotation im Sitzen, ohne Überkopfarbeiten, ohne Arbeiten mit erhöhten Anforderungen an die Stand- und Gangsicherheit und ohne dauerhaftes Gehen und Stehen a
uf unebenem Grund sowie
ohne Tätigkeiten mit vermehrter Vibrationsbelastung (S. 4 Mitte). Die Beschwerdeführerin arbeite 15 Stunden pro Woche, was einem Pensum von 35
%
entspreche. Die Reduktion des Pensums sei nach ihren Anga
ben 2013 erfolgt. Medizinisch-theoretisch sei
in einer angepassten Tätigkeit
eine
höhergradige
Arbeitsfähigkeit möglich. Eine wesentliche Änderung des Gesund
heitszustandes sei nicht zu erwarten (S. 4 Mitte). Die Arbeitsfähigkeit bei
höherer Qualifikation könne nur durch eine RAD-Untersuchung festgelegt werden (S. 4 unten
).
3.
8
Am 2
5
. Februar 2019
fand eine Haushaltabklärung vor Ort statt, worüber am 2
6.
Februar 2019 berichtet wurde
(Urk. 5/24).
Dabei
wurde festgehalten,
die Beschwerdeführerin habe ihre Lehre als Telefonistin 1985 abgeschlossen und anschliessend nebst einigen kurzdauernden alternativen Tätigkeiten 17 Jahre bei der Auskunftsnummer
«...»
gearbeitet. Mit dem Rücken habe sie während dieser Zeit keine Beschwerden gehabt. Sie habe aus privaten Gründen ihr Pensum im Laufe der Zeit stetig reduziert: Von 100
%
sei sie schrittweise auf 80
%
bis auf 60
%
zurückgegangen und kurz vor Schluss aus betriebsinternen und organisa
torischen Gründen wieder hoch auf 80
%
. Sie habe gut verdient, sei
kinderlos
verheiratet gewesen und habe es sich leisten können, Teilzeit zu arbeiten. Auch habe sie noch Spargelder gehabt, nachdem ihr ihre Eltern zweimal einen grösseren Betrag geschenkt hätten. Als sie sich von ihrem Ehemann habe schei
den lassen, sei
sie kurz darauf mit ihrem jetz
igen Partner zusammengekommen. Finanziell habe es immer gepasst. Als die Nachfrage bei
«...»
mit der Zeit aufgrund der Konkurrenz durch das Internet geringer worden sei, seien mehrere Personen entlassen worden, darunter auch sie. Im Februar 2007 habe sie bei
E._
eine neue Stelle gefunden, wo sie bis heute arbeite. Sie habe immer im Stunden
lohn gearbeitet. Bis zirka 2013, als die ersten Beschwerden aufgetreten seien, habe sie zirka 15 bis 20 Stunden pro Woche gearbeitet, seit zirka 2013, nach Beginn der Beschwerden, weniger. Aktuell arbeite sie zirka 5 bis 10 Stunden pro Woche (S. 3 Ziff. 2.2).
Ohne Rückenprobleme würde
sie
im bisherigen Pensum von 15 bis 20 Stunden pro Woche bei
E._
arbeiten. Die restliche Zeit würde sie für den Haushalt verwenden (S. 5 Ziff. 2.5).
Die Qualifikation sei gemäss der
IV-Abklärungsperson
wie folgt vorzunehmen: 35
%
Erwerbstätigkeit / 65
%
Haushalt (S. 5 Ziff. 2.6).
Dies begründete sie wie folgt
: Die Beschwerdeführerin habe in den Jahren 2007 bis 2010 gemäss dem IK-Auszug im Durchschnitt zirka Fr. 14'700.
--
verdient. Bei einem Stundenlohn von
z
irka Fr. 23.-- (Stand 2017) habe sie somit zirka 640 Stunden pro Jahr gearbeitet. Bei einer Normalarbeitszeit von 47 Wochen pro Jahr und 40 Stunden pro Woche ergäben sich 1'880 Stunden pro Jahr bei einem Pensum von 100
%
. Somit habe die Beschwerdeführerin zirka in einem 35
%
Pensum gearbeitet (
640 :
1'880 x 100
;
), was zirka 15 Stunden pro Woche entspreche (S. 5 Ziff. 2.6.1).
Im Haushalt ergäben sich nach Einschätzung der Beschwerdegegnerin keine Einschränkungen. Es sei je nach Aufgabenbereich ihrem Partner zumutbar,
mitzuhelfen. Der Beschwerdeführerin sei zumutbar, nötigenfalls bestimmte Arbeiten in Etappen zu erledigen
oder andere schadensmindernde Massnahmen vorzunehmen
(vgl. etwa S. 6 Ziff. 6.1
und S. 8 Ziff. 6.4
).
4.
4.1
Die Ärzte der
H._
begleiten die Beschwerdeführerin seit der
Operation betreffend die
Harrington-
Spondylodese
im Jahr 198
3.
Gestützt auf ihre sorgfäl
tig verfassten Berichte und nachvollziehbaren Einschätzungen (
vorstehend E. 3.
2
-
4
und E. 3.
6
) ist erstellt, dass die Beschwerdeführerin in ihrer derzeitigen Tätigkeit als Crewmitarbeiterin bei
E._
aufgrund von chronischen Rückenbeschwerden medizinisch-theoretisch nicht zu 100
%
arbeitsfähig ist.
Überzeugend
ist auch das von RAD-Arzt Dr.
I._
erarbeitete Belastungspro
fil (vorstehend E. 3.
7
).
Nicht erstellt werden kann
anhand
der
aktuellen
medizinischen Aktenlage die genaue zeitliche Einschränkung in der derzeitigen oder in einer allfälligen ange
passten
Erwerbst
ätigkeit. Hierfür wäre
n
mit der Beschwerdeführerin wohl weitere Abklärungen (vorstehend E. 2.2), sprich
mit den Ärzten der
H._
eine arbeitsmedizinische Evaluation (vorstehend E. 3.
6
) oder mindestens mit Dr.
I._
eine RAD-Untersuchung (vorstehend E. 3.
7
)
vonnöten
. Derlei weitere Abklärungen könnten sich indes je nach
Status und Qualifikation
der Beschwerdeführerin
im Hinblick auf die zur Anwendung kommende Methode zur Bemessung des Invaliditätsgrades
erübrigen
(vgl. dazu sogleich)
.
4.2
Sowohl bei der erstmaligen Prüfung des Rentenanspruchs als auch bei der Rentenrevision und im Neuanmeldungsverfahren ist die Methode der Invalidi
tätsbemessung (
Art.
28a IVG) zu bestimmen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 117 V 198 E. 3b).
Die für die Methodenwahl (Einkommensvergleich, gemischte Methode, Betäti
gungsvergleich) entscheidende Statusfrage, nämlich ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig einzustufen ist, beurteilt sich danach, was die Person bei im Übrigen unveränderten Umstän
den täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde. Entscheidend ist somit nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch erwerbstätig wäre. Bei im Haushalt tätigen Versicherten im Beson
deren sind die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten
und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigungen und Begabungen zu berücksichtigen. Massgebend sind die Verhält
nisse, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben, wobei für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten
(Teil-)Erwerbstätigkeit der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der über
wiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich ist (BGE 144 I 28 E. 2.3, 141 V 15 E. 3.1, 137 V 334 E. 3.2, 125 V 146 E. 2c, 117 V 194 E. 3b).
Die Beantwortung der Statusfrage erfordert zwangsläufig eine hypothetische Beurteilung, die auch die hypothetischen Willensentscheidungen der versicherten Person zu berücksichtigen hat. Diese Entscheidungen sind als innere Tatsachen wesensmässig einer direkten Beweisführung nicht zugänglich und müssen in der Regel aus äusseren Indizien erschlossen werden (vgl. BGE 144 I 28 E. 2.4).
4.3
Die von einer qualifizierten Person durchgeführte Abklärung vor Ort (nach Massgabe des Art. 69 Abs. 2 IVV; vgl. auch
Rz
. 3081 ff. des Kreisschreibens über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung, KSIH, gültig ab 1. Januar 2015) stellt für gewöhnlich die geeignete und genügende Vorkehr zur Bestimmung der gesundheitlichen Einschränkung im Haushalt dar.
Hinsichtlich des Beweiswerts der entsprechenden Berichterstattung ist wesentlich, dass sie durch eine qualifizierte Person erfolgt, die Kenntnis der örtlichen und räumlichen Verhältnisse sowie der aus den medizinischen Diagnosen sich erge
benden Beeinträchtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Angaben der versicherten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext schliesslich muss plau
sibel, begründet und angemessen detailliert bezüglich der einzelnen Einschrän
kungen sein sowie in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen.
Diese Beweiswürdigungskriterien sind nicht nur für die im Abklärungsbericht enthaltenen Angaben zu Art und Umfang der Behinderung im Haushalt massge
bend, sondern gelten analog für jenen Teil eines Abklärungsberichts, der den mutmasslichen Umfang der erwerblichen Tätigkeit von teilerwerbstätigen Ver
sicherten mit häuslichem Aufgabenbereich im Gesundheitsfall betrifft (Urteil des Bundesgerichts
I 236/06 vom 19. Juni 2006 E. 3.2
).
4.4
Das Gespräch zur Abklärung der beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit in Beruf und Haushalt (vorstehend E. 3.
8
) fand am 25. Februar 2019 bei der Beschwerdeführe
rin zuhause statt. Die örtlichen und räumlichen Verhältnisse waren der beurtei
lenden
Person somit ebenso bekannt wie die bestehenden medizinischen Diagno
sen und die sich daraus ergebenden Einschränkungen (vgl. Urk. 5/24 S. 1 f.)
. Die Angaben der Beschwerdeführerin wurden ausreichend berücksichtigt.
Der Berichtstext
erscheint
objektiv und ausgewogen
, ist
sorgfältig verfasst, plausibel, begründet und bezüglich der einzelnen Einschränkungen
angemessen detailliert
. Er ist somit voll beweiskräftig (vgl. vorstehend E. 4.3) und es kann grundsätzlich auf ihn abgestellt werden.
Gut nachvollziehbar
und schlüssig
ist
sodann auch
die
von der Beschwerdegeg
nerin vorgenommene
Berechnung der Erwerbstätigkeit von 35
%
oder rund 15 Stunden pro Woche
(Urk. 5/24 Ziff. 2.6.1; vorstehend E. 3.
8
). Sie stützt sich auf die objektiv feststehenden Zahlen des IK-Auszugs in den Jahren 2007 bis 2010.
In dieser Zeit hatte die Beschwerdeführerin noch mit keinen nennenswerten Rückenbeschwerden zu kämpfen
,
tauchten
diese doch
erst
im Jahr
2013
auf. Dies ergibt sich sowohl
aus den im Recht liegenden
B
erichten
der
H._
(vorstehend E.
3.
2
-
4
und E. 3.
6
) als auch aus den Äusserungen der Beschwerde
führerin anlässlich des Standortgesprächs (vorstehend E. 3.
5
) und
anlässlich
der Haushaltabklärung (
vorstehend
E. 3.
8
). Bei letzterer Gelegenheit gab sie zudem explizit an, ohne Rückenprobleme würde sie auch heute in einem Pensum
von
15 bis 20 Stunden arbeiten und die restliche Zeit für den Haushalt verwenden.
Abweichend hiervon hatte sie im Standortgespräch noch angegeben, sie würde
zu
100
%
arbeiten, wenn sie voll gesund w
äre (vorstehend E. 3.
5
). Dieser Aussage
möchte die Beschwerdeführerin nun als
solche
«der ersten Stunde» besonderes Gewicht beimessen (vorstehend E. 2.2). Damit spielt sie auf die Rechtsprechung des Bundesgerichts an, wonach im
Bereich des Sozialversicherungsrechts in
der
Regel auf die «Aussagen
der
ersten
Stunde
» ab
zustellen ist
, denen in
beweismäs
siger
Hinsicht
grösseres
Gewicht zukommt als späteren Darstellungen, die bewusst o
der
unbewusst von nachträglichen Überlegungen versicherungsrecht
licher o
der
an
der
er Art beeinflusst sein können (BGE 121 V 45 E. 2a, 115 V 133 E. 8c mit Hinweis).
Dabei
verkennt sie jedoch, dass diese Rechtsprechung darauf zielt,
späten angepassten und somit
taktischen Aussagen die
Beweiskraft
zu ent
ziehen. Für die vorliegende Konstellation, wo die spätere Aussage der Beschwer
deführerin für sie ungünstiger ist als die erste, hat diese Rechtsprechung keine Bedeutung. Dies umso
weniger
, als ein taktisches Aussageverhalten bei der im Verwaltungsverfahren
erst nach Erlass des Vorbescheids
anwaltlich vertretenen
Beschwerdeführerin nicht ersichtlich ist und ihre
anlässlich der Haushaltsabklä
rung getätigten
Aussage
n
– wie oben dargelegt –
zusammen
mit den
vorliegen
den
Arztberichten und dem IK-Auszug
ein stimmiges Bild
ergeben
.
Nicht belegt ist demgegenüber der
erst in der Beschwerdeschrift eingenommene
Standpunkt der Beschwerdeführerin, sie habe die Stelle bei
E._
nach der Kündigung ihrer Stelle als Telefonistin „in der Not“ angenommen, obwohl sie dort viel habe stehen müssen und deshalb nur
habe Teilzeit arbeiten können
(
vorstehend E 2.
2
)
. Selbst wenn sich dies tatsächlich so abgespielt haben sollte, so
hätte
es der Beschwerdeführerin
frei
gestanden, sich
während laufender Teil
zeitanstellung bei
E._
um eine geeignetere
und höherprozentige
Stelle mit einem höheren Anteil sitzender Tätigkeit zu bemühen, nachdem ihr
e Stelle als Telefonistin
im Jahr 2005
aus wirtschaftlichen Gründen gekündigt worden war.
Für d
erartige Bemühungen
hätte die Beschwerdeführerin viele Jahre Zeit gehabt, sie
wurden jedoch von
ihr
nicht belegt, ja nicht einmal behauptet. Es liegt der Schluss nahe, dass sie sich mit ihrem Teilzeitp
ensum
freiwillig
zufrieden
gab
und sich
in der restlichen Zeit
um den Haushalt
kümmerte
, zumal sie auch in der früheren Anstellung als Telefonistin ihr Pensum
bereits
aus privaten Gründen
auf bis zu 60
%
reduziert hatte (vorstehend E. 3.
8
).
4.5
Die Beschwerdeführerin reduzierte ihr Pensum nach dem Gesagten also bereits im Jahr 2007
aus invaliditätsfremden
Gründe
n
a
uf 35
%
und hielt dieses in den Folgejahren aufrecht.
Erst im Jahr 2013 meldeten sich
nennenswerte Rücken
beschwerden, welche die Beschwerdeführerin veranlassten, ihr Pensum noch weiter zu reduzieren.
Wären diese nicht eingetreten, so ist hypothetisch davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin auch heute noch in einem Pensum von 35
%
arbeiten würde, haben sich doch
ihre
sonstigen
Lebensumstände seither nicht verändert.
Jedenfalls vermag sie nicht mit
dem
Beweismass
der überwie
genden
Wahrscheinlichkeit nachzuweisen, dass sie bei voller Gesundheit auch heute noch in einem höheren Pensum als 35
%
arbeiten würde
(vorstehend E. 4.2)
.
Die Beschwerdegegnerin hat die Beschwerdeführerin damit zu Recht als
zu
35
%
erwerbstätig und zu 65
%
im Haushalt tätig qualifiziert (vorstehend E. 3.
8
).
4.6
Im
Haushaltsbereich hat d
ie
Beschwerdeführerin
gemäss
dem voll beweiskräfti
gen Abklärungsbericht (vgl. vorstehend E. 4.4) keine Einschränkungen. Dies wird von
ihr
denn auch
nicht bestritten und ist
somit
erstellt.
Der Beschwerdegegnerin ist darin zuzustimmen
,
dass selbst bei einer vollen Einschränkung in der Erwerbstätigkeit kein Leistungsanspruch entstehen könnte, da
diesfalls
höchstens ein nicht rentenbegründender Invaliditätsgrad von 35
%
bestünde
(vgl. Urk. 5/26 S. 5 unten)
.
Dem ist
der Vollständigkeit halber
hinzu
zu
fügen, dass eine volle Einschränkung in der Erwerbstätigkeit klarerweise nicht besteht, nachdem die Beschwerdeführerin weiterhin in einem Teilzeitpensum bei
E._
angestellt ist
und im Jahr 2017 414.83 Arbeitsstunden geleistet und damit einen Bruttoverdienst von Fr. 10‘400.40 erzielt hat (Urk. 5/13/9)
.
Klar ist im Übrigen, dass zur Bestimmung des
hypothetischen
Erwerbseinkommens ohne Einschränkung entgegen der Beschwerdeführerin nicht deren Einkommen als Telefonistin herangezogen werden kan
n. Denn
diese Tätigkeit
musste sie bereits im Jahr 2005
aus wirtschaftlichen Gründen aufgeben
, während sie
ihre derzeitige Tätigkeit bei Auftreten der Rückenbeschwerden im Jahr 2013 bereits seit 6 Jahren aus
übte
.
Folgerichtig wäre diese
Tätigkeit
massgebend
zur Bestimmung des hypothetischen Erwerbseinkommens ohne Einschränkung.
4.
7
Zusammengefasst lässt sich der Invaliditätsgrad
vorliegend
mangels
Feststellbar
keit
der
genauen
zeitlichen Einschränkung in der derzeitigen oder in einer allfäl
ligen angepassten
Erwerbstätigkeit
nicht
exakt
bestimmen. E
r liegt jedoch
ange
sichts
einer Erwerbstätigkeit von 3
5
%
und einer uneingeschränkten Haushaltstä
tigkeit von 65
%
bei maximal 35
%
.
Bei diesem Ergebnis steht der Beschwerde
führerin keine Rente der Invaliden
versicherung zu. Soweit sie berufliche Mass
nahmen beantragt, so bildet dies mangels Anfechtungsobjekt nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens.
Die angefochtene Verfügung erweist sich demnach als rechtens, was zur Abwei
sung der Beschwerde führt.
5
.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens
aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG). Vor
l
iegend sind die Kosten auf
Fr.
7
00.-- anzusetzen und der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen.