Decision ID: 17ee0ff4-a986-4502-a0e1-566eb5e93db2
Year: 2020
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1955,
war seit dem
1.
September 2009
als Geschäftsführer und Chauffeur bei der
Y._
in
Z._
tätig und damit bei der Suva für Berufs- und Nichtberufsunfälle sowie Berufskrankheiten versichert, als er
sich
am 2
9.
Dezember 2016
in Äthiopien infolge eines
epileptischen Anfalles
eine Fraktur
an der Wirbelsäule
zuzog (vgl. Unfallmeldung vom
1
7.
Januar 2017,
Urk.
10/1
).
Nach der Rückführung in die Schweiz wurde er
ins
A._
eingewiesen
, wo
eine instabile Fraktur des Lendenwirbelkörpers (LWK) 4 diagnos
tiziert und
eine
dorsale Instrumentierung USS LWK 3 auf LWK 5 durchgeführt
wurde
(vgl.
Urk.
10/27-28
). Die Suva erbrachte die gesetzlichen Leistungen im Sinne von Heilbehandlung und Tagg
eld (
Urk.
10/13
). Mit
unangefochten in Recht
s
kraft erwachsener
Verfügung vom
3
0.
April 2018 (
Urk.
10/97
) sprach sie dem Ver
sicherten sodann eine Integritätsentschädigung von
Fr.
14'820.-- bei einer Integritätseinbusse von 10
%
zu.
Die Heilkosten- und Taggeldleistungen wurden per
1.
Juni 2018 eingestellt (vgl.
Urk.
10/105).
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, sprach dem Versicherten mit Verfügung vom
7.
März 2019 (
Urk.
10/170) mit Wirkung ab dem
1.
Dezember 2017 eine ganze Inva
liden
rente zu.
Mit Verfüg
ung vom
9.
November 2018 (
Urk.
10/153
) sprach die Suva dem Ver
si
cherten
mit Wirkung
ab dem
1.
Juni 2018 eine Invalidenrente
entsprechend einer Erwerbsunfähigkeit
von 13
%
zu. Die dagegen vom Versicherten erhobene Ein
sprache
(
Urk.
10/158;
Urk.
10/167
)
hiess
die Suva mit
Einspracheent
scheid
vom 1
9.
März 2019 (
Urk.
10/171
=
Urk.
2) in dem Sinne teilw
e
i
se gut,
als ein leicht höherer Invaliditätsgrad von 14
%
ermittelt wurde.
2.
Der Versicherte erhob am
3.
Mai 2019 Beschwerde gegen den
Einspracheent
scheid
vom 1
9.
März 2019 (
Urk.
2) und beantragte, dieser sei aufzuheben und es sei ihm eine Invalidenrente aufgrund eines Invaliditätsgrades von 66
%
zuzu
sprechen. Eventuell sei ein gerichtliches Gutachten über die medizinischen Folgen des Unfalls vom 2
9.
Dezember 2016 einzuholen (
Urk.
1 S. 2).
Die Suva beantragte mit Beschwerdeantwort vom
7.
Juni 2019 (
Urk.
9) die Ab
weisung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer am 1
2.
Juni 2019 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
12).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
UV170760
Übergangsrecht UVG-Revision, in Kraft seit 1. Januar 2017
09.2019
Am 1. Januar 2017 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b). Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausge
brochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).
Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am 2
9.
Dezember 2016 ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
UV170600
Fallabschluss, Ende Taggeld- und Heilbehandlungsleistungen, Beginn des Anspruchs auf Invalidenrente und Integritätsentschädigung
08.2018
Nach Gesetz und Rechtsprechung ist der Fall unter Einstellung der vorüber
gehenden Leistungen und Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und eine
Integritätsentschädigung abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung der ärztli
che
n Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicher
ten Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind (vgl. Art. 19 Abs. 1, Art. 24 Abs. 2 UVG; Urteil des Bundesgerichts 8C_888/2013 vom 2. Mai 2014 E. 4.1, vgl. auch Urteil 8C_639/2014 vom 2. Dezember 2014 E. 3). In diesem Zeitpunkt ist der Un
fallversicherer auch befugt, die Adäquanzfrage zu prüfen (Urteil des Bundes
ge
richts 8C_377/2013 vom 2. Oktober 2013 E. 7.2 mit Hinweis auf
BGE
134 V 109, vgl. auch Urteil 8C
_
454/2014 vom 2. September 2014 E. 6.3).
Ob eine namhafte Besserung noch möglich ist, bestimmt sich insbesondere nach
Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeits
fähig
keit
, soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist. Die Verwendung des Be
griffes «namhaft» in Art. 19 Abs. 1 UVG verdeutlicht demnach, dass die durch weitere (zweckmässige) Heilbehandlung im Sinne von Art. 10 Abs. 1 UVG erhof
fte Besse
rung ins Gewicht fallen muss. Weder eine weit entfernte Möglichkeit eines posi
ti
ven Resultats einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch ein von wei
teren Massnahmen – wie
etwa einer Badekur – zu erwartender geringfügiger the
ra
peutischer Fortschritt verleihen Anspruch auf deren Durchführung. In diesem Zu
sammenhang muss der Gesundheitszustand der versicherten Person prognostisch und nicht aufgrund retrospektiver Feststellungen beurteilt werden (Urteil des Bundesgerichts 8C_888/2013 vom 2. Mai 2014 E. 4.1 mit Hinweisen, insbe
son
dere auf BGE 134 V 109 E. 4.3; vgl. auch Urteil 8C_639/2014 vom 2. Dezember 2014 E. 3).
Für die Einstellung der vorübergehenden Leistungen braucht der Entscheid der
Invalidenversicherung über Eingliederungsmassnahmen nicht abgewartet zu we
rden, wenn von weiterer ärztlicher Behandlung keine namhafte gesundheit
liche Besserung mehr erwartet werden kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_588/2013 vom 16. Januar 2014 E. 3.3) und keine Anhaltspunkte dafür vorlie
gen, dass durch allfällige Eingliederungsmassnahmen das der Invaliditätsbe
mes
sung der Unfallversicherung gestützt auf die medizinischen Abklärungen zugrun
de gelegte Invalideneinkommen verbessert und so der die Invalidenrente der Unfallversicherung bestimmende Invaliditätsgrad beeinflusst werden kann (vgl. Urteil des Bundesgericht 8C_588/2013 vom 16. Januar 2014 E. 3.5).
1.3
Wird die versicherte Person infolge eines Unfalles zu mindestens 10 % invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente, sofern sich der Unfall vor Erreichen des ordentlichen Rentenalters ereignet hat (Art. 18 Abs. 1 UVG). Invalidität ist die
voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erw
erbs
unfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG). Zur Bestimmung des Invaliditätsgrades wird gemäss Art. 16 ATSG das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der (unfallbedingten) Invalidität und nach Durchführung der medi
zini
schen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzie
len könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
).
1.4
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validen
einkommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein
lichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Aus
nah
men
müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 139 V 28 E. 3.3.2, 135 V 58 E. 3.1, 134 V 322 E. 4.1).
Ist
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die versicherte Person die bisherige Tätigkeit unabhängig vom Eintritt der Invalidität nicht mehr ausgeübt hätte, kann das
Valideneinkommen
auf Grundlage der vom Bundesamt
für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) be
rec
h
net werden, wobei die für die
Entlöhnung
im Einzelfall gegebenenfalls rele
vanten persönlichen und beruflichen Faktoren zu berücksichtigen sind (BGE 139 V 28 E. 3.3.2; Meyer/
Reichmuth
, Bundesgesetz über die Invalidenversiche
rung, 3. Auflage 2014,
Rn
55 f. zu Art.
28a
).
1
.5
Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die ver
sicherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbs
tätigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumut
barer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein
solches tatsächlich
erzieltes Erwerbseinkommen
gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach
Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumut
bare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Rechtspre
chun
g entweder Tabellenlöhne gemäss der vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen LSE oder die Zahlen der Dokumentation von Arbeitsplätzen (DAP) der Suva herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3 mit Hinweis).
Dabei kommt keiner Methode ein genereller Vorrang zu (BGE 129 V 472 E. 4.2.1).
1.6
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnitt
s
werten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) allenfalls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienst
jahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad Auswir
kungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 124 V 321 E. 3b/
aa
). Aufgrund dieser Faktoren kann die versicherte Person die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt möglicherweise nur mit unterdurch
schnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten. Der Abzug soll aber nicht auto
matisch erfolgen. Er ist unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflicht
gemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen
und darf 25
%
nicht übersteigen (vgl. BGE 135 V 297 E. 5.2, 134 V 322 E. 5.2 und 126 V 75 E. 5b/
aa
-cc). Die Rechtsprechung gewährt insbesondere dann einen Abzug auf dem Invalidenein
kommen, wenn eine versicherte Person selbst im Rahmen körperlich leichter Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist (BGE 126 V 75 E. 5a/
bb
). Zu beachten ist jedoch, dass allfällige bereits in der Beurteilung der
medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche Einschränkungen ni
cht zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunkts führen dürfen (Urteile des Bundesgerichts 8C_805/2016 vom 22. März 2017 E. 3.1 und 9C_846/2014 vom 22. Januar 2015 E. 4.1.1).
Nach ständiger Rechtsprechung darf das (kantonale) Sozialversicherungsgericht sein Ermessen, wenn es um die Beurteilung des Tabellenlohnabzuges gemäss BGE 126 V 75 geht, nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen; es muss
sich
auf Gegebenheiten abstützen können, welche seine abwei
chende Ermessensausübung als naheliegender erscheinen lassen (BGE 137 V 71 E. 5.2 und 126 V 75 E. 6). Wurde bei der Festsetzung der Höhe des Abzugs vom Tabellenlohn ein Merkmal oder ein bestimmter Aspekt eines Merkmals zu Unrecht nicht berücksichtigt oder zu Unrecht berücksichtigt, hat die Beschwerdeinstanz den Abzug gesamthaft neu zu schätzen (vgl. Urteile des Bundesgerichtes 9C_808/2015 vom 29. Februar 2016 E. 3.4.3 und
8C_113/2015 vom 26. Mai 2015 E. 3.2
).
1.7
Im gegenseitigen Verhältnis zwischen Invaliden- und Unfallversicherung besteht keine Bindungswirkung der Invaliditätsschätzung des einen Versicherers für den jeweils anderen Sozialversicherungszweig. Die IV-Stellen und die Unfallver
siche
rer haben die Invaliditätsbemessung in jedem einzelnen Fall selbständig vorzu
nehmen. Sie dürfen sich ohne weitere eigene Prüfung nicht mit der blossen Über
nahme des Invaliditätsgrades des jeweils anderen Sozialversicherers begnügen (BGE 133 V 549 E. 6.1).
1.8
UV170510
Beweiswert eines Arztberichts
08.2018
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
UV170530
Beweiswert von versicherungsinternen ärztlichen Einschätzungen
08.2018
Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versiche
rungsinterner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erschei
nen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/
ee
). Das An
stellungsverhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Versicherungs
träger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangenheit schliessen (BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4). Soll ein Versicherungsfall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungs
in
ternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin
stellte
im angefochtenen
Einspracheentscheid
(
Urk.
2)
auf die kreisärztliche Beurteilung
ab
.
Es lägen keine widersprechenden
medizi
nischen Berichte vor.
V
on Seiten einer medizinischen Fachperson
fehle jegliche Begründung
, weshalb der Beschwerdeführer – wie er behaupte - in einer leidens
angepassten Tätigkeit nur zu maximal 50
%
und nicht in einem Vo
llpensum arbeitsfähig sei
(S. 7 f.). Nach Vornahme des Einkommensvergleichs, wobei ins
besondere kein leidensbedingter Abzug zu gewähren sei, resultiere eine Erwerbs
einbusse von
Fr.
10'594.-- und damit ein Invaliditätsgrad von gerundet 14
%
(S.
10).
In der Beschwerdeantwort (
Urk.
9) führte sie ergänzend aus,
dass als unfall
be
dingter Befund im Bereich der Wirbelsäule ausschliesslich die
mässiggradige
Bewegungseinschränkung der Lendenwirbelsäule (LWS) verbleibe. Die Kreisärztin habe den belastungsabhängigen Beschwerden
in ihrer
Zumutbarkeitsbeurteilung ausreichen
d Rechnung getragen.
Der Bericht von
Dr.
med.
B._
ändere nichts an der kreisärztlichen Beurteilung (S. 5 ff.).
2.2
Demgegenüber stellte sich der Beschwerdeführer
im Wesentlichen
auf den Stand
punkt (
Urk.
1),
dass
die kreisärztli
che Beurteilung
nicht überzeuge
. So seien
die geklagten Beschwerden nicht umfassend berücksichtigt
und auch
die objektiven medizinischen Befunde grösstenteils ausser Acht gelassen
worden
. Er könne aufgrund der unfallbedingten Restbeschwerden nicht lange sitzen und nicht lange stehen. Ausserdem leide er an erheblichen Schmerzen, welche bei
jeglichen
Akti
vitäten
zunähmen. Er benötige
sehr viel Erhol
ung,
weshalb er auch eine leichte Erwerbstätigkeit nicht in einem vollzeitlichen Pensum ausüben könne.
Die
kreis
ärztliche
Beurteilung
berücksichtige
die Bewegungseinsc
hränkungen und Sch
mer
zen nicht
.
E
ine leichte und wechselbelastende Tätigkeit
könne ihm
zu max
imal 50
%
zugemutet werden (S. 4 f.
). Beim Einkommensvergleich sei schliesslich auf die Aufrechnung der Nominallohnentwicklung beim Invalideneinkommen zu verzichten und ein leidensbedingter Abzug von 20
%
zu gewähren (S. 5 f.).
2.3
Strittig und zu prüfen ist die Höhe der Invalidenrente.
Dabei umstritten sind sowohl die verbliebene Arbeitsfähigkeit aus medizinischer Sicht als auch der vor
genommene Einkommensvergleich.
3.
3.1
Am 2
9.
Dezember 2016
wurde es dem Beschwerdeführer laut Unfallmeldung vom 1
7.
Januar 2017 (
Urk.
10/1) in Äthiopien beim Autofahren unwohl, worauf
hin
er an
gehalten
und zirka ein bis zwei Minuten so stark gezittert habe, dass ein Bruch an der Wirbelsäule erfolgt sei. Die Ärzte hätten einen einmaligen epileptischen Anfall vermutet (vgl. S. 2).
3.2
Nach dem Rücktrans
port in die Schweiz war
der Beschwerdeführer
vom
8.
bis 2
0.
Januar 2017
im
A._
in Zürich hospitalisiert.
Mit Austritts
be
richt vom 1
9.
Januar 2017 (
Urk.
10/28) diagnostizierten die Ärzte eine instabile LWK 4-Fraktur im Rahmen eines am 2
9.
Dezember 2016 erlittenen tonisch-klo
nischen Kramp
f
anfalles
(Erstereignis)
mit Hyposensibilität des rechten Unter
schen
kels und leichter Spinalkanalstenose, weshalb eine dorsale Instrumen
tierung USS LWK 3 au
f LWK 5 durchgeführt worden sei. Es zeige sich ein erfreulicher postoperativer Verlauf. Die Sensibilitätsstörungen im rechten Unter
schenkel hätten sich vollständig
regredient
präsentiert, jedoch sei eine rezidi
vie
rende Schmerzsymptomatik im linken dorsalen Oberschenkel aufgetreten. Diese sei am ehesten auf eine muskuläre Ursache zurückzuführen. Ein
radikulärer
Ursprung lasse sich jedoch nicht vollständig ausschliessen (S. 1).
3.3
Dr.
med. C._
, Facharzt für Neurologie,
nannte
mit Bericht vom 1
1.
April 2017 (
Urk.
10/60)
folgende Diagnosen
(S.
1):
-
erstmaliger
unprovozierter
tonisch-klonischer Anfall am 2
9.
Dezember 2016 mit/bei:
-
Verdacht auf zusätzliche einfach-fokale Anfälle (
epigastrische
Aura)
-
Differentialdiagnose (DD): Temporallappenepilepsie links
-
unauffälliger Magnetresonanztomographie (MRI) des Schädels
-
Status nach instabiler LWK 4-Fraktur im Rahmen des Anfalles bei Status nach dorsaler Instrumentierung LWK 3 auf LWK 5 am 1
0.
Januar 2017
Der Beschwerdeführer habe berichtet, dass es mit dem rechten Bein zwischen
zeitlich deutlich bessergehe. Er habe kein Taubheitsgefüh
l mehr und könne wieder Treppen
steigen. Nach längerem Sitzen komme es zu Lumbalgien rechts, ansons
ten habe er keine Schmerzen (S. 1).
Die
Elektroenzephalographie (
EEG
)
zeige eine
normale Grundaktivität und keine epilepsietypischen Potentiale. Da der Beschw
er
deführer zusätzliche episodische Oberbauchbeschwerden beschreibe, welche in erster Linie an eine
epigastrische
Aura bei Temporallappenepilepsie denken
liessen
, sei eine antiepileptische Therapie notwendig. Bei Status nach LWK 4-Fraktur zeige sich kein
radikuläres
Ausfallssyndrom (S. 2).
3.4
Am 2
1.
April 2017 berichtete PD
Dr.
med. D._
, Facharzt für Chir
urgie,
A._
, über einen regelrechten postoperativen Verlauf.
Der Besch
wer
deführer klage weiterhin über Muskelverspannungen im Bereich der LWS
, ver
neine jedoch r
ichtige Schmerzen. Es zeige sich eine leicht eingeschränkte Be
weglichkeit des Rumpfes bei eindeutigem Muskelhartspann.
Die Beschwerden seien auf die muskuläre Situation zurückzuführen (vgl. Schreiben vom 2
1.
April 2017,
Urk.
10/29).
3.5
Anlässlich der Verlaufskontrolle
bei PD
Dr.
D._
vom
8.
Juni 2017 habe der Beschwerdeführer über leicht persistierende Rückenbeschwerden berichtet, sei jedoch voll mobil. Der Beschwerdeführer sei neurologisch grobkursorisch intakt. Es zeige sich eine gute Beweglichkeit des Rumpfes und ein regelrechter posto
pe
rativer Verlauf (vgl. Schreiben vom 1
3.
Juni 2017,
Urk.
10/48).
3.6
M
it Bericht vom 2
6.
Juni 2017 (
Urk.
10/59)
gab
Dr.
C._
an,
dass
der Be
schwerdeführer über eine Anfallsfreiheit berichtet
habe
. Mit dem rechten Bein gehe es inzwischen noch besser (S. 1). Im EEG zeige sich
k
eine epileptische Akti
vität.
Anlässlich des
MRI des Schädels vom
9.
Januar 2017 sei keine
Hippo
cam
pussklerose
sichtbar gewesen. Eine sichere Unterscheidung zwischen einem Gele
genheitsanfal
l und einer Temporallappenepile
p
s
ie sei dennoch weiterhin nicht möglich, da die nun sistierten Episoden mit aufsteigendem Unwohlsein einer
epi
gastrischen
Aura entsprechen könnten.
Eine weitere Abklärung sei nicht not
wendig (S. 2).
3.7
PD
Dr.
D._
berichtete am 1
8.
Oktober 2017 über die Verlaufskontrolle zirka neun Monate postoperativ. Der Beschwerdeführer sei vor allem aufgrund des Schwindels,
welcher abgeklärt werde
, weiterhin zu 100
%
arbeitsunfähig. Im Bereich des Rückens
bestünden
nur nach längerem Sitzen Beschwerden, ansons
ten sei
d
er
Beschwerdeführer
beschwerdefrei. Der Verlauf sei regelrecht (vgl. Bericht vom 1
8.
Oktober 2017,
Urk.
10/75).
3.8
Am 1
9.
März 2018
berichtete
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Chirurgie,
A._
, über einen an sich komplikationslosen Verlauf ein Jahr nach dorsaler Stabilisierung einer LWK 4-Fraktur.
Es bestehe ein deutlich erhöhter Finger-Boden-Abstand von zirka 30 cm und eine deutlich eingeschränkte seit
liche Inklination auf beide Seiten sowie eine eingeschränkte Rotation. Der Beschwerdeführer habe nach wie vor belastungsabhängige Schmerzen, sodass weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit gegeben sei (
vgl. Bericht vom 1
9.
März 2018,
Urk.
10/87
S. 1 f.).
3.9
M
it Bericht vom 2
4.
April 2018 (
Urk.
10/94)
erwähnte
Dr.
C._
, dass der Be
schwerdeführer über einen günstigen Verlauf mit Anfallsfreiheit berichtet habe. Im EEG zeige sich
weiterhin
keine epileptische Aktivität. Die Fahrtauglichkeit für Personenwagen sei
im Gegensatz zur Fahrtauglichkeit für Kleinbusse
wieder
gegeben
(S. 2).
3.10
Am 2
4.
April 2018 erfolgte eine kreisärztliche
Untersuchung
durch
Dr.
med. F._
, Fachärztin für Anästhesiologie (
Urk.
10/95). Als Diagnose nannte sie eine mässig eingeschränkte Beweglichkeit bei Status nach instabiler LWK 4-F
r
aktur vom 2
9.
Dezember 2016 und Status nach dorsaler Instrumentierung LWK 3 bis LWK 5 vom 1
0.
Januar 2017 (S. 4 unten).
Es
zeige
sich eine
mässiggradige
Bewegungseinschränkung sowohl der LWS als auch der
Brust- und Halswirbel
säule (BWS und
HWS
)
. Die Bewegungseinschränkungen der BWS und HWS seien
indessen
auf degenerative Veränderungen zurückzuführen und insofern als nicht unfallkausal zu betrachten. Neben den
Bewegungseinschränkungen und den
Rückenschmerzen habe der Beschwerdeführer eine leichte Sensibilitätsminderung im Bereich der linken Extremität angegeben, welche seit der Operation bestehe und vermutlich durch die leichte Spinalkanalstenose bedingt sei. Die Funk
tions
einschränkungen des Rückens hätten sich nicht mehr relevant verändert, sodass von einem medizinischen Endzustand auszugehen sei. Die bisherige Tätigkeit als Chauffeur sei dem Beschwerdeführer nicht mehr zumutbar. Eine leichte (Gewichte bis maximal 10 kg bis Lendenhöhe) bis gelegentlich mittelschwere (Gewichte bis maximal 20 kg bis Lendenhöhe) Arbeit sei ihm ganzt
ags zumutbar. Lä
nger andauerndes oder repetitives Einnehmen einer Zwangshaltung für die W
irbel
säule wie gebückte Haltung und
Tätigkeiten mit maximalen oder länger dauern
den Rumpfrotationen seien weitgehend
zu meiden. Das Arbeiten auf Leitern und Gerüsten sowie andauernde Vibrationsbelastungen für die Wirbelsäule seien unzulässig. Eine Wechselbelastung sollte dahingehend ermöglicht werden (S. 5).
3.11
Dem im Rahmen des Beschwerdeverfahrens eingereichten Bericht von
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, vom
7.
Mai 2019 (
Urk.
6)
sind folgende Diagnosen zu entnehmen:
-
hypervaskularis
ierte
Leberläsion rechts, DD: «
flash
»-Hämangiom
-
hypervaskularisierte
Metastase/kleines
hepatocellular
carcinoma
(
HCC
)
-
Gonarthrose beidseits
-
Coxarthrose
beidseits
-
fortgeschrittene Gehbehinderung bei Status nach Wirbelsäulenfraktur
-
Muskelschwäche Oberschenkel beidseits
-
Muskelschwäche Unterschenkel beidseits
-
Gleichgewichtsstörung bei anhaltendem Schwindel unklarer Genese
-
Adipositas
Der Beschwerdeführer benötige regelässige Infiltrationen und intensive Physio
therapie.
4.
4.1
Die Tatsache, dass die Beschwerdegegnerin die Prüfung des Rentenanspruchs per
1.
Juni 2018 vorgenommen hat, ist im Hinblick darauf, dass der medizinische Endzustand aus ärztlicher
Sicht nachvollziehbar als erreicht erachtet wurde
und die Invalidenversicherung Eingliederungsmassnahmen
als
derzeit
nicht möglich
erkannte
(vgl.
Urk.
10/73
;
Urk.
10/95 S. 5
), nicht zu beanstanden
(vorstehend E.
1.2)
.
4.2
In medizinischer Hinsicht erweist sich d
ie kreisärztliche Beurteilung von
Dr.
F._
(vorstehend E. 3.10)
als für die streitigen Belange umfassend. Sie hat unter Berücksichtigung der medizinischen Aktenlage
, der geklagten Be
schwerden
sowie
nach ausführlicher klinischer Untersuchung
schlüssig dargelegt, welche erwerblichen Tätigkeiten dem Beschwerdeführer auf
grund der mässig eingeschränkten
Beweglichkeit bei Status nach instabiler LWK 4-Fraktur und dorsaler Instrumentierung LWK 3 auf LWK 5 noch zumutbar sind. Es handelt sich dabei um ganztägige, leichte bis gelegentlich mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeiten
ohne länger andauerndes oder repetitives Einnehmen einer Zwangs
haltung für die Wirbelsäule wie gebückte Haltung und ohne Tätigkeiten mit maximalen oder länger dauernden Rumpfrotationen. Dabei sind Arbeiten auf Leitern und Gerüsten sowie andauernde Vibrationsbelastungen unzulässig. Die
bisherige Tätigkeit ist dem Beschwerdeführer nicht mehr zumutbar
(vgl.
Urk.
10
/95 S. 5
).
Dass es sich bei
Dr.
F._
um eine Fachärztin für Anästhesiologie handelt, vermag keine Zweifel an ihrer Beurteilung aufkommen zu lassen. So sind Kreisärzte der Suva nach ihrer Funktion und
beruflichen Stellung Fachärzte
im Bereich der Unfallmedizin. Da sie ausschliesslich Unfallpatienten, unfallähnliche Körperschädigungen und Berufskrankheiten diagnostisch beurteilen und thera
peutisch begleiten, verfügen sie über besonders ausgeprägte
traumatologische
Kenntnisse und Erfahrungen, dies unabhängig von ihrem ursprünglich erwor
be
nen Facharzttitel (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_316/2019 vom 2
4.
Oktober 2019 E. 5.4 und 8C_510/2007 vom
3.
Oktober 2008 E. 7.5.4).
4.3
E
ntgegen der Argumentation des Beschwerdeführers
sprechen gegen die Zuver
lässigkeit dieser nachvollziehbaren fachärztlichen Einschätzung
keine konkreten Indizien.
So hat
Dr.
F._
sämtliche
geklagten
unfallbedingten
Beschwerden und erhobenen Befunde bei der Erstellung des Belastungsprofils für eine ange
passte Tätigkeit angemessen berücksichtigt.
D
ie Behauptung des Beschwerde
führers,
wonach
er aufgrund der erheblichen Schmerzen sehr viel Erholung brauche und deshalb auch eine
leichte Erwerbstätigkeit nur zu maximal 50
%
ausüben könne (vgl.
Urk.
1 S. 4 f.
),
findet
in den medizinischen Akten keine Stütze.
Dr.
F._
erachtet
e
vielmehr
ein Vollzeitpensum
ohne zusätzliche Pausen als zumutbar
.
Soweit der Beschwerdeführer
weiter
geltend macht, die regelmässigen Infiltra
tionen und Physiotherapien würden zeigen, dass die Intensität der Beschwerden höher liege als im kreisärztlichen Bericht beschrieben (vgl.
Urk.
5), ist er darauf hinzuweisen, dass auch
Dr.
F._
für den Erhalt der Arbeitsfähigkeit von der Notwendigkeit von ein bis zwei Serien Physiotherapie pro Jahr
sowie
Schmerz
mittel und Magenschutz bei Anordnung aufgrund der Rückenschmerzen aus
ging
. Ausserdem hielt sie fest, dass eine Fitnessbehandlung zur weiteren Kräftigung der Rückenmuskulatur sinnvoll sei und eine Serie
Medizinische Trainingstherapie (
MTT
)
durchgeführt werden sollte (vgl.
Urk.
10/95 S. 5 unten).
Die
beschwerde
führerische
Schlussfolgerung, wonach die Intensität der unfallbedingten Be
schwerden höher liege als im kreisärztlichen Bericht beschrieben, verfängt daher nicht.
A
us dem im Rahmen des Beschwerdeverfahrens eingereichten Bericht von
Dr.
B._
(vorstehend E. 3.11)
kann
d
er
Beschwerdeführer
ebenfalls
nichts zu seinen Gunsten ableiten.
So listet dieser ohne jegliche Anamnese- und Befund
erhebung einzig die gestellten Diagnosen auf, wobei
auch
nicht erkennbar ist, welche Diagnosen als unfallkausal erachtet werden. Eine Einschätzung der ver
bliebenen Arbeitsfähigkeit ist seinem Bericht nicht zu entnehmen.
D
er Vollständigkeit halber
bleibt
anzumerken
, dass
auch
die IV-Stelle
gestützt auf die Stellungnahme ihres Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD)
in medizini
scher Hinsicht von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätig
keit ausging und hierfür auf das
durch
Dr.
F._
erstellte Belastungsprofil verwies
. In der Folge wurde die verbliebene Arbeitsfähigkeit lediglich aufgrund der langjährigen Tätigkeit als Chauffeur und des Alters des Beschwerdeführers als nicht verwertbar erachtet (vgl.
Urk.
10/170 S. 3;
Urk.
11/2 S. 4 f.).
Insgesamt wecken die Einwände des Beschwerdeführers somit keine auch nur geringen Zweifel an der kreisärztlichen Beurteilung von
Dr.
F._
.
Auf das eventuell beantragte Gerichtsgutachten (vgl.
Urk.
1 S. 2) kann in antizipierter Beweiswürdigung (vgl. BGE 122 V 157 E. 1d
) verzichtet werden.
4.4
Nach dem Gesagten ergibt sich, dass
der medizinische Endzustand mit über
wiegender Wahrscheinlichkeit im Juni 2018 erreicht war und der Beschwerde
führer unfallbedingt in der bisherigen Tätigkeit zwar nicht mehr arbeitsfähig
, g
estützt auf die beweiskräftige kreisärztliche Beurteilung in einer angepassten Tätigkeit
bei
Beachtung des Belastungsprofils dagegen vollständig arbeitsfähig
ist
.
5.
5.1
Es bleibt demnach der Invalid
itätsgrad zu bestimmen.
5.2
Die Beschwerdegegnerin ging gestützt auf die Angaben der
Y._
von einem
hypothetischen
V
alideneinkommen
in der Höhe
von
Fr.
78'000.-- (
Fr.
6'500.--
x 1
2) im Jahr 20
18 aus (vgl.
Urk.
2 S. 9
;
Urk.
9 S. 8
).
Dieser Wert
stimmt mit der
Aktenlage
überein
(vgl.
Urk.
10/15;
Urk.
10/118
;
Urk.
11/1
)
, wes
halb darauf abgestellt werden kann.
Eine
Aufrechnung aufgrund der
Nominal
lohnentwicklung ist – entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers (vgl.
Urk.
1 S. 6
Ziff.
24 und
Ziff.
26
;
Urk.
10/167 S. 4
Ziff.
12) – nicht vorzunehmen, betrifft der von der bisherigen Arbeitgeberin angegebene Wert
doch
bereits das mass
gebende Jahr 2018.
5.3
Für die Bestimmung des hypothetischen Invalideneinkommens stellte die Be
schwerdegegnerin auf die LSE-Tabellenlöhne und
dabei auf den Zentralwert der
Löhne für
Männer
in
der untersten Kategorie in sämtlichen Wirtschaftszweigen des privaten Sektors ab
(vgl.
Urk.
2 S. 9
;
Urk.
9 S. 8
), was
nicht zu beanstanden und
auch
vom Beschwerdeführer nicht bestritten wird. Dieser betrug im Jahr 2016
Fr.
5'340.--
(LSE 2016, TA1_tirage_skill_level, Total, Kompetenzniveau 1). Der durchschnittlichen wöchentlichen Arbeitszeit im Jahr 2018 von 41.7 Stunden sowie der Nominallohnentwicklung be
i den Männern im Jahr 2017 von 0.4
%
und im Jahr 2018 von 0.5
%
angepasst, ergibt dies
im Jahr 2018
ein hypo
the
tisches I
nvalideneinkommen von rund
Fr.
67'406.--
bei der verbliebenen Arbeits
fähigkeit von 100
%
(
Fr.
5'340.
-- :
40 x 41.7 x 12 + 0.4
%
+ 0.5
%
).
Entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers (vgl.
Urk.
1 S. 5
Ziff.
23)
kann
hierbei
nicht
auf eine Aufrechnung der Nominallohnentwicklung
verzichtet
werden, sind für den Einkommensvergleich doch die Verhältnisse im
Zeitpunkt des (hypothe
tischen) Beginns des Rentenanspruchs
– hier das Jahr 2018 -
massgebend, wobei Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Ver
fügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 143 V 295 E. 4.1.3, 129 V 222 E. 4.1 und E. 4.2, 128 V 174).
5.4
Die Beschwerdegegnerin gewährte s
chliesslich
keinen Abzug vom Tabellenlohn
(vgl.
Urk.
2 S. 10;
Urk.
9 S. 8 ff.
), wogegen der Beschwerdeführer einen solche
n
in der Höhe
von 20
%
beantragte.
Als
Begründung hierfür brachte er vor, dass er als
Neueinsteiger in der Regel einen Lohn unter dem Median
erziele und
aufgrund seiner unfallbedingten Beschwerden weniger flexibel eingesetzt werden
könne
als eine gesunde Person (vgl.
Urk.
1 S. 6
Ziff.
25).
Mit der Beschwerdegegnerin ist vorliegend von der Gewährung eines leidens
bedingten Abzuges abzusehen. So
ist zunächst
nochmals ausdrücklich
festzu
halten,
dass allfällige bereits in der Beurteilung der medizinischen Arbeits
fähigkeit enthaltene gesundheitliche Einschränkungen nicht zusätzlich
in die Bemessung des leidensbedingten Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunkts führen dürfen (vorstehend E. 1.6).
D
ie gesund
heitlich bedingte Unmöglichkeit
weiterhin körperlich schwere Arbeit zu verrichten,
führt sodann
nicht automatisch zu einer V
erminderung
des hypothe
tischen Invalidenlohns. Vielmehr ist der Umstand allein, dass nur mehr leichte bis mittelschwere Arbeiten zumutbar sind, auch bei eingeschränkter Leistungs
fähigkeit kein Grund für einen zusätzlichen
leidensbedingten Abzug, weil der Tabellenlohn im Kompetenzniveau 1 bereits eine Vielzahl von leichten und mittelschweren Tätigkeiten umfasst (vgl. Urteile des Bundesgerichts
8C_61/2018 vom 2
3.
März 2018 E. 6.5.2 und 8C_439/2017 vom
6.
Oktober 2017 E. 5.5
).
Angesichts des Zumutbarkeitsprofils ist von einem genügend breiten Spektrum an zumutbaren Verweisungstätigkeiten auszugehen.
Auch das fortgeschrittene Alter des Beschwerdeführers rechtfertigt vorliegend keinen Abzug. So wirkt sich das Alter im Bereich der Hilfsarbeiten grundsätzlich nicht zwingend lohnsenkend
aus, wobei Hilfsarbeiten auf dem massgebenden ausgeglichenen Stellenmarkt auch
altersunabhängig nachgefragt werden (Urteile des Bundesgerichts
8C_439/2017 vom
6.
Oktober 2017 E. 5.6.4 und
8C_403/2017 vom 25. August 2017 E. 4.4.1).
Der
vom Beschwerdeführer
geltend gemachte Umstand, wonach er als Neuein
steiger in der Regel einen Lohn unter dem Median erziele, vermag
im Bereich der Hilfsarbeiten sowie
angesichts seines Alters und der langen Dienstdauer beim gleichen Arbeitgeber
nicht zu überzeugen
(vgl.
auch
Urteil des Bundesgerichts 8C_552/2017 vom 1
8.
Januar 2018 E. 5.4.1)
. Dasselbe gilt für das Vorbringen, wonach er aufgrund seiner unfallbedingten Beschwerden
gegenüber einer
ge
sunde
n
Person
benachteiligt sei
(vgl. BGE
139 V 592 E. 7.4
).
Weitere Gründe für einen allfälligen leidensbedingten
Abzug sind nicht ersichtlich und wurden auch nicht geltend gemacht.
5.5
Wi
r
d
das
Valideneinkommen
von
Fr.
78'000.--
dem Invalideneinkommen von
Fr.
67'406.--
gegenübergestellt, resultier
t eine Erwerbseinbusse von
Fr.
10'594.--
.
Dies kommt einem Invaliditätsgrad von
13.58
%
und gerundet
14
%
(vgl. hierzu BGE 130 V 121)
gleich.
Der angefochtene
Einspracheentscheid
erweist sich demnach als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.