Decision ID: da548622-c851-45b2-a350-4d8328786828
Year: 2021
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1971, war seit dem
1.
März 2016 als Chauffeur bei der
Y._
AG angestellt und dadurch bei der Suva obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert. Am 2
0.
August 2017
stürzte
der Ver
sicherte
auf der Autobahn
mit seinem Motorrad nach einem
Schikanestopp
eines Personenwagens und
zog sich dabei
multiple
Ve
rletzungen zu (
vgl.
Schaden
mel
dung UVG vom 2
3.
August 2017,
Urk.
7/1
, und Bericht der Kantonspolizei Zürich vom 1
1.
Oktober 2017,
Urk.
7/64
).
Nach der
Überführung
mit der Sanität ins Spital
Z._
wurde der Versichert
e
ins Universitätsspital
A._
verlegt (
Urk.
7/16), wo die
behandelnden Ärzte d
er Klinik für Traumatologie
im Operationsbericht vom 2
4.
August 2017 folgende Diagnosen
stellten
(
Urk.
7/9):
Polytrauma nach Verkehrsunfall vom 2
0.
August 2017
-
Leichtes Schädel-Hirn-Trauma
-
Extremitätentrauma
•
d
istale mehrf
ragmentäre, intraartikuläre
Tibiafraktur
rechts
•
o
bere Sprunggelenks- (OSG-)Luxationsfraktur links
•
p
osteriore
mehrfragmentäre, intraartikuläre
Humerusluxationsfraktur
rechts
Am 20., 2
2.
und 2
8.
August sowie
4.
September 2017 erfolgten im
A._
operative Eingriffe
(
Urk.
7/34
/2-3
).
Die Suva erbrachte Heilbehandlungs- und Taggeldleis
tungen.
Vom 2
1.
September bis zum 1
5.
Dezember 2017 wurde der Versicherte in der Rehaklinik
B._
behandelt (
Urk.
7/73).
Per 3
1.
Januar 2018 löste die
Y._
AG das Arbeitsverhältnis
mit dem Versicherten
auf (
Urk.
7/75).
Am 1
7.
September 2019 führte
Kreisärztin
Dr.
med.
C._
, Fachärztin für
Neu
rochirurgie, eine Untersuchung durch (
Urk.
7/187). Mit Schreiben vom 25.
S
eptem
ber 2019 teilte die Suva dem Versicherten mit,
dass die
Heilbehand
lungs
- und Taggeldleistungen per 3
1.
Oktober 2019 eingestellt
würden
(
Urk.
7/189).
Mit Verfügung vom 1
0.
Januar 2020 vernei
nte die Suva einen Anspruch des Versi
cherten
auf eine Invalidenrente bei einem ermittelten Invaliditätsgrad von 2
%
.
Im Weiteren bejahte sie einen Anspruch auf eine Integritätsentschädigung ge
stützt auf eine Integritätseinbusse von 20
%
(Ur
k.
7/203). Die dagegen vom Ver
sicherten am
6.
Februar 2020 erhobene Einsprache (
Urk.
7/209) wies die Suva
, nun
bei einem Invaliditätsgrad von 6 %,
mit Ents
cheid vom
9.
März 2020 (
Urk.
2) ab.
2.
Dagegen erhob der Versicherte am 2
7.
März 2020 Beschwerde und beantragte, es sei
en
der angefochtene Entscheid vom
9.
März 2020 sowie die Verfügung vom
1
0.
Januar 2020 aufzuheben und die
Beschwer
degegnerin zu verpflichten, ihm gestützt auf einen Invaliditätsgrad von
mindeste
ns 11
%
ab dem
1.
November
2019 eine Rente
auszurichten
(
Urk.
1). Die Beschwerdegegnerin beantragte mit
Beschwerdeantwort vom 1
9.
Mai 2020 die Abweisung der Beschwerde (
Urk.
6), was dem Beschwerdeführer am 2
2.
Mai 2020 zu
r Kenntnis gebracht wurde (Urk.
8).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss
Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) werden – soweit das Gesetz nichts
anderes
bestimmt – die Versicherungs
leis
tungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt. Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt voraus, dass zwischen dem ver
sicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Invalidität,
Integritätsein
busse
) ein natürlicher und ein adäquater Kausalzusammenhang besteht (BGE 129 V 181 E. 3.1-2 mit Hinweisen).
1.2
Wird die versicherte Person infolge eines Unfalles zu mindestens 10 % invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente, sofern sich der Unfall vor Erreichen des ordentlichen Rentenalters ereignet hat (Art. 18 Abs. 1 UVG). Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Zur Bestimmung des Invaliditätsgrades wird gemäss Art. 16 ATSG das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der (unfallbedingten) Invalidität und nach Durchführung der medi
zinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Validenein
kommen
).
1.3
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durchschnitts
werten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) allenfalls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienst
jahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad Auswir
kungen auf
die Lohnhöhe haben können (BGE
124 V 321 E. 3b/
aa
). Aufgrund dieser Faktoren kann die versicherte Person die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch
auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt möglicherweise nur mit unterdurch
schnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten (BGE 126 V 75 E. 5b/
aa
). Der Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen und darf 25
%
nicht übersteigen (BGE 135 V 297 E. 5.2; 134 V 322 E. 5.2 und 126 V 75 E. 5b/
bb
-cc). Die Rechtsprechung gewährt insbesondere dann einen Abzug auf dem Invalideneinkommen, wenn eine versicherte Person selbst im Rahmen kör
perlich leichter Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist (BGE 126 V 75 E. 5a/
bb
). Zu beachten ist jedoch, dass allfällige bereits in der Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche Ein
schränkungen nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunkts führen
dürfen (
BGE 146 V 1b E. 4.1;
Urteil
des Bundesgerichts
9C_846/2014 vom
22. Januar
2015 E. 4.1.1
mit Hinweisen; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_805/2016
vom 22. März 2017 E. 3.1).
Dabei ist zu beachten, dass allfällige bereits bei der
Parallelisierung
der Ver
gleichseinkommen mitverantwortliche invaliditätsfremde Faktoren im Rahmen des sogenannten Leidensabzuges nicht nochmals berücksichtigt werden dürfen (BGE 134 V 322 E. 5.2).
Nach ständiger Rechtsprechung darf das (kantonale) Sozialversicherungsgericht sein Ermessen, wenn es um die Beurteilung des
Tabellenlohnabzuges gemäss BGE
126 V 75 geht, nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Ver
waltung setzen; es muss
sich
auf Gegebenheiten abstützen können, welche seine abweichende Ermessensausübung als naheliegender erscheinen lassen (BGE 137
V 71 E. 5.2 und 126 V 75 E. 6). Wurde bei der Festsetzung der Höhe des Abzugs vom Tabellenlohn ein Merkmal oder ein bestimmter Aspekt eines Merkmals zu Unrecht nicht berücksichtigt oder zu Unrecht berücksichtigt, hat die Beschwer
deinstanz den Abzug gesamthaft neu zu schätzen (vgl. Urteile des Bundesge
richtes
8C_113/2015 vom 26. Mai 2015 E. 3.2 und
8C_808/2013 vom 14. Februar 2014 E. 7.1.1 mit Hinweisen)
.
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete den angefochtenen Entscheid damit,
dass die medizini
schen Voraussetzungen für den
Fallabschluss gegeben seien.
Die an
gestammte Tätigkeit als LKW-Chauffeur sei dem Beschwerdeführer unfallbedingt nicht mehr möglich. Eine angepasste Tätigkeit sei ihm a
ber in einem 100%-Pensum zumutbar
. Stelle man das
Valideneinkommen
von Fr.
62'400.-- dem
Invalideneinkommen von
Fr.
58'774.
--
gegenüber, resultiere eine Erwerbsein
busse von
aufgerundet
6
%
.
Im Weiteren sei
insgesamt
ein Integ
ritätsschaden von
20
%
gegeben. Dies bei einer
Integritätseinbusse von 7,5
% für die
mässigen degenerativ
en V
eränderungen im rechten OSG,
von
2,5
% für die
beginnenden degenerativen Veränderungen im linken OSG
und von
10
%
für die Bewegungs
einschränkung und
die
Sch
merzen an der rechten Schulter (
Urk.
2 S. 4 ff.
).
2.2
Der Beschwerdeführer machte demgegenüber geltend,
dass die
Y._
AG
ihm im Jahr 2017 ein
en
Bonus von insgesamt
Fr.
1'145.
-- ausbezahlt habe.
Da es sich hierbei um ein
en
Lohnbestandteil handle und er weiterhin mit der Auszahlung des Bonus habe rechnen können, erhöhe sich
das
Valideneinkommen
auf
Fr.
63'545.--. Im Weiteren
werde der
bei der Ermittlung des Invalidenein
kom
mens
von
der
Beschwerdegegnerin angenommene leidensbedingte Abzug von 10
%
seinen
erheblichen Einschränkungen nicht gerecht. Zu berücksichtigen sei ein Leidens
abzug von mindestens 15
%
. Demgemäss resultiere ein Invalidenein
kom
men von
Fr.
55’387
.--. Verglichen mit dem
Valideneinkommen
von
Fr.
63'545.--
resultiere daher eine Erwerbseinbusse bzw. ein
Invaliditätsgrad von 12
%
. V
er
glichen m
it dem
Valideneinkommen
von Fr.
62'400.
-- ergäbe sich ein Invalidi
tätsgrad von 11
%
(
Urk.
1 S. 4 ff.
).
2.3
Streitig und zu prüfen ist somit der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Rente.
3.
3.1
Kreisärztin
Dr.
C._
stellte im Bericht zur Untersuchung vom 1
7.
September 2019 folgende Diagnosen (
Urk.
7/187/10):
(1)
posteriore
mehrfragmentäre Schulterluxationsfraktur rechts
-
Status nach geschlossener Reposition am 2
0.
August 2017
-
Status nach offener Reposition und Plattenoste
osynthese
Humerus
rechts am
22.
August 2017
-
Status nach
Osteosynthesematerialentfernung
wegen funktioneller
Beeinträchti
-
gung
am 1
7.
Juni 2019
-
konventionell-radiologisch am 2
3.
Juli 2019 vollständig konsolidierte
Humerus
-
fraktur
(2)
distale mehrfragmentäre
Tibiafraktur
rechts
-
Status nach Anlage Fixateur externe rechts am 2
0.
August 2017
-
Status nach Entfernung Fixateur externe Unterschenkel rechts, offene Reposition
und Plattenosteosynthese distale Tibia,
Allograft
-Anlagerung am
4.
September
2017
-
Knochendefekt der distalen Fibula rechts mit Fragment
anterior
rechts und
Knochendefekt am
Kalkaneus
ante
ro
lateral
rechts
-
konventionell-radiologisch mässige OSG-Arthrose rechts,
Tibiafraktur
nicht
vollständig konsolidiert
(3)
OSG-Luxationsfraktur links
mit mehrfragmentärer
Fibulafraktur
,
mehrfrag
men
-
tärer
Fraktur
M
alleolus
medialis
und Volkmann-Dreieck-Fraktur links
-
Status nach Anlage Fixateur externe links
-
Status nach Entfernung Fixateur externe und offener Reposition und Platten
-
osteosynthese
Malleolus
lateralis
, knöch
erne
Refixation
der vorderen
Syndes
-
mose
, Plattenosteosynthese
medialer
Malleolus
am 2
8.
August 2017
-
Status nach
Syndesmose
schraubenentfernung
OSG links 3
1.
Oktober 2017
-
Status nach
Osteosynthes
emate
rialentfernung
Malleolus
mediali
s
links am
31.
Januar 2019
-
aktuell konventionell-radiologisch beg
innende bis mässige OSG-Arthrose
links,
Fibulafraktur
links nicht vollständig konsolidiert
(4)
Status nach konservativ behandelter Fraktur der proximalen Phalanx 1 und 2 am
linken Fuss
-
aktuell ohne Beschwerden
(5)
Status nach leichtem Schäden-Hirn-Trauma
Kreisärztin
C._
erklärte,
dass
durch eine weitere Behandlung aktuell
keine ver
sicherungsmedizinisch
relevante Verbesserung des Gesundheitszu
stands
erreicht werden könne.
D
em
Beschwerdeführer
sei
die angestammte Tätigkeit als LKW-Cha
uffeur nicht mehr zumutbar.
Weiterhin zumutbar seien leichte, wechsel
be
lastende (vorwiegend sitzende) Tätigkeiten. Dabei sollten Überkopfarbeiten ge
mieden werden. Repetitive Tätigkeiten über Brusthöhe und Tätigkeiten mit Gewichten über 5 kg über Brusthöhe sollten nicht erforderlich
sein. Gehen auf unebenem Grund und
das Besteigen von Gerüsten oder Leitern sollte gemieden werden (
Urk.
7/187/11).
3.2
Diese Beurteilung von Kreisärztin
Dr.
C._
, die auf einer eingehenden fachärzt
lichen Untersuchung beruht, ist angesichts der genannten Befunde sowie der dazugehörigen Erläuterungen nachvollziehbar. Sie wurde vom Beschwe
rdeführer auch
nicht in Zweifel gezogen (vgl.
Urk.
1). Es kann deshalb darauf abgestellt werden.
4.
4.1
Streitig und zu prüfen ist,
wie
sich die eingeschränkte Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers in wirtschaftlicher Hinsicht auswirkt.
4.2
4.2.1
Unbestritten ist, dass
bei der Ermittlung des
Valideneinkommens
vom
Einkom
men auszugehen ist,
das
der Beschwerdefü
hrer bei der
Y._
AG
zuletzt
erzielte.
Gemäss
den Angaben der
Y._
AG im
Formular
vom 27.
August 2019
hätte
er
im Jahr 2019 ei
n monatliches Einkommen von Fr.
4‘800.-- (
x 13) erzielt
(
Urk.
7/180/3).
Aus den Lohnabrechnungen der
Y._
AG von März und August 2017 geht hervor,
dass ihm in diesen Monaten ein
Bonus von
Fr.
600.-- respektive
von
Fr.
545.-- ausgerichtet wurde (
Urk.
7/60/3 und
Urk.
7/60/8)
.
Gemäss
Beschwerdeführer
wurde dieser Bonus für gute Leistungen und unfallfreies Fahren ausbezahlt (
Urk.
1 S. 4).
4.2.2
Mangels einer gesetzlichen Definition des Bonus muss
jeweils
im Einzelfall geprüft werden, ob ein solcher als Gratifikation
im Sinne von
Art.
322d des Obli
gationenrechts (OR)
oder als Teil des Lohnes im Sinne von
Art.
322
OR
zu qualifizieren ist
. Ein Anspruch auf einen Bonus besteht nur dann, wenn er als Lohnbestandteil zu qualifizieren ist
(
vgl. BGE 136 III 313 E. 2 und Urteil
des Bundesgerichts
4A_502/2010 vom
1.
Dezember 2010 E. 2.1.2
).
4.2.3
Mit Schreiben vom 2
0.
August 2019 bat die Beschwerdegegnerin die
Y._
AG
ihr mitzuteilen
, wie viel der Beschwerdeführer bei normaler Weiterbe
schäf
tigung und ohne Unfallfolgen im Jahr 2019 hätte verdienen können. Die Arbeit
geberin wurde dabei aufgefordert, sämtliche Lohnbestandteile, Gratifikationen und sonstigen
Zulagen anzugeben
(
Urk.
7/180/2). Im Formular vom 2
7.
Aug
ust 2019 führte
die
Y._
AG
nebst dem Lohn von
Fr.
4'800.--
und
Kinderzulagen von
Fr.
750.--
keine Gratifikationen oder sonstigen Zulagen auf (
Urk.
7/180/3)
. Im Weiteren ist aufgrund der Angaben im
Kumulativjourn
al Mitarbeiter der
Y._
AG von August 2016 bis August 2017 (
Urk.
7/74/3-6) und im Auszug aus dem indivi
duellen Konto
, der im Jahr 2016 ein Einkommen von
Fr.
49'980.-- ausweist (
Urk.
7/82/3; [
Fr.
4'7
00.-- x 10] +
Fr.
3'844.65 [13.
Monatslohn
anteilsmässig
]
ergäbe eigentlich
Fr.
50'844.65; vgl.
Urk.
7/74/3
),
zu schliessen, dass
dem
seit dem
1.
März 2016 für die
Y._
AG tätigen Beschwerdeführer
im Jahr 2
016 kein Bonus ausbezahlt wurde
.
Dies hat er
im Übrigen auch nicht behauptet (vgl.
Urk.
1).
Demgemäss
muss davon ausgegangen werden, dass es
sich
beim Bonus, der
dem Beschwerdeführer
im Jahr 2017 ausgerichtet wurde,
um eine
Gratifikation han
delte, mit der
en Ausrichtung er im
Jahr 2019 nicht
hätte
rechnen können.
Das
Valideneinkommen
des Beschwerdeführers beläuft sich somit auf
Fr.
62'400.-- (
Fr.
4'800.-- x 13).
4.3
4.3.1
Aufseiten des Invalideneinkommens
errechn
e
te
die Beschwerdegegnerin gestützt auf
die Tabellenlöhne
gemäss
der Schweizerische
n Lohnstrukturerhebung (LSE 2016,
TA1_tirage_skill_level
,
Kompetenzniveau
1, Männer) unter Berücksichti
gung der
durchschnittlichen
betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit
im Jahr 2019
von 41,7 Stunden und der Nominallohnentwicklung bis ins Jahr 2019 ein Einkommen von
Fr.
67‘742.99
.
Unter Berücksichtigung eines leidensbedingten Abzugs von 10
%
(
Fr.
67‘742.99 x 0,9
=
Fr.
60‘969 [gerundet]
)
und nach
Paral
lelisierung
dieses Einkommens
mit dem branchenüblichen
Einkommen im Post-, Kurier- und Expressdienst
gemäss
LSE (vgl.
zur Parallelisierung BGE 135 V 297
)
resultierte ein Einkommen von
Fr.
58‘774.-- (
Fr.
60‘969.-- x 0,964;
vgl.
Urk.
2 S. 5 und Urk.
7/203/2).
Die
Grundlagen d
es
Invalideneinkommens wurden vom Beschwerdeführer nicht in Zweifel gezogen (vgl. Urk. 1). Für eine nähere Überprüfung von Amtes wegen besteht kein Anlass (BGE 125 V 413 E. 1b und E. 2c).
4.3.2
Der Beschwerdeführer beanstandete einzig, dass ihm ein höherer leidensbedingter Abzug hätte gewährt werden müssen.
Kreisärztin
Dr.
C._
stellte
im Rahmen der klinischen Untersuchung
vom 17.
September 2019
Schmerzen und
eine leichte Bewegungseinschränkung im rechten Schultergelenk
fest
(
Urk.
7/187/10).
Bezüglich des rechten Armes und der rechten Hand ist der Beschwerdeführer
lediglich bei Überkopfarbeiten, repetitiven Tätigkeiten über Brusthöhe und Tätigkeiten
mit Gewichten
über 5 kg über Brusthöhe
eingeschränkt
. Ansonsten kann er seine
n
rechte
n Arm und seine
Hand noch in vielfacher Hinsicht einsetzen
(vgl. E. 3.1
)
.
Die vom Beschwerdeführer
angeführte
bundesgerichtliche Rechtsprechung, wonach eine faktische
Einhän
dig
keit
oder Beschränkung der dominanten Hand als
Zudienhand
einen Abzug von 20
%
bis 25
%
zu rechtfertigen vermag (vgl.
dazu etwa
Urteil des Bundes
gerichts
9C_363/2017
vom
2
2.
Juni 2018 E. 4.3
mit
Hinweisen
),
findet
vorliegend
deshalb
keine
Anwendung
.
Da der
Beschwerdeführer
unter belastungsverstärkten Ruheschmerzen im Bereich beider
Füsse
leidet
(Urk.
7/187/10
)
und
gemäss
eige
nen Angaben jeweils nach 1
0 Minuten bzw. einem Kilometer G
ehen schmerz
bedingt eine Pause benötigt (
Urk.
7/187/7)
,
erachtete Kreisärztin
Dr.
C._
sodann
nachvollziehbarerweise
nur
noch leichte, we
chselbelastende
(vorwiegend sitzen
de
) Tätigkeiten
als zumutbar (vgl. E. 3.1).
Mit diesem Belastungsprofil hat sie den gegebenen Einschränkungen im Bereich der unteren Extremitäten hinreichend Rechnung getragen.
Die mangelnde
Berufsausbildung
des Beschwerdeführers
in der Schweiz wurde bereits bei der Wahl des Kompetenzniveaus 1 (einfache und repetitive Tätig
keit
en
)
berücksichtigt
. Einfache und repetitive
Tätigkeiten
erfordern überdies keine guten
Sprachkenntnisse
(Urteil des Bundesgerichts 9C_808/2015 vom 2
9.
Februar 2016 E.
3.4.2).
Angesichts dessen
, dass der Beschwerdeführer im Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen
Einspracheentscheids
48-jährig war, ist darauf hinzuweisen, dass
Hilfsarbeiten auf dem massgebenden ausgeglichenen Stellenmarkt altersunabhä
ngig nachgefragt werden (Urteil
des Bundesgerichts
8C_403/2017
vom 25. August 2017 E. 4.4.1 mit Hinweisen
). Die geltend gemachte
mehrjährige Abwesenheit vom Arbeitsmarkt betrifft
schliesslich
das Kriterium der Dienstjahre, dessen Bedeutung im privaten Sektor abnimmt, je niedriger das Anforderungsprofil ist. Mit Bli
ck auf das Kompetenzniveau 1
kommt diesem Aspekt keine ins Gewicht fal
lende Bedeutung zu (vgl. Urteil
des Bundesgerichts 9C_808/2015 v
om 29. Februar 2016 E. 3.4.2 mit Hinweis
).
Vor diesem Hintergrund stellt die
Gewährung eines 10%igen Abzugs für die lei
densbedingten Einschränkungen des Beschwerdeführers keine rechtsfehler
hafte Ermessensausübung dar
.
4.4
Bei einem
Valideneinkommen
von
Fr.
62‘400.--
und einem Invalidenein
kommen von
Fr.
58‘774.--
resultiert eine
Erwerbseinbusse
von
Fr.
3‘626.--
und damit ein nicht rentenbegründender In
validitätsgrad von aufgerundet 6 % (
Fr.
3‘626.
-- :
Fr.
62‘400.--).
5.
Der angefochtene Entscheid erweist sich somit als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.