Decision ID: afa9bc95-446a-4d1f-b604-4644b283a5d3
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Der 1957 geborene
X._
war als
Betriebsm
onteur bei der
Firma Y._
angestellt und dadurch bei der Schweizerischen
Unfallversiche
rungsanstalt
(Suva) unfallversichert, als er am 1. Dezember 2010
bei seiner Arbeit als Freileitungsmonteur
aus einem Strassenschacht hinaufstieg, seine rechte behandschuhte Hand
voran,
und diese vom linken Vorderrad eines
Per
sonenwagens
über
rollt
wurde (
Urk.
8/1
).
Der Versicherte begab sich gleichen
tags ins
Spital Z._
, wo die Ärzte eine
undislozierte
P1-Schaft
fraktur
des
Digitus
III rechts und ein
Décollement
des rechten Handrückens diagnostizierten und sogleich operierten (Urk. 8/3-4).
Die
Suva erbrachte in der Folge die gesetzlichen Leistungen.
Ab dem 1. April 2011 bestand wieder eine teilweise Arbeitsfähigkeit (Urk. 8/
18 S. 2, Urk. 8/19
). Aufgrund von Handgelen
ksschmerzen rechts wurde am 16.
August 2012 eine MRI-Untersuchung durchgeführt, welche eine Läsion
des triangulären
fibrokartilaginären
Komplex
es (
TFCC-Läsion
)
zeigte (Urk. 8/
132
).
In Verneinung eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall vom 1. Dezember 2010 und der TFCC-Läsion
und da bezüglich der übrigen Verletzungen der Endzustand erreicht sei,
schloss die Suva den Fall mit Verfü
gung vom 31. Januar 2013 per 1. März 2013 ab und verneinte den Anspruch des Versicherten auf weitere Versicherungsleistungen (Urk. 8/
156
).
Die vom Versicherten gegen diese Verfügung der Suva erhobene Einsprache (
Urk.
8/
162
) wurde mit Einspracheentscheid vom
1
2.
April 2013
abgewiesen (Urk.
8/
167
=
Urk.
2).
2.
Gegen den Einspracheentscheid
der Suva
vom
1
2.
April 2013
erhob der Versi
cherte mit Eingabe vom
15. Mai 2013
Beschwerde und beantragte, der ange
fochtene Entscheid sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu ver
pflichten, ihm die gesetzlich
geschuldet
en Leistungen
zu erbringen. Insbeson
dere seien weiterhin Taggelder auszurichten, die Kosten der Heilbehandlungen seien zu übernehmen, möglicherweise seien eine Rente und eine
Integritätsent
schädigung
zuzusprechen (Urk. 1 S. 2).
Die Beschwerdegegnerin
schloss
in der Beschwerdeantwort vom
29
.
Juli
2013
auf
Abweisung der Beschwerde (Urk.
7
).
Im Rahmen des zweiten Schriftenwechsels hielten die Parteien vollumfänglich an ihren Anträgen fest (
Replik vom
5.
November
2013,
Urk.
1
3
; Duplik vom 1
9
.
Dez
ember 2013,
Urk.
17
).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den
nachfolgenden
Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss
Art.
6
des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG)
werden - soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt - die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (
Abs.
1).
1.2
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt zunächst voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzu
sammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die allei
nige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht wegge
dacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesund
heitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwal
tung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm oblie
genden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen
Beweis
grad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglich
keit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungs
anspruches
nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.3
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin stellte sich im angefochtenen Einspracheentscheid auf den Standpunkt,
die unfallbedingt
e
undislozierte
P1-Schaftfraktur
am
Digitus
I
I
I und das unfallbedingte
Décollement
des Handrückens seien folgenlos abgeheilt (Urk. 2 S. 3).
Die TFCC-Läsion sah sie gestützt auf die kreisärztlichen Beurtei
lungen von
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Chirurgie,
vom
4.
und
5.
Oktober 2012 sowie vom
9.
April 2013 als nicht mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit unfallbedingt an (Urk. 2 S. 3 f.).
Zum im Rahmen des Beschwerdeverfahrens
eingereichten Gutachten von
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Chirurgie, spez. Handchirurgie,
hielt sie fest, dessen Begründung bezüglich der langen Latenz überzeuge nicht.
Denn auf
grund des Erstbefundes im
Spital Z._
und der Lokalisation des
Décollements
müsse angenommen werden, dass das Überrolltrauma im Bereich der Mittelhand statt
gefunden habe und nicht auf der Höhe des Handgelenks, weshalb die Eignung des Unfalls zur Herbeiführung der in Frage stehenden Verletzung fraglich sei. Hinzu komme, dass selbst
Dr.
B._
eine krankheitsbedingte TFCC-Läsion nicht ausschliesse. Im Übrigen seien die Beschwerden im Handgelenk erst circa zehn Monate nach dem Unfall aufgetreten, wohingegen der Beschwerdeführer bereits ab dem
1.
April 2011 wieder teilzeitlich gearbeitet habe. Dies spreche für die Einschätzung von
Dr.
A._
und gegen jene von Dr.
B._
(Urk. 17).
2.2
Der Beschwerdeführer
brachte in seiner Beschwerde vor
,
seine Beschwerden
an der rechten Hand
liessen sich nicht
,
wie von
der
Suva gehandhabt
,
auseinan
derhalten. Tatsache sei, dass er seine Tätigkeit nach dem Unfallereignis nie mehr zu 100
%
habe ausüben können. Erst bei der deswegen erfolgten vertieften Abklärung durch
Dr.
med.
C._
, Leitender Arzt Handchirurgie,
Spital D._
,
sei die TFCC-Läsion rechts bemerkt worden. Daraus könne aber nicht geschlossen werden, dass diese Läsion vorher nicht vorhanden gewesen sei
, nur weil vorher gar kein MRI angefertigt worden sei
. Er habe denn auch durchgehend über Beschwerden geklagt
(Urk. 1 S. 5
f.
).
Ebenso wenig überzeuge das Argument, dass jeder zweite 50-Jährige einen zentralen Diskusschaden degenerativer Genese aufweise, zumal
bei
ih
m zusätzlich ein Riss am Rand, ansatznahe der
Fovea
, auszumachen sei (Urk. 1 S. 6).
Insgesamt sei das Dahinfallen des Kausalzusammenhangs nicht bewiesen (Urk. 1 S. 7 f.).
Zusammen mit der Replik reichte der Beschwerdeführer das Gutachten
von Dr.
B._
(Urk. 14) ein und führte aus, weshalb dieses überzeugender sei als der kreisärztliche Bericht (vgl. Urk. 13). Des Weiteren äusserte er sich zur Höhe des Invaliditätsgrades (Urk. 13 S. 7).
3.
3.1
Unmittelbar nach dem Unfall diagnostizierten die Ärzte des
Spital Z._
eine
undislo
zierte
P1-Schaft
fra
ktur des
Digitus
III rechts und ein
Décollement
des rechten Handrückens
und
operierten sogleich
. Des Weiteren hielten sie
fest, die
Streck
sehnen
seien freigelegt, indes unverletzt, und Gefässe und Nerven seien eben
falls nicht verletzt worden
(Urk. 8/3-4).
Bis Ende März 2011 wurde
dem Beschwerdeführer
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert (Urk. 8/13 S. 2,
Urk.
8/18 S. 1,
Urk.
8/19).
Ab dem
1.
April 2011 bestand
dann
wieder eine
50%ige
Arbeitsfähigkeit (Urk. 8/18 S. 2, Urk. 8/19).
3.2
Am
1
1.
April 2011
fand eine Untersuchung durch den Kreisarzt
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, statt (Urk. 8/25). Dabei berichtete der Beschwerdeführer, bei schwerer Arbeit sei er noch nicht beschwerdefrei. Auch bei Feinarbeit
bekomme er nach etwa einer halbe
n
Stunde Schmerzen. Die Beweglichkeit im dominanten Mittelfinger rechts sei noch etwas eingeschränkt und bei stärkerer Belastung habe er noch etwas Schmerzen dorsal im
Carpus
(S. 2).
Dr.
E._
beschrieb eine leichte Hypäs
thesie (verminderte Empfindung)
, ein deutlich aufgetriebenes PIP-Gelenk des rechten Mittelfingers, eine Sperrdistanz von anderthalb Zentimetern beim akti
ven Faustschluss und ansonsten keine wesentlichen Einschränkungen der Beweglichkeit
(S. 3)
. Er gab an,
initial
sei auch der rechte Ellbogen radiologisch abgeklärt worden, es habe sich jedoch keine unfallkausale
ossäre
Schädigung gezeigt. Es sei lediglich eine kleine Ansatzverkalkung der
Trizepssehne
zu erkennen gewesen
(S. 3). Die
Auftreibung
des PIP und die dadurch bedingte erhöhte Sperrdistanz seien auf einen früheren Unfall zurückzuführen. Die Weichteilschädigung am rechten Handrücken sei abgeheilt. Die nicht dis
lozierte, distal intraartikulär
reichende Längsfraktur der Grundphalanx III sei
ebenfalls
konsolidiert
.
Dr.
E._
empfahl den Fallabschluss etwa ein halbes Jahr nach der Verletzung und hielt fest, dass auch eine Ankylose oder eine
Arthrodese
des PIP am rechten Mittelfinger die Arbeitsfähigkeit nicht einschränken würde. Die
Erheblichkeitsgrenze
für eine Integritätsentschädigung sei ebenfalls nicht erreicht
(S. 3 f.).
3.3
Nach einer per 2
7.
Juni 2011 geplanten Steigerung des Arbeitspensums gab der Beschwerdeführer
am 1
2.
Juli 2011
gegenüber dem
Spital F._
an, die Steigerung sei aufgrund der Schmerzen nicht erträglich gewesen. Insbesondere berichtete der Beschwerdeführer über ein schmerzhaftes Spannen
dorsalseits
über de
r Gelenkskapsel (Urk. 8/47 S. 1).
3.4
Anlässlich des Gesprächs mit dem Suva-Aussendienstmitarbeiter
G._
vom 1
9.
Oktober 2011
gab der Beschwerdeführer
an, aktuell verspüre er zusätz
lich
Schmerzen im rechten Handgelenk. Es sei ein Röntgenbild geplant, welches zeigen werde, ob eine Befundänderung vorliege oder nicht (Urk. 8/66 S. 1).
3.5
Bei der kreisärztlichen Untersuchung vom
3.
Mai 2012
berichtete der Beschwer
deführer über eine Schwellneigung im Bereich des Mittelfingers bei ganztägiger Arbeit sowie über Schmerzen im rechten Ellbogen respektive vom Mittelfinger bis zum Oberarm hochziehende Beschwerden nach schwerer Arbeit (Urk. 8/109 S. 3). Des Weiteren gab er eine Hyposensibilität an (S. 4).
Dr.
A._
gelangte nach seiner Untersuchung zum Schluss, die noch vorhandenen minimalen Beschwerden im Bereich der rechten Hand seien unfallkausal, würden sich jedoch nicht auf die Arbeitsfähigkeit auswirken. Ebenso wenig sei ein entschä
digungspflichtiger Integritätsschaden entstanden (S. 6).
3.6
Gegenüber
Dr.
C._
gab der Beschwerdeführer am
2
8.
Juni 2012
an, aktuell bestünden Schmerzen sowie ein Schwellung im Bereiche des Handrückens, aus
strahlend in das Handgelenk, den Vorderarm und weiter nach proximal. Dies nach einem bis zwei Tagen schwerer Arbeit.
Am 2
6.
Juli 2012,
nach 4-wöchiger 100%iger, aber
im Vergleich zur angestammten Tätigkeit
weniger anstrengender Arbeit
klagte er über Schmerzen
dorsalseits
des Handgelenkes nach strenger Arbeit (Urk. 8/122 S. 3
).
Das Röntgenbild des rechten Handgelenks vom 1
8.
Juni 2012 zeigte eine
Ulna
-plus-Varianz und ansonsten unauffällige
ossäre
und
arti
kuläre
Verhältnisse. In seiner Beurteilung hielt
Dr.
C._
fest, k
linisch liege das Problem nun vor allem im Bereiche des Handgelenkes
(S. 4). Daher meldete er den Beschwerdeführer für ein
Arthro
-MRI an. Zwischenzeitlich empfahl er die Beibehaltung eines 100%igen Arbeitspensums bei leichteren Arbeiten (S. 5).
Am 1
3.
August 2012 fügte
Dr.
C._
nach einer erneuten Konsultation durch den Beschwerdeführer
am 9. August 2012
an, bei den in der vorangegan
genen Woche ausgeübten schwereren Arbeiten sei es erneut zu
Schwellungszu
ständen
und Schmerzen im rechten Vorderarm, ziehend bis zum Ellbogen, gekommen. Aktuell erscheine das klinische Bild einer posttraumatischen
Epicondylitis
humeri
lateralis
(Urk. 8/124).
Dr.
C._
attestierte dem Beschwerdeführer sodann eine 20%ige Arbeitsunfähigkeit bis zum 2
4.
August 2012 (Urk. 8/126).
3.7
Die
am 1
6.
August 2012
durchgeführt
e
MRI-Untersuchung
zeigte
einen kleinen fokalen Riss des TFCC im zentralen Anteil. Zusätzlich war ein Riss des TFCC am Rand beziehungsweise am Ansatz nah zur
Fovea
ulnaris
zu sehen. Im Übrigen wurden eine leichte
Rhizarthrose
sowie eine leichte STT
-
Arthrose beschrieben (Urk. 8/135 S. 1).
Dr.
C._
befand, die geklagten Schmerzen im Bereiche des Handgelenkes seien mit dem MR-tomographisch verifizierten Befund einer TFCC-Läsion vereinbar. Die zusätzlich vorgefundenen Zeichen einer
Epicondy
litis
humeri
lateralis
seien wahrscheinlich durch die wiederaufgenommene
zusätzliche Belastung, möglicherweise auch Fehlbelastung, bedingt. Abschlies
send hielt er fest, eine 80%ige Arbeitsfähigkeit liege im Rahmen des Möglichen, eine 100%ige sei für belastende Tätigkeit hingegen vorläufig noch nicht gege
ben (Urk. 8/132).
3.8
Der
Kreisarzt
Dr.
A._
hielt am
4.
Oktober 2012 fest, die Unfallk
ausalität
der TFCC-Läsion sei
lediglich möglich, da über die Beschwerden erstmals Ende Juli 2012, also anderthalb Jahre nach dem Unfallereignis, geklagt worden sei
(
vorne angeheftet an
Urk. 8/133
).
Die vorhandene Teilarbeitsunfähigkeit von 20 % sei auf diese unfallfremde Störung zurückzuführen (Urk.
8/136).
3.9
Dem Bericht von
Dr.
C._
vom 2
6.
Februar 2013 sind als Hauptdiagnosen noch die TFCC-Läsion rechts sowie eine leichte
Rhizarthrose
und STT-Arthrose rechts zu entnehmen. Er führte aus, der Beschwerdeführer klage nach wie vor über
ulnarseitige
Handgelenksschmerzen, vor allem bei Drehbewegungen. Bei klinisch und MR-tomographisch persistierender TFCC-Läsion empfahl er eine Handgelenksarthroskopie. Zugleich bat er die Suva, die Kostenübernahme für diese wahrscheinlich traumatische TFCC-Läsion zu prüfen
. Im Übrigen
vertrat er die Ansicht
, die Arbeits
fähigkeit
sei
bis zum 3
1.
März 2013 limitiert noch bei 80
%
zu belassen
(Urk. 8/160).
3.10
In seiner kreisärztlichen Beurteilung vom
9.
April 2013
(Urk. 8/166)
gab Dr.
A._
an, eine TFCC-Läsion entstehe durch einen Sturz auf das extendierte und radial-
duzierte
Handgelenk (S. 3). Daneben sei der
Discus
vielfältigen
Ver
schleissprozessen
ausgesetzt, weshalb degenerative Schäden im zentralen Abschnitt des
Discus
besond
ers häufig seien. Etwa bei jedem
zweiten 50-Jähri
gen lasse sich ein solcher zentraler
Discusschaden
degenerativer Genese nach
weisen.
Demnach sei beim 55-jährigen Beschwerdeführer
mit dem Grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit von einer degenerativen Veränderung aus
zugehen. Angesichts der langen Zeitspanne zwischen dem Unfall und dem ers
ten Auftreten der Beschwerden könne keine akute Verletzung begründet werden
(S. 4).
Dazu, dass der Beschwerdeführer dem Schadeninspektor am 19. Oktober 2011 Schmerzen im rechten Handgelenk angegeben hatte, merkte
Dr.
A._
an, diese seien nur vorübergehender Natur gewesen, denn in den folgenden Berichten des
Spital
F._
sei nicht über Handgelenksbeschwerden berichtet worden (S. 6).
3.11
Dr.
B._
untersuchte den Beschwerdeführer am 2
8.
Mai 2013 und erstattete gestützt darauf sowie
unter Berücksichtigung der
Vorakten
sein Gutachten vom
7.
Juni 2013 (Urk. 14).
Anlässlich der Untersuchung vom 2
8.
Mai 2013 gab der Beschwerdeführer an, die Schmerzen dorsal am Handgelenk sowie die Schmer
zen am distalen Radio-
Ulnar
-Gelenk
(DRUG)
seien nach der Wiederaufnahme
seiner Arbeit zu 50
%
(ab
1.
April 2011) aufgetreten (Urk. 14 S. 9).
Im Zeitpunkt der Begutachtung standen
laut dem Gutachten von Dr.
B._
Schmerzen am rechten Handgelenk (radial) sowie am
DRUG
im Vordergrund (S. 9-10).
Die Schmerzen am DRUG seien auf eine TFCC-Läsion zurückzuführen (S. 15).
An der linken Hand
sei
der Beschwerdeführer indes schmerzfrei und vergleichbare Tests
seien
negativ aus
gefallen
(S. 12).
Epicondylitis
sei
keine mehr nachweisbar (S. 12)
.
Dr.
B._
beurteilte die partielle Läsion des TFCC
sowie die passagere
Epicondylitis-humeri-lateralis
rechts
als unfallbedingt (S. 14).
Unfallfremd sei hingegen die leichte
Rhizarthrose
rechts (S. 14).
Dr.
B._
führte aus, die vorgängig behandelnden Ärzte hätten ihr Augenmerk stets auf das Mittelgelenk des Mittelfingers fokussiert, dessen Auffälligkeiten ins Auge gesprungen seien. Den übrigen Gelenken hätten sie zu wenig Beachtung geschenkt. So
sei den erstbehandelnden Ärzten des
Spital Z._
nicht aufgefallen, dass die Fraktur intraartikulär verla
ufen sei
(S. 15 f.).
Auch die Sensibilitätsstörungen seien nicht oder nur sehr ungenau erfasst worden
(S. 16 f.).
Beim Unfallereignis habe der Beschwerdeführer sich ein aussergewöhnliches und schwerwiegende
s Komplextrauma mit vielfältigen
Auswirkung
en
, Frakturfolgen, schweren
Ner
venschäden
und Schäden an Sehnengleitlagern und mehreren Gelenken zuge
zogen. Das Meiste könne nur bei eingehender klinischer Prüfung erfasst und nur Wenig
e
s radiologisch sichtbar gemacht werden
(S. 17).
Das Unfallereignis sei zudem geeignet gewesen, auch einen Schaden am
TFCC
des DRUG zu ver
ursachen. Denn die Druckkraft von dorsal auf das Handgelenk habe Schwer
kräfte hervorgerufen, welche bei solchen Mechanismen unweigerlich über den TFCC auf die stabilisierende
Ulna
übertragen würden. Dabei könnten vielfältige Verletzungsformen am Diskus entstehen, welche ohne repetitive Belastungen über eine längere Zeit weitgehend asymptomatisch verlaufen könn
t
en und erst nach repetitiven Belastungen hervortr
ä
ten (S. 18).
Dr.
B._
schlussfolgerte, die Auffassung des Kreisarztes
Dr.
A._
,
wonach
die zu lange Zeitspanne zwischen Unfall und dem ersten Auftreten von Beschwer
den die Kausalität nicht begründen könne, sei nicht nachvollziehbar. Es bestehe keine Latenzzeit nach dem Unfallereignis vom
1.
Dezember 2010 bis zum Auf
treten der ersten Beschwerden weder an der Mittelhand noch am Handgelenk radial, welche heute noch nachhaltig geklagt würden. Erst nach
initialer
Arbeitsaufnahme zu 50
%
ab
1.
April 2011 seien unter Belastungen erste Beschwerden am DRUG hinzugekommen, was geradezu typisch sei für Verlet
zungen am TFCC.
Des Weiteren sei das Unfallereignis geeignet gewesen, eine TFCC-Verletzung zu verursachen. Krankheitsbedingte TFCC-Läsionen wären hingegen mit hoher Wahrscheinlichkeit bereits vor dem Unfall unter voller
beruflicher Belastung in Erscheinung getreten und nicht ausgerechnet nach längerem Arbeitsausfall und schon bei Aufnahme einer Teilarbeitsfähigkeit
. Gegen eine degenerative Erscheinung spreche zudem die fehlende Symmetrie solcher Beschwerden am TFC
C
. Selbst unter der un
weigerlich vermehrten Belastung der gesunden Hand anlässlich der Reintegration am angestammten Arbeitsplatz seien an der linken Hand noch keine ähnlichen Beschwerden auf
getreten
. Mit hoher Wahrscheinlichkeit, wenn nicht sogar sicher, sei das
Unfall
ereignis
allein verantwortlich für sämtliche Schmerz-Lokalisationen (S. 19).
Krankhafte Vorzustände seien demgegenüber am Daumensattelgelenk rechts vorhanden. Beschwerden würden indes nicht geltend gemacht und hätten ohne
hin kaum einen Einfluss auf die verminderte Leistungsfähigkeit
(S.
20
)
.
Angesichts des bisherigen Ver
l
aufs, der vorliegenden Defektheilungen und der nachhaltigen Beschwerden sehe er keine realistische Möglichkeit, die 80%ige Arbeitsleistung in der angestammten, körperlich schweren Tätigkeit auf 100
%
zu steigern (S. 20 f.).
4
.
4
.1
D
er Beschwerdeführer
stellt sich
auf den S
tandpunkt,
der Beschwerdegegnerin
sei
der Beweis des Dahinfallen
s der Kausalität nicht gelungen
,
daher
habe sie
den Fall
nicht abschliessen
respektive die Leistungen nicht einstellen
dürfen
(Urk. 1 S. 4-5
)
. Die Maxime, wonach der Unfallversicherer den Wegfall jeglicher Kausalität einer unfallbedingten Schädigung mit dem Beweisgrad der überwie
genden Wahrscheinlichkeit nachzuweisen hat, greift nur dort, wo der natürliche Kausalzusammenhang vorab bejaht und medizinisch auch ausgewiesen war. Vorliegend hat die Beschwerdegegnerin den natürlichen Kausalzusammenhang der
TFCC-Läsion rechts
mit dem Unfall vom
1. Dezember 2010
wiederholt als nur möglich bezeichnet. Gelingt der Nachweis eines Kausalzusammenhanges nicht mit dem Grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit, trägt
der Beschwer
deführer
die Folgen der Beweislosigkeit
(vgl. auch vorstehende E. 1.2)
.
4
.2
Bezüglich der unfallbedingten
undislozierten
P1-Schaftraftkur
Digitus
III ist unbestritten geblieben, dass diese Verletzungen soweit abgeheilt sind, dass sie nicht mehr behandlungsbedürftig sind und auch die Arbeitsfähigkeit nicht mehr beeinträchtigen. D
ies legte Dr.
A._
in seinem
auf der kreisärztlichen Untersu
chung vom
3.
Mai 2012, den
Vorakten
sowie den Angaben des Beschwerde
führers basierenden
Bericht nachvollziehbar dar. Am rechten Mittelfinger zeig
ten sich völlig reizlose Verhältnisse und die Beweglichkeit war nahezu seiten
gleich zu links frei (Urk. 8/109 S. 6-7).
Die Fraktur zeigte sich
auch bereits
auf
dem Röntgenbild vom 2
3.
Februar 2011 konsolidiert (Urk. 8/18 S. 1).
Ebens
o ist dem Gutachten von Dr.
B._
zu entnehmen, dass die Schmerzen
im Bereich der CMC-Gelenke II-IV,
am
radial-dorsalen Bereich des
Handgelenk
s
sowie
diejeni
gen am
DRUG
im Vordergrund stünden (
Urk. 14 S. 1
5
).
Die Hautverletzung am Handrücken
war
reizlos abgeheilt (Urk. 8/109 S. 4) und
d
ie
Epicondylitis
war
abgeklungen (vgl. Urk. 14 S.
10,
S.
12
und S. 14
)
. D
ie leichte
Rhizarthrose
ist unfallfremd (Urk. 14 S. 14)
, wobei es sich auch beim beschriebenen
carpe
bossu
oder
carpal
boss
um eine
arthrotische
Gelenksveränderung
an den CMC-Gelen
ken
handelt (Urk. 14 S. 12 Fussnote).
Ebenso
sind die
arthrotischen
(vgl. Urk. 8/135 S. 1)
Veränderungen am Daumensattelgelenk krankheitsbedingt (Urk. 14 S. 20).
4
.3
4
.3.1
Laut dem Bericht von
Dr.
A._
vom
9.
April 2013
entsteht eine TFCC-Läsion durch einen Sturz auf das extendierte und radial-
duzierte
Handgelenk. Dabei könne der
Discus
triangularis
im
ulnaren
Handgelenk einreissen und dem Patienten vor allem Schmerzen bei Drehbewegungen bereiten (Urk. 8/166 S. 3). Überdies sei der
Discus
vielfältigen Verschleissprozessen ausgesetzt. Degenera
tive Schäden fänden sich besonders häufig im zentralen Abschnitt des
Discus
.
Bei kernspintomographischen Untersuchungen lasse sich etwa bei jedem zwei
ten 50-Jährigen ein solcher zentraler
Discusschaden
degenerativer Genese fest
stellen. Beim 55-jährigen Beschwerdeführer sei demnach mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von einer degenerativen Veränderung auszugehen (Urk. 8/166 S. 4).
4
.3.2
Gemäss dem Gutachten von
Dr.
B._
war indes das Unfallereignis vom 1. Dezember 2010 geeignet, einen Schaden am TFCC des DRUG zu verursachen (Urk. 14 S. 19). Dies dadurch, dass die Druckkraft von dorsal auf das Handge
lenk Scherkräfte hervorzurufen in der Lage gewesen sei, welche bei solchen Mechanismen unweigerlich über den TFCC auf die stabilisierende
Ulna
übertra
gen würden. Dabei könnten vielfältige Verletzungsformen am Diskus entstehen (Urk. 14 S. 18).
4
.3.3
Aus dem Gesagten ergibt sich, dass
f
ür die TFCC-Läsion
grundsätzlich
sowohl eine traumatische als auch eine degenerative Ursache in Frage
kommt
.
Dr.
B._
führt
e
für seine Version an, dass an der gesunden Hand noch keine ähnlichen Beschwerden aufgetreten seien. Dies spreche eher gegen degenerative Erschei
nungen (Urk. 14 S. 19). Dem ist entgegenzuhalten, dass der Beschwerdeführer Rechtshänder ist
(Urk. 14 S. 11)
und daher nicht ausgeschlossen werden kann, dass der Verschleiss an der rechten Hand infolge des jahrzehntelangen
Mehrge
brauchs
weiter fortgeschritten ist als derjenige an der linken Hand.
Dr.
B._
führte diesbezüglich zwar an, seit dem Unfall werde die linke Hand vermehrt belastet (Urk. 14 S. 19). Besonders belastende Arbeiten wie das Hantieren mit schweren Bohrern übt
e
der Beschwerdeführer aber offenbar
auch nach dem Unfall
immer noch mit der rechten Hand aus
(Urk. 8/
132 S. 2).
4
.3.4
Weiter führte
Dr.
B._
aus, krankheitsbedingte TFCC-Läsionen neigten ohne repetitive und erhebliche Belastungen kaum dazu, Schmerzen zu verursachen. Sie träten in der Regel schleichend in Erscheinung. Sie wären
seiner Auffassung nach
mit hoher Wahrscheinlichkeit bereits vor dem Unfall in Erscheinung getreten. Selbst wenn ein solcher Vorzustand vorhanden gewesen
sei, müss
e mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, das Unfallereignis habe zu einer richtungsgebenden Verschlimmerung geführt.
Dass die Beschwerden erst bei der Wiederaufnahme der Arbeit aufgetreten seien, sei typisch für die Verletzung am TFCC (Urk. 14 S. 19)
.
4
.3.
5
Der Verlauf stellte sich so dar, dass der Beschwerdeführer
seine Arbeit am 1. April 2011 wieder zu 50
%
aufnahm (vgl. vorstehende E. 3.1).
Bereits zuvor hatte die behandelnde Ergotherapeutin in ihrem Bericht vom 2
1.
Februar 2011 angegeben, bei Kraftanwendung verspüre der Beschwerdeführer einen ziehen
den Schmerz über der Grundphalanx sowie radial und
ulnar
der Basis (Urk. 8/45 S. 3).
Am
8.
April 2011 erfolgte eine Untersuchung durch die Ärzte des
Spital Z._
, bei welchen der Beschwerdeführer über etwas Schmerzen im MP-Gelenksbereich nach anstrengenden Arbeiten mit der Hand berichtete, indes nicht über Beschwerden im Handgelenk (Urk. 8/23 S. 1).
Bei der kreisärztlichen Untersu
chung vom 11. April 2011 klagte er dann über Beschwerden dorsal im
Carpus
(= Handwurzel; Pschyrembel
, Klinisches Wörterbuch, 26
3.
Auflage 2012, S.
350
) bei stärkerer Belastung der dorsal extendierten rechten Hand (Urk. 8/25 S. 2).
Dr.
E._
zog dennoch die Schlussfolgerung, der Beschwerdeführer sei in seiner Arbeitsfähigkeit nicht mehr eingeschränkt (Urk. 8/25 S. 4).
Aus dem Bericht der Ergotherapeutin vom 2
6.
April 2011 ist wiederum ein Klagen über einen ziehenden Schmerz über der Grundphalanx sowie radial und
ulnar
der Basis ersichtlich (Urk. 8/45 S. 5).
Dem Bericht des
Spitals
F._
vom 1
5.
Juli 2011 ist hingegen
nur
ein Spannen
dorsalseits
über der Gelenkskapsel zu entnehmen (Urk. 8/47 S. 1).
Noch b
ei der Besprechung mit
G._
,
Aussendienstmitar
beiter
der Beschwerdegegnerin,
sowie dem Arbeitgeber vo
m 6.
September 2011 klagte der Beschwerdeführer lediglich über Schmerzen im Mittelfinger sowie über reduzierte Kraft (Urk. 8/65 S. 1). Erst bei der folgenden Besprechung vom 1
9.
Oktober 2011 gab er an, nebst den Schmerzen im Mittelfinger zusätzlich Schmerzen im rechten Handgelenk zu verspüren (Urk. 8/66 S. 1).
Dem Bericht über die kreisärztliche Untersuchung vom
3.
Mai 2012
ist sodann die Angabe von
Schmerzen und einer Schwellneigung im
Mittelfinger rechts sowie
von
Schmerzen im Ellbogen respektive vom Mittelfinger bis zum Oberarm hochzie
hende Beschwerden
zu entnehmen
(Urk. 8/109 S. 3).
4.3.6
Nach dem Gesagten wurde erstmals am 1
9.
Oktober 2011, mithin gut zehn Monate nach dem Unfall und ein gutes halbes Jahr nach Wiederaufnahme der Arbeit über Schmerzen im Handgelenk berichtet.
Berücksichtigt man die Aus
führungen von
Dr.
B._
, wonach das erst spätere Auftreten typisch
sei
, spricht dies nicht von
v
ornherein gegen eine Unfallkausalität.
Der Umstand, dass etwas typisch ist, stellt aber noch kein
en
Beweis dar und
die lange Zeitspanne zwi
schen dem Unfall und dem erstmaligen Auftreten der Beschwerden
bringt
eine gewisse Unsicherheit bezüglich der Unfallbedingtheit mit sich.
Hinzu kommt, dass
Dr.
B._
bei seiner Kausalitätsbeurteilung davon ausging, der Beschwerde
führer leide seit dem
1.
April 2011 unter
Beschwerden am DRUG
(Urk. 14 S.
15
).
Diese Annahme steht jedoch nicht in Übereinstimmung mit der
echtzeitlichen
Akten
lage, nach welcher erstmals am 1
9.
Oktober 2011 Schmerzen am Hand
gelenk be
schrieben
wurde
n
.
4.3.7
Dass die
Beschwerden
am Handgelenk nicht ab der Arbeitsaufnahme konstant geklagt
wurden
,
spricht eher für eine schleichende Entwicklung. Eine solche ist degenerativen Schäden immanent beziehungsweise deutet
eine schleichende Entwicklung
auf eine krankheitsbedingte TFCC-Läsion hin
, was auch
Dr.
B._
ausführte. Des Weiteren fügte er an, krankheitsbedingte TFCC-Läsionen neigten nicht dazu, ohne repetitive und erhebliche Belastungen zu Schmerzen zu führen
(Urk. 14 S. 19).
Genau nach repetitiven und erheblichen Belastungen traten aber die Beschwerden
im rechten Handgelenk des Beschwerdeführers
auf.
4
.3.
8
Das Argument des Beschwerdeführers, dass er vor dem Unfall noch keine Beschwerden am rechten Handgelenk gehabt habe,
vermag für sich allein keine überwiegende Wahrscheinlichkeit einer traumatischen Ursache
zu begründen. Denn
a
us dem Fehlen einer gesundheitlichen Beeinträchtigung vor dem Unfall kann praxisgemäss (BGE 119 V 335 und Urteil des Bundesgerichts 8C_614/2007 vom 1
0.
Juli 2008, E. 4.1.2 mit Hinweisen auf neuere Entscheide) nicht auf die Unfallkausalität von hernach aufgetretenen Beschwerden geschlossen werden (Formel „
post
hoc ergo
propter
hoc“)
.
4.4
Insgesamt ist sowohl möglich, dass die Beschwerden am rechten Handgelenk vom Unfall vom
1.
Dezember 2010 herrühren, als auch
,
dass sie degenerativ bedingt sind, ohne dass eine der beiden Varianten eine überwiegende Wahr
scheinlichkeit für sich hat.
Bei dieser tatsächlichen Ausgangslage ist nicht zu beanstanden, dass
die
Suva
ihre Leistungen per
1.
März 2013 eingestellt
hat.
Demzufolge ist die Beschwerde gegen den Einspracheentscheid vom
12. April 2013
abzuweisen.