Decision ID: edbbb9b6-a9f9-4df5-bfea-ab8e02586072
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Der 1961 geborene
X._
war vom 7. Juli 1982 bis 17. Mai 2001 als Maurer
bei der Y._ tätig (Urk. 7/9). Am 1. April 1998 erlitt er einen Unfall. Es wurde eine traumatisierte Handgelenkarthrose bei Scaphoid
pseudarthrose rechts diagnostiziert. Die SUVA kam für die Heilbehandlung auf
und richtete Taggelder aus. Mit Verfügung vom 15. Februar 1999 sprach sie de
m Versicherten für die verbleibende Beeinträchtigung aus dem Unfall vom 1. April 1998 eine einer Erwerbseinbusse von 25 % entsprechende Invalidenrente ab 1. Januar 1999 und eine auf einer Integritätseinbusse von 5 % beruhende Inte
gritätsentschädigung zu (Urk. 7/6 S. 94 ff.). Am 21. Mai 2001 meldete die Arbeitgeberin des Versicherten der SUVA einen Rückfall (Urk. 7/6 S. 93). Am 6. Juli 2001 wurde eine Scaphoidresektion und 4-corner-fusion (Urk. 7/6 S. 78)
und am 24. Mai 2002 eine Handgelenksdenervation durchgeführt (Urk. 7/6 S. 48
). Die SUVA kam für die Heilbehandlung auf und richtete weitere Taggelder aus.
Am 27. Dezember 2002 meldete sich der Versicherte bei der Sozialver
siche
rungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Bezug von Leistungen der Inva
liden
versicherung an (Urk. 7/3). Die IV-Stelle zog die Akten des Unfallver
sicherers bei und tätigte medizinische und erwerbliche Abklärungen. Mit Ver
fügung vom 9. April 2003 lehnte sie einen Anspruch des Versicherten auf beruf
liche Massnahmen ab (Urk. 7/14). In der Folge veranlasste sie eine psy
chiatrische Begutachtung bei Dr. med. Z._, Facharzt Psychiatrie und Psychotherapie (Urk. 7/44). Das Gutachten wurde am 4. Mai 2005 erstattet (Urk. 7/46).
Mit Verfügung vom 24. Juni 2005 erhöhte die SUVA die Invalidenrente per 1. April
2005 auf 64 % und sprach dem Versicherten eine Integritätsentschädi
gung von 20 % zu (Urk. 7/52).
Mit Verfügungen vom 10. Juni 2005 und 28. Juli 2005 sprach die IV-Stelle dem Versicherten eine ganze Rente ab 1. Mai 2002 zu (Urk. 7/51 und Urk. 7/55) und bestätigte diese mit Mitteilung vom 27. August 2008 (Urk. 7/63). Im Juli 2014 leitete die IV-Stelle von Amtes wegen ein Revisionsverfahren ein. Sie holte aktu
elle medizinische Berichte ein und ordnete eine bidisziplinäre Abklärung bei Dr. med. A._, Rheumatologie FMH, und Dr. med. B._, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, an (Urk. 7/81). Das Gutachten wurde am 28. Mai 2015 erstattet (Urk. 7/84). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren stellte die IV-Stelle die Rente mit Verfügung vom 11. März 2016 auf Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden Monats ein (Urk. 7/93). Am 22. März 2016 teilte sie dem Beschwerdeführer mit, dass die Unterstützung bei der beruf
lichen Eingliederung abgeschlossen sei (Urk. 7/97).
2.
Gegen die Verfügung vom 11. März 2016 erhob der Versicherte mit Eingabe
vom 22. April 2016 Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung se
i aufzuheben und es sei ihm weiterhin die bisherige Rente auszurichten. Even
tu
a
liter sei die Sache zur Prüfung der Eingliederungsmöglichkeiten an die IV-
Stelle zurückzuweisen. Subeventualiter sei die Sache zur polydisziplinären medi
zini
schen Begutachtung an die IV-Stelle zurückzuweisen (Urk. 1 S. 2). Mit Be
schwer
deantwort vom 25. Mai 2016 beantragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde (Urk. 6), was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 27. Mai 2016 mitgeteilt wurde (Urk. 8).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen ist, soweit für
die Entscheidfindung erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen einzu
gehen
.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbe
zügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidier
bar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E.
3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 11. Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August
2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Aus
wir
kungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesundheitszu
standes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revisionsgrund im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurtei
lung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige Einspracheent
scheid, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditäts
be
messung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9
C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 2.
1 mit Hinweisen).
1.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursach
te und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.3
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken.
Rechtsprechungsgemäss ist bei psy
chischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelische
s Leiden
mit Krank
heits
wert besteht, welche
s
die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG;
BGE 139 V 547
E. 5;
131 V 49
E. 1.2;
130 V 352
E. 2.2.1; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezem
ber 2015 E. 5
und 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E.
5.4.
).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1
IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege artis auf
die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychia
tri
sc
he Diagnose voraus (vgl. BGE 130 V 396; Urteile des Bundesgerichts 8C_616/2014 vom 25. Februar 201
5
E. 5.3.3.3 und 9C_739/2014 vom 30. Novem
ber 2015 E. 3.2). Eine fachärztlich festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzel
fall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Es ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilen, ob und inwiefern der versicherten Person trotz ihres Leidens die Verwertung ihrer Restarbeitsfähigkeit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt noch sozial-praktisch zumutbar und für die Gesellschaft tragbar sei (BGE 141 V 281 E. 3.7.3; 136 V 279 E. 3.2.1; BGE 127 V 294 E. 4c; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember
20
15 E. 5 und 8C_731/2015 vom 18.
April 2016 E. 4.1).
1.4
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier
telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertels
rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.5
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be
schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
1.6
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu
stellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorlie
gen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledi
gen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutach
tens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Unter
suchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychischen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinandersetzung mit den Vorakten abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder verun
möglichen, gegebenenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversiche
rung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann Fredenhagen, Das ärztliche Gut
achten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).
2.
2.1
Im angefochtenen Entscheid erwog die Beschwerdegegnerin, die Abklärungen hätten ergeben, dass sich die psychischen Beschwerden, welche ausschlag
gebend für die Rentenzusprache gewesen seien, gebessert hätten. Aufgrund der neuen medizinischen Beurteilung sei ihm eine angepasste Tätigkeit zu 80 % zumutbar. Da der Invaliditätsgrad 23 % betrage, bestehe kein Rentenanspruch mehr (Urk. 2).
2.2
Der Beschwerdeführer machte dagegen im Wesentlichen geltend, Dr. A._ könne
eine Veränderung zum Besseren weder mit eigenen Abklärungen noch mit anam
nestischen Daten belegen. Es zeige sich vielmehr, dass seine Beurteilung eine unterschiedliche Wertung darstelle, die revisionsrechtlich nicht beachtlich sei. Dem Gutachten von Dr. B._ fehle es an genügender Abklärungstiefe. Weiter mangle es dem Gutachten an einer genügenden Auseinandersetzung mit der Situation im Zeitpunkt der Rentenzusprache und im Untersuchungs
zeit
punkt, was angesichts der kurzen Dauer der Befragung nicht erstaune. Gestützt auf diese Gutachten sei keine revisionsweise Aufhebung der Rente möglich. Die Beschwerdegegnerin wäre zudem gehalten gewesen, vor der Rentenaufhebung Eingliederungsmassnahmen durchzuführen (Urk. 1 S. 10 ff.).
3.
3.1
Streitig und zu prüfen ist zunächst, ob wegen einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes
und der sich daraus ergebenden Arbeitsfähigkeit
die Voraussetzungen für eine Revision der laufenden Rente gegeben sind. Zeitliche Vergleichsbasis zu den mit der angefochtenen Verfügung vom 11. März 2016 beurteilten Verhältnissen bildet der Sachverhalt, auf dessen Grundlage dem Be
schwerdeführer mit Verfügungen vom 10. Juni 2005 und 28. Juli 2005 eine ganz
e Rente zugesprochen worden war.
3.2
3.2.1
Die ursprüngliche Rentenverfügung
beruhte in medizinischer Hinsicht im Wes
ent
lichen auf
den folgenden Berichten:
3.2.2
Dr. med. C._, Facharzt FMH für Chirurgie, nannte in seinem Bericht betreffend die kreisärztliche Untersuchung vom 12. Juli 2002 die folgenden Diagnosen:
-
Status nach traumatisierter Handgelenksarthrose bei Scaphoidpseudarthrose rechts nach Sturz auf die rechte Hand vom 1. April 1998 mit fortgeschrittener SLAC-wrist rechts
-
Status nach Scaphoidresektion und 4-corner-fusion rechts vom 06.07.01
-
Status nach Handgelenksdenervation rechts vom 24.05.02
Er führte aus, aufgrund der Unfallfolgen am rechten dominanten Handgelenk sei dem Beschwerdeführer kein voller Arbeitseinsatz als Maurer und Schaler mehr zuzumuten. Es sei hier sicherlich eine Umschulung beziehungsweise Um
platzierung zu diskutieren. Die rechte dominante Hand sei nicht mehr voll belast
bar. So seien alle Arbeiten, die mit Umwendebewegungen im Handgelenk einhergingen, nicht mehr durchzuführen. Die Abstützfunktion sei ebenfalls eingeschränkt. Das Arbeiten mit vibrierenden oder Vibrationen erzeugenden Maschi
nen und das Tragen von Lasten über 10 kg sollten eingeschränkt werden. Auch Überkopfarbeiten mit Abstützfunktionen seien nicht mehr möglich. Unter Berücksichtigung dieser Behinderung sei dem Beschwerdeführer ein ganztägiger Arbeitseinsatz zuzumuten (Urk. 7/6 S. 41 ff.).
3.2.3
Im Bericht der chirurgischen Klinik des D._ vom 6. Februar 2003 zuhanden der IV-Stelle wurden als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit persistierende Handgelenksschmerzen rechts bei Status nach Handgelenksdenervation rechts am 24. Mai 2002 und Status nach Ska
phoi
dektomie und 4-corner-fusion des rechten Handgelenkes am 6. Juli 2001
bei fortgeschrittener Handgelenksarthrose bei alter Skaphoid-Pseudoarthrose nach
Sturz auf die rechte Hand zirka 1973, bestehend seit 30. März 1998 ge
nannt. Es wurde ausgeführt, nachdem die Ruhigstellung des rechten Handge
lenkes im Unterarmgips einen Rückgang der Beschwerden gebracht habe, sei dem Beschwerdeführer die vollständige Handgelenksarthrodese vorgeschlagen
worden. Aufgrund des chronifizierten Schmerzverlaufs sei aber eine Schmerz
fre
i
heit auch nach einer Arthrodese nicht zu erwarten und insbesondere sei keine Steigerung der Belastbarkeit des rechten Handgelenkes zu erwarten. In seinem Beruf als Mauerer werde der Beschwerdeführer sicher nicht mehr arbeits
fähig werden und auch etwas weniger stark belastende manuelle Arbeite dürften auf
grund des bisherigen Verlaufes nicht mehr möglich sein. Zurzeit werde die Hand
gelenksarthrodesierung vom Beschwerdeführer nicht gewünscht, insbeson
dere da nicht mit einer Verbesserung der Arbeitsfähigkeit im alten Beruf gerechnet werden könne. Die Arbeitsfähigkeit als Maurer betrage bis heute 0 %. Dies sei auch für die Zukunft nicht zu verbessern. Auch operative Eingriffe würden hier nicht eine genügend schmerzfreie und belastbare rechte Hand ergeben können, welche die schwere manuelle Tätigkeit erlauben würden. In einer besser geeig
neten Erwerbstätigkeit wäre der Beschwerdeführer zumindest halbtags ab sofort einsetzbar, eventuell unter Tragen einer Handgelenksmanschette und sofern mit der rechten Hand keine belastenden Tätigkeiten ausgeführt werden müssten. Die Handgelenksarthrodese könnte eventuell die Schmerzsituation bei einer leichten manuellen Tätigkeit günstig beeinflussen, so dass auch keine äussere Stabili
sie
rung getragen werden müsste. In Frage kämen grundsätzlich einfachere Über
wachungsaufgaben, sofern der Beschwerdeführer beispielsweise die Bedienung einer Maschine mit der linken Hand ausführen könne (Urk. 7/8).
3.2.4
RAD-Arzt Dr. med. E._ hielt in seiner Stellungnahme vom 3. März 2003 fest, es bestehe eine volle Arbeitsfähigkeit in angepasster Arbeit (Urk. 7/48 S. 3).
3.2.5
Dr. med. F._, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie, nannte in seinem Bericht betreffend die kreisärztliche Untersuchung vom 26. August 2004 zusätzlich zu den bereits erwähnten Diagnosen die Diagnose einer schweren Arthrose des linken Handgelenkes bei vorbestehender Navikuläre-Pseudarthrose. Er hielt fest, auf der linken Seite bestehe ein ähnlicher Zustand wie rechts 1998. Es handle sich um eine Pseudarthrose des Os naviculare mit inzwischen eingetretener erheblicher Arthrose der proximalen Handwurzelreihe. Bei jetzt beidseitiger schwerer posttraumatischer Schädigung der Handwurzelreihe seien kaum noch manuelle Tätigkeiten abzuverlangen, die einem Minimum an körper
lichem Einsatz bedürften. Jedenfalls sei der Maurerberuf nicht geeignet, um eine Arbeitsfähigkeit wieder zu realisieren (Urk. 7/24).
3.2.6
RAD-Arzt Dr. E._ hielt in seiner Stellungnahme vom 21. Oktober 2004 fest, objektiv gesehen seien die Funktionen nicht erheblich eingeschränkt. Es ergebe sich keine Änderung der bisher angenommenen Arbeitsfähigkeit. Als Maurer bestehe allerdings keine Arbeitsfähigkeit mehr (Urk. 7/48 S. 4).
3.2.7
Im psychiatrischen Gutachten vom 4. Mai 2005 stellte Dr. Z._ die folgenden Diagnosen:
-
Leichte bis mittelgradige depressive Episode mit somatischen Symp
to
m
en (F32.11 ICD-10)
-
Problem der Krankheitsbewältigung bei einem chronifizierten Schmerz
syndrom (F54 ICD-10)
Er führte aus, es bestehe ein Gesundheitsschaden, der eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bewirke. Die Arbeitsfähigkeit sei sowohl auf ein psychisches als auch auf ein somatisches Leiden mit Krankheitswert zurückzuführen. Psycho
soziale Faktoren spielten eine untergeordnete Rolle und seien entstanden, als die Suva ihre Leistungen eingestellt habe. Eine dauerhafte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in der bisherigen und in einer angepassten Tätigkeit bestehe seit Sommer 2004. Aus psychischen Gründen bestehe eine Arbeitsunfähigkeit im Umfang von 40 %. Eine Wiedereingliederung werde bei der jetzigen psychi
schen und somatischen Konstellation nicht realisierbar sein. Die handchi
rurgi
sche Beurteilung der Zumutbarkeit einer leichten Tätigkeit scheine von theo
re
tischer Bedeutung zu sein (Urk. 7/46).
3.2.8
RAD-Arzt Dr. G._ hielt in seiner Stellungnahme vom 7. Mai 2005 fest, es müsse von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit sowohl in bisheriger als auch in angepasster Tätigkeit ausgegangen werden (Urk. 7/48 S. 8).
3.3
3.3.1
Im Rahmen des im Juli 2014 eingeleiteten Revisionsverfahrens holte die Be
schwerdegegnerin einen Verlaufsbericht der Kardiologie des D._
ein
(Urk. 7/79) und liess den
Beschwerdeführer
bidisziplinär begut
achten (Urk. 7/84).
3.3.2
Im Bericht der Kardiologie des D._ vom 21. November 2014 wurden die folgenden Diagnosen genannt:
-
Nicht insulinpflichtiger Diabetes mellitus mit oralen Antidiabetika eingestellt
-
St. n. inferiorem NSTEMI 18.07.2013 bei koronarer Zweigefässerkrankung mit PCI RPLS II
-
St. n. multiplen Operationen mit Invalidisierung
Es wurde ausgeführt, von kardialer Seite bestehe keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Es sollte ein Schichtdienst vermieden werden. Ansonsten seien von kardialer Seite leichte bis mittelschwere körperliche Tätigkeiten mit wech
selnder Belastung möglich (Urk. 7/79).
3.3.3
Im psychiatrischen Teilgutachten vom 28. Mai 2015 stellte Dr. B._ keine Diagnosen mit anhaltender Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Als Diagnosen ohne anhaltende Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte er die folgenden:
-
Anhaltende somatoforme Schmerzstörung (F45.4)
-
Lange Phase von Arbeitsuntätigkeit (Z56)
-
Status nach depressiver Episode, seit Jahren remittiert (F32.4)
Dr. B._ führte aus, es sei heute weder anamnestisch noch befundmässig etwas festzustellen, das auf eine psychische Störung hinweisen würde. Die Kriterien des ICD-10 in Bezug auf eine depressive Episode seien nicht erfüllt. Es sei
vielmehr seit Jahren von einer Remission auszugehen. Eine psychiatrische Behan
d
lung sei nicht notwendig. Der Beschwerdeführer zeige Hinweise für eine psychosomatische Überlagerung der Schmerzen, soweit sich die Schmerz
proble
matik nicht rheumatologisch erklären lasse. Er sei auf die Schmerzen fixiert, äussere hypochondrische Befürchtungen und zeige eine Schmerzausdehnung. Die Schmerzen bildeten oft den Hauptfokus seines Interesses. Zudem komme es bei Lebensproblemen zu einer Verstärkung der Schmerzen. Es könne eine anhal
tende somatoforme Schmerzstörung diagnostiziert werden. Die Schmerzproble
matik sei progredient und chronifiziert, jedoch nicht ein einem derartigen Aus
mass, dass die Arbeitsfähigkeit eingeschränkt sei. Zu dieser Beurteilung führe insbesondere die Tatsache, dass keine psychische Komorbidität bestehe. Die Prog
nose sei aus psychiatrischer Sicht günstig (Urk. 7/84 S. 26 ff.).
3.3.4
Im rheumathologischen Teilgutachten vom 28. Mai 2015 stellt Dr. A._ die folgenden Diagnosen mit langandauernder Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
-
Posttraumatische Arthrosen der Hände
-
Koronare Zweigefässerkrankung
Dr. A._ führte aus, die aktualisierten Röntgenaufnahmen der Hände dokumen
tier
ten fortgeschrittene posttraumatische Veränderungen radiocarpal und inter
carpal beidseits, wobei rechtsseitig zudem postoperative Veränderungen nach einer im 2001 stattgehabten Four-Corner-Fusion zur Darstellung gelangten. Mit den aktuell bildgebend dokumentierten arthrotischen Veränderungen im Bereich der Handgelenke seien die Bewegungseinschränkungen der Handgelenke, die aktuell objektiviert werden könnten, plausibilisiert. Eine funktionelle Einschrän
kung sei aufgrund der Pathologien im Bereich der Handgelenke ausgewiesen und aus rein somatisch-rheumatologischer Sicht sei nachvollziehbar, dass für körperlich belastende Arbeiten, wie sie früher im Baugewerbe ausgeübt worden seien, seit Jahren eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bestätigt werde. Auch für leichtgradig körperlich belastende Arbeiten resultierten namhafte Einschrän
kung
en der Zumutbarkeit, sofern die Hände eingesetzt werden müssten. An den Händen bestehe, abgesehen von den erwähnten Pathologien, kein klinischer Hinweis auf eine Arthrose im Bereich der Langfinger oder auf eine Irritation des Nervus medianus. Die Kraftabschwächung, die der Beschwerdeführer aktuell demonstriere, sei schmerzbedingt. Während der klinischen Untersuchung habe eine schmerzvermittelnde Mimik und Gestik eingesetzt, im Rahmen derer drei der fünf Waddell-Zeichen, als Hinweis auf nicht organisch abstützbare Be
schwer
den, demonstriert worden seien. Insgesamt seien die vom Beschwerde
führer geschilderten Beschwerden bezüglich Umfang und Intensität als partiell auf die objektivierbaren somatisch-pathologischen Befunde abstützbar zu beur
teilen. Im Juli 2013 sei wegen einer Angina-pectoris-Symptomatik die Diagnose einer koronaren Herzerkrankung gestellt worden. Vom damals erlittenen infe
rio
ren Myokardinfarkt habe sich der Beschwerdeführer unterdessen erholt und
er sei unter der eingeleiteten Medikation beschwerdefrei geworden. Wegen dieser
Koronaropathie seien körperlich belastende Arbeiten, wie sie früher im Bauge
werbe ausgeübt worden seien, nicht mehr zumutbar (Urk. 7/84 S. 10 ff.).
Die Arbeitsfähigkeit sei aus rein somatisch-rheumatologischer Sicht beurteilt für viele der leichtgradig körperlich belastenden Arbeiten und für sämtliche Arbei
ten, die mehr als leichtgradig körperlich belastend seien, wie zum Beispiel die früher im Baugewerbe ausgeübten beruflichen Tätigkeiten, seit Jahren nicht mehr zumutbar. Für eine angepasste Verweistätigkeit könne, aus rein soma
tisch-rheumatologischer Sicht beurteilt, zu keinem Zeitpunkt eine anhaltende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von mehr als 20 % begründet werden, wo
bei das Zumutbarkeitsprofil in den letzten Jahren zunehmende Einschrän
kungen erfahren habe. Die angepasste Verweistätigkeit liege in einem tempe
rierten (Raumluft) Raum, beschränke sich auf leichtest körperlich belastende Arbeiten und lasse die Möglichkeit, zwischen sitzender, stehender und gehender Körperhaltung zu wechseln, zu. Das Einhalten der Rückenergonomie sei wün
schenswert. Nicht mehr zumutbar seien Arbeiten, die mit Vibrationen verbun
den seien, die die Umwendebewegungen im Handgelenk oder das Abstützen der Hände voraussetzten, die mit dem Besteigen von Leitern und Gerüsten verbun
den seien oder bei denen repetitiv zu bewegende Gewichte schwerer als 1 kg seien. Ideal seien zum Beispiel berufliche Tätigkeiten, die mit Überwachungs
aufgaben einhergingen und bei denen zum Beispiel nur Knöpfe respektive Tasten mit den Fingern gedrückt werden müssten. (Urk. 7/84 S. 14 f.).
4.
4.1
Das bidisziplinäre Gutachten vom 28. Mai 2015 erfüllt die rechtsprechungs
gemäss
erforderlichen Kriterien für beweiskräftige ärztliche Entscheidungs
grund
lagen (vgl. E.
1.6
). Es beruht auf fachärztlichen Untersuchungen durch die Gut
achter unter Beizug eines Dolmetschers und
wurde in Kenntnis der relevanten Vorakten abgegeben. Es würdigt die vorhandenen Arztberichte sorgfältig, be
rück
sichtigt die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden und setzt sich mit diesen hinreichend auseinander. Die Darlegung der medizinischen Zusam
men
hänge ist einleuchtend und die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nach
voll
ziehbar.
Überdies sprechen sich die Gutachter ausreichend darüber aus, inwiefern eine effektive Veränderung des Gesundheitszustandes stattgefunden hat.
Der Einwand des Beschwerdeführers gegen die Beweiskraft des psychiatrischen
Teilgutachtens, wonach das psychiatrische Explorationsgespräch nur 15 Minu
te
n gedauert habe, was unzureichend sei (Urk. 1 S. 12),
vermag
nicht durch
zu
dringen
. Selbst wenn die Untersuchung
nicht - wie angegeben -
eine Stunde gedauert haben sollte, war dem Gutachter doch eine genügende Befunder
hebung möglich. In Bezug auf die Dauer der psychiatrischen Begutachtung ist
ausser
dem
festzuhalten, dass der zu betreibende zeitliche Aufwand der Frage
stellung und der zu beurteilenden Psychopathologie angemessen sein muss. Zuvorderst hängt der Aussagegehalt einer Expertise
davon ab, ob sie inhaltlich vollständig und im Ergebnis schlüssig ist. Trifft dies – wie hier – zu, ist die Untersuchungsdauer grundsätzlich nicht entscheidend (vgl. Urteil des Bundes
gerichts 9C_352/2013 vom 3. Juli 2013 E. 4).
Die Behauptung des Beschwerdeführers,
dass der rheumatologische Gutachter keine persönliche Untersuchung vorgenommen habe (Urk. 1 S. 11), ist akten
widrig und angesichts der erhobenen Befunde
nicht nachvollziehbar.
4.2
Gestützt auf das Gutachten von Dr. A._ ist davon auszugehen, dass sich der
somatische Gesundheitszustand des Beschwerdeführers nicht wesentlich verändert
hat. Von psychiatrischer Seite her ist aufgrund des Gutachtens von Dr. B._ hingegen von einer erheblichen Verbesserung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit seit dem Gutachten von Dr. Z._ auszugehen. Entspre
chend ist eine wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beein
flussen, mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt. Da ein Revisionsgrund vorliegt, ist der Rentenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht um
fassend zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (vgl. BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
4.3
In somatischer Hinsicht geht
aus sämtlichen medizinischen Berichten über
einstimmend hervor, dass dem Beschwerdeführer seine bisherige Tätigkeit wei
ter
hin nicht zumutbar ist. Gestützt auf das Gutachten von Dr. A._ sind Arbeiten nicht mehr zumutbar, die mit Vibrationen verbunden sind, die Umwende
beweg
ungen im Handgelenk oder das Abstützen der Hände voraussetzen, die mit dem Besteigen von Leitern und Gerüsten verbunden sind oder bei denen repetitiv zu bewegende Gewichte schwerer als 1 kg sind. Eine angepasste Tätigkeit be
schränkt sich auf leichtest körperlich belastende Arbeiten und lässt die Mög
lichkeit zu, zwischen sitzender, stehender und gehender Körperhaltung zu wechseln. Gemäss Dr. A._ besteht für eine angepasste Verweistätigkeit eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 20 %.
Auch aus kardiologischer Sicht bestehen keine weitergehenden Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit. Gemäss
Bericht der Kardiologie des D._ vom 21. November 2014
sollte ein Schichtdienst vermieden werden. Ansonsten seien von kardialer Seite leichte bis mittelschwere körperliche Tätigkeiten mit wechselnder Belastung möglich (Urk. 7/79).
4.4
Aus psychiatrischer Sicht geht aus dem Gutachten hervor, dass in Bezug auf die im Jahr 2005 diagnostizierte depressive Episode von einer Remission auszu
gehen ist. Dr. B._ diagnostizierte eine somatoforme Schmerzstörung ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Er führte diesbezüglich aus, die Schmerz
problematik sei progredient und chronifiziert, jedoch nicht in einem derartigen Ausmass, dass die Arbeitsfähigkeit eingeschränkt sei (Urk. 7/84 S. 29). Da der medizinische Gutachter trotz des Vorliegens eines syndromalen Leidens keine Einschränkung der funktionellen Leistungsfähigkeit eruieren kann, ist ein inva
lidisierender Gesundheitsschaden von erheblicher Schwere im Sinne der bundes
gerichtlichen Rechtsprechung zu den syndromalen Beschwerdebildern (BGE 141
V 281) von vornherein nicht gegeben (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_
96/2016 vom 22. April 2016) und eine Prüfung der Standardindikatoren erübrigt sich. Aus psychiatrischer Sicht ist somit von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit auszu
gehen.
4.5
Nach dem Gesagten ist mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr
schein
lich
keit erstellt, dass der Beschwerdeführer spätestens ab dem Zeitpunkt der Begutachtung in einer angepassten Tätigkeit zu 80 % arbeitsfähig ist. Aufgrund der beweiskräftigen medizinischen Akten besteht – entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers (Urk. 1 S. 12) – kein weiterer Abklärungsbedarf.
5.
5.1
Im Weiteren ist zu prüfen, wie sich die eingeschränkte Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers in wirtschaftlicher Hinsicht auswirkt.
5.2
5.2.1
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit
bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalidenein
kommen
), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Der Einkommensver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypothetischen
Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen
übergestellt
werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts
grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
5.2.2
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des Validen
einkommens entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr
schein
lichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommens
ent
wicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung ent
spricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden
wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 139 V 28 E. 3.3.2; BGE 135 V 58 E. 3.1; BGE 134 V 322 E. 4.1 mit Hin
weis).
5.2.3
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens können nach der Rechtspre
chung
Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch heraus
gegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3, BGE 135 V 297 E. 5.2; BGE 129 V 472 E. 4.2.1; BGE 126 V 75 E. 3b). Dabei sind grundsätzlich die im Verfügungszeitpunkt aktuellsten veröffent
lichten Tabellen der LSE zu verwenden (Urteile des Bundesgerichts 9C_699/2015 vom 6. Juli 2016 E. 5.2, 8C_78/2015 vom 10. Juli 2015 E. 4 und 9C_526/2015 vom 11. September 2015 E. 3.2.2; zur Verwendung der aktuellsten statistischen Daten bei Rentenrevisionen vgl. BGE 142 V 178 E. 2.5.8.1 und BGE 133 V 545 E. 7.1). Der
Beizug von
Lohnstatistik
en
erfolgt nur, wenn eine Ermittlung des Invalideneinkommens aufgrund und nach Massgabe der kon
kreten Gegebenheiten des Einzelfalles nicht möglich ist (vgl. BGE 142 V 178 E. 2.5.7; BGE 139 V 592 E. 2.3, BGE 135 V 297 E. 5.2; vgl. auch Meyer/Reich
muth, IVG, 3. Aufl., N 55 und 89 zu Art. 28a, mit weiteren Hin
weisen auf die Rechtsprechung).
5.2.4
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnitts
werten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kürze
n.
Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass ver
sicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwerarbeit ver
richteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbe
i
ten nurmehr beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durch
schnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ursprüng
lich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Rechtsprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeits
markt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen verwerten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzel
fall gesamthaft zu schätzen
und insgesamt auf höchstens 25
% des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75).
5.3
5.3.1
Bei der Ermittlung des Valideneinkommens ist vom Erwerbseinkommen auszu
gehen, das der Beschwerdeführer vor Eintritt der Arbeitsunfähigkeit erzielte. Das monatliche Einkommen des Beschwerdeführers an seiner letzten Arbeitsstelle als Maurer bei der Y._ betrug Fr. 4‘745.-- pro Monat bezieh
ungsweise Fr. 61‘685.-- pro Jahr (vgl. Arbeitgeberfragebogen vom 20. Februar 2003, Urk. 7/9). Unter Berücksichtigung der Entwicklung des Nominallohnin
dexes der Saläre für männliche Arbeitskräfte von 1958 Punkten im Jahr 2003 auf 2226 Punkte im Jahr 2015 ergibt dies ein Valideneinkommen von Fr. 70‘128.--.
5.3.2
Mangels eines tatsächlich erzielten Erwerbseinkommens sind für die Berech
nung des Invalideneinkommens Tabellenlöhne heranzuzie
hen. Es ist vom stand
ardisierten monatlichen Bruttolohn (inklusive 13. Monatslohn,
basierend auf einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden) für männliche Arbeitskräfte, Kompetenzniveau 1, auszugehen (Tabelle TA1 der Schweizerischen Lohnstruk
tur
erhebung [LSE] 2012). Somit ist von einem Einkommen von Fr. 5‘210.-- pro Monat bzw. Fr. 62‘520.-- pro Jahr auszugehen. Angepasst an die im Jahr 2015 betriebsübliche durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden ergibt dies Fr. 65‘177.10. Unter Berücksichtigung der Entwicklung des Nominal
lohnindexes der Saläre für männliche Arbeitskräfte von 2188 Punkten im Jahr 2012 auf 2226 Punkte im Jahr 2015 resultiert für ein Pensum von 100 % ein Bruttoeinkommen Fr. 66‘309.05. Ausgehend von der im Gutachten attestierten Arbeitsfähigkeit von 80 % ergibt dies ein Einkommen von Fr. 53‘047.25.
Da der Beschwerdeführer selbst im Rahmen körperlich leichter Hilfsarbeiter
tätigkeiten in seiner Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist, ist ein leidensbe
ding
ter Abzug zu gewähren. Das medizinische Belastungsprofil führt vorliegend zu einer namhaften Eingrenzung des Spektrums der erwerblichen Tätigkeiten, die noch in Frage kommen, was beim Abzug vom Tabellenlohn zu berücksichtigen ist. Weitere Kriterien wie die fehlende Berufsausbildung und die mangelnden Sprachkenntnisse sind vor
liegend nicht zu berücksichtigen, zumal einfache und repetitive Tätigkeiten weder gute Sprachkenntnisse noch ein besonderes Bildungsniveau erfordern
(Urteil des Bundesgerichts 9C_633/2013 vom 23. Oktober 2013 E. 4.2). Der Faktor
Alter wirkt sich sodann bei Hilfsarbeitertätigkeiten nicht (zwingend) lohnsen
kend
aus (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_808/2015 E. 3.4.2), weshalb er eben
falls nicht zu berücksichtigen ist. In Anbetracht sämtlicher abzugsrele
vanter Krite
rien erscheint ein leidensbedingter Abzug von 15 % als gerechtfertigt.
Nach Gewährung eines leidensbedingten Abzugs von 15 % resultiert ein Inva
liden
einkommen von Fr. 45'090.--.
5.3.3
Der Vergleich des Valideneinkommens von Fr. 70‘128.-- mit dem Invalidenein
kommen von Fr. 45‘090.-- ergibt eine Einkommenseinbusse von Fr. 25‘038.--, was einem rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von gerundet (vgl. BGE 130 V 121 E. 3.2) 36 % entspricht.
6.
6.1
Zu prüfen bleibt, ob der Beschwerdeführer aufgrund des fortgeschrittenen Alters und des langjährigen Rentenbezugs seine Restarbeitsfähigkeit auf dem Weg der Selbsteingliederung noch verwerten kann.
6.2
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts ist vor einer Erhöhung, Herab
setzung oder Aufhebung der Rente abzuklären, ob ein Eingliederungsbedarf be
steht. Dabei ist vom Grundsatz der erwerblichen Verwertbarkeit einer verbesser
ten oder wiedergewonnenen Arbeitsfähigkeit auf dem Weg der Selbst
ein
glie
derung auszugehen. In ganz besonderen Ausnahmefällen wurde dennoch nach langjährigem Rentenbezug trotz medizinisch (wieder) ausgewiesener Leis
tungs
fähigkeit vorderhand weiterhin eine Rente zugesprochen, bis mit Hilfe medi
zinisch-rehabilitativer und/oder beruflich-erwerblicher Massnahmen das theore
tische Leistungspotential ausgeschöpft werden konnte. Es können im Ein
zel
fall Erfordernisse des Arbeitsmarktes der Anrechnung einer medizinisch vorhan
de
nen Leistungsfähigkeit und medizinisch zumutbaren Leistungsent
fal
tung ent
gegenstehen, wenn aus den Akten einwandfrei hervorgeht, dass die Ver
wertung eines bestimmten Leistungspotentials ohne vorgängige Durchfüh
rung befäh
i
gen
der Massnahmen allein vermittels Eigenanstrengung der versicherten Person nicht möglich ist (Urteil des Bundesgerichts 9C_163/2009 vom 10. September 2010 E. 4.2.2 mit Hinweisen).
Diese Rechtsprechung hat das Bundesgericht dahingehend präzisiert, dass sie grundsätzlich auf Sachverhalte zu beschränken ist, in denen die revisions- oder wiedererwägungsweise Herabsetzung oder Aufhebung der Invalidenrente eine
versicherte Person betrifft, die das 55. Altersjahr zurückgelegt oder die Rente seit
mehr als 15 Jahren bezogen hat (Urteil des Bundesgerichts 9C_228/2010 vom 26. April 2011 E. 3.3). Das bedeutet nicht, dass sich die versicherte Person auf eine Besitzstandsgarantie berufen kann, sondern lediglich, dass ihr zugestanden wird, dass ihre Rente erst nach Prüfung und Durchführung von Eingliede
rungs
massnahmen eingestellt wird. (vgl. etwa Urteil des Bundesgerichts 9C_920/2013 vom 20. Mai 2014 E. 4.4 mit Hinweis).
Zu ergänzen bleibt, dass der Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen einen Ein
gliederungswillen beziehungsweise eine subjektive Eingliederungsfähigkeit voraussetzt. Fehlt es daran, so entfällt der Anspruch auf Eingliederungsmass
nahmen, ohne dass zunächst ein Mahn- und Bedenkzeitverfahren durchgeführt werden müsste (vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_59/2017 vom 21. Juni 2017 E. 3.3, 9C_469/2016 vom 22. Dezember 2016 E. 7 und 8C_569/2015 vom 17. Febru
ar 2016 E. 5.1 mit Hinweisen).
6.3
Der Beschwerdeführer war im Zeitpunkt der Rentenaufhebung 54 Jahre alt und hat während 14 Jahren eine Rente bezogen. Somit erfüllt er die bundesge
richt
lichen Voraussetzungen knapp nicht. Dennoch hat die Beschwerdegegnerin am 22. März 2016 eine Eingliederungsberatung durchgeführt. Anlässlich dieses Ge
sprächs gab der Beschwerdeführer an, er fühle sich ausser Stande, an Einglie
de
rungsmassnahmen teilzunehmen. Sein psychischer und physischer Gesundheits
zu
stand sei derart schlecht, dass es aktuell und bis auf weiteres undenkbar sei, an Eingliederungsmassnahmen teilzunehmen (Urk. 7/95). Die Beschwerdegeg
nerin teilte dem Beschwerdeführer in der Folge mit, dass die Unterstützung der beruflichen Eingliederung abgeschlossen werde (Urk. 7/97), was aufgrund der fehlenden subjektiven Eingliederungsfähigkeit nicht zu beanstanden ist. Da der Beschwerdeführer einerseits die Kriterien des Alters und der Rentendauer nicht erfüllt und andererseits der Eingliederungswille fehlt, hat die Beschwerdegeg
ne
rin die Rente zu Recht ohne Durchführung von beruflichen Eingliederungsmass
nahmen eingestellt.
7.
Zusammenfassend erweist sich die angefochtene Verfügung im Ergebnis als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
8.
Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 800.-- festzusetzen und ausgangsgemäss dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG).