Decision ID: ea418be6-d729-4e36-8d37-04772647c8aa
Year: 2010
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt:
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A.- X und Y wohnen im eigenen Einfamilienhaus in G. Der Ehemann ist selbständig
erwerbstätig als Bauschlosser. Die Einzelfirma hat den Sitz am Wohnsitz des Ehepaars.
Die Ehefrau ist Schulpräsidentin der Primarschule G. Das Ehepaar besitzt zwei
Motorfahrzeuge: einen Lieferwagen "Hyundai", Kaufjahr 2002, und einen
Personenwagen "VW Passat", Kaufjahr 2006.
B.- In der Steuererklärung 2007 deklarierten X und Y ein steuerbares Einkommen von
Fr. 102'331.-- und ein steuerbares Vermögen von Fr. 665'500.--. Dabei wurden beide
Fahrzeuge dem Geschäftsvermögen zugeordnet und in der Erfolgsrechnung der
Einzelfirma des Ehemanns einen Fahrzeugaufwand von Fr. 28'844.-- (Fr. 10'844.15
Unterhalt und Fr. 18'000.-- Abschreibungen) ausgewiesen, wobei für Privatfahrten ein
Privatanteil an den Unterhaltskosten von Fr. 4'700.-- ausgeschieden wurde. Die
Veranlagungsbehörde nahm Korrekturen vor und veranlagte die Steuerpflichtigen für
die direkte Bundessteuer 2007 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 103'100.--.
Insbesondere wurde der Privatanteil am Fahrzeugaufwand auf einen Drittel, d.h. um Fr.
4'915.-- auf Fr. 9'615.-- erhöht. Für die Staats- und Gemeindesteuern 2007 wurden die
Aktiven gemäss Schlussbilanz wie deklariert übernommen.
Gegen die Veranlagung erhoben die Steuerpflichtigen am 8. April 2009 Einsprache. Am
28. April 2009 wurden sie vom kantonalen Steueramt aufgefordert, zusätzliche
Unterlagen einzureichen. Die Steuerpflichtigen lehnten dies ab. Das kantonale
Steueramt wies die Einsprache mit Entscheid vom 11. August 2009 ab. Es erhöhte das
steuerbare Einkommen für die direkte Bundessteuer auf Fr. 106'700.--, indem es den
Personenwagen dem Privatvermögen zuwies und die Hälfte des geltend gemachten
Fahrzeugaufwands, also Fr. 14'422.--, aufrechnete. Gleichzeitig liess es für
gelegentliche geschäftliche Fahrten Fr. 1'300.-- (2'000 Kilometer à Fr. 0.65) zum Abzug
zu.
C.- Gegen den Einsprache-Entscheid erhoben X und Y durch ihre Vertreterin mit
Eingabe vom 24. August 2009 Beschwerde bei der Verwaltungsrekurskommission mit
dem Antrag, den von der Vorinstanz zusätzlich aufgerechneten Privatanteil für die
Nutzung des Personenwagens über Fr. 4'915.-- zu streichen und das steuerbare
Einkommen für die direkte Bundessteuer auf Fr. 99'300.-- festzulegen. Eventualiter sei
der von der Einzelfirma zu tragende Kostenanteil am Personenwagen auf 7'500
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Kilometer à Fr. 0.90, also Fr. 6'750.-- und damit das steuerbare Einkommen für die
direkte Bundessteuer auf Fr. 101'700.-- festzulegen.
Die Vorinstanz beantragte mit Vernehmlassung vom 16. September 2009 die
kostenfällige Abweisung der Beschwerde. Die Eidgenössische Steuerverwaltung
verzichtete auf eine Vernehmlassung.
Am 2. November 2009 reichten die Beschwerdeführer durch ihre Vertreterin eine
Stellungnahme sowie zusätzliche Belege ein. Dazu äusserte sich die Vorinstanz mit
Eingabe vom 30. November 2009.
Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge wird,

soweit notwendig, in den Erwägungen eingegangen.
Erwägungen:
1.- Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die
Verwaltungsrekurskommission ist zum Sachentscheid zuständig. Die Befugnis zur
Beschwerdeerhebung ist gegeben. Die Beschwerde vom 24. August 2009 ist
rechtzeitig eingereicht worden. Sie erfüllt in formeller und inhaltlicher Hinsicht die
gesetzlichen Anforderungen (Art. 140 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die direkte
Bundessteuer, SR 642.11, abgekürzt: DBG; Art. 1 Abs. 2 und Art. 7 der Verordnung
zum Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer, sGS 815.1; Art. 41 lit. h Ziff. 1 des
Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt: VRP). Auf die
Beschwerde ist einzutreten.
2.- Umstritten ist der Fahrzeugaufwand der Einzelfirma des Ehemannes im Steuerjahr
2007.
a) Von den steuerbaren Einkünften werden gemäss Art. 27 Abs. 1 DBG bei
selbständiger Erwerbstätigkeit die geschäfts- und berufsmässig begründeten Kosten
abgezogen. Da diese Bestimmung mit Art. 40 Abs. 1 des St. Galler Steuergesetzes
(sGS 811.1, abgekürzt: StG) identisch ist, rechtfertigt es sich, zur Auslegung auch die
Rechtsprechung und Literatur zum St. Galler Steuergesetz heranzuziehen.
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aa) Gemäss Art. 34 DBG sind die übrigen Kosten und Aufwendungen, insbesondere die
Aufwendungen für den Unterhalt des Steuerpflichtigen und seiner Familie sowie der
durch die berufliche Stellung des Steuerpflichtigen bedingte Privataufwand nicht
abziehbar (lit. a). Die Bestimmung stimmt im Wortlaut mit dem st. gallischen
Steuerrecht überein (vgl. 47 StG). Nicht zum Unternehmungsaufwand gehören deshalb
die privaten Lebenshaltungskosten, zu denen die Aufwendungen des Steuerpflichtigen
und seiner Familie für Nahrung, Bekleidung, standesgemässes Auftreten, Unterhaltung
und Vergnügen, private Autofahrten und dergleichen zu zählen sind. Solche Auslagen
dienen nicht der Erzielung von Unternehmungserträgen wie die Gewinnungskosten,
sondern stellen Verwendung des erzielten Einkommens dar, wenngleich sie teilweise
ganz allgemein die notwendigen Voraussetzungen für die Erhaltung der Arbeitskraft
und für jede einkommenserzielende Tätigkeit bilden. Sie sind erfolgsneutral. In der
Buchhaltung sind die privaten Aufwendungen dem Privatkonto bzw. dem Kapitalkonto
zu belasten. Wird ein Aufwandkonto belastet oder werden die Privatbezüge in der Form
eines festen Eigenlohns und/oder Eigenkapitalzinses verbucht, sind sie dem
steuerbaren Gewinn zuzurechnen (vgl. Weidmann/Grossmann/Zigerlig, Wegweiser
durch das st. gallische Steuerrecht, 6. Aufl. 1999, S. 72 f.).
Die getroffene Unterscheidung zwischen Unternehmungsaufwand und
Lebenshaltungskosten ist grundsätzlich klar und einleuchtend, gibt aber in Grenzfällen
häufig Anlass zu Auseinandersetzungen. So stellt sich etwa die Frage, ob die der
Erfolgsrechnung belasteten Autokosten, Reise- und Kundenspesen, Auslagen für
Miete, Heizung, Reinigung usw. in vollem Umfang als Gewinnungskosten anzusehen
sind oder ob es sich mindestens teilweise um nicht abziehbare Kosten der privaten
Lebenshaltung handelt. In solchen Fällen sind regelmässig "Grenzbereinigungen" nötig.
Aufwendungen, die privaten Charakter haben und mit der Unternehmung in keinen
sachlichen Zusammenhang gebracht werden können, werden unter dem Titel
"Privatanteil an Unkosten" oder "über Unkosten verbuchte Privatauslagen" zum
ausgewiesenen Gewinn hinzugerechnet. Die Privatanteile an Unkosten werden
entweder der tatsächlichen Höhe entsprechend oder nach allgemeinen Normen
bemessen. Grundsätzlich hat der Unternehmungsinhaber für die geltend gemachten
Auslagen den Nachweis zu leisten oder - sofern keine Belege beschafft werden können
- glaubwürdige Angaben zu machen. In einzelnen Branchen liefern die
Erfahrungszahlen gewisse Durchschnittswerte (vgl. Weidmann/Grossmann/Zigerlig,
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a.a.O., S. 73 f.). Gerade in Fällen, wo zum grossen Teil Kosten zur Beurteilung stehen,
die teilweise beruflich und teilweise privat bedingt sind, lässt sich nicht mit letzter
Bestimmtheit festlegen, welche Auslagen in welchem Umfang in einem ursächlichen
Zusammenhang mit der Berufsausübung stehen und geschäftsmässig begründet sind.
Deshalb ist auch der Privatanteil nach pflichtgemässem Ermessen zu schätzen. Dabei
ist stets die Gesamtwürdigung der geschäftsmässig begründeten Aufwendungen im
Auge zu behalten, die der beruflichen Funktion des konkreten Falles Rechnung trägt
(vgl. VRKE I/1 vom 7. Dezember 2000 in Sachen M.B., S. 6).
bb) Geschäfts- und berufsmässig begründete Aufwendungen schmälern das
steuerbare Einkommen, weshalb grundsätzlich der Steuerpflichtige die Beweislast für
geschäftsmässig begründete Kosten und damit auch für die Zuteilung von
Vermögenswerten zum Geschäftsvermögen trägt (vgl. GVP 1980 Nr. 6; Weidmann/
Grossmann/Zigerlig, a.a.O., S. 379 f.). Der Steuerpflichtige hat darzutun, dass die
entsprechenden Aufwendungen effektiv getätigt wurden und dass sie mit der
selbständigen Erwerbstätigkeit in einem sachlichen Zusammenhang stehen
(Weidmann/Grossmann/Zigerlig, a.a.O., S. 70). Von der Beweisführungslast (subjektive
Beweislast) ist die objektive Beweislast zu unterscheiden. Dabei geht es um die Frage,
zu wessen Nachteil es sich auswirkt, wenn ein behaupteter Sachverhalt unbewiesen
bleibt (vgl. VerwGE B 2009/204 vom 11. Mai 2010 in Sachen J.T., E. 2.3). In formeller
Hinsicht setzt die Abzugsfähigkeit einer Aufwendung also voraus, dass diese belegt
oder wenigstens glaubhaft gemacht wird. Bei der Anerkennung nicht bzw. ungenügend
belegter Aufwendungen steht der Veranlagungsbehörde ein Spielraum des Ermessens
zu. Zur ermessensweisen Festlegung eines Privatanteils kann es im Einzelfall
sachgemäss sein, sich an den Werten des Merkblattes N1/2007 über die Bewertung
der Naturalbezüge und der privaten Unkostenanteile von Geschäftsinhaberinnen und
Geschäftsinhabern der Eidgenössischen Steuerverwaltung (vgl. StB 29 Nr. 3 in der
Fassung vom 1. Januar 2007, nachfolgend: Merkblatt N1/2007; Weidmann/Gross
mann/Zigerlig, a.a.O., S. 75 f.) zu orientieren, welches unter Anderem die Ermittlung
des Privatanteils an Autokosten regelt. Dies setzt allerdings voraus, dass es sich beim
betreffenden Fahrzeug um ein solches im Geschäftsvermögen handelt.
cc) Als Geschäftsvermögen gelten nach Art. 18 Abs. 2 Satz 3 DBG alle
Vermögenswerte, die ganz oder vorwiegend der selbständigen Erwerbstätigkeit dienen.
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Diese Bestimmung stimmt wörtlich mit Art. 31 Abs. 2 Satz 3 StG überein. Ob ein
Wertgegenstand dem Privat- oder dem Geschäftsvermögen zuzuordnen ist,
entscheidet sich aufgrund einer Würdigung aller in Betracht kommenden tatsächlichen
Umstände. Ausschlaggebendes Zuteilungskriterium ist dabei, wie sich aus der zitierten
gesetzlichen Begriffsumschreibung ergibt, die aktuelle technisch-wirtschaftliche
Funktion des fraglichen Vermögensgegenstands; massgebend ist also in erster Linie,
ob der Gegenstand tatsächlich dem Geschäft dient (BGE 133 II 420 E. 3.2 mit
Hinweisen). Daneben können als weitere Abgrenzungskriterien im Einzelfall die äussere
Beschaffenheit des Vermögenswertes, dessen tatsächliche Nutzung, die Herkunft der
Mittel zu dessen Finanzierung, das Erwerbs- oder Veräusserungsmotiv, die
zivilrechtlichen Eigentumsverhältnisse und auch dessen buchmässige Behandlung
dienen (BGE 2A.44/2006 vom 17. November 2006; vgl. auch Cagianut/Höhn,
Unternehmenssteuerrecht, 3. Aufl. 1993, S. 253 ff.). Bei gemischt genutzten
Vermögenswerten, die teilweise geschäftlichen und teilweise privaten Zwecken dienen,
gilt der Grundsatz der Präponderanz, das heisst solche Vermögenswerte werden
demjenigen Vermögensbereich zugeordnet, dem sie vorwiegend dienen (GVP 2002 Nr.
16; Weidmann/Grossmann/Zigerlig, a.a.O., S. 51 f.).
b) Die Vorinstanz führt im Einsprache-Entscheid aus, der Lieferwagen gehöre
unzweifelhaft ins Geschäftsvermögen. Zur Qualifikation des Personenwagens seien
diverse Unterlagen eingefordert, jedoch von den Steuerpflichtigen nicht eingereicht
worden. Es müsse daher die Annahme getroffen werden, dass je die Hälfte des geltend
gemachten Fahrzeugaufwands inklusive Abschreibungen den einzelnen Fahrzeugen
zugewiesen werde. Die Steuerpflichtigen besässen lediglich die zwei in der
Buchhaltung deklarierten Fahrzeuge. Ihr Wohnort sei nur stündlich mit dem Bus
erreichbar, was den Besitz eines eigenen Fahrzeugs aus privaten Gründen fast
zwingend voraussetze. Die Einkaufsmöglichkeiten seien eher beschränkt. Die Tätigkeit
der Ehefrau als Schulpräsidentin mache den einen oder anderen Sitzungsbesuch wie
auch allfällige Hausbesuche im weitläufigen Gemeindegebiet nötig. Weitere Fahrten für
Verwandtenbesuche, Ausflüge und Ferien gehörten zu den üblichen privaten
Nutzungen. Es sei deshalb zu vermuten, dass die private Nutzung gegenüber
gelegentlichen Baustellenbesuchen überwiege. Die bisherige buchhalterische
Behandlung sei immer wieder angezweifelt worden. Dies sei Aufruf genug gewesen,
entsprechende Belege aufzubewahren. Die Weigerung, diese einzureichen, müsse
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gegen die Steuerpflichtigen ausgelegt werden. Die buchmässige Behandlung sei somit
wiederlegt. Der hälftige Fahrzeugaufwand, also Fr. 14'422.--, wie auch die Hälfte der
aktivierten Fahrzeuge von Fr. 26'000.--, also Fr. 13'000.--, würden ausgebucht.
Gleichzeitig werde für gelegentliche geschäftliche Fahrten 2'000 Kilometer à Fr. 0.65.--
zum Abzug zugelassen. Die bisherige steuerrechtliche Behandlung möge die jetzige
Qualifikation des Personenwagens als Privatvermögen nicht umzustossen,
insbesondere schon deshalb nicht, weil mit dem Einspracheentscheid für das Jahr
2005 entsprechende Vorbehalte angebracht worden seien und in der Steuerperiode
2006 die unangefochtene Aufrechnung von einem Drittel der Fahrzeugkosten mit dem
Vermerk "ohne Präjudiz" versehen worden sei.
Die Beschwerdeführer stellen sich hingegen auf den Standpunkt, der Lieferwagen
werde für die Tätigkeit auf den Baustellen gebraucht, während der Personenwagen für
die übrigen geschäftlichen Fahrten wie Baustellenbesichtigungen, Besprechungen mit
Bauherrn, Besorgungsfahrten usw. verwendet werde. Beide Fahrzeuge seien in der
Bilanz ausgewiesen und die Betriebskosten sowie die Abschreibungen seien der
Erfolgsrechnung belastet. Die Bewertung von Privatanteilen für die private Nutzung von
Geschäftsfahrzeugen sei im Merkblatt N 2007/1 geregelt. Es gebe keinen ersichtlichen
Grund, von der dort aufgeführten pauschalen Ermittlung des Privatanteils abzuweichen.
Der Personenwagen werde vom Ehemann und seiner im Betrieb mitarbeitenden
Ehefrau für geschäftliche Verrichtungen verwendet. Um auf die Baustellen zu gelangen,
sei der Ehemann auf ein Fahrzeug angewiesen. Es sei ihm überlassen, ob er diese
Fahrten mit dem Lieferwagen oder mit dem komfortableren Personenwagen machen
wolle. Der Lieferwagen sei als mobile Werkstatt eingerichtet und von der Nutzung sehr
staubig. Weiter sei er gross und unübersichtlich. Für Fahrten, die der Ehemann nicht
zwingend mit dem Lieferwagen machen müsse - z.B. für Kursbesuche und Termine -
benutze er deshalb den komfortablen Personenwagen. Die Ehefrau erledige die
gesamte Administration, mache in diesem Zusammenhang auch Baustellenbesuche
und erledige die anfallenden geschäftlichen Besorgungen. Die Verweigerung der
Geschäftsmässigkeit des Personenwagens stelle einen unerlaubten Eingriff in die Wahl
der Betriebsmittel durch den Selbständigerwerbenden dar. Der Personenwagen werde
unbestrittenermassen auch privat genutzt. Aufgrund der Präponderanz sei er aber dem
Geschäftsvermögen zuzuordnen. Dabei würden die buchmässige Behandlung, die
Herkunft der Mittel, die bisherige steuerrechtliche Behandlung, das Erwerbsmotiv usw.
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als Indizien gelten. Es sei auch auf den Willen des Steuerpflichtigen abzustellen. Der
Personenwagen sei seit dessen Anschaffung in der Buchhaltung erfasst und als
Geschäftsvermögen ausgewiesen. Die Steuerbehörde habe in den Steuerjahren 2005
und 2006 zwar zur Höhe des Privatanteils einen gewissen Vorbehalt angebracht, nicht
jedoch zur Präponderanz als solches. Der Personenwagen sei im Geschäftsjahr 2006
mit Geld vom in der Bilanz geführten Konto bei der Raiffeisenbank gekauft worden. Ab
dem Anschaffungsjahr seien die ordentlichen Abschreibungen von jeweils 40% vom
Buchwert vorgenommen worden. Diese seien von der Vorinstanz im Steuerjahr 2006
akzeptiert worden. Anhand dieser Indizien und nach ihrem Willen zähle der
Personenwagen zweifellos zum Geschäftsvermögen. Falls dem nicht gefolgt werden
könne, sei zumindest die Anzahl der geschäftlich mit dem Personenwagen gefahrenen
Kilometer zu erhöhen. Ihr Wohn- und Geschäftsort sei relativ abgelegen. Die
tatsächlich gefahrenen Kilometer seien nicht mehr zu ermitteln. Es sei aber von mehr
als 7'500 Kilometern auszugehen. Die Kosten pro gefahrenen Kilometer bei einem
Personenwagen mit einem Anschaffungspreis von bis zu Fr. 52'000.-- würden rund Fr.
0.90 betragen. Der von der Einzelfirma zu tragende Kostenanteil am Personenwagen
betrage somit 7'500 Kilometer à Fr. 0.90, also Fr. 6'750.--.
In der Vernehmlassung hält die Vorinstanz ergänzend fest, die Beschwerdeführer
würden weder Dokumente einreichen noch mit ihrer Beschwerdeschrift ihren
Standpunkt glaubhaft machen. Die etwas ausführlicheren Beschriebe über die Nutzung
der Fahrzeuge reichten nicht. Anhand der eingeforderten Belege liesse sich leicht
erkennen, ob ein Fahrzeug mehrheitlich geschäftlich genutzt werde oder nicht. Diese
hätten die Beschwerdeführer aber verweigert. Ein Abstützen nur auf die
buchhalterische Behandlung dürfe in diesem Fall nicht erfolgen. Der Eventualantrag
entbehre jeglicher Grundlage.
Mit ihrer zusätzlichen Stellungnahme machen die Beschwerdeführer im Wesentlichen
geltend, aus den beiliegenden Belegen sei ersichtlich, dass mit dem Personenwagen
seit der Anschaffung durchschnittlich 12'800 Kilometer pro Jahr gefahren worden sei.
Mit dem Lieferwagen habe der Ehemann während der Periode vom November 2002 bis
November 2006 jährlich rund 20'000 Kilometer zurückgelegt. In den Jahren 2007 und
2008 habe sich die durchschnittliche Kilometerleistung auf 10'000 pro Jahr reduziert.
Diese reduzierte Fahrleistung ab dem Zeitpunkt, als der neue Personenwagen gekauft
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worden sei, bestätige, dass bisher mit dem Lieferwagen zurückgelegte Strecken mit
dem Personenwagen gefahren worden seien. Die Vorinstanz hätte dazu auffordern
müssen, ein Fahrtenbuch zu führen, wenn sie ein solches als Voraussetzung für die
Zuordnung zum Geschäftsvermögen ansehe. Dazu erklärte die Vorinstanz, auch mit
den nun eingereichten Unterlagen lasse sich nicht ermitteln, ob das Fahrzeug
tatsächlich mehrheitlich geschäftlich genutzt worden sei. Sie ermöglichten auch nur
teilweise eine Aufteilung der Kosten auf den Lieferwagen und den Personenwagen. In
der Regel könne aber jeder Beleg einem einzelnen Fahrzeug zugeordnet werden.
Dadurch hätte eine ermessensweise hälftige Aufteilung ersetzt werden können.
Insbesondere die Abschreibetabellen zeigten aber, dass diese zu grosszügig gewesen
sei. Die Abschreibungen von Fr. 18'000.-- hätten zu 100% den privaten
Personenwagen betroffen. Es müssten damit bezüglich der zugelassenen Kosten noch
Kürzungen vorgenommen werden. Auf einen entsprechenden Antrag werde
entgegenkommenderweise verzichtet.
c) aa) Zu entscheiden ist zunächst, ob der Personenwagen "VW Passat" steuerlich als
Geschäfts- oder Privatvermögen zu qualifizieren ist.
Der Ehemann benötigt für die Ausübung seiner selbständigen Erwerbstätigkeit als
Bauschlosser, bei der er mehrheitlich Arbeiten auf Baustellen ausführt, sicherlich ein
Fahrzeug. Mit dem Lieferwagen Hyundai, Kaufjahr 2002, steht ihm ein solches zur
Verfügung, welches unbestrittenermassen mehrheitlich geschäftlich benützt wird und
damit zum Geschäftsvermögen gehört. Die Zugehörigkeit eines zusätzlichen
Personenwagens zum Geschäftsvermögen wurde jedoch bereits im Steuerjahr 2005
thematisiert und unter dem Vorbehalt von weiteren Abklärungen der Präponderanz im
Steuerjahr 2006 zugelassen (act. 8-D1.01). Damals handelte es sich noch um ein
anderes Fahrzeug. Am 28. Januar 2006 kauften die Beschwerdeführer einen neuen
Personenwagen "VW Passat". Die Vorinstanz unterliess für das Steuerjahr 2006 die
angekündigten Abklärungen bezüglich Präponderanz, akzeptierte den neu gekauften
Personenwagen als Geschäftsvermögen und nahm im Veranlagungsverfahren lediglich
eine Aufrechnung des Privatanteils auf einen Drittel vor. In der Veranlagungsverfügung
merkte sie jedoch an, dass die Aufrechnung des Privatanteils Fahrzeug auf einen Drittel
geschehe und weitere Positionen der Buchhaltung ohne Präjudiz akzeptiert worden
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seien sowie, dass mit der Steuererklärung 2007 die Buchhaltungskontoeinzelblätter
einzureichen seien (act. 8-2.01).
Die Vorinstanz kündigte damit bereits in den Verfahren für die Steuerjahre 2005 und
2006 ihre Zweifel an der Zuordnung des Personenwagens zum Geschäftsvermögen an.
Hinzu kommt, dass die in einer früheren Steuerperiode getroffenen Verfügungen
grundsätzlich keine Rechtskraft für spätere Veranlagungen entfalten. Die
Steuerbehörde kann vielmehr im Rahmen jeder Neuveranlagung eines Steuerpflichtigen
sowohl die tatsächliche als auch die rechtliche Ausgangslage vollumfänglich
überprüfen und, soweit erforderlich, abweichend würdigen (Urteil des Bundesgerichts
2P.153/2002 vom 29. November 2002, E. 4.2). In der Veranlagungsverfügung für das
Steuerjahr 2007 nahm die Vorinstanz zunächst wieder eine Aufrechnung des
Privatanteils an den Fahrzeugkosten auf einen Drittel des Gesamtbetrags vor. Als dies
von den Beschwerdeführern nicht akzeptiert wurde, leitete sie im Einspracheverfahren
die angekündigten Abklärungen bezüglich Präponderanz des Personenwagens ein. Sie
verlangte von den Beschwerdeführern einen geeigneten Nachweis zu erbringen, dass
der Personenwagen mehrheitlich geschäftlich genutzt werde. Ohne Zustimmung zur
Aufrechnung von einem Drittel seien zudem Fahrzeugausweise, Kaufverträge,
Abschreibetabellen, Kontodetailblätter des Fahrzeugaufwands und sämtliche Belege
dazu einzureichen. Es wurde die hälftige Teilung der Kosten angedroht. Daraufhin
zitierten die Beschwerdeführer einen Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons
St. Gallen und weigerten sich explizit, die von der Vorinstanz verlangten Unterlagen
einzureichen, da diese nicht erforderlich seien und deren Beschaffung mit einem
Aufwand verbunden sei.
Damit die Veranlagungsbehörde ihrer Untersuchungspflicht nachkommen kann, sind
die steuerpflichtigen Personen verpflichtet, an der Untersuchung mitzuwirken (vgl.
VerwGE B 2009/204, a.a.O., E. 2.2 mit Hinweis auf die in der Kooperationsmaxime von
Art. 123 DBG zum Ausdruck kommende Mitwirkungspflicht und insbesondere Art. 126
DBG; Richner/Frei/Kaufmann, Handkommentar zum DBG, 2. Auflage, Zürich 2009, N 9
zu Art. 123 DBG). Die von der Vorinstanz geforderten Unterlagen erschienen geeignet
und notwendig, um den rechtserheblichen Sachverhalt abzuklären. Den
Beschwerdeführern war die Einreichung möglich und zumutbar (vgl. Richner/Frei/
Kaufmann, a.a.O., N 33 zu Art. 126). Sie weigerten sich mit der Begründung eines zu
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hohen Aufwands, die geforderten Unterlagen einzureichen und verletzten damit ihre
Mitwirkungspflichten. Eine Verletzung der Mitwirkungspflicht wirkt sich im
Zusammenhang mit der objektiven Beweislast auf die Untersuchungsmaxime der
Behörden aus. So führt etwa die Verweigerung der Kooperation bei der Abklärung
eines Sachverhalts, der nach Darstellung der Steuerpflichtigen einem von ihnen geltend
gemachten Abzug zugrunde liegt, zur Nichtberücksichtigung des Abzugs (vgl. Zweifel/
Casanova, Schweizerisches Steuerverfahrensrecht, Direkte Steuern, Zürich/Basel/Genf
2008, § 5 N 12).
Die Vorinstanz musste zufolge verweigerter Mitwirkung der Beschwerdeführer aufgrund
der vorliegenden Akten entscheiden. Diese umfassten bezüglich der selbständigen
Erwerbstätigkeit des Ehemannes nur die Bilanz sowie die Erfolgsrechnung 2007.
Buchhaltungskontoeinzelblätter wurden nur von den beiden Bankkonten sowie vom
Kassabuch, jedoch nicht von den Konten "Unterhalt Fahrzeug" und "Abschreibungen
Fahrzeug" eingereicht. Bei der Firma des Ehemannes handelt es sich um einen Ein-
Mann-Betrieb. Lohnaufwand wurde keiner verbucht. Ihm steht für seine Tätigkeit als
Bauschlosser der Lieferwagen zur Verfügung. Die tatsächliche Nutzung des
Personenwagens als zweites Firmenfahrzeug haben die Beschwerdeführer
nachzuweisen. Im Einspracheverfahren lagen keine Akten vor, welche diesen Nachweis
zu erbringen vermocht hätten. Die Zuteilung des Personenwagens zum Privatvermögen
erfolgte daher aufgrund der vorliegenden Unterlagen sowie der fehlenden Bereitschaft
der Beschwerdeführer zur Mitwirkung zu Recht. Die im Beschwerdeverfahren
eingereichten Unterlagen (act. 12/1-17) deuten nicht darauf hin, dass diese Beurteilung
falsch war. Aus ihnen kann nichts bezüglich einer tatsächlichen geschäftlichen Nutzung
abgeleitet werden. Die von den Beschwerdeführern behauptete Reduktion der
gefahrenen Kilometer mit dem Lieferwagen seit dem Kauf des Personenwagens "VW
Passat" ist nicht ausreichend belegt. Hinzu kommt, dass sich bereits vor dem "VW
Passat" ein Personenwagen im Besitz der Beschwerdeführer befand. Ebenso fehlen
Beweisunterlagen zur Mittelherkunft für den Kauf des "VW Passat".
bb) Als Konsequenz aus der Zuordnung eines Fahrzeugs zum Privatvermögen nahm
die Vorinstanz eine ermessensweise Aufrechnung in der Höhe des hälftigen
Fahrzeugaufwands inklusive Abschreibungen, also von Fr. 14'422.-- vor. Auch dieses
Vorgehen ist nicht zu beanstanden. Auf den Personenwagen "VW Passat" entfallen
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aufgrund der von den Beschwerdeführern eingereichten Belege mindestens Kosten in
dieser Höhe. Bereits die gesamten auf Fahrzeugen vorgenommenen Abschreibungen
von Fr. 18'000.-- beziehen sich auf den VW Passat (act. 12/1). Auf eine
Schlechterstellung der Beschwerdeführer wird jedoch in Übereinstimmung mit dem
Antrag der Vorinstanz verzichtet.
cc) Die Vorinstanz hat für geschäftlich gefahrene Kilometer mit dem Personenwagen
einen Betrag von Fr. 1'300.-- (2'000 Kilometer à Fr. 0.65) zum Abzug zugelassen. Die
Beschwerdeführer beantragen, 7'500 Kilometer à Fr. 0.90 zu berechnen. Diese
Behauptung ist nicht substantiiert und es fehlen Belege über die Anzahl geschäftlich
gefahrener Kilometer mit dem "VW Passat". Die von den Beschwerdeführern
eingereichte vom TCS publizierte Kostenzusammenstellung betrifft zum Einen das Jahr
2009, zum Anderen ist sie für die Steuerbehörden nicht verbindlich. Vielmehr
rechtfertigt es sich, die im Steuerrecht allgemein gültigen Kilometeransätze von Fr. 0.65
(Anhang zur Berufskostenverordnung, SR 642.118.1, in der für das Jahr 2007 gültigen
Version) zu verwenden.
d) Zusammenfassend ist die Zuordnung des Personenwagens "VW Passat" zum
Privatvermögen und damit die Aufrechnung des darauf entfallenden hälftigen
Fahrzeugaufwands von Fr. 14'422.-- zu Recht erfolgt. Die zum Abzug zugelassenen Fr.
1'300.-- für geschäftlich gefahrene Kilometer mit dem "VW Passat" sind ebenfalls nicht
zu beanstanden. Dementsprechend erweist sich die Beschwerde als unbegründet und
ist abzuweisen.
3.- Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die Verfahrenskosten den
Beschwerdeführern aufzuerlegen (Art. 144 Abs. 1 DBG). Eine Entscheidgebühr von
Fr. 800.-- ist angemessen (Art. 144 Abs. 5 DBG in Verbindung mit Art. 13 Ziff. 522 des
Gerichtskostentarifs, sGS 941.12,). Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist zu
verrechnen.