Decision ID: 0f8c9d32-940c-427a-b8ea-583c7265772c
Year: 2022
Language: de
Court: GR_VG
Chamber: GR_VG_002
Canton: GR
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: social_law

I. Sachverhalt:
1. A._, Jahrgang C._, wurde – von kurzen Unterbrüchen
abgesehen – vom 1. November 2014 bis 30. Juni 2020 von der B._
öffentlich unterstützt.
2. Mit Verfügung der B._ vom 13. Dezember 2019 wurde A._ zur
Teilnahme am entlöhnten Arbeits- und Integrationsprogramm D._ mit
Wirkung ab 6. Januar 2020 verpflichtet. Diese Arbeit nahm er in der Folge
nicht auf. Die besagte Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft.
3. Per 3. Februar 2020 meldete sich A._ bei der Einwohnerkontrolle der
B._ nach E._ ab. Bis 31. März 2020 hielt er sich in E._ und
F._ auf und meldete sich per 1. April 2020 erneut bei der
Einwohnerkontrolle der B._ an. Für den Übergangsmonat April 2020
wurde er durch die Gemeinde F._ öffentlich unterstützt.
4. Am 20. April 2020 reichte der Regionale Sozialdienst G._ im Namen
von A._ bei der B._ ein Gesuch um öffentliche Unterstützung ab
1. Mai 2020 bis auf Weiteres ein.
5. Mit Schreiben vom 24. April 2020 teilte die B._ A._ mit, dass er
seinen Lebensunterhalt nach wie vor im D._ erwirtschaften könne. Ab
1. Mai 2020 könne er im D._ in H._ im Umfang von 100 % eine
entlöhnte Arbeitsstelle im Stundenlohn antreten. Das D._ sei auch zu
Zeiten von Covid-19 voll betriebsfähig (ausgenommen die I._). Bei
der Arbeit könnten die geltenden Abstands- und Hygienemassnahmen
eingehalten werden. Er gehöre nicht der Risikogruppe an, weshalb er voll
arbeits- und einsatzfähig und ihm daher eine Tätigkeit ab dem 1. Mai 2020
zumutbar sei. Die blosse Behauptung, einer Risikogruppe anzugehören
und aufgrund von Covid-19 nicht zur Arbeit gehen zu müssen, sei nicht
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ausreichend, sondern müsse mit einem ärztlich begründeten Attest belegt
werden.
6. Mit Stellungnahme an die B._ vom 26. April 2020 führte A._ aus,
dass alle Sozialhilfebezüger gleich zu behandeln seien, weshalb alle zur
Arbeit gezwungen werden müssten. Die rechtliche Grundlage hierfür gebe
es allerdings nicht. Das D._ wäre niemals in der Lage, sämtliche
Sozialhilfebezüger zu beschäftigen. Die Pflicht der B._ sei, dass er
am 1. Mai 2020 CHF 700.-- für die Wohnung und CHF 997.-- für den
Lebensunterhalt auf seinem Konto habe.
7. Am 29. April 2020 verfügte die B._ was folgt:
1. Mit Wirkung ab dem 1. Mai 2020 kann A._ beim D._ einen Arbeitsvertrag eingehen und einen Lohn erzielen. Ab dem 1. Mai 2020 kann A._ einen monatlichen Lohn erzielen, mit welchem der Lebensunterhalt gedeckt werden kann. Die Auszahlung des Lohnes für die Arbeit im J._ ab dem 1. Mai 2020 erfolgt jeweils nachschüssig durch das D._, gestützt auf die Arbeitszeitbestätigung. Für unentschuldigte Abwesenheitstage wird kein Lohn ausgerichtet und es wird in jenem Umfang auch keine Sozialhilfe geleistet. Das mögliche erzielbare Einkommen wird als hypothetisches Einkommen angerechnet. Eine teilweise vorschussweise Unterstützung für den Mai 2020 erfolgt, wenn A._ den Arbeitswillen durch Arbeitsaufnahme im D._ zeigt.
2. A._ werden folgende Auflagen erteilt:
a) ab dem 1. Mai 2020 das entgeltliche Arbeitsprogramm beim D._ in H._, im Umfang von 100 % pünktlich und vollumfänglich nach den Vorgaben der Vorgesetzten wahrzunehmen sowie die ihm zugewiesenen Arbeiten ordnungsgemäss und pflichtbewusst auszuführen.
b) jede Absenz durch ein Arbeitsunfähigkeitszeugnis dem Sozialamt K._ und dem D._ unaufgefordert zu belegen.
c) sich unabhängig davon intensiv um eine Arbeitsstelle zu bemühen und monatlich mindestens 12 konkrete (schriftliche) Stellenbewerbungen dem Sozialamt K._ jeweils zum Monatsende unaufgefordert nachzuweisen, inkl. Stelleninserate, Bewerbungsschreiben, Lebenslauf und Absageschreiben. Aus den Unterlagen muss hervorgehen, wann er sich bei welchem Arbeitgeber für welche Funktion resp. Tätigkeit beworben hat, wie der aktuelle Stand der Bewerbung ist und wen das Sozialamt zwecks allfälliger Rückfragen beim entsprechenden Arbeitgeber kontaktieren kann.
d) sich über die B._ bis am 15. Mai 2020 beim RAV zur Stellenvermittlung anzumelden und den dortigen Auflagen und Weisungen Folge zu leisten.
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e) jede verfügbare oder zugewiesene dauernde oder temporäre Teilzeit- oder Ganztagsarbeit unverzüglich anzunehmen.
3. A._ wird für den Fall der Nichtbefolgung der Auflagen die Kürzung der wirtschaftlichen Sozialhilfe im Umfang von bis zu 30 % des Grundbedarfs für die Dauer bis zu 12 Monaten angedroht. Und für den Wiederholungsfall wird ihm die teilweise oder ganze Einstellung der Sozialhilfeleistungen angedroht.
8. Gleichentags teilte der Betriebsleiter des D._ der B._ mit, dass
A._ zum Vorstellungsgespräch erschienen sei, jedoch nicht im
D._ arbeiten wolle.
9. Ebenfalls am 29. April 2020, spätabends, liess A._ der B._ eine
ergänzende Stellungnahme per E-Mail zukommen, worin er festhielt, dass
er sich weigere, im D._ zu arbeiten, da er als Diabetiker Covid-19-
Risikopatient sei. Da sein Hausarzt Dr. med. L._ noch bis am 3. Mai
2020 in den Ferien sei, könne er das entsprechende Arztzeugnis erst
nächste Woche nachliefern. Ohne anfechtbare Verfügung müsse ihm
spätestens am 1. Mai 2020 die volle Sozialleistung von ca. CHF 1'700.--
(CHF 700.-- + CHF 997.--) ausbezahlt werden.
10. Mit E-Mail vom 30. April 2020 forderte die B._ A._ auf, das
ärztlich begründete Attest mit einer Aussage zur Covid-19-Risikogruppe
bis am 5. Mai 2020 vorzulegen. Bis dahin werde ihm vorschussweise und
einmalig der Grundbetrag für fünf Tage von gerundet CHF 150.--
ausgerichtet. Diese Barauszahlung könne er am 1. Mai 2020 auf der
Gemeindeverwaltung abholen.
11. Am 1. Mai 2020 informierte A._ die B._ telefonisch darüber, dass
er auf die Barauszahlung verzichte, weil er sich einem zu grossen Risiko
aussetzen würde.
12. Am 4. Mai 2020 reichte A._ der B._ ein ärztliches Attest seines
Hausarztes Dr. med. L._ – ebenfalls datierend vom 4. Mai 2020 – ein.
Darin wurde festgehalten, dass A._ zur Risikogruppe für potentiell
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schwerere Verläufe bei einer allfälligen Sars-CoV-2-Infektion mit
konsekutiver Covid-19-Erkrankung gemäss aktueller Definition des
Bundesamts für Gesundheit (nachfolgend: BAG) gehöre.
13. Gestützt auf dieses Attest überwies die B._ am 6. Mai 2020 einen
Betrag in der Höhe von CHF 1'351.10 auf das Konto von A._.
14. Am 7. Mai 2020 verfügte die B._ was folgt:
1. A._ weist ab dem 1. Mai 2020 einen sozialhilferechtlichen Bedarf von gesamthaft Fr. 1'351.10 auf (Grundbedarf Fr. 897.30, Wohnkosten Fr. 500.00, abzüglich Prämie der Zusatzversicherung Fr. 46.20). Die Prämie der obligatorischen Grundversicherung wird direkt bezahlt.
2. Nur während der Dauer, während welcher die Arbeitsaufnahme und die Erzielung eines Erwerbseinkommens im D._ in H._, aufgrund ausgewiesener und nahtlos attestierter Arbeitsunfähigkeit oder Angehörigkeit zur Covid-19 Risikogruppe nicht möglich ist, wird A._ mit Sozialhilfe unterstützt.
3. A._ wird verpflichtet, auf schriftliche Aufforderung des Sozialamtes K._ hin, ein neuerliches ärztliches Attest über die weitere Angehörigkeit zur Risikogruppe und die Zumutbarkeit der Arbeitsaufnahme im J._ einzuholen.
4. A._ wird verpflichtet, dem Sozialamt K._ auf jeden 10. des Monates unaufgefordert die detaillierten Kontoauszüge aller seiner Konti beizubringen. Der Kontoauszug April 2020 ist bis am 10. Mai 2020 vorzulegen.
5. A._ wird für den Fall der Nichtbefolgung der Auflagen die Kürzung der wirtschaftlichen Sozialhilfe im Umfang von bis zu 30 % des Grundbedarfs für die Dauer bis zu 12 Monaten angedroht. Und für den Wiederholungsfall wird ihm die teilweise oder ganze Einstellung der Sozialhilfeleistungen angedroht.
15. Mit Schreiben vom 18. Mai 2020 teilte die B._ A._ mit, auf dem
eingeforderten Kontoauszug April 2020 sei ersichtlich, dass er am 1. April
2020 zweimal eine Zahlung über CHF 1'728.85 erhalten habe. Darüber
habe er die Gemeinde nicht informiert. Der Betrag von CHF 1'728.85 hätte
bereits für den Monat Mai 2020 angerechnet werden müssen, zumal er im
Umfang dieses Betrags im Mai 2020 nicht bedürftig gewesen sei. Somit
werde dieser Betrag der Unterstützung des Monats Juni 2020
angerechnet. Folglich werde im Juni 2020 voraussichtlich keine Leistung
ausgerichtet und ein daraus entstehender Überschuss auf den Monat Juli
2020 übertragen.
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16. Gegen die Verfügung der B._ vom 29. April 2020 erhob A._ mit
Eingabe vom 19. Mai 2020 Beschwerde an das Verwaltungsgericht des
Kantons Graubünden (Verfahren U 20 46).
17. Mit Schreiben vom 11. Juni 2020 informierte die B._ A._
darüber, dass der Bundesrat am 27. Mai 2020 auf den 6. Juni 2020
weitgehende Lockerungen der Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung
vor Covid-19 beschlossen habe. Auch Risikopatienten könnten damit
unter Einhaltung der geltenden Schutzvorschriften wieder mit den
öffentlichen Verkehrsmitteln reisen. Daher sei A._ als Risikopatient
zwischenzeitlich die Anreise ins J._ von K._ nach H._ mit
den öffentlichen Verkehrsmitteln wie auch die Arbeit im J._ zumutbar.
18. Per 15. Juni 2020 meldete sich A._ einwohneramtlich nach
unbekannt ab.
19. Auf die von A._ gegen die Verfügung der B._ vom 7. Mai 2020
erhobene Beschwerde trat die Einzelrichterin am Verwaltungsgericht des
Kantons Graubünden mit Urteil U 20 57 vom 25. Juni 2020 nicht ein und
schrieb das Verfahren infolge Wegfalls des rechtserheblichen Interesses
als erledigt ab. Dieses Urteil erwuchs unangefochten in Rechtskraft.
20. Am 30. Juni 2020 ging bei der Einwohnerkontrolle der B._ die
Zuzugsmeldung der Gemeinde M._ für A._ ein.
21. Am 1. Juli 2020 bezog A._ ein Langzeitzimmer im N._ in
M._.
22. Am 7. Juli 2020 verfügte die B._ was folgt:
1. Die Sozialhilfeleistungen und das Sozialhilfedossier für A._ werden per 30.06.2020 eingestellt.
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2. Die erhaltenen Sozialhilfeleistungen sind gemäss Art. 11 Abs. 2 Kantonales Unterstützungsgesetz rückerstattungspflichtig.
3. Die Inkassostelle der B._ wird beauftragt, periodisch die Rückerstattung der noch offenen Sozialhilfeschuld zu prüfen und gegebenenfalls geltend zu machen.
4. Gebühren werden keine erhoben.
Begründend wurde im Wesentlichen festgehalten, dass A._ seit dem
1. Juli 2020 nicht mehr in der B._ wohnhaft sei und er sich in M._
aufhalte bzw. dort wohnhaft sei. Mangels eines Unterstützungswohnsitzes
in K._ fehle es folglich an der örtlichen Zuständigkeit der B._ zur
Weiterführung des Sozialhilfedossiers und zur Ausrichtung allfälliger
wirtschaftlicher Sozialhilfe.
23. Mit Schreiben vom 14. Juli 2020 an die B._ bat O._,
Geschäftsführerin P._, um Überweisung der ausstehenden
Leistungen für die Monate Juni und Juli 2020 an A._. Begründend
führte sie im Wesentlichen aus, laut Schreiben vom 26. Mai 2020 bitte die
Gemeinde F._ A._ um Rückzahlung des fälschlicherweise zu
viel ausbezahlten Betrags von CHF 1'728.25 (recte: CHF 1'728.85). Dieser
Forderung könne er nur nachkommen, wenn ihm die B._ die
Leistungen für den Monat Juni 2020 auszahle. Zudem sehe das Merkblatt
für Unterstützungspflicht des Kantons Graubünden in Punkt 4.1 vor, dass
bei Wohnsitzwechsel innerhalb des Kantons die bisherige
Sozialhilfebehörde für den Folgemonat für Miete und weitere
Unterstützungsleistungen zuständig sei.
24. Mit Schreiben vom 20. Juli 2020 informierte die B._ O._ darüber,
dass einzig aufgrund des Schreibens der Gemeinde F._ vom 26. Mai
2020 für A._ keine Rückzahlungspflicht bestehe. Die Gemeinde
F._ müsste die Rückzahlungsverpflichtung verfügen. Auch wenn eine
entsprechende Verfügung ergehen würde, wäre die B._ nicht zur
Begleichung der Rückforderung bzw. zur Auszahlung dieses Betrags an
A._ verpflichtet, da er diesen Betrag tatsächlich erhalten und für
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seinen Lebensunterhalt verbraucht habe. Es werde somit an der
Anrechnung von CHF 1'728.25 (recte: CHF 1'728.85) in Bezug auf den
Monat Juni 2020 festgehalten. Zudem sei richtig, dass bei ausgewiesener
Bedürftigkeit und einem Wohnsitzwechsel innerhalb des Kantons die
bisher zuständige Gemeinde grundsätzlich noch den Folgemonat der
Unterstützung in der neuen Wohnsitzgemeinde ausrichte. Am 30. Juni
2020 sei die B._ von der Gemeinde M._ informiert worden, dass
sich A._ auf der Einwohnerkontrolle M._ an die Adresse
N._, Q._, R._ M._, sowie auf dem Sozialamt M._
angemeldet habe. Es sei der B._ nicht bekannt, ob, wie und wann es
zu einem weiteren Umzug von M._ nach S._ gekommen und ob
M._ nicht bereits mit einer Unterstützung eingestiegen sei und
deshalb eigentlich für den Übergangsmonat angegangen werden müsste.
Unabhängig davon sei A._ für den Monat Juli 2020 nicht bedürftig
gewesen, zumal er seinen Lebensunterhalt vollumfänglich durch die
Arbeitstätigkeit im J._ hätte verdienen können. Das J._ habe den
Schutz von Risikopatienten von Anfang an gewährleisten können. Auch
die Reise mit dem Zug ins J._ sei ihm ab Mitte Juni 2020 wieder
zumutbar gewesen. Unter diesen Umständen habe eine Bedürftigkeit für
den Monat Juli 2020 nicht bestanden, weshalb keine Verpflichtung zur
Ausrichtung des Übergangsmonates an irgendeine Gemeinde bestehe.
25. Gegen die Verfügung der B._ vom 7. Juli 2020 erhob O._,
Geschäftsführerin P._, im Namen von A._ (nachfolgend:
Beschwerdeführer) mit Eingabe vom 31. August 2020 Beschwerde an das
Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden und beantragte eine
möglichst rasche Auszahlung des Sozialhilfegeldes für den
Übergangsmonat Juli 2020 durch die B._, die Zusprache einer
Umzugspauschale in der Höhe von CHF 500.-- und die Gewährung der
unentgeltlichen Rechtspflege. Begründend wurde im Wesentlichen
vorgebracht, das Merkblatt Unterstützungspflicht bei Wohnsitzwechsel
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des kantonalen Sozialamts Graubünden besage in Punkt 4.1, dass die
bisherige Sozialhilfebehörde für die Miete sowie die weiteren
Unterstützungsleistungen für den Folgemonat zuständig sei, sofern ein
Wohnsitzwechsel innerhalb des Kantons erfolge. Zudem seien die Möbel
im ehemals bewohnten Hotelzimmer in K._ Eigentum des
Beschwerdeführers. Gleiches gelte für die Kochnische und die
Instrumente im Musikzimmer. Gemäss beigefügter Rechnung würden sich
die Umzugskosten auf pauschal CHF 500.-- belaufen. Schliesslich hätte
die B._ die Doppelzahlung der Gemeinde F._ nicht als
Einnahme in Bezug auf den Monat Juni 2020 anrechnen dürfen. Der
Beschwerdeführer sehe sich erst dann zur Rückzahlung fähig, wenn ihm
die B._ die Doppelzahlung rückerstatte.
26. Am 3. September 2020 reichte O._ die Rechnung für die
Umzugsarbeiten inkl. Transport in der Höhe von CHF 500.-- ein.
27. In ihrer Vernehmlassung vom 22. September 2020 beantragte die B._
(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde,
soweit darauf einzutreten sei, und die Ablehnung des Gesuchs von
O._ um ausnahmsweise Vertretung des Beschwerdeführers vor
Verwaltungsgericht. Begründend wurde im Wesentlichen ausgeführt, dass
die Anrechnung des Betrags von CHF 1'728.85 nicht Gegenstand der
Verfügung vom 7. Juli 2020 sei, weshalb darüber auch nicht zu befinden
sei. Zudem wäre es dem Beschwerdeführer ab Mitte Juni 2020 zumutbar
gewesen, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unter Einhaltung der
Schutzvorschriften zur Arbeit im D._ zu fahren. Er habe die Arbeit im
D._ jedoch verweigert. Eine Person, welche die Arbeit in einem
zumutbaren Arbeitsprogramm bewusst verweigere und damit auf
Erwerbseinkommen verzichte, habe keinen unbedingten Anspruch auf
Auszahlung des Übergangsmonats. Auch die Unterstützung des
Wegzugsmonats stelle Sozialhilfeleistung dar, welche nur geschuldet sei,
wenn der Klient bedürftig sei. Mit seinem Verhalten habe der
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Beschwerdeführer aber zu erkennen gegeben, dass er auf das vorrangige
Einkommen verzichte und nicht bedürftig sei. Ab Mitte Juni 2020 habe es
an den Anspruchsvoraussetzungen für den Bezug von Sozialhilfe gefehlt.
Folglich sei auch keine Sozialhilfe für den Übergangsmonat Juli 2020
geschuldet gewesen. Sodann sei auch der Antrag um Übernahme der
Umzugskosten abzuweisen, da diese nicht bewilligt, nicht notwendig und
nicht verhältnismässig seien und deren Anfall nicht genauer konkretisiert
sei.
28. Am 5. Oktober 2020 replizierte O._ im Namen des Beschwerdeführers
und beantragte die Abweisung der Anträge der Beschwerdegegnerin.
29. Mit Duplik vom 26. Oktober 2020 hielt die Beschwerdegegnerin an ihren
Anträgen sowie an ihrem Rechtsstandpunkt fest.
30. Die Einzelrichterin am Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden
entschied am 30. September 2021 im Verfahren U 20 46, das
Beschwerdeverfahren werde als gegenstandslos geworden
abgeschrieben, soweit darauf einzutreten sei.
31. Mit Urteil U 20 92 ebenfalls vom 30. September 2021 trat die Einzelrichterin
am Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden auf die gegen die
Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 7. Juli 2020 erhobene
Beschwerde nicht ein. Begründend wurde im Wesentlichen ausgeführt,
dass O._ im Zeitpunkt der Beschwerdeeinreichung mangels
Postulationsfähigkeit nicht zur Vertretung des Beschwerdeführers befugt
gewesen sei. Eine Einzelfallbewilligung im Sinne von Art. 15 Abs. 1 lit. c
VRG scheide infolge des berufsmässigen Auftretens von O._ aus.
Eine Nachfrist zur Verbesserung der Eingabe vom 31. August 2020 wäre
nicht anzusetzen gewesen, da O._ um ihre fehlende
Postulationsfähigkeit habe wissen müssen. Da der Mangel nicht behoben
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bzw. verbessert worden sei, obschon O._ diesen habe erkennen
müssen, sei auf die Beschwerde nicht einzutreten.
32. Auf die gegen den Entscheid U 20 46 erhobene Beschwerde trat das
Bundesgericht mit Urteil 8C_755/2021 vom 12. Juli 2022 nicht ein.
33. Die gegen das Urteil U 20 92 erhobene Beschwerde hiess das
Bundesgericht mit Urteil 8C_751/2021 ebenfalls vom 12. Juli 2022 gut und
hob das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden vom 30.
September 2021 auf. Die Sache wurde zu neuer Entscheidung an die
Vorinstanz zurückgewiesen.
34. Mit Schreiben vom 27. Juli 2022 zeigte die zuständige Instruktionsrichterin
den Parteien die Eröffnung eines neuen Verfahrens (U 22 61) an.
35. Am 5. August 2022 setzte die zuständige Instruktionsrichterin dem
Beschwerdeführer und O._ eine Frist bis zum 5. September 2022 an
zur Verbesserung der Eingabe vom 31. August 2020 (Beschwerdeschrift).
36. Am 24. August 2022 reichte O._ die durch den Beschwerdeführer
unterzeichnete Beschwerdeschrift vom 31. August 2020 ein.
Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften und in
der angefochtenen Verfügung vom 7. Juli 2020 sowie auf die eingereichten
Beweismittel wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen
eingegangen.

II. Die Einzelrichterin zieht in Erwägung:
1.1. Gemäss Art. 49 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100) beurteilt das
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Verwaltungsgericht Beschwerden gegen Entscheide von Gemeinden,
soweit diese nicht bei einer anderen Instanz angefochten werden können
oder nach kantonalem oder eidgenössischem Recht endgültig sind. Die
vorliegend angefochtene Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 7. Juli
2020 ist weder endgültig noch kann sie bei einer anderen Instanz
angefochten werden. Folglich stellt sie ein taugliches Anfechtungsobjekt
für ein Verfahren vor dem Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden
dar. Als formeller und materieller Adressat der angefochtenen Verfügung
ist der Beschwerdeführer davon überdies berührt und er weist ein
schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung bzw. Änderung auf (Art. 50
VRG). Auf die zudem frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde
(Art. 38 Abs. 1 und 2, Art. 39 Abs. 1 lit. b und Art. 52 Abs. 1 VRG; vgl. auch
Erwägung 3) ist somit einzutreten.
1.2. Nach Art. 43 Abs. 3 lit. a VRG entscheidet das Verwaltungsgericht in
einzelrichterlicher Kompetenz, wenn der Streitwert CHF 5'000.-- nicht
überschreitet und keine Fünferbesetzung vorgeschrieben ist. Das
vorliegende Beschwerdeverfahren betrifft die Unterstützungsleistungen
für den Übergangsmonat Juli 2020 sowie die Umzugspauschale von CHF
500.--. Da der Streitwert somit CHF 5'000.-- nicht überschreitet und die
vorliegende Streitsache nicht in Fünferbesetzung zu entscheiden ist (vgl.
Art. 43 Abs. 2 VRG), ergeht das Urteil in einzelrichterlicher Kompetenz.
2.1. Streitig sind die Ausrichtung der Sozialhilfe für den Übergangsmonat Juli
2020 und die Übernahme der geltend gemachten Umzugskosten in der
Höhe von CHF 500.--. Damit bildet lediglich die Dispositivziffer 1 der
angefochtenen Verfügung vom 7. Juli 2020 Streitgegenstand. Bezüglich
der Dispositivziffern 2, 3 und 4 ist die besagte Verfügung in Rechtskraft
erwachsen.
2.2. Die aufgrund der Doppelzahlung der Gemeinde F._ erfolgte
Anrechnung des Betrags von CHF 1'728.85 in Bezug auf den Monat Juni
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2020 ist nicht Gegenstand der angefochtenen Verfügung vom 7. Juli 2020.
Der Beschwerdeführer scheint dies denn auch anzuerkennen (vgl.
Beschwerdeschrift vom 31. August 2020 S. 4). Soweit er in seiner
Beschwerde vom 31. August 2020 diesbezüglich Rügen erhebt, kann
darauf somit nicht eingetreten werden.
3. Mit Urteil 8C_751/2021 vom 12. Juli 2022 hiess das Bundesgericht die
Beschwerde des Beschwerdeführers gegen das Urteil der Einzelrichterin
am Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden U 20 92 vom 30.
September 2021 gut und hob das besagte verwaltungsgerichtliche Urteil
auf. Die Sache wurde zu neuer Entscheidung an das Verwaltungsgericht
des Kantons Graubünden zurückgewiesen (Dispositiv-Ziffer 2). Mit
Schreiben vom 27. Juli 2022 zeigte die zuständige Instruktionsrichterin
den Parteien die Eröffnung des neuen Verfahrens U 22 61 an. Am 5.
August 2022 setzte sie bezugnehmend auf das vorerwähnte Urteil des
Bundesgerichts dem Beschwerdeführer und O._, Geschäftsführerin
P._, eine Frist bis zum 5. September 2022 an zur Verbesserung der
Eingabe vom 31. August 2020 (Beschwerdeschrift), d.h. namentlich durch
Unterzeichnung der Beschwerdeschrift durch den Beschwerdeführer. Mit
Eingabe vom 24. August 2022 reichte O._ dem streitberufenen
Gericht die durch den Beschwerdeführer unterzeichnete
Beschwerdeschrift vom 31. August 2020 ein. Damit liegt eine gültige
Eingabe vor, weshalb die Frage, ob O._ im vorliegenden
Beschwerdeverfahren U 22 61 als Vertreterin des Beschwerdeführers
zuzulassen ist, offen gelassen werden kann.
4.1. Wer in Not gerät und nicht in der Lage ist, für sich zu sorgen, hat Anspruch
auf Hilfe und Betreuung und auf die Mittel, die für ein menschenwürdiges
Dasein unerlässlich sind (Art. 12 der Bundesverfassung der
Schweizerischen Eidgenossenschaft [BV]; SR 101). Diese
verfassungsmässigen Ansprüche werden durch die kantonale
Gesetzgebung konkretisiert; jede bedürftige Person hat Anspruch auf
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persönliche und wirtschaftliche Hilfe. Gemäss Art. 1 Abs. 1 des Gesetzes
über die Unterstützung Bedürftiger (Kantonales Unterstützungsgesetz
[UG]; BR 546.250) ist bedürftig, wer für seinen Lebensunterhalt und den
seiner Familienangehörigen mit gleichem Wohnsitz nicht hinreichend oder
nicht rechtzeitig aus eigenen Mitteln aufkommen kann. Diese Bestimmung
bekennt sich zum Grundsatz der Subsidiarität, welcher das
Sozialhilferecht durchdringt. Das Subsidiaritätsprinzip betont dabei den
ergänzenden Charakter der Sozialhilfe und verlangt vom jeweiligen
Ansprecher, dass er alles Zumutbare zur Behebung der eigenen Notlage
unternimmt, insbesondere die eigene Arbeitskraft einsetzt und eine
zumutbare Erwerbstätigkeit aufnimmt, bevor staatliche
Fürsorgeleistungen in Anspruch genommen werden können (vgl. BGE 139
I 218 E.3.3 und E.3.5, 130 I 71 E.4.3; PVG 2009 Nr. 18 E.3c). Gemäss
Art. 2 Abs. 1 UG bestimmt die zuständige Sozialbehörde Art und Mass der
Unterstützung nach dem ausgewiesenen Bedarf unter Würdigung der
örtlichen und persönlichen Verhältnisse. Für die Bemessung der
Unterstützung durch die zuständige Gemeinde sind gemäss Art. 1 Abs. 1
der Ausführungsbestimmungen zum kantonalen Unterstützungsgesetz
(ABzUG; BR 546.270) die Richtlinien der Schweizerischen Konferenz für
Sozialhilfe (nachfolgend: SKOS-Richtlinien) einschliesslich des Kapitels
"Praxishilfen" mit gewissen Konkretisierungen und Einschränkungen
massgebend (vgl. Urteile des Verwaltungsgerichts des Kantons
Graubünden U 21 89 vom 8. Februar 2022 E.4.1.1, U 20 38 vom 3.
Februar 2021 E.2.1.1, U 19 98 vom 7. Januar 2020 E.4.1, U 18 57 vom
24. Oktober 2018 E.2.1).
4.2. Ein Prinzip der Sozialhilfe ist, wie genannt, die Subsidiarität. Demnach
besteht ein Anspruch auf Sozialhilfe, wenn eine Person sich selbst nicht
helfen kann, und auch von Dritten keine oder nicht rechtzeitig Hilfe erhält.
Es besteht kein Wahlrecht zwischen vorrangigen Hilfsquellen und der
Sozialhilfe. So ist die Sozialhilfe subsidiär gegenüber der Selbsthilfe, d.h.
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die hilfesuchende Person ist verpflichtet, alles Zumutbare zu
unternehmen, um eine Notlage aus eigenen Kräften abzuwenden oder zu
beheben. In Frage kommen insbesondere die Verwendung von
vorhandenem Einkommen oder Vermögen sowie der Einsatz der eigenen
Arbeitskraft (SKOS-Richtlinien, in Kraft 2020, Kapitel A.4, A.4-1, A.4-2 und
A.5.2, A.5-3).
4.3. Beschäftigungs- und Integrationsprogramme sollen dazu beitragen, dass
ein Ansprecher für seinen Unterhalt, wenigstens teilweise, selber
aufkommen kann oder zumindest die Aussichten auf eine
Wiedereingliederung ins Erwerbsleben verbessert werden. Sie sind
Ausdruck der dem Ansprecher obliegenden Verpflichtung zur Minderung
seiner Unterstützungsbedürftigkeit und des Subsidiaritätsprinzips (vgl.
BGE 139 I 218 E.4.2, 130 I 71 E.5.4; SKOS-Richtlinien, in Kraft 2020,
Kapitel A.5.2, A.5-3). Aus diesen Gründen sind solche Anordnungen
grundsätzlich zulässig, sofern die Massnahmen im Einzelfall zweckmässig
und zumutbar sind. Was als zumutbare Arbeit gilt, wird im Sozialhilferecht
nicht definiert, weshalb hilfsweise die arbeitslosenversicherungsrechtliche
Umschreibung nach Art. 16 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die
obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung
(Arbeitslosenversicherungsgesetz [AVIG]; SR 837.0) herangezogen wird
(vgl. BGE 130 I 71 E.5.3; PVG 2009 Nr. 18 E.3c). Zumutbar ist eine Arbeit,
die dem Alter, dem Gesundheitszustand und den persönlichen
Verhältnissen der bedürftigen Person angemessen ist (vgl. Art. 16 Abs. 2
lit. c AVIG). Der zumutbaren Erwerbstätigkeit gleichzusetzen ist die
Teilnahme an einem von den Sozialhilfeorganen anerkannten
lohnwirksamen Beschäftigungsprogramm des zweiten Arbeitsmarktes, mit
dem der eigene Unterhalt zumindest teilweise gedeckt werden kann. Bei
der Arbeitssuche kann verlangt werden, dass nicht nur im angestammten
Beruf, sondern in weiteren Erwerbsfeldern nach Arbeit gesucht wird (vgl.
SKOS-Richtlinien, in Kraft 2020, Kapitel A.5.2, A.5-3).
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4.4. Die SKOS-Richtlinien, in Kraft 2020, halten in Kapitel A.8.3, A.8-6, fest,
dass die teilweise oder gänzliche Einstellung von
Unterstützungsleistungen für die Grundsicherung nur bei Verletzung der
Subsidiarität zulässig ist, wenn die unterstützte Person sich in Kenntnis
der Konsequenzen ausdrücklich weigert, eine ihr mögliche, zumutbare
und konkret zur Verfügung stehende Arbeit anzunehmen. Dies weil im
Umfang des erzielbaren Ersatzeinkommens im Sinne des
Subsidiaritätsprinzips keine Bedürftigkeit besteht.
4.5. Gemäss den erwähnten SKOS-Richtlinien werden in der Regel bei einem
Wegzug nebst der Miete die weiteren Unterstützungsleistungen für den
ersten Monat vom bisherigen Sozialhilfeorgan ausgerichtet (vgl. Kapitel
B.3, B.3-3). Dies deckt sich mit dem Merkblatt Unterstützungspflicht bei
Wohnsitzwechsel des kantonalen Sozialamts, wonach bei einem
Wohnsitzwechsel innerhalb des Kantons die bisherige Sozialhilfebehörde
für die Miete sowie die weiteren Unterstützungsleistungen für den
Folgemonat zuständig ist (vgl. Handbuch Kapitel B, 15. Mai 2019, Version
1.1, Ziff. 4.1).
5.1. Der Beschwerdeführer beantragt die Ausrichtung der Sozialhilfe für den
Übergangsmonat Juli 2020 durch die Beschwerdegegnerin. Zur
Begründung weist er auf Ziff. 4.1 des vorerwähnten Merkblatts
Unterstützungspflicht bei Wohnsitzwechsel des kantonalen Sozialamts
hin.
5.2. Demgegenüber beantragt die Beschwerdegegnerin die Abweisung dieses
Antrags und bringt im Wesentlichen vor, dem Beschwerdeführer sei mit
der Verfügung vom 29. April 2020 die Auflage gemacht worden, dass er
das D._ besuchen müsse, um sich seinen Lebensunterhalt selbst zu
verdienen. Für den Fall, dass er dies nicht tun würde, gelte er als nicht
bedürftig und hätte damit keinen Anspruch auf Leistungen. Der
Beschwerdeführer habe daraufhin mit ärztlichem Attest belegt, dass er der
- 17 -
Risikogruppe von Covid-19 angehöre. Weil die Anreise mit dem Zug ins
D._ im Mai bis Mitte Juni 2020 unzumutbar gewesen sei, sei die
Unterstützung für den Monat Mai 2020 gemäss Verfügung vom 7. Mai
2020 ausbezahlt worden. Für den Monat Juni 2020 sei dem
Beschwerdeführer die im April 2020 von der Gemeinde F._ erhaltene
Doppelunterstützung von 2 x CHF 1'728.85 in der Höhe von CHF 1'728.85
im Budget angerechnet worden. Folglich sei für den Monat Juni 2020 keine
Auszahlung an Sozialhilfe durch die Beschwerdegegnerin erfolgt. Mit
Schreiben vom 11. Juni 2020 sei der Beschwerdeführer unter
Bezugnahme auf die Verfügung vom 29. April 2020 angewiesen worden,
die Arbeit im D._ nun aufzunehmen, um sich so seinen
Lebensunterhalt für den Monat Juli 2020 zu erwirtschaften. Auch
Risikopatienten hätten im März, April, Mai und Juni 2020 unter Einhaltung
der BAG-Vorgaben am Arbeitsplatz tätig sein können. Es habe für die
Arbeitnehmer nie ein Anspruch auf Home-Office bestanden, wenn der
Arbeitgeber den Schutz der Risikopatienten unter Einhaltung der
Vorgaben des BAG am Arbeitsplatz habe sicherstellen können. Das
D._ habe die Einhaltung der besonderen Vorgaben des BAG
jederzeit garantieren können. Lediglich die Zugreise sei bis Mitte Juni 2020
nicht zumutbar gewesen, weshalb der Beschwerdeführer einstweilen bis
Mitte Juni 2020 von der Anreise und damit der Teilnahme im J._
suspendiert worden sei. Der Bundesrat habe am 27. Mai 2020 auf den 6.
Juni 2020 weitgehende Lockerungen der Massnahmen zum Schutz der
Bevölkerung vor Covid-19 beschlossen. Abgestimmt auf das
wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben habe der öffentliche und der
touristische Verkehr ab Anfang Juni 2020 wieder weitgehend normal
verkehrt. Es wäre dem Beschwerdeführer ab Mitte Juni 2020 zumutbar
gewesen, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unter Einhaltung der
Schutzvorschriften (Maske tragen, Abstand halten, Hände desinfizieren)
zur Arbeit im D._ zu fahren. Der Beschwerdeführer sei nie und auch
nicht ab Mitte Juni 2020 bereit gewesen, eine Tätigkeit im D._ zum
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angebotenen Lohn und damit zur Sicherung seiner Existenz
aufzunehmen. Er habe einmal mehr die blanko-Auszahlung von Sozialhilfe
ohne Gegenleistung erwartet. Der Verdacht der Arbeitsunwilligkeit sei
dann damit bestätigt worden, dass sich der Beschwerdeführer nach der
Aufforderung vom 11. Juni 2020 zur Vereinbarung eines
Vorstellungsgesprächs im J._ am 15. Juni 2020 einwohneramtlich
nach unbekannt abgemeldet habe mit der Begründung, dass die
Beschwerdegegnerin ja eh nicht zahlen und er nicht ins J._ gehen
würde. Per 30. Juni 2020 habe der Beschwerdeführer sodann das
Langzeitzimmer im T._ in M._ bezogen und am 10. Juli 2020
einen neuen Mietvertrag betreffend die Adresse U._ in R._
M._ (Gemeindegebiet S._) mit Mietbeginn per 7. Juli 2020
unterzeichnet. Die Auflagen und Weisungen zur Aufnahme der Arbeit im
D._ sowie die Aufforderung zur sofortigen Unterzeichnung des
Arbeitsvertrags hätten für den Beschwerdeführer noch mindestens bis
30. Juni 2020 gegolten. Er habe sich aber dafür entschieden, die Arbeit im
J._ aus Unwilligkeit nicht anzunehmen, und sich per 30. Juni 2020 in
K._ abzumelden in der Hoffnung auf Besserung und unbedingte
Auszahlung von Sozialhilfe in einer anderen Gemeinde. Eine Person,
welche die Arbeit in einem zumutbaren Arbeitsprogramm bewusst
verweigere und damit auf Erwerbseinkommen verzichte, sei nicht
bedürftig, weshalb sie auch keinen unbedingten Anspruch auf die
Auszahlung des Übergangsmonats habe. Mit seinem Verhalten habe der
Beschwerdeführer zu erkennen gegeben, dass er auf das vorrangige
Einkommen verzichte und nicht bedürftig sei. An den
Anspruchsvoraussetzungen für den Bezug von Sozialhilfe habe es ab
Mitte Juni 2020 gefehlt. Folglich sei auch keine Sozialhilfe für den
Übergangsmonat Juli 2020 geschuldet gewesen.
5.3. Vorliegend zog der Beschwerdeführer per 1. Juli 2020 von K._ nach
M._ an die Adresse T._ M._ AG, Q._ (N._) (vgl.
- 19 -
beschwerdegegnerische Akten [Bg-act.] 9, Verfahren U 20 92).
Entsprechend ging tags zuvor bei der Einwohnerkontrolle der
Beschwerdegegnerin die Zuzugsmeldung der Gemeinde M._
betreffend den Beschwerdeführer ein (vgl. Bg-act. 10, Verfahren U 20 92).
Damit fiel der Unterstützungswohnsitz des Beschwerdeführers gemäss
Art. 12 des Bundesgesetzes über die Zuständigkeit für die Unterstützung
Bedürftiger (Zuständigkeitsgesetz [ZUG]; SR 851.1) i.V.m. Art. 5 Abs. 1
UG in der politischen B._ dahin. Nur wenige Tage später, nämlich per
7. Juli 2020, verlegte der Beschwerdeführer seinen Wohnsitz sodann in
die Gemeinde S._ an die Adresse U._, R._ M._ (vgl.
Bg-act. 11, Verfahren U 20 92; beschwerdeführerische Akten [Bf-act.] 9,
betreffend das bundesgerichtliche Verfahren 8C_755/2021). Seit dem
1. August 2020 wird der Beschwerdeführer von der Gemeinde S._
mit Sozialhilfe unterstützt (vgl. Bf-act. 9, betreffend das bundesgerichtliche
Verfahren 8C_755/2021). Nach dem Ausgeführten wohnte der
Beschwerdeführer nur gerade rund eine Woche in der Gemeinde M._
im N._ an der Q._ und es ist daher – gerade auch mit Blick auf
das oben genannte Merkblatt Unterstützungspflicht bei Wohnsitzwechsel
des kantonalen Sozialamts und die entsprechenden SKOS-Richtlinien –
sehr unwahrscheinlich und nicht aktenkundig, dass der Beschwerdeführer
in Bezug auf den Monat Juli 2020 Sozialhilfeleistungen von der Gemeinde
M._ bezogen hätte. Folglich ist zu prüfen, ob die bisherige
Sozialhilfebehörde und damit die Beschwerdegegnerin dem
Beschwerdeführer für den Übergangsmonat Juli 2020
Sozialhilfeleistungen auszurichten hat.
5.4. Die Einzelrichterin am Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden
erwog im Entscheid U 20 46 vom 30. September 2021, im konkreten Fall
habe der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde gegen die Verfügung
der Beschwerdegegnerin vom 29. April 2020 sinngemäss die Aufhebung
der Verpflichtung zur Teilnahme am entlöhnten Arbeits- und
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Integrationsprogramm D._ mit Wirkung ab 1. Mai 2020 beantragt.
[...]. Indem die Beschwerdegegnerin am 7. Mai 2020 – wie bereits
dargelegt – einerseits festgehalten habe, der Beschwerdeführer gehöre
der Risikogruppe von Covid-19 an, weshalb aufgrund des Arbeitsweges
vorläufig von einer Verpflichtung zur Arbeitsaufnahme im J._
abzusehen sei, und anderseits verfügt habe, solange die Arbeitsaufnahme
und die Erzielung eines Erwerbseinkommens im D._ in H._
aufgrund ausgewiesener und nahtlos attestierter Arbeitsunfähigkeit oder
Angehörigkeit zur Covid-19-Risikogruppe nicht möglich sei, werde der
Beschwerdeführer ab 1. Mai 2020 weiterhin mit Sozialhilfe unterstützt [...],
habe sie ihre Verfügung vom 29. April 2020 sinngemäss in
Wiedererwägung gezogen und diese im Sinne des Beschwerdeführers
abgeändert. Damit sei die Beschwerdegegnerin auf die Verfügung vom 29.
April 2020 zurückgekommen und habe eine an die veränderten
Verhältnisse (nachträgliches Einreichen des ärztlichen Attests vom 4. Mai
2020) angepasste neue Verfügung erlassen. Somit sei die Beschwerde
infolge Wegfalls des Rechtsschutzinteresses als gegenstandslos
geworden abzuschreiben, soweit darauf einzutreten sei (vgl. Erwägung
3.3 des einzelrichterlichen Entscheids U 20 46 vom 30. September 2021).
Gegen den Entscheid der Einzelrichterin U 20 46 vom 30. September 2021
opponierte die Beschwerdegegnerin nicht. Jedoch erhob der
Beschwerdeführer dagegen am 11. November 2021 Beschwerde, auf die
das Bundesgericht aber mit Urteil 8C_755/2021 vom 12. Juli 2022 nicht
eintrat. Damit erwuchs der einzelrichterliche Entscheid U 20 46 in
Rechtskraft. Nach dem Gesagten ist davon auszugehen, dass die in der
Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 29. April 2020 angeordnete
Verpflichtung zur Teilnahme am entlöhnten Arbeits- und
Integrationsprogramm D._ mit dem Erlass der
beschwerdegegnerischen Verfügung vom 7. Mai 2020 aufgehoben wurde.
Damit kann entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin nicht gesagt
werden, der Beschwerdeführer habe die Arbeit in einem zumutbaren
- 21 -
Arbeitsprogramm bewusst verweigert bzw. auf vorrangiges
Erwerbseinkommen verzichtet und sei daher nicht bedürftig. Folglich fehlte
es ab Mitte Juni 2020 auch nicht an den Anspruchsvoraussetzungen für
den Bezug von Sozialhilfe, wie von Seiten der Beschwerdegegnerin
geltend gemacht wird. Somit hat die bisherige Sozialhilfebehörde und
damit die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer die Miete sowie
die weiteren Unterstützungsleistungen für den Übergangsmonat Juli 2020
auszurichten (vgl. Erwägung 4.5). Was die Höhe dieser geschuldeten
Sozialhilfeleistungen anbelangt, ist auf die Verfügung der
Beschwerdegegnerin vom 7. Mai 2020 hinzuweisen, welche mit dem dazu
ergangenen rechtskräftigen Nichteintretensentscheid der Einzelrichterin
am Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden im Verfahren U 20 57 in
Rechtskraft erwuchs (vgl. einzelrichterliches Urteil U 20 57 vom 25. Juni
2020). Darin wurde insbesondere ein Grundbedarf für den
Lebensunterhalt in der Höhe von CHF 897.30 ausgewiesen (vgl. Bg-act.
2, Verfahren U 20 92), wobei aufgrund des ehemals bewohnten möblierten
Hotelzimmers in K._ der Grundbedarf von CHF 997.-- um 10 %
gekürzt wurde (vgl. Bg-act. 2, Verfahren U 20 92 und Bg-act. 4, Verfahren
U 20 46, Akten zur Duplik). Auf diese Kürzung ist im vorliegenden Fall mit
Blick auf das vom Beschwerdeführer per 7. Juli 2020 gemietete,
unmöblierte 1-Zimmer-Studio Nr. 4 an der Adresse U._, R._
M._ (Gemeindegebiet S._), zu verzichten, so dass ein
Grundbedarf für den Lebensunterhalt in der Höhe von CHF 997.--
resultiert. Zudem belief sich der Mietzins für das besagte Studio auf
monatlich CHF 530.-- (vgl. Bf-act. 6 bzw. Bg-act. 11, Verfahren U 20 92).
Da der Beschwerdeführer im fraglichen Monat Juli 2020 somit 25 Tage im
erwähnten Studio wohnte, ergibt sich für diesen Monat ein Mietzins von
rund CHF 427.-- (CHF 530.-- : 31 x 25). Ausserdem beliefen sich die
Nebenkosten auf rund CHF 34.-- (CHF 500.-- : 12 = CHF 42.--, CHF 42.--
: 31 x 25) (vgl. Bf-act. 6 bzw. Bg-act. 11, Verfahren U 20 92). Zuvor, d.h.
vom 1. Juli bis 6. Juli 2020, hatte der Beschwerdeführer im N._ in
- 22 -
M._ ein Langzeitzimmer bewohnt, welches CHF 800.--, alles
inklusive, pro Monat kostete (vgl. Bg-act. 7, Verfahren U 20 46, Akten zur
Duplik), so dass für dessen Miete weitere CHF 155.-- angefallen sind. Die
geschuldeten Sozialhilfeleistungen für den Übergangsmonat Juli 2020
belaufen sich somit auf CHF 1'613.-- (CHF 997.-- + CHF 427.-- + CHF
34.-- + CHF 155.--). Ein allfälliger noch vorhandener Überschuss in Bezug
auf die Einnahmen vom 1. April 2020 aus der Gemeinde F._
(Doppelzahlung von CHF 1'728.85) kann an die für den Monat Juli 2020
geschuldeten Sozialhilfeleistungen angerechnet werden (vgl. Bg-act. 3
und 4, Verfahren U 20 46, Akten zur Duplik). Folglich hat die
Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer für den Übergangsmonat
Juli 2020 Unterstützungsleistungen in der Höhe von insgesamt CHF
1'613.--, abzüglich eines allfälligen noch vorhandenen Überschusses zur
Doppelzahlung von CHF 1'728.85 durch die Gemeinde F._,
auszurichten. In diesem Punkt ist die Beschwerde somit gutzuheissen.
6.1. Sodann beantragt der Beschwerdeführer die Übernahme der geltend
gemachten Umzugskosten in der Höhe von CHF 500.-- durch die
Beschwerdegegnerin.
6.2. Umzugskosten stellen sozialhilferechtlich situationsbedingte Leistungen
(nachfolgend: SIL) dar (vgl. SKOS-Richtlinien, in Kraft 2020, Kapitel C.1.5,
C.1-9). SIL haben ihre Ursache in der besonderen gesundheitlichen,
wirtschaftlichen, persönlichen oder familiären Lage einer unterstützten
Person (vgl. SKOS-Richtlinien, in Kraft 2020, Kapitel C.1, C.1-1). Sie
müssen im Einzelfall begründet sein und ihr Nutzen soll in einem
sinnvollen Verhältnis zum finanziellen Aufwand stehen. Von
Sozialhilfebeziehenden wird erwartet, dass sie selbständig und ohne Hilfe
von professionellen Unternehmen umziehen. In besonderen Fällen
können aber die Kosten für Hilfestellung beim Umzug übernommen
werden. Die Auslagen für ein Mietfahrzeug für den Transport werden in
der Regel übernommen (vgl. SKOS-Richtlinien, in Kraft 2020, Kapitel
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C.1.5, C.1-9). Bei der Ausrichtung von SIL kommt den Sozialhilfebehörden
ein Ermessensspielraum zu (vgl. SKOS-Richtlinien, in Kraft 2020, Kapitel
C.1, C.1-1).
6.3. Vorliegend liegt eine Rechnung des Malergeschäfts V._, W._,
datierend vom 31. August 2020, betreffend "Zügelarbeiten inkl. Bus
Transport" in der Höhe von CHF 500.-- im Recht. Dabei soll es sich nach
eigenen Angaben des Beschwerdeführers um den Umzug von Möbeln,
der Kochnische sowie von Instrumenten gehandelt haben. Dieser
Rechnung kann weder der Zeitpunkt noch die Art bzw. der Aufwand der
darin erwähnten Arbeiten entnommen werden. Es scheint, dass die
besagte Rechnung nachträglich erstellt wurde, zumal sie genau das
Datum der Beschwerdeeinreichung (31. August 2020) aufweist und die
Umzüge des Beschwerdeführers bereits anfangs Juli 2020 stattfanden
(vgl. Bg-act. 9, 10 und 11, Verfahren U 20 92). Abgesehen davon, dass
der von der Beschwerdegegnerin in der Stellungnahme vom 22.
September 2020 erwähnten Praxis, für die Umzugskosten vorgängig zwei
bis drei Offerten von unterschiedlichen Anbietern einzureichen, nicht
nachgelebt wurde, ist nicht ersichtlich und auch nicht dargetan, weshalb
es dem Beschwerdeführer nicht möglich gewesen sein sollte, seine/n
Umzüge/Umzug anfangs Juli 2020 weg aus dem möblierten Hotelzimmer
in K._ alleine oder mit Hilfe von Freunden und Bekannten
durchzuführen. Auch in Bezug auf die Umzüge im Februar 2020 weg aus
dem möblierten Hotelzimmer in K._ nach E._ und im April 2020
von F._ nach K._ zurück in dasselbe möblierte Hotelzimmer (vgl.
Bg-act. 12, Verfahren U 20 92) ergibt sich aus den Akten nicht, dass der
Beschwerdeführer dabei auf die Unterstützung eines (Umzugs-
)Unternehmens angewiesen gewesen wäre. Zu beachten ist in diesem
Zusammenhang, dass unterstützte Personen nicht bessergestellt werden
dürfen als nicht unterstützte Personen, die sich den Einsatz eines
(Umzugs-)Unternehmens nicht leisten könnten (vgl. SKOS-Richtlinien, in
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Kraft 2020, Kapitel A.4, A.4-2 und C.1, C.1-1). Für die vom
Beschwerdeführer geltend gemachten Umzugskosten in der Höhe von
CHF 500.-- wurde von Seiten der Beschwerdegegnerin keine
Kostengutsprache erteilt und sie sind nicht rechtsgenüglich ausgewiesen,
weshalb die Beschwerde diesbezüglich abzuweisen ist.
7. Zusammenfassend ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen und die
Dispositivziffer 1 der angefochtenen Verfügung vom 7. Juli 2020
aufzuheben. Die Beschwerdegegnerin ist zu verpflichten, dem
Beschwerdeführer für den Übergangsmonat Juli 2020
Unterstützungsleistungen in der Höhe von insgesamt CHF 1'613.--,
abzüglich eines allfälligen noch vorhandenen Überschusses zur
Doppelzahlung von CHF 1'728.85 durch die Gemeinde F._,
auszurichten. Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf
einzutreten ist.
8.1.1. Im Rechtsmittelverfahren hat in der Regel die unterliegende Partei die
Kosten zu tragen (Art. 73 Abs. 1 VRG). Diese bestehen aus der
Staatsgebühr, den Gebühren für Ausfertigungen und Mitteilungen des
Entscheids und den Barauslagen (Art. 75 Abs. 1 VRG). Die Staatsgebühr
beträgt höchstens CHF 20'000.--; sie richtet sich nach dem Umfang und
der Schwierigkeit der Sache sowie nach dem Interesse und der
wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Kostenpflichtigen (Art. 75 Abs. 2
VRG).
8.1.2. Angesichts des getätigten Aufwands und des vorgegebenen
Kostenrahmens werden die Gerichtskosten vorliegend auf CHF 500.--
festgelegt. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend sind die
Gerichtskosten gestützt auf Art. 73 Abs. 1 VRG anteilsmässig auf die
beiden Parteien aufzuteilen. Dabei scheint der Einzelrichterin
angemessen und gerechtfertigt, die gesamthaft anfallenden
Gerichtskosten zu 1/3 dem nur in einem untergeordneten Punkt
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unterliegenden Beschwerdeführer und zu 2/3 der in der Hauptsache
unterliegenden Beschwerdegegnerin zu überbinden.
8.2.1. Der Beschwerdeführer stellt ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege.
Nach Art. 29 Abs. 3 BV hat jede Person, die nicht über die erforderlichen
Mittel verfügt, Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege, wenn ihr
Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint. In Konkretisierung dieser
Regelung hält Art. 76 Abs. 1 VRG fest, dass einer Partei, die nicht über
die erforderlichen Mittel verfügt, auf Antrag die unentgeltliche
Prozessführung bewilligt werden kann, sofern ihr Rechtsstreit nicht
offensichtlich mutwillig oder von vornherein aussichtslos ist.
8.2.2. Die Bedürftigkeit des Beschwerdeführers ist infolge der ihm im Zeitpunkt
der Beschwerdeerhebung (31. August 2020) von der Wohngemeinde
S._ gewährten sozialhilferechtlichen Unterstützung ausgewiesen
(vgl. Bf-act. 9, betreffend das bundesgerichtliche Verfahren
8C_755/2021). Da die Beschwerdeerhebung überdies nicht offensichtlich
mutwillig oder als von vornherein aussichtslos bezeichnet werden kann,
sind die dem Beschwerdeführer auferlegten Gerichtskosten in Gewährung
der unentgeltlichen Prozessführung (vorläufig) von der Gerichtskasse zu
übernehmen.
8.3. Da der Beschwerdeführer im vorliegenden Beschwerdeverfahren nicht
anwaltlich vertreten war, steht ihm praxisgemäss keine
Parteientschädigung zu. Auch der in ihrem amtlichen Wirkungskreis
teilweise obsiegenden Beschwerdegegnerin wird keine
Parteientschädigung zugesprochen (vgl. Art. 78 Abs. 2 VRG).