Decision ID: 540a76cc-7937-4f97-90a1-28063a248675
Year: 2019
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1968, war seit September 2007 bei
Y._
als Dachdecker angestellt und damit bei der Suva versichert, als
er
sich am
2
9.
Januar
2016 als Beifahrer bei einer Kollision
eine Rückenwirbel- sowie Rippenfraktur
zuzog (Urk.
7/1
).
Nach
getätigten
Abklärungen
verneinte die Suva mit Verfügung vom 3
0.
Januar 2017 einen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 2
9.
Januar 2016 und der diagnostizierten Beinvenenthrombose sowie de
m
beidseitigen Lagerungs
schwindel und den Fussgelenkbeschwerden rechts und lehnte eine Leistungs
pflicht ab
(
Urk.
7/175).
Die vom zuständigen Krankenversic
herer erhobene Ein
sprache (
Urk.
7/189) wurde am 2
4.
Februar 2017 wieder zurückgezogen (
Urk.
7/198
).
Der
Versicherte
erhob
am
6.
Februar 2017
vorsorglich
Einsprache (Urk. 7/183
).
Mit Verfügung vom 1
0.
April 2017 (
Urk.
7/215) sprach die Suva dem Versicherten eine Integritätsentschädigung basierend auf einer Integritätseinbusse von 22.5 % zu.
Der Versicherte erhob dagegen am 1
5.
Mai 2017 vorsorglich Einsprache (
Urk.
7/238).
Mit Mitteilung vom
4.
Mai 2017 (
Urk.
7/226) stellte die Suva n
ach
getätigten
Ab
klärungen
die bis dahin erbrachten
Heilkosten- und Taggeldleistungen
per 1.
Juni 2017 ein.
Mit Verfügung vom 1
2.
Mai 2017 (Urk. 7/232) sprach die Suva dem Versi
cherten mit Wirkung ab dem
1.
Juni 2017 aufgrund einer Erwerbsunfähigkeit von 13 % eine Invalidenrente zu.
Am 3
0.
Mai 2017 erhob der Versicherte Einsprache gegen die Verfügung vom 1
2.
Mai 2017 und machte geltend, er halte an den Einsprachen gegen die Verfü
gungen vom 3
0.
Januar und 1
0.
April 2017 fest (
Urk.
7/245).
Die vom Versicherten erhobenen Einsprachen wies die Suva mit Entscheid vom 2
5.
Januar 2018 (Urk. 7/286 = Urk. 2) ab.
2.
Der
Versicherte erhob am 2
2.
Februar 2018
Beschwerde (Urk. 1) geg
en den
Ein
spracheentscheid
vom 2
5.
Januar 2018
(Urk. 2)
und beantragte, dieser sei aufzu
heben (S. 2
Ziff.
1) und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, die weiteren UVG-Versicherungsleistungen (Taggelder, Übernahme Heilungskosten, Invali
denrente und Integritätsentschädigung) unter Mitberücksichtigung der Beschwer
den am rechten Fussgelenk sowie der Schwindelbeschwerden/Kopfschmerzen auszurichten (S. 2
Ziff.
2),
eventuell sei die Sache zur ergänzenden medizinischen
Beurteilung des natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen den Beschwerden am rechten Fussgelenk sowie de
n
Schwindelbeschwerden/Kopfschmerzen und dem Unfall vom 2
9.
Januar 2016 an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen (S.
2
Ziff.
3).
Mit Beschwerdea
ntwort vom 2
6.
März 2018
(Urk.
6
) beantragte die S
uva
die
A
b
weisung der Beschwerde.
Dies wurde dem Beschwerdeführer am 1
1.
Mai 2018
zur Kenntnis gebracht (Urk.
8
).
Mit Eingabe vom
4.
Juni 2018 (
Urk.
9) reichte der Beschwerdeführer zwei Berichte zu den Akten (
Urk.
10/1-2). Diese wurden der Beschwerdegegnerin am
7.
Juni 2018 zur Kenntnis gebracht (
Urk.
11). Mit Ein
gabe vom 2
2.
Oktober 2018 (
Urk.
12) reichte der Beschwerdeführer einen weite
ren Bericht zu den Akten (
Urk.
13). Dieser wurde der Beschwerdegegnerin am 2
4.
Oktober 2018 zur Kenntnis gebracht (
Urk.
14). Mit Eingabe vom
3.
Dezember 2018 (
Urk.
15) reichte der Beschwerdeführer
erneut
einen weiteren Bericht zu den Akten (
Urk.
16). Dieser wurde der Beschwerdegegnerin am
4.
Dezember 2018 zur Kenntnis gebracht (
Urk.
17).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. November 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung
des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG)
und der Verordnung über die Unfallversicherung
der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV)
in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dem
entsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. Septem
ber 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeit
punkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).
Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am 2
9.
Januar 2016 ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall An
wendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des na
türlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Ent
sprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzu
sammenhangs nicht erforderlich, dass e
in Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das sc
hädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Beding
ungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg
gedacht werden kann, ohn
e dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm ob
liegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Mög
lichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsan
spruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1
.3
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt
im Weiteren
voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausal
zusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adä
quate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Er
folg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 402 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
Bei objektiv ausgewiesenen organischen Unfallfolgen deckt sich die adäquate, das heisst rechtserhebliche Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang prak
tisch keine selbständige Bedeutung (BGE 134 V 109 E. 2.1).
1.4
Nach Gesetz und Rechtsprechung ist der Fall unter Einstellung der vorübergehen
den Leistungen und Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und eine In
tegritätsentschädigung abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen
Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicher
ten Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind (vgl. Art. 19 Abs. 1, Art. 24 Abs. 2 UVG; Urteil des Bundesgerichts 8C_888/2013 vom 2. Mai 2014 E. 4.1, vgl. auch Urteil 8C_639/2014 vom 2. Dezember 2014 E. 3). In diesem Zeitpunkt ist der Un
fallversicherer auch befugt, die Adäquanzfrage zu prüfen (Urteil des Bundesge
richts 8C_377/2013 vom 2. Oktober 2013 E. 7.2 mit Hinweis auf
BGE
134 V 109, vgl. auch Urteil 8C
_
454/2014 vom 2. September 2014 E. 6.3).
Ob eine namhafte Besserung noch möglich ist, bestimmt sich insbesondere nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfä
higkeit, soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist. Die Verwendung des Begrif
fes «namhaft» in Art. 19 Abs. 1 UVG verdeutlicht demnach, dass die durch weitere (zweckmässige) Heilbehandlung im Sinne von Art. 10 Abs. 1 UVG erhoffte Bes
serung ins Gewicht fallen muss. Weder eine weit entfernte Möglichkeit eines positiven Resultats einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch ein von wei
teren Massnahmen – wie etwa einer Badekur – zu erwartender geringfügiger the
rapeutischer Fortschritt verleihen Anspruch auf deren Durchführung. In diesem Zusammenhang muss der Gesundheitszustand der versicherten Person prognos
tisch und nicht aufgrund retrospektiver Feststellungen beurteilt werden (Urteil des Bundesgerichts 8C_888/2013 vom 2. Mai 2014 E. 4.1 mit Hinweisen, insbe
sondere auf BGE 134 V 109 E. 4.3; vgl. auch Urteil 8C_639/2014 vom 2. Dezem
ber 2014 E. 3).
1.5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet so
wie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr be
sonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeu
tung, welche den Arztberichten im
Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gutachterin allerdings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U 356 S. 572; BGE 135 V 465 E. 4.4, 125 V
351 E. 3b/
ee
, 122 V 157 E. 1c; vgl. auch BGE 123 V 331 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging im angefochtenen Entscheid (
Urk.
2) davon aus, es sei unbestritten, dass dem Beschwerdeführer
unfallbedingte Restbeschwerden im Bereich der Wirbelsäule und des linken Kniegelenks verblieben
seien
. Strittig
sei hingegen
, ob auch
die
Fussgelenksbeschwerden rechts,
die
Beinvenenthrombose rechts sowie
der
b
ei
ds
eitige
Lagerungsschwindel unfallkausal seien
(S. 7 unten)
. Dies sei zu verneinen.
Es könne auf die schlüssige und umfassende Einschätzung der Versicherungsmedizinerin
Dr.
Z._
und des Versicherungsmediziners
Dr.
A._
abgestellt werden
(S. 9 f., S. 13 f.)
.
Zudem könne auf die
Zumutbar
keitsbeurteilung des Kreisarztes
Dr.
B._
abgestellt werden
(S.
17 f.)
.
Das Invali
deneinkommen sei mittels Lohnanga
ben aus der Dokumentation von Arbeits
plätz
en (DAP) ermittelt worden
, welche den zu berück
sichtigenden Einschrän
kungen des Beschwerdeführers
Rechnung tragen würden
(S. 18 f.)
.
Schliesslich sei auch die kreisärztliche Beurteilung des Integritätsschadens überzeugend und die Entschädigung korrekt bemessen worden (S. 22 f.).
2.2
Der Beschwerdeführer machte demgegenüber geltend (
Urk.
1),
dass e
ntgegen der Beurteilung der Versicherungsmedizinerin
Dr.
Z._
die Berichte der behan
delnden Ärzte die Unfallkausalität der Beschwerden im rechten Fussgelenk über
zeugend darlegen
würden
,
dies
gelte
insbesondere
für
die
Berichte von
Dr.
C._
von
der Klinik
D._
. Es handle sich
nicht
um eine
blosse «
post
hoc ergo
propter
hoc»-Argumentation.
Die
v
orbestehende Arthrose sei erst durch die unfallbe
dingte Distorsion des Sprunggelenks aktiviert worden
(S.
6 f.)
.
A
uch könne nicht auf
die
Beurteilung durch
den
Versicherungsmediziner
Dr.
A._
betr
effend die
Unfallkausalität der Schwindelbeschwerden und Kopfschmerzen abgestellt wer
den. Es habe beim Unfall höchstwahrscheinlich eine Extrembelastung der
Hals
wirbelsäule
(
HWS
)
oder zumindest ein leichtes Schädelhirntrauma stattgefunden
(S.
9)
.
Vorliegend bestehe seit dem Unfallereignis ein anhaltendes t
ypisches Be
schwerdebild
,
das offensichtlich auf ein Schleudertrauma oder allenfalls eine Hirnerschütterung zurückzuführen sei.
Es sei d
aher
anhand der
entsprechende
n
Adäquanzprüfung
zu prüfen, ob er noch UVG-Leistungen beanspruchen könne (S. 9 unten)
.
Vorliegend sei von einem schweren Unfallereignis auszugehen
und die
Adäquanz sei zu bejahen
(S. 10)
.
2.3
Streitig und zu prüfen ist die Unfallkausalität der Beschwerden am rechten Fuss
gelenk und der Schwindelbeschwerden/Kopfschmerzen.
3.
3.1
Bei einer Frontalkollision mit einem LKW am 2
9.
Januar 2016 erlitt der Be
schwerdeführer eine Fraktur der Brustwirbel sowie der Rippen (
Urk.
7/1).
Die Erst
behandlung erfolgte gleichentags
im
Landeskrankenhaus
E._
zur Abklä
rung und Überwachung (
Urk.
7/2). Es wurden folgende Diagnosen gestellt (S. 1):
-
Brustwirbelkörper (BWK) 11 Fraktur
-
Rippenfraktur
costae
VII bis X links
-
Sternumfraktur
mit kleiner Lungenkontusion
-
retroperitoneales Hämatom und
Auftreibung
des
Musculus
iliopsoas
und
Obturatorius
externus
-
Zwerchfellhochstand rechts
-
z
ystische Läsion der rechten
Scapula
-
Verdacht auf hintere Kreuzbandruptur
Die Ärzte führten aus,
auf Wunsch des Beschwerdeführers werde dieser am
2.
Februar 2016 in das Heimspital
F._
transferiert. Es werde die Durchfüh
rung eines
MRT’s
des linken Kniegelenks empfohlen
(S. 2)
.
3.2
Die Ärzte des Spitals
F._
berichteten am
8.
Februar 2016 (
Urk.
7/27) über die
Hospitalisation
des Beschwerdeführers vom
2.
bis
4.
Februar 201
6.
Sie nann
ten folgende Diagnosen (S. 1):
-
BWK 11 Fraktur
-
Rippenserienfraktur VII bis X links
-
Sternumfraktur
mit kleiner Lungenkontusion
-
retroperitoneales Hämatom und
Auftreibung
des
Musculus
iliopsoas
und
Obturatorius
externus
-
Verdacht auf hintere Kreuzbandruptur
Sie führten aus,
es habe eine Analgesie- sowie Atemtherapie stattgefunden und der Beschwerdeführer habe in gutem Allgemeinzustand entlassen werden können. Zur Untersuchung des linken Knies werde ambulant ein MRI empfohlen
(S. 1)
.
Der Beschwerdeführer sei vom
3.
bis 1
4.
Februar 2016 zu 100
%
arbeitsunfähig (S. 2).
Am 2
9.
Februar 2016 berichteten die Ärzte des Spitals
F._
über die Sprech
stunde vom 2
6.
Februar 2016 (
Urk.
7/29) und führten aus, der Beschwerdeführer
erscheine für eine geplante klinische Kontrolle drei Wochen nach Spitalentlas
sung. Er
berichte
über einen Rückgang der Beschwerden. Persistierend bestehe ein gewisser Drehschwindel in bestimmten Körperpositionen (S. 1).
Am heutigen Tag lasse sich kein grösserer Endstellnystagmus provozieren. Auch Drehbewe
gungen des Kopfes lösten in der Sprechstunde den Schwindel nicht aus. Es be
stehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit vom
3.
Februar bis
1.
April 2016 (S. 2).
3.3
Dr.
med.
G._
, Facharzt für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten, berich
tete am 1
7.
März 2016 (
Urk.
7/31) und nannte als Diagnose einen posttraumati
schen Lagerungsschwindel beidseits. Er führte aus,
seit einem Unfall mit nach Angaben des Beschwerdeführers
commotio
cerebri und Anschlagen des Kopfes bestehe ein lageabhängiger Drehschwindel mit Gangunsicherheit. Die Prognose sei gut. Es würden Repositionsmanöver durchgeführt.
3.4
Am
4.
April 2016 berichteten die Ärzte des Spitals
F._
über die Sprech
stunde vom 3
0.
März 2016 (
Urk.
7/37) und
nannten unter anderem als Diagnosen eine Ruptur des hinteren Kreuzbandes sowie ein
en
proximale
n
Ausriss des Liga
mentum
collaterale
laterale. Sie
führten aus,
es bestehe ein harmonisches, zuneh
mend vollbelastendes Gangbild. Der Kniegelenkserguss links sei deutlich
regredient
(S. 1).
Die radiologische Untersuchung vom 3
0.
März 2016 zeige eine
OSG
-Arthrose mit
ossärer
Ausdehnung am medialen
Malleolus
tibial
und
talar
sowie ein älteres trianguläres Fragment zwischen dem Os
naviculare
und dem Talus. Es bestehe bis auf weiteres eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (S. 2).
3.5
Die Ärzte des Psychiatriezentrums
H._
berichteten am 1
5.
April 2016 (
Urk.
7/54) und
nannten folgende Diagnosen (S. 1):
-
Anpassungsstörungen, kurze depressive Reaktion (ICD-10 F43.20)
-
Differentialdiagnose: leichte depressive Episode (ICD-10 F32.0)
Sie führten aus,
der Beschwerdeführer stelle sich vor, weil er seit dem Unfall viel grüble und sich niedergeschlagen fühle (S. 1). Dem Beschwerdeführer werde eine störungsspezifische, psychotherapeutische Behandlung in niederfrequenteren Ab
ständen empfohlen (S. 2).
3.6
Dr.
med.
I._
, Facharzt für
Angiologie
, berichtete am 1
9.
April 2016 (
Urk.
7/51) über die phlebologische Untersuchung des Beschwerdeführers und führte aus, eine
Phlebothrombose
habe sich bisher nicht manifestiert und für eine hereditäre
Thrombophilie
ergäben sich keine Hinweise (S. 1). Bei der heutigen
duplexsonographischen
Untersuchung bestätige sich der Verdacht einer frischen 1-Etagen-Beinvenenthrombose rechts der
Vena
saphena
magna am Unterschen
kel. Ätiologisch sei die
Phlebothrombose
mit der
traumabedingten
Immobilisation
nach dem Unfall erklärt. Die doch ausgeprägte Unterschenkelschwellung rechts bleibe jedoch unklar (S. 2).
3.7
Am
4.
Mai 2016 berichteten die Ärzte des Spitals
F._
über die
gleichentags stattgefundene
Sprechstunde
(
Urk.
7/50) und nannten unter anderem als Diagnose eine 1-Etagen Beinvenenthrombose der
Vena
tibialis
posterior
rechts (Erstdiagnose 1
8.
April 2016). Sie führten aus, die
angiologische
Untersuchung habe die Beinvenenthrombose bestätigt. Entsprechend sei die Installation einer oralen Antikoagulation erfolgt. Das Knie links sei weiterhin grösstenteils mit dem artikulierten
Brace
unterstützt. Der Beschwerdeführer
berichte
über ein inter
mittierendes Knacken und ein subjektives Instabilitätsgefühl. Es bestehe ein voll
belastendes, harmonisches Gangbild (S. 1).
3.8
Dr.
med.
J._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,
Konsi
liarpsychiater
der Beschwerdegegnerin, nahm am 2
6.
Mai 2016 Stellung (
Urk.
7/58) und führte aus, die Beurteilung des Psychiatriezentrums
H._
sei im Wesentlichen nachvollziehbar. Ohne den Unfall wäre es mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit nicht auf diese Weise und in dieser Zeit zu den aktuell bestehenden psychischen Beeinträchtigungen gekommen. Deshalb sei eine natür
liche Teilkausalität
aus psychiatrischer Sicht mit überwiegender Wahrscheinlich
keit zu bejahen (S.
4
).
Eine ambulante psychiatrische Therapie sei als sinnvoll zu beurteilen. Für eine teilstationäre Therapie bestehe keine genügende Indikation. Der Beschwerdeführer sei sozial gut integriert, könne sich offenbar zu Hause gut beschäftigen, sei in psychiatrischer Hinsicht nicht vorbelastet und er leide nur unter einer höchstens leichten depressiven Symptomatik (S.
5
).
3.9
Die Ärzte der Universitätsklinik
D._
berichteten am 2
0.
Juni 2016 (
Urk.
7/78) über die Knie-Sprechstunde vom 1
6.
Juni 2016 und führten aus, der Beschwer
deführer habe sich anlässlich des Unfalls vom 2
9.
Januar 2016 eine komplexe Knieverletzung links mit Ruptur des hinteren Kreuzbandes,
posterolateral
Corner-Verletzung und
Chondromalazie
Grad IV der medialen
Patellafacette
zugezogen
(S. 1)
.
Unter konservativer Therapie habe keine stabile Situation erreicht werden können, weshalb dem Beschwerdeführer eine operative Versorgung nahegelegt werde
(S. 3)
.
3.10
Mit Operationsbericht vom 1
5.
August 2016 (
Urk.
7/109) berichteten die Ärzte der Universitätsklinik
D._
über die
arthroskopisch
-assistierte hintere Kreuz
band-Rekonstruktion am linken Knie.
Mit Austrittsbericht vom 1
9.
August 2016 (
Urk.
7/108) berichteten die Ärzte der Universitätsklinik
D._
über die
Hospitalisation
des Beschwerdeführers vom 1
5.
bis 1
9.
August 2016 und
nannten neben den bekannten Diagnosen neu eine
osteochondrale
Läsion der medialen
Talusschulter
, Erstdiagnose 1
0.
August 2016
(S. 1
Ziff.
6).
Sie
führten aus, es liege ein komplikationsloser postoperativer Ver
lauf vor. Der Beschwerdeführer klage postoperativ über verschwommenes Sehen, Kopfschmerzen sowie
ungerichteten
Schwindel. Diese Beschwerden würden seit dem Unfall bestehen und hätten postoperativ
aggraviert
. Klinisch habe der Be
schwerdeführer grobkursorisch keine neurologischen Auffälligkeiten der Hirnner
ven oder der oberen Extremitäten gezeigt.
Es sei ein neurologisches Konsilium zum Ausschluss einer neurologischen Erkrankung erfolgt. Dabei sei der Verdacht eines postoperativ
aggravierten
Lagerungsschwindels gestellt worden. Beim Aus
tritt herrsche ein guter Allgemeinzustand, eine intakte Neurologie im Operations
gebiet und reizlose Wundverhältnisse (S. 2).
3.11
Dr.
G._
berichtete am 1
1.
November 2016 (
Urk.
7/136) und führte aus, bis zum 2
2.
März 2016 seien Repositionsmanöver durchgeführt worden. Anlässlich der letzten Kontrolle hätten noch ganz geringe Schwindelsensationen ohne
Nystagmusäquivalente
bestanden. Eine Kontrolluntersuchung sei in vier Wochen bei anhaltenden Beschwerden vereinbart worden. Eine entsprechende Kontrolle habe nicht mehr stattgefunden. Der Beschwerdeführer habe sich nicht mehr ge
meldet. Die Prognose sei gut. Vom 3
0.
Januar bis 2
0.
März 2016 habe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden.
Ab dem 2
1.
März 2016 bestehe eine 100%ige Arbeitsfähigkeit.
3.12
Prof.
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie, Kreisarzt der Be
schwerdegegnerin, nahm am 2
3.
November 2016 eine Aktenbeurteilung v
or (
Urk.
7/132) und führte aus, die Thrombose des rechten Beins sei nach Kenntnis dieses Schadenfalls und der zugrunde gelegten Verletzungen nur mit der mögli
chen Wahrscheinlichkeit auf das Unfallereignis vom 2
9.
Januar 2016 zurückzu
führen. Das Unfallereignis habe das linke Kniegelenk
betroffen, ausserdem bestünden eine erhebliche Adipositas und ein Nikotinabusus als konkurrierende Er
krankungen und bezüglich der Entstehung der Thrombose bestehe kein zeitlicher Zusammenhang. In den Anfangsberichten des Spitals
E._
und den Berich
ten des Spitals
F._
werde keine
commotio
cerebri dokumentiert. Daher sei ein posttraumatischer Lagerungsschwindel nicht nachvollziehbar. Bei der Be
handlung des rechten OSG handle es sich eher nicht mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit um Folgen des Unfalles vom 2
9.
Januar 201
6.
Es seien jedoch einige Vorschäden im Schadenfallkontext vorhanden. Es lasse sich noch nicht fundiert beurteilen, wann mit einem Endzustand gerechnet werden könne.
3.13
Pract
. med.
K._
, praktischer Arzt,
berichtete am 1
5.
Dezember 2016 (
Urk.
7/158)
, nannte die bekannten Diagnosen und führte aus, der Beschwerde
führer befinde sich seit September 2015 in seiner hausärztlichen Behandlung
(S.
1)
. Seit dem Unfall sei der Beschwerdeführer zu 100
%
arbeitsunfähig.
Bezüglich seiner Profession werde der Beschwerdeführer bleibende Nachteile zu erwarten haben. Eine Umschulung oder berufliche Umorientierung sei anzuraten und zwin
gend erforderlich (S. 3).
3.14
Konsiliarpsychiater
Dr.
J._
nahm am 2
0.
Dezember 2016 Stellung (
Urk.
7/156) und führte aus, die Stellungnahme vom 2
6.
Mai 2016 habe grund
sätzlich weiterhin Gültigkeit. Aus psychiatrischer Sicht sei es nachvollziehbar, dass der Beschwerdeführer unter protrahiert verlaufenden psychischen Beschwer
den leide. Aus somatischer Sicht sei er auch knapp ein Jahr nach dem Unfaller
eignis in seiner angestammten Tätigkeit als Dachdecker voll arbeitsunfähig, und dies wahrscheinlich definitiv. Der somatische Verlauf sei lang und insgesamt psy
chisch belastend. Unter anderem seien die Schwindelbeschwerden gemäss den Behandlern funktioneller Natur. Somit würden auch diesbezüglich psychische Zu
sammenhänge eine wesentliche Rolle spielen (S. 4). Ein natürlicher, teilkausaler Zusammenhang zwischen dem Unfall vom 2
9.
Januar 2016 und den protrahiert verlaufenden psychischen Beschwerden sei weiterhin mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit zu bejahen
(S. 5)
.
3.15
Kreisarzt
Prof
.
B._
nahm am 2
6.
Januar 2017 eine
erneute
Aktenb
eurteilung vor (
Urk.
7/174) und
führte aus, in den medizinischen Berichten könnten bezüglich eines beidseitigen Lagerungsschwindels, von Beschwerden am rechten OSG und einer Thrombose des rechten Beins keinerlei Hinweise entnommen werden. Auch die subjektiven Angaben des Beschwerdeführers im Zeitraum zum Unfallereignis und danach liessen derartige medizinische Probleme nicht erkennen (S. 1). Wäh
rend einer Untersuchung vom 3
0.
März 2016
im
Spital
F._
sei
eine radio
logische Beurteilung des rechten Sprunggelenks in zwei Ebenen
erfolgt
, in der degenerative Veränderungen des oberen Sprunggelenks dokumentiert würden. Hinweise auf rechtsseitige OSG-Beschwerden könnten dem Bericht nicht entnom
men werden. Der
Angiologe
habe keine kausale Verbindung zwischen der Throm
bose des rechten Beines und dem Unfallereignis postuliert.
Somit sei auch aus kreisärztlicher Sicht keine der oben vertretenen Diagnosen mit der überwiegen
den Wahrscheinlichkeit in kausalen Zusammenhang zum Unfallereignis zu brin
gen. Es fehle bezüglich einer Anerkennung bereits der zeitliche Zusammenhang. Darüber hinaus seien die Angaben widersprüchlich. Laut den zeitnahen Berichten zum Unfallereignis habe der Beschwerdeführer keine
commotio
cerebri, keinen Kopfanprall erlitten. Allfällige Beschwerden im rechten Sprunggelenk könnten ebenso gut von der bereits zum Unfallz
eitpunkt nachgewiesenen erhebl
ichen OSG-Arthrose stammen.
Bezüglich der Thrombose sei festzustellen, dass der Be
schwerdeführer langjähriger Raucher sei. Ferner wäre eine unfallbedingte Throm
bose im Anschluss an das Unfallereignis eher am verletzten linken Bein zu er
warten gewesen.
Unter Wertung aller medizinischen
Fakten bestehe bezüglich der obengenannten Diagnosen nur eine mögliche Wahrscheinlichkeit eines kausalen Zusammenhangs zum Unfallereignis vom 2
9.
Januar 2016 (S. 2).
3.16
Dr.
med.
C._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, Leiter Fusschirurgie
Universitätsklinik
D._
,
berich
tete am 2
1.
Februar 2017 (
Urk.
7/192) über die ambulante Fuss-Sprechstunde
vom 1
6.
Februar 2017
und führte aus, es sei davon auszugehen, dass eine leichte vorbestehende Degeneration im oberen Sprunggelenk, wie in der konventionellen Bildgebung vom 3
0.
März 2016 bereits ersichtlich sei, durch die Überbelastung aufgrund der schweren Verletzung der Gegenseite nun symptomatisch geworden sei.
Ebenso sehe man im Verlauf eine leichte Zunahme der ventralen
Osteophyten
sowie
MR
-tomographisch
eine
osteochondrale
Läsion der medialen
Talusschulter
.
Es sei zu einer Aktivierung der
präarthrotischen
Veränderungen im Bereich des rechten OSGs posttraumatisch gekommen. Aufgrund der Überbelastung der rech
ten unteren Extremität sei es zu einer Zunahme und Aktivierung der degenerati
ven Beschwerden im Bereich des rechten oberen Sprunggelenks gekommen. Somit wäre ein kausaler Unfallzusammenhang herzustellen (S. 2).
3.17
Kreisarzt
Prof
.
B._
berichtete am
6.
April 2017 (
Urk.
7/213) über die kreisärztli
che Untersuchung des Beschwerdeführers vom
5.
April 2017 und
nannte folgende Diagnosen (S. 6):
-
mässiggradig
ausgeprägte Belastungsintoleranz der Brust-/Lendenwirbel
säule sowie des linken Kniegelenks
-
bei Zustand nach konservativ behandelter BWK11-Fraktur, Rippen
frakturen 7-10 links,
Sternumfraktur
sowie
-
Zustand nach
arthroskopischer
hinterer Kreuzbandrekonstruktion links, Hybrid-Fixation sowie mediale
Teilmeniskektomie
im
Hinterhorn
und
Knorpeldébridement
des medialen
Femurkondylus
wegen komple
xer Knieverletzung links vom 2
9.
Januar 2016, Operation vom 1
5.
August 2016
Er führte aus,
es zeige sich eine geringe Bewegungseinschränkung der Wirbel
säule ohne
radikuläre
Schmerzsymptomatik und ohne neurologische Defizite
. Am linken Kniegelenk bestehe
ebenfalls eine geringe Bewegungseinschränkung mit vermehrt auslösbare
r
hinterer Schublade im Seitenvergleich.
Nach Kenntnis der medizinischen Berichte hätten sich die Funktionseinschränkungen der Wirbel
säule wie auch des linken Kniegelenks im Vergleich zur heutigen Untersuchung nicht mehr relevant verändert, so dass vom medizinischen Endzustand auszuge
hen sei.
Dem Beschwerdeführer sei unfallbedingt die angestammte Tätigkeit als Dachdecker nicht mehr zumutbar. Auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt seien leichte bis mittelschwere Arbeiten ganztags möglich. Arbeiten, die ausschliesslich im Stehen und Gehen erfolgten wie auch Arbeiten überwiegend in unebenem
Gelände, auch häufiges Knien und Hocken
,
seien aus dem Tätigkeitsprofil auszu
schliessen.
Weitere Therapiemassnahmen seien nicht mehr erforderlich, da hier
von keine wesentliche Besserung zu erwarten sei (S. 6).
In Bezug auf den Integritätsschaden führte Kreisarzt
Prof
.
B._
aus (
Urk.
7/214), dass bezüglich der Brustwirbelsäule von mässigen Beanspruchungsschmerzen, in Ruhe selten oder keine, mit guter und rascher Erholung ausgegangen werde. Die in den bildgebenden Befunden gemessene Abweichung durch die BWK-Fraktur werde zwischen 10-20° eingeschätzt. Somit wäre eine Integritätsentschädigung von 7.5
%
anzusetzen.
Bezüglich des linken Kniegelenks zeigten sich erhebliche degenerative Veränderungen im Sinne einer
Pangonarthrose
, die zum Teil bereits vor dem Unfallereignis vom 2
9.
Januar 2016 bestanden hätten. Eine mässige
Pangonarthrose
werde in der Feinrastertabelle 5 zwischen 10-30° eingeschätzt. Im konkreten Fall sei von einer
mässiggradig
ausgeprägten Gonarthrose auszu
gehen, die mit einer Integritätsentschädigung von 20
%
eingeschätzt werde, da
von abzuziehen seien 5
%
als Vorzustand, somit verblieben 15
%
für das linke Kniegelenk. Insgesamt ergebe es somit eine Integritätsentschädigung von 22.5
%
.
3.18
Konsiliarpsychiater
Dr.
J._
nahm am
3.
Mai 2017 Stellung (
Urk.
7/224)
und
führte aus, die zeitlichen Kriterien (ein Monat) für eine kurze depressive Reaktion (ICD-10 F43.20) seien mittlerweile deutlich überschritten, weshalb nun eine län
gere depressive Reaktion (ICD-10 F43.21) zu diagnostizieren sei, mit der Diffe
rentialdiagnose einer leichten depressiven Episode (ICD-10 F32.0). Sowohl eine Anpassungsstörung als auch eine leichte depressive Episode stellten leichte psy
chische Störungen dar, welche überwiegend wahrscheinlich nicht zu einer Beein
trächtigung der beruflichen Zumutbarkeit führten (S. 9 f.). Die Ärzte des Psychiatriezentrums
H
._
hätten am 1
5.
April 2016 keine psychischen Auffäl
ligkeiten geschildert, welche zu einer erheblichen Verminderung der Arbeitsfä
higkeit in der angestammten Tätigkeit als Dachdecker führen würden. Insbeson
dere seien die Konzentrationsfähigkeit und der Antrieb aus der Sicht des Unter
suchers praktisch unauffällig gewesen.
Es lägen keine Hinweise darauf vor, dass es im weiteren Verlauf bis Dezember 2016 zu einer erheblichen psychischen Ver
schlechterung gekommen sei. Überwiegend wahrscheinlich sei dies auch nach Dezember 2016 nicht der Fall gewesen. Es liege sehr wahrscheinlich keine psy
chiatrische Komorbidität vor. Der Beschwerdeführer sei bis zum zu beurteilenden Unfallereignis psychiatrisch unauffällig gewesen. Er verfüge über gute Ressour
cen im kognitiven, emotionalen und sozialen Bereich. Anpassungsstörungen und leichte depressive Episoden hätten grundsätzlich eine gute Prognose, insbeson
dere unter derart günstigen Voraussetzungen
(S. 10)
.
3.19
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Neurologie, Versicherungsmedizin der Be
schwerdegegnerin, nahm am 2
0.
Oktober 2017 Stellung (
Urk.
7/270) und führte aus,
aus der Dokumentation ergebe sich, dass der Beschwerdeführer kein direktes Kopftrauma erlitten habe. In relativ engem zeitlichem Zusammenhang sei ein Drehschwindel dokumentiert, welcher ORL-fachärztlich als Lagerungsschwindel links interpretiert worden sei, ohne dass diese Diagnose anhand vorgelegter Un
tersuchungsbefunde nachvollziehbar sei. Aus dem Kontext heraus ergebe sich aber, dass
Dr.
G._
wiederholt entsprechende Lagerungsproben und –
manöver
durchgeführt habe. Auch spreche die rasche Besserung der Beschwerdesympto
matik unter diesen Repositionsmanövern für die Diagnose eines Lagerungs
schwindels. Am 2
2.
März 2016 sei kein lagerungsabhängiger Nystagmus mehr auszulösen gewesen, und der Beschwerdeführer habe am 2
1.
Juni 2016 davon gesprochen, dass er keinen eigentlichen Schwindel mehr habe.
Wenn man zu
gunsten des Beschwerdeführers einen überwiegend wahrscheinlichen Kausalzu
sammenhang zwischen der nach dem Unfall aufgetretenen Schwindelsymptoma
tik und dem Unfallereignis vom 2
9.
Januar 2016 annehme, so wäre spätestens am 2
1.
Juni 2016 ein
status
quo sine erreicht gewesen (S. 6 oben).
Was die Exazerbation der Schwindelbeschwerden seit August 2016 betreffe, so sei hier festzuhalten, dass die Symptomatik vom Beschwerdeführer uneinheitlich geschil
dert worden sei. Nach der Knieoperation habe der Beschwerdeführer über
unge
richteten
Schwindel geklagt, im weiteren Verlauf dann über anhaltenden, beim Aufstehen verstärkten Drehschwindel. Bereits die beklagten Beschwerden seien für einen benignen paroxysmalen Lagerungsschwindel nicht typisch. Auch seien von den Neurologen der Universitätsklinik
D._
keine entsprechenden Befunde beschrieben. Da man davon ausgehe, dass der benigne paroxysmale Lage
rungsschwindel durch spontane oder traumatische Ablösung intakter oder dege
nerierter
Otokonien
aus dem im Innenohr
gelegenen
Utriculus
des Gleichge
wichtsorgans hervorgerufen werde, wäre ein allfälliges Rezidiv des Lagerungs
schwindels ab August 2016 – nach zwischenzeitlicher Beschwerdefreiheit – nicht mehr überwiegend wahrscheinlich, sondern nur noch allenfalls möglicherweise als Unfallfolge anzusehen
(S. 6 Mitte
und S. 7
)
.
Ein Kausalzusammenhang zwischen der im Februar 2016 erstmals dokumentier
ten Drehschwindelsymptomatik und dem Unfallereignis vom 2
9.
Januar 2016 sei überwiegend wahrscheinlich. Es sei diesbezüglich aber spätestens am 2
1.
Juni 2016 ein
status
quo sine erreicht gewesen
. Das Zumutbarkeitsprofil sowie die Beurteilung des Integritätsschadens durch Kreisarzt
Dr.
B._
sei weiterhin gültig
(S. 6 unten
und S. 7
)
.
3.20
Dr.
med.
Z._
, Fachärztin für Chirurgie
, speziell Gefässchirurgie, Versicherungsmedizin der Beschwerdegegnerin, nahm am 1
0.
Januar 2018 Stel
lung (
Urk.
7/285) und führte aus,
dass weder im Entlassungsbericht des Landes
krankenhauses
E._
noch im Austrittsbericht des Spitals
F._
noch im Sprechstundenbericht vom 2
0.
Februar 2016, also innert
des ersten Monats
nach dem Unfall
,
keinerlei Beschwerden oder Untersuchungsbefunde des oberen Sprunggelenkes rechts dokumentiert worden seien. Auch in der ersten Verord
nung zur Physiotherapie werde unter Diagnose keine Pathologie im Bereich des rechten OSG aufgelistet. Im Bericht des Aussendienstes vom 1
9.
Oktober 2016, also rund neun Monate nach dem Unfall, werde durch den Beschwerdeführer dargelegt, dass belastungsabhängige Beschwerden am rechten Fuss seit dem Un
fall bestünden. Trotz mehrmaliger Erwähnung sei man nie darauf eingegangen. Dass geklagte Beschwerden, wie vom Beschwerdeführer geltend gemacht, von zwei verschiedenen Kliniken, einem behandelnden Chirurgen und dem behan
delnden Hausarzt unabhängig voneinander nie dokumentiert würden, sei nicht nachvollziehbar (S. 7).
Im Sprechstundenbericht vom 3
0.
März 2016, also rund zwei Monate nach dem Unfall, werde erstmals, ohne Beschwerden im Bereich des oberen Sprunggelenks rechts zu erwähnen oder einen Untersuchungsbefund fest
zuhalten, ein aktueller Röntgenbefund des oberen Sprunggelenks rechts, in wel
chem eine OSG-Arthrose sowie ein älteres trianguläres
ossäres
Fragment beschrieben werde, dokumentiert
.
Anlässlich der Untersuchung in der Universitäts
klinik
D._
vom 1
6.
Juni 2016, also ein knappes halbes Jahr nach dem Ereig
nis, werde neben der komplexe
n
Knieverletzung links erstmals auch eine Patho
logie am rechten OSG diagnostiziert
(S. 8 oben)
.
Osteochondrale
Läsionen, wie vorliegend bildgebend dargestellt, könnten Folgen eines Unfalles sein. Dass sich aber bereits zwei Monate nach dem Unfall vom 2
9.
Januar 2016 unfallbedingt eine Aufhellungszone bei
osteochondraler
Läsion an der medialen
Talusschulter
sowie auch
osteophytäre
degenerative Veränderungen am
Malleolus
medialis
und korrespondierend am Talus entwickelt haben sollten, sei nicht überwiegend wahr
scheinlich. Die Entwicklung einer Arthrose brauche Jahre. Ebenso zeige sich be
reits in den Röntgenbildern vom 3
0.
März 2016 eine Randsklerose. Dass sich diese innert zwei Monaten entwickelt habe, und somit auf das Ereignis vom 2
9.
Januar 2016 zurückgeführt werden könne, sei nicht überwiegend wahrscheinlich
(S. 9 oben)
.
Auch liessen sich weder klinisch noch radiologisch Hinweise für eine Aktivierung der Arthrose, wie im Sprechstundenbericht der Universitätsklinik
D._
vom 2
1.
Februar 2017 dargelegt, erkennen. Es bestehe weder im Rönt
genbild eine wesentliche Schwellung noch werde eine Schwellung im Bereich des rechten OSG in den vorliegenden klinischen Befunden beschrieben.
Auch werde nie eine
Überwärmung des rechten OSG festgestellt. Zudem wäre eine Aktivierung einer vorbestehenden Arthrose unter Vollbelastung, welche vorliegend ab dem Unfall vom 2
9.
Januar 2016 bestanden habe, bereits innert Wochenfrist und nicht erst nach zwei Monaten aufgetreten (S. 9 Mitte).
In Zusammenschau stünden,
aufgrund des Verlaufs der Symptomatik sowie der dokumentierten radiologi
schen, klinische
n
und intraoperativen Befunde, die geklagten Beschwerden am rechten OSG nicht überwiegend wahrscheinlich mit dem Unfallereignis vom 2
0.
Januar 2016 in kausalem Zusammenhang
(S. 10 oben)
.
Der Beschwerdeführer sei bereits fünf Tage nach dem Unfall vom 2
9.
Januar 2016 nicht mehr hospitalisiert gewesen. Bei ihm sei die tiefe Beinvenenthrombose am rechten Bein mehr als zweieinhalb Monate später festgestellt worden. Durch die dokumentierte Entlastung der linken unteren Extremität könne davon ausgegan
gen werden, dass das rechte Bein voll belastet und die Muskelpumpe, welche gegen die Entstehung einer tiefen Beinvenenthrombose wirke, aktiviert worden sei. Die von
Dr.
I._
am 1
9.
April 2016 postulierte traumatisch bedingte Im
mobilisation treffe somit auf das linke, nicht aber auf das rechte Bein zu.
In Zu
sammenschau der Lokalisation der Thrombose am Unterschenkel, der fehlenden Immobilisation des rechten Beines wie auch ohne stattgehabten grösseren opera
tiven Eingriff oder einer Fraktur im Bereich der unteren Extremitäten, stehe die Thrombose im Bereich des rechten Unterschenkels mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit nicht in kausalem Zusammenhang mit dem Unfall vom 2
9.
Januar 2016 (S. 11).
Zusammenfassend stünden weder die geklagten Beschwerden am rechten OSG noch die Beinvenenthrombose am rechten Unterschenkel mit überwiegender Wahrscheinlichkeit mit dem Unfallereignis vom 2
9.
Januar 2016 in kausalem Zu
sammenhang (S. 11 unten).
4.
4.1
Aus den medizinischen Akten ergibt sich, dass
sich
der Beschwerdeführer anläss
lich des Ereignisses vom 2
9.
Januar 2016, als er als Beifahrer eine Kollision mit einem LKW erlitt,
im Wesentlichen eine Fraktur des BWK 11, eine Rippenfraktur VII bis X links, eine
Sternumfraktur
mit kleiner Lungenkontusion sowie eine hin
tere Kreuzbandruptur zuzog (vgl. vorstehend E. 3.1).
D
ie gesetzlichen Lei
s
tungen wurden
in Bezug auf die genannten Diagnosen
von
der Beschwerdegegnerin bis zum
1.
Jun
i 2017
erbracht (
Urk.
7/226)
, wobei die Beschwerdegegnerin einen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 2
9.
Januar 2016 und der diagnostizierten Beinvenenthrombose sowie des beidseitigen Lagerungsschwin
dels und den Fussgelenkbeschwerden rechts verneinte und eine diesbezügliche
Leistungspflicht ablehnte (vgl.
Urk.
7/175).
Eine eigentliche Abschlussunter
su
chung fand nicht statt.
4.2
Die Würdigung der medizinischen Akten ergibt, dass die
versicherungsmedizini
sche
Beurteilun
g durch
Dr.
Z._
(vgl. vorstehend E. 3.
20
) für die Beantwor
tung der gestellten Frage
betreffend das rechte OSG
umfassend ist. Die Beurtei
lung berück
sich
tig
t
die medizinischen
Vorakten
ebenso wie die geklagten Beschwer
den des Be
schwerdeführers. Die Darlegung der medizinischen Befunde so
wie deren Beurtei
lung leuchten ein und die Schlussfolgerungen sind nach
voll
ziehbar begründet. So machte
die
Suva-
Ä
rzt
in
Dr.
Z._
darauf aufmerksam, dass
innert
dem ersten Monat
nach dem Unfall weder Beschwerden noch Unter
suchungsbefunde am OSG rechts dokumentiert seien. Sie legte plausibel dar,
es sei nicht nachvollziehbar, dass die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden von zwei verschiedenen Kliniken, einem behandelnden Chirurgen sowie dem Hausarzt unabhängig voneinander nie dokumentiert worden seien.
Dr.
Z._
zeigte in nachvollziehbarer Weise auf,
dass erst anlässlich der Untersuchung vo
m
Juni 2016 neben der komplexen Knieverletzung links erstmals auch eine Patho
logie am rechten OSG diagnostiziert worden
sei
, wobei sich das Beschwerdebild erst nach dieser Untersuchung zu belastungsabhängigen Schwellungen, Schmer
zen und eingeschränktem Bewegungsumfang im rechten OSG verändert
habe
.
Einleuchtend ist in diesem Zusammenhang die Argumentation der Suva-Ärztin, es sei nicht überwiegend wahrscheinlich, dass sich bereits zwei Monate nach dem Unfall vom 2
9.
Januar 2016 unfallbedingt eine Aufhellungszone bei
osteo
chondraler
Läsion an der medialen
Talusschulter
sowie auch
osteophytäre
dege
nerative Veränderungen entwickelt haben sollten.
Weiter nahm
Dr.
Z._
ausdrücklich Stellung zu der von den Ärzten der Universitätsklinik
D._
postu
lierten Aktivierung der Arthrose und führte nachvollziehbar aus, dass es für eine solche weder klinische noch radiologische H
inweise gebe. Diesbezüglich bleibt anzumerken, dass
d
ie
Argumentation des Beschwerdeführers nach der Formel
«
post
hoc ergo
propter
hoc
»
, nach deren Bedeutung eine gesundheitliche Schädi
gung schon dann als durch den Unfall verursacht gilt, weil sie nach diesem aufgetreten ist, beweisrechtlich nicht zulässig
ist
und zum
Nach
weis der Unfallkau
salität
nic
ht zu genügen vermag (BGE 119 V 335 E.
2b/
bb
, Urteil des Bundesge
richts 8
C_332/2013 vom 25. Juli 2013 E.
5.1).
Die
Beur
teilung
der
Versicherungsmediziner
in
leuchtet somit in der Darlegung der medizini
schen Zusammenhänge ein und die vorgenommenen Schlussfolge
rungen werden aus
führ
lich begründet.
Die
ärztliche Beurteilung durch die
Ver
si
cherungsmediziner
in
ent
spr
icht
damit den von der Rechtsprechung kon
kre
tisierten Anforderungen (vgl.
E. 1.5)
vollum
fänglich, so dass für die
Ent
scheidfindung
da
rauf abgestellt werden kann.
4.3
Betreffend
die
Schwindelbeschwerden/Kopfschmerzen
hielt Kreisarzt
Prof
.
B._
fest, dass die zum Unfallereignis zeitnahen medizinischen Berichte keine
commotio
cerebri und keinen Kopfanprall dokumentierten (vgl. vorstehend E.
3.15)
.
Auch der Suva-Arzt
Dr.
A._
machte in seiner Beurteilung (vgl. vorste
hend E. 3.19) darauf aufmerksam,
das erstbehandelnde Landeskrankenhaus
E._
habe berichtet, der Beschwerdeführer sei neurologisch immer unauffäl
lig gewesen und eine Einschränkung des Bewusstseins habe nicht vorgelegen.
Dr.
A._
legte plausibel dar,
dass sich aus der Dokumentation ergebe
, dass der Beschwerdeführer kein direktes Kopftrauma erlitten habe
. Es sei i
n relativ engem zeitlichem Zusammenhang ein Drehschwindel dokumentiert worden
,
welcher fachärztlich als Lagerungsschwindel links interpretiert worden sei.
Die rasche Besserung der Beschwerdesymptomatik unter den von
Dr.
G._
durchgeführten Repositionsmanövern spreche ebenfalls für die Diagnose eines Lagerungsschwin
dels. Am 2
2.
März 2016 sei zudem kein lagerungsabhängiger Nystagmus mehr auslösbar gewesen und der Beschwerdeführer habe am 2
1.
Juni 2016 davon be
richtet, keinen eigentlichen Schwindel mehr zu verspüren. Suva-Arzt
Dr.
A._
führte sodann unter Berücksichtigung der
medizinischen
Vorakten
sowie der
ge
klagten Beschwer
den des Be
schwerdeführers
in nachvollziehbarer Weise aus, dass
bei
– zugunsten des Beschwerdeführers
getroffener
-
Annahme eines überwie
gend wahrscheinlichen Kausalzusammenhanges zwischen der nach dem Unfall aufgetretenen
Schwindelsymptomatik und dem Unfallereignis vom 2
9.
Januar 2016 zumindest spätestens am 2
1.
Juni 2016 der
status
quo sine erreicht gewesen sei.
Die Darlegung der medizinischen Befunde sowie deren Beurtei
lung leuchten ein und die Schlussfolgerungen sind nach
vollziehbar begründet.
So machte Suva-Arzt
Dr.
A._
darauf aufmerksam, dass die Exazerbation der Schwindelbe
schwerden seit August 2016 vom Beschwerdeführer uneinheitlich geschildert werde und auch von den Neurologen der Universitätsklinik
D._
keine ent
sprechenden Befunde beschrieben worden seien.
Er legte schliesslich plausibel dar, dass ein allfälliges Rezidiv des Lagerungsschwindels ab August 2016 nach zwischenzeitlicher Beschwerdefreiheit nicht mehr überwiegend wahrscheinlich, sondern nur möglicherweise
als Unfallfolge anzusehen wäre. Auch diese
Beurtei
lung des Versicherungsmediziners leuchtet in der Darlegung der medizini
schen Zusammenhänge ein und die vorgenommenen Schlussfolge
rungen werden aus
führ
lich begründet.
Die ärztliche Beurteilung durch den
Ver
sicherungsmediziner ent
spr
icht
damit
ebenfalls
den von der Rechtsprechung kon
kre
tisierten Anforde
rungen (vgl. E. 1.5) vollum
fänglich, so dass für die
Ent
scheidfindung
darauf ab
gestellt werden kann.
4.4
Z
usammenfassend ist festzuhalten, dass auf die überzeugende
n
, nachvollziehba
re
n
und ausführ
lich begründete
n
Einschätzung
en
de
r
Versicherungsmediziner
abzu
stel
len und demnach
ein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen den OSG-Beschwerden rechts und dem Unfallereignis vom 2
9.
Januar 2016 nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit gegeben ist. Auch
betreffend des
beim Beschwerdeführer festgestellten Lagerungsschwindel
s
ist das Vorliegen einer Un
fallkausalität nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen, zumal beim Ereignis vom 2
9.
Januar 2016 kein direktes Kopftrauma
stattgefunden hat
.
S
elbst wenn
jedoch
ein anfänglicher Kausalzusammenhang bejaht würde, wäre diesbezüglich der
status
quo sine spätestens am 2
1.
Juni 2016 erreicht gewesen.
Die vorliegen
den medizinischen Akten
erweisen sich als ausreichend, weshalb auf weitere Abklärungen verzichtet wer
den kann.
Die vom Beschwerdeführer geklagten
Beschwerden
am rechten
OSG sowie die Schwindelbeschwerden
sind mit überwiegen
der Wahrscheinlichkeit im Zeitpunkt des Fallabschlusses durch die Beschwer
degegnerin per
1
. Ju
n
i 2017 als nicht natürlich-kausal zum Unfall
geschehen vom
29.
Januar
2016 zu werten.
Die Vernei
nung des Anspruchs auf die Vergütung wei
te
rer Leistungen erweist sich
daher
als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.