Decision ID: 4c41aa24-42f9-5c1c-aea3-34ca786a1453
Year: 2010
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Eigenen Angaben zufolge verliess der Beschwerdeführer, ursprünglich aus B._ stammend und tamilischer Ethnie, seinen Heimatstaat am 13. August 2008 auf dem Luftweg über Doha und Rom mit einem auf seine Identität lautenden Reisepass. Am 1. September 2008 sei er, ohne kontrolliert worden zu sein, in die Schweiz gelangt. Am gleichen Tag stellte er im Empfangs- und Verfahrenszentrum C._ ein Asylgesuch, wo er am 11. September 2008 befragt wurde. Am 10. Oktober 2008 führte das BFM eine direkte Anhörung durch.
Bezüglich der Vorbringen des Beschwerdeführers zu seinem  ist auf die Akten, auf die entsprechenden Feststellungen in der angefochtenen Verfügung sowie, soweit entscheidwesentlich, auf die nachfolgenden Erwägungen zu verweisen.
Der Beschwerdeführer gab zur Stützung seiner Vorbringen im  Verfahren mehrere Dokumente zu den Akten.
B. Mit Verfügung vom 16. Januar 2009 lehnte das BFM das Asylgesuch des Beschwerdeführers ab und ordnete dessen Wegweisung aus der Schweiz sowie deren Vollzug an. Zur Begründung führte das  im Wesentlichen aus, die Furcht des Beschwerdeführers vor  Verfolgungsmassnahmen sei als nicht begründet im Sinne des Asylgesetzes einzustufen und halte demnach den Anforderungen an die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) nicht stand. Zudem sei der Vollzug der Wegweisung zulässig, zumutbar und möglich.
C. Mit Eingabe an das Bundesverwaltungsgericht vom 19. Februar 2009 beantragte der Beschwerdeführer, die angefochtene Verfügung sei , dem Beschwerdeführer sei die Flüchtlingseigenschaft , und es sei ihm Asyl zu gewähren. Eventualiter sei ihm infol - ge subjektiver Nachfluchtgründe im Sinne von Art. 54 AsylG die Flüchtlingseigenschaft zuzuerkennen und die vorläufige Aufnahme als Flüchtling zu gewähren. Subeventualiter sei eine vorläufige Aufnahme infolge Unzumutbarkeit oder Unzulässigkeit des Wegweisungsvollzugs im Sinne von Art. 83 Abs. 3 beziehungsweise Abs. 4 des Bundes-
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gesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und  (AuG, SR 142.20) zu gewähren. Im Weiteren seien die  im Sinne einer vorsorglichen Massnahme anzuweisen, die Kontaktaufnahme mit dem Heimatstaat sowie jegliche Weitergabe von Daten an denselben bis zum Entscheid über die Beschwerde zu sistieren, und vor einer allfälligen Ablehnung der Beschwerde sei eine eventuell bereits erfolgte Datenweitergabe offenzulegen sowie dem Beschwerdeführer dazu das rechtliche Gehör im Hinblick auf  Nachfluchtgründe zu gewähren. In prozessualer Hinsicht wurde beantragt, dem Beschwerdeführer die Bezahlung der Verfahrenskosten sowie eines Kostenvorschusses zu erlassen. Auf die Begründung wird - soweit entscheidwesentlich - in den Erwägungen eingegangen.
D. Mit Eingabe vom 25. Februar 2009 reichte der Beschwerdeführer die Bestätigung seiner Fürsorgeabhängigkeit zu den Akten.
E. Mit Zwischenverfügung des Bundesverwaltungsgerichts vom 27. Februar 2009 wurde das Gesuch um Gewährung der  Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) gutgeheissen, auf die Erhebung eines Kostenvorschusses verzichtet und die Vorinstanz eingeladen, innert Frist eine  einzureichen.
F. Mit Vernehmlassung vom 16. März 2009 stellte das Bundesamt fest, die Beschwerdeschrift enthalte keine neuen erheblichen Tatsachen oder Beweismittel, welche eine Änderung seines Standpunktes  könnten. Grundsätzlich erstaune es, dass der  das Vorbringen in der Rechtsmitteleingabe, er sei am 8. November 2008 an der damaligen Wohnadresse seiner Ehefrau von bewaffneten Unbekannten gesucht worden und seine Ehefrau lebe seither bei , nicht schon früher - so beispielsweise in einer Eingabe an das BFM - geltend gemacht habe. Zudem sei nicht nachvollziehbar, dass er bei seiner Befragung zur Person (Akten BFM A2 Ziffer 12) vorgebracht habe, in D._ verfüge er lediglich über Bekannte, wenn seine Ehefrau nun bei Verwandten leben soll. Dieses  Vorbringen bestärke das Bundesamt in seiner Einschätzung, wonach der Beschwerdeführer in D._ über eine zumutbare Auf-
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enthaltsalternative verfüge. Im Übrigen hielt das BFM an den  in der angefochtenen Verfügung vollumfänglich fest und  die Abweisung der Beschwerde.
G. Mit Zwischenverfügung des Bundesverwaltungsgerichts vom 23. März 2009 wurde dem Beschwerdeführer Gelegenheit gegeben, zur  des BFM innert Frist schriftlich Stellung zu nehmen.
H. Mit Eingabe vom 1. April 2009 nahm der Beschwerdeführer zur  des BFM Stellung. Zur Bemerkung des Bundesamts, er hätte das Vorbringen in der Rechtsmitteleingabe, am 8. November 2008 an der damaligen Wohnadresse seiner Ehefrau von bewaffneten Unbekannten gesucht worden zu sein, schon früher geltend machen können, erscheine vielleicht der Umstand mildernd, dass er zu diesem Zeitpunkt noch keinen Rechtsvertreter gehabt habe. Bei der zweiten Bemerkung der Vorinstanz, dass er bei seiner Befragung zur Person vorgebracht habe, in D._ verfüge er lediglich über Bekannte, jedoch seine Ehefrau nun bei Verwandten dort leben soll, handle es sich offenbar um ein Missverständnis. Dem BFM müsse entgangen sein, dass er einzig mit seiner Mutter und seiner Tochter nach D._ gereist sei, seine Ehefrau und sein Sohn jedoch in E._/B._ geblieben seien. Insofern sei weiterhin davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer in D._ bloss über Bekannte verfüge.
I. Mit Verfügung des Bundesverwaltungsgerichts vom 27. April 2010 wurde das BFM zu einem weiteren Schriftenwechsel eingeladen. Zur Begründung wurde ausgeführt, der Beschwerdeführer halte in der Replik vom 1. April 2009 der Vernehmlassung des BFM zu Recht , diesem scheine entgangen zu sein, dass er einzig mit seiner Mutter und seiner Tochter nach D._ gereist sei, seine Ehefrau und sein Sohn jedoch in B._ geblieben seien und es sich dabei offensichtlich um ein Missverständnis seitens des Bundesamtes . Demnach finde die entsprechende Feststellung des BFM in den Akten keine Stütze, und die Einschätzung, wonach aufgrund dieser Angaben des Beschwerdeführers zu seiner Situation im Süden Sri Lankas Zweifel an deren Wahrheitsgehalt aufkommen würden, sei nicht haltbar.
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J. Mit ergänzender Vernehmlassung vom 19. Mai 2010 stellte das BFM fest, bezüglich der geltend gemachten Suche vom 8. November 2008 scheine in der Tat ein Missverständnis vorzuliegen. Entgegen den  des Bundesamtes in der Vernehmlassung vom 16. März 2009 scheine dieses Ereignis in B._ und nicht in D._ stattgefunden zu haben. Angesichts dessen sei davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer in D._ über Bekannte und nicht über Verwandte verfüge.
K. Mit Verfügung des Bundesverwaltungsgerichts vom 26. Mai 2010  dem Beschwerdeführer Gelegenheit gegeben, innert Frist zur ergänzenden Vernehmlassung des BFM vom 19. Mai 2010 Stellung zu nehmen und entsprechende Beweismittel einzureichen.
L. Mit Eingabe vom 3. Juni 2010 nahm der Beschwerdeführer zur  Vernehmlassung des BFM Stellung.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende  im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das  ist daher zuständig für die Beurteilung der vor liegenden Beschwerde und entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
1.2 Der Beschwerdeführer ist durch die angefochtene Verfügung  berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren  beziehungsweise Änderung. Er ist daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert. Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht (Art. 108 Abs. 1 AsylG sowie Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37
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VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG sowie Art. 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten.
1.3 Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die  oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen  und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
2. 2.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem  oder im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften  ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen  ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte Nachteile gelten  die Gefährdung des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken. Den frauenspezifischen Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen (Art. 3 AsylG).
2.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft  oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender  für gegeben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich  sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG).
3. 3.1 Zur Begründung des ablehnenden Asylentscheides führte das Bundesamt aus, gemäss dem Subsidiaritätsprinzips seien Personen mit einer innerstaatlichen Fluchtalternative nicht auf den Schutz eines Drittstaates angewiesen. Der Beschwerdeführer habe geltend , er sei in seiner Wohnregion im Distrikt Jaffna seitens der Armee unter Druck geraten, weil er sich als Mitglied der  "(...)" und "(...)" für die Anliegen der Bevölkerung engagiert habe. Ihm sei von der Armee und der "Eelam People's Democratic Party" (EPDP) zu Unrecht die Unterstützung der " Tigers of Tamil Eelam" (LTTE) unterstellt und eine Meldepflicht auferlegt worden. Er sei einmal misshandelt worden, habe sich
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beschattet gefühlt und weitergehende Übergriffe befürchtet. Das BFM stellte fest, Personen, die sich im Norden Sri Lankas für NGOs oder für sozial ausgerichtete Organisationen für die Interessen der dort  Bevölkerung einsetzen würden, unterstelle die Armee angesichts deren häufig kritischen Haltung gegenüber der Vorgehensweise des Militärs oftmals Verbindungen zur LTTE.
3.2 Die rechtliche Würdigung dieses geltend gemachten  durch das BFM ist nicht zu beanstanden. In der angefochtenen Verfügung wird zu Recht ausgeführt, dass sich der Beschwerdeführer den in seiner Heimatregion ausgesetzten Nachteilen im August 2007 durch einen Wegzug nach D._ hat entziehen können, und sie demnach keine Schutzbedürftigkeit zu begründen vermögen. Auch ist die Einschätzung des Bundesamts zu stützen, wonach aus dem  gemachten Sachverhalt bezüglich des Aufenthaltes in D._ keine Flüchtlingseigenschaft abgeleitet werden kann. Der  machte geltend, in D._ insbesondere nach  von den Sicherheitskräften kontrolliert, befragt und  auch eingeschüchtert worden zu sein. Zudem sei er im Rahmen von Sicherheitsvorkehren anlässlich einer Konferenz im Juli/August 2008 zusammen mit vielen anderen jungen Tamilen einmal  und bis am Abend in einem Saal unter Kontrolle gehalten worden. Diese Massnahmen der Behörden weisen – wie das BFM zutreffend darlegte – vorliegend weder bezüglich der Dauer noch der Schwere des Eingriffes die geforderte Intensität auf, um als ernsthafte Nachteile im Sinne des Gesetzes betrachtet werden zu müssen. Entgegen den Ausführungen in der Rechtsmitteleingabe ist nicht festzustellen, der Beschwerdeführer wäre aufgrund seiner bereits im Norden erfolgten staatlichen Fichierung einer landesweiten Verfolgung ausgesetzt. Aus den in der Beschwerde angeführten Urteilen (Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2005 Nr. 17 und EMARK 1996 Nr. 1) kann für die vorliegende  der Sachlage nichts abgeleitet werden, das in  Hinsicht durchzudringen vermöchte. Der  hat annähernd ein Jahr lang in D._ gewohnt, und obwohl er in dieser Zeit regelmässig kontrolliert worden sein soll, ist er von den dortigen Behörden keinen einschneidenden Massnahmen unterworfen worden. Daraus ist zu schliessen, dass ihn die Sicherheitskräfte in D._ trotz allfälliger früherer Verdächtigungen seitens der  Behörden im Norden des Landes - zu Recht - nicht in Verbindung zu aktiven oder verdeckten und ernst zu nehmenden Tätigkeiten für
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die LTTE gesetzt haben. Dem Beschwerdeführer kann auch kein  psychischer Druck zugestanden werden, der ihm einen weiteren Verbleib in D._ verunmöglicht hätte beziehungsweise eine Rückkehr dorthin verunmöglichen würde. Mit dem Begriff des  psychischen Drucks sollte im Gesetz nicht ein  geschaffen werden, um auch weniger intensive Eingriffe in Leib, Leben oder Freiheit asylrechtlich anzuerkennen. Vielmehr soll diese Formulierung erlauben, auch staatliche Massnahmen zu , die sich nicht unmittelbar gegen die Rechtsgüter Leib, Leben oder Freiheit richten, sondern auf andere Weise ein menschenwürdiges Leben verunmöglichen. Der Beschwerdeführer war aber gemäss  Ausführungen über längere Zeit in D._ keinen staatlichen Behelligungen ausgesetzt, die ein menschenwürdiges Leben  hätte. Zu ergänzen ist, dass eigenen Aussagen des Beschwerdeführers zufolge die behördlichen Kontrollen in D._ insbesondere im Zusammenhang und im Anschluss an  gestanden haben (Akten BFM A9/16 F112-F114) und somit in erster Linie einem legitimen staatlichen Sicherheitsinteresse dienten.
3.3 Entgegen den Vorbringen in der Rechtsmitteleingabe ist , dass der Beschwerdeführer für die Zeit vor dem Verlassen seines Heimatlandes auch keine begründete Furcht vor Verfolgung im Sinne von Art. 3 AsylG glaubhaft darzulegen vermochte. Eine begründete Furcht liegt vor, wenn konkreter Anlass zur Annahme besteht, eine Verfolgung hätte sich - aus der Sicht im Zeitpunkt der Ausreise - mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit und in absehbarer Zeit verwirklicht beziehungsweise werde sich - auch aus heutiger Sicht - mit  Wahrscheinlichkeit in absehbarer Zukunft verwirklichen. Eine bloss entfernte Möglichkeit künftiger Verfolgung genügt nicht; es  konkrete Indizien vorliegen, welche den Eintritt der erwarteten - und aus einem der vom Gesetz aufgezählten Motive erfolgenden - Benachteiligung als wahrscheinlich und dementsprechend die Furcht davor als realistisch und nachvollziehbar erscheinen lassen (vgl. EMARK 2005 Nr. 21 E. 7 S. 193 f., EMARK 2004 Nr. 1 E. 6a S. 9). Aus den Vorbringen des Beschwerdeführers und aus den Akten lassen sich keine ausreichenden Hinweise auf eine begründete Furcht vor  ableiten, die zum Zeitpunkt der Ausreise aus Sri Lanka zu  gewesen wäre. An diesem Schluss vermögen die Ausführungen in der Rechtsmitteleingabe, aufgrund des Profils des Beschwerdeführers wäre die Einleitung einer Untersuchung noch immer und jederzeit möglich und aufgrund des sozialpolitischen Hintergrundes gehöre der
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Beschwerdeführer einer Personengruppe an, die einer  hohen Verfolgungsgefahr ausgesetzt sei, nichts zu ändern. Der Beschwerdeführer hat seinen Reisepass selbst beantragt und im Jahre 2007 in D._ legal erhalten (A2/9 S. 4). Mit diesem  ist er über den streng kontrollierten internationalen Flughafen von D._ aus seinem Heimatland ausgereist. Dass er bei der  konkrete Probleme gehabt hätte oder die Ausreise an sich mit Bestechung hätte erleichtern oder gar erzwingen müssen, macht er nicht geltend. Es ist somit davon auszugehen, dass die Ausreise für den Beschwerdeführer in dieser Form nicht möglich gewesen wäre, wenn es sich bei ihm um eine Person gehandelt hätte, die seitens der srilankischen Sicherheitsbehörden in erhöhtem Masse ernsthafte Nachteile im flüchtlingsrechtlich relevanten Sinn hätte befürchten . Der Einschätzung in der Rechtsmitteleingabe, es bestehe  Anlass, dass sich eine Verfolgung des Beschwerdeführers mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit und in absehbarer Zukunft  würde, kann demnach nicht gefolgt werden.
3.4 Auch ist bei dieser Sachlage die in der Rechtsmitteleingabe  Befürchtung, der Beschwerdeführer würde subjektiven  unterliegen, da mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen sei, dass er bei einer Rückkehr nach Sri Lanka im Rahmen der Grenzkontrollen eine intensive Befragung durch die Sicherheitskräfte, eine unmittelbare Inhaftierung und Folter über sich ergehen lassen müsste, offenkundig unbegründet. Der Antrag, es sei dem Beschwerdeführer infolge subjektiver Nachfluchtgründe im Sinne von Art. 54 AsylG die Flüchtlingseigenschaft zuzuerkennen und die vorläufige Aufnahme als Flüchtling zu gewähren, ist demnach .
3.5 Die erst auf Beschwerdeebene geltend gemachte Suche nach dem Beschwerdeführer vom 8. November 2008 im Haus seiner  ist durch nichts konkretisiert. Auch wäre kaum ein plausibler Grund für die Suche des Beschwerdeführers durch die srilankischen Sicherheitskräfte ersichtlich, wenn er kontrolliert und nachprüfbar im August 2008 das Land legal verlassen hat.
3.6 Bei dieser Sachlage und in Würdigung der gesamten Umstände ist zusammenfassend festzustellen, dass der Beschwerdeführer die  für die Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft nicht erfüllt. Die Vorinstanz hat daher das Asylgesuch zu Recht abgelehnt,
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weshalb es sich erübrigt, auf die weiteren Vorbringen in den Eingaben auf Beschwerdeebene einzugehen, da sie an obiger Einschätzung nichts zu ändern vermögen. Aufgrund der Aktenlage vermag der vom Beschwerdeführer vorgebrachte Sachverhalt keine Asylrelevanz zu begründen.
4. 4.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG).
4.2 Der Beschwerdeführer verfügt weder über eine  Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (Art. 44 Abs. 1 AsylG; EMARK 2001 Nr. 21).
5. 5.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich, so regelt das Bundesamt das  nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige  von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des  vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]).
5.2 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche  der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder in einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG).
So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land  werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus ei - nem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie  läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]).
Gemäss Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des  vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere , unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe
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(FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4.  1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden.
5.3 Die Vorinstanz wies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend darauf hin, dass der Grundsatz der Nichtrückschiebung nur Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da der  keine asylrechtlich erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen vermag, kann das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung finden. Eine Rückkehr des  in den Heimatstaat ist demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig.
Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen des  noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall einer Rückkehr in den Heimatstaat dort mit beachtlicher  einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt wäre. Gemäss Praxis des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) sowie jener des UN- müsste der Beschwerdeführer eine konkrete  ("real risk") nachweisen oder glaubhaft machen, dass ihm dort Folter oder unmenschliche Behandlung drohen würde (vgl. EMARK 2001 Nr. 16 S. 122, mit weiteren Hinweisen; EGMR [Grosse Kammer], Saadi gegen Italien, Urteil vom 28. Februar 2008, Beschwerde Nr. 37201/06, §§ 124-127, mit weiteren Hinweisen). Auch die  Menschenrechtssituation in Sri Lanka lässt den  zum heutigen Zeitpunkt nicht als unzulässig erscheinen. Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung sowohl im Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig.
5.4 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder  auf Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung festgestellt, ist - unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AuG - die vorläufige Aufnahme zu gewähren (vgl. Botschaft zum Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer vom 8. März 2002, BBl 2002 3818).
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5.5 Das Bundesverwaltungsgericht nahm im Urteil BVGE 2008/2 zur Frage der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs abgewiesener  tamilischer Ethnie eine Lageanalyse vor. Gemäss der  festgelegten Praxis setzt die Anerkennung einer  Aufenthaltsalternative im Süden des Landes und damit die  des Wegweisungsvollzugs in den Grossraum Colombo für srilankische Asylsuchende tamilischer Ethnie, welche aus der Nord- oder Ostprovinz stammen, das Vorliegen besonders begünstigender Faktoren wie die Existenz eines tragfähigen familiären oder sozialen Beziehungsnetzes sowie die Aussicht auf eine gesicherte - und Wohnsituation voraus (a.a.O., E. 7.6.2). Für srilankische Asylsuchende tamilischer Ethnie, welche aus dem Grossraum  oder dessen Umgebung stammen und dort über ein tragfähiges - oder Beziehungsnetz verfügen und mit einer konkreten  rechnen können, ist grundsätzlich von der  des Wegweisungsvollzugs in diese Gebiete auszugehen, wobei die Dauer der Landesabwesenheit mitzuberücksichtigen ist; je kürzer der Aufenthalt in Colombo dauerte und je weiter er zeitlich zurückliegt, desto höhere Anforderungen sind an das Vorliegen eines tatsächlichen familiären oder sozialen Beziehungsnetzes zu stellen (a.a.O., E.7.6.1).
5.6 Vorliegend können die individuellen Voraussetzungen für eine innerstaatliche Aufenthaltsalternative im Grossraum Colombo für den Beschwerdeführer als erfüllt betrachten werden. Der  führte in der Stellungnahme vom 3. Juni 2010 aus, dass seine  und seine Tochter noch immer und somit seit zirka viereinhalb  in D._ leben würden. Vor diesem Hintergrund ist der  des BFM in der ergänzenden Vernehmlassung vom 19. Mai 2010 zu folgen, wonach die Bekannten der Familie des  in D._ offensichtlich bereit waren, ihn, seine Mutter und seine Tochter über lange Zeit bei sich aufzunehmen, was den Schluss zulasse, dass diese Bekannten dem Beschwerdeführer und seiner Familie sehr nahe stehen würden und vernünftigerweise davon  werden dürfe, dass der Beschwerdeführer nach seiner  bei diesen Aufnahme finden würde. Auch kann erwartet werden, dass sich der (...)-jährige Beschwerdeführer aufgrund seiner  und seiner Berufserfahrung mit Hilfe der in D._  Bekannten um ein wirtschaftliches Auskommen bemüht. Der Beschwerdeführer beherrscht die singhalesische Sprache zumindest "einigermassen" (A2/9 S. 2), was ihm eine Integration erleichtern wird.
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Nach dem Gesagten erweist sich der Vollzug der Wegweisung - auch in Anbetracht der jüngsten Entwicklung in Sri Lanka - als zumutbar.
5.7 Schliesslich obliegt es dem Beschwerdeführer, sich bei der  Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr  Reisedokumente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AuG).
6. Insgesamt ist die durch die Vorinstanz verfügte Wegweisung zu . Sie hat deren Vollzug zu Recht als zulässig, zumutbar und  erachtet. Nach dem Gesagten fällt eine Anordnung der vorläufigen Aufnahme ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1-4 AuG).
7. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG). Die Beschwerde ist nach dem Gesagten abzuweisen.
8. Mit vorliegendem Urteil ist auf den Antrag, es seien die  im Sinne einer vorsorglichen Massnahme anzuweisen, die Kontaktaufnahme mit dem Heimatstaat sowie jegliche Weitergabe von Daten an denselben bis zum Entscheid über die Beschwerde zu sis - tieren und vor einer allfälligen Ablehnung der Beschwerde sei eine eventuell bereits erfolgte Datenweitergabe offenzulegen sowie dem Beschwerdeführer dazu das rechtliche Gehör im Hinblick auf subjekti - ve Nachfluchtgründe zu gewähren, nicht einzugehen, zumal aufgrund der Aktenlage im Zusammenhang mit dem vorliegenden Verfahren weder mit dem Heimatstaat Kontakte aufgenommen noch Daten an diesen weitergeleitet wurden.
9. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten dem  aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG). Mit  des Bundesverwaltungsgerichts vom 27. Februar 2009 wurde das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege jedoch gutgeheissen. Es sind keine Gründe ersichtlich, auf diese Verfügung zurückzukommen, weshalb der Beschwerdeführer von der Bezahlung der Verfahrenskosten zu befreien ist (Art. 65 Abs. 1 VwVG).
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