Decision ID: 1210b9d3-6888-4a0a-82ca-18ee0fa64de0
Year: 2013
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1951, bezog ab
1.
Januar 2012
Arbeitslosenentschädi
gung
(Urk. 7/4). Mit Abrechnungen vom
7.
März, 1
2.
April und
8.
Mai 2012 setz
te
die
Unia
Arbeitslosenkasse die Arbeitslosenentschädigung für die
Kon
troll
per
ioden
Januar, Februar und März 2012 jeweils auf
Fr.
0 und für die
Kon
troll
periode
April
2012
auf
brutto
Fr.
1‘111.90
fest (Urk. 3/6). Darüber erliess sie
nach einer vorangegangenen Korrespondenz mit dem Versicherten (Schreiben der
Kasse vom 2
3.
Februar und
5.
Juni 2012, Urk. 7/3, Urk. 3/2; Schreiben des Ver
sicherten vom 2
9.
Mai 2012, Urk. 3/1)
– in welcher dieser eine Erhöhung der für die Kontrollperioden Januar bis April 2012 zugesprochenen
Arbeitslo
senentschädigung
beantragt hat
te
-
am
6.
Juni 2012 eine abweisende Verfügung (Urk. 3/3)
und hielt daran nach ergangener Einsprache
vom
5.
Juli 2012
(Urk. 3/4-5) mit Entscheid vom 2
9.
Oktober 2012 fest (Urk. 2).
2.
Dagegen erhob der Versicherte am 2
7.
November 2012 Beschwerde (Urk. 1) mit dem Antrag, in Aufhebung des angefochtenen Entscheids seien ihm für die Mo
nate Januar bis April 2012 insgesamt
Fr.
4‘621.50 an
Arbeitslosenentschädi
gung
zuzusprechen, zuzüglich einem Verzugszins von 5
%
auf dem Restbetrag von
Fr.
3‘509.6
0.
In der Beschwerdeantwort vom 2
9.
Januar 2013 schloss die Kasse auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
6).
Auf die Ausführungen in den Rechtsschriften und die Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Die Einzelrichterin

zieht in Erwägung:
1.
Da der Streitwert
Fr.
20’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der
Beschwerde
in die einzelrichterliche Zuständigkeit (
§
11
Abs.
1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht).
2.
2.1
Nach 18c
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeits
losenversi
cherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) werden Altersleistungen der beruflichen Vorsorge von der Arbeitslosenentschädigung abgezogen.
Erzielt die versicherte Person einen Zwischenverdienst, hat sie gemäss Art. 24
Abs. 1 AVIG Anspruch auf Ersatz des Verdienstausfalls. Als Verdienstausfall gilt die
Differenz zwischen dem in der Kontrollperiode erzielten Zwischenverdienst,
mindestens aber dem berufs- und ortsüblichen Ansatz für die betreffende Arbeit
, und dem versicherten Verdienst (Art. 24 Abs. 3 AVIG).
Nach
Art.
18
Abs.
1 Satz 1
AVIG beginnt der Anspruch nach einer Wart
e
zeit
von fünf Tagen kontrollierter Arbeitslosigkeit. Für Personen ohne Unterhalts
pflichten
gegenüber Kindern unter 25 Jahren beträgt die Wartezeit 15 Tage bei
einem versicherten Verdienst zwischen 90‘001.- und 125‘000.- Franken (
Abs.
1
Satz 2
lit
. b).
W
artezeit
ist
nach der Rechtsprechung
wertmässig, das heisst mit Taggeldern
und nicht mit kontrollierten Tagen zu tilgen.
Das bedeutet, dass dem Versicher
ten
nur Wartetage angerechnet werden können, für die ihm volle Taggelder zu
stehen
würden. Zu prüfen ist somit jeweils,
wieviel
volle Taggelder in einer
Kontroll
per
iode
trotz Zwischenverdienst
- beziehungsweise nach Abzug anrechenbarer
Al
tersleistungen
-
hätte
n
bezogen werden können
(BGE 114 V 194 E. 2b; ARV 1987 Nr. 4 S. 65; Urteil
des Bundesgerichts C 231/03 vom
2
5.
März 2004, E. 2.2
).
3.
3.1
Aus den verschiedenen Eingaben des Beschwerdeführers
(
Urk.
1,
Urk.
3/4-5)
und
d
er Beschwerdegegnerin
(
Urk.
6)
ist ersichtlich, dass die
Berechnungsele
mente
für die
Ermittlung
der Taggelder für die Kontrollperioden Januar bis Ap
ril 2012
–
nämlich die
Taggeldleistung
von
Fr.
292.60,
die monatlichen
Altersleistungen von
Fr.
4‘836.65 im
Sinne von
Art.
18c
Abs.
1 AVIG,
ein Zwischenverdienst im Monat Januar von
Fr.
467.85
sowie
die
15
zu bestehenden
Wartetage (
Art.
18
Abs.
1
lit
. b AVIG)
–
sowie die Berechnung der Arbeitslosenentschädigung
un
bestritten sind.
Streitig ist
einzig
der Grundsatz, nach welchem
die 15 Wartetage zu
tilgen sind. Die Berechnung der Beschwerdegegnerin beruht auf
dem Grund
satz
der
wertmässigen Tilgung der Wartezeit mit der Folge, dass erstmals für die
Kon
trollperiode
April 2012 effektiv Taggelder ausbezahlt werden (
Urk.
6). Dem
ge
genüber basiert
die Berechnung des
Beschwerdeführers
auf
dem Grundsatz
der
Tilgung der Wart
e
zeit mit kontrollierten Tage
n
(
Urk.
3/5).
3.2
Die Beschwerdegegnerin hat in der Beschwerdeantwort (Urk. 6) zutreffend auf die
oben zitierte Rechtsprechung hingewiesen, wonach die Wartetage wertmässig zu
til
gen sind. Aus der ebenfalls in der Beschwerdeantwort dargestellten Berech
nung
ergibt sich, dass sie diesen Grundsatz richtig angewandt und die Berech
nung
en korrekt vorgenommen hat. Es kann vollumfänglich auf die Ausfüh
rung
en in der
Beschwerdeantwort verwiesen werden. Auf die Ausführungen in der Beschwerde
schrift zur Tilgung der Wartezeit mit kontrollierten Tagen braucht daher nicht weiter eingegangen zu werden.
Dem Beschwerdeführer ist indes zuzustimmen, dass weder die Abrechnungen vom 7. März, 12. April und 8. Mai 2012 (Urk. 3/6), noch die Verfügung vom 6.
Juni
2012 (Urk. 3/3) noch der
Einspracheentscheid
(Urk. 2) das Prinzip der
War
tezeittilgung
nachvollziehbar erläutern und die Auskunft, das System rechne
so, keine brauchbare Antwort auf die berechtigte Frage einer versicher
ten Person
darstellt.
Da sich die Abrechnungen indes als korrekt erweisen und gestützt auf die
Be
schwer
deantwort
nachvollziehbar sind, ist die Beschwerde im Ergebnis abzu
weisen.