Decision ID: 8b290e22-aa0c-4803-b925-7617efbd92e2
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
1.1.1
Der 1970 geborene
X._
bezog seit dem 1. Mai 2003 Leistungen der Arbeitslosenversicherung und war damit bei der Schweizerischen Unfallver
sicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch versichert (vgl. Urk. 8/2).
Mit Unfallmeldung UVG vom 22. (Urk. 8/1) beziehungsweise 23. Juni 2004 (Urk. 8/2) liess er der SUVA mitteilen, ein nachfolgendes Fahrzeug sei, als er am 17. Juni 2004 auf der Autobahn unterwegs gewesen sei, ins Heck des von ihm gelenkten Wagens gefahren (vgl. Urk. 8/1, Urk. 8/2). Die noch gleichen
tags
am
bulant
konsultierten Ärzte des
Y._
diagnosti
zierten eine Distorsion der Halswirbelsäule (HWS) sowie eine Kontusion der
Lendenwir
belsäule
(LWS) und bescheinigten dem Versicherten eine vollständige Arbeits
unfähigkeit (vgl. Urk. 8/3, Urk. 8/4). Nachdem er sich vom 6. bis 24. September 2004 stationär in der genannten Klinik hatte behandeln lassen (Abklärung, Evaluation und multimodale konservative Schmerztherapie; vgl. Urk. 8/28), unterzog er sich vom 24. Januar bis 21. Februar 2005 einem stationären Reha
bilitationsaufenthalt in der
Z._
(vgl. Urk. 8/41). Am 22. April sowie 17. und 24. Mai 2005 wurde der Versicherte, der mittlerweile auch psy
chiatrisch behandelt (vgl. Urk. 8/37, Urk. 8/46) und von einer Case Managerin betreut wurde (vgl. Urk. 8/40), im Auftrag seines Lebensversicherers (vgl. Urk. 8/30) arbeitsmedizinisch begutachtet (vgl. Expertise vom 5. August 2005, Urk. 8/59). Vom 3. April bis zum 12. Mai 2006 erfolgte eine (vorzeitig beendete) Abklärung im
A._
([
A._
] vgl. Urk. 8/71, Urk. 8/72). Nachdem die SUVA
X._
im Januar 2007 (vgl. Urk. 8/98 S. 2) von den Ärzten der
B._
hatte interdisziplinär begutachten lassen (vgl. Expertise vom 2. Juli 2007
;
Urk. 8/98), stellte sie ihre Leistungen im Zusammenhang mit dem Unfall vom 17. Juni 2004 - unter Hin
weis darauf, dass die geklagten Be
schwerden einerseits organisch nicht hinrei
chend nachweisbar seien und ande
rerseits in keinem adäquaten Kausalzusam
menhang zur fraglichen
Auffahrkol
lision
stünden - mit Verfügung vom 27. August 2007 (Urk. 8/104 = Urk. 8/109) per 31. August 2007 ein. Der Krankenversicherer von
X._
zog seine vorsorglich gegen diesen Entscheid erhobene Einsprache (Urk. 8/105) am 2. Oktober 2007 wieder zurück (vgl. Urk. 8/111); die Einsprache des Versicher
ten (Urk. 8/110) wies die SUVA am 27. Februar 2008 ab (Urk.
8/113
).
Mit Urteil vom 27. November 2009
(Urk. 8/137)
wies das hiesige Gericht die vom Ver
si
cherten am
14. März 2008 im Prozess Nr. UV.2008.00099 erhobene Beschwerde
(Urk. 8/125)
ab. Das Bundesgericht hiess die
hiegegen
gerichtete Beschwerde
(Urk. 8/138)
mit Urteil
8C_66/2010 vom 6. September 2010 (Urk. 8/139) in dem Sinne teilweise gut,
dass es den Entscheid
des hiesigen Gerichts sowie
den
Ein
spracheentscheid
der SUVA vom 27. Februar 2008
(Urk. 8/113) aufhob
und die Sache an letztere zurückwies, damit
diese
eine den Anforderungen genügende polydisziplinäre Abklärung vornehmen lasse und anschliessend über den
Leis
tungsanspruch
neu verfüge.
1.1.2
Der
Versicherte
wurde
in der Folge von den Ärzten des
C._
interdisziplinär begutachte
t
(vgl. Expertise vom 1. Juli 2011
;
Urk. 8/158). Unter Hinweis darauf, dass der Unfall vom 17. Juni 200
4
nicht adäquat kausal für die – keinem organischen Korrelat zuordenba
ren – Be
schwerden sei, hielt die SUVA
daraufhin
mit Verfügung vom 20. Januar 2012 (Urk. 8/164) an der Leistungseinstellung per 31. August 2007 fest. Die vom Versicherten
hiegegen
erhobene Einsprache (Urk. 8/165) wies sie am 31. Mai 2012 ab (Urk. 2).
1.2
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, bei der sich der Versicherte am 11. April 2005 unter Hinweis auf ein beim Unfall vom 17. Juni 2004 zugezogenes Distorsionstrauma der HWS beziehungsweise eine diesem äquivalente Verletzung zum Bezug von Leistungen (Berufsberatung, Umschu
lung auf eine neue Tätigkeit, Wiedereinschulung in die bisherige Tätigkeit, Ar
beitsvermi
ttlung, Rente) angemeldet hatte
, verneinte, nachdem sie diesen vom 21. Januar bis 14. Februar 2008 in der beruflichen Abklärungsstelle (BEFAS)
D._
hatte abklären lassen (vgl. Urk. 8/120), mit Vorbescheid vom 16. Juni 2008 - unter Hinweis auf einen Invaliditätsgrad von 24 % - einen Rentenan
spruch. Daran hielt sie - auf Ein
wand
von
X._
hin - mit Verfü
gung vom 28. Oktober 2008 fest.
Die
dagegen vom Versicherten am 11. November 2008 im Prozess Nr. IV.2008.01156 erhobene Beschwerde
wies das hiesige Ge
richt mit Urteil vom 27. November 2009 ab
.
Das Bundesgericht hiess die
hiege
gen
gerichtete Beschwerde mit Urteil 8C_65/2010 vom
6. September 2010 in dem Sinne gut, dass es den
Entscheid des
hiesigen Gerichts
vom 27.
November 2009 und die Verfügung der IV-Stelle
vom 28.
Oktober 2008 auf
hob
und die Sache an die IV-Stelle zurück
wies
, damit
diese
eine den Anforderungen genü
gende polydisziplinäre Abklärung vornehmen lasse und
anschliessend
über den Leistungsanspruch neu verfüge.
Mit Verfügung vom 10. Januar 2012 (Urk. 3/4) sprach die IV-Stelle dem Versicherten daraufhin mit Wirkung ab 1. Dezember 2009 eine auf einem Invaliditätsgrad von 100 % beruhende ganze Rente zu.
2.
Gegen den
Einspracheentscheid
der SUVA vom
31. Mai 2012 (Urk. 2) liess
X._
am
3. Juli 2012
mit folgenden An
trägen Beschwerde erheben (
Urk. 1 S. 2)
:
„1.
Der
Einspracheentscheid
vom 31. Mai 2012 sei aufzuheben.
2.
Dem Beschwerdeführer seien die gesetzlichen Leistungen nach UVG aus dem Unfallereignis vom 17. Juni 2004 über den 31. August 2007 hinaus zu gewähren.
3.
Die Kurzzeitleistungen seien dem Beschwerdeführer bis 31. August 2009 auszurichten. Nebst den Heilkosten seien Taggelder bei einer Arbeitsunfähigkeit von mindestens 20 % auszurichten.
4.
Ab 1. September 2009 sei dem Beschwerdeführer eine Rente bei einer In
validität von 100 % auszurichten.
5.
Dem Beschwerdeführer sei eine Integritätsentschädigung bei einer Ein
busse von mindestens 60 % auszurichten.
6.
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der
Beschwerde
gegnerin
.“
Die SUVA schloss am 8. August 2012 auf Abweisung der Beschwerde (vgl. Beschwerdeantwort, Urk. 7). Nachdem der Beschwerdeführer am 12. September 2012
replicando
an seinen Anträgen festgehalten hatte (Urk. 12), teilte die SUVA am 25. September 2012 ihren Verzicht auf eine Duplik
mit (Urk. 15), was
dem Beschwerdeführer am
1. Oktober 2012 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 16). Mit Eingabe vom 19. April 2013 (Urk. 17) reichte dieser eine Mittei
lung der IV-Stelle vom 16. April 2013 (Urk. 18)
ein
,
gemäss welcher er weiter
hin
Anspruch auf eine
ganze Invalidenrente
hat
.
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen ist, soweit für die
Entscheidfindung
erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen ein
zugehen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
Betreffend den
für die Leistungspflicht des Un
fallversicherers erforderlichen natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden, namentlich
bei einem Schleudertrauma der Halswirbelsäule und bei psychischen Gesundheitsbeeinträchtigungen,
wird auf das Urteil des hiesigen Gerichts vom
27. November 2009 im Pr
ozess Nr.
UV.200
8
.00
099
in Sachen der Parteien
(Urk. 8/137 S. 4 ff. E. 1)
verwiesen.
2.
2.1
Die SUVA begründete ihr Festhalten an der Leistungseinstellung per
31. August 2007
i
m Wesentlichen damit, dass bereits im September 2006 von der weiteren Behandlung der – organisch
nicht objektivierbaren -
Beschwerden
kein nen
nenswerter
E
rfolg
mehr
zu erwarten gewesen sei. Sofern
die - als mittelschweres Ereignis im Grenzbereich zu den leichten Unfällen zu qualifizierende -
Auffahr
kollision
vom 17. Juni 2004
überhaupt natürlich kausal für die anhaltende Symptomatik sei, fehle es jedenfalls an dem für einen über Ende August 2007 hinaus bestehenden Leistungsanspruch erforderlichen
(und nach BGE 115 V 133 zu prüfenden [Urk. 7 S. 7])
adäquaten Kausalzusammenhang.
Von de
n zu be
rücksichtigen
den
unfallbezogenen Kriterien
sei nämlich
lediglich – und in
nur
wenig ausgeprägter Form - dasjenige der Dauerschmerzen
(Urk. 2 S. 6 f.
) bezie
hungsweise gar keines (Urk. 5 S. 8
ff.)
erfüllt
. Aus dem Umstand, dass die IV-Stelle ihm eine ganze Rente zugesprochen habe, könne der Beschwerdeführer nichts zu seinen Gunsten ableiten, bestünden doch diverse
Leiden krankhafter Genese, für die der Unfallversicherer nicht aufzukommen habe (Urk. 5 S. 7).
2.2
Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber im Wesentlichen auf den Stand
punkt,
die als Folge des Unfalls aufgetretenen psychischen
Beschwerden
hätten die
– ebenfalls durchwegs unfallbedingten (Urk. 12 S. 5) -
somatischen Be
einträchtigungen
nicht von Anfang an in den Hintergrund gedrängt; die Adäquanz sei daher nach BGE 134 V 109 zu beurteilen (Urk. 1 S. 7 f.
, Urk. 12 S. 6 ff.
). Massgebender Zeitpunkt für die Prüfung des Anspruchs auf Dauer
leis
tungen sei der 1. September 2009; bis dahin habe noch kein stabiler
Gesund
heits
zustand vorgelegen (Urk. 1 S. 9
, Urk. 12 S. 10 und S. 11
). Da
mit Ausnahme
der besonders dramatischen
Begleitumstände beziehungsweise der
besonderen Eindrücklichkeit
sowie der ärztlichen Fehlbehandlung sämtliche relevanten
Kri
terien erfüllt seien,
bestehe einerseits ab dem 1. September 2009 Anspruch auf eine auf einem Invaliditätsgrad von 100 % beruhende Rente und andererseits auf eine Entschädigung für die physische und psychische Integritätseinbusse in der Höhe von mindestens 60 % (Urk. 1 S. 10 ff.
, Urk. 12 S. 12 ff.
).
3.
3.1
3.1.1
Nach dem Unfall vom 17. Juni 2004 wurde der Beschwerdeführer mit der Sani
tät ins
Y._
, Chirurgische Klinik, eingeliefert und dort am
bulant behandelt. In ihrem gleichentags verfassten Bericht (Urk. 8/4 = Urk. 8/25) diagnostizierten die Ärzte eine HWS-Distorsion und hielten fest, der Patient habe über Kopf-, HWS- und lumbale Rückenschmerzen geklagt; infolge der Kollision seien weder eine Bewusstlosigkeit noch Schwindel, Erbrechen oder Übelkeit aufgetreten. Der Beschwerdeführer sei mit ausreichender Analgesie nach Hause entlassen worden; bis 21. Juni 2004 sei ihm eine 100%ige Arbeits
unfähigkeit bescheinigt worden.
3.1
.
2
Der Hausarzt des Beschwerdeführers, Dr. med.
E._
, Facharzt FMH für Innere Medizin und Rheumatologie, diagnostizierte am 5. Juli 2004 ein HWS-Distorsionstrauma und berichtete, es bestünden weiterhin
Zervikalgien
und eine
Zephalea
. Es erfolge eine medikamentöse und physiotherapeutische Behand
lung; die Konsultationen fänden in zwei- bis dreiwöchigen Abständen statt. Bis auf
Weiteres
bestehe eine vollständige Arbeitsunfähigkeit. Es sei mit einem bleibenden Nachteil in Form rezidivierender
Zervikalgien
zu rechnen (vgl. Urk. 8/7).
3.1.3
Am 7. September 2004 bezeichnete Dr.
E._
die
Zervikalgien
und die
Zephalea
als weitgehend therapieresistent. Es würden weiterhin medikamentöse und physikalische Massnahmen durchgeführt. Auf den Heilungsverlauf wirkten sich keine unfallfremden Faktoren aus (vgl. Urk. 8/17).
3.1.4
Vom 6. bis 24. September 2004 wurde der Beschwerdeführer stationär im
Y._
, Klinik für Rheumatologie und Rehabilitation, behandelt. In ihrem Austrittsbericht vom 27. Oktober 2004 (Urk. 8/28) stellten die Ärzte nachstehende Diagnosen (vgl. Urk. 8/28 S. 1):
Chronisches
zervikovertebrales
Schmerzsyndrom, linksbetont
HWS-Distorsionstrauma am 17. Juni 2004
kleine mediane Diskushernie C5/C6 (MRI vom 7. September 2004)
Zweck des Klinikaufenthalts sei eine stationäre multimodale und konservative Schmerztherapie gewesen (vgl. Urk. 8/28 S. 2). Die Eintrittsuntersuchung des Patienten, der über durch die Nackenschmerzen bedingte Schlafstörungen, öf
ters auftretenden Schwindel, chronische, vor allem seit dem Unfall bestehende Kopfschmerzen sowie gelegentliche (Druck-)Schmerzen über dem Sternum bei tiefem Einatmen klage (vgl. Urk. 8/28 S. 1), habe eine Schonhaltung sowie eine fast immobilisierende Einschränkung der Beweglichkeit der HWS mit
Muskel
hartspann
der Nacken- und Schultergürtelmuskulatur bei aktivem
Gegenspan
nen
ergeben. Seit dem Unfall sei es eher zu einer Zunahme der Beschwerden gekommen (vgl. Urk. 8/28 S. 2, S. 3). Während die MR-Untersuchung vom 7. September 2004 keine traumatisch bedingte Läsion ergeben habe, habe sie eine -
nichtkompressive
- kleine mediane Diskushernie C5/6 gezeigt. Im Rah
men der
Hospitalisation
habe
ein Beschwerderückgang sowie eine Verbes
serung der Kopfbeweglichkeit erreicht werden können. Der Patient habe stets aktiv an den Therapien partizipiert, keine übermässige Aggravation gezeigt und Ideen betreffend seinen weiteren beruflichen und privaten Werdegang entwi
ckelt (vgl. Urk.
8
/28 S. 3).
Es sei die Weiterführung der intensiven ambulanten Therapien indiziert. Die Wiederintegration in den Arbeitsprozess erscheine als möglich, wobei die dies
bezügliche Situation aufgrund der bestehenden Arbeitslosigkeit erschwert sei (vgl. Urk. 8/28 S. 3). Bis 3. Oktober 2004 bestehe noch eine 100%ige Arbeits
unfähigkeit; danach könne eine stufenweise Reintegration in die berufli
che Tätigkeit erfolgen (vgl. Urk. 8/28 S. 1).
3.1.5
Dr. med.
F._
, Facharzt FMH für Neurologie, stellte am 26. Oktober 2004 die Diagnose eines posttraumatischen und
zervikozephalen
Schmerzsyndroms bei Status nach Überdehnungstrauma der HWS am 17. Juni 2004 (vgl. Urk. 8/24). Während die ambulante Physiotherapie gänzlich erfolglos geblieben sei (vgl. Urk. 8/24 S. 1), habe im Rahmen der stationären Behandlung im
Y._
vom 7. bis 24. September 2004 eine lediglich mässige Besserung erreicht werden können (vgl. Urk. 8/24 S. 2).
Der Patient
berichte
über täglich auftretende, bei körperlicher Belastung zuneh
mende und dann vermehrt ausstrahlende und schliesslich von
Schwankschwin
del
begleitete Nacken- und Kopfschmerzen, Müdigkeit sowie Konzentrations- und Gedächtnisschwierigkeiten. Die Untersuchung habe eine insgesamt etwa um 50 % eingeschränkte Beweglichkeit der HWS mit
palpatorisch
verdickter und
druckdolenter
Nacken- und Schultermuskulatur ergeben. Neurologische Ausfälle hätten sich keine feststellen lassen (vgl. Urk. 8/24 S. 2).
Das am 17. Juni 2004 erlittene Überdehnungstrauma der HWS sei angesichts des geschilderten Unfallhergangs wohl mit schräger Zugrichtung erfolgt, wes
halb die Heilung voraussichtlich protrahiert verlaufen werde (vgl. Urk. 8/24 S. 2). In Anbetracht der angegebenen Beeinträchtigung von Konzentration und Gedächtnis könne eine minimale Hirnschädigung vorerst nicht ausgeschlossen werden. Es sei die Weiterführung der physikalischen Behandlung, allenfalls ergänzt mit warmen Bädern, angezeigt. Der Patient, der nach wie vor zu 100 % arbeitsunfähig sei, bemühe sich sehr um eine berufliche Wiedereingliederung und möchte sich auf den Beruf des Fahrlehrers vorbereiten, was auch aus medi
zinischer Sicht zu unterstützen sei (vgl. Urk. 8/24 S. 3).
3.1.6
Nachdem sich der Beschwerdeführer vom 24. Januar bis 21. Februar 2005 statio
när in der
Z._
hatte behandeln lassen, stellten die Ärzte im Austrittsbericht vom 13. März 2005 (Urk
. 8/41) folgende Diagnose (vgl. Urk. 8/41
S. 1):
Zustand nach HWS-Distorsionstrauma am 17. Juli [richtig: Juni] 2004 mit chronischem
zervikospondylogenem
und panvertebralem
Schmerz
syndrom
sowie unspezifischem Schwindel
Der Patient habe angegeben, seit dem im Sommer des Vorjahrs erlittenen Auffahr
unfall unter konstant vorhandenen Schmerzen im Bereich des Nackens,
beider Schultern mit Ausstrahlung in den
Okzipitalbereich
und beider oberer Extremitäten sowie unter Dauerschwindel zu leiden (vgl. Urk. 8/41 S. 1).
Die extremen Dauerschmerzen (VAS 7-8/10) ohne nennenswertes Ansprechen auf therapeutische Massnahmen und die normale Alltagsfunktionalität wiesen auf eine Schmerzverarbeitungsstörung mit zunehmender
Schmerzverselbstän
digung
hin. Während des Rehabilitationsaufenthalts habe wohl eine verbesserte HWS-Beweglichkeit, aber keine wesentliche Schmerzreduktion erzielt werden können (vgl. Urk. 8/41 S. 2).
Im Rahmen der neuropsychologischen Abklärung hätten sich eine deutlich redu
zierte Konzentrationsfähigkeit sowie eine schwankende und insgesamt ver
langsamte Reaktionsgeschwindigkeit gezeigt. Im Sinne einer erhöhten Ermüd
barkeit sei auch die Daueraufmerksamkeit beeinträchtigt. Die Schwierigkeiten betreffend die Konzentrationsfähigkeit würden verstärkt durch die Einnahme einer nicht unerheblichen Menge
Tramal
; eine Reduktion der entsprechenden Medikation habe bis Klinikaustritt bedauerlicherweise nicht erreicht werden können (vgl. Urk. 8/41 S. 2).
Es sei ein Ausweitungs- und
Chronifizierungsprozess
im Gange, den der willige und
kooperative Patient
selbst kaum aufzuhalten in der Lage sei. Es sei daher eine psychotherapeutische Begleitung indiziert. Angesichts der aktuell redu
zierten Konzentrationsfähigkeit sei der Beschwerdeführer derzeit als Lastwa
genfahrer nicht arbeitsfähig; in diesem Zusammenhang sei eine Reduktion des Medikamentenkonsums dringend angezeigt. Dem Patienten seien eine Berufs
beratung durch die Invalidenversicherung (IV) sowie die Einnahme eines schmerz
distanzierenden Antidepressivums empfohlen worden (vgl. Urk. 8/41 S. 2).
In Anbetracht des
chronifizierten
Beschwerdebilds ohne wesentliches Anspre
chen auf ambulante und stationäre Therapiemassnahmen sei - unter Vorbehalt einer anderslautenden psychiatrischen Beurteilung - der Fallabschluss zu erwä
gen. Eine ambulante Physiotherapie erscheine nicht mehr als sinnvoll; dagegen solle der Patient das erlernte Heimprogramm mit Einbezug des im Fitnesscenter zu absolvierenden Trainings weiterführen. Zu einem späteren Zeitpunkt könne der Beschwerdeführer
seine
angestammten Tätigkeit als LKW-Fahrer wohl durchaus wieder ausüben (vgl. Urk. 8/41 S. 3).
3.
1.
7
Dr.
E._
gab am 3. März 2005 an, der Beschwerdeführer werde weiterhin physiotherapeutisch und medikamentös sowie neu auch psychiatrisch behandelt (vgl. Urk. 8/37).
3.
1.
8
Am 23. August 2005 stellte Dr.
E._
nachstehende Diagnosen (vgl. Urk. 8/54):
Chronisches
zervikospondylogenes
Syndrom bei
Status nach HWS-Distorsionstrauma
Reaktive Depression
Bis anhin habe sich ein weitgehend therapieresistenter Verlauf mit minimaler Beschwerdebesserung gezeigt. Das Flossenschwimmen bringe zwar eine
Rekonditionierung
, jedoch keine Verbesserung der
Zervikalgien
. Diese
Behand
lungs
massnahme
sowie die Psychotherapie seien insofern angebracht, als sie wenigs
tens der Erhaltung des
status
quo dienten. Weitere Behandlungen oder medizi
nische Abklärungen seien nicht indiziert. Wie lange die Therapien noch fortge
führt werden müssten, sei nicht voraussagbar (vgl. Urk. 8/54, Urk. 8/53).
Der Patient sei in der angestammten Tätigkeit als Lastwagenchauffeur bis auf
Weiteres
zu 100 % arbeitsunfähig. Eine Wiedereingliederung in diesen Beruf sei unrealistisch; da der Patient weder psychisch noch somatisch belastbar sei, sei ein Arbeitsversuch - auch in einer anderen Tätigkeit - nicht möglich. Auch hin
sichtlich aller schweren Hausarbeiten bestehe eine Einschränkung der Leis
tungsfähigkeit. Die Prognose sei ungünstig (vgl. Urk. 8/54, Urk. 8/53).
3.
1.
9
Dr. med.
G._
, Fachärztin FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, die ab 19. Mai 2005 - zuerst in ein- und dann in zweiwöchigen Abständen - eine körperorientierte Psychotherapie in Kombination mit einer medikamentösen (antidepressiven) Behandlung durchführte (vgl. Urk. 8/57 S. 2), stellte am 23. Oktober 2005 folgende Diagnosen (vgl. Urk. 8/57 S. 1):
Reaktive, derzeit mittelgradige, depressive Episode (ICD-10 F32.1) infolge eines HWS-Distorsionstraumas am 17. Juni 2004
Chronisches
zervikovertebrales
Schmerzsyndrom, linksbetont, HWS-Distorsionstrauma am 17. Juni 2003 [richtig: 2004], kleine mediane
Dis
kushernie
Als Lastwagenfahrer sei der Patient derzeit und auch langfristig zu 100 % arbeits
unfähig. Ein Arbeitsversuch erscheine in der aktuellen Situation nicht als sinnvoll. Der Beschwerdeführer habe - im Hinblick auf die angestrebte Tätigkeit als Fahrlehrer und die dafür erforderliche Prüfung - einen intensiven
Deutsch
kurs
begonnen. Falls er die Prüfung bestehen und sich selbständig machen könne, bedeutete dies eine Erhöhung und Stabilisierung seines Selbstwertge
fühls. Von Vorteil wäre zudem, dass die fragliche Tätigkeit eine das jeweilige gesundheitliche Befinden berücksichtigende Einteilung der Arbeitszeit zuliesse. Die Prognose sei angesichts der Motivation des Beschwerdeführers, die Schule zu besuchen und sich auf die Fahrlehrerprüfung vorzubereiten, gut (vgl. Urk. 8/57 S. 2).
3.
1.
10
Gestützt auf die Ergebnisse der im April und Mai 2005 durchgeführten psycho
somatischen und testpsychologischen Abklärungen, die medizinischen
Vorakten
sowie die telefonischen Auskünfte einerseits von Dr.
E._
und anderer
seits der Case Managerin (vgl. Urk. 8/59 S. 1) stellte Dr. med.
H._
,
Fachärz
tin
FMH für Arbeitsmedizin und Psyc
hosomatik, diplomierte Berufsbe
raterin, Psychotherapeutin SPV, in ihrem Gutachten vom 5. August 2005 (Urk. 8/59) folgende Diagnosen (vgl. Urk. 8/59 S. 6):
Status nach HWS-Distorsionstrauma am 17. Juli [richtig: Juni] 2004 mit/bei
chronischem
zervikogenem
und panvertebralem Schmerzsyndrom
Anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) mit/bei
Tendenz zu Symptomausweitung
psychosozialer Belastungssituation (Arbeitslosigkeit, hohe finanzielle Verpflichtungen)
Der Explorand, der über seit der Auffahrkollision persistierende Schmerzen im ganzen Oberkörper, im Rücken und von Ohr zu Ohr sowie vegetative Beein
trächtigungen (Schwindel usw.), rasche Ermüdung und verminderte Belastbar
keit klage, sei nicht in der Lage, seine Beschwerden, die sich im Laufe der Zeit nicht gebessert, sondern
chronifiziert
und gar ausgeweitet hätten, genau zu beschreiben beziehungsweise präzise zu lokalisieren. Es müsse daher von mehr
heitlich unspezifischen körperlichen Beschwerden im Rahmen einer
Schmerz
verarbeitungsstörung
mit - angesichts der geschilderten neu aufgetretenen Gesundheitsstörungen (beispielsweise Gefühlsstörung im linken Bein) - zusätzli
cher Ausweitung der Symptome ausgegangen werden (vgl. Urk. 8/59 S. 6).
Im Anschluss an das HWS-Distorsionstrauma sei es zu einem verzögerten Heilungsverlauf mit Symptom- und Schmerzausweitung sowie zunehmender
Chronifizierung
gekommen. Während aus somatischer Sicht keine gravierenden objektivierbaren Befunde erhoben werden könnten, bestünden psychosoziale Stressfaktoren in Form beispielsweise der Arbeitslosigkeit und der dadurch bedingten finanziellen und existenziellen Sorgen, die den fortschreitenden
Chronifizierungsprozess
zu erklären vermöchten. Eine Besserung sei nur mög
lich, wenn der Beschwerdeführer das Schonverhalten aufgebe und durch geeig
nete Übungen (medizinische Trainingstherapie [MTT], kognitives Training, Wie
deraufbau einer Tagesstruktur durch M
ithilfe im Haushalt, Wiederüber
nahme von Verantwortung bei alltäglichen Verrichtungen in Haushalt und Familie, Arbeitstraining, Einsatzprogramm usw.) seine kognitive und körperli
che Belast
barkeit wieder aufbaue. Es sei daher von erheblicher Bedeutung, dass beim noch jungen Beschwerdeführer alles daran gesetzt werde, den
Chronifi
zie
rungs
prozess
aufzuhalten und eine Reintegration in ein normales berufliches und soziales Leben zu erreichen (vgl. Urk. 8/59 S. 8).
Eine mittelschwere Tätigkeit, die kein Heben oder Tragen von Lasten über 15 kg erfordere, sei dem Exploranden in Anbetracht dessen gut ausgebauter Musku
latur in einem Pensum von 60 % durchaus wieder zumutbar. Einschränkend auf die Leistungsfähigkeit wirkten sich derzeit noch die verminderte körperliche (Ausdauer,
Dekonditionierung
) und kognitive (Konzentration) Belastbarkeit, die Folge der eingetretenen
Chronifizierung
seien, aus. Die aktuell bestehende Arbeitsfähigkeit lasse sich - unabhängig von der gewünschten Tätigkeit - durch eine Belastungssteigerung erhöhen. Anzumerken sei, dass die Arbeit als LKW
Chauffeur dem Beschwerdeführer im gleichen Ausmass zumutbar sei wie das private Autofahren, betreffend das ihm die Bewilligung nicht entzogen worden sei (vgl. Urk. 8/59 S. 9).
3.
1.
11
Dr.
E._
gab am 17. Dezember 2005 an, seit der letzten Berichterstattung habe sich keine wesentliche Besserung eingestellt, im Gegenteil sei es am 10. November 2005 noch zu einer Exazerbation der
Zervikalgien
gekommen. Die Frequenz der Therapie sei adäquat und deren Qualität gut. Ein gezieltes Muskelaufbautraining erscheine angesichts der Tatsache, dass der Patient einerseits bereits über eine gut ausgebaute Muskulatur verfüge und andererseits über Muskelverspannungen klage, nicht als sinnvoll. Auch erübrigten sich Massnahmen zum Wiederaufbau einer Tagesstruktur, bestehe doch aufgrund des Besuchs des Deutschkurses bereits eine solche. Für weitere medizinische Abklärungen bestehe kein Anlass (vgl. Urk. 8/62 S. 2 und S. 4).
Als Chauffeur sei der Patient bis auf Weiteres zu 100 % arbeitsunfähig; eine Wiedereingliederung in diesen Beruf erscheine nicht als realistisch, bestehe doch sowohl aus somatischer wie auch aus psychischer und kognitiver Sicht lediglich eine begrenzte Belastbarkeit (maximale Belastungsdauer von zwei Stunden). In beschränktem Ausmass und unter Einschaltung von Ruhephasen sei ein Arbeitseinsatz allerdings möglich. Auch im Haushaltsbereich bestehe eine Einschränkung; so seien dem Beschwerdeführer schwere Haushaltsarbeiten (schwere Putzarbeiten, Tragen schwerer Gegenstände) unzumutbar. Die Prog
nose sei aufgrund des langwierigen Verlaufs mit bisheriger Therapieresistenz eher ungünstig (vgl. Urk. 8/62 S. 2 und S. 4).
3.
1.
12
Dr.
G._
berichtete am 19. Februar 2006, der Patient habe den
Deutsch
kurs
zwischenzeitlich erfolgreich abgeschlossen. Als Dr.
E._
Bedenken betreffend die anschliessend geplante Vorbereitung auf die Fahrlehrerprüfung geäussert habe, habe der Beschwerdeführer mit Verzweiflung und Hoffnungslo
sigkeit reagiert (vgl. Urk. 8/65 S. 2).
Seit November 2005 sei es zu einer Verschlechterung des körperlichen Zustands gekommen. Eine Spritzentherapie habe dann wieder eine Besserung gebracht. Der Patient habe, nachdem er Informationen über eine
I._
-Ausbildung erhalten habe, wieder Mut und Zuversicht geschöpft, in der Folge, als er erfah
ren habe, dass das entsprechende Ausb
ildungsprogramm auch eine
Kampf
prüfung
umfasse, aber wieder
dekompensiert
(vgl. Urk. 8/65 S. 2). Angesichts des Umstands, dass der Beschwerdeführer generell als arbeitswillig und tüchtig erscheine, sei von einer günstigen Prognose auszugehen. Sinnvoll
erscheine
eine Berufsberatung und eine Rehabilitation in einem adäquaten Arbeitsbereich (vgl. Urk. 8/65 S. 3).
3.
1.
13
Vom 3. April bis zum vorzeitigen Abbruch der Massnahme am 12. Mai 2006 (statt am 30. Juni 2006) wurde der Beschwerdeführer im
A._
abgeklärt. In der Folge stellten die Ärzte in ihrem Bericht vom 22. Mai 2006 (Urk. 8/72) folgende Diagnosen (vgl. Urk. 8/72 S. 3):
Kraniozervikales
Beschleunigungstrauma am 17. Juni 2004
chronisches
zervikovertebrales
und panvertebrales Schmerzsyndrom
Konsekutive
somatoforme
Schmerzstörung
Es bestünden nachstehende Beeinträchtigungen der Körperfunktionen (vgl. Urk. 8/72 S. 3):
Schmerzen
nuchal
und okzipital, zeitweise Schulterschmerzen
Reduzierte körperliche, mentale und psychische Belastbarkeit
Schwindel, Ohrendruck
Erhöhte Lärmempfindlichkeit
Depressive Symptomatik
Hinsichtlich der Aktivitäten und der Partizipation am Sozialleben wirkten sich die Gesundheitsstörungen wie folgt aus (vgl. Urk. 8/72 S. 3):
Mobilität: Autofahren derzeit bis zu einer Dauer von zirka einer Stunde möglich
Bedeutende Lebensbereiche: die im Rahmen der
A._
-Abklärung erfolg
ten Arbeitseinsätze von jeweils vier Stunden habe der Beschwerdeführer als streng erlebt; dennoch habe er die dreimonatige Abklärung durch
halten wollen
Gemeinschaft und soziales Leben: Klare Einbussen
Der Ei
nschätzung der Gutachterin Dr. H._
könne an sich beigepflichtet wer
den, betreffend deren Arbeitsfähigkeitsbeurteilung sei allerdings anzumer
ken, dass diese aufgrund des Umstands, dass sich der Patient noch nicht von seinen
Berufswünschen (Fahrlehrer, Wächter bei der
I._
) habe lösen können, theoretischer Natur sei (vgl. Urk. 8/72 S. 4).
Angesichts der schlechten, im Laufe der Abklärung eher noch sinkenden, die Leistungsfähigkeit massiv einschränkenden Belastbarkeit sei der vorzeitige Abschluss der Massnahme per 12. Mai 2006 beschlossen worden. Der Be
schwerdeführer habe sich oft sehr schlecht gefühlt und - in Form von Schwitzen und einer
Zittrigkeit
- eine vegetative Dysregulation gezeigt, während der kur
zen Arbeitsphasen aber gute Arbeit geleistet. Dr.
E._
habe angegeben, während der Abklärung häufiger vom Patienten, der offen
sichtlich an der Be
lastungsgrenze gestanden beziehungsweise diese überschrit
ten habe, konsultiert worden zu sein. Dabei hätten weichteilrheumatische Beschwerden, insbesondere mit Muskelverspannungen im Nacken/Schulter
gürtel, die ihrerseits - sich nega
tiv auf die Konzentrationsfähig
keit auswirken
de - Spannungskopfschmerzen ausgelöst hätten, im Vordergrund gestanden. Zur Linderung seien lokale Infilt
rationen durchgeführt worden; eine Reduktion des hohen
Analgetikakonsums
sei unter diesen Umständen nicht rea
listisch gewesen (vgl. Urk. 8/72 S. 4).
Aufgrund der im Rahmen der beruflichen Abklärung gezeigten Leistungen sei derzeit nicht an die Aufnahme einer Tätigkeit in der freien Wirtschaft zu den
ken. Langfristig sei indes zu beachten, dass der Beschwerdeführer über auf dem Arbeitsmarkt durchaus nützliche Fähigkeiten respektive Ressourcen ver
füge. Zu bedenken sei auch, dass positive Erfahrungen beziehungsweise Erfolgs
erlebnisse für den Aufbau des schwer angeschlagenen Selbstvertrauens, der Belastbarkeit und damit auch der Lebensqualität von essenzieller Bedeutung seien. Negative Auswirkungen auf die Befindlichkeit hätten aktuell die offenen
versicherungs
technischen
Fragen (vgl. Urk. 8/71 S. 5).
In Anbetracht des bisherigen Verlaufs sei von einer erneuten stationären Rehabi
litation abzuraten. Dem Beschwerdeführer sei nahegelegt worden, sich eine Tagesstruktur zu erarbeiten und die Belastung zu steigern. Nebst der Wei
terführung der Physio- und Psychotherapie könnten allenfalls ein leichtes Fitnesstraining sowie Angebote aus dem paramedizinischen Bereich der Ver
besserung des Wohlbefindens dienen, wobei
eine Reduktion des hohen
Analge
tikakonsums
anzustreben sei. Sinnvoll erschiene
n Tätigkeiten, die viel Wechsel
belastung mit sich brächten. Idealerweise werde dem Beschwerdeführer die Möglichkeit geschaffen, im Sinne eines Arbeitsversuchs einem handwerklich tätigen Kollegen stundenweise zu helfen, was sich auch insofern positiv aus
wirkte, als Ersterer damit seine sozialen Beziehungen erweitern könnte (vgl. Urk. 8/72 S. 5).
3.
1.
14
Nachdem sie den Beschwerdeführer am 18., 24. und 25. Januar 2007 inter
nis
tisch, rheumatologisch, neurologisch und psychiatrisch untersucht hatten (vgl. Urk. 8/98 S. 2), stellten die Ärzte der
B._
in ihrem Gutachten vom 2. Juli 2007 (Urk. 8/98) nachstehende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfä
higkeit (vgl. Urk. 8/98 S. 22):
Chronisches
zervikovertebrales
bis
zervikozephales
Schmerzsyndrom (ICD-10 M54.2/M53.0) bei/mit
Status nach HWS-Distorsion am 17. Juni 2004
kleiner medianer bis
mediolateraler
Diskushernie rechts bei degenerati
ven Bandscheibenveränderungen, ohne Einengung des
Spi
nalkanals
, ohne Nervenwurzelkompression (MRI vom 7. September 2004)
pseudoradikulärer
Schmerzausstrahlung ohne sensomotorisches
radiku
läres
Reiz- oder Ausfallsyndrom
Wirbelsäulenfehlhaltung und muskulärer
Dysbalance
Keinen Einfluss auf die Leistungsfähigkeit hätten folgende Diagnosen (vgl. Urk. 8/98 S. 22):
Anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung (ICD-10 F45.4)
Leichte depressive Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10 F32.01)
Die geklagten Beschwerden liessen sich - zumindest in ihrer Ausprägung - mit dem Unfall allein nicht erklären und seien wohl im Rahmen einer
Schmerzver
arbeitungsstörung
bis hin zur Aggravation zu interpretieren. Während die
derzeit asymptomatische - Diskushernie C5/C6 mit überwiegender Wahr
schein
lichkeit vorbestehend sei, lägen hinsichtlich der den Bewegungsapparat betref
fenden Beschwerden keine unfallfremden Ursachen vor (vgl. Urk. 8/98 S. 26). Auch die psychische Symptomatik sei wahrscheinlich unfallbedingt (vgl. Urk. 8/98 S. 28).
Die somatisch und neuropsychologisch fassbaren Gesundheitsstörungen träten gegenüber der psychischen Fehlverarbeitung klar in den Hintergrund. Der psy
chischen Störung komme indes kein Krankheitswert beziehungsweise keine einschränkende Wirkung auf die Arbeitsfähigkeit zu. Die Ausprägung der Symptome und die dadurch angegebene subjektive Einschränkung der Leis
tungsfähigkeit lasse sich mit den Ergebnissen der somatischen und neuro
psy
chologischen Untersuchungen nicht begründen und sei vielmehr Ausdruck einer hochgradigen Symptomausweitung an der Grenze zur Aggravation (vgl. Urk. 8/98 S. 26).
Behandlungsmassnahmen, die noch eine namhafte Verbesserung des Gesund
heits
zustandes erwarten liessen, könnten keine empfohlen werden. Im Vorder
grund stünden aus therapeutischer Sicht
eine interdisziplinäre, multimo
dale und
psychotherapeutische Intervention und die Rückkehr zu einer normalen
Alltags
aktivität
. Zur Vermeidung einer Besch
werdeverschlimmerung seien Mass
nah
men zur somatischen Kräftigung sowie eine Aktivierungstherapie indi
ziert (vgl. Urk. 8/98 S. 27).
Die bisherige Tätigkeit als Lastwagenchauffeur erscheine derzeit aufgrund der rheumatologischen Befunde als ungeeignet. Inwieweit auch neuropsychologi
sche Gründe gegen eine entsprechende Arbeit sprächen, könne angesichts der nicht konklusiven beziehungsweise unverwertbaren (vgl. Urk. 8/98 S. 24) dies
bezüglichen Abklärungsergebnisse nicht beurteilt werden (vgl. Urk. 8/98 S. 27). In einer leichten bis gelegentlich mittelschwer belastenden Tätigkeit in
wirbel
säulenadaptierten
Wechselpositionen sei der Beschwerdeführer aktuell respek
tive ab Juli 2007 (vgl. Urk. 8/98 S. 30) zu 80 % arbeitsfähig. Grund für die 20%ige Einschränkung sei der vermehrte Pausenbedarf bei chronisch gene
rali
siertem Schmerzsyndrom. Nach einer ein- bis drei- (vgl. Urk. 8/98 S. 27) bezie
hungsweise drei- bis sechsmonatigen
Rekonditionierungsphase
(vgl. Urk. 8/98 S. 30) sei - bei genügender Motivation - formal-theoretisch in einer geeigneten Tätigkeit wieder von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen (vgl. Urk. 8/98 S. 27). Die psychische Störung bedinge keine Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit (vgl. Urk. 8/98 S. 29).
3.
1.
15
In seiner Stellungnahme zum Gutachten der
B._
vom 2. Juli 2007 (Urk. 8/98) hielt Dr.
F._
am 28. August 2007 fest, die in der Expertise gestellten neu
rologischen Diagnosen stünden im Wesentlichen im Einklang mit den selbst gestellten (posttraumatisches zervikales und
zervikozephales
Schmerzsyndrom bei Status nach Überdehnungstrauma der HWS am 17. Juni 2004 sowie leichtes neuropsychologisches Defizit). Die geklagten Beschwerden entsprächen den für ein HWS-Distorsionstrauma typischen Beeinträchtigungen und stünden in einem ursächlichen Zusammenhang zum fraglichen Unfall (vgl. Urk. 8/108 S. 1).
Was die gutachterliche Beurteilung der Arbeitsfähigkeit betreffe, sei diese als versicherungsfreundlich zu taxieren. Wenn die genaue Bezifferung auch nicht leicht falle, so stehe aufgrund der medizinischen Sachlage jedenfalls fest, dass in einer behinderungsangepassten Tätigkeit eine deutliche, wohl mindestens 50%ige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestehe. Der Endzustand sei erreicht (vgl. Urk. 8/108 S. 2).
3.
1.
16
Nachdem der Beschwerdeführer vom 21. Januar bis 14. Februar 2008 im Auf
trag der IV-Stelle in der BEFAS
D._
abgeklärt worden war, gaben die zu
ständigen Fachpersonen im Schlussbericht vom 13. März 2008 (Urk. 8/120) an, die fragliche Massnahme sei, nachdem der Beschwerdeführer, der sehr stark mit
sich und seinen Beschwerden beschäftigt gewesen sei (vgl. Urk. 8/120 S. 6), die ihm gemachten Vorgaben betreffend Arbeitstraining nicht eingehalten habe, nach rund drei Wochen vorzeitig beendet worden (vgl. Urk. 8/120 S. 5).
Aufgrund der gezeigten generellen Belastungsintoleranz und der bis anhin zuneh
menden Therapieresistenz ohne Beeinflussungsmöglichkeit von
Schmerz
verhalten
und psychovegetativer Symptomat
ik lasse sich eine
behinderungs
adaptierte
berufliche Wiedereingliederung derzeit kaum erfolgreich umsetzen (vgl. Urk. 8/120 S. 9).
3.
1.
17
Dr.
E._
stellte am 5. Mai 2008 nachstehende Diagnosen (vgl. Urk. 8/
137 S. 20
):
Chronisches
zervikozephales
/-
spondylogenes
Syndrom mit/bei
Status nach HWS-Distorsionstrauma am 17. Juni 2004
neuropsychologischen Defiziten
Chronische Depression
Seit dem 17. Juni 2004 und bis auf
Weiteres
sei der Patient als
Lastwagenchauf
feur
zu 100 % arbeitsunfähig. Eine behinderungsangepasste Tätigkeit sei ihm ab Mai 2008 im Umfang von zwei bis drei Stunden pro Woche wieder zumutbar. Verschiedene entsprechende Abklärungen hätten eine stark verminderte Belast
barkeit bei Arbeitseinsätzen gezeigt. Der Gesundheitszustand sei stationär; die Arbeitsfähigkeit lasse sich mittels medizinischer Massnahmen nicht verbessern. Während die Fahrtauglichkeit gegeben sei, seien die physi
schen und psychi
schen Ressourcen des Beschwerdeführers in erheblichem Masse eingeschränkt. Mit der medikamentösen Behandlung, der Physio- und der Psychotherapie nehme der Patient sämtliche indizierten Behandlungsmöglichkeiten wahr.
3.
1.
18
Dr.
G._
stellte am 27. Mai 2008 nachstehende Diagnosen mit Auswir
kung auf die Arbeitsfähigkeit (vgl. Urk. 8/
137 S. 20 f.
):
Chronisches
zervikovertebrales
bis
zervikospondylogenes
/
zerviko
zepha
les
Schmerzsyndrom, bestehend sei 17. Juni 2004, bei/mit
Status nach HWS-Distorsion am 17. Juni 2004
kleiner medianer bis
mediolateral
rechtsseitiger Diskushernie C5/C6 bei degenerativen Bandscheibenveränderungen, ohne
Spinalkanalein
engung
und ohne Nervenwurzelkompression
Wirbelsäulenfehlhaltung
muskulärer
Dysbalance
Keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit resultiere aus folgenden, ebenfalls seit 17. Juni 2004 bestehenden Diagnosen:
Anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung, ICD-10 F45.4
Leichte bis zur Zeit mittelgradige depressive Episode mit somatischem Syn
drom, ICD-10 F32.02
Der Patient
klage
über im Wesentlichen unveränderte Beschwerden in Form von Kopfschmerzen sowie durch Wetterwechsel akzentuierte
n
Nackenschmerzen mit Ausstrahlung in die Schultergegend, geringer Belastbarkeit und rascher Über
forderung, wobei sich die beiden letztgenannten Beeinträchtigungen auch in psychovegetativen Symptomen manifestierten.
Der Umstand, dass die BEFAS-Abklärung vorzeitig abgebrochen worden sei, habe den Beschwerdeführer, der der Ansicht sei, man habe ihm kaum eine Chance gegeben und keine Geduld mit ihm gehabt, schwer getroffen und deprimiert. Er hoffe, dennoch ein Arbeitstraining absolvieren und hernach in einer geeigneten Tätigkeit wieder ein 50%-Pensum erreichen zu können.
Mit Ausnahme des Auffassungsvermögens seien sämtliche psychischen Funk
tionen (Konzentrationsvermögen, Anpassungsfähigkeit, Belastbarkeit) einge
schränkt. Eine berufliche Umstellung erscheine als sinnvoll. In der angestamm
ten Tätigkeit beziehungsweise als Schulbus- oder eventuell Kehrichtwagenfahrer bestehe ab dem 1. Juni 2008 wieder eine - sich steigern lassende - Arbeitsfähig
keit von 30 %. Einer behinderungsangepassten Tätigkeit nachzugehen (in Be
tracht fielen gemäss BEFAS-Abklärung Kontroll- und Verpackungsarbeiten, sei der Beschwerdeführer ab dem nämlichen Datum wieder halbtags in der Lage; im Laufe der Zeit könne das Pensum nach und nach erhöht werden.
3.2.
3.2.1
Aus den seit dem Urteil des hiesigen Gerichts vom 27. November 2009 im Prozess Nr. UV.2008.00099 in Sachen der Parteien (Urk. 8/137) ergangenen medizinischen Berichten geht Folgendes hervor:
Dr.
E._
hielt am 4. Dezember 2010 fest,
es bestünden
weiterhin ausge
prägte
Zervikalgien
,
Zephalea
sowie
zervikogene
r
Schwindel.
Diverse Versuche betreffend
die
berufliche Wiedereingliederung hätten bis anhin kein befriedi
gendes Resultat gebracht, da der Beschwerdeführer aufgrund der geschilderten Symptomatik auf zu häufige Pausen mit Arbeitsunterbrüchen angewiesen sei. Trotz maximaler Motivation und enorme
m
Einsatz sei der Beschwerdeführer daher ausserstande gewesen, eine verwertbare Arbeitsleistung zu erbringen.
Infolge der
frustranen
Wiedereingliederungsbemühungen habe sich die Depres
sion, die – als posttraumatische Belastungsstörung - schon nach dem Unfall vorgelegen habe, noch verstärkt. Der Beschwerdeführer unterziehe sich weiter
hin einer medikamentösen Behandlung und einer Physiotherapie. Er sei nach wie vor in jeglicher Tätigkeit zu 70 bis 80 % arbeitsunfähig (Urk. 8/151).
3.2.2
Dr. med.
J._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, diagnosti
zierte in seinem Bericht vom 23. März 2011
(Urk. 8/155)
eine
Anpassungsstö
rung
bei psychosozialer Belastung mit depressiver Reaktion (ICD-1
0 F43.21). Der Beschwerdeführer, der ihn zwischen dem 1. Dezember 2009 und dem 12. November 2010 insgesamt zirka fünfzehnmal konsultiert habe, sei
damals
aus psychiatrischer Sicht nicht in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt gewe
sen.
3.2.3
Gestützt auf die Ergebnisse ihrer am 21. April sowie am 3. und 5. Mai 2011 durch
geführten Untersuchungen stellte
n
die Ärzte des
C._
in ihrem Gutachten vom 1. Juli 2011 nachstehende Diagnosen mit
Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 8/158 S. 52):
Schwere depressive Episode mit psychotische
n
Symptomen, ICD-10 F32.31
Chronisches therapieresistentes
zervikospondylogenes
und
thorako
- bis
lumbovertebrales
Schmerzsyndrom ohne relevantes strukturelles Korrelat
Keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit hätten folgende Diagnosen:
Arterielle Hypertonie, aktuell ungenügend eingestellt
Möglicher Analgetika-Kopfschmerz
Die angestammte Tätigkeit sei dem Beschwerdeführer seit dem Unfall vom 17. Juni 2004 nicht mehr zumutbar. In einer leidensangepassten Tätigkeit
(leichte bis mittelschwere wechselbelastende Tätigkeiten ohne Zwangshaltungen der Wirbelsäule, ohne repetitiv notwendige extreme Kopfbewegungen und o
h
ne häufige Halte- oder Tragarbeiten [kein repetitives Heben von Lasten über 7 kg beziehungsweise
von
Einzellasten über 20 kg, kein häufiges oder längeres
kör
perfernes
H
alten oder Tragen von Lasten])
habe nach dem Unfall bis zur
Hospi
talisation
in
einer psychiatrischen Klinik
im September 2009 eine 100%ige Arbeitsfähigkeit bestanden.
Seit diesem Zeitpunkt sei der
Explorand auch in einer Verweistätigkeit zu 100 % arbeitsunfähig (Urk. 8/158 S. 59).
4.
4.1
4.1
.1
Das Bundesgericht war im Urteil
8C_66/2010 vom 6.
September 2010
(Urk. 8/139) zum Schluss gelangt, dass der Beweiswert der Expertise der
B._
vom 2. Juli 2007 (Urk. 8/98) dadurch, dass sich einzelne Teilgutachter den Doktortitel angemasst hätten, erheblich in Frage gestellt werde. Die
Rückwei
sung
der Sache an die SUVA erfolgte, damit diese im Hinblick auf die Beurtei
lung der Folgen des HWS-Distorsionstraumas bei geeigneten Spezialärzten eine umfassende interdisziplinäre Begutachtung veranlasse, wobei das Ergebnis der Begutachtung relevant für die Beurteilung eines Teils der Adäquanzkriterien
, sei
es nach der Schleudertraumpraxis oder nach der Praxis für psychische Unfall
folgen, sei (Urk. 8/139
S. 5 ff.
E. 3).
4.1.2
Das in der Folge
von der IV-Stelle eingeholte interdisziplinäre Gutachten des
C._
vom
1. Juli 2011 (Urk. 8/158)
beruht auf den Ergebnissen der fundierten
in Kenntnis der
Vorakten
durchgeführten (vgl. Urk. 8/158 S. 2-18) -
Untersu
chung des Beschwerdeführers durch
Dr. med.
K._
, Facharzt FMH für Innere
Medizin
, Zertifizierter Medizinischer Gutachter SIM
(Urk. 8/158 S. 31-33),
Dr. med.
L._
, Facharzt FMH für Rheumatologie (Urk. 8/158 S. 34-39), Prof. Dr. med.
M._
,
Facharzt FMH für Neurologie (Urk. 8/158 S. 40-44),
sowie
Dr. med.
N._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie (Urk. 8/158 S. 44-51)
.
Die Experten berücksichtigten in ihrer Beurteilung die geklagten Be
schwerden
(Urk. 8/158 S.
28-30)
, nahmen umfassend Stellung zu den vorhan
denen Gesundheitsstörungen und deren Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit, legten die medizinischen Zusammenhänge sowie die medizinische Situation einleuchtend dar
und begründete
n
ihre
Schlussfolgerungen (
Urk. 8/158 S. 53 ff.
).
Ihrem Gutachten kommt demnach
– unbestrittenermassen
(Urk. 1, Urk. 7, Urk. 12)
-
grundsätzlich Beweiswert zu
(vgl. BGE 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c)
.
4.2
4.2.1
Im Urteil vom 27. November 2009 im Prozess Nr. UV.2008.00099 in Sachen der Parteien (Urk. 8/137)
gelangte
das hiesige Gericht gestützt auf die damals vor
handenen und diesbezüglich übereinstimmenden
medizinischen Akten zum Schluss
, dass der Beschwerdeführer sich
bei der Auffahrkollision vom 17. Juni 2004 eine Distorsion der HWS zu
ge
zog
en
und in der Folge unter den für eine derartige Verletzung typischen Beschwerden
ge
litt
en hatte
(Urk. 8/137 S.
21 f.
E. 4.1). D
ie Expertise
des
C._
vom 1. Juli 2011 (Urk. 8/158)
gibt keinen Anlass
für
eine andere
Beurteilung. Wie schon die früheren medizinischen Abklärun
gen ergaben auch die (auch bildgebende
n
) Untersuchungen der Gutachter des
C._
keine objektivierbaren organischen Befunde, die die geklagten physischen Beeinträchtigungen zu erklären verm
öchten (Urk. 8/158
S.
52
)
.
Bestätigt hat sich auch
, dass der Beschwerdeführer eine
– seit langem medikamentös und psychotherapeutisch behandelte
–
psychische
Störung aufweist
(Urk. 8/158 S. 47, S. 52 und S. 60).
4.2
.2
Aus den diesbezüglich im Wesentlichen im Einklang stehenden Akten ist so
dann zu schliessen, dass der fragliche Unfall für die über den 31. August 2007 (
Urk.
2) hinaus persistierenden somatischen und psychischen Defizite zumindest teilursächlich war (vgl. etwa Bericht
A._
vom 22. Mai 2006 [Urk.
8
/65 S. 3] und
Stellungnahme Dr.
F._
vom 28. August 2007 [Urk.
8
/108 S. 1]).
Die
Gutachter des
C._
nahmen zwar nicht ausdrücklich Stellung zur Frage der Unfallkausalität der anhaltenden Beschwerden;
aus ihrer Beurteilung lässt sich indes schliessen, dass
sie
die vom Beschwerdeführer geklagten Beeinträchtigun
gen
zumindest teilweise
auf das Ereignis
vom 17. Juni 2004 zurückführten
(vgl. etwa Urk. 8/158 S. 59)
.
4.
2.
3
Aufgrund der aktenkundigen medizinischen Beurteilungen, der zeitlichen Gege
benheiten und der gestellten entsprechenden Diagnosen ist davon auszugehen, dass die - erstmals am 13. März 2005 von den Ärzten der
Z._
erwähnte (vgl. Urk.
8/41 S. 2 und
S. 3) - psychische Symptomatik nicht im Rahmen des typischen Beschwerdebilds einer HWS-Distorsion zu sehen, son
dern als selbständige Gesundheitsstörung zu betrachten ist. So geht aus den Arztberichten verschiedentlich hervor, dass die psychische Beeinträch
tigung als Folge des verzögerten Heilungsverlaufs (und des - vor dem Unfall erfolgten
–
Stellenverlusts
sowie verschiedener – zumindest teilweise infolge des Unfalls aufgetretener ungünstiger psychosozialer Faktoren
) aufgetreten
und insofern reaktiver Natur
ist
(vgl. etwa Bericht Dr.
E._
vom 23. August 2005 [Urk.
8
/54], Bericht Dr.
G._
vom 19. Mai 2005 [Urk.
8
/57 S. 1], Bericht
A._
vom 22. Mai 2006 [Urk.
8
/72 S. 3], Gutachten des
C._
vom 1. Juli 2011
[Urk.
8/158 S.
45
f.]
).
Der Beschwerdeführer bezeichnete die
psychischen Be
schwerden
im Rahmen dieses Verfahrens
denn
auch selbst als Spätfolgen des Unfalls (Urk. 1 S. 9).
Betreffend
die
von verschiedenen Ärzten
festgestellt
e
und von den Gutachtern des
C._
– als
zusätzlich zur
sich bis zur Begutachtung massiv verschlechterte
n
depressive
n
Symptomatik
bestehende und von dieser
deutlich überlagerte
psychische Störung
(vgl. Urk. 8/158 S. 51)
–
zumindest als plausibel
betrachtet
e
somatoforme
Schmerzstörung
bleibt anzumerken
,
dass eine derartige Störung
nach der Rechtsprechung definitionsgemäss nicht unter das typische Beschwerdebild nach einem Schleudertrauma beziehungs
weise eine diesem äquiva
lente
Verletzung subsumier
t werden kann
, da sie nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen, insbesondere in Verbindung mit emotionalen Konflikten oder Problemen, auftritt (vgl.
hiezu
Urteil des damaligen Eidgenös
sischen Versicherungsgerichts U 5/06
vom 23. Mai 2006
E. 3.2.2 mit Hinwei
sen).
Aufgrund der echtzeitlichen medizinischen Berichte ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer
schon bald nach dem Unfall vom
17
. Juni 2004
an einer
somatoformen
Schmerzstörung litt.
So
äusserten die
Ärzte der
Z._
bereits
am 13. März 2005
den
Verdacht auf eine
Schmerzverarbeitungs
störung
und wiesen
auf einen Ausweitungsprozess hin
(vgl. Urk. 8
/41 S. 2)
. In der Folge bescheinigten
am 5. August 2005 auch
Dr.
H._
(Urk. 8/59 S. 6),
die Ärzte des
A._
am
22. Mai 2006
(Urk. 8
/72 S. 3)
und die behandelnde Psy
chiaterin
Dr.
G._
am 27. Mai 2008 (vgl. Urk. 8/51 S. 3 im Prozess Nr.
IV.2008.01156)
dem Beschwerdeführer eine
somatoforme
Schmerzstörung
. Aus den Akten geht überdies hervor, dass die
Ärzte de
r
O._
, von denen sich der Beschwerdeführer zweimal stationär behandeln liess,
die fragliche Diagnose
zwischenzeitlich sowohl
in ihrem Austrittsbericht vom 17. Dezember 2009
als auch im Kurzbericht vom 17. Februar 2011, mithin nur kurze Zeit vor der Begutachtung durch das
C._
im April und Mai 2011,
ebenfalls
bestätigt haben (vgl. Urk. 8/15
8
S. 16
, S. 18
und
S. 51)
.
Diese über
einstimmenden Einschätzungen erklären denn auch die
immer wieder erwähnte Therapieresistenz (vgl. Urk.
8
/17, Urk.
8
/24 S. 2, Urk.
8
/41 S. 2, Urk.
8
/54, Urk.
8
/62 S. 2, Urk.
8
/71 S. 5, Urk.
8
/120 S. 9,
Urk. 8/158 S. 57
) beziehungs
weise d
ie
Verschlimmerung und Ausweitung der Symptomatik trotz einerseits wenig erheblicher somatischer Befunde und andererseits adäquater Behandlung (vgl. Urk.
8
/28 S. 2,
Urk.
8
/41 S. 2, Urk.
8
/59 S. 6, Urk.
8
/65 S. 2,
Urk. 8/158 S. 56 ff.
), d
as
den Ärzten mit der beim Unfall zugezogenen Verletzung kaum er
klärbare
Ausmass der angegebenen Schmerzen (vgl. Urk.
8
/41 S. 2
, Urk. 8/158 S. 57 f.
) und d
ie
starke Fokussierung des Beschwerdeführers auf sein
Schmerz
erleben
(vgl. etwa Urk.
8
/120 S. 6).
Die Ärzte des
C._
diagnostizierten am 1. Juli 2011 zwar selbst keine
somatoforme
Schmerzstörung, verneinten eine derartige Störung indes nicht, sondern sahen sich aufgrund der im
Begutach
tungszeitpunkt
stark ausgeprägten depressiven Symptomatik
lediglich
ausser
stande, eine
– von dieser jedenfalls deutlich überlagerte -
allfällige zusätzliche
psychische Störung
festzustellen
(Urk. 8/158
S. 51).
4.
2.
4
Da nach
dem Gesagten
keine mit der HWS-Distorsion in engem Zusammenhang stehende psychische Problematik, sondern eine selbständige sekundäre
Gesund
heitsschädigung
in Form
einerseits der reaktiven depressiven Störung und an
dererseits
der (für das bestehende Beschwerdebild zur Hauptsache ursächlichen und die - in keinem Verhältnis zu den relativ geringfügigen somatischen Be
funden stehende - gezeigte massive Einschränkung der körperlichen Belastbar
keit erklärenden)
somatoformen
Schmerzstörung vorliegt, ist die
Adäquanz
prüfung
unabhängig davon, ob das psychische Beschwerdebild die körperlichen Beschwerden eindeutig in den Hintergrund gedrängt hat
(Urk. 1 S. 7)
,
(aus
schliesslich)
nach der in BGE 115 V 133 und nicht nach der in BGE
117 V 359 begründeten und in BGE
134 V 109
modifizierten
Rechtsprechung zu prüfen (vgl. Urteil des damaligen Eidgenössischen Versicherungsgerichts U 5/06
vom 23. Mai 2005
E. 3.2.2 in
fine
mit Hinweis).
4.
2.
5
Aus den medizinischen Akten geht einhellig hervor, dass die Behandlung der somatischen Unfallfolgen, soweit sie - angesichts der immer wieder als thera
pieresistent bezeichneten Beschwerden, die sich im Lauf der Zeit eher noch
verschlechterten respektive ausweiteten (vgl. Urk.
8
/17, Urk.
8
/24 S. 2, Urk.
8
/28 S. 2, Urk.
8
/41 S. 2, Urk.
8
/54, Urk.
8
/59 S. 6, Urk.
8
/62 S. 2, Urk.
8
/65 S. 2, Urk.
8
/71 S. 5, Urk.
8
/120 S. 9,
Urk. 8/15
8
S. 57
) - nach dem Unfall überhaupt je einen nennenswerten Erfolg gezeitigt hatte, jedenfalls im Zeitpunkt der
Leis
tungseinstellung
per 31. August 2007 (vgl. Urk. 2 S. 2) schon seit langem keine wesentliche Besserung mehr gebracht hatte und auch keine solche mehr erwar
ten liess. Während die Ärzte der
Z._
denn auch bereits rund acht Monate nach dem Unfall vom 17. Juni 2004 den Fallabschluss empfahlen (vgl. Austrittsbericht vom 13. März 2005, Urk.
8
/41 S. 3), war der Endzustand gemäss dem behandelnden Neurologen Dr.
F._
jedenfalls im August 2007 erreicht (vgl. Stellungnahme vom 28. August 2007, Urk.
8
/108 S. 2).
Die Gut
achter des
C._
schliesslich bezeichneten das Beschwerdebild als absol
ut thera
pieresistent (Urk. 8/158
S. 57), und die als einzige Massnahme zur Steigerung der Leistungsfähigkeit
von ihnen
an sich
noch in Betracht gezogene medizini
sche Trainingstherapie (MTT) erachteten sie – insbesondere aufgrund der Selbstlimitierung und der psychischen Störung – als nicht erfolgsversprechend (Urk. 8/15
8
S. 60).
Angesichts dieser Gegebenheiten und aufgrund des Um
stands, dass die IV
Stelle weder bei Leistungseinstellung
durch die
SUVA Ende August 2007 noch zu einem späteren Zeitpunkt Eingliederungsmassnahmen durchführte, sondern den Anspruch des Beschwerdeführers auf berufliche Mass
nahmen am 7. April 2008
unter Hinweis auf deren fehlende Erfolgsaussich
ten
–
vielmehr noch explizit verneinte, ist der Fallabschluss der SUVA per 31. August 2007
– auch nach aktueller Aktenlage (Urk. 1 S.
9
) -
nicht zu bean
standen
. Anzumerken ist
hiezu
, dass die Einstellung der Heilbehandlungs- und Taggeldleistungen
respektive die Prüfung des Rentenanspruchs
entgegen den entsprechenden Ausführungen des Beschwerdeführers
keinen stabilen bezie
hungsweise nicht mehr veränderlichen
Gesundheitszustand voraussetzt
, sondern
in medizinischer Hinsicht
lediglich bedingt, dass
von der Behandlung der somatischen Leiden
kein nennenswerter Therapieerfolg mehr zu erwarten ist (Art. 19 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [UVG], BGE 134 V 109 E.
6.1
)
, was vorliegend – wie dargelegt – der Fall ist
.
4.2
.6
Wie bereits im Urteil vom 27. November 2009 im Prozess Nr. UV.2008.00099 in Sachen der Parteien (Urk. 8/137 S. 24 f. E. 4.6) dargelegt und vom Bundes
gericht in der Folge mit Urteil 8C_66/2010 vom 6. September 2010 (Urk. 8/139 S. 8 f. E. 4.1 und 4.2) bestätigt, handelte es sich bei der Kollision vom 17. Juni 2004 um ein mittelschweres, im Grenzbereich zu den leichten Unfällen liegen
des Ereignis, das weder besonders dramatisch war noch von besonders ein
drücklichen Umständen begleitet wurde.
Angesichts der Ergebni
sse der Begutachtung durch das C._
besteht auch be
tref
fend diejenigen Adäquanzkriterien, bei deren Prüfung medizinische Aspekte ausschlaggebend sind, kein Anlass zu einer von der Einschätzung im Urteil vom 27. November 2009 (Urk. 8/137) abweichenden Beurteilung.
Wie schon im ge
nannten Entscheid ausgeführt, stellt
ein Schleudertrauma beziehungsweise eine diesem äquivalente Verletzung im Rahmen der Adäquanzprüfung nach der in
BGE 115 V 133 begründeten Recht
sprechung keine schwere oder besonders ge
artete Verletzung dar (vgl. etwa Urteil des Bundesgerichts 8C_124/2008
vom 17. Oktober 2008
E. 10.2 mit Hinwei
sen).
Anderweitige somatische
Unfallfolgen liegen keine vor.
Das vom Beschwerdeführer zitierte Urteil des Bundesgerichts 8C_780/2009
(Urk. 1 S. 10)
ist insofern nicht einschlägig,
als die Adäquanz darin nach
den Regeln der sogenannten
Schleudertraumapraxis
(vgl. BGE 134 V 109 E. 10)
geprüft wurde und bei jenem Versicherten – anders als beim Beschwerdeführer – die für ein HWS-Schleudertrauma oder eine äquivalente Verletzung typischen Beschwerden in besonders schwerwiegender Weise aufge
treten waren. Vorliegend ist das entsprechende Kriterium demnach ebenfalls
zu verneinen.
Von einem schwierigen Heilungsverlauf oder erheblichen Kompli
ka
tionen (
Urk. 1 S. 11
) kann angesichts der Tatsache, dass die geklagten kör
perli
chen Beschwerden - zumindest im angegebenen Ausmass - aufgrund der medizinischen Akten, wenn nicht bereits unmittelbar nach dem Unfall, so
doch
schon sehr bald danach, in erster Linie mit der Schmerzverarbeitungsstörung bezie
hungsweise
der
somatoformen
Schmerzstörung - und teilweise auch mit dem hohen
Analgetikakonsum
, den zu reduzieren der Beschwerdeführer trotz ge
genteiliger ärztlicher Empfehlungen ablehnte (vgl. Urk.
8
/41 S. 2, Urk.
8
/72 S. 4 und S. 5) - zu erklären waren (vgl. insbesondere Austrittsbericht
Z._
vom 13. März 2005 [Urk.
8
/41 S. 2 f.], Gutachten Dr.
H._
vom 5. August 2005 [Urk.
8
/5]), nicht gesprochen werden.
Daran änderte auch die gemäss den
Gut
achtern des
C._
per September 2009 eingetretene massive Verschlechterung nichts,
betraf diese doch – ausschliesslich - die
psychische Symptomatik
, die
damals erstmals
zur
(
gut zweimonatigen
)
Hospitalisation
in einer psychiat
rischen Klinik führte (Urk. 8/15
8
S. 59 und S. 16 f.)
. Anzumerken ist
hiezu
, dass der Beschwerdeführer, der sich am 3. Juli 2012
als
‚psychisches Wrack‘
bezeich
nete
(vgl. Beschwerdeschrift, Urk. 1 S. 10), die psychische Beein
trächtigung auch bei der B
egutachtung durch das
C._
selbst
als
eindeutiges Hauptproblem
gesehen hatte
(vgl. Expertise vom 1. Juli 2011, Urk. 8/158 S. 45).
Eine ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert hätte, fällt vorliegend mangels entsprechender Anhaltspunkte in den Akten ebenfalls aus
ser Betracht. Auch von einer ungewöhnlich langen Dauer der ärzt
lichen Be
handlung (
Urk. 1 S. 10 f.)
kann - was die somatischen Beschwerden anbelangt -
vorliegend nicht die Rede sein. Hinzuweisen ist in diesem Zusam
menhang darauf, dass die Ärzte der
Z._
der SUVA bereits am 13. März 2005 den Fallabschluss nahegelegt hatten, weil sie jedenfalls in soma
tischer Hinsicht eine Therapie nicht mehr für indiziert hielten (vgl. Urk.
8
/41 S. 3). Die weiteren sich auf die gekl
agten körperlichen Beeinträchtig
ungen be
ziehenden therapeutischen Massnahmen sind vor dem Hintergrund der
soma
toformen
Schmerzstörung zu sehen; insofern erstaunt auch nicht, dass in der Folge (auch) in physischer Hinsicht kein namhafter Behandlungserfolg mehr verzeichnet werden konnte (vgl. Urk.
8
/54, Urk.
8
/59 S. 6, Urk.
8
/62 S. 2, Urk.
8
/65 S. 2, Urk.
8
/71 S. 5, Urk.
8
/120 S. 9,
Urk. 8/15
8
S. 57
).
Weil es an unfallbedingten organischen Befunden fehlt und die Ursache der geltend gemachten physischen Beschwerden - wenn nicht gar ausschliesslich, so zumindest weit überwiegend - in der psychischen Symptomatik zu sehen ist, kann auch das Kriterium der körperlichen Dauerschmerzen (
vgl. Urk. 1 S. 11
) nicht, oder zumin
dest nicht in besonders aus
geprägter Weise, als erfüllt gelten. Was schliesslich die Dauer der Arbeitsunfähigkeit betrifft, müssen
hiefür
in ers
ter Linie die psychischen Beschwerden verantwortlich gemacht werden, welche die somatischen Einschränkungen schon bald überlagerten beziehungs
weise ganz in den Hintergrund drängten. Auf etwas Gegenteiliges lassen auch die Berichte der Bauteilbörse vom 26. Februar und 24. August 2009 (
Urk. 8/128, Urk. 8/131
) nicht schliessen
, dokumentieren diese doch lediglich die vom Be
schwerdeführer bereits zuvor wiederholt gezeigte (vgl. insbesondere Bericht
A._
vom 22. Mai 2006 [Urk.
8
/72 S. 4], Bericht BEFAS
D._
vom 13. März 2008 [Urk.
8
/120]) und jedenfalls zu einem weit überwiegenden Teil mit psychischen Gründen zu erklärende limitierte physische Belastbarkeit. Eine Arbeitsunfähigkeit, die psychisch bedingt ist, hat indessen bei der vorliegenden Adäquanzbeurteilung unberücksichtigt zu bleiben
.
A
us
rheumatologischer Sicht
ist der Beschwerdeführer gemäss den Gutachtern des
C._
(aufgrund nicht ob
jektivierbarer Befunde)
seit dem Unfall
lediglich insofern in seiner Arbeitsfähig
keit eingeschränkt, als er – in vollem Pensum und ohne Leistungseinbusse - nur noch einer leidensangepassten Tätigkeit nachzugehen in der Lage ist
(Urk. 8/15
8
S.
59
)
. Das unfallbezogene Merkmal der Dauer der Arbeitsunfähigkeit ist
damit
ebenfalls
als nicht
gegeben zu erach
ten
.
4.2.7
Da
sich
nach dem Gesagten
auch gestützt auf die Ergebnisse der
polydiszipli
nären
Begutachtung durch die Ärzte des
C._
(Expertise vom 1. Juli 2011, Urk. 8/158)
ergibt, dass
weder eines der massgebenden Kriterien in ausgeprägter Weise erfüllt ist noch mehrere der zu berücksichtigenden unfallbezogenen Merkmale vorliegen, ist der adäquate Kausalzusammenhang zwischen den noch über den 31. August 2007 hinaus geklagten Beschwerden und der Kollision vom
17. Juni 2004 zu verneinen. Die Leistungseinstellung der SUVA per Ende Au
gust 2007 (vgl. Urk. 2) erweist sich demnach als rechtens.
Daran ändert auch die
Zusprache
einer ganzen Rente durch die IV-Stelle nichts (Urk. 1
S. 13
, Urk.
17
), ist der Unfallversicherer doch nicht an die Feststellungen der Organe der – an
ders als die Unfallversicherung nicht kausal, sondern final ausgestalteten - Eid
genössischen Invalidenversicherung gebunden.
Die Beschwerde ist daher abzu
weisen.