Decision ID: 939b8131-255f-483b-9da5-54b4ea053ffd
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1964, ist seit dem
1.
November 2001 Geschäftsfüh
rerin der
Y._ GmbH
, welche ein Café betreibt (vgl.
Urk.
7/15). Am 3
1.
Januar 2013 meldete sie sich unter Hinweis auf Müdigkeit, Schmerzen in der Hals- und Lendenwirbelsäule sowie im linken Ellbogen und beiden Beinen, Atemnot sowie Unterbauchschmerzen bei der Invalidenversicherung zum
Leis
tungsbezug
an (
Urk.
7/1). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische und erwerbliche Situation (
Urk.
7/2,
Urk.
7/8,
Urk.
7/11) ab und teilte der Versicherten am 1
5.
März 2013 mit, dass
berufliche
Eingliederungsmassnahmen
nicht
nötig seien (
Urk.
7/12). Nach weiteren Ab
klärungen der medizinischen und e
rwerblichen Situation (
Urk.
7/13
-16,
Urk.
7/18-
19,
Urk.
7/21-22,
Urk.
7/25-26) stellte die IV-Stelle der Versicherten mit Vorbescheid vom 1
3.
Mai 2014 (
Urk.
7/30) die Abweisung des Rentenan
spruchs in Aussicht, wogegen die Versicherte Einwände erhob (
Urk.
7/36). Die IV-Stelle veranlasste daraufhin eine
bidisziplinäre
Begutachtung in den
Fach
disziplinen
Rheumatologie sowie Psychiatrie und Psychotherapie, über welche am 1
3.
Februar
2015 sowie ergänzend am
7.
April
2015 berichtet wurde (
Urk.
7/48,
Urk.
7/51). Am 2
0.
April
2015 forderte die IV-Stelle die
Versicherte zur Stellungnahme auf (
Urk.
7/52).
Nachdem die
Versicherte
ihre
Stellungnahme einreicht hatte (
Urk.
7/53)
,
hielt die IV-Stelle mit Verfügung vom 1
8.
Juni 2015 (
Urk.
7/55 =
Urk.
2) an ihrem Vorbescheid fest und verneinte einen
Leistungsanspruch
.
2.
Die Versicherte erhob am 1
7.
Juli 2015 Beschwerde gegen die Verfügung vom 1
8.
Juni 2015 (
Urk.
2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei die An
gelegenheit zur weiteren Abklärung und Rentenberechnung an die Vorinstanz zurückzuweisen (
Urk.
1 S. 2). Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 1
2.
Oktober 2015 (
Urk.
6) die Abweisung der Beschwerde, was der Be
schwerdeführerin am 2
3.
Oktober 2015 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
8).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist
der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesund
heit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verblei
bende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Be
tracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die
Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs
unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht über
wind
bar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unt
erbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 %
besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit k
önnen in gleicher Weise wie kör
perliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Nicht
als Folgen eines psychischen Ge
sundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als rele
vant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Per
son bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des
Forderbaren
wi
rd dabei weitgehend objektiv be
stimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Aus
übung einer Er
werbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeits
markt mit der psychi
schen Beein
trächtigung vereinbar ist. Ein psychischer Gesun
dheitsschaden führt also nur so
weit zu einer Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), als angenommen werden kann, die
Verwertung der Arbeitsfähigkeit (Art. 6 ATSG) sei der versi
cherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
1.4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im
Be
schwerdefall
das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
1.5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vor
akten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging gestützt auf die medizinischen Abklärungen da
von aus, dass kein invaliditätsrelevanter Gesundheitsschaden ausgewiesen sei. Aus rheumatologischer Sicht liege keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit vor.
Eine Überwindbarkeitsprüfung bezüglich des
myofaszialen
Zervikobrachi
al
syndroms
erübrige sich, da die Fachmediziner diesem nachvollziehbar keine inva
lidisierende Wirkung zuerkannt hätten.
Die leichte depressive Störung be
gründe
– auch im Rahmen einer rezidivierenden depressiven Störung -
keinen erheblichen und langandauernden Gesundheitsschaden.
Zudem stehe die Be
schwerdeführerin nicht mehr in fachpsychiatrischer Behandlung und es lägen
mehrere psychosoziale
Faktoren vor. Die blosse Mutmassung einer zukünftigen Schmerzgeneralisierung könne keine Invalidität begründen.
Weitere Abklärun
gen seien nicht notwendig. Eine rentenbegründende Invalidität sei nicht ausge
wiesen (
Urk.
2
S. 1 f.
;
Urk.
6 S. 2 f.
).
2.2
Demgegenüber stellte sich die Beschwerdeführerin auf den Standpunkt (
Urk.
1),
auf das Gutachten könne infolge widersprüchlicher Angaben zur Arbeitsfähig
keit nicht abgestellt werden. Zudem könne nicht
leichthin angenommen wer
den, dass eine Anpassungsstörung immer vorübergehend sei.
Dr.
med.
Z._
habe
schlüssig dar
gelegt
, dass aus psychiatrischer Sicht lediglich von einer Arbeitsfähigkeit von 50
%
auszugehen sei.
D
em Gutachten
sei
sodann
zu ent
neh
men, dass von einer kontinuierlichen depressiven Symptomatik ausgegang
e
n werden müsse.
A
ufgrund der neuen Überwindbarkeits-/Schmerzrechtsprechung
seien
schliesslich
weitere Abklärungen
zu treffen
. Es sei von einer
Schmerzge
neralisierung
in Form einer Fibromyalgie auszugehen (S. 3 f.).
2.3
Strittig und zu prüfen ist der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin und dabei insbesondere die Frage, ob ein invalidisierender Gesundheitsschaden vorliegt.
3.
3.1
Die Ärzte des
A._
, Klinik für Gynäkologie, infor
mier
ten mit Austrittsbericht vom 2
7.
Juli 2012 (
Urk.
7/
11/
1-5) über die statio
näre
Hospital
isation
der Beschwerdeführerin vom 2
0.
bis 2
8.
Juli 2012, wobei
am 2
3.
Juli 2012 eine mediane Längslaparotomie, eine abdominale Hysterekto
mie mit
Adnexektomie
beidseits sowie eine Peritoneal- und
Omentumbiopsie
durchgeführt worden sei (S. 2). Die Beschwerdeführerin sei vom 1
9.
Juli bis
1
8.
August 2012 zu 100
%
arbeitsunfähig (S.
3). Als Diagnosen führten die Ärzte
Folgendes auf (S. 1):
endometrioides
Endometriumkarzinom
Status nach fraktionierter Kürettage am
8.
Juni 2012 im
B._
Uterus
myomatosus
und
Adenomyose
histologisch gesicherte pulmonale
Sarkoidose
hilär
, Erstdiagnose (ED) Juli 2012
radiologisches Stadium II
Beschwerdefreiheit
Status nach transnasaler
Prolaktinom
-Entfernung 2002 in der
C._
, keine Malignität anamnestisch
Status nach
Thyreoidektomie
Januar 2003 im
A._
Struma mit zellreichen
adenomatoiden
Knoten und her
z
för
miger
oxiphilzeliger
Metaplasie,
k
eine Malignität
Status nach zwei Spontangeburten 1993 und 1994, Status nach
Abort
kürettage
1991
Depression, unter medikamentöser Behandlung
3.2
Mit Bericht vom
9.
Januar 2013 (
Urk.
7/11/6-7) nannten die Ärzte des
A._
, K
linik
für Pneumologie, die folgenden
Diagnosen (S. 1):
p
ulmonale
Sarkoidose
, Stadium II, ED Juli 2012
p
apulöse
Effloreszenz (zirka 10 mm) Schulter lin
ks, Differentialdiagnose (DD): k
utane
Sarkoidose
Verdacht auf arterielle Hypertonie
e
ndometrioides
Endometriumkarzinom
mediane Längslaparotomie, abdominale Hysterektomie mit
Adnexek
tomie
beidseits, Peritoneal- und
Omentumbiopsie
am 2
3.
Juli 2012
Thyreoidektomie
bei Struma
nodosa
, Januar 2003 (
A._
), unter Substitu
tion
Depression, unter medikamentöser Behandlung
Zurzeit bestünden klinisch keine pulmonalen oder konstitutionellen Beschwer
den. Die Lungenfunktion sei stabil und es zeige sich ein normales Blutbild. Es bestehe weiterhin keine Indikation für eine systemische Steroidtherapie (S. 2).
In einem weiteren Bericht
vom 2
1.
März 2013 (
Urk.
7/14/6-7)
wurde die pulmo
nale
Sarkoidose
als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit einge
stuft (S. 1
f.
Ziff.
1.1
,
Ziff.
1.6-1.7
). Es fände weder eine medikamentöse noch eine sonstige Therapie statt (S. 2
Ziff.
1.5).
3.3
Dr.
med.
D._
, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe,
A._
, Klinik für Gynäkologie, bestätigte mit Berichten vom
3.
Mai 2013 (
Urk.
7/16) sowie 1
6.
Mai
2013 (
Urk.
7/18) die bisher gestellten Diagnosen (
jeweils
S.
1
Ziff.
1.1). Es lägen keine Hinweise auf Rezidive oder Komplikationen des
Endo
me
triumkarzinoms
beziehungsweise der vorgängigen Therapien vor (
jeweils
S. 2
Ziff.
1.4). Die Beschwerdeführerin sei vom 1
9.
Juli bis 1
8.
August
2012 zu 100
%
arbeitsunfähig gewesen.
Aus ihrer Sicht bestehe i
m Moment keine Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit
. Eine solche sei langfristig vom Verlauf der Grundkrankheit abhängig (
jeweils
S. 2 f.
Ziff.
1.6,
Ziff.
1.11).
3.4
Dem
vom Hausarzt
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medi
zin, am 1
4.
Mai
2013 zuhanden der zuständigen
Krankentaggeld
versiche
rung
erstellten Bericht (
Urk.
7/19/6-8 =
Urk.
7/21/3-5) sind
die folgenden
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit zu entnehmen (S. 1
Ziff.
3):
p
ulmonale
Sarkoidose
, Stadium II, ED Juli 2012
Schulter links:
sarkoidale
Granulome
Polyarthralgien im Rahmen der
Sarkoidose
; DD: rheumatoide Polyarth
ritis
Epicondylitis
lateralis
links
e
ndometrioides
Endometriumkarzinom
mediane Längslaparotomie, abdominale Hysterektomie mit
Adnexek
tomie
beidseits, Peritoneal- und
Omentumbiopsie
am 2
3.
Juli 2012
Depression
Z
ervikobrachi
als
yndrom
Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigke
it nannte er eine
Thyreoidektom
ie
bei Struma
nodosa
sowie ein
en
Verdacht auf eine arterielle Hyperto
nie (S. 2
Ziff.
3). Die Prognose sei ungewiss (S.
2
Ziff.
5). Die Beschwer
deführe
rin sei in der bisherigen Tätigkeit zu 50
%
arbeitsunfähig. Eine Um
schu
lung
sei nicht möglich (S. 2
Ziff.
6
-8).
3.5
Der behandelnde Psychiater
Dr.
med. univ. Z._
, Facharzt für Psychi
atrie und Psychotherapie, gab mit Bericht vom
7.
Februar 2014 (
Urk.
7/25 =
Urk.
7/26) an, dass er die Beschwerdeführerin seit Juni 2013 behandle und eine Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion (ICD-10 F43.21) als mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit diagnostizieren könne (S. 1).
Die Be
schwerdeführerin sei aus psychiatrischer Sicht höchstens zu 50
%
belastbar und dies auch nur deshalb, weil sie als Geschäftsführerin ihr Arbeitspensum selber einteilen könne.
Die Arbeitsfähigkeit hänge auch stark von der somatischen Problematik ab
(S. 3).
3.6
Am 1
3.
Februar 2015 erstatteten die Ärzte der Medizinischen Abklärungsstelle (MEDAS)
F._
ihr
bidisziplinäres
Gutachten in den Fachdisziplinen Rheumatologie sowie Psychiatrie und Psychotherapie zuhanden der
Beschwer
degegnerin
(
Urk.
7/48). Dabei gaben sie folgende Diagnosen an (S. 22
Ziff.
4):
leichte depressive Störung (ICD-10 F32.0), DD: anhaltende affektive Stö
rung (ICD-10 F34), DD: anhaltende Anpassungsstörung im Sinne einer langandauernden Überbelastung und Trauerreaktion bei Erkran
kung des Ehemannes und eigener chronischer Erkrankung (ICD-10 F43.21)
myofasziales
Zervikobrachialsyndrom
links
laut Akten pulmonale
Sarkoidose
ohne Anhaltspunkte für eine Beteili
gung des Bewegungsapparates
Status nach Hysterektomie mit
Adnexentfernung
und N
achbestrahlung 2012 aufgrund eines
Endometriumkarzinom
s
In der rheumatologischen Untersuchung
habe
klinisch ein mehrheitlich
my
o
ten
dinotisch
bedingtes
Zervikobrachialsyndrom
links festgestellt werden
kön
nen
. Die
radiologischen Befunde würden diskrete degenerative Veränderungen zeigen, die weitgehend dem Alter der Beschwerdeführerin entsprächen. Es ergä
ben sich keine Anhaltspunkte für ein
radikuläres
Kompressionssyndrom. Die klinische
Untersuchung habe eine Fehlstatik der Wirbelsäule,
Muskelverhärtun
gen
im Nacken-Schu
ltergürtel sowie eine diffuse
D
r
u
ckdolenz
mit Kneifschmerz am linken Oberarm
und teilweise am Vorderarm gezeigt. Eine vermehrte
Druck
dolenz
der Weichteile zeige sich auch in der Hüftregion, wobei die Beschwer
deführerin in diesem Bereich keine Schmerzen beklagt habe. In Anbetracht der belastenden psychosozialen Situation könnte es sich hierbei um Vorboten einer Schmerzgeneralisierung in Form eines
Fibromyalgiesyndroms
handeln.
Im Rahmen der bekannten
Sarkoidose
hätten sich bis anhin keine Anhaltspunkte für eine Beteiligung des Bewegungsapparates ergeben (S. 19
Ziff.
2.6.1).
Aus psychiatrischer Sicht seien bei der Beschwerdeführerin depressive Symp
tome erkennbar. So l
ägen
eine depressive Verstimmung und eine ständige über
wertige Besorgnis mit
Grübelneigung
vor. Zudem leide die Beschwerdefüh
rerin
an Ein- und Durchschlafstörungen und es bestünden passive
Suizidwün
sche
. Auch lägen Aufmerksamkeits- sowie Merkfähigkeitsstörungen vor. Die Be
schwer
deführerin sei reizbar und habe sich sozial zurückgezogen. Schliesslich lägen Hinweise auf ein erhöhtes Angstniveau vor. Insgesamt bestehe seit min
destens Juni 2012 eine klinisch relevante depressive Symptomatik, welche in ihrer Aus
prägung leicht bis mittelschwer sei (S. 20 f.
Ziff.
3
).
In rheumatologischer Hinsicht sei die Beschwerdeführerin weder in der bisheri
gen noch in einer anderen Tätigkeit in der Arbeitsfähigkeit eingeschränkt. Aus psychiatrischer Sicht sei sie durch die Haushaltsführung,
die
Unterstützung ihres rollstuhlpflichtigen Ehemannes sowie d
ie
Führung des eigenen Cafés über
lastet. Die zeitliche Grössenordnung der Einschränkung
in der bisherigen Tätig
keit
sei aus psychiatrischer Sicht schwer quantifizierbar. Soweit dies beurteilbar sei, gehe es um eine zeitliche Einschränkung von 1-2 Stunden pro Tag ein
schliesslich der Pausen. Die Einschränkung in einer anderen Tätigkeit sei noch
schwerer einzuschätzen und liege
leicht unter derjenigen für die aktuelle Tätig
keit (S. 22
ff.
Ziff.
5
-5.2
).
Es sei davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin bereits seit Frühjahr 2014 lediglich noch in der Grössenordnung von 80
%
ar
beitsfähig
sei
(S. 26
Ziff.
5.4).
Eine integrierte psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung sei notwendig. Die therapeutischen Behandlungsmöglichkeiten seien nicht ausgeschöpft. So finde die Psychotherapie nicht mehr statt und die
Beschwerdeführerin nehme von den
ursprünglich zwei verordneten Antidepressiva aktuell n
och ein
en
se
lektiven Serotonin-
Wiederaufnahmehemmer
(SSRI;
S. 25
Ziff.
5.3).
3.7
Am
7.
April 2015 beantwortete die psychiatrische Gutachterin der MEDAS
F._
die von der Beschwerdegegnerin gestellten Rückfragen zur Arbeits
fähigkeit, wobei sie jeweils auf die bereits im Gutachten getätigten Ausführun
gen verwies (vgl. Schreiben vom
7.
April 2015,
Urk.
7/51).
3.
8
Mit Stellungnahme
n
vom 1
0.
April
sowie
1.
Juni
2015 stellte
Dr.
med.
G._
, Facharzt für Chirurgie, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), für die Beurteilung auf das
bidisziplinäre
Gutachten der MEDAS
F._
ab (vgl.
Urk.
7/54 S. 2 ff.).
4.
4.1
Die Würdigung der medizinischen Akten ergibt, dass das Gutachten der MEDAS
F._
(vorstehend E. 3.6) die von der Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden in angemessener Weise berücksichtigt, in Kenntnis und in Aus
einandersetzung mit den
Vorakten
erstattet wurde und der konkreten medizini
schen Situation Rechnung trägt. Die Beurteilung leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge ein und die vorgenommenen Schlussfolge
rungen zu Gesundheitszustand und Arbeitsfähigkeit werden ausführlich begrün
det. D
ie Beurteilung durch die Gutachter der MEDAS
F._
ist nach dem Gesagten für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend. Das Gut
achten erfüllt damit die praxisgemässen Kriterien für beweiskräftige ärztliche
Entschei
dungsgrundlagen
(vorstehend E.
1.5) vollumfänglich, so dass für die Ent
scheid
findung darauf abgestellt werden kann.
4.2
A
us rheumatologischer Sicht liegen
demzufolge ein
myofasziales
Zervikobra
chialsyndrom
links, eine pulmonale
Sarkoidose
ohne Anhaltspunkte für eine Be
tei
ligung des Bewegungsapparates sowie ein Status nach Hysterektomie mit
Ad
nexentfernung
und Nachbestrahlung im Jahr 2012
aufgrund
eines
Endo
me
tri
um
karzinoms
vor (
Urk.
7/48 S. 45
Ziff.
4
).
Die ausführliche rheumatologische Befundaufnahme
(vgl.
Urk.
7/48 S.
43 f.
Ziff.
3
.1
)
war weitestgehend unauffällig und zeigte
nebst einer Fehlstatik der Wirbelsäule und einer Muskelverhärtung im Nacken-Schultergürtel vor allem
eine vermehrte Druckempfindlichkeit
am linken Arm
(vgl.
Urk.
7/48 S.
45
Ziff.
5
). Auch radiologisch zeigten sich
aktuell
keine wesentlichen Befunde. Es waren
einzig leichte degenerative Veränderun
gen an der Halswirbelsäule, an der linken
Schulter und am linken Ellbogen
er
sichtlich, welche als altersentsprechend beurteilt wurden
(vgl.
Urk.
7/48 S.
45
Ziff.
3.2
,
Ziff.
5
).
Bei der
bisher nicht
behand
lungsbedürftigen
pulmonalen
Sar
koidose
zeigte
n
sich bis anhin keine Anhaltspunkte für eine Beteiligung des Bewegungsapparates (vgl.
Urk.
7/48 S.
45 f.
Ziff.
5).
Gestützt darauf erscheint es
nachvollziehbar, dass aus rheumatologischer Sicht keine Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit attestiert werden konnte (vgl.
Urk.
7/48 S.
46
Ziff.
6). Dies steht im Übrigen im Einklang mit der fach
ärzt
lichen Einschätzung der Ärzte des
A._
, welche der Beschwerdeführerin lediglich im Rahmen der stationären
Hospitali
sation
eine Arbeitsunfähigkeit attestierten (vgl.
Urk.
7/11/1-5,
Urk.
7/11/6-7,
Urk.
7/14/6-7,
Urk.
7/16,
Urk.
7/18).
4.3
In psychischer Hinsicht
nannte
die
psychiatrische
Gutachter
in
der MEDAS
F._
nach ausführlicher psychopathologischer
Befundauf
nahme
(vgl.
Urk.
7/48 S.
16
f.
Ziff.
2.2) und mehreren durchgeführten Selbst- und
Fremdbeur
teilungsinstrumenten
(vgl.
Urk.
7/48 S. 17 f.
Ziff.
2.3)
als Diagnose mit Aus
wir
kung auf die Arbeitsfähigkeit
eine leichte depressive Störung (ICD-10 F32.0), wobei die schwer zu beurteilende ver
bliebene Arbeitsfähigkeit in jeglicher Tätig
keit zirka 80
%
betrage (
Urk.
7/48 S. 22 f
f.
Ziff.
4-5, S. 26
Ziff.
5.4).
Dabei gilt es allerdings zu berücksichtigen, dass der Umstand,
dass das Gutach
ten bezüglich der Darlegung der medizinischen Situation voll beweiskräftig ist, nicht
bedeutet
, dass auch die dortige Einschät
zung der Restarbeitsfähigkeit für die Belange der Invalidenversicherung ohne weiteres massgeblich ist. Die Beur
teilung, ob ein invalidisierender
Gesundheits
schaden
vorliegt, ist eine Rechts
frage und obliegt damit nicht den Ärztinnen und Ärzten, sondern den
rechts
anwendenden
Behörden. Es ist folglich mit der bundesgerichtlichen Rechtspre
chung vereinbar, einem Gutachten vollen
Be
weiswert
zuzuerkennen, jedoch von der medizinischen Einschätzung der Ar
beitsfähigkeit unter Berücksichtigung sozialversicherungsrechtlicher Aspekte abzuweichen (BGE 140 V 193 E.
3.1 f., 130 V 352 E. 3, Urteil des Bundesge
richts 9C_636/2007 vom 2
8.
Juli 2008 E.
3.3.1).
B
ei Beeinträchtigungen des psychischen Gesundheitszustandes
ist
stets eine
objek
tive Betrachtung des
Forderbaren
vorzunehmen ist (vorstehend E.
1.1, E.
1.3
)
, wobei
leichte bis höchstens mittelschwere Störungen aus dem depressi
ven Formenkreis in der Regel therapierbar sind und
invalidenversicherungs
recht
lich
zu keiner Einschränkung der Arbeitsfähigkeit führen (vgl. Urteile des Bund
es
gerichtes 9C_836/2014 vom 23. März
2015 E. 3.1, 9C_474/2013 vom
20.
Februar
2014 E. 5.4, 9C_696/2012 vom 19. Juni
2013 E. 4.3.2.1, 9C_250/2012
vom 29. November
2012 E.
5, 9C_736/2011 vom 7.
Februar
2012 E. 4.2.2.1 sowie 9C_917/2012 E. 3.2 vom 14.
August 2013)
.
Nach der Rechtspre
chung des Bundesgerichtes fallen leichte bis mittelgradige depressive Störun
gen, seien sie im Auftreten rezidivierend oder episodisch, einzig dann als inva
lidisierende Krank
heiten in Betracht, wenn sie
erwiesenermassen
therapieresis
tent
sind (statt vieler:
BGE 140 V 193
E.
3.3 mit Hinweis). Nur in einer solchen - seltenen, da nach gesicherter psychiatrischer Erfahrung Depressionen im Allge
meinen the
rapeutisch gut
angehbar
sind -
gesetzlich verlangten Konstellation ist den no
r
ma
tiven Anforderungen des Art. 7 Abs.
2 zweiter Satz ATSG für eine objek
tivie
ren
de Betrachtungs- und Prüfungsweise Genüge getan (
BGE 141 V 281
E. 3.7.1-
3.7.3
). Ein solcher Sachverhalt muss überwiegend wahrscheinlich und darf nicht lediglich nicht
auszuschliessen
sein. Es kommt dazu, dass die The
rapie in dem Sinne konsequent gewesen sein muss, dass die aus fachärztli
cher Sicht indizierten zumutbaren (ambulanten und stationären)
Behandlungs
mög
lichkeiten
in kooperativer Weise optimal und nachhaltig ausgeschöpft wur
den (
BGE 140 V 193
E. 3.3
;
BGE
137 V 64
E.
5.2; Urteile des Bun
desgerichts
9C_13/2016 vom 14. April
2016 E. 4.2 und 9C_89/2016 vom 12. Mai
2016 E. 4.
1).
4.4
Hinsichtlich der Beurteilung einer konsequenten Depressionstherapie fällt auf, dass die Beschwerdeführerin in keiner psychotherapeutischen
ambulanten
Therapie mehr steht
(vgl.
Urk.
7/48 S. 13 oben).
Die Gutachter der MEDAS
F._
erachteten eine integrierte psychiatrisch-psychotherapeutische Be
hand
lung allerdings als notwendig, auch um die aktuelle Leistungsfähigkeit
lang
fristig aufrechtzuerhalten (
Urk.
7/48 S.
26 oben).
V
on den ursprünglich zwe
i verordneten Antidepressiva
nimmt die Beschwerdeführerin zudem nur
noch ein
es
zu sich
(
Urk.
7/48
S.
25
Ziff.
5.3).
Es fehlt somit an einer konse
quenten Depressionstherapie, deren Scheitern das Leiden erst als resistent aus
weisen würde. Im Übrigen weist auch der Tagesablauf
der Beschwerdeführerin
nicht auf
einen
erhebliche
n
Leidensdruck
hin. So stehe sie gegen 7
.00
Uhr auf und erledige die Morgentoilette. M
anchmal lege sie sich nochmal hin
.
Wenn sie munter genug sei, erledige sie die Haushaltsarbeit. Von 10.0
0 Uhr bis 19.00 oder 19.30 Uhr arbeite
sie im Restaurant. Man
chmal könne sie nicht arbeiten; dies komme ein paar Mal pro Monat vor
. Nach der Rückkehr
von der Arbeit
bereite sie das Abendessen zu und erledige noch einige Haushaltsarbeiten oder schaue fern. In der Regel gehe sie um 23.30 Uhr ins Bett (vgl.
Urk.
7/48 S.
10
Ziff.
1.2.4).
Der Vollständigkeit halber zu erwähnen bleibt, dass i
m Gutachten der MEDAS
F._
mehrere psychosoziale Belastungsfaktoren aufge
führt werden
(
vgl. hierzu
BGE 127 V 294 E.
5a; Urteil
e des Bundesgerichts
9C_537/2011 vom 2
8.
Juni 2012 E.
3.2 und 8C_730/2008 vom 23. März 2009 E.
2).
So sei
die Beschwerdeführerin durch die Haushaltsführung, die Unterstüt
zung ihres rollstuhlpflichtigen Ehemannes und die Führung des eigenen Café
s und Restaurants überlastet
. Die Belastungen seien bereits grenzwertig gewesen
, bevor
das Karzinom und die
Sarkoidose
diagnostiziert worden
seien. In den folgenden Monaten sei die Beschwerdeführerin relativ ausgeprägt depressiv gewesen. Die Schwere der Symptomatik habe sich seither zurückgebildet,
wobei
sie
allerdings noch nicht vollständig abgeklungen
sei
(vgl.
Urk.
7/48 S.
22
Ziff.
5
).
Nach dem Gesagten ist es der
Beschwerdeführerin somit bei objektiver Betrach
tung zumutbar,
ihre Arbeitsfähigkeit, unterstützt durch
entsprechende konse
quen
te Therapie, in einem vollen Pensum zu verwerten.
Aus psychiatri
scher Sicht
liegt somit kein invalidisierender Gesundheitsschaden vor.
4.5
Daran vermögen die Berichte des Hausarztes
Dr.
E._
sowie des Psychiaters
Dr.
Z._
nichts zu ändern, zumal auf die Erfahrungstatsache hinzuweisen ist, dass
behandelnde Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre
auf
tragsrechtliche
Vertrauensstellung im Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer Pati
enten aussagen (
BGE 125 V 351 E.
3a/cc
). Der
Bericht von
Dr.
E._
(vgl.
Urk.
7/19/6-8
=
Urk.
7/21/3-5
)
enthält
zudem
keine
eigene
Befundaufnahme. Demgegenüber lässt
sich d
em Bericht von
Dr.
Z._
(
Urk.
7/25 =
Urk.
7/26)
zwar
eine eigene psy
chopatholog
ische Befundaufnahme
entnehmen, allerdings kann eine psy
chia
tri
sche Exploration von der Natur der Sache her nicht
ermes
sensfrei
erfolgen. Sie eröffnet dem begutachtenden Psychiater daher praktisch immer einen gewissen Spielraum, innerhalb dessen verschiedene medizinisch-psychiatrische Interpre
ta
tionen möglich, zulässig und zu respektieren sind, so
fern der Experte lege
artis
vorgegangen ist. Daher und unter Beachtung der Di
vergenz von medizinischem Behandlungs- und Abklärungsauftrag kann es nicht angehen, eine medizinische Administrativ- oder Gerichtsexpertise stets dann in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behan
delnden Ärzte nachher zu unterschiedlichen
Einschätzungen gelangen oder an solchen vorgängig geäusserten abweichenden Auffassungen festhalten (Urteil des Bundesgerichts 8C_694/2008 vom
5.
März 2009 E. 5.1). D
aher
lassen auch die Ausführungen von
Dr.
Z._
keine begründeten Zweifel an der schlüssi
gen gutachterlichen Beurteilung aufzukommen; zumal das psychische Leiden aus rechtlicher Sicht als nicht invalidisierend gilt (vorste
hend E. 4.4).
4.6
Soweit die
Beschwerdeführer
in
geltend macht
, auf das Gutachten
der MEDAS
F._
könne nicht abgestellt werden, da die Angaben zur Arbeitsfä
higkeit in einer angepassten Tätigkeit widersprüchlich seien (vgl.
Urk.
1 S.
3
Ziff.
2), so kann dem nicht gefolgt werden. Die Gutachter der MEDAS
F._
gaben nachvollziehbar an, dass aus rheumatologischer Sicht weder in der bisherigen noch in einer angepassten Tätig
keit eine Einschränkung vorliege
. Eine Arbeitsunfähigkeit wurde durchwegs nur mit dem psychischen Leiden be
gründet, wobei die diesbezügliche Einschränkung schwer einzuschätzen sei (vgl.
Urk.
7/48 S. 22 ff.
Ziff.
5-5.2).
Folglich
wurden die von der Beschwerdegegnerin gestellten Rückfragen zur Arbeitsfähigkeit
richtigerweise
auch von der psychi
atrischen Gutachterin beantwortet (vgl.
Urk.
7/51).
Auch das V
orbringen, es seien aufgrund des Vorliegens einer
Fibromyalgie die Indikatoren und deren Ausprägung gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung durch ein medizi
nisches Gutachten abzuklären (
Urk.
1 S. 4
Ziff.
4)
,
überzeugt nicht
. Gemäss der gutachterlichen Beurteilung der
MEDAS
F._
konnte nämlich keine
Fibromyalgie diagnos
tiziert werden, sondern es bestünden
lediglich
entspre
chen
de
Vorboten für die Zukunft (vgl.
Urk.
7/48 S. 19
Ziff.
2.6.1),
was für die Aner
kennung eines dauerhaften invalidisierenden Gesundheitsschadens nicht aus
reich
t (vgl.
Urteil des Bundesgerichts 9C_855
/2009 vom
3.
März 2010 E.
2.4). Dementsprechend erübrigt sich auch
eine
Prüfung der Indikatoren.
4.7
Zusammenfassend ist
somit
festzuhalten, dass
die Beschwerdeführerin
nach der beweiskräftigen gutachterlichen Beurteilung der MEDAS
F._
an einem
myofaszialen
Zervikobrachialsyndrom
links, an einer pulmonalen
Sar
koidose
ohne Anhaltspunkte für eine Beteiligung des Bewegungsapparates, an ei
nem Status nach Hysterektomie mit
Adnexentfernung
und Nachbestrahlung im Jahr 2012 wegen eines
Endometriumkarzinoms
sowie an einer leichten depres
siven Störung (ICD-10 F32.0) leidet. Aus rheumatologischer Sicht ist die Beschwerdeführerin in jeglicher Tätigkeit zu 100
%
arbeitsfähig. Das psychische Leiden ist nicht invalidisierend.
Die angefochtene Verfügung erweist sich demnach als rechtens, was zur Abwei
sung der Beschwerde führt.
5.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind
nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
700.
--
anzusetzen. Entsprechend dem Aus
gang
des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerle
gen.