Decision ID: ebbecf24-89ac-4995-8b58-40b54bc4b9b4
Year: 2021
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Der 1958 geborene X._
, seit 1995 als
Liftmonteur
bei der
Y._
AG angestellt (
Urk.
6/32),
meldete sich am 10. August 2018 (Eingangs
da
tum) unter Hinweis auf eine Hüft- sowie eine Knieoperation bei der Sozial
ver
sicherungsan
stalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungs
bezug an (
Urk.
6/2).
Die IV-Stelle tätigte daraufhin beruflich-erwerbliche sowie medizinische Abklä
rungen und zog die Akten des Krankentaggeldversicherers
Visana
Services AG
bei (
Urk.
6/18).
Nach durchgeführtem
Vorbescheid
verfahren
(Vorbescheid vom 12. Februar 2020 [
Urk.
6/44]; Ein
wand vom 11. März 2020 [
Urk.
6/46])
verneinte die IV-Stelle mi
t Verfügung vom 27. April 2020 ein
en Anspruch auf IV-Leis
tungen
(
Urk.
2 =
Urk.
6/50
)
.
2.
Dagegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 26. Mai 2020 Beschwerde beim Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich und beantragte, die ange
fochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei ihm nach Ablauf des Wartejahres eine Rente der Inva
lidenversicherung zuzusprechen
(
Urk.
1 S. 2). Mit Beschwer
deantwort
vom 6. Juli 2020 beantragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Be
schwer
de (
Urk.
5
).
Am
10. September
2020
reichte der Beschwerde
führer
eine
Replik (
Urk.
9) und am 11.
September 2020 einen Nachtrag
dazu
(
Urk.
10)
ein
, mit welchem er den Verfahrensantrag stellte
,
für den Fall notwendiger
ergänzende
r
medizinische
r
Abklärungen
seien
diese durch das Gericht
anzuordnen
.
Die Be
schwerdegegnerin verzichtete am 14. Oktober 2020 auf eine Duplik (
Urk.
14), wovon der Beschwerdeführer mit Verfügung vom 15. Oktober 2020 in Kenntnis gesetzt wurde (
Urk.
15).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über den Allge
meinen Teil
des Sozialversicherungsrechts [ATSG]
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung
des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des
Bundesgesetz
es
über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
Der Rent
enanspruch entsteht gemäss Art.
29 IVG frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistung
sanspruchs nach Artikel 29 Abs.
1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollendung d
es 18. Alters
jahres folgt (Abs.
1). Der Anspruch entsteht nicht, solange die versicherte Person ein Taggeld nach Art. 22 IVG beanspruchen kann (Abs. 2). Die Rente wird vom Beginn des Monats an ausbezahlt, in dem de
r Rentenanspruch entsteht (Abs.
3).
1.3
Das trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigung
zumutbarerweise
erzielbare Ein
kommen ist bezogen auf einen ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu ermitteln, wobei an die Konkretisierung von Arbeitsgelegenheiten und Verdienstaussichten keine übermässigen Anforderungen zu stellen sind (BGE 138 V 457 E. 3.1 mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts 9C_118/2015 vom 9. Juli 2015 E. 2.1 mit Hinweis).
Das fortgeschrittene Alter wird, obgleich an sich ein invaliditätsfremder Faktor, in der Rechtsprechung als Kriterium anerkannt, welches zusammen mit weiteren persönlichen und beruflichen Gegebenheiten dazu führen kann, dass die einer versicherten Person verbliebene Resterwerbsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt
realistischerweise
nicht mehr nachgefragt wird, und dass ihr deren Verwertung auch gestützt auf die Selbsteingliederungspflicht nicht mehr zumut
bar ist. Der Einfluss des Lebensalters auf die Möglichkeit, das verbliebene Leis
tungsvermögen auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, lässt sich nicht nach einer allgemeinen Regel bemessen, sondern hängt von den Umständen
des Einzelfalles ab. Massgebend können die Art und Beschaffenheit des Gesund
heitsschadens und seiner Folgen, der absehbare Umstellungs- und Einarbei
tungs
aufwand und in diesem Zusammenhang auch Persönlichkeitsstruktur, vorhan
dene
Begabungen und Fertigkeiten, Ausbildung, beruflicher Werdegang oder Anwend
barkeit von Berufserfahrung aus dem angestammten Bereich sein (BGE 138
V
457 E. 3.1 mit Hinweisen). Die Möglichkeit, die verbliebene Arbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, hängt nicht zuletzt davon ab, welcher Zeitraum der versicherten Person für eine berufliche Tätigkeit und vor allem auch für einen allfälligen Berufswechsel noch zur Verfügung steht (BGE 138 V 457 E. 3.2 mit Hinweisen; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_645/2017 vom 23. Januar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen).
1.4
Der ausgeglichene Arbeitsmarkt ist gekennzeichnet durch ein gewisses Gleich
gewicht zwischen Angebot von und Nachfrage nach Arbeitskräften und weist einen Fächer verschiedenster Tätigkeiten auf. Das gilt sowohl bezüglich der dafür verlangten beruflichen und intellektuellen Voraussetzungen wie auch hinsicht
lich des körperlichen Einsatzes (BGE 110 V 273 E. 4b; ZAK 1991 S. 320 f. E. 3b; Urteil des Bundesgerichts 9C_830/2007 vom 29. Juli 2008 E. 5.1).
Dabei ist nicht
von realitätsfremden Einsatzmöglichkeiten auszugehen. Es können nur Vorkeh
ren
verlangt werden, die unter Berücksichtigung der gesamten objektiven und subjek
tiven Gegebenheiten des Einzelfalles zumutbar sind. An die Konkretisierung von Arbeitsgelegenheiten und Verdienstaussichten sind jedoch rechtsprechungs
ge
mäss keine übermässigen Anforderungen zu stellen (Urteil des Bundesgerichts 9C_910/2011 vom 30. März 2012 E. 3.1 mit Hinweis; vgl. BGE 138 V 457 E. 3.1). Der ausgeglichene Arbeitsmarkt umfasst auch sogenannte Nischenarbeitsplätze, also Stellen- und Arbeitsangebote, bei denen Behinderte mit einem sozialen Ent
gegenkommen von Seiten des Arbeitgebers rechnen können. Von einer Arbeitsge
legenheit kann nicht mehr gesprochen werden, wenn die zumutbare Tätigkeit nur noch in so eingeschränkter Form möglich ist, dass sie der ausgeglichene Arbeits
markt praktisch nicht kennt oder sie nur unter nicht realistischem Entgegen
kommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre und das Finden einer entsprechenden Stelle daher von vornherein als ausgeschlossen erscheint (vgl. statt vieler: Urteile des Bundesgerichtes 8C_434/2017 vom 3. Januar 2018 E. 7.2.1 und 9C_253/2017 vom 6. Juli 2017 E. 2.2.1, je mit weiteren Hinweisen).
Für die Invaliditätsbemessung ist nicht massgebend, ob eine invalide Person unter den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen vermittelt werden kann, sondern einzig, ob sie die ihr verbliebene Arbeitskraft noch wirtschaftlich nutzen könnte, wenn ein Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage nach Arbeitsplätzen bestünde (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_645/2017 vom 23. Januar 2018 E. 4.3.2
mit Hinweis; Meyer/
Reichmuth
, Bundesgesetz über die
Invalidenversicherung, 3. Auflage
2014,
R
n
132 zu Art. 28a
).
1.5
Fehlt es an einer wirtschaftlich verwertbaren Resterwerbsfähigkeit, liegt eine voll
stän
dige Erwerbsunfähigkeit vor, die einen Anspruch auf eine ganze Invali
den
rente begründet (BGE 138 V 457 E. 3.1 mit Hinweis; vgl. statt vieler: Urteile des Bundesgerichts 9C_118/2015 vom 9. Juli 2015 E. 2.1 und 8C_645/2017 vom 23. Ja
nuar 2018 E. 3.1, je mit weiteren Hinweisen).
1.6
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin erwog, dass
dem Beschwerdeführer in
der
angestammten Tätigkeit eine 50%ige und in einer angepassten Tätigke
it eine
100%ige Arbeits
fähigkeit zukomme
.
Damit resultiere
bei
Durchführung
eines Einkommensver
gleichs
und unter Berücksichtigung eines leidensbedingten Abzugs von 20 %
ein nicht anspruchsrelevanter IV-Grad von 23 % (
Urk.
2).
2.2
Der Beschwerdeführer brachte demgegenüber im Wesentlichen vor, dass
er ledig
lich über eine 50%ige Arbeitsfähigkei
t in der
etwas angepassten Tätigkeit beim bisherigen Arbeitgeber
verfüge. In einer anderen Tätigkeit sei
jedoch
keine wirt
schaftlich verwertbare Resterwerbsfähigkeit gegeben
(
Urk.
1).
In der Replik präzisierte der Beschwerdeführer sodann, dass sich sein Gesund
heitszustand
nach dem erfolgten Einwand aufgrund einer seit
Januar bezie
hungsweise
Frühjahr 2020 manifestierten Rückenproblematik wei
ter verschlech
te
rt habe, sodass
die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit nur noch bei 2 bis 3 Stunden täglich liege (
Urk.
9).
3.
3.1
Der Beschwerdeführer
wurde von seinem Hausarzt
Dr. med. Z._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin,
ab dem 15. März 2018 aufgrund von Polyarthrosen
in Knie-, Hüft- und Schultergelenken in seiner bisherigen Tätigkeit bis auf weiteres zu 100 % krankgeschrieben (
Urk.
6/1
/8
).
3.2
A
m 15. Juni 2018
unterzog sich der Beschwerdeführer
im Kantonsspital A._
einer
Implantation einer
Hüft-
Totalendoprothese
rechts bei sympto
matischer
Coxarthrose
(
Urk.
6/29/23 f.)
. Es
wurde
ihm
für drei Monate
eine 100
%
ig
e A
rbeitsunfähig
keit attestiert
(
Urk.
6/1/1
)
. Mit Bericht vom 21. September 2018 wurde
seitens des
A._
festgestellt, dass der Beschwerdeführer seine ange
stammte Tätigkeit als Liftmonteur aus Sicht der Hüfte
wieder aufnehmen
könn
t
e. Allerdings ständen nun die Knieprobleme im Vordergrund (
Urk.
6/
29/21 f.).
3.3
Anschliessend
wurde beim Beschwerdeführer
am 26. Oktober 2018
, ebenfalls im
A._
, eine
Knie-
Totalend
o
prothese
links bei
medial betonter
Pangonarthrose
im
plantiert
(
Urk.
6/29
/15 f.)
, was ebenfalls eine längere vollständige Arbeitsun
fähigkeit nach sich zog
(
Urk.
6/18/35, 6/18/38,
6/29/7 ff.).
Im Bericht
des
A._
vom 3. Mai 2019 wurde ausgeführt, dass der Beschwerdeführer ab dem 20. Mai 2019 wieder zu 50 %
beim bisherigen Arbeitgeber tätig sein
werde. Er werde da
bei zunächst Lehrlinge anleiten. Nach 6 Wochen solle dann die weitere Arbeitsfä
higkeit hausär
ztli
ch beurteilt werden (
Urk.
6/29/7
f.).
3.4
Am 27. Juli 2019 berichte
te der Hausarzt Dr.
Z._
, dass der Beschwer
deführer seit dem 20. Mai 2019 wieder
halbtags bei seinem bisherigen Arbeit
geber arbeite. Er unterstütz
e und werde unterstützt durch den Lehrling. Wenn der Lift nicht funktioniere, müsse er Treppen steigen. Das gehe bei kaltem Wetter besser als bei Wärme. Wenn es im Herbst kälter
werde
, wolle der Beschwerde
führer versuchen, das Pensum zu steigern
.
Eine dem Leiden angepasste Tätigkeit sei zu vier bis fünf Stunden pro Tag (im Bericht vom 21. Juni 2019 nannte
Dr.
Z._
noch acht Stunden
[
Urk.
6/21
]
) zumutbar. Allerdings erachte Dr.
Z._
e
ine Umschul
ung oder Büroarbeit
eher nicht
für möglich
. Der Beschwerdeführer sei ein
«
Baupflock
»
(
Urk.
6/30). Mit
E
-
mail
vom 27. Oktober 2019 teilte der Hausarzt
sodann
mit, dass bis anhin noch keine Steigerung mög
lich gewesen sei (
Urk.
6/35).
Am
15. November 2019
berichtete
Dr.
Z._
weiter
, dass eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit nicht in Sicht sei.
Für den Beschwerdeführer sei die jetzige Situation von Seiten der Beschwerden und für den Arbeitgeber von Seiten der Einsetzbarkeit im Tagesbetrieb
tragbar. Montage sei im Moment zu anstrengend, das Knien sei erschwert, der
Palettrolli
mit schweren Lasten mache Mühe und der Beschwerdeführer sei nicht genügend flink und beweglich.
Ressourcen für eine Umschulung
(Bürojob)
beständen
nach
Ansicht
des Hausarztes
keine (
Urk.
6/38).
3.5
Dr.
med. B._
, Facharzt für Chirurgie,
vom Regionalen Ä
rztlichen Dienst (RAD)
hielt
in seiner Stellungnahme vom 3. Dezember 2019 fest, der Beschwerdeführ
er
leide
an folgenden Diagnosen
:
-
Gonarthrosen beidseits bei
-
Zustand nach Knie-
Totalendoprothese
links (26.10.2018)
-
Arthrose der Hüfte rechts bei
-
Zustand nach Hüft-TP (15.06.2018)
Als Diagnosen ohne dauerhafte Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit führte er Adiposit
as und a
rterielle Hypertonie auf
.
Weiter stellte er fest, dass der Beschwer
deführer vom 15. März 2018 bis 19. Mai 2019 vollständig arbeitsunfähig gewesen sei. Ab dem 20. Mai 2019 sei er in seiner angestammten Tätigkeit als Liftmonteur wieder zu 50 % und in einer leidensangepassten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig. Dabei sollten Tätigkeiten mit Heben, Tragen und Transportieren von Lasten, mit Ersteigen von Treppen, Leitern und Gerüsten, mit Gehen auf unebenem Grund, in kniender oder kniebeugender Körperhaltung sowie
mit
überwiegende
r
Geh- und Stehbelastung vermieden werden. Möglich seien hingegen überwiegend sitzend ausgeübte (angepasste) Tätigkeiten mit leichter Wechselbelastung
(
Urk.
6/43/4 f.).
3.6
Mit
Bericht
vom 2
4.
und 31. März 2020 (
Urk.
6/48)
stellte
Dr.
med. C._
, Fachärztin FMH für Rheumatologie und Allgemeine Innere Medizin,
unter Be
zugnahme auf Röntgenbilder von Knie und Patella rechts und Lendenwirbelsäule
ap
vom 12. März 2020 (
Urk.
6/48/8 f.) und ein MR der Lendenwirbelsäule vom 30. März 2020 (
Urk.
6/48/6 f.)
folgende Diagnosen:
-
Lumbale degenerative Spinalkanalstenose
osteodiscal
,
sp
L4/5 mit hyper
trophen
Spondylarthrosen
L4/5, Verlagerungen Wurzel L5 und S1
bds
,
re
>li (MRI 30.
0
3.20)
-
neu symptomatisch ab 15.
0
1.20
-
l
umbospondylogenes
Syndrom
re
>li, belastungsabhängig
-
Gangunsicherheit, V
ibrationssinn-
Minderung 4/8
malleolär
bds
, Strichgang unsicher
-
bds
Beinschwäche, kann Beine nicht anheben bei längerer Gehstrecke, bessert mit Sitzen
-
Röntgen LWS mit
Listhesis
2 E
tagen L
3-L5
(
LWK 4 nach
anterior
),
Spondylarthrosen
L4-S1
-
Polyarthrosen,
hyperostotisch
-
mässige
Coxarthrose
links, erfolgreiche Hüft-TP rechts 15.
0
6.18
-
Varusgonarthrose
rechts, Knie-TP links 26.10.18
-
Heberden
-Arthrosen, Spreizfuss mit
Hallux
valgus
-
Adipositas (BMI 39)
-
Hypertonie
-
Kindskopfgrosse Skrotalhernie, sanierungsbedürftig und kleine
Umbili
kal
hernie
-
Rektusdiastase
Dr.
C._
führte hierzu
aus, dass ab
dem
15.
Januar 2020 neu
eine
Lumbalgie
aufgetreten sei
, initial
mit einer
akute
n
Blockade
der LWS
. Diese habe mit Phy
siotherapie und ergonomischen Anpassungen gebessert.
Die Rückenschmerzen
mit Schmerzausstrahlung vom Kreuz über die rechte Leiste bis zum rechten Knie
verstärkten sich, wenn der Beschwerdeführer vier bis fünfmal pro S
tunde ins Geschäftsauto ein- und aussteigen müsse. Ausser Haus sei er mit Stöcken maxi
mal langsam eineinhalb Stunden
gehfähig
. Bergauf könne er die Füsse beidseits wegen dem Kreuz nicht heben und habe keine Kraft in den Beinen. Nach 10 Minuten Sitzen sei die Kraft in den Beinen wieder zurück. Alle Bewegungen seien langsam möglich. Es bestehe eine Gangunsicherheit auf unebenem Boden. Wenn der Beschwerdeführer als Helfer auf Montage mitgehe, sei er viel zu langsam für die Akkordarbeiten, da er die Bewegungen nur langsam sicher machen könne. Das 500 kg
Messwägeli
könne er nicht alleine ziehen. Er könne auch nicht rasch auf den Boden knien, nur langsam mit Abstützen. Es bestehe keine Sicherheit auf Leitern. Der Beschwerdeführer
habe S
chmerzen, wenn er bei der
Liftsanierung oder Montage die
Treppe nach unten nehmen
oder den Lift zu Fuss holen
müsse
. Es bestünden keine Nachtschmerzen, jedoch Anlaufschmerzen vom Kreuz bis zum rechten Bein und morgens sei die Treppe nur mit Handlauf
bewältigbar
. Nach zwei Stunden auf der Baustelle bestehe seit dem 15. Januar 2020 eine Schmerz
verstärkung auf der rechten Seite. Auch bei langem Stehen bestünden ziehende Beschwerden auf der rechten Seite. Das Arbeiten sei erschwert und umständlich, da er für die Arbeiten auf der Baustelle zwei Stöcke benutzen müsse wegen der Gangunsicherheit. Zuhause benötige er nur den Handlauf. Das einzige, was gut gehe, seien Aussenarbeiten mit Ausmessung für Liftpläne, wo der Beschwer
de
führer viel Erfahrung habe und kein Zeitdruck und ke
ine körperliche Arbeit bestände
. Büroarbeiten gingen auch, wenn die Möglichkeit bestehe, zwischen Stehen und Sitzen zu wechseln.
Weiter schilderte
Dr.
C._
, dass der Beschwerdeführer
aufgrund d
ies
er Ein
schränkungen als Lift-Monteur, auch als
Zudiener
,
nicht einsetzbar sei. Die auf die Cox-/Gonarthrosen fokussierte externe Beurteilung
habe
eine ganztäg
ige Hilfsa
rbeit
veranschlagt
, bisher
aber
die degenerative Rückenproblematik nicht
berücksichtigt
. Zudem müsse mit aktuellem Stand auch das Gefährdungspotenzial bei der Arbeit berücksichtigt werden. Der Beschwerdeführer sollte nicht auf Leitern arbeiten und es sei doch fraglich, wie weit seine Sicherheit gewährleistet
sei,
wenn er auf der Baustelle wegen der Gangunsicherheit und den Schwierig
keiten, die Beine anzuheben, mit zwei
Stöcken gehen müsse. Ein halbtägiges Büro
pensum oder Ausmessen für ein neues Liftprojekt ohne körperliche Belas
tung und ohne Zeitdruck (langsame Bewegungen seien tolerabel) könnte theore
tisch
bewältigbar
sein.
Das wären dann 25 % vom ursprünglichen Pensum.
Ohne Arbeitsbelastung bestünden wenig Schmerzen und die Limitierung sei vor allem bergauf und bei längerem Gehen sowi
e beim Ein- und Aussteigen im Personen
wagen
gegeben.
3.7
Am 7. April 2020 verwies
RAD-Arzt
Dr.
B._
auf das von ihm am 3. Dezember 2019 formulierte Belastungsprofil (vgl. E. 3.5) und
stellte fest, dass die
vom Be
schwerdeführer vorgenommene
Anpassung der
bisherigen Tätigkeit mit einer M
inderung der Belastung und einer Reduktion der Arbeitszeit nicht d
er versiche
rungsmedizinisch the
o
r
etisch angepassten Tätigkeit gemäss
diesem Anforde
rungs
profil
entspreche.
Die funktionellen Einschränkungen sowie das erstellte Belas
tungs
profil würden die
neu hinzugekommenen Diagnosen
bereits berücksichti
gen,
weshalb
an d
er Stellungnahme des RAD vom 3.
Dezember 2019 festzuhalten
sei
. Zudem sei zu erwähnen, dass die Beeinflussung des BMI in eine gesunde Richtung nachweislich jederzeit beeinflussbar sei (
Urk.
6/49/2 f.).
4.
4.1
Der Entscheid
vom 27
.
April
2020 (
Urk.
2) erfolgte gestützt auf die Beur
tei
lung
en des RAD
. Danach ist
dem Beschwerdeführer
seine angestammte
, den Bedürfnissen soweit möglich angepasste
Tätig
keit
nur noch eingeschränkt
zumutbar. In einer
optimal
ange
passten
,
überwiegend sitzend ausgeübten Tätigkeit mit leichter Wechselbelastung
sei
demgegenüber
eine vollständige Arbeitsfähigkeit gegeben
(
vgl. E. 3.5 und 3.7
hiervor).
Die Schlussfolgerung des RAD-Arztes Dr.
B._
beruht
auf der Würdi
gung sämt
licher vorangegangene
r
Arzt- und bildgebende
r
Untersuchungsberichte. Hier
bei ist festzuhalten, dass seine Beurteilung der Diagnostik sowie der medi
zinisch aus
gewiesenen Einschränkungen von derjenigen der behandelnden Ärzte
grund
sätzlich
nicht ab
weicht.
Dr.
C._
schilderte zwar weit
er
gehende Einschrän
kungen, bezog diese aber
primär
auf die angestammte Tätigkeit des Beschwerde
führers, welche dieser soweit möglich seinen Bedürfnissen angepasst hatte
(vgl. E
. 3.6
)
.
Wie
Dr.
B._
nachvollziehbar
dar
legte, entspricht die
vom Beschwerde
führer dergestalt angepasste Tätigkeit
allerdings
bei weitem
nicht dem am 3. Dezember 2019 festgelegten Belastungsprofil
, wie aus der
Arbeitsb
eschreibung
von Dr.
C._
in ihrem Bericht vom 2
4.
und 31. März 2020 (vgl. E. 3.6
)
ein
drücklich hervorgeht.
Warum der Beschwerdeführer in einer optimal
dem Anfor
derungsprofil
angepassten Tätigkeit nicht vollschichtig arbeitsfähig sein sollte, begründet
e
Dr.
C._
demgegenüber nicht. Im Gegenteil führte sie aus, dass ohne Arbeitsbelastung wenig Schmerzen bestünden und eine Limitierung vor allem bergauf und bei längerem Gehen sowie beim Ein-/Aussteigen im Personen
wagen bestehe.
Indem sie präzisierend ausführte, Aussenarbeiten mit dem Aus
messen von Liftplänen ohne körperliche Arbeiten sowie Tätigkeiten im Büro mit der Möglichkeit des Wechsels zwischen Stehen und Sitzen, gingen (gut), (E. 3.6),
bestätigte sie nachgerade, dass auch das Rückenleiden funktionell keine Aus
wirkungen zeitigt, solange das Belastungsprofil eingehalten wird. Ebenso ist nicht erkennbar, inwiefern sich der BMI für Tätigkeiten
mit dem vom RAD formulierten Belastungsprofil (vgl. E. 3.5)
einschränkend auswirken könnte.
Insofern sodann Dr.
Z._
in seinem Bericht vom 27. Juli 2019 (
Urk.
6/30
)
eine ange
passte Tätigkeit lediglich im Umfang von vier bis fünf Stunden täglich als zumut
bar erachtet
e
, bleibt auch er eine Begründung schuldig beziehungsweise ist dies wohl darauf zurückzuführen, dass Dr.
Z._
dem Beschwerdeführer für Tätigkeiten ausserhalb der Baubranche offenbar generell keine Chancen einräumt (vgl.
Urk.
6/30/5, 6/38/1)
,
zumal er bloss einen Monat zuvor - mithin bevor der Beschwerdeführer seine bisherige Tätigkeit mit einem Pensum von 50 % wieder aufnahm - noch von einer vollumfänglichen Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätig
keit ausgegangen war (Urk. 6/21)
.
In Anbetracht der ausgewiesenen und unstrittigen medizinischen Verhältnisse ist nich
t zu be
anstanden, dass Dr.
B._
auf eine per
sönliche Untersuchung des Beschwerde
führers ver
zichtete. Von weiteren medizinischen Abklärungen sind mangels wider
sprechen
der Beurteilungen auch keine neuen Erkenntnisse zu erwarten (zur anti
zipierten Beweiswürdigung vgl. BGE 124 V 90 E. 4b; 122 V 157 E. 1d).
Auf die Stellungnahme von Dr.
B._
kann
deshalb
grundsätzlich
ab
ge
stellt werden.
Allerdings legte Dr.
B._
den Beginn der wiedererlangten voll
ständigen Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit in
Übereinstimmung mit der W
iederaufnahme
der Arbeit
bei der
Y._
AG
auf den 20. Mai 2019 fest.
Es ist jedoch
nicht erkennbar, warum dem Beschwerdeführer eine
ange
passte
Arbeitstätigkeit
nicht schon früher
hätte
möglic
h sein soll
e
n
. Die Implan
tation der Knie-
Totalendoprothese
fand
bereits am 26. Oktober 2018
statt (
Urk.
6/29/15 f.)
. In den
Bericht
en
des
A._
vom
6. Februar und
25. März 2019
(
Urk.
6/
29/
9 ff.
)
wurde geschildert, dass
ein guter Verlauf mit flüssigem Gangbild bestehe,
der Beschwerdeführer
noch
vor allem bei stärkeren Belastungen wie Treppensteigen oder
beim
Versuch des Kniens unter deutlichen Schmerzen leide,
während in Ruhe
eigentlich keine Probleme bestä
nden. Auch würden keine Schmerzmittel mehr eingenommen.
Es wurde denn auch lediglich eine Arbeits
unfähigkeit für die angestammte Tätigkeit
als Liftmonteu
r attestiert.
Vor diesem Hintergrund ist davon auszugehen, dass spätestens mit Ablauf des Wartejahres im März 2019 bereits eine vollständige Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit vorlag.
4.2
Für die Beantwortu
ng der Frage, ob der
Beschwerdefü
hrer die ärztlich attestierte 100
%ige Arbeitsfähigkeit in einer angepassten,
überwiegend
sitzend
ausgeübten Tätigkeit
mit leichter Wechselbelastung
verwerten kann
, sind unter anderem das Alter des Beschwerdeführers und die voraussichtlich verbleibende Dauer seiner Erwerbstätigkeit von Bedeutung.
Für den Zeitpunkt, in welchem die Frage nach der Verwertbarkeit der (Rest-) Arbeitsfähigkeit bei vorgerücktem Alter beantwortet wird, ist auf das Feststehen der medizinischen Zumutbarkeit einer (Teil-)Erwerbstätigkeit abzustellen. Gemäss
BGE 143 V 431 E. 4.5.1 und
BGE 138 V 457 E. 3.4 steht die medizini
sche Zumut
barkeit einer (Teil-)
Erwerbs
tätigkeit fest, sobald die medizinischen Unterlagen diesbezüglich eine zuver
lässige Sachverhaltsfeststellung erlauben (Urteil des Bundesgerichts 9C_734/2013 vom 13. März 2014 E. 2.2 mit weiteren Hinweisen). Dies war vorliegend
im Zeit
punkt der
ersten
Stellungnahme von Dr.
B._
vom 3. Dezember 2019 (
Urk.
6/43/4 f.)
der Fall (vorstehend E. 3.5
), während
d
ie im April 2020 vorgenommene E
rgänzung
(E. 3.7)
lediglich die
frühere
Beurteilung bestätigte.
Der im
Oktober
1958 geborene Beschwerdeführer war zu diesem Zeit
punkt 61 Jahre alt, womit noch eine Erwerbstätigkeit während knapp vier Jahren bis zum Erreichen des AHV-Pensionsalters in Aussicht stand.
4.3
Das Bundesgericht hat in neuerer Zeit die Verwertbarkeit der noch vorhandenen Arbeitsfähigkeit von über 60-jährigen Versicherten in folgenden Fällen bejaht:
-
Urteil 9C_797/20
19 vom 6. Januar 2020 E. 5: 61 1/2
-jähriger Versicherter, der leidensangepasste Erwerbstätigkeiten (in körperlicher Hinsicht leicht, ohne über
wiegendes Gehen) uneingeschränkt auszuüben vermochte.
-
Urteil 9C_693/2019 vom 18. Dezember 2019 E. 4: 60-jähriger Versicherter, der sowohl über eine abgeschlossene Ausbildung als auch über Erfahrung in leichte(
re
)n Arbeiten verfügte, die er in einer ihm zumutbaren leidens
ange
passten Tätigkeit nutzen konnte; Aktivitätsdauer von vier Jahren und sieben Monaten.
-
Urteil 9C_574/201
9 vom 16. Oktober 2019 E. 2.4: 60
3/4-jährige Beschwerde
führerin, die nach ihrem Unfall vom 1. April 2013 invaliditätsbedingt keiner Erwerbstätigkeit mehr nachging, aber in leidensangepassten Verweisungs
tätig
keiten nicht mehr eingeschränkt und zeitlich voll disponibel war, zudem
schon in unterschiedlichsten Berufen gearbeitet hatte, weshalb von einer ge
wissen Um
stellungsfähigkeit der Versicherten im Erwerbsleben auszugehen war.
-
Urteil 8C_892/2017 vom 23. August 2018 (= SVR 2019 IV Nr. 7): gut 62-jäh
riger Barpianist ohne formelle Ausbildung, verbleibende Aktivitätsdauer im Beurteilungszeitpunkt knapp 3 Jahre, Rest-Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätig
keit 80 %.
-
Urteil 9C_580/2017 vom 16. Januar 2018 E. 4.1: Restaktivitätsdauer im Zeit
punkt de
s Gutachtens noch mindestens 3 1/4
Jahre.
Verneint wurde die Verwertbarkeit vom Bundesgericht in neuerer Zeit in folgen
den Fällen:
-
Urteil 9C_766/2019 vom 11. September 20
20 E. 4.2 ff.: Versicherte war –
selbst unter Berücksichtigung von
Nischenarbeitsplätzen –
nicht in der Lage, die ihr verblie
bene Arbeitsfähigkeit von 20 % – längerfristig –
wirtschaftlich zu ver
werten.
-
Urteil 9C_644/2019 vom 20. Januar 2020 E. 4.3: 59-jährige Versicherte mit ausgeprägter
arbeitsmarktlicher
Desintegration.
-
Urteil 9C_183/2017 vom 30. Oktober 2017 E. 5.2.3 und E. 6: Die Versicherte wäre bei einer Rückweisung zwecks Anordnung von Eingliederungs
mass
nahmen deutlich über 62-jährig gewesen, mit klar weniger als zwei Jahren bis zum Erreichen des AHV-Pensionsalters.
-
Urteil 9C_416/2016 vom 14. Oktober 2016 E. 3.1 und E. 5: Alter 62.5 Jahre, Restaktivitätsdauer eineinhalb Jahre. Die 62
1/2
-jährige Versicherte ohne erlernten Beruf, die seit 2005 als Montagemitarbeiterin am Fliessband arbei
tete, was ihr aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zugemutet werden konnte; Alters
bedingt und aufgrund minimaler (Aus-) Bildung wurde von einer ge
ringen Anpassungsfähigkeit an eine neue Tätigkeit ausgegangen.
Insgesamt ist zu konstatieren, dass «die Nichtverwertbarkeit der Restarbeits
fähig
keit aufgrund fortgeschrittenen Alters in der Rechtsprechung in der Regel eine
Ausnahme bleibt» (Marco Weiss, Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit
auf
grund
vorgerückten Alters –
Rechtsprechungstendenzen, SZS 2018, S. 630 ff., S. 640).
4.4
Der Beschwerdeführer war im massgebenden Zeitpunkt 61 Jahre alt (E. 4.2). Er ist gelernter
Maschinenschlosser
(
Urk.
6/33)
und hat
seit 1995 als Liftmonteur bei
der
Y._
AG
gearbeite
t (vgl.
Urk.
6/
3
2). Seit dem 20
.
Mai 2019 hat er beim
bisherigen Arbeitgeber eine angepasste Tätigkeit ausgeübt und sich
unter
anderem
um die Ausbildung von Lehrlingen gekümmert
(
Urk.
6/7, 6/21/5, 6/22/
2)
.
Aufgrund
seiner
gesundheitlichen
E
in
schränkungen ist dem Beschwerde
führer die an
gestammte Tätigkeit als
Liftmonteur
nur noch eingeschränkt und mit An
passungen möglich
. Er kann nur noch kör
per
lich leichte Tätigkeiten
ausüben
(vorstehend E. 3.5
). Auch wenn sich seine berufliche Erfahrung im Wesentlichen in der langjährigen Tätigkeit
als Liftmonteur
erschöpft
, bringt er damit
doch
nicht nur einen Berufs
ab
schluss
(Maschinenschlosser)
und jahrzehntelange Berufser
fahrung mit sich. Er war auch in der Lage, sich nach Auftreten der gesund
heit
lichen Beschwerden anzupassen und sich
insbesondere
um die Ausbildung von Lehrlingen zu kümmern. Auch ist der Beschwerdeführer deutscher Muttersprache, was eine Um
stellung auf einen angepassten Arbeitsplatz erleichtert.
Angesichts dessen und der
zeitlich
nicht einge
schränk
ten Resta
rbeits
fähig
keit
in angepasster Tätigkeit
sind die Chancen des Be
schwer
de
führers auf dem mass
geblichen aus
geglichenen Arbeitsmarkt als in
takt zu be
zeichnen (E.
1.4). Schliess
lich hat das
Bundesgericht wiederholt darauf hin
ge
wie
sen, dass körperlich leichte und wechse
l
belastende Tätigkeiten auf dem aus
ge
gli
che
nen Arbeitsmarkt durch
aus vorhan
den sind (Urteil des Bundesgerichts 9C_469/2016 vom 22. Dezember 2016 E. 3.2 und 6.3 mit Hinweisen).
Damit ist
die vorinstanzliche Schluss
folgerung zu be
stätigen, wonach der Beschwerde
füh
rer die ver
bliebene Arbeits
kraft bei ausgegli
chener Arbeits
marktlage wirtschaft
lich ver
werten könn
te
,
woran auch dessen
Hin
weis auf die aktuelle Situation der Corona-Pandemie nichts zu ändern ver
m
ag, handelt es sich beim ausgeglichenen Arbeitsmarkt doch um einen theo
retischen und abstrakten Begriff, welcher die konkrete Arbeitsmarktlage nicht berück
sich
tigt (BGE 134 V 64 E. 4.2.1)
.
Was das vom Beschwerdeführer angeführte, fortgeschrittene Alter anbelangt, lässt
ein solches aufgrund der dargelegten bundesg
erichtlichen Rechtsprechung (E.
4.
3) für sich alleine nicht auf Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit schliessen. Da Hilfsarbeiter auf dem hypothetisch ausgeglichenen Arbeitsmarkt grund
sätz
lich altersunabhängig nachgefragt werden und angesichts der relativ hohen Hürden, die das Bundesgericht für die Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit älterer Menschen entwickelt hat (vgl. Urteil 8C_803/2018 vom 6. Juni 2019 E. 5.3 mit Hinweisen; vgl. Meyer/
Reichmuth
, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 3. Auflage 2014., Art. 28 N 13f.), ist ein invalidenversicherungsrechtlich erheb
licher fehlender Zugang zum Arbeitsmarkt zu verneinen.
5.
5.1
Im Weiteren ist zu prüfen, wie sich die eingeschränkte Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers in wirtschaftlicher Hinsicht auswirkt.
5.2
Bei er
werbs
tätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu be
stimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach
Eintritt der In
validität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Ein
gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
ge
gli
che
ner Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in
Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie n
icht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Ein
kommens
ver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Er
werbs
ein
kom
men ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen
über
gestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts
grad be
stim
men lässt (sog. allgemeine Methode des Ein
kommens
ver
gleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2; 128 V 29 E. 1).
5.3
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validen
einkommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des früh
est
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr
schein
lichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt er
zielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Ein
kom
mens
entwick
lung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Er
fah
rung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fort
gesetzt worden wäre. Aus
nahmen müssen mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit erstellt sein (BGE 139 V 28 E. 3.3.2; 135 V 58 E. 3.1; 134 V 322 E. 4.1).
Vorliegend stellte die IV-Stelle zur Ermittlung des
Valideneinkommens
auf den vom Beschwerdeführer im Jahr
2017
erzielten effek
tiven Jahresver
dienst von Fr.
93’705.-- (gemäss IK-Auszug [
Urk.
6/37
]) ab, welchen sie an die Nominal
lohnentwicklun
g bis ins massgebliche Jahr 2019
anpasste (Fr.
93’705
.--
x 1.005 x 1.005 [
Urk.
6/42
])
, wodurch ein
Validen
ein
kommen
von Fr. 94’644
.
--
resul
tierte.
Nachdem zwischenzeitlich die Nominallohnentwicklung für das Jahr 2019 definitiv auf
1
,
0
% festgelegt worden ist (vgl. Bundes
amt für Statistik [BFS],
Tabelle T1.1.15, Nominallohnindex, Männer 2016-2019, Ziff.
41-43 Bauge
werbe/
Bau
), erhöht sich dieser Wert auf Fr. 95'
115
.--.
5.4
5.4.1
Für die Festsetzung des trotz Gesundheitsschädigung zumutbarerweise noch realisierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) ist nach der Rechtsprechung primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbliebene Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn (BGE 139 V 592 E. 2.3; 135 V 297 E. 5.2; 129 V 472 E. 4.2.1; 126 V 75 E. 3b/aa).
Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbs
einkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jeden
falls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Rechtsprechung subsidiär Tabellenlöhne gemäss den LSE
heran
gezogen werden
(vgl. BG
E
142 V 178 E. 2.5.7, 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2;
vgl. auch Meyer/
Reichmuth
, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Auf
lage 2014,
Rn
55 und 89 zu Art. 28a, mit weiteren Hinweisen auf die Recht
sprechung)
.
5.4
.2
Bei der Bemessung des Invalideneinkommens zog die Beschwerdegegnerin die Tabelle TA1 der LSE 2016 heran und ermittelte ausgehend vom branchen
über
grei
fenden Zentralwert von Fr. 7’183
.-- von im privaten Sektor auf Kompetenz
niveau 3
tätigen Männern
ein Einkommen von Fr. 91'123.-- für das Jahr 201
9.
Hiervon gewäh
rte sie einen Leidensabzug von 20
%, womit ein Invalidenein
kommen von Fr.
72'899.-- resultierte (
Urk.
2,
6/
42
).
Mit dieser Vorgehensweise wurde dem Umstand Rechnung getragen, dass der Be
schwerdeführer in einer den
gesundheitlichen Beschwerden
angepassten Tätigkeit uneingeschränkt einsatzfähig ist und er dadurch seine Arbeitsfähigkeit besser verwer
ten kann als in Ausübung seiner Tätigkeit beim bisherigen Arbeitgeber
im Umfang von höchstens 50 %
.
Dem ist grundsätzlich beizupflichten. Allerdings rechtferti
gt es sich vorliegend nicht, auf
das Kompetenz
niveau 3
– und auch nicht auf das Kompetenzniveau 2 –
abzustellen, bringt der Beschwerdeführer für eine den körperlichen Beschwerden angepasste Tätigkeit
doch weder eine Ausbildung noch besonders
viel
Erfahrung mit, nac
hdem er über 20 Jahre
als Liftmonteur tätig gewesen ist.
Wenn die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität nicht auf ihren angestammten Beruf zurückgreifen kann, rechtfertigt sich bei der Be
messung des Invalideneinkommens das Abstellen auf d
en Totalwert im Kompe
tenz
niveau
2 gemäss LSE nur dann, wenn sie über besondere Fertigkeiten und Kenntnisse verfügt, anderenf
alls ist der im Kompetenzniveau
1 ausgewiesene Wert entscheidend (Urteile
des Bundesgerichts
8C_
5/2020 vom 22. April 2020 E. 5.3.2; 8C_732/2018 vom 26. März 2019 E. 8.2.1; 8C_457/2017 vom 11. Okto
ber 2017 E.
6.3).
D
erartige
besondere
Fertigkeiten und Kenntnisse
sind
v
orliegend
nicht ausgewiesen.
Zwar ist davon auszugehen, dass dem Beschwerdeführer mit dem vom RAD definierten Anforderungsprofil noch mannigfaltige Beschäfti
gun
gen möglich sind (vgl. E
. 3.5
). Jedoch verfügt er beispielsweise nicht über Füh
rungserfahrung oder übte erfolgreich eine selbständige Tätigkeit aus, was für di
e
Anwendung von Kompetenzniveau 2 sprechen würde (
vgl. Urteil
e des Bundes
gerichts
8C_732/2018 vom 26.
März 20
19 E.
8.2.2
, 8C_737/2020 vom 23. Juli 2021 E. 2 und 5.2
).
Folglich ist vorliegend
das Kompetenzniveau 1
LSE 2018
mass
gebend.
U
nter Berücksichtigung der betriebsü
blichen Arbeitszeit sowie der Nominallohnentwicklung bis ins Jahr 2019 ergibt sich damit ein Invaliden
ein
kommen
von Fr. 68’
3
77
.--
(Fr. 5'
4
17
.
-- :
40 x 41.7 x 12
x
1.009
[2019]
; vgl. die vorerwähnte Tabelle T1.1.15
, Ziff. 05-96, Total
).
5.4
.3
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schni
tts
werten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) allenfalls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienst
jahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad Auswir
kungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 124 V 321 E. 3b/
aa
). Aufgrund dieser Faktoren kann die versicherte Person die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt möglicherweise nur mit unterdurch
schnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten. Der Abzug soll aber nicht auto
matisch erfolgen. Er ist unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflicht
gemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen und darf 25 % nicht übersteigen (vgl. BGE 135 V 297 E. 5.2, 134 V 322 E. 5.2 und 126 V 75 E. 5b/
aa
-cc). Die Rechtsprechung gewährt insbesondere dann einen Abzug auf dem Invalidenein
kommen, wenn eine versicherte Person selbst im Rahmen körperlich leichter Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschrän
kt ist (BGE 126 V 75 E. 5a/
bb
).
Nach ständiger Rechtsprechung darf das (kantonale) Sozialversicherungsgericht sein Ermessen, wenn es um die Beurteilung des Tabellenlohnabzuges gemäss BGE 126 V 75 geht, nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Ver
waltung setzen; es muss
sich
auf Gegebenheiten abstützen können, welche seine abweichende Ermessensausübung als naheliegender erscheinen lassen (BGE 137
V 71 E. 5.2 und 126 V 75 E. 6). Wurde bei der Festsetzung der Höhe des Abzugs vom Tabellenlohn ein Merkmal oder ein bestimmter Aspekt eines Merkmals zu Unrecht nicht berücksichtigt oder zu Unrecht berücksichtigt, hat die Beschwer
deinstanz den Abzug gesamthaft neu zu schätzen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_808/2015 vom 29. Februar 2016 E. 3.4.3 und
8C_113/2015 vom 26. Mai 2015 E. 3.2
).
Vorliegend liegt der von der IV-Stelle vorgenommene Abzug
von 20 % b
e
trächt
lich
über dem vom Gericht nachfolgend als
angemessen bezeichneten Abzug
, was unter anderem auch mit der Anwendung eines tieferen Kompetenzniveaus zu
sam
menhängt
:
Nach dem Gesagten hängt die Frage, ob und in welchem Ausmass der statistische Lohn von
Fr.
68’377
.--
zu korrigieren ist, von den gesamten persönlichen und beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab.
Der
Beschwerdeführer
kann lediglich für
eine überwiegend sitzend ausgeübte Tätigkeit mit leichter Wechsel
belastung, ohne Tätigkeiten mit Heben, Tragen und Transportieren von Lasten,
mit Ersteigen von Treppen, Leitern und Gerüsten, mit Gehen auf unebenem Grund
, in kniender oder kniebeugender Körperhaltung sowie mit überwiegender Geh- und Stehbelastung
eingesetzt werden
(
Urk.
6/49/3).
Damit ist er auf dem Arbeits
markt in Konkurrenz mit einem Mitbewerber ohne physische Einschränkungen
allenfalls
leicht
benachteiligt, was
sich auf das Lohnniveau auswirken kann
.
Allerdings ist er in zeitlicher Hinsicht nach wie vor uneingeschränkt leistungs
fähig und
Dr.
B._
berücksichtigte bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bereits sämtliche gesund
heitlichen Einschränkungen. Entsprechend der bundes
ge
richtlichen Rechtspre
chung sind diese nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten Abzuges einzubringen, da dies ansonsten zu einer doppelten Anrechnung der gleichen Gesichtspunkte führen würde (Urteile des Bundesge
richts 8C_805/2016 vom 22. März 2017 E. 3.1 und 9C_846/2014 vom 22. Januar 2015 E. 4.1.1). Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Tabellenlohn im Kompetenz
niveau 1 bereits eine Viel
zahl von leichten (bis mittelschweren) Tätigkeiten umfasst. Angesichts des Zumut
bar
keitsprofils ist von einem genügend breiten Spektrum an zumutbaren Verwei
sungstätigkeiten auszugehen, zumal der Be
schwer
deführer auch über eine Berufsausbildung verfügt. Zu denken ist etwa an einfache Überwachungs-, Prüf- und Kontrolltätigkeiten sowie an die Bedienung und Überwachung von (halb-) automatischen Maschinen oder Produktionsein
heiten, die
überwiegend
sitzend ausgeführt werden können. Gleichzeitig werden in Industrie und Gewerbe Arbeiten, welche physische Kraft verlangen, seit vielen Jahren und in ständig zunehmendem Ausmass durch Maschinen verrichtet, wäh
rend den
Überwachungsfunktionen –
wie
auch im Dienstleistungsbereich –
grosse und wachsende Bedeutung zukommt (ZAK 1991 S. 320 f. E. 3b; RKUV 1993 Nr. U 168 S. 104 E. 5b). Folglich können unter dem Titel leidensbedingter Abzug grundsätzlich nur Umstände berücksichtigt werden, die auch auf einem aus
geglichenen Arbeits
markt als ausserordentlich zu bezeich
nen sind. Sodann
fällt das Alter des
Beschwerdeführer
s
nicht negativ ins Gewicht, weil Hilfs
ar
beiten auf dem massgebenden hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt grundsätzlich altersunabhängig angeboten werden und sic
h das Alter im Kompe
tenzniveau
1 sogar eher lohnerhöhend auswirkt. Dass das Alter die Stellensuche faktisch negativ beeinflussen kann, muss als invaliditätsfremder Faktor unbe
rücksichtigt bleiben (Urteil des Bundesgerichts 8C_808/2013 vom 14. Februar 2014 E. 7.3).
Ebenso die aktuell vorliegende Situation
bezüglich dem
Coronavirus
.
Schliesslich
bestehen auch keine weiteren
persönlichen oder beruf
lichen
Gründe, die Auswir
kung auf die Lohnhöhe haben könnten. Insbesondere nimmt auch die Bedeutung der Anzahl Dienstjahre im priva
ten Sektor ab, je nied
riger das Anforderungsprofil ist (AHI 1999 177 E. 3b S. 181), weshalb mi
t Blick auf das Kompetenzniveau
1 die lange Betriebszugehörigkeit keinen Abzug zu rechtfertigen vermag (Urteil des Bundesgerichts 9C_455/2013 vom 4. Oktober 2013 E. 4.1 mit Hinweisen).
Im vorliegenden Fall trägt e
ine Herabsetzung um
höchstens
10
% diesen Tatsachen
– insbesondere den körperlichen Einschränkungen –
angemessen Rechnung, wo
durch sich das Invalideneinkommen auf
Fr. 61'
539
.-- reduziert.
5.5
Aus der Gegenüberstellung der Vergleichseinkommen (
Valideneinkommen
Fr. 95
'
115
.--; Invalideneinkommen Fr. 61'
539
.
--) resultiert eine Erwerbs
ein
busse
von Fr.
33’
576
.--
, was einem rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von gerun
det
35
% ent
spricht.
6
.
Nach dem Gesagten erweist sich die angefochtene Verfügung vom 27. April 2020 als rechtens, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.
7
.
Die Verfahrenskosten sind auf Fr. 800.-- festzusetzen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und ausgangsgemäss dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.