Decision ID: 61c8c4c4-fafc-500d-9bd6-e12044940565
Year: 2015
Language: de
Court: BE_VG
Chamber: BE_VG_001
Canton: BE
Region: Espace_Mittelland
Law Area: 

Sachverhalt:
A.
Dr. med. A._ (nachfolgend Beklagter), Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, wurde wegen Verletzung des Wirtschaftlichkeitsgebotes wiederholt ins Recht gefasst. Erste Verurteilungen ergingen für die Jahre 1976, 1977 und 1979 (vgl. Urteil des Schiedsgerichts KVG vom 16. Juli 1992, Nr. 01/83, S. 3). Mit Urteil des Schiedsgerichts KVG SCHG Nr. 01/83 vom 16. Juli 1992, bestätigt durch den Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts (EVG, heute Bundesgericht [BGer]) vom 29. Oktober 1993, K 101/92, wurde er zu einer Rückerstattung für die Jahre 1981 und 1982 im Umfang von Fr. 224'400.-- verurteilt. Sodann wurde er mit Urteil des Schiedsgerichts KVG/UVG/MVG SCHG 14/94 vom 14. November 1997, bestätigt durch die Entscheide des EVG vom 30. November 1998, K 208/97, und vom 24. Februar 2003, K 73/02, verurteilt, den klagenden Krankenkassen für die Jahre 1990 bis 1992 Fr. 540'520.-- zurückzuerstatten. Weiter wurde er mit Urteil des Schiedsgerichts in Sozialversicherungsstreitigkeiten vom 10. Februar 2004, SCHG 63954/63955/63957, zu einer Rückerstattung für die Jahre 1993 bis 1997 von Fr. 780'000.-- verurteilt, was mit Entscheid des EVG vom 25. Januar 2006, K 46/04, wiederum bestätigt wurde.
Mit Urteil des Schiedsgerichts in Sozialversicherungsstreitigkeiten vom 10. Februar 2004, SCHG 63956, wurde Dr. med. A._ wegen jahrzehntelanger massiver Überarztung für zwei Jahre von der Kassenpraxis der Mehrzahl der klagenden Krankenversicherer ausgeschlossen. Eine dagegen erhobene Beschwerde wies das EVG mit Entscheid vom 25. Januar 2006, K 45/04, ab.
B.
Weiter wurde Dr. med. A._ mit Urteil des Schiedsgerichts in Sozialversicherungsstreitigkeiten vom 5. Dezember 2006, SCHG 64336/64617/65539, zu einer Rückerstattung für die Jahre 1998 bis 2003 in
Urteil des Schiedsgerichts in Sozialversicherungsstreitigkeiten des Kantons Bern vom 14. Juni 2015, SCHG/14/390 Seite 5
der Höhe von Fr. 1'010'000.-- verurteilt und dauernd von der Tätigkeit der klagenden Krankenversicherer ausgeschlossen. Mit Entscheid des BGer vom 25. März 2008, K 9/07, wurde die Rückerstattung bestätigt. Soweit den dauernden Ausschluss betreffend wurde das Urteil des Schiedsgerichts aufgehoben und die Sache an dieses zurückgewiesen, damit es prüfe, ob der befristete Ausschluss eine Verhaltensänderung erzielt habe und damit es anschliessend neu über den Ausschluss befinde. In der Folge wurde das Verfahren unter der Nummer SCHG 69286 beim Gericht registriert.
C.
Schliesslich wurde Dr. med. A._ mit Urteil des Schiedsgerichts in Sozialversicherungsstreitigkeiten des Kantons Bern vom 8. Dezember 2012, SCHG/2010/789, – im Verhältnis zur KPT Krankenkasse AG – wegen betrügerischer Manipulation von Abrechnungen definitiv von der Tätigkeit zu Lasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung ausgeschlossen. Auf die dagegen erhobene Beschwerde trat das Bundesgericht – nach Aufhebung einer verfügten Verfahrenssistierung – mit Entscheid vom 7. Januar 2014, 9C_103/2013, nicht ein. Es bestehe und habe schon bei Beschwerdeeinreichung kein schutzwürdiges Interesse an der Überprüfung der Rechtmässigkeit des vorinstanzlichen Entscheids bestanden, da mit Blick auf die Angaben von Dr. med. A._, wonach er seine Arztpraxis endgültig auf Ende 2012 geschlossen habe, dessen tatsächliche und rechtliche Situation durch den Ausgang des Verfahrens nicht mehr beeinflusst werden könne (E. 1).
D.
Mit Klage vom 21. Juni 2006 (Gerichtsdossier SCHG 66915 act. 6 ff.) stellten die Kläger Nr. 2 – 11, 14 – 16, 18, 19, 21 – 25 (bzw. deren Rechtsvorgänger), vertreten durch santésuisse, handelnd durch die Geschäftsstelle Bern, folgende Rechtsbegehren:
Der Beklagte sei zu verurteilen, basierend auf dem Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts EVG vom 25. Januar 2006
Urteil des Schiedsgerichts in Sozialversicherungsstreitigkeiten des Kantons Bern vom 14. Juni 2015, SCHG/14/390 Seite 6
und dem Urteil des Schiedsgerichts in Sozialversicherungsstreitigkeiten des Kantons Bern vom 10. Februar 2004 den Klägern vom Jahresumsatz 2004 (inkl. veranlasste Kosten) einen gerichtlich zu bestimmenden Betrag zurückzuerstatten.
Es sei der im Urteil des Schiedsgerichts in Sozialversicherungsstreitigkeiten vom 10. Februar 2004 verfügte und im Urteil des EVG vom 25. Januar 2006 bestätigte Ausschluss von der Tätigkeit zu Lasten der sozialen Krankenversicherung über die verfügten zwei Jahre hinaus dauerhaft zu verfügen. - unter Kosten- und Entschädigungsfolge -
Zur Begründung wurde im Wesentlichen vorgebracht, die Zahlen des Jahres 2004 zeigten, dass der Beklagte nach wie vor gegen das Wirtschaftlichkeitsgebot verstosse, weshalb eine Zusammenarbeit mit ihm nicht mehr zumutbar sei.
Mit prozessleitender Verfügung vom 12. Dezember 2006 gab die damalige Vorsitzende die Zusammensetzung des Schiedsgerichts bekannt.
Mit Eingabe vom 24. Januar 2007 ersuchte der Beklagte, vertreten durch Rechtsanwalt B._, es sei das Verfahren bis zum Urteil des EVG in Sachen SCHG 64336/64617/65539 zu sistieren und die Klageantwortfrist sowie die Frist für die Geltendmachung von Ablehnungsgründen auszusetzen, eventualiter sei die Frist zu erstrecken.
Mit Stellungnahme vom 7. Februar 2007 ersuchten die Kläger um Abweisung des Sistierungsantrags.
Mit prozessleitender Verfügung vom 22. Februar 2007 verfügte die damalige Vorsitzende, über den Antrag auf Sistierung des Verfahrens werde erst nach Kenntnis der Beschwerdeerhebung bzw. Eröffnung eines Verfahrens vor Bundesgericht entschieden. Gleichzeitig wurden die angesetzten Fristen für die Geltendmachung von Ablehnungsgründen resp. für die Einreichung einer Klageantwort verlängert.
Mit Eingabe vom 23. Februar 2007 teilte der Beklagte sinngemäss mit, dass er seinem Rechtsvertreter das Mandat entzogen habe. Dies wurde von Rechtsanwalt B._ mit Eingabe vom 1. März 2007 bestätigt.
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Mit Eingabe vom 13. März 2007 stellte der Beklagte den Antrag, das Verfahren sei auf französisch zu führen und die Akten seien zu übersetzen.
Mit Eingaben vom 26. und 27. März 2007 liess sich der Beklagte erneut vernehmen.
Mit Klageantwort vom 4. April 2007 schloss der Beklagte sinngemäss auf Abweisung der Klage.
Am 11. April 2007 ging die Klageantwort vom 4. April 2007 erneut beim Gericht ein (Weiterleitung durch das Bundesverwaltungsgericht; Schreiben vom 10. April 2007).
E.
Mit Klage vom 26. Juni 2007 (Gerichtsdossier SCHG 68332 act. 81 ff.) stellten die Kläger Nr. 1 – 11, 14 – 25 (bzw. deren Rechtsvorgänger), vertreten durch santésuisse, handelnd durch die Geschäftsstelle Bern, folgende Rechtsbegehren:
Der Beklagte sei zu verurteilen, basierend auf dem Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts EVG vom 25. Januar 2006 und dem Urteil des Schiedsgerichts in Sozialversicherungsstreitigkeiten des Kantons Bern vom 10. Februar 2004 den Klägern vom Jahresumsatz 2005 (inkl. veranlasste Kosten) einen gerichtlich zu bestimmenden Betrag zurückzuerstatten.
Es sei der im Urteil des Schiedsgerichts in Sozialversicherungsstreitigkeiten vom 10. Februar 2004 verfügte und im Urteil des EVG vom 25. Januar 2006 bestätigte Ausschluss von der Tätigkeit zu Lasten der sozialen Krankenversicherung über die verfügten zwei Jahre hinaus dauerhaft zu verfügen. - unter Kosten- und Entschädigungsfolge -
Zur Begründung wurde im Wesentlichen vorgebracht, die Zahlen des Jahres 2005 zeigten, dass der Beklagte seine unwirtschaftliche Behandlungsweise fortsetze.
Mit Eingabe vom 6. Juli 2007 beantragte der Beklagte, das Verfahren sei auf französisch zu führen.
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F.
Mit prozessleitender Verfügung vom 19. Mai 2011 vereinigte die damalige Vorsitzende die Verfahren SCHG 66915 (Rückforderung pro 2004, dauerhafter Ausschluss), SCHG 68332 (Rückforderung pro 2005, dauerhafter Ausschluss) und SCHG 69286 (BGer K 9/07, Rückweisung an die Vorinstanz zur Prüfung des dauerhaften Ausschlusses). Gleichzeitig wurden die Kläger aufgefordert, ihre Klageschriften unter Berücksichtigung der neuen Rechtsprechung (BGE 137 V 43, 136 V 415) anzupassen, sich zur Frage der Verwirkung der anbegehrten Rückforderungen pro 2004 und 2005 und der Verhaltensänderung des Beklagten zu äussern sowie zur Frage der aufschiebenden Wirkung Stellung zu nehmen.
Mit Eingabe vom 15. Juni 2011 stellte der Beklagte ein Ablehnungsgesuch gegen die damalige Vorsitzende (Verfahren SCHG/2011/590).
Mit Urteil des Schiedsgerichts in Sozialversicherungsstreitigkeiten des Kantons Bern vom 29. Juli 2011, SCHG/2011/590, wurde das Gesuch um Ablehnung der damaligen Vorsitzenden in den Dr. med. A._ betreffenden Verfahren abgewiesen. Dieses Urteil wurde nicht angefochten.
Mit prozessleitender Verfügung vom 20. Oktober 2011 nahm die damalige Vorsitzende das Verfahren wieder auf und setzte den Klägern die Frist zur Klageverbesserung resp. Stellungnahme gemäss prozessleitender Verfügung vom 19. Mai 2011 neu an.
In der Folge wurden – mit Blick auf in Aussicht gestellte aussergerichtliche Verhandlungen – sechs Fristverlängerungen gewährt.
Mit Eingabe vom 28. September 2012 reichten die Kläger angepasste Klageschriften ein, nahmen Stellung zu den aufgeworfenen Fragen und hielten am Antrag auf definitiven Ausschluss fest. Zudem reichten sie die Rechnungssteller-Statistik der Jahre 2007 – 2011 ein (in den Verfahrensakten).
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Der Beklagte, inzwischen vertreten durch Rechtsanwalt Dr. E._, beantragte – nach viermaliger Fristerstreckung – mit Stellungnahme vom 18. Februar 2013 die Abweisung der Klagen.
Mit Eingabe vom 18. Februar 2013 reichte der Beklagte selbst eine weitere Eingabe ein, in welcher er unter anderem ein (weiteres) Ablehnungsgesuch gegen die damalige Vorsitzende stellte (Verfahren SCHG/2013/336).
Mit prozessleitender Verfügung vom 26. April 2013 wurden die Kläger aufgefordert, die Daten gemäss BGE 136 V 415 für die Jahre 2004 und 2005 sowie 2009 – 2011 einzureichen.
Mit Urteil des Schiedsgerichts in Sozialversicherungsstreitigkeiten des Kantons Bern vom 6. Mai 2013, SCHG/2013/336, wurde auf das Gesuch um Ablehnung der damaligen Vorsitzenden in den Dr. med. A._ betreffenden Verfahren nicht eingetreten. Dieses Urteil wurde nicht angefochten.
Mit Eingabe vom 17. Mai 2013 reichten die Kläger aufforderungsgemäss die Daten gemäss BGE 136 V 415 (Namen der Ärzte, welche die Vergleichsgruppe bilden sowie – in anonymisierter Form – deren individuelle Daten aus dem „santésuisse-Datenpool“) für die Jahre 2004 – 2005 und 2009 – 2011 ein.
Mit prozessleitender Verfügung vom 22. Mai 2013 wurde dem Beklagten Gelegenheit zur Stellungnahme zur Vergleichsgruppe eingeräumt.
Mit Eingaben vom 31. Mai, 8. Juli, 15. Juli und 14. August 2013 reichte der Beklagte selbst weitere Eingaben ein, in welchen er unter anderem diverse Anträge stellte und um eine weitere Fristerstreckung ersuchte.
Mit prozessleitender Verfügung vom 23. August 2013 wurde hinsichtlich der diversen Anträge auf das Urteil verwiesen und dem Beklagten letztmals eine nicht verlängerbare Frist gesetzt zur Einreichung einer Stellungnahme zur Vergleichsgruppe.
Am 3. und 22. September 2013 reichte der Beklagte selbst weitere Eingaben ein, in welchen er unter anderem ein (weiteres)
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Ablehnungsgesuch gegen die damalige Vorsitzende stellte (Verfahren SCHG/2013/845).
Mit Eingabe vom 23. September 2013 reichte der Rechtsvertreter des Beklagten eine Stellungnahme zur Vergleichsgruppe ein.
Mit Urteil des Schiedsgerichts in Sozialversicherungsstreitigkeiten des Kantons Bern vom 15. Oktober 2013, SCHG/2013/845, wurde auf das Gesuch um Ablehnung der damaligen Vorsitzenden in den Dr. med. A._ betreffenden Verfahren nicht eingetreten.
Mit Eingabe vom 21. Oktober 2013 beantragte der Beklagte – zusätzlich zu den bereits formulierten Anträgen –, es sei eine öffentliche Verhandlung nach Art. 6 Ziff. 1 der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK; SR 0.101) durchzuführen.
Mit Urteil des Schiedsgerichts in Sozialversicherungsstreitigkeiten des Kantons Bern vom 30. Oktober 2013, SCHG 66915/68332/69286, wurde der Beklagte in Gutheissung der Klagen verurteilt, den Klägern für die Jahre 2004 und 2005 den Betrag von insgesamt Fr. 136‘836.50 zurückzuerstatten. Ebenfalls in Gutheissung der Klagen wurde der Beklagte – im Verhältnis zu den Klägern – definitiv von der Tätigkeit zu Lasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung ausgeschlossen. Das Begehren des Beklagten auf eine öffentliche Schlussverhandlung nach Art. 6 Ziff. 1 EMRK wurde abgewiesen. Die dagegen erhobene Beschwerde hiess das Bundesgericht – soweit es darauf eintrat – mit Entscheid vom 1. April 2014, 9C_885/2013, gut und hob das Urteil des Schiedsgerichts in Sozialversicherungsstreitigkeiten des Kantons Bern vom 30. Oktober 2013 auf. Die Sache wurde an die Vorinstanz zurückgewiesen zum Entscheid über die Form der dem Beklagten zu gewährende Einsicht in die Daten-CD der Krankenversicherer sowie zur Durchführung einer öffentlichen Verhandlung gemäss Art. 6 EMRK (BGer 9C_885/2013, E. 3.1 und 3.2) und anschliessend neuem Entscheid über die Klagen.
G.
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Mit prozessleitender Verfügung vom 15. Mai 2014 teilte der Vorsitzende des Schiedsgerichts den Parteien mit, dass die Klage vom 8. Juni 2004 – soweit entsprechend offene Anträge vorlägen – (vgl. Rückweisungsentscheide des Bundesgerichts vom 25. März 2008 [K 9/07] und vom 1. April 2014 [9C_885/2013]) unter der Verfahrensnummer SCHG/2014/390, die Klage vom 21. Juni 2006 (Rückweisungsentscheid des Bundesgerichts vom 1. April 2014) unter der Verfahrensnummer SCHG/2014/391 und die Klage vom 26. Juni 2007 (Rückweisungsentscheid des Bundesgerichts vom 1. April 2014) unter der Verfahrensnummer SCHG/2014/392 registriert würden, wobei die erwähnten Verfahren vereinigt wurden. Weiter erfolgte die Information an die Parteien, dass die bisher im vorliegenden Verfahren als neutrale Vorsitzende des Schiedsgerichts in Sozialversicherungsstreitigkeiten des Kantons Bern eingesetzte Verwaltungsrichterin Fuhrer seit Beginn des Jahres 2014 nicht mehr als neutrale Vorsitzende des Schiedsgerichts in Sozialversicherungsstreitigkeiten des Kantons Bern amte und an ihre Stelle in den vorliegenden Verfahren Verwaltungsrichter Dr. iur. Schwegler trete. Gleichzeitig teilte der Vorsitzende den Parteien die Besetzung des Schiedsgerichts in Sozialversicherungsstreitigkeiten des Kantons Bern für die betreffenden Verfahren mit: Verwaltungsrichter Dr. iur. Schwegler, Vorsitzender; Fürsprecher Cadotsch, Mitglied; Dr. med. Gubler, Mitglied; Gerichtsschreiberin Tomic. Zudem wurde den Parteien Gelegenheit gegeben, sich zum weiteren verfahrensrechtlichen Vorgehen zu äussern, insbesondere auch zur Frage, inwieweit über einen dauernden Ausschluss des Beklagten von der Tätigkeit zu Lasten der klagenden Krankenversicherer überhaupt noch entschieden werden könne bzw. müsse (vgl. das in dieser Hinsicht auf Nichteintreten lautende Erkenntnis des Bundesgerichts, 9C_885/2013 E. 1 und Dispo Ziff. 1 erster Satz). Desweitern wurden dem Beklagten mit der prozessleitenden Verfügung vom 15. Mai 2014 die ab der von den Klägern eingereichten Daten-CD vom Gericht erstellten Papierausdrucke zur Einsichtnahme zugestellt und Gelegenheit gegeben, seine bisherigen Ausführungen zur Sache zu ergänzen. Schliesslich stellte der Vorsitzende die Ansetzung eines Termins für eine öffentliche Schlussverhandlung nach Art. 6 EMRK für einen späteren Zeitpunkt in Aussicht.
Urteil des Schiedsgerichts in Sozialversicherungsstreitigkeiten des Kantons Bern vom 14. Juni 2015, SCHG/14/390 Seite 12
Mit Eingabe vom 17. Juni 2014 hielten die Kläger an den ursprünglichen Anträgen grundsätzlich fest und führten aus, es sei gemäss BGer 9C_855/2013, E. 3.1 und 3.2, weiter vorzugehen und über die Klagen neu zu entscheiden. Zusätzlich machten sie Ausführungen betreffend den definitiven Ausschluss des Beklagten von der Tätigkeit zu Lasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung.
Der Beklagte ergänzte mit Eingabe vom 7. August 2014 seine bisherigen Ausführungen; zur Frage des definitiven Ausschlusses von der Tätigkeit zu Lasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung hielt er fest, er wolle weiterhin als Arzt praktizieren.
Da der Beklagte die Legitimation der Vertreterin der Kläger – santésuisse – mit Blick auf einzelne Kläger in Frage stellte, gab der Vorsitzende dieser mit prozessleitender Verfügung vom 13. August 2014 Gelegenheit, sich dazu zu äussern. Gleichzeitig wurde der Beklagte aufgefordert, die ihm allein zur Einsicht zur Verfügung gestellten Akten innert Frist an das Gericht zurückzusenden.
Unter anderem im Zusammenhang mit der dem Beklagten gewährten Akteneinsicht bzw. der Rücksendung der Akten reichte der Beklagte am 19. August, 1. und 2. September 2014 weitere Eingaben ein und es wurden am 22. August und 4. September 2014 prozessleitende Verfügungen erlassen.
Mit Eingabe vom 3. September 2014 stellte die Vertreterin der Kläger die Einreichung von Vollmachten der zwischenzeitlich aus santésuisse ausgetretenen Krankenversicherer in Aussicht; diese gingen am 11. September 2014 beim Gericht ein.
Am 12. September 2014 reichte der Beklagte eine weitere Eingabe ein, mit welcher er unter anderem geltend machte, im Vergleich zu den Klageerhebungen seien auf der Liste der Kläger neue Versicherer aufgeführt, die bisher nicht erwähnt worden seien.
Mit prozessleitender Verfügung vom 24. September 2014 schloss der Vorsitzende das Beweisverfahren und den Schriftenwechsel. Der Termin für die öffentliche Schlussverhandlung gemäss Art. 6 EMRK wurde auf den
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23. Oktober 2014, 10.15 Uhr, angesetzt. Gleichzeitig wurde darauf hingewiesen, dass die Sprache des vorliegenden Verfahrens Deutsch sei. Die Schlussverhandlung finde dementsprechend in deutscher Sprache statt und die Plädoyers seien grundsätzlich in deutscher Sprache zu halten. Es sei dem Beklagten jedoch freigestellt, sein eigenes Plädoyer in französischer Sprache zu halten. Es erfolge während der öffentlichen Schlussverhandlung keine Übersetzung von der einen in die andere Amtssprache.
Am 8. Oktober 2014 teilten die Kläger dem Gericht mit, dass sich die Parteien derzeit in Vergleichsverhandlungen befänden und fragten an, ob das Gericht einer Sistierung auf gemeinsamen Antrag bis zur allfälligen vollständigen Bezahlung eines vereinbarten Betrages (voraussichtlich März 2016) zustimmen würde.
Mit prozessleitender Verfügung vom 13. Oktober 2014 hielt der Vorsitzende fest, eine Sistierung im Sinne der Anfrage könne derzeit nicht verbindlich in Aussicht gestellt werden. Der Termin der EMRK-Schlussverhandlung würde allein im Falle eines (rechtzeitig eingereichten) bedingungslosen Rückzugs des Antrags durch den Beklagten bzw. des Einreichens eines beidseitig unterzeichneten Vergleichs mit entsprechender Klausel abgesetzt. Es werde den Parteien freistehen, nach der genannten Schlussverhandlung dem Gericht Antrag auf Sistierung des Verfahrens zu stellen.
Am 17. Oktober 2014 reichte der Beklagte eine weitere Eingabe ein, mit welcher er unter anderem Verwaltungsrichter Schwegler als neutralen Vorsitzenden des Schiedsgerichts in Sozialversicherungsstreitigkeiten des Kantons Bern in den vorliegenden Verfahren als befangen ablehnte. Mit prozessleitender Verfügung vom 21. Oktober 2014 sagte der im Ablehnungsverfahren (SCHG/2014/989) zuständige Vorsitzende die auf den 23. Oktober 2014 angesetzte öffentliche Schlussverhandlung ab, verwies die weiteren Verfahrensanträge, soweit sie nicht die Ablehnung betrafen, in die Hauptverfahren und sistierte die Verfahren SCHG/2014/390 – 392, soweit nicht das Ablehnungsbegehren betreffend, bis zum rechtskräftigen Abschluss des Verfahrens SCHG/2014/989.
Urteil des Schiedsgerichts in Sozialversicherungsstreitigkeiten des Kantons Bern vom 14. Juni 2015, SCHG/14/390 Seite 14
Der Beklagte reichte am 21. und 22. Oktober 2014 weitere Eingaben und ein Arztzeugnis ein, mit welchem ihm ab dem 22. Oktober 2014 vorübergehend eine 100 %-ige Arbeitsunfähigkeit attestiert und bestätigt wurde, dass er nicht in der Lage sei, einen Gerichtstermin wahrzunehmen.
Mit Urteil vom 27. November 2014 (SCHG/2014/989) wies das Schiedsgericht in Sozialversicherungsstreitigkeiten des Kantons Bern das Gesuch um Ablehnung von Verwaltungsrichter Schwegler als neutralen Vorsitzenden in den den Beklagten betreffenden Verfahren ab. Dieses Urteil blieb unangefochten.
Am 29. Dezember 2014 reichte der Beklagte eine weitere Eingabe mit Anträgen und zusätzlichen Ausführungen ein.
Mit prozessleitender Verfügung vom 15. Januar 2015 hob der Vorsitzende die Sistierung der Verfahren SCHG/2014/390 – 392 auf. Weiter wurden die Parteien darüber informiert, dass zufolge demnächst anstehender mehrmonatiger Gerichtsabwesenheit der Gerichtsschreiberin Tomic diese im Spruchkörper der vorliegenden Verfahren durch Gerichtsschreiberin Bossert ersetzt werde. Zudem wurden Termine für die öffentliche Schlussverhandlung vorgeschlagen, wozu sich die Kläger mit Eingabe vom 23. Januar 2015 äusserten. Der Beklagte reichte am 26. Januar 2015 eine Eingabe ein.
Mit prozessleitender Verfügung vom 28. Januar 2015 bestätigte der Vorsitzende die Schliessung des Schriftenwechsels und des Beweisverfahrens. Gleichzeitig wurde der Termin für die öffentliche Schlussverhandlung auf den 5. März 2015, 14.00 Uhr, angesetzt, dies mit dem gleichen Hinweis zur Verfahrenssprache wie in der prozessleitenden Verfügung vom 24. September 2014.
Nachdem der Beklagte am 9. Februar 2015 eine weitere Eingabe eingereicht hatte, hielt der Vorsitzende am 11. Februar 2015 fest, dass die prozessleitende Verfügung vom 28. Januar 2015 vollumfänglich ihre Gültigkeit behalte. Daraufhin teilte der Beklagte am 12. Februar 2015 mit, seine Eingabe vom 9. Februar 2015 sei an die zuständige Aufsichtsbehörde gerichtet gewesen.
Urteil des Schiedsgerichts in Sozialversicherungsstreitigkeiten des Kantons Bern vom 14. Juni 2015, SCHG/14/390 Seite 15
Mit prozessleitender Verfügung vom 17. Februar 2015 wies der Vorsitzende den Antrag des Beklagten auf Aufhebung der prozessleitenden Verfügung vom 11. Februar 2015 ab und hielt fest, dass die bisher ergangenen prozessleitenden Verfügungen, insbesondere die Anordnung und das Aufgebot zur öffentlichen Schlussverhandlung ihre Gültigkeit behielten. Gleichzeitig wurden die Eingaben des Beklagten vom 9. und 12. Februar 2015 – wie von diesem verlangt – der Justizkommission des Grossen Rates des Kantons Bern übermittelt.
Am 25. Februar 2015 stellte der Beklagte aus gesundheitlichen Gründen ein Gesuch um Verschiebung der öffentlichen Schlussverhandlung vom 5. März 2015 und reichte ein Schreiben von Dr. med. C._, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 24. Februar 2015, ein.
Mit prozessleitender Verfügung vom 26. Februar 2015 wies der Vorsitzende das Gesuch um Verschiebung der öffentlichen Schlussverhandlung nach Art. 6 EMRK ab, wobei es dem Beklagten freigestellt wurde, sein Gesuch um Verschiebung unter hinreichender Dokumentation erneut zu stellen.
Von dieser Möglichkeit machte der Beklagte in der Folge am 2. März 2015 unter Beilage eines gleichentags verfassten ausführlichen Arztzeugnisses von Dr. med. C._ Gebrauch.
Mit prozessleitender Verfügung vom 4. März 2015 setzte der Vorsitzende die auf den 5. März 2015 angesetzte öffentliche Schlussverhandlung nach Art. 6 EMRK ab. Zudem wurde festgehalten, dass der Schriftenwechsel und das Beweisverfahren geschlossen blieben. Weiter wurde es dem Beklagten freigestellt, innert Frist unter unbedingtem Rückzug seines Antrags auf eine öffentliche Schlussverhandlung nach Art. 6 EMRK sein Plädoyer in schriftlicher Form einzureichen.
Der Vorsitzende machte mit prozessleitender Verfügung vom 10. März 2015 Terminvorschläge für die öffentliche Schlussverhandlung gemäss Art. 6 EMRK. Dazu nahmen der Beklagte mit Eingabe vom 16. März 2015 und die Kläger mit Eingabe vom 17. März 2015 Stellung.
Urteil des Schiedsgerichts in Sozialversicherungsstreitigkeiten des Kantons Bern vom 14. Juni 2015, SCHG/14/390 Seite 16
Mit prozessleitender Verfügung vom 19. März 2015 setzte der Vorsitzende die öffentliche Schlussverhandlung gemäss Art. 6 EMRK auf den 1. Mai 2015, 10.00 Uhr, an, dies wiederum mit dem gleichen Hinweis auf die Verfahrenssprache wie in den prozessleitenden Verfügungen vom 24.  2014 und 28. Januar 2015.
Mit Eingabe vom 10. April 2015 verlangte der Beklagte bis spätestens zehn Tage vor der Verhandlung vom 1. Mai 2015 die Zustellung einer ausführlichen Liste der eingeladenen oder akkreditierten Journalisten mit Namen, Vornamen, und Adresse sowie der Zeitungen (mit Adresse der Redaktion), für welche sie tätig seien. Am 16. April 2015 beantragte der Beklagte die Zustellung von Organigrammen der Abteilungen des Verwaltungsgerichts sowie der Abteilungen des Schiedsgerichts in Sozialversicherungsstreitigkeiten des Kantons Bern. Ebenfalls am 16. April 2015 (Eingang am 20. April 2015) stellte der Beklagte in den vorliegenden Verfahren erneut ein Ablehnungsgesuch gegen Verwaltungsrichter Schwegler als neutralen Vorsitzenden, dies insbesondere unter Hinweis auf eine von ihm gegen Verwaltungsrichter Schwegler eingereichte Strafanzeige und sein Gesuch um Einleitung einer Administrativuntersuchung.
Mit prozessleitender Verfügung vom 21. April 2015 wurden dem Beklagten Ausdrucke der Homepage des Verwaltungsgerichts (Auflistung dessen Mitglieder, Gerichtsschreiberinnen sowie Gerichtsschreiber, Mitglieder des Schiedsgerichts in Sozialversicherungsstreitigkeiten) sowie eine Liste der Medien mit akkreditierten Journalistinnen und Journalisten am Verwaltungsgericht, welche per verzeichnete Adresse über die Sitzungstermine nach Art. 6 EMRK informiert würden, zugestellt. Zudem wurde festgehalten, dass die prozessleitende Verfügung vom 19. März 2015 weiterhin Gültigkeit behalte.
Am 29. April 2015 nahm der Beklagte beim Gericht von 10.05 Uhr bis 11.30 Uhr Einsicht in die Akten. Auf seinen Wunsch wurden von diversen Dokumenten Kopien erstellt, welche ihm ausgehändigt wurden.
Am 1. Mai 2015 wies das Schiedsgericht in Sozialversicherungsstreitigkeiten des Kantons Bern in der Besetzung von
Urteil des Schiedsgerichts in Sozialversicherungsstreitigkeiten des Kantons Bern vom 14. Juni 2015, SCHG/14/390 Seite 17
Verwaltungsrichter Schwegler, neutraler Vorsitzender, Fürsprecher Paul Cadotsch, Fachrichter, Dr. med. Christian Gubler, Fachrichter, und Gerichtsschreiberin Bossert das Ablehnungsgesuch des Beklagten vom 16. April 2015 gegen Verwaltungsrichter Schwegler in den Verfahren SCHG/2014/390 – 392 im Rahmen einer nichtöffentlichen Urteilsberatung gemäss Art. 56 Abs. 5 bzw. 6 des kantonalen Gesetzes über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) i.V.m. Art. 37 Abs. 1 lit. b des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 (VRPG; BSG 155.21) in Form eines Zwischenentscheides ab, soweit darauf einzutreten war. Im Anschluss hieran fand die öffentliche Schlussverhandlung gemäss Art. 6 EMRK statt, anlässlich welcher den Parteien vorab der Entscheid über das Ablehnungsgesuch gegen Verwaltungsrichter Schwegler mündlich eröffnet wurde. Die schriftliche Eröffnung und Begründung wurde mit dem Urteil in der Hauptsache in Aussicht gestellt. Im Rahmen der Parteivorträge bestätigten die Parteien die gestellten Rechtsbegehren.
Am 8. Mai 2015 ging die Kostennote des Anwalts der Kläger beim Gericht ein. Auf entsprechendes Ersuchen des Beklagten vom 12. Mai 2015 hin stellte der Vorsitzende den Parteien eine Kopie des Protokolls der öffentlichen Schlussverhandlung gemäss Art. 6 EMRK vom 1. Mai 2015 zu und gab dem Beklagten die Möglichkeit, innert Frist die Kostennote seines (früheren) Rechtsvertreters einzureichen.

Erwägungen:
1.
1.1 Gemäss Art. 89 des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung vom 18. März 1994 (KVG; SR 832.10) sind Streitigkeiten zwischen Versicherern und Leistungserbringern durch ein Schiedsgericht zu entscheiden (Abs. 1). Die Kantone können die Aufgaben des
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Schiedsgerichts dem kantonalen Versicherungsgericht übertragen (Abs. 4 Satz 3 Halbsatz 1), was der Kanton Bern getan hat (Art. 40 des kantonalen Gesetzes betreffend die Einführung der Bundesgesetze über die Kranken-, die Unfall- und die Militärversicherung vom 6. Juni 2000 [EG KUMV; BSG 842.11]). Weiter regelt das Bundesrecht die Zuständigkeit im System des Tiers garant (Art. 89 Abs. 3 KVG).
Im vorliegenden Verfahren ist eine Streitigkeit zwischen zahlreichen Versicherern und einem Leistungserbringer zu beurteilen, weshalb die sachliche Zuständigkeit des Schiedsgerichts gegeben ist. Der Beklagte hat bzw. hatte seine Praxis im Kanton Bern (...), womit auch die örtliche Zuständigkeit zu bejahen ist (Art. 89 Abs. 2 KVG).
1.2
1.2.1 Mit Blick auf den Umstand, dass gewisse der klagenden Krankenversicherer seit Klageerhebung ihre santésuisse-Mitgliedschaft aufgegeben haben, hat der Beklagte die Legitimation von santésuisse zur Vertretung bestritten (vgl. insbesondere Eingabe vom 7. August 2014 [Gerichtsdossier SCHG/2014/390 – 392 act. 60]), was er auch an der öffentlichen Schlussverhandlung vom 1. Mai 2015 wiederholt hat. Diesbezüglich ist festzuhalten, dass unter www.santésuisse.ch eine Auflistung aller santésuisse angeschlossenen Krankenversicherer aufgeschaltet ist. Für diejenigen klagenden Krankenversicherer, die nicht mehr santésuisse-Mitglieder sind (CSS-Kranken-Versicherung AG, Helsana Versicherungen AG, INTRAS Kranken-Versicherung AG, KPT Krankenkasse AG, Progrès Versicherungen AG, Sanitas Grundversicherungen AG, SUPRA-1846 SA, Wincare Versicherungen AG) wurden Vollmachten ermächtigend santésuisse zur Vertretung in den vorliegenden Verfahren eingereicht (SCHG/2014/390 – 392 act. I 1, 3 – 6). Für die übrigen klagenden Krankenversicherer, die nach wie vor santésuisse-Mitglieder sind, ergibt sich die Vertretungsvollmacht für santésuisse aus Art. 16 der santésuisse-Statuten (abrufbar unter www.santésuisse.ch).
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1.2.2 Die Moove Sympany AG (vormals Krankenkasse 57) sowie die Konkursmasse der Krankenkasse KBV sind alleine am Verfahren bezüglich der Frage des dauernden Ausschlusses von der Tätigkeit zu Lasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (SCHG 69286 [Rückweisung gemäss BGer K 9/07]) beteiligt (vgl. zudem E. 1.4 hiernach), nicht hingegen an denjenigen Verfahren bezüglich Rückforderung für die Jahre 2004 und 2005 (SCHG 66915 und SCHG 68332). Da die Moove Sympany AG santésuisse-Mitglied ist, leitet sich die diesbezügliche Vertretungsvollmacht für santésuisse aus der entsprechenden statutarischen Grundlage ab (vgl. E. 1.2.1 hiervor). Hinsichtlich der Konkursmasse der Krankenkasse KBV ist auf das Folgende hinzuweisen: Zunächst befand sich die Krankenkasse KBV in Liquidation und nun liegt die Konkursmasse vor. Folglich wird keine Versicherungstätigkeit mehr ausgeübt, womit für die Konkursmasse der Krankenkasse KBV inzwischen auch kein Rechtsschutzinteresse mehr am Entscheid über den Ausschluss des Beklagten aus der Kassenpraxis besteht und deshalb auf ihr Klagebegehren schon deshalb nicht mehr eingetreten werden kann (vgl. zudem E. 1.4 hiernach).
Zu erwähnen ist ausserdem, dass der Beklagte im Verhältnis zur KPT Krankenkasse AG bereits mit Urteil des Schiedsgerichts in Sozialversicherungsstreitigkeiten des Kantons Bern vom 8. Dezember 2012 (SCHG/2010/789) definitiv von der Tätigkeit zu Lasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung ausgeschlossen worden ist. Das Bundesgericht ist auf die dagegen erhobene Beschwerde nicht eingetreten (BGer 9C_103/2013, E. 1). Hinsichtlich der KPT Krankenkasse AG ist damit die Frage des definitiven Ausschlusses aus der Kassenpraxis bereits abschliessend beurteilt (vgl. zudem E. 1.4 hiernach).
1.3 Im Bereich des für das Schiedsgericht anwendbaren Klageverfahrens ergibt sich der Streitgegenstand einzig aus den Rechtsbegehren der Klage, und allenfalls, soweit zulässig, der Widerklage (vgl. BGE 135 V 23 E. 3.1 S. 26).
1.4. Mit Urteil des Schiedsgerichts in Sozialversicherungsstreitigkeiten des Kantons Bern vom 30. Oktober 2013, SCHG 66915/68332/69286, wurde der Beklagte in Gutheissung der entsprechenden Klagen im Verhältnis zu den Klägern definitiv von der Tätigkeit zu Lasten der
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obligatorischen Krankenpflegeversicherung ausgeschlossen. Mit dem Rückweisungsentscheid vom 1. April 2014, 9C_885/2013, E. 1, ist das Bundesgericht auf die gegen den dauernden Ausschluss des Beklagten aus der Kassenpraxis erhobene Beschwerde nicht eingetreten. Es ging hierbei davon aus, der Beklagte habe seine Tätigkeit aufgegeben und wolle damit auch gar nicht mehr zu Lasten der Kläger abrechnen, womit ihm ein Rechtsschutzinteresse an der Anfechtung des kantonalen Entscheides fehle. Das Urteil des Schiedsgerichts in Sozialversicherungsstreitigkeiten des Kantons Bern vom 30. Oktober 2013, SCHG 66915/68332/69286, mit welchem der Beklagte im Verhältnis zu den Klägern definitiv von der Tätigkeit zu Lasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung ausgeschlossen wurde, ist somit insoweit in Rechtskraft erwachsen, so dass diese Frage nicht mehr zu thematisieren ist.
Bezüglich der Frage des Kassenausschlusses haben die Kläger in den vorliegenden Verfahren darauf hingewiesen (Eingabe vom 17. Juni 2014 [Gerichtsdossier SCHG/2014/390 – 392 act. 50]; Ausführungen in der öffentlichen Schlussverhandlung vom 1. Mai 2015), dass der Beklagte auch in den Jahren 2013 und 2014 noch Leistungen erbracht und abgerechnet habe, die ZSR-Nummer des Beklagten (D451902; vgl. www.sasis.ch) sei momentan sistiert, diese könne aber immer wieder aufgenommen werden. Zudem hat der Beklagte in der Eingabe vom 7. August 2014 (Gerichtsdossier SCHG/2014/390 – 392 act. 68) selber geltend gemacht, er wolle seinen Beruf als Arzt weiterhin ausüben. Selbst wenn mit Blick auf diese Vorbringen der im bundesgerichtlichen Verfahren vom Beklagten vermittelte Eindruck, nicht mehr tätig zu sein bzw. nicht mehr tätig sein zu wollen – im bewilligenden Kanton Bern wurde der Beklagte per 31. Dezember 2012 abgemeldet (vgl. www.medreg.admin.ch) – nicht stimmen würde und das kantonale Gericht entgegen des diesbezüglich abschliessenden Entscheides des Bundesgerichts zufolge neuer Erkenntnisse (vgl. Entscheid des BGer vom 3. August 2012, 8C_152/2012, E. 4) nochmals über den Ausschluss aus der Kassenpraxis urteilen müsste, würde sich auch unter Berücksichtigung der weiteren Schriften der Parteien wie auch deren Ausführungen hierzu an der öffentlichen Schlussverhandlung nach Art. 6 EMRK vom 1. Mai 2015 insgesamt nichts daran ändern, dass dem Antrag auf definitiven Ausschluss zu entsprechen
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wäre. Es kann diesbezüglich auf die Ausführungen im Urteil des Schiedsgerichts in Sozialversicherungsstreitigkeiten des Kantons Bern vom 30. Oktober 2013, SCHG 66915/68332/69286, E. 4, verwiesen werden.
1.5 Das Schiedsgericht in Sozialversicherungsstreitigkeiten urteilt in Dreierbesetzung. Es besteht aus einem Mitglied einer Abteilung des Verwaltungsgerichts als neutralem Vorsitzenden und je einer Vertreterin oder einem Vertreter der betroffenen Versicherer und Leistungserbringer. Diese werden von der oder dem neutralen Vorsitzenden bezeichnet (Art. 89 Abs. 4 Sätze 2 und 3 KVG, Art. 56 Abs. 4 GSOG).
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