Decision ID: 76fbfba9-d0e2-48a6-b502-e09b8a1d79b7
Year: 2018
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ (nachfolgend: Versicherter) ersuchte die IV-Stelle am 21. Oktober 1998 um
Kostengutsprache für eine Augenoperation (IV-act. 1). Das Gesuch wurde am 11.
Dezember 1998 gutgeheissen (IV-act. 5). Die Übernahme der Kosten für eine
Nachstarbehandlung links wurde von der IV jedoch mit der Begründung, dass die
bisherige berufliche Tätigkeit des Versicherten als Reinigungskraft (vgl. IV-act. 1 S. 4
i.V.m. IV-act. 57 S. 6) ohne Einschränkung ausgeführt werden könne, abgelehnt (IV-act.
13).
A.b Am 25. November 2004 wurde der Versicherte als Motorradfahrer von einem
Personenwagen angefahren (vgl. IV-act. 22). Er war damals im Reinigungsdienst des
B._'s angestellt gewesen (vgl. IV-act. 20 ff.). Bei dem Unfall zog sich der Versicherte
unter anderem eine distale Radiusfraktur links zu. In der orthopädischen Klinik des
Kantonsspitals St. Gallen (KSSG) wurde bei ihm eine Plattenosteosynthese
durchgeführt (vgl. Fremdakten, UV-act. 1 S. 5 ff.). Am 11. März 2005 wurde das
Osteosynthesematerial wiederum im KSSG entfernt, wobei zugleich eine Tenolyse
(operative Lösung narbig verwachsener Sehnen) vorgenommen wurde (Fremdakten,
UV-act. 1 S. 13). In einem Bericht vom 9. Dezember 2005 stellte der Hausarzt des
Versicherten, Dr. med. C._, Innere Medizin FMH, die Verdachtsdiagnose einer
Sudeckdystrophie. Dr. C._ erwähnte im Bericht, dass der Versicherte in der Tätigkeit
als Hauswart vorerst zu 50 % arbeitsunfähig bleibe. Bei längeren handwerklichen
Arbeiten müsse er schmerzbedingt das Arbeitstempo reduzieren respektive die
begonnenen Arbeiten abbrechen (Fremdakten, UV-act. 1 S. 28 f.).
A.c Der Versicherte meldete sich am 4. Januar 2006 bei der IV zum Bezug von
beruflichen Massnahmen und einer IV-Rente an (IV-act. 15).
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A.d Am 24. Februar 2006 gelangte der Versicherte erneut an die IV mit einem Gesuch
um Übernahme der Kosten für eine Staroperation rechts (IV-act. 27 i.V.m. IV-act. 31
und 32). Die IV hiess dieses Gesuch mit Verfügung vom 1. Juni 2006 gut und erbrachte
auch Taggeldleistungen (IV-act. 49 und 51).
A.e Aufgrund persistierender Handgelenksprobleme führte Dr. med. D._ von der
Orthopädie E._ am 29. Mai 2006 bei einer radioscapholunären Arthrose eine
Teilarthrodese durch (IV-act. 54).
A.f Im Auftrag der IV-Stelle untersuchte Dr. med. F._, Spezialarzt Orthopädische
Chirurgie FMH, Sportmedizin (SGSM), den Versicherten am 20. September 2006. In
seinem Gutachten vom 15. November 2006 stellte er die Diagnosen Status nach (St. n.)
radioscapholunärer Teilarthrodese 05/06 bei Zustand nach (Z. n.) Osteosynthese einer
intraartikulären Radiusfraktur links 11/04, Varuspangonarthrose rechts bei Z. n.
Tibiaosteosynthese 1988 und wahrscheinlicher vorderer Kreuzbandersatzplastik 1990,
nicht insulinpflichtiger Diabetes mellitus, Senkfüsse und St. n. Kataraktoperation links
03 und rechts 06 (IV-act. 57 S. 5). Gemäss Gutachten gab der Versicherte anlässlich
der Untersuchung an, dass auch nach dem operativen Eingriff vom 29. Mai 2006 im
Vergleich zum Zustand vor der Operation unveränderte kneifende Schmerzen radial im
linken Handgelenk mit Ausstrahlung in den Vorderarm persistierten. Seit über zehn
Jahren manifestierten sich auch stechende Kniegelenksschmerzen ventral rechts, die
im Verlaufe der Zeit an Intensität zugenommen hätten. Dr. F._ hielt in seiner
gutachterlichen Beurteilung fest, dass die persistierenden Handgelenksschmerzen links
auf einen fehlenden Durchbau der Arthrodese zurückzuführen sein könnten. Die
Schmerzen im rechten Kniegelenk und die pathologischen Untersuchungsbefunde
desselben seien durch die radiologisch sichtbare Varuspangonarthrose erklärbar.
Knapp vier Monate nach der Teilarthrodese des Radiocarpalgelenks links könne noch
kein definitives Urteil über den Erfolg des operativen Eingriffs gefällt werden. Der
Versicherte sei auf Grund der oben beschriebenen Beschwerden in seiner körperlichen
Leistungsfähigkeit zweifellos eingeschränkt. Vorwiegend stehende oder gehende
Tätigkeiten in feuchter und kalter Umgebung, insbesondere auf unebenem Boden und
auf Leitern, bei denen regelmässig eine Kraftanwendung in der linken Hand notwendig
sei und bei welchen Gegenstände über 10 Kg gehoben oder getragen werden
müssten, seien dem Versicherten nicht mehr zumutbar. Gegenwärtig betrage die
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Arbeitsfähigkeit als Mitarbeiter in einer Reinigungsequipe 0 %. Der Zustand sei
allerdings besserungsfähig. Bei durchgebauter Teilarthrodese könne die
Arbeitsfähigkeit gesteigert werden. Der Leidensdruck von Seiten der
Kniegelenksschmerzen rechts sei gering, sodass sich diesbezüglich momentan keine
Behandlung aufdränge. Tätigkeiten, die vorwiegend sitzend in temperierten Räumen
durchgeführt werden könnten, ohne dass dabei die linke Hand gebraucht werden
müsse und die abwechslungsweise sitzend und stehend durchgeführt werden könnten,
ohne dass dabei regelmässig auf unebenem Boden gelaufen und auf Leitern gestiegen
werden müsse, und die nicht mit häufigem Heben und Tragen von Gegenständen über
10 Kg verbunden seien, seien dem Versicherten bei voller Stundenpräsenz zu 100 %
zumutbar (IV-act. 57).
A.g Am 21. Mai 2007 fand im Auftrag der IV-Stelle eine Verlaufsbegutachtung durch
Dr. F._ statt. In seinem Gutachten vom 13. Juni 2007 stellte Dr. F._ die Diagnosen
St. n. radioscapholunärer Teilarthrodese 05/06 und Metallentfernung 02/07 bei Z. n.
Osteosynthese einer intraartikulären Radiusfraktur links 11/04 und freie Gelenkskörper
zwischen Lunatum (Handwurzelknochen) und Radius sowie mässige Arthrose
scaphotrapezial und scaphotrapezoidal mit kleinen freien Gelenkskörpern,
Varuspangonarthrose bei Z. n. Tibiaosteosynthese 1988 und wahrscheinlich vorderer
Kreuzbandersatzplastik 1990 rechts, Präadipositas, nicht insulinpflichtiger Diabetes
mellitus, Senkfüsse und St. n. Kataraktoperation links 2003 und rechts 2006. Dr. F._
führte aus, dass die Schmerzen im linken Handgelenk und die abnormen
Untersuchungsbefunde desselben auf die radiologisch sichtbaren degenerativen
Veränderungen und die freien Gelenkskörper zurückgeführt werden könnten. Die
radioscapholunäre Teilarthrodese sei ossär konsolidiert. Die Schmerzen im rechten
Kniegelenk und die pathologischen objektiven Befunde desselben seien durch die im
Röntgenbild dargestellte Varuspangonarthrose bedingt. Die Prognose sei bei
gleichzeitigem Übergewicht schlecht, da es zu einer vermehrten Belastung und
dadurch zu einem vermehrten Abrieb des bereits abgenützten Kniegelenks komme. Der
Versicherte sei auf Grund der beschriebenen Beschwerden in seiner körperlichen
Leistungsfähigkeit zweifellos eingeschränkt. Wegen langdauernder Arbeitsunfähigkeit
habe er zwischenzeitlich auch seine langjährige Arbeitsstelle verloren. Vorwiegend
stehende und gehende mit häufigen knienden Positionen verbundene Tätigkeiten
insbesondere auf unebenem Boden in kalter und feuchter Umgebung, die mit
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regelmässiger Kraftanwendung der linken Hand und dem Heben und Tragen von
Gegenständen über 10 Kg verbunden seien, könnten dem Versicherten nicht mehr
vollumfänglich zugemutet werden. Die Leistungsfähigkeit als Mitarbeiter einer
Reinigungsequipe betrage bei voller Stundenpräsenz ca. 15 %. Körperlich leichte
Tätigkeiten in temperierten Räumen, die abwechslungsweise sitzend und stehend oder
vorwiegend sitzend durchgeführt werden könnten, ohne dass dabei Kraftanwendungen
der linken Hand respektive das Heben und Tragen von Lasten über 10 Kg notwendig
seien und die nicht mit häufigem Knien sowie Laufen auf unebenem Boden oder dem
Besteigen von Leitern verbunden seien, könnten dem Versicherten zu 90 % zugemutet
werden. Die Handgelenksschmerzen links könnten nur durch einen nochmaligen
operativen Eingriff eventuell gelindert werden. Die Schmerzen im rechten Kniegelenk
seien trotz der radiologisch deutlichen Arthrose noch nicht sehr stark ausgeprägt,
zumal Schmerzmittel nur bei Bedarf verwendet würden. Die primäre Behandlung
bestehe in nichtsteroidalen Antirheumatika, einer Gewichtsreduktion und einer
Physiotherapie sowie sekundär einer intraartikulären Cortisoninfiltration. Langfristig
werde aber wohl die Implantation einer Knietotalprothese notwendig sein (vgl. IV-act.
64).
A.h Am 17. August 2007 reichte der Versicherte erneut ein Gesuch bei der IV ein, ohne
konkret anzugeben, welche Versicherungsleistungen er damit beantragte (IV-act. 68).
A.i Am 19. Oktober 2007 erliess die IV-Stelle zwei Vorbescheide. Mit dem einen
kündigte sie dem Versicherten den Abschluss der Arbeitsvermittlung an, da er laut
Besprechung mit seiner Eingliederungsberaterin damit einverstanden sei, dass die
Unterstützung bei der Stellensuche eingestellt werde (IV-act. 86). Mit dem anderen
Vorbescheid teilte sie mit, dass das Rentenbegehren bei einer 90%igen
Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit und einem Invaliditätsgrad von 26 %
abgewiesen werde (IV-act. 84). Mit Verfügung vom 6. Dezember 2007 lehnte die IV-
Stelle im Sinne der Vorbescheide einen Anspruch auf berufliche Massnahmen sowie
einen Rentenanspruch ab (IV-act. 92 und 93).
A.j Am 6. Januar 2010 sprach die Unfallversicherung dem Versicherten bei einer
Arbeitsfähigkeit von 90 % in adaptierter Tätigkeit und einem Invaliditätsgrad von 32 %
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eine monatliche Invalidenrente in der Höhe von Fr. 1'542.-- seit dem 1. November 2009
zu (Fremdakten, UV-act. 2).
A.k Am 28. April 2015 erfolgte eine Wiederanmeldung bei der IV-Stelle (IV-act. 97).
Zusammen mit dem Anmeldeformular reichte der Versicherte eine Kopie seines
Anstellungsvertrages des G._ vom 29. November 2007 ein. Aus diesem ging hervor,
dass er ab dem 2. Januar 2008 als Verkaufsmitarbeiter für die Möbelabteilung mit einer
wöchentlichen Arbeitszeit von 18 Stunden und als Ferienablösung für weitere ca. 10
Wochen pro Jahr eingestellt worden war (IV-act. 98). Seiner Anmeldung legte er auch
die Rentenverfügung der Unfallversicherung vom 6. Januar 2010 bei (IV-act. 99).
A.l Die IV-Stelle erhielt einen Bericht des Hausarztes Dr. C._ vom 18. Mai 2015 (vgl.
IV-act. 102). Dr. C._ hatte darin festgehalten, dass der Versicherte nach diversen
Unfällen seit langem an Knieschmerzen rechts und Handgelenks-Armschmerzen leide.
Deswegen erhalte er eine Teilrente. In den letzten Jahren seien zunehmend auch
Schulter-Arm-Schmerzen rechts und Rückenprobleme aufgetreten. Die Arbeit im G._
bereite dem Versicherten zunehmend Mühe, da er doch häufig auch beim Herumtragen
von beachtlichen Gewichten helfen müsse, was sich jeweils negativ auf die chronische
Schmerzproblematik auswirke. Der Versicherte sei in Behandlung. Verschiedene
Therapien hätten bisher kaum zu einer Verbesserung der Beschwerden geführt. Als
Diagnosen nannte Dr. C._ chronische Schulter-Arm-Schmerzen beidseits mit
durchgehender Ruptur der Supraspinatussehne und Teilruptur der Bizepssehne rechts
und Subluxation dieser Sehne mit Arthroskopie und Rotatorenmanschetten-
Rekonstruktion 2011, rezidivierende Vertebralgien bei degenerativen Veränderungen
mit regelmässigen chiropraktischen Behandlungen, hochgradig lateral akzentuierte
Gonarthrose und Femoropatellaarthrose mit Chondropathie Grad 3 bis 4 rechts, St. n.
komplexer Knieverletzung rechts und St. n. VKB-Plastik (1987), persistierende
Schmerzen bei St. n. Radiusfraktur links (2004) und St. n. scapholunearer
Teilarthrodese, rezidivierende Fussschmerzen bei Metarsalgie 1 rechts, nicht
insulinpflichtiger Diabetes mellitus (seit Jahren schlecht eingestellt), V. a. nicht-
aethylische Steatosis hepatis bei metabolischem Syndrom sowie Rhinitis allergica. Die
aktuelle medikamentöse Behandlung bestehe aus Metformin, Diamicron, Galvus und
Seraline, wobei das letztgenannte Medikament auch wegen der leichten depressiven
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Verstimmung verabreicht werde (IV-act. 107). Dr. C._ reichte weitere fachärztliche
Berichte ein (vgl. IV-act. 115 ff.).
A.m In einer Stellungnahme vom 22. Juni 2015 führte der regionale ärztliche Dienst
(RAD) aus, dass die von Dr. C._ in seinem Arztbericht vom 18. Mai 2015 genannten
Gesundheitsschäden in den vorliegenden fachärztlichen Berichten bestätigt würden.
Die bereits im Gutachten von Dr. F._ im Jahr 2007 beschriebenen
Gesundheitsschäden an der linken Hand und am rechten Knie bestünden unverändert
weiter. Neu hinzugekommen seien seither eine Schulteroperation rechts sowie
rezidivierende Vertebralgien und Fussschmerzen rechts. Somit seien neu noch
Tätigkeiten ohne Arbeiten über Schulterhöhe möglich. Den Einschränkungen infolge
der Wirbelsäulen- und der Fussbeschwerden werde durch die bereits im Gutachten
von Dr. F._ beschriebenen Adaptionskriterien Rechnung getragen. Gesamthaft könne
somit weiterhin von einer 90%igen Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit
ausgegangen werden (IV-act. 127).
A.n Der Arbeitgeber des Versicherten gab am 21. August 2015 an, dass die Tätigkeit
des Versicherten aus zu ca. 1-5 % sitzenden Tätigkeiten, aus zu ca. 6-33 % gehenden
Tätigkeiten und aus zu ca. 34-66 % stehenden Tätigkeiten bestehe. Leichtes Heben
oder Tragen von Gegenständen bis 10 Kg komme oft vor. Das Heben oder Tragen von
mittelschweren Gegenständen sei ebenfalls oft gefragt und betrage ca. 34-66 % der
Arbeitszeit. Seit 2011 habe sich der Gesundheitszustand des Versicherten stets
verschlechtert. Er sei aufgrund der Rücken-, Knie- und allgemeinen Schmerzen
meistens nicht einmal mehr in der Lage, die wenigen Treppenstufen im Verkaufsraum
zu begehen. Es sei vielfach eine Belastung, wenn er arbeite, da er Hilfe von anderen
benötige (IV-act. 132).
A.o Mit einem Schreiben vom 28. August 2015 teilte die IV-Stelle dem Versicherten
mit, dass er keinen Anspruch auf berufliche Massnahmen habe. Er fühle sich zu
maximal 50 % arbeitsfähig, weshalb er die Rentenprüfung wünsche (IV-act. 134).
A.p Mit Vorbescheid vom 10. September 2015 kündigte die IV-Stelle dem Versicherten
an, dass sie sein Rentenbegehren abweisen werde. In einer seinem Leiden
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angepassten Tätigkeit sei von einer 90%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen, weshalb
lediglich ein Invaliditätsgrad von 21 % resultiere (IV-act. 137).
B.
B.a Am 19. Oktober 2015 erhob der Versicherte Einwand mit dem Antrag, ihm sei nach
der Durchführung weiterer Abklärungen eine Rente der Invalidenversicherung
zuzusprechen. Zur Begründung führte seine Rechtsvertreterin an, der Meinung des
RAD, die aktuell bestehenden Beschwerden und Einschränkungen entsprächen
gesamthaft weiterhin der Einschätzung des Verlaufsgutachtens von Dr. F._, könne
nicht gefolgt werden (IV-act. 140).
B.b Im Auftrag der IV-Stelle wurde der Versicherte von der Neurologie Z._ AG,
polydisziplinäre Begutachtungsstelle MEDAS, untersucht. Die orthopädische
Untersuchung durch PD Dr. med. H._, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und
Facharzt für Traumatologie des Bewegungsapparates, fand am 9. Februar 2016 statt.
Am 15. Februar 2016 wurde der Versicherte durch Dr. med. I._, Facharzt für
Psychiatrie und Facharzt für Psychotherapie, zertifizierter medizinischer Gutachter SIM,
psychiatrisch untersucht. Im Bereich Allgemeine Innere Medizin untersuchte Dr. med.
J._, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, zertifizierter Gutachter SIM, den
Versicherten am 23. Februar 2016 (IV-act. 169). In einem polydisziplinären Gutachten
vom 29. Februar 2016 führten diese Sachverständigen als fachübergreifende
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine posttraumatische radiokarpale
Handgelenksarthrose links nach Unfall vom 25. November 2004, eine hochgradige
Gonarthrose rechts, eine Femoropatellaarthrose mit Chondropathie, ein degeneratives
Meniskusleiden und einen St. n. alter VKB-Plastik 1990 sowie eine
Rotatorenmanschettendegeneration rechts an. Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die
Arbeitsfähigkeit wurden eine hochgradige Kurzsichtigkeit (Linsenimplantate
1998/2006), ein Diabetes mellitus Typ 2 (Erstdiagnose 1990) sowie eine Dysthymia F
34.1 erwähnt (IV-act. 169 S. 50). Dr. J._ führte aus, dass er hinsichtlich des Diabetes
mellitus mit Ausnahme von bei der klinischen Untersuchung festgestellten, fraglichen
Zeichen einer peripheren Neuropathie keine Komplikationen festgestellt habe. Daher
sei davon auszugehen, dass der Versicherte diesbezüglich in der bisherigen Tätigkeit
nicht eingeschränkt sei. Bis zur Zeit der Pensionierung stelle der Diabetes ausser bei
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körperlich schweren Arbeiten und Arbeiten, die ein gutes Gleichgewicht erforderten,
keine funktionelle Einschränkung dar. Hinsichtlich der hochgradigen Kurzsichtigkeit
(Myopia magna) mit Zustand nach beidseitiger Linsenimplantation seien vom
Versicherten spontan keine Einschränkungen in den bisherigen Tätigkeiten genannt
worden. Erstaunlicherweise lägen keine neueren fachärztlichen Dokumente dazu vor.
Zu aktuellen und künftigen Einschränkungen in allfälligen (in der bis zur regulären
Pensionierung verbleibenden Zeit wohl kaum in Frage kommenden) Verweisarbeiten
könne keine Stellung genommen werden. Grundsätzlich sei für Arbeiten, die eine gute
Sehschärfe erforderten, bei einer korrigierten Myopia magna an sich und auch wegen
der damit potenziell assoziierten Netzhautveränderungen von einer relevanten
Einschränkung auszugehen (IV-act. 169 S. 11). Zusammenfassend hielt Dr. J._ fest,
dass aus allgemeinmedizinisch-internistischer Sicht gegenüber dem Referenzzeitpunkt
in funktioneller Hinsicht keine Verschlechterung der Gesundheit objektiviert werden
könne. Folglich bestehe für den Versicherten in der bisherigen Tätigkeit eine volle
Arbeitsfähigkeit in den aus orthopädischer Sicht zumutbaren Tätigkeiten (IV-act. 169 S.
12). Dr. I._ kam in seinem psychiatrischen Teilgutachten zum Schluss, dass sich der
Gesundheitszustand des Versicherten seit der Beurteilung von Dr. F._ vom 21. Mai
2007 aus psychiatrischer Sicht nicht verändert habe, d.h. dass der Versicherte
zwischenzeitlich nicht psychiatrisch erkrankt sei. Demnach sei der Versicherte aus
psychiatrischer Sicht sowohl in der bisherigen Tätigkeit als auch in vergleichbaren
Tätigkeiten zu 100 % arbeitsfähig (IV-act. 169 S. 49). Aus orthopädischer Sicht
bestanden laut Dr. H._ posttraumatische Beschwerden der linken Hand und des
rechten Knies, wie sie bereits im orthopädischen Gutachten von Dr. F._ aus dem
Jahr 2007 beschrieben worden seien. Diesbezüglich könne keine wesentliche
funktionelle Verschlechterung objektiviert werden (vgl. IV-act. 169 S. 28 und S. 50). Neu
hinzugekommen sei seit 2009 das degenerative Schulterleiden, welches
Überkopfarbeiten und weitere den Schultergürtel belastende Arbeiten ausschliesse,
was bei der aktuellen Tätigkeit des Versicherten kaum ins Gewicht falle, sich jedoch auf
die Arbeitsfähigkeit in der früheren Tätigkeit als Reinigungskraft auswirke (IV-act. 169
S. 28 und S. 50). Eine Coxarthrose rechts werde erst seit 2012 im Dossier geführt.
Aufgrund der klinischen Untersuchungsbefunde liege bei praktisch normaler
Beweglichkeit keine bedeutende manifeste Coxarthrose vor. Der Versicherte habe
einen morgendlichen Anlaufschmerz rechts angegeben, der nach einigen Minuten
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Besserung zeige, weshalb der Arbeitstag diesbezüglich ohne weiteres zu bewältigen
sei (IV-act. 169 S. 28 f.). Bezüglich der Fussschmerzen zeige sich nach der
Untersuchung am Versicherten, dass es sich um banale Schmerzen an der Grosszehe
rechts handle, die im Rahmen einer Schwiele über dem Grosszehenmittelgelenk medial
bei einem Hallux valgus interphalangeus typischerweise zu finden seien (IV-act. 169 S.
29). Aus orthopädischer Sicht könnten körperlich schwere und überwiegend körperlich
schwere Tätigkeiten nicht ausgeführt werden. Ausschliesslich oder überwiegend
stehende Tätigkeiten und ausschliesslich oder überwiegend gehende Tätigkeiten ohne
wenigstens 50 % sitzende Tätigkeitsmerkmale in rückenschonender Haltung könnten
nur mit einer Einschränkung des Arbeitspensums auf 60 % durchgeführt werden.
Arbeiten in Rumpfbeugung und Arbeiten insbesondere in leichter Vorneigung des
Oberkörpers und mit häufigem oder auch nur gelegentlichem Bücken, mit Knien oder
Hocken, seien nicht möglich. Tragen und Heben von Lasten über 5 Kg sei nicht
möglich, links auch nicht körpernah. Das Bücken zum Aufheben von Lasten am langen
Arm sei nicht möglich. Arbeiten über Kopf und in Vorhaltung der Arme links/rechts
könnten nicht ausgeführt werden. Arbeiten mit Besteigen von Hockern, Leitern,
Treppen und Trittstufen seien möglich, sofern sie nicht mehr als 10 % der Arbeitszeit
ausmachten. Arbeiten mit gelegentlichem Treppensteigen seien möglich. Arbeiten im
Freien mit Nässe- und Kälteeinwirkung und unter Zugluft seien zeitweise (bis 10 % der
Arbeitszeit) möglich. Arbeiten in Wechselschicht oder Nachtschicht seien aufgrund des
Alters der versicherten Person nicht empfehlenswert. Die Gebrauchsfertigkeit der linken
Hand sei leicht reduziert (vgl. IV-act. 169 S. 30 f.). In der Konsensbeurteilung wurde als
positives Leistungsbild festgehalten, dass dem Versicherten werktägliches Arbeiten
über mehr als sechs Stunden möglich sei. Ein 100 % Pensum könne dabei realisiert
werden. Körperlich leichte und mittelschwere wechselbelastende Tätigkeiten sollten im
Umfang von bis zu 50 % der Wochenarbeitszeit möglich sein. Arbeiten ausschliesslich
oder überwiegend im Sitzen auf Tischhöhe ohne Einnahme von Zwangshaltung und
ohne Rumpfdrehung seien ohne zeitliche Einschränkungen möglich. Eine Verlängerung
der Pausenzeiten sei nicht erforderlich. Arbeiten unter Benutzung ausschliesslich oder
überwiegend der Hände und der Arme rumpfnah ohne besondere Seitenbetonung sei
möglich. Die Gebrauchsfertigkeit der linken Hand sei eingeschränkt (vgl. IV-act. 169 S.
33 f. und S. 53). Daraus wurde in der Konsensbeurteilung gefolgert, dass die früher
ausgeübte Tätigkeit im Reinigungsdienst, die regelmässig Überkopfarbeiten und
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Boden-Renovations¬arbeiten mit Belastung des Schulterapparates beinhaltet habe,
seit Mitte 2009 nur noch zu 50 % zumutbar sei. Für eine Verweistätigkeit habe Dr.
F._ in seinem Gutachten aus dem Jahr 2007 eine Arbeitsunfähigkeit von 10 %
attestiert. Die aktuelle Tätigkeit sei jedoch nicht gut angepasst (IV-act. 169 S. 51). Die
eigene, nicht IV-unterstützte Eingliederungsbereitschaft des Versicherten sei gut,
sofern dessen resolute Vorgaben eingehalten würden. Dadurch sei es dazu gekommen,
dass die Restarbeitsfähigkeit ab 2007 nicht optimal verwendet worden sei. Unter
Berücksichtigung der vorbestehenden und Mitte 2009 hinzugekommenen Befunde sei
die nicht ideal angepasste, aktuell ausgeübte Tätigkeit dem Versicherten aus
medizinischer Sicht zu 60 % zumutbar. Zur Arbeitsfähigkeit zwischen 2007 bis Mitte
2009 könne keine Stellung genommen werden (vgl. IV-act. 169 50 f.). In idealen
Verweistätigkeiten sei theoretisch eine volle Arbeitsfähigkeit zu attestieren (vgl. IV-act.
169 S. 51 und 53). Die Frage einer Therapieadhärenz stelle sich bei den degenerativen
Leiden an der Hand, an dem Knie und an der Schulter nicht, da keine Optionen (inkl.
Gelenkersatz) zur Verbesserung der Belastbarkeit bestünden (IV-act. 169 S. 51 f.).
B.c In einer Stellungahme vom 11. März 2016 führte der RAD aus, dass das
polydisziplinäre Gutachten umfassend und schlüssig sei. Die im Konsens erarbeiteten
medizinischen Schlussfolgerungen seien versicherungsmedizinisch nachvollziehbar.
Die wesentlichen Einschränkungen fänden in der Beurteilung Berücksichtigung, sodass
auf das Gutachten abgestellt werden könne. Zusammenfassend habe sich der
Gesundheitszustand des Versicherten gegenüber der im Gutachten von Dr. F._ im
Jahr 2007 festgehaltenen Referenzsituation leidglich in qualitativer Hinsicht verändert,
weshalb jetzt neue Adaptionskriterien zu berücksichtigen seien. Das polydisziplinäre
Gutachten beziffere die Arbeitsfähigkeit in einer ideal adaptierten Tätigkeit auf 100 %.
Bezüglich der linken Hand und des rechten Knies habe sich jedoch keine wesentliche
funktionelle Veränderung gezeigt. Somit handle es sich bei der Einschätzung der
Gutachter lediglich um eine andere Beurteilung des im Wesentlichen gleichen
medizinischen Sachverhalts, sodass medizinisch weiterhin von der bisherigen 90%igen
Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit auszugehen sei (IV-act. 170). In einem
Schreiben vom 15. März 2016 wurde der Versicherte über die Beurteilung des RAD in
Kenntnis gesetzt und ihm wurde angekündigt, dass die IV am bisherigen Vorbescheid
festhalten werde (IV-act. 171).
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B.d Durch seine Rechtsvertreterin liess der Versicherte im Rahmen der zweiten
Anhörung am 17. Mai 2016 einwenden, das polydisziplinäre Gutachten vom 29.
Februar 2016 habe eine Verschlechterung seines Gesundheitszustandes ausgewiesen.
Auch der RAD anerkenne, dass sich sein Gesundheitszustand gegenüber dem
Referenzzeitpunkt zumindest in qualitativer Hinsicht verändert habe, sodass jetzt neue
Adaptionskriterien zu berücksichtigen seien. Der Schluss, es handle sich um eine
unbeachtliche Neubeurteilung einer im Wesentlichen unveränderten Situation, sei somit
falsch. Die im Gutachten enthaltene Liste der bei einer leidensadaptierten Tätigkeit zu
berücksichtigenden Faktoren sei lang und eindrücklich. Unter Berücksichtigung all
dieser Limitierungen sei eine konkrete Arbeitsstelle jedenfalls nicht ohne Umschulung
bzw. ohne Berufsausbildung vorstellbar. Ein Anspruch auf berufliche Massnahmen
wäre ausgewiesen, dürfte aber aufgrund des Alters ausser Betracht fallen. Die Situation
sei nach der Rechtsprechung zur Zumutbarkeit der Verwertung der Restarbeitsfähigkeit
kurz vor der Pensionierung stehender Versicherten zu beurteilen. Er sei im Zeitpunkt
der Begutachtung knapp _-jährig gewesen, verfüge über keine Berufsausbildung und
habe zeitlebens stets körperlich gearbeitet. Seine Deutschkenntnisse seien beschränkt.
Eine bessere Verwertung der Restarbeitsfähigkeit sei somit gar nicht möglich, weshalb
das aktuelle Einkommen für den Einkommensvergleich massgebend sei. Eine
Erhöhung auf ein 60 % Pensum der aktuell ausgeübten Arbeiten sei ihm aus
gutachterlicher Sicht zwar zumutbar, an dieser konkreten Stelle jedoch nicht möglich.
Selbst bei Berücksichtigung eines 60 % Pensums sei noch ein rentenbegründender
Invaliditätsgrad gegeben (IV-act. 176).
B.e Der RAD erläuterte am 6. Juni 2016, die Einschätzung, dass es sich nur um eine
andere Beurteilung des im Wesentlichen unveränderten Gesundheitszustands handle,
habe sich nur auf die Beurteilung der Gutachter bezogen, dass der Versicherte
adaptiert 100 % arbeitsfähig sei, während Dr. F._ im Gutachten aus dem Jahr 2007
eine Arbeitsunfähigkeit von 10 % in einer Verweistätigkeit attestiert habe (IV-act. 177).
B.f Entsprechend dem Vorbescheid verfügte die IV-Stelle am 17. Juni 2016 bei einer
90%igen Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit und einem Invaliditätsgrad von 21 %
die Ablehnung des Rentenbegehrens (IV-act. 178).
C.
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C.a Gegen diese Verfügung liess der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer)
durch seine Rechtsvertreterin am 29. August 2016 Beschwerde erheben (act. G 1).
Darin beantragte er, dass die Verfügung vom 17. Juni 2016 aufzuheben und ihm eine
Rente der Invalidenversicherung zuzusprechen sei, unter Kosten- und
Entschädigungsfolge (act. G 1 S. 3).
C.b Der in Rechnung gestellte Kostenvorschuss von Fr. 600.-- wurde vom
Beschwerdeführer am 30. September 2016 bezahlt (act. G 4).
C.c Am 19. Dezember 2016 ging beim Versicherungsgericht die Beschwerdeantwort
der IV-Stelle (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) mit dem Antrag um Abweisung der
Beschwerde ein (act. G 7). Zur Begründung führte sie an, dass dem Beschwerdeführer
gestützt auf das im Gutachten beschriebene Leistungsprofil eine Tätigkeit nicht nur in
so eingeschränkter Form möglich sei, dass sie der ausgeglichene Arbeitsmarkt
praktisch nicht kenne. Leichtere Kontroll-, Fertigungs- oder Verpackungsarbeiten seien
dem Beschwerdeführer gemäss dem von den Gutachtern ermittelten Adaptionsprofil
zumutbar. Die Verwertung seiner Restarbeitsfähigkeit sei ihm sowohl altersbedingt als
auch aufgrund seiner körperlichen Einschränkungen möglich (act. G 7 S. 5).
C.d In seiner Replik vom 18. Mai 2017 hielt der Beschwerdeführer an den in der
Beschwerde gestellten Anträgen fest (act. G 15). Die Beschwerdegegnerin verzichtete
auf die Einreichung einer Duplik (vgl. act. G 16 und 17).

Erwägungen
1.
Strittig ist im vorliegenden Verfahren, ob der Beschwerdeführer einen Anspruch auf
eine Invalidenrente hat (vgl. act. G 1).
2.
2.1 Einen Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung haben Versicherte, die
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht
durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder
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verbessern können, während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch
durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind und nach Ablauf dieses
Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die
Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Invalidität ist gemäss Art. 8 Abs. 1 des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR
830.1) die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise
Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit wird in Art. 7 Abs. 1 ATSG als der durch eine
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise
Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichen
Arbeitsmarkt definiert. Die Invalidität ist grundsätzlich durch einen
Einkommensvergleich zu ermitteln. Dabei wird das Erwerbseinkommen, das die
versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der
medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen kann, in Beziehung
gesetzt zum Einkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre
(Art. 16 ATSG).
2.2 Um den Arbeitsfähigkeitsgrad bestimmen zu können, ist die Verwaltung - und im
Beschwerdefall das Gericht - auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des
Arztes oder der Ärztin ist es dabei, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu
Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die
versicherte Person arbeitsfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Aussagen eine
wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen einer
Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 261 E. 4; BGE 115 V 134 E. 2).
Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die
streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die
geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese
abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in
der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen
der Fachperson begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweis).
3.
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Die Beschwerdegegnerin stützt sich für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des
Beschwerdeführers im Wesentlichen auf das MEDAS-Gutachten sowie dessen
Beurteilung durch den RAD. Die Ausführungen im MEDAS-Gutachten sind in sich
schlüssig. Das Gutachten ist in Kenntnis und Würdigung der Vorakten erstellt worden.
Es beruht ferner auf umfassenden gutachterlichen Untersuchungen. Die Gutachter
haben auch die beklagten Beschwerden berücksichtigt. Es gibt keine Anhaltspunkte
dafür, dass objektiv wesentliche Tatsachen in der Untersuchung unberücksichtigt
geblieben wären; und es gibt keine Indizien, welche die Zuverlässigkeit der
Einschätzung des MEDAS-Gutachtens erschüttern würden. Auch der
Beschwerdeführer misst dem Gutachten hinsichtlich der darin erhobenen
gesundheitlichen Befunde Beweiswert zu, indem er geltend macht, dass mit dem
Gutachten eine Verschlechterung seines Gesundheitszustandes ausgewiesen sei (vgl.
act. G1 S. 7). Die im Gutachten von Dr. F._ aus dem Jahr 2007 abweichende
Einschätzung der Arbeitsfähigkeit spricht ebenfalls nicht gegen den Beweiswert des
MEDAS-Gutachtens. Es ist zu berücksichtigen, dass bei medizinischen Beurteilungen
ein gewisser Ermessensspielraum besteht, welcher zu leichten Abweichungen führen
kann. Entscheidend dabei ist, dass das MEDAS-Gutachten die wesentlichen
gesundheitlichen Einschränkungen des Beschwerdeführers berücksichtigt und
schlüssig aufgezeigt hat, dass die einzelnen gesundheitlichen Veränderungen zwar
Einfluss auf die vom Versicherten bisher ausgeübten Tätigkeiten haben, sich jedoch in
adaptierten Tätigkeiten quantitativ nicht weiter leistungsmindernd auswirken, sondern
lediglich zu weiteren qualitativen Einschränkungen führen. Auf die einzelnen neu
hinzugekommenen gesundheitlichen Einschränkungen wird insbesondere im
orthopädischen Gutachten detailliert eingegangen (vgl. act. G 1.1.5 S. 13 ff.). Die
Beschwerdegegnerin geht somit zu Recht davon aus, dass sich die Arbeitsfähigkeit in
adaptierter Tätigkeit lediglich in qualitativer Hinsicht verschlechtert hat. Für die
quantitative Arbeitsfähigkeit stellt sie unter Berücksichtigung der Stellungnahmen des
RAD vom 11. März 2016 und 6. Juni 2016 (vgl. IV-act. 170 und 177) nachvollziehbar auf
das ebenfalls schlüssige Gutachten von Dr. F._ aus dem Jahr 2007 ab. Demnach ist
von einer medizinischen Restarbeitsfähigkeit in ideal angepassten Tätigkeiten von 90
% auszugehen, wobei lediglich Arbeiten in Frage kommen, welche auf die
eingeschränkte Geh- und Stehfähigkeit des Beschwerdeführers sowie auf die
reduzierte Belastbarkeit des Schultergürtels Rücksicht nehmen und zudem keine
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höheren Anforderungen an das Sehvermögen wie die bisher ausgeübte Tätigkeit stellen
(vgl. act. G 1.1.5 S. 17).
4.
Weiter zu prüfen gilt es nun, inwieweit der Beschwerdeführer seine Restarbeitsfähigkeit
von 90 % in adaptierter Tätigkeit auf dem allgemeinen ausgeglichenen Arbeitsmarkt
noch verwerten kann.
4.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, dass ihm nicht zugemutet werden könne,
seine Restarbeitsfähigkeit besser als mit der aktuell von ihm ausgeübten Tätigkeit zu
verwerten. Bei einer Verweistätigkeit wären die zahlreichen im Gutachten genannten
Adaptionskriterien zu berücksichtigen. Es sei nicht ersichtlich, welche Tätigkeiten ihm
ohne Umschulung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen sollten.
Eine Umschulung falle aufgrund seines Alters ausser Betracht. Bei der Beurteilung,
inwiefern ihm die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit zumutbar sei, müsse überdies
die bundesgerichtliche Rechtsprechung zu den verhältnismässig kurz vor der
Pensionierung stehenden Versicherten berücksichtigt werden (vgl. act. G 1 S. 8 ff.).
Demgegenüber stellt sich die Beschwerdegegnerin auf den Standpunkt, dass der
Beschwerdeführer mit der aktuellen Tätigkeit seine Arbeitsfähigkeit nicht ausschöpfe
und ihm eine bessere Verwertung der verbliebenen Resterwerbsfähigkeit auch
altershalber noch zugemutet werden könne (vgl. act. G 7 und G 1.1.2).
4.2 Für die Invaliditätsbemessung ist nicht massgeblich, ob eine invalide Person unter
den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen vermittelt werden kann, sondern einzig, ob
sie die ihr verbliebene Arbeitskraft noch wirtschaftlich nutzen könnte, wenn ein
Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage nach Arbeitskräften bestünde
(ausgeglichener Arbeitsmarkt, Art. 16 ATSG). An der Massgeblichkeit des theoretisch
ausgeglichenen Arbeitsmarktes vermag auch der Umstand nichts zu ändern, dass es
für die versicherte Person im Einzelfall schwierig oder gar unmöglich ist, im
tatsächlichen Arbeitsmarkt eine entsprechende Stelle zu finden. Der ausgeglichene
Arbeitsmarkt umfasst auch sogenannte Nischenarbeitsplätze, also Stellen- und
Arbeitsangebote, bei welchen mit einem sozialen Entgegenkommen seitens des
Arbeitgebers gerechnet werden kann. Eine Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit
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ist hingegen in denjenigen Fällen anzunehmen, in denen die zumutbare Tätigkeit nur in
so eingeschränkter Form möglich ist, dass sie der ausgeglichene Arbeitsmarkt
praktisch nicht kennt oder sie nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines
durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre und das Finden einer entsprechenden
Stelle daher von vornherein als ausgeschlossen erscheint (Urteil des Bundesgerichts
vom 28. November 2014, 9C_485/2014, E. 2 und E. 3.3.1 mit Hinweisen). Das Alter
wird nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung als Kriterium anerkannt, welches
zusammen mit weiteren beruflichen und persönlichen Gegebenheiten dazu führen
kann, dass die einer Person verbliebene Restarbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen
Arbeitsmarkt realistischer Weise nicht mehr nachgefragt wird und ihr damit die
Verwertung auch unter Berücksichtigung der Selbsteingliederungspflicht nicht mehr
zumutbar ist (Urteile des Bundesgerichts vom 22. März 2012, 9C_153/2011, E. 3.1 und
vom 21. September 2010, 9C_124/2010, E. 5.1). Beim Alter handelt es sich
grundsätzlich allerdings um einen invaliditätsfremden Faktor und es ist davon
auszugehen, dass das Konzept des allgemeinen ausgeglichenen Arbeitsmarktes auch
für ältere Menschen noch Stellenangebote bereithält (vgl. dazu auch Urteil des
Bundesgerichts vom 28. Mai 2009, 9C_918/2008, E. 4.2 f.). Für den Zeitpunkt, in
welchem die Frage der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit bei vorgerücktem Alter
beantwortet wird, ist auf das Feststehen der medizinischen Zumutbarkeit der
(Teil-)Erwerbsfähigkeit abzustellen (BGE 138 V 461 E. 3.3, vgl. auch Urteil des
Bundesgerichts vom 29. August 2014, 8C_248/2014, E. 2).
4.3 Im Zeitpunkt, als die medizinisch zumutbare Erwerbsfähigkeit aufgrund des
MEDAS-Gutachtens vom 29. Februar 2016 festgestanden hat, ist der
Beschwerdeführer knapp _-jährig gewesen (vgl. act. G 1.1.2 S. 1 und G 1.1.5). Laut
den im Gutachten enthaltenen Angaben des Beschwerdeführers hat er während 8
Jahren die Grundschule in K._ besucht, ab 1970 hat er zunächst in einer Metallfabrik,
danach als Hilfskoch in einem Kantonsspital, anschliessend in einer Schreinerei,
danach für einige Monate bei einer Reinigungsfirma und von 1988 an als Allrounder
bzw. als Mitglied einer Reinigungsequipe im B._ gearbeitet, bis er im Jahr 2004 einen
Arbeitsunfall erlitten hat (vgl. act. G 1.1.5 S. 38 f.). Seit Januar 2008 arbeitet er in einem
Pensum von ca. 40 % bei G._ als Verkäufer in der Möbelabteilung (IV-act. 98). Dass
dem Beschwerdeführer die Tätigkeit als Möbelverkäufer, welche entsprechend den
Angaben des Arbeitgebers nur wenig sitzende Tätigkeiten beinhaltet und das Tragen
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schwerer Gegenstände mitumfasst (vgl. IV-act. 132), zunehmend Mühe bereitet, ist
nachvollziehbar. Das MEDAS-Gutachten attestiert dem Beschwerdeführer in dieser
Tätigkeit denn auch nur noch eine Arbeitsfähigkeit von 60 %, da sie nicht optimal
adaptiert sei. Indes ist eine Arbeitsfähigkeit von 90 % in vorwiegend sitzenden
Tätigkeiten, welche auf die eingeschränkte Geh- und Stehfähigkeit des
Beschwerdeführers sowie auf die reduzierte Belastbarkeit des Schultergürtels
Rücksicht nehmen, und keine grösseren Anforderungen an das Sehvermögen stellen,
gegeben (vgl. IV-act. 169 S. 50 ff.). Zu denken ist beispielsweise an einfachere
Kontroll-, Verpackungs- oder Aufsichtstätigkeiten, die überwiegend sitzend und ohne
grössere Belastung für den Schultergürtel ausgeführt werden können. In diesem
Tätigkeitbereich wird es auch Aufgaben geben, die keine im Vergleich zur jetzigen
Tätigkeit erhöhten Anforderungen an das Sehvermögen stellen. Der Umstand, dass der
Beschwerdeführer in seiner bisherigen beruflichen Karriere häufig körperlich gearbeitet
hat, bedeutet nicht, dass er keine weniger anstrengenden Arbeiten verrichten kann.
Vielmehr blickt der Beschwerdeführer auf eine vielseitige berufliche Karriere zurück, in
welcher er in verschiedensten Bereichen gearbeitet und ein grosses Mass an Flexibilität
gezeigt hat, zuletzt mit dem Umstieg von einer Reinigungstätigkeit in eine
Verkaufstätigkeit. Diese unterschiedlichen Berufserfahrungen und die dadurch gezeigte
Flexibilität können ihm den Einstieg in einen anderen Bereich erleichtern. Für einfache
Hilfsarbeitertätigkeiten ist keine Umschulung erforderlich, eine eher kurze
Einarbeitungszeit genügt. Aufgrund seiner vielfältigen beruflichen Karriere verfügt der
Beschwerdeführer über ein grosses Spektrum von Fähigkeiten, weshalb trotz
fortgeschrittenem Alter von der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit von 90 % in
einer adaptierten Hilfsarbeitertätigkeit auszugehen ist.
5.
5.1 Ausgehend von einer 90%igen Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit
bleiben die erwerblichen Auswirkungen der Leistungsbeeinträchtigung zu prüfen. Dabei
ist der Invaliditätsgrad anhand eines Einkommensvergleichs zu ermitteln (vgl. E. 2.1).
5.2 Massgebend für den Einkommensvergleich sind grundsätzlich die Verhältnisse im
Zeitpunkt des Beginns des Rentenanspruchs (vgl. BGE 129 V 222). Die vorliegend zu
beurteilende Wiederanmeldung hat der Beschwerdeführer am 28. April 2015 bei der IV-
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Stelle eingereicht (vgl. IV-act. 97). Der früheste Beginn eines allfälligen
Rentenanspruchs im Sinne von Art. 29 Abs. 1 und 3 IVG wäre somit der 1. Oktober
2015. Das Wartejahr gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG ist zu diesem Zeitpunkt bereits
verstrichen gewesen, da der Beschwerdeführer gemäss dem MEDAS-Gutachten in
seiner angestammten Tätigkeit im Reinigungsdienst ab Mitte des Jahres 2009 zu 50 %
arbeitsunfähig gewesen ist (vgl. IV-act. 182 S. 57). Für den Einkommensvergleich
massgebend ist somit das Jahr 2015.
5.3 Gestützt auf die seitens des Personalbüros des B._s gemachten
Gehaltsangaben für die ehemalige Tätigkeit des Beschwerdeführers im
Reinigungsdienst in den Jahren 2003, 2004 und 2005 (vgl. IV-act. 20 S. 1 ff.) hat die
Beschwerdegegnerin zur Bestimmung des Valideneinkommens einen
Durchschnittswert errechnet und diesen auf das Jahr 2012 hochindexiert (vgl. IV-act.
81 i.V.m. 136). Die von der Beschwerdegegnerin vorgenommene Art der Berechnung
des Valideneinkommens ist grundsätzlich nicht zu beanstanden. Auch der
Beschwerdeführer stellt auf den von der Beschwerdegegnerin ermittelten Wert ab,
jedoch indexiert er diesen zu Recht weiter hoch (vgl. act. G 1 S. 10). Ausgehend von
dem von der Beschwerdegegnerin ermittelten Betrag von Fr. 67'190.-- (vgl. IV-act. 136)
resultiert unter entsprechender Indexierung bis zu dem Jahr 2015 (2013: 0.8 %, 2014:
0.7 % und 2015: 0.3 %; vgl. die Werte für Männer der Tabelle T 39 der vom Bundesamt
für Statistik periodisch herausgegebenen schweizerischen Lohnstrukturerhebung [LSE])
ein massgebendes Valideneinkommen von gerundet Fr. 68'406.20.
5.4 Zur Berechnung des Invalideneinkommens kann auf die Tabelle TA 1 der LSE 2014
abgestellt werden. Dabei ergibt sich für die im Kompetenzniveau 1 beschäftigten
Männer unter Berücksichtigung einer durchschnittlichen wöchentlichen Arbeitszeit von
41.7 Stunden und hochindexiert auf das Jahr 2015 ein Jahreslohn von Fr. 66'633.--
(vgl. Anhang 2 der IVG-Gesetzesausgabe der Informationsstelle AHV/IV, Ausgabe
2018). Aufgrund der beim Beschwerdeführer lediglich zu 90% vorhandenen
Arbeitsfähigkeit resultiert ein Invalideneinkommen von Fr. 59'969.70. Weiter hat die
Beschwerdegegnerin noch einen Tabellenlohnabzug von 10 % berücksichtigt (vgl. IV-
act. 136). Ein solcher ist vorliegend gerechtfertigt, da es sich bei den Tabellenlöhnen
um Medianlöhne handelt, welche die betriebswirtschaftlichen Nachteile, die mit den
gesundheitlichen Einbussen des Beschwerdeführers einhergehen, nicht
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berücksichtigen. Nach Abzug eines 10%igen Tabellenlohnabzugs resultiert ein
massgebendes Invalideneinkommen von gerundet Fr. 53'972.75.
5.5 Stellt man dem hypothetischen Valideneinkommen von Fr. 68'406.20 das ermittelte
Invalideneinkommen von 53'972.75 gegenüber, so resultiert eine Erwerbseinbusse von
Fr. 14'433.45 und ein Invaliditätsgrad von gerundet 21 %. Folglich besteht kein
Anspruch auf eine Invalidenrente.
6.
Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde gegen die Verfügung vom
17. Juni 2016 abzuweisen. Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten
werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von
Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr.
600.-- erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen.
Dem unterliegenden Beschwerdeführer sind die Gerichtskosten in der Höhe von Fr.
600.-- aufzuerlegen. Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf
eine Parteientschädigung.