Decision ID: 1daef8f2-188d-42e9-87b0-b05323b24513
Year: 2018
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ war bei B._ als Gärtner tätig und dadurch bei der Schweizerischen
Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen die Folgen von Unfällen versichert, als er am
11. März 2010 beim Bäume schneiden von einer Leiter fiel und sich die linke Schulter
prellte (Suva-act. 1). Der erstbehandelnde Dr. med. C._, Facharzt für
Allgemeinmedizin, diagnostizierte eine Supraspinatussehnenruptur nach
Schulterkontusion (vgl. Arztzeugnis vom 30. März 2012; Suva-act. 23). Der Versicherte
wurde darauf medikamentös und physiotherapeutisch behandelt (Suva-act. 3). Am 29.
Februar 2012 meldete seine Arbeitgeberin der Suva einen Rückfall. Der Versicherte gab
an, er habe im Herbst 2011 immer stärkere Schmerzen in der linken Schulter gehabt
und im Dezember 2011 beim Heben eines Christbaums einen “starken Zwick“ verspürt
(Suva-act. 3 f.). Dr. C._ hatte ihm ab 9. Januar 2012 eine Arbeitsunfähigkeit von
100% attestiert (Suva-act. 5, 11, 17-2, 40, 42). Die Suva übernahm die Kosten der
Heilbehandlung und entrichtete dem Versicherten Taggelder (Suva-act. 24 ff.).
A.b Am 4. April 2012 führte Dr. med. D._, Orthopädie E._, bei der Diagnose
“irreparable Supraspinatussehnen-Ruptur mit Bicepsinstabilität und AC-
Gelenksarthrose links“ eine Schulterarthroskopie links mit arthroskopischer
subacromialer Dekompression sowie eine AC-Gelenksresektion und Mini-open-
Bicepstenodese Schulter links durch (Suva-act. 33 f.).
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A.c Suva-Kreisarzt Dr. med. F._, Facharzt für orthopädische Chirurgie und
Traumatologie des Bewegungsapparates, hatte am 30. März 2012 beurteilt, die
Schulterprobleme seien wahrscheinlich Folge des Unfallereignisses vom 11. März 2010
(Suva-act. 22). Am 7. Juni 2012 führte er aus, 3.5 Monate nach der Operation könne
mit einer Teilarbeitsfähigkeit, 4-4.5 Monate nach der Operation mit der
Wiedererreichung einer vollen Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit gerechnet
werden. Es sei dabei mit einer verminderten Belastbarkeit der Schulter zu rechnen
(Suva-act. 43). Dr. C._ attestierte dem Versicherten ab 6. August 2012
“versuchsweise“ eine Arbeitsfähigkeit von 50% (Suva-act. 52, 55 f., vgl. bzgl.
Teilarbeitsfähigkeit auch Suva-act. 50). Ab 27. August 2012 arbeitete der Versicherte
wieder zu 100% für seine Arbeitgeberin, worauf die Suva ihre Taggeldleistungen
einstellte (Suva-act. 57 ff., vgl. auch Bericht von Dr. D._ vom 30. November 2012;
Suva-act. 64).
A.d Am 6. November 2013 fand eine kreisärztliche Abschlussuntersuchung des
Versicherten durch Dr. F._ statt. Dieser diagnostizierte einen Status nach
Schulterprellung links am 11. März 2010 mit Supraspinatussehnenruptur, einen Status
nach AC-Gelenksresektion und Bicepstenodese Schulter links am 4. April 2012 und
eine mässiggradige Periarthrithis humeroscapularis. Die geklagten Beschwerden seien
durch die Untersuchungsbefunde mehr als erklärt und die volle Arbeitsfähigkeit als
Gärtner angesichts der Defizite erstaunlich sowie auf längere Zeit fragwürdig. Er
erachte den Versicherten als Gärtner als zu 75% arbeitsfähig, ganztags verwertet. In
einer adaptierten Tätigkeit sei er ganztags ohne Leistungsminderung einsetzbar. Den
Integritätsschaden schätzte er auf 10% (Suva-act. 84 f.).
A.e Dr. C._ attestierte dem Versicherten ab 16. Dezember 2013 eine
Arbeitsunfähigkeit von 50% und hielt den Zustand für dauerhaft. Die Situation der
linken Schulter könne weder konservativ noch operativ verbessert werden (vgl. u.a.
Suva-act. 91, 98, 100, 140). Die Arbeitgeberin meldete der Suva am 19. Dezember
2013 einen Rückfall (Suva-act. 96) und diese leistete ab 16. Dezember 2013 Taggelder
basierend auf einer Arbeitsunfähigkeit von 50% (Suva-act. 106).
A.f Der für eine Zweitmeinung konsultierte Prof. Dr. med. G._, FMH für
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, beurteilte am
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24. März 2014, in Anbetracht der pathologisch-anatomischen Befunde und der
eingetretenen Chronifizierung seien interventionelle Massnahmen nicht geeignet, die
angestrebte Beschwerdelinderung zu erreichen. Die schon eingeleiteten konservativen/
palliativen Massnahmen seien fortzusetzen. Zielvorstellung wäre die möglichst lange
Aufrechterhaltung zumindest einer Teilarbeitsfähigkeit (Suva-act. 107).
A.g Nach einer Untersuchung am 3. Juli 2014 befand Dr. F._, es habe sich seit der
letzten kreisärztlichen Untersuchung vom 6. November 2013 eine geringgradige
Verschlechterung der Belastbarkeit der linken Schulter eingestellt. Die Arbeitstätigkeit
als Gärtner (ohne Einschränkungen) sei dem Versicherten nicht mehr möglich. In Bezug
auf das Zumutbarkeitsprofil habe sich seit der Voruntersuchung vom 6. November
2013 nichts verändert und die Beurteilung der Restfolgen sei unverändert geblieben
(Suva-act. 119). Der Versicherte arbeitete in der Folge weiterhin in einem 50% Pensum
als Gärtner bei seiner Arbeitgeberin und die Suva richtete entsprechende Taggelder
aus (Suva-act. 120, 134).
A.h Dr. D._ nahm am 21. August und 1. September 2014 Infiltrationen der linken
Schulter vor. Am 2. September 2014 führte er aus, der Kreisarzt habe die 75%ige
Arbeitsfähigkeit des Versicherten weiterhin bestätigt. Da sich zwischenzeitlich eine
deutliche Verschlechterung der Situation eingestellt habe, könne dies so nicht aufrecht
erhalten bleiben. Die aktuelle Arbeitsfähigkeit betrage 50% für eine leichte bis
mittelschwere adaptierte Tätigkeit (Suva-act. 127, 131). Dr. C._ befand am 3.
November 2014, der Versicherte sei auf Dauer nicht in der Lage in seinem Beruf als
Gärtner zu mehr als 50% arbeitstätig zu sein. Das Leiden der linken Schulter sei
langsam progredient und habe eine schlechte Prognose (Suva-act. 140).
A.i Am 24. November 2014 wurde der Versicherte erneut durch Kreisarzt Dr. F._
untersucht. Dieser hielt den Endzustand für erreicht. Die Arbeitstätigkeit als Gärtner sei
dem Versicherten auch mit Einschränkungen nicht mehr zumutbar, die Arbeitsfähigkeit
für diese Tätigkeit betrage 0%. Eine leichte, adaptierte Tätigkeit sei dem Versicherten
ganztags zumutbar. Seit der letzten Untersuchung hätten sich auch die Unfallrestfolgen
verschlechtert (Suva-act. 144). Dr. F._ schätzte den Integritätsschaden am 24.
November 2014 auf 20%, wobei 10% bereits entschädigt worden seien (Suva-act.
145).
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A.j Mit Schreiben vom 15. Dezember 2014 teilte die Suva dem Versicherten mit, sie
stelle die Heilkosten- und Taggeldleistungen per 31. Dezember 2014 ein. Für die
Kosten der notwendigen Schmerzmittel und Physiotherapiebehandlungen komme sie
weiterhin auf. Für eine leichte adaptierte Tätigkeit sei er voll arbeitsfähig. Sie prüfe
weitere Leistungen (Suva-act. 151). Am 22. Januar 2015 nahm Dr. F._ zur
Zumutbarkeit einer beidhändigen Tätigkeit Stellung (Suva-act. 152).
A.k Mit Verfügung vom 13. Februar 2015 sprach die Suva dem Versicherten mit
Wirkung ab 1. Januar 2015 eine Invalidenrente aufgrund einer Erwerbsunfähigkeit von
16% und eine Integritätsentschädigung bei einer Integritätseinbusse von 20% zu
(Suva-act. 158).
B.
B.a Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte am 16. März 2015 Einsprache und
liess am 28. Mai 2015 geltend machen, die Fragen der verbleibenden Arbeitsfähigkeit
und des zumutbaren Invalideneinkommens seien noch zu wenig geklärt (Suva-act. 163,
169).
B.b Im Auftrag der Suva (vgl. Suva-act. 175) führte das Spital H._ am 25. April 2016
eine Röntgenuntersuchung und eine Magnetresonanztomografie der linken Schulter
durch (Suva-act. 179 f.). Am 26. Juli 2016 wurde der Versicherte durch Dr. med. I._,
Fachärztin für Chirurgie, Mitarbeiterin der Suva, untersucht. Am 8. August 2016
diagnostizierte diese eine Bewegungseinschränkung der linken Schulter, eine
irreparable Ruptur der Supraspinatussehne links und eine Ruptur der
Infraspinatussehne links, beide mit Muskelatrophie Grad IV nach Goutallier. Sie
beurteilte, im Vergleich zur Kreisarztuntersuchung vom November 2014 seien sowohl
die Bewegungseinschränkung im Bereich der linken Schulter wie auch die Kraft im
Bereich der linken Hand weitgehend unverändert. Ein Endzustand in Bezug auf die
Beweglichkeit dürfte erreicht sein, die Schmerztherapie könne noch optimiert werden.
Bezüglich der Schätzung des Integritätsschadens ergebe sich keine Änderung. Eine
adaptierte Tätigkeit sei dem Versicherten ganztägig zumutbar. Von den durch die Suva
(zur Berechnung des Invalideneinkommens) ausgewählten DAP-Profilen
(Dokumentation von Arbeitsplätzen) seien lediglich zwei geeignet (Suva-act. 185).
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B.c Mit Einspracheentscheid vom 16. September 2016 hiess die Suva die Einsprache
insofern teilweise gut, als sie den Invaliditätsgrad von 16% auf 21% erhöhte. Sie erhob
keine Verfahrenskosten und richtete keine Parteientschädigung aus (Suva-act. 187).
C.
C.a Gegen den Einspracheentscheid vom 16. September 2016 richtet sich die
vorliegende Beschwerde vom 19. Oktober 2016. Der Versicherte (nachfolgend:
Beschwerdeführer) beantragte darin dessen Aufhebung und die Rückweisung an die
Suva (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) für eine Oberbegutachtung. Weiter sei die
Beschwerdegegnerin unabhängig vom Verfahrensausgang anzuweisen, ihm für das
Einspracheverfahren eine ausseramtliche Entschädigung zuzusprechen; alles unter
Kosten- und Entschädigungsfolge. Er machte geltend, im Gegensatz zu Kreisarzt Dr.
F._, welcher dem Beschwerdeführer eine volle Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten
Tätigkeit attestiere, gehe Dr. D._ nur von einer solchen von 50% aus. Dem Bericht
von Dr. G._ könne auch entnommen werden, dass eine volle Arbeitsfähigkeit auf
Dauer nicht realistisch gewesen sei. Dr. I._ habe sich nicht mit den abweichenden
Arztmeinungen auseinandergesetzt. Aufgrund der nicht erklärbaren Diskrepanz der
ärztlichen Einschätzungen sei eine Begutachtung durchzuführen (act. G1).
C.b Mit Beschwerdeantwort vom 9. Januar 2017 beantragte die Beschwerdegegnerin
die Abweisung der Beschwerde. Sie brachte vor, es bestünden keine Zweifel an der
Zuverlässigkeit der Beurteilung durch Dr. I._, welche im Einklang mit der
kreisärztlichen Einschätzung stehe. Die Behauptung von Dr. D._, wonach die
Arbeitsfähigkeit nur 50% betrage, sei hingegen nicht nachvollziehbar. Fragen des
Arbeitsfähigkeitsgrades und der zumutbaren Tätigkeiten seien nicht Gegenstand der
Abklärungen von Dr. G._ gewesen, weshalb aus seinen Bemerkungen keine
relevanten Schlüsse gezogen werden könnten (act. G5). Am 5. Dezember 2016 hatte
Dr. I._ zu den Vorbringen in der Beschwerde Stellung genommen und an ihrer
Beurteilung vom 8. August 2016 festgehalten (vgl. Suva-act. 196).
C.c In seiner Replik vom 28. Februar 2017 hielt der Beschwerdeführer an seinen
Anträgen fest (act. G9). Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf die Einreichung einer
Duplik (vgl. act. G11).
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Erwägungen
1.
Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die
Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung
(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur
Änderung vom 25. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die
sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem
Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. Vorliegend finden
daher, nachdem ein Ereignis aus dem Jahr 2010 zur Debatte steht, die bis 31.
Dezember 2016 gültigen Bestimmungen Anwendung.
2.
Zwischen den Parteien umstritten und vorliegend zu prüfen ist der Invaliditätsgrad des
Beschwerdeführers. Nicht (mehr) streitig und aktenmässig ausgewiesen ist der
grundsätzliche Anspruch auf eine Rente mit Wirkung ab 1. Januar 2015. Die mit
Verfügung vom 13. Februar 2015 zugesprochene Integritätsentschädigung basierend
auf einer Integritätseinbusse von 20% (Suva-act. 158) blieb unangefochten (vgl. Suva-
act. 169), weshalb die Verfügung diesbezüglich in Teilrechtskraft erwuchs.
2.1 Ist die versicherte Person infolge des Unfalls mindestens zu 10% invalid, so hat sie
Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Der Grad der für den
Rentenanspruch massgebenden Invalidität ist gemäss Art. 16 des Bundesgesetzes
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) durch
einen Einkommensvergleich zu ermitteln, bei dem das Einkommen, das die versicherte
Person nach dem Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen
Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare
Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in
Beziehung gesetzt wird zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie
nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Grundlage der Bemessung des
Invalideneinkommens bilden die Arbeitsfähigkeitsgradschätzung und die
Umschreibung der trotz der Gesundheitsbeeinträchtigung noch möglichen und
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zumutbaren Tätigkeiten. Um das Ausmass der Arbeitsfähigkeit beurteilen zu können, ist
die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die
ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben.
Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und
dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die
versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4).
2.2 Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der
Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die
urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln
sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig
davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die
verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs
gestatten (vgl. UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 3. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2015, N 52
ff. zu Art. 43). Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht,
auch die beklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese)
abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Situation einleuchtet und
ob die Schlussfolgerungen des Experten oder der Expertin begründet sind (BGE 125 V
352 E. 3a). Nach der Rechtsprechung ist es dem Sozialversicherungsgericht nicht
verwehrt, einzig oder im Wesentlichen gestützt auf die versicherungsinterne ärztliche
Beurteilung zu entscheiden. In solchen Fällen sind an die Beweiswürdigung jedoch
strenge Anforderungen in dem Sinn zu stellen, dass bei auch nur geringen Zweifeln an
der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen ergänzende
Abklärungen vorzunehmen sind (BGE 135 V 465).
3.
Vorab ist die Frage zu klären, ob die medizinische Situation und die Arbeitsfähigkeit
des Beschwerdeführers rechtsgenüglich abgeklärt wurden. Der angefochtene
Einspracheentscheid beruht in medizinischer Hinsicht vorwiegend auf der Beurteilung
von Dr. I._ vom 8. August 2016 (vgl. Suva-act. 185) sowie den Einschätzungen von
Dr. F._ (vgl. Suva-act. 119, 144). Die Beschwerdeführerin spricht diesen die
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Beweiskraft ab und stellt ihnen davon abweichende Beurteilungen von behandelnden
Ärzten entgegen.
3.1 Dr. I._ diagnostizierte in ihrer Beurteilung vom 8. August 2016 eine
Bewegungseinschränkung der linken Schulter sowie eine irreparable Ruptur der
Supraspinatussehne links und eine Ruptur der Infraspinatussehne links, beide
Rupturen mit Muskelatrophie Grad IV nach Goutallier. Sie befand, zwischen der
Kreisarztuntersuchung vom November 2014 und ihrer Untersuchung vom 26. Juli 2016
seien die Bewegungseinschränkung im Bereich der linken Schulter und die Kraft im
Bereich der linken Hand weitgehend unverändert geblieben. Eine sehr leichte,
wechselbelastende Tätigkeit, wobei bei bimanuellen Arbeiten die linke Hand nur als
Hilfshand eingesetzt werden könne, sei dem Beschwerdeführer ganztägig zumutbar
(Suva-act. 185). In Übereinstimmung damit hatte bereits Dr. F._ im November 2013
sowie Juli und November 2014 (vgl. Suva-act. 84, 119, 144) befunden, der
Beschwerdeführer sei für eine adaptierte Tätigkeit ganztags einsetzbar. Im Vergleich zu
Dr. F._s Beurteilung vom November 2014 (vgl. Suva-act. 144-6) umschrieb Dr. I._
das Spektrum möglicher adaptierter Tätigkeiten eingeschränkter (vgl. Suva-act.
185-14). Damit trug sie der geltend gemachten Verschlechterung des
Gesundheitszustandes (vgl. act. G9) seit der kreisärztlichen Untersuchung Rechnung
(vgl. Suva-act. 196-2).
3.2 Dr. D._ führte am 2. September 2014 aus, im Bericht über die kreisärztliche
Untersuchung vom 4. Juli 2014 werde die dem Beschwerdeführer anlässlich der
kreisärztlichen Untersuchung vom 6. November 2013 attestierte Arbeitsfähigkeit von
75% weiter übernommen. Da sich aus seiner Sicht zwischenzeitlich eine deutliche
Verschlechterung der Situation eingestellt habe, könne dies so nicht aufrecht erhalten
bleiben. Die aktuelle Arbeitsfähigkeit betrage seines Erachtens 50% für eine leichte bis
mittelschwere Arbeit ohne repetitives Heben und Tragen von Lasten über 10 bis 15kg,
ohne Arbeiten auf einer Leiter und ohne Arbeiten mit Schlägen oder Vibrationen. Mit
der linken oberen Extremität sei das Heben von maximal 5kg bis Brusthöhe und keine
Belastung oberhalb der Brusthöhe zumutbar (Suva-act. 131). Dr. F._ hatte den
Beschwerdeführer am 7. November 2013 als Gärtner zu 75% arbeitsfähig geschätzt.
Für eine leichte bis mittelschwere adaptierte Tätigkeit sei er hingegen ganztags
einsetzbar (Suva-act. 84). Im Juli 2014 hielt Dr. F._ fest, der Beschwerdeführer
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verwerte seine 50%ige Arbeitsfähigkeit als Gärtner halbtags. Die Arbeitstätigkeit als
“Gärtner ohne Einschränkungen“ sei dem Beschwerdeführer nicht mehr zumutbar. Es
erscheint nicht ganz eindeutig, wie sich die Ausführungen von Dr. F._ mit seiner
früheren Einschätzung (75%ige Arbeitsfähigkeit als Gärtner) vertragen. In Bezug auf
das Zumutbarkeitsprofil, mithin die Kriterien für eine adaptierte Tätigkeit, hielt er jedoch
fest, es habe sich seit der Voruntersuchung vom 6. November 2013 nichts verändert
(vgl. Suva-act. 119). Die von Dr. D._ genannten Kriterien für eine adaptierte Tätigkeit
decken sich mit denjenigen von Dr. F._ (vgl. Suva-act. 84-4, 119, 131). Auch die am
3. Juli 2014 durch Dr. F._ bzw. am 12. August 2014 durch Dr. D._ erhobenen
Bewegungsumfänge der linken Schulter entsprechen sich unter Berücksichtigung der
untersuchungsabhängigen Messabweichungen (Suva-act. 119, 125, vgl. Suva-act.
196). Die Beurteilungen sind lediglich bezüglich der quantitativen Arbeitsfähigkeit
abweichend. Wie die Beschwerdegegnerin zu Recht geltend macht (vgl. act. G5), lässt
sich dem Bericht von Dr. D._ vom 2. September 2014 keine Begründung für seine
Arbeitsfähigkeitsschätzung entnehmen. Er führte einzig aus, seit der kreisärztlichen
Untersuchung (wohl vom 6. November 2013) habe sich aus seiner Sicht eine deutliche
Verschlechterung der Situation ergeben (Suva-act. 131). Ob Dr. D._ abgesehen von
den kreisärztlichen Berichten Einsicht in die Vorakten hatte, ist nicht bekannt. Weshalb
eine Tätigkeit unter den später von Dr. I._ genannten restriktiveren Kriterien,
namentlich eine sehr leichte Tätigkeit mit (bei bimanuellen Arbeiten) Nutzung der linken
Hand lediglich als Hilfshand, nicht ganztägig zumutbar sein sollte, ist mit der
Beschwerdegegnerin (act. G5) nicht nachvollziehbar. Zudem wies Dr. I._ zu Recht
darauf hin (vgl. Suva-act. 196), dass Dr. D._ am 2. September 2014 einen im
Vergleich zur Voruntersuchung vom 12. August 2014 praktisch unveränderten Befund
festhielt, jedoch die Arbeitsfähigkeit anders einschätzte (vgl. Suva-act. 125, 131). Am
12. August 2014 hatte Dr. D._ festgehalten, die Arbeitsfähigkeit des
Beschwerdeführers betrage aktuell 50% in seiner Tätigkeit im Gartenbau, wobei eine
erhebliche Einschränkung für Über-Kopf-Arbeiten bestehe und eine maximale
Belastung von 5kg zumutbar sei (vgl. Suva-act. 125). Er bezog sich dabei offensichtlich
auf die konkrete Arbeit des Beschwerdeführers. Am 2. September 2014, mithin nur
rund drei Wochen später, ging Dr. D._ sodann von der gleichen quantitativen
Einschränkung (50%) in einer adaptierten Tätigkeit aus. Für das Argument des
Beschwerdeführers (act. G1), dass Dr. D._ aufgrund der nach seiner Untersuchung
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vom 2. September 2014 eingetretenen Verschlechterung des Gesundheitszustandes
später die Arbeitsfähigkeit quantitativ und/oder qualitativ als noch stärker
eingeschränkt erachtet hätte, liegen keine Hinweise vor. Eine Beurteilung von Dr. D._
nach dem 2. September 2014 ist nicht aktenkundig.
3.3 Dr. C._ hatte den Beschwerdeführer am 7. Januar 2014 Prof. G._ für eine
Zweitmeinung zugewiesen (vgl. Suva-act. 104). Prof. G._ hatte am 24. März 2014
ausgeführt, der Beschwerdeführer konsultiere ihn in der Hoffnung, dass weitere
therapeutische Möglichkeiten bestünden. Er arbeite seit Dezember 2013 als Vorarbeiter
in der Gartenpflege. Dies sei aktuell knapp möglich und er möchte seine Arbeitsstelle
unbedingt behalten. Prof. G._ beurteilte, in Anbetracht der pathologisch-
anatomischen Befunde und der eingetretenen Chronifizierung seien interventionelle
Massnahmen nicht geeignet, die angestrebte Linderung zu erreichen. Die schon
eingeleiteten konservativen/palliativen Massnahmen seien fortzusetzen.
“Zielvorstellung wäre die möglichst lange Aufrechterhaltung einer zumindest
Teilarbeitsfähigkeit“ (Suva-act. 107). Prof. G._ befasste sich in seiner Beurteilung
primär mit möglichen Therapieoptionen. Es ist nicht ersichtlich, ob er sich bei seinen
vagen Aussagen zu verbliebenen Einsatzmöglichkeiten auf die angestammte oder eine
adaptierte Tätigkeit bezog (vgl. auch die diesbezüglichen Bemerkungen von Dr. I._ in
Suva-act. 196). Die Ausführungen zur Anamnese des Beschwerdeführers lassen jedoch
eher auf erstere Variante schliessen. Mangels genauerer Umschreibung einer
adaptierten Tätigkeit und der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in einer solchen, ist die
Einschätzung von Prof. G._ nicht geeignet, die Beurteilungen von Dr. I._ und Dr.
F._ in Frage zu stellen.
3.4 Weiter macht der Beschwerdeführer geltend, die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit
durch Dr. I._ sei unbegründet erfolgt und sie habe sich nicht mit den abweichenden
Arztmeinungen auseinandergesetzt (vgl. act. G1). Dr. I._ nahm in ihrer Beurteilung
vom 5. Dezember 2016 ausführlich Stellung dazu. Neben einer Auseinandersetzung mit
den Einschätzungen von Dr. D._ und Prof. G._ begründete sie ihre
Arbeitsfähigkeitsschätzung ausführlich und nachvollziehbar (Suva-act. 196). So verwies
Dr. I._ auf die “Wegleitung zur Einschätzung der zumutbaren Arbeitstätigkeit nach
Unfall und bei Krankheit“ der Swiss Insurance Medicine (abrufbar unter www.swiss-
insurance-medicine.ch). Wie in dieser bei somatischen Funktionseinschränkungen im
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Schultergelenk empfohlen, hatte sie in ihrer Beurteilung vom 8. August 2016 (vgl. Suva-
act. 185) ein detailliertes Zumutbarkeitsprofil inklusive Festlegung der zumutbaren
Maximallasten erstellt. Weiter begründete Dr. I._, beim Beschwerdeführer lägen
weder eine neurologische oder psychiatrische Diagnose vor noch andauernde
zermürbende Schmerzen respektive ein Medikamenteneinfluss, welche eine zeitliche
Einschränkung der Arbeits¬fähigkeit rechtfertigen würden (vgl. Suva-act. 196).
3.5 Bei der Würdigung der medizinischen Situation fällt weiter ins Gewicht, dass die
Beurteilungen von Dr. I._ und Dr. F._ auf umfassender Aktenkenntnis sowie
eigenen Untersuchungen beruhen, das gesamte Leidensbild des Beschwerdeführers
berücksichtigen und die auf dieser Grundlage gezogenen Schlüsse nachvollziehbar
sind. Aus den vom Beschwerdeführer vorgebrachten medizinischen Einschätzungen
der behandelnden Ärzte ergeben sich zudem keine objektiven Gesichtspunkte, welche
von Dr. I._ und Dr. F._ ausser Acht gelassen worden wären. Schliesslich wurden
auch keine zwischen der Untersuchung von Dr. I._ vom 26. Juli 2016 und dem
angefochtenen Einspracheentscheid vom 16. September 2016 (Suva-act. 187)
eingetretenen massgeblichen Veränderungen des Gesundheitszustandes mit
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit geltend gemacht und solche ergeben sich auch
nicht aus den Akten.
4.
Ausgehend von einer Arbeitsfähigkeit von 100% in einer adaptierten Tätigkeit ist der
Invaliditätsgrad des Beschwerdeführers festzulegen. Ursprünglich hatte die
Beschwerdegegnerin den Invalidenlohn gestützt auf DAP-Profile berechnet (vgl. Suva-
act. 158). Nachdem sich der Beschwerdeführer in seiner Einsprache dagegen gewehrt
und Dr. I._ diese teilweise als nicht geeignet erachtet hatte (vgl. Suva-act. 169, 185),
legte die Beschwerdegegnerin das Invalideneinkommen im angefochtenen
Einspracheentscheid gestützt auf die Lohnstrukturerhebungen (LSE) fest und nahm
einen Tabellenlohnabzug von 15% vor. Der Beschwerdeführer hat den so ermittelten
Invaliditätsgrad abgesehen von der zugrundeliegenden Arbeitsfähigkeit nicht
substantiiert bestritten (vgl. act. G1, G9). Aus den Akten ergeben sich ebenfalls keine
Anhaltspunkte, welche den berechneten Invaliditätsgrad von 21% in Frage stellen
würden, so dass dieser nicht zu beanstanden ist.
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5.
Weiter macht der Beschwerdeführer eine ausseramtliche Entschädigung für das
Einspracheverfahren geltend.
5.1 Gemäss Art. 52 Abs. 3 ATSG werden im Einspracheverfahren in der Regel keine
Parteientschädigungen ausgerichtet. Der Einsprecher, der im Falle des Unterliegens die
unentgeltliche Verbeiständung i.S.v. Art. 37 Abs. 4 ATSG beanspruchen könnte, hat bei
Obsiegen Anspruch auf eine Parteientschädigung. Das Bundesgericht liess offen, ob
der Wortlaut von Art. 52 Abs. 3 ATSG, wie in der Lehre teilweise vorgebracht, die
Zusprechung einer Parteientschädigung auch bei Vorliegen besonderer Umstände
zulässt (vgl. etwa BGE 130 V 570 E. 2.1 f., Urteil des Bundesgerichts vom 15. Oktober
2013, 9C_396/2013 E. 12.1, vgl. KIESER, a.a.O., Art. 52 Rz 68). Eine weite Auslegung
des Art. 52 Abs. 3 ATSG ergibt sich aus dem Gebot der Rechtsgleichheit. Es sind kaum
sachliche Gründe ersichtlich, die bei der Zusprechung von Parteientschädigungen im
Einspracheverfahren eine Differenzierung zwischen Fällen mit und ohne Bewilligung
einer unentgeltlichen Prozessführung notwendig machen würden. Es drängt sich somit
auf, die Ausnahmevorschrift des Art. 52 Abs. 3 ATSG i.S.v. Art. 37 Abs. 4 ATSG zu
konkretisieren. Besondere Umstände, welche ausnahmsweise zum Anspruch auf eine
Parteientschädigung führen, liegen somit vor, wenn die Erforderlichkeit einer
unentgeltlichen Rechtsverbeiständung bejaht werden würde (Vgl. Entscheid des
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen, EL 2016/17, E. 2; Entscheid des
Kantonsgerichts Basel-Landschaft vom 19. Dezember 2012, 715 12 212 E. 3.3;
Entscheid des Kantonsgerichts Freiburg vom 17. März 2011, 605 2009-41 E. 9/b/bb;
Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern, LGVE 2009 II Nr. 30 E. 1.c).
5.2 Gemäss Art. 37 Abs. 4 ATSG wird der gesuchstellenden Person ein unentgeltlicher
Rechtsbeistand bewilligt, wo es die Verhältnisse erfordern. Als Voraussetzungen der
unentgeltlichen Vertretung gelten die finanzielle Bedürftigkeit, die fehlende
Aussichtslosigkeit sowie die Erforderlichkeit der Vertretung. Den höheren
Anforderungen an eine unentgeltliche Vertretung im Verwaltungsverfahren ist insoweit
Rechnung zu tragen, als im konkreten Fall die Erforderlichkeit der Vertretung eingehend
zu prüfen ist. Dabei ist auf die Schwierigkeit des Falls und auf die Verfahrensphase
abzustellen (Ueli Kieser, a.a.O., Art. 37 Rz 37 f.). Nach der Konzeption des
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Gesetzgebers bildet die Erforderlichkeit einer anwaltlichen Vertretung die Ausnahme. In
der Regel ist eine anwaltliche Vertretung nach Ansicht des Gesetzgebers also nicht
erforderlich. Hinsichtlich der sachlichen Gebotenheit der unentgeltlichen
Verbeiständung im Einspracheverfahren sind die Umstände des Einzelfalls, die
Eigenheiten der anwendbaren Verfahrensvorschriften sowie die Besonderheiten des
jeweiligen Verfahrens zu berücksichtigen. Dabei fallen neben der Komplexität der
Rechtsfragen und der Unübersichtlichkeit des Sachverhalts auch in der Person des
Betroffenen liegende Gründe in Betracht, wie etwa seine Fähigkeit, sich im Verfahren
zurechtzufinden. Falls ein besonders starker Eingriff in die Rechtsstellung des
Bedürftigen droht, ist die Verbeiständung grundsätzlich geboten, andernfalls bloss,
wenn zur relativen Schwere des Falls besondere tatsächliche oder rechtliche
Schwierigkeiten hinzukommen, denen der Gesuchsteller auf sich alleine gestellt nicht
gewachsen ist (Urteil des Bundesgerichts vom 1. Februar 2008, 8C_18/2007 E. 5.1).
5.3 Unumstritten hat der Beschwerdeführer keinen Antrag auf unentgeltliche
Rechtsverbeiständung im Einspracheverfahren gestellt. Er macht auch nicht geltend, er
sei bedürftig und hätte einen entsprechenden Anspruch gehabt (act. G7). Es ist folglich
analog der Kriterien von Art. 37 Abs. 4 ATSG zu prüfen, ob der Beizug eines
Rechtsvertreters vorliegend erforderlich war. Da eine Einsprache nur minimalsten
formalen Anforderungen genügen muss (vgl. etwa den Entscheid EL 2015/14 des St.
Galler Versicherungsgerichtes vom 21. September 2016, E. 3.3, mit Hinweisen), wäre
der Beschwerdeführer in der Lage gewesen, ohne Hilfe eines Rechtsanwaltes eine
Einsprache gegen die Verfügung vom 13. Februar 2015 zu erheben. Es wäre ihm
möglich gewesen, sich in grundsätzlicher Weise gegen die zugesprochene Rente
basierend auf einem Invaliditätsgrad von 16% zur Wehr zu setzen und auf seine
Überzeugung, seine Arbeitsfähigkeit sei eingeschränkt, hinzuweisen. Die abweichende
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit durch seine behandelnden Ärzte dürfte ihm bekannt
gewesen sein, so dass er selbst auf die vorliegend anwaltlich geltend gemachten
Widersprüche hätte hinweisen können. Der Beschwerdeführer hätte damit auch selbst
die Beschwerdegegnerin zur Untersuchung durch Dr. I._ veranlassen können. Nach
Akteneinsicht hätte der Beschwerdeführer auch auf die DAP-Profile, welche Dr. I._
schlussendlich als nicht geeignet erachtete, hinweisen können. Ein fundiertes
Verständnis der in der Verfügung vom 13. Februar 2015 vorgenommenen Berechnung
des Invaliditätsgrades wäre dafür nicht nötig gewesen. Eine Nachfrage bei der
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Beschwerdegegnerin bezüglich der Bedeutung der Profile und das Anbringen von
Bedenken betreffend der Geeignetheit der darin beschriebenen Arbeitsplätze für ihn
hätten wohl genügt, um die Beschwerdegegnerin zu weiteren Abklärungen zu
bewegen. In der Person des Beschwerdeführers liegende Gründe für eine
Verbeiständung, wie beispielsweise sprachliche Defizite, werden nicht geltend gemacht
und ergeben sich aus den Akten nicht (vgl. betreffend Sprache Suva-act. 185-7). Der
Eingriff in die Rechtsstellung des Beschwerdeführers ist nicht als besonders stark zu
werten (relativ geringfügige Erhöhung des Invaliditätsgrades) und besondere
tatsächliche oder rechtliche Schwierigkeiten sind nicht erkennbar, so dass die
Notwendigkeit einer anwaltlichen Vertretung im Einspracheverfahren zu vereinen ist.
6.
6.1 Nach dem Gesagten ist die Beschwerde vollumfänglich abzuweisen.
6.2 Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).
6.3 Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine
Parteientschädigung.