Decision ID: 00880b1d-29fd-54b4-b795-bc53628de55b
Year: 2021
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1959, arbeitet seit dem 4. September 1978 bei der
Y._
AG als Mechaniker (Urk. 7/26/1). Ab dem
6. Dezember 2018
bis zum 24. März 2019
war er
in unterschiedlichem Ausmass zwischen 50 und 100 % arbeitsunfähig (Urk. 7/17/
7
ff., Urk. 7/28/7).
A
b dem 25. März 201
9
nahm er seine Tätigkeit
wieder mit einem Pensum von 100 % auf (Urk. 7/17/7
, Urk. 7/28/7)
,
war jedoch
ab dem 15. August
2019
wieder
zu 100 % und ab dem
29. August
2019 bis zum 27. März 2020 zu 50 % arbeitsunfähig (
Urk. 7/17/2 f.,
Urk. 7/28/3).
Nach erfolgter Früherfassung vom 15. August 2019 (Urk. 7/12) meldete er sich am 20. September 2019 unter Hinweis auf eine Depression seit Januar
2019
zum
Leistungsbezug an (Urk. 7/13). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich
, IV-Stelle
,
holte die Akten der Krankentaggeldversicherung ein und führte mit dem Versicherten
am 18.
November
2019
ein Standortgespräch (Urk. 7/17, Urk. 7/22). Am 16. Dezember 2019 teilte sie dem Versicherten
sodann
mit, es seien keine Eingliederungsmassnahmen
notwendig
(Urk. 7/24). Nachdem sie eine Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD), Dr. med.
Z._
, Facharzt für Chirurgie, vom 6. März 2020 eingeholt hatte (Urk. 7/29/4), wies sie das Leistungsbegehren
nach Erlass des Vorbescheides vom
7. April 2020
(Urk. 7/30)
mit Verfügung vom 3. Juni 2020
ab (Urk. 7/32 = Urk. 2).
2.
Gegen die Verfügung vom 3. Juni 2020
erhob der Beschwerdeführer am 2. Juli 2020 Beschwerde und beantragte, es sei die Verfügung vom 3. Juni 2020 aufzu
heben und es seien ihm die gesetzlichen Leistungen auszurichten. Eventualiter sei die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie das Admini
strativverfahren fortsetze und die erforderlichen Abklärungen tätige, um danach über den Rentenanspruch zu entscheiden (Urk. 1 S. 2). Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom
8. September 2020 auf Abweisung der Be
schwerde (Urk. 6). Der Beschwerdeführer verzichtete am 19. Oktober 2020 auf das Einreichen einer Replik und hielt an seinen Ausführungen in der Beschwerde fest (Urk. 9). Dies wurde der Beschwerdegegnerin am 23. Oktober 2020 zur Kenntnis gebracht (Urk. 11).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des
Sozialversicherungsrechts, ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines aner
kannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend ob
jektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zu
mutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 145 V 215 E. 5.3.2, 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei
einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1.
4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be
schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
be
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin erwog in der angefochtenen Verfügung, der Beschwer
deführer sei seit dem 19. August 2019 in seiner Tätigkeit als Mechaniker zu 100 % eingeschränkt. Eine angepasste Tätigkeit sei ihm in einem vollen Pensum zu
mut
bar. Es liege somit keine
längerdauernde
Einschränkung
der Arbeitsfähigkeit vor
. Damit
bestehe
kein Leistungsanspruch (Urk. 2 S. 1).
2.2
Der Beschwerdeführer stellt
e
sich demgegenüber auf den Standpunkt,
die
Leis
tungsablehnung
beruhe nicht auf einer seriösen Abklärung des medizinischen Sachverhalts
und
der Konsequenzen der gesundheitlichen Beeinträchtigungen auf die erwerbliche Situation. Der RAD-Arzt habe in Unkenntnis des medizinischen Sachverhaltes und in Verkennung der bestehenden Problematik geurteilt. Es bestehe eine mindestens 50%ige Arbeitsunfähigkeit (Urk. 1 S. 5). Die Ressourcen
prüfung des RAD entspreche nicht dem geforderten strukturierten Beweisver
fahren (Urk. 1 S. 6).
2.3
In ihrer Beschwerdeantwort ergänzte die Beschwerdegegnerin, die Diagnose der maladaptiven/dysfunktionalen Persönlichkeitszüge (ICD-10 Z73.1) begründe keinen invalidenversicherungsrechtlich relevanten Gesundheitsschaden.
Das de
pressive Leiden des Beschwerdeführers sei gegenwärtig remittiert. Die durch
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,
mit Kurz
bericht vom
18. Februar 2019 attestierte
mittelgradige
depressive
Episode sei nicht nachvollziehbar. Gemäss Arztbericht
von Dr.
A._
vom 23. April 2019 sei der Beschwerdeführer zu 100 % arbeitsfähig, womit folglich keine langandau
ernde Erwerbsunfähigkeit vorliege
. Der Beschwerdeführer befinde sich in einem ungekündigten, bestmöglichen und für ihn geeigneten Arbeitsverhältnis
(Urk. 6 S. 2).
3.
3.1
Der seit dem 12. Februar 2016 behandelnde
Dr.
A._
nannte in seinem Kurz
bericht zuhanden der Krankentaggeldversicherung vom 18. Februar 2019 als Diagnosen eine mittelgradi
ge depressive Episode (ICD-10 F
32.11) sowie dys
funktio
nale Persönlichkeitszüge (ängstlich-vermeidend, ICD-10 Z73.1). Der Be
schwerde
führer sei seit dem 6. Dezember 2018 zu 50 %
arbeit
s
unfähig gewesen
und vom 21. Januar bis 28. Februar 201
9
bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von
100 % (Urk. 7/17/8).
3.2
Am 23. April 2019 bestätigte Dr.
A._
die Diagnose der ängstlich-vermeidenden, unsicheren, maladaptiven/dysfunktionalen Persönlichkeitszüge und fügte an, auf dem Boden dieser Persönlichkeitsstruktur sei es in den letzten Jahren immer wieder zu
einer
klinisch relevante
n
Depressivität im Sinne einer rezidivierenden depressiven Störung gekommen. Vom 6. Dezember 2018 bis 20. Januar 2019 habe eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden. Anschliessend bis und mit 28. Februar 2019 sei der Beschwerdeführer zu 100 % arbeitsunfähig gewesen. Nachdem er bis am 24. März 2019 noch zu 50 % arbeitsunfähig gewesen sei, sei er seit dem 25. März 2019 wieder zu 100 % arbeitsfähig (Urk. 7/17/7). Aufgrund der beschriebenen Persönlichkeitsstruktur sei davon auszugehen, dass sich der Beschwerdeführer in
einem
für ihn
bestmöglichen und geeigneten Arbeitsumfeld bewege. Es sei zu befürchten, dass
er
psychisch
dekompensieren
werde, sollte er einer anderen Tätigkeit nachgehen oder nur schon den Arbeitsort wechseln müssen (Urk. 7/17/7).
Der Beschwerdeführer leide permanent unter verschiedenen Ängsten, Sorgen und Befürchtungen, welche jeweils in der Intensität fluktuierend ausgeprägt seien. Teilweise bestehe komorbid auch eine depressive Symptomatik. Die grösste Angst des Beschwerdeführers sei es, dass ihn sein Arbeitgeber «loswerden» wolle, weil er nichts gelernt und sich auch nie weitergebildet habe. In psychisch stark be
lasteten Phasen bestehe ein sozialer Rückzug, wobei allerdings der familiäre Zu
sammenhalt immer sehr gut sei (Urk. 7/17/6).
Dr.
A._
bes
cheinigte
sodann
in der Taggeldkarte
gegenüber der Krankentag
geldversicherung eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit vom 29. August
2019 bis 27. März 2020 (Urk. 7/28/3
; vgl. auch Taggeldübersicht Urk. 7/28/7
).
3.3
Mit Stellungnahme vom 6. März 2020 nannte RAD-Arzt Dr.
Z._
als Dia
gnosen mit dauerhafter Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit maladaptive/
dys
funktionale Persönlichkeitszüge (ängstlich-vermeidend, unsicher) sowie eine rezi
divierende depressive Störung, gegenwärtig remittiert bis leicht. Hinsichtlich der Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit bestätigte
er di
e
Bescheini
gungen von Dr.
A._
und fügte an, der Beschwerdeführer sei
namentlich
vom 15. bis 28. August 2019 zu 100 % und hernach vom 29. August bis 27. März 2020
zu 50 %
arbeitsunfähig gewesen. Die 50%ige Arbeitsunfähigkeit bestehe überwiegend wahrscheinlich bis auf Weiteres.
In Bezug auf die zuletzt ausgeübte Tätigkeit bestünden funktionelle Einschränkungen in der Form einer Antriebs
störung mit deutlichen Hemmungen sowie einer psychophysischen Belastbar
keitsminderung mit vorzeitiger Erschöpfung und Minderung der konzentrativen Ausdauerbelastbarkeit
(Urk. 7/29/
4
)
.
In einer angepassten Tätigkeit sei der Beschwerdeführer seit jeher zu 100 % arbeitsfähig. Das Belastungsprofil umfasse zeitlich flexible Tätigkeiten ohne per
manenten Zeit- und Termindruck, bei nur geringem Publikumsverkehr, ohne be
sondere Anforderungen an das Umstellungs- und Anpassungsvermögen in einer wohlwollenden und konfliktarmen Arbeitsatmosphäre
(Urk. 7/29/
4
).
Es liege ein Gesundheitsschaden vor, welcher sich längerfristig auf die Arbeits
fähigkeit in der angestammten Tätigkeit auswirke. Infolge dessen sei die Be
lastbarkeit im bisherigen Beruf eingeschränkt. Die 50%ige Arbeitsunfähigkeit beziehe sich vorrangig auf die vorhandenen Ängste eines Arbeitsplatzverlustes. Die reduzierte Belastbarkeit sei nachvollziehbar bei der Verrichtung der bishe
rigen Arbeit. In angepasster Tätigkeit sei die Belastbarkeit nicht ein
ge
schränkt
(Urk. 7/29/
4
).
3.4
Im Rahmen der Ressourcenprüfung wurde am
6. März 2020
im Fes
t
stellungsblatt für den Beschluss
vermerkt
, aus
Sicht des Rechtsanwenders
begründeten einzelne Krankheitsbilder wie Persönlichkeitszüge grundsätzlich keine Invalidität. Das depressive Leiden sei gegenwärtig remittiert und begründe daher auch keine Invalidität. Zudem liege eine volle Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit vor. Es liege daher kein invalidenversicherungsrechtlich relevantes psychisches Leiden vor (Urk. 7/29/5).
4.
4.1
Der
Rentenanspruch gemäss Art. 28 Abs. 1
lit
. b
IVG
setzt
voraus, dass während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich
eine
mindestens 40%ige Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 6 ATSG bestanden hat (E. 1.3 hier
vor).
Die Wartezeit gilt in jenem Zeitpunkt als eröffnet, in welchem eine deutliche Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit eingetreten ist. Als erheblich in diesem Sinne gilt bereits eine Arbeitsunfähigkeit von 20 % (AHI 1998 S. 124 E. 3c; Urteil des Bundesgerichts I 10/05 vom 14. Juni 2005 E. 2.1.1 in
fine
mit Hinweisen).
Ein wesentlicher Unterbruch der Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Artikel 28 Abs. 1
lit
. b IVG liegt gemäss Art. 29
ter
der Verordnung über die Invaliden
ver
sicherung (IVV)
vor,
wenn die versicherte Person an mindestens 30 aufein
an
der
folgenden Tagen voll arbeitsfähig war
.
4.2
Den Akten lässt sich entnehmen, dass der Beschwerdeführer vom 6. Dezember 2018 bis zum 20. Januar
2019 zu 50 %,
dann
ab dem 21. Januar bis zum 28. Februar 2019 zu 100 % und hernach ab dem 29. Februar bis zum 24. März 2019 wieder zu 50 % arbeitsunfähig war (Urk. 7/17/7 ff.). Ab dem 25. März 2019 war er wieder voll arbeitsfähig, bis ihm dann vom 15. bis zum 31. August 2019
wieder eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert wurde (Urk. 7/17/
2
, Urk. 7/
17/7
). Dokumentiert ist weiter eine
hernach
bis
zum
27. März 2020 bestehende 50%ige Arbeitsunfähigkeit (Urk. 7/28/3). Damit steht fest,
dass das Wartejahr zunächst am 6. Dezember 2018 zu laufen begonnen hatte, jedoch zufolge der vollen
Arbeitsfähigkeit
vom 25. März bis 14. August 2019 unterbrochen wurde und dementsprechend am 15. August 2019 neu eröffnet wurde.
Ein Rentenanspruch konnte somit frühestens per 15. August 2020 entstehen.
Bei Erlass der ange
fochtenen Verfügung vom 3. Juni 2020 (Urk. 2) hatte der Beschwerdeführer damit das Wartejahr noch nicht bestanden, weshalb (noch) kein
Anspruch auf eine Rente
entstehen konnte.
Hinzu kommt, dass
zwar der RAD-Arzt von einer über den 27. März 2020 hinaus überwiegend wahrscheinlich weiter bestehenden Arbeitsunfähigkeit ausging (Urk. 7/29/4). Worauf er diese Beurteilung stützte, ist nicht ersichtlich, da der behandelnde Dr.
A._
ab dem 28. März 2020 keine Arbeitsunfähigkeit mehr
attestierte
(vgl. Urk. 7/28/3)
. Unter diesen Gegebenheiten liegt nahe
,
dass
eine erneute wesentliche Unterbrechung des Wartejahres
im Sinne von Art. 29
ter
IVV
eingetreten ist
.
Der
Behauptung
des Beschwerdeführers
, es liege eine dauerhafte Beeinträcht
ig
ung der Arbeitsunfähigkeit im Ausmass von 50 % vor (Urk. 1 S. 3)
,
kann hingegen nicht gefolgt werden, da allein gestützt auf die Aktenbeurteilung des RAD-Arztes
nicht ohne Weiteres mit hinreichender Zuverlässigkeit auf eine
anhaltende
Teilarbeitsun
fähig
keit geschlossen werden kann
.
Im Ergebnis
hat die Beschwerdegegnerin
,
jedenfalls
bezogen auf den Zeitpun
k
t des Verfügungser
lasses am 3. Juni 2020
,
einen
Rentenanspruch zu Recht verneint.
Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.
5.
Gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von Leistungen der Invalidenversicherung vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Abweichung von Art. 61
lit
. a ATSG in der hier anwendbaren, bis am 31. Dezember 2020 in Kraft gewesenen Fassung (Art. 83 ATSG) kostenpflichtig.
Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens
auf
wand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf
Fr.
700
.
--
anzusetzen
. A
usgangsgemäss
sind sie
dem unterliegenden Beschwerde
führer aufzuerlegen
.