Decision ID: 0157af48-00e9-46b0-aab2-b43954f807de
Year: 2015
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Entscheid Versicherungsgericht, 03.11.2015 Art. 6 UVG: Verneinung einer klar ausgewiesenen neuen, bleibenden Gesundheitsschädigung im Sinn einer strukturellen Veränderung und einer richtunggebenden Verschlimmerung des degenerativen Vorzustands (Diskushernie, Arthrose, Osteochondrose), Annahme einer nur vorübergehenden Verschlimmerung eines degenerativen Vorzustands (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 3. November 2015, UV 2014/86).Entscheid vom 3. November 2015BesetzungVersicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichter Joachim Huber und Ralph Jöhl; a.o. Gerichtsschreiber Jaison ParampettGeschäftsnr.UV 2014/86ParteienA._,Beschwerdeführer,vertreten durch Fürsprecher Luigi R. Rossi, Oberer Graben 3, 9000 St. Gallen,gegenSchweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 6002 Luzern,Beschwerdegegnerin,GegenstandVersicherungsleistungen (Abklärung, rechtl. Gehör)Sachverhalt
A.
A.a A._ (nachfolgend: Versicherter), arbeitete bei der B._ AG, als Geschäftsführer
und war bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen die Folgen
von Unfällen versichert, als er am 24. Februar 2012 einen Autounfall erlitt (UV-act. 1).
Gemäss Polizeirapport kollidierte ein zu schnell fahrender Personenwagen frontal mit
dem entgegenkommenden Auto des Versicherten (UV-act. 14). Der Versicherte wurde
notfallmässig in das Kantonsspital C._, Klinik für Orthopädische Chirurgie und
Traumatologie des Bewegungsapparates, eingeliefert. Dort diagnostizierten die Dres.
med. D._, Oberarzt, und E._, Assistenzarzt, am 27. Februar 2012 - basierend auf
den Ergebnissen von Röntgenuntersuchungen beider OSG, des linken Handgelenks,
der HWS, des Thorax und des ganzen rechten Fusses des Instituts für Radiologie des
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C._ vom 24. bzw. 25. Februar 2012 (UV-act. 63) - eine OSG-Distorsion rechts, diskret
auch links, eine Handgelenksdistorsion links sowie eine RQW frontoparietal rechts (UV-
act. 23). Prof. Dr. med. F._, Chefarzt, PD Dr. med. G._, Oberarzt, und Med. pract.
H._, Assistenzärztin, stellten im Austrittsbericht vom 6. März 2012 zusätzlich die
Diagnosen einer Kontusion des Fussrückens rechts sowie einer Dermabrasio Malleolus
lateralis rechts. Der Versicherte war am 25. Februar 2012 in gutem Allgemeinzustand
zur weiteren Nachbehandlung durch seinen Hausarzt Dr. med. I._, Innere Medizin
FMH, aus dem C._ entlassen worden (UV-act. 24).
A.b Dr. I._ stellte in einem ärztlichen Zwischenbericht vom 19. März 2012 ebenfalls
die obgenannten Diagnosen. Verlaufsmässig berichtete er von einem nach dem Unfall
zunehmenden Cervicalsyndrom, von zusätzlichen Knieschmerzen links parapatellär
und Handgelenksschmerzen sowohl rechts als auch links. Dr. I._ verordnete dem
Versicherten eine Physiotherapie und attestierte ihm eine hundertprozentige
Arbeitsunfähigkeit ab 24. Februar 2012 (UV-act. 11 und 18). Der Versicherte besuchte
danach regelmässig Dr. I._ und die Physiotherapie sowie ab 20. August 2012 auch
die Osteopathie (vgl. UV-act. 20, 30, 36, 38, 41, 44). Ab 28. März 2012 war der
Versicherte wieder zu 50% arbeitsfähig. Seine Arbeitsfähigkeit erhöhte sich in der
Folgezeit stetig, bis sie schliesslich am 1. September 2012 100% erreichte (UV-act. 18,
30, 33 f., 50 ff., 56 ff.).
A.c In einem ärztlichen Zwischenbericht vom 7. November 2012 hielt Dr. I._ fest,
dass der Versicherte seit dem Unfall fast täglich unter rechtsseitigen, cervical
aufsteigenden Kopfschmerzen leide (UV-act. 50), worauf er in weiteren ärztlichen
Zwischenberichten vom 19. März und 9. Oktober 2013 ein posttraumatisches
Cervicalsyndrom diagnostizierte. Im jenem vom 9. Oktober 2013 erwähnte Dr. I._
zusätzlich auch vermehrte Kreuzschmerzen. Einmal monatlich finde noch eine
Konsultation bei ihm statt. Ausserdem werde der Versicherte wegen den Nacken- und
Kopfschmerzen mit Osteopathie behandelt. Die voraussichtliche Dauer der Behandlung
sei unbestimmt bzw. sie dauere an. Die beim Unfall erlittene Rissquetschwunde an der
Stirn sowie die OSG- und die Handgelenksdistorsion bezeichnete Dr. I._ als abgeheilt
(UV-act. 57, 60).
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A.d Auch am 20. Januar 2014 berichtete Dr. I._ über persistierende, zu
Kopfschmerzen führende Nackenschmerzen und - wie anfangs - wieder vermehrt
auftretende Kreuzschmerzen des Versicherten, welche auf die Osteopathiebehandlung
nicht mehr besonders gut ansprechen würden. Er habe deshalb eine MRT-
Untersuchung der LWS sowie der HWS veranlasst und den Besuch der Physiotherapie
verlängert. Dr. I._ stellte die Diagnose eines Zustands nach Autounfall vom 24.
Februar 2012 mit posttraumatischem Cervicalsyndrom und Lumbovertrebralsyndrom
(UV-act. 68/1). Die MRT-Untersuchung der LWS hatte am 17. Dezember 2013 Dr.
J._, FMH Radiologie, Röntgeninstitut K._, durchgeführt (UV-act. 68/2), die MRT-
Untersuchung der HWS erfolgte am 5. Februar 2014 durch Dr. med. L._, FMH
Radiologie und FMH Nuklearmedizin, Röntgeninstitut K._ (UV-act. 72).
A.e Kreisarzt Dr. med. M._, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie
des Bewegungsapparates FMH, gab auf Anfrage der Suva in einer kurzen
Stellungnahme vom 26. Februar 2014 an, dass zwischen dem Unfall vom 24. Februar
2012 und den HWS- und LWS-Beschwerden des Versicherten, bei unauffälligen
klinischen Echtzeitbefunden ohne Nachweis unfallbedingter struktureller Schäden in
der Bildgebung, eine Kausalität zwar möglich, jedoch nicht überwiegend
wahrscheinlich sei (UV-act. 74). In einem Gespräch vom 2. April 2014 mit der Suva
wurde dies dem Versicherten mitgeteilt. Zusätzlich informierte ihn die Suva darüber,
dass sie nun die Terminierung ihrer Leistungen prüfen werde. Der Versicherte
seinerseits erzählte, dass er während des Militärdienstes vor ca. 26 Jahren einen Unfall
gehabt habe, bei dem er unter anderem ein Schädelhirntrauma erlitten habe.
Möglicherweise seien durch das Ereignis vom 24. Februar 2012 auch frühere
Verletzungen wieder aufgebrochen (UV-act. 77). Dr. M._ wurde in der Folge von der
Suva angefragt, ob er nach dieser Information weiterhin an seiner Beurteilung festhalte
und ob es sich allenfalls um einen Rückfall zum Unfall aus der Militärversicherung vom
29. Juli 1988 handle. Dr. M._ hielt fest, dass ein solcher Rückfall nicht erkennbar sei
und dass er an seiner Stellungnahme festhalte (UV-act. 78).
A.f Die Suva verfügte am 11. April 2014, dass sie für die noch geklagten HWS- und
LWS-Beschwerden keine Versicherungsleistungen erbringen könne, da jene gemäss
kreisärztlicher Einschätzung nicht mehr wahrscheinlich als Folge des Unfalls vom 24.
Februar 2012 angesehen werden könnten (UV-act. 79).
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B.
B.a Der Versicherte erhob am 1. Mai 2014 durch seinen Rechtsvertreter, Rechtsanwalt
L. R. Rossi, St. Gallen, Einsprache und stellte Antrag auf eine Rente (UV-act. 80). Am
10. Juni 2014 reichte der Rechtsvertreter nach erstreckter Frist und Erhalt der Suva-
Akten die Begründung nach (UV-act. 81 und 83).
B.b Die Suva holte daraufhin von Dr. M._ eine ausführliche Beurteilung der
Unfallkausalität ein (UV-act. 88). Mit Entscheid vom 7. Oktober 2014 wies sie die
Einsprache ab und verneinte einen Rentenanspruch (UV-act. 89).
C.
C.a Gegen diesen Einspracheentscheid erhob der Versicherte (nachfolgend:
Beschwerdeführer) durch seinen Rechtsvertreter am 10. November 2014 Beschwerde.
Dieser beantragte, der Einspracheentscheid vom 7. Oktober 2014 sei aufzuheben und
es sei ihm eine "Suva-Rente" auszurichten. Zur Begründung brachte er vor, dass das
rechtliche Gehör verletzt worden sei, indem ihm die kreisärztliche Beurteilung erst mit
dem Einspracheentscheid zugestellt worden sei. So habe er vorgängig keine
Möglichkeit gehabt, dazu Stellung zu nehmen. Weiter machte er geltend, dass die von
Dr. M._ in seiner Beurteilung vom 23. September 2014 gezogene Schlussfolgerung,
es bestehe eine Rückfallkausalität zum Unfallereignis vom 29. Juli 1988, durch nichts
zu belegen und absolut unrichtig sei. Die Feststellung, dass dem Bericht des C._
vom 27. Februar 2012 keine Hinweise für eine Wirbelsäulenpathologie zu entnehmen
seien, lasse nicht den Schluss zu, dass die bestehenden Beeinträchtigungen auf den
Militärunfall vom 29. Juli 1988 zurückzuführen seien. Die von Dr. I._ aufgelisteten
Beeinträchtigungen hätten mit dem Militärunfall nichts zu tun. Der Beschwerdeführer
habe damals ein Schädelhirntrauma und somit keine Beeinträchtigung an Arm, Bein
und Fuss, respektive Wirbelsäule erlitten. Anders sei dies beim Verkehrsunfall vom 24.
Februar 2012 gewesen. Dr. M._ habe in keiner Art und Weise die verschiedenen
Ursachen auseinandergehalten. Die bestehenden Schmerzen seien einzig und allein auf
den Verkehrsunfall vom 24. Februar 2012 zurückzuführen. Aufgrund der bestehenden
Beeinträchtigungen sei der Beschwerdeführer ausserdem in seiner Erwerbstätigkeit
eingeschränkt. Jede Art von körperlicher Arbeit sei ihm verwehrt. Angesichts der
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dargelegten Ausgangslage sei ein externes medizinisches Gutachten zu veranlassen
(act. G 1). Am 18. November 2014 reichte der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers
eine Stellungnahme ein, in welcher Dr. I._ Auskunft zu verschiedenen Fragen des
Rechtsvertreters gab (act. G 3 und 3.1).
C.b Mit Beschwerdeantwort vom 15. Dezember 2014 beantragte die Suva
(nachfolgend: Beschwerdegegnerin), die Beschwerde sei abzuweisen. Der
Beschwerdeführer habe bereits deshalb keinen Anspruch auf eine Rente, weil er in
seinem angestammten Beruf seit dem 1. September 2012 zu 100% arbeitsfähig sei.
Die unfallbedingten Gesundheitsschäden am rechten Fuss und an der linken Hand
seien im März 2013 vollständig abgeheilt gewesen und hätten somit keinerlei
arbeitsbezogene Einschränkungen mehr bewirkt. Darüber hinaus stünden die
genannten Rückenbeschwerden nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in einem
natürlichen Kausalzusammenhang mit dem Unfall vom 24. Februar 2012. Die
diesbezüglichen Ausführungen von Dr. M._ seien schlüssig, nachvollziehbar
begründet und in sich widerspruchsfrei. Aus dem am 18. November 2014 eingereichten
Schreiben von Dr. I._ könne nichts zu Gunsten des Beschwerdeführers abgeleitet
werden. Darin sei ebenfalls die volle Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers ab dem 1.
September 2012 bestätigt worden und die Frage der Unfallkausalität sei nicht beurteilt
worden. Dem Rechtsvertreter seien nach Eingang der Einsprache vom 1. Mai 2014
sämtliche Unfallakten zugestellt worden. Somit habe dieser auch Kenntnis der
kreisärztlichen Kurzbeurteilungen gehabt, wodurch die Gelegenheit, im
Einspracheverfahren dazu Stellung zu nehmen, gewahrt gewesen sei (act. G 5).
C.c Am 27. Januar 2015 replizierte der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, dass
er vor dem Unfall vom 24. Februar 2012 nicht nur als Geschäftsführer, sondern auch
als N._ auf der Baustelle tätig gewesen sei. Die Beschwerdegegnerin habe jedoch
lediglich die Tätigkeit als Geschäftsführer als angestammten Beruf betrachtet, obwohl
die Tätigkeit als N._ ebenfalls als solcher zu gelten habe. Aufgrund der HWS- und
LWS-Beschwerden sei der Beschwerdeführer in seinem angestammten Beruf als
Geschäftsführer und N._ nicht mehr zu 100% arbeitsfähig.
C.d Die Beschwerdegegnerin entgegnete mit Duplik vom 27. Februar 2015, die
Behauptung, der Beschwerdeführer sei vor dem Unfall nicht bloss als Geschäftsführer,
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sondern auch auf Baustellen als N._ tätig gewesen, sei falsch. In der Unfallmeldung
vom 5. März 2012 habe er "Geschäftsführer" als ausgeübten Beruf angegeben und
seine Zugehörigkeit zum Kader erwähnt. Später habe er gegenüber der
Beschwerdegegnerin zu Protokoll gegeben, dass er Geschäftsführer der B._AG sei
und als solcher im Verkauf, in der Beratung, bei Ausmessungen und im Handel tätig
sei. Er habe zudem bestätigt, dass er seine Arbeit trotz der vorhandenen Beschwerden
(mit Mühe) verrichten könne. Als angestammte Tätigkeit könne somit ausschliesslich
die Funktion eines Geschäftsführers betrachtet werden. Diese Tätigkeit könne er seit
dem 3. September 2012 unbestrittenermassen zu 100% ausüben. Folgerichtig habe
der Beschwerdeführer auch nicht gegen die Einstellung der Taggeldleistungen per 3.
September 2012 opponiert. Es bleibe dabei, dass die Rückenprobleme des
Beschwerdeführers nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in einem natürlichen
Kausalzusammenhang mit dem Unfall vom 24. Februar 2012 stünden. Der
Beschwerdeführer habe aus den Unfällen vom 29. Juli 1988 und 24. Februar 2012 auch
keine Verletzungen erlitten, aus welchen indirekt die noch geklagten Beschwerden
folgten (act. G 9).

Erwägungen
1.
Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet der Einspracheentscheid
vom 7. Oktober 2014 (UV-act. 89). Diesem liegt die Verfügung vom 11. April 2014 zu
Grunde (UV-act. 79). Die Beschwerdegegnerin stellte darin fest, dass die vom
Beschwerdeführer geklagten HWS- und LWS-Beschwerden nicht mehr überwiegend
wahrscheinlich als Folge des Unfalls vom 24. Februar 2012 gesehen werden könnten.
Auch müsse ein Zusammenhang mit dem Militärunfall vom 29. Juli 1988 verneint
werden. Der Beschwerdeführer hatte seine Arbeit am 1. September 2012 wieder zu
100% aufgenommen, weshalb die Beschwerdegegnerin nur noch Heilkostenleistungen
und keine Taggeldleistungen mehr erbracht hatte (vgl. UV-act. 60, 62). In der Verfügung
verwies die Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführer also mangels Vorliegens
unfallkausaler Gesundheitsschäden hinsichtlich Heilbehandlungskostenleistungen an
den Krankenversicherer. Der Grundfall wurde damit verfügungsweise abgeschlossen.
Die Beschwerdegegnerin prüfte sodann insbesondere den Anspruch des
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Beschwerdeführers auf eine Rente, lehnte diesen jedoch ab. Dies brachte sie zum
Ausdruck, indem sie festhielt, für die fraglichen Beschwerden keine
Versicherungsleistungen mehr erbringen zu können. Die Abweisung eines
Leistungsanspruchs des Beschwerdeführers hinsichtlich weiterer Leistungsarten wurde
gleichfalls mit der Verneinung der Kausalität zwischen den geklagten Beschwerden und
dem Unfallereignis vom 24. Februar 2012 begründet. Wie in der Beschwerde vom 10.
November 2014 (act. G 1) hat der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers bereits in der
Einsprache vom 1. Mai 2014 (UV-act. 80) nur einen Antrag auf eine „Suva-Rente“
gestellt. Betreffend Einstellung der Heilbehandlungskostenleistungen ist die Verfügung
vom 11. April 2014 mithin in (Teil-)Rechtskraft erwachsen. Entsprechend hat die
Beschwerdegegnerin im angefochtenen Einspracheentscheid (nur noch) festgestellt,
dass kein Anspruch auf eine Rente bestehe (vgl. UV-act. 89, Erwägung 3, letzter
Satz).
2. In formeller Hinsicht ist strittig, ob das rechtliche Gehör des Beschwerdeführers
verletzt wurde.
2.1 Gemäss Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen
Eidgenossenschaft (BV; SR 101) haben Parteien Anspruch auf rechtliches Gehör. Das
rechtliche Gehör dient einerseits der Sachaufklärung, andererseits stellt es ein
persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht beim Erlass eines Entscheids dar, welcher
in die Rechtsstellung einer Person eingreift. Dazu gehört insbesondere deren Recht,
sich vor Erlass des in ihre Rechtsstellung eingreifenden Entscheids zur Sache zu
äussern, erhebliche Beweise beizubringen, Einsicht in Akten zu nehmen, mit
erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden und an der Erhebung wesentlicher
Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern,
wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen (BGE 132 V 370 f. E. 3.1, 129
II 504 E. 2.2, 127 I 56 E. 2b, je mit Hinweisen). Für den Bereich der
Sozialversicherungen regelt Art. 42 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) den Anspruch der Parteien auf rechtliches
Gehör. Danach müssen die Parteien jedoch nicht angehört werden vor Verfügungen,
die durch Einsprache anfechtbar sind. Spätestens im Einspracheverfahren hat die
Verwaltung aber die allgemeinen Grundsätze des rechtlichen Gehörs zu wahren und
folglich der versicherten Person oder ihrem Vertreter Einsicht in die Akten zu gewähren,
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auf deren Grundlage sie den Einspracheentscheid abstützt (BGE 132 V 389 E. 4.1 mit
Hinweis). Nach Art. 47 Abs. 1 lit. b ATSG steht das Recht auf Akteneinsicht den
Parteien für die Daten zu, die sie benötigen, um einen Anspruch oder eine Verpflichtung
nach einem Sozialversicherungsgesetz zu wahren oder zu erfüllen oder um ein
Rechtsmittel gegen eine auf Grund desselben Gesetzes erlassene Verfügung geltend
zu machen, sofern überwiegende Privatinteressen gewahrt bleiben.
2.2 Wie das Versicherungsgericht bereits in früheren Entscheiden befand (vgl.
diesbezüglich das Urteil vom 6. April 2011, IV 2009/280, bestätigt durch Urteil des
Bundesgerichts [bis 31. Dezember 2006 Eidgenössisches Versicherungsgericht, EVG]
vom 5. August 2011, 9C_436/2011), verschafft das rechtliche Gehör einen Anspruch
darauf, sich zu den tatsächlichen Fragen äussern zu können. Die Sachverhalts- bzw.
Beweiswürdigung gehört indes nicht zur Sachverhaltsermittlung, sondern zur
Rechtsanwendung. Wie der Beweiswert eines medizinischen Aktenstücks
einzuschätzen ist, stellt demnach eine Frage rechtlicher Natur dar. Dient die
Stellungnahme des versicherungsmedizinischen Dienstes nur dazu, dem mit der
Sachverhaltswürdigung betrauten Sachbearbeiter zu helfen, indem diesem
medizinisches Fachwissen zur Verfügung gestellt wird, findet keine Ergänzung des
Sachverhalts statt. Eine solche erfolgt lediglich dann, wenn die Stellungnahme des
versicherungsmedizinischen Dienstes eine neue medizinische Erkenntnis, die weder
den bisherigen Akten noch allfälligen von der versicherten Person eingereichten neuen
Arztzeugnissen entnommen werden kann, enthält. In diesem Fall besteht ein Anspruch
auf die Gewährung des rechtlichen Gehörs. Hingegen lässt die reine Mitwirkung bei der
Würdigung der medizinischen Beweismittel keinen Anspruch auf rechtliches Gehör
entstehen (vgl. E. 1.1 des genannten kantonalen Entscheids).
2.3 Der Beschwerdeführer macht geltend, sein rechtliches Gehör sei dadurch verletzt
worden, dass ihm die kreisärztliche Beurteilung vom 23. September 2014 (UV-act. 88)
erst mit dem Einspracheentscheid zugestellt worden sei (act. G 1). Kreisarzt Dr. M._
hatte vor seiner Beurteilung bereits zwei interne Stellungnahmen bezüglich der
Kausalität abgegeben (UV-act. 74 und 78). Diese Akten wurden dem Beschwerdeführer
vor dem Einspracheentscheid zugestellt (UV-act. 81). Dr. M._ hat in seiner
Beurteilung vom 23. September 2014 keine neuen medizinischen Erkenntnisse
dargelegt, sondern lediglich den Sachverhalt gewürdigt, indem er die medizinischen
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Akten konsultiert und beurteilt hat. Das Dokument enthielt somit keine medizinischen
Informationen, die dem Beschwerdeführer nicht schon vorher zugänglich gewesen
waren. Auch die Beurteilung durch Dr. M._ war dem Beschwerdeführer dem
Grundsatz nach bekannt gewesen. Dadurch, dass die Beschwerdegegnerin ihm das
Dokument erst mit dem Einspracheentscheid zugestellt hatte, hat sie sein rechtliches
Gehör nicht verletzt.
3.
3.1 Materiell-rechtlich gilt es nachfolgend zunächst die Verneinung der Kausalität
zwischen den geklagten Beschwerden und dem Unfallereignis vom 24. Februar 2012
im Zeitpunkt des Fallabschlusses bzw. im Verfügungszeitpunkt zu prüfen. Nur bei
Bejahung der Kausalität bzw. des Vorliegens unfallkausaler Gesundheitsschäden wäre
im Weiteren zu prüfen, ob dem Beschwerdeführer insbesondere eine Invalidenrente
zuzusprechen wäre und ob die Akten überhaupt eine genügende Beweislage für eine
Abweisung des Rentenanspruchs liefern. Unbestritten ist von Seiten des
Beschwerdeführers, dass die beim Unfall vom 24. Februar 2012 erlittenen Verletzungen
am rechten und linken OSG und linken Handgelenk verheilt sind (vgl. dazu UV-act. 57,
60, 68).
3.2 Die Beschwerdegegnerin legte im angefochtenen Einspracheentscheid vom
11. März 2013 die rechtliche Voraussetzung des für eine Leistungspflicht des Unfallver
sicherers erforderlichen natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen
Unfall und in dessen Folge eingetretener Gesundheitsschädigung (Art. 6 Abs. 1 des
Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]) zutreffend dar. Darauf
wird verwiesen (UV-act. 89). Aufgabe des Arztes ist es, den natürlichen
Kausalzusammenhang zu beurteilen, während es dem Gericht obliegt, die Frage nach
dem adäquaten Kausalzusammenhang zu beantworten (BGE 123 III 110, 112 V 30;
PVG 1984 Nr. 82, 174). Bei physischen Unfallfolgen spielt indessen die Adäquanz als
rechtliche Eingrenzung der aus dem natürlichen Kausalzusammenhang sich
ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine Rolle (BGE 117 V 364 mit
Hinweisen; SVR 2000 Nr. 14 S. 45).
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3.3 Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch
die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der
Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen
Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und
ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Fachperson begründet und
nachvollziehbar sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit
weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder
in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen
Inhalt (BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen). Den Berichten
versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte kann rechtsprechungsgemäss gleichfalls
Beweiswert beigemessen werden, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar
begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre
Zuverlässigkeit bestehen (BGE 135 V 467 ff. E. 4 und BGE 125 V 353 f. E. 3b/ee, je mit
Hinweisen).
3.4 Erachtet das Versicherungsgericht die rechtserheblichen tatsächlichen
Entscheidgrundlagen bei pflichtgemässer Beweiswürdigung als schlüssig, darf es den
Prozess ohne Weiterungen - insbesondere ohne Anordnung eines Gerichtsgutachtens -
abschliessen (vgl. BGE 135 V 469 E. 4.3.2 mit Hinweisen). Bestehen jedoch auch nur
geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit von Stellungnahmen
versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte, sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen
(BGE 135 V 471 E. 4.7).
4.
4.1 Für die Annahme unfallkausaler somatischer Restfolgen wird grundsätzlich eine
strukturelle Läsion bzw. eine schlecht verheilte strukturelle Läsion als objektivierbares
Korrelat verlangt. Objektivierbar sind Untersuchungsergebnisse, die reproduzierbar und
von der Person des Untersuchenden und den Angaben des Patienten unabhängig sind.
Eine manuelle ärztliche Untersuchung fördert klinische, nicht aber objektivierbare
organisch-strukturelle Ergebnisse zu Tage. Würde auf Ergebnisse klinischer
Untersuchungen abgestellt, so würde fast in allen Fällen ein organisches Substrat
namhaft gemacht. Folglich kann von objektiv ausgewiesenen organisch-strukturellen
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Unfallfolgen erst dann gesprochen werden, wenn die erhobenen Befunde mit
apparativen/bildgebenden Abklärungen bestätigt werden und die dabei angewendeten
Untersuchungsmethoden wissenschaftlich anerkannt sind (vgl. BGE 134 V 121 E. 9,
134 V 232 E. 5.1 mit Hinweisen, 117 V 363 E. 5d/aa; SVR 2007 UV Nr. 25 S. 81 E. 5.4
mit Hinweisen [U 479/05]; Urteil des Bundesgerichts vom 7. August 2008,
8C_806/2007, E. 8.2 mit zahlreichen Hinweisen).
4.2 Der Beschwerdeführer klagt über persistierende Nackenschmerzen, Kopf- und
Rückenschmerzen. Echtzeitlich wurde zunächst am 24. Februar 2012 eine
Röntgenuntersuchung der HWS im Institut für Radiologie des C._ durchgeführt,
welche keinen frischen Frakturnachweis ergab (UV-act. 63). Aufgrund des
persistierenden Beschwerdebildes (vgl. UV-act. 68) folgten sodann auf Veranlassung
von Dr. I._ MRT-Untersuchungen der LWS und der HWS im Röntgeninstitut K._.
Dessen Dr. J._ hielt bezüglich der LWS am 17. Dezember 2013 folgenden Befund
fest: keine Fraktur nachgewiesen; vermutete lumbosakrale Übergangsvariante;
aktivierte Osteochondrose L2/3, L3/4 und L4/5; leichte fokale Gefügestörung L5/S1;
mässige foraminale Einengung L5 und S1 beidseits; breitbasige linksbetonte
Diskushernie L2/3 sowie kleinvolumige breitbasige Diskushernie L4/5; höhergradige
Osteochondrose mit begleitender Spondylose; breitbasige Diskushernie L5/S1;
Neurokompression zentral nicht nachweisbar; Spondylarthrosen der kaudalen LWS,
aktiviert im Niveau L5/S1 links. In seiner Beurteilung verwies Dr. J._ auf „obgenannte
multisegmentale komplexe, teils aktivierte degenerative Veränderungen“ (UV-act. 68).
Die MRT-Untersuchung der HWS brachte laut Untersuchungsbericht von Dr. L._ vom
5. Februar 2014 Diskushernien und aktivierte Osteochondrosen HWK 3/4 bis 5/6, eine
leichtgradige Gefügestörung HWK 3/4 und 4/5, discoossäre foraminale Stenosen
dieser drei Segmente mit Punctum maximum HWK 5/6 links, eine leichtgradige
Einengung des Spinalkanals sowie eine mittel- bis höhergradige ossäre foraminale
Stenose HWK 6/7 rechts zur Darstellung. Dr. L._ stellte fest, dass ein Teil der
degenerativen Veränderungen traumatisch bedingt sein könne (UV- act. 72).
4.3 Beim Beschwerdeführer sind damit im Bereich der LWS und HWS zweifelsohne
verschiedene organische Substrate ausgewiesen, die grundsätzlich als Ursache der
geklagten Schmerzen im Bereich der LWS und HWS in Erwägung zu ziehen sind (vgl.
dazu Alfred M. Debrunner, Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. Bern 2002, S.
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586, 848 ff., 880 f., Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch, 266. Aufl. Berlin 2014, S. 175,
S. 232 zu „Bandscheibenvorfall“, S. 1557). Zu prüfen ist daher im Folgenden, inwieweit
sie durch den Unfall vom 24. Februar 2012 verursacht wurden oder inwieweit der Unfall
auf sie eingewirkt hat. In Frage kommt eine durch den Unfall verursachte organische
Gesundheitsschädigung, eine richtunggebende Verschlimmerung eines degenerativen
Vorzustands oder ein durch den Unfall lediglich ausgelöster (nicht verursachter) oder
vorübergehend verschlimmerter degenerativer Vorzustand. Beim Unfall als
Auslösefaktor interessiert im Weiteren die Frage, ob der Beschwerdeschub noch
andauert bzw. bis zu welchem Zeitpunkt er angedauert hat (vgl. dazu RKUV 2000 Nr. U
378 S. 190 und Nr. U 379 S. 192).
4.4
4.4.1 Wie das EVG in seiner Rechtsprechung festhielt, entspricht es einer
medizinischen Erfahrungstatsache im Bereich des Unfallversicherungsrechts, dass
Diskushernien in aller Regel degenerative Erkrankungen darstellen. Ein
Bandscheibenvorfall kann nur dann als weitgehend durch eine äussere Einwirkung
entstanden betrachtet werden, wenn die dabei wirkende Kraft ausserordentlich hoch,
der Unfall mithin geeignet war, eine prätraumatisch vollständig unauffällige
Bandscheibe zu zerreissen. Die Annahme einer ausnahmsweisen Unfallkausalität setzt
ausserdem voraus, dass die Symptome der Diskushernie (vertrebrales oder radikuläres
Syndrom) unmittelbar nach dem Unfall auftreten (RKUV 2000 Nr. U 379 S. 192, 193 E.
2a mit Hinweisen; Urteile des EVG vom 3. Oktober 2005, U 163/05, E. 3.1, und vom 18.
Februar 2002, U 459/00, E. 3b; Medizinische Mitteilungen der Suva Nr. 68, S. 17). Die
Voraussetzungen für eine unfallkausale Diskushernie sind vorliegend nicht überwiegend
wahrscheinlich erfüllt. Von LWS- und HWS-Beschwerden bzw. von Symptomen der
Diskushernie war in den echtzeitlichen medizinischen Akten noch keine Rede.
Insbesondere liessen sich im Bereich der LWS und HWS keine Druckdolenzen erheben
und die HWS war frei beweglich (vgl. UV-act. 23 f.). Anlässlich der polizeilichen
Einvernahme vom 29. Februar 2012 berichtete der Beschwerdeführer sodann zwar
über Schmerzen vom Nacken bis ins Kreuz (UV-act. 14/21). In den medizinischen
Akten sind jedoch zunehmende cervicale Beschwerden erstmals im ärztlichen
Zwischenbericht von Dr. I._ vom 19. März 2012 vermerkt (UV-act. 11). Von
vermehrten LWS-Beschwerden bzw. Kreuzschmerzen spricht Dr. I._ sogar erst in
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seinen ärztlichen Zwischenberichten vom 9. Oktober 2013 (UV-act. 60). Auf seine
Zuweisung hat am 17. Dezember 2013 die MRT-Untersuchung der LWS durch Dr.
J._ stattgefunden hat (UV-act. 68). Trotzallem hatte jedoch der Beschwerdeführer ab
dem 1. September 2012 wieder eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit erreicht (UV-act. 50 ff.,
57 ff.). Der dargelegte Sachverhalt spricht gegen das unmittelbare Auftreten von
Symptomen einer Diskushernie. Die Radiologen Dr. J._ und Dr. L._ sprachen in
ihren Berichten auch ausdrücklich und uneingeschränkt von degenerativen
Veränderungen. Auf somatisch-strukturelle Unfallfolgen wurde nicht hingewiesen. Die
Aussage von Dr. L._, ein Teil der degenerativen Veränderungen könne traumatisch
bedingt sein, kann abgesehen davon, dass sie lediglich eine Möglichkeit aufzeigt,
zumindest nicht als Befund einer eigentlich unfallbedingten Diskushernie verstanden
werden. Von ihr kann höchstens abgeleitet werden, dass der Unfall gewisse
Auswirkungen auf die erhobenen Degenerationen hatte (vgl. dazu nachfolgende
Erwägung 4.5). Bei der Spondylarthrose und der Osteochondrose handelt es sich
ebenfalls um häufige degenerative, also nicht traumatisch bedingte, Veränderungen an
der Wirbelsäule, die gerade Folge- oder Begleiterscheinung einer Diskushernie bilden
können (vgl. dazu Alfred M. Debrunner, a.a.O., S. 852 ff.; Pschyrembel, a.a.O., S. 1557,
1998). Der Umstand, dass der Beschwerdeführer sowohl im Bereich der LWS als auch
der HWS in verschiedenen Segmenten Gesundheitsschädigungen aufweist, stützt das
Bild einer umfassenden degenerativen und nicht traumatisch bedingten Situation
zusätzlich. Entsprechend sprach Dr. J._ hinsichtlich der LWS von multisegmentalen,
komplexen, degenerativen Veränderungen (UV-act. 68). Damit steht mit dem im
Sozialversicherungsrecht geforderten Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit fest, dass beim Beschwerdeführer eine durch den Unfall vom 24.
Februar 2012 verursachte neue, bleibende Gesundheitsschädigung im Sinn einer
strukturellen Veränderung auszuschliessen ist.
4.4.2 Ebenfalls auszuschliessen ist im Fall des Beschwerdeführers eine
richtunggebende, mithin dauernde, unfallbedingte Verschlimmerung seiner
degenerativen Gesundheitsschäden im Bereich der LWS und HWS. Es ist eine
medizinische Erfahrungstatsache, dass eine solche Verschlimmerung nur dann als
erwiesen gelten kann, wenn die Radioskopie ein plötzliches Zusammensinken der
Wirbel und das Auftreten bzw. die Vergrösserung von Randzacken nach einem Trauma
aufzeigt (E. Morscher, in: Baur/Nigst [Hrsg.], Versicherungsmedizin, 2. Aufl. Bern 1985,
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S. 191). Die medizinischen Akten enthalten keine Hinweise darauf, dass sich der
degenerative Zustand der HWS oder der LWS im Zeitpunkt des Unfalls vom
24. Februar 2012 massiv verändert hätte. Das Vorliegen einer richtunggebenden
Verschlimmerung einer degenerativen Erkrankung wird nirgends diskutiert. Vielmehr
sprach Dr. J._ hinsichtlich der LWS von teils aktivierten degenerativen
Veränderungen. Eine auf die Wirbelsäule wirkende Kraft kann zwar ohne Weiteres eine
bisher stumme, vorbestehende Spondylarthrose oder andere
Wirbelsäulenerkrankungen symptomatisch machen. Dabei handelt es sich aber
meistens nur um eine vorübergehende Verschlimmerung (Debrunner/Ramseier, Die
Begutachtung von Rückenschäden, Bern 1990, S. 5). Hinweise dafür, dass vorliegend
von einem anderen Verlauf auszugehen wäre, finden sich in den Akten keine. Die von
Dr. I._ in den ärztlichen Zwischenberichten vom 19. März und 9. Oktober 2013 sowie
in der Stellungnahme vom 12. November 2014 gestellten Diagnosen eines
posttraumatischen Cervicalsyndroms sowie eines posttraumatischen lumbo-
vertebralen Syndroms (UV-act. 57, 60, act. G 3.1) vermögen jedenfalls keine
unfallkausalen Restfolgen zu begründen. Das Vorliegen von Schmerzsyndromen
bedeutet keinesfalls automatisch auch das Vorliegen unfallkausaler struktureller
Gesundheitsschädigungen. Laut Roche Lexikon Medizin (5. Aufl. München 2003, S.
1791) handelt es sich bei einem Syndrom um ein sich stets mit etwa den gleichen
Krankheitszeichen, d.h. einer Symptomatik mit weitgehend identischem
„Symptommuster“ manifestierendes Krankheitsbild mit unbekannter, vieldeutiger,
durch vielfältige Ursachen - eben auch degenerativer Ursachen - bedingter oder nur
teilweise bekannter Ätiogenese. Gerade ein Lumbovertebral- sowie Cervicalsyndrom
sind typisch für die im Regelfall degenerativ bedingte Diskushernie bzw. die beim
Beschwerdeführer weiteren erhobenen Degenerationen (vgl. dazu Alfred M. Debrunner,
a.a.O., S. 800, 860 f.; Roche Lexikon Medizin, a.a.O., S. 948 f. zu „Ischiassyndrom“, S.
2004; Pschyrembel, a.a.O., S. 2319 zu „Zervikobrachialsyndrom“). Mit dem Begriff
„posttraumatisch“ wird sodann einzig eine zeitliche Einordnung - die Syndrome traten
zeitlich betrachtet nach dem Unfall vom 24. Februar 2012 auf - vorgenommen. Der
zeitliche Aspekt besitzt jedoch keine wissenschaftlich genügende Erklärungskraft.
Andernfalls würde man sich mit dem blossen Anschein des Beweises bzw. mit der
blossen Möglichkeit begnügen und davon ausgehen, dass eine gesundheitliche
Schädigung schon dann durch den Unfall verursacht sei, wenn sie nach diesem auftrat
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(U. Kieser, ATSG-Kommentar, 2. Aufl. Zürich 2009, N 43 f. zu Art. 4; A. Maurer,
Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl. Bern 1989, S. 460 N 1205 [=
Beweisführung nach der Formel „post hoc ergo propter hoc“]; SVR 2009 UV Nr. 13
[8C_590/2007], S. 52, E. 7.2.4 mit weiteren Hinweisen; BGE 119 V 340 E. 2b/bb). Es ist
folglich davon auszugehen, dass beim Beschwerdeführer nach dem Unfall einzig
unveränderte degenerative Vorzustände ausgewiesen waren.
4.4.3 Angesichts der Ausführungen in den Erwägungen 4.4.1 f. verneinte Dr. M._ in
seiner ärztlichen Beurteilung vom 23. September 2014 (UV-act. 88) das Vorliegen einer
unfallbedingten Wirbelsäulenpathologie schlüssig und überzeugend. Gestützt auf die
Anamnese bzw. die Ergebnisse der im konkreten Fall durchgeführten persönlichen
ärztlichen, insbesondere radiologischen Untersuchungen, nimmt er die für die
Beurteilung der Unfallkausalität massgebenden Gegebenheiten - fehlende Hinweise für
eine Wirbelsäulenpathologie in den Echtzeitakten bzw. zeitlicher Verlauf hinsichtlich
Auftreten von LWS- und HWS-Beschwerden sowie Ergebnis der radiologischen
Untersuchungen mit Beleg degenerativer Veränderungen - auf. Es bestehen keine
Indizien, welche gegen die Zuverlässigkeit der kreisärztlichen Beurteilung sprechen
würden. Der Umstand, dass Dr. M._ seine Beurteilung ausschliesslich aufgrund der
Akten abgegeben und den Beschwerdeführer nicht selbst untersucht hat, steht dem
Beweiswert seiner Beurteilung nicht entgegen (vgl. dazu PVG 1996, 267 E. 3b; RKUV
1988 Nr. U 56 S. 371). Zusammenfassend ist mithin festzuhalten, dass der
Beschwerdeführer mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit weder
eine klar ausgewiesene neue, bleibende Gesundheitsschädigung im Sinn einer
strukturellen Veränderung noch eine richtunggebende Verschlimmerung eines
degenerativen Vorzustands erlitten hat.
4.5 Wie bereits angedeutet, kann ein Vorzustand durch einen Unfall ausserdem
ausgelöst oder vorübergehend verschlimmert werden. In diesem Fall übernimmt die
Unfallversicherung jedoch lediglich den durch das Unfallereignis ausgelösten
Beschwerdeschub (RKUV 2000 Nr. U 379 S. 193 E. 2a mit Hinweisen). Die
Beschwerdegegnerin hat im Zeitpunkt der Verfügung vom 11. April 2014, d.h. rund
zwei Jahre nach dem Unfall vom 24. Februar 2012, eine Unfallkausalität der geklagten
LWS- und HWS-Beschwerden verneint. Es entspricht einer medizinischen
Erfahrungstatsache, dass Prellungen, Verstauchungen oder Zerrungen der Wirbelsäule
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ohne strukturelle Läsionen normalerweise innert kurzer Zeit - in der Regel innerhalb von
sechs Monaten, spätestens innerhalb eines Zeitraums von einem Jahr (bei
degenerativen Veränderungen) - folgenlos abheilen und die damit verbundenen
Beschwerden sich gänzlich zurückbilden. Insofern zeichnet sich eine vorübergehende
Verschlimmerung eines Vorzustands im Bereich der Wirbelsäule im Regelfall durch eine
stetige Besserung des unfallkausalen Beschwerdeanteils aus (vgl. dazu Bär/Kiener,
Prellung, Verstauchung oder Zerrung der Wirbelsäule, Medizinische Mitteilungen der
Suva Nr. 67, S. 45). Nachdem der Beschwerdeführer nach einer zu Beginn
bestehenden 100%-igen Arbeitsunfähigkeit seine Arbeitsfähigkeit in der Folgezeit stetig
erhöhen konnte, bis er schliesslich am 1. September 2012 wieder zu 100% arbeitsfähig
war, ist gerade im konkreten Fall von einem solchen Heilverlauf auszugehen (UV-act.
18, 30, 33 f., 50 ff, 56 ff.). Auch hier lässt sodann der Umstand, dass die LWS- sowie
HWS-Beschwerden zeitlich verzögert auftraten, zumindest an einer längerdauernden
Unfallkausalität zweifeln (vgl. dazu Erwägung 4.4.1). Dass unfallbedingt mit einer
gewissen Latenzzeit plötzlich eine massgebende Verschlimmerung der Beschwerden
bzw. eine Ausweitung der Beschwerdesymptomatik auftritt, ist nicht anzunehmen. Die
Verneinung unfallkausaler (Rest-)Folgen bedingt schliesslich keine Beschwerdefreiheit.
Entscheidend ist allein, ob der durch den Unfall ausgelöste Beschwerdeschub seine
kausale Bedeutung verloren hat (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 329 E. 3b). Diesfalls können
anhaltende Beschwerden mit unfallfremden Befunden, beispielsweise degenerativer
Art, erklärt werden. Auf Grund des Gesagten ist nach Massgabe der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit im Zeitpunkt des Fallabschlusses nicht mehr vom Vorliegen von
Verletzungsfolgen im Bereich der LWS und HWS als Ursache der diesbezüglichen
Beschwerden auszugehen. Die Beschwerden sind somatisch nicht mehr oder
bestenfalls mit den nicht unfallbedingten Befunden degenerativer Art erklärbar. An
dieser Beurteilung vermag die Aussage von Dr. O._ in der Stellungnahme vom 12.
November 2014 - die jetzigen Nacken-, Kreuz- und Kopfschmerzen hätten sich erst
nach dem Unfall gezeigt - nichts zu ändern (vgl. act. G 3.1). Der besagte Umstand
bildet einen rein zeitlichen Aspekt, der - wie gesagt - nicht als Beweis dafür betrachtet
werden kann, dass die geklagten Schmerzen durch den Unfall verursacht worden sind
(vgl. dazu Erwägungen „posttraumatisch“ 4.4.2).
5.
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5.1 Nach den Ergebnissen der medizinischen Forschung ist nun aber bekannt, dass
bei Schleudertraumaverletzungen sowie äquivalenten Verletzungen wie Distorsionen
der HWS sowie Schädelhirntraumen (vgl. Urteil des EVG vom 17. August 2004, U
243/03; RKUV 2000 Nr. U 395 S. 316 E. 3; BGE 117 V 369) auch ohne nachweisbare
pathologische bzw. organische Befunde noch Jahre nach dem Unfall funktionelle
Ausfälle verschiedenster Art, unter anderem Nackenschmerzen oder - wie vom
Beschwerdeführer auch geklagt - Kopfschmerzen auftreten können. Der Umstand,
dass die für ein Schleudertrauma oder eine äquivalente Verletzung typischen
Beschwerden nicht mit entsprechenden Untersuchungsmethoden (Röntgen,
Computertomogramm, EEG) objektivierbar sind, rechtfertigt für sich allein nicht, die
diesbezüglichen Beschwerden in Abrede zu stellen (BGE 117 V 359 E. 5d/aa). Ist ein
Schleudertrauma oder eine dem Schleudertrauma äquivalente Verletzung diagnostiziert
und liegt ein für diese Verletzung typisches Beschwerdebild mit einer Häufung von
Beschwerden wie diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und
Gedächtnisstörungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit und Visusstörungen, Reizbarkeit,
Affektlabilität, Depression, Wesensveränderung usw. vor, so ist der natürliche
Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und der danach eingetretenen Arbeits-
und Erwerbsunfähigkeit in der Regel anzunehmen (BGE 117 V 359 E. 4b; vgl. auch
BGE 117 V 369 E. 3e).
5.2 Angesichts des Unfallmechanismus (Frontalkollision) und der von den Ärzten
echtzeitlich gestellten Diagnose „RQW frontoparietal“ (vgl. UV-act. 23) sowie den
beklagten Kopf- und Nackenschmerzen erscheint es zumindest denkbar, dass der
Beschwerdeführer beim Unfall vom 24. Februar 2012 eine HWS-Distorsion und/oder
eher ein Schädelhirntrauma erlitten haben könnte.
5.3 Das Vorliegen einer Schädelkontusion bzw. Gehirnerschütterung oder
Commotio cerebri rechtfertigt die analoge Anwendung der Schleudertrauma-Praxis,
wenn die erlittene Hirnerschütterung mindestens im Grenzbereich zwischen einer
Commotio und Contusio cerebri liegt. Leichte Hirnerschütterungen hingegen reichen
hierfür nicht aus (Urteil des EVG vom 6. Mai 2003, U 6/03). In sämtlichen medizinischen
Akten, insbesondere den echtzeitlichen, wurde kein Schädelhirntrauma oder eine
äquivalente Verletzung diagnostiziert. Eine Commotioüberwachung hat zwar
stattgefunden, diese hat jedoch offensichtlich keine auffälligen Befunde ergeben (UV-
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act. 24). Aktenkundig ist insbesondere auch nicht, dass im Rahmen der
Erstuntersuchung eine Befunderhebung entsprechend der Glasgow-Coma-Skala (GCS)
stattgefunden hätte (vgl. dazu Pschyrembel, a.a.O., S. 260 zu „Bewusstseinsstörung“,
S. 407 zu „Commotio cerebri, S. 1839 zu „Schädelhirntrauma“; Trenzt/Bühren,
Checkliste Traumatologie, Stuttgart/New York 2001, S. 123, Urteil des EVG vom 13.
Juni 2005, U 276/04, E. 2.2.1). Eine Bewusstlosigkeit hat der Beschwerdeführer zudem
nicht erlitten. Abgesehen davon, dass bei Kopf- und Nackenschmerzen nicht von einer
Häufung von Beschwerden, sondern nur von einem begrenzten Beschwerdebild
gesprochen werden kann, erwähnte der Beschwerdeführer ausserdem die in Frage
stehenden Beschwerden (Kopf- und Nackenschmerzen) erst in der polizeilichen
Einvernahme vom 29. Februar 2012 und somit nach Ablauf der erforderlichen
Latenzzeit von 72 Stunden (vgl. UV-act. 14; Urteil des Bundesgerichts vom 5. Januar
2009, 8C_413/2008 E 5.2 mit zahlreichen Hinweisen). Im Übrigen beschreibt er die
Kopfschmerzen vor allem als sekundäre Beschwerden der Nackenschmerzen (vgl. UV-
act. 50, 68/1), womit ihnen - obwohl sie das typische Symptom eines
Schädelhirntraumas darstellen - ohnehin kein eigenständiger Charakter zuzukommen
scheint und sich die Vielfalt des Beschwerdebildes nochmals reduziert. Dies alles
deutet darauf hin, dass höchstens von einer leichten Gehirnerschütterung
ausgegangen werden kann. Zusammenfassend ist mithin festzuhalten, dass keine
Hinweise für eine durch den Unfall vom 24. Februar 2012 überwiegend wahrscheinlich
verursachte schleudertraumaähnliche Verletzung vorliegen, schon gar nicht für eine
solche mit Langzeitfolgen. Aufgrund der Aktenlage lassen sich schliesslich auch nicht
mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit Restfolgen aus einer -
aufgrund des Unfallgeschehens von vornherein eher unwahrscheinlichen - HWS-
Distorsion ableiten. Auch diesbezüglich würde es von Beginn weg an einer Häufung
schleudertraumatypischer Beschwerden und der erforderlichen Latenzzeit ihres
Auftretens mangeln. Grundsätzlich bleibt anzufügen, dass gerade Kopf- und
Nackenschmerzen mit vielfältigen unfallunabhängigen, insbesondere auch
degenerativen Einflüssen, erklärt werden können (vgl. dazu Alfred M. Debrunner,
a.a.O., S. 800; Roche Lexikon Medizin, a.a.O., S. 1040; Pschyrembel, a.a.O., S. 1126,
1330).
6.
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Die Beschwerdegegnerin verneinte sodann sowohl in der Verfügung vom 11. April 2014
(UV-act. 79) als auch im angefochtenen Einspracheentscheid vom 7. Oktober 2014
(UV-act. 89) das Vorliegen anhaltender Verletzungsfolgen im Bereich der LWS und
HWS im Zusammenhang mit dem Militärunfall vom 29. Juli 1988. Laut der von Dr.
M._ in der ärztlichen Beurteilung vom 23. September 2014 (UV-act. 88) bezüglich des
Militärunfalls dargelegten Anamnese erlitt der Beschwerdeführer damals Schädel- und
Thoraxverletzungen. Eine Verletzung der Wirbelsäule wurde hingegen nicht
dokumentiert. Letzteres lässt - wie von Dr. M._ überzeugend festgestellt - eine
nachfolgende sekundäre unfallkausale Veränderung der Wirbelsäule in Form einer
Degeneration, d.h. eine Rückfallkausalität, zum Vornherein ausser Betracht fallen.
Hinsichtlich der beim Militärunfall erlittenen Schädel-Basis-Fraktur sowie des Schädel-
Hirntraumas ist sodann von einer Heilung auszugehen, nachdem bis zum Unfall vom
24. Februar 2012 und damit während rund 20 Jahren keine medizinischen Akten mehr
Restfolgen des Militärunfalls belegen. Das Vorliegen zwischenzeitlicher Beschwerden
wird denn auch von Seiten des Beschwerdeführers nicht geltend gemacht und sein
Rechtsvertreter sieht laut Ausführungen in der Beschwerde die fortdauernden
Gesundheitsbeeinträchtigungen allein im Verkehrsunfall vom 24. Februar 2012
begründet (vgl. act. G 1, Ziff.6).
7.
Auch der in der Replik vom 27. Januar 2015 (act. G 7) geltend gemachte indirekte
Kausalzusammenhang des Unfalls vom 24. Februar 2012 zu den HWS- und LWS-
Beschwerden gestützt auf das Urteil des Bundesgerichts vom 16. Januar 2014,
8C_588/2013 (sowohl in der Replik als auch in der Duplik fälschlicherweise als
„5C_588/2013“ bezeichnet), überzeugt nicht. Die Ausführungen der
Beschwerdegegnerin in der Duplik vom 27. Februar 2015 sind hingegen zutreffend (UV-
act. G 9 Ziff. 3). Gemäss Erwägung 4.4.4 des vorgenannten Bundesgerichtsentscheids
können unfallbedingte Fuss- und Beinverletzungen sowie Beinlängenverkürzungen
andauernde Fehlbelastungen bewirken, welche ihrerseits als indirekte Unfallfolgen
später zu unfallkausalen Rückenbeschwerden führen können. Vorliegend hat jedoch
der Beschwerdeführer beim Unfall vom 29. Juli 1988 keine bedeutsamen Verletzungen
im Bereich der Beine oder Füsse erlitten. Der Unfall vom 24. Februar 2012 bewirkte
lediglich eine kurzzeitig wirkende OSG-Distorsion rechts, diskret auch links, hinsichtlich
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welcher jedoch letztmals im ärztlichen Zwischenbericht von Dr. I._ vom 4. Juli 2012
Beschwerden (Schmerzen, verminderte Belastbarkeit) erwähnt sind (UV-act. 38). In
seinem Bericht vom 27. August 2012 vermerkte er hinsichtlich der OSG bereits keine
Beschwerden mehr (UV-act. 44). Andere Verletzungen an den Beinen hat der
Beschwerdeführer nicht erlitten.
8.
Auf die Ausführungen des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers, dieser könne seit
dem Unfall nicht mehr aktiv auf der Baustelle mithelfen, wenn dies nötig sei, und zur
Geschäftsführungstätigkeit müsste auch die Tätigkeit als N._ zum angestammten
Beruf zählen (UV-act. 85, act. G 7), muss mangels Vorliegens eines natürlichen
Kausalzusammenhangs zwischen den HWS- und LWS-Beschwerden sowie dem Unfall
vom 24. Februar 2012 nicht eingegangen werden.
9.
Gemäss den vorstehenden Erwägungen hat die Beschwerdegegnerin ihre
Leistungspflicht aus der obligatorischen Unfallversicherung bzw. einen
Rentenanspruch des Beschwerdeführers zu Recht verneint. Die Beschwerde vom 10.
November 2014 ist unter Bestätigung des Einspracheentscheids vom 7. Oktober 2014
abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).