Decision ID: 9f5923f3-1382-434d-aba6-b2ef531d1656
Year: 2012
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt:
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A.- X (geb. 1961) wohnt in A (Politische Gemeinde B). 1998 erlitt er einen
unverschuldeten Autounfall, weshalb er seinen gelernten Beruf als Kapitän nicht mehr
ausüben konnte. Er bildete sich daher auf dem Gebiet der Elektronik weiter und erteilt
in der Region C Kurse für Elektronik, Amateurfunk und Schifffahrt. Ausserdem betreibt
er eine Motorbootfahrschule am bzw. auf dem M-See. Im Jahr 2009 anerkannte die
SUVA eine Invalidenrente zu 56 % und leistete am 30. September 2009 eine
Rentennachzahlung von insgesamt Fr. 115'897.60 für die Zeit vom 1. Juli 1998 bis
31. Oktober 2009 unter Verrechnung der bisher ausgerichteten Rentenzahlungen und
unter Berücksichtigung der Teuerungszulagen. Gleichzeitig richtete sie auf diesem
Betrag einen Verzugszins von Fr. 26'651.70 für die Zeit vom 1. Januar 2003 bis
29. September 2009 aus.
B.- Für das Jahr 2009 deklarierte X ein steuerbares Einkommen von Fr. 43'738.-- und
wies im Wertschriften- und Guthabenverzeichnis auf die Rentennachzahlungen der
SUVA und auf eine Versicherungszahlung hin. Die Veranlagungsbehörde nahm weitere
Abklärungen hinsichtlich der Einkünfte vor. In der Folge rechnete sie beim Einkommen
aus selbständiger Erwerbstätigkeit einen Privatanteil an den Fahrzeugkosten von
Fr. 3'300.-- auf, setzte die IV-Rente auf Fr. 7'903.-- fest und erfasste die
Rentennachzahlungen der SUVA von Fr. 115'898.-- zum Satz von Fr. 10'226.-- und die
Verzugszinsen von Fr. 26'651.70. Sie nahm zudem bei den Abzügen einige Korrekturen
vor und veranlagte X für die direkte Bundessteuer 2009 mit einem steuerbaren
Einkommen von Fr. 178'200.-- zum Satz von Fr. 72'500.--. Die gegen diese
Veranlagung erhobene Einsprache wies das kantonale Steueramt am 30. April 2012 ab.
C.- Gegen den Einspracheentscheid erhob X mit Eingabe vom 26. Mai 2012
Beschwerde bei der Verwaltungsrekurskommission mit dem sinngemässen Antrag, der
von der SUVA bezahlte Verzugszins sei als Kapitalabfindung zu versteuern und es sei
bei den Fahrzeugkosten kein Privatanteil zu berücksichtigen. Die Vorinstanz beantragte
in ihrer Vernehmlassung vom 5. Juli 2012 die kostenfällige Abweisung der Beschwerde.
Der Beschwerdeführer äusserte sich innert Frist nicht zur vorinstanzlichen
Vernehmlassung. Die Eidgenössische Steuerverwaltung hat stillschweigend auf eine
Stellungnahme zur Beschwerde verzichtet.
Auf die weiteren Einzelheiten wird, soweit wesentlich, in den nachstehenden

Erwägungen eingegangen.
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Erwägungen:
1.- Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die
Verwaltungsrekurskommission ist zum Sachentscheid zuständig. Die Befugnis zur
Beschwerdeerhebung ist gegeben. Die Beschwerde vom 26. Mai 2012 ist rechtzeitig
eingereicht worden. Sie erfüllt in formeller und inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen
Anforderungen (Art. 140 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer,
SR 642.11, abgekürzt: DBG; Art. 7 der Verordnung zum Bundesgesetz über die direkte
Bundessteuer, sGS 815.1; Art. 41 lit. h Ziff. 1 des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt: VRP). Auf die Beschwerde ist
einzutreten.
2.- In der Beschwerde ist umstritten, wie der von der SUVA bezahlte Verzugszins von
Fr. 26'651.70 zu besteuern und ob bei den Fahrzeugkosten ein Privatanteil von
Fr. 3'300.-- zu berücksichtigen ist. Auf die Rüge in Bezug auf den Ausgleichszins ist
hingegen nicht einzutreten, da bei der direkten Bundessteuer ein solcher nicht erhoben
worden ist.
a) Der Beschwerdeführer bringt vor, das steuerbare Einkommen hätte sich jährlich um
rund Fr. 10'000.-- erhöht, wenn die SUVA von Beginn an bezahlt hätte. Daraus wäre
eine Steuererhöhung von Fr. 1'000.-- bis Fr. 1'500.-- jährlich bzw. in zehn Jahren von
Fr. 10'000.-- bis Fr. 15'000.-- entstanden. Durch die einmalige Besteuerung treffe ihn
nun aber eine Steuerschuld von rund Fr. 33'000.--. Hinsichtlich der Fahrzeugkosten
führt der Beschwerdeführer aus, er habe sich einen Roller gekauft, welcher oft als
Autoersatz diene. Diesen habe er aber nicht in die Buchhaltung aufgenommen. 90 %
der mit dem Auto gefahrenen Kilometer liessen sich zudem mit der Kundschaftspflege
in C erklären. Ausserdem sei das Auto ein Werbeträger, mit welchem er schon viele
Fahrschüler habe akquirieren können.
Die Vorinstanz erwog, die Verzugszinsen würden mit der Zustellung der
Rentennachzahlungsverfügung fällig. Kapitalzahlungen würden steuerlich grundsätzlich
im Zuflusszeitpunkt bzw. im Zeitpunkt der Fälligkeit erfasst. Der Verzugszins werde als
Entgelt für die Verspätung einer Leistungsausrichtung bezahlt und im Zeitpunkt der
Leistungsverfügung einmalig berechnet und verfügt. Für einen nachträglich
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festgesetzten Verzugszins sei keine periodische Ausrichtung vorgesehen. Die
Verzugszinszahlung sei daher im Zeitpunkt der Fälligkeit ordentlich zu besteuern.
Betreffend Fahrzeugkosten bringt die Vorinstanz vor, bei Geschäftsfahrzeugen einer
Einzelunternehmung sei in jedem Fall auch von Privatfahrten auszugehen, wenn nicht
aufgrund der besonderen Beschaffenheit eine private Nutzung mit Bestimmtheit
ausgeschlossen werden könne. Der Beschwerdeführer habe in der Erfolgsrechnung
2009 keinen Privatanteil an den Fahrzeugkosten aufgerechnet, womit der Privatanteil
pro Monat 0,8 % des Kaufpreises betrage.
b) aa) Gehören zu den Einkünften Kapitalabfindungen für wiederkehrende Leistungen,
so wird die Einkommenssteuer unter Berücksichtigung der übrigen Einkünfte und der
zulässigen Abzüge zu dem Steuersatz berechnet, der sich ergäbe, wenn anstelle der
einmaligen Leistung eine entsprechende jährliche Leistung ausgerichtet worden wäre
(Art. 37 DBG). Diese Bestimmung soll verhindern, dass der Steuerpflichtige, der für
wiederkehrende und somit periodisch zu besteuernde Leistungen mit einer einmaligen
Kapitalzahlung abgefunden wird, deswegen sein gesamtes Einkommen mit einem
seiner wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit nicht entsprechenden überhöhten Steuersatz
zu versteuern hätte. Da die Einkommenssteuertarife mit ihrer progressiven
Ausgestaltung auf regelmässig zufliessende Einkünfte zugeschnitten sind, würde eine
uneingeschränkte Besteuerung der Kapitalabfindungen für wiederkehrende Leistungen
zu einer Verzerrung und damit zu einer Verletzung des Grundsatzes der Besteuerung
nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit führen (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter,
Handkommentar zum DBG, 2. Aufl. 2009, N 2 zu Art. 37 DBG).
Einmalleistungen, mit denen aufgelaufene Teilleistungen abgegolten werden, sind aber
nur dann als Kapitalabfindungen einzustufen, wenn ordentlicherweise eine periodische
Ausrichtung vorgesehen wäre, und dies ohne Zutun des berechtigten Steuerpflichtigen
unterblieben ist. Sind derart geschuldete Teilleistungen vorenthalten worden, sodass
sie gar nicht periodengerecht versteuert werden konnten, wäre es unbillig, die
nachträgliche Kapitalabfindung zusammen mit dem übrigen Einkommen zum vollen
Satz zu besteuern und den berechtigten Empfänger dadurch steuerrechtlich zu
bestrafen. Demgegenüber wäre eine Steuersatzermässigung dort nicht gerechtfertigt
und auch nicht sachgerecht, wo die Ausrichtung einer Kapitalleistung anstelle
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periodischer Teilleistungen und der Auszahlungszeitpunkt von der Wahl der Beteiligten
abhängen (StE 2001 B 29.2 Nr. 7).
bb) Es ist unbestritten, dass es sich bei der Rentennachzahlung der SUVA im Umfang
von Fr. 115'898.-- um eine Kapitalabfindung im Sinne von Art. 37 DBG handelt. Es ist
einzig die steuerrechtliche Behandlung der Verzugszinsen zu klären. Verzugszinsen
haben dabei im Verhältnis zur verspätet ausgerichteten Leistung einen akzessorischen
Charakter (U. Kieser, ATSG-Kommentar, 2. Aufl. 2009, N 47 zu Art. 26 ATSG).
cc) Mit Schreiben vom 30. September 2009 stellte die SUVA dem Beschwerdeführer
eine Abrechnung zu, wonach ihm neben einer Rentennachzahlung von insgesamt
Fr. 115'898.-- ein Verzugszins von Fr. 26'651.70 für den Zeitraum vom 1. Januar 2003
bis 29. September 2009 zugesprochen wurde. Der Verzugszins ist dabei von Gesetzes
wegen geschuldet und wird ohne Mahnung, mithin ohne Zutun des
Beschwerdeführers, fällig. Zwar handelt es sich nicht um eine wiederkehrende Leistung
im klassischen Sinne, sie erfolgt jedoch ebenfalls für einen gewissen Zeitraum.
Schliesslich ist der Verzugszins akzessorisch zur Rentennachzahlung erfolgt, weshalb
sich eine Trennung der beiden Beträge nicht rechtfertigt.
Das Bundesgericht hatte diese Frage noch nie zu beurteilen, scheint aber die Einheit
von Rentennachzahlung und Verzugszins auch nicht auszuschliessen. So bestätigte es
einen Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich bzw. des
Steuerrekursgerichts, welches die Verzugszinsen (zum Satz einer jährlichen Leistung)
verlegte (vgl. BGE 2A.743/2005 vom 4. Juli 2006, Bst. C). Der diesem Entscheid
zugrunde liegende Sachverhalt – nämlich Fr. 188'887.-- Verzugszinsen – verdeutlicht
zudem den Sinn und Zweck von Art. 37 DBG, welcher verhindern möchte, dass der
Steuerpflichtige, der eine Kapitalabfindung erhalten hat, deswegen sein gesamtes
Einkommen mit einem seiner wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit nicht entsprechenden
überhöhten Steuersatz zu versteuern hätte.
dd) Zusammenfassend sind die Verzugszinsen von Fr. 26'651.70 somit nach Art. 37
DBG zu besteuern. Der Verzugszins wurde dabei für die Dauer vom 1. Januar 2003 bis
29. September 2009 geleistet, weshalb sich eine satzbestimmende jährliche Leistung
von Fr. 3'948.-- (Fr. 26'651.-- x 12 / 81 Monate) ergibt.
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c) aa) Als Geschäftsvermögen gelten gemäss Art. 18 Abs. 2 Satz 3 DBG alle
Vermögenswerte, die ganz oder vorwiegend der selbständigen Erwerbstätigkeit dienen.
Diese Bestimmung stimmt wörtlich mit Art. 31 Abs. 2 Satz 3 des St. Galler
Steuergesetzes (sGS 811.1, abgekürzt: StG) überein. Ob ein Vermögensgegenstand
dem Privat- oder dem Geschäftsvermögen zuzuordnen ist, entscheidet sich aufgrund
einer Würdigung aller in Betracht kommenden tatsächlichen Umstände.
Ausschlaggebendes Zuteilungskriterium ist dabei die aktuelle technisch-wirtschaftliche
Funktion des fraglichen Vermögensgegenstands; massgebend ist also in erster Linie,
ob der Gegenstand tatsächlich dem Geschäft dient (BGE 133 II 420 E. 3.2 mit
Hinweisen; vgl. auch Cagianut/ Höhn, Unternehmenssteuerrecht, 3. Aufl. 1993, S. 253
ff.). Bei gemischt genutzten Vermögenswerten, die teilweise geschäftlichen und
teilweise privaten Zwecken dienen, gilt der Grundsatz der Präponderanz, das heisst
solche Vermögenswerte werden demjenigen Vermögensbereich zugeordnet, dem sie
vorwiegend dienen (GVP 2002 Nr. 16; Weidmann/Grossmann/Zigerlig, Wegweiser
durch das st. gallische Steuerrecht, 6. Aufl. 1999, S. 52).
Nach Art. 27 Abs. 1 DBG, welcher mit Art. 40 Abs. 1 StG identisch ist, werden bei
selbständiger Erwerbstätigkeit die geschäfts- und berufsmässig begründeten Kosten
abgezogen. Das bedeutet, dass der Aufwand seinen Grund im Bereich der
Erwerbstätigkeit des Steuerpflichtigen hat und demnach zwischen Aufwand und
Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit ein qualifiziert enger Konnex bestehen
muss. Dafür trägt der Steuerpflichtige die Beweislast. Dies entspricht dem allgemein
anerkannten Grundsatz der Beweislastverteilung, wonach die Steuerbehörde die
steuerbegründenden, der Steuerpflichtige die steuermindernden Sachverhalte
nachzuweisen hat (vgl. GVP 1980 Nr. 6; Weidmann/Grossmann/Zigerlig, a.a.O., S. 379
f.).
Die übrigen Kosten und Aufwendungen, insbesondere die Aufwendungen für den
Unterhalt des Steuerpflichtigen und seiner Familie sowie der durch die berufliche
Stellung des Steuerpflichtigen bedingte Privataufwand sind nicht abziehbar (vgl. Art. 34
DBG und Art. 47 StG). Nicht zum Unternehmungsaufwand gehören deshalb die
privaten Lebenshaltungskosten, zu denen die Aufwendungen des Steuerpflichtigen und
seiner Familie für Nahrung, Bekleidung, standesgemässes Auftreten, Unterhaltung und
Vergnügen, private Autofahrten und dergleichen zu zählen sind. Solche Auslagen
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dienen nicht der Erzielung von Unternehmungserträgen wie die Gewinnungskosten,
sondern stellen Verwendung des erzielten Einkommens dar, wenngleich sie teilweise
ganz allgemein die notwendigen Voraussetzungen für die Erhaltung der Arbeitskraft
und für jede einkommenserzielende Tätigkeit bilden (vgl. Weidmann/Grossmann/
Zigerlig, a.a.O., S. 72 f.). Aufwendungen, die privaten Charakter haben und mit der
Unternehmung in keinen sachlichen Zusammenhang gebracht werden können, werden
unter dem Titel "Privatanteil an Unkosten" oder "über Unkosten verbuchte
Privatauslagen" zum ausgewiesenen Gewinn hinzugerechnet (vgl. Weidmann/
Grossmann/Zigerlig, a.a.O., S. 73 f.). Gerade in Fällen, wo zum grossen Teil Kosten zur
Beurteilung stehen, die teilweise beruflich und teilweise privat bedingt sind, lässt sich
nicht mit letzter Bestimmtheit festlegen, welche Auslagen in welchem Umfang in einem
ursächlichen Zusammenhang mit der Berufsausübung stehen und geschäftsmässig
begründet sind. Deshalb ist auch der Privatanteil nach pflichtgemässem Ermessen zu
schätzen. Dabei ist stets die Gesamtwürdigung der geschäftsmässig begründeten
Aufwendungen im Auge zu behalten, die der beruflichen Funktion des konkreten Falles
Rechnung trägt (vgl. VRKE I/1-1999/206 vom 7. Dezember 2000 in Sachen M.B., S. 6).
bb) Die Eidgenössische Steuerverwaltung erliess im Zusammenhang mit der
Bewertung der Naturalbezüge und der privaten Unkostenanteile von
Geschäftsinhabern ein Merkblatt. Darin sind Pauschalbeträge enthalten, welche
Durchschnittsansätze darstellen, von denen nur in ausgesprochenen Sonderfällen
abgewichen werden kann. Bei nicht nachgewiesenen effektiven Autokosten ist
demnach von einem Privatanteil von 0,8 % des Kaufpreises (exkl. MWSt) auszugehen
(vgl. Merkblatt N1/2007, abrufbar über www.estv.admin.ch/Dokumentation/Direkte
Bundessteuer/Merkblätter).
Der Beschwerdeführer besitzt einen F, dessen Neuwert Fr. 37'058.90 (inkl. 7.6 %
MWSt, act. 6/1.6) bzw. Fr. 34'441.35 (exkl. MWSt) beträgt. Bei einer pauschalen
Ermittlung des Privatanteils der Autokosten ergibt sich folglich ein Betrag von
Fr. 3'306.35. Ein Sonderfall, wonach von diesem Ansatz abgewichen werden könnte,
liegt nicht vor bzw. wurde vom Beschwerdeführer nicht mit Unterlagen dargetan. Ein F
ist zudem für den Privatgebrauch geeignet. Die Behauptung des Beschwerdeführers, er
benötige das Fahrzeug nicht für den Privatgebrauch, widerspricht deshalb der
allgemeinen Lebenserfahrung. Der Ausschluss einer privaten Nutzung ist – wie die
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Vorinstanz richtig darlegt – lediglich bei einem Arbeitswagen eines Kaminfegers oder
bei einem Baustellenfahrzeug glaubhaft, nicht aber bei einem normalen
Personenwagen. Zwar ist durchaus vorstellbar, dass er auch seinen Roller für
geschäftliche Zwecke benutzt. Es ist aber auch denkbar, dass der Privatanteil der
Autokosten mehr als 0,8 % pro Monat beträgt. Immerhin ist anzunehmen, dass der
Beschwerdeführer seine Grosseinkäufe nicht mit dem Roller, sondern vielmehr mit dem
Auto erledigen wird. Das Anrechnen eines Privatanteils von Fr. 3'300.-- für die private
Benutzung des Autos durch die Vorinstanz ist somit nicht zu beanstanden.
d) Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerde teilweise gutzuheissen ist,
soweit darauf einzutreten ist. Der angefochtene Einspracheentscheid vom 30. April
2012 ist aufzuheben. Unter Berücksichtigung des Verzugszinses von Fr. 3'948.-- (Satz
einer jährlichen Leistung) reduziert sich das satzbestimmende Einkommen bei der
direkten Bundessteuer 2009 von Fr. 72'500.-- gemäss Einspracheveranlagung auf
Fr. 49'873.--. Der Beschwerdeführer ist für die direkte Bundessteuer 2009
dementsprechend mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 178'200.-- zum Satz von
Fr. 49'800.-- zu veranlagen.
3.- Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die Kosten des Verfahrens zu einem
Drittel dem Beschwerdeführer aufzuerlegen; zwei Drittel der Kosten trägt der Staat
(Art. 144 Abs. 1 DBG). Eine Entscheidgebühr von Fr. 600.-- ist angemessen (vgl.
Art. 144 Abs. 5 DBG in Verbindung mit Art. 7 Ziff. 122 der Gerichtskostenverordnung,
sGS 941.12). Der Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist mit dem Kostenanteil des
Beschwerdeführers zu verrechnen. Die Finanzverwaltung ist anzuweisen, dem
Beschwerdeführer Fr. 400.-- zurückzuerstatten.