Decision ID: 30a3eb03-c525-5cb6-bc13-0a5e282b21eb
Year: 2011
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. rer. publ. Michael B. Graf, St. Leonhard-Strasse 20,
Postfach, 9001 St. Gallen,
gegen
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IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
Rente (Wiederanmeldung)
Sachverhalt:
A.
A.a A._ meldete sich am 15. April 2004 zum Bezug von Leistungen der IV an. Dazu
gab Dr. med. B._, FMH Chirurgie, am 1. Juni 2004 an, es bestehe eine
posttraumatische Gonarthrose rechts bei einem Zustand nach Kreuzbandverletzung.
Weiter diagnostizierte er ein lumbovertebrogenes und lumboradikuläres
Schmerzsyndrom beidseits bei medialer Discusprotrusion L4/L5 sowie eine
Osteochondrose und eine Spondylarthrose L3 - S1. Die bisherige Tätigkeit als
Strassenbauarbeiter sei nicht mehr zumutbar. Dem Versicherten seien auch keine
anderen Tätigkeiten mehr zumutbar, da er auf Grund der degenerativen LWS-
Veränderungen und der funktionellen Kniegelenksarthrose auch ohne Arbeitsbelastung
Beschwerden habe (act. G 5.1/12.9 f.). Ein bei Dr. med. C._, Spezialarzt
orthopädische Chirurgie FMH und Sportmedizin (SGSM), eingeholtes Gutachten vom
2. Dezember 2004 ergab dagegen eine Arbeitsfähigkeit von 80 % in einer körperlich
leichten Tätigkeit ohne regelmässig unphysiologische, gebeugte Körperhaltungen und
ohne Tragen oder Heben von Gewichten über 5 kg. Die Arbeitsfähigkeit als Bauarbeiter
schätzte Dr. C._ mit 30 % ein (act. G 5.1/24.5).
Nachdem der Hausarzt des Versicherten, Dr. med. D._ am 3. März 2005 eine
Verschlechterung des Gesundheitszustands geltend machte, indem die Immobilität,
der Diabetes und die Adipositas des Versicherten zunehmend zum Problem würden
(act. G 5.1/32.1), und der RAD-Arzt die Verwertbarkeit der festgestellten
Arbeitsfähigkeit in Frage stellte (act. G 5.1/33), führte die IV-Stelle eine berufliche
Abklärung durch. Diese ergab, dass sich der Versicherte als nicht arbeitsfähig
betrachtet und dass demzufolge keine Eingliederungsmassnahmen vorzunehmen
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seien. Der Einkommensvergleich ergab bei einer 80 %-igen Arbeitsfähigkeit in einer
adaptierten Tätigkeit, und unter Berücksichtigung eines Leidensabzugs von 10 %,
einen Invaliditätsgrad von 37,9 % (act. G 5.1/36.1). Gestützt darauf verfügte die IV-
Stelle des Kantons St. Gallen am 16. Juni 2005, dass weder ein Anspruch auf
Eingliederung noch auf eine Rente bestehe (act. G 5.1/41 und 42).
A.b Mit Anmeldung vom 28. Januar 2007 beantragte A._ erneut Leistungen der
Invalidenversicherung. Nebst seiner Kniebehinderung, bestehend seit 2001, machte er
nun als weitere Behinderung einen im Juli 2006 erlittenen Herzinfarkt geltend (act. G
5.1/52). Am 6. März 2007 führte der neue Hausarzt des Versicherten, Dr. med. E._,
Allgemeine Medizin FMH, aus, die koronare Herzerkrankung führe zusammen mit den
vorbestehenden Leiden (Diabetes mellitus und Adipositas) sowie den schweren
Kniebeschwerden nach dem Unfall vor vier Jahren zu einer vollständigen Invalidität
(act. G 5.1/61.1). Der Vertrauensarzt der Krankenversicherung gelangte in seiner
Beurteilung vom 15. Dezember 2006 zum Schluss, dass der Versicherte als Bauarbeiter
nicht mehr arbeitsfähig sei und auch in einer Verweistätigkeit eine Einschränkung von
30 % bestehe (act. G 5.1/61.8). Der RAD-Arzt wollte diese Einschätzung nicht nahtlos
übernehmen und regte eine polydisziplinäre Begutachtung an (act. G 5.1/62).
A.c Am 18. Juni 2008 erstattete die Medas Zentralschweiz ihr rheumatologisch-
kardiologisch-psychiatrisches Gutachten. Sie diagnostizierte (mit Auswirkung auf die
Arbeitsfähigkeit) einen Status nach Kniedistorsion/ -kontusion rechts am 1. Juni 2001
bei Status nach zwei Kniearthroskopien und einer Kreuzbandplastik sowie ein
chronisches lumbovertebragenes Schmerzsyndrom bei Fehlstatik und Fehlbelastung
mit Adipositas, Osteochondrose und Spondylarthrose L4/5 und L5/S1 sowie
Wirbelkörperhämangiomen L3, Th12 und L2. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
seien eine koronare Dreigefässerkrankung bei Status nach akutem inferio-posteriorem
Myokardinfarkt am 9. Juli 2006 sowie ein Diabetes mellitus Typ 2 mit peripherer
Neuropathie. Anamnestisch sei ein Schlafapnoe-Syndrom mit Maskenatmung seit
Januar 2008 bekannt. Die angestammte Arbeit als Strassenbauarbeiter sei dem
Versicherten nicht mehr zumutbar, während in einer körperlich leichten,
wechselbelastenden Tätigkeit eine 80 %ige Arbeitsfähigkeit bei voller Präsenzzeit
bestehe (act. G 5.1/73.24).
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A.d Mit Stellungnahme vom 25. Juli 2008 hielt der RAD-Arzt dafür, dass keine relevante
Verschlechterung seit der letzten Leistungsabweisung stattgefunden habe und sich die
erneute Einschätzung der Arbeitsfähigkeit mit jener des ersten Gutachters decke (act.
G 5.1/74). Mit Vorbescheid vom 14. August 2008 gab die IV-Stelle St. Gallen dem
Versicherten bekannt, dass er - gestützt auf den Einkommensvergleich gleichen
Datums, bei dem kein Leidensabzug mehr vorgenommen wurde - bei einem
Invaliditätsgrad von 33,28 % nach wie vor keinen Anspruch auf eine Rente habe (act. G
5.1/77 - 78).
A.e Mit Stellungnahme zum Vorbescheid (Einwand) vom 15. Januar 2009 machte der
Rechtsvertreter des Versicherten geltend, es sei von einer mindestens 30 %igen
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit auszugehen. So gehe
bereits Dr. med. F._, FMH Allgemeine Medizin, Phlebologie, in seinem Bericht vom
15. Dezember 2006 zu Handen der Krankenversicherung von einer 30 %igen
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus (vgl. act. G 5.1/61.7 f.). Im Medas-Gutachten
werde sodann insbesondere bezüglich Gonarthrose und degenerativer LWS-
Veränderungen von einer Zunahme der Beschwerden ausgegangen. Weshalb dies erst
wieder ab Juni 2008 der Fall sein solle, sei nicht ersichtlich und werde nicht begründet.
Bereits die Definition von Gonarthrose spreche für eine fortschreitende Krankheit. Das
rechte Knie sei auf Grund des Unfalls zwei Mal operiert worden und das linke Knie
werde durch das ausgeprägte Entlastungshinken mehr belastet; auch dort sei eine
Gonarthrose diagnostiziert worden. Schliesslich seien auch bei der Medas-Abklärung
die Diagnosen Gefässerkrankung, Diabetes und obstruktive Schlafapnoe bestätigt
worden, wobei auf die Schlafapnoe nicht weiter eingegangen worden sei. In keinem der
Konsilien sei der Einfluss der Schlafapnoe auf die Arbeitsfähigkeit geprüft worden,
obwohl diese anerkanntermassen zu grosser Müdigkeit während des Tages führen
könne. Auch wenn die drei genannten Krankheiten für sich allein die Arbeitsfähigkeit
nicht einschränkten, hätten sie in ihrer Gesamtheit sehr wohl einen Einfluss auf die
Arbeitsfähigkeit. Dies ergebe sich auch aus den neueren ärztlichen Berichten des
Hausarztes Dr. E._. Der Gesundheitszustand des Versicherten habe sich damit
merklich verschlechtert, weshalb ein neuer Rentenentscheid zu erlassen sei.
Während das dem ablehnenden Vorbescheid zu Grunde gelegte Valideneinkommen
nicht beanstandet wurde, beantragte der Rechtsvertreter eine Neuberechnung des
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Invalideneinkommens. Ausgehend vom Tabellenlohn für 2008 von Fr. 59'904.-- sei
zunächst von einer gesundheitsbedingten Einschränkung von 30 % auszugehen.
Sodann sei angesichts der überproportionalen Einschränkung des Versicherten ein
Leidensabzug von mindestens 20 % vorzunehmen. Somit ergebe sich ein
Invalideneinkommen von Fr. 33'546.-- und daraus resultierend ein Invaliditätsgrad von
mindestens 53 %. Bei Berücksichtigung der Herzproblematik, der Schlafapnoe und
des Diabetes lägen Erwerbsunfähigkeit und Invaliditätsgrad noch höher. Der
Beschwerdeführer habe somit Anspruch auf mindestens eine halbe Invalidenrente (act.
G 5.1/93).
A.f Nach Rücksprache mit dem RAD verfügte die IV-Stelle St. Gallen am 6. Februar
2009 wie angekündigt die Abweisung des Rentengesuchs (act. G 5.1/96). Gleichentags
stellte sie die - in der Zwischenzeit durch die Pro Infirmis angeregte -
Arbeitsvermittlung ein (act. G 5.1/84 und 97).
B.
B.a Gegen die Verfügung vom 6. Februar 2009 richtet sich die vorliegende Beschwerde
vom 16. März 2009 mit dem Antrag auf Aufhebung der angefochtenen Verfügung. Dem
Beschwerdeführer sei sodann ab 30. September 2006 eine ganze Invalidenrente
auszurichten. Zudem sei dem Beschwerdeführer die unentgeltliche
Rechtsverbeiständung und Rechtspflege zu gewähren. Im Wesentlichen wird erneut
ausgeführt, dass in der Medas-Abklärung nicht auf die Diagnosen Schlafapnoe und
Diabetes eingegangen werde, obwohl diese - wie auch die Gefässerkrankung -
bestätigt würden. Ein internistisches Konsilium sei trotz dieser vorbekannten
Diagnosen nicht erstellt worden. Auch im kardiologischen Konsilium sei nicht darauf
eingegangen worden, obwohl der Gutachter Dr. G._ nebst dem FMH für Kardiologie
auch jenen für Innere Medizin habe. Aus der nachträglich durchgeführten fachärztlichen
Beurteilung durch die Diabetologie im Kantonsspital St. Gallen gehe hervor, dass die
Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers eingeschränkt sei. Deshalb sei auch mit
einer Einschränkung seiner Arbeitsfähigkeit im Umfang der vom Hausarzt attestierten
Arbeitsunfähigkeit von 50 % zu rechnen.
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In der Beschwerde wird auch die Berechnung des Valideneinkommens bestritten.
Gemäss Auskunft des ehemaligen Arbeitgebers hätte der Beschwerdeführer im Jahr
2004 einen Jahreslohn von Fr. 71'628.-- erhalten. Unter Einberechnung der
Nominallohnerhöhung ergebe dies für das Jahr 2008 ein Valideneinkommen von Fr.
75'797.--. Das Invalideneinkommen gemäss Einkommensvergleich vom 14. August
2008 gehe von einem Jahreseinkommen von Fr. 58'904.-- aus (richtig: Fr. 59'904.--).
Werde davon die attestierte 50 %ige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit abgezogen,
ergebe sich ein Invalideneinkommen von Fr. 29'452.-- (richtig: Fr. 29'952.--). Auf Grund
der Annahme, dass der Beschwerdeführer in adaptierter Tätigkeit nur noch Teilzeit
arbeiten könne, habe er Anspruch auf einen Teilzeitabzug. Dieser sei auf 10 %
festzusetzen. Angesichts der zahlreichen, vielfältigen gesundheitlichen
Beeinträchtigungen, die den Beschwerdeführer sowohl im beruflichen als auch im
täglichen Leben einschränkten, sowie unter Berücksichtigung seines Alters, seiner
langjährigen Tätigkeit in derselben Branche und der ausländischen Nationalität sei ein
(zusätzlicher) Leidensabzug unabdingbar. Entscheidend sei auch, dass der
Beschwerdeführer lediglich vier Jahre die Schule besucht habe und somit funktioneller
Analphabet sei. Hinzu komme die Fremdsprachigkeit. Der Leidensabzug sei somit auf
15 % festzusetzen. Diesbezüglich sei nicht einzusehen, weshalb in der angefochtenen
Verfügung im Gegensatz zur Verfügung vom 16. Juni 2005 kein Leidensabzug mehr
vorgenommen worden sei. Dieser Abzug sei ursprünglich gerade in Fällen von
Bauarbeitern begründet worden, die keine Schwerstarbeit mehr verrichten konnten.
Insgesamt sei somit ein Abzug von 25 % vorzunehmen, woraus ein massgebendes
Invalideneinkommen von Fr. 22'089.-- (richtig: Fr. 22'464.--) resultiere. Dies wiederum
führe zu einem Invaliditätsgrad von 71 % (richtig: 70,3 %). Die Verschlechterung des
Gesundheitszustands, die korrigierte Berechnung des Validen- und
Invalideneinkommens, sowie die Anpassung durch den Teilzeit- und Leidensabzug an
die tatsächlichen Verhältnisse begründeten vorliegend den Anspruch auf eine ganze
Rente (act. G 1).
B.b Mit Beschwerdeantwort vom 29. April 2009 beantragt die Verwaltung Abweisung
der Beschwerde. Die Medas habe zu Recht die vom Beschwerdeführer in den
Vordergrund gerückte koronare Dreigefässerkrankung, den Diabetes mellitus Typ 2 und
das Schlafapnoesyndrom als Diagnosen bezeichnet, welche die Arbeitsfähigkeit des
Beschwerdeführers nicht beeinträchtigten. Die Auswirkungen der Herzkrankheit habe
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die Medas eigens in einem kardiologischen Konsilium untersucht. Der
Beschwerdeführer bringe keine Rügen gegen dieses Konsilium vor. Auch das
Schlafapnoesyndrom schränke den Beschwerdeführer nicht in seiner Arbeitsfähigkeit
ein. So habe dieser nach der Anwendung mit der Atemmaske über keine
nennenswerten Beschwerden mehr geklagt. Entgegen der Ansicht des
Beschwerdeführers sei der diagnostizierte Diabetes mellitus ebenfalls nicht
invalidisierend, weil dieser medikamentös gut eingestellt werden könne. Aus dem vom
Beschwerdeführer vorgelegten dritten Bericht des Kantonsspitals St. Gallen ergebe
sich nichts anderes und dieses weise lediglich darauf hin, dass beim Beschwerdeführer
das Allgemeinbefinden auf Grund seiner Knie- und Rückenbeschwerden eingeschränkt
sei. Dies sei jedoch unbestritten und in der Arbeitsfähigkeitsschätzung berücksichtigt.
Die im rudimentären Bericht von Dr. E._ vom 19. Februar 2009 attestierte
Arbeitsfähigkeit von 50 % werde sodann nicht näher begründet, weshalb nicht darauf
abgestellt werden könne. Mithin sei auf das Gutachten abzustellen.
Der Beschwerdeführer habe im Jahr 2000 ein (Validen-)Einkommen von Fr. 63'904.--
erzielt. Für das Invalideneinkommen sei auf die Tabellenlöhne abzustellen. Für das Jahr
2000, Männer, Niveau 4, 41,8 Wochenstunden, habe dieser Wert bei Fr. 55'640.--
gelegen. Weil der Beschwerdeführer auch körperlich mittelschwere Tätigkeiten
ausüben könne, sei entgegen dessen Ansicht keine Reduktion vom
Invalideneinkommen vorzunehmen. Ein solcher Leidensabzug komme nur in Betracht,
wenn eine versicherte Person nur noch leichte Hilfstätigkeiten ausführen könne. Die
invalidisierenden Knie- und Rückenbeschwerden seien mit der Festsetzung einer 80
%igen Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit genügend berücksichtigt worden.
Fehlende Sprachkenntnisse, fortgeschrittenes Alter und Ausländerstatus rechtfertigten
sodann keinen Abzug. Weil sich dem Medas-Gutachten nicht entnehmen lasse, dass
der Beschwerdeführer nur noch Teilzeit arbeiten könne, sei auch kein entsprechender
Abzug geschuldet. Das Invalideneinkommen betrage damit Fr. 44'512.--, woraus ein
Invaliditätsgrad von 30 % resultiere. Ein Anspruch auf eine Rente bestehe damit nicht
(act. G 5).
B.c Mit Replik vom 4. Juni 2009 macht der Beschwerdeführer im Wesentlichen geltend,
die Ausführungen der Beschwerdegegnerin zum Leidensabzug träfen nicht zu. Ein
solcher könne immer vorgenommen werden, wenn auf die Tabellenlöhne abgestellt
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werde. Damit würde der Tatsache Rechnung getragen, dass persönliche und berufliche
Merkmale einer versicherten Person wie Art und Ausmass der Behinderung,
Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und
Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf den Lohn haben können. Im Übrigen seien dem
Beschwerdeführer gemäss Gutachten nur noch körperlich leichte Tätigkeiten zumutbar.
Nachdem Dr. E._ von einem Arbeitsunfähigkeitsgrad ausgehe, der nur noch eine
Teilzeittätigkeit zulasse, sei dem Beschwerdeführer ein entsprechender Abzug zu
gewähren. Die vermehrte Pausenbedürftigkeit sei nicht als qualitative, sondern als
zeitliche Einschränkung zu sehen. Es sei nicht ersichtlich, weshalb die rheumatologisch
festgestellten Einschränkungen lediglich qualitativ in Erscheinung treten sollten (act. G
9). Die Beschwerdegegnerin verzichtet auf eine Duplik (act. G 11).
B.d Mit Präsidialverfügung vom 5. Mai 2009 wird dem Beschwerdeführer die
unentgeltliche Prozessführung (Befreiung von den Gerichtskosten und Bewilligung der
unentgeltlichen Rechtsverbeiständung) bewilligt (act. G 6).
B.e An der Sitzung vom 13. Januar 2011 beschloss das Gericht, bei der MEDAS
Zentralschweiz unter Vorlage des Berichts des Kantonsspitals St. Gallen, Departement
Innere Medizin, Endokrinologie/Daibetologie vom 30. Januar 2009 eine ergänzende
Stellungnahme einzuholen. Diese ging am 28. Januar 2011 ein (act. G 14). Die Parteien
verzichteten auf eine ergänzende Stellungnahme (act. G 15).

Erwägungen:
1.
Am 1. Januar 2008 sind mit der 5. IVG-Revision verschiedene Änderungen des
Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) in Kraft getreten. Weil
in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend sind, die bei
der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 127 V
467 E. 1), und weil bei der Beurteilung ferner auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses
der streitigen Verfügung eingetretenen Sachverhalt abzustellen ist (BGE 121 V 366
E. 1b), sind für den sich bis Ende 2007 verwirklichten Sachverhalt die bis zum
31. Dezember 2007 gültig gewesenen materiellen Bestimmungen anzuwenden. Für den
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danach bis zur Verfügung vom 6. Februar 2009 verwirklichten Sachverhalt ist auf das
aktuelle materielle Recht abzustellen, wobei dieses in Bezug auf die
Anspruchsvoraussetzungen keine Änderung erfahren hat.
2.
2.1 Nach Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG;
SR 831.20) in der bis am 31. Dezember 2007 gültig gewesenen Fassung (heute: Art. 28
Abs. 2 IVG) besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte
Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens
zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch
auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % Anspruch
auf eine Viertelsrente. Gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG i.V.m. Art. 16 des Bundesgesetzes
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) ist die
Invalidität grundsätzlich durch einen Einkommensvergleich zu ermitteln. Dabei wird das
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach dem Eintritt der Invalidität und
nach der Durchführung der notwendigen und zumutbaren Eingliederungsmassnahmen
bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person erzielen könnte, wenn sie nicht invalid
geworden wäre.
2.2 Grundlage der Bemessung des zumutbaren Invalideneinkommens ist die
Arbeitsfähigkeitsschätzung. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichts ist nach
der höchstrichterlichen Rechtsprechung entscheidend, ob der Bericht für die streitigen
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben
worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der
Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der
medizinischen Fachperson begründet und nachvollziehbar sind (BGE 125 V 352 E. 3a
mit Hinweis; RKUV 2000, 214).
2.3 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, wird
eine neue Anmeldung nach Art. 87 Abs. 4 der Verordnung über die
Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) nur geprüft, wenn die Voraussetzungen
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gemäss Abs. 3 erfüllt sind. Danach ist von der versicherten Person im Gesuch
glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität in einer für den Anspruch
erheblichen Weise geändert hat. Die Frage, ob eine anspruchsbegründende Änderung
in den für den Invaliditätsgrad erheblichen Tatsachen eingetreten sein könnte, beurteilt
sich durch den Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der ersten
Ablehnungsverfügung (bzw. bei mehreren Ablehnungen seit der letzten unangefochten
gebliebenen Ablehnung des Leistungsgesuchs) bestanden hat, mit demjenigen zur Zeit
der streitigen neuen Verfügung (BGE 130 V 73 E. 3.1). Tritt die Verwaltung (nach
erfolgter Glaubhaftmachung) auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell
abzuklären und zu prüfen, ob nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidität zu
bejahen sei (Entscheid des Versicherungsgerichts vom 15. September 2008 [IV
2007/309] E. 2.1; anders Entscheid des Versicherungsgerichts vom 23. Mai 2008 [IV
2007/27] E. 1.3 und 3.5, wo wie bei einer Revision eine erhebliche Veränderung des
Sachverhalts verlangt wurde [vgl. auch Entscheide des Eidgenössischen
Versicherungsgerichts vom 20. April 2005, I 797/04, E. 1.2] bzw. des Bundesgerichts
vom 3. April 2008, 9C_733/2007, E. 1).
3.
3.1 Vorliegend trat die Beschwerdegegnerin nach der erneuten Anmeldung vom
31. Januar 2007 auf das Gesuch ein und führte eine weitere Begutachtung durch. In
der Folge führte sie einen erneuten Einkommensvergleich durch, wobei sie im
Wesentlichen das Invalideneinkommen unter Auslassung eines Leidensabzugs neu
berechnete. Demgegenüber beanstandet der Beschwerdeführer sowohl das
medizinische Gutachten als auch die Berechnung des Invaliditätsgrades. Unbestritten
ist, dass die Beschwerdegegnerin auf Grund der seit der ersten Begutachtung durch
Dr. C._ vom 2. Dezember 2004 hinzugetretenen Herzbeschwerden zu Recht auf die
Neuanmeldung eingetreten ist.
3.2 In Bezug auf das Medas-Gutachten moniert der Beschwerdeführer, die Diagnosen
Gefässerkrankung, Diabetes mellitus Typ 2 und obstruktive Schlafapnoe seien zwar
bestätigt worden, auf letztere beiden sei jedoch nicht weiter eingegangen worden. In
keinem der Konsilien sei der Einfluss der beiden Erkrankungen auf die Arbeitsfähigkeit
geprüft worden, obwohl die Schlafapnoe anerkanntermassen zu starker Müdigkeit
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während des Tages führen könne, da sich Körper und Geist im Schlaf nicht genügend
zu erholen vermöchten. Auch der Diabetes mellitus Typ 2 bzw. die beim
Beschwerdeführer befundeten Folgeerscheinungen wie periphere Neuropathie sowie
Makroangiopathie und Mikroangiopathie schränkten seine Arbeitsfähigkeit ein. Weiter
sei im Gutachten die gesundheitliche Entwicklung als nicht gut eingeschätzt worden.
Es werde langfristig insbesondere bezüglich Gonarthrose und degenerativer LWS-
Veränderungen von einer Zunahme der Beschwerden ausgegangen. Weshalb dies erst
ab Juni 2008 (Gutachen MEDAS) der Fall sein soll, sei nicht ersichtlich und werde auch
nicht begründet. Die koronare Dreigefässerkrankung begründe gemäss Gutachten
alleine keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Zwar könne sein, dass die erwähnten
Krankheiten für sich allein die Arbeitsfähigkeit nicht in der erforderlichen Intensität
einschränkten. Berücksichtige man die Krankheiten jedoch in ihrer Gesamtheit, hätten
diese sehr wohl Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit. Dies ergebe sich zusätzlich aus
den neueren ärztlichen Berichten von Dr. E._. Bereits im vertrauensärztlichen Bericht
von Dr. F._ vom 15. Dezember 2006 werde im Vergleich zur ersten IV-Anmeldung
eine höhere Arbeitsfähigkeit attestiert. Das Medas-Gutachten sei somit nicht
umfassend und berücksichtige nicht alle Beschwerden des Beschwerdeführers,
insbesondere nicht in ihrer Gesamtheit.
3.3 Die Gutachter stuften den Diabetes mellitus Typ 2 als Diagnose ohne Auswirkung
auf die Arbeitsfähigkeit ein. Angesichts der anamnestischen Aktenlage drängte sich
denn auch keine weitere Abklärung dieser Diagnose auf. Zwar wurde der Diabetes
mellitus offenbar bereits 1996 erstmals diagnostiziert (vgl. act. G 1.15). In den
echtzeitlichen medizinischen Unterlagen wurde die Diagnose erstmals im Gutachten
von Dr. C._ vom 2. Dezember 2004 gestellt, wobei Dr. C._ ebenfalls davon
ausging, dass diese Krankheit keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit habe (act. G
5.1/24.5). Im weiteren Verlauf der Abklärungen wurde die Diagnose wiederholt gestellt,
so etwa vom ehemaligen Hausarzt Dr. D._ (Verlaufsbericht vom 3. März 2005; act. G
5.1/32.1) oder von der Diabetologie des Kantonsspitals St. Gallen (Bericht vom 30.
Januar 2009; act. G 1.15). Während Dr. D._ davon ausging, dass die Immobilität,
Diabetes und Adipositas zunehmend zum Hauptproblem des Beschwerdeführers
würden (act. G 5.1/32.1), wird in den übrigen medizinischen Akten lediglich von einer
diabetischen Neuropathie berichtet (etwa Bericht der Klinik für Orthopädische
Chirurgie, Kantonsspital St. Gallen [act. G 5.1/32.3]). Die Diabetologie geht zwar von
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multiplen diabetischen Folgeerscheinungen aus (Makroangiopathie [koronare
Herzkrankheit] und Mikroangiopathie [periphere und autonome Polyneuropathie]), führt
aber die verminderte körperliche Leistungsfähigkeit im Wesentlichen auf die koronare
Herzkrankheit und die Kniebeschwerden zurück. Als Behandlungsmöglichkeit sieht die
Diabetologie - nebst einer Intensivierung der Insulintherapie - in erster Linie die
Teilnahme an einem körperlichen Training zur Verbesserung der Stoffwechsellage und
der körperlichen Leistungsfähigkeit (Diafit-Programm; act. G 1.15, S. 2). Zudem wurde
der Bericht der Diabetologie vom 30. Januar 2009 der Medas Zentralschweiz zur
ergänzenden Stellungnahme unterbreitet. Mit Stellungnahme vom 28. Januar 2011
führte die Medas aus, dass sich aus dem Bericht der Diabetologie weder neue
Untersuchungsbefunde noch neue Diagnosen, insbesondere betreffend peripherer
Neuropathie, ergäben. Es ergäben sich damit keine neuen Aspekte im Vergleich zum
Gutachten und folglich auch keine Änderung der Arbeitsfähigkeitsschätzung. Der
ungenügend eingestellte Diabetes stelle ein gut behandelbares Leiden dar und
vermöge trotz den vorliegenden diabetischen Folgeerscheinungen keine andauernde
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit zu begründen (act. G 14). Insgesamt ist somit nicht
davon auszugehen, beim diagnostizierten Diabetes mellitus Typ 2 handle es sich um
ein Leiden, das die Arbeitsfähigkeit bis zum Zeitpunkt des Verfügungserlasses
massgebend beeinträchtigt hat. Dies zumindest nicht über das ohnehin attestierte
Ausmass hinaus. Das Gutachten erscheint damit in diesem Punkt nicht als mangelhaft,
zumal dem kardiologischen Gutachter Dr. G._, der auch Facharzt für Innere Medizin
ist, die Diagnose Diabetes mellitus Typ 2 bekannt war.
3.4 Eine Abklärung eines möglichen Schlafapnoe-Syndroms wurde erstmals von der
Kardiologie des Kantonsspitals St. Gallen im Bericht vom 7. Dezember 2006 empfohlen
(act. G 5.1/61.4). Gemäss Bericht des Interdisziplinären Zentrums für Schlafmedizin am
Kantonsspital St. Gallen konnte der Beschwerdeführer bereits nach kurzer Zeit von der
Ventilationstherapie mittels CPAP profitieren. Er habe sich auch dahingehend
geäussert, dass er ausgeschlafen sei und keinerlei Tagesmüdigkeit mehr vorhanden
sei. Probleme mit dem Maskensitz bestünden nicht mehr (act. G 5.1/98.2). Im gleichen
Sinn äusserte er sich gegenüber dem Medas-Gutachter (act. G 5.1/73.19). Mithin ist
auch in Bezug auf das Schlafapnoe-Syndrom nicht von einem Mangel des Gutachtens
auszugehen.
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3.5 In Bezug auf die Arbeitsfähigkeitsschätzung macht der Beschwerdeführer geltend,
es sei auf die Einschätzung seines Hausarztes Dr. E._ abzustellen. Dieser
bescheinigte dem Beschwerdeführer in seinem Bericht vom 19. Februar 2009 zu
Handen des Rechtsvertreters eine mindestens 50 %ige Arbeitsunfähigkeit in einer
adaptierten Tätigkeit (act. G 1.16). Wie die Beschwerdegegnerin jedoch zu Recht
ausführt, vermögen die knappen Ausführungen Dr. E._s nicht die
Arbeitsfähigkeitsschätzung des Gutachtens in Frage zu stellen, zumal Dr. E._
keinerlei Umstände vorbringt, die im Gutachten nicht berücksichtigt worden wären.
Vielmehr handelt es sich lediglich um eine andere Einschätzung des gleichen
Sachverhalts. Aus dem gleichen Grund vermag auch der vertrauensärztliche Bericht
von Dr. F._ vom 15. Dezember 2006 (Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit 70 %;
act. G 5.1/61.8) die gutachterliche Arbeitsfähigkeitsschätzung nicht umzustossen.
Zusammenfassend ist festzustellen, dass die vom Beschwerdeführer im Wesentlichen
geklagten Knie-, Rücken- und Herzbeschwerden in die gutachterliche
Arbeitsfähigkeitsschätzung eingeflossen sind. Letztere begründen nach
übereinstimmender Meinung sowohl der behandelnden Ärzte als auch des
kardiologischen Gutachters keine starke Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit, mit der
Möglichkeit, aus rein kardiologischer Sicht immerhin (mindestens) noch eine
mittelschwere Tätigkeit ausüben zu können (Bericht der Kardiologie vom 7. Dezember
2006 [act. G 5.1/61.3]; Kardiologisches Gutachten [act. G 5.1/73.38]). Die Diabetologie
äusserte sich sodann in ihrem Bericht vom 30. Januar 2009 nicht konkret zum
Arbeitsfähigkeitsgrad aus endokrinologischer Sicht (act. G 1.15). Nachdem jedoch
zumindest die stärkste Auswirkung des Diabetes - der Myokardinfarkt - in die
gutachterliche Arbeitsfähigkeitsschätzung eingeflossen ist, ergibt sich auch unter
diesem Blickwinkel kein Anpassungsbedarf. Schliesslich erscheint nachvollziehbar,
dass die Probleme am Bewegungsapparat (Gonarthrose, lumbovertebragenes
Schmerzsyndrom) in einer körperlich leichten Tätigkeit keine über das attestierte
Ausmass von 20 % hinausgehende Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit verursachen.
Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers geht das Gutachten zudem nicht davon
aus, dass die Gonarthrose und die LWS-Veränderungen erst im Juni 2008 begonnen
haben. Vielmehr legt das Gutachten den Beginn der Arbeitsunfähigkeit in der
angestammten Tätigkeit auf den März 2004 und jene in einer adaptierten Tätigkeit auf
Dezember 2006 fest (act. G 5.1/73.25).
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Nachdem der Beschwerdeführer mit seinen Einwänden nicht durchdringt, ist
vollumfänglich auf das Medas-Gutachten abzustellen.
4.
4.1 Im Weiteren beanstandet der Beschwerdeführer die Berechnung des
Invaliditätsgrades. Gemäss Angaben der letzten Arbeitgeberin hätte das Einkommen im
Jahr 2004 Fr. 5'969.-- pro Monat bzw. Fr. 71'628.-- pro Jahr betragen. Unter
Einberechnung der Nominallohnerhöhung ergebe dies für das Jahr 2008 ein
Valideneinkommen von Fr. 75'797.--. Das Invalideneinkommen gemäss
Einkommensvergleich vom 14. August 2008 gehe von einem Jahreseinkommen von Fr.
58'904.-- aus (richtig: Fr. 59'904.--). Werde davon die attestierte Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit von 50 % abgezogen, ergebe sich ein Invalideneinkommen von Fr.
29'452.-- (richtig: Fr. 29'952.--). Sodann sei ein Teilzeitabzug von 10 % vorzunehmen,
da der Beschwerdeführer in der adaptierten Tätigkeit nur noch teilzeitig arbeitsfähig
wäre. Im Weiteren sei ein zusätzlicher Leidensabzug von 15 % vorzunehmen.
Angesichts der zahlreichen, vielfältigen gesundheitlichen Beeinträchtigungen, die den
Beschwerdeführer sowohl im beruflichen als auch im alltäglichen Leben einschränkten,
sowie unter Berücksichtigung seines Alters, seiner langjährigen Tätigkeit in derselben
Branche und der ausländischen Nationalität sei ein Leidensabzug unabdingbar.
Entscheidend sei zudem, dass der Beschwerdeführer lediglich vier Jahre die
Grundschule besucht habe. Der Leidensabzug sei ursprünglich gerade für Bauarbeiter
konzipiert worden, die keine schwere Arbeit mehr verrichten könnten. Weshalb der
Leidensabzug im Gegensatz zur Verfügung vom 16. Juni 2005 wegfallen sollte, sei
nicht ersichtlich.
Das massgebliche Invalideneinkommen betrage somit Fr. 22'089.-- (richtig: Fr.
22'464.--). Daraus resultiere ein Invaliditätsgrad von 71 % (richtig: 70,4 %) und damit
ein Anspruch auf eine ganze Rente.
4.2 Mit dem Beschwerdeführer ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer in
seinem letzten Anstellungsjahr für das Gesamtjahr einen Lohn von Fr. 5'510.-- X 13 =
Fr. 71'630.-- erzielt hätte (Lohnblatt, act. G 5.1/14.4). Dies stimmt auch mit den von der
Arbeitgeberin gemachten Angaben überein, der Beschwerdeführer hätte im Jahr 2004
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Fr. 5'969.-- (X 12) = Fr. 71'628.-- verdient (act. G 5.1/14.2). Weil davon auszugehen ist,
dass sich Valideneinkommen und Invalideneinkommen in etwa gleich entwickeln, kann
eine teuerungsbedingte Aufwertung bis zum Zeitpunkt des Verfügungserlasses
unterbleiben (Urteil des Versicherungsgerichts vom 16. Januar 2001 [IV 1999/18] E.
4.b). Das Valideneinkommen ist demnach auf Fr. 71'630.-- (2004) festzusetzen.
4.3 Da der Beschwerdeführer nicht mehr arbeitet, ist von der LSE 2004 auszugehen
(privater Sektor, Niveau 4, allgemein). Dieser Wert betrug im Jahr 2004 bei
betriebsüblicher Arbeitszeit Fr. 57'258.-- (IVG-Ausgabe der Informationsstelle AHV/IV).
Nachdem der Beschwerdeführer in einer adaptierten Tätigkeit nur um 20 % - und nicht
um 50 % - eingeschränkt ist, ist nur ein entsprechender Abzug vorzunehmen. Daraus
resultiert ein Betrag von Fr. 45'806.--.
4.4 Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen
Durchschnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn)
allenfalls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass
persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung,
Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und
Beschäftigungsgrad (vgl. LSE 94 S. 51) Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können
(BGE 124 V 321 neues Fenster E. 3b/aa S. 323) und je nach Ausprägung die
versicherte Person deswegen die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem
ausgeglichenen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg
verwerten kann (BGE 126 V 75 neues Fenster E. 5b/aa in fine S. 80). Der Abzug ist
unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen
gesamthaft zu schätzen. Er darf 25 % nicht übersteigen (BGE 126 V 75 neues Fenster
E. 5b/bb-cc S. 80; Urteil 9C_ 368/2009 vom 17. Juli 2009 E. 2.1).
Unterdem Titel Beschäftigungsgrad im Besonderen wird bei Männern, welche
gesundheitlich bedingt lediglich noch teilzeitlich erwerbstätig sein können, ein Abzug
anerkannt. Damit soll dem Umstand Rechnung getragen werden, dass bei Männern
statistisch gesehen Teilzeitarbeit vergleichsweise weniger gut entlöhnt wird als eine
Vollzeittätigkeit (vgl. dazu die nach dem Beschäftigungsgrad differenzierenden Tabellen
in den seit 1994 vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen
Lohnstrukturerhebungen [LSE], zuletzt LSE 06 Tabelle T2* S. 16; SVR 2010 IV Nr. 28 S.
http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=soz&query_words=Leidensabzug+TEilzeit&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F124-V-321%3Ade&number_of_ranks=0#page321 http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=soz&query_words=Leidensabzug+TEilzeit&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F126-V-75%3Ade&number_of_ranks=0#page75 http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=soz&query_words=Leidensabzug+TEilzeit&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F126-V-75%3Ade&number_of_ranks=0#page75
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87, 9C_708/2009, E. 2.1.1; Entscheid des Bundesgerichts vom 21. September 2010
[9C_728/2009] E. 4.1.1).
4.5 Vorliegend strich die Beschwerdegegnerin den mit ursprünglicher Verfügung vom
16. Juni 2005 noch gewährten Leidensabzug von 10 % mit der Begründung, der
Beschwerdeführer könne auch körperlich mittelschwere Tätigkeiten ausüben act. G 5
S. 5). Entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin kann der Beschwerdeführer
jedoch auf Grund seiner Kniebeschwerden nur noch körperlich leichte Tätigkeiten
ausüben (Gutachten Ziff. 5.2; act. G 5.1/73.24). Die Verweigerung eines speziellen
Abzugs stützt sich somit auf eine aktenwidrige Annahme.
Nachdem der Beschwerdeführer ursprünglich als Strassenbauarbeiter schwere
körperliche Arbeit verrichtet hatte, und diese Arbeit auf Grund seiner Beschwerden am
Bewegungsapparat, aber auch auf Grund seiner kardiologischen Beschwerden nicht
mehr ausüben kann, hat er grundsätzlich Anspruch auf einen sogenannten
Leidensabzug. Im Weiteren hat das Bundesgericht in einem Entscheid 9C_728/2009
vom 21. September 2010 seine - wie schon in einem obiter dictum in 9C_708/2009, E.
2.5 angetönt - Praxis weiter aufgeweicht, wonach Vollzeit beschäftigte Männer mit
reduzierter Leistungsfähigkeit keinen Anspruch auf einen Abzug hätten. Im genannten
neuen Entscheid gewährte es einem Beschwerdeführer, der seine 50 %ige
Arbeitsfähigkeit über den ganzen Arbeitstag verteilt erbringen musste, de facto einen
Teilzeitabzug (obwohl es die Frage formal offen lassen konnte). Zur Begründung führte
das Bundesgericht aus, könne die Teilzeitleistung nur verteilt über den ganzen Tag und
nicht beispielsweise vormittags oder nachmittags erbracht werden, sei aus
betriebswirtschaftlicher Sicht (Auslastung des Arbeitsplatzes) eine lohnmässig
relevante Erschwernis für die erwerbliche Verwertung der verbliebenen Arbeitsfähigkeit
anzuerkennen (9C_728/2009 E. 4.3.2). Zwar ist der Beschwerdeführer vorliegend in
adaptierter Tätigkeit nur 20 % eingeschränkt. Trotzdem bleibt nicht einsichtig, weshalb
jemand, der für eine 80 %-Leistung 100 % Zeit braucht, gegenüber einem gesunden
"80 %er" nicht benachteiligt sein soll. Mithin rechtfertigt es sich, auch beim
Beschwerdeführer einen "Teilzeitabzug" vorzunehmen. Gemäss LSE 2006, T2*, S. 16
waren die Männerlöhne bei einem Beschäftigungsgrad von 75 % - 89 % rund 5 %
unterproportional (Beschäftigungsgrad angeglichen Fr. 4'552.-- anstatt Fr. 4'798.--). Da
dem Beschwerdeführer die von der Beschwerdegegnerin vorgeschlagenen Tätigkeiten
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wie leichtere Maschinenbedienungs-, Kontroll-, Sortier-, Prüf- sowie
Verpackungsarbeiten und leichtere Arbeiten bei der Lager- und
Ersatzteilbewirtschaftung möglich sein sollten, ergeben sich keine weiteren noch nicht
berücksichtigten Einschränkungen. Es rechtfertigt sich somit, den Abzug gesamthaft
auf 15 % festzusetzen. Das massgebliche Invalideneinkommen beträgt damit Fr.
38'935.--. Verglichen mit dem massgebenden Valideneinkommen von Fr. 71'630.--
ergibt sich ein Invaliditätsgrad von 45,6 % (1 - [Fr. 38'935.-- : Fr. 71'630.--] X 100).
4.6 Nach dem Gesagten hat der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Viertelsrente
der Invalidenversicherung. Nachdem die Bedingung der mindestens zwölfmonatigen,
durchschnittlich 40 %igen Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit bereits ein
Jahr nach dem Unfall erfüllt war (also am 1. Juni 2002; Art. 29 Abs. 1 lit. b aIVG), ist der
Beginn des Rentenanspruchs in Anwendung von Art. 29 Abs. 2 aIVG in Verbindung mit
Art. 48 Abs. 2 aIVG auf den 1. Januar 2006 festzusetzen.
5.
5.1 In teilweiser Gutheissung der Beschwerde ist die angefochtene Verfügung vom
6. Februar 2009 aufzuheben und dem Beschwerdeführer eine Viertelsrente, beginnend
am 1. Januar 2006, zuzusprechen. Die Sache ist zur Festsetzung der Rentenhöhe an
die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
5.2 Dem Beschwerdeführer wurde die unentgeltliche Prozessführung und
Rechtsverbeiständung mit Präsidialverfügung vom 5. Mai 2009 bewilligt (act. G 6).
Wenn die wirtschaftlichen Verhältnisse des Beschwerdeführers es gestatten, kann er
jedoch zur Nachzahlung der Gerichtskosten, der Auslagen für die Vertretung und der
vom Staat entschädigten Parteikosten verpflichtet werden (Art. 288 Abs. 1 ZPO/SG
i.V.m. Art. 99 Abs. 2 VRP/SG).
5.3 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis
Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--
erscheint als angemessen. Da die Beschwerdegegnerin teilweise unterliegt, hat sie die
Gerichtsgebühr im Umfang von Fr. 400.-- zu bezahlen. Dem im kleineren Umfang
bis
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unterliegenden Beschwerdeführer sind die Gerichtskosten im Restbetrag von Fr. 200.--
zuzüglich die Bar-auslagen für die Stellungnahme der MEDAS Zentralschweiz von Fr.
166.75 (act. G 14.1) aufzuerlegen. Zufolge unentgeltlicher Rechtspflege ist er von der
Bezahlung zu befreien.
5.4 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die teilweise obsiegende beschwerdeführende
Partei Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom
Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der
Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen
(Art. 61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor
Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.--
bis Fr. 12'000.--. Im vorliegenden Fall erscheint im Umfang des teilweisen Obsiegens
eine Parteientschädigung von Fr. 2'400.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer)
als angemessen. Auf Grund der Bewilligung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung
ist überdies der Entschädigungsanspruch des unentgeltlichen Rechtsvertreters
gegenüber dem Staat festzulegen. Die vom Staat geschuldete Entschädigung beläuft
sich auf Fr. 2'800.-- (reduziertes Honorar nach Art. 31 Abs. 3 des Anwaltsgesetzes
[sGS 963.70]). Soweit die Gegenpartei kostenpflichtig ist, kann der Staat auf sie
Rückgriff nehmen (Art. 99 Abs. 2 VRP i.V.m. Art. 282 lit. c ZPO/SG; in der vorliegend
anwendbaren Fassung, vgl. Art. 404 ZPO/CH). Entsprechend ist dem Staat im Betrag
von Fr. 2'400.-- das Rückgriffsrecht auf die Beschwerdegegnerin einzuräumen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP