Decision ID: 370d7659-918e-4d76-aa9e-7c416486264e
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1967,
hielt sich
gemäss ihren Angaben (Urk.
7/50) von 1993 bis 2004 in
Z._
auf
.
Im Jahr 2002 wurde sie Mutter eines Sohnes.
Nach ihrer Rückkehr in die Schweiz
im Jahre 2004 war die Versicherte vorerst in den Jahren 2004 bis 2007 nichterwerbstätig, in den Jahren 2008 bis 2010 hat sie in geringem Umfang eine Erwerbstätigkeit ausgeübt, im Jahre 2011 war sie erneut nichterwerbstätig und ab dem Jahre 2012 hat die Versicherte erneut in geringem Umfang eine Erwerbstätigkeit ausgeübt (
Urk.
7/25).
Am 2
5.
Januar 2016
meldete sich die Versicherte
mit dem Hinweis auf
eine
Epilepsie
bei der Invalidenversicherung zum Leistungs
bezug an
(Urk.
7/
16
Ziff.
6.1
).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Urk. 7/
35
, Urk. 7/
52
)
qualifizierte die
Sozialversi
cherungs
anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
die Versicherte
mit Verfügung vom 3
0.
August 2016 (
Urk.
7/57 =
Urk.
2)
als Nichterwerbstätige beziehungsweise
als eine
im anerkannten Aufgabenbereich des Hau
shalts Tätige und
verneinte einen Anspruch der Versicherten auf Versicherungsleistungen mangels eines
inva
liditätsrelevanten
Gesundheits
schaden
s.
2.
Gegen die Verfügung vom
3
0.
August 2016
(Urk. 2) erhob
die
Versicherte am
6.
September
2016
Beschwerde (Urk. 1) un
d beantragte, diese sei aufzuhe
ben
,
de
r
medizinische Sachverhalt
sei
ergänzend abzuklären
und es sei festzustel
len, dass sie als vollumfänglich Erwerbstätige zu qualifizieren sei
(S.
2).
Mit Beschwerdeantwort vom
1
2.
Oktober
2016 (Ur
k. 6) beantragte die Beschwerde
gegnerin die Abweisung der Beschwerde. Eine Kopie dieser Ein
gabe wurde der Beschwerdeführerin am
9.
Dezember
2016 (Urk. 8) zugestellt.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem
in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind aus
schliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksich
tigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Versicherte mit vollendetem 20. Altersjahr, die vor der Beeinträchtigung ihrer körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit nicht erwerbstätig waren und denen eine Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, gelten nach Art. 5 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung; IVG
in Verbindung mit Art. 8 Abs. 3 ATSG als invalid, wenn eine Unmöglichkeit vorliegt, sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen. Art. 7 Abs. 2 ATSG ist sinngemäss anwendbar. Demnach sind für die Beurteilung des Vor
liegens einer Erwerbsunfähigkeit ausschliesslich die Folgen der gesundheitli
chen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist.
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1
IVG
aufgrund eines
Einkommensver
gleichs
zu be
stimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach
Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Einglie
derungsmassnahmen durch eine ihr zumut
bare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Inva
lideneinkom
men
)
, in
Beziehung ge
setzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkom
men
). Der Einkommensver
gleich
hat in der Regel in der Weise zu
erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen
Erwerbseinkom
men ziffernmässig m
öglichst genau ermittelt und ei
nander gegen
übergestellt wer
den, worauf sich aus der Einkommensdifferenz
der Invaliditätsgrad bestim
men lässt (allge
meine Methode des Einkommensver
gleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.
4
Bei nichterwerbstätigen Versicherten, die im Aufgabenbereich tätig sind und denen eine Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, wird für die Bemessung der Invalidität in Abweichung von
Art.
16 ATSG darauf abge
stellt, in welchem Masse sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen.
Art.
7
Abs.
2 ATSG ist sinngemäss anwendbar (
Art.
28a
Abs.
2 IVG in Verbindung mit
Art.
8
Abs.
3 ATSG; spezifische Methode; statt vieler BGE 130 V 97 E. 3.3.1). Als Aufgabenbereich der im Haushalt tätigen Versicherten gelten insbesondere die übliche Tätigkeit im Haushalt, die Erziehung der Kinder sowie gemeinnützige und künstlerische Tätigkeiten (
Art.
27 IVV).
1.5
Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufga
benbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach Art. 28a Abs. 2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der
Erwerbstätigkeit oder der unent
geltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegat
tin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (Art. 28a Abs. 3 IVG; gemischte Methode der
Invaliditätsbemes
sung
).
Nach der Gerichts- und Verwaltungspraxis wird
zunächst der Anteil der Erwerbs
tätigkeit und derjenige der Tätigkeit im Aufgabenbereich (so unter anderem im Haushalt) ermittelt; die Frage, in welchem Ausmass die versi
cherte Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung erwerbstätig wäre, beurteilt sich mit Rücksicht auf die gesamten Umstände, so die persönlichen, familiären, sozi
alen und erwerblichen Verhältnisse. Im Rahmen der gemischten Methode bestimmt sich die Invalidität dadurch, dass im
Erwerbs
bereich
ein Einkommens- und im Aufgabenbereich ein Betätigungsvergleich vorgenommen wird, wobei sich die Gesamtinvalidität aus der Addierung d
er in beiden Bereichen ermittel
ten und gewichteten
Teilinvaliditäten
ergibt (BGE 130 V 393 E. 3.3 mit Hin
weisen; vgl. BGE 134 V 9).
1.
6
Sowohl im Rahmen einer erstmaligen Prüfung des Rentenanspruches als auch anlässlich einer Rentenrevision (
Art.
17
Abs.
1 ATSG) stellt sich unter dem Gesichtspunkt des
Art.
28a
Abs.
3 IVG in Verbindung mit
Art.
16 und 7
Abs.
2 ATSG die Frage nach der anwendbaren
Invaliditätsbemessungsme
thode
.
Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig einzustufen ist, führt je zur Anwendung einer anderen Methode der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich,
Betätigungsver
gleich
, gemischte Methode) und ergibt sich aus der Prüfung, was die Person bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde. Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet wer
den könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch, das heisst ohne Gesundheitsschaden, aber bei sonst gleichen Verhältnissen, erwerbstätig wäre (
Art.
27
bis
der Verordnung über die Invalidenversicherung, IVV
). Die
gemischte Methode bezweckt damit eine möglichst wirklichkeitsgerechte Bemessung des Invaliditätsgrades (BGE 133 V 504 E. 3.3 mit Hinweisen).
Die Statusfrage beurteilt sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben. Dabei sind die konkrete Situation und die Vorbringen der versicherten Person nach Massgabe der allgemeinen Lebenserfahrung zu würdigen. Für die hypotheti
sche Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Erwerbstätigkeit ist der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich (
BGE 137 V 334
E. 3.2,
130 V 393
E. 3.3,
125 V 146
E. 2c, je mit Hinweisen).
Bei im Haushalt tätigen Versicherten im Besonderen (vgl.
Art.
27 IVV) sind die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigungen und Begabungen zu berücksichtigen (Urteil des Bundesgerichts 9C_915/2012 vom 1
5.
Mai 2013 mit Hinweisen auf BGE 133 V 504 E. 3.3).
Die gemischte Methode findet auch Anwendung, wenn der (in einem Aufgabenbereich tätigen) versicherten Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung eine vollzeitliche Erwerbstätigkeit zumutbar wäre, sie aber trotzdem eine solche nicht ausüben würde (vgl. BGE 133 V 504 E. 3.3 in
fine
). Ist jedoch anzunehmen, die versicherte Person wäre ohne gesundheitliche Beeinträchtigung teilerwerbstätig oder sie arbeitete unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mit, ohne daneben in einem andern Aufgabenbereich nach
Art.
5
Abs.
1 IVG
tätig zu sein, ist die Invalidität ausschliesslich nach den Grundsätzen für Erwerbstätige, somit nach
Art.
16 ATSG zu bemessen (
Art.
28a
Abs.
3 e
contrario
). Die gemischte Methode gelangt hier ebenso wenig zur Anwendung wie bei ohne Gesundheitsschaden voll Erwerbstätigen (
Art.
27
bis
IVV). Das
Valideneinkommen
ist nach Massgabe der ohne Gesundheitsschaden ausgeübten Teilerwerbstätigkeit festzulegen. Entscheidend ist, was die versicherte Person als Gesunde tatsächlich an Einkommen erzielen würde, und nicht, was sie bestenfalls verdienen könnte. Wäre sie gesundheitlich in der Lage, voll erwerbstätig zu sein, reduziert sie aber das Arbeitspensum aus freien Stücken, insbesondere um mehr Freizeit zu haben, oder ist die Ausübung einer Ganztagestätigkeit aus Gründen des Arbeitsmarktes nicht möglich, hat dafür nicht die Invalidenversicherung einzustehen (
BGE 125 V 157
E. 5c/
bb
mit Hinweisen; ZAK 1992 S. 92 E. 4a). Das Invalideneinkommen bestimmt sich entsprechend den gesetzlichen Vorgaben
danach, was die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine
ihr zumutbare
Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte. Dabei kann das – vom Arzt festzulegende – Arbeitspensum unter Umständen grösser sein als das ohne gesundheitliche Beeinträchtigung geleistete (vgl. BGE 131 V 51 E. 5.1.2).
Bei der Bestimmung der im konkreten Fall anwendbaren
Invaliditätsbe
messungsmethode
und damit der Beantwortung der entscheidenden
Status
frage
handelt es sich um eine hypothetische Beurteilung, die auch hypothe
tische Willensentscheidungen der versicherten Person berücksichtigen muss. Dies gilt auch für die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung erwerbstätig wäre. Diese inneren Tatsachen sind indessen einer direkten Beweisführung nicht zugänglich und müssen in aller Regel aus äusseren Indizien erschlossen werden. Die Beurteilung hypo
thetischer Geschehensabläufe ist eine Tatfrage, soweit sie auf
Beweiswürdi
gung
beruht, selbst wenn darin auch Schlussfolgerungen aus der allgemeinen Lebenserfahrung mitberücksichtigt werden. Rechtsfragen sind hingegen Fol
gerungen, die ausschliesslich – losgelöst vom konkreten Sachverhalt – auf die allgemeine Lebenserfahrung gestützt werden oder die Frage, ob aus fest
gestellten Indizien mit Recht auf bestimmte Rechtsfolgen geschlossen worden ist (vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_287/2013 vom
8.
November 2013 E.
3.5
und 8C_511/2013 vom 3
0.
Dezember 2013, je
mit Hinweisen).
1.7
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 %
besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreivier
telsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.8
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis
der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medi
zinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung vom 3
0.
August 2016 (
Urk.
2) davon aus, dass die Beschwerdeführerin als „Haus
frau“ beziehungsweise als im Aufgabenbereich Haushalt Tätige zu qualifi
zieren sei
(S. 3
), und dass, da
die gesundheitlichen
Beeinträchtigungen den Aufgaben
bereich
nicht tangierten (S. 2), ein invaliditätsrelevanter
Gesund
heitsschaden
nicht ausgewiesen sei (S. 3).
2.2
Die Beschwerdeführerin bringt
hiegegen
vor, dass sie
in den letzten Jahren verschiedene Erwerbstätigkeiten ausgeübt habe, weshalb sie
als voll Erwerbstätige zu qualifizieren sei (
Urk.
1 S. 7), und dass der Sachverhalt in Bezug auf die Frage nach einer Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit aus gesundheitlichen Gründen bis anhin nicht rechtsgenügend abgeklärt worden sei (
Urk.
1 S. 9).
3.
3.1
V
orerst gilt es im Hinblick auf die Bemessung des Invaliditätsgrades die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit
massgebende medizinische Aktenlage
zu prüfen
.
3.2
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, führte in seinem Bericht vom
5.
Februar 2016 (
Urk.
7/24/6) aus, dass
aus internistischer Sicht kein invalidisierender Gesundheitsschaden bestehe, und dass er nicht beurteilen können, inwiefern die Beschwerdeführerin aus neurologischer Sicht durch eine Epilepsie und aus psychiatrischer Sicht durch psychische Beschwerden in ihrer Gesundheit beeinträchtigt werde.
3.3
Dr.
med.
B._
, Fachärztin für
Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie,
stellte in ihrem Bericht vom
1.
März 2016 (
Urk.
7/29) die folgenden Diagnosen (
Ziff.
1.1):
Status nach depressiver Episode ab 1
1.
Juli 2014
adulte Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS)
Bei der Beschwerdeführerin seien seit 1978 epileptische Potenziale vorhan
den und es sei eine Intelligenzminderung festgestellt worden (Ziff.1.4). Im Jahre 2014 sei die Beschwerdeführerin, welche zu dieser Zeit bei einer
Spitexorganisation
gearbeitet habe, infolge von Meinungsverschiedenheiten mit ihrer Vorgesetzten depressiv geworden (
Ziff.
1.4). Sie habe dann bis Herbst 2015 (
Urk.
7/29/5)
an
einer mittelschweren depressiven Episode gelit
ten (
Ziff.
1.4).
Nach
Abklingen der depressiven Episode werde die Beschwer
deführerin dadurch auf längere Sicht nicht mehr eingeschränkt. Da die Beschwerdeführerin keine Arbeit gehabt habe, sei eine medikamentöse The
r
apie der ADHS bis anhin nicht durchgeführt worden
. Im Haushalt
bestünden keine Einschränkungen
. Die Beschwerdeführerin leide unter kognitiven Ein
schränkungen im Sinne einer verminderten Intelligenzleistung, eine
r
redu
zierte
n
visuelle
n
und auditive
n
Wahrnehmungsstörung und unter einem reduzierten Arbeitsgedächtnis, weshalb die Ausübung einer Erwerbstätigkeit
lediglich
in eingeschränktem Umfang sinnvoll sei. Die
Beurteilung, welche
Tätigkeit
der Beschwerdeführerin zuzumuten sei,
richte sich nach der Schwere
ihrer
epileptischen Krankheit (
Ziff.
1.11).
3.4
Dr.
med.
C._
, Facharzt für Neurologie,
diagnostizierte mit Bericht vom 2
9.
September 2015 (
Urk.
7/31/11-12) eine Epilepsie, bislang unklarer Genese (kryptogen) mit komplexen fokalen und vereinzelt sekundär generalisierten tonisch-klonischen Anfällen, und erwähnte, dass die
Beschwerdeführerin
vom 2
6.
bis 2
8.
August 2015 unter drei Anfällen gelitten habe (S. 1). Hinweise auf Nebenwirkungen der antiepileptischen Medikation mit
Oxcarbazeptin
bestünden keine (S. 2).
Am 1
1.
Dezember 2015 erwähnte
Dr.
C._
, dass bei der Beschwerdeführerin in letzter Zeit vermehrt Anfälle aufgetreten seien. Hierbei handle es sich um komplex-fokale beziehungsweise um Temporallappenanfä
lle
(
Urk.
7/31/9-10 S. 1).
Mit Bericht vom 1
1.
März 2016 (
Urk.
7/31/5-6) stellte
Dr.
C._
die folgen
den Diagnosen (S. 1):
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
vermutlich symptomatische Epilepsie mit komplex-fokalen und generalisierten tonisch-klonischen Anfällen, bislang
pharmakothera
pierefraktär
, bestehend seit vielen Jahren
Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
Vitamin D-Mangel unter Intelligenzminderung (neuropsychologische Testung 1988), bestehend seit Jahren
Dr.
C._
erwähnte, dass ihm die zuletzt ausgeübte Tätigkeit
der Beschwerde
führerin
nicht bekannt sei, dass aus neurologisch-
epileptologischer
Sicht indes eine dauerhafte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit nicht bestehe (S. 2).
3.5
Die Ärzte der
D._
, Klinik
E._
,
führten in ihrem Bericht vom 1
3.
Juni 2016 (
Urk.
7/51) aus, das die Beschwerdeführerin
an
einer vermutlich fokalen Epilepsie mit komplex-fokalen und vermutlich generalisierten tonisch-klonischen Anfällen sowie
a
n
einer Intellige
nz
minderung (neuropsychologische Untersuchung vom 1
1.
Juli 1988) leide. Die Diagnose der Epilepsie sei bereits zu Beginn der 1980er-Jahre gestellt worden, wobei eine vermutlich fokale Epilepsie seit 1978 bestanden habe (S. 1). Hinsichtlich der im Jahre 1988 festgestellten Intelligenzminderung sei eine erneute neuropsychologische Testung angezeigt. Im Rahmen der Epilepsie bestehe eine qualitative Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Der Beschwerdeführerin seien Arbeiten an gefährlichen Maschinen, auf Leitern und Gerüsten sowie in anderen Gefahrenbereichen sowie
Arbeiten
, welche das Führen eines Motorfahrzeuges erforderten, nicht zuzumuten. Sodann könne die Beschwerdeführerin
Tätigkeiten
, welche die alleinige Betreuung und Beaufsichtigung von Schutzbefohlenen beinhalten, nicht aus
üben. Der Beschwerdeführer
in
sei aus epidemiologischer Sicht
jedoch
die Ausübung angepasster Tätigkeiten, beispielsweise Tätigkeiten im administrativen Bereich, in uneingeschränktem Umfang zuzumuten (S. 2).
4.
4.1
Den erwähnten medizinischen Akten lässt sich entnehmen,
dass die Beschwerdeführerin
gemäss der Beurteilung durch die Ärzte der Klinik
E._
seit dem Jahre 1978 unter
einer vermutlich fokalen Epilepsie mit komplex-fokalen und vermutlich generalisierten tonisch-klonischen Anfällen sowie
unter
einer Intelligenz
minderung
leidet
(vorstehend E.
3.5
), und dass im Jahre 2015 gemäss der Beurteilung durch
Dr.
C._
vermehrt epileptische Anfälle auftraten (vorstehend E.
3.4
).
Gemäss der übereinstimmenden Beur
teilung durch die Ärzte der Klinik
E._
und
Dr.
C._
besteh
t
auf Grund der Epilepsie in behinderungsangepassten Tätigkeiten, wie beispielsweise Tätigkeiten im administrativen Bereich, eine uneingeschränkte Arbeitsfähig
keit.
4.2
Daneben
leidet
die Beschwerdeführerin gemäss der Beurteilung durch
Dr.
B._
u
nter einer adulten ADHS und hat
nach
Differenzen mit ihrer Vorgesetzten
in der Zeit
vom Juli 2014 bis Herbst 2015 unter einer mittel
schweren depressiven Episode
gelitten
.
Gemäss der Beurteilung durch
Dr.
B._
vom
1.
März 2016
wird
die Arbeitsfähigkeit der Beschwerde
führerin nach Abklingen der depressiven Episode im Herbst 201
4 nicht mehr
durch die depressive Episode
beeinträchtigt. Auf eine Behandlung der adul
ten ADHS sei verzichtet worden, weil die Beschwerdeführerin
, welche keine Erwerbstätigkeit ausgeübt habe,
dadurch
im Aufgabenbereich Haushalt nicht beeinträchtigt worden sei. Die
Beschwerdeführerin
werde
jedoch
durch kog
nitive
Einschränkungen im Sinne einer verminderten Intelligenzleistung, eine
r
reduzierte
n
visuelle
n
und auditive
n
Wahrnehmungsstörung und
eines
reduzierten Arbeitsgedächtnis
ses in der Ausübung einer Erwerbstätigkeit beeinträchtigt (vorstehend E.
3.3
).
5.
5.1
G
emäss der Beurteilung durch die Ärzte der Klinik
E._
leidet
die Beschwer
deführerin seit dem Jahre 1978 a
n einer vermutlich fokalen Epilepsie mit komplex-fokalen und vermutlich generalisierten tonisch-klonischen Anfälle
n sowie unter einer Intelligenz
minderung (vorstehend E.
3.5
), und gemäss der Beurteilung durch
Dr.
C._
traten im Jahre 2015
vermehrt epileptische Anfälle auf (vorstehend E.
3.4
). Gemäss der übereinstimmenden Beurteilung durch die Ärzte der Kli
nik
E._
und
Dr.
C._
besteht
auf Grund der Epilepsie in behinderungsangepassten Tätigkeiten, wie beispielsweise Tätigkeiten im administrativen Bereich, eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit. Daneben
leide
t
die Beschwerdeführerin gemäss der Beurtei
lung durch
Dr.
B._
vom
1.
März 2016 unter einer adulten ADHS. Auf Grund von Differenzen mit ihrer Vorgesetzten habe sie sodann in der Zeit vom Juli 2014 bis Herbst 2015 unter einer mittelschweren depressiven Epi
sode gelitten, welche nach diesem Zeitraum ihre Arbeitsfähigkeit nicht mehr beeinträchtig
t habe
. Die Beschwerdeführerin werde indes durch kognitive Einschränkungen im Sinne einer verminderten Intelligenzleistung, einer reduzierten visuellen und auditiven Wahrnehmungsstörung und eines reduzierten Arbeitsgedächtnisses in ihrer Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt (vor
stehend E.
3.3
).
5.2
Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vor
instanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
). Gemäss der Rechtsprechung ist eine Rückweisung an die IV-Stelle
möglich, wenn sie in der notwendigen Erhebung einer bisher vollständig ungeklärten Frage begründet ist, oder wenn lediglich eine Klarstellung, Prä
zisierung oder Ergän
zung von gutachtlichen Ausführungen erforderlich ist (BGE 137 V 210 E. 4.4.1.4 mit Hinweisen).
5
.3
Den medizinischen Akten lässt sich entnehmen, dass
die Beschwerdeführerin seit dem Jahre 1988 unter einer Intell
igenzminderung leidet. Es befin
den sich diesbezüglich indes keine echtzeitlichen medizinischen Unterlagen bei den Akten
,
obwohl die
Ärzte der Klinik
E._
diesbezüglich
eine erneute neu
ropsychologische Testung als angezeigt
erachteten
.
Sodann
wurde
die Beschwerdeführerin in psychischer Hinsicht gemäss der Beurteilung durch
Dr.
B._
durch kognitive Einschränkungen im Sinne einer verminderten Intelligenzleistung, einer reduzierten visuellen und auditiven
Wahrneh
mungsstörung
und eines reduzierten Arbeitsgedächtnisses in ihrer Arbeitsfä
higkeit beeinträchtigt
. Auf Grund der vorliegenden Akten können die Fragen nach einer Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit aus psychischen
Gründen
sowie auf Grund einer Intelligenzminderung
oder
adulten ADHS nicht abschliessend beantwortet werden.
5.4
5.4.1
Der Sachverhalt erscheint vorliegend auch in Bezug auf
die
Statusfrage beziehungsweise die Frage, in welchem Umfang die Beschwerdeführerin als Erwerbstätige und als im Aufgabenbereich des Haushalts Tätige
zu qualifi
zieren ist, nicht als rechtsgenügend abgeklärt
5.4.2
Den Akten lässt sich immerhin entnehmen, dass die Beschwerdeführerin nach ihrer Rückkehr aus
Z._
im Jahre 2004 während den Jahren 2004 bis 2007 keine Erwerbstätigkeit ausgeübt hat und
in den
Jahre
n
2008
bis 2010
jeweils in geringem Umfang von einigen Monaten und bei geringem Verdienst in teilzeitlichem Umfang Erwerbstätigkeiten ausgeübt hat.
Im Jahre 2011 war sie
erneut nichterwerbstätig
und hat
ab dem Jahre 2012 erneut in geringem Umfang Erwerbstätigkeit
en
ausgeübt (
Urk.
7/25).
Den Akten ist sodann zu entnehmen, dass die Beschwerdeführer
in
wiederholt
erklärte
,
ohne
Gesund
heitsschaden
eine vollzeitliche Erwerbstätigkeit ausüben zu wollen
(Urk. 7/52/1-9 S. 6,
Urk.
1 S. 7).
5.4.3
In Würdigung der gesamten
Umstände
ist der Beschwerdegegnerin nicht zu folgen, wenn sie in der angefochtenen Verfügung (
Urk.
2) bei der Beurteilung der Statusfrage davon ausging, dass die Beschwerdeführerin ohne
Gesund
heitsschaden
vollumfänglich als im Aufgabenbereich Haushalt Tätige zu qualifizieren sei.
Des Weitern kann
auch der Beschwerdeführerin nicht
gefolgt werden, wenn sie beschwer
deweise (
Urk.
1 S. 7) vorbringt
, dass sie ohne Gesundheitsschaden vollumfänglich und mithin im Umfang eines
voll
zeitlichen
Arbeitspensums eine Erwerbstätigkeit ausüben würde.
Den Akten lässt sich jedoch nicht mit
hinreichender
Gewissheit entnehmen, in welchem Umfang die Beschwerdeführerin bisher aus gesundheitlichen Gründen in der Ausübung einer Erwerbstätigkeit beeinträchtigt war und in welchem Umfang sie aus anderen Gründen bisher auf die Ausübung einer vollzeitlichen Erwerbstätigkeit verzichtete und eine solche lediglich in sehr geringem Umfang ausübte.
In Würdigung der Aktenlage und der gesamten Umstände
ist
jedoch zumindest
davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin bei Gesundheit in einem gewissen Umfang eine
teilzeitliche
Erwerbstätigkeit ausüben und ihm restlichen Umfang sich entweder dem Aufgabenbereich des Haushalts beziehungsweise d
er Betreuung ihres im Jahre 2002
geborenen Sohnes (Urk. 7/4/1) oder
Freizeitaktivitäten
widmen würde.
5.4.
4
Diesbezüglich gilt
es, w
ie bereits erwähnt (vorstehend E.
1.6
)
, die Rechtspre
chung zu beachten
,
nach der
bei teilzeitlich Erwerbstätigen, welche
in einem Teilzeitpensums erwerbstätig sind
,
um mehr Freizeit zu haben und nicht, um die Haushaltführung wahrnehmen zu können, die Invalidität nicht nach der gemischten Methode, sondern nach den Grundsätzen für Erwerbstätige zu bemessen
ist
, weil in dieser Konstellation gar kein anerkannter Aufgaben
bereich vorliegt (Urteil des Bundesgerichts 8C_846/2015 vom
3.
Juni 2016 E.
5.2; BGE 131 V 51).
Die
Invalidität bei einer hypothetisch im
Gesund
heitsfall
lediglich teilerwerbstätigen versicherten Person ohne Aufgabenbe
reich im Sinne von
Art.
27 IVV
bemisst sich daher
nach der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs oder einer Untervariante davon (
Schät
zungs
- oder Prozentvergleich, ausserordentliches Bemessungsverfahren
; BGE 131 V 51
). Dabei ist das
Valideneinkommen
nach Massgabe der ohne Gesundheitsschaden ausgeübten Teilerwerbstätigkeit festzulegen, wobei ent
scheidend ist, was die versicherte Person als Gesunde tatsächlich an Ein
kommen erzielen würde, und nicht, was sie bestenfalls verdienen könnte. Wäre sie gesundheitlich in der Lage, voll erwerbstätig zu sein, reduziert sie aber das Arbeitspensum, um mehr Freizeit zu haben, hat dafür nicht die Invalidenversicherung einzustehen. Das Invalideneinkommen bestimmt sich entsprechend den gesetzlichen Vorgaben danach, was die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und Durchführung allfälliger Eingliederungs
massnahmen durch eine
ihr zumutbare
Tätigkeit bei ausgeglichener
Arbeits
marktlage
erzielen könnte. Dabei kann das - ärztlich festzulegende -
Arbeits
pensum
unter Umständen grösser sein als das ohne gesundheitliche Beeinträchtigung gel
eistete (BGE 131 V 51 E. 5.1.2).
5.4.5
Da die Praxis gemäss BGE 131 V 51 unter anderem zu einer mit dem
Rechts
gleichheitsgebot
nicht zu vereinbarenden Bevorzugung Teilerwerbstätiger ohne einen anerkannten Aufgabenbereich gegenüber Teilerwerbstätigen mit einem anerkannten Aufgabenbereich führte,
hat das Bundesgericht in BGE 142 V 290
präzisiert, dass fortan bei teilerwerbstätigen Versicherten ohne Aufgabenbereich die anhand der Einkommensvergleichsmethode (
Art.
16 ATSG) zu ermittelnde Einschränkung im allein versicherten erwerblichen Bereich proportional - im Umfang der hypothetischen Teilerwerbstätigkeit - zu berücksichtigen ist. Der Invaliditätsgrad entspricht der proportionalen Einschränkung im erwerblichen Bereich und kann damit den versicherten Bereich, welcher durch das hypothetische Teilzeitpensum definiert wird, nicht übersteigen. Denn andernfalls könnte ein das hypothetische erwerbliche Pensum übersteigender Invaliditätsgrad resultieren, womit indirekt
unzuläs
sigerweise
eine Einschränkung in den weder Erwerbs- noch Aufgabenbereich darstellenden, nicht versicherten Freizeitaktivitäten mitentschädigt würde (
BGE 142 V 290
E. 6.4 ff.
; Urteil des Bundesgerichts 8C_846/2015 E. 6.3
).
5.5
Insgesamt lässt sich somit auf Grund der vorhandenen Akten die zentrale Frage nach dem Umfang der von der Beschwerdeführerin ohne
Gesundheits
schaden
ausgeübten Erwerbstätigkeit beziehungsweise die Frage nach ihrer Qualifikation als teil- oder vollzeitlich Erwerbstätige beziehungsweise als im Aufgabenbereich des Haushalts Tätige nicht abschliessen
d
beantworten.
6.
6.1
Nach dem Gesagten bestehen diverse wesentliche Unklarheiten in medizini
scher Hinsicht betreffend
der
Arbeitsfähigkeit
in zumutbaren,
behinderungs
angepassten
Tätigkeiten
sowie betreffend den Krankheitsverlauf seit
der Rückkehr der Beschwerdeführerin aus
Z._
im Jahre 2004
, was insbesondere für die strittige Frage der
sozialversicherungsrechtli
chen Qualifikation und der Höhe des
Valideneinkommens
Bedeutung haben wird.
Da
die Frage nach dem Umfang
der hypothetischen Arbeitsfähig
keit der Beschwerdeführerin in zu
mutbaren behinderungsange
passten Tätigkeiten zum Zeitpunkt des Erlasses der Verfügung vom 3
0.
August 2016 (Urk. 2) sowie die Statusfrage bisher im Wesentlichen ungeklärt geblieben sind,
ist die Sache an die Beschwerde
gegnerin zurückzuwe
isen
, damit sie den Sachverhalt diesbezüg
lich ergänzend abkläre,
zumal
die Beschwerdegegnerin
bisher
trotz bestehen
der Unklarheiten
weder ein ärztliches Gutachten noch eine
Haushaltabklä
rung
veranlasst
hatte
.
6.2
Die Beschwerde
gegnerin wird dabei sinnvollerweise eine psychiatrische
,
neu
rologische beziehungsweise
epileptologische
und neuropsychologische
Begutachtung der Be
schwerdeführerin
sowie eine
Haushaltabklärung
veran
lassen und anschliessend
auch die Frage, ob und allenfalls in welchem Umfang die Beschwerdeführer
in ohne Gesundheits
schaden eine Erwerbstä
tigkeit ausüben, in welchem restlichen Umfang sie im Haushalts
beziehungs
weise
in der Kinderbetreuung
und/oder im Rahmen von Freizeitaktivitäten
tätig
sein
würde, neu prüfen und anschliessend über den Rentenanspruch der Beschwerdeführerin neu verfügen.
In diesem Sinne ist die Beschwerde daher gutzuheissen.
7
.
Gemäss
Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das
Beschwerdeverfahren vor dem kan
tona
len Versicherungsgericht bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Ver
weigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die
Kosten sind nach dem Verfahrens
aufwand und unabhängig vo
m Streitwert unter Berücksichti
gung des gesetzlichen Rahmens (Fr. 20
0.-- bis Fr. 1'000.--) auf Fr. 6
00.-- fest
zu
setzen
und aus
gangsgemäss
der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.