Decision ID: 11d18f23-26de-584d-be30-ac16e18e0e1a
Year: 2007
Language: de
Court: SG_VWEK
Chamber: SG_VWEK_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt:
A.- X.Y. besitzt den Führerausweis für Personenwagen seit dem 10. Januar 2002.
Wegen Überschreitens der zulässigen Höchstgeschwindigkeit war er im Jahr 2004
verwarnt worden. Eine weitere Geschwindigkeitsüberschreitung im Jahr 2005 zog einen
Führerausweisentzug von einem Monat nach sich.
B.- X.Y. lenkte am Donnerstag, 6. April 2006, um 06.27 Uhr, den Personenwagen
"Mazda", auf der X-strasse in U. in Richtung Bahnhof, wo er von der Polizei zur
Kontrolle angehalten wurde. Gemäss Polizeirapport wurde dabei festgestellt, dass die
Frontschreibe lediglich auf einer Fläche von rund einem Viertel vom Schnee befreit
gewesen sei und die restlichen Scheiben praktisch vollständig mit Schnee bedeckt
gewesen seien.
C.- Mit Strafbescheid des Untersuchungsamtes G. vom 20. September 2006 wurde
X.Y. wegen Beeinträchtigung der Betriebssicherheit in Anwendung von Art. 93 Ziff. 1
Abs. 1 SVG zu einer Busse von Fr. 600.-- verurteilt. Diese Verfügung erwuchs
unangefochten in Rechtskraft.
D.- Aufgrund dieses Vorfalls entzog das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt des
Kantons St. Gallen, Abteilung Personenzulassung, X.Y. den Führerausweis mit
Verfügung vom 10. Januar 2007 in Anwendung von Art. 29 SVG und Art. 57 Abs. 2 VRV
in Verbindung mit Art. 16c Abs. 1 lit. a und Abs. 2 lit. b SVG für die Dauer von sechs
Monaten.
E.- Mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 25. Januar 2007 erhob X.Y. gegen diese
Verfügung Rekurs bei der Verwaltungsrekurskommission mit dem Antrag auf Reduktion
der Entzugsdauer auf vier Monate, unter Kosten- und Entschädigungsfolge.
Mit Vernehmlassung vom 21. Februar 2007 beantragte die Vorinstanz die Abweisung
des Rekurses.
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Im Rahmen der Rekursbearbeitung wurden die Originalakten des Strafverfahrens
beigezogen, was den Parteien zur Kenntnis gebracht wurde.
Auf die von den Parteien zur Begründung ihrer Anträge gemachten Ausführungen
sowie die Akten wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen
eingegangen.

Erwägungen:
1.- Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die
Verwaltungsrekurskommission ist zum Sachentscheid zuständig. Die Befugnis zur
Rekurserhebung ist gegeben. Der Rekurs vom 25. Januar 2007 ist rechtzeitig
eingereicht worden. Er erfüllt in formeller und inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen
Anforderungen (Art. 41 lit. e, 45, 47 und 48 des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt: VRP). Auf den Rekurs ist einzutreten.
2.- Umstritten ist, ob das Führen eines Fahrzeugs mit verschneiten Scheiben am 6.
April 2006 als schwere oder mittelschwere Verkehrsregelverletzung zu qualifizieren ist.
a) Der Rekurrent macht zur Hauptsache geltend, entgegen der Behauptung der
Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung existiere keine klare Bundesgerichtspraxis,
wonach das Lenken eines Fahrzeugs in nicht betriebssicherem Zustand (verschneite
Schreiben) in jedem Fall eine schwere Verkehrsregelverletzung darstelle. Das
Bundesgericht habe vielmehr festgehalten, dass eine nächtliche Fahrt mit lediglich
einem kleinen Guckloch in der Frontscheibe von 20 bis 30 cm eine mittelschwere
Verkehrsregelverletzung darstelle. Der vorliegende Fall sei mit dem erwähnten
Bundesgerichtsentscheid vergleichbar. Ob die Seitenscheiben in jenem Fall eisfrei
gewesen seien, lasse sich dem Bundesgerichtsentscheid nicht entnehmen. Dies sei
jedoch sehr wahrscheinlich nicht so gewesen. Der Rekurrent habe vorliegend die
vorderen Seitenscheiben gereinigt gehabt. Diese seien schneefrei gewesen und es
habe sich nur noch ein minder durchsichtiger Eisfilm darauf befunden. Deshalb habe er
die vorderen Seitenscheiben während der gesamten Fahrt gänzlich geöffnet gehabt.
Damit habe er deren Beschlagen vermeiden können. Seitlich sei die Sicht daher
vollkommen frei gewesen. Die Frontscheibe sei auf der Fahrerseite zur Hälfte gereinigt
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gewesen. Abgesehen von der Seite auf der Beifahrer-Hälfte sei die Sicht gewährleistet
gewesen. Folglich sei dieser Fall weniger schwer wiegend als der vom Bundesgericht
beurteilte. In strafrechtlicher Hinsicht sei dem Rekurrenten zu Recht nicht Art. 90 Ziff. 2
SVG zur Last gelegt worden. Die Verwaltungsbehörden seien grundsätzlich nicht an die
rechtliche Qualifikation des Sachverhalts durch den Strafrichter gebunden. Mit
Entscheid vom 30. August 2006 habe die Verwaltungsrekurskommission in einem
ähnlich gelagerten Fall auf eine mittelschwere Verkehrsregelverletzung geschlossen.
Allein die Tatsache, dass der Rekurrent in Anwendung von Art. 93 Ziff. 1 und nicht von
Art. 93 Ziff. 2 SVG verurteilt worden sei, dürfe bei gleichem Sachverhalt nicht zu einer
härteren Sanktionierung führen.
Die Vorinstanz anerkennt in ihrer Vernehmlassung, dass es keine Bundesgerichtspraxis
gebe, wonach ein Vorfall mit vereisten Scheiben stets als schwere Verkehrsgefährdung
zu beurteilen sei. Der Strafrichter habe jedoch die Verkehrsregelverletzung als
Vergehen qualifiziert und damit deren besondere Schwere und vorsätzliche Begehung
unterstrichen. Das Verschulden sei zweifellos gross und die Verkehrsgefährdung
ebenso. Es liege insgesamt eine schwere Widerhandlung vor, die wegen der
Rückfallbestimmung einen Mindestentzug von sechs Monaten nach sich ziehe.
b) Gemäss Art. 16 Abs. 2 des Strassenverkehrsgesetzes (SR 741.01, abgekürzt: SVG)
wird nach Widerhandlungen gegen die Strassenverkehrsvorschriften, bei denen das
Verfahren nach dem Ordnungsbussengesetz vom 24. Juni 1970 ausgeschlossen ist,
der Lernfahr- oder Führerausweis entzogen oder eine Verwarnung ausgesprochen. Das
Gesetz unterscheidet zwischen leichten (Art. 16a SVG), mittelschweren (Art. 16b SVG)
und schweren Widerhandlungen (Art. 16c SVG). Eine leichte Widerhandlung begeht,
wer durch Verletzung von Verkehrsregeln eine geringe Gefahr für die Sicherheit anderer
hervorruft und ihn dabei nur ein leichtes Verschulden trifft (Art. 16a Abs. 1 lit. a SVG).
Eine mittelschwere Widerhandlung begeht, wer durch Verletzung von Verkehrsregeln
eine Gefahr für die Sicherheit anderer hervorruft oder in Kauf nimmt (Art. 16b Abs. 1 lit.
a SVG). Ist die Verletzung der Verkehrsregeln grob und wird dadurch eine ernstliche
Gefahr für die Sicherheit anderer hervorgerufen oder in Kauf genommen, ist die
Widerhandlung schwer (Art. 16c Abs. 1 lit. a SVG).
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aa) Im Gegensatz zur bundesgerichtlichen Rechtsprechung zum bis am 31. Dezember
2004 geltenden Recht (vgl. BGE 125 II 561 ff.) räumen die neuen
Warnungsentzugsbestimmungen der Schwere der Verkehrsgefährdung wieder eine
eigenständige Stellung ein. Im Recht der Administrativmassnahmen liegen der
gesetzlichen Kategorisierung der Widerhandlungen gegen
Strassenverkehrsvorschriften verschiedene Gefährdungsstufen zugrunde. Von der
konkreten Gefährdung der körperlichen Integrität anderer Personen ist deren abstrakte
Gefährdung zu unterscheiden, die "einfach" oder "erhöht" sein kann. Die einfache
abstrakte Gefährdung zieht kein Administrativmassnahmeverfahren nach sich (vgl. Art.
16 Abs. 2 SVG). Eine solche Gefährdung ist nach der bundesgerichtlichen
Rechtsprechung aber nur dann anzunehmen, wenn keine anderen Verkehrsteilnehmer
vom Fehlverhalten des Lenkers hätten betroffen werden können. Führt hingegen die
Missachtung einer Verkehrsregel zu einer Verletzung eines Rechtsguts, einer konkreten
Gefährdung der körperlichen Integrität oder zu einer erhöhten abstrakten Gefährdung
dieses Rechtsguts, hat dies eine Administrativmassnahme zur Folge (R. Schaffhauser,
Die neuen Administrativmassnahmen des Strassenverkehrsgesetzes, in: Jahrbuch zum
Strassenverkehrsrecht 2003, St. Gallen 2003, S. 181, Rz. 43 ff.).
Für die Abstufung innerhalb der erhöhten abstrakten Gefährdung ist auf die Nähe der
Verwirklichung der Gefahr abzustellen. Je näher die Möglichkeit einer konkreten
Gefährdung oder Verletzung liegt, umso schwerer wiegt die erhöhte abstrakte
Gefährdung (vgl. BGE 118 IV 285 E. 3a). Eine konkrete Gefahr liegt vor, wenn für einen
bestimmten, tatsächlich daherkommenden Verkehrsteilnehmer oder einen Mitfahrer
des Täters die Gefahr einer Körperverletzung oder gar Tötung bestand. Erst recht ist
eine konkrete Gefahr zu bejahen, wenn es zu einem Unfall gekommen ist, mit anderen
Worten sich die hervorgerufene Gefahr realisiert hat (J. Boll, Grobe
Verkehrsregelverletzung, Davos 1999, S. 12). Zudem ist das Ausmass der
üblicherweise entstehenden Schädigung bei Eintritt der Rechtsgutverletzung mit zu
berücksichtigen (vgl. VRKE vom 6. Juli 2005 in Sachen H. L., E. 4b/bb).
Eine mittelschwere Widerhandlung im Sinn von Art. 16b Abs. 1 lit. a SVG liegt vor,
wenn nicht alle privilegierenden Elemente einer leichten und nicht alle qualifizierenden
Elemente einer schweren Widerhandlung gegeben sind (vgl. Botschaft, in: BBl 1999 S.
4487). Bei der schweren Widerhandlung bedarf es nach wie vor sowohl einer
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qualifizierten objektiven Gefährdung als auch eines qualifizierten Verschuldens. Ist das
Verschulden gross, die Gefährdung aber gering oder umgekehrt das Verschulden
gering und die Gefährdung gross, so handelt es sich um eine mittelschwere
Widerhandlung (Botschaft in BBl 1999 S. 4489). Es gelten damit bezüglich der
Abgrenzung dieser Widerhandlungen die bisherigen bekannten Massstäbe (BGE 132 II
209 E. 3.2).
bb) Die Verwaltungsbehörde darf von den tatsächlichen Feststellungen im Strafurteil
nur abweichen, wenn sie Tatsachen feststellt und ihrem Entscheid zugrunde legt, die
dem Strafrichter unbekannt waren oder wenn sie zusätzliche Beweise erhebt sowie
wenn der Strafrichter auf den Sachverhalt nicht sämtliche Rechtsfragen abgeklärt hat.
Die Verwaltungsbehörde hat insbesondere dann auf die Tatsachen im Strafurteil
abzustellen, wenn dieses im ordentlichen Verfahren mit öffentlicher Verhandlung unter
Anhörung von Parteien und Einvernahme von Zeugen ergangen ist, es sei denn, es
bestünden klare Anhaltspunkte für die Unrichtigkeit dieser Tatsachenfeststellung (BGE
124 II 103 E. 1c/aa; 119 Ib 158 E. 3c/aa). Die Verwaltungsbehörde ist aber unter
bestimmten Voraussetzungen auch an einen Strafentscheid gebunden, der in einem
Strafbefehlsverfahren gefällt wurde, selbst wenn er ausschliesslich auf einem
Polizeirapport beruht. Dies gilt insbesondere dann, wenn der Beschuldigte wusste oder
angesichts der Schwere der ihm vorgeworfenen Delikte voraussehen musste, dass
gegen ihn ein Führerausweisentzugsverfahren eröffnet würde, und er es trotzdem
unterlässt oder darauf verzichtet, im Rahmen des (summarischen) Strafverfahrens die
ihm garantierten Verteidigungsrechte geltend zu machen. Unter diesen Umständen darf
der Betroffene nicht das Verwaltungsverfahren abwarten, um allfällige Rügen
vorzubringen und Beweisanträge zu stellen, sondern ist nach Treu und Glauben
verpflichtet, dies bereits im Rahmen des (summarischen) Strafverfahrens zu tun, sowie
allenfalls die nötigen Rechtsmittel zu ergreifen (BGE 123 II 97 E. 3c/aa; 121 II 214 E.
3a).
In Bezug auf die Rechtsanwendung ist die Verwaltungsbehörde grundsätzlich nicht an
die rechtliche Qualifikation des Sachverhaltes durch das Strafurteil gebunden. Anders
kann es sich verhalten, wenn die rechtliche Würdigung sehr stark von der Würdigung
von Tatsachen abhängt, die der Strafrichter besser kennt als die Verwaltungsbehörde,
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was etwa der Fall sein kann, wenn der Strafrichter den Betroffenen persönlich
einvernommen hat (BGE 124 II 103 E. 1c/bb; 119 Ib 158 E. 3c/bb, 104 Ib 358 E. 3).
c) Mit Strafbescheid des Untersuchungsamtes G. vom 20. September 2006 wurde der
Rekurrent in Anwendung von Art. 93 Ziff. 1 Abs. 1 SVG wegen Beeinträchtigung der
Betriebssicherheit zu einer Busse von Fr. 600.-- verurteilt. Da eine Einvernahme des
Angeschuldigten stattgefunden hat, wären die Administrativbehörden grundsätzlich an
die rechtliche Qualifikation durch den Strafrichter gebunden. Dies ist vorliegend jedoch
aus mehreren Gründen nicht der Fall.
Der Grundsatz des rechtlichen Gehörs verlangt, dass die Behörde die Vorbringen des
von einem Entscheid in seiner Rechtsstellung Betroffenen auch tatsächlich hört,
sorgfältig und ernsthaft prüft und in der Entscheidfindung berücksichtigt. Die
grundsätzliche Pflicht der Behörden zur Begründung ihrer Entscheide ist in Art. 29 Abs.
2 der Bundesverfassung (SR 101, abgekürzt: BV) verankert. Der Betroffene soll
Kenntnis erhalten, aufgrund welcher Überlegungen der Entscheid gefällt wurde, und
weshalb die Behörde entgegen seinem Antrag entschieden hat. Auch das st. gallische
Strafprozessgesetz (sGS 962.1, abgekürzt: StP) geht vom Grundsatz aus, dass
gerichtliche Entscheide und untersuchungsrichterliche Erkenntnisse zu begründen sind
(GVP 1985 Nr. 4). Im Rahmen des Untersuchungsverfahrens sind Verfügungen immer
dann schriftlich zu begründen, wenn damit das Untersuchungsverfahren zu einem
definitiven oder vorübergehenden Abschluss gebracht wird, so auch der Strafbescheid.
Generelle Richtlinien, denen eine Begründung zu genügen hat, lassen sich nicht
aufstellen. Die Anforderungen an die Begründungsdichte sind unter Berücksichtigung
der konkreten Umstände des Einzelfalls sowie der Interessen der Betroffenen
festzusetzen. Je stärker der Eingriff und je grösser der Ermessensspielraum der
entscheidenden Behörde ist, desto strengere Anforderungen sind auch an die
Begründungsdichte zu stellen. Die Begründung eines Entscheids muss jedenfalls so
abgefasst sein, dass der Betroffene ihn gegebenenfalls sachgerecht anfechten kann.
Es müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die
Behörde leiten liess und auf welche sich ihr Entscheid stützt. Dabei kann sie sich auf
die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken. Das Bundesgericht
stellt insbesondere auch gewisse Mindestanforderungen an die Begründung der
Strafzumessung. Der Sachrichter hat die wesentlichen schuldrelevanten Tat- und
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Täterkomponenten so zu erörtern, dass festgestellt werden kann, ob alle rechtlich
massgebenden Gesichtspunkte berücksichtigt und wie sie gewichtet worden sind; das
Strafmass muss mit anderen Worten plausibel erscheinen (N. Oberholzer, Grundzüge
des Strafprozessrechts, 2. Aufl. 2005, S. 195 ff., m.w.H.).
Mit Bussenverfügung vom 3. Mai 2006 war der Rekurrent wegen des Vorfalls vom 6.
April 2006 in Anwendung von Art. 93 Ziff. 2 SVG zu einer Busse von Fr. 600.-- verurteilt
worden. Dagegen erhob der Rekurrent Einsprache. In der folgenden Strafuntersuchung
wurde das vollständige Fotodossier beigezogen, der Rekurrent einvernommen sowie
die Stellungnahmen der zwei damals kontrollierenden Polizeibeamten eingeholt. Ferner
verfasste der Rechtsvertreter des Rekurrenten eine Eingabe, worin er zum Sachverhalt
sowie zu dessen rechtlicher Beurteilung ausführlich Stellung nahm und die Erledigung
mittels Bussenverfügung sowie den Verzicht auf eine Bestrafung in Anwendung von
Art. 100 Ziff. 1 Abs. 2 SVG beantragte. Unmittelbar vor Abschluss des Verfahrens liess
der Vertreter des Rekurrenten dem untersuchenden Beamten einen einschlägigen
Bundesgerichtsentscheid zukommen, worin bei einer Fahrt mit vereisten Scheiben auf
eine mittelschwere Verkehrsregelverletzung erkannt worden war. In der Folge wurde
das Strafverfahren am 20. September 2006 mit einem Strafbescheid abgeschlossen.
Darin wurde der Rekurrent in Anwendung von Art. 93 Ziff. 1 Abs. 1 SVG des Führens
eines nicht betriebssicheren Fahrzeuges schuldig gesprochen und zu einer Busse von
Fr. 600.-- verurteilt. Obschon die Strafe gleich blieb, ergab sich aus der Anwendung
des Vergehenstatbestandes eine Verschärfung der Verurteilung. Weshalb der
Strafrichter im Gegensatz zur Bussenverfügung, die noch von einer Übertretung
ausging, nun auf den Vergehenstatbestand erkannte, kann dem Strafbescheid nicht
entnommen werden. Dieser enthält überhaupt keine Begründung. Auch der
Sachverhalt ist mit "Inverkehrbringen eines Motorfahrzeuges in nichtbetriebssicherem
Zustand (schneebedeckte Scheiben), begangen am Donnerstag, 06.04.2006, 0627 Uhr
in U., X-strasse 1 bis Bahnhof mit Personenwagen MAZDA" sehr kurz umschrieben.
Rechtliche Erwägungen gibt es keine, es sind einzig die angewendeten
Gesetzesbestimmungen, darunter Art. 93 Ziff. 1 Abs. 1 SVG, aufgeführt. Weshalb
gegenüber der Bussenverfügung neu plötzlich dieser Tatbestand erfüllt sein soll, wird
in keiner Art und Weise begründet. Zudem wird weder zu den Argumenten des
rekurrentischen Rechtsvertreters noch zur von diesem angeführten
bundesgerichtlichen Rechtsprechung Stellung genommen. Der Strafbescheid vom 20.
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September 2006 verletzt damit eindeutig die eingangs erwähnte Begründungspflicht
und damit das rechtliche Gehör des Rekurrenten. Ohne entsprechende rechtliche
Ausführungen ist der Schuldspruch für die Administrativmassnahmebehörden nicht
nachvollziehbar, zumal trotz Anwendung einer schärferen Strafbestimmung die Busse
mit Fr. 600.-- gleich hoch blieb. Unter diesen Umständen besteht keine Bindung an die
rechtliche Qualifikation des Sachverhaltes durch die Strafbehörden. Da sämtliche
Originalstrafakten vorliegen, verfügt die Verwaltungsrekurskommission, abgesehen
vom persönlichen Kontakt des untersuchenden Beamten zum Rekurrenten, nunmehr
auch über denselben Wissensstand wie der Strafrichter. Hinzu kommt, dass die
fragliche Strafbestimmung offensichtlich falsch angewendet worden ist. Art. 93 Ziff. 1
SVG setzt zwingend die konkrete Möglichkeit eines Unfalls voraus, eine abstrakte
Gefährdung genügt nicht (H. Giger, SVG: Strassenverkehrsrecht, Zürich 2002, S. 265;
H. Schultz, Strafbestimmungen des SVG, Bern 1964, S. 227 und 229 f.). Eine vom
Rekurrenten bei seiner Fahrt mit den verschneiten Schreiben verursachte konkrete
Gefährdung ist in den Akten jedoch nicht nachgewiesen. Im Folgenden ist also
unabhängig vom Strafbescheid zu prüfen, welche Verkehrsregelverletzung der
Rekurrent begangen hat.
d) Gemäss Art. 29 SVG dürfen Fahrzeuge nur in betriebssicherem und
vorschriftsgemässem Zustand verkehren. Sie müssen so beschaffen und unterhalten
sein, dass die Verkehrsregeln befolgt werden können und dass Führer, Mitfahrende
und andere Strassenbenützer nicht gefährdet und die Strassen nicht beschädigt
werden. In Konkretisierung dieser gesetzlichen Regel zur Betriebssicherheit des
Fahrzeugs bestimmt Art. 57 Abs. 2 der Verkehrsregelnverordnung (SR 741.11,
abgekürzt: VRV) unter anderem, dass Lichter, Rückstrahler, Scheiben und Rückspiegel
sauber gehalten werden müssen. Gegen diese Bestimmung verstösst beispielsweise,
wer mit vereister oder beschlagener Windschutz- und schneebedeckter Heckscheibe
fährt (vgl. R. Schaffhauser, Grundriss des schweizerischen Strassenverkehrsrechts,
Band I: Grundlagen, Verkehrszulassung und Verkehrsregeln, 2. Aufl. 2002, Rz. 474).
In tatsächlicher Hinsicht bestreitet der Rekurrent nicht, am 6. April 2006 ein Fahrzeug
mit teils schneebedeckten Scheiben von seinem Wohnort zum Bahnhof U. gelenkt zu
haben. Entgegen den Aussagen des Rekurrenten ist jedoch davon auszugehen, dass er
dabei die Seitenscheiben, die mit einem leichten Eisfilm bedeckt waren, nicht geöffnet
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hatte. Die beiden kontrollierenden Polizeibeamten sagten übereinstimmend aus, dass
das Fahrzeug an ihnen mit geschlossenen Fenstern vorbeigefahren sei. Die
Heckscheibe war überhaupt nicht vom Schnee befreit, während die Frontscheibe auf
der Fahrerseite im unteren Bereich vollständig und im oberen Bereich teilweise von
Schnee und Eis befreit war.
Der Rekurrent hat damit gegen die erwähnten wichtigen Verkehrsregeln verstossen und
den Verkehr abstrakt gefährdet. Das Bundesgericht hat in einem aktuellen Urteil vom 6.
April 2006 eine mittelschwere Verkehrsgefährdung angenommen. In jenem Fall war ein
Automobilist mitten in der Nacht auf einer Strecke von ca. 300 m unterwegs, wobei er
lediglich die Windschutzscheibe teilweise vom Eis befreit hatte. Er hatte sich damit
begnügt, ein kleines Guckloch von 20 auf 30 cm auf der Höhe der Augen zu reinigen
(6A.16/2006). In einem weiteren Entscheid hat das Bundesgericht ebenfalls auf eine
mittelschwere Verkehrsregelverletzung erkannt, als ein Lenker bei Dunkelheit mit einem
Fahrzeug unterwegs war, das abgesehen von einem Teil der Frontscheibe vollständig
mit Rauhreif bedeckt war (Entscheid vom 9. Oktober 2006, 6A.58/2006). Der Rekurrent
hat ebenfalls auf einer relativ kurzen Distanz einen Personenwagen mit nicht
ordnungsgemäss vom Schnee befreiten Schreiben gelenkt. Vor der Abfahrt liess er
offenbar kurz die Seitenfenster herunter und wieder hinauf. Ein dünner, die Sicht
beeinträchtigender Eisfilm verblieb jedoch auf diesen Scheiben. Die Frontscheibe war
auf der Fahrerseite nur teilweise gereinigt worden. Damit war die Sicht nach vorne und
auch zu den Seiten hin erheblich eingeschränkt. Zweifellos hat er damit übrige
Verkehrsteilnehmer erhöht abstrakt gefährdet. Zu seinen Gunsten ist jedoch zu
berücksichtigen, dass keine zusätzlichen erschwerenden Umstände wie erhöhtes
Verkehrsaufkommen oder konkrete Gefährdungen bekannt sind und der Rekurrent
wegen der beeinträchtigten Sicht gemäss eigenen Angaben seine Geschwindigkeit
verlangsamt hatte. Unter diesen Umständen kann in rechtlicher Hinsicht nicht
zwingend von einer ernstlichen Gefahr für die Sicherheit anderer die Rede sein.
Allerdings handelt es sich auch nicht um eine geringe Gefährdung. In subjektiver
Hinsicht ist dem Rekurrenten ein schweres Verschulden vorzuwerfen. Wer nicht freie
Sicht auf die Strasse hat, ist nicht mehr in der Lage, Signale und Markierungen zu
beachten (vgl. Art. 27 Abs. 1 SVG) und insbesondere Rücksicht zu nehmen auf andere
Verkehrsteilnehmer wie Fussgänger oder Fahrradfahrer. Damit erweist sich das Gebot
der freien Sicht auf das Verkehrsgeschehen als elementare Regel. Die bewusste oder
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unbewusste Verletzung elementarer Verkehrsregeln und der sich daraus ergebenden
Sorgfaltspflichten darf nicht leicht genommen werden (vgl. AGVE 1992 S. 538 ff.). Das
Verschulden des Rekurrenten kann deshalb nicht mehr als leicht oder mittelschwer
eingestuft werden.
e) Mangels Hervorrufung einer ernstlichen Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer liegt
jedoch unabhängig vom schweren Verschulden kein schwerer Fall im Sinn von Art. 16c
Abs. 1 lit. a SVG, sondern ein mittelschwerer nach Art. 16b Abs. 1 lit. a SVG vor.
3.- Steht die Anordnung eines Ausweisentzuges fest, so sind für die Festlegung von
dessen Dauer die Umstände des Einzelfalls gemäss Art. 16 Abs. 3 SVG zu
berücksichtigen, namentlich die Gefährdung der Verkehrssicherheit, das Verschulden,
der Leumund als Motorfahrzeugführer sowie die berufliche Notwendigkeit, ein
Motorfahrzeug zu führen. Die Mindestentzugsdauer darf jedoch nicht unterschritten
werden.
a) Nach einer mittelschweren Widerhandlung beträgt die gesetzliche
Mindestentzugsdauer gestützt auf Art. 16b Abs. 2 lit. a SVG einen Monat. Wenn in den
vorangegangenen zwei Jahren der Ausweis einmal wegen einer schweren oder
mittelschweren Widerhandlung entzogen war, beträgt sie vier Monate (Art. 16b Abs. 2
lit.
b SVG).
Dem Rekurrenten war der Führerausweis gestützt auf eine Verfügung der Vorinstanz
vom 13. Dezember 2005 wegen einer mittelschweren Verkehrsregelverletzung für die
Dauer von einem Monat entzogen worden. Die Entzugsdauer lief am 31. März 2006 ab.
Die jetzt zu beurteilende Verkehrsregelverletzung datiert vom 6. April 2006. Sie fiel
damit in die zweijährige Rückfallfrist. Der Führerausweis ist dem Rekurrenten daher für
mindestens vier Monate zu entziehen.
b) Das Verschulden des Rekurrenten wiegt, wie oben dargelegt, schwer, während die
Verkehrsgefährdung als mittelschwer zu gewichten ist.
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c) Der Rekurrent erwarb den schweizerischen Führerschein der Kategorie B am 10.
Januar 2002. Dem Administrativmassnahmenregister (ADMAS) und den Vorakten ist zu
entnehmen, dass der Rekurrent am 3. Juni 2004 wegen Überschreitens der
signalisierten Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h um 16 km/h verwarnt wurde. Ferner
überschritt er am 17. September 2005 erneut die signalisierte Höchstgeschwindigkeit
(50 km/h + 21 km/h). Deswegen wurde ihm der Führerausweis für die Dauer von einem
Monat entzogen. Bei dieser Massnahme handelt es sich jedoch um den bereits
erwähnten Ausweisentzug, welcher wegen des Rückfalls mit einer Verschärfung der
Mindestentzugsdauer auf vier Monate berücksichtigt wird. Das betreffende Ereignis ist
deshalb bei der Würdigung des automobilistischen Leumunds nicht ein weiteres Mal
erschwerend in Betracht zu ziehen. Der automobilistische Leumund ist daher lediglich
als leicht getrübt zu betrachten.
b) Schliesslich bleibt die berufliche Sanktionsempfindlichkeit des Rekurrenten zu
prüfen. Berufsmässig auf den Einsatz eines Motorfahrzeugs angewiesene
Fahrzeuglenker werden wegen der grösseren Massnahmeempfindlichkeit in der Regel
schon durch eine kürzere Entzugsdauer wirksam von weiteren Widerhandlungen
abgehalten. Einem solchen Lenker soll der Führerausweis deshalb weniger lange
entzogen werden als einem, der sein Fahrzeug beruflich nicht benötigt, selbst wenn
beide Fahrzeuglenker das gleiche Verschulden trifft (vgl. dazu BGE 123 II 572 E. 2c).
Die berufliche Notwendigkeit, ein Fahrzeug zu führen, wird nach der Praxis des
Bundesgerichts grundsätzlich nur angenommen, wenn die Ausübung des Berufs durch
den Führerausweisentzug materiell verboten wird, wie dies beispielsweise bei einem
Berufschauffeur der Fall ist, der für die Fahrdienste entschädigt wird. Ebenso ist die
berufliche Notwendigkeit zu bejahen, wenn die Unmöglichkeit, ein Fahrzeug zu führen,
einen solchen Einkommensverlust oder so beachtliche Kosten verursachen würde,
dass diese Massnahme offensichtlich als unverhältnismässig erscheint. Dagegen liegt
keine massgebliche berufliche Notwendigkeit vor, wenn der Führerausweisentzug die
Ausübung eines Berufes lediglich erschwert, selbst wenn damit ernsthafte
Unannehmlichkeiten und Gewinnausfall verbunden sind (vgl. dazu Pra 79 [1990] Nr.
150). Ein Fahrzeugführer kann aber auch erhöht sanktionsempfindlich sein, ohne dass
geradezu eine berufliche Notwendigkeit vorliegt. Deshalb ist bei der Beurteilung der
beruflichen Angewiesenheit eines Fahrzeuglenkers auf den Führerausweis dem
Grundsatz der Verhältnismässigkeit Rechnung zu tragen. Die Reduktion der
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Entzugsdauer bemisst sich danach, in welchem Mass der Fahrzeugführer infolge
beruflicher Angewiesenheit stärker als der normale Fahrer von der Massnahme
betroffen ist (BGE 123 II 572 E. 2c).
Der Rekurrent befindet sich in Ausbildung, wobei er für die Bestreitung seines
Lebensunterhalts während der Semesterferien sowie während zwei bis vier Tagen pro
Monat aushilfsweise als Betriebsdisponent arbeitet. Er arbeitet dabei auf dem Bahnhof
A. und übernimmt vorwiegend die Früh- oder Spätschicht. Der Verlust des
Führerausweises führt bei ihm daher zu Erschwernissen beim Arbeitsweg. Insgesamt
ist dem Rekurrenten deshalb eine leicht- bis mittelgradig erhöhte
Sanktionsempfindlichkeit zuzubilligen, was bei der Würdigung aller
massnahmerelevanten Beurteilungsmerkmale zu berücksichtigen ist.
c) Ausgehend von der Mindestentzugsdauer von vier Monaten scheint in Würdigung
aller vorstehend dargelegten massnahmerelevanten Umstände – schweres
Verschulden, mittelschwere Verkehrsgefährdung, leicht getrübter automobilistischer
Leumund, leicht- bis mittelgradig erhöhte Sanktionsempfindlichkeit – eine
Entzugsdauer von vier Monaten als angemessen, was der Mindestentzugsdauer
gemäss Art. 16b Abs. 2 lit. b SVG entspricht. Angesichts der zwingenden Natur der
gesetzlichen Mindestentzugsdauer verbleibt der rechtsanwendenden Behörde kein
Ermessensspielraum, innerhalb dessen sie Überlegungen zur Verhältnismässigkeit der
Massnahme im Sinn der Erforderlichkeit zur Besserung des Betroffenen anstellen
könnte (vgl. Botschaft, a.a.O., S. 4486). Daraus folgt, dass die Mindestentzugsdauer
selbst in Ausnahmesituationen im Sinn der bisherigen bundesgerichtlichen
Rechtsprechung (vgl. BGE 120 Ib 504 ff., 115 Ib 159 ff., 118 Ib 233 f.) nicht
unterschritten werden kann, abgesehen davon, dass eine solche hier nicht vorliegt.
4.- Zusammenfassend ergibt sich, dass der Rekurs gutzuheissen und die Verfügung
der Vorinstanz vom 10. Januar 2007 mit Ausnahme des Kostenspruches aufzuheben
ist. Die Entzugsdauer ist von sechs Monaten auf vier Monate herabzusetzen.
5.- Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten vom Staat zu
tragen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr von Fr. 1'000.-- ist angemessen (vgl.
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Ziff. 362 Gerichtskostentarif, sGS 941.12). Die Finanzverwaltung ist anzuweisen, dem
Rekurrenten den geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 1'000.-- zurückzuerstatten.
Gemäss Art. 98 Abs. 2 VRP werden im Rekursverfahren ausseramtliche Kosten
entschädigt, soweit sie aufgrund der Rechts- und Sachlage als notwendig und
angemessen erscheinen. Im vorliegenden Fall war der Verzicht auf den Beizug eines
Rechtsvertreters im Rekursverfahren nicht zumutbar. Eine Kostennote ist nicht
eingereicht worden. Das Honorar ist deshalb nach Ermessen festzulegen. Vor
Verwaltungsrekurskommission gilt grundsätzlich der Pauschaltarif (Art. 22 Abs. 1 lit. b
der Honorarordnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten, sGS 963.75, abgekürzt:
HonO). Unter Berücksichtigung des Aktenumfangs sowie des Aufwands für die
Rekurseingabe erscheint ein Honorar von Fr. 1'200.-- angemessen (Art. 19 HonO).
Hinzu kommen Barauslagen (4% = Fr. 48.--, Art. 29bis HonO) und Mehrwertsteuer
(7.6% = Fr. 94.85, Art. 28 HonO). Die ausseramtliche Entschädigung wird den am
Verfahren Beteiligten nach Obsiegen und Unterliegen auferlegt (Art. 98bis VRP).
Angesichts des Verfahrensausgangs sind dem Rekurrenten die ausseramtlichen Kosten
vollständig, d.h. mit Fr. 1'342.85 (davon Mehrwertsteuer Fr. 94.85) zu entschädigen
(Art. 98ter VRP; GVP 1983 Nr. 56). Kostenpflichtig ist der Staat (Strassenverkehrs- und
Schifffahrtsamt).