Decision ID: e3a26d84-36ea-4b48-b1bf-3afff0301f93
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1974, war
zuletzt
vom 1. September 2009 bis 31. Dezem
ber 2010 bei der
Y._
als Minibar-Steward tätig (
Urk.
6/13
Ziff.
2.1,
Ziff.
2.8). Am 30. Mai 2012 (
Urk.
6/6) meldete er sich wegen Rücken
schmerzen infolge Diskushernie und wegen psychische
r
Probleme bei der Inva
lidenversicherung an. Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, tätigte erwerbliche und medizinische Abklärungen. Sodann sprach sie dem Versicherten Frühinterventionsmassnahmen in Form von
Ausbildungskur
sen
(Fahrstunden, Deutschkurs) zu (
Urk.
6/25;
Urk.
6/28
;
Urk.
6/30
)
. In der Folge
liess
sie
den Versicherten
durch die
MEDAS
Z._
polydisziplinär be
gutachten (Gutachten vom 18. Juli 2014;
Urk.
6/50).
Mit Vorbescheid vom 1
2.
August 2014 (
Urk.
6/52) stellte die IV-Stelle die Ver
neinung eines Leistungsanspruchs in Aussicht
, wogegen der Versicherte am
14. August 2014 Einwände erhob (
Urk.
6/54), welche er am 31. Oktober 2014 (
Urk.
6/69) unter Beilage von Arztberichten (
Urk.
6/67-68) begründete. Zu die
sen Berichten nahmen die Gutachter der MEDAS
Z._
am 3. März 2015 und am 11. April 2015 Stellung (
Urk.
6/73/2-5). Der Versicherte äusserte sich dazu am 30. Juni 2015 (
Urk.
6/79). Mit Verfügung vom 6. August 2015 verneinte die IV-Stelle einen Leistungsanspruch des Versicherten (
Urk.
6/86 =
Urk.
2).
2.
Gegen die Verfügung vom 6. August 2015 (
Urk.
2) erhob der Versicherte am
14. September 2015 Beschwerde und beantragte sinngemäss die Aufhebung des an
gefochtenen Entscheides, die Veranlassung einer neuen Begutachtung und die
Zusprache
von Leistungen der Invalidenversicherung (
Urk.
1 S. 1 f.). Mit
Be
schwerdeantwort
vom 16. Oktober 2015 (
Urk.
5) beantragte die
Beschwerdegeg
nerin
die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde dem Beschwerdeführer am
21. Oktober 2015 mitgeteilt, gleichzeitig wurde ihm antragsgemäss (
Urk.
1) die un
entgeltliche Prozessführung bewilligt (
Urk.
7).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Sie kann Folge von
Ge
burtsgebrechen
, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie kör
perliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Nicht
als Folgen eines psychischen Ge
sundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als rele
vant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Per
son bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des
Forderbaren
wird dabei weitgehend objektiv be
stimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Er
werbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychi
schen Beein
trächtigung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur so
weit zu einer Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (Art. 6 ATSG) sei der versi
cherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
1.3
Invalide oder von einer Invalidität (Art. 8 ATSG) bedrohte Versicherte haben gemäss Art. 8 IVG Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit (Abs. 1):
a.
diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähig
keit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern; und
b.
die Voraussetzungen für den Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind.
Der Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen besteht unabhängig von der Aus
übung einer Erwerbstätigkeit vor Eintritt der Invalidität. Bei der Festlegung der Massnahmen ist die gesamte noch zu erwartende Dauer des Erwerbslebens zu berücksichtigen (Abs. 1
bis
). Nach Massgabe der Art. 13 und 21 IVG besteht der Anspruch auf Leistungen unabhängig von der Möglichkeit einer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in den Aufgabenbereich (Abs. 2). Nach Massgabe von Art. 16 Abs. 2
lit
. c IVG besteht der Anspruch auf Leistungen unabhängig da
von, ob die Eingliederungsmassnahmen notwendig sind oder nicht, um die Er
werbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, zu er
halten oder zu verbessern (Abs. 2
bis
).
Die Eingliederungsmassnahmen bestehen gemäss Abs. 3 in medizinischen Mass
nahmen (
lit
. a), Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung (
lit
.
a
bis
), Massnahmen beruflicher Art (Berufsberatung, erstmalige berufliche Ausbildung, Umschulung, Arbeitsvermittlung, Kapitalhilfe;
lit
. b) und in
der Abgabe von Hilfsmitteln (
lit
. d).
1.4
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28
Abs.
2 IVG).
1.5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung gestützt auf das MEDAS-Gutachten davon aus, dass keine Diagnose mit Einfluss auf die Ar
beitsfähigkeit bestehe. Somit liege kein invalidisierender Gesundheitsschaden vor, weshalb es dem Beschwerdeführer zumutbar sei, seiner angestammten Tä
tigkeit sowie jeder anderen
Arbeit
in einem Pensum von 100
%
nachzugehen und dabei ein rentenausschliessendes Einkommen zu erzielen. Die von ihm nachgereichten Arztberichte seien den MEDAS-Gutachtern vorgelegt worden; es hätten sich jedoch keine neuen medizinischen Gesichtspunkte ergeben. Es be
stehe somit kein Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung (
Urk.
2
S. 1 f.;
Urk.
5).
2.2
Dem hielt der Beschwerdeführer entgegen, auf das MEDAS-Gutachten könne nicht abgestellt werden, da es ein völlig verzerrtes und falsches Bild seines tat
sächlichen Gesundheitszustandes wiedergebe. Die Berichte seiner behandelnden Ärzte seien zu wenig berücksichtigt worden und die Gutachter hätten grössten
teils Banalitäten, Verharmlosungen und ihre persönlichen Empfindungen wie
dergegeben. Das Gutachten bestehe aus mehreren Teilgutachten, welche nicht im richtigen Zusammenhang zusammengesetzt worden seien (
Urk.
1 S. 1-2).
2.3
Streitig und zu prüfen ist der Invaliditätsgrad des Beschwerdeführers
.
3.
3.1
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, stellte mit einem undatierte
n
, der Beschwerdeführerin im Juni 2012 (vgl.
Urk.
6/36) zugestellten Bericht (
Urk.
6/15) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (
Ziff.
1.1):
Dissociative
Disorder
, not
otherwise
specified
; ICD-10 F44.9
einfache und komplexe Posttraumatische Belastungsstörung (
PTBS;
ICD-10 F43.1) bei Status nach in Kindheit wiederholt erfahrener sexueller und psychischer Gewalt
kombinierte Persönlichkeitsstörung mit paranoiden, zwanghaften und ängstlich vermeidenden Zügen (ICD-10 F61.0)
lumbale Diskushernie mit
Lumbovertebralsyndrom
(durch Neurologen zu beurteilen)
Er behandle den Beschwerdeführer seit Januar 2004, zuvor sei er durch
Dr.
med.
B._
behandelt worden (
Ziff.
1.2). Es habe bislang keine statio
näre Behandlung stattgefunden (
Ziff.
1.3). Der Beschwerdeführer leide unter plötzlich einschiessenden Flashbacks für frühere traumatische Ereignisse, unter damit verbundenen heftigen Angst- und/oder Wutgefühlen, unter massiven Anspannungen, einer erhöhten Grundanspannung mit Mühe zu entspannen und einzuschlafen. Er zeige eine verminderte psychische Belastbarkeit, zeitweise eine deutlich verminderte Konzentration.
Er leide unter Gefühlen der Verzweiflung, Ohnmacht, Hoffnungslosigkeit, teilweise verbunden mit Selbsthass und passiven Sterbenswünschen. Seine Schlafqualität sei durch häufige Albträume mit Inhalt früher erlittener Traumata, grosser Anspannung, nächtlichem Grübeln getrübt und fragmentiert. Seine psychische und körperliche Erholung am nächsten Tag sei entsprechend beeinträchtigt (
Ziff.
1.7). Die Störungen führten zu einer ver
minderten psychischen Belastbarkeit, raschen Erschöpfung, Mühe im Lernen neuer Arbeitsaufgaben und raschem Gefühl der eigenen Überforderung. Er sei zudem durch seine Persönlichkeitsstörung mit raschem Gefühl, andere möchten ihn benachteiligen, und seiner starken Anspruchshaltung in einem Team nicht ohne weiteres integrier- und tragbar. Er sollte möglichst stressarme
Arbeitsauf
gaben
ohne grosse Verantwortung ausüben. Eine behinderungsangepasste Tä
tigkeit sei zu etwa 50
%
zumutbar (
Ziff.
1.7).
Es sei unklar, inwieweit sich die Störungen durch eine regelrechte ambulante psychiatrische und psychotherapeutische Behandlung verbessern liessen, da sol
che Massnahmen früher über Jahre hinweg durch den Referenten und zuvor durch dessen Mutter bereits versucht w
o
rden
seien
und keine anhaltende aus
reichende Verbesserung habe erzielt werden können. Immerhin sei es doch ge
lungen, den Beschwerdeführer in den Arbeitsprozess zu integrieren, und es sei ihm erfolgreich gelungen, seine Ehe aufrecht zu erhalten (
Ziff.
1.8). Die frühere intensive wöchentliche Behandlung sei ab Februar 2007 aufgrund eines nur un
zureichenden Ansprechens auf Wunsch des Patienten in eine
sozialpsychiatri
sche
Behandlung mit etwa ein- bis zweimonatlichen Sitzungen geändert wor
den. Aktuell erfolge keine Medikation. Seit 23. Februar 2012 bis 27. Mai 2012 habe eine volle Arbeitsunfähigkeit für die angestammte Tätigkeit bestanden. Seither sei der Beschwerdeführer vom Referenten nicht mehr gesehen worden. Es sei jedoch anzunehmen, dass der Beschwerdeführer im weiteren Verlauf für den primären Arbeitsmarkt reduziert arbeitsfähig sei (
Ziff.
1.5-1.6).
3.2
Dr.
med.
C._
, Facharzt für Neurologie, diagnostizierte mit Bericht vom 18. Juli 2012 (
Urk.
6/18) ein chronisches
Lumbovertebralsyndrom
bei grosser Diskushernie L5/S1 (
Ziff.
1.1). Die bisherige Tätigkeit als Steward im Zug sei nicht geeignet (
Ziff.
1.7). Die Diskushernie sei nicht operationswürdig und es bestünden keine neurologischen Ausfälle (
Ziff.
1.8). Möglich seien den Rücken nicht belastende Tätigkeiten wie Taxifahren, Sicherheitsmitarbeiter oder Nacht
portier (
Urk.
6/18/6).
Mit Bericht vom 8. Mai 2013 (
Urk.
6/37) führte
Dr.
C._
aus, es sei keine Än
derung des belastungsabhängigen Beschwerdebildes eingetreten. Frühere Er
fahrungen mit Physiotherapie habe der Beschwerdeführer eher als negativ empfunden. Es bestehe ein chronisches
Lumbovertebralsyndrom
bei grosser
Dis
kushernie
L5/S1 ohne neurologische Ausfälle. Eine schwere Arbeit wie die an
gestammte sei nicht zumutbar; für leichte Arbeiten mit wechselbelastender Tä
tigkeit sei - vorbehältlich der Beurteilung durch andere Fachdisziplinen - volle Arbeitsfähigkeit gegeben.
3.3
D._
, delegierte Psychotherapie in der Praxis von med.
pract
.
E._
, Facharzt für Allgemeinmedizin,
stellte in seinem
undatierten Be
richt (
Urk.
6/40)
folgende Diagnosen (
Ziff.
1.1):
hypochondrische Störung (ICD-10 F45.2)
andauernde Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung mit vor
-
ange
gangener posttraumatischer Belastungsstörung (ICD-10 F43.1), sexueller Missbrauch
unbegründete Muskelschmerzen im Rücken
Schlafstörungen, Depressionen, Ängste, Nervosität, schneller
Konzentra
tionsverlust
Adipositas mit BMI von 37.6
Verdacht auf dissoziative Störungen (ICD-10 F44.9)
Im Jahr 2002 sei der Beschwerdeführer zweimal in stationärer Behandlung ge
wesen (
Ziff.
1.3). Mit dem regelmässigen Besuch der psychosozialen Ge
sprächstherapie im vierwöchigen Setting könne in einem Jahr eine Verbesse
rung im Umfang von 30 bis 40
%
erzielt werden. Der Beschwerdeführer sei bei
nahe therapieresistent (
Ziff.
1.4-1.5). Die bisherige Tätigke
it sei noch teilweise zumutbar, dies ab September 2014 im Umfang von 30 bis 40
%
(
Ziff.
1.9).
3.4
Die Gutachter der MEDAS
Z._
stellten nach Berücksichtigung der Akten, Erhebung der Anamnese und Durchführung einer bildgebenden, inter
nistischen, psychiatrischen und rheumatologischen Untersuchung in ihrem am 1
8.
Juli 2014 erstatteten Gutachten (
Urk.
6/50) keine Diagnosen mit Auswir
kung auf die Arbeitsfähigkeit. Als Diagnosen ohne wesentliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit, aber mit Krankheitswert, wurden die folgenden genannt
(S. 9):
diffuses Schmerzsyndrom im Rücken- und teils Bauch-Beinbereich
Dysthymia
psychologische Faktoren und Verhaltensfaktoren bei andernorts klassifi
zierten Krankheiten
Adipositas
Die Beurteilungen der Arbeitsfähigkeit durch frühere Untersucher seien aufgrund der aktuellen Befunde nicht nachvollziehbar (S. 9).
Der psychiatrische Gutachter führte aus,
der Beschwerdeführer habe nicht über seine Gefühle, sondern vielmehr über ein Krankheitskonzept berichtet. Sowohl bei der körperlichen wie auch der psychischen Exploration werde deutlich, dass der Beschwerdeführer jahrelang in einer psychotherapeutischen Behandlung gewesen sei und genaue Kenntnisse über die Krankheitskonzepte habe. Es sei
spürbar, dass er unter der aktuellen psychosozialen Situation leide. Es bestehe eine Diskrepanz zwischen dem subjektiven Schmerzerleben und dem beobacht
baren Verhalten. So sitze er trotz sehr starker Bauch- und Rückenschmerzen während der ganzen Untersuchung unauffällig auf dem Stuhl und vermöge auch bei starken Schmerzen die Konzentration aufrecht zu erhalten. Abgestützt auf die aktive Exploration sei keine stringente depressive Symptomatik erkenn
bar (
Urk.
6/50/24).
Hauptbefund bilde die missmutige Stimmung und die Dis
krepanz zwischen dem subjektiven Schmerzerleben und dem beobachtbaren Verhalten. In keiner Sequenz mache er einen schwerbesinnlichen oder
pseudo
dementen
Eindruck, wie dies pathognomonisch für kognitive Dissoziationen sei. Der Antrieb sei unauffällig. Er sei bemüht, eine Tagesstruktur aufrecht zu er
halten, sei in der Lage, tatkräftig im Haushalt mitzuhelfen und selbständig
ein
zukaufen. Er sei in der sozialen Beziehungs- und Bezugsfähigkeit nicht
schwer
gradig
eingeschränkt, pflege Kontakte zu Kollegen und den Nachbarn (
Urk.
6/50/25).
Trotz schwieriger Kindheit und Jugend habe er in seinem Heimatland die obli
gatorische Schulzeit mit der Matura abgeschlossen. Den Studienabbruch habe er mit den politischen Verhältnissen begründet. E
s
sei einmalig bei einem Verhör durch die Polizei zu Folterungen gekommen; sein Kopf sei unter Wasser ge
drückt worden. Die Exploration habe keine Wasserphobie ergeben; der Be
schwerdeführer sei fähig, das Hallenbad zu besuchen. Dies sei als Hinweis inter
pretierbar, dass eine
(
nur
)
begrenzte Traumatisierung stattgefunden habe. Die frühere Therapeutin habe eine dissoziative Störung diagnostiziert; dieses
Krank
heitskonzept
habe der Beschwerdeführer übernommen. Der Beschwerdeführer sei weder kognitiv noch auf der Verhaltensebene dissoziiert. Oft erscheine er manipulativ und fordernd (
Urk.
6/50/26). Es sei weiter schwer nachvollziehbar, dass der Bes
chwerdeführer, der geltend mache
, unter seinen Traumatisierungen zu leiden, seine
„sichere Umgebung“ verlassen
habe
und am Vortag der Unter
suchung mit dem Zug nach
F._
gereist sei, um die Nacht in einem Hotel zu verbringen, damit er am Morgen nicht früh aufstehen müsse. Ein eigentliches Vermeidungsverhalten, wie er es vorgebe, sei nicht
explorierbar
(
Urk.
6/50/27).
Hinsichtlich der bislang diagnostizierten
PTBS
sei festzuhalten, dass zwar ge
stützt auf die Angaben des Beschwerdeführers Traumata gegeben seien, eben
falls schienen sich kognitive und emotionale Veränderungen zu finden. Es sei jedoch kein Leidensdruck spürbar, zudem bestehe ein Krankheitskonzept, das der Beschwerdeführer im Verlauf der langjährigen therapeutischen Bemühungen gelernt habe. Die Kriterien für eine andauernde Persönlichkeitsverän
derung nach Extrembelastung sei
en nicht in genügendem Mass erfüllt, um diese Diag
nose zu bestätigen. Die aktuelle missmutige Affektlage sei am ehesten mit einer
Dysthymie
vereinbar. Eine Aggravation sei vorhanden (
Urk.
6/50/28-29). Der Beschwerdeführer sei aus psychiatrischer Sicht in der Arbeitsfähigkeit nicht eingeschränkt (
Urk.
6/50/30).
Der rheumatologische Gutachter hielt fest (
Urk.
6/50/33 f.), der Beschwerdefüh
rer habe nicht bedrückt gewirkt. Das
Ent
- und Bekleiden sei unauffällig erfolgt. Während der 35-minütigen Anamneseerhebung sei er ruhig gesessen. Die
Lage
wechsel
seien funktionell unauffällig durchgeführt worden, was für ein klassi
sches
Vertebralsyndrom
sehr atypisch sei. Es bestehe der Eindruck einer deutli
chen Schmerzüberzeichnung, was unter anderem durch multiple nicht konsis
tente Befunde begründet sei
(
Urk.
6/50/35).
Die von
Dr.
C._
veranlasste Computertomographie lasse infolge schlechter Qualität eine eindeutige
rezessale
Stenose nicht erkennen. Die
Untersuchungs
methode
erster Wahl bei Verdacht auf Nervenwurzelreizungen sei ein MRI. Die aktuellen Röntgenbilder zeigten insgesamt altersentsprechende, unauffällige Verhältnisse (
Urk.
6/50/36).
Der heutige Status habe rheumatologisch keine relevanten Befunde ergeben. Es zeige sich eine altersentsprechend vielleicht
leichtgradige
Einschränkung der lumbalen Beweglichkeit. Die chronischen Schmerzen könnten nicht erklärt wer
den. Es zeigten sich keinerlei Hinweise auf ein degeneratives, entzündlich-rheumatisches oder auch peripher-neurologisches Krankheitsbild. Bezugneh
mend auf die früher dargelegte Diskushernie L5/S1 bleibe die aktuelle Untersu
chung ohne Hinweis auf eine periphere
radikuläre
Reiz- oder
Ausfallsymptoma
tik
. Der Achillessehnenreflex als Ausdruck einer d
urchgemachten Wurzel-S1-Reizung
sei möglicherweise rechts etwas abgeschwächt, dies habe aber keine klinische Bedeutung. Es bestehe aus rheumatologischer Sicht keine Arbeitsunfä
higkeit.
Dr.
C._
habe für die letzte Tätigkeit als Steward einer Minibar eine volle Arbeitsunfähigkeit beurteilt. Eine Stellungnahme sei nicht möglich;
Dr.
C._
habe nicht abschliessend erläutert, wieso er aufgrund des
Röntgen
befundes
zur Diagnose des
lumbovertebralen
Syndroms gekommen sei. Bei deutlichen Hinweisen auf eine Schmerzausweitung könne ein
lumbovertebrales
Syndrom ausgeschlossen werden (
Urk.
6/50/37).
3.5
Ein MRI vom 1
4.
Oktober 2014 (
Urk.
6/67/3) ergab eine linksbetonte mittel
breite
Protrusi
on
L4/L5 mit
Recessus
lateralis
-
Stenosen beidseits L5 und Kom
pression der L5-Nervenwurzeln, eine
breitbasige
betont paramedian rechtssei
tige Diskushernie L5/S1 in deutlichem Kontakt zu beiden S1-Nervenwurzeln, mittelschwere Spinalkanalstenosen L4-S1 und leichte ISG-Arthrosen.
Dr.
C._
hielt dazu mit Bericht vom 2
4.
Oktober 2014 (
Urk.
6/67/1-2) fest, es bestehe nach wie vor ein chronisches
Lumbovertebralsyndrom
mit
Lumboischialgien
beidseits bei bekannter grosser Diskushernie L5/S
1.
Der Beschwerdeführer sei für die angestammte Tätigkeit als Zugskellner nicht geeignet
, es sei
ansonsten
mit einer Zunahme der Diskushernie zu rechnen.
Für Verweistätigkeiten bestehe je nach Belastungsprofil eine bestimmte Arbeitsfähigkeit (S. 1).
3.6
Dr.
A._
hielt mit Bericht vom 2
9.
Oktober 2014 (
Urk.
6/68) fest, es be
stehe eine chronische posttraumatische Belastungsstörung. Zum
Therapieunter
bruch
sei festzuhalten, dass sich der Beschwerdeführer einer insgesamt achtjäh
rigen ambulanten psychiatrischen Behandlung unterzogen und sich mit Herz
blut dafür engagiert habe. Leider müsse anerkannt werden, dass
die Störung kaum positiv auf die Behandlung angesprochen habe. Im Gegenteil habe sich gezeigt, das der Beschwerdeführer nach den aufwühlenden Therapiesitzungen oft lange Zeit bemüht gewesen sei, die durch die Sitzungen verstärkt aufgetre
tenen intrusiven Symptome wieder in geordnete Bahnen zu
bringen. Der
Thera
pieabbruch
mü
ss
e
als Ausdruck einer gewissen Resignation betrachtet werden, die nach achtjähriger intensiver Behandlung grundsätzlich gut nachvollziehbar sei. Der Beschwerdeführer habe damit quasi die Wahl zwischen „fortgesetzten ständigen kleineren Erdbeben“ auf der psychischen Ebene und ständigen „Tsunamis“ im Falle der fortgesetzten regelmässigen ambulanten psychiatri
schen Behandlung gehabt. Daraus folgern zu wollen, dass die Gesamtschwere der psychischen Störung nicht genügend ausgeprägt sei, sei falsch. Die Schlussfolgerungen des MEDAS-Gutachtens würden der Erkrankung nicht ge
recht (S. 1-2).
3.7
Der rheumatologische Gutachter nahm zum Bericht von
Dr.
C._
(vorstehend E.
3.5) am
3.
März 2015 wie folgt Stellung (
Urk.
6/73/2-3): Das vom Beschwer
deführer diffus beklagte Schmerzsyndrom passe nicht zur Diagnose eines
lum
bovertebralen
Syndroms oder einer Ischialgie. Rheumatologisch werde darunter eine klare segmentale, vertebrale Pathologie mit entsprechender,
neuroanato
misch
passender Ausstrahlung in das Bein verstanden. Ein
radikuläres
Ausfall
syndrom habe weder in der Untersuchung bei
Dr.
C._
noch bei der MEDAS-Begutachtung bestanden.
Der von
Dr.
C._
beschriebene
positive
Lasègue
bei 35° beidseits sei ohne weiter
e
Erläuterung, wie zum Beispiel Schmerzauslösung auch bei abgelenkten, äquivalenten Tests im
Langsitz
,
und deshalb
für die
Be
lastungsfähigkeit
nicht weiter verwertbar (S. 1).
Zum MRI vom 1
4.
Oktober 2014 sei zu sagen, dass sich konventionell-radiolo
gisch nur mässig degenerative Veränderungen fänden. Generell hätten MR-to
mographische Befunde isoliert, also ohne Bezug zur Klinik, kaum eine
Krank
heitsbedeutung
. Diskushernien fänden sich auch bei gesunden, schmerzfreien Patienten. Ohne Nachweis eines
Radikulärsyndromes
, welches neurologisch und
radiologisch ja ausgeschlossen worden sei, habe dieser Befund keine klinische Bedeutung und führe nicht zu einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Mit ei
ner „Zunahme der Diskushernie“ unter schwerer Belastung sei nicht zu rechnen (S. 2).
3.8
Der psychiatrische Gutachter hielt am 1
1.
April 2015 (
Urk.
6/73/4-5) zum Schrei
ben von
Dr.
A._
(vorstehend E. 3.6) fest, dass dieser Bericht keine neuen Aspekte erbringe. Es sei daraus nicht ersichtlich, wann die letzte Sitzung stattgefunden habe. Er habe den Bericht von
Dr.
A._
aus dem Jahr 2012 ausführlich im Gutachten diskutiert und verweise auf dieses Teilgutachten (S. 2).
4.
4.1
Die Gutachterin und die Gutachter der MEDAS
Z._
gelangten nach eingehender Untersuchung des Beschwerdeführers in den Fachbereichen Innere Medizin, Psychiatrie und Rheumatologie sowie
nach Veranlassung
einer
labor
chemischen
und bildg
ebenden
Abklärung zum Schluss, dass keine Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vorliegen. Das Gutachten wurde unter Beachtung der praxisgemässen Kriterien (vgl. vorstehend E. 1.5) erstattet. Im Gegensatz zu den Berichten der behandelnden Therapeuten wurde mit der MEDAS-Begutachtung eine Gesamtbeurteilung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers vorgenommen, was den Beweiswert des Gutachtens erhöht.
4.2
Der psychiatrische Gutachter hielt fest, dass zwar spürbar sei, dass der
Be
-
schwer
deführer
unter der aktuellen psychosozial schwierigen Situation leide, aber eine Diskrepanz zwischen dem geschilderten Schmerzerleben und des Ver
haltens während der Untersuchung feststellbar gewesen sei. Es ist in der Tat
nur
schwer nachvollziehbar, dass der Beschwerdeführer bei subjektiv starken Schmerzen
- unter Angabe einer Schmerzintensität von 10, was einem ver
nichtenden, unerträglichen Schmerz entspricht -
fähig war, die Exploration
während eineinhalb Stunden (vgl.
Urk.
6/50/21 oben)
in unauffälliger Haltung und ohne wesentliche Konzentrationseinbussen mitzumachen. Der Gutachter vermochte
weiter
kein
schwerbesinnliches oder pseudodementes Geschehen, wie es für kognitive Dissoziationen
typisch ist
, festzustellen, und wies auf die wei
terhin bestehende Tagesstruktur und die soziale Bezugs- und
Beziehungsfähig
keit
des Beschwerdeführers hin. Dies vermag zu überzeugen,
auch
da der Be
schwerdeführer fähig war, die von der Beschwerdegegnerin gewährten
Integra
tionsmassnahmen
zu nutzen (vgl.
Urk.
6/35, wonach er den Deutschkurs mit dem Prädikat „gut“ absolvierte, und
Urk.
6/53/4, wonach er die Fahrprüfung
, wenn auch im zweiten Anlauf,
bestand). Der Beschwerdeführer sei weder kog
nitiv noch auf der Verhaltensebene dissoziiert, sondern erscheine eher manipu
lativ und fordernd (vgl. vorstehend E. 3.4). Aufschlussreich ist auch die Fest
stellung des psychiatrischen Gutachters, es sei schwer nachvollziehbar, dass der Beschwerdeführer
unter seiner Traumatisierung leide, aber dennoch seine si
chere Umgebung verlassen, mit dem Zug nach
F._
reisen und die Nacht in einem Hotel verbringen könne. Hinsichtlich der bislang diagnostizierbaren PTBS sei kein Leidensdruck spürbar und die aktuelle missmutige Affektlage sei am ehesten mit einer
Dysthymie
vereinbar. Weiter sei eine Aggravation festzust
el
len (vgl. vorstehend E. 3.4).
In Würdigung dieser Beurteilung erscheint es als nachvollziehbar, dass der Be
schwerdeführer aus psychiatrischer Sicht nicht in seiner Arbeitsfähigkeit einge
schränkt ist, erlauben die festgestellten Befunde doch
bei
objektiver
Betrach
tung
, vom Beschwerdeführer die Verwertung seiner Leistungsfähigkeit zu for
dern (vgl. vorstehend E. 1.2).
4.3
Die Flashbacks und heftigen Angst- und Wutgefühle, die
Dr.
A._
im Jahr 2012 noch beschrieb (vgl. vorstehend E. 3.1), waren anlässlich der MEDAS-Be
gutachtung nicht
mehr
feststellbar. Dieser Bericht
von
Dr.
A._
basierte zudem nicht auf einer aktuellen Untersuchung, da
Dr.
A._
den Be
schwerdeführer seit Ende Mai 2012
und damit anlässlich der Erstattung seines Berichts
nicht mehr gesehen hatte (vgl. vorstehend E. 3.1).
Dies setzt den
Be
weiswert
dieses Berichtes herab. Der Bericht von
Dr.
A._
vom 2
9.
Oktober 2014 (vgl. vorstehend E. 3.6) basiert
e
ebenfalls nicht auf einer aktu
ellen Untersuchung und vermag nicht zu erklär
en, weshalb - bei einer gemäss
Dr.
A._
bestehenden PTBS - anlässlich der MEDAS-Begutachtung keine der von ihm beschriebenen typischen Symptome feststellbar waren. Ohne die traumatischen Erlebnisse des Beschwerdeführers abzuwerten, ist aufgrund der MEDAS-Begutachtung davon auszugehen, dass diese sich nicht auf seine Ar
beitsfähigkeit auswirken.
Was den Bericht von
D._
(vgl. vorstehend E. 3.3) angeht, so er
übrigen sich Bemerkungen dazu, da Herr
D._
kein Arzt ist
, denn f
ür die verlässliche Beurteilung des psychischen Gesundheitszustandes und seiner Aus
wirkungen auf die Arbeitsfähigkeit sind in der Regel psychiatrische Fachärzte beizuziehen (BGE 130 V 352 E. 2.2.3., Urteil des Bundesgerichts 8C_989/2010 vom 16. Februar 2011 E. 4.4.2 mit Hinweisen).
4.4
In rheumatologischer Hinsicht diagnostizierte
Dr.
C._
ein chronisches
Lum
bovertebralsyndrom
und erachtete
die bisherige Tätigkeit als Minibar-S
teward nicht mehr als geeignet
.
Neurologische Ausfälle stel
lte
Dr.
C._
jedoch nicht fest
und
hielt leichte sowie rückenschonende Arbeiten für zumutbar
(vgl. vor
stehend E. 3.2 sowie 3.5). In Übereinstimmung damit vermochte auch der rheu
matologische Gutachter keine neurologischen Ausfälle festzustellen, legte aber auch dar, dass anlässlich der Untersuchung des Beschwerdeführers der Eindruck einer deutlichen Schmerzüberzeichnung entstanden sei. So seien die
Lage
wechsel
funktionell unauffällig durchgeführt worden, was für ein klassisches
Vertebralsyndrom
sehr atypisch sei. Aus rheumatologischer Sicht bestehe keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit.
Davon ist auszugehen
.
Selbst wenn
bildge
bend
eine Diskushernie besteht (vgl. vorstehend E. 3.5), gilt doch aus invaliden
versicherungsrechtlicher Sicht der Grundsatz, dass nicht die Diagnose, sondern deren Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit massgeblich ist
(BGE 136 V 279 E.3.2.1 S. 281 mit Hinweis auf BGE 127 V 294).
Der rheumatologische Gutach
ter erklärte denn auch nachvollziehbar, dass Diskushernien ohne Nachweis
eines
Radikulärsyndroms
, welches auch
Dr.
C._
ausschl
oss, keine klinische Bedeu
tung hätten
und nicht zu einer Arbeitsunfähigkeit führten. Selbst wenn im Üb
rigen
die letzte Tätigkeit als Minibar-Steward nicht mehr ideal sein
sollte
, so erlauben gemäss ärztlicher Feststellung die erhobenen Befunde weiterhin
sämt
liche anderen und
somit auch
die
bisherigen Tätigkeiten wie diejenige im Ser
vice und als
Casserolier
(vgl.
Urk.
6/33). Der Beschwerdeführer ist denn auch selbst der Ansicht,
er könne einer angepassten Tätigkeit im freien Markt nach
gehen (
vgl.
Urk.
6/79/2), dafür bietet
der
ausgeglichen
e Markt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG) genügend Möglichkeiten.
4.5
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass gestützt auf das MEDAS-Gutachten vom 1
8.
Juli 2014 aus invalidenversicherungsrechtlicher Sicht von voller Ar
beitsfähigkeit auszugehen ist. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerde
führer Frühinterventionsmassnahmen gewährt und ihn polydisziplinär abklären lassen. Sie ist damit ihrer Leistungs- und Abklärungspflicht genügend nachge
kommen
;
ein weiterer Anspruch des Beschwerdeführers besteht nicht.
Damit erweist sich der angefochtene Entscheid als rechtens. Dies führt zur Ab
weisung der Beschwerde.
5.
Die Gerichtskosten nach Art. 69 Abs. 1
bis
IVG sind auf Fr. 6
00.-- a
nzusetzen und
ausgangsgemäss
dem
u
nterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen, zu
folge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch
einstweilen
auf die Gerichtskasse zu nehmen. Der Beschwerdeführer wird auf
die
Nachzahlungs
pflicht
gemäss
§ 16 Abs. 4 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) hingewiesen
.