Decision ID: 06e44358-e67c-5dc8-bb7d-e91907214d39
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1968,
war zuletzt bei der
Y._
AG als Hilfsbodenleger angestellt und in dieser Funktion bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (S
UVA
) gegen die Folgen von Unfällen versichert. Am 23. März 2011 erlitt er während der Arbeit einen Unfall, als er an einem Schlauch zog, auf die linke Seite ausrutschte und zu Boden fiel (Urk. 7/1). Der Hausarzt des Versicherten,
Dr.
med.
Z._
, Innere Medizin FMH, diagnos
tizierte eine
breitbasige
Diskusprotrusion
L4/L5 rechts sowie L5/S1 links (Bericht vom 7. Juni 2011, Urk. 7/11).
Die S
UVA
richtete
Taggelder aus und übernahm die Heilkosten
(Urk. 7/3)
. Mit Verfügung vom 18. Juli 2011 schloss
sie
den Fall per 31. März 2012 infolge Erreichen des Status quo sine ab und stellte die bis
herigen Versicherungsleistungen auf diesen Zeitpunkt ein (Urk. 7/68).
Die dage
gen am 17. August 2012 erhobene Einsprache (Urk. 7/71
S. 1-7
) wies die S
UVA
mit
Einspracheentscheid
vom 4. September 2012 ab, soweit sie darauf eintrat (Urk. 7/78 = Urk. 2).
2.
Gegen den
Einspracheentscheid
vom 4. September 2012 (Urk. 2) erhob der Versi
cherte am 4. Oktober 2012 Beschwerde und beantragte, es seien ihm wei
terhin die versicherten Leistungen zu gewähren und es sei ihm eine Rente und eine Integritätsentschädigung zu gewähren (Urk. 1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 29. Oktober 2012 schloss die SUVA auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 6). Mit Verfügung vom 25. März 2013 wurde das beschwerdeweise ge
ste
llte (vgl. Urk. 1 S. 2) und am 7
.
Dezember 2012 zurückgezogene (
Urk.
10
) Gesuch um Bewilligung
der unentgeltlichen
Verbeiständung
als durch Rückzug erledigt abgeschrieben. Gleichzeitig wurde dem Beschwerdeführer die Beschwerdeantwort zur Kenntnisnahme zugestellt (Urk. 11).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Im angefochtenen
Einspracheentscheid
sind die rechtlichen Erwägungen zur Leistungspflicht des Unfallversicherers (Art. 6
Abs.
1 des Gesetzes über die Un
fallversicherung, UVG) sowie über die Erfordernisse der natürlichen Kausalität zutreffend wiedergegeben (
Urk.
2 S. 3).
Darauf kann, mit den nachfolgenden Ergänzungen, verwiesen werden.
1.2
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder über
haupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (
status
quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (
status
quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U 172/94 vom 2
6.
April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 45; BGE 119 V 7 E. 3c/
aa
). Da es sich
hiebei
um eine anspruchs
-
aufhe
bende Tatfrage handelt, liegt aber die entsprechende Beweislast - anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang ge
geben ist - nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 f. E. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 76).
1.3
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
1.4
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar be
gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zu
verlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die be
fragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unpar
teilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gut
achterin allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 f. E. 3b/
ee
mit Hinweis).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging im angefochtenen
Einspracheentscheid
(Urk. 2) davon aus,
der Beschwerdeführer habe sich beim Unfall am 23. März 2011 im Bereich seiner unteren Wirbelsäule eine Kontusion zugezogen, durch welche die
Bandscheibenprotrusionen
L4/L5 und L5/S1 aktiviert worden seien (S. 4 Ziff. 3a). D
ie
medizinischen
Abklärungen
hätten jedoch
ausschliesslich degene
rative Veränderungen der Wirbelsäule ohne frische traumatische
Läsionen erge
ben
.
Damit sei der S
tatus quo sine spätestens ein Jahr nach dem Unfall erreicht und die Beschwerden seien nur auf einen krankhaften Zustand zurückzuführen (S. 6 f. Ziff. 4c ff.).
Daran hielt sie mit Beschwerdeantwort fest (Urk. 6).
2.2
Demgegenüber stellte sich der Beschwerdeführer
im Wesentlichen
auf den Stand
punkt (Urk. 1),
gestützt auf das am
6.
(richtig: 5.)
April 2011 durchge
führte MRI seien Veränderungen an der Wirbelsäule ausgewiesen, weshalb es nicht zulässig sei, die Beschwerden als degenerativ zu bezeichnen und die Leis
tungen einzustellen. Der Fallabschluss sei demnach zu früh erfolgt (S. 6 Ziff. 9 f.). Die kreisärztliche Stellungnahme vom 11. Juli 2012 sei aus verschiedenen - im Einzelnen dargelegten - Gründen mangelhaft (S. 7 f. Ziff. 12).
Sodann machte der Beschwerdeführer geltend, die Taggeldauszahlung sei lediglich bis zum 23. März 2012 belegt, nicht hingegen bis zum von der Beschwerdegegnerin festgelegten Terminierungsdatum Ende März 201
2.
Vorsorglich würden daher diese Taggelder vom 2
4.
bis zum 31. März 2012 gefordert (S. 8 Ziff. 13).
2.3
Streitig und zu prüfen ist
, ob die Beschwerdegegnerin einen Kausalzusammen
hang zwischen den vom Beschwerdeführer über den März 2012 hinausgehenden Beschwerden und dem Unfallereignis vom 23. März 2011 zu Recht verneinte.
Die Auszahlung des Taggeldes war weder Gegenstand der Verfügung noch des
Einspracheentscheides
, weshalb mangels Anfechtungsobjekt darauf nicht ein
zutreten ist.
3.
3.1
Der Beschwerdeführer suchte erstmals zwei Tage nach dem Unfallereignis vom 23. März 2011 seinen Hausarzt
Dr.
Z._
auf.
Dr.
Z._
hielt mit Bericht vom 7. Juni 2011 fest, der Beschwerdeführer
klage
über massive lumbale Rückenschmerzen. Bildgebend habe keine
o
ssäre
Läsion festgestellt werden können
(Urk. 7/11)
.
Er
diagnostizierte eine
breitbasige
Diskusprotrusion
mit
Anulusausriss
L4/L5 rechts
intraforaminal
und L5/S1 paramedian links
(Bericht
vom 23. August 2011, Urk. 7/23; vgl. auch MRI der Lendenwirbelsäule [LWS] vom 5. April 2011, Urk. 7/51
/1
).
3.2
Im Oktober und November 2011 erfolgten zwei
epidurale
Steroidinfiltrationen in der Klinik
A._
, welche jeweils eine deutliche Schmerzlinderung be
wirkt
en
(Bericht vom 19. Dezember 2011, Urk. 7/38). Ein im Februar 2012 durchgeführtes MRI der LWS habe
im Vergleich zur Voruntersuchung
vom
Ap
ril 2011 im W
esentlichen unveränderte degenerative Veränderungen mässigen Grades ohne Kompression einer neurogenen Struktur ergeben
. Klinisch zeige sich ein normaler neurologischer Untersuchungsbefund
(Bericht vom 15. Februar 2012, Urk. 7/46
; vgl. auch Bericht vom 6. Februar 2012, Urk. 7/45
).
3.3
Mit Bericht vom 8. März 2012 führte
med.
pract
.
B._
, Praxisassistentin von
Dr.
Z._
,
aus, zwischenzeitlich hätten sich die Beschwerden des Be
schwerdeführers deutlich gebessert, wobei er nach wie vor nicht beschwerdefrei sei. Er berichte immer noch über Schmerzen im LWS-Bereich, wobei zumindest keine Ausstrah
lung in die Beine mehr bestünde
(Urk. 7/50).
3.4
Kreisarzt
Dr.
med.
C._
, Facharzt für Chirurgie FMH, kam in seinen Beurteilungen vom 14. März 2012 (Urk. 7/52) sowie vom 11. Juli 2012 (Urk. 7/67) zum Schluss, die nach dem Ereignis vom 23. März 2011 durchge
führten Abklärungen hätten ausschliesslich degenerative Veränderungen
an der LWS
ohne traumatische Läsionen
mit den dazu gehörigen klinischen Befunden einer
radikulären
Symptomatik L4 und S1 ergeben.
Der Beschwerdeführer sei mit Physiotherapie, Schmerzmitteln und
epiduraler
Infiltration adäquat behan
delt worden. Die Therapien hätten auch eine gewisse Verminderung der Be
schwerden ergeben
. Der S
tatus quo sine zum Unfallereignis sei erreicht und die Beschwerden, welche durch die degenerativen Veränderungen eindeutig erklärt seien, seien nur auf den krankhaften Zustand zurückzuführen. Durch das Unfallereignis seien keine traumatischen Läsionen nachgewiesen (Urk. 7/67 S. 2).
3.5
Zusammenfassend geht aus den erwähnten Arztberichten hervor, dass der Be
schwerdeführer seit dem Unfall vom 23. März 2011 an
den Beschwerden d
er
Diskus
protrusion
en
leidet.
4.
4.1
Bei einer Diskushernie (Bandscheibenvorfall, Bandscheibenprolaps) handelt es sich um eine Verlagerung oder um einen Austritt von Gewebe des Nucleus
pulposus
der Bandscheibe durch Risse im
Anulus
fibrosus
(
Psychrembel
, Klinisches Wörterbuch, 25
9.
Auflage, S. 174).
Es entspricht einer medizinischen Erfahrungstatsache im Bereich des Unfallversicherungsrechts, dass praktisch alle Diskushernien bei Vorliegen de
generativer Bandscheibenveränderungen entstehen und ein Unfallereignis nur ausnahmsweise, unter besonderen Voraussetzungen, als eigentliche Ursache in Betracht fällt. Als weitgehend unfallbedingt kann ein Bandscheibenvorfall be
trachtet werden, wenn das Unfallereignis von besonderer Schwere und geeignet war, eine Schädigung der Bandscheibe herbeizuführen, und die Symptome der Diskushernie (vertebrales oder
radikuläres
Syndrom) unverzüglich und mit so
fortiger Arbeitsunfähigkeit aufgetreten sind. Wird die Diskushernie durch den Unfall lediglich ausgelöst, nicht aber (weitgehend) verursacht, übernimmt die Unfallversicherung den durch das Unfallereignis ausgelösten Beschwerdeschub, spätere Rezidive dagegen nur, wenn eindeutige Brückensymptome gegeben sind. Insbesondere mit dem letztgenannten Kriterium werden auch jene Fälle aufgefangen, bei denen der Unfall neben weiteren Faktoren lediglich eine Teilursache für die im Anschluss an das Ereignis aufgetretenen Rückenbeschwerden darstellt. Vorausgesetzt ist indessen auch dort, dass die Symptome einer Diskushernie (
vertebragenes
oder
radikuläres
Syndrom) unmittelbar nach dem Un
fall auftreten (Urteil des Bundesgerichts U 446/06 vom
4.
Juli 2007 E. 4.1).
4.
2
Seit dem
Ereignis vom 23
.
März 2011
klagte der Beschwerdeführer über Rücken
schmerzen
. Das MRI vom
5.
April 2011
zeigte eine
breitbasige
Diskusprotrusion
mit
Anulusriss
L4/L5 rechts
intraforaminal
mit möglicher
intraforaminaler
Affektion der Radix L4
und eine
breitbasige
Diskusprotrusion
mit
Anulusriss
L5/S1 paramedian links
mit möglicher
recessaler
Affektion der
descendierenden
Radix S1 links
(vgl. Urk. 7/51)
.
Betreffend das Unfallereignis vom
23. März 2011
existieren ausser der Unfallmeldung (vgl. Urk.
7/1
: beim Ziehen an einem Schlauch sei er auf die linke Seite gerutscht und zu Boden gefallen
)
verschiedene Schilderungen ge
genüber den Ärzten: So gab er gegenüber
Dr.
Z._
an, ihn habe ein grosser umherschlagender Schlauch am Rücken getroffen (Urk. 7/11 Ziff. 2). Aus der Klinik zum MRI vom 5. April 2011 geht hervor, dass nach „ruckartiger Bewegung“ ein einschiessender Schmerz lumbal und
Kribbelparästhesien
im linken Bein dorsal aufgetreten seien (vgl. Urk. 7/51).
Aufgrund dieser
Ereignisschilderungen und angesichts der vom Bundesgericht entwickelten Rechtsprechung ist das Ereignis vom
23. März 2011
als Unfall von nicht besonderer Schwere zu qualifizieren, welcher grundsätzlich nicht geeignet war, Bandscheibenschädigungen zu ver
ursachen. Es ist deshalb davon auszugehen, dass die Diskushernie nicht durch den
besagten
Unfall verursacht worden ist.
Die im MRI
von anfangs April 2011
ausgewiesenen degenerativen
Veränderungen sprechen ebenfalls für die Verur
sachung du
rch degenerative Veränderungen.
Jedoch ist mit der Beschwerdegegnerin (vgl. Urk. 2 S. 4 f. Ziff. 3a) und g
estützt auf die medizinische Aktenlage mit dem vorausgesetzten Beweisgrad der über
wiegenden Wahrscheinlichkeit
davon auszugehen, dass die Symp
tomatik der Diskushernie durch das versicherte Unfallereignis vom
23. März 2011
ausgelöst
wurde, mithin die
dabei
zugezogene Kontusion die
Bandscheibenprotrusionen
aktiviert hat
. Für den durch das versicherte Unfallereignis ausgelösten Beschwerdeschub der Diskushernie ist eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin zu bejahen.
4.3
Nach der Rechtsprechung kann eine richtunggebende, mithin dauernde, unfall
-
be
dingte Verschlimmerung einer vorbestandenen, degenerativen Erkran
kung der Wirbelsäule nur als nachgewiesen gelten, wenn ein plötzliches Zu
sammensinken der Wirbel sowie das Auftreten und Verschlimmern von Verlet
zungen nach einem Trauma
radioskopisch
erstellt sind (Urteil des
Bundesge
richts
U 248/05 vom 2
8.
September 2005
E. 2.1 mit Hinweisen). Es entspricht einer medizinischen Erfahrungstatsache, dass selbst im Falle vorbestehender de
generativer Erkrankungen eine traumatische Verschlimmerung in der Regel nach sechs bis neun Monaten, spätestens aber nach einem Jahr abgeschlossen ist und länger dauernde Beschwerden bei einer einfachen Kontusion oftmals auf eine psychische Anpassungsstörung oder Fehlentwicklung zurückgehen (Urteil des Bu
n
desgerichts U 250/06 vom 1
7.
Juli 2007 E. 4.2).
4.4
Die Dauer des Beschwerdeschubes der Diskushernie bemisst sich somit nach dem Zeitpunkt, während dem ein
behandlungsbedürftiger
und/oder die Ar
beitsfähigkeit beeinträchtigender Gesundheitsschaden bestanden hat.
Die Beschwerdegegnerin ging im angefochtenen
Einspracheentscheid
gestützt auf die Beurteilung durch
Kreisarzt
Dr.
C._
davon aus, dass der unmittelbar durch den Unfall ausgelöste Beschwerdeschub nicht über
Ende März 2012
hin
aus angehalten habe.
Dieser Beurteilung kann gefolgt werden. So geht aus den Akten hervor, dass beim Beschwerdeführer
durch die therapeutischen Behandlungen eine erhebli
che Besser
ung der Beschwerden erreicht wurde
(vgl.
vorstehend
E. 3.2 f.)
. Sei
tens der Ärzte der Klinik
A._
sind
gestützt auf den
Bericht vom 15. März 2012
(
Urk. 7/55
)
nach der letzten Infiltration vom Februar 2012
(vgl. Urk. 7/46)
keine weiteren Infiltrationen mehr vorgesehen und aus neurologischer
sowie
wirbelsäulenchirurgischer Sicht sei keine Indikation für ein chirurgisches Vor
gehen gegeben.
Damit ist entgegen der
Darstellung
des Beschwerdeführers (vgl. Urk. 1 S. 6 Ziff. 9) gerade keine weitere Behandlungsbedürftigkeit ausgewiesen.
Soweit die Ärzte der
Klinik
A._
Mitte März 2012
eine
dreiwöchige Reha
bilitation empfo
hlen
hatten
, hatte diese nicht den Zweck, den gesundheitlichen Zustand weiter zu verbessern, sondern sollte einzig der Evaluation der funktio
nellen Leistungsfähigkeit dienen, um die berufliche Situation besser planen zu können (
vgl.
Urk. 7/55). Die Behandlung war folglich abgeschlossen.
4.5
Der Bericht von Kreisarzt
Dr.
C._
entspricht auch den erforderlichen Kriterien (vgl. E.
1.4
).
Daran ändern die Vorbringen des Beschwerdeführers,
Dr.
C._
habe sich nicht mit den aktuellen Arztzeugnissen und den von med.
pract
.
B._
attestierten Arbeitsunfähigkeitsgraden auseinandergesetzt (vgl. Urk. 1 S. 7 Ziff. 11 f.), nichts:
Dr.
C._
hatte
nicht die Arbeits
fähigkeit, sondern ein
zig die Kausalität der noch geklagten Beschwerden zu beurteilen
. Diese hatte er
verneint. Da die Beschwerden nicht mehr unfallkausal sind, erübrigt
e
sich eine Auseinandersetzung mit von den behandelnden Ärzten attestierten Arbeitsunfähigkeitsgraden.
Soweit der Beschwerdeführer weiter fordert, es hätten aktuelle bildgebende Ab
klärungen vorgenommen oder eine abschliessende Untersuchung oder ein Gut
achten durchgeführt werden müssen, kann er daraus ebenfalls nichts zu seinen Gunsten ableiten:
Bereits u
nmittelbar nach dem Unfallereignis konnten nur de
generative Befunde bildgebend nachgewiesen werden. Die vorhandenen Arztberichte belegen sodann ausführlich, dass
die Beschwerden im Verlaufe eines Jahres nach dem Unfall erheblich zurückgingen und ein Jahr nach dem Unfall keine Indikation für eine weitere Behandlung bestand. Im Übrigen reichte der Beschwerdeführer im weiteren Verfahren keine - wie beschwerdeweise in Aus
sicht gestellt (vgl. Urk. 1 S. 7 f. Ziff. 12) - weiteren ärztlichen Stellungnahmen zur natürlichen Kausalität der Beschwerden ab April 2012 ein (vgl. dazu auch
die
Verfügung vom 25. März 2013, Urk. 11).
Dr.
C._
führte gestützt auf die vorliegenden Akten nachvollziehbar aus, dass die
geklagten
Schmerzen auf die degenerative Beeinträchtigung der Wurzel L4 und S1 zurückzuführen seien (vgl. Urk. 7/67 S. 1).
Der Gesundheitszustand ist aufgrund der medizinischen Akten hinreichend abgeklärt. Von weiteren Untersuchungen wären keine neuen Er
kenntnisse zu erwarten
(antizipierte Beweiswürdigung;
BGE 127 V 491 E. 1b S. 494 mit Hinweisen).
4.6
Somit ist davon auszugehen, dass der Status quo sine spätestens Ende März 2012 erreicht worden ist. Diese Beurteilung steht zudem mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung im Einklang, wonach es der medizinischen Erfahrung entspricht, dass der organische Zustand des Rückens nach allfällig erlittenen Verletzungen wie Prellung, Verstauchung oder Zerrung in der Regel sechs Mo
nate beziehungsweise bei degenerativen Veränderungen spätestens ein
Jahr nach dem Unfall wieder so weit hergestellt ist, wie er es auch wäre, wenn sich der Unfall nicht ereignet hätte (vgl. etwa Urteile des Bundesgerichts 8C_744/2008 vom 2
6.
November 2008, und 8C_29/2009 vom
1.
Mai 2009, E. 3.5, je mit Hinweisen).
4.
7
Nach dem Gesagten bleibt festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin ihre Leistun
g
en
im Zusammenhang mit dem Ereignis vom
23. März 2011
zu Recht
auf Ende März 2012 eingestellt
hat.
Da die Kausalität der noch geklagten Beschwerden zu verneinen ist, erübrigt sich auch eine Prüfung des Anspruchs auf eine Rente und Integritätsentschädigung (vgl. Urk. 1 S. 8 Ziff. 14).
Demnach ist
der angefochtene
Einspracheentscheid
zu bestätigen und die Be
schwerde
ist
abzuweisen
.