Decision ID: 119d131b-45a6-4965-8117-3b87983d4949
Year: 2013
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Die 1959
geborene
X._
bezog
seit dem
1.
Oktober 2005 eine ganze Rente der Invalidenversicherung (
Urk.
8/29
).
Ein im
November 2007
von der IV-Stelle eingeleitetes Revisionsverfahren ergab keine Änderung des Rentenanspruchs, was der Versicherten am 1
6.
Januar 2008 mitge
teilt wurde (
Urk.
8/42).
Im Ju
n
i 2009 leitete die IV-Stelle erneut ein Revisionsverfahren ein (
Urk.
8/44).
Sie holte dabei einen Auszug aus dem individuellen Konto (IK) der Versicherten
(
Urk.
8/45)
sowie medizinische Berichte
(
Urk.
8/46-47)
ein und
ordnete eine medizinische Abklärung durch
Dr.
med.
Y._
,
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, an. Das psychiatrische Gutachten wurde am
5.
Januar 2012 erstattet
(
Urk.
8/65)
.
N
ach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Urk.
8/71-74)
setzte die IV
Stelle die In
validenrente mit Verfügung vom 12
.
November 2012 auf eine Dreiviertelrente herab
, wobei sie davon ausging, dass die Beschwerdeführerin
ohne gesundheitliche Beeinträchtigung
zu 80
%
im Erwerbsbereich und zu 20
%
im Aufgabenbereich Haushalt tätig wäre
(Urk.
2 [=
8/87 und 8/89]
).
2.
Dagegen erhob die Versicherte mit Eingabe vom
1
2.
Dezember 2012
Beschwerde und beantragte,
die Verfügung der IV-Stelle
sei zu ändern und
ihr
sei weiterhin die bisherige ganze Rente auszurichten (
Urk.
1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 2
3.
Januar 2013 beantragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde (
Urk.
7). Mit Replik vom 1
5.
Mai 2013
(
Urk.
13)
hielt die Beschwer
deführerin an ihren Beschwerdeanträgen fest und reichte
zusätzliche
medizini
sche Berichte ein (
Urk.
14/1-3). Mit Eingabe vom
2
5.
Juni 2013
verzichtete die Beschwerdegegnerin auf Erstattung einer Duplik
(
Urk.
17).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen ist, soweit für die
Entscheidfindung
erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen ein
zugehen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hin
weisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revisi
onsgrund
im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Ein
spracheentscheid
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E.
3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hinweisen).
1.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1
des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung,
IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.3
Sowohl im Rahmen einer erstmaligen Prüfung des Rentenanspruches als auch anlässlich einer Rentenrevision (
Art.
17
Abs.
1 ATSG) stellt sich unter dem Gesichtspunkt des
Art.
28a
Abs.
3 IVG (bis 31. Dezember 2007:
Art.
28
Abs.
3
ter
IVG) in Verbindung mit
Art.
16 und 7
Abs.
2 ATSG die Frage nach der anwend
baren Invaliditätsbemessungsmethode. Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig einzustufen ist
was je
zur Anwendung einer anderen Methode der Invaliditätsbemessung (
Einkom
mensvergleich
, Betätigungsvergleich, gemischte Methode) führt -, ergibt sich
auch nach In-Kraft-Treten des ATSG (vgl. SVR 2005 IV Nr. 21 S. 83 E.
4.2 mit Hinweis [I 249/04]) - aus der Prüfung, was die Person bei im Übrigen unverän
derten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde. Das Kriterium der Zumutbarkeit einer Erwerbstätigkeit bezieht sich nicht auf den Gesundheits-, sondern auf den Invaliditätsfall. Entscheidend ist nicht, wel
ches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch, d.h. ohne Gesundheitsschaden, aber bei sonst gleichen Verhältnissen, erwerbstätig wäre (
Art.
27
bis
IVV; BGE 131 V 51 E. 5.1.2 S. 53 und E. 5.2 S. 54; SVR 2006 IV Nr. 42 S. 151, E. 5.1.2, I 156/04; vgl. auch BGE 125 V 146 E. 5c/
bb
S. 157). Die gemischte Methode bezweckt damit eine möglichst wirklichkeitsgerechte Bemessung des Invaliditätsgrades. Sie findet auch Anwendung, wenn der versi
cherten Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung eine vollzeitliche Erwerbstätigkeit zumutbar wäre, sie aber trotzdem eine solche nicht ausüben würde (BGE 133 V 504 E. 3.3 in
fine
; vgl. auch BGE 133 V 477 E. 6.3 S. 486). Bei im Haushalt tätigen Versicherten im Besonderen sind die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die berufli
chen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigungen und Begabungen zu berücksichtigen. Die Statusfrage beurteilt sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben. Dabei sind die konkrete Situation und die Vorbringen der versicherten Person nach Massgabe der allgemeinen Lebenserfahrung zu würdi
gen. Für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil
)Erwerbstätigkeit ist der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich (BGE 125 V 146 E. 2c, 117 V 194 E. 3b, je mit Hinweisen, Urteil des Bundesgerichts I 266/05 vom 11. April 2006 E. 4.2, vgl. auch BGE 133 V 504 E. 3.3).
1.4
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit
Art.
28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalidenein
kommen
), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.5
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge
nommen hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen
Lohnstrukturerhebun
gen
(LSE) herangezogen werden (BGE 126 V 75 f. E. 3b/
aa
und
bb
, vgl. auch BGE 129 V 472 E. 4.2.1). Für die Invaliditätsbemessung wird praxisgemäss auf die standardisierten Bruttolöhne (Tabellengruppe A) abgestellt (BGE 129 V 472 E. 4.2.1 mit Hinweis), wobei jeweils vom so genannten Zentralwert (Median) auszugehen ist. Bei der Anwendung der Tabellengruppe A gilt es ausserdem zu berücksichtigen, dass ihr generell eine Arbeitszeit von 40
Wochenstunden zugrunde liegt, weshalb der massgebliche Tabellenlohn auf die entsprechende betriebsübliche Wochenarbeitszeit aufzurechnen ist (BGE 129 V 472 E. 4.3.2, 126 V 75 f. E. 3b/
bb
, 124 V 321 E. 3b/
aa
; AHI 2000 S. 81 E. 2a).
2.
2.1
Im angefochtenen Entscheid erwog die IV-Stelle,
aufgrund der medizinischen Beurteilung sei der Beschwerdeführerin eine behinderungsangepas
ste Tätigkeit
in einem Pensum von
30
%
zumutbar
. Unter der Annahme, dass die Beschwer
deführerin im Gesundheitsfall zu 80
%
im Erwerbsbereich und zu 20
%
im Auf
gabenbereich Haushalt tätig wär
e,
ermittelte sie einen Invaliditätsgrad von 62
%
(
Urk.
2
).
2.2
Die Beschwerdeführerin
machte
demgegenüber
geltend
, sie sei s
eit der Trennung vo
n ihrem
Ehemann nicht mehr als Teil
erwerbstätige zu qualifizieren
.
Ange
sichts
der langen Dauer der Berentung und
ihres
Alters
hätten
vor der
Renten
senkung
ber
uf
liche Eingliederungsmassnahmen durch die Beschwerdegegnerin erfolgen müssen
(
Urk.
1 S.
4
ff.)
.
Die Beschwerdeführerin
brachte
in der Replik
weiter
vor
,
Dr.
med.
Z._
, FMH Innere Medizin,
habe
aus
haus
ärztlicher
Sicht keine Verbesserung
des Gesundheitszustandes
seit der letzten Beurteilung
feststellen können
(
Urk.
13
S.
2)
. Die Beschwerdeführerin leide
zudem
an Blasenbeschwerden mit Inkontinenz
, welche Auswirkungen auf die
Arbeitsfähigkeit hätten
(Urk.
13 S
. 3
f.)
.
In Bezug auf die psychischen Beschwerden weise
med.
pract
.
A._
, FMH Psychiatrie und Psychothera
pie,
darauf hin, dass angesichts der mehrmals im Jahr auftretenden schweren depressiven Episoden und den aus den weiteren psychiatrischen Diagnosen
resultierenden
Einschränkungen
davon auszugehen sei, dass die Beschwerde
führerin andauern
d
arbeitsunfähig sei
(Urk. 13 S.
5)
.
3.
3.1
Umstritten
ist zunächst, ob die Beschwerdeführerin als T
eil
erwerbstätige mit einem Pensum von 80
%
im Erwerbsbereich und
einem Pensum von 20
%
im Aufgabenbereich Haushalt
oder als Vollzeit Erwerbstätige
zu qualifizieren ist.
3.2
Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei der Qualifikation der Beschwerdeführe
rin als Teilerwerbstätige auf den Haushalt
s
abklärungsbericht vom 1
6.
März 2005
, gemäss welchem die Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall zu 80
%
im Erwerbsbereich und zu 20
%
im
Aufgabenbereich
Haushalt tätig wäre
(
Urk.
8/18)
.
Aus den Akten geht hervor, dass ihre 1981, 1982 und 1984 gebore
nen Kinder bereits zum Zeitpunkt der Haushaltsabklärung
aus der
Familien
wohnung
ausgezogen waren (
Urk.
8/18 S. 8). Gemäss der Verfügung des Ein
zelrichters im summarischen Verfahren des Bezirks Winterthur betreffend
Ehe
schutz
mass
n
a
hmen
vom 2
4.
Oktober 2007
lebt
die Beschwerdefü
hrerin seit dem 1.
Januar 2007 von ihrem Ehemann getrennt
und erhält von
ihm
seit dem 1.
Mai 2007
persönliche
Unterhaltsbeiträge von
monatlich
Fr.
1‘760.
--
(
Urk.
3).
Da die Beschwerdeführerin alleine lebt, kann – entgegen der
von der
Beschwer
degegnerin
vertretenen Auffassung
– nicht angenommen werden, dass sie im Gesundheitsfall zu 20
%
im Aufgabenbereich Haushalt tätig wäre, zumal ein Einpersonenhaushalt kein 20
%
-Pensum
erfordert
und alleinstehende Personen
mit reduziertem Beschäftigungsgrad
nicht automatisch zu Teilerwerbstätigen mit einem Aufgabenbereich Haushalt neben der Berufsausübung werden (BGE 131 V 51 E. 5.2)
.
Die Beschwerdeführerin
war
zwar zuletzt von
1998
bis 2005 in einem Arbeitspensum von 60
%
erwerbstätig, jedoch lebte sie in dieser Zeit noch mit ihrem Ehemann zusammen.
In Anbetracht
des moderaten Ein
kommens
von monatlich rund
Fr.
2‘600.--
, das sie in diesem Pensum erzielte
(
Urk.
8/14)
,
ist davon auszugehen, dass
sie
als Alleinstehende
auf ein volles Einkommen angewiesen
wäre
.
Daran ändern auch die ihr
im Rahmen des
Ehe
schutzverfahrens
zugesprochenen Unterhaltsbeiträge nichts.
Bei dieser Sachlage ist
davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
zu 100
%
erwerbstätig wäre
und somit
– wie
sie
zu Recht geltend macht (
Urk.
1 S.
4) –
als Vollerwerbstätige
zu qualifizieren ist
.
Für die Anwendung der gemischten Methode besteht daher kein Raum
mehr
.
4.
4.1
Bei der Ermittlung des
Valideneinkommens
ist vom Erwerbseinkommen aus
zuge
hen,
das
die Beschwerdeführerin vor dem Eintritt der zur Invalidität führenden Arbeitsunfähigkeit erzielte. Die Beschwerdeführerin verdiente an ihrer letzten Arbeitsstelle
als Pflegeassistentin
im
B._
im Jahr 2004
Fr.
25.95 pro Stunde (
Urk.
8/14).
Unter der Annahme, dass in diesem Stundenlohn die Ferienentschädigung bereits enthalten ist und dass der Ferienanspruch vier Wochen pro Jahr beträgt, resultier
t ein Jahreseinkom
men von
Fr.
52
‘
315
.
20
(
Fr.
25.95 x
42
x 48)
für ein Pensum von 100
%
.
Unter Berücksichtigung der Entwicklung des Nominallohnindexes der Saläre für weibliche Arbeitskräfte von
2360
Punkten im Jahr 200
4 (Die Volkswirtschaft 1/2-2010, S. 95, Tabelle B10.3)
auf
2630
Punkte im Jahr 2012 (Die Volkswirt
schaft
9-2013, S. 95, Tabelle B10.3
) ergibt dies ein
Valideneinkommen
von
Fr.
58
‘
300
.
.
4.2
Für die Berechnung des Invalideneinkommens sind
vorliegend
Tabellenlöhne heranzuziehen. Es ist vom standardisierten monatlichen Bruttolohn (inklusive 1
3.
Monatslohn, basierend auf einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden) für weibliche Arbeitskräfte auszugehen (Tabelle TA1 der Schweizerischen Lohnstr
u
kturerhebung [LSE] 2010 S. 26).
Beim Tabellenlohn ist das
Anforde
rungsniveau
4 (einfache und repetitive Tätigkeiten) heranzuziehen. Somit ist von einem standardisierten Durchschnittslohn von
Fr.
4‘225.-- pro Monat bzw.
Fr.
50‘700.-- pro Jahr auszugehen. Angepasst an die im Jahr 2012
betriebsübli
che
durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden (Die Volks
wirtschaft 9-2013, S. 94, Tabelle B9.2) ergibt dies
Fr.
52‘854.75 (
Fr.
50‘700
.
--
:
40 x 41.7).
Unter Berücksichtigung der Entwicklung des
Nominal
lohnindexes
der Saläre für weibliche Arbeitskräfte von 2579 Punkten im Jahr 2010 auf 2630 Punkte im Jahr 2012 (Die Volkswirtschaft 9-2013, S. 95, Tabelle B10.3) resul
tiert für ein Pensum von 100
%
ein Bruttoeinkommen von
Fr.
53‘899.9
5.
Ausgehend von der
im Gutachten
von
Dr.
Y._
vom
5. Januar 2012 attestierte
n
Arbeitsfähigkeit von
30
%
ergibt dies ein Invalideneinkommen von Fr.
16‘170.--
.
4.3
Der Vergleich des
Valideneinkommens
von
Fr.
58‘300.
--
mit dem
Invalidenein
kommen
von Fr. 16‘170.-- ergibt eine Ein
kommenseinbusse von Fr. 42‘130.--
, was einem Invaliditätsgrad von
gerundet
72
%
(zur Rundung: BGE 130 V 121 E.
3.2)
entspricht.
Die Beschwer
deführerin hat somit Anspruch auf eine ganze Rente.
4.4
Bei dieser Sachlage
erübrigt es sich
,
auf
die weiteren Einwände der Beschwerde
führerin
einzugehen
.
Die Verfügung vom
12.
November 2012
ist daher in Gut
heissung
aufzuheben
und
es ist festzustellen
, dass die
Beschwerdeführer
in
wei
terhin Anspruch auf eine ganze Rente der Invalidenversicherung hat
.
5.
5.1
Die Kosten des Verfahrens sind auf
Fr.
800.
--
festzusetzen und ausgangsgemäss der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG).
5.2
Nach
§
34
Abs.
1 des Gesetzes über das Sozialver
sicherungsgericht (
GSVGer
) hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der
Partei
kosten
. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (
§
34
Abs.
3
GSVGer
).
Vorliegend ist die
Beschwerdegegnerin zu verpflichten, der Beschwerdeführerin eine
Parteientschädigung
von
Fr.
2‘900.-- (inklusive Barauslagen und Mehr
wertsteuer)
zu bezahlen
.