Decision ID: 624ad92f-7680-43ae-9907-9ab7b589d875
Year: 2015
Language: de
Court: CH_BSTG
Chamber: CH_BSTG_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: penal_law

Die Beschwerdekammer hält fest, dass:
- die Staatsanwaltschaft Ost-Brabant (NL) ein Ermittlungsverfahren u.a. ge-
gen A. wegen unrechtmässiger Entziehung von Energie etc. führt
(RR.2014.302, act. 2);
- im Rahmen dieses Ermittlungsverfahrens die Staatsanwaltschaft Ost-Bra-
bant mit Rechtshilfeersuchen vom 9. Juli 2014 an die Schweiz gelangte und
um Kontosperrungen sowie Übermittlung von Beweismitteln, namentlich von
Bankunterlagen, ersuchte (RR.2014.302, act. 2);
- das kantonale Untersuchungsamt der Staatsanwaltschaft des Kantons
St. Gallen (nachfolgend "StA SG") mit Schlussverfügungen vom 1. Okto-
ber 2014 und 15. Oktober 2014 dem Rechtshilfeersuchen teilweise ent-
sprach (RR.2014.302, act. 2 und RR.2014.303, act. 2);
- A., vertreten durch Rechtsanwalt Ernst Michael Lang, dagegen mit zwei Be-
schwerden beide vom 18. November 2014 an die Beschwerdekammer des
Bundesstrafgerichts gelangt (RR.2014.302, act. 1 und RR.2014.303, act. 1);
- sowohl die StA SG als auch das das Bundesamt für Justiz (nachfolgend "BJ")
mit Schreiben vom 17. Dezember 2014 bzw. 18. Dezember 2014 beantra-
gen, die Beschwerden seien abzuweisen (RR.2014.302, act. 8 und 9 sowie
RR.2014.303, act. 8 und 9);
- der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 15. Januar 2015 seine Beschwer-
den vom 18. November 2014 zurückzieht (RR.2014.302, act. 12 und
RR.2014.303, act. 12).

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass:
- die Beschwerdeverfahren RR.2014.302 und RR.2014.303 in den wesentli-
chen Punkten identisch sind, weshalb es sich rechtfertigt, diese in einem ein-
zigen Entscheid zu erledigen;
- die Beschwerdeverfahren zufolge Rückzugs der Beschwerden als erledigt
abzuschreiben sind;
- der Beschwerdeführer, der seine Beschwerde zurückzieht, grundsätzlich als
unterliegende Partei zu gelten und folglich gemäss Art. 63 Abs. 1 VwVG
i.V.m. Art. 39 Abs. 2 lit. b und Art. 37 Abs. 2 lit. a StBOG die Gerichtskosten
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zu tragen hat (s. zuletzt Entscheid des Bundesstrafgerichts RR.2013.276
vom 27. März 2014);
- für die Berechnung der Gerichtsgebühren das Reglement vom 31. Au-
gust 2010 des Bundesstrafgerichts über die Kosten, Gebühren und Entschä-
digungen in Bundesstrafverfahren (BStKR; SR 173.713.162) zur Anwendung
gelangt (Art. 63 Abs. 5 VwVG i.V.m. Art. 53 Abs. 2 lit. a StBOG) und die
Gerichtsgebühr vorliegend auf Fr. 500.-- anzusetzen ist, unter Anrechnung
des entsprechenden Betrags aus dem geleisteten Kostenvorschuss in der
Höhe von Fr. 5'000.-- (Fr. 2'500.-- pro Beschwerdeverfahren);
- die Bundesstrafgerichtskasse anzuweisen ist, den Restbetrag von
Fr. 4'500.-- dem Beschwerdeführer zurückzuerstatten.
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