Decision ID: eefb301c-7b50-4858-be2c-ac8e5f3894ed
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1980, und
Y._
, geboren 1979, sind seit 2007 verheiratet und Eltern von vier Kinder
n
, geboren 2008, 2010, 2012 und 2015 (vgl.
Urk.
1 S. 2, Urk. 7/1
8/2-8
).
Mit einer bei der
Sozialver
si
cherungsanstalt
des Kantons Zürich, Ausgleichskasse, am
2
9.
Mai 2015 einge
gangen
en
Anmeldung beantragte
X._
, er sei rückwirkend von der Ausgleichskasse als
N
ichterwerbstätige
r
zu erfassen (
Urk.
7/13/1,
Akten
ver
zeichnis
zu Urk. 7/1-45
)
. Zu Begründung führte er aus, dass er mit seine
r
Fami
lie seit Oktober 2012 in
Vanuatu
lebe und dort
für eine Non-Profit-Organisation
ehrenamtliche Arbeiten verrichten würde
(
Urk.
7/13/5).
Die Ausgleichskasse
registrierte ihn
am 1
7.
Juni 2015
rück
wirkend ab
1.
Januar 2013 als Nichter
werbstätigen
(
Urk.
7/14)
und erhob
vom Versicherten
mit Verfügungen vom 1
9.
Juni 2015 für die Beitragsjahre 2013 bis 2015
jeweils
Beiträge für Nichter
werbstätige
(Urk. 7/15). In der Folge meldete sich
X._
am
7.
August 2015 zum Bezug von Familien
zulagen an (Urk. 7/16,
Aktenverzeich
nis
zu Urk. 7/1-45).
Daraufhin überprüfte die Aus
gleichskasse dessen Erfassung als Nichterwerbstätigen. Am
5.
Oktober 2015 teilte sie ihm mit, dass er mangels Wohnsitzes in der Schweiz nicht als Nichter
werbstätiger registriert werden könne
, weshalb sie
ihm die bereits bez
ahlten Bei
träge zurückerstatten
würde (
Urk.
7/25).
Nachdem
X._
da
gegen Einwände erhoben hatte
(
Urk.
7/30
,
Urk.
7/34
)
stellte die Ausgleichskasse mit Verfügung vom 2
4.
März 2016 fest, dass ein Anschluss als Nichterwerbs
tätiger für die Dauer des
Aus
landaufenthaltes
nicht möglich
sei
(
Urk.
7/36)
.
D
ie dagegen von
X._
am 2
3.
April 2016 erhobene Einsprache
(Urk.
7/
40
)
, wies die
Ausgleichs
kasse
mit
Einspracheentscheid
vom
9.
August 2016 ab (
Urk.
2).
2.
Dagegen erhoben
X._
und
Y._
am 1
3.
September 2016 Beschwerde und
stellten folgenden Antrag
(
Urk.
1 S. 2): „Auf die ‚Sistie
rung der Versicherteneigenschaft‘
während des Aufenthalts der Beschwerde
füh
renden
in
Vanuatu
ab Oktober 2012 bis Mai 2015 sei zu ver
zichten und deren Versicherteneigenschaft bei der AHV sei für diesen Zeitraum zu bejahen.“
Die Beschwerdegegnerin beantragte m
it Beschwerdeantwort vom 2
1.
Oktober 2016 Abweisung der Be
schwerde (
Urk.
6, unter Beilage
der Kassenakten [Urk. 7/1-45]), was den Beschwerdeführenden am 2
4.
Oktober 2016 zur Kennt
nis gebracht wurde (
Urk.
8).
Mit Eingabe vom
6.
Juni 2017 reichte die Beschwerdegegnerin (
Urk.
9) die
Kassen
akten
in Sachen
Y._
(
Urk.
10/1-20)
ein
.
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
Die Beschwerdeführerin 2 ist in eigenem Namen zur Beschwerde legitimiert, weil sich die
Nichtanerkennung
ihres Ehepartners als
Nichterwerbstäti
ge
r
in den Jahren 2013 bis 2015 (vgl.
Urk.
7/15) in einem späteren Zeit
punkt auf die Höhe ihrer Altersrente auswirken könnte
, da diese unter anderem auch vom durch
schnittlichen Jahreseinkommen des Beschwerdeführers
1
beziehungs
weise von den von ihm geleisteten
Beiträgen
abhängt
(vgl. BGE 126 V 455).
2.
2.1
Strittig und zu prüfen ist, ob
die Beschwerdegegnerin den Anschluss
des Beschwerdeführers 1 als Nichterwerbstätige
r
für die Dauer
seines
Aufenthalts
in
Vanuatu
von Ende Oktober 2012 bis Ende Mai 2015 zu Recht abgelehnt hat.
2.2
Mit angefochtenem Einspracheentscheid vom
9.
August 2016 erwog die
Beschwer
degegnerin
im Wesentlichen
, dass der Beschwerdeführer
1
und seine Familie von Ende Oktober 2012 bis zur Rückkehr in die Schweiz im Mai 2015 in
Vanuatu
wohnhaft gewesen seien. Dort sei er ehrenamtlich für eine Organisa
tion tätig gewesen. Der Lebensbedarf sei durch Gespartes sowie Spenden ge
deckt worden.
Aufgrund der längeren Verweildauer sowie der mitgenom
menen Familie sei davon aus
zu
gehen, dass sich der Lebensmittelpunkt des Beschwerde
führers
1
nach
Vanuatu
verschoben habe. Der Mittelpunkt seiner engsten Lebensbeziehungen habe sich dort befunden. Der Wohnsitz in der Schweiz sei folglich aufgegeben worden, da niemand an zwei Orten gleichzeitig Wohnsitz haben könne. Aufgrund der Wohnsitznahme und der längeren Verweildauer in
Vanuatu
von ca. 2.5 Jahren
könne der Beschwerdeführer auch nicht als Welten
bummler
angesehen werden.
Bei einem
Weltenbummler
bleibe
der Wohnsitz in der Schweiz bei abwechslungsweisen Aufenthalten
an verschiedenen Orten
im Ausland
be
stehen. Die Aufnahme des Beschwerdeführers
1
als
Nichterwerbs
täti
ger
bei der Ausgleichskasse sei folglich aufgrund des fehlenden Wohnsitzes in der Schweiz während seines
Ausland
aufenthaltes
in
Vanuatu
nicht möglich
(
Urk.
2 S. 2).
2.3
Die Beschwerdeführenden lassen
demgegenüber vorbringen,
sie seien
n
ach
Vanuatu
gereist
,
um dort an Bauprojekten zur Bereitstellung von sauberem Wasser und am Aufbau einer Schule
mitzuarbeiten
(
Urk.
1 S. 7; Urk.
3/13)
.
Sie hätten sich nur für diesen Zweck von Ende Oktober 2012 bis Ende Mai 2015 in
Vanuatu
aufgehalten (
Urk.
1 S. 7, 8). Es sei aber nie die Ab
sicht gewesen, sich mit den vier kleinen Kindern in
Vanuatu
niederzulassen
(
Urk.
1 S.
7)
.
Es sei
die Regelung für Weltenbummler an
wend
bar. Die Schweiz sei der
Lebensmittel
punkt
d
er Familie geblieben (
Urk.
1 S. 3).
Es bestehe nach wie vor eine starke Verwurzelung in
Winterthur
, wo
die
Familie
des Beschwerdeführers 1
lebe. Die Familie
der Beschwerdeführerin 2
lebe im Nachbar
dorf (
Urk.
1 S. 7).
An beiden Orten
stehe
für “Heimaturlaube“
eine Wohnung zur Verfügung (
Urk.
1 S. 7-8).
F
ür
einen
vorübergehenden Auslandaufenthalt
sei
beim Einwohneramt der Stadt
Winterthur
eine Abmeldung erfolgt
. Während des Aufenthalts in
Vanuatu
hätten sie aber
weiterhin über eine Postadresse in
Winterthur
verfügt. Amts
stellen, Versiche
rungen, Banken usw. sei keine Korrespondenzadresse
in
Vanuatu
mitgeteilt worden.
Nach der Rückkehr aus
Vanuatu
habe
d
er
Beschwerde
führer 1
von Ende Mai bis Ende August 2015 wieder ca.
2
Monate in der Schweiz gearbeitet.
Hernach hätten
sie
sich - ohne Aufenthalt in der Schweiz oder in
Vanuatu
- für diverse Einsätze nach
Samoa
und auf die
Salomon-Inseln
begeben. Nach dem Aufenthalt in
Samoa
von Anfang März bis Ende September 2016 sei von Oktober 2016 bis Juli 2017 ein Einsatz auf den
Salomon-Inseln
vorgesehen (
Urk.
1 S. 8, Urk.
3/13).
3
.
3.1
Obligatorisch ve
rsichert nach Massgabe des
Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG)
sind natürliche Personen mit Wohnsitz in der Schweiz (
Art.
1
a
Abs. 1 lit. a AHVG), natürliche Personen, die in der Schweiz eine Erwerbstätigkeit
ausüben (
Art.
1
a
Abs.
1 lit. b AHVG) sowie Schweizer Bür
ger,
die
im Ausland
tätig sind
(
Art.
1
a
Abs.
1 lit. c
AHVG)
:
1.
i
m Dienste der Eidgenossenschaft
,
2.
im Dienste der internationalen Organisationen, mit denen der Bundesrat ein Sitzabkommen abgeschlossen hat und die als Arbeitgeber im Sinne von Art.
12 AHVG gelten,
3.
im Dienste privater vom Bund namhaft subventionierter Hilfsorganisationen nach
Art.
11 des Bundesgesetzes über die internationale
Entwicklungszusam
menarbeit
und humanitäre Hilfe.
3.2
3.2.1
Die Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozial
versicherungsrechts (ATSG) sind auf die im ersten Teil des AHVG geregelte Al
ters- und Hinterlassenversicherung anwendbar, soweit das AHVG nicht aus
drücklich eine Abweichung vorsieht (Art. 1 Abs. 1 AHVG). Gemäss Art. 13 Abs. 1
ATSG bestimmt sich der Wohnsitz einer Person nach Art. 23-26 des Schweize
ri
sches Zivilgesetzbuch (ZGB).
Nach Art. 23 Abs. 1 ZGB befindet sich der Wohn
sitz einer Person an dem Orte, wo sie sich mit der Absicht dauernden Ver
blei
bens
aufhält; der Aufenthalt zum Zweck der Ausbildung oder die Unterbringung einer
Person in einer Erziehungs- oder Pflegestation, einem Spital oder einer Strafanstalt begründet für sich allein keinen Wohnsitz.
Niemand kann an mehreren Orten zugleich seinen Wohnsitz haben (Art. 23 Abs. 2 ZGB).
Entscheidend ist der Ort, den die Person zum Mittelpunkt ihrer Lebensführung gemacht hat (BGE 138 V 23 E. 3.1.1, Urteil des Bundesgerichts 8C_713/2014 vom
4.
Mai 2015 E. 3.2, je mit Hinweisen).
Für die Begründung eines Wohn
sit
zes müssen zwei Merkmale
erfüllt sein: Ein objektives äusseres, der Aufent
halt, sowie ein subjektives inneres, die Absicht dauernden Verbleibens. Nach der Rechtsprechung kommt es nicht auf den inneren Willen, sondern darauf an, auf welche Absicht die erkennbaren Um
stände objektiv schliessen lassen (BGE 125 V 76 E. 2a
, Urteil des Bundesgerichts 8C_713/2014 vom
4.
Mai 2015 E. 3.2, je
mit w
eiteren Hinweisen
).
Gemäss
Art.
24
Abs.
1 ZGB bleibt der einmal begründete Wohnsitz einer Person bis zum Erwerb eines neuen Wohnsitzes
bestehen
.
3.2.2
Weltenbummlerinnen und -bummler haben nicht die Absicht des dauernden Verbleibens
am Aufenthaltsort. Sie begründen keinen neuen Wohnsitz
(
Rand
ziffer
[
Rz
]
1031
der
Wegleitung des Bundesamtes über die Versicherungs
pflicht in der AHV/IV
[WVP], gleichlautend in den ab
1.
Januar 2013
und 1.
Januar 2017 gültigen Versionen
).
Verwaltungsweisungen richten sich an die Durchführungsstellen und sind für das Sozialversicherungsgericht nicht verbindlich. Dieses soll sie bei seiner Ent
schei
dung aber berücksichtigen, sofern sie eine dem Einzelfall angepasste und gerecht werdende Auslegung der anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen zulassen. Das Gericht weicht also nicht ohne triftigen Grund von
Verwaltungs
weisungen
ab, wenn diese eine überzeugende Konkretisierung der rechtlichen Vorgaben darstellen. Insofern wird dem Bestreben der Verwaltung, durch interne Weisungen eine rechtsgleiche Gesetzesanwendung zu gewähr
leisten, Rechnung getragen (BGE 133 V 587 E. 6.1; 133 V 257 E. 3.2 mit Hinweisen; vgl. BGE 133 II 305 E. 8.1).
3.3
Nichterwerbstätige bezahlen einen Beitrag nach ihren sozialen Verhältnissen (
Art.
10
Abs.
1 Satz 1 AHVG). Deren Beiträge bemessen sich aufgrund ihres Vermögens und Renteneinkommens (
Art.
28
Abs.
1 der Verordnung über die Alters- und Hinterlassenenversicherung [AHVV]).
4
.
4
.1
4.1.1
Vorab ist festzuhalten, dass z
wischen der Schweiz und
Vanuatu
kein Sozialver
sicherungsabkommen
besteht
, welches die Versicherungsunterstellung regeln würde.
4.1.2
In den Jahre
n 2013 bis 2015 war sodann auch
keine Unterstellung
des Beschwer
deführers 1 unter die AHV gegeben
nach Art.
1
a
Abs.
1 lit.
a-
c
AHVG
.
D
er
Beschwerdeführ
er 1
war in
Vanuatu
unentgeltlich
im Namen
der
Organisa
tion “
Life
“ tätig, welche Teil von “Jugend mit einer Mission inter
national (JMEM)“
ist
(
vgl.
Urk.
1 S. 2). Diese Organisationen gehören nicht
zu den priva
ten, vom Bund namhaft subventionierte
n
Hilfsorganisationen gemäss Art.
1
a
Abs.
1 lit. c
AHVG (vgl. dazu
Rz
3096 WVP)
.
Ebenfalls
n
icht einschlägig sind
die Bestimmungen zur Weiterführung der Ver
sicherung (
Art.
1a
Abs.
3 AHVG) und zum Beitritt zur Versicherung (
Art.
1a
Abs.
4 AHVG).
4
.2
4.2.1
Der Aufenthalt der Beschwerdeführe
n
den in
Vanuatu
dauerte von Ende Oktober 2012 bis Ende Mai 2015 (vgl.
Urk.
1 S. 7).
Gemäss der Zeittabelle des Beschwer
de
füh
rers 1 hatten sie die Tätigkeit in
Vanuatu
vom 2
7.
November 2013 bis 30. Januar 2014 unterbrochen und in dieser Zeit in der Schweiz gelebt (Urk.
3/13). Er
hat sich bei der Einwohnerkontrolle der Stadt
Winterthur
auf den 31.
Oktober 2012 nach
E._
/
Vanuatu
abgemeldet (
Urk.
7/18/1).
Grundsätz
lich ist für den zivil
recht
lich
en Wohnsitz nicht massgebend
, wo eine Person angemeldet ist und die Schriften hinterlegt hat (BGE 133 V 309 E. 3.3, 127
V
237 E. 2c, je mit Hin
weisen).
Der Mittelpunkt der Lebensinteressen
einer Person befindet sich jedoch
regelmässig dort, wo die familiären Interessen und Bindun
gen am stärksten sind (Urteil des Bundesgerichts 8C_713/2014 vom
4.
Mai 2015 E. 3.2).
Die Beschwerdeführenden begaben sich mit ihren Kindern nach
Vanuatu
.
Sie hatten daher auch dort und nicht in der Schweiz
ihren
Lebens
mittel
punkt
. Die Wohnung
der Beschwerdeführenden
im Mehrfamilienhaus
d
er Eltern
des Beschwerdeführers 1
in
Winterthur
wurde nach ihrer
Ausreise nach
Vanuatu
renoviert und vermietet
(
Urk.
1 S. 7-8,
Urk.
7/38/3)
. Die Beschwerde
führen
den haben den
ganze
n
Hausrat nach
Vanuatu
mitge
nommen
(
Urk.
1 S.
8)
.
Dass die Beschwerdeführenden während ihres Aufent
halts in
Vanuatu
eine
Korres
pondenzadresse
in
Winterthur
beibe
halten haben
(
Urk.
1 S. 8)
,
ist auf praktische Über
legungen zurückzuführen und
fällt nicht ins Gewicht.
Aufgrund der gesamten Umstände ist auf eine Verlegung des Schwerpunktes der
Lebens
bezie
hungen
nach
Vanuatu
zu schliessen. Art 24
Abs.
1 ZGB, wonach der einmal begründete Wohnsitz einer Person bis zum Erwerb eines
neuen Wohn
sitzes bestehen bleibt, kommt bei dieser Sachlage nicht zur Anwendung (vgl. ZAK 1990 S. 249 E. 3b).
Die Beschwerdegegnerin ist vielmehr zu Recht davon ausge
gangen, dass der Beschwerdeführer 1 von Ende Oktober 2012 bis Ende Mai 2015 seinen Wohnsitz nach
Vanuatu
verlegt hat
te
.
4.2.2
Die Beschwerdeführenden stellen sich auf den Standpunkt, dass der Beschwer
deführer 1 während seines Aufenthaltes in
Vanuatu
als Weltenbummler
seinen
Wohnsitz in
Winterthur
beibehalten
habe
(E. 2.3 vorstehend).
Entgegen ihrer Darstellung im vorliegenden Verfahren, wonach die Zeit in
Vanuatu
“klar be
grenzt“ gewesen sei (
Urk.
1 S. 7), wollten die Beschwerde
führenden gemäss
ihren Angaben
im Verwaltungsverfahren
zu Beginn für diese Tätigkeit ca. drei Jahre inves
tie
ren
(Urk. 7/34/1
; vgl.
Urk.
3/13
)
.
Eine Rückkehr nach
Vanuatu
sei deswegen nicht vorgesehen, da dort “das gesetzte Ziel“ erreicht worden sei (Urk. 7/34/2). Der Wille, einen Ort
später
wieder verlassen zu wollen
, schliesst einen Wohnsitz noch nicht aus. Die Absicht eines dauernden Aufenthalte
s
ist nicht erst dann gegeben, wenn jemand für immer an einem Ort bleiben will (Eugen Bucher, in: Berner Kommentar, Bern 1976,
N
22 zu
Art.
23 ZGB).
Wer sich
,
wie die Beschwerdeführenden mit der Familie für mehrere Jahre am selben Ort im Ausland aufhält, um sich dort an Projekten zu beteiligen, und sich erst nach dem Abschluss dieser Projekte zurück in die Schweiz begibt beziehungs
weise sich in der Folge weiteren Projekten im Ausland zuwendet, gilt nicht als
Weltenbummler
.
5
.
Schliesslich ist noch darauf hinzuweisen, dass Schweizer Bürger und Staatsan
gehörige der Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaft oder der Europäi
schen Freihandelsassoziation
, die nicht in einem Mitgliedstaat der Europäischen Gemeinschaft oder der Europäischen Freihandelsassoziation leben
, der frei
willi
gen Versicherung beitreten können, falls sie unmittelbar
vorher während min
destens fünf aufeinander folgenden Jahren obligatorisch versichert waren (
Art.
2 AHVG).
Gemäss
Art.
8
Abs.
1 Satz 1 der Verordnung über die freiwillige Alters-, Hinter
lassenen- und Invalidenversicherung (VFV) muss die Beitrittserklärung zur frei
willigen Versicherung schriftlich bei der Schweizerischen Ausgleichskasse oder subsidiär bei der zuständigen Auslandsvertretung innerhalb eines Jahres ab dem Zeitpunkt des Ausscheidens aus der obligatorischen Versicherung einge
reicht werden.
Der Beschwerdeführer
1 hat innert dieser Frist keine Beitrittserklärung ab
ge
geben. Der Beitritt zur freiwilligen Versicherung ist
daher
nicht mehr möglich (vgl.
Art.
8
Abs.
1 Satz 2 VFV)
.
6
.
Demnach
ist
die Beschwerde abzuweisen.