Decision ID: 378b04ba-2579-5ff9-81ef-bf34ac7d5915
Year: 2008
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Am 29. Juli 2005 hatte die zuständige kantonale Amtsstelle ein J+ des Sportclubs V._ von 8 Kursen bewilligt (Kurs Nr. X). Die provisorische Entschädigung belief sich auf Fr. 18'984.–. Am 6. März 2006 wurde dem V._ durch das Bundesamt für Sport (BASPO) eine Akontozahlung von Fr. 7'594.– ausgerichtet.
B. Da die kantonale Amtsstelle vom V._ nach Abschluss des Kurses innerhalb der gesetzlichen Frist keine Abrechnung erhalten hatte, annullierte sie den betroffenen J+S-Kurs und teilte dies dem V._ am 13. November 2006 mit.
C. Auf Begehren des V._ erliess das BASPO am 5. September 2007 eine Verfügung folgenden Inhalts:
1. Der J+S-Kurs Nr. X wird annulliert. Dementsprechend wird
die am 6. März 2006 von J+S-Magglingen an den V._
überwiesene Akontozahlung von Fr. 7'594.– betreffend des
J+S-Kursangebotes Nr. X vom BASPO zurückgefordert.
2. Es wird festgestellt, dass der V._ einen Anspruch auf
Entschädigung in der Höhe von Fr. 8'523.– gegenüber dem
BASPO hat, welcher aus der Durchführung des J+S-Kurses
Nr. Y aus dem Jahre 2005 stammt.
3. Die Rückforderung aus dem J+S-Kurs Nr. X von Fr. 7'594.–
wird mit der derzeit noch offenen Forderung des V._
aus dem J+S-Kurs Nr. Y von Fr. 8'523.– verrechnet.
4. Sobald die vorliegende Verfügung in Rechtskraft erwächst,
wird dem V._ die aus der Verrechnung resultierende
Differenz von Fr. 929.– ausbezahlt.
D. Gegen diese Verfügung erhebt der V._ (Beschwerdeführer) mit Eingabe vom 4. Oktober 2007 beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde. Er beantragt sinngemäss die Aufhebung der Verfügung
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des BASPO (Vorinstanz) vom 5. September 2007 und die Auszahlung des noch ausstehenden Beitrages. In ihrer Stellungnahme vom 15. November 2007 schliesst die Vorinstanz sinngemäss auf  der Beschwerde. Mit Eingabe vom 16. Dezember 2007 reicht der Beschwerdeführer seine Schlussbemerkungen ein.
E. Auf die weiteren Ausführungen der Parteien wird, soweit , im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Das Beschwerdeverfahren gegen erstinstanzliche Verfügungen des BASPO richtet sich nach den allgemeinen Bestimmungen über die Bundesrechtspflege (Art. 49 der Verordnung vom 21. Oktober 1987 über die Förderung von Turnen und Sport [, SR 415.01]). Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das  Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des  vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Da hier keine Ausnahme nach Art. 32 VGG , mit dem BASPO eine Vorinstanz im Sinne von Art. 33 Bst. d VGG verfügt hat und die erlassene Verfügung ein zulässiges  darstellt, ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Nach Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht nach dem VwVG, soweit dieses Gesetz nichts anderes bestimmt.
1.2 Zur Beschwerde ist nach Art. 48 Abs. 1 VwVG berechtigt, wer vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen oder keine Möglichkeit zur Teilnahme erhalten hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat. Der durch seinen Präsidenten handelnde  ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträgen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid auch materiell beschwert und deshalb zur Beschwerde befugt. Auf die frist- und  eingereichte Beschwerde (Art. 50 und 52 VwVG) ist demnach einzutreten.
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2. Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens ist die Frage, ob die Vorinstanz die Ausrichtung des Beitrages zu Recht verweigert hat.
3.
3.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, er hätte die  Kursabrechnungsunterlagen am 17. Juli 2006, drei Tage nach  des Kurses, fristgerecht per A-Post abgeschickt. Es sei nicht gefordert gewesen, die Unterlagen per Einschreiben zu versenden und überdies hätte es auch früher immer ohne eingeschriebene Post . Er habe nicht wissen können, dass die Kursabrechnung nicht bei der Adressatin angekommen sei, vielmehr sei er in gutem Glauben gewesen, die Zustellung hätte funktioniert. Folglich habe er auch keine Möglichkeit gehabt, die Kursabrechnung innerhalb der Frist nochmals einzureichen. Dass ihm die Vorinstanz nun keine Möglichkeit zur  gebe, widerspreche dem fundamentalen Rechtsgrundsatz von Treu und Glauben. Die Reaktion der Vorinstanz auf die verspätete  sei angesichts der gegebenen Umstände unverhältnismässig. Er hätte von der Behörde erwarten dürfen, dass diese sich rechtzeitig bei ihm melde sofern sie keine Abrechnung erhalten habe und nötigenfalls eine Nachfrist ansetze. Die Vorinstanz lege das Gesetz in einer Form aus, die dem Grundgedanken von J+S, der Förderung des , widerspreche.
3.2 Die Vorinstanz führt aus, dass gemäss Art. 23a der  Gesuche spätestens einen Monat nach Abschluss der Kurse eingereicht werden müssten. Ein entsprechendes Gesuch sei jedoch nie eingegangen. Es sei am Beschwerdeführer gewesen, die Abrechnung rechtzeitig einzureichen. Schriftliche Eingaben  spätestens am letzten Tag der Frist an die Behörde gelangt oder der schweizerischen Post übergeben worden sein. Aus Gründen der Beweisbarkeit empfehle sich daher, fristgebundene Eingaben immer per Einschreiben vorzunehmen. In diesem Falle treffe den  die Beweislast. Er könne den Nachweis der Einhaltung der Frist allerdings nicht erbringen, weshalb die Annullierung des Kurses zu Recht erfolgt sei. Daneben wäre es – angesichts der Tatsache, dass die Abrechnung nicht mittels eingeschriebenem Brief versandt worden sei und der Beschwerdeführer entgegen üblicher  während längerer Zeit nichts von seiner angeblichen Eingabe  hätte – angezeigt gewesen, sich bei der Fachstelle Sport des
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Kantons Zürich zu erkundigen, ob die Abrechnung eingetroffen sei. Der Darstellung des Beschwerdeführers, wonach die Verfügung unangemessen sei, könne nicht beigepflichtet werden. Es hätten sich sämtliche an J+S-Kursen Beteiligte an die gesetzlichen Vorgaben zu halten, denn nur so könne das angestrebte Ziel von J+S erreicht werden. Nach Art. 23a Abs. 5 der Sportförderungsverordnung bestehe bezüglich der Frist kein Ermessensspielraum. Ein solcher wäre nur dann gegeben, wenn die Eingabe um wenige Tage oder wenige Wochen zu spät erfolgt wäre. Vorliegend handle es sich aber um eine verzögerte Einreichung von mehreren Monaten, weshalb die  angemessen sei. Im Übrigen sei die kantonale Fachstelle nicht gehalten, das entsprechende Formular beim Organisator einzufordern. Es sei vielmehr Aufgabe des J+S-Coachs und der Organisatoren, den korrekten Ablauf eines J+S-Angebotes bis zum Abschluss zu .
4.
4.1 Gemäss Art. 23a Abs. 1 der Sportförderungsverordnung werden auf Gesuch hin im Rahmen der bewilligten Kredite Beiträge für die  und die J+S-Coachs ausgerichtet. Die Gesuche  spätestens einen Monat nach Abschluss der J+S-Aktivität beim BASPO eingereicht werden. Wird das Gesuch in der Form der  zu spät eingereicht, so kann das BASPO den Beitrag verweigern (Art. 23a Abs. 5 Sportförderungsverordnung). Schriftliche Eingaben müssen spätestens am letzten Tage der Frist der Behörde eingereicht oder zu deren Handen der schweizerischen Post oder einer  diplomatischen oder konsularischen Vertretung übergeben werden (Art. 21 Abs. 1 VwVG).
Entsprechend dem auch im öffentlichen Recht anwendbaren Art. 8 des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs vom 10. Dezember 1907 (ZGB, SR 210) hat, wo das Gesetz es nicht anders bestimmt, derjenige das Vorhandensein einer behaupteten Tatsache zu beweisen, der aus ihr Rechte ableitet (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1C.35/2007 vom 17. Oktober 2007 E. 2.3). Nach Art. 12 VwVG stellt die Behörde den Sachverhalt grundsätzlich von Amtes wegen fest. Die Parteien sind , unter anderem in einem Verfahren, das sie durch ihr  einleiten, verpflichtet, an der Feststellung des Sachverhaltes  (Art. 13 Abs. 1 Bst. a VwVG). Die Mitwirkungspflicht gilt vorab gerade für solche Tatsachen, welche eine Partei besser kennt als die
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Behörden und welche diese ohne ihre Mitwirkung gar nicht oder nicht ohne vernünftigen Aufwand erheben können (BGE 128 II 139 E. 2b).
4.2 Im Sinne der eben genannten Rechtsprechung oblag es  dem Beschwerdeführer zu beweisen, dass er seine  rechtzeitig eingereicht hat. Diesen Beweis ist er schuldig , weshalb er die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen hat.  ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer die  erst am 11. Dezember 2006 und damit mehrere Monate nach Kursende eingereicht hat.
Daran ändert auch Art. 23a Abs. 5 der Sportförderungsverordnung nichts: In der Frage, ob bei einer zu spät eingereichten  der Beitrag verweigert wird, räumt die "Kann-Vorschrift" dieser Norm der Vorinstanz zwar durchaus einen Ermessensspielraum ein. In Auslegung dieser Norm führt die Vorinstanz allerdings sinngemäss aus, sie prüfe nur bei Verspätungen von einigen Tagen oder höchstens wenigen Wochen, ob ein Beitrag allenfalls trotzdem ausgerichtet . Bei einer grösseren Verspätung werde der Beitrag verweigert.  Vorgehensweise erscheint als sachgerecht. Eine pflichtgemässe  verlangt von der betroffenen Behörde regelmässig das Entwickeln zweckmässiger Kriterien, um daraus eine Praxis  und dadurch die rechtsgleiche Anwendung des Gesetzes sowie die Rechtssicherheit sicherzustellen (vgl. Urteil des  A-2737/2007 vom 25. September 2007 E. 5.6).  gilt es zu berücksichtigen, dass die Vorinstanz über ein limitiertes Budget verfügt und auf die erforderlichen Rückmeldungen im  vorgegebenen Zeitraum angewiesen ist, um zweckdienlich  zu können. Vorliegend wurde die Frist (nachdem das Formular erneut eingereicht wurde) um mehrere Monate verpasst. Würde die Vorinstanz auch in solchen Fällen – notabene bei unbewiesen  Behauptung, die erforderlichen Unterlagen seien rechtzeitig der Post übergeben worden – die Beiträge noch auszahlen, käme dies  Umgehung der gesetzlichen Regelung gleich; Art. 23a Abs. 1 der Sportförderungsverordnung würde obsolet.
Daneben ist es nicht Sache der kantonalen Fachstelle, die  Organisatoren auf eine allenfalls drohende Versäumung der Frist aufmerksam zu machen. Vielmehr obliegt es den Organisatoren, dafür zu sorgen, dass die Fristen eingehalten werden. Im Übrigen  dies – im Gegensatz zum Aufwand, den diese Form der Fris-
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tenkontrolle für die kantonalen Fachstellen bedeuten würde – für die Organisatoren einen wesentlich kleineren Aufwand. Schliesslich  es auch nicht lebensfremd, selbst von einem juristischen Laien zu erwarten, ein Schriftstück, von dessen rechtzeitigem Versand es , ob ein Beitrag von knapp Fr. 19'000.– vergütet wird oder nicht, vorsichtshalber per Einschreiben zu verschicken. Zumindest wäre es vorliegend, wie die Vorinstanz zu Recht festhält, angezeigt gewesen, sich einige Tage vor Fristablauf zu erkundigen, ob die Abrechnung eingetroffen ist, nachdem der Beschwerdeführer unbestrittenermassen keine Bestätigung erhalten hatte. Damit kann er auch nicht mit seinem Einwand gehört werden, er habe sich gutgläubig auf den rechtzeitigen Erhalt der Abrechnung verlassen dürfen.
4.3 Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen.
5.
5.1 Die Verfahrenskosten, bestimmt auf Fr. 1000.–, sind dem  Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 4 des Reglements vom 11. Dezember 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).
5.2 Die Vorinstanz hat keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 7 Abs. 3 VGKE).
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