Decision ID: 0342ab41-7873-5042-b69f-87dd90db6eef
Year: 2020
Language: de
Court: FR_TC
Chamber: FR_TC_004
Canton: FR
Region: Espace_Mittelland
Law Area: civil_law

Sachverhalt
A. Mit Entscheid vom 5. April 2020 ordnete Dr. B._, Ärztin im stationären  in Marsens (nachfolgend das SBZ Marsens), die fürsorgerische Unterbringung von A._, geboren 1991, an.
Als Begründung gab sie an, dass A._ an einer paranoiden Schizophrenie leidet und diese sich spontan auf dem Parkplatz vom SBZ Marsens manifestierte. A._ habe  und sei in seinen Äusserungen verwirrt und inkohärent gewesen. Er habe sich  einem Sicherheitsangestellten bedrohlich verhalten und ein provokatives und aggressives Verhalten an den Tag gelegt. A._ habe sich vor Ort dahingehend geäussert, dass er seine Vergangenheit besuchen wolle und er der Ansicht sei, ihm sei im SBZ Marsens seine Seele gestohlen worden. Aufgrund einer sich aus den Gesamtumständen ergebenden Selbst- und Fremdgefährdung wurde A._ sodann eingewiesen.
B. Am 14. April 2020 erhob A._ gegen die ärztlich angeordnete fürsorgerische  vom 5. April 2020 Beschwerde beim Friedensgericht des Sensebezirks (nachfolgend das Friedensgericht).
Am 17. April 2020 liess Dr. C._, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, dem  das über A._ erstellte psychiatrische Kurzgutachten zukommen.
Am 20. April 2020 wurden A._ sowie Dr. D._ und Dr. E._, respektive Assistenzärztin und leitender Arzt im SBZ Marsens, von der Friedensrichterin angehört. A._ wurde zudem das Gutachten von Dr. C._ eröffnet.
Mit Entscheid vom 20. April 2020 wies das Friedensgericht die Beschwerde von A._ ab und verlängerte die ärztlich angeordnete fürsorgerische Unterbringung, wobei die  dem SBZ Marsens übertragen wurde.
C. Am 21. April 2020 (Postaufgabe) reichte A._ eine Beschwerde gegen den Entscheid vom 20. April 2020 ein, welche er am 22. April 2020 bestätigte.
Am 29. April 2020 wurden A._ sowie Dr. D._ und Dr. F._, Oberärztin im SBZ Marsens, vom hiesigen Gerichtshof angehört. Auf Grund der COVID-19-Pandemie fand die Anhörung per Videokonferenz statt. Sie wurde aufgezeichnet und die Aufzeichnung in der Folge zu den Akten genommen.

Erwägungen
1.
1.1. Gegen einen Entscheid der Erwachsenenschutzbehörde auf dem Gebiet der  Unterbringung kann innert 10 Tagen seit der Mitteilung des Entscheids schriftlich  geführt werden (Art. 450 Abs. 1 und 450b Abs. 2 ZGB). Im Kanton Freiburg ist das  für Beschwerden gegen Entscheide zuständig, die von der Schutzbehörde getroffen wurden (Art. 8 KESG). Im Bereich der fürsorgerischen Unterbringung ist die Beschwerde nicht zu  (Art. 450e Abs. 1 ZGB).
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1.2. Der angefochtene Entscheid verfügt die fürsorgerische Unterbringung von A._, welcher als direkt Betroffener zur Beschwerde befugt ist (Art. 450 Abs. 2 Ziff. 1 ZGB). Die Beschwerdefrist ist mit der Übergabe der Beschwerde an die Post am 21. April 2020 gewahrt.
Auf die Beschwerde ist demnach einzutreten.
1.3. Die Beschwerde hat keine aufschiebende Wirkung, ausser die Erwachsenenschutzbehörde oder die Beschwerdeinstanz entscheidet anders (Art. 450e Abs. 2 ZGB). Vorliegend wurde kein entsprechender Entscheid getroffen, sodass die Beschwerde keine aufschiebende Wirkung .
1.4. Der Kindes- und Erwachsenenschutzhof hat mit Bezug auf die Beschwerdegründe der Rechtsverletzung, der unrichtigen oder unvollständigen Feststellung des rechtserheblichen  und der Unangemessenheit (Art. 450a Abs. 1 ZGB) freie Kognition (STECK, in FamKomm Erwachsenenschutz, 2013, Art. 450a N. 7 mit Hinweisen). Die für das erstinstanzliche Verfahren anwendbaren Grundsätze der Untersuchungs- und Offizialmaxime gelten auch vor der  (KOKES-Praxisanleitung Erwachsenenschutzrecht, N. 12.34). Da das freiburgische Recht nichts anderes vorsieht, sind die Bestimmungen der Zivilprozessordnung sinngemäss anwendbar (Art. 450f ZGB).
2.
2.1. Nach Art. 426 Abs. 1 ZGB darf eine Person, die an einer psychischen Störung oder an geistiger Behinderung leidet oder schwer verwahrlost ist, in einer geeigneten Einrichtung  werden, wenn die nötige Behandlung oder Betreuung nicht anders erfolgen kann. Erste gesetzliche Voraussetzung der Massnahme ist einer der drei abschliessend genannten : psychische Störung, geistige Behinderung oder schwere Verwahrlosung. Erforderlich ist sodann eine durch den Schwächezustand begründete Notwendigkeit der Behandlung bzw. . Weitere Voraussetzung bildet, dass der Person die nötige Behandlung oder Betreuung nicht auf andere Weise als durch eine Einweisung in eine Einrichtung oder die dortige Zurückbehaltung gewährt werden kann. Gesetzlich verlangt ist schliesslich eine geeignete Einrichtung. Die  und der Schutz von Angehörigen und Dritten sind zu berücksichtigen (Art. 426 Abs. 2 ZGB). Die betroffene Person wird entlassen, sobald die Voraussetzungen für die Unterbringung nicht mehr erfüllt sind (Art. 426 Abs. 3 ZGB; Urteil BGer 5A_228/2016 vom 11. Juli 2016 E. 3.1). Das gestützt auf Art. 450e Abs. 3 ZGB einzuholende Gutachten hat sich insbesondere über den Gesundheitszustand der betroffenen Person, aber auch darüber zu äussern, wie sich allfällige gesundheitliche Störungen hinsichtlich der Gefahr einer Selbst- bzw. Drittgefährdung oder einer Verwahrlosung auswirken können und ob sich daraus ein Handlungsbedarf ergibt (BGE 140 III 105 E. 2.4).
2.2. Die Vorinstanz hielt in ihrem Entscheid fest, die Voraussetzungen für eine fürsorgerische Unterbringung seien vorliegend erfüllt. Der Beschwerdeführer leide an einer paranoiden . Im Sinne von Art. 426 ZGB liege damit ein Schwächezustand in Form einer psychischen Störung vor. Gemäss Gutachten habe er keine Krankheitseinsicht und sei akut selbstgefährdet. Sein psychischer Zustand könne nur durch eine fortgesetzte stationäre Behandlung stabilisiert werden. Ohne eine stationäre Behandlung könnten die kritischen Wochen nach einem  Schub nicht fachgerecht begleitet werden. Wie bei ihm schon mehrfach festgestellt, löse seine Erregbarkeit aggressive Verhaltensmuster aus. Auch könnte die mangelnde Tages- und Lebensstruktur sich auf seine psychische Gesundheit negativ auswirken und in eine  münden. Dadurch lege der Beschwerdeführer einen Schutzbedarf an den Tag, den man nur im Rahmen einer Weiterführung einer stationären Behandlung gewährleisten könne. Die Errei-
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chung des Behandlungsziels, dass er keine Wiederholung von psychotischen Schüben erlebt, bedinge eine Krankheitseinsicht, eine Stabilisierung des psychischen Zustandes sowie die  der medikamentösen Behandlung. Gemäss Gutachten sei zum Erreichen dieses  eine stationäre Behandlung dringend notwendig. Es bestehe eine erhebliche Selbst- wie auch eine Fremdgefährdung. Nach Abwägung des Eingriffszwecks und der Eingriffswirkung  sich die fürsorgerische Unterbringung für den Beschwerdeführer als zumutbar und notwendig (vgl. angefochtener Entscheid, S. 6.).
2.3. In seiner Eingabe vom 21. April 2020 führt der Beschwerdeführer, welcher sich als „ Wesen, genannt G._, geboren als A._“ vorstellt, im Wesentlichen aus, er bekenne sich zu keiner Religion und distanziere sich von jeglicher Interpretation religiöser ; er sei keine Gefahr für sich selbst; er sei nicht gezwungen, eine Diagnose zu ; solange er die sozialen Regeln von Moral und Pflicht im Sinne des Lebens und des grossen Ganzen achte, sei es ihm gestattet, seine eigenen Ansichten zu haben; seine Entscheidung, sich rein pflanzlich zu ernähren, resultiere u.a. auch aus dem Kerngedanken, dass er alles Lebendige respektiere, womit er die Behauptung einer Fremdgefährdung in Frage stelle; er werde solange freiwillig im SBZ Marsens bleiben, bis er eine sichere Unterkunft gefunden habe; was danach in seinem Leben geschehe, liege in seinen Händen; er möchte und werde sein Recht auf ein freies Leben nicht abgeben; er sei ein anständiger, intelligenter und talentierter junger Mann mit einer künstlerischen Ader, der nichts weiter tue, als sein Schicksal zu meistern und das Erbe seiner Ahnenreihe in Kunst zu verwandeln.
2.4. Dem vom Friedensgericht in Auftrag gegebenen Gutachten von Dr. C._ vom 17. April 2020 kann insbesondere das Folgende entnommen werden: Der Beschwerdeführer muss bereits zum fünften Mal seit 2018 im SBZ Marsens behandelt werden. Seine Mutter soll an  leiden. Im Jahr 2017 habe er angefangen, ein kurioses Verhalten anzunehmen. Von August 2019 bis Februar 2020 soll er beim H._ in I._ gelebt haben, wo ihm wegen gewalttätigem Verhalten gekündigt wurde. Daraufhin lebte er eine kurze Zeit auf der , bis er wegen dem Coronavirus ins J._ einquartiert wurde. Als Diagnose hält der Gutachter eine akute Dekompensation einer paranoiden Schizophrenie, differenzialdiagnostisch möglicherweise eine schizoaffektive Störung fest. Der Beschwerdeführer zeige (noch) keine  und habe offensichtlich noch keine psychische Stabilität erreicht. Die zugesprochene [volle] IV-Rente bezeuge den Schweregrad seiner Erkrankung. Anamnestisch soll er schon  geäussert haben, obwohl er diese im Moment klar verneint. Zur Krankheitseinsicht brauche es aber eine sehr ernüchternde Selbsteinschätzung, die einen depressiven Schub, mit einer wahrscheinlichen Selbstmordgefährdung auslösen könnte. Da er im Moment noch  sei und sich sein Zustand noch nicht stabilisiert habe, sei eine stationäre  erforderlich, wobei das SBZ Marsens zurzeit die geeignete Institution darstelle. Da die  Gesundheit des Beschwerdeführers noch nicht stabilisiert sei, wäre es verfrüht, ihn jetzt in eine ambulante Behandlung zu verweisen. Seine Erregbarkeit löse aggressive Verhaltensmuster aus, obschon er dies verneint und nicht erkennen kann. Auch könnte die mangelnde  sich auf seine psychische Gesundheit negativ auswirken und in eine  münden (vgl. Gutachten vom 17. April 2020, S. 2 ff.).
2.5. Dem Protokoll der Anhörung vom 20. April 2020 kann zusammenfassend das Folgende entnommen werden: A._ teilte mit, dass er als ganz regulärer Mensch ins SBZ Marsens gegangen sei, um mit seiner Vergangenheit abschliessen zu können und seinen Frust abzulassen. In dem Moment sei er von zwei Klinikangestellten gepackt und mitgenommen worden und wurde nicht wieder rausgelassen. Mit dem Gutachten von Dr. C._ sei er nicht einverstanden, er
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sei stabil und sonst sehr gesund; er könne die Ausführungen des Gutachters und dessen Schluss nicht nachvollziehen. Ihm gehe es heute besser, dies jedoch nicht dank den  des SBZ Marsens, sondern bereits davor, weil er viel an sich selber arbeite, um seine  in den Griff zu bekommen. Er sei einsichtig, habe aber den Wunsch, mit alternativen  und nicht mit Medikamenten behandelt zu werden. Er sei bereit, noch ein paar Tage in der Klinik zu bleiben, bis er mit Hilfe seiner Beiständin eine eigene Wohnung gefunden habe. Er wolle auf seinen eigenen Beinen stehen und brauche seine eigenen vier Wände (vgl. Protokoll vom 20. April 2020, S. 2 f.).
Im Rahmen derselben Anhörung schlossen sich Dr. D._ und Dr. E._ der fachlich medizinischen Einschätzung des Gutachters an. Dr. D._ erklärte weiter, dass A._ ein schwieriges Wochenende gehabt habe, wobei er sowohl ruhige als auch aggressive Momente hatte. Es sei zu einer IS-Situation gekommen. Er wolle keine Medikamente einnehmen. Er sage zwar, er würde diese einnehmen, tue es dann aber nicht. Es bestehe eine Selbst- und . A._ habe auch religiöse Wahnvorstellungen. Ein Gespräch mit der Beiständin habe zudem ergeben, dass diese nach einer Institution für ihn suche, wo er nach seiner  aus der Klinik wohnen könne. Dr. E._ hob zudem hervor, dass zurzeit ein stabiles soziales Umfeld und eine Stabilität im Bereich Wohnen fehle, was jedoch sehr wichtig sei, um eine gesundheitliche Stabilität von A._ nach seiner Entlassung zu gewährleisten (vgl. Protokoll vom 20. April 2020, S. 3 f.).
2.6. Anlässlich der Anhörung vom 29. April 2020 führte Dr. D._ im Wesentlichen aus, der Beschwerdeführer sei in einem dekompensierten Zustand alleine und spontan ins SBZ Marsens gekommen. Er habe die Medikamente verweigert. Das SBZ Marsens habe versucht, mit ihm ein Projekt aufzubauen, wobei es um einen Eintritt in die Institution K._ in L._ ging. Der Beschwerdeführer sei anfangs damit einverstanden gewesen, nach einem  mit der K._ habe er seine Meinung jedoch geändert und das Projekt abgelehnt. Auch die Begleitbeiständin sei der Meinung, dass es für ihn nicht gut sei, alleine zu leben (vgl. Protokoll vom 29. April 2020, S. 3 f.; Aufzeichnung, Min. 35-47). Dr. F._ fügte zudem an, dass der Beschwerdeführer sehr schwanke: Manchmal sei er wie heute und man könne gut mit ihm reden. Manchmal gebe es aber emotionale Durchbrüche, die auch selbst- und  (Gestik und Mimik) sein können. Es sei kein schwarz-weiss Bild. Es könne auch sein, dass er die Injektionen akzeptiere. Die Injektionen akzeptiere er, wenn man ihn in den Intensiv-Raum begleite. Ausserhalb des Raumes lehne er die Medikation ab. Damit könne kein stabiles  Bild erreicht werden. Das SBZ Marsens sei immer noch der Meinung, dass es für eine Entlassung zu früh sei, dass der Beschwerdeführer noch zu wenig stabil sei bzw. es zuerst ein soziales Umfeld und eine Stabilität im Bereich Wohnen benötige. Eine Notunterkunft könne man nicht befürworten, da es sonst wieder zu emotionalen Durchbrüchen kommen und sich der Beschwerdeführer so selbst- oder fremdgefährden könnte, weil die Psychose dann die Handlung bestimmt. Man habe die Erfahrung gemacht, dass es schnell besser wurde, wenn der  die Antipsychotika-Injektionen bekommen habe. Man versuche, Probeübungen zu machen, in denen er die Intensivstation verlässt und in die normale Station gehen kann. Dort müsste er Antipsychotika in Tablettenform einnehmen, was er aber aufgrund der Nebenwirkungen nicht wolle. Für eine Entlassung wäre es wichtig, dass der Beschwerdeführer regelmässig -Medikamente einnimmt, zzgl. einer ambulanten Psychotherapie und Besuche beim . Überdies setze eine Entlassung eine sichere Unterkunft voraus; eine Notunterkunft genüge nicht (vgl. Protokoll vom 29. April 2020, S. 4 f.; Aufzeichnung, Min. 47-70).
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Der Beschwerdeführer bestätigte seinerseits seine Beschwerde vom 21. April 2020. Er erklärte sodann ausführlich, weshalb seiner Meinung nach die fürsorgerische Unterbringung aufzuheben ist. Zusammenfassend führte er aus, er bekenne sich nicht als A._. Er sei im SBZ Marsens als lebendiges Wesen, egal mit oder ohne Name. Er möchte seinen Namen auch ändern lassen und dass man ihn G._ nennt. Den Umständen entsprechend gehe es ihm gut. Es würde ihm jedoch besser gehen, wenn die Umstände anders wären. Er verbinde viel Negatives mit dieser Institution, die ihn krank mache. Sein Energiepegel sei gesunken und er sei nur am . Er nehme keine Medikamente. Er habe klar gesagt, weshalb er hierher gekommen sei. Er habe es bewusst getan. Er wolle sein Leben zurück haben. Das Gutachten von Dr. C._ sei falsch und unwahr. Zurzeit habe er noch keine Wohnung; nach der Entlassung würde er zuerst 2-3 Tage in eine Jugendherberge gehen und eine längerfristige Unterkunft suchen, um sich auf die Wohnungssuche zu konzentrieren. Im SBZ Marsens könne er sich nicht auf die Wohnungssuche konzentrieren. Er sei schon lange genug hier und es sei nun an der Zeit, dass er das Ganze selber in die Hand nehme und eine Unterkunft finde. Er werde ab Mai eine volle IV-Rente erhalten, dies auf Grund seines Gesundheitszustandes bzw. wie es sich mit seinen traumatischen Erfahrungen im SBZ Marsens entwickelt habe. Er habe auch einen Psychologen, mit welchem er über ein  spreche und nicht über eine Psychose. Bezüglich des Projekts mit der K._ habe er dieses nicht einfach abgelehnt, sondern man habe gemeinsam entschieden, dass es nicht die Lösung für ihn sei, da es sich bei ihm nicht um einen psychiatrischen, sondern um einen sozialen Fall handle, und dass es besser sei, wenn er sich um eine Wohnung kümmere. Zudem habe die Beiständin nicht gesagt, dass es nicht gut für ihn wäre, alleine zu leben, sondern dass es für ihn günstig wäre, in einer Institution zu leben. Ob dies notwendig sei, entscheide er immer noch selbst. Die von Dr. F._ erwähnte Behandlung lehne er ab. Er werde niemals diese Medikamente annehmen, weil sie weder in seinem Sinne noch notwendig sind (vgl. Protokoll vom 29. April 2020, S. 2 ff.; Aufzeichnung, Min. 11-34, Min. 38, Min. 39-41, Min. 42-44, Min. 46-47, Min. 55-62, Min. 65, Min. 66-68, Min. 69).
2.7. Gestützt auf die Akten, das Gutachten vom 17. April 2020, die Aussagen der behandelnden Ärzte und die mündlichen und schriftlichen Ausführungen des Beschwerdeführers erachtet der hiesige Gerichtshof es als erstellt, dass der Beschwerdeführer an einer psychischen Störung im Sinne von Art. 426 Abs. 1 ZGB leidet, wobei die zugesprochene volle IV-Rente auf den  der Erkrankung hinweist. So musste er bereits zum fünften Mal seit 2018 im SBZ Marsens behandelt werden. Sein Gesundheitszustand ist zurzeit noch sehr schwankend. So kommt es immer noch zu emotionalen Durchbrüchen, die selbst- und fremdgefährdend sein können. Er lehnt die von den Ärzten als notwendig betrachtete Behandlung, insbesondere die regelmässige -Medikation, vehement ab. Im SBZ Marsens kann sie ihm nur durch Injektion im -Raum verabreicht werden; ausserhalb dieses Raums lehnt er die Medikation ab. Er ist . Überdies verfügt er zurzeit über keine Unterkunft, sondern sieht vor, bei seiner Entlassung zuerst 2-3 Tage in eine Jugendherberge zu gehen und dann selber weiter zu schauen. Ein Eintritt in die Institution K._ kommt im Moment ebenfalls nicht mehr in Frage. Sowohl der Gutachter als auch die drei behandelnden Ärzte sind dementsprechend der Meinung, dass eine stationäre Behandlung weiterhin erforderlich ist, dies sowohl weil die psychische Gesundheit des Beschwerdeführers noch nicht stabilisiert ist als auch auf Grund einer fehlenden sicheren Unterkunft.
Der Hof kommt demnach zum Schluss, dass zurzeit noch ein Bedarf an Betreuung und  besteht, welcher nicht anders als per fürsorgerischer Unterbringung sichergestellt werden kann, ansonsten das Risiko einer erneuten, raschen Dekompensation und somit einer  bestehen würde. Das SBZ Marsens ist diesbezüglich weiterhin die geeignete Institution.
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Der angefochtene Entscheid ist dementsprechend nicht zu beanstanden und in Abweisung der Beschwerde zu bestätigen.
3.
Der Beschwerdeführer ist gemäss Auskunft seiner Beiständin Sozialhilfeempfänger und somit mittellos. Seine Rechtsbegehren erschienen zudem nicht von vornherein aussichtslos. Ihm wird demnach für das Beschwerdeverfahren von Amtes wegen die unentgeltliche Rechtspflege gewährt (Art. 117 ZPO). Er wird darauf hingewiesen, dass er zur Nachzahlung verpflichtet ist, sobald er dazu in der Lage ist (Art. 123 Abs. 1 ZPO).
4.
Der Beschwerdeführer dringt mit seiner Beschwerde nicht durch, weshalb ihm die Prozesskosten gemäss Art. 450f ZGB i.V.m. Art. 6 Abs. 1 KESG aufzuerlegen sind, unter Vorbehalt der gewährten unentgeltlichen Rechtspflege. Diese bestehen aus einer pauschalen Entscheidgebühr von CHF 300.- (Art. 95 und 96 ZPO i.V.m. Art. 19 Abs. 1 JR).