Decision ID: 5fca2f05-4b60-5ae3-b1b7-907891e6548f
Year: 2021
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass die Schweizerische Ausgleichskasse (nachfolgend SAK) A._
(nachfolgend Versicherter) mit Verfügung vom 18. September 2015 eine
einmalige Abfindung mit Kürzung wegen Rentenvorbezugs in der Höhe von
Fr. 19'663.- zugesprochen hat (vgl. vorinstanzliche Akten [SAK-act.] 22),
dass die SAK die dagegen erhobene Einsprache des Versicherten vom
21. Oktober 2015 (SAK-act. 27) mit Einspracheentscheid vom 1. Februar
2016 abgewiesen hat (SAK-act. 28),
dass der Versicherte mit Schreiben vom 5. April 2016 (Eingangsdatum) er-
klärte, den Einspracheentscheid im Februar 2016 infolge Abwesenheit
nicht bekommen zu haben (SAK-act. 29), woraufhin die SAK die Eingabe
am 5. April 2016 sicherheitshalber ans Bundesverwaltungsgericht über-
wies (SAK-act. 32) und dem Gericht am 7. April 2016 die Ergebnisse der
in die Wege geleiteten Postnachforschung mitteilte (SAK-act. 30 und 33),
dass das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil vom 14. Oktober 2016 (Be-
schwerdeverfahren C-2173/2016) aufgrund der verspäteten Einreichung
auf die Beschwerde nicht eingetreten ist (SAK-act. 38),
dass damit der Einspracheentscheid der SAK vom 1. Februar 2016 in
Rechtskraft erwachsen ist,
dass sich der Versicherte mit Fax vom 29. Juni 2018 bei der SAK über den
Verfahrensstand des Beschwerdeverfahrens vor Bundesverwaltungsge-
richt erkundigte (SAK-act. 40) und die SAK ihm mit Schreiben vom 18. Sep-
tember 2018 mitteilte, betreffend Urteil vom 14. Oktober 2016 möge er sich
an das Bundesverwaltungsgericht wenden, für die SAK sei der Fall seitdem
ad acta gelegt (SAK-act. 42),
dass der Versicherte sich mit Eingabe vom 27. März 2019 (Eingangsda-
tum) erneut an die SAK wandte und geltend machte, er habe bis zum heu-
tigen Tag keinen Bescheid der SAK über die Beendigung des Verfahrens
erhalten, weshalb er um Zustellung einer Abschrift des Bescheids, dass
das Widerspruchsverfahren beendigt sei, bitte (SAK-act. 43),
dass die SAK dem Versicherten mit Schreiben vom 15. Mai 2019 mitteilte,
das Bundesverwaltungsgericht habe ihm am 14. November 2019 [recte:
2018] geschrieben, und ihn ausserdem darüber informierte, dass weitere
Schreiben betreffend das Urteil vom 14. Oktober 2014 [recte: 2016] und
C-4447/2021
Seite 3
den Einspracheentscheid vom 1. Februar 2016 künftig nicht mehr beant-
wortet würden (SAK-act. 47),
dass der Versicherte der SAK mit Schreiben vom 22. Mai 2019 mitteilte, er
habe die Antwort bekommen, dass er einen Beschluss vom 14. November
2019 bekommen solle, und damit sei er einverstanden (SAK-act. 48),
dass sich der Versicherte mit Eingabe vom 11. August 2021 (Eingangsda-
tum) erneut bei der SAK meldete und geltend machte, er habe aufgrund
des Urteils bis heute keine Verfügung der SAK erhalten, er bitte um
schnellstmögliche Lieferung der Verfügung (SAK-act. 55),
dass die SAK daraufhin die zwischenzeitlich bevollmächtigte C._
(SAK-act. 52) am 20. September 2021 via E-Mail bat, den am 15. Mai 2019
an den Versicherten versandten Brief zur Kenntnis zu nehmen (SAK-
act. 56),
dass sich der Versicherte (nachfolgend Beschwerdeführer) mit Schreiben
vom 29. September 2021 an das Bundesverwaltungsgericht wandte, eine
Kopie des Schreibens der SAK vom 15. Mai 2019 einreichte und geltend
machte, es müsse eine zweite Entscheidung aufgrund dieses Verfahrens
ausgestellt werden aufgrund der zweiten Instanz (Akten im Beschwerde-
verfahren [B-act.] 1),
dass das Bundesverwaltungsgericht daraufhin die Akten der SAK beizog
(B-act. 2) und den Beschwerdeführer am 14. Oktober 2021 aufforderte,
eine Zustelladresse in der Schweiz zu bezeichnen (B-act. 3), woraufhin der
Beschwerdeführer mit Schreiben vom 8. November 2021 (Eingangsdatum)
eine Zustelladresse in der Schweiz bekannt gab (B-act. 4),
dass das Bundesverwaltungsgericht den Beschwerdeführer mit Zwischen-
verfügung vom 11. November 2021 aufgefordert hat innert fünf Tagen ab
Erhalt zu erklären, ob es sich bei seinem Schreiben vom 29. September
2021 um eine Beschwerde handle, und gegebenenfalls zu erklären, woge-
gen sich seine Beschwerde richte (Anfechtungsobjekt) sowie eine Be-
schwerdeverbesserung mit Rechtsbegehren und Begründung einzu-
reichen, ansonsten auf das Rechtsmittel nicht eingetreten werde (B-act. 5),
dass die Zwischenverfügung vom 11. November 2021 dem Beschwerde-
führer am 13. November 2021 zugestellt wurde (B-act. 6),
C-4447/2021
Seite 4
dass sich der Beschwerdeführer innert gesetzter Frist von fünf Tagen ab
Erhalt bis zum 18. November 2021 nicht hat vernehmen lassen,

und zieht in Erwägung,
dass gemäss Art. 31 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das
Bundesverwaltungsgericht (Verwaltungsgerichtsgesetz, VGG, SR 173.32)
das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach
Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwal-
tungsverfahren (Verwaltungsverfahrensgesetz, VwVG, SR 172.021) beur-
teilt, sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt,
dass als Vorinstanzen die in Art. 33 VGG genannten Behörden gelten,
dass Verfügungen der Vorinstanz im Bereich der AHV-Rente vor Bundes-
verwaltungsgericht anfechtbar sind,
dass die Beschwerdeschrift die Begehren, deren Begründung mit Angabe
der Beweismittel und die Unterschrift der Beschwerdeführerin oder ihrer
Vertreterin zu enthalten hat (vgl. Art. 52 Abs. 1 VwVG),
dass die Beschwerdeinstanz der Beschwerdeführerin eine kurze Nachfrist
zur Verbesserung einräumt, falls die Rechtsbegehren, Begründung oder
Unterschrift fehlen und diese Nachfrist mit der Androhung verbindet, nach
ungenutztem Fristablauf auf die Beschwerde nicht einzutreten (Art. 52
Abs. 2 und 3 VwVG),
dass der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 29. September 2021 ans
Bundesverwaltungsgericht eine Kopie des Schreibens der SAK vom
15. Mai 2019 einreichte und geltend machte, es müsse eine zweite Ent-
scheidung aufgrund dieses Verfahrens ausgestellt werden aufgrund der
zweiten Instanz (B-act. 1),
dass im vorliegenden Fall damit unklar bleibt, ob es sich beim Schreiben
vom 29. September 2021 um eine Beschwerde handelt und wogegen sich
diese allfällige Beschwerde richtet (Anfechtungsobjekt),
dass der Instruktionsrichter den Beschwerdeführer daher mit Zwischenver-
fügung vom 11. November 2021 aufgefordert hat, innert 5 Tage ab Erhalt
zu erklären, ob es sich bei seinem Schreiben vom 29. September 2021 um
eine Beschwerde handle, und gegebenenfalls zu erklären, wogegen sich
C-4447/2021
Seite 5
seine Beschwerde richte (Anfechtungsobjekt) sowie eine Beschwerdever-
besserung mit Rechtsbegehren und Begründung einzureichen (B-act. 5),
dass der Instruktionsrichter dem Beschwerdeführer explizit androhte, dass
nach ungenutztem Fristablauf auf die Eingabe vom 29. September 2021
nicht eingetreten werde (B-act. 5),
dass die Zwischenverfügung vom 11. November 2021 nachweislich am
13. November 2021 zugestellt wurde (B-act. 5),
dass eine Rückmeldung des Beschwerdeführers in der Folge ausblieb,
dass somit androhungsgemäss und im einzelrichterlichen Verfahren auf
die Beschwerde nicht einzutreten ist (Art. 23 Abs. 1 Bst. b VGG),
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten dem Beschwerdefüh-
rer als unterliegender Partei aufzuerlegen wären (Art. 63 Abs. 1 VwVG),
dass indes in der vorliegenden Konstellation auf die Erhebung von Verfah-
renskosten zu verzichten ist (Art. 6 des Reglements vom 21. Februar 2008
über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht
[VGKE, SR 173.320.2]),
dass keine Parteientschädigungen auszurichten sind (Art. 7 Abs. 1 VGKE
e contrario und Art. 7 Abs. 3 VGKE).