Decision ID: 4b7244ae-b3fc-4cae-b512-42eab0f631ac
Year: 2008
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
G._,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Daniel Bachmann, Rosenbergstrasse 42,
9000 St. Gallen,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
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betreffend
Rentenrevision
Sachverhalt:
A.
A.a Die 1957 geborene G._ meldete sich am 10. Dezember 2001 bei der
Invalidenversicherung an und beantragte namentlich eine Rente. Sie gab an, in Italien
die Grundschule besucht zu haben. Im August 1974 sei sie ein erstes Mal in die
Schweiz gekommen, wo sie bei der A._ AG eine Anlehre als Näherin gemacht habe.
Von Dezember 1975 bis Januar 1984 habe sie in Italien gelebt, danach sei sie wieder in
die Schweiz gekommen und habe bis 1991 bei der A._ AG, von 1991 bis 1994 bei
der B._ AG Textilienhandel und von 1995 bis 1997 bei der Firma C._ gearbeitet.
Von September 1999 bis Juni 2000 sei sie noch als Köchin bei der D._ beschäftigt
gewesen, seither sei sie arbeitslos (act. G 12.1/3).
A.b Mit Arztbericht vom 19. Januar 2002 (act. G 12.1/4) teilte Dr. med. E._ mit, die
Versicherte leide an Adipositas mit BMI zwischen 45 und 50, Gonarthrosen beidseits
und rezidivierenden passageren Lumbalgien. Diese Diagnosen hätten Auswirkung auf
die Arbeitsfähigkeit. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit seien die arterielle
Hypertonie, der Diabetes 2, der St. n. Thyreoidektomie wegen Struma nodosa 1997:
Eltroxinsubstitution und der St. n. Kissing ulcera. Vom 23. Juni bis 29. Juli 2001 sei sie
zu 100%, vom 30. Juli 2001 bis 2. Januar zu 50%, vom 3. bis 11. Januar 2002 zu
100% und seither erneut zu 50% arbeitsunfähig gewesen. Die Versicherte sei bei
gutem Allgemeinzustand sehr adipös. Sie klage über Knieschmerzen beidseits beim
Treppensteigen und bei langem Stehen, zeitweise auch über Rückenschmerzen. Der
Gesundheitszustand sei stationär, durch erhebliche Gewichtsabnahme könnte die
Arbeitsfähigkeit verbessert werden. Tätigkeiten, die nur sitzend mit den Händen
ausgeführt werden könnten, seien ihr zu vier bis fünf Stunden täglich zumutbar. Sie
könne nicht regelmässig umhergehen und sich nicht bücken, auch ganztägiges Sitzen
sei ihr nicht zumutbar.
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A.c Der Eingliederungsberater der IV-Stelle hielt in seinem Schlussbericht vom
15. April 2002 (act. G 12.1/7) fest, die Versicherte halte sich subjektiv nicht für
arbeitsfähig und wünsche keine Eingliederungsunterstützung. Der
Einkommensvergleich ergab, unter Vornahme eines Leidensabzugs von insgesamt
20%, einen Invaliditätsgrad von rund 51%. Mit Verfügung vom 18. Juli 2002
(act. G 12.1/11) sprach die IV-Stelle der Versicherten ab 1. Juni 2002 eine halbe IV-
Rente zu.
B.
B.a Im Mai 2006 nahm die IV-Stelle eine Rentenrevision vor. Die Versicherte gab im
Fragebogen für Revision der Invalidenrente vom 16. Mai 2006 (act. G 12.1/13) an, ihr
Gesundheitszustand habe sich seit Juli 2003 verschlimmert, sie leide an Übergewicht,
Anämie, Rückenschmerzen, Asthma, Rheuma, Diabetes, hohem Blutdruck und
Müdigkeit. Sie übe keine Erwerbstätigkeit aus. Bei der Fortbewegung, der Körperpflege
und dem Aufstehen/Absitzen/Abliegen sei sie regelmässig auf die Hilfe Dritter
angewiesen.
B.b Mit Verlaufsbericht vom 27. Juni 2006 (act. G 12.1/17) teilte Dr. med. F._ mit, der
Gesundheitszustand der Versicherten habe sich verschlechtert, sie leide an einer
Rezidivnarbenhernie, die am 2. Dezember 2005 operiert worden sei, und die Adipositas
habe weiter zugenommen (BMI 55). Die Versicherte werde medikamentös behandelt
wegen der Hypertonie, dem Diabetes und abdominaler Schmerzen nach zweimaliger
Hernienplastik. Eine Gewichtsreduktion mittels Diät werde versucht, sei jedoch
frustrierend. Aufgrund der Schwäche und der Adipositas könne die Versicherte die
öffentlichen Verkehrsmittel nicht mehr allein benützen und das Anziehen von Strümpfen
und Schuhen sowie die Fusspflege seien nicht möglich. Eine ergänzende medizinische
Abklärung sei nicht angezeigt.
B.c Der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) Ostschweiz hielt in der Stellungnahme vom
7. November 2006 (act. G 12.1/18) fest, der Gesundheitszustand habe sich im
Vergleich zu 2002 nicht wesentlich verändert, die Adipositas habe von einem BMI von
50 im Jahr 2001 auf 55 zugenommen, die geklagten Beschwerden und Symptome
hätten sich nicht verändert. Einschränkungen ergäben sich im Wesentlichen durch die
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massive Adipositas, der Gesundheitszustand sei stabil, die Arbeitsunfähigkeit betrage
weiterhin 50%.
B.d Gestützt auf diese Stellungnahme verfügte die IV-Stelle am 30. November 2006
(act. G 12.1/23), dass der Versicherten bei einem Invaliditätsgrad von 51% weiterhin
eine halbe Invalidenrente zustehe.
C.
Gegen diese Verfügung richtet sich die von Rechtsanwalt lic. iur. Daniel Bachmann für
die Betroffene am 14. Dezember 2006 erhobene Beschwerde (act. G 1) mit dem
Antrag, die angefochtene Verfügung aufzuheben und der Beschwerdeführerin eine
ganze IV-Rente zuzusprechen. Eventualiter sei eine zusätzliche ärztliche Begutachtung
durchzuführen. Die Beschwerdeführerin leide hochgradig unter Adipositas und sei
weder in der Lage einer Arbeit nachzugehen, noch den Haushalt zu erledigen. Es sei
unzweifelhaft eine erhebliche Verschlimmerung des Gesundheitszustandes
festzustellen. Medizinische Massnahmen seien bisher wenig erfolgreich gewesen. Der
behandelnde Arzt, Dr. F._ attestiere die schwere Gesundheitsschädigung und die
Arbeitsunfähigkeit. Mit Beschwerdeergänzung vom 20. Februar 2007 (act. G 7) hielt der
Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin am Rechtsbegehren fest und bestätigte die
Ausführungen in der Beschwerde.
D.
Mit Beschwerdeantwort vom 29. Mai 2007 (act. G 12) beantragt die
Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde. Die ursprüngliche Rentenverfügung
vom 18. Juli 2002 habe in medizinischer Hinsicht massgeblich auf den Arztbericht von
Dr. E._ vom 19. Januar 2002 abgestellt. Dr. E._ sei zum Schluss gekommen, dass
die Beschwerdeführerin in einer körperlich angepassten Tätigkeit zu 50% arbeitsfähig
sei. Im Revisionszeitpunkt habe Dr. F._ der Beschwerdeführerin wegen einer
Rezidivnarbenhernie und einer Zunahme der Adipositas einen verschlechterten
Gesundheitszustand und eine hypothetische Restarbeitsfähigkeit von 25% attestiert.
Der RAD habe in der Stellungnahme vom 7. November 2006 ausgeführt, dass sich der
Gesundheitszustand verglichen mit dem Arztbericht von Dr. E._ vom 19. Januar 2002
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nicht wesentlich verändert habe, es liege heute wie 2002 eine morbide Adipositas mit
den sich daraus ableitenden Komplikationen vor. Für überwiegend sitzende Tätigkeiten
bestehe nach wie vor eine medizinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit von 50%. Am
16. Mai 2007 habe der RAD zu den nachträglich eingeholten medizinischen Unterlagen
im Zusammenhang mit der Rezidivnarbenhernienoperation Stellung genommen. In
Würdigung der Aktenlage sei ein komplikationsloser Verlauf der Operation festgestellt
worden. Die angegebenen Schmerzen im Narbengebiet liessen sich durch die
vorliegenden Berichte nicht objektivieren, und sie würden in Bezug auf eine vorwiegend
sitzende Verweistätigkeit auch zu keiner nennenswerten zusätzlichen Einschränkung
führen. Diese RAD-Beurteilungen seien schlüssig und überzeugend begründet,
weshalb aus den Angaben von Dr. F._ und aus den nachträglich eingeholten
medizinischen Unterlagen im Zusammenhang mit der Rezidivnarbenhernienoperation
nicht auf eine den Invaliditätsgrad beeinflussende Verschlechterung des
Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin zu schliessen sei. Von weiteren
medizinischen Abklärungen seien aufgrund der Aktenlage keine relevanten neuen
Erkenntnisse zu erwarten, zumal auch Dr. F._ angegeben habe, dass eine
ergänzende medizinische Abklärung nicht angezeigt sei.
E.
Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin reichte innert Frist keine Replik ein,
weshalb am 4. Juli 2007 (act. G 14) der Schriftenwechsel abgeschlossen wurde.

Erwägungen:
1.
Am 1. Januar 2008 ist die 5. IV-Revision in Kraft getreten. Dadurch sind im
Bundesgesetz über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) verschiedene
Änderungen erfolgt. Da die streitige Verfügung am 30. November 2006, mithin vor dem
1. Januar 2008, erging, sind vorliegend noch die bis zum 31. Dezember 2007 geltenden
materiellen Bestimmungen anwendbar (BGE 127 V 467 E. 1).
2.
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2.1 Im Streit liegt vorliegend eine Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG. Eine
Revision wird von Amtes wegen durchgeführt, wenn sie im Hinblick auf eine mögliche
erhebliche Änderung des Invaliditäts- oder Hilflosigkeitsgrades oder des
invaliditätsbedingten Betreuungsaufwandes bei der Festsetzung der Rente oder
Hilflosenentschädigung auf einen bestimmten Termin in Aussicht genommen worden
ist oder wenn Tatsachen bekannt oder Massnahmen angeordnet werden, die eine
erhebliche Änderung des Grades der Invalidität, der Hilflosigkeit oder des
invaliditätsbedingten Betreuungsaufwandes als möglich erscheinen lassen (Art. 87
Abs. 2 IVV).
2.2 Der Beschwerdeführerin wurde mit Verfügung vom 18. Juli 2002 (act. G 12.1/11)
bei einem Invaliditätsgrad von 51% eine halbe IV-Rente ab 1. Juni 2002 zugesprochen.
Im Jahr 2006 nahm die Beschwerdegegnerin eine Rentenrevision vor. Die
Beschwerdeführerin gab im Fragebogen für Revision der Invalidenrente vom 16. Mai
2006 (act. G 12.1/13) an, ihr Gesundheitszustand habe sich seit Juli 2003
verschlimmert. Im Verlaufsbericht vom 27. Juni 2006 (act. G 12.1/17) attestierte Dr.
med. F._ der Beschwerdeführerin eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes,
insbesondere aufgrund einer weiteren Zunahme der Adipositas, und eine verbleibende
hypothetische Arbeitsfähigkeit von maximal 25%.
3.
3.1 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn
die versicherte Person mindestens zu 70%, und derjenige auf eine Dreiviertelsrente,
wenn sie mindestens zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens
50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von
mindestens 40% Anspruch auf eine Viertelsrente. Unter Invalidität wird die
voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise
Erwerbsunfähigkeit verstanden (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch
eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit verursachte und
nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise
Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen
Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG).
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3.2 Die Invaliditätsbemessung soll das Mass der Zurücksetzung der erwerblichen
Leistungsfähigkeit infolge gesundheitlicher Beeinträchtigung ergeben. Um den
Invaliditätsgrad festlegen zu können, sind daher medizinische Grundlagen wesentlich.
Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beschreiben und
dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die
versicherte Person arbeitsunfähig ist. Die ärztlichen Auskünfte sind in der Folge eine
wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der
versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 261 E. 4; ZAK 1982
S. 34; Rz 3047 f des vom Bundesamt für Sozialversicherung erlassenen
Kreisschreibens über die Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung =
KSIH). Die IV-Stelle hat zu prüfen, wie sich die invaliditätsbedingten Faktoren auf die
Vermittlungsfähigkeit und die Erwerbsmöglichkeiten auswirken (Rz 3049 KSIH). Ob die
versicherte Person eine ihr zumutbare Tätigkeit auch tatsächlich ausübt, ist für die
Invaliditätsbemessung hingegen unerheblich (Rz 3046 KSIH).
4.
4.1 Vorliegend bestehen Differenzen in Bezug auf die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit
der Beschwerdeführerin. Die Beschwerdegegnerin geht in ihrer Verfügung vom
30. November 2006 (act. G 12.1/23) von einer unveränderten Arbeitsfähigkeit der
Beschwerdeführerin von 50% aus. Sie stützt sich dabei auf die Würdigung des RAD
Ostschweiz vom 7. November 2006 (act. G 12.1/18 und 34), den Verlaufsbericht von
Dr. med. F._ vom 27. Juni 2006 (act. G 12.1/17) und den ärztlichen Bericht von Dr.
med. E._ vom 19. Januar 2002 (act. G 12.1/4).
4.2 Die Beschwerdeführerin lässt demgegenüber, gestützt auf den Verlaufsbericht von
Dr. med. F._ vom 27. Juni 2006, geltend machen, ihre Arbeitsfähigkeit betrage
höchstens 25%. Gegenüber 2002 habe sich ihr Gesundheitszustand verschlechtert. So
habe die Adipositas weiter zugenommen, weshalb ihr das Anziehen von Strümpfen und
Schuhen und die Fusspflege nicht mehr möglich seien und sie die öffentlichen
Verkehrsmittel kaum noch alleine benutzen könne. Zudem sei neu eine
Rezidivnarbenhernie diagnostiziert worden, die am 2. Dezember 2005 operiert worden
sei. Seither leide sie an Abdominalschmerzen.
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4.3 Dr. med. F._ attestiert der Beschwerdeführerin im Verlaufsbericht vom 27. Juni
2006 eine Arbeitsunfähigkeit von 75%, insbesondere wegen der weiteren Zunahme der
Adipositas und der dadurch bedingten Immobilität. Die Beschwerdegegnerin nahm
keine weiteren Abklärungen vor. Es wurde insbesondere nicht geprüft, inwiefern sich
die nach der Rezidivnarbenhernienoperation geklagten Abdominalschmerzen sowie die
verstärkte Adipositas darauf auswirken, ob und wie lange die Beschwerdeführerin eine
Tätigkeit in sitzender Position noch ausführen kann. Bereits im Arztbericht vom
19. Januar 2002 hatte Dr. med. E._ festgehalten, dass der Beschwerdeführerin
ganztägiges Sitzen aufgrund der Adipositas nicht zumutbar sei. Die Stellungnahme des
RAD vom 7. November 2006 (act. G 12.1/18), wonach sich der Gesundheitsschaden
und die geklagten Beschwerden und Symptome im Vergleich zum Referenzsachverhalt
2002 nicht wesentlich verändert hätten, steht im Widerspruch zum Arztbericht von Dr.
med. F._ und kann daher diesem Mangel nicht abhelfen. Somit ist festzuhalten, dass
die gesundheitlichen Einschränkungen der Beschwerdeführerin noch nicht ausreichend
abgeklärt sind. Dies hat die Beschwerdegegnerin nachzuholen.
5.
5.1 Nach dem Gesagten ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen. Die angefochtene
Verfügung vom 30. November 2006 ist aufzuheben und die Sache ist zur Vornahme der
weiteren Abklärungen im Sinne der Erwägungen an die Beschwerdegegnerin
zurückzuweisen.
5.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis
Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Vorliegend erscheint eine Gerichtsgebühr
von Fr. 600. als angemessen. Diese ist dem Verfahrensausgang gemäss der
Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist
der Beschwerdeführerin zurückzuerstatten.
5.3 Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend hat die Beschwerdegegnerin der
Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung auszurichten. Unter Berücksichtigung
bis
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von Art. 61 lit. g ATSG erscheint eine Entschädigung von Fr. 3'500.-- (inkl. Barauslagen
und Mehrwertsteuer) als angemessen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG