Decision ID: 1eeb1030-8378-4ad1-b0f6-b146dc8e205c
Year: 2019
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Mit
unbegründetem Urteil des hiesigen Gerichts vom
5.
Dezember 2017 im Ver
fahren Nr. IV.2017.00876
wurde die von
X._
, geboren 1973,
gegen die Verfügung der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
, vom 2
8.
Juli 2017 (Urk. 6/67 und
Urk.
6/72) erhobene Beschwerde (
Urk.
6/76/3)
in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung aufgehoben und die Sache an die IV-Stelle zurückgewiesen wurde, damit diese nach ergänzenden Abklärungen über den Leistungsanspruch neu verfüge (
Urk.
6/81
/1-3
Dispositiv
Ziff.
1
).
Nach Eingang
weiterer medizinischer Berichte
(Urk.
6/90-91
)
sprach
die IV-Stelle
der Versicherten
nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
6/96
,
Urk.
6/104
)
mit Verfügung vom
9.
Januar 2019
eine
halbe
Rente ab
1.
Juli 2017
zu (Urk.
6/108 und
Urk.
6/115
= Urk. 2
/2) und forderte überdies mit Verfügung
vom gleichen Datum ausgerichtete Rentenleistungen im Umfang von
Fr.
14'974.--
zurück (
Urk.
6/
113
=
Urk.
2/1).
2.
Die Versicherte erhob am 3
0.
Januar 2019
Beschwerde
gegen die Verfügungen vom
9.
Januar 2019 (
Urk.
2/1-2) und beantragte, es sei die Rückforde
rungs
ver
fügung der IV-Stelle vom
9.
Januar 2019 ersatzlos aufzuheben und es seien ihr in Abänderung der Rentenverfügung der IV-Stelle vom
9.
Januar
2019
ab
1.
Juni 2015 bis 2
8.
Februar 2017 eine ganze Invalidenrente und ab
1.
Juli 2017 eine
Dreiviertelsrente
zuzusprechen (
Urk.
1 S. 2).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 1
2.
März 2019 (
Urk.
5) die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde der Beschwerdeführerin am 1
3.
März 2019 zur Kenntnis gebracht (
Urk.
7).
Mit Gerichtsverfügung vom 1
6.
April 2019 wurde die Pensionskasse für die AXA Schweiz zum Prozess beigeladen (
Urk.
8), welche sich am 2
3.
April 2019 für nicht zuständig befand (
Urk.
10). Mit Gerichtsverfügung vom
6.
Mai 2019 wurde die AXA Stiftung Berufliche Vorsorge, Winterthur, zum Prozess beigeladen (
Urk.
11), welche am 1
4.
Mai 2019 auf eine Stellungnahme verzichtete (
Urk.
13).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil
des Sozialversicherungsrechts;
ATSG)
.
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2
des Bundesgesetzes
über die Invalidenversicherung;
IVG)
).
1
.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommens
ver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts
grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.4
Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird für diesen Teil die Invalidität nach
Art.
16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgaben
bereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach
Art.
28a
Abs.
2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit oder der unent
geltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad ent
spre
chend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (
Art.
28a
Abs.
3 IVG); dies ist die gemischte Methode der Invaliditätsbemessung (vgl. BGE 141 V 15 E. 3.2 mit Hinweisen).
Nach der bis 3
1.
Dezember 2017 gültigen Gerichts- und Verwaltungspraxis zur Invaliditätsbemessung nach der gemischten Methode (grundlegend BGE 125 V 146; vgl.
Art.
27 und 27
bis
der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV)
in der seit dem
1.
Januar 2018 geltenden Fassung und Übergangsbestimmung zur Änderung der IVV vom
1.
Dezember 2017, in Kraft seit
1.
Januar 2018) wird zu
nächst der Anteil der Erwerbstätigkeit und derjenige der Tätigkeit im Aufgaben
bereich (vgl. Art. 27 IVV) ermittelt. Die Invalidität bestimmt sich in der Folge dadurch, dass im Erwerbsbereich ein Einkommens- und im Aufgabenbereich ein Betätigungsvergleich vorgenommen wird, wobei im Erwerbsbereich praxisgemäss berücksichtigt wird, was die versicherte Person im Gesundheitsfall aus ihrer Teil
erwerbstätigkeit erzielen würde. Die Gesamtinvalidität ergibt sich aus der Addie
rung der in beiden Bereichen ermittelten und gewichteten
Teilinvaliditäten
(BGE 131 V 51 E. 5.5.1, 130 V 393 E. 3.3, 125 V 146 E. 2b und 5c).
1.5
Am 1. Januar 2018 sind die geänderten Bestimmungen der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) vom 1. Dezember 2017 in Kraft getreten. Mit dieser Änderung wurde für die Festlegung des Invaliditätsgrades von teilerwerbstätigen Versicherten nach der gemischten Methode (Art. 28a Abs. 3 IVG) in Art. 27
bis
Ab
satz 2–4 IVV ein neues Berechnungsmodell eingeführt.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die galten, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt verwirklicht hat (vgl. BGE 130 V 445 E. 1.2.1, 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen).
Die angefochtene Verfügung ist am
9.
Januar 2019 und somit nach Inkrafttreten der Verordnungsänderung ergangen, wobei ein Sachverhalt zu beurteilen ist, der
vor dem Inkrafttreten der revidierten Verordnungsbestimmungen am 1. Januar 2018
begonnen hat.
Daher und aufgrund dessen, dass der Rechtsstreit eine Dauer
leistung betrifft, über welche noch nicht rechtskräftig verfügt wurde, ist ent
spre
chend den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln für die Zeit bis 31. Dezem
ber 2017 auf die damals geltenden Bestimmungen und ab diesem Zeit
punkt auf die revidierten Verordnungsbestimmungen abzustellen (
vgl. BGE 130 V 445 E. 1.2.2; vgl. Urteil des Bundesgerichts I 428/04 vom 7. Juni 2006 E. 1).
1.6
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be
schwer
defall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete in ihrer Verfügung (
Urk.
2
/2
)
die Zusprache einer halben Invalidenrente ab
1.
Juli 2017
damit, dass die Beschwerdeführerin in einem Pensum von 60
%
als Reinigungsangestellte erwerbstätig gewesen sei und die restlichen 40
%
dem Haushaltsbereich anzurechnen seien.
Nach Ablauf der Wartezeit im Juni 2015 habe eine 50%ige Arbeitsfähigkeit für a
ngepasste Tätigkeiten bestanden.
Die befristete volle Arbeitsunfähigkeit nach der Operation im Januar 2016 stelle keine andauernde Erwerbsunfähigkeit dar und sei nicht zu berücksichtigen.
Im Haushalt sei eine Einschränkung von 29
%
ermittelt worden.
Damit resultiere nach Ablauf der Wartezeit bei einem Invaliditätsgrad von 30
%
kein Rentenanspruch. Per
1.
Juli 2017 sei von einer 100%igen Erwerbstätigkeit auszugehen. Ein zusätzlicher leidensbedingter Abzug sei jedoch nicht begründet. Damit resultiere ab
1.
Juli 2017 bei aufgerechnetem Einkommen für das 60
%
-Pensum auf ein 100%-Pensum ein Invaliditätsgrad von 59
%
und damit ein An
spruch auf eine halbe Rente (
Begründung
S. 1 f.).
2.2
Die Rückforderung von Rentenleistungen begründete die Beschwerdegegnerin in ihrer Verfügung (
Urk.
2/1) damit, dass die Verfügung vom 2
8.
Juli 2017 mit Urteil des hiesigen Gerichts vom
5.
Dezember 2017 aufgehoben worden sei, weshalb kein Anspruch auf eine Invalidenrente von Januar 2016 bis Februar 2017 bestehe, womit ein Rückforderungsbetrag über
Fr.
14'974.-- entstehe. Dieser werde direkt mit der Nachzahlung der Invalid
enrente ab Juli 2017 verrechnet
(S. 1).
2.3
Dagegen machte die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde (
Urk.
1) geltend,
dass d
ie Rückforderungsverfügung aufzuheben
sei
.
Der
Rentenbeginn
sei
bereits per Ablauf der Wartefrist
auf den
1.
Juni 2015 zu setz
en und nicht erst per
1.
Januar 2016 (S. 6 ff.
Ziff.
2.2). Zudem wäre ein allfälliger Rückforde
rungs
anspruch ohnehin als verwirkt zu betrachten (S. 8
Ziff.
2.3).
Was den Rentenantrag anbelange, so habe bis zum Ausheilen der beiden Opera
tionen
an
der Halswirbelsäule (HWS)
praktisch keine verwertbare Arbeitsfähigkeit
bestanden
(S. 8
Ziff.
3.1
lit
. b). Erst ab Dezember 2016 sei ihr für eine angepasste Tätigkeit eine 50%ige Arbeitsfähigkeit attestiert worden (S. 9 oben).
Weiter sei ein leidensbedingter Abzug von 15
%
zu gewähren (S. 9
lit
. c).
Demnach best
ehe
bei einer 100%igen Erwerbsunfähigkeit und einer Einschränkung im Haushalts
bereich von 29
%
ein I
nvaliditätsgrad von 72
%
und vom
1.
Juni 2015 bis 2
8.
Februar 2017 ein Anspruch auf eine ganze Invalidenrente
(S. 9 f.
lit
. a)
.
Ab Dezember 2016 habe eine Arbeitsfähigkeit von 50
%
für angepasste Tätigkeiten bestanden. Bis Juni 2017 habe die Berechnung
des Invaliditätsgrades noch nach der gemischten Methode zu erfolgen, wodurch ein Invaliditätsgrad von 37
%
resul
tiere. Da sie ab Juli 2017 ihr Arbeitspensum auf 100
%
erhöht hätte, resul
tiere ab
1.
Juli 2017 ein Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
(S. 10
lit
. b und c).
2.4
Strittig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Inva
lidenrente.
3
.
3.1
Prof.
Dr.
med.
Y._
, Facharzt für Neurochir
urgie, und
Dr.
med. Susanne
Z._
, Fachärztin für Rheumatologie
, nannten in ihrem Bericht vom 2
6.
März 2015 (
Urk.
6/30) als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit einen Status nach ventraler mikrochirurgischer Dekompression und
verschraub
barer
Cage-Spondylodese C4/5 vom 1
6.
September 2014 bei schwerer HWS-Dege
neration, anhaltender
residueller
Myelopathie ab C7 recht
s
und deutlicher Schwäche des rechten Armes und der Hand (
Ziff.
1.2). Die Ärzte führten aus, der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin habe sich verbessert (
Ziff.
1.1).
Die letzte Kontrolle sei am 2
0.
März 2015 erfolgt (
Ziff.
3.1).
In der bisherigen Tätigkeit als Angestellt
e
in der Raumpflege sei die Versicherte zu 50
%
des 60%-Arbeitspensums arbeitsfähig
.
Eine weitere Steigerung der Arbeitsfähigkeit
sei zurzeit noch nicht möglich.
Eine
optimal angepasste Tätigkeit be
stehe in
eine
r
sehr leichte
n
wechselbelastende
n
Tätigkeit ohne Tragen und Heben von schweren Lasten, ohne Überkopfarbeiten oder
repetitive Rumpf
beu
gen
.
Eine solche Tätigkeit sei zwischen zwei und vier Stunden pro Tag möglich
. E
ine vorwiegend manuelle Tätigkeit sei
aufgrund der eingeschränkten
Feinmo
torik der rechten Hand und
der
Belastungseinschränkung des Schultergürtels
nicht möglich
(
Ziff.
2.1
und
Ziff.
4.2
).
3.2
Prof.
Y._
und
Dr.
Z._
stellte
n
in
ihrem
Bericht vom
1
8.
Juni 2015
(
Urk.
6/37
/1-2
) folgende Diagnosen (S. 1):
-
schwere HWS-Degeneration, radiologisch progredient
-
Status nach Dekompression/Cage
-
S
pondyolodese
C4/5 am 1
6.
Septem
ber 2014
-
anhaltende Myelopathie ab C7 rechts
-
persistierende Schwäche des rechten Armes und der Hand
-
korrekte Lage
des Osteosynthesematerials (OSM)
, keine Kompression mehr C4/5
-
Foramenstenose
C4 und C6 links, asymptomatisch
-
Foramenstenose
/neue Diskushernie C6/7 rechts, möglich sympto
ma
tisch
-
Verdacht auf vestibulären Drehschwindel
Die Ärzte führten aus,
dass es n
ach einem
nach der Operation vom 1
6.
September 2014
i
nitial
sehr günstigen
Verlauf
nach der
Aufnahme einer vermehrten körper
lichen Belastung zu einem anhaltenden Beschwerderezidiv
,
insbesondere einer
Zervikobrachialgie
rechts
, gekommen
sei
.
Trotz erreichter
Beschwerdestabili
sierung
sei eine
anhaltende
schmerzhafte
Belastungseinschränkung im rechten oberen Quadranten
verblieben
und
eine
weitere
Steigerung der Arbeitsfähigkeit
nicht möglich gewesen
(S. 1 f.
unten).
3.3
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, führte in seinem Bericht vom
5.
Oktober 2015
(
Urk.
6/36)
aus, die Beschwerdeführerin leide an einer schweren HWS-Degeneration mit Status nach operativen Eingriffen auf Höhe C4/
5.
Aufgrund eines verzögerten Heilungsverlaufs und einer neuen Klinik habe eine weitere Beurteilung bei Prof.
Y._
stattgefunden, welcher neu eine
Foraminalstenose
C6/7 diagnostiziert habe. Aufgrund der Schwere des Leidens
stehe die Beschwerdeführerin momen
tan nicht in seiner Behandlung.
Dr.
A._
führten aus, es sei unter anderem ab
1.
Juni 2015 fortlaufend eine Arbeitsunfähigkeit von 50
%
festgelegt worden.
3.4
Prof.
Y._
und
Dr.
Z._
stellten in ihrem Bericht vom
2
3.
Januar 2016
(
Urk.
6/39)
folgende Diagnose
n
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (
Ziff.
1.1):
-
schwere
HWS-
Degeneration, radiologisch progredient
-
Diskushernie C6/7 rechts symptomatisch
-
Status nach Dekompression/Cage-Spondylodese C4/5 am 1
6.
Septem
ber
2014
-
persistierende Schwäche des rechten Armes/der Hand
-
korrekte OSM-Lage ohne Kompression C4/5
-
Foramenstenose
C4 und C6 links, asymptomatisch
-
Karpaltunnelsyndrom neurologisch/elektrodiagnostisch bewiesen
-
anamnestisch Verdacht auf vestibulären Drehschwindel
-
schwere unklare gemischte Polyneuropathie, Genese unbekannt
Die Ärzte führten aus, die Beschwerdeführerin sei seit dem
4.
Juli 2014 bei ihnen in Behandlung, und die letzte Kontrolle sei am 1
8.
Januar 2016 erfolgt (
Ziff.
1.2). Vorgesehen sei die ventrale Dekompression und Prothesenversorgung C5/6/7 in den nächsten Tagen (
Ziff.
1.5). Die Beschwerdeführerin sei bis anhin zu 50
%
in ihrem 60%igen Arbeitspensum tätig, dies in der Raumpflege.
Es müsse der post
operative Verlauf abgewartet werden, inwieweit eine körperliche Belastungs
stei
ge
rung möglich sein werde und die Versicherte ihre angestammte mittel
schwere bis schwere körperliche Tätigkeit in einem 60%igen Teilpensum wieder durch
führen könne (
Ziff.
1.7-9).
3.5
Prof.
Y._
und
Dr.
Z._
stellten in ihrem Bericht vom
1
4.
Mai 2016 (
Urk.
6/41)
folgende Diagnose
n
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (
Ziff.
1.1):
-
Status nach ventraler mikrochirurgischer Dekompres
sion/Pro
thesenei
n
lage C6/7
am 2
6.
Januar 2016
bei
-
symptomatischer Diskushernie C6/7 rechts
-
postoperativ gebessertem Zustand
-
deutliche
r
myofasziale
r
Komponente
-
Status nach Dekompression/Cage-Spondylodese C4/5 bei
Myelopathie im September 2014 bei
-
persistierende Schwäche des
rechten Armes/Hand
-
korrekte OSM-Lage
-
Bandscheibenkollaps/beginnende
r Spontanfusion C5/6
-
asymptomatische
r
Foramenstenose
links
-
Carpaltunnelsyndrom rechts neurologisch/elektrodiagnostisch bewiesen
-
anhaltende Neuropathie nach
Karpaltunnel
-Infiltration mit
Kenacort
am 1
2.
November 2015
-
schwere, unklare gemischte Polyneuropathie, Genese unbekannt
Die Ärzte führten aus,
die letzte Kontrolle
der Beschwerdeführerin
habe am 1
3.
Ma
i 2016 stattgefunden (
Ziff.
3).
D
ie Versicherte sei in ihrer angestammten, schweren körperlichen Tätigkeit in der Raumpflege aktuell nur teilarbeitsfähig.
So bestehe seit dem
9.
Mai 2016 wieder eine 50%ige Arbeitsfähigkeit des 60
%
Pen
sums
. Dies
sowohl
aufgrund der Belastungsintoleranz des Nacken
s
als auch des rechten Armes bei unverändert vorhandener
residueller
zervikaler Myelo
pa
thie sowie symptomatischem
Karpaltunnelsyndroms
rechts.
Aufgrund der klini
schen Befunde sei die Formulierung einer angepassten Tätigkeit nur einge
schränkt möglich, da die Versicherte auch in einer leichten körperlichen Tätigkeit manuell rechtsseitig eingeschränkt sei (
Ziff.
2.1).
In einem Teilpensum bestehe keine verminderte Leistungsfähigkeit
(
Ziff.
2.2).
3
.6
Dr.
med.
B._
,
Facharzt für
Orthopädische Chirurgie und Traumato
logie des Bewegungsapparates
, Regionaler Ärztlicher Dienst (
RAD
)
,
führte in seiner Stellungnahme vom 3
1.
Mai 2016 (
Urk.
6/48/7) aus,
unter Berücksich
ti
gung
der
neuen, sehr detaillierten Arztberichte von Prof.
Y._
sei die Formu
lierung des bei der 43-jährigen Versicherten ausgewiesenen Gesundheitsschadens weitgehend anzupassen.
Hinsichtlich der Arbeitsunfähigkeits-Bewertung für die bisherige Tätigkeit in der Reinigung und Hauswartung im 60%-Pensum sei der aktenkundige Verlauf plausibel. Aufgrund der erneuten Operation am 2
6.
Januar 2016 habe wieder eine 100%ige und seit dem
9.
Mai 2016 wieder eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden, wobei sich diese Angaben gemäss Prof.
Y._
auf das tatsächlich ausgeübte 60%-Pensum bezögen. Demnach bestehe für ein theo
retisches 100%-Pensum eine Arbe
itsfähigkeit von 25
%
bis 30
%
. F
ür eine opti
mal behinderungsangepasste Tätigkeit gebe es keine konkreten aktenkundigen Angaben. Medizintheoretisch
sei
unter der Voraussetzung der strikten Beachtung eines entsprechenden Belastungsprofils,
welches sich deutlich von demjenigen der bisherigen Tätigkeit unterscheide, ab
dem
9.
Mai 2016 von einer maximalen Arbeitsfähigkeit von 50
%
bezogen auf ein 100%-Pensum auszugehen.
Das Belastungsprofil bestehe in einer körperlich ausschliesslich sehr leichten Tätig
keit, überwiegend sitzend, ohne besondere Beanspruchung der rechten Hand hin
sichtlich Kraft, Feinmotorik und Sensibilität.
3.7
Die Ärzte der
RehaClinic
C._
stellten in ihrem Bericht vom
1
6.
August 2016
(
Urk.
6/57/6-8)
folgende Diagnosen (S. 1):
-
Status nach ventraler Dekompression/Protheseneinlage C6/7 am 2
6.
Januar
2016
-
bei symptomatischer Diskushernie C6/7 rechts
-
deutliche myofasziale Komponente
-
Status nach Dekompression/Cage-Spondylodese C4/5 bei Myelopathie im September 2014
-
persistierende Schwäche des rechten Armes/Hand
-
Verdacht auf multiples
Entrapment
-Syndrom mit kombiniertem Nerven
eng
pas
s
syndrom (Thoracic
outlet
Syndrom mit Nervenbeteiligung) plus
Kubitaltunnelsyndrom
plus Karpaltunnelsyndrom rechts
-
Status nach Karpaltunnelinfiltration mit 40 m
g
Kenacort
am 1
2.
November 2015
-
i
m Verlauf der Karpaltunnelinfiltration stromartige Handschmerzen rechts sowie Kribbelparästhesien in allen Fingern der Hand rechts
-
schwere, unklare gemischte Polyneuropathie, Genese unbekannt
Die Ärzte führten aus, die Beschwerdeführerin sei vom
2
5.
Juli bis 1
3.
August 2016
bei ihnen hospitalisiert gewesen (S. 1 Mitte).
Sie
habe engagiert und moti
viert an den Therapien teilgenommen. Trotz Fortschritten bestünden weiterhin Bewegungseinschränkungen der HWS und im Schultergelenk rechts sowie eine Handkraftminderung rechts (S. 2 Mitte).
Es habe sowohl e
ine Verbe
sserung der Schmerzsymptomatik als
auch im
Lenden
wirbelsäulen
-Bereich erreicht werden können, allerding
s keine vollständige Re
mis
sion.
V
om 2
5.
Juli bis 1
2.
September 2016
bestehe eine 100%
ige Arbeits
un
fähigkeit (S. 2
unten).
3.
8
Am 1
6.
September 2016 erstattete die Abklärungsperson der Beschwerdegegnerin
Bericht über die am
8.
September 2016 durchgeführte Haushaltsabklärung (
Urk.
6/4
6). Die Abklärungsperson ging von einer Qualifikation der Beschwerde
führerin als zu 60
%
Erwerbstätige und zu 40
%
im Haushalt Tätige aus (vgl.
Ziff.
2.6) und ermittelte eine Einschränkung im Haushalt
s
bereich von 29.15
%
(vgl.
Ziff.
6.8).
3.
9
Prof.
Y._
und
Dr.
Z._
stellten in ihrem Bericht vom
1
9.
Novem
b
er
2016
(
Urk.
6
/56)
folgende Diagnosen (S. 1):
-
Status nach ventraler mikrochirurgischer Dekompression/Pro
thesenein
lage C6/7 am 2
6.
Januar 2016
bei
-
symptomatischer Diskushernie C6/7 rechts
-
postoperativ gebessertem Zustand
-
deutliche
r
myofasziale
n
Komponente
-
Status nach Dekompression/Cage-Spondylodese C4/5 be
i Myelopathie im September 2014
bei
-
persistierende
r
S
chwäche des rechten Armes/Hand
-
korrekte
r
OSM-Lage
-
Bandscheibenkollaps/beginnend
er
Spontanfusion C5/6
-
asymptomatische
r
Foramenstenose
links
-
Carpaltunnelsyndrom rechts neurologisch/elektrodiagnostisch bewiesen
-
schwere, unklare gemischte Polyn
europathie, Genese unbekannt
-
akute
Lumboischialgie
beidseits rechtsbetont
,
seit 2
9.
September 2016 (Rezidiv)
-
Diskusprotrusion
L5/S1 mit möglicher Irritation der Nervenwurzel S1 links
-
multisegmentale degenerative Lendenwirbelsäulen
-Veränderungen
-
Iliosakralgelenk (
ISG
)
-Dysfunktion rechts, myofasziale Komponente
Die Ärzte führten aus, aufgrund der akuten
Lumboischialgie
habe die vorgesehene Wiederaufnahme der Arbeitsfähigkeit zu 50
%
des 60%-Pensums nicht durch
ge
führt werden können. Diesbezüglich bestünden die 100%igen Arbeitsunfähig
keiten. Seit dem 1
4.
November 2016 laufe ein Arbeitsversuch zu 30
%
des 60%-Pensums, dies lediglich für leichte Reinigungsarbeiten in Wechselbelastung. Vor
ge
sehen sei, diese Arbeitsfähigkeit sukzessive auf 50
%
des 60%-Pensums zu steigern. Angesichts der persistierenden zervikalen Myelopathie
und der
Neuro
pathie der rechten Hand sei die Wiedererlangung eine
s
60%igen Arbeitspensums aufgrund des aktuellen Gesundheitszustandes nicht realistisch (S. 2 Mitte).
3.10
Prof.
Y._
und
Dr.
Z._
stellten in ihrem Bericht vom
4.
März 2017 (
Urk.
6/61) die gleichen Diagnosen wie in ihrem Bericht vom
1
9.
November 2016
(vgl.
Ziff.
1.2
und vorstehend E. 3.
9
). Die Ärzte führten aus, es bestehe ein seither unverändertes Beschwerdebild. Bezüglich der
Lumboischialgie
beidseits rechtsbetont sei die Patientin aktuell beschwerdearm, wobei es in den letzten Wochen zu wiederholten Schmerzexazerbationen gekommen sei (
Ziff.
1.3)
Aktuell arbeite die Versicherte
sieben
Stunden pro Woche in der angestammten Tätigkeit in
der Raumpflege. Dabei führe sie
vorwiegend
leichte körperliche
Tätig
keiten
wie Abstauben der Büros durch
(
Ziff.
2.1). Im
g
egenwärtig angepassten Arbeitspensum von 30
%
des angestammten 60%igen Arbeitspensums bestehe keine Einsch
ränkung der Leistungsfähigkeit (
Ziff.
2.2).
Die Ärzte führten aus, prognostisch sei die Wiedererlangung einer Arbeits
fähigkeit über 50
%
des 60%igen Arbeitspensums nicht realistisch (
Ziff.
3.3).
3.11
Dr.
B._
,
RAD, führte in seiner Stellungnahme vom
3
1.
März 2017 (
Urk.
6
/65/4-5
)
aus, es
sei fraglich
, ob das, was die Versicherte derzeit in ihrer angestammten Tätigkeit erbringe, überhaupt noch dem eigentlichen Anforderungsprofil dieser Tätigkeit entspreche oder nicht vielmehr als angepasst zu bezeichnen wäre.
Unter Berücksichtigung aller bis jetzt vorliegenden Arztberichte bleibe es bei den Aus
führungen der letzten RAD-Stellungnahme zu einer optimal behinderungsange
passten Tätigkeit und deren Belastungsprofil. Vom
2
3.
Mai
bis 1
3.
November 2016
habe jedoch auch dafür eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden.
3.12
Prof.
Y._
und
Dr.
Z._
stellten in ihrem Bericht vom
1
2.
Septem
ber 2017 (
Urk.
6/77)
die gleichen Diagnosen wie i
m
Vorbericht vom
1
9.
Novem
ber 2016
(
Ziff.
1.2, vgl. vorstehend E. 3.
9
). Die Ärzte
führte
n
aus, seit März 2017 sei unter fortgesetzten Rehabilitationsmassnahmen eine gewisse Stabilisierung des Beschwerdebildes eingetreten
,
jedoch
mit
einer unverändert anhaltenden kör
perlichen Belastungsintoleranz. Wie bereits in den Vorberichten erwähnt, könne die Versicherte bis heute nur 30
%
ihres angestammten 60%-Pensums bewäl
tigen. Aufgrund der bestehenden klinischen Befunde sei es
ihr
aus medizinischer Sicht bis heute nicht möglich, die von Seiten der Beschwerdegegnerin postulierte 50%ige ausserhäusliche T
ätigkeit körperlich zu erbringen. Die lediglich vom
1.
Januar 2016 bis 2
8.
Februar 2017 befristete Zusprache der Invalidenrente sei daher nicht nachvollziehbar (S. 1 f.).
3.
13
Dr.
A._
führte in seinem Bericht vom
1
6.
März 2018 (
Urk.
6/90)
aus, gegenüber seinem Bericht vom Oktober 2015
habe sich die Klinik grundsätzlich nicht geändert
. Die Erwerbstätigkeit in der Raumpflege sei bei diesem chronischen Leiden natürlich weiterhin eingeschränkt. Die Beschwerdeführerin arbeite im Moment sieben Stunden pro Woche. Früher habe sie 25 Stunden pro Woche gearbeitet, was etwa einer 65%igen Arbeitsunfähigkeit entspreche. Es müsse mit einem chronischen Verlauf gerechnet werden.
3.14
Prof.
Y._
und
Dr.
Z._
nannten in ihrem Bericht vom
1
0.
April
2018 (
Urk.
6/91/4-6)
die gleichen Diagnosen wie i
m Vorbericht
vom
1
9.
Novem
b
er 2016
, ergänzt durch die Diagnose
einer Fasziitis plantaris links mit
myofasziale
r
Komponente (vgl.
Ziff.
1.2 und vorstehend E. 3.
9
). Die Ärzte führten aus, die Be
schwerdeführerin arbeite nach wie vor für
sieben
Stunden in der Woche in einer vorwiegend angepassten leichten Tätigkeit in der Reinigung.
Im Arbeitspensum von 30
%
des angestammten 60%-Pensums bestehe keine Ein
schränkung der Leistungsfähigkeit (
Ziff.
2.1-2). Die berufliche Reintegration über die erwähnten 30
%
des 60%-Arbeitspensums sei nicht gelungen. Bezüglich der Haushaltstätigkeiten werde die Versicherte durch ihre Familie in den mittel
schwe
ren und schweren körperlichen Tätigkeiten unterstützt (
Ziff.
3.3).
Medizi
nisch theoretisch bestehe eine Belastbarkeit für eine leichte körperliche wechsel
belas
tende Tätigkeit ohne vorwiegend manuelle feinmotorische Arbeiten zumin
dest für zwei Stunden pro Tag (
Ziff.
4
).
3.15
Dr.
B._
, RAD, führte in seiner Stellungnahme vom
7.
Mai 2018 (
Urk.
6/93/4) aus, es lägen seit der letzten Stellungnahme vom 3
1.
März 2017 keine neuen, nicht bereits bekannten Diagnosen vor. Angaben zu einer im eigentlichen versi
che
rungsmedizinischen Sinne angepassten Tätigkeit seien weder in den früheren noch den aktuellen Berichten enthalten. Es gebe aus medizinischer Sicht keine
neuen Gesichtspunkte beziehungsweise Tatsachen (Diagnosen/Befunde), was auch
in den aktuellen Berichten bestätigt werde. Somit ändere sich aus versiche
rungs
medizinischer Sicht auch nicht die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit.
Für die bisherige Tätigkeit als Raumpflegerin seien unter der Voraussetzung, dass die Versicherte bereits nur noch leichte Arbeiten in der Reinigung verr
ichte, die derzeit geleisteten sieben
Stunden pro Woche nachvollziehbar
,
und eine wesent
liche Steigerung sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht zu erwarten, da es sich zwangsläufig um eine praktisch ausschliesslich im Stehen und Gehen zu verrichtende Tätigkeit handle, verbunden auch mit häufigem Bücken oder zumin
dest weitem Vorneigen.
Für eine aus medizinischer Sicht wirklich als optimal an
gepasst zu bezeichnende Tätigkeit sei aller
dings nach wie vor medizin
the
o
retisch von einer etwas höheren
Arbeitsfähigkeit von 50
%
ab 1
4.
November 2016 auszugehen. Das Belastungsprofil bestehe in einer
ausschliesslich körperlich sehr leichten
Tätigkeit, überwiegend sitzend und
ohne besondere Beanspruchung der rechten Hand hinsichtlich der Kraft, Feinmotorik und Sensibilität.
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin ging in ihrer Rentenverfügung (
Urk.
2/2) gestützt auf die
Stellungnahmen
des RAD-Arztes
Dr.
B._
vom 3
1.
Mai 2016, vom 3
1.
März
2017 und vom
7.
Mai 2018 (vgl. vorstehend E. 3.6, E. 3.11 und E. 3.15)
davon aus
, dass nach Ablauf der Wartezeit per Juni 2015
in einer behinderungsangepassten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 50
%
bestanden habe.
Die nach
der Operation im Januar
2016
e
ingetretene
vollständige
Arbeitsunfähigkeit
qualifizierte die Be
schwerdegegnerin als
aus invalidenversicherungsrechtlicher Sicht un
beachtlich
(vgl. vorstehend E. 2.1 und
Urk.
6/93/4-5)
.
4
.2
Vorl
iegend kann de
n
Einschätzung des RAD-Arztes
Dr.
B._
gefolgt werden
. So geht diese überwiegend einher mit den Ausführungen der behandelnden Ärzte Prof.
Y._
und
Dr.
Z._
(vgl. vorstehend E. 3.1-2, E. 3.4-5, E.
3.9-10, E 3.12 und E. 3.14).
Während
Dr.
B._
hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit in der angestammten Reinigungstätigkeit vollständig auf die Ausführungen von Prof.
Y._
und
Dr.
Z._
abstellte, wich er, was die Arbeits
fähig
keit in einer angepassten Tätigkeit anbelangt
,
von den Ausführungen der behan
delnden Ärzte ab.
In seiner Stellungnahme vom
7.
Mai 2018
(vgl. vorstehend E.
3.15)
begründete
Dr.
B._
jedoch in nachvollziehbarer Weise
, weshalb er die Arbeitsfähigkeit in einer optimal behinderungsangepassten Tätigkeit höher ein
schätzte, als es Prof.
Y._
und
Dr.
Z._
in ihrem Bericht vom 1
0.
April 2018 (vgl. vorstehend E. 3.14) taten. So gingen diese in einer behin
de
rungsangepassten Tätigkeit von einer Arbeitsfähigkeit von mindestens zwei Stun
den pro Tag aus. Dieses Pensum entspricht
jedoch
im Wesentlichen
d
em von der Beschwerdeführerin im
Rahmen leichter Arbeiten im Reinigungsbereich umge
setzten Pensum von sieben Stunden pro Woche. Bei dieser Tätigkeit handelt es sich, wie
Dr.
B._
ausführte, um eine praktisch ausschliesslich im Stehen und Gehen zu verrichtende Tätigkeit, verbunden mit häufigem Bücken oder zumindest weitem Vorneigen
,
mithin nicht um eine optimal angepasste Tätigkeit. Dass beim vorliegenden Beschwerdebild in einer ausschliesslich körperlich sehr leichten Tätig
keit, überwiegend sitzend, ohne besondere Beanspruchung der rechten Hand hinsichtlich Kraft, Feinmotorik und Sensibilität eine höhere Arbeitsfähigkeit resul
tiert, e
rweist sich als
nachvollziehbar.
Was die nach der zweiten Operation am 2
6.
Januar 2016 eingetretene vollstän
dige Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin anbelangt, war die von
Dr.
B._
in seiner
Stellungnahme vom 3
1.
Mai 2016 (vgl. vors
tehend E. 3.6)
gestützt auf die Ausführungen der behandelnden Ärzte Prof.
Y._
und
Dr.
Z._
vom 1
4.
Mai 2016 (vgl. vorstehend E. 3.5)
dokumentierte am
9.
Mai 2016
erfolgte Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit von 25
%
bis 30
%
in der ange
stammten Tätigkeit sowie von 50
%
in einer optimal behinderungsangepassten Tätigkeit lediglich von kurzer Dauer.
In seiner
Stellungnahme vom 3
1.
März 2017 (vgl. vorstehend E. 3.11), welche
unter Berücksichtigung der Ausführungen der Ärzte der
RehaClinic
C._
vom
1
6.
August 2016
(vgl. vorstehend E. 3.7)
sowie jener der behandelnden Ärzte Prof.
Y._
und
Dr.
Z._
vom 1
9.
November 2016 (vgl. vorstehend E.
3.9)
erfolgte
,
hielt
Dr.
B._
dann
fest, dass
vom 2
3.
Mai 2016 bis 1
3.
November 2016 selbst in einer angepassten Tätigkeit eine vollständige Arb
eitsunfähigkeit bestanden habe.
Ab von der Beschwerdeführerin am 1
4.
November 2016 erfolgter Wiederaufnahme ausschliesslich leichter Reinigungsarbeiten
(vgl. vorstehend E.
3.9), ging
Dr.
B._
dann
vom Wiedererlangen der Arbeitsfähigkeit in einer optimal behinderungsangepassten Tätigkeit von 50
%
aus.
Demnach bestand nach erfolgter Operation
Ende Januar 2016,
abgesehen von wenigen Tagen im Mai 2016
,
durchgehend bis 1
3.
November 2016 eine voll
stän
dige Arbeitsunfähigkeit sowohl in der angestammten als auch in einer ange
passten Tätigkeit.
Entgegen den Ausführungen d
er Beschwerdegeg
nerin
(vgl. vor
stehend E. 2.1)
handelt es sich bei einer Dauer von fast
zehn
Monaten nicht um eine unbeachtliche
,
lediglich vo
rübergehende Arbeitsunfähigkeit.
Dass ab dem 1
4.
No
vember 2016 zumindest hinsichtlich einer behinderungs
an
gepassten Tätigkeit wieder von der
vor der Operation Ende Januar 2016 atte
stierten Arbeits
fähigkeit
ausgegangen werden ka
nn, bestätigt schlussendlich auch
der behandelnde Hausarzt
Dr.
A._
, welcher in seinem Bericht vom 1
6.
Mä
rz 2018 (vgl. vorstehend E. 3.13) ausführte, dass sich das klinische Bild seit Oktober 2015 grundsätzlich nicht geändert habe.
4.3
Aufgrund des Gesagten ist der medizinische Sachverhalt als dahingehend erstellt zu erachten, dass
nach
Ablauf des Wartejahres im Juni 2015 in der angestammten Tätigkeit noch eine 30%ige Arbeitsfähigkeit bezogen auf ein 100%-Pensum und in einer behinderungsangepassten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 50
%
be
standen hat. Im Zeitraum nach der Operation vom 2
6.
Januar 2016 bis
1
3.
Novem
ber 2016 ist sowohl in der angestammten Tätigkeit als auch in einer behinderungsangepassten Tätigkeit von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit aus
zugehen. Ab dem 1
4.
November 2016 besteht zumindest in einer behinde
rungsangepassten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 50
%
.
5
.
5
.1
Hinsichtlich der Qualifikation ist gestützt auf den Haushaltabklärungsbericht vom
1
6.
September 2016
(
Urk.
6/46
Ziff.
2.6
) und die Vorbringen der Parteien davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin zum Zeitpunkt des hypothetischen Rentenbeginns per
1.
Juni 2015 als zu 60
%
Erwerbstätige und zu 40
%
im Haushalt Tätige und ab
1.
Juli 2017 als zu 100
%
Erwerbstätige zu qualifizieren ist (vgl. vorstehend E. 2.1 und 2.3).
5.2
Da die Beschwerdeführerin bei der Invaliditätsbemessung
bis
1.
Juli 2017 dem
nach
als Teilerwerbstätige zu behandeln ist, ist zunächst die Invalidität im er
werb
lichen Bereich zu prüfen. Nach
der bis zu diesem Zeitpunkt
massgeblichen
Rechtsprechung
(vgl. vorstehend E. 1.5
)
ist die Einschränkung im erwerblichen Be
reich nach der
Methode
des Einkommensver
gleiches (vgl. vorstehend E. 1.3
) auf Grundlage der Teilerwerbstätigkeit, welche die Beschwerdeführerin ohne Be
hin
derung ausüben würde (vorliegend: 60 %), zu ermitteln. Diese Einschränkung im erwerblichen Bereich ist
anschliessend
bei der Festsetzung der Gesamt
inva
lidität nicht voll in Anschlag zu bringen, sondern gewichtet mit dem hypo
the
ti
schen Teilzeitpensum entsprechenden Anteil (vorliegend: 60 %) mit zu berück
sichtigen (BGE 125 V 146 E. 4 mit Hinweisen
, vgl. vorstehend E. 1.4
).
5.3
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validen
einkommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein
lichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Aus
nahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 139 V 28 E. 3.3.2; 135 V 58 E. 3.1; 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweis).
5.4
Für die Vornahme des Einkommensvergleiches ist grundsätzlich auf die Gegeben
heiten im Zeitpunkt des (hypothetischen) Rentenbeginns, mithin auf das Jahr 2015, abzustellen (BGE 128 V 174, BGE 129 V 222).
Gemäss
Auszug aus dem individuellen Konto
(IK-Auszug,
Urk.
6/17)
erzielte die Beschwerdeführerin vor Eintritt des Gesundheitsschadens
im Jahr 2013 als Mitar
beiterin in der Hauswartungsfirma des Ehemannes mit einem 6
0%-Pens
um ein Einkommen von
Fr.
36‘600.--
.
U
nter Berücksichtigung der Nominallohnent
wick
lung bis ins Jahr 2015 (vgl. Nominallohnindex, Frauen, 2011-2016, Tabelle T1.2.1
0, Sektor 3 Dienstleistungen) ergibt dies ein hypothetisches jährliches
Vali
deneinkommen
im Jahr 2015 von rund
Fr.
37‘114.-
-
(
Fr.
36‘600.--
x
1.009 x 1.005).
I
m Jahr 2017
ergibt sich
unter Berücksichtigung
der bis zum Jahr 2016 publizierten
Nominall
ohnentwicklung
(
vgl.
Nominallohn
index
, Frauen, 2011-2016, Tabelle T1.2.10
, Sektor 3 Dienstleistungen
)
und
des
bis Ende Juni 2017 ausgeübten
60%-Pensums ein
Valideneinkommen
von
Fr.
37‘448
.-- (
Fr.
36‘600.--
x 1.009 x 1.005 x 1.009) und
aufgerechnet auf ein 100%-Pensum
ein jährliches
Valideneinkommen
im Jahr 2017
von
rund
Fr.
62‘413
.--
(
Fr.
36‘600.--
: 6 x 10
x
1.009 x 1.005
x 1.009
).
5
.5
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgege
be
nen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2, 129 V 472 E. 4.2.1, 126 V 75 E. 3b). Dabei sind grund
sätzlich die im Verfügungszeitpunkt aktuellsten veröffentlichten Tabellen der LSE zu verwenden (BGE 143 V 295 E. 4.1.3; zur Verwendung der aktuellsten statis
tischen Daten bei Rentenrevisionen vgl. BGE 143 V 295 E. 4.2.2, 142 V 178 E. 2.5.8.1, 133 V 545 E. 7.1). Der Griff zur Lohnstatistik ist subsidiär, das heisst deren Beizug erfolgt nur, wenn eine Ermittlung des Invalideneinkommens auf
grund und nach Massgabe der konkreten Gegebenheiten des Einzelfalles nicht möglich ist (vgl. BGE 142 V 178 E. 2.5.7, 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2; vgl. auch Meyer/Reichmuth,
Bundesgesetz über die Invalidenversicherung,
3.
Auflage 2014,
Rn
55 und 89 zu Art. 28a, mit weiteren Hinweisen auf die Rechtsprechung).
5.6
Nach Eintritt des Gesundheitsschadens
war es der Beschwerdeführerin möglich, in einer behinderungsangepassten Tätigkeit in einem Pensum von 50
%
zu arbei
ten
(vgl. vorstehend E. 4.3
)
.
Da sie mit dem im Rahmen der bisherigen
Reini
gungstätigkeit
ausgeübten Pensum die ihr verbleibende Restarbeitsfähigkeit nicht
vollständig umsetzt,
sind
zur Bestimmung des Invalideneinkommens die Tabel
le
n
löhne
gemäss
der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) heranzu
zieh
en. Der Medianlohn von Frauen, Kompetenznivea
u 1, belief sich
gemäss
LSE 2014
auf Fr.
4‘300
.-- pro Monat (
LSE 2014, Tabelle TA1, Total Frauen, Kompetenz
niveau 1
). Umgerechnet auf die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41,7 Stunden (
Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen in Stunden
pro Woche, Total; vgl. www.bfs.
admin.ch, Statistiken, Arbeit und Erwerb
) und
unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung vo
n 0.5
%
im Jahr 2015
(
vgl. Nominallohnindex, Frauen 2011-2016, Tabelle T1.2.10, Total
) resultiert
bei dem noch möglichen 50
%
-Pensum ein
Invalideneinkommen
von
rund
Fr.
27‘0
31
.--
im Jahr 2015
(Fr. 4‘3
00
.-- : 40 x 41,7 x 12
x
1.005
x 0.5
).
Im Jahr 2017
belief sich der
Medianlohn von Frauen, Kompetenzniveau 1,
gemäss
LSE 20
16 auf Fr. 4‘363.-- pro Monat (LSE 2016
, Tabelle TA1, Total
,
Frauen, Kompetenzniveau 1). Umgerechnet auf die betriebsübliche wöchentliche Arbeits
zeit von 41,7 Stunden (
Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen in Stunden pro Woche, Total; vgl. www. bfs.admin.ch, Statistiken, Arbeit und
Erwerb)
resultiert
bei dem noch möglichen 50
%
-Pensum ein Invalidenein
kommen
von
rund Fr. 27‘291.-- im Jahr 2017
(Fr. 4‘3
63
.-- : 40 x 41,7 x 12 x 0.5).
5.7
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnitts
werten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) allenfalls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass per
sönliche und berufliche Merkmale,
wie Art und Ausmass der Behinderung,
Lebens
alter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäfti
gungs
grad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 124 V 321 E. 3b/
aa
). Aufgrund dieser Faktoren kann die versicherte Person die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt möglicherweise nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten (BGE 126 V 75 E. 5b/
aa
). Der Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen und darf 25
%
nicht übersteigen (BGE 135 V 297 E. 5.2; 134 V 322 E. 5.2 und 126 V 75 E. 5b/
bb
-cc). Die Rechtsprechung gewährt insbesondere dann einen Abzug auf dem Invalideneinkommen, wenn eine versicherte Person
selbst im Rahmen körperlich leichter Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist
(BGE 126 V 75 E. 5a/
bb
). Zu beachten ist jedoch, dass allfällige bereits in der Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesund
heitliche Einschränkungen nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbe
ding
ten
Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichts
punkts führen dürfen (Urteil 9C_846/2014 vom 22. Januar 2015 E. 4.1.1 mit Hin
weisen; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_805/2016 vom 22. März 2017 E. 3.1).
Nach ständiger Rechtsprechung darf das (kantonale) Sozialversicherungsgericht sein Ermessen, wenn es um die Beurteilung des Tabellenlohnabzuges gemäss BGE 126 V 75 geht, nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen; es muss
sich
auf Gegebenheiten abstützen können, welche seine abwei
chende Ermessensausübung als naheliegender erscheinen lassen (BGE 137 V 71 E. 5.2 und 126 V 75 E. 6). Wurde bei der Festsetzung der Höhe des Abzugs vom Tabellenlohn ein Merkmal oder ein bestimmter Aspekt eines Merkmals zu Unrecht nicht berücksichtigt oder zu Unrecht berücksichtigt, hat die Beschwerdeinstanz den Abzug gesamthaft neu zu schätzen (vgl. Urteile des Bundesgerichtes
8C_113/2015 vom 26. Mai 2015 E. 3.2 und
8C_808/2013 vom 14. Febru
ar 2014 E. 7.1.1 mit Hinweisen)
Die Beschwerdeführerin kann nur noch sehr leichte Tätigkeiten ausführen.
I
m Hinblick darauf, dass es sich bei den Tätigkeiten gemäss Kompetenzniveau 1 um einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art handelt, diese damit vielfach auch Tätigkeiten manueller Art beinh
alten, und die Beschwerdeführerin in der
Kraft,
Feinmotorik
und Sensibilität
der rechten
dominanten
Hand erheblich eingeschränkt ist
(vgl. vorstehend E. 4.2)
, wodurch sich das Spektrum an mög
lichen Tätigkeiten noch weiter reduziert, rechtfertigt sich vorliegend ein leidens
bedingter Abzug von 15
%
(
vgl.
Urteil
e
des Bundesgerichts
8C_3
50/2013 vom
5.
Juli 2013 E.
3.3
, 8C_297/
2018 vom
6.
Juli 2018 E. 4.3).
5.8
Demnach
ergibt sich ab rentenrelevantem
Zeitraum ab Juni 2015
bei einem
Vali
deneinkommen
von
Fr.
37‘114.-
-
und
bei einem
unter Berücksichtigung eines leidensbedingten Abzug
s
von 15
%
resultierenden
Invalideneinkommen von
rund
Fr. 22‘
976.--
(
Fr.
27‘031.-- x 0.85)
eine
Einkommenseinbusse
von Fr.
14‘138
.--, was einer Einschränkung von rund
38
% entspricht. Bei einem Anteil des erwerb
lichen Bereichs von 60 % ergibt dies einen Teilinvaliditätsgrad von
22.8
%
(
38
% x 0.6).
Betreffend den Haushaltsbereich ist von einer Einschränkung von insgesamt
29.15 % auszugehen (vgl. Urk. 6
/
46
Ziff. 6.8). Bei der vorliegenden Gewichtung des Haushaltsbereiches mit 40 % ergibt sich dami
t ein Teilinvaliditätsgrad von 11.6
6 % (
29
.
15
% x 0.4).
Durch Addition der Teilinvaliditätsgrade im Erwerbs- und Haushaltsbereich resul
tiert ein Invaliditätsgrad von
34.46
% (
22.8
% +
11.66
% =
34.46
%). Demzufolge besteht
ab
hypothetischem
Rentenbeginn ab
1.
Juni 2015
kein Anspruch
der Be
schwerdeführerin
auf eine Rente.
5.9
Infolge der nach der Ope
ration am 2
6.
Januar 2016 bis 1
3.
November 2016 be
steh
enden vollständigen Arbeitsunfähigk
eit
(vgl. vorstehend E. 4.3)
resultiert bei der Gewichtung des Erwerbsbereiches mit 60
%
ein Invaliditätsgrad von 60
%
. Bei unverändertem Teilinvaliditätsgrad im mit 40
%
gewichteten Haushalts
be
reich von 11.66
%
(vgl. vorstehend E. 5.8)
resultiert bei
Addition der Teilinva
lidi
tätsgrade im Erwerbs- und Haushaltsbereich
in Anwendung von Art.
88a
Abs. 1 IVV von
1.
Januar 2016
bis
2
8.
Februar 2017
(
November 2016
zuzüglich drei Monate) bei einem Invaliditätsgrad von
rund 72
%
(
60
%
+ 11.66 % =
71.66 %)
ein befristeter Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine ganze Invalidenrente.
5.10
Ab 1.
März 2017
besteht
bei einem
Valideneinkommen
von
Fr.
37‘448
.--
und
bei einem unter Berücksichtigung
eines leidensbedingten Abzugs von 15
%
errech
neten
Invalideneinkommen von
rund
Fr.
23‘197.-- (
Fr. 27‘291.--
x 0.85)
eine
Einkommenseinbusse
von Fr.
14‘251
.--, was einer Einschränkung von rund
38
% entspricht. Bei einem Anteil des erwerblichen Bereichs von 60 % ergibt dies einen Teilinvaliditätsgrad von
22.8 %
(
38
% x 0.6).
Bei unverändert
aus dem mit 4
0
%
gewichteten Haushaltsbereich resultierenden Teilinvaliditätsgrad von 11.6
6 % (
vgl. vorstehend E. 5.8
)
,
resultiert bei der
Addition der Teilinvaliditätsgrade im Erwerbs- und Haushaltsbereich ein Invaliditätsgrad von
34.46
% (
22.8
% +
11.66
% =
34.46
%). Demzufolge besteht
ab
1.
März 2017
kein Anspruch auf eine Rente.
5.11
Ab
1.
Juli 2017 ist die Beschwerdefüh
rerin als Vollerwerbstätige zu q
ualifizieren.
Unter Berücksichtigung ein
es lohnmindernden Faktors von 15
% ergibt sich ein Invalideneinkommen in der Höhe von
rund
Fr. 2
3‘197.--
(
Fr.
27‘291.-- x 0.85
). Bei einem
Valideneinkommen
von rund
Fr. 62‘413
.
--
(vgl. vorstehend E. 5.4)
resultiert somit eine
Einkommenseinbusse
von
Fr.
39‘216.--,
was ei
nem Invalidi
tätsgrad von rund 63 % entspricht, womit die
Beschwerdeführerin
ab
1.
Juli 2017
ein
en
Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
hat.
6.
Nachdem Gesagten ist die Beschwerde gegen die Verfügungen vom
9.
Januar 20
19 (
Urk.
2/1-2)
teilweise
gutzuheissen und es ist festzustellen
, dass die Beschwerde
führerin vom
1.
Januar 2016 bis 2
8.
Februar 2017 einen befristeten Anspruch auf eine ganze Invalidenrente und ab
1.
Juli 2017 einen unbefristeten Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
hat.
Demnach
ist
auch die
Rückforderungsverfügung
vom
9.
Januar 2019
(vgl.
Urk.
2
/1)
aufzuheben, und es ist festzustellen
, dass die Beschwerdeführerin die vom
1.
Janu
ar 2016 bis 2
8.
Februar 2017 bezogenen Rentenleistungen nicht zurück
zuerstatten hat.
7.
7.1
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfah
rens
aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 900.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der
im Wesentlichen
unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
7
.2
Der
im Wesentlichen
obsiegenden Beschwerdeführerin steht eine Prozessent
schä
digung zu, die beim
praxis
gemässen
Ansatz von Fr. 220
.-- (zuzüglich Mehr
wert
steuer) ermessensweise auf Fr.
3‘000
.-- (inklusive Barauslagen und Mehr
wert
steuer
) festzusetzen ist.