Decision ID: 4911043f-6254-4d3a-84c6-f064441b43e0
Year: 2008
Language: de
Court: SG_VGN
Chamber: SG_VGN_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ a) J.M., geboren 1959, ist Staatsangehöriger von Bosnien und Herzegowina. Er hielt
sich von 1988 bis 1992 als Saisonnier in der Schweiz auf. Am 23. November 1992
wurde ihm nach einer Aufenthaltsdauer von 35 Monaten und 23 Tagen eine
Aufenthaltsbewilligung erteilt. Am 2. Februar 2000 erhielt er die
Niederlassungsbewilligung.
b) J.M. heiratete am 8. Februar 1991 seine Landsfrau A.K., geb. 1966. Die Ehefrau
reiste am 1. Mai 1992 zum vorübergehenden Aufenthalt im Rahmen der "Aktion
Jugoslawien" in die Schweiz ein. Begleitet war sie von ihrem am 15. Januar 1991
geborenen Sohn A. Am 3. Juli 1992 wurde die Tochter B. in Uzwil geboren. Am 28. Juni
1993 reiste die 1981 geborene Tochter aus erster Ehe, J. M., zum Vater bzw. zur
Stiefmutter nach G.. Ihr wurde eine Aufenthaltsbewilligung im Rahmen des
Familiennachzugs erteilt. Am 10. Juni 1995 wurde die Tochter C. und am 12. April 1997
in Bosnien-Herzegowina die Tochter D. geboren. Die Ehefrau und die Kinder von J.M.
sind ebenfalls im Besitz von Niederlassungsbewilligungen.
c) Zwischen 1997 und 2005 wurde J.M. wegen Verstössen gegen
Strassenverkehrsvorschriften mit sechs Bussen zwischen Fr. 600.-- und Fr. 2'000.--
bestraft.
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Das Bezirksgericht Zürich sprach J.M. am 27. September 2006 der mehrfachen
Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz schuldig und verurteilte ihn zu
fünfeinhalb Jahren Zuchthaus. Gegen dieses Urteil erhob J.M. Berufung. Das
Obergericht des Kantons Zürich bestätigte in seinem Urteil vom 2. Juli 2007 den
Schuldspruch des Bezirksgerichts Zürich und bestrafte J.M. mit einer Freiheitsstrafe
von drei Jahren und neun Monaten, wovon im Zeitpunkt des Urteils 687 Tage durch
Untersuchungshaft und vorzeitigen Strafantritt erstanden waren. Am 13. Februar 2008
hatte der Verurteilte zwei Drittel der Freiheitsstrafe verbüsst. Auf diesen Zeitpunkt
verfügten die Bewährungs- und Vollzugsdienste des Kantons Zürich die vorzeitige
bedingte Entlassung, wobei der nicht verbüsste Strafrest 455 Tage betrug.
d) Das Ausländeramt des Kantons St. Gallen wies J.M. mit Verfügung vom
5. Dezember 2007 für zehn Jahre aus der Schweiz aus. Zur Begründung hielt es fest,
J.M. habe zu schweren Klagen Anlass gegeben, und zwar sowohl wegen der
verschiedenen Strassenverkehrsdelikten als auch aufgrund der Verurteilung wegen
mehrfacher Betäubungsmitteldelikte. Sein Verschulden wiege angesichts des
Drogenhandels im Kilobereich, an dem er aus rein finanziellen Motiven mitgewirkt habe,
schwer.
B./ Gegen die Verfügung des Ausländeramts erhob J.M. mit Eingabe seiner
Rechtsvertreterin vom 18. Dezember 2007 Rekurs. Das Sicherheits- und
Justizdepartement des Kantons St. Gallen wies den Rekurs mit Entscheid vom
15. Januar 2008 ab. Es widerrief die Niederlassungsbewilligung und wies J.M. im
Zeitpunkt der bedingten Entlassung aus dem Strafvollzug aus der Schweiz weg.
C./ Mit Eingabe seiner Rechtsvertreterin vom 29. Januar 2008 erhob J.M. Beschwerde
beim Verwaltungsgericht mit dem Antrag, der Rekursentscheid vom 15. Januar 2008
sei aufzuheben und es sei von einem Widerruf der Niederlassungsbewilligung und von
der Wegweisung abzusehen und ihm der weitere Aufenthalt in der Schweiz zu
gestatten, eventuell sei eine Verwarnung auszusprechen und die Wegweisung lediglich
anzudrohen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Zur Begründung wird im
wesentlichen vorgebracht, der Widerruf der Niederlassungsbewilligung sei
unverhältnismässig. Namentlich aufgrund des langjährigen Aufenthalts und der
familiären Verhältnisse wäre eine Wegweisung mit einer unzumutbaren Härte
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verbunden. Auf die einzelnen Vorbringen in der Beschwerde wird, soweit wesentlich, in

den nachstehenden Erwägungen eingegangen.
Die Vorinstanz beantragt in ihrer Vernehmlassung vom 21. Februar 2008 unter Hinweis
auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids die Abweisung der Beschwerde.
Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Der
Beschwerdeführer ist zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 64 Abs. 1 in
Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerdeeingabe vom 29. Januar 2008
entspricht zeitlich, formal und inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 Abs. 1
in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 VRP). Auf die Beschwerde ist
einzutreten.
2. Am 1. Januar 2008 trat das Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer
(SR 142.20, abgekürzt AuG) in Kraft. Dieses enthält in Art. 126
Uebergangsbestimmungen. Nach Art. 126 Abs. 1 AuG bleibt auf Gesuche, die vor dem
Inkrafttreten dieses Gesetzes eingereicht worden sind, das bisherige Recht anwendbar.
Das Verfahren richtet sich gemäss Art. 126 Abs. 2 AuG nach dem neuen Recht.
2.1. Die Vorinstanz ging davon aus, es sei kein Gesuch streitig, sondern eine
Ausweisung resp. der Entzug einer Bewilligung. Daher sei das neue Recht anwendbar.
Der Beschwerdeführer erhob dagegen keine Einwendungen. Es ist indessen von Amtes
wegen zu prüfen, welches Recht anwendbar ist.
2.2. Gegenstand der erstinstanzlichen Verfügung des Ausländeramts war eine
Ausweisung nach Art. 10 f. des Bundesgesetzes über Aufenthalt und Niederlassung
der Ausländer, BS 1, 121 mit seither ergangenen Änderungen, abgekürzt ANAG). Die
Ausweisung entspricht neurechtlich dem Widerruf der Niederlassungsbewilligung (Art.
63 AuG) mit anschliessender Wegweisung (Art. 66 AuG). Es stellt sich im folgenden die
Frage, ob aus dem Wortlaut von Art. 126 Abs. 1 AuG der Umkehrschluss (argumentum
e contrario) gezogen werden darf, dass die übergangsrechtliche Regelung in Verfahren,
denen keine Gesuche zugrunde liegen, keine Anwendung findet. Die Frage, ob der
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Gesetzgeber mit einer bewussten Lückenhaftigkeit eine negative Entscheidung treffen
wollte, hat der Richter auf dem Weg der Gesetzesauslegung zu klären (A. Meier-Hayoz,
in: Berner Kommentar, Einleitungsband, Bern 1962, N 255 zu Art. 1 ZGB).
2.3. Vorliegend ist bei der Gesetzesauslegung zu berücksichtigen, dass nach der
bundesgerichtlichen Rechtsprechung die Rechtmässigkeit einer Verfügung bei Fehlen
einer ausdrücklichen gesetzlichen Regelung grundsätzlich nach dem Recht zur Zeit
ihres Erlasses zu beurteilen ist. Nachher eingetretene Rechtsänderungen müssen
unberücksichtigt bleiben, es sei denn, dass sich die Anwendung des neuen Rechts aus
zwingenden Gründen aufdrängt. Derartige zwingende Gründe anerkannte das
Bundesgericht etwa beim Inkrafttreten des Bundesgesetzes über den Schutz der
Gewässer (SR 814.20) und des Bundesgesetzes über den Umweltschutz (SR 814.01;
Häfelin/Müller/Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 5. Aufl., Zürich 2006, Rz. 326
mit weiteren Hinweisen; VPB 67.31). Diese Rechtsprechung ist sachgerecht und trägt
namentlich dem Prinzip des Vertrauensschutzes angemessen Rechnung. Auch
vorliegend spricht der Vertrauensgrundsatz dafür, die übergangsrechtliche
Bestimmung von Art. 126 Abs. 1 AuG analog in Verfahren anzuwenden, denen keine
Gesuche zugrunde liegen. Gründe, die es im Sinne der bundesgerichtlichen
Rechtsprechung rechtfertigen würden, ausländerrechtliche Verfahren, denen Gesuche
zugrunde liegen, und ausländerrechtliche Verfahren, die von den Behörden angestrengt
werden, übergangsrechtlich unterschiedlich zu behandeln, sind nicht ersichtlich. Mit
Blick auf den Sinn und Zweck von Art. 126 Abs. 1 AuG ist die übergangsrechtliche
Regelung mithin sinngemäss auch in ausländerrechtlichen Verfahren anzuwenden,
denen keine Gesuche zugrunde liegen. Abzustellen ist diesfalls auf den Zeitpunkt des
Erlasses der angefochtenen Verfügung des Ausländeramtes. Schliesslich sei
angemerkt, dass auch das Bundesgericht Art. 126 Abs. 1 AuG bspw. in Verfahren
betreffend den Widerruf der Niederlassungsbewilligung gemäss Art. 9 Abs. 4 ANAG
analog anwendet, wenn der Widerruf unter altem Recht verfügt worden ist (BGE
2C_492/2007 vom 11. Februar 2008 E. 1.2).
2.4. Zu prüfen ist vorliegend, ob das neue Recht entsprechend dem Grundsatz des
Vorrangs des milderen Rechts (lex mitior) anzuwenden ist.
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Das Prinzip der lex mitior gilt in erster Linie im Bereich des Strafrechts (Art. 2 Abs. 2
des Schweizerischen Strafgesetzbuches, SR 311.0). Im Verwaltungsrecht kommt
dagegen dem Grundsatz der Nichtrückwirkung eines Erlasses vorrangige Bedeutung
zu. Mit Blick auf die Rechtsgleichheit und die Gesetzmässigkeit sollte die lex mitior
daher im Verwaltungsrecht nur unter den gleichen Voraussetzungen wie die
Rückwirkung und lediglich auf abgeschlossene Sachverhalte angewendet werden. Eine
Ausnahme gilt im Fall, wo die Verweigerung der lex mitior wie bspw. gelegentlich im
öffentlichen Baurecht absurde tatsächliche Konsequenzen hätte (A. Kölz,
Intertemporales Verwaltungsrecht, ZSR 102/1983 II S. 176 f. mit Hinweis auf BGE 102
Ib 69; Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts H.319/01 vom 28. Januar
2003, Erw. 6).
Vorliegend besteht keine Grundlage für die Annahme eines Ausnahmefalls. Namentlich
kann nicht von einem abgeschlossenen Sachverhalt die Rede sein, da nach der
bundesgerichtlichen Rechtsprechung bei der Prüfung der materiellen Rechtmässigkeit
eines ausländerrechtlichen Entscheids in der Regel die tatsächlichen Verhältnisse
massgebend sind, wie sie zum Zeitpunkt des Entscheids des Verwaltungsgerichts
herrschten (BGE 128 II 149 neues Fenster) und nicht der Sachverhalt im Zeitpunkt des
angefochtenen Rekursentscheids (vgl. Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im
Kanton St. Gallen, St. Gallen 2003, Rz. 637). Mithin ist vorliegend in materieller Hinsicht
auf die altrechtlichen Bestimmungen abzustellen.
2.5. Die altrechtlichen Bestimmungen weichen im übrigen inhaltlich von den neuen
Vorschriften des AuG, soweit sie hier anwendbar wären, nicht ab.
Nach Art. 63 Abs. 1 AuG kann die Niederlassungsbewilligung widerrufen werden, wenn
die Voraussetzungen nach Art. 62 lit. a oder b AuG erfüllt sind (lit. a), wenn der
Ausländer in schwerwiegender Weise gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung in
der Schweiz oder im Ausland verstossen hat oder diese gefährdet oder die innere oder
die äussere Sicherheit gefährdet (lit. b) oder wenn der Ausländer oder eine Person, für
die er zu sorgen hat, dauerhaft und in erheblichem Mass auf Sozialhilfe angewiesen ist.
Die Niederlassungsbewilligung von Ausländern, die sich seit mehr als fünfzehn Jahren
ununterbrochen und ordnungsgemäss in der Schweiz aufhalten, kann nur gestützt auf
Art. 62 lit. b und Art. 63 Abs. 1 lit. b widerrufen werden. Danach kann die
https://www.swisslex.ch/slwl/search/Document.asp?DocService=DocLink&D=BGEx128xIIx145_155&AnchorTarget=BGEx128xIIx149
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Niederlassungsbewilligung widerrufen werden, wenn der Ausländer zu einer längeren
Freiheitsstrafe verurteilt wurde oder gegen ihn eine strafrechtliche Massnahme im Sinn
von Art. 42 oder Art. 100bis StGB angeordnet wurde.
Die Vorinstanz stützte ihren Entscheid auf Art. 63 Abs. 1 und Abs. 2 in Verbindung mit
Art. 62 lit. b AuG. Unbestritten ist denn auch grundsätzlich, dass die Freiheitsstrafe von
dreidreiviertel Jahren einen Grund für den Widerruf der Niederlassung darstellt. Beim
Entscheid darüber haben die Ausländerbehörden den Grad der Integration zu beachten
(Art. 96 Abs. 1 AuG), und die Massnahme muss verhältnismässig sein (Art. 5 Abs. 2 der
Bundesverfassung, SR 101).
3. Nach Art. 10 Abs. 1 ANAG kann ein Ausländer aus der Schweiz ausgewiesen
werden, wenn er wegen eines Verbrechens oder Vergehens gerichtlich bestraft wurde
(lit. a) oder wenn sein Verhalten im allgemeinen und seine Handlungen darauf
schliessen lassen, dass er nicht gewillt oder nicht fähig ist, sich in die im Gaststaat
geltende Ordnung einzufügen (lit. b). Die Ausweisung soll nur verfügt werden, wenn sie
nach den gesamten Umständen angemessen erscheint (Art. 11 Abs. 3 Satz 1 ANAG).
3.1. Nach der Praxis zum ANAG ist bei einer Gefängnisstrafe von zwei Jahren oder
mehr eine Ausweisung grundsätzlich zulässig. Zu berücksichtigen ist u.a. die Dauer des
Aufenthalts in der Schweiz (Art. 16 Abs. 3 der Vollziehungsverordnung zum ANAG, AS
1949, 228 mit seither ergangenen Aenderungen, abgekürzt VV zum ANAG) und damit
die Integration. Auch ist zu prüfen, ob die Massnahme verhältnismässig ist (Art. 11 Abs.
3 ANAG). Ausweisung nach altem Recht und Widerruf der Niederlassung nach neuem
Recht sind daher im vorliegenden Fall nach denselben Kriterien zu beurteilen.
Art. 10 Abs. 1 ANAG ist eine typische "Kann-Bestimmung". Das Gesetz schreibt beim
Vorliegen bestimmter Voraussetzungen nicht zwingend die Anordnung einer
Ausweisung vor, sondern es räumt der Verwaltung diesbezüglich einen
Ermessensspielraum ein. Das Verwaltungsgericht ist zur Ueberprüfung der
Angemessenheit einer Verfügung oder eines Entscheides nicht befugt (Art. 61 Abs. 1
und 2 VRP). Es darf daher auch bei der Prüfung der Angemessenheit im Sinne von
Art. 11 Abs. 3 Satz 1 ANAG nicht sein eigenes Ermessen - im Sinne einer Prüfung der
Opportunität bzw. der Zweckmässigkeit der Massnahme - anstelle des Ermessens der
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Verwaltung stellen (VerwGE vom 11. November 2003 i.S. M.B.A. mit Hinweis auf
VerwGE vom 17. August 1999 i.S. J. und S.R.; BGE 125 II 107). Es kann nur
überprüfen, ob der Entscheid der Verwaltung auf einer Ueberschreitung bzw. einem
Missbrauch des Ermessens beruht und damit rechtswidrig ist (GVP 1996 Nr. 9 mit
Hinweisen). Soweit sich der Beschwerdeführer auf Art. 96 Abs. 1 AuG beruft, kann er
nicht gehört werden, da diese Bestimmung die Ermessensausübung betrifft, welche
der Rechtskontrolle entzogen ist.
Für die Beurteilung der Angemessenheit der Ausweisung im Sinne von Art. 11 Abs. 3
ANAG bzw. der Verhältnismässigkeit sind namentlich die Schwere des Verschuldens
des Ausländers, die Dauer seiner Anwesenheit in der Schweiz sowie die ihm und seiner
Familie drohenden Nachteile zu berücksichtigen (Art. 16 Abs. 3 VV zum ANAG, statt
vieler BGE 125 II 521 ff.).
3.2. Die Verhältnismässigkeit ist auch im Lichte von Art. 8 Ziff. 1 und 2 der
Europäischen Menschenrechtskonvention (SR 0.101, abgekürzt EMRK) zu prüfen,
indem zu untersuchen ist, ob eine Massnahme verhältnismässig bzw. als in einer
demokratischen Gesellschaft notwendig erscheint (BGE 120 Ib 130 f.). Die Ausweisung
bzw. der Widerruf der Niederlassung kann zu einem Eingriff in das Familienleben
führen. Ein solcher Eingriff ist nach Art. 8 Ziff. 2 EMRK zulässig, falls er gesetzlich
vorgesehen ist und eine Massnahme darstellt, die in einer demokratischen Gesellschaft
für die nationale Sicherheit, die öffentliche Ruhe und Ordnung, das wirtschaftliche Wohl
des Landes, die Verteidigung der Ordnung und zur Verhinderung von strafbaren
Handlungen, zum Schutz der Gesundheit und der Moral oder zum Schutz der Rechte
und Freiheiten anderer notwendig ist. ANAG und EMRK verlangen somit eine
Abwägung der sich gegenüberstehenden privaten Interessen an einem Verbleib in der
Schweiz und dem öffentlichen Interesse an der Beendigung des Aufenthalts. Im
Rahmen der Interessenabwägung ist auch zu prüfen, ob den hier
anwesenheitsberechtigten Familienangehörigen zugemutet werden kann, dem
Ausländer, dessen Bewilligung widerrufen wird, ins Ausland zu folgen. Die Frage der
Zumutbarkeit ist unter Berücksichtigung der persönlichen Verhältnisse der Betroffenen
und aller Umstände objektiv zu beurteilen. Wird eine allfällige Unzumutbarkeit der
Ausreise für die in der Schweiz lebenden Angehörigen festgestellt, führt dies aber nicht
zwingend zur Unzulässigkeit des Bewilligungswiderrufs (BGE 122 II 5 f.).
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3.3. Ausgangspunkt und Massstab für die Schwere des Verschuldens und die
fremdenpolizeiliche Interessenabwägung ist die vom Strafrichter verhängte Strafe (BGE
129 II 260). Das Obergericht des Kantons Zürich beurteilte das Verschulden des
Beschwerdeführers grundsätzlich als schwer (Urteil S. 21). Es schloss sich in dieser
Beurteilung der Auffassung des Bezirksgerichts Zürich an. Dessen Urteil ist somit für
das vorliegende Verfahren nicht völlig irrelevant, wie in der Beschwerde geltend
gemacht wird. Soweit das Obergericht auf die Erwägungen des Bezirksgerichts Bezug
nahm, kann auch die erstinstanzliche Entscheidung massgebend sein. Der
Beschwerdeführer wurde verurteilt, weil er während rund zwei Monaten eine
beträchtliche Menge Heroin in die Schweiz eingeführt hatte. Im einzelnen handelte es
sich um sechs Drogentransporte zwischen Mitte Juni 2005 und Mitte August 2005
sowie die Uebergabe und Lagerung von ca. viereinhalb Kilogramm Heroin sowie 23,8
Gramm Kokain. Der Beschwerdeführer war als Kurier und Importeur tätig, stand in der
Hierarchie der kriminellen Organisation aber nicht in einer hohen Position und wurde für
seine Tätigkeit relativ bescheiden entschädigt. Dennoch erachtete das Obergericht
Zürich angesichts der Menge der Drogen und der verschiedenen Tathandlungen
zusammenfassend, dass ein schweres Verschulden des Beschwerdeführers gegeben
ist. Inwiefern nicht zwingend von einer Straftat von einigem Gewicht auszugehen ist,
wie in der Beschwerde vorgebracht wird, ist nicht nachvollziehbar. Das Bundesgericht
verfolgt namentlich im Zusammenhang mit Drogendelikten eine strenge Praxis
(BGE 125 II 526 f.). Der Beschwerdeführer importierte während zwei Monaten mehrere
Kilogramm Heroin in die Schweiz. Diesen Umstand hat die Vorinstanz nicht
überbewertet. Inwiefern es das Verschulden des Beschwerdeführers mindern sollte,
dass er die Drogentransporte nicht aus finanzieller Not getätigt hat, wie in der
Beschwerde behauptet wird, ist nicht plausibel. Verschuldensmindernd wäre es
allenfalls, wenn er die Delikte aus finanzieller Not begangen hätte. Dies tat er aber
anerkanntermassen nicht. Dem Umstand, dass die Verurteilung ausschliesslich
Drogentransporte während eines Zeitraums von zwei Monaten betraf, hat das
Obergericht bei der Strafzumessung Rechnung getragen. Die Vorinstanz ist bezüglich
der Würdigung des Verschuldens nicht von den Ueberlegungen des Strafgerichts
abgewichen, und es ist im Lichte von dessen Ausführungen zum Verschulden und zum
Strafmass zulässig, hinsichtlich der Betäubungsmitteldelikte von einem schweren
Verschulden des Beschwerdeführers auszugehen. Der gravierende Verstoss gegen das
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Betäubungsmittelgesetz begründet ein sehr gewichtiges öffentliches Interesse an der
Ausweisung bzw. am Widerruf der Niederlassung.
Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, Ausländer, welche ausgesprochen lange
in der Schweiz gelebt hätten, sollten grundsätzlich selbst dann nicht wegen einer
einzigen Straftat ausgewiesen werden, wenn diese Tat ernsthafter Natur sei. Vielmehr
sei die Ausweisung erst bei wiederholten Straftaten von einigem Gewicht angebracht.
Je länger ein Ausländer in der Schweiz gelebt hat, desto strengere Anforderungen sind
an die Gründe für eine Ausweisung bzw. einen Widerruf der Niederlassung zu stellen.
Dabei ist zu berücksichtigen, in welchem Alter sich der Ausländer in der Schweiz
niedergelassen hat. Selbst bei Ausländern der zweiten Generation ist aber eine
Ausweisung grundsätzlich zulässig. Sie fällt nach der Praxis des Bundesgerichts
namentlich dann in Betracht, wenn der Ausländer besonders schwere Gewalt-, Sexual-
oder Betäubungsmitteldelikte begangen und wenn er wiederholt delinquiert hat.
Personen, die ausgesprochen lange in der Schweiz gelebt haben, dürfen in der Regel
zwar nicht schon wegen einer einzelnen Straftat ausgewiesen werden, selbst wenn
diese ernsthafter Natur ist. Vielmehr ist eine Ausweisung grundsätzlich erst bei
wiederholten Straftaten von einigem Gewicht angebracht. Unter Berücksichtigung aller
entscheidenden Umstände kann zwar auch eine einzelne Verurteilung wegen einer
besonders schwerwiegenden Straftat zur Ausweisung führen, doch diese ist bei sehr
langer Anwesenheit in der Regel erst anzuordnen, wenn eine sich zusehends
verschlechternde Situation vorliegt, d.h. wenn der Ausländer, statt sich zu bessern, mit
der deliktischen Tätigkeit fortfährt und sich namentlich immer schwerere Straftaten
zuschulden kommen lässt (vgl. BGE 2A.571/2005 vom 17. Januar 2006 mit Hinweisen,
unter anderem auf BGE 130 II 190).
Wie erwähnt, lebt der Beschwerdeführer seit 1988 und damit seit rund zwanzig Jahren
in der Schweiz. Somit ist von einer relativ langen Aufenthaltsdauer auszugehen, welche
bei der Prüfung der Verhältnismässigkeit im Sinne der vorstehenden Ausführungen
zugunsten des Betroffenen zu berücksichtigen ist. Im vorliegenden Fall bildet die
Verurteilung wegen Betäubungsmitteldelikten nicht die einzige strafbare Handlung, die
sich der Beschwerdeführer zuschulden kommen liess. Wie die Vorinstanz zutreffend
festhielt, wurde der Beschwerdeführer zwischen 1997 und 2005 sechsmal wegen
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Verstössen gegen das SVG gebüsst. Wegen Ueberschreitens der zulässigen
Gewichtslimiten wurde er 1997 mit Fr. 600.-- und Fr. 1'500.-- gebüsst. Am 27.
Dezember 1999 wurde er erneut wegen Ueberladens seines Lieferwagens mit
Fr. 600.-- gebüsst. Wegen gleichartiger Verstösse wurde er am 3. Mai 2001 und am
21. Mai 2004 mit Fr. 1'000.-- bzw. Fr. 2'000.-- gebüsst. Diese Verstösse beging der
Beschwerdeführer als Lenker seines Lieferwagens. Sein Einwand, er sei als Chauffeur
tätig gewesen und habe deutlich mehr Kilometer zurückgelegt als ein durchschnittlicher
Autolenker, und das Risiko, dass sich ein Chauffeur häufiger wegen einer SVG-
Widerhandlung zu verantworten habe als ein Lenker, der sein Fahrzeug unregelmässig
benutze, sei ungemein höher, ist im vorliegenden Fall nicht stichhaltig. Der
Beschwerdeführer lenkte den Lieferwagen jeweils als Inhaber des eigenen
Transportgeschäftes. Gegenüber dem Obergericht Zürich gab er an, während vierzehn
Jahren Transporte nach Bosnien und Herzegowina ausgeführt zu haben. Die
zahlreichen Bussen wegen Ueberladens des Lieferwagens zeigen, dass der
Beschwerdeführer sich wiederholt und mit einer gewissen Regelmässigkeit über
sicherheitsrelevante SVG-Vorschriften hinwegsetzte. Da er die Transporte auf eigene
Rechnung ausführte, waren es wirtschaftliche bzw. finanzielle Motive, die den
Verstössen zugrundelagen. Sein Verschulden wiegt daher weitaus schwerer als
dasjenige eines angestellten Chauffeurs, der von einem Vorgesetzten dazu gedrängt
oder gar angestiftet wird, sein Fahrzeug mit Ueberlast zu lenken.
Zusammenfassend ist nach den vorstehenden Ausführungen festzuhalten, dass der
Beschwerdeführer nicht nur eine einzige schwerwiegende Straftat beging, sondern eine
Mehrzahl von Delikten. Den mehrfachen Verstössen gegen das
Betäubungsmittelgesetz gingen zahlreiche, zum Teil mit hohen Bussen geahndete
SVG-Delikte voraus, die von der Vorinstanz zu Recht als Zeichen einer gewissen
Unbelehrbarkeit betrachtet wurden. Somit liegt beim Beschwerdeführer ein Verhalten
vor, bei dem die Schwere der Straftaten allmählich zunahm und bis zur Einfuhr von
mehreren Kilogramm Heroin führte.
Nicht stichhaltig ist die Berufung des Beschwerdeführers auf BGE 122 II 433 ff. Eine
Ausweisung bzw. ein Widerruf der Niederlassung ist nicht nur bei derart
schwerwiegender Straffälligkeit zulässig, wie sie in jenem Entscheid zu beurteilen war.
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3.4. Die relativ lange Anwesenheitsdauer von rund 20 Jahren in der Schweiz spricht für
eine weitgehende Inte-gration des Beschwerdeführers. Allerdings wird diese durch die
verschiedenen Straftaten in gewissem Masse relativiert. Hinzu kommt, dass der
Beschwerdeführer offenbar die deutsche Sprache zu wenig beherrschte, so dass er bei
den Ermittlungen wegen der Drogendelikte nicht ohne Dolmetscherin einvernommen
werden konnte. Dass der Beschwerdeführer nach einem Aufenthalt von rund 18 Jahren
in der Schweiz mangelhafte Deutschkenntnisse hat, spricht gegen eine vertiefte
Integration. Für den Beschwerdeführer ist zudem eine Rückkehr in den Herkunftsstaat
trotz der langen Anwesenheit in der Schweiz ohne überdurchschnittliche
Schwierigkeiten zu bewerkstelligen. Aufgrund seiner langjährigen regelmässigen
Fahrten nach Bosnien und Herzegowina verfügt er über enge Kontakte in seinem
Heimatstaat. Gegenüber der Polizei erklärte er, monatlich ein bis zwei Mal nach
Bosnien und Herzegowina zu fahren. Mit seinem Lieferwagen legte er in eineinhalb
Jahren rund 80'000 km zurück. Er gab gegenüber der Polizei anlässlich der Befragung
vom 16. August 2000 an, dass er im Heimatstaat ein Haus baue. Nach den
Feststellungen des Bezirksgerichts Zürich gehörten ihm zudem zwei Sattelzüge, die
von der Transportfirma seines Bruders, bei der auch ein weiterer Bruder angestellt war,
verwendet werden. Zu Recht durfte daher die Vorinstanz bei der Beurteilung der
Zumutbarkeit der Rückkehr auf die engen Verwandten in der Heimat verweisen. Selbst
wenn der Beschwerdeführer bisher mit diesen keine engen Beziehungen hatte, was
angesichts der häufigen Aufenthalte und Reisen zweifelhaft erscheint, so besteht doch
die Möglichkeit, dass er diese früher gepflegten Beziehungen wieder aufnehmen kann.
Zudem besitzt er ein Haus im Herkunftsstaat, und aufgrund der konkreten Umstände
hat er relativ gute Chancen, als Transportunternehmer auch wirtschaftlich in seinem
Herkunftsland wieder Fuss zu fassen. Ohnehin hat er keine Beweismittel zum
behaupteten Verkauf der ihm gehörenden beiden Sattelzüge eingereicht. Mit dem in
der Schweiz eingelösten Lieferwagen ist er jedenfalls immer noch Besitzer eines
Transportfahrzeuges. Unter diesen Umständen ist eine Rückkehr in den Herkunftsstaat
trotz der langen Aufenthaltsdauer in der Schweiz mit vergleichsweise wenig
einschneidenden Folgen in persönlicher und wirtschaftlicher Hinsicht verbunden.
3.5. Weiter macht der Beschwerdeführer geltend, seine älteste Tochter sei im Oktober
2005 ermordet worden. Dieser Umstand belaste bis heute sowohl ihn als auch seine
Familie, zumal durch den Tod der Tochter auch ein Teil der finanziellen Unterstützung
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dahingefallen sei. Angesichts des tragischen Todesfalls erscheine es völlig
unverhältnismässig, ihn von seiner Familie zu trennen und ihn aus der Schweiz
auszuweisen.
Dass die Tochter aus erster Ehe den Beschwerdeführer und seine Familie finanziell
unterstützte, ist nicht belegt. Indessen ist es naheliegend, dass der Tod der Tochter
den Beschwerdeführer emotional belastet. Eine Unzumutbarkeit der Wegweisung lässt
sich daraus aber nicht ableiten.
3.6. Unbestritten ist, dass die Ausweisung bzw. der Widerruf der Niederlassung des
Beschwerdeführers die Ehefrau und die gemeinsamen Kinder erheblich treffen würde.
Die Ehefrau ist seit 1992 in G. ansässig. Die Kinder wurden in der Schweiz geboren
bzw. leben seit der Geburt oder der jüngsten Kindheit in der Schweiz. Die Ehefrau und
die Kinder sind nicht verpflichtet, mit dem Beschwerdeführer nach Bosnien und
Herzegowina zurückzukehren. Die Vorinstanz qualifizierte eine Ausreise für die beiden
älteren Kinder "eher als nicht zumutbar". Für die Ehefrau und die beiden jüngeren
Kinder wurde die Rückkehr dagegen als grundsätzlich zumutbar befunden. Das
Verwaltungsgericht erachtet es bei vier noch minderjährigen Kindern im Alter von rund
11, 13, 16 und 17 Jahren als problematisch, die Zumutbarkeit der Ausreise für die
Mutter und die jüngeren Kinder zu bejahen und für die älteren Kindern zu verneinen.
Dies würde dazu führen, dass die beiden älteren Kinder ohne elterlichen Beistand und
Aufsicht in der Schweiz bleiben würden, falls die Mutter mit den jüngeren Kindern
ausreisen würde. Es fragt sich vielmehr, ob es nicht den älteren Kindern, oder
zumindest dem Sohn, zuzumuten wäre, dem Vater in die Heimat zu folgen, während
die Töchter mit der Mutter in der Schweiz bleiben würden. Angesichts des Alters der
Kinder kann die Mutter eine Erwerbstätigkeit ausüben, weshalb die Wegweisung des
Beschwerdeführers nicht zwingend zu einer erheblichen Verschlechterung der
finanziellen Situation führen muss. Gesamthaft betrachtet erscheint eine Ausreise für
die Angehörigen nicht zumutbar. Eine allfällige Unzumutbarkeit der Ausreise führt aber
nicht zur Unzulässigkeit der Wegweisung des straffällig gewordenen
Beschwerdeführers (BGE 122 I 6 und 120 Ib 131).
3.7. Werden die öffentlichen Interessen an einer Wegweisung des Beschwerdeführers
mit seinen privaten Interessen und insbesondere denjenigen seiner Familie an einem
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Verbleib des Beschwerdeführers in der Schweiz gegeneinander abgewogen, so ist es
im Ergebnis nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz zum Schluss kommt, erstere
seien stärker zu gewichten. Wie erwähnt, ist das öffentliche Interesse an der
Fernhaltung einer Person, welche innert zweier Monate rund viereinhalb Kilogramm
Heroin importiert, sehr gewichtig. Dieses gewichtige öffentliche Interesse vermag im
vorliegenden Fall auch eine allfällige Unzumutbarkeit der Uebersiedlung der Familie
nach Bosnien und Herzegowina zu überwiegen. Dass das familiäre Zusammenleben in
der Schweiz nach der Trennung aufgrund der Strafverbüssung weiterhin stark
eingeschränkt wird, wenn die Angehörigen nicht ebenfalls nach Bosnien und
Herzegowina übersiedeln, ist allein dem Verhalten des Beschwerdeführers
zuzuschreiben. Die familiären Bindungen vermochten diesen jedenfalls nicht von dem
Einstieg in die Tätigkeit als Drogentransporteur abzuhalten. Hinzu kommt, dass die
Distanz zwischen Bosnien und Herzegowina und der Schweiz relativ einfach
überwunden werden kann, was allein durch die häufigen und regelmässigen Reisen
des Beschwerdeführers in den letzten Jahren dokumentiert wird. Der
Beschwerdeführer hat daher die Möglichkeit, die Beziehungen zu seinen
Familienangehörigen mit gewissen Einschränkungen weiter zu leben bzw. weiter
aufrechtzuerhalten.
Zusammenfassend gelangt das Verwaltungsgericht aufgrund der vorstehenden
Erwägungen zum Schluss, dass das öffentliche Interesse an der Fernhaltung des
Beschwerdeführers höher gewichtet werden durfte als dessen private Interessen an
einem Verbleib in der Schweiz. Folglich ist die Beschwerde abzuweisen.
3.8. Eine Verwarnung unter Androhung des Widerrufs der Niederlassung ist aufgrund
der Schwere der Delikte nicht angezeigt. Der Vorinstanz ist jedenfalls keine
Ermessensüberschreitung vorzuwerfen, dass sie die Zweckmässigkeit einer blossen
Verwarnung verneinte.
4. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
Entscheidgebühr von Fr. 2'000.-- ist angemessen (Ziff. 382 Gerichtskostentarif, sGS
941.12). Sie ist mit dem geleisteten Kostenvorschusses in gleicher Höhe zu verrechnen.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 15/16
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Ausseramtliche Entschädigungen sind nicht zuzusprechen (Art. 98 Abs. 1 in
Verbindung mit Art. 98bis VRP).
Demnach hat das Verwaltungsgericht