Decision ID: 14efe5bb-8032-416e-8869-2e4e08451ef0
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1986, leidet seit Geburt an
einer Hüftdysplasie (vgl. Urk.
6/3).
Am 1
8.
August 2006 meldete sich die Versicherte bei der Invali
den
versicherung zum Bezug von beruflichen Massnahmen an (
Urk.
6/45). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, gewährte ihr Beratung und Unterstützung bei der Stellensuche (vgl.
Urk.
6/52). Mit Verfügung vom 1
5.
Juni 2010 verneinte sie den Anspruch der Versicherten auf eine Invaliden
rente (
Urk.
6/77).
Am 3
0.
Oktober 2011 meldete sich die Versicherte erneut zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an (
Urk.
6/80). Die IV-Stelle holte
medizi
nische Berichte ein (Urk. 6/88;
Urk.
6/95/4-14) und wies
das Leistungsbegehren
– nach ergangenem Vorbescheid (Urk. 6/101) –
mit Verfügung vom
7.
Mai 2012 ab (
Urk.
6/103).
Am 2
0.
Februar 2013 meldete sich die Versicherte wiederum zum Leistungsbezug
an (Urk. 6/104).
Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (
Urk.
6/114-115;
Urk.
6/119;
Urk.
6/121;
Urk.
6/123-124) trat die IV-Stelle mit Verfügung vom 1
9.
März 2014 auf das erneute Leistungsbegehren nicht ein (
Urk. 6/126
).
1.2
Am
6.
November 2015 meldete sich die Versicherte erneut bei
der Invaliden
ver
sicherung an (
Urk.
6/137-138).
Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 6/143; Urk. 6/147) trat die IV-Stelle mit Verfügung vom
1.
Februar 2016 auf das neue Leistungsbegehren nicht ein (
Urk. 6/150
). Die dagegen erhobene Beschwerde hiess das hiesige Gericht mit Urteil vom
3.
Juni 2016 gut
und wies die Sache zur materiellen Beurteilung an die Verwaltung zurück (
Urk.
6/153
; Pro
zess Nr. IV.2016.00245
).
Die IV-Stelle holte ärztliche Berichte ein und führte eine orthopädische Unter
su
chung der Versicherten im Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD;
vgl. Bericht vom
7. März
201
7
,
Urk.
6/168) sowie
eine Haushaltsabklärung (vgl. Bericht vom 3
1.
Mai 2017,
Urk.
6/170) durch
.
Nach durchgeführtem Vorbescheid
verfahren (Urk. 6/173; Urk. 6/179) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 1
4.
März 2018 den Anspruch der Versicherten auf eine Invalidenrente (
Urk. 6/183 =
Urk.
2
).
2.
Die Versicherte erhob am
7.
April 2018 Beschwerde gegen die Verfügung vom
14. März 2018
(Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei eine genaue Prüfung des Sachverhalts vorzunehmen (Urk. 1). Die IV-Stelle ersuchte mit Beschwerdeantwort vom 15. Mai 2018 (Urk. 5) um Abweisung der Beschwerde. Mit Replik vom 24. August 2018 (Urk. 9) hielt die Beschwerde
führe
rin an ihren Anträgen fest. Die Beschwerdegegnerin verzichtete mit Eingabe vom 3. Oktober 2018 auf das Einreichen einer Duplik (Urk. 11).

Das Gericht zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur
tei
lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsun
fähig
keit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier
telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
War eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert worden und ist die Verwaltung auf eine Neuanmeldung eingetreten (Art. 87 Abs. 3 IVV), so ist im Beschwerdeverfahren zu prüfen, ob im Sinne von
Art.
17 ATSG eine für den Rentenanspruch relevante Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten ist (BGE 117 V 198 E. 3a mit Hinweis).
1.4
Am 1. Januar 2018 sind die geänderten Bestimmungen der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) vom 1. Dezember 2017 in Kraft getreten. Mit dieser Änderung wurde für die Festlegung des Invaliditätsgrades von teilerwerbstätigen Versicherten nach der gemischten Methode (Art. 28a
Abs.
3 IVG) in
Art.
27
bis
Absatz 2–4 IVV ein neues Berechnungsmodell eingeführt.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die galten, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt verwirklicht hat (vgl. BGE 130 V 445 E. 1.2.1, 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen).
Die angefochtene Verfügung ist am
1
4.
März 2018
und somit nach Inkrafttreten der Verordnungsänderung ergangen, wobei ein Sachverhalt zu beurteilen ist, der vor dem Inkrafttreten der revidierten Verordnungsbestimmungen am 1. Januar 2018 begonnen hat. Daher und aufgrund dessen, dass der Rechtsstreit eine Dauerleistung betrifft, über welche noch nicht rechtskräftig verfügt wurde, ist entsprechend den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln für die Zeit bis 31. Dezember 2017 auf die damals geltenden Bestimmungen und ab diesem Zeit
punkt auf die revidierten Verordnungsbestimmungen abzustellen (vgl.
BGE
130 V 445 E. 1.2.2; vgl. Urteil des Bundesgerichts I 428/04 vom 7. Juni 2006 E. 1).
1
.5
Gemäss dem in
Art.
27
bis
Abs. 2–4 IVV per 1. Januar 2018 eingeführten neuen Berechnungsmodell für die Festlegung des Invaliditätsgrads von teilerwerbs
täti
gen Versicherten nach der gemischten Methode (Art. 28a Abs. 3 IVG) werden der Invaliditätsgrad in Bezug auf die Erwerbstätigkeit und der Invaliditätsgrad in Bezug auf die Betätigung im Aufgabenbereich – weiterhin – summiert (
Art.
27
bis
Abs. 2 IVV). Die Berechnung des Invaliditätsgrads in Bezug auf die Erwerbs
tätig
keit richtet sich nach
Art.
16 ATSG, wobei das Erwerbseinkommen, das die ver
sicherte Person durch die Teilerwerbstätigkeit erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre, auf eine Vollerwerbstätigkeit hochgerechnet wird (Art. 27
bis
Abs. 3 lit. a IVV) und die prozentuale Erwerbseinbusse anhand des Beschäftigungsgrads, den die versicherte Person hätte, wenn sie nicht invalid geworden wäre, gewichtet wird (Art. 27
bis
Abs. 3 lit. b IVV). Für die Berechnung des Invaliditätsgrads in Bezug auf die Betätigung im Aufgabenbereich wird der prozentuale Anteil der Einschränkungen bei der Betätigung im Aufgabenbereich im Vergleich zur Situation, wenn die versicherte Person nicht invalid geworden wäre, ermittelt. Der Anteil wird anhand der Differenz zwischen dem Beschäfti
gungs
grad nach Absatz 3 lit. b und einer Vollerwerbstätigkeit gewichtet (
Art.
27
bis
Abs. 4 IVV).
1.6
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
1.7
Die regionalen ärztlichen Dienste (RAD) stehen den IV-Stellen zur Beurteilung der medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs zur Verfügung. Sie setzen die für die Invalidenversicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funk
tio
nelle Leistungsfähigkeit der Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbs
tätigkeit oder Tätigkeit im Aufgabenbereich auszuüben. Sie sind in ihrem medizinischen Sachentscheid im Einzelfall unabhängig (Art. 59 Abs. 2
bis
IVG). Nach Art. 49 IVV beurteilen die RAD die medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs. Die geeigneten Prüfmethoden können sie im Rahmen ihrer medizinischen Fach
kompetenz und der allgemeinen fachlichen Weisungen des Bundesamtes frei wählen (Abs. 1). Die RAD können Versicherte bei Bedarf selber ärztlich unter
su
chen. Sie halten die Untersuchungsergebnisse schriftlich fest (Abs. 2; Urteil des Bundesgerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hin
weis auf BGE 135 V 254 E. 3.5).
Die Funktion interner RAD-Berichte besteht darin, aus medizinischer Sicht
gewisser
massen als Hilfestellung für die medizinischen Laien in Ver
wal
tung und Gerichten, welche in der Folge über den Leistungsanspruch zu entschei
den haben
-
den medizinischen Sachverhalt zusammenzufassen und zu würdigen, wozu namentlich auch gehört, bei widersprüchlichen medizinischen Akten eine Wertung vorzunehmen und zu beurteilen, ob auf die eine oder die andere Ansicht abzustellen oder aber eine zusätzliche Untersuchung vorzu
nehmen sei. Sie wür
digen die vorhandenen Befunde aus medizinischer Sicht (Urteil des Bundesge
richts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweisen).
Der Beweiswert von RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. 2 IVV ist mit jenem exter
ner medizinischer Sachverständigengutachten vergleichbar, sofern sie den pra
xisgemässen Anforderungen an ein ärztliches Gutachten (
BGE 134 V 231
E. 5.1) genügen und die Arztperson über die notwendigen fachlichen Qualifi
kationen verfügt (
BGE 137 V 210
E. 1.2.1). Allerdings kann auf das Ergebnis versiche
rungsinterner ärztlicher Abklärungen – zu denen die RAD-Berichte gehören – nicht abgestellt werden, wenn auch nur geringe Zweifel an ihrer Zuver
lässigkeit und Schlüssigkeit bestehen (Urteil des Bundesgerichts 8C_197/2014 vom 3. Oktober 2014 E. 4.2 mit Hinweisen auf
BGE 139 V 225
E. 5.2;
135 V 465
E. 4.4 und E. 4.7).
1.8
Die von einer qualifizierten Person durchgeführte Abklärung vor Ort (nach Mass
gabe des
Art.
69
Abs.
2 IVV; vgl. auch Rz. 3084 ff. des Kreisschreibens des BSV über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung [KSIH]) stellt für gewöhnlich die geeignete und genügende Vorkehr zur Bestimmung der gesund
heitlichen Einschränkung im Haushalt dar (Urteil des Bundesgerichts 9C_201/2011 vom 5. September 2011 E. 2, in: SVR 2012 IV Nr. 19 S. 86). Einer ärztlichen Fachperson, die sich zu den einzelnen Positionen der Haushaltführung unter dem Gesichtswinkel der Zumutbarkeit zu äussern hat, bedarf es nur in Aus
nahmefällen, namentlich bei unglaubwürdigen Angaben der versicherten Person, die im Widerspruch zu den ärztlichen Befunden stehen (Urteil des Bundesgerichts
8C_817/2013 vom 2
8.
Mai 2014 E. 5.1 mit weiteren Hinweisen
).
Für den Beweiswert eines Berichtes über die Abklärung im Haushalt einer ver
si
cherten Person sind – analog zur Rechtsprechung betreffend die Beweiskraft von Arztberichten (BGE 125 V 351 E. 3a mit Hinweis) – verschiedene Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis von den örtlichen und räumlichen Ver
hältnissen sowie den aus den medizinischen Diagnosen sich ergebenden Beeinträchtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Angaben der ver
sicherten Person zu berück
sichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext schliesslich muss plausibel, begründet und angemessen detailliert bezüglich der einzelnen Ein
schränkungen sein und in Überein
stimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Abklärungsbericht voll beweiskräftig (AHI 2003 S. 218 E. 2.3.2 [in BGE 129 V 67 nicht veröffentlichte Erwägung]; Urteil des Bundesgerichts I 733/03 vom
6.
April 2004 E. 5.1.2; vgl.
auch BGE 130 V 61 E. 6.2 und 128 V 93 E. 4 betreffend Abklärungsberichte im Zusammenhang mit der Hauspflege und Hilf
losigkeit). Diese Beweiswür
digungs
kriterien sind nicht nur für die im Abklärungs
bericht enthaltenen Angaben zu Art und Umfang der Behinderung im Haushalt massgebend, sondern gelten analog für jenen Teil eines Abklärungsberichts, der den mutmasslichen Umfang der erwerblichen Tätigkeit von teilerwerbstätigen Versicherten mit häuslichem Aufgabenbereich im Gesundheitsfall betrifft (Urteil des Bundes
gerichts
8C_817/2013 vom 28. Mai 2014 E. 5.1 mit weiteren Hin
weisen
)
2.
2.1
Strittig
und zu prüfen ist
, ob seit der Verneinung des
Anspruch
s
auf eine Invali
denrente
vom
Mai 2012
eine relevante Änderung des Invaliditätsgrades eingetre
ten ist
.
D
ie Qualifikation der Beschwerdeführerin als
zu 60 % im Erwerbsbereich und 40 % im Haushaltsbereich
tätig
wird nicht bestritten und erscheint ange
messen
.
2.2
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) gestützt auf die RAD-Untersuchung vom März 2017 von einer 90%igen Arbeitsfähigkeit in einer leichten Tätigkeit in Wechselbelastung aus (S. 1 unten; vgl. auch Fest
stellungsblatt, Urk. 6/172 S. 5 f.). Es sei keine wesentliche Funktionsminde
rung der Wirbelsäule gefunden worden (S. 2 Mitte).
In der Beschwerdeantwort (Urk. 5) hielt die Beschwerdegegnerin fest, dass selbst unter Annahme einer tieferen Arbeitsfähigkeit von 50 % kein Rentenanspruch bestehen würde (S. 3 Mitte).
2.3
Die Beschwerdeführerin machte in ihrer Beschwerde (Urk. 1) geltend, die von med. pract. Y._ postulierte Arbeitsfähigkeit von 90 % in einer angepassten Tätigkeit sei nicht möglich. Die Rückenprobleme seien bagatellisiert worden. Es sei schleierhaft, wie bei der deutlich veränderten Wirbelsäulenfehlform ein nor
maler Untersuchungsbefund erhoben werden könne. Die von Dr. Z._ im Dezember 2016 formulierte Arbeitsfähigkeit von maximal 50 % in einer ange
passten Tätigkeit entspreche der Realität (S. 1 unten).
In der Replik (Urk. 9) führte sie aus, es sei unverständlich, dass die Beschwerde
gegnerin keine Begutachtung veranlasst und die Beurteilung selber durchgeführt habe. Weiter erstaune es, dass sie die Beurteilungen von renommierten Fach
kräf
ten wie Dr. Z._ ablehne.
3.
In der
leistungsverneinenden
Verfügung vom 7. Mai 2012 (Urk. 6/103) ging die Beschwerdegegnerin davon aus, dass der Beschwerdeführerin eine behinderungs
angepasste Tätigkeit wie beispielsweise Elektromontage, industrielle Fertigung oder Kassierin zu 100 % zumutbar sei (S. 2 oben). Dabei stützte sie sich auf die Beurteilungen ihres RAD-Arztes Dr. med. A._, Facharzt für Orthopädie und Traumatologie, vom 24. Februar 2012 und 12. März 2012 (vgl. Feststellungs
blatt, Urk. 6/100 S. 3). Dr. A._ führte aus, versicherungs
medizinisch wiesen die aktuellen Beurteilungen von
Dr. med. B._, Facharzt für Allge
meine Innere Medizin,
und
Prof. Dr. med. C._, Facharzt für
Orthopä
dische Chirurgie und Trau
ma
tologie des Bewegungsapparates
,
anhand der objek
tiven Befunde keine relevante Änderung des Gesundheitszustandes aus. Die ausgewiesene Arbeitsfähigkeit von 100 % in angepassten Tätigkeiten sei unver
ändert. Eine umfassende Darstellung des Sachverhalts im
Zeitpunkt der leistungs
verneinenden Verfügung vom 7. Mai 2012
findet sich im
Urteil des Sozial
ver
sicherungs
gerichts vom 3. Juni 2016 (Urk. 6/153 E. 3 S. 5 f.).
4.
Im Urteil des Sozialversicherungsgerichts vom 3. Juni 2016 (Urk. 6/153) wurde festgehalten, dass eine Abklärung des
medizini
schen Sachverhalt
es erforderlich sei (S. 11 Ziff. 5.3). So war in der Zwischenzeit eine Coxarthrose aufgetreten und es wurde über neu aufgetretene linksseitige Hüftbeschwerden sowie zunehmende degenerative Veränderungen und vermehrte, verstärkte Rückenschmerzen berich
tet (vgl. S. 9 f. Ziff. 5.1 f.). Angesichts der Angaben in den medizinischen Berich
ten wurde ausgeführt, dass auch eine Verschlechterung der Arbeitsfähigkeit nicht ausgeschlossen werden könne. Es
best
ünd
en genügend Anhaltspunkte für eine rechtserhebliche Sachverhaltsänderung
(S. 11 Ziff. 5.3)
.
5.
5.1
Seit dem Urteil des Sozialversicherungsgerichts vom 3. Juni 2016 sind folgende Berichte ergangen
:
5.2
Dr. med. D._, Facharzt für Orthopädische Chirurgie, E._, nannte im Bericht vom 27. September 2016 (Urk. 6/159/6-7) folgende Diagnosen (S. 1 Mitte):
-
Metatarsalgie 2 beidseits
-
Morton-Symptomatik 2-3 und 3-4 rechts ausgeprägter als links
-
kongenitale Hüftluxation rechts
-
Status nach offener Reposition und Diger-Osteotomie 1995
-
Coxarthrose rechts
-
chronisches Panvertebralsyndrom mit lumbosakraler Übergangsanomalie
Dr. D._ führte aus, das Hauptproblem würden die lumbosakrale Problematik und die Hüftsymptomatik darstellen (S. 2 Mitte). Er machte keine Angaben zur Arbeitsfähigkeit.
5.3
Dr. med. F._, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, verwies im Bericht vom 26. September 2016 zuhanden der Beschwerdegegnerin (Urk. 6/160/6) auf seine Berichte des vergangenen Jahres, insbesondere auf den
jenigen vom 28. September 2015. Die darin angeführten Probleme seien unver
ändert und rechtfertigten weiterhin eine 50%ige Arbeitsfähigkeit. Aktuell bestün
den zunehmende Fussschmerzen aufgrund der Fehlbelastung des rechten Beines.
5.4
Dr. med. Z._, Chefarzt des Departements Chirurgie am G._, nannte im Bericht vom 8. Dezember 2016 zuhanden Dr. F._ (Urk. 6/165) folgende Diagnosen (S. 1 unten):
-
sekundäre Coxarthrose mit Insuffizienzhinken bei lateralisiertem Hüft
rotationzentrum rechts
-
Status nach kongenitaler Hüftgelenksluxation rechts (diagnostiziert im Alter von 9 Jahren)
-
Status nach pelvifermoraler Distraktion über Fixateur extern April 1995 Prof. C._, I._
-
Status nach offener Reposition Hüftgelenk rechts und DEGA-ähnlicher Pfannendachplastik April 1995, Prof. C._, I._
-
residuelle Hüftdysplasie rechts
-
konsekutive, linkskonvexe thorakolumbale Skoliose bei Beinlängen
diffe
renz von -1cm rechts
-
Metatarsalgie II beidseits
Dr. Z._ führte aus, die junge Beschwerdeführerin habe eine ausser
ordentli
che Leidensgeschichte hinter sich, anamnestisch hätte sie vor allem Rücken
schmerzen, teilweise auch Hüftschmerzen rechts (S. 1 unten). Im Moment bestün
den vor allem lumbosakrale Schmerzen. Der von Dr. D._ empfohlene Schuhausgleich sollte unbedingt ausgeführt werden, damit das Becken gerader gehalten, insbesondere die teilweise noch flexible skoliotische Fehlhaltung korri
giert werden könne. Betreffend Hüften sei die Situation seit Jahren stabil. Wenn eine Operation durchgeführt werde – was sich nach der Mobilität, insbesondere dem Leidensdruck der Beschwerdeführerin richte – sollte rechts eine Hüft-Total
prothesen-Implantation erfolgen. Betreffend Arbeitsfähigkeit teile er die Ansich
ten von Dr. F._. Auch wenn eine nicht belastende und überwiegend sitzende Tätigkeit gefunden werde, werde die Beschwerdeführerin nicht mehr als 50 % arbeitsfähig sein, da vor allem die Rückenschmerzen im Vordergrund stünden (S. 2 Mitte).
5.5
RAD-Ärztin med. pract. Y._, Fachärztin für Orthopädische Chirur
gie und Traumatologie des Bewegungsapparates, berichtete am 7. März 2017 über die Untersuchung vom 26. Januar 2017 (Urk. 6/168). Sie nannte folgende Diag
nosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 8 Ziff. 8):
-
schmerzhafte Bewegungs- und Belastungseinschränkung der rechten Hüfte bei
-
Status nach kongenitaler Hüftdysplasie mit -luxation
-
Status nach offener Reposition und Diger-Osteotomie 1995
-
mit Beinverkürzung rechts 2.5 cm
-
Lumbalgie bei statischer Fehlstellung der Wirbelsäule bei Beckenschief
stand
Med. pract. Y._ führte aus, die Funktion der Hüftgelenke sei bei der heuti
gen Untersuchung etwa so gewesen wie von Dr. Z._ am 6. Dezember 2016 beschrieben. Eine wesentliche Funktionsminderung der Wirbelsäule sei nicht gefunden worden. Daher könne der Einschätzung von Dr. Z._, die Arbeits
fähigkeit sei aufgrund von Wirbelsäulenbeschwerden auch angepasst erheblich eingeschränkt, nicht gefolgt werden. Gesamthaft sei weiterhin die Hüftproblema
tik führend für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit. Aufgrund der ungünstigen biomechanischen Situation komme es zusätzlich zu Ein
schränkungen der Belast
barkeit der unteren Wirbelsäule. Aus medizinischer Sicht bestehe eine vermin
derte Belastbarkeit für regelmässiges mittelschweres und schweres Heben, Tragen und Transportieren von Lasten, für Arbeiten auf Leitern und Gerüsten, für aus
schliesslich stehende Tätigkeiten, für häufiges Bücken, Arbeiten in dauerhafter Vorneigung oder Arbeiten mit regelmässiger Überstreck
belastung der Wirbelsäule sowie für Tätigkeiten in körperlichen Zwangs
haltungen wie Knien, Kriechen, Hocken, für Arbeiten mit erhöhten Anforde
rungen an die Stand- und Gang
sicherheit und für dauerhaftes Gehen und Stehen auf unebenem Grund. Es bestehe ein erhöhter Pausenbedarf von zusätzlich 15 Minuten pro Halbtag zum Lockern der Gelenke (S. 9 Mitte). In der bisherigen Tätigkeit als Pflegehelferin bestehe eine volle Arbeitsunfähigkeit seit 2009. In einer angepassten, körperlich leichten, wechselbelastenden Tätigkeit, ohne regelmässige Hebe- und Tragebe
lastungen über 5 kg, ohne Arbeiten auf Leitern und Gerüsten, ohne häufiges Treppensteigen, ohne häufige wirbelsäulen
belastende und hüftgelenksbelastende Arbeiten sei weiterhin eine 90%ige Arbeits
fähigkeit gegeben seit Dezember 2016 (S. 9 f. Ziff. 10).
5.6
Am 11. April 2017 wurde eine Haushaltabklärung durchgeführt. Die Abklärungs
person führte im Abklärungsbericht vom 31. Mai 2017 (Urk. 6/170) aus, die Beschwerdeführerin erkläre, dass sie weiterhin anhaltende Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule und der rechten Hüfte habe. Auch leide sie etwa alle zwei Wochen unter Blockaden im rechten Bein; sie könne sich dann Minuten lang nicht bewe
gen. Auch das linke Bein schmerze. Sie sei kaum mehr in der Lage, mehr als etwa ein Kilometer am Stück zu laufen (S. 2 Mitte). Die Angaben der Beschwerde
führerin, dass sie heute bei guter Gesundheit aufgrund der wirtschaftlichen Situation einer 60%igen Tätigkeit nachgehen müsste, wurden seitens der Abklä
rungs
person als plausibel und nachvollziehbar beurteilt (S. 4 Ziff. 2.6.1). Entspre
chend den Angaben der Abklärungsperson betrug die Einschränkung im mit 38 % gewichteten Bereich „Ernährung“ 15 % und im mit 18 % gewichteten Bereich „Wohnungspflege“ 25 %. Im mit 3 % gewichteten Bereich „Haushalts
führung“, im mit 7 % gewichteten Bereich „Einkauf und weitere Besorgungen“, im mit 14 % gewichteten Bereich „Wäsche und Kleiderpflege“ sowie im mit 20 % gewichteten Bereich „Betreuung von Kindern oder anderen Familienangehörigen“ wurden keine Einschränkungen festgestellt (vgl. S. 6 ff. Ziff. 6.1 - 6.6). Die ent
sprechend gewichteten einzelnen Einschränkungen ergaben eine Ein
schränkung von insge
samt 10.2 % (S. 8 Ziff. 6.8). Bei den Einschränkungen in den einzelnen Bereichen wurde die Mitwirkungspflicht des Ehemannes berück
sichtigt (S. 5 Ziff. 6).
5.7
Der Radiologiebefund des H._ vom 29. März 2018 (Urk. 3/3) zeigte eine deutliche linkskonvexe Torsionsskoliose der LWS bei Übergangs
anomalie mit Hemilumbalisation von S1 rechts sowie eine Hyperlordose mit deut
lichem ventralen Überhang. In Bezug auf das Becken wurde eine deutliche Deformität des rechten Os ilium mit leichter Dekonfiguration des Azetabulums sowie eine Dekonfiguration des Hüftkopfes, vereinbar mit einem Status nach Hüftdysplasie, festgestellt. Des Weiteren zeigten sich fortgeschrittene degene
ra
tive Veränderungen mit leichter Gelenkspaltverschmälerung und subchondraler Sklerose im rechten Hüftgelenk.
6.
6.1
Angesichts der vorliegenden medizinischen Berichte ist unbestritten, dass der Beschwerdeführerin die bisherige Arbeit als
Pflegehelferin weiterhin
nicht mehr zumutbar ist.
Zur Frage der Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit liegen die Berichte
des Hausarztes
Dr. F._,
des
Orthopäden
Dr. Z._
sowie der RAD-Ärztin
med. pract. Y._
vor.
Dr. F._ attestierte der Beschwerdeführerin eine 50%ige Arbeitsfähigkeit, nannte jedoch keine objektiven Befunde und begründete seine Einschätzung der Arbeitsfähigkeit nicht näher. Dr. Z._ schloss sich betreffend Arbeitsfähigkeit der Meinung von Dr. F._ an, wonach die Beschwerdeführerin maximal 50 % arbeitsfähig sei. Er begründete dies vor allem mit den Rückenschmerzen. Demgegenüber ging RAD-Ärztin med. pract. Y._ von einer 90%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit aus.
Der RAD-Untersuchungsbericht erfüllt die Anforderungen an den Beweiswert medizinischer Berichte (vgl. E. 1.6) und es bestehen keine Zweifel an seiner Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit (vgl. E. 1.7). Insgesamt vermag die Beurteilung der
RAD-Ärztin
zu überzeugen und stimmt in Bezug auf die Befunde im Wesent
lichen auch mit den übrigen medizinischen Berichten überein, weshalb darauf abgestellt werden kann.
Dass trotz der verschiedenen körperlichen Beschwerden, welche vor allem die H
üfte
und den Rücken betreffen, eine
massgebliche
Arbeits
fähigkeit in einer angepassten Tätigkeit besteht
, erscheint nachvollziehbar, ist doch
die Beschwerdeführerin
in der Lage, die Kinder
betreuung sowie einen grossen Teil der Haushaltsarbeiten selbst zu bewerk
stelligen
(vgl. Bericht über die Haushaltsabklärung,
Urk. 6/170
).
6.2
In Bezug auf den Haushaltsbereich liegt der Bericht vom
31. Mai 2017
über die beeinträchtigte Arbeitsfähigkeit in Beruf und Haushalt (
Urk. 6
/
1
70) vor. Dieser erfüllt die massgeblichen Kriterien hinsichtlich des Beweiswertes eines Berichtes über die Abklärung im Haushalt (vgl. E.
1.8
) und vermag zu überzeugen. Dem
nach kann darauf abgestellt werden. Insgesamt ergibt sich somit eine Einschrän
kung im Haushalt im Umfang von
10.2 %
.
6.3
Zusammenfassend
kann auf die Beurteilung der RAD-Ärztin abgestellt werden, wonach in
einer angepassten, körperlich leichten, wechselbelastenden Tätigkeit, ohne regelmässige Hebe- und Tragebelastungen über 5 kg, ohne Arbeiten auf Leitern und Gerüsten, ohne häufiges Treppensteigen, ohne häufige wirbel
säulen
belastende und hüftgelenksbelastende Arbeiten, eine 90%ige Arbeits
fähig
keit
besteht.
Im Haushaltsbereich besteht eine Einschränkung im Umfang von
10.2 %
.
Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen.
Zur Ermittlung des Invalidi
tätsgrades ist im Erwerbsbereich ein Einkommens- und im Aufgaben
bereich ein Betätigungsvergleich vorzunehmen (vgl. E.
1.5
).
7.
7.1
Ausgehend von der Qualifikation der Beschwerdeführerin als zu 60 % im Erwerbs
bereich und zu 40 % im Haushaltsbereich tätig, ist der Rentenanspruch für die Zeit ab Mai 2016 zu prüfen.
Für die Vornahme des Einkommensvergleiches ist grundsätzlich auf die Gege
ben
heiten im Zeitpunkt des (hypothetischen) Rentenbeginns, mithin auf das Jahr 2016, abzustellen (BGE 128 V 174, BGE 129 V 222).
7.2
Die Beschwerdegegnerin führte in der angefochtenen Verfügung je eine Berech
nung nach alter und eine nach neuer Methode durch. In der Beschwerde
antwort (Urk. 5) wandte sie die per 1. Januar 2018 eingeführte - für die Beschwerde
führerin günstigere - Berechnungsmethode an (vgl. E. 1.5).
Die Beschwerdegegnerin ging gestützt auf die
Tabellenlöhne gemäss LSE (Lohn
strukturerhebungen des Bundesamtes für Statistik)
von einem Einkommen von Fr. 4'545.-- aus (LSE 2014 TA1 86-88 Gesundheits- und Sozialwesen, Kompe
tenz
niveau 1, Frauen) und ermittelte für das Jahr 2016 ein Valideneinkommen von Fr. 57'323.10 (Fr. 4'545
: 40 x 41.
5
x 12
x 1.005 x 1.008).
Zur Ermittlung des
Invalideneinkommen
s stützte sich die Beschwerdegegnerin ebenfalls auf die Lohnstatistik, indessen auf den gesamten Sektor 3 (LSE 2014 TA1 45-96 Dienst
leistungen, Kompetenzniveau 1, Frauen). Ausgehend von einem monatlichen Bruttolohn von Fr. 4'203.-- berechnete sie ein Einkommen von Fr. 53'265.15 (Fr. 4'203
: 40 x 41.
7
x 12
x 1.005 x 1.008; vgl. Urk. 5 S. 3 oben).
Insoweit vermag d
er
in der Beschwerdeantwort
dargelegte
Einkommensvergleich
zu überzeugen (und wurde auch seitens der Beschwerdeführerin nicht bean
standet). Gemäss dem neuen Berechnungsmodell wird
das Erwerbsein
kommen, das die versicherte Person durch die Teilerwerbstätigkeit erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre, auf eine Vollerwerbs
tätigkeit hochgerechnet
(vgl. E. 1.5). Somit ging die Beschwerdegegnerin zu Recht von einem Validenein
kommen von Fr. 57'323.10 aus. Indessen geht es angesichts der 90%igen Arbeits
fähigkeit der Beschwerdeführerin nicht an, das Invalidenein
kommen lediglich mit einem Pensum von 60 % zu berücksichtigen. Vielmehr ist zur Berechnung des Invalideneinkommens vom zumutbaren Pensum von 90 %, mithin von Fr. 47'938.65 (Fr. 53'265.15 x 0.9), auszugehen. Unter Berück
sichtigung eines Abzuges vom Tabellenlohn von 5 %, welchen die Beschwerde
gegnerin wegen zusätzlicher Einschränkungen des Belastungsprofils gewährte (Urk. 5 S. 3 oben), ergibt sich somit ein Invalideneinkommen von Fr. 45'541.70 (Fr. 47'938.65 x 0.95).
7.3
Bei einem Valideneinkommen von rund Fr. 57'323.-- und einem Invalidenein
kommen von rund Fr. 45'542.-- beträgt die Einkommenseinbusse Fr. 11'781.--, was einer Einschränkung von 20.55 % entspricht. Bezogen auf ein 60%-Pensum resultiert somit ein Teilinvaliditätsgrad im Erwerbsbereich von 12.33 %. Betref
fend den Haushaltsbereich ist, wie gesehen (vgl. E. 6.2), von einer Einschränkung von insgesamt 10.2 % auszugehen. Bei der vorliegend massge
ben
den Gewichtung des Haushaltsbereiches mit 40 % ergibt sich damit ein Teilinvaliditätsgrad von 4.08 %. Durch Addition der Teilinvaliditätsgrade im Erwerbs- und im Haushalts
bereich resultiert ein rentenausschliessender Gesamt
invaliditätsgrad von 16.41 %.
7.4
Selbst bei Annahme
einer
lediglich
50%igen
Arbeitsfähigkeit - wie von der Beschwerdeführerin geltend gemacht - ergäbe sich jedoch
kein Anspruch auf eine Invalidenrente
, wie im Folgenden zu zeigen sein wird
.
Ausgehend von einem hypothetischen jährlichen Einkommen von rund Fr. 53'265.-- (vgl. E. 7.2) ergibt sich bei einem 50%-Pensum ein Lohn von rund Fr. 26'633.--. Würde wiederum ein Abzug vom Tabellenlohn von 5 % vorgenommen, resultiert ein Invalidenein
kommen von rund Fr. 25'301.--.
Bei einem Valideneinkommen von 57'323.-- und einem Invalideneinkommen von Fr. 25'301.-- beträgt die Einkommenseinbusse Fr. 32’022.--, was einer Einschrän
kung von 55.85 % entspricht. Bezogen auf ein 60%-Pensum resultiert somit ein Teilinvaliditätsgrad im Erwerbsbereich von 33.52 %. Durch Addition des Teilin
validitätsgrades im Haushaltsbereich von 4.08 % ergibt sich demnach ein renten
ausschliessender Gesamtinvaliditätsgrad von 37.60 %.
Die anspruchsverneinende Verfügung vom
14. März 2018
erweist sich deshalb als zutreffend, womit die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen ist.
8.
Die Kosten gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG sind ermessensweise auf
Fr. 7
00.-- fest
zusetzen und ausgangsgemäss der Beschwerdeführerin aufzuerlegen.