Decision ID: 3ac4081e-db46-4c48-ac8c-e6624f7ef093
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Der 1949 geborene und
zuletzt
als Büromaschinen
-
Servicetechniker
und Haus
wart im Nebenamt
tätige
X._
(Fragebogen für
Arbeitgebende
vom
1
4.
März
2013,
Urk.
8/16; Fragebogen für
Arbeitgebende
vom
4.
Februar 2013,
Urk.
8/14) meldete sich erstmals am 2
9.
Juni 2011 (Eingangsdatum) bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Bezug von Hilfsmitteln (Hörgerät) an (
Urk.
8/1). Mit in Rechtskraft erwachsener Verfügung vom 1
0.
Oktober 2011 (
Urk.
8/7) wurde das Begehren um Kostengutsprache für eine Hörgeräteversorgung abgelehnt. Am 2
7.
Dezember 2012 (Eingangsdatum) meldete sich der Versicherte erneut bei der IV-Stelle unter H
inweis auf einen Bauchwandriss und
Bauchnabelbruch zum Bezug von Leistungen an. Nach erwerblichen und medizinischen Abklärungen sowie durchgeführtem
Vorbe
scheidverfahren
(Vorbescheid vom 1
6.
Juli 2013,
Urk.
8/26) sprach die IV
Stelle dem Versicherten
mit Verfügung vom
7.
November 2013 (
Urk.
2)
eine
Viertels
rente
ab dem
1.
Juni 2013 zu.
2.
Hiergegen
erhob
der Versicherte am
6.
Dezember 2013 Beschwerde
(Urk. 1) und beantragte
, die Verf
ügung vom
7.
November 2013 sei
aufzuheben und es sei ihm ab dem
1.
Juni 2013 eine ganze IV-Rente zuzusprechen.
Mit Beschwerdeantwort vom 2
3.
Januar 2014 beantragte die
Beschwerdegegne
rin
, es sei dem Beschwerdeführer eine
reformatio
in
peius
anzudrohen (
Urk.
7 unter Beilage ihrer Akten,
Urk.
8/1-38). Mit Replik vom 14.
Mai 2014 (
Urk.
13) hielt der Beschwerdeführer vollumfänglich an seiner Beschwerde fest. Die Beschwerdegegnerin verzichtete mit Schreiben vom 26.
Mai 2014 (
Urk.
16) auf Duplik, was dem Beschwerdeführer am 2
7.
Mai 2014 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
17).
Nach Androhung einer
reformatio
in
peius
durch das Gericht
(Beschluss vom 1
9.
August 2015,
Urk.
19) hielt der Beschwerdeführer mit Ein
gabe vom 2
4.
August 2015 an der Beschwerde fest (
Urk.
21).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
Die Beschwerdegegnerin hielt in der angefochtenen Verfügung dafür, dass
die
bisherige Tätigkeit noch zu 50
%
zumutbar sei und rechnete ihm daher 50
%
des
Einkommens
als Büromaschinen
-
Servicetechniker
an. Die Tätigkeit als
Haus
wart berücksichtigte sie vollumfänglich. Gestützt auf einen
Einkommens
vergleich
resultierte ein Invaliditätsgrad von 41
%
.
Mit Beschwerde vom
6.
Dezember 2013 (
Urk.
1) brachte der Beschwerdeführer im Wesentlichen vor,
dass
s
eine Restarbeitsfähigkeit
insbesondere aufgrund sei
nes fortgeschrittenen Alters und der langjährigen Tätigkeit bei der gleichen Firma nicht mehr verwertbar
sei
.
Die Beschwerdegegnerin stellte m
it Beschwerdeantwort vom 2
3.
Januar 2014 (
Urk.
7) den Antrag, es sei dem Beschwerdeführer eine
reformatio
in
peius
anzu
drohen, da der Einkommensvergleich
in der angefochtenen Verfügung
nicht korrekt gewesen sei. Für das
Valideneinkommen
sei auf die
Lohnstruk
tur
erhebung
des Bundesamtes für Statistik (LSE 2010) abzustellen, ebenso auch für das Invalideneinkommen. Die Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit sei eben
falls zu verneinen, da der Beschwerdeführer in einer angepassten Tätigkeit zu 100
%
arbeitsfähig und auch umstellfähig sei. Auch gehe er immer noch sei
ner Nebentätigkeit als Hauswart nach.
Mit Replik vom 1
4.
Mai 2014
(
Urk.
13)
führte der Beschwerdeführer aus, die Kündigung am 3
0.
Juni 2013 sei aus medizinischen Gründen erfolgt.
Das
Vali
deneinkommen
sei somit nicht ges
t
ützt auf die LSE zu ermitteln. Die
Restar
beitsfähigkeit
sei nicht verwertbar. Davon sei auch die Beschwerdegegnerin ausgegangen, da kein Standortgespräch durchgeführt worden sei und Ein
gliederungsmassnahmen auch aufgrund des Alters verweigert worden seien (
Urk.
13 S. 4). Von einer
reformatio
in
peius
sei nur mit grösster Zurückhaltung Gebrauch zu machen.
Mit Stellungnahme zum Beschluss vom 1
9.
August 2015 (
Urk.
19) vom 24.
August 2015 (
Urk.
21) hielt der Beschwerdeführer fest, dass die
Beschwerde
gegnerin
berufliche Massnahmen
hätte
ausrichten müssen. Da diese Mass
nahmen verweigert worden seien, sei er nicht vermittlungsfähig und habe ent
sprechend Anspruch auf eine ganze Rente.
2.
2.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG).
Sie kann Folge von
Geburts
gebrechen
, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung,
IVG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze
oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
2.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
2.3
Das trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigung
zumutbarerweise
erzielbare Ein
kommen ist bezogen auf einen ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu ermitteln, wobei an die Konkretisierung von Arbeitsgelegenheiten und
Verdienstaussich
ten
keine übermässigen Anforderungen zu stellen sind (Urteil des Bundesge
richts 9C_734/2013 vom 1
3.
März 2014 E. 2.1 mit Hinweis auf SVR 2008 IV Nr. 62 S. 203, 9C_830/2007 E. 5.1).
Das fortgeschrittene Alter wird, obgleich an sich ein invaliditätsfremder Faktor, in der Rechtsprechung als Kriterium anerkannt, welches zusammen mit weiteren persönlichen und beruflichen Gegebenheiten dazu führen kann, dass die einer versicherten Person verbliebene Resterwerbsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt
realistischerweise
nicht mehr nachgefragt wird, und dass ihr deren Verwertung auch gestützt auf die Selbsteingliederungspflicht nicht mehr zumutbar ist. Der Einfluss des Lebensalters auf die Möglichkeit, das verbliebene Leistungsvermögen auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, lässt sich nicht nach einer allgemeinen Regel bemessen, sondern hängt ab von den Umständen, die mit Blick auf die Anforderungen der Verweisungstätigkeiten massgebend sind (Urteil
des Bundesgerichts 9C_954/2012 vom 10. Mai 2013 E. 2 mit Hinweisen, insbesondere auf BGE 107 V 17 E. 2c).
Massgebend können die Art und Beschaffenheit des Gesundheitsschadens und seiner Folgen, der absehbare Umstellungs- und Einarbeitungsaufwand und in diesem Zusammenhang auch Persönlichkeitsstruktur, vorhandene Begabungen und Fertigkeiten, Ausbildung, beruflicher Werdegang oder Anwendbarkeit von Berufserfahrung aus dem angestammten Bereich sein (Urteil des Bundesgerichts 9C_734/2013 vom 13. März 2014 E. 2.1 mit Hinweisen).
Die Möglichkeit, die verbliebene Arbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, hängt nicht zuletzt auch davon ab, welcher Zeit
raum der versicherten Person für eine berufliche Tätigkeit und vor allem auch für einen allfälligen Berufswechsel noch zur Verfügung steht. Die im gesamten Bereich des Sozialversicherungsrechts geltende Schadenminderungspflicht und die daraus abgeleitete Selbsteingliederungslast gebieten grundsätzlich, die Frage nach der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit möglichst früh zu beantworten. Gemäss BGE 138 V 457 E. 3.4 steht die medizinische Zumutbarkeit einer (Teil-) Erwerbstätigkeit fest, sobald die medizinischen Unterlagen diesbezüglich eine zuverlässige Sachverhaltsfeststellung erlauben (Urteil des Bundesgerichts 9C_734/2013 vom 13. März 2014 E. 2.2 mit weiteren Hinweisen).
3.
3.1
Dr.
med.
Y._
, Allgemeine Innere Medizin, diagnostizierte in sei
nem von der Beschwerdegegnerin eingeholten Arztbericht vom 1
9.
Februar 2013 (
Urk.
8/15) eine
Rectusdiasthase
,
bestehend seit dem 1
3.
Juni 2012
,
mit Auswir
kung auf die Arbeitsfähigkeit
.
Er notierte, dass der Beschwerdeführer sich ohne Unfall aufgrund einer Bauchwandhernie, die ihm seit längerem auf
gefallen sei, in seiner Praxis gemeldet habe. Er habe ihn zu
Dr.
Z._
zur Herniotomie überwiesen. Seit dieser Operation klage er über Schmerzen an derselben Stelle und im ganzen Bauchbereich, dies aber nur bei körperlicher Belastung. Zur Zeit sei nur noch eine deutliche
Rectus-abdominis
Diastase aus
zumachen. Eine Zweitmeinung habe denselben Befund ergeben.
Das Leiden sei sicherlich ungefährlich und die Prognose gut, es sei aber auch nicht davon auszugehen, dass eine Spontanheilung ohne
Reoperation
eintreten werde.
Er sei eingeschränkt bezüglich Tätigkeiten, die Druck im Abdomen erzeugen würden, z.B. Gewicht heben oder Rasenmäher schieben. In seiner Tätigkeit als Hauswart sei dies einschränkend. Die bisherige Tätigkeit sei noch zu 50
%
zumutbar.
3.2
Dr.
med.
Z._
, Facharzt FMH für Chirurgie, stellte in seinem von der Beschwerdegegnerin eingeholten Arztbericht vom 3
0.
April 2013 (Ein
gangsdatum,
Urk.
8/21) folgende Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeits
fähigkeit:
Unklare P
olyneuropathie rechtes Bein. Diagnose von
Dr.
A._
, Neu
ro
loge.
Status nach
laparoskopischen
Hernienplastik
der Bauchwand
IPOM
mit intraperitonealen
Onlay
Mesh
, wegen symptomatischer
epigastrischer
Hernie,
Rektusdiastase
am 1
3.
Juni 2012
Kniegelenksschmerzen rechts
Chronischer Allergiker seit 50 Jahren
Chronische Asthma bronchiale
Der Beschwerdeführer sei chronischer Allergiker und c
hronischer Asthmatiker wegen einer symptomatischen
epig
astrischen
Hernie. Eine
laparoskopische
Her
nienplast
mit Netz sei am 1
3.
Juni 2012 erfolgt. Es lägen mehrere Beschwerden vor, nämlich ziehende
Abdominalwandschmerzen
, links mehr als rechts. Die Schmerzen würden vor allem bei
knieenden
Arbeiten auftreten. Weiter bestün
den eine Polyneuropathie des rechten Beines, Kniegelenksschmerzen rechts, di
e
Streck
bewegung
mache Probleme.
B
ei vermehrter Nahrungsaufnahme habe er Blähungen und ziehende Schmerzen im Abdomen, Status nach Sinusitis
fronta
lis
und
maxillaris
sow
ie
F
enestrierung
. Auch habe er wiederholte Kopfschmer
zen.
Er habe persistierende Schmerzen im Abdomen bei langen Autofahrt-Strecken und bei überneigender Haltung beim Arbeiten. Er habe von ursprünglich 88 kg auf 93 kg zugenommen und der Bauchumfang habe sich vergrössert.
Die Arbeit als „Aussendienst Bürogeräte“ könne seit
dem
1
3.
Juni bis Oktober 2012 in einem Pensum von 50
%
ausgeübt werden. Dabei bestehe eine vermin
derte Leistungsfähigkeit.
3.3
Dr.
med.
B._
, FMH Allgemeine Innere Medizin, notierte in sei
nem zuhanden der Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG erstellten
vertrauens
ärztlichen
Bericht vom
3.
Mai 2015 (
Urk
8/22)
, beim Beschwerdeführer zeige sich im Stehen ein lediglich mässig ausladendes Abdomen ohne direkt äusser
lich sichtbare
p
eri
- oder
sup
raumbilicale
Herniation
. Im Liegen taste man die bekannte
supraumbilicale
ca. 1 cm breite
Rektusdiastase
auf einer Länge von rund 15 cm, welche sich beim Anheben der Beine auf ca. 5 cm Breite
auseinan
derdränge
, wobei das eingelegte Netz straff und lückenlos dicht erscheine. Ins
besondere zeige sich keine eigentliche
Herniation
und die Untersuchung sei für den Patienten schmerzfrei, die Narbe reizlos (
Urk.
8/22 S. 3).
Es zeige sich ein Status nach
laparoskopischer
Netzeinlage bei
Rektusdiastase
und
epigastrischer
Hernie. Der Beschwerdeführer beklage seit der Operation ste
chende Schmerzen dort, wo das Netz innerlich mit Klammern befestigt worden sei. Die Schmerzen seien lage- und bewegungsabhängig und würden z.B. während des Schlafes so stören, dass er sich jeweils wieder in eine andere
Kör
perposition
begeben müsse. Vor der Operation habe er keine solchen Beschwer
den und überhaupt eigentlich gar keine Beschwerden gehabt. Er habe sich nur auf Anraten der Ärzte hin operieren lassen (
Urk.
8/22 S. 3).
Bezüglich der Arbeitsfähigkeit bestehe hier nachvollziehbar und glaubhaft in seinem Beruf als Servicemonteur eine anhaltende 50%ige Arbeitsunfähigkeit. Er müsse in seinem Berufsalltag zum Teil schwere Drucker, Scanner und Mehr
fach-Geräte herumtragen, was ihm verständlicherweise nach einer gewissen Belastungsdauer zunehmende Schmerzen verursache und das implantierte Netz durch das Heben und Tragen der Geräte stark belaste (
Urk.
8/22 S. 3).
Dass der Beschwerdeführer nun von sich aus per 3
0.
Juni 2013 in seinem bis
heri
gen Betrieb gekündigt habe, hänge ausdrücklich nicht mit der Operation und den geklagten Beschwerden zusammen, sondern habe gemäss seinen eige
nen Angaben betriebsinterne Gründe (
Urk.
8/22 S. 3).
Zusammenfassend könne gesagt werden, dass er bei leichterer Arbeit (kein Heben von Lasten über 10 kg, eher sitzende Tätigkeit) durchaus wieder 100
%
arbeiten könnte. Für seine bisherige Tätigkeit als Geräte-Service-Monteur sei er jedoch anhaltend 50
%
arbeitsunfähig (
Urk.
8/22 S. 4).
4.
4.1
Dr.
Y._
(E. 3.1)
attestierte dem Beschwerdeführer
eine Arbeitsfähigkeit von 50
%
ab dem 1
3.
August 2012, da er in seiner Tätigkeit als Hauswart einge
schränkt sei. Insbesondere sei er bei allen Tätigkeiten, die Druck im Abdomen erzeugen würden, wie z.B. Gewicht heben oder Rasen mähen, eingeschränkt. Zu einer angepassten Tätigkeit äusserte er sich nicht.
Dr.
Z._
(E. 3.2)
notierte lediglich eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit für den Zeitraum
vom 1
3.
Juni bis Oktober 201
2.
Die Arbeit könne nur durch eine 50
%
Tätigkeit ausgeführt werden.
Er äusserte sich nicht zu einer leidensangepassten Tätigkeit.
Dr.
B._
beurteilte die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers dahinge
hend (E. 3.3), dass er bei leichterer Arbeit (kein Heben von Lasten über 10 kg, eher sitzende Tätigkeit) in einem 100
%
Pensum tätig sein könnte. Für seine bisherige Tätigkeit als Geräte-Service-Monteur sei er jedoch anhaltend zu 50
%
arbeitsunfähig. Dies ist aufgrund der genannten Befunde sowie der einleuchtend dargelegten medizi
nischen Zusammenhänge schlüssig
.
4.2
Zu prüfen bleibt, ob es dem Beschwerdeführer möglich ist, seine
Rest
arbeits
fähig
keit
zu verwerten.
Spätestens nach der vertrauensärztlichen Untersuchung vom 3
0.
April 2013 stand die medizinische Zumutbarkeit der vollen Arbeitsfähigkeit in einer ange
passten Tätigkeit fest. Re
levanter Zeitpunkt zur Beurteilung
ist somit der
3.
Mai 2013 (Datum des Arzt
berichtes), als der
Beschwerdeführer rund 63.5 Jahre alt
war (vgl. E. 2.3)
.
Der Beschwerdeführer ist in einer angep
assten Tätigkeit 100%ig arbeitsfähig
(vgl. E. 4.1)
.
Dabei ist sein Belastungsprofil nur in sehr geringem Masse einge
schränkt, sollte er doch lediglich ein Heben von Lasten über 10 kg vermeiden und eher e
ine sitzende Tätigkeit ausüben.
Nebst der nur geringen gesundheitlichen Einschränkungen ist auch darauf hinzu
weisen, dass der Beschwerdeführer sowohl italienisch als auch deutsch spricht. In seiner letzten Tätigkeit als Büromaschinen Servicetechniker arbeitete er im Aussendienst, so dass er nebst den technischen Anforderungen, die es zu erfüllen galt, auch Kundenkontakte pflegen musste
. Daneben war der Beschwer
deführer
noch
in einem 20
%
Pensum als Hauswart tätig, was zeigt, dass er unterschiedliche Anf
orderungsprofile erfüllen
kann bzw. konnte
. Die
se
Haus
warttätigkeit
führte der Beschwerdeführer auch nach Aufgabe der
Haupttätig
keit
weiter (Fragebogen für den Arbeitgeber vom
4.
Febru
ar 2013,
Urk.
8/14), er war folglich
nie abwesend vom Arbeitsmarkt.
Des Weiteren ist festzuhalten, dass auf dem hypothetisch ausgeglichenen Arbeits
markt Hilfsarbeiten grundsätzlich altersunabhängig nachgefragt werden (
Urteil des Bundesgerichts
I 376/05
vom
5.
August 2005 E. 4.2).
Schliesslich kann aus einem weiteren Grund das Alter alleine nicht ausschlag
ge
bend sein, ob im Rahmen der Invalidenversicherung eine volle Arbeits
fähigkeit in angepasster Tätigkeit als verwertbar zu betrachten ist. Soweit nämlich die Schwierigkeit der Stellensuche im Wesentlichen daran liegt, dass der Beschwerdeführer kurz vor der Pensionierung steht und Arbeitgeber wenig geneigt sind, Angestellte einzuarbeiten, die sie bald wieder verlassen werden, wird diesem Umstand in den Sozialversicherungen bereits mit einer grösseren Höchstzahl der Taggelder für Arbeitslose, die über 55, über 60 bzw. über 61
Jahre alt sind, Rechnung getragen (vgl. Art. 27 des Bundesgesetzes über die Arbeitslosenversicherung und Insolvenzentschädigung).
Zusammenfassend
ist der Versicherte nach wie vor in einem Vollpensum arbeits
fähig und nur leicht eingeschränkt beim Heben
, wobei eine eher sitzende Tätigkeit von Vorteil wäre
, hat gute Sprachkenntnisse und war nie abwesend vom Arbeitsmarkt. Im Lichte der dargelegten Grundsätze (vgl. E. 2.3) und der relativ hohen Hürden, welche das Bundesgericht für die Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit älterer Menschen entwickelt hat,
ist davon auszugehen, dass
der Beschwerdeführer die Arbeitsfähigkeit
im ausgeglichenen Arbeitsmarkt
verwerten
kann
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_345/2013 vom 10.
Sep
tem
ber 2013 E 4.3.3).
Der Beschwerdeführer ist somit im Rahmen des allge
meinen Grundsatzes der Schadenminderungspflicht auf den Weg der
Selbstein
gliede
rung
zu verweisen (vgl. E. 2.3).
5
.
5
.1
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Ein
kommens
vergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen
Erwerbsein
kommen
ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des
Einkom
mensvergleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
Für den
Einkommens
ver
gleich
sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des (hypothe
tischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Validen- und
Invali
den
ein
kommen
auf
zeit
iden
tischer
Grundlage zu erheben und allfällige
rentenwirk
same
Ände
rungen der Vergleichseinkommen bis zum
Verfügungs
erlass
respek
tive bis zum
Einspracheentscheid
zu berücksichtigen sind. Bevor die Verwaltung über einen Leistungsanspruch befindet, muss sie daher prüfen, ob allenfalls in der dem Rentenbeginn folgenden Zeit eine erhebliche Verände
rung der hypo
thetischen Bezugsgrössen eingetreten ist. Gegebenenfalls hat sie vor ihrem Ent
scheid einen weiteren Einkommensvergleich durchzuführen (BGE 129 V 222 E. 4.2 in
fine
, 128 V 174, Urteil des Bundesgerichts I 156/02 vom 26. Mai 2003).
5
.2
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnitts
werten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kür
zen. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass versicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwer
arbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten
nurmehr
beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ursprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Recht
sprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszuge
hörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Aus
wirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhalts
punkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest
)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen ver
werten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25
%
des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75). Dabei ist zu beachten, dass allfällige bereits bei der Parallelisierung der
Vergleichsein
kommen
mitverantwortliche invaliditätsfremde Faktoren im Rahmen des soge
nannten Leidensabzuges nicht nochmals berücksichtigt werden dürfen (BGE 134 V 322 E. 5.2).
Wurde bei der Festsetzung der Höhe des Abzugs vom Tabellenlohn ein Merkmal oder ein bestimmter Aspekt eines Merkmals zu Unrecht nicht berücksichtigt, hat die Beschwerdeinstanz den Abzug gesamthaft neu zu schätzen. Es ist nicht von dem von der IV-Stelle vorgenommenen Abzug auszugehen und dieser ange
messen zu erhöhen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_796/2013 vom 28. Januar 2014 E.
3
.
2 mit Hinweis auf
SVR 2011 IV Nr. 31 S. 90, 9C_728/2009 E.
4.1.2).
5
.3
5
.3
.1
Der Beschwerdeführer brachte vor, die Kündigung sei aus gesundheitlichen Grün
den erfolgt, da er seinen angestammten Beruf nicht mehr vollumfänglich habe ausüben können und es darum zu grösseren Konflikten gekommen sei. Wäre er nämlich nicht schwer erkrankt, so hätte er die Stelle, die er knapp 23
Jahre ausübte, sicher nicht etwas mehr als ein Jahr vor der Pensionierung gekündigt (
Urk.
13 S. 3). In der eingereichten Kündigung vom 2
6.
März 2013 (
Urk.
3/4) sind diverse Gründe aufgeführt - auf seinen Gesundheitszustand
bezieht sich allerdings keiner. Dem entspricht auch, dass der Beschwerdeführer anlässlich der vertrauensärztlichen Untersuchung ausführte, seine Kündigung hänge ausdrücklich nicht mit der Operation und den geklagten Beschwerden zusammen, sondern habe betriebsinterne Gründe (
Urk.
8/22 S. 3). Es ist somit mit dem Beweismass der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass der Beschwerdeführer auch ohne die gesundheitliche Einschränkung seine Tätigkeit als Büromaschinen Servicemonteur aufgegeben hätte. Entsprechend ist für die Tätigkeit in einem Pensum von 80
%
die LSE 2010 heranzuziehen.
Da der Beschwerdeführer während rund 23 Jahren als Büromaschinen
Service
techniker
tätig war, rechtfertigt es sich,
als
Valideneinkommen
den Lohn gestützt auf LSE TA1 Monatlicher Bruttolohn (Zentralwert) nach Wirtschafts
abteilungen, Anforderungsniveau des Arbeitsplatzes und Geschlecht (1/2) - Pri
vater Sektor,
Ziff.
33 Reparatur und Installation
von Maschinen und Ausrüstun
gen
heranzuziehe
n. Aufgrund der langjährigen Tätigkeit des Beschwerdeführers in diesem Bereich
ist das
Abstellen auf das
Anforderungsniveau 3, Berufs- und Fachkenntnisse vorausgesetzt, Männer
,
angemessen
. Bereinigt um die wöchent
liche Arbeitszeit sowie die Nominall
ohnentwicklung bis ins Jahr 2013
resultiert bei einem Arbeitspensum von 80
%
ein Einkommen von
Fr.
58‘090.30
(
Fr.
5‘715.-- : 40 x 41.4
: 100 x 102.3 x
12
x
0.8
[Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen in Stunden pro Woche T
03.02.03.01.04.01
Ziff.
31-33;
T1.1.10 Nominallohnindex, Männer, 2011-2014
Ziff.
10-33])
. Dazu ist das Einkommen aus seiner Hauswarttätigkeit in Höhe von jährlich
Fr.
14‘423.70
(14‘309.20 x 1.008 [
T1.1.10 Nominallohninde
x, Männer, 2011
2014
Ziff.
45-96]
)
hinzuzurechnen, womit ein
Valideneinkommen
in Höhe von
Fr.
72‘514.-- (
Fr.
58‘090.30 + Fr.
14‘423.70) resultiert.
5
.3.
2
Für das Invalideneinkommen ist das bisherige 80
%
Pensum
nach der
LSE festzu
setzen.
Ges
tützt auf den Zentralwert für männliche Hilfsarbeiter (TA1 Monatlicher Bruttolohn [Zentralwert] nach Wirtschaftsabteilungen,
Anforde
rungsniveau
des Arbeitsplatzes und Geschlecht [1/2] - Privater Sektor, Total
Ziff.
02-96, Anforderungsniveau 4 einfache und repetitive Tätigkeiten)
resultiert
ein Invalideneinkommen in Höhe von
Fr.
50‘275.45 (
Fr.
4‘901.-- : 40 x 41.7 : 100 x 102.5 x 12 x 0.8). Hinzuzurechnen ist das Einkommen als Hauswart in Höhe von
Fr.
14‘
42
3.70, womit ein Invalideneinkommen in Höhe von total Fr. 64‘
699.1
5
resultiert.
Ein Leidensabzug ist, da Hilfsarbeiten grundsätzlich altersunabhängig nachge
fragt werden, der Beschwerdeführer
ein 100
%
Pensum ausüben kann,
nur beim Heben
über 10 kg
eingeschränkt ist
und eher sitzende Tätigkeiten ausüben sollte
, keiner zu gewähren.
5
.3
.3
Setzt man das
Valideneinkommen
in Höhe von
Fr.
72‘514.-- dem
Invalidenein
kommen
in Höhe von
Fr.
64‘
699.1
5
gegenüber resultiert eine
Einkommensein
busse
von
Fr.
7‘
814.
85
, was einem Invaliditätsgrad von rund
11
% entspricht (
Fr.
7‘
814.
85
:
Fr.
72‘514.--)
. Selbst unter Berücksichtigung eines
Leidensabzu
ges
von 15
%
, welcher allerdings grosszügig wäre, würde immer noch ein
ren
tenausschliessender
Invaliditätsgrad von 24
%
resultieren.
Sollte man - entgegen den obigen Ausführungen - zum Schluss kommen, dass das
Valideneinkommen
auf den tatsächlich erzielten Lohn festzusetzen ist, führt dies zu keinem anderen Resultat. Das
Valideneinkommen
aus der Tätigkeit als Büromaschinen Servicemonteur und Hauswart
beträgt im Jahr 2013 Fr. 83‘324.50 ([
Fr.
68‘354.-- +
Fr.
14‘309.20.--] x 1.008; vgl.
Urk.
8/14 und 8/16). Abzüglich des Invalideneinkommens in Höhe von
Fr.
64‘699.1
5
resultiert
eine Einkommenseinbusse von
Fr.
18‘625.
35
, was
ein
em
rentena
usschliessenden
Invaliditätsgrad von
rund 22
%
entspricht (
Fr.
18‘625.
35
: 83‘324.50).
Selbst unter Berücksichtigung eines Leidensabzuges von 15
%
würde ein
rentenaus
schliessender
Invaliditätsgrad von 34
%
resultieren.
5
.4
Zusammenfassend festzuhalten ist, dass
die Beschwerde
vollumfänglich abzuwei
sen ist und d
ie angef
ochtene Verfügung (
Urk.
2) aufgehoben und
fest
gestellt
wird
, dass der Beschwerdeführer keinen Rentenanspruch hat.
6
.
Gestützt auf
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG ist das Besc
hwerdeverfahren vor dem kanto
na
len Versicherungsgericht bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Ver
weigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Ver
fahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert unter Berücksichtigung des gesetzlichen Rahmens (
Fr.
200.-- bis
Fr.
1'000.--) auf
Fr.
8
00.-- festzusetzen und dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen.