Decision ID: 9fd70fae-9c0f-5cac-9f2b-ea0508b32df2
Year: 2009
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Eigenen Angaben zufolge verliess der Beschwerdeführer – ein aus M._ stammender eritreischer Staatsangehöriger tigrinischer Herkunft – seinen Heimatstaat am 10. Oktober 2006 und gelangte nach nahezu anderthalbjährigem Aufenthalt im Sudan am 27. März 2008 via Italien und unter Umgehung der Grenzkontrolle in die Schweiz. Anlässlich der Befragung vom 1. April 2008 im Empfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) N._ sowie der direkten Anhörung vom 11. April 2008 durch das BFM machte der Beschwerdeführer zur Begründung seines Asylgesuchs im Wesentlichen geltend, er habe im Juli 2006 sein elftes Schuljahr beendet und sei am 7. Juli 2006 in O._ eingerückt. Dort habe er nicht das zwölfte Schuljahr antreten können, sondern habe ein militärisches Training absolvieren müssen. Am 1. September 2006 sei er geflüchtet, doch sei er kurz darauf gefasst, verhaftet und ins Gefängnis von O._ überführt worden. In der Folge habe er sich in der Landwirtschaft betätigen müssen. Am 10. Oktober 2006 sei es ihm anlässlich eines solchen Einsatzes gelungen, die Flucht zu ergreifen. Nach vier Tagen habe er die eritreisch-sudanesische Grenze erreicht und sich nach Khartoum begeben. Mit Hilfe seines Onkels sowie eines Schleppers sei er auf dem Luftweg in eine ihm nicht bekannte italienische Stadt gelangt.
B. Mit Verfügung vom 28. August 2009 - eröffnet am 31. August 2009 - stellte das BFM fest, der Beschwerdeführer erfülle die  nicht, und lehnte das Asylgesuch ab. Gleichzeitig ordnete es die Wegweisung aus der Schweiz an, schob indessen den Vollzug der Wegweisung wegen Unzumutbarkeit zu Gunsten einer vorläufigen  auf. Zur Begründung hielt die Vorinstanz im Wesentlichen fest, die Vorbringen des Beschwerdeführers seien unglaubhaft ausgefallen.
C. Mit Beschwerde vom 28. September 2009 (Poststempel vom 29.  2009) liess der Beschwerdeführer die Feststellung der  und die Gewährung von Asyl beantragen. In  Hinsicht beantragte er die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG,
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SR 172.021) sowie den Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses.
D. Mit Zwischenverfügung vom 12. Oktober 2009 teilte der  des Bundesverwaltungsgerichts dem Beschwerdeführer mit, er könne den Ausgang des Beschwerdeverfahrens in der Schweiz , hiess das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen  im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG gut und verzichtete auf die  eines Kostenvorschusses. Auf die Begründung wird, soweit , in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das  Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine  des Bundesverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet  Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das  ist daher zuständig für die Beurteilung der  Beschwerde und entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
1.2 Die Beschwerde ist form- und fristgerecht eingereicht. Der  ist durch die angefochtene Verfügung besonders  und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung  Änderung. Der Beschwerdeführer ist daher zur  der Beschwerde legitimiert (Art. 108 AsylG sowie Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 und Art. 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten.
2. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
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3. Über offensichtlich begründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters  einer zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachstehend aufgezeigt, handelt es sich vorliegend um eine solche, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG).
Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde vorliegend auf die  des Schriftenwechsels verzichtet.
4.
4.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl. Als Flüchtling wird eine ausländische Person , wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu  bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen  ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung von Leib, Leben oder Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 AsylG).
4.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft  oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender  für gegeben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich  sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG).
5.
5.1 Das BFM lehnte das Asylgesuch des Beschwerdeführers im  mit der Begründung ab, der Beschwerdeführer habe , er habe im Jahre 2006 das elfte Schuljahr beendet. Indessen sei er damals bereits 24-jährig gewesen. Dies erscheine , zumal weder von einer Einschulung zu einem ungewöhnlichen Zeitpunkt noch von einem Schulunterbruch die Rede gewesen sei.  habe der Beschwerdeführer kein einziges von ihm im Verlaufe des Asylverfahrens in Aussicht gestelltes Schuldokument
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eingereicht. Des Weiteren wolle er von Khartoum auf dem Luftweg nach Italien gelangt und dabei von einem somalischen Schlepper  worden sein, der für ihn alle Formalitäten sowie auch alle  erledigt habe. Dabei wisse er nicht, auf welches Land der  ausgestellt gewesen sei, kenne weder den Geburtstag des "Passinhabers" und wisse ebenso wenig, in welcher Stadt er in Italien gelandet sei. In Anbetracht des geltend gemachten Reiseweges  dies nicht der Realität. Derartige oberflächliche Behauptungen seien grundsätzlich realitätsfremd. Vielmehr sei davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer mit entsprechenden Dokumenten gereist sei, die er jedoch, um seine wirkliche Ausreise zu verbergen, den schweizerischen Behörden vorenthalten habe. Aufgrund der  Unglaubhaftigkeitselemente könnten dem Beschwerdeführer weder die geltend gemachte Inhaftierung noch die damit verbundene Flucht geglaubt werden. Dies gelte insbesondere auch in Bezug auf die  illegale Ausreise aus Eritrea. Es erübrige sich daher, an dieser Stelle auf weitere Ungereimtheiten einzugehen.
5.2 In der Rechtsmitteleingabe wird sinngemäss gerügt, das BFM sei zu Unrecht von der Unglaubhaftigkeit der Vorbringen ausgegangen und habe damit Bundesrecht verletzt. Der Beschwerdeführer habe  Asylvorbringen präzise geschildert und damit genügend glaubhaft gemacht. Demgegenüber habe die Vorinstanz bei ihrer Beurteilung des Sachverhalts nur auf unwesentliche Nebenpunkte abgestellt und nur die angeblich gegen ihn sprechenden Glaubwürdigkeitselemente . So stelle sich etwa die Frage, woher das BFM die Information habe, dass der Beschwerdeführer "normal" eingeschult worden sei und keinen Schulunterbruch erlebt habe. Ausserdem deckten sich die Vorbringen des Beschwerdeführers zu seiner militärischen  und militärischen Disziplinierung mit Lageberichten von  Menschenrechtsorganisationen. Dass die Vorinstanz mit ihrer  gänzlich falsch liege, werde überdies rechtsgenüglich mit dem beiliegenden Brief nachgewiesen. Diesen Brief habe der  am 20. Juli 2006 während seines Aufenthalts im  von O._ an seine Mutter geschrieben und darin , seine Mutter, die sich seines Militärdiensts wegen Sorgen  habe, zu beruhigen. Damit sei der rechtsgenügliche Beweis  erbracht, dass der Beschwerdeführer unter der Befehlsgewalt der eritreischen Militärbehörden gestanden habe. Schliesslich habe er  seines Verhaltens begründete Furcht vor einer  Bestrafung durch die Behörden seines Heimatstaats.
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Zur Untermauerung seiner Vorbringen liess der Beschwerdeführer  von ihm verfassten und an seine Mutter adressierten Brief, datiert vom 20. Juli 2006, zu den Akten reichen.
5.3 Die Vorbringen in der Beschwerdeschrift vermögen indessen nicht zu einer veränderten Betrachtungsweise zu führen. Namentlich sind die Aussagen des Beschwerdeführers entgegen der Behauptung in der Beschwerdeschrift anlässlich der Befragung im EVZ N._ und der direkten Anhörung durch durch das BFM nicht deckungsgleich ausgefallen. So etwa schilderte der Beschwerdeführer die Motivation zur Flucht insofern unterschiedlich, als er im EVZ N._ seine Flucht in Zusammenhang brachte mit der Mühsal des militärischen Trainings, welches vor der schulischen Weiterbildung zu absolvieren gewesen sei (A1/9 S. 4, A6/12 S 9 Q. 87), während er demgegenüber anlässlich der Direktanhörung davon sprach, er habe gar keine  gehabt, an seinem Stationierungsort das zwölfte Schuljahr  zu können, weil er sich mit seinem Vorgesetzten nicht  und zudem unter innerer Unruhe gelitten habe (A6/12 S. 3 Q. 12, S 4 Q. 20, S. 9 Q 86). Diese Unstimmigkeit allein wäre zwar für eine Abweisung des Asylgesuchs nicht ausreichend, doch ist sie von  weiteren Ungereimtheiten begleitet, welche insgesamt auf die Unglaubhaftigkeit der angeblichen Verfolgungssituation schliessen . So ist es auch in Eritrea überaus unüblich, im Alter von 24 Jahren erst das elfte Schuljahr zu absolvieren, weshalb der , welcher – wenngleich lediglich implizit - derlei geltend machte (A1/9 S. 1 Ziff. 1.5, A6/12 S. 3 Q. 8), wohl Anlass gehabt hätte, von sich aus seinen ungewöhnlichen Lebenslauf zu erläutern. Damit ist auch die Frage beantwortet, wie die Vorinstanz dazu kommt, von einer "normalen" Einschulung und fehlendem Schulunterbruch auszugehen. Die grundsätzlichen Zweifel an seinen Vorbringen zum Schulbesuch sind umso mehr begründet, als der Beschwerdeführer die  seines schulischen Werdegangs, die er bereits im EVZ N._ zu beschaffen versprach (A1/9 S. 5), bislang nicht einreichte. Für diese Unterlassung vermochte er anlässlich der Direktanhörung keine  Begründung geltend zu machen (A6/12 S. 3 Q. 5 und 6). Aufgrund der Akten drängt sich eher der Eindruck auf, er habe die  nicht eingereicht, weil deren Inhalt mit seinen Vorbringen  ist. Analoges gilt für den angeblich beim Schlepper  Reisepass, zu dem sich der Beschwerdeführer ebenso  äusserte wie zum Reiseweg. Es erübrigt sich, an dieser  nochmals auf die bereits von der Vorinstanz aufgezeigten Unstim-
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migkeiten einzugehen, zumal schon die Vorbringen, ein Schlepper habe ihn auf dem Flug begleitet und den Reisepass nach der Ankunft auf einem unbekannten italienischen Flughafen behalten,  erscheinen. Derartige Unstimmigkeiten im  mit der Schilderung des Reisewegs lassen auch Rückschlüsse auf die Glaubhaftigkeit einer geltend gemachten Verfolgungssituation zu (Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen  [EMARK] 1998 Nr. 17 E. 4b S. 150). Was schliesslich den vom Beschwerdeführer verfassten Brief vom 20. Juli 2006 an seine Mutter anbelangt, so kann mit diesem Dokument kein Beweis geführt werden, ist doch weder der tatsächliche Versand an die Mutter  noch der Zeitpunkt der Erstellung oder auch nur die Person des Ausstellers; an dieser Betrachtungsweise vermag auch das beigelegte Zustellcouvert nichts zu ändern. Dementsprechend gelingt es dem  auch im Beschwerdeverfahren nicht, die angebliche Flucht aus der im Übrigen unsubstanziiert geschilderten Haft glaubhaft zu machen.
6.
6.1 Subjektive Nachfluchtgründe liegen vor, wenn Flüchtlinge erst durch ihre Ausreise aus dem Heimat- oder Herkunftstaat oder wegen ihres Verhaltens nach der Ausreise Flüchtlinge im Sinne von Art. 3 AsylG werden. Subjektive Nachfluchtgründe begründen zwar die Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3 AsylG, führen jedoch  Art. 54 AsylG zum Ausschluss des Asyls, unabhängig davon, ob sie missbräuchlich oder nicht missbräuchlich gesetzt wurden.  werden Personen, welche subjektive Nachfluchtgründe  oder glaubhaft machen können, als Flüchtlinge vorläufig  (vgl. dazu die nach wie vor gültigen und zutreffenden  in EMARK 1995 Nr. 7 E. 7b und 8 S. 67 ff.; EMARK 2000 Nr. 16 E. 5a S. 141 f., mit weiteren Hinweisen).
6.2 Das BFM geht in der angefochtenen Verfügung davon aus, dem Beschwerdeführer könne die geltend gemachte illegale Ausreise aus dem Heimatstaat angesichts zahlreicher Unglaubhaftigkeitselemente nicht geglaubt werden. Indessen sind in casu den Akten keine  Hinweise zu entnehmen, die den Schluss zuliessen, der  habe den Heimatstaat den äusserst restriktiven  Eritreas zum Trotz auf legale Weise verlassen können, weshalb mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von einer  Ausreise auszugehen ist. Indem der Beschwerdeführer sein Hei-
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matland im militärpflichtigen Alter illegal verliess, setzte er einen Grund, im Falle einer Rückkehr Opfer von asylrechtlich relevanten  zu werden. In Eritrea wird ein derartiges Verhalten im Falle einer Heimreise hart bestraft (vgl. EMARK 2006 Nr. 3 S. 29 ff., vgl. auch EMARK 2004 Nr. 22 E. 5c S. 149/50). Aus diesem Grund wird dem Beschwerdeführer die Flüchtlingseigenschaft zuerkannt. In  von Art. 54 AsylG erhält er allerdings kein Asyl.
7. Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und  deren Vollzug an (Art. 44 Abs. 1 AsylG). Mangels entsprechender Anzeige der kantonalen Behörden kann der Beschwerdeführer nicht mit der Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung rechnen. Demnach  die Wegweisung zu Recht verfügt. Da der Beschwerdeführer  des Vorliegens subjektiver Nachfluchtgründe gemäss Art. 54 AsylG Flüchtling im Sinne des Asylgesetzes ist, gilt der Vollzug der Wegweisung in Nachachtung von Art. 83 Abs. 3 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG; SR 142.20]) i.V.m. Art. 5 Abs. 1 AsylG (sowie Art. 25 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 [BV, SR 101] und Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]) als unzulässig. Da sich aus den Akten keine Hinweise auf allfällige Ausschlussgründe im Sinne von Art. 83 Abs. 7 AuG , ist die vorläufige Aufnahme des Beschwerdeführers zu bestätigen.
8. Die angefochtene Verfügung ist daher zu bestätigen, soweit sie das Asylgesuch des Beschwerdeführers abweist und in der Folge die  aus der Schweiz anordnet. Sie ist demgegenüber aufzuheben, soweit sie die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers verneint und die Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs feststellt. Die  ist daher teilweise gutzuheissen, soweit die Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft beantragt wird. Im Übrigen ist sie abzuweisen.
9.
9.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens – welches rechnerisch als  Obsiegen zu beurteilen ist – wären die reduzierten Kosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Da die  des Beschwerdeführers indes nicht als aussichtslos zu erach-
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ten waren, hiess der zuständige Instruktionsrichter des  mit Verfügung vom 12. Oktober 2009 das Gesuch des  Beschwerdeführers um Erlass der Verfahrenskosten gut und verzichtete in der Folge auf die Erhebung eines Kostenvorschusses. Vorliegend ist nicht davon auszugehen, die finanzielle Lage des  habe sich zwischenzeitlich verändert, weshalb dieser weiterhin als mittellos im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG zu erachten ist. Es sind demnach keine Verfahrenskosten zu erheben.
9.2 Gemäss Art. 7 Abs. 1 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) kann die Beschwerdeinstanz der obsiegenden Partei eine Parteientschädigung für die ihr erwachsenen notwendigen Kosten zusprechen. Dem vertretenen Beschwerdeführer ist angesichts seines teilweisen Obsiegens eine reduzierte Parteientschädigung  (Art. 7 Abs. 2 VGKE). Der Rechtsvertreter hat keine  eingereicht, der Vertretungsaufwand kann aufgrund der Akten jedoch zuverlässig abgeschätzt werden, weshalb auf die Einholung einer  zu verzichten ist (vgl. Art. 14 Abs. 2 VGKE). Unter  der massgebenden Berechnungsfaktoren (Art. 9 - 11 und 13 VGKE) ist die um die Hälfte zu kürzende Parteientschädigung auf Fr. 600.-- (inkl. Auslagen und MWST) festzusetzen. Das BFM ist , dem Beschwerdeführer diesen Betrag als Parteientschädigung auszurichten.
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