Decision ID: 738ba0f1-e89f-4a8e-b209-72e2f8d24cd2
Year: 2021
Language: de
Court: BS_APG
Chamber: BS_APG_001
Canton: BS
Region: Northwestern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
Am 25. Juli 2019 stellte der Kanton Basel-Stadt (Beschwerdeführer), vertreten durch die Steuerverwaltung Basel-Stadt in der gegen A_ (Schuldnerin) angehobenen Betreibung Nr. [...] des Betreibungsamts Basel-Stadt beim Zivilgericht des Kantons Basel-Stadt ein Rechtsöffnungsbegehren für die kantonalen Steuern des Jahres 2000. Er beantragte die Erteilung der definitiven Rechtsöffnung für den Betrag von CHF 10'847.90 und der provisorischen Rechtsöffnung für den Betrag von CHF 184.50 sowie die Auferlegung der Betreibungskosten von CHF 111.30 an die Schuldnerin. Eventualiter verlangte er die definitive Rechtsöffnung für den Betrag von CHF 10'847.90 sowie die Auferlegung der Betreibungskosten von CHF 295.80 an die Schuldnerin. Subeventualiter verlangte er die definitive Rechtsöffnung für den Betrag von CHF 10'847.90 und den Betrag von CHF 184.50 sowie die Auferlegung der Betreibungskosten von CHF 111.30 an die Schuldnerin. Das Zivilgericht erteilte dem Beschwerdeführer am 20. Januar 2020 die definitive Rechtsöffnung im Umfang von CHF 10'847.90 und wies das weitere Begehren ab.
Die gegen diesen Entscheid erhobene Beschwerde des Beschwerdeführers wies das Appellationsgericht mit Entscheid vom 17. April 2020 ab. Gegen den Entscheid des Appellationsgerichts erhob der Beschwerdeführer am 3. Juni 2020 beim Bundesgericht Beschwerde in Zivilsachen, eventualiter subsidiäre Verfassungsbeschwerde. Darin beantragte er die Erteilung der provisorischen Rechtsöffnung für den Betrag von CHF 184.50. Eventualiter seien die Betreibungskosten von CHF 184.50 der Schuldnerin aufzuerlegen. Subeventualiter sei ihm (auch im abgewiesenen Teil) im Umfang von CHF 184.50 die definitive Rechtsöffnung zu erteilen.
Mit Urteil vom 30. April 2021 (5A_446/2020) hiess das Bundesgericht die Beschwerde in Zivilsachen gut, hob den Entscheid des Appellationsgerichts des Kantons Basel-Stadt vom 17. April 2020 vollumfänglich auf und erteilte dem Beschwerdeführer in der genannten Betreibung (auch im abgewiesenen Teil) die definitive Rechtsöffnung für den Betrag von CHF 184.50. Die Sache wurde zur Neuregelung der Kosten des kantonalen Verfahrens an das Appellationsgericht zurückgewiesen.
Der vorliegende Entscheid ist auf dem Zirkulationsweg ergangen.

Erwägungen
1.
Hebt das Bundesgericht einen kantonalen Entscheid auf und weist es die Sache an die kantonale Behörde zurück, hat diese ihrer neuen Entscheidung die rechtliche Begründung des Bundesgerichts zugrunde zu legen. Dabei hat sie sich auf das zu beschränken, was sich aus den für sie verbindlichen Erwägungen des Bundesgerichts als Gegenstand der neuen Entscheidung ergibt. Dieser ist insofern endgültig abgegrenzt (BGE 144 IV 214 E. 5.2.1 S. 220 und 123 IV 1 E. 1 S. 3; aus der Praxis des Appellationsgerichts statt vieler AGE BEZ.2019.27 vom 9. Januar 2020). Zum Entscheid ist das Dreiergericht des Appellationsgerichts zuständig (§ 92 Ziff. 6 des Gesetzes betreffend die Organisation der Gerichte und der Staatsanwaltschaft [GOG, SG 154.100]).
2.
2.1
Das Bundesgericht hat den angefochtenen Entscheid des Appellationsgerichts aufgehoben, dem Beschwerdeführer die definitive Rechtsöffnung (auch) für den Betrag von CHF 184.50 erteilt und die Sache lediglich zur Neuregelung der Kosten des kantonalen Verfahrens an das Appellationsgericht zurückgewiesen.
2.2
Im erstinstanzlichen Verfahren wurden die Gerichtskosten von CHF 400.– der Schuldnerin auferlegt, da der Beschwerdeführer grossmehrheitlich mit seinem Begehren durchgedrungen sei (Art. 106 Abs. 1 der Schweizerischen Zivilprozessordung [ZPO, SR 272] in Verbindung mit Art. 48 der Gebührenverordnung zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs [GebV SchKG, SR 281.35]). Mangels Begründung des Antrags und mangels substantiierter Ausführungen zu den Auslagen wurde keine Parteientschädigung zugesprochen (vgl. Entscheid des Zivilgerichts vom 20. Januar 2020 E. 7). An diesem Kostenentscheid ändert sich aufgrund des bundesgerichtlichen Entscheids nichts. Daran ist somit festzuhalten.
2.3
Mit dem Bundesgerichtsentscheid vom 30. April 2021 wurde der bereits im kantonalen Beschwerdeverfahren beim Appellationsgericht gestellte Subeventualantrag gutgeheissen. Damit ist von einem Obsiegen des Beschwerdeführers (auch) im kantonalen Beschwerdeverfahren auszugehen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens trägt die Schuldnerin die Prozesskosten (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Die Gerichtskosten für das kantonale Beschwerdeverfahren werden auf CHF 100.– festgelegt (vgl. Art. 61 in Verbindung mit Art. 48 GebV SchKG). Parteivertretungskosten sind keine angefallen, weshalb keine Parteientschädigung zuzusprechen ist.