Decision ID: 7d7583dd-ef9f-5f5e-be9e-478c78dd73cd
Year: 2007
Language: de
Court: SG_VG
Chamber: SG_VG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ A.A., geboren 1958, gelangte 1984 aus dem ehemaligen Jugoslawien in die
Schweiz. Seit 9. Oktober 1986 ist er mit seiner Landsfrau Ramize A.-S. verheiratet. Die
Eheleute haben zwei gemeinsame Kinder, die Tochter Merita, geb. 1982, und den Sohn
Dzeljalj, geb. 14. Juni 1991. Die Ehefrau und die beiden Kinder leben in Serbien. A.A.
lebt seit über 15 Jahren im Konkubinat mit der deutschen Staatsangehörigen Heike S.,
geb. 1948. Am 11. Mai 2004 erwarb A.A. das Schweizer Bürgerrecht. Am 18. Juli 2006
reiste Dzeljalj A. mit einem Touristenvisum in die Schweiz und zog zu seinem Vater. Am
16. August 2006 stellte dieser ein Familiennachzugsgesuch für seinen Sohn. Am 27.
September 2006 wies das Ausländeramt Dzeljalj A. aus der Schweiz weg. Dieser reiste
am 2. Oktober 2006 aus. Mit Verfügung vom 11. Januar 2007 wies das Ausländeramt
das Familiennachzugsgesuch für Dzeljalj A. ab. Zur Begründung führte es im
wesentlichen an, es stehe nicht das familiäre Zusammenleben im Vordergrund;
vielmehr solle dem nachzuziehenden Sohn kurz vor Erreichen der Mündigkeit eine
Arbeitsstelle und der Aufenthalt unter Umgehung der Kontingentierungsvorschriften
verschafft werden.
B./ Gegen die Verfügung des Ausländeramts erhob A.A. durch seinen Rechtsvertreter
mit Eingabe vom 26. Januar 2007 Rekurs, der vom Justiz- und Polizeidepartement mit
Entscheid vom 7. Juni 2007 abgewiesen wurde.
C./ Mit Eingaben seines Rechtsvertreters vom 25. Juni und 27. August 2007 erhob A.A.
Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem Antrag, der Rekursentscheid vom 7.
Juni 2007 bzw. die Verfügung des Ausländeramts vom 11. Januar 2007 seien
aufzuheben und das Ausländeramt sei anzuweisen, den Nachzug von Dzeljalj A. zu
bewilligen bzw. die Einreise und der Aufenthalt von Dzeljalj A. im Rahmen des
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Familiennachzugs seien zu bewilligen, eventuell sei die Angelegenheit zur Wahrung der
Rechte des Kindes an die Vorinstanz zurückzuweisen, unter Kosten- und
Entschädigungsfolge. Zur Begründung wird im wesentlichen vorgebracht, es sei eine
wesentliche Aenderung der Betreuungsverhältnisse eingetreten. Die Mutter des Sohnes
leide an erheblichen gesundheitlichen Störungen. Die vom Beschwerdeführer zur
Begründung seines Antrages gemachten weiteren Ausführungen werden, soweit
wesentlich, in den nachstehenden Erwägungen dargelegt und gewürdigt.
Die Vorinstanz beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 4. September 2007 unter
Hinweis auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids die Abweisung der
Beschwerde.

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Der
Beschwerdeführer ist zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 64 Abs. 1 in
Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerdeeingaben vom 25. Juni und 27.
August 2007 entsprechen zeitlich, formal und inhaltlich den gesetzlichen
Anforderungen (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2
VRP). Auf die Beschwerde ist einzutreten.
2. Nach Art. 17 Abs. 2 Satz 3 des Bundesgesetzes über Aufenthalt und Niederlassung
der Ausländer (SR 142.20, abgekürzt ANAG) haben ledige Kinder von Ausländern, die
in der Schweiz niedergelassen sind, Anspruch auf Einbezug in die
Niederlassungsbewilligung ihrer Eltern, wenn sie mit diesen zusammen wohnen und
noch nicht achtzehn Jahre alt sind. Diese Bestimmung gilt sinngemäss auch für
ausländische Kinder eines Schweizers (BGE 130 II 137 E. 2.1).
2.1. Der Sohn des Beschwerdeführers wurde am 14. Juni 1991 geboren und war somit
im Zeitpunkt des Familiennachzugsbegehrens weniger als achtzehn Jahre alt. Er hat
daher auch gestützt auf Art. 8 Ziff. 1 der Europäischen Menschenrechtskonvention (SR
0.101, abgekürzt EMRK) bzw. Art. 13 Abs. 1 der Schweizerischen Bundesverfassung
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(SR 101, abgekürzt BV) einen Anspruch auf eine Aufenthaltsbewilligung im Rahmen des
Familiennachzugs.
2.2. Zweck des Familiennachzugs ist es, das Leben in der Familiengemeinschaft zu
ermöglichen. Der Gesetzeswortlaut verdeutlicht, dass die rechtliche Absicherung des
Zusammenlebens der Gesamtfamilie angestrebt wird. Verlangt ist ausdrücklich, dass
die Kinder mit ihren Eltern zusammenwohnen werden. Die Nachzugsregelung ist mithin
auf Familien zugeschnitten, in denen die leiblichen Eltern einen gemeinsamen ehelichen
Haushalt führen (BGE 129 II 11 E. 3.1.1). Sind die Eltern voneinander getrennt oder
geschieden und hält sich der eine Elternteil in der Schweiz, der andere aber im Ausland
auf, kann es nicht um eine Zusammenführung der Gesamtfamilie gehen. In solchen
Fällen besteht kein bedingungsloser Anspruch auf Nachzug der Kinder. Der
nachträgliche Nachzug eines Kindes setzt diesfalls voraus, dass eine vorrangige
Bindung des Kindes zu dem in der Schweiz lebenden Elternteil nachgewiesen ist und
besonders stichhaltige familiäre Gründe, z.B. eine Aenderung der
Betreuungsmöglichkeiten, dieses Vorgehen rechtfertigen. Die Verweigerung einer
Bewilligung lässt sich in solchen Fällen nicht beanstanden, wenn die Familientrennung
von den Betroffenen ursprünglich selbst freiwillig herbeigeführt worden ist, für die
Aenderung der bisherigen Verhältnisse keine überwiegenden familiären Interessen
bestehen bzw. sich ein Wechsel nicht als zwingend erweist und die Fortführung und
Pflege der bisherigen familiären Beziehungen nicht behördlich verhindert wird (BGE
129 II 11 E. 3.1.3 mit Hinweisen). Stichhaltige Gründe für eine Aenderung der
Betreuungsverhältnisse dürfen nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht
leichthin bejaht werden. Es gelten hohe Beweisanforderungen an den Nachweis der
fehlenden Betreuungsmöglichkeit im Heimatland, zumal es aus integrationspolitischer
Sicht nicht erwünscht ist, dass Jugendliche erst kurz vor Erreichen der Altersgrenze in
die Schweiz geholt werden. Umso höhere Anforderungen sind zu stellen, je älter das
Kind ist bzw. je grösser die ihm in der Schweiz drohenden Integrationsschwierigkeiten
sind (BGE 129 II 11 E. 3.3.1).
2.3. Der Beschwerdeführer stellt den Antrag, Dzeljalj A. sei zu befragen. Das
Unterlassen der Befragung stelle eine Verletzung von Art. 12 Abs. 1 und 2 der UNO-
Kinderrechtekonvention (SR 0.107, abgekürzt KRK) dar. Diese Rüge ist unbegründet.
Es kann im Sinne des Antrags des Beschwerdeführers davon ausgegangen werden,
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dass dieser (auch) den Standpunkt seines Sohnes vertritt und dieser selbst eine
Uebersiedlung in die Schweiz ebenfalls befürwortet (vgl. BGE 124 II 368). Unter diesen
Umständen stellt ein Verzicht auf eine Befragung keine Verletzung der KRK dar.
2.4. Der Beschwerdeführer beantragt weiter die Befragung seiner Mutter, seiner
Ehefrau, seines Sohnes und seiner Tochter.
Bei der Feststellung der Betreuungsverhältnisse ist in der Regel auf objektive
Sachumstände abzustellen. Eine Befragung der direkt oder indirekt Betroffenen sowie
der am Ausgang des Verfahrens interessierten Personen erscheint nicht geeignet, den
massgebenden Sachverhalt zu ermitteln. Es ist davon auszugehen, dass diese
Personen die in der Beschwerde gemachten Angaben bestätigen. Ausserdem leben die
genannten Personen in Serbien, weshalb einer Befragung erhebliche Schwierigkeiten
entgegenstehen. Da von einer Befragung keine neuen und entscheidrelevanten
Erkenntnisse zu erwarten sind, wäre der erforderliche Aufwand für eine Befragung
unverhältnismässig.
Der Beschwerdeführer beantragt ausserdem, er selber sei zu befragen. Es ist davon
auszugehen, dass er die in der Beschwerde gemachten Angaben bestätigt. Auf eine
Befragung kann daher verzichtet werden.
2.5. Der Beschwerdeführer hält der Vorinstanz eine willkürliche Beweiswürdigung vor.
Er macht unter Berufung auf verschiedene Arztzeugnisse geltend, seine Ehefrau, seine
Mutter und seine Tochter seien aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr imstande,
seinen Sohn zu betreuen. Zutreffend hielt die Vorinstanz in diesem Zusammenhang
aber fest, dass in der schriftlichen Begründung des Familiennachzugsbegehrens vom
16. August 2006 keine gesundheitlichen Probleme der betreuenden Angehörigen
erwähnt wurden. Als Nachzugsgründe wurden vielmehr die enge Beziehung zwischen
dem Beschwerdeführer und seinem Sohn, der Wunsch des Sohnes, nach Abschluss
der Schulzeit zum Beschwerdeführer in die Schweiz zu ziehen, und das geordnete
Leben des Beschwerdeführers in der Schweiz angeführt. Auch im Gesuchsformular
wurde angeführt, der Sohn möchte beim Vater leben; er habe eine sehr enge
Beziehung zu diesem. Nachdem das Ausländeramt dem Beschwerdeführer am 6.
November 2006 die Abweisung des Nachzugsbegehrens in Aussicht gestellt hatte,
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reichte der Beschwerdeführer eine schriftliche Erklärung der Ehefrau vom 4. Dezember
2006 ein, worin erstmals (auch) gesundheitliche Gründe für ihr Einverständnis zum
Wegzug des Sohnes bzw. für die Uebertragung der elterlichen Sorge auf den
Beschwerdeführer vorgebracht wurden. Die Mutter hielt aber lediglich fest, sie sei
aufgrund ihres gesundheitlichen Zustands nicht in der Lage, sich um ihren Sohn zu
kümmern. Genauere Angaben machte sie nicht. Die Behauptung in der Stellungnahme
des Beschwerdeführers vom 21. Dezember 2006, die Ehefrau leide seit kurzem an
schweren Depressionen, lassen sich anhand der persönlichen, vor dem
Gemeindegericht abgegebenen Erklärung nicht nachvollziehen. Im Rekurs wurde
demgegenüber ausgeführt, die Ehefrau habe sich aufgrund ihrer starken Depressionen
einem stationären Kuraufenthalt unterziehen müssen, und der Beschwerdeführer habe
wegen der unveränderten gesundheitlichen Situation bzw. weil sich der
Gesundheitszustand seiner Ehefrau nicht gebessert habe, für seinen Sohn ein
Familiennachzugsgesuch gestellt. Unter diesen Umständen ist es aber nicht
nachvollziehbar, weshalb in den Eingaben vom 16. August 2006 der angeblich
beeinträchtigte Gesundheitszustand der Ehefrau mit keinem Wort erwähnt wurde.
Wenn der Gesundheitszustand der betreuenden Personen derart beeinträchtigt
gewesen wäre, wie in der Beschwerde geltend gemacht wird, und bei der Ehefrau
sogar ein stationärer Kuraufenthalt notwendig gewesen wäre, so hätte doch der
Beschwerdeführer oder seine Lebenspartnerin diesen Umstand zumindest erwähnt,
auch wenn es nachvollziehbar ist, dass das gute persönliche Verhältnis zwischen Vater
und Sohn ebenfalls angeführt wurde.
Im Rekursverfahren reichte der Beschwerdeführer ein am 25. Dezember 2006
ausgestelltes ärztliches Zeugnis ein. Darin werden unbestimmte und pauschale
Angaben zum Gesundheitszustand seiner Ehefrau gemacht. Diese sei in den letzten
Wochentagen schlecht gelaunt, willenlos, zänkisch mit dem Umfeld, beunruhigt,
schlafe nicht, habe starke Kopfschmerzen, im Familienkreis funktioniere es nicht, sie
entweiche dem sozialen Kontakt mit dem Umfeld, ab und zu melde sie sich in der
lokalen Praxis. Als neurologischer Befund wurde festgehalten: "Bewusst, richtig
orientiert in allen Richtungen, beim Denken mit depressivem Inhalt, subjektive
Beschwerden in den Wortausdrücken (Verbalismus), gestörte Verhältnisse in der
Erziehungssphäre". Inwiefern dies Symptome einer als Krankheit einzustufenden
Depression (gemäss Arztzeugnis Klassifikation F32.11) sind, erscheint fraglich. Bei
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objektiver Betrachtung handelt es sich jedenfalls nicht um Störungen, welche einer als
Krankheit einzustufenden Depression gleichkommen.
In dem im Beschwerdeverfahren beigebrachten Arztzeugnis vom 2. Juli 2007 wird eine
Erkrankung der Klassifikation F34.1 angegeben. Nach den vom Beschwerdeführer
eingereichten Unterlagen werden aber Patienten, die an einer solchermassen
klassifizierten gesundheitlichen Störung leiden, den Anforderungen des täglichen
Lebens gerecht (act. 2 des Beschwerdeführers, S. 3). Weshalb die Aerztin dennoch
festhielt, die Ehefrau sei unfähig für die Sorge um sich und die Familie, ist unerklärlich.
Im Beschwerdeverfahren wurde ein weiteres Arztzeugnis eingereicht. Darin wurde der
Tochter des Beschwerdeführers eine schwerwiegende Depression (Klassifikation F33.3)
bescheinigt. Die weiteren Angaben über Anamnese und den psychischen Status lassen
aber keine hinreichenden Merkmale einer schweren Störung gemäss Klassifikation
F33.3 erkennen. Im Nachzugsbegehren wurden übrigens auch bezüglich der Tochter
des Beschwerdeführers keine Angaben über eine gesundheitliche Störung gemacht.
Schliesslich wurde auch ein Arztzeugnis über den Zustand der Mutter des
Beschwerdeführers eingereicht. Dieses ist aber aufgrund der unleserlichen und
lückenhaften Angaben als Beweismittel untauglich.
Der Beschwerdeführer verliess seine Familie vor über fünfzehn Jahren, und während
dieser Zeit lebte seine Ehefrau mit den beiden Kindern und ihrer Schwiegermutter im
gemeinsamen Haushalt. Der Sohn lebte bis zum Alter von rund fünfzehn Jahren bei der
Mutter und besuchte den Vater in den Ferien. Dass nun schwere Depressionen der
Mutter einen Wechsel der Betreuungsverhältnisse begründen, ist aufgrund der
vorstehenden Erwägungen nicht nachgewiesen. Immerhin ist der Sohn des
Beschwerdeführers bereits über sechzehn Jahre alt und daher nicht mehr auf eine
intensive Betreuung angewiesen. Falls die Mutter und die Grossmutter tatsächlich
hilfebedürftig sind, kommt ihm und seiner erwachsenen Schwester zudem eine
Mitverantwortung für den gemeinsamen Haushalt zu. Der Sohn ist bereits derart
selbständig, dass er vor über einem Jahr die Reise von der Heimat in die Schweiz allein
unternehmen konnte. Im übrigen ist dem Beschwerdeführer in Erinnerung zu rufen,
dass er mit der angeblich schwer kranken Ramize A. nach wie vor verheiratet ist. Er
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hielt in einer Erklärung vom 29. August 2006 gegenüber der Verwaltung der Gemeinde
Presevo fest, er be-stätige, dass er im gleichen Haushalt mit seiner Ehefrau und seinen
beiden Kindern lebe, und machte ausdrücklich geltend, er lebe mit seiner Ehefrau
zusammen. Wenn er unter den behaupteten Umständen seinen Sohn in die Schweiz
holt, würde dies bedeuten, dass er seine angeblich schwer kranke Ehefrau, seine
schwer kranke Tochter sowie die angeblich des Gehens kaum mehr fähige Mutter sich
selbst überlassen würde. Wer unter solchen Voraussetzungen die Uebersiedlung
seines Sohnes in die Schweiz mit dem Argument der Familienzusammenführung
begründet, handelt nachgerade rechtsmissbräuchlich.
Erklärtermassen wollte der Beschwerdeführer, dass sein Sohn die Schule im
Herkunftsland abschloss. Er verhinderte somit eine frühzeitige Integration. Selbst wenn
ein bedingungsloser Anspruch auf Familiennachzug bestehen würde, müsste das erst
nach Schulabschluss des Sohnes gestellte Gesuch als missbräuchlich qualifiziert
werden, nachdem der Beschwerdeführer während Jahren darauf verzichtet hatte,
seinen Sohn in die Schweiz nachzuziehen.
2.6. Zusammenfassend gelangt das Verwaltungsgericht zum Schluss, dass eine
wesentliche Aenderung der bisherigen Betreuungssituation nicht nachgewiesen ist.
Stichhaltige Gründe, weshalb das familiäre Zusammenleben nicht bereits früher
ernsthaft angestrebt wurde, liegen nicht vor. Aufgrund der diversen Schreiben im
Rekursverfahren und der vorstehenden Erwägungen ist davon auszugehen, dass das
Familiennachzugsbegehren in erster Linie deshalb gestellt wurde, um dem Sohn eine
Aufenthaltsbewilligung unter Umgehung der Kontingentierungsvorschriften zu
verschaffen. Die Vorinstanz hat daher die Abweisung des Nachzugsbegehrens zu
Recht bestätigt, weshalb die Beschwerde als unbegründet abzuweisen ist.
3. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
Entscheidgebühr von Fr. 2'000.-- ist angemessen (Ziff. 382 Gerichtskostentarif, sGS
941.12). Sie ist mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu verrechnen.
Ausseramtliche Entschädigungen sind nicht zuzusprechen (Art. 98bis VRP).