Decision ID: 8e2c8588-26f5-40a8-b2b2-c58574db7595
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1960,
arbeitete
in einem 100
%
Pensum als
Gleis
bauar
beiter
(Frag
ebogen für den Arbeitgeber vom 1
9.
November 1993,
Urk.
7/7)
, als er am 1
9.
November 1992 einen Unfall erlitt (Feststellungsblatt für den Beschluss vom
7.
März 1993,
Urk.
7/11)
. Am
2
6.
Oktober 1993 (Eingangs
datum)
meldete
er
sich
bei der
Invalidenversicherung
zum Bezug von IV-Leis
tungen an (
Urk.
7/3).
Die damalige IV-Kommission des Kantons Zürich
sprach dem Ver
sicherten mit Präsidialbeschluss vom 1
1.
März 1994
eine ganze Rente
ab dem 1
9.
November 1993
zu
(
Urk.
7/13).
Der zuständige Unfallversicherer, die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA)
,
gewährte mit Verfügung vom 2
1.
August 1995 ein
e Invalidenr
ente
bei einem Invaliditätsgrad
von 10
%
(
Urk.
7/21 S. 1 f.).
Mit Verfügung vom 2
1.
Dezember 1995 wurde die IV-Rente
durch die IV-
Stelle gestützt auf einen
Invaliditätsgrad von 10
%
wieder
aufge
hoben (
Urk.
7/32
S.3
).
1.2
Aufgrund eines
weiteren
Unfalls
meldete sich
der Versicherte am
9.
August
2004
erneut bei der Invalidenversicherung an und beantragte eine ganze Rente
(
Urk.
7/36)
.
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, ver
fügte am
7.
August 2008
, dass dem Versicherten gestützt au
f einen
Invaliditäts
grad
von 53
% eine halbe Invalidenrente ab
1.
Oktober 2004 zustehe (
Urk.
7/98).
Diese
Verfügung
erwuchs unangefochten in Rechtskraft.
Am
2.
November 2009 teilte die IV-Stelle dem Versicherten
mit, die Überprü
fung des Invaliditätsgrades habe keine rentenbeeinflussen
de Änderung ergeben, weshalb
weiterhin Anspruch auf eine
halbe
IV-Rente
bestehe
(
Mitteilung
vom
2.
November 2009,
Urk.
7/105).
V
on August 2010 bis Juli 2011
nahm der Versicherte
am Programm von
Y._
teil, um eine Arbeitsstelle zu f
inden (
Mitteilung
betreffend
Arbeitsvermittlung vom 2
9.
September 2010,
Urk.
7/
118). Nach einem Jahr wurde das Programm beendet
,
ohne dass
er eine neue Stelle
gefu
nd
en hätte
(
Abschlussbericht
Y._
vom 1
1.
Oktober 2011,
Urk.
7/
124).
1.3
Mit Schreiben vom
2
3.
Januar 2012
(Eingangsdatum)
ersuchte der Versicherte
um eine Rentenrevision, da sich sein Gesundheitszustand verschlechtert habe (
Urk.
7/
125).
Die IV-Stelle
tätigte Abklärungen in erwerblicher und medizini
scher Hinsicht und
holte ein polydisziplinäres Gutachten beim
Z._
ein
(
Gutachten vom 1
0.
Juli 2013,
Urk.
7/148)
. Mit
Vorbescheid vom 2
2.
November 2013 (
Urk.
7/155)
wurde dem Versicherten die Aufhebung der Rente in Aussicht gestellt, worauf er
am 1
1.
Dezember 2013 Einwand
erhob (
Urk.
7/158
, mit
Ergänzung vom
2
1.
Dezember 2013
,
Urk.
7/162)
.
Am
2
8.
Februar 2014 (
Urk.
2)
verfügte die
IV
Stelle
wie vorbeschieden
,
dass die Rente
nach Zustellung der Verfügung auf Ende des folgenden Monats
aufgehoben werde
.
2.
Am 1
2.
März 2014 reichte der Versicherte Beschwerde ein (
Urk.
1) und bean
tragte, die
angefochtene Verfügung vom
2
8.
Februar 2014
(
Urk.
2)
sei aufzuhe
ben und
ihm
sei mindestens die bisherige Rente zu
zusprechen
. Eventualiter sei die angefochtene Verfügung aufzuheben
,
eine neue polydisziplinäre Abklärung in Auftrag zu geben
und danach
n
eu zu entscheiden.
Die Beschwerdegegnerin ersuchte mit
Vernehmlassung
vom
2.
Mai 2014 um Abweisung der Beschwerde
(
Urk.
6
unter Beilage ihrer Akten,
Urk.
7/1-178
), was dem Beschwerdeführer
mit Mitteilung vom
1
4.
Mai 2014
zur Kenntnis gebracht wurde
(
Urk.
8
).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
Strittig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer weiterhin Anspruch auf eine Invalidenrente hat.
Gestützt auf das Gutachten der
Z._
hielt die
Beschwerde
gegnerin
in der angefochtenen Verfügung (
Urk.
2) dafür, dass dem Beschwer
deführer eine behinderungsangepasste Tätigkeit zu 100
%
aktuell und künftig zumutbar sei. Der Beschwerdeführer
brachte
demgegenüber im Wesentlichen vor, dass sich die medizinische Situation verschlimmert habe, was seit Juni 2012 eine zusätzliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit auch für adaptierte Tätigkeiten nach sich ziehe (
Urk.
1 S. 3 f.) Es existiere kein Tätigkeitsspektrum auf dem freien Arbeitsmarkt, bei dem
er
ein rentenausschliessendes Einkommen verdienen könne. Bekanntlich seien die oberen Extremitäten nach dem Kopf die wichtigsten Organe, die bei jeder Erwerbstätigkeit von eminenter Bedeutung seien (
Urk.
1 S. 4). Kein Mediziner habe eine Verbesserung des medizinischen Gesundheitszustandes attestiert; im Gegenteil. Auch die Gutachter würden von einer Verschlimmerung der medizinischen Situation ausgehen. Da unstreitig keine
syndromalen
Beschwerden vorlägen
,
sei unter diesen Umständen eine Rentenrevision -
“
quasi auf Basis einer medizinischen Neubeurteilung
“
-
nicht
und erst recht keine Rentenaufhebung möglich und rechtlich gestattet (
Urk.
1 S.
5).
2.
2
.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung,
IVG
).
2
.2
2
.2.1
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revisi
onsgrund
im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung,
Beweiswür
digung
und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hinweisen).
2
.2.2
Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist eine Verfügung verzichtbar, wenn bei einer von Amtes wegen durchgeführten Revision keine
leistungsbe
einflussende
Änderung der Verhältnisse festgestellt wurde (
Art.
74
ter
lit
. f
der Verordnung über die Invalidenversicherung, IVV
) und die bisherige Invaliden
rente daher weiter ausgerichtet wird. Wird auf entsprechende Mitteilung hin keine Verfügung verlangt (
Art.
74
quater
IVV), ist jene in Bezug auf den
Ver
gleichszeitpunkt
einer (ordentlichen) rechtskräftigen Verfügung gleichzustellen (Urteile des Bundesgerichts 9C_771/2009 vom 10. September 2010 E. 2.2 und 9C_586/2010 vom 15. Oktober 2010 E. 2.2 mit Hin
weisen).
2
.3
Ändert sich der Grad der Invalidität des Rentenbezügers in einer für den Anspruch erheblichen Weise, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17 ATSG).
Dieser Revisionsordnung geht jedoch der Grundsatz vor, dass die Verwaltung befugt ist, jederzeit von Amtes wegen auf formell rechtskräftige Verfügungen oder
Einspracheentscheide
, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Beurteilung gebildet haben, zurückzukommen, wenn sie zweifellos unrichtig sind und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (
Art.
53
Abs.
2 ATSG). Unter diesen Voraussetzungen kann die Verwaltung eine Rentenverfügung auch dann abändern, wenn die Revisionsvoraussetzungen des
Art.
17 ATSG nicht erfüllt sind. Wird die zweifellose Unrichtigkeit der ursprünglichen
Rentenver
fügung
erst vom Gericht festgestellt, so kann es die auf
Art.
17 ATSG gestützte Revisionsverfügung mit dieser substituierten Begründung schützen (BGE 125 V 368 E. 2).
Die Wiedererwägung dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsan
wendung. Ein Zurückkommen auf eine rechtskräftige Verfügung unter diesem Rechtstitel setzt Unvertretbarkeit der darauf beruhenden Leistungszusprechung vor dem Hintergrund der damali
gen Sach- und Rechtslage voraus.
Es darf kein vernünftiger Zweifel daran möglich sein, dass die Verfügung unrichtig war; ei
nzig dieser Schluss ist denkbar.
Eine klare Verletzung des
Untersuchungs
grundsatzes
(
Art.
43
Abs.
1 ATSG) mit der Folge, dass die Leistungszusprechung
auf einer offenkundig unvollständigen oder widersprüchlichen Aktenlage erfolgte, bei Renten etwa die Invaliditätsbemessung auf keiner nachvollziehba
ren ärztlichen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit beruhte, kann ein
Wiederer
wägungsgrund
im Sinne von
Art.
53
Abs.
2 ATSG sein. Als zweifellos unrichtig kann die betreffende Verfügung indessen erst gelten, wenn mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ein Sachverhalt erstellt werden kann, gestützt auf den ein umfangmässig geringerer oder sogar kein Leistungsanspruch resultierte
(
Urteil des Bundesgerichts 9C_816/2013 vom 2
0.
Februar 2014 E. 1.1 mit Hinweisen
).
2
.
4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist ent
scheidend, ob es für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderli
chen allseitigen Untersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berück
sichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person aus
einander setzt - was vor allem bei psychischen Fehlent
wicklungen nö
tig ist -, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die
rechts
anwendende
Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U.
Meyer-Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutachten,
3.
Aufl. 1994, S. 24 f.).
3.
3.1
Die
Rentenzusprache
mit
Verfügung vom
7.
August
2008 stützt
e
sich im Wesentli
chen auf das
von der SUVA und der
Beschwerdegegnerin
gemeinsam eingeholte
polydisziplinäre
Gutachten der Klinik
A._
vom 1
5.
Januar 2008
(
Urk.
7/83; Schreiben der
Beschwerdegegnerin
vom
1.
Dezem
ber 2006 betreffend zusätzliche
Gutachterfragen,
Urk.
7/66)
. Darin
stellten die Ärzte fol
gende Diagnosen
(
Urk.
7/83 S. 29)
:
Lumbovertebrales
bis
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom
rechtsbe
tont
Differentialdi
agnose: mögliche
radikuläre
Rei
zung über L5 rechts mit konsekutiver Minderbelastung und Atrophie der Muskulatur
MRI vom 7.10.05 (
B._
)
Diskusprotrusion
L5/S1 mit
Steno
sierung
foraminal
L5/S1
rechts
Cervic
othorakovertebrales
Schmerzsyndrom
Abgeflachte
Brustwirbelsäule
(
BWS
)
und Skoliose nach links der Wir
belsäule
Insuffiziente
Scapulastabilisierungsfähigkeit
Chronisches Schulter-Arm-Syndrom links Status nach axialem
Schulter
trauma
links (28.
1
0.2003) mit/bei:
Status nach offener Schulterstabilisierung links nach Eden/Lange/
Hybinett
-Operation 03/1993 und Status nach
Schulterlu
xation
links am 19.1
2
.1992 mit Reposition in Kurznarkose
Integritätsrente 16
%
durch SUVA
Dekonditionierung
Rhizarthrose
links mehr als rechts
Depressive Episode leicht bis mittelschwer, differentialdiagnostisch rezidi
vierende depressive Störung, gegenwärtig leichte bis mittelgradige Episode; relevante psychosoziale Belastung
en
(seit Jahren)
Die Ärzte
hielten
in
Bezug
auf die Arbeitsfähigkeit
dafür
, dass von Seiten der linken Schulter bereits
in der Vergangenheit
ein gewisser Gesundhei
tsschaden attestiert worden sei. Dieser habe sich ihrer Ansicht nach nicht verändert. Eine Anpassung der Beurteilung sei somit nicht nötig.
Aufgrund der übrigen Befunde mit vor allem der
Dekonditionierung
und leichten degenerativen Veränderun
gen
lumbosacral
sei die Arbeitsfähigkeit ak
tuell deutlich eingeschränkt. Der Beschwerdeführer
könne zum Beispiel nur kurz
e Zeit sitzen oder g
ehen. Über
-
Kopf
-
A
rbeiten respektive Knien oder Rotationsbewegungen mit
Zwangs
po
sitionen
seien für ihn
schmerzhaft. Eine
Dekonditionierung
sei grundsätzlich ein Zustand, welcher therapeutisch
reversibel gemacht werden könne, wobei die Reversibilität dieses Zustandes im Wesentlichen von der Compliance des Betroffenen abhänge (
Urk.
7/83 S. 32 f.).
Die Arbeitsfähigkeit sei seit rund 2003 in der Art wie oben beschrieben einge
schränkt. Es sei auch damals eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit 2004 ab Oktober 2003 von
Dr.
C._
attestiert worden. Die Befunde liessen sich aber insbeson
dere durch den
Dekonditionierungszustand
und teils durch die
Anpassungsstö
rung
begründen. Die eigentlichen organischen Pathologien hätten den Patienten wesentlich weniger eingeschränkt.
Eine angepasste Tätigkeit
mit
Wechselbe
lastungen
sollte
zu mindestens 50
% zumutbar sein
(
Urk.
7/83 S. 33
)
.
Aus somatischer Sicht bestünden Einschränkungen von Seiten der Schulter, wie sie von der SUVA bereits abgegolten würden.
Der Rücken und vor
allem die rechtsseitigen Beinschmerzen seien limitierend
für gewisse Arbeiten
.
Der Beschwerde
führer
könne wegen der ungenügenden
Muskul
ar
isierung
des Rumpfes ungenügend lange Stehen und Gehen. Eine wechselbelastende Tätig
keit mit Sitzen, wenig Gehen und auch Stehen sei ihm zumutbar. Eine primär sitzende Tätigkeit könnte eher nach einer
Rekonditionierungsphase
von
vielleicht 6 Monaten
wieder
aufgenommen
werden
.
D
as Pensum könn
e
mit 50
% begonnen werden
. Eine weitere Steigerung sei durchaus denkbar. Die
Rhizarthrose
der linken Hand schränke die Arbeitsfähigk
eit nicht primär ein, da ihm zum aktuellen Zeitpunkt
keine schweren Tätigkeiten zumutbar seien (
Urk.
7/83 S. 33 f.).
3.2
Die
angefochtene
Verfügung vom 2
8.
Februar 2014 stützt
sich
in medizinischer Hinsicht auf das
von der
Beschwerdegegnerin
in Auftrag gegebene
polydiszipli
näre
Gutachten des
Z._
vom 1
0.
Juli 2013 (
Urk.
7/148
;
vgl. auch
Feststel
lungsblatt
für den Beschluss vom 2
2.
November 2013,
Urk.
7/153;
Feststel
lungsblatt
Einwand vom 2
8.
Februar 2014,
Urk.
7/172
). Darin hielten d
ie Ärzte
folgende D
iagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit fest:
Nicht frische, schlaffe proximale Armparese rechts mässiger Ausprägung
Differentialdiagnose: motorisches
radikuläres
Ausfall
s
syndrom C5 beziehungsweise C6 bei mehrsegmentalen degenerativen Verände
run
gen der Halswirbelsäule mit
Foraminalstenose
C5/6 rechts und Stenosen des
cervikalen
Spinalkanals C4/5 und C5/6 (MRT vom 08.10.2012)
residuell
nach neuralgischer
Schulteramyotrophie
06/2012
Lumbovertebrales
und
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom ohne
radi
ku
läres
Reiz- und Ausfallssyndrom an den unteren Extremitäten
bei degenerativen Veränderungen distal lumbal mit diskogen-beding
ter
Foraminalstenose
lumbosakral
rechts
Atrophie des rechten Oberschenkels ohne klinische Befunde einer neuro
ge
nen Läsion
Differentialdiagnose: bei Minderbelastung schmerzbedingt
Status nach Schulterstabilisierung links 03/1993 wegen habitueller
Schul
terluxation
links und beginnende
Omarthrose
links und Status nach mehreren sturzbedingten Traumatisierungen der linken Schulter mit persistierendem Schmerzsyndrom
Als Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit hielten sie fest:
Umschriebene
Hydromyelie
auf Höhe Th2 ohne Hinweise auf eine Läsion langer Rückenmarksbahnen
Hypercholesterinämie, anamnestisch
Anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung
Rezidivierend depressive Störung, gegenwärtig remittiert
Sie führten aus, dass der Beschwerdeführer aufgrund der Gesundheitsstörungen am Bewegungsapparat für die frühere Tätigkeit im Gleisbau voll arbeitsunfähig sei. In einer adaptierten Tätigkeit als Reiniger/Hauswart habe er vom
1.
November 2008 bis 3
0.
April 2010 in einem 50%-Pensum gearbeitet.
Dazu sei zu bemerken, dass gemäss Gutachten der Klinik
A._
(
Urk.
7/83) eine
Steigerung des 50%-Pensum zu erwarten gewesen sei. Bezogen auf die Diagnosen am Bewegungsapparat und
auch entsprechend
den klinischen Befunden, wie sie sich aktuell und gemäss Aktenlage präsentiert hätten, auch bezüglich der psychiatrischen
Diagnostik und Entwicklung, wäre
eine
höhergra
dige
Arbeitsfähigkeit zumutbar gewesen.
Dies betreffe die Zeit bis Juni 2012, als zusätzliche Beschwerden im Bereich des rechten Armes/Schulter aufgetreten seien. Eine genauere Angabe zur Arbeitsfähigkeit im Zeitrahmen bis Juni 2012 könne allerdings retrospektiv nicht gemacht werden (
Urk.
7/148 S.
59).
Seit Juni 2012 sei es zu zusätzlichen Beschwerden am Bewegungsapparat gekom
men
, die aktuell ausführlich im neurologischen Teilgutachten dokumen
tiert und beurteilt würden
. Entsprechend
den aufgeführten Diagnosen bestehe seit Juni 2012 eine zusätzliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit auch in adaptierter Tätigkeit. Es
seien ihm nur noch Arbeiten unterhalb der
Schulterho
rizontalen
mit Gewichtsbelastungen bis maximal 2 kg bezüglich des rechten Armes zumutbar, sofern diese Tätigkeiten rückenadaptiert bezüglich der Hals- und Lendenwirbelsäule ausgeführt werden können. En
t
sprechend sei für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Reiniger / Hauswart ab 2012 ebenfalls von einer vorerst andauernden 100%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen. Unter Einhal
tung der obigen
Limiten
bestehe
dagegen
eine volle Arbeitsfähigkeit unter
Berücksichtigung der somatischen und psychiatrischen Beurteilung (
Urk.
7/148 S. 59).
4.
4.1
Die klare Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes mit der Folge, dass die
Leis
tungszusprechung
auf einer offenkundig unvollständigen oder widersprüchli
chen Aktenlage erfolgte, insbesondere die Invaliditätsbemessung gestützt auf keine nachvollziehbare ärztliche Einschätzung der Arbeitsfähigkeit
erging
, ist ein Wiedererwägungsgrund im Sinne von
Art.
53
Abs.
2
ATSG (
vgl. E. 2
.3
).
4.2
Das Gutachten der Klinik
A._
vom 1
5.
Januar 2008 (
Urk.
7/83), worauf sich die Rentenverfügung vom
7.
August 2008 (
Urk.
7/98) stützte,
ist unklar und widersprüchlich. Auf die Frage, ob ein Gesundheitsschaden bestehe, der eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bewirke, hielten die Ärzte fest, dass von Seiten der linken Schulter bereits früher ein gewisser Gesundheitsschaden attestiert w
o
rde
n sei
, der sich nicht verändert habe. Aufgrund der übrigen Befunde mit vor allem
Dekonditionierung
und leichten degenerativen Verän
derungen
lumbosacral
sei die Arbeitsfähigkeit aktuell deutlich eingeschränkt.
Der Beschwerdeführer
könne nur kur
z
sitzen oder gehen. Eine
Dekondi
tionierung
sei ein Zustand, welcher dank Therapien reversibel gemacht werden könne
(
Urk.
7/83 S. 32 f.)
.
Die Ärzte notierten in Bezug auf das Ausmass einer allfälligen dauerhaften Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit in bisheriger und angepasster Tätigkeit, dass die Arbeitsfähigkeit
seit rund 2003 in der Art wie oben beschrieben einge
schränkt
sei
. Es
sei
auch damals eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit 2004 ab Oktober 2003 attestiert
worden
.
Eine angepasste Tätigkeit mit
Wechselbelastun
gen
sei zu mindestens 50
%
zumutbar. Dank einem intensiv durchgeführten Heimprogramm unter Supervision hätte sich der Patient
rekonditionieren
kön
nen und die muskulären
Dysbalancen
wären zurückgegangen.
Im Verlauf seien so nun aber zunehmend Veränderungen durch das chronische Fehlverhalten entstanden, so dass nicht aufgrund von organischen Pathologien
,
sondern vor
wiegend aufgrund der nachweisbaren Störung in der Adaptation Schmerzen entstanden seien, welche nicht in einer ausreichenden Korrelation zu nachweis
baren organischen Pathologien stehen würden (
Urk.
7/83 S. 33).
Die Ärzte hielten bezüglich der Frage, ob bei einer Einschränkung der Arbeitsfä
higk
eit die psychosozialen Faktoren
überwiegen
würden
oder dies
e
auf ein psy
chisches oder somatisches Leiden mit Krankheitswert zurückzuführen sei, fest, dass aus somatischer Sicht Einschränkungen von Seiten der Schulter bestünden. Der Rücken und vor allem die rechtsseitigen Beinschmerzen seien limitierend für gewisse Arbeiten. Der
Beschwerdeführer
könne wegen der ungenügenden
Muskularisierung
des Rumpfes ungenügend lange
s
tehen und
g
ehen. Eine wechselbelastende Tätigkeit mit Sitzen, wenig Gehen und Stehen sei zumutbar. Eine primär sitzende Tätigkeit könne eher nach einer
Rekonditionierungsphase
von vielleicht 6 Monaten wieder aufgenommen werden. Ein Pensum könnte mit 50
%
begonnen werden, eine weitere Steigerung sei durchaus denkbar (
Urk.
7/83 S. 33).
4.3
Aufgrund der widersprüchlichen Angaben sowohl bezüglich der zumutbaren Tätigkeit
(Anteil Sitzen, Stehen oder Gehen)
, der Arbeitsfähigkeit
in angepasster Tätigkeit (50
%
oder mehr)
als auch der unklaren Angaben, worauf genau die Arbeitsunfähigkeit zurückzuführen ist
(
o
rganische Pathologien oder Störung in der Adaption)
, hätte die IV-Stelle ihre ursprüngliche Verfügung nicht auf das Gutachten der Klinik
A._
stützen dürfen.
Insbesondere
ist
darauf hinzu
weisen, dass eine
Dekonditionierung
nicht invalidisierend ist
, da Invalidität definitionsgemäss auf Dauer beruht und eine
Dekonditionierung
mit einer zumutbaren Willensanstrengung verbessert werden kann (
vgl. Urteil des Bun
desgericht
s I 884/05 vom 1
5.
März 2006, E
. 2.2).
Entsprechend hielten die Ärzte im Gutachten der
Z._
fest, dass dem Beschwerdeführer bis Juni 2012 eine
höhergradige
Arbeitsfähigkeit zumutbar gewesen wäre (
Urk.
7/148 S. 59).
Da sich die ursprüngliche Rente
nverfügung vom
7.
August 2008 (
Urk.
7/
98) auf ein unklares Gutachten
stützt
e
, wäre
zu prüfen
, ob sie nicht zweifellos u
nrichtig ist. Vorliegend ist
dies
verzichtbar
,
da
-
wie folgend gezeigt wird
-
ein
Revisions
tatbestand
erstellt
ist
.
5.
5.1
Strittig und zu prüfen ist die Frage, ob zwischen dem Zeitpunkt der dem Beschwerdeführer eine ganze Invalidenrente zusprechenden Verfügung vom
7.
August 2008 (
Urk.
7/98) und der angefochtenen rentenaufhebenden Verfü
gung vom 2
8.
Februar 2014 (
Urk.
2) eine anspruchserhebliche Änderung der Verhältnisse stattgefunden hat. Nicht massgeblich erscheint das mit Mitteilung vom
2.
November 2009 (
Urk.
7/105) abgeschlossene Revisionsverfahren, da in dessen Rahmen keine
materielle Prüfung des Rentenanspruchs mit
rechtskon
former
Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung vorgenommen wurde (E. 2.2.1
).
Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenan
spruch zu beeinflussen.
Dabei genügt nicht bereits „irgendeine“ Veränderung im Sachverhalt. Insbesondere bedeutet eine weitere Diagnosestellung nur dann eine revisionsrechtlich relevante Gesundheitsverschlechterung, wenn diese verän
derten Umstände den Rentenanspruch berühren (BGE 141 V 9 E. 5.2).
Gemäss Gutachten der
Z._
liegen seit Juni 2012 neue Beschwerden am Bewe
gungsapparat vor. Der Beschwerdeführer könne neu nur noch Arbeiten unter
halb der Schulterhorizontalen mit Gewichtsbelastungen bis maximal 2 kg bezüglich des rechten Armes ausführen und dies nur, sofern diese Tätigkeiten rückenadaptiert bezüglich Hals- und Lendenwirbelsäule ausgeführt werden können (
Urk.
7/148 S. 59).
Die neuen Beschwerden und der damit einherge
hende stärker eingeschränkte Arbeitsbereich sind geeignet, zu einer abweichen
den Beurteilung des Rentenspruchs zu führen.
Die V
oraussetzung
für eine Rent
enrevision ist somit erstellt.
Ist e
in
Revisions
grund
gegeben, ist der Rentenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfassend (“allseitig“) zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilun
gen besteht
(
BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
5
.2
5
.2.1
Der Beschwerdeführer führte in seiner Beschwerdeschrift (
Urk.
1) aus, dass im Gutachten der
Z._
(
Urk.
7/148) abrupt und ohne nähere Begründung festge
halten werde, dass eine volle Arbeitsfähigkeit für leichte Tätigkeiten bestehen würde. Diese vollkommen unerwartete und sämtliche Beschwerden des Bewe
gungsapparates nicht berücksichtigende Beurteilung werde mit jeder gewünschten Deutlichkeit angefochten. Selbst für einen Laien sei ersichtlich, dass ein Versicherter mi
t ma
ssiven Rückendeformationen und der
an
massi
ve
n
Beschwerden i
n beiden oberen Extremitäten sowie
in Beinen und Schultern
leide
, in keinem
Beruf zu 100
%
tätig sein könne.
Es sei eine Neuabklärung vor
zunehmen, die sämtliche Besc
hwerden des
Beschwerdeführers
würdige
, insbe
sondere die Beschwerden an Wirb
elsäule und an beiden Schul
tern
/
Ober
extremi
täten
.
5
.2.2
Entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers w
ur
d
e
insbesondere
die voll
ständige
Arbeitsfähigkeit
in einer angepassten Tätigkeit durch die Ärzte
im Gutachten der
Z._
schlüssig begründet.
So
hielt
Dr.
med.
D._
, Rheuma
tologie FMH,
fest, d
ass
in der aktuellen klinischen Untersuchung
de
utlich Zeichen einer Schmerzfehlverarbeitung im Vordergrund
stünden. Es fänden sich Bewegungseinschränkungen und Schmerzprovokationen unter
Untersuchungs
bedingungen
, welche direkt ausserhalb nicht mehr in dieser Art vorhanden seien. Es seien Selbstlimitierungen, zitternde Bewegungen und wiederholt plötzliche Schmerzangaben ohne
Gegeninnervationen
festgehalten worden.
Es seien auch unübliche Schme
rzprovokationen vorhanden, zum B
eispiel
seien
in Rückenlage
bei leichter Abdukt
ion im Hüftgelenk
heftige Kreuzschmerzen auf
getreten. Diese seien vergleichbar mit dem
Lasègue
-Manöver im Sinne der Fle
xion der gestreckten Beine, was ebenfalls zu heftigen Kreuzschmerzen geführt habe. Unmittelbar vorher habe
der Beschwerdeführer
unter Ablenkung aber die Langsitzposition einnehmen können.
Klinisch fänden sich derzeit keine Zeichen eines CRPS Typ I, insbesondere könnten keine asymmetrischen Veränderungen bezüglich Hau
t
feuchtigkeit oder Hautfarbe beobachtet werden. Gut passend zu dieser Beurteilung hätten auch
therapeutischerseits
keine eigentlichen Resultate erzielt werden können. Allerdings hätten die bisherigen Therapiemassnahmen in erster Linie auf somatische Beschwerden gezielt, was in Anbetracht der aktuel
len Klinik unbedingt zu ergänzen sei. Verglichen mit den Angaben im rheuma
tologischen Teilgutachten der Klinik
A._
vom 1
5.
Januar 2008 (
Urk.
7/83) fänden sich vor allem vermehrte Zeichen einer
Schmerzfehlverar
beitung
, respektive Selbstlimitierung (
Urk.
7/148 S. 34
).
5.2.3
PD.
Dr.
med.
E._
, Neurologie FMH,
hielt nach
einer umfassenden Untersu
chung fest, dass sich entsprechend den anamnestischen Angaben des
Beschwerdeführers
bei der neurologischen Untersuchung vielfältige Befunde ergäben, welche nur zum Teil objektivierbar seien.
Muskeln an beiden oberen Extremitäten sowie am rechten Bein würden unter Angabe von Schmerzen
unterschiedlicher Lokalisation, welche teilweise durch bestehende
skelettale
beziehungsweise
arthrogene
Veränderungen begründet seien, stark wechselhaft innerviert.
Die beschriebenen Sensibilitätsstörungen an Arm und Bein seien aufgrund ihres Verteilungsmusters weder segmental noch einem peripheren
Innvervationsgebiet
zuzuordnen. Einen objektiv fassbaren neurologischen Befund stelle die Symptomatik am rechten Arm dar, welche durch
Reflexab
schwächung
und Atrophien proximaler Muskelgruppen charakterisiert sei. Unter Würdigung der Angaben des
Beschwerdeführers
wonach sich die motorischen Paresen mit einer
Brachialgie
bis in die radiale
n Finger sowie Missempfindun
gen
/Sensibilitätsstörungen auch an der rechten Hand manifestiert hätten,
müsse eine
radikuläre
Grundlage im Sinne eines
radikulären
Ausfallssyndroms C6 (und C5?) angenommen werden
(
Urk.
7/148 S. 42 f.)
.
An den unteren Extremitäten bestätige sich die Umfang
symmetrie des Ober
schen
kels zu U
ngunsten von rechts, während Reflexbefund und
Trophik
der Unterschenkel- und Fussmuskulatur unauffällig seien, so dass Hinweise auf eine neurogene Läsion fehlten. Ein
radikuläres
Ausfallssyndrom L5 beziehungsweise S1 am rechten Bein könne klinisch nicht nachgewiesen werden, wobei zumin
dest ein Teil der Schmerzen am rechten Bein überwiegend wahrscheinlich
lum
bospondylogen
zu interpretieren sei. Ebenso fänden sich keine Zeichen einer Läsion langer Rückenmarksbahnen, womit die durch die Bildgebung dokumen
tierte umschriebene
Hydromyelie
auf Höhe Th2 nicht von klinischer Signifikanz sei
(
Urk.
7/148 S. 43)
.
Aus neurologischer Sicht sei die Arbeitsfähigkeit des Versicherten durch die Armparese eingeschränkt, indem Arbeiten auf Schulterhöhe beziehungsweise über Kopf sowie das regelmässige Tragen und Heben von Lasten über 2 kg mit dem rechten Arm nicht möglich sei
en
. Auch seien nur rückenadaptierte Tätig
keiten zumutbar (
Urk.
7/148 S. 43).
5.2.4
Als psychiatrische Diagnosen w
u
rden eine anhaltende
somatoform
e
Schmerz
stö
rung
mit dissoziativen Elementen sowie eine rezidivierend depres
sive Störung, gegenw
ärtig remittiert,
festgehalten. Beide hätten
keine Auswir
kung auf die Arbeitsfähigkeit (
Urk.
7/148 S. 56).
A
llgemeinmedizinisch und inter
nistisch
w
u
rden
keine pathologischen Befunde beziehungsweise keine internistischen Diagnosen
erhoben
, welche die Arbeitsfäh
igkeit einschränken würden
(
Urk.
7/148 S. 31).
5
.2.5
Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass b
eim Gutachten der
Z._
Ärzte der Fachrichtungen Allgemeine Innere Medizin, Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie und Rheumatologie
vertreten (
Urk.
7/143) waren
, womit es sich für die vorliegend zu beantwortenden Fragen als umfassend erweist. Die
Gutachter der
Z._
erstellten ihr Gutachten in Kenntnis der
Vorakten
(vgl.
7/148 S. 3 ff.), zu welchen sie auch im Einzelnen Stellung nahmen (vgl.
Urk.
7/148 S. 34,
Urk.
7/148 S. 51,
Urk.
7/148 S. 60). Sie berücksichtigten die geklagten Beschwerden und das Verhalten des
Beschwerdeführers (vgl.
Urk.
7/148 S. 36,
Urk.
7/148 S. 32,
Urk.
7/148 S. 28,
Urk.
7/148 S. 47).
Das Gutachten ist schlüssig und überzeugend.
Die IV-Stelle ging in ihrer Verfügung vom 2
8.
Februar 2014 (
Urk.
2) entspre
chend zu Recht von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in einer behinderungsangepassten Tätigkeit aus
.
6.
6.1
Die Beschwerdegegnerin berechnete in der angefochtenen
Verfügung das
Validen
einkommen
, indem sie
das Einkommen im Jahr 2006
auf
das Jahr 2013
hochrechnete
. Beim Invalidenlohn stützte sie sich auf den Tabellenlohn für Hilfsarbeiten ab, wobei sie aufgrund des stark eingeschränkten
Tätigkeitsspekt
rums
einen Abzug in Höhe von 25
%
vornahm (
Urk.
2).
Der Beschwerdeführer brachte dagegen im Wesentlichen vor, dass auf den durch die SUVA versicher
ten Verdienst abzustellen sei, womit von einem
Valideneinkommen
in Höhe von mindestens
Fr.
75‘000.-- ausgegangen werden müsse (
Urk.
1 S. 5). Das
Invali
deneinkommen
, das die Beschwerdegegnerin anrechne, könne vom
Beschwer
deführer
auf dem realen Arbeitsmarkt mit seiner gesamten Betroffenheit, ins
besondere im Bereich der Wirbelsäule, der beiden Schultern und der oberen Extremitäten niemals
erzielt
werden (
Urk.
1 S.5).
6.
2
6.2.1
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
6.2.2
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validenein
kommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des
frühest
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen
Einkom
mensentwicklung
angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fort
gesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrschein
lichkeit erstellt sein (BGE 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweisen).
Der bei der Bemessung des Invalideneinkommens zu berücksichtigenden ausgegli
chenen Arbeitsmarktlage (Art.
16 ATSG) ist grundsätzlich auch bei der Festsetzung des
Validenlohnes
Rechnung zu tragen, wobei auf die Ergebnisse der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen
Lohnstruk
turerhebung
(LSE) abgestellt werden kann (Urteil des Bundesgerichts 9C_192/2014 vom 23. September 2014 E.
3.2 mit Hinweisen).
6.2.
3
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge
nommen hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen
Lohnstruktur
er
hebungen
(LSE) herangezogen werden (BGE 126 V 75 E. 3b/
aa
und
bb
, vgl. auch BGE 129 V 472 E. 4.2.1). Für die Invaliditätsbemessung wird praxisgemäss auf die standardisierten Bruttolöhne (Tabellengruppe A) abgestellt (BGE 129 V 472 E. 4.2.1 mit Hinweis), wobei jeweils vom so genannten Zentralwert (Median) auszugehen ist. Bei der Anwendung der Tabellengruppe A gilt es aus
serdem zu berücksichtigen, dass ihr generell eine Arbeitszeit von 40
Wochen
stunden zugrunde liegt, weshalb der massgebliche Tabellenlohn auf die entsprechende betriebsübliche Wochenarbeitszeit aufzurechnen ist (BGE 129 V 472 E. 4.3.2, 126 V 75 E. 3b/
bb
, 124 V 321 E. 3b/
aa
; AHI 2000 S. 81 E. 2a).
6.2.4
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnitts
werten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kürzen. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass versicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwer
arbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten
nurmehr
beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der
ursprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Recht
sprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszuge
hörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhalts
punkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest
)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen ver
werten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25
%
des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75). Dabei ist zu beachten, dass allfällige bereits bei der Parallelisierung der
Vergleichsein
kommen
mitverantwortliche invaliditätsfremde Faktoren im Rahmen des soge
nannten Leidensabzuges nicht nochmals berücksichtigt werden dürfen (BGE 134 V 322 E. 5.2).
6.3
6.3.1
B
eim Einkommensvergleich
stützte
sich
die Beschwerdegegnerin
auf das
Validen
einkommen
des Beschwerdeführers au
s dem Jahr 200
6.
E
rhöht um die Nominallohnentwicklung resultierte ein
Valideneinkommen
für das Jahr 2013 in Höhe von
Fr.
58‘372.30 (
Urk.
7/152,
Urk.
2).
Dagegen brachte der Beschwerdeführer vor (
Urk.
1),
er
sei
seit Jahrzehnten schwer
und nachhaltig angeschlagen
und
habe
schon lange nicht mehr einen richtigen
Validenlohn
verdienen können
. Des Weiteren habe die
Beschwerde
gegnerin
übersehen, dass die SUVA in der Verfügung vom 2
4.
Mai 2006
(
Urk.
7/
62)
einen
versicherten Verdienst von Fr.
73‘053.-- errechnet habe. Dieser Abklärung seien umfangreiche Untersuchungen bei den früher
en Arbeitgebern vorausgegangen und d
ie Beschwerdegegnerin müsse diesen Lohn unter Berück
sichtigung der Nominallohnentwicklung akzeptieren. Es sei somit mindestens von einem
Validenlohn
in Höhe von
Fr.
75‘000.--
auszugehe
n (
Urk.
1
S. 5).
6.3.2
Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers sind der versicherte Verdienst und das
Valideneinkomm
en
nicht identisch (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_31
6/2010 vom
6.
August 2010 E. 5).
Richtig ist, dass d
er Beschwerdeführer seit seinem Unfall im Jahr 1992 an einer gesundheitlichen Einschränkung
lei
det
, so dass zur Festlegung des
Valideneinkommens
auf die letzte Tätigkeit
davor
abzustellen ist
, soweit sie mit überwiegender Wahrscheinlichkeit fortge
setzt worden wäre.
Der
Beschwerdeführer
war vor dem Unfall im Jahr 1992 mit einem Pensum von 100
%
als
Saisonnier,
d.h.
während jeweils 9 Monaten jährlich,
im
Gleis
bau
tätig
(Fragebogen für den Arbeitsgeber vom
19.
November 1993,
Urk.
7/7 S. 2)
.
Daneben ging er während 12.5 Stunden wöchentlich einer Nebentätigkeit als Unterhaltsreiniger nach (Unfallmeldung UVG
F._
AG vom 2
1.
Dezember 1992,
Urk.
7/21 S. 43). Die SUVA kam in ihrer Verfügung vom 2
1.
August 1995 unter Berücksichtigung beider Tätigkeiten zu einem
Valideneinkommen
in Höhe von
Fr.
65‘052.-- (
Urk.
7/21 S. 3).
Nach einem weiteren Unfall im Jahr 2003 nahm die SUVA einen
neuen
Einkom
mensvergleich
vor
,
ohne die Nebentätigkeit zu berücksichtigen
,
und setzte das
Valideneinkommen
für das Jahr 2005
auf
Fr.
62‘115.--
fest
(vgl. Schreiben SUVA vom 2
5.
April 2006,
Urk.
7/60 S. 30 f.; Berechnungsblatt SUVA vom 2
1.
April 2006,
Urk.
7/60 S. 33).
6.3.3
Da der Beschwerdeführer vor seinem Unfall bereits während vier Jahren als
Gleis
bauarbeiter
tätig war,
ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
erstellt
,
dass er diese Tätigkeit ohne gesundheitliche Einschränkung weitergeführt und eine Ganzjahresstelle erhalten hätte (
Urk.
7/7 S. 1)
.
Aufgrund
der
bei einer Ganzjahresstelle
fehle
nden Erholungszeit während drei M
onaten
,
dem
damit einhergehenden
höheren Einkommen,
seines zunehmenden Alters
und der kör
perlichen Schwerstarbeit
ist
nicht
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugeh
en
, dass
er s
eine Nebentätigkeit als Unterhaltsreiniger
weitergeführt
hätte.
Aufgrund der vorliegenden Akten lässt sich das
Validene
inkommen
des Beschwer
deführers
als Gleisbauarbeiter
nicht mehr anhand von Lohnangaben
von
vor dem Jahr 1992
ermitteln
(vgl. Fragebogen für den Arbeitgeber
G._
AG vom
5.
November 1993,
Urk.
7/7; Lohnbuchauszug
G._
AG ab 1
9.
November 1991,
Urk.
7/20 S. 2; Unfallmeldung
G._
AG vom 2
3.
November 1992,
Urk.
7/21 S. 42; Fragebogen für den Arbeitgeber
G._
AG vom 2
2.
November 1995,
Urk.
7/24).
Hingegen
gibt es
im Gleisbau
einen al
lgemeinverbindlich erklärten Gesamtarbeitsvertrag (GAV) nach welchem der Beschwerdeführer mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
entlöhnt
würde, so dass die entsprechenden Mindestlöhne
herangezogen werden können
.
Gestützt auf den
GAV
für den Gleisbau
vom
1.
Januar 2014 (
Allgemeinver
bindlicherklärung
1.
April 2014 bis 3
1.
Dezember 2015
, vgl. www.gav-ser
vice.ch
)
ist von einem monatlichen Einkommen für einen Gleisbauarbeiter mit Fachkenntnissen ohne bauberuflichen Berufsausweis, der vom Arbeitgeber auf
grund guter Qualifikation von der Lohnklasse C in die Lohnklasse B befördert wurde, auszugehen. Dieses beträgt
Fr.
5‘051.--, woraus ein jährliches Bruttoein
kommen in Höhe von
Fr.
65‘663.-- resultiert (
Fr.
5‘051.
x 13)
. Gemäss Aus
kunft des ehemaligen Arbeitgebers (Mutmassliche Lohnentwicklung 2004 - 2005
G._
AG,
Urk.
7/60 S. 71) sind noch rund 50 Nachtschichten jährlich hinzuzurechnen, welche nach GAV
mit je
Fr.
48.-- entschädigt werden.
Das
V
alideneinkommen
ist
entsprechend
auf
Fr.
68‘063.--
festzusetzen
.
6.4
Das Invalideneinkommen ist
das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumut
bare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen
könnte
(E.
6.2.1
).
Gemäss den Ärzten der
Z._
ist der Beschwerdeführer als Reiniger / Hauswart zu 100
%
arbeitsunfähig. Weiterhin zumutbar
sind
hingegen
Arbeiten unterhalb der Schulterhorizontalen mit Gewichtsbelastungen bis maximal 2 kg bezüglich des rechten Armes, sofern diese Tätigkeiten bezüglich Hals- und
Lendenwirbel
säule
rückenadaptier
t
sind
(
Urk.
7/148 S. 59).
Der Beschwerdeführer brachte vor, dass er aufgrund des stark eingeschränkten Tätigkeitsspektrums auf dem freien Arbeitsmarkt kein rentenausschliessendes Einkommen verdienen könnte (
Urk.
1 S. 5). Männliche Hilfsarbeiter, die vor Eintritt der Behinderung manuell tätig waren, werden in der Regel für Handlan
ger- und andere körperliche Arbeiten eingestellt. Der diesen Versicherten offen
stehende Arbeitsmarkt ist allerdings nicht ausschliesslich auf solche Tätigkeiten beschränkt. In Industrie und Gewerbe werden Arbeiten, welche physische Kraft erfordern, in zunehmenden Masse von Maschinen verrichtet, während den kör
perlich weniger belastenden Bedienungs- und Überwachungsfunktionen eine stetig wachsende Bedeutung zukommt; auch in diesen Bereichen stehen somit männlichen Hilfsarbeitern Stellen offen, ebenso im Dienstleistungssektor (ZAK 1991 318 E. 3b;
Urt
eil des Bundesgerichts I 251/95
; Meyer
/
Reichmuth
, Recht
sprechung des Bundesgerichts
zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung,
3.
Auflage, Zürich/Basel/Genf 2014, S. 361
Rz
. 142).
Entsprechend ist das Inv
alideneinkommen gestützt auf die LSE 2010 auf den (S.
26, Tabelle TA1) für Arbeitnehmer des Anforderungsniveaus 4 (einfache und repetitive Tätigkeiten) im privaten Sektor (Total
Ziff.
02-96) angegeb
enen Bruttomonatslohn für Männer von
Fr.
4‘901
.-- festzusetzen (Lohn, über dem beziehungsweise unter dem sich 50
%
aller Lohnangaben befinden [sogenannter Zentralwert], unter anteilsmässiger Berücksichtigung des 1
3.
Monatslohnes und standardisiert auf 40 Wochenstunden). Unter B
erücksichtigung der im Jahr 2014
geltenden betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit von
41.7
Stunden
(
Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen
[NOGA 2008]
in Stun
den pro Woche,
Abteilungen 1-96
)
sowie unter Berücksichtigung der
Nominal
lohnerhöhung
für Männer (Bundesamt für Statistik, T1.1.10 Nominallohnindex 2011-2014, Punktestand 2010 100, Punktestand 2014 103.2)
resu
ltiert ein
Inv
a
lideneinkommen
201
4
von
Fr.
63‘
273
.
5
0
(
Fr.
4‘
901.--
:
40
x
41.7
x
12
:
100
x
1
03.
2
).
6.5
Der Beschwerdeführer
war vor dem Unfall im Jahr 1992 als Schwerstarbeiter im Gleisbau tätig. Künftig
ist
er
auf eine Arbeitsstelle angewiesen, welche an seine gesundheitlichen Einschränkungen angepasst ist.
Ob weitere Faktoren zu berücksichtigen wären, bleibt nicht weiter abzuklären, führt doch auch ein Abzug von 25 % nicht zu einem rentenbegründenden IV-Grad (nachfolgend).
Bei einer Kürzung des
Invali
deneinkommen
s
des Beschwerdeführers um
einen Leidensabzug von
25
%
resul
tiert ein solches
von
Fr.
47‘
455
.1
5
(63‘
273
.
5
0
x 0.75)
.
6.6
Stellt man das
Valideneinkommen
in Höhe von
Fr.
68‘063
.-- dem
Invalidenein
kommen
in Höhe von
Fr.
47‘
455
.1
5
gegenüber
,
resultiert
eine
invaliditätsbedingte
Erwerbseinbusse von
Fr.
20‘607.85 und damit
ein Invaliditätsgrad von rund
30
%
.
Bei einem Invaliditätsgrad von unter 40
%
besteht kein Anspruch auf eine Rente der Inva
lidenversicherung
, weshalb
d
ie Beschwerdegegnerin
die Rente zu Recht auf Ende des folgenden Monats nach Zustellung der Verfügung auf
gehoben
hat
(vgl.
Art.
88
bis
Abs.
2
lit
. a IVV).
Die Beschwerde ist folglich abzuweisen.
7.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
600.-- anzusetz
en. Sie sind ausgangsgemäss dem Beschwerdeführer
aufzuerlegen.