Decision ID: 372ed850-7f37-4dad-abce-0dd55c5def4e
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Die 1963 in
Y._
geborene
X._
ist diplomierte Übersetze
rin/Dolmetscherin für Englisch und Französisch und besitzt auch einen in
Y._
erworbenen universitären Abschluss in diesen Sprachen. Seit 1988 ist sie in der Schweiz. Nach einer familienbedingten Erwerbspause ab 1991 arbeitete sie wieder als Übersetzerin, interkulturelle Vermittlerin an verschiedenen Orten (
Ge
sundheits
-, Bildungs- und Sozialbereich) und arbeitete ab 2001 als
Sprach
leh
rer
in
für Kurse in Heimatlicher Sprache und Kultur (HSK) mit Kindern der Oberstufe des Kantons Zürich in einem Umfang von ca
.
50
%
. Zuletzt war sie vom
8.
Januar 2011 bis 3
1.
August 2012 als Fachlehrerin auf Sekundarstufe für Englisch, Französisch und Haushaltkunde in der Privatschule
Z._
in einem festen Pensum von 21 Wochenlektionen tätig. Die Schule kündigte das Arbeitsverhältnis wegen zurückgehender Schülerzahlen (
Urk.
6/9/2). Danach konnte die Versicherte während zwei Monaten stunden
weise in dieser Schule weiter unterrichten (vgl.
Urk.
6/7/2,
Urk.
1).
Nachdem sich die Versicherte bei der Arbeitslosenversicherung im Umfang von 50
%
zum Bezug von Leistungen angemeldet hatte, wurde ihr für die Zeit vom
1.
September 2012 bis 3
1.
August 2014 (
Urk.
6/6) eine Rahmenfrist für den Leistungsbezug eröffnet. Am 2
5.
Januar 2013 (
Urk.
6/4/1) stellte sie beim Regi
o
nalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV)
A._
ein Gesuch um Übernahme der Kosten für einen Kurs des
DaZ
(Deutsch als Zweitsprache)-Lehr
gangs
IDIconTOTO
in Erwachsenenbildung/Didaktik/Methodik an, der seitens des Schweizerischen Verbands für Weiterbildung anerkannt ist. Mit Verfügung vom 2
8.
März 2013 (
Urk.
6/1) wies das RAV
A._
das Gesuch ab. Nachdem die Versicherte mit Eingabe vom 1
4.
Mai 2013 (
Urk.
6/2) dagegen Einsprache erhoben hatte, hielt das Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA), Ab
teilung Qualifizierung für Stellensuchende, mit
Einspracheentscheid
vom
4.
Juni 2013 (
Urk.
2) an der Abweisung des Begehrens fest.
2.
Gegen den
Einspracheentscheid
erhob die Versicherte am
8.
Juli 2013 Be
schwerde (
Urk.
1), wobei sie den Antrag auf Kostenübernahme des
IDIconTOTO
-
Kurses erneuerte. In der Beschwerdeantwort vom 1
2.
August 2013 (
Urk.
5) schloss
das AWA auf Abweisung der Beschwerde.

Die Einzelrichterin zieht in Erwägung:
1.
1.1
Der fragliche Kurs kostet nach Angaben der Versicherten
Fr.
3‘700
.--
(
Urk.
6/4)
.
Da
die Beschwerde
somit
den
Streitwert
Fr.
20’00
0.-- nicht übersteigt, fällt de
ren
Beurteilung in die einzelrichterliche Zuständigkeit (
§
11
Abs.
1 des Gesetzes über
das Sozialversicherungsgericht).
1.2
Gemäss
Art.
1a
Abs.
2 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosen
versicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) gehört zu den Zielen des
Ges
etzes, drohende Arbeitslosigkeit zu verhüten, bestehende zu bekämpfen und die rasche und dauerhafte Eingliederung in den Arbeitsmarkt zu fördern. Die
sem
Zwecke dienen die so genannten
arbeitsmarktlichen
Massnahmen (
Art.
59 bis 75b AVIG). Die Versicherung erbringt finanzielle Leistungen für
arbeits
markt
liche
Massnahmen zu Gunsten von versicherten Personen und von Perso
nen,
die von Arbeitslosigkeit bedroht sind (
Art.
59
Abs.
1 AVIG). Zu den
ar
beits
markt
lichen
Massnahmen gehören unter anderem Bildungsmassnahmen nach
Art.
60 AVIG (
Art.
59
Abs.
1
bis
AVIG). Als solche gelten individuelle oder kollektive
Kurse zur Umschulung, Weiterbildung oder Eingliederung (
Art.
60
Abs.
1 AVIG).
1.3
Gemäss
Art.
59
Abs.
2 AVIG soll mit
arbeitsmarktlichen
Massnahmen die Ein
gliederung von Versicherten, die aus Gründen des Arbeitsmarktes erschwert vermittelbar sind, gefördert werden. Solche Massnahmen sollen insbesondere:
a. die Vermittlungsfähigkeit der Versicherten verbessern, damit diese rasch und dauerhaft wieder eingegliedert werden können;
b. die beruflichen Qualifikationen entsprechend den Bedürfnissen des Arbeits
markts fördern;
c. die Gefahr von Langzeitarbeitslosigkeit vermindern; oder
d. die Möglichkeit bieten, Berufserfahrungen zu sammeln.
Für die Teilnahme an
arbeitsmarktlichen
Massnahmen nach den Artikeln 60–71d müssen gemäss
Art.
59
Abs.
3 AVIG erfüllt sein:
a. die Anspruchsvoraussetzungen nach Artikel 8, sofern nichts anderes be
stimmt ist; und
b. die spezifischen Voraussetzungen für die betreffende Massnahme.
1.4
Voraussetzung für den Anspruch auf Leistungen der Ver
si
cherung an die Um
schulung, Weiterbildung oder Eingliede
run
g ist in jedem Fall das Vorliegen ei
ner
arbeitsmarkt
lich
e
n
Indikation. Dies bedeutet, dass
arbeitsmarktliche
Mass
nah
men
nur einzusetzen sind, wenn die Arbeitsmarktlage dies gebietet. Dadurch soll
verhindert werden, dass Lei
stungen zu Zwecken in Anspruch genommen werden,
die nicht mit der Ar
beitslosenversicherung in Zusammenhang stehen (Botschaft des Bundesrates zum AVIG vom
2.
Juli 1980;
BBl
1980 III 610 f.). Das Gesetz
bringt di
esen Gedanken in
Art.
59
Abs.
1 und 2 zum Ausdruck, wo
nach die Ver
sicherung diese Massnahmen nur dann durch finanzielle Leistun
gen fördert, wenn die Vermittelbarkeit der versicherten Person aus Gründen des Arbeits
mark
tes er
schwert ist und die
arbeitsmarktliche
Massnahme die Vermit
telbarkeit ver
bessert.
1.5
Nach Gesetz und Rechtsprechung sind
allerdings
Grundausbildung und die all
gemeine Förderung der beruflichen Weiterbildung nicht Sache der Arbeitslosen
versicherung. Deren Aufgabe ist es lediglich, in gewissen Fällen durch konkrete
Eingliede
rungs
und Weiterbildungsmassnahmen eine bestehende Ar
beits
losig
keit zu bekämpfen oder eine drohende Arbeits
losig
keit zu verhindern. Dabei mus
s es sich um Vorkehren handeln, wel
che der versicherten Person erlauben, sich dem indu
striellen und tech
nischen Fortschritt anzupassen oder wel
che sie in die Lage versetzen, ihre bereits vorhandenen beruflichen Fähig
keiten aus
serhalb der angestammten engen bisherigen Erwerbstätig
keit auf dem Arbeits
markt zu ver
wer
ten (BGE 111 V 271 und 400 f. mit Hinweisen; ARV 2005 S.
282 E.
1.2, 1998
Nr. 39 S. 221 E. 1b).
Die Grenze zwischen Grundausbildung und allgemeiner beruflicher Weiterbil
dung einerseits, Umschulung und Weiterbildung im
arbeitslosenversicherungs
rechtlich
en
Sinne andererseits, ist fliessend. Im Einzelfall ist zu würdigen, wel
che Umstände überwiegen. Entscheidende Bedeutung hat dabei die Frage, ob das
Berufsspektrum der versicherten Person ihre Vermittelbarkeit auf ganz spe
zielle
Tätigkeitsbereiche („Nischen“) einschränkt oder nicht. Ein solch
berufs
spezifi
sches
Risiko der Arbeitslosigkeit stellt ein gewichtiges Indiz dar für die Notwen
digkeit einer gezielten Umschulung oder Weiterbildung im Rahmen von
ar
beitsmarkt
lichen
Massnahmen (Nussbaumer, Arbeitslosenversicherung, in: Sozi
ale Sicher
heit, SBVR Bd. XIV,
2.
A. 2007 S. 2388
Rz
. 688 mit Hinweisen auf die Recht
spre
chung). Im Weiteren
muss
die soziale Üblichkeit unter Berücksichtigung des
Alters, der Motivation und der weiteren Lebensumstände der versicherten Person
angeschaut werden. Es ist demnach zu prüfen, ob die fragliche Vorkehr bei den gegebenen Umständen nicht ohnehin Bestandteil der üblichen Berufs
ausbildung ist, ob die versicherte Person den Kurs auch besuchen würde, wenn sie nicht ar
beitslos wäre (BGE 111 V 271 E. 2d). In zeitlicher Hinsicht ist fest
zustellen, dass
nur Kurse von beschränkter Dauer als Massnahmen der Um
schulung oder Weiter
bildung im arbeitslosenversicherungsrechtlichen Sinne an
erkannt werden können
.
Dabei hat eine Kursdauer von einem Jahr als obere
Li
mite
zu gelten; Leistungsgesuchen für länger dauernde Kurse kann nur aus
nahmsweise ent
spro
chen werden. Denn mehrjährige Bildungsgänge - d.h. ei
gentliche Grundaus
bil
dungen - sind vom Kreis der durch die Arbeitslosenversi
cherung zu überneh
men
den Massnahmen regelmässig ausgeschlossen. Dagegen werden mehrmonatige Kurse als Vorkehren der Umschulung oder Weiterbildung im Sinne der Arbeits
losenversicherung anerkannt (Urteil des Bundesgerichts C 227/06 vom 2
8.
März 2007 E. 2.1).
2.
2.1
Der Beschwerdegegner stellt
e
sich im Wesentlichen auf den Standpunkt, gemäss geltender Bewilligungspraxis müsse er
bei den Kursgesuchen
für die fachliche Förderung auf die Tätigkeiten in der Beitragsrahmenfrist abstellen. Diesbezüg
lich sei die Beschwerdeführerin hauptsächlich Fachlehrerin für Französisch und Englisch auf Sekundarstufe für Jugendliche gewesen. Angehörige der entspre
chenden Berufsgruppen hätten selber dafür besorgt zu sein, dass allgemeine Berufsstandards erfüllt würden. Die Anpassung des Berufsprofils an die Bedürf
nisse eines neuen Arbeitgebers sei nicht Sache der Arbeitslosenversicherung. S
telle ein Arbeitgeber neues Personal ohne die erforderlichen Qualifikationen ein
, sei es seine Sache, eine entsprechende Einarbeitung anzubieten und nicht jene der Arbeitslosenversicherung (
Urk.
5 S. 2).
Sodann müsse mit einer Massnahme eine existenzsichernde Anstellung erreicht werden. Dazu müsse im Arbeitsmarkt eine entsprechend grosse und kurzfristige Nachfrage nach Absolventen dieser Umschulungsmassnahme vorhanden sein. Im Unterrichtswesen weise momentan vor allem der Markt für Lehrkräfte der
Volksschule einen Mangel an qualifizierten Lehrpersonen aus. Die fragliche Aus
bildung qualifiziere die Versicherte jedoch nicht für diesen Teilmarkt son
dern für den Markt der Erwachsenenbildung. Ein Bedarf sei jedoch auf diesem Markt nicht ausgewiesen. Somit werde mit diesem Kurs auch keine erhebliche Ver
besse
rung der Vermittelbarkeit erreicht (
Urk.
2 S. 2).
2.2
Die Beschwerdeführerin brachte dagegen vor, sie habe keine Ausbildung als Sekundarlehrerin. Nach der Schliessung der Privatschule habe es auch keinen Sinn mehr gemacht, diese 4- bis 5-jährige Ausbildung nachzuholen, da sie sie erst im Alter von 55 Jahren abgeschlossen hätte. Sie habe es auch mit der Aus
bildung als
Quereinsteigerin
versucht, was jedoch nic
ht geklappt habe. Der Lehrgang
Deutsch als Zweitsprache
(
DaZ
) bzw. Deutsch als Fremdsprache (
DaF
)
wäre eine gute Alternative, da dieser sie befähigen würde, Deutsch als Zweit- und Fremdsprache zu lehren. DAF- und DAZ-Lehrkräfte seien auf dem Arbeits
markt äusserst gefragt, vor allem im Migrationsbereich (
Urk.
1).
3.
3.1
Die Versicherte verfügt mit ihrer universitären Ausbildung und ihrem
Über
setzerdiplom
in den Sprachen Französisch und Englisch sowie mit ihrer Mut
ter
sprache Italienisch über ein gutes sprachliches und auch
übersetzerisches
Fach
wissen. Sodann hat sie im August 2012 das grosse Deutsche Sprachdiplom C2
absolviert und verfügt damit auch in Deutsch über einen wichtigen Nach
weis für
sehr gute Sprachkenntnisse (
Urk.
8). In ihrer beruflichen Karriere war sie ab 1991
im schriftlichen Übersetzerbereich (vom Französischen ins Italieni
sche, vom Deut
schen ins Italienische und vom Englischen ins Italienische) für Private, aber auc
h
soziale Institutionen, Verbände und Schulen tätig. Zwischen 2001 und 2010 kon
zentrierte sie sich daneben auf eine Lehrerinnentätigkeit, in
dem sie im Rahmen eines Pensums von ca. 50
%
für Italienisch sprechende Schulkinder der Ober
stufe Kurse in heimatlicher Sprache und Kultur in ver
schiedenen Schulhäusern im Kanton Zürich gab. Eine Vertiefung und Verfesti
gung der
Sprach
lehrer
tätig
keit
fand sie ab September 2011 als reguläre
Sprach
lehrerin
an einer Privat
schule für das
2.
und
3.
Sekundarstufenniveau A (
Urk.
8). Diese seitens der
Bil
dungsdirektion
des Kantons Zürich befristet bewil
ligte Tätigkeit hing offenbar
von der Bedingung ab, dass die Versicherte sich in Ausbildung befand, wurde doch
in der Bewilligung vom
8.
Mai 2012 das Schuljahr 2012/2013 betreffend
festgehalten, dass mit einem
Verlängerungs
gesuch
die Bestätigung erforderlich sei, dass sich die Lehrperson weiterhin in Ausbildung befinde (
Urk.
3/1). Die Ver
sicherte hatte sich denn auch an der Pä
dagogischen Hochschule um die Zulass
ung zum Studiengang Teilzeit Sekun
darstufe I auf das Herbstsemester 2012 be
müht, diese jedoch am
8.
Juni 2012 nur unter der Auflage des Bestehens des Deutschdiploms C2 erhalten, was mit Erhalt des Diploms im August 2012 erfüllt gewesen wäre. Nachdem die Stelle, die ihr ein Arbeiten neben der Schule er
laubt hätte, weggefallen war, entschied sie sich, sich bei der Arbeitslosen
ver
si
cherung im Umfang von 50
%
anzumelden, was sie im Herbst 2012 tat. Be
reits im Januar 2013 stellte sie das fragliche Kursgesuch für eine Sprachlehrerin im Erwachsenenbereich (
Urk.
4), da sie vom ersten Wunsch nach einer ordent
lichen Lehrerausbildung an der Hochschule für die Sekundarstufe aufgrund der
langen Dauer der Ausbildung Abstand genommen hatte, wie sie in der Be
schwer
de aus
führte (
Urk.
1).
3.2
Der Fortgang des Sachverhalts zeigt auf, dass die Beschwerdeführerin mit dem Wechsel in die feste Unterrichtstätigkeit einen beruflichen Richtungswechsel an
visierte, über dessen berufliche Grundlagen sie jedoch ohne einen Abschluss in didaktischer Richtung zu haben, nicht ohne
Weiteres
verfügt.
Häufig ist es
aus ökonomischen Gründen für gelernte Übersetzerinnen und Übersetzer not
wen
dig, neben der eigentlichen
Übersetzertätigkeit
, die ein eher enges Tätig
keits
feld darstellt, eine weitere Tätigkeit auszuüben
,
so im Besonderen eine
Sprach
lehrertätigkeit
(vgl. zu den Berufsverhältnissen der Tätigkeit als Überset
zer/
in: berufsberatung.ch
), weshalb zur Erlangung des didakti
schen/metho
dischen
Teils der Lehrertätigkeit eine entsprechende Ausbildung zur Grundausbildung gehört.
D
ie Beschwe
rdeführerin
vermochte ohne Lehrerausbil
dung im Bereich der
ausser
obligatorischen
oder privaten sprachlichen Schulung
mit kleineren
Pensen
jahre
lang ein Einkommen zu generieren.
Auch
während der laufenden Anmeldung bei der Arbeitslosenversicherung
konnte
sie gemäss dem Eintrag im
Beratungs
protokoll
vom
5.
Juni 2013
und den unbestritten ge
bliebenen Darlegungen im
Einspracheentscheid
(
Urk.
2 S.
2)
zahlreiche
Zwi
schenverdienste
als
Sprachleh
rerin
absolvieren
(
Urk.
6/7), was zeigt, dass sie nicht aufgrund ihrer fehlenden pädagogisch/didaktischen Ausbildung auf dem Arbeitsmarkt
der sprachlichen
Schu
lung
schwer vermittelbar ist
. Vielmehr ist
sie bereits mit ihrem
vorhan
de
nen
Wissen und der reichen Erfahrung im schuli
sche
n Bereich durchaus
ver
mittel
bar
, wenn auch vielleicht nicht auf dem von ihr gewünschten neuen Bereich
, der ihr festere Schulanstellungen mit grösseren
Pensen
erlauben würde.
Dass die Versicherte diesen Schritt machen wollte, ist aus der Anstellung bei der Privat
schule
Z._
und den Darlegungen der Versicher
ten in der Beschwerde zu schliessen.
Der fragliche Kurs würde
die
se
didaktisch/methodischen Grundlagen des Unter
richtens von Erwachsenen
bringen, indem er mit dem
erlangten Praxisnachweis
zum SVEB-Zertifikat
führt
(vgl. Broschüre
IDIconTOTO
,
Urk.
6)
.
Dies
würde zwar
ihr persönliches Tätigkeitsfeld
im anvisierten
Bereich erw
eitern, was sich wohl – wie die meisten beruflichen Weiterbildungen auch – positiv auf die in
di
viduelle Vermittlungsfähigkeit auswirken würde. Von der Notwendigkeit die
ser für das Fin
den
von
neuen Stelle
n
als Sprachlehrerin
kann jedoch entgegen der Ansicht der Versicherten
n
icht gesprochen werden, da sie
mit der bisherigen Ausbildun
g und dem beruflichen Lebenslauf
nicht nur auf ganz spezielle Ni
schen
einge
schränkt ist
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_202/2013 vom 2
8.
Mai 2013 E.
5.2.2).
Mangels einer
arbeitsmarktlichen
Indikation ist daher das Kursgesuch abzuweisen. D
amit kann offen bleiben, ob der Kurs auch des
halb nicht von der
Arbeitslosenversicherung übernommen werden kann, weil er zusammen mit dem
Praxisnachweis, der ebenfalls noch zu liefern ist,
zu lang wäre
.
Die Beschwerde ist somit abzuweisen.