Decision ID: a08c356d-264e-488f-87c4-e6764cf3ce02
Year: 2020
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1975, war
zuletzt
von
Januar 2003 bis Juli 2009 als Offsetdrucker
tät
ig
(
Urk.
6/18)
.
U
nter Hinweis
auf eine
Gallengangsatresie
und eine Lebertransplantation meldete sich der Versicherte am 2
9.
Juni 2009
bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug
an
(
Urk.
6/7/1-9
,
Urk.
6/11/1-9
). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinisch
e und erwerbliche Situation ab
und verneinte mit Verfügung vom
3.
August 2011 (
Urk.
6/70) einen Anspruch auf eine Invalidenrente.
1.2
Am
6.
Januar 2017 meld
ete sich der Versicherte unter Hinweis auf eine
Gallen
gangsatresie
, eine Lebertransplantation und eine Niereninsuffizienz
erneut
bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug an (
Urk.
6/71).
Mit Vorbescheid vom 1
0.
Februar 2017 wurde der Nichteintritt auf das Leistungsbegehren i
n Aussicht gestellt (
Urk.
6/79), wogegen der Versicherte am 1
3.
März und 1
1.
Mai 2017 (
Urk.
6/83,
Urk.
6/88) Einwände erhob. Mit Mitteilung vom
8.
Januar 2018 wurden die beruf
lichen Massn
ahmen abgeschlossen (
Urk.
6/95).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
6/100,
Urk.
6/102,
Urk.
6/
104) sprach die IV-Stelle dem Versicherten mit Verfügung vom 3
1.
Oktober 2018 (
Urk.
6/122 =
Urk.
2/1)
bei einem Invaliditätsgrad von 50
%
eine halbe Rente ab Januar 2018
und einen Anspruch auf eine Kinderrente
zu
(
Urk.
6/123 =
Urk.
2/2).
2.
Der Versicherte erhob am
3.
Dezember 2018 Beschwerde gegen die Verfügung vom 3
1.
Oktober 2018 (
Urk.
2) und beantragte, diese sei aufzuheben, es sei ihm min
destens eine
Dreiviertel
s
rente
zuzusprechen und die Kinderrente dement
sprechend zu erhöhen (
Urk.
1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 2
5.
Januar 2019 (Ur. 5) beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde (
Urk.
5), was dem Beschwerdeführer am 2
5.
Februar 2019 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
7).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil
des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 4
0 % arbeitsunfähig
gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommens
ver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen
übergestellt werden,
worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts
grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2, 128 V 29 E. 1).
1.4
War eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert worden und ist die Verwaltung auf eine Neuanmeldung eingetreten (Art. 87 Abs. 3 IVV), so ist im Beschwerdeverfahren zu prüfen, ob im Sinne von Art. 17 ATSG eine für den Rentenanspruch relevante Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten ist (BGE 117 V 198 E. 3a mit Hinweis).
1.
5
Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebenem Gesundheitszustand, veränderte Auswir
kungen auf den Erwerbs- oder Aufgabenbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Ferner kann ein Revisionsgrund unter Umständen auch in einer wesentlichen Änderung hinsichtlich des für die Methodenwahl massgeb
lichen (hypothetischen) Sachverhalts bestehen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b, je mit Hinweisen). Hingegen ist die lediglich unterschied
liche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbeachtlich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in recht
licher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
1
.6
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be
schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.7
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die
geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (
Urk.
2) davon aus,
dem
Beschwerdeführer
sei eine angepasste Tätigkeit
, bei welcher er die Zeit der Behandlungen integrieren könne, in einem
reduzierten Pensum von 50
%
zu
mutbar
. D
ie Arbeitsfähigkeit von 50
%
für die Tätigkeit als Offsetdrucker
sei
gemäss medizinischer Abklärung ärztlich bestätigt worden (S. 5 unten). Dabei seien die gesundheitlichen Einschränkungen im reduzierten Pensum bereits be
rück
sichtigt. Zusätzliche lohnmindernde Faktoren seien nicht zu berücksichtigen und auch ein Abzug wegen Teilzeitarbeit sei nicht angezeigt (S. 6 oben).
2.2
Dagegen wandte der Beschwerdeführer im Wesentlichen ein (
Urk.
1),
für die
Ermittlung des IV-Grades sei ein Einkommensvergleich vorzunehmen
(S. 3
Ziff.
2)
.
Nachdem das Arbeitsverhältnis aufgelöst worden sei, könne der Prozentvergleich nicht mehr vorgenommen werden
. Das Invalideneinkommen im Zeitpunkt des Vorbescheids habe
Fr.
32'500.-- betragen
(S. 3
Ziff.
3). Aufgrund seines Alters, des einschränkenden Belastungsprofils und der Tatsache, dass er nur noch teil
zeitlich tätig sein könne,
sei
ein Abzug vom Invalideneinkommen in der Höhe von 25
%
angezeigt
(S. 3 f.
Ziff.
3 und
Ziff.
7)
. Zudem bedingten die Dialyse
be
handlungen
, dass er in seiner Wahl des Arbeitsplatzes örtlich und zeitlich ein
geschränkt und auf einen ausgesprochen wohlwollenden Arbeitgeber angewiesen sei
(S. 4
Ziff.
6)
.
2.3
Streitig und zu prüfen
ist
der
Invaliditätsgrad
und dabei
insbesondere
,
ob ein leidensbedingter Abzug zu gewähren ist und wie
sich dieser auf den Renten
an
spruch auswirkt.
3.
3.1
Dr.
med.
Y._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin
, führte
in seinem Bericht vom
9.
Juli 2009
(
Urk.
6/15/1-5) aus, er behandle den Beschwerdeführer seit 1996 (
Ziff.
1.2) und nannte
als Diagnose
mit Auswirkung auf die Arbeits
fähigkeit
einen
Status nach
orthotoper
Lebertransplantation im November 198
9.
Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit führte er eine chro
nische, mittelschwere Niereninsuffizienz, chronische Spannungskopfschmerzen,
einen
Status nac
h rezidivierenden Gichtschüben und
ein
rechtsbetontes
Lymph
ödem beider Beine bei chronischem Verschluss der
rechten distalen
Vena
iliaca
auf
(
Ziff.
1.1).
Die schwere körperliche Tätigkeit als Drucker könne der Beschwerdeführer nicht
mehr ausüben (
Ziff.
1.7). Mit der Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit könne
vielleicht im Rahmen einer leichten sitzenden Tätigkeit gerechnet werden (
Ziff.
1.9
).
In seinem Bericht vom 2
3.
September 2009 (
Urk.
6/23/1) führte
Dr.
Y._
auf, es bestehe seit 1
0.
Juni 2009 eine 100%ige Arbeits
un
fähigkeit (
Ziff.
4). Nach Ab
schluss der Untersuchungen im Spital sei allenfalls eine Arbeitsfähigkeit mit einer leichten, körperlichen nicht belastenden Tätigkeit möglich (
Ziff.
5).
3.2
Dr.
med. Z._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und für
Gastroenterologie
,
A._
, nannte in seinem Bericht vom 2
0.
Novem
ber 2009 (
Urk.
6/29/5-7) die folgenden, hier verkürzt aufgeführten Diag
nosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (
Ziff.
1.1):
-
Status nach
orthotoper
Lebertransplantation im November 1989 bei
Gallen
athresie
mit sekundär
biliärer
Zirrhose
-
wegen Hepatitis C Infektion der Transplantatleber, Entwicklung einer Zirrhose der Transplantatleber
-
Status nach erfolgreicher antiviraler Kombinationstherapie 2003 bis 2004: nachhaltige Viruselimination
-
aktueller Befund vereinbar mit
regredienter
Leberfibrose
nach erfolg
reicher Therapie
-
chronische mittelschwere Niereninsuffizienz
Der Beschwerdeführer erachte sich noch als zu 50
%
arbeitsfähig
.
Aus medi
zinis
cher Sicht
sei ihm die bisherige Tätigkeit
jedoch
grundsätzlich zumutbar.
E
ine eindeutig eingeschränkte Arbeitsfähigkeit
sei
a
us
hepatologischer
Sicht bei eigentlich gutem Verlauf nach Lebertransplantation mit normaler Transplan
tat
funktion
nicht
zu attestieren. Grundsätzlich sei eine verminderte Leistungs
fähig
keit schwierig zu beurteilen
und
könne nicht eindeutig attestiert werden (
Ziff.
1.7).
3.3
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, und
Dr.
med. C._
, Regionaler Ärztlicher Dienst, führten in ihrer Stellungnahme vom 2
9.
Januar 2010 (
Urk.
6/48/1) aus
, dass
sowohl
subjektiv
als auch
gemäss
Bericht des Hausarztes
eine 50%ige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestehe. Im Bericht von
Dr.
Z._
(vorstehend E.
3.2)
vom November 2009 werde jedoch
von
einer
100%igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen, wobei temporäre Ab
senzen wegen Infektanfälligkeit immer wieder vorkommen könnten. Ein effek
tiver Gesundheitsschaden mit Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in der bishe
rigen Tätigkeit sei nicht ausgewiesen, weshalb auf den höherwertigen fachärzt
li
chen Bericht des
A._
(vorstehend E. 3.2)
abgestellt und von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit ab No
vember 2009 ausgegangen werde. Hinsichtlich der Ausübun
g der Arbeitstätigkeit sei darauf zu achten, dass
wechsellastige
Tätig
keiten mit maximaler Belastung bei Heben und Tragen von 25 kg und Akzeptanz bezüglich möglicher Absenzen über 1-2 Wochen wegen auftretender Infekte gegeben seien (S. 1).
3.4
Dr.
B._
, RAD,
führte am 1
6.
April 2010 (
Urk.
6/48/2) aus, dass sich die An
gaben seiner Stellungnahme vom Januar 2010 (vorsteh
end E. 3.3
) auf eine ange
passte Tätigkeit
bezogen
, da die Absenzen eine gewisse Anpassung des Arbeitge
bers an die Belastungsfähigkeit
des Versicherten nach sich ziehen würden
. Aus den Unterlagen lasse sich vermuten, dass der letzte Arbeitsort zwar eine Funktion in so genannter angestammter Tätigkeit beinhaltete, das Pensum und die Anfor
derungen aber angepasst gewesen
seien
. Die Anzahl der einzelnen Krankheitstage ändere versicherungsmedizinisch nichts an der grundsätzlichen Arbeitsfähigkeit von 100
%
in angepasster Tätigkeit
unter Berücksichtigung des
in der Stellung
nahme vom Januar 2010 beschrieben
en
Belastungsprofils
(vorstehend E. 3.3
).
4
.
4
.1
Dr.
med.
D._
,
Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und für Nephrologie
,
Oberarzt,
A._
, nannte in seinem
Bericht
über die Konsultation vom 1
2.
Oktober 2016 (
Urk.
6/72/10-12) die folgenden, hier ver
kürzt aufgeführten Diagnosen (S. 1):
-
chronische Niereni
nsuffizienz
-
c
hr
onische Diarrhö
-
Verdacht auf einen Gichtschub im rechten Knie
-
Leberzirrhose der Transplantatleber bei Status nach
orthotoper
Leber
trans
plantation im November 1989
-
Grundkrankheit:
Gallengangsatresie
mit sekundär
billärer
Zirrhose
-
leichte
Refluxösophagitis
(Gastroskopie vom 2
0.
August 2015)
-
Status nach rezidivierendem Herpes Zoster
-
rezidivierende Gichtschübe
-
chronische Spannungskopfschmerzen
Eine Beurteilung der Arbeitsfähigkeit lässt sich dem Bericht nicht entnehmen.
4.2
Dr.
med. E._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und für Neph
ro
logie,
F._
,
führte in seinem Bericht vom 2
0.
April 2017 (
Urk.
6/87) aus, dass er den Beschwerdeführer seit
4.
Januar 2017 behandle. Aufgrund einer
dialysebedürftigen
Niere
nsuffizienz
werde der Beschwerdeführer seit 2
2.
Dezem
ber 2016 mittels
Hämodialyse
behandelt, welche
nun durch ihn
weitergeführt werde. Von Januar bis Februar 2017 habe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit vor
ge
legen, seit März 2017 bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 50
%
(S. 1).
4.3
Dr.
med.
C._
, Regionaler Ärztlicher Dienst, führte in ihrer Stellungnahme
vom 1
6.
Mai 2017 (
Urk.
6/98 S. 2) aus,
dass
die von
Dr.
E._
im Bericht
vom April
2017 (vorstehend E. 4.2
) beurteilte Arbeitsunfähigkeit bei Vorliegen einer dialyse
bedürf
tigen Niereninsuffizienz
aus versicherungsmedizinischer Sicht nachvoll
zieh
bar
sei
. Die reduzierte Arbeitsfähigkeit erkläre sich aus dem notwendigen Zeitaufwand für die stattfindende Dialyse und deren Nachwirkungen. Erst nach Durchführung einer Nierentransplantation könne eine Verbesserung des Gesund
heits
zustandes erwartet werden (S. 2 Mitte).
5
.
5
.1
Die leistungsabweisende Verfügung vom August 2011 (
Urk.
6/70) erging im Wes
entlichen gestützt auf den Bericht von
Dr.
Z._
vo
m November 2009 (vor
stehend E. 3.2
), welche
r
dem Beschwerdeführer grundsätzlich eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit als Drucker attestierte. Da
es aufgrund
seiner Anfälligkeit auf Infekte vermehrt zu Arbeitsausfällen kommen könne, wurde
ein Abzug vom Invalideneinkommen in der Höhe von 15
%
gewährt (
Urk.
6/48 S. 2), womit die Beschwerdegegnerin im Ergebnis bei einem Invaliditätsgrad von 15
%
ein Rentenanspruch verneinte (
Urk.
6/70).
5
.2
Den medizinischen Akten lässt sich ein im Vergleich zum Verfügungszeitpunkt im August 2011 veränderter aktueller Gesundheitszustand entnehmen.
Aufgrund
einer dialysebedingten Nierensuffizienz wird der Beschwerdeführer seit 2
2.
Dezem
ber 2016 mittels
Hämodialyse
behandelt
(vgl. vorstehend E. 4.2
). Gemäss
Dr.
E._
bestehe daher seit März 2017 eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit. RAD-Ärztin
Dr.
C._
erachtete die vom behandelnden Arzt attestierte Arbeitsunfähigkeit bei Vorliegen einer dialysebedürftigen Niereninsuffizienz aus versicherungsmedizi
ni
s
cher Sicht als
nachvollziehbar, wobei sich die reduzierte Arbeitsfähigkeit aus dem notwenigen Zeitaufwand für die Dialyse und deren Nachwirkungen ergebe.
5
.3
Die Beurteilung der RAD-Ärztin
Dr.
C._
stützt sich auf den
sehr knapp ge
haltenen Bericht
von
Dr.
E._
, welcher im Grundsatz
jedoch
schlüssig und nach
vollziehbar
begründet
ist. D
a die Dialyse notgedrungen zu Fehlzeiten bei der Arbeitstätigkeit führt
,
erscheint
eine
attestierte
Arbeitsunfähigkeit im Rahmen von 50
%
durchaus
plausibel und dürfte den für die Dialyse und
die
Nachwir
kung
en
benötigten Zeitaufwand vollumfänglich
erfassen
.
Im Übrigen wird d
ie B
e
urteilung der Arbeitsfähigkeit
vom Beschwerdeführer grundsätzlich nicht in
Frage
gestellt
, so dass - der Beschwerdegegnerin folgend – darauf abgestellt werden
kann
.
Der Beschwerdeführer absolvierte von 1992 bis 1996 die Lehre als Offsetdrucker (
Urk.
6/7 S. 5). Aus den beruflichen Unterlagen ist ersichtlich, dass er
an
diversen Stellen als Offsetdrucker respektive Allrounder tätig war (
Urk.
6/92,
Urk.
6/93). Im Feststellungsblatt zum Einwand des Beschwerdeführers werden die folgenden Aufgaben als Offsetdrucker angegeben (
Urk.
6/110 S. 2): Drucken auf diversen Geräten, Drucksachen verpacken und versandfertig machen, Drucksachen mit dem Lieferwagen zu Kunden bringen und die Erledigung allgemein anfallender Hilfsarbeiten im Drucksaal. Zuletzt war er als Ausrüster und Offsetdrucker tätig und zuständig für die praktische Mitarbeit im Ausrüst- und Druckbereich. Das Arbeitspensum betrug aufgrund der Dialysebehandlungen 50
%
(
Urk.
6/96).
Dr.
E._
attestierte eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit, wobei davon ausgegangen werden kann, dass diese sich auf die bisherige Tätigkeit als Offsetdrucker bezieht, was des Weiteren
vom
leitenden Dialyse-
Arzt des
F._
auf Anfrage des
RAD
hin
bestätigt wurde (
Urk.
6/110 S. 2).
Die
Reduktion
des Pensums auf 50
%
lässt sich einzig aufgrund des notwendigen Zeitaufwands
für die stattfindende
Dialyse und deren Nachwirkungen begründen, weshalb die bisherige Tätigkeit als Offset
drucker in einem re
duzierten
Pensum den gesundheitlichen Einschränkungen an
gepasst ist.
5
.4
Der medizinische Sachverhalt ist dahingehend erstellt, dass
in der bisherigen Tätig
keit als Offsetdrucker eine 50%ige Arbeitsfähigkeit ausgewiesen ist
.
6
.
6
.1
Es bleibt die Prüfung der erwerblichen Auswirkungen der bestehenden Einschrän
kun
gen.
6
.2
Bei der Invaliditätsbemessung kommt der allgemeinen Methode des Einkom
men
s
vergleichs gemäss
Art.
28a
Abs.
1 IVG in Verbindung mit Art. 16 ATSG grund
sätzlich Vorrang zu. Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie indes nach Massgabe der im Einzel
fall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte miteinander zu vergleichen. Wird eine Schätzung vorgenommen, so muss diese nicht unbedingt in einer ziffernmässigen Festlegung von Annäherungswerten bestehen. Vielmehr kann auch eine Gegenüberstellung blosser Prozentzahlen ge
nügen. Das ohne eine Invalidität erzielbare hypothetische Erwerbseinkommen ist alsdann mit 100 % zu bewerten, während das Invalideneinkommen auf einen entsprechend kleineren Prozentsatz veranschlagt wird, so dass sich aus der Pro
zentdifferenz der Invaliditätsgrad ergibt (sog. Prozentvergleich; Urteil des Bun
desgerichts 8C_131/2011 vom 5. Juli 2011 E. 10.2.1 mit Hinweis auf BGE 114 V 310 E. 3a).
Der Invaliditätsgrad ist namentlich dann durch Prozentvergleich zu ermitteln, wenn Validen- und Invalideneinkommen sich nicht hinreichend genau oder nur mit unverhältnismässig grossem Aufwand bestimmen lassen und in letzterem Fall zudem angenommen werden kann, die Gegenüberstellung der nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände geschätzten, mit Prozentzahlen bewerteten hypo
thetischen Einkommen ergebe ein ausreichend zuverlässiges Resultat. Diese Berechnungsweise ist insbesondere anwendbar, wenn die konkreten Verhältnisse so liegen, dass die Differenz zwischen Validen- und Invalideneinkommen die für den Umfang des Rentenanspruchs massgebenden Grenzwerte von 70, 60, 50 und 40 % (Art. 28 Abs. 2 IVG) eindeutig über- oder unterschreitet (Urteil des Bun
des
gerichts 8C_333/2013 vom 11. Dezember 2013 E. 5.3 mit Hinweisen).
6
.3
Der Beschwerdeführer machte geltend, der Prozentvergleich eigne sich nicht, um den Invaliditätsgrad zu ermitteln. Das
Valideneinkommen
sei für das Jahr 2011 mit
Fr.
80'961.20 festgelegt worden
. Als Invalideneinkommen sei das im Zeit
punkt
des
Vorbescheid
s
erzielte Einkommen von
Fr.
32'500.-- zu berücksichtigen.
Diesbezüglich ist anzumerken, dass die bisherige Tätigkeit als Offsetdrucker dem Beschwerdeführer in einem 50
%
-Pensum zumutbar ist und die Einschränkung einzig bezüglich der Höhe des Pensu
ms besteht (vgl. vorstehend E. 4.3
). Des Wei
te
ren entsprach auch seine letzte Tätigkeit, welche 2018 insbesondere aufgrund des stark rückläufigen Auftragsbestandes gekündigt wurde, seiner angestammten Tätigkeit als Offsetdrucker. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung erfolgt bei dieser Ausgangslage - die adaptierte Tätigkeit entspricht dem bisherigen Beruf
-
in der Praxis
ein Prozentvergleich. Dabei kann die Frage offenbleiben, ob dem Validen- und Invalideneinkommen Tabellenlöhne oder das erzielte Einkommen zugrunde zu legen sind, resultiert doch so oder anders ein Invaliditätsgrad im Umfang der eingeschränkten zumutbaren Arbeitsfähigkeit, mithin ein solcher von 50
%
(vgl.
Urteil
des Bundesgerichts
vom 1
2.
September 2017
E. 4.4.4).
6
.4
Nach dem Gesagten ist die Anwendung des Prozentvergleichs durch die Beschwe
r
degegnerin nicht zu beanstanden. Im
Gesundheitsfalle
wäre der Beschwerde
füh
rer zu 100
%
erwerbstätig
,
aus medizinischer Sicht ist ihm jedoch nur ein 50%-Pensum zumutbar
,
womit ein Invaliditätsgrad von 50
%
resultiert.
7
.
7
.1
Der Beschwerdeführer wandte weiter ein
, es sei aus näher genannten Gründen ein
leidensbedingter
Abzug in der Höhe von 25
%
angezeigt
, mindestens jedoch ein solcher von 15
%
.
7
.2
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
sch
nitts
werten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) allen
falls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienst
jahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad Auswir
kungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 124 V 321 E. 3b/
aa
). Aufgrund die
ser Faktoren kann die versicherte Person die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch
auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt möglicherweise nur mit unterdurch
schnitt
lichem erwerblichem Erfolg verwerten (BGE 126 V 75 E. 5b/
aa
). Der Abzug soll
aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Würdigung der Umstände im Ein
zel
fall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen und darf 25
%
nicht übersteigen (BGE 135 V 297 E. 5.2; 134 V 322 E. 5.2 und 126 V 75 E. 5b/
bb
-cc). Die Rechtsprechung gewährt insbesondere dann einen Abzug auf dem Invali
den
einkommen, wenn eine versicherte Person selbst im Rahmen körperlich leichter Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist (BGE 126 V 75 E. 5a/
bb
). Zu beachten ist jedoch, dass allfällige bereits in der Beurteilung der
medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche Einschränkungen nicht
zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunkts führen dürfen (Urteil des Bundesgerichts 9C_846/2014 vom 22. Januar
2015 E. 4.1.1 mit Hinweisen; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 8C_805/2016 vom 22. März 2017 E. 3.1).
Nach ständiger Rechtsprechung darf das (kantonale) Sozialversicherungsgericht sein Ermessen, wenn es um die Beurteilung des Tabellenlohnabzuges gemäss BGE 126 V 75 geht, nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen; es muss
sich
auf Gegebenheiten abstützen können, welche seine abwei
chende Ermessensausübung als naheliegender erscheinen lassen (BGE 137 V 71 E. 5.2 und 126 V 75 E. 6). Wurde bei der Festsetzung der Höhe des Abzugs vom Tabellenlohn ein Merkmal oder ein bestimmter Aspekt eines Merkmals zu Unrecht nicht berücksichtigt oder zu Unrecht berücksichtigt, hat die Beschwerdeinstanz den Abzug gesamthaft neu zu schätzen (vgl. Urteile des Bundesgerichtes
8C_113/2015 vom 26. Mai 2015 E. 3.2 und
8C_808/2013 vom 14. Februa
r 2014 E. 7.1.1 mit Hinweisen).
7
.3
Mit Bezug auf den behinderungs- beziehungsweise leidensbedingten Abzug ist zu beachten, dass das medizinische Anforderungs- und Belastungsprofil eine zum zeitlich zumutbaren Arbeitspensum tretende qualitative oder quantitative Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit darstellt, wodurch in erster Linie das Spektrum der erwerblichen Tätigkeiten (weiter) eingegrenzt wird, welche unter Berück
sich
tigung der Fähigkeiten, Ausbildung und Berufserfahrung der versicherten Person
realistischerweise
noch in Frage kommen. Davon zu unterscheiden ist die Ge
genstand des Abzugs vom Tabellenlohn bildende Frage, ob mit Bezug auf eine konkret in Betracht fallende Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage vergli
chen mit einem gesunden Mitbewerber nur bei Inkaufnahme einer Lohneinbusse
reale Chancen für eine Anstellung bestehen (Urteil des Bundesgerichts 9C_796/2
013 vom 28. Januar 2014 E.
3.1.1 mit Hinweisen).
Ist von einem genü
gend breiten Spektrum an zumutbaren Verweisungstätigkeiten auszugehen, können
unter dem Titel leidensbedingter Abzug grundsätzlich nur Umstände berücksichtigt werden, die auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 16 ATSG) als ausserordentlich zu bezeichnen sind (
Urteil des Bundesgerichts 9C_366/2015 vom 22. September 2015 E. 4.3.1 mit Hinweisen; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_826/2015 vom 13. April 2016 E. 3.2.1).
Bei Versicherten, die aus gesundheitlichen Gründen nur noch teilzeitlich erwerbs
tätig sein können, ist unter dem Titel «Beschäftigungsgrad» ein Abzug vom Tabel
lenlohn vorzunehmen, wenn Teilzeitarbeit nach der im konkreten Fall anwend
baren Tabelle vergleichsweise weniger gut
entlöhnt
wird als eine Vollzeittätigkeit (Urteil 8C_805/2016 vom 22. März 2017 E. 3.2 mit Hinweisen). Dagegen recht
fertigt der
Umstand, dass die versicherte Person zwar ganztags arbeitsfähig, hier
bei aber nur reduziert leistungsfähig ist, grundsätzlich keinen Abzug vom Tabel
lenlohn (Urteil des Bundesgerichts 9C_581/2016 vom 24. Januar 2017 E. 3 mit Hinweisen; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_421/2017 vom 19. September 2017 E. 2.1.1).
Laut der gestützt auf die LSE 2012 erstellten Tabelle zu den nach Beschäfti
gungs
grad, Geschlecht und beruflicher Stellung differenzierten monatlichen Durch
schnitts
bruttolöhnen rechtfertigt ein Beschäftigungsgrad von 50-74 % bei Männern
auf der untersten Stufe der beruflichen Stellung (ohne Kaderfunktion) keinen zusätzlichen Tabellenlohnabzug (Bundesamt für Sozialversicherungen, IV-Rundschreiben Nr. 328 vom 22. Oktober 2014, Anhang; vgl. dazu
BGE 142 V 178
E. 2.5.1 mit Hinweis). Denn auf dieser Ebene besteht bei Männern zwischen dem Durchschnittslohn bei einem Teilzeitpensum von 50-74 % proportional be
zo
gen auf ein 100 %-Pensum (Fr. 6'080.--) und dem Durchschnittslohn bei einem Vollzeitpensum (Fr. 6'085.--) eine vernachlässigbare Differenz (von Fr. 5.--) und somit kein wesentlicher Unterschied. Bei Berücksichtigung der für das Jahr 2014 aktualisierten Tabelle besteht zwar bei den angegebenen Werten (Fr. 5‘714.-- [Teilzeitpensum] und Fr. 6‘069.--[Vollzeitpensum]) eine Differenz von Fr. 355.-- oder 5.85 %. Daraus ergibt sich jedoch keine überproportionale Lohneinbusse (Urteile des Bundesgerichts 8C_805/2016 vom 22. März
2017 E. 3.2 und 8C_12/2017 vom 28. Februar
2017 E. 5.5.2 mit Hinweisen).
7
.
4
Der Einwand des Beschwerdeführers, es sei ihm ein leidensbedingter Abzug zu gewähren, da er nur noch in einem Teilzeitpensum tätig sein könne, vermag nicht zu überzeugen. Gemäss der
aktuellen
Tabelle zu den nach Beschäftigungsgrad, Geschlecht und beruflicher Stellung differenzierten monatlichen Durchschnitts
bruttolöhnen für das Jahr 2016 besteht zwischen dem von Männern erzielten Durchschnittslohn ohne Kaderfunktion in einem Vol
lzeitpensum (
Fr.
6'130
.--) und dem Durchschnittslohn bei einem Teilzeitpensum von 50-74
%
proportional bezogen auf ein 100
%
-
Pensum (
Fr.
5'87
5.--) eine Differenz von
Fr.
255.--, mit
hin von
4
%
. Daraus ergibt sich keine überproportionale Lohneinbusse, die einen Abzug vom Tabellenlohn rechtf
ertigen würde (
vgl. vorstehend E. 6.2
).
7
.5
Der Beschwerdeführer wandte weiter ein, er sei nun 7 Jahre älter und könne nur noch mit einem einschränkenden Belastungsprofil einer Tätigkeit nachgehen. Das von ihm erwähnte eingeschränkte Belastungsprofil bezieht sich einzig auf
das
Pen
sum. Wie
oben aufgeführt (vorstehend E. 6.3
) ergibt sich aus dem Erfordernis des
Teilzeitpensums keine überproportionale Lohneinbusse. Ein Abzug ist daher nicht angezeigt.
Inwiefern ihm aufgrund der Tatsache, dass er nun 7 Jahre älter ist, ein Abzug gewährt werden solle, ist nicht ersichtlich, zumal er mit Jahrgang 1975 kein fortgeschrittenes Alter aufweist.
Dass das Alter die Stellensuche faktisch negativ beeinflussen kann, muss
ausserdem grundsätzlich
als invaliditätsfremder Faktor
unberücksichtigt bleiben (Urteil des Bundesgerichts 8C_312/2017 vom 2
2.
Novem
ber 2017 E. 3.3.2 unter Hinweis auf 8C_808/2013 vom 1
4.
Februar 2014 E. 7.3).
7
.6
Des Weiteren machte der Beschwerdeführer geltend, er sei in der Wahl seines Arbeitsplatzes örtlich und zeitlich eingeschränkt und auf einen ausgesprochen wohlwollenden Arbeitgeber angewiesen. Diesbezüglich ist anzumerken,
dass e
ine psychisch bedingt verstärkte Rücksichtnahme seitens Vorge
setzter und Arbeits
kollegen
nach der Gerichtspraxis in der Regel nicht als eigenständiger Abzugs
grund anerkannt werden
kann
(Urteil des Bundesgerichts 9C_366/2015 E. 4.3.1 mit Hinweisen), ebenso wenig etwa das Risiko von vermehrten gesundheitlichen Absenzen, ein grösserer Betreuungsaufwand oder weniger Flexibilität, was das Leis
ten von Überstunden etwa bei Verhinderung eines Mitarbeiters anbetrifft (Urtei
le des Bundesgerichts 9C_437/2015 vom 3
0.
November
2015 E.
2.4; 8C_712/2012 vom 3
0.
November
2012 E.
4.2.1 und 9C_708/2009 vom 1
9.
Novem
ber 2009 E. 2.3.2; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_146/2017 vom
7.
Juli 2017 E. 5.2.2).
Die Reduktion des Pensums berücksichtigt die zeitliche und örtliche Ein
schrän
kung, welche sich durch die Dialysebehandlung ergibt.
Es
kann davon ausge
gangen werden, dass
entsprechende Verweistätigkeiten auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt
bestehen
, die dem Anforderungs- und Belastungsprofil de
s Be
schwerdeführers entsprechen.
Des Weiteren ist nicht ersichtlich, dass sich der Beschwerdeführer bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage aufgrund der gesundheit
lichen Einschränkungen überwiegend wahrscheinlich (vgl. zum im Sozialver
si
che
rungsrecht massgeblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit etwa BGE 138 V 218 E. 6 S. 221; Urteil 8C_756/2017 vom
7.
März 2018 E. 2) mit einem geringeren Lohn zu begnügen hätte als voll leistungsfähige und entspre
chend einsetzbare Arbeitnehm
er.
7
.7
Ergänzend ist zu erwähnen, dass selbst
bei
Gewährung eines 15%igen Abzugs
analog
der Verfügung vom August 2011 bei einem Invaliditätsgrad von 57.5
%
kein höherer
Rentenanspruch entstehen würde
.
Nach dem Gesagten haben sich die
gesundheitlichen Beeinträchtigungen sowohl im eingeschränkten Tätigkeitsprofil als auch in der sich daraus ergebenden Arbeits
unfähigkeit vollumfänglich niedergeschlagen, weshalb nicht zu beanstan
den ist, dass die Beschwerdegegnerin keinen leidensbedingten Abzug gewährte.
8
.
Damit erweist sich die angefochtene Verfügung als rechtens, womit die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen ist.
Der Beschwerdeführer hat weiterhin An
spruch auf eine halbe Rente.
9.
Die Verfahrenskosten gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG sind ermessensweise auf
Fr.
700.-- festzusetzen und ausgangsgemäss dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.