Decision ID: 01cdaa05-22b7-5687-ba27-efd9751a6d92
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1990,
trat am 1
7.
August 2009
eine bis am 3
1.
Juli 2012 dauernde Berufslehre als Landschaftsgärtner an (
Urk.
7/20). Er meldete sich am
1
7.
Oktober 2011 wegen Rückenbeschwerden bei der Eidgenössischen Invali
den
versicherung zur beruflichen Integration und zum Rentenbezug an (
Urk.
7/22).
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, nahm medizi
nische
und erwerbliche Abklärungen vor (
Urk.
7/30,
Urk.
7/31,
Urk.
7/32,
Urk.
7/35,
Urk.
7/36), insbesondere fand am
9.
November 2011 ein
Ressourcen
gespräch
mit
dem Versicherten statt (
Urk.
7/29). Nach erfolglosen Versuchen, den Versicher
ten
im Rahmen der Berufsberatung
zu einem weiteren Gespräch einzuladen, wurde der Versicherte eingeschrieben letztmalig zum Gespräch ein
geladen, unter An
droh
ung einer Entscheidung aufgrund der Akten bei Nichter
scheinen (
Urk.
7/47,
Urk.
7/48,
Urk.
7/49,
Urk.
7/50). Mit Mitteilung vom
4.
September
2012
teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, dass
sie
aufgrund seines Nichterscheinens
gezwungen sei, die Abklärungen einzustellen. Das Be
gehren um berufliche Mass
nahmen wurde abgewiesen und mitgeteilt, dass bei sich ändernden Verhält
niss
en ein neues Gesuch eingereicht werden könne (
Urk.
7/51). Mit Verfügung vom
6.
November 2012 wurde der Rentenanspruch verneint (
Urk.
7/56).
Mit Schreiben vom
8.
Juli 2014 stellte der Versicherte ein Gesuch um finanzielle Unterstützung für die
4 Jahre dauernde
Ausbildung zum Informatiker
an
der
Z._
, welche
in den ersten
zwei Jahre
n
monatlich
Fr.
1‘500.-- koste
und betreffend welche der Vertrag bereits abgeschlossen sei
(
Urk.
7/59).
Mit Vor
be
scheid vom
2.
Oktober 2014 stellte die IV-Stelle in Aussicht, das
Leistungsbe
gehren
abzuweisen, da es sich bei der geplant
en
Ausbildung um keine einfache und zweckmässige Ausbildung handle, es dem Versicherten zumutbar sei, die Ausbildung in Form einer regulären Lehre in der freien Wirtschaft zu absolvie
ren, er sich ohne Vorabklärung
eigenständig für diese Ausbildung entschieden habe und keine Kenntnis darüber bestehe, ob diese Ausbildung
seinen
Fähig
kei
ten entspreche (
Urk.
7/61). Hiergegen erhob der Versicherte am
1.
November 2014
Einwand (
Urk.
7/63). Mit Verfügung vom
7.
Januar 2015 entschied die IV-Stelle im Sinne ihres Vorbescheids (
Urk.
2).
2.
Hiergegen liess der Versicherte, vertreten durch seine Mutter
Y._
, am
9.
Februar 2015 Beschwerde erheben (
Urk.
1).
Mit Beschwerdeantwort vom 1
3.
März
2015 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
6).
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Als invalid im Sinne von
Art.
16
des Bundesgesetzes über die Invalidenver
si
cherung (
IVG
)
gilt, wer aus gesundheitlichen Gründen bei einer seinen Fähig
keiten entsprechenden Ausbildung erhebliche Mehrkosten auf sich nehmen muss
.
Sodann ist es unerheblich, ob die versicherte Person bei Erlass der
Ver
wal
tungs
verfügung
an einem invalidisierenden Gesundheitsschaden leidet. Denn es kommt
im Rahmen von
Art.
4
Abs.
1 IVG (in Verbindung mit
Art.
7 und 8
Abs.
1
des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversi
cherungsrechts
[
ATSG
]
),
von seinem ausdrücklichen Wortlaut wie von der Sys
tematik der Invaliden
ver
sicherung als final konzipierte
Erwerbsausfallversiche
rung
(AHI 1999 S. 79) her, nicht auf die Gleichzeitigkeit (
Kontemporalität
), son
dern auf die Kausalität von Gesundheitsschaden und Erwerbsunfähigkeit an (BGE 126 V 461 E.
2 in
fine
, AHI 2003 S. 158 E.
2).
1.2
Nach Art. 16 Abs. 1 IVG haben Versicherte, die noch nicht erwerbstätig waren und denen infolge Invalidität bei der erstmaligen beruflichen Ausbildung in wesentlichem Umfange zusätzliche Kosten entstehen, Anspruch auf Ersatz die
ser Kosten, sofern die Ausbildung den Fähigkeiten der Versicherten entspricht. Als erstmalige berufliche Ausbildung gilt gemäss Art. 5 Abs. 1
der Verordnung über die Invalidenversicherung (
IVV
)
jede Berufslehre oder
Anlehre
sowie, nach Abschluss der Volks- oder Sonderschule, der Besuch einer Mittel-, Fach- oder Hochschule und die berufliche Vorbereitung auf eine Hilfsarbeit oder auf die Tätigkeit
in einer geschützten Werkstätte
.
Andererseits hat die versicherte Person nach Art. 17 Abs. 1 IVG Anspruch auf Umschulung auf eine neue Erwerbstätigkeit, wenn die Umschulung infolge In
validität notwendig ist und dadurch die Erwerbsfähigkeit voraussichtlich erhal
ten oder wesentlich verbessert werden kann. Musste eine erstmalige berufliche Ausbildung wegen Invalidität abgebrochen werden, so ist eine neue berufliche Ausbildung der Umschulung
gemäss
Art.
6
Abs.
2 IVV
gleichgestellt, wenn das während der abgebrochenen Ausbildung zuletzt erzielte Erwerbseinkommen höher war als das Taggeld na
ch
Art.
23
Abs.
2 IVG
.
1.3
Hatte die versicherte Person vor Eintritt der Invalidität schon eine Ausbildung be
gonnen, die wegen Invalidität abgebrochen werden musste, und fällt die neue Ausbildung unter Artikel 16 IVG, sind die anrechenbaren Kosten, die bis zur Beendigung der bisherigen Ausbildung noch entstanden wären, mit den anre
chenbaren Kosten zu vergleichen, die für die neue von der Invalidenversiche
run
g als geeignet betrachtete Ausbildung notwendigerweise entstehen. Wählt die ver
sicherte Person ein gegenüber der zunächst b
egonnenen Aus
bildung hö
heres
Berufsziel, so sind nur die Kosten für eine gleichwertige Ausbildung für diesen Kostenvergleich zu berücksichtigen. Sind hingegen Art und Schwere der Behin
derung derart gravierend, dass verglichen mit der vor Eintritt der Invali
dität begonnenen Ausbildung nur eine anspruchsvollere zu einer adäquaten Er
werbs
fähigkeit führen wird, so sind die Kosten dieser Ausbildung in die
Ver
gleichs
rechnung
aufzunehmen (
vgl.
Rz
. 3036-3038 des Kreisschreibens über die Ein
glie
derungsmassnahmen beruflicher Art (KSBE), Stand vom
1.
Januar 2015
).
2.
2.1
Zunächst ist abzuklären, ob es sich bei der
vom Versicherten begonnenen
Infor
matikausbildung
um eine Erstausbildung oder um eine Umschulung handelt. Die
Bestimmungen zur Umschulung kämen nur dann zur Anwendung, wenn das
wäh
rend der abgebrochenen Ausbildung zuletzt erzielte Erwerbseinkommen höh
er
war als das Taggeld nach
Art.
23
Abs.
2 IVG. In
Art.
23
Abs.
2 IVG
wird ein
Taggeld in der H
ö
he von 30
%
des Höchstbetrages des Taggeldes nach
Art.
24
Abs.
1 IVG fest
gehalten
.
Art.
24
Abs.
1 IVG
schreibt
fest, dass der
Höchstbetrag des Taggeldes dem Höchstbetrag des versicherten Tagesverdienstes nach dem Bun
desgesetz vom 2
0.
März 1981 über die Unfallversicherung ent
spricht
, also 30 % von Fr. 346.-- im Tag (Art. 22 Abs. 1 der Verordnung über die Unfallver
sicherung)
,
das sind
Fr.
103
.
80
.
Der Versicherte verfügt
e
gemäss dem
Auszug aus
dem Individuellen Konto in
der abgebrochenen Lehre
im zweiten Jahr über ein
Jah
reseinkommen
von
Fr.
7‘566.--
(
Urk.
7/30)
, was
umgerechnet auf einen Tag
deutlich tiefer liegt als ein Tag
geld von
Fr.
103
.
80.
Es ist somit zu prüfen, ob die IV-Stelle
sich an den
Kosten für die Ausbildung zum Informatiker an der
Z._
als berufliche Erstausbildung im Sin
ne
von
Art.
16 IVG zu
beteiligen
hat.
2.2
Aufgrund der Aktenlage ist von einem Abbruch der Lehre als Landschafts
gärtner aus gesundheitlichen Gründen auszugehen (
Urk.
7/20/3-8,
Urk.
7/31,
Urk.
7/32,
Urk.
7/35,
Urk.
7/36)
.
Zur erstmaligen
beruflichen Ausbildung gehört
die Absolvierung einer berufli
chen Grundbildung
im Sinne von
Art.
17
des Berufsbildungsgesetzes,
dazu ge
hört
unter anderem die berufliche Bildung mit
dem Erwerb des Eidgenössischen
Fähigkeits
zeugnis
ses
. Diese Voraussetzung wird von der
vier Jahre dauernden
Ausbildung
(vier Semester Schule, vier Semester Praktikum
)
zum Informatiker mit Eidge
nössischem Fähigkeitszeugnis
(
Urk.
7/5
8
/3-6)
erfüllt
, welche der Versi
cherte
am
1
8.
August 2014
an der
Z._
angetreten hat (
Urk.
7/
62
/2)
.
2.3
Für die Leistungsgewährung fallen nur Massnahmen in Betracht, die den Fähig
keiten und soweit als möglich auch den Neigungen der
versicherten Person
entspre
chen. Ausserdem müssen sie
das Eingliederungs
ziel auf einfache und zweckmässige Weise anstreben. Dies bedeutet, dass zwischen d
er Dauer und den Kosten der Mas
snahme einerseits und dem wirtschaftlichen Erfolg (im Sinne der Eingliederungswirksamkeit) anderseits ein vernünftiges Verhältnis bestehen soll. Z
udem soll die berufliche Ausbil
dung in einer auf die Anfor
derungen des Ar
beitsmarktes aus
gerichteten Weise soweit wie möglich im ersten Arbeitsmarkt und in Ausbildungsstätten fü
r Nichtbehinderte erfolgen (
vgl.
Rz
1006
des KSBE mit Hinweisen
).
Bei der erstmaligen beruflichen Ausbildung bezieht sich das Erfordernis der Ein
fachheit und Zweckmässigkeit der Massnahme nicht auf das
Ausbildungsni
veau
,
sondern auf die Art der Verwirklichung der Ausbildung, die so auszuge
stalten ist, dass der Invalidenversicherung nicht unnötige Kosten entstehen. Es bedeutet demnach nicht, dass sich eine Person auf ein unter ihren Fähigkeiten liegendes Ausbildungsniveau beschränken müsste. Dass umgekehrt die Ausbil
dung auch insofern den Fähigkeiten der versicherten Person entsprechen muss, als sie diese nicht übersteigen darf, ist ein Aspekt der Geeignetheit der Mass
nahme (Silvia
Bucher,
Eingliederungsrecht der Invalidenversicherung, Bern 2011
, S.
326 mit Hin
weisen).
2.4
Der Versicherte absolviert
derzeit
die Ausbildung zum Informatiker an der Pri
vat
schule
Z._
(
Urk.
7/62/2)
. Er liess geltend machen, dass er aufgrund seines Alters keine Lehrstelle gefunden ha
be
(
Urk.
1)
. Dabei handelt es sich um eine
unbelegte Behauptung, da der Versicherte
zwar ausführen liess, sehr viele Bewer
bungen geschrieben zu haben (
Urk.
1 S.
2), jedoch
keinerlei
Suchbemü
hungen
be
legte. Zudem ist sein Alter von
beinahe
24 Jahren
bei Antritt der Ausbildung an der
Z._
im August 2014
auch nicht allein
auf den Abbruch der
Lehre als Landschaftsgärtner zurückzuführen, sondern hängt auch mit dem
nicht
gesundheitlich bedingten
Abbruch seiner ersten Lehre im KV-Bereich
zusammen (
Urk.
7/42/1) sowie damit, dass
zwischen dem Beginn
der
Krankschreibung in der Ausbildung zum Landschaftsgärtner am 1
5.
November 2010
(
Urk.
7/20/3)
bis zum Antritt der Ausbildung an der
Z._
(
Urk.
7/62/2)
mehr als dreieinhalb Jahre vergingen
.
2.5
D
er Versicherte
brach
die Berufsberatung bei der IV-Stelle
im Jahr 2012
ab
, indem er die Gesprächstermine nicht mehr wahrnahm
(vgl.
Urk.
7/51)
.
Als
er
beinahe
zwei Jahre später
am
8.
Juli 2014
ein Gesuch um Kostenbeteiligung an seiner Ausbildung an der
Z._
stellte,
hatte
er diesen Vertrag
am 1
4.
Juni 2014 (
Urk.
7/58/1) bereits unterzeichnet
. So
verhinderte er
eine Unter
stützung durch die
Berufsberatung der IV-Stelle bei der Lehrstellensuche im Bereich Informatik
auf dem freien Stellenmarkt
sowie
die Prüfung
andere
r
ge
eignete
r
Ausbildungsmöglichkeiten.
Das Vorgehen
,
sich ohne Beratung durch die IV-Stelle für eine
vergleichsweise
teure
Berufsa
usbildung an einer Privatschule zu entscheiden, erscheint im Hin
blick auf das Ziel
,
unnötige Kosten zu vermeiden, nicht
angemessen
.
Hätte der Versicherte sich bei der IV-Stelle gemeldet, so hätte diese in Zusammenarbeit mit dem Versicherten eine möglichst zweckmässige und einfache Lösung suchen
können, um ihm eine seinen Fähigkeiten und Neigungen passende Erstausbil
dung
zu ermöglichen.
I
n
dem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass auch Schul
abgänger Mühe haben, eine der begehrten Informatiklehrstellen zu erhal
ten, w
o
bei die Absolventen der
Informatikausbildung an der
Z._
ohne ge
sundheitliche Einschränkungen die gleichen Ausbildungskosten zu tragen haben wie der Versicherte. Hätte der Versicherte auch mit Unterstüt
zung der Berufs
be
ratung der IV-Stelle keine Informatiklehrstelle gefunden, so wären
vor dem An
treten einer
kostspieligen
Berufsausbildung an einer Privat
schule
noch
andere den Fähigkeiten und Neigungen des Versicherten entspre
chende
Berufsbil
dung
en
in
Betracht zu ziehen gewesen.
An dieser
Beurteilung
ändert sich auch dann nicht
s
, falls wie vom Versicher
ten geltend gemacht, seitens der IV-Stelle bei der
Berufsberatung
im Jahr 2012
ebenfalls
Termine abgesagt werden mussten
(
Urk.
1
S. 1).
Es
ist
daher
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit anzu
nehmen, dass der Ver
sicherte mit Unterstützu
ng
der Berufsberatung der IV-Stelle eine
seinen gesund
heit
lichen Beschwerden angepasste und
seinen
Fähig
keiten sowie Neigungen
ent
sprechende
Lehrstelle auf dem
freien
Arbeitsmarkt gefunden hätte
. Daher handelt
es sich
bei der Ausbildung an der
Z._
um eine den Voraus
setz
ung
en der Einfachheit und Zweckmässigkeit nicht entsprechende
Erstaus
bi
ldung
.
2.
6
Was die Geeignetheit der Ausbildung betrifft, so s
ind die Schulnoten des ersten Semesters gut ausgefallen
(
Urk.
3/5
).
Dies entspricht durchaus der Einschätzung der IV-Stelle im Verlaufsprotokoll der Berufsberatung vom
4.
September 2012,
dass der Versicherte kognitiv gute Voraussetzungen mitbringe und rein schu
lisch
bei einer Neuausbildung keine Schwierigkeiten zu erwarten seien (
Urk.
7/52/6).
Auffällig ist jedoch
, dass der Versicherte eine
im Jahr 2006 begon
nene
kauf
männische Lehre im Jahr
2007 ab
gebrochen hatte
und gegenüber der IV-Stelle ausführte, diese Tätigkeit habe nicht zu ihm gepasst, da ihm eine Bü
rotätigkeit nicht entspreche (
Urk.
7/52/2-3). Im Jahr 2012 wollte der Versicherte sich
denn auch
bemühen, eine Lehrstelle in einer anderen Gärtnersparte (zum Beispiel als
Staudengärtner oder im Bereich Zierpflanzen) oder als
Töffmechaniker
zu fin
den
(
Urk.
7/
52/4),
also wieder
keine
Bürotätigkeit
. I
m Falle eines Abschlus
ses
der nun
angetretenen Informatikausbildung wäre der Versicherte
hingegen anschliess
end
voraussichtlich
im Büro tätig
. Selbstverständlich ist nicht auszu
schliessen, dass
sich
die Neigungen
d
es
noch junge
n
Versicherte
n
in dieser Hinsicht
seit dem Jahr
2007
verändert ha
ben
. Dennoch erscheint
es
ungünstig, dass der Versi
cher
te zunächst zwei Jahre lang
ausschliesslich
die Schule besucht und erst anschliess
end das Praktikum antritt
(vgl.
Urk.
7/58/3-6)
, in welchem sich
erst
zeigen wird,
ob
ihm die praktische Tätigkeit im Informatikbereich
tatsächlich
ent
spricht
. Unter
diesen Umständen ist anzunehmen, dass die IV-Stelle vor
der Kostenübernahme für eine solche
Ausbildung entsprechende Abklärungen zu
deren
Geeignetheit ge
troffen hätte, beispielsweise mittels Schnupperlehren.
Die Geeignetheit der Ausbildung steht somit nicht hinreichend fest.
2.
7
A
nzumerken ist
weiter
, dass
keine
Invalidität vor
liegt
, wenn ein Gebrechen ei
ner
jungen versicherten Person lediglich den Zugang zu einer kleinen Anzahl von Berufen erschwert, ohne im Übrigen die freie Berufswahl wesentlich zu be
hin
dern; denn diese Einschränkung beeinträchtigt die auf den allgemeinen Ar
beits
markt bezogene Erwerbsfähigkeit dieser Person praktisch nicht. Dement
sprech
end
wurde die Invalidität verneint bei einer Versicherten, die durch ihren
Gesund
heits
schaden
zwar an der Fortsetzung ihres Psychologiestudiums gehin
dert wurde,
ohne aber in ihrer freien Wahl anderer universitärer oder nicht uni
ver
sitärer Berufe erheblich eingeschränkt zu sein. Ebenso steht einer Person mit einem kongenitalen Klumpfuss ein so weites Spektrum üblicher Ausbildungs
gänge offen, dass dieses Gebrechen für sich allein jedenfalls grundsätzlich keine Invalidität im Sinne von
Art.
16 IVG zu begründen vermag (Silvia Bucher,
a.a.O.
, S. 316
mit Hinweisen
).
Der Versicherte kann
aufgrund seine
s
Rückenleidens nur bestimmte, kör
perlich
schwere Tätigkeiten
,
wie die Täti
gkeit als Landschaftsgärtner
,
gesundheits
be
dingt
nicht mehr ausüben
(
Urk.
7/52/2).
Davon kann ausgegangen werden, obwohl
die
körperliche Belastbarkeit ohne Durchführung
eines
Arbeitsassessments
-
welc
hes
der Versicherte nicht absol
vierte, da er
darin keinen Sinn sah (
Urk.
7/52/3)
-
von
der Rheumaklinik und dem Institut für Physikalische Medi
zin des
A._
nicht differenziert be
urteilt
werden
konnte
(
Urk.
7/35/5-8).
Da dem Versicherten
jedoch trotz seiner Einschränkung noch
ein grosses Spektrum
rückenadap
tierter
Berufe und Ausbildungen
bis hin zu
mittelschwere
n
körper
liche
n
Tätig
keiten
offensteht
(
Urk.
7/35/5-8,
Urk.
7/52/2)
, erscheint zumindest fraglich, ob überhaupt eine Invalidität im Sinne von
Art.
16 IVG vorliegt.
3.
Die Beschwerde ist abzuweisen, da es sich bei der Informatikausbildung EFZ an der
Z._
um keine den Voraussetzungen der Einfachheit und Zweck
mässigkeit
entsprechende Ausbildung handelt,
wei
l
der Versicherte bei Inan
spruch
nahme der Berufsberatung der IV-Stelle mit überwiegender Wahr
schein
lich
keit eine
seinen Fähigkeiten und Neigungen entsprechende
Lehrstelle auf dem
freien A
rbeitsmarkt hätte finden können, weil
Abklärungen
nicht getätigt werden
konnten
, um
die Geeignetheit der
Informatikausbildung zu prüfen
und
überdies
die Invalidität im Sinne von
Art.
16 IVG fraglich
ist
. Bei
diesem
Verfahrens
aus
gang
k
ann
diese
r letzte
Punkt jedoch offen gelassen werden.
4.
Abweichend von
Art.
61
lit
. a ATSG ist das Beschwerdeverfahren um die Be
willigung oder Verweigerung von Leistungen der Invalidenversicherung vor dem
kantonalen Gericht kostenpflichtig. Die Gerichtskosten werden nach dem Ver
fahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von
Fr.
200.-- bis
Fr.
1‘000.-- festgelegt (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG). Die Kosten sind auf
Fr.
600.
--
fest
zusetzen und entsprechend dem Verfahrensausgang dem Beschwerdeführer auf
zu
erlegen.