Decision ID: 06a85a45-6602-52fd-9b23-edb10b58f4e8
Year: 2008
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass der Beschwerdeführer, eigenen Angabe zufolge afghanischer Staatsangehöriger aus C._ (Bezirk Musa Qala, Provinz Helmand) am 7. April 2008 in die Schweiz einreiste, wo er am gleichen Tag im Empfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) Kreuzlingen um Asyl nachsuchte,
dass das BFM am 14. April 2008 im EVZ Kreuzlingen die Personalien des Beschwerdeführers erhob und ihn summarisch zum Reiseweg und zu den Gründen für das Verlassen des Heimatlandes befragte,
dass das BFM am 14. April 2008 bei zwei Experten ein Sprach- und Herkunftsanalyse (Lingua-Test) in Auftrag gab,
dass der Beschwerdeführer am 19. April 2008 einen afghanischen Identitätsausweis (Tazkara), ausgestellt am 14. Juni 2005 in Musa Qala, einreichte,
dass die vom BFM am 14. April 2008 beauftragten Experten mit dem Beschwerdeführer am 24. April 2008 Telefongespräche führten,  dessen diese ihre vom 6. bzw. 7. Mai 2008 datierenden  verfassten,
dass das BFM den Beschwerdeführer am 20. Mai 2008 zu den  anhörte und ihm das rechtliche Gehör zu den Ergebnissen der Lingua-Gutachten gewährte,
dass das BFM mit Verfügung vom 2. Juni 2008 – eröffnet am selben Tag – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat, die Wegweisung aus der Schweiz verfügte und deren Vollzug anordnete,
dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 5. Juni 2008 gegen  Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und beantragte, es sei die Verfügung der Vorinstanz vollumfänglich  und es sei die Sache zur Prüfung des Asylgesuches (Eintreten) an die Vorinstanz zurückzuweisen,
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dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht zudem beantragte, es sei auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten und es sei die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren,

und zieht in Erwägung,
dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden  Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]) des BFM  (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31] i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des  vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),
dass der Beschwerdeführer durch den angefochtenen Entscheid  ist und ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung  Änderung hat und daher zur Einreichung der  legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),
dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde  ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG sowie Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),
dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),
dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide (Art. 32-35 AsylG) die Beurteilungskompetenz der Beschwerdeinstanz  auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,
dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den  als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen  Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl.  und Mitteilungen der Schweizerischen  [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),
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dass indessen im Falle des Nichteintretens auf ein Asylgesuch  Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),
dass dementsprechend in einem diesbezüglichen  ungeachtet der vorzunehmenden Überprüfung eines formellen Nichteintretensentscheides auch die Flüchtlingseigenschaft  bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),
dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs  prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich  Kognition zukommt,
dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in  Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters  einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur  zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),
dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen  verzichtet wurde,
dass der Beschwerdeführer ausführt, da die Beschwerdefrist extrem kurz bemessen sei und ihm zudem im EVZ keine genügende  zur Verfügung stehe, sehe er sich ausser Stande, hier seine Fluchtgründe im Detail wiederzugeben,
dass ihm innert Beschwerdefrist kein Zugang zu freiberuflichen  möglich sei und er diese mangels Mitteln auch nicht bezahlen könnte,
dass er deshalb das Bundesverwaltungsgericht bitte, sich für die  seiner Beschwerde auf die Akten zu stützen, d.h. insbesondere die Protokolle der Befragungen,
dass er angesichts der rechtsstaatlich bedenklich kurzen  und der geschilderten Lage im EVZ darum bitte, den  mit grösstmöglichem Wohlwollen nachzukommen
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und sich ein von der Wertung der Vorinstanz unabhängiges Bild seiner Akten zu machen,
dass diesen Anliegen mit der materiellen Behandlung der vorliegenden Beschwerde nachgekommen wird,
dass gemäss der Verordnung des EJPD zum Betrieb von Unterkünften des Bundes im Asylbereich vom 24. November 2007 (SR 142.311.23) den Asylsuchenden Telefonautomaten zur Verfügung stehen (Art. 7 Abs. 1) und ihnen auch die Nutzung von Telefaxgeräten ermöglicht wird, sofern dies für die Kontaktaufnahme mit einer  oder Rechtsvertretung erforderlich ist (Art. 7 Abs. 2),
dass ferner in den Unterkünften des Bundes Listen mit Adressen von Rechtsberatungsstellen und Rechtsvertretungen frei zugänglich sind (Art. 7 Abs. 2) und der persönliche Kontakt zwischen der  oder Rechtsberatung und ihrer Mandantin oder ihrem Mandanten während den Besuchszeiten ermöglicht wird (Art. 9 Abs. 2),
dass der Beschwerdeführer nicht geltend macht, diese Vorschriften würden im EVZ Kreuzlingen generell oder in Bezug auf seine Person nicht eingehalten,
dass er auch nicht darlegt, aus welchen Gründen er trotz der  bestehenden Möglichkeit, einen Rechtsvertreter zu , nicht in der Lage gewesen sein soll, dies zu tun,
dass mithin nicht ersichtlich ist, inwiefern dem Beschwerdeführer  der Beschwerdefrist von fünf Arbeitstagen (vgl. Art. 108 Abs. 2 AsylG) konkret ein Rechtsnachteil erwachsen sein soll, zumal er  in der Lage war, innerhalb von fünf Arbeitstagen Beschwerde zu erheben (vgl. auch EMARK 2004 Nr. 25 E. 3c S. 165 ff.),
dass sich der Beschwerdeführer zwar Ergänzungen und weitere  zur Beschwerde ausdrücklich vorbehält, solche indessen bis zum Ablauf der Beschwerdefrist und bis heute (vgl. Art. 32 Abs. 2 VwVG) nicht nachgereicht wurden,
dass auf ein Asylgesuch nicht eingetreten wird, wenn Asylsuchende den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG),
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dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn  glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die  festgestellt wird (Art. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG) oder sich auf Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur  der Flüchtlingseigenschaft oder eines  nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),
dass der Beschwerdeführer es unterliess, im Moment der Einreichung des Asylgesuches im EVZ bzw. in den 48 Stunden nach der  Aufklärung durch Vorhalt eines Informationsblattes ein  zur seiner zweifelsfreien Identifizierung abzugeben,
dass damit die in Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG statuierte  für ein Nichteintreten wegen fehlender Papiere vorliegend  ist,
dass der Beschwerdeführer als Ursache der Nichtabgabe von Reise- oder Identitätspapieren im EVZ am 7. April 2008 erklärte, er besitze  eine Identitätskarte, die sich bei seinem Bruder in Afghanistan befinde (act. A1/10, S. 4); er werde seinem Bruder telefonieren, damit dieser ihm die Identitätskarte in die Schweiz schicke (act. A1/10, S. 5),
dass er am 19. April 2008, eine am 14. Juni 2005 im Bezirk Musa Qala ausgestellten Identitätsausweis einreichte und bei der Anhörung vom 20. Mai 2008 erklärte, sein Bruder habe diesen damals für ihn  lassen; da er selbst im Iran ohne Papiere gelebt habe, habe er den Identitätsausweis dort nicht gebraucht, zumal die iranischen Behörden so oder so keinen Flüchtlingsausweis ausstellen würden (act. A21/16, S. 10),
dass das BFM in der angefochtenen Verfügung in diesem  festhält, der Identitätsausweis gebe Paschtun als Ethnie der  genannten Person an, aufgrund der Sprach- und Herkunftsanalyse (Lingua-Test) vom 24. April 2008 stehe jedoch fest, dass der  in einem darisprachigen Milieu sozialisiert worden und das von ihm gesprochene Paschto nicht als seine Muttersprache, in welcher er aufgewachsen und sozialisiert worden sei, gelten könne,
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dass zudem auch seine Aussagen betreffend den Verwaltungsbezirk Musa Qala und der Provinz Helmand ungenau bzw. falsch gewesen seien,
dass somit feststehe, dass der Beschwerdeführer weder in einem paschtosprachigen Milieu noch im Bezirk Musa Qala, bzw. der Provinz Helmand aufgewachsen und sozialisiert worden sei,
dass daran weder die Beteuerungen des Beschwerdeführers  des ihm zu den Lingua-Tests gewährten rechtlichen Gehörs noch der von ihm eingereichte Identitätsausweis etwas zu ändern , zumal afghanische Papiere jeder Art grundsätzlich leicht , bzw. ebenso leicht käuflich erworben werden könnten, und auch Blankodokumente leicht erhältlich seien, weshalb der Beweiswert von afghanischen Dokumenten – mit Ausnahme von Reisepässen – generell als niedrig eingestuft werde,
dass insbesondere auch die Erklärungen des Beschwerdeführers  die Beschaffung dieses Identitätsausweises durch seinen  im Jahre 2005 nicht geglaubt werden könnten; es sei auch nicht nachvollziehbar, weshalb der Bruder diesen schon im Jahr 2005  hat, ihn aber erst jetzt dem Beschwerdeführer hätte zukommen lassen sollen,
dass der Beschwerdeführer auf der Echtheit des eingereichten  beharrt und geltend macht, allein weil in Afghanistan Vieles gefälscht werde, könne nicht geschlossen werden, der  Identitätsausweis sei gefälscht, zumal keine Analyse  worden sei,
dass er nicht über seine Identität täusche und er ausserdem das Lingua-Gutachten in Zweifel ziehe,
dass das Bundesverwaltungsgericht die Lingua-Analyse des BFM nicht als Sachverständigengutachten (Art. 12 Bst. e VwVG; Art. 57 ff. des Bundesgesetzes vom 4. Dezember 1947 über den  [BZP, SR 273] i.V.m. Art. 19 VwVG), sondern als schriftliche  einer Drittperson (Art. 12 Bst. c VwVG; Art. 49 BZP i.V.m. Art. 19 VwVG) anerkennt, ihr indessen – sofern bestimmte  an die fachliche Qualifikation, Objektivität und Neutralität des Experten wie auch an die inhaltliche Schlüssigkeit und Nachvollzieh-
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barkeit der Analyse erfüllt sind – erhöhten Beweiswert zumisst (vgl. EMARK 2003 Nr. 14 E. 7 S. 89; 1998 Nr. 34 S. 284 ff.),
dass den vorliegend zu beurteilenden, ausführlichen und sorgfältig  LINGUA-Analysen nach den erwähnten Kriterien erhöhter Beweiswert zu attestieren sind und die vom BFM daraus gezogenen Schlussfolgerungen vollumfänglich zu überzeugen vermögen,
dass aufgrund der zutreffenden Erwägungen des BFM davon  ist, der Beschwerdeführer sei entgegen seinen Angaben nicht Paschtune und stamme auch nicht aus dem Bezirk Musa Qala in der Provinz Helmand,
dass das BFM vor diesem Hintergrund aus den von ihm dargelegten Gründen zu Recht davon ausgegangen ist, beim eingereichten  handle es sich um eine Fälschung,
dass das BFM ferner ausführt, da der Beschwerdeführer geltend , ein Paschtune aus dem Bezirk Musa Qala zu sein, was nicht  werden könne, müsse davon ausgegangen werden, dieser habe zur Verschleierung seiner wahren Ethnie und Herkunftsregion einen gefälschten Identitätsausweis zu den Akten gereicht und seinerseits kein Interesse bestanden habe, einen echten Identitätsnachweis mit der Nennung seiner echten Ethnie und Herkunftsprovinz einzureichen und so eine mögliche Wegweisung aus der Schweiz zu verhindern,
dass das BFM damit - nach Prüfung der Akten auch aus Sicht des Bundesverwaltungsgerichts - überzeugend dargelegt hat, weshalb für das Nichteinreichen von Reise- oder Identitätspapieren innerhalb der Frist von 48 Stunden nach Einreichen des Asylgesuchs keine  Gründe vorliegen, zumal in der Beschwerde nichts  geltend gemacht wird, was diesbezüglich allenfalls zu einer anderen Beurteilung führen könnte,
dass der Beschwerdeführer zur Begründung seines Asylgesuches im Kern geltend machte, er habe nach seiner Rückkehr aus dem Iran, wo er sich 18 bis 19 Jahren aufgehalten und gearbeitet habe, nicht in sein Heimatdorf C._ zurückkehren und dort leben können, weil dort alles zerstört sei; wegen der aus Pakistan einsickernden  sei die Lage in seiner Heimatprovinz Helmand unsicher,  er sein Heimatland aus Angst um sein Leben wieder verlassen habe,
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dass für die weiteren Einzelheiten des zur Begründung des  geltend gemachten Sachverhalts auf die Protokolle der  vom 14. April 2008, der Anhörung vom 20. Mai 2008 und die  vom 2. Juni 2008 zu verweisen ist,
dass das BFM in der angefochtenen Verfügung zu Recht auf  Unglaubhaftigkeitsmerkmale in der Gesuchsbegründung des  hinweist,
dass diesbezüglich zur Vermeidung von Wiederholungen auf die  des BFM in der angefochtenen Verfügung zu verweisen ist,
dass der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang geltend macht, er wisse, dass der Dolmetscher ihm "unmögliche Sachen " habe,
dass dem Beschwerdeführer die Protokolle der Befragung im EVZ und der Anhörung zu den Asylgründen indessen rückübersetzt wurden und er unterschriftlich bestätigte, die Protokolle seien vollständig und  seine Aussagen enthalten bzw. seinen freien Äusserungen  (vgl. act. A1/10, S. 10 und A/21/16, S. 15), weshalb er sich auf seinen protokollierten Aussagen behaften lassen muss,
dass der Beschwerdeführer unter anderem einwendet, er habe im Iran zunächst 12'000 Toman und nach 7-8 Jahren 15'000 Toman pro Tag verdient, und geltend macht, er habe nicht gesagt, er habe 12'000 Toman pro Monat verdient,
dass der Beschwerdeführer anlässlich der Anhörung auf die Frage, wie viel er im Iran so verdient habe, jedoch entgegen seinen Ausführungen in der Beschwerde erklärte: "Anfänglich habe ich so zirka 1'200 Toman verdient. Zuletzt zirka 5'000 Toman, monatlich." (vgl. act. A/21/16, S. 9 Frage 73),
dass auch die weiteren Einwände in der Beschwerde im  mit der Protokollierung seiner Aussagen nicht zu überzeugen vermögen, weshalb auf diese nicht näher einzugehen ist, zumal das BFM zu Recht festgehalten hat, dass selbst wenn die Vorbringen des Beschwerdeführers geglaubt werden könnten, diese keine Verfolgung im Sinne von Art. 3 AsylG darstellen würden, da es sich um Nachteile handle, welche auf die allgemeinen politischen, wirtschaftlichen oder sozialen Lebensbedingungen in Afghanistan zurückzuführen wären,
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bzw. im Rahmen von Krieg oder Situationen allgemeiner Gewalt stünden, und nicht auf der Absicht beruhen würden, einen Menschen aus einem der in Art. 3 AsylG erwähnten Gründen zu treffen,
dass unter diesen Umständen übereinstimmend mit der Beurteilung des BFM festzuhalten bleibt, dass das Bestehen der  ohne weiteres ausgeschlossen werden kann und zusätzliche Abklärungen im Sinne von Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG offensichtlich nicht notwendig sind,
dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist,
dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine  erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer  besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte  im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und  vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,
dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den  Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern , wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des  vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]),
dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn  Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),
dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land  werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]),
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dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen,  das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer im Heimat- oder  droht,
dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als  erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und  Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),
dass in Anbetracht der jüngsten Entwicklung in Afghanistan für das Bundesverwaltungsgericht kein Anlass besteht, von seiner bisherigen, in Übereinstimmung mit jener der ehemaligen Schweizerischen  (ARK) stehenden Praxis abzuweichen, gemäss  die Situation in Afghanistan differenziert zu beurteilen ist,
dass demnach eine Rückkehr abgewiesener Asylsuchender lediglich in die Provinz Kabul (vgl. bereits EMARK 2003 Nr. 10), die nördlich der Hauptstadt gelegenen Provinzen Parwan, Baghlan, Takhar, Badakhshan, Kunduz, Balkh, Sari Pul sowie die Gebiete um Samangan, die nicht zum Hazarajat gehören (traditionelles  der Hazara, vgl. EMARK 2003 Nr. 30 E. 7a S. 193) sowie die Provinz Herat im Westen des Landes als zumutbar gilt (vgl. EMARK 2006 Nr. 9 E. 7.8. S. 102), sofern sie aus diesen Regionen stammen oder dort über ein tragfähiges Beziehungsnetz verfügen und konkrete Möglichkeiten der Sicherung des Existenzminimums und der  bestehen (vgl. dazu EMARK 2003 Nr. 10 E. 10b.cc S. 68; Nr. 30 E. 7b S. 193 f.),
dass zudem die Rückkehr in diese Provinzen nur zumutbar ist bei jungen, unverheirateten Personen oder kinderlosen Paaren ohne schwere gesundheitliche Probleme (vgl. EMARK 2006 Nr. 9 E. 7.8. S. 102),
dass - wie bereits dargelegt - nicht davon auszugehen ist, der  sei ein ursprünglich aus C._ in der Provinz Helmand stammender Paschtune,
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dass der eigenen Angaben zufolge verwitwete, kinderlose und damit alleinstehende 48-jährige Beschwerdeführer – soweit aktenkundig – bei guter Gesundheit ist,
dass zudem anzunehmen ist, der Beschwerdeführer könne sich in der Provinz Baghlan niederlassen, wo sein jüngerer Bruder lebt, welcher ihn beim Aufbau einer Existenz behilflich sein kann,
dass unter diesen Umständen kein Grund zur Annahme besteht, der Beschwerdeführer könnte im Falle der Rückkehr nach Afghanistan aus individuellen Gründen wirtschaftlicher, sozialer oder gesundheitlicher Art in eine existenzbedrohende Situation geraten, zumal  mit dem BFM festzuhalten ist, dass es bei fehlenden Hinweisen seitens des Beschwerdeführers nicht Aufgabe der Asylbehörden ist, nach allfälligen Wegweisungshindernissen zu forschen, insbesondere dann nicht, wenn dieser seiner Mitwirkungs- und Wahrheitspflicht im Rahmen der Sachverhaltsermittlung nicht nachgekommen ist und die Asylbehörden zu täuschen versucht hat,
dass der Vollzug der Wegweisung sich nach dem Gesagten nicht als unzumutbar erweist,
dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den  schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse  (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),
dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde  ist,
dass aufgrund des direkten Entscheids in der Hauptsache das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses  geworden ist,
dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege  Art. 65 Abs. 1 VwVG zufolge Aussichtslosigkeit der Beschwerde abzuweisen ist,
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dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.-- (Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).
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