Decision ID: c1f45d94-724c-5d8b-a468-f412998dfb6f
Year: 2010
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Die Beschwerdeführenden verliessen den Heimatstaat nach eigenen Angaben Ende Juli 2003 und gelangten am 3. August 2003 illegal in die Schweiz, wo sie gleichentags ein Asylgesuch stellten. Am 19.  2003 fanden im Empfangszentrum (EZ) E._ die  Befragungen statt. Am 4. September 2003 erfolgten die  zu den Asylgründen durch die zuständige kantonale Behörde.
B. Im Wesentlichen machte der Beschwerdeführer geltend, er sei  aus dem Dorf F._ und von Beruf Buchhalter;  habe er auch im Baugeschäft seines Onkels gearbeitet. Im  _ habe er dank Beziehungen eine Stelle in der  eines Gebäudes des damaligen Präsidenten Maschadov erhalten. Nach Kriegsausbruch sei er entlassen worden und deshalb an seinen Herkunftsort zurückgekehrt. Dort habe er die  unter anderem unterstützt, indem er deren Fahrzeuge repariert habe. Die Lage sei wegen der "Säuberungsaktionen" der  immer dramatischer geworden. Wenn sich eine solche Aktion abgezeichnet habe, habe er jeweils vorsichtshalber das Dorf . Zu Beginn des Monats _ hätten ihn russische  vergeblich erstmals zu Hause gesucht; Mitte des Monats seien sie innerhalb einer Woche noch zweimal erschienen. Er sei aber nicht zu Hause gewesen, sondern habe sich bei Bekannten versteckt .
C. Die Beschwerdeführerin folgte ihrem Ehemann in die Schweiz, machte indessen keine individuellen Asylgründe geltend.
D. Am 16. Februar 2005 respektive am 15. März 2005 wurde durch die Fachstelle LINGUA je ein Gutachten hinsichtlich der Herkunft der  erstellt. Die Gutachten bestätigen, dass sie aufgrund der landeskundlich-kulturellen Kenntnisse und ihrer  eindeutig in Tschetschenien sozialisiert wurden.
E. Am 15. März 2005 reichte der Beschwerdeführer beim Bundesamt zwei Internet-Auszüge ein. Demnach sei im _ in G._ ein
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Cousin des Beschwerdeführers, H._, der Leibwächter des Kommandierenden des Gebiets I._ (Tschetschenien) gewesen sei, zusammen mit diesem verhaftet worden.
F. Das BFM lehnte mit Verfügung vom 26. Mai 2005 – eröffnet am 27. Mai 2005 – die Asylgesuche der Beschwerdeführenden ab und ordnete deren Wegweisung aus der Schweiz an. Infolge Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs wurde die vorläufige Aufnahme angeordnet.
G. Mit Beschwerde vom 23. Juni 2005 an die damals zuständige Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) beantragten die  die Aufhebung der Verfügung des Bundesamtes, die Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft, die Gewährung von Asyl, die unentgeltliche Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 des  vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) und den Verzicht auf die Erhebung eines . Auf die Begründung im Einzelnen wird, soweit , in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Als Beweismittel reichten die Beschwerdeführenden die Fotokopie  Vorladung, die Fotokopie eines Internet-Auszugs über "" der Sicherheitskräfte in Grosny, die Fotokopie eines Briefs an das Bundesamt vom 17. Mai 2005 und zwei Ausschnitte der "Zuger Zeitung" vom 9. Februar 2005 sowie vom 10. März 2005 ein.
Mit Eingabe vom 29. Juni 2005 (Poststempel) reichten sie einen  ihrer Bedürftigkeit nach.
H. Mit Zwischenverfügung des Instruktionsrichters vom 7. Juli 2005 wurde der Entscheid über das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG aufgeschoben, wurde auf die Erhebung des Kostenvorschusses verzichtet und wurden die  aufgefordert, Übersetzungen der beiden  fremdsprachigen Beweismittel in eine Amtssprache .
I. Mit Eingabe vom 12. Juli 2005 gaben die Beschwerdeführenden  die angeforderten Übersetzungen sowie einen weiteren über-
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setzten Internet-Auszug (enthaltend eine Nachricht vom 9. Juni 2005 über Tschetschenien) zu den Akten.
J. Mit Eingabe vom 18. August 2005 reichten die Beschwerdeführenden eine Vorladung für den _ betreffend den Beschwerdeführer und eine undatierte Bescheinigung eines Gerichts in J._ nach. Zudem beklagen sie in der Eingabe Behelligungen des Vaters und des Cousins des Beschwerdeführers seitens "der Russen" sowie die sich ständig verschlechternde Lage in Tschetschenien.
K. Das Bundesamt hielt in seiner Vernehmlassung vom 5. September 2005 an seiner Verfügung vom 25. Mai 2005 fest und beantragte die Abweisung der Beschwerde. Dabei weist es mit Bezug auf die beiden mit Eingabe vom 18. August 2005 eingereichten Dokumente darauf hin, dass Papiere jeglicher Art in Russland, Tschetschenien und den umliegenden Gebieten notorischerweise käuflich erwerbbar seien.  Beweiswert sei deshalb grundsätzlich gering. Es sei nicht , weshalb der Beschwerdeführer die angebliche Vorladung vom _ nicht schon früher eingereicht habe. Zudem sei die Beschaffenheit des Stempels zweifelhaft. Schliesslich handle es sich auch bei der Bescheinigung um ein unübliches Dokument. Die beiden Dokumente seien deshalb als Beweismittel untauglich.
L. Mit Zwischenverfügung vom 8. September 2005 wurde den  das Replikrecht gewährt.
Mit Eingabe vom 12. September 2005 (Postaufgabe) bestritten die  die Erkenntnisse des Bundesamtes und  die Durchführung weiterer Abklärungen von Amtes wegen.
Mit Instruktionsverfügung vom 23. September 2005 wurde den  mitgeteilt, dass aufgrund der Aktenlage zur Zeit keine Veranlassung bestehe, weitere Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen oder eine Frist zur Beschaffung von weiteren  anzusetzen. Der entsprechende Antrag wurde daher .
M. Mit Eingabe vom 1. Mai 2006 bezog sich der Beschwerdeführer auf
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das Schicksal seines Cousins K._. Er reichte zwei , eine Fotokopie des Inlandpasses des Cousins, eine  Disc (enthaltend Fotos des Cousins, des Beschwerdeführers mit dem Cousin und dessen Bruder, zwei Videos über die  Verwaltung und ein Video über die Beerdigung des Cousins), die Fotokopie eines ärztlichen Zeugnisses vom _ betreffend den Beschwerdeführer, eine Kopie der mit Eingabe vom 18. August 2005 bereits eingereichten gerichtlichen Bescheinigung und die Fotokopie einer Bescheinigung der Universität L._ vom _ zu den Akten.
Mit Eingabe vom 10. Juli 2006 reichte der Beschwerdeführer noch eine Fotokopie der Todesbescheinigung jenes Cousins nach. Am 27.  2007 (Poststempel) gab der Beschwerdeführer eine weitere  der Universität L._ zu den Akten.
N. Mit Zwischenverfügung vom 13. April 2007 wurde den  mitgeteilt, dass das bei der ARK anhängig gemachte  per 1. Januar 2007 vom des  übernommen worden sei und von der Abteilung V behandelt werde.
O. Mit Eingabe vom 31. August 2009 reichte der Beschwerdeführer die Fotokopie des Entscheids eines englischen Gerichts vom _ zu den Akten, aus dem hervorgehe, dass der Bruder des umgebrachten Cousins K._, M._, in Grossbritannien als Flüchtling anerkannt worden sei. Im Gerichtsentscheid werde zudem auch ein weiterer Cousin, H._, erwähnt, durch den der Beschwerdeführer die Rebellen unterstützt habe und der heute in einem russischen Gefängnis sitze. Um ihm zu helfen sowie um , um welches Gefängnis es sich handle, habe sich der  an die Schweizer Sektion von Amnesty International gewendet. Diese habe H._ zwar nicht helfen, jedoch dessen Gefängnis ausfindig machen können.
Der englische Gerichtsentscheid stelle eine weitere Bestätigung der Asylvorbringen des Beschwerdeführers dar.
P. Mit Zwischenverfügung vom 1. September 2009 wurde der Beschwer-
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deführer vom Instruktionsrichter aufgefordert seine gesamte und in der Eingabe vom 31. August 2009 erwähnte Korrespondenz mit Amnesty International zu den Akten zu geben.
Mit Eingabe vom 2. September 2007 wurden die angeforderten  fristgerecht eingereicht.
Am 7. September 2009 reichte der Beschwerdeführer eine Bestätigung von Amnesty International vom _ zu den Akten.
Q. Mit Schreiben vom 23. November 2009 erkundigten sich die  nach dem Verfahrensstand.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17.  2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts. Eine das  betreffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entscheidet in diesem Bereich  (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17.  2005 [BGG, SR 173.110]).
1.2 Das Bundesverwaltungsgericht hat am 1. Januar 2007 die  der bei der ARK hängigen Rechtsmittel übernommen. Das neue Verfahrensrecht ist anwendbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 VGG).
1.3 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht. Die  sind durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und haben ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Die Beschwerdeführenden sind daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1, Art. 50 und 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten.
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2. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
3. 3.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl. Als Flüchtling wird eine ausländische Person , wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu  bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen  ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung von Leib, Leben oder  sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken; den frauenspezifischen Fluchtgründen ist Rechnung zu  (Art. 3 AsylG).
3.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft  oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft , wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender  für gegeben hält. Unglaubhaft sind insbesondere , die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder  auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG).
4. 4.1 Die Vorinstanz begründet die angefochtene Verfügung im  damit, dass die Vorbringen der Beschwerdeführenden weder flüchtlingsrechtlich relevant noch glaubhaft seien.
4.1.1 Nach Durchsicht dieser Verfügung ist zunächst festzuhalten, dass eine eigenartige Vermischung von inhaltlichen und von  die Nachvollziehbarkeit der Begründung des BFM erheblich erschwert. Aufgrund der Struktur des Asylentscheids und der verwendeten Formulierungen wird bei verschiedenen Punkten nicht klar, welche Sachverhaltselemente als unglaubhaft und welche als zwar glaubhaft gemacht, aber flüchtlingsrechtlich nicht relevant  werden. Zwar schliesst die Begründung der angefochtenen Verfügung im Asylpunkt mit der Feststellung, es seien weder die  von Art. 3 noch diejenigen von Art. 7 AsylG erfüllt. Fak-
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tisch hat sich das BFM jedoch weitgehend darauf beschränkt, Zweifel an der Glaubhaftigkeit verschiedener Aspekte der Asylvorbringen zu äussern, die Frage der Authentizität der Vorbringen jedoch letztlich mit der Begründung offen zu lassen, dass diese asylrechtlich nicht  seien, weil sie sich jedenfalls in der dargelegten Form kaum so abgespielt haben könnten. Die gleiche Zirkellogik wird auch in der  vom 5. September 2005 ersichtlich, in der das BFM sich zu den eingereichten Beweismitteln äussert: Zunächst wird ausgeführt, eine abschliessende Beurteilung der Echtheit der eingereichten  sei nicht möglich; danach werden verschiedene Argumente aufgelistet, welche für die Annahme gefälschter Dokumente sprechen würden; die Stellungnahme schliesst mit dem Fazit, das BFM sehe die Beweismittel "daher nicht [als] tauglich [an], eine landesweite und  Verfolgung der Beschwerdeführer zu belegen".
4.1.2 Hinzu kommt, dass die Vorinstanz sich zur Begründung ihres Entscheids darauf beschränkt, angebliche Unglaubhaftigkeitsaspekte aufzulisten. Die bei der Beurteilung der Glaubhaftigkeit der  vorzunehmende Abwägung zwischen den für und den gegen die Glaubhaftigkeit sprechenden Umständen (vgl. bereits  und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 1993 Nr. 21 S. 137 f.) ist der Verfügung nicht zu entnehmen. Dies ist umso bedenklicher, als den Akten bereits zum Zeitpunkt des Abschlusses des erstinstanzlichen Verfahrens durchaus Indizien zu entnehmen gewesen wären, die zugunsten der Beschwerdeführenden gesprochen hätten.
Beispielsweise haben die von einem Experten der Fachgruppe LINGUA durchgeführten Analysen vom 16. Februar 2005 die geltend gemachte Sozialisierung in Tschetschenien eindeutig bestätigt. Der detaillierten und nachvollziehbaren Begründung des LINGUA- ist zudem zu entnehmen, dass die Beschwerdeführenden  tatsächlich aus F._ stammen oder dort zumindest  Zeit gelebt haben müssen (vgl. Gutachten, je S. 2 f.; die Gründe für das fundierte Detailwissen des Gutachters über diesen Ort  sich aus den Akten nicht). Abgesehen davon hinterlassen die  Vorbringen der Beschwerdeführenden durchaus einen lebensechten und – unter Berücksichtigung der konkreten Verhältnisse in ihrer Herkunftsregion – auch einen plausiblen Endruck; sie weisen auch weitere so genannte Realitätskennzeichen auf. Ausserdem hatte der Beschwerdeführer beim BFM Ausdrucke zweier im Internet publi-
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zierter Berichte zur Verhaftung des – ebenfalls aus F._  – Cousins H._ eingereicht, mit dem er in der Präsidentengarde und bei der Unterstützung der Aufständischen eng zusammengearbeitet habe; in der Eingabe vom 15. März 2005 wurde auch ausgeführt, der Cousin habe unter massiver Folter den Namen des Beschwerdeführers preisgegeben, worauf der Geheimdienst dessen Eltern unter Druck gesetzt habe. Die Feststellung der , den beiden eingereichten Beweismitteln seien keine Hinweise auf den Beschwerdeführer zu entnehmen, wird diesen Vorbringen offensichtlich nicht gerecht.
4.1.3 Schliesslich ist bei genauerer Betrachtung der  der Vorinstanz festzustellen, dass diese einerseits weitgehend aus einer Auflistung von Gründen besteht, aus denen die Asylvorbringen mit der allgemeinen Lebenserfahrung nicht in Einklang zu bringen seien. Die Ausführungen sind zwar im Einzelnen ; sie betreffen aber die Darstellung von , die – angesichts der dezidierten und teilweise ebenfalls  Vorbringen der Rekurrenten auf Beschwerdeebene – nach Auffassung des Gerichts jedenfalls nicht als abwegig oder gar  qualifiziert werden können. Letztlich beschränkt sich der  Wert dieses Teils der Begründung der angefochtenen Verfügung damit auf die Gegenüberstellung zweier möglicher Handlungsabläufe, verbunden mit der Behauptung der grösseren Wahrscheinlichkeit der vom Bundesamt vertretenen Version.
4.1.4 In der Begründung der Verfügung wird auf einen (einzigen)  hingewiesen: Der Beschwerdeführer habe einmal zu Protokoll gegeben, er habe Tschetschenien bereits verlassen gehabt, als es zu den letzten beiden Vorsprachen der Sicherheitskräfte  sei; kurz darauf habe er hingegen geltend gemacht, er habe sich damals in I._ (Tschetschenien) befunden.
Auf Seite 9 des kantonalen Befragungsprotokolls ist folgende Aussage protokolliert: "Vor einem Monat ca, als ich bereits Tschetschenien  habe, sind die Russen zu mir nach Hause gekommen...". Diese Angabe wurde auf Seite 13 scheinbar bestätigt: "Das war vor einem Monat, als ich Tschetschenien bereits verlassen hatte". Auf Seite 21 ist dazu die folgende Konversation protokolliert: "(Frage:) Wir haben Ihre Frau gefragt, wo Sie gewesen sind, als das Militär [...] Sie gesucht hat. Sie sagte, sie seien in Tschetschenien gewesen. Sie aber sagen, dass
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Sie zu diesem Zeitpunkt nicht mehr im Land waren. Erklären Sie uns bitte den Sachverhalt. (Antwort:) Ich habe gesagt, ich sei nach I._ gegangen, das ist Tschetschenien. Vielleicht habe ich mich auf russisch falsch ausgedrückt. Ich meinte, es war vor einem Monat bevor wir Tschetschenien verlassen haben".
Dieser Erklärungsversuch ist angesichts der übrigen protokollierten Aussagen überzeugend (zumal der Beschwerdeführer nicht in seiner Muttersprache Tschetschenisch befragt worden ist und im  festgehalten wird, er spreche "Russisch zwischen gut und mittelmässig" mit einem "starken tschetschenischen Akzent", vgl. dort, S. 4): Beide Ehegatten gaben stets übereinstimmend zu Protokoll, Tschetschenien im Juli 2003 gemeinsam von I._ aus verlassen zu haben (vgl. Empfangsstellenprotokoll Beschwerdeführer, S. 5;  Beschwerdeführerin, S. 4; kantonales  Beschwerdeführer, S. 14 und 20), während sich die Vorsprachen der Sicherheitskräfte im _ abgespielt haben sollen (vgl. kantonales Befragungsprotokoll Beschwerdeführerin, S. 7 f.; kantonales Befragungsprotokoll Beschwerdeführer, S. 9 und 12).
Von einem "eklatanten und zentralen" Aussagewiderspruch (vgl. , S. 4) kann damit hier nicht die Rede sein. Das BFM  vielmehr auch in diesem Zusammenhang den Eindruck,  zugunsten der Beschwerdeführenden sprechende  ausgeblendet zu haben.
4.1.5 An dieser Stelle in zusammenfassend festzustellen, dass die beiden Beschwerdeführenden ihre Sachverhaltsdarstellung stimmig und in den wesentlichen Punkten widerspruchsfrei zu Protokoll  haben.
4.2 Eine weitere inhaltliche Auseinandersetzung mit der  der Vorinstanz kann aus den folgenden Gründen unterbleiben:
4.2.1 Im Rahmen des Rekursverfahrens haben die  mehrere Beweismittel zu den Akten gereicht, die für die  ihrer Vorbringen sprechen.
So ist den dem Gericht vorliegenden Akten zu entnehmen, dass  Verwandte des Beschwerdeführers verhaftet oder getötet worden sind. Davon, dass der am _ verhaftete Cousin H._ Misshandlungen ausgesetzt war, darf angesichts der Stellungnahme
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von Amnesty Inernational zuhanden des zuständigen englischen Asylrichters vom _ (vgl. Eingabe des Beschwerdeführers vom 7. September 2009) ausgegangen werden. Ein weiterer Cousin des Beschwerdeführers, K._, kam am _ (vgl. Eingabe vom 14. Juli 2006 respektive Kopie der Todesbescheinigung vom _) ums Leben.
Ferner steht gemäss Urteil des englischen Asyl- und  vom _ fest, dass ein weiterer Cousin, M._, der Bruder von K._, in Grossbritannien als Flüchtling anerkannt worden ist (vgl. Eingabe vom 31. August 2009); dieser hatte sein Asylgesuch einerseits mit seiner Verwandtschaft zu separatistischen Personen begründet und andererseits mit praktisch den gleichen Unterstützungshandlungen für die Aufständischen – insbesondere dem gelegentlichen Reparieren ihrer Fahrzeuge –, wie dies auch der Beschwerdeführer geltend gemacht hat.
4.2.2 Schliesslich ist der – offensichtlich authentischen –  des Beschwerdeführers mit der Schweizer Sektion von Amnesty International zu entnehmen, dass dieser sich stark für seinen  Cousin eingesetzt hat; die auf Initiative des Beschwerdeführers  Eingaben der Menschenrechtsorganisation an das englische Asylgericht werden in dessen Urteil wiederholt erwähnt und haben bei der richterlichen Entscheidfindung offensichtlich eine wichtige, wenn nicht entscheidende Rolle gespielt.
4.3 Nach Abwägung aller für und gegen die Glaubhaftigkeit  Umstände kommt das Gericht zum Schluss, dass die ersteren überwiegen. Es ist daran zu erinnern, dass die Flüchtlingseigenschaft von Asylsuchenden nicht zu beweisen ist und hier Glaubhaftigkeit – gemäss Art. 7 Abs. 2 AsylG demnach die überwiegende  des Vorhandenseins der Flüchtlingseigenschaft – genügt.  Grenze ist bei der vorliegenden Aktenlage überschritten.
5. 5.1 Nach den vorstehenden Erwägungen ist von folgendem  Sachverhalt auszugehen:
Der Beschwerdeführer erhielt im Sommer _ dank Beziehungen eine Stelle in der Bewachungseinheit eines Gebäudes des damaligen Präsidenten Maschadov. Nach Kriegsausbruch wurde er entlassen und kehrte an seinen Herkunftsort zurück. Dort unterstützte er – so wie
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mehrere seiner Verwandten – die Aufständischen unter anderem , dass er deren Fahrzeuge reparierte. Die Lage wurde wegen der "Säuberungsaktionen" der Sicherheitskräfte immer dramatischer, wobei der Beschwerdeführer sich dem Zugriff der Beamten jeweils  konnte. Im _ wurde er von maskierten Angehörigen der Sicherheitskräfte dreimal zu Hause gesucht. Aus Furcht vor Folter und Liquidierung reiste der Beschwerdeführer in Juli 2003 zusammen mit seiner Frau aus dem Land aus. Mehrere seiner Verwandten wurden im Heimatland verfolgt, ein Cousin wurde getötet. Zu Beginn des Jahres _ wurde von einem russischen Gericht eine Vorladung auf den Namen des Beschwerdeführers ausgestellt.
5.2 Der Beschwerdeführer hatte im Zeitpunkt seiner Ausreise gezielte, flüchtlingsrechtlich relevant motivierte staatliche  zu befürchten, die angesichts ihrer voraussichtlichen Intensität offensichtlich als erhebliche Nachteile im Sinne von Art. 3 Abs. 2 AsylG zu qualifizieren gewesen wären. Aufgrund der gesamten  ist mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit davon , dass er bei einer Rückkehr nach Tschetschenien nach wie vor Verfolgungsmassnahmen zu gewärtigen hätte (zur aktuellen Situation in Tschetschenien vgl. das zur Publikation vorgesehene Urteil des Bundesverwaltungsgerichts E-4476/2006 vom 23. Dezember 2009).
Es stellt sich damit die Frage nach dem Vorliegen einer  innerhalb der Russischen Föderation. Eine solche kann einem  entgegengehalten werden, wenn er am Zufluchtsort  wirksamen Schutz vor unmittelbarer und mittelbarer  Verfolgung findet. Dabei sind die Anforderungen an die  des gewährten Schutzes nach konstanter Praxis hoch anzusetzen. Insbesondere erscheint eine wirksame Schutzgewährung dann als nicht gegeben, wenn die betroffene Person in ihrer Heimatregion, wie der Beschwerdeführer, von Organen der Zentralgewalt und damit  staatlich verfolgt worden ist, da diesfalls ein Wegzug in einen anderen Landesteil solche Nachstellungen regelmässig nicht effektiv zu unterbinden vermag (vgl. zum Ganzen etwa das Grundsatzurteil EMARK 1996 Nr. 1). Von einer sicheren Fluchtalternative innerhalb des Heimatlandes ist nach dem Gesagten nicht auszugehen.
Der Beschwerdeführer erfüllt damit die Flüchtlingseigenschaft.
5.3 Zusammenfassend ergibt sich, dass die Voraussetzungen von Art. 3 und 7 AsylG erfüllt sind. Nachdem sich aus den Akten keine Hin-
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weise auf das Vorliegen von Asylausschlussgründen ergeben, ist die Beschwerde gutzuheissen, die angefochtene Verfügung der Vorinstanz aufzuheben und das BFM anzuweisen, dem – in der Schweiz bereits vorläufig aufgenommenen – Beschwerdeführer gestützt auf Art. 3 AsylG Asyl zu gewähren.
5.4 5.4.1 Die Beschwerdeführerin war in ihrer Heimat keiner gezielt gegen sie gerichteten Verfolgung ausgesetzt. Die beiden Kinder sind in der Schweiz zur Welt gekommen.
Aus den Akten ergeben sich keine konkreten Anhaltspunkte für die , die Angehörigen des Beschwerdeführers müssten eine  relevante (Anschluss- oder Reflex-) Verfolgung in Zukunft mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit befürchten. Diese  erfüllen damit die Voraussetzungen von Art. 3 AsylG zwar nicht.
5.4.2 Gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG werden jedoch Ehegatten von Flüchtlingen und ihre minderjährigen Kinder als Flüchtlinge anerkannt und erhalten Asyl, wenn keine besonderen Umstände dagegen . In der Schweiz geborene Kinder von Flüchtlingen werden nach Art. 51 Abs. 3 AsylG als Flüchtlinge anerkannt, sofern keine  Umstände dagegen sprechen.
5.4.3 Solche besondern Umstände ergeben sich aus den Akten nicht. Das BFM ist deshalb anzuweisen, den – in der Schweiz bereits  aufgenommenen – Beschwerdeführenden (Ehefrau und Kinder) gestützt auf Art. 51 AsylG in der Schweiz Asyl zu gewähren.
6. Bei diesem Ausgang des Beschwerdeverfahrens sind keine Kosten zu erheben (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Das Gesuch um Gewährung der  Prozessführung wird damit gegenstandslos.
Die Beschwerdeinstanz kann der ganz oder teilweise obsiegenden Partei von Amtes wegen oder auf Begehren eine Entschädigung für ihr erwachsende notwendige und verhältnismässig hohe Kosten  (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG). Nachdem die Beschwerdeführenden in ihrem Verfahren nicht durch einen Rechtsbeistand vertreten waren, ist nicht davon auszugehen, dass ihnen entschädigungsbedürftige Par-
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teikosten erwachsen sind. Es ist deshalb keine Parteientschädigung zuzusprechen.
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