Decision ID: 5db6394d-3893-41e1-ab75-4496e09fb45f
Year: 2011
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt:
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A.- X ist als Chauffeur beim Taxiunternehmen Y angestellt. Am Sonntag, 9. Mai 2010,
um 01.33 Uhr überschritt er mit dem Dienstwagen "Peugeot" auf der Geissbergstrasse
in St. Gallen in Fahrtrichtung Abtwil die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h
um rechtlich relevante 36 km/h. Am Sonntag, 23. Mai 2010, um 04.01 Uhr fuhr er mit
dem gleichen Personenwagen in Gais auf der Appenzellerstrasse in Richtung Gais-
Dorf. Dabei überschritt er auf Höhe der Appenzellerstrasse 6a die signalisierte
Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h um rechtlich relevante 40 km/h.
Mit Bussenverfügung des Untersuchungsamtes St. Gallen vom 26. Juli 2010 wurde X
wegen dieser Geschwindigkeitsübertretungen zu einer bedingten Geldstrafe von 32
Tagessätzen zu je Fr. 50.-- sowie zu einer Busse von Fr. 1'800.-- verurteilt.
B.- Das Strassenverkehrsamt eröffnete am 30. Juli 2010 ein
Administrativmassnahmeverfahren und gab X Gelegenheit zur Stellungnahme. Mit
Eingabe vom 26. August 2010 machte dieser geltend, er sei auf den Führerausweis
beruflich angewiesen. Gleichzeitig beantragte er, der Führerausweis sei für möglichst
kurze Dauer zu entziehen. Mit Verfügung vom 31. August 2010 entzog das
Strassenverkehrsamt X den Führerausweis wegen zweimaligen Überschreitens der
signalisierten Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h um 36 bzw. 40 km/h für die Dauer
von sieben Monaten.
C.- Gegen diese Verfügung erhob X mit Eingabe seines Rechtvertreters vom
14. September 2010 und Ergänzung vom 6. Januar 2011 Rekurs bei der
Verwaltungsrekurskommission mit den Anträgen, die angefochtene Verfügung des
Strassenverkehrsamtes vom 31. August 2010 sei aufzuheben und der Führerausweis
für die gesetzliche Mindestentzugsdauer zu entziehen. Im Rekurs stellte X ein Gesuch
um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung, welches mit Entscheid des
Abteilungspräsidenten vom 16. November 2010 gutgeheissen wurde. X wurde von den
Gerichtskosten und somit von der Leistung eines Kostenvorschusses befreit. Ihm
wurde Rechtsanwalt Daniel J. Senn, St. Gallen, als unentgeltlicher Rechtsvertreter
bestellt. Die Vorinstanz verzichtete auf eine Vernehmlassung.
Auf die Ausführungen zur Begründung der Anträge sowie auf die Akten wird, soweit

erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
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Erwägungen:
1.- Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die
Verwaltungsrekurskommission ist zum Sachentscheid zuständig. Die Befugnis zur
Rekurserhebung ist gegeben. Der Rekurs vom 14. September 2010 mit Ergänzung vom
6. Januar 2011 ist rechtzeitig eingereicht worden und erfüllt in formeller und inhaltlicher
Hinsicht die gesetzlichen Anforderungen (Art. 41 lit. g , 45, 47 und 48 des Gesetzes
über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt: VRP). Auf den Rekurs ist
einzutreten.
2.- Gemäss Art. 16 Abs. 2 des Strassenverkehrsgesetzes (SR 741.01, abgekürzt: SVG)
wird nach Widerhandlungen gegen die Strassenverkehrsvorschriften, bei denen das
Verfahren nach dem Ordnungsbussengesetz (SR 741.03, abgekürzt: OBG)
ausgeschlossen ist, der Lernfahr- oder Führerausweis entzogen oder eine Verwarnung
ausgesprochen. Das Gesetz unterscheidet zwischen leichten (Art. 16a SVG),
mittelschweren (Art. 16b SVG) und schweren Widerhandlungen (Art. 16c SVG). Eine
leichte Widerhandlung begeht, wer durch Verletzung von Verkehrsregeln eine geringe
Gefahr für die Sicherheit anderer hervorruft und ihn dabei nur ein leichtes Verschulden
trifft (Art. 16a Abs. 1 lit. a SVG). Eine mittelschwere Widerhandlung begeht, wer durch
Verletzung von Verkehrsregeln eine Gefahr für die Sicherheit anderer hervorruft oder in
Kauf nimmt (Art. 16b Abs. 1 lit. a SVG). Ist die Verletzung der Verkehrsregeln grob und
wird dadurch eine ernstliche Gefahr für die Sicherheit anderer hervorgerufen oder in
Kauf genommen, ist die Widerhandlung schwer (Art. 16c Abs. 1 lit. a SVG).
3.- In tatsächlicher Hinsicht wird im Rekurs nicht bestritten, dass der Rekurrent am
9. Mai 2010, um 01.33 Uhr, in St. Gallen auf der Geissbergstrasse die zulässige
Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h um rechtlich relevante 36 km/h überschritten hat.
Unbestritten ist weiter, dass er am 23. Mai 2010, um 04.01 Uhr, in Gais auf der
Appenzellerstrasse die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h um rechtlich
relevante 40 km/h überschritten hat. Damit hat er Art. 27 Abs. 1 SVG, wonach Signale
und Markierungen zu befolgen sind und diese den allgemeinen Regeln vorgehen
zweifach schuldhaft verletzt. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung liegt
ungeachtet der konkreten Umstände eine schwere Verkehrsgefährdung bzw. eine
grobe Verkehrsregelverletzung vor, wenn die Höchstgeschwindigkeit innerorts um
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25 km/h oder mehr überschritten wird (BGE 123 II 37, bestätigt in BGE 132 II 234).
Gestützt auf die Rechtsprechung des Bundesgerichts hat die Vorinstanz die
Verkehrsregelverletzungen als schwere Widerhandlungen im Sinn von Art. 16c Abs. 1
lit. a SVG qualifiziert. Diese Qualifizierung wird im Rekurs nicht bestritten. Der auf
Art. 16c Abs. 1 lit. a SVG gestützte Führerausweisentzug ist nicht zu beanstanden.
4.- Bei der Festsetzung der Entzugsdauer sind gemäss Art. 16 Abs. 3 SVG die
Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen, namentlich die Gefährdung der
Verkehrssicherheit, das Verschulden, der Leumund als Motorfahrzeugführer sowie die
berufliche Notwendigkeit, ein Motorfahrzeug zu führen. Die Mindestentzugsdauer,
welche für eine schwere Widerhandlung drei Monate beträgt (Art. 16c Abs. 2 lit. a
SVG), darf jedoch nicht unterschritten werden.
a) Der Rekurrent übertrat am 9. und 23. Mai 2010 die zulässigen Geschwindigkeiten.
Gemäss Art. 49 Abs. 1 StGB verurteilt das Gericht einen Täter, der durch eine oder
mehrere Handlungen die Voraussetzungen für mehrere gleichartige Strafen erfüllt, zu
der Strafe der schwersten Straftat und erhöht diese angemessen. Art. 49 StGB ist
analog anzuwenden, wenn mehrere administrativrechtliche
Führerausweisentzugsgründe nach Art. 16 Abs. 3 SVG vorliegen (BSK Strafrecht I-
Ackermann, Art. 49 N 40; Urteil des Bundesgerichts 6A.74/2005 vom 15. März 2006, E.
5.3). Folglich ist nicht für jede Verkehrsregelverletzung eine einzelne Massnahme
anzuordnen. Vielmehr ist die für die schwerere Verletzung verfügte Massnahme
angemessen zu verschärfen, um so zu einer Gesamtsanktion zu gelangen, welche allen
Verfehlungen Rechnung trägt (Urteil des Bundesgerichts vom 8. Januar 1999 in Sachen
M.B., S. 4).
b) Gefährdung und Verschulden sind vorliegend als schwer einzustufen (vgl. E. 3). Wo
sich die objektive Tatschwere, wie bei Überschreitungen der zulässigen
Höchstgeschwindigkeit, zumindest teilweise in einem Messergebnis niederschlägt, ist
es grundsätzlich nicht zu beanstanden, für die Bemessung der Massnahme auf Tarife
abzustellen. Da ihnen aber lediglich eine Richtlinienfunktion zukommt, dürfen sie nicht
schematisch gehandhabt werden. Der Tarif dient deshalb lediglich als Ausgangspunkt,
von dem aus die Sanktion im Rahmen einer Gesamtwürdigung aller wesentlichen
Zumessungsfaktoren des Einzelfalls festgesetzt werden muss (vgl. Ph. Weissenberger,
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Die Zumessung des Warnungsentzugs von Führerausweisen, in: SJZ 95/1999, S. 461
mit Hinweis auf BGE 124 II 44).
er Rekurrent überschritt am 23. Mai 2010 die zulässige Höchstgeschwindigkeit um
80%. Der Vertreter des Rekurrenten bringt vor, die Geschwindigkeitsüberschreitung
habe sich frühmorgens ereignet. Da es zu dieser Zeit erfahrungsgemäss wenig Verkehr
habe, sei die Verkehrsgefährdung als relativ gering einzustufen. Es trifft zu, dass das
Verkehrsaufkommen zu dieser Zeit in der Regel gering ist; es kann aber durchaus
schon andere Verkehrsteilnehmer auf der Strasse haben. Hinzu kommt, dass die Sicht
um 4.00 Uhr morgens schlechter ist als tagsüber. Bei einer Geschwindigkeit von
90 km/h innerorts ist das Fahrzeug bei einem unverhofft erforderlichen Manöver
erheblich schwieriger zu kontrollieren. Aufgrund des Verlustes der Herrschaft über das
Fahrzeug können auch Personen gefährdet sein, die nicht unmittelbar am
Verkehrsgeschehen beteiligt sind. Schliesslich ist gemäss bundesgerichtlicher
Rechtsprechung bei einer Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit
innerorts um 25 km/h oder mehr ungeachtet der Umstände von einer schweren
Gefährdung auszugehen (vgl. E.3).
In subjektiver Hinsicht führt der Rechtsvertreter aus, der Rekurrent sei unter Zeitdruck
gestanden, weil er dringend Fahrgäste habe abholen müssen. Dass ein Taxichauffeur
unter Zeitdruck steht, erscheint plausibel. Dies ist jedoch nicht aussergewöhnlich und
führt namentlich nicht dazu, das Verschulden des Rekurrenten in einem milderen Licht
zu betrachten, zumal er nicht eine Dringlichkeitsfahrt geltend macht.
Hinsichtlich der Gefährdung und des Verschuldens des Rekurrenten erscheint
angesichts des Ausmasses der Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit
um 80% eine Erhöhung der Mindestentzugsdauer um zwei Monate gerechtfertigt.
c) Am 9. Mai 2010 überschritt der Rekurrent die zulässige Höchstgeschwindigkeit von
50 km/h um 72%. Dabei handelt es sich ebenfalls um eine schwere Widerhandlung
gegen die Verkehrsregeln, welche zu einer Erhöhung der Entzugsdauer um rund zwei
Monate führt (vgl. E. 4a). Ob und in welchem Ausmass die Vorinstanz den Umstand,
dass dem Rekurrenten der Führerausweis vom 22. Juli bis 21. August 2002 für einen
Monat entzogen war (act. 6), berücksichtigt hat, geht aus der angefochtenen Verfügung
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nicht hervor. Dieser Führerausweisentzug (Missachten eines Vortrittssignals und
Verursachung eines Verkehrsunfalls) ist nicht einschlägig und wirkt sich aufgrund des
Zeitablaufs kaum mehr massnahmeerhöhend aus. Insgesamt erscheint eine
Entzugsdauer von sieben Monaten für beide Ereignisse als angemessen.
d) Zu prüfen bleibt, wie es sich mit der beruflichen Angewiesenheit auf den
Führerausweis verhält.
Berufsmässig auf den Einsatz eines Motorfahrzeugs angewiesene Fahrzeuglenker
werden wegen der grösseren Massnahmeempfindlichkeit in der Regel schon durch
eine kürzere Entzugsdauer wirksam von weiteren Widerhandlungen abgehalten. Einem
solchen Lenker soll der Führerausweis deshalb weniger lange entzogen werden als
einem, der sein Fahrzeug beruflich nicht benötigt, selbst wenn beide Fahrzeuglenker
das gleiche Verschulden trifft (vgl. dazu BGE 123 II 572 E. 2c). Die berufliche
Notwendigkeit, ein Fahrzeug zu führen, wird nach der Praxis des Bundesgerichts
grundsätzlich nur angenommen, wenn die Ausübung des Berufs durch den
Führerausweisentzug materiell verboten wird, wie dies beispielsweise bei einem
Berufschauffeur der Fall ist, der für die Fahrdienste entschädigt wird. Ebenso ist die
berufliche Notwendigkeit zu bejahen, wenn die Unmöglichkeit, ein Fahrzeug zu führen,
einen solchen Einkommensverlust oder so beachtliche Kosten verursachen würde,
dass diese Massnahme offensichtlich als unverhältnismässig erscheint. Dagegen liegt
keine massgebliche berufliche Notwendigkeit vor, wenn der Führerausweisentzug die
Ausübung eines Berufes lediglich erschwert, selbst wenn damit ernsthafte
Unannehmlichkeiten und Gewinnausfall verbunden sind (vgl. dazu Pra 79 [1990] Nr.
150). Ein Fahrzeugführer kann aber auch erhöht sanktionsempfindlich sein, ohne dass
geradezu eine berufliche Notwendigkeit vorliegt. Deshalb ist bei der Beurteilung der
beruflichen Angewiesenheit eines Fahrzeuglenkers auf den Führerausweis dem
Grundsatz der Verhältnismässigkeit Rechnung zu tragen. Die Reduktion der
Entzugsdauer bemisst sich danach, in welchem Mass der Fahrzeugführer infolge
beruflicher Angewiesenheit stärker als der normale Fahrer von der Massnahme
betroffen ist (BGE 123 II 572 E. 2c).
Der Rekurrent ist als Taxichauffeur bei einem Taxiunternehmen angestellt. Gemäss
Bestätigung der Arbeitgeberin arbeitet er zu 100% als Berufschauffeur (act. 18/1). In
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seiner Stellungnahme vom 26. August 2010 gibt der Rekurrent an, er sei zu 50% als
Taxichauffeur angestellt und zudem noch für eine Wäscherei im Transport tätig
(act. 5/5). Für die Ausübung beider Tätigkeiten ist der Rekurrent auf den Führerausweis
angewiesen. Er wird als Berufschauffeur für seine Fahrdienste entschädigt. Die
Ausübung seines Berufs wird für die Dauer des Führerausweisentzugs materiell
verboten und er verliert für diese Dauer sein Einkommen. Unter diesen Umständen ist
von einer stark erhöhten Sanktionsempfindlichkeit auszugehen, welche sich im Umfang
von drei Monaten massnahmemindernd auswirkt.
Bereits im Polizeiprotokoll vom 14. Juni 2010 gab der Rekurrent an, er sei als
Taxichauffeur auf den Führerausweis angewiesen (act. 5/3). Mit Schreiben vom 30. Juli
2010 gab die Vorinstanz dem Rekurrenten Gelegenheit, sich innerhalb von zehn Tagen
zum Administrativmassnahmeverfahren vernehmen zu lassen. Mit Eingabe vom
26. August 2010 (act. 5/5; Eingang: 30. August 2010) nahm dieser zum Verfahren
Stellung und wies wiederum ausdrücklich darauf hin, dass er beruflich auf den
Führerausweis angewiesen sei. Mit Verfügung vom 31. August 2010 entzog die
Vorinstanz dem Rekurrenten den Führerausweis für die Dauer von sieben Monaten.
Dabei berücksichtigte sie die berufliche Angewiesenheit auf den Führerausweis nicht.
Zur Begründung führte sie aus, der Rekurrent habe diese nicht innerhalb der Frist
geltend gemacht (act. 2). Insbesondere gestützt auf die Angaben des Rekurrenten bei
der Polizeibefragung war die berufliche Angewiesenheit auf den Führerausweis
offensichtlich. Die Vorinstanz hätte dies berücksichtigen müssen, auch wenn er dies
erst nach Ablauf der Vernehmlassungsfrist – immerhin ging das Schreiben einen Tag
vor Verfügungserlass bei der Vorinstanz ein – nochmals bestätigte.
e) Zusammenfassend ergibt sich, dass die Entzugsdauer auf insgesamt vier Monate zu
reduzieren ist. Im Kostenspruch ist die angefochtene Verfügung zu bestätigen. Sollte
sich der Rekurrent innert der nächsten fünf Jahre nochmals eine schwere
Widerhandlung gegen Strassenverkehrsvorschriften zu Schulden kommen lassen,
muss er mit einer massiv höheren Entzugsdauer rechnen.
5.- Der Rekurs ist damit teilweise gutzuheissen und die angefochtene Verfügung vom
31. August 2010 mit Ausnahme des Kostenspruchs aufzuheben. Dem
Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten zu einem Viertel vom
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Rekurrenten und zu drei Vierteln vom Staat zu tragen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
Entscheidgebühr von Fr. 1'200.-- ist angemessen (vgl. Art. 7 Ziff. 122 der
Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Da mit Verfügung vom 16. November 2010
dem Rekurrenten die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, ist dieser von der
Bezahlung der amtlichen Kosten befreit.
Dem Rekurrenten wurde mit Verfügung vom 16. November 2010 die unentgeltliche
Rechtspflege gewährt und Rechtsanwalt Daniel J. Senn als unentgeltlicher
Rechtsvertreter bestellt. Dieser hat eine Kostennote eingereicht. Er macht ein Honorar
von Fr. 1'010.-- geltend, was einem Aufwand von fünf Stunden entspricht. Unter
Berücksichtigung des Aktenumfangs sowie des Aufwands für die Rekurseingabe
erscheint das geltend gemachte Honorar als angemessen (vgl. Art. 3 und Art. 22 Abs. 1
lit. b der Honorarordnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten, sGS 963.75,
abgekürzt: HonO). Hinzu kommen die Barauslagen von Fr. 68.05 (Art. 28 HonO) und die
Mehrwertsteuer von Fr. 83.65 (Art. 29 HonO). Der unentgeltliche Rechtsvertreter ist
somit vom Staat mit Fr. 1'161.70 zu entschädigen.