Decision ID: a4b16f1d-c475-55a4-bfdb-9c03f9c1cb7c
Year: 2016
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ meldete sich am 20. Februar 2011 zum Bezug von IV-Leistungen an (IV-act.
5). Dabei gab er u.a. an, er habe in B._ die Primarschule besucht und anschliessend
eine Lehre als Dreher absolviert. In der Schweiz sei er immer nur als Fabrikmitarbeiter
tätig gewesen. Gemäss einem Auszug aus seinem individuellen Beitragskonto (IK) hatte
er 2007 Fr. 87‘277.--, 2008 Fr. 85‘989.-- und 2009 Fr. 77‘590.-- verdient (IV-act. 15). Dr.
med. C._, Oberarzt an der Klinik D._, berichtete der IV-Stelle am 9. März/6. April
2011 (IV-act. 24, 26), der Versicherte leide an einer schizophreniformen Psychose mit
zunehmendem Residuum vom depressiven Typ (ICD-10: F25.1). Wegen einer
wahnhaften Störung sei der Versicherte bereits 1996 in der psychiatrischen Klinik F._
stationär behandelt worden. Seit dem 30. Oktober 2010 laufe eine Psychotherapie.
Vom 8. November bis 17. Dezember 2010 habe sich der Versicherte in der Klinik D._
aufgehalten. Bei Klinikeintritt sei der Versicherte psychotisch gewesen. Wegen der
psychotischen Ängste, wegen der verminderten Belastbarkeit, wegen des stark
eingeschränkten Durchhalte- und Leistungsvermögen und wegen der eingeschränkten
geistigen Flexibilität sei der Versicherte nur noch in einem geschützten Rahmen zu 50
% arbeitsfähig. Eine Tätigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt sei nicht mehr vorstellbar.
A.b Die letzte Arbeitgeberin des Versicherten, die F._ AG, gab der IV-Stelle am 7.
April 2011 an (IV-act. 27), sie habe den Versicherten vom 1. Juni 2009 bis 30.
September 2010 als Schichtführer/Induktionshärter beschäftigt. Die Kündigung sei aus
wirtschaftlichen Gründen erfolgt. Der letzte effektive Arbeitstag sei der 30. August 2010
gewesen. Die Lohnbuchhaltungen 2009 und 2010 gaben als Eintrittsdatum allerdings
den 1. Dezember 2006 an (IV-act. 27-9 f.). Von Januar bis Mai 2009 hatte der
Monatslohn des Versicherten Fr. 6‘300.-- (zuzüglich 13. Monatslohn) betragen, ab Juni
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2009 dann Fr. 5‘700.-- (ebenfalls zuzüglich 13. Monatslohn). In einzelnen Monaten
hatte der Versicherte eine Schichtzulage von Fr. 90.--, Fr. 60.-- bzw. Fr. 30.-- erhalten.
A.c Die psychiatrische Klinik E._ hatte in ihrem Austrittsbericht vom 4. Oktober 1996
(IV-act. 30-2) festgehalten, der Versicherte habe angegeben, er höre Klopfgeräusche,
die ihm Angst einflössten. Diese Klopfgeräusche waren gemäss den Klinikärzten als
akustische Halluzinationen zu qualifizieren. Der Psychostatus des Versicherten habe
sich als Folge der neuroleptischen und antidepressiven Medikation vollkommen
normalisiert. Daraufhin habe der Versicherte frei über das Durchgemachte berichten
können. Zusätzlich gestützt auf die Aussagen der Ehefrau und des Schwagers habe
sich folgendes Bild ergeben: Der Versicherte habe sich von einem Geistheiler auf böse
Art und Weise beeinflusst gefühlt. Er habe den Eindruck gehabt, dass dieser Geistheiler
von Seiten des Teufels komme, möglicherweise als Strafe für begangene Sünden. Im
Austrittsbericht war weiter darauf hingewiesen worden, dass sich erst noch zeigen
werde, ob die Diagnose einer wahnhaften Störung zugunsten einer affektiven oder
schizophrenen Störung revidiert werden müsse. Die Ärzte der Klinik D._ hatten in
ihrem Austrittsbericht vom 22. Dezember 2010 (IV-act. 31-9 ff.) u.a. festgehalten, der
Versicherte habe ab 2006 bei der F._ AG gearbeitet. Aufgrund der schlechten
Arbeitsleistung sei ihm gekündigt worden, aber er habe dann seine Arbeitsstelle bei
einem tieferen Lohn behalten können. Wegen der psychischen Probleme sei die
Arbeitsleistung jedoch ungenügend geblieben, so dass dem Versicherten schliesslich
gekündigt worden sei.
A.d Dr. C._ von der Klinik D._ berichtete der IV-Stelle am 20. Mai 2011 (IV-act. 31),
der Versicherte leide an einer schizophreniformen Psychose (F25.1). Diese Krankheit
habe eine vollständige Arbeitsunfähigkeit zur Folge. In einem geschützten Rahmen sei
einer Arbeitsfähigkeit von 30 % zumutbar. Der Hausarzt med. pract. G._ gab der IV-
Stelle am 21. Mai 2011 an (IV-act. 32), der Versicherte leide an wahnhaften Störungen
mit religiösem Wahn und Angststörungen, an einer schizophreniformen Psychose und
an einer Depression mit zunehmendem Residuum. Dies äussere sich in
Konzentrationsstörungen, Unsicherheit, fehlender Ausdauer und Ängsten. Die Ängste
seien bei der Arbeit und zuhause vorhanden. Der Versicherte könne sich nicht mit der
realen Welt auseinandersetzen. Seit dem 30. September 2010 sei er vollständig
arbeitsunfähig.
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A.e Die IV-Stelle beauftragte Dr. med. H._, Facharzt FMH für Psychiatrie und
Psychotherapie, mit einer psychiatrischen Begutachtung des Versicherten (IV-act. 35).
Dr. H._ führte in seinem Gutachten vom 23. September 2011 (IV-act. 37) aus, im
Zeitpunkt der Untersuchung (26. August 2011) sei die Grundstimmung des
Versicherten leicht zum depressiven Pol hin verschoben gewesen. Die affektive
Modulationsfähigkeit sei eingeschränkt gewesen. Der Versicherte habe über eine
Ambivalenz geklagt und angegeben, er fühle sich unsicher, sei innerlich unruhig und
habe Angst zu sterben. Auf der Hamilton Depressionsskala habe er zwölf Punkte
erreicht. Es bestünden also gewisse depressive Symptome, diese seien aber nicht
stark ausgeprägt, so dass höchstens eine leichte depressive Episode diagnostiziert
werden könne. Schizophreniforme Symptome fehlten. Die Diagnose einer
postschizophrenen Depression komme nicht in Frage, weil dazu noch einige – das
klinische Bild nicht beherrschende – Symptome vorhanden sein müssten. Bei einem
schizophrenen Residuum seien schizophrene Negativsymptome erforderlich, d.h. es
müssten früher einmal die Kriterien einer Schizophrenie erfüllt gewesen sein. Das sei
beim Versicherten nicht der Fall. Hinweise für das Vorliegen einer neurotischen, einer
Belastungs-, einer somatoformen oder eine Persönlichkeitsstörung fehlten. Die
Diagnose laute deshalb: Leichte depressive Episode (F32.0) und St. n. wahnhafter
Störung 1996. Die Arbeitsunfähigkeit betrage höchstens 30 %. Das gelte sicher für die
Zeit nach dem Aufenthalt in der Klinik D._, da seither vom Behandler und vom
Versicherten ein stationärer Zustand angegeben worden sei. Die diagnostische
Einschätzung der psychiatrischen Klinik E._ sei plausibel gewesen, da auf die
unsichere Situation bezüglich der Diagnostik und auf die Notwendigkeit, dies im Verlauf
zu klären, hingewiesen worden sei. Weniger plausibel sei die diagnostische
Einschätzung der Klinik D._. Es sei nämlich schwer nachvollziehbar, wie gleichzeitig
eine wahnhafte Störung, eine schizoaffektive Störung, gegenwärtig depressiv, und eine
schizophrenes Residuum vorliegen könnten, weil nicht alle Kriterien dieser drei
Diagnosen erfüllt sein könnten, zumal sie sich teilweise ausschlössen. Zudem deute
weder bei den beschriebenen Klagen des Versicherten noch in dessen Psychostatus
etwas auf eine psychotische Symptomatik hin (keine Hinweise auf Wahnideen,
Halluzinationen oder Ich-Störungen). Beschrieben worden seien ausschliesslich
depressive Symptome. Die Klinik D._ habe einen positiven Behandlungsverlauf
beschrieben (insbesondere mit einer Stabilisierung der Stimmungslage). Trotzdem sei
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eine vollständige Arbeitsunfähigkeit angegeben worden. Der von der Klinik angegebene
chronische Verlauf mit mehr oder weniger anhaltenden Symptomen habe sich früher
offensichtlich nicht auf die Arbeitsfähigkeit ausgewirkt bzw. der Arbeitgeber habe
nichts Derartiges bemerkt. Hinzu komme, dass die Einstellung von Dr. C._ sehr
fatalistisch sei. In dessen Bericht vom 20. Mai 2011 sei die Diagnose einer
schizophreniformen Psychose angegeben worden (schizoaffektive Störung,
gegenwärtig depressiv). Dabei sei unklar, ob Dr. C._ vom Vorliegen einer
Schizophrenie ausgegangen sei oder nicht, wobei der Begriff „schizophreniform“ eher
auf Letzteres hindeute. Was mit dem „invalidisierenden Charakter“ der
schizophreniformen Psychose gemeint sei, werde nicht klar. Pauschal sei ab 2009 bis
auf weiteres eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % attestiert worden, obwohl die
Behandlung in der Klinik D._ erst ab dem 2. November 2010 erfolgt sei, obwohl dort
keine psychotische Symptomatik beschrieben worden sei und obwohl sich die
depressive Symptomatik bis zum Klinikaustritt gebessert habe. Eine telefonische
Besprechung mit Dr. C._ habe keine Klärung gebracht. Eine akute psychotische
Episode würde die Arbeitsfähigkeit beschränken. Eine solche sei aber im
Austrittsbericht der Klinik D._ nicht beschrieben worden. Nach der akuten Phase
lasse sich damit aber keine anhaltende Arbeitsunfähigkeit mehr begründen, vor allem
wenn keine psychotischen Symptome mehr vorhanden seien. Es sei nicht plausibel,
dass der Versicherte jahrelang mit diesen Symptomen habe arbeiten können und nun
plötzlich anhaltend arbeitsunfähig sein solle. Dr. med. I._ vom RAD notierte am 3.
Oktober 2011 (IV-act. 38), das Gutachten von Dr. H._ sei umfassend, konsistent,
nachvollziehbar und in sich widerspruchsfrei. Insbesondere habe sich Dr. H._
eingehend mit der abweichenden Beurteilung der Klinik D._ auseinandergesetzt. Der
Versicherte sei auf dem ersten Arbeitsmarkt zu mindestens 70 % arbeitsfähig.
A.f Die IV-Stelle verglich ein (offenbar dem IK entnommenes) Valideneinkommen von
Fr. 77‘590.-- mit einem Invalideneinkommen von Fr. 54‘313.--, d.h. sie ging davon aus,
dass der Versicherte an der letzten (oder einer gleichwertigen) Arbeitsstelle weiterhin zu
70 % arbeitsfähig sei (IV-act. 39-2). Mit Vorbescheid vom 5. Oktober 2011 kündigte sie
dem Versicherten bei einem IV-Grad von 30 % die Abweisung seines Rentenbegehrens
an (IV-act. 41). Der Versicherte liess am 2. Dezember 2011 mitteilen, dass er in die
psychiatrische Klinik J._ eintreten werde (IV-act. 47). Im Austrittsbericht vom 3.
Februar 2012 (IV-act. 58) gaben die Ärzte der psychiatrischen Klinik J._ an, der
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Versicherte leide an einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig schwere
Episode ohne psychotische Symptome (F33.2). Der Versicherte habe angegeben, er
habe oft Schmerzen und einen Druck auf der Brust und im Schulter- und
Nackenbereich. Er sei erschöpft und müde. Ängste habe er selten, aber manchmal
viele schlechte Gedanken. Ab und zu trete ein inneres Zittern auf. Die Stimmung sei an
sich gut; er habe manchmal Freude an seiner Familie. Er habe schon einmal Stimmen
gehört, aktuell aber nicht mehr. Er habe auch keine paranoiden Gedanken. Die Ärzte
der psychiatrischen Klinik J._ führten weiter aus, während der stationären
Behandlung sei ein guter Verlauf beobachtet worden. Die depressive Episode befinde
sich in Teilremission. Bei einer weiteren Behandlung der Depression sei eine teilweise
Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit denkbar. Aktuell sei der Versicherte vollständig
arbeitsunfähig. Der psychopathologische Status beim Austritt aus der Klinik habe
folgendermassen ausgesehen: Wacher Patient, zu allen vier Qualitäten orientiert,
Konzentration vermindert, formales Denken leichtgradig verlangsamt mit Grübeln,
formal gedanklich unauffällig, keine Hinweise auf Wahn, Sinnestäuschungen oder Ich-
Störungen, leicht gedrückter Affekt, leicht verminderter Antrieb, keine Selbst- oder
Fremdgefährdung, sozialer Rückzug.
A.g Dr. I._ vom RAD empfahl, einen Bericht der Tagesklinik einzuholen, bei welcher
der Versicherte weiterbehandelt werde (IV-act. 59). Die Tagesklinik gab am 13. Juni
2012 an, dass der Versicherte nicht bei ihr eingetreten sei (IV-act. 60). Der Versicherte
liess am 21. Juni 2012 mitteilen (IV-act. 63), dass die Nachbehandlung in der Klinik
D._ erfolge. Dr. K._ und Dr. C._ von der Klinik D._ berichteten am 27. Juli 2012
(IV-act. 66), der Versicherte leide an einer rezidivierenden depressiven Störung mit
intermittierenden religiösen Wahnideen im Rahmen der schweren depressiven Episode
(F33.2). Während der psychotischen bzw. wahnhaften Phasen sei er jeweils
verschlossen und tief zurückgezogen gewesen, so dass er nicht zu den vereinbarten
Sprechstunden gekommen sei. In der Klinik J._ sei er unter Zyprexa-Therapie frei von
psychotischen Symptomen gewesen. Dann sei das Zyprexa herabgesetzt worden. Ein
paar Monate später sei der Versicherte wieder zunehmend depressiv gewesen und
habe wieder bildhafte Erlebnisse (weisses Licht im Dunkeln, wie etwas Heiliges)
gehabt. Er sei ordentlich gepflegt, bewusstseinsklar und allseits orientiert. Die
mnestischen Funktionen seien abgesehen von den Konzentrationsstörungen
unauffällig. Das formale Denken sei verlangsamt und stark auf die negativen
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Zukunftsperspektiven und die eigenen Ängste und Befürchtungen eingeschränkt,
inhaltlich aber ohne Hinweis auf Wahnideen, Halluzinationen oder Ich-Störungen. Der
Versicherte sei im Affekt deprimiert, ängstlich und verunsichert. Die affektive
Schwingungsfähigkeit sei reduziert. Der Versicherte sei affektiv modulierbar und der
affektive Rapport sei knapp herstellbar. Im Antrieb sei er vermindert und motorisch
wenig lebhaft. Die Arbeitsunfähigkeit betrage 100 %, denn der Versicherte leide an
einem Antriebsmangel, an einer Reduktion der geistigen Flexibilität, an einer niedrigen
Stress¬toleranz, einer niedrigen Belastbarkeit, einer eingeschränkten Ausdauer,
Konzentrationsstörungen und einer Störung der Affektkontrolle. Dr. I._ empfahl, den
Therapieverlauf abzuwarten (IV-act. 67). Dr. K._ und Dr. C._ berichteten am 7.
Dezember 2012 (IV-act. 70), nach dem Einsetzen von Abilify anfangs Mai 2012 sei es
zu einer Linderung der wahnhaften Ideen und der optischen Halluzinationen
gekommen. Diese bestünden in einem ganz besonderen Gefühl in der Brust und im
ganzen Körper, wie wenn der Versicherte ein „geistiges Licht“ gesehen habe. Der
Versicherte sei in psychiatrischer und psychotherapeutischer Behandlung in der Klinik
D._. Er sei weiterhin zu 100 % arbeitsunfähig. Sinnvoll wäre ein Arbeitstraining in
einem geschützten Rahmen, anfänglich zu 50 %. Daraufhin empfahl Dr. L._ vom RAD
eine Verlaufsbegutachtung durch Dr. H._ (IV-act. 74).
A.h Dr. H._ berichtete in seinem Gutachten vom 20. September 2013 (IV-act. 82),
der Versicherte habe angegeben, an der letzten Arbeitsstelle sei die Arbeit körperlich
schwer gewesen und sie habe die Augen angestrengt. Sein Chef habe bemerkt, dass
er Medikamente eingenommen habe. In der Folge sei er mit zwei Monatslöhnen
freigestellt worden. Er sei gar nicht mehr fähig gewesen, mehr als 15 Minuten zu
arbeiten, ohne Verspannungen und Schmerzen zu verspüren. Von den Tabletten sei er
sehr schläfrig gewesen. Dr. H._ führte weiter aus, der Versicherte sei pünktlich zur
Untersuchung erschienen; er habe einen gepflegten Eindruck gemacht. Im Kontakt sei
er freundlich zugewandt und kooperativ gewesen. Er habe sich bemüht, zu seiner
Problematik ausführlich Stellung zu nehmen. Den Blickkontakt habe er immer
aufgenommen und gehalten, den affektiven Rapport habe er aber nur zögerlich
aufgenommen. Im Rahmen der Untersuchung hätten sich keine Beeinträchtigungen der
Bewusstseinsklarheit und -helligkeit gezeigt. Der Versicherte sei zu allen Qualitäten voll
orientiert gewesen. Er habe die Aufmerksamkeit und die Konzentration für die Dauer
des Gesprächs durchgehend aufrechterhalten können. Die Auffassung sei nicht
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gestört, das Langzeitgedächtnis klinisch unauffällig gewesen. Der Versicherte habe
angegeben, seine Konzentration sei ziemlich gut, aber er sei vergesslich. Das
Ausdrucksverhalten des Versicherten habe sich während der Schilderung der
Beschwerden nicht verändert. Der formale Gedankengang sei unauffällig und
höchstens diskret verlangsamt gewesen. Der Versicherte habe angegeben, er leide
unter Gedankenkreisen, wenn er ganz unten sei. Dr. H._ führte weiter aus, er habe
keine Hinweise auf Zwangsgedanken, zwanghafte Handlungen oder eine
hypochondrische Erlebnisverarbeitung gefunden. Er habe auch keine Anzeichen für
inhaltliche Denkstörungen in der Form wahnhafter Gedanken oder Wahrnehmungen,
für systematisches wahnhaftes Denken oder für Sinnestäuschungen in der Form von
Halluzinationen oder illusionären Verkennungen gefunden. Ich-Störungen in der Form
eines Fremdbeeinflussungserlebens oder von Derealisations- oder
Depersonalisationsphänomenen seien ebenfalls nicht vorhanden gewesen. Der
Versicherte habe angegeben, er habe das Gefühl, dass jemand in der Nähe sein
könnte, aber es sei niemand da; seit er ins Spital gegangen sei, habe er keine Stimmen
mehr gehört. Die Grundstimmung sei etwas zum depressiven Pol hin verschoben und
die affektive Modulationsfähigkeit sei etwas eingeschränkt gewesen. Der Versicherte
habe über Insuffizienzgefühle, gelegentliche Unruhe, Gereiztheit, ein wenig Angst (vor
der Zukunft bzw. vor allem), schwankende Deprimiertheit und dann auftretende
Antriebsminderung geklagt. Er habe eine gewisse Hypomimie gezeigt, die Gestik sei
unauffällig gewesen. Die Schilderungen des Versicherten hätten nicht auf einen
sozialen Rückzug hingedeutet. In der Hamilton Depressionsskala habe der Versicherte
elf Punkte erreicht. In seiner Diagnoseableitung führte Dr. H._ aus, die Untersuchung
habe keine Hinweise für eine organische (einschliesslich einer symptomatischen
psychischen) Störung, für eine Störung durch psychotrope Substanzen, für eine
Schizophrenie oder für eine schizotype oder wahnhafte Störung ergeben. Wie bei der
Voruntersuchung hätten aber gewisse depressive Symptome bestanden, die aufgrund
der Phänomenologie weiterhin höchstens die Diagnose einer leichten depressiven
Episode rechtfertigten. In der Hamilton Depressionsskala habe der Versicherte
praktisch gleich viele Punkte erreicht wie in der Voruntersuchung. Weil nun aber seit
längerer Zeit eine leichte depressive Episode bestehe, müsse die Diagnose einer
rezidivierenden depressiven Störung gestellt werden. Diese begründe höchstens eine
30 %ige Arbeitsunfähigkeit für jede in Frage kommende Tätigkeit. Grundsätzlich sei es
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möglich, dass sich der Zustand des Versicherten gegen Ende 2011 so verschlechtert
habe, dass eine schwere depressive Episode bestanden habe, wie die psychiatrische
Klinik J._ berichtet habe. Allerdings spreche die Aktenlage nicht wirklich für das
Vorliegen einer schweren depressiven Episode, zumal die psychiatrische Klinik J._ in
ihrem Bericht angegeben habe, der Versicherte habe seit 2010 keine Veränderung
seiner Stimmung benennen können; er habe gesagt, dass seine Stimmung an sich gut
sei und dass er manchmal Freude an seiner Familie habe. Dr. H._ wies darauf hin,
dass dies nicht wirklich zu einer schweren depressiven Episode passe. Im Bericht der
psychiatrischen Klinik J._ sei aber festgehalten worden, dass sich die Symptomatik
im Verlauf deutlich gebessert habe, dass sich der Affekt aufgehellt habe, dass der
Versicherte schwingungsfähiger geworden sei und dass sich die depressive Episode in
Teilremission befunden habe. Die von Dr. C._ gemäss dem Bericht vom 27. Juli 2012
gestellte Diagnose einer rezidivierenden depressiven Störung mit intermittierenden
religiösen Wahnideen im Rahmen der schweren depressiven Episode könne nur so
verstanden werden, dass der Versicherte seit 1996 an einer rezidivierenden
depressiven Störung leide und dass er intermittierend schwere depressive Episoden
mit auch religiösen Wahnideen gehabt habe. Dr. H._ wies darauf hin, dass er
anlässlich der ersten Untersuchung am 26. August 2011 eine leichte depressive
Episode erhoben habe. Die Symptomatik habe sich verschlechtert, wie der
Austrittsbericht der psychiatrischen Klinik J._ belege. Allerdings werde dort auch eine
Teilremission beschrieben, so dass aufgrund des Psychostatus bei Austritt wieder von
einer höchstens leichten depressiven Episode ausgegangen werden könne/müsse.
Zum Zeitpunkt der aktuellen Untersuchung am 31. Mai und 5. September 2013 sei die
Symptomatik im Vergleich zur Erstbegutachtung praktisch unverändert gewesen
(leichte depressive Episode). Deshalb müsse davon ausgegangen werden, dass die
Symptomatik nur vorübergehend stärker gewesen sei. Die von Dr. C._ beschriebene
psychotische Symptomatik sei aufgrund der Beschreibung nur fraglich psychotisch; sie
sei offenbar von niemand anderem beobachtet worden und habe rasch auf eine
neuroleptische Behandlung angesprochen. Dr. C._ gehe nicht mehr von seiner
früheren Diagnose einer wahnhaften Störung/schizophreniformen Psychose aus. Der
Versicherte selbst habe angegeben, dass er keine Stimmen mehr gehört habe, seit er in
der Klinik gewesen sei. Es sei nicht plausibel, mit einer rezidivierenden depressiven
Störung mit meist nur leichten depressiven Episoden eine 100 %ige Arbeitsunfähigkeit
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zu begründen. Die neuropsychologische Abklärung habe keine Hinweise auf
Diskrepanzen, Widersprüche oder eine Simulation aufgezeigt. Deshalb entspreche das
gemessene neuropsychologische Leistungsprofil dem tatsächlichen Leistungsprofil.
Ideal adaptiert sei eine überschaubare, klar geregelte, repetitive Erwerbstätigkeit mit
leicht vermindertem Produktionsdruck. Aus neuropsychologischer Sicht sei die
Arbeitsfähigkeit um 10 % eingeschränkt. Gesamthaft sei der Versicherte zu 70 %
arbeitsfähig. Dr. L._ vom RAD notierte am 3. Oktober 2013 (IV-act. 83), auf diese
psychiatrisch-neuropsychologische Beurteilung könne vollumfänglich abgestellt
werden.
A.i Am 21. November 2013 liess der Versicherte einen Bericht von Dr. C._ und Dr.
K._ von der Klinik D._ vom 20. November 2013 einreichen (IV-act. 89). Darin hatten
die beiden Ärzte ausgeführt, der Versicherte leide an einer schizoaffektiven Störung,
gegenwärtig depressiv (F25.1) mit zunehmendem Residuum (F20.51). Im September
2011 sei es zu einer Zuspitzung der negativen schizophrenen Symptome
(psychomotorische Verlangsamung, verminderte Aktivität, Affektverflachung, Passivität,
Initiativmangel, geringe nonverbale Kommunikation durch Gesichtsausdrücke,
Antriebsminderung, Gewichtszunahme) gekommen. Nach der Entlassung aus der
psychiatrischen Klinik D._ im Februar 2012 sei der Versicherte nur mit Antidepressiva
behandelt worden. Im April 2012 sei es wieder zu wahnhaften Ideen und optischen
Halluzinationen gekommen. Diese hätten sich nach dem Einsatz von Abilify anfangs
Mai 2012 reduziert. Die negativen schizophrenen Symptome seien phasenweise bereits
chronifiziert, einem schizophrenen Residuum entsprechend. Dr. C._ und Dr. K._
empfahlen, eine Drittmeinung einzuholen. Dr. L._ notierte am 2. Dezember 2013 (IV-
act. 90), die von Dr. C._ und Dr. K._ aufgeführten Diagnosen seien fachlich nicht
haltbar, denn sie unterstellten einerseits ein Residuum bei einer paranoid-
halluzinatorischen Psychose und andererseits eine schizoaffektive Psychose. Das sei
nach den ICD-Kriterien gar nicht möglich. Bei der schizoaffektiven Störung gebe es im
Unterschied zur Schizophrenie kein Residuum und es müsse gleichzeitig (nicht
nacheinander) mit der schizophrenen Symptomatik entweder eine manische oder eine
depressive Phase bestehen. Das sei gemäss dem Bericht vom 20. November 2013
gerade nicht der Fall. Es seien keine weiteren medizinischen Abklärungen angezeigt.
Mit Verfügung vom 3. Dezember 2013 wies die IV-Stelle das Rentenbegehren mit der
Begründung ab, der Invaliditätsgrad betrage lediglich 30 % (IV-act. 91).
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B.
B.a Der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer) liess am 17. Januar 2014
Beschwerde erheben (act. G 1) und die Ausrichtung einer ganzen Rente beantragen.
Der Rechtsvertreter führte zur Begründung der Beschwerde zusammengefasst aus, der
Beschwerdeführer habe einen Anspruch auf ein medizinisches Gutachten nach Art. 43
ATSG und auf Leistungen gemäss Art. 14a, 18 und 18a bis c IVG. Da die IV-Stelle
(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) noch keine Eingliederungsmassnahmen evaluiert
oder gar durchgeführt habe, verletze die angefochtene Verfügung den Art. 16 ATSG
und sei allein schon deswegen aufzuheben. Die Beschwerdegegnerin sei anzuweisen,
die erforderlichen Eingliederungsmassnahmen durchzuführen. Zur Bemessung der
Arbeitsfähigkeit dürfe nicht auf das Gutachten von Dr. H._ abgestellt werden, weil
dieses Gutachten nicht nachvollziehbar sei und weil zahlreiche Indizien gegen dessen
Zuverlässigkeit sprächen. Dr. H._ habe alle Kriterien, die für eine schwere Depression
sprächen, aufgezählt, aber jeweils mit diminuierenden Adjektiven versehen, um so die
Diagnose einer leichten depressiven Episode stellen zu können. Im
neuropsychologischen Gutachten sei demgegenüber ausgeführt worden, dass eine
schwergradige Affektarmut und eine schwergradige Deprimiertheit vorgelegen hätten.
Der innere Widerspruch zwischen dem neuropsychologischen Teilgutachten und den
Feststellungen von Dr. H._ sei unauflösbar. Zudem suche man in der Beurteilung von
Dr. H._ vergeblich nach einer Würdigung der sehr belastenden Lebensumstände und
Ereignisse in der Vita des Beschwerdeführers. Da erhebliche Zweifel an der
Zuverlässigkeit der Beurteilung von Dr. H._ bestünden, könne nicht auf dessen
Gutachten abgestellt werden. Das Valideneinkommen betrage mindestens Fr. 81‘900.--
(13 x Fr. 6‘300.-- zuzüglich Zulagen). Der von der Beschwerdegegnerin angenommene
Betrag beruhe auf einem Lohn, der aus gesundheitlichen Gründen bereits vermindert
gewesen sei. Das Invalideneinkommen dürfe nicht anhand des letzten Lohnes
bestimmt werden, weil der Beschwerdeführer aufgrund seines neuropsychologischen
Profils die frühere Tätigkeit nicht mehr ausüben könne. Auszugehen sei von einem
Einkommen gemäss LSE von Fr. 59‘979.--. Bei einem Tabellenlohnabzug von 10 %
und einem Arbeitsunfähigkeitsgrad von 30 % resultiere ein zumutbares
Invalideneinkommen von Fr. 35‘987.--. Gehe man von einem Valideneinkommen von
Fr. 86‘633.-- (Durchschnitt Lohn 2007/2008) aus, betrage der Invaliditätsgrad 50 %. Da
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aber im Einklang mit den übrigen ärztlichen Beurteilungen von einer Arbeitsunfähigkeit
von 100 % auszugehen sei, sei eine ganze Rente zuzusprechen.
B.b Die Beschwerdegegnerin beantragte am 17. März 2014 die Abweisung der
Beschwerde (act. G 4). Sie machte sinngemäss geltend, Dr. H._ habe
nachvollziehbar dargelegt, warum er die Meinungen der Behandler nicht teile. Zudem
seien die Berichte behandelnder Ärzte aufgrund der auftragsrechtlichen
Vertrauensstellung zum Patienten mit Vorbehalt zu würdigen. Das Valideneinkommen
sei anhand des 2009 erzielten Lohnes zu bemessen, da dem Beschwerdeführer aus
wirtschaftlichen Gründen gekündigt worden sei und da erst anschliessend
Arbeitsunfähigkeiten attestiert worden seien. Da die Arbeitsfähigkeit von 70 % für die
angestammte und jede andere Tätigkeit gelte, könne der Invaliditätsgrad nur 30 %
betragen. Ein Teilzeitabzug komme nicht in Frage, denn gemäss der
neuropsychologischen Begutachtung sei dem Beschwerdeführer am angestammten
und an jedem anderen Arbeitsplatz eine Präsenz von 100 % möglich bei einer
Leistungsminderung von 10 %, gemäss Dr. H._ von 30 %.
B.c Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers reichte am 23. Mai 2014 eine
Stellungnahme von Dr. C._ und Dr. K._ von der Klinik D._ vom 20. Mai 2014 ein
(act. G 8.1). Darin hatten die beiden Ärzte zur Haltbarkeit ihrer Diagnose einer
schizoaffektiven Störung, gegenwärtig depressiv (F25.1), mit zunehmendem Residuum
(F20.51), folgende Gründe angeführt: Auffallendes Vorhandensein in der bisherigen
Behandlung festgestellter negativer schizophrener Symptome (psychomotorische
Verlangsamung, Antriebsminderung, verminderte Aktivität, affektive Verflachung,
Passivität und Initiativmangel, Verarmung hinsichtlich Menge und Inhalt des
Gesprochenen, geringe nonverbale Kommunikation wie Gesichtsausdruck,
Blickkontakt, Modulation der Stimme und Körperhaltung, Vernachlässigung der
körperfähigen und sozialen Leistungsfähigkeit) und früheres Vorhandensein einer
weniger eindeutigen psychotischen Episode gemäss dem Austrittsbericht der
psychiatrischen Klinik J._ vom 4. Oktober 1996 (stationäre Behandlung wegen einer
wahnhaften Störung). In der Folge hatten die beiden Ärzte den Inhalt des
entsprechenden Berichts der psychiatrischen Klinik J._ wiedergegeben. Sie hatten
ausserdem auf die Angaben des damals behandelnden Psychiaters verwiesen, der
dem Beschwerdeführer hoch potente Neuroleptika in einer für eine Schizophrenie
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entsprechenden Dosis verschrieben und ausgeführt hatte, beim Beschwerdeführer
bestehe die typische „doppelte Buchhaltung“ (indem er sich als gesund ausgebe); der
Beschwerdeführer sei während den akuten psychotischen Phasen jeweils unter
Vorbringen einer Ausrede nicht in die Sprechstunde des behandelnden Psychiaters
gekommen. Abschliessend hielten die beiden Ärzte der Klinik D._ fest, sie hätten nie
eine manische Entwicklung, sondern immer eine depressive affektive Entwicklung mit
psychotischen Anteilen beschrieben.
B.d In seiner Replik vom 3. Juni 2014 (act. G 10) machte der Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers insbesondere geltend, zwischen der Beurteilung von Dr. H._
(leichte depressive Episode) und den Feststellungen des Neuropsychologen
(schwergradige Affektarmut, schwergradige Deprimiertheit) bestehe ein
unüberbrückbarer Widerspruch. Zudem habe Dr. H._ sämtliche Symptome einer
schweren Depression bestätigt, aber dann nur eine leichte depressive Erkrankung
diagnostiziert, was nicht nachvollziehbar sei. Dr. C._ und Dr. K._ hätten immer
wieder darauf hingewiesen, dass die depressive Symptomatik nicht losgelöst von der
Krankheitsentwicklung (schizophrene Symptome und entsprechende Medikation)
betrachtet werden könne und dass der Beschwerdeführer immer bemüht gewesen sei,
seine Krankheit zu verheimlichen. Deshalb könne nicht auf das Gutachten von Dr.
H._ abgestellt werden. Zudem habe Dr. H._ (auch) für die zuletzt ausgeübte
Erwerbstätigkeit des Schichtführers eine Arbeitsfähigkeit von 70 % angegeben, ohne
zu wissen, worin diese Tätigkeit bestanden habe. Der Beschwerdeführer habe diese
Tätigkeit krankheitsbedingt aufgegeben. Als Schichtführer habe er Mitarbeiter führen
und in Störungsfällen flexibel und adäquat handeln müssen. Deshalb habe er Fr.
85‘000.-- verdient. Mit einer Tätigkeit, die überschaubar, klar geregelt und repetitiv sei
und mit einem leicht verminderten Produktionsdruck einhergehe, könne man nicht Fr.
85‘000.-- verdienen. Mit einer Arbeitsfähigkeit von 70 % könnte der Beschwerdeführer
schon aus organisatorischen Gründen gar nicht mehr als Schichtführer tätig sein.
Deshalb könne das zumutbare Invalideneinkommen nicht ausgehend vom zuletzt
erzielten Lohn ermittelt werden.
B.e Die Beschwerdegegnerin verzichtete am 13. Juni 2014 auf eine Duplik (act. G 12).
B.f Der Rechtsvertreter teilte dem Gericht am 8. Februar 2016 mit, dass er den
Beschwerdeführer nicht mehr vertrete (act. G 15).
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Erwägungen
1.
Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten einen Anspruch auf eine
Invalidenrente, die ihre Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare
Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen oder verbessern können (lit. a), die
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens zu
40 % arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und die nach Ablauf dieses Jahres zu
mindestens 40 % invalid sind (lit. c). Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG regelt den Grundsatz der
„Eingliederung vor Rente“ (vgl. etwa U. KIESER, ATSG-Kommentar, 3. A.,
Vorbemerkungen N 81 ff.). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt gemäss Art. 7 Abs. 1 ATSG
vor, wenn die versicherte Person trotz einer zumutbaren Behandlung und Eingliederung
nicht mehr jene Erwerbsmöglichkeiten erlangt, über die sie vor dem Eintritt der
Gesundheitsbeeinträchtigung verfügt hat. Der Einkommensvergleich zur Ermittlung des
Erwerbsunfähigkeitsgrades – und damit des Invaliditätsgrades (Art. 8 Abs. 1 ATSG) –
kann also erst erfolgen, wenn sich die versicherte Person den einen
Eingliederungserfolg versprechenden, zumutbaren medizinischen und beruflichen
Massnahmen unterzogen hat. Eine die Erwerbsmöglichkeiten beeinträchtigende und
damit den Grundsatz der „Eingliederung vor Rente“ aktivierende
Gesundheitsbeeinträchtigung liegt vor, wenn die versicherte Person in der bisherigen
(und in der ohne Eingliederung noch in Frage kommenden) Berufstätigkeit ganz oder
teilweise unfähig ist, zumutbare Arbeit zu leisten, wenn sie also gemäss Art. 6 ATSG
arbeitsunfähig ist. Der Beschwerdeführer ist als Hilfsarbeiter zu qualifizieren, da er die
in seinem Herkunftsland erworbenen beruflichen Kenntnisse nie verwertet und in der
Schweiz immer nur als Hilfsarbeiter, wenn auch in einer führenden und
verantwortungsvollen Position, tätig gewesen ist. Er könnte also dem Grundsatz der
„Eingliederung vor Rente“ allenfalls bereits dadurch gerecht werden, dass er eine
seiner Gesundheitsbeeinträchtigung angepasste Hilfsarbeit annehmen würde, mit der
er seinen Arbeitsfähigkeitsgrad und damit allenfalls seine Erwerbsmöglichkeiten
verbessern würde. Zur Prüfung der Eingliederungsmöglichkeiten muss deshalb die
Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in der bisherigen Erwerbstätigkeit und in einer
behinderungsangepassten Erwerbstätigkeit ermittelt werden. Diese Arbeitsfähigkeit ist
auch relevant für die zweite Voraussetzung eines allfälligen Anspruchs auf eine
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Invalidenrente, nämlich die Erfüllung des sogenannten Wartejahres (Art. 28 Abs. 1 lit. b
IVG). Und schliesslich bildet die Arbeitsfähigkeit (in der bisherigen und in einer der
Gesundheitsbeeinträchtigung bestmöglich Rechnung tragenden Erwerbstätigkeit) auch
ein wichtiges Element der Invaliditätsbemessung (Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG i.V.m. Art. 16
ATSG), denn von ihr (und dem verbliebenen Einkommenspotential, der sogenannten
Invalidenkarriere) hängt ab, wie hoch das zumutbare Invalideneinkommen ist bzw. um
wieviel es unter dem (fiktiven) Valideneinkommen liegt, das die versicherte Person
erzielen könnte, wenn sie gesund wäre. Diese weitreichende Bedeutung der
Arbeitsfähigkeit lässt es als sinnvoll erscheinen, die Akten in einem ersten Schritt
darauf zu prüfen, ob sie einen bestimmten Arbeitsfähigkeitsgrad (in einer von der
Gesundheitsbeeinträchtigung wenig − oder im besten Fall gar nicht − beeinträchtigten
Erwerbstätigkeit) mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit zu belegen vermögen.
2.
2.1 Die vorhandenen Arbeitsfähigkeitsschätzungen liegen aussergewöhnlich weit
auseinander. Während der psychiatrische Gutachter Dr. H._ eine Arbeitsfähigkeit von
70 % angegeben hat, sind die behandelnden Psychiater Dr. C._ und Dr. K._ von
der Klinik D._ davon ausgegangen, dass der Beschwerdeführer auf dem freien
Arbeitsmarkt nicht mehr arbeitsfähig sei. Die Ursache für diese Diskrepanz liegt darin,
dass Dr. H._ die Diagnose einer leichten depressiven Episode resp. Störung
(Verlaufsgutachten) gestellt hat, während Dr. C._ und Dr. K._ eine sehr viel
schwerere Beeinträchtigung der psychischen Gesundheit des Beschwerdeführers
angenommen haben. Sie haben am 22. Dezember 2010 (vgl. IV-act. 31-9) eine
wahnhafte Störung mit religiösem Wahn und eine schizophreniforme Psychose
(depressiver Typ mit zunehmendem Residuum) angegeben. Am 6. April 2011 hat Dr.
C._ von einer schizophreniformen Psychose mit zunehmendem Residuum vom
depressiven Typ (mit den Symptomen psychotische Ängste, verminderte Belastbarkeit,
stark eingeschränktes Leistungs- und Durchhaltevermögen, eingeschränkte geistige
Flexibilität) berichtet (vgl. IV-act. 26). Am 27. Juli 2012 haben Dr. C._ und Dr. K._
folgende Diagnose angegeben (vgl. IV-act. 66): Rezidivierende depressive Störung mit
intermittierenden religiösen Wahnideen im Rahmen der schweren depressiven
Episoden (mit den Symptomen Antriebsmangel, reduzierte geistige Flexibilität, niedrige
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Stresstoleranz und Belastbarkeit, eingeschränkte Ausdauer, Konzentrationsstörungen
und Störung der Affektkontrolle). Am 20. November 2013 (vgl. IV-act. 89) und am 20.
Mai 2014 (vgl. act. G 8.1) hat die Diagnose gemäss den Angaben von Dr. C._ und Dr.
K._ folgendermassen gelautet: Schizoaffektive Störung, gegenwärtig depressiv mit
zunehmendem Residuum. Die besondere Qualität der von Dr. C._ und Dr. K._ im
Lauf der Jahre angegeben, immer wieder veränderten Diagnosen, nämlich die
wahnhafte Komponente, dürfte auf den Austrittsbericht der psychiatrischen Klinik E._
(vgl. IV-act. 30-2) vom 4. Oktober 1996 zurückzuführen sein, in dem festgehalten
worden war, der Beschwerdeführer habe angegeben, er höre häufig Klopfgeräusche
und er fühle sich von einem (vom Teufel geschickten) Geistheiler auf eine böse Art und
Weise beeinflusst; nach der Einnahme neuroleptischer und antidepressiver
Medikamente habe sich sein Zustand dann aber vollständig normalisiert. Gegenüber
Dr. C._ und Dr. K._ hat der Beschwerdeführer dann ab Herbst 2010 ein ganz
anderes Erleben geschildert, nämlich dass er im Dunkel ein weisses Licht wie etwas
Heiliges sehe (vgl. IV-act. 66-3) bzw. dass er ein „geistiges“ Licht sehe, das seine Seele
vom Körper wegnehme und dann wieder bringe, wobei ein besonderes Gefühl in der
Brust und im ganzen Körper auftrete (vgl. IV-act. 89). Dass der Beschwerdeführer
tatsächlich geglaubt hat, Klopfgeräusche zu hören, von einem bösen Geistheiler
negativ beeinflusst zu werden, ein weisses Licht zu sehen oder seine Seele diesem
Licht für eine kurze Zeit hergeben zu müssen, lässt sich – trotz des augenscheinlichen
Erfolgs der Einnahme eines Neuroleptikums und eines Antidepressivums im Jahr 1996
– naturgemäss nicht belegen. Es gibt nur die entsprechenden Aussagen des
Beschwerdeführers, die allerdings in den späteren medizinischen Berichten nur sehr
rudimentär wiedergegeben worden sind. Zudem fehlt jeder Hinweis darauf, dass Dr.
C._ und Dr. K._ sich darüber Gedanken gemacht hätten, ob der Beschwerdeführer
tatsächlich glaubte, was er ihnen und anderen Ärzten angab, oder ob er nur
„Geschichten“ erzählte, um sie dazu zu bringen, den geklagten schlechten
psychischen Gesundheitszustand als real zu akzeptieren. Selbst wenn der
Beschwerdeführer Dr. C._ und Dr. K._ nur erzählt haben sollte, was er effektiv
glaubte, erlebt zu haben, könnte aus diesen psychotischen Erlebnissen nicht ohne
weiteres auf das Vorliegen einer schizophreniformen oder schizoaffektiven
Beeinträchtigung geschlossen werden. Auch eine Depression kann nämlich, wie Dr.
H._ überzeugend dargelegt hat, derartige psychotische Erlebnisse auslösen. Die
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Exploration durch Dr. H._, aber auch die Untersuchungen und Beobachtungen durch
die Ärzte der psychiatrischen Klinik J._ während des stationären Aufenthalts des
Beschwerdeführers vom 6. Dezember 2011 bis 2. Februar 2012 (vgl. IV-act. 58), haben
keine Anzeichen für psychotische Erlebnisse zu Tage gefördert. Die Angaben von Dr.
C._ und Dr. K._ zur Diagnose und damit zur Arbeitsfähigkeit vermögen deshalb
nicht zu überzeugen. Es steht also nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit fest,
dass der Beschwerdeführer an einer schizoaffektiven Störung, gegenwärtig depressiv
mit zunehmendem Residuum (bzw. an einer der früher von diesen beiden Ärzten
angegebenen Diagnosen) leidet. Auf die Arbeitsfähigkeitsschätzung der behandelnden
Psychiater kann demzufolge nicht abgestellt werden. Allerdings überzeugt auch die
Arbeitsfähigkeitsschätzung von Dr. H._ nicht. Erstens hat er nicht begründet,
weshalb die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers wegen der leichten depressiven
Störung in jeglicher in Frage kommenden Tätigkeit um 30 % eingeschränkt sein soll.
Zweitens ist es aus der Sicht eines medizinischen Laien nicht nachvollziehbar, weshalb
eine leichte Depression in einer adaptierten Hilfsarbeit, die insbesondere keine hohen
Anforderungen an die Konzentration und die Belastbarkeit stellt (z.B. repetitive Tätigkeit
ohne Zeitdruck und ohne Verantwortung), eine doch erhebliche Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit von 30 % zur Folge haben sollte. Drittens divergieren die von Dr. H._
bei der Verlaufsbegutachtung erhobenen Befunde mit jenen des neuropsychologischen
Gutachters Dr. phil. M._. Während die Grundstimmung gemäss Dr. H._ nur etwas
zum depressiven Pol hin verschoben und die affektive Modulationsfähigkeit nur etwas
eingeschränkt gewesen sei (IV-act. 82-22), hat der neuropsychologische Gutachter
eine schwergradige Affektarmut und eine schwergradige Deprimiertheit festgestellt (IV-
act. 82-41). Viertens scheinen der psychiatrische wie auch der neuropsychologische
Gutachter davon auszugehen, dass die angestammte Tätigkeit des Beschwerdeführers
eine einfache Hilfsarbeit gewesen ist ("Maschinenbediener"). An keiner Stelle wird
erwähnt, dass der Beschwerdeführer zuletzt als Schichtführer eine verantwortungsvolle
Leitungsfunktion ausgeübt hat. Eine Leitungsfunktion ist dem Beschwerdeführer
gemäss dem neuropsychologischen Gutachter jedoch gerade nicht mehr zumutbar. In
Frage kommt eine einfache, eindeutig vorgeplante, repetitive Tätigkeit ohne hohen
Produktionsdruck und mit eindeutigen Handlungsanweisungen. Diese
Adaptionskriterien treffen auf die Tätigkeit als Schichtführer offensichtlich nicht zu. Dr.
H._ hat angegeben, dass dem Beschwerdeführer jede in Frage kommende Tätigkeit
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zu 70 % zumutbar sei. Er ist also offensichtlich davon ausgegangen, dass der
Beschwerdeführer auch in seiner angestammten Tätigkeit noch zu 70 % arbeitsfähig
ist. Das Gutachten von Dr. H._ erweist sich somit in Bezug auf die angestammte
Tätigkeit resp. die Adaptionskriterien als widersprüchlich. Aus den genannten Gründen
kann auch auf die Arbeitsfähigkeitsschätzung von Dr. H._ nicht abgestellt werden. Da
keine überzeugende Arbeitsfähigkeitsschätzung im Recht liegt, ist eine psychiatrische
Neubegutachtung − und nicht nur eine Verlaufsbegutachtung − notwendig.
Selbstverständlich hat die Begutachtung nicht durch den Vorgutachter Dr. H._ zu
erfolgen. Das psychiatrische Gutachten wird insbesondere Auskunft über den Verlauf
der Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Schichtführer/Induktionshärter
sowie in einer adaptierten Tätigkeit ab Oktober 2010 (geltend gemachter Eintritt der
Arbeitsunfähigkeit) geben müssen.
2.2 Zu prüfen bleibt, ob die Beschwerdegegnerin oder das Gericht die psychiatrische
Neubegutachtung in Auftrag geben muss, d.h. ob die Sache an die
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen oder ein Gerichtsgutachten zu veranlassen ist.
Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung holt ein kantonales
Versicherungsgericht in der Regel dann ein Gerichtsgutachten ein, wenn es im Rahmen
der Beweiswürdigung zum Schluss kommt, ein bereits erhobener medizinischer
Sachverhalt müsse (insgesamt oder in wesentlichen Teilen) noch gutachtlich geklärt
werden oder eine Administrativexpertise sei in einem rechtserheblichen Punkt nicht
beweiskräftig. Eine Rückweisung an die IV-Stelle bleibt hingegen möglich, wenn es
darum geht, zu einer bisher vollständig ungeklärten Frage ein Gutachten einzuholen.
Ebenso steht es dem Versicherungsgericht frei, eine Sache zurückzuweisen, wenn
allein eine Klarstellung, Präzisierung oder Ergänzung von gutachterlichen Ausführungen
erforderlich ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 11. Dezember 2014, 8C_633/2014
E. 3.2; BGE 137 V 210 E. 4.4.1.4). Im vorliegenden Fall liegt ein nicht beweiskräftiges
psychiatrisches Administrativgutachten (mit Verlaufsgutachten) im Recht. Gemäss der
bundesgerichtlichen Rechtsprechung müsste in diesem Fall ein Gerichtsgutachten
eingeholt werden. Die bundesgerichtliche Praxis vermag jedoch nicht zu überzeugen:
Die IV-Stellen sind gestützt auf Art. 43 Abs. 1 ATSG verpflichtet, die notwendigen
Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen. Sie haben somit u.a. den medizinischen
Sachverhalt soweit abzuklären, dass die Arbeitsunfähigkeit der versicherten Person mit
dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit feststeht. Die
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Beschwerdegegnerin hat die Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers in
psychiatrischer Hinsicht nur ungenügend abgeklärt. Würde das Versicherungsgericht
nun ein Gerichtsgutachten in Auftrag geben, würde es die der Beschwerdegegnerin
obliegende Aufgabe der Sachverhaltsermittlung „übernehmen“. Dies wäre
gesetzwidrig, da der Gesetzgeber diese Aufgabe, d.h. die rechtsgenügliche Ermittlung
des Sachverhalts, der Beschwerdegegnerin zugewiesen hat. Eine solche
Rechtsverletzung kann durch die vom Bundesgericht angeführten Vorteile von
Gerichtsgutachten, namentlich der Straffung des Gesamtverfahrens und der
beschleunigten Rechtsgewährung (siehe (BGE 137 V 210 E. 4.4.1.2), nicht „geheilt“
werden. Zu beachten ist auch, dass einer versicherten Person durch die Einholung
eines Gerichtsgutachtens die Möglichkeit genommen wird, den Rentenentscheid von
zwei Instanzen überprüfen zu lassen. Dies ist insbesondere auch deshalb
problematisch, weil das Bundesgericht nur über eine eingeschränkte Kognition verfügt,
d.h. es kann den vom kantonalen Versicherungsgericht festgestellten Sachverhalt nur
eingeschränkt überprüfen (siehe Art. 97 des Bundesgerichtsgesetzes, SR 173.110). Die
Einholung eines Gerichtsgutachtens ist deshalb nur in jenen Fällen angezeigt, in denen
die Beschwerdegegnerin den Sachverhalt zwar rechtsgenüglich abgeklärt hat, für die
rechtliche Würdigung aber trotzdem die Einholung eines weiteren Gutachtens
notwendig ist, namentlich weil zwei (oder mehr) überzeugende, sich jedoch
widersprechende Arbeitsfähigkeitsschätzungen im Recht liegen. Die psychiatrische
Neubegutachtung ist demnach durch die Beschwerdegegnerin in Auftrag zu geben.
2.3 In teilweiser Gutheissung der Beschwerde ist die angefochtene Verfügung wegen
der Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes nach Art. 43 Abs. 1 ATSG aufzuheben
und die Sache ist zur weiteren medizinischen Abklärung im Sinne der Erwägungen an
die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
3.
3.1 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr.
1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint
in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Praxisgemäss ist die
Rückweisung der Sache zur ergänzenden Abklärung und neuen Beurteilung an die
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Verwaltung als volles Obsiegen der beschwerdeführenden Partei zu werten (BGE 132 V
215 E. 6.2). Dementsprechend ist die Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- vollumfänglich der
Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist
dem Beschwerdeführer zurückzuerstatten.
3.2 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei
Anspruch auf eine Parteientschädigung. Diese wird vom Versicherungsgericht
festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache
und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In der Verwaltungsrechtspflege
beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO (sGS
963.75) pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.--. Der Beschwerdeführer ist bis zum
Abschluss des Schriftenwechsels rechtlich vertreten gewesen. Sein damaliger
Rechtsvertreter hat keine Kostennote eingereicht. In einem Fall mit mittlerem Aufwand
und Schwierigkeitsgrad wird praxisgemäss eine Pauschalentschädigung von Fr.
3'500.-- ausgerichtet. Da es sich um einen solchen Fall handelt, hat die
Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführer entsprechend mit Fr. 3'500.--
(einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen.