Decision ID: 33d2cadb-cd34-475f-87dd-e95f95819036
Year: 2014
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Rolf Brägger, Hechtackerstrasse 10, Postfach
246, 9014 St. Gallen,
gegen
Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach
4358, 6002 Luzern,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
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Versicherungsleistungen
Sachverhalt:
A.
A.a A._ war bei der B._ AG, angestellt und dadurch bei der Schweizerischen
Unfallversicherungsanstalt (Suva) obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und
Nichtberufsunfällen sowie von Berufskrankheiten versichert. Am 29. Januar 2009 wurde
der Suva ein Zeckenbiss vom 15. Juni 2000 als Bagatellunfall angemeldet (Suva-act. 1).
Der Versicherte gab als Beschwerden wiederkehrende Schmerzen in den Gelenken,
anhaltende Müdigkeit, Gedächtnisstörungen und Schwindel an (Suva-act. 11).
A.b Im Rahmen ihrer Abklärungen holte die Suva Berichte des Hausarztes des
Versicherten, Dr. med. C._, Facharzt FMH für Allgemeine Medizin, sowie von Dr.
med. D._, Spezialarzt für Physikalische Medizin, spez. Rheumaerkrankungen FMH,
über frühere Untersuchungen im Zusammenhang mit den geltend gemachten
Beschwerden ein. Im Bericht vom 4. April 2009 führte Dr. C._ aus, er habe den
Versicherten bereits im Jahr 2001 wegen Knie- und Ellbogenschmerzen untersucht und
im Rahmen der Untersuchungen eine Borrelien-Serologie durchgeführt, welche positiv
gewesen sei. Eine weitere Serologie im Jahr 2004 sei natürlich ebenfalls positiv
gewesen. Er habe im Jahr 2001 die übliche antibiotische Kur durchgeführt, habe aber
klinisch nie an eine Borreliose gedacht und nie einen Zeckenbiss festgestellt (Suva-act.
6). Dr. D._, bei welchem der Versicherte im Oktober 2004 wegen Knieschmerzen in
Behandlung gewesen war, hatte die Beschwerden zum damaligen Zeitpunkt am
ehesten im Rahmen einer Chondropathie der Patella bei Quadriceps oder aber
aufgrund einer Borreliose im Sinne einer leichten reaktiven Reizung gesehen (vgl. den
Bericht vom 14. Februar 2005, Suva-act. 7).
A.c Nachdem Suva-Arzt Dr. med. E._, Facharzt für Allgemeinmedizin und
Arbeitsmedizin FMH, in der ärztlichen Beurteilung vom 9. Juni 2009 eine Borreliose als
Beschwerdeursache als nicht wahrscheinlich erachtet hatte (Suva-act. 12), teilte die
Suva dem Versicherten am 15. Juni 2009 mit, aufgrund der medizinischen Unterlagen
bestehe kein sicherer oder wahrscheinlicher Zusammenhang zwischen dem Ereignis
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vom 15. Juni 2000 und den gemeldeten Beschwerden. Die Suva sei deshalb nicht
leistungspflichtig (Suva-act. 15).
A.d Mit Schreiben vom 1. März 2012 gelangte Dr. D._ an die Suva mit der Bitte um
nochmalige Beurteilung des Falls. Dabei verwies er auf die Krankengeschichte des
Versicherten und führte aus, mit grösster Wahrscheinlichkeit sei von der Diagnose
eines Post-Lyme-Syndroms auszugehen (Suva-act. 18).
A.e In der Folge holte die Suva weitere Berichte über die seit Mitte 2009 erfolgten
Untersuchungen des Versicherten ein (Suva-act. 20; vgl. Suva-act. 18, 25 ff.). Nach den
Unterlagen hatte Dr. med. F._, Leitender Arzt der Rheumaklinik und Institut für
Physikalische Medizin, Universitätsspital Zürich (USZ), bei der Untersuchung vom 26.
September 2011 ein zerviko- und thorakospondylogenes Syndrom beidseits
diagnostiziert. Die angegebenen Beschwerden seien mechanischer Genese bei
Bandlaxizität mit segmentalen Dysfunktionen. Hinweise für ein entzündliches-
rheumatisches Geschehen fänden sich nicht (vgl. den Bericht vom 4. Oktober 2011,
Suva-act. 24). Das Muskelzentrum des Kantonsspitals St. Gallen (KSSG) hatte u.a.
folgende Diagnosen gestellt: Abnorme Fatigue, am ehesten postinfektiöse Fatigue,
sowie Schmerzen der grossen Gelenke (Schulter, Ellbogen, Knie),
differentialdiagnostisch persistente Synovitis nach Lyme-Arthritis,
differentialdiagnostisch sekundäre Periarthropathia humerus scapularis bei zerviko-
und thorakospondylogenem Syndrom (vgl. den Bericht vom 17. November 2011, Suva-
act. 26). Die Ärzte des Palliativzentrums des Kantonsspitals St. Gallen hatten sodann
im Bericht vom 26. Januar 2012 festgehalten, beim Versicherten bestünden u.a. ein
chronisches nozizeptives Schmerzsyndrom sowie eine abnorme Fatigue (Suva-act. 27).
A.f Am 13. Juni 2012 erstattete die Klinik für Innere Medizin des USZ im Auftrag der
PAX, Schweizerische Lebensversicherungs-Gesellschaft AG, ein Gutachten über die
am 23. Mai 2012 durchgeführte internistische Untersuchung sowie das in der Klinik für
Infektiologie durchgeführte infektiologische Konsilium vom 1. Juni 2012. Es wurde
festgehalten, die Untersuchungen und die Anamnese im rein internistischen Fachgebiet
hätten keine Hinweise auf eine somatische Ursache der verminderten
Leistungsfähigkeit ergeben. Im Weiteren sei die Falldefinition einer Borreliose aufgrund
der Anamnese und der zur Verfügung stehenden Akten nicht gegeben. Die Persistenz
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von positiven Borrelien-Serologien sei bekannt und habe keinen Krankheitswert. Die
Gelenksbeschwerden seien, wie von Dr. F._ ausgeführt, als mechanisch bedingt zu
interpretieren (IV-Fremdakten act. 80; vgl. auch den Bericht vom 28. Juni 2012, act.
117-9 ff.).
A.g Mit ärztlicher Beurteilung vom 14. Juni 2012 verwies Suva-Arzt Dr. E._ auf die
Guideline der Schweizer Gesellschaft für Infektiologie, wonach der erste Punkt der
Falldefintion die Evidenz für eine frühere Lyme-Borreliose sei. Eine solche sei in
vorliegenden Fall nicht evident. Es sei sowohl aufgrund der Untersuchungen des
Kantonsspitals St. Gallen als auch aufgrund der Untersuchungen des USZ nicht
wahrscheinlich, dass eine Borreliose die Ursache der Beschwerden des Versicherten
sei (Suva-act. 37).
A.h Am 22. August 2012 wurde der Versicherte im Auftrag des IV-internen Regionalen
Ärztlichen Diensts (RAD) von der Academy of Swiss Insurance Medicine (asim) Basel
internistisch, rheumatologisch, neurologisch und psychiatrisch untersucht. Im
Gutachten vom 2. Januar 2013 wurden folgende Diagnosen mit Einfluss auf die
Arbeitsfähigkeit genannt: Anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) mit
Verdacht auf somatische Mitbeteiligung im Sinne eines möglichen Post-Borrelien-
Syndroms sowie neurasthenische Symptomatik (ICD-10 F48.0). Ohne Einfluss auf die
Arbeitsfähigkeit bestünden u.a. Müdigkeit und Leistungsintoleranz unklarer Genese,
Infektion mit Borrelia Burgdorferi, unklar, ob Lyme-Borreliose, ED 06/2000 mit
dreiwöchiger Doxycyclin-Therapie, aktuell zweimonatige Doxycyclin-Therapie,
intermittierend unspezifisches zervikales Schmerzsyndrom. Aus internistischer Sicht
bestehe ein syndromales Leiden, auf körperlicher Ebene seien keine Einschränkungen
der Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit direkt erkennbar, sodass die Arbeitsfähigkeit
nicht eingeschränkt sei. Auch aus rheumatologischer und neurologischer Sicht bestehe
keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Aus psychiatrischer Sicht bestehe aufgrund
der neurasthenischen Symptomatik und der Schmerzproblematik eine 20%ige
Beeinträchtigung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit für jegliche Tätigkeit (IV-
Fremdakten act. 69).
A.i Mit Verfügung vom 4. Juli 2013 lehnte die Suva ihre Leistungspflicht ab (Suva-
act. 45). Dagegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt R. Brägger,
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St. Gallen, am 2. August 2013 Einsprache mit dem Antrag, ihm seien ab dem
Unfalldatum vom 15. Juni 2000 die gesetzlichen Versicherungsleistungen zu erbringen.
Eventualiter seien weitere medizinische Abklärungen zu treffen, insbesondere sei ein
medizinisches Gutachten bei einem auf Borreliose spezialisierten Facharzt der
Infektiologie einzuholen. Er liess im Wesentlichen geltend machen, weder die
Beurteilung von Dr. E._ vom 14. Juni 2013 (richtig: 2012) noch das Gutachten,
welches die asim zuhanden der Invalidenversicherung erstattet habe, würden eine
taugliche Beweisgrundlage bilden. Es sei auf die Beurteilung von Dr. D._ abzustellen,
welcher den Versicherten wegen Borreliose als zu 50% arbeitsunfähig bezeichne
(Suva-act. 49).
A.j Nach Einholung einer weiteren Beurteilung von Dr. E._ vom 8. August 2013
(Suva-act. 52) wies die Suva die Einsprache mit Einspracheentscheid vom 26.
September 2013 ab. Zur Begründung führte sie an, es sei ohne Weiteres auf die
nachvollziehbaren Beurteilungen von Dr. E._, welche im Übrigen mit der Beurteilung
von Dr. F._ des USZ übereinstimmten, abzustellen und es habe klarerweise als
erstellt zu gelten, dass die geklagten Beschwerden nicht ursächlich auf eine Borreliose
zurückzuführen seien (Suva-act. 55).
B.
B.a Dagegen erhob der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers am 30. Oktober 2013
Beschwerde und beantragte, der Einspracheentscheid sei aufzuheben und die Sache
sei an die Beschwerdegegnerin zur weiteren medizinischen Abklärung zurückzuweisen,
insbesondere sei ein medizinisches Gutachten bei einem auf Borreliose spezialisierten
Facharzt einzuholen, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der
Beschwerdegegnerin. Zur Begründung führte er im Wesentlichen das bereits in der
Einsprache Vorgebrachte an. Darüber hinaus reichte er weitere Berichte der Dres.
C._ und D._ vom 11. bzw. 22. Oktober 2013 (act. G 1.5, 1.6) ein. Auch legte er eine
Stellungnahme von Dr. med. G._, Facharzt für Innere Medizin FMH, vom 24. Oktober
2013 ins Recht, in welcher dieser eine ausführliche medizinische Begutachtung als
notwendig erachtete (act. G 1.7). Schliesslich machte der Rechtsvertreter geltend, die
Beschwerdegegnerin habe das rechtliche Gehör verletzt, da die Stellungnahme Dr.
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E._s vom 8. August 2013 dem Beschwerdeführer bis zum Einspracheentscheid
vorenthalten worden sei (act. G 1).
B.b Mit Beschwerdeantwort vom 28. Januar 2014 beantragte die Beschwerdegegnerin
die Abweisung der Beschwerde. Sie machte im Wesentlichen geltend, aus den
eingereichten Berichten könne der Beschwerdeführer nichts zu seinen Gunsten
ableiten. Es bestehe kein überwiegend wahrscheinlicher Nachweis einer früher
durchgemachten Borreliose-Infektion; ein kausaler Zusammenhang zwischen einer
früheren Lyme-Borreliose und den heutigen Beschwerden sei beweismässig
ausgeschlossen. Sowohl das von der Invalidenversicherung in Auftrag gegebene asim-
Gutachten vom 2. Januar 2013 als auch das USZ-Gutachten vom 13. Juni 2012
bestätigten, dass die Falldefinition einer Borreliose nicht gegeben sei. An den
Ausführungen von Dr. E._ werde vollumfänglich festgehalten. Dies gelte umso mehr,
als die Ausführungen in Einklang mit den Gutachten stünden (act. G 5).
B.c Mit Replik vom 9. Mai 2014 hielt der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers an
seinen Anträgen fest. Er bestätigte im Wesentlichen seine in der Beschwerde
vorgebrachten Standpunkte (act. G 13).
B.d Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf die Einreichung einer Duplik (act. G 15).

Erwägungen:
1.
In formeller Hinsicht lässt der Beschwerdeführer eine Gehörsverletzung rügen, da ihm
die im Einspracheverfahren eingeholte Beurteilung von Suva-Arzt Dr. E._ vom
8. August 2013 (Suva-act. 52) vor Erlass des Einspracheentscheids nicht zur
Kenntnisnahme gebracht worden sei.
1.1 Gemäss Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung (BV; SR 101) haben die Parteien
Anspruch auf rechtliches Gehör (vgl. auch Art. 42 Satz 1 des Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Das rechtliche
Gehör dient einerseits der Sachaufklärung, andererseits stellt es ein
persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht beim Erlass eines Entscheids dar, der in
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die Rechtsstellung einer Person eingreift. Dazu gehört insbesondere deren Recht, sich
vor Erlass des in ihre Rechtsstellung eingreifenden Entscheids zur Sache zu äussern,
erhebliche Beweise beizubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, mit erheblichen
Beweisanträgen gehört zu werden und an der Erhebung wesentlicher Beweise
entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern, wenn
dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen (BGE 132 V 370 f. E. 3.1, mit
Hinweisen).
1.2 Wie das Versicherungsgericht bereits in früheren Entscheiden (vgl. diesbezüglich
das Urteil vom 6. April 2011, IV 2009/280, bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts
vom 5. August 2011, 9C_436/2011) befand, verschafft das rechtliche Gehör einen
Anspruch darauf, sich zu den tatsächlichen Fragen äussern zu können. Die
Sachverhalts- bzw. Beweiswürdigung gehört indes nicht zur Sachverhaltsermittlung,
sondern zur Rechtsanwendung. Wie der Beweiswert eines medizinischen Aktenstücks
einzuschätzen ist, stellt demnach eine Frage rechtlicher Natur dar. Dient die
Stellungnahme des versicherungsmedizinischen Dienstes nur dazu, dem mit der
Sachverhaltswürdigung betrauten Sachbearbeiter zu helfen, indem diesem
medizinisches Fachwissen zur Verfügung gestellt wird, findet keine Ergänzung des
Sachverhalts statt. Eine solche erfolgt lediglich dann, wenn die Stellungnahme des
versicherungsmedizinischen Dienstes eine neue medizinische Erkenntnis, die weder
den bisherigen Akten noch allfälligen von der versicherten Person eingereichten neuen
Arztzeugnissen entnommen werden kann, enthält. In diesem Fall besteht ein Anspruch
auf die Gewährung des rechtlichen Gehörs. Hingegen lässt die reine Mitwirkung bei der
Würdigung der medizinischen Beweismittel keinen Anspruch auf rechtliches Gehör
entstehen (vgl. E. 1.1 des genannten kantonalen Entscheids).
1.3 Aus der ärztlichen Beurteilung von Dr. E._ vom 8. August 2013 (Suva-act. 52)
ergeben sich keine neuen medizinischen Erkenntnisse. Vielmehr nahm Dr. E._
lediglich zum Vorbringen des Rechtsvertreters, die ärztliche Beurteilung vom 14. Juni
2012 enthalte keine Überlegungen hinsichtlich der Doyxcyclin-Empfehlung bzw.-
Behandlung, Stellung. Da entsprechend keine Sachverhaltsergänzung stattfand, ist
eine Verletzung des rechtlichen Gehörs zu verneinen. Der Vollständigkeit halber ist
darauf hinzuweisen, dass selbst bei einer Verletzung des Anspruchs auf rechtliches
Gehör von einer Rückweisung der Sache an die Verwaltung (im Sinne einer Heilung des
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Mangels) abgesehen werden kann, wenn und soweit die Rückweisung zu einem
formalistischen Leerlauf und damit zu einer unnötigen Verzögerung führen würde (vgl.
BGE 136 V 117 E. 4.2.2.2). Vorliegend wäre eine Gehörsverletzung somit als geheilt zu
erachten, zumal der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers in Beschwerde und Replik
deutlich zum Ausdruck bringt, dass er einen materiellen Entscheid des Gerichts
erwartet und keine Rückweisung beantragt.
2.
In materieller Hinsicht streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin ihre
Leistungspflicht zu Recht verneint hat.
2.1 Die Beschwerdegegnerin legte im angefochtenen Einspracheentscheid vom
26. September 2013 die rechtlichen Voraussetzungen der Leistungspflicht des
Unfallversicherers, insbesondere jene des natürlichen Kausalzusammenhangs
zwischen Unfallereignis und gesundheitlicher Schädigung, zutreffend dar (Suva-act. 56,
Erwägung 2; BGE 129 V 181 f. E. 3.1). Darauf kann verwiesen werden. Die
Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwischen dem
Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausalzusammenhang
besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines
Erfolgs zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der
allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des
eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolgs also durch das Ereignis
allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 181 E. 3.2). Während die Beurteilung
des natürlichen Kausalzusammenhangs aufgrund der Feststellungen bei den
medizinischen Untersuchungen erfolgt und Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist,
obliegt es dem Gericht, die Fragen nach dem adäquaten Kausalzusammenhang zu
beantworten (BGE 123 III 111 E. 2).
2.2 Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht.
Danach haben die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht von Amtes wegen für
die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen.
Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den
Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 195 E. 2, BGE 122 V 158 E. 1a, je mit
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Hinweisen; vgl. auch BGE 130 I 183 f. E. 3.2). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst
die Beweislast im Sinne der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im
Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien die Beweislast nur insofern, als
im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus
dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Bei der zu
erfüllenden Anspruchsvoraussetzung eines natürlichen Kausalzusammenhangs handelt
es sich um eine anspruchsbegründende Tatsache. Die diesbezügliche Beweislast liegt
insofern bei der versicherten Person, als im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zu
ihren Lasten ausfällt. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn die
Verwaltung und – im Beschwerdefall – das Gericht dem Untersuchungsgrundsatz
rechtsgenüglich nachgekommen sind bzw. es sich als unmöglich erweist, im Rahmen
des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu
ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu
entsprechen (BGE 138 V 222 E. 6, 117 V 264 E. 3b, je mit Hinweisen; RKUV 1994 Nr. U
206 S. 328 E. 3b).
3.
3.1 Die Parteien streiten darüber, ob zwischen den im Jahr 2009 gemeldeten
Beschwerden und dem geltend gemachten Zeckenbiss im Jahr 2000 ein natürlicher
Kausalzusammenhang besteht. Die Beschwerdegegnerin verneinte diese Frage
gestützt auf die Beurteilungen ihres beratenden Arztes Dr. E._ (Suva-act. 12, 37, 52)
sowie auf die vorliegenden medizinischen Akten, insbesondere auf die Gutachten des
USZ vom 13. Juni 2012 und des asim vom 2. Januar 2013 (IV-Fremdakten act. 69, 80;
act. G 5). Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers stellte sich seinerseits auf den
Standpunkt, es sei dazu ein unabhängiges Gutachten einzuholen (act. G 1).
3.2 Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch
die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der
Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen
Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und
ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Fachperson begründet und
nachvollziehbar sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit
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weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder
in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern deren Inhalt
(BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen).
3.3 Eine Borrelien-Infektion kann durch verschiedene Spezies von Borrelia burgdorferi
verursacht werden. Nicht jede Spezies führt zwingend zu Komplikationen. Die
sogenannte Lyme-Borreliose wird durch die Borrelia burgdorferi sensu lato verursacht,
welche durch den gemeinen Holzbock (Zeckenart) übertragen wird (vgl. dazu Werner
Zimmerli, Infektiologie: Therapie der Lyme-Borreliose: Fakten ersetzen Mythen in: SMF
2004 Nr. 1/2, 16; Pschyrembel, 262. Aufl., S. 1227 f.). Das Krankheitsbild umfasst
verschiedene Symptome, wie Verschlechterung des Allgemeinzustands mit
Erschöpfungsgefühl, geistige Leistungsverminderung, rheumatologische
Manifestationen wie multiple rezidivierende wechselnde Muskel- und Gelenkschmerzen
sowie Beeinträchtigungen der Psyche, im Besonderen depressive Verstimmungen (vgl.
N. Satz, Klinik der Lyme-Borreliose, 2. Aufl. Bern 2002, S. 95 ff. und 190 ff; vgl. auch
Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007
sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts] vom 14. März 2005, U 282/04,
E. 2.2). Gemäss den medizinischen Akten sowie der medizinischen Literatur gibt es
sodann verschiedene Formen und Stadien der Lyme-Borreliose (u.a. Neuroborreliose,
Lyme-Arthritis, Post-Lyme-Syndrom; aktiv bzw. florid [= Stadium II] und chronisch [=
Stadium III] (vgl. Schweizerische Ärztezeitung, 2005; 86: Nr. 43; Pschyrembel, a.a.O., S.
1227 f., siehe auch das Urteil UV 2012/61 des Versicherungsgerichts des Kantons
St. Gallen vom 15. April 2013, E. 2).
3.4 Die Schweizerische Gesellschaft für Infektiologie hat für die Abklärung und
Therapie der Lyme-Borreliose von Kindern und Erwachsenen eine Guideline erlassen,
die in der Beurteilung möglicher Folgen von Zeckenbissen verbreitet Beachtung findet.
Die darin enthaltenen Empfehlungen beruhen auf publizierten Studien, Richtlinien
anderer Gremien und Expertenmeinungen von Infektiologen und Mikrobiologen.
Einsehbar ist die Guideline unter http://www.sginf.ch/ssi/guidelines/guidelines-of-the-
ssi (Website besucht am 28. November 2014; auch publiziert in Schweizerischen
Ärztezeitung 2005; 86, Nr. 41-43).
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3.5 Im vorliegend zu beurteilenden Fall zog der die Beschwerdegegnerin beratende
Dr. E._ für seine Beurteilung die erwähnte Guideline bei. Er verwies in seinen
Beurteilungen insbesondere auf die Untersuchungen des USZ und legte darüber hinaus
dar, das Laborresultat vom August 2004 mit positiver Borrelien-Serologie für IgG zeige
lediglich, dass es früher einmal zu einem Erregerkontakt gekommen sei. Solch ein
positives Resultat finde sich in der Allgemeinbevölkerung relativ häufig, ohne dass die
Betroffenen an borreliose-bedingten Beschwerden leiden würden. Es sei auf die
Guideline der Schweizer Gesellschaft für Infektiologie zu verweisen, gemäss welcher
erster Punkt der Falldefinition die Evidenz für eine frühere Lyme-Borreliose sei. Eine
solche Lyme-Borreliose sei im vorliegenden Fall nicht evident. Entgegen der
Argumentation des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers lasse sich ein günstiger
Einfluss einer zweimonatigen Doxycyclin-Gabe labormässig nicht nachweisen.
Serologische Untersuchungen eigneten sich nicht zur Verlaufs- oder Therapiekontrolle.
Auch komme es nicht selten vor, dass sich Beschwerden des Bewegungsapparates
unter Doxycyclin-Therapie bessern würden. Aus einem Ansprechen der Beschwerden
auf Doxycyclin könne nicht auf eine Borreliose als Beschwerdeursache geschlossen
werden (vgl. Suva-act. 12, 37, 52).
3.6 Die Ärzte der Klinik für Infektionskrankheiten und Spitalhygiene des USZ führten
im Bericht vom 28. Juni 2012 aus, sowohl die Dauer der Erkrankung als auch die Klinik
sprächen aktuell gegen eine akute Infektion mit Borrelia burgdorferi. Der
Antikörperverlauf über die Jahre spreche auch gegen ein durch ein Antigen getriggertes
Geschehen. Zur Komplettierung seien erneut der Borrelien IgG und IgM bestimmt
worden. Dabei habe der sich über die Jahre deutlich abzeichnende Trend eines
fallenden Borrelien-Titers bestätigt werden können. In Zusammenschau sei jedoch ein
post-borrelien Infektionssyndrom weder auszuschliessen noch zu beweisen. Insgesamt
sei vor allem der klinische Verlauf mit der Gesamtsituation des Patienten eher
untypisch für eine lavierte Depression oder ein Chronic Fatigue-Syndrom. Letztendlich
sei es einfach nicht beweisbar, ob die Symptome mit einer durchgemachten Borreliose
zu tun hätten oder nicht (IV-Fremdakten act. 117-10). Die Ärzte der Klinik für Innere
Medizin des USZ hielten im Gutachten vom 13. Juni 2012 zusammenfassend fest, die
Persistenz von positiven Borrelien-Serologien sei bekannt und habe keinen
Krankheitswert. Die Antibiotikatherapie im Jahre 2000 sei wegen einer damals erstmals
beschriebenen, positiven Borrelien-Serologie durchgeführt worden.
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Echtzeitinformationen bezüglich einer im Jahr 2000 bestehenden Arthritis lägen nicht
vor. Auch in den späteren Dokumenten seien keine klinisch erfassten
Gelenksschwellungen oder durchgeführten Gelenkspunktionen beschrieben. Die
Falldefinition einer Borreliose sei aufgrund der Anamnese und der zur Verfügung
stehenden Akten nicht gegeben. Zu den wichtigsten Differentialdiagnosen bei Status
nach Lyme-Borreliose gehörten eine Reinfektion (welche nicht vorliege), unerwünschte
Wirkungen von Medikamenten (der Beschwerdeführer nehme einzig Dafalgan
regelmässig zu sich), ein Post-Lyme-Syndrom (für dieses seien zwingend acht Kriterien
zu erfüllen), ein Fibromyalgie-Syndrom, andere Zecken-assoziierte Infektionen, andere
internistische, rheumatologische oder neurologische Erkrankungen, eine psychosoziale
Belastungssituation, ein psychiatrisches Leiden, eine Lyme-Angst oder ein Chronic-
Fatigue-Syndrom. Der Beschwerdeführer weise weder Kurzzeitgedächtnisstörungen
noch Konzentrationsstörungen auf, habe keine Halsschmerzen und es fänden sich
zervikal oder axillär keine schmerzhaften Lymphknoten. Er klage auch nicht über
Kopfschmerzen und empfinde den Schlaf als erholsam. Die Gelenksbeschwerden
seien, wie von Dr. F._ ausgeführt (vgl. Suva-act. 24), als mechanisch bedingt zu
interpretieren (IV-Fremdakten act. 80-6 f.).
3.7 In Übereinstimmung mit der Klinik für Innere Medizin des USZ wurde im asim-
Gutachten vom 2. Januar 2013 festgehalten, die Falldefinition einer Borreliose-
assoziierten Erkrankung könne aufgrund der Anamnese und der zur Verfügung
stehenden Akten nicht anerkannt werden. Ein Post-Lyme-Syndrom mit einem
Beschwerdebeginn unmittelbar oder bis zu sechs Monate nach akuter Lyme-Borreliose
sei ebenfalls nicht dokumentiert worden. Somit handle es sich um unspezifische
Müdigkeitssymptome sowie Arthralgien, teilweise auch Myalgien und Enthesiopathien
ohne Zeichen einer stattgehabten entzündlichen oder aktuellen (post-)infektiösen
Genese. Es bestehe ein syndromales Leiden mit fehlenden objektivierbaren
pathologischen Veränderungen (IV-Fremdakten act. 69-12 f.).
3.8 Zusammenfassend ist aufgrund der übereinstimmenden medizinischen Aktenlage
eine Borreliose als kausale Ursache der vom Beschwerdeführer geklagten
Beschwerden als nicht überwiegend wahrscheinlich zu erachten. Entgegen der
Argumentation des Rechtsvertreters beinhalten auch die beschwerdeweise
eingereichten Berichte der behandelnden Ärzte Dr. D._ und Dr. C._ (act. G 1.5 f.)
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keine Gesichtspunkte, welche Anlass dazu geben könnten, an der Schlüssigkeit der
übereinstimmenden Äusserungen der medizinischen Gutachter und Fachärzte zu
zweifeln. Dies insbesondere vor dem Hintergrund, dass Dr. D._ die
Antibiotikabehandlung als zentrales Diagnoseelement zu sehen scheint, die Eignung
einer solchen Behandlung für die Diagnostik von Dr. E._ unter Hinweis auf die
Guideline sowie die Qualitätsstandards in der mikrobiologisch-infektiologischen
Diagnostik (MIQ) jedoch verworfen worden ist (UV-act. 52). Dies ist mit Blick in die
Guideline nachvollziehbar (vgl. die entsprechenden Ausführungen zur Serologie in Kap.
5.2). Was die vom Muskelzentrum des KSSG, PD Dr. med. H._ und Dr. med. I._, im
Bericht vom 17. November 2011 (UV-act. 26) aufgeführte Lyme-Arthritis betrifft, so ist
festzuhalten, dass sich aus dem Bericht nicht schlüssig ergibt, ob sich die
Bezeichnung als Differentialdiagnose lediglich auf die Synovitis oder auch auf eine
Lyme-Arthritis ("DD: persistente Synovitis nach Lyme-Arthritis") bezieht. Darüber hinaus
kann sich die Frage des Vorliegens einer Lyme-Arthritis als spezifische Form/späteres
Stadium überhaupt erst stellen, wenn eine Lyme-Borreliose bejaht werden konnte (vgl.
zu den verschiedenen Stadien der Lyme-Borreliose Pschyrembel, Klinisches
Wörterbuch 2013, 264. Aufl. Berlin 2012, Stichwort Lyme-Borreliose).
3.9 Schliesslich kann der Beschwerdeführer auch aus dem Umstand, dass Dr. G._
in seinem Schreiben vom 24. Oktober 2013 (vgl. act. G 1.7) eine Untersuchung durch
einen mit Zeckenerkrankungen erfahrenen Gutachter als notwendig erachtete, nichts
zu seinen Gunsten ableiten, zumal eine solche umfassende Abklärung bereits durch die
Kliniken für Infektionskrankheiten und Innere Medizin des USZ erfolgte. Ob Dr. G._
diese Expertenmeinungen vorlagen, ist nicht ersichtlich. Er nahm dazu jedenfalls nicht
begründet Stellung. Wie Dr. G._ in der entsprechenden Fachliteratur jedenfalls selbst
darlegt, setzt die Diagnose einer Lyme-Borreliose – gleich welchen Stadiums – ein
entsprechendes klinisches Beschwerdebild und den Ausschluss von
Differentialdiagnosen voraus (Satz, a.a.O., insb. S. 70). Den Berichten der Kliniken für
Innere Medizin sowie für Infektionskrankheiten und Spitalhygiene des USZ ist eine
umfassende Auseinandersetzung mit diesen Punkten zu entnehmen, wobei
überzeugend dargelegt wird, dass gerade aufgrund der Klinik/Anamnese die
Falldefinition einer Borreliose als nicht gegeben zu erachten ist. Darüber hinaus ist
darauf hinzuweisen, dass auch Dr. G._ lediglich festhielt, die Beschwerden seien
möglicherweise auf eine frühere akute Lyme-Borreliose zurückzuführen.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 14/15
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St.Galler Gerichte
3.10Insgesamt vermögen somit weder die Ausführungen der behandelnden Ärzte noch
das Schreiben von Dr. G._ einen natürlichen Kausalzusammenhang überwiegend
wahrscheinlich zu belegen. Auch auf weiteren Abklärungsbedarf lässt sich daraus nicht
schliessen.
4.
4.1 Nach dem Gesagten lässt sich eine Borreliose als Ursache der Beschwerden des
Beschwerdeführers mit Blick auf die im Wesentlichen übereinstimmende medizinische
Aktenlage nicht mit dem im Sozialversicherungsrecht erforderlichen Beweisgrad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachweisen. Damit hat der Beschwerdeführer die
Folgen der Beweislosigkeit zu tragen und die Beschwerdegegnerin hat ihre
Leistungspflicht aus der obligatorischen Unfallversicherung zu Recht verneint.
4.2 Da bereits eine Abklärung auf infektiologischem Fachgebiet erfolgt ist und deren
Ergebnis plausibel ist und nicht zu Zweifeln Anlass gibt, ist nicht zu erwarten, dass
weitere medizinische Abklärungen wesentliche neue Erkenntnisse aufzuzeigen
vermöchten, die den erforderlichen Nachweis der natürlichen Kausalität liefern könnten.
Deshalb kann auf die beantragte Einholung eines externen Gutachtens verzichtet
werden (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 136 I 236 E. 5.3; BGE 134 I 148 E. 5.3 und
BGE 124 V 94 E. 4b).
4.3 Da es am rechtsgenüglichen Nachweis eines natürlichen Kausalzusammenhangs
fehlt, erübrigt sich eine Prüfung des adäquaten Kausalzusammenhangs.
5.
Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde gegen den Einsprache-
entscheid vom 26. September 2013 abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu erheben
(Art. 61 lit. a ATSG).
Demgemäss hat das Versicherungsgericht im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39
VRP