Decision ID: 2feea09e-60a1-5663-9e48-788d22b72d24
Year: 2010
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
Z._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Adrian Gmür, Obere Bahnhofstrasse 11,
Postfach 253, 9501 Wil SG 1,
gegen
Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG, Postfach, 8085 Zürich,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
Versicherungsleistungen
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St.Galler Gerichte
Sachverhalt:
A.
A.a Z._ war aufgrund seiner Tätigkeit bei der A._ bei der Zürich Versicherungs-
Gesellschaft (nachfolgend: Zürich) unfallversichert, als er gemäss Unfallmeldung vom 8.
März 2005 am 16. Februar 2005 einen "Sturz bei Absatz von Rolltor" erlitt und sich
dabei den rechten Fuss verletzte (UV-act. Z1). Dr. med. B._ diagnostizierte am 18.
Februar 2005 eine OSG-Distorsion rechts (UV-act. ZM1). Die Zürich anerkannte die
Leistungspflicht für dieses Ereignis und erbrachte die gesetzlichen Leistungen. Nach
Durchführung von weiteren medizinischen Abklärungen und
Überwachungsmassnahmen (act. G 10.5, 10.6) verneinte die Zürich mit Verfügung vom
26. Januar 2007 einen Anspruch des Versicherten auf weitere Taggeldleistungen
rückwirkend per 28. Februar 2006. Zur Begründung wurde ausgeführt, nach dem 28.
Februar 2006 hätten aufgrund der Akten erhebliche Zweifel an der attestierten
Arbeitsunfähigkeit bestanden. Gestützt auf die Erhebungen der IV sei von einer vollen
Arbeitsfähigkeit auszugehen. Im Weiteren hätten Abklärungen ergeben, dass der
Versicherte problemlos auch ohne Gehstöcke mobil sei. Die beurteilenden Ärzte seien
somit bei der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit von falschen Voraussetzungen
ausgegangen (UV-act. Z147).
A.b Nachdem der Versicherte gegen diese Verfügung Einsprache erhoben hatte (UV-
act. Z161), teilte ihm die Zürich am 4. Mai 2007 mit, die Verfügung werde
wiedererwägungsweise zurückgenommen. Es werde ihm das rechtliche Gehör zum
Ergebnis der Observierung (act. G 10.5) und zu den Berichten von Dr. med. C._,
Orthopädische Chirurgie FMH, (UV-act. ZM39) eingeräumt (UV-act. Z171). Mit Eingabe
vom 8. November 2007 nahm der Rechtsvertreter des Versicherten Stellung. Er legte
unter anderem dar, dieser sei zwischenzeitlich am rechten Fuss operiert worden. Die
Operation sei erfolgreich gewesen und habe die Schmerzen beseitigt (UV-act.
ZM43-47). Die Schmerzen seien eine Folge des Unfalls gewesen und die Operation zu
deren Beseitigung notwendig. Aus diesem Grund sei die Zürich leistungspflichtig (UV-
act. Z198). Mit Verfügung vom 26. November 2007 hielt die Zürich am geplanten
Fallabschluss fest. Ein Anspruch auf Taggeldleistungen sei mangels Arbeitsunfähigkeit
rückwirkend per 1. März 2006 zu verneinen. Der medizinische Endzustand sei gemäss
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Bericht von Dr. C._ vom 4. April 2007 erreicht. Dem Versicherten werde eine
Integritätsentschädigung von 10 % zugesprochen. Betreffend die im Sommer 2007
erfolgte Operation wurde die natürliche Unfallkausalität verneint. Betreffend eine
mutmasslich fingierte Quittung behielt sich die Zürich rechtliche Schritte vor (UV-act.
Z199). Die gegen diese Verfügung erhobene Einsprache (UV-act. Z210) wies die Zürich
nach Durchführung von weiteren Abklärungen (vgl. UV-act. ZM48, ZM50, ZM51, Z220)
mit Einspracheentscheid vom 24. September 2008 ab (UV-act. Z221). Die
Krankenversicherung des Versicherten hatte eine vorsorglich eingereichte Einsprache
nach Einsicht in die Akten wieder zurückgezogen (UV-act. Z205, Z213).
A.c Mit Verfügung vom 20. September 2007 hatte die IV-Stelle des Kantons St. Gallen
einen Rentenanspruch des Versicherten verneint mit der Begründung, ihre Abklärungen
hätten ergeben, dass der Versicherte in einer adaptierten Tätigkeit wieder zu 100 %
arbeitsfähig sei. Dies werde seit Mai 2006 bestätigt (UV-act. Z192). Gleichentags lehnte
die IV-Stelle auch einen Anspruch auf berufliche Massnahmen ab (UV-act. Z193).
B.
B.a Gegen den Einspracheentscheid vom 24. September 2008 erhob Rechtsanwalt
lic. iur. Andreas Hagmann, Wil, für den Versicherten mit Eingabe vom 24. Oktober 2008
Beschwerde mit den Anträgen, der Entscheid sei aufzuheben. Von einer Einstellung der
Taggeldleistungen auf den 1. März 2006 sei abzusehen, und es sei dem
Beschwerdeführer auch nach diesem Datum ein Taggeld auf der Basis einer
Arbeitsunfähigkeit von 100 % auszurichten. Eventualiter sei von einer Einstellung der
Taggeldleistungen ab dem 1. März 2006 abzusehen, und es sei dem Beschwerdeführer
auch nach diesem Datum ein Taggeld auf der Basis einer Arbeitsunfähigkeit von
mindestens 50 % auszurichten. Die ärztlichen Behandlungskosten, die im
Zusammenhang mit der Verletzung des rechten Fusses stünden, seien auch nach dem
4. April 2007 und bis auf Weiteres von der Beschwerdegegnerin zu übernehmen. Dem
Beschwerdeführer sei die unentgeltliche Rechtsverbeiständung zu gewähren. Zur
Begründung führte der Rechtsvertreter unter anderem aus, der Beschwerdeführer
erziele seit dem Unfall kein Erwerbseinkommen mehr. Bereits zuvor sei er während
Jahren arbeitslos gewesen. Während dieser Zeit habe er teils
Arbeitslosenunterstützung erhalten, teils sei er in Beschäftigungsprogrammen gewesen
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und teils sei er vom Sozialamt unterstützt worden. Seit März 2006 sei er vollständig
sozialhilfeabhängig. Aus den sich bei den Akten befindenden Arztzeugnissen gehe
hervor, dass der Beschwerdeführer vom 1. März bis 21. Juni 2006 50 % arbeitsfähig
gewesen sei und die Arbeitsunfähigkeit nach diesem Datum wieder 100 % betragen
habe. Dies sei so geblieben bis zur Operation vom 27. Juli 2007. Obwohl die Operation
vorerst zu einer Verbesserung geführt habe, habe die Arbeitsfähigkeit leider auch
danach kaum gesteigert werden können. Grund dafür sei ein Ermüdungsbruch eines
Mittelfussknochens des rechten Fusses gewesen. Dieser wiederum sei darauf
zurückzuführen gewesen, dass es sich der Fuss nicht mehr gewöhnt gewesen sei,
während längerer Zeit belastet zu werden. Der Beschwerdeführer sei nach wie vor im
Kantonsspital St. Gallen in Behandlung. Aus dem Bericht von Dr. C._ dürften keine
Schlussfolgerungen gezogen werden, und dies aus zwei Gründen: Zum einen
widerspreche der Bericht den Einschätzungen namhafter Ärzte und zum anderen
widerspreche er den früheren Einschätzungen des besagten Arztes selber. Die
Entscheide betreffend Arbeitsunfähigkeit und Erreichen des Endzustands dürften nicht
aufgrund des Berichts von Dr. C._ getroffen werden. Aus den Berichten des
Kantonsspitals St. Gallen sowie der Schulthess Klinik gehe deutlich hervor, dass der
Beschwerdeführer aufgrund der Fussverletzung bis heute arbeitsunfähig sei. Ebenso
sei diesen Berichten zu entnehmen, dass der Endzustand nach wie vor nicht erreicht
sei. Sollten diese Berichte dem Gericht nicht als Entscheidgrundlage genügen, werde
diesbezüglich die Befragung der behandelnden Ärzte sowie die Einholung eines
unabhängigen ärztlichen Gutachtens beantragt. Die von der Beschwerdegegnerin
eingeholten Observationsberichte seien nicht aussagekräftig. Sie würden lediglich
aufzeigen, dass sich der Beschwerdeführer nicht immer mit Stöcken fortbewege oder
dass er ab und zu den Roller oder das Auto benütze. Dass ihm dies möglich sei, sei
von ihm nie bestritten worden. Der verletzte Fuss behindere den Beschwerdeführer im
Alltag stark. Er könne sich nur kurzzeitig schmerzfrei bewegen. Bei längeren Strecken
nehme er die Hilfe der Stöcke immer in Anspruch. Er achte grundsätzlich sehr darauf,
nach Möglichkeit keine Lasten zu tragen. Bei kurzen Distanzen und geringen
Gewichten nehme er es ab und zu in Kauf, Lasten zu tragen und anschliessend von
Schmerzen geplagt zu sein. Der Beschwerdeführer würde sich wohl nicht freiwillig
Operationen und Behandlungen unterziehen, wenn er nicht von unerträglichen
Schmerzen geplagt wäre. Der Kausalzusammenhang zwischen den heute noch
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bestehenden Schmerzen und dem Unfallereignis sei gegeben. Diese Ansicht werde
vom Hausarzt des Beschwerdeführers unterstützt (act. G 1.1/Beilage 16). Der
Endzustand werde erst erreicht sein, wenn der Beschwerdeführer wieder voll
arbeitsfähig sein werde. Das heisse, es sei bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit
nach wie vor auf das bisherige Tätigkeitsgebiet abzustellen. Die Berücksichtigung der
Arbeitsfähigkeit in anderen Aufgabenbereichen oder Berufen sei vorliegend
ausgeschlossen (act. G 1). Am 21. November 2008 reichte der Rechtsvertreter ein
Zeugnis des Kantonsspitals St. Gallen vom 17. November 2008 ein (act. G 6).
B.b In der Beschwerdeantwort vom 5. Januar 2009 beantragte die
Beschwerdegegnerin vollumfängliche Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung
verwies sie auf die Darlegungen im angefochtenen Entscheid und führte unter anderem
aus, die Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit durch die in der Beschwerde angeführten
Institutionen bzw. Mediziner sei mangels eindeutigen objektiven Befunden bzw.
unklarer Aetiologie der Beschwerden einzig gestützt auf die subjektiven
Schmerzangaben des Beschwerdeführers erfolgt. Die Glaubwürdigkeit der Angaben
des Beschwerdeführers sei jedoch nach Ansicht der Beschwerdegegnerin aufgrund der
Observationsergebnisse erschüttert worden. Für eine leidensangepasste Tätigkeit habe
gemäss Beurteilung der Schulthess Klinik bereits im Jahr 2006 und in Unkenntnis der
spezialdienstlichen Abklärungen eine volle Arbeitsfähigkeit bestanden. In seinem Alltag
sei der Beschwerdeführer kaum beeinträchtigt. Die von ihm während den
Observationen gezeigten Einschränkungen bezüglich des rechten Fusses würden
gegen eine Beeinträchtigung in der Leistungsfähigkeit für eine leidensangepasste
Tätigkeit sprechen. Dass sich Dr. C._ sehr eingehend und neutral mit dem
Beschwerdebild auseinandergesetzt habe, zeige nicht zuletzt die Anerkennung
gewisser Restbeschwerden bzw. einer Integritätseinbusse. Die Annahme eines
Endzustands per 4. April 2007 habe sich auch vor dem Hintergrund des weiteren
Verlaufs als korrekt erwiesen.
B.c Am 7. Januar 2009 wurde die unentgeltliche Rechtsverbeiständung des
Beschwerdeführers für dieses Verfahren bewilligt.
B.d Mit Replik vom 27. Februar 2009 bestätigte der Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers seinen Standpunkt. Er teilte unter anderem mit, dass der rechte
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Fuss ein weiteres Mal operiert worden sei und reichte weitere medizinische Unterlagen
ein (act. G 17). Mit Eingaben vom 24. März und 1. Mai 2009 legte er weitere
Arztzeugnisse ins Recht (act. G 23, G 27). Am 15. Mai 2009 nahm die
Beschwerdegegnerin zu den neu eingereichten Unterlagen Stellung und reichte einen
Bericht von Dr. C._ vom 29. April 2009 ein (act. G 29). Am 23. Dezember 2009 reichte
der neue Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, Rechtsanwalt Adrian Gmür, Wil,
Berichte des Kantonsspitals St. Gallen vom 26. August und 3. Dezember 2009 (act. G
31.1 und G 31.4) ein. Er wies unter anderem darauf hin, dass der Beschwerdeführer
weiterhin zu 100 % arbeitsunfähig und am 1. September 2009 ein weiterer operativer
Eingriff durchgeführt worden sei (act. G 31). Die Beschwerdegegnerin äusserte sich
hierzu mit Eingabe vom 7. Januar 2010 (act. G 33).

Erwägungen:
1.
Streitig ist, ob die Beschwerdegegnerin bezüglich der Folgen des Ereignisses vom
16. Februar 2005 die Taggeldleistungen zu Recht auf den 1. März 2006 einstellte und
auf den 4. April 2007 (gestützt auf UV-act. ZM39) von einem medizinischen Endzustand
ausging. Nicht angefochten wurde - wie bereits im Einspracheverfahren - die
Festlegung der Integritätsentschädigung; diesbezüglich ist die Verfügung vom 26.
November 2007 in Rechtskraft erwachsen.
2.
2.1 Am 1. April 2005 berichtete Dr. B._, aufgrund des Unfallmechanismus (Ereignis
vom 16. Februar 2005) wäre "im Durchschnitt anderer Patienten" per 14. März 2005
eine volle Arbeitsfähigkeit möglich gewesen. Der Beschwerdeführer hinke aber immer
noch, weshalb er die Arbeitsunfähigkeit habe verlängern müssen. Gleichzeitig erwähnte
der Arzt weichteilrheumatische Beschwerden, aufgrund welcher der Beschwerdeführer
in Behandlung stehe und welche eine längere Unfallverarbeitung verständlich machen
würden. Allerdings sei der Unfall mit Beendigung der Arbeitsunfähigkeit
abgeschlossen. Eine weitere Arbeitsunfähigkeit könnte nicht mehr auf den Unfall
zurückgeführt werden (UV-act. ZM2). Ab 8. April 2005 bescheinigte Dr. B._ keine
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unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit mehr, und ab 15. April 2005 eine solche von 40 %
(UV-act. Z10, Z15, Z23, Z26). Dr. med. D._, Orthopädie am Rosenberg, konnte die
Aetiologie der geklagten Beinbeschwerden aus orthopädischer Sicht nicht erklären
(UV-act. ZM7). Eine MRI-Untersuchung des rechten Sprunggelenks vom 17. Juni 2005
zeigte eine chronische Partialruptur der Peronaeus brevis-Sehne, Zeichen einer
mässiggradigen peronaealen Tendovaginitis mit Verdickung der Sehnenscheiden und
Ergussbildung sowie eine leichte Zerrung des Ligamentum fibulo-talara posterius und
fibulo-calcaneare. Dr. D._ bescheinigte am 23. Juni 2005 eine 40 %ige
Arbeitsunfähigkeit (UV-act. ZM8, ZM9). Am 19. Juli 2005 berichtete Dr. D._ über eine
geplante operative Revision der Peronealsehne (UV-act. ZM10). Dr. C._ bestätigte
am 24. August 2005 gestützt auf eine ambulante Untersuchung des
Beschwerdeführers die Diagnose eines Status nach heftigster OSG-Distorsion rechts
mit Partialruptur von Peronealsehne und Kapselbandapparat, chronische Beschwerden
und Schwellung mit Instabilität sowie die 40 %ige Arbeitsunfähigkeit. Unfallfremde
Faktoren betreffend das rechte Fussgelenk oder die Arbeitsunfähigkeit verneinte der
Arzt. Die natürliche Kausalität zwischen Unfall und Beschwerden erachtete er als
ausgewiesen. Er empfahl eine operative Revision. Bleibende Einschränkungen seien
bei postoperativ komplikationslosem Verlauf keine zu erwarten (UV-act. ZM11). Am 5.
September 2005 erfolgte die operative Revision des rechten OSG (UV-act. ZM13). Die
Arbeitgeberin löste das Arbeitsverhältnis mit dem Beschwerdeführer auf Ende
September 2005 auf (UV-act. Z36). Dr. D._ berichtete am 28. November 2005 über
eine Besserung. Es bestehe jedoch keine Beschwerdefreiheit. Am 15. Februar 2006
bestätigte der Arzt Anlauf- und Belastungsschmerzen (UV-act. ZM14f), wobei er jedoch
seit 12. Januar 2006 von einer vollen Arbeitsfähigkeit ausging (UV-act. Z62). Von Seiten
des Röntgeninstituts G._, waren am 1. Februar 2006 Anhaltspunkte für eine
Algodystrophie im rechten Fuss verneint worden (UV-act. ZM17).
2.2 Eine erneute Beurteilung durch Dr. C._ ergab gemäss Bericht vom 7. Februar
2006, dass eine mehrheitlich sitzende Tätigkeit orthopädischerseits zu ca. 50 %
zumutbar sei, dies in Anlehnung an die Tatsache, dass der Patient auch längere Zeit
Auto fahren könne. Der Unfallkausalzusammenhang sei nach wie vor zu bejahen. Die
bisherigen physiotherapeutischen Behandlungsmassnahmen seien fortzuführen,
allenfalls ergänzt durch Lymphdrainage. Auch gegen eine alternative Therapie wie
Akupunktur sei nichts einzuwenden. Eine endgültige Beurteilung der Belastbarkeit des
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rechten Fussgelenks komme ca. im Herbst 2006 in Frage (UV-act. ZM16). Eine von
Seiten des Kantonsspitals St. Gallen im Juni 2006 empfohlene diagnostisch/
therapeutische Infiltration brachte keine Besserung, weshalb dem Beschwerdeführer im
August 2006 eine erneute operative Revision und Neurolyse empfohlen wurde (UV-act.
ZM21, ZM24-26). Die für eine Zweitmeinung zugezogenen Ärzte der H._ Klinik
erachteten im Bericht vom 5. September 2006 die vom Beschwerdeführer geklagten
Beschwerden zumindest teilweise durch die MR-tomographisch nachgewiesenen
postoperativen Vernarbungen nach Transfixation der Peronaeus brevis und Peronaeus
longus Sehne rechts erklärbar. Aufgrund des erheblichen Leidensdrucks empfahlen sie
zur Verbesserung der Situation eine Narbenlösung und möglicherweise partielle
Trennung der beiden Sehnen. Die im Weiteren empfohlene vorgängige neurologische
Abklärung lieferte keinen relevanten Befund (UV-act. ZM28, ZM29). Ende September
2006 wurden in der H._ Klinik Infiltrationen durchgeführt, welche eine
Beschwerdebesserung brachten. Die Ärzte bescheinigten eine volle Arbeitsunfähigkeit
bis mindestens 31. Dezember 2006 (UV-act. ZM30). Sie wiesen den Beschwerdeführer
im Dezember 2006 darauf hin, dass die Erfolgsaussichten einer erneuten Operation
wegen der stark ausgeprägten Degeneration der Peronealsehnen sehr ungewiss seien
und empfahlen eine Verschiebung derselben (UV-act. ZM34). Dr. C._ kam im Bericht
vom 24. Januar 2007 unter anderem zum Schluss, es fänden sich jetzt eine allgemeine
Symptomausweitung mit vor allem auch lumbalen Beschwerden (vgl. dazu UV-act.
ZM36f), weswegen der Patient während des Herbsts 2006 in chiropraktischer
Behandlung gestanden habe, sowie Beschwerden im Sinne der Überlastung des linken
Beines. Die erhebliche Degeneration der Peronealsehnen mit begleitender Tendinitis
möge die lokalen Beschwerden erklären. Der Patient gehe hinkend und benütze einen
Stock. Die durch die H._ Klinik gemachten Behandlungsvorschläge im Sinne der
lokalen Revision der Peronealsehnen erschienen ihm sinnvoll und zweckmässig.
Klinisch und abklärungsmässig nicht ganz zuzuordnen seien die Einklemmungen. Für
den kommenden Monat sei die Revision in der H._ Klinik vorgesehen. Aufgrund der
Symptomausweitung, aber auch aufgrund der lokalen, gegenüber dem letzten Jahr
eher verstärkten Schmerzäusserung, und auch wegen der bevorstehenden
Fussoperation, werde der Patient postoperativ voraussichtlich für einige Monate nicht
arbeitsfähig sein (UV-act. ZM35, ZM38).
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2.3 Der Beschwerdeführer war über einen Zeitraum von einem Jahr in fünf Phasen
(1. Februar bis 16. März, 10. bis 12. April, 6. und 7. Juli, 6. und 7. November 2006
sowie 20. bis 22. Januar 2007) durch die E._ observiert worden (act. G 10.5). Die
Beschwerdegegnerin legte Dr. C._ das Observierungsergebnis vor. In seiner
Stellungnahme vom 27. März 2007 hielt der Arzt unter anderem fest, er könne dem
Patienten attestieren, dass er ein guter Schauspieler sei und genau wisse, wie man sich
täuschend verhalten müsse. Hier zeige sich einmal mehr die Schwäche der Beurteilung
aus der Momentaufnahme heraus, wo man doch stark auf die subjektiven
Schilderungen des Patienten abstelle. Die Observierungsberichte würden, ausser für
die Momente, wo der Patient untersucht worden sei, zeigen, dass er in seinem Alltag
kaum behindert sei. Er gehe hinkfrei, ohne Stockhilfe, belaste den rechten Fuss voll
und verhalte sich völlig unauffällig. Auto- und Rollerfahren sei problemlos möglich,
auch über längere Strecken. Das Kauern und das starke Abwinkeln und Belasten der
Fussgelenke sei möglich. Wären diese Berichte früher bekannt gewesen, wäre von
weiteren Interventionen abgeraten worden, selbst wenn lokal gewisse
Restbeschwerden vorhanden seien, welche den Patienten im Alltag nicht
beeinträchtigen würden (UV-act. ZM39). In einem weiteren Bericht vom 4. April 2007
hielt Dr. C._ unter anderem fest, für eine teils sitzende, adaptierte Tätigkeit sei der
Patient, unter Berücksichtigung der Videoüberwachungen, ab Februar 2006 100 %
arbeitsfähig gewesen. Von weiteren ärztlichen Behandlungsmassnahmen sei keine
namhafte Besserung mehr zu erwarten. Erstaunlich sei einzig die Tatsache, dass der
Patient sich zu einer Operation entschlossen habe. Daraus sei zu schliessen, dass
gewisse Restbeschwerden vorhanden seien. Diese würden aber vom Patienten stark
überbewertet. Gesamthaft gesehen sei von einem Endzustand auszugehen. Der
Integritätsschaden für die Restbeschwerden betrage ca. 10-15 % (UV-act. ZM39).
2.4 Am 27. Juli 2007 erfolgte im Kantonsspital St. Gallen ein weiterer operativer
Eingriff im Bereich der Peronealsehnen rechts, in dessen Folge bis 31. Oktober 2007
eine Arbeitsunfähigkeit bescheinigt wurde (UV-act. ZM40f, ZM43). Im Nachgang zur
Operation berichtete der Beschwerdeführer über weitgehende Beschwerdefreiheit (UV-
act. ZM44). Der Operateur äusserte sich auf Anfrage des Rechtsvertreters des
Beschwerdeführers (UV-act. ZM44/2) am 20. September 2007 dahingehend, dass
unklar sei, ob die Vernarbungen auf den Betriebsunfall zurückzuführen seien. Es könne
aber auch nicht ausgeschlossen werden. Vernarbungen entstünden nach Operationen
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und Distorsionen. Die Längsrupturen könnten auch nach mehreren Distorsionen
entstanden sein. Im Weiteren könnte die festgestellte Läsion die Schmerzen, die der
Patient vor der Operation verspürt habe, erklären. Es sei für ihn (den Operateur) "nicht
mit 100 % Sicherheit nachzugehen, inwiefern der Patient einige oder mehrere Meter
schmerzfrei" habe gehen können. So wie er berichtet habe, sei ihm das Gehen ohne
Gehstöcke sehr schwer gefallen. Der Patient habe vor der Operation nicht schmerzfrei
gehen, aber schon schmerzfrei sitzen können. Es sei schwierig zu sagen, ob die Natur
(ohne Operation) auch die Schmerzen geheilt hätte (UV-act. ZM44/1; UV-act. Z198). Dr.
med. F._, Allgemeine Medizin FMH, berichtete am 11. Januar 2008 zuhanden des
Rechtsvertreters des Beschwerdeführers, wegen der Fussproblematik sei der
Beschwerdeführer eigentlich nie bei ihm in Behandlung gewesen; er sei immer nur als
Hausarzt im Hintergrund gewesen, sei jedoch über die Problematik zeitweise orientiert
worden. Die Arbeitsunfähigkeit entziehe sich seiner Kenntnis. Die diesbezüglichen
Zeugnisse seien immer von den behandelnden Spezialisten ausgestellt worden.
Aufgrund des Verlaufs könnte es durchaus sein, dass seit der Operation im Jahr 2006
eine Arbeitsunfähigkeit begründet sei, und diese erst jetzt nach operativer Behandlung
der Peronealsehnenscheidenproblematik rückläufig sei. Es sei mit einer 100 %igen
Arbeitsfähigkeit zu rechnen. Aufgrund der in den Berichten des Kantonsspitals und der
H._ Klinik beschriebenen Längsrupturierung der Peronealsehnen mit anschliessender
Vernarbung und Entzündung scheine ihm der Zusammenhang mit einem Unfallereignis
wahrscheinlicher als eine rein krankheitsbedingte Ursache. Entscheidend für den
Beginn sei deshalb der erste Unfall mit Distorsion (UV-act. ZM48). Für das Jahr 2008
wurden von Seiten des Kantonsspitals St. Gallen weitere Arbeitsunfähigkeiten
bescheinigt (UV-act. ZM49; UV-act. Z210 Beilage 2; UV-act. Z218; act. G 6.1). Gemäss
Bericht des Kantonsspitals vom 15. April 2008 klagte der Beschwerdeführer nach wie
vor über spontan auftretende, einschiessende Schmerzen im Bereich des rechten
Rückfusses. Vor ca. zwei Wochen habe er ein erneutes Sturzereignis erlitten. Aktuell
sehe man keinen Anhalt für eine weitere Intervention auf Seiten des Fusses (UV-act.
ZM50). Dr. C._ legte im Bericht vom 7. Juli 2008 dar, die anlässlich der erneuten
Operation vom 27. Juli 2007 gelöste Vernarbung und Sehnenverdickung möge im
Nachhinein die seinerzeit noch festgestellten leichten Verdickungen erklären im Sinne
der geäusserten Restbeschwerden. Dennoch sei der Patient, wie die Videoaufnahmen
zeigen würden, voll gehfähig gewesen und im Alltag nicht beeinträchtigt. Im
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Austrittsbericht des Kantonsspitals vom 2. August 2007 erschienen ihm in der
Anamnese die vom Patienten subjektiv geschilderten Beschwerden wiederum stark
übertrieben angegeben worden zu sein und sie würden nicht mit den Videoaufnahmen
übereinstimmen. Auch hier dürfe angenommen werden, dass die Kollegen im
Kantonsspital durch die schauspielerischen Fähigkeiten des Patienten etwas hinters
Licht geführt worden seien und sich so zur Revision entschieden hätten. Der
anfängliche postoperative Verlauf sei dann eher positiv erschienen. Später berichte der
Patient jedoch wieder über spontan auftretende Schmerzen. Die Situation sei damit
etwa so, wie sie es schon früher gewesen sei. Seines Erachtens sei somit zu Recht im
November 2007 die abschliessende Verfügung mit Integritätsentschädigung von 10 %
erlassen worden (UV-act. ZM51).
3.
3.1 Im Entscheid 8C_807/2008 vom 15. Juni 2009 hielt das Bundesgericht fest, durch
die privatdetektivliche Observation einer versicherten Person sollten Tatsachen, die
sich im öffentlichen Raum verwirklichten und von jedermann wahrgenommen werden
könnten (beispielsweise Gehen, Treppensteigen, Autofahren, Tragen von Lasten oder
Ausüben sportlicher Aktivitäten), systematisch gesammelt und erwahrt werden. Auch
wenn die Observation von einer Behörde angeordnet worden sei, verleihe sie den
beobachtenden Personen nicht das Recht, in die Intimsphäre der versicherten Person
einzugreifen. Anders als bei einer richterlich angeordneten Observation - etwa im
Rahmen des Bundesgesetzes betreffend die Überwachung des Post- und
Fernmeldeverkehrs (BÜPF; SR 780.1) - bleibe zudem der strafrechtliche Schutz der
versicherten Person in dem Sinn bestehen, als die Privatdetektive durch die
behördliche Anordnung nicht berechtigt würden, strafbare Handlungen zu begehen.
Insbesondere habe sich die beauftragte Person an den durch Art. 179 StGB
vorgegebenen Rahmen zu halten. Im Unterschied zu einer verdeckten Ermittlung im
Sinn des Bundesgesetzes über die verdeckte Ermittlung (BVE; SR 312.8) sei es nicht
Sinn und Zweck einer solchen Observation, dass die ermittelnde Person Kontakte zur
überwachten Person knüpfe, um so in ihr Umfeld einzudringen (Erw. 4.3 des erwähnten
Urteils). Auch wenn sich die Observation einer versicherten Person auf den umrissenen
Bereich beschränke, beschlage sowohl deren Anordnung als auch die Verwertung der
Ergebnisse den Schutzbereich des Grundrechts des Schutzes der Privatsphäre (Art. 13
quater
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Abs. 1 BV). Dieser Schutz gelte jedoch nicht absolut; vielmehr könnten die Grundrechte
gemäss Art. 36 BV eingeschränkt werden, wenn eine gesetzliche Grundlage vorliege
(Abs. 1), ein öffentliches Interesse an der Einschränkung bestehe (Abs. 2), die
Einschränkung verhältnismässig sei (Abs. 3) und der Kerngehalt der Grundrechte nicht
angegriffen werde (Abs. 4). - Die Durchführung einer Überwachungsmassnahme setzt
im Weiteren voraus, dass der begründete Verdacht auf eine Unrechtmässigkeit vorliegt.
Der Begriff des Verdachts setzt voraus, dass mit einer bestimmten, auf konkrete
Elemente gestützten Wahrscheinlichkeit angenommen werden kann, es liege eine
entsprechende Unrechtmässigkeit vor. Die verdachtsbegründenden Elemente müssen
einzelfallbezogen und konkret sein (Ueli Kieser, Überwachung - Eine Auslegung von
Art. 44a ATSG [Entwurf], in: hill 2009 Fachartikel Nr. 1, Kap. V, Ziff. 1).
3.2 Die Ermittlungen der E._ ergaben unter anderem, dass der Beschwerdeführer
im Beobachtungszeitraum zwar keiner Arbeit ausserhalb seines Wohnortes nachging,
jedoch auf telefonische Anfrage offenbar angab, Reparaturen von Autoradios zu
erledigen und deren Einbau vorzunehmen (Bericht vom 25. Januar 2007 S. 8; act. G
10.5). Allein daraus lässt sich allerdings keine eigentliche Erwerbstätigkeit ableiten,
zumal über den Umfang der Tätigkeit weder im Bericht noch in den weiteren Akten
nähere Angaben zu finden sind. Ein steuermässig relevantes Einkommen wurde
jedenfalls nicht deklariert (vgl. act. G 4.5).
Nach den Darlegungen im Ermittlungsbericht liessen sich an sämtlichen
Beobachtungstagen keine offensichtlichen Einschränkungen und auch keine
Schonhaltungen des Beschwerdeführers beim Gehen beobachten; eine Gehhilfe
(Stock) verwendete er in aller Regel nicht und er war offenbar auch in der Lage, Pakete
und andere Gegenstände zu tragen. Den Gehstock benutzte er laut Angaben im Bericht
lediglich dann, wenn er bestimmte Adressen (insbesondere Anwälte, Ärzte) aufsuchen
musste. In diesen Situationen habe sich jeweils ein hinkender Gang gezeigt. Auto- und
Rollerfahrten seien auch über längere Strecken problemlos möglich gewesen. Diese
Angaben wurden anhand von Bildaufnahmen umfangreich dokumentiert (act. G 10.5).
Dazu ist festzuhalten, dass die erwähnten Feststellungen für sich allein nicht geeignet
sind, Umstände zureichend zu belegen, aufgrund welcher abschliessende Aussagen
zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers möglich wären. Aus dem Bericht ergibt
sich insbesondere nicht, dass der Beschwerdeführer seine Wohnung während des
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Beobachtungszeitraums verliess, um einen eigentlichen Beruf auszuüben. Auch
wurden im Bericht keine sportlichen Aktivitäten aufgeführt. Die gesundheitliche
Einschränkung im Bereich des rechten Fusses des Beschwerdeführers erscheint zwar
aufgrund der Aufzeichnungen im Ermittlungsbericht in einem (im Vergleich zu den
früher erstellten Berichten) nicht sehr erheblichen Umfang vorzuliegen. Dennoch lässt
sie sich anhand der Aufzeichnungen nicht ohne weiteres gänzlich in Abrede stellen. Im
Weiteren ist in Rechnung zu stellen, dass die Leistungsfähigkeit und Gehfähigkeit nicht
an allen Tagen gleichbleibend gewesen sein dürfte. Naturgemäss lassen sich sodann
durch Beobachtungen weder Schmerzen bei der beobachteten Leistung noch die
möglicherweise danach eingetretenen Schmerzfolgen wahrnehmen und damit auch
nicht quantifizieren. Immerhin darf jedoch als erstellt gelten, dass der Umfang der
tatsächlichen Einschränkung den Angaben des Beschwerdeführers gegenüber den
Ärzten - insbesondere auch gegenüber Dr. C._ - nicht entsprochen hat.
Im Rahmen ihrer Pflicht zur Abklärung des Sachverhalts (Art. 43 ATSG) war die
Beschwerdegegnerin befugt, Personendaten, wie sie im Bericht der E._ enthalten
sind, zu bearbeiten oder von einer medizinischen Gutachterstelle bearbeiten zu lassen,
soweit dies für die Beurteilung von Leistungsansprüchen erforderlich war (Art. 96 lit. b
UVG). Eine Beschränkung auf bestimmte Beweismittel bestand dabei nicht (vgl. BGE
129 V 323 Erw.
3.3.3; BGE 132 V 241). Von einer Unbeachtlichkeit des Berichts von Dr. C._ wegen
Einbezugs des Überwachungsberichts in die Würdigung kann bei diesem Sachverhalt
nicht ausgegangen werden. Vielmehr erscheint nachvollziehbar, dass Dr. C._ seine
ursprüngliche Einschätzung angesichts der bekannt gewordenen Tatsachen in
Wiedererwägung zog. Hieraus kann angesichts der nicht unerheblichen
Sachverhaltsfeststellungen im Überwachungsbericht nicht der Schluss gezogen
werden, Dr. C._ habe das Beschwerdebild zuerst nicht genügend sorgfältig abgeklärt
(vgl. G 1 S. 6). Wenn die für eine medizinische Beurteilung doch entscheidenden
anamnestischen Darlegungen und Beschwerdeangaben der versicherten Person nicht
(durchwegs) zutreffen, kann auch ein Spezialarzt bei der Würdigung von klinischen
Untersuchungsbefunden auf die "falsche Fährte" geführt werden, ohne dass deswegen
sein Fachwissen anzuzweifeln wäre. Auch wenn der Überwachungsbericht wie erwähnt
für sich allein für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nicht beweiskräftig ist, lassen sich
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ihm im Sinn von Indizien doch recht entscheidende Aussagen bezüglich der
Auswirkungen der geltend gemachten Fussbeschwerden im Alltag des
Beschwerdeführers entnehmen. Von einem begründeten Anfangsverdacht ist mit Blick
auf den Verlauf und das Verhalten des Beschwerdeführers nach dem Unfall ebenfalls
auszugehen (vgl. UV-act. Z18, Z25, Z54).
4.
4.1 Abzuklären ist vorweg, ob die Beschwerdegegnerin Behandlungskosten für die
Zeit nach dem 4. April 2007, insbesondere den operativen Eingriff vom 27. Juli 2007, zu
übernehmen hat. Sie legte im angefochtenen Entscheid (Erw. 4a) die rechtlichen
Voraussetzungen des Anspruchs auf Heilungskosten zutreffend dar; darauf ist zu
verweisen. Der Beschwerdeführer war schon vor dem streitigen Unfall wegen
Beinschmerzen rechts unklarer Genese behandelt worden. Dr. B._ sprach
diesbezüglich von einer Art Weichteilrheumatismus und äusserte im Bericht vom 6. Mai
2005 den Eindruck einer Schmerzverarbeitungsstörung bei relativ geringfügigen
Unfallbefunden (vgl. UV-act. ZM4). Bereits im Bericht der I._ Klinik vom 24.
September 2003 - eineinhalb Jahre vor dem streitigen Unfall - waren seit etwa Mai
2002 bestehende muskuloskelettale Schmerzen im rechten Bein festgehalten worden
(UV-act. ZM3). Im Bericht vom 4. April 2007 hielt Dr. C._ unter anderem fest, das
Unfallereignis habe zu einer lokalen Schädigung im Sinne der Zerrung des
Kapselbandapparates und Teilruptur der Peronaeus brevis Sehne geführt. Die
diesbezüglichen Behandlungsmassnahmen hätten als abgeschlossen zu gelten. Es
würden gewisse lokale Restbeschwerden verbleiben, die sich aber durchaus mit dem
Alltagsleben vertragen und dieses nur wenig, wenn überhaupt, beeinträchtigen würden.
Von weiteren Behandlungsmassnahmen sei keine namhafte Besserung zu erwarten,
vor allem nicht durch erneute Operationen; dies umso mehr, als aufgrund der
Abklärungen in der H._ Klinik den vom Patienten geäusserten Beschwerden keine
klare Grundlage habe zugewiesen werden können (UV-act. ZM39). Aus den
Äusserungen des operierenden Arztes im Nachgang zum Eingriff vom 27. Juli 2007
lässt sich keine überwiegend wahrscheinliche Unfallkausalität der Vernarbungen im
rechten Fuss, sondern allenfalls ein möglicher (nicht auszuschliessender)
Zusammenhang ableiten (vgl. UV-act. ZM44/1, Z198/12). Nachdem der
Beschwerdeführer nach der Operation über weitgehende Beschwerdefreiheit berichtet
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hatte (UV-act. ZM44), klagte er gemäss Bericht des Kantonsspitals vom 15. April 2008
nach wie vor über spontan auftretende, einschiessende Schmerzen im Bereich des
rechten Rückfusses. Aktuell sehe man keinen Anhalt für eine weitere Intervention von
Seiten des Fusses (UV-act. ZM50). Dr. C._ kam diesbezüglich im Bericht vom 7. Juli
2008 zum Schluss, die Situation sei damit etwa so, wie sie es schon früher gewesen
sei, und es werde auf die postganglionäre Schädigung des N. suralis bei Verdacht auf
Radikulopathie S1 hingewiesen. Dieser Befund sei ebenfalls seit September 2006
neurologisch dokumentiert (UV-act. ZM51).
4.2 Es genügt nicht, dass eine Therapie lediglich eine unbedeutende Besserung
erhoffen lässt oder dass für eine namhafte Besserung nur eine weit entfernte
Möglichkeit besteht (A. Maurer, Unfallversicherungsrecht, 2. A., Bern 1989, 274). Von
einer namhaften Besserung des Gesundheitszustandes, wie sie der Anspruch auf
Heilbehandlung voraussetzt, kann auch dann nicht gesprochen werden, wenn eine
therapeutische Massnahme mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nur die sich aus
einem stationären Gesundheitsschaden ergebenden Beschwerden für eine begrenzte
Zeit zu lindern vermag (RKUV 2005, 388). Für die Bejahung eines medizinischen
Endzustandes wird keine vollständige Schmerzfreiheit vorausgesetzt (vgl. Rumo-
Jungo, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 3. A., S. 145). Aufgrund der
vorstehend dargelegten Aktenlage kann nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes durch die Operation vom 27. Juli
2007 als belegt gelten. Im Vorfeld dieser Operation wurde eine solche auch nicht in
Aussicht gestellt. Der Beschwerdeführer wurde vielmehr ausdrücklich darauf
hingewiesen, dass keine gänzliche Schmerzlösung prognostiziert werden könne (UV-
act. ZM41/1). Nach der Operation stellte sich denn auch nach den Akten in etwa
diejenige gesundheitliche Situation wieder ein, wie sie bereits vor der Operation
gegeben war. Die Einschätzung von Dr. C._ vom 4. April 2007 stellte sich somit im
Nachhinein als zutreffend heraus.
4.3 Zu prüfen sind die tatsächlichen Verhältnisse bis zum Zeitpunkt des
angefochtenen Entscheids (24. September 2008). Es erscheint jedoch angesichts der
zu prüfenden Frage des Erreichens des medizinischen Endzustandes gerechtfertigt,
auch die nach diesem Zeitpunkt eingetretenen Umstände in die Gesamtwürdigung
einzubeziehen. Im Bericht des Kantonsspitals vom 19. November 2008 wurde unter
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anderem festgehalten, eine Fussdruckmessung habe eine deutliche Überlastung des
lateralen Fussrandes bei Insuffizienz der Peronealsehnengruppe gezeigt. Im Weiteren
wurde vermerkt, inwieweit eine erneute Nervenrevision mittel- bis langfristig eine
Beschwerdefreiheit bringen würde, sei nur unzureichend feststellbar (act. G 17.1/1).
Eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes konnte somit auch vor der
Durchführung des neuerlichen Eingriffs von den Ärzten des Kantonsspitals nicht
bescheinigt werden; die blosse (mehr oder weniger weit entfernte) Möglichkeit einer
Besserung genügt wie dargelegt für die Annahme des Nichtvorliegens eines
Endzustandes nicht. Im Nachgang zur schliesslich durchgeführten Operation vom 6.
Februar 2009 (act. G 17.1/2) berichtete der Operateur des Kantonsspitals am 11.
Februar 2009 unter anderem, die reduzierte Eversion mit Peronealsehneninsuffizienz
sei im Rahmen des stattgehabten Traumas mit Ruptur der Peroneus brevis-Sehne und
Transfixation der Peroneus longus und Peroneus brevis-Sehne ursächlich (act. G
17.1/4). Die Anerkennung der Unfallkausalität von Beschwerden vermag jedoch für die
Beantwortung der Frage des Erreichens des medizinischen Endzustandes nichts
beizutragen bzw. ist von dieser zu unterscheiden. Die Unfallkausalität der
Restbeschwerden im rechten Fuss des Beschwerdeführers wurde denn auch von Dr.
C._ bereits im Bericht vom 4. April 2007 ausdrücklich anerkannt und mit einer
Integritätseinbusse von 10-15 % auch beziffert (UV-act. ZM39). In seiner
Stellungnahme vom 29. April 2009 hielt Dr. C._ sodann nach ausführlicher Darlegung
der Vorgeschichte seit dem streitigen Unfall fest, der erneute operative Eingriff vom 6.
Februar 2009 zeige im Rückblick, dass der Eingriff zwei Jahre zuvor (27. Juli 2007), wie
damals "vorausgesagt", nichts gebracht habe und auch jetzt im Februar (2009)
wahrscheinlich auf längere Sicht gesehen nichts bringen werde. Betreffs des N. suralis
dürfe aufgrund der früher unauffälligen neurologischen Untersuchung, wo damals kein
unmittelbarer Unfallschaden festgestellt worden sei, angenommen werden, dass dies
ein späterfolgender iatrogener Schaden gewesen sei, wohl als Folge des Eingriffs vom
27. Juli 2007. Die Schmerzen seien nach nochmaliger Durchsicht des Dossiers nicht
nur fussgelenkstraumatisch bezogen zu betrachten; diese seien auch stark
ischialgieform und sogar mit einer Fussheberparese überlagert gewesen. Leider sei die
Medizin oft nur noch auf ein Organ fokussiert und man vergesse darob, dass nebst
dem Fussgelenk und oberhalb desselben noch ein Patient in seiner Ganzheit lebe.
Auch bei Folgen von Diskushernien und Ischias sehe man häufig die isolierte
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Peronealinsuffizienz. Gesamthaft dürfe gesagt werden, dass durch die Operationen
vom 7. Juli 2007 und 6. Februar 2009 keine Verbesserung eingetreten bzw. zu erwarten
gewesen sei. Man habe hier die Schmerz- und Symptomausweitung, welche schon seit
2003 (und damit vor dem streitigen Unfall) bekannt gewesen sei, nicht entsprechend
berücksichtigt. Dies würden auch die damals gemachten Videobeobachtungen zeigen,
welche in krassem Gegensatz zu den Schmerzäusserungen und dem Hinken des
Patienten stehen würden (act. G 29). - Der Beschwerdeführer berichtete in der Eingabe
vom 27. Februar 2009 über einen erfolgreichen Eingriff (vom 6. Februar 2009). Gemäss
den von ihm eingereichten Arztzeugnissen war er jedoch noch am 31. Mai 2009 -
knapp vier Monate nach dem Eingriff - nach wie vor vollumfänglich arbeitsunfähig (act.
G 23, G 27). Nachdem selbst aufgrund der Darlegungen in den erwähnten Berichten
des Kantonsspitals St. Gallen eine namhafte Besserung der Fussbeschwerden durch
die operativen Eingriffe nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erwartet werden
konnte, vermöchten weitere diesbezügliche Abklärungen - im Nachhinein -
überwiegend wahrscheinlich keine neuen bzw. besseren Erkenntnisse zu Tage zu
fördern.
4.4 Im nachträglich eingereichten Bericht des Kantonsspitals St. Gallen vom 26.
August 2009 wurden (als aktueller Status) erneut belastungsabhängige dumpfe,
teilweise stechende Schmerzen auf Höhe des Aussenvorderfusses festgehalten.
Aufgrund der Beschwerdesymptomatik sei am 3. August 2009 eine notfallmässige
Behandlung durchgeführt worden. Dennoch vermeldete der Berichterstatter, man
könne davon ausgehen, dass die Operation vom Februar 2009 ein Erfolg gewesen sei,
denn die elektrisierend einschiessenden Schmerzen hätten sich nicht mehr eingestellt.
Man könne nicht allen Äusserungen des Kollegen Dr. C._ zustimmen. Mit der
Operation vom Februar 2009 habe eine massive Adhäsion durch Narben gelöst werden
können. Ebenso seien die Impingement-Symptomatiken der Peronealsehnengruppe
nicht mehr vorhanden. Mit dem Beschwerdeführer sei eine erneute Infiltration
vereinbart worden (act. G 31.1). Letztere wurde am 1. September 2009 durchgeführt
(act. G 31.2). Im Bericht des Kantonsspitals vom 3. Dezember 2009 wurde hierauf
vermerkt, dass einerseits die Schmerzen "doch leicht regredient" seien seit der
Infiltration. Anderseits bestehe die massive Mehranreicherung im TMT-Gelenk IV und V.
Die Arthrose im TMT IV und V sei Unfallfolge (act. G 31.4). Zum letztgenannten Punkt
ist erneut grundsätzlich festzuhalten, dass die Unfallkausalität der Fussbeschwerden
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als solche unbestritten ist. In der Eingabe vom 23. Dezember 2009 liess der
Beschwerdeführer sodann darauf hinweisen, dass er nach wie vor vollumfänglich
arbeitsunfähig sei und weitere operative Massnahmen vorgesehen seien (act. G 31).
Auch die nachgereichten Akten lassen nicht den Schluss zu, dass durch die
durchgeführten operativen Massnahmen überwiegend wahrscheinlich eine namhafte
Verbesserung eingetreten war bzw. in Aussicht stand. Eine Schmerzlinderung für
begrenzte Zeit genügt hierzu wie erwähnt nicht. Bei dieser Sachlage verneinte die
Beschwerdegegnerin - jedenfalls bezogen auf den streitigen Zeitraum bis
24. September 2008 - zu Recht die Behandlungskostenübernahme ab dem 4. April
2007. Soweit sich aufgrund des Berichts vom 3. Dezember 2009 tatsächlich neue bzw.
veränderte Befunde (Mehranreicherung bzw. Arthrose) mit der zur Diskussion
stehenden Notwendigkeit einer Arthrodese ergeben haben sollten, könnte dies nicht
Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bilden und wäre gegebenenfalls als Rückfall/
Spätfolge der Beschwerdegegnerin anzumelden.
5.
5.1 Ist der Versicherte infolge eines Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat
er Anspruch auf ein Taggeld (Art. 16 Abs. 1 UVG). Der Anspruch entsteht am dritten
Tag nach dem Unfalltag. Er erlischt unter anderem mit der Wiedererlangung der vollen
Arbeitsfähigkeit (Art. 16 Abs. 2 UVG). Arbeitsunfähigkeit nach Art. 6 Satz 1 ATSG in
Verbindung mit Art. 16 Abs. 1 UVG ist die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen
oder geistigen Gesundheit bedingte Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder
Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Die Arbeitsfähigkeit einer versicherten
Person ist gegebenenfalls nach der Tätigkeit zu beurteilen, die sie - unter
Berücksichtigung des gesamten Arbeitsmarktes und gegebenenfalls einer
Anpassungszeit - bei gutem Willen ausüben könnte (BGE 115 V 133 Erw. 2 mit
Hinweisen; RKUV 1987, 393 Erw. 2b). Nach Art. 6 Satz 2 ATSG in Verbindung mit Art.
16 Abs. 1 UVG wird denn auch bei langer Dauer der Arbeitsunfähigkeit die zumutbare
Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich (als dem bisherigen)
berücksichtigt. Dabei ist das Versicherungsgericht zwar an die ärztliche Beurteilung der
Arbeitsunfähigkeit nicht gebunden; es soll aber nicht ohne hinreichenden Grund davon
abweichen (A. Rumo-Jungo, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum
Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 3. Auflage, S.
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114). Ist die versicherte Person, welche Taggeldleistungen der Unfallversicherung
bezieht, arbeitslos, so erbringt die Unfallversicherung gemäss Art. 25 Abs. 3 UVV die
ganze Leistung, wenn die Arbeitsunfähigkeit mehr als 50 Prozent beträgt, und die halbe
Leistung, wenn die Arbeitsunfähigkeit mehr als 25, aber höchstens 50 Prozent beträgt.
Bei einer Arbeitsunfähigkeit von 25 und weniger Prozent besteht kein
Taggeldanspruch. Bei dieser Norm handelt es sich rechtsprechungsgemäss um eine
Koordinationsbestimmung zwischen der Unfall- und der Arbeitslosenversicherung.
Deren Anwendung setzt das Zusammentreffen von Taggeldern der Unfallversicherung
mit solchen der Arbeitslosenversicherung voraus. Diese Regelung greift daher nur dann
Platz, wenn die versicherte Person bei der Arbeitslosenversicherung angemeldet ist
(Urteil des Bundesgerichts vom 20. August 2008 i/S R. [8C_173/2008], Erw. 2.2 mit
Hinweis auf Stephan Kübler, Erfahrungsbericht aus der Unfallversicherung, in: René
Schaffhauser/Ueli Kieser [Hrsg.], Sozialversicherungsrechtliche Leistungskoordination,
St. Gallen 2006, S. 107 ff., S. 140 mit Hinweis auf das Urteil des EVG [seit 1. Januar
2007: Sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts] vom 2. April 2001 [U 348/00],
Erw. 3).
5.2 Dr. B._ erachtete die Unfallbedingtheit der nach dem streitigen Ereignis
attestierten Arbeitsunfähigkeit bereits im April 2005 als in Frage gestellt (UV-act. ZM2),
bescheinigte jedoch später wiederum eine 40 %ige Arbeitsunfähigkeit (UV-act. Z15).
Nachdem Dr. C._ noch am 7. Februar 2006 eine (unfallbedingte) Arbeitsunfähigkeit
von 50 % für eine mehrheitlich sitzende Tätigkeit bescheinigt hatte (UV-act. ZM16), für
Dr. D._ jedoch im Bericht vom 20. April 2006 die Aetiologie der vom Patienten
beklagten massiven, jetzt zunehmenden Beschwerden bei fehlenden objektivierbaren
Befunden schwierig zuzuordnen war (UV-act. ZM19) und auch eine weitere MRI-
Untersuchung die Beschwerden nicht zu erklären vermochte (vgl. UV-act. ZM20 S. 2),
wurde im Bericht der H._ Klinik vom 12. Dezember 2006 zuhanden der IV-Stelle
bestätigt, dass in praktisch vollständig sitzender Tätigkeit eine 100 %ige
Arbeitsfähigkeit (ganztags mit voller Leistung) möglich sei. Es sei darauf zu achten,
dass der Beschwerdeführer möglichst wenig gehen, keine Treppen steigen und keine
Lasten heben müsse (act. G 10.1). Die letztgenannte Einschätzung erscheint insofern
plausibel, als die Schmerzen im rechten Fuss nur bei Belastung auftreten bzw.
belastungsabhängig sind. Die von Dr. C._ noch im Januar 2007 bescheinigte
Arbeitsunfähigkeit bezog sich demgegenüber - wie die von Seiten des Kantonsspitals
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St. Gallen für die Jahre 2008 und 2009 bescheinigten Arbeitsunfähigkeiten (UV-act.
ZM49; UV-act. Z210 Beilage 2; UV-act. Z218; act. G6.1, G17.1, G23, G27) - auf eine
nicht näher bezeichnete, möglicherweise auf die bisherige Tätigkeit. Soweit sich diese
Arbeitsunfähigkeiten auf eine dem Gesundheitsschaden am rechten Fuss adaptierte
(sitzende) Arbeit bezogen haben sollten, wären sie - rein bezogen auf den streitigen
Unfallschaden - nicht nachvollziehbar, da nicht einzusehen ist, aus welchem
(unfallbedingten) Grund der Beschwerdeführer eine mehrheitlich sitzende Tätigkeit
nicht hätte ausüben können. Dies umso weniger, als die Fussbeschwerden
unbestrittenermassen lediglich bei Belastung bzw. bei längeren Gehstrecken auftraten.
Nichts anderes bzw. keine überwiegend wahrscheinlich unfallbedingte
Arbeitsunfähigkeit lässt sich auch aus der Feststellung des Hausarztes Dr. F._ vom
11. Januar 2008 ableiten, wonach es durchaus sein könne, dass seit der Operation im
Jahr 2006 eine Arbeitsunfähigkeit begründet sei und diese erst jetzt nach operativer
Behandlung der Peronealsehnenscheidenentzündung rückläufig sei (UV-act. ZM48).
Dieser Arzt war denn auch bei der Behandlung des rechten Fusses überhaupt nicht
involviert.
Dr. C._ revidierte seine Arbeitsfähigkeitsschätzung am 27. März 2007 insbesondere
mit dem Hinweis auf die ihm nunmehr vorliegenden Ergebnisse der Observierung (vgl.
UV-act. ZM39). Aber selbst wenn die Feststellungen im Überwachungsbericht nicht
zum Beweis herangezogen würden, liesse sich in Anbetracht der geschilderten
medizinischen Aktenlage die vollschichtige Zumutbarkeit einer überwiegend sitzenden
Tätigkeit jedenfalls seit dem Bericht der H._ Klinik vom 12. Dezember 2006 nicht mit
zureichenden Gründen in Abrede stellen. Die Ergebnisse der Überwachung bestätigten
die Schlussfolgerung im vorerwähnten Bericht der H._ Klinik vollumfänglich. Es
erscheint daher gerechtfertigt, ab Berichtsdatum (12. Dezember 2006) von einer
uneingeschränkten Arbeitsunfähigkeit in einer mehrheitlich sitzenden Tätigkeit
auszugehen. Hingegen bilden die Überwachungsergebnisse für sich allein keinen
ausreichenden Anlass, die von Dr. C._ am 4. April 2007 getätigte Neuschätzung der
Arbeitsfähigkeit rückwirkend bereits ab Februar 2006 (vgl. UV-act. ZM39) zur
Anwendung zu bringen.
5.3 Steht fest, dass die versicherte Person unter dem Blickwinkel der
Schadenminderungspflicht einen Berufswechsel vorzunehmen hat, so hat der
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Versicherungsträger sie dazu aufzufordern und ihr zur Anpassung an die veränderten
Verhältnisse sowie zur Stellensuche eine angemessene Übergangsfrist einzuräumen,
während welcher das bisherige Taggeld geschuldet bleibt (Urteil des Bundesgerichts
8C_173/2008, Erw. 2.3 mit Hinweis auf RKUV 2000 Nr. KV 112 S. 122 Erw. 3a [K 14/99]
mit weiteren Hinweisen). Zur Bemessung der Arbeitsfähigkeit bei Zumutbarkeit einer
anderen als der bisherigen Tätigkeit hat bei Erwerbstätigen ein auf die bisherige
Tätigkeit bezogener Funktions- und Einkommensvergleich zu erfolgen. Zu prüfen ist,
wie sich das zumutbarerweise erzielbare Einkommen verhält zu demjenigen in der
bisherigen Tätigkeit; ergibt sich ein - prozentual zu berechnender - Einkommensausfall,
entspricht dieser Prozentsatz dem Grad der Arbeitsunfähigkeit (Ueli Kieser, ATSG-
Kommentar, 2. A., Rz 3 und 14 zu Art. 6 ATSG).
Das Arbeitsverhältnis, welches der Beschwerdeführer bei der A._ auf den 1. Januar
2005 angetreten hatte (UV-act. Z1), wurde auf Ende September 2005 aufgelöst (UV-
act. Z36). In der Folge bezog er Sozialhilfeleistung (vgl. UV-act. Z141, 165;
Aussteuerung bei der ALV: UV-act. Z161 S. 3 oben). Dem Beschwerdeführer wäre wie
ausgeführt jedenfalls ab 12. Dezember 2006 die vollzeitliche Ausübung einer
mehrheitlich sitzenden Tätigkeit gesundheitlich zumutbar gewesen. Die
Beschwerdegegnerin hielt dem Beschwerdeführer allerdings erst am 12. Januar 2007
(UV-act. Z143) und am 26. Januar 2007 (UV-act. Z147) entgegen, dass er in einer
adaptierten Tätigkeit voll arbeitsfähig sei. Der Einkommensvergleich ist in der Weise
vorzunehmen, dass das vom Beschwerdeführer im Unfalljahr (2005) erzielte (auf ein
Jahr umgerechnete) Einkommen bei der A._ von Fr. 57'970.80 (Fr. 4'830.90 x 12; UV-
act. Z1) dem Einkommen gemäss Tabelle der Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes
für Statistik (LSE) 2004 (TA 1, Sektor Dienstleistungen, Anforderungsniveau 4 Männer)
gegenüberzustellen ist, wobei beim LSE-Lohn eine betriebsübliche Wochenarbeitszeit
von 41.6 Stunden und die Nominallohnverhältnisse von 2005 (+ 0.9 % [Männer]) zu
berücksichtigen sind. Dies ergibt ein zumutbarerweise erzielbares Einkommen von
Fr. 57'774.--. Ein Anlass für die Gewährung eines Leidensabzuges - aus rein
unfallbedingten Gründen - ist nicht ersichtlich, zumal der Beschwerdeführer eine
mehrheitlich sitzende Tätigkeit ohne weitere Einschränkungen ausüben könnte. Aus der
Gegenüberstellung der beiden Einkommen resultiert keine Arbeitsunfähigkeit. Es
erscheint den vorliegenden Verhältnissen angemessen, für die Zeit ab 1. April 2007,
d.h. nach Ablauf einer dreimonatigen Übergangs- und Anpassungsfrist im Nachgang
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zum Bericht der H._ Klinik vom 12. Dezember 2006 und den Abmahnungen vom
Januar 2007, von einer uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit auszugehen (vgl. RKUV
2005 Nr. KV 342 S. 358 [K 42/95]).
6.
Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde in dem Sinn teilweise
gutzuheissen, dass für die Taggeldbemessung erst ab 1. April 2007 von einer vollen
Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers auszugehen ist; in diesem Umfang ist der
Einspracheentscheid vom 24. September 2008 aufzuheben. Im Übrigen ist die
Beschwerde abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Im
Umfang des teilweisen Obsiegens (50%) hat der Beschwerdeführer Anspruch auf
Parteientschädigung gegenüber der Beschwerdegegnerin (Art. 61 lit. g ATSG).
Ausgehend von der Pauschalentschädigung bei vollem Obsiegen von praxisgemäss Fr.
4'000.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) hat die Beschwerdegegnerin
den Beschwerdeführer mit Fr. 2'000.-- zu entschädigen. Für die verbleibenden Fr.
2'000.-- hat der Staat aufgrund der bewilligten unentgeltlichen Rechtsverbeiständung
im Umfang von 80% (Art. 31 Abs. 3 AnwG; sGS 963.75), d.h. mit einem Betrag von Fr.
1'600.-- aufzukommen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG