Decision ID: 8c73792f-def0-56d9-b89c-a09686208328
Year: 2014
Language: de
Court: SG_VWEK
Chamber: SG_VWEK_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt:
A.- Die X AG mit Sitz in S. wurde am 8. Juli 1961 ins Handelsregister eingetragen. Das
Aktienkapital in der Höhe von Fr. 70'000.– wird im vollen Umfang von der Z AG,
gehalten. Beide Gesellschaften bezwecken im Wesentlichen den Erwerb, die
Verwaltung und die Veräusserung von Immobilien ausschliesslich in der Schweiz. Die
an der Berner Börse kotierte Z AG ist an weiteren Firmen beteiligt, unter anderem an
der B AG und der C AG (bis 22. Juli 2011: C Management AG). Im Jahre 2009 belastete
die C Management AG 50 Prozent ihrer Kosten den übrigen Konzerngesellschaften,
davon Fr. 48'186.79 der X AG. Letztere gewährte verschiedenen Gruppenunternehmen
Kredite; unter anderem auch der Z AG. Diese Darlehensschuld wurde in den Jahren
2009, 2010 und 2011 mit Fr. 3'097'107.05, Fr. 3'424'137.30 bzw. Fr. 3'664'892.15 in
den Büchern der X AG geführt.
Auf Anfrage der Veranlagungsbehörde äusserte sich die X AG zu den ihr von der
C Management AG belasteten Kosten in der Höhe von Fr. 48'186.79 und dem Darlehen
an die Z AG. Sie führte aus, für das Darlehen seien der Muttergesellschaft in
Übereinstimmung mit den einschlägigen Rundschreiben der Eidgenössischen
Steuerverwaltung die effektiven Hypothekarzinse zuzüglich eines Zuschlages von 0.5
% verrechnet worden. Im Jahre 2009 habe die C AG den Aufwand der gesamten
Gruppe getragen. Diese Gesellschaft habe das Personal, die Büros usw. für die
anderen Gruppen-Gesellschaften zur Verfügung gestellt. Die Firmengruppe habe sich
erst im Aufbau befunden, und aufgrund des Börsengangs sei der Verwaltungsaufwand
hoch ausgefallen. Weiterer Aufwand sei durch einen Rechtsstreit im Zusammenhang
mit der Beteiligung an einer weiteren Tochtergesellschaft (G AG) entstanden. Aufgrund
dieser Umstände sei entschieden worden, den übrigen Gesellschaften lediglich
50 Prozent des Gesamtaufwandes der C AG zu belasten. Die andere Hälfte der Kosten
sei im Verhältnis des Umsatzes auf die weiteren Gruppengesellschaften verteilt
worden. Die Kosten des Rechtsstreites seien folglich von der C AG getragen worden.
Zudem habe die Zürcher Steuerbehörde im Rahmen einer Steuerrevision bei der Z AG
die Meinung vertreten, den Tochtergesellschaften seien zu tiefe Kosten verrechnet
worden.
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Mit Schreiben vom 27. Mai 2013 stellte die Veranlagungsbehörde der X AG die
Berechnungen für die Steuerveranlagungen der Rechnungsabschlüsse per 31.
Dezember 2009, 2010 und 2011 zu. Sie führte dazu unter anderem aus, die der Z AG
gewährten Kredite (Darlehen und Kontokorrentkredit) seien teilweise mit Fremdkapital
finanziert (Aufstockung der Hypotheken) und zu tief verzinst worden. In derartigen
Fällen habe die Verzinsung zu Selbstkosten plus eines Zuschlages von 0.5 Prozent zu
erfolgen. Die Differenz zu den tieferen effektiv verbuchten Zinserträgen stelle eine
verdeckte Gewinnausschüttung dar, welche in den Jahren 2009 bis 2011 mit
Fr. 26'324.–, Fr. 12'161.– und Fr. 4'783.– zu berücksichtigen sei. Im Weiteren sei es
grundsätzlich möglich, den gesamten Aufwand einer Gruppe in einer Management-
Gesellschaft zu verbuchen. Die Verrechnung der Management-Fee müsse jedoch
nachvollziehbar sein und direkt mit der Geschäftstätigkeit der betreffenden
Gesellschaft zusammenhängen. Dies sei bei den im Jahre 2009 im Zusammenhang mit
der Börsenregistrierung der Z AG angefallenen und bei der X AG verbuchten Kosten
nicht nachgewiesen. Sie seien deshalb in der Höhe von Fr. 48'187.– aufzurechnen.
Unter Berücksichtigung weiterer Korrekturen wurde die X AG für die Geschäftsjahre
2009, 2010 und 2011 mit steuerbaren Reingewinnen von Fr. 416'100.–, Fr. 410'700.–
und Fr. 366'700.– veranlagt. Die dagegen erhobene Einsprache hiess das Kantonale
Steueramt mit Einspracheentscheid vom 9. Juli 2013 teilweise gut. Es befand, im Jahre
2010 sei eine zusätzliche Zinsabgrenzung in der Höhe von Fr. 10'000.– zu
berücksichtigen und korrigierte den steuerbaren Reingewinn für das Jahr 2010 auf
Fr. 400'700.–. Die veranlagten Gewinne der beiden anderen Jahre blieben unverändert.
B.- Gegen den Einsprache-Entscheid vom 9. Juli 2013 erhob die X AG durch Eingabe
der Z AG vom 8. August 2013 (Poststempel: 9. August 2013) Beschwerde bei der
Verwaltungsrekurskommission. Sie beantragte, auf die Aufrechnung der
Mindestverzinsung für Vorschüsse an Beteiligte (2009 bis 2011) und des als verdeckte
Gewinnausschüttung erfassten Aufwandes (2009) sei zu verzichten.
Mit Stellungnahme vom 16. September 2013 beantragte die Vorinstanz die
kostenfällige Abweisung der Beschwerde. Die Eidgenössische Steuerverwaltung
verzichtete stillschweigend auf eine Vernehmlassung.
Auf die weiteren Ausführungen der Beschwerdebeteiligten wird, soweit wesentlich, in
den nachstehenden Erwägungen eingegangen.
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Erwägungen:
1.- Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die
Verwaltungsrekurskommission ist zum Sachentscheid zuständig. Die Befugnis zur
Rechtsmittelerhebung ist gegeben. Die Beschwerde vom 8. August 2013 ist rechtzeitig
eingereicht worden. Sie erfüllt in formeller und inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen
Anforderungen (Art. 140 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer,
SR 642.11, abgekürzt: DBG; Art. 7 der Verordnung zum Bundesgesetz über die direkte
Bundessteuer, sGS 815.1). Auf die Beschwerde ist einzutreten.
2.- Zu prüfen ist, ob mit der – nach Ansicht der Vorinstanz zu tiefen – Verzinsung des
Darlehens an die Z AG eine Vorteilungszuwendung zu Gunsten der empfangenden
Gesellschaft bzw. eine verdeckte Gewinnausschüttung verbunden ist (hinten E. 2b).
Weiter ist streitig, ob die Vorinstanz den mit Fr. 48'186.79 in der Jahresrechnung 2009
erfassten "Aufwand für Drittleistungen" zu Recht als verdeckte Gewinnausschüttung
dem steuerbaren Reingewinn des Jahres 2009 zurechnete (hinten E. 2c).
a) Gemäss Art. 58 Abs. 1 lit. b al. 5 DBG sind offene und verdeckte
Gewinnausschüttungen und geschäftsmässig nicht begründete Zuwendungen an Dritte
dem steuerbaren Reingewinn zuzurechnen. Besteht die verdeckte
Gewinnausschüttung in einem unverzinslichen oder niedrig verzinslichen Darlehen an
den Aktionär, stellt der Verzicht der Verzinsung bei der Aktiengesellschaft steuerbaren
Ertrag dar. Solche geldwerten Leistungen unterliegen gemäss Art. 4 Abs. 1 lit. b des
Bundesgesetzes über die Verrechnungssteuer (SR 642.21, abgekürzt: VStG) und Art.
20 Abs. 1 der Verordnung über die Verrechnungssteuer (SR 642.211, abgekürzt: VStV)
der Verrechnungssteuer. Für die Bemessung derselben stellt die Eidgenössische
Steuerverwaltung auf die von ihr in jährlich publizierten Rundschreiben festgesetzten
Zinssätze ab (vgl. Eidgenössische Steuerverwaltung, Kreisschreiben Nr. 3, Zinssätze
für die Berechnung geldwerter Leistungen, 27. Januar 2003, und dazugehörende
Rundschreiben vom 3. Februar 2009, 28. Januar 2010 und 3. Februar 2011, unter:
www.estv.admin.ch). In der Veranlagungspraxis wird auf diese Rundschreiben
abgestellt (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Handkommentar zum DBG, 2. Aufl. 2009, N
124 zu Art. 58 DBG).
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Wenn eine Gesellschaft Vorteile an natürliche oder juristische Personen zuwendet, die
dem Beteiligungsinhaber nahe stehen, stellt sich das Problem der sog.
"Dreieckstherorie", die auch bei Vorteilszuwendungen zwischen
Schwestergesellschaften Anwendung findet. Danach wird die geldwerte Leistung
steuerlich einerseits als Ausschüttung an den Aktionär und andererseits als verdeckte
Kapitaleinlage bei der begünstigten Gesellschaft behandelt (Richner/Frei/Kaufmann/
Meuter, a.a.O., N 146 ff. zu Art. 20 DBG). Auf die Aufrechnung beim
Beteiligungsinhaber wird im Sinne der "modifizierten Dreieckstheorie" nur dann
verzichtet, wenn sowohl die Beteiligungsrechte an der leistenden als auch diejenigen
an der begünstigten Gesellschaft Geschäftsvermögen beim Inhaber der
Beteiligungsrechte bilden, die geldwerte Leistung keinen Abschreibungsbedarf
verursacht und auch tatsächlich keine Abschreibung der Beteiligung an der leistenden
Gesellschaft vorgenommen worden ist. Zudem dürfen die Beteiligungsrechte an der
begünstigten Gesellschaft während fünf Jahren nicht veräussert werden, und die
Transaktion muss vorgängig von der Steuerbehörde bewilligt werden (Richner/Frei/
Kaufmann/ Meuter, a.a.O., N 142 zu Art. 58 DBG).
b) Die Vorinstanz erwog im Einsprache-Entscheid, die Eidgenössische
Steuerverwaltung habe die Zinssätze für die Berechnung von geldwerten Leistungen in
dem Kreisschreiben Nr. 3 vom 27. Januar 2003 geregelt und den Mindestzinssatz für
das Kalenderjahr 2009 auf 2.5 % und für die beiden Folgejahre auf 2.25 % festgelegt.
Das Darlehen an die Z AG sei deutlich unter diesen Mindestsätzen vergeben worden.
Eine Gruppenbetrachtung, bei der die höher verzinsten Darlehen an die anderen
Gruppen-Gesellschaften berücksichtigt würden – wie von der Beschwerdeführerin
verlangt –, sei im schweizerischen Steuerrecht nicht vorgesehen. Es liege eine
Aktionärsbegünstigung vor, so dass die entsprechende Leistung eine verdeckte
Gewinnausschüttung nach Art. 58 Abs. 1 lit. b al. 5 DBG darstelle. Deshalb seien in den
Steuerperioden 2009 bis 2011 Fr. 26'324.–, Fr. 12'161.– und Fr. 4'783.– als verdeckte
Gewinnausschüttungen aufzurechnen.
Die Beschwerdeführerin führt zur betriebswirtschaftlichen Sicht aus, sowohl sie als
auch die Z AG hielten Immobilien, die von derselben Bank finanziert worden seien. Sie
habe die Hypotheken auf den von ihr gehaltenen Immobilien erhöht. Dies habe es
ermöglicht, der Z AG ein Darlehen für den Kauf einer grösseren Liegenschaft zur
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Verfügung zu stellen. Aufgrund des grösseren Gesamtvolumens hätten beide
Unternehmen von besseren Finanzierungskonditionen profitiert. Sie habe folglich auch
Profit daraus gezogen. Das Darlehen an die Z AG habe aus einem fremdfinanzierten
und einem aus eigenen Mitteln der X AG finanzierten Teil bestanden. Während die
Zinsen des fremdfinanzierten Teils zu Selbstkosten zuzüglich eines Zuschlags von 0.5
% berechnet worden seien, habe sie die Zinsen für den aus eigenen Mitteln
finanzierten Teil mit pauschal 3.5 % kalkuliert. Eine Gruppenbetrachtung sei nicht
vorgenommen worden. In der Summe ergebe sich ein Mischsatz, der über der von der
Beschwerdebeteiligten geforderten Mindestverzinsung liege.
Fest steht, dass die Z AG sämtliche Aktien der Beschwerdeführerin hält. Deshalb prüfte
die Vorinstanz zu Recht, ob mit den Darlehen der Beschwerdeführerin an die
Anteilseignerin Vorteilszuwendungen im Sinne der Dreieckstheorie verbunden waren.
Das Kreditverhältnis stellte sich in den Jahren 2009, 2010 und 2011 wie folgt dar:
Spalte 1Spalte 2 Spalte 3 Spalte 4 Spalte 5 Spalte 6
Darlehen Verzinsung
Jahr 1. Januar 31. Dezember Durchschnitt Jahreszins Ø-Verzinsung
2009 Fr. 2'744'281.10Fr. 3'097'107.05Fr. 3'097.107.05Fr. 48'966.881.58%
2010 Fr. 3'097'107.05Fr. 3'424'137.30Fr. 3'424'137.30Fr. 61'240.151.79%
2011 Fr. 3'424'137.30Fr. 3'664'892.15Fr. 3'664'892.15Fr. 73'891.852.02%
Die Durchschnittsverzinsung lag demnach in allen drei Jahren unter den in den
Rundschreiben "Berechnung der geldwerten Leistungen" der Eidgenössischen
Steuerverwaltung vorgeschriebenen Mindestzinssätzen. Diese sahen für Vorschüsse an
Beteiligte im Jahre 2009 2.5 % und in den Jahren 2010 und 2011 2.25 % vor, und zwar
unabhängig davon, ob die Vorschüsse (teilweise) durch Fremdkapital finanziert wurden
oder nicht. Weder die Rundschreiben noch das ihr zugrunde liegende Kreisschreiben
der Eidgenössischen Steuerverwaltung haben jedoch Gesetzescharakter. Sie dienen
vielmehr den kantonalen Steuerverwaltungen für die Einschätzung der direkten
Bundessteuer. Es wäre deshalb zu prüfen, ob die von der Eidgenössischen
Steuerverwaltung publizierten – und vom Bundesgericht grundsätzlich anerkannten
(vgl. StR 2005 S. 963) – Zinssätze für langfristige Darlehen absolut gelten oder ein
Drittvergleich des Steuerpflichtigen zuzulassen wäre (vgl. StR 2008 S. 266 ff.). Dies
kann jedoch offen bleiben, da die Beschwerdeführerin keinen solchen anstellt. Sie
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bringt lediglich vor, der Zins auf dem Darlehen entspreche "ca. 3.5 % auf
Darlehenspositionen" (act. 2/9) bzw. die Zinsen für den Teil (des Darlehens), der aus
eigenen Mitteln finanziert worden sei, sei pauschal mit 3.5 % kalkuliert worden (act. 1
S. 2). Diese Berechnung, die nach Angaben der Beschwerdeführerin zu einem über den
vorgegebenen Mindestzinssätzen liegenden Mischsatz von 3.5 % geführt haben soll,
ist indes nicht nachvollziehbar. Die effektiv verbuchten Zinserträge fielen – wie vorne
dargestellt – deutlich tiefer aus. Insbesondere wird auch nicht aufgezeigt, wie hoch der
Anteil der eingesetzten eigenen Mittel effektiv war. Zudem ist es fraglich, ob in den drei
Jahren überhaupt genügend eigene Mittel vorhanden waren, um das Darlehen zu
finanzieren. Aus den Abschlussunterlagen geht hervor, dass die Beschwerdeführerin in
den fraglichen Jahren in hohem Masse fremdfinanziert war. Zudem führte sie im
Schreiben an die Vorinstanz vom 24. Mai 2013 aus, bei dem Grossteil der
gegenseitigen Darlehen handle es sich um Hypotheken, die von ihr aufgenommen
worden und zur Finanzierung einer Liegenschaft in der Z AG verwendet worden seien.
Es handle sich also um aus Fremdkapital finanzierte Darlehen. Dabei seien jeweils die
effektiven Hypothekarzinsen zuzüglich eines Zuschlages von 0.5 % (gemäss
Rundschreiben) weiterbelastet worden (act. 2/6). Dies entspricht im Übrigen der
Finanzierungsvereinbarung, die die Beschwerdeführerin mit der Z AG abschloss (act. 6-
V/02). Damit wurde jedoch die vorgeschriebene Mindestverzinsung nicht erreicht. Die
Vorinstanz stellte deshalb eigene Berechnungen an und legte dazu eine
Zusammenstellung ins Recht, auf der die Zinsberechnungen für die Jahre 2009 bis
2011 in nachvollziehbarer Weise dargestellt sind (act. 6-IV/01). Daraus geht hervor,
dass sich die Zinsbetreffnisse unter Anwendung der in den Rundschreiben
aufgeführten Mindestzinssätze in den Jahren 2009, 2010 und 2011 auf Fr. 75'290.92,
Fr. 73'401.04 und Fr. 78'674.62 beliefen. Die Aufrechnungen von Fr. 26'324.– (Jahr
2009), Fr. 12'161.– (Jahr 2010) und Fr. 4'783.– Jahr 2011) erfolgten deshalb zu Recht.
c) aa) In der Jahresrechnung 2009 der Beschwerdeführerin wurden unter dem Konto
"Aufwand für Drittleistungen" (Kto.-Nr. 4400) Fr. 48'186.79 ausgewiesen (act. 6-I/03).
Die Vorinstanz befand, diesem Betrag habe keine angemessene Leistung der C AG
entgegengestanden. Sie erwog, die Beschwerdeführerin sei nicht an der Berner Börse
(Berne eXchange) registriert worden und habe deshalb auch keine entsprechenden
Registrierungskosten (Shareholder-Costs) zu tragen gehabt. Ebenso verhalte es sich
mit den Kosten, die im Zusammenhang mit der Beteiligung der Z Immobilien AG an der
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Generalbau L AG angefallen seien. Es sei nicht erkennbar, inwiefern die
Beschwerdeführerin in dieses Verfahren involviert gewesen sei. Die Ausführungen des
kantonalen Steueramts Zürich bezüglich nicht weiterverrechneter Kosten entsprächen
nicht den Tatsachen. Nach den ihr vorliegenden Unterlagen sei der Beschwerdeführerin
im Geschäftsjahr 2009 von der Z AG ein "Kostenanteil Revision" in der Höhe von
Fr. 10'000.– belastet worden. Sie habe zudem festgestellt, dass die
Beschwerdeführerin in den zu beurteilenden Steuerperioden (2009 bis 2011) –
abgesehen von den konzerninternen Darlehen – keine weitere Geschäftstätigkeit
entfaltet habe. Die vier in ihren Büchern gehaltenen Liegenschaften seien durch Dritte
verwaltet worden. Die Beschwerdeführerin sei deshalb aufgefordert worden, die
Leistungen der C AG genauer zu umschreiben. Dies habe sie nicht getan. Der nicht
nachgewiesene Aufwand in der Höhe von Fr. 48'186.79 sei deshalb als verdeckte
Gewinnausschüttung aufzurechnen.
bb) Die Beschwerdeführerin hält dem in Ergänzung ihres Schreibens vom 24. Mai 2013
entgegen, dass nur die Aktien und Partizipationsscheine der Z AG an der Berner Börse
gehandelt würden, sei logisch, da sie eine 100 %-ige Tochter dieser Gesellschaft sei.
Gleichwohl flössen ihre Vermögenswerte in der Konzernbetrachtung – und somit in der
Betrachtung der Aktionäre und der Partizipanten – in die Z AG ein und bildeten einen
Bestandteil davon. Sie (die Beschwerdeführerin) sei Teil der Z-Gruppe. Aus
Anlegersicht sei nicht die einzelne Gesellschaft relevant, sondern die als Konzern
zusammengefasste Gruppe. Es liege in der Natur der Sache, dass die die ganze
Gruppe betreffenden Arbeiten in einer Gruppengesellschaft erledigt würden. Die dabei
anfallenden Kosten seien jedoch auf die einzelnen Gesellschaften zu verteilen. Es habe
sich bei den im Jahre 2009 verrechneten Kosten nicht um "Shareholder-Costs"
gehandelt, sondern um Kosten, die direkt durch die von den Tochtergesellschaften
gehaltenen Aktiven verursacht worden seien. Die Kosten seien in Form des
Jahresabschlusses der C AG, die damals ausschliesslich für die anderen
Gruppenunternehmen tätig gewesen sei, vollständig nachgewiesen worden. Beim
Rechtsstreit um die Generalbau L AG habe es sich nicht um einen isolierten Vorgang in
einer anderen Tochtergesellschaft gehandelt; vielmehr habe er die ganze Gruppe
betroffen. Die dadurch verursachten Kosten seien jedoch vollumfänglich der C AG
belastet worden. Aus steuerlicher Sicht sei dieser Punkt damit irrelevant. Im Weiteren
sei nicht nachvollziehbar, weshalb die Ausführungen eines anderen kantonalen
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Steueramts grundsätzlich als unwahr qualifiziert würden. Es sei korrekt, dass
Kostenanteile für die Revision, Buchhaltung und Dienstleistungen verrechnet worden
seien. Das Steueramt des Kantons Zürich sei jedoch der Meinung, der
weiterverrechnete Betrag sei zu gering ausgefallen.
cc) Vorab ist festzustellen, dass juristische Personen als Gebilde mit eigener
zivilrechtlicher Persönlichkeit auch steuerrechtlich als eigenständige Steuersubjekte
behandelt werden. Da das schweizerische Recht jede Gesellschaft als rechtlich
selbständiges Gebilde betrachtet, besteht auch hinsichtlich der Besteuerung kein
Konzernrecht (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N 1 f. zu Art. 49 DBG). Demnach
kommt vorliegend aus steuerrechtlicher Sicht eine Konzernbetrachtung nicht in Frage,
und der steuerbare Reingewinn ist für jede Gesellschaft separat zu ermitteln. Dabei
sind Rechtsgeschäfte zwischen Konzerngesellschaften zu den gleichen Bedingungen
abzuwickeln, wie sie auch mit aussenstehenden Dritten vereinbart würden (Prinzip des
dealing at arm's length). Insbesondere ist es der Konzernleitung nicht erlaubt, die von
den verschiedenen Gesellschaften erzielten Gewinne (vielfach über solche
Rechtsgeschäfte) frei auf diese Gesellschaften zu verteilen (ASA 65, S. 57). Ist wie
vorliegend streitig, ob einer Leistung der Gesellschaft überhaupt eine Leistung des
Beteiligten gegenübersteht, trägt die Gesellschaft die Beweislast für das
Vorhandensein einer solchen Gegenleistung bzw. für die geschäftsmässige
Begründetheit der Leistung (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N 109 zu Art. 58
DBG).
Die Beschwerdeführerin verweist auf den Jahresabschluss 2009 der C AG und eine
Berechnung, aus der hervorgeht, wie die von den anderen Gesellschaften an die C AG
zu leistenden Beträge berechnet wurden (act. 2/10). Dabei fällt auf, dass die
Berechnung auf einem provisorischen Verlust von Fr. 452'592.78 basiert. Es ist deshalb
davon auszugehen, dass der Beschwerdeführerin nicht Arbeitsleistungen in Rechnung
gestellt wurden. Vielmehr musste sie sich unabhängig von der Gegenleistung am
Verlust der C AG beteiligen. Damit ist aber nicht überprüfbar, ob den streitigen
Fr. 48'186.79 eine angemessene Gegenleistung gegenüberstand, die einem
Drittvergleich standgehalten hätte (dealing at arm's length). Dieses Vorgehen
widerspricht dem sowohl in der Betriebswirtschaft als auch im Steuerrecht zu
beachtenden Grundsatz, wonach nur die wirklichen Kosten auf die Untergesellschaft
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überwälzt werden; jene Kosten also, die dem wirklich erzielten Nutzen entsprechen.
Dazu gehören unter anderem auch zentrale Managementleistungen und andere
Dienstleistungen, die den einzelnen Konzerngesellschaften zugutekommen und nach
einem sachgerechten Schlüssel auf die Untergesellschaften verteilt werden (vgl.
P. Böckli, Schweizer Aktienrecht, 4. Aufl. 2009, S. 1302 f.). Was für Leistungen den von
der Beschwerdeführerin zu bezahlenden Fr. 48'186.79 entgegenstanden, ist unklar.
Aufgrund der Angaben der Beschwerdeführerin ist jedoch davon auszugehen, dass ein
grosser Anteil der Kosten im Zusammenhang mit der Börsenregistrierung anfiel (act.
2/6). Derartige mit der juristischen Struktur der Obergesellschaft zusammenhängende
Aktionärs- bzw. Gesellschafterleistungen (auch als shareholder bzw. stewardship
activities bezeichnet) fallen bei der Muttergesellschaft an und stellen keine entgeltliche
Leistung dar (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-1518/2006 vom 6.
November 2008 E. 3.3.2 mit Hinweisen, unter: www.bvger.ch). Kommt dazu, dass die
Beschwerdeführerin vorbringt, im Jahr 2009 sei sämtlicher Aufwand der gesamten
Gruppe von der C AG getragen worden und sich damit in Widerspruch zu ihrem
Jahresabschluss 2009 setzt. Darin wurden Personalaufwand, Kosten für
Sachversicherungen, Abgaben, Gebühren und Bewilligungen sowie Verwaltungs- und
Informatikaufwand in der Gesamthöhe von Fr. 28'784.25 ausgewiesen. Die Aussage
der Beschwerdeführerin, alles (Personal, Büro, Verwaltung, usw.) sei den
Gesellschaften von der C AG zur Verfügung gestellt worden, ist nicht nachvollziehbar.
Damit kommt die Beschwerdeführerin ihrer Beweispflicht nicht nach, und es ist nichts
dagegen einzuwenden, dass die Vorinstanz den Betrag von Fr. 48'186.79 als Aufwand
für Drittleistungen ohne Nachweis dem Jahresgewinn 2009 zurechnete. Daran vermag
auch eine allenfalls andere Beurteilung der Steuerbehörde des Kantons Zürich nichts
zu ändern. Ob eine solche für das Jahr 2009 tatsächlich vorliegt, ist offen, denn der
den Akten angefügte Auszug aus den Revisionsunterlagen betrifft offensichtlich das
Jahr 2010 (act. 2/5).
d) Zusammenfassend ist festzustellen, dass die Beschwerde abzuweisen ist. Die
Aufrechnungen von Fr. 26'324.– (Jahr 2009), Fr. 12'161.– (Jahr 2010) und Fr. 4'783.–
(Jahr 2011) im Zusammenhang mit der Mindestverzinsung der Darlehensschuld und
von Fr. 48'186.79 (Jahr 2009) wegen nicht nachgewiesener Leistungen der Z AG
erfolgten zu Recht.
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3.- Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten der
Beschwerdeführerin aufzuerlegen (144 Abs. 1 DBG). Eine Entscheidgebühr von
Fr. 1'500.– ist angemessen (vgl. Art. 144 Abs. 5 DBG in Verbindung mit Art. 7 Ziff. 122
der Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Der Kostenvorschuss von Fr. 1'500.– ist
zu verrechnen.