Decision ID: 9a8e852c-0f59-4af6-b5bc-05a1e80dfc5b
Year: 2018
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ meldete sich am 22./25. August 2011 [...] zum Bezug von Leistungen der
Invalidenversicherung an. [...] Nach der Realschule habe sie eine Fernausbildung zur
Arztsekretärin [IV-act. 4: zur medizinischen Sekretärin, von Dezember 2008 bis März
2010] gemacht. Seit 2006 leide sie an Epilepsie und sei seit 5. Dezember 2006 voll
arbeitsunfähig. Sie erhalte Sozialhilfeleistungen (IV-act. 1).
A.b Einem Bericht des Schweizerischen Epilepsie-Zentrums vom 19. Januar 2010 (IV-
act. 3) an Dr. med. B._, Facharzt für Neurologie FMH, war zu entnehmen gewesen,
dass dieser die Versicherte im November 2009 zugewiesen hatte. Offenbar sei
ungefähr im Jahr 2006 durch Dr. med. C._, Facharzt für Neurologie FMH (Spital
D._), bei der Versicherten einmal eine Epilepsie-Diagnose gestellt und eine
probatorische Therapie mit Lamotrigin (Lamictal) eingeleitet worden. Nicht zuletzt weil
sich die Beschwerden darunter nach Angaben der Versicherten und ihres
[Angehörigen] X._ eher verschlechtert als verbessert hätten, bestehe eine Skepsis
gegenüber der Epilepsie-Diagnose (in einem Bericht vom 14. November 2009 habe Dr.
B._ allerdings von einer Besserung unter diesem Mittel geschrieben). Die Versicherte
habe berichtet, sie habe eine T._-Lehre abgebrochen und seit 2006 verschiedene
Aushilfsberufe gehabt (sie habe in einem R._ und als S._-praktikantin gearbeitet).
Zurzeit absolviere sie eine Fernschulung. Medikamente nehme sie nicht, Alkohol
manchmal, gelegentlich komme auch Abusus vor. Die Einnahme des vor etwa fünf
Monaten verordneten Xanax habe sie nach zwei Monaten beendet. Klinisch
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neurologisch bestünden bei der Versicherten keine Auffälligkeiten. Im EEG habe sich
(wie bei Dr. B._) ein pathologischer Befund gezeigt mit mässigen unspezifischen
Verlangsamungsherden, wiederholt auch Auftreten von spike-Komplexen, sehr häufig
diffus irregulärer spike wave- bzw. polyspike wave-Aktivität, einmal Unterbrechung der
Tätigkeit während einer zwei Sekunden dauernden bilateralen Entladung. Er (der
berichtende Dr. med. E._) habe aufgrund der Anamnese und des EEG-Befundes wie
Dr. B._ keinen Zweifel an der Diagnose einer Epilepsie. Zur definitiven Sicherung der
Diagnose und nicht zuletzt auch zur Syndromdiagnose habe er (sc. anlässlich der
Konsultation) eine Hospitalisation der Versicherten für maximal zwei Wochen
vorgeschlagen, bei der auch neuropsychologische Untersuchungen und EEG-Langzeit-
Ableitungen erfolgen sollten. - In einem Bericht vom 11. August 2010 (IV-act. 2-3 f.)
hatte das Spital D._ (Dr. med. F._) angegeben, die Versicherte sei durch den
Rettungsdienst bei Krampfanfall zugewiesen worden. Bei der Anamnese war
festgehalten worden, sie habe berichtet, nachmittags am Bahnhof zu Boden gegangen
zu sein. Es sei ein generalisiertes Zittern beobachtet worden. Zungenbiss positiv, kein
Einnässen. Es sei eine postiktale Phase von etwa zehn Minuten gefolgt. Vor dem
Anfang werde sie (die Versicherte [jeweils]) müde und bekomme Herzrasen. Die
Ereignisse würden ihres Erachtens durch Stresssituationen ausgelöst. Sie habe am
betreffenden Tag eine Auseinandersetzung mit dem X._ gehabt. Bis vor wenigen
Monaten habe sie Lamictal zur Anfallsprophylaxe eingenommen. Das Erstereignis liege
zwei Jahre zurück. Das Medikament habe die Anfallsfrequenz erhöht, weshalb sie es
abgesetzt habe. Sie sei inzwischen [...] alternativmedizinisch therapiert worden. Bei der
Beurteilung war dargelegt worden, Beistehende hätten die Rettung alarmiert. Bei der
körperlichen Untersuchung seien Hämatome und Schmerzen an beiden Ellbogen und
Schürfwunden an der linken Hand und der Oberlippe aufgefallen. Die Beweglichkeit
des rechten Ellbogens sei eingeschränkt gewesen. Die periphere Motorik,
Durchblutung und Sensibilität seien intakt gewesen, die Vitalparameter stabil. Die
restliche körperliche Untersuchung sei unauffällig gewesen, ebenso wie die
Laborbefunde und das EKG. Im Röntgen habe sich kein Hinweis auf eine Fraktur
gezeigt. Die Versicherte und ihr X._ hätten eine dringend empfohlene stationäre
Überwachung und die für den folgenden Tag vorgesehene Durchführung eines EEGs
vehement abgelehnt. Nach vierstündiger Beobachtung habe die Versicherte das Spital
gegen den ärztlichen Rat verlassen. Diagnostiziert wurde eine Epilepsie mit
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generalisierten Anfällen (ED 2006), aktuell der V.a. generalisierten Krampfanfall nach
Absetzen der antiepileptischen Therapie. - Am 26. August 2010 (IV-act. 2-1 f.) hatte das
Spital D._ (Dr. med. G._) als Diagnose einen Kollaps mit Sturz bei Panikattacken,
bei DD Agoraphobie und bei Ausschluss einer Epilepsie vor ca. einem Jahr (durch Dr.
B._), angegeben. Die Vitalparameter waren wiederum stabil gewesen. Es hatten sich
Prellmarken und ein oberflächliches Hämatom im Unterkieferbereich rechts gefunden.
Wiederum hatte die Versicherte eine Hospitalisation kategorisch abgelehnt. - In einem
Kurzaustrittsbericht vom 20. November 2010 (IV-act. 2-5) hatte das Spital D._ (Dr.
med. H._) angegeben, die Versicherte sei vom 19. bis 20. November 2010
hospitalisiert gewesen. Es liege eine idiopathische generalisierte Epilepsie mit
myoklonischen Anfällen und generalisierten tonisch-klonischen Anfällen (atopische
juvenile myoklonische Epilepsie) vor. Nach Rücksprache mit dem Neurologen Dr. C._
sei eine Behandlung mit Keppra begonnen worden.
A.c Für das Spital D._ gab Dr. C._ im IV-Arztbericht vom 18. Oktober 2011
(Eingangsdatum; IV-act. 12) an, es lägen erstens eine Epilepsie mit generalisierten
Anfällen und zweitens eine psychische Belastungssituation vor. Er habe die Versicherte
vom 10. März 2006 bis 16. November 2007 behandelt und tue dies erneut seit dem 11.
März 2011. In der ersten Behandlungsphase sei eine Medikation eingeleitet worden,
auf welche die Versicherte gut angesprochen habe. Ihre Compliance sei indessen in
der Folge schlecht gewesen und sie sei wiederholt nicht zu Kontrollen erschienen. Bei
der späteren erneuten Vorstellung sei die Einleitung einer Schutzmedikation vereinbart
worden, doch sei es bei der geplanten Kontrolle vom 19. August 2011 zu einem Grand-
mal-Anfall gekommen und eine Serumspiegelkontrolle habe gezeigt, dass die
Versicherte das Antiepileptikum wieder nicht eingenommen habe. Eine
Arbeitsunfähigkeit habe er nicht attestiert; eine Wiedereingliederung sollte bei
suffizienter Medikamentencompliance möglich sein. Die Versicherte mache aber noch
psychiatrische Symptome geltend, wozu er keine kompetente Aussage machen könne.
Das bedürfe einer psychiatrischen Beurteilung. - In einem Verlaufsbericht vom 28.
Oktober 2011 (IV-act. 16) gab Dr. C._ unter anderem an, allein aufgrund der Epilepsie
(er diagnostizierte eine solche mit partiell-komplexen und sekundär-generalisierten
Anfällen) sei eine Arbeitsfähigkeit von mindestens 50 % zu attestieren bzw. bei
konsequenter medikamentöser Behandlung und entsprechender Compliance bestehe
keine Arbeitsunfähigkeit von 20 %. Zurzeit sei die psychiatrische Symptomatik die
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Arbeitsfähigkeit limitierend. Es komme zu rezidivierenden Panikattacken. Die
Versicherte sei stark auf ihren Lebenspartner fixiert und traue sich nur in seiner
Begleitung nach draussen. Es fehle eine geordnete Tagesstruktur. Bei der letzten
Konsultation am 28. Oktober 2011 habe sich erstmals ein verwertbarer Lamotrigin-
Serumspiegel von 4.9 mg/l (3.0-14.0) gezeigt, der, obwohl im unteren therapeutischen
Bereich, darauf schliessen lasse, dass die Versicherte das Mittel in einigermassen
regelmässigen Abständen eingenommen habe. Es sei ihr schriftlich eine Dosis-
Erhöhung empfohlen worden. Weil sie mehrheitlich in I._ lebe, sei ihr auch empfohlen
worden, dort einen Neurologen zu suchen. Einen Termin für eine nächste
neurologische Kontrolle bei ihm habe die Versicherte nicht vereinbart.
A.d Ein beauftragter Rechtsvertreter brachte für sie am 1. Juni 2012 (IV-act. 21-1 ff.)
unter Beilage diverser Arztberichte vor, es bestehe kein Zweifel, dass die Versicherte
seit mehreren Jahren aus gesundheitlichen Gründen in erheblichem Ausmass in der
Arbeitsfähigkeit eingeschränkt und nun auch bereits seit längerem als voll
arbeitsunfähig zu betrachten sei. Es seien ihr die ihr zustehenden Leistungen
zuzusprechen, eventuell sei eine polydisziplinäre Begutachtung anzuordnen. Zu Beginn
des Monats März 2012 habe sich die Versicherte in psychiatrische Behandlung
begeben. - Im beigelegten Bericht vom 26. April 2012 (IV-act. 21-11) hatte Dr. C._
angegeben, gemäss telefonischer Kontaktnahme durch die Versicherte bestünden
rezidivierende Anfallsereignisse, zum Teil mehrmals pro Woche. In Anbetracht der
Gesamtsituation (mit der psychischen Belastungssituation, derentwegen die
Versicherte in psychiatrischer Betreuung stehe) erscheine zurzeit eine Arbeitsfähigkeit
nicht realistisch. Es habe seit 28. Oktober 2011 keine Konsultation mehr stattgefunden.
- Die Psychiatrie-Dienste U._ (Dr. med. J._) hatten Dr. med. K._, Facharzt für
Psychiatrie und Psychotherapie, am 27. März 2012 (IV-act. 21-9 f.) berichtet, es habe
vom 4. Oktober 2010 bis 15. Dezember 2010 eine ambulante Behandlung
stattgefunden. Es lägen psychologische Faktoren und Verhaltensfaktoren bei
andernorts klassifizierten Krankheiten (F45) und Störungen durch Alkohol, schädlicher
Gebrauch, gegenwärtig abstinent (F10.20), vor. Trotz vieler Ressourcen habe sich die
Versicherte aus Angst vor neuen Anfällen nicht getraut, eine Arbeitsstelle aufzusuchen.
- Dr. K._ seinerseits hatte am 5. Mai 2012 (IV-act. 21-7) unter anderem angegeben, er
habe die Versicherte seit 2. März 2012 bei sechs ambulanten Sitzungen behandelt. Er
vervollständige den Bericht der Psychiatrie-Dienste U._ insofern, als neben den
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genannten Diagnosen (richtig F54 und F10.1) auch eine juvenile Epilepsie, Probleme
mit Bezug auf vermutete körperliche Misshandlung eines Kindes (Z61.6) und eine
Familienanamnese des Suizids der [Angehörigen] V._ (Z81.8) bestünden, ausserdem
als psychiatrisches Hauptproblem eine Agoraphobie ohne Panikstörung (F40.00). Die
Versicherte könne die Wohnung nicht allein verlassen; ihr Freund begleite sie stets. Das
verordnete Antidepressivum habe die Versicherte nach zwei Wochen in der Folge eines
neuen Epilepsieanfalls abgesetzt. Nach Angaben der Versicherten sei die aktuell volle
Arbeitsunfähigkeit nebst der schwierig zu stabilisierenden Epilepsie Folge von
psychischen Gründen.
A.e Am 1. Oktober 2012 (IV-act. 31) teilte die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle des
Kantons St. Gallen der damaligen Rechtsvertretung der Versicherten mit, bis zum
Eingang der Resultate der medizinischen Abklärung seien keine beruflichen
Massnahmen möglich.
A.f Am 3. Januar 2013 erstattete die mit einer Begutachtung beauftragte MEDAS Bern
ihr polydisziplinäres Gutachten (IV-act. 35). Als Diagnosen mit Relevanz für die
Arbeitsfähigkeit in angestammter Tätigkeit lägen vor eine kryptogenetische Epilepsie
mit komplexen und generalisierten Anfällen, eine kombinierte Persönlichkeitsstörung,
eine generalisierte Angststörung und dissoziative Krampfanfälle. Ohne Relevanz für die
Arbeitsfähigkeit seien (verkürzt wiedergegeben) ein Alkohol-Abhängigkeitssyndrom
(gegenwärtig abstinent, Vollremission), eine Fehlstatik der Wirbelsäule und ein Status
nach operativer Versorgung einer Sprunggelenksfraktur. Als Arztsekretärin bestehe
eine Arbeitsfähigkeit von 50 % (bei vollem Zeitpensum), seit etwa Sommer 2011. Weil
aufgrund ihrer etwas expansiv anmutenden Art das Problem der Akzeptanz durch
Dritte entstehen und die Teamfähigkeit in Frage gestellt werden könnte, sollte die
Tätigkeit möglichst in einem Einzelbüro oder in einem Grossraumbüro in
angemessenem räumlichem Abstand zu den Kollegen erfolgen. Andere Tätigkeiten
seien der Versicherten im gleichen Rahmen zumutbar. Es sei ein wohlwollendes
Arbeitsklima erforderlich. Rehabilitationsmassnahmen seien nicht vorzusehen, eine
Vertiefung und Intensivierung der ambulanten psychiatrischen und neurologischen
Behandlung hingegen sei dringend anzuraten.
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A.g Nach einer Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) der
Invalidenversicherung wurde der Versicherten mit Schreiben vom 23. April 2013 (IV-act.
38) unter Hinweis auf Art. 21 Abs. 4 und Art. 43 Abs. 3 ATSG die Auflage abverlangt,
sich bei aktiver Mitwirkung während mindestens sechs Monaten einer neurologischen
und psychiatrischen Behandlung zu unterziehen (und innert Frist die entsprechenden
beiden Fachärzte und das Datum des Beginns der Therapie zu bezeichnen).
A.h Die Versicherte teilte daraufhin am 10. Mai 2013 (IV-act. 39) mit, sie halte sich bei
ihrem Freund in I._ auf. Noch im Mai 2013 werde sie [...] sich dann dort anmelden.
Am gegenwärtigen Wohnort sei ihr grosser psychischer Schaden zugefügt worden. In
I._ lasse sie sich behandeln bzw. werde sie sich behandeln lassen von einem
benannten Neurologen (später: von Dr. med. L._, Fachärztin für Neurologie), vom
Arzt J._ und von Dr. K._. Ihr Neurologe am derzeitigen Wohnort sei Dr. C._. Sie
gehe seit ihrem 12. Altersjahr regelmässig zu Arztbesuchen, zu Psychiatern und
Neurologen. Eine Verbesserung habe sich nie gezeigt. Sie sei von negativen Energien
und Menschen okkupiert gewesen. Was ihr Körper und ihre Seele nun bräuchten, sei
Ruhe und Entspannung. Sie habe ihr ganzes Leben lang unter Stress und Panik
gestanden. Ihr Psychiater, der ihr am meisten geholfen habe, sei ihr Freund. Wenn
jemand daran interessiert sei, dass sie wieder gesund werde, sei sie das in erster Linie
selber, und sie sei dabei, diesen Weg zu gehen. - Am 22. Juli 2013 (IV-act. 42) teilte die
Versicherte mit, sie sei umgezogen, am 24. Juli 2013 (IV-act. 43), sie habe fünfmal
täglich Epilepsieanfälle, und am 26. Juli 2013 (IVact.44), sie erwarte eine Unterstützung
(wohl Rente) von 50 %, denn sie sei wirklich krank und sei [...] gestürzt, und
wahrscheinlich werde sie sich in M._ anmelden. - Dr. L._ teilte am 18. Oktober
2013 (IV-act. 47) mit, sie könne keinen Arztbericht abgeben, denn die Versicherte habe
bei ihr nur während weniger als eines Monats Ende Mai 2013 in Behandlung gestanden
und sei nach M._ umgezogen (vgl. hierzu auch IV-act. 49). - Am 15. November 2013
(IV-act. 50) ersuchte die Versicherte um Unterstützung, weil sie ein Praktikum als
Arztsekretärin machen wolle. Sie sei bei der Arbeitslosenversicherung zu 100 % (sc.
Vermittlungsfähigkeit) angemeldet und wolle ein Praktikum mit einem Pensum von 50
% ausüben, um zu prüfen, wie sich ihr Gesundheitszustand dabei verhalte. - Gemäss
Schreiben vom 2. Dezember 2013 (IV-act. 56) hat der damalige Rechtsvertreter sein
Mandat abgeschlossen.
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A.i Mit Schreiben vom 20. Januar 2014 (IV-act. 57) liess die Versicherte durch eine
Kontaktstelle für Arbeitslose berufliche Massnahmen beantragen. Es bringe ihre
Genesung nicht voran, wenn sie zwar psychiatrisch behandelt werde, aber keine
Massnahmen erfolgten, welche auch die soziale und berufliche Integration
unterstützten.
A.j Dr. med. N._, Neurologie FMH, erklärte am 5. Mai 2014 (IV-act. 62), es liege eine
atypische juvenile Myoklonusepilepsie vor. Die Versicherte habe ihn am 22. und 29.
Oktober 2013 und am 7. März und 10. April 2014 konsultiert. Es seien verschiedene
Medikamente eingesetzt und teilweise wieder abgesetzt worden. - Nach einem EEG-
Befund des Universitätsspitals O._ vom 11. September 2013 (damals hatte keine
antiepileptische Medikation bestanden), bei welchem intermittierende Herde bifrontal,
leicht rechtsbetont, mit einmalig epilepsieverdächtigem Ablauf mit Dauer von ca. zwei
Sekunden und vereinzelte Zeichen einer cerebralen Übererregbarkeit gefunden worden
waren (IV-act. 60-4), war ein MRI mit der Frage nach einer fokalen kortikalen Dysplasie
rechts frontal angemeldet worden. Gemäss dem Bericht vom 18. September 2013 (IV-
act. 60-3) hatte das MRI des Neurokraniums (Übersicht) eine normale cerebrale MRT
gezeigt. Es bestehe kein Korrelat des epileptogenen Fokus frontal rechts.
A.k Mit Schreiben vom 21. Mai 2014 (IV-act. 63) ersuchte die Versicherte um sofortige
finanzielle Unterstützung durch die Invalidenversicherung. Sie sei offensichtlich nicht
arbeitsfähig und habe schon jegliche psychiatrische und neurologische Behandlung
gehabt. Das habe nicht zur Besserung geführt. Sie brauche nun Ruhe und Erholung.
Ihre Ärzte sähen zurzeit keine andere Lösung. Sie sei motiviert und habe grosses
Potenzial, aber sie habe mit 16 Jahren, als die Anfälle begonnen hätten, gesehen, dass
sie nicht arbeiten könne. Denn sie sei schon einige Male vom Krankenwagen von der
Strasse abgeholt worden und unter diesen Umständen habe natürlich niemand sie
arbeiten lassen wollen. Sie habe immer wieder versucht, zu arbeiten und zu lernen, und
dann sei es jeweils wieder abwärts gegangen. Das wolle sie nicht mehr. Das Warten
auf den Bescheid der IV sei ihr eine grosse Last, was zu Anfällen und Myoklonien führe.
Sie müsse jeglicher Stresssituation ausweichen. Wenn es ihr besser gehen werde und
sie arbeiten oder zur Schule oder in ein Praktikum werde gehen können, erwarte sie
ausserdem, dass die IV sie dabei unterstützen werde. Falls die IV annehme, sie sei
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nicht ehrlich und ihre (sc. wohl: geschilderte) Situation sei eine Lüge, so könne sie
glauben, dass sie sich wünschte, diese eintauschen zu können.
A.l In einem IV-Arztbericht vom 16. Juni 2014 (IV-act. 65) gab Prof. Dr. med. P._,
Spezialarzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, an, er behandle die Versicherte
seit 1. November 2013. Es liege bei ihr eine andauernde Persönlichkeitsänderung nach
Extrembelastung vor. Beide Eltern seien psychisch krank gewesen und die Versicherte
habe seit dem sechsten Altersjahr mit ihnen schwere Spannungen gehabt. Vor allem
der Suizid der V._ im Jahr 2003 habe die Versicherte belastet. Danach sei sie an
schweren Ängsten und Ohnmachtsanfällen erkrankt. Bei deren Fortbestehen wäre sie
vorläufig arbeitsunfähig. Es bestehe die Aussicht, dass sie bei Weiterführung der
psychiatrischen und neurologischen Behandlung später voll arbeitsfähig werde, in
einem bis zwei Jahren zu 50 bis 80 % arbeitsfähig.
A.m Bei einer Beurteilung vom 24. Juni 2014 (IV-act. 78-3) nahm der RAD daraufhin an,
die Versicherte habe die Auflage klar erfüllt, da sie seit rund acht Monaten in
Behandlung durch Prof. P._ stehe. An der Auflage sollte aber unbedingt weiterhin
festgehalten werden.
A.n Am 13. August 2014 ging ein Bericht des Universitätsspitals O._ vom 25. Juli
2014 (IV-act. 72) ein. Es liege eine idiopathische Epilepsie mit partiell-komplexen und
sekundär-generalisierten Anfällen (ED 2007) vor. Nach mehreren generalisierten
Krampfanfällen am 19. Juli 2014 mit Kopfanprall sei die Versicherte durch die
Ambulanz zugewiesen worden. Das letzte Ereignis sei anamnestisch dreieinhalb
Monate vorher geschehen. Im MRI habe sich keine Veränderung im Vergleich zur
Voruntersuchung vom September 2013 bzw. hätten sich keine pathologischen Befunde
gefunden. Im EEG vom 22. Juli 2014 hätten (unter Levetiracetam und Clobazam) keine
Zeichen der cerebralen Übererregbarkeit oder Herdbefunde dokumentiert werden
können. Im Vergleich zur Voruntersuchung habe sich eine Befundbesserung gezeigt.
Nach etablierter (veränderter) Therapie sei die Versicherte am 22. Juli 2014 ohne
anfallsverdächtige Episoden entlassen worden. Am 28. Juli 2014 habe sie sich
notfallmässig wieder auf der neurologischen Poliklinik vorgestellt, weil sie zuhause
mehrere Anfälle erlitten habe. Im EEG vom 31. Juli 2014 habe sich eher eine
Befundverschlechterung mit einem intermittierenden Herdbefund und Zeichen einer
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Übererregbarkeit bis hin zu epilepsieverdächtigen Potenzialen gezeigt. Unter der
Annahme, dass es sich um vom Frontallappen ausgehende Ereignisse gehandelt habe,
die sich unter der eingesetzten Medikation in seltenen Fällen verschlechtern könnten,
sei die Therapie gewechselt worden (zwei Medikamente in Kombination). Die
Versicherte wünsche psychiatrische Begleitung.
A.o Die mit der Abklärung der Eingliederungsmöglichkeiten beauftragte IV-Stelle M._
gab am 26. November 2014 (IV-act. 73) bekannt, es könnte als Integrationsmassnahme
ein Belastbarkeitstraining (ab 5. Januar 2015, drei Monate lang) in geschütztem
Rahmen erfolgen. Ziel sei innert dieser Zeit eine Steigerung des Arbeitspensums von
viermal zwei Stunden pro Woche auf 50 %. Zuletzt habe die Versicherte von 2007 bis
2008 ein Praktikum als S._-helferin gemacht. Wegen Unverträglichkeit nehme sie
zurzeit keine Medikamente. Behandelnd sei eine Psychotherapeutin der Universitären
Psychiatrischen [Institutionen] O._.
A.p Der RAD hielt am 15. Dezember 2014 (IV-act. 78-4) fest, die Versicherte sei
wahrscheinlich wieder nicht mehr in ein verlässliches Therapiesetting eingebunden.
Eine neurologische Behandlungsstelle habe sich nicht dokumentieren lassen. Die
Versicherte nehme keine - also weder neurologisch noch psychiatrisch indizierte -
Medikamente ein und suche einzig eine Psychotherapeutin auf. - Gemäss einem
Strategie-Protokoll und einem Assessmentprotokoll vom gleichen Tag (IV-act. 76 f.)
wurde festgehalten, da die Versicherte keine Medikamente einnehme, seien berufliche
(d.h. Integrations-) Massnahmen nicht zielführend. Es sei dringend eine psychiatrische
und neurologische Behandlung mit Medikamenten angezeigt und es seien wieder
Schadenminderungsauflagen zu prüfen. - Schliesslich wurde am 5. Januar 2015 (IV-
act. 79) vorgesehen, doch zuvor die Integrationsmassnahmen durchzuführen.
A.q Am 12. Januar 2015 gingen zwei Bestätigungen vom 7. Januar 2015 ein, wonach
die Versicherte am 2. Februar 2015 einen nächsten Konsultationstermin bei Dr. N._
habe (IV-act. 80-1) und in regelmässiger ambulanter Behandlung an den Universitären
Psychiatrischen [Institutionen] O._ stehe (unter anderem unterzeichnet durch die
Psychologin Q._, ; IV-act. 80-2). - Am 12. Januar 2015 wurde auch eine
Zielvereinbarung für die Integrationsmassnahmen unterzeichnet (IV-act. 81; vgl. auch
IV-act. 82). Es wurde als Auflage vorgesehen, dass eine regelmässige neurologische
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und psychiatrisch/psychologische Behandlung erfolge und in den nächsten zwei
Wochen je zwei Behandlungstermine bei Neurologe und Psychiater angegeben
würden. - Am 23. Januar 2015 (IV-act. 84) leistete die Sozialversicherungsanstalt/IV-
Stelle des Kantons St. Gallen Kostengutsprache für die Massnahmen (Aufbautraining)
unter festgesetzten Rahmenbedingungen bei der [Institution] Z._.
A.r Am 26. März 2015 (IV-act. 85) teilte die behandelnde Psychologin mit, die
Versicherte werde an den Universitären Psychiatrischen [Institutionen] O._ seit dem
14. August 2014 ambulant behandelt. An den regelmässigen Sitzungen nehme sie
motiviert und zuverlässig teil. Dabei habe die Versicherte von einer deutlichen
Steigerung ihrer Anfälle schon zu Beginn des Integrationstrainings, bei geringsten
Anforderungen, berichtet. Es sei auch eine deutliche Zunahme der psychischen
Belastung spürbar gewesen, die durch die Sitzungen nicht habe ausgeglichen werden
können.
A.s Die Eingliederungsberatung hielt am 29. April 2015 (IV-act. 91) fest, die Versicherte
wünsche die Rentenprüfung, da sie nicht arbeiten könne. Die IV-Stelle M._ hatte am
15. April 2015 (IV-act. 92) unter Hinweis auf einen Abschlussbericht vom 13. April 2015
(richtig ev. 30. März 2015) berichtet, die Versicherte sei nicht eingliederbar. - In einem
Bericht vom 27. Januar 2015 (IV-act. 94-9) hatte die [Institution] Z._ unter anderem
angegeben, die Versicherte sei recht anstrengend, habe ständig irgendwelche
grundlegende Probleme, beanspruche sehr viel Zeit des Vorgesetzten, erzähle viele,
zum Teil sehr abenteuerliche Geschichten und mache dunkle Andeutungen. - In einem
definitiven (abschliessenden) Bericht der [Institution] Z._ vom 30. März 2015 (IV-act.
94-1, 4 und 3) war ausgeführt worden, nachdem die Aufnahme der Massnahme wegen
der Ablehnung der medikamentösen Behandlung durch die Versicherte von der
zuständigen IV-Stelle zunächst abgelehnt worden sei, habe die Massnahme doch
aufgenommen werden können. Die Versicherte habe erklärt, sie sei auch ohne
Medikamente seit geraumer Zeit anfallsfrei. Davor habe sie gerade wegen der
Medikamente Anfälle erlitten. Nach dem zweiten Arbeitstag habe sie dann zuhause
einen Anfall gehabt und danach noch weitere, bei der Arbeit und zuhause. Die
Versicherte habe häufig mit Erzählungen über grossartige früher erbrachte Leistungen
überrascht und ostentativ dunkle Erlebnisse angedeutet, über die sie dann nichts habe
erzählen wollen. Auf schwierige Erlebnisse habe sie häufig sehr aggressiv reagiert,
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jedoch nicht im Zusammenhang mit der Tätigkeit in der [Institution] Z._. Sie habe
histrionisch gewirkt. [...]. Der Auflage der IV sei die Versicherte nachgekommen, indem
sie regelmässig Termine bei der Psychologin wahrgenommen habe. Die Behandlung
bei Dr. N._ habe sie abgebrochen. Im Lauf der Massnahme habe die Häufigkeit der
Anfälle stark zugenommen. Die Versicherte sei der Ansicht, sie bedürfe zur Gesundung
vor allem der Ruhe, und strebe deshalb eine Rente an.
A.t Am 6. Mai 2015 (IV-act. 98) teilte die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle des
Kantons St. Gallen der Versicherten mit, das Leistungsgesuch um berufliche
Massnahmen werde abgewiesen, denn weitere Massnahmen seien wegen der
gesundheitlichen Situation nicht möglich. Betreffend Rente werde sie eine separate
Verfügung erhalten.
A.u Am 7. Juli 2015 (IV-act. 101) erstatteten die Universitären Psychiatrischen
[Institutionen] O._ einen IV-Verlaufsbericht. Die Diagnose habe sich nicht verändert;
es lägen dissoziative Krampfanfälle vor. Diese Störung beeinflusse die Arbeitsfähigkeit
und bestehe seit dem 16. Lebensjahr mit je nach Belastungssituation fluktuierender
Symptomatik. Zudem bestünden Konzentrations- und Aufmerksamkeitsdefizite und
eine geringe Stresstoleranz. In Frage kämen nur Tätigkeiten, bei denen die Versicherte
nicht sich selbst oder ihr Umfeld gefährde, also nur Tätigkeiten ohne potenzielle
Gefahrenquellen wie gefährliche Gegenstände oder das Bedienen risikoreicher
Maschinen. Es sei eine allmähliche Wiedereingliederung zu empfehlen, zum Beispiel
mit einem Beginn bei zwei Arbeitsstunden pro Tag und einer Steigerung um
wöchentlich maximal eine Stunde pro Tag. Es sei hierzu - schon im Vorfeld - eine
intensivere psychotherapeutische Behandlung erforderlich und zu empfehlen, was die
Versicherte jedoch bis anhin immer abgelehnt habe. Sie halte dafür, jede Art von
verpflichtenden Terminen (auch therapeutische Sitzungen) sei eine starke psychische
Belastung.
A.v Der RAD (eine Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie FMH) erklärte am 28.
August 2015 (IV-act. 102), seit der Begutachtung im Jahr 2013 habe sich der
Gesundheitszustand der Versicherten nicht wesentlich verändert. Um die medizinisch-
theoretische Arbeitsfähigkeit von 50 % zu verwerten, bedürfe es vorgängig einer
regelmässigen psychiatrisch-psychotherapeutischen und neurologischen Behandlung
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über zwei bis drei Monate hinweg mit anschliessenden Integrationsmassnahmen unter
Fortführung der engmaschigen Behandlung. Der Beginn der Arbeitsunfähigkeit sei auf
Sommer 2011 festzulegen. Hinweise auf Inkonsistenzen lägen nicht vor.
A.w Mit Vorbescheid vom 15. Oktober 2015 (IV-act. 106) stellte die
Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle des Kantons St. Gallen der Versicherten die
Zusprache einer halben Rente bei einem Invaliditätsgrad von 50 % (Valideneinkommen
Fr. 51'444.--; Invalideneinkommen Fr. 25'722.--) ab August 2012 in Aussicht.
A.x Die im Oktober 2015 neu bestellte Rechtsvertreterin wandte mit Schreiben vom 26.
Oktober 2015 (IV-act. 111) ein, die Sache müsse neu beurteilt werden. Nach der
Beurteilung des RAD sei die Arbeitsfähigkeit von 50 % erst ab dem erfolgreichen
Abschluss der Integrationsmassnahmen massgebend, vorher sei die Versicherte voll
arbeitsunfähig. Das decke sich auch mit dem Ergebnis nach dem Arbeitsversuch. Trotz
allseits beobachteter und bestätigter sehr guter Motivation und grossem Engagement
sei es selbst im geschützten Rahmen nicht möglich gewesen, eine Leistung von 50 %
zu erreichen. Deshalb sei eine ganze Rente zuzusprechen. Der Anspruch könnte mit
der Schadenminderungsauflage einer regelmässigen Behandlung verbunden werden.
Es sei angesichts der abgeschlossenen Ausbildung als Arztsekretärin unzutreffend, ein
Valideneinkommen in einer Hilfstätigkeit anzunehmen. Dass die Versicherte bisher nicht
in dieser Tätigkeit gearbeitet habe, müsse auf gesundheitliche Gründe zurückgeführt
werden. Das Valideneinkommen sei auf Fr. 70'473.-- festzusetzen und beim
Invalideneinkommen sei (sc. vom Tabellenlohn) ein Abzug von mindestens 10 %
vorzunehmen. Schliesslich sei der Versicherten die unentgeltliche Verbeiständung im
Vorbescheidverfahren zu bewilligen.
A.y Mit Verfügung vom 29. Januar 2016 (IV-act. 118, adressiert an die Versicherte; mit
Datum vom 17. Februar 2016 noch der Rechtsvertreterin zugestellt; IV-act. 123) sprach
die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle des Kantons St. Gallen der Versicherten ab 1.
August 2012 eine halbe ausserordentliche Invalidenrente zu.
B.
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Gegen diese Verfügung richtet sich die von Advokatin lic. iur. Raffaella Biaggi für die
Betroffene am 19. Februar 2016 erhobene Beschwerde. Die Rechtsvertreterin der
Beschwerdeführerin beantragt, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und die
Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, der Beschwerdeführerin ab August 2012 eine
ganze Invalidenrente zu bezahlen. Ausserdem sei ihr die unentgeltliche Verbeiständung
für das Beschwerdeverfahren zu bewilligen. Die Beschwerdeführerin habe am 11. und
am 26. August 2010 einen Kollaps mit Panikattacken und retrograder Amnesie für die
Ereignisse erlitten. Gleiche Episoden habe sie damals seit ca. zwei Jahren bis zu
zweimal monatlich erlebt und sie habe deswegen am 19. November 2010 im Spital
D._ stationär behandelt werden müssen. Weitere Spitalbehandlungen seien im
August 2013 und im Juli 2014 erfolgt. Dr. K._ habe psychische Probleme im
Zusammenhang mit verschiedenen Traumatisierungen, so dem Suizid der V._, als die
Beschwerdeführerin zwölfjährig gewesen sei, häuslicher Gewalt in der Familie und dem
Wegzug des Vaters im Jahr 2007, diagnostiziert. Bei der Anamnese im Gutachten sei
festgehalten worden, die Beschwerdeführerin habe eine T._-Lehre und ein Praktikum
im S._-bereich abgebrochen. Die V._ habe mehrere Suizidversuche unternommen
und sich schliesslich erhängt. Der Vater sei regelmässig gewalttätig und ausserdem
drogenabhängig gewesen und sei in die Heimat zurückgegangen, als die
Beschwerdeführerin noch minderjährig gewesen sei. Die Beschwerdeführerin habe
angegeben, zeitweise massiv Alkohol zu konsumieren, und zu versuchen, sich auf
diese Weise zu entspannen. Zu rügen sei die fehlende Beweiskraft des Gutachtens.
Dieses sei zur Zeit der angefochtenen Verfügung deutlich (die Untersuchungen hätten
vor mehr als drei Jahren stattgefunden) veraltet gewesen. Auch inhaltlich sei es nicht
bis ins letzte Detail nachvollziehbar. Die separate psychiatrische Beurteilung fehle; sie
vermische sich mit der neurologischen. Die attestierte Arbeitsfähigkeit von 50 % lasse
sich daher nicht nachvollziehen. Immerhin stelle auch die MEDAS fest, dass ein
zumutbarer Arbeitsplatz einen schützenden Charakter aufweisen müsse. Aufgrund der
Akten insgesamt sei die Vermittelbarkeit der Beschwerdeführerin im ersten
Arbeitsmarkt zu verneinen. Für Dezember 2014, als der RAD davon ausgegangen sei,
die Voraussetzungen für einen erfolgreichen beruflichen Einstieg seien solange nicht
gegeben, als nicht eine anhaltende neurologische und psychiatrische
Betreuungskontinuität gewährleistet sei, sei ohne weiteres eine volle Arbeitsunfähigkeit
anzunehmen. Der Eingliederungsversuch sei, wie die [Universitären Psychiatrischen
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(Institutionen)] bestätigt hätten, aus gesundheitlichen Gründen gescheitert. Bei
geringsten Belastungen habe sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin
massiv verschlechtert. Auch am 28. August 2015 sei der RAD nicht von einer
Arbeitsfähigkeit im ersten Arbeitsmarkt ausgegangen. Es fehle eine verwertbare
Restarbeitsfähigkeit und sei daher eine ganze Rente zuzusprechen. Das
Valideneinkommen sei auf Fr. 70'473.-- festzulegen, da die Beschwerdeführerin ohne
Gesundheitsschaden als Arztsekretärin tätig wäre. Dieser Beruf entspreche den
Zumutbarkeitskriterien gemäss Gutachten nicht, weshalb, sollte von einer
Restarbeitsfähigkeit ausgegangen werden, ein Invalideneinkommen bei einer
Hilfstätigkeit zu bestimmen sei. Den gesundheitlichen Beeinträchtigungen wäre mit
einem Leidensabzug von mindestens 10 % Rechnung zu tragen.
C.
In ihrer Beschwerdeantwort vom 15. März 2016 beantragt die Beschwerdegegnerin die
Abweisung der Beschwerde. Dem Gutachten der MEDAS komme volle Beweiskraft zu.
Es sei ausführlich abgefasst und die Schlussfolgerungen seien begründet. Es gebe
keine Anhaltspunkte, dass die Leiden nicht umfassend und kompetent abgeklärt
worden wären. Das Hauptgutachten sei unter psychiatrischer Disziplin erstellt worden.
Nach der Beurteilung des RAD habe sich der Gesundheitszustand der
Beschwerdeführerin seither nicht verändert. Dem Bericht von Prof. P._ sei die
Behandlungsfrequenz nicht zu entnehmen, so dass nicht beurteilt werden könne, ob
die Behandlung regelmässig bzw. intensiv gewesen sei. Bis anhin sei die
Beschwerdeführerin der zumutbaren Selbstbehandlungs- bzw.
Selbsteingliederungspflicht nicht nachgekommen. Sie sei daher so zu stellen, als ob sie
den Behandlungen mit optimaler Compliance nachgekommen wäre. Demnach sei von
einer mindestens 50 % betragenden Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit
auszugehen. Mit dem erforderlichen Belastungsprofil gebe es auf dem ausgeglichenen
Arbeitsmarkt durchaus Arbeitsstellen. Mit der Einschränkung der Arbeitsfähigkeit um
50 % sei die Triggerfunktion des Stresses bereits berücksichtigt worden. Ein Abzug
vom Tabellenlohn rechtfertige sich nicht. Ob die Fernausbildung der
Beschwerdeführerin eine in der freien Wirtschaft verwertbare Ausbildung sei, sei
fraglich. Selbst bei Annahme eines Valideneinkommens als medizinische Sekretärin
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(gemäss Ziff. 77-82 der TA1 der LSE 2012) von Fr. 59'355.-- ergäbe sich ein
Invaliditätsgrad von 57 % und ebenfalls Anspruch auf eine halbe Rente.
D.
Am 21. März 2016 ist dem Gesuch um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege
(Befreiung von den Gerichtskosten und Bewilligung der unentgeltlichen
Rechtsverbeiständung) entsprochen worden.
E.
Mit Replik vom 1. April 2016 bringt die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin vor,
dass das Gutachten grundsätzlich einen hohen Beweiswert aufweise, sei unbestritten,
doch sei es veraltet und habe daher für die Verhältnisse bei Erlass der angefochtenen
Verfügung keine Aussagekraft. Die MEDAS habe aber bereits damals die
Vermittelbarkeit der Beschwerdeführerin als schwierig bezeichnet. Der RAD selber
habe später die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin mehrfach klar verneint. Bis
anhin sei die Mitwirkungspflicht stets als erfüllt betrachtet worden. Andernfalls hätte die
Beschwerdegegnerin ein Mahn- und Bedenkzeitverfahren einleiten müssen. Zu prüfen
wäre zudem, welche Mitwirkung der Beschwerdeführerin überhaupt möglich sei. Ihr
Gesundheitszustand hätte durch eine intensivere Behandlung nicht relevant verbessert
werden können. Das könne jedoch zurzeit offen bleiben, weil eine fehlende
Schadenminderung nicht geltend gemacht werden könne. Falls die Berichte von Prof.
P._ Fragen offen gelassen hätten, wäre es Sache der Beschwerdegegnerin gewesen,
diese beantworten zu lassen. Weshalb die Fernausbildung nicht sollte verwertbar sein,
sei nicht dargelegt worden. Die anerkannte Ausbildung mit Diplom sei zu
berücksichtigen. Es sei zufolge fehlender Ausführungen dazu anzunehmen, die
Beschwerdegegnerin anerkenne ein Invalideneinkommen bei einer Hilfstätigkeit und
einen Leidensabzug von mindestens 10 %.
F.
Die Beschwerdegegnerin hat am 27. April 2016 auf die Erstattung einer Duplik
verzichtet.
G.
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Mit Schreiben vom 20. Februar 2018 ist der Beschwerdeführerin Gelegenheit zur
Stellungnahme nach Art. 61 lit. c ATSG und zum Rückzug der Beschwerde geboten
worden. - Sie hat am 5. März 2018 an der Beschwerde festgehalten.

Erwägungen
1.
Streitgegenstand bildet die Verfügung vom 29. Januar 2016, mit welcher die
Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin ab 1. August 2012 eine halbe Rente
zugesprochen hat. Die Beschwerdeführerin lässt die Ausrichtung einer ganzen Rente
beantragen. - Weitere berufliche Massnahmen hatte die Beschwerdegegnerin am 6.
Mai 2015 im Einverständnis mit der Beschwerdeführerin als nicht möglich erachtet.
2.
2.1 Nach Art. 28 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die
versicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie
mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 %
besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens
40 % Anspruch auf eine Viertelsrente.
2.2 Für die Invaliditätsbemessung sind zunächst die medizinischen Vorbedingungen
von Bedeutung. Der Arzt sagt, inwiefern die versicherte Person in ihren körperlichen
bzw. geistigen Funktionen durch das Leiden eingeschränkt ist (vgl. BGE 107 V 17 =
ZAK 1982 S. 34). Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand
zu beschreiben und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich
welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Die ärztlichen Auskünfte
sind im Weiteren eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche
Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (vgl. BGE
132 V 99 f. E. 4, BGE 141 V 281 E. 5.2.1).
2.3 Die Rechtsanwender überprüfen die ärztlichen bzw. gutachterlichen Angaben nach
der Rechtsprechung (vgl. BGE 141 V 281 E. 5.2.2) frei, insbesondere darauf hin, ob die
Ärzte sich an die massgebenden normativen Rahmenbedingungen gehalten haben, das
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heisst, ob sie ausschliesslich funktionelle Ausfälle berücksichtigt haben, welche Folgen
der gesundheitlichen Beeinträchtigung sind (vgl. Art. 7 Abs. 2 erster Satz ATSG), sowie,
ob die versicherungsmedizinische Zumutbarkeitsbeurteilung auf objektivierter
Grundlage erfolgt ist (vgl. Art. 7 Abs. 2 zweiter Satz ATSG).
3.
3.1 Zum Gesundheitszustand und der Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin
liegen zahlreiche medizinische Berichte bei den Akten. Namentlich erfolgte im
September 2012 eine polydisziplinäre Begutachtung in einer MEDAS. Die
Beschwerdeführerin bestätigte, die verschiedenen Untersuchungen wahrgenommen
und die Angaben korrekt gemacht zu haben. Es wurde angegeben, die
Beschwerdeführerin habe aus gesundheitlichen Gründen zu allen Untersuchungen von
ihrem X._ begleitet werden müssen (vgl. IV-act. 32). Als Hauptgutachter fungierte der
Gutachter der Psychiatrie. Ausserdem wurden Teilgutachten allgemeinmedizinisch-
internistischer, neurologischer und orthopädischer Fachrichtung erstellt. Es handelt
sich um eine Begutachtung nach Kenntnisnahme von den Vorakten. Die Gutachter der
verschiedenen Disziplinen erhoben durchwegs eingehend die Anamnese und erfragten
die Angaben der Beschwerdeführerin. - Unter internistischem und orthopädischem
Aspekt ergaben sich keine relevanten pathologischen Befunde.
3.2 Nach der Beurteilung des Gutachters der Neurologie liegt eine kryptogenetische
Epilepsie mit komplexen und generalisierten Anfällen vor und besteht bezüglich der
Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin eine Überschneidung zum psychiatrischen
Fachgebiet. Eine Lösung zur Verbesserung sei unter anderem in einer Veränderung der
psychosozialen Struktur des Umfeldes zu suchen. Diesbezüglich scheine die
Beschwerdeführerin auch tatsächlich Hilfe zu benötigen. Eine Vermittelbarkeit auf dem
allgemeinen Arbeitsmarkt sei auf Bereiche limitiert, die keinerlei psychophysischen
Druck auslösten. Es scheine empfehlenswert, der Beschwerdeführerin vorübergehend
eine Entlastung in Form einer begrenzten Teilberentung zu gewähren und diese Zeit für
unterstützende Integrationsmassnahmen zu nützen.
3.3 Der Gutachter der Psychiatrie hielt fest, es sei zurzeit - bei den Diagnosen einer
kombinierten Persönlichkeitsstörung, einer generalisierten Angststörung und
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dissoziativer Krampfanfälle (Letztere hatten bereits die [Universitären Psychiatrischen
(Institutionen)] diagnostiziert) - von einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 50 %
bei einem Arbeitszeitpensum von 8.5 Stunden auszugehen, die eine Stressreduktion
bewirke (IV-act. 35-14). Die vorliegenden Störungen, Defizite der Flexibilität und der
Durchhaltefähigkeit, teilweise auch der Kontaktfähigkeit und der Selbstbehauptung mit
Stressintoleranz würden wahrscheinlich zur Auslösung von psychogenen
Anfallsereignissen oder nachvollziehbar auch zur Triggerung von "echten"
epileptischen Anfällen führen. Die Störungen führten auch zu Problemen der
Anpassung an Regeln und Routinen und zu unzureichender Strukturierung und
Flexibilität. Daher sei die Beschwerdeführerin aus rein psychiatrischer Sicht in der
sozialen und beruflichen Partizipationsfähigkeit eingeschränkt. Gemäss Mini-ICF-APP-
Ratingstudie sei gegenwärtig von einer mittelgradigen Beeinträchtigung auszugehen.
Es seien verschiedene einschränkende Bedingungen für die angepasste Tätigkeit zu
beachten (genannt bei IV-act. 35-13 f.). Es bestehe zurzeit noch eine deutlich
reduzierte Belastbarkeit im Berufsleben. Es gebe - wie mit dem Neurologen
abgesprochen - wissenschaftlich fundierte Möglichkeiten, den Zustand der noch sehr
jungen Beschwerdeführerin zu verbessern, etwa eine verhaltenstherapeutische
Behandlung (der Angstsymptomatik), Entspannungsübungen, medikamentöse-
antidepressive Therapie, Optimierung der somatischen-neurologischen (speziell
medikamentösen) Behandlung.
3.4 Im Gutachten wurde gemeinsam festgehalten, dass die Beschwerdeführerin darin
tatsächlich Hilfe benötige, dass eine Reduktion der Anfallsfrequenz und eine gewisse
Stabilität ihres Zustandsbildes sich aus (interdisziplinär) neurologischer und
psychiatrischer Sicht betrachtet nicht allein durch medikamentöse Massnahmen,
sondern vor allem durch eine sehr gute und konsequente Veränderung in der
psychosozialen Struktur ihres Umfeldes und zusätzliche medizinische (auch alternative
medikamentöse) und psychotherapeutische Massnahmen erreichen lassen würden
(vgl. IV-act. 35-17).
4.
4.1 Bei der Begutachtung, auf welcher die oben erwähnte neurologische Beurteilung
basiert, waren unter anderem Hirnnerven-, muskuloskelettaler und Reflex-Status sowie
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Sensibilität und Motorik geprüft, Stand- und Gangproben gemacht und der klinisch-
neuropsychologische Befund erhoben worden. Der Gutachter der Neurologie ging
davon aus, dass seit dem 16. Lebensjahr bei der Beschwerdeführerin eine Epilepsie (er
selbst bezeichnet sie in der Diagnose wie erwähnt als kryptogenetisch) bestehe. Diese
habe nach Angaben des Epilepsie-Zentrums auch in der Tat objektiviert werden
können; es habe eine entsprechende EEG-Pathologie nachgewiesen werden können.
4.2 Als Beurteilung des fachärztlichen Gutachters besitzt diese Feststellung
erhebliches Gewicht. Zudem hatte der für das Schweizerische Epilepsie-Zentrum
berichtende Arzt damals (im Januar 2010) festgehalten, keinen Zweifel an der Diagnose
einer Epilepsie zu haben. Jener Bericht basierte auf einer (lediglich) einmaligen
Untersuchung der Beschwerdeführerin, einem EEG (mit mässigen unspezifischen
Verlangsamungsherden, Auftreten von spike-Komplexen und sehr häufig diffus bilateral
irregulärer spike wave- bzw. polyspike wave-Aktivität und einmaliger Unterbrechung
der Tätigkeit während einer zwei Sekunden dauernden bilateralen Entladung) und der
Anamnese. Es ist zudem darauf hinzuweisen, dass im Bericht gleichwohl ein
Anhaltspunkt für Zweifel beschrieben worden ist. Nicht zuletzt weil sich unter
Lamotrigin die Beschwerden eher verschlechtert als verbessert hätten, bestehe eine
Skepsis gegenüber der Epilepsie-Diagnose. Es ergibt sich aus dem Bericht auch, dass
noch eine definitive Sicherung der Diagnose der Epilepsie (und eine Syndromdiagnose)
für erforderlich gehalten und (während einer Hospitalisation für maximal zwei Wochen)
eine längerdauernde Abklärung (EEG-Langzeit-Ableitungen und neuropsychologische
Untersuchungen) vorgeschlagen wurde (IV-act. 3). Solche ergänzenden Abklärungen
haben bis anhin nach der Aktenlage nicht stattgefunden. Im Rahmen des
neurologischen Gutachtens waren sie nicht möglich; eigene apparative Abklärungen
hat der Gutachter der Neurologie nicht veranlasst. Er gab bekannt, auf tatsächlich
echte iktale Ereignisse würden die Beobachtung von Zungenbissen und die
Verletzungen in den Anfällen sowie die protrahierte Reorientierungsphase hindeuten
(vgl. IV-act. 35-15). Diesbezüglich fragt sich, ob diese Anhaltspunkte ausreichend
objektiviert worden sind. - Die (jüngeren) EEG des Universitätsspitals O._ haben nach
der Aktenlage teilweise pathologische Befunde gezeigt (am 11. September 2013 und
am 31. Juli 2014 - im Unterschied zu jenem vom 22. Juli 2014 - etwa intermittierende
Herdbefunde und Zeichen einer Übererregbarkeit), jedoch wird gegebenenfalls lediglich
von epilepsieverdächtigem Ablauf bzw. -verdächtigen Potenzialen berichtet (IV-act.
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60-4, 72-2). Ein cerebrales MRT vom 18. September 2013 fiel normal aus, ein Korrelat
des epileptogenen Fokus frontal rechts fand sich nicht (IV-act. 60-3). Dazu kommt,
dass die Diagnose einer Epilepsie nach der Aktenlage (IV-act. 2-1) einmal
ausgeschlossen worden ist. Berichte des betreffenden Neurologen Dr. B._ sind in
den Akten allerdings nicht zu finden.
4.3 Es zeigt sich ausserdem, dass aus Sicht des Gutachters der Neurologie jedenfalls
die Annahme zu treffen war, dass zusätzlich auch psychogene Anfälle aufträten. In
diesem Zusammenhang wurde auf den Umstand hingewiesen, dass während der
Anfälle die Augen teilweise auch geschlossen gewesen seien (IV-act. 35-27).
4.4 Die Beschwerdeführerin selbst ist der Auffassung, dass ihre Epilepsie allein durch
die psychische Situation hervorgerufen werde (davon sei sie auch durch sachliche
Einwände nicht abzubringen; IV-act. 35-22). Sie beschrieb im Übrigen bei der
Begutachtung auch ein Sturzereignis mit nicht-epileptischer Ursache (vgl. IV-act.
35-21).
4.5 Es drängt sich vorliegend demnach auf, eine ergänzende Abklärung mit dem Ziel
der medizinisch (vom Schweizerischen Epilepsie-Zentrum) vorgeschlagenen, aber bis
anhin ausgebliebenen Sicherung (oder Verwerfung) der somatischen Diagnose einer
epileptischen Erkrankung zu veranlassen. Eine ergänzende diagnostische Abklärung
erübrigt sich vorliegend nicht etwa infolge des finalen Charakters der
Invalidenversicherung (vgl. dazu unten E. 7.1).
5.
5.1 Der Gutachter der Psychiatrie hatte ebenfalls die Befunde erhoben. Es hätten eine
leicht gehobene Stimmung und ein lebhafter Antrieb mit Rededrang bestanden. Die
Primärpersönlichkeit habe den Eindruck von Ängstlichkeit und Unsicherheit vermittelt.
Es sei von einer kombinierten Persönlichkeitsstörung und einer relevanten
Angststörung auszugehen. Dabei hätten sich auch abhängige, asthenische, depressive,
emotional instabile sowie unreife und vermeidende Anteile gefunden. In Bezug auf ICF
hätten sich keine erkennbaren, in der Untersuchung reproduzierbaren Einbussen der
kognitiven Fähigkeiten ergeben, doch bestehe eine eingeschränkte Durchhaltefähigkeit
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mit Neigung zu aggressiven Ausbrüchen in Stresssituationen und Tendenzen zu
Selbstschädigung durch exzessiven Alkoholgenuss (die Beschwerdeführerin hatte
angegeben, der Alkoholkonsum habe zweieinhalb Jahre vor der Begutachtung massiv
zugenommen, vgl. IV-act. 35-10; für die Zeit der Begutachtung war das Ausmass nicht
mehr quantifiziert, vgl. IV-act. 35-8, bzw. ein Konsum verneint worden, vgl. IV-act.
35-26). Es bestünden Funktionsbeeinträchtigungen des Temperaments und Störungen
der umweltbezogenen und der personenbezogenen Kontextfaktoren (teilweise Non-
Compliance bei Medikation; zwar abgeschlossene Berufsausbildung, aber
unzureichende Berufserfahrung), teilweise übertriebene, fast hypochondrisch
anmutende, teils zu geringe Krankheitseinsicht mit Unbekümmertheit (speziell
bezüglich des somatischen Leidens).
5.2 Nach der jüngsten bundesgerichtlichen Rechtsprechung (BGE 143 V 418 E. 7.1 f.)
sind grundsätzlich (bei Ausnahmen nach dem jeweiligen Beweisbedarf) sämtliche
psychischen Erkrankungen einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281
zu unterziehen, denn bei sämtlichen psychischen Störungen bestehen trotz
variierender Prägnanz der erhebbaren Befunde im Wesentlichen vergleichbare
Beweisprobleme. Für die Beurteilung des funktionellen Leistungsvermögens sind nach
dem genannten BGE 141 V 281 in der Regel diverse Standardindikatoren beachtlich,
die in zwei Kategorien systematisiert werden, nämlich einerseits in der Kategorie des
funktionellen Schweregrads und anderseits in jener der Konsistenz. Zum funktionellen
Schweregrad sind die Komplexe "Gesundheitsschädigung" (mit den Aspekten der
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde, des Behandlungs- und
Eingliederungserfolgs oder der entsprechenden Resistenz und der Komorbiditäten),
"Persönlichkeit" (mit Persönlichkeitsdiagnostik und persönlichen Ressourcen) und
"Sozialer Kontext" zu berücksichtigen. In der Kategorie der Konsistenz geht es um
Gesichtspunkte des Verhaltens, namentlich um eine gleichmässige Einschränkung des
Aktivitätenniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen und um behandlungs- und
eingliederungsanamnestisch ausgewiesenen Leidensdruck (vgl. BGE 141 V 281 E.
4.1.3). Soweit die festgestellte Leistungseinschränkung auf Aggravation oder einer
ähnlichen Erscheinung beruht oder unter dem Einfluss der Folgen der Erzielung eines
sekundären Krankheitsgewinns steht (der rechtlich grundsätzlich unbeachtlich zu
bleiben hat, vgl. BGE 130 V 352), liegt nach der Rechtsprechung regelmässig keine
versicherte Gesundheitsschädigung vor. Hinweise darauf ergeben sich (im
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Zusammenhang mit einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung entwickelt)
namentlich, wenn: eine erhebliche Diskrepanz zwischen den geschilderten Schmerzen
und dem gezeigten Verhalten oder der Anamnese besteht; intensive Schmerzen
angegeben werden, deren Charakterisierung jedoch vage bleibt; keine medizinische
Behandlung und Therapie in Anspruch genommen wird; demonstrativ vorgetragene
Klagen auf den Sachverständigen unglaubwürdig wirken; schwere Einschränkungen im
Alltag behauptet werden, das psychosoziale Umfeld jedoch weitgehend intakt ist (BGE
141 V 281 E. 2.2).
5.3
5.3.1 Dem bereits vor BGE 141 V 281 erstatteten Gutachten der MEDAS vom Januar
2013 lässt sich zu den Indikatoren unter anderem entnehmen, dass die Beschreibung
ihrer derzeitigen Hilflosigkeit und ihres Unvermögens, mit psychischen Belastungen
umzugehen, welche die Beschwerdeführerin dem Neurologen gegenüber abgegeben
habe, ausgesprochen authentisch gewirkt habe und in emotional appellativer,
hilfesuchender Weise erfolgt sei. Die Angaben der Beschwerdeführerin würden dem
Gutachter prima vista glaubwürdig erscheinen. Auch die Darstellung ihres guten
Willens, die auch von der Beschwerdeführerin selber erkannten hohen Ressourcen und
Fähigkeiten in irgendeiner Art wieder ins Leben einbringen zu wollen, wirke authentisch
(IV-act. 35-27). Der Gutachter der Psychiatrie gab unter anderem an, die
Realitätsorientierung der Beschwerdeführerin sei, basierend auf ihren Erfahrungen und
Erwartungen, in Bezug auf die mögliche Wiederaufnahme einer beruflichen Tätigkeit
reduziert. Durch Bedürfnisse und Erfahrungen bestimmte Emotionen würden bei ihr zu
subjektiv bedürfnisbefriedigendem Denken und zu Handlungen führen, die bezüglich
einer solchen Wiederaufnahme eine eher abwehrende Haltung bewirkten (VI-act.
35-12).
5.3.2 In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass Erwerbsunfähigkeit
gemäss Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich durch Folgen gesundheitlicher
Beeinträchtigung begründet sein kann und nur so weit vorliegt, als sie aus objektiver
Sicht nicht überwindbar ist.
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5.3.3 Was die Gegenüberstellung mit den Aktivitäten der Beschwerdeführerin in
vergleichbaren Lebensbereichen betrifft, sind namhafte Anhaltspunkte für
Einschränkungen allein bei der psychiatrischen Begutachtung erwähnt worden. Die
Beschwerdeführerin beschrieb dort, sie fühle sich tagsüber müde und lege öfters
Pausen ein. Wenn sie müde sei, lege sie sich hin, sonst bekomme sie einen Anfall.
Nachmittags mache sie je nach Verfassung einen Spaziergang oder Einkäufe oder lese
Bücher (vgl. IV-act. 35-11). Andernorts hat die Beschwerdeführerin bei der
Begutachtung zu ihrem Alltag angegeben, sie fahre Fahrrad und jogge täglich und
verbessere autodidaktisch ihre Fremdsprachenkenntnisse; sie gehe einkaufen und
bereite für sich und ihren X._ die Mahlzeiten vor, den gemeinsamen Haushalt
bewältige sie allein, ohne die Hilfe des X._; sie meide derzeit gesellschaftliche
Aktivitäten, habe aber mit ihrem Freund Ferien im Ausland gemacht (vgl. IV-act. 35-22;
vgl. zu Haushalt und Freizeit auch die Angaben bei IV-act. 35-11, 35-29 und 35-28).
5.3.4 In Bezug auf die Frage, inwiefern behandlungs- und eingliederungsanamnestisch
ein Leidensdruck erkennbar geworden ist, fällt auf, dass die Compliance der
Beschwerdeführerin zeitweise fehlte oder mangelhaft war, sie nämlich Untersuchungen
abgelehnt und medikamentöse Behandlungen abgelehnt oder abgesetzt hat (vgl. IV-
act. 2-1, 2-3, 3-1, 12-2, IV-60-4, 73-2 und 94-4; erstmals verwertbarer Lamotrigin-
Serumspiegel IV-act. 16-1). Sie gab bei der neurologischen Begutachtung an, sie habe
wegen ihres ausgesprochen schlechten Selbstwertgefühls nicht gewagt, bei den Ärzten
zu fragen, ob die Medikamente wirken oder sogar zur Verschlechterung führen würden
(vgl. IV-act. 35-24). Bei der Begutachtung wurden - soweit ersichtlich - keine
Serumspiegelmessungen veranlasst. Bei der neurologischen Begutachtung gab die
Beschwerdeführerin des Weiteren an, sie stehe seit ihrem zwölften Lebensjahr bei
Psychiatern in Behandlung, seit dem sechzehnten auch bei den Neurologen (vgl. IV-
act. 35-26), bei der psychiatrischen Begutachtung erklärte sie, seit dem zwölften
Lebensjahr (bzw. mit zwölf Jahren bereits) bei einem Psychiater in Behandlung
gestanden zu haben und mit dreizehn Jahren sogar in einer psychiatrischen Klinik
hospitalisiert gewesen zu sein, wobei sie aber nicht mehr genau wisse, wo das
gewesen sei (vgl. IV-act. 35-10). Nach Angaben des ab März 2006 behandelnden
Neurologen Dr. C._ war, jedenfalls was die Behandlung durch ihn selbst betrifft, ein
Unterbruch von mehr als drei Jahren zu verzeichnen gewesen (von November 2007 bis
März 2011). Vorakten zu psychiatrischen Behandlungen vor Oktober 2010 liegen bis
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anhin nicht vor. Welche Intensität die Behandlung bei Prof. P._ hatte, ist, wie die
Beschwerdegegnerin zu Recht festhält, ebenfalls (noch) nicht ersichtlich. Dem
Gutachter der Psychiatrie gegenüber gab die Beschwerdeführerin an, sie habe alles
unternommen, die gesundheitlichen Störungen zu überwinden, sei jedoch immer
wieder - auch von den Ärzten - enttäuscht worden, deswegen habe sie diese
gewechselt. Erst in letzter Zeit gelinge es ihr, durch Ruhe die Anfälle einzudämmen.
Andere Hilfen seien nicht möglich bzw. hätten bislang nicht gefruchtet (vgl. IV-act.
35-1). Zur erwerblichen Seite gab die Beschwerdeführerin bei der Begutachtung im
Übrigen an, nach der zweijährigen Ausbildung habe sie sich erfolglos um Stellen
beworben. Zwischendurch seien erneut mehrere Anfälle erfolgt. Es sei besser für sie,
keiner Beschäftigung nachzugehen (vgl. IV-act. 35-9). - Erst nach ergänzenden
Abklärungen zu den vorhandenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen wird das
Verhalten der Beschwerdeführerin in Bezug auf die (somatischen und/oder
psychiatrischen) Behandlungen abschliessend gewürdigt werden können. Zu
berücksichtigen sein werden aber auch diesbezüglich wie erwähnt nur
gesundheitsbedingte Hindernisse, die auch bei zumutbarer Anstrengung nicht
überwunden werden können.
5.4 Auch unter psychiatrischem Aspekt besteht nach dem Dargelegten im Hinblick auf
das Erreichen einer höheren Objektivierung Bedarf an einer weiteren Abklärung.
6.
6.1 Zwar ist, was den diagnostischen Teil der ungeklärten Fragen betrifft,
einzuräumen, dass für die Invalidenversicherung als finale Versicherung nicht die
Diagnose als solche entscheidend ist, sondern es auf die Auswirkungen der
gesundheitlichen Schädigungen auf die Leistungsfähigkeit ankommt. Dennoch kann
die Genese einer Schädigung für die ärztliche Stellungnahme zur Arbeitsfähigkeit und
die Beurteilung des Anspruchs auf eine Rente durchaus bedeutsam sein
(beispielsweise die Verursachung durch Unfall oder degeneratives Geschehen für die
Nachvollziehbarkeit von geklagten Beschwerden, vgl. Entscheid des Eidgenössischen
Versicherungsgerichts vom 3. November 2003, I 5/03 E. 3.2). Vorliegend ist zu
berücksichtigen, dass die Ursache der attestierten Einschränkung in der
Arbeitsfähigkeit insofern relevant ist, als einerseits hinsichtlich der psychiatrischen
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Leiden nach der Rechtsprechung wie erwähnt Augenmerk auf verschiedene
Standardindikatoren zu legen ist, und als die Ursachen (somatisch oder psychiatrisch)
anderseits (nebst der Behandlung) für Anforderungen an eine allfällige Mitwirkung der
Beschwerdeführerin von Bedeutung sein können.
6.2 Zusammenfassend ist eine ergänzende medizinische Abklärung des
Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin, namentlich im
Sinn einer ergänzenden Sicherung der Diagnosestellungen (die nach der Aktenlage
einen längeren Beobachtungszeitraum erfordern) und, was psychiatrische Leiden
betrifft, gegebenenfalls einer Auseinandersetzung mit den Standardindikatoren gemäss
BGE 141 V 281, zu veranlassen. Dabei wird, auch wenn sich in der gegebenen
Aktenlage aus den gut drei Jahren seit der Begutachtung im September 2012 bis zum
vorliegend massgeblichen Beurteilungszeitpunkt der angefochtenen Verfügung (2016)
keine Anhaltspunkte für eine relevante Veränderung gezeigt haben, (neu) zu klären sein,
ob allenfalls eine solche eingetreten ist. Angesichts des jungen Alters der
Beschwerdeführerin wird auch entsprechend den Ergebnissen präziser geklärt werden
müssen, ob allenfalls (und gegebenenfalls welche) medizinische Behandlungen zu einer
späteren Verbesserung der Arbeitsfähigkeit (und einer Senkung eines allfälligen
Invaliditätsgrads) beitragen könnten und inwiefern der Beschwerdeführerin eine gute
Mitwirkung dabei medizinisch möglich und zumutbar ist (oder ob eine allfällige Non-
Compliance auf gesundheitliches Unvermögen zurückzuführen ist). Werden die
Verhältnisse bezüglich Gesundheitsschadens und allfälliger zumutbarer medizinischer
Eingliederung geklärt sein, so wird sich danach allenfalls weiter die Frage nach einer
zumutbaren beruflichen Eingliederung stellen. Es rechtfertigt sich bei den dargelegten
vorliegenden Gegebenheiten eine Rückweisung der Sache zur Abklärung an die
Beschwerdegegnerin.
7.
7.1 Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde insofern gutzuheissen,
als die angefochtene Verfügung vom 29. Januar 2016 aufzuheben und die Sache zu
ergänzenden medizinischen Abklärungen im Sinn der Erwägungen und zu
entsprechender neuer Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist.
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7.2 Eine Rückweisung stellt praxisgemäss aus prozessualer Sicht ein vollständiges
Obsiegen dar (vgl. BGE 137 V 57), weshalb es sich rechtfertigt (vgl. Art. 95 Abs. 1 VRP/
SG, sGS 951.1), der Beschwerdegegnerin die nach dem Verfahrensaufwand und
unabhängig vom Streitwert (vgl. Art. 69 Abs. 1bis IVG) auf Fr. 600.-- festzusetzenden
Gerichtskosten aufzuerlegen. Die am 21. März 2016 bewilligte unentgeltliche
Rechtspflege braucht nicht in Anspruch genommen zu werden.
7.3 Die Beschwerdeführerin hat zulasten der Beschwerdegegnerin Anspruch auf eine
nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses zu
bemessende Parteientschädigung (vgl. Art. 61 lit. g ATSG; vgl. auch Art. 98 ff. VRP/
SG). Diese ist auf Fr. 3'500.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer)
festzulegen.