Decision ID: 774a1202-1a6d-5623-bb92-55ea0eabbee7
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1960
,
bezieht seit
1.
März 2008 bei
einem
Invaliditäts
grad
von 63 % eine
Dreiviertelsrente
der Invalidenversicherung, zuzüglich
Kin
der
renten
(Urk.
8/
9-
10
). Am
2
5.
November 2013 meldete
er
sich
an
seinem
Wohnort bei der Gemeindeverwaltung
Z._
, Durchführungsstelle für Zusatz
leistungen zur AHV/IV,
zum Bezug von Ergänzungs- und Zusatzleistungen
zur
Inva
lidenrente
an (Urk.
8/1
).
Mit Verfügung vom
1
7.
Januar 2014
(Urk.
8/19
)
verneinte
die
Gemeindeverwal
tung
Z._
, Durchführungsstelle für Zusatzleistungen zur AHV/IV, einen An
spruch des Versicherten auf eine jährliche Ergänzungsleistung ab November 201
3.
Die vom Versicherten und seiner Ehegattin
,
Y._
, geboren 1963,
am 1
4.
Februar 2014 dagegen erhobene Einsprache (
Urk
8/20) wies die Gemein
deverwaltung
Z._
mit Entscheid vom
1.
April 2014 (
Urk.
8/23 =
Urk.
2)
ab.
2.
Gegen den
Einspracheentscheid
vom
1.
April 2014
(
Urk.
2) erhob
en
der
Versi
cherte
und seine Ehegattin
am
1
3.
Mai 2014
Beschwerde und bean
tragte
n
,
die
ser sei aufzuheben und
es sei
die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, die ihnen zustehenden gesetzlichen Leistungen auszurichten (S. 2).
Mit
Beschwerdeant
wort
vom
4.
August
2014
(Urk.
7
) beantragte die
Gemeindeverwaltung
Z._
die Abwei
sung der Beschwerde.
Mit Replik vom 1
3.
November 2014 (
Urk.
13) hiel
ten die Beschwerdeführenden an ihrem beschwerdeweise gestellten
Rechtsbe
gehren
fest. Die Beschwerdegegnerin liess sich dazu nicht vernehmen.
Mit Verfügung vom 1
2.
Januar 2015 (Urk. 16)
wurden die Akten der Invaliden
versicherung in Sachen
des Beschwerdeführers
(Urk.
18/1-170
) beigezogen.
Die Parteien liessen sich dazu ni
cht vernehmen (Urk. 23 und Urk.
25). Mit Verfü
gung vom 2
4.
März 2015 (
Urk.
27) wurden die Beschwerdeführenden aufgefor
dert, im Rahmen einer schriftlichen Stellungnahme verschiedene Fragen zu beantworten und die Antworten zu belegen
. Dieser
Aufforderung
sind
die Beschwerdeführenden mit Eingabe vom 2
7.
Mai 2015 (
Urk.
30) nach
gekommen
. Eine Kopie der Eingabe vom 2
7.
Mai 2015 wurde der Beschwerdegegnerin am 2
8.
Mai 2015 zugestellt (
Urk.
31).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss Art. 2 Abs. 1 des Bundesgesetzes über Ergänzungsleistungen zur Alters
, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELG) haben Personen
Anspruch auf Ergänzungsleistungen, wenn sie die Voraussetzungen nach den Art. 4-6 ELG erfüllen. Dabei entspricht die jährliche Ergänzungsleistung dem Betrag, um den die anerkannten Ausga
ben die anrechenbaren Einnahmen übersteigen (Art. 9 Abs. 1 ELG). Die anre
chenbaren Einnahmen werden nach Art. 11 ELG berech
net.
1.2
Die anerkannten Ausgaben sowie die anrechenbaren Einnahmen von nicht getrennt lebenden Ehegatten werden zusammengerechnet (Art. 9 Abs. 2 ELG in Verbindung mit Art. 1 der Verordnung über die
Ergänzungsleistungen zur Alters
, Hinterlassenen
- und Invalidenversicherung, ELV
)
.
Zu den anrechen
ba
ren Einnahmen gehören nach Art. 11 Abs. 1 ELG
, in der ab 1. Januar 2011 gel
ten
den Fassung:
Z
wei Drittel der Erwerbseinkünfte in Geld oder Naturalien, soweit sie bei alleinstehenden Personen jährlich Fr. 1'000.-- und bei Ehepaaren und Personen mit rentenberechtigten Waisen oder mit Kindern, die einen Anspruch auf eine Kinderrente der AHV oder IV begründen,
Fr.
1'500.-- übersteigen (
lit
. a.);
Einkünfte aus beweglichem und unbeweglichem Vermögen (
lit
. b); ein Fünfzehntel (bei Altersrentnern ein Zehntel) des Reinvermögens, soweit es bei Alleinstehenden
Fr.
37'
500.--
, bei Ehepaaren
Fr.
60'
000.-- u
nd bei rentenberechtigten Wai
sen sowie bei Kindern, die einen Anspruch auf eine Kinderrente der AHV oder IV begründen,
Fr.
15'000.-- übersteigt
; gehört der Bezügerin oder dem Bezüger oder einer Person, die in die Berechnung der Ergänzungsleistung eingeschlossen ist, eine Liegen
schaft, die mindestens von einer dieser Personen bewohnt wird, so ist nur der
Fr. 112‘
500
.--
übersteigende Wert der Liegenschaft b
eim Vermö
gen zu berücksichtigen
(
lit
. c);
Renten, Pensionen und andere wiederkehrende Leistungen, einschliess
lich der Renten der AHV und der IV (
lit
. d);
Leistungen aus Verpfründungsvertrag und ähnlichen Vereinbarungen
(
lit
. e)
;
Familienzulagen (
lit
. f);
Einkünfte und Vermögenswerte, auf die ver
zichtet worden ist (
lit
. g)
;
familienrechtliche Unterhaltsbeiträge (
lit
. h).
1.3
Zeitlich massgebend für die Berechnung der jährlichen Ergänzungsleistung sind gemäss Art. 23 Abs. 1 ELV in der Regel die während des vorausgegangenen Kalenderjahres erzielten anrechenbaren Einnahmen sowie das am 1. Januar des Bezugsjahres vorhandene Vermögen.
1.4
Als Einnahmen angerechnet werden unter anderem Einkünfte, auf die verzichtet worden ist (Art. 11 Abs. 1
lit
. g ELG).
Invaliden unter 60 Jahren
bei einem
Inva
liditätsgrad
von 60 bis unter 70 Prozent
ist
mindestens
zwei Drittel des Höchst
be
trages für den Lebensbedarf
von Alleinstehenden nach
Art.
10 Abs. 1
lit
. a Ziff. 1 ELG anzurech
nen (
Art.
14a Abs. 2
lit
. b ELV in Verbindung mit
Art.
9 Abs. 5
lit
. c ELG). Der Höchstbetrag für den allgemeinen Lebensbedarf nach
Art.
10 Abs. 1
lit
. a ELG betrug bei alleinstehenden Personen in der Zeit vom 1. Januar 2013 bis 31. Dezember 2014 Fr. 19‘210.-- (
Art.
1 der Verordnung 13 über Anpassun
gen bei den Ergänzungsleistungen zur AHV/IV vom 2
1.
Septem
ber 2012).
1.5
Wird der Grenzbetrag in
Art.
14a Abs. 2
lit
. a ELV nicht erreicht, insbesondere wenn keine Erwerbstätigkeit ausgeübt wird, gilt nach der Rechtsprechung die Vermutung eines Verzichts auf Einkünfte im Sinne von
Art.
11 Abs. 1
lit
. g ELG. Diese Vermutung kann durch den Nachweis, dass invaliditätsfremde Gründe wie Alter, mangelhafte Ausbildung und Sprachkenntnisse, persönliche Umstände oder die Arbeitsmarktsituation die Verwertung der
Resterwerbs
fähig
keit
übermässig erschweren oder verunmöglichen, widerlegt werden (Urteil des Bundesgerichts 9C_190/2009 vom 11. Mai 2009 E. 3.2 mit Hinweisen). Dabei besteht eine verstärkte Mitwirkungspflicht der EL-ansprechenden oder -bezie
henden Person bei der Sachverhaltsabklärung durch das
Durch
führungs
organ
der EL (
Art.
43 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozi
al
vers
icherungsrechts
, ATSG) in dem Sinne, dass sie die Umstände geltend zu ma
chen hat, welche nach ihrer Auffassung geeignet sind, die Vermutung eines
Ein
kommensverzichts
umzustossen. Werden solche Umstände nicht geltend ge
macht und sind sie auch nicht ohne Weiteres ersichtlich, oder führen die Ab
klärungen zu keinem schlüssigen Ergebnis, hat die invalide EL-ansprechende oder -beziehende Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 117 V 153 E. 3b). Sie hat sich anrechnen zu lassen, was sie mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigung an
Erwerbseinkom
men
tatsächlich noch erzielen könnte (Urteil des Bundesgerichts 9C_505/2013 vom 31. Juli 2013 E. 2.2).
1.6
Nach der Rechtsprechung (Urteil des Bun
desgerichts 9C_916/2011 vom 3. Februar 2012 E. 1.3) ist unter dem Titel des Verzichtseinkommens (Art. 11 Abs. 1
lit
. a und g ELG) ein hypothetisches Ein
kommen eines Ehegatten oder ei
ner Ehegattin einer leistungsansprechenden Person anzurechnen, sofern diese Person auf eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder auf deren zumutbare Ausdeh
nung verzichtet (BGE 117 V 287 E. 3b).
Ob und allenfalls in welchem Umfang
der Ehegattin oder dem Ehegatten einer leistungsansprechenden Person
eine Erwerbstätigkeit zugemutet werden kann, ist stets im konkreten Einzelfall zu prüfen, unter Berücksichtigung
familien
rechtlicher
, namentlich der im Bereich des nachehelichen Unterhalts geltenden Grundsätze (BGE 117 V 287 E. 3c). Ab
zustellen ist somit auf das Alter, den Gesundheitszustand, die Sprachkenntnisse, die Ausbildung, die bisherige Tätig
keit, die konkrete Arbeitsmarktlage sowie
gegebenenfalls auf die Dauer der Abwesenheit vom Berufsleben (BGE 134 V 53 E. 4.1
mit Hinweisen). Bemüht sich die Ehegattin
oder der Ehegatte
trotz (teil
weiser)
zumutbarerweise
verwert
barer Arbeitsfähigkeit nicht um eine Stelle, verletzt
er oder
sie dadurch die
ihm oder
ihr obliegende
Schadenminderungs
pflicht
(Urteil
e des Bundesgerichts 9C_717/2010 vom 26. Januar 2011 E. 3.1 und
9C_539/2009 vom
9.
Februar 2009 E. 4.1).
1.7
Nach
der Rechtsprechung
sind bei Hilfsarbeiten grundsätzlich weder (gute) Kennt
nisse der deutschen Sprache noch eine Schul- oder andere Ausbildung erforderlich. Daher steht
eine
Häufung der für die Verwertung einer verbleiben
den Arbeitsfähigkeit ungünstigen Faktoren wie die fehlende Schul- und Ausbil
dung, mangelnde Deutschkenntnisse und fehlende Berufserfahrung einer An
rechnung eines hypothetischen Einkommens nicht entgegen
(Urteil
e
des Bun
desgerichts
9C_717
/2010 vom 26. Januar 2011 E. 5.1 und
9C_539/2009 vom
9.
Februar 2010 E. 5.2.2).
1.8
Ferner ist bei der Festlegung eines hypothetischen Einkommens zu berücksichti
gen, dass für die Aufnahme und Ausdehnung der Erwerbstätigkeit eine gewisse Anpassungsperiode erforderlich und nach einer langen Abwesenheit vom Berufs
leben die volle Integration in den Arbeitsmarkt in einem gewissen Alter nicht mehr möglich ist. Dem wird im Rahmen der Ergänzungsleistung
en
dadurch Rechnung getragen, dass
betroffenen Personen
allen
falls im Einzelfall eine realistische Übergangsfrist für die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit oder Erhöhung des Arbeitspensums zuzugestehen ist, bevor ein hypothetisches
Er
werbseinkommen
angerechnet wird
. Dies
gilt sowohl für laufende als auch für erstmals beantragte
Ergänzungs
leistungen
(Urteil des Bundesgerichts 9C_630/2013 vom 29. September 2014 E. 3
und E. 5.1
; AHI 2001 S. 132, P
18/99 E. 1b).
1.
9
Des Weiteren gilt es die
Schadenminderungs
pflicht
zu berücksichtigen. Sie ist als allgemeiner Grundsatz des
Sozial
versiche
rungsrechts
bei der
Leistungsfest
setzung
regelmässig und zwingend zu beachten (BGE 129 V 460 E. 4.2). Art. 11 Abs. 1
lit
. g ELG bezweckt ganz allgemein die Ver
hinderung von Missbräuchen. Unter dem Blickwinkel der allgemeinen
Scha
den
minderungs
pflicht
darf von Leistungsansprechenden, bei welchen sich das von den Ergänzungsleistungen abgedeckte Risiko bereits verwirklicht hat, ohne Weiteres erwartet werden, dass sie sämtliche
Einkunftsmöglichkeiten
, über die sie verfügen, auch tatsächlich realisieren. Dies ist mit Blick auf die gemeinsame eheliche Unterhaltspflicht auch von den nicht invaliden Ehegatten von
Leis
tungsbeziehenden
zu verlan
gen (Urteil des Bundesgerichts 9C_916/2011 vom 3. Februar 2012 E. 3.2).
1.10
Die hypothetische Frage, ob Ehegatten von EL-Bezügern bei Aufbringung des zumutbaren guten Willens eine Stelle finden und in welcher Höhe sie Erwerbs
einkünfte erzielen könnten, lässt in der Regel ohne vorgängige Abklärungen zum Einzelfall weder schematisches Abstellen auf statistische Durchschnitts
werte noch mehr oder weniger gesicherte Erfahrungsannahmen zu, die zwar für einen Grossteil der Versicherten zutreffen mögen, aber nichts über das beruf
lich-erwerbliche Leistungsvermögen im konkreten Fall aussagen. Ob, in welcher Weise und in welcher Intensität jemandem, der bisher erwerblich mehr oder weniger inaktiv gewesen ist, die Aufnahme einer Arbeit auf dem in Frage kom
menden konkreten Arbeitsmarkt nach den vorhandenen Fähigkeiten zugemutet werden kann, ist, in Anbetracht des hypothetischen Charakters des
Beweis
the
mas
, wesentlich auch eine Frage des persönlichen Eindruckes. Das Angebot an offenen geeigneten Stellen für Personen, welche die persönlichen und berufli
chen Voraussetzungen der Betroffenen aufweisen, einerseits und die Zahl der Arbeit suchenden Personen andererseits sind zu berücksichtigen. Die Abklärung der lokal massgebenden Verhältnisse kann zum Beispiel durch Befragung der kantonalen Arbeitsmarktbehörde oder bezüglich Lohnhöhe durch Heranziehen der regionalen Werte der vom Bundesamt für Statistik heraus
gegebenen
Lohn
strukturerhebung
(LSE) erfolgen (Urteile des Bundesgerichts P 64/03 vom 27. Februar 2004, E. 3.3.2, und P 18/02 vom 9. Juli 2002, E. 3b, mit Hinweisen).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging
in der Verfügung vom 1
7.
Januar 2014 (Urk. 8/19
/1-2
) und in dem diese bestätigenden
Einspracheentscheid
vom
1.
April 2014 (
Urk.
2)
davon aus, dass
dem Beschwerdeführer gemäss der
Ren
tenverfügung
der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 2
4.
August 2009 die Ausübung einer behinderungsangepassten Tätigkeit im Umfang eines Arbeitspensums von 50
%
zuzumuten sei, und dass er dabei nach einem Abzug vom Tabellenlohn von 10
%
im Jahre 2008 ein
Erwerbsein
kommen
von Fr. 27‘497.85 hätte erzielen können (
Urk.
2 S. 2), dass seine Ehe
gattin in ihrer gegenwärtig ausgeübten Tätigkeit als Gebäudereinigerin einen Jahresverdienst von
Fr.
6‘000.-- erzielen könnte, und dass nach Abzug einer Pauschale von
Fr.
1‘500.-- den Beschwerdeführenden ein hypothetisches Erwerbseinkommen im Umfang von 2/3 von Fr. 32‘000.
beziehungsweise von
Fr.
21‘333.-- im Jahr anzurechnen sei (
Urk.
8/19/2 S. 1).
2.2
Die Beschwerdeführenden bringen
hiegegen
vor, dass
die Beschwerdegegnerin
bei der Bemessung des hypothetischen Einkommens zu Unrecht vo
n dem von der Invalidenversicherung ermittelten Invalideneinkommen ausgegangen sei.
Vielmehr sei
en
als hypothetisches Erwerbseinkommen des Beschwerdeführers lediglich 2/3 des Lebensbedarfs für Alleinstehende gemäss
Art.
10
Abs.
1
lit
. a
Ziff.
1 ELG von Fr. 19‘210.-- und mithin
Fr.
12‘807.-- zu berücksichtigen (Urk. 1 S. 3).
Dazu sei das
Einkommen der Beschwerdeführerin von Fr. 6‘000.--
dazuzurechnen und ein Freibetrag von
Fr.
1‘500.-- abzuziehen.
Davon seien den Beschwerdeführenden 2/3 und mithin
Fr.
11‘538.-- als hypothetisches Einkom
men an
zurechnen (
Urk
1 S. 5).
3.
3.1
Mit Verfügungen vom 1
1.
Februar 2010 (
Urk.
8/9-10 und
Urk.
18/142/5-7)
sprach
die
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
,
dem Beschwerdeführer
bei einem Invaliditätsgrad von 63
%
mit Wirkung ab
1.
März 2008 eine
Dreiviertel
s
rente
der Invalidenversicherung
zuzüglich Kinderrenten
zu.
Mit Mitteilung vom 2
0.
Juni 2012 (
Urk.
18/165) stellte die IV-Stelle einen unveränderten Anspruch des Beschwerdeführers auf die bisherige Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von 63
%
fest.
Gemäss dem Feststellungsblatt für den Beschluss (
Urk.
18/121) ging der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) der IV-Stelle davon aus, dass dem Beschwerdeführer die Ausübung behinderungsangepasster, körperlich leichter Tätigkeiten, ohne Überkopfarbeiten, ohne repetitive
Hebear
beiten
mit Lasten von einem Gewicht über 10 Kilogramm und ohne
Vibrations
arbeiten
(Bohren) im Rahmen eines vollzeitlichen Arbeitspensum
s
und einer infolge vermehrter Pausenbedürftigkeit und schmerzbedingter Verlangsamung
verminderten
Leistungsfähigkeit von 50
%
zuzumuten sei, was einer
Resta
r
beitsfähigkeit
von
insgesamt
50
%
entspreche (Urk. 18/121 S. 2).
3.2
Nach der Rechtsprechung (BGE 117 V 202 E. 2b) haben sich EL-Organe und Sozialversicherungsgerichte bei der Festsetzung des anrechenbaren Einkommens Teilinvalider gemäss Art. 14a Abs. 2 ELV in Bezug auf die invaliditätsbedingte Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit grundsätzlich an die
Invaliditäts
bemes
sung
durch die Invalidenversicherung zu halten. Diese Bindung ist deshalb an
gezeigt, weil die EL-Durchführungsorgane zum einen nicht über die fachli
chen Voraussetzungen für eine selbstständige Beurteilung der Invalidität verfü
gen und es zum anderen zu vermeiden gilt, dass der gleiche Sachverhalt unter den
selben Gesichtspunkten von verschiedenen Instanzen unterschiedlich beur
teilt wird. Davon ausgenommen ist eine seit dem rechtskräftigen IV
Entscheid bis zum Zeitpunkt des EL-Entscheides eingetretene gesundheitliche Verände
rung, welche unter Umständen berücksichtigt werden darf (Urteile des Bundes
gerichts 8C_172/2007 vom 6. Februar 2008 E. 7.2 und P 6/04 vom 4. April 2005 E.
3.1.1).
3.3
Vorliegend sind den Akten keine Anhaltspunkte zu entnehmen, dass
sich der Gesundheitszustand des
Beschwerdeführer
s
in einer für den Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung massgeblichen Weise seit Erlass der Mitteilung der IV-Stelle vom 2
0.
Juni 2012 (
Urk.
18/165) erheblich verändert hätte. Eine solche Veränderung des Gesundheitszustan
des
sowie
auch
eine fehlende Ver
wertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers
wird von den Beschwerdeführenden nicht geltend gemacht (Urk. 1). Demnach ist
der Beschwerdeführer
im Bereich der Ergänzungsleistung als Teilinvalider im Umfang eines Invaliditätsgrades von 63
%
zu qualifizieren und es ist
davon auszugehen, dass dem Beschwerdeführer die Ausübung einer
behinderungsan
gepassten
, dem Zumutbarkeitsprofil der Ärzte des RAD entsprechenden
Tätigkeit
im Umfang eines vollzeitlichen Arbeitspensums bei einer verminderten Leis
tungsfähigkeit
von 50
%
zuzumuten war.
Mithin ist von einer
Restarbeitsfähig
keit
von 50
%
auszugehen
.
4.
4.1
Nach der Rechtsprechung
stellt
es
einen allgemeinen Grundsatz des
Sozialversi
cherungsrechts
dar, dass einem Leistungsansprecher im Rahmen der
Schaden
minderungspflicht
Massnahmen zuzumuten sind, die ein vernünftiger Mensch in der gleichen Lage ergreifen würde, wenn er keinerlei Entschädigung zu erwarten hätte (BGE 133 V 504 E. 4.2). In diesem Sinne hat die versicherte Person das ihr Zumutbare zu unternehmen, um die Kosten, welche mittels
Sozi
alversicherungsleistungen
zu vergüten sind, möglichst tief zu halten; dabei bestehen bei einer hohen Inanspruchnahme von Leistungen entsprechend hohe Anforderungen an die versicherte Person hinsichtlich der
Schaden
minderungs
pflicht
(Urteil
des Bundesgerichts
9C_429/2013 vom 2
3.
Oktober 2013 E. 3.1). Für den Bereich der Ergänzungsleistungen bedeutet dies, dass die versicherte Person alles Zumutbare vorzukehren hat, um den Existenzbedarf soweit als möglich, also auch durch ein möglichst hohes Erwerbseinkommen, selbst finan
zieren zu können
(
BGE 140 V 267
E. 5.2.1).
4.2
Bei der Frage nach der Anrechenbarkeit eines hypothetischen Einkommens gilt
es
daher zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer bei der erstmaligen Anmeldung zum Bezug von Ergänzungsleistungen am 2
5.
November 2013 (Urk.
8/1) das 5
3.
Altersjahr schon erreicht hatte
, dass er
seit dem Jahre 2004 keine Erwerbstätigkeit mehr ausübte, dass er
lediglich über einen
Grundschul
abschluss
verfügte, dass er
zwar eine
Anlehre
als Maler und Tapezierer absol
vierte, hingegen
nicht über eine abgeschlossene Berufsausbildung verfügte
(
Urk.
18/135/2,
Urk.
18/142),
und dass ihm die Ausübung einer
behinderungs
angepassten
Tätigkeit aus g
esundheitlichen Gründen lediglich
bei einer vermin
derten Leistungsfähigkeit
von 50
%
zuzumuten war.
Aufgrund der gesetzlich statuierten Vermutung von
Art.
14a
Abs.
2
lit
. b ELV kann aber eine (in grundsätzlicher oder
masslicher
Hinsicht) fehlende Verwertbarkeit der
Restar
beitsfähigkeit
nur angenommen werden, wenn sie mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit (BGE 126 V 353 E. 5b) feststeht.
Dies ist vorliegend indes nicht der Fall.
4.3
Gestützt auf diese Ausgangslage schloss die Beschwerdegegnerin direkt von dem anhand der Tabellenlöhne gemäss LSE ermittelten Invalideneinkommen
v
on
Fr.
27‘497.85
(
vgl.
Urk.
18/142/17
) auf das im Rahmen der Berechnung der jährlichen Ergänzun
gsleistung dem Beschwerdeführer
anrechenbare hypotheti
sche Einkommen
(
Urk.
8/19/1 S. 1)
. Diesbezüglich gilt es indes zu beachten, dass
im Bereich der Invalidenversicherung bei der Ermittlung des
Invaliditäts
grades
auf den ausgeglichenen Arbeitsmarkt ab
ge
stellt wird, während im Bereich der Ergänzungsleistungen von den tatsächlichen Verhältnissen, nicht nur der EL-berechtigten Person, sondern auch des Arbeitsmarktes auszugehen ist (BGE 140 V 267 E. 5.3; Urteile des Bundesgerichts P 40/04 vom 1
7.
August 2005 E. 2 und P 18/02 vom
9.
Juli 2002 E. 4). Aus diesem Grunde muss die EL-Stelle, wenn - insbesondere mit Belegen über erfolglose (qualitativ und quanti
tativ ausreichende) Stellenbemühungen - der Nachweis erbracht wird, dass das angerechnete hypothetische Erwerbseinkommen wegen der persönlichen Situa
tion und der Arbeitsmarktlage nicht erzielt werden kann, dies anerkennen und auf dessen Anrechnung verzichten (BGE 140 V 267 E. 5.3).
Da die
Ergänzungs
leistungen
eine angemessene Deckung des Existenzbedarfs bezwecken, indem sie bedürftigen Rentnern und Rentnerinnen der AHV und IV ein regelmässiges Mindesteinkommen sichern sollen, gilt sodann der Grundsatz, dass bei der Anspruchsberechnung grundsätzlich nur tatsächlich vereinnahmte Einkünfte und vorhandene Vermögenswerte zu berücksichtigen sind (Urteil des Bundesge
richts P 64/03 vom 2
7.
Februar 2004 E. 3.3.1).
4
.4
Aus den vorliegenden
Akten
lässt
sich indes
nicht schliessen, dass
mit überwie
gender Wahrscheinlichkeit
im massgebenden Zeitpunkt
für einen
53jährigen Mann nicht deutscher Muttersprache mit ausschliesslicher Grundschulausbil
dung
,
mit
Anlehre
zum Maler und Tapezierer
und
mit einer Berufserfahrung als Maler und Tapezierer sowie
als
Taxifahrer
in erreichbarer Distanz
zum
Wohnort tatsächlich geeignete Arbeitsstellen verfügbar waren
,
welche
dem Beschwerde
führer
die Erzielung des angenommenen Jahreseinkommens mit einer
dem Zumutbarkeitsprinzip der RAD-
Ärzte entsprechenden Tätigkeit
(
körperlich le
ichte
Tätigkeit, ohne
Überkopf
arbeiten
, ohne repetitive Hebearbeiten mit Las
ten von einem Gewicht über 10 Kilogramm und ohne Vibrationsarbeiten
)
in
einem vollzeitlichen Arbeitspensum bei einer Leistungsfähigkeit von 50
%
(
vgl. vorstehend E.
3.1
)
ermöglicht hätten.
Der Beschwerdegegnerin kann daher nicht gefolgt werden, wenn sie bei der Bemessung des hypothetischen
Erwerbsein
kommens
des Beschwerdeführers
ohne weitere Abklärung
auf das
Invalidenein
kommen
der Invalidenversicherung
abstellte.
4.5
Des Gleichen
ist dem Beschwerdeführer nicht zu folgen, wenn
er
geltend machen will, dass ihm gemäss
Art.
14a
Abs.
2 ELV in Verbindung mit
Art.
10
Abs.
1
lit
. a
Ziff.
1 ELG als hypothetisches Einkommen lediglich zwei Drittel des Lebensbedarfs für Alleinstehende von
Fr.
19‘210.-- und mithin
Fr.
12‘807.-- anzurechnen sei. Denn
in
Art.
14a
Abs.
2 ELV
wird
lediglich
der Mindestbetrag des Erwerbseinkommens bestimmt, welcher
unter 60jährigen Teilinvaliden min
destens anzurechnen ist.
4.6
Die Beschwerdegegnerin, an welche die Sache in diesem Punkte zurückzuweisen ist, wird
,
ausgehend vom Angebot an offenen geeigneten Stellen für Personen, welche die persönlichen und beruflichen Voraussetzungen des Beschwerdefüh
rers erfüllen, und den dabei erzielbaren Einkommen, welche etwa durch
Beizug
der regionalen Werte der LSE ermittelt werden können, das dem Beschwerde
führer anrechenbare hypothetische Erwerbsein
kommen neu festlegen und dabei auch
die Zahl der Arbeit suchenden Personen
berücksichtigen, wobei die
Abklärung der lokal massgebenden Verhältnisse zum Beispiel durch Befragung der kantonalen Arbeitsmarktbehörde
erfolgen kann (vgl.
vorstehend E. 1.10 und
Urteil des Bundesgerichts P 64/03 vom 2
7.
Februar 2004 E. 3.3.2).
Der Be
schwerdeführer hat dabei mitzuwirken (vgl. vorstehend E. 1.5).
Des Weiteren wird die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer
vor der Anrechnung eines hypothetischen Erwerbseinkommens
eine angemessene Anpassungszeit für die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nach einer langen Abwesenheit vom Berufsle
ben
einräumen (vorstehend
E.
1.8
)
. An
schliessend
wird sie
über
den
Leistungs
anspruch
des Beschwerdeführers
ab
1.
November 201
3
neu verfügen.
5.
5.1
Zu prüfen bleibt
, ob
und in welcher Höhe
der
Beschwerdeführerin
die Erzielung eines hypothetischen Einkommens
angerechnet
werden kann.
5.2
Nach der
auch für die ergänzungsleistungsrechtliche Anrechnung von hypo
thetischem Einkommen gemäss
Art.
11
Abs.
1
lit
. g ELG
massgebenden
(Urteil
e des Bundesgerichts 9C_717/2010 E. 5.3 und
8C_589/200
7 vom 14. April 2008 E. 5.2.2) scheidungsrechtlichen Rechtsprechung zum nachehelichen Unterhalt gilt es den Grundsatz zu beachten, dass dem bisher nicht erwerbstätigen (gesunden und von Erziehungspflichten befreiten) Ehegatten die Aufnahme einer Erwerbsarbeit bis zum vollendeten 45. Altersjahr zumutbar ist, wobei es
sich dabei nicht um eine starre Regel, sondern um eine Richtlinie handelt (Urteile des Bundesgerichts 5A_21/2012 vom 3. Mai 2012 E. 3.3 und 5A_340/2011 vom 7. September 2011 E. 5.2.2; BGE 115 II 6 E. 5a). Es handelt sich hierbei um eine Vermutung, die durch andere Anhaltspunkte, die
gegen
die Wiederaufnahme sprechen, umgestossen werden kann (Urteil des Bundesge
richts 5A_340/2011 vom 7. September 2011 E. 5.2.2). Sodann besteht die Ten
denz, die
Alterslimite
auf 50 Jahre anzuheben (BGE 137 III 102 E. 4.2.2.2; Urteile des Bundesgerichts 5A_21/2012 vom 3. Mai 2012 E. 3.3 und 5A_340/2011 vom 7. September 2011 E. 5.2.2). Zu berücksichtigen ist diesbe
züglich ferner, dass Art. 14b
lit
. c ELV von der Hypo
these ausgeht, dass über 50-jährigen Frauen ohne minderjährige Kinder der
Wieder
einstieg
ins Berufsle
ben zumutbar ist. Diese zivil- und EL
rechtlichen Leitlinien sind zu berücksich
tigen, wenn im konkreten Fall zu entscheiden ist, ob und in welchem Umfang der Ehefrau eines EL-Ansprechers die (Wieder-)Aufnahme ei
ner Erwerbstätigkeit in einem bestimmten Alter überhaupt noch zugemutet wer
den kann (vgl. BGE 134 V 53 E. 4.1 mit Hin
weisen). Dabei ist im Bereich der Ergänzungsleistung
nicht das Alter im Zeitpunkt
bei Erlass
des
Einspracheentscheides
massgebend
, sondern
das
anlässlich der erstmaligen Anrechnung eines hypothetischen Ein
kommens
erreichte Alter
(
Urteil
des Bundesgerichts 9C_717/2010 E. 5.3)
.
5.3
Praxisgemäss
gilt es sodann auch im Bereich der Ergänzungsleistung zu berück
sichtigen, dass gemäss
Art.
163
Abs.
1 des Zivilgesetzbuches (ZGB) jeder Ehe
gatte nach seinen Kräften für den gebührenden Unterhalt der Familie zu sorgen hat.
In einem scheidungsrechtlichen Urteil hat d
as Bundesgericht die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit
einer bisher haushaltführenden Ehegattin
im Alter von 47
3⁄4 Jahren für zumutbar erachtet (Urteil
des Bundesgerichts vom 1. Februar 2007
5C.320/2006 E. 5.6.2.4).
5.4
Von entscheidender Bedeutung ist indes, ob es sich um den beruflichen (Wie
der-)Einstieg nach jahrelangem Erwerbsunterbruch oder bloss um die Aus
deh
nung einer bereits bestehenden Erwerbstätigkeit handelt. Wenn es um die Frage der Ausdehnung der Erwerbstätigkeit geht, ist die
Alterslimite
von 45
bezie
hungs
weise 50 Jahren nach der Rechtsprechung nur beschränkt anwend
bar. So kann die Ausdehnung der Erwerbsarbeit allenfalls auch einer älteren Person zumutbar sein (Urteil des Bundesgerichts 5A_21/2012 vom 3. Mai 2012 E. 3.3 mit Hinweis auf Urteil des Bundesgerichts 5A_206/2010 vom 21. Juni 2010 E. 5 betreffend eine 54-jährige Frau, die während der gesamten Ehedauer berufstätig war und sich zudem auf ihrem Beruf weiterbildete).
5.5
Nach
einer weiteren
im Bereich der Ergänzungsleistung zu berücksichtigenden scheidungsrechtlichen
Rechtsprechung
(BGE 115 II 6 E. 3; Urteil des Bundesge
richts 5C.43006 vom
8.
Juni 2006 E. 6.3)
kann einem Kinder betreuenden Ehe
gatten eines Leistungsbezügers
die Aufnahme einer Teilzeitarbeit zugemutet werden
kann
, wenn das jüngste Kind mit zehn Jahren dem Kleinkindalter ent
wachsen ist
. Dabei handelt es sich indes um
keine starre Regel, sondern
um
eine Richtlinie, die auf durchschnittliche Verhältnisse zugeschnitten ist und vor einer jeden Einzelfallbetrachtung standhalten muss
(Urteil des
Bundesgerichts 8C_4589/2007 E. 5.2.1)
.
6.
6.1
Den Akten lässt sich entnehmen, dass die Beschwerdeführerin seit
1.
Januar 2013 als Unterhaltsreinigerin bei der
A._
AG,
B._
, bei einem Stun
denlo
hn von
Fr.
17.60 beschäftig ist
. Den sich bei den Akten befindenden Lohnabrechnungen lässt sich sodann entnehmen, dass
die Beschwerdeführerin im Monat Mai 2013 im zeitlichen Umfang von 25.75 Stunden und in den Monaten September und Oktober 2013 von je 2
4
Stunden für die
A._
AG tätig war (
Urk.
8/15). Sodann ist den Akten zu entnehmen, dass die Beschwer
de
führen
den zusammen mit
ihrer
minderjährigen Tochter
,
C._
(
geboren 2001) und
ihrem
volljährigen
und ab November 2013 erwerbstäti
gen (
Urk.
30)
Sohn
,
D._
(
geboren
199
3) in einem gemein
samen Haushalt
lebten
(
Urk.
8/1).
6.2
Da die
neben den Beschwerdeführenden im eheliche
n
Haushalt lebende minder
jährige Tochter der Beschwerdeführenden bei Anmeldung zum Leistungsbezug im November 2013 (
Urk.
8/1)
bereits zwölf Jahre alt war, konnte der Beschwer
deführerin die Ausübung einer teilzeitlichen Erwerbstätigkeit
in einem gewissen Umfang
zugemutet werden.
6.3
Des Weiteren findet die erwähnte scheidungsrechtliche Recht
spre
chung (vorste
hend E.
5.4
), wonach bei einer Ausdehnung einer bereits beste
henden Erwerbs
tätigkeit die
Alterslimite
von 45 beziehungsweise 50 Jahren nur beschränkt anwendbar ist, und wonach unter Umständen die Ausdehnung der
Erwerbsar
beit
allenfalls auch einer älteren Person, welche die
Alterslimite
bereits über
schritten hat, zumutbar sein kann, auf die zum Zeitpunkt bei Anmeldung zum Leistungsbezug 50 Jahre alte und eine Teilzeittätigkeit ausübende Beschwerde
führe
rin Anwendung.
6.4
Auf Grund der vorhandenen Akten lässt sich indes nicht abschliessend beurtei
len, in welchem zeitlichen Umfang der Beschwerdeführer
in
in Berücksichtigung ihres Gesundheitszustandes und weiterer Umstände, insbesondere desjenigen der Kinderbetreuung,
die Ausübung einer Erwerbstätigkeit grundsätzlich
zuzumuten
wäre.
Die Beschwerdegegnerin, an welche die Sache ohnehin zurückzuweisen ist, wird daher den Sachverhalt auch
diesbezüglich
ergänzend abklären
.
7.
Nicht zu beanstanden ist, dass die Beschwerdegegnerin im angefochtenen
Einspracheentscheid
vom
1.
April 2014 (
Urk.
2) den Beschwerdeführenden Kin
der
zulagen für ihr
e
minderjährige Tochter
C._
anrechnete. Denn
u
nter
Ver
zichtseinkünfte
im Sinne von
Art.
11
Abs.
1
lit
. g ELG fallen
nach der Recht
sprechung
auch Kinderzulagen (Urteil
des Bundesgerichts
9C_362/2010 vom 2
3.
Juni 2010 E. 2.1
). Dies gilt auch in Bezug auf das hypothetisch anrechen
bare Erwerbseinkommen einer
teilinvaliden
Person
(Urteil des Bundesgerichts 9C_321/2013 vom 1
9.
September 2013 E. 4.1).
In diesem Punkte ist die Beschwerde abzuweisen.
8.
8.1
Nach
§
34
Abs.
1 des Gesetzes über das Sozialver
sicherungsgericht (
GSVGer
) hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der
Partei
kosten
. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (
§
34
Abs.
3
GSVGer
).
Nach ständiger Rechtsprechung gilt die
Rück
weisung
der Sache an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und neuen Ver
fügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb
die
vertrete
ne
n
Beschwerdeführer
e
n
den
Anspruch auf eine Prozessentschädigung ha
ben
.
8.2
Ausgangsgemäss
haben die in nur geringem Umfang teilweise unterliegenden Beschwerdeführenden
Anspruch auf eine
ungekürzte
Pro
zessentschädigung
, welche in Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierig
keit des Prozesses sowie beim praxisgemässen Stundenansatz von Fr. 200.-- (ab 1. Januar 2015 Fr. 220.--
)
zuzüglich Barauslagen und Mehrwertsteuer
,
mit Fr. 2‘
9
00.-- (inklusive Barauslagen und Mehr
wert
steuer) zu bemessen ist.