Decision ID: ecd1d40e-4698-4029-b150-7802d95ce750
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
Die 1963 geborene
X._
arbeitete zuletzt vom 1. Juli 2005 bis 30. Septem
ber 2008 bei der
Y._
AG als Betriebsmitarbeiterin
mit
einem 80%-Pensum (Urk. 9/1 und Urk. 9/10). Am 14.
Januar 2009 (Eingangsdatum) meldete sich die Versicherte bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zü
rich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk. 9/1). In der Folge tätigte die IV-Stelle
medi
zinische und
erwerblich
e Abklärungen und liess
die Versicherte
durch
Dr.
med.
Z._
, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, psychiat
risch begutachten (psychiatrisches Gutachten vom 7. Mai 2010, Urk. 9/32).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Urk. 9/36-37 und Urk. 9/40) verneinte die IV-Stelle m
it
V
erfügung vom 9. November
2010
einen Rentenanspruch
von
X._
unter
Hinweis auf einen rentenausschliessenden In
validitätsgrad von 20 %, wobei die
Invaliditätsbemessung auf der gemischten Methode
be
ruhte
(Erwerb zu 80 % und
Haushalt zu 20 %, Urk. 9/44). Da
gegen
erhob
die Versicherte am 9. Dezember 2010
Beschwerde (Urk. 9/45). Mit Urteil IV. 2010.01200 vom 14. Dezember 2011 wies das hiesige Gericht die Be
schwerd
e ab (Urk. 9/50).
1.2
Am 7. September 2012 (Eingangsdatum
)
meldete sich
X._
wegen einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes
erneut zum Leistungsbezug an
(Urk. 9/51)
. Auf entsprechende Aufforderung der IV-Stelle hin (Urk. 9/52) reichte
sie
diverse Arztberichte als Beweismittel ein (Urk. 9/54). Daraufhin tä
tigte die IV-Stelle aktuelle medizinische und erwerbliche Abklärungen und liess
die Ver
sicherte
erneut psychiatrisch begutachten (psychiatrisches Gutachten des
Psy
chia
triezentrums
A._
der
B._
AG vom 5. Dezember 2013, Urk. 9/70). Mit Vorbescheid vom 24. Januar 2014 stellte die IV-Stelle der Ver
sicherten die Abweisung ihres Rentenbegehrens in Aussicht.
Nach durchge
führ
tem
Vorbescheidverfahren
(Urk. 9/74 und Urk. 9/79)
verfügte die IV-Stelle
am 17. März 2014
die Abweisung des Rentengesuchs - diesmal unter Anwendung der allgemeinen Methode (
Urk. 2).
2.
Dag
egen erhob
X._
am 28. April 2014 Beschwerde und beantragte, es sei ihr unter Aufhebung der Verfügung vom 14. März 2014 eine
ganze
Invali
den
rente zuzusprechen; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin (Urk. 1). Zudem ersuchte sie um die Gewährung der unent
geltlichen Prozessführung und um Bestel
lung von Rechtsanwältin
PD Dr.
iur
. Silvia Bucher
als
unentgeltliche
Rechtsbeiständin
sowie um Durchführung eines zweiten Schriftenwechsels.
Die Beschwerdegegnerin schloss mit
Beschwerde
ant
wort
vom 6. Juni 2014 auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 8, unter Beilage ihrer
Akten,
Urk. 9/1-88). Mit Verfügung vom 1
4.
Juni 2014 wurde ein zweiter
Schriftenwechsel angeordnet und der
Beschwerdeführerin die unentgeltl
iche
Pro
zessführung
gewährt sowie Rechtsanwältin
Dr.
Silvia Bucher
als unentgeltliche Rechtsvertreterin für das vorliegende Verf
ahren bestellt (Urk. 10). Mit Eingabe vom 2. September 2014 erstatte
te
die Beschwerdeführerin
die
Replik (Urk. 13).
Mit Eingabe vom 12. September 2014 verzichtete die Beschwerdegegnerin auf Erstattung einer Duplik (Urk. 17).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird - soweit erforderlich - im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG).
Sie kann Folge von
Ge
burtsgebrechen
, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung,
IVG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sach
te und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder
teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den aus
geglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vor
liegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heit
lichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zu
dem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit
bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
),
in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie
nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensver
gleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypo
thetischen
Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ei
nander gegen
übergestellt werden,
worauf sich aus der Einkommensdifferenz der
Invaliditäts
grad
bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE
130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.3
Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird für diesen Teil die Invalidität nach
Art.
16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufga
benbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach
Art.
28a
Abs.
2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit oder der unent
geltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der
Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad ent
sprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (
Art.
28a
Abs.
3 IVG; gemischte Methode der Invaliditätsbemessung).
Nach der Gerichts- und Verwaltungspraxis wird zunächst der Anteil der Er
werbs
tätigkeit und derjenige der Tätigkeit im Aufgabenbereich (so unter an
de
rem im Haushalt) ermittelt; die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung erwerbstätig wäre, beurteilt sich mit Rücksicht auf die gesamten Umstände, so die persönlichen, familiären, sozi
a
len und erwerblichen Verhältnisse. Im Rahmen der gemischten Methode be
stimmt sich die Invalidität dadurch, dass im Erwerbsbereich ein Einkommens- und im Aufgabenbereich ein Betätigungsvergleich vorgenommen wird, wobei sich die Gesamtinvalidität aus der Addierung der in beiden Bereichen ermittel
ten und gewichteten
Teilinvaliditäten
ergibt (BGE 130 V 393 E. 3.3 mit Hin
weisen; vgl. BGE 134 V 9).
1.4
Wurde eine Rente
wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades
verweigert, so wird
nach
Art.
87
Abs.
3 der Verordnung über die Invalidensicherung (IVV) eine neue
Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss
Abs.
2 dieser Be
stimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den An
spruch erheblichen Weise geändert hat. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmel
dung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des
Invalidi
tätsgrades
auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach
Art.
17
Abs.
1 ATSG vorzugehen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der
Invaliditäts
grad
seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfah
ren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine
anspruchs
begründende
Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die
gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b).
1
.5
Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte haben die Beweise frei,
das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflicht
gemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfüg
baren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Be
richten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu wür
digen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines
Arztbe
richtes
ist also entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfas
send ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer
den berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grund
sätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gut
achten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a).
2.
2.1
Streitig und zu prüfen ist die Frage, ob sich der Gesundheitszustand der Be
schwer
deführerin im Zeitraum zwischen
d
er
mit Urteil des hiesigen Gerichts
vom 14.
Dezember 2011 (Verfahrens-Nr. IV.2010.01200, Urk. 9/50) bestätigten
Ver
fügung
vom 9. November 2010 (
Urk. 9/44
), mit welcher die
Beschwerde
geg
nerin
letztmals einen
Leis
tungsanspruch
nach umfassender Abklärung des Sach
verhaltes verneint hat
,
und der nun angefochtenen Verfügung vom 14. März 2014
(Urk. 2) in anspruchsrelevanter Weise verschlechtert hat (vgl. E. 1.4).
2.2
Die Beschwerdegegnerin begründet
e
die erneute Verneinung des Rentenan
spruchs im Wesentlichen damit, dass aus psychiatrischer Sicht - nach Prüfung der sogenannten Foerster-Kriterien - kein invalidisierender Gesundheitsschaden vorliege und dass der Beschwerdeführer
in
aus somatischer Sicht eine
behinde
rungsangepasste
Tätigkeit zu 100 % zumutbar sei (Urk.
2
). Im Rahmen der
Be
schwerdeantwort
stellte sich die Beschwerdegegnerin auf den Standpunkt, dass seit der letztmaligen rechtskräftigen Leistungsabweisung keine
revisionsrecht
lich
relevante Sachverhaltsänderung eingetreten sei. Vielmehr
handle es sich bei der
vom Psychiatriezentrum
A._
attestierten 100%igen Arbeitsunfähig
keit um ein
e andere Bewertung des im Wesentlichen gleich gebliebenen Sach
verhaltes unter Einbezug der psychosozialen Belastungsfaktoren (Urk. 8).
2.3
Die Beschwerdeführerin ist demgegenüber der Ansicht, dass sich ihr Gesund
heits
zustand seit der Verfügung vom 9. November 2010 in mehrfacher Hinsicht verschlechtert respektive geändert habe. Auf die Beurtei
lung de
r
Gutachte
r
des Psychiatriezentrums
A._
vom 5. Dezember 2013 sowie die Feststellungen
von
Dr.
med.
C._
, Facharzt Allgemeinmedizin, vom Regionalen Ärzt
li
chen
Dienst (RAD) vom 12. Dezember 2013 sei abzustellen.
3.
3.1
Die rentenablehnende Verfügung vom 9. November 2010 (Urk. 9/44) basierte
be
züglich der psychiatrischen Problematik auf dem
Gutachten von
Dr.
Z._
vom
7. Mai 2010 (Urk.
9/32), worin als Diagnose
mit Auswirkung auf die Arbeits
fähigkeit
eine
reaktiv auf den circa 2007 bei der Arbeitsstelle entstandenen Konflikt mit darauffolgender Kündigung 2008 zurückzuführende
Anpassungs
stö
rung
mit sonstigen näher bezeichneten vorwiegenden Symptomen (ICD-10:
F 43.28) bei einer vorbestehenden Persönlichkeit mit deutlichen unreifen (extrem
regressive Haltung mit Be
tonen der eigenen Hilflosigkeit
) und abhängigen Zügen
gestellt wurde
(S.
12).
Die Störung äussere sich
zurzeit
in einer depressiven (Lustlosigkeit, innerer
Rück
zug
), neurasthenischen (
Schwindel
, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Kraftlosig
keit, Schlafstörungen), ängstlichen (es müsse immer jemand bei ihr sein) sowie
somatoformen
(zeitliche Ausweitung und Akzentuierung vorbestehender soma
tisch bedingter respiratorischer Probleme) Symptomatik.
Zur
somatischerseits
vor
bestehenden
respiratorischen Störung sei zu sagen, dass diese erstens vor 2007
nicht in relevantem Mass in Erscheinung getreten zu sein scheine (was bei Asthma eigentlich erstaunlich sei) und dass zweitens die Ermittlung des ge
nauen Ausmasses dieser Störung durch mangelnde Kooperation der Beschwer
deführerin verunmöglicht worden sei. Auch so werde aber aus spezialärztlich-
pneumologischer
Sicht dieser Stör
ung längerfristig bei angepasst
en Arbeits
bedingungen (staubfreie Umgebung) keine arbeitsfähigkeitseinschränkende Wir
kung zugeschrieben. Aus diesem Grunde könne - bei fehlenden relevanten
Komorbiditätsfaktoren
- der
psychiatrischerseits
diagnostizierten Störung auch keine arbeitsfähigkeitseinschränkende Wirkung zugeordnet werden, zumal die de
pressive Komponente zu gering zu sein scheine, da sich sonst die Beschwer
deführerin nicht mit einem so dünnen therapeutischen Setting (eine Konsulta
tion monatlich, schwach dosiertes antidepressives Medikament) begnügen würde
(S. 12)
.
In systemischer Sicht scheine es bemerkenswert, dass die Beschwerdeführerin bei beiden sie nun behandelnden Ärzten vore
r
st lediglich als Begleit
p
erson ihres Mannes in Erscheinung getreten sei und sozusagen erst durch Übernahme dessen Kränkung (am Arbeitspl
a
tz) in Form ihrer Krankheit Anrecht auf eigene Be
handlung erworben habe - wobei sie ihren Aussagen nach von i
h
rem Mann gleichwohl dorthin begleitet werde. Bezeichnend sei die Übern
a
hme der
Kran
kenrolle
durch das schw
ä
chste Glied des Systems.
Begreiflicherweise werde der
Beschwerdeführerin innerfamiliär dies Krankenrolle nicht streitig gemacht (S.
12
f.
).
3.2
Bezüglich der geklagten somatischen Beschwerden ging die
Beschwerde
geg
ne
rin
gestützt auf die Einschätzung des behandelnden Facharztes davon aus, dass sich diese an einem staubfreien und wohltemperierten Arbeitsplatz auf die Ar
beitsfähigkeit nicht auswirken würden. Diese Beurteilung war nach Auffass
ung des hiesigen Gerichts nicht zu beanstanden (vgl. Urk. 9/50 S. 8 f. [Urteil IV.2010.01200 vom 14. Dezember 2011 E. 5.1]).
4.
4.1
Im Bericht der Rheumaklinik des
D._
vom 21. Mai 2012 wurden folgende Diagnosen aufgeführt:
1.
Undifferenzierte Kollagenose, Erstmanifestation 2009
2.
Chronisches generalisiertes Weichteilschmerzsyndrom, DD sekundär im
Rahmen der Kollagenose
3.
Periarthropathia
humeroscapularis
tendopathica
beidseits
4.
Vitamin D-Mangel
5.
Chronischer Husten und intermittierende Dyspnoe, externe
pneu
molo
gische Abklärung:
eosinophile
Bronchitis
6.
Verdacht auf chronische
Rhinosinusitis
ohne Polypen
7.
Perenniale
Rhinitis
allergica
8.
Nahrungsmittelallergie
9.
Ponstan
-Unverträglichkeit
10. Adipositas Grad II (BMI 35,8 kg/m
2
)
Die behandelnden Ärzte führten aus, es stehe nach wie vor ein generalisiertes Weichteilschmerzsyndrom im Vordergrund. Unter der seit sechs Monaten eta
blierten Medikation mit
Plaquenil
sei es objektiv zu keinem erneuten Auftreten von
Synovitiden
oder
Tenosynovitiden
gekommen. Die Beschwerdeführerin berichte jedoch über keinerlei Verminderung der Schmerzen sowohl in den Händen als auch am Rest des Körpers. Sie hielten daher die Weiterführung der Basistherapie bei absolut fehlendem subjektiven Ansprechen für nicht indiziert. Laborchemisch zeige sich die humorale Entzündungsaktivität nach wie vor diskret erhöht. Der Vitamin D-Mangel zeige sich mit einem immer noch leicht
subtherapeutischen Serumspiegel. Die Möglichkeit eines interdisziplinären
Schmerz
programms
, vorzugsweise stationär, sei diskutiert worden; die Beschwer
de
führerin würde ein solches gerne in Anspruch nehmen. Sie hätten deshalb ein Kostengutsprachegesuch für ein stationäres Schmerzprogramm an die Kranken
kasse gesandt (Urk. 9/54 S. 2 f.).
4.2
Im Austrittsbericht der
E._
vom 14. August 2012
über
die
Hospitalisation
der Beschwerdeführer
in
vom 1. bis 27. Juli 2012 wurde fest
gehalten, insgesamt habe während des Aufenthaltes eine deutliche
Schmerz
min
derung
und eine Verbesserung von Kraft und Beweglichkeit erreicht werden können. Die Klinikärzte schlugen sodann eine Fortsetzung der Physiotherapie sowie ein Ausdauertraining und die Wiederaufnahme ambulanter Psycho
the
ra
pie vor (Urk. 9/54 S. 4-7).
4.3
Dr. med.
F._
, Oberärztin an der Tagesklinik des
Ge
meindepsychiatrischen
Zentrums
G._
der
H._
, berichtete am 4. März 2013, bei der Beschwerdeführerin sei es auf dem Boden der schweren körperlichen Erkrankung und der schwierigen sozialen Situation (erlebtes Mobbing am Arbeitsplatz, Arbeitsplatzverlust, finan
zielle Engpässe, Erkrankung und Arbeitsplatzverlust des Ehemannes) zu einer depressiven Entwicklung und Angststörung gekommen. Im Zuge des aktuellen Aufenthalts in der Tagesklinik habe
mittlerweilen
durch entsprechende thera
peu
tische Massnahmen eine leichte Besserung der bei Eintritt vorhandenen depressiven Symptomatik beobachtet werden können. Die Beschwerdeführerin sei derzeit nicht arbeitsfähig; in absehbarer Zeit sei auch nicht mit dem Wieder
erlangen der Arbeitsfähigkeit zu rechnen. In Zusammenschau der vorliegenden somatischen und psychiatrischen Diagnosen mit
Chronifizierung
sei mit einem langjährigen Krankheitsverlauf mit eher ungünstiger Prognose zu rechnen (Urk. 9/63).
4.
4
Das Gutachten des Psychiatriezentrums
A._
vom 5. Dezember 2013 (Urk. 9/70)
nennt als Diagnose
n
eine rezidivierende depres
sive Störung (gegen
wärtig mi
ttelgradige depressive Episode,
ICD-10: F. 33.1),
eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit
abhängigen, unreifen und
histro
nischen
Anteilen (ICD-10: F. 61.0) mit Zeichen einer posttraumatischen
Belas
tungsstörung
(ICD-10:
F
.
43.1)
sowie chronische undifferenzierte Schmerzstörung
en
mit soma
ti
schen und psychischen Faktoren (ICD
-
10: F 45.1).
Die Beschwerdeführerin habe eine bereits schwierige Kindhe
it und Jugendzeit durch die Kreb
serkran
k
ung der Mutter gehabt, die zu
einem vorzeitigen
Schul
abbruch
und enger Bindung an die Mutter geführt habe. Über die emotionalen Umstände im Einzelnen sei wenig zu erfahren, es fänden sich aber deutliche Hinweise, dass die Beschwerdeführerin in ihrer Entwicklung generell zu wenig positiven Halt und Förderung erfahren habe und bereits in der Kinder- und Jugendzeit eine vulnerable und auffällige Persönlichkeit entwickelt habe. Es zeig
ten sich nebst schulischen Defiziten auch Unreife, erhöhte Abhängigkeit
und Dependenz von erwachsenen Bezugspersonen mit fehlender Autonomie und
Konfliktfähigkeit. Im Erwachsenenalter
würden - als bis heute innerlich anhal
tend - die traumatisierende Erfahrung der massiven Misshandlungen durch den ersten Ehemann berichtet, gegen welche sich die Beschwerdeführerin im Sinne einer Abhängigkeitsbeziehung nicht adäquat habe zur Wehr setzen können. Während dieser circa 3-jährigen Ehe sei sie wiederholt massiv geschlagen und mit dem Tode bedroht worden, sodass ihre Brüder sie vom damaligen Ehemann weggeholt hätten. Den Verlust des ersten Kindes durch plötzlichen Kindstod könne die Beschwerdeführerin nicht betrauern, das Erlebnis bleibe abgespalten bis zur grotesken Auffälligkeit, dass sie sich nicht mehr an den Namen dieses
Kindes zu erinnern verm
ö
g
e
. Ebenso wenig sei sie zu einer differenzierten Selbst-
und Fremdwahrnehmung in der Lage. Alles sei entweder nur „gut“ oder nur „schlecht oder bös“
, wobei das Schlechte in der Regel als nur von der Aussen
welt kommend erlebt w
e
rd
e
, der man ohnmächtig ausgeliefert sei. Differenzierte Zusammenhänge und Wechselwirkungen zwischen äusseren Ereignissen und dem inneren Seelenleben könnten von der Beschwerdeführerin nicht hergestellt werden. Es finde sich für sie dementsprechend auch kein eigentlicher Zusam
menhang zwischen dem Tod des Vaters vor circa 2 Monaten und seiner Beerdi
gung mit ihrem aktuellen psychischen Zustand. Ein weiteres belastendendes und bis heute anhaltendes Ereignis bilde der Konflikt an ihrem Arbeitsplatz, der in einer Kündigung im April 2008 geendet habe. Auch hier seien die Hinter
gründe nicht klar und könnten von der Beschwerdeführerin in keiner Weise als nachvollziehbar verstanden und geschildert werden, wobei sie sich aber auf jeden Fall als Opfer von „Mobbing“ am Arbeitsplatz durch eine im gleichen Betrieb arbeitende Verwandte
sehe
. Bis heute erlebe sich die Beschwerdeführerin
als verunsichert, leide unter Ängsten, Schlafstörungen und Albträumen
(Urk.
9/70/8-9)
.
Zusammengefasst liessen
sich
Befund und Lebensentwicklung diagnostisch als
sogenannte kombinierte Persönlichkeitsstörung mit ängstlich-
dependenten
, unrei
fen, emotional instabilen und teils auch
histrionischen
Anteilen fassen. Da
rauf
aufgepfropft und mit dieser erhöht
en Vulnerabilität im Zusammenhan
g stehend fänden sich auch Symptome der sogenannten posttraumatischen Belastungsstörung (repetitive böse Erinnerungen, Albträume, Schlafstörungen, Schreckhaftigkeit,
Hyperviliganz
) im Sinne einer anhaltenden Irritation nach belastenden Erfahrungen, wobei die Kündigung per se das Kriterium eines trau
matisierenden Ereignisses
nicht recht
zu erfüllen verm
ö
g
e
und in ihrer Dynamik auch nicht klar verständlich
ge
worden sei. Die früher glaubhaft erfolgte Miss
handlung durch den ersten Ehemann liege zeitlich ebenfalls schon sehr lange zurück, doch sei es nicht selten, dass auch jahrelang zurückliegende Trauma
ti
sierungen bei
vulnerablen Persönlichkeiten wieder virulent werden könnten bei neuen Belastungserfahrungen im Sinne einer sogenannten
Retraumatisierung
. Die Grundstimmung sei anhaltend niedergedrückt, weitgehend freudlos, ängst
lich-besorgt; Antrieb, Schwung und Vitalität seien deutlich gebremst und impo
nier
ten bei langanhaltendem Verlauf als chronisch rezidivierende Depression, aktu
ell etwa mittelgradig. Gegenüber ihren verschiedenen rein
medzinisch
wenig fassbaren körperlichen Schmerzen und Beschwerden im Sinne einer chro
nischen undifferenzierten Schmerzstörung empfinde sich die Beschwerdefüh
rerin
nicht nur als passiv ausgeliefert, sondern als von diesen quasi in bösartiger Weise ge
quält und zerstört. Die somatische respiratorische Störung beziehungs
weise Dyspnoe lasse sich nicht alleine durch die körperliche Erkrankung erklä
ren
und
sei
als
somatoforme
Symptomausweitung im Zusammenhang mit der Depression und der mangelnden emotionalen Stabilisierungsmöglichkeiten der
vulnerablen, traumatisierten Beschwerdeführerin zu sehen. Insbesondere die chro
n
ische psy
chosoziale Überlastung habe zu Anspannungen, körperlichen Reak
tionen, Angst und verstärkter Wahrnehmung körperlicher Symptome (s
omato
sen
s
orische Amplifikation)
geführt. Die Beschwerdeführerin neige zudem dazu, sich zu überlasten, zu überfordern, und erlebt
e
dadurch erneute Dekom
pen
sation
en
(psy
chisch und körperlich) verbunden mit einer grossen Hilflosigkeit, welche durch Schmerzen und Resignation einen Ausdruck finde, was ihr jedoch nicht bewusst sei
(Urk. 9/70/9)
.
Die Gutachter führten weiter aus, im Unterschied zur gutachterlichen Beurtei
lung von Dr.
Z._
, welcher damals die Depressivität als eher leicht beurteilt und in den Rahmen einer Anpassungsstörung gestellt habe, sähen sie angesichts der langen Dauer und Schwere der Symptomatik die Kriterien einer chronisch rezidivierenden Depression als erfüllt. Die Begründung des Schweregrades im Gutachten von Dr.
Z._
- geringe depressive Komponente, da sich sonst die Versicherte "nicht mit einem so dünnen therapeutischen Setting mit einer Monatskonsultation und einem schwach dosierten antidepressiven Medikament begnügen würde" - möge juristisch relevant sein, entspreche aber allem anderen als der praktischen und klinischen
Realität und sei auch durch die Tatsache widerlegt, dass sich die Patientin zwischenzeitlich auch in intensivere Behand
lung begeben habe. Im Gutachten von Dr.
Z._
sei die auffällige Persönlichkeit mit der ausgesprochenen Unreife, Abhängigkeit und Regressionstendenz zwar sehr deutlich beschrieben, diagnostisch aber als akzentuierte
Persönlichkeits
züge
nicht adäquat gewichtet. Es sei ihres Erachtens offensichtlich, dass die ge
schwächte Gesamtpersönlichkeit als vulnerable Basis die Grundlage für die Aus
bildung der anhaltenden depressiven Entwicklung und
Somatisierungs
stö
rung
bilde. Es könne ihres Erachtens im Gegensatz zum Gutachten von Dr.
Z._
deswegen nicht von fehlenden
Komorbiditätsfaktoren
gesprochen werden. Dass darüber hinaus auch psychosoziale Faktoren zum Unterhalt der Symptomatik beitragen würden, sei wie bei allen Formen der Depression, selbstverständlich und zur Natur des Leidens gehörig (Urk. 9/70/9-10).
Bezüglich Einschränkung der Arbeitsfähigkeit sei der Symptomgrad erheblich, die Beschwerdeführerin sei in den allermeisten und elementaren
Lebensvoll
zügen
hochgradig eingesch
ränkt, abgesehen von kleinen Ha
ndreichungen werde nicht einmal mehr Staubsaugen der eigenen Wohnung als möglich gesehen, weshalb
sie
in Übereinstimmung mit den letzten psychiatrischen Berichten der
zeit eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % im freien Arbeitsmarkt
sähen (Urk.
9/70/1
0
)
.
Der Zustand der Beschwerdeführerin habe sich während der letzten Jahre beziehungsweise seit 2010 tendenziell verschlechtert. Aktuell sei die Beschwer
de
führerin im
ersten
Arbeitsmarkt zu 100 % arbeitsunfähig. Angesichts der bisherig wenig erfolgreichen und auch intensiven Behandlungsbemühungen inklu
sive stationärer und teilstationärer Behandlung sei prognostisch die
Ver
besse
rungsmöglichkeit
als gering einzuschätzen.
Begleitende psychiatrisch-psy
cho
therapeutische Unterstützungsmassnahmen und eine Beschäftigung in einem geschützten Arbeitsbereich seien dennoch sinnvoll zur Stabilisierung und Ver
hinderung einer weiteren Zustandsverschlimmerung
(Urk. 9/70/11)
.
5.
5.1
Wie die Beschwerdegegnerin zutreffend erkannt hat, vermag das Gutachten des Psychiatriezentrums
A._
vom 5. Dezember 2013 weder in diagnostischer Hinsicht noch mit Bezug auf die attestierte Arbeitsunfähigkeit zu überzeugen. Was die gestellten Diagnosen betrifft, haben die Gutachter eine Auseinander
setzung mit den massgebenden Kriterien des ICD-10 weitgehend unterlassen; zum Teil haben sie Befunde, wie sie bereits der Vorgutachter Dr.
Z._
erhoben hatte, bloss anders gewichtet und bewertet. Bei der Beurteilung der Arbeits
fähigkeit fehlt schliesslich eine nachvollziehbare Begründung, inwiefern und au
s welchen spezifischen Gründen der Beschwerdeführerin eine ihren körperlichen Beeinträchtigungen angepasste
Tätigkeit aus psychiatrischer Sicht nicht mehr zumutbar sein sollte. In diesem Zusammenhang haben es die Gutachter auch versäumt, den Einfluss der festgestellten psychosozialen Faktoren ab- und ein
zu
grenzen. Damit fehlt es aber an einer plausiblen Einschätzung der Arbeits
fähigkeit aus psychiatrischer Sicht. Auf das Gutachten des Psychiatriezentrums
A._
kann daher insgesamt nicht abgestellt werden.
5.2
Die IV
Stelle hielt eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes aufgrund der Berichte der Rheumaklinik des
D._
und der
E._
(vgl. vorne E. 4.1 und 4.2) für glaubhaft, weil die behan
deln
den Ärzte unter anderem somatische Leiden diagnostizierten, welche erst nach November 2010 aufgetreten sind. In den genannten Berichten wurde allerdings nicht dargetan, inwieweit die diagnostizierten Leiden geeignet sind,
die Arbeitsfähigkeit aus somatischer Sicht einzuschränken. Vor dem Hinter
grund
, dass die behandelnden Psychiater die von ihnen attestierte Arbeitsun
fähigkeit auch mit zum Teil erklärbarem Schmerzerleben begründeten, kann indes nicht ohne weitere Abklärungen angenommen werden, dass der Beschwer
deführerin leichte Hilfstätigkeiten zu 100 % zumutbar sein würden, wie dies von RAD-Arzt Dr. med.
I._
am 8. Januar 2014 postuliert wurde (Urk. 9/72 S. 3).
5.3
Da sich in den Verfahrensakten keine nachvollziehbare aktuelle Beurteilung der Arbeitsfähigkeit finden lässt und die in einer Besprechungsnotiz der Sachbe
ar
beiterin enthaltene Stellungnahme des RAD-Arztes Dr.
I._
(Urk. 9/72 S. 3) mangels eigener Untersuchung nur beschränkt beweiskräftig ist, sind weitere medizinische Abklärungen notwendig. Die angefochtene, auf unvollständigen Abklärungen beruhende Verfügung ist deshalb aufzuheben und die Sache ist an die Verwaltung zur
interdiszplinären
Abklärung der Arbeitsfähigkeit zurückzu
weisen.
6
.
6
.1
Die Gerichtskosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom
Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- und Fr. 1‘000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG). Vorliegend sind die Gerichtskosten auf Fr. 500.-- anzusetzen und der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
6
.2
Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal
tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57), weshalb die vertretene Beschwerdeführerin Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat (vgl. § 34 Abs. 3 des Gesetzes über das
Sozialver
si
che
rungsgericht
[
GSVGer
]
)
.
Die mit Verfügung vom 14. Juni 2014 bestellte unentgeltliche Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin, Rechtsanwältin Dr. Silvia Bucher, macht mit ihrer
Kos
tennote
vom 2. September 2014 einen Aufwand von 26 Stunden und 36 Minu
ten sowie eine Auslagenpauschale in Höhe von Fr. 239.40 geltend (Urk. 14). Vor dem Hintergrund, dass sie sich im Wesentlichen bloss mit der Würdigung der medizinischen Aktenlage in einem Neuanmeldungsverfahren zu befassen hatte, mithin nur mässig schwierige Rechtsfragen zu klären waren, erscheint dieser Aufwand als übersetzt. Bei grosszügiger Betrachtung können anderthalb Stun
den Aufwand für Instruktion, vier Stunden für Aktenstudium sowie fünf und sechs Stunden für das Abfassen zwei sich auf das Wesentliche beschränkender Rechtsschriften als gerechtfertigt betrachtet werden. Eine weitere Stunde Auf
wand kann zudem anerkannt werden, wenn berücksichtigt wird, dass die
Rechts
vertreterin
das Urteil mit der Beschwerdeführerin noch zu besprechen hat. Ferner sind die mutmasslich entstandenen Auslagen in Höhe von Fr. 50.-- (akten
kundige
Briefporti
Fr. 11.60 sowie Porto für ein Aktenpaket) zu berück
sich
tigen, da nur notwendige, effektive Barauslagen entschädigt werden (vgl. das Merkblatt Amtliche Mandate der Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich vom 1. Januar 2011, Ziffer 4). Die Beschwerdegegnerin ist daher zu verpflich
ten, der unentgeltlichen Rechtsvertreterin eine Prozessentschädigung in Höhe von Fr. 3'834.-- (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.