Decision ID: 636f7e3e-2e6c-55f7-bb78-31dc58074e63
Year: 2020
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A.
A.a Am 25. Januar 2019 stellten die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich
(EKZ) A._ eine Jahresrechnung in der Höhe von Fr. 1'140.50
inkl. MWST auf dem Gesamtbetrag in der Höhe von Fr. 81.54. Als eine Po-
sition in der Höhe von Fr. 180.13 waren «Bundesabgaben: Abgabe, um den
Anteil an erneuerbaren Energien schweizweit zu erhöhen» ausgewiesen
(Netzzuschlag gemäss Art. 35 des Energiegesetzes vom 30. September
2016 [EnG, SR 730.0]).
A.b Mit Schreiben vom 26. Februar 2019 beanstandete A._ die
Rechnung im Umfang von Fr. 13.67 (MWST-Anteil auf dem Netzzuschlag).
Die EKZ lehnten mit Schreiben vom 1. März 2019 eine Korrektur der Rech-
nung ab und hielten fest, der Netzzuschlag sei ein Kostenfaktor des Strom-
preises und das gesamte in Rechnung gestellte Entgelt unterliege bei der
EKZ der Umsatzsteuer zum MWST-Normalsatz.
B.
B.a Mit Eingabe vom 22. März 2019 beantragte A._ der Eidgenös-
sischen Elektrizitätskommission (EICom), sie habe die EKZ und gegebe-
nenfalls auch andere Verteilnetz- und Übertragungsnetzbetreiber anzuwei-
sen, ob und allenfalls wie die Mehrwertsteuer auf dem Netzzuschlag abzu-
rechnen sei, sowie sicherzustellen, dass die Abrechnung der Mehrwert-
steuer auf dem Netzzuschlag für alle Endverbraucher diskriminierungsfrei
erfolge. Da sie sich sachlich als unzuständig erachtete, überwies die El-
Com das Gesuch am 4. April 2019 an die Eidgenössische Steuerverwal-
tung (ESTV). Diese hielt mit Schreiben vom 23. April 2019 fest, der Netz-
zuschlag sei eine gesetzlich geregelte Kostenausgleichszahlung, die von
einer Vollzugsstelle (Pronovo AG) bei den Netzbetreibern (vorliegend den
EKZ) erhoben werde. Er unterliege bei der Vollzugsstelle nicht der Mehr-
wertsteuer, allerdings könne der Zuschlag vom Netzbetreiber auf den End-
verbraucher überwälzt werden. Diesfalls sei er Teil der Kosten für die Leis-
tungserbringung des Netzbetreibers und unterliege der Inlandsteuer. Ob
ein Netzbetreiber eine abzurechnende Mehrwertsteuer an seine Leistungs-
empfänger überwälze, richte sich nach privatrechtlichen Vereinbarungen,
deren Beurteilung den Zivilgerichten obliege.
C.
C.a Mit Schreiben vom 15. Juli 2019 gelangte A._ erneut an die El-
Com und stellte die folgenden Begehren:
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1. Die EICom habe zu klären, ob der an die Endverbraucher zu verrech-
nende Netzzuschlag mehrwertsteuerpflichtig ist.
2. Die EICom habe zu klären, ob und inwieweit die Praxis der EKZ und an-
derer Netzbetreiber sowie die Anordnungen und Vorgaben der Eidg. Steu-
erverwaltung bezüglich der Abrechnung des Netzzuschlags (samt MWST)
gegen die Bestimmungen der Stromversorgungs- und Energiegesetzge-
bung verstossen.
3. Sollte die EICom Verstösse gemäss Antrag 2 feststellen, so habe sie diese
rechtsverbindlich zu klären.
4. Die EICom habe die EKZ und gegebenenfalls auch andere Verteilnetz-
und Übertragungsnetzbetreiber anzuweisen, wie der Netzzuschlag buch-
halterisch zu behandeln ist und ob (ggf. wie) darauf die MWST abzurech-
nen ist. Eventualiter seien die Verteilnetz- und Übertragungsnetzbetreiber
zu verpflichten, gegenüber der EICom nachzuweisen, dass ihre Verrech-
nungen der MWST auf dem Netzzuschlag konform mit der Stromversor-
gungs- und Energiegesetzgebung sind.
5. Die EICom habe sicherzustellen, dass die Abrechnung des Netzzuschlags
für alle Endverbraucher diskriminierungsfrei erfolgt. Dies beinhaltet auch
die Abrechnung der MWST.
C.b Die ElCom teilte A._ mit Schreiben vom 14. August 2019 erneut
mit, sie sei zur Beurteilung der Frage, ob auf dem Netzzuschlag die Mehr-
wertsteuer erhoben werden dürfe, nicht zuständig. Daraufhin beantragte
dieser am 28. August 2019 den Erlass einer anfechtbaren Verfügung.
Nachdem ihn die ElCom mit Schreiben vom 10. September 2019 darauf
hinwies, dass für den Erlass einer Verfügung der EICom Gebühren nach
dem Verursacherprinzip erhoben werden, ersuchte er am 10. Oktober 2019
um Gebührenverzicht, da er kein Individualinteresse verfolge, sondern ein
eigentliches Konsumentenanliegen aller Stromkunden der Schweiz ver-
trete, die jährlich mutmasslich 106.26 Mio. Mehrwertsteuer auf dem Netz-
zuschlag bezahlen würden.
C.c Mit Verfügung vom 23. Januar 2020 trat die ElCom auf das Gesuch
von A._ nicht ein und auferlegte ihm Gebühren in Höhe von
Fr. 640.–.
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D.
Mit Eingabe vom 29. Februar 2020 erhebt A._ (nachfolgend: Be-
schwerdeführer) beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde. Darin be-
antragt er, die Verfügung vom 23. Januar 2020 sei vollumfänglich aufzuhe-
ben. Die Sache sei an die ElCom (nachfolgend: Vorinstanz) zurückzuwei-
sen und diese sei anzuweisen, auf das Gesuch einzutreten und es materiell
zu behandeln. Eventualiter sei die Vorinstanz anzuweisen, die notwendi-
gen Klärungen von Amtes wegen vorzunehmen und es sei ihr dazu gege-
benenfalls eine Frist anzusetzen.
E.
Die Vorinstanz verzichtet mit Schreiben vom 21. April 2020 unter Verweis
auf die angefochtene Verfügung auf eine Vernehmlassung. Der Beschwer-
deführer verzichtet mit Eingabe vom 29. April 2020 auf Schlussbemerkun-
gen.
F.
Auf die weiteren Vorbringen der Verfahrensbeteiligten und die sich bei den
Akten befindlichen Schriftstücke wird – soweit relevant – in den nachfol-
genden Erwägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-
schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Entscheide der EICom
sind beim Bundesverwaltungsgericht anfechtbar (Art. 23 des Stromversor-
gungsgesetzes vom 23. März 2007 [StromVG, SR 734. 7] und Art. 33 Bst. f
VGG). Eine Ausnahme, was das Sachgebiet angeht, ist nicht gegeben
(vgl. Art. 32 VGG). Demnach ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beur-
teilung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Das Verfahren richtet sich
nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG).
1.2 Der Beschwerdeführer hat sich am vorinstanzlichen Verfahren beteiligt
und ist als Adressat der vorinstanzlichen Verfügung sowohl formell als auch
materiell beschwert, weshalb er zur Beschwerde legitimiert ist (Art. 48
Abs. 1 VwVG).
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1.3 Der Streitgegenstand umfasst das durch die Verfügung geregelte
Rechtsverhältnis, soweit dieses angefochten wird. Gegenstand des Be-
schwerdeverfahrens kann grundsätzlich nur sein, was Gegenstand des
erstinstanzlichen Verfahrens war oder nach richtiger Gesetzesauslegung
hätte sein sollen (KÖLZ/HÄNER, Verwaltungsverfahren und Verwaltungs-
rechtspflege des Bundes, 2. Aufl. 1998, Rz. 403 f.). Mit einer Beschwerde
gegen einen Nichteintretensentscheid kann nur geltend gemacht werden,
die Vorinstanz habe zu Unrecht das Bestehen der Eintrittsvoraussetzungen
verneint (vgl. statt vieler das Urteil des BVGer A-4790/2018 vom 19. De-
zember 2018 E. 1.2; BGE 132 V 74 E. 1.1; BVGE 2011/30 E. 3). Gegen-
stand des vorliegenden Verfahrens ist daher einzig die Frage, ob die Vor-
instanz auf das Gesuch des Beschwerdeführers zu Recht nicht eingetreten
ist. Auf dessen Ausführungen zur materiellen Rechtslage betreffend die
Hauptsache ist daher nicht einzugehen. Zudem kann aus demselben
Grund auf den Eventualantrag nicht eingetreten werden.
Im Übrigen ist auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde
(Art. 50 und Art. 52 VwVG) einzutreten.
2.
Das Bundesverwaltungsgericht überprüft die angefochtene Verfügung – im
Umfang des Streitgegenstands – auf Rechtsverletzungen, einschliesslich
unrichtiger oder unvollständiger Feststellung des rechtserheblichen Sach-
verhalts und Rechtsfehler bei der Ausübung des Ermessens (Art. 49 Bst. a
und b VwVG) sowie auf Angemessenheit hin (Art. 49 Bst. c VwVG).
3.
Traditionell war die Elektrizitätsversorgung in der Schweiz weitgehend Sa-
che der Gemeinden und Kantone. Diese Rechtslage hat sich mit dem In-
krafttreten des Stromversorgungsgesetzes per 15. Juli 2007 geändert (Ur-
teil des BGer 2C_518/2012 vom 23. November 2012 E. 2.1, nicht publiziert
in BGE 138 I 468). Das Stromversorgungsgesetz bezweckt als Spezialre-
gelung zur wettbewerbsrechtlichen Lage und in Anlehnung an die Strom-
marktliberalisierung in der EU, die Voraussetzungen für eine sichere Elekt-
rizitätsversorgung sowie für einen wettbewerbsorientierten Elektrizitäts-
markt zu schaffen (Art. 1 Abs. 1 StromVG). Es will nicht die gesamte Strom-
versorgung abschliessend regeln, sondern dafür einen regulatorischen
Rahmen schaffen, der wie zuvor auf dem Grundsatz der Subsidiarität und
Kooperation aufbaut und primär diejenigen Aufgaben hoheitlich regelt, wel-
che durch die Energiewirtschaft nicht selber im Gesamtinteresse wahrge-
nommen werden, unter Berücksichtigung bestehender Vereinbarungen
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und in Zusammenarbeit mit betroffenen Organisationen (BBl 2005 1611,
1615, 1617; vgl. auch Art. 3 StromVG). Bundesrechtlich sind durch das
Stromversorgungsgesetz nur einzelne Aspekte, wie zum Beispiel ‒ mit be-
stimmten Ausnahmen ‒ die Tarifaufsicht und das Netznutzungsentgelt, ab-
schliessend festgelegt. Im Übrigen wird aber die Elektrizitätsversorgung in
dem durch das Bundesrecht gezogenen Rahmen nach wie vor in bedeu-
tendem Umfang durch kantonales Recht, Reglemente lokaler oder regio-
naler Elektrizitätswerke sowie privat- oder öffentlichrechtliche Verträge ge-
regelt (BVGE 2015/38 E. 5.4 m.w.H.).
4.
4.1 Die Vorinstanz begründet den Nichteintretensentscheid mit ihrer feh-
lenden sachlichen Zuständigkeit.
Gemäss Art. 22 Abs. 1 StromVG überwache sie die Einhaltung des Geset-
zes. Im Übrigen entscheide sie gemäss Art. 62 Abs. 3 EnG vorbehältlich
von Abs. 4 (Zuständigkeit der Zivilgerichte) bei Streitigkeiten aufgrund der
Art. 15, 16-18 und 73 Abs. 4 und 5 EnG (Stromabnahme- und Vergütungs-
pflicht der Netzbetreiber; Eigenverbrauch der Anlagebetreiber; Zusammen-
schluss von Grundeigentümern zum Eigengebrauch und deren Verhältnis
zum Netzbetreiber; Übergangsbestimmungen für bestehende Verträge
zwischen Netzbetreibern und Stromproduzenten). Die Begehren des Be-
schwerdeführers beträfen in erster Linie die Mehrwertsteuerpflicht. Weder
richte sich die Beantwortung der aufgeworfenen Frage nach dem Strom-
versorgungsgesetz und dessen Ausführungserlassen noch bestehe eine
entsprechende Zuständigkeit der Vorinstanz im Bereich des Energiegeset-
zes. Soweit ersichtlich sei die Angelegenheit vielmehr nach dem Mehrwert-
steuergesetz vom 12. Juni 2009 (MWSTG, SR 641.20) zu beurteilen, wofür
die ESTV zuständig sei (Art. 1 Abs. 2, Art. 65 Abs. 1 und 2 MWSTG).
Im Übrigen beanstande der Beschwerdeführer die Überwälzung des Netz-
zuschlags auf die Endverbraucher gemäss Art. 35 Abs. 1 EnG. Die Beur-
teilung von Streitigkeiten im Zusammenhang mit Art. 35 Abs. 1 EnG falle
nach Art. 62 Abs. 3 EnG ebenfalls nicht in den Zuständigkeitsbereich der
Vorinstanz. Gemäss Art. 62 Abs. 1 EnG treffe das Bundesamt für Energie
(BFE) die Massnahmen und Verfügungen nach dem Energiegesetz, soweit
der Bund zuständig sei und das Gesetz die Zuständigkeit keiner anderen
Behörde zuweise.
Betreffend das Begehren 4 des Beschwerdeführers (Anweisung an die
EKZ betr. den buchhalterischen Umgang mit dem Netzzuschlag) ergebe
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sich schliesslich nach Art. 22 StromVG keine Handlungspflicht der
Vorinstanz; diesbezüglich sei ausserdem kein schützenswertes Interesse
des Beschwerdeführers ersichtlich.
4.2 Der Beschwerdeführer wendet ein, er habe sich im Rahmen seines
Streits mit der EKZ an die Vorinstanz als unabhängige staatliche Regulie-
rungsbehörde im Elektrizitätsbereich gewandt. Diese habe gestützt auf
Art. 22 Abs. 1 StromVG sicherzustellen, dass alle – inkl. ESTV und Netz-
betreiber – die Stromversorgungsgesetzgebung einhalten. Vorliegend
gehe es um die Beantwortung der Frage, ob es sich beim Netzzuschlag
überhaupt um eine Leistung im mehrwertsteuerrechtlichen Sinne handle
und um die gesetzeskonforme Überwälzung auf die Endverbraucher. Wo
keine Mehrwertsteuerpflicht bestehe, könne die ESTV auch nicht zuständig
sein. Selbst wenn der Netzzuschlag mehrwertsteuerpflichtig wäre, wäre die
Vorinstanz verpflichtet, die StromVG-konforme Überwälzung zu überwa-
chen und gegebenenfalls die notwendigen Verfügungen zu erlassen. Die
in die Zuständigkeit der ESTV fallende Frage der Bemessung der Mehr-
wertsteuer könne sich überhaupt nur dann stellen, wenn die StromVG-kon-
forme Überwälzung des Netzzuschlags dazu führe, dass dieser Teil der ei-
genen Leistung der Netzbetreiber werde und dadurch zu einem ver-
brauchsfähigen wirtschaftlichen Wert mutiere, was bestritten werde. Selbst
wenn das BFE gemäss Art. 62 Abs. 3 EnG für den Vollzug von Art. 35 Abs.
1 EnG zuständig sei, entbinde dies die Vorinstanz nicht von ihrer Pflicht,
die Einhaltung des Stromversorgungsgesetzes sicherzustellen, denn den
Netzbetreibern seien in Bezug auf Information und Rechnungsteilung (Art.
12 StromVG), Netznutzungsentgelt (Art. 14 StromVG), anrechenbare Netz-
kosten (Art. 15 StromVG) sowie Elektrizitätstarife und Kostenträgerrech-
nung für Energielieferung (Art. 4 Stromversorgungsverordnung vom 14.
März 2008 [StromVV, SR 734.71]) enge Grenzen gesetzt. Die Vorinstanz
sei überdies befugt, minimale Anforderungen an die Rechnungsstellung
der Netzbetreiber zu erlassen (Art. 6 Abs. 3, Art. 12 Abs. 2 StromVG; Art. 8
Abs. 3 StromVV) und sie habe dies in früheren Jahren auch bereits getan
(vgl. EICom Weisung 1/2014 vom 11. März 2014, abrufbar unter
<https://www.elcom.admin.ch/elcom> > Dokumentation > Weisungen, be-
sucht am 18. Juni 2020). Sodann habe sie in einer Zwischenverfügung vom
11. April 2017 bereits ihre umfassende Kompetenz im Rahmen ihrer Zu-
ständigkeit nach dem StromVG festgestellt (vgl. Urteil des BVGer A-
3343/2013 vom 10. Dezember 2013 E. 1.1.2.2). Sie sei grundsätzlich über-
all dort zuständig, wo die Entscheid- und Verfügungskompetenz nicht aus-
drücklich einer anderen Behörde vorbehalten sei (vgl. Urteil des BVGer A-
2850/2014 vom 28. Mai 2015 E. 5.3). Sei dabei eine fremdrechtliche Frage
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zu beurteilen, die Auswirkungen auf den nach StromVG zu beurteilenden
Sachverhalt habe, so dürfe die EICom vorfrageweise darüber befinden (Ur-
teil des BVGer A-6689/2012 vom 18. Februar 2014 E.1.1.2 und 8.5).
4.3 Die ElCom überwacht nach Art. 22 Abs. 1 StromVG die Einhaltung des
Stromversorgungsgesetzes, trifft die Entscheide und erlässt die Verfügun-
gen, die für den Vollzug des Gesetzes und der Ausführungsbestimmungen
notwendig sind. Nach Art. 22 Abs. 2 Bst. a und b StromVG ist sie insbeson-
dere zuständig für den Entscheid im Streitfall über die Netznutzungstarife
und -entgelte sowie die Elektrizitätstarife resp. die Überprüfung der Netz-
nutzungstarife und -entgelte sowie der Elektrizitätstarife von Amtes wegen.
Gemäss Botschaft zum StromVG enthält diese Bestimmung die umfas-
sende Kompetenz der Vorinstanz, die Einhaltung der Bestimmungen des
StromVG zu überwachen und die für dessen Vollzug notwendigen Ent-
scheide zu treffen beziehungsweise Verfügungen zu erlassen (BBl 2005
1611, 1661, 1698; vgl. BVGE 2015/38 E. 5.3).
4.3.1 Die Kompetenz der Vorinstanz betreffend die Einhaltung des Strom-
versorgungsgesetzes umfasst hingegen nicht die Frage der Mehrwertsteu-
erpflicht auf dem Netzzuschlag. Alleine der Umstand, dass ein Sachzusam-
menhang zwischen dem Netzzuschlag und der darauf geschuldeten Mehr-
wertsteuer besteht, begründet nicht die Zuständigkeit der Vorinstanz
(vgl. analog BVGE 2015/38 E. 4.5.2). Sobald sich die Frage stellt, ob auf
einer Leistung die Mehrwertsteuer geschuldet ist, fällt die Sache vielmehr
in den Zuständigkeitsbereich der ESTV (vgl. Art. 65 Abs. 1 und 2, Art. 82
MWSTG; vgl. betreffend die Zuständigkeit der ESTV hinsichtlich der
MWST auf dem Elektrizitätstarif das Urteil des BVGer A-3797/2019 vom
15. April 2020). Die ESTV selbst hat mit Schreiben vom 23. April 2019 ge-
genüber dem Beschwerdeführer festgehalten, dass sie zur Beantwortung
von Fragen zur Mehrwertsteuer zuständig sei. Das durch die Vorinstanz an
sie weitergeleitete Gesuch des Beschwerdeführers vom 22. März 2019
nahm sie indes nicht zum Anlass, ein förmliches Verfahren zu eröffnen,
sondern beschränkte sich auf die schriftliche Erteilung von Auskünften zur
Natur des Netzzuschlags und der daraus resultierenden Folgen betreffend
die Mehrwertsteuerpflicht. Es wäre am Beschwerdeführer gewesen, dies-
bezüglich von der ESTV eine anfechtbare Verfügung gemäss Art. 82
MWSTG zu verlangen, um die Frage der Mehrwertsteuerpflicht auf dem
Netzzuschlag verbindlich klären zu lassen.
4.3.2 Hinsichtlich der weiteren Begehren des Beschwerdeführers ist eben-
falls keine unmittelbare Zuständigkeit resp. Handlungspflicht der ElCom
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auszumachen, da zur Beurteilung sämtlicher Anträge zunächst die Frage
der Mehrwertsteuerpflicht auf dem Netzzuschlag zu klären ist. Was die
Rechtmässigkeit der Überwälzung des Netzzuschlags auf die Endverbrau-
cher betrifft, ist diese in Art. 35 Abs. 1 EnG gesetzlich verankert. Wie die
Vorinstanz zutreffend festhält, fällt die Beurteilung von Streitigkeiten im Zu-
sammenhang mit dieser Bestimmung jedoch nicht in ihren, sondern nach
Art. 62 Abs. 1 EnG in den Zuständigkeitsbereich des BFE.
4.4 Zusammenfassend erklärte sich die Vorinstanz zu Recht für das Ge-
such des Beschwerdeführers als nicht zuständig. Bei diesem Ergebnis
muss die von ihr offen gelassene Frage, ob der Beschwerdeführer die
Rechnung der EKZ vom 25. Januar 2019 überhaupt rechtsgültig angefoch-
ten hat und zur Einreichung der Gesuche vom 22. März resp. 15. Juli 2019
an die ElCom legitimiert war, nicht beurteilt werden.
5.
Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen.
6.
Die Kosten des vorliegenden Verfahrens werden in Anwendung von
Art. 1 ff. des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-
schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE; SR 173.320.2)
auf Fr. 1'500.– festgesetzt. Sie sind dem Beschwerdeführer als unterlie-
gender Partei aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Dieser Betrag wird dem
in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss entnommen.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist dem Beschwerdeführer keine Par-
teientschädigung zuzusprechen (vgl. Art. 64 Abs. 1 e contrario VwVG,
Art. 7 Abs. 1 e contrario VGKE). Auch der obsiegenden Vorinstanz ist als
Bundesbehörde keine Parteientschädigung auszurichten (Art. 7 Abs. 3
VGKE).
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