Decision ID: e3103759-d90d-470b-b386-5c35980d5488
Year: 2022
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1965, war
von
2004
bis Ende September 2018
als
S
igristin
beim Verein
Z._
in
A._
angestellt
(
Urk.
9/6 S. 2
f.
Ziff.
2
,
Urk.
9/17
Ziff.
1, 2.1 und 2.2
). Die Versicherte meldete sich am
7.
November 2018 unter Hinweis auf die Folgen einer Bypass-Operation und eines Hirnschlages bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
9/2
Ziff.
6.1).
Mit Verfügung vom
2.
November 2020 (
Urk.
9/43,
Urk.
9/40) sprach
ihr
die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
ausgehend von einer vollen Arbeitsunfähigkeit
vom
2
8.
August 2017 bis 1
3.
Juli 2019
ab dem
1.
Mai befristet bis 3
0.
September 2019 eine ganze Rente zu.
Ab dem
1.
Oktober 2019 vern
einte sie einen Rentenanspruch.
1.2
Am
1.
April 2021 meldete sich d
ie Versicherte erneut bei der Invalidenversiche
rung an (
Urk.
9/49).
Nach Eingang medizinischer Unterlagen (
Urk.
9/51) stellte die
IV-Stelle
mit Vorbescheid vom
1
2.
Mai 20
21
ein Nichteintreten in Aussicht
(
Urk.
9/53), wogegen die Versicherte
am 1
7.
Juni 2021
Einwände (
Urk.
9/55) vorbrachte
. Mit Verfügung vom 2
8.
Juni 2021 (
Urk.
9/61 =
Urk.
2) trat die IV-Stelle
auf das neue Leistungsgesuch nicht ein.
2.
Die Versicherte erhob am 3
0.
August 2021
Beschwerde gegen die Verfügung vom 2
8.
Juni 2021 (
Urk.
2)
und beantragte,
diese sei aufzuheben und es sei auf das Gesuch vom
6.
April 2021 einzutreten (
Urk.
1 S. 2
Ziff.
1-2 oben). Verfahrens
rechtlich beantragte die Versicherte die Bewilligung der unentgeltlichen Prozess
führung (
Urk.
1 S. 2
Ziff.
3 oben).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 1
2.
Oktober 2021 (
Urk.
8) die Abweisung der Beschwerde.
Am 1
7.
(Poststempel vom 19.) November 2021 (
Urk.
10) reichte die Beschwerdeführerin das Formular zur Abklärung der prozessualen Bedürftigkeit (
Urk.
12) mit Belegen (
Urk.
13/1-3) ein.
Am 2
5.
November 2021 wurde der Beschwerdeführerin eine Kopie der Beschwer
deantwort zugestellt (
Urk.
14). Diese reichte dem Gericht am 2
5.
Januar 2022 (
Urk.
15) einen Arztbericht (
Urk.
16)
und am 1
4.
Februar 2020 (
Urk.
17) weitere
Akten
(
Urk.
18/
1
-2) ein.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden
versicherung (IVV) in Kraft getreten.
In zeitlicher Hinsicht sind
vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege
lungen
grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da ferner das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung eines Falles in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung beziehungsweise des streitigen
Einspracheentscheids
eingetretenen Sachverhalt abstellt (BGE 144 V 210 E. 4.3.1, 132 V 215 E. 3.1.1, je mit Hinweisen), sind vorliegend die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nach
folgend auch in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurtei
lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.3
Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades
verweigert, so wird nach Art.
87 Abs.
3 IVV eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn
die Voraus
set
zungen gemäss Abs.
2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisi
ons
gesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicher
ten Person in einer für den Anspruch erheblich
en Weise geändert hat.
Ergibt die Prüfung durch die Verwaltung, dass
die Vorbringen
der versicherten Person nicht glaubhaft sind, so erledigt sie das Gesuch ohne weitere Abklärungen durch Nichteintreten.
Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versi
cherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des
Invaliditätsgrades auch
tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie be
i einem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (BGE
117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auc
h dem Gericht (
Urteil des Bundes
gerichts 9C_351/2020 vom 21. September 2020 E. 3.1, insbesondere mit Hinweis auf
BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E.
2b
).
1.4
Gemäss Art. 87 Abs. 2 IVV muss mit einem Revisionsgesuch und gemäss Art. 87 Abs. 3 IVV mit einer Neuanmeldung glaubhaft gemacht werden, dass sich der Invaliditätsgrad anspruchsrelevant verändert hat. Der versicherten Person kommt ausnahmsweise eine Beweisführungslast zu (vgl. BGE 130 V 64 E. 5.2.5). Die
Eintretensvoraussetzung
des Glaubhaftmachens soll verhindern, dass sich die Verwaltung immer wieder mit gleichlautenden und nicht näher begründeten, mithin keine Veränderung des Sachverhalts darlegenden Rentengesuchen befas
sen muss (BGE 133 V 108 E. 5.3.1). Dies gilt auch für eine erneute Anmeldung nach einer vorangegangenen, aber befristeten
Rentenzusprache
(BGE 133 V 263 E. 6.1; siehe auch Frey/
Mosimann
/Bollinger [Hrsg.], AHVG/IVG Kommentar, 2018,
Mosimann
, N 20 zu Art. 17 ATSG).
Hingegen kann diese
Eintretensvorschrift
nicht dahingehend ausgelegt werden, dass die glaubhaft zu machende Änderung gerade jenes Anspruchselement betreffen muss, welches die Verwaltung der früheren rechtskräftigen Leistungs
abweisung zugrunde legte. Vielmehr muss es genügen, wenn die versicherte Person zumindest die Änderung eines Sachverhalts aus dem gesamten für die Rentenberechtigung erheblichen Tatsachenspektrum glaubwürdig dartut. Trifft dies zu, ist die Verwaltung verpflichtet, auf das neue Leistungsbegehren einzu
treten und es in tatsächlicher (wie selbstverständlich auch in rechtlicher) Hinsicht allseitig zu prüfen (BGE 117 V 198 E. 3a und E. 4b; vgl. auch BGE 130 V 64 E. 5.2, 71 E. 2.2).
Ist die Änderung nicht glaubhaft gemacht, wird auf das Revisionsgesuch oder die erneute Anmeldung nicht eingetreten (BGE 133 V 64 E. 5.2.5). Dabei wird die Verwaltung unter anderem zu berücksichtigen haben, ob die frühere Verfügung nur kurze oder schon längere Zeit zurückliegt, und dementsprechend an die Glaubhaftmachung höhere oder weniger hohe Anforderungen stellen. Insofern steht ihr ein gewisser Beurteilungsspielraum zu, den das Gericht grundsätzlich zu respektieren hat. Daher hat das Gericht die Behandlung der
Eintretensfrage
durch die Verwaltung nur zu überprüfen, wenn das Eintreten streitig ist, das heisst wenn d
ie Verwaltung gestützt auf Art. 87 Abs.
3 IVV
Nichteintreten beschlossen hat und die versicherte Person deswegen Beschwerde führt; hingegen unterbleibt eine richterliche Beurteilung der
Eintretensfrage
, wenn die Verwaltung auf die Neuanmeldung eingetreten ist (BGE 109 V 108 E. 2b mit Hinweisen; vgl. auch BGE 130 V 64 E. 5.2, 71 E. 2.2 mit Hinweisen).
1.5
Mit dem Beweismass des Glaubhaftmachens sind
herabgesetzte Anforderungen an den Beweis verbunden; die Tatsachenänderung muss nicht nach dem im Sozialversicherungsrecht sonst üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahr
scheinlichkeit (BGE 138 V 218 E. 6) erstellt sein (Urteil des Bundesgerichts 8C_735/2019 vom 25. Februar 2020 E. 4.2). Für das Beweismass des Glaubhaft
machens genügt es, dass für das Vorhandensein des behaupteten rechtserhebli
chen Sachumstands wenigstens gewisse Anhaltspunkte bestehen, auch wenn durchaus noch mit der Möglichkeit zu rechnen ist, bei eingehender Abklärung werde sich die behauptete Änderung nicht erstellen lassen. Weder eine im Vergleich zu früheren ärztlichen Einschätzungen ungleich attestierte Arbeitsun
fähigkeit noch eine unterschiedliche diagnostische Einordnung des geltend gemachten Leidens genügt per se, um auf einen veränderten Gesundheitszustand zu schliessen; notwendig ist vielmehr eine veränderte Befundlage
(Urteile des Bundesgerichts 9C_57/2021 vom 8. Juli 2021 E. 4.2 und 8C_367/2020 vom 4. August 2020 E. 5.2.2, je mit Hinweisen). Je länger die letzte materielle Prüfung zurückliegt, umso weniger strenge Anforderungen sind an die Glaubhaftmachung zu stellen (vgl. BGE 109 V 262 E. 3, 109 V 108 E. 2b; Urteil des Bundesgerichts 9C_57/2021 vom 8. Juli 2021 E. 4.2 mit Hinweisen).
1.6
Zeitlicher Ausgangspunkt für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Ände
rung des Invaliditätsgrades bildet bei der Neuanmeldung die letzte rechtskräftige Verfügung, die auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs beruht.
Demgemäss
sind die Verhältnisse bei Erlass der strittigen Verwaltungsverfügung mit denjenigen im Zeitpunkt der letzten materiellen Abweisung zu vergleichen (BGE 130 V 64 E. 2, 130 V 71 E. 3, 133 V 108 E. 5.2 und E. 5.4).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin
verneinte
im angefochtenen Entscheid (
Urk.
2)
, dass eine gesundheitliche Verschlechterung glaubhaft gemacht worden sei. Sie stellte fest, nach
Prüfung der Akten
liege keine Veränderung vor.
Die Covid-
19-
Erkrankung habe einen positiven Verlauf genommen.
Die Beschwerdeführerin sei nach dem
stationären Setting
in einem verbesserten Gesundheitszustand nach Hause entlassen worden und habe sogar eine Reise nach
B._
geplant. Die restlichen Diagnosen seien bereits bekannt
gewesen
(S. 1). Bei der diagnostizierten Covid-19-Erkrankung sei nicht von einer dauerhaften Verschlechterung auszugehen (S. 2).
2.2
Die Beschwerdeführerin brachte
vor,
die behandelnde Ärztin
habe die
Beschwer
degegnerin am 1
2.
März 2021 telefonisch
darüber
informiert, da
ss
die Beschwer
deführerin an
Covid-19 erkrankt sei. A
ufgrund der Schwere der Erkrankung und des Vorzustandes
bestünden
mit hoher Wahrscheinlichkeit bleibende Auswir
kun
gen auf die Arbeitsfähigkeit.
Sie sei mehrere Tage auf der Intensivstation behan
d
elt worden und leide
neu
an einer Pneumonie Phänotyp 3-4 sowie an einer schweren Niereninsuffizienz.
E
ine Dyspnoe NYHA II
I
habe sich verschlechtert. Eine vorbestehende Hypertonie sei zudem wieder akut
und
es bestehe eine
Adipositas Grad III
(
Urk.
1
S.
6 f.
Ziff.
18-
19).
Sowohl die Ärzte des Spitals
C._
als auch
ihre
Hausärztin
hätten
eine Verschlechterung der Arbeits
fähigkeit festgestellt (S. 7
Ziff.
23). Die Beschwerdeführerin leide
an den Lang
zeitfolgen von Covid-19 in Verbindung mit anderen
Vore
rkrankungen, die
sich verschlechtert und
einen Einfluss
auf ihre
Belastbarkeit hätten (S. 8
Ziff.
28).
2.3
Streitig und zu prüfen ist, ob
die
Beschwerdeführerin
im Rahmen der Neuanmel
dung eine seit Erlass der Verfügung vom
2.
November 2020 (
Urk.
9/40,
Urk.
9/4
3
)
m
assgebliche Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes
im Sinne einer veränderten Befundlage
glaubhaft
gemacht hat, wobei es genügt, dass dafür wenigstens gewisse Anhaltspunkte bestehen (vorstehend E. 1.5)
.
3.
3.1
Die Ärzte
des
Spitals D._
,
Klinik für Kardiologie,
stellten im Austritts
bericht vom
4.
Juli 2017 (
Urk.
9/10/1-3) nach der
Hospitalisation
der Beschwer
deführerin
vom
3.
bis
4.
Juli 2017 folgende Diagnosen (S. 1):
-
koronare Dreigefässerkrankung
-
Diabetes mellitus Typ II
, insulinpflichtig
-
Adipositas WHO Grad II
Die Ärzte führten
weiter
aus, die Zuweisung zur Koronarangiographie sei erfolgt bei
einem
Verdacht auf eine ischämische Kardiopathie. Seit zirka einem Jahr bestehe eine stabile Angina Pectoris CCS II-III mit
einer
Dyspnoe NYHA III. Vor einem Monat sei es bei einer Angina Pectoris-Episode zu einer Synkope gekom
men.
Die Belastungs-Ergometrie sei nach zwei Minuten
aufgrund von Schwindel
abgebrochen worden.
In der transthorakalen Echokardiographie sei eine knapp
mittelschwer eingeschränkte Pumpfunktion des linken Ventrikels nachgewiesen worden. Es bestehe eine
septal
und inferior betonte diffuse
H
ypokinesie
, weshalb von einer i
schämischen Kardiopathie bei koronarer Mehrgefässerkrankung ausgegangen werden müsse (S. 1 unten). Die systolische
linksventrikuläre
Funk
tion sei bei einer
Ejektionsfraktion
von 45
%
leicht eingeschränkt
(S.
3
unten).
3.2
Die Beschwerdeführerin wurde am 2
8.
August 2017
im
Spital
D._
,
Klinik für Herzchirurgie, operiert (dreifach
er
aorto
-koronarer Bypa
ss Off-Pump
,
Urk.
9/10/6 unten
;
vgl. den B
ericht
vom
6.
September 2017,
Urk.
9/10/6-
8
).
3.3
Dr.
med.
E._
, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, stellt
e im Bericht vom 1
4.
Januar 2019
(
Urk.
9/11
/2-5
) folgende Diagnosen mit Auswir
kung auf die Arbeitsfähigkeit (S.
2
Ziff.
2.5):
-
koronare Herzerkrankung mit Status nach ACBP-Operation 2017
-
Hypertonie
-
D
iabetes mellitus, Typ 2
-
Status nach
cerebro
vaskulärem
Insult
2017
-
Adipositas
-
generalisierendes Schmerzsyndrom
Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte sie eine
Hyper
lipidämie
und rezidivierende Harnweginfekte (S. 2
Ziff.
2.6).
Dr.
E._
gab zur Symptomatik an,
es bestünden ein schwer einstellbarer Diabetes mellitus, ein generalisiertes Schmerzsyndrom und eine arterielle Hypertonie
, welche teilweise schlecht kontrollierbar sei
(S. 1
Ziff.
2.2). Die Patientin sei körperlich wenig belastbar und es bestehe eine rasche Ermüdung (S.
2
Ziff.
2.7). Eine angepasste Tätigkeit sei für maximal ein bis zwei Stunden pro Tag zumutbar. Die Prognose sei sch
lecht (S.
4
Ziff.
4.2 und 4.3).
3.4
Dr.
med.
F._
, Assistenzarzt, und
Prof.
Dr.
med.
G._
,
Fach
arzt für Allgemeine Innere Medizin
und für Kardiologie
,
Spital D._
,
Klinik für Kardiologie,
führten
im Bericht vom 2
5.
April 2019 (
Urk.
9/30/8-10)
z
ur Anamnese
aus
, die Beschwerdeführerin habe über eine seit zirka sechs Monaten bestehende zunehmende
Belastungs
dyspnoe (NYHA II-III) sowie einen
intermit
tierenden
thorakalen Druck berichtet. Die Beschwerden würden sowohl
in
Ruhe
situationen
als auch
unter körperlicher Belastung auftreten (S. 1 unten).
Die Patientin habe sich
zur Verlaufskontrolle vorgestellt. Sie sei kardiopulmonal kompensiert bei bekannter koronarer Dreigefässerkrankung und einem Status nach dreifach AC-
Bypassoperation
im August 2017 (S. 2 Mitte).
E
chokardiographisch
bestehe bezüglich
der
linksventrikuläre
n
Ejektionsfraktion
(visuell 50
%
)
i
m Vergleich zur Voruntersuchung ein unveränderter Befund
bei diastolischer Dysfunktion
. Aufgrund der nicht möglichen körperliche
n
B
elastung mittels Ergometrie, des
schlecht eingestellten Diabetes mellitus sowie der geschil
derten Beschwerden werde die Durchführung einer My
okardperfusion-S
zintigra
phie empfohlen. Differentialdiagnostisch könne die Dyspnoe aufgrund mangeln
der regelmässiger Bewegung im Sinne einer
Dekonditionierung
sowie im Rahmen einer Gewichtszunahme diskutiert werden (S. 2 unten).
3.5
Dr.
F._
und Prof.
G._
gaben im Bericht vom 1
2.
Juli 2019 (
Urk.
9/24) an,
es bestehe eine systolische
linksventrikuläre
Funktion von 50
%
(stabil im Vergleich zu den Voruntersuchungen).
Aus
kardialer Sicht bestehe eine Arbeits
fähigkeit im Rahmen der körperlichen Möglichkeiten un
d Beschwerden
der Beschwerdeführerin
. Von ihrer Seite sei
keine Arbeitsunfähigkeit attestiert worden (S. 1
Ziff.
1.3).
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit
bestünden am
ehesten im Rahmen des met
abolischen
Syndroms und
der
Adipositas Grad I
I.
Die koronare Herzerkrankung mit nahezu erhalte
ner
linksventrikulärer Ejektionsfrak
tion
und fehlendem Nachweis
einer Ischämie in der Myokardperfusion
-S
zintigra
phie vom Mai 2019 trage nicht wesentlich zu einer Arbeitsunfähigkeit bei (S. 2
Ziff.
2.5 und 2.6).
In Anbetracht der Gesamtsituation liege eine
gewisse
Einschränkung
im Alltag vor (S. 2
Ziff.
2.7).
Die
Patientin
übe
aktuell keine regelmässige berufliche Tätigkeit aus (S. 2
Ziff.
3.1).
3.6
Dr.
E._
hielt
in einem am
3.
Dezember 2019 (
Urk.
9/30/1-4) bei der Beschwerdegegnerin eingegangenen Verlaufsbericht
fest, dass alle neurologi
schen Ausfälle komplett abgeklungen seien und aktuell keine weitere neurologi
sche Behandlung stattfinde. Ferner gab sie
eine Verschlechterung des Gesund
heitszustandes
der Beschwerdeführerin
an (
Ziff.
1.1).
Als veränderte Befunde hielt sie fest,
die
Adipositas und die Dyspnoe
seien
progredient. Der Diabetes mellitus sei schlecht eingestellt.
Ausserdem
bestünden ein Muskelhartspann und Schmer
zen an der Lendenwirbelsäule (
Ziff.
1.3).
Dr.
E._
nannte als aktuelle Diag
nosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine progrediente Adipositas, ein obstruktives Schlafapnoe-Syndrom (OSAS) und eine Anstrengungsdyspnoe (
Ziff.
1.2).
3.7
Dr.
med.
H._
, Facharzt für Chirurgie,
Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD) der Beschwerdegegnerin,
führte
in der Stellungnahme vom 2
0.
Februar
2020 (
Urk.
9/32 S. 6 f.) aus
,
es
bestünden folgende Diagnosen mit dauerhafter Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
Zustand nach Mobilitäts- und Funktions
beeinträchtigung
bei
-
Zustand nach
cerebro
vaskulärem
Insult im Mediastromgebiet rechts
(
1.
September 2017) mit
-
Hemiparese linksbrachial
-
Dysarthrie
-
Zustand nach dreifacher
aorto
-koronarer Bypass-Off-Pump (
2
8.
August
2017)
Als Diagnosen ohne dauerhafte Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
bestünden ein Diabetes mellitus Typ II, insulinpflichtig, eine arterielle Hypertonie und eine Adipositas
permagna
(S. 6 unten). Für die bisherige Tätigkeit als
Sigristin
habe vom 2
8.
August 2017 bis 1
2.
Juli 2019 eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
bestanden. Seit dem 1
3.
Juli 2019 bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 0
%
.
Bezüglich der
bisherige
n
Tätigkeit sollten
das
Heben, Tragen und Transportieren von
L
asten sowie da
s Verharren in Zwangshaltungen
vermieden werden. In einer angepassten Tätigkeit habe vom 2
8.
August 2017 bis 1
2.
Juli 2019 ebenfalls eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % bestanden. Seit dem 1
3.
Juli 2019 bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 0
%
(S. 6 f.). Als Belastungsprofil seien der Beschwerde
führerin leichte angepasste Tätigkeit
en
in Wechselbelastung möglich, ohne Heben, Tragen und Transportieren von Lasten von mehr als 5 kg. Zu vermeiden sei sodann das Verharren in Zwangshaltungen (S. 7 oben).
3.8
Mit Verfügung vom
2.
November 2020 (
Urk.
9/43,
Urk.
9/40) sprach die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin
vom
1.
Mai befristet bis zum 3
0.
September 2019 eine ganze Rente zu.
Ab dem
1.
Oktober 2019 verneinte sie einen Rentenanspruch.
Die Beschwerdegegnerin ging
dabei
von einer gesundheit
lichen V
erbesserung seit Juli 2019 entsprechend der Beurteilung durch
ihren
RAD
aus
(
Urk.
9/40 S. 1 unten).
4.
4.1
Die Ärzte des Spitals
C._
stellten im Austrittsbericht vom 1
3.
Januar 2021 (
Urk.
9/51/
16-18
) nach der
Hospitalisation
der Beschwerdeführerin
vom
5.
bis 1
0.
Januar
2021 folgende Diagnosen (
Urk.
9/51/18):
-
Covid-19 Pne
umonie Phänotyp 4 (Erstdiagnose
2
1.
Dezember 2021)
-
1
9.
Dezember 2020 Symptombeginn
-
2
1.
Dezember 2020 diagnostischer Nachweis via Schnelltest
-
3
1.
Dezember 2020 bis
5.
Januar 2021 Intensivstation
-
a
kute respiratorische Partialinsuffizienz
-
bakterielle Superinfektion
-
schwere
obstruktive Schlafapnoe
-
schwere koronare Dreigefässerkrankung
-
insulinpflichtiger Diabetes mellitus
-
cerebrovaskuläre
Ischämie im Stromgebiet der
A
rteria
cerebri
media
rechts am
1.
September 2017
-
subklinische Hypothyreose
Die Ärzte des Spitals
C._
führten weiter aus, die Patientin sei nach der Feststellung der Covid-19-Infektion zwischenzeitlich auf die Intensivstation des Spitals
J._
verlegt worden (S. 3 oben). Im Verlauf sei es zur Besserung des Gesamtzustandes gekommen, worauf die Patientin am 1
0.
Januar 2021 nach Hause entlassen worden sei (S. 2 oben).
4.2
Gemäss einer Aktennotiz der Beschwerdegegnerin vom 1
2.
März 2021 (
Urk.
9/45) rief die Hausärztin der Beschwerdeführerin am 1
2.
März 2021 bei der Beschwer
degegnerin an.
Sie
erklärte
, die Beschwerdeführerin
sei
im Dez
e
mber 2020 an Covid-19 erkrankt und auf
der
Intensivstation
behandelt worden mit Langzeit
folgen
. Aufgrund
der
Vorerkrankungen sei mit einer langfristigen Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit zu rechen.
4.3
Dr.
med.
I._
,
Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und für Endokri
nologie-Diabetologie, Chefarzt, Spital
C._
, führte im Bericht vom 1
6.
März 2021 (
Urk.
9/51/1) über die ambulante Behandlung vom 1
5.
März 2021 aus, Mitte Dezember
2020
seien
bei der Beschwerdeführerin
typische Corona-verdächtige Beschwerden (Fieber, Husten, Dyspnoe) aufgetreten. Der diagnostische Nachweis sei am 2
1.
Dezember 2020 erfolgt. Nach dem Aufenthalt auf der Intensivstation des Spitals
J._
vom 3
1.
Dezember 2020 bis
5.
Januar 2021
sei es zu einer langsamen S
tabilisierung des Zustandes mit anschliessendem
stationären Aufent
halt im Spital
C._
bis am 1
0.
Januar 2021
gekommen. Es bestehe eine allgemeine Einschränkung des Zustandes. Die Belastbarkeit sei deutlich reduziert. Die Dy
spnoe habe sich
mehr oder weniger
zurückgebildet. Die Beschwerde
führerin habe eine Reise nach
K._
geplant.
4.4
Dr.
E._
gab
im Beri
cht vom 1
6.
März 2021 (
Urk.
9/48
) an, die Beschwer
deführerin leide seit Jahren an diversen chronischen Erkrankungen. Es
handle sich um eine
koronare Herzerkrankung
,
ein
en
Status nach
cerebrovaskulärem
Insult, von dem sie sich erstaunlich gut erholt habe, und ein
en akzeptabel einge
stellten
Diabetes mit Folgeerkrankung
en
. Aktuell stün
den vor allem eine Dyspnoe und die
Adipositas im Vordergrund.
Die Situation habe sich im Dezember 2020 verschlechtert, als d
ie Beschwerdeführerin am 2
1.
Dezember 2020 an Corona erkrankt
sei
. Vom 3
1.
Dezember 2020 bis
5.
Januar 2021 sei sie
im Spital
J._
auf der Intensivstation behandelt worden, mit anschliessendem
stati
onärem Aufenthalt im Spital
C._
. Eine initiale
Sauerstoffpflichtigkeit
habe beim
Austritt
aus dem Spital
nicht mehr
bestanden
.
Die
Dyspnoe NYHA III habe sich trotz Inhalation und Anpassung der Therapie nicht verändert.
Weiter stehe eine nicht weiter abgeklärte pulmonale Hypertonie im Raum.
Aktuell bestehe eine deutliche Einschränkung der körperlichen Leistungsfähig
keit. Die Patientin sei nach wenigen Schritten erschöpf
t, ermüde rasch
und die Muskulatur habe sich durch die wenige Bewegung deutlich abgebaut. Eine Geh
strecke von sieben Metern sei
ihr
mit Hilfe von Stützen knapp möglich. Der Zustand habe sich im Vergleich zu Ende 2019 und seit ihrem letzten Kontakt mit der Patientin deutlich verschlechtert. Eine Arbeitsfähigkeit sei aktuell nicht gege
ben.
4.5
Dr.
med.
L._
, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, RAD, führte in der Stellungnahme vom 1
1.
Mai 2021 (
Urk.
9/52 S. 2 unten) aus, nach den vorliegenden Berichten bestehe ein Status nach einer Covid-19-Pneumonie mit Symptombeginn am 1
9.
Dezember 202
0.
B
ei einer respiratorischen Partial
insuf
fizienz sei die Beschwerdeführerin auf der Intensivstation
mit
der Abgabe von Sauerstoff
überwacht worden.
Sie sei
schliesslich in gebessertem Gesundheits
zustand nach Hause entlassen worden. Bei einer Covid-
19-
Pneumonie handle es sich um eine passagere Verschlechterung. Eine dauerhafte Verschlechterung des Gesundheitszustandes sei nicht ausgewiesen. Die Beschwerdeführerin sei in gutem Allgemeinzustand aus der Klinik entlassen worden. Die übrigen Diagnosen seien bekannt.
Bezüglich eines obstruktiven Schlafapnoe-Syndroms könne die Beschwerdefüh
rerin von einer CPAP-Therapie profitieren
und sei
diesbezüglich beschwerdefrei. Eine empfohlene Gewichtsreduktion sei nicht erreicht worden.
Sie
fühle
sich
nun derart fit, dass sie eine Reise nach
B._
plane. Eine dauerhafte Verschlechterung des Gesundheitszustandes werde nicht glaubhaft gemacht. Eine
andauernde
höhergradige
Arbeitsunfähigkeit sei nicht begründet.
5
.
5
.1
Bei der Beschwerdeführerin sind
im Sinne von
Vorerkrankungen im Wesentlichen eine koronare Herzerkrankung mit
einem
Status nach ACBP-Operation 2017,
ein Status nach
cer
e
brovaskulärem
Insult 2017 sowie eine Adipositas bekannt (E. 3.1 und 3.3 hiervor).
Die behandelnde Ärztin
Dr.
E._
diagnostizierte
in der Vergangenheit
ausserdem
ein obstruktives Schlafapnoe-S
yndrom und es ist eine Belastungsdyspnoe (NYHA II-III) bekannt (
E. 3.4 und 3.6).
Die
Zusprache
der bis 3
0.
September 2019 befristeten ganzen Rente mit Verfü
gung vom
2.
November 2020 fusste im Wesentlichen auf der Stellungnahme des RAD-Arztes
Dr.
H._
vom 2
0.
Februar 2020, welcher gestützt auf die Ein
schät
zung der Kardiologen als Diagnosen mit dauerhafter Auswirkung auf die Arbeits
fähigkeit einen Zustand nach
cerebrovaskulärem
Insult 2017 und einen Zustand nach einer Bypass-Operation 2017 aufführte und daraus eine vom 2
8.
August 2017 bis 1
2.
Juli 2019 resultierende Arbeitsunfähigkeit von 100
%
bestätigte (E. 3.7).
Demgegenüber wirkten sich die
obstruktive Schlafapnoe sowie
di
e Anstren
gungsdyspnoe
nicht auf die Arbeitsfähigkeit aus
.
5.2
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin mit den bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 2
8.
Juni 2021 eingereichten Berichten eine massgebliche Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes glaubhaft gemacht hat, wobei es genügt, dass dafür wenigstens gewisse Anhaltspunkte bestehen (vorstehend E. 1.5-1.6).
5.3
Anlässlich der Konsultationen vom
7.
Oktober 2020 und am 2
7.
November 2020 auf den Abteilungen für Endokrinologie sowie Pneumologie/
Somnologie
des Spitals
C._
(
Urk.
9/51/40,
Urk.
9/51/42) berichtete die Beschwerdeführerin von einem guten Verlauf, sie sei sehr zufrieden mit der Therapie und profitiere gut davon. In Bezug auf die nunmehr als schwer eingestufte obstruktive Schlafap
noe, welche mittels APAP-Gerätetherapie behandelt wurde, hielten die Ärzte fest, dass sich eine ausgezeichnete Therapietreue zeige.
Im Dezember 2021 erlitt die Beschwerdeführerin sodann eine Covid-19-Infektion mit Pneumonie, wobei sie vom 3
1.
Dezember bis
5.
Januar 2021 bei einer akuten respiratorischen Partialinsuffizienz und bakterieller Superinfektion auf der Inten
sivstation
und anschliessend bis am 1
0.
Januar 2021 stationär
behandelt wurde (E. 4.1).
Dr.
E._
berichtete in der Folge im März 2021 (
Urk.
9/48) von einer im Vordergrund stehenden verschlechterten Dyspnoe (neu NYHA III) und Adipositas und führte aus, dass sich die Situation aufgrund der Erkrankung im Dezember 2020
aggraviert
habe. Ferner stehe noch eine nicht weiter abgeklärte pulmonale Hypertonie im Raum. Es bestehe eine deutliche Einschränkung der körperlichen Leistungsfähigkeit, wobei bereits eine Gehstrecke von 7 m nur knapp und mit Hilfe zu bewältigen sei. Allgemein habe sich der Zustand im Vergleich zu ihrer letzten Beurteilung deutlich verschlechtert, eine Arbeitsfähigkeit sei nicht gege
ben.
Vor dem Hintergrund einer
nach schwerer
Covid-19-Infektion nicht auszuschlies
senden Beteiligung der Herz- und Lungenfunktionen
, dies
bei bestehenden dies
bezüglichen Vorerkrankungen, welche immerhin zu einer befristeten
Renten
zusprache
geführt hatten, sowie der neu eingetretenen Verschlechterung der Dyspnoe und der obstruktiven Schlafapnoe ist im vorliegenden Fall – unabhängig
vom
angeführten Long
Covid
-Syndrom – davon auszugehen, dass die Beschwer
deführerin zumindest Anhaltspunkte für eine massgebliche Verschlechterung des Gesundheitszustands glaubhaft gemacht hat.
Die Beschwerde erweist sich damit als begründet und ist gutzuheissen.
6
.
6
.1
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens
aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG). Vorliegend sind die Kosten auf
Fr.
600.-- festzusetzen. Ausgangsgemäss sind sie der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens erweist sich d
as Gesuch um Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung (
Urk.
1 S. 2
Ziff.
3 oben) als gegenstandslos.
6
.2
Nach
§
34
Abs.
1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
G
SVGer
) hat die obsiegende Beschwerdeführende Person An
spruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden ohne Rücksicht
auf den Streit
wert nach der Bedeutung der Streit
sache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem
Mass des Obsiegens bemessen (
§
34
Abs.
3
GSVGer
).
Die Beschwerdeführerin ist vorliegend bei einem Stundenansatz von
Fr.
185.--(zuzüglich Mehrwertsteuer) ermessensweise mit
Fr.
1’800
.-- (inklusive Baraus
lagen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen.