Decision ID: dd87a2a6-deb3-57d5-b274-11b8358d13d8
Year: 2013
Language: de
Court: SG_VG
Chamber: SG_VG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ X.Y. und Z.Y. sind Miteigentümer des Grundstücks Nr. F0000, Grundbuch St.
Gallen-Ost, in der Zone W2 mit dem einseitig angebauten Reiheneinfamilienhaus Vers.-
Nr. F0001 an der K.-strasse 00. Mit Gesuch vom 8./29. August 2011 beantragten sie
die Bewilligung des Umbaus und der Erweiterung des Gebäudes. Vorgesehen war
unter anderem die wärmetechnische Sanierung der Fassade mittels Isolation der
Aussenwände. In der Rubrik "Fassade (Material/Farbe)" auf dem Baugesuchsformular
war "Putz" vermerkt. Das Amt für Baubewilligungen der Stadt St. Gallen genehmigte
das Gesuch am 20. September 2011. In den Bedingungen und Auflagen wurde auf die
gesetzliche Verpflichtung hingewiesen, für Abweichungen von den Plänen vor der
Ausführung ein Korrekturgesuch einzureichen (Ziff. 1), und festgehalten, die definitiven
Fassadenfarben seien nach Baufortschritt an Ort in Absprache mit der Bauberatung zu
bemustern (Ziff. 6). Die Bewilligung wurde unangefochten rechtskräftig.
B./ Am 20. November 2012 teilte X.Y. dem Amt für Baubewilligungen mit, anders als
angenommen sei das Gebäude in Leicht- und nicht in Ständerbauweise erstellt, so
dass die neue Konstruktion kein hohes Gewicht aufweisen dürfe. Eine vorgehängte
Fassade mit Faserzementplatten sei gegenüber einem Verputz um sechzig Prozent
leichter. Passend zur Farbe des Nachbargebäudes und zu den weinroten Läden sei ein
rechteckiger Fassadenschiefer in Grau (Noblis Nr. 215) gewählt worden. Der Mitteilung
lag ein Plan der neuen Fassadenkonstruktion bei. Die Behörde wies darauf hin, die
Fassade sei zu bemustern, und verlangte nach der Besichtigung am 29. Januar 2013
die Einreichung eines Baugesuchs. X.Y. holte am 30. Januar 2013 die Zustimmung der
Nachbarn zu den geänderten Fassadenplänen ein und machte am 4. Februar 2013
geltend, für Materialänderungen sei kein Korrekturgesuch einzureichen, da nach den
gesetzlichen Grundlagen die Nachbarn weder auf Baumaterial noch auf Farben Einfluss
nehmen könnten. Am 19. Februar 2013 bewilligte die Behörde ein
"Korrekturgesuch" (Ziff. I), verfügte Bedingungen und Auflagen (Ziff. II) und auferlegte
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X.Y. und Z.Y. eine Entscheidgebühr von 100 Franken und eine Schreibgebühr von 20
Franken (Ziff. III).
C./ Gegen die Bewilligung vom 19. Februar 2013 erhob X.Y. beim Baudepartement am
5. März 2013 Rekurs mit den Anträgen, es seien die Gebühren für die nicht notwendige
Verfügung als ungültig zu erklären, die "Schikaniererei" durch das Amt für
Baubewilligungen der Stadt St. Gallen zu "unterbinden" und den Eigentümern der
Aufwand für die unnötigen Arbeiten zu entschädigen. Das Baudepartement überwies
die aufsichtsrechtliche Anzeige zuständigkeitshalber an das Stadtparlament St. Gallen,
wies den Rekurs am 15. Mai 2013 ab, hob Ziff. I und II der Bewilligung auf, formulierte
Ziff. I neu ("Die materielle Rechtmässigkeit der Fassadenkonstruktion gemäss
Korrekturplänen vom 4. Februar 2013 ist gegeben. Eine Änderung der
Fassadenkonstruktion ist deshalb nicht nötig."), auferlegte X.Y. eine Entscheidgebühr
von 1'000 Franken und wies sein Begehren um Ersatz der ausseramtlichen Kosten ab.
Zur Begründung führte das Baudepartement im Wesentlichen aus, die entgegen der
Baubewilligung vom 20. September 2011 ausgeführte Fassadenkonstruktion stelle eine
Änderung eines energetisch wichtigen Bestandteils dar und sei damit
bewilligungspflichtig. Mangels Korrekturgesuchs bzw. Gesuchs um nachträgliche
Bewilligung sei die Vorinstanz nicht befugt gewesen, eine Baubewilligung zu erteilen.
Jedoch hätte sie angesichts des durchgeführten vereinfachten Verfahrens – die
Unterschriften der Nachbarn waren eingeholt worden - die Rechtmässigkeit der
Fassadenkonstruktion feststellen müssen. Die Gebühren von 120 Franken bewegten
sich auch für ein Wiederherstellungsverfahren im untersten Bereich des zulässigen
Rahmens.
D./ X.Y. (nachfolgend Beschwerdeführer) erhob gegen den Rekursentscheid des
Baudepartements (nachfolgend Vorinstanz) vom 15. Mai 2013 mit Eingabe vom 22. Mai
2013 (Postaufgabe: 23.05.13) Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit den Anträgen,
es seien der angefochtene Entscheid zur Überarbeitung aufgrund der effektiven Fakten
an die Vorinstanz zurückzuweisen, die Gebühren des Bewilligungs- und des
Rekursverfahrens von 120 und 1'000 Franken ungültig zu erklären, die Vorinstanz
anzuweisen, die allgemeinen Bedingungen und Auflagen der Baubewilligungsbehörde
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der Stadt St. Gallen zu prüfen und dem Baurecht anzupassen und dem
Beschwerdeführer der Aufwand mit den Verwaltungsbehörden zu entschädigen.
Die Vorinstanz und das Amt für Baubewilligungen der Stadt St. Gallen (nachfolgend
Beschwerdegegnerin) beantragten mit Vernehmlassungen vom 17. Juni 2013 bzw. vom
3. Juli 2013, die Beschwerde sei, soweit darauf einzutreten sei, abzuweisen. Der
Beschwerdeführer nahm am 12. Juli 2013 Stellung.
Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge wird,
soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. Die Eintretensvoraussetzungen, nämlich die Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts
(vgl. dazu nachfolgend E. 1.1.), die Beschwerdebefugnis des Beschwerdeführers und
die Erfüllung der zeitlichen und formellen (vgl. dazu nachfolgend E. 1.2.) sowie der
inhaltlichen Voraussetzungen (vgl. dazu nachfolgend E. 1.3.) sind von Amtes wegen zu
prüfen.
1.1. Das Verwaltungsgericht ist zum Sachentscheid zuständig, soweit mit der
Beschwerde die Aufhebung des angefochtenen Entscheides – darin enthalten die
Auferlegung der amtlichen Kosten und die Verweigerung der Entschädigung
ausseramtlicher Kosten für das Rekursverfahren – und der Gebühren für das
Bewilligungsverfahren sowie eine ausseramtliche Entschädigung für das
Beschwerdeverfahren beantragt wird (Art. 59bis Abs. 1 des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege; sGS 951.1, abgekürzt VRP).
Hingegen ist entsprechend dem hierarchischen Aufbau der Verwaltung die Regierung
Aufsichtsbehörde der Vorinstanz (vgl. Art. 16 Abs. 1 Ingress und lit. b des
Staatsverwaltungsgesetzes, sGS 140.1; Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im
Kanton St. Gallen, 2. Aufl. 2003, Rz. 1218). Das Verwaltungsgericht, das einzig die
Verwaltungsrekurskommission und das Versicherungsgericht beaufsichtigt (vgl. Art. 43
Ingress und lit. c des Gerichtsgesetzes, sGS 941.1), ist dementsprechend nicht befugt,
die Vorinstanz anzuweisen, die allgemeinen Bedingungen und Auflagen der
Baubewilligungsbehörde der Beschwerdegegnerin in genereller Weise zu prüfen und
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dem Baurecht anzupassen. Mangels Zuständigkeit kann das Verwaltungsgericht darauf
nicht eintreten. Da sich die aufsichtsrechtlichen Vorbringen letztlich gegen die
Amtsführung durch die Baubewilligungsbehörde der Beschwerdegegnerin richten und
die Vorinstanz die Eingabe vom 5. März 2013 zuständigkeitshalber an das
Stadtparlament übermittelt hat, erübrigt sich eine Überweisung der
Beschwerdeeingabe an die Regierung.
Soweit der Beschwerdeführer – was sich aus dem Antrag auf Entschädigung des
"Aufwandes mit den Verwaltungsbehörden" auch unter Berücksichtigung der
Beschwerdebegründung nicht klar ergibt - nicht bloss einen Ersatz ausseramtlicher
Kosten im Bewilligungs-, Rekurs- und Beschwerdeverfahren, sondern im
Zusammenhang mit der von ihm als schikanös bezeichneten Amtsführung der
Baubewilligungsbehörde einen öffentlich-rechtlichen Entschädigungsanspruch geltend
machen will, ist er an den Zivilrichter zu verweisen (vgl. Art. 72 Ingress und lit. a VRP).
Auch in diesem Punkt kann das Verwaltungsgericht mangels Zuständigkeit auf die
Beschwerde nicht eintreten.
1.2. Der Beschwerdeführer ist als Miteigentümer des von der Baubewilligung
betroffenen Grundstücks Nr. F0000, Grundbuch St. Gallen-Ost, und Adressat des
angefochtenen Entscheides zur Erhebung des Rechtsmittels befugt (Art. 64 in
Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerde wurde am 23. Mai 2013
(Postaufgabe) und damit rechtzeitig erhoben und erfüllt in formeller Hinsicht die
gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1
VRP).
1.3. Die Vorinstanz macht geltend, der Beschwerdeführer setze sich mit dem
angefochtenen Entscheid in seiner Beschwerdebegründung nicht auseinander.
Gemäss Art. 64 in Verbindung mit Art. 48 Abs. 1 VRP ist die Beschwerde zu
begründen. Die Rechtsprechung stellt an die Qualität und Ausgestaltung der
Begründung zwar keine grossen Anforderungen, jedoch hat der Beschwerdeführer
zumindest in groben Zügen zu bezeichnen, weshalb der angefochtene Entscheid seiner
Auffassung nach unrichtig ist. Beziehen sich die Vorbringen nicht auf den
angefochtenen Entscheid und dessen Motive, genügt die Begründung den
Anforderungen nicht (vgl. Cavelti/ Vögeli, a.a.O., Rz. 921/922 mit Hinweisen). In der
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Beschwerde werden die Gründe dargelegt, aus denen der Beschwerdeführer schliesst,
Farbwahl und Änderung in der Fassadenkonstruktion seien nicht bewilligungspflichtig
und der Rekursentscheid, der die Bewilligungspflicht bejahte, deshalb samt der
Auferlegung der Kosten fehlerhaft. Damit sind die zulässigen Beschwerdeanträge
ausreichend begründet.
Ausführungen, die nicht mit zulässigen Beschwerdeanträgen zusammenhängen, sind
unbeachtlich, führen aber nicht zu einem Nichteintretensentscheid. Darunter fällt
beispielsweise das Vorbringen, es hätte keine Bemusterung der definitiven
Fassadenfarbe verlangt werden dürfen, weil es sich weder auf den angefochtenen
Entscheid noch auf die ihm zugrunde liegende Bewilligung vom 19. Februar 2013,
sondern auf die rechtskräftige Baubewilligung vom 20. September 2011 bezieht.
Gleiches gilt für das Vorbringen, die Feststellung der Baubewilligungsbehörde, das der
Bewilligung vom 20. September 2011 zugrunde liegende Baugesuchsformular sei
hinsichtlich der Farbgebung ungenügend gewesen, sei falsch. Ebensowenig beziehen
sich die generellen Vorwürfe schikanösen Verhaltens des Amtsleiters der
Baubewilligungsbehörde auf einen zulässigen Beschwerdeantrag.
2. Wenn der Beschwerdeführer vorbringt, es sei bedenklich, dass die
Verwaltungsangestellten der Vorinstanz keinerlei bautechnische Kenntnisse aufwiesen
und deshalb willkürlich einseitige Beurteilungen vornähmen, beanstandet er
sinngemäss die Auffassung im angefochtenen Entscheid, die Änderung der
Fassadenkonstruktion habe der Baubewilligungspflicht unterstanden. Er macht
geltend, es habe sich lediglich um eine nicht bewilligungspflichtige Materialänderung
gehandelt. Auf die Farbwahl dürfe die Bewilligungsbehörde keinen Einfluss nehmen.
Gemäss Art. 78 Abs. 1 des Gesetzes über die Raumplanung und das öffentliche
Baurecht (Baugesetz; sGS 731.1, abgekürzt BauG) bedürfen Errichten und Ändern von
Bauten und Anlagen einer Bewilligung. Eine Baute wird geändert, wenn sie in
bautechnisch oder äusserlich erheblicher Weise umgebaut wird. Eine Massnahme ist in
diesem Sinn erheblich, wenn damit nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge so wichtige
räumliche Folgen verbunden sind, dass ein Interesse der Öffentlichkeit oder Nachbarn
an einer vorgängigen Kontrolle besteht. Die Baubewilligungspflicht soll der Behörde die
Möglichkeit verschaffen, das Bauprojekt vor seiner Ausführung auf die
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Übereinstimmung mit der raumplanerischen Nutzungsordnung und der übrigen
einschlägigen Gesetzgebung zu überprüfen (vgl. B. Heer, St. Gallisches Bau- und
Planungsrecht, Bern 2003, Rz. 854/855). Bewilligungspflichtig sind gemäss Art. 78 Abs.
2 BauG insbesondere Umbauten jeder Art (lit. a) sowie Ersatz oder Änderung
energetisch wichtiger Bauteile wie Aussenwände (lit. a ). Letzterer Tatbestand wurde
mit dem Erlass des Energiegesetzes vom 9. November 1989 (nGS 25-60; aufgehoben
durch das Energiegesetz vom 26. Mai 2000, sGS 741.1, abgekürzt EnG) ins Baugesetz
aufgenommen. Die Bewilligungspflicht soll sicherstellen, dass Umbauten – und damit
insbesondere auch die Änderung energetisch wichtiger Bauteile wie Aussenwände mit
Baukosten von mindestens 25'000 Franken - die Anforderungen an eine sparsame und
rationelle Energieverwendung, wie sie in Art. 2 und 2a der Energieverordnung (sGS
741.11, abgekürzt EnV) festgelegt sind, erfüllen (vgl. Art. 4 Abs. 1 in Verbindung mit Art.
7 EnG und Art. 12 EnV).
Der Beschwerdeführer bestreitet nicht, dass es sich bei der Isolation der
Aussenfassade, wie sie am 20. September 2011 rechtskräftig bewilligt worden war, um
einen bewilligungspflichtigen Sachverhalt im Sinn von Art. 78 Abs. 2 Ingress und lit. a
BauG handelt. Aus der dem Baugesuch beigelegten Berechnung von
Wärmedurchgang und Dampfdiffusion war der geplante Aufbau der Fassade im Detail
nachvollziehbar. Die tatsächlich realisierte Fassadenkonstruktion ergibt sich aus einem
Plan vom 20. November 2012 (vgl. act. 7/4). Da die Änderung der Konstruktion
grundsätzlich auch geeignet war, den Wärmedurchgangswert zu beeinflussen, ist die
Vorinstanz zu Recht von der Bewilligungspflicht der Änderung ausgegangen. Hinzu
kommt, dass mit der Änderung des Fassadenaufbaus möglicherweise auch die
Einhaltung von Gebäude- und Grenzabständen - welche in der Gesuchs-Vorprüfung
vom 16./19. August 2011 als verletzt bezeichnet worden waren - neu zu beurteilen
waren. Damit rechtfertigte auch Art. 78 Abs. 2 Ingress und lit. a BauG, ein
"Korrekturgesuch" einzufordern. Die Beschwerde erweist sich deshalb in der Sache als
unbegründet.
Ob allein die definitive Farbwahl die Einforderung eines "Korrekturgesuchs" gestützt
auf Art. 78 Abs. 2 Ingress und lit. a BauG rechtfertigen könnte, kann unter diesen
Umständen offen bleiben. Ebenso kann offen bleiben, ob die – rechtskräftig gewordene
– Verpflichtung, die Fassade zu bemustern, eine ausreichende Rechtsgrundlage findet.
bis
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In diesem Zusammenhang sei immerhin angemerkt, dass die Bauordnung der
Beschwerdegegnerin (sRS 731.1, abgekürzt BauO) besondere Gestaltungsvorschriften
für Bauten in der Altstadt (Neu- und Umbauten müssen sich in das Altstadtgebiet in
allen Belangen besonders gut einordnen; Art. 9 Abs. 1 BauO), für Bauten in Gebieten
mit geschlossener Bauweise (Bauten sind so zu gestalten, dass eine gute
Gesamtwirkung erzielt wird; Art. 14 Abs. 3 BauO) sowie für Bauten in geschützten
Ortsbildern (Neu- und Umbauten müssen sich in das Ortsbild in allen Belangen
besonders gut einordnen; Art. 48 Abs. 1 BauO), in Gebieten mit besonderem baulichem
Erscheinungsbild (Bauten sind so zu gestalten, dass der typische Gebietscharakter
gewahrt bleibt und eine gute Gesamtwirkung erzielt wird; Art. 50 Abs. 1 BauO) und in
den Grenzbereichen zu Altstadt und geschützten Ortsbildern (Bauten sind so zu
gestalten, dass die Altstadt und die geschützten Ortsbilder nicht beeinträchtigt werden;
Art. 51 Abs. 1 BauO) vorsieht. Das Grundstück des Beschwerdeführers liegt
unbestrittenermassen in keinem der beschriebenen Gebiete und wird auch nicht von
einem Sondernutzungsplan erfasst, so dass einzig das Verunstaltungsverbot gemäss
Art. 93 Abs. 1 BauG gilt.
3. In der Beschwerde wird die Erhebung von Gebühren im Rekursverfahren und im
Verfahren vor der Baubewilligungsbehörde der Beschwerdegegnerin beanstandet. Die
Vorinstanz hat die Entscheidgebühr gestützt auf Art. 95 Abs. 1 VRP dem
Verfahrensausgang entsprechend zu Recht dem Beschwerdeführer auferlegt. Gemäss
Art. 100 Abs. 2 VRP in Verbindung mit Art. 3 der Verordnung über Kosten und
Entschädigungen im Verwaltungsverfahren (Verwaltungsgebührenverordnung; sGS
821.1, abgekürzt VGV) richten sich die Gebührenansätze nach dem Gebührentarif für
die Kantons- und Gemeindeverwaltung (sGS 831.5, abgekürzt GebT), wobei die
allgemeinen Gebühren dieses Tarifs erhoben werden können, wenn weder besondere
Gebührenansätze festgesetzt sind noch Unentgeltlichkeit vorgeschrieben ist. Nr. 10.01
GebT sieht für Rekursentscheide eine Bandbreite zwischen 50 und 5'000 Franken vor.
Die Höhe der Gebühr von 1'000 Franken ist dementsprechend nicht zu beanstanden.
Die Vorinstanz hat die Rechtmässigkeit und Angemessenheit der durch die
Baubewilligungsbehörde erhobenen Entscheidgebühr von 100 Franken und
Schreibgebühr von 20 Franken damit begründet, für das Wiederherstellungsverfahren
seien die für die Erteilung von Baubewilligungen und für die Verfügungen auf
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Aufhebung des rechtswidrigen Zustands geltenden Nrn. 50.24.02 und 50.24.08 GebT,
welche je einen Rahmen zwischen 100 und 10'000 Franken vorsehen, sachgemäss
anwendbar. Die Höhe der Gebühren liege im untersten Bereich des zulässigen
Rahmens. Diese Begründung ist angesichts der Funktion des
Wiederherstellungsverfahrens, das an die Stelle eines nachträglichen
Baubewilligungsverfahrens tritt, nicht zu beanstanden. Der Beschwerdeführer setzt sich
im Übrigen mit dieser Begründung nicht auseinander, sondern leitet die Unzulässigkeit
der Gebühren einzig aus der fehlenden Bewilligungspflicht der Konstruktionsänderung
ab. Die von der Bewilligungsbehörde erhobene Gebühr entspricht schliesslich auch
den Regeln, wie sie die Beschwerdegegnerin gestützt auf Art. 4 VGV und Art. 70 Abs. 1
BauO erlassen hat (vgl. Art. 2 und 3 des Gebührentarifs des Amtes für
Baubewilligungen, sRS 731.112).
Da gemäss Art. 98 Abs. 3 Ingress und lit. b VRP in erstinstanzlichen Verfahren in der
Regel keine ausseramtlichen Kosten zugesprochen werden und gemäss Art. 98 Abs. 2
in Verbindung mit Art. 98bis VRP im Rekursverfahren ausseramtliche Kosten, soweit sie
aufgrund der Sach- und Rechtslage notwendig und angemessen erscheinen, nach
Massgabe des Obsiegens und Unterliegens entschädigt werden, hat die Vorinstanz
einen entsprechenden Antrag des Beschwerdeführers zu Recht abgewiesen.
Die Beschwerde erweist sich somit auch insoweit als unbegründet, als damit die
Erhebung amtlicher Kosten und die Verweigerung der Entschädigung ausseramtlicher
Kosten beanstandet wird.
4. (...).
Demnach hat das Verwaltungsgericht