Decision ID: 52977228-e7cc-4e12-b7ac-ce777522720d
Year: 2019
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Der 1980 geborene
X._
war als
Produktionsmitarbeiter
bei der
Y._
,
Z._
, angestellt und in dieser Funktion bei der Suva unfallversi
chert, als er am 3. Februar 2012 beim Joggen den linken Fuss übertrat (
Urk.
8/1).
Im Rahmen der Erstbehandlung am 20. Februar 2012 (
Urk.
8
/12) wurde ein
Status nach
Supinationstrauma
am oberen Sprunggelenk (OSG) sowie der Verdacht auf einen Status
nach
lateralem Bänderriss
anterior
diagnostiziert.
Am 3. März 2012 erlitt der
Versicherte
ein
R
e
trauma
(
Urk.
8/13 S. 2).
Die Suva tätigte insbesondere medizinische Abklärungen und erbrachte die
gesetzlichen
Versicherungs
leistungen.
Per 31. August 2013 wurde das Arbeitsverhältn
is
nach Ablauf der Sperrfrist
mit der
Y._
aufgelöst (
Urk.
8/
108
).
Am 6. Juni 2013 meldete sich der Versicherte bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an (U
r
k.
8/102).
Am 15. Juli 2013 (
Urk.
8/120) fand eine erste kreisärztliche Untersuchung des Versicherten statt.
Vom 21. August bis 18. September 2013 befand
er
sich
sodann
in der
A._
zur stationären Rehabilitation
(U
r
k.
8/139)
.
Vom 13. Januar bis 9. Februar 2014
und vom 14. April bis 8. Juni 2014
wurde
der Versicherte seitens der IV
beruflich abgeklärt
, zuletzt im Hinblick auf eine Umschulung zum Automatikmonteur EFZ
(
Urk.
8/152 f
., 8/164
).
Am 23. Juni 2014 (
Urk.
8/185) teilte die IV dem Versicherten mit, dass sie die Kosten für eine Umschulung zum Automatikmonteur EFZ vom 10. August 2014 bis 9. August 2017 übernehme
(vgl. auch
Urk.
8/205 f.)
. Die Umschulung wurde erfolgreich absolviert, weshalb die IV die beruflichen Massnahmen
mit Mitteilung vom
14. Juli 2017 abschloss (
Urk.
8/213
S. 2 f.
).
Ab 10. August 2017
wurde
der Ver
sicherte bei der
B._, C._
, als Automatikmonteur in einem Pensum von 60 % angestellt (
Urk.
8/226 S. 3
f.
).
Am 10. Oktober 2017 fand eine letzte kreisärztliche Untersuchung des Versicher
ten durch
Dr.
med.
C._
, Facharzt für
Chirurgie,
statt (
Bericht vom 16. Oktober 2017,
Urk.
8/224).
Nach der Einholung einer
ergänzenden Stellungnahme von
Dr.
C._
zur Frage des Integritätsschadens (
Urk.
8/236, 8/238) sowie des neuen Arbeitsvertrages und des Jobprofils der Stelle des Versicherten
bei der
B._
(
Urk.
8/225 f., 8/232) sprach die Suva dem Versicherten mi
t Verfügung vom 7. März 2018 (
Urk.
8/245) eine Invalidenrente gestützt auf eine ermittelte Erwerbsunfähigkeit von 11 % zu
und verneinte den Anspruch auf eine Integri
tätsentschädigung
.
Die hiergegen seitens des
Versicherten erhobene Einsprache (
Urk.
8/25
4
) wurde mit
Einspracheentscheid
vom 14. Mai 2018 (
Urk.
2) abge
wiesen.
2.
Mit Eingabe vom 14. Juni 2018 erhob der Versicherte gegen den
Einsprache
ent
scheid
der Suva Beschwerde (
Urk.
1) und stellte folgende Anträge (S. 2):
«1.
Der vorinstanzliche Entsch
e
i
d sei aufzuheben.
2.
Die Invalidenrente sei angemessen zu erhöhen.
3.
Es sei eine Integritätsentschädigung auszurichten.
4.
Eventua
liter sei die Sache zurückzuweisen.
5.
Es sei dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Prozessführung und der unen
t
geltliche Rechtsvertreter in der Person des Unterzeichneten zu bewilligen.
6.
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der
Beschwerde
gegne
rin.»
Am 24. Juli 2018 (
Urk.
6) zog der Beschwerdeführer sein Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen
Rechtsvertretung und unentgeltliche Prozessführung
zurück.
In ihrer Beschwerdeantwort vom 21. August 2018 (
Urk.
7) beantragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde (S. 2).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. November 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundes
ge
setzes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfall
versicherung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dem
ent
sprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. Sep
tem
ber 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar
2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeit
punkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).
Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am
3.
Februar 2012 ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1.
2
Gemäss
Art.
6
des
Bundesgesetz
es
über die Unfallversicherung (UVG)
wer
den
soweit das Gesetz nichts
anderes
bestimmt
die Versicherungs
leistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (
Abs.
1).
1.
3
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva
lidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
den
sein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der glei
chen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausal
zusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg
gedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.
4
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausalzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem ge
wöhnlichen Lauf der
Dinge und nach der allgemeinen Lebens
erfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Er
folges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 405 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
1.
5
Wird die versicherte Person infolge eines Unfalles zu mindestens 10
%
invalid (Art. 8
des
Bundesgesetz
es
über den Allgemeinen Teil
des Sozialversicherungs
rechts,
ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
ATSG
). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die ver
sicherte Person nach Eintritt der unfallbedingten Invalidität und nach Durchführung allfälliger Ein
gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgegliche
ner Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).
1.
6
Nach Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine ange
messene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität erleidet. Die Integritätsentschädigung wird in Form einer Kapitalleistung gewährt. Sie darf den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versicherten Jahresver
dienstes nicht übersteigen und wird entsprechend der Schwere des Integritäts
schadens abge
stuft (Art. 25 Abs. 1 UVG).
Gemäss Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung der Ent
schädi
gung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36
der
Verordnung über die Unfall
ver
sicherung (UVV)
Gebrauch gemacht. Abs. 1 dieser Vorschrift bestimmt, dass ein Integritätsschaden als dauernd gilt, wenn er voraussichtlich während des ganzen Lebens minde
stens in gleichem Umfang besteht. Er ist erheblich, wenn die kör
perliche oder geistige Integrität, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, augen
fällig oder stark beeinträchtigt wird. Gemäss Abs. 2 gelten für die Bemessung der Integritätsentschädigung die Richtlinien des Anhanges
3.
Fallen mehrere körper
liche oder geistige Integritätsschäden aus einem oder mehreren Unfällen zusammen, so wird die Integritätsentschädigung nach der gesamten Beeinträch
tigung fest
gesetzt (Abs. 3).
1.
7
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete ihren
Einsprac
heentscheid
vom 14. Mai 2018 (
Urk.
2) im Wesentlichen damit, dass
es sich bei dem am 3. Febru
a
r 2012 erlittenen Unfall
des Beschwerdeführers mit Blick auf die bundesgerichtliche Recht
sprechung
um einen leichten
, banalen
Unfall handle.
Ein adäquater Kausal
zusammenhang zwischen diesem Unfall und den psychischen bzw. organisch nicht hinreichend nachweisbaren Beschwerden des
Beschwerdeführers
müsse damit
verneint werden, weshalb die Beschwerdegegnerin hierfür nicht
leistungs
pflichtig sei (S. 6 f.
).
Im Zusammenhang mit der Bemessung der Invalidenrente sei auf die beweiswer
tige Beurteilung von
Dr.
C._
vom 10. Oktober 2017 abzustellen.
Weit
e
re
med
i
zinische Abkläru
ngen würden sich erübrigen (S. 8
ff.).
Der medizinische Endzustand sei erreicht. Es sei daher zu prüfen, ob der Beschwerdeführer entgegenkommenderweise bereits ab dem 1. August 2017 Anspruch auf eine Invalidenrente habe
(S. 11 f.).
Gemäss Auskunft der Firma
Y._
hätte der Beschwerdeführer im Jahr 2017 ohne den Unfall einen Bruttolohn von Fr. 72'000.-- und zusätzlich einen 13. Monatslohn
in der Höhe
von Fr. 6'000.-- verdient. Auf diese unbestrittenen Angaben sei vorliegend abzustellen. Somit resultiere
für das Jahr 2017
ein
V
ali
deneinkommen
von Fr. 78'000.
.
Die
Schweizerische Lohnstrukturerhebung
(
LSE
)
2014
unterscheide
je nach persönlicher Qualifikation des Arbeitnehmers vier Kompetenzniveaus. Wie sich aus den Akten ergebe, habe der Beschwerde
führer im Juli 2017 dank der IV-Umschulung eine Berufslehre zum Automatik
monteur EFZ abgeschlossen. Eine Einstufung im Kompetenzniveau 2 (
der LSE Tabelle TA1, Privater Sektor, Herstellen von elektrischen Ausrüstungen, Total, Männer)
erscheine daher den Umständen angemessen.
Unter Berücksichtigung sämtlicher konkreter U
mstände - insbesondere des kreis
ärztlichen Zumutbarkeits
profils
-
erscheine der mit Verfügung vom 7. März 2018 gewährte leidensbedingte Abzug von 10 % rechtsprechungsgemäss als ange
messen und werde im Übrigen auch
einspracheweise
nicht beanstandet
. Damit resultiere
für das Jahr 2017
ein Invalideneinkommen von Fr. 69'682.--
(S. 12 f.).
Dem Einwand des Beschwerdeführers, er sei
als Automati
k
monteur EFZ
in
seiner
Arbeitsfähigkeit zu 40 % eingeschränkt, könne nicht gefolgt werden.
Gemäss kreisärztlichem Zumutbarkeitsprofil
sei es dem Beschwerdeführer ohne
w
eiteres möglich, eine angepasste Tätigkeit auszuüben, ohne dabei in zeitlicher Hinsicht Einschränkungen zu erleiden. Es sei somit nicht einzusehen, weshalb dem Beschwerdeführer aus medizinischer Sicht einzig aufgrund der
Unfallfolgen
an der unteren Extremität in
einer
leidensangepa
s
sten,
leichten
bis mittelschweren
Tätigkeit
keine oder eine nur reduzierte
Erwerbstätigkeit
zumutbar sein sollte.
Stelle man das Validen- dem Invalideneinkommen gegenüber resultiere eine
Erwerbsunfähigkeit
von rund 11 %. Bei diesem Ergebnis bestehe ab dem 1. August 201
7
Anspruch auf eine
entsprechende
Invalidenrente
(S. 14).
Hinsichtlich der Verneinung des Anspruchs auf einen Integritätsschaden bestehe
schliesslich
keine
Veranlassung, von der kreisärztlichen Beurteilung von Dr.
C._
vom 19.
(r
ichtig
: 22.)
Januar 2018 abzuweichen (S. 14 ff.).
2.2
Mit Beschwerdeschrift vom 14. Juni 2018
(
Urk.
1)
brachte der Beschwerdeführer dagegen vor,
er
habe im Jahr 2012 ein
Supinationstrauma
erlitten. Trotz zwei
maliger Operation und intensiver konservativer Therapie hätten sich im Verlauf persistierende belastungsabhängige Beschwerden respektive Schmer
zen im linken oberen und unteren Sprunggelenk gezeigt. 2013 sei eine Rehabili
tation in
A._
erfolgt, was nur teilweise eine Beschwerdeverbesserung gebracht habe.
Auch
nach mehrfacher Vorstellung beim Spezialisten hätten die Be
schwerden nicht relevant gebess
ert werden können.
Er
habe
dank
der Unterstützung der IV eine Lehre als Automechaniker (
richtig
: Automatikmonteur) absolvieren
können
. Die Tätigkeit sei ihm zu 60 % zumutbar. Ohne den Unfall wäre er zu 100 % arbeits
fähig. Die Beschwerdegegnerin spreche
ihm
lediglich eine Rente von 11 % zu. Das sei nicht nachvollziehbar. Die
Arbeitsfähigkeit
sei aufgrund des Unfalles um 40 % eingeschränkt. Entsprechend sei auch eine
Invalidenrente
von 40 % auszu
richten. Die Tätigkeit als Automechaniker (r
ichtig
: Automatikmonteur) stelle
bereits
eine
leidensangepasste Tätigkeit dar (S. 4 f.).
Der Beschwerdeführer habe dauerhaft Schmerzen im Sprunggelenk, konkret jeweils nach 10 Minuten Gehen oder Stehen. Ohne Belastung des Sprunggelenks habe er keine Schmerzen. Er sei in seiner Bewegungsfähigkeit dauerhaft erheblich eingeschränkt, was wiederum psychische Leiden verursache (S. 5).
Dass die Schmerzen des Beschwerdeführers organisch nicht erklärbar seien, stimme nicht. So seien unfallbedingte Verletzungen nachweisbar.
Sowohl der Heil
ungs
verlauf
als auch die Unfallfolgen würden weiter
dagegen sprechen
, d
as Unfallereignis als leicht zu qualifi
zieren
. Es sei daher eine angemessene Integri
tätsentschädigung auszurichten. Die Schmerzen hätten sich schliesslich nach dem Unfallereignis entwickelt, was
dafür spreche
, dass sie eine Unfallfolge darstellten. Diesbezüglich seien weitere Abklärungen erforderlich (S. 5
f.
).
2.3
Mit Beschwerdeantwort vom 21. August 2018 (
Urk.
7) führte die Beschwerde
gegnerin
im Wesentlichen
aus, es sei auf die beweiswertige kreisärztliche Beur
teilung von
Dr.
C._
vom 10.
(r
ichtig
: 16.)
Oktober 2017 abzustellen. Die Beur
teilung, wonach aufgrund der somatischen
unfallkausalen
Befunde unter Berück
sichtigung des angegebenen Zumutbarkeitsprofils eine zeitlich uneinge
schränkte Ar
beitsfähigkeit
bestehe, leuchte ein. Die A
r
gumen
t
ation des Beschwerde
führers,
dass
sich
die Schmerzen erst nach dem Unfallereignis entwickelt hätten, was darauf hindeute, dass sie eine Unfallfolge dar
s
tellten, gründe auf der unzulässigen Beweisregel «
post
hoc ergo
propter
hoc». Etwaige psychische respektive nicht hin
reichend organisch nachweisbare Beschwer
d
en seien
weiter
nicht adäquat kausal zum vorliegend banalen Unfall vom 3. Februar 2012, weshalb sie durch die Unfallversicherung nicht zu berücksichtigen seien.
Gestützt auf die umfassende
und fundierte Beurteilung von
Dr.
C._
sei unfallbedingt von einer vollständi
gen A
r
beitsfähi
g
ke
it
des Beschwerdeführers in einer angepassten Tätigkeit aus
zugehen (S. 4 ff.).
Die aktuelle Tätigk
e
it des
Beschwerdeführers
bei
der
B._
, die
in der
Beschwerde
schrift
als angepasst qualifizier
t werde
,
sei
aufgrund der Arbeitsplatz-Beschreibung der
B._
vom 5. D
e
zember 2017 nicht leidensangepasst (S. 6 f.).
Der Beschwerdeführer stelle sich
auf den Standpunkt, dass er nicht mehr
als
60 % in seiner aktuellen Tätigkeit arbeiten könne und ihm der Arbeitgeber kein höheres Arbeitspensum anbiete. Wie dargelegt entspreche die tatsächliche vom Beschwer
de
führer bei der
B._
ausgeübte Tätigkeit dem kreisärztlichen Zumut
bar
keitsprofil
nicht
und der
Beschwerdeführer
schöpfe die ihm zumutbare volle
Arbeitsfähigkeit
in angepasster
Tätigkeit
mit einem Arbeitspe
nsum von 60 % bei der
B._
nicht
voll
aus. Der Beschwerdeführer, der erfolgreich zum Auto
matikmonteur EFZ umgeschult worden sei, könne in einer vollständig angepass
ten Tätigkeit ein im Vergleich zu seinem tatsächlichen Invaliden
einkommen höheres
Einkommen
erzielen, wie der Einkommensvergleich im ange
f
ochtenen
Einspracheentscheid
zeige. Stelle man unter Berücksichtigung der Schadenmin
derungspflicht auf dieses Einkommen ab, resultiere ein Invaliditäts
grad von 11 % (S. 7 f.).
Auch die Integritätsschadenbeurteilung von
Dr.
C._
vom 22. Januar 2018 sei im Lichte der zuverlässigen kreisärztlichen Befunde nachvollziehbar und plausi
bel. Die
Beurteilung
erfülle die rechtsprechungsgemässen Anforderungen an beweistaugliche und beweiskräftige medizinische Entscheidungsgrundlagen, weshalb ihr voller Beweiswert zuzuerkennen
sei
. Abweichende ärztliche Integri
tätsschadenbeurteilungen bestünden nicht.
Ein unfallbedingter Integritäts
scha
den sei damit nicht eingetreten (S. 8).
2.4
Strittig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Rente und eine Integritätsentschädigung. In diesem Zusammenhang ist insbesondere strittig, ob aufgrund der Schmerzen und psychischen Beschwerden ein (weitergehender) Leistungsanspruch besteht, und welches Invalideneinkommen dem Einkommens
vergleich zu Grunde zu legen ist.
3.
3.1
3.1.1
Kreisarzt
Dr.
C._
stellte anlässlich seiner Untersuchung vom 10. Oktober 2017 (
Urk.
8/224) folgende Diagnosen (S. 10):
-
OSG-
Supinationstrauma
am 3. Februar 2012 und
Retrauma
am 3. M
ä
rz 2012 mit
-
Entwicklung von chronisch gemischt
nozizeptiv
/neuropathischen Schmerzen im Bereich des linken Sprunggelenkes (mit/bei 2012: Vor
dere OSG Arthroskopie und
Débridement
anterior
tibialer
Osteophyt
, 15. Februar 2013: Operation
Tubularisierung
Peron.
B
revissehne
links [trotz normaler Magnetresonanztomographie
{
MRI
}
],
Coalitio
navico-cuboidale
des linken Fusses, vorbekannt)
-
Anpassungsstörung (mit
k
atastro
ph
isierendem
Denken, Verdacht auf Depression, Angstzuständen)
In seiner Beurteilung
(S. 10 f.)
hielt der
versicherungsinterne Arzt
fest,
der Beschwerdeführer klage immer noch über Schmerzen im Bereich des linken
oberen Sprunggelenkes, vorwiegend
inframalleolär
und weniger auch lateral ge
legen. Klinisch fänden sich ebenda allerdings keinerlei Auffälligkeiten, es fänden sich keine Rötungen, keine Schwel
l
ungen, keine Überwärmung, keine Hypertrichose, nichts. Anhaltspunkte für ein
florides
Komplexes Regionales Schmerzsyndrom (
CRPS
)
fänden sich somit ebenfalls nicht. Die eingeschr
ä
nkte Beweglichkeit könne nicht erklärt werden. Eine Arthrose be
stehe gemäss MRI
vom 21. August 2017 nicht, die erwähnte
fibröse
Coalitio
zwischen
Navicu
lare
und
Cuboid
sei schon seit vier Jahren nachweisbar, habe sich nicht verändert (und sei zudem keine Unfallfolge), die narbigen Veränderungen seien eine nor
male
Folge der Operation an der
Per
onealsehne
, diese könnten ebenfalls nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit eine Funktionsein
schränkung und/oder
Schmerzen
erklären. Es könne zudem sowohl klinisch als auch radiologisch (MRI-Untersuchungen) keine Pathologie gefunden werden, welche Beschwerden gleich welcher Art erklären könnten. Insbesondere fänden sich auch in der Beurteilung zwischen dem MRI des linken OSG vom 4. Juli 2013 und
v
om 21. Augu
s
t 2017 keinerlei Unterschiede.
Von weiteren ärztlichen Behandlungen sei
en
nicht mit dem Beweisgrad der über
wiege
nden Wahrscheinlichkeit
noch Verbesserungen
zu erwarten.
Die Arbeit als Betriebsmitarbeiter sei dem
Beschwerdeführer
nicht mehr zumut
bar, da es sich um zu schwere Arbeiten handle mit zu starker Belastung auf das OSG.
Es werde ein Zumutbarkeitsprofil erstellt: Das Heben und
Tragen von Lasten
sollte
nur manchmal durchgeführt werden und sollte auch leicht nicht übersteigen. Das Arbeiten mit Werkzeugen im Bereich der Hände sei nicht eingeschränkt, es könnten sämtliche Arbeiten durchgeführt werden. Arbeiten über Kopfhöhe sollten aber nicht
durchgeführt
werden, wegen des möglicherweise unsicheren Stand
bil
des des Beschwerdeführers. Knien und Kniebeugen
sollten
nicht durchgeführt werden, es seien speziell Arbeiten nicht durchzuführen, welche Vibrationen und/oder Schläge auf das linke OSG generieren könnten. Die längerdauernde Hal
tung sollte eine wechselhafte sein
,
betont auf Sitzen 70 zu 3
0.
Die Fort
bewegung sei bis
5
0 Meter nur insofern eingeschränkt, als dass sie nur manchmal durchge
führt werden sollte, Gehen über 50 Meter sollte nur selten durchgeführt werden, das Gehen über lange Strecken dürfe nicht durchgeführt werden. Das Gehen auf unebenem Gelände sei nicht statthaft, Treppensteigen könne der
Beschwerde
führer
, wen
n
auch diese nur manchmal bestiegen werden sollten. Das
Leiternbe
steigen
sollte nicht durchgeführt werden,
beidhändige Arbeiten könnten d
u
r
ch
geführt werden, je
d
och nicht Arbeiten, welche ein Gleichgewicht oder Balan
cieren erforderten. Unter Einhaltung dieser Einschränkungen besteh
e keine zeit
liche Einschränkung.
Weiterführende Therapien seien nicht geschuldet, der Beschwerdeführer mache schon seit längerer Zeit keine Physio- und Ergotherap
i
e mehr.
Eine Integritätsentschädigung sei nicht geschuldet.
3.1.2
Im Zusammenhang mit der Gewährung einer Int
egritätsentschädigung legte Dr.
C._
am 22. Januar 2018 (
Urk.
8/238) ergänzend dar, der Beschwerdeführer habe unbestritten im
Jahre 2012 ein OSG-
Supinationstrauma
erlitten. Es hätten sich in der Folge chronisch gemischt-
nozizeptiv
-neuropathische Schmerzen im Bereich des linken Sprunggelenks entwickelt. Der Beschwerdeführer sei im Jahre 2012
arthroskopiert
worden und es sei dabei ein
tibialer
Osteophyt
(ke
ine Unfall
folge, sondern eine vo
rbestehende degenerativ bedingte Struktur) abge
tragen worden.
Es
bestehe eine
Coalitio
, d.h. ein Verschmelze
n
navico
cuboidal
im Bereich des linken Fusses, diese
Coalitio
sei vorbekannt und keine Unfallfolge, sondern eine Normvariante. Es liege weder eine posttraumatische Arthrose noch eine Einschränkung der Beweglichkeit im
Vorfuss
respektive Fussbereich vor, welche eine Integritätsentschädigung rechtfertigen würde. Es fänden sich keine Befunde in den radiologischen Untersuchungen inklusive MRI-Abklärungen, wel
che eine Pathologie nachweisen könnten, welche posttraumatischen Ursprungs wäre und welche die vom Beschwerdeführer geklagten Beschweren erklären könnten. Der Beschwerdeführer habe somit keine Unfallfolgen aus dem Ereignis aus dem Jahr 2012 davongetragen, welche eine Integritätsentschädigung recht
fertigen würden.
3.
2
Es wird
weder
substanziiert
vorgebracht noch
ist
aufgrund der Aktenlage ersicht
lich, inwiefern die Beurteilung von
Dr.
C._
vom
16. Oktober 2017
(Urk.
8/224)
in Zweifel zu ziehen wäre
(E. 1.
7
)
.
Der Kreisarzt nahm
seine
Stellung
nahme
in umfassender Kenntnis der wesentlichen medizinischen Aktenlage
(S. 1 ff.)
sowie nach eingehender klinischer Untersuchung des Beschwerdeführers
(S. 8 ff.)
vor
und berücksichtigte auch die seitens des Beschwerdeführers geklagten Beschwer
den (S. 7 f.).
Mit Blick auf die klinisch
erhobenen sowie
die
aktenkundigen
bild
gebend
en
Befunde
(vgl.
Urk.
8/12 S. 1, 8/13 S.
3
, 8/38 S. 2, 8/44 S. 2, 8/52 S. 3: keine frischen
ossären
Läsionen/alte Fraktur)
erschein
en
sowohl
die Diagnose
stellung als auch die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit
in angesta
mmter sowie angepasster Tätigkeit schlüssig. Diesbezüglich ist insbesondere
auch
auf das
fest
gelegte
Zumutbarkeitsprofil
abzustellen
.
Ebenfalls nicht zu beanstanden ist
sodann
die
Schlussfolgerung, wonach weder die
geklagten
(
Dauer-)
Schmerzen
noch
die
gezeigten
Bewegungseinschränkungen durch einen
dazu in Korrelation stehenden
pathologischen
(organischen)
Befund erklärt werden könnten
.
So ist in zahlreichen aktenkundigen Berichten von unklaren Schmerzen die Rede
.
E
s wurden verschiedene Verdachtsdiagnosen gestellt,
die teilweise nicht bestätigt werden konnten und
aufgrund welcher zwei erfolglose Operationen durchgeführt wurden, bis
man schliesslich
die
Diagnose
chronisch gemischt
nozizeptiv
/neuro
pat
h
ischer Schmerzen
im Bereich des linken Sprunggelenkes
stellte, deren Ursache jedoch ebenfalls nicht genau eruier
t werden
konnte
.
Die Ärzte der
A._
schlossen
im Austrittsbericht vom 2
3.
September 2013 (
Urk.
8/139) über den Auf
enthalt des Beschwerdeführers vom 2
1.
August bis 1
8.
September 2013
auf eine erhebliche Symptomausweitung
respektive ein nicht adäquates Schmerz
verhalten
und
erachteten den Besc
hwerdeführer in angepasster, mittelschwerer, wechselbe
lastender
(
sitzend/stehend/gehend mit
S
tehen/Gehen während maximal 1 Stunde)
Tätigkeit
ohne Tätigkeit in der Hocke und/oder auf den Knien sowie ohne häufig wiederholtes Treppen- und Leiternsteigen für ganztägig arbeitsfähig
. Eine sitzende Tätigkeit wurde auch durch das
E._
am 5. März 2014
als zu 100 % zumutbar beurteilt
(
Urk.
8/166 S. 2 f.)
. Die Hausärztin des Beschwerde
führers bestätigte
am 1
0.
Juli 2017 (
Urk.
8/217 S. 5)
schliesslich, dass er ohne Belastung keine Schmer
zen habe
und solche bei Belastung nach jeweils zehn Minuten entstehen würden
(
vgl.
zudem
:
Urk.
8/25
, 8/57, 8/61 f., 8/69, 8/72,
8/74, 8/80 f., 8/85, 8/88
,
8/119, 8/120 S. 5,
8/145, 8/155
, 8/181
, 8/199).
An dieser Beurteilung vermag der Umstand nichts zu ändern, dass beim Beschwerdeführer unbestrittenermassen
unfallkausale Befunde vorliegen
(
Urk.
1 S. 5)
. Aus diesem Grund erstellte
Dr.
C._
auch ein entsprechendes Zumut
bar
keitsprofi
l für eine angepasste Tätigkeit (E. 3.1.1).
4.
4.1
4.1.1
Bei objektiv ausgewiesenen organischen Unfallfolgen deckt sich die adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung respektive spielt als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfall
versi
cherers praktisch keine Rolle (BGE 134 V 109 E. 2.1)
.
Dies gilt mithin für die im Zusammenhang mit dem
Supinationstrauma
des oberen Sprunggelenkes festge
stellten organischen Restbeschwerden. Diesen trug
Dr.
C._
bei der Formu
lierung des Zumutbarkeitsprofils Rechnung. Zudem verneinte er eine Arbeitsfä
higkeit als Betriebsmechaniker, da die Arbeit zu schwer und die Belastung des oberen Sprunggelenkes zu schwer seien (E. 3.1.1).
4.1.2
Anders verhält es sich bei natürlich unfallkausalen, aber organi
sch nicht objektiv ausgewiesen
en Beschwerden. Hier ist bei der Beurteilung der Adäquanz vom augenfälligen Geschehensablauf auszugehen, und es sind je nachdem weitere unfallbezogene Kriterien einz
u
beziehen
(BGE 134 V 109 E. 2.1 mit Hinweis unter anderem auf BGE 115 V 133 E. 6
).
4.1.
3
Für die Beurteilung der Frage, ob ein Unfall nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen Lebenserfahrung geeignet ist, eine psychische Gesundheitsschädigung herbeizuführen, ist nach der in BGE 115 V 133 ergange
nen Rechtsprechung auf eine weite Bandbreite von Versicherten abzustellen. Dazu gehören auch jene Versicherten, die aufgrund ihrer Veranlagung für psy
chische Störungen anfälliger sind und einen Unfall seelisch weniger gut verkraf
ten als Gesunde, somit im Hinblick auf die erlebnismässige Verarbeitung des Unfalles zu einer Gruppe mit erhöhtem Risiko gehören, weil sie aus versiche
rungsmässiger Sicht auf einen Unfall nicht optimal reagieren (BGE 115 V 133 E.
4b).
Für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhanges zwischen dem Unfall und psychischen Gesundheitsschädigungen ist im Einzelfall zu verlangen, dass dem Unfall für die Entstehung der Arbeits- beziehungsweise Erwerbsunfähigkeit eine massgebende Bedeutung zukommt. Dies trifft dann zu, wenn er objektiv eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht fällt (vgl. RKUV 1996 Nr. U 264 S. 288 E. 3b; BGE 115 V 133 E. 7 mit Hinweisen). Für die Beurteilung dieser Frage ist an das Unfallereignis anzuknüpfen, wobei
ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf
folgende Einteilung vor
genommen wurde: banale beziehungsweise leichte Unfälle einerseits, schwere Unfälle anderseits und schliesslich der
dazwischen liegende
mittlere Bereich (BGE 115 V 133 E. 6; vgl. auch BGE 134 V 109 E. 6.1, 120 V 352 E. 5b/
aa
; SVR 1999 UV Nr. 10 E. 2).
Bei der Einteilung der Unfälle mit psychischen Folgeschäden in leichte, mittel
schwere und schwere Unfälle ist nicht das Unfallerlebnis des Betroffenen mass
gebend, sondern das objektiv erfassbare Unfallereignis (vgl. BGE 120 V 352 E.
5b/
aa
, 115 V 133 E. 6; SVR 1999 UV Nr. 10 E. 2; RKUV 2005 Nr. U 549 S. 237, 1995 Nr. U 215 S. 91).
4.1.
4
Bei banalen Unfällen wie zum Beispiel bei geringfügigem Anschlagen des Kopfes oder Übertreten des Fusses und bei leichten Unfällen wie zum Beispiel einem gewöhnlichen Sturz oder Ausrutschen kann der adäquate Kausalzusammenhang zwischen Unfall und psychischen Gesundheitsstörungen in der Regel ohne weiteres verneint werden, weil aufgrund der allgemeinen Lebenserfahrung aber auch unter Einbezug
unfallmedizinischer Erkenntnisse davon ausgegangen wer
den darf, dass ein solcher Unfall nicht geeignet ist, einen erheblichen Gesund
heitsschaden zu verursachen (BGE 120 V 352 E. 5b/
aa
, 115 V 133 E. 6a).
4.2
4.2.1
Hinsichtlich des Unfallherganges ist den Akten Folgendes zu entnehmen: Gemäss Bagatellunfall-Meldung vom 24. Februar 2012 (
Urk.
8/1) hat sich der Beschwer
de
füh
r
er beim Joggen den
linken
Fuss übertreten. Am 25. Mai 2012 (
Urk.
8/26
S
. 1) führte
er selbst
gegenüber der Beschwerdegegnerin ergänzend aus, am 3. Februar 2012, abends nach der Arbeit, sei er in
F._
gejoggt auf ebener, geteerter Strasse, aber bedeckt mit Eis und Schnee. Er habe normale Jogging
schuhe getragen. Er sei nicht weit von seiner Wohnung
entfernt
auf Eis a
us
ge
rutscht, wobei es ihm die A
u
s
senseite des linken Fusses gegen innen abgekippt habe. Beim Joggen habe er ein normales Tempo gehabt.
4.2.2
Mit Blick auf die dargelegte bundesgerichtliche Rechtsprechung
(E. 4.1.
4
) ist ent
gegen der Ansicht des Beschwerdeführers eindeutig auf einen
banalen
Unfall zu schliessen
.
Der Beschwerdeführer scheint zu verkennen, dass bei der Frage, ob es sich um einen leichten, mittleren oder schweren Unfall handelt, allein der augen
fällige Geschehensablauf
respektive das objektiv erfassbare Unfallereignis (E. 4.1.2
-4.1.3
)
massgebend ist und nicht die Unfallfolgen oder der Heilungs
ver
lauf (
Urk.
1 S. 5).
Gemäss der beweiswert
igen Beurteilung von
Dr.
C._
können die Schmerzen des Beschwerdeführers
sodann
- wie bereits dargelegt (E. 3.2) -
keinem
orga
ni
schen Substrat zugeordnet werden
. Damit handelt es sich bei ihnen um
organisch nicht objektiv ausgewiesene Beschwerden
.
Bei diesen ist die adäquate Kausalität gestützt auf die dargelegte Rechtsprechung
ebenso wie hinsichtlich der psychi
schen
Leiden
-
der diagnostizierten Anpassungsstörung (E. 3.1.1)
-
mangels einer gewissen
S
chwere (E. 4.1)
ohne Weiteres zu verneinen
(E. 4.1.3)
.
Weitere
Abklä
rungen
in diesem Zusammenhang
erübrigen sich.
Die Argumentation des Beschwerde
führers, wonach der Zeitpunkt der Entstehung der Schmerzen nach dem Unfall
ereignis auf eine Kausalität zum Ereignis hindeute
(
Urk.
1 S.
6)
,
ist beweis
rechtlich nicht zulässig u
nd vermag zum
Nachweis der Unfallkausalität nicht zu genügen
(«
post
hoc ergo
propter
hoc»: BGE 119 V 335 E. 2b/
bb
, Urteil des Bundesgerichts 8C_332/2013 vom 25. Juli 2013 E. 5.1).
5.
Soweit der Beschwerdeführer im
Zusammenhang
mit der Bemessung des Integritäts
schadens auf seine Schmerzen
sowie psychischen Leiden
verweist
(Urk.
1 S. 5)
, ist
festzuhalten
,
dass
diese
mangels adäquater
Kausalität zum Unfallereignis (E. 4)
bei der Bemessung eines Integritätsschade
ns nicht berück
sichtigt werden
können
.
Inwieweit die Beurteilung von
Dr.
C._
vom 22. Januar 2018 hinsichtlich des Integritätsschadens (E. 3.1.2) im Übrigen zu beanstanden sein soll, wird weder geltend gemacht noch ist dies ersichtlich
.
Diesbezüglich ist insbesondere darauf hinzuweisen, dass
der Kreisarzt
darlegte, dass weder eine posttraumatische Arthrose noch eine Einschränkung der Beweglichkeit im
Vorfuss
respektive Fuss
bereich
vorlägen
, welche eine Integritätsentschädigung rechtfertigen würde
n
. Inwiefern die körperliche Integrität des Beschwerdeführers augenfällig oder stark beeinträchtigt sein soll (E. 1.
6
), ist nicht ersichtlich
, weshalb es an der Erheblich
keit jedenfalls fehlt
.
6
.
6.1
Zur Bestimmung des Invaliditätsgrades wird gemäss Art. 16 ATSG das Erwerbs
einkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der (unfallbedingten) Inva
li
dität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Ein
gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
).
6
.
2
Hinsichtlich
der Ermittlung des Invaliditätsgrades wird die seitens der Beschwer
de
gegnerin erfolgte
Bemessung
des
Valideneinkommens
in der Höhe von Fr.
78'000.
-- für das Jahr 2017
(
Urk.
2 S. 12)
zu Recht nicht beanstandet (vgl.
Urk.
8/216 S. 1).
6.
3
6.
3
.1
Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung pri
mär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versi
cherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstä
tigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein
solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen
gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Recht
sprechung entweder Tabellenlöhne gemäss der vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen
LSE
oder die Zahlen der Dokumentation von Arbeitsplätzen (DAP) der Suva herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3 mit Hinweis).
6.3.2
Bei der Schadenminderungspflicht der versicherten Person han
delt es sich um einen allgemeinen Grundsatz des Sozialver
si
cherungsrechts (BGE 123 V 230 E.
3c, 117 V 275 E. 2b, 400, je mit Hinweisen; Riemer-Kafka, Die Pflicht zur Selbstverantwortung, Freiburg 1999, S. 57, 551 und 572;
Landolt
, Das Zumut
barkeitsprinzip im schweizerischen Sozialversicherungsrecht,
Diss
. Zürich 1995, S. 61).
Danach kann von einer versicherten Person
im Rahmen des Zumutbaren verlangt werden, eine andere als die angestammte Tätigkeit auszuüben, sofern sich dadurch die verbleibende Arbeitsfähigkeit finanziell besser verwerten lässt (
vgl. für den Bereich der IV:
BGE 130 V 97 E. 3.2 mit Hinweis).
6.
3.3
Zur
Ermittlung des
Invalideneinkommens
stützte sich die Beschwerdegegnerin auf den LSE-Tabellenwert
TA1,
Privater Sektor, Herstellen von elektrischen Aus
rüstungen
, Kompetenzniveau 2, Männer
, 2014,
aufindexiert
auf
d
as Jahr 2017 ab
(
Urk.
2 S.
13
).
Diesbezüglich ist
unbestritten
(E. 2.3)
, dass das Jobprofil der
B._
(Urk.
8/232 S. 7 f.)
nicht mit dem von
Dr.
C._
am 16. Oktober 2017
festgeleg
ten Zumutbarkeitsprofil (
E. 3.1.1
) übereinstimmt.
D
ie
aktuell ausgeübte Tätigkeit
ist somit nicht
leidensangepasst, weshalb der dort erzielte Lohn auch nicht zur Bemessung des Invalideneinkommens
herangezogen
werden kann
.
Die Beschwerdegegnerin folgte der IV, welche eine 100%ige Tätigkeit des Beschwerdeführers als A
u
to
mati
kmonteur EFZ als zumutbar e
rachtete (vgl.
Urk.
8/233,
8/239, 8/242)
und stützte sich auf den Tabellenwert für diese Tätigkeit
.
Diesbezüglich ist den Akten zu entnehmen, dass Grundlage des Ent
scheids der IV betreffend die Umschulung des Beschwerdeführers zum Automa
tik
monteur EFZ eine dreimonatige berufliche Abklärung im
G._
war
.
Aktenkundig ist weiter
, dass bei der Abklärung
respektive der
nachfolgenden
Umschulung
die
Problematik der Dauerschmerzen
im Vordergrund stand
(vgl.
Urk.
8/152, 8/159, 8/164, 8/172, 8/180,
8/182,
8/183,
8/185, 8/191,
8/198,
8/200
).
Die Umschulung konnte schliesslich erfolgre
i
ch abgeschlossen werden (
Urk.
8/
213
).
E
s
ist somit zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr
scheinlich
keit
(
BGE 126 V 353 E. 5b mit Hin
weisen; vgl. BGE 130 III 321 E.
3.2 und 3.3)
darauf zu schliessen, dass die Tätigkeit als Automatikmonteur EFZ grundsätzlich derart ausgestaltet werden kann, dass sie
dem von
Dr.
C._
erstellten Zumut
barkeitsprofil
(E.
3.1.1
)
entspricht und damit
vollzeitlich ausgeübt werden kann
. Aus dem Umstand, dass
eine Umsetzung bei der
B._
nicht möglich ist
, kann der Beschwerdeführer nichts zu seinen Gunsten ableiten
.
Die
Beurteilung
der
B._
, wonach der Beschwerdeführer ausschliesslich sitzend zu 60 % a
rbeitsfähig sein soll
(Urk.
8/210)
,
gründet im Übrigen
insbesondere
im Verhalten
des
Beschwerdeführers
, welches zu einem wesentlichen
Anteil
durch seine
nicht unfallkausale Dauerschmerzproblematik
(E. 4)
bestimmt ist
.
Es kann der Beurtei
lung
der Arbeitgeberin
somit nicht gefolgt werden
.
Auch dem Bericht von
D
r.
med.
H._
, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin,
vom 10. Juli 2017 (
Urk.
8/217) ist schliesslich zu entnehmen, dass der Beschwerdefüh
r
er bei seiner aktuellen Anstellung nicht alle Tätigkeiten am Spezialpult erledigen kann, weil die Schaltkästen nicht alle so klein
sind
, dass sie auf dem Tisch Platz
haben
, so dass er immer wieder auch stehend arbeiten
muss
, was zu verstärkten Schmer
zen im linken Sprunggelenk führt
(S. 5).
Weiter wird ausgeführt, b
ei einer längeren als 60%igen Arbeitszeit verspüre
d
er
Beschwerdeführer
starke Schmerzen
auf
grund
der länger dauernden Belastung (S. 6).
Dieser Umstand ist in der Ausge
staltung der Arb
eitsmöglichkeiten
respektive in der Infrastruktur
bei der
B._
begründet und muss aus unfallversicherungsrechtlicher Sicht ausser Acht gelassen werden.
Damit ist mit der Beschwerdegegnerin davon auszugehen, dass die Tätigkeit als Automatikmonteur grundsätzlich angepasst ist, es sich bei der aktuellen Tätigkeit bei der
B._
in der konkreten Ausgestaltung indessen nicht um eine angepasste Tätigkeit handelt. Ein Wechsel zu einer Stelle als Automatikmonteur, welche das Zumutbarkeitsprofil des Beschwerdeführers angemessen berücksichtigt und welches eine bessere Verwertung der Arbeitsfä
higkeit zulässt, erscheint dabei im Rahmen der Schadenminderungspflicht (E.
6.3.2) als zumutbar.
Zusammenfassend ist damit festzuhalten,
dass
der seitens der Beschwerde
gegne
rin herangezogene Tabellenwert zwecks Ermittlung des Invalidenein
kommens in einem Pensum von 100 % nicht zu beanstanden ist. Inwiefern der im Umfang von 10 % gewährte leidensbedingte Abzug
(
Urk.
2 S. 13)
in Zweifel zu ziehen
sein soll, wird weder geltend gemacht, noch ist dies ersichtlich
. Damit ist auch der von
der Beschwerdegegnerin
berechnete Invaliditätsgrad von 11 % nicht zu beanstanden. Die Beschwerde ist abzuweisen.