Decision ID: 118a1e42-ed33-47dc-9c9f-e05b31249c6b
Year: 2008
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
SWICA Gesundheitsorganisation, Römerstrasse 38, 8401 Winterthur,
Beschwerdeführerin 1,
und
G._
Beschwerdeführerin 2,
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. Giovanni Schramm, St. Leonhardstrasse 32,
9001 St. Gallen
gegen
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Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft, Bundesgasse 35, Postfach,
3001 Bern,
Beschwerdegegnerin,
und
Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358,
6002 Luzern
Beigeladene,
betreffend
Versicherungsleistungen
Sachverhalt:
A.
A.a Die 1970 geborene G._ war bei der A._ im Büro und im Weinlager tätig und in
dieser Funktion bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen die
Folgen von Unfällen versichert, als sie am 26. Januar 1998 beim Herunterheben eines
Weinharasses rückwärts stolperte und mit dem Weinharass in der Hand zu Boden fiel.
Das am 24. März 1998 angefertigte Computertomogramm zeigte eine mediolateral
rechtsseitige Diskushernie der Höhe L5/S1 in Protrusion auf Niveau und Luxat nach
distal sowie eine kleine mediane Protrusion der Höhe L3/L4 ohne Luxat bei normal
weitem Spinalkanal und ohne Neoplasiehinweis (Suva act. 4). Die Versicherte war vom
23. Februar bis 2. März 1998 und ab 20. März bis 19. April 1998 100% arbeitsunfähig.
Ab 20. April 1998 konnte sie ihre Tätigkeit wieder zu 50% aufnehmen, war aber vom
Heben von Lasten befreit. Das Arbeitsverhältnis wurde von der Arbeitgeberin auf Ende
Januar 1999 aufgelöst, da eine vollzeitliche Beschäftigung notwendig und das der
Versicherten gemäss Arztzeugnis nicht mehr zumutbare Heben von Holzkisten und
ähnlichem für die ausgeübte Tätigkeit unerlässlich sei (Suva act. 21). Die Suva richtete
Taggelder aus und kam für die Kosten der ärztlichen Behandlungen auf. Am 17.
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Dezember 1998 wurde wegen persistierender Schmerzen im rechten Bein,
Taubheitsgefühl und Reflexhemmung in der Klinik für Orthopädische Chirurgie des
Kantonsspitals St. Gallen eine operative Diskektomie im Bereich L5/S1 vorgenommen
(Suva act. 26). Anfang des Jahres 1999 trat eine Rezidivhernie L5 rechts auf, die im
Juni 1999 erneut operativ entfernt werden sollte. Da nach dem Spitaleintritt keine
Schmerzen mehr vorhanden waren, wurde auf den Eingriff verzichtet. Nachdem die
danach aufgetretenen Schmerzen im Bereich des dorsalen Beckenkamms von den
Neurologen des Kantonsspitals St. Gallen als Insertionstendinose und schmerzhafte
Myogelosen und die im neurologischen Status erhobenen Befunde als
Restsymptomatik bei Status nach Diskektomie L5/S1 interpretiert worden waren sowie
eine Operation nicht als indiziert erachtet wurde (Suva act. 44), hielt sich die
Versicherte im November 1999 zur stationären Rehabilitation in der Klinik Valens auf.
Im Austrittsbericht vom 15. Dezember 1999 empfahlen die Klinikärzte eine nochmalige
neurologische Abklärung der weiter bestehenden radikulären Schmerzsymptomatik
und der sensorischen Ausfallsymptomatik S1 rechts, da in der CT-Untersuchung vom
1. April 1999 eine Rezidivhernie L5/S1 mit Nervenwurzelkompression S1 festgestellt
worden sei. Für leichte körperliche Arbeit bestehe in den nächsten drei bis vier Wochen
eine Arbeitsunfähigkeit von 50%. Danach hätte gemäss den Angaben der Klinikärzte
eine Steigerung möglich sein sollen (Suva act. 57). Weitere Abklärungen in der
orthopädischen Klinik des Kantonsspitals St. Gallen am 24. März 2000 ergaben ein
anhaltendes Beschwerdebild. Es wurden eine rezidivierende Lumboischialgie rechts,
ein Status nach Diskektomie L5/S1 rechts im Dezember 1998 und eine Rezidivhernie
L5/S1 gemäss MRT Befund vom 1. April 1999 diagnostiziert. Zurzeit sei eine
Arbeitsfähigkeit von 75% gegeben. Eine Steigerung auf 100% sei in ein bis zwei
Monaten zu erreichen (Suva act. 65).
A.b Mit Verfügung vom 6. April 2000 teilte die Suva der Versicherten mit, dass sie
aufgrund des Berichts des Kantonsspitals ab 1. Februar 2000 von einer Arbeitsfähigkeit
von 75% und ab 1. Juni 2000 von 100% ausgehe. Ab 1. Februar 2000 gelte sie auch
als voll vermittlungsfähig. Das Unfalltaggeld werde ab 1. Juni 2000 eingestellt (Suva
act. 66). Diese Verfügung ist unangefochten in Rechtskraft erwachsen.
B.
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B.a Am 19. Juni 2002 stolperte die Versicherte bei ihrer Tätigkeit im Service auf einer
Stufe. Beim Vermeiden eines Sturzes verdrehte sie den Oberkörper und litt danach
unter vermehrten Schmerzen im Rücken. Dr. med. B._ diagnostizierte eine
posttraumatische Lumboischialgie rechts und bestätigte ab 1. Juli bis 18. August 2002
eine Arbeitsunfähigkeit von 50%. Die Behandlung habe am 16. August 2002
abgeschlossen werden können (UV act. M1). Die Mobiliar Versicherungsgesellschaft
(Mobiliar) erbrachte als Unfallversicherer des Arbeitgebers die gesetzlichen Leistungen
und teilte der Versicherten mit Schreiben vom 25. April 2003 mit, dass sie den Fall im
Hinblick auf den von Dr. B._ bestätigten Behandlungsabschluss abschliesse (UV
act. K8). Eine Stellungnahme von Dr. C._ vom 11. April 2003 (UV act. M6) zu den
zusätzlich von der Suva zur Verfügung gestellten medizinischen Akten hatte zuvor
ergeben, dass der Unfall vom 19. Juni 2002 zwar zu einer vorübergehenden
Verschlechterung des Vorzustandes geführt habe, ab Ende Januar 2003 indes der
status quo ante eingetreten sei (UV act. M4). Die Versicherte liess von Dr. med. D._,
Beratender Arzt, den Bericht vom 21. August 2003 erstellen. Dr. D._ ging aufgrund
der ihm vorliegenden Akten der Suva, der Mobiliar und der Invalidenversicherung von
einem Restzustand mit der Symptomatik eines lumbo-spondylogenen
Schmerzsyndroms mit zum Teil pseudoradikulären Ausstrahlungen und einem Zustand
nach Teillaminektomie L5/S1 aus. Der Zustand der Versicherten sei wie in vielen Fällen
nach Teillaminektomie äusserst unbefriedigend. Sie sei nicht voll arbeitsfähig und
erfahre auch in einem dem Leiden angepassten Beruf eine erhebliche
Erwerbseinbusse. Es seien zusätzliche medizinische Abklärungen nötig, bevor
insbesondere die Invalidenversicherung abschliessend über den Leistungsanspruch
entscheiden könne (UV act. M7).
B.b In der Verfügung vom 3. Oktober 2003 hielt die Mobiliar fest, sie habe für den
Unfall vom 30. (richtig 19.; vgl. UV act. M1) Juni 2002 die gesetzlichen Leistungen
erbracht. Nachdem Dr. B._ ab 19. August 2002 keine Arbeitsunfähigkeit mehr
bestätigt und die Behandlung per 16. August 2002 als abgeschlossen bezeichnet habe,
bestehe für sie weder Anlass zu weiteren Abklärungen noch zur Ausrichtung weiterer
Leistungen (UV act. K23).
C.
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C.a In der dagegen von der Winterthur-Arag Rechtsschutz für die Versicherte
erhobenen Einsprache wurde die Sistierung des Verfahrens bis zu einer Einigung mit
der Suva über die Leistungspflicht beantragt, bei der zu bestimmen sei, welcher
Unfallversicherer welche Leistungen zu erbringen habe. Zur Begründung wurde
ausgeführt, es sei die Leistungspflicht mit der Suva zu koordinieren. Allenfalls sei zur
Frage der Leistungsaufteilung zwischen den beiden Unfallversicherern ein
gemeinsames Gutachten zu erstellen. Die Abklärung, welcher Unfallversicherer
zuständig sei, könne nicht zu Lasten der Versicherten gehen. Das Verfahren sei daher
bis zur definitiven Einigung mit der Suva zu sistieren (UV act. K25).
C.b Am 20. Oktober 2003 erhob auch die Suva vorsorglich Einsprache gegen die
verfügte Leistungseinstellung. Im vorliegenden Fall sei der status quo ante zum Suva-
versicherten Unfall vom 26. Januar 1998 noch nicht erreicht. Die Mobiliar sei daher für
die Folgen des bei ihr versicherten Unfalls vom 30. (richtig 19.; UV act. M1) Juni 2002
weiterhin leistungspflichtig. Für die genaue Beurteilung der medizinischen Situation
schlage sie vor, die Versicherte durch den kreisärztlichen Dienst in St. Gallen
untersuchen zu lassen (UV act. K27; Suva act. 94). Am 12. November 2003 teilte die
Mobiliar der Suva mit, dass sie auf die Einsprache nicht eintreten werde. Da die
angefochtene Verfügung keine Auswirkungen auf die Leistungspflicht der Suva habe,
fehle es ihr an der Einspracheberechtigung (UV act. K31; Suva act. 96).
C.c Mit Schreiben vom 11. November 2003 stellte die Mobiliar der Swica in deren
Funktion als Krankenversicherer der Versicherten die Verfügung zu und wies darauf hin,
dass sie aufgrund der momentanen Aktenlage keine weiteren Heilungskosten
übernehmen könne. Der Krankenversicherer habe deshalb Vorleistungen zu erbringen
(UV act. K30). Die Swica erhob am 24. November 2003 Einsprache, welche sie nach
Einsicht in die Akten am 19. Dezember 2003 begründete. Im vorliegenden Fall sei klar,
dass eine Unfallversicherung für die Rückenbeschwerden der Versicherten
aufzukommen habe. Die Suva sei im Zeitpunkt des zweiten Unfalls vom 19. Juni 2002
noch für die Heilungskosten der Folgen des Unfalls vom 26. Januar 1998
leistungspflichtig gewesen. Aufgrund der Regelung in Art. 100 Abs. 2 UVV und der
Empfehlungen der Ad-hoc-Kommission Schaden UVG (Nr. 3/89) habe die Mobiliar sich
mit der Suva zu einigen und nicht gegenüber der versicherten Person eine
Leistungseinstellung zu verfügen. Vorleistungspflichtig sei in derartigen Fällen nicht der
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Krankenversicherer, sondern der Unfallversicherer, der dem Unfall in zeitlicher Hinsicht
am nächsten sei. Im Übrigen sei darauf hinzuweisen, dass die kurze Aktenbeurteilung
von Dr. C._ nicht für eine Einstellung von Versicherungsleistungen ausreiche. Sie
stelle keine medizinisch fundierte Beurteilung dar. Die Verfügung vom 3. Oktober 2003
sei aufzuheben (UV act. K34 ff.)
C.d Mit Einspracheentscheid vom 11. Februar 2004 wies die Mobiliar die Einsprachen
der Versicherten und der Swica ab. Im vorliegenden Fall sei der Grundfall vom 26.
Januar 1998 zulasten der Suva gegangen und der Unfall vom 19. Juni 2002, der
lediglich eine temporäre Verschlimmerung bewirkt habe, sei bei der Mobiliar versichert.
Das von Seiten der Versicherten aufgrund der Rechtsprechung geltend gemachte
Vorgehen sei daher vorliegend nicht anwendbar. Infolge des Unfalls vom 19. Juni 2002
sei die Versicherte vom 1. Juli bis 18. August 2002 teilweise arbeitsunfähig gewesen.
Seit 19. August 2002 sei sie gemäss Dr. B._ wieder 70% arbeitsfähig und damit im
bisherigen Pensum tätig gewesen. Folglich sei sie weder bleibend noch für längere Zeit
in ihrer Erwerbsfähigkeit eingeschränkt gewesen und habe auch keinen Anspruch auf
eine Invalidenrente. Nachdem die Behandlung der Unfallfolgen am 16. August 2002
abgeschlossen worden sei, habe die Versicherte durch den Unfall vom 19. Juni 2002
auch keinen Integritätsschaden erlitten. Die Suva habe den Unfall vom 26. Januar 1998
mit Verfügung vom 6. April 2000 abgeschlossen. Anscheinend sei sie auch von einem
Abschluss der Heilbehandlungen und von einer vollen Arbeitsfähigkeit der Versicherten
ausgegangen. Die Mobiliar habe der Versicherten das Taggeld aufgrund einer
Erwerbstätigkeit mit einem 70% Pensum ausgerichtet. Aus welchem Grund die
Versicherte nur ein 70% Pensum ausgeübt habe, sei für sie nicht relevant gewesen. Dr.
C._ habe seine Beurteilung aufgrund der medizinischen Akten der Suva und den
Angaben von Dr. B._ vorgenommen. Die Versicherte habe den Unfall erst am
6. Februar 2003, also rund acht Monate nach dem Unfall bei der Mobiliar gemeldet. Zu
dieser Zeit sei die ärztliche Behandlung bereits seit Monaten abgeschlossen gewesen
und die Versicherte habe längst wieder gearbeitet. Für die Mobiliar habe unter diesen
Umständen kein Anlass bestanden, weitere medizinische Abklärungen zu treffen. Dem
Aktengutachten von Dr. C._ komme demnach volle Beweiskraft zu.
D.
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Die Swica Krankenversicherung AG, Winterthur (nachfolgend Swica oder
Beschwerdeführerin 1), erhob am 6. Mai 2007 Beschwerde gegen diesen
Einspracheentscheid und beantragte die Aufhebung des angefochtenen Entscheids,
die Beiladung der Suva zum Verfahren und die Weiterleitung des Verfahrens an das
Bundesamt für Gesundheit. Die Mobiliar mache zu Unrecht geltend, es liege kein
Koordinationsfall gemäss Art. 100 UVV vor, da die Suva den Fall mit Verfügung vom 6.
April 2000 abgeschlossen habe. Die Suva sei - wie dies aus deren Aktennotiz vom
12. Januar 2001 hervorgehe (Suva act. 68) - für die Behandlung der Folgen des Unfalls
vom 26. Januar 1998 weiter aufgekommen. Aus dem Bericht von Dr. D._ vom
21. August 2003 (UV act. M10) gehe sodann hervor, dass ein Restzustand bestehe, der
einen Fallabschluss von Seiten der Suva erst nach Prüfung des Anspruchs auf eine
Integritätsentschädigung zugelassen hätte. Damit sei Art. 100 UVV anwendbar und die
Leistungen der beiden beteiligten Unfallversicherer seien zu koordinieren. Nachdem
sich sowohl die Suva als auch die Mobiliar für den Fall als nicht (mehr) zuständig
erachten würden, liege ein negativer Kompetenzkonflikt zwischen Unfallversicherern
vor, für den nach der Rechtsprechung der in Art. 78a UVG vorgezeichnete Rechtsweg
offen stehe. Danach sei vorliegend das Bundesamt für Gesundheit zuständig, an das
die Sache zu überweisen sei. Ob die Suva im vorliegenden Verfahren
einspracheberechtigt sei, könne offen bleiben. Da im Sozialversicherungsprozess die
Möglichkeit der Beiladung von interessierten Parteien bestehe, sei die Suva jedoch
zum Verfahren beizuladen. Für eine Leistungseinstellung sei sodann die Beurteilung
von Dr. C._ nicht ausreichend (Verfahren UV 2004/33des Versicherungsgerichts des
Kantons St. Gallen).
E.
Gegen den Einspracheentscheid vom 11. Februar 2004 richtet sich auch die von
Rechtsanwalt Giovanni Schramm, St. Gallen, für G._ (nachfolgend:
Beschwerdeführerin 2) eingereichte Beschwerde vom 10. Mai 2004 mit dem Antrag auf
Aufhebung des angefochtenen Entscheids und Feststellung der Leistungspflicht der
Beschwerdegegnerin. Sodann sei die Suva am Verfahren zu beteiligen und die Akten
seien dem Bundesamt für Sozialversicherung zu überweisen, damit dieses das
Verfahren nach Art. 78a UVG durchführe; unter Entschädigungsfolge zu Lasten der
Beschwerdegegnerin. Die Beschwerdeführerin 2 lässt vorbringen, sie sei wegen der
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Rückenbeschwerden in ihrem angestammten Beruf nicht mehr arbeitsfähig und auch
bei einer dem Leiden angepassten Tätigkeit bestehe höchstens eine Arbeitsfähigkeit
von 60 bis 70%. Eine abschliessende medizinische Abklärung habe nicht
stattgefunden. Auch sei nicht über ihren Anspruch auf eine Integritätsentschädigung
entschieden worden. Der Status quo ante sei nicht erreicht. Aufgrund des in Art. 100
Abs. 2 UVV vorgegebenen Verfahrens habe die Mobiliar auch die Leistungen für den
früheren Unfall zu erbringen. Danach habe sich die Mobiliar mit der Suva über die
Kostentragung zu einigen oder nach Art. 78a UVG vorzugehen. Es werde daher
beantragt, die Akten nach Aufhebung des Einspracheentscheids und Bejahung der
Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin zur Einleitung eines Verfahrens nach Art. 78a
UVG an das zuständige Bundesamt weiterzuleiten (Verfahren UV 2004/36des
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen).
F.
F.a Mit Schreiben vom 7. Juni 2004 teilte die Mobiliar dem Versicherungsgericht mit
Bezug auf beide in der Sache hängigen Verfahren mit, dass sie in Zusammenarbeit mit
der Suva und den beschwerdeführenden Parteien eine medizinische Abklärung der
Versicherten durchführen wolle und daher eine Sistierung des Gerichtsverfahrens
beantrage. Der Präsident des Versicherungsgerichts kam diesem Sistierungsgesuch
mit Schreiben vom 10. und 20. Juni 2004 nach. Nachdem bekannt geworden war, dass
die vorgesehene medizinische Begutachtung erst in einem Jahr stattfinden könne, weil
die Versicherte Ende August 2004 operiert worden sei, forderte der Gerichtspräsident
die Mobiliar mit Schreiben vom 20. September 2004 auf, bekanntzugeben, ob sie das
Verfahren durch Widerruf des angefochtenen Einspracheentscheids in das
Verwaltungsverfahren zurücknehme, oder ob sie an einer gerichtlichen Beurteilung der
Streitsache festhalte. Diesfalls würde die gerichtliche Beurteilung allenfalls auch ohne
die in Aussicht genommene zusätzliche Abklärung vorgenommen. Mit Schreiben vom
29. September 2004 beantragte die Mobiliar die Beibehaltung der Sistierung des
Verfahrens.
F.b Vom Gericht am 1. Oktober 2004 aufgefordert, zu den Einwänden der Parteien
bezüglich des Unfalls von 1998 sowie des allfälligen Koordinationsbedarfs als formell
zum Prozess UV 2004/36 beigeladene Partei Stellung zu nehmen, führte die Suva am
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17. November 2004 aus, zwischen der Mobiliar, der Swica und der Suva stelle sich die
Frage der Zuständigkeit, die vor Durchführung einer Begutachtung wohl kaum beurteilt
werden könne. Nachdem die Mobiliar die Rücknahme der Sache ins
Verwaltungsverfahren abgelehnt habe, sei wohl die Sistierung des Prozesses UV
2004/36 angezeigt. Da ein Unfallversicherer gegenüber einem anderen
Unfallversicherer keine Weisungsbefugnis besitze und auch nicht befugt sei, die
Zuständigkeitsfrage hoheitlich zu entscheiden, könne das Urteil im vorliegenden
Prozess keinerlei Bindungswirkung gegenüber der Suva entfalten. Dies umso mehr als
eine gesetzliche Regelung über die prozessualen Auswirkungen der verfügten
Beiladung fehle. Die Frage der Zuständigkeit sei bei fehlendem Konsens der
Unfallversicherer im Verfahren nach Art. 78a UVG zu klären. Mit Schreiben vom 30.
November 2004 bestätigte der Gerichtspräsident daraufhin die Verfahrenssistierung.
G.
Mit Schreiben vom 6. März 2007 reichte die Mobiliar das mittlerweile vorliegende
medizinische Gutachten der Schulthess Klinik vom 25. August 2006 ein und beantragte
die Fortführung des Verfahrens, da sich die Parteien und die Suva nicht über die
Leistungspflicht hätten einigen können (act. G 17). Nach Aufforderung durch das
Gericht edierten die Parteien die während der Verfahrenssistierung aufgelaufenen
Akten (act. G 19 und 20). Am 11. Juli 2007 reichte die Suva die bei ihr vorhandenen
Akten ein (act. G 16). Die Sistierung beider Verfahren wurde vom Gericht aufgehoben
(act. G 21).
H.
Mit Beschwerdeantwort vom 18. Mai 2007 beantragt die Beschwerdegegnerin
hinsichtlich beider gegen sie gerichteten Verfahren (UV 2004/33 und UV 2004/36)
Abweisung der Beschwerden. Sie weist einerseits darauf hin, dass das Unfalldatum
aufgrund des Arztberichts von Dr. B._ vom 30. Januar 2003 (vgl. UV act. M1) nicht
wie in der Unfallmeldung angegeben der 30. Juni, sondern nur der 19. Juni 2002 sein
könne. Das vom Arzt angegebene Datum erscheine zuverlässiger, sodass darauf
abzustellen sei. Andererseits sei auch der Unfallhergang nicht richtig beschrieben
worden. Offenbar sei die Versicherte nicht eine Treppe hinunter gestürzt, sondern
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lediglich mit dem Fuss an einem Treppenabsatz hängen geblieben. Dabei habe sie mit
dem Rumpf eine Drehbewegung gemacht, um zu verhindern, dass sie stürze und ihr
das Serviertablett aus den Händen falle. Von diesem weitaus banaleren Geschehen
werde auch im Gutachten der Schulthess Klinik ausgegangen. Demgegenüber würde
die Annahme des orthopädischen Experten der Schulthess Klinik, die
Beschwerdeführerin 2 habe während der Behandlung der Unfallfolgen den Hausarzt
gewechselt, nicht stimmen. Die Beschwerdeführerin 2 habe in der Unfallmeldung bis
zum Behandlungsabschluss am 16. August 2002 einzig Dr. B._ als behandelnden
Arzt angegeben. Nur dieser Arzt habe denn auch für die Unfallbehandlung Rechnung
gestellt. Sodann treffe es nicht zu, dass die Versicherte nach dem Unfall zwei Monate
voll arbeitsunfähig gewesen sei und dass sie im Januar 2003 nach einem weiteren
Stolpern eine Traumatisierung erlitten habe, wie dies ebenfalls fälschlicherweise im
Gutachten erwähnt werde und was an der Qualität der gutachterlichen Arbeit zweifeln
lasse. Hinsichtlich der Beendigung der Leistungspflicht für den Unfall vom 26. Januar
1998 durch die Suva liege eine rechtskräftige Verfügung vor. Falls die
Beschwerdeführerin 2 dies beanstanden wolle, habe sie sich mit einem
Wiedererwägungsgesuch an die Suva zu richten. Entgegen den Behauptungen in den
beiden Beschwerden liege kein Anwendungsfall von Art. 100 Abs. 2 UVV vor. Die
Beschwerdeführerin 2 sei vor dem Unfall vom 19. Juni 2002 nicht mehr in ärztlicher
Behandlung gestanden. Die nur noch punktuell erfolgten Arztkonsultationen könnten
nicht als andauernde Behandlung bezeichnet werden. Sodann sei ernsthaft zu
bezweifeln, ob das an sich banale Ereignis vom 19. Juni 2002, das zum erneuten
Auftreten von Rückenbeschwerden geführt habe, als Unfall im Rechtssinn zu
qualifizieren sei. In diesem Sinn sei die Einschätzung von Dr. C._ nachvollziehbar, der
angesichts des banalen Ereignisses nur von einer vorübergehenden Verschlimmerung
des Vorzustands ausgegangen sei. Zusätzliche strukturelle Veränderungen an der
Wirbelsäule seien nach dem Vorfall vom 19. Juni 2002 nicht festgestellt worden. Es
hätten weiterhin eine Rezidivdiskushernie L5/S1 und weitere degenerative
Veränderungen bestanden. Eine über den Behandlungsabschluss im August 2002
hinausgehende Leistungspflicht bestehe auch aufgrund der unfallmedizinischen
Erfahrungstatsache nicht, wonach praktisch alle Diskushernien bei Vorliegen
degenerativer Bandscheibenveränderungen entstehen würden und Unfälle nur
ausnahmsweise deren Ursache seien. Ob die nach Erlass des Einspracheentscheids ab
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März 2004 geltend gemachte Verschlechterung des Gesundheitszustands zu weiteren
Leistungen führe, sei nicht im vorliegenden Verfahren, sondern im Rahmen eines
Rückfalls zu prüfen (act. G 22).
I.
Mit Replik vom 13. Juli 2007 (UV 2004/33) hält auch die Swica an ihren Anträgen fest.
Beim Ereignis vom Juni 2002 handle es sich um ein Unfallereignis im Rechtssinn. Der
im Gutachten der Schulthess Klinik geschilderte Krankheitsverlauf, wonach die
Beschwerdeführerin 2 die andauernden Beschwerden trotz konservativer Therapie
nicht in den Griff bekommen habe und schliesslich wieder habe operiert werden
müssen, stimme mit dem Bericht der Orthopädie am Rosenberg überein und sei
zutreffend. Obwohl die Suva die Taggeldleistungen eingestellt habe, sei die
Beschwerdeführerin 2 auch nach dem ersten Ereignis nie beschwerdefrei gewesen. Sie
habe ihre beruflichen Tätigkeiten jeweils ihren Beschwerden angepasst und trotz
bestätigter voller Arbeitsfähigkeit nur eine Teilzeittätigkeit ausüben können. Um den
erreichten Zustand erhalten zu können, habe sie gemäss den Feststellungen der Suva
weiterhin regelmässig in ärztlicher Behandlung gestanden. Die Gutachter der
Schulthess Klinik hätten eine anhaltende Residualsymptomatik nach dem ersten Unfall
bestätigt. Somit liege ein Koordinationsfall nach Art. 100 UVV vor. Im Gutachten würde
die Interventionen veranlassende Pathologie auf den Unfall im Jahr 1998 zurückgeführt.
Der erneute Unfall habe gemäss dieser Beurteilung höchstens eine Traumatisierung
eines chronischen Vorzustands bewirkt. Ein status quo sine/ante sei bis heute nicht
erreicht. Somit sei belegt, dass nicht von krankheitsbedingten Beschwerden
auszugehen sei, weshalb der Krankenversicherer nicht für die Heilungskosten
aufzukommen habe. Da ein unfallbedingter Zustand vorliege, sei ein Unfallversicherer
zuständig. Demzufolge sei ein Koordinationsverfahren nach Art. 78a UVG einzuleiten.
J.
Die Beschwerdeführerin 2 lässt durch ihren Rechtsvertreter mit Replik vom 23. August
2007 an ihren Anträgen festhalten. Beim Ereignis von Ende Juni 2002 habe es sich
unzweifelhaft um einen Unfall im Rechtssinn gehandelt. Den Hausarzt habe die
Beschwerdeführerin damals gewechselt, weil sie ihren Wohnsitz von Heerbrugg nach
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Oberriet verlegt habe und nicht weil sie mit der medizinischen Betreuung nicht
zufrieden gewesen sei. Noch im Zeitpunkt des zweiten Unfalls habe sie wegen der
Folgen des ersten Unfalls in ärztlicher Behandlung gestanden. Auch nach der
Beurteilung im Gutachten der Schulthess Klinik liege ein unfallbedingter Zustand vor.
Die beiden Unfallversicherer hätten ihre Leistungen zu koordinieren.
K.
Am 8. Oktober 2007 (act. UV 2004/36 G 37) und am 30. Oktober 2007 (act. UV 2004/33
G 28) reichte die Beschwerdegegnerin die Duplik in beiden Verfahren ein. Nur wenn die
Beschwerdeführerin 2 zur Zeit des zweiten Unfalls noch wegen der Folgen des Unfalls
vom 26. Januar 1998 in ärztlicher Behandlung gewesen wäre, hätte eine
Verfahrenskoordination nach Art. 100 Abs. 2 UVV zu erfolgen. Im Verlauf des Jahres
2000 seien aber lediglich noch punktuell bei Bedarf an vier oder fünf Terminen
Injektionen verabreicht worden. Die Behandlung der Unfallfolgen sei im Jahr 2001 und
auch im Juni 2002, als sich der neue Unfall ereignet habe, abgeschlossen gewesen. Ein
Kompetenzkonflikt zwischen den Unfallversicherern liege somit nicht vor. Der Vorfall
vom 19. Juni 2002 sei sodann als blosse Gelegenheitsursache zu betrachten, die keine
Leistungspflicht des Unfallversicherers zu begründen vermöge. Jedenfalls fehle es dem
Ereignis am Kriterium der Aussergewöhnlichkeit. Vom Hausarzt sei nach der
Arztkonsultation bei Dr. B._ am 16. August 2002 lediglich noch eine am 5. Februar
2003 erfolgte Schmerzmittelabgabe in Rechnung gestellt worden. Die
Beschwerdeführerin 2 habe ihre Tätigkeit am 19. August 2002 wieder wie gewohnt
aufgenommen. Danach sei es zu keinen Arbeitsunterbrüchen mehr gekommen. In
ärztlicher Behandlung sei sie erst wieder im Jahr 2004 gewesen, als es während der
Fahrt mit einem Lastwagen zu einem erneuten Beschwerdeschub gekommen sei. Die
Tatsache, dass die Beschwerdeführerin 2 im Teilzeitpensum gearbeitet habe, lasse
keine Rückschlüsse auf das Vorhandensein von Rückenbeschwerden zu. Es seien
verschiedene Gründe denkbar, die Anlass für ein Teilzeitpensum sein könnten.
Angesichts des Bagatellcharakters des Ereignisses vom 19. Juni 2002 käme als
Ursache der anhaltenden Beschwerden nur noch das Unfallereignis vom 26. Januar
1998 in Frage. Auch falls der Vorfall vom 19. Juni 2002 als Unfall zu qualifizieren wäre,
bestehe dafür nur eine zeitlich beschränkte Leistungspflicht. Soweit auf das Gutachten
der Schulthess Klinik wegen der aufgezeigten Mängel überhaupt abgestellt werden
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könne, lasse sich auch daraus nichts anderes ableiten. Da somit kein Koordinationsfall
vorliege, obliege es der Suva abzuklären, welche Leistungen sie für das Ereignis vom
26. Januar 1998 noch zu erbringen habe. Nachdem aufgrund des Gutachtens der
Schulthess Klinik bloss von einem möglichen Kausalzusammenhang zwischen den ab
2004 wieder aufgetretenen Beschwerden und dem Unfallereignis vom 19. Juni 2002
auszugehen sei und der Unfall lediglich zu einer vorübergehenden Verschlimmerung
des Leidens geführt habe, sei der status quo sine/ante nach Abschluss der Behandlung
im Jahr 2002 eingetreten. Da kein Kompetenzkonflikt vorliege, habe die
Beschwerdeführerin die im Jahr 2004 wieder aufgetretenen Beschwerden als Rückfall
bei der Suva zu melden. Diese habe ihre Leistungspflicht in Bezug auf den Rückfall
abzuklären. Im Gutachten der Schulthess Klinik werde diesbezüglich darauf
hingewiesen, dass die Pathologie letztlich auf das Ereignis vom 26. Januar 1998
zurückgehe. Wenn die Beschwerdeführerin geltend machen wolle, sie sei im Jahr 2000
zu Unrecht als 100% arbeitsfähig angesehen worden, hätte sie bei der Suva ein
Wiedererwägungsgesuch zu stellen.
L.
L.a Mit Schreiben vom 10. Oktober (UV 2004/36) und vom 31. Oktober 2007
(UV 2004/33) schloss das Gericht den Schriftenwechsel ab und stellte in einiger Zeit
das begründete Urteil in Aussicht. Am 13. August 2008 stellte es der Suva
verschiedene Aktenstücke zu, die der beigeladenen Unfallversicherung bisher irrtümlich
nicht zur Kenntnis gebracht worden waren und setzte ihr Frist bis 29. August 2008 zur
allfälligen abschliessenden Stellungnahme. Weiter wurde die Suva darauf aufmerksam
gemacht, dass das Gericht beabsichtige, die beiden Verfahren UV 2004/33 SWICA
gegen Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft und UV 2004/36 G._
gegen Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft zu vereinigen und in einem
Urteil zu entscheiden. Die Beiladung der Suva zum Verfahren UV 2004/36 werde damit
auch im Verfahren UV 2004/33 wirksam sein.
L.b Die Suva nahm am 26. August 2008 kurz Stellung und erneuerte ihre Vorbringen
vom 17. November 2004, wonach im vorliegenden Prozess ihre Leistungspflicht nicht
Streitgegenstand sei und das Urteil des vorliegenden Prozesses ihr gegenüber keinerlei
Bindungswirkung haben werde. Was das Gutachten der Schulthess Klinik vom
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25. August 2006 betreffe, könne daraus nicht geschlossen werden, dass irgendwelche
nach dem bei der Schweizerischen Mobiliar Versicherungsgesellschaft versicherten
Unfall vom Juni 2002 aufgetretenen Beschwerden mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit in einem natürlichen Kausalzusammenhang zum ersten, bei der
Suva versicherten Unfall vom Januar 1998 stehe. Eine dauernde und richtunggebende
Verschlimmerung durch den ersten Unfall sei durch die Experten klar verneint worden
(S. 26 des Gutachtens, Ziffer 7.5).

Erwägungen:
1.
Beide Beschwerden richten sich gegen denselben Einspracheentscheid der
Beschwerdegegnerin. Es geht um dieselben Rechtsfragen und die Vorbringen der
beiden Beschwerdeführer sind in beiden Fällen im Wesentlichen gleich. Es rechtfertigt
sich daher, die Verfahren zu vereinigen und in einem einzigen Urteil zu erledigen (vgl.
BGE 128 V 124 E. 1 S. 126 und 128 V 192 E. 1 S. 194 je mit Hinweisen).
2.
Die Suva war mit Verfügung des Gerichtspräsidenten vom 1. Oktober 2004 zum
Verfahren UV 2004/36 G._ gegen Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft
beigeladen worden (act. G 10). Durch die Vereinigung der Verfahren UV 2004/33 und
UV 2004/36 wirkt die Beiladung für beide Prozesse. Das Institut der Beiladung ist, wie
die Suva zutreffend ausführt, im Kanton St. Gallen nicht gesetzlich geregelt. Es ist
dessen ungeachtet gemäss Rechtsprechung (BGE 130 V 501 und RKUV 5/2003 U 485
S. 253ff.) und Literatur (so u.a. Ch. Zünd, Die Beiladung im
Sozialversicherungsprozess, in R. Schaffhauser/F. Schlauri,
Sozialversicherungsrechtstagung 2004, S. 35ff.) etabliert. Bindungswirkung entfaltet
das zu fällende Urteil gegenüber der Suva insofern, als mit dem Entscheid über die
Leistungspflicht der Mobiliar indirekt auch über die Leistungspflicht der Suva mit
entschieden wird. Gemäss BGE 130 V 501 wird die Rechtskraft dieses Urteils auch auf
die Beigeladene ausgedehnt (E. 1.2 S. 502).
3.
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3.1. Im vorliegenden Verfahren stellt sich explizit die Frage nach der Zuständigkeit des
kantonalen Versicherungsgerichts. Hauptantrag beider Beschwerden ist die Aufhebung
des Einspracheentscheides vom 11. Februar 2004, mit welchem eine weitere
Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin gegenüber der Versicherten verneint wird.
Zum Entscheid über diese Fragen ist gemäss Art. 56ff. des Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) und Art. 42 Abs. 1 lit.
a des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRP; sGS 951.1) das
Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen zuständig.
3.2. Beide Beschwerdeführenden beantragen zudem die Weiterleitung der Akten an
das Bundesamt für Gesundheit (bzw. Sozialversicherung; BAG bzw. BSV) zur
Durchführung des Verfahrens gemäss Art. 78a des Bundesgesetzes über die
Unfallversicherung (UVG; SR 832.20). Laut BGE 127 V 176 E. 4d S. 181f. kommt die
bundesamtliche Verfügungszuständigkeit nach Art. 78a UVG in all jenen geldwerten
Streitigkeiten zum Tragen, in denen ein Unfallversicherer, der gegenüber dem andern
Unfallversicherer keine Weisungsbefugnis besitzt, das BSV anruft, damit dieses über
die streitige Zuständigkeit entscheide (vgl. BGE 125 V 324 E. 1b S. 327). Hingegen
schliesst es Art. 78a UVG gemäss BGE 125 V 324 E. 1b S. 327 nicht aus, dass der
Unfallversicherer gegenüber dem Ansprecher seine Leistungspflicht mit Verfügung und
Einspracheentscheid (Art. 105 UVG [seit 1. Januar 2003 abgelöst durch Art. 52 ATSG])
ablehnt und dies mit der - seiner Ansicht nach fehlenden - Zuständigkeit begründet.
Die Mobiliar hat mit Verfügung vom 3. Oktober 2003 und Einspracheentscheid vom
11. Februar 2004 diesen Weg gegenüber der Versicherten gewählt und verfügt, ihre
Leistungspflicht aufgrund des Unfalls vom Juni 2002 sei ausgeschöpft. Lediglich
implizit enthält dieser Entscheid die Feststellung, sie sei für Leistungen wegen allfälliger
weiterer Gesundheitsbeeinträchtigungen der Versicherten nicht zuständig. Es liegt hier
damit kein klassischer Fall für die Anrufung des BAG vor. Entsprechend sieht das
Gericht keine Veranlassung zur direkten Überweisung der Akten an das Bundesamt.
4.
Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens ist, ob die Beschwerdegegnerin zu
Recht weitere Leistungen an die Versicherte aus der obligatorischen Unfallversicherung
nach dem 18. August 2002 verweigert hat.
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5.
5.1 Gemäss Art. 9 Abs. 1 der Verordnung über die Unfallversicherung in der bis
31. Dezember 2002 gültigen Fassung (aUVV; ab 1. Januar 2003 durch Art. 4 ATSG
abgelöst) gilt als Unfall die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung
eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper. Bei
unkoordinierten Bewegungen, bei denen der normale Bewegungsablauf durch etwas
Programmwidriges wie Ausgleiten, Stolpern oder Abwehren eines Sturzes
unterbrochen oder gestört wird, ist der Unfallbegriff laut Rechtsprechung (SVR 1999
UV Nr. 9 S. 27ff. E. 3c aa S. 28; RKUV 2/2000 U 368 S. 99ff. E. 2d S. 100 und RKUV
4-5/1996 U 253 S. 199ff. E. 4c S. 204) erfüllt.
5.2 Die Versicherte schilderte telefonisch gegenüber der Suva am 5. September 2002
(Suva act. 71) und bei der persönlichen Befragung am 22. November 2002 -
unterschriftlich bestätigt - (Suva act. 76) das Ereignis vom Juni 2002. Sie führte aus, sie
habe mit einem Tablett in der Hand eine Stufe hinuntergehen wollen, sei dabei mit
einem Fuss hängen geblieben und habe, um nicht zu stürzen und das Tablett nicht
fallen zu lassen, den Oberkörper erheblich verdreht. Bei diesem Hergang handelt es
sich um eine unkoordinierte Bewegung, die gemäss der zitierten Rechtsprechung als
Unfall zu qualifizieren ist. Die Beschwerdegegnerin hat denn auch ihre Leistungspflicht
bejaht und ist für Heilungskosten und Taggelder aufgekommen. Ihre anderslautende
Stellungnahme in der Beschwerdeantwort ist unbehelflich.
5.3 Unbestritten ist, dass sich das Ereignis vom 19. Juni 2002 während der
beruflichen Tätigkeit der Versicherten zugetragen hat und es sich daher um einen
Berufsunfall gemäss Art. 7 UVG handelt.
6.
6.1 Strittig ist weiter, ob sich der Unfall vom 19. Juni 2002 während der
Heilungsdauer des früheren Ereignisses vom 26. Januar 1998 zugetragen hat. Je
nachdem findet neben der Koordinationsregel von Art. 77 Abs. 1 UVG, wonach bei
Berufsunfällen derjenige Versicherer die Leistungen erbringt, bei dem die Versicherung
zur Zeit des Unfalls bestanden hat, auch die Koordinationsregel von Art. 100 Abs. 2
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UVV Anwendung. Danach hat der für den erneuten Unfall zuständige Versicherer auch
die Leistungen für die früheren Unfälle zu übernehmen. Die beteiligten Versicherer
können untereinander von dieser Regelung abweichende Vereinbarungen treffen,
namentlich wenn der neue Unfall wesentlich geringere Folgen hat als der frühere.
6.2 Über den Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin 2 vor dem Unfall vom
19. Juni 2002 gibt die Zusammenfassung des Telefongesprächs vom 12. Januar 2001
(Suva act. 68) mit dem Titel "Spritzenbehandlung / Medikamente" Auskunft. Danach sei
die Versicherte seit April 2000, also in den 8-9 Monaten zuvor, nie ganz beschwerdefrei
gewesen. Sie habe verschiedene Medikamente (Dafalgan, Mefenacid etc.) bezogen
und sei ca. 4-5 mal in der Praxis gewesen, um sich eine Spritze in den Rücken geben
zu lassen. Immer wenn es wieder mehr schmerze, komme sie vorbei. Es sei aber keine
eigentliche ärztliche Behandlung; es sei mehr zur Erhaltung des erreichten Zustands.
Man könne sagen, die Versicherte komme vielleicht 3-4 mal pro Jahr (Hochrechnung
aufgrund vorhergehender Angaben: 8-10 mal pro Jahr). Vor allem aus letzteren
Ausführungen schlossen die beiden Unfallversicherer, im Zeitpunkt des Unfalls vom
19. Juni 2002 habe keine ärztliche Behandlung mehr stattgefunden. Die
Beschwerdegegnerin stützt sich zudem auf die Verfügung der Suva vom 6. April 2000
(Suva act. 66) und interpretiert, die beigeladene Unfallversicherung sei bereits im
damaligen Zeitpunkt davon ausgegangen, die Heilbehandlung aufgrund des Unfalls
vom 26. Januar 1998 sei abgeschlossen.
Beide Annahmen treffen nicht zu. In der Verfügung vom 6. April 2000 (Suva act. 66)
nahm die Suva ausschliesslich zur Arbeits- und Vermittlungsfähigkeit der mittlerweile
arbeitslos gewordenen Versicherten Stellung und verfügte die Einstellung der
Unfalltaggelder mangels Anspruchsberechtigung. Ihre Leistungspflicht für allfällige
weitere Heilbehandlungen erwähnte die beigeladene Unfallversicherung mit keinem
Wort. Vielmehr kam sie weiterhin für die Spritzenbehandlungen durch Dr. B._ sowie
die verordneten bzw. abgegebenen Medikamente auf. Die Tatsache, dass solche
Behandlungen weiterhin durchgeführt und von der Suva bezahlt wurden, zeigt auch
auf, dass die Heilungsphase zum Unfall vom 26. Januar 1998 noch andauerte, die
ärztliche Behandlung noch nicht abgeschlossen war und die Leistungspflicht der Suva
noch bestand. Zum Fallabschluss fehlt auch eine entsprechende formelle Verfügung
der beigeladenen Unfallversicherung (BGE 132 V 412 E. 4 S. 417).
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6.3 Es liegt somit ein Anwendungsfall von Art. 100 Abs. 2 UVV vor und die Mobiliar
hat als für den zweiten Unfall vom 19. Juni 2002 gemäss Art. 77 Abs. 1 UVG
zuständiger Versicherer auch die Leistungen für den früheren Unfall vom 26. Januar
1998 zu übernehmen. Eine abweichende Vereinbarung der beiden Unfallversicherer
über die Zuständigkeit gemäss 3. Satz von Art. 100 Abs. 2 UVV liegt nicht vor.
7.
7.1 Weiter ist zu prüfen, ob die Ablehnung der Leistungspflicht durch die
Beschwerdegegnerin über den Behandlungsabschluss durch Dr. B._ am 16. August
2002 (UV act. M1) hinaus zu Recht erfolgt ist. Die Leistungspflicht des
Unfallversicherers gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG setzt voraus, dass zwischen dem
Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein
natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht. Ob zwischen dem
schädigenden Ereignis und dem Gesundheitsschaden ein natürlicher
Kausalzusammenhang besteht, beurteilt sich nach dem im Sozialversicherungsrecht
üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit; die blosse Möglichkeit
eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht
(BGE 119 V 335 E. 1 S. 337f. mit Hinweisen). Wie der leistungsbegründende natürliche
Kausalzusammenhang muss auch der Wegfall eines ursächlichen Zusammenhangs
zwischen dem Unfallereignis und den bestehenden Beschwerden mit dem Beweisgrad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Weil es sich dabei um eine
anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast - anders als bei der Frage,
ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht
beim Versicherten, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1/2000 U 363 S. 45ff. E. 2
S. 46 und 1994 U 206 S. 326ff. E. 3b S. 328). Vorliegend geht es einerseits um die
weitere Kausalität zum Ereignis vom 19. Juni 2002 und andererseits zu demjenigen
vom 26. Januar 1998. Wie vorstehend ausgeführt, bleibt die Beschwerdegegnerin
leistungspflichtig solange nicht die natürliche Kausalität zu beiden Ereignissen mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit weggefallen ist.
7.2 Beim Ereignis vom 19. Juni 2002 kam es nicht zu einem Sturz. Die Versicherte
machte einen Misstritt und Abwehrbewegungen, um einen Sturz zu vermeiden, wobei
sie sich den Rücken verdrehte. Dadurch traten bei "Status nach Diskektomie L5/S1
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und Rezidivdiskushernie" (Bericht Dr. B._ vom 3. September 2002, Suva act. 70)
akute Rückenschmerzen auf, die auch ins rechte Bein ausstrahlten (Schilderung durch
die Versicherte, Suva act. 76). Der durch den zweiten Unfall vom 19. Juni 2002
ausgelöste Schmerzschub heilte klassisch nach zwei Monaten ab und die vorher
bestehende Arbeitsfähigkeit war wieder hergestellt (E. Bär, Prellung, Verstauchung oder
Zerrung der Wirbelsäule. Ein Update. in Suva – Medizinische Mitteilungen Nr. 79/2008
S. 100ff. und dort zitierte weitere medizinische Literatur). Entsprechend attestierte
Dr. B._ der Versicherten wieder volle Arbeitsfähigkeit ab 19. August 2002 (Suva act.
70) und schloss die ärztliche Behandlung am 16. August 2002 ab, wie er im Arztzeugnis
vom 30. Januar 2003 (UV act. M1) bestätigte. Beim früheren Unfall vom 26. Januar
1998 handelte es sich demgegenüber um einen erheblich gravierenderen Vorfall, der
nach der Beurteilung der Suva geeignet war, die Diskushernie L5/S1 auszulösen
(Bericht über die kreisärztliche Untersuchung vom 29. April 1998, Suva act. 7). Ob über
Ende August 2002 hinaus eine natürliche Kausalität der Beschwerden der Versicherten
zu diesem Unfall besteht, ist aufgrund der medizinischen Akten, besonders des
Gutachtens der Schulthess Klinik vom 25. August 2006 (act. G 17.2), zu beurteilen.
7.3 Im genannten Gutachten beurteilten Prof. Dr. med. E._, Spezialarzt FMH für
Psychiatrie und Psychotherapie, und Dr. med. F._, Spezialarzt FMH für
orthopädische Chirurgie, die gesundheitliche Situation der Versicherten und die
Kausalität der Beschwerden nach der mikrochirurgischen Neurolyse S1 rechts und
dorsolateralen Spondylodese L5/S1 vom 1. September 2004 und der entsprechenden
Rehabilitationsphase. Unter Zusammenfassung und Beurteilung führen die Gutachter
auf Seite 21 wörtlich aus: "Der dokumentierte Verlauf spricht anhand der Aktenlage
dafür, dass sämtliche Pathologie, die zu Interventionen Anlass gab, letztlich auf das
Ereignis vom 29. [richtig 26.] Januar 1998 zurückgeht." Die Antworten auf die Fragen
an die Gutachter zur Kausalität sind hingegen nicht so eindeutig. Ein Vorzustand vor
dem Unfall vom Januar 1998 wird in Antwort 5.a verneint, vor dem Unfall vom Juni
2002 in Antwort 5.b in Form des Zustandes nach dem Unfall vom Januar 1998 bejaht
und der zweite Unfall als Exazerbation des krankhaften Vorzustandes dargestellt. Die
Gutachter beurteilen die erste Diskushernie L5/S1 als traumatisch bedingt (Antwort
6.a). Die Fragen 7 nach dem Status quo sine und Status quo ante werden teilweise
nicht (7.2) und sonst weitgehend nicht schlüssig (7.3., 7.5 und 7.6) beantwortet.
Aufgrund des gesamten Gutachtens besteht jedoch weiterhin eine Unfallkausalität der
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Beschwerden der Versicherten. Mit ihm muss von einer ursprünglichen und
andauernden Kausalität der Diskushernie L5/S1 zum Unfall vom Januar 1998
ausgegangen werden. Es enthält kaum Anhaltspunkte, wonach der ursächliche
Zusammenhang zu diesem Ereignis nachträglich weggefallen ist. Keinesfalls ist ein
solcher Wegfall mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt. Bei andauernder
Unfallkausalität bleibt die Beschwerdegegnerin Ansprechpartnerin der
Beschwerdeführerin 2 für die Ausrichtung weiterer Leistungen.
7.4 Für die interne Aufteilung der weiteren Leistungen an die Versicherte unter den
beteiligten Unfallversicherungen ist auch zu prüfen, in welchem Ausmass noch eine
Kausalität zum Unfall vom Juni 2002 besteht. Diese Frage lässt sich nicht allein
aufgrund des Gutachtens vom 25. August 2006 (act. G 17.2) beantworten. Wie
vorstehend ausgeführt, relativiert dieses die klare Kausalitätszuweisung an das Ereignis
vom Januar 1998 von Seite 21 in der Fragebeantwortung. Jedoch ist, wie in Erw. 7.2
dargelegt, aufgrund der Tatsachen, dass es sich beim zweiten Unfall vom Juni 2002
um ein banales Ereignis handelte, dass die ärztliche Behandlung nach zwei Monaten
abgeschlossen werden konnte und die Arbeitsfähigkeit wie vor dem zweiten Ereignis
wieder hergestellt war (Arztzeugnis Dr. B._ vom 30. Januar 2003; UV act. M1), sowie
aufgrund der in der unfallmedizinischen Literatur (E. Bär, Prellung, Verstauchung oder
Zerrung der Wirbelsäule. Ein Update. in Suva – Medizinische Mitteilungen Nr. 79/2008
S. 100ff. und dort zitierte weitere medizinische Literatur) angeführten Erfahrungswerte,
eben mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die Folgen des
Unfalls vom Juni 2002 bereits im Herbst 2002 abgeheilt waren und die weiteren
Beschwerden der Versicherten nur noch auf den Unfall vom Januar 1998
zurückzuführen sind.
7.5 Der erneute Unfall vom Juni 2002 mit wesentlich geringeren Folgen als das erste
Ereignis vom Januar 1998 zeigt sich (nachträglich) als klassische Ausgangssituation für
eine Abmachung gemäss Art. 100 Abs. 2 3. Satz UVV. Nachdem keine solche vorliegt,
bleibt die Beschwerdegegnerin für sämtliche Unfallfolgen - auch für solche des Unfalls
vom 26. Januar 1998 - leistungspflichtig; für letztere mit Rückgriffsrecht auf die Suva.
8.
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Betreffend Umfang der Leistungen an die Versicherte über die am 3. Oktober 2003
verfügte und mit Einspracheentscheid vom 11. Februar 2004 bestätigte Einstellung per
18. August 2002 hinaus ist die Angelegenheit nicht spruchreif. Die Streitsache ist daher
an die Vorinstanz zurückzuweisen zur Erbringung weiterer Heilungskosten und
allfälliger Taggelder bzw. Vergütung der Vorleistungen an die Swica, zur Abklärung der
Erwerbseinbusse sowie zur Verfügung einer allfälligen Invalidenrente und der
Integritätsentschädigung. Beschwerdegegnerin und beigeladener Unfallversicherung ist
es unbenommen, nachträglich eine Abmachung gemäss Art. 100 Abs. 2 3. Satz UVV zu
treffen und die Angelegenheit wieder der Suva zu übertragen.
9.
Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Bei diesem Ausgang des
Verfahrens hat die Beschwerdeführerin 2 Anspruch auf eine Parteientschädigung nach
Ermessen des Gerichts (Art. 61 lit. g ATSG). Diese ist vorliegend pauschal auf
Fr. 4'000.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen. Der
ebenfalls obsiegenden Swica und der beigeladenen Suva stehen, als mit öffentlich-
rechtlichen Aufgaben betraute Institutionen, keine Parteieinschädigungen zu (vgl.
BGE 128 V 124 E. 5b S. 133f.).
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG