Decision ID: ab5eaf26-2318-4fa5-a559-675e436a6b57
Year: 2021
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1965,
war
seit
September
1993 bei der
Y._
als
Maschinenm
echaniker angestellt
. Am 22. Juni 1995 erlitt er einen Verkehrsunfall, als er
mit seinem Motorrad auf einen Personenwagen auffuhr, welcher bereits zuvor
mit ei
nem anderen Fahrzeug kollidiert war
(Urk. 13/1/97). Dabei zog sich
der Versicherte
unter anderem
eine intraartikuläre
Femur
trümmer
fraktur
rechts zu
, welche am 5. Juli 1995 mit einer Platten- und Zugschrauben-Osteosynthese
operativ
versorgt wurde (
Urk. 13/1/83-84, Urk. 13/1/94
)
.
Die
IV-Stelle für Versicherte im Ausland
sprach dem Versicherten mit Verfügung vom 8. April 1997 berufliche Massnahmen
vom 10. Februar 1997 bis am 24. Januar 1998
in Form einer Umschulung im Hinblick auf eine B
ürotätigkeit
zu (Urk. 13/1/28). Der Versicherte schloss die Umschulung erfolgreich ab und erwarb dabei das Handelsdiplom (Urk. 13/1/4
).
Mit Verfügung vom 15. Juli 1998 sprach die Suva dem Versicherten eine Invalidenrente von 20 % sowie eine auf einer
Integritätseinbusse von 15 % basierende Integritätsentschädigung zu (Urk. 13/3/
88
-93).
1.2
Am 2. Mai 2000 trat der Versicherte eine Anstellung a
ls CNC-Mechaniker bei der
Z._
an (
Urk. 13/3/63, vgl. Urk. 13/3/60-61
).
Mit Verfügung vom 20. Dezember 2001 reduzierte
die Suva die Invalidenrente infolge der tatsäch
lichen Erwerbseinbusse auf 15 % (Urk. 13/3/57-58).
Im Rahmen der in den Jahren 2005, 2009, 2012 und 2015 durchgeführten Revisionsverfahren ergaben sich keine rentenrelevanten Änderungen, weshalb dem Versicherten nach wie vor eine Invalidenrente von 15 % ausgerichtet wurde (Urk. 13/10, Urk. 13/18, Urk. 13/23, Urk. 13/43)
.
1.3
Nachdem der Versicherte die Suva bereits am
5. Januar 2018
sowie am
17.
August 2018
mittels Schaden
meldung
über eine Beschwerdezunahme im rechten Knie informiert hatte (Urk. 13/56,
Urk. 13/63),
meldete
er
am 13. September 2018
– unter Hinweis auf eine
seit dem 5. September 2018 bestehende Arbeitsunfähigkeit –
einen Rückfall
(Urk. 13/
64
)
. Die Ärzte der
A._
dia
gnos
tizierten eine posttraumatische Gonarthrose rechts
und führten am 25. September 2018 ein MRI am rechten Knie sowie eine Kniegelenksinfiltration durch (Urk. 13/70-71). Die Suva erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Urk. 13/79).
Am
29. Januar
2019 wurde
der Versicherte von Dr. med. B._
, Fachärztin FMH für Neurochirurgie, kreisärztlich untersucht (Urk. 13/
98).
Nachdem Dr.
B._
am
19. Februar 2019
zu Fragen der Suva-Administration Stellung genommen (Urk. 13/106) und
eine medizinische Beurteilung des Integritätsschadens
erstattet hatte (Urk. 13/105),
teilte die Suva dem Versicherten mit Schreiben vom 21. Februar 20
19 mit, dass sie die Heilkostenl
eistungen per sofort und die Tag
geldleistungen per 30. April 2019 einstelle (Urk. 13/107).
Mit Verfügung vom 14. Mai 2019 erhöhte die Suva die Invalidenrente
per 1. Mai 2019
auf 22 % und sprach dem Versicherten eine Integritätsentschädigung für eine
zusätzliche
Inte
gritätseinbusse von 5 % zu (Urk. 13/135).
Die vom
Versicherte
n dagegen erho
bene
Einsprache vom
17. Juni 2019
(Urk. 13/140) wurde von der Suva m
it
Ein
spracheentscheid
vom 18. März 2020
abgewiesen
(Urk. 2 = Urk. 13/165).
2.
Dagegen erhob der Versicherte am 18. Mai 2020 Beschwerde und beantragte, der
Einspracheentscheid
vom 18. März 2020 sei aufzuheben und es sei ihm ent
sprechend seinem IV-Grad ab Mai 2019 eine Unfallversicherungsrente im vollen Umfang zuzusprechen. Eventualiter beantragte er die Rückweisung der Sache an die Vorinstanz mit dem Auftrag der Erstellung eines medizinischen Fachgut
achtens zur Frage des Grades seiner Erwerbsunfähigkeit samt Neuberechnung der ihm zustehenden Rentenleistung unter Anwendung des massgeblichen Kompe
tenzniveaus 1 (Urk. 1 S. 10).
Mit Eingabe vom 16. Juni
2020
reichte der
Be
schwerdeführer
einen Bericht von Dr.
med. C._
, Facharzt FMH für
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates,
vom 28. Mai
2020 zu den Akten (Urk. 7-8), welcher der Suva mit Verfügung vom 1. Juli 2020 zur Vernehmlassung innert der
zur Erstattung der Beschwerdeantwort
laufenden Frist
(vgl. Urk. 5)
zugestellt wurde (Urk. 10).
Mit Beschwerdeantwort vom 31
. August 2020 schloss die Suva –
unter Beilage einer kreisärztlichen
Stellung
nahme
von Dr.
B._
v
om 11. August 2020 (Urk. 14/1) –
auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 12). Mit Verfügung vom 3. September 2020
(Urk. 15)
wurde ein zweiter Schriftenwechsel angeordnet, woraufhin die Parteien jeweils an ihren bisherigen Anträgen festhielten (Replik vom 11. November 2020 [Urk. 18]
;
Duplik vom 4. Januar 2021 [Urk. 21]
,
dem
Beschwerdeführer
zugestellt am 6. Januar 2021 [Urk. 22]).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b). Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausge
bro
chen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Über
gangsbestimmungen).
Der Rentenanspruch
und der Anspruch au
f eine Integritätsentschädigung
wurden für die verbleib
enden Beeinträchtigungen aus dem Unfall
vom
22. Juni 1995
zugesprochen,
weshalb die
am 14. Mai 2019 verfügte (Urk. 13/135) und mit
Ein
spracheentscheid
vom 18. März 2020 (Urk
.
2) bestätigte
revisionsweise Erhöhung der Invalidenrente
nach den
bis 31. Dezemb
er 2016 gültig gewesenen Normen
zu beurteilen ist.
1.2
Wird die versicherte Person infolge eines Unfalles zu mindestens 10 % invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente, sofern sich der Unfall vor Erreichen des ordentlichen Rentenalters ereignet hat (Art. 18 Abs. 1 UVG). Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
,
ATSG
). Zur Bestimmung des Invaliditätsgrades wird gemäss Art. 16 ATSG das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der (unfallbedingten) Invalidität und nach Durchführung der medi
zinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworde
n wäre (sog.
Valideneinkommen
).
1.3
Anlass zur Revision einer Invalidenrente im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente (zum massgeblichen Vergleichszeitpunkt vgl. BGE 133 V 108 E. 5.4), die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beein
flussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesund
heitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebenem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbsbereich von Be
deu
tung; dazu gehört die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer Ange
wöhnung oder Anpassung an die Behinderung. Hingegen ist die lediglich unter
schiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts
im revisionsrechtlichen Kontext unbeachtlich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinwei
sen
).
Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in recht
licher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen und E. 6.1). Entsprechend ist gegebenenfalls nicht nur der natürliche Kausal
zu
sammenhang, sondern auch dessen Adäquanz für die Zukunft neu zu prüfen, wobei die im Zeitpunkt der erwogenen revisionsweisen Leistungsanpassung gege
benen tatsächlichen Verhältnisse massgebend sind (Urteil des Bundesgerichts 8C_248/2017 vom 24. Mai 2018 E. 3.3 mit Hinweisen).
Zeitlicher Ausgangspunkt für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Ände
rung des Invaliditätsgrades ist die letzte rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachver
haltsabklärung, Beweiswürdigung und – sofern Anhaltspunkte für eine Verän
derung der erwerblichen Auswirkungen einer Gesundheitsschädigung bestehen – Durchführung eines Einkommensvergleichs beruht (BGE 134 V 131 E. 3, 133 V 108 E. 5.3.1 und E. 5.4).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versiche
rungsinterner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erschei
nen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/
ee
). Das
Anstellungsverhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Versiche
rungs
träger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangenheit schliessen (BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4). Soll ein Versicherungsfall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungs
in
ternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzuneh
men (BGE 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).
2.
2.1
Die
Beschwerdegegnerin
führte zur Begründung des
angefochtenen Entscheid
es
aus
,
vorliegend sei in erwerblicher Hinsicht eine revisionsrechtlich bedeutsame Änderung eingetreten, da der
Beschwerdeführer
zur Zeit keiner Erwerbstätigkeit mehr nachgehe. In medizinischer Hinsicht bestehe eine Befundverschlechterung hinsichtlich des Integritätsschadens.
E
ine leidensangepasste Tätigkeit
–
gemäss der kreisärztlichen Beurteilung von Dr.
B._
vom 29. Januar 2019 und dem darin formulierten Belastungsprofil
–
sei dem
Beschwerdeführer
zu
100 %
zumutbar
.
Das Invalideneinkommen sei anhand der
Werte der
Lohnstrukturerhebungen
(
LSE
)
zu ermitteln, wobei der
Beschwerdeführer
in der Lage sei, seine Kenntnisse und Erfahrungen auch in anderen Tätigkeiten gemäss Kompetenzniveau 2 zu verwerten.
Der auf dem
Invalideneinkommen
vorgenommene
leidensbedingte
Abzug in der Höhe von 5 %
erweise sich als angemessen beziehungsweise als grosszügig
.
Aus der Gegenüberstellung von Validen- und Invalideneinkommen resultiere ein
I
nvaliditätsgrad von 22 %
(Urk. 2 S. 6
-8
).
2.2
Demgegenüber
erachtet
der
Beschwerdeführer
die
kreisärztliche Beurteilung von Dr.
B._
vom 29. Januar 2019
nicht als beweiskräftig
. Der betreffenden Beur
teilung fehle jegliche Begründung. Es sei nicht nachvollziehbar, aufgrund von welchen medizinischen Feststellungen
die Kreisärztin eine
angepasste
berufliche Tätigkeit als vollschichtig möglich erachte
. Die Rentenbemessung der Suva be
ruhe bereits aus diesen Gründen auf einer unzureichenden Beurteilung der medi
zinischen Situation.
Darüber hinaus habe sich die Suva in ihrem
Einsprache
entscheid
nicht mit dem Bericht
der
A._
vom 26. November 2019 befasst, worin eine vollständige Arbeitsunfähigkeit festgehalten
worden sei
.
Auch bei der materiellen Betrachtung werde eine deutliche Diskrepanz zwischen dem
von der
A._
erhobenen
medizinischen Befund
und der vorgän
gigen Beurteilung der Kreisärztin sichtbar. Dementsprechend dränge sich im vor
liegenden Fall eine externe medizinische Begutachtung zwingend auf.
Für die Bemessung des Invalideneinkommens sei vorliegend auf das Kompetenzniveau 1 abzustellen, zumal keine qualifizierenden Merkmale in Bezug auf die berufliche Tätigkeit vorliegen würden und
dem
Beschwerdeführer
die Rückkehr in den angestammten Beruf nicht mehr möglich sei
(Urk. 1 S. 3 ff.
). In seiner Eingabe vom 16. Juni 2020
führte
der
Beschwerdeführer
ergänzend aus
,
auch
Dr.
C._
habe sich
in seinem Bericht vom 28. Mai 2020
der Beurteilung der Ärzte der
A._
vom 26. November 2019 angeschlossen (
Urk. 7
, vgl. Urk.
8
).
2.3
In ihrer Beschwerdeantwort führte die
Beschwerdegegnerin
aus, gemäss der bei Dr.
B._
zusätzlich
eingeholten kreisärztlichen
Stellungnahme
vom 11.
August 2020 ergebe sich aus den
vom
Beschwerdeführer
eingereichten
Berichten
keine Änderung an der bisherigen Zumutbarkeitsbeurteilung
.
Daran
sei umso mehr festzuhalten, als sich gemäss dem Bericht
der
A._
vom 26. November 2019
im Vergleich zur kreisärztlichen Untersuchung vom Januar 2019
klinisch sogar eine Verbesserung der Beweglichkeit im rechten Kniegelenk gezeigt habe
. Schliesslich sei zu bemerken, dass der
Beschwerdeführer
im inva
lidenversicherungsrechtlichen Verfahren keine Einwendungen gegen die auf die Angaben der Suva gestützte Invaliditätsbemessung erhoben habe
(Urk. 12).
2.4
Replicando
hielt der
Beschwerdeführer
fest,
die Kreisärztin nehme
in
ihrer
Beur
teilung vom 11. August 2020 zur massgeblichen Frage der Erwerbsfähigkeit trotz körperlicher Beeinträchtigung nicht abschliessend Stellung. Ferner gehe
sie
zu Unrecht davon aus, dass Dr.
C._
eine Arbeitsfähigkeit in einer leichteren Tätigkeit als gegeben
erachte
.
Vor diesem Hintergrund vermöge die
Stellung
nahme von Dr.
B._
vom 11. August 2020 die ärztlichen Berichte der
A._
und des
D._
in keiner Weise zu entkräften. Der Hinweis auf das Verhalten des Beschwerdeführers im Verfahren
vor
der IV-Stelle habe vorliegend keine Relevanz, zumal sich die gesetzlichen Grundlagen für die Zusprechung einer Invalidenrente nach UVG und jener nach IVG unterscheiden würden. Im IV-Verfahren sei der Beschwerdeführer auch nicht anwaltlich ver
treten gewesen
(Urk. 18).
2.
5
Zu prüfen ist, ob eine revisionsrechtlich massgebliche Veränderung der tatsäch
lichen Verhältnisse eingetreten
ist
und
bejahendenfalls
, ob und in welchem Um
fang dem
Beschwerdeführer eine Invalidenrente der Unfallversicherung
zusteht
. Die zugesprochene Integritätsentschädigung von
gesamthaft
20
% ist unange
fochten in Rechtskr
aft erwachsen (vgl. Urk. 1 S. 3
Ziff. II.2
, Urk. 12 S. 2 Ziff. II.2
) und bildet dementsprechend nicht Teil des vorliegend zu beurteilenden
Streit
ge
genstande
s.
3.
Unbestritten
(E. 2.1)
und aufgrund der Akten erstellt ist, dass sich der Gesund
heitszustand des Beschwerdeführers seit der
ursprünglichen Rentenverfügung vom 15. Juli 1998 (Urk. 13/3/88-93) bis zur Anmeldung des vorliegend zu beur
teilenden Rückfalls im September 2018
verschlechtert hat. So hat sich
am rechten Knie eine
retropatellär
betonte Gonarthrose entwic
kelt
(Urk. 13/70, Urk. 13/71/3-4,
Urk. 13/81/2-3, Urk. 13/98/
4-
5
), aufgrund welcher
im September 2018 eine Kniegelenksinfiltration vorgenommen wurde und
die Ärzte die Implan
tation einer
Knietotalendoprothese
mittel
-
respektive längerfristig
als
indiziert
erachteten (Urk. 13/70
, Urk. 13/81/3
).
Der kreisärztlichen Beurteilung des Inte
gritäts
scha
dens vom 19. Februar 2019 lässt sich eine mässig bis schwere
Femoropatel
lar
arthrose
und zudem eine beginnende bis mässige laterale
fe
mo
rotibiale
Arthrose entnehmen
(Urk. 13/105).
Im Vergleich dazu
lag im Zeitpunkt der ursprünglichen
Rentenzusprache
lediglich
eine beginnende beziehungsweise mässige
Femoro
patellararthrose
vor (Urk. 13/4/21, Urk. 13/4/25).
Gemäss
kreis
ärztlichem
Unter
suchungsbericht vom 22. April
1998
bestand
eine mässige Belastu
ngsintoleranz des rechten Knies
.
K
örperlich leichte Arbeiten, vorläufig gehend/stehend
war
en d
em Beschwerdeführer ganztags zumutbar. Wegen der
eher
ungünstigen Prog
nose
zeigte sich
aber eine leichte, wechselbelastende Arbeit ganztags
als
ideal (Urk. 13/4/24). Dahingegen präsentiert sich das von
Kreisärztin
Dr.
B._
am 29. Januar 2019
umschriebene
Belastungsprofil als einschränkender, zumal sie nur wechselbelastende
,
vorwiegend sitzende Tätigkeiten mit leichter bis
mittel
-
schwerer
Gewichtsbelastung als zumutbar erachtete,
ohne
Tätigkeiten in knien
der, hockender Position
und Gehen auf unebenem Gelände
. Zudem sollte Trep
pensteigen ohne Gewichtsbelastung maximal selten erforderlich sein und
sollten
Gewichte über 5 kg nicht repetitiv gehoben oder getragen werden (Urk. 13/98/5).
Damit bejahte die Beschwerdegegnerin zu Recht das Vorliegen eines Revisions
grundes, weshalb der Rentenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen ist, wobei keine Bindung an frühere Beurtei
lungen besteht (
E. 1.3
).
4.
4.1
Im
Sprechstundenbericht
der
A._
vom 25. September 2018
wurden folgende Diagnosen gestellt
(Urk. 13/70
/1
)
:
-
Retropatellär
betonte posttraumatisc
he Gonarthrose rechts mit/bei
-
Status nach komplexer distaler intraartikulärer Oberschenkelfraktur nach Motorradunfall 1995
-
Status nach sensorischer
Radikulopathie
L4 rechts bei
-
keiner
Kompression im MRI LWS vom 13. Oktober 2017 sichtbar
-
Differentialdiagnose
Meralgia
paraesthetica
rechts
-
Status nach m
ikrochirurgische
r
Dekompressionslaminotomie
und
Rezessotomie
beidseitig L4/5 und L5/S1 vom 4. Mai 2017 mit/bei
-
Claudicatio
spinalis
mit/bei
-
Spinalkanalstenose L4/5 und L5/S1
-
Epilepsie
-
medikamentös gut eingestellt
Dr. med. E._
, Oberarzt Orthopädie, und Dr. med.
F._
, Assi
stenzarzt Orthopädie, berichteten, der Beschwerdeführer habe über
eine seit der letzten Verlaufskontrolle vom 21. August 2018 unveränderte Beschwerdesymp
tomatik mit belastungsabhängigen Schmerzen
retropatellär
geklagt
. Das MRI des rechten Knies habe eine
retropatellär
und lateral betonte Gonarthrose gezeigt. Es werde eine Kniegelenksinfiltration durchgeführt. Zusätzlich werde zur Kräftigung und
zur intensiven Dehnung
der
Quadrizepsmuskulatur
Physiotherapie
betrieben
. Der Meniskusriss sei
klinisch
asymptomatisch. Mittelfristig sei eine Arbeits
fähigkeit in einem körperlich belastenden Beruf vermutlich nicht mehr zu 100 % gegeben. Längerfristig sei gegebenenfalls eine Implantation einer
K
nietotalen
do
prothese
notwendig
(Urk. 13/70
, vgl. Urk. 13/71/3-4
).
4.2
In
sein
em
Sprechstundenbericht vom 20. Dezember 2018
bestätigte Dr.
E._
seine
i
m
Bericht vom 25. September 2018
gestellten
Diagnosen
(vgl. E. 4.1).
So
dann führte er aus, d
er Beschwerdeführer habe nach durchgeführter diagnostisch-therapeutischer Infiltration über eine maximal 50%ige Besserung der Schmerz
symptomatik für einen Zeitraum von maximal sechs Wochen berichtet. Aufgrund der starken Schmerzsymptomatik im Bereich des rechten Kniegelenks sei die Arbeit als Maschinenmechaniker aktuell nicht möglich, weshalb der Beschwer
deführer
derzeit
arbeitsunfähig geschrieben sei. Es bestehe eine symptomatische
retropatellär
betonte posttraumatische Gonarthrose, welche auf die diagnostische Infiltration gut angesprochen habe,
dies
allerdings nur für einen kurzen Zeitraum. Eine Wiederholung der Infiltration wünsche der Beschwerdeführer aktuell nicht, was sehr gut nachvollzogen werden könne. Seiner Arbeit als Maschinen
me
chaniker könne er aufgrund der ausgeprägten Arthrose im Verlauf vermutlich nur noch teilweise beziehungsweise überhaupt nicht mehr nachgehen. Mittelfristig werde eine Knietotalprothesenimplantation notwendig werden. Auch nach einer Knietotalprothesenimplantation sei die Arbeit als Maschinenmechaniker nicht mehr möglich. Es werde darum gebeten, eine Umschulung zu
reevaluieren
(Urk. 13/81/2-3).
4.3
Dr.
B._
führte in ihrem kreisärztlichen Untersuchungsbericht vom 29. Januar 2019 aus,
der Beschwerdeführer habe infolge
eines
Motorradunfalls 1995 eine
retropatellär
betonte posttraumatische Gonarthrose rechts entwickelt, die ihm seit dem vergangenen Jahr zunehmend Beschwerden bereite. Die angestammte Tätig
keit als Dreher sei
,
gemäss Ausführungen des Beschwerdeführers während der aktuellen kreisärztlichen Untersuchung
,
eine vorwiegend stehend/gehende Tätig
keit mit Gewichtsbelastung bis maximal 25-30 kg. Diese Tätigkeit
könne
er in
folge des Unfalls 1995 nicht mehr ganztags aus
üben
. Aktuell bewältige er die angestammte Tätigkeit in einem zeitlich reduzierten Pensum von 50 %, welches
nicht mehr weiter
steigerbar
sei. Ganztags wären dem Beschwerdeführer weiter
hin wechselbelastende
,
vorwiegend sitzende Tätigkeiten mit leichter bis mittel
schwerer Gewichtsbelastung (bis 15 kg) zumutbar. Tätigkeiten in kniender, ho
ckender Position und Gehen auf unebenem Gelände seien nicht mehr zumutbar. Treppensteigen sollte ohne Gewichtsbelastung und maximal selten erforderlich sein. Gewichte über 5 kg sollten nicht repetitiv gehoben oder getragen werden müssen
(Urk. 13/98)
.
4.4
Nachdem am 2. September 2019
am rechten Kniegelenk
erneut eine Infiltration durchgeführt worden war
, hielten d
ie Ärzte der
A._
, Dr.
E._
und Dr. med.
G._
, Assistenzarzt Orthopädie,
in ihrem Sprechstundenbericht vom 26. November 2019 fest,
dass
der Beschwerdeführer
diesbezüglich
über ein gutes Ansprechen berichtet habe. Es sei zu einer Besserung um circa 50 % von vor der Spritze VAS 8/10 auf nun 4-5/10 gekommen. Anal
getika sei
en
nicht notwendig. Es bestünden Belastungs- und Ruheschmerzen, vor allem nachts. Mittlerweile bestehe eine gut erträgliche Situation, da der Be
schwerdeführer nicht mehr als Industriemechaniker arbeite. Bei posttraumatisch bedingter Gonarthrose am rechten Knie werde nach wie vor
eine
Knietotalendo
prothese
empfohlen.
Der Beschwerdeführer
bevorzuge indes eine weitere
konser
vativ
e
Behandlung
. Betreffend Lohnersatzzahlung positionier
e
man
sich ein
deutig
zur Diagnose einer posttraumatischen Gonarthrose ohne Möglichkeit, wieder ins normale Erwerbsleben zurückzukehren. Es erfolge daher eine erneute Krank
schreibung und eine Bitte an die Kollegen der SUVA um erneute Prüfung der Berentung. Der Beschwerdeführer werde sich bei Beschwerden zur Infiltration oder allenfalls Prothesen
implantation melden
(Urk. 3/4).
4.5
Dr.
C._
führte in seinem Bericht
für die Orthopädische Klinik des
D._
vom 28. Mai 2020 aus, die Beschwerden hätten seit der letzten kreis
ärztlichen Beurteilung vom 29. Januar 2019 anamnestisch deutlich zugenommen. Die Tä
tigkeit als Dreher im Zwei-Mann-
Betrieb habe
der Beschwerdeführer
zuletzt nicht mehr ausführen können.
Die geschilderten Beschwerden seien mit der be
stehenden Hauptdiagnose gut zu vereinbaren. Eine Zunahme entspreche dem erwarteten klinischen Verlauf. Die Rückkehr in einen körperlichen Beruf mit zu
sätzlicher Gewichtsbelastung sei unter diesen Umständen nicht mehr zu erwarten. Insofern schliesse man sich hier den Kollegen der
A._
an, die dies bereits im November 2019 attestiert hätten.
Inwieweit leichtere Tätig
keiten theoretisch möglich wären, könne bei Bedarf arbeit
smedizinisch abgeklärt werden. Unabhängig davon werde eine Neubeurteilung durch die kreisärztliche Stelle der SUVA zur Re-Evaluation der Berentung empfohlen. Aus orthopädischer
Perspektive bestehe jederzeit die Möglichkeit einer Wiederholung der Infiltration oder im weiteren Verlauf die Implantation einer Knietotalprothese rechts (Urk. 8).
5.
5.1
Was den Zeitpunkt der revisionsweisen Rentenprüfung anbelangt, ist ein Fall nach Gesetz und Rechtsprechung unter Einstellung der
vorübergehenden Leis
tungen und revisionsweiser
Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente
abzu
schliessen
, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige
Eingliederungsmassnahmen
der Invalidenversi
che
rung abgeschlossen sind (vgl. Art. 19 Abs. 1, Art. 24 Abs. 2 UVG;
BGE 140 V 65
).
Nachdem die Kniegelenksinfiltration vom 2
5
. September 2018 nur zu einer vor
übergehenden Verbesserung geführt hatte und die behandelnden Ärzte auch
im Zusammenhang mit der
mittelfristig
als
indiziert
erachteten
Knietotalprothe
senimplantation keine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit
prognostizierten (E. 4.2)
,
hielt Dr.
B._
am 19. Februar 2019 fest, dass durch weitere Behandlungen keine versicherungsmedizinisch relevanten Verbesserungen des Gesundheitszustandes erreicht werden könnten (Urk. 13/106). D
ie
daraufhin von der
Beschwerde
geg
nerin
per 21. Februar 2019
vorgenommene Einstellung der
Heilkostenleistungen
(Urk. 13/107)
wurde von Seiten des Beschwerdeführers nicht beanstandet
(vgl. Urk. 13/112/1, Urk. 13/140)
und bestätigt sich auch mit Blick
auf die
hernach erstatteten
medizinischen Berichte, welchen sich
ebenfalls
keine Anhaltspunkte für eine mittels ärztlicher Behandlung erreichbare namhafte Verbesserung des Gesundheitszustandes entnehmen lassen (vgl. E. 4.4-4.6)
, als rechtens
.
Dementsprechend ging die Beschwerdegegnerin zu Recht vom Erreichen des medizinischen Endzustandes per 21. Februar 2019 aus, weshalb eine revisions
weise Anpassung der bisherigen Invalidenrente ab
diesem Zeitpunkt zu prüfen ist
.
5.2
Was den unfallbedingten Gesundheitszustand des Beschwerdeführers und seine Leistungsfähigkeit ab Februar 2019 anbelangt
,
ist aufgrund der medizinischen Aktenlage erstellt und zu Recht unbestritten, dass
er unter belastungsverstärkten Ruheschmerzen am
rechten Knie leidet, weswegen ihm die bisherige Tätigkeit als
Maschinen
mechaniker
bzw. Dreher
nicht mehr zumutbar ist (
vgl.
E. 4).
Angepasste Tätigkeiten sind dem Beschwerdeführer dagegen gemäss der Beurtei
lung von Dr.
B._
vom 29. Januar 2019 (E. 4.3) ganztags zumutbar.
Anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung vom 29. Januar 2019 stellte Dr.
B._
mit einer Flexion respektive Extension von 110-5-0° eine eingeschränkte Beweglichkeit des
rechten Kniegelenks fest. In diesem Zusammenhang
führte
sie
aus
, dass dem Beschwerdeführer eine kniende Position mit dem rechten Knie nicht möglich sei, er in hockender Position eine Kniebeugung bis knapp 90° erreichen könne und der
Einbeinstand
rechts lediglich kurzzeitig möglich sei
(Urk. 13/98/4).
Diese
Ein
schränkungen
berücksichtigte
Dr.
B._
im Rahmen der
Zumutbarkeitsbeur
tei
lung
,
indem
sie
lediglich vorwiegend sitzende Tätigkeiten mit leichter bis mittel
schwerer Gewichtsbelastung ohne Tätigkeiten in kniender, hockender Position
und ohne
Gehen auf unebenem Gelände
sowie mit nur seltenem Treppensteigen
als
möglich
erachtete (E. 4.3).
Entgegen dem Dafürhalten des Beschwerdeführers (E. 2.2) lassen sich den im Nachgang zur kreisärztlichen Untersuchung vom 29. Januar 2019 erstatteten Berichten (E. 4.4-4.5) keine darüberhinausgeh
enden
funktionellen
Einschränkungen entnehmen
.
Soweit im Bericht
der
A._
vom 26. November 2019 ausgeführt wird, dem Beschwerdeführer sei eine Rückkehr ins normale Erwerbsleben nicht mehr möglich (E. 4.4), kann damit
offenkundig
nur die bisherige
,
körperlich beanspruchende
Tätigkeit ge
meint sein. So wurde
die «mittlerweile gut erträgliche Situation» darauf zurück
geführt, dass der Beschwerdeführer
nicht mehr als Industriemechaniker gearbeitet habe (Urk. 3/4 S. 1)
. Folglich liessen sich
die
Ärzte
der
A._
bei
ihre
r
Zumutbarkeitsbeurteilung
–
wie bere
its
in
i
hren Vorberichten
(E. 4.1-4.2) –
massge
blich von den mit der bisherigen Tätigkeit
verbundenen
körper
lichen
Belastungen leiten. In diesem Sinne ist auch ihr Vermerk «Beruf: 100 %
i.v.
aufgrund Knie» (Urk. 3/4 S. 1) zu verstehen. Dieser
Auffassung
schloss sich
– neben Dr.
B._
(
Urk. 14/1
) –
denn auch Dr.
C._
an, wenn er ausführt
e
, dass er die Einschätzung der Kollegen der
A._
teile, wonach eine Rückkehr in einen körperlichen Beruf mit zusätzlicher Gewichtsbelastung unter diesen Umständen nicht mehr zu erwarten, die Möglichkeit leichterer Tätigkeit aber gesondert zu beurteilen sei (vgl. E. 4.5).
Angesichts dessen, dass Dr.
E._
mit Bericht vom 20. Dezember 2018 dafürgehalten hatte, dem Beschwerdeführer sei die Tätigkeit als Maschinenmechaniker aufgrund der ausgeprägten Arthrose im Verlauf vermutlich nur noch teilweise beziehungsweise überhaupt nicht mehr zumutbar, weshalb eine Umschulung zu
reevaluieren
sei (E. 4.2), gemäss Bericht von Dr.
E._
vom 26. November 2019 zwischenzeitlich nun mehr aber gar eine gut erträgliche Situation bestan
d (E. 4.4), verbietet sich der –
einzig vom Be
schwerdeführer gezogene –
Schluss, in angepasster Tätigkeit bestehe keinerlei Arbeitsfähigkeit mehr. Schliesslich erging die betreffende Beurteilung des Dr.
E._
vom 26. November 2019
– über das Vorgenannte hinaus –
unter dem Hinweis auf die Frage nach der Lohnersatzzahlung (Urk. 3/4 S. 2), was sich ebenfalls unverkennbar einzig auf die bisherige Tätigkeit beziehen kann. Zu
sammenfassend waren diesbezüglich von weiteren Abklärungen (vgl.
Urk. 14/1
S.
3
) keine neuen Erkenntnisse zu erwarten und wird
die Zumutbarkeitsbe
ur
teilung von Dr.
B._
dadurch nic
ht in Frage gestellt
.
Der
vom
Beschwerdeführer
eingereichte
Bericht von Dr.
C._
wurde am 2
8
. Mai 2020 und damit nach Erlass de
s
in zeitlicher Hinsicht die Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis bildenden (BGE 130 V 445 E. 1.2)
Entscheids
(Urk. 2)
erstattet, womit
sich
die Frage stellt, ob dies
er überhaupt noch
zu
berück
sichtigen wäre
(vgl.
Urteil des Bundesgerichts 9C_235/2016 vom 26. Januar 2017 E. 4.2 mit Hinweisen
).
Wie es sich damit
letztlich
verhält
,
kann dahingestellt bleiben, zumal sich dem
betreffenden
Bericht keine
Anhaltspunkte
dafür entneh
men lassen, dass der
Beschwerdeführer
auch in einer
leidensangepassten Tätigkeit
eingeschränkt wäre
.
Alleine mit einer
–
im Vergleich zur kreisärztlichen Untersu
chung vom 29. Januar 2019 (F/E
110-5-0°
[Urk. 13/98/4])
geringgradigen
–
Ab
nahme der Beweglichkeit des rechten Kniegelenks
(F/E 100-5-0°
[Urk. 8]
)
ist
solches
mit Blick auf das von Dr.
B._
umschriebene Belastungsprofil (E. 4.3)
nicht
rechtsgenüglich
dargetan
.
Dies hat umso mehr zu gelten, als Schwankungen in diesem Umfang bereits vor der kreisärztlichen Untersuchung aufgetreten sind (vgl. Sprechstundenbericht vom 20. Dezember 201
8: F/E 100-0-0° [Urk. 13/81/2])
und dem fraglichen Bericht die schon aktenkundige Bildgebung von August bezie
hungsweise September 2018 (Urk. 13/71 S. 3), welche im Rahmen der kreis
ärztlichen Beurteilung Berücksichtigung fand (Urk. 13/98 S. 2), zugrunde lag
.
5.
3
W
ie
vorstehend
aufgezeigt
(E. 5.2)
,
erweist sich
die kreisärztliche Beurteilung
von
Dr.
B._
vom 29. Januar 2019
angesichts der medizinischen Aktenlage als schlüssig
.
Diese
erging
gestützt auf eine umfassende Untersuchung des
Beschwer
deführer
s (Urk. 13
/98/4)
,
berücksichtigte auch die geklagten
Beschwerden (Urk. 13
/98/2-3)
und
trug
diese
n
im Rahmen des definierten Belastungsprofils hinreichend Rechnung
(Urk. 13
/98/5
, vgl. auch davor E. 5.2
)
.
Inwiefern die Beur
teilung von Dr.
B._
– wie der
Beschwerdeführer
vorträgt (Urk. 1 S. 4-5) – auf einer unzureichenden Beurteilung der medizinischen Situation beruhen und gänzlich unbegründet sein soll, erhellt sich nicht.
Soweit der
Beschwerdeführer
beanstandet,
die kreisärztliche Zumutbarkeitsbeurteilung
sei
höchst formelhaft abgefasst und
nehme
keinen Bezug auf den konkret untersuchten Fall (Urk. 1 S. 5)
,
hat er es unterlassen darzulegen,
welche
Faktoren dem Zumutbarkeitsprofil von Dr.
B._
konkret entgegenstehen und zu einer anderen Beurteilung
der Zu
mutbarkeit
führen könnten.
Entsprechend vermögen
auch die
– insoweit
unsub
stantiierten
–
Vorbringen
des
Beschwerdeführer
s
keine
Zweifel an der Beweiskraft
der kreisärztlichen Beurteilung auszulösen
(vgl. E. 1.4
)
.
5.4
Nach dem Dargelegten rechtfertigen sich aufgrund der übrigen medizinischen Akten und aufgrund der Vorbringen des
Beschwerdeführer
s keine Zweifel an der kreisärztlichen Beurteilung von Dr.
B._
vom 29. Januar 2019
,
weshalb darauf abzustellen ist und sich weitere Abklärungen insgesamt erübrigen (
BGE 142 V 58 E. 5.1; 139 V 225 E. 5.2; 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7
).
Entsprechend ist erstellt, dass der
Beschwerdeführer
spätestens seit
Fallabschluss per
Februar 2019 in einer
leidensangepassten Tätigkeit gemäss dem kreisärztli
chen Belastungsprofil
zu 100 % arbeitsfähig ist (E. 4.3).
6.
6.1
Zu prüfen bleibt, wie sich die eingeschränkte Leistungsfähigkeit des Be
schwer
deführers erwerblich auswirkt
(E. 1.2)
.
6.2
Gestützt
auf die Angaben der
Y._
, wo der
Beschwerdeführer
im Zeitpunkt des Unfalles vom 22. Juni 1995 angestellt war,
ermittelte
die
Be
schwerdegegnerin
im Rahmen des per 2019
vorzunehmenden Einkommensver
gleichs
ein
Valideneinkommen
von Fr. 86'840.-- (Fr.
80'600.--
[Grundlohn] + Fr.
6'240.-- [Schichtzulage]; vgl. Urk. 13/113-116). Dieses blieb vom
Beschwer
deführer
unbestritten (Urk. 1 S. 8-9,
Urk. 18 S. 3)
,
womit es
–
mangels Anlass fü
r eine nähere Prüfung von Amtes
wegen (
BGE 125 V 413 E. 1b und E. 2c) –
dabei sein Bewenden hat
.
6.3
Zur Ermittlung des Invalideneinkommens stützte sich die
Beschwerdegegnerin
auf die
Tabellenlöhne
der
LSE
(E. 2.1).
In
Anbetracht der Tatsache, dass
dem
Be
schwerdeführer
die
bis ins Jahr 2019 ausgeübte Tätigkeit
als Maschinen
mecha
niker infolge seiner körperlichen Einschränkungen nicht mehr zumutbar ist und er seither keine Erwerbstätigkeit mehr ausgeübt hat
(vgl. Urk. 13/124, wonach die bisherige Arbeitsstelle per 30. April 2019 gekündigt wurde)
, steht dieses Vorgehen in Einklang mit der bund
esgerichtlichen Rechtsprechung
(vgl. BGE 142 V 178 E. 2.5.7, 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2; vgl. auch Meyer/
Reichmuth
,
Bun
des
gesetz
über die Invalidenversicherung
,
3.
Auflage 2014,
Rn
55 und 89 zu Art. 28a, mit weiteren Hinweisen auf die Rechtsprechung).
A
ls aktuellste
,
im
Zeitpunkt des Erlasses des
Einspracheentscheides
veröffentliche Tabelle
(vgl. BGE 143 V 295 E. 4.1.3
zur Verwendung der aktuellsten statistischen Daten bei Ren
tenrevisionen vgl. BGE 143 V 295 E. 4.2.2, 142 V 178 E
. 2.5.8.1, 133 V 545 E. 7.1)
ist vorliegend die LSE 2016 anwendbar.
Wenn die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität – wie hier – nicht auf einen angestammten Beruf zurückgreifen kann, rechtfertigt sich die An
wendung von LSE-Kompetenzniveau
2 nach der bundesgerichtlichen Praxis nur dann, wenn sie über besondere Fertigkeiten und
Kenntnisse verfügt (Urteil des Bundesgerichts
8C_5/2020 vom 22. April 2020 E. 5.3.2
).
Die
Beschwerdegegnerin
erachtet
e
dies vorliegend als gegeben und
ver
wies
in diesem Zusammenhang
auf die
Ausbildung
und die
mehrjährige Berufs
erfahrung
des
Beschwerdeführer
s
als Dreher
sowie auf die
vom 10. Februar 1997 bis am 24. Januar 1998
absolvierte und mit Diplom abgeschlossene
Handels
schule
. D
arüber hinaus
habe der
Beschwerdeführer
vom 9. N
ovember 1998 bis am 5. Mai 1999 e
inen Informatikkurs
besucht
(Urk.
1 S. 7).
Der
Beschwerdeführer
hält dem zu Recht entgegen,
dass die absolvierte
Handelsschule
und der Infor
matikkurs nach über 20 Jahren keine vorliegend zu berücksichtigende
n
qualifi
zierende
n
Merkmale in Bezug auf die berufliche Tätigkeit darstellten (Urk. 1 S. 8 f.). Dies hat umso mehr zu gelten, als der
Beschwerdeführer
ab dem 2. Mai 2000 bis ins Jahr 2019 als CNC-Mechaniker angestellt war und
damit keine Berufserfahrung im Zusammenhang mit den
im Rahmen der
Handelsschule
respektive des Informatikkurses erworbenen Kenntnisse
sammeln konnte
(vgl. Urk. 13/87). Da dem
Beschwerdeführer
die Tätigkeit als Dreher aufgrund seiner körperlichen Beeinträc
htigungen nicht mehr offensteht
und Anhaltspunkte dafür fehlen, dass er die dabei erworbenen praktischen Fähigkeiten auch in einer leidensangepassten Tätigkeit verwerten kann,
rechtfertigen auch die in diesem Bereich abgeschlossene Berufsausbildung
(Urk. 3/6)
und
die mehrjährige Arbeits
er
fahrung
keine Anwendung von Kompetenzniveau
2.
Unter diesen Umständen liegen keine Gründe vor, welche es nahelegten,
den
Beschwerdeführer
höher als in Kompetenzniveau 1 einzustufen.
Da
ihm
zwar schwere Tätigkeiten
nicht mehr zumutbar sind, darüber hinaus jedoch keine enge Grenze hinsichtlich der Ver
wertbarkeit der verbliebenen Arbeitsfähigkeit auszumachen ist, ist auf den Total
wert abzustellen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_187/2015 vom 20. Mai 2015 E. 3.2.3.1).
Anwendbar ist damit LSE 2016
, TA1, Männer, Kompetenzn
iveau 1
,
TOTAL
. Bei einem zumutbaren 100 %-Pensum ergibt sich
ein Jahreseinkommen von Fr. 64‘080.-- (Fr. 5‘340.-- x 12).
Angepasst an die Nominallohnentwickl
ung für Männer bis ins Jahr 2019
(vgl. Bundesamt für Statistik, T39 Entwicklung der Nominallöhne, der Konsumentenpreise
und der Reallöhne, 1942 bis 2019
) und die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden (vgl. Bundesamt für Statistik, betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, T03.02.03.01.04.01
, TOTAL
) resultiert ein Jahreseinkommen von rund
Fr. 67‘997.--
(Fr. 64‘080.-- :
2‘239 x 2‘279
:
40 x 41.7), welches der B
eschwer
deführer im Zeitpunkt der
frühestmöglichen Renten
anpassung (E. 5.1)
auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt hätte erzielen können.
6.4
Die
Beschwerdegegnerin
berücksichtigte auf dem Invalideneinkommen einen leidensbedingten Abzug von 5 %
,
ohne
diesen
–
entgegen der
rechtsprechungs
gemässen
Vo
rgaben (BGE 126 V 75 E. 5b/
dd
) –
(kurz) zu begründen
(Urk. 2
S. 7
, vgl. auch Urk. 13/135/2-3
). Der
Beschwerdeführer
nannte
ebenfalls
keine Gründe für einen
leidensbedingten
Abzug vom Tabellenlohn (Urk. 1, Urk. 18).
Die
Ein
schränkung des Belastungsprofils auf leichte Tätigkeiten
bildet
gemäss
bundesge
richtlicher Rechtsprechung
keinen anerkannten Abzugsgrund. Auch das Vorlie
gen von weiteren einschränkenden Faktoren wie überwiegendem Sitzen, in Wechsel
belastung, ohne Heben, Tragen und Bewegen von Lasten, ohne Besteigen von Leitern und Gerüsten, ohne kniende oder kniebeugende Körperhaltungen führt dabei nicht zu einem lohnrelevanten Nachteil
(Urteil des Bundesgerichts 9C_447/2019 vom 8. Oktober 2019 E. 4.3.2)
. Da
auch daneben keine Umstände vorliegen, welche auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt als
ausserordentlich
zu bezeichnen sind
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_297/2018 vom 6. Juli 2018 E. 3.5), rechtfertigt sich
kein leidensbedingter
Abzug vom Tabellenlohn
.
Da
vor
liegend die
Rechtsfrage zu klären
war
, ob überhaupt ein Abzug vom Tabel
lenlohn vorzunehmen ist und nicht, ob
die Suva einen grundsätzlich angezeigten Abzug vom Tabellenlohn unter Ausübung ihres
pflichtgemässen
Ermessens in
dessen
Höhe
korrekt
bestimm
t hat
(
vgl.
Urteil des Bundesgerichts 8C_297/2018 vom 6. Juli 2018
E. 3.3
mit Hinweisen)
, wird dadurch
der Ermessensspielraum
der Suva
auch nicht in unzulässiger Weise beschnitten.
6.5
Aus einer Gegenüberstellung von Validen- (
Fr. 86'840.--) und Invalidenein
kommen (
Fr. 67‘997.--) resultiert eine
Erwerbseinbusse
von Fr. 18‘843.--, was einem Invaliditätsgrad von gerundet 22 % entspricht (
100 :
Fr. 86‘840.-- x Fr. 18‘843.--).
7.
Der
Einspracheentscheid
vom 18. März 2020
(Urk. 2)
erweist sich damit im Ergebnis als rechte
ns, was zur Abweisung der Beschwerde führt.