Decision ID: 1d253407-c2b9-4b0a-b2f5-2222828a84dc
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1979, gelernt
er Autolackierer (
Urk.
5/27/1),
meldete sich am 1
6.
November 2008 bei der Invalidenversicherung an (
Urk.
5/3).
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
erteilte am 1
1.
Januar 2010 Kostengutsprache für eine Umschulung des Versicherten
(kauf
männischer Vorkurs und Tageshande
l
sschule bis zum
Hand
elsdiplom VSH
,
Urk.
5/30).
N
ach dem erfolgreiche
n
Abschluss der Ausbildung erklärte die IV-Stelle die
berufliche
n
Massnahme
n
am
3.
September 2012
für abgeschlossen
(
Urk.
5/67).
D
er
Versicherte
wandte sich
im August 2013 erneut an die Invalidenversi
che
rung
und ersuchte um Unterstützung bei der Arbeitssuche
(
Urk.
5/69
S. 1
). Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
5/70
-73) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom
2.
Oktober 2013 (
Urk.
5/74 =
Urk.
2) einen Anspruch des Versicherten auf Arbeitsvermittlung.
2.
Gegen die Verfügung vom
2.
Oktober 2013 (
Urk.
2) erhob
der Versicherte
am
1.
November 2013 Beschwerde
und beantragte Arbeitsvermittlung
(
Urk.
1). Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 1
2.
Dezember 2013 die Ab
weisung der Beschwerde (
Urk.
4). Dieses Schreiben wurde dem Beschwerdefüh
rer am
7.
Februar 2014 zugestellt (
Urk.
6).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalide oder von einer Invalidität (
Art.
8
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG) bedrohte Versicherte haben gemäss
Art.
8
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (
IVG
)
An
spruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit:
a.
diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähig
keit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustellen, zu er
hal
ten oder zu verbessern; und
b.
die
Voraussetzungen für den Anspruch auf die einzelnen Massnahmen er
füllt sind (
Abs.
1).
Die Eingliederungsmassnahmen bestehen in (
Abs.
3):
medizinischen Massnahmen (
lit
. a);
Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliede
rung (
lit
.
a
bis
);
Massnahmen beruflicher Art (Berufsberatung, erstmalige berufliche Aus
bildung, Umschulung, Arbeitsvermittlung, Kapitalhilfe,
lit
. b);
der Abgabe von Hilfsmitteln (
lit
. d).
1.2
Arbeitsunfähige (
Art.
6 ATSG) Versicherte, welche eingliederungsfähig sind, haben gemäss
Art.
18
Abs.
1 IVG Anspruch auf aktive Unterstützung bei der Suche eines geeigneten Arbeitsplatzes (
lit
. a) und auf begleitende Beratung im Hinblick auf die Aufrechterhaltung ihres Arbeitsplatzes (
lit
. b). Die IV-Stelle veranlasst diese Massnahmen unverzüglich, sobald eine summarische Prüfung ergibt, dass die Voraussetzungen dafür erfüllt sind (
Abs.
2).
2.
2.1
Beim Beschwerdeführer
besteht
eine
Hüftdysplasi
e rechts (
Urk.
5/14/2
Ziff.
1.1,
vgl.
auch
den Operationsbericht vom 3
0.
Januar 2009,
Urk.
5/19/9-10)
.
Da
er
seine frühere
Tätigkeit
als
Autolackierer
gesundheitsbedingt nicht mehr ausüben konnte
,
erteilte die Beschwerdegegnerin am
1
1.
Januar 2010
Kostengutsprache für
eine U
mschulung
zu
r Erlangung des
Handelsdiplom
s
VSH
(
Urk.
5/30). Teil der Umschulung bildete ein Praktikum, das vom 2
2.
August 2011 bis 2
1.
August 2012
dauerte
(
Urk.
5/47).
Nach Erlangen des Handelsdiploms (
Urk.
5/63) teilte d
ie Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer a
m
3.
September 2012 mit, dass die
Umschulung
been
det sei
(
Urk.
5/67).
2.2
In der Folge meldete sich d
er Beschwerdeführer im August 2013 erneut bei der Beschwerdegegnerin und ersuchte um Unterstützung bei der Arbeitssuche (
Urk.
5/69 S. 1).
2.3
Zu prüfen ist, ob die nach der Umschulung eingetretene Erwerbslosigkeit des Beschwerdeführers auf seinen Gesundheitsschaden zurückzuführen ist oder aber auf wirtschaftlich-konjunkturelle Gründe.
3.
Rechtsprechungsgemäss schuldet die Invalidenversicherung keine Arbeitsver
mitt
lung, wenn die versicherte Person aufgrund der schwierigen Wirtschaftslage keine Anstellung findet (AHI-Praxis 2/2000 S. 69
, Urteil des Bundesgericht
s I 643/05 vom
5.
Juli 2006, E. 2
).
Nach unbestrittener medizinischer Einschätzung
ist
dem Beschwerdeführer
eine Bürotätigkeit vollumfänglich
und ohne Ein
schränkungen
möglich
(
vgl.
Urk.
5/21/6)
.
Daraus folgt, dass er auch bei der Stell
en
suche nicht gesundheitlich
bedingt eingeschränkt und
seine
Erwerbslosigkeit nach der Umschulung nicht auf die Hüftdysplasie zurückzuführen ist
.
Wenn
er
trotz
der erfolgreich
en
Umschulung
und des
absolvierten
Praktikums
bislang
keine Arbeitsstelle
im kaufmännischen Bereich
gefunden hat, ist der Grund dafür in der Arbeitsmarktlage
und nicht in
seinen
gesundheitlichen Beschwerden
zu sehen. Die Beschwerdegegnerin hat einen Anspruch
des Be
schwerdeführers
auf Arbeitsvermittlung demnach zu Recht verneint.
Soweit sich der Beschwerdeführer
in der Beschwerde
zur gewährten
Umschulung
äusserte
und er diese als unzureichend bezeichnete
(
Urk.
1 S. 2)
, ist darauf hinzuweisen, dass die
berufliche
Mas
snahme bereits abgeschlossen
ist
und
für die weitere Unterstützung bei der Stellensuch
e
die Arbe
itslosenversicherung zuständig ist,
wie
die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer am
3.
September 2012
be
reits
mitteilte
.
Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen.
4.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG). Vorliegend sind die Kosten auf
Fr. 3
00.-- festzusetzen und dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen.