Decision ID: 0bcc0fe1-9902-47e4-88b8-fd9f470c8da4
Year: 2020
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1961,
arbeitete seit dem Jahre 1992 als
Fassadenisoleur
(Urk. 12/11), als am 15. Dezember 2015 die Meldung zur Früherfassung erfolgte (Urk. 12/14). Am 18. Januar 2016 meldete er sich in der Folge unter Hinweis auf einen starken Husten mit Auswurf und Atemnot bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 12/19 Ziff. 6.1). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, tätigte in der Folge erwerbliche sowie medizinische Abklärungen
und zog die Akten der Krankentaggeldversicherung wie auch
der Unfallversicherung bei.
Mit Schreiben vom 4. August 2016
sowie 17. Juli 2017
teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, berufliche Massnahmen
beziehungs
weise Eingliederungsmassnahmen
seien derzeit nicht durchführbar (Urk. 12/54
,
Urk. 12/93)
.
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Urk. 12/172, Urk. 12/177
)
sprach die IV-Stelle dem Versicherten mit Verfügung
en
vom
26. August 2019
für die Zeit vom 1. August 2016 bis 30. November 2017 eine halbe Rente, vom 1. Dezember 2017 bis 31. März 2019 eine ganze Rente sowie ab 1. April 2019 eine halbe Rente zu (
Urk. 12/197, Urk. 12/204, Urk. 12/206;
vgl.
auch
Verfügungsteil 2
,
Urk. 12/181).
2.
Der Versicherte erhob am 27. September 2019 Beschwerde gegen die Ver
fü
gungen vom 26. August 2019 (Urk. 2) und beantragte die
Zusprache
einer unbe
fristeten ganzen Invalidenrente ab August 2016 (Urk. 1 S. 2 Ziff. 1).
Das Gesuch um Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung und Rechtsvertretung (Urk. 1 S. 2 Ziff. 3) zog der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 19. November 2019 wieder zurück (Urk. 9). Mit Beschwerdeantwort vom 27. Dezember 2019 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 11), was dem Beschwerde
führer am 3. Januar 2020 mitgeteilt wurde (Urk. 13). Am 24. Januar 2020 reichte der Beschwerdeführer eine Ergänzung der Beschwerdebegründung ein (
Replik;
Urk. 15). Die Duplik der Beschwerdegegnerin vom 1. März 2020 (Urk. 19) wurde dem Beschwerdeführer am 13. März 2020 zur Kenntnisnahme zugestellt (Urk. 20).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über den Allge
meinen Teil des
Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende
ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1
ATSG
). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1.
3
Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leis
tung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung (BGE 125 V 413 E. 2d;
Urteil des Bundesgerichts 8C_780/2007 vom 27. August 2008 E. 2.3; vgl. Meyer/
Reichmuth
, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Auflage 2014,
Rn
11 zu Art. 30–31). Rechtsprechungsgemäss bildet eine solche Verfügung insgesamt den Anfechtungs- und Streitgegenstand und unterliegt integral der gerichtlichen Prüfung, selbst wenn nur einzelne Punkte davon bestritten sind (vgl. BGE 131
V 164 E. 2.2, 125 V 413 E. 2d; vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_440/2017 vom 25. Juni 2018 E. 5.1 [in BGE 144 V 153 nicht publiziert] und 9C_50/2011 vom 25. Mai 2011 E. 2.1).
Spricht die Verwaltung der versicherten Person eine abgestufte oder befristete Rente zu und wird beschwerdeweise einzig die Abstufung oder die Befristung der Leistungen angefochten, hat dies nicht eine Einschränkung des Gegenstandes des Rechtsmittelverfahrens in dem Sinne zur Folge, dass die unbestritten gebliebenen Bezugszeiten von der Beurteilung ausgeklammert blieben. Die gerichtliche Prü
fung hat vielmehr den Rentenanspruch für den gesamten verfügungsweise gere
gelten Zeitraum und damit sowohl die Zusprechung als auch die Abstufung oder Aufhebung der Rente zu erfassen (BGE 131 V 164 E. 2.2, 125 V 413 E. 2d; Urteile des Bundesgerichts 8C_765/2007 vom 11. Juli 2008 E. 2 und I 526/06 vom
31. Oktober 2006 E. 2.3 mit Hinweisen). Dabei ist in anfechtungs- und streitge
genständlicher Hinsicht irrelevant, ob eine rückwirkende Zusprechung einer ab
gestuften oder befristeten Invalidenrente in einer oder in mehreren Verfügungen gleichen Datums eröffnet wird (BGE 131 V 164 Regeste; Urteil des Bundesge
richts 8C_489/2009 vom 23. Oktober 2009 E. 4.1 mit Hinweis).
Nach der Rechtsprechung sind bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten Invalidenrente die für die Rentenrevision geltenden Bestim
mung
en (Art. 17 ATSG in Verbindung mit Art. 88a
der Verordnung über die Invaliden
versicherung,
IVV) analog anzuwenden (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 9C_399/2016 vom 18. Januar 2017 E. 4.8.1). Ob eine für den Rentenanspruch erhebliche Änderung der tatsächlichen Verhältnisse ein
getreten und damit der für die Abstufung oder Befristung erforderliche Revi
sions
grund gegeben ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts im Zeitpunkt des Rentenbeginns mit demjenigen im – nach Massgabe des analog anwendbaren Art. 88a Abs. 1 IVV festzusetzenden – Zeitpunkt der Anspruchsänderung (vgl.
BGE 125 V 413 E. 2d mit Hinweisen; vgl. statt vieler: Urteile des Bundesgerichts 8C_375/2017 vom 25. August 2017 E. 2.2 und 8C_350/2013 vom 5. Juli 2013 E. 2.2 mit Hinweis
).
1
.4
Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zuspre
chung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenan
spruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Ände
rung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebenem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Aufgabenbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Ferner kann ein Revisionsgrund unter Umständen auch in einer wesentlichen Änderung hinsichtlich des für die Methodenwahl massgeblichen (hypothetischen) Sachverhalts bestehen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b, je mit Hinweisen). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kon
text unbeachtlich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in recht
licher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen
).
1.5
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be
schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versiche
rungsinterner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erschei
nen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/
ee
). Das An
stel
lungsverhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Versicherungs
träger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangenheit schliessen (BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4). Soll ein Versicherungsfall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungs
inter
nen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin führte in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) aus, die bisherige Tätigkeit sei ab August 2015 nicht mehr möglich. Eine angepasste, leichte und überwiegend sitzende Tätigkeit ohne Belastung durch Staub und
Rauch sei von August 2016 bis August 2017 in einem Pensum von 50 % möglich gewesen. Ab September 2017 sei eine Verschlechterung des gesundheitlichen Zu
standes ausgewiesen
, bis Dezember 2018 sei keine angepasste Tätigkeit zumutbar gewesen.
Zur Berechnung des Invaliditätsgrades sei ein Einkommensvergleich erstellt worden.
Insgesamt ergebe sich vom 1. August
2016
bis 30. November
2017 ein Anspruch auf eine halbe Rente, vom 1. Dezember 2017 bis 31. März 2019
Anspruch auf eine ganze Rente sowie ab 1. April 2019 Anspruch auf eine halbe Rente (S. 3).
Im Rahmen der Duplik (Urk. 19) hielt die Beschwerdegegnerin fest, die Tatsache, dass dem Beschwerdeführer nur noch leichte, überwiegend sitzende Arbeiten zumutbar seien, sei auch bei eingeschränkter Leistungsfähigkeit kein Grund für einen zusätzlichen leidensbedingten Abzug. Seit der LSE 2012 bestehe bei
Männern ohne Kaderfunktion bei einem Pensum von 50 % zudem keine wesent
liche Lohndifferenz mehr, weshalb sich kein Abzug rechtfertige (S. 1).
Weiter dürften bereits in der Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche Einschränkungen nicht zusätzlich in die Bemessung des leidens
bedingten Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung derselben führen. Das Alter bei Männern im Alterssegment von 50 bis 64/65 wirke sich bei Stellen ohne Kaderfunktion im Übrigen eher lohnerhöhend aus und begründe daher gleichermassen keinen leidensbedingten Abzug (S. 2).
2.2
Demgegenüber machte der Beschwerdeführer geltend (Urk. 1), es sei nicht nach
vollziehbar, dass ab Eintritt des invalidisierenden Gesundheitsschadens bis August 2017 und dann wieder ab Januar 2019 in einer angepassten Tätigkeit eine Teilarbeitsfähigkeit bestanden habe. Aus seiner Sicht sei aufgrund seiner ver
schiedenen Gesundheitsschäden von einer dauernden, vollen Arbeitsunfähigkeit in jeglichen Tätigkeitsbereichen auszugehen, weshalb er ab August 2016 eine unbefristete ganze Invalidenrente beanspruche (S. 3 Ziff. 2).
In seiner Eingabe vom 24. Januar 2020 (Urk. 15) führte der Beschwerdeführer ergänzend aus, aufgrund der relevanten medizinischen Einschätzungen könne nicht auf eine 50%ige Arbeitsfähigkeit geschlossen werden. Bereits aufgrund des chronischen asthmatischen Leidens sei von einer unbefristeten vollständigen Arbeitsunfähigkeit auch in leidensangepassten Tätigkeiten auszugehen. Er habe während seiner ganzen Berufskarriere als Bauarbeiter gearbeitet, weshalb eine Bürotätigkeit nicht als zumutbare Verweistätigkeit anzusehen sei.
Zudem werde in der betreffenden RAD-Stellungnahme ausdrücklich vorausgesetzt, dass sich das Asthma bronchiale in einer stabilen Phase befinde. Dass diese Voraussetzung erfüllt sei, ergebe sich nicht aus den medizinischen Akten. Andererseits werde im Arztbericht vom 26. Juni
[richtig wohl: Mai]
2017 festgehalten, dass ein Beruf mit leichter körperlicher Belastung mit einem Teilzeitpensum von 25 % ange
strebt werde. Zum damaligen Zeitpunkt sei dies aufgrund der fehlenden Asthma
kontrolle nicht als möglich betrachtet worden
. Dass sich der Gesundheitszustand bezüglich des Asthma bronchiale seit diesen Berichten von Mitte 2017 wesentlich geändert habe, ergebe sich nicht aus den Akten
(S. 2
f.
Ziff. 2).
Für den Fall, dass von einer grundsätzlich bestehenden 50%igen Arbeitsfähigkeit in einer leichten Tätigkeit ausgegangen würde, werde das angenommene Invalideneinkommen bemängelt. Dies
es
sei anhand des Tabellenlohns für Hilfsarbeiten festgesetzt worden, ohne einen Leidensabzug zu berücksichtigen
. Bei Männern, die im Be
reich Hilfsarbeiten auf ein Teilzeitpensum von 50 % eingeschränkt seien, sei von einer Lohneinbusse gegenüber voll arbeitstätigen Arbeitnehmern von mindestens 5 % auszugehen. Zudem seien
dem
fortgeschrittene
n
Alter und d
er
Besonderheit des asthmatischen Leidens Beachtung zu schenken (S. 3 f. Ziff. 4). Es sei ohne
Weiteres ein behinderungsbedingter Abzug von 10 % gerechtfertigt, allermindes
tens aber ein Abzug von 5 %. Der Invaliditätsgrad würde dann knapp über 60 % betragen, womit zumindest Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
bestünde (S. 4 Ziff. 5).
2.3
Unbestritten und aufgrund der Akten auch ausgewiesen ist, dass dem Beschwer
deführer die bisherige Tätigkeit als
Fassadenisoleur
ab August 2015
nicht mehr zumutbar war. Strittig und zu prüfen bleibt die Arbeitsfähigkeit des Beschwerde
führers in einer behinderungsangepassten Tätigkeit und damit der Rentenan
spruch ab August 2016.
3.
3.1
In seinem Bericht vom 22. Dezember 2015 (Urk. 12/31/35-36) nannte Dr. med.
Y._
, Facharzt für Chirurgie, zu
Handen
der Krankentaggeldversicherung folgende Diagnosen (Ziff. 2):
-
allergische
broncho
pul
monale
Aspergillose
(ABRA), Erstdiagnose 5. März 2015
-
Bronchiektasen
, verdickte Bronchialwände der zentralen und segmen
talen Bronchien
-
Gro
u
nd
glass
-Veränderungen im basalen Anteil des
anterioren
Ober
lappen
segmentes rechts
-
Teilreversible obstruktive Ventilationsstörung, Behandlung mit syste
mi
schen Steroiden seit 25. Februar 2015
-
Status nach
Nikotinabusus
, zirka 45 pack
years
-
Diabetes mellitus Typ 2, Erstdiagnose 2009
-
a
rterielle Hypertonie
-
Steatosis
hepatis
, Erstdiagnose 28. Februar 2015
Die pulmonale
Asper
gillose
sei eine schwierig zu therapierende, eventuell exogen-
allergische Pilzerkrankung. Der Beschwerdeführer sei seit dem 23. September 2015 in der bisherigen Tätigkeit vollständig und bleibend arbeitsunfähig (Ziff. 3 und 5). Es werde eine Umschulung empfohlen (Ziff. 5).
3.
2
Der Hausarzt Dr. med.
Z._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, nannte in seinem Bericht vom 15. Februar 2016 (Urk. 12/39/1-2) folgende Diagnosen (S. 1):
-
s
chweres Asthma bronchiale bei Verdacht auf allergische
broncho-pneumonale
Aspergillose
-
Bronchiektasen
-
Status nach Nikotinabusus, zirka 45 pack
years
, sistiert 2006
-
Diabetes mellitus Typ 2
-
a
rterielle Hypertonie
-
Steatosis
hepatis
Seit zwei bis drei Jahren leide der Beschwerdeführer
an zunehmender
Anstren
gungsdyspnoe mit Auswurf und Hustenanfällen, vor allem auch unter Belastung. Im Jahre 2014 sei es zusätzlich zu vermehrten Bronchitiden gekommen, die anti
biotisch behandelt worden seien (S. 1 Ziff. 3.1). Möglicherweise sei das Asthma bronchiale auf eine Berufskrankheit zurückzuführen, weitere Abklärungen dies
bezüglich seien im Gange (S. 1 Ziff. 3.4.2). Im Vordergrund stehe die Anstren
gung
s
dyspnoe. Unter der bisherigen Therapie habe sich die Situation etwas be
ruhigt, der Beschwerdeführer sei allerdings immer noch
dyspnoisch
unter Anstren
gung (S. 2).
3.
3
Nach
eine
r
pneumologischen
Rehabilitation
vom 8. bis 21. Februar 2016 nannten die Ärzte des
Reha
z
entrums
A._
in ihrem Bericht vom 10. März 2016 (Urk. 12/44/129-131) folgende Diagnosen (S. 1):
-
schweres Asthma bronchiale mit Verdacht auf allergische
bronchopul
monale
Aspergillose
-
Status nach Nikotinabusus
, zirka 45 pack
years
, sistiert 2006
-
Diabetes mellitus Typ 2
-
arterielle Hypertonie
-
Steatosis
hepatis
-
Lymphozytose unklarer Ätiologie
-
Herpes
simplex
labial nach Beginn mit
Omalizum
ab Dezember 2015
Als belastend beschreibe
der Beschwerdeführer
eine Anstrengungsdyspnoe sowie persistierender, vor allem morgendlicher Husten mit weisslichem Auswurf.
Trotz ausgebauter
inhalativer
Therapie und hochdosierter Steroidtherapie sei er weiter
hin stark symptomatisch. Für schwere bis mittelschwere Arbeiten
sei er
zu 100 % arbeitsunfähig.
Somit wären nur sitzende Tätigkeiten mit wenigen Botengängen zu 100 % möglich. Allerdings dürfe er keinem Dampf, Staub, Rauch oder starken Temperaturschwankungen ausgesetzt sein. Somit sei er für seinen aktuellen Beruf als
Isoleur
im Fassadenbau bis auf Weiteres
vollständig arbeitsunfähig (S. 1).
3.
4
In
seinem
Beri
cht vom 10. März 2016 (Urk. 12/
46/1-4)
nannte
der verantwort
liche Arzt des Spitals
B._
,
Medizinische Klinik, folgende Diagnosen mit Aus
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 1):
-
schweres Asthma bronchiale
-
Status nach Sturz von Baugerüst (6 Meter) am 29. März 2005
Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte er sodann folgende (S. 2):
-
Herpes
simplex
labial nach Beginn
Omalizumab
gabe
-
Heli
c
obacter
pylori
-Gastritis
-
Vitamin-D-Mangel
-
Status nach Nikotinabusus, zirka 45 pack
years
, sistiert 2006
-
Diabetes mellitus Typ 2
-
arterielle Hypertonie
-
Steatosis
hepatis
-
3 mm weichteildichter
Nodulus
in der
Lingula
-
Lymphozytose unklarer Ätiologie
Es liege eine wechselhaft ausgeprägte, intermittierende obstruktive Ventilations
störung vor. Insbesondere seit August 2015 sei es nie mehr zu einer Normali
sierung der Lungenfunktion mit insbesondere auch einer persistierenden leicht
gradigen restriktiven Ventilationsstörung gekommen. Aktuell sei eine Prognose schwierig (S. 2 ad 1.4). Vom 25. Februar bis 5. April
2015 sowie seit dem 28. August 2015 bestehe eine vollständige Arbeitsunfähigkeit in der angestam
mten Tätigkeit (S. 3 ad 1.6). Aufgrund der Anstrengungsdyspnoe, des zeitweise ausgeprägten Hustens und der Belastungsintoleranz bestehe eine allgemeine körperliche Leistungseinschränkung. Für körperlich mittelschwere bis schwere Arbeiten sei der Beschwerdeführer zu 100 % arbeitsunfähig. In staubiger Umge
bung bestehe zudem auch eine Arbeitsunfähigkeit für leichte Tätigkeiten. Ein Einsatz in der bisherigen Tätigkeit sei deshalb aus medizinischer Sicht bis auf Weiteres nicht zumutbar. In staubarmer Umgebung wäre eine Arbeit mit leichter körperlicher Belastung und zuerst mit einem 50%igen Pensum und dann suk
zessiver Belastungssteigerung möglich (S. 3 ad 1.7).
Mit den aktuellen Behand
lungen werde eine Wiedererlangung einer vollständigen körperlichen Belastbar
keit angestrebt. Eine prognostische Einschränkung bleibe jedoch die als relevant taxierte allergische
bronchopulmonale
Aspergillose
, welche eine Exposition in staubiger Umgebung beziehungsweise Baustellen mit wahrscheinlicher Schim
mel
pilzexposition ungünstig beziehungsweise unmöglich erscheinen lasse (S. 4 ad 1.8). Angestrebt werde eine Wiederaufnahme mit zuerst leichter körperlicher Belastung und einem Teilzeitpensum von 50 % mit dem Ziel einer sukzessiven Steigerung der körperlichen Belastung und des Pensums. Falls sich eine solche geeignete Stelle finde, sei eine Wiederaufnahme der Arbeit in einigen Wochen denkbar (S. 4 ad 1.9).
3.
5
Dr. med.
C._
, Fachärztin für Arbeitsmedizin, Suva Arbeitsmedizin, führte in ihrem Bericht vom 2. Mai 2016 (Urk. 12/44/170 -175) aus,
aus den anamnestischen Angaben würden sich bis zur
Hospitalisation
im Februar 2015 keine Hinweise auf ein manifestes Asthma bronchiale ergeben. Eine erwähnens
werte arbeitsassoziierte Beschwerdesymptomatik
habe auch bei den verschie
denen Tätigkeiten mit zeitweiligen
i
n
halativen
Expositionen zu Stäuben nicht be
standen. Von einem überwiegend durch
irritative
,
inhal
a
tive
Reize am Arbeits
platz verursachten Asthma bronchiale sei somit nicht auszugehen. Der Verlauf spreche gegen ein durch Sensibilisierung auf einen Arbeitsstoff verursachtes allergisches Asthma bronchiale. Eine erhebliche Verschlechterung der Atembe
schwerden sei erst in den Sommerferien wiederum im Rahmen eines Infektes aufgetreten (S. 5). Seit dem 28. August 2015 bestehe eine 100%ige Arbeitsun
fähigkeit (S. 4).
3.
6
Dr. med.
D._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin sowie für Pneu
mologie, nannte in seinem Bericht vom 22. Dezember 2016 (Urk. 12/79/2-8) folgende Diagnosen (S. 1):
-
Asthma / COPD
Overlap
Syndrom
-
a
rteriel
l
e Hypertonie, medikamentös behandelt
-
Diabetes mellitus Typ 2, unter oraler Medikation
-
Polyarthrose (Knie, Schulter, Ellbogen)
-
Polyp coli endoskopisch reseziert
-
Heli
c
obacter
pos. Gastritis
-
Osteopenie
der LWS unter Langzeit-Steroidtherapie und Vitamin D-/ Kalzium-Substitution
Die chronische Atemwegserkrankung sei
heterogen
und weise Elemente einer COPD
sowie
eines allergischen Asthmas auf. Ein Lungenemphysem liege nicht vor. Ursächlich sei neben dem früheren Zigarettenrauchen eine endogene / idio
pathische Komponente mit einem exogen allergischen Anteil anzunehmen. Die stattgehabten beruflichen Expositionen seien überwiegend unspezifisch, aber als Auslöser für Exazerbationen oder verstärkte Symptomatik relevant. Eine eigent
liche Berufskrankheit oder ein Berufsasthma liege nicht vor. Trotz maximal ausgebauter Therapie bestünden chronische Atembeschwerden, die teilweise aber nicht vollständig objektiviert werden könnten. Die medikamentöse Behandlung sei angemessen und könne nicht wesentlich verbessert werden. Die regelmässige medizinische Trainingstherapie scheine zum aktuellen Zeitpunkt zu wenig inten
siv und sollte wieder gesteigert werden. Die medizinisch theoretische Atemin
validi
tät betrage abgestützt auf die aktuelle Lungenfunktionseinschränkung 35 %. Die Wiederaufnahme der bisherigen Berufstätigkeit scheine weder möglich
noch sinnvoll oder zumutbar und angesichts der fehlenden Ausbildung sowie des aktuellen Arbeitsmarktes nicht realistisch. Zumutbare Tätigkeiten seien einfach Hilfsarbeiten, sitzende, stehende oder gehende Tätigkeiten, Autofahren, leichte Lagerarbeiten oder Pförtnerarbeiten. Jegliche Atemwegsirritation
en
durch un
güns
tige Klimabedingungen, Staub-, Rauch- oder Lösungsmittel müssten vermie
den werden (S. 6).
3.
7
Am 26. und 27. Januar 2017 wurde im Zentrum
E._
eine Funktionsorientierte Medizinische Abklärung (FOMA) durchgeführt. In ihrem Bericht vom 28. Februar 2017 (Urk. 12/76/7-24)
nannten die Ärzte folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 1 Ziff. 1):
-
Gonarthrose rechts
-
Asthma/COPD Oberlappensyndrom
Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten sie sodann folgende (S. 2 oben):
-
arterielle Hypertonie
-
Diabetes mellitus Typ 2
-
Osteopenie
der LWS unter Langzeitsteroidtherapie und Vitamin D-/Kalzi
umsubstitution
-
intermittierende belastungsabhängige Schulterschmerzen rechts nach ope
rativ versorgter unfallbedingter Schulterverletzung mit
Rotatoren
man
schettenläsion
und AC-Gelenkskapselhypertrophie
Das arbeitsbezogene relevante Problem bestehe in einer verminderten Belas
tungs
toleranz des rechten Knies.
Viele Tests habe der Beschwerdeführer unter An
gabe von Schmerzen frühzeitig abgebrochen, bevor klare und eindeutige funk
tionelle Einschränkungen hätten beobachtet werden können, obwohl aus medizi
nischer Sicht die maximalen
Limiten
sogar herabgesetzt worden seien. Die Leis
tungsbe
reitschaft werde als nicht zuverlässig beurteilt
(S. 3 Ziff. 3.1)
.
Die bisherige angesta
mmte Tätigkeit als
Fassadenisol
eur
sei dem Beschwerdeführer aufgrund der aktuellen klinischen Untersuchungsbefunde bei bestehenden strukturellen
Veränderungen des rechten Kniegelenkes aus rein orthopädisch-rheumatolo
gischer
Sicht medizinisch-theoretisch nicht mehr zumutbar. Auch aus
pneumologischer
Sicht sei dieser Beruf nicht mehr zumutbar. Interdisziplinär bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit für den angestammten Beruf (S. 4 Ziff. 6.1). Aus orthopä
disch-rheumatologischer Sicht, medizinisch-theoretisch, wäre eine leicht
e
bis mittelschwere Tätigkeit, wechselpositioniert, angepasst, Knien, Kriechen, Hocken ausgeschlossen, ohne Heben und Tragen von schweren Lasten, Treppensteigen selten, Gerüste, Leiter besteigen aus Sicherheitsgründen ausgeschlossen, ganztags zumutbar. Aus
pneumologischer
Sicht sei eine einfache wechselpositionierende,
sitzende, stehende oder gehende Tätigkeit im leichten Bereich
,
ohne Atemwegs
irritationen durch ungünstige Klimabedingungen wie Staub, Rauch oder Lösungs
mittel, zumutbar. Interdisziplinär sei eine leichte, wechselpositionierende, teilweis
e sitzende, teilweise gehende, teilweise stehende angepasste Tätigkeit ganztags zu
mutbar. Aufgrund des Lungenleidens bestehe eine allgemeine Leistungsminde
rung von maximal 35 %, die Arbeitsfähigkeit betrage demnach 65 % (S. 4 f. Ziff. 6.2).
3.
8
Dr. med.
F._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, diagnostizierte in seinem Bericht vom 15. Mai 2017 (Urk. 12/83) insbesondere eine schwere, medial betonte Gonarthrose rechts (S. 1) und hielt fest, im Vergleich zur Voraufnahme des Röntgens vom 12. Dezember 2016 sei es zu einer ausserordentlich rasch progredienten, schweren Arthrose des rechten Kniegelenks gekommen. Es werde die Möglichkeit einer Knie-Totalpro
thesen-Implantation besprochen. Der Beschwerdeführer sei vollständig arbeitsun
fähig (
S.
2).
3.
9
In ihrem Bericht vom 26. Mai 2017 (Urk. 12/89) nannten die Ärzte des Spitals
B._
bei ansonsten unveränderten Diagnosen ein schweres
eosinophiles
Asthma bronchiale (S. 1) Seit August 2015 habe keine vollständige Asthmakontrolle mehr erreicht werden kön
nen, trotz ausgebauter Therapie. Es persistierten Atembe
schwerden mit variabler Anstrengungsdyspnoe, Husten und Auswurf sowie in der Lungenfunktion eine variable Bronchialobstruktion mit schwerer bis mittel
schwerer Ausprägung. Es bestehe eine medizinisch-theoretische Ateminvalidität
respektive Arbeitsunfähigkeit
von 50 bis 75 % (S. 3).
3.
10
Dr. med.
G._
, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin sowie für Prävention und Gesundheitswesen, RAD, führte am 7. Juni 2017 aus, die Ärzte würden von einer Ateminvalidität von 50 bis 75 % und damit von einer ebenso hohen Arbeitsunfähigkeit sprechen. Die Lungenfunktion sei weniger gravierend eingeschränkt, die Werte würden zwischen 55 % und 104 %
des Sollwerts
schwanken. Es liege ein Asthma bronchiale mit spätem Beginn vor, die Diagnose einer COPD
sei
wieder verlassen worden. Dass der Beschwerdeführer aufgrund seiner Einschränkungen nicht mehr auf dem Bau arbeiten könne, sei sicher unstrittig. In einer angepassten Tätigkeit (beispielsweise Bürotätigkeit) müsste jedoch ihres Erachtens noch eine verwertbare Leistungsfähigkeit von zirka 50 % bestehen, vorausgesetzt, das Asthma bronchiale befinde sich in einer stabilen Phase (Urk. 12/92 S. 5).
3.
11
Am 8. September 2017 wurde dem Beschwerdeführer
in der Universitätsklinik
H._
am rechten Knie
eine
Totalendoprothese
implantiert, wobei der
per
i
- und postoperative Verlauf als komplikationslos beschrieben wurde. In der Folge hielt
er
sich
vom
15. September
bis 5. Oktober 2017 in der Rehaklinik
I._
zur Rehabilitation auf (vgl. Austrittsbericht vom 10. Oktober 2017, Urk. 12/110). Angaben zur Arbeitsfähigkeit machten die Ärzte keine.
3.
12
In seinem Verlaufsbericht vom 23. Mai 2018 (Urk. 12/132) diagnostizierte der Leitende Arzt der Pneumologie, Spital
B._
, insbesondere ein schweres
eosino
philes
Late
onset
-Asthma bronchiale sowie eine schwere, medial betonte Gon
arthrose beidseits (S.
1) und führte aus, trotz maximaler Therapie seien auch im Alltag die meiste Zeit
eine
belastungsabhängige Anstrengungsdyspnoe und vor
allem rezidivierende Hustenepisoden präsent. Lungenfunktionell habe die Situa
ti
on erfreulich stabilisiert werden können. Ein wesentlicher Aspekt der körper
li
chen Einschränkungen während der letzten zwölf Monate seien die Kniebe
schwer
den bei ausgeprägter Gonarthrose beidseits (S. 2 Mitte). Von
pneumologischer
Seite her wäre eine schrittweise Wiederaufnahme der zuvor ausgeübten Tätigkeit mit zu Beginn reduziertem Pensum von 50 % und anfänglich auch reduzierter kör
perlicher Belastung mit nur maximal mittelschwerer körperlicher Arbeit denkbar. Voraussetzung für das Gelingen sei sicherlich eine schrittweise Wiederaufnahme und sukzessive Steigerung der Belastung unter Berücksichtigung der allenfalls unter Belastung auftretenden Beschwerden (S. 3 Ziff. 2.1). Es bestehe sicherlich eine verminderte Leistungsfähigkeit. Diese setze sich zusammen durch ein weiter
hin unter Maximaltherapie stehendes Asthma bronchiale, eine nun sicherlich ausgeprägte
Dekonditionierung
und die genannten Einschränkungen durch die Kniebeschwerden. Für schwere körperliche Belastung bestehe sicherlich eine 100%ige Einschränkung beziehungsweise Leistungsunfähigkeit. Für leichte bis mittelschwere Arbeit könne eine 50%ige Leistungsfähigkeit in Betracht gezogen werden. Es könne ein entsprechender Arbeitsversuch beziehungsweise die Wie
deraufnahme der Berufstätigkeit erwogen werden (S. 3 Ziff. 2.2). Grundsätzlich
seien die prognostischen Aussagen bei einem schweren Asthma bronchiale schwier
ig (S. 3 Ziff. 3.3). Aktuell seien die medizinischen Massnahmen zur Ver
besserung der Arbeitsfähigkeit ausgeschöpft (S. 4 Ziff. 4.1).
Ab nun bestehe eine teilweise Belastbarkeit für Massnahmen der Wiedereingliederung im Umfang von mindestens zwei Stunden pro Tag. Für die nächsten Monate sei maximal eine 50%ige Arbeitsfähigkeit anzustreben (S. 4 Ziff. 4.2).
3.
13
Am 19. September 2018 wurde dem Beschwerdeführer in der Universitätsklinik
H._
am linken Knie eine
Totalendoprothese
implantiert, wobei sowohl die Operation als auch die anschliesse
nde Rehabilitation in der Rehak
lini
k
I._
erfolgreich verlief
en
(vgl. Austrittsbericht vom 25. September 2018, Urk. 12/146/9-11, sowie vom 25. Oktober 2018, Urk. 12/154-156)
.
3.
14
Bei unveränderten Diagnosen führte die Ärztin der Universitätsklinik
H._
in ihrem Bericht vom 6. Februar 2019 (Urk. 12/162)
nach einer Kontrolle am 20. Dezember 2018 (Ziff. 3.1)
aus,
d
rei Monate postoperativ sei der Verlauf links
seitig regelrecht. Die intensive physiotherapeutische
Beübung
zur Kräftigung der kniestabilisierenden Muskulatur und Verbesserung des Bewegungsumfanges solle fortgesetzt werden (Ziff. 3.3).
Für Arbeiten auf dem Bau sei der Beschwerdeführer vollständig arbeitsunfähig
;
angepasste, vorwiegend sitzende oder abwechselnd sitzende und stehende Tätigkeiten, insbesondere Bürotätigkeiten, seien ihm je
doch in einem Pensum von 100 % zumutbar (Ziff. 2.1, Ziff. 4.1).
3.
15
Pract
. med.
J._
, Facharzt für Arbeitsmedizin, RAD, hielt am 12. April 2019 fest, der Beschwerdeführer leide insbesondere an einem schweren Asthma bronchiale sowie einer Gonarthrose beidseits mit
Totalendoprothesen
links und rechts. Das Anforderungsprofil in der bisherigen Tätigkeit übersteige mit über
wiegender Wahrscheinlichkeit die funktionelle Leistungsfähigkeit des Beschwer
de
führers. Das Belastungsprofil umfasse leichte, überwiegend sitzende Tätigkeiten ohne mittelschwere oder schwere Tätigkeiten, keine Tätigkeiten mit Belastungen durch Dampf, Staub, Rauch oder starke Temperaturschwankungen sowie keine kniebelastenden Tätigkeiten. In der bisherigen Tätigkeit als
Fassadenisoleur
sei der Beschwerdeführer seit August 2015 vollständig arbeitsunfähig (Urk. 12/170 S. 13). Im Längsschnittverlauf sei aufgrund der ärztlichen Berichterstattung
da
von auszugehen, dass aus rheumatologisch-orthopädischer Sicht in angepasster Tätigkeit ab Dezember 2018
eine vollständige Arbeitsfähigkeit
bestehe. Für die Zeit der operativen Behandlung von September 2017 bis Dezember 2018 sei aus arbeitsmedizinischer Sicht von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit in jeglicher Tätigkeit auszugehen. Bezüglich die Behandlung des Lungenleidens würden diverse Berichte des Spitals
B._
vorliegen. Es sei im Längsschnittverlauf davon auszugehen, dass aufgrund der Asthmaerkrankung in den letzten Jahren im Wes
entlichen eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit um 50 %
bestanden habe
, abgesehen von den Zeiten intensiver und stationärer Behandlungen. Gesamthaft könne daher die Arbeitsfähigkeit in angepasster Tät
igkeit medizinisch-theoretisch
dahingehend festgelegt werden, dass von August 2015 bis August 2017 eine 50%ige Arbeitsfähigkeit, von September 2017 bis Dezember 2018 eine vollstän
dige Arbeitsunfähigkeit sowie ab Dezember 2018 wiederum eine 50%ige Arbeits
fähigkeit bestanden habe. Mit überwiegender Wahrscheinlichkeit werde sich der Gesundheitszustand nicht mehr wesentlich ändern. Es sei nicht damit zu rechnen, dass weitere medizinische Massnahmen zu einer Verbesserung des Gesundheits
zustandes führen könnten. Das Fortführen der fachärztlichen Therapiemassnah
men sei jedoch angezeigt, um die derzeitige Arbeitsfähigkeit und funktionelle Leistungsfähigkeit zu erhalten (S. 14).
3.
16
Im Verlaufsbericht vom 24. April 2019 (Urk. 12/176)
wiesen die Ärzte der Univer
sitätsklinik
H._
auf ein Rehabilitationsdefizit des linken Knies hin (S. 1) und führten aus, klinisch zeige sich eine Restschwellung, mit der Physiotherapie sei wohl noch eine Verbesserung des Verlaufs zu erreichen. Auf der Gegenseite be
stehe ein leichtgradiger Erguss, wobei insgesamt kein Anhalt für ein infektiöses Geschehen bestehe. Es sei der Verlauf bis zur Jahreskontrolle abzuwarten (S. 2).
3.
17
Mit Schreiben vom 19. Juni 2019 (Urk. 12/174) wies der Hausarzt Dr.
Z._
darauf hin, beide Kniegelenke seien noch geschwollen und die Beschwerden seien deutlich belastungsabhängig. Die Knieschmerzen wären wohl noch stärker, wenn der Beschwerdeführer nicht regelmässig Cortison nehmen würde, was jedoch schlecht für den Zucker sei (S. 1). Aufgrund der immer noch geschwollenen Knie, der Schmerzen und der Überwärmung sei der Beschwerdeführer noch nicht in der Lage, grösseren Belastungen ausgesetzt zu werden. Er denke nicht, dass sich der Zustand seit dem 1. April 2019 wesentlich verbessert habe (S. 2).
3.
18
In ihrem Bericht vom 20. September 2019 (Urk. 12/219-221) führten die Ärzte der Universitätsklinik
H._
bei unveränderten Diagnosen (S. 1) aus, insgesamt zeige sich eine noch nicht zufriedenstellende Situation bezüglich der linken Knie
prothese. Die Belastbarkeit sei noch gering und Schmerzen seien noch deutlich vorhanden. Um eine bessere Funktion und Belastbarkeit des Gelenkes zu gewähr
leisten, sei eine Serie Physiotherapie klar indiziert. Bezüglich der Arbeitswieder
aufnahme könne festgehalten werden, dass es mittelfristig unsicher sei, ob eine körperlich belastender Beruf möglich und sinnvoll sei. Zum aktuellen Zeitpunkt liege eine noch nicht ausreichende Belastbarkeit vor, weswegen die Rehabilitation noch nicht abgeschossen werden könne und noch keine definitiven Aussagen gemacht werden könnten (S. 2 f.).
3.
19
In ihrem Bericht vom 18. November 2019 (Urk. 16) nannten die Ärzte des Spitals
B._
folgende Diagnosen (S. 1
f.
):
-
schweres,
eosinophiles
Asthma bronchiale, Erstdiagnose März 2015
-
nicht-
stenosierende
Koronarsklerose, Erstdiagnose Februar 2019
-
Dyslipidämie
, Erstdiagnose April 2019
-
Diabetes mellitus Typ 2
-
a
rterielle Hypertonie
-
s
chwere, medial-betonte Gonarthrose beidseits
-
Osteopenie
der LWS
-
Erythr
ozytose
unklarer Ätiologie
-
Lymphozytose unklarer Ätiologie
-
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom rechts
-
unklarer Pruritus
-
Paracetamol (
Dafalgan
)-Allergie
Der Beschwerdeführer komme seit Juni 2017 regelmässig alle vier Wochen zur Medikamentenabgabe in die medizinische Tagesklinik. Klinisch im Vordergrund seien während der letzten Monate die bekannten Knieschmerzen gestanden. Be
züglich
des Asthma
bronchiale bestehe
eine
betreffend die Symptomatik
leicht schwankende, aber insgesamt stabile Situation. Der Beschwerdeführer
berichte
über einen vor allem morgendlichen Husten mit teilweise gelblichem Schleim, teilweise bestehe eine Belastungsdyspnoe. Eine
Ho
spitalisation
aufgrund einer Asthma-Exazerbation sei nicht mehr notwendig gewesen (S. 2).
Die lungenfunk
tionelle
n
Standortbestimmungen im Juni, Juli und Oktober hätten wiederholt keine obstruktive Ventilationsstörung dokumentiert, bei unverändert leichtgradi
ger restriktiver Ventilationsstörung, welche am ehesten
habitusbedingt
sei (S. 3).
3.
20
Die übrigen bei den Akten liegenden Arztberichte
(Urk. 12/13/3-28,
Urk. 12/20/
2-1
7
, Urk. 12/28/2-30
, Urk. 12/31/10-34
, Urk. 12/39/4-16
, Urk. 12/44/5-
8, Urk. 12/44/17-21, Urk. 12/44/29-
65, Urk. 12/44/69-75
, Urk. 12/46/5-25
, Urk. 12/59, Urk. 12/62-63
, Urk. 12/91
, Urk. 12/120, Urk. 12/122, Urk. 12/124
, Urk. 12/140, Urk. 12/161
)
enthalten keine für die Beurteilung der vorliegend strittigen Fragen relevanten Angaben und insbe
sondere keine Beurteilung der Arbeitsfähigkeit, so dass auf deren detaillierte Wiedergabe verzichtet werden kann.
4.
4.1
Für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit stützte sich die Beschwerdegegnerin auf die diversen bei den Akten liegenden Arztberichte und ging von einer dauer
haften Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit als
Fassadenisoleur
seit August 2015 aus. In angepasster Tätigkeit
legte die Beschwerdegegnerin die Arbeits
unfähigkeit
gestützt auf die Beurteilung durch den RAD
für die Zeit von August 2015 bis August 2017 auf 50 %, für die Zeit von September 2017 bis Dezember 2018 auf 100 % sowie ab Dezember 2018 wiederum auf 50 % fest (
E. 2.1, vgl.
E. 3.15).
Die
se
Beurteilung erweist sich
, wie nachfolgend zu zeigen ist,
nach Einsicht in die medizinischen Akten insgesamt als zutreffend.
4.2
Was die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als
Fassadenisoleur
betrifft, hielt bereits am 22. Dezember 2015 Dr.
Y._
zu
Handen
der Kranken
taggeldversicherung fest, der Beschwerdeführer seit vollständig und bleibend arbeitsunfähig (E. 3.1). Dies wurde in der Folge durch die Ärzte des
Reha
z
entrums
A._
(E. 3.3), des Spitals
B._
(E. 3.4-8) wie auch der Universitätsklin
ik
H._
(E. 3.14) bestätigt und auch von beiden Parteien anerkannt (E. 2.1-2).
4.3
Bezüglich der
Arbeitsfähigkeit
in einer angepassten Tätigkeit ist zunächst die Situation hinsichtlich der
pneumologischen
Einschränkungen zu prüfen.
Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, aufgrund des chronischen asthmatischen Leidens sei von einer unbefristeten vollständigen Arbeitsunfähigkeit auch in leidensangepassten Tätigkeiten auszugehen, findet dies in den Akten keine Stütze. In keinem der vorliegenden Bericht
e
wird eine vollständige Arbeitsun
fähigkeit aufgrund des Lungenleidens konstatiert.
Im Februar 201
6 erachteten die Ärzte des
Rehaz
entrums
A._
eine sitzende Tätigkeit mit wenigen Botengängen und ohne Dampf-, Staub- und Rauchimmissionen sowie ohne starke Tempera
tur
schwankungen
sogar noch in einem Pensum von
100 %
als
zumutbar (E. 3.3).
Bereits im März 2016 ging d
er Arzt des Spitals
B._
jedoch
davon aus, dass eine körperlich leichte Tätigkeit in staubarmer Umgebung zunächst mit einem 50%igen Pensum und danach mit sukzessiver Belastungssteigerung möglich sei (E. 3.4).
Der
Pneumologe
Dr.
D._
bezifferte die Ateminvalidität im Dezember 2016 sodann auf 35 % und hielt einfache Hilfsarbeiten, sitzende, stehende oder gehende Tätigkeiten wie Lager- oder Pförtnerarbeiten ohne ungünstige Klima
be
dingungen und ohne Irritationen durch Staub, Rauch oder Lösungsmittel für zu
mutbar (E. 3.6). Ebenso ergab die
Foma
von Januar 2017 eine Leistungsfähigkeit aus
pneumologischer
Sicht von 65 % (E. 3.7). Im Mai 2017 ging
die Oberärztin der Pneumologie des
Spitals
B._
zwar zwischenzeitlich von einer Atemin
vali
dität von 50 bis 75 % aus (E.
3.
9)
, der Leitende Arzt führte im Mai 2018 jedoch aus, eine schrittweise Wiederaufnahme mit zu Beginn reduziertem Pensum von 50 % und anfänglich auch reduzierter körperlicher Belastung mit nur maximal mittelschwerer körperlicher Arbeit sei denkbar, für leichte bis mittelschwere Arbeiten könne eine 50%ige Leistungsfähigkeit in Betracht gezogen werden. Aktuell bestehe eine teilweise Belastbarkeit für Wiedereingliederungs
mass
nah
men im Umfang von zwei Stunden pro Tag. Für die nächsten Monate sei maximal eine 50%ige Arbeitsfähigkeit anzustreben
. Zudem wies er explizit darauf hin, dass während der letzten zwölf Monate die Kniebeschwerden im Vordergrund gestan
den seien
(E. 3.12).
Im Verlaufsbericht vom November 2019 führten die Ärzte des Spitals
B._
sodann aus, während der letzten Monate seien klinisch die Knie
schmerzen im Vordergrund gestanden,
b
ezüglich des Asthma bronchiale bestehe insgesamt eine stabile Situation (E. 3.19).
Damit erweist sich entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers die Voraussetzung des RAD, dass sich das Asthma bron
chiale in einer stabilen Phase befinden müsse, als erfüllt
und es ist i
nsgesamt nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin seit August 201
6
aus
pneu
mologischen
Gründen
von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit
in einer körperlich
leichten, überwiegend sitzenden Tätigkeit ohne Belastung durch Staub und Rauch
ausging.
4.4
Was sodann die Einschränkungen aus orthopädisch-rheumatologischer Sicht betrifft,
ergeben sich im Dezember 2016 erste Hinweise auf eine unter anderem im Knie bestehende Polyarthrose (E. 3.6). Im Rahmen der im Januar 2017 durchgeführten
Foma
wurde in der Folge eine Gonarthrose rechts diagnostiziert, trotzdem jedoch eine leichte bis mittelschwere, angepasste Tätigkeit als ganztags zumutbar erachtet (E. 3.7). I
m September 2017
erfolgte zunächst die Operation
am rechten Knie sowie im September 2018 am linken Knie
, wobei der Verlauf wie auch die anschliessende Rehabilitation als komplikationslos und erfolgreich beschrieben wurde
(E. 3.11, E. 3.13).
Dementsprechend gingen die Ärzte der Universitätsklinik
H._
nach der Dreimonatskontrolle am 20. Dezember 2018
wieder von einer vollständigen Arbeitsfähigkeit für angepasste, vorwiegend sitzende oder abwechselnd sitzende und stehende Tätigkeiten aus (E. 3.14).
Soweit der Hausarzt Dr.
Z._
im Juni 2019
unter Hinweis auf nach
wie vor
bestehende Schwellungen
und belastungsabhängige Beschwerden geltend machte
, er denke nicht, dass sich der Zustand seit April 2019 wesentlich gebessert habe (E. 3.17), kann der Beschwerdeführer daraus nichts zu seinen Gunsten ableiten. Zwar stellten die Ärzte der Universitätsklinik
H._
im April 2019 ein Reha
bilitationsdefizit des linken Knies sowie eine Restschwellung fest, machten jedoch keine veränderten Angaben zur Leistungsfähigkeit (E. 3.16), sodass weiterhin von einer vollständigen Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit auszugehen ist. Auch
der Bericht der Universi
t
ätsklinik
H._
vom 20. September 2019 vermag daran nichts zu ändern. Die Ärzte äusserten darin Zweifel an der mittelfristigen Zumutbarkeit eines körperlich belastenden Berufes
, nachdem das linke Knie noch nicht ausreichend belastbar sei (E. 3.18).
Dabei
ist jedoch zu beachten, dass körperlich belastende Tätigkeiten dem Beschwerdeführer seit August 201
6
bereits aufgrund des Lungenleidens nicht mehr zugemutet werden können und seither lediglich
noch körperlich leichte, überwiegend sitzende Tätigkeiten in Frage kommen.
4.5
Zusammenfassend ist der medizinische Sachverhalt gestützt auf die bei den Akten liegenden
Arztberichte als dahingehend erstellt zu betrachten, dass dem Be
schwerdeführer die bisherige Tätigkeit als
Fassadenisoleur
seit August 2015 nicht mehr zugemutet werden kann.
Für e
ine leidensangepasste, körperlich leicht
e
, überwiegend sitzende
oder abwechselnd sitzende und stehende
Tätigkeit ohne Staub-, Rauch- oder Dampfimmissionen
besteht hingegen für die Zeit von August 2015 bis August 2017 eine Arbeitsfähigkeit von 50%. Von September 2017 bis Dezember 2018 ist aufgrund der Knieoperationen von einer vollständigen
Arbeitsunfähigkeit in jeglicher Tätigkeit auszugehen. Seit
Ende Dezember 2018
hingegen ist der Beschwerdeführer in einer leidensangepassten Tätigkeit wieder 50 % arbeitsfähig.
5.
5.1
Es bleibt die Prüfung der erwerblichen Auswirkungen der bestehenden Ein
schränkungen mittels Einkommensvergleich.
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommensver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts
grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2, 128 V 29 E. 1).
Bei der Invaliditätsbemessung kommt der allgemeinen Methode des Einkom
mens
vergleichs gemäss Art. 28a Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 16 ATSG grund
sätzlich Vorrang zu. Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie indes nach Massgabe der im Einzel
fall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte miteinander zu vergleichen. Wird eine Schätzung vorgenommen, so muss diese nicht unbedingt in einer ziffernmässigen Festlegung von Annäherungswerten bestehen. Vielmehr kann auch eine Gegenüberstellung blosser Prozentzahlen genügen. Das ohne eine Invalidität erzielbare hypothetische Erwerbseinkommen ist alsdann mit 100 % zu bewerten, während das Invalideneinkommen auf einen entsprechend kleineren Prozentsatz veranschlagt wird, so dass sich aus der Pro
zentdifferenz der Invaliditätsgrad ergibt (sog. Prozentvergleich; Urteil des Bundesgerichts 8C_131/2011 vom 5. Juli 2011 E. 10.2.1 mit Hinweis auf BGE 114 V 310 E. 3a).
Der Invaliditätsgrad ist namentlich dann durch Prozentvergleich zu ermitteln, wenn Validen- und Invalideneinkommen sich nicht hinreichend genau oder nur mit unverhältnismässig grossem Aufwand bestimmen lassen und in letzterem Fall
zudem angenommen werden kann, die Gegenüberstellung der nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände geschätzten, mit Prozentzahlen bewerteten hypothetischen Einkommen ergebe ein ausreichend zuverlässiges Resultat. Diese Berechnungsweise ist insbesondere anwendbar, wenn die konkreten Verhältnisse so liegen, dass die Differenz zwischen Validen- und Invalideneinkommen die für den Umfang des Rentenanspruchs massgebenden Grenzwerte von 70, 60, 50 und 40 % (Art. 28 Abs. 2 IVG) eindeutig über- oder unterschreitet (Urteil des Bundes
gerichts 9C_492/2018 vom 24. Januar 2019 E. 4.3.2 mit Hinweis auf Urteil 8C_333/2013 vom 11. Dezember 2013 E. 5.3 mit Hinweisen).
Sind indessen Validen- und Invalideneinkommen ausgehend vom gleichen Tabel
lenlohn zu berechnen, erübrigt sich deren genaue Ermittlung.
Diesfalls
entspricht der Invaliditätsgrad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter Berücksichtigung eines allfälligen Abzugs vom Tabellenlohn. Dies stellt keinen «Prozentvergleich» dar, sondern eine rein rechnerische Vereinfachung (Urteil des Bundesgerichts 8C_148/2017 vom 19. Juni 2017 E. 4 unter Hinweis auf Urteil 9C_675/2016 vom 18. April 2017 E. 3.2.1).
5.2
5.2.1
Was die Zeitspanne von August 2015 bis August 2017 betrifft, ist von einer Arbeitsfähigkeit von 50 % in einer leidensangepassten Tätigkeit auszugehen
(vgl. vorstehend E. 4.5)
, so dass ein Einkommensvergleich
durchzuführen ist.
Dabei ist der Rentenbeginn auf den Zeitpunkt nach Ablauf des Wartejahres im August 2016 festzusetzen.
5.2.2
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validen
einkommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein
lich
keit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Aus
nahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 139 V 28 E. 3.3.2, 135 V 58 E. 3.1, 134 V 322 E. 4.1).
Ist
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die versicherte Person die bisherige Tätigkeit unabhängig vom Eintritt der Invalidität nicht mehr ausgeübt hätte, kann das
Valideneinkommen
auf Grundlage der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) berechnet werden, wobei die für die
Entlöhnung
im Einzelfall gegebenenfalls relevanten persönlichen und beruflichen Faktoren zu berücksichtigen sind (BGE
139 V 28 E. 3.3.2; Meyer/
Reichmuth
, Bundesgesetz über die Invalidenversiche
rung, 3. Auflage 2014,
Rn
55 f. zu Art.
28a
).
Gemäss den Angaben im Arbeitgeberbericht erzielte der Beschwerdeführer seit dem Jahre 2015 ein Jahreseinkommen in der Höhe von Fr. 80'080.-- (Urk. 12/33 Ziff. 2.10).
U
nter Berücksichtigung
der Nominallohnerhöhung (Schweizerischer Lohnindex insgesamt [1939 = 100], Männer, Stand 2015: 2’226, Stand 2016: 2’239;
www.bfs.admin.ch
, Arbeit und Erwerb, Löhne/Erwerbseinkommen, detail
lierte Daten, Lohnentwicklung) ergibt dies für das Jahr 2016 ein
Validen
ein
kommen
von rund Fr. 80'548.-- (Fr. 80'080.
-- :
2'226 x 2'239).
5.2.3
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgege
benen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2, 129 V 472 E. 4.2.1). Dabei sind grundsätzlich die im Verfügungszeitpunkt aktuellsten veröffentlichten Tabellen der LSE zu verwenden (BGE 143 V 295 E. 4.1.3; zur Verwendung der aktuellsten statistischen Daten bei Rentenrevisionen vgl. BGE 143 V 295 E. 4.2.2, 142 V 178 E. 2.5.8.1, 133 V 545 E. 7.1). Die Verwendung der Tabellenlöhne ist subsidiär, das heisst deren
Beizug
erfolgt nur, wenn eine Ermittlung des Invalideneinkommens aufgrund und nach Massgabe der konkreten Gegebenheiten des Einzelfalles nicht möglich ist (vgl. BGE 142 V 178 E. 2.5.7, 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2; vgl. auch Meyer/
Reichmuth
, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Auflage 2014,
Rn
55 und 89 zu Art. 28a, mit weiteren Hinweisen auf die Rechtsprechung).
Da
der Beschwerdeführer seit der Kündigung der Stelle als
Fassadenisoleur
nicht mehr erwerbstätig ist, ist für die Ermittlung des Invalideneinkommens auf die Tabellenlöhne abzustellen.
Wie der Beschwerdeführer zutreffend festhielt, ist auf
grund seiner Erwerbsbiografie eine Büroanstellung
wohl
nur schwer vorstell
bar (E. 2.2). Hingegen sind Tätigkeiten mit einer Kontroll- oder Überwachungs
funk
tion durchaus zumutbar. Es ist daher auf den durchschnittlichen Lohn für Männe
r, die einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art ausführen, abzu
stellen. Dieser belief sich im
Jahre 2016 auf Fr. 5'340.-- monatlich (LSE 2016, Tabelle TA1, Total, Niveau 1), mithin Fr. 64'080.-- im Jahr (Fr. 5'340.-- x 12). Unter Berücksichtigung einer durchschnittlichen wöchentlichen Arbeitszeit von 41.7 Wochenstunden (betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, Total;
www.bfs.admin.ch
, Arbeit und Erwerb, Erwerbstätigkeit und Arbeitszeit, detaillierte Daten) ergibt sich für das Jahr 2016 ein Jahreseinkommen von Fr. 66'803.
40
(Fr. 64'080.
-- :
40 x 41.7).
Bei dem
dem
Beschwerdeführer aufgrund der bestehenden Einschränkungen noch zumutbaren Pensum von 50 % ist damit
von einem Einkommen in der Höhe von Fr. 33'402.-- auszugehen (Fr. 66'803.40 x 0.5).
5.2.4
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) allenfalls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäfti
gungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 124 V 321 E. 3b/
aa
). Aufgrund dieser Faktoren kann die versicherte Person die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt möglicherweise nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten. Der Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Würdigung der Umstände im Einzel
fall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen und darf 25 % nicht
übersteigen (vgl. BGE 135 V 297 E. 5.2, 134 V 322 E. 5.2 und 126 V 75 E. 5b/
aa
-cc)
. Die Rechtsprechung gewährt insbesondere dann einen Abzug auf dem Invalideneinkommen, wenn eine versicherte Person selbst im Rahmen körperlich leichter Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist (BGE 126 V 75 E. 5a/
bb
). Zu beachten ist jedoch, dass allfällige bereits in der Beur
teilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche Einschrän
kungen nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten Abzugs ein
fliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunkts führen dürfen (Urteile des Bundesgerichts 8C_805/2016 vom 22. März 2017 E. 3.1 und 9C_846/2014 vom 22. Januar 2015 E. 4.1.1).
Nach ständiger Rechtsprechung darf das (kantonale) Sozialversicherungsgericht sein Ermessen, wenn es um die Beurteilung des Tabellenlohnabzuges gemäss BGE 126 V 75 geht, nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen; es muss
sich
auf Gegebenheiten abstützen können, welche seine abwei
chende Ermessensausübung als naheliegender erscheinen lassen (BGE 137 V 71 E. 5.2 und 126 V 75 E. 6). Wurde bei der Festsetzung der Höhe des Abzugs vom Tabellenlohn ein Merkmal oder ein bestimmter Aspekt eines Merkmals zu Unrecht nicht berücksichtigt oder zu Unrecht berücksichtigt, hat die Beschwerdeinstanz den Abzug gesamthaft neu zu schätzen (vgl. Urteile des Bundesgerichtes 9C_808/2015 vom 29. Februar 2016 E. 3.4.3 und
8C_113/2015 vom 26. Mai 2015 E. 3.2
).
Die gesundheitlich bedingte Unmöglichkeit, weiterhin körperlich schwere Arbeit zu verrichten, führt nicht automatisch zu einer V
erminderung
des hypothetischen Invalidenlohns. Vielmehr ist der Umstand allein, dass nur mehr leichte bis mittel
schwere Arbeiten zumutbar sind, auch bei eingeschränkter Leistungsfähigkeit
kein Grund für einen zusätzlichen leidensbedingten Abzug, weil der Tabellenlohn im Kompetenzniveau 1 (bis LSE 2010 Anforderungsniveau 4) bereits eine Viel
zahl von leichten und mittelschweren Tätigkeiten umfasst (vgl. Urteil des Bun
desgerichts 8C_82/2019 vom 19. September 2019 E. 6.3.2).
Ob das Merkmal «Alter» einen Abzug vom Tabellenlohn rechtfertigt, ist jeweils unter Berücksichtigung aller konkreter Umstände des Einzelfalls zu prüfen (Urteil des Bundesgerichts 9C_366/2015 vom 22. September 2015 E. 4.3.2 unter Hinweis auf 9C_455/2013 vom 4. Oktober 2013 E. 4.2). Dies gilt insbesondere im Bereich der Hilfsarbeiten auf dem hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 16 ATSG), wo sich ein fortgeschrittenes Alter nicht zwingend lohnsenkend auswir
ken muss. Hilfsarbeiten werden auf dem massgebenden ausgeglichenen Stellen
markt altersunabhängig nachgefragt (Urteile des Bundesgerichts 8C_403/2017 vom 25. August 2017 E. 4.4.1 und 8C_805/2016 vom 22. März 2017 E. 3.4.3).
Nach der neueren Praxis des Bundesgerichts ist ein Abzug bei Männern wegen Teilzeitbeschäftigung nicht mehr automatisch vorzunehmen. Ob sich eine ent
sprechende Reduktion rechtfertigt, ist stets mit Blick auf den konkreten Beschäfti
gungsgrad und die jeweils aktuellen Werte zu beurteilen (Urteil des Bundes
ge
richts 8C_561/2018 vom 4. März 2019 E. 4.3.1).
Die Beschwerdegegnerin nahm keinen
weiteren
Abzug
vom Invalideneinkommen
vor (Urk. 12/169), wohingegen der Beschwerdeführer unter Hinweis darauf, dass er selbst bei Hilfsarbeiten auf ein Teilzeitpensum von 50 % eingeschränkt sei, auf das fortgeschrittene Alter sowie die Besonderheit des
a
sthmatischen Leidens
einen Abzug von 5 bis 10 % beantragte (E. 2.2).
Gemäss der aktuellen Tabelle zu den nach Beschäftigungsgrad, Geschlecht und beruflicher Stellung differenzierten monatlichen Durchschnittslöhnen für das Jahr 2016 besteht zwischen dem von Männern erzielten Durchschnittslohn ohne Kaderfunktion in einem Vollzeit
pensum (Fr. 6'1
30
.--) und dem Durchschnittslohn bei einem Teilzeitpensum von 50-74 % proportional bezogen auf ein 100 %-Pensum (Fr. 5'8
75
.--) eine Diffe
renz von Fr. 2
55
.--, mithin von
4 %. Daraus ergibt sich keine überproportionale Lohneinbusse, die einen Abzug vom Tabellenlohn rechtfertigen würde. Ebenso wenig ist aufgrund des Alters des Beschwerdeführers ein Abzug vorzunehmen. Die Art seiner gesundheitlichen Beeinträchtigungen sowie die Tatsache, dass ihm lediglich noch körperlich leichte Tätigkeiten zugemutet werden können, wurden sodann bereits bei der Wahl des Kompetenzniveaus berücksichtigt und führen nicht zu einem weiteren Abzug. Insgesamt
hat die Beschwerdegegnerin ihr Er
messen daher nicht überschritten, indem sie keinen Leidensabzug vorgenommen hat.
5.2.5
Bei einem
Valideneinkommen
von Fr. 80'548.-- (vorstehend E. 5.2.2) sowie einem Invalideneinkommen in der Höhe von Fr. 33'402.-- (vorstehend E. 5.2.3) ergibt sich eine Einkommenseinbusse von Fr. 47'146.--, was einem Invaliditätsgrad von 58.5 % und damit einem Anspruch auf eine halbe Rente
ab 1. August 2016
entspricht.
5.3
Was die Zeitspanne von September 2017 bis Dezember 2018 betrifft, kann ein Prozentvergleich durchgeführt werden, da der Beschwerdeführer während diese
s
Zeitraum
s
aufgrund der Operationen an beiden Knien sowohl in der ange
stammten als auch in jeder anderen Tätigkeit vollständig arbeitsunfähig war. Für diese Zeit kann daher auf einen Einkommensvergleich mittels Tabellenlöhnen verzichtet werden (vgl. vorstehend E. 5.1)
. Nachdem beim Beschwerdeführer für diese Zeit eine vollständige Arbeitsunfähigkeit vorliegt, resultiert ein Invalidi
tätsgrad von 100 %.
Was den Zeitpunkt der Rentenerhöhung betrifft, ist auf den massgebenden Art.
88a Abs. 2 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) zu verweisen, wo
nach eine Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit zu berücksichtigen ist, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat.
Da
ab September 2017 von einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes auszugehen ist (vor
stehend E. 4.5), hat der Beschwerdeführer ab 1. Dezember 2017 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente.
5.4
Ab Ende Dezember
2018 ist von einer Verbesserung der gesundheitlichen Situa
tion und einer erneuten Arbeitsfähigkeit von 50 % in angepassten Tätigkeiten aus
zugehen
(vorstehend E. 4.5)
, weshalb ein Einkommensvergleich durchzufüh
ren ist.
Unter Berücksichtigung des letzten Einkommens des Beschwerdeführers in der
Höhe von Fr. 80'080.-- (vorstehend E. 5.2.2) sowie der Nominallohnerhöhung (Stand
2015: 2'226, Stand 2018: 2'260) ergibt sich für das Jahr 2018 ein
Valideneinkommen
in der Höhe von Fr. 81'303.-- (Fr. 80'080.
-- :
2'226 x 2'260).
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist wiederum auf die Tabellen
löhne abzustellen. Im Jahre 2018 belief sich
dieser für Männer, die einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art ausführen, auf Fr.
5
'
417
.-- monatlich (LSE 2018, Tabelle TA1, Total, Niveau 1), mithin Fr. 65'004.-- im Jahr (Fr. 5'417.-- x 12). Unter Berücksichtigung einer durchschnittlichen wöchent
lichen Arbeitszeit von 41.7 Wochenstunden ergibt sich für das Jahr 2018 ein Jahreseinkommen von Fr. 67'766.65 (Fr. 65'004.
-- :
40 x 41.7). Bei dem
dem
Beschwerdeführer noch zumutbaren Pensum von 50 % ist damit das Invaliden
einkommen ab Ende Dezember 2018 auf rund Fr. 33'883.-- festzusetzen
(Fr. 67'766.65 x 0.5). Bezüglich die Frage eines Leidensabzuges kann auf die vorstehenden Ausführungen in E. 5.2.4 verwiesen werden.
Bei einem
Valideneinkommen
von Fr. 81'303.-- sowie einem Invalidenein
kom
men von Fr. 33'883.-- ergibt sich eine Einkommenseinbusse von
Fr.
47'420.--
,
was einem Invaliditätsgrad von 58.8 % und damit wiederum eine
m Anspruch auf eine halbe Rente
entspricht
.
Gemäss Art. 88a Abs. 1 IVV ist eine Verbesserung der Erwerbsfähigkeit von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat und voraussichtlich weiter andauern wird. Nachdem ab Ende Dezember 2018 von einer Verbesserung des Gesundheitszustandes auszugehen ist (vorstehend E. 4.5), hat der Beschwerdeführer ab 1. April 2019 Anspruch auf eine halbe Rente.
5.5
Insgesamt erweist sich damit die angefochtene Verfügung, mit welcher die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer für die Zeit vom 1. August 2016 bis 30. November 2017 eine halbe Rente, vom 1. Dezember 2017 bis 31. März 2019 eine ganze Rente sowie ab 1. April 2019 erneut eine halbe Rente zugesprochen hat
(E. 2.1), als rechtens. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.
6.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 800.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.