Decision ID: 80316908-5c1c-5708-a2af-5be0f56ff398
Year: 2015
Language: de
Court: BE_VG
Chamber: BE_VG_001
Canton: BE
Region: Espace_Mittelland
Law Area: 

Sachverhalt:
A.
A._, ein am ... 1969 in Kosovo geborener kroatischer , reiste am 1. September 2003 in die Schweiz ein. Am 30. September 2003 heiratete er die in der Schweiz  bosnisch-herzegowinische Staatsangehörige B._ (geb. ....1982). Das Amt für Migration des Kantons Luzern erteilte ihm gestützt auf diese Ehe am 15. April 2004 die Aufenthaltsbewilligung und am 14. November 2008 die Niederlassungsbewilligung. Am 2. November 2009 wurde die Ehe A.-B._ geschieden.
Am 18. März 2010 heiratete A._ die kosovarische  C._ (...; geb. ....1975), mit der er zwei gemeinsame, während der Ehe A.-B._ geborene Töchter hat. Per 1. Mai 2010 nahm A._ Wohnsitz in .../BE und ersuchte in der Folge das Amt für Migration und Personenstand des Kantons Bern (MIP), Migrationsdienst (MIDI), um Bewilligung des Nachzugs seiner Ehefrau und der beiden  D._ (geb. ....2004) und E._ (geb. ....2006). Das MIP lehnte den Familiennachzug am 17. Oktober 2011 ab. Die gegen diese Verfügung erhobene Beschwerde wies die Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern (POM) am 26. April 2012 ab. Auch die dagegen erhobene Verwaltungsgerichtsbeschwerde blieb ohne Erfolg (VGE 2012/169 vom 13.3.2013). Das Verwaltungsgericht bestätigte, dass A._ seine familiären Verhältnisse und damit wesentliche Tatsachen planmässig in der Absicht verschwiegen habe, ein Anwesenheitsrecht in der Schweiz zu  bzw. zu sichern, weshalb es rechtsmissbräuchlich sei, die  zu verlangen (E. 4.3). Das Urteil vom 13. März 2013 erwuchs unangefochten in Rechtskraft.
Mit Verfügung vom 22. September 2014 widerrief das MIP die  von A._ und wies ihn unter Ansetzung einer Ausreisefrist aus der Schweiz weg.
Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16.09.2015, Nr. 100.2015.147U, Seite 3
B.
Die gegen diese Verfügung erhobene Beschwerde wies die POM mit  vom 31. März 2015 ab und setzte A._ eine neue  auf den 21. Mai 2015 an.
C.
Hiergegen hat A._ am 1. Mai 2015  erhoben mit folgenden Rechtsbegehren:
«1. Die Verfügung vom 22. September 2014 bzw. der Entscheid vom 31. März 2015 seien vollumfänglich aufzuheben.
2. Dem Beschwerdeführer sei die Niederlassungsbewilligung zu . Eventualiter sei ihm eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen.»
Die POM hat mit Vernehmlassung vom 29. Mai 2015 beantragt, die  sei abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden könne.

Erwägungen:
1.
1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) zuständig. Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen, ist durch den angefochtenen Entscheid  berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Auf die form- und fristgerecht  Beschwerde ist grundsätzlich einzutreten.
1.2 Anfechtungsgegenstand ist der Entscheid der POM vom 31. März 2015; dieser ist an die Stelle der Verfügung des MIP vom 22. September 2014 getreten (sog. Devolutiveffekt der Beschwerde; vgl. BGE 136 II 539
Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16.09.2015, Nr. 100.2015.147U, Seite 4
E. 1.2; Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, Art. 60 N. 7). Soweit auch die Aufhebung der Verfügung beantragt wird, ist auf die Beschwerde daher nicht einzutreten (BVR 2010 S. 411 E. 1.4).
1.3 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf Rechtsverletzungen hin (Art. 80 VRPG).
2.
Strittig sind der Widerruf der Niederlassungsbewilligung und die  des Beschwerdeführers aus der Schweiz.
2.1 Der Beschwerdeführer ist kroatischer Staatsangehöriger. Am 1. Juli 2013 ist Kroatien zwar der Europäischen Union beigetreten. Das  vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit (Freizügigkeitsabkommen, FZA; SR 0.142.112.681) wurde bis anhin indes nicht auf Kroatien ausgeweitet. Anwendbar ist vorliegend daher ausschliesslich das Bundesgesetz vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG; SR 142.20). – Gemäss Art. 34 Abs. 1 AuG wird die  unbefristet und ohne Bedingungen erteilt. Sie kann widerrufen , wenn die Ausländerin oder der Ausländer im Bewilligungsverfahren falsche Angaben gemacht oder wesentliche Tatsachen verschwiegen hat (Art. 63 Abs. 1 Bst. a i.V.m. Art. 62 Bst. a AuG). Die falsche Angabe oder das Verschweigen wesentlicher Tatsachen muss in der Absicht erfolgt sein, gestützt darauf den Aufenthalt oder die Niederlassung bewilligt zu erhalten (vgl. BGer 2C_214/2013 vom 14.2.2014, E. 2.1 mit Hinweisen; VGE 2013/417 vom 17.4.2014, E. 3.1 [bestätigt durch BGer 2C_513/2014 vom 10.11.2014]). Es ist nicht erforderlich, dass die Bewilligung bei  und vollständigen Angaben notwendigerweise zu verweigern gewesen wäre (vgl. BGer 2C_944/2013 vom 21.3.2014, E. 2.1, 2C_47/2010 vom 16.6.2010, E. 3.1, 2C_837/2009 vom 27.5.2010, E. 2). Als wesentliche , bei deren Verschweigen ein Widerrufsgrund gegeben sein kann,
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gelten gemäss ständiger Rechtsprechung das Vorhandensein von vor- oder ausserehelichen Kindern, sofern dies auf eine Parallelbeziehung im Heimatland oder auf das Bestehen einer stabilen ausserehelichen  hinweisen könnte (vgl. BGer 2C_214/2013 vom 14.2.2014, E. 2.2, 2C_374/2013 vom 8.1.2014, E. 2.1; weitergehend BGer 2C_299/2012 vom 6.8.2012, E. 4.1, wonach das Bundesgericht bereits das Nichterwähnen von Kindern im Ausland als Verschweigen wesentlicher Tatsachen ).
2.2 Die Vorinstanz hat Folgendes erwogen (E. 3b): Gestützt auf das rechtskräftige Urteil des Verwaltungsgerichts vom 13. März 2013 sei , dass der Beschwerdeführer bis zum 20. Juli 2010 (Gesuch um ) gegenüber den Ausländerbehörden verschwiegen habe, dass er mit C._ eine Parallelbeziehung führte, aus welcher 2004 und 2006 zwei Töchter hervorgegangen seien, obschon das Paar am 18. März 2010 in Kosovo auch noch zivilrechtlich geheiratet hatte. Selbst anlässlich seines Zuzugs in den Kanton Bern habe der Beschwerdeführer mit  vom 7. Mai 2010 angegeben, ledig zu sein und keine  Kinder zu haben. Dies zeige, dass er falsche Angaben gemacht und wesentliche Tatsachen verschwiegen habe, um ein Anwesenheitsrecht in der Schweiz zu erlangen. Hätte der Beschwerdeführer den  die wahren familiären Verhältnisse offengelegt, wäre ihm weder im April 2007 die Aufenthaltsbewilligung verlängert noch im November 2008 die Niederlassungsbewilligung erteilt worden. Mit seinem Verhalten habe der Beschwerdeführer den Widerrufsgrund gemäss Art. 63 Abs. 1 Bst. a i.V.m. Art. 62 Bst. a AuG gesetzt.
2.3 Der Beschwerdeführer bestreitet nicht, seine familiären Verhältnisse verschwiegen zu haben («unvollständige Information»; vgl. Beschwerde Ziff. 8.3). Er macht aber geltend, es sei «eine reine Hypothese», wenn die Vorinstanz davon ausgehe, die Ausländerbehörden hätten ihm bei  seiner familiären Verhältnisse weder die Aufenthaltsbewilligung  noch die Niederlassungsbewilligung erteilt (Beschwerde Ziff. 8.1). Er übersieht, dass nicht entscheidend ist, ob die Ausländerbehörden in Kenntnis der wahren familiären Verhältnisse die Bewilligung verweigert hätten (vgl. vorne E. 2.1). Es genügt vielmehr, dass die verschwiegenen
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Tatsachen für den Bewilligungsentscheid massgeblich sein können (vgl. BGer 2C_944/2013 vom 21.3.2014, E. 2.1). Hiervon ist ohne weiteres , denn Partnerinnen oder Kinder im Ausland können – wie  geschehen (vgl. Bst. A) – früher oder später zu Gesuchen um  des Familiennachzugs Anlass geben, weswegen die  über die Umstände umfassend und wahrheitsgetreu aufzuklären ist (BGer 2C_915/2011 vom 24.4.2012, E. 3.2). Unbehelflich ist die  des Beschwerdeführers, mit seiner heutigen Ehefrau keine  geführt zu haben und sie nur wegen der Kinder und  deshalb geheiratet zu haben, weil sich seine Exfrau «überraschend» von ihm getrennt habe (Beschwerde Ziff. 8.2). Aktenkundig ist, dass er mit seiner heutigen Ehefrau im Oktober 2003 eine Liebesbeziehung  ist. Seit 2004 war das Paar religiös verheiratet, pflegte wöchentlich telefonischen Kontakt und der Beschwerdeführer besuchte seine heutige Ehefrau und die gemeinsamen Kinder zumindest alljährlich in Kosovo (vgl. VGE 2012/169 vom 13.3.2013, E. 3.2 und 4.1). Von sporadischem Kontakt kann daher entgegen dem Beschwerdeführer keine Rede sein. Die  bzw. Scheidung von der früheren Ehefrau erfolgte auch nicht , ist doch aktenkundig, dass die Eheleute A.-B._ bereits im Jahr 2004 eine Trennungserklärung unterzeichneten und B._ im Jahr 2006 ein Scheidungsbegehren einreichte, das sie allerdings wieder zurückzog (VGE 2012/169 vom 13.3.2013, E. 3.1). Vielmehr ist erstellt, dass der Beschwerdeführer während beinahe der gesamten Dauer der 2003 in der Schweiz geschlossenen Ehe eine Beziehung mit seiner  Ehefrau führte. Diese Parallelbeziehung hat er verschwiegen, um in der Schweiz ein Anwesenheitsrecht zu erlangen bzw. zu sichern.
2.4 Vor diesem Hintergrund ist der für die vorliegenden Rechtsfragen entscheidrelevante Sachverhalt erstellt. Die im vorinstanzlichen  vorab zu «Bestand und Verlauf der Ehe» (gemeint: Ehe A.- B._) beantragten Beweismassnahmen hätten zu keinen anderen Erkenntnissen führen können. Die POM hat daher das rechtliche Gehör nicht verletzt, indem sie von Befragungen des Beschwerdeführers, seiner Frau sowie der Exfrau abgesehen hat (vgl. angefochtener Entscheid E. 2c). Aus denselben Gründen erübrigen sich diese Beweismassnahmen auch im
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verwaltungsgerichtlichen Verfahren und sind die dahingehenden  daher abzuweisen.
2.5 Nach dem Gesagten ist nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz das Verschweigen von wesentlichen Tatsachen und damit das Vorliegen des Widerrufsgrunds nach Art. 63 Abs. 1 Bst. a i.V.m. Art. 62 Bst. a AuG bejaht hat.
3.
Zu prüfen bleibt die Verhältnismässigkeit des Bewilligungswiderrufs.
3.1 Der Widerruf der Niederlassungsbewilligung ist auch bei Vorliegen eines Widerrufsgrunds nur dann zulässig, wenn er aufgrund der im  vorzunehmenden Interessenabwägung als verhältnismässig erscheint (Art. 5 Abs. 2 der Bundesverfassung [BV; SR 101] und Art. 96 Abs. 2 AuG; BGer 2C_214/2013 vom 14.2.2014, E. 2.1; BVR 2013 S. 543 E. 4.1). Im Rahmen dieser Prüfung sind die öffentlichen Interessen an der  sowie die privaten Interessen der betroffenen Person gegeneinander abzuwägen. Zu berücksichtigen ist die Gesamtheit der rechtswesentlichen Umstände im Einzelfall, namentlich die Dauer der  Anwesenheit bzw. die Integration der betroffenen Person, das Alter im Zeitpunkt der Einreise sowie die Chancen einer Wiedereingliederung im Heimatland (vgl. BVR 2013 S. 543 E. 4.1; VGE 2013/336 vom 29.12.2014, E. 6.1).
3.2 Der POM ist zuzustimmen, wenn sie die Durchsetzung des  Ausländerrechts sowie die richtige Entscheidfindung im Rahmen eines Bewilligungsverfahrens als gewichtige öffentliche Interessen ansieht und dabei der Einhaltung der Mitwirkungspflicht der Ausländerinnen und  (Art. 90 AuG) grosse Bedeutung zumisst (VGE 2013/336 vom 29.12.2014, E. 6.2). Dem gegenüber steht angesichts seiner  langen Aufenthaltsdauer in der Schweiz – 11 Jahre im Zeitpunkt des Erlasses der Entfernungsmassnahme durch das MIP – ein nicht  persönliches Interesse des Beschwerdeführers am Verbleib in der Schweiz unter Aufrechterhaltung der Niederlassungsbewilligung. Dem Be-
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schwerdeführer ist zugute zu halten, dass er wirtschaftlich integriert ist. Er arbeitete stets beim gleichen Arbeitgeber, bezog nie Sozialhilfe und ist schuldenfrei. Überdies ist er soweit aktenkundig strafrechtlich nicht in  getreten. Sprachlich hat er sich dagegen nach  Feststellung der Vorinstanz nicht integrieren können (vgl.  Entscheid E. 4c). Der Beschwerdeführer, der über die kroatische Staatsbürgerschaft verfügt, jedoch in Kosovo geboren ist, reiste erst im Alter von 34 in die Schweiz ein. Einer seiner Brüder ist hier wohnhaft ( MIDI [act. 3B] pag. 63). Seine Kernfamilie, bestehend aus seiner  Ehefrau und den zwei gemeinsamen Kindern, lebt in Kosovo; ihnen wurde der Aufenthalt in der Schweiz verwehrt (VGE 2012/169 vom 13.3.2013). Die Feststellung, dass nicht von gefestigten sozialen Kontakten und Freundschaften zur einheimischen Bevölkerung oder von einer regen Teilnahme am gesellschaftlichen Leben in seiner Wohnregion  werden könne, bestreitet er nicht. Die Vorinstanz durfte seine  am Verbleib in der Schweiz auch insofern deutlich relativieren, als sein gesamter Aufenthalt auf einer Täuschung der Behörden und einem  Verhalten beruht (vgl. VGE 2013/336 vom 29.12.2014, E. 6.2). Da er selbst am 7. Mai 2010 noch angab (Akten MIDI [act. 3B] pag. 4), ledig zu sein und keine minderjährigen Kinder zu haben, liegt die Täuschungshandlung auch noch nicht solange zurück, dass sie nicht mehr berücksichtigt werden dürfte.
3.3 Der Beschwerdeführer bringt vor, er habe keinen Bezug mehr zu Kroatien, eine Familienzusammenführung sei dort nicht möglich. Es sei ihm aber noch weniger möglich, in Kosovo bei seiner Ehefrau und seinen  zu leben; als Kroate werde er in Kosovo nicht geduldet (vgl.  Ziff. 8.3 und 9).
3.3.1 Weshalb ihm die Wiedereingliederung in Kroatien, über dessen Staatsangehörigkeit er verfügt, nicht möglich sein soll, legt der  nicht näher dar; die Behauptung lässt sich auch anhand der Akten nicht erhärten. Vielmehr spricht für eine intakte Reintegrationsmöglichkeit, dass er vor Beginn (1991) und nach Ende (1995) des Kroatienkriegs in  gelebt und bis 2003 (Ausreise in die Schweiz) dort Wohnsitz gehabt hat (Akten MIDI [act. 3C] pag. 65 und 69) sowie die kroatische Sprache
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beherrscht (Akten MIDI [act. 3B] pag. 62 f.). Seiner Behauptung, eine  in Kroatien sei nicht möglich, widerspricht der , dass seine Töchter ebenfalls über die kroatische Staatsbürgerschaft verfügen (Akten MIDI [act. 3C] pag. 71). Weshalb seine heutige Ehefrau nicht in Kroatien würde leben können, legt der Beschwerdeführer nicht dar und ist auch nicht ersichtlich. Es ist daher davon auszugehen, dass dem Beschwerdeführer als sprachkundigem gesundem Mann Mitte 40 in  keine grösseren Hindernisse entgegenstehen als sie jeder antrifft, der in ein Land zurückkehrt, indem er bis vor gut zehn Jahren gelebt hat. Der Beschwerdeführer gab denn auch anlässlich der Befragungen in den  2006 und 2011 an, ohne weiteres in Kroatien leben zu können (Akten MIDI [act. 3B] pag. 67, [act. 3C] pag. 65).
3.3.2 Auch in Kosovo könnte sich der Beschwerdeführer eine Zukunft aufbauen. Er ist in Kosovo geboren und pflegte den Kontakt zu seinen dort wohnhaften Eltern auch in der Zeit, als er in Kroatien lebte (Akten MIDI [act. 3C] pag. 65). Sein Vater ist zwischenzeitlich verstorben. In Kosovo leben seine Mutter, ein Bruder mitsamt seiner Familie, seine heutige  und die gemeinsamen Töchter. Sie alle leben unter einem Dach (Akten MIDI [act. 3C] pag. 53, 70). Durch diese familiären Beziehungen ergibt sich eine enge Verbundenheit des Beschwerdeführers mit diesem Land (vgl. auch vorne E. 2.3). Er beherrscht auch die albanische Sprache (Akten MIDI [act. 3C] pag. 64). Inwiefern die kroatische Staatsbürgerschaft seine  ernsthaft erschweren könnte, substantiiert der  nicht und ist auch nicht ersichtlich. Immerhin leben beide Töchter, die ebenfalls über die kroatische Staatsbürgerschaft verfügen, seit ihrer Geburt in Kosovo. Ein bloss allgemeiner Hinweis auf eine schwierige soziale  in Kosovo genügt im Übrigen nicht (vgl. VGE 2012/53 vom 31.10.2012, E. 4.2.4 [bestätigt durch BGer 2C_1190/2012 vom 4.6.2013]). Dass er  (noch) nicht über ein Bleiberecht in Kosovo verfügt, fällt nicht ins , müsste er doch zuerst um ein solches ersuchen.
3.3.3 Somit steht fest, dass der Beschwerdeführer über intakte Chancen verfügt, sowohl in Kroatien als auch in Kosovo eine gemeinsame Zukunft mit seiner heutigen Ehefrau und den gemeinsamen Kindern aufzubauen.
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Eine solche ist ihm in der Schweiz verwehrt. Die strittige Massnahme steht einer Familienzusammenführung nicht entgegen.
3.4 Vor diesem Hintergrund hat die POM zu Recht erkannt, dass die massgeblichen öffentlichen Interessen die privaten Interessen des  am weiteren Verbleib in der Schweiz überwiegen und sich der Widerruf der Niederlassungsbewilligung als verhältnismässig erweist.
3.5 Nachdem die Voraussetzungen für den Widerruf der  erfüllt sind und der Rechtsmissbrauch bzw. das  wesentlicher Tatsachen gemäss Art. 62 Bst. a AuG  zum Widerruf bzw. zur Nichtverlängerung einer  führen würde, kann die Beschwerde auch nicht im  – Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung – gutgeheissen werden (vgl. BGer 2C_980/2012 vom 8.5.2013, E. 5.5 mit Hinweisen). Insbesondere scheidet unter diesen Umständen auch die ermessensweise Gewährung der Aufenthaltsbewilligung nach Art. 33 Abs. 3 AuG aus (BVR 2011 S. 289 E. 6; s. auch BVR 2013 S. 73)
4.
4.1 Die Beschwerde erweist sich somit als offensichtlich unbegründet und ist abzuweisen, soweit auf sie eingetreten werden kann (vgl. vorne E. 1.2). Das Verwaltungsgericht beurteilt solche Rechtsmittel in  (Art. 56 Abs. 3 des Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die  der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1]). Da die vorinstanzlich angesetzte Ausreisefrist abgelaufen ist, ist praxisgemäss eine neue festzusetzen.
4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der unterliegende  kostenpflichtig (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Parteikosten sind keine zu sprechen (Art. 108 Abs. 3 i.V.m. Art. 104 Abs. 1 und 3 VRPG).
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