Decision ID: e45d08ec-0fb8-40ed-863e-abecf6303a69
Year: 2014
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt:
A.- Die X AG war im Jahre 2007 noch als Z AG im Handelsregister eingetragen. Mit der
späteren Änderung der Firma wurde auch der Sitz von Buchs SG nach Sevelen verlegt
sowie der Zweck der Unternehmung geändert. Vorher bestand der Zweck in Erwerb,
Überbauung, Verwaltung, Vermietung und Veräusserung von Liegenschaften. Die
Gesellschaft konnte Zweigniederlassungen und Tochtergesellschaften errichten sowie
sich an andern Unternehmen beteiligen. Heute ist der Zweck der Gesellschaft die
Verwaltung des eigenen Vermögens. Die Gesellschaft kann Anlagegeschäfte aller Art
tätigen, Darlehen gewähren, die daraus resultierenden Erträge vereinnahmen und
verwenden, Kredite aufnehmen und Pfänder bestellen. Wirtschaftlich beherrscht wird
sie von W, die Alleinaktionärin, alleinige Verwaltungsrätin und Geschäftsleiterin ist. Für
das Steuerjahr 2007 deklarierte die Z AG am 8. Dezember 2008 aufgrund des
Jahresabschlusses per 31. Dezember 2007 unter anderem nach Berücksichtigung
einer Wertberichtigung für Wertschriften in der Höhe von Fr. -100'000.– sowie
verbuchten Fahrzeugaufwendungen von Fr. 996.30 einen Reingewinn von Fr. 71'064.–.
Die Veranlagungsbehörde liess die Wertberichtigung nicht zu und rechnete der
Steuerpflichtigen die Fr. 100'000.– auf. Sodann rechnete sie für eine unverbuchte
Entnahme des Geschäftsfahrzeugs einen Betrag von Fr. 10'000.– sowie für die nicht als
geschäftsmässig begründeten Aufwand anerkannten Fahrzeugaufwendungen einen
Betrag von Fr. 996.– auf. Für die Kantonssteuer 2007 ergab sich damit ein steuerbarer
Gewinn von Fr. 160'800.– sowie ein steuerbares Kapital von Fr. 2'941'000.–. Für die
direkte Bundessteuer 2007 wurde die Gesellschaft ebenfalls mit einem steuerbaren
Gewinn von Fr. 160'800.– veranlagt. Die gegen diese Veranlagungen erhobenen
Einsprachen wurden mit Einspracheentscheiden vom 22. Juli 2013 abgewiesen.
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B.- Gegen den Einspracheentscheid über die Kantonssteuer 2007 erhob die X AG mit
Eingabe ihres Rechtsvertreters vom 13. August 2013 Rekurs bei der
Verwaltungsrekurskommission mit den Anträgen, der Einspracheentscheid vom 22. Juli
2013 betreffend die Staats- und Gemeindesteuer für die Steuerperiode 2007 und die
darauf gestützte Steuerberechnung von Fr. 26'211.05 seien aufzuheben. Im Sinne der
Begründung sei eine neue Veranlagungsverfügung und Schlussrechnung zu erlassen,
die von einem Reingewinn von Fr. 72'060.– und einem Eigenkapital von Fr. 2'862'460.–
ausgehe (Ziff. 1); alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Vorinstanz
(Ziff. 2). Gegen den Einspracheentscheid über die direkte Bundessteuer 2007 erhob die
X AG mit Eingabe ihres Rechtsvertreters vom 16. August 2013 Beschwerde bei der
Verwaltungsrekurskommission mit den Anträgen, der Einspracheentscheid vom 22. Juli
2013 betreffend die direkte Bundessteuer für die Steuerperiode vom 1. Januar 2007 bis
zum 31. Dezember 2007 und die darauf gestützte Steuerberechnung von Fr. 13'668.–
seien aufzuheben. Es sei im Sinne der Begründung eine neue Veranlagungsverfügung
und Schlussrechnung zu erlassen, die von einem Reingewinn von Fr. 72'060.– ausgehe
(Ziff. 1); alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Steueramtes (Ziff.
2).
Die Vorinstanz verwies in ihrer Eingabe vom 30. September 2013 auf die Ausführungen
in den beiden Einspracheentscheiden vom 22. Juli 2013 und stellte den Antrag auf
Abweisung von Rekurs und Beschwerde, unter Kosten- und Entschädigungsfolge
zulasten der Rekurrentin und Beschwerdeführerin.
Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge wird,

soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Erwägungen:
1.- Angefochten sind die Einspracheentscheide über die Kantonssteuer sowie die
direkte Bundessteuer aufgrund des Rechnungsabschlusses per 31. Dezember 2007.
Zwar müssen für Rekurs und Beschwerde verschiedene Entscheide ergehen; sie
können indessen in einem einzigen Dokument mit Verweisungen und einem
gemeinsamen Dispositiv, das die beiden Steuern allerdings ausdrücklich
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auseinanderhält, enthalten sein (vgl. BGE 130 II 509 = Pra 2005 Nr. 114 E. 8.3; BGE
135 II 260 = Pra 2010 Nr. 37 E. 1.3.1).
2.- Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die
Verwaltungsrekurskommission ist zum Sachentscheid zuständig. Die Befugnis zur
Rekurserhebung ist gegeben. Der Rekurs vom 13. August 2013 und die Beschwerde
vom 16. August 2013 sind rechtzeitig eingereicht worden. Sie erfüllen in formeller und
inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen Anforderungen (Art. 194 Abs. 1 des
Steuergesetzes, sGS 811.1, abgekürzt: StG, bzw. Art. 140 des Bundesgesetzes über
die direkte Bundessteuer, SR 642.11, abgekürzt: DBG; Art. 7 Abs. 1 der Verordnung
zum Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer, sGS 815.1; Art. 41 lit. h Ziff. 1 und
Art. 48 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt: VRP).
Auf den Rekurs und die Beschwerde ist einzutreten.
3.- Umstritten ist die Zulässigkeit der durch die Rekurrentin und Beschwerdeführerin
vorgenommenen Wertberichtigung der Wertschriften im Umfang von Fr. 100'000.–, die
von der Vorinstanz aufgerechnet wurden.
a) Gemäss Art. 82 Abs. 1 StG setzt sich der steuerbare Reingewinn aus dem Saldo der
Erfolgsrechnung (lit. a), allen vor Berechnung des Saldos der Erfolgsrechnung
ausgeschiedenen Teilen des Geschäftsergebnisses, die nicht zur Deckung von
geschäftsmässig begründetem Aufwand verwendet wurden (lit. b), den der
Erfolgsrechnung nicht gutgeschriebenen Erträgen, mit Einschluss der Kapital-,
Aufwertungs- und Liquidationsgewinne (lit. c) und den Zinsen auf verdecktem
Eigenkapital (lit. d) zusammen. Die Bestimmung hält sich an die Vorgaben von Art. 24 f.
des Bundesgesetzes über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und
Gemeinden (SR 642.14, abgekürzt: StHG) und deckt sich mit Art. 58 Abs. 1 DBG. Die
Voraussetzungen einer Abschreibung, vorübergehenden Wertberichtigung oder
Rückstellung müssen auf den Zeitpunkt des Bilanzstichtags beurteilt werden (Art. 662
Abs. 2 i.V.m. Art. 958 Abs. 1 und 960 Abs. 2 aOR). Die bis zum Zeitpunkt der
Bilanzerrichtung erhaltenen Informationen können in den Jahresrechnungen noch
verwertet werden, insoweit als sie sich auf die Verhältnisse am Bilanzstichtag beziehen.
Eine umfassendere Berücksichtigung nachträglicher Ereignisse widerspräche jedoch
dem Stichtagscharakter der Jahresrechnungen und dem ertragssteuerrechtlichen
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Grundsatz der periodengerechten Gewinnbesteuerung (StE 1987, B 72.14.2 Nr. 6).
Unmittelbar drohende Verluste sind nur dann gegeben, wenn der Eintritt des Verlustes
mit annähernder Gewissheit zu erwarten ist oder unmittelbar bevorsteht (Francis
Cagianut/Ernst Höhn, Unternehmenssteuerrecht, 3. Aufl.1993, § 13 N 70).
b) Die Z AG wies in der Bilanz per 31. Dezember 2007 Wertschriften im Wert von Fr.
1'992'621.83 aus und zog davon eine Wertberichtigung in der Höhe von Fr. 100'000.–
ab. Ein entsprechender Abzug in der Höhe von Fr. 100'000.– unter dem Titel
Wertberichtigung Wertschriften wurde auch in der Erfolgsrechnung 2007 verbucht. Aus
dem Depotauszug der Raiffeisenbank Werdenberg per 31. Dezember 2007 ist
ersichtlich, dass die Wertschriften damals gesamthaft einen Kurswert von
Fr. 2'142'352.85 hatten. Die davon abweichende tiefere Bewertung der Wertschriften in
der Jahresrechnung 2007 ist anhand der Aufstellung "Wertschriften-Bestand per
31.12.2007" ausgewiesen. Es ist unbestritten, dass es sich dabei um eine korrekte
Bewertung nach Art. 667 aOR handelt. Hinsichtlich der zusätzlichen
Wertberichtigungen in der Höhe von gesamthaft pauschal Fr. 100'000.– ist
festzuhalten, dass sich die Finanzkrise zwar bereits im Jahre 2007 bemerkbar machte –
wie die Rekurrentin und Beschwerdeführerin unter Berufung auf diverse Publikationen
aus der Finanzwirtschaft darlegte – und die Aktienkurse sanken, vorliegend jedoch auf
den Bilanzstichtag vom 31. Dezember 2007 abzustellen ist. Die weiteren Verluste durch
sinkende Kurswerte realisierten sich erst im Jahre 2008 und sind dementsprechend für
die Steuern 2007 nicht relevant. Aktienkurse sind stets Kursschwankungen unterworfen
und es rechtfertigt sich nicht, die im Folgejahr tieferen Kurse bereits im vorangehenden
Steuerjahr zu berücksichtigen. Die Funktion der Steuerwerte ist gerade eine
Wertbestimmung per Jahresende, die massgeblich für die Steuerveranlagung ist. Ein
weiterer Pauschalabzug von Fr. 100'000.– ist unbegründet. Im Übrigen kann der in der
Jahresrechnung 2007 veranschlagte Wert der Wertschriften nicht davon abhängig sein,
zu welchem Zeitpunkt die Bilanzerrichtung erfolgte; dann wäre die Steuerveranlagung
unterschiedlich, je nachdem, wie lange mit der Bilanzerrichtung zugewartet würde, was
nicht sachdienlich sein kann. Schliesslich finden die Kursverluste des Jahres 2008 in
die Jahresrechnung 2008 Eingang und erhalten damit auch im Steuerjahr 2008 ihre
Berücksichtigung. Dementsprechend müssen die Wertberichtigungen in der Höhe von
Fr. 100'000.– der Rekurrentin und Beschwerdeführerin aufgerechnet werden, was
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gleichermassen sowohl für die Kantonssteuer als auch für die direkte Bundessteuer gilt
(Art. 82 Abs. 1 lit. b Ziff. 2 StG; Art. 58 Abs. 1 lit. b DBG).
4.- Sodann ist auch die Aufrechnung einer stillen Entnahme des Geschäftsfahrzeugs in
der Höhe von Fr. 10'000.– umstritten.
a) Geldwerte Leistungen bzw. geschäftsmässig nicht begründete Zuwendungen einer
Kapitalgesellschaft an ihren Gesellschafter stellen Gewinnausschüttungen dar, wenn
sie nicht als Kapitalrückzahlung zu qualifizieren sind und ohne entsprechende
Gegenleistung des Gesellschafters erfolgen (vgl. Richner/Frei/Kaufmann/Meuter,
Handkommentar zum DBG, 2. Aufl. 2009, N 88 zu Art. 58 DBG). Bei verdeckten
Gewinnausschüttungen handelt es sich um geldwerte Leistungen und Vorteile, die
ohne entsprechende Gegenleistung an Personen gewährt werden, die unmittelbar oder
mittelbar mit der juristischen Person beteiligungsrechtliche Beziehungen haben.
Verdeckt sind solche Leistungen insofern, als sie buchmässig nicht offen ausgewiesen
werden, sondern unter einem Aufwandtitel der Erfolgsrechnung belastet werden, oder
unter anderem dann, wenn ein unter- oder überpreisiger Kauf stattfindet. Den
Beteiligten oder einer diesen nahestehenden Person werden Leistungen erbracht,
welche im normalen Geschäftsverkehr einem unbeteiligten Dritten nicht gewährt
würden (vgl. Richner/Frei/Kaufmann/ Meuter, a.a.O., N 95 und 125 zu Art. 58 DBG;
Weidmann/Grossmann/Zigerlig, Wegweiser durch das st. gallische Steuerrecht, 6. Aufl.
1999, S. 279 f.). Massgebend ist das "arm's length"-Prinzip. Zu prüfen ist demnach,
wie gegenüber einem unbeteiligten Dritten gehandelt worden wäre. Dabei kommt es
darauf an, was die für das Unternehmen handelnden Organe in guten Treuen als
betrieblich begründet angesehen haben. Allein Ungeschicklichkeit der
Unternehmensleitung führt nicht zur Besteuerung der Leistung. Ein gewichtiges Indiz
für eine verdeckte Gewinnausschüttung liegt vor, wenn zwischen der
Aktiengesellschaft und dem Aktionär unübliche Rechtsgeschäfte vollzogen werden (vgl.
Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N 98 zu Art. 58 DBG; VRKE I/1-2010/165 vom
18. August 2011, im Internet unter www.gerichte.sg.ch).
Für die Beweislastverteilung ist im Zusammenhang mit verdeckten
Gewinnausschüttungen zu differenzieren: Ist streitig, ob einer Leistung der Gesellschaft
überhaupt eine Gegenleistung des Beteiligten gegenüberstehe, trägt die Gesellschaft
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die Beweislast für das Vorhandensein einer solchen Gegenleistung (Beweis der
geschäftsmässigen Begründetheit der Leistung). Ist bei Vorhandensein einer
Gegenleistung des Beteiligten an die Gesellschaft umstritten, ob zwischen den
gegenseitigen Leistungen ein offensichtliches Missverhältnis besteht und ob deshalb
auf eine verdeckte Gewinnausschüttung geschlossen werden dürfe, so ist die
Steuerbehörde für das behauptete Missverhältnis beweisbelastet (natürliche
Vermutung für die geschäftsmässige Begründetheit der Leistung; vgl. Richner/Frei/
Kaufmann/Meuter, a.a.O., N 109 zu Art. 58 DBG).
b) Vorliegend stellt sich vorab die Frage, ob überhaupt eine Leistung der Gesellschaft
an die Alleinaktionärin, alleinige Verwaltungsrätin und Geschäftsleiterin erfolgt ist. Ist
nämlich gar keine Leistung erfolgt, so kann diese auch nicht in einem Missverhältnis zu
einer allfälligen Gegenleistung stehen. Gemäss dem im Steuerrecht geltenden
allgemeinen Grundsatz, dass die Steuerbehörde die Beweislast für die
steuerbegründenden Tatsachen trägt, während den Steuerpflichtigen die Beweislast für
Tatsachen trifft, welche die Steuerschuld aufheben oder mindern, ist diesbezüglich die
Steuerbehörde beweispflichtig (Weidmann/Grossmann/Zigerlig, a.a.O., S. 379 f.). Die
Rekurrentin und Beschwerdeführerin führt in den Eingaben vom 13. und 16. August
2013 zusammengefasst aus, dass das im Jahr 1998 gekaufte Firmenfahrzeug im Jahr
2007 auf null abgeschrieben worden sei. Erst für das Jahr 2009 habe man das
Motorfahrzeug in der privaten Steuererklärung deklariert, das bis dahin der Z AG gehört
habe. Die Vorinstanz hingegen führt aus, dass es sich beim Kaufgeschäft zwischen der
AG und der natürlichen Person der Alleinaktionärin um einen buchungspflichtigen
Tatbestand handle, der jedoch in den Buchhaltungen 2007, 2008 und 2009 nicht
erfasst sei. Sodann hätten Abklärungen beim Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt
ergeben, dass der besagte VW Golf auch noch zum Zeitpunkt der
Einspracheentscheide auf die Z AG eingelöst gewesen sei.
Weder aus der Buchhaltung noch aus den Informationen des Strassenverkehrs- und
Schifffahrtsamtes lässt sich also ein Eigentumsübergang im Jahre 2007 ableiten.
Weiter verweist die Vorinstanz auf eine Rechnung betreffend den VW Golf vom 4. Juni
2008, die auf die Alleinaktionärin persönlich ausgestellt ist. Wenn der Garagist auf der
Rechnung nicht zwischen der Privatperson der Alleinaktionärin und der Unternehmung
entscheidet, ist dies jedoch noch kein Indiz für eine Privatentnahme. Sodann kann auch
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aus dem Umstand, dass das Fahrzeug im Jahre 2007 bis auf Fr. 0.– und nicht nur bis
zum Pro-Memoria-Wert von Fr. 1.– abgeschrieben wurde, keine Privatentnahme
gefolgert werden. Eine vollständige Abschreibung ist nicht mit einer Privatentnahme
gleichzusetzen. Es spricht nichts dagegen, dass abgeschriebene Vermögenswerte im
Geschäftsvermögen verbleiben. Es gibt also keine Anhaltspunkte dafür, dass im Jahre
2007 eine Privatentnahme stattgefunden hat. Dementsprechend erübrigt sich die Frage
nach einer verdeckten Gewinnausschüttung bzw. der Realisierung stiller Reserven und
dem Verkehrswert des Fahrzeugs in der Steuerperiode 2007. Dies wird für die
Steuerperiode, in der die Privatentnahme tatsächlich stattgefunden hat, überprüft
werden müssen.
Im Übrigen wurde der VW Golf im Jahre 1998 durch die Z AG gekauft und auch in den
Jahren 2007 und 2008 noch buchmässig in der AG geführt. Dass das Fahrzeug dabei
mit dem Wert von Fr. 0.– und nicht zum Pro-Memoria-Wert von Fr. 1.– aufgeführt ist,
kann dabei nicht ausschlaggebend sein. Im Gegensatz zu einer natürlichen Person, bei
der eine Einordnung in Geschäfts- und Privatvermögen nach der Zweckbestimmung
der Gegenstände erfolgt, sind für die Verhältnisse zwischen einer natürlichen und einer
juristischen Person die Eigentumsverhältnisse entscheidend (vgl. Weidmann/
Grossmann/Zigerlig, a.a.O., S. 50 ff.). Selbst wenn das Fahrzeug geschäftlich
tatsächlich nicht mehr benötigt wird, kann aus diesem Umstand dementsprechend
keine Privatentnahme eines im Eigentum der Unternehmung stehenden Gegenstands
abgeleitet werden.
Überdies wurde der VW Golf am 22. Dezember 2006 amtlich geprüft. Im
massgeblichen Zeitpunkt Ende 2007 lag die amtliche Prüfung also bereits mehr als ein
Jahr zurück. Die von der Vorinstanz herangezogenen Offertpreise aus dem
Internetportal auto-scout24.ch bezogen sich selbstredend auf MFK-geprüfte
Fahrzeuge, weshalb sie im konkreten Fall zum Vergleich untauglich sind. Für einen
neunjährigen Golf IV, der nicht frisch ab MFK angeboten wird, ist ein Verkaufspreis von
Fr. 10'000.– völlig unrealistisch.
5.- Zusammenfassend wird festgehalten, dass die Aufrechnung der
Wertberichtigungen betreffend die Wertschriften in der Höhe von Fr. 100'000.– durch
die Vorinstanz zu Recht erfolgte. Eine verdeckte Gewinnausschüttung hingegen kann
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der Rekurrentin und Beschwerdeführerin im Jahre 2007 nicht nachgewiesen werden.
Dementsprechend hat die durch die Vorinstanz vorgenommene Aufrechnung für die
Privatentnahme eines Fahrzeugs in der Höhe von Fr. 10'000.– zu unterbleiben. Folglich
sind Rekurs und Beschwerde teilweise gutzuheissen. Der vorinstanzliche Entscheid ist
aufzuheben und die Rekurrentin und Beschwerdeführerin hinsichtlich der
Kantonssteuer 2007 mit einem steuerbaren Gewinn von Fr. 150'860.– und einem
steuerbaren Kapital von Fr. 2'941'260.–, und hinsichtlich der direkten Bundessteuer
2007 mit einem steuerbaren Gewinn von Fr. 150'860.– zu veranlagen.
6.- Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten zu neuen
Zehnteln der Rekurrentin und Beschwerdeführerin und zu einem Zehntel dem Staat
aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP; Art. 144 Abs. 1 DBG). Eine Entscheidgebühr von je
Fr. 1'000.–, d.h. gesamthaft Fr. 2'000.– erscheint angemessen (Art. 144 Abs. 5 DBG,
Art. 7 Ziff. 122 Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Der geleistete
Kostenvorschuss von Fr. 2'000.– ist mit dem Kostenanteil der Rekurrentin und
Beschwerdeführerin zu verrechnen und dieser ist der Rest von Fr. 200.–
zurückzuerstatten. Bei diesem Verfahrensausgang erfolgt keine Entschädigung
ausseramtlicher Kosten (vgl. Art. 98 VRP; R. Hirt, Die Regelung der Kosten nach
st. gallischem Verwaltungsrechtspflegegesetz, Diss. St. Gallen 2004, S. 183).