Decision ID: c55d30c6-0981-561f-ae16-a5022d294170
Year: 2010
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
J._,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Roland Hochreutener, St. Leonhard-Strasse 20,
Postfach, 9001 St. Gallen,
gegen
Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358,
6002 Luzern,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
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Versicherungsleistungen
Sachverhalt:
A.
A.a J._ war bei der A._ tätig als sie am 24. Juni 1994 bei einem Verkehrsunfall
eine Acetabulumfraktur links, diverse Zahnfrakturen, eine Commotio cerebri sowie eine
Rissquetschwunde im Augenlidbereich links erlitt (UV-act. 1). In der Folge war sie vom
25. Juni bis 13. Juli 1994 im Kantonsspital St. Gallen hospitalisiert (UV-act. 6). Im
Bericht des Kantonsspitals vom 25. Oktober 1994 wurden ein günstiges Ergebnis vier
Monate nach Osteosynthese mit fast völliger Beschwerdefreiheit der Patientin und
konsolidierter Fraktur bestätigt (UV-act. 15). Anlässlich der kreisärztlichen
Untersuchungen vom 23. Dezember 1994 und 31. Januar 1995 wurden klinisch
günstige gesundheitliche Verhältnisse am Hüftbereich festgestellt, wobei die
Versicherte weiterhin über Beschwerden klagte. Ab 13. bzw. 20. Februar 1995 bestand
eine volle Arbeitsfähigkeit bei beherrschbarer Beschwerdesituation (vgl. UV-act. 19, 23,
24, 25, 33, 34, 35, 37). Am 4. September 1995 verfügte die Suva eine Kürzung der
Geldleistungen um 10 % wegen grobfahrlässiger Verursachung des Unfalls vom 24.
Juni 1994 durch die Versicherte (UV-act. 38). Diese Verfügung erwuchs in Rechtskraft.
A.b Im Januar 1999 liess die Versicherte der Suva durch ihren Hausarzt Dr. med.
B._, Spezialarzt Innere Medizin FMH, melden, die leicht herausstehende Schraube
(im Hüftbereich) störe sie beim Tragen der Sicherheitsgurten, weshalb diese zu
entfernen sei (UV-act. 41). Im Bericht des Kantonsspitals vom 2. Februar 1999 wurde
eine Indikation zur Metallentfernung verneint (UV-act. 43). Am 5. Dezember 1999 teilte
Dr. B._ den Behandlungsabschluss mit (UV-act. 47). Im Mai 2000 liess die
Versicherte durch ihren Hausarzt neu aufgetretene Beschwerden am linken Knie als
Folge der chronischen Fehlbelastung nach dem Unfall melden (UV-act. 52), für welche
die Suva ihre Zuständigkeit in der Folge (mangels Unfallkausalität der gestellten
Diagnose einer Insertionstendinose am linken Knie) verneinte (vgl. UV-act. 56 S. 2 und
58).
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A.c Im Januar 2001 suchte die Versicherte wegen Schmerzen im Bereich der linken
Hüfte erneut ihren Hausarzt auf. Eine Arbeitsunfähigkeit ergab sich hieraus nicht (UV-
act. 63). Die Suva kam für die Behandlungskosten auf. In den folgenden Jahren
(2002-2006) fanden in grösseren zeitlichen Abständen (zwei bis sechs Monate) ärztliche
Konsultationen (ohne Arbeitsunfähigkeiten) wegen chronisch rezidivierender
Schmerzen im linken Knie und in der linken Hüfte statt, wobei die Kniebehandlungen
zulasten der Krankenkasse gingen (UV-act. 65-69, 73-75, 77).
A.d Am 5. März 2008 meldete die C._ (als aktuelle Arbeitgeberin der Versicherten),
einen Rückfall bzw. Spätfolgen zum Unfall von 1994 mit Arbeitsaussetzung seit 5.
Dezember 2007 (UV-act. 104). Nach Durchführung von medizinischen Abklärungen
eröffnete die Suva dem Rechtsvertreter der Versicherten, Rechtsanwalt lic. iur. R.
Hochreutener, St. Gallen, mit Verfügung vom 25. September 2008, dass einzig die
Gefühlsstörung vom Beckenkamm aussenseitig am Oberschenkel links als Unfallfolge
angesehen werden könne. Ausschliesslich hierfür würden Leistungen erbracht, wobei
die TENS-Therapie nicht mehr indiziert sei. Die unfallkausale Störung begründe
indessen keine Arbeitsunfähigkeit, so dass keine Taggeldleistungen ausgerichtet
werden könnten. Für die übrigen Beschwerden bestehe kein wahrscheinlicher
Unfallkausalzusammenhang (UV-act. 127). Die gegen diese Verfügung erhobene
Einsprache (UV-act. 134, 141) wies die Suva mit Einspracheentscheid vom 19. Mai
2009 ab.
B.
B.a Gegen diesen Einspracheentscheid erhob Rechtsanwalt Hochreutener für die
Versicherte mit Eingabe vom 22. Juni 2009 Beschwerde mit den Anträgen, der
Entscheid sei aufzuheben, und es seien der Beschwerdeführerin die gesetzlichen
Leistungen, insbesondere Taggeldleistungen und Heilbehandlungskosten zu erbringen.
Eventualiter sei die Angelegenheit zur Durchführung weiterer Abklärungen an die
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Zur Begründung führte der Rechtsvertreter unter
anderem aus, der Suva-Arzt Dr. med. D._ stütze die Verweigerung weiterer
Leistungen auf die blosse Annahme, dass sich die Beschwerdeführerin an die
gesundheitliche Störung gewöhnt habe. Sie benötige jedoch zur Schmerzlinderung
weiterhin Medikamente und müsse regelmässig Therapien in der
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Schmerzsprechstunde des Kantonsspitals St. Gallen (Dr. med. E._) in Anspruch
nehmen. Die Einschätzung des Suva-Arztes stehe nicht nur im Widerspruch zur
Einschätzung des Hausarztes, sondern auch zur Beurteilung des Schmerzspezialisten
Dr. med. E._ (act. G 1.1/7), wonach bei zahlreichen Patienten eine Gewöhnung an
den Schmerzzustand nicht möglich sei. Der medizinische Endzustand sei auch deshalb
nicht erreicht, weil weitere Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung stünden und
medizinisch offenbar auch indiziert seien. Von einer Gewöhnung an die Schmerzen
könne nicht die Rede sein. Im Weiteren habe die Beschwerdegegnerin nicht abgeklärt,
welcher Anteil der von Dr. med. F._, Orthopädie FMH, attestierten Einschränkung der
funktionellen Leistungsfähigkeit von 20 % unfallbedingt sei. Wie aus der Stellungnahme
von Dr. E._ vom 18. Juni 2009 hervorgehe, seien die Möglichkeiten zur Ermittlung der
unfallbedingten Einschränkung der funktionellen Leistungsfähigkeit bisher noch nicht
hinreichend ausgeschöpft worden. Im angefochtenen Entscheid werde sodann nicht
dargelegt, aus welchen Gründen die Leistungspflicht in Bezug auf die Gefühlsstörung
im Oberschenkel nicht mehr gelten solle. Dass die Gefühlsstörungen vom
Beckenkamm aussenseitig am Oberschenkel links sowie die Hüftschmerzen als
wahrscheinliche Unfallfolgen angesehen würden, sei aufgrund der Akten erstellt. Auf
das Gutachten von Dr. F._ und den Aktenbericht von Dr. D._ könne nicht abgestellt
werden. Dr. F._ habe sich nicht mit der abweichenden Beurteilung des Hausarztes
auseinandergesetzt. Ferner weise selbst Dr. F._ darauf hin, dass allenfalls die
Abklärung einer AC-Gelenksarthrose indiziert sei. Sodann befürworte Dr. med. G._
(UV-act. 126) eine Vorstellung beim Neurochirurgen. Dennoch habe die
Beschwerdegegnerin zu Unrecht keine weiteren Abklärungen veranlasst.
Dementsprechend sei ein umfassendes spezialärztliches Gutachten und
gegebenenfalls die zusätzliche Abklärung der funktionellen Leistungsfähigkeit in Form
einer BEFAS-Berufserprobung durchzuführen.
B.b In der Beschwerdeantwort vom 21. September 2009 beantragte die
Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde und Bestätigung des angefochtenen
Einspracheentscheids. Zur Begründung verwies sie auf die Erwägungen des
Einspracheentscheids, welche sie zum integrierenden Bestandteil der
Beschwerdeantwort erklärte. Im Weiteren führte sie unter anderem aus, die
Beschwerdeführerin habe ihr Arbeitspensum aus familiären Gründen (Geburt der
Kinder) und nicht wegen der Unfallfolgen reduziert. Sie mache den Unfall für sämtliche
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körperliche Beschwerden verantwortlich. Offensichtlich sei sie insbesondere auf die
Schraube in der Hüfte fixiert, obwohl keinerlei Indikation zur Metallentfernung bestehe.
Die Beschwerdegegnerin habe die Heilkosten in Bezug auf die Hüftproblematik nie
eingestellt. Den ärztlichen Stellungnahmen sei keine Unfallkausalität der nicht die Hüfte
betreffenden Beschwerden zu entnehmen. Die Stellungnahmen des Hausarztes
vermöchten keine überwiegend wahrscheinliche Unfallkausalität der Knie- und LWS-
Beschwerden zu belegen. Auf eine aus Gefälligkeit attestierte Arbeitsunfähigkeit sei
nicht abzustellen. Rein von den Unfallfolgen her sei keine Arbeitsunfähigkeit begründet
(UV-act. 125, 146).
B.c Mit Replik vom 25. September 2009 und Duplik vom 19. Oktober 2009 bestätigten
die Parteien ihre Anträge und Ausführungen.

Erwägungen:
1.
Streitig ist, ob bzw. inwiefern die Beschwerdegegnerin für die am 5. März 2008 von der
Arbeitgeberin der Beschwerdeführerin gemeldeten Beschwerden mit
Arbeitsaussetzung seit 5. Dezember 2007 (UV-act. 104 und 141 Beilage 1)
aufzukommen hat. Gegenstand der durch den angefochtenen Entscheid bestätigten
Verfügung vom 25. September 2008 war zum einen die ausdrückliche Anerkennung der
Unfallkausalität der Gefühlsstörungen im Bereich des linken Beckens bzw.
Oberschenkels (UV-act. 127; act. G 5). Diese steht somit in diesem Verfahren
grundsätzlich, d.h. soweit sich nicht Abgrenzungsfragen zu anderen
Gesundheitsschäden stellen, nicht zur Diskussion. Die Beschwerdegegnerin lehnte nun
allerdings in diesem Zusammenhang die weitere Übernahme der Tens-Therapie ab
(UV-act. 127 S. 2). Im angefochtenen Entscheid hielt sie überdies fest, eine allfällige
Weiterabklärung (und eventuell auch Therapie) wegen des Nervus cutaneus femoris
lateralis sei nicht notwendig (UV-act. 147 S. 5). Die Rechtmässigkeit dieser
Leistungsablehnung ist im vorliegenden Verfahren streitig (act. G 7 S. 2) und zu prüfen.
Sodann wurden die Ablehnung einer unfallkausalen Arbeitsunfähigkeit sowie die
Verneinung der Unfallkausalität der übrigen Beschwerden (insbesondere lumbale
Rückenschmerzen und unklare Beinbeschwerden; vgl. UV-act. 105, 116) verfügt und
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mit Einspracheentscheid bestätigt. Dies bildet ebenfalls Gegenstand der
nachstehenden Überprüfung. Beschwerden aufgrund einer schleudertraumaähnlichen
Verletzung - die Beschwerdeführerin erlitt am 24. Juni 1994 unter anderem auch eine
Commotio cerebri - werden weder geltend gemacht noch sind solche aus den Akten
ersichtlich, so dass sich diesbezügliche Ausführungen erübrigen. Eine allfällige
Unfallbedingtheit der aus den medizinischen Akten ersichtlichen psychischen Probleme
(UV-act. 141 Beilage 2) bildete nicht Gegenstand des angefochtenen Entscheids und
wird auch in diesem Verfahren nicht geltend gemacht; eine solche ist hier demgemäss
ebenfalls nicht zu prüfen. Die Beschwerdegegnerin legte im angefochtenen Entscheid
(Erw. 1 und 2) die rechtlichen Voraussetzungen des Vorliegens einer adäquaten
Unfallkausalität von gesundheitlichen Beschwerden und die Leistungspflicht bei
Rückfällen und Spätfolgen zutreffend dar; darauf ist zu verweisen.
2.
2.1 Am 21. August 2003 teilte die H._, St. Gallen, der Beschwerdegegnerin mit, die
Beschwerdeführerin sei seit 1996 bei ihnen tätig. Bis Mai/Juni 2001 habe sie eigentlich
immer zu 100 % gearbeitet. Dann sei sie schwanger geworden (Geburt des Kindes am
5. Februar 2002). Während der ganzen Schwangerschaft habe sie in etwa 50 %
gearbeitet (alles sei über Krankheit gelaufen). Nach Geburt und
Schwangerschaftsurlaub von 10 Wochen habe sich die Beschwerdeführerin am 16. Mai
2002 gemeldet und einen unbezahlten Urlaub bis 16. Juni 2002 gewünscht. Sie habe
auch mitgeteilt, dass sie anschliessend aus familiären Gründen nur noch halbtags
arbeiten wolle. Dies sei bewilligt worden. Ab 17. Juni 2002 habe sie dann nur noch zu
50 % gearbeitet. Dies sei heute noch so. Eine unfallbedingte Arbeitsreduktion (wegen
der linken Hüfte) habe nie zur Diskussion gestanden (UV-act. 72). Dr. B._ hielt
demgegenüber im Bericht vom 28. Dezember 2003 fest, seit Juni 2002 arbeite die
Beschwerdeführerin infolge der unfallbedingten Schmerzen (in der linken Hüftregion)
nur zu 50 % (UV-act. 73). Am 21. November 2004 bescheinigte der Arzt, dass die
Dauer der Behandlung nicht absehbar sei (UV-act. 74). Am 26. Oktober 2006 bestätigte
Dr. B._, dass seit Sommer (2006) eine Ausdehnung der Schmerzen von der linken
Hüfte in den LWS-Bereich stattgefunden habe. Er diagnostizierte chronische
Schmerzen im Bereich der linken Hüfte und ein posttraumatisches chronisches
lumbovertebrales Syndrom. Im Heilungsverlauf würden keine unfallfremden Faktoren
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mitspielen (UV-act. 79). Gegenüber dem Suva-Aussendienstmitarbeiter gab die
Beschwerdeführerin am 17. November 2006 an, die Schmerzen hätten von Anfang an
auch teilweise in den linken Lendenbereich ausgestrahlt. Sie habe diese Schmerzen nie
richtig von den Schmerzen in der linken Hüfte unterscheiden können. Bis Ende
Dezember 2004 habe sie bei der H._ gearbeitet. Die Arbeitszeitreduktion (auf 50 %)
habe mit dem Unfall nichts zu tun gehabt, sondern sei wegen der Geburt ihrer beiden
Kinder erfolgt. Anschliessend sei sie etwas mehr als ein Jahr arbeitslos gewesen. Seit
dem 16. Januar 2006 sei sie mit einem 50 %-Pensum bei der C._, St. Gallen, tätig.
Es handle sich um eine wechselbelastende Tätigkeit. Wenn es viel Arbeit gebe, könne
sie auch ganztags arbeiten. Die Reduktion (des Pensums) habe mit dem Unfall nichts
zu tun (UV-act. 82). Eine kreisärztliche Untersuchung vom 22. Dezember 2006 ergab
gemäss Bericht von Dr. med. I._, FMH für Chirurgie, speziell Allgemein- und
Unfallchirurgie, eine klinisch unveränderte Situation zur früher, wobei subjektiv eine
leichte Verschlechterung aufgefallen und die Patientin zur einer Verlaufskontrolle im
Kantonsspital angemeldet worden sei. Er (Dr. I._) empfehle hier die Übernahme bei
klinischem Verdacht auf Reizung im Iliosakralgelenkbereich links. Hingegen sei eine
Pathologie rein im LWS-Anteil nicht als direkte oder indirekte Unfallfolge zu verstehen,
ebenso wenig die Abklärungsbedürftigkeit am linken Fuss, wo er heute klinisch blande
Befunde finde. Die ausstrahlenden Beschwerden ins Bein seien einerseits durch die
Narbensituation der Weichteile im Oberschenkelbereich, ausgehend von der Narbe zu
vermuten mit Ausstrahlung peripher. Die Kniefunktion sei gut. Allfällige rein durch eine
Kniepathologie bedingte Beschwerden - für welche heute ebenfalls keine
Anhaltspunkte bestehen würden - wären ebenfalls unfallfremd, jedoch nicht die von der
Hüfte ausstrahlenden weichteil- und neuralbedingten Beschwerden. Die Entfernung
des übrigen Osteosynthesematerials sei nicht indiziert unter Abwägen von Nutzen und
Risiko (UV-act. 86).
2.2 In der Folge fanden weitere Untersuchungen im Kantonsspital St. Gallen statt,
welche unter anderem ergaben, dass von einer Entfernung des Osteosynthesematerials
abgesehen werde (UV-act. 88, 92). Im Nachgang zur Rückfallmeldung der
Arbeitgeberin vom 5. März 2008 bescheinigte Dr. B._ unklare Beinbeschwerden
beidseits, eine Varikosis beidseits, chronische Schmerzen im Lumbalbereich und eine
volle Arbeitsunfähigkeit seit 5. Dezember 2007 (UV-act. 105). Dem Suva-
Aussendienstmitarbeiter erklärte die Beschwerdeführerin am 21. Mai 2008, sie sei
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zwischenzeitlich nie beschwerdefrei gewesen und die Behandlung sei auch nicht
abgesetzt worden (UV-act. 109). Dr. med. K._ diagnostizierte gestützt auf eine
angiologische Abklärung im Bericht vom 1. April 2008 unklare Beinschwellungen
beidseits, eine primäre Varikosis beidseits, ein Lipödem beidseits und chronische
Schmerzen im Lumbalbereich mit Ausstrahlung ins linke Bein. Mit Sicherheit könne ein
postthrombotisches Syndrom als Ursache der Beinbeschwerden ausgeschlossen
werden. Auch die venöse Insuffizienz sei nicht verantwortlich für die Bein-Symptomatik
(Beilage zu UV-act. 116). Der Orthopäde Dr. med. F._ gelangte im Gutachten
zuhanden der Invalidenversicherung vom 14. Juli 2008 zum Schluss, bei der
Beschwerdeführerin liege eine Osteochondrose L4/L5 und L5/S1, eine beginnende
Coxarthrose links, eine verheilte Acetabulumfraktur links nach Osteosynthese 1994 und
eine Irritation des Nervus cutaneus femoris lateralis links vor. Nach einer Rehabilitation
von einem halben Jahr sei die Beschwerdeführerin in der körperlich leichten Arbeit im
Stickereibetrieb voll arbeitsfähig geworden. Objektiv sei das Behandlungsresultat
immer als gut eingestuft worden. Subjektiv seien wiederholt Klagen im linken
Hüftbereich dokumentiert. In geringem Ausmass dürften immer leichte Beschwerden
bestanden haben, dies als Folge des ileoinguinalen Operationszuganges, der die
Nervenversorgung der Haut am Oberschenkel gefährde. Man beobachte einen über
Jahre stationären Verlauf nach dieser grossen Verletzung. Die Beschwerdeführerin sei
offenbar immer arbeitsfähig mit einem Jahr Arbeitslosigkeit in dieser Zeit gewesen. Die
übrigen Aussetzungen seien privat begründet gewesen in Form von unbezahltem
Urlaub. Aus familiären Gründen habe sie dann ihren Einsatz auf 50 % reduziert. Am 4.
Dezember 2007 habe sie ihrem Hausarzt mitgeteilt, dass sie voll arbeitsunfähig sei. Aus
medizinischer Sicht könne dieser Verlauf nicht ganz nachvollzogen werden. Tatsache
sei, dass heute gegenüber dem Jahr 2000 radiologisch zunehmende degenerative
Veränderungen an der LWS nachgewiesen werden könnten. Anamnestisch werde von
Seiten der linken Hüfte ein Beschwerdebild beschrieben, das zusammen mit den
Befunden mit einer beginnenden arthrotischen Veränderung vereinbar sei. Es würden
immer wieder neue Beschwerden geäussert, die von verschiedenen Untersuchern nicht
hätten objektiviert werden können. Ausserdem würden alle Beschwerden (Zahn, Knie,
Schulter, Rücken) von der Patientin auf den Unfall zurückgeführt. Sie habe seit dem
Unfall darauf beharrt, dass das Osteosynthesematerial der Grund dafür sei. Die
Entfernung der Schraube würde beim Verbleiben des restlichen Materials der Patientin
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keine Befriedigung bringen. Aufgrund der Befunde sei allenfalls die Abklärung einer AC-
Gelenksarthrose links indiziert. Aufgrund der Diagnosen müsse bezüglich
Arbeitsfähigkeit der zuletzt innegehabte Arbeitsplatz (mit Wechselpositionen und ohne
Lastenheben) als angepasst angesehen werden. Bei einer solchen Arbeit sei höchstens
eine zeitliche Einbusse von 20 % zu attestieren in Folge vermehrter Positionswechsel
und Pausen. Der Beginn dieser Einschätzung könne am ehesten ab Dezember 2006
(Untersuchung durch Suva-Kreisarzt) erfolgen. Therapeutische Massnahmen zur
Verbesserung des wenig eingeschränkten und stationären Gesundheitszustandes
stünden nicht zur Verfügung (UV-act. 123). In der Beurteilung vom 25. August 2008
führte Dr. I._ aus, es habe sich (auch mit Blick auf die Begutachtung von Dr. F._)
von objektiver Seite gesamthaft keine wesentliche Verschlimmerung eingestellt, die zu
einer Veränderung gegenüber früher führe; dies auch, wenn links eine leichte
Coxarthrose festzustellen sei. Somit ändere sich auch nichts an der Arbeitsfähigkeit.
Hier sei höchstens zu postulieren, dass die durch Dr. F._ formulierte Einschränkung
aufgrund des gesamten Bewegungsapparates einschliesslich der Wirbelsäule, welche
neu leichte degenerative Veränderungen im Sinn einer Osteochondrose zeige, nicht
unfallbedingt sei. Auch die neuen Beschwerden und objektivierbaren Befunde an
beiden Beinen im Sinn einer Varicosis seien unfallfremd. Es verbleibe als Unfallfolge -
wie früher - die Irritation des Nervus cutaneus femoris lateralis, also die Gefühlsstörung
vom Beckenkamm aussenseitig am Oberschenkel links. Dies begründe keine
Arbeitsunfähigkeit. Eine Langzeitbehandlung mit TENS sei aus Unfallfolgen nicht
indiziert (UV-act. 125).
2.3 Dr. med. G._, Orthopädie am Rosenberg, hielt im Bericht vom 17. September
2008 unter anderem fest, eine Metallentfernung sei unsinnig. Die Grösse des Eingriffs
stehe in keinem Verhältnis zur erwarteten Besserung. Hier scheine ihm in erster Linie
ein psychologisches Problem vorzuliegen. Er sei der Meinung, dass die Beschwerden
durch die erhebliche Vernarbung im Bereich der Beckeninnen- und -aussenseite
verursacht seien. Der Nervus cutaneus femoris liege wahrscheinlich direkt in der Narbe
und sei für die ausstrahlenden und elektrisierenden Beschwerden am ventralen
Oberschenkel verantwortlich. Man könne die Patientin einem Neurochirurgen
vorstellen. Im Übrigen würde er sowohl die Schwellungszustände am Bein als auch die
recht diffusen Beschwerden auf die Narbenbildung im Beckenbereich zurückführen.
Allerdings seien diese nicht aktiv bekämpfbar. Eventuell sei eine Revision des Nervus
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cutaneus femoris lateralis vorzunehmen. Sonst könne er ausser physikalischen
Massnahmen keine Therapie empfehlen (UV-act. 126). Im Bericht des Kantonsspitals
St. Gallen vom 16. September 2008 wurde ein chronisches lumbales Schmerzsyndrom
mit Ausstrahlung ins linke Bein diagnostiziert. Die Patientin erziele mit dem TENS-Gerät
eine Schmerzreduktion (UV-act. 129). Im Bericht des Kantonsspitals vom 6. Oktober
2008 wurden ein chronisches Schmerzsyndrom bei ISG-Blockade links und eine
Reizung des Nervus cutaneus femoralis lateralis links, ein Status nach Autounfall 1994,
eine psychosoziale Belastungssituation (Verlust der Arbeitsstelle mit finanziellen
Schwierigkeiten) sowie eine reaktive Depression vermerkt. Beiläufig erwähne die
Beschwerdeführerin die Beschwerden eines diagnostizierten Karpaltunnelsyndroms.
Diesbezüglich sei im Hinblick auf die Gesamtkonstellation (dargelegt in einem
Zusatzblatt) eine Operationsindikation sehr kritisch zu stellen (UV-act. 141 Beilage 2).
Dr. B._ teilte am 11. Dezember 2008 mit, die Beschwerdeführerin sei wegen der
Schmerzen im Becken links und Gefühlsstörungen seit einem Jahr zu 100 %
arbeitsunfähig. Für ihn sei es schwer zu verstehen, warum bei diesen Beschwerden
kein kausaler Zusammenhang angenommen werden könne. Da vor dem Unfall keinerlei
Beschwerden bestanden hätten, teile er die Ansicht seiner Patientin, dass ein
Zusammenhang zwischen den Schmerzen und dem Unfall 1994 bestehe (UV-act. 139).
Zuhanden der IV hatte Dr. B._ am 9. Dezember 2007 festgehalten, dass wegen Hüft-
und Rückenschmerzen eine sitzende Tätigkeit nicht mehr denkbar sei. Die
Beschwerdeführerin habe ihm am 4. Dezember 2007 mitgeteilt, dass sie bis auf
weiteres ab dem 5. Dezember 2007 nicht mehr arbeitsfähig sei. Er (Dr. B._) habe sie
auf dieses Datum 100 % arbeitsunfähig geschrieben (UV-act. 141 Beilage 1). Suva-Arzt
Dr. med. D._, Facharzt für Orthopädische Chirurgie FMH, führte in seiner Beurteilung
vom 6. Mai 2009 unter anderem aus, die orthopädischen Untersuchungen durch Dr.
F._ und Dr. G._ hätten ein sehr gutes Langzeitergebnis nach Osteosynthese einer
Fraktur des vorderen Pfeilers der linken Hüfte ergeben. Eine sekundäre Arthrose habe
sich nicht oder nicht in einem relevanten Ausmass entwickelt. Restbeschwerden
würden sich auf zwangsläufig damit einhergehende narbige Veränderungen
zurückführen lassen. Ein geringer Teil der Symptome könne auch auf einer narbig
bedingten Irritation des Nervus cutaneus femoris lateralis eines Hautnerven beruhen.
Diese Veränderungen hätten mit grosser Wahrscheinlichkeit im Verlauf der
vergangenen Jahre nicht zugenommen. Darüber hinausgehende Beschwerden könnten
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nicht mit dem (objektiv guten) Heilungsergebnis der Hüftgelenksverletzung erklärt
werden. Wie die Untersuchungen von Dr. F._ und Dr. G._ gezeigt hätten, sei das
Heilungsergebnis vereinbar mit alltäglichen Verrichtungen in Beruf und Freizeit. Eine
allfällige Weiterabklärung und eventuell auch Therapie wegen des Nervus cutaneus
femoris lateralis würde zu Lasten des Unfalles vom 24. Juni 1994 gehen. Eine solche
Abklärung sei allerdings nicht notwendig. Vielmehr sei davon auszugehen, dass sich
die Beschwerdeführerin nach 15 Jahren an eine solche harmlose Störung gewöhnt
habe und sie dadurch schon seit langem im Alltag nicht relevant gestört sei (UV-act.
146).
3.
3.1 Hinsichtlich der Situation am linken Knie ist vorab festzuhalten, dass eine
Abklärung der von der Beschwerdeführerin als Unfallfolge gemeldeten
Kniebeschwerden keinen Röntgenbefund zeigte (UV-act. 56), weshalb die
Beschwerdegegnerin eine diesbezügliche Leistungspflicht ablehnte (UV-act. 58). Dies
wurde von der Beschwerdeführerin anerkannt (UV-act. 66). Hinsichtlich der von Dr.
B._ im Oktober 2006 - 12 Jahre nach dem Unfall - erstmals erwähnten und von ihm
als unfallbedingt taxierten LWS-Beschwerden (UV-act. 79) kann schon in Anbetracht
der langen Latenzzeit mit uneingeschränkter Arbeitsfähigkeit jedenfalls keine
überwiegend wahrscheinliche Unfallkausalität als belegt gelten (vgl. UV-act. 86). Ein
allfälliger möglicher Zusammenhang genügt hierfür nicht. Dr. F._ bestätigte denn
auch gegenüber dem Jahr 2000 radiologisch zunehmende degenerative
Veränderungen an der LWS (UV-act. 123 S. 8). Solche Degenerationen sind in aller
Regel abnützungs- bzw. konstitutionsbedingt. Auch für die im März 2008 erstmals
bescheinigte Varikosis beidseits (Krampfaderleiden; UV-act. 105) ist - bei unklarer
Ätiologie - keine überwiegend wahrscheinliche Unfallursache ersichtlich (UV-act. 125 S.
2; Beilage zu UV-act. 116).
Die von der Beschwerdeführerin immer wieder gewünschte Entfernung des
Osteosynthesematerials, dessen Verbleib im Körper sie als Ursache sämtlicher
Beschwerden sieht, wurde ärztlicherseits durchwegs als nicht indiziert, nicht
empfehlenswert oder sogar unsinnig bezeichnet und ein dadurch in Aussicht stehendes
Verbesserungspotential dementsprechend verneint (UV-act. 86, 88, 92, 123, 126). Es
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besteht kein Anlass, diese Schlussfolgerungen in Frage zu stellen. Unbestritten und
aktenmässig belegt ist grundsätzlich die Unfallkausalität der von der linken Hüfte
ausstrahlenden weichteil- und neuralbedingten bzw. durch die Narbensituation im
Oberschenkelbereich bedingten Beschwerden (UV-act. 86, 126, 146). In diesem
Zusammenhang ist vorab festzuhalten, dass die Annahme eines Endzustandes im Sinn
von Art. 19 Abs. 1 UVG (vgl. dazu RKUV 2005, 388; Rumo-Jungo, Bundesgesetz über
die Unfallversicherung, 3. A., 145) - entgegen der offenbar vom Rechtsvertreter der
Beschwerdeführerin getroffenen Annahme (act. G 1 S. 9) - die Übernahme von
Behandlungskosten für die Aufrechterhaltung des Gesundheitszustandes und
Schmerzlinderung bzw. allfällige spätere Leistungsgesuche für unfallbedingte
Behandlungen nicht ausschliesst (für die Situation nach Rentenprüfung vgl. Art. 21
UVG). In diesem Sinn dürften auch die Stellungnahme von Dr. D._ (UV-act. 146) und
die Bestätigung in der Beschwerdeantwort zu verstehen sein, wonach die
Beschwerdegegnerin nie die Heilkosten in Bezug auf die Hüftproblematik eingestellt
habe (act. G 5 S. 3).
Während Dr. F._ im Jahr 2008 diesbezüglich weitere therapeutische Massnahmen
zur Zustandsverbesserung als nicht gegeben erachtete (UV-act. 123), empfahl Dr.
G._ im September 2008 eventuell eine Revision des Nervus cutaneus femoris
lateralis sowie physikalische Massnahmen (UV-act. 126). Dr. med. E._, Institut für
Anästhesiologie am Kantonsspital St. Gallen, erachtete die Folgen einer von Dr. G._
in Erwägung gezogenen Revision des Nervus cutaneus femoralis lateralis als nicht
voraussehbar. Die Erfolgsrate könne durch eine Testnervenblockade erhöht werden.
Mit einer wesentlichen Verbesserung des Gesundheitszustandes durch weitere
Massnahmen sei nicht zu rechnen (act. G 1.1/7). Mit diesen Feststellungen erscheint
nicht zureichend geklärt, ob die von Dr. G._ in Betracht gezogenen Massnahmen zur
Verbesserung oder zur Aufrechterhaltung des Gesundheitszustandes im Bereich der
linken Hüfte durchzuführen sind oder nicht. Diese Frage wird die Beschwerdegegnerin
durch weitere (neurochirurgische) Abklärungen noch zu beantworten haben. Im
Weiteren anerkannte die Beschwerdegegnerin die von der Beschwerdeführerin
durchgeführte TENS-Therapie vorerst. Kreisarzt Dr. med. L._ hielt am 9. Januar 2008
lediglich fest, es sei kein Bericht über den Erfolg dieser Behandlung vorhanden,
weshalb sie vorerst nicht weiter übernommen werden könne (UV-act. 100). Wenn
Kreisarzt Dr. I._ am 25. August 2008 vermerkte, die Langzeitbehandlung mit TENS
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sei aus Unfallfolgen nicht indiziert, so fehlt es an einer Begründung für diese
Feststellung. Die Frage, ob es sich dabei ausschliesslich um eine Behandlung für das
(unfallfremde) lumbale Schmerzsyndrom handelt, lässt sich aufgrund der Akten (vgl.
UV-act. 129) nicht abschliessend beantworten. Die am 25. September 2008 verfügte
und im angefochtenen Entscheid bestätigte Ablehnung der Übernahme von
Heilbehandlungskosten durch die Beschwerdegegnerin (trotz grundsätzlicher
Anerkennung der Unfallkausalität) lässt sich vor diesem medizinischen Hintergrund
nicht bestätigen.
3.2 Nach Lage der Akten übte die Beschwerdeführerin nach Abschluss der
Rehabilitation im Nachgang zum Unfall vom 24. Juni 1994 von Februar 1995 (UV-act.
25 S. 2) bis Mitte 2001 die körperlich leichte Tätigkeit im Stickereibetrieb im Rahmen
eines Vollpensums aus. Aufgrund der Angaben der Arbeitgeberin (UV-act. 72) und der
Beschwerdeführerin selbst (UV-act. 82; vgl. auch UV-act. 123 S. 7f) hatte die
anschliessende Pensumreduktion (50 %) familiäre Gründe (Geburt der Kinder in den
Jahren 2002 und 2003). Wenn Dr. B._ von einer Unfallbedingtheit der
Pensumreduktion ausging, so erscheint dies mit Blick auf die vorerwähnte Aktenlage
nicht begründet (UV-act. 73). Im Bericht vom 11. Dezember 2005 vermerkte der Arzt
denn auch, die Beschwerdeführerin sei zur Zeit arbeitslos und als Mutter von zwei
Kleinkindern vor allem zu Hause tätig (UV-act. 75). Die volle Arbeitsunfähigkeit ab 5.
Dezember 2007 begründete Dr. B._ vorab mit unklaren Beinbeschwerden bzw.
Beinschwellungen beidseits, einer Varikosis beidseits und chronischen Schmerzen im
Lumbalbereich (UV-act. 105). Hierbei ging er ausdrücklich von der Einschätzung der
Beschwerdeführerin selbst aus (vgl. UV-act. 141 Beilage 1) und wies darauf hin, dass
vor dem Unfall keinerlei Beschwerden bestanden hätten (UV-act. 139). Allein gestützt
auf diese Begründungen lässt sich offensichtlich keine überwiegend wahrscheinlich
unfallkausale Arbeitsunfähigkeit ableiten. Auch Dr. F._ erachtete denn den Verlauf mit
voller Arbeitsunfähigkeit ab 5. Dezember 2007 aus medizinischer Sicht als nicht ganz
nachvollziehbar (UV-act. 123 S. 8). Damit setzte er sich auch mit der Beurteilung des
Hausarztes auseinander. Bei seiner Einschätzung der Arbeitsfähigkeit bezeichnete Dr.
F._ den zuletzt innegehabten Arbeitsplatz als adaptiert mit der Begründung, dass
Wechselpositionen möglich gewesen seien und keine Lasten hätten gehoben werden
müssen. Selbst wenn davon auszugehen wäre, dass der Arbeitsplatz bei der C._
diese Anforderungen nicht vollumfänglich erfüllte, würde dies nichts an der
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grundsätzlichen Zumutbarkeit einer wechselbelastenden Tätigkeit ändern. Die von Dr.
F._ angeregte Abklärung einer allfälligen AC-Gelenksarthrose (UV-act. 123 S. 8) war
entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin (act. G 1 S. 12) durchgeführt
worden. Sie hatte gemäss Bericht von Dr. G._ keine sekundären Zeichen einer
Arthrose bzw. eine stationär gebliebene Gelenksspaltveränderung ergeben (UV-act.
126 S. 2). Wenn Dr. F._ zuhanden der Invalidenversicherung - und damit unter
Berücksichtigung sämtlicher (auch nicht unfallkausaler) Beschwerden - eine durch
Pausen und Positionswechsel bedingte Einschränkung von höchstens 20 %
postulierte, so erscheint es, auch angesichts der geschilderten Entwicklung der
Arbeitsfähigkeit bzw. der erwerblichen Verhältnisse nach dem Unfall, nachvollziehbar
und begründet, dass von Seiten der Suva-Ärzte Dres. I._ und D._ die
Arbeitsfähigkeit allein aus Unfallgründen als nicht eingeschränkt taxiert wurde (UV-act.
125, 146). Dabei ist insbesondere zu beachten, dass die Beschwerdeführerin trotz der
seit dem Unfall bestehenden Irritation des Nervus cutaneus femoris lateralis jahrelang
uneingeschränkt arbeitsfähig war und ihr Pensum wie dargelegt ohne ersichtlichen
Zusammenhang mit den Unfallfolgen (aus familiären Gründen) reduzierte. Eine
Verschlimmerung der erwähnten Gesundheitsschädigung für die Folgezeit wurde
ärztlicherseits nicht bestätigt. Demgemäss ist kein Grund ersichtlich, aus welchem die
Beschwerdeführerin nunmehr seit Ende 2007 wegen Unfallfolgen arbeitsunfähig sein
sollte. Nachdem konkrete Anhaltspunkte für eine Fehlerhaftigkeit der Einschätzungen
des Orthopäden Dr. F._ und der Suva-Ärzte nicht ersichtlich sind, vermöchte eine
nochmalige spezialärztliche (orthopädische) Abklärung (vgl. act. G 1 S. 12)
überwiegend wahrscheinlich nicht zu weiteren oder "besseren" Erkenntnissen zu
führen.
4.
Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde in dem Sinn teilweise
gutzuheissen, dass die Sache zur Durchführung von weiteren medizinischen
Abklärungen betreffend Übernahme von Heilbehandlungskosten im Zusammenhang
mit den unfallkausalen Hüftbeschwerden links an die Beschwerdegegnerin
zurückzuweisen ist. Im Übrigen (d.h. in der Taggeldfrage) ist die Beschwerde
abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Die
Beschwerdeführerin hat bei diesem Verfahrensausgang Anspruch auf
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Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG). Es rechtfertigt sich, ausgehend von einem
hälftigen Obsiegen und einer Pauschalentschädigung (bei vollem Obsiegen) von Fr.
4'000.--, sie mit Fr. 2'000.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu
entschädigen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG