Decision ID: b05c982c-5751-490f-8b64-5a8d6de65ee0
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_HG
Chamber: ZH_HG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: civil_law

betreffend Bauhandwerkerpfandrecht
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Rechtsbegehren: (act. 1)
" 1. Das Grundbuch- und Konkursamt Oerlikon-Zürich sei , zu Gunsten der Gesuchstellerin und zu Lasten der Parzelle Nr. ..., Blatt ..., GB Oerlikon, C._strasse ..., ... Zürich, für die Pfandsumme von CHF 47'923.65 nebst Zins zu 5 %
− auf CHF 21'143.45 ab 27. Februar 2015, − auf CHF 1'519.00 ab 06. März 2015,
− auf CHF 19'947.60 ab 13. März 2015 − auf CHF 5'313.60 ab 19. März 2015, ein Bauhandwerkerpfandrecht vorläufig einzutragen.
2. Die gemäss Ziffer 1. vorstehend nachgesuchte vorläufige  des Bauhandwerkerpfandrechts sei dringlich, sofort und  Anhörung der Gesuchsgegnerin zu verfügen und dem - und Konkursamt Oerlikon-Zürich unverzüglich zur  Eintragung im Grundbuch mitzuteilen.
3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der ."

Das Einzelgericht zieht in Erwägung:
1. Die Klägerin verlangte mit Eingabe vom 19. Juni 2015 (Datum Poststempel)
samt Beilagen (act. 1 und 3/1-22) die (vorerst) superprovisorische Eintragung ei-
nes Bauhandwerkerpfandrechts auf dem beklagtischen Grundstück, Kat. Nr. ...,
GBBl. ..., C._strasse ..., ... Zürich, für eine Pfandsumme von CHF 47'923.65
nebst Zins gemäss obigem Rechtsbegehren. Diesem Gesuch wurde mit Verfü-
gung vom 22. Juni 2015 einstweilen und ohne Anhörung der Gegenpartei ent-
sprochen, und das Grundbuchamt Oerlikon-Zürich wurde entsprechend angewie-
sen, das Pfandrecht vorläufig im Grundbuch einzutragen. Gleichzeitig wurde der
Beklagten Frist bis 13. Juli 2015 zur Stellungnahme zum klägerischen Begehren
angesetzt, unter der Androhung eines Aktenentscheides im Säumnisfall (act. 4).
Die Verfügung wurde der Beklagten am 23. Juni 2015 zugestellt (act. 5/2). Nach-
dem sich die Beklagte innert Frist bzw. bis dato nicht hat vernehmen lassen, ist
androhungsgemäss aufgrund der Akten zu entscheiden.
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2. Unter Berücksichtigung der Eingabe der Klägerin und der eingereichten Un-
terlagen (act. 1 und 3/1-22) erscheint als glaubhaft bzw. ist unbestritten geblieben,
dass diese für die eingetragene Pfandsumme auf dem Grundstück der Beklagten
(vgl. Prot. S. 2) im Sinne von Art. 837 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB Arbeiten geleistet hat
(act. 1 Ziff. 6; act. 3/8-19), ein Betrag in Höhe der eingetragenen Pfandsumme
bisher unbezahlt geblieben ist (act. 1 Rz 7-9; act. 3/16-22), die Viermonatsfrist
gemäss Art. 839 Abs. 2 ZGB mit der vorläufigen Eintragung gewahrt wurde (act. 1
Rz 10; act. 3/19) und der Zins von 5 % seit den genannten Daten geschuldet ist
(act. 1 Rz 1; act. 3/16-19). Die einstweilige Anweisung an das Grundbuchamt
Oerlikon-Zürich ist daher als vorläufige Eintragung im Sinne von Art. 961 ZGB zu
bestätigen.
3. Sodann ist der Klägerin Frist anzusetzen, um Klage auf definitive Eintragung
des Pfandrechts gegen die Beklagte anzuheben. Die Prosequierungsfrist ist pra-
xisgemäss auf 60 Tage festzulegen, wobei allfällige Gerichtsferien bei der
Fristansetzung berücksichtigt werden. Eine Verlängerung dieser Frist ist möglich,
bedarf aber eines gesonderten und begründeten Gesuches (Art. 144 Abs. 2
ZPO); dieses würde in einem kostenpflichtigen Nachverfahren behandelt. Als zu-
reichende Gründe für eine Fristerstreckung gemäss Art. 144 Abs. 2 ZPO werden
nur entweder die Zustimmung der Gegenpartei oder von der Partei nicht vorher-
sehbare oder nicht beeinflussbare Hinderungsgründe anerkannt.
4. Die Höhe der Gerichtsgebühr wird nach der Gebührenverordnung des
Obergerichts bestimmt (Art. 96 ZPO i.V.m. § 199 Abs. 1 GOG) und richtet sich in
erster Linie nach dem Streitwert bzw. nach dem tatsächlichen Streitinteresse (§ 2
Abs. 1 lit. a GebV OG). Es ist von einem Streitwert von CHF 47'923.65 auszuge-
hen, wobei die Gerichtsgebühr in Anwendung von § 4 Abs. 1 und 2 sowie § 8
Abs. 1 GebV OG unter Beachtung des Äquivalenzprinzips auf CHF 2'000.– fest-
zusetzen ist.
Über den Pfandanspruch der Klägerin ist noch nicht definitiv entschieden. Es wird
im ordentlichen Verfahren festzustellen sein, ob die Klägerin endgültig obsiegt.
Daher rechtfertigt es sich, im vorliegenden Verfahren lediglich eine einstweilige
Kostenregelung zu treffen. Gemäss Praxis des Einzelgerichts des Handelsge-
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richts des Kantons Zürich sind die Gerichtskosten im Verfahren betreffend die vor-
läufige Eintragung des Pfandrechts von der Klägerin zu beziehen, wobei der end-
gültige Entscheid des Gerichts im ordentlichen Verfahren vorbehalten bleibt.
Auch der Entscheid betreffend die Entschädigungsfolgen ist dem ordentlichen
Verfahren vorbehalten. Für den Fall, dass die Klägerin ihren Anspruch jedoch
nicht prosequieren sollte, ist keiner Partei eine Parteientschädigung zuzuspre-
chen.