Decision ID: 6a79a2b0-e632-51e4-ab1d-eee5acb12101
Year: 2017
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ war seit 1. Januar 2001 als Hauswart bei der B._ des Kantons C._
angestellt und dadurch bei er Swica Gesundheitsorganisation gegen die Folgen von
Unfällen versichert, als er am 15. Juli 2004 stolperte und auf das rechte Knie stürzte
(UV-act. 1 und 4). Die Swica anerkannte ihre Leistungspflicht und erbrachte die
gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlungskosten und Taggeld; UV-act. 10).
A.b Im Bericht vom 27. September 2004 gab Dr. med. D._, Facharzt für
Orthopädische Chirurgie FMH, an, dass der Versicherte seit dem Sturz unter
anhaltenden Belastungsbeschwerden und rezidivierenden Schwellungen auch nach
zweimaliger Punktion leide. Als Verdachtsdiagnose hielt er eine laterale Meniskusläsion
Knie rechts fest und veranlasste eine Arthroskopie (UV-act. 5). Die Arthroskopie Knie
rechts mit Débridement rupturierter Faseranteile des hinteren Kreuzbandes (HKB) und
partieller Synovektomie wurde am 2. November 2004 durchgeführt (vgl.
Operationsbericht vom 2. November 2004; UV-act. 8). Dabei wurde ein ausgeprägter
retropatellärer Knorpelschaden nachgewiesen (vgl. Bericht vom 6. Dezember 2004; UV-
act. 9). Dem Versicherten wurde ab der Hospitalisation am 2. November 2004 eine
100%ige, ab dem 22. November 2004 eine 50%ige und ab 1. Januar 2005 eine 0%ige
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Arbeitsunfähigkeit attestiert (UV-act. 11). Im Bericht vom 31. Januar 2005
diagnostizierte Dr. D._ eine partielle Ruptur des HKB und eine
Femoropatellararthrose Knie rechts (UV-act. 12). Am 12. Januar 2006 wurde von Dr.
D._ operativ eine Arthroskopie Knie rechts mit Knorpeldébridement und eine laterale
Arthrotomie mit lateral release und offener Chondroplastik Patellarückseite und laterale
Trochlea durchgeführt (UV-act. 19).
A.c Auf Nachfrage der Swica gab Dr. D._ an, dass mit einer Progredienz der
Arthrose zu rechnen sei und somit mit rezidivierenden Knieproblemen, welche allenfalls
weitere therapeutische Massnahmen erfordern würden. Der Unfall sei nach seiner
Beurteilung die einzige Ursache für die gesundheitliche Störung (UV-act. 26).
A.d Im Auftrag der Swica wurde der Versicherte am 24. September 2007 von Dr. med.
E._, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie, untersucht. Im Gutachten vom 24.
Oktober 2007 diagnostizierte dieser einen Zustand nach Kniesturz mit partieller Läsion
des hinteren Kreuzbandes, eine Chondromalazie Grad IV der lateralen Patellafazette
rechts und eine posttraumatische femoropatellare Arthrose. Da der Versicherte
weitgehend beschwerdefrei sei, könne nicht mehr mit einer namhaften Besserung
gerechnet werden. Der Unfall sei der natürliche Auslöser der festgestellten
gesundheitlichen Störung. Es gebe keinen gesicherten Hinweis, dass ein erheblicher
Knorpelschaden an der Kniescheibe rechts bereits vor dem Unfallereignis bestanden
haben solle. Der Unfall sei die überwiegend wahrscheinliche Ursache der
Gesundheitsstörung (UV-act. 34).
A.e Mit Verfügung vom 22. November 2007 stellte die Swica die Taggeldleistungen
und Heilungskosten per 30. November 2007 ein, da nicht mehr mit einer namhaften
Besserung gerechnet werden könne. Zudem wurde basierend auf einem
Integritätsschaden von 7.5% gemäss Dr. E._ eine Integritätsentschädigung von Fr.
8‘010.-- zugesprochen (UV-act. 39). Diese Verfügung erwuchs in Rechtskraft.
B.
B.a Im Arztbericht vom 6. Juli 2009 führte Dr. D._ aus, dass beim Versicherten,
nachdem er die letzten zwei Jahre als Hauswart wieder voll habe arbeiten können, seit
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etwa vier Monaten wieder verstärkte peripatelläre Schmerzen und eine anhaltende
leichte Schwellung aufgetreten seien. Er stellte die Diagnose einer isolierten,
posttraumatischen Femoropatellararthrose Knie rechts (UV-act. 41). Mit Operation vom
20. August 2009 führte Dr. D._ einen patello-femoralen Gelenksersatz Knie rechts
durch (UV-act. 47). Nach einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit nach der Operation
attestierte Dr. D._ dem Versicherten ab 19. September 2009 wieder eine 50%ige
Arbeitsfähigkeit (UV-act. 48).
B.b Dr. med. F._, Facharzt für Allgemeine Medizin FMH, Phlebologie SGP, führte im
Bericht vom 22. Dezember 2009 die Diagnose einer postoperativen, progredienten,
ascendierenden Phlebothrombose der V. Saphena magna rechts auf (UV-act. 53).
B.c Im Bericht vom 15. Januar 2010 hielt Dr. D._ fest, es müsse davon ausgegangen
werden, dass sich eine rezidivierende retropatelläre Problematik aufbaue. Die
Arbeitsfähigkeit habe nicht weiter gesteigert werden können (UV-act. 55).
B.d Am 4. Juni 2010 erfolgte die Entfernung der Trochleaprothese und die
Implantation einer Totalprothese mit Patellaersatz Knie rechts durch Dr. D._ (UV-act.
57).
B.e In einem „Kurz-Gutachten“ vom 10. November 2010 attestierte Dr. med. G._,
Facharzt für Orthopädische Chirurgie FMH, Orthopädie H._, dem Versicherten eine
Arbeitsfähigkeit von 25% ab 1. Oktober 2010. Eine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit
auf 50% könne mit physiotherapeutischen Massnahmen ab 1. Dezember 2010 oder ab
1. Januar 2011 erreicht werden. Eine 100%ige Arbeitsfähigkeit als Hauswart werde nur
schwierig erreichbar sein (UV-act. 78).
B.f Vom 7. bis 14. Dezember 2010 war der Versicherte im Spital I._ hospitalisiert, wo
eine Sinusvenenthrombose und eine fragliche Gerinnungsstörung diagnostiziert wurden
(UV-act. 85).
B.g Am 10. Januar 2011 wurde der Versicherte von Dr. med. J._, Facharzt für
Orthopädische Chirurgie FMH, untersucht. Im Gutachten vom 3. Februar 2011 hielt
dieser fest, dass gesamthaft gesehen ein etwas retrahierter Rehabilitationsverlauf
bestehe. Die Prognose sei gut, insbesondere da die geschilderten ursprünglichen
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Schmerzen nicht mehr vorhanden seien und auch die postoperativen Beschwerden
popliteal durch physiotherapeutische Massnahmen hätten zum Verschwinden gebracht
werden können. Es sei davon auszugehen, dass die jetzt noch vorhandenen
Schmerzen ebenfalls verschwinden würden. Vor dem Unfall sei der Versicherte
beschwerdefrei gewesen. Der Unfall sei die überwiegend wahrscheinliche Ursache der
Gesundheitsstörung. Ob eine vorbestehende Gesundheitsschädigung vorgelegen
habe, respektive ein Knorpelschaden, könne nicht gesagt werden. Der Status quo ante
sei nicht erreicht und könne auch nie erreicht werden. Weiter verneinte er die Frage, ob
die durch den Unfall mitverursachte Gesundheitsstörung früher oder später auch ohne
den Unfall im aktuellen Ausmass aufgetreten wäre. Beim anderen Kniegelenk sei keine
vergleichbare Schädigung des retropatellären Knorpels vorhanden gewesen. Dr. H._
attestierte dem Versicherten eine Arbeitsfähigkeit von 50% ab dem 24. Januar 2011.
Die Arbeitsfähigkeit könne sicherlich noch deutlich erhöht werden. Als Hauswart rechne
er mit einer Arbeitsfähigkeit von gut 80% in Zukunft. Zwischen der
Sinusvenenthrombose und der vorgängigen Knieoperation sehe er keinen ursächlichen
Zusammenhang (UV-act. 89).
B.h Am 30. Mai 2011 wurde der Versicherte erneut von Dr. H._ untersucht. Im
Gutachten vom 20. Juni 2011 hielt dieser fest, dass er nach unveränderten
Beschwerden in den letzten fünf Monaten nicht mehr mit einer namhaften Besserung
rechne. Die Arbeitsfähigkeit sehe er bei 50%. Wechselhafte Arbeiten (sitzend/stehend)
sollten je nach Verteilung zu 75-100% machbar sein (UV-act. 98).
B.i Am 9. Mai 2012 wurde der Versicherte von Dr. med. K._, Facharzt für Chirurgie
FMH, Leitender Arzt Chirurgie, Kantonsspital L._, untersucht. Im Gutachten vom 10.
Mai 2012 diagnostizierte dieser eine anhaltende Schmerzsymptomatik am rechten
Kniegelenk bei Zustand nach Implantation einer Knie-Totalprothese und einen
szintigraphischen Verdacht auf eine Prothesenlockerung. Der Unfall sei die einzige
Ursache der festgestellten gesundheitlichen Störung. Als Hauswart sei er noch zu
maximal 50% arbeitsfähig. In einer adaptierten Tätigkeit (manuelle wechselbelastende,
vorwiegend sitzende Tätigkeiten, kein Heben und Tragen von Lasten über 10 kg, kein
repetitives Treppengehen, kein Arbeiten in kniender Position, kein längeres Gehen und
keinerlei Arbeiten in unebenem Gelände) bestehe eine volle Arbeitsfähigkeit. Der
Integritätsschaden liege bei 25% (UV-act. 119).
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B.j Mit Verfügung vom 10. September 2012 schloss die Swica den Fall per 30. Juni
2012 ab und stellte die Leistungen für Heilbehandlungen und Taggelder ein. Zudem
wurde dem Versicherten eine Invalidenrente basierend auf einem Invaliditätsgrad von
42% und eine Integritätsentschädigung basierend auf einem Integritätsschaden von
30% zugesprochen (UV-act. 133). Diese Verfügung erwuchs in Rechtskraft.
C.
C.a Am 31. Mai 2013 wurde aufgrund der schmerzhaften Knieprothese rechts bei
Instabilität von Dr. med. M._, Leitender Arzt, Orthopädie Untere Extremitäten der
Klinik N._, eine mediale Arthrotomie, Inlaywechsel auf Rotating Insert 17.5 mm
Standard, durchgeführt (UV-act. 161). Im Bericht vom 9. April 2014 hielt Dr. M._ fest,
der Versicherte sei mit dem erzielten Resultat soweit zufrieden und berichte über eine
komplette Aufhebung der Instabilität. Es würden drei schmerzhafte Punkte bestehen.
Die Schmerzen auf der Gelenksinnen- und Aussenseite seien wohl durch die 5 mm
Verlängerung des Gelenksspaltes zustande gekommen. Die Schmerzen suprapatellär
sehe er eher in Zusammenhang mit den mehrfachen Arthrotomien. Eine 100%ige
Besserung sei wahrscheinlich nicht mehr zu erwarten (UV-act. 174).
C.b Am 21. August 2014 wurde der Versicherte von Dr. med. O._, Facharzt für
Orthopädische Chirurgie FMH, untersucht. Dieser diagnostizierte im Gutachten vom 3.
November 2014 ein chronifiziertes Schmerzsyndrom am rechten Knie mit
unfallkausalem Status nach prätibialer Kontusion am 15. Juli 2004 und bei
unfallfremden Stati nach Arthroskopie am 12. Januar 2006, nach femoro-patellarer
Teilprothese am 20. August 2009, nach Implantation der Totalprothese mit
Patellaersatz am 4. Juni 2010 und Adipositas. Der Status quo sine sei in Bezug auf den
Unfall vom 15. Juli 2004 und der Operation am 2. November 2004 allerspätestens per
November 2005 eingetreten. Der Versicherte sei sowohl aufgrund unfallbedingter als
auch aufgrund krankheitsbedingter Ursachen in der beruflichen Tätigkeit als Hauswart
uneingeschränkt arbeitsfähig. Eine Integritätsentschädigung sei nicht geschuldet (UV-
act. 194).
C.c Mit Schreiben vom 16. Februar 2015 gewährte die Swica dem Versicherten das
rechtliche Gehör zur geplanten Wiedererwägung. Aus den medizinischen Akten sei
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ersichtlich, dass sich der Versicherte beim Sturz eine Schwellung am rechten Knie
zugezogen habe, welche innert wenigen Tagen wieder abgeheilt gewesen sei, und
dieser seine Arbeit nach den Ferien wieder uneingeschränkt habe aufnehmen können.
Gemäss Gutachten von Dr. O._ leide der Versicherte an einer krankheitsbedingten
vorbestehenden femoro-patellaren Arthrose, welche nicht auf das Unfallereignis
zurückzuführen sei. Eine allfällige traumatische Verschlimmerung eines anamnestisch
klinisch stummen degenerativen Vorzustandes sei aus medizinischer Sicht
allerspätestens ein Jahr nach der ersten Arthroskopie als abgeschlossen zu bewerten.
Der Versicherte sei als Hauswart voll arbeitsfähig. Der Status quo sei längst erreicht
und die natürliche Kausalität nicht mehr gegeben, weshalb weder eine Rente noch eine
Integritätsentschädigung geschuldet gewesen sei. Deshalb werde die Verfügung vom
10. September 2014 (recte: 2012) in Wiedererwägung gezogen und die Rente
rückwirkend aufgehoben. Die Taggeldleistungen würden per 16. Februar 2015
eingestellt und es bestehe kein Anspruch mehr auf weitere Heilbehandlungen. Auf eine
Rückforderung der bereits erbrachten Leistungen werde verzichtet (UV-act. 198).
C.d In der Stellungnahme vom 4. März 2015 wies der Versicherte darauf hin, dass die
Ausführungen von Dr. O._ bestritten würden und dessen Gutachten überdies
lediglich eine andere medizinische Einschätzung darstelle. Der Gesundheitszustand
habe sich seit der rechtskräftigen Verfügung vom 10. September 2012 offensichtlich
nicht verändert. Dies gehe selbst aus dem Gutachten von Dr. O._ hervor. Die nun
vorliegende andere rechtliche Beurteilung zur Kausalität sei nicht zu berücksichtigen
(UV-act. 205).
C.e Mit Verfügung vom 12. März 2015 zog die Swica die Verfügung vom 10.
September 2012 in Wiedererwägung und hob die Rente rückwirkend auf. Ebenfalls
verneinte sie den Anspruch auf weitere Heilbehandlungen und Taggelder sowie auf
eine Integritätsentschädigung. Die Swica verzichtete auf eine Rückforderung der
bereits erbrachten Leistungen (UV-act. 208).
C.f Mit Einsprache vom 24. März 2015 beantragte der Versicherte die Aufhebung der
Verfügung vom 12. März 2015 und die Bestätigung der Verfügung vom 10. September
2012. Zudem sei die Swica zu verpflichten, die Heilbehandlungs- und weiteren Kosten
auch in Zukunft zu übernehmen. Der Gesundheitszustand habe sich seit der
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rechtskräftigen Verfügung offensichtlich nicht verändert, weshalb keine Rentenrevision
möglich sei. Die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit und damit eine Voraussetzung für
eine Wiedererwägung scheide aus, da es sich bei der anderen medizinischen
Beurteilung um eine materielle Anspruchsvoraussetzung handle, weshalb ohne
weiteres Zweifel bestehen würden. Sämtliche vorbehandelnden Ärzte seien klar zum
Schluss gekommen, dass die Verletzung am Knie auf den Unfall zurückzuführen sei.
(UV-act. 209).
C.g Mit Einspracheentscheid vom 11. November 2015 wies die Swica die Einsprache
ab. Von keinem der diversen Ärzte werde diskutiert ob die 50%ige Arbeitsfähigkeit in
der angestammten Tätigkeit unfallbedingt sei. Dr. O._ begründe ausführlich und
nachvollziehbar, weshalb die Unfallkausalität per November 2005 überwiegend
wahrscheinlich nicht mehr gegeben sei. Für die Beurteilung der Leistungspflicht könne
auf das Gutachten von Dr. O._ abgestellt werden (UV-act. 213)
D.
D.a Gegen diesen Einspracheentscheid richtet sich die vorliegende Beschwerde vom
11. Dezember 2015. Der Beschwerdeführer beantragt unter Kosten- und
Entschädigungsfolge die Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheides. Die
Verfügung vom 10. September 2012 sei nicht in Wiedererwägung zu ziehen und nicht
rückwirkend aufzuheben. Dr. E._ habe im Gutachten vom 24. Oktober 2007 deutlich
festgehalten, dass der Unfall mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für die
Beschwerden im Knie verantwortlich sei. Auch Dr. H._ habe im Gutachten vom 3.
Februar 2011 festgehalten, dass der Unfall der Auslöser für die anschliessenden
Kniebeschwerden gewesen sei. Auch Dr. K._ habe im Gutachten vom 24. April 2012
festgehalten, dass der Unfall die einzige Ursache der festgestellten gesundheitlichen
Störung sei. Somit seien drei Gutachter zum Schluss gekommen, dass der Unfall der
Auslöser für die Beschwerden im rechten Knie gewesen sei. Dr. O._ sei entgegen
sämtlichen anderen ärztlichen Äusserungen zum Ergebnis gekommen, dass die
Kniebeschwerden ab November 2005 nicht mehr unfallkausal gewesen seien. Er
würdige die klinischen und radiologischen Befunde auf eine andere Art als die drei
anderen Gutachter. Dies bedeute aber nicht, dass die Meinung von Dr. O._ die einzig
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richtige sei. Die Einschätzungen der anderen Gutachter seien zumindest vertretbar. Die
Annahme der zweifellosen Unrichtigkeit scheide damit aus (act. G 1).
D.b Am 11. Januar 2016 wurde dem Gesuch um Bewilligung der unentgeltlichen
Rechtspflege (Befreiung von Gerichtskosten und Bewilligung der unentgeltlichen
Rechtsverbeiständung) entsprochen (act. G 5).
D.c Mit Beschwerdeantwort vom 22. Januar 2016 beantragt die Beschwerdegegnerin
die Abweisung der Beschwerde. Für die Beurteilung der Leistungspflicht könne auf das
Gutachten von Dr. O._ abgestellt werden. Seine Ausführungen zeigten, dass die
Unfallkausalität in den vorgängigen medizinischen Berichten nie vertieft diskutiert
worden seien, sondern lediglich darauf verwiesen worden sei, dass „man keine
gesicherten Hinweise dafür habe, dass an der Kniescheibe rechts bereits vor dem
Ereignis vom 15. Juli 2004 ein erheblicher Knorpelschaden bestanden haben soll“.
Retrospektiv ergebe sich, dass das Gutachten von Dr. E._ nicht zu überzeugen
vermöge. Verschiedene Aspekte würden überwiegend wahrscheinlich gegen eine
Unfallkausalität sprechen und somit die zweifellose Unrichtigkeit der Verfügung vom
10. September 2012 aufzeigen (act. G 6).
D.d Mit Replik vom 20. April 2016 hält der Beschwerdeführer unverändert an seiner
Beschwerde fest (act. G 12). Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf die Einreichung
einer Duplik (vgl. act. G 14).

Erwägungen
1.
1.1 Strittig und vorliegend zu prüfen ist, ob die Voraussetzungen für die mit Verfügung
vom 12. März 2015 respektive Einspracheentscheid vom 11. November 2015
wiedererwägungsweise Aufhebung der Verfügung vom 10. September 2012 und die
damit erfolgte Aufhebung der damals zugesprochenen Invalidenrente erfüllt waren.
1.2 Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über
die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die
Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss den
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Übergangsbestimmungen werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor
Inkrafttreten der Änderung ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem
Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. Vorliegend finden daher
die bis 31. Dezember 2016 gültigen Bestimmungen Anwendung.
1.3 Der Versicherungsträger kann nach Art. 53 Abs. 2 des Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) auf formell
rechtskräftige Verfügungen zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und
wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Die Wiedererwägung dient der
Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger
Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhalts. Das Erfordernis der
zweifellosen Unrichtigkeit ist in der Regel erfüllt, wenn eine Leistungszusprache
aufgrund falsch oder unzutreffend verstandener Rechtsregeln erfolgt ist oder wenn
massgebliche Bestimmungen nicht oder unrichtig angewandt wurden. Anders verhält
es sich, wenn der Wiedererwägungsgrund im Bereich materieller
Anspruchsvoraussetzungen liegt, deren Beurteilung notwendigerweise Ermessenszüge
aufweist. Erscheint die Beurteilung einzelner Schritte bei der Feststellung solcher
Anspruchsvoraussetzungen (Invaliditätsbemessung, Arbeitsunfähigkeitsschätzung,
Beweiswürdigung, Zumutbarkeitsfragen) vor dem Hintergrund der Sach- und
Rechtslage, wie sie sich im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung
darbot, als vertretbar, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus. Zweifellos
ist die Unrichtigkeit, wenn kein vernünftiger Zweifel daran möglich ist, dass die
Verfügung unrichtig war. Es ist nur ein einziger Schluss – derjenige auf die Unrichtigkeit
der Verfügung – denkbar (Urteile des Bundesgerichts vom 16. Dezember 2016,
8C_425/2016, E.2.2, und 23. November 2012, 8C_368/2012, E. 2.2).
2.
2.1 Die Beschwerdegegnerin begründet die Wiedererwägung damit, dass gemäss dem
Gutachten von Dr. O._ in den vorgängigen medizinischen Berichten der Vorzustand
und somit die Unfallkausalität nicht ausreichend beurteilt worden seien und der
aktenkundige weitere Verlauf auf der, klinisch und radiologisch belegbar falschen,
angeblich weiterbestehenden Unfallkausalität aufgebaut sei. Demzufolge basiere die
Verfügung vom 10. September 2012 auf nicht rechtsgenüglichen bzw. falschen
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medizinischen Grundlagen. Gemäss Dr. O._ sei die Unfallkausalität überwiegend
wahrscheinlich per November 2005 weggefallen. Somit sei die Verfügung vom 10.
September 2012 zweifellos unrichtig und deren Berichtigung (Aufhebung der Rente von
42%) offensichtlich von erheblicher Bedeutung. Es stehe ohne jeden Zweifel fest, dass
der Beschwerdeführer an einer krankheitsbedingten femoro-patellaren Arthrose leide,
welche vorbestehend und nicht auf das Unfallereignis zurückzuführen sei. Es liege kein
anderer Schluss nahe als der, dass der Unfall für den Beschwerdeführer keine
nachteiligen körperlichen Folgen gehabt habe, welche eine Rentenzusprechung/
Integritätsentschädigung gerechtfertigt hätten (UV-act. 213, S. 10).
2.2 Dr. E._ diagnostizierte im Gutachten vom 24. Oktober 2007 einen Zustand nach
Kniesturz mit partieller Läsion des hinteren Kreuzbandes, eine Chondromalazie Grad IV
der lateralen Patellafazette rechts und eine posttraumatische femoropatellare Arthrose.
Der Unfall sei der natürliche Auslöser der festgestellten gesundheitlichen Störung. Es
gebe keinen gesicherten Hinweis, dass ein erheblicher Knorpelschaden an der
Kniescheibe des rechten Kniegelenkes bereits vor dem Unfall bestanden habe. Der
Unfall sei die überwiegend wahrscheinliche Ursache der Gesundheitsstörung. Er sei
auch der natürliche Auslöser der Gesundheitsstörung. In diesem Zusammenhang gebe
der Beschwerdeführer glaubhaft an, dass er vor dem Unfall nie wegen Knieproblemen
irgendwelcher Art bei seinen Hausärzten gewesen sei. Durch den Unfall sei das rechte
Kniegelenk nachhaltig geschädigt worden. Es bestehe ein Dauerschaden im Bereich
des hinteren Kreuzbandes und im Bereich der rechten Kniescheibe. In der
Zwischenzeit sei die Arthrose der Kniescheibe operativ behandelt worden. Aufgrund
dieses Zustandes könne der Status quo ante nicht mehr erreicht werden. Die durch
den Unfall mindestens mitverursachten Gesundheitsstörungen wären nicht früher oder
später auch ohne den Unfall im aktuellen Ausmass aufgetreten. Die arthrotischen
Veränderungen, nachgewiesen durch einen Vergleich beider Kniegelenke mittels MRI,
seien im Bereich des rechten Kniegelenks derart, dass sie ohne den Unfall nicht in
diesem Ausmass hätten auftreten können. Der Status quo sine könne nicht mehr
erreicht werden (UV-act. 34, S. 5 ff.).
2.3 Auch Dr. H._ hielt im Gutachten vom 3. Februar 2011 fest, dass der
Beschwerdeführer vor dem Unfall beschwerdefrei gewesen sei. Der Unfall sei der
Auslöser für die anschliessenden Kniebeschwerden respektive für die festgestellten
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gesundheitlichen Störungen. Ob bereits und in welchem Ausmass ein allfälliger
Knorpelschaden schon vor dem Unfallereignis vorhanden gewesen sei, könne nicht
gesagt werden, da keine Dokumentation vorhanden sei. Der Status quo ante sei nicht
erreicht und könne auch nie erreicht werden. Ohne den Unfall wäre es nicht früher oder
später zu den aktuellen Gesundheitsstörungen gekommen. Angeblich sei am 3.
Oktober 2007 ein MRI beider Kniegelenke durchgeführt worden, wobei auf der
Gegenseite keine vergleichbare Schädigung des retropatellären Knorpels vorhanden
gewesen sei (UV-act. 89, S. 3 f.). Auch Dr. K._ hielt im Gutachten vom 10. Mai 2012
fest, der Unfall sei die einzige Ursache der festgestellten gesundheitlichen Störung (UV-
act. 119, S. 3). Auch der behandelnde Arzt Dr. D._ kam zu selbigem Schluss (UV-act.
26).
2.4 Dr. O._ führt in seinem Gutachten vom 3. November 2014 aus, dass sich der
Beschwerdeführer beim Unfall „am“ und nicht „im“ Knie verletzt habe. Die beim
Aufprall entstandene Schwellung habe ausschliesslich präpatellar bestanden und das
Beschwerdebild und die Schwellung hätten sich (ohne ärztliche Behandlung) rasch
regedient gezeigt. Auch das erneute „Anschwellen des Knies“, bei dem es sich um
einen Erguss gehandelt habe, der rund sieben Wochen nach dem Trauma aufgetreten
sei, ändere nichts. Die von Dr. D._ diagnostizierte laterale Meniskusläsion müsse als
„kaum mögliche Verletzungsfolge bei einer ventralen Kontusion“ bezeichnet werden
und habe intraoperativ auch nicht bestätigt werden können. Intraoperativ hätten sich
Veränderungen am HKB Zerrung/Partialruptur finden lassen, welche retrospektiv nur
als „möglicherweise“ respektive nur teilweise auf das inkriminierte Ereignis hätten
zurückgeführt werden können. Hierzu hätte einerseits die entsprechende Klinik mit
Instabilität gefehlt und andererseits hätten die präoperativen Punktionen keinen
Hämarthros ergeben und anlässlich der Arthroskopie sei die Synovia am HKB als
„immer noch massiv gerötet“ beschrieben worden, was retrospektiv den
„wahrscheinlicheren“ Schluss zulasse respektive wodruch sich geradezu aufdränge,
dass es sich hier um eine chronische, aber eben im Zusammenhang mit dem Unfall
vorbestehende mit möglicher patho-mechanisch jedoch unklarer Exazerbation bei der
angestammten Arbeit, und nicht um eine unfallkausale HKB-Pathologie gehandelt
haben könnte. Ausserdem wäre die postulierte unfallbedingte Verletzung an der
Synovie des HKB innerhalb von sechs bis acht Wochen ausgeheilt, weil retrospektiv
keine erkennbare respektive aktenkundige und nachvollziehbar somatisch begründete
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Komplikation die Heilung gestört habe, was umgekehrt bedeute, dass zum Zeitpunkt
der Operation die Heilung hätte eingetreten gewesen sein müssen. Über die
Veränderung an der Synovie des HKB hinaus hätten sich jedoch keine, überwiegend
wahrscheinlich auf ein kürzlich stattgehabtes Trauma zurückzuführenden Pathologien
finden lassen. Die Ausbildung einer Chondromalazie IV, ergo in casu einer relevanten
femoro-patellaren Arthrose, sei empirisch ein Prozess, der sich im Verlauf von Jahren
entwickle. Dass beim Unfall eine „richtungsgebende Verschlimmerung“ des angeblich
vorher asymptomatischen femoro-patellaren Vorzustandes erfolgt sei, sei unter
Würdigung der aktenkundigen und zeitnahen klinischen und radiologischen Befunde
nicht ausgewiesen oder erkennbar. Im Operationsbericht würden unter anderem
konkrete Hinweise darauf fehlen, dass im femoro-patellaren Bereich der bereits 2004
bestehenden expliziten und substantiell relevanten Chondropathie „scharfkantige
Knorpelabrissstellen“ bestanden hätten und vor allem fehle die konkrete Erwähnung,
dass intraartikulär freie, frisch ausgebrochene Knorpelstücke gesehen worden seien.
Die am 2. November 2011 erfolgte Arthroskopie sei demnach im unfallkausalen Sinn
„nur als erweiterte Diagnostik“ bei erneut aufgetretener Symptomatik nach dem Unfall
„zur Differenzierung und Abklärung allfällig möglicher Unfallfolgen“ zu bezeichnen und
die damals erfolgten interventionell-therapeutischen Massnahmen zwar lege artis,
jedoch retrospektiv mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht im
Zusammenhang mit dem Kontusionstrauma erkennbar. Zudem könnten die Schmerzen
gar nicht direkt vom Knorpelschaden herrühren, da Knorpelgewebe nicht
schmerzinnerviert sei. Der vorliegende Verlauf sei überwiegend wahrscheinlich auf eine
nichttraumatische Ätiologie zurückzuführen, insbesondere da ein somatischer, für
diesen Schmerzverlauf hinreichend erklärbarer Vorzustand bestanden habe, und am
Knorpel eine eineindeutige Verletzungsfolge mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
habe ausgeschlossen werden können. Dass trotzdem ein „versicherungstechnisch-
unfallkausaler Anspruch auf die Operation“ bestanden haben könne, sei allenfalls damit
zu begründen, dass der Eingriff im Gesamtkontext gesehen letztendlich den Versuch
dargestellt habe, die vom Unfall damals als „hypothetisch mitverursachten
Beschwerden/Schmerzen“ vorzeitig zu beseitigen, obwohl streng genommen und
anamnestisch bestätigt die Brückensymptomatik retrospektiv gar nicht überzeugend
sei. Eine allfällige traumatische Verschlimmerung eines anamnestisch klinisch stummen
degenerativen Vorzustandes sei in der Regel, vor allem bei komplikationslosem Verlauf,
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nach sechs bis neun Monaten, spätestens aber nach einem Jahr, ergo vorliegend
allerspätestens ein Jahr nach der ersten Arthroskopie, als abgeschlossen zu werten,
wenn die Arthroskopie mit den therapeutischen „Gelegenheitsmassnahmen am
degenerativen Vorzustand“ als „somatisch nachweisbare Komplikation im/während
dem Heilprozess“ nach der hypothetischen Aktivierung am 15. Juli 2004 betrachtet
werde, und somit per November 2005 der Status quo sine als eingetreten zu
bezeichnen sei. Dr. O._ kritisiert, dass Dr. E._ eigentlich gar keine Diskussion über
die Unfallkausalität geführt habe und einzig darauf verweise, dass keine gesicherten
Hinweise dafür vorliegen würden, dass an der Kniescheibe rechts bereits vor dem
Unfall ein erheblicher Knorpelschaden bestanden haben solle. Dabei werde
ausgeblendet, dass der Knorpelschaden nicht innert einiger Wochen/Monate bis zur
ersten Arthroskopie entstanden sein könne, eine gesicherte und überwiegend
wahrscheinliche (richtungsgebende) Verschlimmerung dieses Vorschadens nicht
objektivierbar gewesen sei, primär „nur“ präpatellare aber keine retropatellaren
Beschwerden bestanden hätten und der Beschwerdeverlauf bei zunächst zeitgerechter
Schmerzreduktion im Rahmen der Heilung und, zeitlich eindeutig davon abgesetzt
respektive später aufgetreten, einer exazerbierenden Symptomatik ohne erneuten
„Aktivierungsmechanismus“ – nota bene neu intraartikulär mit konsekutivem Erguss –
aufgetreten sei, was bei der vom Gutachter zugrunde gelegten und hypothetischen
Verschlimmerung mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht so verlaufen
würde. Im Gegenteil hätte eine durchgehende und gleichbleibende
Beschwerdesymptomatik bestanden. Es hätte auch ein seit dem Unfall persistierender
und behandlungsbedürftiger Erguss bestanden. Es gebe keine wissenschaftlich
begründete „exakte Definition“ des „posttraumatischen Knorpelschadens“ und auch
keine überwiegend wahrscheinlich gesicherten Kriterien zur Abgrenzung eines
„traumatisch bedingten“ gegenüber einem „natürlichen, alterskorrelierenden,
degenerativ bedingten“ Knorpelschaden. Nur bei einer arthroskopischen Beurteilung in
den ersten drei Monaten nach dem inkriminierten Ereignis scheine die Differenzierung
traumatisch vs. atraumatisch möglich zu sein (UV-act. 194, S. 24 ff.).
2.5 Die Kritik von Dr. O._ an Dr. E._, dieser habe keine Diskussion über die
Unfallkausalität geführt, überzeugt nicht. Einerseits hat Dr. E._ dargelegt, dass keine
gesicherten Hinweise für einen erheblichen Knorpelschaden an der Kniescheibe vor
dem Unfall bestanden hätten, andererseits plausibilisierte er seine Beurteilung mit
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einem Vergleich beider Kniegelenke mittels MRI. Mangels Unterlagen vor dem Unfall,
kann auch Dr. O._ keine exakten Angaben zum Vorzustand machen, er gibt
diesbezüglich selber an, dass dieser weder bekannt noch konklusiv überprüf- oder
beweisbar sei. Zur Begründung weshalb bezüglich der femoro-patellaren
Knorpelpathologie ein relevanter Vorzustand bestanden habe und es beim Unfall nicht
zu einer richtung-gebenden Verschlimmerung gekommen sei, führt Dr. O._ unter
anderem an, dass im Operationsbericht vor allem die konkrete Erwähnung von
intraartikulär freien, frisch ausgebrochenen Knorpelstücken (sogenannt freien
Gelenkskörpern, welche eine „conditio sine qua non“ bei frischem Knorpelschaden
seien) gefehlt habe. Zumindest geht aus dem Operationsbericht vom 2. November
2004 jedoch hervor, dass bei der Gelenkspunktion ein seröser Erguss mit
Knorpelfetzen festgestellt worden sei (UV-act. 8). Ob es sich dabei um freie, frisch
ausgebrochene Knorpelstücke handelt, ist nicht ersichtlich, kann jedoch auch nicht
ohne weiteres verneint werden. Weiter führt Dr. O._ selber aus, dass eine gesicherte
Abgrenzung zwischen einem traumatisch bedingten und einem natürlichen,
alterskorrelierenden, degenerativ bedingten Knorpelschaden nicht möglich sei,
respektive, dass bei einer arthroskopischen Beurteilung eine Differenzierung zwischen
traumatisch und atraumatisch nur in den ersten drei Monaten nach dem
inkriminierenden Ereignis möglich sei. Somit ist nicht ersichtlich, wie es Dr. O._
möglich sein soll, eine eindeutige Aussage zu machen, dass es sich um einen
atraumatisch bedingten Knorpelschaden handeln müsse. Er kommt zwar zur
Schlussfolgerung, dass der vorliegende Verlauf überwiegend wahrscheinlich auf eine
nichttraumatische Ätiologie zurückzuführen sei und dass sich keine, überwiegend
wahrscheinlich auf ein kürzlich stattgehabtes Trauma zurückzuführenden Pathologien
finden lassen würden, damit ist jedoch eine traumatische Ätiologie nicht gänzlich
ausgeschlossen. Es ist somit nicht nur ein einziger Schluss, nämlich dass die
Beschwerden nicht unfallkausal seien, möglich. Diesbezüglich ist auch zu beachten,
dass nicht nur der behandelnde Arzt Dr. D._, sondern auch die von der
Beschwerdegegnerin selbst mit der Begutachtung beauftragten Ärzte Dr. E._, Dr.
H._ und Dr. K._ übereinstimmend zum gegenteiligen Schluss gekommen sind und
die Beschwerden eindeutig als unfallkausal beurteilt haben. Selbst wenn die
Beurteilung von Dr. O._ als wahrscheinlich angesehen werden sollte, ist vorliegend
eben nicht nur ein einziger Schluss möglich und die Voraussetzung der zweifellosen
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Unrichtigkeit ist nicht erfüllt. Die Wiedererwägungsverfügung vom 2. März 2015 erweist
sich somit als unzulässig. Es bleibt bei der Verfügung vom 10. September 2012.
3.
3.1 Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde gutzuheissen und der
Einspracheentscheid vom 11. November 2015 aufzuheben.
3.2 Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).
3.3 Dem Verfahrensausgang entsprechend hat der obsiegende Beschwerdeführer
Anspruch auf eine Parteientschädigung für die Kosten der Vertretung und
Prozessführung (Art. 61 lit. g ATSG). Die Parteientschädigung ist vom Gericht
ermessensweise festzusetzen, wobei insbesondere der Bedeutung der Streitsache und
dem Aufwand Rechnung zu tragen ist. In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das
Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung für
Rechtsanwälte und Rechtsagenten (HonO; sGS 963.75) pauchal Fr. 1‘000.-- bis Fr.
12‘000.--. Vorliegend erscheint mit Blick auf vergleichbare Fälle eine
Parteientschädigung von pauschal Fr. 4‘000.-- (einschliesslich Barauslagen und
Mehrwertsteuer) als angemessen.