Decision ID: ceef15e6-faf7-5f86-8eb0-f99c1019a888
Year: 2013
Language: de
Court: SG_VG
Chamber: SG_VG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ Die X. AG, A., ist Eigentümerin der Parzellen Nrn. 000 und 0001, Grundbuch
Bütschwil. Daran grenzt das Grundstück Nr. 0002 der Z. AG, B., an. Diese Gesellschaft
betreibt auf ihrem Grundstück ein Asphaltwerk. Gemäss Teilzonenplan Sägenbach der
Gemeinde Bütschwil vom 12. November 1998 liegen die drei Grundstücke zusammen
mit einem vierten in der Industriezone. Für dieses Gebiet galt bis anhin der
Überbauungsplan Sägenbach vom 12. November 1998 mit besonderen Vorschriften.
Der Sondernutzungsplan unterteilt das Plangebiet in die Baubereiche 1 und 2. Im
Baubereich 1 sind Bauten und Anlagen zugelassen, während im Baubereich 2 nur
Anlagen oder in Leichtbauweise überdeckte Installationen mit einer Höhe von maximal
10 m erlaubt sind.
B./ a) Am 20. März 2009 reichte die X. AG ein Baugesuch mitsamt
Umweltverträglichkeitsbericht (UVB) für den Neubau eines Asphaltwerks und die
Erweiterung der Bandanlagen auf Grundstück Nr. 000 ein. Während der Auflagefrist
vom 31. März bis 13. April 2009 erhob die Z. AG dagegen mit dem Begehren
Einsprache, das Baugesuch sei abzuweisen, weil die zulässige Gebäudehöhe
überschritten werde.
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b) Am 9. Juli 2009 beschloss der Gemeinderat eine Änderung des Überbauungsplans
Sägenbach. Neu sollten im Baubereich 2 neben Anlagen auch Bauten zulässig sein.
Zudem wurden die First- und Gebäudehöhenkoten erhöht. Die Planauflage erfolgte
vom 21. Juli bis 19. August 2009. Innert Auflagefrist liess die Z. AG Einsprache
erheben, die der Gemeinderat mit Beschluss vom 29. September 2010 abwies.
Gleichzeitig wies er die Einsprache gegen das Baugesuch der X. AG ab und bewilligte
das Baugesuch unter dem Vorbehalt, dass der Kanton die vorgesehene Änderung des
Überbauungsplans genehmige.
c) Die Z. AG erhob am 8. Oktober 2010 sowohl gegen den Einspracheentscheid
betreffend Änderung des Überbauungsplans als auch gegen den Einspracheentscheid
betreffend Baugesuch der X. AG Rekurs beim Baudepartement des Kantons St. Gallen.
Dieses hiess mit Entscheid vom 21. November 2011 den Rekurs betreffend Änderung
des Überbauungsplans Sägenbach gut und hob den Beschluss des Gemeinderats vom
29. September 2010 auf. Gleichentags trat die Rekursinstanz auf den Rekurs gegen
den ablehnenden Einspracheentscheid betreffend Baugesuch der X. AG nicht ein. Zur
Begründung führte sie an, der Rekurrentin fehle es an einem eigenen schutzwürdigen
Interesse. Der Rekursentscheid betreffend Änderung des Überbauungsplans
Sägenbach erwuchs unangefochten in Rechtskraft. Gegen den Rekursentscheid vom
21. November 2011 betreffend Baugesuch der X. AG erhob die Z. AG am 5. Dezember
2011 Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Dieses schrieb das Verfahren mit Urteil
vom 31. Mai 2012 zufolge Gegenstandslosigkeit am Protokoll ab. Den
Abschreibungsbeschluss begründete es damit, dass mit Rechtskraft des
Rekursentscheids betreffend Änderung des Überbauungsplans Sägenbach die
Beschwerdeführerin an der Anfechtung des nicht wirksam gewordenen Baubewilligung
kein Interesse mehr habe.
C./ a) Bereits am 11. Januar 2012 hatte der Gemeinderat eine zweite Änderung des
Überbauungsplans Sägenbach beschlossen, womit er den rechtskräftigen
Rekursentscheid vom 21. November 2011 umsetzte. Die öffentliche Planauflage
dauerte vom 14. Februar bis 14. März 2012. Die Z. AG erhob am 9. März 2012
wiederum Einsprache gegen die Planänderung, zog ihre Einsprache am 10. April 2012
aber wieder zurück. Das Baudepartement genehmigte die Planänderung am 27. April
2012, womit diese rechtskräftig wurde.
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b) Am 10. Februar 2012 teilte der Gemeinderat den Verfahrensbeteiligten mit, dass er
die angefochtene Baubewilligung vom 29. September 2010 in Wiedererwägung ziehe
und wie folgt abändere.
· Ziff. 4 des Einspracheentscheids: Die Baubewilligung für den Neubau des
Asphaltwerks und die Erweiterung der Bandanlagen auf Grundstück Nr. 000,
Sägenbach, Lütisburg Station, wird erteilt. Vorbehalten bleibt die Genehmigung der
Änderung des Überbauungsplans Sägenbach vom 11. Januar 2012 durch das
Baudepartement.
· Ziff. 4 der Bedingungen und Auflagen: Der Überbauungsplan Sägenbach ist für
dieses Bauvorhaben massgebend. Die Baubewilligung wird unter dem Vorbehalt der
Genehmigung der Änderung des Überbauungsplans vom 11. Januar 2012 erteilt.
Gleichzeitig gab er der Z. AG Gelegenheit, innert 30 Tagen gegen die geplante
Änderung der Baubewilligung vom 29. September 2010 Einsprache zu erheben. Als
Rechtsmittel gegen diesen "Entscheid" bezeichnete er die "Einsprache beim
Gemeinderat", wofür er eine Frist von 30 Tagen ansetzte. Die Z. AG erhob am 9. März
2012 Einsprache und verlangte, dass auf die Anpassung der Bewilligung verzichtet und
stattdessen das ordentliche Baubewilligungsverfahren durchgeführt werde. Die
Bauherrin beantragte mit Stellungnahme vom 20. Juni 2012 die Abweisung der
Einsprache. Mit Beschluss vom 12. Juli 2012 (versandt am 18. Juli 2012) wies der
Gemeinderat die Einsprache ab und "bestätigte" die "Erteilung der neuen
Baubewilligung am 10. Februar 2012".
c) Dagegen erhob die Z. AG am 30. Juli 2012 beim Baudepartement Rekurs und
beantragte, der angefochtene Einspracheentscheid und die erteilte geänderte
Baubewilligung seien kostenpflichtig aufzuheben sowie die Vorinstanz anzuweisen, das
ordentliche Baubewilligungsverfahren durchzuführen. Die Bauherrin stellte den Antrag,
den Rekurs kostenpflichtig abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. Das
Baudepartement hiess den Rekurs am 6. November 2012 mit der Begründung
kostenpflichtig gut, dass die Baubewilligung grundsätzlich nicht mehr habe angepasst
werden können. Diese sei zwischenzeitlich erloschen, nachdem die
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Suspensivbedingung, dass die der Bewilligung zu Grunde liegende Planänderung
genehmigt werde, unmöglich geworden sei.
D./ Dagegen erhob die im Rekursverfahren unterlegene Bauherrin am 20. November
2012 Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Mit Beschwerdeergänzung vom
4. Dezember 2012 verlangt sie, dass der Rekursentscheid vom 6. November 2012
kostenpflichtig aufgehoben und die vom Gemeinderat erteilte Baubewilligung vom
10. Februar 2012 bestätigt werde, eventuell sei die Streitsache an die Vorinstanz
zurückzuweisen. Sie macht insbesondere geltend, die Baubehörde habe die
angefochtene Baubewilligung vom 29. September 2010 bereits in Wiedererwägung
gezogen, bevor das Verwaltungsgericht diese mit Urteil vom 21. Mai 2012 als
gegenstandslos bezeichnet habe. Streitgegenstand sei zudem nicht die
wiedererwogene Baubewilligung vom 29. September 2010, sondern das ursprüngliche
Baugesuch vom 20. März 2009, das der Gemeinderat am 10. Februar 2012 bewilligt
habe. Ihr Baugesuch sei nach wie vor pendent, womit sie einen Anspruch auf dessen
Beurteilung habe. Ein nochmaliges ordentliches Bewilligungsverfahren nach Art. 82 des
Baugesetzes (sGS 731.1, abgekürzt BauG) sei auch im Sinn der Prozessökonomie
unnötig. Für die Wahrung der Rechtsansprüche der Beschwerdegegnerin als einzige
Einsprecherin genüge die sinngemässe Anwendung des vereinfachten Verfahrens im
Sinn von Art. 82bis BauG. Die nochmalige Durchführung des vollständigen Verfahrens
wäre zudem unverhältnismässig und könne auch nach Treu und Glauben im
Rechtsverkehr von der Beschwerdeführerin nicht verlangt werden. Das Begehren der
Beschwerdegegnerin erweise sich schliesslich auch als rechtsmissbräuchlich. Dieser
gehe es einzig darum, einen Konkurrenzbetrieb zu verhindern. Diese verhalte sich
offensichtlich unlauter und verstosse damit gegen Art. 7 des Kartellgesetzes (SR 251).
E./ Die Vorinstanz beantragt mit Vernehmlassung vom 7. Dezember 2012, die
Beschwerde abzuweisen.
F./ Die Beschwerdebeteiligte beantragt, die Beschwerde zu schützen und die
Baubewilligung vom 10. Februar 2012 zu bestätigen. Der Gemeinderat habe den
Wiedererwägungsentscheid am 10. Februar 2012 getroffen, also bevor das
Verwaltungsgericht die Baubewilligung als gegenstandslos bezeichnet habe. Der
Einsprecherin sei parallel zur materiellen Baubewilligung das Rechtsmittel (Einsprache)
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gewährt worden. Alles andere wäre als masslos überspitzter Formalismus zu
betrachten.
G./ Die Beschwerdegegnerin schliesst sich mit Schreiben vom 28. Februar 2013 den
Ausführungen der Vorinstanz an und beantragt die Abweisung der Beschwerde.
H./ Die Beschwerdeführerin replizierte mit Schreiben vom 12. März 2013.
I./ Auf die weiteren von den Verfahrensbeteiligten vorgebrachten Ausführungen wird,
soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. Die Sachurteilsvoraussetzungen werden von Amtes wegen geprüft:
1.1. Beim Verwaltungsgericht können Verfügungen und (Rekurs-)Entscheide, das heisst
Verwaltungsakte, die sich auf öffentliches Recht stützen, sowie Entscheide gewisser
unterer kantonaler Gerichte angefochten werden (Art. 59 f. des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege; sGS 951.1, abgekürzt VRP). Das Gericht ist damit
grundsätzlich zur Behandlung der gegen einen Entscheid des Baudepartementes
erhobenen Beschwerde zuständig (Art. 59bis Abs. 1 VRP). Soweit die
Beschwerdeführerin allerdings eine Verletzung des Kartellgesetzes (SR 251, abgekürzt
KG) rügt, sind dafür im Fall der Geltendmachung von Zivilansprüchen (Art. 12 ff. KG)
die Zivilgerichte (Art. 1 lit. a der Zivilprozessordnung [SR 272, abgekürzt ZPO]) in
Verbindung mit Art. 122 Abs. 2 der Bundesverfassung [SR 101, abgekürzt BV] und
Art. 3 ZPO) zuständig bzw. die Wettbewerbsbehörden des Bundes (Art. 18 ff. KG), die
keine Vorinstanzen des Verwaltungsgerichts sind. Dem Verwaltungsgericht geht
folglich jegliche Kognitionsbefugnis, auch die vorfrageweise, bezüglich der Anwendung
des Kartellgesetzes ab. Betreffend die Rüge, die Begehren der Beschwerdegegnerin
seien unlauter, womit sie gegen das Kartellgesetz verstossen würden, ist das
Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen folglich nicht zuständig, weshalb auf die
entsprechende Rüge nicht einzutreten ist.
1.2. Die Beschwerdeführerin ist Adressatin des abschlägigen Entscheids und somit zur
Beschwerdeerhebung legitimiert (Art. 64 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die
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Beschwerdeeingaben vom 20. November 2012 und 4. Dezember 2012 entsprechen
zeitlich, formal und inhaltlich den gesetzlichen Voraussetzungen (Art. 64 in Verbindung
mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP).
1.3. Aus dem Gesagten folgt, dass mit Ausnahme der Rüge, die Beschwerdegegnerin
handle unlauter im Sinn des Kartellrechts, auf die Beschwerde einzutreten ist.
2. Die Beschwerdeführerin verlangt, dass die Eingabe der Beschwerdegegnerin vom
28. Februar 2013 aus dem Recht gewiesen werde, weil diese vorgängig auf eine
Beschwerdeantwort verzichtet habe.
Parteien eines Gerichtsverfahrens haben Anspruch auf rechtliches Gehör und ein faires
Gerichtsverfahren. Diese Garantien umfassen auch das Recht, von allen dem Gericht
eingereichten Stellungnahmen Kenntnis zu erhalten und sich dazu äussern zu können,
unabhängig davon, ob die Eingaben neue und/oder wesentliche Vorbringen enthalten.
Es ist allein Sache der Parteien zu beurteilen, ob eine Entgegnung erforderlich ist oder
nicht. Das Gericht muss den Beteiligten vor Erlass seines Urteils die eingegangenen
Stellungnahmen den Beteiligten zustellen, damit diese sich darüber schlüssig werden
können, ob sie sich dazu äussern wollen. Das Äusserungsrecht darf ihnen nicht
abgeschnitten werden (BGer 1C_45/2013 vom 20. März 2013 E. 2.2 mit Hinweisen),
selbst wenn sie erst einmal auf eine Beschwerdeantwort verzichten. Der
Verfahrensantrag, die Eingabe der Beschwerdegegnerin sei aus dem Recht zu weisen,
ist damit abzuweisen.
3. Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Begehren der Beschwerdegegnerin
seien rechtsmissbräuchlich, weil sie damit in erster Linie einen Konkurrenzbetrieb
verhindern wolle.
3.1. Die Einspracheberechtigung von Nachbarn richtet sich nach Art. 45 VRP (B. Heer,
St. Gallisches Bau- und Planungsrecht, Bern 2003, Rz. 933) und Art. 83 Abs. 2 BauG.
Zur Erhebung ist demnach berechtigt, wer an der Änderung oder Aufhebung der
Verfügung oder des Entscheids ein schutzwürdiges Interesse dartut. Schutzwürdig ist
das Interesse dann, wenn der Betroffene rechtlich geschützte Interessen geltend macht
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oder wenn eine Verfügung oder ein Entscheid seine tatsächliche Interessenlage mehr
berührt als diejenige irgendeines Dritten oder der Allgemeinheit.
3.2. Das schutzwürdige Interesse besteht im "praktischen Nutzen", den ein erfolgreich
geführtes Rechtsmittel dem Betroffenen in seiner rechtlichen oder tatsächlichen
Situation einträgt, bzw. in der Abwendung materieller, ideeller oder sonstiger Nachteile,
die ein Bestand der angefochtenen Verfügung oder des Entscheids mit sich bringen
würde (Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, St. Gallen
2003, Rz. 39). Das Anfechtungsinteresse muss dabei nicht mit dem Interesse
übereinstimmen, das durch die von der beschwerdeführenden Person als verletzt
bezeichneten Normen geschützt wird, wenn eine besondere Beziehungsnähe in
räumlicher Hinsicht vorliegt. Demnach können Nachbarn verlangen, dass ein
Bauvorhaben im Lichte all jener Rechtssätze überprüft werde, die sich rechtlich oder
tatsächlich in dem Sinne auf ihre Stellung auswirken, als dass ihnen im Fall ihres
Obsiegens ein praktischer Nutzen entsteht (BGer 1C_236/2010 vom 16. Juli 2010 E.
1.4). Das Interesse besteht im verwendbaren Nutzen, den die Einwendung dem
Nachbarn einträgt, das heisst in der Abwendung eines materiellen oder ideellen
Nachteils, den die Bewilligungserteilung für ihn hätte (BGE 137 II 30 E. 2.2.2 und 2.2.3.;
BGE 133 II 249 I. 1.3.2; A. Baumann in: A. Baumann und Mitbeteiligte [Hrsg.],
Kommentar zum Baugesetz des Kantons Aargau, Bern 2013, § 60 Rz. 73). Der Nutzen
des Nachbarn besteht demnach darin, dass das Bauvorhaben nicht wie geplant
verwirklicht werden kann, wenn er mit seiner Rüge durchdringt (VerwGE B 2010/233
vom 15. Dezember 2011 E. 3.1. f. mit Hinweisen, abrufbar unter: www.gerichte.sg.ch;
BGer 1C_37/2011 vom 14. April 2011 E. 2.3.3 mit Hinweisen). Rechtsmissbrauch läge
dagegen insbesondere dann vor, wenn die Einsprache zweckwidrig zur Verwirklichung
von Interessen verwendet würde, die dieses Rechtsinstitut nicht schützen will (Häfelin/
Müller/Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 6. Auflage, Zürich 2006, Rz. 716).
3.3. Das Baudepartement hat im ersten Rekursverfahren mit Entscheid vom
21. November 2011 betreffend Baubewilligung vom 29. September 2010 die
Legitimation der Beschwerdegegnerin noch verneint, weil diese nicht aufgezeigt habe,
worin ihr eigenes schutzwürdiges Interesse an der Aufhebung der Baubewilligung ihrer
Nachbarin liege. Mit dieser rügespezifischen Beurteilung vermengte die Vorinstanz aber
die Beschwerdelegitimation und Beschwerdegründe (BGE 137 II 30 E. 2.2.3 und 2.3).
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Nach der erwähnten neueren Rechtsprechung muss bei Vorliegen einer besonderen
Beziehungsnähe in räumlicher Hinsicht das Anfechtungsinteresse wie gesagt nicht
(mehr) mit dem Interesse übereinstimmen, das durch die von der
beschwerdeführenden Person als verletzt bezeichneten Normen geschützt wird.
3.4. Vorliegend hat sich die Vorinstanz mit dem Einwand, die Beschwerdegegnerin
habe rechtsmissbräuchlich Einsprache erhoben, nicht auseinandergesetzt, obwohl die
Beschwerdeführerin den gleichen Einwand wortgleich bereits vor Vorinstanz erhoben
hat. Damit hat diese an sich eine Gehörsverletzung begangen, was die
Beschwerdeführerin vor Verwaltungsgericht jedoch nicht rügt. Stattdessen hat sie den
gleichen Einwand nochmals erhoben. Davon abgesehen, dass auf die
Gehörsverletzung mangels Rüge nicht weiter einzugehen ist, könnte sie, da nicht
besonders schwer, auch ohne Weiteres geheilt werden. Das Rechtsmissbrauchsverbot
ist Teil des Grundsatzes von Treu und Glauben und stellt damit eine Rechtsverletzung
dar, die vom Gericht überprüft werden kann (Häfelin/Müller/Uhlmann, a.a.O., Rz. 715).
Auf Grund des Gesagten steht zudem fest, dass die Beschwerdegegnerin als direkte
Nachbarin nicht rechtsmissbräuchlich Einsprache erhoben hat, selbst wenn es ihr
eigentlich darum gegangen wäre, das Bauvorhaben einer Konkurrentin zu verhindern
oder zumindest zu verzögern.
3.5. Damit erweist sich der Einwand, die Begehren der Beschwerdegegnerin seien
rechtsmissbräuchlich, als nicht stichhaltig.
4. Streitgegenstand ist die am 10. Februar 2012 in Aussicht gestellte und am 12. Juli
2012 erlassene Verfügung, womit die Baubehörde die am 29. September 2010 erteilte
Baubewilligung in Wiedererwägung gezogen hat. Nicht massgebend ist der Beschluss
vom 10. Februar 2012, womit sie intern zum Schluss gekommen ist, die getroffene
Bewilligung in Wiedererwägung zu ziehen und der ehemaligen Einsprecherin nochmals
die Gelegenheit zu geben, Einsprache zu erheben. Das Baureglement der Politischen
Gemeinde Bütschwil vom 13. November 1998 kennt auf kommunaler Ebene kein
zweistufiges Rechtsmittelverfahren. Als blosser interner Beschluss kommt ihm kein
Verfügungscharakter zu (VerwGE B 2013/22 vom 2. Juli 2013, Regeste, abrufbar unter:
www.gerichte.sg.ch).
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4.1. Das Wiedererwägungsgesuch ist der formlose Rechtsbehelf, durch den der
Betroffene die verfügende Verwaltungsbehörde ersuchen kann, auf ihre Verfügung
zurückzukommen und sie abzuändern oder aufzuheben (Häfelin/Müller/Uhlmann,
a.a.O., Rz. 1835). Gemäss Art. 27 VRP sind Wiedererwägungsgesuche zulässig,
begründen aber keinen Anspruch auf eine Stellungnahme der Behörde in der Sache
und hemmen auch den Fristenlauf nicht. Ein Anspruch darauf, dass der Rechtsbehelf
geprüft und beurteilt bzw. die Verfügung angepasst wird, besteht ausnahmsweise,
wenn die Verfügung wegen einer wesentlichen Änderung der Verhältnisse nachträglich
fehlerhaft wird oder wenn diese bei ihrem Erlass ursprünglich fehlerhaft war, weil bei
ihrem Erlass wesentliche Tatsachen oder Beweismittel nicht berücksichtigt werden
konnten (Häfelin/Müller/Uhlmann, a.a.O., Rz. 1835). In den Akten lässt sich zwar kein
solches Gesuch um Wiedererwägung finden. Eine ursprünglich fehlerhafte oder
nachträglich fehlerhaft gewordene Verfügung könnte aber auch von der erlassenden
Behörde oder durch die Aufsichtsbehörde widerrufen werden. Voraussetzung dafür ist,
dass der Widerruf die Betroffenen nicht belastet oder auf Grund öffentlicher Interessen
geboten ist (Art. 28 VRP). Bei einer Baubewilligung ist dabei die unterschiedliche
Interessenlage des Bauherrn und der Nachbarn zu beachten (Häfelin/Müller/Uhlmann,
a.a.O., Rz. 1000). Der Widerruf kommt wie die Wiedererwägung bei ursprünglich
fehlerhaften oder nachträglich fehlerhaft gewordenen Verfügungen zur Anwendung.
Wegen einer Änderung der tatsächlichen oder rechtlichen Verhältnisse können aber nur
Verfügungen über dauernde Rechtsverhältnisse (zum Beispiel Rentenverfügungen,
Gastwirtschaftspatente, Berufsausübungsbewilligungen oder
Denkmalschutzverfügungen) widerrufen werden, da sich die Rechtsfolge nur bei
solchen Dauerverhältnissen auch in Zukunft auswirkt (Häfelin/Müller/Uhlmann, a.a.O.,
Rz. 999). Grundvoraussetzung für den Widerruf wie auch für die Wiedererwägung ist
jedoch, dass die anzupassende Verfügung überhaupt noch besteht und nicht in der
Zwischenzeit untergegangen ist.
4.2. Das diesem Rechtsstreit zu Grunde liegende Baugesuch wurde am 29. September
2010 unter Vorbehalt bewilligt, dass die beschlossene Änderung des entscheidenden
Sondernutzungsplans von der zuständigen Stelle genehmigt werde. Die Änderung
wurde in der Folge mit Rekursentscheid vom 21. November 2011 rechtskräftig
aufgehoben. Damit ist die aufschiebende Nebenbestimmung der Baubewilligung und
somit die Baubewilligung an sich definitiv untergegangen. Folgerichtig konnte die
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Baubehörde auf die zwischenzeitlich unwiderruflich untergegangene Bewilligung weder
von sich aus noch auf Gesuch hin zurückkommen. Massgebender Zeitpunkt für den
Untergang der Baubewilligung vom 29. September 2010 war der nicht mehr
anfechtbare Wegfall der aufschiebenden Bedingung bzw. die Rechtskraft des
Rekursentscheids betreffend Aufhebung der Planänderung vom 21. November 2011
und nicht etwa das Urteil bzw. der Abschreibungsbeschluss des Verwaltungsgerichts
vom 31. März 2012, wie geltend gemacht wird. Das Gericht konnte dabei lediglich noch
zur Kenntnis nehmen und festhalten, dass mit Rechtskraft der aufgehobenen
Planänderung bzw. dem Wegfall der Bedingung zur Baubewilligung das Interesse der
Beschwerdeführerin an der Anfechtung der zwischenzeitlich obsolet gewordenen
Baubewilligung untergegangen und das Gerichtsverfahren damit gegenstandslos
geworden war, da gar kein Streitgegenstand mehr vorhanden und zu überprüfen war.
4.3. Aus dem Gesagten folgt, dass die Vorinstanz zu Recht zum Schluss gekommen
ist, dass die ursprüngliche Baubewilligung vom 29. September 2010 Ende des Jahres
2011 unwiderruflich untergegangen war, weshalb die Baubehörde im Folgejahr nicht
mehr auf diese Bewilligung zurückkommen konnte.
5. Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Baubehörde habe die ursprüngliche
Baubewilligung nicht nur an die neuen Umstände angepasst, sondern auf Grund der
veränderten rechtlichen Verhältnisse neu erteilt.
5.1. Bauten und Anlagen werden im ordentlichen Verfahren gemäss Art. 81 f. BauG, im
vereinfachten Verfahren nach Art. 82bis BauG oder im Meldeverfahren (Art. 82ter
BauG) bewilligt. Das vorliegende Vorgehen der Baubehörde entspricht am Ehesten
dem des vereinfachten Verfahrens. Allerdings liegt dafür kein Baugesuch vor. Ein
solches wäre aber nötig, weil mit dem Untergang der am 29. September 2010 erteilten
Bewilligung das entsprechende Gesuch nicht automatisch wieder pendent geworden
ist.
5.2. Das vereinfachte Verfahren käme sodann nur zur Anwendung, wenn das
Bauvorhaben keine oder nur die Interessen weniger Einsprecher berührt (Art. 82bis
Abs. 1 BauG), was unter anderem bei einem Änderungsgesuch im Rahmen eines
hängigen Verfahrens der Fall sein kann. Betrifft die Änderung nicht bloss den
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Einsprecher - weil das Bauvorhaben zum Beispiel verkleinert wird -, kann das neue
Gesuch nicht bloss den Einsprechern im vorausgegangenen Bewilligungsverfahren
angezeigt, sondern muss auch den übrigen Anstössern im Sinn von Art. 82 Abs. 1
BauG angezeigt werden. Darüber hinaus ist es zu visieren und aufzulegen, damit jeder
Einsprache erheben kann, der im Sinn von Art. 45 VRP rekursberechtigt ist. Dazu
gehören unter Umständen auch gesamtschweizerische Organisationen, sofern dies auf
Grund eines bundesrechtlichen Spezialgesetzes vorgesehen ist (Kiener/Rütsche/Kuhn,
Öffentliches Verfahrensrecht, Zürich/St. Gallen 2012, Rz. 1387 ff).
Kann der Kreis der Einspracheberechtigten mithin nicht von Vornherein abschliessend
auf einen bestimmten Kreis festgelegt werden, was insbesondere bei lärmigen Anlagen
der Fall ist, kann das vereinfachte Verfahren grundsätzlich nicht zur Anwendung
gelangen (Heer, a.a.O., Rz. 898). Die vorliegende Baubewilligung wäre insofern
mangelhaft, was ein Einspracheberechtigter trotz erfolgter Bewilligung unter
Umständen auch noch nachträglich geltend machen kann (VerwGE B 2009/71 und 72
vom 18. März 2010 E. 2.2.2., abrufbar unter: www.gerichte.sg.ch). Die
Beschwerdeführerin allerdings wurde (als Einzige) angeschrieben. Nachdem sie innert
Frist gegen das Bauvorhaben Einsprache erhoben hat und diese in der Folge auch
behandelt wurde, fehlt ihr zur Geltendmachung, dass die Baubehörde statt das
ordentliche das vereinfachte Verfahren gewählt hat, folglich das Rechtsschutzinteresse.
5.3. Nach Art. 82bis Abs. 3 BauG findet das vereinfachte Verfahren auch bei
zonenfremden Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzonen keine Anwendung. Diese
Bewilligungen bedürfen der Zustimmung einer kantonalen Stelle (Art. 87bis Abs. 2
BauG). Für Vorhaben, die der UVP unterliegen, gilt das Gleiche:
Eine UVB-Pflicht ergibt sich aus dem Umstand, dass ein Bauvorhaben Umweltbereiche
erheblich belasten kann, so dass die Einhaltung der Vorschriften über den Schutz der
Umwelt voraussichtlich nur mit projekt- oder standortspezifischen Massnahmen
sichergestellt werden kann (Art. 10 a des Umweltschutzgesetzes, SR 814.01, abgekürzt
USG) und deshalb einer Gesamtbeurteilung bedarf. Nach Art. 16 Abs. 1 des
Einführungsgesetzes zum USG (sGS 672.1, abgekürzt EG-USG) wird die
Umweltverträglichkeit in einem Verfahren geprüft, in dem das Vorhaben öffentlich
aufgelegt wird. Im Kanton St. Gallen erfolgt die UVP somit im ordentlichen
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Baubewilligungsverfahren nach Art. 82 BauG (Amt für Umweltschutz und Energie des
Kantons St. Gallen, Kommentar zum Ablauf der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP)
im Baubewilligungsverfahren [innerhalb Bauzone], St. Gallen 2012, E. II b S. 10). Die
Prüfung des erforderlichen UVB obliegt dabei der Umweltschutzfachstelle bzw. dem
Amt für Umweltschutz (Art. 10c Abs. 1 USG, Art. 12 Abs. 1 und Art. 13 Abs. 1 der
Verordnung über die Umweltverträglichkeitsprüfung, SR 814.011, abgekürzt UVPV,
Art. 1 der Verordnung zum EG-USG, sGS 672.11).
Aus dem Gesagten folgt, dass das vorliegende UVB-pflichtige Bauvorhaben auch
grundsätzlich nicht im vereinfachten Verfahren hätte bewilligt werden können.
5.4. Dazu kommt, dass die Baubehörde auf die Einsprache der Beschwerdegegnerin
vom 9. März 2012 nur insofern eingegangen ist, als sie ausgeführte, das Bauprojekt sei
in allen Teilen identisch, womit sich eine Wiederholung des Bewilligungsverfahrens
erübrige. Dabei wird aber übergangen, dass der UVB mehrere Jahre alt ist und bereits
im Frühling 2009 öffentlich aufgelegen hat. Die effektive Prüfung liegt damit noch
länger zurück. Wenn das Bauvorhaben neu bewilligt werden soll, ist es somit
zumindest summarisch nochmals auf seine Rechtmässigkeit hin zu prüfen bzw. den
ebenfalls involvierten kantonalen Ämtern nochmals vorzulegen, damit diese ihrerseits
prüfen können, ob sich seit der letzten Beurteilung an den tatsächlichen und
rechtlichen Voraussetzungen etwas geändert habe. Falls dem so wäre, hätten die
betroffenen Fachstellen auf ihre vormaligen Stellungnahmen, Mitberichte und
Teilverfügungen aus den Jahren 2009 und 2010 zurückzukommen. Andernfalls könnten
sie lediglich darauf verweisen.
6. Der Vollständigkeit halber macht die Beschwerdeführerin noch geltend, es wäre
unverhältnismässig und würde dem Grundsatz von Treu und Glauben widersprechen,
wenn das aufwändige Verfahren wiederholt werden müsste.
6.1. Mit dem Verhältnsmässigkeitsgrundsatz ist die Aufgabe angesprochen, Mittel und
Zweck in ein angemessenes Verhältnis zu bringen, durch die Gegenüberstellung von
Eingriffsgrund und Eingriffswirkungen eine Erforderlichkeitsprüfung zu ermöglichen
oder jede staatliche Aktivität als Mittel im Dienste eines Zwecks sachgerecht und
angemessen zu beurteilen (Wiederkehr/Richli, Praxis des allgemeinen
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Verwaltungsrechts, Band I, Bern 2012, Rz. 1844). Das Gebot der Verhältnismässigkeit
nach Art. 5 Abs. 2 BV verlangt, dass eine behördliche Massnahme für das Erreichen
des im öffentlichen oder privaten Interesse liegenden Ziels geeignet und erforderlich ist
und sich für die Betroffenen in Anbetracht der Schwere des Eingriffs in private
Interessen als zumutbar erweist. Vorliegend hat sich gezeigt, dass die Baubewilligung
vom 29. September 2010 bereits untergegangen war und somit grundsätzlich nicht
mehr angepasst werden konnte, als die Baubehörde die Wiedererwägungsverfügung
erlassen hat. Alsdann war auch die Bewilligung im vereinfachten Verfahren nicht
möglich, selbst wenn das dafür notwendige Baugesuch vorgelegen hätte. Will die
Bauherrin das Bauvorhaben gleichwohl verwirklichen, kann sie das Baugesuch
zusammen mit dem mittlerweile knapp fünfjährigen UVB, den sie auf seine Aktualität
hin überprüfen und allenfalls ergänzen oder anpassen muss, nochmals einreichen. Die
nochmalige Durchführung des (ordentlichen) Verfahrens ist damit erforderlich. Dabei
wird dem Gebot der Verhältnismässigkeit insofern Rechnung zu tragen sein, als dafür
zwar das ordentliche Baubewilligungsverfahren durchzuführen ist, dabei aber nur noch
jene Berichte, Stellungnahmen und Teilverfügungen neu verfasst und erlassen werden
müssen, die wegen des langen Zeitablaufs nicht mehr aktuell sind. Somit werden die
zuständigen Fachstellen, in deren Regelungsbereich sich nichts geändert hat, auf ihre
bereits abgegebenen Stellungnahmen und Bewilligungen verweisen können.
6.2. An dieser Beurteilung ändert auch nichts, dass die Beschwerdeführerin auf Grund
der in Aussicht gestellten Zustimmung der kommunalen Planungsbehörde zum
ursprünglichen Sondernutzungsplan damit rechnete, ihr im Frühling 2009 aufgelegtes
Bauvorhaben realisieren zu können, weil die Baubehörde die Bewilligung erteilt und die
Genehmigungsbehörde den zwischenzeitlich aufgehobenen Sondernutzungsplan als
rechtmässig beurteilt hat. Es liegt gerade in der Natur der Sache, dass ein noch nicht
rechtskräftiger Erlass im Rechtsmittelverfahren überprüft und dabei allenfalls
aufgehoben werden kann.
7. Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde als unbegründet. Insbesondere
konnte die Baubehörde die untergegangene Baubewilligung nicht mehr in
Wiedererwägung ziehen bzw. widerrufen. Nach Wegfall der Baubewilligung wurde das
entsprechende Gesuch auch nicht wieder automatisch hängig, so dass die
Baubehörde dieses nochmals hätte bewilligen können. Zudem käme für das UVB-
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 15/16
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pflichtige Bauvorhaben auch keine Bewilligung im vereinfachten Verfahren zum Zug.
Schliesslich muss das Baugesuch überarbeitet werden, nachdem dieses bereits über
vier Jahre alt ist. Die Beschwerde ist somit abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.
8. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten des vorliegenden
Verfahrens von der Beschwerdeführerin zu bezahlen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
Entscheidgebühr von Fr. 3'500.-- ist angemessen (Art. 7 Ziff. 222 der
Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Sie ist mit dem geleisteten Kostenvorschuss
in gleicher Höhe zu verrechnen.
Bei diesem Verfahrensausgang hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf Ersatz
der Parteikosten (Art. 98 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 98bis VRP). Die übrigen
Verfahrensbeteiligten haben keinen Kostenantrag gestellt. Folglich hat es damit sein
Bewenden (R. Hirt, Die Regelung der Kosten nach st. gallischem
Verwaltungsrechtspflegegesetz, Lachen/St. Gallen 2004, S. 149).
Demnach hat das Verwaltungsgericht