Decision ID: 9130e4ea-19b6-42bd-8cae-c27f7530b9f3
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons
Y._
, IV-Stelle, sprach der 1971 geborenen
X._
mit Verfügung vom 13. Januar 2010 mit Wirkung ab 1. September 2005 bis 31. Januar 2007 bei einem Invaliditätsgrad von 100 % eine ganze sowie
mit Wirkung
ab 1.
Februar 2007 bei einem
Invali
ditätsgrad
von 62 % eine Dreiviertelrente der Invalidenversicherung zu
(Urk. 8/157)
.
1.2
Ende 2011 leitete die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich
, IV-Stelle,
– neu zuständig aufgrund des Wohnsitzwechsels der Versicherten
(Urk. 8/161/1)
– ein Revisionsverfahren ein (Urk. 8/172). Sie holte einen Auszug aus dem Indi
viduellen Konto
(IK)
der Versicherten (Urk. 8/174) sowie Berichte der behan
delnden
Ärzte (
Urk. 8/173, Urk. 8/175, Urk. 8/176
)
ein und ordnete eine
bidis
ziplinäre
(rheumatologische/psychiatrische)
medizinische
Abklärung an
(Urk. 8/
177-178
).
Dr. med.
Z._
, FMH Innere Medizin
,
erstattete am 25. September 2012
das rheumatologische Teilgutachten
(
Urk. 8/187)
und
PD
Dr. med.
A._
, FMH Neurologie sowie Psychiatrie und Psychotherapie
,
am
15.
Oktob
er 2012
das psychiatrische Teilgutachten
(Urk. 8/188/2-15)
.
Gestützt auf das
bidisiziplinäre
Gutachten stellte die IV-Stelle mit Vorbescheid
vom 8. November 2012 in Aussicht, die bisherige Rente aufzu
heben (Urk. 8/191-192).
Die Versicherte erhob dagegen unter Beilage eines weiteren Berichts
ihres behandelnden Arztes
PD
Dr. med.
B._
, Spezi
alarzt FMH für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie
,
(Urk. 8/200) Einwände (Urk. 8/201). Am 12. Februar 2013 verfügte die IV-Stelle im ange
kündigten Sinne und stellte die zuvor ausgerichtete Invalidenrente per Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden Monats ein; einer allfälligen dagegen gerichteten Beschwerde wurde die aufschiebende Wirkung entzogen (Urk. 2
[= Urk. 8/
206
]
).
2.
Dagegen erhob die
Versicherte mit Eingabe vom
14. März 2013 Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei ihr weiterhin ein
e Dreiviertelrente auszurichten
(Urk. 1).
Mit Beschwerdeantwort vom 6. Mai 2013 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde
(Urk. 7). Mit Verfügung vom 8. Mai 2013
wurde
der Beschwerdeführerin die Beschwerdeantwort zur Kenntnisnahme zugestellt unter Hinweis darauf, dass kein Anlass bestehe,
wie
von ihr
beantragt
einen zweiten Schriftenwechsel durchzuführen
(Urk. 9)
.
Am 13. November 2013 reichte die Beschwerdeführerin einen Bericht des
H._
ein
(Urk. 10, Urk. 11), welcher der
Beschwerdegegnerin
am 18. November 2013
zur Kenntnisnahme zugestellt wurde (Urk. 12).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien sowie die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revisi
onsgrund
im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Ein
spracheentscheid
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71
E.
3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hinweisen).
1.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1
des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung,
IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.3
Eine fachärztlich (psychiatrisch) diagnostizierte anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung begründet als solche noch keine Invalidität. Vielmehr besteht eine Vermutung, dass die
somatoforme
Schmerzstörung oder ihre Folgen mit einer zumutbaren Willensanstrengung überwindbar sind. Bestimmte Umstände, welche die Schmerzbewältigung intensiv und konstant behindern, können den Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess unzumutbar machen, weil die versicherte Person alsdann nicht über die für den Umgang mit den Schmerzen notwendigen Ressourcen verfügt. Ob ein solcher Ausnahmefall vorliegt, entscheidet sich im Einzelfall anhand verschiedener Kriterien. Im Vordergrund steht die Feststellung einer psychischen
Komorbidität
von erheblicher Schwere, Intensität, Ausprä
gung und Dauer. Massgebend sein können auch weitere mit gewisser Intensität und Konstanz erfüllte Faktoren, so: chronische körperliche
Begleiterkrankun
gen
; ein mehrjähriger,
chronifizierter
Krankheitsverlauf mit unveränderter oder progredienter Symptomatik ohne längerdauernde Rückbildung; ein ausgewiese
ner sozialer Rückzug in allen Belangen des Lebens; ein verfestigter, therapeu
tisch nicht mehr beeinflussbarer innerseelischer Verlauf einer an sich miss
glückten, psychisch aber entlastenden Konfliktbewältigung (primärer
Krank
heitsgewinn
;
„
Flucht in die Krankheit"); ein
unbefriedigendes
Behandlungser
gebnis
trotz konsequent durchgeführter ambulanter und/oder stationärer Behandlung (auch mit unterschiedlichem therapeutischem Ansatz) und gescheiterte Rehabilitationsmassnahmen bei vorhandener Motivation und Eigenanstrengung (kooperative Haltung) der versicherten Person. Je mehr dieser Kriterien zutreffen und je ausgeprägter sich die entsprechenden Befunde dar
stellen, desto eher sind - ausnahmsweise - die Voraussetzungen für eine zumut
bare Willensanstrengung zu verneinen (BGE 130 V 352, 131 V 49 E. 1.2,
BGE 139 V 547 E. 3 ff.
).
In BGE 139 V 547 hat das Bundesgericht an dieser Rechtsprechung unter Aus
einandersetzung mit der daran geübten Kritik festgehalten und auf die beson
dere Bedeutung einer fachgerechten Abklärung hingewiesen
(E. 9.1.3, E. 9.2.1). Insbesondere erkannte das Bundesgericht,
dass sich die unklaren Beschwerden
hinsichtlich ihrer invalidisierenden Folgen von anderen (psychischen) Leiden durch die mangelnde Objektivierbarkeit unterscheiden. Dabei hand
elt
es sich um ein sachliches Kriterium, das überprüft werden kann. Die hinreichende Objekti
vierbarkeit der gesundheitlichen Beeinträchtigung
wird
für Ansprüche auf
Sozi
alversicherungsleistungen
seit jeher vorausgesetzt und ha
t
im Rahmen der 5.
IV-Re
vision auch Eingang in die Gesetzgebung gefunden (Art.
7 Abs.
2 ATSG). Von einer unbegründeten Schlechterstellung
beziehungsweise
einer Dis
kriminierung der betroffenen Versicherten in
verfassungsmässigem
Sinne
bezie
hungsweise
nach
Massgabe
der EMRK k
a
nn daher nicht gesprochen werden (Urteil des Bundesgerichts
8C_142/2013 vom 20.
November 2013 E. 4.2 mit Hinweis auf BGE 139 V 547 E. 5.6 in
fine
und
E.
5.7).
Diese im Bereich der
somatoformen
Schmerzstörungen entwickelten Grundsätze werden rechtsprechungsgemäss bei der Würdigung des invalidisierenden Cha
rakters von
Fibromyalgien
(BGE 132 V 65 E. 4), dissoziativen Sensibilitäts- und Empfindungsstörungen (SVR 2007 IV Nr. 45 S. 150, I 9/07 E. 4 am Ende),
Chro
nic
Fatigue
Syndrome (CFS; chronisches Müdigkeitssyndrom) und Neurasthenie (Urteile 9C_662/2009 vom 17. August 2010 E. 2.3; 9C_98/2010 vom 28. April 2010 E. 2.2.2 und I 70/07 vom 14. April 2008 E. 5), bei dissoziativen Bewe
gungsstörungen (Urteil 9C_903/2007 vom 30. April 2008 E. 3.4), bei einer HWS-Verletzung (Schleudertrauma) ohne organisch nachweisbare
Funktionsfä
lle
(BGE 136 V 279) sowie bei nicht organischer
Hypersomnie
(BGE 137 V 64
E.
4.1 und 4.2 mit Hinweisen) analog angewendet, nicht hingegen,
wenn sich die Frage nach der invalidisierenden Wirkung einer
Cancer-related
Fatigue
stellt (
BGE
139 V 346
E. 3
mit Hinweisen
).
„
Burn
out“ als solches fällt nicht unter den Begriff der invaliditätsrechtlich erheb
lichen Gesundheitsbeeinträchtigungen; es stellt grundsätzlich keinen inva
lidisierenden Gesundheitsschaden dar (Urteil des Bundesgerichts
9C_537/2011 vom 2
8.
Juni 2012
E. 3.1 mit Hinweisen).
1.4
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustel
len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beur
teilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Be
richte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzu
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze ent
scheidend, ob es für die Beant
wortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen
Untersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt
was vor allem bei psychischen Fehlent
wicklungen nö
tig ist
, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer
Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversi
cherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutach
ten,
3.
Aufl. 1994, S. 24 f.).
2.
2.1
Die
IV-Stelle
kam
in ihrer Verfügung vom 12. Februar 2013
gestützt auf das
bidisziplinäre
Gutachten
der
Dres
.
Z._
und
A._
zum Schluss, aus rheumatologischer Sicht
liege
nach wie vor
keine
Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vor
. D
er psychische Gesundheitszustand der Beschwerde
führerin
habe sich sodann derart verbessert
, das
s
nunmehr auch aus
psychiat
rischer Sicht wieder eine vollständige Arbeitsfähigkeit bestehe, w
eshalb die Rente aufzuheben sei (Urk. 2).
2.2
Die Beschwerdeführerin machte demgegenüber
im Wesentlichen
geltend, auf das
bidisziplinäre
Gutachten
könne
nicht abgestellt werden
. I
hr gesundheitlicher Zustand
habe sich nicht verbessert
, weshalb ihr weiterhin eine Rente auszu
richten sei
(Urk.
1).
3.
3.1
Die
IV-Stelle des Kantons
Y._
stützte die
Zusprache
einer Invalidenrente
auf das
polydisziplinäre
Gutachten
(allgemeininternistisch, neurologisch, orthopä
disch, psychiatrisch) des
C._
vom
16. April 2009
(Urk. 8/
130
) und desse
n Ergänzung vom Mai 2009 (Urk. 8/134;
Stellungnahme
des Regionalen Ärztlichen Dienstes vom 19. Oktober 2009 [
Urk.
8
/139
]
,
Verfügung vom 13. Januar 2010
[
Urk.
8/157/6
]
).
3.2
Die Gutachter
des
C._
hatten folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt (Urk. 8/130/31):
Rezidivierend depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige de
pressive Episode (ICD-10 F33.1)
Somatisierungsstörung
(ICD-10 F45.0) mit anhaltend
er
somatoformer
Schmerzstörung (ICD-10 F45.4).
Folgende Diagnosen erachteten sie als ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähig
keit (Urk. 8/130/31):
Panikstörung (ICD-10 F41.0)
Rezidivierend auftretende
p
r
äsynkopale
und
synkopale
Ereignisse unkla
rer
Aetiologie
, wahrscheinlich nicht epileptischer Genese
Episodische Spannungskopfschmerzen und Verdacht auf seltene
Migräne
anfälle
ohne Aura
Fehlstatik der Wirbelsäule,
Haltungsinsuffizinenz
, muskulärer Hartspann und
verschmächtigte
Rumpfmuskulatur
Fehl und Überbelastung des Bewegungsapparates bei einem Übergewicht von mehr als 15 kg.
Die Gutachter hielten fest, in den somatischen Disziplinen bestehe keine Diag
nose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit, da den intensiven Beschwerden der Beschwerdeführerin jeweils kein entsprechendes organisches Korrelat zuzu
ordnen sei. Massgebend für die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit sei das psy
chiatrische Fachgutachten. Aus der vorhandenen depressiven Störung und
Somatisierungsstörung
folge aktuell eine reduzierte Einsatzfähigkeit in der bis
herigen Tätigkeit als Krankenschwester. Die vor allem in Folge des überraschen
den Todes des ersten Ehemannes hervorgerufene psychische Erkrankung der Beschwerdeführerin zeige unter regelmässiger Psychotherapie bereits eine Abnahme von subjektiv besonders quälenden Symptomen. Unter konsequenter Weiterführung dieser Behandlung sei nach Ablauf von zwei Jahren ein weiterer Rückgang des Beschwerdebildes zu erwarten (Urk. 8/130/33).
Sie hielten dafür, der Beschwerdeführerin sei die bisher ausgeübte Tätigkeit als Krankenschwester zu einem reduzierten Pensum von 4,5 Stunden pro Tag zumutbar, dabei sei jedoch die Leistungsfähigkeit um 20 % vermindert.
Körper
lich s
chwere Arbeiten würden sich
in diesem Arbeitsgebiet ausschliessen
lassen. In angepasster Tätigkeit attestierten
die Gutachter
dieselben
zeitlichen und leistungsmässigen
Einschränkungen.
Sie
äusserten sodann die Ansicht
,
dass
bei
konsequent weitergeführte
r
ambulant
er
psychiatrisch-psychotherapeutische
r
Behandlung nach Ablauf von spätestens zwei Jahren eine Steigerung der Arbeits- und Leist
ungsfähigkeit zu erwarten
sei
(Urk. 8/130/33-36).
3.3
In einer ergänzenden Stellungnahme hielt der psychiatrische Gutachter fest, die Arbeitsunfähigkeit werde durch die depressive Störung geprägt. Die damit ver
knüpfte
somatoforme
Schmerzstörung führe zwar zu einer
Symptomausgestal
tung
der psychischen Erkrankung, verändere
aber
die Bewertung der Arbeitsfä
higkeit nicht. Festzuhalten sei, dass die
somatoforme
Schmerzstörung für sich alleine genommen – ohne psychiatrische
Komorbidität
– keine Arbeitsunfähig
keit begründen
würde
(Urk. 8/134/3).
4.
4.1
Am 10. September 2012 wurde die Beschwerdeführerin von
Dr.
Z._
internis
tisch-rheumatologisch untersucht
(Expertise vom 25. September 2012,
Urk. 8/187).
Die Gutachterin hielt fest, die Beschwerdeführerin klage seit Jahren über Schmerzen, die sich nun fast auf den ganzen Körper ausgedehnt hätten. In
der klinischen Untersuchung
habe sich
kein wesentlicher Befund
gezeigt
. Alle drei Wirbelsäulenabschnitte und alle peripheren Gelenke seien seitengleich normal beweglich
gewesen
.
Die Muskulatur sei sodann nirgends
verspannt
gewesen, was d
ie Beschwerdeführerin auf eine
vor einer Woche erhaltene
Mas
sage zurückgeführt
habe
.
Radikuläre
Zeichen
hätten nicht vorgelegen
. Die
Bioimpendanzanalyse
habe
eine grosse Muskelmasse von 45 %
gezeigt
, welche den Normwert von 40 % deutlich übersteige. Eine lang andauernde körperliche Schonung habe offenbar nicht stattgefunden. Die bildgebenden Untersuchungen hätten sodann keine wesentlichen pathologischen Befunde gezeigt. Das angege
bene Schmerzmittel
Oxycontin
sei im Blut im therapeutischen Bereich vorhan
den
gewesen
; entgegen der Angabe der Beschwerdeführerin
hätten
sich
jedoch
nur Spuren der Psychopharmaka
Deanxit
und
Meprodil
im Blut
finden lassen und das
Schmerzmittel
Novalgin
überhaupt nicht
. In der
Dolorimetrie
seien sowohl sämtliche Tenderpoints als auch alle Kontrollpunkte pathologisch gewesen, weshalb eine
Fibromyalgie
definitionsgemäss nicht vorliege
n könne
. Bei den gymnastischen Übungen habe die Beschwerdeführerin spontan den
Langsitz
eingenommen. Dies stehe in Diskrepanz zu den Ergebnissen beim
Lasèguem
anöver
, bei dem beidseits ab 70°
starke Schmerzen angegeben worden seien. Da kein reflektorischer Bewegungswiderstand feststellbar gewesen sei, handle es sich nicht um einen pathologischen
Lasègue
, sondern eher um eine Verdeutlichungstendenz. Der Handeinsatz sei sodann bei der Untersuchung beidseits normal gewesen und die Beschwerdeführerin sei mit einer Handtasche sowie
mit
zwei
mit
Medikamenten und Bildern gefüllten grossen Plastiktaschen
zur Untersuchung
gekommen. Diskrepant dazu sei die gezeigte maximale
Hand
kraft
von 19 %
(rechts) respektive 21 % (links) der Norm
. Aus rheumatologi
sche
r
Sicht gebe es keine Ursache für diese deutlich verminderte Handkraft, es bestehe wohl eine Selbstlimitierung bei der Messung.
In der Regel
hätten
sogar Personen mit einer fortgeschrittenen rheumatoiden Arthritis mit ausgedehntem Befall beider Hände eine wesentlich grössere Handkraft (Urk.
8/187/95-96)
.
Dr.
Z._
hielt
dafür
,
aus rheumatologischer Sicht
bestehe
weder in
der
ange
stammten
noch in
angepasster
Tätigkeit
eine Ein
schränkung der Arbeitsfä
higkeit. D
ie Beschwerdeführerin sei auch im
Haushaltsbereich
nicht
einge
schränkt
(Urk. 8/187/97-98).
Bezugnehmend
auf das
Gutachten
des
C._
führte
Gutachterin Dr.
Z._
aus, im Vergleich
mit der
orthopädischen Beurteilung im Rahmen der
damaligen Begutachtung
sei keine wesentliche Änderung eingetreten. Es bestehe weiterhin keine rheumatologisch-orthopädische Diagnose mit Auswir
kung auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 8/187/99).
4.2
Am 25. September 2012 wurde die Beschwerdeführerin von Dr.
A._
psychi
atrisch untersucht (Expertise vom 15. Oktober 2012, Urk. 8/188/2-15)
.
Im Gutachten wurde ausgeführt, die Beschwerdeführerin habe eine erhöhte Ver
gesslichkeit beklagt. Die
psychiatrische
Exploration habe jedoch keine Hinweise auf Störungen des Frisch- oder des Altgedächtnisses
er
geben. Die Beschwerde
führerin sei ohne wesentliche Zeitgitterstörung in der Lage gewesen, über Geschehnisse in ihrer Kindheit und Jugend und dem weiteren biographischen Verlauf zu berichten. Die Aufmerksamkeit und Konzentration habe sodann während der knapp zweistündigen Exploration gut gehalten werden können. Der formale Gedankengang habe leicht verlangsamt gewirkt, jedoch noch im Normbereich liegend. Das inhaltliche Denken habe auf das Schmerzgeschehen und die Zukunftsängste konzentriert
gewirkt
.
Die Stimmung der Beschwerde
führerin sei zeitweilig
klagsam
gewesen, zuweilen – hinsichtlich des Todes des ersten Ehemannes – auch weinerlich. Sie habe Schuldgefühle
hinsichtlich
seines
Todes sowie Gefühle der Wertlosigkeit, weil sie keiner beruflichen Tätigkeit mehr nachgehe
, geäussert
. Ein Interessenverlust und Verlust an allem, was
Freude bereite, s
ei
nicht feststellbar gewesen. Im Antrieb habe die Beschwerde
führerin nicht wesentlich reduziert gewirkt und die Psychomotor
ik sei nicht vermindert gewesen (Urk. 8/188/9-11).
Der Gutachter hielt
bezugnehmend zu den in den Akten liegenden Berichte
f
est,
zu einer ersten psychischen Traumatisierung
der Beschwerdeführerin
mit Dekompensation sei es im Rahmen
des dramatischen Verlustes des ersten Ehe
mannes gekommen, der an den Folgen eines Gehirntumors verstorben sei. Während eines stationären Aufenthaltes im Jahr 2000 in der
Rehabilitationskli
nik
D._
sei eine Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion
(ICD-10 F43.21)
diagnostiziert worden. Bei einem weiteren stationären Aufenthalt im Jahr 2004 in der Klinik
E._
sei die Diagnose einer posttrau
matischen Belastungsstörung
(ICD-10 F43.1)
im Zusammenhang mit
Verarbei
tungsschwierigkeiten
hinsichtlich des
dramatischen Todes de
s
Ehemannes gestellt worden
. Diese Diagnose sei jedoch nicht objektiviert worden. Es sei zudem die Diagnose einer rezidivierenden depressiven Störung
,
mittelgradige
Episode (ICD-10 F33.1)
sowie eine undifferenzierte
Somatisierungsstörung
(ICD-10 F45.1) gestellt worden. Während eines weiteren stationären Aufenthaltes im Jahr 2006 in der R
ehabilitationsklinik
D._
seien eine rezidivierende depressive
Störung und
ein Verdacht
auf eine undifferenzierte
Somatisierungsstörung
diagnostiziert
worden, jedoch keine posttraumatische Belastungsstörung mehr.
Der psychiatrische Gutachter
des
C._
vom April 2009 habe
sodann
ebenfalls
eine rezidivierende depressive Störung mittelgradigen Ausmasses diagnostiziert sowie eine
Somatisierungsstörung
mit anhaltender
somatoformer
Schmerzstörung (ICD-10 F45.4).
Ausserdem sei noch die Diagnose einer
Panik
störung
(ICD
-
10 F41.0) aufgeführt worden, die jedoch als ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit erachtet worden sei.
Letztmals
sei die Beschwerdeführerin nun im März/April 2012 in der
F._
Klinik gewesen. Dort sei dafürgehalten worden, die Beschwerdeführerin leide unter e
inem chronischen
Schmerzsyn
drom
,
einer posttraumatischen Belastungsreaktion nach einem Unfall mit vier
wöchiger Komaphase 1992
sowie
einer mittelschweren Depression (Urk. 8/188/12).
Gutachter
Dr.
A._
wies darauf hin
,
dass im Bericht der
F._
Klinik
erstmalig von eine
m Autounfall mit vierwöchigem ko
matösem Zustand und Gedächtnisverlust berichtet worden
sei
. Im gesamten Aktenmaterial lasse sich zu einer solchen Störung nichts finden.
Klinisch sei
en
sodann auch keine Zei
chen eines durchgemachten Schädel-Hirntraumas im
Sinne eines
hirnorgani
schen
Psychosyndroms beschrieben
(Urk. 8/188/12)
. Bei der aktuellen Untersu
chung habe
die Beschwerdeführerin angegeben, die Symptome einer posttrau
matischen Belastungsstörung
bestünden nach
der psychotherap
eutischen
Behandlung nicht mehr.
Die Beschwerdeführerin
habe lediglich nur noch selten auftretende Flashbacks unt
er provokative
n
Stimuli
beklagt.
Der Gutachter führte weiter aus, i
m Vordergrund des klinischen Bildes stehe nun ein
Ganzkörper
schmerzsyndrom
. Die bereits früher diagnostizierte
somatoforme
Schmerzstö
rung
(ICD-10 F45.4)
bestehe nach wie vor
(Urk. 8/188/12-13).
Da sich psychopathologisch bei der Beschwerdeführerin gegenwärtig nur ein leichter A
ntriebsmangel feststellen lasse
, Interessenverlust sowie
Libidoverlust
gegenwärtig nicht vorlägen und auch eine Depressivität bei guter affektiver Schwingungsfähigkeit aktuell nicht gegeben sei, könne d
ie in der Vergangen
heit wiederholt gestellte Diagnose einer rezidivierenden depressiven Störung mittelgradiger Ausprägung (ICD-10 F33.1) aktuell nicht mehr
bestätigt
werden.
Die Beschwerdeführerin befinde sich in psychiatrischer Behandlung und sei erfolgreich antidepressiv medikamentös behandelt. Die Blutspiegelwerte sprä
chen für Therapietreue bezüglich der antidepressiven Medikation. Symptome, die mit einer Panikstörung vereinbar wären, seien von der Beschwerdeführerin sodann nicht angegeben worden.
Hinweise
auf eine weitere schwere psychiat
rische Störung erg
äben
sich nicht. Eine psychische
Komorbidität
zur
somato
formen
Schmerzstörung sei deshalb zu verneinen
.
Auffällig in diesem Zusam
menhang sei die Diskrepanz zwischen der Angabe heftiger Schmerzen und dem offenbar fehlenden Leidensdruck, der zur Compliance
bei
der Einnahme der verordneten schmerz- und antidepressiven Medikation führen sollte.
F
ür die Analgetika
Novalgin
und
Mefenaminsäure
hätten sich
keine nachweisbaren Blutspiegel gefunden und
Oxycontin
habe sich im unteren Normbereich bewegt.
Der Gutachter führte weiter aus, d
ie Beschwerdeführerin leide sodann unter kei
ner
chronische
n
körperliche
n
Begleiterkrankung
und es liege auch
kein voll
ständiger
sozialer
Rückzug in allen Bereichen des Lebens vor. Ein primärer Krankheitsgewinn sei nicht
vorhanden
;
die Beschwerdeführerin sei unter der Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung erfolgreich therapiert wor
den. Sodann sei es während der mehrfachen stationären Aufenthalte der Beschwerdeführerin zu einer klinischen Verbesserung gekommen, weshalb das Kriterium
der
unbefriedigende
n
Behandlungsergebnisse nicht vollständig erfüllt sei. Zusammenfassend sei
infolgedessen
festzuhalten, dass die anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung durch eine zumutbare Willensanstrengung über
wunden werden könne (Urk. 8/188/1
3
-14). Eine psychiatrische Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit bestehe demnach nicht mehr
. Insgesamt ergebe sich im Verlauf zu den Vorbegutachtungen eine Verbesserung des klinischen Bildes (Urk. 8/188/14-15).
4.3
4.3.1
Entgege
n der in der Beschwerde vertretenen Auffassung vermag das von Dr.
Z._
und Dr.
A._
erstattete
bidisziplinäre
Gutachten zu überzeu
gen.
Es beruht auf sorgfältigen und allseitigen Untersuchungen, berücksichtigt die geklagten Beschwerden und ist in Kenntnis der
und in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
verfasst.
Die Beurteilung der Gutachter ist schlüssig und nachvollziehbar.
4.3.2
Was das rheumatologische Teilgutachten betrifft, so beanstandet die Beschwerde
führerin
, Dr.
Z._
habe sie nicht zum Schmerzerleben befragt, obwohl es ihre Au
fgabe gewesen wäre
, echte von unechten Schmerzen zu unterscheiden.
Dr.
Z._
habe lediglich ausgeführt, dass
k
eine
Fibromyalgie
bestehe. Die Beurteilung, die aktuellen Beschwerden seien im Wesentlichen im Rahmen der ausgedehnten Schmerzen zu interpretieren, könne nicht zur Begründung der Interpretation des Schmerzerlebens beigezogen werden (Urk. 1 S. 10).
Diese Ausführungen zielen ins Leere
. Die Gutachterin erfragte die aktu
ellen Beschwerden (Urk. 8/187/85-86) und erhob ausführliche Befunde (Urk. 8/187/89 ff.). Wenn sie gestützt darauf, dass bei der Befunderhebung alle Kontrollpunkte pathologisch waren, eine
Fibromyalgie
ausschloss, gibt dies zu keinerlei Beanstandungen Anlass.
Da sich sodann kein organisches Korrelat zu den beklagten Beschwerden
finden liess
,
erscheint
die
Schlussfolgerung
der Gutachterin
,
aus rheumatologischer Sicht
bestehe
nach wie vor keine Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit
, schlüssig und nachvollziehbar.
Dr.
Z._
hat sich auch - entgegen der in der Beschwerdeschrift geäusserten Auffassung
-
eingehend
mit den Abweichungen von den Normwerten bei der Befunderhebung auseinandergesetzt
(Urk. 8/187/95-96)
. Wenn die Beschwer
deführerin
beispielsweise
vorbringt, den Ausführungen
der Gutachterin
bezüg
lich
der Beurteilung ihrer
bei den Tests verminderten
Handkraft könne nicht gefolgt werden, da die
getragenen
Taschen
sehr leicht gewesen seien
(Urk. 1 S. 10)
, ist darauf hinzuweisen, dass die Gutachterin nicht nur das Tragen der Taschen als Begründung anführte, sondern auch festhielt, der Handeinsatz sei während der Untersuchung normal gewesen
(E. 4.1)
.
Insbesondere auch m
it Blick darauf, dass sich sowohl aus dem rheumatologischen wie auch aus dem psychiatrischen Teilgutachten ergibt, dass die Beschwerdeführerin Übungen mit Latexbändern macht (Urk. 8/187/
85+100, Urk. 8/188/7), erscheinen
die
Aus
führungen
der Gutachterin
hinsichtlich Handkraft nachvollziehbar
.
Anzufügen bleibt, dass
sich
auch
aus der
übrige
n
Aktenlage keinerlei Hinweise auf eine relevante
Verschlechterung
des somatischen Gesundheitszustandes seit der letzten Rentenverfügung
(13. Januar 2010, Urk. 8/157)
ergeben
.
Insbeson
dere berichtete
Dr. med.
G._
, Innere Medizin und Rheumatologie FMH,
- seit anfangs 2009 behandelnder Arzt der Beschwerdeführerin
-
es
bestehe
seit Oktober 2009 ein im wesentliche
n
stabiler Verlauf; a
us rheumatologischer Sicht habe sich keine w
esentliche Veränderung ergeben (Bericht vom 2. Mai 2012, Urk. 8/175)
.
4.3.3
Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin ist sodann auch das psychiatri
sche Teilgutachten schlüssig. Die Beschwerdeführerin bemängelt, Dr.
A._
habe nicht nachvollziehbar dargelegt, inwiefern sich der Gesundheitszustand
zwischen
April 2012
und der gutachterlichen Untersuchung
derart verbessert hätte, dass nun eine vollständige Arbeitsfähigkeit gegeben sei
; er
habe sich
ins
besondere
auch mit dem Bericht von
Dr. B._
vom Mai 2012
nicht auseinan
dergesetzt
. Die Symptome einer Depression habe der Gutachter zu Unrecht ver
neint
(Urk. 1 S. 11 ff.)
.
Dr.
A._
nahm zu den
Vorakten
und den in der Vergangenheit diagnostizier
ten Leiden
eingehend
Stellung
(E.
4.2
) und äusserte sich auch zu den von
Dr. B._
in seinem Bericht vom 14. Mai 2012 (Urk. 8/176) gestellten Diagnosen der posttraumatischen Belastungsstörung
und
der rezidivierenden depressiven Störung
; dass der Bericht von
Dr. B._
im Rahmen der
Würdigung
nicht namentlich genannt wird,
vermag den Beweiswert des Gutachtens nicht zu schmälern
, verwies Dr.
A._
doch auf die Zusammenfassung der Akten im rheumatologischen
Teilg
utachten
von Dr.
Z._
(Urk. 8/188/4), in dem auch der Bericht von
Dr. B._
vom 14. Mai 2012 aufgeführt
worden war
(Urk. 8/187/83)
. Dr.
A._
legte schlüssig dar, dass
k
ei
ne p
osttraumatische Belastungsstörung vorliege
;
in diesem Zusammenhang ist auch darauf hinzu
weisen, dass bereits im Rahmen der letzten
Rentenzusprache
die Gutachter des
C._
keine posttraumatische Belastungsstörung mehr diagnostizier
ten (E. 3.2) und weder
Dr. B._
noch die Ärzte der
F._ K
linik darlegten, inwiefern eine solche seit der Begutachtung im Jahr 2009 nun neu aufgetreten wäre (siehe Urk. 8/173/7-10 und Urk. 8/176). Dass Dr.
A._
sodann eine depressive Störung als remittiert erachtete
, ist mit Bli
ck auf die von der Beschwerdeführerin gemachten Angaben bei der Begutachtung und die erhobe
nen Befunde durchaus nachvollziehbar.
So gab die Beschwerdeführerin bei
spielsweise an,
zu Hause am Morgen
jeweils Gymnastikü
bungen zu machen, drei Mal pro Woche zur medizinischen Trainingstherapie zu gehen,
regelmässig mit ihrem Ehemann ein bis zwei Stunden spazieren zu gehen und gerne zu kochen (Urk. 8/188
/7-8)
.
Wenn
die Beschwerdeführerin
erklärt
, sie könne viele Tätigkeiten im Haushalt wegen ihrer Beschwerden nicht machen, wie beispiels
weise alle Tätigkeiten, bei denen sie sich bücken müsse (Urk. 8/188/8), so erhellt sich, dass nicht
– wie von ihr in der Beschwerdeschrift geltend gemacht
wird
(Urk. 1 S. 14) - ein Antriebsmangel zur eingeschränkten Betätigung führt
, son
dern die bestehenden Schmerzen,
was auch mit Blick auf die übrige Aktenlage bestätigt wird. So
gab beispielsweise der
jetzige Ehemann in der
Fremdanam
nese
an, der Beschwerdeführerin gehe es besser, wenn sie sich nicht
körperlich
anstrenge
(Urk. 8/188/8); und der von der Beschwerdeführerin im
rheumatolo
gischen Teilgutachten
wiedergegebene Tagesablauf des Vortages zur Untersu
chung zeigt
keine grundsätzliche Interessen- und Antriebslosigkeit
der Beschwerdeführerin auf
, sondern, dass die Schmerzen zu einer Einschränkung
ihrer
Betä
tigung führen (Urk. 8/187/85
).
Aufgrund dieser Schmerzen hat Dr.
A._
nachvollziehbar eine
somatoforme
Sc
hmerzstörung diagnostiziert (E.
4.2)
.
Es spricht sodann nicht gegen die Beweistauglichkeit des psychiatrischen
Teilg
utachtens, wenn Dr.
A._
die
somatoforme
Schmerzstörung als überwindbar erachtete
, wobei er explizit fest
hielt, dass er zu juristischen Bewertungen keinesfalls Stellung nehmen wolle (Urk. 8/188/14)
.
Hierbei gilt es zu beachten, dass die Frage, ob eine anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung vorliegt und bejahendenfalls, ob eine psychische
Komorbidität
oder weitere Umstände gegeben sind, welche die
Schmerzbewälti
gung
behindern, den Sachverhalt betrifft. Hingegen ist Rechtsfrage, ob eine festgestellte psychische
Komorbidität
hinreichend erheblich ist und ob einzelne oder mehrere der festgestellten weiteren Kriterien in genügender Intensität und Konstanz vorliegen, um gesamthaft den Schluss auf eine im Hinblick auf eine erwerbliche Tätigkeit nicht mit zumutbarer Willensanstrengung überwindbare Schmerzstörung und somit auf deren invalidisierenden Charakter zu gestatten (Urteil des Bundesgerichts 8C_420/2011 vom 2
6.
September 2011 E. 1.1.2 mit Hinweisen). Aufgrund der von Dr.
A._
vorgenommenen Beurteilung ist
es
auch aus rechtlicher Sicht nicht zu beanstanden
, wenn angenommen wird, die Folgen der
somatoformen
Schmerzstörung seien überwindbar.
4.
4
Auch die
nach Gutachtenserstellung eingereichten medizinischen Berichte vermö
gen nicht zu einer anderen Einschätzung führen.
Wenn
Dr. B._
in sei
nem Bericht vom 14. Januar 2013 (Urk. 3/7) ausführt, Interessenverlust, ein Antriebsmangel und Freudlosigkeit seien immer wieder festgestellt worden und es liege nach wie vor eine Depression vor,
kann entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin daraus nicht geschlossen werden, dass nunmehr wieder eine Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes
seit der Begutachtung
einge
treten sei (Urk. 1 S. 16).
Dr. B._
legt nicht dar, inwiefern die Beschwerdefüh
rerin nun weniger
Interesse an Aktivitäten und weniger Antrieb als im Zeit
punkt der Gutachtenserstellung hätte
.
In diesem Zusammenhang ist
auch
darauf hinzuweisen, dass das Gericht der Erfahrungstatsache, dass Hausärzte und behandelnde Spezialärzte (so etwa Urteil des damaligen Eidgenössischen
Versi
cherungsgerichts
in Sachen H. vom 2
1.
Februar 2005,
I 570/04,
E.
5.1 mit Hin
weisen) mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen, Rechnung tragen soll und darf (BGE 125 V 353 E. 3b/cc).
Aus dem Bericht des
H._
vom
8. November 2013 (Urk. 11)
ergibt sich sodann nicht,
wann diese die Beschwerdeführerin untersuchten. Da der Bericht vom 8. November 2013 datiert und die Beschwer
deführerin im Rahmen des Verwaltungsverfahren nie angab, im
H._
in Behandlung zu stehen
(siehe auch Fragebogen Revi
sion, Urk. 8/172/1)
, kann davon ausgegangen werden, dass eine Untersuchung erst nach Erlass der Verfügung vom 1
2.
Februar 2013 (Urk. 2) stattfand. D
a der Erlass de
r
angefochtenen
Verfügung
die Grenze der richterlichen
Überprüfungs
befugnis
bildet (vgl. etwa BGE 129 V 356 E. 1, 129 V 169 E. 1, 129 V 4 E. 1.2, je mit Hinweisen),
und
bloss diejenigen tatsächlichen Umstände zu berücksich
tigen
sind
, die sich bis zu
jenem Zeitpunkt ereignet haben
, vermögen die dort festgehaltenen Untersuchungsergebnisse
den Entscheid der IV-Stelle daher von
vornherein nicht in Frage zu stellen. Was sodann die Kritik am psychiatrischen Teilgutachten von Dr.
A._
betrifft, so kann
auf das bereits oben A
usge
führte verwiesen werden (E. 4.3.3).
4.5
Zusammenfassend ist daher gestützt auf das
bidisziplinäre
Gutachten mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin ve
rbessert hat und ihr die
ange
stammte
Tätigkeit
wieder uneingeschränkt
zugemutet werden kann, weshalb keine Invalidität mehr vorliegt.
Die angefochtene rentenaufhebende Verfügung der IV-Stelle vom 12. Februar 2013 erweist sich
somit
als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
5.
Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr.
6
00.-- festzulegen und ausgangsgemäss von der Beschwerdeführerin zu tragen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG).