Decision ID: 78e17f0a-78af-492b-93c9-e09ae9a77530
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
Die
1962
geborene
X._
absolvierte eine Anlehre als Verkäuferin und ging danach auch verschiedenen weiteren Erwerbstätigkeiten nach (unter an
derem im Gastgewerbe und in der Logistik). Im Jahr 2006 gab sie ihre Erwerbs
tätigkeit zugunsten der Pflege ihres Partners auf, welcher im Juni 2012 verstarb (vgl. Urk. 7/9/5). Unter Hinweis auf psychische Erkrankungen sowie körperliche Belastungen meldete sie sich im
Januar 2013
bei
der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug
an
(Urk. 7/3). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zü
rich, IV-Stelle, tätigte Abklärungen in erwerblicher Hinsicht und holte bei den behandelnden Ärzten, namentlich der
Y._
, medizinische Be
richte ein (Urk. 7/9, Urk. 7/10 und
Urk.
7/23). Im Rahmen des
Vorbescheidverfahrens
veranlasste
sie
eine psychiatrische Abklärung durch Dr. med.
Z._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH (Expertise vom 8. Juni 2015;
Urk.
7/51)
,
und verfügte am 1
7.
Juni 2015 die Abweisung des Leistungsbe
gehrens (Urk. 7/53).
1.2
Dagegen erhob die Versicherte mit Eingabe vom 1
7.
August 2015 (
Urk.
7/60
/3-8
)
beim hiesigen Gericht Beschwerde. Mit Urteil vom
5.
Januar 2016
(Prozess
Nr. IV.2015.00815; Urk. 7/62) hob das hiesige Gericht die Verfügung der IV-
Stelle auf
mit der Begründung
,
der Anspruch auf rechtliches Gehör der Versi
cherten sei in schwerwiegender Weise verletzt worden, da ihr das Gutachten von Dr. Z._ vor Verfügungserlass nicht zur Kenntnis gebracht worden sei
.
Es
wies die Sache an die IV-Stelle zurück, damit diese, nach Gewährung des rechtlichen Gehörs, über den Anspruch der Versicherten neu verfüge.
1.
3
Die IV-Stelle holte bei
Dr. Z._
eine Stellungnahme (
Urk.
7/78) zur von den behandelnden Psychiatern der
Y._
geäusserten Kritik (
Urk.
7/59) am Gutachten ein und wies das Leistungsbegehren nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Urk. 7/81
, Urk. 7/84
) mit Verfügung vom 1
9.
Oktober 2016 (Urk. 2) ab.
2.
Dagegen erhob die Versicherte am
21. November 2016
Beschwerde (Urk. 1) und beantragte, die Verfügung vom
19. Oktober 2016
sei aufzuheben und es sei
ihr eine ganze Invalidenrente auszurichten. Eventualiter sei ein Obergutachten durch das Gericht einzuholen.
Am
10. Januar 2017
(Urk.
6
) beantragte die IV-Stelle
die
Abweisung der Beschwerde
. Mit Eingabe vom 5. Juli 2017 (Urk. 9) reichte die Beschwerdeführerin den Austrittsbericht der Y._ vom 14. Juni 2017 (Urk. 10/1) sowie deren neuropsychologische Testung vom 16. April 2014 (Urk. 10/2) nach
, was der Beschwerde
gegner
in mit
Mitteilung
vom
7. Juli 2017
zur Kenntnis gebracht wurde (Urk.
11
).

Das Gericht zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG).
Sie kann Folge von Ge
burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine
Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorak
ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene leistungsabweisende Verfü
gung vom 19. Oktober 2016 (Urk. 2) damit, dass keine psychische Beein
trächtigung
vorliege, welche eine dauerhafte Arbeitsunfähigkeit begründe. Auch aufgrund der körperlichen Symptome sei die Beschwerdeführerin in ihrer Ar
beitsfähigkeit nicht eingeschränkt. Es bestehe deshalb kein Anspruch auf Aus
richtung einer Invalidenrente.
2.2
Die Beschwerdeführerin stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt (Urk. 1),
das bei Dr. Z._ eingeholte psychiatrische Gutachten sei als Beweismittel un
tauglich. Die Fachärzte der Y._ hätten der Beschwerdegegnerin bereits ein ausführliches psychiatrisches Gutachten unterbreitet. Für eine weitere Begut
achtung habe kein Anlass bestanden. Das Gutachten von Dr. Z._ - welches auch in materieller Hinsicht zu beanstanden sei - sei deshalb aus den Akten zu entfernen (S. 4-6). Massgebend sei das Gutachten der Y._. Ihre arthrotische Er
krankung schränke sie zudem zunehmend ein. Diesbezüglich seien Abklärungen pendent; ein entsprechender Bericht werde nachgereicht (S. 7).
3.
3.1
Die einstige Hausärztin Dr. med. A._, Fachärztin FMH für Innere Medizin, führte in ihrem Bericht vom 12. Februar 2013 (Urk. 7/9) aus, im Juni 2012 sei der Lebenspartner der Beschwerdeführerin gestorben, den diese wäh
rend vieler Jahre und bis zu seinem Tod gepflegt und betreut habe und wegen dessen Krankheit sie vermutlich ihre Berufstätigkeit aufgegeben habe. Nach dem Tod des Partners sei sie in eine depressive Stimmung abgerutscht und mit der neuen Situation nicht zurechtgekommen. Wegen Arbeitslosigkeit und knappen Finanzen habe sie sich beim Sozialamt melden müssen, die Jobsuche sei frust
rierend gewesen (S. 3 und S. 5).
Sie überwies die Beschwerdeführerin an med. prakt. B._, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, der am 28. März 2013 eine Anpassungsstörung, Partnerverlust mit depressiven Zügen (ICD-10 F43.21/3) und eine auffällige Persönlichkeit, Verdacht auf
ängstliche Persönlichkeit (ICD-10 F60.6) diagnosti
zierte (Urk. 7/10).
3.2
Oberärztin Dr. med. C._ und Assistenzarzt D._ von der Y._ stell
ten in ihrem Bericht vom 8. Mai 2014 (Urk. 7/23) folgende Diagnosen mit Aus
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 2):
-
Mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1)
-
Kombinierte Persönlichkeitsstörung mit selbstunsicheren, paranoiden und emo
tional-instabilen Anteilen (ICD-10 F61)
Dazu führten sie aus, dass die Beschwerdeführerin bei ihnen seit 5. Februar 2014 in wöchentlicher Behandlung stehe. Eine antidepressive medikamentöse Therapie sei von ihr bislang abgelehnt worden (S. 2 und S. 6). Sie erachteten eine tagesklinische Anbindung für sinnvoll, wobei die Beschwerdeführerin nicht über die Mittel verfüge, um jeden Tag zur Behandlung zu kommen. Seit min
destens Mitte 2009 sei sie zu 100 % arbeitsunfähig in den bisher ausgeübten Tätigkeiten als Hilfsarbeiterin Logistik, Serviceangestellte und Verkäuferin. Eine Tätigkeit von drei bis vier Stunden täglich bei leichten repetitiven und kognitiv wenig belastenden Aufgaben unter wohlwollender Anleitung bei sehr reduzier
tem Zeitdruck und in ruhiger Arbeitsatmosphäre erscheine hingegen möglich (S. 7 f.;
vgl. auch Bericht vom 1
7.
Juni 2014,
Urk.
7/27).
Dabei stützten sich die Fachärzte unter anderem auf eine von ihnen veranlasste neuropsychologische Testung vom 16. April 2014 (Urk. 7/23/10-14), welche kognitive Defizite ergab, die sich aus neuropsychologischer Sicht deutlich auf die Arbeitsfähigkeit aus
wirken (Urk. 7/23/14).
3.3
Oberarzt Dr. med. E._ und Dr. D._ von der Y._ führten in ihrem Verlaufsbericht vom 9. Februar 2015 (Urk. 7/44) aus, trotz zumeist in wöchent
lichen Abständen stattfindenden Konsultationen habe das Symptombild nicht nachhaltig beeinflusst werden können. Die depressive Symptomatik müsse als chronifiziert und nicht überwindbar angesehen werden. Seit Sommer
vergange
nen Jahres zeige sich praktisch ein unverändertes Bild (S. 1). In einem stark an
gepassten Bereich (ruhiger Arbeitsplatz, kleines Team, wohlwollende Anleitung mit kontinuierlicher arbeitstherapeutischer Begleitung, kein wechselnder Kun
denkontakt, wenig veränderliche Aufgabenbereiche) könne innerhalb von sechs Monaten eine Arbeitsfähigkeit mit einem Pensum von ungefähr 3-4 Stunden an 4-5 Tagen pro Woche, also 30-50 % je nach Aufgabenprofil, erreicht werden. Auf dem ersten Arbeitsmarkt seien entsprechende Bedingungen nicht denkbar, so dass dies beispielsweise im Rahmen einer beruflichen Massnahme organisiert werden könnte (S. 3).
3.
4
Dr.
med.
F._
, FMH Rheumatologie und FMH Innere Medizin, hielt in seinem
Bericht vom 2. März 2015 (Urk. 7/63) fest, die Beschwerdeführerin leide seit ei
nigen Jahren an belastungsabhängigen spontan remittierenden Schmerzen im Bereich der Mittelfingergelenke sowie unter gelegentlichen selbstlimitierenden meist stechenden Schmerzepisoden im Bereich der Grosszehengrundgelenke. Weder anamnestisch, klinisch noch radiologisch beständen Anhaltspunkte für das Vorliegen eines entzündlich systemischen rheumatologischen Leidens. Die Beschwerden würden auf beginnenden Fingerpolyarthrosen beruhen. Die Schmerzintensität habe sich bis zur Erstkonsultation am 18. Februar 2015 be
reits zurückgebildet, nachdem die Beschwerdeführerin kurze Zeit zuvor die
Structum
Medikation wieder aufgenommen habe. Aus rein rheumatologischer Sicht bestehe keine Arbeitsunfähigkeit. Auch in einer manuellen Tätigkeit be
ständen keine Einschränkungen, ideal seien jedoch Tätigkeiten ohne grossen Krafteinsatz der Fingergelenke (S. 2).
3.5
Dr. Z._ stellte in seinem Gutachten
vom 8. Juni 2015
(Urk.
7/51
/1-23) keine Diagnosen mit, hingegen folgende Diagnosen ohne Auswirkung auf die Ar
beitsfähigkeit (S. 19):
-
Akzentuierte Persönlichkeitszüge, selbstunsicher (ICD-10 Z73.1)
-
Anpassungsprobleme bei Veränderung der Lebensumstände (ICD-10 Z60.0)
-
Erlebnisse in der Kindheit, die den Verlust des Selbstwertgefühls zur Folge ha
ben (ICD-10 Z61.3)
-
Psychische und Verhaltensstörungen durch Tabak (ICD-10 F17.1)
Dazu führte er aus, es sei ein weitgehend normaler psychischer Befund erhoben worden. Die Beschwerdeführerin befinde sich seit ungefähr einem Jahr alle zwei Wochen in psychotherapeutischer Behandlung, zuvor sei sie mehr als ein Jahr einmal wöchentlich zur Psychotherapie gegangen. Sie nehme keine Antidepres
siva ein (S. 18-20).
Für die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung und einer mittelgradigen depressi
ven Episode fänden sich im Bericht der Y._ vom 8. Mai 2014 zwar Hinweise, dass jedoch eine depressive Störung schon ab zirka 2009 bestanden haben soll, sei bei Berücksichtigung der Angaben der Beschwerdeführerin zur aufopferungsvollen Pflege ihres Lebenspartners nicht nachvollziehbar. Wieso sich ihr Zustand im Laufe der psychiatrisch/psychotherapeutischen Behandlung verschlechtert haben soll, sei ebenso wenig nachvollziehbar (S. 22).
Die Arbeitsfähigkeit sei weder im ursprünglichen Beruf noch in einer vergleichba
ren Tätigkeit eingeschränkt. Aufgrund einer prolongierten Trauerre
aktion (ICD-10 F43.28) in Kombination mit einer selbstunsicheren Persönlich
keitsakzentuierung (ICD-10 Z73.1) sei nach dem Tod des langjährigen Lebens
partners am 9. Juni 2012 die Arbeitsfähigkeit bis zum 30. Juni 2014 zu 100 % aufgehoben gewesen. Seither und bis zum Zeitpunkt der Begutachtung am 27. März 2015 habe eine 50%ige Arbeitsfähigkeit bestanden. Die berufliche Eingliederungsfähigkeit sei aufgrund der langen Zeit der Arbeitslosigkeit beein
trächtigt. Die Berufstätigkeit solle beginnend mit einem Pensum von sofort 50 %
schrittweise über einen Zeitraum von zwei Wochen auf 100 % gesteigert werden (S. 21).
3.6
Oberärztin Dr. med. G._ und Dr. D._ von der Y._ hielten in ihrer Stellungnahme zum Gutachten vom 30. Juli 2015 (Urk. 7/59) fest, es seien ei
nige wesentliche Aspekte der psychiatrischen Diagnostik im Gutachten nicht ausreichend berücksichtigt worden. Dass ein weitgehend normaler psychischer Befund erhoben worden sei, sei nicht nachvollziehbar. Im Gutachten werde auch nicht schlüssig erklärt, wie die Diagnosen zu Stande gekommen seien und weshalb Dr. Z._ zu einem zu ihrer Beurteilung diskrepanten Ergebnis komme (S. 2). Gerade dass sich die Befunde trotz der fortgesetzten Behandlung nicht verbessert hätten, spreche für eine Chronifizierung der Beschwerden. Gegen den reaktiven Anteil der Störung spreche die lange Dauer sowie der schleichende Beginn der depressiven Symptome. Die Störung sei zwar durch psychosoziale Faktoren mitbeeinflusst und gegebenenfalls unterhalten, nicht aber im engeren Sinne ausgelöst worden (S. 3). Die Schlussfolgerung, dass zum Zeitpunkt des Gutachtens eine 50%ige und nach zwei Wochen eine volle Arbeitsfähigkeit be
standen habe, sei arbiträr und könne nicht nachvollzogen werden (S. 4).
3.
7
Dr. Z._
führte in seiner Stellungnahme vom
1.
Juni 2016 (
Urk.
7/78) aus, die
psychometrisch festgestellten neuropsychologischen Defizite (vgl. Urk. 7/23/10 = Urk. 10/1) seien in die Begutachtung eingeflossen. Als Ergebnis der Testung seien Arbeiten mit geringen Anforderungen, die unter wenig Zeitdruck ausge
führt werden könnten und eine grosse Routine beinhalten würden, für möglich gehalten worden. In den bis anhin (2004) ausgeübten Tätigkeiten sei dies gege
ben gewesen (S. 3 f.). Das Vorliegen einer reaktiven Störung sei in seinem Gut
achten nicht festgestellt worden (S. 5). Die behandelnden Ärzte der Y._ hätten gemäss eigenen Ausführungen aus klinisch-pragmatischen Gründen die Diag
nose einer Persönlichkeitsstörung gestellt.
Versicherungspsychiatrisch sei dieses Vorgehen unhaltbar. Wie diese Diagnose die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigen solle, wenn die Beschwerdeführerin zuvor jahrelang gearbeitet
habe, müsse von den
Dres
.
D._
und
G._
noch erklärt werden (S. 4). Völlig unerklär
lich sei schliesslich mit Blick auf den Bericht von
Dr. A._
(E. 3.1
hievor
), wie man dazu komme, dass seit 2009 eine chronifizierte mittelgradige depressive Episode bestehe, eine Erkrankung also, bei der es nur unter erhebli
chen Schwierigkeiten möglich sei, soziale und berufliche Aktivitäten fortzuset
zen.
3.8
Im Austrittsbericht vom 14. Juni 2017 (Urk. 10/2) führten Oberarzt H._ und Assistenzärztin I._ von der Y._ aus, die Beschwerdeführerin sei bis am 8. Dezember 2016 bei der Y._ in ambulanter Behandlung gewesen. Das Zu
standsbild im Verlauf der letzten Jahre werde als Chronifizierung der depressi
ven Symptomatik
interpretiert, verstärkt beziehungsweise erhalten durch die kombinierte Persönlichkeitsstörung und die kognitiven Beeinträchtigungen ge
mäss der neuropsychologischen Testung vom 8. Mai 2014 (wohl: 16. April 2014; Urk. 7/23/10 = Urk. 10/1).
4.
4.1
Das psychiatrische Gutachten von Dr. Z._ vom
8. Juni 2015
(E. 3.5
hievor
) beruht auf den erforderlichen Untersuchungen,
ist für die streitigen Belange umfassend
und wurde in Kenntnis
der und in Auseinandersetzung mit den fall
relevanten
Vorakten
erstellt.
Dr. Z._ legte
die medizinischen Zusammenhä
nge einleuchtend dar,
beurteilte die medizinische Situation
überzeugend und setzte sich mit den geklagten Beschwerden und dem Verhalten der Beschwerdeführe
rin auseinander. Insbesondere zeigte er auf, dass bei Berücksichtigung des bis
herigen beruflichen Anforderungsniveaus keine Beeinträchtigungen der berufli
chen Entscheidungs- und Urteilsfähigkeit bestehen und die leichte Beeinträchti
gung der Durchhaltefähigkeit trainierbar ist.
Der Gutachter erhob einen weitge
hend normalen psychischen Befund (Urk. 7/51/18), so dass seine Schlussfolge
rung, es liege keine Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vor, ohne weiteres einleuchtet. Mit Blick auf den Bericht der Ärzte der Y._ vom 8. Mai 2014 (E. 3.2) und die von diesen schon seit 2009 diagnostizierte depressive Störung hielt er zutreffend fest, dass die jahrelange aufopferungsvolle Pflege des Lebenspartners (Urk. 7/51/22) mit dieser Diagnose (wie auch der attestierten Arbeitsunfähigkeit) nicht in Einklang zu bringen ist. Denn eine solche Betreu
ung bedarf erfahrungsgemäss erheblicher körperlichen und psychischen Res
sourcen, welche die Beschwerdeführerin aufzubringen in der Lage war.
Dr. Z._
gelangte schliesslich zum begründeten Schluss, dass die Beschwerde
führerin
vom 9. Juni 2012 bis 30. Juni 2014 zu 100 % und anschliessend bis am 27. März 2015 zu 50 % arbeitsunfähig war und dass seither weder im ur
sprünglichen Beruf noch in einer vergleichbaren Tätigkeit eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit besteht.
Das Gutachten entspricht damit de
n rechtspre
chungsgemässen Anfor
derungen an eine beweiskräftige medizinische Entschei
dungsgrundlage (vgl. E. 1.4
hievor
).
4.2
Die Beschwerdeführerin machte geltend, die Fachärzte der Y._ hätten der Be
schwerdegegnerin ein ausführliches psychiatrisches Gutachten unterbreitet (vgl. E. 3.2 und E. 3.3
hievor
), weshalb für die Einholung der Expertise als „
second
opinion
“ keine rechtliche Grundlage bestanden habe (Urk. 1 S. 4 f.). Dies trifft nicht zu, vielmehr hat die Beschwerdegegnerin bei den behandelnden Ärzten der Y._ standardmässig einen Bericht über den Gesundheitszustand der Be
schwerdeführerin eingeholt. Dass dieser umfangreicher als üblich ausgefallen ist, macht ihn nicht zu einem Gutachten. B
ei
Berichten von Hausärzten und be
handelnden Ärzten
ist
der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, dass diese
mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zwei
felsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aus
sagen (BGE 125 V 351 E.
3b/cc). Das alleinige Abstellen auf Berichte von
behandelnden Ärzten ist nur zulässig, wenn diese ein stimmiges
und vollständiges Bild des Gesundheitszustandes ab
geben (vgl. etwa Urteil des Bundesgerichts I 828/06 vom 5. September 2007
E. 4.3 mit Hinweisen).
Davon
kann
jedoch vorliegend
keine
Rede sein. So ist ins
besondere nicht nachvollziehbar, weshalb die Beschwerdeführerin seit Mitte 2009 in ihrer angestammten Tätigkeit zu 100
%
und in einer angepassten Tätig
keit bis zu 65
%
arbeitsunfähig sein soll, obwohl es ihr möglich war, sich bis Mitte 2012 weitgehend alleine um ihren pflegebedürftigen Partner zu kümmern
(vgl. dazu unter anderem Urk. 7/2/4)
.
Die Ärzte der Y._ begründeten auch nicht
, wie die Beschwerdeführerin trotz
einer
Persönlichkeitsstörung
jahrelang
und zur Zufriedenheit ihrer jeweiligen Arbeitgeber (vgl. Urk. 7/2/5-20)
einer Ar
beitstätigkeit nachgehen konnte, seit 2009 jedoch
deshalb
in ihrer
Arbeitsfähig
keit erheblich eingeschränkt sein soll.
Es ist damit nicht zu beanstanden, dass die
Beschwerdegegnerin
eine psychiatrische Begutachtung veranlasste.
4.3
Auch die von den behandelnden Ärzten der Y._ am 30. Juli 2015 (E. 3.6) in mehreren Punkten geäusserte Kritik am Gutachten vermag dessen Beweiswert nicht zu schmälern.
So wurde zunächst die Befunderhebung bemängelt. Allerdings ist nicht einzuse
hen, weshalb die vom Gutachter anlässlich seiner persönlichen Untersuchung getroffenen Feststellungen (Urk. 8/51/18) nicht zutreffend sein sollten. Selbst wenn jedoch der Befunderhebung und Diagnosestellung der behandelnden Ärzte zu folgen wäre, würde dies letztlich am Ergebnis nichts ändern, wie sich im Folgenden (E. 5.2) zeigen wird, weshalb sich Weiterungen
hiezu
erübrigen.
Im Zusammenhang mit den von den Ärzten der Y._ in Abweichung zum Gutach
ten genannten Diagnosen ist festzuhalten, dass rechtsprechungsgemäss für die versicherungsrechtlichen Belange nicht die Diagnosen entscheidend sind; davon unabhängig muss vielmehr die Beeinträchtigung in der Erwerbs
fähigkeit ausgewiesen und im Ausmass bestimmt sein (
BGE 136 V 279
E
. 3.2.1).
Dr. Z._ hat im Gutachten
hinreichend bestimmt zur Arbeitsfähigkeit der
Beschwerdeführerin
Stellung genommen
und dargelegt, dass die im Gutachtenszeitpunkt relativ geringen Befunde letztlich keine Arbeitsunfähigkeit mehr nach sich ziehen.
Die seiner Einschätzung zu Grunde gelegten Umstände legte er in seiner ergänzen
den Stellungnahme (E. 3.7) ausführlich dar. Er führte darin nachvoll
ziehbar aus,
dass die bislang ausgeübte Tätigkeit trotz der
gemäss
der neuropsy
chologischen Testung bestehenden Defizite weiterhin möglich sei und dass eine leichte Schwierigkeit bei der Planung und Strukturierung von Aufgaben, leichte Beeinträchtigung der Flexibilität und Umstellungsfähigkeit, leichte jedoch trai
nierbare Beeinträchtigung der Durchhaltefähigkeit, unveränderte Selbstbe
hauptungsfähigkeit sowie eine mittelgradig beeinträchtigte Fähigkeit zu intimen Beziehungen weder die
Arbeitsfähigkeit
im angestammten Beruf noch in einer vergleichbaren Tätigkeit oder auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt einschränken würden. Er wies darauf hin, dass nicht nachvollziehbar sei, weshalb die
Be
schwerdeführerin
aufgrund einer Persönlichkeitsstörung in der Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt sein soll, wenn sie zuvor jahrelang klaglos gearbeitet habe.
Schliesslich wies er darauf hin, dass den Berichten der Y._ keinerlei Angaben zu den tatsächlichen Aktivitäten und zum Tagesablauf der Beschwerdeführerin zu entnehmen seien und dass die diesbezüglichen Angaben der Beschwerde
führerin anlässlich der Begutachtung in sich schlüssig gewesen seien. Die Kritik am Gutachten seitens der behandelnden Ärzte wurde von Dr. Z._ damit zwar
teilweise polemisch aber durchwegs fundiert und nachvollziehbar widerlegt, weshalb sie nicht geeignet ist, das Gutachten in Zweifel zu ziehen. Dass die be
handelnden Ärzte der Y._ dennoch an ihrer Beurteilung festhielten (Urk. 7/86) und ihre Diagnosen mit Bericht vom 14. Juni 2017 (E. 3.8
hievor
) erneut bestä
tigten, vermag daran nichts zu ändern.
Im Weiteren
lässt es die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag de
r therapeutisch tätigen (Fach-)Person einerseits
und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits (BGE 124 I 170
E. 4
) nicht zu, ein
Gutachten
stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Ab
klärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Arztpersonen bzw. Therapie
kräfte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die anderslauten
den Einschätzungen wichtige
–
und nicht rein subjektiver Interpretation ent
springende
–
Aspekte benennen, die bei der Begutachtung unerkannt oder un
gewürdigt geblieben sind (Urteil
des Bundesgerichts
8C_677/2014 vom 29.
Oktober 2014 E. 7.2
mit Hinweisen, u.a. auf
SVR 2008 IV Nr
. 15 S. 43 E. 2.2.1 [I 514/06]
).
Davon kann nach dem Gesagten keine Rede sein. Auf das Gutachten ist damit abzustellen, das Einholen eines Obergutachtens - wie von der Beschwerdefüh
rerin beantragt – ist nicht angezeigt.
5.
5.1
Nach der Rechtsprechung ist es in sämtlichen Fällen gesundheitlicher Beein
trächtigungen, somit auch bei psychischen Störungen, keineswegs allein Sache der mit dem
konkreten Einzelfall (gutachterlich) befassten Arztpersonen, sel
ber abschliessend und für die rechtsanwendende Stelle (Verwaltung, Ge
richt) ver
bindlich zu entscheiden, ob das medizinisch festgestellte Leiden zu
einer (an
dauernden oder
vorübergehenden) Arbeitsunfähigkeit (bestimmter Höhe
und Ausprägung) führt. Aufgrund dieser tatsächlichen und rechtlichen Gege
benhei
ten hat die Rechtsprechung seit jeher die Aufgaben von Rechtsanwender und Arztperson im Rahmen der Invaliditätsbemessung wie folgt verteilt: Sache
des (begutachtenden) Mediziners ist es, den Gesundheitszustand zu be
ur
teilen und wenn nötig seine Entwicklung im Laufe der Zeit zu beschreiben, das heisst mit den Mitteln fachgerechter ärztlicher Untersuchung unter Be
rücksichtigung der subjektiven Beschwerden die Befunde zu erheben und gestützt darauf die Diag
nose zu stellen. Hiermit erfüllt der Sachverständige seine genuine Aufgabe, wofür Verwaltung und im Streitfall Gericht nicht kompetent sind. Bei der Fol
genabschätzung der erhobenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen für die Arbeitsfähigkeit kommt der Arztperson hingegen keine abschliessende Beurtei
lungskompetenz zu (BGE 140 V 193 E. 3.1 und 3.2). V
on einer medizinischen Einschätzung der Arbeitsunfähi
gkeit kann
a
us rechtlicher Sicht abgewichen werden, ohne dass ein
-
wie vorliegend grundsätzlich beweiskräftiges
-
Gut
achten dadurch seinen Beweiswert verlöre.
Darin liegt weder eine Geringschät
zung der ärztlichen Beurteilung noch eine gerichtliche
Kompetenzanmassung
, sondern es ist die notwendige Folge des rein juristischen Charakters der sozial
versicherungsrechtlichen Begriffe von Arbeits-/Erwerbsunfähigkeit und Invali
dität (Urteil des Bundesgerichts 9C_106/2015 vom 1. April 2015 E. 6.3 mit Hin
weis auf Susanne Bollinger, Invalidisierende Krankheitsbilder nach der bundes
gerichtlichen Rechtsprechung, in: Jahrbuch zum Sozialversicherungsrecht 2015, herausgegeben von Ueli Kieser und Miriam
Lendfers
, S. 114).
5.2
Gemäss
Dr. Z._
war die Beschwerdeführerin aufgrund einer Anpassungsstö
rung (prolongierte Trauerreaktion
; ICD-10 F43.28
) in Kombination mit einer selbstunsicheren Persönlichkeitsakzentuierung vom
9.
Juni 2012 bis 30. Juni 2014 zu 100
%
und anschliessend bis am 27. März 2015 zu 50
%
arbeitsunfä
hig. Eine Anpassungsstörung stellt jedoch
definitionsgemäss
keine hinreichend ausgeprägte Psychopathologie dar. Vielmehr liegt sie im Grenzbereich dessen, was überhaupt noch als krankheitswertig im Sinne des Gesetzes und potenziell invalidisierendes Leiden gelten kann (vgl. Urteil
e
des Bundesgerichts 8
C_76/2014 vom 30. April 2014 E.
3.2
und 9C_110/2016 vom 28. Dezember 2016 E. 3.5
mit Hinweis auf 9C_1
53/2012 vom 15. Oktober 2012 E.
4.3). Ob sich an dieser Rechtsprechung mit BGE 141 V 281 im Ergebnis etwas geändert hat, kann offenbleiben. Denn bei einer Anpassungsstörung handelt es sich aus inva
lidenversicherungsrechtlicher Sicht um keinen Anwendungsfall der „PÄUSBONOG-Rechtsprechung“, kommt diese doch nur bei funktionellen Kör
perbeschwerdesyndromen zum Zug (siehe zum Ganzen
vorgenannter BGE
141 V 281
sowie
Urteil des Bundesgerichts 9C_614/2015 vom 21. Juni 2016 E. 5.2).
Auch die
selbstunsichere Persönlichkeitsakzentuierung (ICD-10 Z73.1) vermag
keinen rechtserheblichen Gesundheitsschaden zu begründen (Urteil des Bundes
gerichts 8C_558/2015 vom 22. Dezember 2015 E. 4.2.4 mit Hinweis auf 9C_537/2011 vom 28. Juni 2012 E. 3.1). Dasselbe gilt für die diagnostizierten
Anpassungsprobleme bei Veränderung der Lebensumstände (ICD-10 Z60.0) so
wie die Erlebnisse in der Kindheit, die den Verlust des Selbstwertgefühls zur Folge haben (ICD-10 Z61.3)
, sind doch die
Diagnosen aus der Z-Kategorie (Kapi
tel XXI) des ICD-10 Systems für Fälle vorgesehen, in denen Sachverhalte als
„
Diagnosen" oder
„
Probleme" angegeben sind, die nicht als Krankheit, Ver
letzung oder
äussere
Ursache unter den Kategorien A00-Y89 klassifizierbar sind. Diese Belastungen fallen als solche nicht unter den Begriff des rechtserhebli
chen Gesundheitsschadens (Urteil des Bundesgerichtes 9C_894/2015 vom 25. April 2016 E. 5.1 mit Hinweis auf 9C_537/2011 vom 28. Juni 2012 E. 3.1 mit weiteren Hinwei
sen).
Aber selbst das Abstellen auf die von den behandelnden Ärzten genannte Diag
nose einer rezidivierenden depressiven Episode, gegenwärtig mittelgradige Episode würde zu keinem anderen Ergebnis führen.
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtes fallen leichte bis mittelgradige depressive Störungen, seien sie im Auftreten rezidivierend oder episodisch, einzig dann als invalidisierende Krankheiten in Betracht, wenn sie erwiesenermassen therapieresistent sind (statt vieler: BGE 140 V 193 E. 3.3 mit Hinweis). Nur in einer solchen - seltenen, da nach gesicherter psychiatrischer Erfahrung Depressionen im Allgemeinen thera
peutisch gut
angehbar
sind - gesetzlich verlangten Konstellation ist den norma
tiven Anforderungen des
Art.
7
Abs.
2 zweiter Satz ATSG für eine objektivie
rende Betrachtungs- und Prüfungsweise Genüge getan (BGE 141 V 281 E. 3.7.1 bis 3.7.3).
D
ie Therapie
muss
in dem Sinne konsequent gewesen sein, dass die aus fachärztlicher Sicht indizierten zumutbaren (ambulanten und stationären) Behandlungsmöglichkeiten in kooperativer Weise optimal und nachhaltig aus
geschöpft wurden (BGE 140 V 193 E. 3.3; BGE 137 V 64 E. 5.2 mit Hinweis; vgl. Urteile des Bu
ndesgerichts 9C_13/2016 vom 14.
April 2016 E. 4.2 und 9C_89/2016 vom 1
2.
Mai 2016 E. 4.1).
Obwohl die Ärzte der Y._ neben der regelmässigen Psychotherapie eine medika
mentöse Behandlung anregten, lehnte die Beschwerdeführerin eine sol
che ab (E. 3.2
hievor
, Urk. 7/44/2, Urk. 10/2). Ebenso wenig nahm sie die aus ärztlicher Sicht sinnvoll erachtete tagesklinische Behandlung in Anspruch (E. 3.2). Unter diesen Umständen ist die Therapieresistenz der
postulierten de
pressiven Störung nicht ausgewiesen, so dass ihr keine invalidisierende Wir
kung beigemessen werden kann.
5.3
Vor
diesem
Hintergrund wich die Beschwerdegegnerin zu Recht von der Einschät
zung des
Dr. Z._
ab und verneinte eine Arbeitsunfähigkeit
aus psy
chischen Gründen.
Diesbezüglich bleibt immerhin festzuhalten, dass die
Beschwerdegegnerin
mit keinem Wort darlegte, weshalb sie trotz der Empfehlung des RAD-Arztes, dem Verlauf der im Gutachten beschriebenen Arbeitsunfähigkeit zu folgen (vgl. Urk. 7/52/3), eine (vorübergehende) Arbeitsunfähigkeit verneinte. Aus prozess
ökonomischen Gründen und da die Verletzung des rechtlichen Gehörs von der
Beschwerdeführerin
nicht gerügt wurde, wird jedoch vorliegend von einer Rückweisung der Sache zum Erlass einer
rechtsgenüglich
begründeten Verfü
gung Umgang genommen.
5.4
Die Beschwerdeführerin machte geltend, ihre arthrotische Erkrankung schränke sie zunehmend ein. Gemäss Dr. F._ besteht jedoch aus rheumatologischer Sicht keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (E. 3.4
hievor
). Anderslautende Arzt
berichte sind nicht aktenkundig und wurden auch von der Beschwerdeführerin trotz entsprechender Ankündigung (Urk. 1 S. 7) nicht eingereicht.
Eine
Beein
trächtigung
der
Arbeitsfähigkeit im von Art. 28 Abs. 1
lit
. b und c IVG gefor
derten Umfang
aufgrund
der somatischen Beschwerden
bis zum Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung
ist damit nicht überwiegend wahrschein
lich. Von
weiteren diesbezüglichen
Abklärung
en
sind keine zusätzlichen Er
kenntnisse zu erwarten, weshalb darauf in antizipierter Beweiswürdigung (
vgl. BGE 122 V 157 E. 1d mit Hinweisen)
verzichtet wird.
5.
5
Nach dem Gesagten
leidet
die Beschwerdeführerin
nicht an einem invalidisieren
den Gesundheitsschaden.
Ein
e
anspruchsbegründende Invalidität ist zu verneinen.
Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.
6.
Die Kosten des Verfahrens (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) sind auf Fr. 700.-- festzuset
zen und entsprechend dessen Ausgang der Beschwerdeführerin aufzuerlegen.