Decision ID: 3bb025ab-69ca-475c-af67-aaa862a742c1
Year: 2013
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1972,
arbeitete seit dem 18. Mai 2009 als Tiefbauhandlanger bei der
Y._
und war in dieser Eigenschaft
bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA)
obligatorisch
gegen Unfälle versichert
. A
m 29. Mai 2009
wurde der Versicherte im Rahmen seiner Tätigkeit zwischen zwei Kanalbauelementen aus Metall eingeklemmt (Urk. 9/1)
.
Dabei erlitt er ein stumpfes
Thorakoabdominaltrauma
mit mehreren Frakturen. In der Folge war er vom 29. Mai bis 4. Juni 2009 im
Z._
hospitalisiert, wo ihm eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bis am 14. Juni 2009 attestiert wurde (Bericht
Z._
vom 23. Juni 2009; Urk. 9/12 S. 1 f.).
Die SUVA erbrachte die gesetzlichen Leistungen.
Mit Schreiben vom 28.
Dezember 2009 (Urk. 9/46) teilte die SUVA dem Versicherten die Ein
stellung der Taggeldleistungen per 1. April 2010 mit.
1.2
Mit Verfügung vom
8. Dezember 2011 (Urk. 9/
110)
verneinte
die SUVA einen Anspruch des Versicherten auf eine Invalidenrente sowie
auf eine
Integritäts
entschädigung
.
Die am 27. Januar 2012 vom Versicherten erhobene Einsprache (Urk. 9/113) wies die SUVA mit Entscheid vom 22. März 2012 (Urk. 9/120 = Urk. 2) ab.
2.
Gegen den
Einspracheentscheid
vom 22. März 2012 (Urk. 2) erhob der Versi
cherte am 7. Mai 2012 Beschwerde (Urk. 1) mit den Anträgen, dieser sei aufzu
heben (S. 2 Ziff. 1) und es sei ihm eine Invalidenrente und eine
Integritätsent
schädigung
auszurichten (S. 2 Ziff. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom 13. Juli 2012 (Urk. 8) schloss die
Beschwer
degegne
rin
auf Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwerde
führer am 29.
Oktober 2012 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 13). Gleichzeitig wurde sein Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtsvertretung (Urk. 1 S. 3)
bewilligt
und ihm
wurde
Rechtsanwalt Dominique
Chopard
, Zürich, als unent
geltlicher Rechtsvertreter bestellt
.
Die Eingabe des Beschwerdeführers vom
26. November 2012 (Urk. 17)
wurde
der Beschwerdegegnerin am 28. November 2012 zur Kenntnis gebracht (Urk.
18).
Mit Eingabe vom 15. Januar 2013 verzichtete diese auf eine Stellung
nahme (Urk. 20).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Ist die versicherte Person infolge des Unfalles zu mindestens 10 Prozent invalid (Art. 8
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungs
rechts
;
ATSG), so hat sie gemäss Art. 18 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (
UVG
)
Anspruch auf eine Invalidenrente. Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Inva
lidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgegliche
ner Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum
Erwerbsein
kommen
, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG; vgl. BGE 130 V 121).
Nach Art. 18 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung des
Invaliditäts
grades
in Sonderfällen. Er kann dabei auch von Art. 16 ATSG abweichen.
1.2
Nach Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine ange
mes
sene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall eine dau
ernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität erleidet. Die
Inte
gritätsentschädigung
wird in Form einer
Kapital
leistung
gewährt. Sie darf den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versi
cherten Jahresverdienstes nicht übersteigen und wird entsprechend der Schwere des Integritätsschadens abge
stuft (Art. 25 Abs. 1 UVG).
Gemäss Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung der Entschädi
gung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36 der Verord
n
ung über die Unfallver
sicherung (UVV) Gebrauch gemacht. Abs. 1 dieser Vorschrift bestimmt, dass ein Integritätsschaden als dauernd gilt, wenn er voraussichtlich während des gan
zen Lebens minde
stens in gleichem Umfang besteht. Er ist erheblich, wenn die körperliche oder geistige Integrität, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt wird. Gemäss Abs. 2 gelten für die Bemessung der
Integri
tätsentschädigung
die Richtlinien des Anhanges 3. Fallen mehrere körperliche oder geistige Integritätsschäden aus einem oder mehreren Unfällen zusammen, so wird die
Integri
tätsentschädigung
nach der gesamten Beeinträchtigung fest
gesetzt (Abs. 3).
1.3
Im Anhang 3 zur UVV hat der Bundesrat Richtlinien für die Bemessung der
Integri
tätsschäden
aufgestellt und in einer als gesetzmässig erkannten, nicht abschliessenden Skala (BGE 124 V 29 E. 1b mit Hinweisen) wichtige und typi
sche Schäden prozentual gewichtet (RKUV 2004 Nr. U 514 S. 416). Für die darin genannten Integritätsschäden entspricht die Entschädigung im Regelfall dem angegebenen Prozentsatz des Höchstbetrages des versicherten Verdienstes
(Ziff.
1 Abs. 1). Die Entschädigung für spezielle oder nicht aufgeführte
Integri
täts
schäden
wird nach dem Grad der Schwere vom Skalenwert abgeleitet (Ziff. 1 Abs. 2). Integritätsschäden, die gemäss der Skala 5 Prozent nicht erreichen, geben keinen Anspruch auf Entschädigung (Ziff. 1 Abs. 3). Die völlige
Gebrauchs
unfähigkeit
eines Organs wird dem Verlust gleichgestellt; bei teil
weisem Verlust und teilweiser Gebrauchsunfähigkeit wird der Integritätsschaden entsprechend geringer, wobei die Entschädigung jedoch ganz entfällt, wenn der Integritätsschaden weniger als 5 Prozent des Höchstbetrages des versicherten Verdienstes ergäbe (Ziff. 2).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin
ging im angefochtenen Ent
scheid davon aus (Urk. 2), gemäss kreisärztlicher Zumutbarkeitsbeurteilung vom 25. Oktober 2011 sei dem Beschwerdeführer eine wechselbelastende Tätigkeit mit Heben und Tragen
von Gewichten
bis 25 kg ohne wiederholtes Bücken und ohne repetitive
Rumpfrota
tionen
ganztags zumutbar.
Die
vorgeschlagenen Arbeitsplätze gemäss Doku
mentation
seien mit der Zum
utbarkeitsbeurteilung vereinbar und würden alle
samt den unfallbedingten Einschränkungen angeme
ssen Rechnung tragen, wes
halb sie zur Berechnungsgrundlage geeignet seien (S. 4 f.). Beim Vergleich des Invalideneinkommens mit dem
Valideneinkommen
resultiere ein
rentenaus
schliessender
Invaliditätsgrad von
7.57 % (S. 5 oben).
Gestützt auf das einge
holte Bildmaterial habe der Kreisarzt keinen Integritätsschaden in entschädi
gungspflichtigem Ausmass feststellen können
(S. 5 unten)
.
2.2
Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber beschwerdeweise auf den Stand
punkt (Urk. 1),
dass er als Einsteiger gerade mal zwei Wochen
mit
unter
durchschnittlich
em
Lohn
erwerbstätig gewesen sei
,
könne nicht dazu führen,
dass
diese
r
unterdurchschnittliche Lohn perpetuier
t werde
(S. 5 unten). In
A._
habe er während vielen Jahren als Maurer im Hochbau gearbeitet, der Tiefbau sei ihm fremd (S. 5 f.).
Es sei deshalb das
Valideneinkommen
statistisch gemäss LSE
, mithin auf Fr. 68‘009.--,
festzusetzen
.
Weiter sei auch das
Invali
deneinkommen
aufgrund d
er LSE sowie eines Leidensabzug
s von
mindestens
20
% festzusetzen (S. 7 oben).
2.3
Streitig und zu prüfen ist
demnach
, der
Anspruch des
Beschwerdeführer
s
auf
eine
Invalidenrente und eine
Integritätsentschädigung.
3.
3.1
Gemäss
ärztliche
m
Gutachten von
Kreisarzt
B._
vom 26. Oktober 2011 (Urk. 9/98)
ist
dem Beschwerdeführer rein unfallabhängig
eine ganztägige, möglichst wechselbelastende
Tätigkeit
mit Heben und Tragen von Lasten bis 25
kg
ohne wiederholtes Bücken und
ohne
repetitive Rumpfrotationen
zumutbar
(S. 3 unten)
.
Dieses Zumutbarkeitsprofil bestätigt dasjenige
im Austrittsbericht
der
C._
vom 22. Dezember 2009
(Urk. 9/52 S.
2
oben
) und wurde denn auch vom Beschwerdeführer nicht bestritten
. Für die
Entscheidfin
dung
kann auf das formulierte Zumutbarkeitsprofil
abgestellt werden, zumal sowohl das Gutachten wi
e auch der Austrittsbericht die praxisgemässen Krite
rien an den Beweiswert eines ärztlichen Berichts (vgl. vor
stehend E. 1.4) voll
umfänglich erfüllen.
3.2
Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird gemäss Art. 16
des Bun
desgeset
zes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG)
das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälli
ger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausge
glichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum
Erwerbs
einkommen
, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre.
3.3
Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der
Ein
kommensdifferenz
der Invaliditätsgrad bestimmen lässt. Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte miteinander zu vergleichen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 104 V 135 E.
2a und b, vgl. auch BGE 114 V 310 E. 3a).
4
4.1
Für die Ermittlung des
Valideneinkommens
stellt sich die Frage,
welches Ein
kom
men
der Beschwerdeführer aufgrund seiner beruflichen Fähigkeiten und
per
sönlichen Umstände
erzielt
hätte, wenn er nicht invalid geworden wäre.
Dabei entspricht es empirischer Erfahrung, dass die bisherige Tätigkeit im Gesundheitsfall weitergeführt worden wäre, weshalb Anknüpfungspunkt für die Bestimmung des
Valideneinkommens
häufig der zuletzt erzielte, der Teuer
u
ng sowie der realen Einkommensentwicklung angepasste Verdienst ist (RKUV 1993 Nr. U 169 S. 100 f. E. 3b).
4
.
2
Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei der Ermittlung des hypothetischen
Vali
deneinkommens
a
uf
die Angaben
der letzten Arbeitgeberin,
der
Y._
(Urk. 9/106-107)
,
und errechnete für das Jahr 2010 einen Betrag von Fr. 59‘486.-- (Urk. 9/
110 S. 1 unten).
Dieses Vorgehen wurde vom Beschwerdeführer
in dem Sinne gerügt, dass die Arbeitsstelle als Handlanger im Tiefbau, für welche er aus
A._
eingereist sei,
weder lohnmässig noch von der zu verrichtenden Arbeit
her
seinen Vor
stellungen entsprochen habe. Er habe in
A._
während vielen Jahren stets als Maurer im Hochbau gearbeitet, der Tiefbau sei ihm fremd (
Urk. 1
S. 5 f.).
Zudem habe er Platzangst, was auch vom Geschäftsführer
der
Y._
bestätigt worden sei
(Urk. 9/23)
, weshalb er als Tiefbauhandlanger nicht ein
setzbar sei (
Urk. 1
S. 6 Mitte).
Damit sei die Vermutung widerlegt, dass er ohne Unfall im Tiefbau erwerbstätig gebl
ieben wäre, weshalb das
Valideneinkommen
statistisch gemäss LSE festzusetzen sei (Urk. 1 S. 6 unten).
4.3
Gestützt auf die
Aussage des Geschäftsführers
der ehemaligen Arbeitgeberin
, der Beschwerdeführer leide unter Platzangst und habe
deshalb
bereits während der Probezeit
lediglich noch für Handreichungen und Reinigungsarbeiten ein
gesetzt werden können,
sowie die
Angaben des Beschwerdeführers
selbst
, er habe vor seiner Einreise in die Schweiz stets im Hochbau gearbeitet, kann davon ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführer im Gesundheitsfall mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht weiter
hin
im Tiefbau als
Tiefbauhand
langer
gearbeitet hätte.
Für die Bestimmung des
Valide
neinkommens
ist deshalb auf d
en
standardisierten Durchschnittslohn für einfache und repetitive Tätig
keiten im
Baugewerbe des privaten Sektors
gemäss Lohnstrukturerhebung (LSE
2010, S.
26, Tabellengruppe TA1, Rubrik
41-43
Baugewerbe, Niveau 4 Männer
) abzustellen.
4.4
Das im Jahr 2010 von Männern im Durchschnitt aller einfachen und repetitiven Tätigkeiten im Baugewerbe erzielte Einkommen betrug pro Monat Fr. 5‘310.-- (LSE 2010, S. 26, Tabellengruppe TA1, Rubrik 41-43 Baugewerbe, Niveau 4 Männer
), mithin Fr. 63‘720.-- im Jahr
(Fr. 5‘310.-- x 12)
.
Der durchschnittlichen wöchentlichen Arbeitszeit im Jahr 2010 von
41.6 Stunden
(Die Volkswirtschaft
9/2011 S. 94 Tabelle B9.2 Rubrik „Baugewerbe/Bau“)
angepasst,
resultiert ein
Valideneinkommen
im
Betrag von Fr. 66‘269.-- (Fr. 63‘720.--
:
40 x 41.6)
.
5.
5.1
Zur Ermittlung des hypothetischen Invalidene
inkommens zog die
Beschwer
degeg
n
e
rin
fünf
DAP-Profile bei (Dokumentation über Arbeitsplätze; Urk.
9/108)
und errechnete ein hypothetisches Invalideneinkommen von Fr.
60‘621.
--
(Urk.
2 S. 5 oben
, Urk. 9/108 S. 1
).
5.2
Der Beschwerdeführer rügte, die DAP-Profile erfüllten die Anforderungen der Zumutbarkeitsbeurteilung nicht (Urk. 1 S. 7 oben), weshalb auch das
Invaliden
einkommen
aufgrund der LSE sowie
unter Berücksichtigung
eines
Leidensabzu
ges
von mindestens 20 % festzusetzen sei.
Wechselbelastende Tätigkeit
en
mit Heben und Tragen von Lasten bis 25
kg ohne wiederholtes Bücken und ohne repetitive Rumpfrotationen sind dem Beschwerdeführer ganztags zumutbar.
Über diese Einschränkungen hinaus sind keine Funktionen und Körperhaltungen beeinträchtigt
, insbesondere sind ihm vorgeneigtes Sitzen und Stehen weiterhin zumutbar
(vgl. vorstehend E. 3.1). Bei den verwendeten Profilen werden Tätigkeiten beschrieben, die diese Vorgaben berücksichtigen
(
vgl.
Urk. 9/108)
.
So müssten bei der Tätigkeit als Hilfsarbei
ter/Maschinenbediener gemäss DAP-Nr. 4549 automatische Maschinen
(
Niet
maschinen
, Transfermaschinen), insbesondere deren Tastatur und Knöpfe von Hand
bedient, eingestellt und überwacht werden, wobei s
owohl sitzend als auch stehend und damit mit Wechselbelastung gearbeitet
werde
n kann
.
Bei der
Tä
tigkeit als Apparatemonteur/Montage von Handgeräten gemäss DAP
Nr.
344715
müssten
Einzelteile zu Baugruppen und zu
komplette
n
Geräte
n (Hand
geräte mit Klebebändern für das Verschliessen von Maschinen)
montiert wer
den
, Fehler und Abweichungen bei den Einzelteilen erkannt werden sowie Bestellkarten für Materialbestellungen ausgefüllt werden
. Die Arbeitshaltung bei dieser Tätigkeit könnte ebenfalls frei zwischen stehen und sitzen gewählt werden, wobei eine Wechselbel
astung ohne weiteres möglich ist
.
Bei der Tätig
keit als
Spital
angestellter
gemäss DAP-Nr. 352830 müssten Instrumente und Geräte gereinigt, desinfiziert und
zusammengestellt sowie für die Wiederver
wendung
verpackt werden
und für die Lagerhaltung gesorgt werden.
Diese Arbeit sei manchmal sitzend und manchmal stehend auszuüben, weshalb auch hier der
verlangten
Wechselb
elastung Rechnung getragen wird
.
Die Einwände des Beschwerde
führers
, die ausgewählten
Arbeitsplätze seien ihm aufgrund seiner Ein
schränkungen nicht zumutbar,
vermögen
nach de
m Gesagten nicht zu überzeugen. Die aufgezeigten Arbeitsplätze gemäss den aufgelegten DAPs
erweisen sich als den Einschränkungen des Beschwerdeführers
angepasst
und somit zumutbar.
Gegen die übrigen zwei Tätigkeiten des
Produktionsmitarbei
ter
s
(DAP-Nr. 3623)
und des
Mechaniker
s
(DAP-Nr. 2556)
w
u
rden vom Beschwerdeführer keine Einwände vorgebracht.
5.3
Nachdem die Profile weiter
Angaben über die Gesamtzahl der auf Grund der gegebenen Behinderung in Frage kommenden dokumentierten Arbeitsplätze, über den Höchst- und den
Tiefstlohn
sowie über den Durchschnittslohn der entsprechenden Gruppe ent
halten
, erweist sich das Abstellen auf DAP-Profile als rechtsp
rechungskonform (BGE 129 V 472).
Das Vorgehen der
Beschwerde
gegnerin
zur Ermitt
lung des Invalideneinkommens erweist sich
demnach
als rechtens und ist
nicht zu beanstanden
, weshalb
die Arbeitsplätze gemäss DAP
als Berechnungsgrundlage geeignet
sind
.
Eine Vergleichsrechnung
für die Berechnung des Invalideneinkommens nach den Löhnen gemäss LSE
erübrigt sich
demnach
.
Der Vergleich mit dem
Valideneinkommen
von Fr. 66‘269.-- (vgl. vorstehend E.
4.4) ergibt eine Einkommenseinbusse von Fr. 5‘648.-- und damit einen
ren
tenausschliessenden
Invaliditätsgrad von 8.5 %.
6.
Bezüglich
Verneinung des Anspruchs auf
Integritätsentschädigung ist der
Ein
spracheentscheid
entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers ebenfalls
nicht zu beanstanden. Gemäss der
ärztlichen
Beurteilung von Kreisarzt
B._
ist die
Erheblichkeitsgrenze
für einen Integritätsschaden nicht erreicht (vgl. Beurteilung vom
26. Oktober
20
11; Urk. 9/98).
Anderslautende
medizinische Beurteilungen
liegen
nicht
vor
. Die Integrität
sschadenbeurteilung von
B._
beruht auf eingeholtem Bildmaterial und
ist nachvollziehbar und plausibel begründet, weshalb
darauf abgestellt werden kann, zumal der Beschwerdeführer keine triftigen Gründe vorbringt, die eine abweichende Ermessensausübung als naheliegender erscheinen liessen
.
Die nicht verheilten Frakturen der Quer
for
tsätze L1-L4 wurden von B._
ausdrücklich erwähnt und dementspre
chend bei der Beurteilung mitberücksichtigt. Sodann ist davon auszugehen, dass die Bewegungs- und
Bealstungsschmerzen
im Verlauf weiter abnehmen und also nicht dauerhaft sein werden (vgl. Austrittsbericht der
C._
vom 22. Dezember 2009;
Urk. 9/52 S. 2 unten).
A
uf weitere Abklärungen
ist
unter diesen Umständen
zu verzichten (BGE 124 V 94 E. 4b; 122 V 162 E. 1d).
7.
Zusammenfassen
d
ist festzuhalten, dass sich
die Verneinung
des
Anspruchs
sowohl
auf
eine Invalidenrente als auch
auf
eine Integritätsentschädigung
und damit der angefochtene Entscheid als rechtens erweisen.
Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.
8.
8.1
Das Verfahren ist kostenlos (§ 33 des Gesetzes über das
Sozialversicherungsge
richt
[
GSVGer
] in Verbindung mit Art. 1 UVG und Art. 61
lit
. a ATSG)
.
8.2
Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat gemäss der eingereichten
Hono
rar
note
vom
12. August 2013
(Urk.
21
) zeitliche Aufwendungen von
9.08
Stun
den und Barauslagen von Fr.
95.80
gehabt. Diese Aufwendungen erschei
nen als angemessen, so dass der unentgeltliche Rechtsvertreter dafür in Anwen
dung des gerichtsüblichen Stundenansatzes von Fr. 200.
-- (zuzüglich Mehr
wertsteuer) mit
Fr. 2‘065.--
(inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer)
aus der Gerichtskasse zu entschädigen ist.