Decision ID: f0e23b0d-ac87-432f-b0ee-77d2c045afc5
Year: 2013
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Die 1961 geborene
X._
beantragte am
8.
Juli 2011 bei der
Sozialversi
cherungsanstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle, Kostengutsprache für orthopä
dische Massschuhe (
Urk.
8/1). Mit Mitteilung vom 1
5.
September 2011 sprach ihr die IV-Stelle die beantragen Kosten gut (
Urk.
8/9).
Am 1
9.
März 2012 meldete sich
X._
bei der IV-Stelle zum Bezug von Massnahmen beruflicher Art bzw. Rentenleistungen an (
Urk.
8/10). Nach Vor
nahme medizinischer und erwerblicher Abklärungen, in deren Rahmen unter anderem ein Gutachten der MEDAS
Y._
(MEDAS)
eingeholt wurde (Gutachten
vom 3
0.
April 2013,
Urk.
8/38)
,
sprach die IV-Stelle
X._
mit Verfügung vom 2
3.
Juli 2013 mit Wirkung ab
1.
September 2012 eine ganze Rente zu (
Urk.
2).
2.
Hiergegen erhob
X._
am 2
0.
August 2013 Beschwerde und ersuchte um Überprüfung
des Beginns des Leistungsanspruchs und der Höhe der
ihr aus
gerichteten Rentenleistungen (
Urk.
1). Die Beschwerdegegnerin erstattete am 2
3.
September 2013 unter Beilage einer Stellungnahme der Ausgleichskasse
vom gleichen Tag
(
Urk.
7) die Beschwerdeantwort
(
Urk.
6)
. Die
Beschwerdeant
wort
wurde zusammen mit
der
Stellungnahme
der Ausgleichskasse
am 2
6.
September 2013 der Beschwerdeführer
in
zur Kenntnisnahme zugestellt (
Urk.
9).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfo
lgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung vom 2
3.
Juli 2013 (
Urk.
2) davon aus, dass die Beschwerdefü
hrerin im Gesundheitsfall zu 40
% im Aufgabenbereich
tätig
und zu 60
%
erwerbstätig wäre. Die
Beschwer
degegnerin
erachtete die Beschwerdeführerin dabei als zu 100
%
erwerbsunfä
hig und im Aufgabenbereich als zu 33,75
%
eingeschränkt. Hieraus resultierte ein Invaliditätsgrad von 74
%
.
1.2
Die Beschwerdeführerin bringt in ihrer Beschwerde vor (
Urk.
1), es sei der monatli
che Betrag, welcher ihr ausbezahlt werde, zu überprüfen. Sie sei der Meinung, dass dieser unter dem Existenzminimum
liege
und sie
deshalb
weiter
hin finanzielle Schwierigkeiten habe. Zudem sei der Zeitpunkt der rückwirken
den Rentenausrichtung zu überprüfen, stehe doch in der Verfügung vom 2
3.
Juli 2013, dass es ihr seit dem
1.
Januar 2009 nicht mehr möglich sei, zu arbeiten.
Dennoch habe sie erst ab September 2012 Rentenzahlungen erhalten.
2.
Die Qualifizierung der Beschwerdeführerin durch die Beschwerdegegnerin
als im Gesundheitsfall zu 60
%
erwerbstätig und zu 4
0
%
im Aufgabenbereich tätig wird von der Beschwerdeführerin zu Recht nicht in Frage gestellt
(vgl.
Haus
haltsabklärungsbericht
vom
6.
August 2012,
Urk.
8/18)
.
Die Parteien gehen zudem
zutreffenderweise
in Übereinstimmung mit den Akten, insbesondere auch dem überzeugenden Gutachten der MEDAS vom 3
0.
April 2013 (
Urk.
8/38), davon aus, dass die Beschwerdeführerin keiner Erwerbstätigkeit mehr nachgehen kann und im Aufgabenbereich zu 37,5
%
eingeschränkt ist. Die
Zusprache
einer ganzen Invalidenrente erweist sich somit als rechtens.
Strittig und zu prüfen bleibt somit einzig
der Beginn des Leistungsanspruchs der Beschwerdeführerin sowie
die Höhe der der Beschwerdeführerin ausgerichteten Rentenleistungen.
3
.
3.1
Anspruch auf eine Rente haben Versicherte, die a) ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare
Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b) während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 Prozent arbeitsunfähig
gewesen sind
und c) nach Ablauf dieses Jah
res zu mindestens 40 Prozent invalid
sind (
Art.
28
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG]).
Gemäss
Art.
29
Abs.
1 IVG entsteht der Rentenanspruch
frühestens sechs Monate nach Geltendmachung des
Leistungs
anspruchs
(
Art.
29
Abs.
1 IVG).
3.2
Die Anmeldung der Beschwerdeführerin zum Bezug von Rentenleistungen ist am 1
9.
März 2012 bei der Beschwerdegegnerin eingegangen (
Urk.
8/10). Ihr Rentenanspruch konnte daher gemäss
Art.
29
Abs.
1 IVG frühestens im Sep
tember 2012 entstehen. Es erweist sich
deshalb
als rechtens, dass die
Beschwer
de
gegnerin
ihre Leistungen mit Wirkung ab
1.
September 2012 ausrichtet.
4.
Die
Invalidenrente
wird nach
Massgabe
des durchschnittlichen Jahreseinkom
mens berechnet.
Dieses setzt sich zusammen aus a)
den Erwerbseinkommen;
b) den Erziehungsgutschriften und c) den Betreuungsgutschriften (
Art.
37
Abs.
1 IVG in Verbindung mit
Art.
29
quater
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Alters- und
Hinterlassenenvorsorge
[AHVG]).
Massgebend
sind grundsätzlich
die Jahre zwischen dem
1.
Januar nach Vollendung des 2
0.
Altersjahres und dem 3
1.
Dezember vor Eintritt des Versicherungsfalles (
Art.
29
bis
Abs.
1 AHVG).
Für die Berechnung der Rente ist also lediglich
massgebend
, welche Beiträge (Einkommen sowie Erziehung
s- und Betreuungsgut
schriften) eine versicherte Person bis zum Eintritt des Versicherungsfalles geleistet hat. Nicht entscheidend ist hingegen, ob eine versicherte Person mit den ausgerichteten Rentenleistun
gen i
hr Existenzminimum decken kann.
Da keinerlei Anhaltspunkte dafür bestehen, und von der Beschwerdeführerin auch nicht geltend gemacht wurde, dass die Rente gestützt auf diese Parameter nicht korrekt berechnet worden sei, ist die Rentenberech
n
ung durch die Beschwerdegegnerin nicht zu beanstanden.
5.
Nach dem Gesagten
erweist sich
die angefochtene Verfügung vom 2
3.
Juli 2013
als rechtens
. Die Beschwerde
ist
dementsprechend
abzuweisen. Anzufügen bleibt, dass
es der
Beschwerdeführerin
unbenommen ist, zur Deckung ihres Existenzbedarfs
bei
ihrer Gemeinde
einen Antrag auf
Ergänzungsleistungen
gemäss
dem
Bundesgesetz
über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassen- und Invalidenversicherung
zu
stellen
.
6.
Gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von Leistungen der Invalidenversiche
rung vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Abweichung von
Art.
61
lit
. a des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streit
wert im Rahmen von Fr.
200.-- bis
Fr.
1'000.-- festge
legt. Vorliegend erweist sich eine Kostenpauschale von
Fr. 400.--
als angemes
sen. Ausgangsgemäss sind die Kosten der Beschwerdeführerin aufzuerlegen.