Decision ID: 633de616-3967-5129-8fa6-f3d48e10a213
Year: 2017
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ meldete sich erstmals im August 2012 wegen Rückenschmerzen bei der IV-
Stelle des Kantons St. Gallen zum Bezug von IV-Leistungen an (IV-act. 1). Er gab an, in
B._ die Primarschule, die Sekundarschule und eine Ausbildung zum Maler absolviert
zu haben. Die C._ berichtete der IV-Stelle am 11. Dezember 2012 (IV-act. 30), dass
sie den Versicherten zu 100 % als Reiniger beschäftigt habe. Der Beginn und das
allfällige Ende des Arbeitsverhältnisses sei „unbestimmt, nach Absprache“. Der letzte
effektive Arbeitstag sei Ende Juni 2012 gewesen. Der Stundenlohn habe zwischen Fr.
17.50 und Fr. 19.50 betragen. Ohne Gesundheitsschaden würde der Versicherte heute
Fr. 36'800.-- pro Jahr verdienen.
A.b Dr. med. D._, Spezialarzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie,
berichtete am 10. Januar 2013 (IV-act. 32), dass der Versicherte seit August 2012 an
einer belastungsabhängigen tiefen Lumbalgie bei leichtgradiger Facettenarthrose L4/5
beidseits mit rezessaler Einengung und an einer Spondylose L3/4 links leide. Der
Versicherte sei in der bisherigen Tätigkeit als Reiniger wie auch in einer
behinderungsangepassten Tätigkeit zu 50 % arbeitsunfähig. Dr. med. E._,
Allgemeine Medizin, erklärte am 14. Januar 2013 (IV-act. 34), dass dem Versicherten
leichtere Reinigungsarbeiten ab ca. Februar 2013 wieder zu 50 % zumutbar seien. In
einer leichten Tätigkeit mit Wechselbelastung bestehe eine 50-70 %ige
Arbeitsfähigkeit. Dr. med. F._, Wirbelsäulenzentrum G._, gab in einem Bericht vom
31. Januar 2013 zuhanden von Dr. E._ an (IV-act. 40), dass der Versicherte an einer
Lumbago bei Spondylarthrose L4/5 und L5/S1 leide. Am 1. Februar 2013 führte Dr.
F._ eine therapeutische Infiltration der Facettengelenke L4/5 und L5/S1 durch (IV-act.
77-8). Am 13. März 2013 berichtete er der IV-Stelle (IV-act. 42), dass der Versicherte
Mühe mit Arbeiten in gebückter oder vorgeneigter Position sowie in Zwangspositionen
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habe. Auch das Heben und Tragen schwerer Gegenstände bereite ihm Mühe. Die
bisherige Tätigkeit sei dem Versicherten ohne Einschränkung zumutbar.
A.c Am 21. Februar 2013 erklärte der Versicherte gegenüber der
Eingliederungsverantwortlichen der IV-Stelle, dass es ihm seit der Infiltration sehr viel
besser gehe (IV-act. 44). Sobald seine Arbeitgeberin wieder mehr Aufträge habe und
sich bei ihm melde, werde er wieder voll arbeiten gehen. Die
Eingliederungsverantwortliche merkte an, die Angabe der Arbeitgeberin, dass sie den
Versicherten zu 100 % beschäftigt habe, sei nicht korrekt. Der Arbeitsvertrag laute auf
eine Anstellung im Rahmen von zwei bis fünfzig Stunden (pro Woche). Dr. med. H._
vom RAD notierte am 20. März 2013 (IV-act. 45), dass dem Versicherten die
angestammte Tätigkeit als Reiniger nicht mehr zumutbar sei. Die Arbeitsfähigkeit in
einer adaptierten Tätigkeit (körperlich leicht, wechselbelastend, Gewichte bis max. 15
kg, keine Arbeiten in Zwangshaltungen oder in gebückter, vorgeneigter Haltung)
betrage 100 %.
A.d Mit Mitteilung vom 25. März 2013 wies die IV-Stelle die Gesuche des Versicherten
um berufliche Eingliederungsmassnahmen und Rentenleistungen ab (IV-act. 48).
B.
B.a Am 13. März 2014 meldete sich der Versicherte erneut bei der IV-Stelle zum Bezug
von Leistungen an (IV-act. 51). Er gab an, seit dem 8. August 2012 gesundheitlich
beeinträchtigt zu sein. Als Grund nannte er kaputte Bandscheiben, Schlafstörungen
und eine Zyste rechts hinter dem Ohr. Dr. F._ hatte Dr. E._ am 5. März 2014
berichtet (IV-act. 53), dass sich der Versicherte ziemlich genau 13 Monate nach einer
Facetteninfiltration L4/5 und L5/S1, auf welche dieser gut angesprochen habe, wegen
unerträglicher lumbaler Rückenschmerzen wieder bei ihm gemeldet habe. Die
Schmerzen hätten in den letzten zwei Monaten so stark zugenommen, dass sich der
Versicherte wieder deutlich behindert fühle. Er habe fast dauernd einen Muskelkrampf.
Es seien genau die gleichen Schmerzen wie vor einem Jahr. Er habe dem Versicherten
vorgeschlagen, die therapeutische Infiltration der Facettengelenke zu wiederholen.
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B.b Dr. F._ gab am 9./14. April 2014 gegenüber RAD-Ärztin Dr. H._ an (IV-act. 61),
dass der Versicherte an einer erheblichen Lumbalgie bei degenerativen LWS-
Veränderungen L4/L5 und L5/S1 mit Facettengelenksarthrosen leide. Im Vergleich zur
letzten Vorstellung Anfang 2013 habe sich der Gesundheitszustand verschlechtert. Am
7. März 2014 seien Facettengelenksblockaden durchgeführt worden. Anschliessend
habe sich der Versicherte nicht mehr gemeldet. Es bestehe eine eingeschränkte
Rückenbelastbarkeit. Die Tätigkeit als Baureiniger sei dem Versicherten nicht mehr
zumutbar. Sollte die Facettengelenksblockade vom 7. März 2014 gleich gut gewirkt
haben wie diejenige im Jahr 2013, sollte eine körperlich leichte, wechselbelastende
Tätigkeit zumindest halbtags möglich sein. RAD-Ärztin Dr. H._ bestätigte am 28. April
2014, dass der Versicherte mit dem Bericht von Dr. F._ eine Verschlechterung des
Gesundheitszustandes glaubhaft gemacht habe (IV-act. 62).
B.c Der Eingliederungsverantwortliche der IV-Stelle notierte am 8. Juli 2014, dass
keine beruflichen Eingliederungsmassnahmen angezeigt seien, da sich der Versicherte
subjektiv nicht arbeitsfähig fühle (IV-act. 66). Am 12. August 2014 teilte die IV-Stelle
dem Versicherten mit, dass sein Gesuch um berufliche Massnahmen abgewiesen
werde, da er sich nicht in der Lage fühle, an Eingliederungsmassnahmen mitzuwirken
(IV-act. 71).
B.d Am 3. September 2014 informierte Dr. F._ die IV-Stelle darüber, dass sich der
Versicherte seit dem 7. März 2014 nicht mehr in seiner Behandlung befinde (IV-act. 72).
Dr. E._ berichtete der IV-Stelle am 7. Oktober 2014 über einen stationären
Gesundheitszustand (IV-act. 77). Im Vordergrund stünden die Schmerzen von Seiten
des Rückenleidens. Die letzte Infiltration habe nicht mehr viel geholfen. Einen
Arbeitsversuch Ende März 2014 habe der Versicherte wegen protrahierter
lumbovertebraler Schmerzen nach einem Tag wieder abgebrochen. Die Schmerzen
würden durch Arbeitsbelastung (Reinigung) offenbar stark zunehmen. Für ihn als
Hausarzt sei es schwierig, die Arbeitsfähigkeit einzuschätzen. Aus seiner Sicht betrage
sie für körperlich leichte Arbeiten mit Wechselbelastung ca. 50-70 %. Dr. H._ notierte
am 26. November 2014 (IV-act. 79), dass eine objektivierbare Verschlechterung des
Gesundheitszustandes nicht ausgewiesen sei. Die Arbeitsfähigkeit in der körperlich
schweren Tätigkeit als Baureiniger betrage 0 %, die Arbeitsfähigkeit adaptiert 100 %.
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B.e Mit Vorbescheid vom 5. Dezember 2014 stellte die IV-Stelle dem Versicherten bei
einem IV-Grad von 0 % die Abweisung des Rentengesuchs in Aussicht (IV-act. 81). Zur
Begründung führte sie aus, dass im Rahmen der Wiederanmeldung keine
Verschlechterung des Gesundheitszustandes habe festgestellt werden können.
Demnach bestehe in körperlich leichten, dem Leiden optimal angepassten
Erwerbstätigkeiten nach wie vor eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit. Dagegen
wendete der Versicherte am 8. Dezember 2014 ein, dass er immer Rückenschmerzen
habe und diese nicht mehr besser würden (IV-act. 82). Zudem leide er unter
Schlafproblemen und einem Ohrenrauschen. Er habe mehrmals versucht, wieder zu
arbeiten. Nach zwei bis drei Stunden seien die Schmerzen aber jedes Mal unerträglich
geworden, sodass er nicht mehr habe weiterarbeiten können. In einem Zeugnis vom
23. Dezember 2013 attestierte Dr. E._ dem Versicherten auch für adaptierte
Tätigkeiten lediglich eine 50 %ige Arbeitsfähigkeit (IV-act. 86). RAD-Ärztin Dr. H._
notierte am 20. Januar 2015 (IV-act. 89), dass der Gesundheitszustand recht spärlich
objektiv dokumentiert sei. Aktuelle Befunde lägen nicht vor. Es werde hauptsächlich
auf die subjektiven Angaben des Versicherten abgestellt. Sie schlage daher eine
orthopädisch/psychiatrische Begutachtung zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit vor.
B.f Am 3./25. März 2015 wurde der Versicherte bidisziplinär (Orthopädie/Traumatolo-
gie und Psychiatrie) durch die Swiss Medical Assessment- and Business-Center AG
(SMAB AG) begutachtet (Gutachten vom 1. Mai 2015, IV-act. 94). Die Diagnosen mit
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (letzte Tätigkeit) lauteten:
• Zervikospondylogenes und zervikovertebrales Schmerzsyndrom mit/bei
- moderaten, d.h. altersassoziierten degenerativen Aufbrauchbefunden mit
Osteochondrosen und Spondylosen C5/6, C6/7 sowie bei einer leichten fokalen
Gefügestörung C5/6
• lumbospondylogenes und lumbovertebrales Schmerzsyndrom mit/bei
- geringer linksconvexer skoliotischer Seitfehlhaltung und mässiggradigen d.h.
alters-assoziierten Spondylosen der LWS sowie im aktuellen MRT der LWS (9.3.2015)
bestätigte mässige degenerative Veränderungen der gesamten lumbalen Wirbelsäule
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mit ventralbetonten Spondylosen, Chrondrosis L5/S1 mit minimer Protrusion ohne
Nervenwurzelkompression, begleitende Spondylarthrosen; linksconvexe lumbosacrale
Skoliosefehlhaltung
- klinisch reaktiver links paralumbaler Muskelhartspann.
Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (letzte Tätigkeit) nannten die
Gutachter eine depressive Anpassungsstörung (ICD-10: F43.2) und eine asthenische
Persönlichkeit (F60.7). Der orthopädische Gutachter Dr. med. I._ führte aus, dass die
Beweglichkeit der HWS und der LWS im Rahmen der klinischen Abklärung nicht
wesentlich dezimiert gewesen sei. Im Vordergrund habe eine Palpationsempfindlichkeit
über den Dornfortsätzen der distalen HWS sowie in den lumbalen distalen
Interspinalräumen bei einem asymmetrischen links mehr als rechts auszumachenden
druckdolenten paravertebralen Muskelhartspann gestanden. Klinisch-funktionell hätten
keine Hinweise für ein florides vertebragenes Nervenwurzelkompressionssyndrom
ausgemacht werden können. Im Rahmen der aktuellen bildgebenden Abklärung mit
Röntgenaufnahmen der HWS und der LWS sowie einer MRI-Darstellung der LWS seien
altersassoziierte degenerative Aufbrauchbefunde und funktionelle Seitfehlhaltungen
beschrieben worden. Der röntgenologische Befund einer leichten segmentalen
Gefügestörung C5/6 sei klinisch zu vernachlässigen. Insgesamt seien die vom
Versicherten beklagten Rückenbeschwerden therapeutisch günstig zugänglich. Da
keine gravierenden degenerativen Aufbrauchbefunde und auch keine
Diskushernierungen z.B. einhergehend mit Nervenwurzelkompressionen vorlägen,
seien am ehesten trainingstherapeutische Massnahmen geeignet. Zur Vermeidung
einer Beschwerdenexacerbation seien schwere und rückenbelastende Arbeiten zu
meiden. Rückenadaptierte leichte und nach einer erfolgreichen Trainingstherapie nach
ca. sechs Monaten mittelschwere wechselbelastende Arbeiten seien dem Versicherten
zumutbar. Zu meiden seien Arbeiten in HWS- und LWS-belastenden Zwangshaltungen
wie repetitive Bewegungsanforderungen an die HWS oder an die LWS und längerfristig
vornüber gebeugt stehend, kniend, hockend oder kauernde Arbeiten. Das Heben,
Tragen und Bewegen von Lasten sei für den Zeitrahmen von ca. sechs Monaten auf 10
kg limitiert und dann bis auf 15 kg steigerungsfähig. In einer entsprechend qualitativ
angepassten Tätigkeit sei dem Versicherten ein volles Pensum zumutbar. Dabei
resultiere eine Minderung der Leistungsfähigkeit von 20 % für den Zeitrahmen von ca.
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sechs Monaten mit anschliessender Steigerungsfähigkeit auf ein 100 %-Niveau. Der
psychiatrische Gutachter Dr. med. J._ erklärte, dass die Befunderhebung leichte
Symptome einer Depression, die eher als eine Anpassungsstörung zu interpretieren
seien, gezeigt habe. Eine schwere psychiatrische Erkrankung liege nicht vor. Die
Stimmung sei immer wieder traurig und angespannt gewesen und der Antrieb und die
Libido seien reduziert. Schwere intrapsychische Konflikte, die zu einer Somatisierung
führten, lägen nicht vor. Die Kriterien für eine somatoforme Schmerzstörung seien nicht
erfüllt. Psychiatrischerseits sollte auf jeden Fall eine bessere medikamentöse
Einstellung erfolgen, die sowohl den Schlaf wie auch die Schmerzverarbeitung
erleichtern würde. Eine psychotherapeutische Begleitung wäre ebenfalls sinnvoll. Aus
psychiatrischer Sicht sei die Arbeitsfähigkeit nicht beeinträchtigt. Dies gelte sowohl für
die angestammte wie auch für eine adaptierte Tätigkeit. In interdisziplinärer Hinsicht
erachteten die Gutachter die bisherige Tätigkeit als Baureiniger wegen der zeitweise
längerfristig anhaltenden Zwangshaltungen als nicht mehr zumutbar. In einer
Verweistätigkeit schätzten sie die Arbeitsfähigkeit ab Beschwerdebeginn im Jahr 2012
auf 80 %.
B.g RAD-Ärztin Dr. H._ bezeichnete das Gutachten der SMAB AG am 15. Juni 2015
als ausführlich, schlüssig und nachvollziehbar; auf das Gutachten könne abgestellt
werden (IV-act. 95). Aus versicherungsmedizinischer Sicht sei von einem im Vergleich
zur medizinischen Referenzsachlage stationären Gesundheitszustand auszugehen. Am
7. Juli 2015 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, dass sie aufgrund der neu
eingeholten Unterlagen am bisherigen Entscheid festhalte (IV-act. 96). Dagegen
brachte der Versicherte am 9. Juli 2015 vor (IV-act. 97), dass er unter ständigen
Rückenschmerzen leide und dauerhaft Schmerzmittel einnehme. Eine psychiatrische
Behandlung benötige er nicht.
B.h Mit Verfügung vom 4. August 2015 (IV-act. 98) wies die IV-Stelle das
Rentengesuch bei einem IV-Grad von 0 % aus den im Vorbescheid angegebenen
Gründen ab. Zum Einwand erwiderte sie, aus dem Gutachten gehe klar hervor, dass
aus versicherungsmedizinischer Sicht von einem im Vergleich zur medizinischen
Referenzsachlage gleichbleibenden Gesundheitszustand auszugehen sei. Im Einwand
sei keine Verschlimmerung des Gesundheitszustandes geltend gemacht worden. Da
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keine neuen Tatsachen geltend gemacht worden seien, werde am Entscheid
festgehalten.
C.
C.a Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer) am
10. August 2015 Beschwerde (act. G 1). Zur Begründung machte er geltend, dass er an
mehreren Stellen im Rücken unter Schmerzen leide. Er nehme dauerhaft Schmerzmittel
und zum Schlafen Temesta ein. Er habe immer wieder versucht, zu arbeiten. Nach zwei
Stunden arbeiten seien die Rückenschmerzen aber wieder unerträglich gewesen. Er
habe eine Stelle in der Unterhaltsreinigung gesucht, doch es habe geheissen, dass es
sich hierbei um eine Tätigkeit für Frauen handle. Eine andere Ausbildung als
„Reinigung“ habe er nicht. Nun habe er auch noch Schulden gemacht. Der RAD habe
eindeutig festgestellt, dass er als Baureiniger nicht mehr arbeitsfähig sei. Einen
Psychiater habe er nicht konsultiert, denn die Schlafprobleme liessen sich meistens mit
Paracetamol und Temesta lösen. Die SMAB-Gutachter hätten anhand der
bildgebenden Befunde eindeutig Schäden im Rücken festgestellt. Der Rücken sei stark
verkrümmt.
C.b Am 18. August 2015 stellte der Beschwerdeführer ein Gesuch um unentgeltliche
Rechtspflege (act. G 5).
C.c Die IV-Stelle (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) beantragte am 22. September
2015 die Abweisung der Beschwerde (act. G 7). Zur Begründung hielt sie fest, dass es
sich bei der Beurteilung der SMAB AB um eine im Wesentlichen andere Beurteilung bei
gleichen objektiven Befunden handle. Aus versicherungsmedizinischer Sicht sei somit
von einem im Vergleich zur medizinischen Referenzsachlage (25. März 2013)
stationären Gesundheitszustand auszugehen. Die Arbeitsfähigkeit in einer angepassten
Tätigkeit betrage folglich weiterhin 100 %. Im Weiteren seien auf dem ausgeglichenen
Arbeitsmarkt durchaus Tätigkeiten vorhanden, die dem Belastungsprofil des
Beschwerdeführers entsprächen. Zumutbar seien etwa leichtere
Maschinenbedienungs-, Kontroll-, Sortier-, Prüf- sowie Verpackungsarbeiten, leichtere
Arbeiten bei der Lager- und Ersatzteilbewirtschaftung sowie Kurier- und leichtere
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Lieferdienste. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers treffe es nicht zu, dass es
für ihn auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt keine Arbeitsstellen mehr gebe.
C.d Am 24. September 2015 bewilligte das Gericht das Gesuch um unentgeltliche
Rechtspflege (Befreiung von den Gerichtskosten) für das Verfahren vor dem
Versicherungsgericht (act. G 8).
C.e In seiner Replik vom 28. September 2015 machte der Beschwerdeführer ergänzend
geltend (act. G 10), dass die Arbeitsversuche erfolglos geblieben seien, weil er seit
mehr als einem Jahr jeden Tag Schmerzen habe und Schmerzmittel nehmen müsse.
Alle länger dauernden Arbeiten in derselben Körperhaltung verursachten Schmerzen.
Bereits längeres Marschieren löse Schmerzen aus. Der Beschwerdeführer bat darum,
die bildgebenden Befunde vom 21. August 2012 mit jenen vom 3./9. März 2015 zu
vergleichen.
C.f Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine Duplik (act. G 12).
C.g Am 7. Februar 2017 machte der Beschwerdeführer ergänzend geltend, dass er seit
vier Jahren kein Einkommen mehr habe und unter starken Schmerzen und
Schlafproblemen leide (act. G 14). Die Schmerzen hätten seit 2013 zugenommen. Er
habe alles versucht, um wieder eine Arbeitsstelle in der Reinigung zu bekommen. Die
Schmerzen seien aber zu gross gewesen. Dem Schreiben lagen
Arbeitsunfähigkeitsatteste von Dr. E._ vom 23. August 2012, 3. September 2012, 5.
Dezember 2012, 2. Januar 2013 und 11. Februar 2013 bei.
C.h Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine Stellungnahme hierzu (vgl. act. G 15).

Erwägungen
1.
1.1 Der Beschwerdeführer hatte sich erstmals im August 2012 bei der
Invalidenversicherung angemeldet. Mit Mitteilung vom 25. März 2013 war das
Rentengesuch abgewiesen worden. Bei der Anmeldung vom März 2014 handelt es sich
somit um eine sogenannte Neuanmeldung.
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1.2 Gemäss Art. 87 Abs. 3 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV, SR
831.201) wird eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn darin glaubhaft gemacht wird,
dass sich der Grad der Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert
hat. Dr. F._, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des
Bewegungsapparates, hat gegenüber RAD-Ärztin Dr. H._ am 9. April 2014 erklärt,
dass der Beschwerdeführer an einer erheblichen Lumbalgie leide. Der
Gesundheitszustand habe sich im Vergleich zur letzten Konsultation Anfang 2013
verschlechtert. Während Dr. F._ im Bericht vom 13. März 2013 noch angegeben
hatte, dass dem Beschwerdeführer die bisherige Tätigkeit ohne Einschränkung
zumutbar sei, hat er dem Beschwerdeführer im April 2014 eine volle Arbeitsunfähigkeit
in der Tätigkeit als Baureiniger bescheinigt. Auch eine körperlich adaptierte Tätigkeit
hat er nicht mehr als voll zumutbar erachtet. Damit hat der Beschwerdeführer, wie dies
RAD-Ärztin Dr. H._ in ihrer Stellungnahme vom 28. April 2014 festgehalten hat, eine
erhebliche Verschlechterung des Gesundheitszustandes seit der rechtskräftigen
Abweisung des Rentengesuchs im März 2013 glaubhaft gemacht. Die
Beschwerdegegnerin ist daher zu Recht auf die Neuanmeldung eingetreten.
1.3 Mit der angefochtenen Verfügung vom 4. August 2015 hat die
Beschwerdegegnerin dann allerdings das Rentengesuch des Beschwerdeführers bei
einem IV-Grad von 0 % abgewiesen. Der Beschwerdeführer hat sich im März 2014 zum
Leistungsbezug angemeldet. Da gemäss Art. 29 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die
Invalidenversicherung (IVG, SR 831.20) ein Rentenanspruch frühestens nach Ablauf
von sechs Monaten nach dessen Geltendmachung entsteht, ist nachfolgend ein
Rentenanspruch ab 1. September 2014 zu prüfen.
2.
2.1 Einen Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung haben Versicherte, die
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht
durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder
verbessern können, während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch
durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind und nach Ablauf dieses
Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (Art. 28 Abs. 1 IVG). Invalidität ist gemäss Art.
8 Abs. 1 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder
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teilweise Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist der durch eine Beeinträchtigung
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach
zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).
2.2 Gemäss Art. 28a Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 16 ATSG ist die Invalidität grundsätzlich
durch einen Einkommensvergleich zu ermitteln. Dabei wird das Erwerbseinkommen,
das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der
medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (zumutbares
Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Einkommen, das sie erzielen könnte,
wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen
Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander
gegenübergestellt werden; sie können aber auch nach Massgabe der im Einzelfall
bekannten Umstände geschätzt werden (AHI 1998 S. 120). Wird eine Schätzung
vorgenommen, muss diese nicht unbedingt in einer ziffernmässigen Festlegung von
Annäherungswerten bestehen. Vielmehr kann auch eine Gegenüberstellung blosser
Prozentzahlen genügen (sog. Prozentvergleich; BGE 114 V 310 E. 3a mit Hinweisen).
3.
3.1 Um den IV-Grad ermitteln zu können, muss die Arbeitsfähigkeit bzw. die
Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers im Verfügungszeitpunkt mit dem
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit feststehen. Der Beschwerdeführer
beklagt hauptsächlich Rückenschmerzen sowie Ein- und Durchschlafstörungen.
3.2 Der orthopädische Gutachter der SMAB AG hat im Bereich der Halswirbelsäule
und der Lendenwirbelsäule keine gravierenden degenerativen Aufbrauchbefunde und
auch keine Diskushernierungen feststellen können. Die Beurteilung des orthopädischen
Gutachters und der behandelnden Ärzte stimmen insoweit überein, dass sie die
angestammte Tätigkeit als Reinigungsmitarbeiter als nicht mehr zumutbar erachtet
haben. Die Reinigungstätigkeit beinhaltet zeitweise schwere und rückenbelastende
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Arbeiten sowie Arbeiten in Zwangshaltungen und in gebückter, vorgeneigter Haltung
(IV-act. 94-13 und 94-23). Angesichts der verminderten Belastbarkeit des Rückens
leuchtet es ein, dass der Beschwerdeführer keine Reinigungsarbeiten mehr ausführen
sollte. Für rückenadaptierte, körperlich leichte Tätigkeiten hat der orthopädische
Gutachter die Arbeitsfähigkeit wegen einer verminderten Leistungsfähigkeit aktuell auf
80 % geschätzt. Nach einer erfolgreichen ca. sechsmonatigen Trainingstherapie seien
dem Beschwerdeführer mittelschwere wechselbelastende Arbeiten wieder zu 100 %
zumutbar. Aufgrund der geringen objektivierbaren pathologischen Befunde überzeugt
diese Einschätzung von rein medizinischer Seite her. Allerdings ist fraglich, ob die 20
%ige Arbeitsunfähigkeit während der trainingstherapeutischen Massnahmen aus IV-
rechtlicher Sicht zu berücksichtigen ist. Eine Invalidität vermag nämlich nur eine
voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise
Erwerbsunfähigkeit zu begründen (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Frage kann aber offen
gelassen werden, da die 20 %ige vorübergehende Arbeitsunfähigkeit keinen Einfluss
auf den Rentenanspruch hat. Dr. F._ hat im Januar 2013 erklärt, dass der
Beschwerdeführer in einer adaptierten Tätigkeit voll arbeitsfähig sei. Im April 2014 hat
er gegenüber dem RAD angegeben, dass dem Beschwerdeführer, sollte die
Facettengelenksblockade vom 7. März 2014 gleich gut gewirkt haben wie diejenige im
Jahr 2013, eine adaptierte Tätigkeit zumindest halbtags möglich sein sollte. Dr. E._
hat die Arbeitsfähigkeit adaptiert am 14. Januar 2013 auf 50-70 % geschätzt. Am 7.
Oktober 2014 hat er erklärt, dass es für ihn als Hausarzt schwierig sei, die
Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers einzuschätzen. Aus seiner Sicht betrage sie für
adaptierte Tätigkeiten weiterhin 50-70 %. Während Dr. F._ gegenüber dem Jahr
2013 also von einer Verschlechterung der Arbeitsfähigkeit ausgegangen ist, hat Dr.
E._ die Arbeitsfähigkeit unverändert eingeschätzt. Gemäss RAD-Ärztin Dr. H._ ist
weder dem Bericht von Dr. F._ noch jenem von Dr. E._ eine objektivierbare
Verschlechterung des Gesundheitszustandes seit März 2013 zu entnehmen (siehe
Stellungnahme vom 26. November 2014, IV-act. 79). Ihre Schlussfolgerung, dass die
behandelnden Ärzte bei der Arbeitsfähigkeitsschätzung hauptsächlich auf die
subjektiven Angaben des Beschwerdeführers abgestellt haben, überzeugt daher (IV-
act. 89). Grundlage der Arbeitsfähigkeitsschätzung bildet jedoch nicht die subjektive
Arbeitsunfähigkeitsüberzeugung der versicherten Person, sondern eine objektive
Einschätzung der noch zumutbaren Arbeitsleistung. Die Arbeitsfähigkeitsschätzungen
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der behandelnden Ärzte für adaptierte Tätigkeiten vermögen daher keine Zweifel an der
gutachterlichen Beurteilung zu wecken. Der Beschwerdeführer hat geltend gemacht,
dass die Rückenschmerzen bei den Arbeitsversuchen jeweils nach wenigen Stunden
unerträglich geworden seien. Die Arbeitsversuche haben in der angestammten Tätigkeit
stattgefunden. Der orthopädische Gutachter hat darauf hingewiesen, dass der
Beschwerdeführer schwere und rückenbelastende Arbeiten, worunter
Reinigungsarbeiten fallen, zur Vermeidung einer Beschwerdenexacerbation nicht mehr
ausüben sollte. Dass der Beschwerdeführer bei der Ausübung von nicht adaptierten
Tätigkeiten starke Rückenschmerzen bekommen hat, ist daher gut nachvollziehbar und
bestätigt die gutachterliche Einschätzung. Der Beschwerdeführer hat das Gericht
ausserdem darum gebeten, die bildgebenden Befunde vom 21. August 2012 mit
denjenigen vom 3. und 9. März 2015 zu vergleichen. Das Gericht setzt sich aus
medizinischen Laien zusammen, weshalb ihm das Fachwissen fehlt, bildgebende
Befunde selber zu interpretieren und zu vergleichen. Die Röntgenaufnahmen der Hals-
und Lendenwirbelsäule in zwei Ebenen vom 3. März 2015 und die MRT der
Lendenwirbelsäule vom 9. März 2015 sind durch die Gutachter der SMAB AG
veranlasst worden (IV-act. 94-11). Auch vom MRT-Befund der Lendenwirbelsäule vom
21. August 2012 haben sie Kenntnis gehabt. Die Ärzte haben somit die vom
Beschwerdeführer genannten bildgebenden Befunde in ihrer Beurteilung der
Arbeitsfähigkeit berücksichtigt. Aus rein somatischer Sicht ist somit gestützt auf das
Gutachten der SMAB AG mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen,
dass der Beschwerdeführer in seiner angestammten Tätigkeit als Reinigungsmitarbeiter
seit August 2012 nicht mehr arbeitsfähig ist. In einer körperlich adaptierten Tätigkeit ist
der Beschwerdeführer im Gutachtenszeitpunkt zu mindestens 80 % arbeitsfähig
gewesen. Die Arbeitsfähigkeit adaptiert ist nach einer erfolgreichen ca.
sechsmonatigen Trainingstherapie mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf 100 %
steigerbar gewesen.
3.3 Der psychiatrische Gutachter hat leichte Symptome einer Depression festgestellt,
die er als Anpassungsstörung interpretiert hat. Einen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
hat er dieser aber nicht beigemessen. Die behandelnden Ärzte haben gemäss der
Aktenlage nie über eine depressive Symptomatik berichtet. Der Beschwerdeführer
selber hat sich bisher auch nicht in psychiatrischer Behandlung befunden. Die
Einschätzung des psychiatrischen Gutachters, wonach die Anpassungsstörung keinen
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Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hat, überzeugt daher. Seine Schlafstörungen behandelt
der Beschwerdeführer mit Temesta und Benocten (rezeptfreies Schlafmittel, IV-act.
94-27). Der psychiatrische Gutachter hat eine Psychotherapie und eine adäquate
Pharmakotherapie empfohlen, um die vorhandene leichte depressive Störung
medikamentös und die Schlafstörung anders als mit Temesta zu behandeln und
dadurch die Schmerzverarbeitung positiv zu beeinflussen (IV-act. 94-32). Er geht also
davon aus, dass die Schlafstörungen gut behandelbar und somit nicht invalidisierend
sind. Gestützt auf die überzeugende Einschätzung des psychiatrischen Gutachters ist
davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer aus psychiatrischer Sicht mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit in seiner Arbeitsfähigkeit nicht eingeschränkt ist.
3.4 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer in seiner
angestammten Tätigkeit als Reinigungsmitarbeiter seit August 2012 nicht mehr
arbeitsfähig ist. In einer körperlich adaptierten Tätigkeit ist der Beschwerdeführer im
Gutachtenszeitpunkt zu mindestens 80 % arbeitsfähig gewesen. Die Arbeitsfähigkeit
adaptiert ist durch eine erfolgreiche ca. sechsmonatige Trainingstherapie mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit auf 100 % steigerbar gewesen.
4.
4.1 Somit bleibt noch der von der Beschwerdegegnerin vorgenommene
Einkommensvergleich zu überprüfen. Aus dem IK-Auszug ist ersichtlich, dass der
Beschwerdeführer stets nur ein sehr tiefes Erwerbseinkommen erzielt hat (IV-act. 7).
Gemäss seiner ehemaligen Arbeitgeberin hätte der Beschwerdeführer ohne
Gesundheitsschaden im Jahr 2012 bei einem Pensum von 100 % Fr. 36'800.--
verdient. Es handelt sich hierbei um einen deutlich unterdurchschnittlichen
Hilfsarbeiterlohn; ein Hilfsarbeiter hat im Jahr 2012, aufgerechnet auf die
betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden, durchschnittlich Fr.
65'177.-- verdient (siehe Anhang 2 der IVG-Ausgabe der Informationsstelle AHV/IV,
Ausgabe 2015). Der zuletzt erzielte Lohn muss deshalb als Dumpinglohn qualifiziert
werden, der nicht der Arbeitsleistung des Beschwerdeführers als Gesunder entspricht.
Die Beschwerdegegnerin hat das Valideneinkommen daher zu Recht nicht anhand des
tatsächlich erzielten Erwerbseinkommens, sondern anhand der vom Bundesamt für
Statistik herausgegebenen Tabellenlöhne ermittelt. Da das Invalideneinkommen
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anhand derselben Tabellenlöhne zu berechnen ist, kann ein Prozentvergleich
vorgenommen werden. Ein Tabellenlohnabzug ist nicht angezeigt, da nach
Durchführung einer sechsmonatigen Trainingstherapie wieder eine volle
Arbeitsfähigkeit in einer körperlich adaptierten Tätigkeit bestanden hat. Ausgehend von
einer (vorübergehenden) Arbeitsfähigkeit adaptiert von 80 % beträgt der IV-Grad somit
20 %. Bei einer vollen Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit resultiert ein IV-
Grad von 0 %. Da der IV-Grad unter 40 % liegt, hat der Beschwerdeführer keinen
Anspruch auf eine IV-Rente.
4.2 Die Argumentation, dass der Beschwerdeführer eine andere Arbeitsstelle gesucht,
aber nicht gefunden habe, ist nicht stichhaltig. Das Invalideneinkommen, also das
Einkommen, dass eine versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens noch
verdienen könnte, wird unabhängig von der konkreten Arbeitsmarktlage ermittelt, d.h.
es wird auf den hypothetisch ausgeglichenen Arbeitsmarkt abgestellt. Auch wenn die
versicherte Person also keine Arbeitsstelle findet, die den Adaptionskriterien entspricht,
so ist ihr die Erzielung des Invalideneinkommens dennoch zumutbar, wenn auf dem
Arbeitsmarkt geeignete (aber z.B. nicht freie) Arbeitsstellen existieren. Findet eine
versicherte Person nämlich keine Arbeitsstelle, handelt es sich nicht um ein
invalidenversicherungsrechtliches, sondern um ein
arbeitslosenversicherungsrechtliches Problem. Da auf dem ausgeglichenen
Arbeitsmarkt körperlich leichte, rückenadaptierte Hilfsarbeiten vorhanden sind, muss
die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit bejaht werden.
4.3 Demnach ist die Beschwerde abzuweisen.
5.
5.1 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr.
1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint
in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Die Gerichtsgebühr
in der Höhe von Fr. 600.-- ist dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen.
Zufolge unentgeltlicher Rechtspflege ist er von der Bezahlung zu befreien.
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5.2 Eine Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, ist zur
Nachzahlung der Gerichtskosten verpflichtet, sobald sie dazu in der Lage ist (Art. 123
der Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO, SR 272] i.V.m. Art. 99 Abs. 2 des
Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege [VRP, sGS 951.1]).