Decision ID: a92162db-0b2d-5864-ba77-e2e009fd9b06
Year: 2008
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Mit Verfügungen des BFF vom 25. Juli 1997 (Beschwerdeführer 1)  26. Februar 1998 (Beschwerdeführer 2 / Stiefsohn) wurden die Beschwerdeführer in der Schweiz als Flüchtlinge  und es wurde ihnen Asyl gewährt.
B.
Dem BFM wurden der ehemalige sowie der aktuelle Reiseausweis des Beschwerdeführers 1 zugestellt - ausgestellt am 3. September 1997 beziehungsweise 4. Februar 2005. In diesen Reiseausweisen  sich irakische Stempelungen aus den Jahren 2000, 2004 und 2007. Mit Schreiben vom 14. April 2008 wurde dem BFM der  des Beschwerdeführers 2 als Fundgegenstand von der Schweizer Botschaft in Wien zugestellt. Auch in diesem Reiseausweis - ausgestellt am 4. Februar 2005 - befanden sich irakische  vom 15. Juli 2005 beziehungsweise 10. August 2005.
C. Mit Schreiben vom 5. Mai 2008 teilte das BFM den Beschwerdeführern mit, man erachte in ihrem Fall die Voraussetzungen für die  der Flüchtlingseigenschaft und einen Widerruf des Asyls in  von Art. 63 Abs. 1 Bst. b des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) i.V.m. Art. 1 C Ziff. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30) als gegeben und setzte den Beschwerdeführern Frist zur Einreichung  allfälligen Stellungnahme.
Dem Schreiben wurden auszugsweise Kopien von den drei oben  Reiseausweisen beigelegt (vgl. act. A 18/7).
D. Die Beschwerdeführer nahmen mit Schreiben ihres Rechtsvertreters vom 25. Juli 2008 Stellung und ersuchten darum, es sei von einem Asylwiderruf abzusehen.
E. Mit Verfügung vom 6. August 2008 wurde den Beschwerdeführern  auf Art. 63 Abs 1 Bst. b AsylG i.V.m. Art. 1 C Ziff. 1 FK die
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Flüchtlingseigenschaft aberkannt und das ihnen in der Schweiz gewährte Asyl widerrufen. Auf die Begründung im Einzelnen wird, soweit entscheidwesentlich, in den Erwägungen Bezug genommen.
F. Mit Eingabe vom 8. September 2008 (Poststempel) liessen die  beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erheben mit den Anträgen, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und es sei von der Aberkennung der Flüchtlingseigenschaft und vom  abzusehen. Den Beschwerdeführern sei zudem die  Rechtspflege zu bewilligen und in der Person des  Rechtsanwalts ein unentgeltlicher Rechtsbeistand zu ernennen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das  Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des  vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des  vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
1.2 Die Beschwerde ist form- und fristgerecht eingereicht. Die  sind durch die angefochtene Verfügung berührt und haben ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung  Änderung. Die Beschwerdeführer sind daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1, Art. 50 und Art. 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist somit einzutreten.
1.3 Die Abteilungen des Bundesverwaltungsgerichts entscheiden in der Regel in der Besetzung mit drei Richtern oder Richterinnen (Spruchkörper; vgl. Art. 21 Abs. 1 VGG). Das  kann auch in solchen Fällen auf die Durchführung eines  verzichten (Art. 111a Abs. 1 AsylG).
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2. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
3. Gemäss Art. 63 Abs. 1 Bst. b AsylG wird die Flüchtlingseigenschaft  und das Asyl widerrufen, wenn Gründe nach Art. 1 C Ziff. 1 - 6 FK vorliegen. Art. 1 C FK beinhaltet die Beendigungsklauseln den Flüchtlingsstatus betreffend. Namentlich fällt eine Person unter  nicht mehr unter die Bestimmungen der FK und endet ihr , wenn sie sich freiwillig wieder unter den Schutz des , dessen Staatsangehörigkeit sie besitzt, gestellt hat (Art. 1 C Ziff. 1 FK).
4.
4.1 Die Beschwerdeführer machten in ihrer Stellungnahme vom 25. Juli 2008 im Wesentlichen geltend, der Beschwerdeführer 1 sei Ende August/Anfang September 2007 für zwölf Tage notfallmässig nach  gereist, um seine im Sterben liegende Mutter noch ein einziges Mal lebend zu sehen. Er habe sich dabei stets im Haus seiner Eltern in Dohuk aufgehalten und habe nie in der Öffentlichkeit verkehrt. Ebenso wenig sei er in dieser Zeit mit den heimatlichen staatlichen Behörden in Kontakt getreten. Er habe die schlechte Nachricht bezüglich seiner Mutter an einem Samstag erhalten, weshalb es ihm nicht möglich  sei, die kantonale Fremdenpolizeibehörde zu benachrichtigen. Er habe sich dazu entschlossen, den erstbesten Flug nach Damaskus zu nehmen, von wo aus er visumsfrei nach Dohuk gelangt sei. Nach der geltenden Praxis habe sich der Beschwerdeführer 1 unter diesen Umständen nicht unter den Schutz des Heimatstaates gestellt, ebenso wenig habe er eine solche Absicht gehabt, weshalb kein  vorliege. Im Weiteren machte der Beschwerdeführer 1 , er könne das Aktenstück betreffend seines Stiefsohnes nicht nachvollziehen. Seinen Angaben zufolge habe sich dieser noch nie in Österreich aufgehalten und auch seinen Reiseausweis nicht verloren.
4.2 Die Vorinstanz führte zur Begründung ihrer Verfügung vom 6.  2008 im Wesentlichen aus, gemäss Art. 63 Abs. 1 Bst. b AsylG werde das Asyl aus Gründen nach Art. 1 Bst. C Ziffn. 1-6 FK . Art. 1 Bst. C Ziff. 1 FK halte fest, dass eine Person nicht mehr  das Abkommen falle, wenn sie sich freiwillig wieder unter den
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Schutz des Landes, dessen Staatsangehörigkeit sie besitze, gestellt habe. Dabei müssten praxisgemäss drei Voraussetzungen kumulativ erfüllt sein. Die Handlung des Flüchtlings müsse freiwillig erfolgt sein, die betroffene Person müsse in der Absicht gehandelt haben, sich erneut dem Schutz des Heimatstaates zu unterstellen, und die Schutzgewährung durch den Heimatstaat müsse tatsächlich erfolgt sein.
Wie aus den dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführer am 5. Mai 2008 zugestellten Auszügen der Reiseausweise zu schliessen sei, sei der Beschwerdeführer 1 in den letzten Jahren wiederholt in sein  zurückgekehrt. Einmal, wie in der Stellungnahme vom 25. Juli 2008 zugestanden, im Jahre 2007. Entgegen der Aussage in der  habe der Beschwerdeführer 1 dabei Kontakt mit den  Behörden gehabt, da er sich am 28. August 2007 in Dohuk/Irak ein Visum habe ausstellen lassen. Gemäss weiteren  im vorangehenden Reiseausweis des Beschwerdeführers 1 habe dieser den Irak ausserdem auch im Jahre 2004 und im Jahre 2000 besucht. Gemäss einer Stempelung im aktuellen Reiseausweis des Beschwerdeführers 2 habe auch dieser den Irak im Jahre 2005 besucht. Damit stehe fest, dass die Beschwerdeführer wiederholt in ihre Heimat zurückgekehrt seien und sich dort aufgehalten hätten.
Im Weiteren machte die Vorinstanz geltend, die Angabe des  1, wonach er während seiner Heimatreise im Jahre 2007 sein Elternhaus nie verlassen habe und er mit den irakischen Behörden nicht in Kontakt getreten sei, erweise sich als unglaubhaft, da sein Pass ein von den irakischen Behörden ausgestelltes Visum enthalte. Überdies bleibe der Beschwerdeführer 1 eine Erklärung für die weiteren Besuche im Heimatland schuldig, welche in etwa jeweils zur selben Jahreszeit stattgefunden hätten. Ebenso fehle eine  für den Besuch seines Stiefsohnes im Irak. Zusammenfassend würden sich deshalb die Angaben des Beschwerdeführers 1 als Schutzbehauptung erweisen und den Anforderungen an die  nicht standhalten.
Da die erwähnten Bedingungen somit erfüllt seien, werde das Asyl wiederrufen und die Flüchtlingseigenschaft aberkannt.
4.3 Die Beschwerdeführer hielten in der Rechtsmittelschrift an ihren in der Stellungnahme vom 25. Juli 2008 geltend gemachten Vorbringen
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fest. Zusätzlich wurde angeführt, die Vorinstanz mache in der  Verfügung hinsichtlich des Beschwerdeführers 1 erstmals zwei weitere Einreisen in den Heimatstaat in den Jahren 2000 und 2004 geltend. Die Passkopien, auf die sie sich berufe, habe sie dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführer bisher jedoch noch nicht . Weil die Vorinstanz in ihrem Schreiben vom 5. Mai 2008 lapidar festgestellt habe, dass sie - die Beschwerdeführer - mehrmals in den Irak zurückgekehrt seien, ohne dass sie diesbezüglich nähere  gemacht habe und ihnen beziehungsweise ihrem Rechtsvertreter in der Folge nur in beschränktem Umfang Akteneinsicht gewährt habe, sei es in der Stellungnahme vom 25. Juli 2008 nicht möglich gewesen, auf die weiteren Irak-Reisen des Beschwerdeführers 1 einzugehen.
Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführer ersuchte deshalb das , ihm die Kopien der Reisedokumente - unter Ansetzung einer angemessenen Frist zur nachträglichen  - zur Einsicht zu überlassen.
Im Weiteren anerkannte der Beschwerdeführer 1 in der , dass er sich im Jahre 2004 erstmals für knapp vierzehn Tage in den Irak begeben habe. Damals sei sein Vater verstorben. Im Rahmen seines kulturellen Hintergrundes habe er sich verpflichtet gefühlt, an den rituellen Feierlichkeiten im Schosse seiner Familie teilzunehmen. Demgegenüber bestritt der Beschwerdeführer 1, im Jahre 2000 in den Irak zurückgekehrt zu sein. Er anerkannte lediglich, dass er sich  nach Syrien begeben habe, um sich dort mit  zu treffen. Die Grenze zum Irak habe er dazumal nicht .
Der Beschwerdeführer 2 machte in der Beschwerde seinerseits , er habe sich noch nie in den Irak begeben, seit er sich in der Schweiz aufhalte.
Überdies bestritt der Beschwerdeführer 1, dass er die Absicht gehabt habe, sich dem Schutz des irakischen Staates zu unterstellen, und dass ihm durch den irakischen Staat tatsächlich Schutz gewährt  sei. Dies insbesondere auch deshalb, weil er im Irak keinerlei  mit heimatlichen Behörden gehabt und die Grenze nur aus familiären Gründen überschritten habe.
In der Rechtsmittelschrift wurde zudem geltend gemacht, der  1 habe durch seine Heimatreisen lediglich seine von
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Art. 8 Ziff. 1 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) geschützten Rechte auf ein lebendiges und ungestörtes Privat- und Familienleben wahrgenommen. Überdies sei der angefochtene Entscheid  und unverhältnismässig.
Für die weitere Begründung wird auf die Beschwerdeschrift verwiesen.
5.
5.1 In der Beschwerde wird geltend gemacht, es sei den  beziehungsweise ihrem Rechtsvertreter - trotz mehrmaligem Ersuchen um vollständige Akteneinsicht - nur in beschränktem Umfang Akteneinsicht gewährt worden, weshalb es nicht möglich gewesen sei, in der Stellungnahme vom 25. Juli 2008 auf die weiteren Irakreisen des Beschwerdeführers 1 einzugehen. Zudem wird vorgebracht, das BFM habe gegenüber dem Vertreter der Beschwerdeführer die  Kopien der Reiseausweise nicht offen gelegt.
5.2 Gestützt auf Art. 26 Abs. 1 Bst. b VwVG hat die Partei oder ihr  Anspruch darauf, in alle als Beweismittel dienenden Aktenstücke Einsicht zu nehmen. Die Behörde darf die Einsichtnahme in die Akten verweigern, wenn wesentliche öffentliche Interessen des Bundes oder der Kantone, insbesondere die innere oder äussere Sicherheit der , die Geheimhaltung erfordern (vgl. Art. 27 Abs. 1 Bst. a VwVG). Wird der Partei die Einsichtnahme in ein Aktenstück , so darf auf dieses zum Nachteil der Partei nur abgestellt werden, wenn ihr die Behörde von seinem für die Sache wesentlichen Inhalt mündlich oder schriftlich Kenntnis und ihr ausserdem Gelegenheit  hat, sich zu äussern und Gegenbeweismittel zu bezeichnen (Art. 28 VwVG).
Die asylsuchende Person hat Anspruch auf Einsicht in alle , die grundsätzlich geeignet sind, im Verfahren als Beweismittel zu dienen. Es steht mithin nicht im Belieben der verfügenden Behörde, bestimmte Dokumente dem Akteneinsichtsrecht zu entziehen, indem sie sich in ihrem Entscheid nicht ausdrücklich auf diese stützt.  vom Recht auf Akteneinsicht sind allein Unterlagen, welche von der verfügenden Behörde ausschliesslich für den Eigengebrauch bestimmt sind, wie Entscheidentwürfe oder Notizen zuhanden einer Person innerhalb der Behörde (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen
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der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 1994 Nr. 1 E. 3a S. 8 f.).
5.3 Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführer ersuchte mit Schreiben vom 19. Mai 2008 sowie 16. Juni 2008 das BFM um Akteneinsicht in sämtliche Verfahrensakten, inklusive früheres Asylverfahren und Rechtsmittelentscheide. Mit Verfügung vom 7. Juli 2008 gewährte das BFM dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführer Einsicht in die , unter Vorbehalt derjenigen Aktenstücke, deren  gemäss Art. 27 VwVG zu verweigern ist. In die Akten des  Asylverfahrens wurde von der Vorinstanz keine Akteneinsicht gewährt. Mit Schreiben vom 7. August 2008 ersuchte der Rechtsvertreter der Beschwerdeführer erneut um Akteneinsicht in sämtliche Verfahrensakten, inklusive Akten des Asylverfahrens. Mit Verfügung vom 22. August 2008 gewährte das BFM dem  Einsicht in diejenigen Aktenstücke, in die er noch keine Einsicht  hatte. Unter Berufung auf überwiegende Interessen  auf die bundesgerichtliche Praxis verweigerte es jedoch die Akteneinsicht in vier Aktenstücke (act. A 10/3, A 14/9, A 24/2, A 26/2). Auch diesmal gewährte das BFM keine Einsicht in die Akten des früheren Asylverfahrens.
5.4 Vorab ist festzuhalten, dass für das vorliegende  die Akten des Verfahrens, welche zur Asylgewährung geführt haben, belanglos sind. Es ist deshalb nicht als Verletzung des Rechts auf Akteneinsicht zu qualifizieren, dass das BFM den  beziehungsweise ihrem Rechtsvertreter keine Einsicht in die  des Asylverfahrens gewährt hat. Auch hinsichtlich des aktuellen Asylwiderrufsverfahrens stellt das Bundesverwaltungsgericht fest, dass den Beschwerdeführern beziehungsweise ihrem Rechtsvertreter Akteneinsicht in die entscheidrelevanten Aktenstücke gewährt worden ist. Insbesondere ist festzuhalten, dass den Beschwerdeführern  ihrem Rechtsvertreter vom BFM Einsicht in die Kopien der Reiseausweise gewährt worden ist, wurden diese doch dem Schreiben des BFM vom 5. Mai 2008 als Beilage beigefügt (vgl. act. A 18/7). Der erstmals in der Beschwerde vorgetragenen Behauptung der , dass keine Einsicht in diese Kopien gewährt worden sei, kann nicht geglaubt werden, da davon auszugehen ist, dass das  der mit Schreiben vom 5. Mai 2008 erwähnten Beilagen ( Kopien von drei Reiseausweisen) von den Beschwerdeführern beziehungsweise ihrem Rechtsvertreter viel eher bemerkt und - nicht
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erst in der Rechtsmittelschrift - gerügt worden wäre, falls die Beilagen dem Schreiben des BFM vom 5. Mai 2008 versehentlich nicht beigelegt worden wären.
5.5 Zusammenfassend ist somit festzustellen, dass die Vorinstanz das Recht der Beschwerdeführer auf Akteneinsicht nicht verletzt hat,  das Begehren ihres Rechtsvertreters, ihm Kopien der beiden  zu überlassen - unter Ansetzung einer angemessenen Frist zur nachträglichen Stellungnahme - abzuweisen ist.
6.
6.1 Vorliegend ist zu prüfen, ob die Beschwerdeführer sich freiwillig unter den Schutz des Landes, dessen Staatsangehörigkeit sie , gestellt haben (Art. 1 C Ziff. 1 FK). Dies erfordert - wie von der Vorinstanz zutreffend ausgeführt - das kumulative Vorliegen dreier : Die Beschwerdeführer müssen freiwillig in Kontakt mit ihrem Heimatland getreten sein, in der Absicht, von ihrem Heimatland Schutz in Anspruch zu nehmen, und dieser muss ihnen tatsächlich  worden sein (vgl. die immer noch Gültigkeit entfaltende  in EMARK 2002 Nr. 8 E. 8 S. 65 mit weiteren Hinweisen).
6.2 Gemäss dem soeben Ausgeführten müssen die Beschwerdeführer - als Grundvoraussetzung für die Aberkennung der  und den Widerruf des Asyls - mit ihrem Heimatland in Kontakt getreten sein. Im vorliegenden Fall kommt als Form der  die Heimatreisen der Beschwerdeführer in Betracht.
6.3 Das BFM geht aufgrund der sich in den Reiseausweisen der  enthaltenen Stempelungen davon aus, dass sich der Beschwerdeführer 1 in den Jahren 2000, 2004 und 2007  der Beschwerdeführer 2 im Jahre 2005 im Irak aufgehalten . Dies wird von den Beschwerdeführern teilweise auch anerkannt. Der Beschwerdeführer 1 räumt in der Stellungnahme vom 25. Juli 2008 ein, dass er Ende August/Anfang September 2007 für zwölf Tage nach Dohuk gereist sei, um seine im Sterben liegende Mutter noch ein einziges Mal lebend zu sehen. In der Rechtsmittelschrift vom 8.  2008 anerkennt er überdies, dass er sich im Jahre 2004 für knapp vierzehn Tage in den Irak begeben habe, da sein Vater  sei. Demgegenüber bestreitet der Beschwerdeführer 1, im Jahre 2000 in den Irak gereist zu sein. Ebenso streitet der Beschwerdeführer 2 ab, sich im Jahre 2005 im Irak aufgehalten zu haben.
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Somit sind die Heimatreisen des Beschwerdeführers 1 im Jahre 2004 und 2007 unbestritten. Aufgrund der irakischen Stempelungen, die auf den Seiten 10 und 11 des am 3. September 1997 ausgestellten  Reiseausweises des Beschwerdeführers 1 enthalten sind, ist davon auszugehen, dass sich der Beschwerdeführer 1 schon im Jahre 2000 im Irak aufgehalten hat. Seine Behauptung, er habe sich lediglich nach Syrien begeben und habe die irakische Grenze nicht , kann nicht geglaubt werden, da nicht ersichtlich ist, wie unter  Umständen irakische Stempelungen in seinen Pass hätten gelangt sein sollen.
Aufgrund der irakischen Stempelungen, die auf Seite 6 des am 4.  2005 ausgestellten aktuellen Reiseausweises des  2 enthalten sind, ist davon auszugehen, dass sich dieser vom 15. Juli 2005 bis zum 10. August 2005 im Irak aufgehalten hat. Seine Behauptung, wonach er sich zu dieser Zeit nicht im Irak aufgehalten habe, erscheint unglaubhaft, da er keine nachvollziehbare Begründung für die irakischen Stempelungen in seinem Reiseausweis abgeben kann.
Aufgrund des soeben Ausgeführten bestehen deshalb - entgegen den Vorbringen der Beschwerdeführer - keine Zweifel an der mehrfachen Einreise des Beschwerdeführers 1 beziehungsweise der einmaligen Einreise des Beschwerdeführers 2 in den Irak, weshalb es als  angesehen werden kann, dass der Beschwerdeführer 1 in den Jahren 2000, 2004 und 2007 und der Beschwerdeführer 2 im Jahre 2005 im Irak gewesen sind.
6.4 Heimatreisen von Flüchtlingen müssen restriktiv beurteilt werden. Grundsätzlich stellt der Umstand, dass jemand sich zurück in den  begibt, ein starkes Indiz dafür dar, dass die frühere  oder die Furcht vor Verfolgung nicht mehr bestehen. Trotz dieser starken Indizwirkung einer Heimatreise dürfen auch bei dieser Form der Kontaktaufnahme mit dem Heimatland eine  der Flüchtlingseigenschaft und ein Widerruf des Asyls erst dann ausgesprochen werden, wenn die in Erwägung 6.1 erwähnten drei  in ihrer Gesamtheit erfüllt sind. Vorliegend ist somit zu prüfen, ob die drei Voraussetzungen der Freiwilligkeit, der  Unterschutzstellung sowie der effektiven Schutzgewährung  sind. Entfällt eine dieser drei Voraussetzungen, ist von der Aber-
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kennung der Flüchtlingseigenschaft beziehungsweise vom Widerruf des Asyls abzusehen (vgl. EMARK 1996 Nr. 12 E. 7 S. 101 f.).
6.4.1 Das Kriterium der Freiwilligkeit bedingt, dass der Akt des  (welcher auf eine Unterschutzstellung hinweist) ohne äusseren Zwang weder durch die Umstände im Asylland noch durch die  des Heimatstaates geschieht. Es fehlt daher beispielsweise an der Freiwilligkeit des Kontaktes mit den Behörden des Heimatstaates, wenn der Flüchtling auf Geheiss der Behörden des Asyllandes bei der Vertretung seines Heimatstaates die Ausstellung oder Erneuerung  Reisepasses beantragt (vgl. EMARK 1996 Nr. 12 E. 8a S. 103).
Der Beschwerdeführer 1 macht hinsichtlich seiner Heimatreisen vom Jahre 2004 beziehungsweise 2007 geltend, er habe damals an der  seines Vaters teilgenommen beziehungsweise seine  Mutter besucht. Die Vorbringen des Beschwerdeführers 1, wonach er diese Heimatreisen aus den soeben erwähnten schwerwiegenden familiären Gründen vorgenommen habe, können nicht geglaubt . Einerseits, da er es unterlassen hat, den Tod seiner Eltern mit Dokumenten zu belegen. Aufgrund der gesetzlich verankerten  gemäss Art. 8 Abs. 1 AsylG wäre es die Aufgabe des  1 gewesen, seine Behauptungen mit amtlichen  zu belegen. Da er diese für ihn ohne Weiteres mögliche  unterlassen hat, ist vorliegend davon auszugehen, dass er im Jahre 2004 beziehungsweise 2007 nicht aus den behaupteten  familiären Gründen in seinen Heimatstaat gereist ist.  Beweismittel in Aussicht zu stellen - so wie es der  1 getan hat -, genügt nicht, um seiner Mitwirkungspflicht genügend nachzukommen. Andererseits, weil seine Vorbringen insgesamt als  erscheinen. Insbesondere seine Behauptung, während  Heimatreisen keinerlei Kontakt mit den heimatlichen Behörden  zu haben, trifft offensichtlich nicht zu, befinden sich doch in  Reiseausweisen Stempelungen der irakischen Zollbehörden. Zweifel an den Vorbringen des Beschwerdeführers 1 hinsichtlich seiner Heimatreisen erweckt auch die Tatsache, dass er in der  vom 25. Juli 2008 seine Heimatreise im Jahre 2004 und damit den Tod seines Vaters als Begründung dieser Reise noch mit keinem Wort erwähnte, obwohl ihm im Schreiben der Vorinstanz vom 5. Mai 2008 mehrere Heimatreisen vorgeworfen worden waren. Erst nachdem ihm in der Verfügung des BFM vom 6. August 2008 diese Heimatreise  vorgehalten worden war, gab er sie in der Rechtsmittelschrift zu.
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Hinsichtlich seiner Reise vom Jahre 2000 macht der  1 geltend, er habe Familienangehörige treffen wollen. Im  ist deshalb davon auszugehen, dass er in den Irak gereist ist, um seine Verwandten zu besuchen. Es existieren auch hier keine Hinweise darauf, dass der Beschwerdeführer 1 diesen Besuch nicht freiwillig  hat. Es ist somit davon auszugehen, dass es sich bei den Heimatreisen des Beschwerdeführers 1 in den Jahren 2000, 2004 und 2007 um normale Verwandtenbesuche gehandelt hat, die er nicht auf Grund moralischen oder seelischen Drucks vorgenommen hat,  diese Kontaktaufnahmen mit dem Heimatland als freiwillig zu  sind.
Der Beschwerdeführer 2 hat weder in der Stellungnahme noch in der Rechtsmittelschrift einen Grund für seine Heimatreise im Jahre 2005 angegeben. Es ist deshalb davon auszugehen, dass auch er damals lediglich seine Verwandten besucht und er diese Reise nicht auf Grund moralischen oder seelischen Drucks vorgenommen hat, weshalb von der Freiwilligkeit dieser Heimatreise auszugehen ist.
6.4.2 Für die Erfüllung des Kriteriums der beabsichtigten  genügt in der Regel die Inkaufnahme von Schutzgewährung durch den Heimatstaat. Bei der Beurteilung, ob dieses Kriterium  ist, kommt es auch auf die Motivation für die Heimatreise an.  Urlaubs- und Vergnügungsreisen werden eher auf eine  einer Unterschutzstellung schliessen lassen, als Reisen aus Gründen, welche, ohne gleich die Freiwilligkeit auszuschliessen,  ein gewisses Mass an psychischem Druck zur Heimatreise ausüben (vgl. EMARK 1996 Nr. 12 E. 8b S. 103). Wie bereits oben , ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführer im Irak ihre Verwandten besucht haben. Es handelte sich somit um , die die Beschwerdeführer jedoch nicht auf Grund moralischen oder seelischen Drucks vornahmen. Die Beschwerdeführer haben  durch ihre Reise und das damit verbundene Verhalten (regulär  und mit entsprechenden Grenzkontrollen verbundene  im Einverständnis irakischer Behörden) klar zum Ausdruck gebracht, dass sie sich freiwillig unter den Schutz des , dessen Staatsangehörigkeit sie besitzen, gestellt haben.
6.4.3 Als drittes Kriterium muss den Beschwerdeführern durch den Heimatstaat effektiv Schutz gewährt worden sein. Dieses Kriterium ist erfüllt, wenn objektive Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die betref-
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fende Person tatsächlich nicht mehr gefährdet ist. Diese Anhaltspunkte können vorwiegend in entsprechenden Handlungen des Heimatstaates gesehen werden (vgl. EMARK 1996 Nr. 12 E. 8c S. 104). Dadurch, dass die Beschwerdeführer mehrfach (Beschwerdeführer 1)  einmal (Beschwerdeführer 2) problemlos legal in den Irak einreisen, sich dort für mehrere Wochen aufhalten und danach wieder ungehindert legal aus dem Land ausreisen konnten, bestehen  Anhaltspunkte dafür, dass die Beschwerdeführer in ihrem  nicht mehr gefährdet sind. Den Beschwerdeführern wurde somit durch den Irak effektiven Schutz gewährt.
6.5 Somit sind alle in Art. 1 C Ziff. 1 FK respektive Art. 63 Abs. 1 Bst. b AsylG statuierten Voraussetzungen für eine Aberkennung der  und den damit verbundenen Widerruf des Asyls in  auf die Beschwerdeführer erfüllt. Die Berufung der  in der Beschwerde auf EMARK 1996 Nr. 9 greift nur schon  nicht mehr, weil sich die Situation im Heimatland, insbesondere im Nordirak, seit dem Sturz Saddam Husseins grundlegend geändert hat. Die vom BFM gestützt auf Art. 63 Abs. 1 Bst. b AsylG verfügte  der Flüchtlingseigenschaft und der Widerruf des Asyls  daher zu Recht. Dieser Asylwiderruf ist insbesondere - entgegen der Behauptung der Beschwerdeführer - angemessen und  und verstösst auch nicht gegen das Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens gemäss Art. 8 Ziff. 1 EMRK.
7. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene  Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG). Die Beschwerde ist nach dem Gesagten abzuweisen.
8.
8.1 Die Beschwerdeführer beantragen die unentgeltliche Rechtspflege nach Art. 65 Abs. 1 VwVG. Gemäss dieser Bestimmung wird von der Erhebung von Verfahrenskosten abgesehen, wenn der  nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und seine Begehren nicht als aussichtslos erscheinen.
8.2 Aufgrund der obigen Erwägungen erweist sich die Beschwerde als aussichtslos. Zudem ist die Bedürftigkeit der Beschwerdeführer bis zum heutigen Zeitpunkt nicht nachgewiesen. Mangels Erfüllen der  Voraussetzungen von Art. 65 VwVG (bedürftig/nicht aus-
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sichtslos) ist das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen  und Rechtsverbeiständung abzuweisen.
8.3 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten den  aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG) und auf insgesamt Fr. 600.-- festzusetzen (Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem  [VGKE, SR 173.320.2]).
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