Decision ID: 0f1b7d5a-b3a5-5aa0-8133-27cb2d6464dc
Year: 2010
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Der am (...) 1958 geborene, verheiratete, französische  A._ hat seit dem 1. Oktober 1990 in der Schweiz mit Grenzgängerstatus als Teamleiter im Detailhandel gearbeitet (act. 1, 4 und 7) und dabei Beiträge an die schweizerische Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung entrichtet. Am 4. November 2004 hat er sich bei der IV-Stelle Basel-Stadt (nachfolgend: IV-Stelle BS) zum Leistungsbezug angemeldet (act. 1).
B. Mit Verfügung vom 27. Dezember 2005 (act. 30) hat die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend: IVSTA) das Leistungsgesuch von A._ abgewiesen, da keine rentenrelevante Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestehe.
C. Gegen die Verfügung vom 27. Dezember 2005 hat A._, vertreten durch Advokatin Sarah Brutschin, am 30. Januar 2006 (act. 34) Einsprache erhoben. Er beantragte die Aufhebung der  Verfügung und die Anordnung weiterer medizinischer  durch einen Psychiater; alles unter Kosten- und .
C.a Mit Schreiben vom 7. März 2007 gab die IV-Stelle BS bei Dr. med. B._, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, ein Gutachten in Auftrag. A._ wurde in der Folge vom Gutachter zur Begutachtung aufgeboten.
Am 31. Mai 2007 sandte Dr. med. B._ sein Gutachten (act. 46) an die IV-Stelle BS, welche ihm darauf mit Schreiben vom 12. Juni 2007 (act. 48) einige Ergänzungsfragen stellte, die er am 24. Juni 2007 (act. 49) beantwortete. Im Wesentlichen ist dem Gutachten zu entnehmen, dass A._ aus psychiatrischer Sicht aufgrund einer somatoformen Schmerzstörung und einer mittelgradigen depressiven Störung in seiner bisherigen Tätigkeit zu 50% in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt sei.
C.b Mit Schreiben vom 18. März 2008 (act. 53) wurde A._ von der IV-Stelle BS informiert, dass er zu einer Untersuchung bei
Seite 2
C-5808/2008
Dr. med. C._, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, aufgeboten werde. Am 25. April 2008 und am 9. Mai 2008 haben die Begutachtungen stattgefunden.
Am 23. Juni 2008 sandte Dr. med. C._ sein Gutachten (act. 54) an die IV-Stelle BS. Gemäss diesem Gutachten leidet A._ an einer somatoformen Schmerzstörung und an Dysthymie, jedoch nicht an einer tiefergehenden depressiven Verstimmung. Daraus ergebe sich eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 10%.
C.c Mit Schreiben vom 26. Juni 2008 (act. 55) befragte die IVSTA BS den regionalen ärztlichen Dienst (nachfolgend: RAD) zu den beiden vorliegenden Gutachten. Dieser riet der IVSTA, auf das Gutachten von Dr. med C._ abzustellen.
D. Mit Einspracheentscheid vom 7. Juli 2008 (act. 58) hat die IVSTA die Einsprache von A._ gestützt auf die Ergebnisse der  durch Dr. med. C._ abgewiesen. Die IVSTA führte in der Begründung aus, gemäss dem eingeholten Gutachten bestehe bei A._ zwar eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung, aber keine relevante psychiatrische Komorbidität. Die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit betrage in einer den somatischen Leiden angepassten Tätigkeit lediglich 10%, weshalb kein Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung bestehe.
E. Gegen den Einspracheentscheid vom 7. Juli 2008 hat A._ (nachfolgend: Beschwerdeführer), vertreten durch Advokatin Sarah Brutschin, am 11. September 2008 Beschwerde beim  erhoben. Er beantragte die Aufhebung der Verfügung vom 27. Dezember 2005 und des Einspracheentscheids vom 7. Juli 2008 sowie die Rückweisung an die Vorinstanz zum Erlass einer  Verfügung. Eventualiter beantragte er mit Wirkung ab August 2004 die Zusprechung einer ganzen und mit Wirkung ab März 2005 einer halben Invalidenrente; alles unter Kosten- und . Zur Begründung führte er im Wesentlichen aus, er sei seit seiner Einsprache von der IVSTA nie über die durchgeführten  respektive über die daraus resultierenden Gutachten  worden. Erst durch den Einspracheentscheid habe er überhaupt erfahren, welches die Ergebnisse der psychiatrischen Begutachtungen
Seite 3
C-5808/2008
gewesen seien. Er habe zudem vor Erlass des Einspracheentscheids zu diesen neuen Gutachten nie Stellung beziehen können. Im Übrigen hätte die IVSTA seine Einsprache gutheissen müssen, da sie seinem Hauptantrag (Einholen von psychiatrischen Gutachten) gefolgt sei, und im Anschluss daran wäre sie verpflichtet gewesen, gestützt auf die neuen Erkenntnisse eine Verfügung zu erlassen. Mit dem vorliegend gewählten Vorgehen sei sein Anspruch auf Gewährung des rechtlichen Gehörs verletzt und der Rechtsmittelweg abgekürzt worden.
F. Mit Vernehmlassung vom 17. Oktober 2008 beantragte die IVSTA unter Verweis auf die Stellungnahme der IV-Stelle BS vom 14. Oktober 2008 die Abweisung der Beschwerde. In der Stellungnahme führte die IV-Stelle BS aus, der Beschwerdeführer sei über die Begutachtungen informiert worden und habe keine Einwände dagegen erhoben. Es  zwar zu, dass dem Beschwerdeführer die Gutachten nicht vor  des Entscheids zur Stellungnahme unterbreitet worden seien, aber diese könne im – ohnehin erwarteten – Beschwerdeverfahren nachgeholt werden, womit die Verletzung des Anspruchs auf  des rechtlichen Gehörs als geheilt gelten könne.
G. Mit Replik vom 9. Januar 2009 hielt der Beschwerdeführer an seinen Begehren der Beschwerde fest und präzisierte in Bezug auf den , dass ihm nicht nur für das Beschwerdeverfahren, sondern auch für das Einspracheverfahren eine Parteientschädigung  sei, da seine Anträge im Einspracheverfahren durch das  der Gutachten de facto gutgeheissen worden seien.
H. Mit Duplik vom 30. Januar 2009 hielt die IV-Stelle unter Hinweis auf die Stellungnahme der IV-Stelle BS vom 29. Januar 2009 an ihrem  fest. Die IV-Stelle BS führte aus, es treffe zwar zu, dass der Beschwerdeführer nicht darüber informiert worden sei, dass es sich beim Gutachten von Dr. med. C._ um ein  handle, was jedoch aus dem Umstand, dass es sich dabei um  anderen Gutachter handelte als bei der ersten Begutachtung, ohne Weiteres hätte abgeleitet werden können. In Bezug auf das Nichtgewähren des rechtlichen Gehörs führte die IV-Stelle BS aus, es sei dem Gericht überlassen, ob diese Verletzung mit der Möglichkeit, Beschwerde zu erheben, als geheilt angesehen werden könne.
Seite 4
C-5808/2008
I. Der Beschwerdeführer liess sich nicht mehr vernehmen.
J. Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird – soweit für die Entscheidfindung erforderlich – im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Gemäss Art. 31 des Bundesgesetzes über das  vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) in Verbindung mit Art. 33 lit. d VGG und Art. 69 Abs. 1 lit. b des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung vom 19. Juni 1959 (IVG, SR 831.20)  das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden von Personen im Ausland gegen Verfügungen der IV-Stelle für Versicherte im Ausland. Eine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor.
1.2 Aufgrund von Art. 3 lit. dbis des Bundesgesetzes vom 20.  1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) findet das VwVG keine Anwendung in Sozialversicherungssachen, soweit das Bundesgesetz vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) anwendbar ist.  Art. 1 Abs. 1 IVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die  (Art. 1a-26bis IVG und 28 bis 70 IVG) anwendbar,  das IVG nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht.
1.3 Der Beschwerdeführer ist durch die angefochtene Verfügung  und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung, so dass er im Sinne von Art. 59 ATSG  ist.
1.4 Da die Beschwerde im Übrigen frist- und formgerecht (Art. 60 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 22a Abs. 1 lit. b VwVG und Art. 52 Abs. 1 VwVG) eingereicht wurde, ist auf die Beschwerde einzutreten.
Seite 5
C-5808/2008
2.
2.1 Der Beschwerdeführer ist französischer Staatsangehöriger, so dass vorliegend das Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits über die  (FZA; SR 0.142.112.681), insbesondere dessen Anhang II  Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit,  ist (Art. 80a IVG). Nach Art. 3 Abs. 1 der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 des Rates vom 14. Juni 1971 (SR 0.831.109.268.1) zur Anwendung der Systeme der sozialen Sicherheit auf Arbeitnehmer und Selbständige sowie deren Familienangehörige, die innerhalb der Gemeinschaft zu- und abwandern, haben die in den persönlichen  der Verordnung fallenden, in einem Mitgliedstaat wohnenden Personen aufgrund der Rechtsvorschriften eines  grundsätzlich die gleichen Rechte und Pflichten wie die  dieses Staates.
2.2 Soweit das FZA beziehungsweise die auf dieser Grundlage  gemeinschaftsrechtlichen Rechtsakte keine abweichenden Bestimmungen vorsehen, richtet sich die Ausgestaltung des  – unter Vorbehalt der beiden Grundsätze der Gleichwertigkeit  der Effektivität – sowie die Prüfung der  einer schweizerischen Invalidenrente grundsätzlich nach der  Rechtsordnung (BGE 130 V 257 E. 2.4). Entsprechend bestimmt sich vorliegend der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Rente der Invalidenversicherung ausschliesslich nach dem  schweizerischen Recht, insbesondere nach dem IVG sowie der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung (IVV, SR 831.201).
3.
3.1 Die Beschwerdeführenden können im Rahmen des  die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des  oder der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts sowie Unangemessenheit des Entscheids rügen (Art. 49 VwVG).
3.2 Nach der Rechtsprechung stellt das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung einer Streitsache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des streitigen Entscheides eingetretenen
Seite 6
C-5808/2008
Sachverhalt ab (BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hinweis). Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung sein (BGE 121 V 362 E. 1b). Weiter sind in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen Rechtssätze , die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden  Geltung hatten (BGE 130 V 329). Für das vorliegende  ist deshalb das per 1. Januar 2003 in Kraft getretene  über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts . Die im ATSG enthaltenen Formulierungen der , der Erwerbsunfähigkeit, der Invalidität und der  entsprechen den bisherigen von der  dazu entwickelten Begriffen in der Invalidenversicherung.  haben die von der Rechtsprechung dazu herausgebildeten Grundsätze unter der Herrschaft des ATSG weiterhin Geltung (BGE 130 V 343).
In materiell-rechtlicher Hinsicht ist pro rata temporis auf jene  des IVG und der IVV abzustellen, die für die Beurteilung eines Rentenanspruchs jeweils relevant waren und in Kraft standen.
4. Der Beschwerdeführer beantragt im Hauptpunkt die Aufhebung des angefochtenen Entscheids und begründet dies mit der Verletzung  Anspruchs auf das rechtliche Gehör, welche er darin sieht, dass ihm das Gutachten von Dr. med. B._ und das Obergutachten von Dr. med. C._ vor Erlass des Einspracheentscheids nicht vorgelegt worden seien und er folglich auch nie die Gelegenheit  habe, sich dazu zu äussern. Ferner rügt der Beschwerdeführer, dass die IVSTA das Verfahren nicht korrekt durchgeführt habe, da sie anstatt seine Einsprache gutzuheissen und – nach Durchführung der medizinischen Abklärungen – neu zu verfügen, direkt einen  verfasst habe. Damit habe sie ihm die Möglichkeit genommen, sich im kostenlosen Einspracheverfahren mit dem  und den diesem zugrunde liegenden Gutachten auseinander zu setzen.
4.1 Gemäss Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der  Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101) und dem gestützt darauf erlassenen Art. 42 ATSG haben die Parteien Anspruch auf rechtliches Gehör. Das rechtliche Gehör dient einerseits der , andererseits stellt es ein persönlichkeitsbezogenes Mitwir-
Seite 7
C-5808/2008
kungsrecht beim Erlass eines Entscheids dar, welcher in die  einer Person eingreift. Dazu gehört insbesondere deren Recht, sich vor Erlass des in ihre Rechtsstellung eingreifenden  zur Sache zu äussern, erhebliche Beweismittel beizubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, mit erheblichen Beweisanträgen  zu werden und an der Erhebung wesentlicher Beweismittel  mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen (BGE 127 I 56 E. 2b, 127 III 578 E. 2c, 126 V 130 E. 2a; zu Art. Abs. 1 aBV ergangene und weiterhin geltende Rechtsprechung: BGE 126 I 16 E. 2a/aa, 124 V 181 E. 1a, 124 V 375 E. 3b, je mit Hinweisen).
4.1.1 Art. 42 Satz 2 ATSG besagt, dass Parteien nicht angehört  müssen vor Verfügungen, die durch Einsprache anfechtbar sind. Diese Bestimmung bildet eine Ausnahme von einem allgemein  Prinzip, wie dies auch für Art. 30 VwVG im Verhältnis zu Art. 29 VwVG der Fall ist (UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 2. Aufl., Zürich 2009, Art. 42 Rz. 20). Art. 29 VwVG räumt den Parteien Anspruch auf  Gehör ein. Gemäss Art. 30 Abs. 2 lit. b VwVG braucht die  die Parteien nicht anzuhören vor Verfügungen, die durch  anfechtbar sind. Bezüglich Art. 30 Abs. 2 VwVG wird in der  die Auffassung vertreten, die Bestimmung stelle eine ausreichende gesetzliche Grundlage dar, um die Rechte auf Orientierung,  und Mitwirkung im Beweisverfahren vor Erlass der Verfügung zu beschränken. Die Beschränkung des rechtlichen Gehörs sei jedoch erst dann zulässig, wenn sie im öffentlichen Interesse liege,  sei und der Kerngehalt des rechtlichen Gehörs im engeren Sinne gewahrt bleibe (ROGER PETER, Der Sachverständige im  der obligatorischen Unfallversicherung, Zürich 1999, S. 133). Für das Abklärungsverfahren im Bereich der  bildet der dieser Bestimmung nachgebildete Art. 42 Satz 2 ATSG die gesetzliche Grundlage. Aufgrund der Pflicht der Behörden, die  schriftlich zu begründen und mit einer Rechtsmittelbelehrung zu versehen, sowie der Einsprachemöglichkeit erweist sich die  in der Regel als verhältnismässig und der Kerngehalt des rechtlichen Gehörs im engeren Sinne als gewahrt (vgl. ROGER PETER, a.a.O., S. 135).
4.1.2 Nach Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die , nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Die Verwaltung darf die für
Seite 8
C-5808/2008
die Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts notwendigen  nicht in das Einspracheverfahren verschieben. Dieses  sonst weitgehend seinen Sinn und Zweck, letztlich die Gerichte zu entlasten. Dies schliesst ergänzende Sachverhaltsabklärungen im  jedoch nicht aus. Denn in diesem Verfahren kann die Verwaltung die angefochtene Verfügung nochmals überprüfen und über die strittigen Punkte entscheiden, bevor allenfalls die  angerufen wird. Spätestens im Einspracheverfahren hat die Verwaltung in rechtsgenüglicher Form Gelegenheit zu geben, sich zu den getroffenen Beweismassnahmen inhaltlich wie auch zum  zu äussern (vgl. BGE 132 V 368 E. 5 f., mit Hinweisen).
4.2 Vorliegend rügt der Beschwerdeführer, dass ihm im  keine Gelegenheit gegeben wurde, zu den eingeholten  Stellung zu nehmen. Da sich die Parteien bereits im  befanden, kann sich die IVSTA nicht auf die  des Art. 42 Satz 2 ATSG stützen. Es lag somit keine  Grundlage vor, die der IVSTA erlaubte, auf die Gewährung des rechtlichen Gehörs zu verzichten. Der Anspruch des  auf Gewährung des rechtlichen Gehörs wurde somit verletzt. Zu prüfen bleibt somit, welche Folgen an diese Verletzung geknüpft sind.
4.2.1 Der Anspruch auf Gewährung des rechtlichen Gehörs ist  Natur. Die Verletzung dieses Rechts führt ungeachtet der  der Beschwerde in der Sache selbst zur Aufhebung der  Verfügung. Vorbehalten bleiben praxisgemäss Fälle, in denen die Verletzung des rechtlichen Gehörs nicht besonders schwer wiegt und dadurch geheilt wird, dass die Partei, deren rechtliches  verletzt wurde, sich vor einer Instanz äussern kann, welche sowohl Tat- als auch Rechtsfragen uneingeschränkt überprüft (BGE 115 V 305 E. 2h; bestätigt in BGE 127 V 437 E. 3d/aa, 126 V 132 E. 2b mit  Hinweisen). Die Heilung eines allfälligen Mangels soll aber die Ausnahme bleiben (BGE 120 V 83 E. 2a, 118 V 315 E. 3c, 116 V 32 E. 3, 185 f. E. 1b, je mit Hinweisen). Von einer Rückweisung der Sache zur Gewährung des rechtlichen Gehörs an die Verwaltung ist im Sinne einer Heilung des Mangels selbst bei einer schwerwiegenden  des rechtlichen Gehörs aber dann abzusehen, wenn und  die Rückweisung zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit dem Interesse der  Partei an einer beförderlichen Beurteilung der Sache nicht zu
Seite 9
C-5808/2008
vereinbaren wären (BGE 116 V 187 E. 3d; zum Ganzen ausführlich BGE 132 V 387).
4.2.2 Es ist unbestritten, dass die im Einspracheverfahren eingeholten Gutachten der Dres. B._ und C._ wesentliche Grundlagen des Einspracheentscheids bildeten und es sich dabei nicht nur um ergänzende Abklärungen handelte. Dies gilt insbesondere deshalb, weil es sich bei diesen Gutachten um die einzigen Gutachten handelt, die sich mit der psychischen Situation des Beschwerdeführers befassen. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung liegt sogar dann eine Verletzung des rechtlichen Gehörs vor, wenn den Betroffenen zwar die massgebenden Gutachten, aber nicht die Einschätzung des RAD, zugestellt wurde (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 25. Oktober 2007 [8C_102/2007] E. 3.2). Dem Beschwerdeführer wurde von der Vorinstanz die Möglichkeit genommen, sich zu den Einschätzungen seiner psychischen Situation zu äussern; die Verletzung des rechtlichen  ist in casu somit als schwer zu qualifizieren. Es ist demnach nicht automatisch davon auszugehen, die Verletzung werde im  geheilt. Dies gilt selbst dann nicht, wenn die Vorinstanz  ausgeht, der Beschwerdeführer hätte den Entscheid ohnehin an das Gericht weitergezogen. Der Beschwerdeführer bringt mit seinem Hauptantrag (Aufhebung des angefochtenen Entscheids und ) eindeutig zum Ausdruck, dass er kein Interesse an der Heilung dieses schweren Mangels hat und es stattdesen vorzieht – unter  eines länger dauernden Verfahrens – gegenüber der  Behörde ausführlich zu den eingeholten Gutachten Stellung zu nehmen, da ihm andernfalls eine Rechtsmittelinstanz verloren ginge. Eine systematische Annahme der Heilung solcher Verletzungen des Anspruchs auf rechtliches Gehör käme einem Verzicht auf die  der Verfahrensrechte durch die Vorinstanz gleich (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 20. Januar 2010 [C-6034/2009, noch nicht rechtskräftig] E. 4.3.2). Es sind ferner keine Gründe ersichtlich, die eine Heilung des Mangels – entgegen dem Willen des  – aufdrängen würden; somit ist seinem Antrag zu .
Die Beschwerde ist demzufolge gutzuheissen. Der angefochtene  ist aufzuheben und die Sache ist an die Vorinstanz , damit diese dem Beschwerdeführer das rechtliche Gehör  und anschliessend neu verfüge.
Seite 10
C-5808/2008
5.
5.1 Die Beschwerdeinstanz auferlegt in der Entscheidungsformel die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei (Art. 63 Abs. 1 VwVG) Gemäss Art. 63 Abs. 2 VwVG sind der unterliegenden Vorinstanz als Bundesbehörde keine Verfahrenskosten aufzuerlegen.
5.2 Der obsiegende Beschwerdeführer hat Anspruch auf eine  für ihm erwachsene notwendige und verhältnismässig hohe Kosten (Art. 64 VwVG in Verbindung mit Art. 7 Abs. 1 des  vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Die  für Beschwerdeverfahren vor dem  umfasst die Kosten der Vertretung sowie allfällige weitere  Auslagen der Partei (Art. 8 VGKE). Sie ist nach dem  Zeitaufwand des Vertreters oder der Vertreterin zu bemessen. Vorliegend hat die Vertreterin des Beschwerdeführers einen Aufwand für das vorinstanzliche und das vorliegende Verfahren in der Höhe von Fr. 2'897.45 (11 Stunden à Fr. 220.--, 0,5 Stunden à Fr. 150.--,  von Fr. 197.80 sowie 7,6% Mehrwertsteuer in der Höhe von Fr. 204.65) geltend gemacht. Dieser Antrag ist grundsätzlich . Da aber der Beschwerdeführer Wohnsitz im Ausland hat und  Art. 5 lit. b des Mehrwertsteuergesetzes vom 2. September 1999 (MWSTG, SR 641.20 [in der bis zum 31. Dezember 2009 geltenden Fassung, AS 2000 1300]) in Verbindung mit Art. 14 Abs. 3 lit. c MWSTG für Leistungen von Anwälten, die im Ausland erbracht , keine Mehrwertsteuer geschuldet ist, ist diese nicht zu  (Art. 9 Abs. 1 lit. c VGKE e contrario). Die dem Beschwerdeführer zu Lasten der Vorinstanz zugesprochene Parteientschädigung beläuft sich somit auf Fr. 2'692.80.
Seite 11
C-5808/2008