Decision ID: b68506fa-82ec-4b2b-a265-3a69543188aa
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
Die 1961 geborene
X._
war zuletzt von August 2002 bis Oktober 2012 als medizinische Praxisassistentin bei
Dr.
Y._
FMH Gynäkologie und Geburtshilfe, angestellt (
Urk.
6/176/1). Im Juni 1995 meldete sie sich erstmals bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, – unter Hinweise auf eine Diskushernie – zum Bezug von Leistungen an (
Urk.
6/3). Mit Verfügung vom
6.
März 1997 sprach die IV
Stelle der Versicherten
ab Mai 1995
eine
Viertelsrente
zu (
Urk.
6/31). Am 1
6.
Oktober 1998 verfügte die IV-Stelle die
Zusprache
von beruflichen Mass
nahmen vom 1
0.
Mai bis 1
6.
Juli 1999 (
Urk.
6/45 [lerntechnischer Vorbereitungs
kurs im kauf
männischen Bereich). Mit Verfügungen vom 2
1.
Juli 1999 (
Urk.
6/49) sowie 10.
Juni 2000 (
Urk.
6/58) erteilte die IV-Stelle der Versicherten Kostengut
sprache für eine Umschulung
in Form einer Handelsausbildung
. A
m
9
.
April 2001 sprach die IV-Stelle der Versicherten
ergänzend
Stützunterricht zu (
Urk.
6/64).
Die beruflichen Massnahmen endeten im August 2001 (
Urk.
6/69).
1.2
Am 1
2.
September 2001 ersuchte
Dr.
Z._
, FMH Allgemeine Innere Medizin,
namens der Versicherten
um Überprüfung des Rentenanspruchs zufolge einer Verschlechterun
g des Gesundheitszustands (Urk.
6/70). Mit Ver
fü
gung vom 13. Dezember 2002 sprach die IV-Stelle der Versicherten rück
wirkend ab
1.
Ju
l
i 200
1
eine halbe Inva
lidenrente zu (Urk.
6/108,
Urk.
6/106 [Verfügungs
teil 2]). Die IV-Stelle bestätigte den Rentenanspruch am
2.
Juni 2006 (
Urk.
6/131). Nachdem die IV-Stelle im Rahmen eines weiteren Revisionsver
fahrens erwerbli
che und medizinische Abklärungen getätigt hatte, bestätigte sie den Rentenan
spruch der Versicherten mit
Mitteilung
vom 25.
Januar 2011 erneut (
Urk.
6/150).
1.3
Mit Eingabe vom
4.
Februar 2014 machte die Versicherte
erneut
einen ver
schlechter
ten Gesundheitszustand geltend (
Urk.
6/155). Zur Abklärung der erwerblichen und medizinischen Verhältnisse zog die IV-Stelle einen Auszug aus dem individuellen Konto (IK-Auszug [
Urk.
6/158]) bei und holte Berichte bei den behandelnden Ärzten (
Urk.
6/160,
Urk.
6/170,
Urk.
6/177,
Urk.
6/192) ein. Am 2
8.
April 2015 erteilte
ihr
die IV-Stelle Kostengutsprache für ein Belastbar
keits
training vom 4. bis Mai bis 3
1.
Juli 2015 (
Urk.
6/179) sowie für ein Aufbau
training vom 3. August 2015 bis 3
1.
Januar 2016 bei der Stiftung
A._
(
Urk.
6/183). Die Integrationsmassnahmen wurden wegen der gesundheitlichen Situation der Versicherten per
6.
November 2015 abgebrochen (
Urk.
6/187). Die IV-Stelle liess die Versicherte sodann interdisziplinär begutachten
(
B._
Gut
achten vom 25. August 2016 [
Urk.
6/210]). Am 1
7.
Oktober 2016 erging ein Vorbescheid, mit welchem die IV-Stelle der Versicherten die Abweisung des Erhöhungsgesuchs in Aussicht stellte (
Urk.
6/214). Hiergegen erhob die Ver
sicherte Einwand (vorsorglicher Einw
and vom 1
5.
November 2016 [Urk.
6/215], begründeter Einwand vom
3.
Januar 2017 [
Urk.
6/218])
und
reichte mit Eingabe vom 1
5.
März 2017 (
Urk.
6/220) weitere medizinische Berichte zu den Akten (
Urk.
6/219, Urk. 6/221)
. Hierauf ergänzte die IV-Stelle ihre medizini
schen Akten, wozu die Beschwerdeführerin
am 1
1.
Mai 2017 erneut Stellung
nahm
(Urk.
6/224). Mit Verfügung vom 23. Mai 2017 verfügte die IV
Stelle wie vor
beschieden (Urk. 6/226 =
Urk.
2).
2.
Gegen diesen Entscheid erhob die Versicherte mit Eingabe vom 2
2.
Juni 2017 Beschwerde (
Urk.
1) und beantragte die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Rückweisung des Verfahrens an die Beschwerdegegnerin
,
um
die
B._
Gutachter
zu beauftragen
, ein MRI-
Neurocranium
, eine neurologische, eine neuro
psychologische
und
eine aktuelle
pneumologische
Untersuchung, eine differential
diagnostische Abklärung der
Lymphadenopathie
, insbesondere des Resultats der CT-Thorax-Verlaufskontrolle, und eine Abklärung der Leber
patho
logie (chronische Hepatitis C) vorzunehmen, eventuell sei das Ver
fahren an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit diese die von der Beschwerde
führe
rin selber
veranlassten
Abklärung
sergebnisse
den
B._
-Gut
achtern zur medizini
schen Würdigung und gutachterlichen Beurteilung vorlege (
Urk.
1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 3
0.
August 2017 beantragte die Beschwer
de
gegnerin Abweisung der Beschwerde (
Urk.
5, unter Beilage ihrer Akten [
Urk.
6/1-230]), was der Beschwerdeführerin mitgeteilt wurde (
Urk.
7).
3.
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil
des Sozialversicherungsrechts [
ATSG
]
)
.
Sie kann Folge von Geburts
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG).
Erwerbs
un
fähig
keit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesund
heit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verblei
bende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglich
keiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurtei
lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind aus
schliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berück
sichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Rechtsprechungsgemäss ist bei psychischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein psychischer Gesundheitsschaden mit Krankheitswert besteht, welcher die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (vgl.
BGE 139 V 547
E. 5,
131 V 49
E. 1.2,
130 V 352
E. 2.2.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_125/2015 vom 1
8.
November 2015 E. 5.4).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege
artis
auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E.
6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Ein
zelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; vgl.
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, her
abgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisions
rechtlichen Kontext unbeachtlich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in rechtli
cher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hin
weisen).
1.3
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.4
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu
stellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beantwortung der gestell
ten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Unter
suchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychi
schen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegeben
en
falls in Aus
einandersetzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet, ob die Schlussfol
gerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gege
benen
falls deut
lich macht (BGE 134 V
231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutacht
en, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).
1.5
Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen,
besonders
wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
). Gemäss stän
diger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Ver
fahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwierige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der
ent
scheid
re
le
vante
Sachverhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin erwog im angefochtenen Entscheid, die gutachterliche Abklärung habe ergeben, dass die vormals bestehenden gesundheitlichen Ein
schränkungen aus körperlicher Sicht unverändert weiterbestünden. Die Beschwer
de
führerin sei in einer leichten wechselbelastenden Tätigkeit weiterhin zu 50
%
arbeitsfähig. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin sei der medi
zinische Sachverhalt nicht ergänzungsbedürftig. Fast alle von den Gut
achtern geforderten Untersuchungen sei
en bereits durchgeführt worden (Urk.
2).
2.2
Die Beschwerdeführerin brachte dagegen vor, das
B._
-Gutachten sei noch nicht vollständig. Die Gutachter hätten ausdrücklich festgehalten, dass weitere Unter
suchungen für eine korrekte Stellungnahme zur Arbeitsfähigkeit erforder
lich sei
en
. Die RAD-Psychiaterin
Dr.
C._
, FMH Psychiatrie und Psycho
therapie, könne zu den geplanten neurologischen,
pneumologischen
und onko
lo
gischen Untersuchungen respektive den im
Vorbescheidverfahren
einge
reichten Berichten zum körperlichen Gesundheitszustand keine Stellung beziehen. Aus diesen Berichten ergebe sich, dass die medizinischen Abklärungen noch nicht abgeschlossen und Befunde erhoben worden seien, welchen weiter nachzugehen sei. Aus neuropsychologischer Sicht sei die ausgeprägte
Fatigue
-Symptomatik und die depressive Verstimmung abzuklären. Dass die Beschwerde
führerin die von den Gutachtern geforderten Untersuchungen
selber veranlasst habe, genüge nicht, da diese nicht im
gutachterlichen
sondern im therapeutischen Kontext durchgeführt worden seien. Die Gutachter müssten zwingend zu den nachge
reichten Arztberichten Stellung nehmen. Bei der Begutachtung habe sich die Beschwerdeführerin sodann in einer
hypomanen
Phase befunden und habe auf die Gutachter inadäquat gewirkt. Hierzu habe sich die Beschwerdegegnerin respektive die RAD-Ärztin nicht geäussert, was eine Verletzung der Begrün
dungs
pflicht und des rechtlichen Gehörs darstelle. Es ergebe sich auch aus den Berichten von
D._
, FMH Psychiatrie und Psycho
therapie, vom 1
2.
Februar 2016 oder dem Bericht der Stiftung
A._
vom 13.
November 2015, dass die Leistungsfähigkeit seit der letzten Rentenprüfung um 70-80
%
abgenommen habe. Auch hierzu habe sich die Beschwerdegegnerin in Verletzung des rechtlichen Gehörs nicht geäussert (
Urk.
1).
2.3
Indem die Beschwerdegegnerin umfassende Abklärungen vornahm, ist sie auf das Rentenerhöhungsgesuch eingetreten.
Umstritten ist vorliegend, ob sich der Gesund
heitszustand de
r
Beschwerdeführer
in
in einer sich auf die Invalidenrente auswirkenden Weise verschlechtert hat
und somit ein Revisionsgru
nd vorliegt
(vgl. dazu E. 1.2).
3.
3.1
Die revisionsweise Bestätigung der halben Rente mit Mitteilung vom
2
5.
Januar 2011 (
Urk.
6/150) beruht auf einer in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfassenden Prüfung des Sachverhalts (BGE 141 V 9 E. 2.3). Im Rahmen der revisionsweisen Überprüfung des Rentenanspruchs tätigte die Beschwerde
gegne
rin einerseits erwerbliche (IK-Auszug vom 2
7.
September 2010 [
Urk.
6/144], Arbeitgeberfragebogen vom 1
6.
November 2010 [
Urk.
6/148]) und andererseits medizinische Abklärungen (
Urk.
6/145-147).
Die medizinischen Abklärungen erschöpften sich zwar darin, Auskünfte bei den behandelnden Ärzten einzuholen. Diese (teilweise ausführlichen) Berichte flossen jedoch in die revisionsrechtliche Prüfung des Rentenanspruchs ein
(vgl.
Feststellungsblatt vom 2
5.
Januar 2011 [Urk.
6/149]).
Daher sind vorliegend für die Frage über eine allfällige Renten
er
höhung die aktuellen gesundheitlichen Verhältnisse zu vergleichen mit den
jeni
gen, wie sie sich im Zeitpunkt
der die Rente bestätigenden Mitteilung vom 2
5.
Januar 2011 (
Urk.
6/150)
gezeigt haben (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_297/2016 vom 7. April 2017 E. 2.2).
3.2
3.2.1
Im Rahmen der Prüfung des erstmaligen Rentenerhöhungsgesuchs (
Urk.
6/70) hielt
Dr.
E._
, FMH Physikalische Medizin und Rehabilitation
,
mit
Kurzg
utachten vom 1
2.
August 2002 (
Urk.
6/93) fest, bei der Beschwerdeführerin seien folgende Diagnosen zu stellen (
Urk.
6/93/8):
-
zervikovertebrales
Syndrom bei Einengung der
Foramina
C4/5 beidseits und C5/6 linksbetont ebenso wie C6/7
-
lumbospondylogenes
Syndrom beidseits bei radiologisch nachgewiesener grosser medio-lateraler Diskushernie L5/S1 rechts mit Kompression der abgehenden Nervenwurzel S1 rechts. Einengung des Duralsackes auf Höhe L5/S1 rechts
-
Status nach Asthma bronchiale seit 1974
-
Ovarialzystenoperation links mit
Gelegenheitsappendektomie
1977
-
Status nach mehrfachem Schädelbruch bei Motorradunfall 1981
-
Status nach Interruptio 1992
-
Status nach zwei Spontangeburten 1984/1987
Zur Arbeitsfähigkeit führte
Dr.
E._
aus, aus medizinisch objektiver und sub
jektiver Sicht sei es der Beschwerdeführerin absolut zumutbar, zu 50
%
als Arztgehilfin/Sekretärin (Bürotätigkeit) zu arbeiten (
Urk.
6/93/8).
3.2.2
Anlässlich des Revisionsverfahrens, welches mit der die halbe Rente bestätigen
den Mitteilung vom 2
5.
Januar 2011 seinen Abschluss fand
,
berichtete
Dr.
F._
, FMH Physikalische Medizin und Rehab
ilitation, Rheumatologie,
mit Bericht vom 1
2.
Oktober 2010
zu Händen der Beschwerdegegnerin
(
Urk.
6/145)
, es lägen bei der Beschwerdeführerin
folgende Diagnosen mit Auswirk
ung auf die Arbeitsfähigkeit vor
(
Urk.
6/145/1):
-
chronisches
lumbospondylogenes
Syndrom mit
Beckenkammtendinosen
beidseits bei beginnenden
Spondylarthrosen
L4/S1
-
Status nach
lumboradikulärem
Syndrom rechts
-
chronisches
spondylogenes
Syndrom bei Streckhaltung der Halswirbel
säule
-
chronisches
thorakospondylogenes
Syndrom bei
hyperostotischer
Spon
dylosis
deformans
mit partieller Versteifung der mittleren B
rust
wirbel
säule
-
P
e
riarthropathia
Coxae
rechts
-
PHS rechts
-
Thoracic
-Outlet-Syndrom rechts ausgeprägter als links
-
Psoriasis
vulgaris
-
HLAB 27 negativ
-
beginnende DIP- und PIP-Arthrosen
Dr.
F._
führte aus, die Beweglichkeit der
Hals-, B
rust
- und Lendenwirbelsäule (
HWS, BWS und LWS
)
sei in alle
Richtungen um gut ein
en
Drittel eingeschränkt. Paravertebral bestünden
Druckdolenzen
im Bereich der HWS und des Schulter
gürtels sowie
Beckenkammtendinosen
beidseits. Sodann liege eine verminderte Atemexkursion mit teilweise fixiertem Rundrücken vor. Die Beschwerdeführerin habe
periartikuläre
Druckdolenzen
im Bereich des rechten Hüftgelenks und
druckdolente
Sehnenansätze im Bereich der rechten Schulter mit leichter Ein
schränkung der Innen- und Aussenrotation sowie eine leichte Verdickung der DIP
und PIP.
Als medizinische Praxisassistentin sei die Beschwerdeführerin seit
acht
Jahren und bis auf weiteres zu 50
%
arbeitsunfähig. Sie bleibe vermindert belast
bar bezüglich der Wirbelsäule und der Gelenke. Sie
übe
zurzeit eine ideale 50%ige Tätigkeit
aus
(
Urk.
6/145/2).
3.2.
3
Dr.
Z._
hielt mit Bericht vom 2
8.
Oktober 2010 zu Händen der Beschwerde
gegnerin
(
Urk.
6/146)
fest,
die Beschwerdeführerin sei weiterhin massiv behindert durch chronische Schmerzen,
Fatigue
und eine depressive Entwicklung und sie habe starke Schlafstörungen. Seit August 2001 sei sie
in der bisherigen Tätigkeit
auf unbestimmte Zeit
zu 50
% arbeitsunfähig
(
Urk.
6/146/3)
.
3.2.4
Am
2.
November 2010 berichtete
Dr.
G._
, FMH Chirurgie
, zu Händen der Beschwerdegegnerin
(Urk.
6/147),
die Beschwerdeführerin habe chro
nisch rezidivierende Rücken- und Ganzkörperschmerzen im Sinne einer Fibro
myalgie. Bei Überlastungssituation
en
zeige sie chronische
und
schwer depressive Entwicklungen. Hinsichtlich der bisherigen Tätigkeit sei die Beschwerde
führerin seit August 2001 zu 50
%
arbeitsfähig. Sie sei körperlich (Heben von Lasten über 10kg) und geistig vermindert belastbar. Die Beschwerdeführerin bedürfe vermehrt Pausen und Arbeitsstereotypien
seien zu meiden (Urk.
6/147/2).
3.3
3.3
.1
Die angefochtene Verfügung basiert in medizinischer Hinsicht auf dem inter
disziplinären Gutachten des
B._
vom 2
5.
August 2016 (
Urk.
6/210) sowie den Stellungnahmen der für den Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) tätigen Dr.
C._
vom 1
5.
September 2016 (
Urk.
6/212/5-7) sowie
7.
April 2017 (Urk. 6/225/3-5)
unter anderem zu den
einwand
weise
eingereichten ärztlichen Berichten (
Urk.
6/219,
Urk.
6/221,
Urk.
6/225)
.
3.3
.2
Die
B._
-
Gutachter führten im genannten
interdisziplinären
Gutachten als Diagno
sen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit folgende an (
Urk.
6/210/47):
-
Asthma bronchiale
-
erhöhte Leberwerte, Differentialdiagnose chronische Hepatitis C
-
Lymphadenopathie
mediastinal sowie im Bereich des Oberbauches, Diffe
rentialdiagnose: Non-Hodgkin-Lymphom
-
Differentialdiagnose:
-
organische affektive Störung
-
bipolare affektive Störung, gegenwärtig
hypomane
Episode
-
Persönlichkeit mit akzentuierten Zügen
-
Status nach Schädelhirntrauma 1984 mit
Craniotomie
-
chronisches
Lumbovertebralsyndrom
mit
-
Diskushernie L5/S1 rechts, zurzeit ohne
radikuläre
Kompression
-
cervicales
Schmerzsyndrom
-
degenerative Veränderungen mit vor allem Einengung der
Foramina
intervertebralia
C4 bis C7
-
h
yperostotische
Spondylosis
deformans
-
weitgehende
Einsteifung
der B
rust
wirbelsäule
-
Tendinosis
calcarea
Schulter links
-
Status nach proximaler
Humerusfraktur
rechts 2
4.
Juli 2014
Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wurden folgende genannt (
Urk.
6/210/47):
-
Status nach
rezidivierenderer
depressiver Störung
-
Hallux
rigidus
beidseits
-
Persönlichkeit mit akzentuierten Zügen
-
Übergewicht (BMI 26,4)
-
Reflux-Beschwerden bei anamnestisch Status nach Ulcus
ventriculi
-
Psoriasis
vulgaris
-
Status nach
Drogenabusus
1977 bis 1981 (gemäss Akten)
-
Status nach Operation einer Ovarialzyste links mit
Gelegenheits
appendektomie
1978
Die Gutachter hielten zudem fest, von Seiten des Achsenskelettes leide die Beschwerdeführerin zurzeit unter rezidivierenden Lumbalgien. Das ursprüngliche
lumboradikuläre
Reizsyndrom
Sl
rechts bei Diskushernie L5/S1 finde sich heute nicht
mehr. Eingeschränkt sei die Wirbelsäulenbeweglichkeit vor allem durch die
hyperostotische
Spondylosis
deformans
mit deutlicher
Einsteifung
der BWS kli
nisch sowie Ausbildung einer deutlichen BWS-Kyphose. Die daraus resul
tierende deutliche Bewegungseinschränkung im Bereiche BWS/LWS sei hinder
lich, vor allem bei bodennahen Tätigkeiten
,
wie zum Beispiel Einräumen von Krankenge
schichten etc. Durch die
Einsteifung
der BWS könne die Beschwerde
führerin praktisch nicht mehr auf dem Rücken liegen. Im Bereich der Halswirbelsäu
l
e finde sich ein
cervicales
Schmerzsyndrom mit gelegentlichen Nackenschmerzen ohne Ausstrahlung in die Arme, ohne
radikuläres
Reizsyndrom. Radiologisch seien degenerative Veränderungen mit vor allem Einengung der
Foramina
C4 bis C7 nachgewiesen worden. Ebenfalls nur leicht bis mittelgradig eingeschränkt sei die Beschwerdeführerin aufgrund der Schulterleiden beidseits: rechts Status nach proximaler
Humerusfraktur
im Juli 2014 mit hier inzwischen schmerzfreier, sehr guter Beweglichkeit mit Einschränkung der Innenrotation. Mehr zu schaffen mache ihr die
Tendinosis
calcarea
im Bereiche der linken Schulter, welche zu zeitweiligen Schmerzschüben führe, welche gut auf Cortison-
lnfiltrationen
ansprächen. Klinisch finde sich auch hier nur eine
endgradige
Bewegungsein
schränkung (
Urk.
6/210/44). Somit könnte die
Beschwerdeführerin
rein von orthopädischer Seite her in einer leichten, wechselbelastenden Tätigkeit ganztags vollschichtig arbeiten, ohne repetitives Heben von Lasten, ohne Tätigkeiten in Zwangspositionen vor allem bodennah, ohne repetitive Überkopfarbeit und ohne repetitive Bildschirmarbeit. Die Ein
schätzung der Arbeitsfähigkeit
gelte
ab Anfang 2015 nach Rehabilitation nach proximaler
Humerusfraktur
(
Urk.
6/210/44). Aus internistischer Sicht
hätten
die Akten keine Berichte betreffend Asthma bronchiale
enthalten
. Vom
Pneumo
logen
,
Dr
. H._
,
sei den Gutachtern
auf Nachfrage eine Lungen
funktionsprüfung vom 1
8.
Mai
2016 zugestellt
worden
, die weitgehend normale Werte zeig
e
. Ebenfalls nachträglich
seien die Gutachter
über einen Prick-Test vom
6.
März
2016 (Prü
fung von Inhalationsallergenen) informiert
worden
, der ein deutlich positives Resultat bei Roggen und der 6-Gräsermischung erg
eb
en habe
. Insgesamt k
ö
nn
e
von einem aktuell gut kontrollierten
atop
ischen
Asthma bronchiale ausgega
ngen werden.
Im Dossier werde eine Hepatitis C erwähnt wobei auf Diagnoselisten sowohl ein Status nach als auch eine chronische Hepatitis C genannt würden. Laborresultate, die den Sachverhalt erhellen könnten, seien nicht vorhanden. Blutuntersuchungen anlässlich der Begut
achtung hätten am 1
3.
Juli 2016 Hin
weise auf eine Leberpathologie ergeben (erhöht seien insbesondere die alkalische Phosphatase und die
Gammo
-GT gewesen). Diese Befunde liessen sich ohne wei
terführende Abklärungen (beispiels
weise Bestimmung von Anti-HCV beziehungs
weise
HCV-RNA mittels PCR) ätiologisch nicht zuordnen. Aus internistischer Sicht sei aufgrund des Asthma bronchiale die Arbeitsfähigkeit eingeschränkt. Geeignet für die Beschwerdeführerin seien körperlich leichte Tätigkeiten. Ver
mieden werden müsse eine Allergenexposition, auch Staub, Dampf oder Rauch sollte die Beschwerdeführerin nicht ausgesetzt sein. In einem CT des Thorax vom
2.
Juni 2016 habe sich eine auffällige
Lymphadenopathie
mediastinal und insbe
sondere im Bereich des Oberbauches gefunden. Es sei die Möglichkeit eines Non Hodgkin-Lymphoms diskutiert worden. Pulmonale Raumforderungen hätten nicht bestanden, die Lungenstruktur sei ansonsten unauffällig gewesen. Gemäss telefonischer Auskunft des behandelnden
Pneumologe
n
,
Dr.
H._
, habe die Beschwerdeführerin eine Bronchoskopie abgelehnt. Es sei vereinbart worden, in ein bis zwei Monaten die CT-Untersuchung zu wiederholen. Somit könnten zum jetzigen Zeitpunkt bezüglich der Lungenpathologie keine Aussagen gemacht werden (
Urk.
6/210/45).
Aus psych
i
atrischer Sicht
hätten
heute im Gegensatz zu
r
Aktenlage keine kognitiven Störungen
bestanden
, auch in einfa
chen klinischen Tests
habe es
diesbezüglich keiner
l
ei Auffälligke
ite
n
gegeben
. Hingegen
sei die Beschwerdeführerin
im Affekt leicht angetrieben
und mache
stimmungsmässig
den
Eindruck einer
hypomanen
Auslenkung, insbe
sondere unter Berücksichtigung der fast fröhlich vorgetragenen Schilderungen des Todes ihres Sohnes
und
des erlebten Schädelhirn
t
raumas.
Es habe eine d
eutlich affektive Inadäqua
t
heit im Sinne immer wieder auftretender
Parathymien
bestanden
(der
zeit auffälligstes psychopathologisches Merkmal).
Die Beschwerdeführerin sei l
eicht antriebsgesteigert
und
leicht
logorrhoisch
gewesen
. Heute
gebe es eine
deutliche Diskrepanz gegenüber
den
früheren psychiatrischen Beurteilungen im Sinne des Depressiven, der aktuelle p
at
hologische Befund erinner
e
eher an eine
hypomane
Episode
. D
ifferenzialdiagnostisch
sei
an eine organisch affektive Stö
rung, wahrscheinlich im Zusammenhang mit dem statt
gehabten hirnorganische
n
Trauma 1984
zu denken
(
Urk.
6/210/46).
Zur Arbeitsfähigkeit aus gesamtmedizinischer Sicht hielten die Gutachter fest, sie sähen sich ausserstande, rechtsgenügsam zu der derzeitigen Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin Stellung zu nehmen. Es bestünden viele ungelöste Fragen. Die Gutachter verwiesen auf deutliche Diskrepanzen der neurologisch-psychiatri
schen Symptome im Abschlussbericht der Stiftung
A._
im Vergleich zu der Begutachtung, insbesondere hinsichtlich der kognitiven Störungen im Sinne von Vergesslichkeit, Konzentrationsfähigkeit etc. Die Gutachter
konnten
zur mögli
chen
neu diagnostizierten
Lymphadenopathie
, differential
diagnostisch Non-Hodgkin-
Lymphom,
keine Aussagen machen
. Zudem h
a
tten die Gutachter keine Unterlagen betreffend die Leberkrankheit. Sie kamen sodann zum Schluss, für eine korrekte Stellungnahme bedürfe es eines MRI-
Neurocraniums
, einer neuro
logischen, einer neuropsychologischen und einer aktuellen
pneumolo
gischen
Untersuchung, differentialdiagnostisch einer Abklärung der
Lymphadeno
pathie
, insbesondere des Resultats der CT-Thorax-Verlaufskontrolle, sowie einer Abklä
rung der Leberpathologie (chronische Hepatitis C). Aus psychiatrischer Sicht gingen die Gutachter von einer
hypomanen
Auslenkung aus (
Urk.
6/210/46).
3.3
.3
Die für den Regionalen Ärztlichen Dienst tätige
Dr.
C._
nahm am 1
5.
September 201
6
zum Gutachten Stellung und führte aus, das psychiatrische Teilgutachten enthalte keine objektiven Befunde für die Diagnosen einer organisch affektiven Störung oder einer bipolaren Störung, gegenwärtig
hypomane
Episode. Unklar sei, in welcher Hinsicht ein MRI-
Neurocranium
, eine neurologische und eine neu
ropsychologische Untersuchung dienlich sein könnten. Es sei 1984 zum Schädel-Hirn-Trauma gekommen und die Beschwerdeführerin habe bis 2013 keine psychischen und kognitiven Auffälligkeiten gezeigt. Im Gutachten sei zudem fest
gehalten worden, dass keine kognitive Störung aufgefallen sei, wes
halb aus ver
sicherungsmedizinischer Sicht kein IV-relevanter Gesundheits
schaden vorliege (
Urk.
6/212/6).
3.3.
4
I
n dem im Rahmen des
Vorbescheidverfahrens
eingereichten
Bericht
von
D._
vom 2
2.
Januar 2017 zu Händen der Beschwerdegegnerin
führte diese aus, die Beschwerdeführerin vermöge lediglich drei mal zwei Stunden wöchentlich an einer Wiedereingliederung teilzunehmen (Urk. 6/219/4).
3.3.5
Ferner
wurde der
Bericht zur neuropsychologischen Untersuchung am Uni
versi
täts
spital
I._
, Klinik für Neurologie, vom
5.
Januar 2017
zu Händen von Dr.
Z._
(
Urk.
6/221/1-4)
zu den Akten gereicht
,
welchem zu entnehmen ist,
die Arbeits
fähigkeit der Beschwerdeführerin sei aus rein neuropsychologischer Sicht primär aufgrund der ausgeprägten
Fatiguesymptomatik
sowie der depressiven Ver
stimmung herabgesetzt. Es sei zu erwarten, dass die Beschwerde
führerin
daher in der möglichen täglichen Arbeitszeit beschränkt sei. Die effektiv mögliche Arbeitszeit könne aus neuropsychologischer Sicht alleine aufgrund der ein
maligen formalen Untersuchung im strukturierten Rahmen nicht beurteilt werden (
Urk.
6/221/4).
3.3.6
Am
7.
April 2017 nahm
RAD-Arzt
Dr.
C._
Stellung zu den im
Vorbescheid
ver
fahren
eingereichten Berichten (
Urk.
6/225/3-5). Ein MRI-
Neurocranium
sei im Januar 2013 durchgeführt worden, wobei sich die seit dem Unfall 198
1
bekannten Veränderungen
gezeigt hätten. Fokal-neurologisch seien keine Befunde zu erhe
ben gewesen, was neue hirnpathologische Veränderungen aus
schliesse. Damit sei der neurologischen Untersuchung Genüge getan. In neuro
psychologischer Hin
sicht habe sich ein praktisch unauffälliges Bild gezeigt
, bis auf eine isolierte, unspezifisch verminderte Lernleistung für nonverbales Material. Aufgrund der ausgeprägten
Fatiguesymptomatik
und der depressiven Ver
stimmung hätten die Neuropsychologen eine verminderte Arbeitsfähigkeit interpretiert, allerdings hätten sie sich dabei auf die Aussagen der Beschwerde
führerin gestützt. Rein neuropsychologisch gebe es praktisch keine Auffällig
keiten, vor allem nicht diejenigen, die die Beschwerdeführerin beklage. Grund
sätzlich spreche eine unauffällige Neuropsychologie gegen ein ausgeprägtes
Fatigue
-Syndrom, das Gleiche gelte für eine relevante depressive Symptomatik
(
Urk.
6/225/4).
Aus den Berichten der Radiologie
J._
vom
6.
Januar 2017, der klinischen Patho
logie vom 1
8.
und 2
0.
Januar 2017 und dem
Onkologie
zentrum
J._
vom 2
8.
Februar 2017 ergebe sich, dass die durch die Gutachter geforderten weiteren Untersuchungen abgedeckt seien. Bezüglich der differentialdiagnostischen Abschätzung der
Lymphadenopathie
handle es sich am ehesten um eine reaktive
Lymphadenopathie
und es bestünden keine weiteren Abklärungsmöglichkeiten. Bezüglich der Abklärung der Leberpathologie seien aufgrund des negativen Viral
load
keine weiteren Massnahmen notwendig. Es sei nach wie vor nicht ersichtlich, wozu eine Thorax-Verlaufskontrolle notwendig sein solle. Auf jeden Fall seien im CT-Thorax vom
5.
Oktober 2016 ausser leicht vergrösserten Lymphknoten keine Auffälligkeiten gefunden worden. Der Lungenfunktionstest sei unauffällig gewesen, es handle sich um ein allergisches Asthma bronchiale auf Roggen- und
Gräserpollen
. Ohne Exposition komme es zu keinen Einschränkungen
(
Urk.
6/225/5)
.
4.
4.1
Zunächst ist auf
den orthopädischen Teil des interdisziplinären Gutachtens
ein
zugehen. Diesbezüglich vermag d
as
B._
-Gutachten
(Urk. 6/210)
die an eine beweiskräftige ärztliche Expertise gestellten Anforderungen
zu erfüllen
.
Es
beruht auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen, wurde in Kenntnis der und in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
erstattet, berücksichtigt die geklagten Beschwerden und setzt sich mit diesen sowie dem Verhalten der Beschwerde
führerin auseinander. De
r
Gutachter ha
t die
medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtend dargelegt und
seine
Schlussfolgerungen
nachvoll
ziehbar begründet.
A
uf die Beurteilung
de
s
orthopädischen
Gutachter
s
und de
ss
en
Einschätzung der
Arbeitsfähigkeit
kann
abgestellt werden
(Urk.
6/210/44-45)
. Eine weitergehende Einschränkung als diejenige, welche zur
Zusprache
einer hal
ben Invalidenrente ab
1.
Juni 2002, respektive zu deren Bestätigung (Januar 2011) geführt hat, ist nicht
nachgewiesen
und wird auch nicht geltend gemacht
.
4.
2
Während in orthopädischer Hinsicht eine Einschätzung der Arbeitsfähigkeit abgegeben wurde, enthielten sich die Gutachter
in den übrigen Disziplinen
einer Beurteilung der Arbeitsfähigkeit. Dennoch
tätigte auch der internistische Experte allseitige Untersuchungen, hatte Kenntnis der
Vorakten
und setzte sich mit diesen auseinander, berücksichtigte die Beschwerden und
das
Verhalten der Beschwer
deführerin und zeigte die medizinischen Zusammenhänge nachvollziehbar auf.
Der Gutachter
l
egte überzeugend dar, dass die Lungenfunktionen normale Werte zeigte
n
und di
e Lungenstruktur unauffällig war
. Sodann ist das Asthma bron
chiale
laut seinen Feststellungen
gut kontrolliert. Zwar führte de
r
internistische
Gut
achter einerseits hinsichtlich der
Lymphadenopathie
und andererseits mit Blick auf den Zustand der Leber aus,
er
könne diesbezüglich keine Stellung beziehen. Doch ist dem
vorbescheidweise
eingereichten Bericht
en, so namentlich demjeni
gen
des
Onkozentrums
J._
vom 2
8.
Februar 2017
(
Urk.
6/221/10
11)
zu entnehmen, dass zwar vergrösserte Lymphknoten bestehen, pathologische Befunde
konnten jedoch keine
erhoben werden
. Von weiteren Untersuchungen wurde
von Seiten der behandelnden Ärzte
denn auch
abgesehen. Zur Hepatitis C
respektive
einer allfälligen Leberkrankheit
ist dem
besagten
Bericht zu ent
nehmen, dass bei negativen Viral
load
keine
Massnahmen indiziert sind (Urk.
6/221/11)
.
Somit ergibt sich, dass aus
internistischer
Sicht
mit dem im Sozialversicherungsrecht massgebenden Beweismass der überwiegenden Wahr
scheinlichkeit
keine massgebliche Veränderung des Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin
eingetreten ist
.
Weitere Abklärungen erweisen sich als nicht erforderlich. In antizipierter Beweiswürdigung ist davon auszugehen, dass
entge
gen der Ansicht der Beschwerdeführerin
die Vorlage der
vorbescheidweise
einge
reichten Berichte
an
den internistischen Experten
keine weiteren Erkenntnis
se
mit sich
brächte
.
4.
3
Etwas
anderes
ergibt sich
jedoch hinsichtlich des
psychischen Gesundheit
s
zu
stands der Beschwerdeführerin
.
Das psychiatrische Teilgutachten
stellt kein
e hinreichende Grundlage zur Beur
teilung der (medizinisch-theoretischen) Arbeitsfähigkeit der Beschwerde
führerin dar:
Einerseits
er
mangelt d
em
psychiatrische
n
Teil des Gutachtens
eine
nachvoll
ziehbare Diagnosestellung
. Andererseits
f
ehl
t
eine
einleuchtende
Beurteilung des
Gesundheitsscha
dens und vor allem
eine Einschätzung der
Arbeitsfähigkeit. Sodann geht aus dem Gutachten hervor, dass sich die Beschwerdeführerin anlässlich der Begutachtung in einer
hypomanen
Phase befunden
haben soll, wel
che sich lediglich in einer Differentialdiagnose niederschlug
.
Auf die Berichte der
behandelnden Psychiater
in
kann sodann nicht abgestellt werden, da diese
mangels nachvollziehbarer Diagnosestellung, Befunderhebung und Begründung
keine Grundlage für die
invalidenversicherungsmässige
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bilden.
Nach dem Gesagten ist somit
nicht
auszuschliessen
, dass
seit dem Vergleichszeitpunkt
eine zusätzliche
psychiatrische
Einschränkung zu den b
estehenden
somatischen Beeinträchtigungen eingetreten ist, welche
die
Ar
beits
fähigkeit
zusätzlich renten
begründend einschränkt
.
4.4
Sodann
wurde nicht begründet
, weshalb der Gesundheitszustand der Beschwer
deführerin durch die Gutachter nicht auch neurologisch bzw. neuropsychologisch beurteilt worden ist. Die Ärzte des
I._
, welche die Beschwerdeführerin einmalig neuropsychologisch untersuchten, kamen
demgegenüber
zum Schluss, dass es weiterer Abklärungen bedürfe, um zur Arbeitsfähigkeit Stellung nehmen zu können. Eine einmalige Untersuchung genüge nicht. Zwar nahm RAD-Ärztin
C._
Stellung zur neuropsychologischen Untersuchung. Wenn sie aber lediglich auf ein im
Jahr
2013 durchgeführtes MRI
Neurocranium
verweist und festhält, fokal-neurologisch seien keine Befunde zu erheben gewesen, was neue hirnpa
thologische Veränderungen
ausschliesse
, überzeugt dies nicht. Ob die Beschwer
deführerin somit in neuropsychologischer bzw. neurologischer Hinsicht in inva
lidenversicherungsrechtlich relevantem Masse in der Arbeitsfähigkeit einge
schränkt ist, kann nicht beurteilt werden.
4.5
Zusammengefasst erweist sich das interdisziplinäre Gutachten in psych
iatrischer sowie neurologischer bzw. neuropsychologischer Hinsicht als unvollständig. Auch die Berichte der behandelnden Ärzte vermögen die vorhandene
n
Lücke
n
nicht zu schliessen.
Die Sache ist daher in Aufhebung der angefochtenen Ver
fü
gung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie den psychiatri
schen und neurologischen bzw. neuropsychologischen Gesundheits
zustand in geeigne
ter Form abkläre und danach erneut über das Rentener
höhungsgesuch der Beschwerdeführerin entscheidet.
5.
In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen.
6.
6.1
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV
Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und
auf
Fr.
800.-- anzusetzen. A
usgangsgemäss
sind sie
der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
6.2
Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal
tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb die vertretene Beschwerdeführerin Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat. Nach § 34 Abs. 3 des Gesetzes über das Sozial
versicherungsgericht (
GSVGer
) bemisst sich die Höhe der gerichtlich festzu
setzenden Entschädigung nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens, jedoch ohne Rücksicht auf den Streit
wert. Gemäss § 8 in Verbindung mit § 7 Abs. 1 der Verordnung über die Gebühren, Kosten und Entschädigungen vor dem Sozialversicherungsgericht (
GebV
SVGer
) wird namentlich für unnötigen Auf
wand kein Ersatz gewährt.
6.3
Der von Rechtsanwalt
Pierre Heusser, Zürich,
mit Honorarnote vom
26.
Sep
tem
ber 2018
(Urk.
8
) geltend gemachte Aufwand von total
3 Stunden 55 Minuten (Aufwendungen ab
1.
Januar 2018) sowie 6 Stunden 20 Minuten zuzüglich Fr.
48.30 für Spesen (Aufwendungen bis 3
1.
Dezember 2017)
beziehungsweise die geltend gemachte Entschädigung von total
Fr.
2‘484.90 (
Fr.
862.-- + Fr.
1
’
441.30
zzgl.
MWSt
von 8
%
respektive 7,7
%
) ist der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses nicht angemessen. Namentlich erscheint ein Auf
wand von
fast 2,5
Stunden für
Instruktion
ab Januar 2018
sowie 1,5 Stunden für die Besprechung des Urteils
nicht ausgewiesen bzw.
als
überhöht
.
Angesichts der
in ähnlichen Fällen zugesprochenen Beträgen ist die Prozess
ent
schädigung bei Anwendung des gerichtsüblichen Stundenansatzes von Fr. 220.
-
(zuzüglich Mehrwertsteuer
von 8
%
bis 3
1.
Dezember 2017 respektive 7,7
%
ab
1.
Januar 2018
) auf Fr.
2
‘200.
--
(inklusive Barauslagen und Mehrwert
steuer) fest
zusetzen.