Decision ID: d526f46f-171f-5ffb-8d20-a0fc66525890
Year: 2011
Language: de
Court: SG_VG
Chamber: SG_VG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ N. D., geboren am 19. Oktober 1987, ist Staatsangehörige des Kosovo und dort
aufgewachsen. Am 29. April 2008 heiratete sie im Kosovo J. D., der Staatsangehöriger
von Serbien ist und über eine Niederlassungsbewilligung in der Schweiz verfügt. Am
21. August 2008 reiste N. D. im Rahmen des Familiennachzugs in die Schweiz ein. Am
8. September 2008 erhielt sie eine Aufent-haltsbewilligung, welche letztmals bis zum
20. August 2010 verlängert wurde.
Am 26. Mai 2010 teilte J. D. dem Einwohneramt in S. mit, er und seine Ehefrau hätten
sich per sofort getrennt; die Ehefrau wohne momentan bei einem Bekannten in D. Mit
Schreiben vom
19. August 2010 teilte die Beratungsstelle Gewaltbetroffene Frauen dem Ausländeramt
mit, N. D. habe sich Anfang Juni 2010 bei ihnen angemeldet. Ihr Ehemann habe sie
quasi auf die Strasse gestellt. Er habe sie seit ihrer Einreise in die Schweiz in einem
Zimmer in der Wohnung eingesperrt. Sie habe das Zimmer während seiner
Abwesenheit jeweils nicht verlassen dürfen, auch nicht zum Essen oder Trinken. Die
Schwiegermutter habe jeweils kontrolliert, ob sie sich an diese Regeln halte. Die
Beratungsstelle ersuchte das Ausländeramt um Verlängerung der
Aufenthaltsbewilligung für N. D.
Mit Eheschutzverfügung vom 1. September 2010 nahm das Kreisgericht S. vom
Getrenntleben von N. und J. D. Vormerk; der Ehemann wurde angehalten, für die
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Monate August, September und Oktober 2010 der Ehefrau jeweils Fr. 1'000.-- zu
überweisen.
Am 3. September 2010 erstattete das Einwohneramt F. dem Ausländeramt Meldung,
dass N. D. am 23. August 2010 zugezogen sei. Gleichentags ging ein Gesuch um
Verlängerung der Aufenthalts-bewilligung beim Ausländeramt ein.
Bereits am 5. August 2010 hatte die damalige Rechtsvertreterin von N. D. beim
Untersuchungsamt in S. Strafklage gegen J. D. wegen Verdachts der Nötigung und
Freiheitsberaubung erhoben. Das Ausländeramt teilte daraufhin am 20. Oktober 2010
mit, das Bewilligungsverfahren werde sistiert, bis das Strafverfahren abgeschlossen
sei. Mit Verfügung vom 3. November 2010 trat das Unter-suchungsamt S. auf die
Strafklage von N. D. nicht ein.
B./ Mit Verfügung vom 16. Februar 2011 wies das Ausländeramt das Gesuch um
Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung von N. D. ab. Einen dagegen erhobenen
Rekurs wies das Sicherheits- und Justizdepartement mit Entscheid vom 26. Mai 2011
ab.
C./ Gegen den Rekursentscheid liess N. D. mit Eingabe vom 14. Juni 2011 Beschwerde
beim Verwaltungsgericht erheben mit folgenden Anträgen:
"1. Die Ziff. 1 des Dispositivs des Entscheids des
Beschwerdegegners vom 26. Mai 2011 sei aufzuheben;
2. der Beschwerdeführerin sei die Aufenthaltsbewilligung zu verlängern
3. der Beschwerdeführerin sei die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren,
insbesondere sei auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten, und es sei
ihr in der Person des Unterzeichneten ein unentgeltlicher Rechtsbeistand zuzuordnen.
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. MWSt zu Lasten des
Beschwerdegegners."
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Mit Schreiben vom 15. Juni 2011 teilte der Präsident des Verwaltungsgerichts dem
Rechtsvertreter von N. D. mit, dem Gesuch um unentgeltliche Prozessführung und
Rechtsverbeiständung werde stattgegeben.
Das Sicherheits- und Justizdepartement des Kantons St. Gallen beantragte in seiner
Vernehm-lassung vom 20. Juni 2011 Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung
verwies es auf den angefochtenen Entscheid.
Auf die Begründung des Beschwerdeführers sowie auf die Ausführungen im
angefochtenen Entscheid wird, soweit erforderlich, in den folgenden Erwägungen
eingegangen.

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. (...).
2. In formeller Hinsicht lässt die Beschwerdeführerin vorbringen, die Vorinstanz habe
das rechtliche Gehör verletzt, indem auf ihre Argumente und die im Rekurs
eingereichten Dokumente nicht eingegangen worden sei.
2.1 Der Anspruch auf rechtliches Gehör stellt ein Grundrecht dar, das in Art. 29 Abs. 2
der Bundesverfassung vom 18. Dezember 1998 (SR 101) verankert ist. Es gewährt eine
Reihe von Verfahrensrechten. Dazu gehört unter anderem das Recht auf Orientierung
und als Einzelaspekt davon wiederum das Recht auf Entscheidbegründung (Cavelti/
Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen - dargestellt an den Verfahren
vor dem Verwaltungsgericht, 2. Auflage,
Nr. 77 ff.). An die Begründung dürfen indes keine allzu hohen Anforderungen gestellt
werden. Aus der Begründung muss ersichtlich sein, gestützt auf welche tatsächlichen
Feststellungen und welche rechtlichen Erwägungen die Behörde ihren Entscheid gefällt
hat, damit eine sachgerechte Anfech-tung möglich ist. Nicht erforderlich ist, dass die
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Begründung eine Auseinandersetzung mit allen Parteierörterungen enthält (BGE 121 I
54 ff. [57], E. 2c).
2.2 Die Vorinstanz kommt im Rekursentscheid zum Schluss, die festgestellten
Einschränkungen in der Bewegungsfreiheit der Beschwerdeführerin hätten die
geforderte Intensität nicht erreicht, um als Ausdruck von ehelicher Gewalt zu gelten.
Dabei nahm sie Bezug auf die verwaltungsgerichtliche und bundesgerichtliche
Rechtsprechung. Auch legt die Vorinstanz dar, weshalb ihrer Meinung nach die soziale
Wiedereingliederung im Kosovo nicht gefährdet sei. Entsprechend verneinte sie einen
Rechtsanspruch auf eine Aufenthaltsbewilligung, und bei der
Verhältnismässigkeitsprüfung legte sie die Gründe dar, die für ein überwiegendes
öffentliches Interesse an der Nichtverlängerung der Auf-enthaltsbewilligung sprechen.
Auch wenn sich der angefochtene Entscheid nicht mit jedem Vorbrin-gen des
Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin auseinandersetzt, so befasst er sich doch mit
sämtlichen entscheidwesentlichen Gesichtspunkten. Dies ermöglichte der
Beschwerdeführerin eine sachgerechte Anfechtung, womit dem Anspruch auf
rechtliches Gehör Genüge getan ist.
3. Gemäss Art. 43 Abs. 1 AuG haben ausländische Ehegatten von Personen mit
Niederlassungs-bewilligung Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der
Aufenthaltsbewilligung, wenn sie mit diesem zusammenwohnen. Art. 49 AuG bestimmt,
dass das Erfordernis des Zusammenwohnens nach den Art. 42-44 nicht besteht, wenn
für getrennte Wohnorte wichtige Gründe geltend gemacht werden und die
Familiengemeinschaft weiter besteht. Gemäss Art. 50 Abs. 1 AuG besteht nach
Auflösung der Familiengemeinschaft der Anspruch des Ehegatten auf Erteilung und
Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung nach den Art. 42 und 43 weiter, wenn die
Ehegemeinschaft mindestens drei Jahre bestanden hat und eine erfolgreiche
Integration besteht
(lit. a) oder wichtige Gründe einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich
machen (lit. b). Nach Abs. 2 der gleichen Bestimmung können wichtige Gründe nach
Abs. 1 Buchstabe b namentlich vorliegen, wenn die Ehegattin oder der Ehegatte Opfer
ehelicher Gewalt wurde und die soziale Eingliederung im Herkunftsland stark gefährdet
erscheint.
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Vorliegend lebt die Beschwerdeführerin von ihrem Ehemann getrennt. Die
Ehegemeinschaft wird unbestrittenermassen nicht mehr gelebt. Sie hat zudem keine
drei Jahre bestanden, weshalb nur noch ein Anspruch auf eine Aufenthaltsbewilligung
gestützt auf Art.50 Abs. 1 lit. b in Verbindung mit Art. 50 Abs. 2 AuG in Betracht
kommen kann.
3.1 Das Bundesgericht äusserte sich in einem Urteil aus dem Jahr 2010 eingehend zur
Tragweite von Art. 50 AuG. Das höchste Gericht führte dabei aus, die Bestimmung
"bezweckt die Vermeidung von schwer wiegenden Härtefallen bei der Auflösung der
ehelichen Gemeinschaft (...). Ein weiterer Aufenthalt in der Schweiz kann sich etwa
dann als gerechtfertigt erweisen, wenn der in der Schweiz lebende Ehepartner
verstorben ist oder wenn aufgrund der gescheiterten Ehe die familiäre und soziale
Wiedereingliederung im Herkunftsland stark erschwert ist. Dies gilt auch, wenn
gemeinsame Kinder vorhanden sind, zu denen eine enge Beziehung besteht und die in
der Schweiz gut integriert sind. Zu berücksichtigen sind jedoch stets auch die
Umstände, die zur Auflösung der Gemeinschaft geführt haben. Steht fest, dass die im
Familiennachzug zugelassene Person durch das Zusammen-leben in ihrer
Persönlichkeit ernsthaft gefährdet ist und ihr eine Fortführung der ehelichen Beziehung
nicht länger zugemutet werden kann, ist dies beim Entscheid besonders in Rechnung
zu stellen. Demgegenüber ist eine Rückkehr zumutbar, wenn der Aufenthalt in der
Schweiz nur kürzere Zeit gedauert hat, keine engen Beziehungen zur Schweiz geknüpft
wurden und die erneute Integration im Herkunftsland keine besonderen Probleme stellt
(...). Dabei ist zu beachten, dass die Aufzählung in Art. 50 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 AuG
nicht abschliessend ist, so dass den Behörden ein gewisser Beurteilungsspielraum
verbleibt. Die eheliche Gewalt einerseits und die starke Gefährdung der sozialen
Wiedereingliederung im Herkunftsland andererseits können in ihrem Ausmass und den
Gesamtumständen entsprechend bei der Beurteilung je für sich allein bereits einen
wichtigen Grund darstellen; die eheliche Gewalt muss dabei aber eine bestimmte
Intensität erreicht haben. Unter Umständen können somit (...) sowohl die eheliche
Gewalt wie auch die Gefährdung der sozialen Wiedereingliederung im Herkunftsland
grundsätzlich einen wichtigen persönlichen Grund im Sinn von Art. 50 Abs. 2 AuG
darstellen; diesen Bedingungen müssen nicht kumulativ erfüllt sein. Sind jedoch beide
Bedingungen erfüllt, drängt sich die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung für die
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Ehegattin auf" (BGE 2C_540/2009 vom 26. Februar 2010, E. 2.1, mit Hinweis auf BGE
2C_460/2009 vom 4. November 2009).
3.2 Die Beschwerdeführerin lässt ausführen, sie sei Opfer von häuslicher Gewalt
geworden. In diesem Zusammenhang gab sie in der von der Kantonspolizei St. Gallen
am 21. Oktober 2010 durchgeführten Befragung an, sie habe anfänglich einen
Deutschkurs besuchen und eine Arbeits-stelle besuchen wollen. Dies sei ihr jedoch
untersagt worden. In der Folge habe sie den Haushalt führen müssen. Sie habe mit
ihrem Ehemann nicht spazieren gehen und die Wohnung nur in Begleitung der
Schwiegermutter verlassen dürfen. Die letzten zwei Wochen vor der Trennung von
ihrem Ehemann habe sie die ganze Zeit im Zimmer bleiben müssen und dieses nicht
verlassen dürfen. Sie habe sodann nur mit Erlaubnis ihres Ehemanns telefonieren
dürfen.
3.2.1 Das Verwaltungsgericht hatte sich erst vor kurzem mit einem ähnlich gelagerten
Fall auseinanderzusetzen. Dabei ging es ebenfalls um eine kosovarische
Staatsangehörige, welche mit ähnlichen Einschränkungen in der Bewegungs- und
allgemein der persönlichen Freiheit durch ihren Ehemann konfrontiert war. Auch sie
durfte keinen Deutschkurs besuchen, das Haus kaum verlassen und kein Handy
besitzen. Das Verwaltungsgericht erwog, entsprechende Einschränkungen in der
persönlichen Freiheit seien kein Ausdruck von ehelicher Gewalt oder unzumutbarem
Druck im Sinn von Art. 50 Abs. 2 AuG (vgl. VerwGE B 2010/199 vom 26. Januar 2011,
E. 2.2, einsehbar unter: www.gerichte.sg.ch). Diese bereits unter der Herrschaft des
ANAG ergangene Praxis (vgl. VerwGE B 2010/4, E. 4.3.4) gilt somit unter dem neuen
AuG im Wesentlichen fort.
3.2.2 Das Verwaltungsgericht sieht sich nicht veranlasst, von der im obigen Entscheid
geäusserten Auffassung abzuweichen. Auch ist nicht ersichtlich, dass die hier geltend
gemachten Einschränkungen und geschilderten Repressalien (wesentlich) schwerer
wiegen würden als im vorerwähnten Fall. Daran ändert nichts, dass die
Beschwerdeführerin eine Strafanzeige gegen ihren Ehemann eingereicht hat. Selbst
wenn die festgestellten Einschränkungen in der Bewegungsfreiheit häusliche Gewalt
darstellten, wäre die geforderte Intensität auf jeden Fall nicht erreicht. Von daher muss
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auch nicht weiter darauf eingegangen werden, ob das Untersuchungsamt St. Gallen zu
Recht auf die Strafklage nicht eingetreten ist.
3.3 Nicht ersichtlich ist zudem die behauptete starke Gefährdung der sozialen
Wiedereingliederung im Kosovo. Die Beschwerdeführerin hat bis zu ihrem 21.
Lebensjahr im Kosovo gelebt. Die Sprache und die dortigen Lebensumstände sind ihr
also bestens vertraut. In der Schweiz hält sie sich nun gerade einmal drei Jahre auf,
sodass ihre Beziehung zur Schweiz nicht als sehr eng eingestuft werden kann. Ihr
Deutsch dürfte entgegen der Behauptung in der Beschwerde nicht sehr gut sein,
immerhin gab sie anlässlich der polizeilichen Befragung vom 21. Oktober 2010 an, sie
spreche Albanisch und benötige einen Dolmetscher (Dokument Nr. 51 Migrationsamt).
Die Eltern und die drei Geschwister der Beschwerdeführerin leben im Kosovo. Die
behauptete Ablehnung oder sogar Ächtung durch die Familie ist nicht dargetan. Aus
den Akten ergibt sich einzig, dass der Vater der Beschwerdeführerin nicht für sie
aufkommen kann (act. 67 Migrationsamt). Anhaltspunkte für eine Zwangsheirat lassen
sich den Akten zudem nicht entnehmen. Schliesslich lässt auch der Umstand, dass der
Aufbau einer wirtschaftlichen Existenz im Kosovo mit Schwierigkeiten verbunden sein
dürfte, die Rückkehr dorthin nicht als unzumutbar erscheinen. Die Beschwerdeführerin
hat sich dies überwiegend selbst zuzuschreiben, musste ihr doch bewusst sein, dass
die Ehe mit einem muslimischen Mann, mit dem sie vor der Heirat gerade einmal fünf
Tage zusammen war und ansonsten nur telefonischen Kontakt hatte (vgl.
Befragungsprotokoll vom 21. Oktober 2010, S. 2, Dokument Nr. 50 Migrationsamt) mit
Problemen verbunden sein und allenfalls scheitern könnte.
3.4 Unter diesen Umständen ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz einen
wichtigen Grund im Sinn von Art. 50 Abs. 2 AuG und damit einen Rechtsanspruch auf
eine Aufenthaltsbewilligung verneint hat. Entsprechend bleibt über die Erteilung bzw.
Verlängerung einer Aufenthaltsbewilligung nach pflichtgemässem Ermessen zu
befinden. Dabei sind nach Art. 96 AuG die öffentlichen Interessen und die persönlichen
Verhältnisse sowie der Grad der Integration zu berücksichtigen.
Das Verwaltungsgericht hielt bereits wiederholt fest, dass bei Ausländern, die nach
kurzem Aufenthalt in der Schweiz über die familiären Voraussetzungen für eine
Aufenthaltsbewilligung nicht mehr verfügen, ein gewichtiges öffentliches Interesse
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bestehe, dass sie die Schweiz wieder verlassen (vgl. VerwGE B 2010/199 vom 26.
Januar 2011, E. 2.3, und VerwGE B 2010/133 vom 9. November 2010, E. 2.4, einsehbar
unter: www.gerichte.sg.ch). Dies gilt auch im hier zu beurteilenden Fall. Daran vermag
nichts zu ändern, dass die Beschwerdeführerin über eine Arbeitsstelle verfügt und
offenbar einen Integrationskurs besucht. Ihr privates Interesse am Verbleib in der
Schweiz überwiegt nicht. Eine fortgeschrittene Integration liegt nach der kurzen
Aufenthaltsdauer nicht vor. Die Ehe dauerte nur gut zwei Jahre. Über Kinder verfügt die
Beschwerdeführerin nicht. Sie hat ihre gesamte Kindheit und Jugend im Kosovo
verbracht. Ihre engsten Verwandten leben dort. Die ungünstigeren wirtschaftlichen
Verhältnisse lassen sodann eine Rückkehr nicht als unzumutbar erscheinen. Alles in
allem kann daher in der Verweigerung bzw. Nichtverlängerung der
Aufenthaltsbewilligung weder ein Ermessensmissbrauch noch eine
Ermessensüberschreitung erblickt werden.
4. (...).
Demnach hat das Verwaltungsgericht