Decision ID: 42624a88-5e7e-5b49-81e2-7a4fecc5d623
Year: 2018
Language: de
Court: SG_VG
Chamber: SG_VG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A.
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a. Mit Testamenten vom 6. September 2004 und 23. August 2011 (act. G 13/9a/1c)
hatte die am 24. August 2012 verstorbene L.M. die Errichtung der X. und Y.
Familienstiftung mit Sitz in Q. verfügt und diese zur alleinigen und ausschliesslichen
Erbin über ihren Nachlass eingesetzt. Insbesondere ihren Sohn A.B., Q., setzte sie als
Vermächtnisnehmer für ihren Grundbesitz in Italien und Deutschland (Z.) ein. Mit
Gesuch vom 8. Mai 2015 beantragten A.B., die Erbengemeinschaft L.M. sowie die X.
und Y. Familienstiftung beim Amt für Gemeinden, Grundbuchinspektorat, St. Gallen, es
sei festzustellen, dass das Grundstück Nr. 000, Grundbuch F., sowie die Grundstücke
Nrn. 00-00001 und 00-00002, Grundbuch K., bewilligungsfrei und ohne Auflage an A.B.
übertragen werden könnten. Eventualiter sei festzustellen, dass die vorstehend
angeführten Grundstücke bewilligungsfrei und ohne Auflage an die X. und Y.
Familienstiftung übertragen werden könnten. Subeventualiter sei festzustellen, dass die
vorstehend angeführten Grundstücke an die X. und Y. Familienstiftung übertragen
werden könnten, mit der einzigen Auflage, dem zuständigen Grundbuchamt allfällige
Veränderungen der Stiftungssatzung innert 10 Tagen unaufgefordert zu melden. Zur
Begründung wurde unter anderem ausgeführt, die Voraussetzungen von Art. 7 lit. a des
Bundesgesetzes über den Erwerb von Grundstücken durch Personen im Ausland (SR
211.412.41; BewG) seien erfüllt, da der Erwerb der Liegenschaften durch A.B. im
Rahmen des Erbgangs, nämlich der einvernehmlichen Erbteilung, erfolge, weshalb
dieser bewilligungsfrei und ohne Auflagen zu genehmigen sei. Gegebenenfalls sei in
pflichtgemässer Auslegung des BewG der X. und Y. Familienstiftung der
bewilligungsfreie Erwerb der Grundstücke ohne Auflage zu gestatten, andernfalls eine
Ungleichbehandlung der im Rahmen eines Trustkonstrukts begünstigten Nachkommen
und der im Rahmen einer ausländischen Familienstiftung begünstigten Nachkommen
erfolge (act. G 13/9a/1).
b. Mit Verfügung vom 8. September 2015 wies das Grundbuchinspektorat die Anträge
ab. Hingegen bewilligte es den Erwerb des Grundstücks Nr. 000 in F. sowie der
Grundstücke Nrn. 00-00001 und 00-00002 in K. durch die X. und Y. Familienstiftung
unter der Auflage, dass die Grundstücke innert zwei Jahren ab Datum der
Rechtskraftbescheinigung der Verfügung wieder zu veräussern seien. Entsprechend
wies es die beteiligten Grundbuchämter an, die verfügte Auflage zulasten der
erwähnten Grundstücke gleichzeitig mit der Eintragung des Eigentumserwerbs gemäss
Art. 14 Abs. 3 BewG im Grundbuch mit „Auflagen nach BewG“ vorzumerken. Zur
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Begründung wurde unter anderem festgehalten, der Nachweis der Erbfolge für die
Zwecke von Art. 65 der eidgenössischen Grundbuchverordnung (SR 211.432.1; GBV)
könne unter Berücksichtigung der Voraussetzungen der Art. 96 sowie Art. 25-27 des
Bundesgesetzes über das internationale Privatrecht (SR 291; IPRG) auch mit
ausländischen Erbrechtszeugnissen erbracht werden, wobei diese Urkunde einer
Erbbescheinigung im Sinn von Art. 559 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (SR
210; ZBG) äquivalent sein müsse. Bei der von den Gesuchstellern eingereichten,
öffentlich beurkundeten „Testamentsauslegung und Grundbesitzübertragung“ handle
es sich nicht um einen äquivalenten Ausweis. Im Weiteren werde darin nicht eine
Erbteilung verurkundet, sondern die Ausrichtung eines Vermächtnisses. Ein solches
Vermächtnis sei in der letztwilligen Verfügung der Erblasserin nicht vorgesehen und
unterliege auch nicht dem freien Willen von interessierten Privatpersonen. Auch wenn
A.B. als Nachkomme gesetzlicher Erbe sei, komme ihm vorliegend - selbst als
Vermächtnisnehmer - keine Erbenstellung zu. Ein bewilligungsfreier
Grundstückserwerb nach Art. 7 lit. a BewG durch A.B. sei daher ausgeschlossen.
Andere Erwerber (Familienstiftung) benötigten eine Erwerbsbewilligung; der Erwerb
könne in Anwendung von Art. 8 Abs. 2 BewG mit der Auflage, das Grundstück innert
zwei Jahren wieder zu veräussern, bewilligt werden. In der Tatsache, dass ein Trust
und Familienstiftung nach dem BewG nicht gleichgestellt seien, sei keine planwidrige
Lückenhaftigkeit des Gesetzes zu erblicken (act. G 13/1). Den gegen diese Verfügung
durch Rechtsanwalt lic. iur. Markus Diggelmann, St. Gallen, für A.B. und die X. und Y.
Familienstiftung erhobenen Rekurs (act. G 13/2) wies die Regierung des Kantons St.
Gallen mit Entscheid vom 27. September 2016 ab (act. G 2/2).
B.
a. Gegen diesen Entscheid erhob Rechtsanwalt Diggelmann für A.B. und die X. und Y.
Familienstiftung mit Eingabe vom 14. Oktober 2016 (act. G 1) Beschwerde mit den
Rechtsbegehren, der Entscheid sei aufzuheben (Ziff. 1), und es sei festzustellen, dass
die Grundstücke in F. (Nr. 000) und K. (Nrn. 00-00001 und 00-00002) bewilligungsfrei
und ohne Auflage oder gemäss dem Vorgehensvorschlag von Prof. P. (Gutachten vom
9. Juni 2015, act. G 2/3; nachstehend: Gutachten P.) auf den Beschwerdeführer
übertragen werden könnten (Ziff. 2). Eventualiter sei festzustellen, dass die in Ziff. 2
aufgeführten Grundstücke bewilligungsfrei und ohne Auflage an die
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Beschwerdeführerin übertragen werden könnten (Ziff. 3). Subeventualiter sei
festzustellen, dass die in Ziff. 2 aufgeführten Grundstücke bewilligungsfrei an die
Beschwerdeführerin übertragen werden könnten, mit der einzigen Auflage, dem
zuständigen Grundbuchamt allfällige Veränderungen der Stiftungssatzung innert 10
Tagen unaufgefordert zu melden (Ziff. 4). Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge
zulasten der Beschwerdegegnerin (Ziff. 6). Am 21. November 2016 teilte der
Rechtsvertreter den Verzicht auf eine Beschwerdeergänzung mit (act. G 8).
b. In der Vernehmlassung vom 3. Januar 2016 beantragte die Vorinstanz Abweisung
der Beschwerde (act. G 12). Das Bundesamt für Justiz, Eidgenössisches Amt für
Grundbuch- und Bodenrecht, verzichtete auf eine Vernehmlassung (act. G 14).
c. Auf die Vorbringen in den Eingaben des vorliegenden Verfahrens wird, soweit für den
Entscheid relevant, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1. Das Verwaltungsgericht ist zum Entscheid in der Sache zuständig (Art. 59 Abs. 1
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP). Die
Beschwerdeführer sind zur Erhebung der Beschwerde legitimiert (Art. 64 in Verbindung
mit Art. 45 Abs. 1 VRP; Art. 20 Abs. 2 lit. a BewG). Die Eingabe vom 14. Oktober 2016
entspricht zeitlich, formal und inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 in
Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 VRP). Auf die Beschwerde ist
einzutreten.
Die Rechtsprechung erfolgt in Fünferbesetzung, weil die Regierung als Vorinstanz
entschieden hat (Art. 18 Abs. 3 lit. b Ziff. 2 des Gerichtsgesetzes [GerG], sGS 941.1).
2.
bis
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2.1. Gemäss Art. 2 Abs. 1 BewG bedürfen Personen im Ausland für den Erwerb von
Grundstücken einer Bewilligung der zuständigen kantonalen Behörde; keiner
Bewilligung bedarf der Erwerb in den in Art. 2 Abs. 2 BewG geregelten Fällen. Als
Personen im Ausland gelten gemäss Art. 5 Abs. 1 BewG Staatsangehörige der
Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaft (EG) oder der Europäischen
Freihandelsassoziation (EFTA), die - wie der Beschwerdeführer - ihren rechtmässigen
und tatsächlichen Wohnsitz nicht in der Schweiz haben (lit. a) sowie juristische
Personen oder vermögensfähige Gesellschaften ohne juristische Persönlichkeit, die -
wie die Beschwerdeführerin - ihren statutarischen oder tatsächlichen Sitz im Ausland
haben (lit. b). Streitig ist vorliegend, ob die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid die
Abweisung des Antrags des Beschwerdeführers auf bewilligungsfreien Erwerb sowie
die Bewilligung des Erwerbs durch die Beschwerdeführerin mit der Auflage, die
Grundstücke innert zwei Jahren ab Rechtskraft der Verfügung des
Grundbuchinspektorats wieder zu veräussern, zu Recht bestätigte oder nicht.
Unbestritten blieb, dass sowohl nach deutschem als auch nach schweizerischem
Internationalprivatrecht (Art. 91 Abs. 1 IPRG) aufgrund des letzten Wohnsitzes der
Erblasserin auf die in der Schweiz gelegenen, zum Nachlass gehörenden Grundstücke
grundsätzlich das deutsche Erbrecht zur Anwendung kommt. Nach letzterem bestimmt
sich demgemäss insbesondere, wer in welchem Umfang am Nachlass beteiligt ist (Art.
92 Abs. 1 IPRG; öffentliche Urkunde vom 19. März 2015 in act. G 2/7 S. 3 unten).
Ebenfalls unwidersprochen blieb, dass die Bestimmungen des BewG - unabhängig von
dem durch das IPRG bezeichneten materiellen Recht - vorliegend als „loi d’application
immédiate“ im Sinn von Art. 18 IPRG Gültigkeit haben und zwingend anzuwenden sind
(vgl. Furrer/Girsberger/Müller-Chen Hrsg., Handkommentar zum Internationalen
Privatrecht, 3. Aufl. 2016, Rz. 11 zu Art. 18 IPRG; vgl. auch act. G 2/7 S. 4 oben).
Hiervon ist nachstehend auszugehen.
2.2. Nach Art. 7 lit. a BewG bedürfen gesetzliche Erben im Sinn des schweizerischen
Rechts im Erbgang keiner Erwerbsbewilligung. Unstreitig gilt der Beschwerdeführer als
direkter Nachkomme der Erblasserin im Sinn des Schweizerischen Rechts (Art. 457
Abs. 1 ZGB) als gesetzlicher Erbe im Sinn von Art. 7 lit. a BewG (vgl. dazu BGer 2A.
433/2001 vom 18. Dezember 2001, E. 2b mit Hinweisen). Im Testament vom 6.
September 2004 setzte die Erblasserin jedoch die Beschwerdeführerin als „alleinige
und ausschliessliche Erbin“ ein (S. 3). Im Weiteren verfügte die Erblasserin zu Lasten
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der Alleinerbin eine Vermächtnisanordnung über ihren Grundbesitz in Italien und in
Deutschland (Z.) sowie über bewegliche Sachen. Sie ordnete eine Erfüllung der
Vermächtnisse binnen dreier Monate nach Anfall und Eröffnung des Testaments an (S.
8). Hinsichtlich der Pflichtteilsansprüche ordnete die Erblasserin an, dass die Erbin die
Pflichtteilslast zu tragen habe und, soweit hierfür erforderlich, Grundbesitz veräussern
oder belasten dürfe (S. 9). Im Testamentsnachtrag vom 23. August 2011 finden sich
hinsichtlich Erbeneinsetzung und Vermächtnisanordnung keine weiteren materiellen
Regelungen, wobei die Erblasserin unter anderem (auf S. 3) neu anordnete, dass die
Vermächtnisse sofort nach dem Ableben anfallen und nach Annahme derselben
innerhalb von drei Monaten zu erfüllen seien (act. G 13/9a/1c).
3.
3.1. Die Beschwerdeführer bestätigen ihren im vorinstanzlichen Verfahren vertretenen
Standpunkt, dass der Beschwerdeführer gesetzlicher und grundsätzlich in seinem
Pflichtteilsrecht verletzter Erbe sei. Nach deutschem Erbrecht bestehe diesfalls
lediglich ein schuldrechtlicher (obligatorischer) Anspruch. Eine dem schweizerischen
Recht entsprechende Herabsetzungsklage mit Anspruch auf Erbenstellung gebe es
nicht. Deshalb sei am 19. März 2015 eine öffentliche Urkunde betreffend
Testamentsauslegung und Grundbesitzübertragung (act. G 2/7) errichtet worden. Dort
werde bestätigt, dass der Beschwerdeführer unmittelbar von Todes wegen einen
Vermächtnisanspruch an den schweizerischen Liegenschaften habe. Die am 19. März
2015 beurkundete Testamentsauslegung mit Grundbesitzübertragung stelle eine
einvernehmliche Erbteilung zwischen der Alleinerbin (Beschwerdeführerin) und dem
Beschwerdeführer dar (act. G 1 S. 6 f. und S. 13 Ziff. 27). Nach dem Prinzip der freien
Erbteilung sei es den Erben überlassen, den Nachlass bei Einstimmigkeit nach freiem
Belieben einvernehmlich zu teilen. Eine aussergerichtliche Anerkennung des
Pflichtteilsrechts mit Einbezug des übergangenen Pflichtteilserben in die Teilung sei
zulässig. Eine formale Erbenstellung bzw. das Ausrichten eines Vermächtnisses sei
nicht zwingend Grundvoraussetzung für einen Erwerb im Erbgang gemäss Art. 7 lit. a
BewG. Die Vorinstanz habe im angefochtenen Entscheid zu Unrecht auf die Frage
abgestellt, ob ein gültiges Vermächtnis vorliege. Zudem habe sie verkannt, dass die
Erbteilung noch nicht abgeschlossen sei, da eine gültige und zulässige Einigung
zwischen der Alleinerbin und dem Beschwerdeführer vorliege. Bei der Urkunde vom
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19. März 2015 handle es sich entgegen der Auffassung der Vorinstanz nicht um eine
„Weiterveräusserungsvereinbarung“. Im Weiteren sei es nicht erforderlich, dass eine
Pflichtteilsverletzung effektiv geheilt werde. Massgebend sei einzig, dass eine Einigung
im erwähnten Sinn zulässig sei. Die Vorinstanz habe mit ihrer rein wertmässigen
Betrachtungsweise den Grundsatz der Teilungsfreiheit verletzt. Ein Erwerb durch
einvernehmliche Erbteilung erfolge auch nach deutschem Recht im Erbgang. Auch hier
sei die Erbenauseinandersetzung in das Belieben der Erben gestellt. Selbst wenn ein
Erwerb „im Erbgang“ aus eigener Erbenstellung oder aus Vermächtnis erfolgen müsse,
entspreche die mit Urkunde vom 19. März 2015 vorgenommene Testamentsauslegung
dem wirklichen Willen der Erblasserin. Sie sei bei Errichtung der Verfügung von Todes
wegen in der irrigen Annahme gewesen, dass ihre Verfügung auch hinsichtlich ihres
Grundbesitzes in der Schweiz das Zusammenhalten des Nachlasses in der
Familienstiftung ermöglichen würde (act. G 1).
3.2. § 5 der öffentlichen Urkunde vom 19. März 2015 (act. G 2/7) stellt die Zuweisung
der schweizerischen Grundstücke an den Beschwerdeführer unter den Vorbehalt, dass
die Übertragung derselben von der Bewilligungspflicht des BewG in Anwendung von
Art. 7 BewG ausgenommen sei, weil die Übertragung im Rahmen der Erfüllung eines
erbrechtlichen Anspruchs gegen den Nachlass der Erblasserin erfolge und der
Beschwerdeführer sowohl pflichtteilsgeschützter Erbe als auch Vermächtnisnehmer
sei. Gemäss § 7 wurde vereinbart, dass der Beschwerdeführer rückwirkend zum
Todestag der Erblasserin die auf den Grundstücken lastenden Hypotheken von CHF
465‘000 und 545‘000 mit Zinspflicht ab Anfall des Vermächtnisses übernehme, womit
sich der Beschwerdeführer im Rahmen der weiteren Nachlassteilung bzw. aufgrund
separater Vereinbarungen eine Schuld von CHF 1‘460‘000 gegenüber der Alleinerbin
(Beschwerdeführerin) anrechnen lassen müsse (act. G 2/7).
Prof. P. hielt in dem von den Beschwerdeführern ins Recht gelegten Gutachten vom
9. Juni 2015 unter anderem fest, die vier Nachkommen der Erblasserin hätten auf eine
Herabsetzungsklage verzichtet. Sie hätten wohl nicht daran gedacht, dass dieser
Verzicht ein Problem hinsichtlich des Grundstückserwerbs sein könnte. Die
Beschwerdeführerin sei erbrechtlich Eigentümerin der drei Grundstücke geworden,
wobei noch ein Schwebezustand bestehe. Es sei vorgesehen, die drei Grundstücke
anschliessend von der Beschwerdeführerin rechtsgeschäftlich (durch öffentlich
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beurkundeten Kaufvertrag) in das Alleineigentum des Beschwerdeführers zu
überführen. Eine solche Eigentumsübertragung (mit gleichzeitiger Anmeldung beider
Übergänge beim Grundbuchamt) sollte formell bewilligt werden können, da es sich
beim neuen Eigentümer um einen Nachkommen der Erblasserin handle. Es handle sich
im weitesten Sinn um einen direkten Eigentumsübergang von der Erblasserin auf einen
Nachkommen. Die Familienstiftung sei nur formell Eigentümerin geworden. Nach
Rücksprache mit dem Bundesamt für Justiz sei bei diesem Sachverhalt eine
Beschwerde seitens der Oberaufsicht wohl nicht zu erwarten, wobei noch keine
definitive Äusserung des Bundesamtes vorliege (act. G 2/3).
3.3. Die Vorinstanz hielt im angefochtenen Entscheid fest, gemäss der erwähnten
öffentlichen Urkunde sei die Zuteilung der in der Schweiz gelegenen Grundstücke im
Wert von CHF 2‘470‘000 an den Beschwerdeführer vereinbart worden, wobei er
Hypotheken von CHF 1‘010‘000 zu übernehmen habe und sich eine Schuld von
CHF 1‘460‘000 (=Differenz zwischen Hypothekenbelastung und Gesamtwert)
anrechnen lassen müsse. Es erschliesse sich nicht, wie mit einer solchen Vereinbarung
die Pflichtteilsverletzung geheilt werden solle. Es sei offensichtlich, dass die
Einigungsurkunde bzw. die Anerkennung des Beschwerdeführers als Miterbe im
Erbgang der Erblasserin einzig mit dem Ziel errichtet worden sei, die Voraussetzungen
zu schaffen, dass dieser „im Erbgang“ die in der Schweiz gelegenen Grundstücke
bewilligungsfrei erwerben könne. Wie anders lasse sich sonst erklären, dass ihm nur für
den Fall des bewilligungsfreien Erwerbs dieses „Vermächtnis“ ausgerichtet werden
solle. Den Erben stehe es zwar zu, den Nachlass im Rahmen der Erbteilung
grundsätzlich frei untereinander aufzuteilen. Hingegen liege das Zuwenden von
Vermächtnissen nicht im freien Belieben der Erben oder des Testamentsvollstreckers -
weder nach Schweizer Recht (Art. 484 ZGB; B. Huwiler, Basler Kommentar a.a.O., Rz.
9 zu Art. 484 ZGB) noch nach deutschem Recht (§1939 sowie §§ 2147 ff. Bürgerliches
Gesetzbuch [BGB]; Firsching/Heusler, in: Internationales Erbrecht, Band II, Dänemark -
Ghana, München 2016, Deutschland, Grundzüge D Rz. 1015 sowie Grundzüge F Rz.
1865 ff.), sondern müsse im Testament zumindest ansatzweise angedeutet sein. Dass
es, wie von den Beschwerdeführern bzw. in der von ihnen vorgelegten
Testamentsauslegung geltend gemacht, dem wahren Willen der Erblasserin
entspreche, dass der gesamte Nachlass im Eigentum der Familienstiftung bleiben solle
und geltend gemachte Pflichtteilsverletzungen durch die Übertragung von einzelnen
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Liegenschaften - mithin als Vermächtnis - ausgeglichen werden sollten, lasse sich nicht
nachvollziehen. Mit der vorgelegten Urkunde (act. G 2/7) könne der Beschwerdeführer
jedenfalls nicht als Vermächtnisnehmer im Erbgang der Erblasserin anerkannt werden,
womit die Voraussetzungen für einen bewilligungsfreien Erwerb der Grundstücke in der
Schweiz im Sinn von Art. 7 lit. a BewG nicht gegeben seien. Vielmehr liege eine
gewöhnliche Weiterveräusserungsvereinbarung der Grundstücke durch die
Beschwerdeführerin vor. Im Übrigen gehe auch Prof. P. in seinem Gutachten von einer
rechtsgeschäftlichen (nicht erbrechtlichen) Übertragung der Grundstücke aus. Ein
bewilligungsfreier Erwerb könne nicht bejaht werden, auch wenn im Endeffekt ein
Nachkomme der Erblasserin im Grundbuch eingetragen wäre. Ob eine
Erbbescheinigung oder eine äquivalente ausländische Urkunde nach Art. 7 lit. a BewG
vorliege, könne offengelassen werden (act. G 2/2 S. 9 f.).
4.
4.1. Vorliegend steht fest, dass die Beschwerdeführerin als juristische Person mit Sitz
in Deutschland nicht gesetzliche, sondern eingesetzte Alleinerbin ist. Der Erwerb der
drei Grundstücke durch sie selbst untersteht somit der Bewilligungspflicht (vgl. Art. 7
lit. a BewG und Gutachten P., S. 5 mit Hinweisen) bzw. kann nur unter dem Vorbehalt
der Veräusserung derselben innert zweier Jahre erfolgen (Art. 8 Abs. 2 BewG).
Unbestritten ist im Weiteren, dass der Beschwerdeführer aufgrund der Einsetzung der
Beschwerdeführerin als Alleinerbin nicht automatisch Erbenstellung erlangte (vgl. dazu
auch nachstehende E. 4.2). Streitig ist, ob dem Beschwerdeführer eine Stellung als
Erbe bzw. als Vermächtnisnehmer im Erbgang der Erblasserin zukommt bzw. ob er die
Grundstücke als gesetzlicher Erbe im Erbgang erworben hat, wie die Beschwerdeführer
geltend machen (act. G 1 S. 10-15). In diesem Zusammenhang ergibt sich bereits aus
dem Wortlaut von Art. 7 lit. a BewG, dass der Begriff „im Erbgang“ nach
schweizerischem Recht auszulegen ist (vgl. dazu Mühlebach/Geissmann, Lex F.,
Kommentar zum Bundesgesetz über den Erwerb von Grundstücken durch Personen im
Ausland, Baden/Brugg 1986, Rz. 4 zu Art. 7 BewG). Letzteres ist auch von Seiten der
Beschwerdeführer anerkannt (act. G 1 S. 11).
4.2. Nach schweizerischem Erbrecht entsteht die Erbengemeinschaft zwischen den
gesetzlichen und eingesetzten Erben. Nicht Mitglieder der Erbengemeinschaft sind
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unter anderen Vermächtnisnehmer. Ein vom Erblasser nicht berücksichtigter
Pflichtteilserbe - wie vorliegend der Beschwerdeführer - ist solange nicht Mitglied der
Erbengemeinschaft, als über seine Erbenstellung kein gerichtliches Urteil
(Ungültigkeits- und Herabsetzungsverfahren) vorliegt. Ohne ein solches
Gestaltungsurteil wird der übergangene Pflichtteilserbe zum Mitglied der
Erbengemeinschaft, wenn seine Erbenstellung von den gesetzlichen und eingesetzten
Erben anerkannt wird (vgl. Karrer/Vogt/Leu, Basler Kommentar Zivilgesetzbuch II, 5.
Aufl. 2015, Rz. 25 zu Art. 559 ZGB, sowie Schaufelberger/Keller Lüscher, Basler
Kommentar a.a.O., Rz. 3 und 5 zu Art. 602 ZGB). Unter den Begriff des Erbgangs fallen
alle Bestimmungen, welche den Übergang des Nachlasses auf die Erbengemeinschaft
und von dieser auf die einzelnen Erben und Erbinnen regeln (vgl. Schwander, Basler
Kommentar a.a.O., Rz 6 Vorbemerkungen zu Art. 537-550). Am „Erbgang“ im Sinn von
Art. 7 lit. a BewG nehmen somit Erben im erwähnten Sinn teil.
4.3. Aus der öffentlichen Urkunde vom 19. März 2015 ergibt sich kein Hinweis auf einen
Einbezug des Beschwerdeführers in die Erbteilung oder darauf, dass sein
Pflichtteilsanspruch ausgeglichen werden sollte. Auch eine Anerkennung seiner
Erbenstellung ist daraus nicht ersichtlich. Vielmehr wird in der Urkunde mehrfach der
Begriff des Vermächtnisses angeführt und der Beschwerdeführer als
Vermächtnisnehmer bezeichnet. In § 4 geht es um „Vermächtniserfüllung“ (Überschrift)
bzw. um die Übertragung der Grundstücke durch die Alleinerbin „in Erfüllung des
testamentarischen Vermächtnisses“ an den Beschwerdeführer (act. G 2/7). Dem
Beschwerdeführer, dem keine Erbenstellung im erwähnten Sinn zukommt, wird in der
Urkunde somit ausschliesslich sein Anspruch auf Ausrichtung eines Vermächtnisses
zulasten der Alleinerbin bestätigt. Ein Einbezug des Beschwerdeführers in die
Erbschaftsteilung (ohne Anerkennung der Erbenstellung) durch die Alleinerbin, wie ihn
die Beschwerdeführer behaupten (act. G 1 S. 14 Ziff. 32 am Schluss), ist somit
ebenfalls nicht erkennbar. Hieran vermögen weder das von den Beschwerdeführern
angeführte Schreiben des Bundesamtes für Justiz vom 12. November 2015 (act. G 2/9)
noch die Ausführungen im Gutachten P. etwas zu ändern. Zutreffend weist die
Vorinstanz (act. G 12 S. 2) darauf hin, dass der Beschwerdeführer aus dem Kreis der
Destinatäre der Beschwerdeführerin ausscheiden würde, wenn er Pflichtteilsansprüche
erfüllt bekäme. Überdies könnte er - als von der Erblasserin eingesetzter
Stiftungsvorstand - nicht (mehr) Mitglied eines Stiftungsorgans sein (§ 2 Abs. 5 der
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Satzung der Beschwerdeführerin; act. G 13/9a/1c Anhang). Im angefochtenen
Entscheid gab die Vorinstanz sodann zu Recht zu bedenken, dass der
Beschwerdeführer bei einem Grundstückswert von CHF 2‘470‘000 Hypotheken von
CHF 1‘010‘000 zu übernehmen habe und sich eine Schuld von CHF 1‘460‘000
anrechnen lassen müsse (vgl. vorstehende E. 3.3). Ein Pflichtteilsanspruch des
Beschwerdeführers lässt sich auf diese Weise materiell offensichtlich nicht
ausgleichen.
4.4.
4.4.1. Im Sinn einer Eventualbegründung führen die Beschwerdeführer im Weiteren
aus, selbst wenn ein Erwerb „im Erbgang“ aus eigener Erbenstellung oder aus
Vermächtnis erfolgen müsse, entspreche die mit Urkunde vom 19. März 2015
vorgenommene Testamentsauslegung dem wirklichen Willen der Erblasserin. Die
Testamentsauslegung der Vorinstanz verletze anwendbares materielles deutsches
Erbrecht (act. G 1 S. 19 Rz. 55). Die Erblasserin sei bei Errichtung ihres Testaments in
der irrigen Annahme gewesen, dass das von ihr erstrebte Ergebnis (Zusammenhalten
des gesamten Nachlasses in einer Familienstiftung) auch mit Bezug auf die in der
Schweiz gelegenen Grundstücke erreicht werden könne. Nach deutschem Erbrecht
habe der Anfechtung eine Auslegung des Testaments voranzugehen, wobei es nicht
auf den Wortlaut des Testaments, sondern auf den erkennbaren wahren Willen der
Erblasserin ankomme (act. G 1 S. 20-22). Die Vorinstanz stellte hierzu im
angefochtenen Entscheid wie dargelegt (vorstehende E. 3.3) mit Hinweis auf die
einschlägige Literatur fest, dass das Zuwenden von Vermächtnissen weder nach
Schweizer noch nach deutschem Recht im freien Belieben der Erben oder des
Testamentsvollstreckers stehe, sondern im Testament zumindest ansatzweise
angedeutet sein müsse. Mit der vorgelegten Urkunde (Testamentsauslegung; act. G
2/7) könne der Beschwerdeführer nicht als Vermächtnisnehmer (für die Grundstücke in
der Schweiz) im Erbgang der Erblasserin anerkannt werden (act. G 2/2 S. 9 f.).
4.4.2. Die Vorinstanz legte ihren Standpunkt nachvollziehbar und begründet dar. Eine
Verletzung der Begründungspflicht, wie sie die Beschwerdeführer rügen (act. G 1 S. 20
Rz. 57 zweiter Absatz) ist unter diesen Umständen nicht ersichtlich. Der vorinstanzliche
Standpunkt überzeugt sodann auch inhaltlich. Zu beachten ist hier vorab in formeller
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(beweisrechtlicher) Hinsicht, dass die Testamentsauslegung von 2015 (act. G 2/7) auf
Initiative des Beschwerdeführers erfolgte, der in sich die Funktionen des
Testamentsvollstreckers, des Vertreters der Familienstiftung sowie des
Vermächtnisnehmers vereinte. Sodann findet sich in den Testamenten (act. G 13/9a/1c)
keinerlei Hinweis darauf, dass die Erblasserin dem Beschwerdeführer (neben den ihm
vermachten Grundstücken in Italien und Deutschland) auch die drei Grundstücke in der
Schweiz vermachen wollte. Im Weiteren dürfte es, neben dem plausiblen Wunsch, die
Grundstücke möglichst in der Familienstiftung zusammenzuhalten, vor allem auch ein
Anliegen der Erblasserin gewesen sein, die Grundstücke vor dem Zugriff der Gläubiger
des Beschwerdeführers zu schützen, denn sie stellte den Übergang des Eigentums an
den Grundstücken in Deutschland und Italien an den Beschwerdeführer ausdrücklich
unter die Bedingung der „Erledigung seines Schuldenbereinigungsplans“ (vgl. act. G
13/9a/1c: Testament vom 6. September 2004, § 4 Ziff. 1 lit. b, Ziff. 2 lit. b und Ziff. 3).
Dies deutet darauf hin, dass die (damals 83jährige) Erblasserin über die einschlägigen
Verhältnisse informiert war und gestützt darauf ihr Vorgehen sehr umsichtig plante; die
erwähnten Bestimmungen liess sie im Übrigen in der Testamentsergänzung von 2011
(act. G 13/9a/1c Beilage) unangetastet. Wäre es darüber hinaus tatsächlich der
Wunsch der Erblasserin gewesen, die Grundstücke möglichst (auf jeden Fall) in der
Familienstiftung zusammenzuhalten, wie die Beschwerdeführer geltend machen, hätte
sie nicht (trotz des entsprechenden Hinweises ihres Notars) darauf verzichtet, die
Vererbung ihres Vermögens im Ausland vorgängig abzuklären (vgl. Testament vom 6.
September 2004, § 9) und in diesem Rahmen unter anderem von den Bestimmungen
des BewG Kenntnis zu nehmen. Im Übrigen sieht § 3 Abs. 2 der Satzung der
Familienstiftung ausdrücklich die Möglichkeit einer Umschichtung von
Stiftungsvermögen in andere Vermögensarten vor. Vor diesem Hintergrund erscheint es
- entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer - nicht dargetan, dass sich die
Erblasserin hinsichtlich der in der Schweiz gelegenen Grundstücke in einem Irrtum
befand. Die von den Beschwerdeführern als gegeben erachtete Testamentsergänzung
(unter dem Titel der Testamentsauslegung) in Form eines Vermächtnisses betreffend
die drei Schweizer Liegenschaften fällt unter diesen Umständen ausser Betracht. Die
Frage, ob die Urkunde betreffend Testamentsauslegung (act. G 2/7) mit dem Ziel
errichtet wurde, die Bestimmungen des BewG zu umgehen (act. G 1 S. 23 f.), braucht
daher nicht weiter untersucht zu werden bzw. kann offenbleiben. Dies gilt auch in
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Bezug auf die Frage (vgl. act. G 1 S. 24-26), ob die Beschwerdeführer gegebenenfalls
eine der schweizerischen Erbbescheinigung äquivalente Urkunde vorzulegen hätten
bzw. ob die Urkunde vom 19. März 2015 die diesbezüglichen Voraussetzungen erfüllt.
5.
5.1. Gemäss Merkblatt des Bundesamtes für Justiz über den Erwerb von Grundstücken
im Ausland vom 1. Juli 2009 (S. 3) ist im Fall eines Trusts eine Bewilligungspflicht dann
zu verneinen, wenn es sich bei den Trustees (Treuhänder) und den Beneficiaries
(berechtigte Personen) um Personen handelt, die nicht dem BewG unterstellt sind und
eine Ausdehnung auf weitere Beneficiaries in einem späteren Zeitpunkt gemäss
Trusturkunde nicht möglich ist. Die Bewilligungspflicht sei insbesondere dann zu
verneinen, wenn die Beneficiaries Nachkommen in direkter Linie des Trust-Begründers
seien (https://www.bj.admin.ch/dam/data/bj/wirtschaft/grundstueckerwerb/lex-d.pdf).
Die Vorinstanz hielt im angefochtenen Entscheid fest, entgegen den Ausführungen der
Beschwerdeführer seien gemäss den Satzungen der Beschwerdeführerin (enthalten in
act. G 13/9a/1c) nicht ausschliesslich Nachkommen der Erblasserin Begünstigte der
Beschwerdeführerin, sondern auch deren hinterbliebene Ehegatten. Bei den
Destinatären der Beschwerdeführerin handle es sich daher nicht ausschliesslich um
Personen, die nicht unter den Geltungsbereich des BewG fallen würden oder aufgrund
eines Ausnahmetatbestandes von der Bewilligungspflicht ausgenommen seien. Eine
Vergleichbarkeit der Beschwerdeführerin mit einem Trust sei daher nicht gegeben. Vor
der Vorinstanz hätten die Beschwerdeführer noch eingeräumt, dass eine Ausdehnung
auf weitere Begünstigte in Änderung der Stiftungsstatuten zu einem späteren Zeitpunkt
möglich sei. Die Bewilligungspflicht wäre daher selbst bei einer Gleichstellung mit
einem Trustverhältnis zu bejahen (act. G 2/2 S. 10 f.).
5.2. Gemäss § 2 der Stiftungs-Satzung der Beschwerdeführerin verfolgt die Stiftung
den Zweck, Abkömmlinge der Stifterin sowie von deren hinterbliebenen Ehegatten zu
unterstützen (act. G 13/9a/1a Anhang). Satzungsänderungen, die den Stiftungszweck
nicht berühren, sind zulässig, wenn sie im Interesse einer nachhaltigen Erfüllung des
Stiftungszweckes nach dem Willen der Stifterin erforderlich sind. Änderungen des
Zwecks sind nur zulässig, wenn die Erfüllung des Stiftungszwecks unmöglich
https://www.bj.admin.ch/dam/data/bj/wirtschaft/grundstueckerwerb/lex-d.pdf
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geworden ist oder angesichts wesentlicher Veränderung der Verhältnisse nicht mehr
sinnvoll ist. Sie bedürfen der Zustimmung aller Vorstandsmitglieder (§ 10 der Stiftungs-
Satzung). Die Beschwerdeführer bestätigen vorliegend mit Hinweis auf das Merkblatt
des Bundesamtes für Justiz vom 1. Juli 2009 ihren Standpunkt, dass eine
Vergleichbarkeit der Beschwerdeführerin mit einem Trust gegeben sei. Hätte die
Erblasserin in ihrem Testament die Errichtung eines Trusts anstelle einer
Familienstiftung gewählt, wären sowohl der Trustee als auch die Beneficiaries Kinder
der Erblasserin gewesen und der Trust nicht der Bewilligungspflicht unterstellt
gewesen. Sei aber der Trust in einer solchen Konstellation von der Bewilligungspflicht
ausgenommen, müsse dies auch für die ausländische Familienstiftung gelten, die
lediglich Nachkommen der Erblasserin als Destinatäre habe. Gemäss Art. 7 lit. b BewG
seien auch Ehegatten von Veräusserern von der Bewilligungspflicht ausgenommen,
wobei die Befreiung der Ehegatten von der Bewilligungspflicht sich nicht nur auf den
Erbgang, sondern auf jeden Erwerb (unter Lebenden) beziehe (act. G 1 S. 26 Ziff. 85
mit Hinweis auf Mühlebach/Geissmann, a.a.O., Rz. 7 zu Art. 7 BewG). Auch unter
Berücksichtigung der Begünstigung der hinterbliebenen Ehegatten würden
ausschliesslich Personen begünstigt, welche gemäss Art. 7 lit. a und b BewG von einer
Bewilligungspflicht befreit seien. Im Weiteren schliesse die Satzung der
Beschwerdeführerin eine Ausweitung des Begünstigtenkreises aus, weshalb auch
keine Gefahr bestehe, dass Personen, die nicht von der Bewilligungspflicht befreit
seien, in den Genuss von Zuwendungen aus der Familienstiftung kommen würden. Die
Beschwerdeführerin erfülle daher sämtliche Merkmale eines Trusts und sei
dementsprechend mit diesem gleichzusetzen. Es lasse sich somit nicht rechtfertigen,
die Beschwerdeführerin anders zu behandeln als einen nicht nach schweizerischem
Zivilrecht geschaffenen Trust (act. G 1 S. 26-28)
5.3. Hierzu ist festzuhalten, dass eine Ausdehnung des Destinatärkreises
(Abkömmlinge der Erblasserin/Stifterin und von deren hinterbliebenen Ehegatten) auf
weitere (entfernte) Verwandte der Stifterin aufgrund der erwähnten
Satzungsbestimmungen insofern nicht ausgeschlossen erscheint, als der Begriff der
Abkömmlinge sich nicht ohne Weiteres auf die direkten Nachkommen beschränken
lässt. Dies zeigt sich insbesondere darin, dass in der Satzung (§ 2 Ziff. 2b) die
Förderung von Berufsausbildung, Studium und beruflicher Existenzgründung als Zweck
festgeschrieben ist. Die direkten Nachkommen der Stifterin (mit den Jahrgängen 1945,
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1946, 1950 und 1954) oder deren hinterbliebene Ehegatten dürften von dieser
Bestimmung nicht (mehr) tangiert sein, weshalb neben den Kindern der Stifterin weitere
Personen (Abkömmlinge i.w.S: Grosskinder und Urgrosskinder und deren
Seitenverwandte) einzubeziehen sind, um den Stiftungszweck erfüllen zu können. So
sind denn auch Abkömmlinge der hinterbliebenen Ehegatten ausdrücklich als
Destinatäre mit einbezogen. Dabei sind von der Bewilligungspflicht aufgrund von Art. 7
lit. b BewG zwar Kinder, Grosskinder und Urgrosskinder der Stifterin ausgenommen,
nicht jedoch deren Seitenverwandte (Mühlebach/Geissmann, a.a.O., Rz. 7 zu Art. 7
BewG). Die Ausdehnung des Destinatärkreises auf letztere lässt sich aufgrund der
Satzungsbestimmungen nicht ausschliessen, zumal Satzungsänderungen, die den
Stiftungszweck nicht berühren, zulässig sind. Deshalb fällt bereits aus diesem Grund
ein analoges Vorgehen wie im Fall von Treugesellschaften ausser Betracht.
6. Zum weiteren (subeventuellen) Antrag der Beschwerdeführer eines bewilligungslosen
Erwerbs unter der Auflage, jede Änderung der Statuten der Beschwerdeführerin
unverzüglich dem zuständigen Grundbuchamt zu unterbreiten, führte die Vorinstanz im
angefochtenen Entscheid aus, da sich die Beschwerdeführerin als eingesetzte (nicht
gesetzliche) Erbin nicht auf Art. 7 lit. a BewG berufen könne und auch kein
Bewilligungsgrund nach Art. 8 Abs. 1 lit. b-d BewG sowie keine engen, schutzwürdigen
Beziehungen der Beschwerdeführerin zu den Grundstücken ersichtlich seien, sei ihr der
Erwerb nach Art. 8 Abs. 2 BewG mit der Auflage zu bewilligen, die Grundstücke innert
zweier Jahren wieder zu veräussern. Eine Bewilligungserteilung mit einer milderen
Auflage sei nicht zulässig (act. G 2/2 S. 11).
Diesen begründeten Feststellungen ist zuzustimmen. Die Beschwerdeführer bestätigen
im vorliegenden Verfahren ausschliesslich ihre Ausführungen in den vorinstanzlichen
Eingaben (act. G 1 S. 28 f.). Ein Anlass für eine vom vorinstanzlichen Entscheid
abweichende Beurteilung ist daraus nicht ersichtlich.
7.
7.1. (...).
7.2. (...).
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