Decision ID: 27601d83-af8d-4ffe-a816-0eee0b35f630
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1968 geborene X._ war als Bauarbeiter bei der Y._ AG angestellt, als seine Arbeitgeberin der Suva am 9. Dezember 2005 (Urk. 10/2) eine Berufskrankheit im Sinne eines Handekzems an der Mittelhand beidseits meldete. Nach Abklärungen, insbesondere in medizi
nischer Hinsicht, anerkannte die Suva ihre Leistungspflicht (Urk. 10/21, Über
nahme als berufsbedingte allergische Kontaktdermatose gemäss Art. 9 Abs. 1 des Bun
desgesetzes über die Unfallversicherung [UVG], Anhang 1/1 der Verordnung über die Unfallversicherung [UVV; Kautschukadditive]). Die Behandlung endete im Oktober 2006, danach wurde das Verfahren formlos abgeschlossen (vgl. Urk. 10/22-32).
1.2
Gemäss Schadenmeldung vom 27. August 2013 (Urk. 9/1) hatte der Versicherte am 22. August 2013 einen Unfall erlitten, bei welchem er von einem Bagger ange
fahren wurde. Als Verletzung wurde ein Bruch des rechten Fussgelenkes festgehalten. Zu dieser Zeit war der Versicherte bei der Z._ AG als Bauhilfsarbeiter in Kurzarbeit angestellt. Die Suva anerkannte ihre Leistungspflicht (Urk. 9/2 f.) und tätigte medizinische sowie
erwerbliche Abklärungen. Vom 14. April bis 30. September 2014 fand ein Arbeits
versuch im Pensum von 50 % (Präsenzzeit 100 %) statt (Urk. 9/77, 9/92, 9/110), danach wurde der Vertrag bei der Z._ nicht mehr verlängert (vgl. Urk. 9/147 S. 2). Am 20. November 2014 (Urk. 9/165) fand eine kreisärztliche Untersuchung des
Versicherten durch Dr.
A._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie
und Traumatologie des Bewegungsapparates, statt. Gleichentags nahm Dr.
A._
zum Integritätsschaden Stellung (
Urk.
9/166).
Mit Mitteilung vom 26. November 2014 (Urk. 9/168) informierte die Suva den Versicherten über den Fallabschluss mit Einstellung von Heilkosten- und Tag
geld
leistungen (per 28. Februar 2015). Die angestammte Tätigkeit als Bauhilfs
arbeiter könne unfallbedingt nicht mehr ausgeübt werden. Hingegen sei dem Versicherten die Ausübung einer leidensangepassten Tätigkeit wieder vollzeitig zumut
bar. Es werde jetzt geprüft, in welchem Rahmen dem Versicherten weitere Leistungen zustünden.
Im Zusammenhang mit dem Unfallereignis trat auch ein Ekzem am linken Unter
schenkel auf (Urk. 10/35). Diesbezüglich wurde nach eingehenden Abklärungen am 19. Dezember 2014 (Urk. 10/57)
kreisärztlicherseits
auf einen Rückfall im Zusammenhang mit der anerkannten Berufskrankheit geschlossen.
Mit Verfügung vom 8. Juli 2016 (Urk. 9/213) sprach die Suva dem Versicherten eine Invalidenrente gestützt auf eine ermittelte Erwerbsunfähigkeit von 15 % sowie eine Integritätsentschädigung gestützt auf eine Integritätseinbusse von 7.5 % zu. Die hiergegen erhobene Einsprache (Urk. 9/216) wurde mit
Einsprache
entscheid
vom 9. Mai 2017 (Urk. 2) abgewiesen.
2.
Dagegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 12. Juni 2017 Beschwerde (Urk. 1) und stellte folgende Anträge:
«1.
Die Beschwerde sei gutzuheissen und der
Einspracheentscheid
ersatzlos aufzuheben
.
2.
Es sei dem Versicherten eine Rente in der Höhe von 29 %
zuzusprechen.
3.
Eventualiter sei dem Versicherten eine Rente in der Höhe von 24 %
zuzusprechen.
4.
Subeventualiter
sei dem Versicherten eine Rente in der Höhe von
19 % zuzusprechen.»
In ihrer Beschwerdeantwort vom 15. September 2017 (Urk. 8) ersuchte die Beschwerdegegnerin um Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer am 21. September 2017 (Urk. 11) zur Kenntnis gebracht wurde.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. Novem
ber 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des UVG und der UVV in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirk
licht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. Septem
ber 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).
Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am 22. August 2013 (Urk. 9/1) ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegen
den Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
Die hier zu beurteilende Berufskrankheit ist
sodann
vor dem 1. Januar 2017 aus
gebrochen
(Urk. 10/2)
, weshalb
auch diesbezüglich
die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Wird die versicherte Person infolge eines Unfalles zu mindestens 10
%
invalid (Art. 8
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversiche
rungs
rechts,
ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die ver
sicherte Person nach Eintritt der unfallbedingten Invalidität und nach Durchführung allfälliger Ein
gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).
2.
2.1
In ihrem
Einspracheentscheid
vom 9. Mai 2017 (Urk. 2) führte die Beschwer
de
gegnerin im Wesentlichen aus, die Verfügung vom 8. Juli 2016 erfülle die sehr niedrigen Anforderungen an die Begründungspflicht. Eine Verletzung des recht
lichen Gehörs liege damit nicht vor. Sodann ergänzte sie, vorliegend sei lediglich der Rentenanspruch bestritten. Diesbezüglich rechtfertige sich, gestützt auf die seitens Dr. A._s sowie der Dermatologischen Klinik des Universitätsspitals B._ erstellten Zumutbarkeitsprofile die Gewährung eines leidensbedingten Abzuges von 10 %. Vergleiche man das Validen- mit dem Invalideneinkommen, resultiere der mit Verfügung vom 8. Juli 2016 zugesprochene Anspruch auf eine Rente von 15 % (S. 3 ff.).
2.2
Der Beschwerdeführer rügte mit Beschwerdeschrift vom 12. Juni 2017 (Urk. 1) die Verletzung des rechtlichen Gehörs im Sinne der Begründungspflicht. Sodann führte er aus, es sei ihm unter Berücksichtigung sämtlicher relevanter Merkmale ein leidensbedingter Abzug von 25 % zu gewähren (S. 3 f.).
3.
Zur Rüge der Verletzung des rechtlichen Gehörs (Urk. 1 S. 3 Ziff. 9) ist zu bemerken, dass sich die Beschwerdegegnerin mit dem strittigen Thema des Abzuges vom Tabellenlohn in der Tat nur knapp auseinandersetzte. Immerhin legte sie aber die massgeblichen Kriterien dar (Urk. 2 S. 5 Ziff. 3
lit
. f). Eine Würdigung jedes einzelnen Kriteriums ist nicht zwingend notwendig. Der Be
schwerdeführer konnte den
Einspracheentscheid
in Kenntnis der Überlegungen der Beschwerdegegnerin anfechten, zumal es sich beim strittigen Thema um einen Ermessensentscheid handelt. Weiter beantragte der Beschwerdeführer keine Rück
weisung an die Vorinstanz und verfügt das angerufene Gericht, vor welchem
sich der Beschwerdeführer umfassend äussern konnte, über volle Kognition. Damit
besteht zusammenfassend keine Verletzung des rechtlichen Gehörs respektive hätte eine solche als geheilt zu gelten.
4.
4.1
Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet der Anspruch des Beschwerde
führers auf eine Invalidenrente.
4.2
4.2.1
Zu Recht unbestritten geblieben sind die medizinischen Grundlagen zur Beurtei
lung des Rentenanspruchs. Hinsichtlich der Problematik des Beschwerdeführers am linken Fuss ist dabei gestützt auf die Beurteilung von Kreisarzt Dr. A._ vom 20. November 2014 (Urk. 9/165) davon auszugehen, dass dem Beschwerde
führer wechselbelastende, bis mittelschwere Tätigkeiten vollzeitig zumutbar sind, wobei keine Tätigkeiten auf unebenem oder abschüssigem Boden auszuführen sind, Tätigkeiten auf Leitern nur ausnahmsweise und auf Treppen nur selten zumutbar sind (S. 6). Aus dermatologischer Sicht sind gemäss Beurteilung der Derma
tologischen Klinik des Universitätsspitals B._ vom 17. April 2015 (Urk. 10/68, Urk. 9/158 und Urk. 9/162) Feuchtmilieus und kontaktallergische Substanzen zu meiden und zum Schutz Handschuhe zu tragen. Die Arbeitsunfähigkeit aus dermatologischer Sicht beträgt 0 % (S. 3).
4.2.2
Ebenfalls nicht weiter bestritten wird das
Valideneinkommen
. Auch diesbezüglich ist der Beschwerdegegnerin mit Blick auf die Aktenlage zu folgen und von einem
Valideneinkommen
von Fr. 70’257.-- auszugehen (Urk. 2 S. 6 und Urk. 9/178).
4.3
Zu überprüfen ist dagegen der seitens der Beschwerdegegnerin im Zusammen
hang mit der Ermittlung des Invalideneinkommens (auf Basis der Lohnstruk
tur
erhebung 2014) gewährte leidensbedingte Abzug in der Höhe von 10 % (Urk. 2 S. 6).
Vorwegzuschicken
ist, dass
das Sozial
v
ersicherungsgericht sein Ermessen nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der
V
erwaltung setzen darf
und
diesfalls
Gegebenheiten darlegen muss, welche seine abweichende Ermessen
s
ausübung als naheliegender erscheinen lassen (
BGE
126
V
75 E. 6 mit Hinweisen). Ein Abweichen ist grundsätzlich nur bei Unangemessenheit möglich (
BGE
137
V
71 E. 5.1).
4.3.1
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnitts
werten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) allen
falls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienst
jahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad Auswir
kung
en auf die Lohnhöhe haben können (BGE 124 V 321 E. 3b/
aa
). Aufgrund dieser Faktoren kann die versicherte Person die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt möglicherweise nur mit unterdurch
schnitt
lichem erwerblichem Erfolg verwerten (BGE 126 V 75 E. 5b/
aa
). Der Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Würdigung der Umstände im Ein
zelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen und darf 25 %
nicht übersteigen (BGE 135 V 297 E. 5.2; 134 V 322 E. 5.2 und 126 V 75 E. 5b/
bb
-cc).
Die Rechtsprechung gewährt insbesondere dann einen Abzug auf dem Invalideneinkommen, wenn eine versicherte Person selbst im Rahmen körperlich leich
ter Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist (BGE 126 V 75 E. 5a/
bb
). Zu beachten ist jedoch, dass allfällige bereits in der Beur
teilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche Einschrän
kungen nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten Abzugs einflies
sen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunkts führen dürfen (Urteil 9C_846/2014 vom 22. Januar 2015 E. 4.1.1 mit Hinweisen; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_805/2016 vom 22. März 2017 E. 3.1).
4.3.2
Hinsichtlich des
Merkmals der Dienstjahre ist festzuhalten, dass dessen Bedeutung im privaten Sektor abnimmt, je niedriger das Anforderungsprofil ist. Mit Blick auf das Kompetenzniveau 1 (bis
Lohnstrukturerhebungen [LSE]
2010 Anforde
rungsniveau 4) kommt diesem Aspekt keine ins Gewicht fallende Bedeutung zu (vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_808/2015 vom 29. Februar 2016 E. 3.4.2 und 8C_805/2016 vom 22. März 2017 E. 3.3 unter Hinweis auf 8C_351/2014 vom 14. August 2014 E. 5.2.4.2).
Mit Blick auf das Merkmal des Beschäftigungsgrades rechtfertigt sich weiter kein leidensbedingter Abzug, da vollzeitlich erwerbstätige Männer ohne Kaderfunk
tion im Jahre 2014 (aktuellste Angaben) durchschnittlich verdienten (Bundesamt für Statistik
[BFS], Monatlicher Bruttolohn nach Beschäftigungsgrad, beruflicher Stellung und Geschlecht, Privater und öffentlicher Sektor zusammen, 2014).
Der Beschwerdeführer verfügte sodann über eine Kurzaufenthaltsbewilligung (
Urk. 9
/55 S. 6). Damit hätte er im Jahre 2014 (
bei Erlass des
Einsprachentscheids
die
aktuellste
n
Angaben) (ohne Kaderfunktion) unterdurchschnittlich verdient
(BFS, Monatlicher Bruttolohn, Schweizer/innen und Ausländer/innen, nach beruf
licher Stellung und Geschlecht, Privater Sektor, 2014).
I
m Zeitpunkt des Beginns des Rentenanspruchs per März 2015 (
Urk. 2
)
war der Beschwerdeführer
44 Jahre alt
.
Männer im Alter zwischen 40 und 49 Jahren ohne Kaderfunktion verdienten im Jahre 2014 überdurchschnittlich (BFS, Monatlicher Bruttolohn nach Lebensalter, beruflicher Stellung und Geschlecht, Privater Sektor, 2014).
Im Zusammenhang mit den leidensbedingten Einschränkungen ist schliesslich darauf hinzuweisen, dass das medizinische Anforderungs- und Belastungsprofil eine zum zeitlich zumutbaren Arbeitspensum tretende qualitative oder quantit
a
tive Einschränkung der Arbeitsfähigkeit darstellt, wodurch in erster Linie das Spek
trum der erwerblichen Tätigkeiten (weiter) eingegrenzt wird, welche unter Berücksichtigung der Fähigkeiten, Ausbildung und Berufserfahrung der versi
cherten Person realistischerweise noch in Frage kommen. Davon zu unterscheiden ist die Frage, ob mit Bezug auf eine konkret in Betracht fallende Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage verglichen mit einem gesunden Mitbewerber nur bei Inkaufnahme einer Lohneinbusse reale Chancen für eine Anstellung be
stehen (Urteil des Bundesgerichts 9C_796/2013 vom 28. Januar 2014 E.
3.1.1 mit Hinweisen).
Ist von einem genügend breiten Spektrum an zumutbaren Verweis
ungstätigkeiten auszugehen, können unter dem Titel leidensbedingter Abzug grund
sätzlich nur Umstände berücksichtigt werden, die au
ch auf einem ausge
glichenen Arbeitsmarkt (Art. 16 ATSG) als ausserordentlich zu bezeichnen sind (
Urteil des Bundesgerichts 9C_366/2015 vom 22. September 2015 E. 4.3.1 mit Hinweisen; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_826/2015 vom 13. April 2016
E. 3.2.1).
Die gesundheitlich bedingte Unmöglichkeit, weiterhin körperlich schwere
Arbeit zu verrichten, führt nicht automatisch zu einer V
erminderung
des hypo
thetischen Invalidenlohns. Vielmehr ist der Umstand allein, dass nur mehr leichte bis mittelschwere Arbeiten zumutbar sind, auch bei eingeschränkter Leistungs
fähigkeit kein Grund für einen zusätzlichen leidensbedingten Abzug, weil der
Tabellenlohn im Kompetenzniveau 1 (bis LSE 2010 Anforderungsniveau 4) bereits
eine Vielzahl von leichten und mittelschweren
Tätigkeiten umfasst (Urteil des Bundesgerichts 8C_805/2016 vom 22. März 2017 E. 3.4.2 unter Hinweis auf 9C_455/2013 vom 4. Oktober 2013 E. 4.4 und 9C_386/2012 vom 18. September 2012 E. 5.2). Unter Berücksichtigung sämtlicher Einschränkungen des Beschwer
de
führers rechtfertigt sich jedoch die Gewährung eines Abzuges mit Blick auf dieses Merkmal.
Der Verweis des Beschwerdeführers auf das Urteil des Bundesgerichts 8C_548/2010 vom 23. Dezember 2010 zielt dagegen ins Leere, da die versicherte Person in jener Konstellation - entgegen der vorliegenden - lediglich zu 65 % restarbeitsfähig und dazu noch auf die Möglichkeit der Wechselbelastung ange
wiesen war (E. 5.2.2).
Schliesslich
ist festzuhalten, dass
einfache und repetitive Tätigkeiten weder gute Sprachkenntnisse noch ein besonderes Bildungsniveau
erfordern
(SVR 2016 IV Nr. 21 S. 62, 9C_808/2015 E. 3.4.2). Gestützt hierauf rechtfertigt sich somit keine Gewährung eines leidensbedingten Abzuge
s. Anzufügen bleibt, dass der Be
schwer
deführer entgegen seinem Vorbringen (Urk. 1 S. 4) kein Analphabet ist (Urk. 9/55 S. 6, Besuch von Primar- und Sekundarschule in Portugal).
4.3.3
In einer Gesamtschau sämtlicher lohnerhöhender sowie -senkender Merkmale ist der seitens der Beschwerdegegnerin vorliegend gewährte leidensbedingte Abzug in der Höhe von 10 % nicht zu beanstanden und jedenfalls nicht unangemessen. Damit bleibt es beim ermittelten Invaliditätsgrad von rund 15 % (Urk. 2 S. 6), was zur Abweisung der Beschwerde führt.
Das Gericht
erkennt:
1.
Die Beschwerde wird
abgewiesen
.
2.
Das Verfahren ist kostenlos.
3
.
Zustellung gegen Empfangsschein an
:
-
O._
-
Suva
-
Bundesamt für Gesundheit
4
.