Decision ID: bae244aa-7c66-4e85-907a-2b7d292f3b03
Year: 2017
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ meldete sich am 29. Oktober 2001 erstmals bei der Invalidenversicherung
(IV) an und beantragte Berufsberatung, Umschulung und Arbeitsvermittlung, da er unter
Depression leide (IV-act. 1). Der ausgebildete Bäcker/Konditor (IV-act. 2; IV-act. 3-3)
war zuvor vom 1. September 1995 bis 31. Juli 2001 als Maschinenführer bei der B._
AG (IV-act. 4) und nach eigenen Angaben vom 1. August bis 8. Oktober 2001 in einer
Bäckerei/Konditorei tätig gewesen (IV-act. 1-4).
A.b Ein im Auftrag der IV-Stelle erstattetes psychiatrisches Gutachten von Dr.med.
C._, Arzt für Psychiatrie und Psychotherapie, kam im Wesentlichen zum Schluss, der
Versicherte leide unter einer Panikstörung (episodisch paroxysmale Angst, ICD-10:
F41.0) mit generalisierter Angststörung (ICD-10: F41.1). Tätigkeiten mit regelmässig
gegebenem Rhythmus ohne Schichtarbeit, idealerweise unter wohlwollender Führung,
seien während 8 Stunden täglich mit einer um 20 % bis 30 % reduzierten
Leistungsfähigkeit möglich (Psychiatrisches Gutachten vom 8. Juli 2002; IV-act. 13).
Mit Verfügung vom 14. November 2002 sprach die IV-Stelle dem Versicherten die
Kostenübernahme für die Umschulung zum Z._ vom 7. Oktober 2002 bis 30.
September 2004 zu (IV-act. 19) und erliess am 25. November 2002, am 29. August
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2003 und am 9. Januar 2004 (IV-act. 20, 25, 26) entsprechende Taggeldverfügungen.
Auf Antrag der Berufsberatung (IV-act. 28, 33) und gestützt auf eine Vereinbarung mit
dem Versicherten (IV-act. 34) übernahm die IV sodann die Kosten für Verpflegung und
Unterkunft für eine Zusatzausbildung zum Y._ in D._ vom 1. November 2004 bis
30. April 2006 (Verfügung vom 27. Oktober 2004, IV-act. 35) und richtete weiterhin
Taggelder aus (Verfügungen vom 19. und 26. November, vom 17. und 31. Dezember
2004, vom 9. August sowie vom 23. und 30. Dezember 2005, IV-act. 40 ff.). In einer
rechtskräftig gewordenen Verfügung vom 25. September 2006 hielt die IV-Stelle fest,
mit der Ausbildung zum Physiotherapeuten sei der Versicherte in der Lage, ein
rentenausschliessendes Einkommen zu erzielen und rentenausschliessend
eingegliedert (IV-act. 68).
B.
B.a Der Versicherte arbeitete ab September 2006 in einem 90 %-Pensum als Z._
(Protokoll RAV vom 19. März 2010, Fremdakten act. G 5.2; IK-Auszug [IV-act. 165-1
f.]), unterrichtete ab 1. Mai 2007 an der E._ (IV-act. 97; Arbeitsvertrag vom 11. April
2007, Fremdakten act. G 5.2), gab die Stelle als Z._ auf Ende März 2010
gesundheitsbedingt auf (Arztzeugnis Dr.med. F._, Praktischer Arzt, vom 16. März
2010, Fremdakten act. G 5.2) und arbeitete ab Mai 2010 während 33,6 Std./Woche (80
%-Pensum) in der I._ (IV-act. 98). Ab Januar 2011 unterrichtete er zusätzlich bei der
G._ GmbH (Fremdakten act. G 5.2). Am 5. November 2012 meldete er sich erneut bei
der IV zum Leistungsbezug an (IV-act. 83).
B.b Der behandelnde H._, Arzt für Psychiatrie/Psychotherapie, diagnostizierte im
Bericht vom 22. Dezember 2012 eine generalisierte Angststörung (ICD-10, F41.1), eine
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradig (ICD-10: F33.1), sowie ein
Burn-out-Syndrom (ICD-10: Z73.0). Der Versicherte sei schon 2010 mehrere Wochen
arbeitsunfähig gewesen und seit dem 15. August 2012 bestehe erneut eine volle
Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 91). Die Arbeitsstelle bei der I._ wurde dem Versicherten
wegen Umstrukturierung auf den 31. Januar 2013 gekündigt (IV-act. 98-5).
B.c Im Auftrag des Krankentaggeldversicherers verfasste MR Dr.med. J._, Facharzt
für Psychiatrie und Psychotherapie, am 9./10. August 2013 eine "second opinion". Er
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diagnostizierte eine Panikstörung (ICD-10: F41.0), bestehend sei etwa 20 Jahren, sowie
eine Angst und depressive Störung gemischt (ICD-10: F41.2), bestehend seit etwa zwei
Jahren und schätzte den Versicherten als Y._ zu 50 % und in einer adaptierten
Tätigkeit ohne erhöhte Belastung oder Zeitdruck, ohne direkte Patientenarbeit und
ohne überdurchschnittliche Dauerbelastung zu 70 % arbeitsfähig (Fremdakten act. G
5.2). Der behandelnde H._ erachtete gemäss Verlaufsbericht vom 26. Oktober 2013
bei unveränderten Befunden eine Tätigkeit als Lehrer bis maximal einem 30 %-Pensum
als zumutbar (IV-act. 107) und führte am 20. Dezember 2013 gegenüber der
Rechtsvertreterin des Versicherten aus, die Tätigkeit als Y._ sei nicht mehr und die
adaptierte Tätigkeit als Lehrer zu 30 % bis 50 % (12 bis 15 Std./Woche) zumutbar (IV-
act. 121).
B.d Am 7. Februar 2014 trat der Versicherte eine Stelle als Y._ bei der K._ GmbH
mit variablem und jeweils nach Bedarf abzusprechendem Arbeitseinsatz an
(Arbeitsvertrag vom 26. Februar 2014, IV-act. 125-1 f.).
B.e In einer Stellungnahme vom 20. Mai 2014 führte Dr. J._ aus, aus den von ihm
und H._ gestellten Diagnosen ergäben sich keine wesentlichen Unterschiede in der
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Er hielt indes an seiner Einschätzung der
Arbeitsfähigkeit fest (IV-act. 132). Im Verlaufsbericht vom 24. November 2014 nannte
H._ als Diagnosen eine Angststörung (ICD-10: F41.0, F41.1) sowie eine depressive
Störung (ICD-10: F33.17) bei anankastischer Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F60.5) mit
wiederholter Zwangsstörung (ICD-10: F42.0). Die zumutbare Arbeitsfähigkeit liege als
Y._ unter 30 % und als Lehrer bei 20 % bis 30 % (8 bis 12 Std.; IV-act. 147).
B.f Ab Januar 2015 übte der Beschwerdeführer eine weitere Lehrtätigkeit für die L._
aus (IV-act. 174-1 ff.).
B.g In der Folge beauftragte die IV-Stelle die MEDAS Zentralschweiz mit einem
bidisziplinären Gutachten (allg. innere Medizin/Psychiatrie, Gutachten vom 24. April
2015, Untersuchungen 24. und 25. März 2015; IV-act. 157). Die psychiatrische
Gutachterin diagnostizierte eine Panikstörung (ICD-10: F41.0), eine depressive
Symptomatik: DD rezidivierende depressive Störung, zuletzt leichte depressive
Episode, gegenwärtig remittiert (ICD-10: F32.4), DD atypische Depression (ICD-10:
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F32.8), sowie eine akzentuierte Persönlichkeit mit zwanghaften und dependenten
Zügen (ICD-10: Z73). Der internistische Gutachter fand eine hypertensive Herzkrankheit
(IV-act. 157-31). Die federführende psychiatrische Gutachterin führte aus, im Hinblick
auf seine Tätigkeit als Y._ dürfte der Versicherte mit seinem aktuellen Pensum von
maximal 30 % seine obere Grenze erreicht haben. Aufgrund der bestehenden
Symptomatik und Funktionsstörungen sollte es möglich sein, eine wohlwollende
Umgebung und eine möglichst freie Gestaltung der Zeit(einteilung) vorausgesetzt, die
Tätigkeit als Lehrer auszuüben. Die Einschränkungen dürften sich auf ein vermehrtes
Pausenbedürfnis und gelegentliche Erholungsphasen reduzieren lassen, sodass der
Versicherte gesamthaft auf eine Einschränkung von ca. 30 % kommen müsste (IV-act.
157-34). Mit seiner Lehrertätigkeit als freier Mitarbeiter habe der Versicherte im Prinzip
aktuell ideale Bedingungen. Aus versicherungsmedizinischer Sicht sollte die
Leistungsfähigkeit nicht mehr als 30 % eingeschränkt sein. Die Reduktion der
Arbeitsfähigkeit bestehe seit etwa November 2012 (IV-act. 157-35).
B.h Nach eigenen Angaben kündigte der Versicherte die Stelle als Y._ bei der K._
GmbH aus gesundheitlichen Gründen auf Ende Mai 2015 und die Stelle bei L._ per
September 2015. Er habe diese Stellen entgegen ärztlichem Rat annehmen und den
zunehmend schlechter werdenden Gesundheitszustand in Kauf nehmen müssen (IV-
act. 160).
B.i Mit Vorbescheid vom 3. August 2015 stellte die IV-Stelle dem Versicherten die
Abweisung des Rentenbegehrens in Aussicht (IV-act. 177). Hiergegen liess der
Versicherte am 8. September 2015 Einwand erheben und bemängelte namentlich die
gutachterliche Arbeitsfähigkeitsschätzung und die Bemessung des
Invalideneinkommens (IV-act. 179).
B.j Mit Verfügung vom 2. Oktober 2015 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren ab.
Die Bestimmung des Invaliditätsgrades habe sich auf die medizinisch zumutbare
Arbeitsfähigkeit von 70 % abzustützen. Als Basis für das Einkommen mit Behinderung
diene einerseits zur Hälfte das Einkommen als Lehrperson und andererseits stütze es
sich zur Hälfte auf die Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik
(BFS). Zum Einwand wurde in der Verfügung ausgeführt, gemäss Stellungnahme des
RAD vom 8. Mai 2015 könne auf das Gutachten abgestellt werden. Die Arbeitsfähigkeit
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von 70 % beziehe sich allgemein auf adaptierte Tätigkeiten und nicht ausschliesslich
auf Lehrtätigkeiten. Gemäss Rechtsprechung sei bei der Bemessung des
Invalideneinkommens primär auf das effektive Einkommen abzustellen, sofern die
Tätigkeit zumutbar und der Lohn marktüblich sei. Dies treffe beim Versicherten
eindeutig zu. Da das Einkommen, welches er durch seine Lehrtätigkeit erziele,
überdurchschnittlich hoch sei, könne nicht ausschliesslich auf die
Lohnstrukturerhebung abgestellt werden. Für die Bemessung des Pensums sei nicht
das Einkommen entscheidend, sondern die geleistete Arbeitszeit. Durch die
Lehrtätigkeit werde ein effektives Pensum von 30 % geleistet, wodurch für die
verbleibenden 40 % auf die LSE abgestützt werden müsse. Wenn das Einkommen der
Lehrtätigkeit (Pensum 30 %) angerechnet und das Einkommen des zusätzlich
zumutbaren Pensums von 40 % durch die LSE addiert werde, sei der Invaliditätsgrad
noch immer unter 40 %. Ein Tabellenlohnabzug (Leidensabzug) sei nicht gerechtfertigt,
da sich die Arbeitsfähigkeit von 70 % auf ein ganztägiges Pensum mit reduzierter
Leistung aufgrund der notwendigen vermehrten Pausen beziehe. Somit sei ein
Tabellenlohnabzug bei der Festlegung der verbleibenden Arbeitsfähigkeit bereits
berücksichtigt. Ein Teilzeitabzug von 10 % könnte durchaus gewährt werden, doch
bestehe dann weiterhin ein nicht rentenbegründender IV-Grad von 35 % (IV-act. 182).
C.
C.a Gegen die Verfügung vom 2. Oktober 2015 lässt A._, vertreten durch
Rechtsanwalt lic.iur. R. Zahner, am 29. Oktober 2015 Beschwerde erheben. Er
beantragt, die angefochtene Verfügung sei unter Kosten- und Entschädigungsfolgen
aufzuheben und es sei ihm mindestens eine Viertelsrente auszurichten. Eventualiter sei
die angefochtene Verfügung aufzuheben und es seien weitere Abklärungen
vorzunehmen. Subeventualiter sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und dem
Beschwerdeführer eine befristete Invalidenrente zuzusprechen. Die von der
Beschwerdegegnerin vorgenommene Bemessung des Invalideneinkommens sei aus
verschiedenen Gründen nicht korrekt. Sie unterstelle dem Beschwerdeführer, er könne
drei Jobs gleichzeitig ausüben (E._, L._ und zusätzlich eine adaptierte Tätigkeit auf
dem allgemeinen Arbeitsmarkt), ohne die daraus resultierenden Wechselwirkungen zu
diskutieren. Der Beschwerdeführer arbeite aktuell als Lehrer mit einem schwankenden
Pensum von 40 % bereits voll am Limit. Eine zusätzliche Erwerbstätigkeit würde sich
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zweifellos negativ auf seinen schon angeschlagenen Gesundheitszustand auswirken.
Weiter fehle es mindestens an der Voraussetzung eines besonders stabilen
Arbeitsverhältnisses, um das effektiv erzielte Einkommen als Lehrer dem
Invalideneinkommen gleichzusetzen. Das angenommene Invalideneinkommen von Fr.
64'031.-- entspreche ziemlich genau dem Einkommen eines gesunden Arbeitnehmers
mit 100 %-Pensum (LSE, TA 1 2012 Kompetenzniveau 1 Männer). Anstelle der
Mischrechnung seien Tabellenlöhne beizuziehen. Als Ausgangswert für das
Invalideneinkommen errechne sich ein Betrag von Fr. 46'681.35, woraus ein
Invaliditätsgrad von 45 % resultiere. Grundsätzlich wäre beim Valideneinkommen auch
eine hypothetische Entwicklung als Gesunder im Rahmen der Lehrtätigkeit zu
berücksichtigen. Dem Gutachten könne nicht entnommen werden, dass sich die
gutachterlich festgestellte Arbeitsfähigkeit von 70 % auf ein ganztägiges Pensum
beziehe. Dem Beschwerdeführer stehe angesichts der ausgewiesenen
Funktionsstörungen ein Tabellenlohnabzug von mindestens 10 % zu. Zusätzlich habe
er Anspruch auf einen Teilzeitabzug von 10 %, weshalb sich insgesamt ein
Tabellenlohnabzug von 20 % errechne. Es resultiere ein Invaliditätsgrad von 56 %, was
dem Beschwerdeführer Anspruch auf eine halbe Invalidenrente gebe. Die Angaben der
psychiatrischen Gutachterin bezüglich der Arbeitsfähigkeit als Lehrer und bei anderer
Tätigkeit seien nicht schlüssig. Dies rechtfertige weitere Abklärungen in Form einer
Rückfrage bei der psychiatrischen Gutachterin oder einer neuerlichen psychiatrischen
Begutachtung. Aus dem Gutachten ergebe sich hinsichtlich des Beginns der
reduzierten Arbeitsfähigkeit lediglich, dass diese seit etwa November 2012 reduziert
sei. Indes habe H._ ab 15. August 2012 eine volle Arbeitsunfähigkeit als
Physiotherapeut und im Verlaufsbericht vom 26. Oktober 2013 ein maximal zumutbares
Pensum von 30 % als Lehrer attestiert. Der Beschwerdeführer habe ab 1. August 2013
bis März 2015 (zuzüglich dreimonatige Übergangsfrist) im Minimum Anspruch auf eine
befristete Invalidenrente (act. G 1).
C.b Mit Beschwerdeantwort vom 16. Dezember 2015 beantragt die
Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Die Angaben im MEDAS-
Gutachten seien genügend präzis, um eine adaptierte Tätigkeit des Beschwerdeführers
zu umschreiben. Demnach erübrigten sich Rückfragen oder gar weitere psychiatrische
Abklärungen. Der Beschwerdeführer habe den Beruf eines Konditors erlernt. Es gebe
keine Hinweise, dass er sich als Gesunder noch in einen anderen Beruf umgeschult
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hätte. Das Valideneinkommen sei daher gestützt auf die Tätigkeit des
Beschwerdeführers als Konditor zu bestimmen und betrage Fr. 67'254.--. Der von einer
versicherten Person tatsächlich erzielte Verdienst könne lediglich dann als
Invalideneinkommen übernommen werden, wenn besonders stabile Arbeitsverhältnisse
eine Bezugnahme auf den hypothetisch ausgeglichenen Arbeitsmarkt praktisch
erübrigten und wenn anzunehmen sei, dass die Restarbeitsfähigkeit in zumutbarer
Weise ausgeschöpft werde. Weil der Beschwerdeführer lediglich im Ausmass von 40 %
arbeitstätig sei, schöpfe er seine Restarbeitsfähigkeit nicht in zumutbarer Weise aus,
weshalb auf Tabellenlöhne abzustellen sei. Der Beschwerdeführer verfüge über
vielfältige berufliche Kenntnisse, weshalb es gerechtfertigt sei, sein
Invalideneinkommen gestützt auf das Kompetenzniveau 2 der Tabellenlöhne zu
berechnen. Ein Leidens- oder Teilzeitabzug sei nicht vorzunehmen. Das
Invalideneinkommen betrage somit Fr. 49'328.--, woraus ein Invaliditätsgrad von 27 %
resultiere. Weil nicht ersichtlich sei, dass sich der Gesundheitszustand im
massgeblichen Zeitraum, nämlich seit Mai 2013 bis zur Begutachtung vom 24. März
2015 wesentlich verändert habe, gelte die Arbeitsfähigkeitsschätzung im MEDAS-
Gutachten auch rückwirkend (act. G 4).
C.c Der Beschwerdeführer reicht keine Replik ein (act. G 7).

Erwägungen
1.
1.1 Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) umschreibt Invalidität als voraussichtlich
bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit.
Erwerbsunfähigkeit ist der durch die gesundheitliche Beeinträchtigung verursachte und
nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende Verlust der
Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt
(Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind
ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen.
Eine Erwerbsunfähigkeit liegt nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar
ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
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1.2 Nach Art. 28 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR
831.20) besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person
mindestens zu 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie wenigstens zu 60 %, auf eine
halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 %, und auf eine Viertelsrente, wenn sie
mindestens zu 40 % invalid ist. Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum
Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre
(Valideneinkommen, Art. 16 ATSG).
1.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des
Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung
zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte
Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen). Hinsichtlich des
Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden
ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und der medizinischen
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind
(BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen; BGE 141 V 14 E. 6.3.1). Im Sinne einer Richtlinie
ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von externen
Spezialärzten und -ärztinnen, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und
Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der
Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, volle Beweiskraft
zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise
sprechen (BGE 137 V 227 E. 1.3.4; BGE 125 V 353 E. 3b/bb).
1.4 Im Sozialversicherungsrecht gilt der Untersuchungsgrundsatz. Verwaltung und
Sozialversicherungsgericht haben von sich aus für die richtige und vollständige
Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen (BGE 122 V 158 E. 1a).
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Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob über den
streitigen Anspruch so oder anders zu entscheiden ist. In diesem Rahmen haben
Verwaltungsbehörden und das Sozialversicherungsgericht zusätzliche Abklärungen
stets dann vorzunehmen oder zu veranlassen, wenn hierzu aufgrund der
Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebenden Anhaltspunkte
hinreichender Anlass besteht (BGE 117 V 282 E. 4a). Im Sozialversicherungsrecht hat
das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht,
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen (BGE 126 V 360
E. 5b; BGE 125 V 195 E. 2, je mit Hinweisen).
2.
Medizinische Grundlage der Verfügung bildet das Gutachten der MEDAS
Zentralschweiz vom 24. April 2015 (IV-act. 157). Es ist zunächst dessen
Beweistauglichkeit zu prüfen. In diagnostischer Hinsicht stimmt die Beurteilung der
psychiatrischen Hauptgutachterin im Wesentlichen mit Dr. J._ (IV-act. 157-31) und
mit dem behandelnden H._ überein. Zum Persönlichkeitsaspekt führt die Gutachterin
aus, der Beschwerdeführer habe seinen Lebensunterhalt selbst verdient, eine Familie
gegründet und sich intensiv um sie und seine Eltern gekümmert und führe ein
geordnetes Leben. Sie begründet damit schlüssig, weshalb sie keine
Persönlichkeitsstörung diagnostiziert (IV-act. 157-30 f.). Die Funktionseinschränkungen
erhebt sie ausführlich mit der Mini-ICF-APP von Linden Baron und Muschalla (IV-act.
157-31 ff.) und kommt zum Schluss, insgesamt seien die Fähigkeiten nicht prinzipiell
sehr schwer eingeschränkt. Gewisse Fähigkeiten seien jedoch relevant beeinträchtigt,
insbesondere die Flexibilität und Umstellfähigkeit, die Durchhaltefähigkeit und die
Kontaktfähigkeit zu Dritten (IV-act. 157-34). Die Gutachterin bezeichnet die aktuelle
Lehrtätigkeit des Beschwerdeführers unter den Bedingungen einer wohlwollenden,
unterstützenden Umgebung sowie freier Zeiteinteilung als im Prinzip ideal (IV-act.
157-34 f.). Diese sich auf die Lehrtätigkeit beziehenden Aussagen enthalten zugleich
die Adaptationskriterien (RAD-Stellungnahme vom 8. Mai 2015, IV-act. 158-2). Dr. J._
hatte ausgeführt, die emotionale Belastbarkeit, die geistige Flexibilität, Interessen,
Motivation und Dauerbelastbarkeit seien beeinträchtigt und eine Tätigkeit im X._ sei
zusätzlich emotional belastend. Adaptiert seien Tätigkeiten ohne emotionale Belastung,
erhöhten Zeitdruck (Stressbelastung), W._ und ohne überdurchschnittliche
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Dauerbelastung (Fremdakten act. 5.2). Er hat damit ähnliche Einschränkungen
festgestellt und ähnliche Adaptationskriterien umschrieben wie die Gutachterin.
Diagnosestellung und Arbeitsfähigkeitsschätzung der Gutachterin berücksichtigen die
geklagten Beschwerden, die wesentlichen medizinischen Akten und beruhen auf einer
umfangreichen Befunderhebung mit Testungen (Beck-Angst-Inventar [BAI], Beck-
Depressions-Inventar [BDI-II], Hamilton-Depressions-Skala [HAMD], Fragebogen zur
Analyse motivationaler Schemata [FAMOS], Inkongruenz-Fragebogen [INK], Inventar
zur Erfassung interpersonaler Probleme [IIP]; IV-act. 157-29 ff.). Die Berichte von H._
enthalten keine durch die Gutachterin nicht berücksichtigten Befunde bzw. Diagnosen,
weshalb es sich bei seinen Arbeitsfähigkeitsschätzungen um abweichende
Beurteilungen desselben medizinischen Sachverhalts handelt, welche die Beweiskraft
des Gutachtens nicht in Frage zu stellen vermögen (vgl. Urteil des Eidgenössischen
Versicherungsgerichts [seit 1. Januar 2007 Sozialrechtliche Abteilungen des
Bundesgerichts] vom 18. April 2006, I 783/05, E. 2.2 mit Verweis; BGE 137 V 227 E.
1.3.4 und BGE 125 V 353 E. 3b/bb). Auf das MEDAS-Gutachten ist daher abzustellen
und von einer Arbeitsfähigkeit von 70 % in adaptierten Tätigkeiten auszugehen.
3. Zu prüfen bleibt der vorliegend umstrittene Einkommensvergleich.
3.1 Für die Ermittlung des Einkommens, welches die versicherte Person ohne
Invalidität erzielen könnte, ist entscheidend, was sie im massgebenden Zeitpunkt
aufgrund ihrer beruflichen Fähigkeiten und persönlichen Umstände nach dem
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient
hätte. Die Einkommensermittlung hat so konkret wie möglich zu erfolgen. Da nach
empirischer Feststellung in der Regel die bisherige Tätigkeit im Gesundheitsfall
weitergeführt worden wäre, ist Anknüpfungspunkt für die Bestimmung des
Valideneinkommens grundsätzlich der letzte vor Eintritt der Gesundheitsschädigung
erzielte, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepasste
Verdienst (Urteil des Bundesgerichts vom 21. August 2013, 8C_196/2013, E. 3.1, mit
weiteren Verweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 23. September 2014,
9C_192/2014, E. 3.2). Der Beschwerdeführer erzielte bei der B._ AG zuletzt im Jahre
2001 einen Lohn von Fr. 68'250.-- (Fr. 5'250.-- x 13; IV-act. 14-1, Angabe des
Arbeitgebers; vgl. auch IK-Auszug IV-act. 165-3). Unter Berücksichtigung der
Lohnentwicklung bis zum Jahr 2015 entspricht dies Fr. 79'876.-- (Lohnentwicklung
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2015, Index Männer 2001: 1902, 2015: 2226; Informationsstelle AHV/IV, IV 2015, Bern
2015, update http://www.shop.ahv-iv.ch/data/docs/ download/21902/de/Anhaenge-1-
Saeule-Stand-Januar-2017.pdf, Anhang 2). Nach Beendigung der Umschulung Ende
April 2006 hat der Beschwerdeführer als Y._ ein rentenausschliessendes Einkommen
erzielt. Im Jahr vor seiner Wiederanmeldung bei der IV, d.h. im Jahr 2011, betrug sein
Einkommen gemäss IK-Auszug Fr. 79'419.-- (vgl. IV-act. 165). Hochgerechnet auf das
Jahr 2015 ergäbe dies einen Betrag von Fr. 81'431.-- (Index 2011: 2171, 2015: 2226).
Wie nachfolgend auszuführen sein wird, kann offen gelassen werden, von welcher
Basis für die Bemessung des Valideneinkommens auszugehen ist.
3.2
3.2.1 Anlässlich der Begutachtung (März 2015) äusserte der Beschwerdeführer, das
Lehrpensum sei unterschiedlich, in letzter Zeit seien es zwei volle Tage gewesen, je
nach Kurs. Jetzt sei noch eine andere Schule in M._ dazugekommen (IV-act. 157-19).
Am 21. Mai 2015 gab der Beschwerdeführer an, das Pensum bei der E._ sei variabel
und betrage ca. 30 %, bei der L._ arbeite er aushilfsweise mit variablem
Beschäftigungsgrad von ca. 10 % (IV-act. 160). Im Einwand vom 8. September 2015
nannte er ein Pensum als Lehrer von ca. 40 %, welches sowohl die Tätigkeit bei der
E._ als auch jene bei der L._ umfasst (IV-act. 179-2, 3). Bei der E._ wurden ihm
im Januar 2015 31,5 Std., im Februar 2015 54,75 Std., im März 2015 47,25 Std., im
April 2015 31,5 Std., im Mai 2015 46,5 Std., und im Juni 2015 42 Std. angerechnet (IV-
act. 173-1 ff.). Dies ergibt einen Durchschnitt von 42,25 Std. pro Monat, wobei in den
berücksichtigten Monaten Januar bis Juni insbesondere keine Sommerferien angefallen
sind. Insgesamt liegt das Wochenpensum somit bei rund 10 Stunden, was auch der
Angabe der Schule vom 1. März 2013 entspricht (IV-act. 97-2). Gemäss Arbeitsvertrag
mit der E._ erfolgen die Lohnzahlungen monatlich nach abgerechneten Stunden (inkl.
Korrekturarbeiten und Vorbereitungszeit; Fremdakten act. G 5.2; vgl. auch
Feststellungblatt vom 27. Juli 2015, IV-act. 176-2). An der L._ unterrichtete der
Beschwerdeführer vom 31. Januar bis 1. April 2015 18 Stunden, vom 2. April bis 10.
Juni 2015 18 Stunden und vom 11. bis 19. Juni 2015 12 Stunden (IV-act. 174). Dies
ergibt rund 10 Stunden monatlich, was unter Berücksichtigung der Ferien rund zwei
Lektionen pro Woche entspricht. Insgesamt umfasst die Lehrtätigkeit somit 12
Lektionen pro Woche. Gemäss Art. 12 Abs. 2 der Ergänzenden Verordnung über das
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Arbeitsverhältnis der Lehrpersonen an Berufs- und Weiterbildungszentren (sGS 231.31)
in Verbindung mit deren Anhang Laufbahn D wird die Jahreswochenlektion im
Lehrauftrag mit 3,36 % angerechnet, woraus für die 12 Wochenlektionen des
Beschwerdeführers ein Pensum von 40,3 % resultiert. Somit erscheint der von der
Beschwerdegegnerin angenommene und vom Beschwerdeführer nicht bestrittene
Beschäftigungsgrad von 40 % plausibel und es kann darauf abgestellt werden.
3.2.2 Der Beschwerdeführer ist in seiner Tätigkeit als Lehrer zu 70 % arbeitsfähig (vgl.
E. 2.1) und schöpft daher seine Erwerbsfähigkeit mit seinem 40 %-Pensum nicht voll
aus. Für die Bemessung des Invalideneinkommens ist daher gemäss
bundesgerichtlicher Rechtsprechung der bei tatsächlich ausgeübtem Pensum erzielte
Lohn auf das Entgelt bei voll ausgeschöpftem Pensum hochzurechnen (Urteil vom 11.
Februar 2013, 9C_720/2012, E. 2.3.2; U. MEYER/M.REICHMUTH, Bundesgesetz über
die Invalidenversicherung [IVG], 3. Aufl., Zürich 2014, Art. 28a N 78). Das
Invalideneinkommen ist daher aufgrund einer angenommenen 70 %igen Tätigkeit als
Lehrer zu bemessen.
3.2.3 Von der E._ AG wurden folgende Bruttolöhne vergütet: Fr. 3'451.-- (Januar
2015), Fr. 4'467.-- (Februar 2015), Fr. 3'979.-- (März 2015), Fr. 2'702.-- (April 2015), Fr.
3'220.-- (Mai 2015) und Fr. 3'024.-- (Juni 2015; IV-act. 173-1 ff.). Dies entspricht einem
Durchschnitt von Fr. 3'474.--. In Abzug zu bringen ist der in diesem Betrag enthaltene
Ferien-/Feiertagslohn von 11 %, weil der Beschwerdeführer während der Ferienzeit
keine Lektionen erteilen kann, womit ein Monatslohn von Fr. 3'092.-- (0,89 x Fr.
3'474.--) und ein Jahreseinkommen von Fr. 37'102.-- (12 x Fr. 3'092.--) resultiert. Das
Jahreseinkommen der L._ beträgt bei angenommenen 10 Stunden monatlich 120
Stunden im Jahr zu Fr. 75.-- (IV-act. 174-1 ff.), somit Fr. 9'000.--, wovon 8,33 %
Ferienzulage in Abzug zu bringen sind, was den Betrag von Fr. 8'249.-- (0,9166 x Fr.
9'000.--) ergibt. Insgesamt erzielte der Beschwerdeführer im Jahr 2015 mit seiner 40
%igen Lehrtätigkeit ein Jahreseinkommen von mutmasslich Fr. 45'351.-- (Fr. 37'102.--
+ Fr. 8'249.--). Dabei kann offen bleiben, ob der Beschwerdeführer sein
Arbeitsverhältnis bei der L._ nun beibehalten oder gekündigt hat, denn gemäss
Gutachten war ihm dieses Arbeitsverhältnis zumutbar. Das auf 70 % hochzurechnende
Invalideneinkommen beläuft sich somit auf Fr. 79'365.-- (Fr. 45'351.-- : 40 % x 70 %).
Selbst wenn statt einer Hochrechnung einzig ein zusätzlich zumutbares Einkommen als
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Hilfsarbeiter berück¬sichtigt würde, würde das Invalideneinkommen Fr. 65'341.--
betragen (Fr. 45'351.-- + Fr. 66'633.-- x 30 % [vgl. Informationsstelle AHV/IV, IV 2015,
Bern 2015, update http://www.shop.ahviv.ch/data/docs/download/
21902/de/Anhaenge-1-Saeule-Stand-Januar-2017.pdf, Anhang 2]).
3.2.4 Gemäss Gutachten lassen sich die Einschränkungen bei der vom
Beschwerdeführer ausgeübten Lehrtätigkeit auf ein vermehrtes Pausenbedürfnis und
gelegentliche Erholungsphasen reduzieren, so dass gesamthaft eine Einschränkung
von 30 % bestehe (IV-act. 157-34). Die gesundheitsbedingten Einschränkungen sind
somit in der geschätzten Arbeitsunfähigkeit enthalten und können deshalb nicht
nochmals durch einen leidensbegründeten Tabellenlohnabzug berücksichtigt werden
(Urteil des Bundesgerichts vom 22. Januar 2015, 9C_846/2014, E. 4.1.1). Es bleibt
somit höchstens Raum für den von der Beschwerdegegnerin anerkannten
Tabellenlohnabzug von 10 % wegen teilzeitlicher Tätigkeit (Urteile des Bundesgerichts
vom 26. August 2011, 8C_379/2011, E. 4.2.2.1 und vom 29. Februar 2016,
9C_808/2015, E. 3.3.2). Das Invalideneinkommen beläuft sich somit - unter
Berücksichtigung der 40 %-igen Lehrertätigkeit und einer 30 %igen Hilfsarbeit - auf
mindestens Fr. 58'807.-- (0,9 x Fr. 65'341.--).
3.3 Aus der Gegenüberstellung des Valideneinkommens von höchstens Fr. 81'431.--
und des Invalideneinkommens von mindestens Fr. 58'807.-- resultiert ein
Invaliditätsgrad von 27,8 %, der keinen Rentenanspruch begründet. Selbst wenn
zugunsten des Beschwerdeführers angenommen würde, im Gesundheitsfall wäre er
vollumfänglich als Lehrer tätig und entsprechend ein Prozentvergleich vorgenommen
würde, beträgt der Invaliditätsgrad unter Berücksichtigung eines Tabellenlohnabzugs
von 10 % maximal 37 % (1-[0,7 x 0,9])
4.
Gemäss dem Gutachten besteht die reduzierte Arbeitsfähigkeit seit etwa November
2012 (IV-act. 157-35), was sich auch auf die adaptierte Lehrtätigkeit bezieht. Dieser
Zeitpunkt entspricht demjenigen der Wiederanmeldung (5. November 2012, IV-act. 83).
Für einen befristeten Rentenanspruch besteht somit keine medizinische Grundlage.
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5.
5.1 Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen.
5.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr.
1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint
in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem Ausgang des
Verfahrens entsprechend ist sie vollumfänglich dem Beschwerdeführer aufzuerlegen
und durch den von ihm geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 600.-- gedeckt. Der
Beschwerdeführer hat bei diesem Verfahrensausgang keinen Anspruch auf eine
Parteientschädigung (vgl. Art. 61 lit. g ATSG).