Decision ID: 3e4799b5-8416-4d07-8046-31a9561093cf
Year: 2021
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1972, verfügt über ein Fähigkeitszeugnis als kauf
männischer An
gestellter sowie über ein 2014 in Prag erlangtes Master of Business Administra
tion-(MBA)-Dipl
om
im Bereich Human Resource
and Personal
Manage
ment
(
Urk.
7/318/13-16 S. 3
). Z
ul
etzt war er vom 1
8.
Mai bis 28.
Septem
ber 2015 bei der
Y._
im Rahmen einer Ausbildung angestellt und dadurch bei der Militär
versi
cherung
versichert
. Bei erfolgreichem Abschluss der Ausbil
dung wäre eine Weiterbeschäftigung als in Kosovo stationierter Personalchef der
Z._
bis 2
1.
April 2016 vorgesehen gewesen
. Indessen erlitt der Versicherte am
7.
August 2015 als Mitfahrer in einem Armeefahrzeug bei einem Unfall eine Verletzung der Wirbelsäule (traumatische Diskushernie mit Plegie links
und S1-Parese rechts
), was zum vorzeitigen Abbruch der Ausbildung per 1
8.
August 2015 führ
te (
E. 1.1 des Urteils
MV.2018.00006
des Sozialversicherungsgerichts vom 2
0.
Januar
2020, Urk. 7/340
). Am 2
0.
und 25.
August
2015
wurden
operative Eingriffe
(Diskektomie
n
und De
k
ompres
sion
en
L5/S1) durchgeführt (
Urk.
7/18 S.
1). Am 18.
Februar 2016 unterzog sich der Versicherte einer transpedunkulären Fusion L4/S1
(
Urk.
7/119).
Die
Suva
, Abteilung Militärversicherung,
anerkannte ihre Leistu
ngspflicht und erbrachte die ge
setzlichen Leistungen; insbesondere richtete sie Taggelder aus.
1.2
Für die Beurteilung der weiteren Leistungspfli
cht holte die Suva
bei
Dr.
med.
A._
, Spezialarzt FMH für Rheumatologie und Innere Medizin,
B._
,
ein
Gut
achten mit Evaluation der funktionellen Leistungs
fähigkeit (EFL) ein (
Gutachten vom 2
8.
April 2017, Urk.
7/213). Im Anschluss teilte sie dem Versicherten mit Schreiben
vom 2
3.
Mai 2017 mit, seit der EFL im April bestehe eine Arbeitsfä
higkeit von 70
%
; die Taggelder würden ab dem
1.
Juli 2017 entsprechend redu
ziert.
Mit den vorgeschlagenen therapeutischen Massnahmen könne
die Arbeits
fähigkeit sukzessive gesteigert und per
1.
Oktober 2017 eine volle Arbeitsfähig
keit erreicht werden (
Urk.
7/220).
Mit Schreiben vom 23.
Oktober 2017 hielt die Suva an der Einstellung der Taggeldzahlungen per 1.
Oktober 2017 fest und kün
digte die Einleitung ergänzender Abklärungen an (
Urk.
7/258), welcher Ankün
digung mittels erneuter
,
diesmal in der
C._
durchgeführter EFL (vgl. deren Bericht vom
3.
Mai 2018
,
Urk.
7/283
) nachgekommen wurde.
Mit Verfügung vom 1
5.
Januar 2019 lehnte die Suva die Erbringung von weiteren Taggeldleistungen ab
1.
Oktober 2017
ab (
Urk.
7/319), wogegen der Versicherte am 1
3.
Februar 2019 Ein
s
prache erhob
(
Urk.
7/325)
.
1.3
Im Streit über die Höhe des für die Taggeldberechnung ab
1.
Januar
2017 mass
geblichen Jahresverdienstes entschied das Sozialversicherungsgericht mit in
Rechts
kraft erwachsenem Urteil vom 2
0.
Januar
2020
im Prozess MV.2018.00006
,
dass das Tag
geld ab 1.
Januar
2017 auf der Basis eines
Jahres
verdienstes von Fr.
133’934.-- zu berechne
n ist
(
Urk.
7/340
)
.
1.4
Am
2
4.
Februar 2020
wurde der Versicherte erneut am Rücken operiert (Verlän
gerungs-Spondylodese L3-S1;
Urk.
7/359). Mit
E
ntscheid vom
2.
Juni 2020 wies die Suva die Einsprache vom 1
3.
Februar 2019 gegen die Verfügung vom 1
5.
Januar 2019
ab
(
Urk.
2).
2.
Gegen den Ein
s
pracheentscheid vom
2.
Juni 2020 richtet sich die Beschwerde des Versicherten vom
1.
Juni 2020 mit dem Rechtsbegehren, der Einspracheentscheid sei aufzuheben und ihm seien Taggeldleistungen im Umfang von 50
%
ab
1.
Oktober 2017, von 60
%
vom
1.
bis 2
8.
Januar 2019 und von 70
%
ab 2
9.
Januar 2019
auf der Basis eines Jahresverdienstes von CHF 133'934.—
auszu
richten. Eventualiter sei das Taggeld ab dem
1.
Oktober 2017 im Umfang von 50
%
und ab dem
1.
Oktober 2018 im Umfang von 51
%
auszurichten (
Urk.
1 S.
2).
Die Suva schloss in der Beschwerdeantwort vom
4.
September
2020 (
Urk.
6) auf Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer
mit Verfügung vom 17.
September 2020 mitgeteilt wurde (
Urk.
8).
Dieser
liess sich daraufhin mit Ein
gab
e
vom 2
9.
September 2020 erneut vernehmen (
Urk.
9).
Die Suva hielt
am
2
9.
Oktober 2020 an ihrem Abweisungsbegehren fest (
Urk.
12). Darüber wurde der
Beschwerdeführer
am
4.
November 2020 orientiert (
Urk.
13).

Das Gericht zieht in Erwägung:
1.
1.1
Nach
Art.
5
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Militärversicherung (MVG) er
streckt sich die Haftung der Militärversicherung auf jede Gesundheitsschädi-gung, die während des Dienstes in Erscheinung tritt und gemeldet oder sonst wie festgestellt wird. Die Militärversicherung haftet nicht, wenn sie den Beweis er
bringt, dass die Gesundheitsschädigung sicher vordienstlich ist oder sicher nicht während des Dienstes verursacht werden konnte (
Art.
5
Abs.
2 lit. a MVG), und wenn sie zusätzlich den Beweis erbringt, dass diese Gesundheitsschädigung sicher während des Dienstes weder verschlimmert noch in ihrem Ablauf beschleunigt
worden ist (
Art.
5
Abs.
2 lit. b MVG). Wird der nach Absatz 2 Buchstabe a gefor
derte Beweis erbracht, dagegen nicht derjenige nach Absatz 2 Buchstabe b, so haftet die Militärversicherung für die Verschlimmerung der Gesundheitsschädi
gung. Der nach Absatz 2 Buchstabe b geforderte Beweis gilt auch für die Bemes
sung des versicherten Schadens (
Art.
5
Abs.
3 MVG).
Wird die Gesundheitsschädigung erst nach Schluss des Dienstes durch einen Arzt, Zahnarzt oder Chiropraktor festgestellt und bei der Militärversicherung angemel
det, oder werden Spätfolgen oder Rückfälle geltend gemacht, so haftet die Mili
tärversicherung nur, wenn die Gesundheitsschädigung mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit während des Dienstes verursacht oder verschlimmert worden ist oder wenn es sich mit überwiegender Wahrscheinlichkeit um Spätfolgen oder Rückfälle einer versicherten Gesundheitsschädigung handelt (
Art.
6 MVG).
1.2
1.2.1
Ist der Versicherte infolge der Gesundheitsschädigung arbeitsunfähig, so hat er nach
Art.
28
Abs.
1
MVG
Anspruch auf ein Taggeld. Bei vollständiger Arbeits
unfähigkeit entspricht das Taggeld 80 Prozent des versicherten Verdienstes. Bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit wird das Taggeld entsprechend herabgesetzt.
In Ab
weichung von Artikel 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; vgl.
Art.
1
Abs.
1 MVG) wird der Grad der Arbeitsunfähigkeit
gemäss
Art.
28
Abs.
2 Satz 1 MVG
in der Regel bestimmt nach dem Verhältnis zwischen dem Verdienst, den der Versicherte zumutbarerweise noch zu erzielen in der Lage ist, und dem Verdienst, den er ohne die Gesund
heitsschädigung im bisherigen Beruf oder Tätigkeitsbereich erzielt hätte.
Das Vor
liegen eines wirtschaftlichen Schadens stellt bei Erwerbstätigen
somit
eine zu
sätzliche Anspruchsvoraussetzung dar. Das Ausmass der Verdiensteinbusse bestimmt den Grad der Arbeitsunfähigkeit und damit die Höhe des Taggeldes (Maeschi, Kommentar zum Bundesgesetz über die Militärversicherung, Bern 2000,
Art.
28 Rz 8, S. 246; vgl. auch
K
ieser, ATSG-Kommentar, 4
. Auflage, Zürich
20
20
, N
114
zu
Art.
6
ATSG
, S. 183).
Bei der Ermittlung des zumutbarerweise noch zu erzielenden Verdienstes wird in der Regel vom bisherigen Beruf und Tätigkeitsbereich ausgegangen. Ein weiterer Tätigkeitsbereich ist in die Beurteilung einzubeziehen, wenn die Arbeitsunfähig
keit längere Zeit dauert und anzunehmen ist, dass der Versicherte die verblei
bende Arbeitsunfähigkeit nicht zumutbarerweise voll ausnützt (Maeschi, a.a.O.
Art.
28 Rz 19, S. 248).
1.2.2
Der Taggeldanspruch erlischt bei Wegfall der Anspruchsvoraussetzungen
(Arbeitsunfähigkeit, Verdiensteinbusse)
,
bei
Erlöschen der Bundeshaftung sowie
bei Ablösung durch eine Invalidenrente oder eine Abf
indung (Maeschi, a.a.O.,
Art.
28
Rz 11, S. 246). Erst wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung aus prognostischer Sicht keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr zu erwarten ist, welche die Erwerbsfähigkeit günstig zu beeinflussen ver
mag, und eine voraussichtlich bleibende oder länger dauernde Invalidität einge
treten ist, erfolgt der Übergang vom Taggeld zur Rente (Urteil des Bundesgerichts 8C_330/2017 vom 19. September
2017 E.
4.3.1). Das Taggeld kann wiederaufle
ben, wenn die Anspruchsvoraussetzungen bei fortbestehender Bundeshaftung er
neut gegeben sind (Maeschi,
a.a.O.,
Art.
28 Rz 12 S. 247).
1.3
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging im Einspracheentscheid vom
2.
Juni
2020
im Wesentlichen davon aus, beide durchgeführten EFL hätten ergeben, dass dem
Beschwerdeführer
eine leichte bis mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeit ganz
tags möglich sei. Sowohl der Kreisarzt der Militärversic
herung als auch der R
egi
onale Ä
rztliche Dienst der IV-Stelle hätten die durchgeführten Abklärungen als nachvollziehbar
und zutreffend erachtet (
Urk.
2
S. 6). Die Einwendungen des
Be
schwerdeführers
vermöchten die Beweiserhebungen
nicht in Frage zu stellen (
Urk.
2
S. 6 ff.).
Wie auch
Dr.
med.
D._
, Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation,
von der
C._
klargestellt habe, stelle eine EFL
eine praktische Testung unter Berücksichtigung des Individuums und der körper
lichen Konstitu
tion dar. Von statistischen Pauschalaussagen können keine Rede sein (
Beschwer
deantwort vom
4.
September 2020,
Urk.
6 S. 6). Weder der behan
delnde Arzt in seiner ausführlichen Kritik zur EFL noch die Spezialisten im Rah
men der EFL hätten den Umstand der Medikamenteneinnahme im Rahmen der Beurteilung als kritisch erachtet (
Urk.
6 S. 8). Ein Widerspruch der beiden EFL sei nicht ersichtlich (
Urk.
6 S. 8 f.).
Im Rahmen der EFL seien keine relevanten Ein
schränkungen im kognitiv-motivationalen Bereich festgestellt worden (
Urk.
6 S.
11).
Die erst in der Einsprache gegen die Verfügung geltend gemachten psychi
schen Beschwerden seien nicht Gegenstand des Verfahrens (
Urk.
2 S. 8,
Urk.
6 S.
10 f.). Selbst wenn
das
Gericht zum gegenteiligen Schluss kommen sollte, so sei gar keine ICD-10 kodierte Diagnose gestellt und dennoch eine Arbeitsun
fähigkeit attestiert worden.
Dies
sei inakzeptabel (
Urk.
6 S. 12).
2.2
Der Beschwerdeführer machte beschwerdeweise geltend, die durchgeführten EFL seien nicht in den notwendigen Kontext mit den fachärztlichen Berichten
von Dr.
med.
E._
,
FMH
Orthopädische Chirurgie, gesetzt worden (
Urk.
1 S
.
6
Z
iff.
15
). Die bei ihm ausserhalb der Norm liegenden
Umstände wie seine
Konsti
tution,
die
Ursache der Gesundheitsschädigung sowie
der bisherige
Behandl
ungs
verlauf und insbesondere die zu erwartende
Prognose des weiteren Verlaufs seien nicht genügend berücksichtigt wo
rden (
S. 7
Z
iff.
16
).
Die vorgenommenen Spect-Untersuchu
ngen belegten, dass der Heilungs
verlauf rückläufig sei und künftig weiter
e Operationen zu erwarten seien und dass höchstens eine Arbeitsfähi
gkeit von 50
%
vorliege (
S. 7
Z
iff.
17
). Das in der EFL erreichte Leistungsniveau
sei nur
dank der Einnahme der Opiate Tramal und Targin möglich gewesen
und indem
er
komplett an seine Grenzen gelangen musste. Die EFL stelle somit nur
eine Momentaufnahme dar (S. 8 ff.
Ziff.
19 ff.
). Die beiden EFL widersprächen sich sodann, sei doch in der ersten EFL eine 30%ige Arbeitsunfähigkeit festgestellt worden, wohingegen in der zweiten EFL auf eine volle Arbeitsfähigkeit erkannt worden sei, und dies obwohl sich die gesundheitliche Situation nicht verbessert, sondern
verschlechtert habe (S.
11
Ziff.
24
).
Die einzige und effektivste
Option weitere
kostspielige Behandlungen, Operationen und eine
Schmerzchronifizie
rung
zu verhindern,
stelle gemäss
Dr.
E._
die Reduktion der Arbeitstätigkeit dar (
S. 11
Ziff.
25
f.). Demzufolge seien die gesetzlichen Leistungen in Bezug auf die von
Dr.
E._
ermittelten Arbeitsunfähigkeiten festzulegen
(
Urk.
1 S. 11 f.
Ziff.
26
).
Dr.
med.
F._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, weise unter anderem darauf hin, dass die Auswirkungen des Gesundheitsschadens und der Schmerzmitteleinnahme auf eine mental beanspruchende Tätigkeit im Rah
men der EFL sorgfältiger hätten berücksichtigt werden müssen (S. 13 ff.
Ziff.
31 ff.).
Auch aus psychiatrischer Sicht ergebe sich gestützt auf die Beurtei
lung von
Dr.
F._
eine zusätzliche Arbeitsunfähigkeit (
S. 16 f.
Ziff.
35 und 37
).
Sollte das Gericht davon ausgehen, dass er in einer angepassten Tätigkeit 100 % arbeitsfähig sei, so sei ihm nach einer Gewährung einer Übergangsfrist von fünf Monaten seit de
r zweiten EFL,
mithin
ab 1.
Oktober 2018
,
ein Taggeld auf der Grundlage einer Verdiensteinbusse von 51
%
auszurichten (S. 17 f.
Ziff.
39
f.
).
3.
3.1
Die Beschwerdegegnerin verneinte mit dem Einspracheentscheid vom
2.
Juni 2020 den Anspruch auf weitere Taggeldleistungen ab dem
1.
Oktober 2017, wobei sie
festhielt,
allfällige
im Zusammenhang mit
weiteren
Heilbehandlungen
der ver
sicherten Gesundheitsschädigung
stehende Taggeldleistungen
würden erbracht (
Urk.
2 S. 9)
.
Damit ist nicht nur der Zeitpunkt der Leistungseinstellung
Anfech
tungsgegenstand, sondern der
gesamte
Taggeldanspruch vom 1.
Oktober 2017 bis zum
Abschluss des Verwaltungsverfahrens mit
Einspracheentscheid
vom
2.
Juni 2020
(
BGE 130 V 138 E. 2.1 mit Hinweis
;
vgl.
Urteil des Bundesgerichts
8C_39
/2011 vom 1
3.
Dezember 2011 E. 3
).
3.2
Gemäss dem
Urteil
MV.2018.00006
vom 20.
Januar 2020
(
Urk.
7/340)
betrug der hypothetische Verdienst ohne die versicherte Gesundheitsschädigung
(vgl.
Art.
28
Abs.
4 MVG)
ab 1.
Januar 2017 Fr.
133'934.--.
Dabei
wurde
angenommen
, dass der Versicherte
im Gesundheitsfall
im Bereich Personalmanagemen
t/Human Resources
in einer Kaderposition tätig gewesen wäre, wobei auf die statistischen Lohnangaben für Führungskräfte im kaufmä
nnischen Bereich
abgestellt wurde (
E. 6.6).
Auch
bei der
Bemessung der Arbeitsunfähigkeit
nach
Art.
28
Abs.
3 MVG
ist
anzunehmen,
dass
der
Beschwerdeführer
im Gesundheitsfall
in der Zeit nach dem 1.
Oktober 2017
im Bereich Per
sonalmanagement/Human Resources
bezie
hungsweise als Führungskraft im kaufmännischen Bereich tätig geworden und er dabei
ein
hypothetisches
Einkommen von
Fr.
133'934.-- erzielt
hätte
.
Strittig und nachfolgend zu prüfen ist,
ob und
in welchem Umfang der
Beschwer
deführer
eine entsprechende Tätigkeit nach dem
1.
Oktober 2017
noch hätte aus
üben können
,
und welche Anforderungen an eine leidensangepasste Tätigkeit zu stellen und welches die
dabei zu erzielenden
Verdienstmöglichkeiten sind.
4.
4.1
Dr.
A._
,
B._
,
erstellte seine Beurteilung vom 2
8.
April 2017
(
Urk.
7/213/1-10)
gestützt auf die medizinischen Akten, die Un
tersuchung des Beschwerdefüh
rers vom 1
0.
April 2017 sowie di
e Ergebnisse der am 1
2.
und 13.
April 2017 durchgeführten EFL.
Dabei stellte er folgende Diagno
sen
(S. 7)
:
Posttraumatisches l
umbospondylogenes Syndrom beidseits
linksbetont mit er
heblicher
Muskelschwäche Fuss
links
, weniger gluteal links und Fuss
rechts bei/mit
-
St
atus nach axial
em Stauchungstrauma
der Wirbelsäu
l
e nach Militärlastw
a
genunfall vom
07.08.15 mit akutem lumboradikulärem sensomotorischem
Ausfallsyndrom L5 und S1
links, weniger rechts
-
kernspintomograp
hisch mittelgrosse mediane Disku
shernie L5/S1 mit mögli
cher
Kompression der
Nervenwurzel S1 beidseits
(
MRI
LWS vom 13.08.2015)
-
Status nach Di
skektomie
und Dekompression unter partieller Facettektomie L5/S1 beidseits
am
18.08.201
5 ([richtig: 20.08.2015]
fecit
Dr.
E._
)
-
Status nach second l
ook,
Zweitnachdekompression L5/S1 beidseits
, radikuläre Diskektomie und
Nucleusentfernung am 25.08.15 (fecit
Dr.
E._
)
-
Status nach
Spondylodese
L4 bis S1 am 18.02.16 (fecit
Dr.
E._
)
-
aktuell:
Muskelatrophie am Ober- und Unterschenkel links (53/52 cm bzw. 44/41 cm)
und Fussheberschwäche M1 links, M4 rechts so
wie Fusssenker
schwäche M2 links
,
M4
rechts sowie gluteale Schwäche links (Trendel
enburg
zeichen positiv) und Hypästhesie
S
1 links
-
aktuell leichtgradiges Hinken mit Heidelbergerschiene l
inks
Nicht unfallkausal:
-
Leichtgradiges zervikovertebrales Syndrom bei/mit wahrscheinlich degenera
tiven Veränderungen der unteren HWS
-
Status nach Arthroskopie Knie rechts 1989
-
Status nach Entfernung eines Synovialsarkoms am Knie rechts 2007 mit Reoperation und Thierschung 2012; Status nach OSME 2014
-
Verdacht auf arterielle Hypertonie (kontrollbedürftig)
-
Adipositas (Gr
ö
sse 195cm, Gewicht 125kg)
Im
Rahmen der Beurteilung führte er aus, es bestehe ein schwerer motorischer Ausfall L5 und S1 links, leichtgradig auch rechts, mit Hypästhesie im Dermatom S1 links. Aus ärztlicher Sicht blieben die belastungsabhängigen lumbalen Schmerzen trotz Spondylodese etwas unklar. Ob eine Facettengelenksreizung L3/L4 verantwortlich sei, bleibe unklar. Neben der geplanten Facettengelenksin
filtration wäre eine konsequente stabilisierende Physiotherapie sinnvoll. Auf
grund der schweren Fussheber- und Fusssenkerschwäche links und der glutealen Schwäche (L5) mit positivem Trendelenburg-Zeichen sei die verminderte Stabili
sierung des Beines links ohne Heidelbergerschiene glaubwürdig und nach
voll
ziehbar. Mit Heidelbergerschiene bestehe eine deutlich bessere Stabilisierung vor allem im Fussbereich. Die in der EFL nachgewiesenen Einschränkungen seien glaubwürdi
g und nachvollziehbar (
S.
10).
Im Bericht über die
EFL
(
Urk.
7/213/11
20) wurde festgehalten, es
habe eine Belastbarkeit für eine leichte bis mittel
schwere Tätigkeit (Hantieren von Lasten selten bis maximal 15 kg) beobachtet werden können. Eine ganztägige Tätigkeit sei nur zumutbar, wenn die Tätigkeit wechselbelastend sei, da das funktionelle Leistungslimit beim Sitzen, Stehen an Ort und beim St
ehen und Gehen je bei manchmal,
das heisse insgesamt
,
einer halben bis drei Stunden,
liege. Könnte der Beschwerdeführer ein Stehpult
oder einen höherverstellbaren Tisch neben seinem Arbeitsplatz haben, so könnte er bis sechs Stunden arbeiten. Dies gelte allgemein für Büroarbeiten. Reise
tätig
keiten seie
n nicht mehr zu empfehlen (
S. 2 f.).
4.2
Kreisarzt
Dr.
med.
G._
,
Facharzt für Chirurgie
,
Suva Versicherungsmedizin,
beurteilte die Einschätzung von
Dr.
A._
,
B._
,
am 1
5.
Mai 2017 als nachvoll
ziehbar. Die Zumutbarkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt lasse sich wie folgt aus dem Belastungsprofil ableiten: Eine leichte bis mittelschwere, nur wechselbe
lastende Tätigkeit (Hantieren von Lasten selten bis 15 kg) sei unter den
weiteren
beschriebenen Einschränkungen ganztags
zu
mutbar. Die Tätigkeit als Human-Resource
-
Angestellter im Personalbereich sei unter
der
Voraussetzung eines höhenverstellbaren Pultes bis zu sechs Stunden pro Tag zumutbar (
Urk.
7/216).
4.3
Dr.
E._
,
behandelnder Arzt an der Privatklinik
H._
,
äusserte sich im Schreiben vom
7.
Juni 2017 dahingehend, dass aufgrund einer Spect-Untersu
chung
vom 2
1.
Februar 2017
an der Klinik
I._
der Verdacht auf einen Low grade Infekt bei nach wie vor erhöhter Aktivität im Bereich des Operations
gebie
tes bestehe sowie zusätzlich auf eine Pseud
o
arthrose bei nach wie vor be
stehen
dem Enhancement interkorporell L5/S
1.
Zum jetzigen Zeitpunkt sei der
Beschwerdeführer
mit diesen Verdachtsdiagnosen vollumfänglich arbeitsunfähig
. Den Beschwerdeführer bei vorbestehender Lähmung und noch nicht vollständiger Einheilung bereits sportlicher Tätigkeit aussetzen zu wollen, sei aus biomechani
scher Sicht völlig falsch (
Urk.
7/237/6-10 S. 3 f. und S
.
5
).
4.4
Das
am 2
2.
Juni 2017 angefertigte
MRI des oberen Sprunggelenkes (OSG) und des
Mittelfusses rechts ergab Knochenödeme in der Basis und proximalen Diaphyse des Mittelfussknochens (MT) IV sowie subchondral im Os cubo
ideum im Lisfranc’schen Gelenk
IV/V. Differentialdiagnostisch handle es sich um begin
nende Ermüdungsfrakturen beziehungsweise su
bchondrale Frakturen (
Urk.
7/235/4
). Die Suva anerkannte ihre Leistungspflicht für diese Spätfolgen der Fehl-/Überbelastung wegen der MV-versicherten linksbetonte
n Restparesen L5/S1 (
Urk.
7/252
). Der Versicherte wurde orthopädietechnisch versorgt (
vgl.
Urk.
7/265 S. 2,
Urk.
7/266/1
).
4.5
Oberarzt
Dr.
D._
, Assistenzarzt
Dr.
med.
J._
und Physiotherapeutin
K._
,
C._
,
führten im Bericht vom
3.
Mai 2018
(
Urk.
7/283)
aus, aus medizinischer Sicht sei gestützt auf die Akten, die erhobenen Befunde und die am 2
8.
April
2018 angefertigten Röntgenbilder circa 2.5 Jahre nach Unfall und 2 Jahre nach transpedunkulärer Fusion von L4 bis S1 von einem stabilen Zustand auszugehen. Die am Tag der EFL durchgeführten Röntgenbilder hätten eine korrekte Lage der Cages und keine Schraubendislokationen gezeigt. Der
Beschwerdeführer
sei mit
einer Heidelbergerschiene bei Fussheberparese links ver
sorgt. Mit dieser sei die Gehfähigkeit nur leicht eingeschränkt. Prognostisch soll
ten aufgrund des Risikos einer Anschlussdegeneration keine schweren rückenbe
lastenden Tätigkeiten mehr
durchgeführt werden (
S. 5). Als arbeitsre
le
vante Prob
leme bestünden lumbale Rückenschmerzen ausstrahlend in beide Beine und in die Brustwirbelsäule, eine verminderte Kraft und Sensibilität der unteren Extre
mitäten links mehr als rechts und eine verminderte Belastbarkeit des unteren Rü
ckens. Eine leichte bis mittel
schwere Arbeit sei ganztags zumutbar. Die Arbei
t müsse wechselbelastend sein, S
itzen sei dem
Beschwerdeführer
bis 75 Minuten und Gehen/S
tehen bis 50 Minuten am Stück möglich. Nicht möglich seien dem
Beschwerdeführer
das Heben vom Boden bis Taillenhöhe, die Hockestellung, das Leitersteigen, die Arbeit an sturzexponierten Stellen und wiederholte Kniebeugen. Selten möglich seien Treppensteigen, vorgeneigtes Sitzen und Stehen, die Rota
tion im Stehen und Sitzen und das Kriechen. Zu empfehlen sei die Anschaffung eines Stehpultes sowie Empfehlungen bezüglich Ergonomie am Arbeitsplatz für wechselbelastende Tätigkeiten (S. 5 f.). Im Rahmen der Tests habe sich eine Dis
krepanz zwischen den Angaben über erhebliche funktionelle Einschränkungen und den beobachteten funktionellen Fähigkeiten gezeigt. Der Beschwerdeführer gebe an, er könne zuhause maximal zwei Stunden aktiv sein, anschliessend lege er eine Liegepause von 1.5 Stunden ein. Während de
r
Tests sei der Beschwerde
führer an zwei Tagen über vier Stunden aktiv gewesen, abgesehen von der Kaf
feepause (S. 11). Die Selbsteinschätzung der getesteten Leistungsfähigkeit sei er
heblich zu tief gewesen (S. 15).
4.6
Dr.
E._
führte in
dem von der Beschwerdegegnerin angeforderten (vgl. U
rk.
7/287) Verlaufsbericht
vom 2
1.
August 2018
(
Urk.
7/296)
aus,
der Beschwer
deführer
sei aufgrund seiner Körpergrösse von 1.97 m und einem Körpergewicht von 135 kg, aufgrund des Verlaufs der posttraumatischen Diskushernie und des Verlaufs nach den Operationen ein Patient ausserhalb der Norm
(S. 1 f.)
. Bereits aktuell
seien im SPECT-Verlauf eindeutige Zeichen sichtbar, die in Richtung er
neuter Probleme
gingen
und
auf künftig zu erwartende
Operationen hindeuteten
(S. 3)
. Die einzige Möglichkeit und effektivste Verhinderungsoption weiterer Ope
rationen bestehe in einer reduzierten Arbeitstätigkeit.
Dies nebst einigen, weitaus weniger relevanten Einflussfaktoren, zu denen der Beschwerdeführer beitragen könne wie Einhaltung des Normalgewichts, Vermeidung körperlicher Überlastun
gen sowie diversester Sportarten (Joggen, Trampolin usw.).
Eine solche Reduktion sei bei der gegebenen Vorgeschichte und der Konstitution inklusive des Alters der Versicherten eine conditio sine qua non, wolle man nicht ununterbrochen über
die Jahre mit dauernden kostspieligen Untersuchungen, Dauertherapien und Dau
ermedikation, der Entwicklung eines chronischen Schmerzsyndroms mit Implan
tation erneut kostspieliger Neurostimulatoren und weiteren Operationen mit kon
sekutiver Verschlechterung der Lebensqualität und entsprechenden psychischen Folgeerscheinungen konfrontiert werden (S. 3).
4.7
Dr.
G._
hielt am 2
3.
August 2018 fest, da die EFL vom
3.
Mai 2018 auf den gesamten Vorakten, der eigenen Untersuchung des Versicherten und den von ihm geklagten Beschwerden sowie einer eingehenden Testung beruhe, sei davon aus
zugehen, dass die im Schreiben von
Dr.
E._
beschriebenen, ausserhalb der Norm liegenden Fakten zur Konstitution des Versicherten, zur Ursache der Ge
sundheitsschädigung sowie zum bisherigen Behandlungsverlauf und auch zur zu erwartenden Prognose des weiteren Verlaufs berücksichtigt worden seien. Aus versicherungsmedizinischer Sicht gebe es keinen Grund
,
von der erfolgten Beur
teilung der Zumutbarkeit abzuweichen (
Urk.
7/297 S. 2).
4.8
Oberarzt
Dr.
D._
,
C._
,
äusserte sich
am
5.
November
2018
(
Urk.
7
/309) unter anderem zum Schreiben von
Dr.
E._
vom 2
1.
August 201
8.
D
ie EFL sei eine praktische Testung unter Berücksichtigung des Individu
ums und seiner körperli
chen Konstitution. Von statistischen Pauschalaussagen könne keine Rede sein. Die Belastung, die eine Arbeitstätigkeit mit sich bringe, könne man nicht nur durch eine Reduktion der Arbeitszeit reduzieren, sondern auch, und dies wahr
scheinlich noch effektiver, durch eine Reduktion der Arbeits
schwere und durch zusätzliche Einschränkungen, die man aufgrund des kon
kreten Beschwerdebildes formuliere. D
urch Reduktion der
Arbeitsschwere und spe
zifische
Einschränkun
gen schaffe
man optimale Voraussetzungen, damit es pros
pektiv nicht zu einer progredient
en Verschlechterung komme (S. 1 f.
).
4.9
Aufgrund der
beim
Beschwerdeführer erhobenen Anamnese und der Akten kam
Dr.
F._
zum Schluss,
dass
-
auch
wenn der
Beschwerdeführer
keine manifesten psychopathologischen Symptome aufweise und keine eigentliche depressive Epi
sode gemäss ICD-10 F 32 dia
gnostiziert werden könne
-
sein Verhalten im Alltag, die verminderte Belastbarkeit, das zunehmende soziale Rückzugsverhalten und die allgemeine innerlich erlebte Leere die gleichen Auffälligkeiten
zeige
, wie sie insbesondere bei chronischen Depressionen vom narzisstischen Typ vorgefunden werden könnten. Auch wenn die Erschöpfung nie den Schwellenwert einer eigentlichen Störung erreicht habe und nie die Diagnose einer Anpas
sungsstö
rung habe gestellt werden können, so stellten die derzeitige mangelnde Dauerbe
last
bar
keit, die fehlende Flexibilität
und ein zunehmender Verlust der Selbstbe
haup
tungsfähigkeit Einschränkungen dar, die aufgrund von unfallbe
dingten Ein
flüs
sen auf die psychische Verfassung begründet seien. Diese hätten sich einer
seits entwickelt, da der Versicherte sich nochmals habe mit einer schwe
ren kör
perli
chen Verletzung befassen müssen. Andererseits führten die ständigen Schmerzen, die doch eine andauernde Medikation mit Tramal und Targin erfor
derlich mach
ten, und nicht zuletzt die damit verbundenen medikamentösen Nebenwirkungen zu einer Einschränkung
der psychischen Belastbarkeit (Bericht vom
3.
Februar 2019,
Urk.
7/325/15-21 S.
5). Hinsichtlich der EFL zu kritisieren sei, dass nicht zumindest das Tastaturschreiben überprüft worden sei, dass keine neuropsycho
logischen Leistungstests stattgefunden hätten und keine Validierung der Be
schwerden. Die Auswirkungen des Gesundheitsschadens auf eine mental be
an
spruchende Tätigkeit hätte
n
sorgfältiger berücksichtigt werden müssen (
S.
6). I
m Längsverlauf könne von einer leichten, aber doc
h ausgewiesenen zusätzlichen Arbeitsunfähigkeit
ausgegangen werden. Da die Schwelle einer leich
ten depres
siven Episode bei zusätzlicher schmerzbedingter Psychopathologie und vermute
ten Nebenwirkungen der Medikation in Bezug auf die Belastbarkeit doch über
schritten werde, dürfe aus fachärztlicher Sicht von einer zusätzlichen
Arbeitsun
fähigkeit
von 20
%
(additiv zur
bisherigen von 50
%
von
Dr.
E._
attestiert)
ausgegangen werden (
S. 7).
4.10
Am 2
4.
Februar 2020 wurde der
Beschwerdeführer
erneut operiert und eine Ver
längerungs-Spondylodese L3-S1, eine Revisions-Spondylodese L5/S
1 unter gleichzeitiger Vertebro
plastik S1, eine Dekompression L3/4 auf der linken Seite und Vertebroplastik L3 beidseits bei CFX Expedium System sowie eine dorsome
diane Spongiosaplastik L3/4 durchgeführt (
Urk.
7/
359
).
Dr.
E._
hielt fest, initial sei eigentlich nur die Entfernung des Osteosynthesematerials zwecks Scho
nung der darunterliegenden Gelenke geplant gewesen. Bereits im Jahr 2017 habe das Spect gezeigt, dass eine Überlastungssymptomatik auf Höhe L3/L4 vorliege, was auch durch die Kollegen an der
L._
bestätigt worden sei, wes
halb dann das Procedere angepasst worden sei (
Urk.
7/358 S. 1; vgl. auch
Urk.
7/356).
5.
5.1
Die im Verlauf bei
Dr.
A._
,
B._
,
sowie den
genannten
Fachpersonen
von
der
C._
eingeholten
EFL-Beurtei
lungen
s
ind
für die streitigen Belange umfassend, beruhen auf allseitigen Untersuchungen und auf der Evaluation der
Leistungsfä
higkeit
, sie berücksichti
gen die geklagten Beschwerden und wurden in Kenntnis der Vorakten erstellt. Ihre Schlussfolgerungen wu
rden nachvollziehbar begrün
de
t
.
Soweit der Beschwerdeführer für seinen Fall die grundsätzliche Eignung einer EFL
als ergänzendes Mittel
zur Ermittlung der
Arbeitsfähigkeit in Frage
stellen
wollte, wäre
ihm zu widersprechen
(
Urk.
1 S. 6)
. Eine EFL eignet sich bei Erkran
kungen
am Bewegungsapparat
, wozu namentlich auch sein Rückenleiden gehört.
Bei einer EFL wird
die Fähigkeit eines I
ndividuums, manuelle Tätigkeiten
zu ver
richten, gemessen und der Zeitraum eingeschätzt, während
dem die Klientin oder der Klient diese im Verlaufe eines ganzen Tages auszuüben imstande ist.
Schmer
zen werden dabei berücksichtigt. Die EFL
kann Empfehlungen enthalten in Bezug auf die funktionelle Rehabilitation, den Reintegrationsprozess oder auf allfällige einfache Massnahmen in der Gestaltung des Arbeitsplatzes
(vgl. Urteil
des Bun
desgerichts
8C_547/2008 vom 1
6.
Januar 2009 E. 4.2.1)
. Entsprechend wurde
bei
der im April 2017 bei
Dr.
A._
,
B._
,
durchge
führten EFL ein Belastungslimit für Sitze
n, Stehen an Ort und Stehen/
Gehen von je drei Stunden festgestellt und für Büroarbeiten die Empfehlung eines hö
hen
ver
stellbaren Pults abgegeben
(E.
4.1
).
Die in der
C._
durch
geführte EFL ergab
die Notwendigkeit einer leich
ten bis mittelschweren, wechselbelasten
den Tätigkeit, wobei für das Sitzen und das Gehen/Stehen am Stück je eine zeit
liche B
egrenzung genannt und ebenfalls die Anschaffung eines Stehpultes emp
fohlen wurde
(E. 4.5)
.
5.2
Die EFL wurden in Kenntnis der medizinischen Vorakten und der Untersuchungs
befunde
unter ärztlicher Aufsicht oder Begleitung
durchgeführt
.
So wurde b
ei der
Durchführung der
EFL im
B._
wiederholt Rück
sprache mit
Dr.
A._
genom
men (
Urk.
7/
213/11-20 S. 4, S. 8).
Dr.
A._
,
B._
,
setzte sich
auch mit dem
Ergebnis
der Spect
-
Un
tersuchung vom Februar 2017 auseinander
(
Urk.
7/213/1-10 S. 7 und S. 10)
.
Der
auch von Dr.
E._
aufgezeigten
Gefahr einer Anschlussdegeneration
an der Wirbelsäule
war man sich
bewusst. Gemäss
dem
Bericht
der
C._
vom
3.
Mai 2018
hatte
man aufgrund dessen die längerfristig zumutbare Belast
barkeit gegenüber den Testergebnissen etwas reduziert (
Urk.
7/283 S. 7, S. 5).
Nach den nachvollziehbaren Ausführungen von
Dr.
D._
bestehen
mit einer Reduktion der Arbeitsschwere und mit zusätzlich formulierten Einschränkungen optimale Voraussetzungen, damit es prospektiv nicht zu einer
(wohl: arbeitsbe
dingten)
progredienten Verschlechterung kommt
(
Urk.
7/309 S. 2). Die Ausfüh
rungen des behandelnden
Dr.
E._
vom 2
1.
August 2018 (E. 4.6
), welcher zur Vermeidung einer Anschlussdegeneration eine reduzierte Arbeitstätigkeit
als zwingend
erforderlich erachtet,
vermögen die eingeholten
Berichte
nicht in Frage zu stellen, zumal auch die Erfahrungstatsache zu berück
sichtigen ist, dass behan
delnde Arztpersonen in Zweifelsfällen eher zu
G
unsten ihrer Patienten und Patientinnen aussagen (
BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc).
Seitens
Dr.
E._
s
wurden
jedenfalls
keine Aspekte aufgezeigt, d
ie
im
Rahmen der EFL-Beurteilungen
nicht
berücks
ichtigt worden wären. Darauf
wies auch Kreisarzt
Dr.
G._
am
2
3.
August 2018 hin
(E. 4.7).
5.3
Auch d
ie vom Beschwerdeführer
dargestellten
Unterschiede
zwischen den beiden EFL-
Beurteilungen
, die er als Widerspruch
deutet,
vermögen deren Beweiswert nicht zu schmälern. Tatsächlich wurde die Arbeitsfähigkeit im
Gutachten
von Dr.
A._
,
B._
,
noch leicht anders beurteilt als in der
C._
.
Bei letzterer
wurden neu die Positionen Sitzen, Stehen und
Stehen/
Gehen nicht mehr auf je drei Stun
den täglich limitiert.
Im Nachgang zu den Untersuchunge
n und Abklärungen bei
Dr.
A._
,
O._
,
erfolgte am 2
7.
April
2017 eine Facettengelenksinfiltration L3/L4, wobei sich die Rückenschmerzen
(vorübergehend)
verbesserten (
Urk.
7/217 S. 1 f.). Zudem
wurde
auch die empfohlene
stabilisierende
Physiotherapie
beziehungsweise Medizinische Trainingstherapie
aufgenommen und etabliert
(
Urk.
7/
213/1-10 S. 10,
Urk.
7/283 S. 6
).
Die bei
Dr.
A._
,
B._
, festgestellte Haltungsinsuffizienz, welche insbesondere länge
rem Sitzen entgegen
ge
standen hatte, war bei der Abklärung in der
C._
im April 2018 nicht mehr vorhanden beziehungsweise
war
die Belast
barkeit
deutlich
grösser (
Urk.
7/213/11-20 S.
8
,
Urk.
7/283 S. 13). In der
C._
gab der Beschwerdeführer an, die Schmerzmedikamente (Tramadol, Targin) nicht täglich beziehungsweise nur bei Bedarf einzunehmen (
Urk.
7/283 S. 4;
vgl. auch
Urk.
7/213/1-10 S. 8,
Urk.
7/213/11-20 S. 9,
Urk.
7/217 S. 1
).
Die beteiligten Fachpersonen von der
C._
berichteten entsprechend von einem stabilen Zustand (
Urk.
7/283 S. 5). Ange
sichts dieses Verlaufs ist die in der
C._
festgestellte Verbesserung der Funktionsfähigkeit
ohne Weiteres
plausibel und bildet den Verlauf nach
voll
ziehbar ab.
Entgegen den Aus
führungen des Beschwerdeführers ist dem
ge
gen
über eine zwischen den beiden EFL eingetretene Verschlechterung nicht ersichtlich und auch nicht durch bild
gebende
Befunde
belegt.
5.4
Im Rahmen der
beiden
EFL wurden b
eim
Beschwerdeführer
neben Hal
tung/Beweglichkeit sowie Fortbewegung auch das Lastenheben und -tragen sowie die Kraft
getestet
und Belastungsgrenzen ermittelt
, wobei teilweise Ver
span
nungen der Muskulatur beziehungsweise Schmerzen unmittelbar auftraten
(
Urk.
7/213/11-20 S. 17 ff.,
Urk.
7/283 S. 12 ff.)
.
Der Beschwerdeführer gab
ent
sprechend
an, im Laufe der EFL-Tests hätten die Schmerzen zugenommen, sodass er im Anschluss Schmerzmittel habe einnehmen müssen (
Urk.
7/213/11-20 S. 9,
Urk.
7/283 S. 15). Die
Schlussfolgerung des Beschwerdeführers aus den entspre
chenden Erfahrungen in den EFL, er müsse
seinen Schmerzmittelkonsum steigern
, um die 100%ige Arbeitsfähigkeit zu erreichen
(
Urk.
1 S. 10
Ziff.
22)
,
ist
jedoch
mangels
direkter
Vergleichbarkeit
der Situation in de
n
EFL und der ihm
schluss
endlich
zumutbaren Bürot
ätigkeit
en
(E. 3.2)
nicht begründet.
Die Schmerzmittel
einnahme
für sich vermag die A
ussagekraft einer EF
L
sodann
nicht in Frage zu stellen,
zumal wenn
die beteiligten F
achpersonen
– wie vorliegend -
über
diesen Umstand
informiert waren.
5.5
Direkte Auswirkungen des beim Beschwerdeführer vorliegenden Rückenleidens auf die kognitive Leistungsfähigkeit
können
aus
ge
schl
os
sen
werden.
Die bei
Be
lastung auf
getretenen
Schmerzen
wurden bei der Festlegung der Belastungslimits
in den EFL
berücksichtigt, so dass
anzunehmen ist, dass auch
zusätzliche
schmer
z
bedingte
kognitive
Auswirkungen
weitgehend vermieden werden kön
nen
.
Beim Beschwerdeführer waren im massgeblichen Zeitraum sodann keine dauernden Schmerzmitteleinnahmen aktenkundig
(vgl.
Urk.
7/213/1-10 S. 8,
Urk.
7/213/11-20 S. 9,
Urk.
7/217 S. 1,
Urk.
7/283 S. 4).
In den EFL-Beurteilungen finden sich weiter keine Hinweise oder Anhaltspunkte für zu diesen Zeitpunkten bestandene relevante kognitive Einschränkungen oder psychische Befunde wie etwa Konzentrationsstörungen.
Entsprechend erfolgte auch keine Weiterleitung oder Empfehlung einer neuropsychologischen, psychischen oder psychosomati
schen Abklärung. Festzuhalten ist zudem, dass im Rahmen der erfolgten EFL-Beurteilungen keine (relevante) Symptomausweitung festgestellt wurde und eine Validierung der Beschwerden deshalb nicht erfolgen musste; vielmehr wurde auf
gezeigt, dass der Beschwerdeführer bei den durchgeführten Untersuchungen be
lastbarer war, als er es selbst einschätzte. Die Ausführungen von
Dr.
F._
ver
mögen die EFL-Beurteilungen somit nicht in Zweifel zu ziehen.
Auf die überzeugenden EFL-Beurteilungen ist damit abzustellen
.
Weitere Abklä
rungen waren zu d
en entsprechenden
Zeiten nicht angezeigt.
5.6
O
ffen hingegen
ist
, o
b die Beurteilung der Fachpersonen von der
C._
vom
3.
Mai
2018
der gesundheitlichen Situation bis zum vorliegend mass
geblichen Zeitpunkt
de
s
angefochtenen
Einspracheentscheids vom
2.
Juni 2020
, zwei Jahre später,
ausreichend
Rechnung trägt
.
So führte
Dr.
F._
im Bericht vom
3.
Februar
2019 aus, es lägen dauernde Schmer
zen vor, welche zusammen mit der deswegen notwendigen
-
nun offenbar neu
andauernden Medikation
-
die psychische Belastbarkeit einschränkten (
Urk.
7/
325/15-21
S. 5). Zudem wies
er
auf ein Vermeidungsverhalten hin, wel
ches er als pain-related-fear deutete (S. 3). Aufgrund der eingeschränkten Belast
barkeit schloss er auf eine – neben und zusätzlich zur somatisch begründeten - psychisch bedingte Reduktion der Arbeitsfähigkeit
(S. 7)
.
Am
2
4.
Februar 2020
wurde
ein weiterer erheblicher operativer Eingriff mit Verlängerungspondylodese
vorgenommen, wobei vorerst nur die Entfernung des Osteosynthesematerials ge
plant gewesen war
(E. 4.10)
. Weshalb sich der Beschwerdeführer für diesen Schritt entschieden hatte, lässt sich den Akten nicht
abschliessend
entnehmen. Dies könnte
jedoch
auch
auf einen erheblichen Leidensdruck hindeuten. Weiter i
st un
klar, wie der
postoperative
Heilungs- und weiter
e
Verlauf
war
.
Damit kann nicht ausgeschlossen
werden, dass nach der Beurteilung in der
C._
und vor Erlass
des Einspracheentscheids
vom
2.
Juni 2020
erneut eine
über die Phase der eigentlichen
operativen
Behandlung hinausge
hende
Ar
beitsunfähigkeit eingetreten war
. Die gesundheitliche Situation bis zum Ve
r
fügungserlass bedarf somit ergänzender Abklärung, welche die Beschwerde
gegnerin nach der Rück
weisung der Sache vorzunehmen hat. Dabei werden vorerst ergänzende Aus
künfte bei den behandelnden Ärzten einzuholen
sein. Gege
benenfalls wird
im Anschluss eine Begutachtung nötig sein, welche allen rele
vanten Aspekten des Gesundheits
schadens Rechnung zu tragen und auch Fragen der
grundsätzlichen
Lei
stungspflicht
(vgl.
Art.
5 und 6 MVG)
zu beantworten hätte
.
6
.
6
.
1
Gestützt auf
den
Bericht
von
Dr.
A._
,
B._
, war für die Zeit ab April 2017 die Arbeitsfähigkeit für eine Bürotätigkeit - und um eine solche mehrheitlich sitzend und mit Stehpult stehend auszuübende Tätigkeit handelt es sich bei der
ange
stammten
Tätigkeit
als Führungskraft im Personal
wesen oder kaufmännischen Bereich
-
auf sechs Stunden täglich begrenzt
(E. 4.1)
. Entsprechend äuss
erte sich auch
Dr.
G._
am 1
5.
Mai 2017 (E. 4.2).
Soweit die Beschwerdegegnerin ab
1.
Oktober 2017 von einer vollständigen Arbeitsfä
higkeit
für eine Bürotätigkeit
ausging
, kann sie sich
demgegenüber
nicht auf ärzt
liche Angaben stützen.
Dr.
A._
,
B._
, empfahl zwar die Aufnahme einer stabilisierenden Physiothe
rapie. Ob diese jedoch bereits per
1.
Oktober
2017 eine volle Wiederaufnahme der Arbeitstätigkeit zuliess, ist unklar. Weder liegt eine entsprechende ärztliche Prog
nose vor noch wurde auf diesen Zeitpunkt hin eine Unters
uchung vorgenommen. Damit blieb
die Beurtei
lung von
Dr.
A._
,
B._
, bis zur erneuten Unter
suchung und Beurteilung in der
C._
vom
3.
Mai 2018 gültig.
Sechs Stunden t
äglich ent
sprechen einer
Arbeitsfähigke
it
von 72
%
(30 Stunden im Verhältnis zu 41.7 S
tunden
; vgl.
Urk.
7/340 E.
6.6
)
.
Da diese Arbeitsfähigkeit bereits im April 2017 attestiert und der Beschwerdeführer über die erwartete Wie
deraufnahme einer Tätigkeit
am 2
3.
Mai 2017
(
Urk.
7/220)
informiert worden war
, war ab 1.
Oktober 2017 jedenfalls keine Anpassungsfrist mehr zu gewähren. Ein Anspruch
auf eine Anpassungsfrist bestand
, da kein
Berufswechsel vorzu
nehmen
war
und
eine
Arbeitslosigkeit vor
lag, jedoch
von vorneherein nicht
(
Urteil des Bundesgerichts
8C_838/2012 vom 1
9.
April 2013 E.
4.2.2).
Ab dem
3.
Mai
2018 ist
von einer vollständigen Arbeitsfähigkeit in
der angestammten
T
ätigkeit auszugehen.
6
.2
Zu prüfen bleibt
die
Verdiensteinbusse.
D
afür
ist
ein Prozentvergleich vorzuneh
men, da
beide Vergleichse
inkommen
(vgl.
Art.
28
Abs.
3 MVG)
ausgehend vom gleichen
L
ohn zu berechnen
sind
(
vgl. E. 3.2;
Urteil des Bundesgerichts 8C_148/2017 vom 19. Juni 2017 E. 4 unter Hinweis auf Urteil 9C_675/2016 vom 18. April 2017 E. 3.2.1
.
Teilzeitarbeit
ist
bei Männern statistisch gesehen vergleichsweise weniger gut ent
löhnt
als
Vollzeitarbeit. Allerdings muss dies stets mit Blick auf den im Einzelfall möglichen Beschäftigungsgrad beurteilt werden
(
Urteil des Bundesgerichts 8C_58/2020 vom
9.
April 2020 E. 4.2). D
ieser beträgt vorliegend
72
%
.
Gemäss der
für 2017
massgeblichen Tabelle 18 der Schweizerischen Lohnstrukturerhe
bung (LSE)
2016 verdienten Männer
im ober
st
en
,
mitt
leren und
untersten Kader
im Rahmen einer Vollzeitbeschäftigung
Fr.
10'921.--, wohingegen bei einem Be
schäftigungsgrad zwischen 50 und 74
%
Ein
kommen von durchschnittlich Fr.
10'244.— erzielt wurden,
was einer Lohnminderung von 6,19
%
entspricht.
Dieser Lohnminderung ist mit einem 5%igen Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (vgl.
Urteil des Bundesgerichts 8C_
543/2019
vom
2
5.
Oktober
2019
E.
5.5
)
.
W
eitere
abzugsbegründende Merkmale fallen nicht in Betracht.
Entspre
chend konnte der Beschwerdeführer ab
1.
Oktober
2017 noch 68
%
des im Gesund
heitsfall erzielbaren Einkommens erreichen (72
%
x 0.95)
.
Für die Zeit vom
1.
Oktober 2017 bis
2.
Mai 2018 besteht somit ein Taggeldanspruch für eine Ar
beitsunfähigkeit von 32 %; ab dem
3.
Mai 2018 fiel der Taggeldanspruch dahin.
6
.3
Zusammenfassend besteht somit ein zusätzlicher Taggeldanspruch für die Zeit vom
1.
Oktober 2017 bis
2.
Mai 2018 für eine Arbeitsunfähigkeit von 32
%
. Die Sache
ist
weiter an die Beschwerdegegnerin zurück
zuweisen
, damit
sie
ergän
zende Abklärungen
für die Zeit nach dem
3.
Mai 2018
im Sinne von E.
5.6 vor
nimmt
und anschliessend über einen weiteren T
aggeldanspruch
neu entscheide
t
.
Die Beschwerde ist damit in dem Sinne teilweise gutzuheissen.
7
.
Der Beschwerdeführer obsiegt zum grossen Teil
(
reduzierter
Taggeldanspruch für die Zeit vom
1.
Oktober 2017 bis
2.
Mai 2018; Rückweisung für weitere Abklä
rungen nach dem
3.
Mai 2018)
. Es ist ihm deshalb
eine
ungekürzte
Prozessent
schä
digung zu
zusprechen
, welche ermessensweise auf Fr.
2
'
5
00.
--
(inklusive Bar
auslagen und Mehrwertsteuer) festzulegen ist.
Bei der Bemessun
g der Prozessent
schädigung wird
auch dem Umstand der Vertretung im Parallel
verfahren
IV.2020.00535
Rechnung getragen und dass sich daraus gewisse Synergieeffekte ergeben haben.