Decision ID: 9c16ab7a-8431-4c6f-ba05-c317968e4f80
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1964,
Mutter
von zwei Kindern (geboren
1983
und
1989
),
war seit
März
1984 als
Packerin
bei der
Y._
,
Z._
,
tätig, als sie am
5.
Februar 1985 einen Arbeitsunfa
ll erlitt, bei welchem sie ihren
rechte
n Vorderarm
verlor (
Urk.
9/1
Ziff.
6.2-3
,
Urk.
9/22/16
Ziff.
1.1 und
Ziff.
2.2
,
Urk.
9/39/1 Mitte
).
Am 2
4.
Mai 1985 meldete sie sich bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug (berufliche Massnahmen, Rente) an (
Urk.
9/1
Ziff.
6.8).
Gestützt auf
den
Beschluss der
Invalidenversicherungs
-K
ommission des Kantons Zürich
vom
3.
März 1986
(
Urk.
9/5)
sprach die Ausgle
i
chskasse
Zürcher Arbeit
geber
der Versicherten
mit Verfügung vom 1
2.
Mai 1986 (
Urk.
9/18/6-7)
bei ei
nem
Invaliditätsgrad von 100
%
rückwirkend per
1.
Januar 1986 eine ganze Rente
zu
(vgl. auch
Urk.
9/6)
.
Die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) sprach der Versicherten
mit Verfügung vom
9.
Juli 1986 (
Urk.
9/20/22) eine Invalidenrente entspre
chend
ei
ner Erwerbsunfähigkeit von 50
%
ab
1.
Juli 1986 zu.
1.2
Anlässlich
eines
im Jahr
1987
durchgeführten
Rentenrevisionsverfahrens holte
die Invalidenversicherungs
-K
ommission
einen Arztbericht (
Urk.
9/7)
ein
und
ver
an
lasste
eine Haushaltabklärung
, über welche am
2
2.
Juni 1987 berichtet wurde (
Urk.
9/8).
Gestützt auf den Beschluss der Invalidenversicherungs
-K
om
mission vom 2
6.
August 1987 (
Urk.
9/10)
setzte die Ausgleichskasse
m
it Verfü
gung vom 2
4.
September 1987 (
Urk.
9/18/3)
die
bisherige ganze Rente der Ver
sicherten per
1.
November 1987
auf eine halbe
Rente herab
(vgl. auch
Urk.
9/6).
1.3
Anlässlich der in den Jahren 1990, 1994, 1997, 2001 und 2004 durchgeführten Rentenrevisionsverfahren (
vgl.
Urk.
9
/13-30)
bes
tätigte die
Sozialversicherungs
anstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle, den Anspruch der Versicherten auf eine halbe Rente
(
Urk.
9/21,
Urk.
9/23,
Urk.
9/30)
.
1.4
Im Jahr
2008 leitete die IV-Stelle ein weiteres Rentenrevisionsverfahren ein
(vgl.
Urk.
9/34). Sie holte
Arztberichte (
Urk.
9/35-36) ein und
veranlasste eine
Haus
haltabklärung
, über welche am 1
4.
Oktober 2009 berichtet wurde (
Urk.
9/39).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
9/43,
Urk.
9/51) hob die IV-Stelle
mit Verfügung vom 1
4.
Juni 2010
(
Urk.
9/56)
die Verfügung vom
2
4.
September 1987
und
die in der Folge ergangenen Revisionsentscheide
wieder
erwägungsweise
auf und stellte die Rente
auf Ende des auf die Zustellung der Verfügung folgenden Monats
hin
ein
. Einer Beschwerde gegen diese Verfü
gung entzog sie die aufschiebende Wirkung.
Mit
„Revisionsgesuch/Neuanmeldung“
vom
8.
Juli 2010
(
Urk.
9/61)
ersuchte
die Versicherte
die
IV-Stelle
um Ausrichtung
eine
r
ganzen Rente ab
1.
Juli 2010
.
Am
1
6.
Juli 2010 erhob
sie
sodann
Beschwerde gegen die Verfügung
vom 1
4.
Juni
2010 und beantragte
deren Aufhebung
sowie die Zusprechung einer ganzen Rente mit Wirkung ab
1.
Juli 2010, eventuell weiterhin die Ausrichtung einer halben Rente über den 3
1.
Juli 2010 hinaus (
Urk.
9/67/9
Ziff.
2).
Mit Verfügung vom 2
2.
Juli 2010 (
Urk.
9/67/1-7) wies das hiesige Gericht
das Begehren der Versicherten um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung
ihrer Beschwerde (vgl.
Urk.
9/67/9
Ziff.
1) ab. M
it Urteil vom 1
6.
November 2010
(
Urk.
9/72)
hiess es die Beschwerde der Versicherten
in
dem Sinne gut
, dass es di
e angefochtene
Verfügung
vom 1
4.
Juni 2010
zufolge Verletzung des recht
li
c
hen Gehö
rs aufhob und an
die IV-Stelle zurü
ckwies
(Prozess Nr. IV.2010.00686)
.
1.5
Die IV-Stelle holte i
n der Folge einen
weiteren
Arztbericht (
Urk.
9/75) ein und veranlasste eine Haushaltabklärung, über welche am 1
0.
August 2011 berichtet wurde (
Urk.
9/82).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(vgl.
Urk.
9/88
,
Urk.
9/91
,
Urk.
9/95
,
Urk.
9/107
,
Urk.
9/119,
Urk.
9/127 und
Urk.
9/131) hob
sie
mit
Verfügung vom 2
4.
April 2013
(
Urk.
9/135 =
Urk.
2)
die Verfügung vom 2
4.
September 1987 wiedererwägungsweise auf und stellte die bisherige halbe Rente per
1.
August 2010 ein.
2.
2.1
Gegen die Verfügung vom 2
4.
April 2013 (
Urk.
2) erhob die Versicherte am 2
7.
Mai 2013 Beschwerde mit den folgenden Rechtsbegehren (
Urk.
1 S. 2 oben):
„1.
Die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, der Be
schwerdeführerin die seit
1.
August 2010 ausstehen
den
Rentenbetreffnisse
sofort mit Verzugszins von 5
%
nachzuzahlen und die Rente während laufendem Beschwerdeverfahren weiterhin zu zahlen.
2.
In
Gutheissung
der Beschwerde sei die Verfügung der SVA, IV-Stelle vom 2
4.
April 2013 ersatzlos auf
zuheben, und der Beschwerdeführerin sei mit Wir
kung ab
1.
Juli 2010 eine ganze Rente zuzusprechen, eventualiter über den 3
1.
Juli 2010 hinaus weiterhin eine halbe Rente.
3.
Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (Letz
tere zuzüglich
MWSt.
) zu Lasten der
Beschwerdegeg
nerin
.“
Die IV-Stelle schloss mit Beschwerdeantwort vom 2
1.
Juni 2013 (
Urk.
8) auf Ab
weisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin am 1
6.
Juli 2013 zur Ke
nntnis gebracht wurde (
Urk.
10).
2.2
Mit Verfügung vom 1
4.
August 2013 (
Urk.
11) wies das hiesige Gericht
das Ge
such um sofortige Nachzahlung der
Rentenbetreffnisse
seit
1.
August 2010 und Weiterausrichtung der Rente während des laufenden Beschwerdeverfahrens (vgl.
Urk.
1 S.
2
Ziff.
1) sowie das Gesuch um un
entgeltliche Prozessführung und
Rechtsvertretung
(vgl.
Urk.
1 S. 2 unten sowie
Urk.
5
und
Urk.
6
/1-10
)
ab.
Auf Nachfrage des Gerichts vom 1
1.
Dezember 2013 hin erklärte sich der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin damit einverstanden, dass anstelle der
be
schwer
d
eweise
beantragten publikumsöffentlichen Verhandlung (vgl.
Urk.
1 S. 2 unten) eine Instrukti
onsverhandlung durchgeführt werde
(
Urk.
13).
Die Instruktionsverhandlung wurde am 2
0.
Februar 2014 durchgeführt (Proto
koll
S.
3
ff.), wobei die Beschwerdegegnerin auf eine Teilnahme verzichtete (
Urk.
18).
Das Protokoll der Instruktionsverhandlung wurde den Parteien am 2
0.
Februar
2014 zur Kenntnis gebracht (
Urk.
19).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.
1
Ändert sich der Grad der Invalidität eines Rentenbezügers oder einer
Renten
bezügerin
in einer für den Anspruch erheblichen Weise, so ist die Rente laut
Art.
17
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversi
che
rungsrechts
(
ATSG
)
für die Zukunft entsprechend zu erhöhen, herabzusetzen oder
aufzuheben. Der Revisionsordnung gemäss
Art.
17 ATSG geht jedoch der Grund
satz vor, dass die Verwaltung befugt ist, jederzeit von Amtes wegen auf eine for
mell rechtskräftige Verfügung, welche nicht Gegenstand materieller richter
licher Beurteilung gebildet hat, zurückzukommen, wenn diese zweifellos unrich
tig und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (BGE 110 V 176 E. 2a;
Art.
53
Abs.
2 ATSG). Unter diesen Voraussetzungen kann die Verwal
tung eine Rentenverfügung auch dann abändern, wenn die Revisionsvorausset
zungen des
Art.
17
Abs.
1 ATSG nicht erfüllt sind.
Nach der Rechtsprechung lässt sich eine
allgemein gültige
betragliche
Grenze für die Voraussetzung der Erheblichkeit der
Berichtigung nicht festlegen. Massgebend sind vielmehr die gesamten Umstände des Einzelfalles. B
ei periodischen Leistungen ist die Erheb
lichkeit der Berichti
gung zu bejahen (BGE 119 V 475 E.
1c; Urteil des Bundes
gerichts 9C_11/2008 vom 29. April 2008 E. 4.2 mit Hinweisen
)
.
1.
2
Das Erfordernis der zweifellosen Unrichtigkeit ist in der Regel erfüllt, wenn eine
Leistungszusprache
aufgrund falsch oder unzutreffend verstandener
Rechtsre
geln
erfolgt ist oder wenn
massgebliche
Bestimmungen nicht oder unrichtig an
gewandt wurden. Anders verhält es sich, wenn der Wiedererwägungsgrund im Bereich materieller Anspruchsvoraussetzungen liegt, deren Beurteilung notwen
digerweise Ermessenszüge aufweist. Erscheint die Beurteilung einzelner Schritte bei der Feststellung solcher Anspruchsvoraussetzungen (Invaliditätsbemessung,
Arbeitsunfähigkeits
schätzung
, Beweiswürdigung, Zumutbarkeitsfragen) vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage, wie sie sich im Zeitpunkt der rechtskräf
tigen Leistungszusprechung darboten, als vertretbar, scheidet die Annahme zwei
felloser Unrichtigkeit aus. Zweifellos ist die Unrichtigkeit, wenn kein ver
nünf
tiger Zweifel daran möglich ist, dass die Verfügung unrichtig war. Es ist nur ein einziger Schluss - derjenige auf die Unrich
tigkeit der Verfügung - denk
bar
. Die Wiedererwägung im Sinne von
Art.
53
Abs.
2 ATSG dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung
einschliesslich
unrichtiger Fest
stell
ung im Sinne der Würdigung des Sachverhalts. Darunter fällt insbesondere eine unvollständige Sachverhaltsabklärung aufgrund einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes
(
vgl.
Art.
43
Abs.
1 ATSG und
Art.
61
lit
. c ATSG;
Ur
teil des Bundesgerichts 8C_752/2010 vom 2
7.
Januar 2011 E.
2 mit Hin
wei
sen).
1.
3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit
Art.
28a
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversi
che
rung (
IVG
)
aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Einglie
de
rungs
massnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
Ar
beitsmarktlage
erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid gewor
den wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.4
Bei nichterwerbstätigen Versicherten, die im Aufgabenbereich tätig sind, und de
nen eine Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, wird für die Bemes
sung
der Invalidität in Abweichung von
Art.
16 ATSG darauf abgestellt, in wel
chem
Masse sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen.
Art.
7
Abs.
2 ATSG
ist sinngemäss anwendbar (
Art.
28a
Abs.
2 IVG in Verbindung mit
Art.
8
Abs.
3 ATSG; spezifische Methode; statt vieler BGE 130 V 97 E.
3.3.1; frü
her:
Art.
28
Abs.
3 IVG in Verbindung mit
Art.
27
Abs.
1 und 2 der Verord
nung über
die Invalidenversicherung, IVV, dann seit
1.
Januar 2004:
Art.
28
Abs.
2
bis
IVG).
Als Aufgabenbereich der im Haushalt tätigen Versicherten gelten insbesondere die übliche Tätigkeit im Haushalt, die Erziehung der Kinder sowie gemein
nüt
zi
ge
und künstlerische Tätigkeiten (
Art.
27 IVV; früher
Art.
27
Abs.
2 IVV, dann seit
1.
Januar 2004:
Art.
27 IVV).
2.
2.1
Str
e
i
ti
g
und zu prüfen ist der Renten
anspruch der Beschwerdeführerin.
2.2
Die Beschwerdegegnerin
ging in der angefochtenen Verfügung (
Urk.
2) davon aus,
dass die Verfügung
vom
2
4.
September 1987
zweifellos unrichtig gewesen
sei, da die Invalidenversicherungs
-K
ommission in ihrem der Verfügung zu
grunde
liegenden Beschluss vom 2
6.
August 1987 den beweiskräftigen
Haus
haltab
klä
rungsbericht
vom 2
2.
Juni 1987
, auf welchen von Gesetzes wegen hätte abge
stellt
werden müssen,
ignoriert habe
(S. 4 oben).
Nach Lage der Akten sei
sodann
überwiegend wahrscheinlich davon auszugehen, dass
die Beschwer
deführerin
seit
dem
Zuzug
ihrer
Tochter in die Schweiz
im Jahr
1986
keiner ausserhäuslichen Tätigkeit mehr nachgegangen
wäre, weshalb sie auch
heute als zu 100
%
im Haushalt Tätige zu qualifizieren sei (S. 4 Mitte).
Ihr
Gesundheits
zustand habe sich nicht wesentlich verändert und
sei als stationär zu betrach
ten
. Gestützt auf
die aktuellen Abklärungen sei von einer 14%igen und damit
rentenaus
schlies
sen
d
en
Einschränkung im Haushalt
auszugehen (S.
4 unten).
2.3
Die Beschwerdeführerin machte in ihrer Beschwerde (
Urk.
1) demgegenüber
zu
sammen
gefasst
geltend, die Beweiswertigkeit des
Haushaltabklärungsbericht
s
vom 2
2.
Juni 1987
sei z
weifelhaft
. Die von der Abklärungsperson ermittelte Ein
schränkung von 26
%
sei
namentlich in Diskrepanz zur damals von den Ärzten attestierten Arbeitsunfähigkeit im Haushalt von 80
%
gestanden (S.
9
f.
Ziff.
2.1-2).
D
er Entscheid der Invalidenversicherungs-Kommission vom 2
6.
Au
gust 1987
sei nicht
zweifellos unrichtig
gewesen, womit
die
Wiedererwä
gungs
vor
aussetzung
von
Art.
53
Abs.
2 ATSG
nicht
erfüllt
seien
(S.
13 unten). Die
In
va
lidenversicherungs
-Kommission habe
- aus näher dargelegten Gründen (S.
10
ff.
Ziff.
2.3-4)
-
vielmehr
einen Ermessensentscheid getroffen, der ihrer konkre
ten Situation im Haushalt sehr wohl Rechnung getragen habe und ange
messen gewesen sei (S. 13 oben).
Aus dem von der Abklärungsperson
ermittel
ten
und dem von den Ärzten angegebenen Arbeitsunfähigkeitsgrad resultiere
denn auch
ein arithmetisches Mittel von 53
%
(S.
11 Mitte). Sollte entgegen ih
rer Auf
fassung die zweifellose Unrichtigkeit bejaht werden, sei zu berücksichti
gen, dass es aufgrund einer Gesamtwürdigung der - im Einzelnen näher darge
legten (S.
15
ff.
Ziff.
3.2-3) - persönlichen, familiären, sozialen und erwerbli
chen
Ver
hältnisse wie insbesondere auch der nicht mehr vorhandenen
Erzie
hungs
- und
Betreuungsaufgaben gegenüber den Kindern überwiegend wahr
scheinlich er
schei
ne,
dass sie - wäre sie gesund geblieben - spätestens ab Sep
tember 2009,
allerspätestens ab März 2010, als voll Erwerbstätige zu qualifizie
ren sei, allen
fall
s als teilzeitlich Erwerbstätige mit einem Pensum von wenigs
tens 80
%
(S.
18 f.
Ziff.
3.3.3). Da ihr auf dem freien Arbeitsmarkt keine realis
tische Erwerbsarbeit mehr zumutbar sei, sei si
e zu 100
%
, allenfalls zu 85
%
in
valid, was zu einer ganzen Rente ab Juli 2010 führen müsse (S. 19
Ziff.
3.4). Sorgfaltshalber b
estritt die Beschwerdeführerin
sodann
den
von der
Beschwer
degegnerin
ermittelten
In
validitätsgrad
von 14
%
im Haushalt
(S. 20
Ziff.
4). Schliesslich argumentierte
sie
, dass
die wiedererwägungsweise Aufhebung der Verfügung vom
2
4.
Septem
ber
1987
auch aus Gründen des Vertrauensschutzes nicht statthaft sei (S.
20 f.
Ziff.
5).
3.
3.1
Am
5.
Februar 1985 geriet die Beschwerdeführer
in
mit ihrer rechten Hand in
eine Wolle verarbeitende Maschine, wobei es zur totalen Amputation der Hand etwa
ein bis zwei Zentimeter proximal des Radiocarpalgelenkes kam. Nach
Dé
bridement
und Vorderarmstumpfbildung
im
A._
(
Operati
onsbericht
vom
6.
Februar 1985,
Urk.
9/3/3) wurde
die Beschwerdeführerin
von den Ärzten der
B._
mit einer passiven
Schmuckhandpro
these
versorgt (vgl.
Urk.
9/2
und
Urk.
9/3
Ziff.
4.3).
Die Handchirurgen des
A._
attestierten ihr
gemäss Bericht vom
4.
Juli 1985
eine volle Arbeitsunfähigkeit seit
5.
Februar 1985 bis auf weiteres (
Urk.
9/3
Ziff.
1.5).
Gestützt auf diese Aktenlage wurde der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 1
2.
Mai 1986 (
Urk.
9/18/6-7)
bei einem Invaliditätsgrad von 100
%
und davon aus
gehend, dass
sie
als Gesunde voll erwerbstätig wäre (vgl.
Urk.
9/5/3),
rück
wirkend per
1.
Januar 1986 eine ganze Rente zu
gesprochen.
3.2
Am
6.
April 1987
(
Urk.
9/7)
berichteten die Handchirurgen des
A._
, die Be
schwer
deführerin sei vor etwa einem Jahr zusätzlich mit einer
my
o
elektrischen
Prothese versorgt worden. Damit könne sie sich nun im Haushalt in einigen Sa
c
hen
schon recht gut helfen, zum Beispiel
beim Kochen, Wäsche glätten, Ein
kau
fen u
nd so weiter
.
Allerdings
könne
sie
vor allem die Arbeitsprothese
nur während etwa zwei Stunden tä
glich tragen, danach würden
Überbelastungs
schmerzen
im Bereich der Schulter und des Ellbogens auftreten
.
In Anbetracht dessen, dass die Beschwerdeführerin die Arbeitsprothese nur während zwei
Stunden täglich tragen könne, sähen sie die Arbeitsunfähigkeit als Hausfrau bei 80
%
und diejenige als Arbeiterin weiterhin bei 100
%
(
Urk.
9/7
Ziff.
2)
.
3.3
Am 1
9.
Juni 1987 fand eine Haushaltabklärung statt. In ihrem Bericht vom
2
2.
Juni 1987 (
Urk.
9/8)
führte die Abklärungsperson aus, im Januar 1986 sei die
1983 geborene Tochter der Beschwerdeführerin, welche zuvor im Heimat
land der Beschwerdeführerin gelebt habe, in die Schweiz gekommen. Die Be
schwer
deführerin habe - auf mehrmaliges Nachfragen hin - angegeben, dass sie
heute
wegen des Kindes auch ohne Behinderung nicht erwerbstätig wäre, und zwar trotz des doch eher geringen Einkommens des Ehemannes von etwa
Fr.
2’500.--
netto
. Aufgrund dieser Aussage sei die Beschwerdeführerin wohl inskünftig als Haus
frau und Mutter zu qualifizieren (
Ziff.
6.4)
. Die Abklärung ergab eine Ein
schränkung im
Haushaltsbereich von 26
%
(
Ziff.
5.1.1-9
).
3.4
In
seinem Antrag an die Ko
mmissionsmitglieder (
Urk.
9/10/1
) führte der Sekre
tär der Invalidenversicherungs-Kommission aus,
b
isher
habe
die
Beschwerde
füh
rerin
als Erwerbstätige
gegolten
. Aufgrund des Unfalles vom
5.
Februar 1985 sei ihr ab
1.
Januar 19
86 eine ganze Rente zugesprochen
worden
. Bei der amtli
chen
Rentenrevision
habe die Beschwerdeführerin dem
Abklärungsteam
erklärt
, dass sie
heute nicht mehr erwerbstätig
wäre
und sich nur noch ihrer Familie mit
einem Kleinkind widmen wolle. Die Behinderung als Hausfrau betr
age
gemäss
Ab
klärungsbericht
etwa 26
%
(Ermessensfrage)
. Hingegen bestätige
das
A._
eine
80%ige Arbeitsunfähigkeit als Hausfrau
und eine 100%ige Arbeitsunfähig
keit als Erwerbstätige. Nun habe auch noch die SUVA einen Rentenentscheid gefällt.
Ab
1.
Juli 1986 gewähre die
se
eine Rente von 50
%
. Die Frage sei nun, ob sie sich
einfach dem SU
VA-Entscheid anschliessen woll
t
en
und die bisherige ganze Rente
auf eine halbe Rente herabsetzen müss
t
en. Es handle sich hier um
einen
Er
messensentscheid
.
Am 2
6.
August 1987 beschloss die Invalidenversicherungs-Kommission an
trags
gemäss die
sofortige
Herabsetzung der Rente auf 50
%
(
Urk.
9/10/1 unte
n
,
vgl.
auch
Urk.
9/10/2
).
Gestützt darauf setzte die Ausgleichskasse mit Verfü
gung vom
2
4.
September 1987
(
Urk.
9/18/3) die ganze Rente der Beschwerde
führerin per
1.
November 1987 auf eine halbe
Rente herab
.
3.5
In ihrem Bericht vom 2
1.
November 1990 (
Urk.
9/14) führten d
ie Ärzte der Re
ha
klinik
C._
aus, die Beschwerdeführerin führe den Haushalt mit zwei Kinder
n im Alter von sieb
en und eineinhalb Jahren. Sie s
e
i
bei
einer Reihe von Tä
tig
keiten auf die Mithilfe des Ehemannes angewiesen, könne andere Sa
chen aber auch gut bewältigen (S.
3
Ziff.
1).
Sie s
ei mit dem 50%igen
Renten
rahmen
im Haus
h
alt für eine Vorderarm
amputi
erte
adäquat eingegliedert (S. 3
Ziff.
3)
.
3.6
Am
9.
Mai 1994 berichtete
der Hausarzt der Beschwerdeführerin,
Dr.
med.
D._
, Allgemeine Medizin FMH
(
Urk.
9/15), die Beschwerdeführerin sei lediglich als Hausfrau tätig. In Zukunft sei keine Änderung zu erwarten (
Ziff.
2). Sie trage eine passive Schmuckhandprothese rechts und erledige alle Ar
beiten mit der linken Hand (
Ziff.
4).
3.7
Am 3
0.
September 1997 berichteten d
ie Ärzte der Reha
klinik
C._
(
Urk.
9/19/3-
6
)
,
die Beschwerdeführerin trage eine Schmuckprothese. Eine
myo
elektrische
Prothese werde nicht toleriert. Die Beschwerdeführerin beziehe ei
ne
50%ige Invalidenrente, was s
i
e
auch weiterhin unterstützten (
Urk.
9/19/5 un
te
n).
Als Hausfrau erachteten si
e
die Einschätzung einer 50%igen Invalidität als korrekt.
Sie glaubten nicht, dass als Erwerbstätige eine geringere Invalidität er
reicht werden könne (
Urk.
9/19/9 oben).
3.8
In
ihrer
Stellungnahme vom 1
9.
Mai 1994 (
Urk.
9/16/1 unten) hielt
eine
Abklä
rungsperson
des Aussendienstes der Beschwerdegegnerin
fest, die Beschwerde
führerin sei unverändert als Hausfrau zu qualifizieren.
3.9
Am
2
8.
Mai 200
1
berichteten
die Ärzte der Rehaklinik
C._
(
Urk.
9/24/1-5)
,
die Verhältnisse im Verlauf der letzten drei bis vier Jahre seien stationär ge
we
sen. D
ie Beschwerdeführerin benütze praktisch nur die
Schmuck
prothesen
. Diese trage sie nur kurzfristig bei ansonsten auftretenden
Überlas
tungsbeschwer
den
am kurzen Vorderarmstumpf
(
Urk.
9/24/5).
3.10
I
n seinem Bericht vom 1
6.
August 2004 (
Urk.
9/27/3-4)
führte
Dr.
D._
aus, der Gesundheitszustand sei stationär (
lit
. C.1). Prognostisch sei keine Änderung zu erwarten. Die Beschwerdeführerin führe ihren Haushalt, allenfalls mit Hilfe ihres Ehemannes (
lit
. D.7).
3.
11
Am
4.
August 2008
berichtete
Dr.
D._
(
Urk.
9/35/8-11)
, von Seiten der Ampu
tation bestünden keine Probleme, im Bereich des Schultergürtels rechts komme es jedoch immer wieder zu einem
myofaszialen
Schmerzsyndrom (
Ziff.
4.4). Die Beschwerdeführerin trage eine einfache, nicht funktionstüchtige
Kunststoffpro
these
am rechten Vorderarm. Die Schulter und
der
Ellbogen seien frei beweglich und der Stumpf reizlos (
Ziff.
4.5). Theoretisch wäre
die Beschwerdeführerin
für
Kontroll- und Überwachungsarbeiten, die ohne Gebrauch der Hände durchge
führ
t
werden könnten, einsetzbar. Allerdings fehle ihr die Qualifikation. Für das Führen
ihres Haushaltes benötige
sie
zeitweise die Hilfe ihres Ehemannes (
Ziff.
4.7).
3.12
In
ihrer
Stellungnahme vom 1
3.
Juli 2009 (
Urk.
9/41/2-3) führte
n
Dr.
med.
E._
, Arzt, und
Dr.
med.
F._
, Praktischer Arzt FMH, Regionaler Ärztlicher
Dienst
(RAD) der Beschwerdegegnerin
,
aus, die Arbeits
unfähigkeit der Beschwerdeführerin in der bisherigen Tätigkeit als Arbeiterin be
trage weiterh
in
100
%
. Das Ressourcenprofil umfasse
rein theoretisch nur Tä
tig
keiten ohne Gebrauch der (ehemals dominanten) re
chten oberen Extremität
. Da derartige Tätigkeiten auf dem freien Arbeitsmarkt nicht vorhanden sein dürften, könne analog der Einschätzung von
Dr.
D._
eine voll
e
Arbeitsunfä
higkeit für alle Erwerbstätigkeiten angenommen werden.
3.13
Am
2
8.
September 2009
fand eine
weitere
Haushaltabklärung statt. In ihrem Bericht vom
1
4.
Oktober 2009 (
Urk.
9/39
) führte die Abklärungsperson aus,
die Beschwerdeführerin habe erklärt, dass sie auch heute bei guter Gesundheit nach
wie vor vollumfänglich im Aufgabenbereich tätig wäre. Für sie stehe nach wie vor
die Kinderbetreuung im Vordergrund
(obwohl die Kinder bereits 20 bezie
hungsweise 26 Jahre alt seien)
.
T
rotz der finanziell angespannten Situation
würde
sie
nach wie vor keiner ausser
häuslichen Tätigkeit nachgehen.
Die Be
schwer
de
führerin habe erklärt, dass i
hr Ehemann
zur Zeit
arbeitslos
sei
und Leistungen der Arbeitslosenversicherung
von etwa
Fr.
4‘800.-- monatlich
be
ziehe
. Wie die
Si
tuation aussehen würde, sollte ihr
Ehemann keine Arbeit mehr finden und au
s
gesteuert werden, könne sie nicht beurteilen. Es wäre möglich, dass sie dann eine
Teilzeittätigkeit annehmen w
ürde, sofern sie gesund wäre. Gestützt auf diese
Angaben qualifizierte die Abklärungsperson die Beschwer
deführerin als zu 100
%
im Aufgabenbereich Tätige (
Ziff.
2.5).
Die Abklärungsperson
führte
weiter
aus
, der Gesundheitszustand gelte als sta
tio
när. Bei der letztmaligen Ab
klärung vor Ort sei im Haushalts
bereich eine E
inschränkung von 26
%
ermittelt
worden
,
es sei jedoch
analog
der
SUVA
ab
geschlossen und demzufolge eine
halbe Rente ausgerichtet worden. Da sich die Situation nicht verändert habe und kein Revisionsgrund vorliege, könne die bis
herige Einschränkung weiterhin übernommen und die bisherige Rente aus
ge
richtet werden (
Ziff.
6).
Die Qualifikation sei in etwa einem Jahr zu überprü
fen. Es stelle sich dann die Frage, ob der Ehemann eine ausserhäusliche Tätig
keit ge
funden habe und wie die familiäre Situation aussehe, namentlich ob die Kinder ausgezogen und die Beschwerdeführerin eine Teilerwerbstätigkeit aufge
nommen
habe
. Im Rahmen einer neuerlichen Haushaltabklärung werde sodann ein de
tail
lierter Betätigungsvergl
e
ich
durchzuführen
sein (
Ziff.
10).
3.14
Am
7.
März 2011
berichtete
Dr.
D._
(
Urk.
9/75/5),
der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin sei seit 25 Jahren unverändert. D
ie Beschwerdeführerin könne lediglich ihren linken Arm und die linke Hand einsetzen. Sie spreche zwar recht gut Deutsch, habe aber keine beruflichen Qualifikationen. Sie könnte lediglich für irgendwelche leichte Kontrollarbeiten eingesetzt werden, wo sie nur
ihre linke Hand einsetzen müsste
. Allerdings sei auf dem heutigen Arbeits
markt kaum mit einer Stelle zu rechnen.
Im Übrigen sei die Beschwerdeführerin
gesund und es bestünden keinerlei körperliche oder psychische Einschränkun
gen.
3.15
In ihrer Stellungnahme vom 1
1.
März 2011 (
Urk.
9/86/2) führte
RAD-Ärztin
med
.
pract
.
G._
, Fachärztin für Innere Medizin FMH,
aus, abstellend auf die
RAD-Stellungnahme vom 1
3.
Juli 2009 könne von einem unveränderten Ge
sund
heitszustand ausgegangen werden. Weitere medizinische Abklärungen seien nicht
nötig.
3.16
Am 1
0.
August 2011 fand
eine weitere
Haushaltabklärung statt. In ihrem Be
richt
vom 2
5.
Oktober 2011 (
Urk.
9/82) führte die Abklärungsperson aus,
die Be
schwer
deführerin habe angegeben, dass ihre Familie seit je her in engen fi
nan
ziellen Verhältnissen lebe. Ihr Ehemann sei immer wieder stellenlos gewesen und
habe aufgrund sprachlicher Barrieren und wenig Berufserfahrung in der Schweiz
immer nur sehr mühevoll eine Anstellung gefunden und dabei ein eher geringes Einkommen erzielt. Sie habe die deutsche Sprache besser beherrscht. Aus wirt
schaftlichen Gründen wäre sie bei guter Gesundheit weiterhin zu 100
%
einer ausserhäuslichen Tätigkeit nachgegangen. Als ihre Kinder noch klein ge
wesen seien, hätten ihre Eltern noch in der Schweiz gelebt. Die Kinderbetreuung wäre
deshalb abgedeckt gewesen. Auch heute müsste sie aus wirtschaftlichen Grün
den
eine
r
100%igen ausserhäuslichen Tätigkeit nachgehen.
Ihr Ehemann sei im März
2010 ausgesteuert worden. Die Kinder hätten ihnen geholfen, fi
nanziell über die Runden zu kommen.
Ansonsten hätten sie Sozialhilfe beantra
gen müssen
. Im Januar 2011 habe ihr Ehemann eine temporäre Arbeit als
Ma
schinenoperateur
ge
fund
en. Der Lohn sei variabel (
Ziff.
2.5).
Die Abklärungsperson merkte an
,
die
Beschwerdeführerin habe in all den Jahren ihre Restarbeitsfähigkeit trotz knapper finanzieller Verhältnisse nicht verwertet. Bezeichnend sei, dass sie anlässlich der Haushaltabklärung vom 2
8.
September 2009 erklärt habe, nach erfolgter Aussteuerung ihres Ehemannes im
Gesund
heits
fall
möglicherweise eine Teilzeittätigkeit anzunehmen. Von einem
Voll
pen
sum
sei nicht die Rede gewesen. In Anbetracht dessen, dass sie auch wäh
rend
der Arbeitslosigkeit sowie nach der Aussteuerung ihres Ehemannes keine ak
ti
ven
Arbeitsbemühungen unternommen und sich auch nicht beim Regiona
len
Ar
beits
vermittlungszentrum
angemeldet habe, sei nicht nachvollziehbar und plausibel, dass sie voll- oder teilzeitig ins Berufsleben habe zurückkehren wol
len.
Der Ehe
mann habe per Januar 2011 wieder eine Anstellung gefunden. Die finanziellen Verhältnisse der Familie seien seither wieder stabil. Es sei davon auszugehen, dass der noch zu Hause lebende volljährige Sohn seinen Lebens
unterhalt in der Familie selber bestreiten könne. Die Beschwerdeführerin sei da
her weiterhin als
zu 100
%
im Haushalt T
ätige zu qualifizieren (
Ziff.
2.5). Die Abklärungsperson ermittelte
eine Einschränkung im Haus
haltsbereich von 13.8
%
(
Ziff.
6.1-8).
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin
begründete die zweif
ellose Unrichtigkeit der
Verfügung vom 2
4.
September 1987, mit welcher die
ganze
Rente der Beschwerdeführerin auf eine halbe Rente herabgesetzt worden war
(
Urk.
9/18/3)
,
damit, dass die
In
va
liditätsbemessung
- nachdem die
Beschwerdeführerin
damals
als
Nichter
werbs
tätige
qualifiziert worden
sei
- nach der spezifischen Methode
hätte erfol
gen
und
daher
auf die im Haushaltabklärungsbericht vom
Juni 1987 (vorste
hend E.
3.3)
ermittelte rentenausschliessende Einschränkung von 26
%
hätte abgestellt werden
müssen.
4.2
Unbestritten und gestützt auf die damalige Sach- und Rechtslage nicht zu bean
standen ist, dass die Beschwerdeführerin im Jahr 1987 als zu 100
%
im Haus
hal
t Tätige
qualifiziert wurde
,
zumal sie
sich ab 1986 der Erziehung und Be
treuung ihrer damals dreijährigen Tochter widmete
, welche zuvor im Heimat
land der Be
schwerdeführerin gelebt hatte
(vgl. vorstehend E.
3.3).
Soweit die
Beschwerdegegnerin
rügte, bei Erlass der Verfügung vom 2
4.
Septem
ber 1987
hätte nicht auf den von der SUVA ermittelten
Invaliditäts
grad
ab
ge
stellt werden dürfen,
ist
ihr
insofern beizupflichten, als auf dem Ge
biet der obli
ga
torischen Unfallversicherung
(einzig)
die erwerbsbezogene Invali
dität
massge
bend ist, welche mittels Einkommensvergleich zu ermitteln ist, geht es bei der Er
mittlung der unfallbedingten Erwerbseinbusse doch darum, die vor dem Unfall
regelmässig uneingeschränkte Erwerbsfähigkeit mit der
unfallbe
dingt
einge
schrän
kten Erwerbsfähigkeit zu vergleichen (
vgl.
Urteil des Bundes
gerichts 8C_664/2007 vom 1
4.
April 2008 E.
7.2.4, vgl. auch Urteil 8C_752/2010 vom
2
7.
Januar 2011 E.
3.3). Nachdem die Beschwerdeführerin im Jahr 1987 als
Nicht
erwerbstätige
qualifiziert
wurde
, war
für die Bemessung ih
rer (
invaliden
ver
sicherungsrechtlichen
) Invalidität indes massgebend,
in wel
chem Masse sie un
fähig
war,
sich
im Aufgabenbereich zu b
etätigen (vgl. vorste
hend E. 1.4
).
4.3
Zur Beurteilung der Frage der Einschränkung im Haushalt wurde
im Jahr
1987 richtigerweise
eine Haushalt
abklärung durchgeführt
(vgl. vorstehend E.
3.3)
.
Die
Ergebnisse dieser Abklärung
wurden bei
der Herabsetzung
der ganzen auf eine
halbe Rente
entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin
nicht igno
riert und
die Invalidenversicherungs-Kommission
schloss sich
nicht
unbesehen
der
Inv
a
li
ditätsbemessung
der SUVA an.
Aus dem Antrag
des Sekretärs der
In
vali
den
versicherungs
-Kommissi
on an die Kommissionsmitglieder
(vgl. vorste
hend E. 3.4)
ergibt sich vielmehr, dass
erkannt wurde, dass die der Beschwer
deführerin von
den
Handchirurgen des
A._
at
testierte Arbeitsunfähigkeit im Haushalt
(vgl. vor
stehend E.
3.2)
höher war als die von der Abklärungsperson
anlässlich der
Haus
haltabklärung
ermittelte Einschränkung
.
Auch wenn es zutrifft, dass
ein
Haushaltabklärungsbericht
- sofern er als
be
weis
wertig
zu erachten ist -
bei der Ermittlung des Ausmasses physisch be
ding
ter
Beeinträchtigungen grundsätzlich massgeblich ist, so kann vorliegend
–
unbe
sehe
n der Frage nach der Beweiswertigkeit des
Haushaltabklärungsb
erichts aus dem Jahre 1987 - nicht
darüber hinweggesehen
werden, dass
die
anlässlich der Haushaltabklärung ermittelte
Einschränkung
von 26
%
erheblich divergierte zu der von den
Handchirurgen des
A._
attestierten Arbeitsunfähigkeit im Hausha
lt von 80
%
.
Indem die Invalidenversicherungs-Kommission der Be
schwerdefüh
rer
in in Auseinandersetzung
mit dem Entscheid der SUVA, der ärztlicherseits
attestierten Arbeitsunfähigkeit und
der
von der Abklärungsperson ermittelten Einschränkung eine halbe Rente zusprach, fällte sie einen
Ermes
sensentscheid
, der vor
dem Hintergrund d
er damaligen
Sach- und Rechtslage
als vertretbar er
scheint
, zumal
der Haushaltabklärungsbericht seinerseits
Ermes
senselemente
ent
häl
t
und
aus der von den
Ärzten
at
testierten Arbeitsunfähigkeit von 80
%
und der von der Abklärungsperson ermittelten Einschränkung von 26
%
ein Mittel
wert
von 53
%
resultiert,
worauf die
Beschwerdeführerin zutref
fend
hinge
wie
sen hat (vgl.
Urk.
1 S.
11
lit
. b).
Die
Verfügung vom 2
4.
September 1987 kann daher nicht als zweifel
los unrich
tig
bezeichnet werden
, womit eine
wiedererwägungsweise Aufhebung
ausser Be
trach
t fällt
.
5.
5.1
Zu prüfen bleibt eine
revisionsweise Änderung des Invaliditätsgrades der Be
schwerdeführerin
.
5.2
Soweit sich die Beschwerdeführerin auf den Standpunkt stellte, im Rahmen des vorliegenden Verfahrens sei
en
lediglich die Wiedererwägungsvoraussetzungen
gemäss
Art.
53
Abs.
2 ATSG
zu prüfen
(vgl.
Urk.
1 S.
9
Ziff.
1
sowie
Protokoll der
Instruktionsverhandlung
vom 2
0.
Februar 2014
, S.
4 unten), gilt es zu be
merken,
dass das Sozialversicherungsgericht im Rahmen der Rechtsanwendung von Amte
s wegen
auf den festgestellten Sachverhalt jenen Rechtssatz anzuwen
den
hat
, den es als den zutreffenden ansieht, und ihm auch die Auslegung zu geben, von der es überzeugt ist. Das Gericht hat sich nicht darauf zu beschrän
ken, den Streit
gegenstand bloss im Hinblick auf die von den Parteien aufge
worfenen Rechts
fragen zu überprüfen. Es kann eine Beschwerde gutheissen oder abweisen aus
anderen Gründen als von der Beschwerde führenden Partei vor
getragen oder von
der Vorinstanz erwogen (BGE 122 V 34 E. 2b).
Vor diesem Hintergrund
steht einer Prüfung des vorliegenden Falles unter den
Revisionsvoraussetzungen nach
Art.
17
Abs.
1
ATSG nichts entgegen
, zumal
sich
die Beschwerdeführerin im Rahmen der Eventualbegründung ihrer Be
schwerde
auch
zu
Veränderungen in den tatsächlichen Verhältnissen - und da
mit poten
tielle
n
Revisionsgründe
n
-
äusserte
(
Urk.
1
S.
14 ff.
Ziff.
3.1-4)
, wobei sie
na
m
ent
lich eine Veränderung ihrer sozialversicherungsrechtlichen Qualifi
zierung gel
tend machte (
Urk.
1 S.
19 Mitte). Abgesehen davon
wurde die Be
schwerde
füh
rerin auch anlässlich der Instruktionsverhandlung vom
2
0.
Februar 2014
da
rauf hingewiesen, dass
eine Prüfung ihres Rentenanspruchs
unter
r
evi
sions
recht
lichen
Gesichtspunkten erfolgen könnte
(vgl.
Protokoll der
Instrukti
ons
verhandlung
vom 2
0.
Februar 2014
, S. 4 unten
)
.
5.3
Ändert sich der
In
va
liditäts
grad
einer Rentenbezügerin oder eines
Renten
be
zügers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für di
e
Zukunft entspre
chend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG
)
. Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
säch
lichen Verhält
nissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Än
derung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen
Gesundheitszustan
des erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E.
3.5 mit Hin
weisen). Eine Ver
änderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleic
h gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in sei
nen Auswir
kungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
des
gerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai 2009 E.
1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswir
kun
gen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesundheitszustandes
auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revisionsgrund im Sinne
von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar.
Auch eine Wandlung des Aufgaben
be
reichs kann einen Revisionsgrund darstellen
(BGE 130 V 343
E.
3.5,
117 V 198 E.
3b,
105 V 29 mit Hinweisen).
Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer
anspruchs
erheblichen
Ände
rung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechts
kräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Einspracheentscheid
, welche oder welcher auf einer mate
riellen Prüfung des Rentenanspruchs mit
rechts
konformer
Sachverhalts
abklä
rung
, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl.
auch BGE 130 V 71 E.
3.2.3; Urteil des Bundesge
richts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hinweisen).
5.4
Sowohl im Rahmen einer erstmaligen Prüfung des Rentenanspruches als auch anlässlich einer Rentenrevision (
Art.
17
Abs.
1 ATSG) stellt sich unter dem Ge
sichtspunkt des
Art.
28a
Abs.
3 IVG in Verbindung mit
Art.
16 und 7
Abs.
2 ATSG die Frage nach der anwendbaren Invaliditätsbemessungsmethode.
Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als
nicht
erwerbstätig
einzustufen ist, führt je zur Anwendung einer anderen Me
thode der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich, Betätigungsvergleich, ge
mischte Methode) und ergibt sich aus der Prüfung, was die Person bei im Üb
rigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchti
gung bestünde. Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der
versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in
wel
chem Pensum sie hypothetisch, das heisst ohne Gesundheitsschaden, aber bei
sonst gleichen Verhältnissen, erwerbstätig wäre
(BGE 133 V 504 E.
3.3 mit Hin
weisen).
Die Statusfrage beurteilt sich praxisgemäss nach den Verhältnis
sen, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben. Dabei sind die kon
krete Situation und die Vorbringen der versicherten Person nach Massgabe der
allgemeinen Lebenserfahrung zu würdigen. Für die hypo
thetische Annahme einer
im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Er
werbs
tätigkeit ist der im
Sozialver
siche
rungsrecht
übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erforder
lich (
BGE 137 V 334
E.
3.2,
130 V 393
E.
3.3,
125 V 146
E.
2c, je mit Hinweisen).
Bei im Haushalt tätigen Versicherten im Besonderen (vgl.
Art.
27 IVV) sind die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie all
fällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigun
gen und Begabungen zu berücksichtigen (Urteil des Bundesge
richts
9C_915/2012
vom 1
5.
Mai 2013
E. 4.1
mit Hinweisen auf BGE 133 V 504 E.
3.3).
Bei der Bestimmung der im konkreten Fall anwendbaren
Invaliditäts
bemessungs
methode
und damit der Beantwortung der entscheidenden Statusfrage handelt es sich um eine hypothetische Beurteilung, die auch hypothetische
Willensent
scheidungen
der versicherten Person berücksichtigen muss. Dies gilt auch für die Frage, in welchem
Ausmass
die versicherte Person ohne gesundheitliche Be
einträchtigung erwerbstätig wäre. Diese inneren Tatsachen sind indessen einer
direkten Beweisführung nicht zugänglich und müssen in aller Regel aus
äusse
ren
Indizien erschlossen werden. Die Beurteilung hypothetischer
Geschehen
sab
läufe
ist eine Tatfrage, soweit sie auf Beweiswürdigung beruht, selbst wenn darin auch
Schlussfolgerungen aus der allgemeinen Lebenserfahrung mitbe
rücksichtigt werden.
Rechtsfragen sind hingegen Folgerungen, die
ausschliess
lich
- losgelöst
vom konkreten Sachverhalt - auf die allgemeine Lebenserfah
rung gestützt werden oder die Frage, ob aus festgestellten Indizien mit Recht auf bestimmte Rechts
folgen geschlossen worden ist (vgl.
Urteile des Bundesge
richts 9C_287/2013 vom
8.
November 2013 E.
3.5
und
8C_511/2013 vom 3
0.
Dezem
ber
2013, je
mit Hinweisen).
5.
5
Diese Grundsätze gelten auch bei der Rentenrevision und im
Neuan
meldungs
verfahren
. Hier führen sie gegebe
nenfalls dazu, dass ein Rentenanspruch neu
ent
stehen
oder verloren gehen
kann, nicht nur bei wesentlicher Veränderung des
Gesundheitszustandes, der erwerblichen Auswirkungen (oder der Auswirkungen in Bezug auf die Betäti
gung im üblichen Aufgabenbereich) und bei Wandlung des Aufgabenbereichs (BGE 113 V 273 E.
1a, 105 V 29 mit Hinweisen), sondern auch dadurch, dass in dem für die Methodenwahl massgeblichen hypothetischen Sachverhalt wesentli
che Änderungen eingetreten sind. Die in einem bestimmten
Zeitpunkt massge
bende Methode der Invaliditätsschätzung präjudiziert die künf
tige Rechtsstel
lung der versicherten Person somit nicht. Vielmehr können die
alternativen Kriterien der Erwerbsunfähigkeit (
Art.
28a
Abs.
1 IVG in Verbin
dung
mit
Art.
7 ATSG) einerseits und der Unmöglichkeit der Betätigung im nicht er
werblichen Aufgabenbereich (
Art.
5
Abs.
1 und 28a
Abs.
3 IVG in Verbindung
mit
Art.
8
Abs.
3 ATSG) anderseits einander ablösen (BGE 117 V 198 E.
3b, 113 V
273 E.
1a, 110 V 284 E.
1a, 104 V 148 E.
2 mit Hinweisen).
5.
6
M
it Blick auf die
von ihr
in Aussicht genommene w
ie
dererwägungsweise Aufh
e
b
ung
der Verfügung
vom
2
4.
September 1987
führte
die
B
eschwerdegeg
nerin
- wie bei einer materiellen Revi
sion nach
Art.
17
Abs.
1 ATSG und
damit
in Nachachtung der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (vgl. Urteil des Bun
des
gerichts 9C_11/2008
vom 2
9.
April 2008 E.
4.2.1)
-
Abklärungen zu den aktu
ellen
Verhältnissen
, namentlich in
haushaltlicher
Sicht
(
vgl. vorstehend E. 3.16
)
,
durch
,
und
qualifizierte
die Beschwerdeführerin
gestützt darauf
weiterhin als zu 100
%
im Haush
alt Tätige
.
Die
Beschwerdeführerin
machte demgegen
über gel
tend,
dass sie allerspätestens ab März 2010 als voll Erwerbstätige zu qualifi
zie
ren
sei, allenfalls als teilzeitlich Erwerbstätige mit e
inem Pensum von wenigstens 80
%
.
5.
7
Aus den Akten ergibt sich, dass die 1964 geborene Beschwerdeführerin im Jahr 1970 in die Schweiz kam
,
hier während acht Jahren die Primarschule
sowie
wäh
rend einem Jahr die Frauenfachs
chule besuchte und keinen Beruf erlernte.
Von 1980 bis 1982 war sie
vollzeitlich
als Verkäuferin
in einem Warenhaus
und von
März 1984 bis zum Arbeitsunfall am
5.
Februar 1985 vollzeitlich als
Packerin in einer Wattefabrik
tätig
(
Urk.
9/1
Ziff.
1.8,
Ziff.
4.7.1 und
Ziff.
5.1-3
,
Urk.
9/22/16
Ziff.
3.1-2
,
Urk.
9/39
Ziff.
2.2
).
Seither ging sie keiner Erwerbstä
tigkeit mehr nach.
1986 kam die 1983 geborene
Tochter der Beschwerdeführerin
in die Schweiz (vgl. vorstehend E.
3.3). 1989 gebar die Beschwerdeführerin ei
nen
Sohn (
Urk.
9/39/1 Mitte,
Urk.
9/82/1 Mitte)
.
Ab
1.
November 1987
bezog die Beschwerdeführerin eine halbe Rente der In
va
li
denver
si
cherung. Es wurde davon ausgegangen, dass
sie
bei der Verrich
tung der
im Hau
shalt anfallenden Tätigkeiten nur teilweise
eingeschränkt sei.
Im Novem
ber 1990 bestätigten die Ärzte der Rehaklinik
C._
diese Einschätzung, in
dem
sie ausführten, die Beschwerdeführer
in führe den Haushalt mit zw
e
i
Kin
dern im Alter von sieben und ei
n
e
inhalb Ja
hren, wobei sie bei einer Reihe von Tätig
kei
ten
a
u
f die
Mithil
fe ihres Ehemannes angewiesen sei, andere Sachen aber auch gut bewältigen könne
(vgl. vorstehend E. 3.5)
.
Im Mai 1994 berichtete der Haus
arzt
Dr.
D._
sodann, dass die Beschwerdeführerin alle Ar
beiten mit der linken Hand erledige (vgl. vorstehend E. 3.6) und in
den Jahren 2004 und 2008
gab
er
an
,
dass
die Beschwerdeführer
in
ihren
Haushalt führe
, wobei sie
zeitweise
d
ie Hilfe ihres Ehemannes
benötige
(vgl. vorstehend E. 3.10
-11
).
Vor
d
em
Hinter
grund
dieser
im Haushalt
bestehenden Restarbeitsfähigkeit
muss davon
au
sge
gangen werden
, dass das Krankheitsbild der Beschwerdefüh
rerin
im Verlauf
auch
eine
zumindest teilzeitliche ausserhäusliche Tätigkeit erlaubt hätte
,
zumal
der Arbeitsmarkt durchaus Stellen bereit
hält
, deren Anforderungsprofil mit jenem der Haushaltstätigkeit vergleichbar
oder gar
weniger hoch ist
.
Diese Annahme wird
auch
durch den Bericht von
Dr.
D._
vom März 2011 (vor
stehend E.
3.14) gestützt,
gemäss welchem die Beschwerdeführerin
für
leichte Kontrollarbeiten, bei welchen nur die linke Hand eingesetzt werden
m
üs
s
e
,
ein
setzbar sei
. Soweit
Dr.
D._
im August 2008 noch die Auffassung v
ertreten hatte
, dass die Beschwerdeführerin bei der Ausübung
von
auch damals
als
zu
mut
bar erachteten Kontroll- und Überwachungsarbeiten beide Hände nicht ge
brauchen könne
(vgl. vorstehend E. 3.11)
, vermag dies mit Blick darauf, dass die
linke Hand der Beschwerdeführer
in unversehrt ist und
Dr.
D._
im Mai 1994 an
gegeben hatte, dass die Beschwerdeführer
in alle
Arbeiten im Haus
halt mit der linken Hand erledige
(vgl. vorstehend E. 3.6)
,
nicht zu überzeugen
.
Abgesehen davon
ging
die SUVA bereits im Juli 1986 von einer Erwerbsunfä
higkeit von lediglich 50
%
aus (vgl.
Urk.
9/20/22).
Zu bemerken ist sodann, dass der ausgeglichene Arbeitsmarkt nach der
bundes
gerichtlichen
Rechtsprechung auch bei funktioneller
Einarmigkeit
realistische Betätigungsmöglichkeiten bereit hält
(vgl. etwa Urteile des Bundesger
ichts
8C_350/2013 vom
5.
Juli 2013 E.
3.3,
8C_939/2011 vom 1
3.
Februar 2012 E. 4.3
und
9C_418/2008
vom 1
7.
September 2008 E.
3.2.2, je mit Hinweisen
), so
dass ent
gegen der Auffassung der Beschwerdeführerin (vgl.
Urk.
1 S.
19
Ziff.
3.4
)
von
der Verwertbarkeit der
verbleibenden Arbeits
fähigkeit auszugehen war
.
Die dies
bezüglich abweichenden Einschätzungen von
Dr.
D._
und den RAD-Ärzten
(vgl. vorstehend E.
3.11-12 und E.
3.14-15) sind unbeachtlich, nachdem d
ie
Frage
der
Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit
vom
Rechtsan
wender
zu prüfen ist.
5.8
Obwohl die Behinderung der Beschwerdeführerin
somit einer zumindest
teilzeit
lichen
Erwerbstätigkeit nicht entgegenstand,
hat sich
die Beschwerdeführerin
auch nachdem ihre Kinder die Volljährigkeit erreicht hatten keine
(Teilzeit-)
Ar
beit
gesucht
.
Anlässlich der Haushaltabklärung vom 2
8.
September 2009 (vgl. vorstehend E.
3.13), mithin zu einem Zeitpunkt, als
ihre
Kinder ber
eits 26
bezie
hungsweise
20
Jahr
e
alt
waren
und
ihnen gegenüber somit
keine eigentlichen Erziehungs- und Betreuungsaufgaben
mehr
anfielen, gab
sie
entsprechend
an, dass sie auch bei guter Gesundheit nach wie vor im Aufgabenbereich tätig wäre
, dies trotz der damals finanziell angespannten Sit
uation
zufolge A
rbeitslosigkeit
ihres
Ehemannes
.
Zentral erscheint sodann, dass
sich
die Beschwerdeführerin ins
besondere auch im März 2010, als ihr Ehemann bei der Arbeitslosenversi
cherung
ausgesteuert wurde
(vgl. vorstehend E. 3.16)
,
nicht um eine
Arbeit
s
stelle be
mühte
.
Insofern vermag
ihre Aussage
anlässlich der Haushaltabklärung vom 1
0.
August
2011, wonach sie bei guter Gesundheit aus wirtschaftlichen Gründen weiterhin zu
100
%
einer ausserhäuslichen Tätigkeit nachgegangen wäre
(vgl. vorstehend
E.
3.16)
, nicht zu überzeugen und ist nicht auszuschlies
sen, dass diese von
nach
träglichen
versicherungsrechtlichen Überlegungen be
einflusst war.
Seit Januar
2011 ist der Ehemann der Beschwerdeführerin wieder arbeitstätig
(vgl. vorsteh
end
E. 3.16)
und erzielt ein
en guten Verdie
nst (vgl.
Urk.
6/4 S. 2), was nicht zuletzt
dazu führte, dass das Gesuch der Beschwerde
führerin um unentgeltliche
Prozess
führung
und Rechtsvertretung für das vorlie
gende Verfahren abgewiesen wurde (vgl.
Urk.
11).
D
ie
finanziellen Verhältnisse
der Familie
machen
eine
Arbeits
t
ätig
keit
der Beschwerdeführerin
somit
nicht
(mehr)
erforderlich.
In Würdigung der
g
esamten Umstände
kann n
icht
als
mit dem Beweisg
rad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt
gelten
, dass
die Beschwerdeführerin
im
Gesundheitsfall heute (
teil-
)erwerbstätig wäre.
Daher ist nicht zu beanstan
den, dass die Beschwerdegegnerin die Beschwerdeführerin weiterhin als zu 100
%
im Haushalt Tätige qualifizierte.
5.
9
Die medizinische Aktenlage zeigt, dass sich i
n Bezug auf den Gesundheitszu
stand der Beschwerdeführerin mit fehlendem
rechtem
Vorderarm keine Verän
derung
en
ergeben
haben
.
So bestätigte
Dr.
D._
in seinem Bericht vom März 2011 (vor
stehend E.
3.14) einen seit 25 Jahren unveränderten Gesundheitszu
stand
.
Zudem
ist seinem Bericht zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin abgesehen von der bekannten Behinderung ge
sund
und weder körperlich noch psychisch einge
schränkt ist.
5.
10
Anlass zur Rentenrevision gibt jede
wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenan
spruch zu beeinflussen
.
Nachdem sich der Gesundheitszustand der Beschwer
de
führerin nicht verändert hat und sie weiterhin als zu 100
%
im Haushalt Tä
tige zu qualifizieren ist, stellt sich die Frage, ob
sich bezüglich ihrer
Tätigkeit
im Auf
gabenbereich revisionsrelevante Änderungen ergeben haben.
Revisions
rechtlich
von Relevanz sein können dabei insbesondere eine Wandlung des Aufgabenbe
reichs sowie eine Änderung der Auswirkungen
des
Leidens in Bezug auf die Be
tätigung im Aufgabenbereich (vgl. vorstehend E. 5.3 und E. 5.5).
Nachdem eine materielle Prüfung des Rentenanspruchs der Beschwerdeführerin mit Abklärung der Beeinträchtigung im Haushalt - unter Berücksichtigung
so
wohl
der Erhebungen der Abklärungsperson vor Ort als auch der medizinischen Akten - letztmals im Jahr 1987 stattgefunden hat (vgl. vorstehend E. 3.2-4), ha
ben die Verhältnisse im Jahr 1987 als zeitlicher Vergleichszeitpunkt zu gelten (vgl. vorstehend E. 5.3
am Ende).
5.11
S
eit dem Jahr 1987
haben sich
die Familienverhältnisse der Beschwerdeführer
in
geändert. Während die
Familie im Jahr
1987
aus der Beschwerdeführerin, ihrem
Ehemann sowie
ihrer
vier
jährige
n
Tochter
bestand, umfasste die
Familie im
Ver
fügungszeitpunkt
nebst
dem
Ehemann
die mittlerweile
30-jährige Tochter sowie
den
24-jährigen Sohn
, wobei die Tochter bereits aus der elterlichen Woh
nung
ausgezogen
war
(
Urk.
9/82/1 Mitte).
Angesichts des Erwachsenenalters der Kinder
hat
die Beschwerdeführer
in
diesen
gegenüber
heute
keine Betreuungs- und Er
ziehungsaufga
ben mehr wahrzunehmen, was eine Reduktion des zeitli
chen
Aus
masses
ihrer Tätig
keit im
Aufgabenbereich zur Folge hat beziehungs
weise dazu führt, dass ihr für die weiteren im Haushalt anfallenden Aufgaben mehr Zeit zur Verfügung steht. Darin ist eine wesentliche Veränderung der tat
sächli
chen Ver
hältnisse zu erblicken.
Aus den medizinischen Akten ergibt sich sodann
, dass die
Beschwerdeführerin die Arbeitsprothese, welche sie im Jahr 1987
gemäss
Bericht
der Handchirurgen des
A._
vom April 1987 (vorstehend E.
3.2) nur während zwei Stunden tragen konnte, da diese zu
Überbelastungs
schmerzen
im Bereich der Sch
ulter und des Ellbogens führte, seit vielen Jahren praktisch nicht mehr benutzt und al
le Arbeiten, die sie selbständig ausführen kann,
mit der linken
Hand erledigt (vgl. vorstehend E.
3.6, E.
3.8-9, E.
3.11
). Es ist deshalb
davon aus
zugehen
, dass über die Jahre
eine
gewisse Adaption an das Leiden stattge
fun
den
hat und sich damit auch die Auswirkungen der
Behinde
rung
auf die Arbeits
fähig
keit im Haushalt verändert haben.
5.12
Zu prüfen ist, ob sich die
dargelegten
wesentlichen Veränderungen in
den tat
sächlichen Verhältnissen
(vorstehend E. 5.11)
rentenrelevant auswirken. Als Grund
lage zur Beurteilung dieser Frage ist der Haushaltabklärungsbericht der
Be
schwerdegegnerin
vom Oktober 2011 (vorstehend E. 3.16) heranzuziehen.
Für den Beweiswert eines Berichtes über die Abklärung im Haushalt einer versi
cherten Person sind - analog zur Rechtsprechung betreffend die Beweiskraft von
Arztberichten (BGE 125 V 351 E.
3a mit Hinweis) - verschiedene Faktoren zu be
rücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis von den örtlichen und räumlichen Verhält
nissen so
wie den aus den medizinischen Diagnosen sich ergebenden Beein
trächtigungen
und Behinderungen hat. Weiter sind die Angaben der versicher
ten Person zu be
rücksichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzu
zeigen sind. Der Berichtstext schliesslich muss plausibel, be
gründet und an
ge
messen detailliert bezüglich der einzelnen Einschränkungen sein und in Über
ein
stimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies
zu, ist der Abklärungsbericht voll beweiskräftig (AHI 2003 S.
218 E.
2.3.2 [in BGE
129 V 67 nicht veröffentlichte Erwägung]; Urteil des Bundesgerichts I 733/03 vom
6.
April 2004 E. 5.1.2).
Bei der Bemessung der Invalidität von im Haushalt tätigen Versicherten ist die Schadenminderungspflicht von erheblicher Relevanz. Nach der Rechtsprechung
ist dabei vom Grundsatz auszugehen, dass einem Leistungsansprecher im Rah
men
der Schadenminderungspflicht Massnahmen zuzumuten sind, die ein ver
nünf
ti
ger Mensch in der gleichen Lage ergreifen würde, wenn er keinerlei Ent
schä
digung zu erwarten hätte. Für die im Haushalt tätigen Versicherten bedeu
tet dies, dass sie Verhaltensweisen zu entwickeln haben, welche die Auswirkun
gen der Behinderung im hauswirtschaftlichen Bereich reduzieren und ihnen eine möglichst vollständige und unabhängige Erledigung der Haushaltarbeiten er
möglichen. Kann die versicherte Person wegen ihrer Behinderung gewisse
Haus
haltarbeiten
nur noch mühsam und mit viel höherem Zeitaufwand erledi
gen, so muss sie in erster Linie ihre Arbeit einteilen und in üblichem Umfang die Mit
hilfe von Familienangehörigen in Anspruch nehmen. Ein
invaliditätsbe
dingter
Aus
fall darf bei im Haushalt tätigen Personen nur insoweit angenom
men werden,
als die Aufgaben, welche nicht mehr erfüllt werden können, durch
Drittper
so
nen
gegen
Entlöhnung
oder durch Angehörige verrichtet werden, de
nen dadurch
nachgewiesenermassen eine Erwerbseinbusse oder doch eine un
verhältnis
mässi
ge
Belastung entsteht. Die im Rahmen der Invaliditätsbemessung bei einer Haus
frau zu berücksichtigende Mithilfe von Familienangehörigen geht daher weiter
als die ohne Gesundheitsschädigung üblicherweise zu erwartende Unterstüt
z
ung
.
Geht es um die Mitarbeit von Familienangehörigen, ist danach zu fragen, wie sich
eine vernünftige Familiengemeinschaft einrichten würde, wenn keine Versiche
rungsleistungen zu erwarten wären. Dabei darf nach der Rechtsprechung unter dem Titel der Schadenminderungspflicht nicht etwa die Bewältigung der
Haus
halttätigkeit
in einzelnen Funktionen oder insgesamt auf die übrigen Familien
mitglieder überwälzt werden mit der Folge, dass gleichsam bei jeder festge
stellten Einschränkung danach gefragt werden müsste, ob sich ein Familienmit
glied finden lässt, das allenfalls für eine ersatzweise Ausführung der ent
sprechenden Teilfunktion in Frage kommt. Schliesslich vermag die Tatsa
che, dass
sich die der Rechtsprechung zugrunde liegenden, in
Art.
159
Abs.
2 und 3 ZGB zwischen den Ehegatten und in
Art.
272 ZGB zwischen Eltern und Kindern statuierten Beistandspflichten nicht unmittelbar durchsetzen lassen (d.h. weder klag
bar noch vollstreckbar sind), sondern nur freiwillig erfüllt wer
den können
(
Honsell
/Vogt/Geiser [Hrsg.], Basler Kommentar,
3.
Aufl., Basel 2006,
N.
9 zu
Art.
272
ZGB;
Bräm
/
Hasenböhler
, Zürcher Kommentar,
3.
Aufl., Zürich 1998,
N.
168 zu
Art.
159 ZGB), an der Schadenminderungspflicht der im Haushalt be
schäftigten Versicherten nichts zu ändern. Denn wie auch im
Er
werbsbereich
da
rauf abzustellen ist, ob die verbleibende Erwerbsfähigkeit auf einem ausge
gli
chenen Arbeitsmarkt grundsätzlich verwertbar ist, unabhängig davon, ob eine solche Anstellung rechtlich durchsetzbar ist, ist auch in Bezug auf den
Haus
haltbereich
davon auszugehen, was in der sozialen Realität üblich und zu
mutbar ist, unabhängig davon, ob eine Mithilfe rechtlich durchsetzbar ist (BGE 133 V 504 E.
4.2 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_729/2009 vom 3
0.
November 2009 E. 4.1-3).
5.13
Der Haushaltabklärungsbericht vom Oktober 2011
(
Urk.
9/82)
enthält eine ein
gehende Abklärung der Wohnverhältnisse sowie der im Haushalt der Beschwer
de
führerin anfallenden Tätigkeiten. Der Abklärungsperson war die ärztlicher
seits
genannte Diagnose bekannt und sie erwähnte und berücksichtigte bei sämt
lichen
Angaben die Aussagen der Beschwerdeführerin. Die Berichtstexte, gestützt auf welche die Abklärungsperson die Einschränkungen in den ver
schiedenen Berei
chen festlegte, sind nachvollziehbar begründet und angemessen detailliert.
Der
Ab
klärungsbericht
ist schlüssig, vollständig und wurde sorgfältig begründet, wes
halb er den praxisgemässen Anforderungen (vorstehend E.
5.12) v
ollumfänglich zu genügen vermag. Entgegen der Auffassung der Beschwerde
führerin
(vgl.
Urk.
1 S.
20
Ziff.
4)
erweist sich insbesondere auch die von der
Abklä
rungs
person
berücksichtigte Mitwirkung des Ehemannes und des erwach
senen Sohnes im
Rahmen der Schadenminderungspflicht als zumutbar. Die Be
schwerdeführerin
legte
denn auch nicht näher dar, welche Gründe gegen eine Mitwirkung im an
gerechneten Umfang sprechen.
Schliesslich liegt
kein
ärztliche
r Bericht vor
, welcher die von der
Abklärungs
person
ermittelte Einschränkung
der Arbeitsfähigkeit
im Haushalt in Frage stel
len
würd
e
.
Soweit die Beschwerdeführerin rügte, die Abklärungsperson habe sich nicht
mit dem Bericht der Handchirurgen des
A._
vom April 1987 (vorste
hend
E.
3.2) auseinandergesetzt, in welchem ihr eine 80%ig Einschränkung im Haus
hal
t attestiert worden sei
(vgl.
Urk.
1 S. 20
Ziff.
4)
, gilt es zu bemerken, dass dieser
zeitnah zum Unfallereignis erstellte
Bericht
angesichts seines Alters
nicht
geeignet ist, Zweifel an der von der Abklärungsperson ermittelten Ein
schrän
kung
zu erwecken
,
zumal
sich
die tatsächlichen Verhältnisse
seit 1987 wie dargelegt (vgl. vorstehend E. 5.11) wesentlich verändert haben.
5.14
Zusammenfassend ist somit fes
t
zuhalten, dass dem Abklärungsbericht vom
2
0.
Oktober 2011 voller Bewe
iswert zukommt.
Gestützt
dar
auf
und ausgehend von einer Qualifikation der Beschwerdeführerin als zu 100
%
im Haushalt Tä
tige
ergibt sich ein
Gesamtinvaliditätsgrad von 13.8
%
, weshalb kein Anspruch mehr auf eine Rente der Invalidenversicherung besteht.
Nachdem
eine hinreichende Grundlage zur Beurteilung des Rentenanspruchs der
Beschwerdeführerin erst mit dem Vorliegen des Haushaltabklärungsberichts vom
Oktober 2011 bestand, kann die von der Beschwerdegegnerin bereits per Ende
August 2010 verfügte Einstellung der Rente nicht bestätigt werden.
Die Rente der
Beschwerdeführerin ist vielmehr erst auf Ende des auf die Zustellung der Ver
fü
gung vom 2
4.
April 2013 folgenden Monats hin, mithin per Ende Mai 2013 ein
zustellen.
D
ie Beschwerde
ist entsprechend
teilweise gutzuheissen.
6.
6.1
Nach
§
34
Abs.
1 des Gesetzes über das Sozialver
sicherungsgericht (
GSVGer
) hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der
Partei
kosten
. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der
Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens be
messen
(
§
34
Abs.
3
GSVGer
).
Die Beschwerdeführerin obsiegt nur teilweise und dies in geringem Mass.
Nachdem
die von ihr gestellten Rechtsbegehren
den
Pro
zess
aufwand
massgeblich erhöht haben,
rechtfertigt sich
eine Red
uktion der Pa
r
teientschädigung
(
vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_995/2012
vom 17. Januar 2013
E.
3)
. Vorlie
gend erweist sich eine um
vier Fünftel
gekürzte
Prozess
ent
schädigung
als an
gemessen, welche
somit
auf
Fr.
500.--
(inklusive Barauslagen
und Mehrwertsteuer)
fest
zulegen und
von der
Beschwerdegegnerin zu bezahlen ist.
6.2
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Ver
fahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem
Verfah
rens
aufwand
und unabhängig vom Streitwert
im gesetzlichen Rahmen zwischen
Fr.
200.-- und
Fr.
1‘000.--
festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG),
auf
Fr.
1‘0
00.
--
an
zusetzen
und ausgangsgemäss
zu
vier Fünfteln
der Beschwerdeführerin und zu
einem Fünftel
der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.