Decision ID: 9c1dbf72-adff-5b9d-8a07-319bf2c1cb00
Year: 2018
Language: de
Court: SG_VWEK
Chamber: SG_VWEK_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt:
A.- X erwarb den Führerausweis der Kategorie B am 25. Januar 1999. Er ist im
Administrativmassnahmen-Register nicht verzeichnet. Am 12. Mai 2016 war er um
0.10 Uhr mit einem Personenwagen in B unterwegs, als er polizeilich kontrolliert wurde.
Mit der Methode zur Erkennung der Fahrunfähigkeit (abgekürzt: MEF) stellte der Polizist
bei X diverse Auffälligkeits- und Ausfälligkeitssymptome fest. Der Atemlufttest ergab
einen Wert von 0.32 Gewichtspromille und im Fahrzeug wurden vier Minigrip-Säcklein
mit je 4.7 Gramm Marihuana gefunden. Wegen Verdachts auf Fahrunfähigkeit wurde
ihm der Führerausweis vorläufig abgenommen. Die abgenommene Blutprobe ergab
eine Blutalkoholkonzentration von minimal 0.23 Gewichtspromille, und das
toxikologische Screening des Urins auf gängige körperfremde Substanzen verlief
negativ. Am 30. Mai 2016 händigte das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt des
Kantons St. Gallen, Abteilung Administrativmassnahmen (nachfolgend:
Strassenverkehrsamt), X den Führerausweis wieder aus.
B.- Am 4. März 2017 um 21.05 Uhr war X mit einem Personenwagen in A unterwegs.
Anlässlich einer Verkehrskontrolle fiel auf, dass die Augenbindehäute von X gerötet
waren, die Pupillen auf Lichteinfall träge reagierten und der Mund trocken war. Die
Fragen der Polizisten beantwortete er verzögert; zudem machte er einen schläfrigen
Eindruck. Der Führerausweis wurde ihm abgenommen. Die Auswertung der Blut- und
Urinproben ergab keinerlei Hinweise auf den Konsum von Alkohol oder Drogen. Im
Gutachten vom 31. März 2017 führte das Institut für Rechtsmedizin am Kantonsspital
St. Gallen (nachfolgend: IRM) aus, dass aufgrund der bei der ärztlichen Untersuchung
festgestellten Auffälligkeiten und der im Polizeibericht dokumentierten Beobachtungen
aus rechtsmedizinischer Sicht von einer Fahrunfähigkeit zum Ereigniszeitpunkt
auszugehen sei. Als Grund komme zum Beispiel eine Übermüdung oder eine
medizinische Ursache in Betracht, weswegen eine Indikation zur
Fahreignungsbegutachtung gegeben sei.
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Nachdem das Strassenverkehrsamt X am 3. April 2017 den durch die Polizei vorläufig
abgenommenen Führerausweis wieder ausgehändigt hatte, kündigte es am 12. April
2017 die Anordnung einer verkehrsmedizinischen Untersuchung an. Dazu nahm X mit
Schreiben seines Rechtsvertreters vom 26. April 2017 Stellung. Mit Verfügung vom
2. Mai 2017 ordnete das Strassenverkehrsamt eine verkehrsmedizinische
Untersuchung am IRM an.
C.- Mit Eingabe vom 18. Mai 2017 erhob X durch seinen Rechtsvertreter Rekurs bei der
Verwaltungsrekurskommission. Er beantragte, unter Kosten- und Entschädigungsfolge
sei die Verfügung des Strassenverkehrsamts vom 2. Mai 2017 aufzuheben und von der
Anordnung einer verkehrsmedizinischen Untersuchung abzusehen. Ein gleichzeitig
eingereichtes Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege zog X am 16. Oktober 2017
zurück. Die Vorinstanz liess sich am 14. November 2017 vernehmen. Sie beantragte die
Abweisung des Rekurses. Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten wird, soweit
erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:
1.- Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die
Verwaltungsrekurskommission ist zum Sachentscheid zuständig. Die Befugnis zur
Rekurserhebung ist gegeben. Der Rekurs vom 18. Mai 2017 ist rechtzeitig eingereicht
worden und erfüllt in formeller und inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen Anforderungen
(Art. 41 lit. g , 45, 47 und 48 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege,
sGS 951.1, abgekürzt: VRP). Auf den Rekurs ist einzutreten.
2.- Der Rekurrent rügt eine Verletzung des rechtlichen Gehörs; die Vorinstanz sei nicht
auf seine im Rahmen des rechtlichen Gehörs vorgebrachten Argumente eingegangen.
Da die angefochtene Verfügung aus materiellen Gründen aufzuheben ist (vgl. die
nachfolgenden Erwägungen), erübrigt es sich, auf diesen geltend gemachten
Verfahrensfehler näher einzugehen.
3.- Im Rekurs ist umstritten, ob die Vorinstanz zu Recht an der Fahreignung des
Rekurrenten zweifelte und eine verkehrsmedizinische Untersuchung anordnete.
bis
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a) Ausweise und Bewilligungen sind zu entziehen, wenn festgestellt wird, dass die
gesetzlichen Voraussetzungen zur Erteilung nicht oder nicht mehr bestehen (Art. 16
Abs. 1 des Strassenverkehrsgesetzes, SR 741.01, abgekürzt: SVG). Art. 16d SVG regelt
den Führerausweisentzug wegen fehlender Fahreignung. Danach werden der Lern-
oder Führerausweis einer Person unter anderem dann auf unbestimmte Zeit entzogen,
wenn ihre körperliche und geistige Leistungsfähigkeit nicht oder nicht mehr ausreicht,
ein Motorfahrzeug sicher zu führen (Abs. 1 lit. a). Darunter fallen alle die Fahreignung
ausschliessenden medizinischen und psychischen Gründe (BGE 133 II 384 E. 3.1; BBl
1999 S. 4491). Entscheidend ist, ob aufgrund der körperlichen oder psychischen
Leistungsfähigkeit die Fahreignung ausgeschlossen ist (Verkehrssicherheitsrelevanz).
Die Fahreignung kann auch durch das Zusammenspiel derartiger Beeinträchtigungen
entfallen, selbst wenn die einzelnen Faktoren für sich genommen keine fehlende
Fahreignung zu begründen vermöchten (Ph. Weissenberger, Kommentar SVG und
OBG, 2. Aufl. 2015, Art. 16d N 19). Weil der Sicherungsentzug tief in den
Persönlichkeitsbereich des Betroffenen eingreift, sind in jedem Fall und von Amtes
wegen die persönlichen Verhältnisse des Betroffenen genau abzuklären. Das Ausmass
der notwendigen behördlichen Nachforschungen, namentlich die Frage, ob ein
medizinisches Gutachten eingeholt werden soll, richtet sich nach den Umständen des
Einzelfalls und liegt im pflichtgemässen Ermessen der Entzugsbehörde (Weissenberger,
a.a.O., Art. 16d N 3 f.).
Bestehen Zweifel an der Fahreignung einer Person, so wird diese einer
Fahreignungsuntersuchung unterzogen (Art. 15d Abs. 1 SVG). Absatz 1 von Art. 15d
SVG nennt in den lit. a bis e beispielhaft die fünf wichtigsten Fälle, die Zweifel an der
Fahreignung begründen und deren Abklärung obligatorisch machen. Es handelt sich
dabei um Fahren in angetrunkenem Zustand mit einer Blutalkoholkonzentration von
1.6 Gewichtspromille oder mehr oder mit einer Atemalkoholkonzentration von 0.8 mg
Alkohol oder mehr pro Liter Atemluft (lit. a), Fahren unter dem Einfluss von
Betäubungsmitteln oder Mitführen von Betäubungsmitteln, die die Fahrfähigkeit stark
beeinträchtigen oder ein hohes Abhängigkeitspotenzial aufweisen (lit. b),
Verkehrsregelverletzungen, die auf Rücksichtslosigkeit schliessen lassen (lit. c) sowie
die Meldung einer kantonale IV-Stelle nach Art. 66c des Bundesgesetzes über die
Invalidenversicherung (lit. d) oder eines Arztes, dass eine Krankheit vorliege, die das
sichere Führen von Motorfahrzeugen ausschliesst (lit. e). Die Liste in Art. 15d Abs. 1
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SVG ist nicht abschliessend (Urteil des Bundesgerichts [BGer] 1C_445/2012 vom
26. April 2013 E. 3.2; BBl 2010 S. 8500). Sofern kein Sondertatbestand nach Art. 15d
Abs. 1 lit. a bis e SVG vorliegt, kann eine Fahreignungsuntersuchung auch gestützt auf
die Generalklausel in Abs. 1 angeordnet werden. Anlass für die Abklärung der
Fahreignung können deshalb grundsätzlich alle Hinweise auf eine Einschränkung der
körperlichen oder geistigen Leistungsfähigkeit geben, und zwar unabhängig davon, ob
sie einen Bezug zum Strassenverkehr aufweisen oder nicht. So verhält es sich etwa bei
einer Verlangsamung der Reaktionen (vgl. etwa BGer 6A.17/2006 vom 12. April 2006),
bei geistigen Absenzen oder bei Krankheiten wie Epilepsie, Diabetes, Alzheimer,
Parkinson, Schizophrenie und dergleichen (Weissenberger, a.a.O., Art. 15d N 53). Ein
verkehrsmedizinisches Gutachten drängt sich immer dann auf, wenn hinreichend
konkrete Anhaltspunkte vorliegen, die ernsthafte Zweifel an der Fahreignung des
Betroffenen aufkommen lassen (BGer 1C_445/2012 vom 26. April 2013 E. 3.2).
b) Der Rekurrent macht geltend, mit Blick auf die Aktenlage sei kein konkreter
Anhaltspunkt ersichtlich, der die angeordnete Massnahme zu rechtfertigen vermöge. In
Blut und Urin seien weder Drogen noch Alkohol nachgewiesen worden und es sei zu
keiner Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer gekommen. Es sei nicht zulässig, einzig
aufgrund rein persönlicher Eindrücke und Wahrnehmungen Dritter eine
verkehrsmedizinische Untersuchung anzuordnen.
c) Die Vorinstanz begründet die Anordnung einer verkehrsmedizinischen Untersuchung
damit, dass Verdachtsgründe fehlender Fahreignung bereits bestehen könnten, wenn
die Polizei mitteile, dass eine Person im Verkehr auffällig geworden sei. Gerade dies ist
indessen beim Rekurrenten nicht der Fall. Insbesondere wurde er am 4. März 2017 von
der Polizei nicht aufgrund einer auffälligen Fahrweise, sondern rein routinemässig
anlässlich einer Verkehrskontrolle überprüft. Sodann stand er nachweislich nicht unter
dem Einfluss von Alkohol oder Drogen. Die forensisch-toxikologische Untersuchung
am IRM ergab keine Hinweise auf eine allfällige Fahrunfähigkeit. Alkohol wurde im Blut
nicht nachgewiesen. Ebenso lieferte die Screening-Untersuchung im Urin auf diverse
Drogen und verschiedene Medikamente durchwegs negative Resultate. Für eine
Fahrunfähigkeit könnte deshalb einzig der teilweise auffällige Untersuchungsbefund bei
der Polizei und im Spital A sprechen, auf welchen die Vorinstanz verweist.
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Dem Polizeirapport vom 12. März 2017 ist zu entnehmen, dass der Rekurrent bei der
Verkehrskontrolle vom 4. März 2017 einen schläfrigen Eindruck gemacht habe. Der
Polizist führte beim Rekurrenten eine MEF-Beurteilung durch. Dabei gab dieser an, vor
der Fahrt weder Alkohol oder Drogen noch Arzneimittel konsumiert zu haben. Er sei
einfach müde. Nach Angaben des Polizisten seien die Augenbindehäute des
Rekurrenten gerötet gewesen und die Pupillen hätten auf Lichteinfall träge reagiert.
Ferner sei ein trockener Mund festgestellt worden. Die Fragen habe er verzögert
beantwortet und im Allgemeinen sehr langsam gesprochen. Sein Verhalten sei stumpf
und distanzlos gewesen. Er habe häufig ins Leere geblickt. Die Orientierung stufte der
Polizist als "suchend" und die Ansprechbarkeit als "schläfrig" ein (act. 7/47). Die
ärztliche Untersuchung am Spital A rund eine Viertelstunde nach der polizeilichen
Anhaltung ergab eine Aniskorie (Seitendifferenz im Durchmesser der Pupillen), ein
verlangsamtes Verhalten, Mundtrockenheit und ein geringes Schwanken beim
Romberg-Test, bei dem die Standsicherheit, die Koordination und das Gleichgewicht
mit parallel dicht nebeneinander stehenden Füssen bei zunächst offenen und
anschliessend geschlossenen Augen geprüft wird (vgl. Pschyrembel, Klinisches
Wörterbuch, 267. Aufl. 2017, S. 1574).
Am 31. März 2017 erstellte das IRM gestützt auf den Polizeibericht, das Protokoll der
ärztlichen Untersuchung an Spital A und den eingangs erwähnten
Untersuchungsbericht ein Kurzgutachten (act. 7/62 ff.). Darin wurde ausgeführt,
aufgrund der Untersuchungsergebnisse sei erwiesen, dass keine Aufnahme
beeinträchtigender Substanzen stattgefunden habe. Aufgrund der bei der ärztlichen
Untersuchung festgestellten Auffälligkeiten und der im Polizeibericht dokumentierten
Beobachtungen sei aus rechtsmedizinischer Sicht aber trotzdem von einer
Fahrunfähigkeit zum Ereigniszeitpunkt auszugehen. Die beschriebenen Auffälligkeiten
liessen sich durch die unauffällige toxikologische Analyse nicht erklären. Als Grund
komme eine Übermüdung oder eine medizinische Ursache in Betracht, weshalb die
Indikation zur Fahreignungsbegutachtung gegeben sei.
Dieses Gutachten vermag indessen nicht zu überzeugen. Es stützt sich nämlich auf
widersprüchliche und in mehreren Punkten teilweise deutlich voneinander
abweichende Befunde ab. Polizei und Spital machten innerhalb von weniger als einer
halben Stunde unterschiedliche Feststellungen zum Zustand des Rekurrenten; darauf
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geht das Gutachten mit keinem Wort ein. Im Gegensatz zur Untersuchung des
Polizisten beurteilte die Assistenzärztin am Spital A die Augenbindehäute des
Rekurrenten als normal, die zeitliche und örtliche Orientierung als erhalten, die
Pupillenlichtreaktion als prompt und die Stimmung als ruhig (act. 7/54). Es bestehen
daher Zweifel an der Aussagekraft der Befunde, weshalb die allein darauf abgestützte
Feststellung der Fahrunfähigkeit im Kurzgutachten des IRM nicht als schlüssig
erscheint. Dabei ist insbesondere zu beachten, dass der Rekurrent von der
Assistenzärztin als nur leicht merkbar unter Substanzeinfluss stehend beurteilt wurde.
Sein Bewusstsein wurde als klar, der Denkablauf als geordnet, die Sprache als deutlich
und der gerade Gang, die plötzliche Kehrtwendung wie auch der Finger-Finger/Nase-
Versuch als sicher eingestuft. Einzig beim Romberg-Test wurde ein geringes
Schwanken festgestellt, was jedoch in der Gesamtbeurteilung für die Annahme einer
Fahrunfähigkeit nicht ausreicht, zumal sich im Strassenverkehr bis anhin keine
Auswirkungen zeigten. Worin diese Fahrunfähigkeit bestanden haben soll, wird vom
IRM nicht näher begründet. Es liegt daher kein Fall einer ärztlichen Meldung vor, dass
der Rekurrent wegen einer körperlichen oder psychischen Krankheit nicht fahrgeeignet
sei (vgl. Art. 15d lit. e SVG). Der alleinige Umstand, dass die festgestellten
Auffälligkeiten mit den unauffälligen Ergebnissen der toxikologischen Analysen nicht zu
erklären seien und daher als Grund der angeblichen Fahrunfähigkeit eine Übermüdung
oder eine medizinische Ursache in Betracht komme, reicht für das Vorliegen
hinreichend konkreter Anhaltspunkte, die ernsthafte Zweifel an der Fahreignung des
Rekurrenten aufkommen liessen, nicht aus. Auch aus dem Vorfall vom 12. Mai 2016,
worauf sich die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung allein bezieht, lässt sich ein solcher
Verdacht nicht ableiten. Dass der Rekurrent kurz nach Mitternacht, mit
0.32 Gewichtspromille teilweise noch unter Alkoholeinfluss stehend, allenfalls
übermüdet war, ist nicht als besonders auffällig einzustufen. Die Vorinstanz verzichtete
damals auch zu Recht auf weitere Abklärungen.
d) Zusammenfassend ergibt sich, dass der Rekurs gutzuheissen und die Verfügung der
Vorinstanz vom 2. Mai 2017 aufzuheben ist.
4.- a) Bei diesem Verfahrensausgang sind die amtlichen Kosten dem Staat
aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr von Fr. 1'200.– erscheint
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angemessen (Art. 7 Ziff. 112 der Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Der
Kostenvorschuss von Fr. 1'200.– ist dem Rekurrenten zurückzuerstatten.
b) Zufolge Obsiegens hat der Rekurrent Anspruch auf volle Entschädigung der
ausseramtlichen Kosten (Art. 98 VRP und Art. 98 VRP), soweit diese aufgrund der
Rechts- und Sachlage als notwendig und angemessen erscheinen (Art. 98 Abs. 2 VRP).
Im Rekursverfahren war der Beizug eines Rechtsbeistandes geboten. Der
Rechtsvertreter reichte keine Kostennote ein, weshalb die Entschädigung für die
Anwaltskosten ermessensweise festzulegen ist. Im Verfahren vor der
Verwaltungsrekurskommission wird das Honorar als Pauschale ausgerichtet; der
Rahmen liegt zwischen Fr. 1'000.– und Fr. 12'000.– (Art. 22 Abs. 1 lit. b der
Honorarordnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten, sGS 963.75; abgekürzt:
HonO). Innerhalb dieses Rahmens wird das Grundhonorar nach den besonderen
Umständen, namentlich nach Art und Umfang der Bemühungen, der Schwierigkeit des
Falles und den wirtschaftlichen Verhältnissen der Beteiligten, bemessen (Art. 19 HonO).
Umstritten war die Frage, ob die Anordnung einer verkehrsmedizinischen
Untersuchung zulässig war. Angesichts des durchschnittlichen Aktenumfangs und des
eingeschränkten Prozessthemas erscheint ein Honorar von Fr. 1'600.– als
angemessen. Hinzuzuzählen sind die Barauslagen von Fr. 64.– und die Mehrwertsteuer
von Fr. 133.10 (Art. 22 Abs. 1 lit. c, Art. 28 Abs. 1 und Art. 29 der Honorarordnung für
Rechtsanwälte und Rechtsagenten, sGS 963.75). Die ausseramtliche Entschädigung
beträgt damit insgesamt Fr. 1'797.10; kostenpflichtig ist der Staat (Vorinstanz).