Decision ID: fcf695ee-a968-47a4-938c-8497128aa951
Year: 2008
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
Z._
Beschwerdeführer,
gegen
Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358,
6002 Luzern,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
Versicherungsleistungen
Sachverhalt:
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A.
Z._, geb. 1954, war bei der A._ tätig und dadurch bei der Suva versichert, als er
am 18. Januar 2006 auf vereistem Boden stürzte. Vom 18. bis 28. Januar 2006 war der
Versicherte im Spital Wil hospitalisiert, wo eine Kompressionsfraktur BWK 11
diagnostiziert wurde (UV-act. I/1-3). Die Suva anerkannte ihre Leistungspflicht. Nach
weiteren ärztlichen Behandlungen und Abklärungen eröffnete sie dem Versicherten mit
Verfügung vom 13. November 2006 die Leistungseinstellung auf dieses Datum.
Aufgrund der medizinischen Unterlagen lägen keine behandlungsbedürftigen
Unfallfolgen mehr vor. Die noch geklagten Beschwerden seien organisch als Folgen
des Unfalls vom 18. Januar 2006 nicht mehr erklärbar. Es seien psychische Gründe
dafür verantwortlich, welche nicht in einem rechtserheblichen Zusammenhang zum
Unfall ständen. Mangels Vorliegens adäquater Unfallfolgen bestehe auch kein
Anspruch auf eine Invalidenrente und/oder Integritätsentschädigung (UV-act. I/45). Die
hiegegen vom Versicherten erhobene Einsprache (UV-act. I/46, I/49) wies die Suva mit
Entscheid vom 21. März 2007 ab.
B.
B.a Gegen diesen Entscheid erhob der Versicherte mit Eingabe vom 20. April 2007
Beschwerde mit den Rechtsbegehren, der Entscheid sei aufzuheben, und es sei ihm
weiterhin eine Unfallrente auszurichten. Es sei die unentgeltliche Rechtsverbeiständung
zu gewähren. Der Beschwerdeführer schilderte den Hergang des Unfalls vom 18.
Januar 2006 und legte dar, er höre im Kopf lautes Dröhnen. Er habe psychische Krisen.
In der rechten Hirnhälfte verspüre er immer wieder einen starken Druck. Körperliche
Folgen des Unfalls seien ein Stechen und Krämpfe im Schulterblatt und in der
Wirbelsäule. Im Brustkorb und in den Rippen habe er auch immer wieder starkes
Stechen. Er habe allgemein im ganzen Körper Schmerzen und Krämpfe. Er befinde sich
seit dem 19. Februar 2007 in der Psychiatrischen Klinik in Behandlung. Seine
psychische Problematik sei eine Ursache des Unfalls vom 18. Januar 2006. Er habe bei
diesem Unfall für längere Zeit das Bewusstsein verloren. Es habe sich um einen
schweren Unfall mit dramatischen Begleitumständen gehandelt. Er habe seit diesem
Unfall körperliche Dauerschmerzen. Seit dem Unfall sei er physisch und psychisch zu
100% arbeitsunfähig.
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B.b In der Beschwerdeantwort vom 23. Mai 2007 beantragte die Beschwerdegegnerin
Abweisung der Beschwerde und Bestätigung des angefochtenen Entscheids. Zur
Begründung verwies sie auf die Darlegungen im angefochtenen Entscheid.
B.c Am 6. Juni 2006 teilte der Gerichtspräsident dem Beschwerdeführer die Ablehnung
des Gesuchs um unentgeltliche Rechtsverbeiständung mit. Dieser Entscheid erwuchs
in Rechtskraft.
B.d Mit Replik vom 12. Juni 2007 hielt der Beschwerdeführer an seinem Standpunkt
fest. Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf die Einreichung einer Duplik.

Erwägungen:
1.
1.1 Streitig ist in erster Linie, ob die beim Beschwerdeführer nach dem 13. November
2006 bestehenden gesundheitlichen Probleme in einem adäquat-kausalen
Zusammenhang zum Unfall vom 18. Januar 2006 stehen. Die Beschwerdegegnerin
legte im angefochtenen Entscheid (Erwägungen 2 und 4) die rechtlichen
Voraussetzungen des Vorliegens des natürlichen und adäquaten
Kausalzusammenhangs zwischen Unfall und somatischen und psychischen Störungen
zutreffend dar; darauf ist zu verweisen.
1.2 In einem Bericht vom 13. Dezember 1988 bestätigte Dr. med. B._, Spezialarzt
FMH für Hals-, Nasen-, Ohrenkrankheiten, das Vorliegen eines Tinnitus links bei Status
nach Knalltrauma und chronischer Lärmbelastung (UV-act. I/16.5). Nach einem
Arbeitsunfall mit dem Hubstapler diagnostizierten die Ärzte des Spitals Wil am
6. Februar 1989 Kontusionen und Schürfungen über dem Becken, dem Sternum und
den beiden Knien (UV-act. I/16.4). Am 20. August 1997 erlitt der Beschwerdeführer
einen weiteren Arbeitsunfall, in dessen Folge der Hausarzt Dr. med. C._, Facharzt
FMH für Allgemeinmedizin, eine Zerrung im Bereich der Bizepssehne rechts
diagnostizierte, eine ossäre Läsion sowie eine Luxation des Schultergelenks hingegen
ausschloss. Der Beschwerdeführer nahm die Arbeit ab 3. November 1997 wieder
vollumfänglich auf (UV-act. III/1f, 7). In der Folge wurde eine Ruptur der
Subscapularissehne diagnostiziert (UV-act. III/14). Die volle Arbeitsfähigkeit blieb
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bestehen (UV-act. III/21, 23, 28, 31). Die Behandlung wurde im Jahr 2000 vorerst
abgeschlossen (UV-act. III/41). Nach einem Rückfall bestand ab 25. Februar 2001
wieder volle Arbeitsfähigkeit (UV-act. III/43). Am 18. Oktober 2004 schlug der
Beschwerdeführer den rechten Ellbogen an. Nach Durchführung eines operativen
Eingriffs bestand ab 14. Februar 2005 wieder volle Arbeitsfähigkeit (UV-act. II/1-6).
Die Ärzte des Kantonsspitals Baden diagnostierten im Nachgang zum Unfall vom
18. Januar 2006 und zu einem stationären Aufenthalt des Beschwerdeführers vom 2.
bis 8. Februar 2006 einen unklaren Verwirrtheitszustand mit anamnestisch kurzem
Bewusstseinsverlust und Hyperventilation (Differentialdiagnose), einen psychogenen
Anfall bei Verdacht auf depressives Zustandsbild und eine somatoforme
Schmerzstörung (Differentialdiagnose) sowie einen Status nach BWK-11-Fraktur am
18. Januar 2006 UV-act. I/7). Eine Computer-Tomographie ergab demgegenüber das
Vorliegen eines alten Deckplatteneinbruchs von BWK 11. Eine frische Fraktur wurde
verneint (UV-act. I/8). In der Folge hielt sich der Beschwerdeführer bis 28. März 2006 in
der Rehaklinik Bellikon auf. Im Austrittsbericht vom 5. April 2006 wurden als Diagnosen
eine Kontusion (Unfall vom 18. Januar 2006) bei vorbestehender stabiler BWK-11-
Fraktur sowie eine dysfunktionale Unfallverarbeitung mit erheblicher Psychopathologie
in Form von ängstlich-depressiven, dissoziativ-konversionsartigen, histrionischen und
teils präpsychotischen Anteilen aufgeführt und eine vollständige Arbeitsunfähigkeit aus
psychiatrischer Sicht bestätigt. Bei Austritt habe die psychiatrische Problematik
eindeutig im Vordergrund gestanden (UV-act. I/14). Im Bericht vom 12. Mai 2006 legte
der langjährige Hausarzt des Beschwerdeführers, Dr. C._, die Krankengeschichte seit
1989 dar. Er hielt unter anderem fest, in früheren Situationen habe der
Beschwerdeführer immer wieder ein auffallendes Verhaltensmuster mit übertriebenen
Schmerzreaktionen gezeigt, die einen hysteriden Charakter aufgewiesen hätten mit
Hyperventilation und Kollapszuständen. In der übrigen Zeit sei er ein sehr ruhiger,
bedächtiger und auch besorgt wirkender Patient gewesen. Im letzten Jahr (2005) sei
eine antidepressive Behandlung durchgeführt worden, welche bis zum Sturz im Januar
2006 eine erfreuliche Besserung gezeigt habe. Jetzt zeige sich das Bild eines
hypochondrischen und depressiven Patienten. Aufgrund der Vorgeschichte müsse ein
psycho-pathologischer Vorzustand angenommen werden, der durch das Unfallereignis
wahrscheinlich aktiviert worden sei (UV-act. I/16; vgl. auch UV-act. I/36). Die Ärzte des
Ambulatoriums für Sozialpsychiatrie, Wil, diagnostizierten am 7. September 2006 eine
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mittelgradige depressive Episode mit somatischen Symptomen, eine somatoforme
Schmerzstörung, einen Verdacht auf posttraumatische Belastungsstörung und eine
andauernde Persönlichkeitsänderung (Differentialdiagnose) (UV-act. I/29). Dr. med.
D._, Facharzt für Neurologie, kam in seinem Bericht vom 6. Oktober 2006 zum
Schluss, die vollständige Arbeitsunfähigkeit resultiere vorwiegend aus dem
psychiatrischen Fachgebiet. Von neurologischer Seite her wäre der Beschwerdeführer
aufgrund von fehlenden fokal neurologischen Defiziten zu 100% arbeitsfähig, wobei
schwere Haushaltarbeiten möglichst zu unterlassen wären und die Arbeit auch in
Wechselhaltung erfolgen müsste. Dies aufgrund von degenerativen
Wirbelsäulenveränderungen und älterer BWK-11-Fraktur (UV-act. I/34). Suva-Kreisarzt
Dr. med. E._, Facharzt für Chirurgie, führte im Bericht vom 19. Oktober 2006 aus,
aufgrund des gut dokumentierten Verlaufs seien strukturelle Läsionen durch das
Trauma vom 18. Januar 2006 ausgeschlossen. Von weiteren Untersuchungen
verspreche er sich keine weiteren Erkenntnisse auf somatischer Ebene, da die
psychischen Probleme ganz im Vordergrund ständen. Die fortgesetzt geklagten
Schmerzen im thorakolumbalen Bereich und weitere Beschwerden seien aus
medizinischer Sicht nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Unfall vom 18.
Januar 2006 zurückzuführen (UV-act. I/38). Dr. C._ gab am 8. Dezember 2006 und 9.
Januar 2007 bekannt, dass er die Stellungnahme der Suva nachvollziehen könne,
und dass sich keine objektivierbaren Unfallfolgen zum Ereignis vom 18. Januar 2006
finden liessen, welche das Beschwerdebild zu erklären vermöchten (UV-act. I/48, I/50).
2.
2.1 Wenn der Unfallversicherer den natürlichen Kausalzusammenhang zwischen dem
Unfall und einer Gesundheitsschädigung einmal anerkannt hat und entsprechende
Leistungen erbringt, so trägt er die Beweislast für den Wegfall der Kausalität (RKUV
2000 Nr. U 363 S. 45, 1994 Nr. U 206 S. 328 Erw. 3b). Der Unfallversicherer hat dabei
nicht den Beweis für unfallfremde Ursachen zu erbringen, sondern nur darzutun, dass
die unfallbedingten Ursachen des Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung
verloren haben (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar
2007 Sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts] vom 27. Februar 2004 i.S. A.
[U 29/03]). Das Vorliegen des natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhangs ist
grundsätzlich für jeden Unfall gesondert zu beurteilen. Dies ist insbesondere (aber nicht
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nur) dann der Fall, wenn verschiedene Körperteile betroffen sind (vgl. RKUV 1996, 176
Erw. 4b). Im angefochtenen Entscheid, der sich vorderhand mit dem Ereignis vom
18. Januar 2006 befasst, äussert sich die Beschwerdegegnerin auch zu den Folgen des
Stapler-Unfalls vom 16. Januar 1989 (Entscheid S. 5). Hinsichtlich dieses Ereignisses
konnten ossäre Läsionen in den damals erstellten Röntgenaufnahmen - unter anderem
der BWS - keine gefunden werden (UV-act. I/16.4), und der Hausarzt Dr. C._ führte
keine weiteren diesbezüglichen Behandlungen mehr auf (UV-act. I/16.1). Die im Bericht
der Rehaklinik Bellikon gestützt auf die Angaben des Beschwerdeführers geäusserte
Vermutung einer BWK-11-Fraktur anlässlich des Staplerunfalls (UV-act. I/14.2) ist
gestützt auf die erwähnte Aktenlage überwiegend wahrscheinlich auszuschliessen. Mit
den somatischen Folgen der übrigen Unfallereignisse von 1987 (Knalltrauma durch
Explosion; vgl. auch Darlegungen in act. G 8), vom 20. August 1997 (UV-act. III) und
vom 18. Oktober 2004 (UV-act. II) befasste sich der angefochtene Entscheid nicht oder
nur am Rand; sie sind daher auch in das vorliegende Verfahren nicht einzubeziehen.
Die - aktenmässig kaum dokumentierte - Explosion in der Tiermehlfabrik (1987) wird im
angefochtenen Entscheid im Zusammenhang mit der Prüfung der Adäquanz der
psychischen Beschwerden in einem Halbsatz erwähnt (S. 8); eine diesbezügliche
Adäquanz wird ohne nähere Prüfung verneint. Zur Unfallkausalität der geltend
gemachten somatischen Folgen dieses Ereignisses (Knalltrauma bzw. Tinnitus; vgl.
vorstehende Erwägung 1.2 am Anfang) finden sich im Einspracheentscheid überhaupt
keine Ausführungen. Die allfälligen gesundheitlichen Folgen dieses Ereignisses können
somit nicht Gegenstand dieses Verfahrens bilden. Soweit der Beschwerdeführer eine
diesbezügliche Kausalitätsprüfung in diesem Verfahren sinngemäss verlangt (vgl. act. G
8), kann darauf nicht eingetreten werden.
2.2 Der Beschwerdeführer macht unter anderem geltend, seine Beschwerden seien auf
körperliche Folgen des Unfalls vom 18. Januar 2006 zurückzuführen. Dazu ist
festzuhalten, dass eine signifikante und dauernde Verschlimmerung einer
vorbestandenen degenerativen Schädigung der Wirbelsäule, hervorgerufen durch einen
Unfall, nur dann bewiesen ist, wenn die Radioskopie ein plötzliches Zusammensinken
der Wirbel sowie das Auftreten und Verschlimmern von Verletzungen aufgrund eines
Traumas aufzeigt (RKUV 2000, 45). Somatisch bedingte Unfall-Restfolgen oder eine
strukturelle Läsion lassen sich konkret den medizinischen Akten nicht entnehmen. Die
Rehaklinik Bellikon diagnostizierte ausschliesslich eine Kontusion bei vorbestehender
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stabiler BWK-11-Fraktur (UV-act. I/14). Nach der einschlägigen Literatur (Bär/Kiener,
Prellung, Verstauchung oder Zerrung der Wirbelsäule, Medizinische Mitteilungen Nr. 67
der Suva, S. 45ff) ist nach einem Unfall mit fehlenden strukturellen Schädigungen der
Wirbelsäule eine vorübergehende Verschlimmerung der beim Beschwerdeführer
vorliegenden lumbovertebralen Beschwerden in der Regel nach sechs Monaten,
spätestens jedoch nach einem Jahr als abgeschlossen zu betrachten. Es lässt sich von
daher nicht beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin im Zusammenhang mit dem
Ereignis vom 18. Januar 2006 eine weitere Leistungspflicht ab 13. November 2006,
also nach knapp 10 Monaten, aus somatischer Sicht verneinte.
3.
Bezüglich der Adäquanz der psychischen Beschwerden ist zunächst festzuhalten, dass
im Nachgang zum Unfall vom 18. Januar 2006 entgegen den Darlegungen in der
Beschwerde nach Lage der echtzeitlichen Akten keine Bewusstlosigkeit bestanden
hatte und kein Kopfanprall verzeichnet ist (UV-act. I/3.1). Die Unterscheidung zwischen
mittelschweren Unfällen im Grenzbereich zu den leichten Unfällen und solchen im
mittleren Bereich ist insofern von Bedeutung, als bei Unfällen im mittelschweren
Bereich nach der Praxis mehrere Zusatzkriterien erfüllt sein müssen, um die Adäquanz
bejahen zu können, wobei die Zahl um so geringer sein kann, je schwerer das Ereignis
ist (vgl. dazu BGE 115 V 133 Erw. 6c/bb). Es scheint konkret gerechtfertigt, von einem
mittelschweren Unfall im Grenzbereich zu den leichten Ereignissen auszugehen. Dem
Unfall ist eine besondere Eindrücklichkeit abzusprechen. Die erlittene Verletzung
(Kontusion des Rückens) war im Vergleich zu anderen Sachverhalten (vgl. z.B. Urteil
des EVG i. S. R. vom 15. März 2005 [U 214/04]) nicht besonders schwer oder von der
Art, die erfahrungsgemäss geeignet ist, psychische Fehlentwicklungen auszulösen. Von
einer ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung kann bezüglich der
somatischen Verletzungen nicht gesprochen werden. Bereits anlässlich des Aufenthalts
in der Rehaklinik Bellikon zeigte sich, dass medizinische Massnahmen ausschliesslich
hinsichtlich der psychischen Gesundheitsprobleme zu treffen waren (UV-act. I/13.5,
14.3). Sodann lagen - aus somatischer Sicht - weder ein schwieriger Heilungsverlauf
noch erhebliche Komplikationen oder eine die Unfallfolgen erheblich verschlechternde
ärztliche Behandlung vor. Die späteren ärztlichen Bemühungen führten zur Feststellung
von psychischen Befunden und konzentrierten sich auf solche (UV-act. I/7, 14, 16, 29,
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36, 38, 48, 50). Soweit aus den erwähnten ärztlichen Berichten eine Arbeitsunfähigkeit
hervorgeht, ergingen diese Einschätzungen im Wesentlichen unter Berücksichtigung
der psychischen Beschwerden, die vorliegend ausser Acht bleiben müssen. Nachdem
das Schmerzempfinden durch die psychische Komponente beeinflusst war, können
körperliche Dauerschmerzen nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit bejaht
werden. Unter diesen Umständen muss der adäquate Kausalzusammenhang zwischen
dem Unfall und den psychischen Beschwerden verneint werden. Es wird somit Sache
der Invalidenversicherung bzw. der zuständigen Einrichtung der beruflichen Vorsorge
sein, im Zusammenhang mit der beim Beschwerdeführer bestehenden
Gesundheitsschädigung die notwendigen Massnahmen und Leistungen zu prüfen.
4.
I
m Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde, soweit darauf einzutreten
ist, abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG