Decision ID: 560bea8a-fb56-4376-9304-e074096ff620
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
Die 1971 geborene
X._
besuchte nach Erlangen der Lehramtsmatura das Seminar für Pädagogische Grundausbildung (1991/92) und danach bis zum gesundheitsbedingten Abbruch im Juli 1994 das Lehrerseminar
Y._
(
Urk.
8/2,
Urk.
8/6). Infolge einer Anorexia nervosa meldete sie sich im November 1994 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an und bezog ab
1.
Juli 1995 eine ganze Invalidenrente (Verfügung vom 22.
September 1995,
Urk.
8/21). Im Oktober 1998 verheiratete sich die Versicherte und gebar am 1
0.
Juni 1999 einen Sohn (
Urk.
8/67). Im Laufe verschiedener, in den Jahren 1997, 1998, 2000 und 2005 eingeleiteter, amtlicher Revisionsverfahren bestätigte die jeweils zuständige IV-Stelle den Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Invalidenrente, wobei der ursprüngliche Invaliditätsgrad von 100
%
(
Urk.
8/21,
Urk.
8/41,
Urk.
8/56) zufolge Statusänderungen auf 67
%
(
Urk.
8/58,
Urk.
8/59) respektive auf 56
%
(Urk.
8/86,
Urk.
8/88,
Urk.
8/105,
Urk.
8/106)
festgelegt
wurde. Da die Versicherte indes seit März 2001 verwitwet war (
Urk.
8/68), kam jeweils unverändert die bisherige ganze Invalidenrente zur Auszahlung (vgl.
Urk.
8/127). Seit dem
3.
Januar 2006 arbeitet
X._
als Administrationsmitarbeiterin/Sachbearbeiterin Datenbank bei der Stiftung
O._
im Teilzeitpensum, anfänglich zu 60
%
, seit November 2008 zu 50
% (
Urk.
8/108,
Urk.
8/133). Infolge dieser (von der Versicherten gemeldeten) Ä
nderung im erwerblichen Bereich
überprüfte die nunmehr zuständige Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, die Anspruchsvor
aussetzungen erneut (
Urk.
8/120) und teilte der Versicherten mit Vorbescheid vom 2
6.
April 2007 (
Urk.
8/122) mit, der nach der gemischten Methode berechnete (Anteil Erwerbstätigkeit 80
%
/Anteil Aufgabenbereich Haushalt 20
%
) Invaliditätsgrad reduziere sich auf 40,2
%
, was indes keinen Einfluss auf die Rentenleistungen hatte (
Urk.
8/127).
1.2
Im Nachgang
eines
im Jahre 2010
abermals
eingeleiteten Revisionsverfahrens
bestätigte
die IV-Stelle
den Anspruch
der Versicherten
auf die bisherige Rente
gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 42
%
(
Mitteilung vom 1
7.
Dezember 2010,
Urk.
8/142).
Am selben Tag
teilte
sie der Versicherten
mit, sie
(die Versicherte)
habe sich im
Rahmen ihrer
Schadensminderungspflicht einer engmaschigen Gewichtskontrolle sowie einer psychiatrisch-psychologischen
Behandlung zu unterziehen (Urk.
8/141
=
Urk.
8/
143
).
Eine
Neuprüfung anfangs
2012
ergab, dass die Versicherte der ihr auferlegten Schadensminderungspflicht
nur teilweise
nachgekommen
war
(
Urk.
8/152/3)
, woraufhin die IV-Stelle
der Versicherten
mit Vorbesch
ei
d vom 2
7.
Juli 2012
die Einstellung der Rente
unter
Annahme einer der durch die medizinische Massnahme hypothetisch erzielbaren Steigerung der Arbeitsfähigkeit auf 80
%
und ein
es Invaliditätsgrades von 33,60
%
in Aussicht stellte
(
Urk.
8/154)
. Dagegen erhob die
Versicherte
a
m 29.
Juli 2012
Einwand
, mit
ergänzender Begründung
vom 2
4.
August 2012
(
Urk.
8/156,
Urk.
8/159-161)
.
In der Folge
gab die IV-Stelle bei
Dr.
med.
Z._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie
, ein psychiatrisches Gutachten in Auftrag, welches am 3
1.
Januar 2013 erstattet wurde (
Urk.
8/166/1-30)
.
Mit
neuem
Vorbescheid vom
2
5.
Juli 2013
stellte die IV
Stelle der Versicherten
erneut
die Renteneinstellung in Aussicht und begründete dies
nunmehr
damit, zwar habe sich ihr gesundheitlicher Zustand nicht verändert.
Jedoch
ergebe der Einkommensvergleich gestützt auf die Lohnstruk
turerhebung
(LSE)
des Bundesamtes für Statistik sowie den bei der Stiftung
O._
erwirtschafteten Invalidenlohn aufgrund der gemischten Methode
neu
einen rentenausschliessenden Gesamtinvaliditätsgrad von 38
%
(Urk
.
8/172).
Gleichentags
teilte die IV-Stelle der Versicherten mit
, sie habe
im Rahmen ihrer Schadenminderungspflicht eine ambulant-psychiatrische Therapie in der Frequenz von zwei bis vier Sitzungen pro Monat
zur Erhaltung der jetzigen Arbeitsfähigkeit
weiterzuführen (
Urk.
8/170).
Nach Einwand vom 8.
August 2013 (
Urk.
8/174) sowie ergänzenden Begründungen vom 4.
September 2013 (
Urk.
8/177) und 7.
Oktober 2013 (
Urk.
8/180)
hielt die IV
Stelle an ihrem Standpunkt fest und stellte die
laufende
Rente mit Verfügung vom 14.
Januar 2014
auf das Ende des nach Zustellung der Verfügung folgenden Monats
ein (
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob die Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwältin Petra
Kern
,
Rechtsdienst Integration Handicap
,
am 1
3.
Februar 2014 Beschwerde und beantragte, es sei (1) die Verfügung vom 1
4.
Januar 2014 aufzuheben und ihr eine halbe Invalidenrente beziehungsweise eventualiter weiterhin eine Viertelsrente zuzusprechen, und (2) von der Auferlegung einer Schadenminderungspflicht abzusehen (
Urk.
1 S. 1). Zudem wies sie eine Lohnberechnung
anhand eines von
der Bildungsdirektion des Kantons Zürich
zur Verfügung gestellten Formulars
ins Recht (
Urk.
3). Am 2
1.
März 2014 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
7), was der Beschwerdeführerin am 2
5.
März 2014 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk.
9).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien sowie die Akten wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1
des Allgemeinen Teils des Sozial
versicherungsrechts [
ATSG
]
).
Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [
IVG
]
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.
2
Gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 70 Prozent, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie
min
destens zu 60 Prozent, auf eine halbe Rente
, wenn sie mindestens zu 50
Pro
zent, oder auf eine Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 40 Prozent invalid sind.
1.
3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.
4
Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind, wird für diesen Teil die Invalidität nach
Art.
16 ATSG festgelegt.
Waren sie daneben auch im Aufga
benbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach
Art.
28a
Abs.
2
IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (
Art.
28a
Abs.
3 IVG; gemischte Methode der Invaliditätsbemessung)
1.
5
Die von einer qualifizierten Person durchgeführte Abklärung vor Ort (nach Massgabe des
Art.
69
Abs.
2
der
Verordnung über
die Invalidenversicherung [IVV]
; vgl. auch Rz. 3084 ff. des Kreisschreibens des BSV über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung [KSIH]) stellt für gewöhnlich die geeignete und genügende Vorkehr zur Bestimmung der gesundheitlichen Einschränkung im Haushalt
dar (Urteil 9C_201/2011 vom 5.
September 2011 E.
2, in: SVR 2012 IV Nr. 19 S. 86). Einer ärztlichen Fachperson, die sich zu den einzelnen Positionen der Haushaltführung unter dem Gesichtswinkel der Zumutbarkeit zu äussern hat, bedarf es nur in Ausnahmefällen, namentlich bei unglaubwürdigen Angaben der versicherten Person, die im Widerspruch zu den ärztlichen Befunden stehen (Urteil des Bundesgerichts
8C_817/2013 vom 28.
Mai 2014 E. 5.1 mit weiteren Hinweisen
).
Für den Beweiswert eines Berichtes über die Abklärung im Haushalt einer versi
cherten Person sind - analog zur Rechtsprechung betreffend die Beweiskraft von Arztberichten (BGE 125 V 351 E. 3a mit Hinweis) - verschiedene Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis von den örtlichen und räumlichen Verhältnissen sowie den aus den medizinischen Diagnosen sich ergebenden Beeinträchtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Angaben der versicherten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext schliesslich muss plausibel, begründet und angemessen detailliert bezüglich der einzelnen Einschränkungen sein und in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Abklärungsbericht voll beweiskräftig (AHI 2003 S. 218 E. 2.3.2 [in BGE 129 V 67 nicht veröffentlichte Erwägung]; Urteil des Bundesgerichts I 733/03 vom
6.
April 2004 E. 5.1.2; vgl. auch BGE 130 V 61 E.
6.2 und 128 V 93 E. 4 betreffend Abklärungsberichte im Zusammenhang mit der Hauspflege und Hilflosigkeit).
1.
6
Kann eine rentenberechtigte Person neu ein Erwerbseinkommen erzielen oder ein bestehendes Erwerbseinkommen erhöhen, so wird die Rente gemäss
Art.
31 IVG nur dann im Sinne von
Art.
17 Abs. 1 ATSG revidiert, wenn die Einkommensverbesserung jährlich mehr als Fr. 1‘500.-- beträgt (
Abs.
1).
Art.
31 IVG fin
det nur auf Rentenrevisionsfälle Anwendung, in denen die betroffene Person ihre Restarbeitsfähigkeit auf dem Arbeitsmarkt tatsächlich verwertet und
dadurch ein entsprechendes Einkommen erwirtschaftet. Nicht heranzuziehen ist die Bestimmung demgegenüber in Fällen, in welchen der Rentenbezügerin oder dem Rentenbezüger im Rahmen des Einkommensvergleichs lediglich ein hypo
thetisches, auf der Basis von Tabellenlöhnen ermitteltes (erhöhtes) Invalideneinkommen angerechnet wird (BGE 136 V 216 E. 5.6.1).
1.
7
Im verwaltungsgerichtlichen
Beschwerdeverfahren sind grund
sätzlich nur Rechts
verhältnisse zu überprüfen beziehungsweis
e zu beur
teilen, zu d
enen die zuständige Verwaltungs
behörde vorgän
gig verbindlich - in Form einer Verfügung beziehungsweise eines Einspr
acheentscheids - Stellung genom
men hat. Insoweit bestimmt die Verfügung beziehungsweise der Einspracheentscheid den beschwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem Anfechtungsgeg
enstand und somit an einer Sach
urteilsvoraussetzung, wenn und insoweit keine Verfügung beziehungsweise kein Einspracheentscheid ergangen ist (BGE 131 V 164 E. 2.1; 125 V 413 E. 1a).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin erwo
g in der angefochtenen Verfügung
,
die Beschwer
d
e
führerin bezie
he seit 1995 eine ganze Rente. Ihr
g
esundheitliche
r
Zustand hab
e sich nicht veränd
ert.
Das
Valideneinkommen
sei
anhand der Lohnstrukturerhebung (LSE)
des Bundesamtes für Statistik
berechnet worden.
Demnach
betrage der Lohn für Pädagogische Tätigkeiten im Anforderungsprofil 2 (LSE 2010, Tabelle 7,
Pädagogische Tätigkeiten
, Niveau 2) für das Jahr 2012
Fr.
92‘756.95 respektive
Fr.
7
4
‘205.55
bei eine
m Pensum
von 80
%
. Gemäss Arbeitgeberfragebogen der Stiftung
O._
vom
3.
Mai 2012
habe die Beschwerdeführerin
im Jahre 2012
als Sachbearbeiterin
bei einem Pensum von 50
%
ein Jahreseinkommen
von Fr.
39‘650.
--
erwirtschaftet.
Das effektiv erzielte (Invaliden-)Einkommen der Beschwerdeführerin habe sich
somit
um mehr als
Fr.
1‘500.
--
verbessert
(
Art.
31 IVG)
.
Im Haushaltsbereich werde nach wie vor von einer Einschränkung von 5
%
ausgegangen.
Aufgrund d
er gemischten Methode resultier
e ein
rentenausschliessender
Gesamtinvaliditätsgrad von 38
%
(
Urk.
2)
.
2.2
Die Beschwerdeführer
in
brachte demgegenüber im Wesentlichen vor, es sei als Ausgangsbasis für das Valideneinkommen weiterhin auf das als Lehrerin erzielbare Einkommen abzustellen
,
welches im Jahre 1995 bei einem Pensum von 100
%
Fr.
78‘943.--
betragen habe (
Urk.
1 S. 4). Soweit
von der Beschwerdegegnerin
vorgebracht werde, das „alte“ Einkommen könne nicht unbegrenzt aufindexiert werden, da ansonsten die Gefahr bestehe, dass das hypothetische Einkommen auf ein Niveau steige
n
würde
, welches über der
Branchenüblichkeit liege, sei anzumerken, dass eine 42-jährige Primarlehrerin im Kanton Zürich gemäss Lohnrechner der Bildungsdirektion des Kantons Zürich gar ein Jahreseinkommen von rund
Fr.
106‘000.— erzielen würde (
Urk.
1 S. 11f.
, Urk. 3
). Hinsichtlich der Statusfrage dränge sich eine Neubeurteilung der Qualifizierung auf.
Die letzte Haushaltsabklärung sei am 1
3.
Dezember 2006 erfolgt und liege damit knapp sieben Jahre zurück.
Es
sei davon auszugehen, dass sie (die Beschwerdeführerin) ohne Gesundheitsschaden heute im Umfang von 100
%
erwerbstätig wäre.
Nachdem sowohl der psychiatrische Gutachter Dr.
Z._
als auch die behandelnden Ärzte der
A._
sowie Dr.
B._
,
Regionaler Ärztlicher
Dienst
(RAD),
angesichts des vorliegend speziellen Krankheitsverlaufs
der Ansicht seien
,
eine
Auferlegung einer Schadenminderungspflicht sei nicht angezeigt
und
würde kaum zur Steigerung der Arbeitsfähigkeit führen
,
sei
schliesslich
nicht nachvollziehbar, wieso die Beschwerdegegnerin gestützt auf die Stellungnahme ihres Rechtsdienstes an der Auferlegung einer Schadenminderungspflicht festhalte
(
Urk.
1 S.13).
3.
3.1
Die angefochtene Verfügung vom
1
4.
Januar 201
4
(
Urk.
2), welche ausschliesslich den Anspruch de
r
Beschwerdeführer
in
auf eine Invalidenrente zum Inhalt hat, bildet den Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens und stellt eine Sachurteilsvoraussetzung dar (vgl. BGE 125 V 413 E. 1a). Soweit d
ie
Beschwerdeführer
in
beantragt
, es sei von der Auferlegung einer Schadenmin
derungspflicht abzusehen
(
Urk.
1 S. 2
und 12f.), zielt sie mit ihrem
Rechtsbegehren nicht auf eine Änderung des Dispositivs der
angefochtenen Verfügung. Da ihr
Rechtsbegehren damit ausserhalb des Anfechtungsgegenstandes liegt, ist auf die Beschwerde diesbezüglich nicht einzutreten.
3.2
Weiter
wurden in medizinischer Hinsicht keine revisionsrechtlich massgeblichen Veränderungen geltend gemacht. Beide Parteien gehen übereinstimmend davon aus, dass
zwischen
der Mitteilung
vom 1
7.
Dezember 2010
(
Urk.
8/142), mittels welcher der Rentenanspruch der
Beschwerdeführerin gestützt auf einen Invaliditätsgrad von rund 42
%
als Ergebnis einer materiellen Prüfung bestätigt wurde
,
und
der angefochtenen Verfügung vom 1
4.
Januar 2014 (
Urk.
2
)
keine erhebliche Veränderung im Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin
eingetreten ist, was gestützt auf die Akten vertretbar erscheint.
Dr.
med.
Z._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie
,
diagnostizierte
in seinem Gutachten
vom 3
1.
Januar 2013
im Einklang mit den Vordiagnosen eine schwere chronische Essstörung und hielt
im Übrigen fest
, substanziell
bestehe
keine a
bweichende Einschätzung im Vergleich zu den medizinischen Vora
kten (
Urk.
8/166/22, Urk.
8/166/29). Die Beschwerdeführerin
sei
in der ursprünglich intendierten Tätigkeit als Lehrerin
zu
100
%
arbeitsunfähig und in der
seit 2006
ausgeübten adaptierten Tätigkeit als Sachbearbeiterin für Geldspenden in einer christlichen Stiftung zu 50
%
arbeitsunfähig (
Urk.
8/166/28
).
Im Folgenden
ist
demnach
von einer unveränderten
gesundheitlichen Ausgangslage und einer
Restarbeitsfähigkeit
in einer adaptierten Verweistätigkeit
von
5
0
%
auszugehen.
Es besteht von Amtes wegen kein Anlass, die medizinische Beurteilung und die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit einer genaueren Prüfung zu unterziehen.
3.3
Zu prüfen ist hingegen
,
ob sich die erwerblichen Auswirkungen seit der letzten revisionsrechtlichen Überprüfung im Jahre 2010 in relevantem Sinne änderten
(E. 1.6)
.
4.
4.1
Der
Mitteilung vom
1
7.
Dezember 2010 (
Urk.
8/142)
lag folgender Einkommens
vergleich zugrunde:
Für die Ermittlung des Valideneinkommens
ging die Beschwerdegegnerin vom hypothetischen
Einkommen
der Beschwerdeführerin
bei der Erziehungsdirektion des Kantons Zürich
von Fr. 78‘943.--
im
Jahr
e
1995
aus. Unter Berücksichtigung der
massgeblichen
Nominallohnentwicklung ermittelte sie ein Valideneinkommen von
rund
Fr. 7
4‘461
.
-- für das Jahr 2010
bei unveränderter
Qualifikation
als Teilerwerbstätige zu einem Pensum
von 80
%
(
Urk.
8/3/2, Urk.
8/120/1,
Urk.
8/1
40/4
)
.
Für die Festsetzung des Invalideneinkommens stützte sich
die Beschwerdegegnerin
auf
den
seit
1.
Januar 201
0
als
Administrationsmitarbeiterin/Sachbearbeiterin Datenbank
bei der
Stiftung
O._
erwirtschaften Jahreslohn
der Beschwerdeführerin im Umfang
von
Fr.
36‘
400
.
-- für ein Pensum von 50
%
(
Fr.
2‘800
.
--
x 13
,
Urk.
8/133/2, Urk.
8/140/4
).
4.2
In der angefochtenen Verfügung vom 1
4.
Januar 201
4
(
Urk.
2)
zog
die Beschwer
de
gegnerin
zur
Ermittlung des Valideneinkommens die LSE Lohntabelle
heran
(nachfolgend E. 6.2)
. Für
das Invalideneinkommen
stellte sie
weiterhin
auf das effektive Einkommen ab
(
Urk.
8/169/4)
.
4.2.1
Für die Festsetzung des trotz Gesundheitsschädigung zumutbarerweise noch realisierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) ist nach der Rechtsprechung primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der - kumulativ - besonders stabile Arbeitsverhältnisse
gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbliebene Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn (BGE 129 V 472 E. 4.2.1, 126 V 75 E. 3b/aa mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts I 850/05 vom 21.
August 2006 E. 4.2).
4.
2
.2
Die Beschwerdeführerin ist seit
3.
Januar 2006
im 60
%
Pensum respektive seit 1. November 2008 im 50
%
Pensum
bei der Stiftung
O._
angestellt
(
Urk.
8/109,
Urk.
8/133/1,
Urk.
8/149/1)
, weshalb von einem stabilen Arbeits
verhältnis ausgegangen werden kann. Im Weiteren schöpft sie die ihr verbliebene, aus gutachterlicher Sicht zu
mutbare Arbeitsfähigkeit von 50
% voll aus
(vgl. 8/166/28)
. Es liegen keine Anhaltspunkte
dafür
vor, dass es sich beim vereinbarten Salär um einen Soziallohn, an dessen Nachweis strenge Anforderungen zu stellen
sind, handelt. Das von ihr seit
Januar 2012 erzielte mona
tliche Einkommen von brutto Fr.
3‘050.
-- (
Urk.
8/149/2
)
erscheint daher
zumutbar
und es ist davon auszugehen, dass es ihrer tatsäc
hlichen Arbeitsleistung
entspricht, was die Beschwerdeführerin denn auch nicht in Abrede stellte.
Dass
die Beschwerdegegnerin für die Bemessung des Invalideneinkommens auf das tat
sächlich realisierte Einkommen abstellte, ist
weder bestritten noch
zu beanstanden.
Folglich erzielte die Beschwerdeführerin
als Administrationsmitarbeiterin/Sach
bearbeiterin Datenbank bei der
Stiftung
O._
s
eit
1.
Januar
2012 ein Jahrese
inkommen von
Fr.
39‘650.-- (Fr.
3‘050.-- x 13). Dem Einkommensvergleich in der
Mitteilung vom 14.
Dezember 2010
wurde demgegenüber ein Invalideneinkommen von Fr.
36‘
400.
--
zu Grunde gelegt (E.
4.1).
Damit hat sich das Jahreseinkommen
der Beschwerdeführerin
im revisionsrechtlich relevanten Zeitraum
um
mehr als Fr.
1‘500.-- erhöht, was eine Revision der Rente nach
Massgabe von
Art.
31 IVG erlaubt
(E. 1.6)
. Es bleibt, den neuen Invaliditätsgrad zu ermitteln.
5
.
5
.1
Streitig und zu prüfen ist
vorab
, in welchem
Ausmass die Beschwerde
führerin ohne gesundheitliche Einschränkung einer Erwerbstätigkeit nachginge.
5
.2
Ob
eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig einzustufen ist
was je zur Anwendung einer anderen Methode der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich, Betätigungsvergleich, gemischte Methode) führt -, ergibt sich - auch nach In-Kraft-Treten des ATSG (vgl. SVR 2005 IV Nr. 21 S. 83 E. 4.2 mit Hinweis [I
249/04]) - aus der Prüfung, was die Person bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde. Das Kriterium der Zumutbarkeit einer Erwerbstätigkeit (
Art.
8
Abs.
3 ATSG sowie
Art.
28
Abs.
2bis in Verbindung mit
Abs.
2ter IVG) bezieht sich nicht auf den Gesundheits-, sondern auf den Invaliditätsfall. Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch, d.h. ohne Gesundheitsschaden, aber bei sonst gleichen Verhältnissen, erwerbstätig wäre. Die gemischte Methode bezweckt damit eine möglichst wirklichkeitsgerechte Bemessung des Invaliditätsgrades. Sie findet auch Anwendung, wenn der versicherten Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung eine vollzeitliche Erwerbstätigkeit zumutbar wäre, sie aber trotzdem eine solche nicht ausüben würde (vgl. auch BGE 133 V 477 E. 6.3 S.
486). Bei im Haushalt tätigen Versicherten im Besonderen sind die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigungen und Begabungen zu berücksichtigen. Die Statusfrage beurteilt sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben. Dabei sind die konkrete Situation und die Vorbringen der versicherten Person nach Massgabe der allgemeinen Lebenserfahrung zu würdigen. Für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil)Erwerbstätigkeit ist der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich (BGE 125 V 146 E. 2c, 117 V 194 E. 3b, je mit Hinweisen, Urteil des Bundesgerichts I 266/05 vom 11. April 2006 E. 4.2, vgl. auch BGE 133 V 504 E. 3.3).
5
.
3
Die
Beschwerdegegnerin
hat die Beschwerdeführerin als
teilerwerbstätige Hausfrau ein
gestuft, wobei sie den Anteil der Erwerbstätigkeit auf 80
%
und den Anteil der Haushalt
s
tätigkeit auf 20
%
festgesetzt hat.
Die Beschwerdeführerin brachte
demgegenüber
vor,
die letzte Haushaltsabklärung sei am 1
3.
Dezember 2006 erfolgt. Seither seien knapp sieben Jahre vergangen.
Angesichts des fortgeschrittenen Alters ihres Sohnes
,
un
d
da bereits in der Haushaltsabklärung vom 14.
Dezember 2002 eine Erhöhung des
Arbeitspensums auf 100
%
mit zu
nehmendem Alter
ohne gesundheitliche Beeinträchtigung
nicht ausgeschlossen worden sei, sei davon auszugehen, dass sie ohne Gesund
heitsschaden heute im Umfa
ng von 100
%
erwerbstätig wäre (
Urk.
2 S.
15).
5
.
4
Dem
Abklärungsbericht vom
7.
Januar 2002
ist
zunächst
zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin
ohne Behinderung eine Teilerwerbstätigkeit
ausüben würde und müsste. Wegen
ihres
Kindes
ging der Abklärungsdienst zum damaligen Zeitpunkt davon aus, die Beschwerdeführerin würde im Gesundheitsfall
nicht mehr als 2-3 Tage pro Woche arbeiten
(
Urk.
8/83/2).
Mit Schreiben vom 2
7.
Dezember 2001 wandte die Beschwerdeführerin ein, sie habe über diese, anlässlich der Haushaltsabklärung aufgeworfene hypothetische Frage nochmals in Ruhe nachgedacht und sei zum Schluss gekommen, dass sie aus finanziellen Gründen zu 100
%
ausser Haus arbeiten müsste (
Urk.
8/84/2). In der Stellungnahme der Abklärungsperson hierzu wird ausgeführt, die Beschwerdeführerin könnte auch ohne Gesundheitsschaden mit der Witwenrente einschliesslich derjenigen der Pensionskasse rechnen, weshalb mit dem Verdienst eines 50%igen Pensums ihre Lebenshaltungskosten abgedeckt wären und eine volle Erwerbstätigkeit im Gesundheitsfalle nicht glaubhaft sei (
Urk.
8/84/1).
Anlässlich der Haushaltsabklärung vom 1
3.
Dezember 2006
führte
die
Beschwerdeführerin aus
, sie würde i
m Gesundheitsfall 80
%
arbeiten;
eine 100%ige ausserhäusliche Tätigkeit sei wegen i
hres Sohnes nicht möglich (Urk.
8/
119/2).
Im
Schreiben zuhanden der Beschwerdegegnerin vom 17. März 2006 gab die Beschwerdeführerin an, dass sie bei
guter Gesundheit
(
mindestens
) zu 80
%
arbeiten
würde
(
Urk.
8/109).
Angesichts des Umstandes, dass der
Sohn
der Beschwerdeführerin
, geboren im Juni 1999 (
Urk.
8/61), im Zeitpunkt der
Rentenaufhebung (erst) 14 Jahre
alt, schulpflichtig war
und
noch
zu Hause wohnte, erscheint nicht überwiegend wahrscheinlich, dass die Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall ihren Beschäftigungsumfang auf 100
%
ausgedehnt hätte.
Kommt hinzu
, dass in der
von der
Beschwerdeführeri
n
ursprünglich int
endierten Tätigkeit
als Lehrerin
lediglich 38% der Lehrpersonen in einem Vollpensum
tätig
sind
,
wohingegen
die
überwiegende Mehrheit
-
freiwillig oder unfreiwillig
in
einem mehr oder weniger stark reduzierten Pensum
arbeitet
(vgl. Arbeitszeiterhebung 2009 im Auftrag des Dachverbandes der Schweizer Lehrerinnen und Lehrer [LCH], einzusehen unter:
http://www.lch.ch/pub
likationen/studien/
)
.
Schliesslich war die
Beschwerdegegnerin a
ngesichts des Umstandes, dass sich die gesundheitliche Ausgangslage der Beschwerdeführerin seit der letzten Haushaltsabklärung im Dezember 2006 nicht wesentlich verändert hat
-
ging sie doch seither unbestrittenermassen ohne Unterbruch einer 50%igen Verweistätigkeit nach -
, auch nicht verpflichtet, eine Neubeurteilung
der eingeschränkten Arbeitsfähigkeit im Haushalt
vorzunehmen. Insbesondere
machte die Beschwerdeführerin
– abgesehen davon
, dass ihr Sohn älter geworden ist
-
nicht geltend,
dass eine Änderung in ihren Aufgaben und Einschränkungen im Haushaltsbereich eingetreten ist und deshalb von einer Abklärung vor Ort neue Erkenntnisse zu erwarten wären
.
Im Übrigen sind die
erfüllten
Beweiswürdigungskriterien
(E. 1.5
)
nicht nur für die im Abklärungsbericht enthaltenen Angaben zu Art und Umfang der Behinderung im Haushalt massgebend, sondern gelten analog für jenen Teil eines Abklärungsberichts, der den mutmasslichen Umfang der erwerblichen Tätigkeit von teilerwerbstätigen Versicherten mit häuslichem Aufgabenbereich im Gesundheitsfall betrifft (Urteil des Bundesgerichts 8C_817/2013 vom 2
8.
Mai 2014 E. 5.1 mit weiteren Hinweisen).
Z
usammenfassend
steht
mit dem im Sozialversicherungsrecht massgebenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkei
t fest, dass die Beschwerde
füh
rerin auch bei guter Gesundheit in keinem höheren Pensum als 8
0
%
einer ausserhäuslichen Erwerbstätigkeit nachgin
ge und
dass i
m Haushaltsbereich von einer Einschränkung von
5
%
auszugehen
ist
.
6
.
6
.1
Da die Beschwerdeführerin als teilerwerb
stätige Person mit einem ausserhäus-lichen Erwerbspensum von 80
%
zu qualifizieren ist, kommt die gemischte Methode bei der Invaliditätsbemessung zur Anwendung. Die Invalidität bestimmt sich demnach dadurch, dass im Erwerbsbereich ein Einkommens- und im Haushaltsbereich ein Betätigungsvergleich vorgenommen wird (E. 1.4), wobei sich die Gesamtinvalidität aus der Addierung der in beiden Bereichen ermittelten und gewichteten Teilinvaliditäten ergibt (BGE 13
0 V 396 E. 3.3). Für den Einkom
mensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Validen- und Invali
deneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben sind.
6
.2
6
.2.1
Bei der Ermittlung des ohne Gesundheitsschaden erzielbaren Einkommens (Validen
einkommen) ist entscheidend, was die versicherte Person aufgrund ihrer beruflicher Fähigkeiten und persönlichen Umstände mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ohne den Gesundheitsschaden, aber sonst bei unveränderten Verhältnissen verdienen würde (RKUV 1993 Nr. U 168 S. 100 E. 3b mit Hinweisen).
6
.2.2
Die Beschwerdeführerin
absolvierte
vom
6.
Mai 1991 bis
4.
April 1992 das Seminar für Pädagogische Grundausbildung (
Urk.
8/2/2) und vom
1.
Februar 1993 bis 30.
Juni 1993 ein berufsbezogenes Praktikum bei der August-Herm
ann-Francke-Schule (
Urk.
8/2/1)
. Die Abklärung der beruflichen Eingliederungsmöglichkeiten im Juni 1995 erg
a
b, dass die Beschwerdeführerin ohne ihre Krankheit ihre dreijährige pädagogische Ausbildung zur Primarlehrerin im Frühling 1994 abgeschlossen hätte (Urk.
8/15/2). Es ist demnach in Anwendung von
Art.
26
Abs.
2 IV
V
rechtens, für die Ermittlung des Valideneinkommens auf den Lohn abzustellen, den die Beschwerdeführerin mit diesem Abschluss
durchschnittlich
zu erwarten hätte.
6.2.3
Die
Beschwerdeführerin
stellt sich
auf den Standpunkt, es sei
zur Festsetzu
ng des Valideneinkommens
unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung
auf das als Lehrerin erzielbare
Einkommen
abzustellen, welches im Jahre 1995 bei einem Pensum von 100
%
Fr.
78‘943.
--
betragen habe
(
Urk.
1 S. 4
un
d S.
11f.
).
Dieser Wert basiert auf den Angaben der Erziehungsdirektion des Kantons Zürich vom
3.
Januar 1995 (
Urk.
8/3) und bezeichnet den möglichen Jahreslohn 1995 einer Vikarin (Verweserin) bei vollem Pensum.
6
.2.
4
Die von 2
5.
bis 3
0.
Januar 1993
dauernde
Anstellung
der Beschwerdeführerin als Vikarin
bei der Erziehungsdirektion des Kantons Zürich erfolgte
nicht
vor Eintritt des invalidisierenden Gesundheitsschadens. Litt doch die Beschwerdefü
hrerin aufgrund der
vorliegenden
medizinischen
Akten
lage
sowie nach eig
e
nen Angaben
bereits seit 1989 an
einer schweren Anorexia nervosa
(
Urk.
8/6/5,
Urk.
8/9/2
,
Urk.
8/14/1
,
Urk.
8/65/4
). Von April bis August 1992 erfolgte
sodann die
-
soweit aktenkundig
-
erste
Hospitalisation in der Psychiatrischen Klinik
C._
(
Urk.
8/9/5), welche zum Unterbruch der pädagogisch
en Grundausbildung führte (Urk.
8/15/2). Der
erzielte
Lohn als Vikarin im Jahre 1993 kann daher von vornherein nicht als hypothetisches, ohne Gesundheitsschaden erzielbares Einkommen herangezogen werden.
Auch ist nicht davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin nach Abschluss ihrer Ausbildung zur Primarschullehrerin unverändert über Jahre hinweg ausschliesslich als Stellvertreterin tätig gewesen wäre, worauf sich die
Lohnangaben aus dem Jahre 1995 jedoch beziehen (vgl.
Urk.
8/3). Ferner kann auch nicht von der Hypothese aus
gegangen werden, die Beschwerdeführerin wäre nach ihrem Abschluss ununter
brochen bei einer öffentlichen Primarschule im Kanton Zürich angestellt gewesen und hätte – entsprechend ihrer Dienstjahre – alle möglichen Stufenanstiege vollzogen. Mit einem Primarlehrerpatent standen der Beschwerdeführerin eine ganze Palette erzieherischer Berufe offen – auch in der Privatwirtschaft – weshalb breitere lohnstatistische Angaben
der ganzen Schweiz
den möglichen Verdienstverhältnissen näher kommen und vorzuziehen sind.
6.2.
5
Soweit die Beschwerdeführerin vorbringt, die Beschwerdegegnerin sei in der angefochtenen Verfügung in nicht nachvollziehbarer Art und Weise von der ursprünglichen und korrekten Invaliditätsbemessung abgewichen und habe für die Ermittlung des Valideneinkommens plötzlich und grundlos die LSE herangezogen (
Urk.
1 S. 11), so ist dem zunächst entgegenzuhalten
,
dass
bei
Vorliegen eines Revisionsgrundes
für ein Sachverhaltselement
, auch die anderen Elemente der Anspruchsberechtigung im Revisionsverfahren frei
überprüf
t werden können (Bundesgerichtsentscheid
8C_646/2011
vom 1
7.
November 2011
E. 4.3)
.
So
konnte
etwa
im Revisionsverfahren eines Versicherten, dessen Gesundheitszustand sich verschlechtert hatte, auch die Höhe des Valideneinkommens ohne Bindung an die ursprüngliche Verfügung neu festgesetzt werden (AHI 2002 S.
164 E. 2a, I 652/00).
Weiter
ist nicht erforderlich, dass gerade die geänderte Tatsache aus dem gesamten anspruchserheblichen Tatsachenspektrum zur revisionsweisen Neufestsetzung der Invalidenrente führt. Vielmehr
kann sich nach Ei
ntritt einer Tatsachenänderung bei der allseitigen Prüfung des Rentenanspruchs ergeben, dass ein anderes Anspruchselement zu einer Herauf-, Herabsetzung oder Aufhebung der Invalidenrente führt (Meyer/Reichmuth, a.a.O.,
Art.
30-31, N 57, mit Hinweisen)
.
Es
ist
damit
nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin
in der angefoch
tenen Verfügung
zur Ermittlung des Valideneinkommens
die
Ergebnisse
der LSE herangezogen hat.
6
.2.
6
Personen mit Primarlehrerdiplom werden allgemein vorwiegend auf kantona
ler/kommunaler Ebene angestellt.
Der
von der Beschwerdegegnerin verwendete
Tabellenlohn
für selbstständige und qualifizierte pädagog
ische Tätigkeiten
im privaten und öffentlichen
Sektor zusammen
(LSE 2010, Tabelle 7 [2/3], Pädago
gische Tätigkeiten,
Anforderungsniveau 2
[Median]
) von monatlich
Fr.
7‘286.-- ist daher nicht als Grundlage
zur Ermittlung des
durchschnittlichen
hypothetischen Valideneinkommens der Beschwerdeführerin geeignet
.
Vielmehr
ist
auf den Tabellenl
ohn für
Inhaber
Innen
des Lehrerpatents im kantonalen Sektor (LSE
2010, Tabelle TC10,
Ziff.
4
, Anforderungsnivea
u
1+2 [Median]
)
von monatlich
Fr.
7‘873
.--
abzustellen
. U
nter Berücksichtigung der betriebsüblichen Arbeitszeit von 41.5 Stunden im Jahr 2010 (
Fr.
7‘87
3.
-- x 12 : 40 x 41.5; vgl. die Volkswirtschaft 3/4-2015 S. 88, Tabelle B 9.2
Sektor P
) sowie der Nominallohnentwicklung bis ins
massgebliche
Jahr 2012 (Nominallohnindex 125.2 [2010] auf 127.6 [2012], Schweizerischer Nominallohnindex T1.93, Sektor 3 Dienstleistungen, Bundesamt für Statistik – Lohnentwicklung, einzusehen unter: http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/03/04/blank/data/
02.html) ergibt sich ei
n Valideneinkommen von rund Fr.
99‘897.8
0 respektive rund
Fr.
7
9‘918
.
2
0
für ein Pensum vom 80
%
.
6
.3
Wie dargelegt (E.
4.2.2
) ist zur Berechnung des Invalideneinkommens auf das effekt
iv erzielte Jahrese
inkommen
2012 von
Fr.
39‘650.--
abzustellen.
6
.4
Bei einem Vergleich des Valideneinkommens von
Fr. Fr.
79‘918.20
mit dem Invali
den
einkommen von
Fr.
39‘650.--
ist eine Erwerbse
inbusse von Fr
.
40‘268
.
2
0
auszu
machen, was einer Einschränkung im Erwerbsbereich von
rund
50
.40
%
entspricht. Im Haushaltbereich beträgt die Einschränkung gemäss Haushaltabklärung
5
%
. Bei einer Aufteilung der Tätigkeiten Erwerb und Haushalt von 8
0
%
und
20
%
ergeben sich ein
Teilinvaliditätsgrad im Erwerbs
bereich von
40.3
%
(
50
.40
%
x 0.8
) und e
in Teilinvaliditätsgrad im Haus
haltbereich von
1
%
(
5
%
x
0.2
). Bei einem Gesamtinvaliditätsgrad von rund
41
%
hat die Beschwerdeführerin
weiterhin
Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung
.
Dies führt zur Gutheissung der Beschwerde
, soweit auf sie einzutreten ist (E. 3.1)
, und Aufhebung der angefochtenen Verfügung vom 1
4.
Januar 2014.
7
.
7.1
Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine Parteientschädigung. Diese ist in Anwendung von
§
34
Abs.
3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (GSVGer) ermessensweise auf
Fr.
1‘000.
(inkl. Barauslagen und MWSt) festzulegen und der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
7.2
Gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG ist abweichend von
Art.
61 lit. a ATSG das Beschwer
deverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 200-1000 Franken festgelegt. Die
Gerichtskosten sind auf
Fr.
6
00.-- festzusetzen und ausgangsgemäss der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen
.