Decision ID: 4d7fde39-7bbc-40ee-8dc9-6876d2806955
Year: 2013
Language: de
Court: ZH_OG
Chamber: ZH_OG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: civil_law

betreffend Erbteilung
Berufung gegen einen Beschluss der 3. Abteilung des Bezirksgerichtes  vom 29. Mai 2013; Proz. CP120005
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Rechtsbegehren: (act. 1 S. 2)
" 1. Es sei der Nachlass des am tt.mm.2000 verstorbenen E._,
geb. tt. April 1919, von Zürich, zuletzt wohnhaft gewesen ... [], festzustellen;
2. Es sei festzustellen, dass die Parteien an diesem Nachlass wie folgt beteiligt sind:
- der Kläger zu 8/12 - der Beklagte 1 zu 2/12 - die Beklagte 2 zu 1/12 - der Beklagte 3 zu 1/12 3. Es sei die Erbteilung durchzuführen; unter ausgangsgemässer Kosten- und Entschädigungsfolge."
Beschluss des Bezirksgerichtes Zürich (3. Abteilung) vom 29. Mai 2013:
1. Auf die Klage wird nicht eingetreten.
2. Die Gerichtsgebühr (Pauschalgebühr) wird festgesetzt auf Fr. 4'200.-.
3. Die Kosten werden dem Kläger auferlegt und aus dem von ihm geleisteten Kosten-
vorschuss bezogen. Der Mehrbetrag wird ihm herausgegeben.
4. Der Kläger wird verpflichtet, dem Beklagten 1 eine Parteientschädigung von Fr.
3'780.- (inklusive Mehrwertsteuer) zu bezahlen.
5. Den Beklagten 2 und 3 wird keine Parteientschädigung zugesprochen. ... (Mitteilung/Rechtsmittel)
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Berufungsanträge des Klägers und Berufungsklägers (act. 32 S. 2):
1. Der Beschluss des Bezirksgerichtes Zürich, 3. Abteilung, vom
29. Mai 2013 (Geschäfts-Nr. CP120005) sei aufzuheben;
2. Die Sache sei an die Vorinstanz zurückzuweisen;
unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Beklag-
ten 1/Berufungsbeklagten 1.

Erwägungen:
I. (Übersicht zum Sachverhalt/Prozessgeschichten)
1. Am tt.mm.2000 verstarb E._ in Zürich. A._, der Kläger, ist sein Sohn aus zweiter Ehe mit der am tt.mm.2002 verstorbenen F._. E._ hatte kei-
ne Verfügungen von Todes wegen getroffen. Die Erbschaft fiel daher an die ge-
setzlichen Erben. Das sind heute einerseits der Kläger sowie anderseits die
Nachkommen von E._ aus erster Ehe, nämlich der Sohn B._ (Beklagter
1) sowie die Enkel C._ und D._ (Beklagte 2 und 3).
Der Kläger will das Erbe geteilt haben. Sein Anliegen unterbreitete er im Juni
2012, ohne vorgängig die Schlichtungsbehörde angerufen zu haben, mit einer
Klage direkt dem Bezirksgericht Zürich.
2. Der Schriftsatz, mit dem der Kläger an das Bezirksgericht Zürich gelangte,  vom 15. Juni 2012 (vgl. act. 1). Dabei hielt er ausdrücklich fest, er mache
"von der Möglichkeit Gebrauch, einseitig auf das Schlichtungsverfahren zu ver-
zichten, nachdem die Beklagte 2 und der Beklagte 3 ihren Wohnsitz im Ausland"
(act. 1 S. 3) hätten.
Das Bezirksgericht forderte zunächst vom Kläger einen Kostenvorschuss ein
(vgl. act. 4 und act. 6). Mit Verfügung vom 29. August 2012 verlangte es sodann
von den Beklagten 2 und 3 die Bezeichnung eines Zustellungsempfängers bzw. -
domizils für gerichtliche Zusendungen in der Schweiz. Dabei wies es darauf hin,
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im Säumnisfall würden die Zustellungen des Gerichts durch öffentliche Bekannt-
machung i.S. des Art. 140 ZPO erfolgen (act. 7). Die Beklagten 2 und 3 erhielten
die Verfügung vom 29. August 2012 auf dem Rechtshilfeweg (vgl. act. 12 und act.
15), bezeichneten indessen keinen Zustellungsempfänger.
Im Januar 2013 konnte den Beklagten Frist zur Klageantwort angesetzt wer-
den (vgl. act. 16). Anfangs Mai 2013 liess der Beklagte 1 einen entsprechenden
Schriftsatz einreichen und beantragte aus prozessrechtlichen Gründen im We-
sentlichen, es sei auf die Klage nicht einzutreten. Für den Fall des Eintretens er-
klärte er, sich dem Urteil zu unterziehen, wie auch immer es ausfallen werde (vgl.
act. 26 S. 2).
Mit Beschluss vom 29. Mai 2013 trat das Bezirksgericht auf die Klage nicht
ein (act. 34 [= act. 27 = act. 33/1]).
3. Der Kläger führt mit Schriftsatz vom 2. Juli 2013 (vgl. act. 32 f.) gegen den  vom 29. Mai 2013 rechtzeitig Berufung (der angefochtene Entscheid ging
ihm am 4. Juni 2013 zu; die Zustellung an die Beklagten erfolgte demgegenüber
am 7. Juni und am 19. Juli 2013). Das Verfahren ist – wie noch zu zeigen sein
wird – mit dem unbenützten Ablauf der Berufungsfrist für die Beklagten spruchreif
geworden. Das Einholen einer Berufungsantwort erübrigt sich daher. Den Beklag-
ten ist jedoch die Berufungsschrift (act. 32) noch zur Kenntnis zu bringen.
Auf Ersuchen des Klägers wurde das Verfahren bis Ende September 2013
nicht gefördert (vgl. act. 37); der vom Kläger zusammen mit dem Ersuchen in
Aussicht gestellte Vergleich ging indessen nicht ein. Demnach ist der Entscheid
heute zu fällen.
II. (Zur Berufung im Einzelnen)
1. - 1.1 Das Bezirksgericht hat im angefochtenen Beschluss im Wesentlichen , der gerichtlichen Behandlung der Streitigkeit zwischen den Parteien habe
von Gesetzes wegen ein Schlichtungsverfahren voranzugehen. Ein solches habe
der Kläger gar nicht angestrebt. Sei aber ein Schlichtungsverfahren nicht durch-
geführt worden, fehle es an einer Prozessvoraussetzung, was von Amtes wegen
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zu berücksichtigen sei (vgl. act. 34 S. 3 f.). Die Parteien hätten das vom Gesetz
vorgesehene Schlichtungsverfahren nur dann umgehen können, wenn sie alle da-
rauf verzichtet hätten. Das treffe erstelltermassen beim Beklagten 1 nicht zu (vgl.
act. 34 S. 3). Bei einer notwendigen Streitgenossenschaft, wie sie im Falle der
Beklagten gegeben sei, führe das Fehlen einer Prozessvoraussetzung auch bei
nur einem Streitgenossen – wie hier beim Beklagten 1 – dazu, dass auf die alle
Beklagten umfassende Klage nicht eingetreten werden könne bzw. dürfe (a.a.O.,
S. 4).
Das Bezirksgericht hielt ferner sinngemäss fest, das Fehlen einer Prozess-
voraussetzung stelle keinen behebbaren Mangel i.S.v. Art. 132 ZPO dar. Die ZPO
kenne zudem das Institut der allgemeinen Prozessüberweisung nicht. Es habe
daher beim blossen Nichteintreten auf die Klage zu bleiben (a.a.O.).
1.2 Der Kläger legt in seiner Berufungsschrift zunächst "Formelles" dar (vgl. act. 32 S. 2 f.) und rekapituliert danach eine "Prozessgeschichte" (vgl. a.a.O. S. 3-5).
Rügen zum angefochtenen Beschluss bringt er danach vor, und zwar grundsätz-
lich unter drei Gesichtspunkten (vgl. act. 32 S. 5 ff.). Zusätzlich vermeint der Klä-
ger, er sei von der Vorinstanz in seinem rechtlichen Gehör verletzt worden.
Die wesentlichen Rügen des Klägers in Stichworten: Erstens habe das Be-
zirksgericht den Art. 199 Abs. 2 lit. a ZPO verletzt bzw. nicht richtig ausgelegt
(a.a.O., S. 5 - 7). Nach seiner – des Klägers – Auffassung müsse es bei einer
notwendigen Streitgenossenschaft wie im Fall der Beklagten genügen, wenn we-
nigstens ein Streitgenosse im Ausland den Wohnsitz habe. Denn es "kann nicht
sein, dass bei einer notwendigen Streitgenossenschaft für verschiedene Beteiligte
verschiedene Prozessvoraussetzungen gelten" (act. 32 S. 6). Zweitens habe das
Bezirksgericht den Art. 132 ZPO verletzt (a.a.O., S. 7-9). Diese Bestimmung wolle
sicher stellen, dass Rechtssuchenden, denen ein Fehler unterlaufen sei, der
Rechtsweg nicht voreilig und aus formalistischen Gründen abgeschnitten werde.
Die Vorinstanz hätte ihm eine Nachfrist ansetzen müssen, um den von ihr ange-
nommenen prozessualen Mangel zu beheben. Drittens habe sich der Beklagte 1
offensichtlich rechtsmissbräuchlich verhalten (vgl. act. 32 S. 11-14), nämlich schi-
kanös, indem er sich einerseits auf eine fehlende Prozessvoraussetzung berufen
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habe und an der Schlichtung festhalte, anderseits aber zugleich kundgebe, er un-
terziehe sich einem Urteil des Gerichtes, wie immer dieses auch ausfallen werde.
Selbstredend kann eine stichwortartige Wiedergabe von wesentlichen Rü-
gen die Vorbringen einer Partei als solche nicht ersetzen. Die nachfolgenden Er-
wägungen berücksichtigen indessen alle Einwände und Rügen des Klägers in der
Berufungsschrift, soweit sie der Rügeobliegenheit (vgl. dazu etwa BGE 138 III
375, ferner OGer ZH, Urteil LB110049 vom 5. März 2012, E. 1.1 und E. 1.2, mit
Verweisen etwa auf HUNGERBÜHLER, in: Dike-Komm-ZPO, Art. 311 N 27-29 und N
33 sowie REETZ/THEILER, in: Kommentar zur ZPO, 2. A., Zürich 2013, Art. 311 N
36) sowie den Anforderungen von Art. 317 Abs. 1 ZPO genügen, selbst dann und
soweit, wie sie nicht näher erwähnt werden.
2. Das Bezirksgericht ist im angefochtenen Beschluss zutreffend vom erstellten Sachverhalt ausgegangen (vgl. act.34 S. 2): Eine Sühnverhandlung hat nicht
stattgefunden (vorn Ziff. I/1, a.E.), und zwar nach dem ausdrücklichen Willen des
Klägers (vorn Ziff. I/2, a.A., mit Verweis auf act. 1 S. 3). Zutreffend hat das Be-
zirksgericht die sich daraus ergebenden Rechtsfolgen dargelegt und die richtigen
Schlüsse gezogen. Die entsprechenden Erwägungen (vgl. act. 34 S. 3-4) müssen
daher hier nicht nochmals wiederholt werden. Vielmehr kann vollumfänglich auf
sie verwiesen werden. Ergänzend und verdeutlichend noch, was folgt:
2.1 Die Durchführung des Schlichtungsverfahrens ist eine vom Gesetzgeber  gewollte Prozessvoraussetzung (vgl. Botschaft zur ZPO in: BBl 2006
7333 bzw. FF 2006 6941). Rechtsprechung und Literatur halten daran richtiger-
weise fest (vgl. BGer, Urteil 4A_28/2013 vom 3. Juni 2013 E. 2.1 mit Verweisen).
Besteht eine Partei aus mehreren Personen (wie bei der notwendigen Streitge-
nossenschaft), haben die Prozessvoraussetzungen in Bezug auf alle diese Per-
sonen erfüllt zu sein (so z.B. schon GULDENER, Schweizerisches Zivilprozess-
recht, 3. A., Zürich 1979, S. 299: "Ein Sachurteil kann überhaupt nur ausgefällt
werden, wenn mit Bezug auf sämtliche Streitgenossen die Prozessvoraussetzun-
gen vorhanden sind"). Die Rechtslage ist – entgegen der Auffassung des Klä-
gers – in allen diesen Punkten ebenso klar wie der Sachverhalt, aus dem sie sich
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ergibt, nämlich die klägerische Feststellung in der Klageschrift, es sei gar keine
Schlichtung wenigstens gegenüber dem Beklagten 1 versucht worden.
2.2 Klar und unzweideutig ist ebenso der Wortlaut von Art. 199 Abs. 2 lit. a ZPO. Ein Verzicht auf Schlichtung durch eine klagende Partei ist nur dann möglich,
wenn "die beklagte Partei Sitz oder Wohnsitz im Ausland hat". Der Beklagte 1 hat-
te weder vor der Klageeinleitung noch heute einen Sitz oder Wohnsitz im Aus-
land. Ergo hatte die vom Kläger ins Recht gefasste "beklagte Partei", die sich
notwendigerweise aus den Beklagten 1-3 zusammensetzt, ganz offensichtlich in
keinem massgeblichen Zeitpunkt je den Wohnsitz im Ausland. Raum für eine an-
dere Sicht, namentlich für eine Auslegung der Bestimmung gegen ihren klaren
Wortlaut (also contra legem), bleibt von daher keiner.
2.3 Gemäss Art. 59 Abs. 1 ZPO tritt das Gericht auf die Klage oder auf ein  dann ein, wenn die Prozessvoraussetzungen erfüllt sind. Umgekehrt darf es
auf die Klage oder auf ein Gesuch gerade nicht eintreten, wenn nur schon eine
Prozessvoraussetzung unerfüllt ist. Ob und inwieweit das im Einzelfall zutrifft, hat
das Gericht von Amtes wegen zu prüfen (Art. 60 ZPO). Und ebenso von Amtes
wegen (also: ex officio; vgl. auch Art. 58 Abs. 2 ZPO) hat es dann, wenn eine
Prozessvoraussetzung unerfüllt ist, auf die Klage nicht einzutreten, unbeschadet
anderweitiger Vorstellungen einer oder beider Parteien und unabhängig von den
Anträgen einer oder beider Parteien. Denn darauf kommt es gerade nicht an (vgl.
dazu, statt vieler: ZÜRCHER, in: Kommentar zur Schweizerischen ZPO, 2. A., Zü-
rich 2013, Art. 60 N 6 f.).
Die Prozessvoraussetzung der versuchten Schlichtung fehlte in Bezug auf
den Beklagten 1 von Anfang an, was zwangsläufig zu einem Nichteintreten auf
die Klage führen musste und muss. Auf Ansichten und Anträge des Klägers und
des Beklagten 1 kam und kommt es insoweit gar nicht an. Die Frage rechtsmiss-
bräuchlichen Verhaltens des Beklagten 1 kann sich deshalb gar nicht stellen. Es
erübrigte sich insofern eigentlich der Hinweis darauf, dass das Nichteintreten des
Bezirksgerichtes seine Ursache ohnehin ausschliesslich im Verhalten des Klägers
vor und bei der Klageeinleitung hat: Er hat von vornherein auf das Schlichtungs-
verfahren gegen den Beklagten 1 verzichtet und das gegenüber dem Bezirksge-
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richt sogleich klar kundgetan (vgl. act. 1 S. 3). Damit hat er sich zugleich im Mass-
geblichen, nämlich zur fehlenden Prozessvoraussetzung, abschliessend geäus-
sert. Denn was der Kläger auch sonst noch hätte vorbringen können oder wollen,
konnte und kann seit dem Eingang der Klage beim Bezirksgericht an der Tatsa-
che, dass er diese Klage beim Gericht anhängig machte, ohne zuvor das Schlich-
tungsverfahren zu beschreiten, nichts mehr ändern. Die Rügen des Klägers zur
Gehörsverletzung zielen somit insgesamt an der Sache vorbei und dürfen unbe-
achtet bleiben (ansonsten man in offensichtlich nutzlosen [vgl. auch nachstehen-
de Ziff. II/2.4] und damit überspitzten Formalismus verfiele).
2.4 Das Bezirksgericht ist auf die Klage nicht eingetreten, weil es in Bezug auf den Beklagten 1 an der Prozessvoraussetzung des erfolglos versuchten Schlich-
tungsverfahrens fehlt. Diese Rechtsfolge ist – wie schon angesprochen – in Art.
60 ZPO geregelt (und zwar abschliessend). Der Kläger will allerdings, dass nicht
diese Norm Anwendung findet, sondern der Art. 132 ZPO. Der Art. 132 ZPO be-
fasst sich einzig mit Eingaben der Parteien an das Gericht, und zwar soweit diese
mangelhaft bzw. fehlerhaft oder querulatorisch oder rechtsmissbräuchlich sind.
Der Kläger behauptet zu Recht nicht, seine Klageschrift an das Bezirksgericht
(act. 1) erfülle eine dieser Kategorien, sei namentlich mit einem innert Nachfrist
leicht zu behebenden Fehler (wie z.B. fehlender Unterschrift) behaftet gewesen.
Der Art. 132 ZPO kann daher gar nicht zur Anwendung gelangen.
Fehlerhaft war, um das nochmals ausdrücklich festzuhalten, die Klageeinlei-
tung durch den Kläger. Wie in Ziff. II/2.3 bereits angesprochen, erweist sich dieser
Fehler des Klägers mit Bezug auf die Klage vom 15. Juni 2012 als unheilbar (das
kennzeichnet Überlegungen zu seiner Heilung innert Nachfrist a priori für untaug-
lich, auch wenn sie – wie der Kläger angibt – in der Literatur vertreten werden
mögen). "Heilung" ist einzig dadurch möglich, dass der Kläger das Schlichtungs-
verfahren einleitet und, sollte dieses erfolglos bleiben, nochmals mit einer Klage
an das Gericht gelangt. Dies entspricht in Fällen wie dem vorliegenden der Vor-
stellung des Gesetzgebers (vgl. vorn Ziff. II/2.1).
3. Als Ergebnis bleibt somit festzuhalten, dass es in Bezug auf den Beklagten 1 ab der Klageeinleitung im Juni 2012 an der Prozessvoraussetzung erfolglos ver-
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suchter Schlichtung fehlte. Das Bezirksgericht ist daher zu Recht auf die Klage
nicht eingetreten. Die Berufung erweist sich somit als unbegründet und ist abzu-
weisen.
III. (Kosten- und Entschädigungsfolge)
Der Kläger und Berufungskläger unterliegt in erster und zweiter Instanz vollum-
fänglich. Diesem Ausgang entsprechend (vgl. Art. 106 Abs. 1 ZPO) ist vorab die
erstinstanzliche Regelung der Kosten- und Entschädigungsfolgen zu bestätigen.
Die Gerichtskosten des Berufungsverfahrens, welche die Entscheidgebühr
und die Kosten der öffentlichen Bekanntmachung (vgl. vorn Ziff. I/2.1) umfassen,
sind vollumfänglich dem Kläger und Berufungskläger aufzuerlegen. Die Ent-
scheidgebühr ist in Anwendung von § 12 Abs. 1 - 2 GebV OG und § 4 Abs. 2
GebV OG auf ca. ein Drittel der einfachen Grundgebühr i.S. § 4 Abs. 1 GebV OG
zu bemessen, ausgehend von einem Streitwert von rund Fr. 196'000.- (vgl. dazu
act. 1 S. 4).
Den Beklagten ist mangels wesentlicher Umtriebe im Berufungsverfahren
keine Parteientschädigung zuzusprechen.