Decision ID: 132f58d8-efd6-5268-b0d6-3a5d78dcaae0
Year: 2009
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
S._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. oec. Fritz Dahinden, Blumenbergplatz 1,
9000 St. Gallen,
gegen
Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft, Hohlstrasse 552, Postfach, 8048 Zürich,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
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Versicherungsleistungen
Sachverhalt:
A.
A.a S._, geboren 1976, war seit 1. Oktober 2001 bei der A._ (ehemals AA._) als
Revisor tätig und in dieser Eigenschaft bei der Allianz Suisse Versicherungs-
Gesellschaft obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten
versichert. Am 4. September 2003 verunfallte er als Beifahrer eines Personenwagens
auf der Autobahn (UV-act. 8 und 18). Im Austrittsbericht des Kantonsspitals St. Gallen
(KSSG) wurden nach einem stationären Aufenthalt mit operativen Eingriffen vom 4. bis
10. September 2003 die Diagnosen Halswirbelsäulenfraktur 6/7, Rissquetschwunde
Skalp parietal links und Schürfungen mit Eröffnung proximales Interphalangealgelenk
(PIP) Digitus (Dig) II rechts sowie Verdacht auf Fremdkörper Dig III erhoben (UV-act. 6).
Im Bericht des KSSG vom 30. September 2003 wurde zusätzlich der Verdacht auf eine
discoligamentäre Verletzung C 5/6 diagnostiziert (UV-act. 14). Nach einer vollen
Arbeitsunfähigkeit seit dem Unfallereignis bestand ab 27. Oktober 2003 wieder eine
100%ige Arbeitsfähigkeit. Gemäss Bericht des KSSG vom 12. Januar 2004 wurde bei
bestehenden Restbeschwerden vorerst der Abschluss der Behandlung vorgenommen
(UV-act. 21 und 23). Dr. med. B._, Allgemeine Medizin, teilte im Schreiben vom 17.
November 2004 mit, dass die Behandlung nach dreimonatigem Unterbruch wieder
aufgenommen werde. Der Versicherte beklage sich über erhebliche Schmerzen im
Bereich der HWS (UV-act. 38). Am 22. November 2004 erfolgte eine
neuropsychologische Untersuchung bei Dr. phil. C._l. Im Gutachten vom 6. Januar
2005 wurde aufgrund der leichten kognitiven Leistungsminderungen eine
Einschränkung der Leistungsfähigkeit von 20% bescheinigt (UV-act. 39). Im Bericht
vom 9. Mai 2007 stellte Dr. B._ einen günstigen Verlauf fest. Der Versicherte verspüre
nur noch gelegentlich leichte Beschwerden im Bereich der HWS bzw. ein leichtes
Schwächegefühl der Muskulatur. Ein Arbeitsausfall oder schwergradige Beschwerden
seien in den vergangenen Monaten nicht aufgetreten. Es seien im Moment keine
weiteren Kontrollen vorgesehen (UV-act. 48). Dr. med. D._, FMH Orthopädische
Chirurgie, stellte im Schreiben vom 24. September 2007 fest, dass Frakturen an den
HWK 6 und 7 ohne relevante Höhenminderung oder Instabilität vorliegen würden. Der
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kleine Vorderkantendefekt sei wahrscheinlich langfristig ohne mechanische Bedeutung.
Gemäss Schmerzfunktionsskala 7.2 (Integritätsentschädigung gemäss UVG, Tabelle 7)
bestehe ein Grad 0. Die reinen Unfallverletzungen hätten zu keiner bleibenden
Schädigung der körperlichen und/oder geistigen Integrität geführt (UV-act. 57 und 59).
Im Aktengutachten vom 22. März 2008 kam Dr. med. E._, Spezialärztin FMH für
Neurologie, zum Schluss, dass eine Leistungsminderung von 20% neurologisch nicht
ausgewiesen sei. Die gute Stabilität und Funktion der HWS nach den Frakturen
begründe keinen Anspruch auf eine Integritätsentschädigung (UV-act. 66).
A.b Mit Verfügung vom 31. März 2008 stellte die Allianz die Leistungen für den Unfall
vom 4. September 2003 per 4. Mai 2007 ein. Die Begehren um Ausrichtung einer
Invalidenrente sowie einer Integritätsentschädigung wurden abgelehnt (UV-act. 67). Die
gegen diese Verfügung erhobene Einsprache wies die Allianz mit Einspracheentscheid
vom 22. Juli 2008 ab (UV-act. 70).
B.
B.a Gegen diesen Einspracheentscheid richtet sich die von Rechtsanwalt lic. oec.
Fritz Dahinden, St. Gallen, im Namen des Versicherten eingereichte Beschwerde vom
12. September 2008 mit den Anträgen, der Einspracheentscheid vom 22. Juli 2008 sei
aufzuheben, es sei festzustellen, dass die Adäquanzbeurteilung erst nach Klärung des
medizinischen Sachverhalts erfolgen könne und es sei die Beschwerdegegnerin zu
verpflichten, eine unabhängige und polydisziplinäre Begutachtung durchzuführen,
wobei die Gutachterstelle durch das Versicherungsgericht zu bestimmen sei. Eventuell
sei die Existenz des natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhangs festzustellen,
es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, die gesetzlichen
Versicherungsleistungen zu erbringen und dabei die Streitsache zur Festlegung der
Leistungen (Heilbehandlung, Taggelder, Rente sowie Integritätsentschädigung) an die
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, die
Kosten der vom Beschwerdeführer veranlassten fachärztlichen Abklärung
zurückzuvergüten und im Rahmen des gestellten Eventualantrags sei eine mündliche
Verhandlung mit Partei- und Zeugenbefragungen durchzuführen. Dem
Beschwerdeführer sei für die Kosten der Rechtsvertretung eine angemessene
ausseramtliche Entschädigung zuzusprechen. Zur Begründung wird im Wesentlichen
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ausgeführt, dass der Nachweis für den Wegfall jeder kausalen Bedeutung von
unfallbedingten Ursachen des Gesundheitsschadens bei der Beschwerdegegnerin
liege. Die bisher vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden und Einschränkungen
würden auf einem klar fassbaren physischen Substrat basieren. Die
Beschwerdegegnerin habe den Nachweis nicht erbracht, dass keinerlei physische
Unfallfolgen mehr vorliegen würden. Das Aktengutachten von Dr. E._ erweise sich als
beweisuntauglich. Dr. med. F._, Spezialarzt Neurologie FMH, habe im zusätzlich ins
Recht gelegten Bericht vom 4. September 2008 festgestellt, dass der
Beschwerdeführer hinsichtlich der erlittenen und somatisch nachweisbaren
Halswirbelsäulenverletzung keineswegs beschwerdefrei sei. Die Verneinung des
adäquaten Kausalzusammenhangs sei zu Unrecht erfolgt, da fast alle
Adäquanzkriterien erfüllt seien. Die behauptete Erreichung des Endzustands per 6.
Januar 2004 erweise sich als aktenwidrig.
B.b In der Beschwerdeantwort vom 19. November 2008 beantragt die
Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde. Die Ausrichtung der Leistungen sei
für die nach dem Unfall aufgetretenen und thematisierten Gesundheitsschädigungen,
die zu einer Arbeitsunfähigkeit respektive einer medizinischen Behandlung geführt
hätten, nicht jedoch für die erst mit erheblicher Verzögerung geltend gemachten,
ätiologisch unspezifischen und nie zu einer Arbeitsunfähigkeit führenden
neuropsychologischen Defizite erfolgt. Von einer Anerkennung der Unfallkausalität der
kognitiven Minderleistungen könne unter diesen Umständen nicht ausgegangen
werden, zumal weder ein Schleudertrauma oder eine äquivalente Verletzung
diagnostiziert worden sei noch jemals ein dafür typisches buntes Beschwerdebild
vorgelegen habe. Gemäss medizinischen Akten beständen praktisch keine
behandlungsbedürftigen körperlichen Beschwerden mehr, welche zu einer
Arbeitsunfähigkeit führen würden. Die geltend gemachten neuropsychologischen
Defizite seien nicht körperlicher oder organischer Natur, weshalb bei Bejahung des
natürlichen Kausalzusammenhangs eine separate Adäquanzbeurteilung zu erfolgen
hätte. Eine Integritätsentschädigung sei aufgrund der Aktenlage nicht geschuldet. Bei
einer Adäquanzprüfung selbst nach der Schleudertrauma-Praxis sei kein einziges
Kriterium erfüllt, weshalb die Adäquanz klar zu verneinen sei. Ein Anspruch auf eine
Rente müsste selbst bei Bejahung eines natürlichen und adäquaten
Kausalzusammenhangs mangels unfreiwilliger Einkommens- respektive
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Erwerbseinbusse verneint werden. Das Gutachten von Dr. F._ habe zu keinen neuen
medizinischen Erkenntnissen geführt, die Kosten für die veranlasste Untersuchung
seien deshalb vom Beschwerdeführer selber zu tragen.
B.c Mit Replik vom 25. Februar 2009 hielt der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers
an den gestellten Anträgen fest. Ergänzend legte er einen Bericht des RODIAG
Diagnostic Centers, St. Gallen, vom 16. Juni 2008 ins Recht.
B.d Mit Duplik vom 23. März 2009 hielt auch die Beschwerdegegnerin an ihrem
Antrag auf Abweisung der Beschwerde fest.

Erwägungen:
1.
Streitig ist vorliegend, ob nach dem 4. Mai 2007 noch natürliche und adäquate
Unfallfolgen bestehen, welche eine Leistungspflicht (Heilbehandlung und Taggelder)
der Beschwerdegegnerin begründen. Im Weiteren gilt es zu prüfen, ob die
Beschwerdegegnerin zu Recht die Begehren um Ausrichtung einer Invalidenrente
sowie einer Integritätsentschädigung abgelehnt hat.
2.
2.1 Nach Art. 10 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische
Unfallversicherung (UVG) hat die versicherte Person Anspruch auf die zweckmässige
Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise
arbeitsunfähig (Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts, ATSG), so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein Taggeld
zu. Anspruch auf Heilbehandlung und Taggeld besteht grundsätzlich so lange, wie von
der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung (der Unfallfolgen) noch eine namhafte
Besserung des Gesundheitszustandes des Versicherten erwartet werden kann (Art. 19
Abs. 1 UVG).
2.2 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG werden Leistungen der Unfallversicherung bei
Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz
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nichts anderes bestimmt. Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt zunächst
voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein
natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinn des natürlichen
Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der
eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht
zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Für die Bejahung des natürlichen
Kausalzusammenhangs ist nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder
unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende
Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität
der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht
weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung
entfiele. Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die
Verwaltung oder im Beschwerdefall das Gericht nach dem im Sozialversicherungsrecht
üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die
blosse Möglichkeit eines Kausalzusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 181, 119 V 337 f. E. 1). Die Leistungspflicht des
Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und
dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausalzusammenhang besteht. Nach der
Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolgs zu gelten,
wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen
Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen
herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolgs also durch das Ereignis allgemein als
begünstigt erscheint (BGE 129 V 181, 119 V 337 f. E. 1). Aufgabe des Arztes ist es
dabei, den natürlichen Kausalzusammenhang zu beurteilen, während es dem Gericht
obliegt, die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang zu beantworten (PVG
1984 Nr. 82, 174). Der Voraussetzung des adäquaten Kausalzusammenhangs kommt
dabei die Funktion einer Haftungsbegrenzung zu (BGE 129 V 177, E. 3 mit Hinweisen).
Bei physischen Unfallfolgen hat jedoch die Adäquanz gegenüber dem natürlichen
Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 118 V 291 f. E.
3a).
3.
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3.1 Eine radiologische Untersuchung vom 5. September 2003 ergab u.a. multiple
Wirbelkörperfrakturen mit Höhenminderung HWK 6 und 7, eine intraspongiöse Fraktur
Th 1, 2, 3 und 4, eine Fraktur des Processus articularis inferior rechts HWK6 sowie eine
Ruptur des Ligamentum flavum in Höhe HWK 6 links. Die nach dem Unfall
erstbehandelnden Ärzte im KSSG diagnostizierten im Bericht vom 10. September 2003
u.a. eine Halswirbelsäulenfraktur 6/7, eine Rissquetschwunde am Kopf und
Schürfungen an den Fingern der rechten Hand. Es wurden keine neurologischen
Ausfälle festgestellt. (UV-act. 4 und 6). Im Bericht des KSSG vom 30. September 2003
wurden als Befunde eine eingeschränkte Beweglichkeit der Halswirbelsäule in allen
Graden, insbesondere bei Reklination sowie eine Druckdolenz über den Dornfortsätzen
der unteren Halswirbelsäule aufgeführt. Neurologisch würden bis auf eine diskrete
Taubheit der Daumenfingerbeere keine Auffälligkeiten bestehen (UV-act. 14). Dr. B._
teilte im Arztzeugnis vom 1. Oktober 2003 mit, dass der Beschwerdeführer über keine
Schmerzen im Bereich der Halswirbelsäule klage. Sein Hauptproblem seien zur Zeit die
Schulter- und Armschmerzen rechts (UV-act. 16). Im Bericht des KSSG vom 23.
Oktober 2003 konnte eine Besserung des Gesundheitszustands des
Beschwerdeführers und eine gute Beweglichkeit der Halswirbelsäule festgestellt
werden. Knöchern seien die Frakturen konsolidiert. Es solle mit Physiotherapie zum
Muskeltraining begonnen werden (UV-act. 17). Im Schreiben vom 12. Januar 2004 teilte
das KSSG den Abschluss der Behandlung mit. Der Beschwerdeführer komme aktuell
mit den Restbeschwerden gut zurecht. Seit 27. Oktober 2003 bestehe keine
Arbeitsunfähigkeit mehr (UV-act. 23). Dr. B._ stellte am 17. November 2004 einen
nicht zufriedenstellenden Verlauf fest. Der Beschwerdefürer leide an erheblichen
Beschwerden im Bereich der HWS (UV-act. 38). Im Bericht vom 9. Mai 2007 hielt
jedoch Dr. B._ einen günstigen Verlauf fest. Der Versicherte verspüre nur noch
gelegentlich leichte Beschwerden im Bereich der HWS bzw. ein leichtes
Schwächegefühl der Muskulatur. Ein Arbeitsausfall oder schwergradige Beschwerden
seien in den vergangenen Monaten nicht aufgetreten. Es seien im Moment keine
weiteren Kontrollen vorgesehen (UV-act. 48).
3.2 Der Beschwerdeführer hat beim Unfall vom 4. September 2003
unbestrittenermassen strukturell nachweisbare Verletzungen erlitten. Aufgrund der
medizinischen Aktenlage ist allerdings ersichtlich, dass diese somatischen Unfallfolgen
relativ schnell und gut abheilten. Bereits am 12. Januar 2004 teilte das KSSG mit, dass
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die Wirbelfrakturen konsolidiert seien und die Behandlung abgeschlossen werden
könne. Weitere Konsultationen im KSSG sind den Akten nicht zu entnehmen. Auch
bezüglich der Beschwerden im Bereich der HWS ist ein positiver Heilungsverlauf
dokumentiert. Der Beschwerdeführer teilte der Beschwerdegegnerin am 8. Juli 2005
telefonisch mit, dass es ihm gut gehe und er momentan keine Schmerzen mehr habe
(UV-act. 42). Dr. B._ bestätigte am 9. Mai 2007, dass der Beschwerdeführer nur noch
gelegentlich leichte Beschwerden im Bereich der HWS verspüre. Dr. E._ stellte im
Aktengutachten vom 22. März 2008 eine komplikationslose Heilung der beim
Verkehrsunfall erlittenen Frakturen im Bereich der HWS und der Verletzungen am Skalp
und der rechten Hand fest. Aufgrund des neurologischen Befunds, respektive der
medizinischen Befunde im KSSG, sei ausserdem davon auszugehen, dass nie eine
Verletzung des Gehirns bestanden habe (UV-act. 66). Die am 16. Juni 2008
durchgeführte cranio-cerebrale Kernspintomographie ergab keinen Hinweis auf fokale
Hirnparenchymläsionen und insbesondere keinen Hinweis auf posttraumatische
Strukturalterationen (act. G 16.1 Beilage 4). Aufgrund dieser Aktenlage ist
rechtsgenüglich erstellt, dass spätestens im Zeitpunkt der Leistungseinstellung (4. Mai
2007) keine klar ausgewiesenen organischen Unfallfolgen mehr vorlagen, welche beim
Beschwerdeführer zu einer Arbeitsunfähigkeit geführt haben. Zu prüfen bleibt, ob im
Zeitpunkt der Leistungseinstellung organisch nicht hinreichend fassbare adäquat
kausale Unfallfolgen vorlagen.
4.
4.1 Nach den Ergebnissen der medizinischen Forschung ist bekannt, dass bei
Schleuderverletzungen sowie bei äquivalenten Distorsionen der HWS oder bei einem
Schädelhirntrauma (vgl. BGE 117 V 369) auch ohne nachweisbare pathologische bzw.
organische Befunde noch Jahre nach dem Unfall funktionelle Ausfälle verschiedenster
Art auftreten können. Der Umstand, dass die für ein Schleudertrauma oder eine
Distorsion der HWS typischen Beschwerden nicht mit entsprechenden
Untersuchungsmethoden (Röntgen, Computertomogramm, EEG) objektivierbar sind,
rechtfertigt für sich allein nicht, die diesbezüglichen Beschwerden in Abrede zu stellen
(BGE 117 V 359 E. 5d/aa).
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4.2 Den medizinischen Akten ist nicht zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer
beim Unfallereignis ein Schleudertrauma oder eine äquivalente Distorsion der HWS
erlitten hat. Hingegen hält Dr. F._ im Bericht vom 4. September 2008 fest, dass der
Beschwerdeführer mit grosser Wahrscheinlichkeit eine milde traumatische
Gehirnverletzung erlitten habe. Unter Berücksichtigung der gesamten Aktenlage ist
diese rund fünf Jahre nach dem Unfall gestellte Diagnose nur schwer nachvollziehbar.
Insbesondere fehlen Hinweise der erstbehandelnden Ärzte, aus welchen auf eine
derartige Verletzung geschlossen werden könnte. Im Bericht des KSSG vom 30.
September 2003 wurde neurologisch bis auf eine diskrete Taubheit der
Daumenfingerbeere ein unauffälliger Befund festgehalten. Rechtsprechungsgemäss
kann bei einer Diagnose eines Schädelhirntraumas sowie beim Vorliegen eines für
diese Verletzung typischen Beschwerdebilds mit einer Häufung von Beschwerden wie
diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen,
Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit und Visusstörungen, Reizbarkeit, Affektlabilität,
Depression, Wesensveränderung usw. der natürliche Kausalzusammenhang zwischen
dem Unfall und der danach eingetretenen Arbeits- und Erwerbsfähigkeit in der Regel
angenommen werden (BGE 117 V 359 Erw. 4b). Ein solches Beschwerdebild mit einer
Häufung von Beschwerden ist den medizinischen Akten allerdings nicht zu entnehmen.
Anlässlich der neuropsychologischen Untersuchung bei Dr. C._ vom 22. November
2004 erwähnte der Beschwerdeführer erstmals Konzentrationsprobleme. Somit spricht
der unfallbedingte Krankheitsverlauf ebenfalls gegen die Diagnose einer milden
traumatischen Hirnverletzung. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass beim
vorliegenden Unfallereignis ein schleudertraumaähnlicher Verletzungsmechanismus
nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden kann. Sodann ist denkbar, dass im
Hinblick auf die vom Beschwerdeführer erlittenen Verletzungen der Problematik eines
Schädelhirntraumas in der Diagnoseerhebung keine Beachtung geschenkt wurde.
Allerdings sind den vorliegenden medizinischen Akten keine diesbezüglichen
echtzeitlichen Diagnosen und kein typisches Beschwerdebild zu entnehmen. Ein
solches zeigte sich aber auch im Nachgang zum Unfallereignis zu keinem Zeitpunkt.
Unter Berücksichtigung sämtlicher Umstände ist entgegen der von Dr. F._ gestellten
Diagnose davon auszugehen, dass mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine
schleudertraumaähnliche Verletzung stattgefunden hat.
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4.3 Der Beschwerdeführer macht im Weiteren geltend, dass die von Dr. C._
festgestellten kognitiven Einschränkungen eine direkte Folge des Unfalls seien. Als
Folge dieser Einschränkungen sei er zur Kündigung der bisherigen Arbeitsstelle
gezwungen gewesen. Bei der neu angetretenen Stelle erziele er ein tieferes
Einkommen, weshalb er eine unfallbedingte Lohneinbusse erleide. Dr. C._ stellte im
Gutachten vom 6. Januar 2005 fest, dass die objektivierbaren Funktionsstörungen in
ihrem Ausmass als leicht einzustufen seien, in ihrer beruflichen Konsequenz in
Kombination mit der vom Beschwerdeführer geklagten Schmerzproblematik jedoch
weitreichende Auswirkungen hätten. In Anbetracht der Doppelbelastung bei vollem
Arbeitspensum und anspruchsvoller Weiterbildung erscheine aus
neuropsychologischer Sicht eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit aufgrund der
kognitiven Leistungsminderungen von ca. 20% gegeben. Dr. B._ diagnostizierte im
Bericht vom 26. Januar 2005 fragliche leichte kognitive Minderleistungen. Dr. E._
führte im Gutachten vom 22. März 2008 aus, dass eine kognitive Leistungsminderung
von 20%, die sich auch praktisch nie ausgewirkt habe, jetzt kaum im Zusammenhang
mit dem Unfall stehe. Gemäss Rechtsprechung vermag es die Neuropsychologie, nach
derzeitigem Wissensstand, nicht, selbständig die Beurteilung der Genese
abschliessend vorzunehmen. Spricht nach der Aktenlage medizinisch vieles für
Unfallkausalität der ausgewiesenen Beschwerden, ohne dass aber vom unfallärztlichen
Standpunkt aus der Zusammenhang direkt mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu
bejahen wäre, können die neuropsychologischen Untersuchungsergebnisse im
Rahmen der gesamthaften Beweisführung bedeutsam sein. Das setzt aber voraus,
dass der Neuropsychologe - im Einzelfall - in der Lage ist, überprüf- und
nachvollziehbare, mithin überzeugende Aussagen zur Unfallkausalität zu machen, die
sich in die anderen (interdisziplinären) Abklärungsergebnisse schlüssig einfügen.
Blosse Klagen über diffuse Beschwerden genügen somit keineswegs für den Beweis
der Unfallkausalität (BGE 119 V 341 Erw. 2b/bb; RKUV 2000, U 395, S. 318). Die
Beschwerdegegnerin führt diesbezüglich zu Recht aus, dass selbst Dr. C._ nicht
explizit eine Unfallkausalität bejahe. Ausserdem bezog sich die von Dr. C._
festgestellte Leistungseinschränkung auf die Doppelbelastung eines vollen
Arbeitspensums und der anspruchsvollen Weiterbildung. Im Zeitpunkt der
Leistungseinstellung hatte der Beschwerdeführer die Weiterbildung jedoch bereits
erfolgreich abgeschlossen, weshalb die Doppelbelastung spätestens dann weggefallen
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war. Sodann teilte die ehemalige Arbeitgeberin am 4. September 2007 mit, dass sie mit
den Leistungen des Beschwerdeführers stets zufrieden gewesen seien und ihnen eine
Leistungsminderung nicht aufgefallen sei. Aufgrund der medizinischen Aktenlage sowie
unter Berücksichtigung der Rechtsprechung bezüglich neuropsychologischer Defizite
ist der natürliche Kausalzusammenhang zwischen den vom Beschwerdeführer
geklagten neuropsychologischen Beschwerden und dem Unfallereignis nicht
überwiegend wahrscheinlich gegeben. Wie die folgende Erwägung zeigen wird, wäre
selbst bei Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs die Adäquanz und somit
der Leistungsanspruch zu verneinen.
4.4 Gemäss Rechtsprechung sind neuropsychologische Defizite ohne organische
Befunde den psychischen Problemen gleichgesetzt mit der Folge, dass sie bei
Dominanz auch als psychische Überlagerung betrachtet werden, wobei die
Adäquanzprüfung unter diesen Umständen nach der Praxis gemäss BGE 115 V 133 zu
erfolgen hat (Urteil U 321/06 vom 25. April 2007 Erw. 4.1 mit Hinweisen). Da vorliegend,
wie die obigen Erwägungen gezeigt haben, weder eine HWS-Distorsion diagnostiziert
wurde noch von einer traumatischen Hirnverletzung ausgegangen werden kann, ist
eine Adäquanzbeurteilung nach der sogenannten "Psycho-Praxis" durchzuführen.
4.4.1 Bei der Beurteilung des Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall und
einer anschliessend einsetzenden psychischen Fehlentwicklung mit Einschränkung der
Arbeits- und Erwerbsfähigkeit ist nach der Rechtsprechung (BGE 115 V 138 ff. Erw. 6,
bestätigt im Urteil vom 19. Februar 2008 [U 394/06] Erw. 10.1) vom Unfallereignis
auszugehen. Dabei besteht ein adäquater Kausalzusammenhang zwischen den
Beschwerden und dem Unfall, wenn dem Unfall eine massgebende Bedeutung für die
Entstehung der Beschwerden zukommt. Dies trifft dann zu, wenn er eine gewisse
Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht fällt. Für die
Beurteilung dieser Frage ist an das Unfallereignis anzuknüpfen, wobei - ausgehend
vom augenfälligen Geschehensablauf - zwischen banalen bzw. leichten Unfällen
einerseits, schweren Unfällen anderseits und schliesslich dem dazwischen liegenden
mittleren Bereich unterschieden wird. Während der adäquate Kausalzusammenhang in
der Regel bei schweren Unfällen ohne Weiteres bejaht und bei leichten Unfällen
verneint werden kann, lässt sich die Frage der Adäquanz bei Unfällen aus dem
mittleren Bereich nicht aufgrund des Unfallgeschehens allein schlüssig beantworten. Es
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sind weitere, objektiv erfassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall in
Zusammenhang stehen oder als direkte bzw. indirekte Folgen davon erscheinen, in
eine Gesamtwürdigung einzubeziehen. Dabei müssen rechtsprechungsgemäss (vgl.
BGE 115 V 140 Erw. 6c; SVR 1999 UV Nr. 10 S. 31 Erw. 2, 2001 UV Nr. 8 S. 32, je mit
Hinweisen) die weiteren unfallbezogenen Kriterien entweder in gehäufter oder
auffallender Weise oder ein einziges Kriterium in besonders ausgeprägter Weise erfüllt
sein, damit die Adäquanz bejaht werden kann. Als in die Adäquanzbeurteilung
einzubeziehende Kriterien nennt die Rechtsprechung (BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa):
besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalls,
die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen, insbesondere ihre
erfahrungsgemässe Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszulösen, ungewöhnlich
lange Dauer der ärztlichen Behandlung, körperliche Dauerschmerzen, ärztliche
Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert, schwieriger
Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen und Grad und Dauer der physisch
bedingten Arbeitsunfähigkeit.
4.4.2 Gemäss Polizeirapport vom 16. September 2003 verlor der Lenker des
Personenwagens, in welchem der Beschwerdeführer als Beifahrer mitfuhr, auf der
Autobahn die Kontrolle über sein Fahrzeug und kollidierte danach, als er einem
anderen Verkehrsteilnehmers ausweichen musste, mit der sich im Mittelstreifen
befindlichen Böschung. Das Fahrzeug überschlug sich daraufhin über die Längsachse,
fiel zurück auf die Fahrbahn und blieb auf dem Dach liegen. Der Beschwerdeführer
konnte das Fahrzeug unter Beihilfe des kaum verletzten Lenkers selbständig verlassen.
Aufgrund dieses Geschehensablaufs und mit Blick auf die Kasuistik hat die
Beschwerdegegnerin den Unfall zu Recht dem mittleren Bereich zugeordnet. Somit
bleibt zu prüfen, ob von den in die Adäquanzbeurteilung einzubeziehenden Kriterien
entweder ein einzelnes in besonders ausgeprägter Weise oder aber mehrere in
gehäufter oder auffälliger Weise erfüllt sind.
4.4.3 Das Unfallereignis weist unbestrittenermassen eine gewisse
Eindrücklichkeit auf, indem sich das Fahrzeug auf der Autobahn mit rund 120km/h
überschlagen hat und auf der Fahrbahn auf dem Dach liegend zum Stillstand kam. Für
die Beurteilung des Kriteriums der besonders dramatischen Begleitumstände oder
besonderer Eindrücklichkeit des Unfalls ist im Vergleich mit ähnlichen Unfällen
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festzustellen, dass sich der Beschwerdeführer aus dem Fahrzeug befreien konnte und
es zu keiner Kollision mit anderen Fahrzeugen gekommen ist. Das Kriterium kann
vorliegend bejaht werden, es erreicht jedoch keine besonders intensive Ausprägung
(vgl. RKUV 2003 U 481 S. 203 ff.; Urteil U 492/06 vom 16. Mai 2007 Erw. 4.3.1).
Die erlittenen Verletzungen können nicht als besonders schwer eingestuft werden. Dem
Beschwerdeführer wurde bereits ab 27. Oktober 2003 wieder eine volle Arbeitsfähigkeit
attestiert. Am 12. Januar 2004 teilte das KSSG mit, dass die Wirbelkörperfrakturen
konsolidiert seien. Über diesen Zeitpunkt hinaus sind keine objektivierbaren
körperlichen Restschäden bekannt, weshalb das Kriterium nicht erfüllt ist.
Ebenfalls ist den medizinischen Akten keine ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen
Behandlung zu entnehmen. Nach dem stationären Aufenthalt im KSSG vom 4. bis
10. September 2003 erfolgten, abgesehen von Kontrolluntersuchungen und
physiotherapeutischen Massnahmen, keine weiteren ärztlichen Behandlungen.
Im Bericht des KSSG vom 10. November 2003 wurde festgehalten, dass es dem
Beschwerdeführer zunehmend besser gehe und er noch gelegentlich ausstrahlende
Schmerzen in die rechte Schulter und in den Arm aufweise. Gegenüber der
Beschwerdegegnerin erwähnte der Beschwerdeführer am 8. Juli 2005, dass er
momentan keine Beschwerden mehr habe und mit dem Zustand zufrieden sei. Dr.
B._ führte am 9. Mai 2007 aus, dass der Beschwerdeführer nur noch gelegentlich
leichte Beschwerden im Bereich der HWS bzw. ein leichtes Schwächegefühl der
Muskulatur verspüre. Das Kriterium der Dauerschmerzen ist aufgrund dieser Aktenlage
nicht ausgewiesen.
Eine ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert hätte,
ist nicht ersichtlich und wurde vom Beschwerdeführer zu Recht auch nicht geltend
gemacht.
Ebenso wenig ist aufgrund der vorliegenden Akten von einem schwierigen
Heilungsverlauf und erheblichen Komplikationen auszugehen. Wie bereits mehrfach
erwähnt, wurde im KSSG mit Schreiben vom 12. Januar 2004 der Abschluss der
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Behandlung mitgeteilt. Die zwischenzeitlich geklagten starken Schmerzen im Bereich
der HWS vermögen keinen schwierigen Heilungsverlauf zu begründen.
Dem Beschwerdeführer wurde bereits weniger als zwei Monate nach dem
Unfallereignis wieder eine volle Arbeitsfähigkeit attestiert, welche er auch entsprechend
verwerten konnte. Das Kriterium Grad und Dauer der physisch bedingten
Arbeitsunfähigkeit ist nicht erfüllt.
4.4.4 Somit kann lediglich eines der praxisgemäss zu berücksichtigenden
Kriterien als erfüllt betrachtet werden, jedoch nicht in derart ausgeprägter Weise, dass
es zur Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen den geltend
gemachten neuropsychologischen Defiziten und dem Unfall führen würde.
4.5 Zusammenfassend ist festzustellen, dass im Zeitpunkt der Leistungseinstellung
keine mit dem Unfall in natürlichem und adäquatem Kausalzusammenhang stehende
Beschwerden mehr bestanden und die Leistungseinstellung per 4. Mai 2007
diesbezüglich nicht zu beanstanden ist.
4.6 Dem Antrag des Beschwerdeführers, eine polydisziplinäre Begutachtung
durchzuführen, ist nicht stattzugeben. Die vorliegenden Akten ermöglichen eine
hinreichende Beurteilung des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers. Da nicht
anzunehmen ist, dass weitere medizinische Abklärungen für die Beurteilung des
vorliegend relevanten Sachverhalts neue Erkenntnisse bringen, kann darauf verzichtet
werden (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. BGE 124 V 94 Erw. 4b; Pra 88 Nr. 117;
SVR-UV 1996 Nr. 62.211).
5.
5.1 Die obigen Erwägungen haben gezeigt, dass die vom Beschwerdeführer
geklagten neuropsychologischen Störungen nicht in einem natürlichen und adäquaten
Kausalzusammenhang mit dem Unfallereignis stehen. Dementsprechend ist beim
Beschwerdeführer auch keine, wie von ihm geltend gemacht, unfallbedingte Arbeits-
bzw. Erwerbsunfähigkeit eingetreten. Da ausserdem seit 27. Oktober 2003 wieder eine
volle Arbeitsfähigkeit bestand, wurde ein Invalidenrentenanspruch mangels Arbeits-
und Erwerbsunfähigkeit zu Recht verneint.
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5.2 Bezüglich der Ausrichtung einer Integritätsentschädigung ist festzuhalten, dass
diesbezüglich ebenfalls ein Kausalzusammenhang zwischen den geklagten
Beschwerden und dem Unfallereignis gegeben sein muss. Diese Voraussetzung ist
vorliegend, wie soeben ausgeführt, nicht gegeben. Dr. D._ teilte am 13. und 24.
September 2007 mit, dass zwar Frakturen am HWK 6 und 7 vorliegen würden, jedoch
ohne relevante Höhenminderung oder Instabilität. Dr. E._ bestätigte im Gutachten
vom 22. März 2008, dass bei guter Stabilität und Funktion der HWS keine
Integritätsentschädigung geschuldet sei. Damit muss es sein Bewenden haben.
5.3 Dem Antrag des Beschwerdeführers, die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten,
die Kosten der veranlassten fachärztlichen Abklärung zurückzuvergüten, ist nicht statt
zu geben. Wie die obigen Erwägungen gezeigt haben, sind dem Gutachten von
Dr. F._ vom 4. September 2008 keine neuen entscheidrelevanten Tatsachen zu
entnehmen. Eine weitere neurologische Abklärung war unter Berücksichtigung der
bestehenden Aktenlage nicht angezeigt, weshalb es sich nicht rechtfertigen lässt, der
Beschwerdegegnerin die Kosten für den Bericht von Dr. F._ zu überbinden.
6.
Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. Gerichtskosten
sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG