Decision ID: dce9251f-b7e3-54ad-82dc-2b62896ada82
Year: 2019
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a B._ arbeitete als Oberstufenlehrperson in der Oberstufenschulgemeinde A._
(act. G 9.3 im Verfahren KV-Z 2016/6) und war dadurch bei der Sympany Versicherung
AG (nachfolgend: Sympany) krankentaggeldversichert. Vom 4. bis 5. Januar 2014 war
B._ in der Chirurgischen Klinik am Spital C._ wegen einer symptomatischen
Cholezystolithiasis hospitalisiert. Die dort behandelnden medizinischen Fachpersonen
bescheinigten für die Dauer vom 4. bis 9. Januar 2014 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit
(Austrittsbericht vom 6. Januar 2014, act. G 9.33 im Verfahren KV-Z 2016/6). Die
Oberstufenschulgemeinde A._ teilte in der Krankheitsanzeige vom 20. Januar 2014
mit, B._ sei seit 4. Januar 2014 krank. Am 10. Januar 2014 habe sie die Arbeit
wiederaufgenommen, sei aber seit 16. Januar 2014 bis auf weiteres wieder
krankgeschrieben (act. G 9.32 im Verfahren KV-Z 2016/6). B._ unterzog sich in der
Chirurgischen Klinik am Spital C._ am 28. Januar 2014 wegen der Cholezystolithiasis
einer laparoskopischen Cholezystektomie. Dort war sie bis 30. Januar 2014
hospitalisiert. Für den Zeitraum vom 28. Januar bis 7. Februar 2014 wurde ihr eine
100%ige Arbeitsunfähigkeit bescheinigt (zum Operationsbericht vom 8. Februar 2014
sowie zum Austrittsbericht vom 11. Februar 2014 siehe act. G 9.36 im Verfahren KV-
Z 2016/6). Der behandelnde Dr. med. D._, Facharzt für Allgemeine Medizin FMH,
berichtete am 4. Februar 2014, B._ leide an einer psychischen und physischen
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Dekompensation bei Arbeitsplatzproblematik und an einer symptomatischen
Cholezystitis mit notfallmässiger Cholezystektomie am 28. Januar 2014. Die Prognose
sei gut. In drei bis vier Wochen könne mit einer Wiederaufnahme der Arbeitstätigkeit
gerechnet werden (act. G 9.35 im Verfahren KV-Z 2016/6). Die Sympany teilte B._ am
27. März 2014 mit, dass sie im angestammten Beruf oder auch in einer anderen in
Frage kommenden Tätigkeit vollumfänglich arbeitsfähig sei. Deshalb würden
Taggeldleistungen bis längstens am 31. März 2014 erbracht. Danach werde der
Leistungsfall abgeschlossen (act. G 9.38 im Verfahren KV-Z 2016/6).
A.b Im Bericht vom 2. Mai 2014 zuhanden der Sympany führte Dr. D._ aus, seit
Januar 2014 bestehe eine angespannte Arbeitssituation. B._ und ihr Ehemann seien
einem "Mobbing" am Arbeitsplatz ausgesetzt. Zudem sei es in derselben Zeit zu
wiederholten Oberbauchkoliken und schliesslich zur Cholezystektomie bei
symptomatischer Cholezystolithiasis gekommen. In dieser Zeit sei auch der Konflikt am
Arbeitsplatz eskaliert, der mit der Entlassung des Ehemanns geendet habe. Nachdem
sich die Patientin von der laparoskopischen Cholezystektomie am 28. Januar 2014
erholt gehabt habe, sei sie am 10. Februar 2014 wieder an ihrem Arbeitsplatz
erschienen. Anlässlich der ärztlichen Konsultation vom 21. Februar 2014 habe sie
angegeben, an ihrem jetzigen Arbeitsplatz nicht weiter arbeiten zu können. Die
Situation an der Schule sei eskaliert und die emotionale Belastung nehme zu. Aktuell
sei B._ sicherlich 100% arbeitsunfähig. Eine Rückkehr an den Arbeitsplatz, der von
der Schulleitung explizit nicht mehr erwünscht sei, würde zu einem erneuten
Aufflammen der psychischen und körperlichen Symptomatik führen. In ihrem
angestammten Beruf an einem anderen Arbeitsplatz wäre sie nach Lösung des
Konflikts innert weniger Wochen wieder arbeitsfähig (act. G 9.40 im Verfahren KV-
Z 2016/6). Dr. med. E._, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie,
Vertrauensärztin der Sympany, vertrat in der Stellungnahme vom 5. Mai 2014 die
Ansicht, aus den Angaben von Dr. D._ ergäben sich "zu wenig spezifische objektive
psychiatrische Befunde", "die eine psychiatrische Diagnosestellung nachvollziehbar
machen". Eine medizinisch begründete Arbeitsunfähigkeit könne dem Bericht von Dr.
D._ nicht entnommen werden. Vielmehr scheine es sich um eine Krankschreibung
zwecks Schonung von B._ bei Arbeitsplatzkonflikt zu handeln (E-Mail vom 5. Mai
2014, act. G 9.41 im Verfahren KV-Z 2016/6). In der Fallbesprechung vom 7. Mai 2014
verneinte Dr. med. F._, beratender Arzt der Sympany, dass aktuell eine
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Arbeitsunfähigkeit wegen der Cholezystektomie bestehe. Eine Arbeitsunfähigkeit sei
maximal während 4 Wochen nach der laparoskopischen Cholezystektomie begründet
(act. G 9.42 im Verfahren KV-Z 2016/6). Daraufhin teilte die Sympany B._ mit, sie
halte an ihrem Entscheid vom 27. März 2014 fest und erbringe ab 1. April 2014 keine
Taggeldleistungen mehr (act. G 9.43 im Verfahren KV-Z 2016/6).
A.c Dr. med. G._, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, untersuchte B._
am 24. Juni 2014. Er diagnostizierte eine Anpassungsstörung mit depressiver Reaktion
(ICD-10: F43.20). Es handle sich bei B._ um eine _-jährige Lehrerin, die mit dem
zunehmenden Druck seitens der Eltern ihrer Schulkinder und des Schulrates
überfordert gewesen sei und mit depressiver Reaktion reagiert habe. Zurzeit sei sie
nach wie vor depressiv, die Arbeitsfähigkeit betrage 0%, auch für jede andere Tätigkeit.
Die Erkrankung sei durch die Schwierigkeiten des Arbeitsplatzes hervorgerufen worden
und deshalb arbeitsplatzbezogen (act. G 9.44 im Verfahren KV-Z 2016/6). Dr. E._
hielt die Arbeitsfähigkeitsschätzung von Dr. G._ für nicht nachvollziehbar (act. G 9.45
im Verfahren KV-Z 2016/6). Gestützt darauf teilte die Sympany B._ mit, sie halte an
der Einstellung der Taggeldleistungen per 1. April 2014 fest (act. G 9.17 im Verfahren
KV-Z 2016/6). Hierzu führte Dr. G._ am 3. September 2014 aus, die Argumente der
Sympany für die Leistungseinstellung seien nicht nachvollziehbar (act. G 1, Beilage 47,
im Verfahren KV-Z 2017/9).
A.d Vom 24. bis 26. September 2014 war B._ wegen eines
Postpolypektomiesyndroms (mit/bei u.a. Koloskopie vom 24. September 2014 mit
Polypektomie im Colon transversum, Sigma) und einer Adnexzyste rechts in der
Abteilung Innere Medizin an der Medizinischen Klinik am Kantonsspital H._
hospitalisiert. Bei Austritt hielten die dort behandelnden medizinischen Fachpersonen
fest, die Patientin habe bereits am 26. September 2014 beschwerdefrei in die häusliche
Umgebung entlassen werden können (Austrittsbericht vom 26. September 2014, act.
G 9.46 im Verfahren KV-Z 2016/6). Dr. D._ berichtete am 5. Dezember 2014,
einerseits bestehe eine arbeitsplatzbezogene 100%ige Arbeitsunfähigkeit aus
psychischen Gründen. Nach Austritt aus dem Kantonsspital habe B._ weiterhin an
unklaren Unterbauchschmerzen gelitten. Wahrscheinlich sei eine
Nierenbeckenentzündung die Ursache dieser Beschwerden gewesen. Es habe eine
längere antibiotische Kur durchgeführt werden müssen, weil initial ein nicht wirksames
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Antibiotikum abgegeben worden sei. Der Keim, der isoliert worden sei, sei ein
sogenannter Spitalkeim gewesen, was die Therapieresistenz erkläre. Insgesamt sei die
Patientin deshalb mindestens vom 24. September bis 30. November 2014 aus
organischen Gründen 100% arbeitsunfähig gewesen (act. G 9.48 im Verfahren KV-
Z 2016/6).
A.e Der Rechtsvertreter von B._ gab der Sympany am 3. Juli 2015 bekannt, dass sie
allfällige Taggeldansprüche an die Oberstufenschulgemeinde A._ abgetreten habe
und das Arbeitsverhältnis beendet worden sei (act. G 9.7 im Verfahren KV-Z 2016/6).
Am 27. August 2015 teilte die Sympany der Rechtsvertreterin der
Oberstufenschulgemeinde A._ mit, dass spätestens ab April 2014 kein Anspruch auf
Taggelder mehr bestanden habe (act. G 9.29 im Verfahren KV-Z 2016/6). Diese bestritt
im Schreiben vom 8. Dezember 2015 die Rechtmässigkeit der Leistungseinstellung per
1. April 2014 und machte eine durchgehende Arbeitsunfähigkeit von B._ von 100%
geltend. Sie forderte von der Sympany Taggelder für den Zeitraum vom 1. April bis
31. Dezember 2014 von insgesamt Fr. 65'161.25 (act. G 9.30 im Verfahren KV-
Z 2016/6). Die Sympany hielt an der Leistungseinstellung per 1. April 2014 fest
(Schreiben vom 14. Dezember 2015, act. G 9.31 im Verfahren KV-Z 2016/6).
B.
B.a In der am 1. März 2016 erhobenen Klage beantragte die Klägerin von der
Beklagten unter dem Titel des von B._ abgetretenen Taggeldanspruchs die
Bezahlung von Fr. 65'161.25. Sie brachte im Wesentlichen vor, B._ sei auch im
Zeitraum vom 1. April bis 31. Dezember 2014 durchgehend krankheitsbedingt zu 100%
arbeitsunfähig gewesen (act. G 1 im Verfahren KV-Z 2016/6).
B.b Die Beklagte beantragte in der Klageantwort vom 11. Juli 2016 die Abweisung der
Klage; unter "o-/e-Kostenfolge". Sie vertrat den Standpunkt, dass B._ ab 1. April
2014 wieder voll arbeitsfähig gewesen sei, da ab diesem Zeitpunkt kein relevanter
(psychischer) Gesundheitsschaden mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit mehr
vorgelegen habe. Am 1. Dezember 2014 sei ihr (der Beklagten) ein weiterer
Leistungsfall angemeldet worden, wonach B._ wegen eines Infekts sowie
Komplikationen nach einer Koloskopie vom 24. September 2014 bis 30. November
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2014 arbeitsunfähig gewesen sei. Im Austrittsbericht des Kantonsspitals H._ werde
hingegen erwähnt, dass B._ am 26. September 2014 beschwerdefrei habe entlassen
werden können. Die Dauer der bis 30. November 2014 geltend gemachten
Arbeitsunfähigkeit könne nicht nachvollzogen werden. Im Übrigen sei die Anfrage der
Beklagten vom 9. Dezember 2014, ob B._ zu diesem Zeitpunkt überhaupt noch zum
Kreis der versicherten Personen gehört habe, bis anhin von der Klägerin unbeantwortet
geblieben (act. G 9 im Verfahren KV-Z 2016/6).
B.c Die Parteien verzichteten auf die Durchführung einer mündlichen Verhandlung
zugunsten eines zweiten Schriftenwechsels (act. G 13 im Verfahren KV-Z 2016/6).
B.d In der Replik vom 10. Oktober 2016 hielt die Klägerin unverändert an der Klage
fest. Der Vorwurf der unbeantworteten Anfrage sei haltlos. Abgesehen davon sei nicht
ersichtlich, inwieweit die entsprechenden Antworten überhaupt etwas an der Tatsache
geändert hätten, dass und in welchem Umfang die Beklagte taggeldleistungspflichtig
sei. Die Taggeldleistung bestimme sich nach der Arbeitsunfähigkeit und dem bisherig
versicherten Lohn. Aus der Korrespondenz sowohl mit der Beklagten als auch mit
B._ bzw. deren Ehemann gehe unmissverständlich hervor, dass B._ weiterhin zum
Kreis der Versicherten zähle (act. G 14 im Verfahren KV-Z 2016/6).
B.e Die Beklagte hielt in der Duplik vom 14. November 2016 ihrerseits unverändert an
der beantragten Klageabweisung fest (act. G 16 im Verfahren KV-Z 2016/6).
B.f Das Versicherungsgericht teilte den Parteien am 26. Juli 2017 seinen Entschluss
mit, die Klage in drei separaten Verfahren zu behandeln. Die Klage betreffend die
Krankentaggelder von B._ werde unter der Verfahrensnummer KV-Z 2017/9
fortgeführt. Die Klägerin wurde ersucht, weitere Akten (u.a. die Kranken- und
Behandlungsgeschichte von Dr. D._) einzureichen (act. G 20 im Verfahren KV-
Z 2016/6).
B.g Mit Eingabe vom 7. November 2017 reichte die Klägerin die vom Gericht
angeforderten Unterlagen ein (Kranken- und Behandlungsgeschichte verschiedener
medizinischer Fachpersonen sowie Leistungsabrechnungen der Krankenversicherung).
Die Aktennotizen enthielten zahlreiche Feststellungen über den damaligen Sachverhalt
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betreffend das Arbeitsverhältnis, die von ihr (der Klägerin) bestritten würden. Da es
nicht um die Beurteilung des damaligen Arbeitsverhältnisses gehe, werde auf eine
detaillierte Stellungnahme verzichtet. Sollte das Gericht die ärztlichen Feststellungen
zum Arbeitsverhältnis, zum Konflikt zwischen Schulleitung und Schulrat für relevant
erachten, so sei ihr (der Klägerin) Frist zur detaillierten Stellungnahme anzusetzen.
Auch aus den neu eingereichten Akten gehe hervor, dass B._ in der ganzen Zeit
arbeitsunfähig gewesen sei (act. G 1 im Verfahren KV-Z 2017/9).
B.h In der Stellungnahme vom 7. Mai 2018 vertrat die Beklagte den Standpunkt, auch
unter Berücksichtigung der neuen Akten sei eine psychische Krankheit nicht
nachgewiesen. Selbst wenn von einer krankheitsbedingten Arbeitsunfähigkeit von
B._ im Oktober/November 2014 auszugehen gewesen wäre, sei sie während dieser
Zeit nicht mehr als Lehrkraft im Schulbetrieb der Klägerin eingeplant gewesen. Wer
ohne Geldeinbusse (z.B. während einer Freistellung) nicht arbeite und
krankheitsbedingt arbeitsunfähig werde, habe keinen Anspruch auf eine Entschädigung
durch die Krankentaggeldversicherung (act. G 7 im Verfahren KV-Z 2017/9).
B.i Im Schreiben vom 1. Juni 2018 bestritt die Klägerin, dass die Krankschreibung im
Zusammenhang mit einem Arbeitsplatzkonflikt erfolgt und dass B._ nicht krank
gewesen sei. Sie beantragte die Zusprache einer Parteientschädigung von pauschal
Fr. 10'000.-- (einschliesslich Mehrwertsteuer; act. G 9 im Verfahren KV-Z 2017/9).
B.j Nach einer summarischen Beurteilung der Streitsache unterbreitete die
Verfahrensleitung den Parteien am 28. November 2018 einen Vergleichsvorschlag (act.
G 12), den die Beklagte ablehnte. Zur Begründung führte sie aus, dass eine auf eine
psychische Erkrankung zurückzuführende Arbeitsunfähigkeit von B._ nicht
rechtsgenüglich nachgewiesen sei. Im Zusammenhang mit der ab September 2014
geltend gemachten Arbeitsunfähigkeit aufgrund eines somatischen Leidens komme es
nicht auf die rechtliche, sondern vielmehr auf die faktische Beendigung des
Arbeitsverhältnisses an. Eine faktische Betrachtungsweise komme auch bei der
Prüfung der Anspruchsvoraussetzungen der Arbeitslosigkeit zur Anwendung, indem für
den Eintritt der Arbeitslosigkeit die tatsächliche Arbeitsbeendigung und nicht die
rechtliche Beendigung des Arbeitsverhältnisses relevant sei. Wenn eine
Weiterbeschäftigung von B._ nicht mehr erwünscht und sie als Lehrkraft nicht mehr
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eingeplant gewesen sei, könnten für eine krankheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit auch
keine Taggeldleistungen der Krankentaggeldversicherung gefordert werden (Schreiben
vom 17. Dezember 2018, act. G 15 im Verfahren KV-Z 2017/9).
B.k Die Verfahrensleitung ersuchte die Klägerin am 21. Dezember 2018 um Mitteilung,
wann B._ für welchen Zeitraum freigestellt worden sei und auf welchen Zeitpunkt hin
eine allfällige Kündigung erfolgt sei (act. G 16 im Verfahren KV-Z 2017/9). In der
Eingabe vom 28. März 2019 bestritt die Klägerin die Ausführungen der Beklagten vom
17. Dezember 2018. Das Arbeitsverhältnis sei erst am 25. Januar 2015 einvernehmlich
per 31. Januar 2015 aufgelöst worden. Die Klägerin bestritt, dass B._ ab Frühjahr
2014 "nicht mehr erwünscht gewesen" und als Lehrperson nicht mehr im Schulbetrieb
eingeplant gewesen sei. Fakt sei, dass sie aufgrund der Arztatteste davon
ausgegangen sei, dass B._ arbeitsunfähig gewesen sei, weshalb eine Freistellung gar
nicht zu Disposition gestanden sei. Im Gegenteil: Deren Lektionen seien nach Eintritt
der Arbeitsunfähigkeit kurzfristig auf andere, teilweise mehrere Lehrpersonen aufgeteilt
worden. Diese Einsätze seien jeweils nach Erhalt eines neuen Arztzeugnisses kurzfristig
geplant worden (act. G 21 im Verfahren KV-Z 2017/9).
B.l Die Beklagte nahm am 27. Juni 2019 Stellung zur Eingabe der Klägerin vom
28. März 2019. Aus medizinischer Sicht habe Dr. D._ ab dem 8. April 2014 den initial
erhobenen Befund als kompensiert beurteilt und im weiteren Verlauf keine objektiven
medizinischen Befunde mehr erhoben. Auch in seinem Bericht vom 2. Mai 2014 habe
er von einer Arbeitsplatzproblematik gesprochen und festgehalten, dass B._ aktiv
eine neue Stelle suche. Aufgrund der fehlenden objektiven Befunderhebung seien die
Angaben von Dr. D._ zur Beweiserbringung der geltend gemachten
Arbeitsunfähigkeit nicht geeignet. Sie zeichneten vielmehr die Situation eines
Arbeitsplatzkonflikts. Eine Arbeitsunfähigkeit aufgrund einer psychischen Erkrankung
sei anhand der Berichte der behandelnden Ärzte nicht nachvollziehbar begründet. Die
von Dr. G._ bescheinigte Arbeitsunfähigkeit sei nicht nachvollziehbar. Der
Spitalaufenthalt Ende September 2014 (wegen eines Postpolypektomiesyndroms sowie
einer Adnexzyste rechts) habe grundsätzlich eine krankheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit
begründet. Allerdings sei nach wie vor unklar, inwiefern B._ in diesem Zeitpunkt
überhaupt noch als Lehrperson im Schulbetrieb eingeplant gewesen sei. Die von der
Klägerin eingereichten Stundenpläne würden weder eine krankheitsbedingte
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Abwesenheit von B._ noch die Behauptung belegen, dass deren
Weiterbeschäftigung geplant bzw. erwünscht gewesen sei. Belegt werde damit
lediglich, dass eine Lehrperson gefehlt und deren Abwesenheit habe ersetzt werden
müssen. Selbst wenn aber davon ausgegangen würde, dass B._ noch zum Kreis der
versicherten Personen gehört habe, wären aufgrund der in der Police vereinbarten
Wartefrist von 30 Tagen gestützt auf Ziff. 7.3.1 AVB für diesen Leistungsfall keine
Taggelder geschuldet. Dr. med. I._, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe, die
B._ erstmals am 10. November 2014 behandelt habe, habe ihr eine
krankheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit vom 10. bis 28. November 2014 wegen einer
Divertikulitis mit erhöhtem Entzündungswert attestiert. Es treffe daher nicht zu, dass
B._ von September bis November 2014 an einem schweren Infekt erkrankt gewesen
sei. Auch aus den Verlaufseinträgen von Dr. D._ vom 30. September und 28. Oktober
2014 lasse sich nichts dergleichen ableiten, zumal keine Befunde mit Auswirkungen auf
die Arbeitsfähigkeit festgehalten worden seien. Im Übrigen sei die Wartefrist von 30
Tagen selbst dann noch nicht abgelaufen gewesen, wenn die Arbeitsunfähigkeiten vom
September und jene vom November 2014 demselben Leistungsfall zuzurechnen wären
(act. G 27 im Verfahren KV-Z 2017/9).
B.m Die Klägerin rügte abschliessend, dass die Vorbringen der Beklagten betreffend
die Arbeitsunfähigkeit und Leistungspflicht unter die Novenschranke gemäss Art. 229
ZPO fallen würden (Eingabe vom 15. Juli 2019, act. G 29 im Verfahren KV-Z 2017/9).

Erwägungen
1.
Mit der Klage beantragt die Klägerin Leistungen aus einer kollektiven Krankentaggeld
versicherung.
1.1 Gemäss Ziff. 12 der vorliegend unbestrittenermassen anwendbaren Allgemeinen
Versicherungsbedingungen (AVB) der Beklagten zur Lohnausfallsversicherung,
Ausgabe 2011 (act. G 9.5; siehe auch act. G 1.3 je im Verfahren KV-Z 2016/6), steht
der klagenden Partei bei Streitigkeiten aus dem Versicherungsvertrag wahlweise die
Anrufung des Gerichts am schweizerischen Wohnort, am schweizerischen Arbeitsort
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oder am Geschäftssitz der Beklagten offen. Die Klägerin hat das Gericht am Arbeitsort
von B._ (Kanton St. Gallen) angerufen. Die örtliche Zuständigkeit des
Versicherungsgerichts ist damit gegeben.
1.2 Das Versicherungsgericht entscheidet gemäss Art. 9 des Einführungsgesetzes zur
Schweizerischen Zivilprozessordnung (EGZPO; sGS 961.2) in Verbindung mit Art. 7 der
Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO; SR 272) als einzige kantonale Instanz über
Streitigkeiten aus Zusatzversicherungen zur sozialen Krankenversicherung nach dem
Bundesgesetz über die Krankenversicherung (KVG; SR 832.10). Darunter werden
praxisgemäss auch Zusatzversicherungen wie die vorliegend zu beurteilende
Kollektivtaggeldversicherung subsumiert, auf die das Bundesgesetz über den
Versicherungsvertrag (VVG; SR 221.229.1) zur Anwendung gelangt (vgl. etwa BGE 138
III 2 E. 1.1). Damit sind vorliegend auch die Voraussetzungen der sachlichen und
funktionellen Zuständigkeit des Versicherungsgerichts erfüllt.
1.3 Vor der Klageanhebung beim Versicherungsgericht ist kein Schlichtungsverfahren
gemäss Art. 197 ff. ZPO durchzuführen (vgl. BGE 138 III 564 E. 4.6).
2.
Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist der an die Klägerin
abgetretene Taggeldanspruch von B._ für den Zeitraum vom 1. April bis
31. Dezember 2014.
2.1 B._ hat ihre Taggeldansprüche für den eingeklagten Zeitraum an die Klägerin
abgetreten, was der Beklagten mit Schreiben vom 3. Juli 2015 mitgeteilt worden ist
(act. G 9.7; siehe auch act. G 9.6 je im Verfahren KV-Z 2016/6). Im
Privatversicherungsrecht ist die Abtretung von Ansprüchen aus
Personenversicherungsverträgen zulässig (vgl. Art. 73 VVG). Die Beklagte hat die
Gültigkeit der Abtretung bzw. die Aktivlegitimation zu keiner Zeit bestritten.
2.2 Klagen aus Zusatzversicherungen zur sozialen Krankenversicherung sind gemäss
Art. 243 Abs. 2 lit. f ZPO ohne Rücksicht auf den Streitwert im vereinfachten Verfahren
zu behandeln, wobei gemäss Art. 219 ZPO die Bestimmungen über das ordentliche
Verfahren sinngemäss gelten (vgl. Christoph Leuenberger/Beatrice Uffer-Tobler,
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Schweizerisches Zivilprozessrecht, 2. Auflage, Bern 2016, N 11.154, N 11.157).
Art. 247 Abs. 2 ZPO sieht vor, dass das Gericht in solchen Streitigkeiten den
Sachverhalt von Amtes wegen feststellt. Diese sogenannte abgeschwächte oder
soziale Untersuchungsmaxime gebietet es dem Gericht zwar, den Sachverhalt mit
eigenen Mitteln abzuklären und mit vertretbarem Aufwand zu einem hinreichend
sicheren Beweisergebnis zu gelangen. Es ist dabei aber nicht an die Beweisanträge
gebunden und kann von sich aus Beweis erheben. Die Parteien werden dadurch auch
nicht von der Mitwirkung an der Erhebung der Beweise und der Erstellung des
Sachverhalts entbunden. Sie bleiben mitverantwortlich für die Beweisführung und
haben insbesondere die Beweismittel zu benennen und beizubringen (vgl. BSK ZPO
[2. Auflage] - Peter Guyan, Art. 153 N 3 ff., insbesondere N 9; Franz Hasenböhler in:
Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], ZPO Kommentar, 2. Auflage Zürich/
Basel/Genf 2013 [nachfolgend zitiert mit ZPO Kommentar], Art. 153 N 5 ff.; Bernd
Hauck in: ZPO Kommentar, Art. 247 N 33; sowie BGE 130 III 107 E. 2.2, BGE 125 III
238 f. E. 4a und BGE 107 II 236 E. 2c mit weiteren Hinweisen).
2.3 Im Zivilprozess gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 157 ZPO). Das
Gericht hat bei der Bewertung der erhobenen Beweise unabhängig von abstrakten
Regeln nach seiner eigenen Überzeugung darüber zu befinden, ob es eine behauptete
Tatsache als wahr oder unwahr einstuft. Dabei bleibt es dem Gericht überlassen, die
Kraft eines Beweismittels nach seiner Überzeugung festzulegen (Urteil des
Versicherungsgerichts vom 10. Februar 2015, KV-Z 2013/16, E. 2.2 mit Hinweis auf
Hasenböhler, ZPO Kommentar, Art. 157 N 8 f.).
2.4 Nach Art. 8 des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs (ZGB; SR 210) hat, wo es das
Gesetz nicht anders bestimmt, derjenige das Vorhandensein einer behaupteten
Tatsache zu beweisen, der aus ihr Rechte ableitet. Demgemäss hat die Partei, die
einen Anspruch geltend macht, die rechtsbegründenden Tatsachen zu beweisen,
während die Beweislast für die rechtsaufhebenden bzw. rechtsvernichtenden oder
rechtshindernden Tatsachen bei der Partei liegt, die den Untergang des Anspruchs
behauptet oder dessen Entstehung oder Durchsetzbarkeit bestreitet. Der Eintritt des
Versicherungsfalls ist nach diesen Grundsätzen vom Anspruchsberechtigten zu
beweisen (BGE 141 III 241 E. 3.1). Da der Nachweis rechtsbegründender Tatsachen im
Bereich des Versicherungsvertrags regelmässig mit Schwierigkeiten verbunden ist,
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geniesst die anspruchsberechtigte Person insofern eine Beweiserleichterung, als sie
nur eine überwiegende Wahrscheinlichkeit für das Bestehen des geltend gemachten
Versicherungsanspruchs darzutun hat. Beim Beweismass der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit ist verlangt, dass die Möglichkeit, es könnte sich auch anders
verhalten, zwar nicht ausgeschlossen ist, sie aber für die betreffende Tatsache weder
eine massgebende Rolle spielen noch vernünftigerweise in Betracht fallen darf (Urteil
des Bundesgerichts vom 11. März 2015, 4A_516/2014, E. 4.1 mit Hinweis u.a. auf BGE
130 III 325 E. 3.3).
2.5 Dass die Versicherung zunächst Taggelder ausbezahlt hat, ändert nichts an der
Beweislast der anspruchsberechtigten Person. Macht die Versicherung geltend, die
Umstände hätten sich geändert oder die Leistungen seien von vornherein zu Unrecht
erbracht worden und die versicherte Person sei (wieder) arbeitsfähig, so hat die
anspruchsberechtigte Person zu beweisen, dass sie (weiterhin) arbeitsunfähig ist und
daher Anspruch auf Taggelder hat. Im Fall der Beweislosigkeit trägt mithin nicht die
Versicherung, sondern die anspruchsberechtigte Person die Beweislast (vgl. Urteil des
Bundesgerichts vom 17. August 2015, 4A_246/2015, E. 2.2 mit Hinweis).
2.5.1 Im Zivilprozess stellt ein Privatgutachten kein Beweismittel dar. Die
sozialversicherungsrechtliche Rechtsprechung nach BGE 125 V 351 gilt unter dem
Anwendungsbereich der ZPO nicht. Parteigutachten haben nicht die Qualität von
Beweismitteln, sondern sind blosse Parteibehauptungen. Allerdings ist zu beachten,
dass nur Tatsachenbehauptungen bewiesen werden müssen, die ausdrücklich
bestritten sind. Bestreitungen sind so konkret zu halten, dass sich bestimmen lässt,
welche einzelnen Behauptungen der klagenden Partei damit bestritten werden; die
Bestreitung muss ihrem Zweck entsprechend so konkret sein, dass die Gegenpartei
weiss, welche einzelne Tatsachenbehauptung sie beweisen muss. Der Grad der
Substanziierung einer Behauptung beeinflusst insofern den erforderlichen Grad an
Substanziierung einer Bestreitung; je detaillierter einzelne Tatsachen eines gesamten
Sachverhalts behauptet werden, desto konkreter muss die Gegenpartei erklären,
welche dieser einzelnen Tatsachen sie bestreitet. Je detaillierter mithin ein Parteivortrag
ist, desto höher sind die Anforderungen an eine substanziierte Bestreitung. Diese sind
zwar tiefer als die Anforderungen an die Substanziierung einer Behauptung; pauschale
Bestreitungen reichen indessen nicht aus. Erforderlich ist eine klare Äusserung, dass
http://relevancy.bger.ch/php/clir/http/index.php?lang=de&type=show_document&page=1&from_date=&to_date=&from_year=1954&to_year=2017&sort=relevance&insertion_date=&from_date_push=&top_subcollection_clir=bge&query_words=&part=all&de_fr=&de_it=&fr_de=&fr_it=&it_de=&it_fr=&orig=&translation=&rank=0&highlight_docid=atf%3A%2F%2F125-V-351%3Ade&number_of_ranks=0&azaclir=clir#page351
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der Wahrheitsgehalt einer bestimmten und konkreten gegnerischen Behauptung
infrage gestellt wird. Parteibehauptungen, denen ein Privatgutachten zugrunde liegt,
werden meist besonders substanziiert sein. Entsprechend genügt eine pauschale
Bestreitung nicht; die Gegenpartei ist vielmehr gehalten zu substanziieren, welche
einzelnen Tatsachen sie konkret bestreitet. Wird jedoch eine Tatsachenbehauptung von
der Gegenpartei substanziiert bestritten, so vermögen Parteigutachten als reine
Parteibehauptungen diese allein nicht zu beweisen. Als Parteibehauptungen mögen sie
allenfalls zusammen mit - durch Beweismittel nachgewiesenen - Indizien den Beweis
zu erbringen. Werden sie aber nicht durch Indizien gestützt, so dürfen sie als
bestrittene Behauptungen nicht als erwiesen erachtet werden (zum Ganzen BGE 141 III
437 f. E. 2.6).
2.6 Das grundsätzlich anwendbare VVG enthält mit Ausnahme von Art. 87 VVG, der
das selbstständige Forderungsrecht des Begünstigten in der kollektiven Unfall- oder
Krankenversicherung normiert, keine spezifischen Bestimmungen zum Krankentaggeld.
Es sind deshalb vorab die vertraglichen Vereinbarungen der Parteien massgebend,
vorliegend also die AVB der Beklagten.
2.6.1 Gemäss Ziff. 7.1.1 AVB gilt als Krankheit eine Beeinträchtigung der körperlichen,
geistigen oder psychischen Gesundheit, die nicht Folge eines Unfalls ist und die eine
medizinische Untersuchung oder Behandlung erfordert und eine Arbeitsunfähigkeit zur
Folge hat. Arbeitsunfähigkeit liegt vor, wenn die versicherte Person infolge Krankheit,
Unfall oder Geburt ganz oder teilweise ausserstande ist, ihren Beruf oder eine andere
zumutbare Erwerbstätigkeit auszuüben. Teilweise Arbeitsunfähigkeit liegt vor, wenn
eine Arbeitsunfähigkeit von mindestens 25% besteht (Ziff. 7.1.4 AVB). Das versicherte
Taggeld wird für die Dauer der ärztlich bescheinigten Arbeitsunfähigkeit nach Ablauf
der vertraglich vereinbarten Wartefrist ausgerichtet. Bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit
wird das Taggeld entsprechend dem Grad der Arbeitsunfähigkeit ausgerichtet
(Ziff. 7.2.1 Absatz 2 AVB). Gemäss Police vom 19. November 2012 beträgt die
Wartefrist 30 Tage je Fall (act. G 9.4 im Verfahren KV-Z 2016/6).
2.6.2 Versichert sind die in der Versicherungspolice aufgeführten natürlichen Personen
oder Personengruppen, welche zum Versicherungsnehmer in einem
arbeitsvertraglichen Verhältnis stehen und der AHV unterstellt sind (Ziff. 2.2.1 Abs. 1
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AVB). Für die versicherte Person endet der Versicherungsschutz u.a. mit Beendigung
des Arbeitsverhältnisses beim Versicherungsnehmer (Ziff. 5.2 lit. a AVB). Die
versicherte Person hat alles zu tun, was zur Leistungsminderung beitragen kann. Die
versicherte Person, welche in ihrem ursprünglichen Beruf voraussichtlich voll oder
teilweise arbeitsunfähig bleibt, ist verpflichtet, ihre verbleibende Erwerbstätigkeit in
einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich zu verwerten resp. sie hat sich bei der
Arbeitslosenversicherung anzumelden. Sympany fordert die versicherte Person unter
Ansetzung einer angemessenen Frist auf, die bisherige Tätigkeit anzupassen oder
einen Stellen- resp. Berufswechsel vorzunehmen (Ziff. 8.2 Abs. 1 AVB).
3.
3.1 Zur Beurteilung des strittigen Leistungsanspruchs für die Dauer vom 1. April bis
31. Dezember 2014 (act. G 1, Rz 39, im Verfahren KV-Z 2016/6) ist zunächst die
medizinische Aktenlage zu würdigen. Soweit die Klägerin gegen die Vorbringen der
Beklagten vom 27. Juni 2019 (siehe hierzu act. G 27 im Verfahren KV-Z 2017/9) "die
Novenschranke gemäss Art. 229 ZPO" ins Feld führt (act. G 29 im Verfahren KV-
Z 2017/9), übersieht sie, dass das Gericht neue Tatsachen und Beweismittel bis zur
Urteilsberatung berücksichtigt, wenn es - wie vorliegend (siehe vorstehende E. 2.2) -
den Sachverhalt von Amtes wegen abzuklären hat (Art. 229 Abs. 3 ZPO). Unter diesen
Umständen kann offenbleiben, ob die Vorbringen der Beklagten überhaupt neu sind
und Tatsachenbehauptungen darstellen.
3.2 Zunächst ist zu prüfen, ob im umstrittenen Zeitraum aus psychiatrischer Sicht eine
krankheitsbedingte Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit nachgewiesen ist.
3.2.1 Aus den medizinischen Akten ergibt sich, dass dem Arbeitsplatzkonflikt eine
herausragende Bedeutung im von B._ geklagten Leidensbild zukommt. So stellte Dr.
D._ im Bericht vom 4. Februar 2014 u.a. die Diagnose "psychische und physische
Dekompensation bei Arbeitsplatzproblematik" (act. G 9.35 im Verfahren KV-Z 2016/6).
Am 2. Mai 2014 diagnostizierte er "ein arbeitsbezogenes Erschöpfungssyndrom
(Burnout; ICD-10: Z73.0) mit/bei «Arbeitsplatzproblematik» sowie emotionaler und
geistiger Erschöpfung". Der Bericht beinhaltet zahlreiche Schilderungen von B._
bezüglich des von ihr wahrgenommenen "Mobbing" und Arbeitsplatzkonflikts. Sie leide
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an der Ambivalenz bezüglich ihrer Arbeitsfähigkeit. Einerseits wolle sie ihre Schüler und
die Klasse nicht im Stich lassen, anderseits könne sie den Arbeitstag kaum mehr
ertragen. Dr. D._ vertrat die Auffassung, aktuell sei B._ an ihrem aktuellen
Arbeitsplatz "sicherlich" 100% arbeitsunfähig. In ihrem angestammten Beruf an einem
anderen Arbeitsplatz wäre sie nach Lösung des Konflikts innert weniger Wochen
wieder arbeitsfähig. Physisch und kreislaufmässig sei B._ gesund. Sie werde sich
sehr schnell erholen, wenn sich die Problematik am Arbeitsplatz löse (act. G 9.40 im
Verfahren KV-Z 2016/6). Nichts anderes kann der von Dr. D._ am 11. September
2017 eingereichten Kranken- und Behandlungsgeschichte für das ganze Jahr 2014
entnommen werden. So nannte Dr. D._ am 17. Januar 2014 "Mobbing am
Arbeitsplatz" als einziges Problem (act. G1, Beilage 44a). In der Beurteilung hielt er fest:
Dekompensation bei Loyalität zu Ehemann; Generationenfrage in der Lehrmethode und
"schlussendlich Macht/politisches Problem" (act. G 1, Beilage 44a, S. 2 oben, im
Verfahren KV-Z 2017/9). Hinzu kommt, dass B._ Dr. D._ offenbar vor allem auch
mit Blick auf (fortlaufende) Arbeitsunfähigkeitsatteste konsultierte (siehe etwa act. G 1,
Beilage 44b, im Verfahren KV-Z 2017/9: "möchte AUF" [S. 1 oben]; "07.01.14 Pat. steht
hier, möchte AUF ein Forlaufents Zeugnis" [sic; S. 1 unten]; siehe auch die Einträge
vom 20. Mai und 16. Juni 2014: "Beurteilung: Regelung Arbeitsunfähigkeit" und
"kompensiert, va Diskussion über AUF" [act. G 1, Beilage 44b, S. 4]). Hinsichtlich der
Diagnose, der Beurteilung des Krankheitswerts und der Arbeitsfähigkeitsbescheinigung
von Dr. D._ legte Dr. E._ des Weiteren zutreffend dar, dass dieser nicht über die
erforderlichen fachpsychiatrischen Kompetenzen verfüge, krankheitsfremde Faktoren
einbeziehe und keine spezifischen objektiven psychiatrischen Befunde angebe. Ihre
Schlussfolgerung, es scheine sich um eine Krankschreibung zwecks Schonung der
Versicherten bei Konflikt an der Arbeit zu handeln, leuchtet angesichts der erwähnten
Umstände ein (Stellungnahme vom 5. Mai 2014, act. G 9.41 im Verfahren KV-Z 2016/6).
Dies gilt umso mehr, als auch im Austrittsbericht des Kantonsspitals H._ vom
26. September 2014 betreffend die Systemanamnese des Nervensystems eine
"psychische Belastung aufgrund des Arbeitsplatzes bei Mobbing und Stellenverlust"
erwähnt wurde (act. G 9.46, S. 2, im Verfahren KV-Z 2016/6).
3.2.2 Dr. G._ diagnostizierte eine Anpassungsstörung mit depressiver Reaktion
(ICD-10: F43.20) und hielt B._ für sämtliche Tätigkeiten für vollständig arbeitsunfähig.
Die Erkrankung sei durch die Schwierigkeiten des Arbeitsplatzes hervorgerufen und sei
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deshalb arbeitsplatzbezogen (Bericht vom 27. Juni 2014, act. G 9.44 im Verfahren KV-
Z 2016/6). Bei der attestierten vollständigen Arbeitsunfähigkeit für jegliche Tätigkeiten
handelt es sich um eine gerichtsnotorisch apodiktische Beurteilung von Dr. G._
zugunsten von Versicherten (vgl. die Entscheide des Versicherungsgerichts vom
17. September 2018, KV-Z 2016/6, E. 3.2.1, und vom 24. Juni 2019, KV-Z 2017/10,
E. 3.4), die weder auf einer erkennbaren objektiven Prüfung der Ressourcen noch der
Konsistenz beruht. Sie steht nicht nur im Widerspruch zu den arbeitsplatzbezogenen
Klagen von B._ (siehe vorstehende E. 3.2.1), sondern auch zur eigenen von Dr. G._
vertretenen Auffassung, dass eine arbeitsplatzbezogene Erkrankung vorliege (siehe
hierzu act. G 9.44, S. 2, im Verfahren KV-Z 2016/6). In damit zu vereinbarender Weise
äusserte B._ gegenüber Dr. D._ im Zusammenhang mit den Taggeldleistungen am
4. August 2014 den Verdacht, dass die Beurteilung bei Dr. G._ den Zweck gehabt
habe, dass die Schulgemeinde Geld bekomme (act. G 1, Beilage 44b, S. 5, im
Verfahren KV-Z 2017/9). Aus seiner Befunderhebung geht ausserdem die zentrale
Bedeutung der eskalierten Situation an der Schule hervor, aufgrund derer sich B._
"ungerecht behandelt fühlt" (act. G 9.44 im Verfahren KV-Z 2016/6). Zudem führte
Dr. E._ in ihrer Stellungnahme vom 19. Juli 2014 plausibel aus, dass die
Arbeitsfähigkeitsschätzung von Dr. G._ nicht nachvollziehbar sei und sie im
Widerspruch zur medizinischen Voraktenlage stehe (act. G 9.45 im Verfahren KV-
Z 2016/6). An dieser Betrachtungsweise vermögen auch die eher allgemein gehaltenen
Ausführungen von Dr. G._ vom 3. September 2014 nichts zu ändern (act. G 1,
Beilage 47, im Verfahren KV-Z 2017/9). Im Übrigen hat die Klägerin durch ihren
damaligen Rechtsvertreter am 11. Juli 2014 - anders als bei den Lehrpersonen der
Verfahren KV-Z 2016/6 und KV-Z 2017/10 - bezüglich B._ ausdrücklich selbst darauf
hingewiesen, dass von einer arbeitsplatzbezogenen Krankheit auszugehen sei (act.
G 9.14 im Verfahren KV-Z 2016/6). Insgesamt ist der Schluss von Dr. G._ nicht
einleuchtend, dass im strittigen Zeitraum ein von den von B._ geschilderten
Umständen am Arbeitsplatz unabhängiger Gesundheitsschaden bestanden habe, der
zu einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit für "jede andere Tätigkeit" geführt habe (act.
G 9.44 im Verfahren KV-Z 2016/6). Diese war denn auch - nachdem sie bereits
anlässlich der Konsultation bei Dr. D._ vom 7. März 2014 "deutlich entspannter"
gewesen sei - ab April 2014 in der Lage, Stellenbemühungen vorzunehmen (siehe act.
G 1, Beilage 44b, S. 3, Einträge vom 7. März 2014 und 8. April 2014, im Verfahren KV-Z
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2017/9; zur Erfolgslosigkeit der Bemühungen siehe die entsprechenden Einträge vom
1. Juli 2014 und 4. August 2014, in act. G 1, Beilage 44b, S. 5, im Verfahren KV-Z
2017/9). Im Eintrag vom 29. April 2014 gab Dr. D._ bei der Anamnese "in Summe
besser" und beim Befund vom 16. Juni 2014 "kompensiert" bzw. beim Befund vom
2. September 2014 "Guter AZ, kompensiert" an (act. G 1, Beilage 44b, S. 3 ff., im
Verfahren KV-Z 2017/9). Schliesslich ist ab April 2014 auch keine psychiatrische
Therapie in Anspruch genommen worden, die Rückschlüsse auf einen subjektiven
Leidensdruck bzw. auf einen krankheitswertigen, die Arbeitsfähigkeit
beeinträchtigenden psychischen Gesundheitsschaden zulassen würde.
3.3 Des Weiteren ist zu prüfen, ob im umstrittenen Zeitraum aus somatischer Sicht eine
krankheitsbedingte Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit nachgewiesen ist.
3.3.1 Für die Folgen der wegen einer symptomatischen Cholezystitis am 28. Januar
2014 erfolgten laparoskopischen Cholezystektomie (zum Operationsbericht der
Chirurgischen Klinik am Spital C._ vom 8. Februar 2014 siehe act. G 9.36 im
Verfahren KV-Z 2016/6) bescheinigten die behandelnden medizinischen Fachpersonen
der Chirurgischen Klinik am Spital C._ bis 7. Februar 2014 eine 100%ige
Arbeitsunfähigkeit (Austrittsbericht vom 11. Februar 2014, act. G 9.36 im Verfahren KV-
Z 2016/6). In damit zu vereinbarender Weise berichtete Dr. D._ am 2. Mai 2014, B._
habe sich von der Cholezystektomie gut erholt und sei am 10. Februar 2014 wieder an
ihrem Arbeitsplatz erschienen. Anlässlich der Konsultation vom 21. Februar 2014
wurden keine Befunde beschrieben, die im Zusammenhang mit der Cholezystektomie
bzw. der Cholezystitis standen (act. G 9.40 im Verfahren KV-Z 2016/6). Auch der
Vertrauensarzt der Beklagten, Dr. med. F._, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin,
vertrat in der Stellungnahme vom 6. Mai 2014 die Auffassung, dass die Folgen der
Cholezystektomie zu keiner Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit mehr führten. Eine
Arbeitsunfähigkeit habe maximal bis 4 Wochen nach der Operation bestanden (act.
G 9.42 im Verfahren KV-Z 2016/6). Gestützt auf die dargestellte medizinische
Aktenlage ist davon auszugehen, dass die Cholezsystektomie im strittigen Zeitraum
keine Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit mehr begründete.
3.3.2 Betreffend die Folgen des nach der Koloskopie vom 24. September 2014
aufgetretenen Postpolypektomiesyndroms führten die an der Abteilung Innere Medizin
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am Kantonsspital H._ behandelnden medizinischen Fachpersonen aus, dass B._
"bereits am 26.09.2014 beschwerdefrei in die häusliche Umgebung [habe] entlassen
werden" können (siehe hierzu den Austrittsbericht vom 26. September 2014, act.
G 9.46 im Verfahren KV-Z 2016/6). Dr. D._ hielt anlässlich der Konsultation vom
30. September 2014 fest, es sei B._ gut gegangen. "AZ gut DG normal". Die am
28. Oktober 2014 bescheinigte 100%ige Arbeitsunfähigkeit charakterisierte er
ausdrücklich bloss noch als "arbeitsplatzspezifisch" (act. G 1, Beilage 44b, S. 6, im
Verfahren KV-Z 2017/9) und führte sie demnach offensichtlich nicht mehr auf ein
somatisches Leiden zurück. Erst am 14. November 2014 beschrieb er ab 9. November
2011 somatische Probleme ("unwohlsein, vd. auf HWI, Bauchschmerzen";
Verschlechterung des Allgemeinzustands; act. G 1, Beilage 44b, S. 7, im Verfahren KV-
Z 2017/9). Dr. I._ stellte kurz zuvor anlässlich der Konsultation vom 11. November
2014 eine Divertikulitis mit erhöhtem Entzündungswert CRP fest (act. G 1, Beilage 48c,
im Verfahren KV-Z 2017/9). Bereits am 22. November 2014 notierte Dr. D._ einen
deutlich verbesserten Gesundheitszustand (deutlich besser, "alles vorbei"). In mit
diesen echtzeitlichen Feststellungen nicht zu vereinbarender Weise bescheinigte Dr.
D._ am 5. Dezember 2014 dann aber rückwirkend eine vom 24. September bis
"sicher" 30. November 2014 durchgehende vollständige Arbeitsunfähigkeit. Nach einer
Koloskopie sei es zu Komplikationen gekommen, weswegen B._ vom 24. bis
26. September 2016 im Kantonsspital H._ hospitalisiert gewesen sei. Nach dem
Austritt habe sie weiterhin an unklaren Unterbauchschmerzen gelitten und es habe sich
gezeigt, dass eine Nierenbeckenentzündung wahrscheinlich Ursache dieser
Beschwerden gewesen sei. Es habe eine längere antibiotische Kur durchgeführt
werden müssen, weil initial ein nicht wirksames Antibiotikum abgegeben worden sei.
Der Keim, der isoliert worden sei, sei ein sogenannter Spitalkeim gewesen, was die
Therapieresistenz erkläre (act. G 9.48 im Verfahren KV-Z 2016/6; siehe auch die
Ausführungen von Dr. D._ vom 2. Dezember 2014 in act. G 1, Beilage 44b, S. 8, im
Verfahren KV-Z 2017/9). Angesichts der echtzeitlich festgehaltenen medizinischen
Angaben und Befunde ist jedenfalls davon auszugehen, dass im Zeitraum vom
24. September bis 30. November 2014 keine durchgehende bzw. keine insgesamt 30-
tägige somatisch begründete Arbeitsunfähigkeit bestand. Die von Dr. D._ erst im
Nachhinein mit den früheren Akten - insbesondere mit seinen eigenen echtzeitlichen
Angaben - nicht zu vereinbarende Bescheinigung einer durchgehenden
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Arbeitsunfähigkeit ist nicht nachvollziehbar. Auch die Eindeutigkeit, mit der er sich
dabei ausdrückt ("sicher"), weckt Zweifel an seiner nachträglichen
Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, gibt er damit doch eine Sicherheit vor, die es in
solchen Belangen von der Natur der Sache her nicht geben kann (vgl. Urteil des
Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: Sozialrechtliche
Abteilungen des Bundesgerichts] vom 9. August 2006, I 391/06, E. 3.2.2). Wie die
Beklagte zutreffend ausführt, ist die in der Police vereinbarte Wartefrist von 30 Tagen
(siehe hierzu vorstehende E. 2.6.1) selbst dann nicht erfüllt worden, wenn die
Arbeitsunfähigkeiten im Zeitraum von September und November 2014 addiert würden
(act. G 27, Rz 3, im Verfahren KV-Z 2017/9). Unter diesen Umständen kann
offenbleiben, ob B._ in diesem Zeitraum überhaupt noch in einem
leistungsbegründenden Arbeitsverhältnis mit der Klägerin stand, was die Beklagte
bestreitet (act. G 27, Rz 2, im Verfahren KV-Z 2017/9).
3.4 Die Frage, ob eine dauerhafte Wiederaufnahme der Tätigkeit am bisherigen
Arbeitsplatz aus krankheitsfremden arbeitsmässigen oder psychosozialen
Gesichtspunkten B._ nicht mehr zumutbar gewesen ist, bildet nicht Gegenstand des
vorliegenden Streits. Nicht Zweck einer Krankentaggeldversicherung ist es,
Arbeitsausfälle zu entschädigen, die nicht auf ein versichertes Risiko (siehe hierzu
vorstehende E. 2.6.1), sondern ausschliesslich auf nicht (mehr) krankheitswertige
Folgen begründende Arbeitsplatzkonflikte oder von den Versicherten empfundene
Kränkungen zurückzuführen sind. Die Klägerin bestreitet, dass die Krankschreibungen
im Zusammenhang mit einem Arbeitsplatzkonflikt erfolgt seien, und beantragt, "sollte
das Gericht Feststellungen zum Arbeitsverhältnis, zum Konflikt zwischen Schulleitung
und Schulrat für relevant erachten", sei ihr Frist zur detaillierten Stellungnahme
anzusetzen (act. G 9, Rz 3, im Verfahren KV-Z 2017/9). Wie aus den vorstehenden
E. 3.2.1 f. hervorgeht, fühlte sich B._ durch die Situation am Arbeitsplatz sehr
belastet. Sie empfand diese als konfliktträchtig und fühlte sich gekränkt (vgl. auch die
Einschätzung von B._ selbst, besonders deutlich in act. G 1, Beilage 44b, im
Verfahren KV-Z 2017/9, wiedergegeben im Eintrag vom 22. November 2014, S. 8
Mitte). Das tatsächliche Ausmass des Arbeitsplatzkonflikts - sofern denn überhaupt
erhebbar - spielt für die vorliegende Beurteilung keine Rolle. Denn jedenfalls ist ein
eigenständiger medizinischer psychischer und somatischer Gesundheitsschaden
spätestens ab 1. April 2014 nicht (mehr) im leistungsbegründenden Ausmass dargetan.
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Deshalb erübrigen sich Ausführungen zur von der Klägerin in der Eingabe vom
28. März 2019 dargelegten Sichtweise (siehe hierzu act. G 21 im Verfahren KV-Z
2017/9).
3.5 Nach dem Gesagten ist spätestens per 1. April 2014 eine durch einen
Gesundheitsschaden bedingte Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit nicht mehr in
einem leistungsbegründenden Ausmass dargetan. Gesundheitsschäden standen damit
einer Arbeitsaufnahme am bisherigen Arbeitsplatz ab 1. April 2014 nicht (mehr)
entgegen. Nachdem für B._ bereits im Februar 2014 klar war, dass sie nicht an ihren
bisherigen Arbeitsplatz zurückkehren würde (siehe die Angaben in act. G 1, Beilage
44b, S. 2, Einträge vom 10. und 21. Februar 2014, im Verfahren KV-Z 2017/9: "wird
sicher mal kündigen", "muss sich anders orientieren") und sie sich bereits (spätestens)
anfangs April 2014 aktiv im Bewerbungsprozess befand (act. G 1, Beilage 44b, S. 3,
Eintrag vom 8. April 2014, im Verfahren KV-Z 2017/9: "schon beworben in [...]"), war ihr
ein Stellenwechsel im Übrigen spätestens im April 2014 zumutbar. Die im Zeitraum von
September bis November 2014 aufgetretenen somatischen Leiden begründeten keine
die Wartefrist erfüllende Arbeitsunfähigkeit. Jedenfalls ist eine taggeldbegründende
Arbeitsunfähigkeit ab 1. April 2014 nicht rechtsgenüglich erstellt. Die Folgen dieser
Beweislosigkeit hätte B._ bzw. hat die Klägerin zu tragen. Von weiteren Abklärungen
können in antizipierender Beweiswürdigung keine zusätzlichen entscheidwesentlichen
Erkenntnisse mehr erwartet werden, nachdem sowohl die psychische wie auch die
somatische Symptomatik offenbar auch nach der Sichtweise der Klägerin spätestens
per 31. Dezember 2014 abgeklungen waren (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom
16. Februar 2017, 4A_445/2016, E. 4.3).
4.
4.1 Nach dem Gesagten ist die Klage vollumfänglich abzuweisen.
4.2 Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 114 lit. e ZPO).
4.3 Die unterliegende Klägerin hat ausgangsgemäss keinen Anspruch auf eine
Parteientschädigung (Art. 106 Abs. 1 ZPO).
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4.4 Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts hat im Bereich der
Zusatzversicherungen zur sozialen Krankenversicherung der obsiegende
Versicherungsträger Anspruch auf eine Parteientschädigung, falls er durch einen
externen Anwalt vertreten ist (Urteil des Bundesgerichts vom 17. November 2010,
4A_194/2010, E. 2.2.1, nicht publiziert in: BGE 137 III 47; Urteil des Bundesgerichts
vom 9. Januar 2001, 5C.244/2000, E. 5 mit Hinweisen). Dies ist vorliegend nicht der
Fall, weshalb die Beklagte keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung hat.