Decision ID: cc1bff0e-e3f5-4a37-8df2-80b8ceb32e72
Year: 2017
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ meldete sich am 13./21. Juni 2002 wegen einer am 19. April 2002 erlittenen
Paraplegie (vgl. IV-act. 14) zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an (IV-
act. 10). Die Suva teilte der Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle des Kantons St. Gallen
am 26. August 2004 (IV-act. 53-6) mit, sie werde dem Versicherten ab 1. August 2004
eine Hilflosenentschädigung nach UVG ausrichten, weil für die Hilflosigkeit einzig sie
betreffende Unfallfolgen verantwortlich seien (vgl. auch UV-Verfügung vom 27. August
2004, IV-act. 53-1 ff.).
A.b Die IV-Fachberatung stellte am 8. September 2004 fest, dass der Versicherte im
November 2002 aus der Spitalpflege entlassen worden sei, hielt dafür, es habe ein
weitgehend stabilisierter, im Wesentlichen irreversibler Gesundheitsschaden
bestanden, und konnte sich nicht erklären, weshalb eine UV-Hilflosenentschädigung
erst ab August 2004 ausgerichtet werde. Die IV könne von November 2002 bis 31. Juli
2004 eine Entschädigung für Hilflosigkeit leichten Grades zusprechen. Ab 1. August
2004 sei die Unfallversicherung zuständig (IV-act. 55). Die Sozialversicherungsanstalt/
IV-Stelle des Kantons St. Gallen teilte dem Amt für AHV und IV (später
Sozialversicherungszentrum) des Kantons B._ als für die Leistungsberechnung
zuständiger Ausgleichskasse daraufhin am 20. November 2004 (IV-act. 63)
entsprechend mit, es sei eine leichte Hilflosigkeit festgestellt worden und der Anspruch
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mache ab 1. November 2002 den einfachen und ab 1. Januar 2004 [zufolge der in der
4. IVG-Revision vorgesehenen Verdoppelung] den zweifachen Betrag aus. Als
Bemerkung fügte sie an, die Entschädigung müsse auf den 31. Juli 2004 wegen der
Zuständigkeit der Suva eingestellt werden. Mit Verfügung vom 21. Dezember 2004 (IV-
act. 66, in der Form zweier getrennter Verfügungen; ausgefertigt wohl durch die
zuständige Ausgleichskasse) sprach sie dem Versicherten hernach für die Zeit ab 1.
November 2002 unbefristet eine Hilflosenentschädigung zu (betragsmässig war der
Anspruch ab 1. Januar 2003 und wie erwähnt ab 1. Januar 2004 erhöht). Es wurde auf
der Verfügung (auf IV-act. 66-3) vermerkt, die Nachzahlung für die Monate Januar 2004
bis November 2004 sei auf das Konto des Versicherten überwiesen worden. Betreffend
die Ermittlung des Schweregrades der Hilflosigkeit werde auf die Beilage verwiesen. In
dieser Beilage, dem Verfügungsteil 2 (IV-act. 66-5 f.), wurde als Verfügungsdispositiv
unter anderem festgehalten, per 1. August 2004 werde die Leistung eingestellt, weil die
Suva in Zukunft zuständig sei.
A.c Am 28. Dezember 2004 (IV-act. 67 ff.) gab die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle
des Kantons St. Gallen bekannt, dass sie die Ausrichtung einer Rente ab November
2002 beschlossen habe. Die entsprechende Verfügung erging am 21. Februar 2005 (IV-
act. 70). - Zwischenzeitlich hatte die Suva der Ausgleichskasse des Kantons B._ eine
Kopie ihrer Verfügung vom 10. Februar 2005 (AK-act. 7-3 ff.) zugestellt, wonach sie (die
Unfallversicherung) beim UV-Taggeld des Versicherten eine Kürzung vornehme. Die
vorgesehene IV-Invalidenrente würde andernfalls zusammen mit den Leistungen
anderer Sozialversicherungen und dem UV-Taggeld zu einer Überentschädigung
führen. In der Verfügung war von den Rentenleistungen geschrieben worden, in der
Liste der Leistungen war auch die Hilflosenentschädigung erwähnt.
A.d In einer Telefonnotiz des Amtes für AHV und IV/Ausgleichskasse des Kantons
B._ (AK-act. 10) vom Februar 2006 wurde festgehalten, die Schwester des
Versicherten habe für ihn um eine Steuerbestätigung der Leistungen einschliesslich der
Hilflosenentschädigung für das Jahr 2005 ersucht (Nachzahlung im Jahr 2005). Das
Amt stellte dem Versicherten eine entsprechende Bescheinigung am 21. Februar 2006
zu (AK-act. 11).
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A.e Später beschäftigte sich die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle des Kantons St.
Gallen mit Gesuchen des Versicherten um Hilfsmittel und um medizinische
Massnahmen. Am 11. September 2008 (IV-act. 89) eröffnete sie ein
Rentenrevisionsverfahren von Amtes wegen (mit dem betreffenden Formular, das auch
Fragen zur Hilflosigkeit enthält). Es wurde dabei keine Veränderung festgestellt (vgl. IV-
act. 94).
A.f Am 1. November 2013 füllte der Versicherte einen Fragebogen "Revision der
Invalidenrente/Hilflosenentschädigung" aus, worin er eine Verschlechterung des
Gesundheitszustands geltend machte (IV-act. 110). Nach Einholen von Arztberichten
teilte die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle dem Versicherten am 7. Februar 2014 (IV-
act. 116) mit, die Überprüfung des Invaliditätsgrads habe keine Änderung ergeben; es
bestehe weiterhin Anspruch auf die Invalidenrente wie bisher. Angezeigte Massnahmen
zur Wiedereingliederung könnten jederzeit durchgeführt werden.
A.g Ebenfalls am 7. Februar 2014 erkundigte sich die Sozialversicherungsanstalt/IV-
Stelle des Kantons St. Gallen beim Sozialversicherungszentrum B._ gemäss
Telefonnotiz (AK-act. 30), ob immer noch eine Hilflosenentschädigung ausbezahlt
werde. Gemäss Beschluss vom November 2004 hätte diese lediglich befristet
ausgerichtet und auf 31. Juli 2004 eingestellt werden müssen. Der betreffende
Sachbearbeiter der Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle werde bei der Suva abklären,
ob diese immer bezahlt habe, und werde sich wieder melden. Gleichentags (7. Februar
2014, AK-act. 31-2; in den IV-Akten fehlend) teilte die Sozialversicherungsanstalt/IV-
Stelle des Kantons St. Gallen dem Sozialversicherungszentrum B._ schriftlich mit, im
Zug einer Rentenrevision sei bemerkt worden, dass weiterhin eine
Hilflosenentschädigung der IV entrichtet werde, während gemäss dem Beschluss von
November 2004 Anspruch nur für eine begrenzte Zeit bestanden hätte. Nach
Rücksprache mit der Suva werde von dieser Versicherung seit August 2004 eine
Hilflosenentschädigung ausgerichtet. Es sei (durch das Sozialversicherungszentrum
B._) zu prüfen, ob allenfalls Leistungsanpassungen oder gar Rückforderungen zu
tätigen seien.
A.h Das Sozialversicherungszentrum B._ (Ausgleichskasse/IV-Stelle) teilte der
Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle des Kantons St. Gallen am 11. April 2014 (IV-act.
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118) mit, mit Verfügung vom 27. März 2014 (sogleich unten) seien
Hilflosenentschädigungen vom Versicherten zurückgefordert worden. Am 4. April 2014
sei durch Fax ein Erlassgesuch des Versicherten, gerichtet an die IV-Stelle des Kantons
St. Gallen, bei ihm (dem Zentrum) eingegangen. Weder die Rückforderungsverfügung
noch das Erlassgesuch seien offenbar bei der Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle des
Kantons St. Gallen bekannt. Sie stelle daher eine Kopie der Verfügung zu und leite das
Erlassgesuch zuständigkeitshalber weiter. - Am 27. März 2014 (IV-act. 118-4 f.) war
eine - durch das Sozialversicherungszentrum B._ als Ausgleichskasse ausgefertigte
und versandte - Verfügung der Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle ergangen, mit
welcher sie vom Versicherten die Hilflosenentschädigungen zurückforderte, welche ab
1. März 2009 ausbezahlt worden sind, insgesamt Fr. 28'188.--. Seit 1. August 2004
seien die Entschädigungen zu Unrecht ausgerichtet worden; die Ausrichtung hätte auf
den 31. Juli 2004 hin eingestellt werden müssen. - Der Versicherte hatte unter Adresse
an die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle des Kantons St. Gallen am 4. April 2014 (IV-
act. 118-3, ununterzeichnet) geschrieben, der Fehler der Auszahlung habe bei der
Ausgleichskasse gelegen. Er habe nicht gewusst, dass er nur bis 31. Juli 2004
Anspruch gehabt habe. Er habe die Hilflosenentschädigung deshalb in gutem Glauben
bezogen. Die Rückzahlung bedeute für ihn ausserdem eine grosse finanzielle Härte. Er
ersuche, das Erlassgesuch gutzuheissen und auf die Rückforderung zu verzichten.
A.i Die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle des Kantons St. Gallen ersuchte den
Versicherten am 17. April 2014 (IV-act. 119) um Ergänzung des noch nicht
formkorrekten Gesuchs (durch zwei Unterschriften), damit der Rechts- und
Einsprachedienst des Sozialversicherungszentrums B._ die nötigen Abklärungen zum
Erlassgesuch erledigen könne. Am 19. April 2014 reichte der Versicherte die
Unterschrift (des Schreibens und der Datumsbestätigung) wiederum per Fax und
wiederum beim Sozialversicherungszentrum B._ ein (IV-act. 120). - Die
Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle des Kantons St. Gallen ersuchte dieses am 25.
April 2014 (IV-act. 121) um Abklärungen und Stellungnahme zum Erlassgesuch.
A.j Nachdem es am 6. Juni 2014 (IV-act. 123) vom Versicherten diverse Belege zu den
finanziellen Verhältnissen verlangt hatte, stellte das Sozialversicherungszentrum B._
ihm am 18. August 2014 (IV-act. 126) in Aussicht, dass das Erlassgesuch abgewiesen
werde, weil es am guten Glauben fehle.
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A.k Die am 2. September 2014 beauftragte Rechtsvertreterin (vgl. act. 127-2, 128)
erhob für den Versicherten am 5. September 2014 (IV-act. 130-2 f.) vorsorglich
Einwand beim Sozialversicherungszentrum B._. Der vorgesehene Entscheid vom 18.
August 2014 sei aufzuheben und das Erlassgesuch sei gutzuheissen. In ihrer
Ergänzung vom 16. September 2014 (IV-act. 130-3 ff.) ersuchte sie, das Schreiben vom
4. April 2014 im Sinn einer Beschwerde gegen die Rückforderungsverfügung vom 27.
März 2014 dem Versicherungsgericht weiterzuleiten. Die Rückforderungsverfügung sei
wegen Verletzung des rechtlichen Gehörs aufzuheben, ausserdem aber auch, weil die
Rückforderung angesichts des bereits seit 2004 bekannten Rückforderungsanspruchs
verwirkt sei. Der Versicherte habe zudem in entschuldbarer Weise kein
Unrechtsbewusstsein gehabt, denn als Laie habe er annehmen dürfen, dass der Teil
"Verfügung" relevanter sei als die Beilage.
B.
Mit Schreiben vom 23. September 2014 hat das Sozialversicherungszentrum B._
dem Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen zuständigkeitshalber die Eingabe
vom 4. April 2014 zur Behandlung als Beschwerde überwiesen.
C.
In ihrer Beschwerdeantwort vom 17. November 2014 beantragt die
Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Die Faxeingabe vom 4. April
2014 könne zusammen mit der Einwandbegründung der Rechtsvertreterin vom 16.
September 2014 als Beschwerde entgegengenommen werden. Es könne davon
ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführer trotz der Berufung auf eine
Verletzung des rechtlichen Gehörs bei Erlass der Verfügung - wie sie (die
Beschwerdegegnerin) selber - an einer Beurteilung der Rückforderungsverfügung
interessiert sei, während eine Rückweisung einen verfahrensmässigen Leerlauf
bedeuten würde. Fristauslösend für die relative Verwirkungsfrist sei nicht das
erstmalige unrichtige Handeln des Durchführungsorgans, sondern der Tag, an dem die
Verwaltung sich später über den Fehler hätte Rechenschaft geben und die
Voraussetzungen einer Rückforderung erkennen müssen. Der Fehler sei frühestens im
Dezember 2004 bei dem als Einheit zu betrachtenden Vorgang des Erlasses der
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Verfügung geschehen. Vor der Rentenrevision von 2014 habe es keinen Anlass
gegeben, die Hilflosenentschädigungsansprüche zu prüfen. Das gelte namentlich auch
in Bezug auf den Umstand des Zusendens eines Beleges für die Steuererklärung durch
die Ausgleichskasse (AK-act. 11), sei es doch für die Bestätigung der laufenden
Zahlungen nicht erforderlich gewesen, die ursprünglichen Beschlüsse zu kontrollieren.
Die Rückforderungsverfügung sei daher rechtmässig. Sollte das Gericht auch den
Erlass prüfen wollen, verweise sie auf die Begründung des "Vorbescheids" des
Sozialversicherungszentrums B._ vom 18. August 2014.
D.
Mit Replik vom 16. Februar 2015 beantragt Rechtsanwältin Sarah-Maria Kaisser,
MLaw, für den Beschwerdeführer, es sei festzustellen, dass die Verfügung vom 27.
März 2014 nichtig sei, eventualiter sei die Verfügung aufzuheben. Die schwere
Verletzung des rechtlichen Gehörs sei einer Heilung nicht zugänglich. Für den
Beschwerdeführer wäre die Anhörung von erheblichem persönlichem Interesse
gewesen, da er gegebenenfalls zusätzlich entlastende Gründe hätte vorbringen
können. Die Sache sei zurückzuweisen; das sei kein Leerlauf. Unter
invalidenversicherungsrechtlichem Gesichtspunkt seien eine rückwirkende Korrektur
einer Leistungszusprache und eine Rückforderung nur bei schuldhafter
Meldepflichtverletzung möglich. Dürfe die versicherte Person davon ausgehen, der
Leistungsbezug erfolge rechtmässig, etwa, wenn die Leistung trotz Meldung weiterhin
ausgerichtet werde, gebiete auch der Vertrauensschutz, auf eine Rückforderung zu
verzichten. Der Beschwerdeführer habe der Suva gegenüber stets alle Angaben
gemacht. In den Revisionsfragebogen habe er ausserdem stets Auskunft über seine
Hilflosigkeit gegeben. Die Beschwerdegegnerin habe sich im Rahmen der Revisionen
stets Angaben zur Hilflosigkeit geben lassen, also sei ohne weiteres anzunehmen, dass
sie den Anspruch geprüft habe. Dass sie dabei nicht auf den doppelten Bezug
aufmerksam geworden sei, sei ihrer Nachlässigkeit zuzuschreiben. Spätestens im Jahr
2008 hätte sie Kenntnis von Rückforderungsansprüchen haben können und habe die
Verwirkungsfrist zu laufen begonnen. Der Beschwerdeführer hingegen habe aufgrund
des Fortsetzens der Zahlung jedenfalls davon ausgehen dürfen, dass der
Leistungsbezug rechtmässig erfolgt sei. Die Beschwerdegegnerin und die
Ausgleichskasse hätten stets Kenntnis davon gehabt, dass die Suva
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Leistungserbringerin sei. Ein arglistiges oder grobfahrlässiges Verhalten könne dem
Beschwerdeführer zudem nicht vorgeworfen werden, zumal er der
Beschwerdegegnerin gegenüber stets alle Angaben betreffend die Suva gemacht habe.
Sollte die Verfügung nicht aufgehoben werden, sei das Erlassgesuch hinsichtlich der
Voraussetzung des guten Glaubens gutzuheissen und sei die - ebenfalls erfüllte -
Voraussetzung der grossen Härte zu prüfen. Dem Beschwerdeführer sei eine
Parteientschädigung von Fr. 5'010.-- (Honorar Fr. 4'341.60, Barauslagen Fr. 297.30,
MWSt Fr. 371.10) zuzu-sprechen.
E.
In ihrer Duplik vom 2. März 2015 weist die Beschwerdegegnerin darauf hin, dass eine
rückwirkende Korrektur der Leistungszusprache möglich gewesen sei, da der Fehler
nach korrekt festgestelltem IV-rechtlichem Anspruch bei der verfügungsmässigen
Umsetzung, also in einem AHV-analogen Gesichtspunkt, geschehen sei.

Erwägungen
1.
1.1 Wie die Parteien übereinstimmend annehmen, kann das durch Telefax vom 4. April
2014 und 19. April 2014 dem Sozialversicherungszentrum B._ eingereichte und von
diesem zuständigkeitshalber dem hiesigen Gericht überwiesene Schreiben (angesichts
der ursprünglich ungenügenden Auslegung als blosses Erlassgesuch, des Unterlassens
eines entsprechenden Hinweises an den Betroffenen und der formgerechten Eingabe
der Rechtsvertreterin vom 16. September 2014) als Beschwerde gegen die Verfügung
vom 27. März 2014 betrachtet werden, auf welche eingetreten werden kann. In der
Schilderung, der Fehler der Auszahlung habe bei der Ausgleichskasse gelegen, kann
der Einwand gesehen werden, dass eine Rückforderung mangels eigenen
Verschuldens (unabhängig von der Frage des gutgläubigen Bezugs im Hinblick auf
ihren allfälligen Erlass) zu unterbleiben habe (vgl. hierzu eine entsprechende Auslegung
in Bundesgerichtsentscheid vom 2. Juli 2015, 9C_466/2014 E. 4.2).
1.2 Mit der im Streit liegenden Verfügung vom 27. März 2014 hat die
Beschwerdegegnerin die für die Zeit vom 1. März 2009 bis 31. März 2014
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ausgerichteten Hilflosenentschädigungen vom Beschwerdeführer zurückgefordert.
Implizit hat sie in der Verfügung als Grundlage hierfür eine Wiedererwägung (vgl. Art. 53
Abs. 2 ATSG) der Verfügung vom 21. Dezember 2004 vorgenommen, da jene
Leistungszusprache offensichtlich irrtümlich nicht befristet worden war. - Die
Erlassfrage bildet dagegen nicht Streitgegenstand. Sie ist erst zu prüfen, wenn die
Rechtsbeständigkeit der Rückforderung feststeht (vgl. Bundesgerichtsentscheid
9C_466/2014). Hierüber liegt denn auch noch kein Anfechtungsgegenstand vor.
2.
2.1 Der Beschwerdeführer lässt zunächst eine schwere Verletzung seines Anspruchs
auf rechtliches Gehör geltend machen, die nicht geheilt werden könne.
Unbestrittenermassen erging die angefochtene Wiedererwägungs- und
Rückforderungsverfügung ohne vorherigen Vorbescheid und das rechtliche Gehör
wurde auch nicht auf andere Weise gewährt.
2.2 Gemäss Art. 57a Abs. 1 IVG teilt die IV-Stelle der versicherten Person den
vorgesehenen Endentscheid über ein Leistungsbegehren oder den Entzug oder die
Herabsetzung einer bisher gewährten Leistung mittels Vorbescheid mit (Satz 1). Nach
der Verordnung (Art. 73bis Abs. 1 IVV) bilden Gegenstand des Vorbescheids zwar nur
die Fragen, die in den Aufgabenbereich der IV-Stellen nach Art. 57 Abs. 1 lit. c bis f IVG
fallen, die AHV-analogen Fragen aus dem der Ausgleichskasse obliegenden
Aufgabenbereich - wie die Festsetzung der Hilflosenentschädigungen (Art. 63 Abs. 1 lit.
b AHVG) - dagegen nicht. Eine Beschränkung der Vorbescheidsbedürftigkeit des
Inhalts einer Verfügung auf die "IV-spezifischen" Elemente widerspricht dem klaren
Wortlaut des Art. 57a Abs. 1 IVG (so der Entscheid des Versicherungsgerichts des
Kantons St. Gallen vom 12. Februar 2008, IV 2006/205, unter Hinweis auf den
Entscheid i/S K. vom 4. Oktober 2007, IV 2007/90). Die Bedeutung dieser Feststellung
kann indessen dahingestellt bleiben. Denn das Bundesgericht hat in BGE 134 V 97 für
den Fall der Herabsetzung einer Rente jedenfalls festgehalten, dass vor Erlass einer
solchen Verfügung eine vorherige Anhörung (wenn auch nicht durch einen
Vorbescheid) stattzufinden habe, selbst wenn die Herabsetzung auf eine blosse
Berechnungsänderung zurückzuführen ist (allerdings sei eine Heilung denkbar, E. 2.9.2;
vgl. unten E. 2.3). Die versicherte Person hat jedenfalls Anspruch auf rechtliches Gehör
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im Sinn von Art. 42 ATSG (Art. 57a Abs. 1 Satz 2 IVG). Dieser Anspruch dient einerseits
der Sachaufklärung, andererseits stellt er ein persönlichkeitsbezogenes
Mitwirkungsrecht beim Erlass eines Entscheids dar, welcher in die Rechtsstellung einer
Person eingreift. Dazu gehört insbesondere deren Recht, sich vor Erlass eines solchen
Entscheids zur Sache zu äussern, erhebliche Beweise beizubringen, Einsicht in die
Akten zu nehmen, mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden und an der
Erhebung wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum
Beweisergebnis zu äussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen
(BGE 132 V 368 E. 3.1). - Die Beschwerdegegnerin hätte dem Beschwerdeführer
demnach in geeigneter Form das rechtliche Gehör gewähren müssen (vgl. auch den
Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 15. September 2014,
IV 2013/302), bevor sie die angefochtene Verfügung erlassen hat. Indem sie das
unterlassen hat, hat sie seinen Anspruch verletzt.
2.3 Das Recht, angehört zu werden, ist formeller Natur und die Verletzung des
Anspruchs auf rechtliches Gehör führt ungeachtet der Erfolgsaussichten der
Beschwerde in der Sache selbst grundsätzlich zur Aufhebung des angefochtenen
Entscheids (vgl. BGE 132 V 387 E. 5.1). Nach der Rechtsprechung kann jedoch eine -
nicht besonders schwerwiegende - Verletzung des rechtlichen Gehörs ausnahmsweise
als geheilt gelten, wenn die daran interessierte Person die Möglichkeit erhält, sich vor
einer Beschwerdeinstanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt wie auch die
Rechtslage frei überprüfen kann. Von einer Rückweisung der Sache ist zudem selbst
bei einer schwerwiegenden Verletzung des rechtlichen Gehörs abzusehen, wenn und
soweit die Rückweisung zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen
Verzögerungen führen würde, die mit dem (der Anhörung gleichgestellten) Interesse der
betroffenen Partei an einer beförderlichen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren
wären (vgl. Bundesgerichtsentscheid vom 20. Juni 2013, 9C_1/2013; BGE 136 V 117 E.
4.2.2.2). Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers hat den Hauptantrag gestellt, die
angefochtene Verfügung sei nichtig zu erklären, und den Eventualantrag, sie
aufzuheben. In der Begründung hält sie dafür, die Sache sei zur Neuverfügung über die
Rückerstattung nach Gewährung des rechtlichen Gehörs an die Beschwerdegegnerin
zurückzuweisen. Eine Rückweisung zur Durchführung eines Vorbescheidsverfahrens
bzw. der Gewährung des rechtlichen Gehörs würde jedoch entgegen ihrer Auffassung
zu einem blossen formalistischen Leerlauf führen, erginge doch anschliessend mit
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grösster Wahrscheinlichkeit dieselbe Verfügung. Hieran besteht kein schutzwürdiges
Interesse. Von einer Aufhebung der Verfügung aus formellem Grund ist abzusehen und
die Sache inhaltlich auf ihre Rechtmässigkeit hin zu prüfen.
3.
Nach Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger auf formell rechtskräftige
Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos
unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Diese
Voraussetzungen der Wiedererwägung der ursprünglichen Verfügung vom 21.
Dezember 2004, aufgrund derer dem Beschwerdeführer die Hilflosenentschädigungen
unbefristet, namentlich über den Juli 2004 hinaus, zusätzlich zu den
Hilflosenentschädigungen der Unfallversicherung ausgerichtet worden waren, sind
erfüllt. Die vorgesehene Befristung ist irrtümlich übersehen worden. Da sich die
Rückforderung nicht aus einem die invaliditätsmässigen, sondern aus einem AHV-
analoge Anspruchsvoraussetzungen betreffenden Grund (vgl. Art. 85 Abs. 2 IVV e
contrario, BGE 105 V 163 E. 6, BGE 119 V 431 E. 2, vgl. BGE 142 V 259 E. 3.2.1; und
ausserdem nicht aus einer rückwirkenden Anpassung nach Art. 17 ATSG, sondern
einer Wiedererwägung) ergibt, ist die Frage nach einer allfälligen Meldepflichtverletzung
für die Rückerstattungspflicht von vornherein ohne Bedeutung.
4.
4.1 Unrechtmässig bezogene Leistungen sind zurückzuerstatten (Art. 25 Abs. 1 ATSG).
4.2 Versicherte mit Wohnsitz und gewöhnlichem Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der
Schweiz, die
hilflos (Art. 9 ATSG) sind, haben nach Art. 42 Abs. 1 Satz 1 IVG Anspruch auf eine IV-
Hilflosenentschädigung. Gemäss Art. 66 Abs. 3 ATSG werden
Hilflosenentschädigungen nach den Bestimmungen des jeweiligen Einzelgesetzes und
in nachstehender Reihenfolge ausschliesslich gewährt: a. von der Militärversicherung
oder der Unfallversicherung; b. von der Invalidenversicherung oder der Alters- und
Hinterlassenenversicherung. - Insofern ein Koordinationsfall vorliegt, d.h. soweit die
betroffenen Versicherungen beider Stufen für die Folgen ein und desselben
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Gesundheitsschadens grundsätzlich gleichermassen leistungspflichtig sind (es sich um
kongruente Leistungen handelt), ist ein Anspruch gegenüber dem im zweiten Rang
genannten Zweig ausgeschlossen, wenn der prioritäre Zweig die
Hilflosenentschädigung erbringt (absolute Prioritätenordnung, vgl. U. Kieser, ATSG-
Kommentar, 3. A. 2015, N 33 f. zu Art. 66 ATSG).
4.3 Die für die Zeit ab 1. August 2004 ausgerichteten IV-Hilflosenentschädigungen
wurden vom Beschwerdeführer zu Unrecht bezogen, da die Hilflosigkeit ausschliesslich
auf den Unfall zurückgeht und die Unfallversicherung dem Beschwerdeführer
(gleichzeitig mit der IV-Hilflosenentschädigung) die Hilflosenentschädigungen
ausrichtete.
5.
5.1 Nach dem Rechtsstandpunkt des Beschwerdeführers ist der
Rückforderungsanspruch der Beschwerdegegnerin verwirkt. Schon 2004, spätestens
aber im Jahr 2008 habe sie die erforderliche Kenntnis von ihrem entsprechenden
Anspruch gehabt.
5.1.1 Der Rückforderungsanspruch erlischt mit dem Ablauf eines Jahres, nachdem
die Versicherungseinrichtung davon Kenntnis erhalten hat, spätestens aber mit dem
Ablauf von fünf Jahren nach der Entrichtung der einzelnen Leistung. Wird der
Rückerstattungsanspruch aus einer strafbaren Handlung hergeleitet, für welche das
Strafrecht eine längere Verjährungsfrist vorsieht, so ist diese Frist massgebend (Art. 25
Abs. 2 ATSG).
5.1.2 In Bezug auf Leistungen, welche nicht länger als ein Jahr vor Erlass der
Rückforderungsverfügung (unrechtmässig) ausgerichtet wurden, entsteht der
Rückforderungsanspruch nach der Rechtsprechung erst mit der jeweiligen Zahlung
(vgl. Bundesgerichtsentscheid vom 19. Februar 2010, 9C_482/2009 E. 3.3.3). Eine
frühere Kenntnis der fehlerhaften Leistungsausrichtung ist diesbezüglich von
vornherein nicht relevant. Eine Verwirkung der Rückforderung fällt deshalb vorliegend
einzig für die vor dem 27. März 2013 erfolgten Zahlungen, das heisst höchstens für
jene für die Monate März 2009 bis März 2013, in Betracht.
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5.1.3 Mit Bezug auf den Beginn der einjährigen Verwirkungsfrist ist im Weiteren, wie
die Beschwerdegegnerin zutreffend erklärt hat, nicht das erstmalige unrichtige Handeln
der Amtsstelle massgebend. Vielmehr ist auf jenen Tag abzustellen, an dem sich die
Verwaltung später - beispielsweise anlässlich einer Rechnungskontrolle - unter
Anwendung der ihr zumutbaren Aufmerksamkeit über ihren Fehler hätte Rechenschaft
geben müssen (vgl. Bundesgerichtsentscheid 9C_482/2009 E. 3.3.2, BGE 124 V 382 f.
E. 1, BGE 110 V 304). Nach der Rechtsprechung ist unter der Wendung "nachdem die
Versicherungseinrichtung davon Kenntnis erhalten hat" der Zeitpunkt zu verstehen, in
dem die Verwaltung bei Beachtung der ihr zumutbaren Aufmerksamkeit hätte erkennen
müssen, dass die Voraussetzungen für eine Rückerstattung bestehen, oder mit andern
Worten, in welchem sich der Versicherungsträger hätte Rechenschaft geben müssen
über Grundsatz, Ausmass und Adressat des Rückforderungsanspruchs (BGE 139 V 6
E. 4.1). Ergibt sich aus den vorhandenen Akten bereits die Unrechtmässigkeit der
Leistungserbringung, beginnt die einjährige Frist, ohne dass Zeit für eine weitere
Abklärung zugestanden würde (vgl. Bundesgerichtsentscheid vom 30. Juli 2007, K
70/2006 E. 5.1, mit Hinweisen, u.a. auf BGE 128 V 10 E. 5a S. 12 f., BGE 112 V 180 E.
4b S. 182 und den Bundesgerichtsentscheid vom 19. Oktober 2000, I 609/98). Ist für
die Leistungsfestsetzung das Zusammenwirken mehrerer Behörden notwendig, genügt
es, dass die nach der Rechtsprechung erforderliche Kenntnis bei einer der zuständigen
Verwaltungsstellen vorhanden ist (BGE 119 V 433 E. 3a).
5.2 Alle Kenntnisse der Beschwerdegegnerin und der Ausgleichskasse des Kantons
B._ bis und mit dem Zeitpunkt des Erlasses der ursprünglichen, fehlerhaften
Verfügung vom 21. Dezember 2004 taugen nach dem Dargelegten nicht als Auslöser
für einen Beginn der relativen Verwirkungsfrist.
5.3 Dieselbe Rechtsfolge (keine Auslösung der relativen Verwirkungsfrist) gilt auch im
Zusammenhang mit dem Eingang der Kopie der Suva-Verfügung vom 10. Februar 2005
beim Amt für AHV und IV des Kantons B._/Ausgleichskasse: Die Zustellung dieser
Verfügungskopie stand im Zusammenhang mit dem Beschluss der IV über die
Zusprache einer Invalidenrente und der Erstellung der entsprechenden IV-
Rentenverfügung mit Verrechnung. Die Unfallversicherung hatte dort in der Folge der
durch die IV-Rentenzusprache bewirkten Überentschädigung offenbar eine
Taggeldkürzung angeordnet, eine UV-Komplementärrente festgesetzt und eine mit
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Nachzahlung der zugesprochenen IV-Invalidenrente zur Verrechnung zu stellende UV-
Rückforderung festgesetzt. In einer tabellarischen Zusammenstellung hatte unter dem
Titel der "Rentenleistungen der Suva" unter anderem zwar auch die
Hilflosenentschädigung der Unfallversicherung figuriert. Es ist aber davon auszugehen,
dass die Mitteilung über diese UV-Verfügung für die Invalidenversicherung nur im
Zusammenhang mit der bei ihr beantragten Verrechnung (als Beleg für die UV-
Rückforderung) der IV-Rentennachzahlung von Interesse war und dies ohne Verletzung
der Aufmerksamkeitspflicht auch sein durfte. Es ginge zu weit anzunehmen, der
Zugang dieser Verfügung hätte der Beschwerdegegnerin oder der Ausgleichskasse bei
zumutbarer Aufmerksamkeit Anlass bieten müssen, ihren
Hilflosenentschädigungsbeschluss samt Verfügung und Auszahlung zu kontrollieren
und den Doppelbezug zu bemerken, mit der Folge, dass die relative Verwirkungsfrist
ab jenem Zeitpunkt in Gang gesetzt worden wäre.
5.4 Der Antrag vom 20. Februar 2006, eine Steuerbescheinigung zu erstellen, welche
auch die Nachzahlung der Hilflosenentschädigung im Jahr 2005 berücksichtige, ist
ebenfalls nicht als fristauslösender Umstand zu betrachten, denn es fehlte wiederum
jeglicher Anlass für eine Kontrolle im genannten Sinn.
5.5 Gleiches gilt für den Umstand, dass die Beschwerdegegnerin ein mit der
Zustellung des Formulars "Fragebogen für die Revision der Invalidenrente" am 11.
September 2008 aufgenommenes Revisionsverfahren durchführte. Das
Hauptaugenmerk richtete sich dabei, auch wenn im Formular auch Fragen zur
Hilflosigkeit gestellt werden, auf den Aspekt der Invalidenrente. Die
Beschwerdegegnerin beschränkte die Abklärungen denn auch auf die medizinischen
Grundlagen und bestätigte hernach, dass keine Änderung des Invaliditätsgrads
festgestellt worden sei. Es ist nicht davon auszugehen, dass die Beschwerdegegnerin
bei genügender Sorgfalt damals auf das schliesslich zur Rückforderung der
Hilflosenentschädigung führende Problem hätte aufmerksam werden müssen.
5.6 Anlässlich der Revision von 2014 von Rente und Hilflosenentschädigung
("Fragebogen: Revision der Invalidenrente/Hilflosenentschädigung") schliesslich stiess
die Beschwerdegegnerin zufällig auf die entscheidenden Fragen nach der Koordination
der Hilflosenentschädigung bzw. der unterlassenen Befristung der IV-
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Leistungszusprache und der allfälligen gleichzeitigen Ausrichtung von UV- und IV-
Leistung mit dem Ergebnis einer ungerechtfertigten Doppelzahlung. Aus der Tatsache
der Entdeckung anlässlich dieser Revision kann nicht geschlossen werden, eine
entsprechende Erkenntnis hätte bereits bei der oben erwähnten früheren Revision
zumutbarerweise gefunden werden können oder müssen.
5.7 Die Beschwerdegegnerin klärte am 7. Februar 2014 als nächstes ab und liess
abklären, ob allenfalls zu weitreichende IV-Leistungen ausgerichtet worden seien. Die
Abklärungen nahmen keinen längeren Zeitraum in Anspruch. Danach wurde die
Verwirkungsfrist ausgelöst.
5.8 Indem sie kurz darauf, am 27. März 2014, die Rückforderung verfügte, hat die
Beschwerdegegnerin die einjährige relative Verwirkungsfrist gewahrt.
5.9 Unter dem Aspekt der (absoluten und relativen) Verwirkung ist die angefochtene
Verfügung nicht zu beanstanden. - Im Übrigen (Berechnung) ist die Verfügung nicht
bemängelt worden.
6.
6.1 Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen.
6.2 Nach Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das IV-Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um
die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen
Versicherungsgericht kostenpflichtig. In Streitigkeiten um Rückforderungen werden
dagegen nach kantonaler Praxis keine Gerichtskosten erhoben (Art. 61 lit. a ATSG).
6.3 Anspruch auf eine Parteientschädigung besteht bei diesem Verfahrensausgang
grundsätzlich nicht. Indessen rechtfertigt es sich, der Gehörsverletzung, welche die
Beschwerdegegnerin zu vertreten hat, obwohl sie vom ursächlichen Verhalten des
Sozialversicherungszentrums B._ im betreffenden Zeitpunkt nach der Aktenlage
nichts wusste, durch Zusprache einer reduzierten Parteientschädigung Rechnung zu
tragen (vgl. Bundesgerichtsentscheid vom 4. August 2008, 9C_234/2008, mit
Hinweisen). Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers hat eine Kostennote von Fr.
5'010.-- (Honorar Fr. 4'341.60 für 16.08 Stunden à Fr. 270.--) eingereicht, während
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nach der Gerichtspraxis in Fällen mit durchschnittlichem Aufwand ein Pauschalhonorar
unter Einschluss von Barauslagen und Mehrwertsteuer von Fr. 3'500.-- (für 14 Stunden
à Fr. 250.--) üblich ist. Die reduzierte Parteientschädigung ist vorliegend
ermessensweise auf Fr. 1'750.-- festzusetzen.