Decision ID: 9c7938a9-18f2-4d60-8932-56e2ee52d59b
Year: 2020
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1957, war seit 2
1.
November
2011
teilzeitlich als Unterhaltsreinigerin bei der
Y._
AG tätig
und damit bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) obligatorisch unfallversichert
, als sie a
m 2
9.
Juli 2015
auf dem Weg zur Arbeit auf einer Baustelle beim Bahnhof Opfikon über die Kante einer Wasserrinne stolperte
und
stürzte und sich dabei Schürfwunden an den Handballen
und
am rechten Knie sowie eine Verletzung am Nasenrücken und am linken Ellbogen zuzog
(
vgl.
Urk.
8/1,
Urk.
8/14 S. 1,
Urk.
8/17 S. 2 ff.
).
Die Suva erbrachte die gesetzlichen Versicherungsleistungen.
Mit Verfügung vom 2
9.
Juni 2018 (
Urk.
8/242 S. 1-3) verneinte
sie
einen Anspruch der Versicherten auf eine Invali
denrente und
eine Integritätsentschädi
gung
resultierend aus den
am linken Arm erlittenen
Unfallverletzungen
. Die von der Versicherten dagegen am
1
1.
Juli 2018
erhobene Einsprache (
Urk.
8/249
) wies die Suva mit
Einspracheentscheid
vom
2
8.
Juni 2019 (
Urk.
8/289 =
Urk.
2) ab.
1.2
Mit einer weiteren Verfügung vom
2.
Oktober 2018
(
Urk.
8/269)
hatte die Suva
zudem
einen Anspruch der Versicherten au
f eine Integritätsentschädigung
resul
tierend aus
einer Beeinträchtigung des
Geruch
sinns verneint. Nachdem die Versicherte
dagegen
am 2
3.
Oktober 2018 Einsprache erhoben hatte (
Urk.
8/272
S. 1-2
), zog die Suva die Verfügung mit Schreiben vom 1
3.
Juni 2019
(
Urk.
8/288)
zurück und stellte eine erneute Prüfung des Anspruchs
auf eine Integritätsent
schädigung
nach erfolgter Nasenop
eration in Aussicht
.
2.
Am 2
6.
Juli 2019
erhob die Versicherte
Beschwerde
gegen den
Einspracheent
scheid
vom 2
8.
Juni 2019 (
Urk.
2) und beantragte,
dieser sei aufzuheben, und
ihr sei eine Invalidenrente
von 33
%
sowie eine Integritätsentschädigung zuzuspre
chen
. Eventuell sei die Sache zu weiteren
Abklärung
en
an die Beschwerdegegne
rin zurückzuweisen
(
Urk.
1 S. 1 unten).
Die Suva schloss mit Beschwerdeantwort vom 1
6.
September 2019
(
Urk.
7)
auf A
bweisung der Beschwerde
, was der Beschwerdeführerin am 2
8.
Oktober 2019 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
9).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b). Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebro
chen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Über
gangsbestimmungen).
Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am
2
9.
Juli 2015
ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Wird die versicherte Person infolge eines Unfalles zu mindestens 10
%
invalid (Art. 8
des
Bundesgesetz
es
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs
rechts
, ATSG
), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die ver
sicherte Person nach Eintritt der unfallbedingten Invalidität und nach Durchführung allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgegliche
ner Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkom
men, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).
1.3
Nach Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine angemes
sene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall eine dauernde erhebli
che Schädigung der körperlichen oder geistigen Integrität erleidet. Die Integri
tätsentschädigung wird in Form einer Kapitalleistung gewährt. Sie darf den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versicherten Jahresverdienstes nicht über
steigen und wird entsprechend der Schwere des Integritätsschadens abge
stuft (Art. 25 Abs. 1 UVG).
Gemäss Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung der Entschädi
gung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36 UVV Gebrauch gemacht. Abs. 1 dieser
Vorschrift bestimmt, dass ein Integritätsschaden als dauernd gilt, wenn er voraussichtlich während des ganzen Lebens minde
stens in gleichem Umfang besteht. Er ist erheblich, wenn die körperliche oder geistige Integrität, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt wird.
1.4
Nach Gesetz und Rechtsprechung ist der Fall unter Einstellung der vorübergehen
den Leistungen und Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung der ärztli
chen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versi
cherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmass
nahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind (vgl. Art. 19 Abs. 1, Art. 24 Abs. 2 UVG; Urteil des Bundesgerichts 8C_888/2013 vom 2. Mai 2014 E. 4.1, vgl. auch Urteil 8C_639/2014 vom 2. Dezember 2014 E. 3). In diesem Zeit
punkt ist der Unfallversicherer auch befugt, die Adäquanzfrage zu prüfen (Urteil des Bundesgerichts 8C_377/2013 vom 2. Oktober 2013 E. 7.2 mit Hinweis auf
BGE
134 V 109, vgl. auch Urteil 8C
_
454/2014 vom 2. September 2014 E. 6.3).
Ob eine namhafte Besserung noch möglich ist, bestimmt sich insbesondere nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfä
higkeit, soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist. Die Verwendung des Begrif
fes «namhaft» in Art. 19 Abs. 1 UVG verdeutlicht demnach, dass die durch weitere (zweckmässige) Heilbehandlung im Sinne von Art. 10 Abs. 1 UVG erhoffte Besserung ins Gewicht fallen muss. Weder eine weit entfernte Möglichkeit eines positiven Resultats einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch ein von weiteren Massnahmen – wie etwa einer Badekur – zu erwartender geringfügiger therapeutischer Fortschritt verleihen Anspruch auf deren Durchführung. In diesem Zusammenhang muss der Gesundheitszustand der versicherten Person prognostisch und nicht aufgrund retrospektiver Feststellungen beurteilt werden (Urteil des Bundesgerichts 8C_888/2013 vom 2. Mai 2014 E. 4.1 mit Hinweisen, insbes. auf BGE 134 V 109 E. 4.3; vgl. auch Urteil 8C_639/2014 vom 2. Dezember 2014 E. 3).
Für die Einstellung der vorübergehenden Leistungen braucht der Entscheid der Invalidenversicherung über Eingliederungsmassnahmen nicht abgewartet zu wer
den, wenn von weiterer ärztlicher Behandlung keine namhafte gesundheitliche Besserung mehr erwartet werden kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_588/2013 Urteil vom 16. Januar 2014 E. 3.3) und keine Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass durch allfällige Eingliederungsmassnahmen das der Invaliditäts
bemessung der Suva gestützt auf die medizinischen Abklärungen zugrunde gelegte Invalideneinkommen verbessert und so der die Invalidenrente der Unfall
versicherung bestimmende
Invaliditätsgrad beeinflusst werden kann (vgl. Urteil des Bundesgericht 8C_588/2013 vom 16. Januar 2014 E. 3.5).
1.5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging im angefochtenen Entscheid (
Urk.
2) davon aus,
bezüglich der linken Schulter
(S. 8 unten) und
der
Nasen-, Kopf- und
Schwindel
beschwerden (S. 9 Mitte)
sei der
Endzustand
erreicht.
Die
Kn
iebeschwerden rechts stünden
nicht
in Zusammenhang
mit dem Unfall vom 2
9.
Juli 2015
(S. 9
unten, S. 10 oben
).
Es sei auf das
vom
Kreisarzt formulierte
Zumutbarkeitsprofil
abzu
stellen
(S. 10 f.
Ziff.
5). Bei Durchführung eines Einkommensvergleichs resultiere eine Erwerbseinbusse von 2.5
%
, womit kein Anspruch auf eine Invalidenrente bestehe (S. 12 ff.
Ziff.
6-9).
Gestützt auf
die kreisärztliche Beurteilung
sei auch der Anspruch auf
eine Integritätsentschädigung
für
unfallbedingte Beeinträchti
gungen
der linken oberen Extremität
zu
verneinen, da die
Erheblichkeitsgrenze
nicht
erreicht sei (S.
14 f
f
.
Ziff.
10
).
2.2
Die Beschwerdeführerin machte demgegenüber geltend (
Urk.
1),
nebst anhalten
den Schmerzen in der linken Schulter, im linken Arm sowie permanenten Knie
schmerzen unter ständigen Kopfschmerzen und an Gleichgewichts
störungen
zu leiden
, die
neurologisch ni
cht genügend abge
klärt
worden
seien
(S. 2
Ziff.
2)
.
Auch die
nach Auffassung des Kreisarztes ungenügend abgeklärten Diagnosen (Nasenbeinfraktur, Nasenatmungsbehinderung, Kopfschmerz, Schwindel)
seien n
icht
weiter
abgeklärt
und die festgestellte verminderte Belast
ungsfähigkeit des linken Armes
nicht berücksichtigt
worden
(S. 3
Ziff.
3)
.
Der
End
zustand sei noch nicht erreicht (S. 3
Ziff.
4, S. 4
Ziff.
6).
Der
Kreisarzt habe die
Auswirkungen der
Schulterbeschwerden
auf die
Arbeitsfähigkeit
nicht beziffert
(S. 3
Ziff.
5)
.
Im Rahmen der Invaliditätsbemessung
sei
ihr Alter
beim Leidensabzug
nicht berück
sich
tigt worden
(S. 4
Ziff.
8)
.
Der Fall sei komplex und sie habe sich auch am K
opf verletzt
.
Ein
e
polydisziplinäre Begutachtung
sei erforderlich (S. 4 f. Ziff.
9).
2.3
Strittig und zu prüfen ist, ob
auf
den Unfall vom
2
9.
Juli 2015 zurückzuführende
Beeinträchtigungen bestehen, die
ein
en
Anspruch auf eine Rente und eine
Integ
ritätsentschädigung
begründen,
und ob die Beschwerdegegnerin den medizini
schen Sachverhalt rechtsgenüglich abgeklärt beziehungsweise ob sie allen geklagten Beschwerden Rechnung getragen hat
.
3.
3.1
Gemäss Bericht der Ärzte der
Z._
vom 1
2.
August 2015 (
Urk.
8/12) wurde die Beschwerdeführ
erin dort am 2
9.
Juli 2015 sowie am
3.
, am
5.
und am 1
2.
August 2015
behandelt.
Anlässlich der Erstkonsultation wurde eine Rissquetschwunde über der Nasenwurzel mit Defekt diagnosti
ziert
(S. 2)
, anläss
lich der zweiten Konsultation zudem eine Kontusion des linken Ellbogens, wobei die durchgeführte Röntgenunt
ersuchung
keine frische ossäre Läsion ergab (
S. 1 und
S. 2 oben). Die
am 1
2.
August 2015 durchgeführten Röntgenuntersuchungen
der Nase und des linken Ell
bogens ergaben schliesslich eine nicht
dislozierte Nasenbeinfraktur
und
einen auffälligen Befund verdächtig auf eine
kleine
Absplitterung am Radiusköpfchen
.
Die Röntgenuntersuchung des linken
Hand
gelenk
s ergab
ke
ine knöcherne Verletzung
(S. 1 oben).
3
.2
Am
1
9.
August 2015 berichteten die Ärzte des
Stadtspital
s
A._
über die am Vortag
im chirurgischen Ambulatorium
erfolgte Unt
ersuchung
(
Urk.
8/22/2-3). Sie
diagnostizierten eine Radiusköpfchenfraktur links
vom 2
9.
Juli 2015
mit
gemäss externem
C
omputertomogramm (C
T
)
vom 1
3.
August 2015 (vgl. S. 2 oben) zusätzlich
kleine
r
ossäre
r
Absprengung
im Bereich der proximalen
Ulna
(S.
1 Mitte
) und leiteten
eine Ruhigstellung in einem gespaltenen
Oberarm-Combi
cast
fü
r drei Wochen ein
(S. 2 oben).
3.3
G
emäss
Bericht
von
Dr.
med.
B._
, Fachärztin für
Oto
-Rhino-Laryngologie
(ORL)
,
Zentrum
C._
,
vom 3
0.
September 2015
(
Urk.
8/180)
wurde
bei seit dem Nasentrauma vom 2
9.
Juli 2015 bestehender Nasenatmungsbehinderung
eine Behandlung
mit
Nasonex
-Spray
in die Wege geleitet.
3.4
Die am 1
7.
November 2015 im
I
nstitut
D._
durchgeführte Röntgen
untersuchung des linken Ellbogens ergab
gemäss Beurteilung des Radiologen
eine knöchern kons
olidierte Radiuskö
p
f
chenfraktur in achsengerechter Stellung und eine winzige
Fibroostose
am Ursprung der gemeinsamen
Extensorens
eh
ne
in Höhe des Epicondylus
humeri
radialis
. Die Sonographie der linken Schulter vom gleichen
Tag ergab
eine Arthrose des
Acromi
aclaviculargelenks
,
ACG
(
Urk.
8/28)
.
3.5
Am 3
0.
November 2015 berichteten die Ärzte des Stadtspitals
A._
über die gleiche
ntags erfolgte Untersuchung
im chirurgischen
Ambulatorium
(
Urk.
8/37
/2-3
). Sie führten aus,
die am 1
3.
November 2015 durchgeführte Mag
netresonanztomographie (
MRI
) des linken Ellbogens (
vgl.
Urk.
8/58)
habe einen kleinen ossären Ausriss
d
es radialseitigen proximalen
Ul
naschafts
links
ergeben (S. 1 Mitte).
Nach Besprechung der Möglichkeiten habe sich d
ie Beschwerdefüh
rerin für eine operative Entfernung des
ulnarseitigen
Knochenfragments entschie
de
n
(S. 2 oben).
3.6
Die Hausär
z
t
in
Dr.
med.
E._
, Fachärz
t
in für Physikalische Medizin,
berichtete am
1
1.
Dezember 2015 (
Urk.
8/41)
vo
n beträchtliche
n
bewegungsab
hängige
n
Beschwerden (
Ziff.
2).
3.7
Am 2
6.
Januar 2016 (
Urk.
8/81) berichteten die Ärzte des Stadtspitals
A._
,
die Beschwerdeführerin sei am Vortag in der
c
hirurgischen
Klinik hospi
talisiert gewesen (S. 1 oben). D
a eine operative Sanierung in Form einer Resektion des Knochenfragments im Bereich der proximalen
Ulna
eine fragliche Besserung der Symptom
atik bringen würde, sei mit ihr
besprochen worden, vorerst konser
vativ vorzugehen und primär intensive Physiotherapie durchzuführen. Nur als ultimatives Mittel sähen sie eine operative Sanierung indiziert (S. 2 oben).
3.8
Im Bericht vom 1
2.
April
2016
über die
am Vortag durchgeführte
Sprechstunde im chirurgischen Ambulatorium des Stadtspitals
A._
(
Urk.
8/82)
führte Oberarzt
Dr.
med.
F._
aus, seines Erachtens stehe weiterhin
die radiale respektive ulnare
Epicondylopathie
im Vordergrund. Diese sei bis anhin auch nicht konsequent behande
lt worden, da die Ruhigstellung in der Schiene nur punktuell über einige Stunden erfolgt sei. Dennoch solle nun bei starkem Leidensdruck der Beschwerdeführerin die Exzision des kleinen Fragments durch
geführt werden. Der Beschwerdeführerin seien die Grenzen der Operation klar aufgezeigt worden (S. 2 oben).
3.9
Vom 1
8.
bis 2
1.
Mai 2016 weilte
die Beschwerdeführerin
stationär
im Stadt
spital
A._
,
wo am 1
9.
Mai 2019 ein
Ossikel-Débridement
im proximalen Vorderarm links
durchgeführt wurde (vgl.
Urk.
8/9
1
).
Im Austrittsbericht vom 2
1.
Mai 2016
(
Urk.
8/9
0
) nannten die
Ärzte folgende Diagnosen (S. 1 Mitte):
-
Ossikel
/
ossärer Ausriss proxima
ler
Ulnaschaft
links Höhe Tuber
ositas radii nach Radiusköpfchenfraktur
links
am 2
9.
Juli 2015
-
Epicondylitis
humeri
ulnaris
ed
radialis
links.
3.10
Im Bericht vom 1
4.
Juli
2016
über die am Vortag erfolgte Untersuchung im chi
rurgischen Ambulatorium des Stad
tsp
itals
A._
(
Urk.
8/98) führten die Ärzte aus, die Beschwerdeführerin habe angegeben, seit der Operation unter star
ken Schmerzen im linken Arm zu leiden. Die Schmerzen seien konstant und unabhängig von der Bewegung vorhanden. Mit der verordneten Physiotherapie habe sie keine Erfolge verzeichnen können. Sie habe zudem von Schulterschmer
zen berichtet, die präoperativ nicht bestanden hätten, und von einer zunehmen
den Bewegungseinschränkung im Ellbogen sowie im Schultergelenk (S. 1 unten). Die angefertigte konventionell-radiologische Untersuchung der Schulter habe keine Hinweise auf ossäre Läsionen ergeben. Aus chirurgischer Sicht sei auch der noch bestehende und bis in den kleine
n Finger ausstrahlende Ell
bogenschmerz nicht durch die Operation erklärbar (S. 2 oben).
3.11
Im Zwischenbericht vom 2
9.
Juli 2016
(
Urk.
8/102)
nannte
Dr.
E._
(vorste
hend E.
3.
6
) als (neue) Diagnose eine konsekutive Periarth
ritis
humero
scapularis
(PHS
) links (
Ziff.
1).
Sie führte aus
,
die Schulterschmerzen links hätten eher zugenommen bei verkrampfter Schonhaltung des linken Armes. Auch bestünden nach wie vor
vom linken Ellbogen
ausgehende Schmerzen
bis in den Digitus V sowie eine Kraftverminderung des linken Armes
(
Ziff.
2)
.
Eine Wiederaufnahme der Arbeit bei der
Y._
AG und be
i
G._
sei per
1.
August 2016 zu 50
%
beziehungsweise zu 100
%
vorgesehen (
Ziff.
4,
vgl. auch
Urk.
8/128
).
3.12
Im Bericht vom
6.
September 2016 über die abschliessende Sprechstunde vom Vortag im chirurgischen Ambulatorium des Stadtspitals
A._
(
Urk.
8/116
)
führte
Oberarzt
Dr.
F._
(vorstehend E. 3.8)
aus,
die Ursachen des ausge
prägten Schulter-Arm-Syndroms
links (vgl. S. 1 Mitte)
seien ihm
nicht klar.
Es bestehe sicherlich eine
Epicondylopathie
ulnar und radial, wobei die massive Ausprägung der Schmerzen und auch die Bewegungseinschränkung der Schulter chirurgisch nicht erklärbar seien. Der Misserfolg der durchgeführten Operation sei fast
schon in die Wiege gelegt gewesen.
Eine chirurgische Option sehe
er aktuell nicht
(S. 2 Mitte).
3.13
Kreisarzt
Dr.
med.
H._
,
Facharzt für Orthopädische
Chirurgie und Traumatologie
des Bewegungsapparates,
berichtete am 2
0.
Oktober 2016
über die gleichentags
durchgeführte
Untersuchung (
Urk.
8/127).
In seiner Beur
teilung
führte
er
aus, die Beschwerdeführerin weise im linken Arm eine erhebliche Belastungsminderung bei Status nach Radiusköpfchenfraktur und
Avulsionsfrak
tur
mit
drei Zentimeter langem spanartig
em Fragment an der proximalen
Ulna
radialseits auf. Im Verlauf habe sich eine sekundäre
Frozen
shoulder
links ent
wickelt. Im Vordergrund ständen belastungs- und bewegungsabhängige Schmerzen im linken Ellbogen- und im linken Schultergelenk. Ferner berichte die Beschwer
deführerin über bewegungs- und
belastungsabhängige
Hypästhesien
und Paräs
thesien des linken Armes. Einzelne Symp
tome und Befunde liessen an ein
CRPS
denken, das Gesamtbild für ein
solches sei jedoch nicht vollständig gegeben (S. 6 unten). Klinisch falle vor allem die mechanisch bedingte Funktionseinschrän
kung des linken Schultergelenks auf.
Es bestehe maximal eine Arbeitsfähigkeit von 40
%
(S. 7 oben).
3.
1
4
Am 2
9.
Dezember 2016 (
Urk.
8/137) berichtete
Dr.
E._
(vorstehend E.
3.6
)
, der Verlauf sei wechselhaft
mit weiterhin reduzierter Belastbarkeit des linken Armes. In
letzter
Zeit träten vermehrt Sch
merzen im Bereich des linken Schultergelenks auf bei Fehl- und Überbelastung
(
Ziff.
2
). A
uf den
1.
Januar 2017 sei die
Wieder
aufnahme der Arbeit zu 50
%
vorgesehen (
Ziff.
4
, vgl. auch
Urk.
8/194 S.
14 unten
).
3.15
Am 2
8.
März 2017 (
Urk.
8/155) berichtete
PD
Dr.
med. I._
, Facharzt für Orthopädie und Handchirurgie,
es
sei nicht ganz einfach, die
Beschwerden
der Beschwerdefüh
rerin eindeutig einzuordnen. Gemäss
den heutigen Bildern des Ellbogens dürfte ein Problem an einem der
Kondylen
des Humerus vorli
e
gen, weshalb er ein MRI oder ein CT in Feinschnitten als notwendig erachte, um die Diagnose zu klären. Eine neurologische Problematik des
nervus
u
lnaris
sei nicht ausgeschlossen
.
3.16
Das am
1.
Juni 2017 im
I
nstitut
D._
durchgeführte MRI des linken Ellbogens (
Urk.
8/166) ergab gemäss Beurteilung der Radiologin einen Statu
s nach
Ossikele
ntfernung
bei Status nach Radiusköpfchenfraktur mit entsprechen
den Metallabriebartefakten radialseits sowie eine gute Stellung in den Komparti
menten des Ellbogengelenks. Die Frakturlinie des Radiusköpfchens
sei
nicht mehr abzugrenzen. MR-tomographisch zeigten sich keine Zeichen einer Epikondylitis
humeri
radialis
respektive
ulnaris
(
Urk.
8/166 unten).
3.17
Im Bericht vom
9.
Juni 2017 über die am Tag
zuvor erfolgte Untersuchung
(
Urk.
8/164)
führte
Dr.
med.
J._
, Facharzt für Neurologie, aus, es bestehe eine
sensible
Ulnarisparese
links, w
ahrscheinlich eine Folge der am 2
9.
Juli 2015 erlittenen Ellbogenfraktu
r links. Die
Ulnarisparese
lasse sich neuro
graphisch nicht erfassen. Motorisch seien die Funktionen der linken Hand intakt.
N
ach inzwischen knapp zweijährigem Verlauf dürfte sich die
Ulnari
sparese
kaum mehr zurückbilden
(S. 2 Mitte). Die motorische Störung des linken Kleinfingers lasse sich neurologisch nur ungenügend erklären,
d
ie ungenügende Flexion
des linken Kleinfingers gar nicht. Letztere
müsse arthrogen und/oder allenfalls wei
ch
teilbedingt sein (S. 2 unten).
3.
1
8
Dr.
med.
K._
,
Spezialarzt für orthopädische Chirurgie, berichtete am 1
2.
Juni 2017 (
Urk.
8/165), die Beschwerdeführerin
am 1
7.
und am 2
9.
Sep
tember 2016 sowie am 2
3.
Februar 2017
in seiner Sprechstunde gesehen zu haben (
vgl. S. 1 unten, S. 4 Mitte, S. 5 Mitte
).
In seinen jeweiligen Beurteilungen führte er aus, z
umindest präoperativ fehlten viele Kriterien eines eigentlichen CRPS.
Die ganze Geschichte mit der eingeschränkten Schulter und dem leicht eingeschränk
ten Faustschluss lasse entfernt an ein
sudeckoides
Geschehen denken (S. 3 unten, S. 4 oben). Die radiologischen Untersuchungen seien in Bezug auf die Einschrän
kungen im Bereich der Schulter, des Ellbogens und des Handgelenks nicht konklusiv. Die Unfallfolgen seien unklar.
Eine
Plexusläsion
links sei ni
cht ausge
schlossen. Wenn die
Nasenseptumsoperation
durchgeführt werde, würde er in Narkose gerne die
Beweglichkeit der
linke
n Schulter, des
Ellbogen
s und des
Hand
gelenk
s
prüfen (S.
5 Mitte, S.
6 Mitte).
3.19
Im Bericht vom
7.
Juli 2017
über die gleichentags erfolgte Untersuchung im chirurgischen Ambulatorium
des Stadtspitals
A._
(
Urk.
8/176) nannten die
Ärzt
e als
Diagnosen posttraumatische chronische Knieschm
erzen rechts seit März 2017 mit/
bei
beginnender
Femoropatellara
rthrose
mit
Chondromalazie
Grad II-III
und
Ansatztendinose
mit Knochenmarksödem
im vorderen
Kreuzband
sowie
chronische Schmerzen
im
oberen S
prunggelenk (
OSG
)
rechts
(S. 1 Mitte)
.
Sie
führten aus, im MRI des
rechten Knies
vom
4.
Juli 2017
(vgl.
Urk.
8/287 S. 3)
habe eine posttraumatische Läsion ausgeschlossen werden können
(S. 2 oben)
.
3.2
0
Am 2
8.
Juli 2017
(
Urk.
8/179)
berichtete
Dr.
B._
, Zentrum
C._
(vorstehend E. 3.3)
, von einer persistierenden rechtsseitigen Nasenatmungs
behinderung aufgrund einer
Septumdeviation
nach rechts. Da die Behandlung mit
Nasonex
-Spray zu keiner nachhaltigen Beschwerdeverbesserung geführt habe, sei eine
Septumplastik
und
Turbinoplastik
geplant.
3
.21
Am
2
4.
und
2
5.
Juli 2017
wurde die Beschwerdeführerin im Auftrag der Beschwerdegegnerin
im
Zentrum
L._
mittels
F
unktionsorientierte
r
M
edizinisc
he
r
Abklärung (FOMA)
untersucht. Im diesbezüglichen Bericht vom
1
8.
September 2017
(
Urk.
8/194) nannten die Ärzte
als
(Ober-)
Di
agnosen mit Auswirkung
auf die Arbeitsfähigkeit
chronisch r
ezidivierende
Omalgien
links, eine
s
ensible
Ulnarisparese
links, wahrscheinlich infolge Druckschädigung im Ellbogenbereich
, sowie eine
Frozen
shoulder
links
(S. 1 unten).
Als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeit
sfähigkeit nannten sie
ein
en chronisch rezidivierenden
Kopfschmerz bei Verdacht auf Sinusverlegung nach Nasenbeinfraktur
(S. 2 oben).
Sie
führten aus, das arbeitsbezogene Problem bestehe in einer verminderten Belastungstoleranz des linken Unterarmes und der linken Hand. Zudem bestehe eine verminderte
Be
weglichkeit der linken Schulter. Die von der Beschwerdeführerin in
der Evaluation der funkti
onellen Leistungsfä
higkeit (EFL) demonstrierte Belastbarkeit liege allgemein im Bereich einer mittel
schweren Arbeit
(S. 2
f.
Ziff.
3.1).
Sie
könne die angestammte Tätigkeit als Putz
frau aus funktioneller Sicht im Wesentlichen ausüben. Die linke Hand könne geringfügig als Haltehand eingesetzt werden (S. 3
Ziff.
3.2). Fü
r die Ausführung von Arbeiten
mit Gebrauch des li
nken Armes wie zum Beispiel Boden wischen, Staub
saugen und Ähnliches brauche die Beschwerdeführerin
derzeit etwas mehr Zeit. Die
aktuell attestierte 50%ige Arbeitsfähigkeit se
i damit ausgewiesen. Nach zwei
Monaten
sei mit einer Steigerung auf 75
%
und nach einem etwa dreimo
n
atigen
Aufbautraining
mittels medizinischer Trainingstherapie
, spätestens per
1.
Dezember
2017
, mit einer vollen Arbeitsfähigkeit zu rechnen (S. 3
Ziff.
3.2, S.
3 f.
Ziff.
5.1). Mittelschwere Tätigkeiten, bei w
elchen nur manchmal (
maximal drei Stunden pro
Tag und über den Tag verteilt)
Arbeiten über Schulterhöhe und keine Arbeiten mit hohen Anforderungen an die Handkoordination verrichtet werden müssten, seien ganztags zumutbar (S. 3
Ziff.
3.3, S. 4
Ziff.
5.2).
3.22
Am 2
2.
Dezember 2017 (
Urk.
8/206) berichtete
Dr.
E._
(vorstehend E. 3.6
) von nach wie vor bestehenden
Dysästhesien und Parästhesien im distalen und ulnaren Bereich sowie eine
r
verminderte
n
Kraft im linken Arm (
Ziff.
2).
3.2
3
Kreisarzt
Dr.
med.
M._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, berichtete am
9.
Februar 2018 über die am
7.
Februar 2018 erfolgte Untersuchung (
Urk.
8/215)
.
In seiner Beurteilung
führte
er
aus, aufgrund der beim Unfallereignis vom 2
9.
Juli 2015 zugezogenen Verletzung des linken Ellbogens resultiere eine verminderte Belastungsfähigkeit des linken Armes wegen Schmerzen. Eine Schultergelenkssteife sei heute nicht mehr nachweisbar. Unverändert bestehe eine neurologische Defizitsymptomatik im Sinne einer post
traumatischen
sensiblen
Nervus
ulnaris
-Läsion links (S. 8 unten).
Bezüglich der linken Schulter und des linken Ellbogens sei der Endzustand erreicht, v
on weite
ren
ärztlichen Behandlungen und Therapien
sei keine
Besserung zu erwar
ten (S.
9 Mitte).
Die Hebe- und
Tragelimite
liege für die linke Hand bei drei Kilogramm, für die rechte Hand bestehe keine Einschränkung.
Das Hantieren mit Werkzeugen sei mit der linken Hand nicht möglich.
Arbeiten über Kopfhöhe
seien
mit dem linken Arm nur eingeschränkt möglich, maximal eine Stunde pro Tag und über den Tag verteilt. Nicht möglich seien das Steigen auf Leitern und Gerüste sowie Balance erfordernde Tätigkeiten.
Bei Putztätigkeiten könne die linke Hand als Haltehand eingesetzt werden.
Uneingeschränkt möglich seien Rumpfrotationen
,
längeres Stehen, Sitzen und Gehen,
vornübergeneigtes
Stehen sowie
im Knien
oder in Kniebeuge zu verrichtende Tätigkeiten. U
nter Berücksichtigung
dieser
Einschränkungen sei die
Beschwerdeführerin zeitlich uneingeschränkt arbeitsfä
hig (S. 9 oben).
Die
Erheblichkeitsgrenze
für eine Integ
r
i
tätsentschädig
ung sei hins
i
chtlich der Unfallfolgen an der linken obere
n Extremität nicht erreicht (S.
9 Mitte).
Hinsichtlich der Nasenatmungsbehinderung sei noch kein En
dzustand
erreicht. Diesbezüglich sowie hinsichtlich
der von der Beschwerdeführerin damit in Verbindung g
ebrachten Kopfschmerz- und Schw
indelsymptoma
t
ik sei
die Unfall
kausalität noch abzuklären (S. 8 unten, S. 9 unten).
3.24
Am 2
7.
März 2018 (
Urk.
8/280 S. 1-2) berichtete
Dr.
med.
N._
, Facharzt
für Anästhesiologie,
Klinik O._
, die Beschwerdeführerin sei ihm aufgrund von
rechtsseitigen Knies
chmerzen
im Zusammenhang mit einem Sturz auf die rechte Seite durch die Ärzte der
Z._
zugewiesen worden.
Als Diagnose nannte er einen Verdacht auf eine Neuropathie des
Nervus
infrapatellaris
beziehungsweise des
Nervus
saphenus sowie eine Retropatellar
arthrose (S. 1 unten).
3.25
Dr.
med.
P._
,
Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Trau
matologie des Bewegungsapparates
, führte i
m Bericht vom 1
1.
Oktober 2018 über die gleichentags erfolgte Untersuchung (
Urk.
8/282 S. 5-6) aus, die Beschwerde
führerin sei aufgrund eines persistenten medialen Schmerzes unter Belastung des rechten Kniegelenks nach zweifacher Distorsion und Sturz in der Dusche vorstel
lig geworden. Ferner berichte sie über eine subjekti
ve Instabilität nach medial (S.
1 unten). Sicherlich bestehe ein deutliches muskuläres Defizit. Irritationen des
Nervus
saphenus könne er heute nicht feststellen (S. 2 Mitte).
Am 2
1.
November 2018 (
Urk.
8/282 S. 3-4) berichtete
Dr.
P._
, das MRI des rechten Kniegelenks vom 1
5.
Oktober 2018 (vgl.
Urk.
8/287 S. 2) habe eine kleine Innenmeniskusläsion ergeben. Dass diese die von der Beschwerdeführerin ange
gebenen Schmerzen komplett auslösen könne, bezweifle er allerdings (S. 2 oben).
3.26
In ihrer
ärztliche
n
Beurteilung vom 2
7.
April 2018 (
Urk.
8/233) empfahl
ORL-Arbeitsärztin
Dr.
med.
Q._
,
Abteilung Arbeitsmedizin, die Übernahme der Kosten für die geplante Nasenoperation (
Septumplastik
und
Turbinoplastik
) mit der Begründung, die Beschwerden der Beschwerdeführerin (Nasenatmungsbehinderung, Kopf- und Schwindelbeschwerden) stünden in direktem Zusammenhang mit dem Unfallereignis (
Urk.
8/233).
3.27
Der
operative
Eingriff
an der Nase
wurde am 1
8.
Juni 2018 durch
Dr.
B._
, Zentrum
C._
(vorstehend E. 3.3)
, durchgeführt (vgl.
Urk.
8/245). Am 2
1.
August 2018 (
Urk.
8/256 S. 2) berichtete
Dr.
B._
,
sowohl der
peri
- als auch der postoperative Verlauf hätten sich komplikationslos gestaltet. A
nlässlich der Nachkontrolle vom gleichen Tag habe die Beschwerdeführerin eine Normali
si
erung der Nasenatmung
angegeben. Es bestünden
noch eine
leichte
Hyposmie
sowie eine
Druckdolenz
über der Narbe im Bereich des Nasenrückens, welche von der Rissquetschwunde un
ter
der damaligen Wundversorgung stamme.
Endosko
pisch
zeige sich ein schöner postoperativer Befund.
3.2
8
In seiner Stellungnahme vom 1
9.
Juni 2018
(
Urk.
8/239
S. 2
) beurteilte
K
reisarzt
Dr.
M._
(vorstehend E.
3.23
) die Beschwerden am rechten Knie als nicht über
wiegend wahrscheinlich kausal zum Unfallereignis vom 2
9.
Juli 2015 mit der Begründung, dass eine Verletzung des rechten Kniegelenks in den Berichten
über
die nach dem Unfall durchgeführten Unter
suchun
gen nicht beschrieben sei
.
3.29
Gemäss ärztlicher Beurteilung durch
ORL-
Arbeitsärztin
Dr.
Q._
(vorstehend E.
3.2
6
) vom
3
0.
August 2018
(
Urk.
8/260) sei die n
och bestehende, leichte
Ge
ruchsinnsbeeinträchtigung
z
wei Monate postoperativ normal.
Bei nor
malem Heilungsverlauf sei maximal drei Wochen postoperativ beziehungsweise ab dem
9.
Juli 2018 eine volle Arbeitsfähigkeit gewährleistet.
Eine Integritätsent
schädigung sei nicht geschuldet, da die leichte
Hyposmie
im Verlauf mit über
wiegender Wahrscheinlichkeit rückläufig sein werde.
3
.30
Am 2
0.
November 2018 (
Urk.
8/278
S. 2) berichtete
Dr.
B._
,
Zentrum
C._
(vorstehend E. 3.3)
, die Beschwerdeführerin sei aus ORL-Sicht wieder voll arbeitsfähig. Ein Anspruch auf eine Integritätsentschädigung bestehe nur bei vollständigem Verlust des Geruchsinnes (
Ansomie
), nicht jedoch bei einem redu
zierten Geruchsinn (
Hyposmie
), wie er bei der Beschwerdeführerin bestehe.
4
.
4
.1
Durch die medizinischen Akten ausgewiesen und unbestritten ist, dass sich die Beschwerdeführerin anlässlich des Sturzes vom 2
9.
Juli 2015
eine nicht dislo
zierte Nasenbeinfraktur sowie eine
Radiusköpfchenfraktur links mit zusätzlich
kleiner ossärer Abspren
g
ung im Bereich der proximalen
Ulna
zuzog
(vgl. vorste
hend E. 3.1-2)
.
Soweit die Beschwerdeführerin unfallbedingte Schulterbeschwer
den rechts gel
tend machte (
Urk.
1 S. 2
Ziff.
2), kann mit der Beschwerdegegnerin
(
Urk.
2 S.
8 unten,
Urk.
7 S. 10 f.
Ziff.
50.1) festgehalten werden, dass eine anlässlich des Unfall
ereignisses
vom 2
9.
Juli 2015
zugezogene Verletzung der rechten Schulter
in den
medizinischen Akten nicht dokumentiert ist, weshalb die
geltend gemach
ten
Beschwerden
nicht
überwiegend wahrscheinlich
unfallkausal sind
.
Das Gleiche gilt für die
mutmasslich
in Bezug auf das rechte Knie
geltend gemachten Kniebeschwerden
(
Urk.
1 S. 2
Ziff.
2
). Wie die Beschwerdegegnerin zutreffend
ausführte
(
Urk.
7 S. 11
Ziff.
50.2)
, sind
betreffend
das rechte Knie
initial
lediglich oberflächliche Schürfwunden dokumentiert und
werden
chroni
sche Knieschmerzen rechts erst seit März 2017 beklagt
(vgl. vorstehend E. 3.19)
.
Dem
Bericht von
Dr.
N._
vom 2
7.
März 2018
(vorstehend E. 3.24)
ist
weiter
zu entnehmen
, dass
r
echtsseitige Kniebeschwerden im Zuge eines vom Unfaller
eignis vom 2
9.
Juli 2015 losgelösten Sturzes auf die rechte Seite berichtet wurden (vgl.
Urk.
8/280 S. 1 Mitte)
.
Dr.
P._
wiederum
erwähnte in seinem Bericht vom
1
1.
Oktober
2018
(vorstehend E. 3.25
)
eine zweifache Distorsion und einen
Sturz in der Dusche
. Dies
e Ausführungen lassen
sich nicht in Einklang bringen mit der Aktenlage zum vorliegend infrage stehenden
E
reignis
. Ein
kausaler Zusammenhang der rechtsseitigen Kniebeschwerden zum
Sturzereignis
vom 2
9.
Juli 2015
ist
nicht überwiegend wahrscheinlich, wovon auch Kreisarzt
Dr.
M._
ausging (vgl. vorstehend E. 3.28
).
S
oweit die Beschwerdeführer
in gelt
end machte, auf den Unfall vom 2
9.
Juli 2015 zurückzuführende Gleichge
wichtsstörungen hätten zum «späteren Sturz» geführt (
Urk.
1 S. 4
Ziff.
7), wird auf
nachstehende E. 4.
4
verwiesen
.
4.2
Im Zuge
d
es erlittenen Nasentraumas
trat bei der Beschwerdeführerin e
ine
rechts
seitige
Nasenatmungsbehinderung auf. Nachdem
mittels der eingeleiteten
Behandlung mit
Nasonex
-Spray
keine
nachhaltige Beschwerdeverbesserung
erzielt werden konnte
, führte
Dr.
B._
bei festgestellter
Septumdeviation
nach rechts
am 1
8.
Juni 2018
eine Septum- und eine
Turbinoplastik
durch
.
Der
peri
- und postoperative Verlauf gestalteten sich komplikationslos.
Anlässlich der Nachkontrolle vom 2
1.
August 2018 berichtete die Beschwerdeführerin von einer Normalisierung der Nasenatmung und
Dr.
B._
stellte einen
schönen post
operativen Verlauf
bei noch bestehender leichter
Hyposmie
fest
(vgl. vorstehend E
. 3.3, E. 3.20, E. 3.27
).
Angesichts
des dokumentierten normalen
postoperativen
Heilungsverlaufs attestierte
ORL-Arbeitsärztin
Dr.
Q._
der Beschwer
deführerin eine volle Arbeitsfähigkeit ab dem
9.
Juli 2018
(vgl. vorstehend E.
3.29
)
und auch
Dr.
B._
bestätigte in ihrem Bericht vom 2
0.
November 2018
(vorstehend E. 3.30
)
das Bestehen einer uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit.
Vor dem Hintergrund dieser Aktenlage ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin hinsichtlich der
von ihr
als unfallbedingt anerkannten Nasenatmung
s
behinderung von einem erreichten Endzustand ausging
.
Wenn
die Beschwerdeführerin dies unter Hinweis auf die Beurteilung durch Kreisarzt
Dr.
M._
vom
7.
Februar 2018 (vorstehend E
. 3.23) in Abrede stellte (
Urk.
1 S. 3
Ziff.
3),
verkennt sie
, dass diese Beurteilung vor der eine namhafte Besserung bringenden operativen Versorgung erfolgte, weshalb sie
einem Fallabschluss
nicht entgegensteht.
Dies gilt auch für das Schreiben der Beschwerdegegnerin vom
1
3.
Juni 2019
(
Urk.
8/288)
, erging doch auch dieses
vor der beziehungsweise gerade i
m Hinblick auf die bevorstehende Operation und
kann die Beschwerde
führerin
daraus
bezüglich der Frage des Erreichens des Endzustands entgeg
en ihrer Auffassung (
Urk.
1 S. 4
Ziff.
6) nichts zu ihren Gunsten ableiten.
4.3
Die
Beschwerdeführerin
machte
geltend, auch an
Kopfschmerzen u
nd
Sch
windel
beschwerden zu leiden, welche entgegen der Empfehlung von Kreisarzt
Dr.
M._
(
vgl.
vorstehend E. 3.23) nic
ht abgeklärt worden seien (
Urk.
1 S. 3
Ziff.
3).
In diesem Zusammenhang fällt vorab auf,
dass
in keinem der Berichte der regelmäs
sig konsultierten Hausärztin
Dr.
E._
(vorstehend E. 3.6, E. 3.11
, E. 3.14, E.
3.22)
entsprechende Beschwerden erwähnt w
u
rden
. Im Bericht vom 1
8.
Septem
ber 2017 über die im
L._
erfolgte FOMA (vorstehend E. 3.21) wurde
ein
chro
nisch rezidivierender Kopfschmerz bei Verdacht auf Sinusverlegung nach N
asen
bein
fraktur
diagnostiziert,
die Kopfschmerzproblematik mithin im Zusam
men
h
ang mit dem Nasentrauma gesehen. Eine
Auswirkung auf die Arbeits
fähigkeit
wurde verneint.
Dem Bericht von Kreisarzt
Dr.
M._
vom
9.
Februar 2018
(vorstehend E. 3.23)
ist zu entnehme
n, dass die Beschwerde
führerin selbst
die Kopfschmerz- und Schwindelsymptomatik mit der Nasenatmungsbehin
derung in Verbindung brachte.
Auch
ORL-
Arbeitsärztin
Dr.
Q._
erachtete
die geklagte Kopfschmerz- und Schwindelsymptomatik
(
implizit
)
als in Zusam
men
hang mit der ORL-Problematik stehend, indem sie die Nasenatmungs
behinderung sowie
die Kopfschmerzen und Schwindel
beschwerden aus ORL-Sicht als unfall
kausal anerkannte und sich fü
r eine Übernahme der Kosten der schliesslich am 1
8.
Juni 2018 durchgeführten
Nasenoperation aussprach
(vgl. vorstehend E. 3.2
6
)
. Mit dieser konnte
aber
wie dargelegt (vorstehend E. 4.2) eine Normalisie
rung der Nasenatmung
erreicht
werden.
D
en
Berichten von
Dr.
B._
ist sodann
nicht zu entnehme
n, dass die Beschwerdeführerin
postoperativ
über Kopf
schmerzen oder Schwindelbeschwerden geklagt hätte
(vgl. vorstehend E. 3.27, E. 3.30
)
.
Vor dem Hintergrund
dieser medizinischen Akten
lage, gemäss welcher
Kopf
schmerzen und Schwindelbeschwerden entweder gar nicht dokumentiert oder dann in Zusammenhang mit der nunmehr behobenen Nasenatmungsstörung gesehen w
u
rden, besteht kein
e
Veranlassung zu weiteren Abklärungen.
4.4
Nach Lage der Akten bestehen
auch keine Anhaltspunkte d
afür, dass sich die Beschwerdeführerin
anlässlich des Unfalls vom 2
9.
Juli 2015
eine Kopfverletzung oder gar eine Verletzung des Gehirns zugezogen hätte
, wie sie besch
werdeweise geltend machte (
Urk.
1 S. 4
Ziff.
6, S. 4
Ziff.
9)
. D
ie
von ihr auf eine
Gehirnver
letzung zurückgeführten G
leichgewichtsstörungen
(
Urk.
1 S. 2
Ziff.
2, S. 4
Ziff.
6)
sind in den
medizinischen Akten nicht dokumentiert.
Abgesehen davon
stellte
Dr.
J._
in
seinem Bericht vom
9.
Juni 2017 (vorstehend E. 3.17) einen in allen Teilen regelrechten neurologischen Status fest und beschrieb insbesondere einen normalen Hirnnervenbefund (
Urk.
8/164 S. 1 unten).
Bei dieser Sachlage
kann in antizipierter Beweiswürdigung (BGE
134 I 140 E. 5.3)
von
weiteren neurologischen Abklärungen
abgesehen werden.
4.5
In Bezug auf die
erlittene Verletzung am linken Ellbogen
sowie die konsekutiv aufgetretene linksseitige Schulterproblematik
gelangte
K
reisarzt
Dr.
M._
nach
Sichtung der Akten und
einer persönlichen Untersuchung der Beschwerdeführe
rin
im Februar 2018
zum Schluss, dass von weiteren ärztlichen Behandlungen und Therapien keine Besserung mehr erwartet werden kann und der
Endzustand
erreicht ist
(vgl. vorstehend E. 3.23).
B
eschwerdeweise
wurde nichts
Substantielles
vorgebracht
, was dem von der Beschwerdegegnerin gestützt auf diese Beurteilung erfolgten Fallabschluss entgegenstehen würde
,
und aus den
anderen
medizini
schen Berichten
ergeben sich
keine Anhaltspunkte
für eine durch Heilbehandlung
noch erzielbare na
mhafte Besserung
. Eine (weitere) chirurgische Option war seitens
Dr.
F._
bereits im September 2016 v
erneint wo
rden (vgl. vorste
hend E.
3.12) und
Dr.
J._
ging davon aus, dass sich
die
sensible
Ulnaris
parese
links wahrscheinlich nicht mehr zurückbildet (vgl. vorstehend E. 3.17).
In Bezug auf die
linksseitige
sekundäre
Frozen
shoulder
(vgl. vorstehend E.
3.11, E.
3.13, E. 3.21) konnte
sodann
ein Therapieerfolg im Sinne einer deutlich verbes
s
e
rten Beweglichkeit erzielt werden (vgl. Physiotherapeuten-Bericht vom
3.
Januar 2018,
Urk.
8/207
Ziff.
3)
.
In der kreisärztlichen Untersuchung durch
Dr.
M._
im
Februar 2018
war
k
eine
Schultergelenkssteife mehr nachweisbar
(
vgl.
vorstehend E. 3.23)
.
Damit ist
mit der Beschwerdegegnerin
auch
i
n Bezug auf die
linke obere Extremität
von einem erreichten Endzustand auszugehen.
4.6
Kreisarzt
Dr.
M._
trug i
m
Rahmen des von ihm formulierten
Zumutbarkeitspro
fils
für eine leidensangepasste Tätigkeit der verminderten Belastungs
fähigkeit des linken Armes sowie der neurologischen Defizitsymptomatik der linken Hand in nachvollziehbarer Weise Rechnung
, indem er
für die linke Hand
eine
Hebe- und
Tragelimite
von drei Kilogramm f
estlegte
und Arbeiten über Kopfhöhe mit dem linken Arm nur maximal während einer Stunde pro Tag und üb
er den ganzen Tag verteilt als zumutbar
bezeichnete
(vgl. vorstehend E. 3.23)
.
I
m Bericht über die im
L._
erfolgte FOMA wurden bei damals noch
bestehender
Schultergelenks
steife Arbeiten über Schulterhöhe
gar während maximal drei Stunden pro Tag als zumutbar beurteilt (vgl. vorstehend E. 3.21).
Gestützt auf die Beurteilung durch Kreisarzt
Dr.
M._
ist
sodann
davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin in einer leidensangepassten Tätigkeit zeitlich uneingeschränkt arbeitsfähig ist, zumal
ihr
a
uch im
Bericht über die im
L._
erfolgte FOMA
für mittelschwere
leidensangepasste Tätigkeiten ein
e
ganzt
äg
ige Arbeitsfähigkeit attestiert worden
war
(vgl. vorstehend E. 3.21)
. Die Argumentation der Beschwerdeführerin, wonach sie mit dem li
n
ken Arm nichts tragen
und
keine Arbeiten über Brusthöhe
ausführen könne sowie ständig Pausen einlegen müsse (
Urk.
1 S. 2
Ziff.
2),
findet in den medizinischen Akten
keine Stütze
und
ist
aufgrund der
anlässlich der FOMA im
L._
erhobene
n
Leistungsfähigkeit (vgl. dazu
Urk.
8/194 S. 19)
mit teilweise beobacht
eter Selbstlimitierung (vgl.
Urk.
8/194 S. 13 oben) widerlegt.
Gemäss Beurteilung der Ärzte des
L._
lag die in der EFL demonstrierte Belast
barkeit denn auch allgemein im Bereich einer mittelschweren Arbeit (vgl. vorste
hend E. 3.21).
4.7
Zusammengefasst
ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin
in Bezug
auf
die Nasenatmungsbehinderung sowie in Bezug
auf die linke obere Extremität
von einem erreichten Endzustand
ausging.
Für das Bestehen weiterer unfallbedingter Beschwerden
bestehen nach Lage der
Akten keine hinreichenden Anhaltspunkte.
Der medizinische Sachverhalt erweist sich als hinreichend abge
klärt. Von der beschwerdeweise beantragten
Einholung eines
polydisziplinären
Gutachtens
sind keine massgeblichen neuen Erkenntnisse zu erwarten,
weshalb in antizipierter Beweiswürdigung
(
BGE
134 I 140 E. 5.3)
d
arauf zu verzichten ist.
Nicht zu beanstanden ist schliesslich, dass die Beschwerdegegnerin von einer uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit gemäss dem von
Kreisarzt
Dr.
M._
formulierte
n
Zumutbarkeitsprofil ausging und letz
teres der Invaliditätsbemessung
zugrunde
legte.
5.
Hinsichtlich der
erwerblichen Auswirkungen
des festgestellten unfallbedingten Gesundheitsschadens wandte sich die Beschwerdeführerin einzig gegen den von der
Beschwerdegegnerin
vorgenommenen Abzug
vom Invalideneinkommen von 10
%
(
Urk.
1 S. 4
Ziff.
8
)
.
Zu Recht nich
t
s vorgebracht wurde gegen
die
ermittelten Vergleichsei
nkommen. A
usgehend vom durchschnittlichen Stundenlohn der
im Jahr 2015
in den
Lohn
abrechnungen der (ehemaligen) Arbeitgeber (
Y._
AG,
R._
,
G._
,
S._
und
T._
,
U._
AG)
ausgewiesenen
(Netto-)Stundenlöhne
(vgl.
Urk.
8/21,
Urk.
8/52
)
von
Fr.
20.24 sowie
unter Berücksichtigung einer
Lohnerhöhung von 2
%
pro Jahr, einer Arbeitszeit von 42 Stunden pro Woche und eines Zuschlags für den drei
zehnten Monatslohn in der Höhe von 8.33
%
errechnete die Beschwerdegegner
in für
das Jahr 2018
ein nicht
zu beanstandendes
Valideneinkommen
von
Fr.
50'817.
-- (vgl.
Urk.
8/242 S. 2 oben,
Urk.
8/289 S. 12 Mitte
, vgl. auch
Urk.
8/243 S. 3
Ziff.
8
).
Auch das von der Beschwerdegegnerin gestützt auf die
vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturer
hebung (LSE)
201
6 (Tabelle TA1,
Kompetenzniveau 1, Frauen, Total)
ermittelte
, an die wöchentliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden angepasste
und nominallohn
bereinigte
Invalideneinkommen
von
Fr.
55'073.50 (
Urk.
8/289 S. 13 oben)
gibt zu keinen Beanstandungen Anl
as
s
.
Im Rahmen des pflichtgemäss ausgeübten Ermessens liegend und daher zu bestä
tigen ist schliesslich auch der vom Invalideneinkommen vorgenommene leidens
bedingte Abzug von 10
%
, welchen die Beschwerdegegnerin
im
Einspracheent
scheid
unter Hinweis auf die Rechtsprechung ausführlich begründete
(
Urk.
8/289 S. 14 oben). Allein aufgrund des fortgeschrittenen Alters der Beschwerdeführerin ist keine neue Schätzung angezeigt,
zumal sich ein fortgeschrittenes Alter
im Bereich der Hilfsarbeiten auf dem hypothetischen ausgeglichene
n Arbeitsmarkt (
Art.
16 ATSG)
nicht zwingend lohnsenkend auswirken muss. Hilfsarbeiten werden auf dem massgebenden ausgeglichenen Stellenmarkt
vielmehr
altersun
abhängig nachgefragt (Urteile des Bundesgerichts 8C_403/2017 vom 25. August 2017 E. 4.4.1 und 8C_805/20
16 vom 22. März 2017 E. 3.4.3).
Damit
ist
auch das von der Beschwerdegegnerin
ermittelte
Invalideneinkommen von
Fr.
49'566.
-- zu bestätigten
,
und
sie
errechnete zutreffend einen
rentenausschliessende
n
Invalidi
tätsgrad von 2.5
%
(
vgl.
Urk.
8/289 S. 14 Mitte
).
6.
6.1
Gestützt auf die Beurteilung durch Kreisarzt
Dr.
M._
(vorstehend E. 3.23) verneinte die Beschwerdegegnerin einen Anspruch auf eine
Integritätsentschädi
gung resulti
erend aus den im Bereich der linken oberen Extremität
bestehenden Unfall
folgen.
Dr.
M._
gin
g zwar von
einer dauerhaften Schädigung aus, erach
tete aber die
Erheblichkeitsgr
enze
als nicht erreicht. Angesichts der von
Dr.
M._
im Bereich des linken Ellbogens und der linken Schulter erhobenen Befunde und Beweglichkeitswerte (vgl.
Urk.
8/215 S. 7 oben) steht seine Beurteilung im Einklang mit den
in der Suva-Integritätsentschädigungstabelle bei Funktionsstö
rungen der oberen Extremitäten (Tabelle 1) aufgeführten Vergleichswerten
(zur Interpr
e
tation der Werte vgl. Urteil des Bundesgerichts U 24/06 vom
4.
Mai 2006 E. 2.2)
. Nachdem auch
keine gegenteilige ärztliche Beurteilung aktenkundig ist, ist der Standpunkt der Beschwerdegegnerin zu schützen.
6.2
Hinsichtlich des Anspruchs auf eine Integritätsentschädigung resultierend aus allfälligen auf das erlittene Nasentrauma zurückzuführenden
Unfall
folgen stellte die Beschwerdegegnerin einen separaten Entscheid in Aussicht (
Urk.
8/288). Dieser Anspruch ist nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens (vgl. auch
Urk.
2 S. 16 Mitte,
Urk.
7 S. 15 oben).
7.
Nach dem Gesagten erweist sich der angefochtene Entscheid als rechtens. Die dagegen erhobene Beschwerde ist abzuweisen.