Decision ID: a0c9d166-6d61-4573-9350-ff94e1ca434b
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Der 1953 geborene
X._
,
gelernter
Mechaniker
und
eidgenössisch
diplo
mierter Ingenieur (Maschinenbau)
sowie
Betriebsökonom
, war seit September 1996
als selbständiger Unternehmensberater
tätig
(
Urk.
8/1/5
, Urk.
8/19/4,
Urk.
8/24/3
)
.
Mit Datum vom 2
2.
März 2012 meldete
er
sich unter Hinweis auf eine chronische Erschöpfung s
owie schwere Depressionen (Burn
out) bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (
Urk.
8/1).
Die IV-Stelle zog einen Auszug aus dem Individuellen Konto
(IK-Auszug vom 1
1.
April 2012,
Urk.
8/6) bei und tätigte beruflich-erwerbliche
sowie
medizinische Abklärungen
. Insbesondere veranlasste sie eine psychiatri
sche Untersuchung durch den Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD), worüber am 2
2.
Juli 201
3 Bericht erstattet wurde (Urk.
8/24).
Sodann
beauftragte die
IV-Stelle
ihren Abklärungsdienst mit der Abklärung
für
Selbständigerwerbende
(Abklärungsbericht vo
m 2
2.
Februar 2013,
Urk.
8/25
).
Mit Vorbescheid vom 1
4.
August 2013 stellte die IV-Stelle dem Versicherten die Abweisung seines
Leistungs
begehrens in Aussicht
(Urk.
8/28). Dagegen erhob der Versicherte am 2
3.
August 2013 Einwand (Urk.
8/29;
mit ergänzender Beg
ründung vom 2
6
. September 2013,
Urk.
8/35). Zudem reichte er den Bericht von
Dr.
med.
Y._
, Fachärztin FMH für Neurologie und Oberärztin,
Z._
, vom
3.
September 2013 zu den Akten (
Urk.
8/34)
. Nach
Beizug
einer internen Stellungnahme (
Urk.
8/36/2f.) hielt die IV-Stelle an ihrem Stan
dpunkt fest und verfügte am 30.
Januar 2014 im angekündigten Sinne (
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob der Beschwerdeführer
,
vertreten durch Rechtsanwältin
Dr.
Dorrit Freund
,
am 2
8.
Februar 2014 Beschwerde und beantragte, es sei ihm in Aufhe
bung der angefochtenen Verfügung eine Invalidenrente zuzusprechen, und bezüglich des Krankheitsbildes und des Ausmasses der Arbeitsfähigkeit
ein psy
chiatrisches Gutac
hten in Auftrag zu geben (
Urk.
1 S. 2
). Zudem reichte er das Arztzeugnis
der behandelnden
Dr.
med.
A._
, Fachärztin FMH für Psychiatrie und Psychotherapie,
vom 2
4.
Februar 2014
(
Urk.
3/1)
sowie
eine Stellungnahme der beurteilenden Fachärzte des
Z._
vom 2
5.
Februar 2014
(
Urk.
3/2)
zu den Akten
. Mit Beschwerdean
t
wort vom 1.
April 2
01
4 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
7), was dem Beschwerdeführer am
2.
April 2014 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
9).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien sowie die eingereichten Unterlagen ist, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen einzugehen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1 des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie kör
perliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen
Ge
sundheitsschadens
und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als rele
vant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Per
son bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des
Forderbaren
wird dabei weitgehend objektiv be
stimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Er
werbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychi
schen Beein
trächtigung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur so
weit zu einer Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (Art. 6 ATSG) sei der versi
cherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
An diesem Grundsatz ändert auch das kürzlich publizierte Urteil des Bundesgerichts vom
3.
Juni 2015 (9C_492/2014, insbesondere E. 3.7) nichts.
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125
V
351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
1.6
Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (
§
26
Abs.
1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin erwog in der angefochtenen Verfügung, gemäss ihren Abklärungen
bestehe
beim Beschwerdeführer keine Invalidität im invalidenver
sicherungsrechtlich relevanten Sinne.
Liege doch mit der
mittelgradig d
epressi
ven Episode keine langandauernde, schwere Erkrankung mit erheblicher und dauerhafter Einschränkung der Arbeitsfähigkeit vor. Daher fehle es an den rechtlichen Voraussetzungen für die Ausrichtung von Leistungen durch die Invalidenversicherung (
Urk.
2).
2.2
Dagegen wandte der Beschwerdeführer
im Wesentlichen ein, eine depressive Episode nach Massgabe der ICD-10 Kriterie
n sei im psychiatrischen Sprach
ge
brauch keineswegs dem Begriff einer „Episode“, also eines zeitlich limitierten Erei
gnisses, gleichzusetzen. So dau
re seine Depression und die dadurch verur
sachte Arbeitsunfähigkeit schon über zweieinhalb Jahre an und werde gemäss RAD noch mindestens ein Jahr bis eineinhalb Jahre andauern. Diesbezüglich habe sich
Dr.
B._
massiv getäuscht, indem er prognostizierte, die Arbeitsun
fähigkeit werde längstens bis Mai 2013 andauern (
Urk.
1 S. 4).
Habe
doch
Dr.
A._
im
5.
Mai 2013
nach ICD-10
F
32.2 eine anhaltende schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome (agitierte Depression teilweise mit Suizidalität) und nach ICD-10 F41.0 eine Panikstörung (episodisch paro
xysmale Angst) diagnostiziert. Daraus ergebe sich ganz klar eine psychische Störung mit Krankheitswert (
Urk.
1 S. 5). Trotz seines starken Willens sei es ihm (dem Beschwerdeführer) nicht gelungen, seiner Depression und
Angststörung Herr zu werden
, um
wie
der arbeiten zu können. Vom 1
6.
bis
2
3.
August 2013 habe er sich zufolge seiner psychischen Erkrankung
ins
Z._
in eine stationäre Behandlung begeben müssen. Auch dort sei die Diagnose einer anhaltenden schweren depressiven Episode ohne psychotische Symptome (F32.2) gestellt worden. Es liege somit eine chronische Depression vor. Er sei bei
W
eitem nicht im Stande, eine 50%ige Arbeitsleistung zu erbringen. Es
sei
dem
zufolge ein aktueller Bericht betreffend seine Arbeitsfähigkeit bei
Dr.
A._
einzuholen. Anschliessend sei ihm eine entsprechende Invalidenrente von ver
mutlich m
ehr als 50
%
zuzusprechen (Urk.
1 S. 5).
Ausserdem
sei
neben der affektiven Erkrankung auch eine bestehende Störung auf Persönlichkei
tsebene genauer zu explorieren
(
Urk.
1 S. 6).
3.
Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Rente hat.
4.
4.1
Die medizinische Aktenlage stellt sich wie folgt dar:
4.2
Mit undatiertem Bericht diagnostizierte der behandelnde
Dr.
med.
C._
, Facharzt FMH für Allgemeine Medizin
,
- nebst
weiteren
hier nicht relevanten Diagnosen
ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit -
eine mit
telgradig
e
bis schwere depressive Episode, i
n
zunehmendem Masse seit 2
010 und
seit
1.
Januar 2011 die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigend
(
Urk.
8/9/1). Auf
grund
seiner Konzentrationsprobleme
sowie schnellen Erschöpfbarkeit sei der Beschwerdeführer in seiner Tätigkeit al
s selbständiger Berater seit dem 1.
Januar 2011 zu 50
%
eingeschränkt (
Urk.
8/9/2). Wann und i
n
welchem Ausmass die Arbeitsfähigkeit gesteigert wer
de könne, sei noch unklar (Urk.
8/9/3).
4.3
Am 2
6.
November 2012 liess die leistungspflichtige
Krankentaggeldversiche
rung
den Beschwerdeführer vertrauensärztlich durch
Dr.
med.
B._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Pharmazeutische Medi
zin, untersuchen (vgl. Untersuchungsbericht vom
1.
Dezember 2012,
Urk.
8/19). Der Beschwerdeführer habe berichtet, er habe eine „nicht ganz beschwerdefreie Kindheit“ verlebt. Seine Eltern hätten sich getrennt als er vier Jahre
alt
gewesen sei. Zu seiner Mutter habe er seither keinen Kontakt mehr. Ihr Aufenthaltsort sei unbekannt. Sein Vater sei damals schwerer Alkoholiker gewesen (
Urk.
8/19/4). Nach der Trennung seiner Eltern sei er von der Grossmutter väterlicherseits erzogen worden (
Urk.
8/19/5). Bis zu seinem 2
0.
Lebensjahr habe er „alles erfolgreich verdrängt“. Er könne sich jedoch noch daran erinnern, dass er schon als Kind nicht habe schlafen können. Da er sich immer mit seinen Vorgesetzten angelegt habe, habe er sich um 1993 beruflich selbständig gemacht. Er habe immer viel gearbeitet, auch samstags und sonntags. Dies habe im Laufe der ver
gangen
en
Jahre zu ehelichen Spannung
en
geführt
.
In der kinderlos gebliebenen Ehe habe man sich auseinandergelebt. Seit Ende 2010/Anfang 2011 habe er Depressionen bekommen (
Urk.
8/19/4). Seine „berufliche Effektivität“ habe „nachgelassen“. Früher habe er „drei bis vier Berichte am Tag geschrieben. Heute schaffe er nur noch ein
en
bis zwei Berichte pro Woche. Es gebe Tage, an denen er aufstehe und nachher wieder ins Bett gehe. Es sei schwierig, wenn man immer so gearbeitet habe und es jetzt nicht mehr gehe. Seine geistige Kon
zentrationsfähigkeit habe nachgelassen. Punktuell sei er in Kundengesprächen zwar immer noch konzentriert, aber hinter
her
lasse es drastisch nach. Der Nachtschlaf sei unter der Arzneimitteltherapie mit
Trittico
gut. Gedanken an Suizidalität habe er jetzt zwar deutlich weniger, aber manchmal immer noch. Weiter hielt
Dr.
B._
fest, die psychopathologische Befundlage des Beschwer
deführers sei von einer ausgeglichenen Stimmungslage gekennzeichnet. Seine
affektive Auslenkbarkeit sei intakt. Im Affekt habe der Beschwerdeführer bei der Schilderung seiner psychophysischen Erschöpfung in nachvollziehbarer Weise betroffen und immer noch etwas verunsichert gewirkt. Psychomotorisch sei der Beschwerdeführer wieder ausgeglichen – auch wenn er subjektiv noch über eine rasche Erschöpfbarkeit geklagt habe. Die kognitiven Fähigkeiten wie Konzent
ration, Auffassung, Merkfähigkeit, Erinnerung und Umstellungsfähigkeit im Gespräch hätten sich im Rahmen der klinischen Prüfung als intakt erwiesen. Im formalen Denken sei der Beschwerdeführer in allen Qualitäten strukturiert und geordnet. Das inhaltliche Denken sei situationsentsprechend auf die Schilderung von Biographie und Krankheitsentwicklung gerichtet gewesen, wobei eine Beschäftigung mit der psychophysischen Überlastungsreaktion seit etwa Herbst 2010 und der zunächst nur zögerlichen Verbesserung überwogen habe. Insge
samt sei der Beschwerdeführer erst teilweise wieder auf seine Zukunft ausge
richtet und beklage vor allem, dass er an Leistungsfähigkeit und Effektivität eingebüsst habe. Zeichen psychotischen Denkens, Erlebens, Wahrnehmens oder Verhaltens liessen sich ebenso wenig finden wie Hinweise auf eine aktuelle Selbst- oder Fremdgefährdung (
Urk.
8/19/6).
Zusammengefasst sei diese Befundlage mit einer mittelgradig ausgeprägten depressiven Episode (ICD-10 F32.1) vereinbar, welche inzwischen weitgehend rückläufig sei und momentan allenfalls noch leicht ausgeprägt sei (
Urk.
8/19/6). Subjektiv seien nach wie vor einerseits krankheitsunspezifische Beschwerden, andererseits eine nachvollziehbare gedankliche Auseinandersetzung mit dem Krankheitsgeschehen im Sinne einer Verarbeitung des Erlebten vorherrschend. Im Augenblick sei der Beschwerdeführer in seinem Denken erst teilweise wieder nach vorne orientiert, wirke aber emotional deutlich gefestigter, wenngleich nach wie vor etwas verunsichert. Das aktuelle Krankheitsgeschehen weise mit Blick auf die schwierigen persönlichen Lebensumstände, namentlich die psychophysische Erschöpfung sowie mangelnde Erholung und vor allem unge
nügende Arbeit/Freizeit-Balance über mehrere Jahrzehnte hinweg, deutlich erlebnisreaktive Züge auf (
Urk.
8/19/6f.). Die jetzige Erkrankung sei somit zusammengefasst überwiegend als psychische Reaktion auf eine berufliche Überbeanspruc
hung sowie mangelnden Ausgleich
über lange Zeit aufzufassen (
Urk.
8/19/7). Im weitesten Sinne sei das, was der Beschwerdeführer derzeit durchmache, somit als Anpassungsstörung an physiologische
Leistungseinbus
sen
, wie sie typischerweise in se
inem Lebensalter eintreten könnten
und deren Bewältigung Zeit brauche, aufzufassen (
Urk.
8/19/8). Die jetzige ambulante psy
chotherapeutische Behandlung sei endständig. Die nur noch
mittelfrequente
Durchführung der Behandlung reflektiere den Krankheitsrückgang. Weitere, darüber hinausgehende Behandlungsmassnahmen kämen aus psychiatrischer
Sicht nicht mehr in Betracht. Die dem Beschwerdeführer zuletzt attestierte Arbeitsunfähigkeit von 50
%
als Unternehmensberater sei aus psychiatrischer Sicht dem Krankheitsbild und dessen klinischer Ausprägung bislang angemes
sen gewesen. Mit der aktuellen Befundlage sei allerdings davon auszugehen, dass dem Beschwerdeführer äusserstenfalls noch für die Dauer von maximal einem halben Jahr, mithin bis Ende Mai 2013, eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert werden könne. Anschliessend sei von einer vollen Arbeitsfähigkeit auszugehen (
Urk.
8/19/7).
4.4
Die seit März 2011 behandelnde
Dr.
A._
diagnostizierte im B
ericht vom 5.
Mai 2013 (
Urk.
8/
22
) mit Auswirkung
en
auf die Arbeitsfähigkeit (1) eine schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome (agitierte Depression; ICD-10 F32.2), (2) eine Panikstörung (
episodisch paroxysmale Angst,
ICD-10 F41.0) sowie (3) Probleme in der Beziehung zur Ehepartnerin
(
ICD-10 Z63.0
)
. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit stellte
Dr.
A._
keine Diagno
sen. Während des ganzen Jahres 2011
/12 bis heute
habe der Beschwerdeführer davon berichtet, dass er wegen der depressiven Symptomatik als selbständig Erwerbender deutlich weniger habe arbeiten können als früher. Nach eigenen Angaben sei sein Umsatz regelrecht „zusammengebrochen“.
Der
Beschwerde
füh
rer sei in seiner Konzentration und
Aufmerksamkeit
sowie
hinsichtlich seiner Gedächtnisfähigkeit mittelgradig eingeschränkt. Er wirke psychomotorisch und auch im Gespräch verlangsamt. Sodann
sei
er im Affekt vermindert
schwin
gungsfähig
und wirke verzweifelt, angespannt, gereizt und ängstlich.
Ferner
leide
d
er
Beschwerdeführer
an Insuffizienz- und Schuldgefühlen. Motivation, Antrieb und Energie seien stark reduziert. E
s
b
estünden
ein Interessenverlust
, eine
gedrückte depressive Stimmung
, ein sozialer Rückzug sowie
plötzlich auf
tretende Panikattacken.
Demgegenüber
habe
d
er
Beschwerdeführer
einen star
ken Arbeitswille
n
. Nach der Arbeit leide er
allerdings
an schnell auftretender starker Müdigkeit bis zum Erschöpfungszustand.
Stress- und
Frustrationstole
ranz
seien
eindeutig
reduziert
.
Weiter
habe der Beschwerdeführer eine intermit
tierende Suizidalität beschrieben. Nach Aussage
seiner
Ehefrau drohe er zu Hause immer wieder damit, sich zu erschiessen. Er habe eine Waffe zu Hause und habe sich diese auch schon
vor den Kopf gehalten. Aktuell
habe der Beschwerdeführer eine Suizidalität glaubhaft verneint.
In erster Linie seien die Depression, die reduzierte Stresstoleranz sowie die Frustrationsintoleranz für die aktuelle 50%ige Arbeitsunfähigkeit verantwortlich. Diese Teilarbeitsunfähigkeit bestehe vorerst bis auf
W
eiteres
. Demgegenüber dürfe davon ausgegangen wer
den, dass die Depression zufolge der Therapie abklingen und die volle Arbeits
fähigkeit wieder eintreten werde. Ne
ben der Depression
hätt
en
initial, sei es als Teil der noch nicht als
solche erkannte
n
Depression, auch Angstkrankheiten
bestanden
. Diese Störungen bestünden weiterhin. Der Beschwerdeführer benö
tige weiterhin eine intensive Psychotherapie sowie eine intensive Pharmako
therapie (
Urk.
8/
22
/2
f.
). Derzeit besuche er
alle zwei Wochen
eine Gesprächs
therapie
(vgl. auch den Bericht vom 4. Mai 2012, Urk. 8/13)
. Die aktuelle Medi
kation bestehe
aus
Paroxetin
und
Trittico
(
Urk.
8/
22
/3)
.
4.5
Am
9.
Juli 2013
wurde der Beschwerdeführer
schliesslich
durch den R
AD
unter
sucht.
Mit Bericht vom 2
2.
Juli 2013
(
Urk.
8/24)
diagnostizierte
med.
pract
.
D._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, mit Aus
wirk
ung auf die Arbeitsfähigkeit
eine anhaltende depressive Episode,
mit
gegenwärtig mittelschwere
r
Ausprägung (ICD-10 F32.1). Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit s
tellte er keine Diagnosen (Urk.
8/24/5).
Der Beschwerde
führer sei seit 33 Jahren verheiratet, verfüge
über einen guten Freundeskreis sowie einen breiten und gu
ten Bekanntenkreis und
arbeite
a
ktuell
zu 50
%
selbständig erwerbend (
Urk.
8/24/1).
Subjektiv fühle
er
sich seit etwa zweiein
halb Jahren kraftlos, antriebslos, emotional verändert und mit vermehrtem sozi
alem Rückzug. Auch leide er unter Konzentrationsstörungen und unter vermin
derter Belastbarkeit. Er sei beruflich schon immer sehr angespannt und enga
giert gewesen, habe teilweise sieben Tage die Woche mehrere Jahre durchgear
beitet und sei ein sehr zuverlässiger, selbständiger Unternehmer gewesen. Nach dem Nervenzusammenbruch seiner Ehefrau,
was
ihn schockiert habe, habe er feststellen müssen, dass er am Zustand seiner Ehefrau zum Grossteil mitschuldig sei. Das habe ihn massiv belastet und
dekompensieren
lassen
. D
amit
verbunden seien bei ihm vorher verdrängte Urängste wieder verstärkt aufgetreten. Auch habe sich die Sinnfrage nach dem Leben aufgedrängt und er habe feststellen müssen, dass er nicht in der Lage sei, Lebensfreude zu empfinden. Dies habe er noch nie gekonnt. Dass er damit aber auch
andere, namentlich seine Frau schä
dige, habe er sich nicht verzeihen könne
n
. So sei es auch wiederholt zu
Sui
zidgedanken
gekommen, welche jedoch schon seit vielen Jahren bestehen wür
den, zuletzt vor etwa einem halben Jahr. Da habe er sich mit einer Flasche Rot
wein in den Schnee gelegt, um einzufrieren. Nur der Suche und dem Zurückho
len seiner Ehefrau verdanke er es, dass er in dieser Nacht nicht erfroren sei. Früher habe
er einen sehr strukturierten Tagesablauf gehabt.
J
etzt würde sich der Tagesablauf nicht mehr nur nach dem Auftragsvolumen und der Arbeit richten, sondern nach seinem Empfinden. Er versu
che regelmässig morgen
s
auf
zustehen, jedoch falle ihm das teilweise extrem schwer. Auch die an ihn gestellten Aufgaben könne er teilweise nicht mehr bewältigen. So sitze er manchmal morgens einfach da und würde
er
auch ganz dringende, geringfügige Belastungen wie zum Beispiel das Bearbeiten von Rechnungen nicht mehr hin
bekommen. Es gäbe auch Phasen, in denen e
s
ihm wieder besser gehe. Insge
samt sei das Ganze noch sehr schwankend. Er würde jedoch regelmässig mit seinem Hund spazieren gehen, ansonsten habe er keine echte Regelmässigkeit in seinem aktuellen Tagesablauf
(
Urk.
8/24/2)
.
Schon
als Kind
habe er
wohl Lebensüberdruss und teilweise Suizidgedanken gehabt.
RAD-Arzt
D._
hielt fest
, es sei davon auszugehen, dass sich erhebliche Entwicklungsstörungen bereits in der Kindheit manifestiert hätten. Durch die Abspaltung der sehr belastenden Gefühle und das Verdrängen auf emotionaler Ebene sei es dem Beschwerdeführer möglich gewesen, sich auf der rationalen Ebene einiges erar
beiten zu können und auch die Anerkennung zu finden, die für ihn wichtig und selbstwertbestimmend gewesen sei
(
Urk.
8/24/3)
. Während der Untersuchung habe
sich
der Beschwerdeführer
ausgeglichen und entspannt gezeigt. Mimik und Gestik seien intakt. Die Schilderung der Beschwerden sowie der Lebenssituation erschienen sachlich und ohne Tendenz zur Aggravation. Weiter habe der Beschwerdeführer s
eine Aufmerksamkeit durchgehend aufrechterhalten können. Die Konzentration habe sich im Verlaufe indes als zunehmend eingeschränkt erw
ie
sen. Ebenso hätten sich Merkfähigkeitsstörungen gezeigt. Das Langzeitge
dächtnis sei klinisch unauffällig
. Der Gedanken
gang
sei geordnet, teilweise verlangsamt, teilweise grübelnd. Inhaltliche Denkstörungen und Ich-Störungen seien nicht vorhanden. Die S
chwingung
sfähigkeit
des Beschwerdeführers sei eingeschränkt, sein Antrieb leicht reduziert und die
Stimmung
gedrückt (
Urk.
8/24/4
). Sodann
bestünden Lebensüberdruss, teilweise Suizidgedanken, wobei sich der Beschwerdeführer aktuell sicher und glaubhaft von einer Suiz
i
dalität distanziert habe. Seine
Fähigkeit zur Anpassung
an Regeln und Routinen sowie zur Planung und Strukturierung sei nicht eingeschränkt. Die Fähigkeit zu ausserberuflichen Aktivitäten sei mittelgradig eingeschränkt. Dasselbe gelte für die Kontaktfähigkeit zu Dritten und
die
Selbstbehauptungsfähigkeit, die Umstellungsfähigkeit und Flexibilität sowie für die Durchhaltefähigkeit. Sub
jektiv werde eine 50%ige Arbeitsfähigkeit angestrebt und auch als möglich erachtet (
Urk.
8/24/5).
RAD-Arzt
D._
kam zum Schluss, beim
Beschwerdeführer
sei es im Rah
men diverser Belastungssituationen zu einer depressiven Symptomatik gekom
men. Ausschlaggebend hierfür sei nicht zuletzt die
aufgrund der schwierigen Kindheits-, Jugend- und
Adoleszenzzeit
mangelnde Fähigkeit, auf emotionaler Ebene entsprechende Verarbeitungsmechanismen
zu entwickeln
. Der Beschwer
deführer befinde sich in einem permanenten Konflikt zwischen Eigen
anspruch, Selbstwertgefühl und A
ussenwirkung.
Durch die
Erkrankung sei es zu einem Verlust des Selbstwertgefühls
sowie zur
vermehrten Wahrnehmung von
Gefüh
l
e
n und Bedürfnissen
gekommen
, welche ihn in einen schweren inneren Kon
flikt
gebracht hätten. Durch die Abspaltung der Gefühle bis zum
Krankheitsein
tritt
sowie anhaltend, sei es für den Beschwerdeführer extrem schwierig, Instrumente für sich zu erarbeiten, die er für eine Krankheits- und
Konfliktbe
wältigung
benötige. Hier sei eine längerfristige psychotherapeutische Behand
lung notwendig. Auch die psychopharmakologische Behandlung bedürfe even
tuell noch weiterer Optimierungen. Aufgrund des festgestellten Defizitgefühls sei es dem Beschwerdeführer derzeit weder in seiner bisherigen noch in einer angepassten Tätigkeit möglich, mehr als 50 % zu arbeiten. Es müsse davon aus
gegangen werden, dass eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit für noch wenigstens
12
bis 18 Monate bestehen bleibe (
Urk.
8/24/6).
4.6
Vom 1
6.
bis 2
3.
August 2013
hielt
sich der Beschwerdeführer
zur stationär-psy
chiatrischen Behandlung
i
m
Z._
auf
. In ihrer Stellungnahme zuhanden des Beschwerdeführers vom
3.
September 2013
(
Urk.
8/34)
hielt Dr.
Y._
fest, letzterer leide seit mehr
als zwei Jahren unter ausgeprä
gten depressiven Symptomen, womit die Kriterien einer chronischen Depression erfüllt seien. Es sei die Diagnose eine
r
anhaltenden schweren depressiven Epi
sode ohne psychotische Symptome (ICD-10 F32.2) gestellt worden. Differenzial
diagnostisch sei eine
Dysthymie
(ICD-10 F34.1) mit double
depression
aufgrund einer in die Kindheit zurückreichenden depressiven Verstimmung mit Exazerba
tion vo
r
mehr als zwei Jahren zu diskutieren. Aufg
ru
nd der aktuellen Ausprä
gung der depressiven Symptomatik mit unter anderem starker Freudlosigkeit und Antriebsmangel sowie Kurzzeitgedächtnis- und Konzentrationsstörungen sei von einem erheblichen Krankheitswert und Leidensdruck auszugehen, der alle Lebensbereich
e
deutlich beeinträchtige. Eine vollständige
Regredienz
der Symptomatik sei aufgrund der
Chronifizierung
und biographischen Belastung unwahrscheinlich
. Unter Fortführung der Psychotherapie sowie Pharmakothera
pie sei eine langsame Besserung möglich. Es sei indes von ei
nem langwähren
den Therapiep
rozess auszugehen (
Urk.
8/34).
4.
7
In der beschwerdeweise eingereichten
ergänzenden
Stellungnahme
vom 25.
Februar 2014 betreffend den
vorgenannten stationären Aufenthalt des Beschwerdeführers im
Z._
hielten die beurteilende
n
Fachärzte fest, die vorgenannte Differenzialdiagnose beziehe sich auf die anamnestischen Angaben einer depressiven Verstimmung, welche bis in die Kindheit zurückrei
chend sei und mehrere Jahre angedauert habe, was formal den
Diagnosekrite
rien
ei
ner
Dysthymie
entsprechen würde
.
Sodann sei der Beschwerdeführer auf
grund seines Kindheitstraumas in verschiedenen Lebensbereichen beeinträchtigt. So etwa hinsichtlich seiner Fähigkeit zur Anpassung an Regeln und Routinen, seiner Flexi
bilität und Umstellungsfähigkeit, seiner
Selbstbehauptungsfähigkeit oh
ne sozialverletzendes Verhalten sowie
seiner Fähigkeit zu familiären bezie
hungsweise intimen Beziehungen. Aufgrund dieser schweren Beeinträchtigun
gen bestehe ihres Erachtens neben der affektiven Erkrankung eine Störung auf Persönlichkeitsebene, welche genauer zu explorieren sei. Diese Beeinträchtigun
gen hätten bereits vor Auftreten der depressiven Erkrankung bestanden, so dass sie als aufrechterhaltende Faktoren für die affektive Erkrankung angesehen werden müss
t
e
n
und deren Länge und Schwere miterklären würden (
Urk.
3/2).
5.
5.1
Aufgrund der
vorliegenden
medizinischen Akten kann nicht abschliessend beur
teilt werden, ob beim Beschwerdeführer ein versicherungsrelevanter Gesundheitsschaden besteht.
5.2
Der Bericht von
Dr.
B._
datiert
vom 1.
Dezember 2012 und kann damit nicht als aktuelle Entscheidungsgrundlage für die angefochtene Verfügung vom 3
0.
Januar 2014 herangezogen werden.
Insbesondere
hat sich
die Einschätzung
von
Dr.
B._
, wonach sich die depressive Symptomatik und
die
damit begrün
dete Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bis spätestens Ende
Mai
2013 (
Urk.
8/19/7)
vollständig
remittieren werde
,
nach Lage der Akten
nicht
bewahr
heitet
.
So
d
iagnostizierte
RAD-Arzt
D._
mit
Untersuchungsbericht vom
22.
Juli 2013
erneut eine mittelgradige depressive Episo
de
und begab sich
der Beschwerdeführer
im August 2013 zur
stationäre
n Behandlung ins
Z._
(
Urk.
8/24/6,
Urk.
8/34,
E. 4.5f
.
).
5.3
Weiter
vermag d
ie Diagnose einer anhaltenden schweren depressiven Episode gemäss Bericht
en
von
Dr.
A._
vom
5.
Mai 2013
(Urk. 8/22) und 4. Mai 2012 (Urk. 8/13)
sowie Stellungnahme von
Dr.
Y._
vom 3.
September 2013 (
Urk.
8/34) mit Blick darauf, dass der Beschwerdeführer
jedenfalls bis
Juli 2013 noch zu 50
%
arbeitete (
Urk.
8/24/1) und
die in Anspruch genommene psychi
atrische Therapie
mit der vierzehntäg
igen Sitzungsfrequenz (
Urk.
8/22/3
und Urk. 8/13/3
)
wenig intensiv
ist, kaum zu überzeugen.
Letzteres umso weniger in Kombination mit der Differenzialdiagnose einer
Dysthymie
, bezüglich welcher das Bundesgericht verschiedentlich festgehalten hat, dass diese nach der im gebräuchlichen ICD-Klassifikationssystem enthaltenen Umschreibung eine chronische depressive Verstimmung ist, die weder schwer noch hinsichtlich ein
zelner Episoden anhaltend genug ist, um die Kriterien einer schweren, mittel
gradigen oder leichten rezidivierenden depressiven Störung zu erfüllen (Urteil des Bundesgerichts 8C_806/2013 vom
6.
März 2014 E. 6.2 mit Hinweisen).
Kommt hinzu, dass
es sich bei
Dr.
A._
um die behandelnde Psychiaterin handelt und
das Gericht
der Erfahrungstatsache Rech
nung zu tragen
hat
, dass behandelnde Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrau
ensstellung in Zweifelsfä
llen eher zu Gunsten ihrer Pati
entinnen und Patienten aussagen (BGE
125 V 353 E. 3b/cc).
5.4
D
ie angeblichen
(schweren)
Beeinträchtigungen in diversen Lebensbereichen, so etwa hinsichtlich
seiner Flexibilität und Umstellungsfähigkeit,
Selbstbehaup
tungsfähigkeit
ohne sozialverletzendes Verhalten
sowie Kontaktfähigkeit zu Dritten
gemäss Stellungnahme
der Ärzteschaft des
Z._
vom 2
5.
Februar 2014
(
Urk.
3/2) erscheinen
mit Blick auf die
Berufsbiographie des Beschwerdeführers, namentlich seine
r
langjährige
n
beeindruckende
n
Perfor
mance und Leistungsfähigkeit
als Unternehmensberater,
im Rahmen
welcher er nach eigenen Angaben immer in Kontakt mit den Führungspersonen der Firmen stand
(Urk.
8/25/4), wenig glaubhaft. Indem die behaupteten Beeinträchtigun
gen angeblich
bereits vor Auftreten der de
pressiven Erkrankung bestanden hät
ten, ist im Übrigen auch nicht einsichtig, inwiefern sich eine allfällig vorhan
dene Persönlichkeitsstörung einschränkend auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers auswirken sollte.
5.5
Schliesslich bleibt unklar
,
auf welches Pensum die ärztlichen
Arbeitsfähig
-
k
eitsbe
urteilungen
Bezug nehmen.
So a
rbeitete
der Beschwerde
führer bis zum Eintritt seiner Leistungseinbusse nach eigenen Angaben an sie
ben Tage pro Woche täglich 10-11 Stunden (
Urk.
8/25/5).
5.
6
Zusammenfassend
lag der angefochtenen Verfügung k
ein hinreichend abgeklär
ter medizinischer Sachverhalt zugrunde, welcher eine abschl
iessende Beurtei
lung des Gesund
heitszustandes sowie der
en Auswirkungen auf die
Arbeitsfähig
keit des Beschwerdeführers erlaubt hätte.
Mithin
kann mit Blick auf
die vom RAD-Arzt im Juli 2013 diagnostizierte mittelgradig
e
depressive Episode
sowie
Hospi
talisation
des Beschwerdeführers
im August 2013 nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
ausgeschlossen
werden
, dass
im Zeitpunkt
des
Verfügungs
erlasses
ein
invalidenversicherungsrechtlich
relevanter Gesundheitsschaden
bestanden
hat.
In Anbetracht dieser Erwägungen ist eine umfassende psychiatrische Abklärung unter Einschluss der Frage, inwiefern sich ein allenfalls beim Beschwerdeführer vorliegender psychischer Gesundheitsschaden mit Krankheitswert auf seine Arbeitsfähigkeit auswirkt,
angezeigt
. Dabei wird der beurteilende Facharzt ent
sprechend der neuen Rechtsprechung (Urteil des Bundesgerichts 9C_492/2014 vom
3.
Juni 2015) auch zu den neuen Indikato
ren Stellung zu beziehen haben.
In diesem Sinne
ist
die Beschwerde gutzuheissen und der angefochtene
Ent-scheid
aufzuheben.
6.
6.1
Gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von
Fr.
200.-- bis
Fr.
1'000.-- festgelegt. Die Kosten sind
ermes-sensweise
auf
Fr.
6
00.-- festzusetzen und (aufgrund der rechtsprechungsgemäss ebenfalls als vollständiges Obsiegen geltenden Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung) ausgangsgemäss der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
6.2
Nach
Art.
34
Abs.
3
GSVGer
hat der obsiegende Beschwerdeführer Anspruch auf eine Prozessentschädigung. Diese wird vom Gericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeut
ung der Streitsache, der Schwie
rigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen. Vorliegend erscheint eine Prozessentschädigung von
Fr.
1‘
2
00.-- (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) als angemessen.