Decision ID: b8bbfcc7-32b2-59de-9899-9637a83d4e9d
Year: 2009
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass die Beschwerdeführenden, Geschwister kurdischer Ethnie mit letztem Wohnsitz in C._, Syrien eigenen Angaben zufolge am 26. Juni 2007 verliessen und am 28. Juni 2007 in die Schweiz , wo sie gleichentags um Asyl nachsuchten,
dass sie anlässlich der Kurzbefragungen im Transitzentrum Altstätten vom 11. Juli 2007 sowie den Anhörungen vom 15. Oktober 2007 zur Begründung ihrer Asylgesuche im Wesentlichen geltend machten, sie hätten gemeinsam einen Laden geführt, in dem sie auf Wunsch der kurdischen Kundschaft Ware verkauft hätten, die mit kurdischen  bzw. kurdischen Führungspersonen gekennzeichnet gewesen seien,
dass vier in Zivil gekleidete Geheimdienstleute Anfang April 2007 in  Laden gekommen seien, wo sie die Waren mit kurdischen  gesehen hätten,
dass die Geheimdienstler die Waren beschlagnahmt, sie beschimpft und auf den Posten mitgenommen hätten, wo sie befragt worden , wobei der Beschwerdeführer auch geschlagen worden sei,
dass man sie am folgenden Tag unter der Auflage, keine "kurdischen Waren" mehr zu verkaufen, freigelassen habe,
dass man sie zwei Tage danach erneut auf den Posten mitgenommen und befragt habe, wobei der Beschwerdeführer aufgefordert worden sei, den Behörden Informationen über die kurdische Opposition zu ,
dass die Geheimdienstler immer wieder in den Laden gekommen  und auch das Privathaus, in dem sich ihre Mutter aufgehalten habe, durchsucht hätten,
dass die Geheimdienstler bei einer Hausdurchsuchung vom Juni 2007 kurdische Bücher der Beschwerdeführerin vorgefunden und  hätten,
dass die Beschwerdeführenden von ihrer Mutter informiert worden , worauf sich die Beschwerdeführerin zu einem in C._
Seite 2
D-2543/2009 D-2545/2009
lebenden Onkel begeben habe, wo sie sich bis zur Ausreise versteckt habe,
dass sich die Geheimdienstler beim Beschwerdeführer mehrmals nach seiner Schwester erkundigt und ihm angedroht hätten, ihn , falls sich seine Schwester nicht bei ihnen melde,
dass der Beschwerdeführer sich im Jahr 2007 bei der Yekiti-Partei , für diese jedoch keine Aktivitäten entfaltet habe,
dass das BFM die Schweizerische Botschaft in Damaskus am 26.  2008 um die Vornahme von Abklärungen im Heimatland der Beschwerdeführenden ersuchte,
dass die Schweizerische Botschaft am 17. November 2008 das  ihrer Abklärungen übermittelte,
dass das BFM die Beschwerdeführenden mit Schreiben vom 12.  2009 von den Abklärungsergebnissen in Kenntnis setzte und  Frist zur Einreichung von Stellungnahmen ansetzte,
dass der inzwischen von den Beschwerdeführenden mandatierte Rechtsvertreter am 6. März 2009 zwei Stellungnahmen einreichte (vgl. act. A22/4 bzw. A22/3), in denen auf das exilpolitische Engagement der Beschwerdeführenden hingewiesen und diverse Beweismittel  wurden (vgl. act. A23, Beweismittelumschläge),
dass das BFM mit - am folgenden Tag eröffneter - Verfügung vom 24. März 2009 feststellte, die Beschwerdeführenden würden die Flüchtlingseigenschaft nicht erfüllen, die Asylgesuche ablehnte, die Wegweisung aus der Schweiz verfügte und den Vollzug der  anordnete,
dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen anführte, die  hätten sich nicht übereinstimmend zur Frage , weshalb die Beschwerdeführerin bei der dritten Mitnahme nicht befragt worden sei,
dass der Beschwerdeführer behauptet habe, man habe sie zwei oder drei Mal mitgenommen, während seine Schwester angegeben habe,
Seite 3
D-2543/2009 D-2545/2009
nach ihrer letzten Festnahme habe man ihren Bruder einige Male zum Posten mitgenommen,
dass es nicht plausibel sei, dass die Beschwerdeführerin  dann einen kurdischen Sprachkurs begonnen und den Behörden missliebige kurdische Bücher zu Hause aufbewahrt habe, als sie  im Visier des Geheimdienstes gestanden habe,
dass die Beschwerdeführenden behauptet hätten, sie seien am 26. Juni 2007 von Aleppo aus mit einem Auto in die Türkei gefahren, während die Abklärungen durch die Schweizerische Vertretung in  ergeben hätten, dass sie am 18. Juni 2007 über Damaskus  nach Algerien ausgereist seien,
dass ihre Schilderungen der Flucht somit tatsachenwidrig seien,
dass gemäss den Botschaftsabklärungen zudem nichts gegen die  vorliege und sie von den heimatlichen Behörden nicht gesucht würden,
dass es ihnen mit ihren Stellungnahmen vom 6. März 2009 nicht , diese Ungereimtheiten überzeugend aufzulösen,
dass eine zusammenfassende Würdigung zum Schluss führe, die  seien bis zu ihrer Ausreise nicht verfolgt gewesen, weshalb ihre Asylbegründungen als unglaubhaft zu taxieren seien,
dass hinsichtlich der geltend gemachten subjektiven Nachfluchtgründe davon auszugehen sei, die syrischen Behörden beschränkten ihre  hauptsächlich auf die Identifizierung von Personen, deren Aktivitäten über den Rahmen massentypischer und niedrig profilierter Erscheinungsformen exilpolitischer Proteste hinausgingen und die Funktionen oder Aktivitäten entwickelten, welche sie als ernsthafte und gefährliche Regimegegner erscheinen liessen,
dass eine exilpolitische Tätigkeit nur dann als erheblich anzusehen sei, wenn eine Person über einen beträchtlichen Zeitraum nach aussen  und exponiert als Regimekritiker in Erscheinung trete oder sich ihre politischen Aktionen als Fortführung einer bereits im  betätigten festen Überzeugung darstellten und eine gewisse  erreichten,
Seite 4
D-2543/2009 D-2545/2009
dass die Beschwerdeführenden kein politisches Engagement in Syrien hätten glaubhaft machen können und sich in der Schweiz nicht derart stark exponiert hätten, dass sie dadurch das Interesse der syrischen Behörden auf sich gezogen hätten, welche Einschätzung in Einklang mit den Abklärungen der Schweizerischen Vertretung in Damaskus stünden,
dass die Aktivitäten der Beschwerdeführenden im Falle ihrer Rückkehr nach Syrien keine konkrete Gefährdung zu begründen vermöchten,
dass die Beschwerdeführenden mit Eingaben vom 21. April 2009  diese Entscheide durch ihren Rechtsvertreter beim  Beschwerde erheben und beantragen liessen, die  Verfügungen seien vollumfänglich aufzuheben, die  sei anzuweisen, sie als Flüchtlinge anzuerkennen und ihnen Asyl zu gewähren, eventualiter sei die Vorinstanz anzuweisen, sie als Flüchtlinge vorläufig aufzunehmen, subeventualiter sei die Sache zur hinreichenden Abklärung des Sachverhalts und zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen, subsubeventualiter sei die Vorinstanz anzuweisen, sie wegen Unzulässigkeit bzw. Unzumutbarkeit des  vorläufig aufzunehmen, die Verfahren seien aus  Gründen zu vereinigen und es sei ihnen die  Rechtspflege zu gewähren sowie auf die Erhebung von  zu verzichten,
dass der Instruktionsrichter dem Gesuch um Vereinigung der  mit Zwischenverfügung vom 30. April 2009 , die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses abwies und die Beschwerdeführenden aufforderte, bis zum 15. Mai 2009 einen Kostenvorschuss von Fr. 800.-- zu leisten, unter der Androhung, bei ungenutzter Frist werde auf die Beschwerden nicht eingetreten,
dass der erhobene Kostenvorschuss am 12. Mai 2009 geleistet wurde,

und zieht in Erwägung,
dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden  Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968
Seite 5
D-2543/2009 D-2545/2009
über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]) des BFM entscheidet (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31] i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),
dass die Beschwerdeführenden durch die angefochtenen Verfügungen besonders berührt sind, ein schutzwürdiges Interesse an deren  beziehungsweise Änderung haben und daher zur Einreichung der Beschwerden legitimiert sind (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),
dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichten Beschwerden einzutreten ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 50 Abs. 1 und 52 VwVG),  der Kostenvorschuss innert angesetzter Frist eingezahlt wurde,
dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),
dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in  Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters  wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie  aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der  nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),
dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen  verzichtet wurde,
dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 AsylG), wobei als Flüchtling eine ausländische Person  wird, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität,  zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG),
dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest  gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),
Seite 6
D-2543/2009 D-2545/2009
dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die  ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für  hält,
dass Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in  Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf  oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden,
dass der Sachverhalt aufgrund der ausführlichen Anhörungen der , ihrer schriftlichen Eingaben und der  erstellt ist, weshalb der Subeventualantrag, die Sache sei zur Abklärung des Sachverhalts und Neubeurteilung an das BFM , abzuweisen ist, zumal die Behörde nicht gehalten ist, sich in ihrer Verfügung zu allen Vorbringen bzw. zu allen eingereichten Beweismitteln einzeln zu äussern,
dass die Beschwerdeführenden bezüglich der Frage der Ausreise aus Syrien eingestandenermassen nicht den tatsächlichen Gegebenheiten entsprechende Aussagen gemacht haben, was aufgrund der  der Schweizerischen Botschaft in Damaskus auch objektiv  feststeht (vgl. act. A18/1 und A22/4 bzw. A22/3),
dass wirklich Verfolgte, die auf ihre Mitwirkungs- und Wahrheitspflicht hingewiesen wurden (vgl. act. A1/13 S. 2), sich kaum der Lüge  dürften, um ihr legitimes Anliegen auf Schutzgewährung , auch wenn sie von einem Schlepper entsprechend beraten worden sein sollten,
dass der Umstand, dass die Beschwerdeführenden verschwiegen , dass sie legal und kontrolliert aus Syrien ausgereist sind, nicht nur zu erheblichen Zweifeln an ihrer persönlichen Glaubwürdigkeit führt, sondern auch klar gegen die von ihnen geltend gemachte  durch die syrischen Behörden zum Zeitpunkt der Ausreise spricht,
dass die Beschwerdeführenden - wäre die Beschwerdeführerin  vom syrischen Geheimdienst gesucht worden - sich wohl kaum für den von ihnen gewählten Weg der legalen Ausreise über den streng und professionell kontrollierten Flughafen von Damaskus  hätten,
Seite 7
D-2543/2009 D-2545/2009
dass an dieser Betrachtungsweise auch die Behauptung, der  habe ihnen durch Bezahlung eines hohen Bestechungsgeldes die legale Ausreise ermöglichen können (vgl. Beschwerden S. 4), nichts zu ändern vermag,
dass die in den Stellungnahmen vom 6. März 2009 und den  vom 21. April 2009 geäusserten Zweifel an der Zuverlässigkeit der Botschaftsantwort hinsichtlich der Frage, ob gegen die  in Syrien etwas vorliegt, spekulativ und wenig überzeugend erscheinen, und auch keine Anhaltspunkte ersichtlich sind, aufgrund derer sich generelle Zweifel an der Zuverlässigkeit der Abklärungen der Schweizerischen Vertretung in Damaskus ergeben könnten,
dass somit entgegen der in den Beschwerden vertretenen Auffassung davon auszugehen ist, die Beschwerdeführenden seien zum Zeitpunkt der Ausreise aus Syrien nicht verfolgt gewesen und hätten sich auch nicht in begründeter Weise vor asylrechtlich relevanter Verfolgung fürchten müssen,
dass daran auch ihr Hinweis, ihre insgesamt kohärenten Aussagen  sich nicht als unglaubhaft, weil sie in einigen Punkten von  abwichen (vgl. Beschwerden S. 4), nichts zu ändern vermag, da die Abweichungen in den Aussagen der Beschwerdeführenden  der vorstehenden Erwägungen ohnehin nicht von  Bedeutung sind,
dass die von den Beschwerdeführenden eingereichten Fotografien, die den Beschwerdeführer vor bzw. in seinem Geschäft zeigen, nicht  sind, einen asylrechtlich bedeutsamen Hintergrund ihrer  aus dem Heimatland zu belegen oder als überwiegend  erscheinen zu lassen, da es viele Gründe für ein Verlassen des Heimatlandes geben kann,
dass Flüchtlingen kein Asyl gewährt wird, wenn sie erst durch ihre Ausreise aus dem Heimatstaat oder wegen ihres Verhaltens nach der Ausreise Flüchtlinge im Sinne von Art. 3 AsylG wurden (vgl. Art. 54 AsylG),
dass die Erwägungen des BFM, die geltend gemachten subjektiven Nachfluchtgründe vermöchten die Flüchtlingseigenschaft der  nicht zu begründen, überzeugend erscheinen,
Seite 8
D-2543/2009 D-2545/2009
dass die Beschwerdeführenden geltend machen, sie hätten nach ihrer Einreise in die Schweiz an Veranstaltungen der Yekiti-Partei und an Demonstrationen teilgenommen und der Beschwerdeführer sei  dieser Partei geworden,
dass aufgrund der Aktenlage nicht davon auszugehen ist, das  der Beschwerdeführenden sei über die blosse Teilnahme an  und Kundgebungen hinausgegangen,
dass diese Einschätzung durch die eingereichten Fotografien, auf  die Beschwerdeführenden als Teilnehmer an Kundgebungen und Versammlungen wahrnehmbar sind (vgl. act. A23, ), gestützt wird,
dass das exilpolitische Engagement der Beschwerdeführerin geringer gewesen ist, als dasjenige ihres Bruders,
dass insgesamt gesehen nicht von einem solchen Mass an  Tätigkeit in der Schweiz auszugehen ist, dass die  deswegen den Behörden ihres Heimatstaats aufgefallen sein müssten,
dass der Umstand, wonach exilpolitische Aktivitäten syrischer  von den syrischen Behörden beobachtet werden, für sich allein nicht ausreicht, um eine begründete Verfolgungsfurcht glaubhaft zu machen,
dass zusätzliche konkrete Anhaltspunkte - nicht lediglich abstrakte oder rein theoretische Möglichkeiten - dafür vorliegen müssten, dass die Beschwerdeführenden tatsächlich das Interesse der syrischen  auf sich zogen respektive als regimefeindliche Elemente  identifiziert und registriert wurden,
dass derartige konkrete und glaubhafte Hinweise vorliegend nicht ,
dass die Beschwerdeführenden bei der Yekiti, für die sie  oder deren Mitglied der Beschwerdeführer geworden ist, keine Führungsposition innehaben und weder Verantwortung noch  wichtige Aufgaben übernommen haben,
Seite 9
D-2543/2009 D-2545/2009
dass es den Beschwerdeführenden somit nicht gelingt, die  nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen,  das Bundesamt zutreffend festgestellt hat, die  würden die Flüchtlingseigenschaft nicht erfüllen und deren  zu Recht abgelehnt hat,
dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine  erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer  besteht (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der  Asylrekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21), weshalb die  Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,
dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den  Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern , wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des  vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]),
dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn  Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),
dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land  werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]),
dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es den Beschwerdeführenden nicht gelungen ist, eine  erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des  Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung
Seite 10
D-2543/2009 D-2545/2009
findet und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung ersichtlich sind, die im Heimat- oder Herkunftsstaat droht,
dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als  erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und  Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),
dass weder die allgemeine Lage im Heimat- bzw. Herkunftsstaat der Beschwerdeführenden noch individuelle Gründe auf eine konkrete  im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der  der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,
dass in Syrien keine Situation allgemeiner Gewalt herrscht, weshalb in konstanter Praxis von der generellen Zumutbarkeit des  nach Syrien ausgegangen wird,
dass keine individuellen Gründe ersichtlich sind, welche gegen die  einer Rückkehr der Beschwerdeführenden sprächen,
dass sie zwar der kurdischen Ethnie angehören, was indessen nicht gegen den Vollzug der Wegweisung spricht, halten sich doch  Familienmitglieder (Mutter und fünf Brüder sowie weitere ) in Syrien auf,
dass die jungen Beschwerdeführenden, die gemäss Aktenlage unter keinen ernsthaften gesundheitlichen Problemen leiden, 27 bzw. 30 Jahre in Syrien gelebt haben und dort über ein dichtes familiäres  verfügen, weshalb es ihnen gelingen wird, sich in ihrer Heimat zu reintegrieren und sich eine Existenzmöglichkeit zu schaffen,
dass der Vollzug der Wegweisung der Beschwerdeführenden in den Heimatstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse  (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es ihnen obliegt, bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),
dass es sich erübrigt, auf die weiteren Ausführungen in den Eingaben der Beschwerdeführenden und die eingereichten Beweismittel im  einzugehen, da sie an der vorgenommenen Würdigung nichts zu ändern vermögen,
Seite 11
D-2543/2009 D-2545/2009
dass es den Beschwerdeführenden demnach nicht gelungen ist , inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerden abzuweisen sind,
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 800.-- (Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) den Beschwerdeführenden aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG),
dass die Verfahrenskosten durch den in gleicher Höhe geleisteten  gedeckt und mit diesem zu verrechnen sind.
(Dispositiv nächste Seite)
Seite 12
D-2543/2009 D-2545/2009