Decision ID: 85d4bbce-fdb0-534a-8b72-5d8154d9625d
Year: 2008
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

A.c Mit Beschwerde vom 5. Januar 2004 rügte der Beschwerdeführer unter anderem die unvollständige und unrichtige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts. So habe er seine Tätigkeit als  für den Parlamentsabgeordneten _ zu einer Zeit aufgenommen, als die PA noch an der Macht gewesen sei. In der Zwischenzeit hätten sich die Machtverhältnisse geändert, was für Personen, welche für die PA aktiv gewesen seien, in vielfacher Hinsicht Konsequenzen haben könne. Da die Übergriffe durch Dritte naheliegenderweise mit dieser Tätigkeit zusammenhingen, sei es grundsätzlich undenkbar, dass sich der Beschwerdeführer mit seinen Problemen an die srilankischen Sicherheitskräfte hätte wenden können. Denn dies hätte dazu geführt, dass er von den Sicherheitskräften entweder keinen Schutz hätte erhalten können oder gar mit Übergriffen konfrontiert worden wäre. Die srilankischen Sicherheitskräfte wüssten zudem, dass sie sich mit den aktuellen Machthabern gut zu stellen hätten. Dies habe das Bundesamt zu wenig abgeklärt, beispielsweise im Rahmen einer Anfrage an die schweizerische Botschaft in Colombo. Sodann sei der Beschwerdeführer vom 2. bis zum 6. Mai 2003 inhaftiert gewesen. Er sei immer wieder geschlagen und mehrmals in einen Wassertank  worden. Schliesslich sei bei der Aussetzung auf dem Friedhof noch geschossen worden. Er leide heute deshalb unter grossen . Dies habe er im Verfahren auch erklärt und angegeben, er stehe deswegen in der Schweiz in ärztlicher Behandlung. Das  habe es jedoch unterlassen, vom Beschwerdeführer einen  Arztbericht einholen zu lassen.
A.d Mit Urteil vom 15. Mai 2007 wies das Bundesverwaltungsgericht die Beschwerde vollumfänglich ab. Es erwog dabei, die Vorinstanz habe den Sachverhalt entgegen der Rüge des Beschwerdeführers vollstän-
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dig und richtig abgeklärt. Gemäss geänderter Rechtsprechung ( zur Schutztheorie) sei sodann bei der Beantwortung der Frage, ob eine Person von Verfolgung im flüchtlingsrechtlichen Sinne betroffen werde, nicht mehr das Kriterium der Urheberschaft massgeblich, sondern das Vorhandensein adäquaten Schutzes im Heimatstaat. Der srilankische Staat sei zur Zeit im südlichen Teil des Landes grundsätzlich willens und fähig, Personen, welche von Drittpersonen bedroht beziehungsweise verfolgt würden, den erforderlichen Schutz zu gewähren. Es stehe zwar fest, dass aufgrund des seit Jahren andauernden ethnischen Konfliktes in Sri Lanka eine Tätigkeit für einen Parlamentsabgeordneten mit einem gewissen Sicherheitsrisiko verbunden sei. Des Weiteren sei nicht auszuschliessen, dass eine Person in der Situation des Beschwerdeführers als Leibwächter eines Parlamentsabgeordneten der PA zum Zeitpunkt des politischen Machtwechsels, mithin des Verlusts der Mehrheit der PA im Parlament, damals nicht gewagt hätte, sich an die staatlichen Behörden zu wenden und um Schutz zu ersuchen. Aber in Anbetracht der Tatsache, dass der Beschwerdeführer in Sri Lanka der singhalesischen Mehrheit angehöre und er darüber hinaus eigenen Angaben zufolge nie politisch aktiv gewesen sei, könne zum aktuellen Zeitpunkt, das heisst vier Jahre nach der Ausreise des Beschwerdeführers, klarerweise nicht davon ausgegangen werden, dass er bei Bedarf den nötigen staatlichen Schutz nicht erhalten würde. Es sei indes nicht in Abrede zu stellen, dass es auch in letzter Zeit zu Attentaten gegenüber Angehörigen der srilankischen Sicherheitskräfte beziehungsweise Parlamentsmitgliedern gekommen sei. Insgesamt sei aber vorliegend die geltend gemachte Verfolgung durch Dritte asylrechtlich unerheblich. Entsprechend sei auch der Umstand, wonach der Beschwerdeführer wegen der Verfolgung durch Dritte an einem Trauma leide, gleichermassen unmassgeblich.
B. Am 2. August 2007 stellte der Beschwerdeführer beim BFM durch  Vertretung ein zweites Asylgesuch. Zur Begründung führte er an, dass _ und weitere Personen verhaftet worden seien. Ihnen werde zur Last gelegt, im Zusammenhang mit den Wahlen vom 24. August 1996 einen Mord begangen zu haben. Die PA sei zwar mittlerweile wieder an der Macht in Sri Lanka beteiligt. Innerhalb der Partei habe es aber teilweise gewaltsame interne Auseinandersetzungen gegeben. Die Anklage gegen _ sei
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politisch bedingt. Im Weitereren sei ein Cousin des Beschwerdeführers für die oppositionelle UNP tätig gewesen und seit Juli 2006 unbekannten Aufenthalts. Die gesamte Familie des Beschwerdeführers sei überdurchschnittlich politisch aktiv, und zwar für verschiedene Parteien; es sei zu befürchten, dass noch weitere Angehörige wie der erwähnte Cousin aus politischen Gründen getötet oder entführt werden könnten. In Anbetracht des gegen seinen früheren Arbeitgeber eingeleiteten Verfahrens wegen Mordes sei die aktuelle Gefährdungslage des Beschwerdeführers evident; er müsse damit rechnen, dass wegen seiner Gewaltakte während des Engagements für _ auch gegen ihn ermittelt werde, zumal diverse Personen aus dessen Entourage bereits angeklagt seien. Es bestehe auch die Gefahr, dass er wie sein Cousin zum Verschwinden gebracht werde. Es lägen mithin neue Asylgründe vor. Der Eingabe lagen Beweismittel bezüglich der geltend gemachten neuen Sachverhaltselemente bei.
C. Mit Verfügung vom 31. Januar 2008 - eröffnet am 8. Februar 2008 - trat das BFM gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. e des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das zweite Asylgesuch des  nicht ein und verfügte dessen Wegweisung sowie den Vollzug. Ferner wurde eine Gebühr in der Höhe von Fr. 1'200.-- . Die Vorinstanz erwog dabei zum einen, dass sich aufgrund von Ungereimtheiten in den eingereichten Beweismitteln zum  des Cousins keine flüchtlingsrechtlich relevante Gefährdungslage des Beschwerdeführers ergebe. So beträfen diese nicht den  Cousin _, sondern die Person _. Es bestünden keine Anhaltspunkte dafür, dass deren Verschwinden im Zusammenhang mit der Situation des Beschwerdeführers stehe. Zum anderen lägen keine Hinweise dafür vor, dass der Beschwerdeführer durch das gegen _ angestrengte Verfahren persönlich betroffen sei beziehungsweise gegen ihn ermittelt werde. Zudem seien solche allfälligen Ermittlungen als rechtsstaatlich legitim zu bezeichnen, da der Beschwerdeführer gemäss eigenen Aussagen Körperverletzungsdelikte begangen habe. Die hinsichtlich des angeblich drohenden Verfahrens eingereichten Beweismittel rechtfertigten keine andere Einschätzung. Es bestünden mithin keine Hinweise, dass nach Abschluss des ersten Asylverfahrens Ereignisse eingetreten seien, die geeignet seien, die Flüchtlingseigenschaft zu begründen oder die für die Gewährung vorübergehenden Schutzes relevant seien.
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D. Mit Eingabe vom 15. Februar 2008 an das Bundesverwaltungsgericht beantragte der Beschwerdeführer durch seine Vertretung die  der angefochtenen Verfügung und Eintreten auf sein Asylgesuch. Eventualiter sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und die  beziehungsweise Unzumutbarkeit des  festzustellen. Vor der Gutheissung der Beschwerde sei eine  Frist zur Einreichung einer Kostennote anzusetzen. Zur Begründung machte der Beschwerdeführer geltend, in seinem  vom 2. August 2007 ausführlich dargelegt zu haben, dass  auf eine Verfolgung vorlägen. Diese Hinweise ergäben sich  aus dem im Jahre 2007 gegen seinen früheren Arbeitgeber eingeleiteten Strafverfahren. Dieses Verfahren sei Teil einer politischen Abrechnung mit _. Als dessen früherer Arbeitnehmer und Beteiligter an Gewaltdelikten könne der Beschwerdeführer in Sri Lanka bei ihn betreffenden Ermittlungen nicht mit einem fairen Verfahren rechnen. Demzufolge hätte das BFM weitere Abklärungen vornehmen und auf das Asylgesuch eintreten müssen. Entsprechend wäre eine weitere Anhörung, welche nicht stattgefunden habe, zwingend erforderlich gewesen. Im Weiteren sei aufgrund eines redaktionellen Versehens in der Eingabe vom 2. August 2007 der Cousin des Beschwerdeführers falsch - nämlich mit dem Namen des Beschwerdeführers - bezeichnet worden. Bei dem in den Beweismitteln erwähnten und verschwundenen Person - _ - handle es sich aber offensichtlich um besagten Cousin, was von der Vorinstanz unschwer hätte festgestellt werden können. Ihre Argumentation in der angefochtenen Verfügung beziehungsweise das Ausnützen eines offensichtlichen redaktionellen Versehens müsse entsprechend als überspitzt formalistisch bezeichnet werden. Das gegen _ eingeleitete Verfahren belege, dass ein enormes Rachebedürfnis und auch das Bedürfnis einer politischen Abrechnung mit diesem Parlamentarier und dessen Umfeld bestehe. Da der Beschwerdeführer Teil diese Umfeldes gewesen sei, wäre das BFM wie erwähnt zu weiteren Abklärungen verpflichtet gewesen. Dies zur Klärung der Frage, ob auch er wegen seiner Tätigkeiten für _ von Verfolgungsmassnahmen betroffen sein könnte und ihm dabei ein Politmalus erwachsen würde.
E. Mit Zwischenverfügung vom 20. Februar 2008 bestätigte die  des Bundesverwaltungsgerichts die Berechtigung des Be-
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schwerdeführers zur Anwesenheit in der Schweiz bis zum Abschluss des Verfahrens. Im Weiteren verzichtete sie auf die Erhebung eines Kostenvorschusses.
F. Mit Vernehmlassung vom 22. Februar 2008 schloss die Vorinstanz auf Abweisung der Beschwerde. Der Beschwerdeführer sei nach  des ersten Asylverfahrens nicht in sein Heimatland , weshalb sich eine Anhörung erübrigt habe, zumal keine  auf Verfolgung vorlägen. Allein wegen des Gerichtsprozesses  _ könne nicht auf eine asylrelevante Gefährdung des  im Heimatland geschlossen werden. Diesbezüglich bestünden keinerlei konkrete Hinweise. Auch das geltend gemachte Verschwinden des Cousins rechtfertige keine andere Einschätzung.
G. Mit Replik vom 11. März 2008 hielt der Beschwerdeführer an seinen bisherigen Darlegungen fest. Die vorinstanzliche Argumentation sei nicht nachvollziehbar und verkenne überdies die äusserst  politische Situation vor Ort. Wenn 11 Jahre nach einer angeblichen oder effektiven Tat gegen einen unterdessen entmachteten Politiker und dessen Entourage ein Strafverfahren durchgeführt werde und der Beschwerdeführer selbst eine problematische Tätigkeit als dessen Leibwächter innegehabt habe, sei eine vertieftere Prüfung der Frage einer persönlichen Gefährdung des Beschwerdeführers unabdingbar. Angesichts der verschlechterten Zustände in Sri Lanka müsse er  damit rechnen, selbst bei einem an sich aus rechtsstaatlich  Motiven eingeleiteten Verfahren Opfer von Willkürakten und Übergriffen zu werden.
H. Nach entsprechender Fristansetzung reichte der Vertreter des  am 17. März 2008 seine Kostennote ein.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsge-
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richt Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das  für Migration (BFM) gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts. Eine Ausnahme, was das Sachgebiet angeht, ist nicht gegeben (Art. 32 VGG). Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zuständig für die  der vorliegenden Beschwerde und entscheidet in diesem  endgültig (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des  vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die  erfolgt nach neuem Verfahrensrecht (vgl. Art. 53 Abs. 2 VGG).
1.2 Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die  oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen  und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
2.
2.1 Die Beschwerde ist form- und fristgerecht eingereicht; der  ist legitimiert (Art. 108 Abs. 2 AsylG, Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 und Art. 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist .
2.2 Die Beurteilung von Beschwerden gegen  ist praxisgemäss auf die Überprüfung der Frage beschränkt, ob die Vorinstanz zu Recht nicht auf das Asylgesuch eingetreten ist, weshalb auf das Begehren um Asylgewährung nicht einzutreten ist. Die Beurteilungszuständigkeit des Bundesverwaltungsgerichts als  ist darauf beschränkt, bei Begründetheit des  die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zu  Entscheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen (vgl. die nach wie vor zutreffende Praxis in Entscheidungen und Mitteilungen der  Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E 2.1. S. 240 f.).
3.
3.1 Auf Asylgesuche wird gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG nicht eingetreten, wenn Asylsuchende in der Schweiz bereits ein  erfolglos durchlaufen oder während des hängigen Asylverfahrens in den Heimat- oder Herkunftsstaat zurückgekehrt sind, ausser es gebe Hinweise, dass in der Zwischenzeit Ereignisse eingetreten sind,
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die geeignet sind, die Flüchtlingseigenschaft zu begründen, oder die für die Gewährung vorübergehenden Schutzes relevant sind.
3.2 Das BFM hat vorliegend seinen Nichteintretensentscheid auf der Grundlage von Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG gefällt. Es gilt daher im  zu prüfen, ob die Voraussetzungen für ein Nichteintreten nach Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG erfüllt sind.
4.
4.1 Der Beschwerdeführer durchlief in der Schweiz bereits erfolglos ein Asylverfahren. Es wird nicht bestritten, dass dieses rechtskräftig abgeschlossen wurde. Das vorliegend zur Beurteilung stehende  des Beschwerdeführers ist demnach als neues Asylgesuch im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG zu betrachten.
4.2 Bei der Prüfung, ob Hinweise auf eine Verfolgung vorliegen,  geeignet sind, die Flüchtlingseigenschaft zu begründen, ist vom engen Verfolgungsbegriff gemäss Art. 3 AsylG auszugehen.
4.3 Bei der Prüfung von Hinweisen auf in der Zwischenzeit , für die Flüchtlingseigenschaft relevante Ereignisse, welche gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG dazu führen, dass auf ein zweites  einzutreten ist, kommt ein gegenüber der Glaubhaftmachung  Beweismassstab zur Anwendung: Auf ein Asylgesuch muss eingetreten werden, wenn sich Hinweise auf eine relevante Verfolgung ergeben, die nicht zum Vornherein haltlos sind (vgl. EMARK 2005 Nr. 2 E. 4.3 S. 17). Im Weiteren ist deshalb zu prüfen, ob die vom  geltend gemachte Verfolgung als haltlos zu bezeichnen ist.
5.
5.1 Das Bundesverwaltungsgericht hat sich in seinem Urteil E-2775/2007 vom 14. Februar 2008 einlässlich mit der aktuellen Lage in Sri Lanka befasst. Es kam dabei zum Schluss, dass sich die  seit Januar 2006 kontinuierlich verschlechtert habe. Von der allgemeinen Gewalt und dem bewaffneten Konflikt seien alle  Gruppen und mithin auch die Singhalesen betroffen. In Colombo seien vor allem Tamilen durch gezielte Übergriffe gefährdet; andere Personengruppen seien der Gefahr schwerwiegender  ausgesetzt, sofern sie bestimmte Profile aufweisen würden.
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Der Beschwerdeführer macht geltend, vor der Ausreise für einen  tätig gewesen zu sein. Dabei habe er strafrechtlich  Delikte begangen. Gegen seinen früheren Chef und dessen  sei inzwischen ein Verfahren wegen Mordes eingeleitet worden. Das Engagement des Beschwerdeführers für besagten Politiker und das angestrengte Verfahren sind vom Bundesamt nicht für unglaubhaft erachtet worden. Hingegen vermochte es den substanziiert geäusserten Befürchtungen des Beschwerdeführers, wegen der erwähnten Tätigkeit ebenfalls behelligt und Opfer eines mit einem Politmalus behafteten  eines mit Menschenrechtsverletzungen verbundenen  zu werden, keine Hinweise auf Verfolgung im hier relevanten Sinne zu entnehmen. Diese Sichtweise vermag nicht zu überzeugen. Zwar ist unbestritten, dass begangene Gewaltakte durch staatliche Behörden zu ahnden sind. In Anbetracht der geschilderten  kann die Befürchtung des Beschwerdeführers, unter den dargelegten Umständen vor Ort mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit kein rechtsstaatlichen Massstäben genügendes Verfahren gewärtigen zu müssen, indes nicht als zum Vornherein haltlos bezeichnet werden.
Im Weiteren wurde im zitierten Urteil des Bundesverwaltungsgerichts auf die sich vermehrt ereignenden Entführungen hingewiesen. Diese würden seitens der Sicherheitskräfte oft passiv geduldet; zum Teil  die Behörden sogar selber für Entführungen, namentlich in , verantwortlich gemacht. Auffallend sei in diesem Zusammenhang vor allem die Untätigkeit der Behörden bei der Aufklärung der . Einen polizeilichen Schutz vor diesen Entführungen gebe es nicht, und die entsprechenden Taten würden so gut wie nie aufgeklärt. Zwar ist dem Bundesamt im Sinne seiner Vernehmlassung insofern , als allein aufgrund des Verschwindens eines Cousins des  noch keine konkrete Verfolgungsgefahr für Letzteren ersichtlich ist. In Anbetracht der prekären Sicherheitslage wäre aber vom BFM auch in diesem Punkt zu erwarten gewesen, dass es sich  mit den diesbezüglichen Beweismitteln befasst hätte; die  im angefochtenen Entscheid wirkt jedenfalls im Sinne der Beschwerdevorbringen reichlich formalistisch. Damit ist aber gesagt, dass auch in diesem Punkt die offensichtliche Haltlosigkeit der Hinweise auf Verfolgung nicht zu bejahen war.
5.2 Zusammenfassend bestanden im Zeitpunkt der Entscheidfällung durch das BFM aufgrund zwischenzeitlicher Ereignisse Hinweise auf
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Verfolgung, die eine einlässliche und seriöse Überprüfung im Sinne einer Evaluation der aktuellen Gefährdung des Beschwerdeführers als unabdingbar erscheinen liessen. Eine bloss vorfrageweise Prüfung in einem formellen Verfahren war mithin ausgeschlossen. Das BFM wäre demnach gehalten gewesen, auf das zweite Gesuch einzutreten und es materiell zu prüfen. Die angefochtene Verfügung ist deshalb aufzuheben und zu erneuter Prüfung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Aufgrund des vorstehend Gesagten erübrigt es sich, auf die weiteren Ausführungen in der Beschwerde einzugehen, da sie am Ergebnis nichts zu ändern vermögen.
6.
6.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind keine Kosten  (Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG). Die vom Bundesamt erhobene  in der Höhe von Fr. 1'200.-- ist rückzuerstatten, falls sie bereits bezahlt wurde.
6.2 Dem Beschwerdeführer ist angesichts des Obsiegens im  in Anwendung von Art. 64 Abs. 1 VwVG eine  für ihm erwachsene notwendige Vertretungskosten zuzusprechen (vgl. Art. 7 des Reglements vom 11. Dezember 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem  [VGKE, SR 173.320.2]). In der eingereichten Kostennote vom 17. März 2008 macht der Rechtsvertreter unter Hinweis auf seine  einen Arbeitsaufwand von 11.13 Stunden (à Fr. 230.--) und Auslagen von Fr. 31.70.-- geltend. Dies erscheint als . Das Bundesamt hat dem Beschwerdeführer demnach eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 2'750.-- auszurichten.
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