Decision ID: 71a60125-1b31-5f88-9f83-5d7bbc6ee8a2
Year: 2008
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
S._,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. X._,
gegen
Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358,
6002 Luzern,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
Integritätsentschädigung
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Sachverhalt:
A.
A.a S._, geb. 1948, war als Kassiererin bei der A._ tätig und dadurch bei der
Suva versichert, als sie am 19. August 1999 als Fahrradfahrerin seitlich in einen
Reisebus prallte und stürzte. Sie zog sich eine Knieverletzung rechts sowie Prellungen
an Händen und Armen beidseits zu (UV-act. 1, 2). In den Ambulanzberichten des
Krankenhauses B._ vom 20. Oktober 1999 und 3. Februar 2000 wurden folgende
Diagnosen festgehalten: "Bursa infrapatt. Hämatom dext, Cont. et Excor. Gen.
Utriusque, Cont. et Excor. Regio olecrani dext, V.a. Schulterstauchungsschmerz
dext" (UV-act. 4, 6). Die ärztliche Behandlung wurde - bei voller Arbeitsfähigkeit seit 20.
September 1999 - im Februar 2000 abgeschlossen (UV-act. 6.2, 6.3, 7).
A.b Am 17. August 2000 meldete die Arbeitgeberin der Suva einen Rückfall, nachdem
die Versicherte sich am 4. August 2000 wieder in ärztliche Behandlung begeben hatte
(UV-act. 11). Das Arbeitsverhältnis wurde durch die Arbeitgeberin auf Ende Oktober
2000 aufgelöst (UV-act. 13). Am 23. November 2000 führte Dr. med. C._, Facharzt für
Orthopädie und orthopädische Chirurgie, bei diagnostizierter basisnaher horizontaler
Ruptur des medialen Meniskushinterhorns und starker Reizsynovitis des rechten Knies
eine subtotale Hinterhornmeniskektomie, ein Shaving der Reizsynovitis und eine
Resektion der multiplen einklemmenden Synovialzotten durch (UV-act. 16). Die Suva
anerkannte die Leistungspflicht für den Rückfall. Eine Arbeitsfähigkeit lag ab 29. Januar
2001 wieder vor. Die Behandlung wurde im August 2001 abgeschlossen (UV-act. 23,
26, 27, 32, 33).
A.c Im Mai 2002 wurde der Suva ein weiterer Rückfall mit ärztlicher Behandlung des
linken Knies bei Dr. C._ ab 26. April 2002 gemeldet (UV-act. 34, 36, 39). Die
Invalidenversicherung sprach der Versicherten mit Verfügung vom 7. August 2002 eine
ganze Rente auf der Basis eines IV-Grads von 69% zu (UV-act. 45.1; vgl. auch UV-act.
81.1). Nach Durchführung von weiteren Behandlungen und Abklärungen am linken
Knie, für welche die Suva die Leistungspflicht grundsätzlich anerkannte (vgl. UV-act.
49, 55, 59), stellte die Versicherte am 26. September 2005 ein Gesuch um Ausrichtung
einer Integritätsentschädigung (UV-act. 61). Mit Verfügung vom 30. Januar 2006
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eröffnete die Suva dem Rechtsvertreter der Versicherten unter Hinweis auf die
kreisärztliche Untersuchung vom 8. Dezember 2005, die Voraussetzungen für die
Gewährung einer Integritätsentschädigung seien nicht gegeben. Es liege keine
erhebliche Schädigung der körperlichen Integrität vor (UV-act. 75). Die hiegegen
erhobene Einsprache (UV-act. 76) wies die die Suva mit Einspracheentscheid vom 21.
März 2007 ab.
B.
B.a Gegen diesen Entscheid erhob Rechtsanwalt Dr. X._ für die Versicherte am 23.
April 2007 Beschwerde mit den Anträgen, der Entscheid sei aufzuheben, und es sei der
Beschwerdeführerin eine Integritätsentschädigung von Fr. 32'040.-- auszurichten.
Eventuell sei der Beschwerdeführerin eine Integritätsentschädigung nach richterlichem
Ermessen, mindestens aber von Fr. 5'340.--, auszurichten. In der
Beschwerdeergänzung vom 2. Mai 2007 hielt der Rechtsvertreter fest, zur Begründung
des Einspracheentscheids seien einzig die Berichte des Suva-Kreisarztes
herbeigezogen worden, während diejenigen der behandelnden österreichischen Ärzte
überhaupt nicht gewürdigt worden seien. Dabei sei namentlich auf die Berichte von Dr.
C._ zurückzugreifen, welche klar zeigen würden, dass die seit 1999 festgestellten
Beschwerden Folgen des Unfalls seien. Es sei ein (noch ausstehender) zusätzlicher
Bericht von Dr. C._ angefordert worden (act. G 3.1). Der Unfall aus dem Jahr 1999
sei keineswegs problemlos abgeheilt. Diverse operative Eingriffe hätten zwar
vorübergehend eine Besserung bewirkt, jedoch sei keine Langzeitbesserung
eingetreten. Die Verletzung im linken Knie habe auch das rechte Knie in Mitleidenschaft
gezogen. In beiden Knien sei eine Arthrosenbildung festzustellen, welche durch den
Unfall verstärkt worden sei. Gemäss Suva-Feinrastertabelle 6.2 sei bei
Knieinstabilitäten eine Integritätsentschädigung von 0-30% geschuldet. Der
Integritätsschaden sei dauernd.
B.b In der Beschwerdeantwort vom 27. Juni 2007 beantragte die Beschwerdegegnerin
Abweisung der Beschwerde und Bestätigung des angefochtenen Entscheids. Zur
Begründung verwies sie auf die Ausführungen im angefochtenen Entscheid.
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B.c Die Beschwerdeführerin machte von der ihr eingeräumten Möglichkeit zur Replik
keinen Gebrauch, stellte jedoch den Antrag auf Durchführung einer mündlichen
Verhandlung (act. G 14, 17, 18).
B.d Auf die Vorbringen anlässlich der mündlichen Verhandlung vom 14. Mai 2008 wird,
soweit entscheidwesentlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen. Die
Beschwerdegegnerin hat bereits mit Schreiben vom 27. März 2008 auf die Teilnahme
an der mündlichen Verhandlung verzichtet.

Erwägungen:
1.
1.1 Streitig ist zwischen den Parteien, ob der Beschwerdeführerin als Folge des
Unfalls vom 19. August 1999 für den Gesundheitsschaden am rechten und linken Knie
eine Integritätsentschädigung auszurichten ist. Die Beschwerdegegnerin legte im
angefochtenen Entscheid (Erw. 2) die rechtlichen Voraussetzungen des Anspruchs auf
Integritätsentschädigung zutreffend dar; darauf ist zu verweisen. - Im Ambulanzbericht
des Landeskrankenhauses B._ vom 20. Oktober 1999 wurde ein Befund am rechten
und linken Knie aufgeführt (UV-act. 65). Dr. C._ berichtete am 20. Oktober 2000 unter
anderem, eine Differenzierung von traumatisch bedingten Knorpelschäden und des vor
dem Unfall bestehenden degenerativen Knorpelschadens könne nur der Operateur
vornehmen (UV-act. 60). Im Bericht vom 4. Dezember 2000 vermerkte Dr. C._ einen
Zustand nach Verkehrsunfall vom August 1999 mit Kniebeschwerden rechts sowie
einen Zustand nach Arthroskopie des rechten Knies vor fünf Jahren (UV-act. 16), d.h.
im Jahr 1995. Im orthopädisch-rheumatologischen Gutachten vom 23. November 2001
stellte Dr. D._, Facharzt für Orthopädie und orthopädische Chirurgie mit Additivfach
Rheumatologie, neben weiteren Diagnosen jene eines femoropatellaren
Schmerzsyndroms rechts bei Status post Arthroskopie mit medialer
Meniskusteilresektion im November 2000, bei konservativradiologisch altersgemässem
Normbefund. Der Arzt gelangte unter Einbezug einer konsiliarischen psychiatrischen
Beurteilung (Diagnose einer chronischen somatoformen Schmerzstörung) zum Schluss,
die Patientin sei als arbeitsunfähig zu betrachten. Es bestehe psychiatrischerseits
angesichts des fortgeschrittenen Stadiums der Erkrankung keine begründete Aussicht,
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dass sich der Gesundheitszustand noch bessern lasse (UV-act. 41). Kreisarzt Dr. med.
E._ erwähnte im Bericht vom 18. April 2002 einen Vorzustand am rechten Knie und
hielt unter anderem fest, es sei aufgrund des protrahierten Verlaufs eine Teilkausalität
des Ereignisses vom 19. August 1999 bis August 2001, d.h. bis zum Abschluss der
Behandlung durch Dr. C._, anzunehmen (UV-act. 32). Mit Bericht vom 21. Juni 2002
diagnostizierte Dr. C._ eine fragliche Meniskusläsion/-Ruptur am linken Knie (UV-act.
39). Dr. F._ hielt im Bericht vom 17. Juli 2002 fest, die derzeitigen Beschwerden am
linken Knie würden einer Chondropathia patellae und Periarthropathie entsprechen und
seien eher nicht auf den Unfall zurückzuführen (UV-act. 44). Am 8. Juli 2003 führte Dr.
C._ eine transarthroskopische partielle mediale Hinterhornmeniskektomie am linken
Knie und ein Shaving der Reizsynovitis durch. Die MRI-Untersuchung erbrachte den
Nachweis einer Meniskusruptur links (UV-act. 48). Am 3. November 2005 berichtete die
Beschwerdeführerin dem Suva-Aussendienstmitarbeiter über das Befinden am rechten
und linken Knie (UV-act. 69).
1.2 Gemäss Bericht des Röntgeninstituts Y._ vom 8. Dezember 2005, bestanden
beidseits eine minime symmetrische Verschmälerung des medialen radiologischen
Kniegelenksspaltes, eine normale Struktur und Kontur der gelenkbildenden
Skelettabschnitte ohne ossäre Arthrosezeichen sowie normale periartikuläre Weichteile.
Hinsichtlich der Patella wurde eine leichte Verschmälerung des medialen femoro-
patellaren Knorpelraumes rechts als Hinweis auf eine beginnende
Femoropatellararthrose sowie eine normale Weite des Knorpelraumes links und ein
fehlender Nachweis von Verkalkungen vermerkt. Im weiteren wurden diskrete
Osteophyten am lateralen Aspekt beider Patellae festgehalten. Ansonsten liege eine
normale Struktur und Kontur der gelenkbildenden Skelettanteile vor (UV-act. 71, 72).
Gemäss Bericht vom 8. Dezember 2005 über eine kreisärztliche Untersuchung durch
Dr. E._ ist bereits vor dem suva-versicherten Unfall eine Kniearthroskopie
durchgeführt worden. Die bekannte Chondropathie sei traumatisiert worden. Es
bestehe ein ergussfreies Knie ohne Synovitis-Zeichen und ein chronisches
femoropateläres Schmerzsyndroms links bei praktisch freier Beweglichkeit.
Beeinträchtigt sei die belastete Knieflexion. Es bestehe eine fragliche Bakerzyste.
Aktuell liege kein Hinweis auf eine behandlungsbedürftige Meniskusläsion vor, die
Stabilität sei recht gut. Am rechten Knie bestünden günstige, altersentsprechende
Befunde. Hier sei die Patientin auch praktisch beschwerdefrei. Zusammenfassend
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könne lediglich von einer beginnenden beidseitigen Arthrose femorotibial und
femoropatellär gesprochen werden. Der Befund müsse als praktisch
altersentsprechend und somit weitgehend physiologisch beurteilt werden. Eine
Integritätsentschädigung sei angesichts dieser Befunde klinisch und radiologisch nicht
geschuldet. Gemäss Feinrastertabelle 5 sei sogar bei leichten Arthrosen keine
Entschädigung geschuldet. Wenn es langfristig wider Erwarten zu einer erheblichen
Zunahme von degenerativen Veränderungen an den Kniegelenken kommen sollte,
müsste eine Neuevaluation erfolgen (UV-act. 73).
2.
Vorweg ist festzuhalten, dass sich aus dem Umstand des Bezugs einer ganzen IV-
Rente auf der Basis eines IV-Grads von 69% (UV-act. 45.1) für die vorliegend streitige
Frage nichts ableiten lässt. Im Gutachten von Dr. D._ wurden eine Vielzahl
unfallfremder Diagnosen bestätigt und die Arbeitsfähigkeit als in erster Linie durch den
psychiatrischen Befund eingeschränkt erachtet (UV-act. 41). Die Beurteilung des
kniebedingten Integritätsschadens durch Dr. E._ vom 8. Dezember 2005, die gestützt
auf eine persönliche Untersuchung der Beschwerdeführerin und unmittelbar zuvor
erstellte Röntgenbefunde erfolgte, ist eingehend und nachvollziehbar begründet. Sie
wurde insbesondere auch unter Berücksichtigung der früheren medizinischen Akten
erstellt und steht im Einklang mit den darin aufgeführten Erkenntnissen. Die in der
Beschwerde zitierten Berichte von Dr. C._ (UV-act. 48, 53, 54, 58) bestätigen
grundsätzlich die - allseits unbestrittene - (teilweise) Unfallkausalität der
Kniebeschwerden. Sie haben jedoch nicht die Frage des Integritätsschadens zum
Gegenstand, und vermögen daher zur Beantwortung der hier streitigen Frage nichts
beizutragen. Zum Einwand der Beschwerdeführerin, dass an beiden Knien schwere
Instabilitäten bestehen würden, ist festzuhalten, dass die kreisärztliche Untersuchung
vom 8. Dezember 2005 am linken Knie eine recht gute Stabilität zeigte und am rechten
Knie günstige, altersentsprechende Befunde erhoben wurden. Anlässlich dieser
Untersuchung hatte die Beschwerdeführerin Schmerzen im Bereich der Kniescheibe
und Schwellungsneigung angegeben, das Vorliegen einer Instabilität oder von
Blockaden jedoch ausdrücklich verneint (UV-act. 73.1). Bei diesem Sachverhalt
bestand für die Beschwerdegegnerin kein Anlass, die Feinrastertabelle 6
(Integritätsschaden bei Gelenkinstabilitäten) zur Anwendung zu bringen. Ganz
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abgesehen davon, wären leichte Instabilitäten, selbst wenn solche vorliegen würden,
zum vornherein nicht zu entschädigen. Und auch wenn noch von einer leichten
Arthrose auszugehen wäre, könnte daraus bei Anwendung der Feinrastertabelle 5 kein
Integritätsschaden abgeleitet werden. Konkret ist der Zeitraum bis 21. März 2007
(Datum des angefochtenen Einspracheentscheids) zu prüfen; das letztgenannte Datum
bildet rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der richterlichen Prüfungsbefugnis
(BGE 121 V 362 Erw. 1b mit Hinweisen; Urteil des Eidgenössischen
Versicherungsgerichts vom 27. August 2002 [U 172/00] Erw. 3.2 und 4.2). Eine im
Nachgang zur kreisärztlichen Untersuchung eingetretene Verschlimmerung ist weder
aus den Akten ersichtlich noch wird eine solche behauptet. Der seit Mai 2007
angekündigte Bericht von Dr. C._ bzw. von dessen Praxisnachfolger Dr. med. G._
wurde auch anlässlich der mündlichen Verhandlung vom 14. Mai 2008 nicht
eingereicht, angeblich weil die Beschwerdeführerin noch zu wenig lange bei diesem
Arzt in Behandlung sei. Vor diesem Hintergrund lässt sich der angefochtene Entscheid
nicht beanstanden.
3.
3.1 Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Bestätigung des
Einspracheentscheids vom 21. März 2007 abzuweisen.
3.2 Nach Art. 61 lit. a ATSG ist das Verfahren vor dem kantonalen
Versicherungsgericht für die Parteien in der Regel kostenlos; einer Partei, die sich
mutwillig oder leichtsinnig verhält, können jedoch eine Spruchgebühr und die
Verfahrenskosten auferlegt werden. Mutwillige Prozessführung ist nicht einfach mit der
Erhebung einer aussichtslosen Beschwerde gleichzusetzen. Sie setzt vielmehr ein
subjektives tadelnswertes Verhalten einer Partei in dem Sinn voraus, dass die Partei die
Aussichtslosigkeit bei der ihr zumutbaren vernunftgemässen Überlegung ohne weiteres
hätte erkennen können, den Prozess aber trotzdem führt (BGE 124 V 285 Erw. 3b,
SVR-AHV 1998 Nr. 7; vgl. auch Kieser, ATSG-Kommentar, Art. 61 Rz 32).
Im vorliegenden Verfahren wies der Gerichtspräsident den Rechtsvertreter der
Beschwerdeführerin im Hinblick auf das Begehren um Durchführung einer mündlichen
Verhandlung am 5. November 2007 schriftlich darauf hin, dass bis anhin keine
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medizinischen Berichte vorlägen, welche eine abweichende Beurteilung und Schätzung
des Integritätsschadens enthielten. Da dies für eine erfolgversprechende
Argumentation gegen den angefochtenen Entscheid der Beschwerdegegnerin jedoch
unbedingt notwendig sei, dürfte eine mündliche Verhandlung ohne solche Beweismittel
keinen grossen Sinn machen (act. G 18). Dessen ungeachtet hielt der Rechtsvertreter
der Beschwerdeführerin auch nach Kenntnisnahme des Verzichts der Gegenpartei an
einer Teilnahme an der Durchführung der mündlichen Verhandlung fest. Auch an dieser
konnte er aber den mehrfach in Aussicht gestellten Arztbericht von Dr. G._, der eine
andere Beurteilung des Integritätsschadens belegen sollte, nicht vorlegen, angeblich
weil die Beschwerdeführerin noch nicht sehr lange bei diesem Arzt in Behandlung sei;
dabei behielt er sich eine allfällige Nachreichung aber ausdrücklich vor. Das
Fernbleiben der Beschwerdeführerin, auf deren Wunsch angeblich die mündliche
Verhandlung stattfinden sollte und die mit einer Vorladungskopie vom 21. April 2008
über den Verhandlungstermin informiert worden war, erklärte er mit einer kurzfristig
mitgeteilten Auslandabwesenheit. An der mündlichen Verhandlung selbst brach er
seinen Parteivortrag bereits nach wenigen Sätzen ab, nachdem ihn der Vorsitzende
unterbrochen und auf den Prozessstoff - Anspruch auf eine Integritätsentschädigung
für eine behauptete Knieinstabilität - hingewiesen hatte, zu dem ein Bericht über eine
Kontrolluntersuchung von 1999 wohl kaum etwas beitragen könne. In der Folge
verzichtete er wegen angeblicher Voreingenommenheit des Gerichtes bzw. des
Vorsitzenden auf weitere Ausführungen und verliess den Gerichtssaal. Dieses Verhalten
ist - mit Bezug auf die ausdrücklich verlangte mündliche Verhandlung - insgesamt als
mutwillige Prozessführung zu qualifizieren, musste es für den Rechtsvertreter der
Beschwerdeführerin doch ohne weiteres erkennbar sein, dass sein Begehren ohne
Vorlage neuer medizinischer Akten völlig aussichtslos bleiben würde und einzig die
Wiederholung der im Widerspruch zu den bisherigen Akten stehenden Behauptung
einer schweren Instabilität keine andere Beurteilung des streitigen Anspruchs bewirken
konnte. Ebenso zeugt der unbegründete vorzeitige Abbruch des Parteivortrags davon,
dass der Rechtsvertreter selbst offensichtlich keinen Sinn in der Durchführung der
verlangten Verhandlung sah. Entsprechend sind der Beschwerdeführerin, die sich das
Verhalten Ihres Rechtsvertreters im Prozess anrechnen lassen muss (vgl. ZAK 1989,
222), die Kosten der unnötigen mündlichen Verhandlung in Form einer Gerichtsgebühr
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zu auferlegen, die in Anwendung von Ziffer 372 des Gerichtskostentarifs (sGS 941.12)
auf Fr. 500.-- festgesetzt wird.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht