Decision ID: d23098b0-462e-5da3-a7d5-213db415500a
Year: 2006
Language: de
Court: SG_VWEK
Chamber: SG_VWEK_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt:
A.- In der Steuererklärung 2002 deklarierten X. und Y.Z. ein steuerbares Einkommen
von Fr. 146'322.-- und ein steuerbares Vermögen von Fr. 51'406.--. Sie machten
freiwillige Zuwendungen von Fr. 9'220.-- geltend, welche an den Gönnerverein der
Evangelischen Seelsorge der Universität St. Gallen (Fr. 160.--), an die Schweizerische
Rettungsflugwacht (Fr. 60.--), an die Schweizerische Pfingstmission, Missionskasse (Fr.
3'000.--) und an die Pfingstgemeinde St. Gallen (Fr. 6'000.--: gemeinnütziger Anteil
50% der Spende von Fr. 12'000.--) gingen. Das kantonale Steueramt qualifizierte einzig
die Zuwendung an die Schweizerische Rettungsflugwacht von Fr. 60.-- als
gemeinnützig und veranlagte die Steuerpflichtigen mit einem steuerbaren Einkommen
von Fr. 155'100.-- und einem steuerbaren Vermögen von Fr. 51'000.--. In der
Einsprache vom 2. Februar 2005 akzeptieren die Steuerpflichtigen, dass die ganze
Zuwendung an die Pfingstgemeinde St. Gallen nicht zum Abzug zugelassen wurde,
beharrten aber auf dem Abzug an die Missionskasse der Schweizerischen
Pfingstmission. Mit Entscheid vom 12. August 2005 wurde die Einsprache abgewiesen.
B.- Gegen diesen Einsprache-Entscheid erhoben X. und Y.Z. mit Eingabe vom 12.
September 2005 Rekurs bei der Verwaltungsrekurskommission mit dem Antrag, die
nachgewiesene Spende von Fr. 3'000.-- an die Missionskasse der Schweizerischen
Pfingstmission sei als freiwillige Zuwendung zum Abzug zuzulassen.
Die Vorinstanz beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 3. November 2005 die
kostenfällige Abweisung des Rekurses.
Am 21. November 2005 reichten die Rekurrenten unaufgefordert eine zusätzliche
Eingabe ein.
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Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung der Anträge wird,
soweit notwendig, in den Erwägungen eingegangen.
C.- Der Entscheid wurde mit Zustelldatum vom 5. Mai 2006 mit Kurzbegründung
eröffnet. Die Vorinstanz verlangte mit Eingabe vom 15. Mai 2006 eine ausführliche
Begründung.

Erwägungen:
1.- Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die
Verwaltungsrekurskommission ist zum Sachentscheid zuständig. Die Befugnis zur
Rekurserhebung ist gegeben. Der Rekurs vom 12. September 2005 ist rechtzeitig
eingereicht worden. Er erfüllt in formeller und inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen
Anforderungen (Art. 194 Abs. 1 des Steuergesetzes, sGS 811.1, abgekürzt: StG; Art. 48
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt: VRP). Auf den
Rekurs ist einzutreten.
2.- Vorerst ist die Zulässigkeit der zusätzlichen, unaufgefordert eingereichten Eingabe
vom 21. November 2005 zu prüfen.
Aus Art. 53 Abs. 1 VRP wird nach ständiger Rechtsprechung abgeleitet, dass im
Rekursverfahren grundsätzlich nur ein einfacher Schriftenwechsel stattfindet. Der
Rekurrent hat somit in der Regel keinen Anspruch auf eine Replik. Ausnahmsweise wird
er jedoch zur Wahrung des rechtlichen Gehörs mit Gegenbemerkungen zugelassen,
wenn in der Vernehmlassung seine Rechtsstellung verschlechternde Anträge gestellt,
bisher nicht erörterte prozessuale Vorfragen aufgeworfen oder neue tatsächliche und
rechtliche Behauptungen vorgebracht werden, die für die Beurteilung der Streitsache
von erheblichem Einfluss sind (vgl. Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im
Kanton St. Gallen, 2. Aufl. 2003, Rz. 951).
Die Vorinstanz befasst sich in der Vernehmlassung nochmals ausführlich mit der Frage
der Abzugsfähigkeit der Spende an die Missionskasse der Schweizerischen
Pfingstmission. Die Voraussetzungen für die Zulassung der zusätzlichen Eingabe sind
daher als erfüllt zu betrachten. Die nachträglich eingereichte Stellungnahme vom 21.
November 2005 ist somit zu berücksichtigen.
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3.- Umstritten ist, ob die Spende von Fr. 3'000.-- an die Missionskasse der
Schweizerischen Pfingstmission als freiwillige Zuwendung steuerlich in Abzug gebracht
werden kann.
a) Im Rekurs wird vorgebracht, die Spende für die Missionskasse der Schweizerischen
Pfingstmission sei für 2001 noch zum Abzug zugelassen worden. Die Schweizerische
Pfingstmission führe eine separate Missionskasse mit separaten Einzahlungskonti. Die
Spendengelder würden in über 80 Ländern völlig uneigennützig eingesetzt. Der
Nachweis für die Gemeinnützigkeit sei erbracht. Die Kultusaktivitäten und die
missionarisch-gemeinnützigen Tätigkeiten seien klar voneinander getrennt. Die
Missionstätigkeit sei überwiegend Entwicklungshilfe. Hier auch noch zwischen Kultus-
und gemeinnütziger Tätigkeit trennen zu wollen, sei sachwidrig und ungerecht.
Dem hält die Vorinstanz entgegen, da die Schweizerische Pfingstmission aufgrund der
Verfolgung von Kultuszwecken sowie infolge Gemeinnützigkeit von der Steuerpflicht
befreit worden sei, müssten die Steuerpflichtigen nachweisen, welcher Betrag der
Spende für die steuerlich privilegierte Zwecksetzung der Gemeinnützigkeit verwendet
werde. Der Spendenquittung über Fr. 3'000.-- vom 2. Dezember 2002 lasse sich nicht
entnehmen, ob der ganze Betrag oder nur ein Teil davon für gemeinnützige Tätigkeiten
eingesetzt worden sei. Die Schweizerische Pfingstmission wäre aber grundsätzlich in
der Lage, dies separat auszuweisen. Daraus, dass im Veranlagungsverfahren 2001 die
Zahlung an die Pfingstgemeinde als abzugsfähig beurteilt worden sei, könnten die
Rekurrenten nichts zu ihren Gunsten ableiten. Ob damals vertiefte Abklärungen
getroffen worden seien, könne den Steuerakten nicht entnommen werden.
b) Nach Art. 46 lit. c StG können von den steuerbaren Nettoeinkünften die freiwilligen
Geldleistungen an juristische Personen mit Sitz in der Schweiz, die zufolge öffentlicher
oder ausschliesslich gemeinnütziger Zwecksetzung von der Steuerpflicht befreit sind,
soweit die Zuwendungen im Steuerjahr 500 Franken übersteigen, insgesamt höchstens
10 Prozent der Nettoeinkünfte, abgezogen werden.
aa) Freiwilligkeit bedeutet, dass keine Rechtspflicht zur Bezahlung dieser Leistungen
bestehen darf. Das heisst nicht, dass die Freiwilligkeit dem zivilrechtlichen
Schenkungsbegriff entspricht. Vielmehr liegt Freiwilligkeit vor, wenn die ausschliesslich
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gemeinnützigen Zwecken dienende Leistung aus frei gewählter Opferbereitschaft
heraus erfolgt (GVP 1973 Nr. 3). Diese Voraussetzung ist vorliegend
unbestrittenermassen gegeben. Anzeichen irgendwelcher Verpflichtungen der
Rekurrenten zur Leistung der zum Abzug geltend gemachten Geldleistungen
gegenüber der Missionskasse der Schweizerischen Pfingstmission sind nicht
ersichtlich.
bb) Gemeinnützigkeit ist bei kulturellen und wohltätigen - nicht aber religiösen -
Zwecken gegeben. Freiwillige Zuwendungen an juristische Personen, die wegen der
Verfolgung von Kultuszwecken von der Steuer befreit sind, können daher nicht in
Abzug gebracht werden (GVP 2002 Nr. 18). Mit dieser Konzeption wird eine
Gleichstellung mit den öffentlich-rechtlich anerkannten Konfessionsteilen,
Kirchgemeinden und Religionsgemeinschaften, die zur Finanzierung ihrer Aufgaben
Einkommens- und Vermögenssteuern erheben (Art. 3 StG), die ihrerseits ebenfalls nicht
abziehbar sind, geschaffen (Grossmann/Weidmann/Zigerlig, Wegweiser durch das st.
gallische Steuerrecht, 6. Aufl. 1999, S. 164). Dies steht im Einklang mit Art. 9 Abs. 2 lit. i
in Verbindung mit Art. 23 Abs. 1 lit. f und g des Bundesgesetzes über die
Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden (SR 642.14,
abgekürzt: StHG). Auch das Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer geht von
diesem Konzept aus (SR 642.11, abgekürzt: DBG, Art. 56 lit. g und h, Art. 33a DBG;
vgl. auch Kreisschreiben Nr. 12 der Eidgenössischen Steuerverwaltung vom 8. Juli
1994, in: ASA 63 S.130; nachfolgend: KS Nr. 12).
c) Im Folgenden ist zu prüfen, ob die freiwillige Zuwendung an die Missionskasse der
Schweizerischen Pfingstmission für Kultus- oder gemeinnützige Zwecke verwendet
wurde.
aa) Ein steuerprivilegierter Kultuszweck gemäss Art. 80 Abs. 1 lit. h StG liegt vor, wenn
die Tätigkeit einer juristischen Person darauf ausgerichtet ist, ein gemeinsames
Glaubensbekenntnis, gleichgültig welcher Konfession oder Religion, in Lehre und
Gottesdienst zu pflegen und fördern. Das Glaubensbekenntnis muss aber von
überregionaler Bedeutung sein, d.h. zumindest im Kanton oder gesamtschweizerisch
gefördert werden (Grossmann/Weidmann/Zigerlig, a.a.O., S. 267 f.; StE 1988 B 71.64
Nr. 1). Dies trifft auch auf die anerkannten Kirchgemeinden zu, aber da diese
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regelmässig bereits nach Art. 80 Abs. 1 lit. c und d StG Steuerbefreiung beanspruchen
können, richtet sich Art. 80 Abs. 1 lit. h StG hauptsächlich an private juristische
Personen, die - meist als Vereine organisiert - ein gemeinsames Glaubensbekenntnis
pflegen. Dabei setzt die Verfolgung von Kultuszwecken insbesondere nicht voraus,
dass die Tätigkeit selbstlos und uneigennützig erbracht wird (M. Greter in: Kommentar
zum Schweizerischen Steuerrecht I/2a, Basel 2000, N 41 zu Art. 56 DBG).
Gemeinnützigkeit setzt dagegen eine Tätigkeit im Interesse der Allgemeinheit und die
Uneigennützigkeit der Tätigkeit voraus. Die Verfolgung des Allgemeininteresses ist
grundlegend für eine Steuerbefreiung wegen Gemeinnützigkeit. So kann das
Gemeinwohl gefördert werden durch Tätigkeiten in sozialen, kulturellen, ökologischen
sowie in wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Bereichen. Als fördernswert
erscheinen beispielsweise die soziale Fürsorge, Unterricht, Kunst und Wissenschaft,
die Förderung der Menschenrechte, Breitensport, Heimat-, Natur- und Tierschutz
sowie die Entwicklungshilfe und die Missionstätigkeit. Ob eine bestimmte Tätigkeit im
Interesse der Allgemeinheit liegt, beurteilt sich nach der jeweils massgebenden
Volksauffassung. Dass die Allgemeinheit aus der Tätigkeit einer gemeinnützigen
Organisation unmittelbar Nutzen zieht, ist nicht erforderlich, es genügt, wenn das
bezweckte Ergebnis als solches von der Allgemeinheit als förderungswürdig erachtet
wird (M. Reich, Gemeinnützigkeit als Steuerbefreiungsgrund, in: ASA 58 S. 468 f.).
bb) Die Finanzdirektion des Kantons Zürich hat mit Verfügung vom 20. August 1996
festgestellt, dass der Verein Schweizerische Pfingstmission mit Sitz in Zürich wegen
Verfolgung von Kultus- und gemeinnützigen Zwecken von der Steuer befreit ist. In der
Verfügung wurde festgehalten, dass die Vereinsmittel nach wie vor je zu 50%
Kultuszwecken und der Entwicklungshilfe, d.h. gemeinnützigen Zwecken dienen
würden. Daher rechtfertige es sich, die seinerzeit (zuletzt am 20. Januar 1982) gewährte
Steuerbefreiung zu bestätigen.
Eine Veränderung der Verhältnisse wird nicht geltend gemacht und ist auch nicht
ersichtlich. Daher wird die Verbindlichkeit der rechtskräftigen Zürcher Verfügung in
diesem Verfahren nicht in Frage gestellt (vgl. StE 2005 B 27.4 Nr. 16). Es ist somit
davon auszugehen, dass die Schweizerische Pfingstmission sowohl Kultuszwecke als
auch gemeinnützige Zwecke verfolgt.
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d) Bezüglich der Abzugsfähigkeit von Zuwendungen an eine juristische Person, die
teilweise gemeinnützige bzw. öffentliche Zwecke und teilweise Kultuszwecke bzw.
nicht steuerbefreite Zwecke verfolgt, müssen für die einzelnen Zwecke in der Regel
getrennte Rechtsträger geschaffen werden oder dann ausnahmsweise klar getrennte
Rechnungen mit eigenem Einzahlungskonto geführt werden. Der Spender, der den
Abzug seiner Zuwendung an eine solche juristische Person geltend machen will, hat zu
beweisen, dass die Zuwendung unmissverständlich auf das Konto des gemeinnützigen
Teils geleistet wurde. Wird dieser Beweis nicht oder nicht genügend erbracht, so ist die
Zuwendung nicht zum Abzug zuzulassen (KS Nr. 12 Ziff. IV.2; P. Locher, Kommentar
zum DBG, I. Teil, Therwil 2001, N 87 zu Art. 33). Daher ist es nicht zu beanstanden,
dass die Vorinstanz hohe Anforderungen an den Nachweis stellt, dass die Spende für
den steuerliche privilegierten Zweck der Gemeinnützigkeit verwendet wurde.
aa) Die geltend gemachte Zuwendung von Fr. 3'000.-- an die Schweizerische
Pfingstmission ist belegt und an sich nicht bestritten. Aus der Spendenquittung wird
ersichtlich, dass die Spende an die Missionskasse der Schweizerischen Pfingstmission
geflossen ist. Die Rekurrenten stützen ihr Begehren unter anderem auf die
Jahresrechnung 2004. Diese ist zwar nicht geeignet, um detaillierte Rückschlüsse auf
die Tätigkeit der Schweizerischen Pfingstmission im Jahr 2002 zu ziehen, zur
Vermittlung eines Gesamteindrucks kann sie jedoch herangezogen werden. Ihr ist zu
entnehmen, dass die Missionskasse - neben einer Zentralkasse und einer
Ruhestandskasse - separat geführt wird. Laut Angaben auf der Internetseite der
Schweizerischen Pfingstmission (www.pfingstmission.ch) führt die Missionskasse
zudem ein eigenes Einzahlungskonto. Zudem hat das Generalsekretariat der
Schweizerischen Pfingstmission mit Schreiben vom 31. August 2005 den Rekurrenten
bestätigt, dass die Missionskasse über separate Konti verfüge, eine eigene Rechnung
führe und anlässlich der Generalversammlung detailliert Rechenschaft über die
Verwendung der Gelder abgebe. Damit kann die getätigte Spende aufgrund der
genannten Quittung eindeutig der Missionskasse zugeordnet werden.
bb) Die eigentlichen Kultusaktivitäten der Pfingstmission in der Schweiz werden über
die Zentralkasse abgerechnet. Mit der Missionskasse werden hingegen überwiegend
karitativ-missionarische Zwecke finanziert. Der Jahresrechnung 2004 ist zu entnehmen,
dass verschiedene Projekte im Ausland, wie “Weihnachtsaktion Rumänien“ oder
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“Patenschaften Belarus“, unterstützt oder betrieben wurden. Die Missionskasse lässt
sich mit den Missionswerken der Landeskirchen, welche auch missionarisch tätig sind,
vergleichen. Die freiwilligen Zuwendungen an diese sind gemäss Art. 46 lit. c StG
abzugsfähig, da die Missionswerke als Institutionen mit öffentlicher oder
ausschliesslich gemeinnütziger Zwecksetzung gemäss Art. 80 Abs. 1 lit. g StG als
steuerbefreit anerkannt sind (Weidmann/Grossmann/Zigerlig, a.a.O., S. 163). Dabei
verfügen die Missionswerke, die in vielen Ländern der Dritten Welt karitativ tätig sind,
regelmässig über einen religiösen Hintergrund bzw. werden von einer religiösen
Gesinnung getragen. Neben den wohltätigen Zwecken (z.B. Entwicklungshilfe), geht es
oft auch darum, den Menschen der Dritten Welt den christlichen Glauben näher zu
bringen (GVP 2002 Nr. 18). Bei der Missionskasse der Schweizerischen Pfingstmission
steht die wohltätige Zwecksetzung im Vordergrund, weshalb sie nicht anders zu
behandeln ist als die anderen anerkannten Missionskassen. Auch wenn in die karitative
Tätigkeit der Schweizerischen Pfingstgemeinde zweifellos eine gewisse religiöse
Gesinnung einfliesst und der Verein allenfalls von den Mitgliedern der Schweizerischen
Pfingstmission getragen wird, vermag dies nicht die Annahme der Gemeinnützigkeit
auszuschliessen. Somit kann davon ausgegangen werden, dass die Spende für
gemeinnützige Zwecke verwendet wurde.
e) Zusammenfassend steht fest, dass die Spende von Fr. 3'000.-- an die
Missionskasse der Schweizerischen Pfingstmission als freiwillige Zuwendung zum
Abzug zuzulassen ist. Der Rekurs ist somit gutzuheissen. Unter Berücksichtigung des
Selbstbehalts von Fr. 500.-- sind die Rekurrenten für die Staats- und Gemeindesteuern
2002 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 152'500.-- und einem steuerbaren
Vermögen von Fr. 51'000.-- zu veranlagen.
4.- Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten vom Staat zu
tragen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr von Fr. 800.-- ist angemessen (vgl.
Ziff. 362 Gerichtskostentarif, sGS 941.12). Die Finanzverwaltung ist anzuweisen, den
Rekurrenten den geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 600.-- zurückzuerstatten.