Decision ID: f4f5e442-36eb-501d-a2ac-fe115d076350
Year: 2021
Language: de
Court: BE_VG
Chamber: BE_VG_001
Canton: BE
Region: Espace_Mittelland
Law Area: 

Sachverhalt:
A.
Am 16. Februar 2016 und 30. November 2017 bewilligte die  (EG) Interlaken der A._ AG das Bauprojekt «Gebäude X._». Das inzwischen ausgeführte Bauvorhaben umfasste den Umbau und die Erweiterung des bestehenden Wohn- und Geschäftshauses auf der Parzelle Gbbl. Interlaken Nr. 1._, die gemäss dem Zonenplan der «Mischzone Kern» zugeordnet ist. Aufgrund des wachsenden Zweitwohnungsbestands erliess die EG Interlaken am 5. Dezember 2018 für die Dauer von zwei Jahren die Planungszone «Zweitwohnungen» mit folgendem Zweck: «Überprüfen der zulässigen Wohnnutzungen in den Wohnzonen, den Mischzonen sowie den Kernzonen im Hinblick auf die Beschränkung des Baus von Zweitwohnungen». Dagegen erhob die A._ AG am 10. Januar 2019 Einsprache, zog diese später aber wieder zurück.
B.
Am 19. März 2019 stellte die A._ AG bei der EG Interlaken ein  mit dem Antrag um Feststellung, dass das kurzzeitige Vermieten der bestehenden Wohnungen im «Gebäude X._» als Ferienwohnungen  baubewilligungspflichtig sei noch dem Gastgewerbegesetz vom 11.  1993 (GGG; BSG 935.11) unterstehe; eventuell sei ihr für die erwähnte Nutzung die Bau- und Gastgewerbebewilligung zu erteilen,  unter Auflagen. Gemäss den Angaben im eingereichten  «4.3 Gastgewerbe» geht es um 22 Wohnungen mit 86 Gästebetten. Die EG Interlaken leitete das Gesuch am 23. April 2019  an das Regierungsstatthalteramt Interlaken-Oberhasli weiter. Nachdem die A._ AG am 26. Juni 2019 mitgeteilt hatte, sie vermiete im «Gebäude X._» bereits kurzzeitig Wohnungen, eröffnete die Gemeinde am 26. Juli 2019 ein baupolizeiliches . In der gleichen Verfügung hielt sie fest, die A._ AG habe bereits ein (nachträgliches) Baugesuch eingereicht, und sistierte das Baupolizeiver-
Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16.07.2021, Nr. 100.2020.105U, Seite 3
fahren unter Hinweis auf das beim Regierungsstatthalteramt hängige . Mit Verfügung vom 9. August 2019 sistierte der  auch dieses Verfahren (Dispositiv-Ziff. 1), da die  Umnutzung seiner Auffassung nach dem Zweck der Planungszone «Zweitwohnungen» widersprach. Die Feststellungsanträge liess er im  der Verfügung unerwähnt. Vorfrageweise bejahte er aber sowohl die Baubewilligungspflicht für die kurzzeitige Wohnungsvermietung im «Gebäude X._» als auch deren Unterstellung unter die Gastgewerbegesetzgebung. Ausserdem verlangte er von der A._ AG einen Kostenvorschuss von Fr. 3'400.-- für das Baubewilligungsverfahren (Dispositiv-Ziff. 2).
C.
Gegen diese Verfügung des Regierungsstatthalters erhob die A._ AG am 9. September 2019 Beschwerde bei der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern (BVE; heute: Bau- und Verkehrsdirektion [BVD]), wobei sie die bereits dem Regierungsstatthalter unterbreiteten Feststellungsanträge erneut stellte. Die BVD wies die Beschwerde mit Entscheid vom 24. Februar 2020 ab, soweit sie darauf eintrat. Für die Feststellungsanträge betreffend die Baubewilligungspflicht und die Unterstellung unter die Gastgewerbegesetzgebung fehle es der A._ AG an einem hinreichenden Rechtsschutzinteresse. Es erübrige sich daher, separate Feststellungsentscheide zu treffen. Ausserdem gelangte sie zum Schluss, dass der Regierungsstatthalter das Baubewilligungsverfahren zu Recht sistiert und einen Kostenvorschuss verlangt habe. Sie bestätigte deshalb die angefochtene Sistierungsverfügung vom 9. August 2019 einschliesslich der Verpflichtung zur Bezahlung eines Vorschusses.
D.
Dagegen hat die A._ AG am 25. März 2020  erhoben. Sie beantragt, der angefochtene Entscheid sei  (Rechtsbegehren 1) und es sei festzustellen, dass die Nutzung der als
Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16.07.2021, Nr. 100.2020.105U, Seite 4
Wohnungen ausgebauten Stockwerkeinheiten zur kurzzeitigen Vermietung weder baubewilligungspflichtig sei (Rechtsbegehren 2) noch dem GGG unterstehe (Rechtsbegehren 3). Eventuell sei die zuständige Behörde , das Baubewilligungsverfahren weiterzuführen und mit dem  abzuschliessen (Rechtsbegehren 4). Die BVD beantragt mit Vernehmlassung vom 2. April 2020, die Beschwerde sei abzuweisen.
Am 8. Dezember 2020 und damit während Hängigkeit des  Verfahrens hat die EG Interlaken die Teilrevision ihrer  «Zweitwohnungen» beschlossen. Das Amt für Gemeinden und  des Kantons Bern (AGR) hat die Planung am 16. März 2021 . Sie blieb unangefochten und ist infolgedessen in Rechtskraft erwachsen. Mit Stellungnahmen vom 30. März und 25. Mai 2021 hält die A._ AG an ihren Anträgen fest. Die EG Interlaken hat am 10. Mai 2021 um Abweisung der Rechtsbegehren 2 und 3 (Feststellungsanträge) . Die BVD hat auf weitere Ausführungen verzichtet. Am 27. Mai 2021 hat der Instruktionsrichter davon Kenntnis genommen und gegeben, dass das hängige Baubewilligungsverfahren gemäss Mitteilung des  sistiert bleibt, solange das Verwaltungsgericht mit der  befasst ist.

Erwägungen:
1.
1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) zuständig. Es prüft von Amtes wegen, ob es sich beim Entscheid der BVD vom 24. Februar 2020 um einen End-, Teil- oder selbständig anfechtbaren Zwischenentscheid handelt (Art. 20a VRPG; BVR 2017 S. 205 E. 1.2).  ein Hoheitsakt unterschiedliche Anordnungen, so ist für jede  separat zu fragen, ob insoweit ein anfechtbarer Entscheid vorliegt
Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16.07.2021, Nr. 100.2020.105U, Seite 5
(BVR 2016 S. 237 E. 4.1; Michel Daum, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 61 N. 13).
1.2 Die BVD ist auf die Feststellungsbegehren betreffend die  der kurzzeitigen Wohnungsvermietung und deren Unterstellung unter die Gastgewerbegesetzgebung nicht eingetreten (angefochtener  E. 2g und 3d am Ende; vorne Bst. C). Insofern handelt es sich um einen Endentscheid (negativer Prozessentscheid), der ohne weiteres beim Verwaltungsgericht anfechtbar ist (Michel Daum, a.a.O., Art. 61 N. 9; Ruth Herzog, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 74 N. 17). Bei Beschwerden gegen auf Nichteintreten  Entscheide ist Prozessthema in der Regel jedoch nur, ob die  zu Recht oder zu Unrecht keinen Sachentscheid gefällt hat (BVR 2017 S. 459 E. 2.3; Michel Daum, a.a.O., Art. 20a N. 45; vgl. dazu hinten E. 2). Soweit die Beschwerdeführerin vor Verwaltungsgericht mit ihren Hauptanträgen einen materiellen Entscheid über die Feststellungsbegehren verlangt (Rechtsbegehren 2 und 3), ist auf die Beschwerde daher nicht .
1.3 Weiter hat die BVD die Sistierung des (nachträglichen)  bestätigt und den verlangten Kostenvorschuss für zulässig befunden (angefochtener Entscheid E. 5c und 6; vorne Bst. C). Bei beiden Anordnungen handelt es sich um Zwischenverfügungen, da sie das  weder ganz noch teilweise abschliessen (Art. 61 Abs. 1 VRPG; vgl. für die Verfahrenseinstellung ausdrücklich Bst. c und für den Vorschuss Ruth Herzog, a.a.O., Art. 105 N. 30). Der Rechtsmittelentscheid über eine  ist seinerseits ein Zwischenentscheid (Michel Daum, a.a.O., Art. 61 N. 5 mit Hinweisen), der hier weder die Zuständigkeit noch den  oder die Ablehnung betrifft. Solche (anderen) Zwischenverfügungen bzw. -entscheide sind unter anderem dann selbständig anfechtbar, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 74 Abs. 3 i.V.m. Art. 61 Abs. 3 Bst. a VRPG). Kein solcher Nachteil ergibt sich aus dem Anliegen, eine Verteuerung oder eine aus wirtschaftlicher Sicht  Verlängerung des Verfahrens zu verhindern (BVR 2017 S. 205 E. 1.3; Michel Daum, a.a.O., Art. 61 N. 39, Art. 38 N. 26).
Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16.07.2021, Nr. 100.2020.105U, Seite 6
1.4 Das Baubewilligungsverfahren ist nach wie vor sistiert (vorne Bst. D). Die Beschwerdeführerin stellt sich auf den Standpunkt, sie habe als  ein Interesse an einer raschen Verfahrenserledigung. Die mit der angefochtenen Verfahrenseinstellung verbundene Verzögerung bewirke daher praxisgemäss einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil ( S. 2).
1.4.1 Die von der Beschwerdeführerin angeführte Rechtsprechung (BVR 1993 S. 459 E. 3d) ist auf Fälle zugeschnitten, in denen sich die  gegen die Sistierung des Baubewilligungsverfahrens für ein noch nicht ausgeführtes Vorhaben zur Wehr setzt. Im vorliegenden Fall geht es indes um die Einstellung eines nachträglichen Baubewilligungsverfahrens, da  ohne Bewilligung Wohnungen kurzzeitig vermietet wurden. Das  zur Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands wurde zwar eröffnet, ist aber sistiert; ein baupolizeiliches Benützungsverbot hat die Gemeinde  ersichtlich nicht erlassen (vgl. Akten Regierungsstatthalteramt [RSA] 3F pag. 160; vorne Bst. B). Die Planungszone «Zweitwohnungen», mit der die Vorinstanzen die Sistierung begründet haben, ist inzwischen von der  Teilrevision der Ortsplanung abgelöst worden (vorne Bst. D).  im heutigen Zeitpunkt liegt der nicht wieder gutzumachende Nachteil daher nicht auf der Hand, zumal die Sperrwirkung der Planungszone nicht mehr ursächlich sein kann für Einnahmeausfälle aus entgangenen  (vgl. für ein Gegenbeispiel VGE 22997 vom 13.7.2007 E. 1.4).
1.4.2 Nach Darstellung der Beschwerdeführerin war von Anfang an , einen Teil der Wohnungen im «Gebäude X._» kurzzeitig als  zu vermieten (Beschwerde S. 3). In der Urkunde zur  mit Neubegründung von Stockwerkeigentum vom 23. Dezember 2017 wird denn auch festgehalten, welche Einheiten zum Wohnen in  oder kurzzeitiger Vermietung genutzt werden dürfen (Akten RSA 3F pag. 34 [Rückseite]). Ob die kurzzeitige Vermietung in öffentlich-rechtlicher Hinsicht bewilligungsfähig ist – sofern eine Baubewilligung erforderlich ist, was die Beschwerdeführerin bestreitet –, steht seit mehreren Jahren bei sich ändernden Rechtsgrundlagen zur Diskussion. Die Beschwerdeführerin hat ein schutzwürdiges Interesse, diese Frage klären zu lassen und mit dem  über ihr Baugesuch nicht länger im Ungewissen gelassen zu werden.
Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16.07.2021, Nr. 100.2020.105U, Seite 7
Der nicht wieder gutzumachende Nachteil ist hinsichtlich der  daher zu bejahen.
1.5 Verlangt die Behörde einen Kostenvorschuss, kann ein nicht wieder gutzumachender Nachteil allenfalls darin gesehen werden, dass die Partei mangels sofortiger Anfechtbarkeit gezwungen wäre, ein unerwünschtes  in Kauf zu nehmen (vgl. Ruth Herzog, a.a.O., Art. 105 N. 31 mit Hinweis). Die amtlichen Kosten des Baubewilligungsverfahrens sind jedoch in jedem Fall von den Gesuchstellenden zu tragen (Art. 52 Abs. 1 des Dekrets vom 22. März 1994 über das Baubewilligungsverfahren [, BewD; BSG 725.1]). Die Beschwerdeführerin wehrt sich nur gegen den Vorschuss, den das Regierungsstatthalteramt in Anwendung von Art. 53 Abs. 1 BewD auf Fr. 3'400.-- festgesetzt hat (vorne Bst. B), weil das Vorhaben nicht baubewilligungspflichtig sei; es dürfe daher kein  durchgeführt werden (Beschwerde S. 14). Damit zeigt sie keinen nicht wieder gutzumachenden Nachteil auf, zumal ihr der  zurückzuerstatten wäre, wenn sich herausstellen sollte, dass das Baubewilligungsverfahren zu Unrecht durchgeführt wurde. Soweit sich die Beschwerde gegen den Kostenvorschuss richtet, ist auf sie demnach nicht einzutreten.
1.6 Die Beschwerdeführerin hat am vorinstanzlichen Verfahren , ist als Baugesuchstellerin durch den angefochtenen Entscheid  berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Die Bestimmungen über Form und Frist sind eingehalten (Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 VRPG). Auf die  ist daher unter den vorstehend genannten Vorbehalten betreffend die (materiellen) Feststellungsanträge und den Kostenvorschuss .
1.7 Die Beurteilung von Beschwerden gegen  oder -entscheide fällt in die einzelrichterliche Zuständigkeit (Art. 57 Abs. 2 Bst. c des Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organisation der  und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1]). Dasselbe gilt für Beschwerden gegen Zwischenentscheide (Art. 57 Abs. 2 Bst. b GSOG). Die Voraussetzungen für die einzelrichterliche Zuständigkeit sind somit in allen Teilen gegeben.
Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16.07.2021, Nr. 100.2020.105U, Seite 8
1.8 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG).
2.
Zum umstrittenen Rechtsschutzinteresse an der Behandlung der  ergibt sich Folgendes:
2.1 Feststellungsbegehren bedürfen im Allgemeinen eines  Feststellungsinteresses; sie sind gegenüber rechtsgestaltenden  grundsätzlich subsidiär. Der Grundsatz der Einheit des Verfahrens verlangt, den Begriff des schutzwürdigen Interesses im gleichen Sinn zu  wie bei der Beschwerdebefugnis nach Art. 65 bzw. Art. 79 VRPG. Erforderlich ist demnach kein rechtlich geschütztes Interesse, ein rein , wirtschaftliches oder ideelles Interesse genügt. In der Regel muss es aber aktuell sein. Das Feststellungsinteresse darf nicht bloss , theoretische Rechtsfragen, sondern muss konkrete Rechte oder Pflichten zum Gegenstand haben. Im Vordergrund steht das Interesse, dank der vorzeitigen Rechtsklärung das Risiko nachteiliger Dispositionen zu . Mit Feststellungsbegehren können Privatpersonen auch das Ziel verfolgen, aus prozessökonomischen Gründen eine Grundsatzfrage klären zu lassen, wenn damit gewisse Fragen vorweg und ohne Durchführung  aufwändigeren Verfahrens mit Rechtsbegehren auf Gestaltung oder Leistung entschieden werden können. Ausgeschlossen ist das  hingegen, wenn das schutzwürdige Interesse ebenso gut mit einer rechtsgestaltenden Verfügung gewahrt werden kann (BVR 2016 S. 273 E. 2.2 mit zahlreichen Nachweisen; Markus Müller, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 49 N. 73 f.; Michel Daum, a.a.O., Art. 50 N. 8).
2.2 Bestehen Zweifel, ob ein Bauvorhaben einer Baubewilligung bedarf, kann darüber der Entscheid der Regierungsstatthalterin oder des  verlangt werden (Art. 48 Abs. 2 Bst. a BewD). Dieser  kann mit Beschwerde angefochten werden. Erwächst er in Rechtskraft, kann er von den am Verfahren Beteiligten in einem nachfol-
Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16.07.2021, Nr. 100.2020.105U, Seite 9
genden Baubewilligungsverfahren nicht mehr in Frage gestellt werden. Nebst der Gemeinde kann auch die Bauherrschaft ein schutzwürdiges  daran haben, bei Zweifeln über das Bewilligungserfordernis den  der Regierungsstatthalterin oder des Regierungsstatthalters . Damit kann sie namentlich dem allfälligen Vorwurf des (bösgläubigen) Bauens ohne Baubewilligung und einer möglichen Bestrafung zuvorkommen sowie sich allenfalls auch ein aufwändiges Bewilligungsverfahren ersparen (Grundsatz der Prozessökonomie; vgl. zum Ganzen BVR 2016 S. 273 E. 2.3 f.; Zaugg/Ludwig, Kommentar zum bernischen Baugesetz, Band I, 5. Aufl. 2020, Art. 1a N. 5).
2.3 Wird ein Bauvorhaben ohne Baubewilligung oder in Überschreitung einer Baubewilligung ausgeführt oder werden bei der Ausführung eines  Vorhabens Vorschriften missachtet, besteht die gesetzliche Folge darin, dass die zuständige Baupolizeibehörde von Amtes wegen ein  Verfahren eröffnet und eine Wiederherstellungsverfügung erlässt (Art. 46 Abs. 1 und 2 BauG). Vor Einleitung eines  kann an der Klärung der Baubewilligungspflicht in einem selbständigen Verfahren unter Umständen ein Interesse bestehen. Hat die  das Wiederherstellungsverfahren dagegen bereits eingeleitet, ist die Frage in diesem Verfahren bzw. im allfälligen nachträglichen  zu klären. Eine umstrittene Baubewilligungspflicht kann in einem solchen Fall zum Gegenstand des Beschwerdeverfahrens gegen den Wiederherstellungs- oder Baubewilligungsentscheid gemacht werden. Dies gilt auch dann, wenn ein nachträgliches Baubewilligungsverfahren gar nicht durchgeführt wurde, weil die betroffene Person kein nachträgliches  eingereicht oder dieses wieder zurückgezogen hat. Nach Einleitung des Wiederherstellungsverfahrens muss mit anderen Worten ohnehin in  rechtshängigen Verfahren über das Bewilligungserfordernis befunden werden. Die Bauherrschaft hat daher gemäss der verwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung während eines laufenden Wiederherstellungsverfahrens kein schutzwürdiges Interesse (mehr) an einem separaten  über die Baubewilligungspflicht (grundlegend BVR 2016 S. 273 E. 2.4; Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 1a N. 5).
Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16.07.2021, Nr. 100.2020.105U, Seite 10
2.4 Im vorliegenden Fall ist ein Wiederherstellungs- und nachträgliches Baubewilligungsverfahren hängig. Die Beschwerdeführerin hat daher kein schutzwürdiges Feststellungsinteresse hinsichtlich der  in einem weiteren eigenständigen Verfahren. Entgegen ihrer  besteht hier kein Anlass, von der erwähnten Rechtsprechung des  abzuweichen:
2.4.1 Auch im vorliegenden Fall wird der Regierungsstatthalter im  Baubewilligungsentscheid über die umstrittene Baubewilligungspflicht zu befinden haben (Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 46 N. 14). Ein  Interesse am Erlass eines separaten Feststellungsentscheids ergibt sich jedenfalls nicht bereits daraus, dass die Baubewilligungspflicht kontrovers ist (vgl. Beschwerde Rz. 25). An dieser Beurteilung ändert der Umstand nichts, dass das Baubewilligungsverfahren (wie auch das ) derzeit (noch) sistiert ist, bewirkt die Sistierung doch nur die  Unterbrechung des Verfahrensfortgangs (BVR 2016 S. 273 E. 2.4 am Ende; Michel Daum, a.a.O., Art. 38 N. 1). Selbst wenn die  ihr nachträgliches Baugesuch noch zurückziehen sollte, könnte sie die Baubewilligungspflicht nach dem vorstehend Gesagten zum Gegenstand des Beschwerdeverfahrens gegen die Wiederherstellungsverfügung . Somit kann sie in jedem Fall die Baubewilligungspflicht bereits im  Baubewilligungs- bzw. Baupolizeiverfahren bestreiten und zum  eines Rechtsmittelverfahrens machen. Ein separater  ist insofern unnötig.
2.4.2 Die geltend gemachten prozessökonomischen Argumente sind  nicht stichhaltig: Die Beschwerdeführerin hat bereits ein () Baugesuch eingereicht, auch wenn sie dies nur eventualiter getan hat (Stellungnahme vom 30.3.2021 Rz. 13). Damit hat sie den wesentlichen  für das Baubewilligungsverfahren, der seitens der Bauherrschaft , schon geleistet (vgl. BVR 2016 S. 273 E. 2.5). Ebenso wenig ist , inwiefern auf Behördenseite durch die verlangte separate Feststellung Verfahrensaufwand eingespart werden könnte. Wie die Beschwerdeführerin selber vorbringt (Stellungnahme vom 30.3.2021 Rz. 14), hat sich der  in seiner Verfügung vom 9. August 2019 bereits  zum umstrittenen Bewilligungserfordernis geäussert. Das Verfahren
Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16.07.2021, Nr. 100.2020.105U, Seite 11
insgesamt würde durch einen selbständigen Feststellungsentscheid daher eher verlängert anstatt verkürzt. Selbst wenn der Regierungsstatthalter die Baubewilligungspflicht anders als in seiner Verfügung vom 9. August 2019 verneinen würde, wäre es ihm unbenommen, die verlangte Feststellung als Endentscheid im Baubewilligungsverfahren zu treffen. Ein separater  wäre daher auch insoweit unnötig.
2.4.3 Weiter kann der Beschwerdeführerin nicht gefolgt werden, wenn sie geltend macht, sie könnte einen für sie günstigen Bauentscheid mangels materieller Beschwer nicht anfechten. Sie befürchtet, möglicherweise  Kosten tragen zu müssen, wenn zu Unrecht eine  angenommen und unnötigerweise ein  durchgeführt werde (Stellungnahme vom 30.3.2021 Rz. 14). Die  ist durch die Kostenauferlegung auch dann materiell beschwert, wenn der Bauentscheid in der Sache für sie günstig ausfällt. Sie kann folglich einen allenfalls unrechtmässigen Kostenentscheid auch in einem solchen Fall im Rechtsmittelverfahren überprüfen lassen (vgl. etwa VGE 22527 vom 1.5.2006 E. 1.1; ferner Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 40-41 N. 8 Bst. d). Es ist demnach nicht ersichtlich, inwiefern der Erlass einer  Feststellungsverfügung erforderlich wäre, um ein  zu beheben.
2.4.4 Die Beschwerdeführerin nennt schliesslich keine Gründe, weshalb sich die materielle Behandlung ihrer Feststellungsanträge entgegen der  Praxis ausnahmsweise dennoch rechtfertigen könnte (vgl. dazu auch die Bemerkungen von Peter Ludwig zu BVR 2016 S. 273, 279 f.). In einem anderen Verfahren hat der Regierungsstatthalter des  Interlaken-Oberhasli im Sinn von Art. 48 Abs. 2 Bst. a BewD , die Umnutzung von 11 Wohnungen mit ca. 42 Betten in kurzzeitig  Ferienwohnungen sei baubewilligungspflichtig (Akten RSA 3F pag. 82 ff.). Diesen Entscheid vom 22. November 2017 hat die  nicht angefochten, obwohl sie die Frage der Bewilligungspflicht hätte überprüfen und damit frühzeitig klären lassen können. Die relativ lange  in der vorliegenden Angelegenheit ist zudem zu relativieren, ist dafür doch in erster Linie die Kontroverse um die Verfahrenssistierung wegen der Planungszone «Zweitwohnungen» verantwortlich. Abgesehen
Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16.07.2021, Nr. 100.2020.105U, Seite 12
davon kann die Dauer der Rechtsmittelverfahren in diesem Zusammenhang ohnehin nicht ausschlaggebend sein, hätte es die Bauherrschaft doch  in der Hand, über den Rechtsmittelweg letztlich doch die materielle Beurteilung der im Grundsatz unzulässigen Feststellungsbegehren zu . Auch vor diesem Hintergrund leuchtet nicht ein, weshalb das  des Baubewilligungsverfahrens für die Beschwerdeführerin unzumutbar sein soll.
2.5 Nach dem Gesagten besteht kein hinreichendes  am Erlass eines separaten Entscheids über das Bestehen bzw.  der Baubewilligungspflicht. Darüber wird der Regierungsstatthalter im hängigen Baubewilligungsverfahren ohnehin zu befinden haben.
2.6 Nicht anders verhält es sich mit der Frage, ob die kurzzeitige  im «Gebäude X._» der Gastgewerbegesetzgebung . Denn wie die Beschwerdeführerin zutreffend ausführt, setzt die Zuständigkeit des Regierungsstatthalters für das Baubewilligungsverfahren voraus, dass die umstrittene Nutzung als Gastgewerbebetrieb gilt (vgl. Art. 8 Abs. 2 Bst. a BewD). Neben der Baubewilligungspflicht wird der  folglich im Baubewilligungsentscheid ebenfalls zu beurteilen haben, ob das GGG auf die kurzzeitige Wohnungsvermietung anwendbar ist, hat er seine Zuständigkeit gemäss Art. 3 Abs. 4 VRPG doch von Amtes wegen zu prüfen. Es besteht kein Grund, die Zuständigkeit zum Gegenstand eines besonderen Feststellungsverfahrens zu machen. Im Übrigen war der Regierungsstatthalter nicht verpflichtet, seine Zuständigkeit mit einer  anfechtbaren Zwischenverfügung zu bejahen (vgl. Art. 5 Abs. 1 VRPG). Zwar ist das Baubewilligungsverfahren noch nicht weit . Es ist aber nicht anzunehmen, dass es sich um ein aufwändiges  handelt, was für die Beurteilung der Zuständigkeit (erst) mit der  spricht (vgl. Michel Daum, a.a.O., Art. 5 N. 2).
2.7 Das Nichteintreten der BVD auf die Feststellungsanträge der  ist somit nicht zu beanstanden.
Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16.07.2021, Nr. 100.2020.105U, Seite 13
3.
Zu beurteilen ist weiter, ob die Sistierung des Verfahrens zulässig ist.
3.1 Der Regierungsstatthalter hat das Baubewilligungsverfahren am 9. August 2019 sistiert, weil die umstrittene kurzfristige  seiner Auffassung nach dem Zweck der Planungszone «» widersprach (vgl. Dispositiv-Ziff. 1 der Sistierungsverfügung). Gemäss Art. 62a Abs. 3 Satz 1 i.V.m. Abs. 1 Satz 3 BauG werden  während der Dauer der Planungszone und des  eingestellt, es sei denn, die Behörde, welche die Planungszone  hat, habe der Erteilung einer Baubewilligung zugestimmt. Treten die neuen Vorschriften oder Pläne in Kraft, werden die Bauvorhaben nach neuem Recht beurteilt (Art. 62a Abs. 3 Satz 2 BauG). Haben die Bauwilligen ein Baugesuch eingereicht oder in Form eines Vorprojekts ihre Bauabsicht mitgeteilt, ist die Planungszone innert drei Monaten aufzulegen. Andernfalls ist eine Planungszone gegenüber dem gleichen Vorhaben seitens des , dem das Vorhaben als Baugesuch oder als Vorprojekt durch Zustellung zur Kenntnis gebracht worden ist, während fünf Jahren nur , wenn sich die Verhältnisse inzwischen wesentlich verändert haben (Art. 62 Abs. 2 BauG).
3.2 Die BVD hat im angefochtenen Entscheid erwogen, die  «Zweitwohnungen» sei dem Bauvorhaben entgegenzuhalten. Die  über die Nutzungsabsichten der Beschwerdeführerin sei nicht als konkrete Anfrage anzusehen, sondern als lose Umschreibung im Rahmen eines «Firabebiers» abgegeben worden. Sie habe die dreimonatige Frist von Art. 62 Abs. 2 BauG nicht ausgelöst (E. 4). Ebenso wenig habe der  der Erteilung der Baubewilligung im Sinn von Art. 62a Abs. 1 Satz 3 BauG zugestimmt (E. 5). In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 25. März 2020 hat die Beschwerdeführerin die Auffassung vertreten, die  hätten die Planungszone zu Unrecht auf das Bauvorhaben . Die Planungszone «Zweitwohnungen» ziele offenkundig nicht darauf ab, das strittige Vorhaben zu blockieren. Nach Ansicht des  beeinträchtige dieses den Zweck der Planungszone nicht ( Rz. 34 ff.).
Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16.07.2021, Nr. 100.2020.105U, Seite 14
3.3 Mit der Teilrevision der Ortsplanung «Zweitwohnungen» vom 8.  2020 ist die Planungszone von den neuen Vorschriften und Plänen abgelöst worden (vorne Bst. D). Aufgrund dieser Rechtslage stellt die  nicht mehr in Frage, «dass ihr Baugesuch nach den neuen Vorschriften zu beurteilen ist, da diese während der Dauer der Planungszone aufgelegt wurden (Art. 36 Abs. 2, Art. 36 Abs. 4 und Art. 62a Abs. 3 BauG)» (Stellungnahme vom 30.3.2021 Rz. 7). Das ist hier nicht in Frage zu stellen (vgl. für das nachträgliche Baubewilligungsverfahren auch VGE 23159 vom 23.5.2008 E. 2.1). Präzisierend hat die Beschwerdeführerin zudem , an der Beurteilung der Rügen, die sie in der Beschwerde vom 25. März 2020 gegen die Sistierung erhoben hat, möge sie nach dem  der Planungszone zwar kein schutzwürdiges Interesse mehr haben. Der Wegfall der Planungszone bewirke aber nicht, dass sie kein  Interesse mehr an der Wiederaufnahme des eingestellten  habe. Im Gegenteil sei das Interesse an der Durchführung des  und somit auch an der Aufhebung der Sistierung nach wie vor gegeben (Stellungnahme vom 25.5.2021 S. 1 f.).
3.4 Die Verfahrensbeteiligten sind sich darin einig, dass der ursprünglich zur Diskussion stehende Sistierungsgrund (Sperrwirkung der Planungszone) mit der rechtskräftigen Genehmigung und dem Inkrafttreten der  weggefallen ist (act. 8 und 8A; vorne Bst. D). Zu Recht weist die Beschwerdeführerin darauf hin, dass in einem solchen Fall nicht Gegenstandslosigkeit im Sinn von Art. 39 Abs. 1 VPRG eintritt, sondern das bislang sistierte Verfahren förmlich wiederaufzunehmen ist (Stellungnahme vom 25.5.2021 S. 1 mit Hinweis auf Michel Daum, a.a.O., Art. 38 N. 24;  noch die Einschätzung des Instruktionsrichters in seiner Verfügung vom 30.4.2021). Für die Einstellung des Baubewilligungsverfahrens besteht kein Grund mehr. Das Verfahren ist vielmehr vom Regierungsstatthalteramt Interlaken-Oberhasli weiterzuführen, zumal hinsichtlich der  des Vorhabens und der Zuständigkeit der Baubewilligungsbehörde keine Feststellungsentscheide getroffen werden (vorne E. 2).
Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16.07.2021, Nr. 100.2020.105U, Seite 15
4.
4.1 Im Ergebnis ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen. Der  Entscheid (und damit auch die Zwischenverfügung des  vom 9.8.2019) ist insofern aufzuheben, als damit die  des nachträglichen Baubewilligungsverfahrens bestätigt (bzw. ) wurde. Die Sache ist – wie im Eventualstandpunkt beantragt (vorne Bst. D) – zur Fortsetzung des Baubewilligungsverfahrens an den  zurückzuweisen. Im Übrigen ist die Beschwerde , soweit darauf einzutreten ist (vgl. vorne E. 1.2 und 1.5).
4.2 Die Verfahrens- und Parteikosten für das Verfahren vor dem  sind grundsätzlich nach dem Unterliegerprinzip zu verlegen (Art. 108 Abs. 1 und 3 VRPG). Als unterliegend im Sinn von Art. 108 Abs. 1 VRPG gilt im Allgemeinen, wer mit seinen Anträgen nicht durchdringt. Nur teilweise obsiegt, wer nicht mit allen Hauptbegehren oder nur mit einem Eventualantrag durchdringt (Ruth Herzog, a.a.O., Art. 108 N. 4). Die  unterliegt mit ihren Begehren überwiegend; sie obsiegt aber insofern, als ihrem Eventualantrag im Sistierungspunkt entsprochen wird, ausmachend einen Drittel. Der Regierungsstatthalter muss das  allerdings ohnehin von Amtes wegen , sobald die geltend gemachten Sistierungsgründe nicht mehr gegeben sind. Das ist hier unbestrittenermassen der Fall. Die Fortsetzung des  ist zudem (auch) Folge der erfolglosen  gegen das Nichteintreten auf die Feststellungsanträge (vorne E. 3). Diese speziellen prozessualen Verhältnisse erlauben es zwar nicht, der insoweit obsiegenden Beschwerdeführerin zufolge besonderer Umstände Verfahrenskosten aufzuerlegen (Art. 108 Abs. 1 VRPG; Ruth Herzog, a.a.O., Art. 108 N. 18). Hingegen steht ihr (auch) in diesem Punkt kein  zu (Art. 108 Abs. 3 VRPG).
4.3 Für die Verlegung der vorinstanzlichen Kosten ist trotz der teilweisen Aufhebung des angefochtenen Entscheids nicht von einem Obsiegen der Beschwerdeführerin auszugehen. Angesichts der überzeugenden  der BVD ist nicht ersichtlich, dass die Sistierung des  aufgrund der seinerzeitigen Verhältnisse (Sperrwirkung der Planungszone) rechtswidrig war (angefochtener Entscheid E. 4 und 5): Der
Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16.07.2021, Nr. 100.2020.105U, Seite 16
Standpunkt der Vorinstanz, wonach die an einem «Firabebier» mitgeteilte Absicht, Wohnungen kurzzeitig vermieten zu wollen, die Dreimonatsfrist von Art. 62 Abs. 2 BauG nicht auszulösen vermochte, erweist sich als . Denn der Gesetzeswortlaut verlangt ausdrücklich, dass eine  Mitteilung «in Form eines Vorprojektes» zu erfolgen hat, und lässt damit eine rein mündliche Erklärung der Bauabsicht ohne nähere Angaben zum Projekt nicht genügen. Wie die Vorinstanz ebenfalls richtig erkannt hat, stand zudem auch der Beschluss des Gemeinderats vom 3. April 2019 der Sistierung des Baubewilligungsverfahrens nicht entgegen. Wohl sieht Art. 62a Abs. 1 BauG vor, dass eine Baubewilligung im Fall einer  Planungszone nur erteilt werden darf, wenn die Planerlassbehörde zustimmt. Eine solche Zustimmung führt aber nicht dazu, dass anstelle der Baubewilligungsbehörde die Planerlassbehörde für den Entscheid über die Verfahrenssistierung zuständig wäre. Das Regierungsstatthalteramt als  war nicht verpflichtet, das Verfahren weiterzuführen, zumal das Bauvorhaben dem Zweck der Planungszone  widersprach und keine plausiblen Gründe ersichtlich sind, die gegen eine Sistierung sprachen. Wie die Vorinstanz zutreffend festgehalten hat,  der Gemeinderat seine Zustimmung zur Weiterführung des  allein mit der Mitteilung der Bauabsicht beim erwähnten «Firabebier». Diese war jedoch wie dargelegt nicht geeignet, das hier  Vorhaben von der Planungszone auszunehmen. Selbst wenn der Gemeinderatsbeschluss – was die Vorinstanz im angefochtenen  verneint hat (E. 5c) – eine Zustimmung der Planerlassbehörde im Sinn von Art. 62a Abs. 1 BauG darstellen würde, war die  im Zeitpunkt des angefochtenen Entscheids somit nicht rechtswidrig. Der vorinstanzliche Kostenschluss ist daher zu bestätigen (vgl. BVR 2008 S. 193 E. 9.2, Begründung präzisiert mit Beschluss der Abteilungskonferenz vom 29.4.2014, Ziff. 5, wonach in solchen Fällen nicht an «besondere », sondern an das Unterliegerprinzip anzuknüpfen ist; VGE 2015/349 vom 21.3.2017 E. 5.2; Ruth Herzog, a.a.O., Art. 108 N. 7).
Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16.07.2021, Nr. 100.2020.105U, Seite 17
5.
Gegen das vorliegende Urteil kann grundsätzlich Beschwerde in  Angelegenheiten an das Bundesgericht geführt werden (Art. 82 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht [Bundesgerichtsgesetz, BGG; SR 173.110]). Soweit es sich um einen  im Sinn von Art. 93 BGG handelt (vgl. BGE 135 II 30 E. 1.3, 133 V 477 E. 4.1), ist die Beschwerde aber nur zulässig, wenn eine der  Voraussetzungen von Art. 93 Abs. 1 BGG erfüllt ist.