Decision ID: c465b0ce-de06-40f3-8103-9ec3f47d63bc
Year: 2021
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1958
und zuletzt als Küchenhilfe tätig
, mel
dete sich erstmals am 23. Dezember 2009 (Eingangsdatum) unter Hinweis auf Schulter- und Rückenschmerzen bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk. 8/7). Die IV-Stelle machte das Angebot für Arbeitsvermittlung (vgl. Urk. 8/29), welches sie allerdings mit Mit
teilung vom 10. März 2011 zurückzog (Urk. 8/30; vgl. Verlaufsprotokoll Einglie
derungsberatung vom 10. März 2011, Urk. 8/31). Nach medizinischen und erwerblichen Abklärungen sprach die IV-Stelle dem Versicherten mit Verfügung vom 20. Juli 2011 (Urk. 8/40) eine vom 1. August 2010 bis zum 31. März 2011 befristete ganze Rente zu.
Am 11. September 2014 (Eingangsdatum) meldete sich der Versicherte unter Hin
weis auf fortbestehende Schulterbeschwerden erneut bei der IV-Stelle zum Leis
tungsbezug an (Urk. 8/47). Mit Verfügung vom 30. Januar 2015
trat
die IV
Stelle auf das neue Leistungsbegehren
nicht
ein
mit der Begründung, dass
eine wesent
liche Veränderung nicht glaubhaft dargelegt worden sei (Urk. 8/61).
Mit Schreiben vom
9
.
November 2018 bzw. Anmeldung vom 31
.
Januar
2019 wurde um Kostengutsprache für orthopädische Serienschuhe ersucht (Urk. 8/64 und Urk. 8/69), welche mit Mitteilung vom 22.
März 2019 erteilt wurde (Urk.
8/76).
Der Versicherte meldete sich am 27. März 2020 (Eingangsdatum) unter Hinweis auf eine
Herzinsuffizienz
bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug an (Urk. 8/79). Die IV-Stelle trat auf die Neuanmeldung ein, tätigte erwerbliche und medizinische Abklärungen und wies das Leistungsbegehren mit Verfügun
g vom 9. November 2020 ab (Urk.
8/95
= Urk. 2
).
2.
Hiergegen erhob der Versicherte am 7. Dezember 2020 Beschwerde und bean
tragte, die Ver
fügung vom 9. November 2020 sei
aufzuheben und es seien weitere medizinische Abklärungen vorzunehmen. In prozessualer Hinsicht ersuchte er um die unentgeltliche Prozessführung (Urk. 1)
. Mit Beschwerdeantwort vom 26.
Januar 2021 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 7 unter Beilage ihrer Akten, Urk. 8/1-99), worüber der Beschwerdeführer am 29. Januar 2021 in Kenntnis gesetzt wurde
(Urk. 9)
.
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
Die Beschwerdegegnerin brachte vor, dass dem Beschwerdeführer gestützt auf die vorliegenden Arztberichte eine leichte Tätigkeit, bei welcher keine langen Strecken zurückzulegen seien, ab dem 5. Mai 2020 vollumfänglich zumutbar sei. Eine wesentliche dauerhafte Verschlechterung seit der letzten materiell
entschei
denden und rechtskräftigen
Verfügung liege damit nicht vor (Urk. 2 und Urk. 7).
Der Beschwerdeführer hielt demgegenüber dafür, dass gestützt auf die vorliegen
den Arztberichte die Arbeitsfähigkeit bzw. die funktionellen Auswirkungen des beeinträchtigten Gesundheitszustandes nicht beurteilt werden könn
t
e
n
. Es bestünden Zweifel an d
er Stellungnahme von Dr. med.
Z._
, Facharzt für Allgemeine Medizin, d
es Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD), womit nicht darauf abgestellt werden könne. Nicht bestritten sei, dass sich der Gesundheits
zustand seit der letzten rechtskräftigen Verfügung massgeblich verändert habe. Entsprechend seien weitere Abklärungen zu tätigen (Urk. 1).
2.
2.1
Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird nach Art. 87 Abs. 3
der
Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV)
eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss Abs. 2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat.
Ergibt die Prüfung durch die Verwaltung, dass
die Vorbringen
der versicherten Person nicht glaubhaft sind, so erledigt sie das Gesuch ohne weitere Abklärungen durch Nichteintreten. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der ver
sicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG)
vorzug
ehen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl.
auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende
Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b).
2.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
2.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
2.4
2.4.1
Versicherungsträger und das Sozialversicherungsgericht haben den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Sie haben alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuver
lässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere dür
fen sie bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu
geben, warum sie auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellen (BGE 125 V 351 E. 3a).
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a).
2.4.2
Der Beweiswert von RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. 2
IVV
ist mit jenem exter
ner medizinischer Sachverständigengutachten vergleichbar, sofern sie den praxisgemässen Anforderungen an ein ärztliches Gutachten (
BGE 134 V 231
E. 5.1) genügen und die Arztperson über die notwendigen fachlichen Qualifika
tionen verfügt (
BGE 137 V 210
E. 1.2.1). Allerdings kann auf das Ergebnis ver
sicherungsinterner ärztlicher Abklärungen – zu denen die RAD-Berichte gehören – nicht abgestellt werden, wenn auch nur geringe Zweifel an ihrer Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit bestehen (Urteil des Bundesgerichts 8C_197/2014 vom 3. Oktober 2014 E. 4.2 mit Hinweisen auf
BGE 139 V 225
E. 5.2;
135 V 465
E. 4.4 und E. 4.7).
3.
Der aktuelle medizinische Sachverhalt präsentiert sich folgendermassen:
3.1
Der Beschwerdeführer befand sich - soweit aus den Akten ersichtli
ch - erstmals am 6. April 2017
im Zentrum für Paraplegie des Universitätsspitals
A._
auf
grund einer Polyneuropathie in Behandlung (Urk. 8
/91/14 ff.). Anlässlich der neu
rologischen und neurophysiologischen Jahr
esverlaufskontrolle vom 18.
Sep
tember 2019 notierte PD Dr. med.
B._
, Facharzt für Neurologie, fol
gende, gekürzt wiedergegebenen Diagnosen:
-
Verdacht auf Small
fiber
Neuropathie am ehesten im Rahmen des Diabetes Typ II
-
Therapieresistente
Plantarfasziitis
beidseits, rechtsbetont
-
Diabetes Typ II
-
Status nach Schulterarthroskopie,
subacromialer
Dekompression,
Rotato
renmanschetten-Rekonstruktion
Schulter links am 5. Juni 2015
-
Status nach Schultera
r
throskopie, intraartikulär diagnostisch,
subacromia
lem
Débridement
,
Acromioplastik
,
Rotatorenmanschetten
-Rekonstruktion rechts am 18. Oktober 201
3
Der Beschwerdeführer
berichte
über keine relevanten Veränderungen. Der Verlauf und die Beschwerden seien stabil mit Fusssohlenschmerz beim Tragen von Schu
hen, beim Barfussgehen habe er keine Beschwerden. Es würden keine Unsicher
heit beim Gehen, Einschränkungen der Kraft oder umschriebene Taubheitsgefühle in den unteren Extremitäten berichtet. Bezüglich der Medikation sei nichts ver
ändert worden. Eine Schmerzmedikation werde nicht eingenommen. Es finde sich klinisch und neurophysiologisch aktuell ein weitgehend stabiler Befund. Weitere V
erlaufskontrollen schienen im 2
Jahresabstand vertretbar.
3.2
Im Bericht der Klinik für Herzchirurgie des Stadtspitals
C._
vom 10. März 2020 wird festgehalten, dass der Beschwerdefüh
rer vom 27. Februar bis zum 10.
März 2020 hospitalisiert und davon vom 3. bis zum 5. März 2020 auf der Intensivstation gewesen sei (Urk. 8/78). Die Ärzte diagnostizierten (1) eine koro
nare Dreigefässerkrankung und (2) eine Herzinsuffizienz. Als kardiovaskuläre Risikofaktoren nannten sie einen Diabetes mellitus Typ 2b und hielten als Neben
diagnosen und Diagnosen im Verlauf folgendes fest:
-
Diabetische Polyneuropathie
-
Chronisches
lumbo
-vertebrales Schmerzsyndrom
-
Rotatorenmanschettenläsion
rechts
-
Status nach
Akromioplastik
und
Rotatorenmanschettenrekonstruktion
2013
-
Reentry
Tachykardie und Vorhofflimmern am 3. März 2020
-
Pleuraerguss
und
Atelektase
beidseits
Der Beschwerdeführer sei bei Verdacht auf STEMI vom Hausarzt zugewiesen wor
den. Es habe sich in der durchgeführten
Koronangiographie
am 28. Februar 2020 eine schwer ausgeprägte koronare Dreigefässerkrankung mit einem Verschluss des RIVA im Übergang zum distal
en Drittel sowie des RCX im mitt
leren Anteil der rechten Kranzarterie gezeigt. Der RIVA sei proximal des Verschlusses lediglich 40-50 %
stenosiert
und weise eine
Autokollateralisierung
auf zur Versorgung der Apex. Die linksventrikuläre Pumpfunktion sei mit 30 % mittelschwer einge
schränkt. Aufgrund des Befundes werde eine beschleunigte Operationsindikation gestellt.
Nach der Operation sei der Beschwerdeführer in reduziertem Allgemeinzustand zur weiteren kardialen Rehabilitation in die Klinik
D._
entlassen worden. Sie empfählen eine vierwöchige stationäre Reha.
3.3
Der Beschwerdeführer befand sich vom 10. bis zum 30. März 2020 in stationärer Rehabilitation im
Reha
z
entrum
E._
. Im Austrittsbericht vom 30. März 2020
hielten die behandelnden Ärzte fest (Urk. 8/84/7 ff.), dass
sich der Beschwer
deführer bei Eintritt in leicht reduziertem Allgemeinzustand und adipösem Ernährungszustand, kardiopulmonal kompensiert, präsentiert habe. Im Vorder
grund seien Dyspnoe unter Belastung, Schwindel beim Aufstehen, die Schmerzsymptomatik im Operationsbereich und Übelkeit mit Appetitlosigkeit sowie eine allgemeine Leistungs- und Kraftminderung gestanden.
Sie hätten den Beschwerdeführer am 30. März 2020 in gutem Allge
meinzustand, kardiopulmonal stabil und kompensiert nach Hause entlassen. Die physiothera
peutisch
en Therapieschwerpunkte seien der
Aufbau der Kraft und Kondition, der Vermittlung der Sekundärprävention und
das Meistern der
Alltagsaktivitäten (ADL). Es sei eine Gehstrecke von mindestens 570 Meter ohne Hilfsmittel in der Ebene mit Pause ohne Sauerstoff möglich. Er könne alternierend 110 Treppen
stufen hinab und mit zwei Pausen 100 hochlaufen. Eine weiterführende ambu
lante Physiotherapie sei nicht induziert, ein Heimprogramm sei instruiert worden. Der Beschwerdeführer werde weiter spazieren und Treppen steigen.
3.4
Dr. med.
F._
, Chefarzt Kardiovaskuläre Rehabilitation
Rehak
linik
E._
, notierte in seinem von der Beschwerdegegnerin ein
geholten Bericht vom 20. April 2020 folgende Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 8/84/3):
-
Koronare Dreigefässerkrankung
-
Rotatorenmanschettenläsion
rechte Schulter
-
Status nach
Rotatorenmanschettenrekonstruktion
2013
-
chronisches lumbales Schmerzsyndrom
Der Beschwerdeführer sei durch die schmerzhafte Bewegungseinschränkung in b
eiden Schultern eingeschränkt. K
ardial sei die
Ergomentrie
bei unzureichender Belastung bei Abbruch des Beschwerdeführers nicht aussagekräftig. Die letzte Tätigkeit mit Heben und Tragen von schweren Töpfen sei nicht mehr möglich.
3.5
Dr. med.
G._
, Facharzt für Herz- und thorakale Gefässchirurgie,
führte in seinem Bericht vom 23. April 2020 aus (Urk. 8/8
5
/10 f.), dass sich der
peri
- und postoperative Verlauf nach der
Myokardrevaskularisation
vom 3. März 2020 erfreulich gezeigt habe. In der Rehabilitation habe der Beschwerdeführer einen positiven Verlauf aufgewiesen. Nach vollständiger Sistierung der Schmerz
medikation beklage er jedoch eine deutliche Schmerzsymptomatik im oberen Anteil des Sternums
Manubrium
; proximaler Übergang zum Corpus. Die Beschwerden seien ausstrahlend bilateral bis
zur
Medioklavikularlinie
. Zusä
t
z
lich beklage er am Unterschenkel des linken Beines im Bereich der
Saphenektomie
eine Verhärtung, zudem teilweise Hypästhesie im Bereich der Haut.
Bei der körperlichen Untersuchung imponiere ein vollständig konsolidiertes und stabiles Sternum ohne Instabilität oder Krepitationen. Die Wundverhältnisse im Bereich der Hautnaht zeigten sich mit einem leichten Schorf hinsichtlich einer fraglichen Entzündung,
respektiv
Infektion ebenso unauffällig. Das Sternum sei vollständig stabil. Auch bei der Entlassungs
untersuchung des Herz-CT am 10.
März 2020 hätten sich hier ein vollständig adaptiertes Sternum vom Corpus bis zum
Manubrium
gezeigt. Ansonsten erscheine er kardiopulmonal kompensiert ohne Beinödeme ob- und
normopnoisch
. Er könne bei der körperlichen
Unter
suchung vollständig flach
liegen. Es zeigten sich auch keine anderen Herzinsuffi
zienzzeichen.
Es solle weiterhin nur
symptomatisch eine Schmerztherapie bis zum Sistieren der Schmerzen durchgeführt werden, respektive bis zum vollständigen
o
ssären
Durchbau
. Sollte bis
Juli die Beschwerdesymptomatik nicht deutlich
regredient
bzw. vollständig
regredient
sein, würde ein CT durchgeführt werden.
3.6
Dr. med.
H._
, Facharzt für Allgemeine Medizin, hielt in seinem von der Beschwerdegegnerin eingeholten Bericht vom 5. Mai 2020 folgende Diag
nosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit fest (Urk. 8/85/7):
-
Seit 2007 Diabetes mellitus Typ 2 medikamentös behandelt
-
Arterielle Hypertonie medikamentös behandelt
-
Diabetische Polyneuropathie
-
Chronisches
lumbovertebrales
Schmerzsyndrom
-
Ruptur der
Supraspinatussehne
, Diagnose September 2009, Schulter
arthroskopie März 2010,
Bicepstenotomie
,
Rotatorenmanschetten
rekonstruktion
links
-
Acromioplastik
und
Rotatorenmanschettenruptur
rechts 2013
-
Reoperation
linke Schulter nach Sehnenruptur
Supraspinatussehne
2015
-
Chronische
Plantarfasziitis
beidseit
seit 2018
-
Dreifach-ACBP wegen instabiler Angina Pectoris 2020
Dr.
H._
konstatierte, die Prognose sei ungünstig. Darüber hinaus äusserte er sich nicht zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers.
3.7
Dr. med. univ.
I._
, Assistenzärztin Orthopädie in der Universitätsklinik
A._
, stellte in ihrem von der Beschwerdegegnerin eingeholten Bericht vom 22. Juni 2020 folgende, gekürzt wiedergegebenen Diagnosen (Urk. 8/91/9):
-
Verdacht auf Small
fiber
Neuropathie am ehesten im Rahmen des Diabetes Typ II
-
Therapieresistente
Plantarfasziitis
beidseits, rechtsbetont
-
Diabetes Typ II
-
Status nach Schulterarthroskopie,
subacromialer
Dekompression,
Rotato
renmanschetten-Rekonstruktion
Schulter links am 5. Juni 2015
-
Status nach Schultera
r
throskopie, intraartikulär diagnostisch,
subacro
mialem
Débridement
,
Acromioplastik
,
Rotatorenmanschetten
-Rekon
struktion rechts am 18. Oktober 2013
Sie hätten den Beschwerdeführer vom 30. November 2009 bis zum 11. Mai 2016 betreut, spätere Kontrollen seien durch die Chiropraktik und das Fuss-Team erfolgt.
Anlässlich der letzten Sprechstundenkontrolle vom 11. Mai 2016 hätten sie fest
gehalten, dass eine schulterbelastende Tätigkeit nicht zu empfehlen sei. Sie hätten eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % für schulterbelastende Tätigkeiten attestiert.
Eine nicht schulterbelastende Tätigkeit wäre theoretisch zu 100 % möglich.
3.8
RAD-Arzt Dr.
Z._
nahm am 31. Juli 2020 Stellung zuhanden der Beschwer
degegnerin. Er hielt folgende Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähig
keit fest (Urk. 8/92/4):
-
Diabetes mellitus II mit Polyneuropathie
-
Status nach
Rotatorenmanschettenrekonstruktion
links März 2010,
Reoperation
2015
-
Status nach
Rotatorenmanschettenrekonstruktion
rechts 2013
-
chronische
Plantarfasziitis
beidseits seit 2018
-
Status nach dreifach ACBP 3. März 2020
-
Chronisches
lumbo
-vertebrales Schmerzsyndrom
Seit dem Eintritt ins Stadtspital
C._
am 27. Februar 2020 sei der Beschwerde
führer nur noch für eine leichte Tätigkeit einsetzbar. Zudem sei jede schulter
belastende Tätigkeit nicht mehr möglich. Bei Aus
t
ritt aus dem
Reha
z
entrum
E._
sei die
linksventrikuläre Ejektionsfraktion
(LVEF) 47 % gewesen. Die Fahr
rad-Ergometrie sei nicht aussagekräftig gewesen wegen Beinschwäche. Die früher ausgeübte Tätigkeit als Küchenhilfe sei gemäss
Reha
z
entrum
E._
nicht mehr möglich;
d
ies aus der Kombination der Schulter- und Rückenbeschwerden sowie der koronaren Herzkrankheit (KHK) und der Polyneuropathie als Folge des Diabetes mellitus Typ
IIb
. Er könne aber eine leichte Tätigkeit (keine Gewichte über 10 kg) ohne das Gehen von weiten Strecken ganztags ausüben.
Seit dem 27. Februar 2020 sei die Tätigkeit als Küchenhilfe nicht mehr möglich. In angepasster Tätigkeit sei er ab dem 27. Februar 2020
ebenfalls vollumfänglich arbeitsunfähig gewesen. Ab dem Bericht von Dr.
H._
vom 5. Mai 2020 sei die volle Arbeitsfähigkeit für eine gut angepasste leichte Tätigkeit gegeben gewe
sen.
4.
4.1
Vorliegend ist erstellt und des Weiteren unbestritten, dass es dem Beschwerde
führer aufgrund der beidseitigen
Rotatorenmanschettenrekonstruktion
sowie der Polyneuropathie und der
Plantarfasziitis
nicht möglich ist, seiner zuletzt ausge
übten Tätigkeit als Küchenhilfe nachzugehen (vgl. E. 3.4, E. 3.7, E. 3.8).
Bestritten ist allerdings, ob auf die Angaben von RAD-Arzt Dr.
Z._
abgestellt werden kann bzw. ob die medizinischen Akten eine abschliessende Beurteilung einer Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit zulassen.
4.2
4.2.1
Aus neurologischer Sicht
notierte PD Dr.
B._
in seinem Bericht vom 18.
September 2019, dass der Beschwerdeführer
Fusssohlenschmerz
en
beim Tragen von Schuhen
habe
, beim Barfussgehen habe er keine Beschwerden. Es würden keine Unsicherheit beim Gehen, Einschränkungen der Kraft oder umschriebene Taubheitsgefühle in den unteren Extremitäten berichtet. Eine Schmerzmedik
ation werde nicht eingenommen (E. 3.1). Eine Arbeitsunfähigkeit attestierte er nicht und äusserte sich auch nicht zu einer allfälligen angepassten Tätigkeit.
Dr.
I._
konstatierte, dass eine nicht
schulterbelastende Tätigkeit
aus ortho
pädischer Sicht theoretisch zu 100 % möglich
sei
(E. 3.7).
4.2.2
Die
behandelnden Ärzte der Klinik für Herzchirurgie des
Stadtspitals
C._
nah
men im Bericht
vom 10. März 2020
bezüglich des stationären Aufenthaltes
keine Stellung zur Arbeitsfähigkeit und auch
Dr.
G._
liess sich im Bericht
vom 3.
April 2020
hierzu nicht vernehmen
(E. 3.2
und E. 3.5
).
D
ie behandelnden Ärzte des
Rehaz
entrum
s
E._
äusserten sich nicht
im Detail
zur Arbeitsfähigkeit aus kardiologischer Sicht (E. 3.3)
.
Aus dem Austritts
bericht vom 30. März 2020 (E. 3.3; Urk. 8/84/7 ff.) geht allerdings hervor, dass der Beschwerdeführer bei Ende des Aufenthaltes in der Lage war, ohne Unter
stützung mit Lebenspartner, Angehörigen oder Freunden zuhause zu wohnen. Darüber hinaus war es ihm möglich, eine Gehstrecke von mindestens 570 Meter ohne Hilfsmittel in der Ebene mit Pause ohne Sauerstoff zu gehen. Er
konnte
110
Treppenstufen hinab
gehen und
100 Treppenstufen hinaufsteigen mit zwei Pau
sen. Weiterführende Physiotherapie sei nicht indiziert, ein Heimprogramm sei instruiert worden und der Beschwerdeführer werde weiterhin Spazieren gehen und Treppen steigen. Dr.
F._
notierte entsprechend im von der
Beschwerdegegnerin eingeholten Bericht vom 20. April 2020 eine volle Arbeits
unfähigkeit in der angestammten Tätigkeit, attestierte allerdings keine Arbeits
unfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit (E. 3.4).
Dr.
H._
äusserte sich im Bericht vom 5. Mai 2020 weder zur Arbeitsfähig
keit in der angestammten noch zur Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit. Er konstatierte lediglich, dass die Prognose eher ungünstig sei (E. 3.6).
4.2.3
Dr.
Z._
seinerseits berücksichtigte sämtliche medizinischen Unterlagen, die damit einhergehende Anamnese und die beklagten Beschwerden
(Urk. 8/92/3 f.; E. 3.8)
.
Insbesondere bezog er sich auf die
Austrittsbefunde aus dem
Rehaz
ent
rum
E._
und die LVEF von 47 %. Die dokumentierten Diagnosen beurteilte er alle als mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit und nahm unter Berück
sichtigung der objektiv erhobenen Befunde und subjektiv geklagten Beschwerden Stellung zur Arbeitsfähigkeit.
Dabei erweisen sich die Berichte der behandelnden Ärzte als vollständig, umfassend und ohne Widersprüche.
Gestützt auf diese Aktenlage
folgerte er, dass dem Beschwerdeführer die ange
stammte Tätigkeit andauernd nicht mehr zumutbar sei, eine angepasste
leichte Tätigkeit (bis 10 kg) ohne das Gehen von weiten Strecken und ohne schulter
belastende Tätigkeit sei
ab Mai 2020 wieder möglich.
Damit ist die Stellungnahme von RAD-Arzt Dr.
Z._
beweiskräftig und es bestehen entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers keine geringen Zweifel an seiner Einschätzung der Arbeitsfähigkeit. Der Vollständigkeit halber ist auch darauf hinzuweisen, dass seitens der behandelnden Ärzte zu keinem Zeit
punkt eine Arbeitsunfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit attestiert wurde, so dass auch diesbezüglich keine Zweifel an der RAD-Stellungnahme vorliegen.
5.
Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen der in qualitativer Hinsicht eingeschränkten Arbeitsfähigkeit.
5.1
Bei der Invaliditätsbemessung kommt der allgemeinen Methode des Einkom
mensvergleichs gemäss Art. 28a Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 16 ATSG grundsätzlich Vorrang zu. Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen ziffern
mässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie indes nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewonnenen Annähe
rungswerte miteinander zu vergleichen. Wird eine Schätzung vorgenommen, so muss diese nicht unbedingt in einer ziffernmässigen Festlegung von Annähe
rungswerten bestehen. Vielmehr kann auch eine Gegenüberstellung blosser Pro
zentzahlen genügen. Das ohne eine Invalidität erzielbare hypothetische Erwerbs
einkommen ist alsdann mit 100 % zu bewerten, während das Invalidenein
kommen auf einen entsprechend kleineren Prozentsatz veranschlagt wird, so dass sich aus der Prozentdifferenz der Invaliditätsgrad ergibt (sog. Prozentvergleich; Urteil des Bundesgerichts 8C_131/2011 vom 5. Juli 2011 E. 10.2.1 mit Hinweis auf BGE 114 V 310 E. 3a).
Der Invaliditätsgrad ist namentlich dann durch Prozentvergleich zu ermitteln, wenn Validen- und Invalideneinkommen sich nicht hinreichend genau oder nur mit unverhältnismässig grossem Aufwand bestimmen lassen und in letzterem Fall zudem angenommen werden kann, die Gegenüberstellung der nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände geschätzten, mit Prozentzahlen bewerteten hypothetischen Einkommen ergebe ein ausreichend zuverlässiges Resultat. Diese Berechnungsweise ist insbesondere anwendbar, wenn die konkreten Verhältnisse so liegen, dass die Differenz zwischen Validen- und Invalideneinkommen die für den Umfang des Rentenanspruchs massgebenden Grenzwerte von 70, 60, 50 und 40 % (Art. 28 Abs. 2 IVG) eindeutig über- oder unterschreitet (Urteil des Bundes
gerichts 9C_492/2018 vom 24. Januar 2019 E. 4.3.2 mit Hinweis auf Urteil 8C_333/2013 vom 11. Dezember 2013 E. 5.3 mit Hinweisen).
Sind indessen Validen- und Invalideneinkommen ausgehend vom gleichen Tabellenlohn zu berechnen, erübrigt sich deren genaue Ermittlung.
Diesfalls
ent
spricht der Invaliditätsgrad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter Berücksichti
gung eines allfälligen Abzugs vom Tabellenlohn. Dies stellt keinen «Prozent
vergleich» dar, sondern eine rein rechnerische Vereinfachung (Urteil des Bundes
gerichts 8C_148/2017 vom 19. Juni 2017 E. 4 unter Hinweis auf Urteil 9C_675/2016 vom 18. April 2017 E. 3.2.1).
5.2
Der Beschwerdeführer war gestützt auf den IK-Auszug (Urk.
8/13; Urk. 8/83) und seinen Lebenslauf (Urk. 8/24) jeweils in Hilfsarbeitertätigkeiten in der Regel in der Gastronomie tätig, wobei er zwischen den verschiedenen Arbeitsstellen mehr
fach während längerer
Zeiträume auf Stellensuche war.
Demnach ist sowohl das Validen- als auch das Invalideneinkommen gestützt
auf
den Tabellenlohn für Hilfsarbeiter nach der
vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweize
rischen Lohnstrukturerhebung (LSE)
festzusetzen
. Da
für das Validen- als auch das Invalideneinkommen der gleiche Tabellenlohn heranzuziehen ist,
resultiert bei anzunehmender voller Arbeitsfähigkeit – unter Vorbehalt eines leidens
bedingten Abzugs – ein Invaliditätsgrad von 0 %
.
5.3
Der Beschwerdeführer rügte, es wäre ein Leidensabzug zu prüfen gewesen.
Dem Beschwerdeführer ist eine körperlich leichte, nicht schulterbelastende Tätig
keit ohne das Gehen von längeren Strecken ganzta
gs zumutbar. Dr.
Z._
berücksichtigte bei der Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit bereits sämtliche qualitativen und quantitativen Einschränkungen. Entsprechend der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sind diese nicht zusätzlich in die Bemes
sung des leidensbedingten Abzuges einzubringen, da dies ansonsten zu einer dop
pelten Anrechnung der gleichen Gesichtspunkte führen würde (Urteile des Bundesgerichts 8C_805/2016 vom 22. März 2017 E. 3.1 und 9C_846/2014 vom 22. Januar 2015 E. 4.1.1).
Der Vollständigkeit halber ist festzuhalten, dass auch unter Berücksichtigung eines maximalen Leidensabzuges von 25 % lediglich ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von 25 % resultieren würde.
5.4
Demnach ist
überwiegend wahrscheinlich erstellt
, dass
sich seit der letzten mate
riellen Beurteilung mit Verfügung vom 20. Juli 2011 (Urk. 8/40)
keine anspruchs
beeinflussende Änderung der tatsächlichen Verhältnisse ergeben hat, da
es dem
Beschwerdeführer weiterhin zumutbar ist, ein rentenausschliessendes Einkommen zu erzielen. Die angefochtene Verfügung erweist sich damit als rechtens und die Beschwerde ist ab
zuweisen.
6.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV
Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 800.-- anzusetzen. Ausgangsgemäss sind sie dem
Be
schwerdeführer aufzuerlegen.
Der vorliegende Prozess kann nicht als von vornherein aussichtslos bezeichnet werden. Des Weiteren ist der Beschwerdeführer
bedürftig (Urk. 3). Antrags
gemäss (Urk. 1) ist ihm deshalb die unentgeltliche Prozessführung zu bewilligen. Die dem Beschwerdeführer auferlegten Gerichtskosten sind demnach einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.
Kommt der Beschwerdeführer künftig in günstige wirtschaftliche Verhältnisse, so kann ihn das Gericht zur Nachzahlung der Auslagen für die unentgeltliche Rechts
pflege verpflichten (§ 16 Abs. 4 des Gesetzes über das Sozialver
siche
rungs
gericht,
GSVGer
).
Das Gericht beschliesst,
In Bewilligung des Gesuchs vom
7. Dezember 2020 wird dem Beschwerdeführer
die unentg
elt
liche Prozessführung gewährt,
und erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von Fr.
800
.-- werden
dem Beschwerdeführer
auferlegt
, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichts
kasse genommen.
Der Beschwerdeführer wird
auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4
GSVGer
hingewiesen.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Stadt Zürich Soziale Dienste
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4.