Decision ID: 765d3509-39d7-4262-8ef0-ce8534c71864
Year: 2019
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1967,
verfügt über ein Lizentiat in
Philosophie
(Urk. 6/1/5-7). Sie arbeitete von 1997 bis 2009 bei der
Y._
AG im Bereich interne Kommunikation, Webdesign und Webpublishing in einem Pensum von 80 %. Anschliessend
gründete
s
ie im Bereich Web, Kommunikation, Publishing eine eigene Firma, welche jedoch 2013 wieder aufgelöst wurde
(Urk. 6/15/1)
.
Am 7. Oktober 2013 meldete sie sich unter Hinweis auf Depression
en
, Burn
-
ou
t, Angstzustände und emotionale
Labilit
ät bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
zum Leistungsbezug an (Urk. 6/2).
Zur Klärung der Situation fand am 29. Oktober 2013 bei der IV-Stelle ein persönliches Gespräch statt (Urk. 6/14).
Am 9. Dezember 2013 informierte die Versicherte die IV-Stelle darüber, dass sie bei der
Y._
AG eine für acht bis neun Monate befristete Anstellung in einem Pensum von 50 % angenommen habe (Urk. 6/18).
Die IV-Stelle klärte die beruflichen und medizinischen Verhältnisse ab und
veranlasste
in der Folge
ein psychiatrisches Gutachten, das am 17. Oktober 2014 erstattet wurde (Urk. 6/29).
Sodann nahm der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) am 20. November 2014
zur Sache
Stellung (Urk. 6/32/5-6). Mit
Vorbescheid vom 19. Dezember 2014 stellte
die IV-Stelle
der Versicherten die Abweisung des Leis
tungsbegehrens in
Aussicht (Urk. 6/35), wogegen
die Versicherte
am 29. Januar 2015 (Urk. 6/40) sowie ergänzend am 13. Februar 2015 (Urk. 6/44) Einwand erhob.
Mit Verfügung vom 23. Juli 2015 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren ab (Urk. 6/47). Die Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft.
1.2
Am 20. Januar 2017 meldete sich die Versicherte erneut zum Leistungsbezug an (Urk. 6/52).
In der Folge nahm die IV-Stelle zwei ärztliche Berichte zu den Akten (Urk. 6/56
/3-6
, 6/61) und legte diese
dem RAD
zur
Stellungnahme
vor
(Urk. 6/63/2)
.
Mit Vorbescheid vom
28. April 2017 kündigte die IV-Stelle
der Ver
sicherten
an, dass sie auf
ihr
neues Leistungsbegehren nicht eintreten werde, da den aufgelegten Unterlagen keine erhebliche Veränderung
ihrer
beruflichen oder medizinischen Verhältni
sse zu entnehmen sei (Urk. 6/64
).
Dagegen erhob die Ver
sicherte am 16. Mai 2017 (Urk. 6/66) sowie ergänz
end am 14. Juni 2017 (Urk. 6/70
)
Einwand.
Mit
Schreiben vom
14. Juli 2017 (Urk. 6/72)
reichte
die Ver
sicherte einen neuen Arztbericht ein (
Urk. 6/71
). Nachdem der RAD am 8. August 2017 erneut Stellung genommen hatte (Urk. 6/73/2-4), verfügte die IV-Stelle am 19. September 2017, dass auf das neue Leistungsbegehren der Versicherten nicht eingetre
ten werde (Urk. 6/75 = Urk. 2).
2.
Dagegen erhob
X._
am
20. Oktober 2017 Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin zu ver
pflichten, auf das Leistungsgesuch einzutreten und der Versicherten die gesetz
lichen Leistungen zu gewähren (Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 24. Novem
ber 2017 beantragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde (Urk. 5).
Auf
die Vorbringen
der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Sie kann Folge von Geburts
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein
trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Rechtsprechungsgemäss ist bei psychi
schen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein psychischer Gesundheitsschaden mit Krankheitswert besteht, welcher die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (vgl.
BGE 139 V 547
E. 5,
131 V 49
E. 1.2,
130 V 352
E. 2.2.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E. 5.4).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege
artis
auf
die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationss
ystems abgestützte Diagnose vor
aus (vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6).
Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Ein
zelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben Versicherte, die unter anderem während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeits
unfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (Art. 28 Abs. 1
lit
. b und c IVG). Der Rentenan
spruch entsteht frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltend
machung des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Absatz 1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollendung des 18. Altersjahres folgt (Art. 29 Abs. 1 IVG).
Die massgeblichen Rentenabstufungen geben bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditäts
grad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Inva
liditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent Anspruch auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.
3
Wurde eine Rente
wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades
verweigert, so wird nach
Art.
87
Abs.
3
der Verordnung über die Invalidenversicherung
(
IVV
)
eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss
Abs.
2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Tritt die Verwaltung auf die Neuan
meldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invali
ditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach
Art.
17
Abs.
1
ATSG
vorzugehen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegrün
dende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall
obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b).
Nach Eingang einer Neuanmeldung ist die Verwaltung zunächst zur Prüfung ver
pflichtet, ob die Vorbringen der versicherten Person überhaupt glaubhaft sind; verneint sie dies, so erledigt sie das Gesuch ohne weitere Abklärungen durch Nichteintreten. Dabei wird sie unter anderem zu berücksichtigen haben, ob die frühere Verfügung nur kurze oder schon längere Zeit zurückliegt, und dement
sprechend an die Glaubhaftmachung höhere oder weniger hohe Anforderungen stellen (ZAK 1966 S. 279, vgl. auch BGE 130 V 64 E. 5.2, 72 E. 2.2 mit Hinweisen). Insofern steht ihr ein gewisser Beurteilungsspielraum zu, den das Gericht grund
sätzlich zu respektieren hat. Daher hat das Gericht die Behandlung der
Eintre
tensfrage
durch die Verwaltung nur zu überprüfen, wenn das Eintreten streitig ist, das heisst wenn die Verwaltung gestützt auf
Art.
87
Abs.
3 IVV Nichteintreten beschlossen hat und die versicherte Person deswegen Beschwerde führt; hingegen unterbleibt eine richterliche Beurteilung der
Eintretensfrage
, wenn die Verwal
tung auf die Neuanmeldung eingetreten ist (BGE 109 V 108 E. 2b).
2.
2.1
Die IV-Stelle begründete ihr Nichteintreten auf das erneute Leistungsgesuch der Versicherten in der Verfügung vom 19. September 2017
(Urk. 2)
damit, dass anhand der eingereichten mediz
inischen U
nterlagen keine Veränderung des Gesundheitszustandes ersichtlich sei. Mit dem Arztbericht von
med
.
pract
.
Z._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,
vom 22. Februar 2017 werde zwar eine neue Dia
gnose genannt,
diese
sei
aber
nicht nachvollzieh
bar. Die
Beschwerdeführerin
habe
immer wieder depressive Verstimmungen
gehabt
, welche durch äussere Faktoren ausgelöst worden seien. Diese hätten jeweils durch eine intensive psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung therapiert werden können. Eine Erwerbsunfähigkeit liege aus rechtlicher Sicht nämlich nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht behandelbar sei. Diese Voraussetzung sei hier nicht gegeben. Anhand des Verlaufes und der Symptome sei eine Beeinträchtigung nicht vollumfänglich nachvollziehbar. Die gegenwär
tige Arbeitsunfähigkeit sei vielmehr aufgrund der Beendigung der Arbeitsstelle entstanden. Eine dauerhafte Einschränkung in der Erwerbsfähigkeit sei nicht aus
gewiesen
(Urk. 2 S.
2).
2.2
Die Beschwerdeführerin macht
e
demgegenüber geltend, dass auf ihr Leistungs
begehren eingetreten werden müsse
.
Seit Erstattung des psychiatrischen Gutach
tens habe sich die Ausprägung
ihrer
psychischen Erkrankung deutl
ich verschlech
ter
t.
Die durch den Bericht von
med.
pract
.
Z._
vom 22. Februar 2017
dar
gelegten Veränderungen würden ausgewiesene, gesundheitliche Verschlechte
run
gen darstellen, welche durchaus zu Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit
führen könnten und deshalb von relevanter Bedeutung seien.
Eine Verschlechterung sei bei dieser Sachlage glaubhaft gemacht.
Überdies habe
dieser Arzt
in einem wei
teren Bericht vom 26. Juni 2017 detailliert dargestellt, dass Personen mit Persön
lichkeitsstörungen auch über lange Zeit «produktiv sozialisiert» sein könnten. Erfolge aber aufgrund innerer oder äusserer Faktoren die Notwendigkeit sich flexibel und adaptiv mit den neuen Begebenheiten auseinanderzusetzen, würden diese Störungsbilder üblicherweise
dekompen
sieren
.
So sei es auch bei der Beschwerdeführerin. Die durch
den
RAD-Arzt Dr. med.
A._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,
festgehaltene
Beurteilung, wonach anhand des Verlaufs und der Symptome eine
Borderline
Persönlichkeitsstöru
n
g nicht vollumfänglich nachvollziehbar, akzentuierte Persönlichkeitszüge aber nicht aus
zuschliessen seien, könne die von Dr.
Z._
sorgfältig dargelegte Diagnose
er
hebung der
Borderline
Persön
lichkeitsstörung
und deren Verlauf bei der Besch
werdeführerin nicht entk
räften. Der RAD-Arzt setze sich mit den Ausfüh
rungen des behandelnden Psychiaters nicht auseinander
und könne die neu erhobene Diagnose offenbar teilweise nachvollziehen.
Deshalb müsse von einer neuen Diagnose, welche Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit haben könne, ausge
gangen werden. Zudem habe sich auch die rezidivierende, depressive Störung der Beschwerdeführerin verschlimmert. Der Eintritt einer Verschlechterung sei dem
nach ausgewiesen. Eine massgebliche Tatsachenänderung im Sinne der Recht
sprechung sei
glaubhaft gemacht (Urk. 1 S. 6-8).
3.
3.1
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht nicht auf die Neu
anmeldung vom 20. Januar 2017 (Urk. 6/51) eingetreten ist, weil es der Beschwerdeführerin nicht gelungen ist, eine rentenrelevante Veränderung seit dem Erlass der Verfügung vom 23. Juli 2015 (Urk. 6/47) glaubhaft zu machen.
3.2
Der
Verfügung vom 23. Juli 2015
(Urk. 6/47)
lagen
in medizinischer Hinsicht
die Berichte von med.
pract
.
Z._
vom 14. November 2013 sowie vom 18. Juli 2014, das von der Beschwerdegegnerin eingeholte psychiatrische Gutachten von Dr. med.
B._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 17. Oktober 2014 sowie die versicherungsmedizinischen Beurteilungen des RAD vom 14. August 2014 und vom 20. November 2014 zugrunde (vgl. Urk. 6/15, 6/20, 6/29, 6/32/4-6).
3.2
.1
D
e
r
behandelnde Arzt med.
pract
.
Z._
stellte in seinem Bericht vom 14. November 2013 die Diagnose einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig leicht
-
bis mittelgradiger Episode (ICD-10 F 33.1), bei Status nach schwerer Episode bei Behandlungsbeginn, bestehend seit der Adoleszenz,
die
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
habe
(Urk. 6/15/1)
.
Die Besc
hwerdeführerin sei seit dem 24.
Juli 2013 bei ihm in Behandlung. Als Geschäftsführerin im Bereich Webpublishing/Kommunikation beurteile er die Beschwerdeführerin als nahezu vollständig arbeitsunfähig.
Gerade die starken Insuffizienzgefühle, die Antriebsstörungen, das Grübeln und die emotionale Labilität würden die selbständige Tätigkeit besonders stark behindern.
In einer angepassten Tätigkeit, analog
ihrer
Anstellung bei der
Y._
AG
, sei ein 50%-Pensum möglich. Dies unter der Bedingung, dass die Beschwerdeführerin klare Rahmenbedingungen vorfinde, innerhalb welcher sie jedoch auch einen gewissen Gestaltungsspielraum habe. Ausserdem
habe
der Zeitdruck nicht zu gross und das Teamklima offen und wertschätzend
zu sein (Urk. 6/15/2, 6/15/4-5).
Im Bericht vom 18. Juli 2014 bestätigte
dieser Arzt die Diagnose
. In der Zwischenzeit habe die Beschwerdeführerin eine Teilzeitstelle
in einem 50%-Pen
sum
als Projektmitarbeiterin im Bereich interne Kommunikation, Web
design/Webpublishing bei
ihrer alten Arbeitgebe
rin,
der
Y._
AG,
gefunden
. In dieser angepassten Tätigkeit werde
die Beschwerdeführerin aktuell
und auf längere Sicht
als
zu 50
% arbeitsfähig beurteilt.
Dieses Pensum in einem sehr vertrauten und flexiblen Rahmen sei allerdings nur bei intensiver, therapeutischer Unterstützung, einer aktiven Pflege eines Ausgleiches sowie unter recht hoch dosierter pharmakologischer Behandlung leistbar. Eine wesentliche Änderung auf mittel- oder längerfristige P
erspektive werde nicht erwartet (Urk. 6/20/1-3).
3.2.2
Dr.
B._
stellte in dem von der Beschwerdegegnerin eingeholten psychiat
rischen Gutachten am 17. Oktober 2014 die Diagnose einer rezidivierenden depressiv
en Störung, gegenwärtig leichte
Episode ohne soma
tische Symptome (ICD-10 F 33.0)
,
die
Auswi
rkung auf die Arbeitsfähigkeit
habe
(Urk.6/29/8)
.
Die Beschwerdeführerin sei von Juli 2013 bis zum 5. Januar 2014 vollständig arbeitsunfähig gewesen und sei ab dem 6. Januar 2014 wieder zu 50 % arbeits
fähig. Die gegenwärtigen Arbeitsplatzbedingungen seien für
die Beschwerdefüh
rerin in Bezug auf ihren erlernten Beruf als ideal adaptiert zu betrachten, weshalb sich die attestierte Arbeitsfähigkeit sowohl auf die
angestammte
als auch auf eine angepasste Tätigkeit beziehe
. Über mögliche adaptierte Tätigkeiten unter dem Ausbildungsniveau der Beschwerdeführerin könne nicht spekuliert werden, weil solche Tätigkeiten die Selbstwertproblematik akzentuieren und eine Verschlech
terung der depressiven Störung auslösen könnten.
Die bereits etablierten thera
peutischen Massnahmen hätten zu einer merklichen Verbesserung der depressi
ven Symptomatik und damit der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin geführt.
Unter konsequenter Weiterführung der etablierten therapeutischen Massnahmen sei von einer Erhaltung der 50%igen Arbeitsfähigkeit aus
zugehen
.
Ob die thera
peutischen Massnahmen allerdings zu einer Verbesserung der 50%igen Arbeits
fähigkeit führen würden, lasse sich gegenwärtig nicht beurteilen
(Urk. 6/29/
9-11).
3.2.3
Der RAD-Arzt Dr. med.
C._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, nahm am 14. August 2014 und am 20. November 2014 eine versiche
rungsmedizinische Würdigung der Akten vor. Er gelangte zur Einschätzung, dass
sich das psychiatrische Gutachten von Dr.
B._
auf die IV-Akten,
auf
die
psy
chiatrisch
erseits
zur Verfügung gestellten Unterlagen und die Ergebnisse eigener Anamneseerhebung und Befunde stütze. Es sei umfassend und schlüssig, weswe
gen es der IV-Stelle als sachlicher Bezugspunkt zur eigenen Urteilsbildung dienen könne
(Urk. 6/32/5).
3.2.4
Seitens der Administration der IV-Stelle wurde in der Folge ausgeführt,
die Beschwerdeführerin
habe
sich von mehreren Krisen immer wieder vollständig er
holen können. Die depressiven Episoden seien gut behandelbar, weswegen sie keinen langandauernden Gesundheitsschaden begründen würden.
Zudem
seien
bei der Beschwerdeführerin
genügend Ressourcen vorhanden
(Fotografieren, Velofahren, Yoga, Mediation). Auch habe sie in der Arbeitswelt bereits wieder Fuss gefasst (Urk. 6/32/6).
Gestützt
darauf
verneinte die Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 23. Juli 2015 einen Rentenanspruch der Beschwerdeführerin
mangels eines langandauernden Gesundheitsschadens
(Urk. 6/47).
3.3
3.3.1
Im Rahmen des Neuanmeldeverfahrens
, das durch den behandelnden Psychiater med.
pract
.
Z._
eingeleitet wurde,
stellte
dieser
in seinem Bericht vom 17. Oktober 2016 zuhanden der Krankentaggeldversicherung die Diagnose einer rezidivier
e
nd depres
siven Störung, gegenwärtig mittelgradig
e
bis schwer
e Epi
sode (ICD-10 F
33.2).
Die 50%ige Anstellung der Beschwerdeführerin habe Ende August 2016 geendet. Sie habe sich dadurch natürlich mit einer sehr schwierigen Situation konfrontiert gesehen. Ängstigende Erinnerungen an lange Phasen der Arbeitslosigkeit seien wach geworden sowie die grosse Unsicherheit, wo
sie
jemals wieder ähnliche Anstellungsbedingungen
finden könne
. Im Rahmen dieser Einengung und erleb
ten Hoffnungslosigkeit habe sich die Depressivität zwischenzeitlich wieder bis auf
eine
mittelschwere bis schwere Ausprägung gesteigert, weshalb sie seit dem
17. August 2016 wieder vollständig arbeitsunfähig sei.
Im Rahmen der Entlastung und der erneut intensivierten Therapie, welche vor allem auf einen erneut noch bewussteren Lebensausgleich fokussiere, habe bereits wieder eine leichtgradige Stabilisierung stattgefunden. Mittelfristig – idealerweise im Rahmen einer unter
stützten Arbeitsreintegration – könne bestenfalls wieder eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit auf 50 % erreicht werden.
Die Stabilisierung sei bereits in der Vorgeschichte gelungen (Urk. 6/56
/3-6
).
3.3.2
Im Nachgang zur Neuanmeldung vom 20. Januar 2017 reichte
die Beschwerde
führerin den Bericht von
med.
pract
.
Z._
vom 22. Februar 2017 zu den Akten.
Darin
bestätigte
er
die in sein
em Bericht vom 17. Oktober 2016
gestellte Diagnose und
stellte zusätzlich die Diagnose
einer
Borderline
Persönlichkeits
störung, emotional instabile
r Typus (ICD-10 F 60.31). Er habe bereits in seinem Erstgespräch im September 2013 ein
en Verdacht auf eine
Borderline
Persönlich
keitsakzentuierung festgehalten. Auch im Gutachten von Dr.
B._
seien viele Passagen
zu finden
,
die
auf eine chronische, in der Kindheit begründete, psychi
sche Beeinträchtigung hinweisen würden. Die Ausprägung der psychischen Erkrankung habe sich seit dem erstatteten Gutachten
von Dr.
B._
deutlich verschlechtert. Die Prognose beurteile er gerade aufgrund der Komorbidität als schlecht (Urk. 6/61
).
In einem weiteren Bericht vom 23. Juni 2017 präzisiert
med
.
pract
.
Z._
auf Anfrage der Beschwerdeführerin seinen Bericht vom 22. Februar 2017 und führte aus,
das
s die mittelschwere bis schwere depressive Episode eine Verschlechterung im Rahmen der bereits bekannten, rezidivierend depressiven Störung darstelle, welche im August 2016 eingetreten s
ei. In Bezug auf die
Borderline
Störung hielt er fest,
dass Personen mit Persönlichkeitsstörungen auch über lange Zeit «pro
duktiv sozialisiert» sein könnten.
Erfolge aber aufgrund innerer oder äusserer Faktoren die Notwendigkeit
,
sich flexibel und adaptiv mit den neuen Begeben
heiten auseinanderzusetzen, würden diese Störungsbilder üblicherweise
dekom
pensieren
, so wie dies auch bei der Beschwerdeführerin der Fall sei.
Die
Borderline
Störung bestehe wohl seit dem frühen Jugendalter
.
I
n neuerer Zeit, akzentuiert seit dem Auslaufen des letzten beruflichen Engagements im August 2016, seien die Ressourcen aber aufgebraucht wo
rden, sich trotz der
Borderline
Störung hochenergetisch in ein soziales und berufliches Umfeld zu stürzen
(Urk.
6/71).
3.3.3
Am 8. August 2017
nahm RAD
-Arzt
Dr.
A._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,
eine versicherungsmedizinische Würdigung der Akten vor
.
Er
gelangte zur Einschätzung,
dass die von
med
.
pract
.
Z._
gestellte Diagnose einer rezidivierenden depressiven Störung mittel
-
bis
schwergradig
gemäss ICD-
10 gar
nicht existiere und d
ie neu ge
stellte Diagnose der
Borderline
Persönlich
keitsstörung anhand des Verlaufes und der Symptome
(langfristige Anstellungen, langfristige Partnerbeziehungen, abgeschlossene Universitätsausbildung)
nicht vollumfänglich nachvollziehbar
sei
.
A
kzentuierte Persönlichkeitszüge
seien
hin
gegen nicht auszuschliessen
. Aus
Si
cht des RAD wären Integrationsmassnahme
n
sinnvoll,
von einer Steigerung der Arbeitsfähigkeit auf mindestens 50 %
sei im Rahmen der Behandlung
auszugehen (Urk. 6/73/2-4).
4.
4.1
Mit dem Beweismass des Glaubhaftmachens
einer Änderung bei einer Neuanmel
dung
im Sinne des
Art.
87
Abs.
2 und 3 IVV sind herabgesetzte Anforderungen an den Beweis verbunden: Die Tatsachenänderung muss nicht nach dem im Sozialversicherungsrecht sonst üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahr
scheinlichkeit (BGE 126 V 353 E. 5b) erstellt sein. Es genügt, dass für das Vor
handensein des geltend gemachten rechtserheblichen Sachumstandes wenigstens gewisse Anhaltspunkte bestehen, auch wenn durchaus noch mit der Möglichkeit zu rechnen ist, bei eingehender Abklärung werde sich die behauptete Änderung nicht erstellen lassen (BGE 130 V 64 E. 5.2, 130 V 71 E. 2.2 mit Hinweisen). Erheblich ist eine Sachverhaltsänderung, wenn angenommen werden kann, der Anspruch auf eine Invalidenrente sei begründet, falls sich die geltend gemachten Umstände als richtig erweisen sollten (Urteil des Bundesgerichts 8C_844/2012 vom
5.
Juni 2013 E. 2.3 mit Hinweisen auf 8C_1009/2010 vom
7.
April 2011 E. 2.2 und 9C_838/2011 vom 2
8.
Februar 2012 E. 3.3.2).
4.2
Im Rahmen der ersten materiellen Prüfung des Rentenanspruchs stützte sich die IV-Stelle auf
das Gutachten von Dr.
B._
, wonach die Beschwerdeführerin an einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig leichter Episode ohne somatische Symptome
litt
.
Ab dem 6. Januar 2014, das heisst ab dem Zeitpunkt, in welchem sie die Anstellung als Projektmitarbeiterin in einem 50%-Pensum aufgenommen hatte, wurde ihr eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit sowohl für die angestammte als auch für
diese
angepasste Tätigkeit attestiert
(vgl.
vorste
hend E.
3.2.2
).
Die Beschwerdeführe
rin
stützt sich zur Glaubhaftmachung der von ihr mit der Neuanmeldung vom
20. Januar 2017 (Urk. 6/51)
geltend gemachten rechtserheblichen Verschlechterung des Gesundheitszustandes auf die drei Bericht
e
von
med.
pract
.
Z._
(vgl. Urk. 6/56
/3-6
, 6/61, 6/71).
Im Vergleich zur gesundheitlichen Situation der Beschwerdeführerin im Juli 2015 geht
med
.
pract
.
Z._
n
eu
von einer mittel- bis
schwergradig
rezidivierenden depres
si
ven Störung, einer
Borderline
Persönlichkeitsstörung sowie von einer vollstän
dig
en Arbeitsunfähigkeit aus (
Urk.
6/61/1, 6/71
).
Die Beschwerdeführerin
ging im
Zeitpunkt des Erlasses der Verfügung vom 23. Juli 2015 (Urk. 6/47) einer Erwerbstätigkeit im Umfang von 50 % nach und
verfügte ab
August 2016 über keine Anstellung mehr
.
Anzumerken
ist dabei, dass die damals 50%
ige Anstellung
aufgrund opti
ma
ler
Bedingungen
ausgeführt wer
den konnte. Denn die Versicherte konnte sich ihre Präsenzzeiten für die
Y._
sel
ber einteilen, teilweise auch von zu Hause arbeiten, sie kannte die Arbeit und ihren Vorgesetzten aus der vormaligen Anstellung bei der
Y._
. In diesem Umfeld vermochte sie trotz immer wieder vorhandener Morgentiefs, wiederholter Stim
mungseinbrüche, allgemeiner Ängstlichkeit und Selbstunsicherheit, reduzierter Belastbarkeit und vermehrten Erholungsbedarfs das begrenzte Pensum zu erfüllen und sich daneben auch zu erholen (
Urk.
6/29/9).
Dr.
B._
bezeichnete deshalb diese Arbeit auch als angepasst und äusserte sich gar nicht zu einer anderen möglichen, ausserhalb der damals konkret ausgeübten Tätigkeit. Er hielt vielmehr fest
, dass die Beschwerdeführerin
ihre 50%ige Anstellung als Projektmitarbeiterin
dank der Flexibilität der Arbeitseinteilung, jahrelanger Berufserfahrung sowie der emotionalen Unterstützung ihres langjährigen Vorgesetzten d
urchziehen könne. Gegen eine anhaltende Verbesserung der 50%igen Arbeitsfähigkeit würde
n die festgestellten biologischen und Persönlichkeitsfaktoren sowie der Verdacht auf eine
teilchronifizierte
depressive Störung s
prechen (Urk. 6/29/9).
Diese optimale Eingliederung bestand nach August 2016 nicht mehr und eine andere stand auch nicht in Aussicht. Dass sie jedoch als stärkender Faktor zusammen mit den zahl
reichen auch medikamentösen Therapien zur damaligen Remission der Depressi
vität geführt hatte, ist naheliegend.
Die Einschätzung von
med.
pract
.
Z._
, wonach sich die Depressivität der Beschwerdeführerin aufgrund der endenden Anstellung wieder auf eine mittelschwere bis schwere Ausprägung
gesteigert habe,
ist
daher
nachvollziehbar
und glaubhaft.
Sodann
schildert
e
med.
pract
.
Z._
detailliert
– wie die Beschwerdeführerin richtig geltend macht
e
–
, wie er zur Diagnoseerhebung der
Borderline
Persönlichkeits
störung gelangt
e.
Ob eine solche tatsächlich zusätzlich vorliegt oder nicht, braucht im heutigen Zeitpunkt, da es einzig um die Glaubhaftmachung einer Verschlechterung der
entscheidrelevanten
Situation geht, nicht abschliessend entschieden zu werden. Es kann aber an dieser Stelle immerhin festgehalten wer
den, dass die Ausführungen und Erklärungen von med.
pract
.
Z._
in den Berichten vom 2
2.
Februar und 2
3.
Juni 2017 zu der Diagnosestellung der
Borderline
Persönlichkeit mit den zahlreichen konkreten Hinweisen im Leben der Versicherten nicht einfach von der Hand gewiesen werden können. Gemäss seiner Darstellung hat die Versicherte unter anderem bereits in jungen Jahren mehrfach im Beziehungsleben High-
Risk
-
Verhaltensweisen gezeigt, auch im Essverhalten hoch impulsive Züge gehabt. Sie habe phasenweise neben einem ängstlich-selbst
unsicherem auch e
in unkritisch-positiv überzogen
es Selbstbild mit Misserfolgen gezeigt (zum Beispiel den Gang in die Selbständigkeit als Webdesignerin als Aus
weg aus der Arbeitslosigkeit). Die Versicherte habe lange Zeit mit hohem energe
tischem Aufwand mit der Störung gelebt und versucht, ein hohes Funktions
niveau aufrecht zu erhalten, sei durchaus auch «produktiv sozialisiert» gewesen in idealem Umfeld. Mit dem Auslaufen des letzten beruflichen Engagements im August 2016 seien die Ressourcen nun aber nicht mehr vorhanden, sich in ein soziales und berufliches Umfeld zu begeben trotz auch hochdosierter medikamen
töser antidepressiver Therapien (
Urk.
6/61, 6/71). Die Aktenbeurteilung durch
Dr.
A._
mit dem Fazit, die Versicherte habe immer wieder depressive
Ver
stimmungen gezeigt, die jedoch therapeutisch überwunden worden seien, wes
halb kein relevanter Gesundheitsschaden vorliege, erweist sich als zu ober
fläch
lich. Sollte sich diese Diagnose bestätigen, wäre sie für die Frage der invaliden
versicherungsrechtlichen Gesundheitsschädigung im Sinne von
Art.
4 IVG und der relevanten Erwerbsunfähigkeit im Sinne von
Art.
7 ATSG im Zusammenhang mit der Würdigung der Depression von Relevanz (BGE 141 V 281, BGE 143 V 409).
4.3
Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass im Vergleich zur Situation im Zeit
punkt der ersten Verfügung vom 2
3.
Juli 2015 sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin durch die Verschlimmerung der Depression sowie der sich nun allenfalls akzentuiert zeigenden zusätzlichen Diagnose einer
Borderline
Per
sönlichkeit und sich die erwerbliche Lage durch den Verlust der als optimale Ein
gliederung bezeichneten Anstellung glaubhaft verschlechtert haben. Die Beschwerdegegnerin, an die die Sache aufgrund der Gutheissung der Beschwerde zurückzuweisen ist, hat die gesundheitliche Situation und die zu treffenden Ein
gliederungsmassnahmen bzw. den Rentenanspruch materiell zu prüfen.
5
.
5
.1
Der Streitgegenstand des Verfahrens betrifft die Bewilligung oder Verweigerung von Leistungen der Invalidenversicherung. Das Verfahren ist daher kostenpflich
tig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand unabhängig vom Streitwert
im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1‘000.--
festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und ermessensweise auf Fr.
600.-- an
zusetzen.
Ausgangsgemäss
sind die Kosten
der unterliegenden
Beschwerdegegnerin
aufzuerlegen.
5
.2
Überdies hat die obsiegende Beschwerdeführerin Anspruch auf den Ersatz der Parteikosten (
§ 34 Abs. 1
des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht
,
GSVGer
in Verbindung mit Art.
61
lit
.
g
ATSG). Die Höhe der gerichtlich festzu
setzenden Entschädigung wird ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem
Mass
des Obsiegens bemessen (§ 34 Abs.
3
GSVGer
). Vorliegend ist eine Prozessentschädi
gung von
Fr.
2‘0
00
.--
(inkl. Barauslagen und
MWSt
) angemessen.