Decision ID: 4e3bdfeb-30d6-42a2-89eb-af8cf161a10c
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 19
65
, war
ab
Anfang
Oktober 20
07
als Chauffeur bei der
A._
GmbH
angestellt und
dadurch
bei der Suva gegen die Folgen von Unfällen versichert. Am
17
.
Mai 2014 rutschte er bei der Vorbereitung zur Beladung
seines Lastwagens
auf der Ladefläche aus und versuchte sich mit dem linken Unterarm abzustützen
.
Ein
e
Erstu
ntersuch
ung
der linken Schulterbeschwerden
beim Hausarzt
fand
erst
Ende
2014 statt
(Urk. 8/8 S. 1
, vgl. Urk. 3/6 S. 1
,
Urk.
9/9
)
, eine Arbeitsunfähigkeit trat nicht ein.
Das Ereignis wurde der Suva
via Bagatellunfallmeldung
am 12. Januar 2015
ange
zeigt
(vgl. Urk. 9/1).
Der Hausarzt überwies den Versicherten an das Kantons
spital
B._
zur Abklärung der geklagten linken Schulterbe
schwer
den. Dieses fertigte
im Januar 2015
Bilder der Schulter an
und diagnostizierte am 1
0.
Februar 2015
eine hochgradige, teils
t
ransmur
ale
Ruptur der
Supraspina
tus
seh
n
e
mit begleitender Tendinitis der langen
Bizepssehne
und eine AC-Ge
lenkarthrose der
linken
Schulter
. Der
Empfehlung zur operativen Versorgung mochte der Versicherte
vorläufig
nicht nachzukommen und man verblieb, die Sache zu beobachten und eine Operation im Sommer neu zu evaluieren
(Urk. 8/1).
Dies geschah am 1
8.
August 2015, und es wurde dabei eine Operation der linken Schulter (Rekonstruktion der
Supraspinatussehne
) auf den 1
9.
Oktober 2015 festgelegt (
Urk.
8/11).
Mit Formular vom 27. August 2015
meldete der
Versicherte
der Suva einen
„
Rückfall
”
vom 3
0.
Januar 2015 zum Unfall vom 1
7.
Mai 2014
mit einer in Aus
sicht stehenden Arbeitsunfähigkeit ab 1
9.
Oktober 2015
(Urk. 8/3).
Es erfolgte am 28.
September 2015 eine Besprechung
der Suva
mit dem
Versicherten, anlässlich
welcher
der Versicherte von einem Ereignis erzählte, das im Ja
nuar 2015 ge
schehen sei. Er sei
damals
wiederum ausgerutscht und auf die linke Seite gefallen
und er habe starke Sch
ulterschmerzen verspürt
(
Urk.
8/8).
Das Ereignis wurde in der Folge auf den 1
3.
Januar 2015 festgelegt und die Suva eröffnete ein Dossier hinsichtlich dieses Ereignisses
.
Am 1
9.
Oktober 2015 erfolgte die Schulter
ope
ra
tion im Kantonsspital
B._
und im Anschluss daran bestand eine Arbeits
unfähigkeit (
Urk.
8/24).
Am 1
2.
November 2015
nahm der Kreisarzt
Dr
.
C._
, Facharzt für Chirurgie, zur Kausalität Stellung (
Urk.
8/26).
Am 1
8.
Novem
ber 2015 verneinte die Suva Verfügung
sweise
eine
Leistungspflicht
, weil kein Kausalzusammenhang zwischen den beiden Ereignissen
und den Schulterbe
schwerden links bestehe (
Urk.
8/28).
A
uf Einsprache
des Versicherten hin hob die Suva ihre Verfügung
wiede
rerwägungsweise auf (
Urk.
8/44) und übernahm
die gesetzlichen Versicherungsleistungen
bis zum Erreichen des Status quo sine
.
Dieser Zeitpunkt wurde
gestützt auf
die Angaben des Kreisarztes in
seiner Ergän
zung
vom 15. August 2016 (vgl. Urk. 8/60)
auf den
3
1. Juli 2015
festgelegt
(Urk. 2 S.
2-3
).
Mit Verfügung vom 6. September 2016 stellte die Suva die Leistungen unter Hinweis
auf nicht mehr unfallbedingte Beschwerden
per Ende Juli 2015 ein (Urk. 8/61).
Dagegen erhob einerseits die CSS Kranken-Versi
cherung AG, bei welcher
d
er Versicherte im Rahmen des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG) gegen die
Folgen von Krankheit versichert
ist, am 26. September 2016 Einsprache
(Urk. 8/64
). Andererseits
liess der
Versicherte
dagegen
am
26. September 2016
Einsprache (Urk.
8/
65
)
und am 17. Oktober sowie am 14. November 2016
Einspracheergänzungen
(Urk. 8/
67, Urk. 8/69
) ein
reichen
.
Beide Einsprachen
wies die Suva am
14. Juli 2017
ab (Urk.
8
/
74
= Urk. 2
, Urk. 8/75
).
2.
Gegen den Einspracheentscheid vom
14. Juli
2017 (Urk. 2)
liess
der Versicherte am
11. September
2017 Beschwerde
erheben mit den Rechtsbegehren
, der ange
fochtene Entscheid sei aufzuheben und es seien ihm die gesetzlich
en
Leistungen nach UVG (insbesondere
Taggelder und Heilungskosten) auch nach dem 31. Juli 2015 bis zur Erreichung des medizinischen Endzustandes am 5. Juni 2016
zu erbringen.
Eventualiter sei ein neutrales orthopädisches Gutachten im Sinne von
Art.
44 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversiche
rungs
rechts (ATSG) anzuordnen
(Urk. 1 S. 2).
Zusammen mit der Beschwerde liess er ärztliche Zeugnisse des
B._
vom 22. November 2015, 15. Januar und 15. April 2016 (Urk. 3/3-5) sowie einen orthopädischen Verlaufsbericht dieses Spitals vom 27. Juli 2017 (Urk. 3/6) einreichen.
In der Beschwerdeantwort vom
17. Oktober 2017
liess
die Suva
auf Abweisung der Beschwerde
schliessen
(Urk. 7)
, was
d
em
Versicherten
am
20. Oktober
2017 zur Kenntnis gebracht
wurde
(Urk. 1
1
).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen,
die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat
(vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmungen vor, dass Versicherungs
leis
tungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben
, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind,
nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der Übergangsbestimmungen).
Vorliegend handelt es sich um einen Sachverhalt der sich vor 2017 ereignet hat
, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorlie
gen
den Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Gemäss Art. 6 UVG werden – soweit das Gesetz nichts
anderes
bestimmt – die
Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufs
kran
k
heiten gewährt (Abs. 1).
1.3
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natür
lichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Ent
sprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausal
zu
sammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg
gedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.4
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst manifest,
fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursa
chen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr.
U 142 S.
75 E.
4b mit Hinweisen; nicht publi
ziertes Urteil des Bundesgerichts U
172/94 vom 26.
April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheits
schadens muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr.
U 363 S.
45; BGE
119 V 7 E. 3c/
aa
).
Die
blosse
Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht.
Da es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die entsprechende Beweislast – anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzu
sammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer
(RKUV 1994 Nr.
U 206 S.
328
f. E.
3b, 1992 Nr.
U 142 S. 76).
Diese Beweisgrundsätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten
massgebend
(
Urteil des Bundes
gerichts 8C_637/2013 vom 11.
März 2014 E.
2.3.1 mit Hinweisen).
Mit dem Erreichen des
S
tatus quo sine
vel
ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der
S
tatus quo sine
vel
ante
noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf Art. 36 Abs.
1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kosten
vergütungen zu übernehmen, worunter auch die
Heilbehandlungskosten nach Art.
10 UVG fallen
(Urteil des Bundesgerichts 8C_637/20
13 vom 11. März 2014 E. 2.3.2).
1.
5
Bei objektiv ausgewiesenen organischen Unfallfolgen deckt sich die adäquate, das heisst rechtserhebliche Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang prak
tisch keine selbständige Bedeutung (BGE 134 V 109 E. 2.1).
1.
6
Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versiche
rungsinterner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erschei
nen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE
125 V 351 E.
3b/
ee
).
2.
2.1
Die
Beschwerdegegnerin
stellte sich im angefochtenen Einspracheentscheid gestützt auf die Beurteilungen ihres Kreisarztes vom 1
2
. Nov
em
ber 2015
sowie vom 1
5
.
August
201
6
im Wesentlichen
auf den Standpunkt,
allerspätestens
per Ende Juli 2015 sei der Status quo sine
vel
ante erreicht, weshalb sie
danach nicht mehr leistungspflichtig sei
.
Ein Kausalzusammenhang zwischen den danach geklagten Beschwerden und den Unfallereignissen vom 17. Mai 2014 und 13. Januar 2015
sei
nicht mehr
überwiegend wahrscheinlich
.
Weitere medizi
ni
sche Abklärungen seien entbehrlich. Rechtlich relevante Fehler bei der Schadens
abwicklung würden nicht vorliegen (Urk. 2).
2.2
D
er
Beschwerdeführer
liess dagegen einwenden
,
es könne nicht auf die Aus
führungen des Kreisarztes der
Beschwerdegegnerin
abgestellt werden, weil dieser keine eigene Untersuchung durchgeführt habe
. G
estützt auf den Arztbericht des
B._
vom 27. Juli 2017,
in welchem
im Gegensatz zum
Bericht des
Kreisarzt
es
eine umfassende Anamnese und
radiologische Abklärungen
festgehalten worden seien
,
sei
von e
inem Unfallleiden auszugehen
, so dass sich die Leistungspflicht
der Beschwerdegegnerin
bis zur Erreichung des medizinischen Endzustandes
zu erstrecken habe
(Urk. 1 S. 11)
.
Die Leistungspflicht der Beschwer
d
egegnerin bestehe auch aus dem Grund bis a
m 5.
Juni 2016, dass die Beschwerdegegnerin am 16. Juni 2016 die Übernahme der Versicherungsleistungen zugesichert habe und sie demzufolge den Wegfall des natürlichen Kausalzusammenhangs mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit beweisen müsse, was ihr ge
stützt auf die Ergänzung des Kreisarztes vom 15. August 2016 zu dessen Beur
teilung vom 12. November 2015 nicht gelinge (Urk. 1 S. 14-15).
2.3
In der Beschwerdeantwort vom 17. Oktober 2017 liess die Beschwerdegegnerin
zahlreiche Sachverhaltshinweise machen
und im Wesentlichen den Standpunkt vertreten, dass bei richtiger Betrachtung gar nie ein versichertes Ereignis habe bewiesen werden könne
n
(Urk. 7 S. 7-8)
.
Ausserdem handle e
s sich beim
einge
reichten
Arztberic
ht von Dr
.
D._
, Facharzt für Chirurgie und für Orthopä
dische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates sow
ie Oberarzt des
B._
,
vom 27. Juli 2017 um eine Parteistellungnahme, welche sich auf die An
gaben des Beschwerdeführers stütze und keine einlässliche Diskussion mit den vorhandenen medizinischen Beurteilungen – insbesondere jenen vom Kreisarzt Dr.
C._
, Facharzt für
Chirugie
enthalte, weshalb sie den höchstrichter
lichen Anforderungen an eine schlüssige medizinische Beurteilung nicht zu genügen vermöge (Urk. 7).
3.
3.1
Nach eigenen Angaben rutschte der Beschwerdeführer a
m 17. Mai 2014 bei der Vorbereitung zur Beladung
seines Lastwagens
auf der Ladefläche aus und stürzte auf den linken Unterarm, mit dem er sich abzustützen versuchte.
Er berichtete, d
ie anfänglich verspürten Schulterbeschwerden seien allmählich zurückge
gan
gen, jedoch
seien Einschränkungen bei Überkopfbewegungen und bei Bewegun
gen seitlich vom Körper geblieben. Ausserdem sei es zu Nachtschmerzen ge
kommen, wenn er sich beispielsweise auf die linke Schulter gelegt habe. I
m
November
oder Dezember
2014
(
richtig wohl am 4
. Dezember
2014 [vgl. Urk.
9/9/2
])
habe dann wegen den persistierenden Bewegungsein
schrän
kungen
eine Konsultation beim Hausarzt stattgefunden
(Urk. 8/8 S. 1)
.
Echt
zeit
liche ärztliche
Akten dazu liegen nicht vor (vgl. Urk. 8/26 S. 1).
3.2
Anlässlich der Erstvorstellung in der Schultersprechstunde des
B._
am 13. Januar 2015 brachten die Röntgenbilder ein zentriertes Gelenk ohne Hinweise auf knöcherne Verletzungen, aber eine leichtgradige AC-Gelenkarthrose hervor. Zusammen mit den gezeigten schmerzhaften Beweglichkeitseinschränkungen an der linken Schulter wurde aufgrund des Verdachts auf eine partielle Verletzung der
Rotatorenmanschette
mit begleitender Tendinitis der langen
Bizepsseh
n
e
ein
Arthro-MRI
veranlasst (Urk. 8/2). Dieses wurde am 30. Januar 2015 vorge
nommen. Dabei
stellte
n
die Ärzte
eine ausgedehnte
bursaseitige
Partialruptur der Insertion der
Supraspinatussehne
und eine deutliche gelenkseitige Irregularität mit mehreren Einrissen der
Supraspinatussehne
u
nd der vorderen
Infraspi
natus
se
hne
fest. Es habe sich keine vollständige Ruptur gezeigt.
Es wurden keine Atrophien, aber
eine leichte fettige Degeneration der
Rotatorenmanschette
festgestellt
(Urk. 8/10 S. 2).
Am 1
0.
Februar
2015 erklärten die Ärzte des
B._
(Urk. 8/1), die Bildgebung bestätige eine hochgradige
Läsion im Bereich der ansatznahen
Supraspinatussehn
e
im Sinne einer hauptsächlich
höhergradigen
Partialläsion mit jedoch teils
transmuraler
Komponente. Die restliche
Rotatoren
manschette
inseriere
i
m Wesentlichen unauffällig. Dabei best
ünden
eine leicht
gradige
Tendinopathie
im kranialen Bereich des
Subscapularis
mit hier fraglich beginnender Subluxation und sicherlich
einer
Tendosynovitits
im Bereich der
Bizepssehne
.
Die Ärzte empfahlen ein operatives Vorgehen im Sinne einer
Rota
torenmanschettenrekonstruktion
, mit allenfalls begleitender
Bizepsten
odese
sowi
e einem
Coplaning
oder gar einer Resektion des AC-Gelenkes. Der Beschwerde
führer wolle jedoch
vor allem
aus beruflichen Gründen eine Operation nicht sofort durchführen und eine solche je nach Verlauf im Herbst in Erwägung ziehen (Urk. 8/1 S. 1).
3.
3
I
n der
Verlaufskontrolle
am 18. August 2015
führten die Ärzte
aus, es liege eine
subacromiales
Impingement
Grad II links bei dokumentierter Partialruptur der
Supraspinatussehne
vor.
Der Beschwerdeführer zeige weiterhin eine sympto
ma
tische linke Schulter bei dokumentierter
Supraspinatus
-Läsion. Aufgrund des Alters sowie des persistierenden Leidensdrucks
werde nun eine Operation im Sinne der im Frühjahr diskutierten Rekonstruktion der
Supraspinatussehne
durch
geführt
(Urk. 8/11)
.
3.
4
Am 19. Oktober 2015 wurde der Beschwerdeführer im
B._
operiert. Es wurden eine diagnostische Arthroskopie des Schultergelenks links, eine
arthroskopische
Rekonstruktion der
Rotatorenmanschette
links sowie eine
Akromioplastik
,
ein
Coplaning
der AC-Gelenks links
und eine ausgedehnte
Bursektomie
durchgeführt
(Urk. 8/25)
.
Hinsichtlich des Schultergelenks stellten die Ärzte altersentsprechend im Wesentlichen unauffällige Knorpelverhältnisse fest und
konstatierten
allen
falls inferior am
Humeruskopf
eine diskrete Ausdünnung. Es konnten deutliche Residuen einer
Kapsulitits
bzw. einer zottigen
Synovialitis
festgehalten werden.
Es war eine leichte
Auffaserung
des ventralen Labrums ohne klar abgrenzbare Läsion (
Superiores
Labrum von
Anterior
nach
Posterior
[
SLAP
] Grad I) ersichtlich.
Die lange
Bizepssehne
war intakt und erschien im Wesentlichen reizlos.
Es habe
ferner
während der Operation
eine gut abgrenzbare mittlerweile
transmurale
Läsion
der
Supraspinatussehne
über fast die gesamte Breite festgestellt werden können, wobei ventral noch einzelne Zügel bestanden hätten
. Es habe sich auch eine Oberrandläsion im Bereich des
Subskapularis
, welche aber nicht
transmural
gewesen sei, gezeigt.
Subakromial
sei eine ausgedehnte, aktuell ausgebrannte
Bursitits
vorhanden gewesen, weshalb eine
Bursektomie
erfolgt sei. Die Man
s
chettenläsion zur Bursa hin sei
typisch
omegaförmig
gewesen.
(Urk. 8/25 S. 2).
Im Austrittsbericht vom 21. Oktober 2015
(Urk. 8/24 S. 1)
wurde erläutert, dass
die Hospitalisation des Beschwerdeführers noch bis am 22. Oktober 2015 geplant sei. Es bestehe ein komplikationsloser
peri
- und postoperativer Verlauf.
3.
5
Der Kreisarzt Dr.
C._
hielt in seiner Aktenbeurteilung vom 12. November 2015 (Urk. 8/26)
im Wesentlichen
fest,
aufgrund
des Ereignisses vom 17. Mai 2014
sei keine Arbeitsunfähigkeit eingetreten. Im Januar 2015 sei der Beschwerdeführer erneut auf die linke Körperseite
gestürzt. Am 1
3.
Januar 2015 habe dann eine fachärztliche Konsultation im
B._
stattgefunden, in welcher der Beschwerde
führer den neuerlichen Sturz nicht erwähnt, sondern nur vom Schadenereignis im Sommer des vergangenen Jahres berichtet
habe
. Die Ärztin des
B._
habe in der Untersuchung eine regelrechte Elevation von 180°, jedoch eine einge
schränkte Abduktion von 90° mit typisch schmerzhafte
m
Boden
festgestellt
.
Auch nach
dem
zweiten
Schadenereignis sei keine Arbeitsunfähigkeit eingetreten.
Es gebe vier Gründe, die gegen den kausalen Zusammenhang
zwischen
der Läsionen an der linken Schult
er und
den beiden
Sturzereignissen spreche
n würden
: Erstens würden die in der Magnetresonanztomographie (MRI) vom 30. Januar 2015 dokumentierten und die intraoperativ erhobenen Befunde für eine degenerative Schädigung an der
Supraspinatussehne
sprechen. Zweitens sei der Unfallmechanismus gestützt auf den aktuellen Kenntnisstand über die Schä
di
gung der
Rotatorenmanschette
nicht geeignet gewesen, eine
Supraspinatus
sehnen
läsion
zu verursach
en (vgl. Schönenberger/Mehrtens
/Valentin, Arbeits
un
fall und Berufskrankheit
, 7. Auflage 2003).
Drittens sei eine Arbeitsniederlegung nach beiden Ereignissen nicht erforderlich gewesen. Viertens habe sich der Beschwerdeführer nach beiden Ereignissen im 50. Altersjahr, das heisse in einem Prädilektionsalter, in welchem häufig degenerative
Rotatorenmanschetten
schä
den
zu beobachten seien, befunden
(Urk. 8/26 S. 3-4)
.
Für einen kausalen Zusammenhang spreche die Tatsache, dass der Beschwerdeführer nach dem
ersten
Ereignis Einschränkungen bei Überkopfbewegungen und seitlichen Bewegungen in der Zusammenfassung der Besprechung in Brüttisellen am 28. September 2015
(vgl. Urk. 8/8 S. 1)
geltend gemacht habe (Urk. 8/26 S. 4).
Insgesamt
sprächen
mehr Gründe gegen einen kausalen Zusammenhang als für einen kausalen Zusammenhang. Daher stünden die aktuell geklagten Beschwerden an der linken Schulter mi
t
überwiegender Wahrscheinlichkeit in keinem kausalen Zusammen
hang sowohl zum Ereignis vom 17. Mai 2014 als auch zu jenem vom 13.
Januar
201
5.
Folglich stehe auch die Operation vom 19. Oktober
2015 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht in einem k
ausalen Zusammenhang mit diesen
Ereig
nissen
(Urk. 8/26
S. 4
).
3.
6
Am 4. Dezember 2015 hielten die Ärzte
de
s
B._
fest, dass beim Beschwerde
führer anamnestisch bisher ein problemloser Verlauf stattgefunden habe. Es finde nun eine Physiotherapie mit Verbesserung des Bewegungsumfangs und dosiertem Kraftaufbau statt, wobei der Beschwerdeführer noch zu 100 % arbeitsunfähig sei
(Urk. 8/48)
.
Am 25. Januar 2016 berichteten die Ärzte des
B._
, der Beschwer
deführer sei mit dem Verlauf seit der Operation vom 19. Oktober 2015 zufrieden. Er habe eine progrediente Verbesserung sowohl von Funktionen als auch der Beweglichkeit im Rahmen der Physiotherapie angegeben.
Die Schmerzmedikation habe er
bereits
sistiert. Die Ärzte meinten, das Rehabilitationsergebnis sei schön. Die Arbeitsunfähigkeit werde bis zum nächsten Kontrolltermin in 12 Wochen nochmals zu 100 % bescheinigt (Urk. 8/46).
In der Schulter-Sprechstunde vom 15. April 2016 erklärte der Beschwerdeführer den Ärzten
des
B._
, dass die Schulter nun im Grunde beschwerdefrei sei. Die Physiotherapie werde daher demnächst abgeschlossen.
Die Arbeitsfähigkeit werde auf Wunsch des Beschwer
de
führers
(vom 18. April, [vgl. Urk. 3
/
5])
bis Juni 2016 nun zunächst auf 50 % angesetzt, wobei eine Arbeitstätigkeit unter Vermeidung von anhaltenden Über
kopfarbeiten und Heben bzw. Manövrieren schwerer Lasten stattfinden müsse (Urk. 8/49). Im Bericht vom 21. Juni 2016 erklärten die Ärzte des
B._
, der Beschwerdeführer sei am 17. Juni 2016 zur abschliessenden Verlaufskontrolle erschienen. Die Schulter könne bereits wieder uneingeschränkt belastet werden. Er könne wieder zu 100 % einer Arbeit nachgehen (Urk. 8/47).
3.
7
In seiner Ergänzung zur ärztlichen Beurteilung vom 12. November 2015 hielt der Kreisarzt
Dr.
C._
am 15. August 201
6
fest, es sei davon auszugehen, dass zirka nach einem halben Jahr, d.h. allerspätestens am 31.
Juli
2015 der Status quo sine
vel
ante erreicht gewesen sei. Dabei handle es sich um eine grosszügige und dem Beschwerdeführer entgegenkommende Einschätzung (Urk. 8/60).
3.
8
Im vom Beschwerdeführer eingeholten Bericht des
B._
vom 27. Juli 2017, geschrieben von Dr.
D._
, Oberarzt, führte dieser aus
, dass er
stellvertretend
, ohne den Beschwer
deführer zu kennen, die Anfrage des Letzteren
beantworte. Er
erklärte, dass zum Zeitpunkt der MRI-Untersuchung vom 30. Januar 2015 und im Verlauf bis zum Zeitpunkt der Operation vom 19. Oktober 2015 eine
trans
murale
Supraspinatussehnenläsion
vorgelegen habe.
Intraoperativ habe sich eine gut abgrenzbare
transmurale
(vollständige) Läsion der
Supraspinatussehne
über fast die gesamte Breite mit ventral noch einzelnen in Kontinuität stehenden Zügeln gezeigt.
Die vom Beschwerdeführer geschilderte Anamnese
wie
auch die klinischen Befunde würden sich mit dieser Diagnose decken. Dem
B._
sei nur ein einziges Unfallereignis bekannt, nämlich jenes vom 17. Mai 201
4.
Dieses Unfallereignis mit Ausrutschen und Fallen auf den Vorderarm sei die schmerz
hafte Auslösung der oben erwähnten Verletzung gewesen.
Vorgängige Schulter
beschwerden seien (ausser auf der Gegenseite) nicht sonderlich erwähnt worden. In dem Sinne wer
t
e das
B._
das Unfallereignis als Auslöser der Beschwerden des Beschwerdeführers. Ob die Sehne allenfalls chronisch vorgeschädigt gewesen sei, lasse sich im Nachhinein leider weder beweisen noch verneinen. Tatsache sei jedoch, dass die Beschwerden zeitgleich mit dem Unfallereignis aufgetreten seien. Auch wenn es sich um eine Traumatisierung einer bereits degenerativ vorge
schädigten Sehne handle, bestehe aus Sicht des
B._
ein Zusammenhang zu beiden Ereignissen. Daher seien die Ereignisse als Unfall taxiert worden (Urk. 8/79
= Urk. 3/6
).
4.
4.1
Es ist soweit unbestritten und aufgrund der gezeigten Aktenlage hinreichend erstellt, dass der Versicherte am 1
7.
Mai 2014 einen Unfall erlitten hat, der die linke Schulter betroffen hat. Die Beschwerdegegnerin hat denn auch ihre Leistungspflicht für die Behandlungen, die
aktenmässig beim Hausarzt am 4.
Dezember 2014 begannen (
Urk.
9/9) und im
B._
ihre Fortsetzung fanden, vorab übernommen.
Dass es daneben einen weiteren Unfall am 1
3.
Januar 2015 gegeben hat (Urk.
1 S. 5), ist aufgrund der gesamten Aktenlage nicht bewiesen. Zum einen fällt auf, dass das genaue Datum des Ereignisses durch den Versicherten in den Akten nie genannt wurde, weder in der nachträglichen Unfallmeldung noch gegenüber irgendwelchen Ärzten. Mit dem in der Unfallmeldung fälschlicherweise erwähn
ten „
Rückfallsdatum
”, dem 3
0.
Januar 2015, ist wohl das Datum des
Arthro-MRI
gemeint, auf ein Unfalldatum lässt es auf alle Fälle nicht schliessen. Im Gegenteil verdeutlichte
Dr.
D._
ausdrücklich, dass in den Unterlagen des
B._
nur das Unfalldatum vom 1
7.
Mai 2014 erwähnt war. Weshalb dieses fragliche zweite Ereignis auf den 1
3.
Januar 2015 gelegt wurde, ist unklar und geht aus den Akten nicht hervor. Die Tatsache allerdings, dass der Versicherte gerade an diesem Tag im
B._
seine erste Untersuchung in der Schultersprechstunde hatte und dabei unbestrittenermassen dieses fragliche zweite Ereignis, das sich am gleichen Tag ereignet und zu erheblichen Schmerzen geführt haben soll (
Urk.
8/8), nicht erwähnt hat, lässt das Ereignis als
fraglich erscheinen. Zudem wurde im Protokoll der Besprechung als Aussage des Versicherten festgehalten, er sei nach dem
2.
Ereignis wieder zum Hausarzt gegangen (
Urk.
8
/8), wovon in den Akten sonst nicht die Rede ist.
Da die Beschwerdegegnerin jedoch in Bezug auf den Unfall vom 1
7.
Mai 2014 die Leistungen übernommen und somit einen natürlichen Kausalzusammenhang anerkannt hat,
bleibt zu prüfen, ob die Beschwerde
gegnerin per 31. Juli 2015 (Zeitpunkt der Einstellung der Leistungen) das Errei
chen des Status quo sine mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachzuweisen verm
ag
.
Fraglich ist demnach, ob der natür
liche Kausalzusammenhang zwischen den geklagten Beschwerden und de
m Unfall
vom 17. Mai 2014 bis Ende Juli 2015 dahingefallen ist,
weil der Gesund
heitsschaden an der linken Schulter ab dann
überwiegend wahrscheinlich
nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruhte.
4.2
Der Kreisarzt Dr.
C._
erstellte seine ärztliche Beurteilung vom 12. November 2015
(Urk. 8/26)
gestützt auf Berichte der
B._
, welche auf der Grundlage von Röntgenuntersuchungen vom 13. Januar 2015
(Urk. 8/9)
, eine
r
MRI-Arth
rogra
phie
vom
30. Januar 2015
(Urk. 8/10 S. 2) und intraoperativer Befunde vom 19. Oktober 2015 (Urk. 8/25) ers
tattet
wurden.
Aus dem Bericht der
B._
vom 13. Januar 2015 geht hervor, dass die Röntgenaufnahmen keine
Anhaltspunkte
für
ossäre
Läsion
en zeigten
und
ein zentriertes Gelenk festgehalten wurde (vgl. Urk. 8/2 S. 1).
Hingegen
wurde von sklerotischen Veränderungen an der
Supra
spinatussehne
, einer
Verplumpung
des
inferoposterioren
Glenoidrands
und
einer
Akromioklavikulararthrose
im Sinne von kaudal gerichteten
Osteophyten
, das
heisst Knochenneubildungen,
am lateralen
Klavikularrand
berichtet
(vgl. Urk
. 8/
9
)
.
Dem
Arthro-MRI
vom 30. Januar 2015 und dem Folgebericht vom 10. Februar 2015 (Urk. 8/1) lässt sich entnehmen, dass einerseits bei der
Supraspinatussehne
eine
höhergradige
Partialläsion mit teils
transmuraler
K
omponente festgestellt werden ko
nnte. Andererseits ergibt sich aus dem Bericht vom 30. Januar 2015,
dass eine leichtgradig
fettige Degeneration der
Rotatorenmanschette
ersichtlich war (vgl. Urk. 8/10 S. 2).
Vor diesem Hintergrund überzeugt es, wenn der Kreis
arzt Dr.
C._
sich bei diesen Befunden auf den Standpunkt stellt, die
bildgebend
erhobenen
und intraoperativ angetroffenen
Befunde würden für eine degene
rative Schädigung der
Supraspinatussehne
sprechen
, und nicht für eine durch den Sturz auf die Schulter und den Arm unfallbedingte Ursache. Die gegenteilige, von
Dr.
D._
am 2
7.
Juli 2017 geäusserte Ansicht (
Urk.
3/6) beruht teilweise auf einer nicht korrekten Darstellung der medizinischen Grundlagen. Denn aus dem originalen MRI-Bericht geht hervor,
dass die
Supraspinatussehne
bereits fettige Degenerationen aufwies (
Urk.
8/10), was
Dr.
D._
in seinem Bericht gegenteilig darstellte, indem er erwähnte, die Läsion sei ohne Atrophie und ohne fettige Degeneration des Muskelbauches gewesen. Auch mit der Darstellung des Unfall
mechanismus, der nach der ärztlichen Fachliteratur gegen die eigentliche
Ruptur
verursachung
spricht, wie dies
Dr.
C._
darlegte, befasste sich
Dr.
D._
nicht (
Urk.
8/26 S. 3).
Dr.
D._
betonte weiter, dass vor dem Ereignis keine Schulter
beschwerden geltend gemacht worden seien, und das Unfallereignis sei als schmerzhafter Auslöser der Beschwerden angesehen worden (
Urk.
3/6). Darin einen Beweis für die eigentliche Verursachung des Sehnenrisses durch den Sturz zu sehen, ist jedoch nicht statthaft, käme es doch einem «
post
hoc ergo
propter
hoc» gleich. Es kann darin einzig die Bestätigung der Suva gesehen werden, das anfängliche Schmerzhaftwerden der linken Schulter – das keine Arbeitsunfähig
keit in der doch strapaziösen Tätigkeit als Chauffeur (vgl.
Urk.
8/8 S. 2) bewirkte - durch den Sturz als unfallkausal anzusehen. Wenn die Beschwerdegegnerin gestützt auf die ärztliche Einschätzung von
Dr.
C._
, die Operation des Sehnen
risses und die im Anschluss an die Operation erstmals aufgetretene Arbeits
un
fähigkeit mangels Kausalität zum Ereignis vom 1
7.
Mai
2014 nicht mehr über
nahm, mithin die Leistungen per Ende Juli 2015 einstellte, ist dies zu schützen.
4.
3
An diesem Ergebnis vermögen sämtliche weiteren Vorbringen des Beschwerde
führers nichts zu ändern. Insbesondere kann er aus der Behauptung
, die Be
schwerdegegnerin habe die Frist zum voraussetzungslosen Zurückkommen auf
die
Zusicherung zur Weitergewährung der Leistungen verpasst,
nichts zu seinen Gunsten ableiten, zumal dieser Standpunkt nicht zutrifft
. Entgegen der Behaup
tung des Beschwerdeführers
(Urk. 1 S. 15-16)
sicherte die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht mit Schreiben vom 16. Juni 2016 (vgl. Urk. 8/44 S. 2) nicht formlos für die Zukunft zu, sondern lediglich für die Phase bis zum Erreichen des Status quo sine, wobei der Zeitpunkt des Status quo sine noch
bestimmt werden m
usste
.
Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers interpretierte damals das Schrei
ben vom 16. Juni 2016 selbst nicht als Übernahme der Leistungspflicht, weil er
i
n seinem Schreiben vom 29. Juli 2016
(vgl. Urk. 8/57)
die Beschwerde
gegnerin darauf hinwies, dass diese die Leistungspflicht noch nicht anerkannt habe und deshalb darum ersucht werde
,
über die Übernahme der Leistungspflicht zu entscheiden.
Ausserdem wurde das Schreiben vom 16. Juni 2016 erst am 13. Juli 2016 fristauslösend mitgeteilt (vgl. Urk. 8/44).
Vor diesem Hintergrund überzeugen die Darlegungen des Beschwerdeführers in der
Beschwerdeschrift
, eine voraussetzungslose
Rückkommensfrist
sei mit dem Verfügungserlass am 6. September 2016 verpasst gewesen (vgl. Urk. 1 S. 15),
nicht.
4.
4
Von neuen Beweismassnahmen sind keine weiteren relevanten Erkenntnisse zu erwarten, weshalb
in antizipierter Beweiswürdigung
davon abgesehen werden kann (vgl. BGE 136 V I 229 E. 5.3; Urteil des Bundesgerichts 8C_607/2011 vom 16. März 2012 E. 7.2).
Der angefochtene Einspracheentscheid vom 14. Juli 2017 (Urk. 2) ist nach dem Gesagten rechtens und die Beschwerde ist abzuweisen.