Decision ID: 6f60d099-097b-56cf-b45e-c37f2e5e7a34
Year: 2010
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
M._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Rudolf Sutter, Toggenburgerstrasse 24, 9500 Wil,
gegen
Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358,
6002 Luzern,
Beschwerdegegnerin,
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betreffend
Versicherungsleistungen
Sachverhalt:
A.
A.a M._, geboren 1953, war als Hilfsarbeiter im Fleischverarbeitungsbetrieb A._
tätig und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva)
obligatorisch gegen Unfälle versichert. Am 25. Juni 2007 wurde es ihm beim
Kirschenpflücken schwarz vor den Augen und er fiel vom Baum (UV-act. 1 und 20).
Beim Sturz aus geschätzten 7 Metern Höhe zog er sich beidseitige Laminafrakturen der
Halswirbelkörper (HWK) 2 und 3, Kontusionen der Brust- und Lendenwirbelsäule (BWS
bzw. LWS), Frakturen der Grundphalangen Dig I und II (grosse und zweite Zehe) am
linken Fuss, eine Commotio cerebri, nicht dislozierte Frakturen der zweiten, dritten und
fünften rechten Rippe und der fünften bis siebten linken Rippe sowie
Gesichtskontusionen und Schürfungen rechtsbetont zu und wurde mit dem
Rettungshelikopter ins Kantonsspital St. Gallen geflogen (UV-act. 8). Wegen der
Laminafrakturen wurde am 29. Juni 2007 eine dorsale Spondylodese C2 bis C4 mit
Baby Moss System und Eigenspongiosa vom linken dorsalen Beckenkamm
durchgeführt (UV-act. 6). Die übrigen Brüche wurden konservativ versorgt.
Neurologische Ausfälle wurden weder unmittelbar nach dem Unfall noch während des
24-tägigen Spitalaufenthalts berichtet (vgl. UV-act. 8). Ein Wundinfekt an der
Entnahmestelle der Spongiosa führte am 10. Juli 2007 zu einer Wundrevision in
Vollnarkose, ein Infekt im Bereich der Operationswunde am Hals wurde lokal behandelt
(UV-act. 7f.). Am 18. Juli 2007 wurde der Versicherte zur stationären Rehabilitation in
die Klinik Valens verlegt. Diese verliess er am 14. August 2007 ohne jegliche Hilfsmittel
selbständig in vollem Umfang mobil (inklusive Treppen) und schmerzarm (UV-act. 11).
A.b Schon seit einigen Jahren vor dem Unfall vom 25. Juni 2007 wurde der
Versicherte wegen arterieller Hypertonie sowie einer Bronchitis mit Anosmie bzw. einer
chronischen hyperplastischen Sinusitis beidseits ärztlich behandelt (vgl. UV-act. 11 und
32). Im Spätherbst 2007 wurde er unfallfremd an der Nase operiert (vgl. UV-act. 20).
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A.c Anlässlich der Verlaufskontrollen am Kantonsspital St. Gallen klagte der
Versicherte zunehmend über Schmerzen im Bereich der Halswirbelsäule, ausstrahlend
in die rechte Schulter und den rechten Unterarm (UV-act. 10 und 14). Im
Magnetresonanz-tomogramm (MRI) vom 1. Oktober 2007 konnte weder eine
Myelopathie noch eine Wurzelkompression nachgewiesen werden (UV-act. 18). Am
6. November 2007 zeigte sich den Ärzten der Klinik für Orthopädische Chirurgie am
Kantonsspital St. Gallen eine gewisse Symptomausweitung (UV-act. 17). Gegenüber
dem Aussendienstmitarbeiter der Suva klagte der Versicherte bei der ausführlichen
Befragung am 8. November 2007 über Schmerzen im Nacken, am Rücken, im Bereich
der Rippen und am linken Fuss und deutete an, dass er wegen der Unfallfolgen und
nach 30 Jahren Tätigkeit eine Wiederaufnahme der Arbeit nicht mehr unbedingt sehe
(UV-act. 20). Die Abklärung der Lähmungserscheinungen an den Armen und Fingern,
besonders der rechten Hand, an der Klinik für Neurologie des Kantonsspitals St. Gallen
ergab, dass der Versicherte beidseits an einem schweren Karpaltunnelsyndrom litt,
rechts ausgeprägter als links. Weiter zeigten sich demyelinisierende Läsionen der Nervi
ulnarum ohne Hinweis auf ein Sulcus ulnaris Syndrom, deren Ursache unklar blieb.
Bezüglich des Karpaltunnelsyndroms empfahlen die Ärzte operative Dekompressionen
der Nervi mediani (UV-act. 24, 30 und 32). Den Zusammenhang des
Karpaltunnelsyndroms mit dem Unfall vom 25. Juni 2007 beurteilte Kreisarzt Dr. med.
B._, Facharzt FMH für Chirurgie, am 19. Februar 2008 als nicht überwiegend
wahrscheinlich (UV-act. 38). Die Ärzte der Klinik für Orthopädische Chirurgie am
Kantonsspital St. Gallen hatten am 5. Februar 2008 die Unfallbehandlung mit der
Nachkontrolle aufgrund der Spondylodese abgeschlossen, bei unveränderten
Stellungsverhältnissen ohne Lockerungszeichen und guter Konsolidierung sowie bei
voller Belastbarkeit der Halswirbelsäule. Wegen des massiven paravertebralen
Hartspanns und zur Verbesserung der Beweglichkeit in der Halswirbelsäule, die
deutlich eingeschränkt war, empfahlen sie die Weiterführung der ambulanten Therapien
(Massagen und Physiotherapie, UV-act. 33).
A.d Für die Unfallfolgen erbrachte die Suva die gesetzlichen Leistungen
(Heilungskosten und Taggelder). Die Arbeitsunfähigkeit des Versicherten hatte seit dem
Unfall vom 25. Juni 2007 100% betragen (vgl. UV-act. 8, 14, 17 und 32f.). Ab 1. März
2008 hielt ihn Dr. B._ für die leichte Ersatztätigkeit in der Gebindewäscherei, die die
Arbeitgeberin zur Verfügung stellte, unfallbedingt zu 50% einsatzfähig (vgl. UV-act. 22
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und 38). Der Kreisarzt ging bei seiner Beurteilung vom 19. Februar 2008 davon aus,
dass im Lauf des Monats März 2008 eine Steigerung auf eine volle Arbeitstätigkeit
möglich sein sollte, sofern der Versicherte nicht wegen der Operation des
Karpaltunnelsyndroms am Arbeitseinsatz gehindert werde. Am 5. März 2008 wurde
durch den Aussendienstmitarbeiter der Suva mit dem Versicherten die Arbeitstätigkeit
zu 50% in der Gebindewäscherei ab 10. März 2008 besprochen und am 6. März 2008
schriftlich festgehalten (vgl. UV-act. 42f.). Bei der Unterredung gab der Versicherte an,
sein Gesundheitszustand habe sich nicht gebessert. Zu den bekannten Schmerzen im
Hals, am Rücken und im Bereich der Rippen, den Schwierigkeiten durchzuschlafen
sowie den Schwindelbeschwerden seien die Schmerzen an den Handgelenken und die
eingeschränkte Beweglichkeit der rechten Hand gekommen. Weiter berichtete er über
Probleme mit seinen Blutzucker-Werten und über Gewichtsverlust. Den vorgesehenen
Arbeitseinsatz von etwas mehr als vier Stunden pro Tag beurteilte er als lange und
anstrengend. Nachdem der Versicherte seine 50%ige Arbeitsfähigkeit im März 2008
beim nochmals leichteren Etikettieren von Bechern (vgl. UV-act. 44) umgesetzt hatte,
Anfang April 2008 Ferien bezogen und ab Mitte April 2008 zu 50% in der
Gebindewäscherei tätig war, wurde er anlässlich eines weiteren - ebenfalls schriftlich
zusammengefassten - Gesprächs mit dem Aussendienstmitarbeiter der Suva
angehalten, ab 1. Mai 2008 ein Arbeitspensum von 100% einzuhalten (vgl. UV-act.
48f.). Da der Versicherte Zeugnisse seiner Hausärztin, Dr. med. C._, Fachärztin FMH
für Innere Medizin und Pneumologie, bzw. des von ihr beigezogenen Facharztes FMH
für Neurologie, Dr. med. D._, beibrachte, wonach seine Arbeitsfähigkeit (auch in der
Ersatztätigkeit) eingeschränkt sei (vgl. UV-act. 50 und 52), wurde eine kreisärztliche
Untersuchung veranlasst. Dr. B._ hielt in seinem Bericht vom 5. Juni 2008 (UV-act.
54) aufgrund der Untersuchung des Versicherten fest: "(...) Bezüglich Unfallfolgen darf
festgehalten werden, dass die Spondylodese stabil verheilt ist. Auch darf festgehalten
werden, dass Rippenfrakturen und Phalangenfrakturen der Zehen geheilt sind. Die
geäusserten massiven Schmerzen im Bereich des gesamten Rückens wie auch am
gesamten Körper kann ich mit Blick auf das Unfallereignis vor knapp einem Jahr nicht
einordnen und habe aufgrund der diskrepanten Befunde bei der Untersuchung Mühe,
den Zusammenhang der geschilderten Probleme mit dem Unfallereignis zu sehen.
(...)". Die massiven Beschwerden im Bereich der thorakalen und lumbalen Wirbelsäule
wie auch im Bereich des übrigen Körpers beurteilte der Kreisarzt nicht mit
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überwiegender Wahrscheinlichkeit natürlich kausal zum Unfallereignis vom Juni 2007.
Er empfahl eine konsiliarische rheumatologische Untersuchung und attestierte
unfallbedingt volle Arbeitsfähigkeit (in der Ersatz- bzw. Schontätigkeit; a.a.O. S. 5f.).
Anlässlich verschiedener Gespräche bei bzw. mit der Arbeitgeberin, teilweise im
Beisein einer Vertreterin der Krankentaggeldversicherung, wurde seitens der Suva
festgehalten, dass unfallbedingt weiterhin von voller Arbeitsfähigkeit des Versicherten
ausgegangen werde (vgl. UV-act. 57, 59f., 62, 66 und 68f.). Auch die Berichte von
Dr. C._ vom 22. August 2008 (UV-act. 61) sowie von Dr. med. E._, Facharzt FMH
für Allgemeinmedizin, den der Versicherte als neuen Hausarzt zugezogen hatte, vom
28. August 2008 (UV-act. 68), hätten gegenüber der kreisärztlichen Untersuchung vom
5. Juni 2006 im Bezug auf die Unfallfolgen keine Änderungen der objektivierbaren
Befunde ergeben (vgl. UV-act. 67 und 69).
A.e Anlässlich stationär durchgeführter Untersuchungen an der Klinik für Neurologie
des Kantonsspitals St. Gallen vom 16. bis 18. September 2008 wurde beim
Versicherten eine sensomotorische axonal-demyelinisierende Polyneuropathie beider
Beine diagnostiziert, am ehesten durch den Diabetes mellitus Typ 2 verursacht (vgl.
UV-act. 80a). Bei der rheumatologischen Abklärung am Kantonsspital St. Gallen vom
25. September und 17. Oktober 2008 wurde eine entzündliche rheumatische
Erkrankung ausgeschlossen und eine Fibromyalgie für eher unwahrscheinlich erklärt.
Aufgrund der generalisierten Schmerzen wurde der Patient in der
Schmerzsprechstunde angemeldet, aufgrund anderer unfallfremder Befunde für weitere
urologische und dermatologische Untersuchungen (vgl. UV-act. 84).
A.f Gestützt auf die aktualisierten (medizinischen) Unterlagen wurde die
Integritätseinbusse des Versicherten durch den Kreisarzt-Stellvertreter Prof. Dr. med.
F._, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des
Bewegungsapparats, am 11. November 2008 auf 5% geschätzt. Aufgrund des
Stellenbeschriebs vom 9. Oktober 2008 (UV-act. 75f.) hielt er die angestammte leichte
Arbeit als Sortierer von Tierknochen für zumutbar und die diesbezügliche
Arbeitsfähigkeit zu 100% gegeben, dies unter Berücksichtigung der vorgeneigten
Arbeitsposition. Weiter beschrieb er die unfallbedingten Einschränkungen des
Versicherten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt und beurteilte bei einer angepassten
körperlich leichten Tätigkeit volle Präsenz als möglich (UV-act. 86).
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A.g In der Zwischenzeit hatte sich der Versicherte auch bei der Invalidenversicherung
(IV) zum Leistungsbezug angemeldet (vgl. UV-act. 87). Am 6. Januar 2009 fand eine
Besprechung zwischen ihm und Vertretern der Arbeitgeberin, der Unfallversicherung,
der Krankentaggeldversicherung und der IV statt (UV-act. 94). Gleichzeitig gewährte die
Suva dem Versicherten das rechtliche Gehör bezüglich zu erwartender Leistungen der
Unfallversicherung. Am 19. Januar 2009 ging der Bericht von Dr. med. G._,
Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 15. Januar 2009 bei der Suva ein
(UV-act. 93). Danach war der Versicherte wegen Verdachts auf depressive Entwicklung
von Dr. E._ überwiesen und seit 14. November 2008 von ihr behandelt worden. Als
psychiatrische Diagnosen nannte Dr. G._ eine Anpassungsstörung mit längerer
depressiver Reaktion (ICD-10: F43.21) sowie den Verdacht auf eine partielle
posttraumatische Belastungsstörung.
B.
B.a Mit formeller Verfügung vom 3. Februar 2009 (UV-act. 98) hielt die Suva fest, dass
die Taggeldleistungen bereits per 30. April 2008 eingestellt worden seien, ab dem
16. Februar 2009 ausser Röntgenkontrollen in grösseren Abständen keine
Heilungskosten mehr übernommen würden und wegen der bleibenden
Integritätseinbusse eine Integritätsentschädigung von 5% bzw. Fr. 5'340.--
ausgerichtet werde. Für die psychischen Beschwerden verneinte sie den adäquaten
Kausalzusammenhang zum Unfall vom 25. Juni 2007 und daraus folgend eine
Leistungspflicht für deren Behandlung und die psychisch bedingte Arbeitsunfähigkeit.
B.b Vorsorglich erhob die SWICA Krankenversicherung am 12. Februar 2009
Einsprache gegen die Verfügung vom 3. Februar 2009, zog diese am 19. Februar 2009
aber wieder zurück (UV-act. 99 und 101).
B.c Der Versicherte hatte zwischenzeitlich Rechtsanwalt lic. iur. Rudolf Sutter, Wil, mit
der Wahrung seiner Interessen beauftragt. Dieser erhob am 6. März 2009 vorsorglich
Einsprache (UV-act. 103). Mit der Einsprachebegründung reichte der Rechtsvertreter
am 2. April 2009 der Unfallversicherung auch den Bericht des Palliativzentrums
(Schmerzsprechstunde) am Kantonsspital St. Gallen vom 10. Dezember 2008 sowie
Antworten auf seine Fragen durch Dr. E._ vom 17. Februar 2009 sowie durch
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Dr. G._ vom 23. März 2009 ein (UV-act. 105 mit Beilagen 1 bis 3). - Mit
Einspracheentscheid vom 17. Juni 2009 wies die Suva die Einsprache ab.
C.
C.a Dagegen richtet sich die Beschwerde vom 20. August 2009 mit den Anträgen:
1. Der Einspracheentscheid vom 17. Juni 2009 sei aufzuheben.
2. Von einer Einstellung der (Heilkosten- und Taggeld-)Leistungen der Suva sei
vorläufig abzusehen.
3. Der Beschwerdeführer sei neurochirurgisch zu begutachten und anschliessend
entsprechend den Empfehlungen des Gutachters zu therapieren. Die Suva sei zu
verpflichten, ihre Leistungen bis zum Abschluss von psychischer Begutachtung und
Therapie weiterhin zu erbringen.
4. Nach Abschluss der Behandlung der psychischen Beschwerden sei eine
Neubeurteilung vorzunehmen.
5. Dem Beschwerdeführer sei, basierend auf einer Integritätseinbusse von 50%,
eine Integritätsentschädigung von Fr. 53'400.-- zuzusprechen, eventualiter sei mit der
Zusprechung einer Integritätsentschädigung bis zum Abschluss der Begutachtung und
allfällig daran anschliessender Behandlung gemäss Ziffer 2 zuzuwarten.
6. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge.
Zur Begründung wird angeführt, lediglich die Behandlung der somatischen Unfallfolgen
sei abgeschlossen. Da der Unfall vom 25. Juni 2007 schwer gewesen sei, sei der
Kausalzusammenhang zwischen den psychischen Unfallfolgen und dem Unfall zu
bejahen. Selbst wenn von einem mittelschweren Unfall ausgegangen werde, würden
die unfallbezogenen Umstände klarerweise auf einen adäquaten Kausalzusammenhang
der psychischen Beschwerden mit dem Unfall hinweisen. So oder anders würde sich
vorab eine neurochirurgische Begutachtung mit anschliessender Therapie aufdrängen.
Bei der Bemessung der Integritätseinbusse seien die psychischen Unfallfolgen
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ebenfalls zu berücksichtigen. Der Verdacht auf eine posttraumatische
Hirnfunktionsstörung (POS) müsse durch Begutachtung abgeklärt werden. Bei einer
mittelschweren Hirnfunktionsstörung würde Anspruch auf eine
Integritätsentschädigung von 50% bestehen. Der Beschwerde wurde eine
Stellungnahme von Dr. G._ zum Einspracheentscheid vom 10. Juli 2009 beigelegt
(act. G 1.2).
C.b Mit Beschwerdeantwort vom 15. September 2009 beantragt die Suva die
Abweisung der Beschwerde und führt aus, die Vorbringen des Beschwerdeführers
seien unbegründet und vermöchten ihren Standpunkt, der im Einspracheentscheid
dargelegt worden sei, nicht zu ändern. Die Frage der Adäquanz sei eine reine
Rechtsfrage, weshalb der Bericht von Dr. G._ vom 10. Juli 2009 nicht relevant sei.
Der Sturz vom Kirschbaum am 25. Juni 2007 sei ein mittelschweres Unfallereignis im
mittleren Bereich gewesen. Da bezüglich Unfallschwere ausschliesslich der
augenfällige Geschehensablauf mit den sich dabei entwickelnden Kräften zu beurteilen
sei und dabei weder die Begleitumstände und die Eindrücklichkeit noch die erlittenen
Verletzungen zu beachten seien, könne der Sturz vom 25. Juni 2007 nicht als
mittelschweres Ereignis im Grenzbereich zu den schweren Unfällen qualifiziert werden.
Keines der Adäquanzkriterien nach der Rechtsprechung gemäss BGE 115 V 133 sei
erfüllt, weshalb die Suva für die psychischen Störungen des Beschwerdeführers nicht
leistungspflichtig sei und sich der angefochtene Einspracheentscheid als rechtens
erweise.
C.c Replizierend lässt der Beschwerdeführer an den Anträgen der Beschwerde
festhalten und die bidisziplinäre medizinische Standortbestimmung einreichen, die
Dr. med. H._, Facharzt FMH für Rheumatologie und Innere Medizin, unter Einbezug
der psychiatrischen Beurteilung von med. pract. I._, Facharzt FMH für Psychiatrie
und Psychotherapie, vom 5. August 2009, am 21. August 2009 zuhanden der SWICA
Gesundheitsorganisation verfasst hat (act. G 7.1). Zur Begründung führt der
Rechtsvertreter an, beim Unfall vom 25. Juni 2007 handle es sich um ein schweres und
nicht nur um ein mittelschweres Ereignis. Jedenfalls seien mehrere Adäquanzkriterien
erfüllt, weshalb die Leistungspflicht der Suva auch für die psychischen Leiden des
Beschwerdeführers gegeben sei. Sein Standpunkt werde im Übrigen durch die
Gutachten von Dr. H._ und med. pract. I._ gestützt.
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C.d Die Suva hat darauf verzichtet, eine Duplik einzureichen, worauf der
Schriftenwechsel am 30. November 2009 abgeschlossen worden ist (act. G 8f.).
D.
Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie die Ausführungen in den
übrigen Akten wird, soweit entscheidnotwendig, in den nachfolgenden Erwägungen
eingegangen.

Erwägungen:
1.
1.1 Streitig und zu prüfen ist einerseits, ob die Suva zu Recht aufgrund des Unfalls
vom 25. Juni 2007 weitere Versicherungsleistungen an den Beschwerdeführer
verweigert hat (Taggelder über den 30. April 2008 bzw. Heilungskosten über den
15. Februar 2009 hinaus). Andererseits ist die Bemessung der Integritätseinbusse bzw.
der zugesprochenen Integritätsentschädigung Gegenstand der vorliegenden
Beschwerde.
1.2 Die Beschwerdegegnerin hat im angefochtenen Einspracheentscheid die
rechtlichen Grundlagen für die Leistungspflicht des Unfallversicherers bezüglich
Heilungskosten, Taggelder und Integritätsentschädigung zutreffend dargelegt
(Erwägung 1). Gleiches gilt für die Ausführungen zum adäquaten
Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis und dem Gesundheitsschaden
(Erwägung 3.a). Darauf kann verwiesen werden.
1.3 Zur Beurteilung der Unfallschwere im Rahmen der Adäquanzprüfung ist
ergänzend auf den Entscheid des Bundesgerichts U 2/07 vom 19. November 2007
(U 2/07 vereinigt mit U 3/07 und U 4/07, publiziert als SVR 2008 UV Nr. 8 S. 26),
besonders dessen Erwägung 5.3.1. hinzuweisen, wie es die Beschwerdegegnerin in
Ziffer 5.2. der Beschwerdeantwort zutreffend tut. Nach dieser Rechtsprechung ist bei
der Bestimmung der Schwere eines Unfalls allein auf den augenfälligen
Geschehensablauf mit den sich dabei entwickelnden Kräften abzustellen, nicht jedoch
auf Folgen des Unfalls oder auf Begleitumstände, die nicht direkt dem Unfallgeschehen
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zugeordnet werden können. Diesen wird gegebenenfalls bei den Adäquanzkriterien
Rechnung getragen. Das gilt etwa für die - ein eigenes Kriterium bildenden -
Verletzungen, welche sich die versicherte Person zuzieht, aber auch für äussere
Umstände, die unter dem Gesichtspunkt der besonders dramatischen Begleitumstände
oder besonderen Eindrücklichkeit des Unfalls zu prüfen sind, wie eine allfällige
Dunkelheit im Unfallzeitpunkt oder Verletzungs- resp. gar Todesfolgen, die der Unfall
für andere Personen nach sich zieht.
2.
2.1 Es ist unbestritten, dass die Behandlung der somatischen Unfallfolgen
abgeschlossen ist. Unangefochten ist auch die Tatsache, dass der Beschwerdeführer
unfallfremd an verschiedenen physischen Gesundheitsbeeinträchtigungen leidet (vgl.
Diagnoselisten von Dr. E._ [UV-act. 105 Beilage 2] bzw. von Dr. H._ [act. G 7.1
S. 10 und 12f.]: arterielle Hypertonie, Diabetes mellitus Typ 2, Hypercholesterinämie,
beidseitiges Karpaltunnelsyndrom rechtsbetont, Neuropathie der Nervi ulnarum,
Polyneuropathie der Beine, Asthma bronchiale). In diesem Beschwerdeverfahren geht
es um Heilungskosten und Taggeldleistungen aufgrund der psychischen
Beeinträchtigungen des Beschwerdeführers und - indirekt - wegen des chronifizierten
panvertebralen Schmerzsyndroms (mit Tendenz zum generalisierten Schmerzsyndrom).
Nicht zu prüfen ist der natürliche Kausalzusammenhang dieser
Gesundheitsbeschwerden zum Unfall vom 25. Juni 2007. Wie das Bundesgericht in
ständiger Rechtssprechung in BGE 135 V 465 E. 5.1 S. 472 (mit Hinweisen)
festgehalten hat, kann er offen bleiben, wenn er nicht adäquat und damit nicht
rechtsgenüglich ist, wie nachfolgend aufzuzeigen ist.
2.2 Bezüglich Unfallschwere stellt sich die Beschwerdegegnerin auf den Standpunkt,
das Unfallereignis vom 25. Juni 2007 sei als mittelschwerer Unfall zu qualifizieren, der
nicht im Grenzbereich zu den schweren Unfällen liege, während der Beschwerdeführer
die Meinung vertreten lässt, es liege ein schwerer Unfall vor. Die höchstrichterliche
Rechtsprechung zur Adäquanzbeurteilung bei Sturzereignissen wurde im Lauf der
vergangenen Jahre verschärft (wie allgemein die Rechtsprechung zur
Adäquanzbeurteilung). Während laut Zusammenstellung im Urteil des Eidgenössischen
Versicherungsgerichts (EVG; seit 1. Januar 2007: Sozialrechtliche Abteilungen des
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Bundesgerichts) vom 27. April 1998 E. 3.a (publiziert als RKUV 1998 U 307 S. 448) ein
Sturz von einer Leiter aus einer Höhe von vier bis fünf Metern auf einen Gehsteig mit
verschiedenen gravierenden Knochenbrüchen 1989 (unveröffentliches Urteil R. vom
25. Juni 1989) und ein Absturz eines Kranführers mit einem an der Decke eines
Bahntunnels montierten Kran aus mindestens acht Metern Höhe 1997
(unveröffentliches Urteil L. vom 23. Dezember 1997) als schwere Unfälle qualifiziert
worden waren, beurteilte das höchste schweizerische Sozialversicherungsgericht am
8. Oktober 2004 den Sturz eines Bauarbeiters aus einer Höhe von etwa sieben bis acht
Metern auf einen Humusboden als mindestens mittelschwer im Grenzbereich zu den
schweren Unfällen (Urteil U 168/04 E. 5.2). Ein gutes Vierteljahr später listete das EVG
im Urteil U 458/04 (vom 7. April 2005) folgende Sturzereignisse als mittelschwere
Unfälle im mittleren Bereich bis angrenzend an die schweren Unfälle auf: Sturz eines
Bauhilfsarbeiters in einen rund acht Meter tiefen Kaminschacht mit offener Fraktur des
rechten Fusses (RKUV 1999 U 330 S. 122f. E. 4b/bb mit Hinweis); Sturz aus rund 6-8
Metern auf den mit Bauschutt und Erde bedeckten Boden mit Halswirbelbruch (Urteil
U 167/99 vom 8. Februar 2000). Diese Urteile waren vor dem in Erwägung 1.3
dargestellten Entscheid des Bundesgerichts (SVR 2008 UV Nr. 8 S. 26 [U 2/07] E. 5.3.1)
ergangen, der die Beurteilung der Unfallschwere allein auf den augenfälligen
Geschehensablauf mit den sich dabei entwickelnden Kräften konzentrierte. Am 9. April
2009 qualifizierte das Bundesgericht den Sturz eines Gipsers von einem Baugerüst
kopfüber ein Stockwerk in die Tiefe, bei dem er mit dem Gesicht auf einem
abgestellten Gerät aufschlug und sich eine Kieferfraktur zuzog, als mittelschweren
Unfall (8C_825/2009 E. 4.2). Den Sturz eines Werkstattleiters von einer Leiter aus ca.
vier bis fünf Metern Höhe auf einen Hallenboden beurteilte es am 22. Februar 2010
höchstens als im engeren Sinn mittelschweren Unfall (8C_1014/2009 E. 5.1). - Im Licht
dieser Rechtsprechung und ihrer Verschärfung zu Lasten der Versicherten kann der
Unfall vom 25. Juni 2007 keinesfalls als schwer, sondern höchstens als mittelschwer
bezeichnet werden. Besonders aufgrund der erlittenen Schürfungen und Prellungen
darf davon ausgegangen werden, dass der Sturz des Beschwerdeführers durch die
Äste des Kirschbaums gebremst worden war und somit nicht von einem freien Fall aus
geschätzten sieben Metern Höhe auszugehen ist. Ob dieser Unfall unter die
mittelschweren Ereignissen im engeren Sinn fällt, oder an der Grenze zu den schweren
Ereignissen liegt, kann letztlich offenbleiben: Wie nachfolgend darzustellen ist, sind die
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Adäquanzkriterien auch bei einem an der Grenze zu den schweren liegenden Ereignis
nicht in genügender Weise erfüllt, damit die Adäquanz der psychischen Beschwerden
zu bejahen wäre.
2.3 Die Adäquanzprüfung richtet sich nach BGE 115 V 133 und ist ohne
Berücksichtigung der psychischen bzw. allein aufgrund der somatischen Unfallfolgen
nach den Kriterien vorzunehmen, die die Beschwerdegegnerin im Einspracheentscheid
(Erwägung 3.a) zutreffend aufgelistet hat. Sie vertritt die Auffassung, keines der sieben
Adäquanzkriterien sei erfüllt (Einspracheentscheid Erwägung 3.b bzw.
Beschwerdeantwort vom 15. September 2009). Demgegenüber stellt der
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers fünf Adäquanzkriterien als erfüllt dar (vgl.
besonders Replik S. 3f.).
2.3.1 In der Replik hat der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers die beiden
Adäquanzkriterien ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich
verschlimmert, sowie schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen nicht
erwähnt. Da die Akten keinerlei Hinweise enthalten, wonach eines dieser beiden
Adäquanzkriterien erfüllt wäre, können sie ohne detaillierte Prüfung verneint werden.
2.3.2 Besonders dramatische Begleitumstände bzw. die besondere
Eindrücklichkeit des Unfalls seien laut Rechtsvertreter des Beschwerdeführers
gegeben, weil durch den Sturz aus sieben Metern mit unmittelbarer Erstickungsgefahr
(die Zunge habe sich in den Rachen zurückgezogen) und der erlittenen Brüche im
Nacken (Genickbruch) der Einsatz der Rega notwendig gewesen sei. Wie die
Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort zutreffend bemerkt, ist dieses
Kriterium objektiv zu beurteilen und nicht aufgrund des subjektiven Empfindens oder
Angstgefühls der versicherten Person und ist jedem mindestens mittelschweren Unfall
eine gewisse Eindrücklichkeit eigen, welche jedoch noch nicht für eine Bejahung des
Adäquanzkriteriums ausreichen kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_799/2008 vom
11. Februar 2009 E. 3.2.3 mit Hinweis). - Dem Beschwerdeführer war nach
übereinstimmenden Angaben in den unfallnahen Unterlagen schwarz vor den Augen
geworden, bevor er vom Kirschbaum stürzte (vgl. UV-act. 1 und 20). Es ist daher davon
auszugehen, dass er den Sturz nicht bei (vollem) Bewusstsein erlebte. Ein
Notfalltransport mit dem Rettungshelikopter ist in der Schweiz bei Verdacht auf
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Rückenverletzung Standardvorgehen. Daraus und aus einer möglichen
Erstickungsgefahr, die in keinem Arztbericht erwähnt wird, lässt sich nicht ableiten, der
Unfall habe sich unter besonders dramatischen Begleitumständen zugetragen oder sei
besonders eindrücklich gewesen. Das Bundesgericht hat dieses Kriterium im Übrigen
auch beim Sturz kopfüber vom Baugerüst auf ein abgestelltes Gerät verneint (vgl. Urteil
8C_825/2009 vom 9. April 2009 E. 4.3).
2.3.3 Der Beschwerdeführer brach sich beim Unfall Teile der zweiten und dritten
Halswirbelkörper (Bogenplatte der Wirbelbogen, vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/
Wirbel_(Anatomie) [Abfrage vom 27. April 2010] bzw. Lamina arcus vertebrae), mehrere
Rippen auf beiden Seiten sowie die Grundphalangen zweier Zehen am linken Fuss, er
erlitt eine Hirnerschütterung, Prellungen (Kontusionen) der Brust- und
Lendenwirbelsäule sowie des Gesichts und Schürfungen vor allem auf der rechten
Körperseite (vgl. UV-act. 8 bzw. Sachverhalt A.a). Diese Verletzungen waren nicht
lebensgefährlich, wie sie der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers beschreibt,
konnte doch mit der Operation an der Halswirbelsäule vier Tage zugewartet und die
übrigen Verletzungen konservativ behandelt werden. Die Gehirnerschütterung war nicht
schwer und der Sturz hatte nicht zu einem Genickbruch im eigentlichen Sinn geführt (=
Bruch des Dens axis an der Verbindung zwischen dem Kopf und der Halswirbelsäule,
vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Kopfgelenk → Schädigung der Kopfgelenke [Abfrage
vom 26. April 2010]). Zu beurteilen sind die erlittenen Verletzungen, nicht diejenigen,
die der Beschwerdeführer im schlimmsten Fall hätte erleiden können. Bei den erlittenen
Verletzungen handelte es sich insbesondere nicht um solche, die erfahrungsgemäss
geeignet sind, psychische Fehlentwicklungen auszulösen, weshalb auch dieses
Adäquanzkriterium zu verneinen ist.
2.3.4 Die ärztliche Behandlung der (unfallbedingten) somatischen Gesundheits
beeinträchtigungen, und nur diese sind - wie bereits dargelegt - bei der
Adäquanzprüfung psychischer Beschwerden in Betracht zu ziehen, gilt dann als
ungewöhnlich lange dauernd, wenn eine kontinuierliche, mit einer gewissen
Planmässigkeit auf die Verbesserung des Gesundheitszustands gerichtete Behandlung
gegeben ist. Abklärungsmassnahmen und blossen ärztlichen Kontrollen kommt nicht
die Qualität einer regelmässigen, zielgerichteten Behandlung zu (vgl. Urteil des
Bundesgerichts 8C_744/2009 vom 8. Januar 2010 E. 11.3 mit Hinweisen). - Der
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Beschwerdeführer musste sich am 29. Juni 2007 der Spondylodese-Operation
unterziehen sowie am 10. Juli 2007 einer Wundrevision der Spongiosa-Entnahmestelle
am Beckenkamm in Vollnarkose (UV-act. 6f.). Nach einem rund dreiwöchigen
stationären Aufenthalt im Spital und der anschliessenden Rehabilitation von vier
Wochen war er ohne jegliche Hilfsmittel selbständig mobil (inklusive Treppen) und
schmerzarm (vgl. UV-act. 8 und 11; Aufenthalt 25. Juni [bis 18. Juli bzw.] bis 14. August
2007). Bei der Entlassung aus der Klinik Valens wurde lediglich noch ambulante
Physiotherapie einmal pro Woche (neben Schmerzmedikamenten in Reserve)
verschrieben (UV-act. 11). Als ärztliche Massnahmen folgten ab dann lediglich
(Röntgen-) Kontrollen und die Abklärung weiterer Gesundheitsbeschwerden (vgl. UV-
act. 10, 14, 17f., 24, 30, 32f. und 54). Dieser ärztlichen Behandlung kann keine
ungewöhnlich lange Dauer im Sinn der zitierten Rechtsprechung zugesprochen
werden. Dass es der Beschwerdeführer anders empfand, dürfte mit der Behandlung
(inklusive Operation) seiner unfallfremden Beschwerden zusammenhängen (vgl. UV-act.
20, 105 Beilage 2 und act. G 7.1 S. 10 und 12f.).
2.3.5 Der Beschwerdeführer lässt starke Beschwerden im Nackenbereich, im
Bereich der gebrochenen Rippen sowie Zehen gelten machen und daraus körperliche
Dauerschmerzen herleiten. Zwar sind gelegentliche Schmerzen aufgrund der erlittenen
Verletzungen nachvollziehbar, besonders im Nacken und im Bereich der Rippen (vgl.
UV-act. 86, Antwort 2). Das geltend gemachte Schmerzniveau (8 auf der Skala von
1 bis 10 gemäss Replik) ist jedoch nicht auf die physischen Unfallfolgen
zurückzuführen, sondern teilweise durch die unfallfremden somatischen
Gesundheitsbeeinträchtigungen und vor allem im Rahmen der psychisch bedingten
Symptomausweitung zu erklären (vgl. UV-act. 17 und 54). Aufgrund der relativ geringen
objektiven Unfall-Restfolgen und ihres Auslösens gelegentlicher Schmerzen ist das
Adäquanzkriterium der körperlichen Dauerschmerzen zu verneinen.
2.3.6 Eine physisch bedingte Arbeitsunfähigkeit aufgrund der Unfallfolgen ist von
Prof. F._ sowohl in der angestammten Tätigkeit als auch auf dem allgemeinen
Arbeitsmarkt begründet ausgeschlossen worden (vgl. UV-act. 86 Antworten 3 und 4).
Der Beschwerdeführer lässt denn auch lediglich psychisch bedingte
Arbeitsunfähigkeiten anführen (vgl. Replik S. 3 am Ende). Wie bereits mehrfach
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ausgeführt, ist darauf nicht abzustellen, und dieses Adäquanzkriterium ebenfalls nicht
erfüllt.
2.3.7 Zusammenfassend ist keines der sieben Adäquanzkriterien erfüllt. Der
adäquate Kausalzusammenhang der psychischen Gesundheitsbeeinträchtigungen mit
dem Unfall vom 25. Juni 2007 ist daher zu verneinen; unabhängig davon, ob dieser als
mittelschweres Ereignis im engeren Sinn oder als solches an der Grenze zu den
schweren Unfällen eingestuft wird.
2.4 Da es im Sinn der vorstehenden Erwägungen am adäquaten
Kausalzusammenhang der psychischen Gesundheitsbeeinträchtigungen zum Unfall
vom 25. Juni 2007 fehlt, besteht keine Leistungspflicht der Suva für deren Behandlung
und für die psychisch bedingte Arbeitsunfähigkeit. Die Beschwerdegegnerin hat daher
die Übernahme weiterer Heilungskosten nach dem 15. Februar 2009 und weiterer
Taggeldleistungen nach dem 30. April 2008 zu Recht abgelehnt. Diesbezüglich ist die
Beschwerde abzuweisen.
3.
3.1 Mit der Verfügung vom 3. Februar 2009 wurde dem Beschwerdeführer eine
Integritätsentschädigung von Fr. 5'340.-- bei einer Integritätseinbusse von 5%
zugesprochen (UV-act. 98). Dabei stützte sich die Beschwerdegegnerin offenbar auf
die Beurteilung von Kreisarzt-Stellvertreter Prof. F._, der am 11. November 2008 auf
die Fragen nach dem Integritätsschaden antwortete (UV-act. 86): "Da die Rotation der
Halswirbelsäule erheblich eingeschränkt ist (kreisärztliche Untersuchung vom 5. Juni
2008 [UV-act. 54]), liegt eine Minderfunktion vor. Dieser Befund kann auch mit
Schmerzen einhergehen, so dass eine Integritätsentschädigung von 5% gerechtfertigt
erscheinen könnte entsprechend Tabelle 7 'Integritätsschaden bei
Wirbelsäulenaffektionen'." Diese Einschätzung ist sehr vage gehalten und eine
einlässliche Begründung für den ermittelten Wert fehlt.
3.2 Die erwähnte Tabelle (abrufbar unter https://wwwsapp1.suva.ch/sap/public/bc/
its/mimes/
zwaswo/99/pdf/02870_07_d.pdf) geht von Anhang 3 zur Verordnung über die
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Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) aus, wo in der Skala der Inte-
gritätsentschädigung bei sehr starken schmerzhaften Funktionseinschränkungen der
Wirbelsäule eine Entschädigung von 50% vorgesehen ist. Bei nicht aufgeführten
Integritätsschäden ist gemäss Ziffer 1 von Anhang 3 zur UVV die Entschädigung nach
dem Grad der Schwere vom Skalenwert abzuleiten. Die Ärzte der Suva haben mit den
Tabellen zu den einzelnen Unfallfolgen Feinraster geschaffen, die nach Möglichkeit bei
allen Versicherten die gleiche Bemessung der Integritätsentschädigungen
gewährleisten sollen. Diese sind blosse Verwaltungsweisungen an die Organe der Suva
und deshalb für das Gericht nicht verbindlich, dienen ihm aber als Richtwerte (vgl. BGE
124 V 209 E. 4.a cc S. 211, übersetzt in Pra 87 [1998] Nr. 161 S. 462). Fallen mehrere
körperliche, geistige oder psychische Integritätsschäden aus einem oder mehreren
Unfällen zusammen, wird die Integritätsentschädigung gemäss Art. 36 Abs. 3 UVV
nach der gesamten Beeinträchtigung festgesetzt. Dafür werden die Prozentzahlen, die
den einzelnen Schädigungen entsprechen, selbst dann zusammengezählt, wenn eine,
mehrere oder alle davon für sich die Schwelle von 5% nicht erreichen. Die
Entschädigung ist geschuldet, sobald die Summe der Prozentzahlen die
Erheblichkeitsgrenze von 5% übersteigt (vgl. BGE 116 V 156 E. 3b S. 157 und RKUV
1988 U 48 E. 2b S. 236f.).
3.3 Die Beschwerdegegnerin nahm im angefochtenen Einspracheentscheid zur
Integritätsentschädigung nicht Stellung, obwohl der Beschwerdeführer mit seiner
Einsprache vom 6. März bzw. 2. April 2009 deren Wert angefochten hatte (UV-act. 103
bzw. 105). Aufgrund der Beschwerde bzw. von Art. 61 lit. c des Bundesgesetzes über
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) ist das
Versicherungsgericht zur umfassenden Überprüfung der Integritätsentschädigung
gehalten (vgl. U. Kieser, ATSG-Kommentar, 2. Aufl. 2009, N 60ff. zu Art. 61 ATSG),
zumal sie in diesem Verfahren sowohl Anfechtungs- als auch Streitgegenstand ist. -
Der Beschwerdeführer lässt den Antrag auf eine Integritätsentschädigung von 50% mit
psychischen Schädigungen, hauptsächlich mit dem Verdacht auf ein POS (ICD-10
F07.2 = organisches Psychosyndrom nach Schädelhirntrauma; vgl. Beilage 3 zu UV-
act. 105) begründen und als Vergleichswert die Integritätseinbusse bei einer
mittelschweren Hirnfunktionsstörung beiziehen. Wie in der vorstehenden Erwägung 2
ausgeführt, sind die psychischen Gesundheitsbeeinträchtigungen des
Beschwerdeführers nicht adäquat kausal zum Unfall vom 25. Juni 2007 und es besteht
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diesbezüglich kein Rechtsanspruch auf irgendwelche Leistungen der
Unfallversicherung, somit auch nicht auf eine Integritätsentschädigung.
3.4 Zu überprüfen ist jedoch, welche Integritätsentschädigung aufgrund der adäquat
kausalen Unfallfolgen geschuldet ist:
3.4.1 Die Schätzung der Integritätseinbusse einer versicherten Person ist ein
Ermessensentscheid. Bei dessen Überprüfung geht es um die Frage, ob der Entscheid,
den die Behörde nach dem ihr zustehenden Ermessen im Einklang mit den allgemeinen
Rechtsprinzipien in einem konkreten Fall getroffen hat, nicht zweckmässigerweise
anders hätte ausfallen sollen. Das Sozialversicherungsgericht darf sein Ermessen nicht
ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen; es muss sich auf
Gegebenheiten abstützen können, welche seine abweichende Ermessensausübung als
naheliegender erscheinen lassen (vgl. BGE 126 V 75 E. 6 S. 81 bzw. BGE 123 V 150
E. 2 mit Hinweisen).
3.4.2 Im Magnetresonanztomogramm der Wirbelsäule vom 1. Oktober 2007
wurden neben der Spondylodese C2 bis C4 auch degenerative Veränderungen an der
Halswirbelsäule dokumentiert ("betont C3 bis C7", UV-act. 18). - Bei der
Abschlussuntersuchung an der Klinik für Orthopädische Chirurgie des Kantonsspitals
St. Gallen vom 5. Februar 2008 zeigten sich Druckdolenzen über der gesamten
Halswirbelsäule (vor allem paravertebral) und im Bereich der Narbe am Beckenkamm
sowie deutliche Einschränkungen von Rotation, Seitneigung, Flexion und Extension der
Halswirbelsäule. Der verbleibende Bewegungsumfang wurde im Bericht vom 7. Februar
2008 allerdings nicht festgehalten (UV-act. 33). - Auch Dr. B._ stellte bei der
kreisärztlichen Untersuchung am 5. Juni 2008 Bewegungseinschränkungen der
Halswirbelsäule fest (UV-act. 54). Die gemessenen Werte (Befund, S. 3) relativierte er
allerdings in seiner Beurteilung, wo er unter anderem festhielt (S. 5 oben): "Im Liegen
bzw. im Gespräch oder in unerwarteten Situationen ist die Beweglichkeit des Kopfes
und des Torso praktisch frei, bei der Messung zeigen sich deutliche
Bewegungseinschränkungen wie bereits erwähnt." Der Kreisarzt ging dennoch
offensichtlich von einer Integritätseinbusse beim Beschwerdeführer aus, hielt er doch
am Ende seiner Beurteilung fest (S. 5 unten): "Auch darf meines Erachtens davon
ausgegangen werden, dass unfallbedingt der Fall im Laufe der nächsten Monate unter
http://relevancy.bger.ch/php/clir/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&from_year=1954&to_year=2010&sort=relevance&insertion_date=&from_date_push=&top_subcollection_clir=bge&query_words=BGE+126+V+75&part=all&de_fr=&de_it=&fr_de=&fr_it=&it_de=&it_fr=&orig=&translation=&rank=0&highlight_docid=atf%3A%2F%2F123-V-150%3Ade&number_of_ranks=0&azaclir=clir#page152
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Anerkennung des spondylosebedingten Integritätsschadens abgeschlossen werden
kann." Er selbst schätzte die Integritätseinbusse nicht ein. - Bei der Untersuchung des
Beschwerdeführers an der Klinik für Rheumatologie des Kantonsspitals St. Gallen am
25. September bzw. 17. Oktober 2008 zur "Abklärung von unklaren Nacken- und
Rückenschmerzen bei Status nach Laminafraktur HWK 2 und 3" zeigte er eine
schlechtere Beweglichkeit der Halswirbelsäule als gegenüber Dr. B._. Die
untersuchenden Ärztinnen und Ärzte hielten in ihrem vom 29. September 2008
datierten Bericht unter anderem fest (UV-act. 84): "55-jähriger Patient in
schmerzbedingt reduziertem Allgemeinzustand und schlankem Ernährungszustand.
Patient schwitzt sehr stark und stöhnt während der ganzen Untersuchung. (...)" -
Dr. H._ konnte am 25. Mai 2009 die Wirbelsäule des Beschwerdeführers aufgrund
dessen Verhaltens ("auffälliges Schmerzverhalten und schmerzbedingte
Selbstlimitierung") gar nicht mehr adäquat untersuchen. Der Beschwerdeführer
schilderte subjektiv auch Schmerzen im Rippenbereich und im linken Fuss (Zehen-
Grundphalangen). Objektive Befunde erhob der Rheumatologe dazu nicht bzw. ging
aufgrund der ihm vorliegenden Unterlagen von konsolidierten Frakturen aus
(Medizinische Standortbestimmung zuhanden der SWICA Gesundheitsorganisation act.
G 7.1).
3.4.3 Angesichts der dargestellten Untersuchungsbefunde sind sowohl
Rückschlüsse auf die rein unfallbedingte physische Integritätseinbusse des
Beschwerdeführers sehr schwierig zu ziehen als auch die Überprüfung der
Einschätzung von Prof. F._ schlecht möglich. Bei der dokumentierten Zunahme des
Schmerzverhaltens bzw. der schmerzbedingten Selbstlimitierung sind auch von einer
erneuten fachärztlichen Expertise mit Untersuchung des Beschwerdeführers keine
weiteren Erkenntnisse zu erwarten, weshalb darauf verzichtet werden kann (antizipierte
Beweiswürdigung; vgl. BGE 131 I 153 E. 3 S. 157 und Urteil des Bundesgerichts
8C_956/2009 vom 9. März 2010 E. 4.2 je mit Hinweisen).
3.4.4 Die allfällige Integritätseinbusse ist auch aufgrund der Hirnerschütterung zu
prüfen, die der Beschwerdeführer beim Unfall vom 25. Juni 2007 erlitt. Für seine
Darstellung, er habe beim Sturz vom Kirschbaum am 25. Juni 2007 auch eine schwere
Gehirnerschütterung erlitten, finden sich in den Akten keine Belege: In den unfallnahen
Unterlagen wird angegeben, dass ihm schwarz vor den Augen geworden war und er
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darauf vom Kirschbaum stürzte. Wann er wieder zu sich kam, ist im Bericht des Suva-
Aussendienstmitarbeiters über die Befragung vom 8. November 2007 nicht vermerkt
(UV-act. 20). Die medizinischen Unterlagen halten als übereinstimmende Diagnose eine
Commotio cerebri fest, was einer leichten Hirnerschütterung entspricht (vgl. St.
Dettwiler, MTBI - Versicherungsrechtliche Aspekte, in: Medizinische Mitteilungen der
Suva 2007 S. 136, und S. Friedauer, Leichte traumatische Hirnverletzung [MTBI], hill
2009 Fachartikel n. 5 [publiziert am 6. Mai 2009 auf www.swisslex.ch], je mit
Hinweisen). Hätte sich der Beschwerdeführer eine schwere Hirnerschütterung
zugezogen, hätte die Diagnose "Contusio cerebri" gelautet, was klar nicht der Fall ist.
Im Austrittsbericht des Kantonsspitals St. Gallen vom 19. Juli 2007 wurde unter
Anamnese festgehalten: "REGA-Zuweisung, Patient ist beim Ernten von Kirschbaum
gefallen, kurzfristig bewusstlos. Bei Eintreffen REGA am Baum sitzend, kardiopulmonal
stabil. Rückenschmerzen. Ausreichender Tetanusimpfstatus." (UV-act. 8). Beim Eintritt
in die Klinik Valens wurden - ausser einer leichten Kraftverminderung an der rechten
oberen Extremität - keine auffälligen neurologischen Befunde erhoben (UV-act. 11).
Unfallnah wurden wegen allfälliger Folgen der Commotio cerebri weder spezielle
Therapien noch kognitive Störungen erwähnt. Dr. med. J._, Abteilungsärztin an der
Klinik Valens, erhob in der Systemanamnese häufig auftretende halbseitige
Kopfschmerzen links, von denen aufgrund der Auflistung unter unfallfremden und
unfallbedingten Befunden nicht klar ist, ob der Beschwerdeführer darunter bereits vor
dem Unfall vom 25. Juni 2007 litt (UV-act. 11). Es liegen somit keine Hinweise auf eine
mehr als leichte Hirnerschütterung vor und es darf aufgrund der medizinischen Akten
davon ausgegangen werden, dass diese innert Wochen oder höchstens einigen
Monaten nach dem Unfall folgenlos ausgeheilt ist (vgl. J. Söhnke et Al.
Behandlungsphasen nach leichter traumatischer Hirnverletzung, in: Medizinische
Mitteilungen der Suva 2007 S. 117ff. mit Hinweisen). Daher darf geschlossen werden,
dass eine Einbusse der körperlichen oder geistigen Integrität des Beschwerdeführers
aufgrund der durchgemachten Commotio cerebri, die zudem andauert, weder
überwiegend wahrscheinlich nachgewiesen ist noch je mit diesem erforderlichen
Beweisgrad nachweisbar sein wird. Die Voraussetzungen für die Zusprechung einer
Integritätsentschädigung wegen der Hirnerschütterung sind somit nicht erfüllt. Daran
ändert auch die Fragebeantwortung vom 23. März 2009 an den Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers durch Dr. G._ nichts, worin sie die Möglichkeit einer Contusio
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cerebri in Betracht zog (Beilage 3 zu UV-act. 105). Dies umso weniger als ihr damals
die unfallnahen (medizinischen) Akten nicht bekannt waren und sie die psychiatrisch-
psychotherapeutische Behandlung des Beschwerdeführers erst rund 17 Monate nach
dem Unfall aufgenommen hatte (UV-act. 93).
3.4.5 Die Suva-Tabelle 7 der Integritätsschäden bei Wirbelsäulenaffektionen sieht
je nach Grad der Bewegungseinschränkung und der Schmerzen abgestufte Werte vor.
Bei Status nach Spondylodese ist eine Erhöhung um 5 bis 15% vorgesehen. An
anderen Körperteilen als der Halswirbelsäule sind keine unfallbedingten
Integritätseinbussen dokumentiert. Weitere allfällige Integritätsschäden des
Beschwerdeführers sind psychisch - vor allem durch die Schmerzverarbeitungsstörung
- verursacht und damit in diesem Zusammenhang nicht zu berücksichtigen. In
Würdigung der (adäquat) unfallkausalen Gesundheitsbeeinträchtigungen des
Beschwerdeführers und in Anwendung der dargestellten Bemessungsregeln
rechtfertigt es sich, seine Integritätseinbusse mit 10% zu bemessen und ihm eine
Integritätsentschädigung von insgesamt Fr. 10'680.-- zuzusprechen. Unter
Berücksichtigung der Integritätsentschädigung von 5% bzw. Fr. 5'340.--, die in der
Verfügung vom 3. Februar 2009 anerkannt und aufgrund derselben ausbezahlt worden
war (UV-act. 97f.), bleibt eine Restzahlung durch die Beschwerdegegnerin von
Fr. 5'340.-- zugunsten des Beschwerdeführers.
3.5 Bezüglich Integritätsentschädigung wird die Beschwerde damit teilweise
gutgeheissen.
4.
4.1 Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde in dem Sinn teilweise
gutzuheissen und der Einspracheentscheid vom 17. Juni 2009 aufzuheben, als dem
Beschwerdeführer eine Integritätsentschädigung von 10% im Gesamtbetrag von
Fr. 10'680.-- zugesprochen wird. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.
4.2 Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Angesichts des
teilweisen Obsiegens besteht Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 61 lit. g
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ATSG). Es rechtfertigt sich, diese auf pauschal Fr. 1'500.-- (einschliesslich Barauslagen
und Mehrwertsteuer) festzulegen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG