Decision ID: f0a33600-0ced-4aa5-97fc-7c9b885b67e4
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
Die 1962 geborene
X._
,
hat in
Kolumbien
Soziologie studiert und
war vom 1. Januar 2000 bis am 2
4.
Oktober 2014
bei der
Y._
als Verwaltungsassistentin
, zuletzt
im 70%-Pensum
angestellt
(
Urk.
10/7/1-3,
Urk. 10/7/15-22,
Urk.
10/9)
. Ab 2
5.
Oktober 2013 war sie
arbeitsunfähig
ge
schrieben (
Urk.
10/7/9).
Am 1
3.
Oktober 2014 (Eingangsdatum) meldete sie sich
unter Hinweis auf eine Pollen-, Nahrungsmittel- und Medikamentenallergie, Asthma, Beschwerden des Bewegungsapparates sowie eine Depression
bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Bezug von Leis
tungen der Invalidenversicherung an (
Urk.
10/9).
Im Rahmen der Abklärung der erwerblichen und medizinischen Verhältnisse zog die IV-Stelle einen Auszug aus dem indiv
iduellen Konto (IK-Auszug, Urk.
10/16) sowie die Akten der Pen
sionskasse der Versicherten (
Urk.
10/18) bei und holte einen Bericht
des behan
delnden Psychiaters
(
Urk.
10/15) ein.
1.2
Am
2.
Februar 2015 gewährte die IV-Stelle der Versicherten Frühinterventions
massnahmen und erteilte Kostengutsprache für eine Laufbahnberatung beim Laufbahnzentrum der Stadt Zürich (
Urk.
10/26)
. Mit Mitteilung vom 15.
Juni 2015
informierte
die IV-Stelle d
ie
Versicherte, dass die Arbeitsvermittlung abge
schlossen werde, da es nicht gelungen sei, sie in den Arbeitsmarkt zu integrie
ren (
Urk.
10/30).
1.3
Mit Vorbescheid vom 2
4.
August 2015 (
Urk.
10/38) stellte die IV-Stelle der Ver
sicherten die Verneinung
eines
Leistungsanspruchs in Aussicht, wogegen diese
am
4.
September 2015
Einwand erhob (
Urk.
10/39). Im Rahmen der weiteren Abklärungen liess die IV-Stelle ein
inter
disziplinäres Gutachten erstellen (rheu
matologisch-psychiatrisches Gutachten vom
5.
August 2016 [
Urk.
10/59-60]) und holte weitere medizinische Berichte ein (
Urk.
10/68,
Urk.
10/70). Am 1
6.
Januar 201
7
erhob
der Rechtsvertreter der
Versicherte
n
, nachdem die bishe
rige Rechtsvertretung ihr Mandat
niedergelegt
hatte (Urk.
10/75)
, erneut
Ein
w
a
nd (
Urk.
10/83)
gegen den Vorbescheid
. Mit Verfügung vom 7. März 2017 verfügte die IV
-Stelle
– ausgehend vom Fehlen eines invalidisierenden Gesund
heitsschadens –
wie vorbeschieden (Urk.
2 [=
Urk. 10/90]).
2.
Gegen diesen Entscheid erhob die Versicherte mit Eingabe vom
7.
April 2017 Beschwerde und stellte folgende Anträge
(
Urk.
1 S. 2)
:
„
1.
Die Verfügung vom
7.
März 2017 sei aufzuheben und es sei die
Beschwerdegegnerin zu verpflichten, der Beschwerdeführerin die
gesetzlichen Leistungen nach IV
G
, namentlich eine Rente oder aber
berufliche Massnahmen, zu gewähren.
2.
Es sei durch das Gericht eine unabhängige medizinische Begutachtung -
insbesondere unter Einbezug eines Psychiaters, eines Rheumatologen,
eines
Pneumologen
und eines Orth
o
päden
- zur Klärung des
medizinischen Sachverhalts in Auftrag zu geben.
3.
Eventualiter sei die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen
und diese sei zu verpflichten, eine unabhängige polydisziplinäre
medizinische Begutachtung - insbesondere unter Einbezug eines
Psychiaters, eines Rheumatologen, eines
Pneumologen
und eines
Orthopäden – zur Klärung des medizinischen Sachverhalts vorzunehmen.
4.
Subeventualiter
sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, berufliche
Eingliederungsmassnahmen zu prüfen und danach gegebenenfalls
durchzuführen.“
In prozessualer Hinsicht ersuchte die Beschwerdeführerin um Durchführung eines zweiten Schriftenwechsels und um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (
Urk.
1 S. 2).
Mit Eingabe vom 1
1.
Mai 2017 substantiierte die Beschwerdeführerin ihr Ge
such um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (
Urk.
7
-8
).
Mit Beschwer
deantwort vom 1
9.
Mai 2017 beantragte die Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde (
Urk.
9).
Am
9.
Juni 2017 reichte die Beschwerdeführerin eine Stellungnahme zur Beschwerdeantwort zu den Akten (
Urk.
12). Die Beschwer
degegnerin
teilte in der Folge mit, sie
verzichte auf eine
weitere
Stellungnahme (Eingabe vom 2
3.
Juni 2017
[
Urk.
15
]
), was der Beschwerdeführerin am 2
2.
September 2017 zu
r Kenntnis gebracht wurde (Urk.
16).
3.
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, so
weit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
[
ATSG
]
).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG]
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursach
te und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken.
Rechtsprechungsgemäss
ist bei psy
chischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelische
s Leiden
mit Krank
heitswert besteht, welche
s
die versicherte Person auch bei Aufbietung allen gu
ten Willens daran hindert, ein
rentenausschliessendes
Erwerbseinkommen zu er
zielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG;
BGE 139 V 547
E. 5;
131 V 49
E. 1.2;
130 V 352
E. 2.2.1; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 2015 E. 5
und 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E.
5.4.
).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege
artis
auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychiatrische Diagnose voraus (vgl. BGE 130 V 396; Urteile des Bundesgerichts 8C_616/2014 vom 25. Februar 201
5
E. 5.3.3.3 und 9C_739/2014 vom 30. November 2015 E. 3.2). Eine fachärztlich festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invali
dität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbs
fähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätio
logie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Es ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilen, ob und inwiefern der versi
cherten Person trotz ihres Leidens die Verwertung ihrer Restarbeitsfähigkeit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt
noch sozial-praktisch zumutbar und für die Gesellschaft tragbar sei (BGE 141 V 281 E. 3.7.3; 136 V 279 E. 3.2.1; BGE 127 V 294 E. 4c; vgl. Urteile des Bundes
gerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 20
15 E. 5 und 8C_731/2015 vom 18.
April 2016 E. 4.1).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsren
te
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be
schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
1.4
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu
stellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorlie
gen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledi
gen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutach
tens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersu
chungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychischen Fehlentwicklungen nötig ist
–, in Kenntnis der und gegebenen
falls in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklar
heiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegebenenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutachten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin erwog im angefochtenen Entscheid
,
die gesundheitli
che Beeinträchtigung der Beschwerdeführerin habe nicht dazu geführt
,
dass ihr die Ausübung ihrer angestammten Tätigkeit über den
1.
August 2014 hinaus nicht mehr zumutbar gewesen sei.
D
ie psychischen Beschwerden
seien
überwie
gend mit
IV-fremden
psychosozialen Faktoren (Arbeitsplatzkonflikt) erklärbar. Weitere Abkläru
ngen seien
nicht erforderlich gewesen
(
Urk.
2)
.
2.2
Die Beschwerdeführerin brachte in ihrer Beschwerde dagegen vor, die Einschät
zung
en der Gutachter
,
welche von nicht relevanten Einschränkungen der Ar
beitsfähigkeit ausgegangen sei
en
, widerspr
ä
che
n
der vorliegenden Aktenlage
, insbesondere den Feststellungen der Spezialisten der Klinik für Rheumatologie des
Z._
.
Das
bidisziplinäre
Gutachten halte den SGPP Qualitätsleitlinien nicht stand, weshalb es nicht beweiswertig sein könne. Im Übrigen sei das rheumatologische Gutachten von
Dr.
med.
A._
, FMH Rheumatologie, bereits veraltet und könne nicht mehr als Entscheidungsgrund
lage dienen, da die aktuellsten bildlich dargestellten Einschränkungen der LWS vom Juli 2016 und August 2016 nicht mitbeurteilt worden seien. Es sei schlicht nicht nachvollziehbar, dass angesichts der mannigfachen Diagnosen keine langandauernde Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen sei. Der behandelnde Dr.
med.
B._
, FMH Allgemeine Innere Medizin
, spreche sich für eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit aus. Hinsichtlich der Finger der Beschwerdeführerin habe er festgehalten, dass es ihr nicht mehr zumutbar sei, eine Tastatur zu bedienen, was sie für die angestammte Tätigkeit arbeitsunfähig mache. Die Schmerzen der Beschwerdeführerin seien radiologisch durch das
Z._
nachgewiesen worden. Deswegen sei auf die Einschätzung der
Z._
-Ärzte abzustellen und von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit auszugehen. Die Ein
schränkungen in den Händen/Fingern und der Schulter seien gutachterlich nicht
rechtsgenüglich
gewürdigt worden. Es sei unklar, wie die Beschwerdefüh
rerin in der Tätigkeit als Verwaltungsassistentin mitsamt Schienen an den Hän
den noch am Computer Schreibarbeiten erledigen soll.
In psychiatrischer Hin
sicht würden die erhobenen Befunde nicht in den psychosozialen und soziokul
turellen Faktoren auf
gehen. Diese überwögen nicht
. Die Beschwerdeführerin sei bereits vor Auftreten der Arbeitsplatzsituation krankgeschrieben
gewesen
. Zu
dem best
ehe
die Mobbing- und
auch die
Scheidungssituation seit langer Zeit nicht mehr.
Es werde vom psychiatrischen Gutachter
in keiner Weise berück
sichtigt
, dass die psychische Problematik über Jahre ohne wesentliche Besse
rung bestehe.
Die Beschwerdegegnerin habe die angestammte Tätigkeit und das damit einhergehende Belastungsprofil nicht beachtet bzw. detailliert erfasst. Dies stelle eine Verletzung der Abklärungspflicht dar
.
Jedenfalls habe die Be
schwerdeführerin Anspruch auf berufliche Massnahmen, weshalb die Beschwer
degegnerin anzuweisen sei, die erforderlichen Abklärungen vorzunehmen
(
Urk.
1)
.
2.3
Die Beschwerdegegnerin führte in der Beschwerdeantwort aus,
sie habe nicht verfrüht verfügt, da keine Anhaltspunkte dafür bestanden hätten,
dass weitere Berichte eingereicht würden.
D
ie Beschwerdeführerin habe genügend Zeit ge
habt, die angekündigten Bericht
e aufzulegen
,
was jedoch
auch
beschwerdeweise nicht
erfolgt sei
. Der medizinische Sachverhalt sei ausreichend abgeklärt wor
den, ein Gerichtsgutachten sei nicht angezeigt (
Urk.
9).
2.4
Die Beschwerdeführerin brachte in ihrer Stellungnahme zur Beschwerdeantwort vor, der Rechtsbegriff der Arbeitsfähigkeit sei unrichtig gefüllt worden. Es man
gele an einem positiven und negativen Anforderungsprofil (
Urk.
12).
3.
3.1
Med.
pract
.
C._
, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, hielt im Gut
achten vom 2
7.
Juli 2014 zu Händen der Pensionskasse der Beschwerdeführerin (
Urk.
10/18/15-37)
folgende Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit fest: Anpassungsstörung mit vorwiegender Störung von anderen Gefühlen (ICD-10 F43.23) nach Mobbing und Arbeitsplatzkonflikt. Als Diagnosen ohne Aus
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte sie Asthma (ICD-10 F54, J45), Proble
me in Verbindung mit Berufstätigkeit und Arbeitslosigkeit (ICD-10 Z56), Ziel
scheibe feindlicher Diskriminierung (ICD-10 Z60.5) (wiederholt rassistischen Angriffen ausgesetzt) sowie Familienzerrüttung (ICD-10 Z63.5) (
Urk.
10/18/30).
Zur Funktionseinschränkung und den Ressourcen hielt med.
pract
.
C._
fest, bei der Beurteilung der Aktivität und Partizipation hätten keine Einschränkun
gen festgestellt werden können. Die Beschwerdeführerin habe eine gut funktio
nierende Tagesstruktur mit etlichen ausserhäuslichen Aktivitäten. Sie leide nicht unter genereller Freud- und Hoffnungslosigkeit, habe eine gute Konzentrations
fähigkeit, widme sich Sprachstudien, sei fähig, schwierigste Literatur (Ulysses) zu lesen, in einer Singgruppe mitzusingen, spazieren zu gehen, Handarbeiten zu machen
und
guten Kontakt zu ihrer Tochter und deren Freund zu pflegen. Sie selber fühle sich arbeitsfähig.
Es liege keine generell
e
Berufsunfähigkeit für die Tätigkeit einer Verwaltungsassistentin vor. Aufgrund der Mobbingsituation könne allerdings keinesfalls empfohlen werden, an den bisherigen Arbeitsplatz zurückzukehren (
Urk.
10/18/35).
3.2
Dr.
med.
D._
, FMH Allgemeine Innere Medizin, kam im Gut
achten vom 1
0.
November 2014 zu Händen der Pensionskasse der Beschwerde
führerin (
Urk.
10/18/2-14) zum Schluss, die Beschwerdeführerin sei in ihrem Beruf als Verwaltungssekretärin der
Y._
nicht berufsunfähig. Ei
ne Rückkehr
an ihren alten Arbeitsplatz sei –
wie bereits die psychiatrische Be
gutachtung ergeben habe
–
nicht zu empfehlen. Die Beschwerdeführerin sei zu 100
%
arbeitsfähig (
Urk.
10/18/10-11).
3.
3
3.3.1
Dem
z
u Händen der Beschwerdegegnerin ergangenen
inter
disziplinären Gutach
ten
von
Dr.
med.
E._
, FMH Psychiatrie und Psychotherapie,
und des Rheumatologen
Dr.
A._
vom
5.
August 2016 (
Urk.
10/59) können keine Di
agnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit entnommen werden. Als Di
agnosen
ohne
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wurden folgende genannt (
Urk.
10/59/11):
-
Anpassungsstörung, depressive Reaktion (September 2014 bis September 2015)
,
Dysthymie
(seit Oktober 2015),
bei
-
Arbeitsplatzprobleme
n
, finanzielle
n
Schwierigkeiten und Emigration, gemäss psychosomatisch-psych
iatrischer Begutachtung von Dr.
E._
-
chronisches, generalisiertes Schmerzsyndrom
-
nicht ausreichend somatisch abstützbar, krankheitsfremde Faktoren, primäres Fibromyalgie-Syndrom,
Panalgie
, diffuse Druckschmerzan
gabe, Polyarthralgien axialer und peripherer Gelenke, Schlafstörun
gen, Müdigkeit
-
chronisches zervikal- und lumbalbetontes
P
anvertebralsyndrom
mit
spondylogener
Ausstrahlung in den Kopf und in alle Extremitäten
-
d
iffuse idiopathische
skelettale
Hyperostose
-
Bewegungseinschränkungen der Wirbelsäule
-
h
ypermobiler Gelenkscharakter
-
a
llergische Diathese mit Asthma bronchiale und
Rhinokonjunktivitis
-
Übergewicht mit Body-Mass-
lndex
von 29,5 kg/m
2
-
l
aborchemische Hepatopathie
-
a
namnestisch Reizmagen-Syndrom
-
Verdacht auf subklinische Hypothyreose
In der interdisziplinären Beurteilung wird ausgeführt, die Arbeitsfähigkeit sei, aus rein somatisch-rheumatologischer Sicht beurteilt, für die von der Beschwer
deführerin früher in der Schweiz ausgeübten beruflichen Tätigkeiten, zumeist im administrativen Bereich respektive im Bereich maximal leichtgradig körper
lich belastender Arbeiten, für keinen Zeitraum anhaltend eingeschränkt gewe
sen. Für Haushaltsarbeiten mit einem leicht- bis mittelgradig körperlich belas
tenden Arbeitsprofil könne, aus rein somatisch-rheumatologischer Sicht beur
teilt, keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit formuliert werden, zumal diese Tätigkeiten in idealer Weise mit reduziertem Tempo über den Tag verteilt abge
leistet werden könnten. Aus psychiatrischer Sicht habe nie eine anhaltende Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit bestanden. In der interdi
sziplinären Einschät
zung der Arbeitsfähigkeit, die sowohl die somatisch-rheumatologische Kompo
nente als auch die psychosomatisch-psychiatrische Komponente mitberücksich
tige, könne für die bisher in der Schweiz ausgeübten beruflichen Tätigkeiten im administrativen Bereich für keinen Zeitraum eine anhaltende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit formuliert werden (
Urk.
10/59/2).
3.3.2
Dem rheumatologischen Teilg
utachte
n ist zu entnehmen
, die Beschwerdeführe
rin schildere sämtliche Bewegungen aller axialen und peripheren Gelenke in al
len Ebenen als circa gleich schmerzhaft, unabhängig davon, ob ein jeweils un
tersuchtes Gelenk in belasteter oder entlasteter Körperhaltung untersucht werde. Dies weise auf vordergründig nicht somatisch abstützbare Beschwerden hin, denn für vordergründig somatisch abstützbare Beschwerden sei zu erwarten, dass die eine Bewegungsrichtung als eindeutig schmerzhafter geschildert werde als die andere. Die schmerzvermittelnde Mimik und Gestik könne nicht mit ei
nem bekannten somatisch-pathologischen Krankheitsbild begründet werden (
Urk.
10/59/13).
Die diffuse Druckschmerzangabe der Beschwerdeführerin könne vordergründig nicht auf ein bekanntes somatisch-pathologisches Krankheitsbild abgestützt werden, zumal der Gutachter auch keinen korrelierenden klinisch
-pathologischen Befund, wie eine
Myogelose
oder einen
Triggerpunkt
, objekti
vieren könne. Bei einer generalisierten Druckschmerzangabe und chronisch ge
neralisierten Beschwerden, die auch den Körperstamm beträfen, sei immer auch
an die Möglichkeit eines Fibromyalgie-Syndroms zu denken, wobei es gelte, ei
ne primäre von einer sekundären Form abzugrenzen. Die primären Formen sei
en im Gegensatz zu den sekundären Formen zumeist nicht somatisch abstütz
bar
. Somit könne anlässlich dieser aktuellen Begutac
htung bezüglich der seit 2011 geschilderten generalisierten Schmerzen, die im Körper hin- und herwan
dern würden, neu die Diagnose eines primären Fibromyalgie-Syndroms gestellt werden. Retrospektiv beurteilt dürfte diese Diagnose möglicherweise bereits seit 2005 zutreffen
(
Urk.
10/59/13).
Aufgrund der Ergebnisse dieser aktuellen Begut
achtung best
ünd
en somit Diskrepanzen zwischen den geschilderten Beschwer
den und den objektivierbaren Befunden.
Bisher seien von vielen Rheumatologen seit Jahren Abklärungen und Behandlungen veranlasst
worden
. In keinem der vorliegenden Berichte – die Beschwerdeführerin habe weitere Berichte zur Be
gutachtung mitgebracht – werde ein klinisch-entzündlich-pathologischer Be
fund beschrieben
(Urk.
10/59/14). Allgemeininternistisch k
ö
nn
e
, abgesehen vom Übergewicht, kein relevante
r
klinisch
-
pathologische
r
Befund objektivier
t w
er
den (Urk. 10/59/20).
In den ergänzend durchgeführten Untersuchungen könne der Gutachter zudem keinen Hinweis auf ein
radikuläres
Reiz- oder Ausfallsyn
drom oder auf eine paraneoplastische Komponente objektivieren (
Urk.
10/59/21).
Sodann ist dem Gutachten zu entnehmen, krankheitsfremde Faktoren, wie bei
spielsweise länger anhaltende berufliche Arbeitsabstinenz, ärztlicherseits län
gerdauernd attestierte Arbeitsunfähigkeiten, Alter der Versicherten, ungünstige Arbeitsmarktsituation und möglicherweise die limitierte Motivation könnten sich ungünstig auf eine erfolgreiche Wiedereingliederung in den Arbei
tsprozess auswirken (
Urk.
10/59/23).
Insgesamt beurteil
t
e
Dr.
A._
die von der Beschwerdeführerin geschilderten Be
schwerden bezüglich Umfang und Intensität höchstens als partiell auf die objek
tivierbaren somatisch-pathologischen Befunde abstützbar. In einer derartigen Situation seien
grundsätzlich k
rankheitsfremde Gründe, ein Aggravationsver
halten im Rahmen eines Rentenbegehrens und eine psychosomatisch-psychiatrische Affektion
zu diskutieren
. Es
sei
Aufgabe des mitbegutachtenden Psychiaters, diesbezüglich Stellung zu beziehen
(Urk.
10/59/21)
.
3.3.3
Dem psychiatrischen Teilgutachten von
Dr.
E._
kann entnommen werden
, die Beschwerdeführerin habe ausgeführt, sie habe in der Schweiz negative Er
lebnisse
durchgemacht
, wobei sie
auf die Mobbingsituation gegenüber ihrer hochbegabten Tochter hingewiesen
habe
. Auch die Eheprobleme hätten ihr zu
gesetzt. Nach der Scheidung habe sie selber für i
hr
e Tochter sorgen müssen.
Daneben sei sie teilzeitig ihrer beruflichen Tätigkeit nachgegangen. Bis
im
No
vember 2013 habe sie in einem Institut an der
Y._
gearbeitet, wo sie die rechte Hand des Professors gewesen sei. An dieser Stelle sei sie einem starken Mobbing durch Mitarbeiter ausgesetzt gewesen, es sei gegen sie intri
giert worden. Sie habe die Arbeit aufgeben müssen und sei seither nie mehr ar
beitstätig geworden
(
Urk.
10/60/4)
.
Wegen der Mobbingsituation am Arbeits
platz sowie den diversen körperlichen Beschwerden sei es ihr ab Herbst 2013 psychisch schlechter gegangen. Damals habe sie sich erschöpft und phasenweise verstimmt gefühlt, auch hätten gelegentlich Ängste vor den Mitarbeiterinnen bestanden. Sie habe viel über ihre missliche Situation gegrübelt, schlecht ge
schlafen und an Angstträumen gelitten. Im
September 2013 habe sie bei Dr.
med.
F._
, FMH Psychiatrie und Psychotherapie,
eine psychiatri
sche Behandlung aufgenommen, welche sie noch heute weiterführe. Sie suche den Psychiater knapp einmal pro Woche auf. Psychopharmaka würden nicht eingesetzt, da die psychi
schen Beschwerden in der Regel nicht ausgeprägt seien und sie denke, dass eigentlich die Ursachen behandelt werden müssten, was aber nicht möglich sei.
Dr.
E._
hielt sodann fest, dass i
n Bezug auf die Be
schwerden, welche die ICD-10 bei einer depressiven Episode (F32) voraussetze, die Beschwerdeführerin
f
olgendes an
gebe:
Die Stimmung sei wechselhaft, oft
besser, manchmal etwas gedrückt,
i
hre Interessen seien noch vorhanden, mit der Konzentration gehe es ordentlich
, d
as Selbstwertgefühl sei etwas eingeschränkt, Schuldgefühle habe sie nicht
, d
er Zukunft sehe sie vor allem in finanzieller Hin
sicht eher negativ entgegen
, S
uizidgedanken würden nie auftreten, der Schlaf sei einigermassen in Ordnung
, d
er Appetit sei gut
und
sie habe eher Überge
wicht
(
Urk.
10/
60
/5-6).
Soweit sich die Schmerzen rheumatologisch nicht erklären liess
en
, müsse an eine psychosomatische Überlagerung gedacht werden. Die Beschwerdeführerin selber zeige die von der ICD-10 dafür vorausgesetzte Symptomatik nur in mäs
sigem Ausmass: Sie sei auf die Schmerzen nicht fixiert, äussere keine hypo
chondrischen Befürchtungen und die Schmerzen bildeten auch nicht den Haupt
fokus ihres Interesses. Allerdings sei eine Schmerzausdehnung nachweisbar. Es könne angenommen werden, dass eine anhaltende somatoforme
Schmerzstö
rung am Entstehen sei, welche jedoch nicht relevant sei. Bei der Beschwerde
führerin sei von einer Diskrepanz auszugehen, spreche sie doch von sehr hefti
gen Schmerzen, ohne dabei stimmungsmässig zu reagieren (
Urk.
10/60/8-9). Es erstaune nicht, dass die missliche Lebenssituation zu psychischen Beschwerden geführt habe. Belastend seien vor allem die körperlichen Beschwerden und die seit November 2013 anhaltende Arbeitsuntätigkeit. Sie
sei
zudem an der letzten
Arbeitsstelle einem Mobbing ausgesetzt
gewesen
. Sie
habe
mit Verstimmungen, Ängsten und Schlafstörungen
reagiert.
Zuerst
habe
eine
Anpassungsstörung
be
standen
, später eine depres
sive Reaktion. Diese Diagnosen hä
tten Gültigkeit von September 2013 bis September 2015, da bestimmte negative Umstände zur psy
chischen Störung geführt h
ä
tten. Gemäss ICD-10 l
asse
sich eine längere depres
sive Reaktion nur während
zwei
Jahren diagnostizieren. Sie k
ö
nn
e
in eine ei
genständige psychische Störung übergehen. Dies
sei
bei der
Beschwerdeführerin
teilweise der Fall, heute k
ö
nn
e
eine Depressivität im Rahmen einer
Dysthymie
nachgewiesen werden. Die Kriterien der ICD-10 betreffend eine depressive Epi
sode w
ü
rden nicht erfüllt. Die
Dysthymie
sei
ein mildes psychisches Krankheits
geschehen, welches in der Regel keine Arbeitsunfähigkeit verursach
e
.
Die Be
schwerdeführerin lasse
sich psychotherapeutisch begleiten, was angesichts der Lebensprobleme sinnvoll
sei
. Eine Intensivierung der Psychotherapie
sei
nicht notwendig (
Urk.
10/60/9).
Im Bericht vom 2
7.
Juli 2015 gehe
Dr.
F._
da
von aus, dass die Anpassungsstörung in eine eigenständig
e
psychische Störung übergegangen sei. Diese Beurteilung sei an sich korrekt, allerdings könne eine mittelgradige depressive Episode nicht nachvollzogen werden, da die entspre
chenden Kriterien der ICD-10 fehlen würden.
Dr.
F._
weise zudem darauf hin, dass der psychiatrische Befund sich leicht gebessert habe. Eine
Dysthymie
erfasse diesen Sachverhalt treffend.
Dr.
F._
gehe nicht darauf ein
, warum er auf eine medikamentöse Behandlung verzichte (
Urk.
10/60/10).
3.4
Dem Bericht zur funktionellen Unterschalluntersuchung des
Z._
, Klinik für Rheumatologie, vom 1
5.
August 2016 zu Händen von
Dr.
med.
G._
kann entnommen werden, es bestünden keine Hinweise auf entzündliche Verände
rungen. Es gebe einzig einen kleinen
Osteophyt
en
am MCP III links und etwas Gelenkspaltverschmälerung PIP II und III rechts sowie PIP II und V links (
Urk.
10/71/1).
3.5
Dr.
B._
führte im Bericht vom 3. Oktober 2016 zu Händen der Beschwerde
gegnerin aus,
die Beschwerdeführerin sei in ihrer angestammten Tätigkeit als Sekretärin seit 2
1.
November 2013
bis heute 100
%
arbeitsunfähig
, dies auf
grund von Schmerzen des Bewegungsapparates, insbesondere der Finger
(
Urk.
10/68/8)
. Sie habe Schienen und sei nicht in der Lage
,
eine Tastatur zu be
dienen (
Urk.
10/68/8). Hinsichtlich einer behinderungsangepassten Tätigkeit sei
en Abklärungen notwendig. Insbesondere sei eine Tätigkeit ohne hohe Ansprü
che an die Feinmotorik der Finger möglich (
Urk.
10/68/9).
Zum Befund ist dem Bericht zu entnehmen, im Bereich des Bewegungsapparates bestünden Schmerzen des rechten Kniegelenks, eine diskrete
Verplumpung
der Gelenkskonturen und keine Überwärmung. Es best
ü
nden Schmerzen in der
rechten Hand und im rechten Ellbogen. Sodann liege eine leicht deformierte Po
lyarthrose der Fingergelenke vor. Der Befund sei unauffällig (
Urk.
10/68/8).
3.6
Dem Bericht des
Z._
, Klinik für Rheumatologie, vom 7. Oktober 2016 zu Hän
den der Beschwerdegegnerin (
Urk.
10/70)
sind folgende Diagnosen mit Auswir
kung auf die Arbeitsfähigkeit zu entnehmen (Urk. 10/70/1):
-
seronegative
nichterosive
Polyarthritis
-
entzündlich anmutende Schmerzen an den MCP betont II und III
bds
., DIP-Gelenke
bds
., MTP-Gelenke
bds
.
-
Enthesiopathien
an Ellbogen, Kniegelenk
en
bds
.
-
Labor: keine erhöhte humorale Entzündungsaktivität, Immunologie: RF, anti-CCP negativ 07/2016
-
Bildgebung: MRI Hand links 03/2016: umschriebene, eher geringe Tendovaginitis im Bereich mehrerer
Extensorensehnen
sowie im Be
reich der
Flexorensehnen
am
Dig
.
II, MRI Hand rechts 03/2016: mäs
sige Tendovaginitis der ECU-Sehne, geringe Tendovaginitis der Ex
tensor
dig
.
longus
Sehnenscheide auf Höhe HG, geringe Tendovagini
tis der Beugesehne des
2.
und
3.
St
r
ahls auf Höhe der Grundphalanx bis MT-Köpfchen, leichte
Synovitis
der Grundgelenke 1-4 betont 2 und 3, 2-Phasen Skelettszintigraphie 10/2015: Mehranreicherung der Fingergelenke
Dig
. II recht
s
mit assoziierter,
mässiggradiger
Hyper
ämie vereinbar mit einem strahlenförmigen Befall im Rahmen einer
Psoriasisarthropathie
, MRI LWS/ISG 07/2016: keine entzündlichen Veränderungen, US Hände 08/2016: keine Hinweise für entzündliche Veränderungen, kleiner
Osteophyt
MCP III links, etwas Gelenkspalt
verschmälerung PIP II und III r
echts sowie PIP II und V links
-
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom
-
Klin
i
k: Fehlhaltung, Haltungsinsuffizienz und
myofaszial
e
Befunde
,
MRI
LWS/ISG 07/2016
:
m
ä
ssige bilaterale Facettengelenksarthrose sowie
Osteochondrose
der unteren LWS mit aktivierter Facettenge
lenksarthrose LWK 3/4
bds
.
, linksbetonte mittelgradige Facettenge
lenksarthrose mit
Flavumhypertrophie
sowie fokaler medianer
D
is
kusprotrusion
mit konsekutivem
im Liegen
diskoligamentärem
rezes
salen
Kontakt zur deszendierenden L5- Nervenwurzel
bds
.
LWK 4/5
Dem Bericht ist sodann zu entnehmen, bezüglich des
lumbospondylogenen
Schmerzsyndroms habe eine entzündliche Genese ausgeschlossen werden kön
nen. Hinsichtlich der angestammten Tätigkeit als Verwaltungsassistentin ist dem Bericht zu entnehmen, dass eine Arbeitsunfähigkeit durch das
Z._
nicht ausgestellt worden sei. Es bes
tünden körperliche Einschränkungen, so dass die
Beschwerdeführerin
keine Zwangshaltungen der Wirbelsäule, kein
H
eben von Lasten über 5
kg sowie keine
Ü
ber
k
opfarbeiten verrichten k
ö
nn
e
. Zudem
sei sie
aufgrund der Fingerpolyarthritis in der Feinmotorik und Handkraft einge
schränkt.
Aufgrund des
lumbospondylogenen
Schmerzsyndroms mit radiolo
gisch nachgewiesenen degenerativen Veränderungen der Wirbelsäule lägen
Funktionseinschränkungen für Rotation/Flexion sowie Inklination und
Reklina
tion
vor. Es bestehe eine reduzierte Belastbarkeit für das Tragen von Lasten über 5 kg und eine strukturelle Ermüdung beim Sitzen und Stehen. Zudem sei die Beschwerdeführerin aufgrund der Fingerarthritis in der Feinmotorik der Hände eingeschränkt, z.B. beim Schreiben am Computer (Urk.
10/70/3-4).
In der bishe
rigen Tätigkeit w
ur
de eine Arbeitsfähigkeit von 50
% in der bisherigen Tätigkeit
als zumutbar erachtet. Eine behinderungsangepasste Tätigkeit sei mit folgendem Belastungsprofil möglich: keine Zwangshaltungen für die Wirbelsäule, keine Überkopfarbeiten, keine Arbeiten in kaue
r
nder/hockender Position, kein Gehen auf unebenem Gelände, kein Steigen von Treppen oder Leitern, keine repetitiven manuellen Tätigkeiten, keine Aufgaben mit Anforderungen an die Hand
kraft/Feinmotorik. Eine behinderungsangepasste Tätigkeit wäre idealerweise wechselbelastend mit nicht längerem Heben, Sitzen und Stehen als 30 Minuten am Stück,
unter Berücksichtigung des Belastungsprofils
. Eine behinderungsan
gepasste Tätigkeit sei zu mindestens 50
%
möglich
(
Urk.
10/70/4).
3.7
Im zu Händen von
Dr.
B._
ergangenen Bericht des
Z._
, Klinik für Rheumato
logie,
vom 1
2.
Oktober 2016
(
Urk.
10/71/2-6)
wurde unter Nennung der im We
sentlichen gleichen Diagnosen wie im Bericht
vom 7.
Oktober 2016 (E. 3.
6
) fest
gehalten,
aufgrund der unklaren Arthralgien von entzündlichem Charakter in den MCP- sowie DIP- und MTP-Gelenken
bds
. sowie
Enthesiopathien
an Ellbo
gen und Kniegelenken h
ab
e
man
differenzialdiagnostisch an eine
seronegative
rheumatoide Arthritis bzw. eine
Spondyloarthropathie
gedacht. Laborchemisch
habe
sich keine humorale Entzündungsaktivität
gezeigt.
Rh
eumafaktor und An
ti-CCP seien
wiederholt negativ, zuletzt im Juli 201
6.
Klinisch
seien
einzelne MCP
-
Gelenke
druckdolent
und das
Gänslenzeichen
bds
.
positiv.
Sonografisch
hätten
keine
Synovitiden
an Finger- und Handgelenken nachgewiesen werden
können.
Zur weiteren Diagnostik
sei
ein MRI der LWS und IS
G
veranlasst
wor
den
, wo sich ebenfalls keine Hinweise für eine entzündliche Veränderung
ge
zeigt
hätt
e
n
. Die Ursache der entzündlich anmutenden Gelenkschmerzen k
ö
nn
e
somit nicht eindeutig geklärt werden.
Es sei aber
von einer
seronegativen
, nicht
erosiven
Polyarthritis aus
zugehen, differentialdiagnostisch sei
eine Erkrankung aus de
m
Formenkreis der
Spondyloarthropathien
möglich. Da es unter
Salazo
pyrin
zu keiner Beschwerdeverbesserung
gekommen sei,
sei
ein Therapiewechsel auf
Methotrexat
als indiziert
zu erachten
. Bereits vorgängig
sei
extern ein
Quan
ti
feron
-Test durchgeführt
worden
, welcher positiv aus
gefallen sei
. Gemäss Rücksprache mit
Dr.
med.
H._
,
FMH
Pneumolog
i
e
,
im Haus, w
e
rd
e
bei
einer
Therapie mit
Methotrexat
eine Behandlung
einer
latente
n
Tu
berkulose nicht
explizit empfohlen
, weshalb aus Sicht des
Z._
die Therapie mit
Methotrexat
begonnen werden
könne (
Urk.
10/71/4)
.
3.8
Dem Bericht zum
r
adiologischen Befund der
Z._
, Institut für diagnostische und
interventionelle
Radiologie
,
vom
8.
August 2016 (
Urk.
10/71/5-6) kann zur Be
urteilung entnommen werden, es gebe keine Hinweise auf (rheumatisch-) ent
zündliche oder postentzündliche Veränderungen in der miterfassten LWS sowie im IS
G
beidseits. Es bestehe eine mässige bilaterale Facettengelenksarthrose so
wie
Osteochondrose
der unteren LWS mit aktivierter Facettengelenksarthrose LWK 3/4 b
eidseits
- dies mechanisch bedingt –, bei der LWK 4/5 eine linksbe
tonte mittelgradige Facettengelenksarthrose mit
Flavumhypertrophie
sowie fo
kaler medianer
Diskusprotrusion
mit konsekutiv im Liegen
diskoligamentärem
rezessalen
Kontakt zur deszendierenden LS-Nervenwurzel beidseits sowie eine etwas prominente Erweiterung des partiell miterfassten rechten Ureters, am ehesten im Rahmen einer peristaltischen Welle (
Urk.
10/71/6).
4.
4.1
4.1.1
Die Beschwerdeführerin brachte
in formeller Hinsicht sinngemäss
vor,
die Be
schwerdegegnerin hätte ihren Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt, da sie in Aussicht gestellte Berichte
vor Erlass der angefochtenen Verfügung
nicht abge
wartet habe und
das Verwaltungsverfahren
entsprechend verfrüht
abgeschlos
sen habe
(
Urk.
1).
4.1.2
Gemäss
Art.
29
Abs.
2
der Bundesverfassung (
BV
)
haben die Parteien Anspruch auf rechtliches Gehör. Das rechtliche Gehör dient einerseits der Sachaufklärung, andererseits stellt es ein persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht beim Erlass eines Entscheids dar, welcher in die Rechtsstellung einer Person eingreift. Dazu gehört insbesondere deren Recht, sich vor Erlass des in ihre Rechtsstellung ein
greifenden Entscheids zur Sache zu äussern, erhebliche Beweise beizubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden und an der Erhebung wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen (BGE 132 V 368 E. 3.1 mit Hinweisen).
Das Recht, angehört zu werden, ist formeller Natur. Die Verletzung des rechtli
chen Gehörs führt ungeachtet der Erfolgsaussichten der Beschwerde in der Sa
che selbst zur Aufhebung der angefochtenen Verfügung. Es kommt mit anderen Worten nicht darauf an, ob die Anhörung im konkreten Fall für den Ausgang
der materi
el
len Streitentscheidung von Bedeutung ist, das heisst die Behörde zu einer Änderung ihres Entscheides veranlasst wird oder nicht (BGE 132 V 387
E. 5.1; 127 V 431 E. 3d/
aa
).
Nach der Rechtsprechung kann eine – nicht besonders schwerwiegende – Ver
letzung des rechtlichen Gehörs ausnahmsweise als geheilt gelten, wenn die be
troffene Person die Möglichkeit erhält, sich vor einer Beschwerdeinstanz zu äus
sern, die sowohl den Sachverhalt wie die Rechtslage frei überprüfen kann (BGE 127 V 431 E. 3d/
aa
). Von einer Rückweisung der Sache an die Verwaltung ist selbst bei einer schwerwiegenden Verletzung des rechtlichen Gehörs dann abzu
sehen, wenn und soweit die Rückweisung zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit dem (der Anhö
rung gleichgestellten) Interesse der betroffenen Partei an einer
beförderlichen
Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wären (BGE 132 V 387 E. 5.1 mit Hinweis).
4.1.3
Die Beschwerdeführerin behielt sich mit Ei
nwand vom 1
6.
Januar 2017 (Urk.
10/83) vor, sich zu einem späteren Zeitpunkt noch weiter zur medizin
i
schen Situation sowie zur Verwertbarkeit des medizinischen Gutachtens zu äus
sern und diesbezüglich
weitere
medizinisch
e Unterlagen einzureichen (Urk.
10/83/9).
Am
7.
März 2017, knapp 2 Monate später, erliess die Beschwer
degegnerin die angefochtene Verfügung (
Urk.
2).
Fest steht, dass die Beschwerdeführerin nicht erneut Stellung zur Verwertbarkeit des Gutachtens nahm und auch keine weiteren medizinischen Berichte mehr ein
ge
reicht
hat
, weder im Verwaltungsverfahren noch im Beschwerdeverfahren.
Sodann wartete d
ie Beschwerdegegnerin bis zum Erlass der angefochtenen Ver
fügung
knapp zwei Monate
zu
.
Ausserdem stellte die
Beschwerdeführerin kei
ne konkreten Berichte in Aussicht. Aus der
ledig
l
ich
pauschalen Information, es werde sich vorbehalten, weitere Unterlagen einzureichen, lässt sich jedenfalls nicht ableiten, die Beschwerdegegnerin hätte
weitere Berichte abwarten müssen und habe entsprechend
verfrüht verfügt
.
Die Frage, ob die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin unter den gegebenen Umständen eine
Fr
ist hätte anset
zen müssen, kann letztlich
offen bleiben
, denn die Beschwerdeführerin konnte im vorliegenden Beschwerdeverfahren ohne Einschränkungen ihre Einwände vorbringen und die Sach- und Rechtslage wird vom hiesigen Gericht umfassend überprüft. Hätte die Beschwerdeführerin im vorliegenden Beschwerdeverfahren weitere Berichte eingereicht, so wären diese im Rahmen der richterlichen Über
prüfbarkeit – der Erlass des angefochtenen Entscheids bildet rechtsprechungs
gemäss deren Grenze (vgl. etwa BGE 129 V 356 E. 1, 129 V 169 E. 1, 12
9 V 4 E. 1.2, je mit Hinweisen), wobei
nur diejenigen tatsächlichen Umstände zu be
rücksichtigen, die sich bis zu jenem Zeitpunkt ereignet haben – soweit sie etwas zur Feststellung des rechtlich massgebenden Sachverhalts beizutragen verm
ocht hätten
, zu berücksichtigen gewesen
. Somit steht fest, dass eine Rückweisung wegen einer Verletzung des rechtlichen Gehörs vorliegend zu einem formalisti
schen Leerlauf führen würde. Davon scheint implizit auch die Beschwerdeführe
rin auszugehen, da sie
wegen der vorgetragenen Verletzung des rechtlichen Ge
hörs
keinen Antrag auf Rückweisung
der Sache
an die Beschwerdegegnerin ge
stellt hat (Urk. 1 S. 7).
4.2
Zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin einen Anspruch auf eine Invaliden
rente hat.
4.2.1
Der
– bei erstmaliger Rentenprüfung von der versicherten Person zu erbrin
gende (BGE 139 V 547 E. 8.1)
–
Nachweis einer Invalidität setzt nach der
Recht
sprechung eine gesundheit
lich bedingte, erhebliche und evidente, dauer
hafte und objektivierbare Beein
trächtigung voraus. Dieser Massstab gilt für sämtliche Leiden gleichermassen (BGE 139 V 547 E. 9.4).
4.2.2
Das
bidisziplinäre
Gut
achten
der
Dres
.
A._
und
E._
(Urk.
10
/
59
-60
) vom
5.
August 2016
basiert auf
fachärztlichen
Unter
su
chungen, wurde in Kenntnis der und Auseinander
setzung mit den
Vorakten
sowie insbesondere auch unter Berücksichtigung der geklagten Beschwerden erstattet. Die Gutachter haben die medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtend dargelegt und ihre Schlussfol
gerungen nachvoll
ziehbar begründet. Das
bidisziplinäre
Gutachten
er
füllt demnach alle rechtsprechungsgemässen Kriterien für eine beweis
taugliche medizinische Ent
scheidungsgrundlage, weshalb ihm grundsätzlich
voller Be
weiswert zukommt (vgl. E.
1.4
).
4.2.3
Daran ändert
das Vorbringen der Beschwerdeführerin nichts, das
bidisziplinäre
Gutachten
entspreche den
Qualitätsleitlinien für versicherungspsychiatrische Gutachten nicht
(Urk. 1 S. 12). Weder Gesetz noch Rechtsprechung schreiben den Psychiatern eine Begutachtung nach den entsprechenden Richtlinien vor. Ob das seitens der Beschwerdegegn
erin eingeholte psychiatrische Teilg
utachten den Qualitätsleitlinien der Schweizerischen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie SGPP für versicherungspsychiatrische Gutachten vom 16. Juni 2016 entspricht, bedarf daher im vorliegenden Fall keiner vertieften Prüfung; insbesondere verliert es (auch) bei Verneinung seine Beweiskraft nicht (Urteile des Bundesgerichts 8C_105/2017 vom 6. Juni 2017 E. 4.4 und 9C_715/2016 vom 24. Januar 2017 E. 3.2).
4.3
Einzugehen ist zunächst auf den somatischen Gesundheitszustand.
4.3.1
Es ist v
orwegzunehmen, dass wichtigste Grundlage gutachterlicher Schlussfol
gerungen – gegebenenfalls nebst standardisierten Tests – die klinische Untersu
chung mit Anamneseerhebung, Symptomerfassung und Verhaltensbeobachtung bildet (Urteil des Bundesgerichts 8C_47/2016 vom 1
5.
März 2016 E. 3.2.2 mit Hinweis).
Es gehört zur Aufgabe der Gutachter, den Befund anhand der Klinik zu überprüfen und dessen Auswirkungen bei der Untersuchung und im Alltag substantiiert darzu
legen. Dazu gehören insbesondere auch Angaben zum beo
bachteten Verhalten, Feststellungen über die Konsistenz der gemachten Anga
ben, wie auch Hinweise, welche zur Annahme von Aggravation führen (vgl. Ur
teil des Bundesgerichts 8C_282/2012 vom 11. Mai 2012 E. 5).
Das Gutachten beruht aus somatisch-rheumatologischer Sicht auf umfassenden funktionsorientierten klinischen Untersuchungen. Die Gutachter setzten sich zudem eingehend mit den bildgebend dokumentierten Befunden auseinander und kamen mit Verweis auf die klinischen Befunde
, das Übergewicht und den hypermobilen Gelenkcharakter
in nachvollziehbarer,
stimmiger und wider
spruchsfreier Weise zum Schluss, dass die Beschwerdeführerin in somatisch-rheumatologischer Hinsicht für
ihre früher in der Schweiz aus
geübte Tätigkeit, zumeist im administrativen Bereich respektive im Bereich maximal leichtgradig körperlich belastender Arbeiten, für keinen Zeitraum anhaltend eingeschränkt gewesen sei (
Urk.
10/59/1).
Der Rheumatologe führte überzeugend aus, dass keine somatisch abstützbare
n
Beschwerden vorlägen und die Angaben der Be
schwerdeführerin nicht auf ein bekanntes somatisch-pathologisches Krankheits
bild abgestützt werden könn
t
e
n
, insbesondere da keine
Myogelose
oder
Trigger
punkte
objektiviert werden k
o
nn
t
en. Die Begutachtung ergab deutliche Diskre
panzen zwischen den geschilderten Beschwerden und den objektivierbaren Be
funden. Die Diagnosestellung erscheint angesichts der Ausführungen nachvoll
ziehbar (E.
3.3
).
4.3.2
Soweit die behandelnden Ärzte in somatischer Hinsicht eine 100%ige (
Dr.
B._
im Bericht vom
3.
Oktober 2016, E. 3.
5
) resp. eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit (Bericht des
Z._
vom
7.
Oktober 2016
, E. 3.
6
) attestierten, vermögen sie
das Gutachten nicht in Frage zu stellen. Es gilt zu berücksichtigen, dass das Gericht nach der Rechtsprechung Gutachten externer Spezialärzte, welche von Versi
cherung
strägern im Verfahren nach Art.
44 ATSG eingeholt wurden und den einschlägigen Anforderungen entsprechen, vollen Beweiswert zuerkennt, solan
ge - wie vorliegend - keine konkreten Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen. Demgegenüber stehen die behandelnden Ärztinnen und Ärzte in einem auftragsrechtlichen Verhältnis zur versicherten Person und ha
ben sich zudem in erster Linie auf die Behandlung zu konzentrieren. Ihre Be
richte verfolgen daher nicht den Zweck einer den abschliessenden Entscheid über die Versicherungsansprüche erlaubenden objektiven Beurteilung des Ge
sundheitszustandes und erfüllen deshalb kaum je die materiellen Anforde
rungen an ein Gutachten gemäss BGE 125 V 351 E. 3a. Aus diesen Gründen und auf
grund der Erfahrungstatsache, dass Hausärzte - beziehungs
weise regel
mässig behandelnde Spezialärzte (vgl. Urteil des Bundesgerichts I 551/06 vom
2.
April 2007 E. 4.2) - mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrau
ensstellung im Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer Patienten aus
sagen, kommt im Streitfall ein direktes Abstellen einzig gestützt auf die Angaben der behan
deln
den Ärztinnen und Ärzte nur selten in Frage (vgl. das Urteil des Bundesgerichts 8C_1055/2010 vom 1
7.
Februar 2011 E. 4.1).
Der Bericht von
Dr.
B._
(E. 3.
5
) enthält keine nachvollziehbare
Beurteilung der Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin
. Er bezeichnet
die erhobenen Be
funde als unauffällig
, attestiert aber dennoch eine vollumfängliche Arbeitsunfä
higkeit.
Inwieweit eine diskrete
Verplumpung
der Gelenkskonturen des Bewe
gungsapparates und eine leicht deformierte Polyarthrose der Fingergelenke eine vollumfängliche Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Sekretä
rin
bewirken soll
en,
legt er nicht schlüssig dar
.
Dr.
B._
stellt zudem fach
fremde Diagnosen und nimmt
zu einer angepassten Tätigkeit
keine Stellung
.
Auch die Berichte des
Z._
(E. 3.4, E. 3.6, E. 3.7, E. 3.8)
vermögen das Gutachten nicht in Frage zu stellen.
Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin
haben die Gutachter s
ämtliche
bildgebenden
Aufnahmen
bis und mit
Juli 2016 (Hände beidseits, Halswirbelsäule, Brustwirbelsäule, Lendenwirbelsäule, Kniegelenke beidseits und Füsse beidseits;
Urk.
10/59/9)
in ihre Beurteilung miteinbezogen
. Den Gutachtern nicht vorgelegen
hat
lediglich die funktionelle Ultraschallunter
suchung sowie das MRI der Lendenwirbelsäule und des
Iliosakralgelenks
vom
8.
bzw. 1
5.
August 2016 (
Urk.
10/71/1,
Urk.
10/71/5-6).
D
ie Ärzte des
Z._
ka
men
in den neusten Berichten
zum Schluss, die Ultraschalluntersuchung der Hände habe keine Hinweise auf entzündliche Veränderungen ergeben. Auch das Wirbelsäulen-MRI ergab keine Hinweise auf rheumatisch-entzündliche oder postentzündliche Veränderungen der LWS
und des ISG
(E. 3.8)
. Im Bericht vom 12.
Oktober 2016 wurde festgehalten, dass sich keine humorale Entzündungsak
tivität gezeigt ha
t
und der Rheumafaktor und das A
nti-CCP wiederholt negativ waren
(E. 3.7)
. Die
Z._
-
Ärzte kamen – übereinstimmend mit dem
bidisziplinä
ren
Gutachten der
Dres
.
A._
und
E._
– zum Schluss, dass die Gelenk
schmerzen nicht eindeutig geklärt werden können
(Urk.
10/71/4)
.
Diese nicht eindeutig erklärbaren Schmerzen wurden durch d
ie Gutachter
A._
und
E._
unbestrittenermassen
berücksichtigt (vgl. die klinischen Befunde
und die Beur
teilung des Gesundheitszustands [
Urk.
10/59/12-22
]
).
Dass sich eine nicht be
rücksichtigte Veränderung der Leistungseinschränkung ergeben hat
und das
bi
disziplinäre
Gutachten als veraltet zu gelten hätte (vgl.
Urk.
1 S. 13)
, ist auf
grund der besagten Arztberichte nicht
dargetan
.
Selbst wenn auf die Berichte des
Z._
abgestellt würde und von einer ungenü
genden Berücksichtigung sämtlicher Beeinträchtigungen der Beschwerdeführe
rin ausgegangen würde, wäre nicht ersichtlich, weshalb die Beschwerdeführerin in einer körperlich leichten Tätigkeit wie der zuletzt ausgeübten als Verwal
tungssekretärin zu 100
%
resp. zu 50
%
eingeschränkt sein soll. Eine (weiterge
hende) Auswirkung namentlich des
lumbospondylogenen
Schmerzsyndroms mit degenerativen Veränderungen der Wirbelsäu
le und der Fingerarthritis wäre
im Rahmen einer Anpassung des Belastungsprofils der Beschwerdeführerin denk
bar. Eine Anpassung des Belastungsprofils würde allenfalls darauf Einfluss ha
ben, ob und in welchem Umfang bei der Bemessung des Invalideneinkommens ein Abzug vom Tabellenlohn gerechtfertigt wäre, nicht jedoch auf die Arbeits
fähigkeit
in einer angepassten Tätigkeit
.
Zudem ist darauf hinzuweisen, dass die Ärzte des
Z._
die somatischen Be
schwerden der Beschwerdeführerin als behandelbar erachten und die entspre
chenden Therapieoptionen noch nicht ausgeschöpft sind. Die
Z._
-Ärzte schlu
gen eine weitere Basistherapie mit
Methotrexat
vor
,
wovon sie
eine Verbesse
rung der Handkraft und Feinmotorik erwarte
te
n
(
Urk.
10/70/3
-4
).
4.4
Sodann ist auf die psychiatrische
n
Beschwerden
einzugehen.
4.4.1
Zum psychischen Gesundheitszustand stellte der psychiatrische Konsiliarius fest,
dass
eine nicht relevante somatoforme Schmerzstörung am Entstehen
ist
. E
r er
achtete es als
nicht erstaunlich, dass die missliche Lebenssituation zu psychi
schen Beschwerden geführt hat und heute die Depressivität im Rahmen einer
Dys
thymie
nachgewiesen werden kann
. Die Kriterien für eine depressive Episode
bezeichnete
Dr.
E._
als nicht erfüllt. Gutachterlich diagnostiziert wurden eine Anpassungsstörung bei längerer depressiver Reaktion (September 2013 bis September 2015)
bzw. bei
Dysthymie
(seit Oktober 2015) sowie die Z-Diagnosen Arbeitsplatzprobleme, finanzielle Schwierigkeiten und Emigration, welche
als
sich nicht auf die Arbeitsfähigkeit auswirkend beurteilt wurden.
Diese Beurteilung der Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht ist schlüssig und nicht in Frage zu stellen.
4.4.2
Die psychiatrischen Gutachter
E._
und
C._
führten übereinstimmend aus, die psychiatrischen Beschwerden und insbesondere die Anpassungsstörung
seien aufgrund des als invalidenversicherungsrechtlich nicht massgebenden Ar
beitsplatzkonflikts (schlechte Mitarbeiterbeurteilung und Mobbingsituation) ent
standen (
Urk.
10/18/36,
Urk.
10/60/4), was von vornherein gegen das Vorliegen eines invalidisierenden Gesundheitsschadens spricht.
Gemäss dem
Gutachter
E._
musste
die Beschwerdeführerin deswegen ihre
Arbeit aufgeben
und war
seither nie mehr arbeitstätig geworden
(Urk.
10/60/4)
.
Den Akten ist zu entnehmen, dass es ihr w
egen der Mobbingsituation am Arbeitsplatz sowie de
r
diversen körperlichen Beschwerden ab H
erbst 2013 psychisch schlechter ging
. Im September 2013
nahm die Beschwerdeführerin
bei Dr.
F._
eine psychi
atrische Behandlung auf
, der eine Anpassungsstörung diagnostizierte
(Urk. 10/15/1). Krankgeschrieben war sie ab dem 2
5.
Oktober 2013 (
Urk.
10/7/9). Es bestehen somit keine Hinweise dahingehend, dass die psychi
sche Beeinträchtigung bereits vor Auftreten des Arbeitsplatzkonflikts vorgele
gen haben könnte.
4.4.
3
Selbst
wenn davon auszugehen wäre, dass die psychischen Beeinträchtigungen
unabhängig vom
Auftreten des Arbeitsplatzkonflikts best
ünden
, würde dies am Ergebnis nichts ändern.
Mit Blick auf die – bei Vorliegen einer chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren – recht
sprechungs
gemäss beachtli
chen Standardindikatoren (BGE 141 V 281; BGE 142 V 106),
wobei diese Rechtsprechung mit Urteil des Bundesgerichts 8C_841/2016 vom 3
0.
November 2017 (E. 4.5.1)
grundsätzlich
auf sämtliche psychischen Leiden ausgeweitet worden ist –
gelten psychische Leiden nur als invalidisierend, wenn sie schwer und therapeutisch nicht (mehr)
angehbar
sind
(BGE 141 V 281 E. 4.3.1.2; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. De
zem
ber 2015 E. 5 und 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E. 7.2.1)
.
B
etreffend den funktionellen Schweregrad der psychischen Beeinträchtigung wurde
die Ausprägung der Symptome für eine psychosomatische Überlagerung der rheumatologisch nicht erklärbaren Schmerzen als mässig bezeichnet.
An
passungsstörungen sind
ohnehin
definitionsgemäss
nach
ICD-10 F43 vorüber
gehende, höchstens 6 Monate, bei vorherrschender Depression auch bis zu 2 Jahren andauernde Störungen (vgl.
Dilling
/
Mombour
/Schmidt,
Internationale
Klassifikation psychischer Störungen: ICD-10 Kapitel V [F], Klinisch-diagnostische Leitlinien
, 10. Auflage 2015, S. 204 ff.).
Eine
Dysthymie
ist nach der im gebräuchlichen Klassifikationssystem ICD-10 enthaltenen Umschreibung eine chronische depressive Verstimmung, die weder schwer noch hinsichtlich einzelner Episoden anhaltend genug ist, um die Kriterien einer schweren, mit
telgradigen oder leichten rezidivierenden d
epressiven Störung zu erfüllen.
Zudem wurde
nicht dargeleg
t
, d
ass die Anpassungsstörung
bei
depressi
ve
r/
dysthymer
Symptomatik nicht behandelbar wäre. Vielme
hr führte der Gut
achter
Dr.
E._
aus, die Beschwerdeführerin lasse sich sinnvollerweise psy
chotherapeutisch begleiten (
Urk.
10/60/9).
Der behandelnde Psychiater
Dr.
F._
stellte sodann eine Bes
serung
des psychiatrischen Befunds
fest (
Urk.
10/36
)
.
Damit übereinstimmen
d
hielt med.
pract
.
C._
im BVK-Gutachten fest, auf die bisherige ambulante psychotherapeutische Behandlung habe die Beschwerdeführerin offensichtlich sehr gut angesprochen, so dass es schon zu einer gewissen Stabilisierung gekommen sei
(Urk.
10/18/36)
.
Dies spricht
gegen das Vorliegen eine
s invalidisierenden Leiden.
Hinzu kommt, dass die vom Gutachter
Dr.
A._
empfohlene
Methotrexat
Therapie
zur Linderung der somatischen Beschwerden abgebrochen wurde (Urk. 10/60/5), was nicht von ei
nem ausgeprägten Leidensdruck ausgehen lässt.
Sodann ist
namentlich auch
mit Bezug auf
den beweisrechtlich im Vordergrund stehenden Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4) zu bemerken,
dass im
bidisziplinären
Gutachten der
Dres
.
A._
und
E._
von diskrepantem Ver
halten der Beschwerdeführerin berichtet wird, dass sie heftige Schmerzen schil
derte, emotional aber ausgeglichen blieb (Urk. 10/60/11), was als Indiz dafür zu werten ist,
dass die geltend gemachten Einschränkungen anders zu begründen sind
,
als durch eine versicherte Gesundheitsbeeinträchtigung (vgl.
Urteil des Bundesgerichts 9C_154/2016 vom 19. Oktober 2016)
.
Ferner verfügt die Be
schwerdeführerin über zahlreiche Ressourc
en (vgl. etwa Urk.
10/18/35, E.
3.1
)
.
4.4.
4
Unter diesen Umständen ist aus rechtlicher Sicht der vorliegend gestellten Diag
nose einer
Anpassungsstörung
bei depressiver Reaktion (bis September 2015) bzw.
Dysthymie
(seit Oktober 2015)
keine invalidisierende Wirkung beizu
messen
und es kann ohne weiteres angenommen werden, dass bei der Be
schwerde
führerin aus psychiatrischer Sicht keine invalidenversicherungs
rechtlich relevante Beeinträchtigung besteht.
4.5
Nach dem Gesagten steht mit dem im Sozialversicherungsrecht massgebenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit fest, dass der Beschwerde
führerin die bisherige Tätigkeit als Angestellte im administrativen Bereich ganz
tägig zu 100 % zumut
bar ist sowie auch jede weitere körperlich leichte Tätig
keit.
Weitere Abklärungen, insbesondere
die Einholung eines weiteren Gutach
tens
oder die Abklärung des Anforderungsprofils der zuletzt ausgeübten Tätig
keit
,
erweis
en
sich
somit
als nicht erforderlich.
5.
5.1
Zu prüfen bleibt, ob die Beschwerdeführerin Anspruch auf berufliche Massnah
men hat.
5.2
Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich nur Rechtsverhältnisse zu überprüfen beziehungsweise zu beurteilen, zu denen die zuständige Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich – in Form einer Verfü
gung beziehungsweise eines
Einspracheentscheids
– Stellung genommen hat. Insoweit bestimmt die Verfügung beziehungsweise der
Einspracheentscheid
den beschwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und insoweit keine Verfügung beziehungsweise kein
Einspracheentscheid
ergangen ist (BGE 131 V 164 E. 2.1; 125 V 413 E. 1a).
5.3
Gegenstand der angefochtenen Verfügung bildete lediglich der Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Invalidenrente. Soweit beschwerdeweise auch die
Zusprache
von beruflichen Massnahmen beantragt wird, ist mangels eines An
fechtungsgegenstandes auf die Beschwerde nicht einzutreten.
6.
Die angefochtene Verfügung erweist sich somit als rechtens. Dementspre
chend ist die Beschwerde abzuweisen, soweit auf sie einzutreten ist.
7.
7.1
Mit Beschwerde vom
7.
April 2017 ersuchte die Beschwerdeführerin um Gewäh
rung der
unentgentlichen
Rechtspflege (
Urk.
1 S. 2).
Vorliegend sind die Voraussetzungen zur Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege gemäss § 16 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsge
richt (
GSVGer
) erfüllt (vgl. Urk. 3,
Urk.
8). Antragsgemäss ist der Beschwerde
führerin deshalb die unentgeltliche Prozessführung zu bewilligen und Rechts
anwalt David Husmann, Zürich, als unentgeltlicher Rechtsvertreter für das vor
liegende Verfahren zu bestellen.
7.2
Gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von Leistungen der
Invalidenversiche-rung
vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Abweichung von Art. 61
lit
. a ATSG kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festge
legt.
Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 800.-- festzulegen. Ausgangsgemäss sind die Kosten der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen, zufolge Bewilligung der un
entgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichtkasse zu neh
men.
7.3
Mit Verfügung vom 2
2.
Mai 2017 wurde Rechtsanwalt Husmann in Aussicht gestellt, dass – sofern er keine Honorarnote einreiche – das Gericht die Entschä
digung nach Ermessen festlege (Urk. 11). Mangels Einreichen einer Honorarnote ist die Entschädigung unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses sowie des gerichtsüblichen Ansatzes von Fr. 220.-- auf Fr.
2‘000
.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzulegen.
Rechtsanwalt Husmann ist demnach mit insgesamt
Fr.
2‘000.-- aus der Ge
richtskasse zu entschädigen.
7.4
Die Beschwerdeführerin ist auf § 16 Abs. 4
GSVGer
hinzuweisen, wonach sie zur Nachzahlung der Gerichtskosten und der Entschädigung an den unentgeltli
chen Rechtsvertreter verpflichtet ist, sobald sie dazu in der Lage ist.
Das Gericht beschliesst,
In Bewilligung des Gesuchs vom
7.
April 2017 wird der Beschwerdeführerin die unentgeltliche Prozessführung gewährt und es wird ihr in der Person von Rechtsanwalt David Husmann, Zürich, ein unentgeltlicher Rechtsvertreter be
stellt,
und erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen
, soweit darauf einzutreten ist
.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
800
.-- werden
der Beschwerdeführerin
auferlegt
, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichts
kasse genommen.
Die Beschwerdeführerin wird
auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4
GSVGer
hingewiesen.
3.
Der unentgeltliche Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin, Rechtsanwalt David Husmann, Zürich,
wird mit
Fr.
2‘000
.-- (inkl. Barauslagen und
MWSt
) aus der Ge
richtskasse entschädigt.
Die Beschwerdeführerin wird
auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4
GSVGer
hingewiesen.
4.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwalt David Husmann
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse
5.