Decision ID: 1f164c8f-efac-5b03-91ab-aa3caf801814
Year: 2011
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Entscheid Versicherungsgericht, 17.02.2011 Art. 43bis Abs. 1 AHVG und Art. 37 Abs. 1 IVV: Hilflosigkeit eines von Hemiplegie Betroffenen auch beim Aufstehen/Absitzen/Abliegen und beim Verrichten der Notdurft. Entschädigung für Hilflosigkeit schweren Grades (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 17. Februar 2011, AHV-H 2010/5). Vizepräsidentin Miriam Lendfers, Versicherungsrichterin Monika Gehrer-Hug, Versicherungsrichter Martin Rutishauser; Gerichtsschreiberin Fides Hautle Entscheid vom 17. Februar 2011 in Sachen A._, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Gabriela Grob Hügli, procap, Froburgstrasse 4, Postfach, 4601 Olten, gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen, Ausgleichskasse des Kantons St. Gallen, Brauerstrasse 54, Postfach, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, betreffend Hilflosenentschädigung der AHV Sachverhalt:
A.
A.a Für A._ wurde am 23. September 2009 (act. 21) ein Gesuch um Abgabe eines
Rollstuhls gestellt (worauf ihm in der Folge ein Kostenbeitrag gewährt wurde, act. 14).
Am 5. November 2009 (act. 16) wurde er zum Bezug einer Hilflosenentschädigung der
AHV angemeldet. Es wurde angegeben, aufgrund der Halbseitenlähmung rechts
brauche er seit dem 18. Juli 2009 beim An- und Auskleiden mindestens Supervision
und kleine Handreichungen. Aufstehen, Absitzen und Abliegen seien ohne
regelmässige erhebliche Hilfe möglich, allerdings zum Teil mit Supervision. Beim Essen
bedürfe der Versicherte der Hilfe beim Zerkleinern der Nahrung, weil ein beidseitiger
Handeinsatz schwierig sei. Bei der Körperpflege sei Hilfe erforderlich mit Ausnahme
des Badens/Duschens, wo aber wegen Sturzgefahr eine Hilfestellung nötig sei. Beim
Verrichten der Notdurft sei keine Hilfe erforderlich. Bei der Fortbewegung sei Hilfe im
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Freien und bei der Pflege gesellschaftlicher Kontakte nötig, nicht aber in der Wohnung.
Einer persönlichen Überwachung oder dauernden medizinisch-pflegerischen Hilfe
bedürfe der Versicherte nicht.
A.b Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen/IV-Stelle nahm am 2. März
2010 eine Abklärung vor, indem sie die Tochter des Versicherten telefonisch befragte.
Den Bericht darüber stellte sie dem Versicherten am 5. März 2010 zu. Dessen Ehefrau
retournierte ihn am 19. März 2010 mit Änderungen und Bemerkungen (act. 11).
A.c Mit Verfügung vom 5. Juli 2010 (act. 5) sprach die Sozialversicherungsanstalt dem
Versicherten ab 1. Juli 2010 eine Hilflosenentschädigung der AHV für Hilflosigkeit
mittleren Grades zu. Mit Ausnahme des Aufstehens/Absitzens und der
Notdurftverrichtung sei er in allen Alltagsverrichtungen auf Dritthilfe angewiesen.
A.d Der Versicherte erhob am 21. Juli 2010 (act. 3) Einsprache gegen diese Verfügung.
Er sei seit dem schweren Hirnschlag so behindert, dass er keine der sechs
Lebensverrichtungen selbständig erledigen könne. Er sei regelmässig und erheblich auf
Dritthilfe angewiesen. Er sei rechtsseitig gelähmt und könne nicht mehr sprechen, so
dass permanent jemand in seiner Nähe sein und er überall hin begleitet werden müsse.
Die Ehefrau habe deswegen das Arbeitspensum auf 40 % reduziert, und während ihrer
Erwerbstätigkeit betreuten ihn am einen Tag der Sohn oder die Schwägerin und am
andern die Tochter. Es liege eine schwere Hilflosigkeit vor. Wer seinen Alltag miterlebe,
komme unterschiedslos zum selben Ergebnis. Ein Augenschein würde der Verwaltung
ein besseres Bild vermitteln. Einem anderen Patienten mit gleichen Behinderungen sei
im Übrigen eine schwere Hilflosigkeit attestiert worden.
A.e Mit Entscheid vom 9. September 2010 wies die Sozialversicherungsanstalt des
Kantons St. Gallen die Einsprache ab. Nach den Darstellungen in der Anmeldung und
bei der Abklärung bestehe beim Aufstehen/Absitzen/Abliegen und bei der
Notdurftverrichtung keine Hilflosigkeit. Das in der Einsprache Vorgebrachte sei nicht
geeignet, dies in Zweifel zu ziehen. Da beim Aufstehen/Absitzen/Abliegen keine
erhebliche Hilfe benötigt werde, könne eine eingehendere Prüfung, ob bei der
Verrichtung der Notdurft regelmässig Hilfe erforderlich sei, unterbleiben. Nach Lage der
Akten sei der Versicherte aber auch dort wohl nicht als hilflos zu betrachten. Die
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Angaben in der Anmeldung und diejenigen bei der Abklärung würden nicht wesentlich
voneinander abweichen. Von weiteren Abklärungen seien keine neuen Erkenntnisse zu
erwarten.
B.
Gegen diesen Einspracheentscheid richtet sich die von Claudia Jost, procap, für den
Betroffenen am 11. Oktober 2010 (vorsorglich) erhobene Beschwerde. Die
Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers beantragt, die Hilflosigkeit nochmals zu
prüfen, insbesondere die Hilflosigkeit an Ort und Stelle abzuklären. Die Ehefrau des
Beschwerdeführers, welche die Hilfe leiste, halte dafür, dieser könne nach der
Verrichtung der Notdurft die Kleider nicht allein richten. Ausserdem müsse er im Bett
mehrmals - auch nachts - umgelagert werden, um ein allfälliges Wundliegen zu
verhindern. - In der Beschwerdeergänzung vom 11. November 2010 beantragt
Rechtsanwältin lic. iur. Gabriela Grob Hügli, procap, als neu bestellte Vertreterin für den
Beschwerdeführer, der angefochtene Einspracheentscheid sei aufzuheben und dem
Beschwerdeführer sei eine Hilflosenentschädigung für Hilflosigkeit schweren Grades
auszurichten, eventualiter sei die Sache zur weiteren Abklärung an die
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Wie einem zusätzlich eingeholten Bericht der
betroffenen Personen vom 8. November 2010 zu entnehmen sei, müsse der
Beschwerdeführer im Bett entsprechend positioniert und zugedeckt werden. Auch
beim Verrichten der Notdurft benötige er Hilfe, nämlich etwa beim Ordnen der Kleider
(Unterhemd und Hemd in die Hose schieben). Sei die Hose zu tief hinuntergefallen, so
könne er sie nicht mehr selber heraufziehen. Hosen mit Knöpfen, Reissverschluss oder
Gürtel könne er nicht selber öffnen oder schliessen. Auswärts, wo kein Closomat zur
Verfügung stehe, sei der Beschwerdeführer auch bei der Reinigung nach dem
Verrichten der Notdurft regelmässig und in erheblicher Weise auf Hilfe angewiesen. Die
Tochter und die Ehefrau des Beschwerdeführers würden die korrekte Wiedergabe ihrer
Antworten bzw. die Darstellung der Hilflosigkeit durch die Beschwerdegegnerin
bestreiten. - Im genannten Bericht der Familie wurde unter anderem angegeben, zur
Zeit der IV-Anmeldung sei sie in einer schwierigen Lage gewesen und habe die
Sachlage und die Bedeutung der Anmeldung nicht richtig einschätzen können. Die
telefonische Abklärung sei eine Zumutung gewesen. Es seien harsche Antworten auf
Einwände gegeben und unerlässliche Bereiche nicht abgefragt worden. Die Tochter
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erkenne ihre Aussagen in den Berichten teilweise nicht wieder. Auch bei Verwendung
des Closomats müsse dem Beschwerdeführer nach der Verrichtung der Notdurft bei
der Reinigung geholfen werden, um eine ausreichende Sauberkeit zu erreichen.
Danach müsse beim Anziehen geholfen werden. Setze sich der Beschwerdeführer,
müsse ihm der Stuhl an den Tisch geschoben und nachher wieder zurückgezogen
werden. Absitzen und Aufstehen gelängen dem Beschwerdeführer nur bei gewissen
Stühlen allein, beim Rollstuhl zum Beispiel nicht. Im Bett müsse er gelagert (Kissen
unter die gelähmte Hand und in den Rücken) und es müsse ihm beim Zudecken
geholfen werden. - Dr. med. B._, Facharzt für Innere Medizin FMH, gab im ärztlichen
Zeugnis vom 5. November 2010 an, soweit beurteilbar sei der Beschwerdeführer beim
Aufstehen und Abliegen erheblich behindert. Selbständig aufstehen könne er nur von
einem hohen, harten Stuhl und bei zusätzlichem Handgriff oder erreichbarer
Tischkante. Abliegen ins Bett und Zudecken seien nur mit Hilfe möglich. Bei der
Notdurftverrichtung sei er mit Closomat und erhöhtem Sitz teilweise selbständig. Falls
aber die Hose unter die Knie rutsche, könne er sie nicht mehr anziehen. Auswärts und
bei Benützen der Toilette im Parterre gelinge die Reinigung nicht selbständig.
C.
In ihrer Beschwerdeantwort vom 19. November 2010 beantragt die
Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:
1.
1.1 Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung haben Bezüger von Altersrenten oder
Ergänzungsleistungen, die in schwerem oder mittlerem Grad hilflos sind (vgl. Art. 43
Abs. 1 AHVG). Als hilflos gilt nach Art. 9 ATSG eine Person, die wegen der
Beeinträchtigung der Gesundheit für alltägliche Lebensverrichtungen dauernd der Hilfe
Dritter oder der persönlichen Überwachung bedarf. Für die Bemessung der Hilflosigkeit
sind nach Art. 43 Abs. 5 AHVG die Bestimmungen des IVG sinngemäss anwendbar,
nach Art. 66 Abs. 1 AHVV Art. 37 Abs. 1 und Abs. 2 lit. a und b IVV.
bis
bis
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1.2 Die Hilflosigkeit gilt als schwer, wenn die versicherte Person vollständig hilflos ist,
d.h. in allen alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erheblicher Weise auf die
Hilfe Dritter angewiesen ist und überdies dauernd der Pflege oder der persönlichen
Überwachung bedarf (Art. 37 Abs. 1 IVV). Nach der Praxis sind sechs alltägliche
Lebensverrichtungen massgebend, nämlich Ankleiden, Auskleiden; Aufstehen,
Absitzen, Abliegen; Essen; Körperpflege; Verrichtung der Notdurft; Fortbewegung,
Kontaktaufnahme (BGE 121 V 90 E. 3a). Hilflos in einer dieser Lebensverrichtungen ist
eine versicherte Person bereits dann, wenn sie für eine Teilfunktion regelmässig in
erheblicher Weise auf Dritthilfe angewiesen ist (Rz 8011 des vom Bundesamt für
Sozialversicherungen erlassenen Kreisschreibens über Invalidität und Hilflosigkeit in
der Invalidenversicherung = KSIH). - Erheblich ist die Hilfe gemäss Rz 8026 KSIH, wenn
die versicherte Person mindestens eine Teilfunktion einer einzelnen Lebensverrichtung
nicht mehr, nur mit unzumutbarem Aufwand oder nur auf unübliche Art und Weise (ZAK
1981 S. 387) selbst ausüben kann oder wegen ihres psychischen Zustandes ohne
besondere Aufforderung nicht vornehmen würde. Die Hilfe ist regelmässig, wenn sie
die versicherte Person täglich benötigt oder eventuell täglich nötig hat. Dies ist z.B.
auch gegeben bei Anfällen, die zuweilen nur alle zwei bis drei Tage, jedoch unvermittelt
und oft auch täglich oder täglich mehrmals erfolgen (ZAK 1986 S. 484; Rz 8025 KSIH).
2.
2.1 Im Streit liegt der Entscheid, mit welchem die Beschwerdegegnerin eine
Einsprache gegen ihre Verfügung vom 5. Juli 2010 abgewiesen hat. Damit hatte sie
dem Beschwerdeführer eine Hilflosenentschädigung der AHV für Hilflosigkeit mittleren
Grades zugesprochen. Sie hat erkannt, dass der Beschwerdeführer beim An- und
Auskleiden, beim Essen, bei der Körperpflege und bei der Fortbewegung der Hilfe
sowie der dauernden Pflege bedarf, was nicht zu beanstanden ist.
2.2 Unter den Parteien strittig ist, ob der Beschwerdeführer beim Aufstehen/Absitzen/
Abliegen und beim Verrichten der Notdurft hilfsbedürftig ist. Im Anmeldeformular vom
5. November 2009 wurde, wie die Beschwerdegegnerin zu Recht darlegt, für diese
beiden Verrichtungen keine Hilflosigkeit bezeichnet. Indessen scheinen jene Angaben
nicht mit genügendem Detaillierungsgrad und nicht ausreichend zuverlässig gemacht
worden zu sein, wie das Markieren des Auswahlfeldes "nein" im Teilbereich des
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Badens/Duschens und die damit nicht in Übereinstimmung zu bringende Beschreibung
der erforderlichen Hilfe sowie die späteren Abklärungsergebnisse zeigen. Ausserdem
sind die Angaben unter Bedingungen der bis 7. November 2009 dauernden stationären
Rehabilitation des Beschwerdeführers gemacht worden (vgl. act. 17). Die
Beschwerdegegnerin hat daraufhin eine telefonische Abklärung getätigt. Die
betreuenden Familienangehörigen ergänzten bereits das schriftliche Ergebnis dieser
Abklärung insofern, als sie die Feststellung, der Beschwerdeführer benötige beim
"Positionieren (Kissen in den Rücken schieben)" Hilfe, durch den Hinweis ergänzten,
dass die Klammerbemerkung lediglich ein Beispiel für die erforderlichen Hilfestellungen
sei und zusätzlich der gelähmte Arm gelagert werden müsse. In der
Beschwerdeergänzung und/oder dem Bericht der Familie wird dann geschildert, dass
dem Beschwerdeführer beim Zudecken geholfen werden müsse. Gemäss dem
Abklärungsbericht kann der Beschwerdeführer sich dank Haltegriffen selber ins Bett
begeben und sich daraus auch selber wieder erheben und er kann sich im Bett
ausserdem allein drehen. Er wird allerdings, was angesichts seiner
Gesundheitsschädigung (spastisches, durchgehendes senso-motorisches
Hemisyndrom rechts mit Plegie von Arm und Bein, vgl. act. 9) nachvollziehbar und
unbestritten geblieben ist, im Bett gelagert. Es kann ohne weiteres davon ausgegangen
werden, dass er dies nicht allein tun kann und dass er sich, jedenfalls dann, wenn er
mit der gelähmten rechten Seite nach oben gelagert wird, nicht selber zudecken kann.
Eine Hilflosigkeit in dieser Lebensverrichtung ist daher ausgewiesen. Die in Rz 8016
KSIH entsprechend umschriebenen Voraussetzungen (Hilflosigkeit ist danach gegeben,
wenn eine versicherte Person im Bett nicht in der Lage ist, sich selber zuzudecken oder
zu lagern) sind erfüllt.
2.3 Was die Notdurftverrichtung betrifft, haben die betreuenden Personen wiederum
bereits bei der Kontrolle des Berichts über die telefonische Abklärung die Feststellung,
der Beschwerdeführer benötige bei der Reinigung keine Dritthilfe, dahingehend
korrigiert, dass er dabei nur (aber immerhin) teilweise der Hilfe bedürfe. In ihrem Bericht
vom 8. November 2010 legen sie dar, auch bei Verwendung des Closomats müsse
dabei Hilfe geleistet werden. Die Angabe erscheint plausibel, wurde doch auch bei der
Körperpflege beschrieben, dem Beschwerdeführer falle die Reinigung des Gesässes
schwer, da er sie im Sitzen verrichten müsse. Auch dass beim Ordnen der Kleider
gelegentlich Hilfe notwendig ist, wurde bereits telefonisch zur Auskunft gegeben. Im
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späteren Bericht erklärten die Familienmitglieder im Einzelnen, die Hilfe sei erforderlich,
um Hemd und Unterhemd nach der Verrichtung der Notdurft wieder in die Hose zu
schieben, und gelegentlich, um die zu tief hinuntergerutschte Hose hochzuziehen.
Aufgrund der Aktenlage kann als ausgewiesen betrachtet werden, dass dieser Bedarf
an Dritthilfe die Voraussetzungen für die Anerkennung der Hilflosigkeit in dieser
Lebensverrichtung erfüllt.
2.4 Die Hilflosigkeit des Beschwerdeführers ist demnach schwer im Sinne von Art. 37
Abs. 1 IVG.
3.
3.1 Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung des
angefochtenen Einspracheentscheids vom 9. September 2010 zu schützen. Dem
Beschwerdeführer ist eine Entschädigung der AHV für eine Hilflosigkeit schweren
Grades zuzusprechen. Die Sache ist zur Festsetzung der Leistungshöhe an die
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
3.2 Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Hingegen hat der
Beschwerdeführer bei diesem Ausgang des Verfahrens Anspruch auf Ersatz der
Parteikosten, die vom Gericht ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung
der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen werden (Art. 61
lit. g ATSG; vgl. auch Art. 98 ff. VRP/SG, sGS 951.1). Der Bedeutung der Streitsache
und dem Aufwand erscheint eine Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- (einschliesslich
Barauslagen und Mehrwertsteuer) angemessen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP