Decision ID: 88877184-9493-459c-b0b9-3fd747d4a0c8
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Mit provisorischer Beitragsverfügung (
Akonto
verfügung
) vom 19. Dezember 2014 setzte die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Ausgleichskasse, die persönlichen Beiträge von
X._
für das Jahr 2013
– gestützt auf dessen Meldung vom 15. Dezember 2014 (Urk. 8/40) –
für AHV/IV/EO auf Fr. 173‘695.80
(inkl. Verwaltungskosten)
und für FAK auf Fr. 1‘512.-- fest (Urk. 8/42
; vgl. auch die Anschlusserklärung vom 30. Januar 2015 [Urk. 8/48]
). In der Rechnung vom 19. Dezember 2014 stellte die Ausgleichskasse
dem Beitragspflichtigen
sodann Verzugszinsen von Fr. 8‘492.70
mit einem Zinsen
-
lauf vom 1. Januar bis 19. Dezember 2014
in Rechnung (
Urk. 8/41 und
Urk. 8/43).
Mit Schreiben vom 8. Januar 2015 teilte der Beitragspflichtige der Ausgleichskasse mit, er erachte die Verzugszinsen als zu U
nrecht
erhoben
;
die Rechnung
s
ei
zu stornieren (Urk. 8/44).
Am 30. Januar 2015
begründete
die Ausgleichsk
asse
,
weshalb
die Verzugszinsen geschuldet seien (Urk. 8/47).
Daraufhin erklärte der Beitragspflichtige a
m 10. Februar 2015, er
bestreite
die Schuldpflicht für die Verzugszinsen von Fr. 8‘492.70 in aller Form (Urk. 8/53). In der Folge verpflichtete die Ausgleichskasse den Beitragspflichtigen m
it Verfügung vom 18. März 2015 zur Zahlung von Verzugszinsen in der Höhe von Fr. 8‘492.70 für
die Zeit
vom
1. Januar bis 19.
Dezember 2014
(Urk. 8/55). Die dagegen erhobene Einsprache
des Beitragspflichtigen
vom 2. April 2015 (Urk. 8/56)
wies die Ausgleichskasse mit Entscheid vom 30. Juli 2015 (Urk. 2 [= Urk. 8/81]) ab.
2.
Dagegen erhob der Beitragspflichtige am 19. August 2015 Beschwerde und beantragte, der angefochtene Entscheid vom 30. Juli 2015 sei ersatzlos aufzu
heben (Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 18. September 2015 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 7), was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 21. September 2015 angezeigt wurde (Urk. 9).
Die Einzelrichterin

zieht in Erwägung:
1.
Da der Streitwert
Fr.
20’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der
Beschwerde
in die einzelrichterliche Zuständigkeit (
§
11
Abs.
1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht).
2.
2.1
Versicherte nach
Art.
1a des Bundesgesetzes über die Alters- und
Hinterlas
-
senenversicherung
(AHVG) sind beitragspflichtig, solange sie eine Erwerbs
-
tätigkeit ausüben (
Art.
3
Abs.
1 Satz 1 AHVG). Arbeitgeber, Selbständig
-
erwerbende, Nichterwerbstätige und versicherte Arbeitnehmer nicht beitrags
pflichtiger Arbeitgeber, die von keiner Ausgleichskasse erfasst wurden, haben sich bei der kantonalen Ausgleichskasse zu melden (
Art.
64
Abs.
5 AHVG).
2.2
Vom Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit werden Beiträge erhoben (
Art.
3 und 8 f. AHVG;
Art.
2 und 3 des Bundesgesetzes über die Invalidenversi
cherung, IVG;
Art.
26 und 27 des Bundesgesetzes über den Erwerbsersatz für Dienstleistende und bei Mutterschaft, EOG). Gemäss Art. 22 der Verordnung über die Alters- und
Hinterlassenenversicherung
(AHVV) werden die Beiträge vom Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit für jedes Beitragsjahr fest
gesetzt, wobei das Kalenderjahr als Beitragsjahr gilt. Die Beiträge bemessen sich aufgrund des im Beitragsjahr tatsächlich erzielten Erwerbseinkommens und des am 31. Dezember im Betrieb investierten Eigenkapitals.
Ermittelt wird das für die Bemessung der Beiträge massgebende
Erwerbsein
kommen
von den kantonalen Steuerbehörden; dies aufgrund der rechtskräftigen Veranlagung für die direkte Bundessteuer bzw. für das im Betrieb investierte Eigenkapital aufgrund der entsprechenden rechtskräftigen kantonalen Veranla
gung unter Berücksichtigung der interkantonalen Repartitionswerte (
Art.
23
Abs.
1 AHVV). Die kantonalen Steuerbehörden übermitteln diese Angaben für jedes Steuerjahr laufend den Ausgleichskassen (
Art.
27
Abs.
2 AHVV).
2.3
Im laufenden Beitragsjahr haben die beitragspflichtigen
Selbständigerwerben
den
nach
Art.
24 AHVV periodisch
Akontobeiträge
zu leisten (
Abs.
1). Die
Aus
gleichskassen
bestimmen die
Akontobeiträge
aufgrund des voraussichtlichen Einkommens des Beitragsjahres. Sie können dabei vom Einkommen ausgehen, das der letzten Beitragsverfügung zu Grunde lag, es sei denn, der Beitrags
pflichtige mache glaubhaft, dieses entspreche offensichtlich nicht dem voraus
sichtlichen Einkommen (
Abs.
2). Zeigt sich während oder nach Ablauf des
Bei
tragsjahres
, dass das Einkommen wesentlich vom voraussichtlichen Einkommen abweicht, so passen die Ausgleichskassen die
Akontobeiträge
an (
Abs.
3). Die Beitragspflichtigen haben den Ausgleichskassen die für die Festsetzung der
Akontobeiträge
erforderlichen Auskünfte zu erteilen, Unterlagen auf Verlangen einzureichen und wesentliche Abweichungen vom voraussichtlichen Einkom
men zu melden (
Abs.
4).
Werden innert Frist die erforderlichen Auskünfte nicht erteilt, die Unterlagen nicht eingereicht oder die
Akontobeiträge
nicht bezahlt, so setzen die
Aus
gleichskassen
die geschuldeten
Akontobeiträge
in einer Verfügung fest (
Abs.
5; vgl. zur allgemeinen Auskunftspflicht Beitragspflichtiger auch
Art.
209
Abs.
2 AHVV).
2.4
Zahlungsperiode für die
Akontobeiträge
Selbständigerwerbender
ist in der Regel das Vierteljahr (
Art.
34
Abs.
1
lit
. b AHVV). Die für die Zahlungsperiode geschuldeten Beiträge sind innert zehn Tagen nach deren Ablauf zu bezahlen (
Art.
34
Abs.
3 erster Satz).
Die Ausgleichskassen setzen die für das Beitragsjahr geschuldeten Beiträge – in der Regel nach Eingang der Steuermeldung, vgl.
Art.
27 AHVV und E. 2.
2
– in einer Verfügung fest und nehmen den Ausgleich mit den geleisteten
Akonto
beiträgen
vor (
Art.
25
Abs.
1 AHVV). Die von den Beitragspflichtigen zu wenig entrichteten Beiträge sind innert 30 Tagen ab Rechnungsstellung zu bezahlen. Zuviel entrichtete Beiträge haben die Ausgleichskassen zurückzuerstatten oder zu verrechnen (
Art.
25
Abs.
2 und 3 AHVV).
2.5
Nach
Art.
26 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversiche
rungsrechts
(ATSG; anwendbar gestützt auf
Art.
1 AHVG) sind für fällige
Bei
tragsforderungen
und Beitragsrückerstattungsansprüche Verzugs- und
Vergü
tungszinsen
zu leisten. Der Bundesrat kann für geringfügige Beiträge und kurz
fristige Ausstände Ausnahmen vorsehen.
Der Beginn und Ablauf des Zinsenlaufes für geschuldete Beiträge ist in
Art.
41
bis
AHVV geregelt. Dabei differenziert diese Bestimmung hinsichtlich des Zinsenlaufes nach beitragsrechtlicher Qualifikation (persönliche Beiträge der
Selbständigerwerbenden
und Nichterwerbstätigen bzw. Beiträge der Arbeitneh
mer ohne beitragspflichtigen Arbeitgeber oder Lohnbeiträge) und nach Art der Beiträge, das heisst ob es sich um laufende
Akontobeiträge
oder Ausgleichs
zahlungen nach definitiv festgesetzten Beiträgen (Differenzzahlungen zwischen
Akonto
- und effektiv geschuldeten Beiträgen) oder um nachträglich erhobene Beiträge vergangener Perioden handelt.
So haben Verzugszinsen nach
Abs.
1 dieser Bestimmung zu entrichten:
Beitragspflichtige im Allgemeinen auf Beiträgen, die sie nicht innert
30
Tagen nach Ablauf der Zahlungsperiode bezahlen, Ablauf der
Zah
lungsperiode
:
Beitragspflichtige auf für vergangene Kalenderjahre nachgeforderten Beiträgen, ab dem
1.
Januar nach Ablauf des Kalenderjahres, für wel
ches die Beiträge geschuldet sind;
Arbeitgeber auf auszugleichenden sowie auf den im vereinfachten Verfahren nach den Artikeln 2 und 3 BGSA zu bezahlenden Beiträgen, die sie nicht innert 30 Tagen ab Rechnungsstellung leisten, ab Rech
nungsstellung durch die Ausgleichska
s
se;
Arbeitgeber auf auszugleichenden Beiträgen sowie auf den im vereinfachten Verfahren nach den Artikeln 2 und 3 BGSA zu bezahlen
den Beiträge, für die innert 30 Tagen nach Ablauf der
Abrechnungspe
riode
keine ordnungsgemässe Abrechnung bei der Ausgleichskasse ein
geht, ab dem
1.
Januar nach Ablauf der Abrechnungsperiode;
Selbständigerwerbende
, Nichterwerbstätige und Arbeitnehmer ohne bei
tragspflichtigen Arbeitgeber auf auszugleichenden persönlichen Beiträ
gen, die sie nicht innert 30 Tagen ab Rechnungsstellung leisten, ab Rechnungsstellung durch die Ausgleichskasse;
Selbständigerwerbende
, Nichterwerbstätige und Arbeitnehmer ohne bei
tragspflichtigen Arbeitgeber auf auszugleichenden Beiträgen, falls die
Akontobeiträge
mindestens 25 Prozent unter den tatsächlich geschul
deten Beiträgen liegen und nicht bis zum
1.
Januar nach Ablauf des dem Beitragsjahr folgenden Kalenderjahres entrichtet werden, ab dem
1.
Januar nach Ablauf des dem Beitragsjahr folgenden Kalenderjahres.
Eine Mahnung ist für den Beginn des Zinsenlaufes kein Erfordernis (ZAK 1985 272).
3
.
3
.1
Die Beschwerdegegnerin erwog in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2), entge
gen der Auffassung des Beschwerdeführers komme Art. 41
bis
Abs. 1
lit
. f AHVV
vorliegend
nicht zur Anwendung
, da die
Akontobeiträge
tatsächlich geschulde
ten Beiträgen gar nicht gegenübergestellt werden könnten
.
Massge
bend sei
lit
. b der genannten Bestimmung, da der Beschwerdeführer im Jahr 2013 keine
Akontobeiträge
geleistet habe und diese hätten nachgefordert werden müssen.
3
.2
Demgegenüber wandte der Beschwerdeführer
in der Beschwerde vom 19. August 2015 (Urk. 1)
im Wesentlichen
ein,
es sei der Wille des Gesetzgebers gewesen, mit Art. 41
bis
Abs. 1
lit
. f AHVV die Verzugszinspflicht für persönliche Beiträge von
Selbständigerwerbenden
speziell zu regeln. Anders als die Arbeit
geber könnten die
Selbständigerwerbenden
während des laufenden
Beitrags
jahres
und bis zum Geschäftsabschluss die Höhe des erzielten Einkommens in aller Regel nicht beziffern. Die Zinsen würden erst ab dem 1. Januar nach Ablauf des dem Beitragsjahr folgenden Kalenderjahres erhoben, um dem Bei
tragspflichtigen zu ermöglichen, nach Geschäftsabschluss allfällige Beiträge zinslos nachzuzahlen. Bei der in Frage stehenden Beitragsrechnung vom 19. Dezember 2014 seien
Akontobeiträge
erhoben worden. Diese seien mit Valuta 29. Dezember 2014 bereits bezahlt worden, weshalb keine Verzugszinsen geschuldet seien. Dass kein
e Quartalsabrechnungen erfolgt seien
, liege in der Hauptverantwortung der Beschwerdegegnerin. Dies sei aber auch nicht
ent
scheid
relevant
.
3
.3
In der Beschwerdeantwort vom 18. September 2015 (Urk. 7) hielt die Beschwer
-
degegnerin
fest, Sinn und Zweck der Verzugszinsen sei der Ausgleich für den Zinsvorteil des Schuldners bei verspäteter Beitragszahlung respektive der Aus
-
gleich für den Zinsnachteil des Gläubigers. Daneben sei in den Verzugszinsen auch ein pauschaler Schadenersatz für den vermehrten Verwaltungsaufwand enthalten, welcher den Ausgleichskassen wegen nicht rechtzeitig bezahlter Beiträge entstehe. Der Be
schwerdeführer sei erst
am 30. Januar 2015 nach
träglich als selbständig erwerbende Person ab
1.
Januar 2012 registriert worden. Die Beiträge für das Jahr 2013 seien erst am 19. Dezember 2014 eingefordert worden; dabei handle es sich um eine Nachforderung.
4.
4.1
Am 1
7.
Dezember 2008 erhielt die Beschwerdegegnerin vom Steueramt des Kantons
Y._
die Mitteilung, dass der Beschwerdeführer im Jahre 2006 selb
ständiges Erwerbseinkommen erwirtschaftet hat (
Urk.
8/1). In der Folge forderte sie den Beschwerdeführer auf, Angaben zu seiner Tätigkeit zu machen, auch im Hinblick auf die Qualifikation dieser Tätigkeit (
Urk.
8/2 und
Urk.
8/3). Am 2
3.
Februar 2009 schliesslich reichte der Beschwerdeführer den ausgefüllten Fragebogen ein und gab an, seit 2
7.
September 2005 im
Liegenschaftenhandel
tätig zu sein (
Urk.
8/4/1-4). Jeweils nach Eingang der Steuermeldungen (
Urk.
8/
1 [2006],
Urk.
8/8 [2007],
Urk.
8/13 [2008],
Urk. 8/14 [2009], Urk.
8/20 [2010],
Urk.
8/25 bzw.
Urk.
8/29-31 [2011] und
Urk.
8/36 [2012]) verfügte die Beschwerdegegnerin die im jeweiligen Jahr (effektiv) geschuldeten persönlichen Beiträge (Verfügungen vom 2
7.
Februar 2009 betreffend Beitragsperiode 2006 und provisorisch für die Periode 2007 [
Urk.
8/6/1-2], Nachtragsverfügung vom 3
0.
Oktober 2009 betreffend Periode 2007 [
Urk.
8/9], Verfügungen vom
3.
November 2011 betreffend die Perioden 2008 und 2009 [
Urk.
8/17/1-2], Verfügung vom 1
4.
Juni 2013 betreffend die Periode 2010 [
Urk.
8/24] und Beitragsverfügung vom
6. September 2013
bzw. Rektifikat vom
4.
August 201
4
betreffend die Periode 2011 [
Urk.
8/28 und
Urk.
8/33] sowie Beitragsverfügung vom 2
1.
November 2014 betreffend die Periode 2012 [
Urk.
8/38]). Laufende, im Beitragsjahr bezahlte Akontozahlungen bzw. –
erhebungen
erfolgten nie, wobei die Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführer mit Schreiben vom 1
1.
Juni 2013 (
Urk.
8/21/1-3) aufforderte,
zur Anpassung der
Akontozahlungen ein Formular
mit
Angaben zu den mutmassli
chen Einkom
men 2011 bis 2013 auszufüllen. Dieses Schreiben blieb unbeantwortet.
Am 1
5.
Dezember 2014 sandte der Beschwerdeführer den Geschäftsabschluss 2013 und bat um eine provisorische Beitragserhebung (
Urk.
8/40), dem die
Beschwerdegegnerin mit der als „Beitragsverfügung
Akonto
“ für die Periode
1.
Januar bis 3
1.
Dezember 2013 bezeichneten Verfügung vom 1
9.
Dezember 2014 entsprach (
Urk.
8/42). Strittig und zu prüfen sind nun die darauf erhobe
nen Verzugszinsen, wobei die Beschwerdegegnerin den Zinsenlauf am
1.
Januar 2014 beginnen und mit der Rechnungsstellung am 1
9.
Dezember 2014 enden lässt (
Urk.
8/41). Bezahlt wurden die Beiträge (ohne Verzugszinsen) am 2
9.
Dezember 2014 (vgl.
Urk.
8/44/2 und
Urk.
8/70 Position 2014 0003).
4.2
Aufgrund dieser Darlegung des Sachverhaltes ist klar, dass die am 1
9.
Dezember 2014 erhobenen Beiträge für das Beitragsjahr 2013 noch nicht auf einer
Steu
ermeldung
im Sinne von
Art.
23
Abs.
1 AHVV beruhen, sondern auf einer
kas
seneigenen
Einschätzung gestützt auf die Angaben des Beitragspflichtigen im Sinne von
Art.
23
Abs.
5 AHVV, daher noch nicht definitiv sind und allenfalls nach Eingang der entsprechenden Steuermeldung angepasst werden müssen. Ebenso wenig jedoch werden mit dieser Verfügung
Akontobeiträge
im Sinne von
Art.
24 AHVV festgesetzt und erhoben;
Akontobeiträge
sind nach dem Wortlaut von
Art.
24
Abs.
1 AHVV „im laufenden Beitragsjahr“ periodisch zu leisten. Da im Beitragsjahr 2013 keine periodischen
Akontobeiträge
geleistet worden sind, wird mit der Beitragsverfügung vom 1
9.
Dezember 201
4
selbstre
dend auch nicht eine Differenzzahlung nach
Art.
25
Abs.
1 AHVV festgesetzt.
Demzufolge kommt für
die Bestimmung des Verzugszinses
auf den am
19.
Dezember 2014 provisorisch verfügten persönlichen Beiträgen für das Jahr 2013 weder
lit
. e noch
lit
. f von
Art.
41
bis
Abs.
1 AHVV zur Anwendung, son
dern
lit
. b. Es handelt sich um eine Nachforderung, weshalb Verzugszinsen ab dem
1.
Januar nach Ablauf des Kalenderjahres, für welches die Beiträge geschuldet sind, zu bezahlen sind, das heisst ab
1.
Januar 201
4.
Da für die
Ver
zugszinspflicht
im Beitragsbereich nicht massgebend ist, ob den Beitragspflich
tigen oder die Ausgleichskasse oder eine andere Amtsstelle die Verzögerung der Beitragsfestsetzung oder -bezahlung zu verantworten hat (BGE 139 V 297
E.
3.3.2.2 mit Hinweis auf BGE 134 V 202 E. 3.3.1, 3.3.2 und 3.5 S. 206 f.), braucht hier nicht geprüft zu werden, wer ein Verschulden an versäumten Akontozahlungen für das Beitragsjahr 2013 trägt.
5
.
Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als unbegründet, weshalb sie abzuweisen ist.