Decision ID: dcfee73b-0287-4918-96ed-285ae57a55e7
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren
am 1
1.
September 1946
, meldete sich am 1
1.
Oktober 2011
zum Bezug der AHV-Rente an (
Urk.
7/30
/1-4
).
Gleichzeitig rügte er ver
sc
hie
dene Eintragungen in seinem i
ndividuellen Konto, dessen Auszug er sich
am 1
3.
September 2011
hatte
zustellen lassen (vgl.
Urk.
7/27-
29)
,
als fehlerhaft
(
Urk.
7/30/6-12).
Nachdem
die
Ehe
von
X._
mit
Y._
,
geboren 1953,
am 1
0.
Oktober 2011 rechtskräftig geschieden worden war (vgl. die
Telefonnotiz vom
1.
Oktober 2012,
Urk.
7/69),
führte die
Sozialversiche
rungs
anstalt
des Kantons Zürich (SVA), Ausgleichskasse, das Einkommens-Splitting
durch (vgl. die
Übersicht
vom
7.
Dezember 2012, Urk.
7/82)
.
An
schliessend sprach
die Ausgleichskasse
X._
mit Verfügung vom
3.
Mai 2012 für die Zeit ab dem
1.
Oktober 2011 eine Al
tersrente im monatlichen Be
trag von
Fr.
2‘
134.-- zu (
Urk.
7/45).
X._
machte vorerst telefonisch geltend, verschiedene Einkünfte seien fälschlicherweise nicht verbucht und nicht in die Rentenberechnung einbezogen worden, worauf sich die Ausgleichskasse von ihm Belege zustellen liess und weitere Abklärungen traf (vgl. die Korrespondenz in
Urk.
7/46-54).
Mit Eingabe
vom 2
1.
Mai 2012 erhob
X._
Einsprache gegen die Ver
fügung vom 3.
Mai 2012 und beantragte, die Rentenbere
chnung sei zu korrigieren (Urk.
7/56).
Mit Entscheid vom 1
7.
Oktober 2012 wies die Ausgleichskasse die Einsprache ab (
Urk.
2 =
Urk.
7/70).
2.
2.1
Gegen den Einspracheentscheid vom 1
7.
Oktober 2012 erhob
X._
mit Eingabe vom 2
4.
November 2012 Beschwerde
(
Urk.
1)
und machte sinngemäss
geltend, der Entscheid sei schon aus formellen Gründen aufzuheben, da
die
Aus
gleichskasse
seine Vorbringen im
Einspracheverfahre
n
nicht ausreichend ge
prüft
, ihm nicht in zureichender Form d
as rechtliche Gehör gewährt
und ihm keine umfassende Akteneinsicht eingeräumt habe. Ausserdem
ersuchte
X._
um die Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsvertreters (
Urk.
1 S.
2). Die
Ausgleichskasse schloss i
n der Beschwerdeantwort vom 21.
Januar 2013 auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
6).
Mit Verfügung vom
5.
April 2013 wies das Gericht
das Gesuch von
X._
um die unentgeltliche
Rechtsvertretung ab (
Urk.
14), nachdem es die Angaben
des Versicherten
dazu
(Eingabe vom
7.
März
2013,
Urk.
10; Formularangaben vom
4.
März 2013,
Urk.
11)
sowie eine weitere Eingabe des Versicherten vom 1
8.
März 2013 (
Urk.
12) entgegengenommen hatte. Gleichzeitig ordnete das Ge
richt einen zweiten Schriftenwechsel an.
X._
erstattete am
6.
Juni 2013 die Replik (
Urk.
19) und verlangte neu, die Sozialversicherungsrichterin Heine, der Sozialversicherungsrichter Spitz und die Gerichtsschreiberin Kobel seien in
den
Ausstand zu treten (
Urk.
19 S.
3)
. Das Gericht trat mit Beschluss vom 1
3.
Ma
i 2014 auf das
Ausstandsbegehren
nicht ein (
Urk.
28). Mit Ve
rfügung vom
9.
Juli
2014 hielten
Sozialversicherungsrichter Spitz
und Gerichtsschreibe
rin Kobel fest
,
dass
das Verfahren in der bisherigen Besetzung weiter
geführt werde
, und der
Aus
gleichskasse
wurde Frist zur Duplik angesetzt (
Urk.
30). Mit Eingabe vom
7.
September 2014 verzichtete die Kasse auf die Erstattung einer Duplik (
Urk.
31)
, worüber der Versicherte am
9.
September 2014
informiert wurde (
Urk.
32).
2.2
Mit Eingabe vom
4.
November 2014 (
Urk.
34) reichte die Ausgleichskasse zum einen die gerichtlich erbetene Aufstellung zu den Einkünften ein, anhand derer
sie die Rentenber
e
chnung vorgenommen hatte (
Urk.
35/1+2; vgl. die
Telefon
notiz
vom 2
1.
Ok
tober 2014,
Urk.
33), zum ander
n informierte die Kasse über
nach
träg
lich gemeldete Einkünfte für die Jahre 2009-2011 und beantragte, die Alters
rente von
X._
sei für die Zeit ab Oktober 2011 auf
2‘
153
.--
zu er
höhen (interne Verfügungen vom 2
4.
Oktober 2013,
Urk.
35/3+4).
Mit Verfügung vom 1
0.
November 2014
(
Urk.
36)
lud das Gericht die geschie
de
n
e Ehefrau
Y._
zum Prozess bei. Ausserdem setzte das Gericht dem Ver
sicherten Frist an, um sich zur neuesten Eingabe der Ausgleichskasse und den
damit eingereichten Unterlagen zu äussern, und schliesslich gab es der
Aus
gleichs
kasse
Gelegenheit, zur Eingabe des Versicherten vom 1
8.
März 2013 (
Urk.
12) und den damit eingereichten Unterlagen (
Urk.
13/1-5)
Stellung zu nehmen
.
Y._
, vertreten durch Rechtsanwalt
Dr.
Armand M.
Pfammater
, liess mit Eingabe vom 1
1.
Dezember 2014 auf eine Stellungnahme verzichten (
Urk.
38), und die Ausgleichskasse teilte mit
Eingabe vom 1
6.
Dezember 2014 ebenfalls ihren Verzicht auf weitere
Ausführungen
mit (
Urk.
40). Der Versicherte reichte seine Stellungnahme mit Eingabe vom 1
5.
Februar 2015 ein und bean
tragte namentlich, bei der SVA, Ausgleichskasse, bei der Arbeitslosenkasse und beim Steueramt seien Auskünfte zu den Einkünften der Beigeladenen einzuho
len (
Urk.
44-46)
.
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, so
weit erforderlich in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
I
n prozessualer Hinsicht stellte der Beschwerdeführer den Antrag, er sei
zwin
gend
zum Verfahren mündlich zu befragen (
Urk.
1 S. 2).
Gestützt auf
Art.
6
Ziff.
1 der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK)
hat das erstinstanzliche Gericht im Sozialversicherungsprozess grundsätzlich eine
öffentliche Verhandlung anzuordnen, wenn eine solche beantragt wird. Voraus
setzung dafür ist, dass ein klarer und unmissverständlicher Antrag auf eine derartige öffentliche Verhandlung gestellt wird. Verlangt eine Partei ledig
lich eine persönliche Anhörung oder Befragung, so wird dies als reiner Beweis
antrag
und nicht als Antrag auf eine öffentliche Verhandlung mit Publikums- und
Presse
anwesenheit
im Sinne der EMRK eingestuft (BGE 122 V
47 E
. 3a
).
1.2
Der Beschwerdeführer spricht nicht von einer
publikums
öffentlich durchzu
füh
renden Verhandlung, sondern verlangt lediglich seine mündliche
Befragung. Mit
dieser will er gemäss seinen weiteren Ausführungen in der Beschwerde
schrift und
in der Replik die umfassende Klärung des Sachverhalts erreichen (vgl.
Urk.
1 S. 5
und S. 6,
Urk.
19 S. 2
und S. 9).
Unter diesen Umständen ist keine mündliche Verhandlung im Sinne von
Art.
6
Ziff.
1 EMRK durchzuführen. Von einer Beweiserhebung durch mündliche Be
fra
gung des Beschwerdeführers ist ebenfalls abzusehen, da
sich die zur Diskus
sion stehenden Streitfragen
, wie zu zeigen ist,
bereits anhand der vorhandenen Ur
k
unden mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein
lich
keit
klären lassen (sogenannte antizipierte Beweiswürdigung;
BGE 122 V 157 E.
1d
).
2.
2.1
Der Beschwerdeführer macht
vorab
geltend, die Beschwerdegegnerin habe auf verschiedene Weise seinen Anspruch
auf rechtliches Gehör
verletzt
(
Urk.
1 S.
2
ff.,
Urk.
19 S. 2 ff.).
2.2
Nach
Art.
42 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversiche
rungsrechts
(ATSG) haben die Parteien Anspruch auf rechtliches Gehör, wobei sie nicht angehört werden müssen vor Verfügungen, die durch Einsprache an
fecht
bar sind.
Einer der Bestandteile des Anspruchs auf rechtliches Gehör, wie er neben der expliziten gesetzlichen Regelung in
Art.
42 ATSG auch in
Art.
29
Abs.
2 der Bundes
verfassung (BV) garantiert wird
, ist das Recht der betroffenen Person, sich
vor Erlass eines in ihre Rechtsstellung eingreifenden Entscheids zur Sache zu äussern, erhebliche Beweise beizubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden und an der Erhebung we
sentlicher Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum
Beweiser
gebnis
zu äussern, wenn dieses geeignet ist
, den Entscheid zu beeinflussen. Ein weiterer Aspekt des Anspruchs auf rechtliches Gehör ist das Recht auf eine Be
gründung eines Entscheids, welche die versicherte
Person in die Lage versetzt, d
en Entscheid sachgerecht anzufechten (vgl.
BGE 124 V 180 E
. 1a mit Hinwei
sen;
Kieser
, ATSG-Kommentar,
2.
Auflage,
Art.
42
Rz
11 ff.
,
Art.
49
Rz
38 und
Art.
52
Rz
33
).
Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist formeller Natur. Dessen Verletzung führt daher grundsätzlich ungeachtet der Erfolgsaussichten der Beschwerde in der Sa
che selbst zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids. Vorbehalten sind recht
sprechungsgemäss diejenigen Fälle, in denen diese Verletzung nicht be
sonders schwer wiegt und dadurch geheilt wird, dass die betroffene Person die Möglich
keit erhält, sich vor einer Beschwerdeinstanz zu äussern, die sowohl den Sach
verhalt als auch die Rechtslage frei überprüfen kann (vgl. BGE 124 V 18
0 E
.
4a mit Hinweisen;
Kieser
, ATSG-Kommentar,
2.
Auflage,
Art.
42
Rz
9).
2.3
Dem Beschwerdeführer ist darin zuzustimmen (vgl.
Urk.
1 S. 6), dass die
Berech
nungstabellen
, auf welche die Beschwerdegegnerin die Rentenverfügung stützt (vgl.
Urk.
7/43,
Urk.
7/72,
Urk.
7/82)
,
für den Laien schwierig zu verstehen sind. Soweit daraus ein eigentlicher Begründungsmangel abzuleiten
wäre
, wäre dieser jedoch durch das
Einspracheverfahren
und das vorliegende Gerichtsverfahren ge
heilt worden. Insbesondere hat die Beschwerdegegnerin dem Gericht mit der Tabelle vom 2
4.
Ok
tober 2014 (
Urk.
35/2) eine Aufstellung über die berücksich
tig
t
en Einkünfte und Versicherungszeiten eingereicht, die übersichtlicher ist als die früher erstell
t
en
sogeannnten
Acor
-Blätter, und im angefochtenen Ein
spracheentsch
eid hat
die Beschwerdegegnerin das Berechnungsverfahren zu
mindest kurz erläutert und
ist
auf die gerügten Punkte wenigstens summarisch
eingegangen. Auch allfällige Versäumnisse bei der Gewährung der Aktenein
sich
t
(vgl.
Urk.
1 S.
2)
müssen als geheilt gelten durch das vorliegende Verfah
ren
, da der
Beschwerdeführer
das Dossier der Beschwerdegegnerin
(
Urk.
7/1-85)
nach seiner eigenen Angabe zugestellt erh
ielt
(vgl.
Urk.
19 S. 3), zudem Gele
genheit hatte, die Akten am
Gericht einzusehen (vgl. die Notiz dazu vom 2
7.
Mai 2013,
Urk.
18), und
schliesslich
auch
zu den
später noch nachgereichten Unterlagen
der Beschwerdegegnerin
(
Urk.
35/1-4)
Stellung nehmen konnte
.
Und soweit der Beschwerdeführer rügte, weitere Behörden sowie Drittpersonen hät
ten ihm die Akteneinsicht verweigert (vgl.
Urk.
1 S. 7,
Urk.
19 S. 3 f.
,
Urk.
44 S. 5), so kann er daraus keine Verletzung des rechtlichen Gehörs durch die
Be
schwerde
geg
ne
rin
ableiten.
2.4
Es besteht daher kein Anlass,
den angefochtenen Einspracheentscheid bereits aus dem formellen Grund der Verletzung des Anspruchs auf das rechtliche Ge
hör
aufzuheben, sondern
die Höhe der Altersrente des Beschwerdeführers ist mate
riell zu prüfen.
3.
3.1
Nach
Art.
21
Abs.
1 AHVG haben Anspruch auf eine Altersrente Männer, wel
che
das
6
5.
Altersjahr vollendet haben (lit. a), und
Frauen, welche das
64. Altersjahr vollendet haben (lit. b). Der
Anspruch auf die Altersrente entsteht
nach
Art.
21
Abs.
2 AHVG
am ersten Tag des Monats, welcher der
Vollendung des
gemäss
Abs.
1
massgebenden
Alt
ersjahres folgt.
Anspruch auf eine ordentliche Alters- und
Hinterlassenenrente
haben nach Art. 29
Abs.
1 AHVG die rentenberechtigten Personen, denen für mindestens ein volles Jahr Einkommen, Erziehungs- o
der Betreuungsgutschriften ange
rech
net werden können, oder ihre Hinterlassenen. Die ordentlichen Renten werden nach Art. 29 Abs. 2 AHVG für Versich
erte mit vollständiger Beitrags
dauer als Voll
ren
ten (lit. a) und für Versicherte mit unvollständiger Beitragsdauer als
Teil
renten
(lit. b) ausgerichtet.
3.2
Die Beitragsdauer ist gemäss Art. 29
ter
Abs. 1 AHVG vollständig, wenn eine Per
son gleich viele Beitragsjahre aufweist wie ihr Jahrgang. Als Beitragsjahre gel
ten
gemäss Art. 29
ter
Abs. 2 AHVG Zeiten, in welchen eine Person Beiträge ge
leistet hat (lit. a),
Zeiten,
in welchen der Ehegatte gemäss Art. 3 Abs. 3 AHVG min
des
tens den doppelten Mindestbeitrag entrichtet hat (lit. b),
und Zeiten,
für die Er
ziehungs- oder Betreuungsgutschriften (vgl. Art. 29
sexies
und Art. 29
septies
AHVG) angerechnet werden können (lit. c). Ein volles Be
itragsjahr liegt gemäss Art. 50 der
Verordnung über die Alters- und
Hinterlassenenversi
cherung
(AHVV)
vor, wenn eine Person insgesamt länger als elf Monate im Sinne von Art. 1a AHVG (obligatorisch Versicherte) versichert war und während dieser Zeit den Mindest
beitrag bezahlt hat oder Beitragszeiten im Sinne von Art. 29
ter
Abs. 2 lit. b und c
AHVG aufweist.
Gemäss Art. 29
bis
Abs. 1 AHVG werden für die Rentenberechnung Beitragsjahre, Erwerbseinkommen sowie Erziehungs- oder Betreuungsgutschriften der
renten
berechtigten
Person zwischen dem 1. Januar nach Vollendung des 20. Alters
jahres und dem 31. Dezember vor Eintritt des Versicherungsfalles (Rentenalter
oder Tod) berücksichtigt. Gemäss Art. 29
bis
Abs. 2 AHVG regelt der Bundesrat die
Anrechnung weiterer Beitragsmonate. Gestützt auf diese
Kompe
tenznorm
ist in Art. 52b AHVV festgelegt, dass bei unvollständiger
Beitrags
dauer
die
Bei
trags
zeiten
, die vor dem 1. Januar nach Vollendung des 20. Altersjahres zu
rück
ge
legt wurden, zur Auffüllung späterer Beitragslücken angerechnet werden. Des Weiteren bestim
mt Art. 52c AHVV,
dass auch Bei
tragszeiten zwischen dem 31. Dezember vor dem Eintritt des Versicherungsfalles und der Entstehung des
Rentenanspruchs zur Auffüllung von Beitragslücken herangezogen werden können.
3.3
Innerhalb der anwendbaren Rentenskala, welche die Abstufung der Teilrenten in
Abhängigkeit von den Beitragsjahren vornimmt (vgl. Art. 52 AHVV), wird die Rente gestützt auf Art. 29
quater
AHVG nach Massgabe des durchschnittlichen Jah
res
einkommens berechnet, das sich zusammensetzt aus den
Erwerbsein
kommen
(lit. a), den Erziehungsgutschriften (lit. b) und den Betreuungsgut
schriften (lit. c).
Dabei wird die Summe der Erwerbseinkommen entsprechend dem
Renten
index
gemäss Art. 33
ter
AHVG aufgewertet (Art. 30 Abs. 1 AHVG und Art. 51
bis
AHVV
),
und die Summe der aufgewerteten Erwerbseinkommen sowie die Erziehungs- oder
Betreuungsgutschriften werden durch die Anzahl der Beitragsjahre geteilt (Art. 30 Abs. 2 AHVG). Die dem Versicherten gemäss Art. 52b AHVV zusätzlich
angerechneten Beitragsjahre mit den entsprechenden Erwerbseinkommen werden
mitgezählt (vgl. Art. 51 Abs. 2 AHVV).
Nach
Art.
29
quinquies
Abs.
1 AHVG werden bei erwerbstätigen Personen nur die Einkommen berücksichtigt, auf denen Beiträge bezahlt wurden. Einkommen, welche die Ehegatten während der Kalenderjahre der gemeinsamen Ehe erzielt haben, wer
den nach
Art.
29
quinquies
Abs.
3 AHVG geteilt und je zur Hälfte den bei
den Ehe
gatten angerechnet. Die Ei
nkommensteilung wird nach lit. c
dieser Be
stim
mung unter anderem bei Auflösung der Ehe durch Scheidung vorge
nommen.
Dabei unterliegen der Teilung und der gegenseitigen Anrechnung ge
mäss
Art.
29
quinquies
Abs.
4 AHVG nur Einkommen aus der Zeit zwischen dem 1. Januar nach Vollendung des 2
0.
Altersjahres und dem 31. Dezember vor Ein
tritt des Versicherungsfalles beim Ehegatten, welcher zuerst rentenberechtigt wird
(lit. a), und
nur
aus Zeiten, in denen beide Ehegatten in der schweizeri
schen Alters- und
Hinterlassenenversicherung
versichert gewesen sind (lit.
b). Art. 29
quinquie
s
Abs.
4 AHVG ist gestützt auf Art.
29
quinquies
Abs.
5 AHVG nicht
anwendbar für das Kalenderjahr, in dem die Ehe geschlossen oder aufgelöst wird.
3.4
Gemäss
Art. 30
ter
Abs.
1
AHVG
werden
für jede beitragspflichtige versicherte
Person individuelle Konten geführt, in welche die für die Berechnung der or
dent
lichen Renten erforderlichen Angaben eingetragen
werden
.
Damit Erwerbs
ein
künfte eines Arbeitnehmers im individuellen Konto eingetragen werden kön
nen, muss nach Art. 30
ter
Abs.
2 AHVG der Arbeitgeber
die gesetzliche
n
Bei
träge ab
gezogen haben. Dies gilt nur dann nicht, wenn der Arbeitgeber gestützt auf eine
sogenannte Nettolohnvereinbarung sämtliche Beiträge zu seinen Lasten über
nimmt
. Ist der Nachweis eines Abzugs der gesetzlichen Beiträge oder einer
Netto
lohnvereinbarung
erbracht, so hat die Eintragung im
individuelle
n
Konto
ge
stützt auf Art. 30
ter
Abs.
2
AHVG auch dann zu erfolgen,
wenn der Arbeitge
ber die entsprechenden Beiträge der Ausgleichskasse nicht entrichtet hat.
An
dern
falls
dürfen die Einkünfte nicht in das individuelle Konto aufgenommen werden (
vgl.
BGE 117 V 261 E. 3a).
Laut
Art.
141 AHVV hat die versicherte Person das Recht, bei jeder
Ausgleichs
kasse
, die für sie ein individuelles Konto führt, einen Auszug über die darin ge
machten Eintragungen unter Angabe allfälliger Arbeitgeber zu verlangen (
Abs.
1).
Sie kann überdies bei der für den Beitragsbezug zuständigen oder einer andern Ausgleichskasse Auszüge aus sämtlichen bei den einzelnen
Ausgleichs
kassen
für sie geführten individuellen Konten verlangen (
Abs.
1
bis
). Versicherte Personen, welche die Richtigkeit einer Eintragung nicht anerkennen, können innert 30 Tagen seit Zustellung des Kontenauszuges bei der Ausgleichskasse eine Berichtigung verlangen, worüber die Ausgleichskasse mit Verfügung ent
scheidet (
Abs.
2). Wird kein Kontenauszug oder keine Berichtigung verlangt, oder wird das Berichtigungsbegehren abgelehnt, so kann bei Eintritt des Versi
cherungsfalles die Berichtigung von Eintragungen im individuellen Konto nur verlangt werden, soweit deren Unrichtigkeit offenkundig ist oder dafür der volle Beweis erbracht wird (
Abs.
3). Das gilt nicht nur für unrichtige, sondern auch für unvollständige Eintragungen im individuellen Konto, wie beispielsweise die Nichtregistrierung tatsächlich geleisteter Zahlungen. Diese Kontenbereinigung
erstreckt sich alsdann auf die gesamte Beitragsdauer der versicherten Person, be
t
rifft also auch jene Beitragsjahre, für welche gemäss
Art.
16
Abs.
1 AHVG jede
Nachzahlung von Beiträgen ausgeschlossen ist
(BGE 117 V 261 E.
3a)
.
Sowohl im Berichtigungsverfahren nach
Art.
141
Abs.
2 AHVV als auch in dem
jenigen nach
Art.
141
Abs.
3 AHVV darf d
ie Kasse nicht über Rechtsfragen entscheiden, welche die versicherte Person schon früher durch Beschwerde zur richterlichen Beurteilung hätte bringen können, sondern
sie kann
nur allfällig vorhan
dene Buchungsfehler korrigieren (BGE 138 V 463 E. 3; ZAK 1991 S. 373 E. 2a; Urteil des Bundesgerichts H 97/06 vom 1
5.
Mai 2007, E. 3.2).
4.
4.1
Der Beschwerdeführer erreichte das AHV-Alter nach
Art.
21
Abs.
1 AHVG im S
eptember 2011 und hat daher gestützt au
f
Art.
21
Abs.
2 AHVG ab dem 1.
Okto
ber 2011 Anspruch auf die Altersrente. Diese ist für den Oktober 2011 allein auf
grund seiner eigenen, gesamten Einkünfte zu berechnen. Da
die Ehe
schei
dung des Beschwerdeführers
am 1
0.
Oktober 2
011
im Scheidungspunkt
rechts
kräftig geworden ist
(vgl.
Urk.
7/69), ist
seine Rente
per
1.
November 2011
unter Durchführung der Einkommensteilung neu zu berechnen (
Art.
29
quinquies
und
Art.
31
AHVG,
Art.
50b und
Art.
50g AHVV
;
Rz
1001 ff. des
Kreisschrei
ben
s
des Bundesamtes für Sozialversicherungen
über das Splitting bei Schei
dung
vom
1.
Januar 1997
).
4.2
Der
Beschwerdeführer
erreicht
unter Berücksichtigung
eines Beitragsjahres vor der Vollendung des 2
0.
Altersjahres (vgl.
Art.
52b AHVV) die volle
Beitrags
dauer
von 44 Jahren (vgl.
Urk.
35/2), und er hat somit Anspruch auf
die Voll
rente nach
Art.
29
Abs.
2 lit. a AHVG.
Dies ist unbestritten.
Was die strittige Rentenhöhe betrifft, so hat die Beschwerdegegnerin
unrich
t
i
ger
weise
bereits die Rente für den Monat Oktober 2011
unter Berücksichtigung der Teilung der während der Ehejahre erzielten Einkünfte
ermittelt (
Urk.
7/43/9,
Urk.
7/72/3+7,
Urk.
7/82,
Urk.
35/1 S. 5 und S. 9
, Urk.
35/2).
Die
korrekt
heran
zuziehende Summe der Einkünfte des Beschwerdeführers allein beläuft sich auf
Fr.
3‘500‘047.-- (
Fr.
3‘500‘259.-- abzüglich
Fr.
4‘612
.--
und zuzüglich
Fr.
4‘400.--
; vgl.
Urk.
35/2
)
. Daraus resultiert in Anwendung des massgeblichen
Aufwer
tungsfaktors
von 1,319
ein durchschnittliches Jahreseinkommen von
aufgerun
det
Fr.
104‘92
1
.--
und nach Hinzuzählen
der
durchschnittlichen
Er
z
i
eh
ungs
gutschriften von
Fr.
11‘389.-- (vgl.
Urk.
35/2 S.
9)
ein durchschnittli
ches Jah
reseinkommen von
Fr.
116‘31
0
.--.
Dieses liegt über dem Betrag von
Fr.
83‘520.--, der
im Jahr 2011
zur Höchstrente im Betrag von
Fr.
2‘320.-- berechtigt. Der Beschwerdeführer hat daher für den Oktober 2011 Anspruch auf
eine Alters
rente in diesem Höchstbetrag
, unabhängig davon, ob die Summe seine
r Ein
künfte, wie er geltend macht, um weitere Einkünfte zu erhöhen ist.
4.3
Für die Zeit ab November 2011 ist die Einkommenssumme nach Durchführu
ng der Einkommensteilung massgebend.
Entgegen der Ansicht des Beschwerde
füh
rers
(vgl.
Urk.
1 S.
5)
ändert am Erfordernis der Einkommensteilung bis zur Rechtskraft der Ehescheidung nichts, dass er und seine Ehefrau sch
on lange ge
trennt lebten, denn der massgebende Zeitpunkt für die Neuberechnung der Rente
ist der Eintritt der Rechtskraft des Scheidungsurteils (
Rz
1002 des
Kreis
schrei
bens
des Bundesamtes für Sozialversicherungen
über das Splitting bei Scheidung
)
.
Wie die Beschwerdegegnerin in der Eingabe vom
4.
November 2014 (
Urk.
4
4) dar
getan hat,
sind für das
Jahr 2009
wei
tere Einkünfte gemeldet worden
, und zwar
für den Beschwerdeführer und seine Ehefra
u je ein Betrag von Fr. 28‘000.
(
Urk.
35/2). Die Beschwerdegegnerin hat unter Berücksichtigung dieser Einkünfte neu ein durchschnittliches
Jahreseinkommen von
Fr.
58‘719.-- zuzüglich der
durchschnittlichen
Erziehungsgutschriften von
Fr.
11‘389.--
er
mittelt, was die Summe von
Fr.
70‘108.-- ergibt und aufgerundet zum
Tabellen
einkommen
von
Fr.
70‘992.-- führt, das zu einer Altersrente in der Höhe von
Fr.
2‘153.--
und mithin nicht mehr zur Maximalrente
berechtigt
(vgl.
Urk.
35/1
S. 10 f.).
Deshalb ist für die Zeit ab November 2011 näher zu prüfen, ob die
Beschwerde
gegnerin
entsprechend den Vorbringen des Beschwerdeführers
verschiedene Ein
künfte zu
Unrecht nicht berücksichtigt hat.
4.4
4.4.1
Soweit
d
er
Beschwerdeführer geltend machte
, es seien die Einkünfte sämtlicher Beitragsjahre zu berücksichtigen (
Urk.
1 S. 5), so steht
einem solchen
Vorgehen
die Regelung in Art. 29
bis
AHVG und in
Art.
51
Abs.
2
und
Art.
52b AHVV ent
gegen, nach welcher erst die Erwerbseinkünfte
ab dem
1.
Januar nach Vollen
dung des 20. Altersjahres zu berücksichtigen sind und die Einkünfte aus der Zeit davor nur dann heranzuziehen sind, wenn die entsprechenden Jahre der Auffüllung von Beitragslücken dienen.
4.4.2
Darüber hinaus brachte der Beschwerdeführer aber auch vor, die Eintragungen in seinem individuellen Konto seien gar nicht vollständig.
Diese Rügen sind im vorliegenden Verfahren unter dem Titel der Berichtigung des individuellen Kontos nach
Art.
141 AHVV zu behandeln.
Der Beschwerdeführer hatte bereits im Januar 1999 einmal einen Auszug aus seinem individuellen Konto verlangt (
Urk.
7/1)
und ihn im März 1999 erhalten (
Urk.
7/2)
. Mit E-Mail vom 3
0.
August 2011 bestellte er erneut einen
Kontoa
us
zug (
Urk.
7/25) und erhielt diesen a
m 1
3.
September 2011
von der
Beschwerde
gegnerin
zugestellt
(
Urk
7/27 und
Urk.
7/28)
, mit dem Hinweis, dass er innert 30 Tagen eine Berichtigung verlangen könne
(
Urk.
7/29).
Der Beschwerdeführer er
suchte daraufhin mit Schreiben vom 1
1.
Oktober 2011, gleichzeitig mit seiner An
meldung für die Rente, um Berichtigung in verschiedenen Punkten (
Urk.
7/30/6-12).
Dieses Berichtigungsbegehren wurde erst nach Eintritt des Ver
sicherungsfalles am 1
1.
September 2011 gestellt, das Gesuch um Zustellung des Kontoauszugs datiert jedoch von Ende August
201
1.
In Bezug auf
die Punkte, die der Beschw
erdeführer im Schreiben vom 11.
Oktober 2011 bean
standete,
ist
somit nicht der volle Beweis nach
Art.
141
Abs.
3
AHVV
erforder
lich, sondern es ist der im Sozialversicherungsrecht allgemein übliche
Beweis
grad
der über
wiegenden Wahrscheinlichkeit massgebend. Dies gilt ungeachtet dessen, dass die
Beschwerdegegnerin entgegen der Vorschrift in
Art.
141
Abs.
2 AHVV keine Verfügung über die Berichtigung erlassen hat
und nunmehr erst im Rahmen der Beurteilung der
Rentenverfügung
über die Berichtigung befunden werden kann.
4.4.3
Soweit der Beschwerdeführer vorbrachte, für seine Tätigkeit als Verwaltungsrat bei der
A._
AG nicht das gesamte ihm zustehende Entgelt erhalten zu haben (
Urk.
7/30/8-9,
Urk.
1 S. 5,
Urk.
19 S. 5), so ist eine Berichtigung des in
dividuellen Kontos
nur
dann möglich, wenn tatsächlich erzielte Einkünfte nicht registriert
worden sind, und zwar gegebenenfalls auch dann, wenn eine Nach
zahlung von Beiträgen nicht mehr möglich ist (vgl. E. 3.4 vorstehend). Die Ein
tragung einer Zahlung, die noch gar nicht erfolgt
ist, ist hingegen nicht zuläs
sig
, sodass in dieser Hinsicht eine Berichtigung nicht erfolgen kann.
4.4.4
Des Weiteren reichte der Beschwerdeführer ein Schreiben von
B._
vom 1
4.
Juni 1998 ein, wonach ihm der Verwaltungsrat (der
A._
AG) einen Betrag von
Fr.
250‘067.-- überweisen werde (
Urk.
7/30/15), und rügte, dass im individuellen Konto nur etwa die Hälfte dieses Betrags als Ein
kommen eingetragen sei (
Urk.
7/30/7; vgl.
Urk.
7/27/4
). Der Beschwerdeführer reichte keine
Unterlagen
ein, welche im Sinne des
Erfordernisses nach Art. 30
ter
Abs.
1 AHVG einen Abzug von Arbeitnehmerbeiträgen vom Betrag von
Fr.
250‘067.-- belegen, und die Beschwerdegegnerin
konnte
- in ihrer Eigen
schaft als zuständige Ausgleichskasse der
A._
AG - ebenfalls keine solchen Belege im Dossier der Gesellschaft finden (vgl. die Notiz der
Beschwer
degegnerin
vom 5.
Juni 2012 in
Urk.
7/50).
Weitere Abklärungen
zum Betrag von
Fr.
250‘067.--
in Form eines
Beizugs
von Akten (Steuerakten und Akten der Be
schwerdegegnerin), wie sie der Beschwerdefü
hrer in seinen Eingaben vom 15.
Febru
ar 2015 beantragt (
Urk.
44 und
Urk.
46)
, sind nicht erforderlich. Denn
dass Arbeitnehmerbeiträge abgezogen worden sind, erscheint deshalb als un
wahr
scheinlich, weil die Qualifikation des Betrags von
Fr.
250‘067.--
als mass
gebender Lohn im Sinne von
Art.
5 AHVG
gar
nicht feststeht.
So hielt
B._
im Schreiben vom 1
4.
Juni 1998 fest, die Summe werde auf Drängen des Beschwerdeführers hin „ohne Präjudiz auf rechtliche Anerkennung Deiner Gesamtforderung“ zu
r Zahlung freigegeben (
Urk.
7/30
/15). Der Titel, unter dem die Zahlung erfolgte,
war somit offenbar umstritten.
Dass der Betrag
von
Fr.
250‘067.-- der direkten Bundessteuer unterlag (vgl.
Urk.
7/30/16
), spricht
nicht für die Qualifikation als massgebender Lohn oder
überhaupt als
Erwerbs
einkommen
.
Somit ist nicht überwiegend wahrscheinlich, dass die
A._
AG vom Be
trag von
Fr.
250‘067.-- Arbeitnehmerbeiträge abgezogen hatte.
Ebenso
wenig
ist dies beim Betrag von
Fr.
2‘000.-- der Fall, den die
A._
AG dem Beschwerdeführer im Jahr 1970 als Verwaltungsratsentschädigung überwiesen hat
te
(vgl.
Urk.
7/30/14).
Ob die Gesellschaft
richtigerweise Abzüge hätte tätigen müssen,
beschlägt die AHV
-rechtliche Qualifikation
dieses Betrags und kann da
her
nicht im vorliegenden Verfahren
beantwortet werden (vgl. E. 3.4 hiervor)
.
In Bezug auf die Beträge
von
Fr.
250‘067.--
und von
Fr.
2‘000.--
verbietet sich da
her
eine Berichtigung des individuellen Kontos
, und die Beträge können
dem
ent
sprechend
nicht in die Rentenberechnung einbezogen werden.
Was den Be
trag von
Fr.
2‘000.-- betrifft, ist zudem darauf hinzuweisen, dass sich die Fül
lung der Lücke des Jahres 1970 durch
die Einkünfte des Jahres 1966 von Fr. 4‘400.-- (vgl.
Urk.
7/27/1 und
Urk.
35/2) zugunsten des Beschwerdeführers auswirkt.
Auch in Bezug auf
weitere Zahlungen der
A._
AG an den Beschwer
deführer
ist ein Abzug von Arbeitnehmerbeiträgen nicht überwiegend wahr
scheinlich. Dies gilt
insbesondere
für
die Zahlungen, die
der Beschwerdeführer
aufgrund
des
gerichtlichen Vergleich
s
vom 1
1.
März 2005
erhielt (
Urk.
13/3
S. 3 Ziffer 3).
Ferner
ist für die einmonatige Anstellung des Beschwerdeführers im Architekturbüro
C._
im Jahr 1970
(Zeugnis vom
2.
April 1970,
Urk.
7/30/13)
keine Lohnzahlung und damit auch kein Abzug von
Arbeitneh
merbeiträgen
belegt
(vgl. die Notiz der Beschwerdegegnerin vom 1
5.
Mai 2012,
Urk.
7/50)
, sodass auch in dieser Hinsicht keine Berichtigung des individuellen Kontos möglich ist.
4.4.5
Gesondert zu behandeln ist der Betrag von
Fr.
23‘353
.--, den die
Beschwerde
gegnerin
ursprünglich als Erwerbseinkommen aus selbständiger Tätigkeit
(für die
A._
AG)
qualifiziert hatte und dem Beschwerdeführer dafür
mit
Nachtragsv
erfügung vom 1
9.
Oktober 1999 persönliche Beiträge
in der Höhe von
Fr.
1‘343.40
, berechnet
auf der Summe von
Fr.
23‘300.--,
in Rechnung ge
stellt hatte (
Urk.
7/6). Denn der Beschwerdeführer hatte diese Verfügung beim Sozial
versicherungsgericht angefochten, und das Bundesgericht hatte das ab
weisende Urteil des Sozialversic
herungsgerichts vom 1
1.
Juli 200
1 (
Urk.
7/14; Prozess Nr.
AB.1999.00520) mit Urteil vom 1
8.
Juni 2002 aufgehoben
und die Sache zu weiteren Abklärungen an die Vorinstanz zurückgewiesen (
Urk.
7/22).
Aus heute nicht mehr nachvollziehbaren Gründen war es in der Folge die
Be
schwerde
geg
nerin
, welche d
ie Abklärungen
anstelle des Gerichts vornahm (vgl. die Akten
notiz der Beschwerdegegnerin vom 1
5.
Juli 2002,
Urk.
7/22/1); diese teilte dem
Beschwerdeführer
schliesslich
mit Schreiben vom
9.
September 2005
(
Urk.
7/24)
mit, dass
sie das Einkommen, auf dem sie persönliche Beiträge in der Höhe von
Fr.
1‘343.40
hatte erheben wollen
,
entsprechend der Sichtweise des Beschwerde
führer
s
neu ebenfalls als Einkommen aus unselbständiger Erwerbs
tätigkeit be
trachte
. Gleichzeitig erklärte sie jedoch, die paritätischen Sozialversi
cherungs
bei
träge, d
ie auf dem
Einkommen
geschuldet wären
, seien verjährt und könnten
bei der
A._
AG
nicht mehr eingefordert werden. Dies führte dazu, dass
sie
den Eintrag von
Fr.
23‘300.--
im individuellen Konto des Be
schwerdeführers stornierte (
Urk.
7/27/4).
Dieses Vorgehen ist nicht korrekt.
Denn
zum einen
hatte die
Beschwerde
gegnerin
dem Beschwerdeführer
einen Teilbetrag des verfügten Betrags von
Fr.
1‘343.40 bereits mit einer
ursp
rünglichen Verfügung vom 27.
Juli 1998
in Rechnung gestellt
(vgl.
Urk.
7/6)
.
D
iesen Betrag in der Höhe
von
Fr.
368.4
0 be
hielt sie gemäss dem Schr
eiben vom
9.
September 2005, und er
kann ohne Weiteres uminterpretiert werden
in einen
Arbeitnehme
rbeitrag des Beschwer
deführers.
Und
zum andern
ergibt sich
für den Betrag von Fr. 20‘000.
dessen Qualifikation als Netto
einkommen
. Eine
„Bescheinigung über Bezüge von Ver
waltungsräten und Organen der Geschäftsführung“, welche die
A._
AG am 1
5.
April 1998 zuhanden des Steueramtes ausgefüllt hatte (
Urk.
20/1),
hält nämlich fest,
dass
sich
die Summe von
Fr.
20‘000.--, welche die Gesell
schaft
dem Beschwerdeführer im Jahr 1996 bezahlt hatte und welche Gegen
stand der Ver
fügung vom 1
9.
Oktober 1999 gewesen war (vgl. die Ausführun
gen des Be
schwerdeführers in der Replik des Prozesses
Nr.
AB.1999.00520, Urk. 7/12/3
4, und
das Schreiben der
D._
AG vom 2
9.
August 2000,
Urk.
7/13
)
, aus Verwaltungshonoraren der Jah
re 1989 bis 1992 zusammensetzte
und
dass d
ie Ge
sellschaft
da
von keine paritätischen Beiträge abgezogen
hatte
. Sodann be
zeich
nete die Gesellschaft den Betrag von
Fr.
20‘000.--
gleichzeitig als Brutto- und als
Nettobetrag. Im Schreiben vom 29.
August 2000 führte
die
D._
AG
später
aus, eine Abrech
nung von AHV-Beiträgen habe
nicht erfolgen können, weil es sich bei der betreffenden Zahlung um eine Akonto
zahlung gehandelt habe
(
Urk.
7/13)
.
Unter diesen Umständen ist die
Akonto
zahlung
ahv
-rechtlich als Netto
einkommen
einzustufen; die Gesellschaft stellte sinngemäss zu einem späteren Zeitpunkt die Entrichtung sowohl der Arbeitge
ber- als auch der Arbeitnehmerbeiträge an die Ausgleichskasse in Aussicht.
Damit
ist das individuelle Konto um
ein
Einkommen von
Fr.
23‘353.-- aus un
selbständiger Tätigkeit zu berichtigen
(vgl. die Meldung des Steueramtes in
Urk.
7/4)
. Einzutragen ist bei Einkommen aus unselbständiger Tätigkeit der mass
gebende Lohn, auf dem der Beitrag geschuldet ist (
Rz
2331 der Wegleitung über Versicherungs
ausweis und individuelles Konto
). Deshalb sind die
Arbeit
nehmer
beiträge
(AHV/IV/EO und ALV)
in der Höhe von 6,5
5
%
(vgl. Bundesamt für So
zial
versicherungen, Entwicklung der Beitragssätze seit 1948, www.bsv.admin.ch)
aufzurechnen, und es resultiert ein Betrag von
Fr.
24‘989.--. Die
Beschwerde
gegnerin
hat demnach
das individuelle Kont
o des Beschwerde
führers dahin
gehend
zu berichtigen,
dass
sie
für das Jahr 1996
den Betrag von
Fr.
24‘989.--
einträgt
.
4.4.6
Schliesslich wies der Beschwerdeführer auf verschiedene Gelder und geldwerte
Leistungen hin, die seine geschiedene Ehefrau er
halten habe (
Urk.
7/30/13, Urk.
1
S.
5,
Urk.
19 S.
6 ff.,
Urk.
44 S.
6 f.). Auch
die rechtliche Qualifikation dieser
Zahlungen
kann jedoch aus den genannten Gründen nicht Gegenstand des vor
liegenden Verfahrens um die Rentenhöhe und die Berichtigung des indi
vidu
ellen Kontos des Beschwerdeführers sein. Deshalb erübrigen sich auch hier weitere Abklärungen in Form des beantragten
Beizugs
von Akten.
4.5
Ungeachtet des Betrags von
Fr.
24‘989.--, der aufgrund der vorstehenden Aus
führungen (E. 4.4.5) noch in das individuelle Konto einzutragen ist,
bleibt es
je
doch
für die
Zeit ab November 2011
be
i der Rente in der Höhe von
Fr. 2‘153.
,
welche die
Beschwerdegegnerin nach der Meldung neuer Einkünfte ermittelt und
mit der Eingabe vom
4.
November 2014 mitgeteilt hat.
Denn eine
weitere Er
höh
ung ergibt sich unter Berücksichtigu
ng des Einkommens von Fr.
24‘989.--
nicht. Es handelt sich nach der Durchführung des Splittings um einen Betrag v
o
n
Fr.
12
‘
494
.--. Dessen Addit
ion zur Einkommenssumme von Fr.
1‘958‘782.--
führt
zu
eine
r
S
umme von
Fr.
1‘971
‘
276
.--, womit sich das
durchnittliche
Ein
komme
n von
Fr.
58‘719.-- auf
Fr.
59‘093
.-- erhöht
. Z
usammen mit den durch
schnitt
li
chen Erziehungsgutschriften von
Fr.
11‘389.--
ergibt dies ein
Durch
schnittsein
kommen von
Fr.
70‘482
.--
. Nach wie vor ist deshalb das
Tabellenein
kommen
von
Fr.
70‘992.-- massgebend
(vgl. die Berechnu
ng in Urk.
35/1 S. 9)
.
4.6
Zusammengefasst ist der angefo
chtene Einspracheentscheid
in
teilweiser Gut
heissung der Beschwerde
dahingehend zu ändern, dass der Beschwerdeführer für den Monat Oktober 2011 Anspruch auf eine
Altersrente
in der Höhe von
Fr.
2‘320.--
hat und dass seine Altersrente für die Zeit ab November 2011 (bis zum Datum des
Einspracheentscheids
vom 1
7.
Oktober 2012) von
Fr.
2‘134.-- auf
Fr.
2‘153.--
e
rhöh
t
wird
. Zudem ist die Beschwerdegegnerin anzuweisen,
das individuelle Konto des Beschwerdeführers
dahingehend
zu berichtigen, dass sie
für das Jahr 1996
den Betrag von
Fr. 24‘989.
ein
trägt
.
Diese Berichtigung ist ungeachtet des fehlenden Einflusses auf die gegenwärtige Rente vorzunehmen, da sie im Falle der nachträglichen Meldung weiterer Erwerbseinkünfte potentiell relevant sein kann.
5.
Was den Antrag des Beschwerdeführers auf Zusprechung einer
Prozessentschä
digung
betrifft (
Urk.
1 S. 2), so wird nach der höchstrichterlichen Rechtspre
chung einer Partei ohne Rechtsvertretung nur dann eine Prozessentschädigung zugesprochen, wenn sie erhebliche Auslagen nach
weist und wenn ihr notwen
di
ger Arbeitsaufwand den Rahmen dessen übersteigt, was der Einzelne übli
cher
weise nebenbei zur Besorgung seiner persönlichen Angelegenheiten auf sich zu nehmen hat (vgl. BGE 110 V 72 E. 7). Ein derartiger ausserordentlicher Ar
beits
aufwand liegt nicht vor in Bezug auf das, was zur Rüge der Punkte not
wendig war, in denen der Beschwerdeführer obsiegt.
Dem Beschwerdeführer ist daher keine Prozessentschädigung zuzusprechen.