Decision ID: 4c0603b7-0d9d-5512-bc5e-9d4d90cd7bf9
Year: 2013
Language: de
Court: SG_VG
Chamber: SG_VG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ X.Y. ist Eigentümer der Grundstücke Nrn. 2629 und 1699, Grundbuch F., auf denen
der J.-weg verläuft. Gemäss rechtskräftigem Strassenplan der politischen Gemeinde F.
ist der J.-weg als Gemeindeweg 2. Klasse eingetragen. Er führt ab der M.-strasse
(Gemeindestrasse 3. Klasse) im ansteigenden Gelände auf einer Strecke von rund
300 m über das Grundstück Nr. 2629 bis zur Grenze des Grundstücks Nr. 1699.
Anschliessend führt der J.-weg auf dem Grundstück Nr. 1699 auf einer Strecke von
rund 180 m bis zu den Gebäuden Assek.-Nrn. 2002 und 2003. Rund 60 m vor der
Grenze zwischen den Grundstücken Nrn. 2629/1699 zweigt ein nicht klassierter
Zugang zur Scheune Assek.-Nr. 1999 ab, die sich auf dem Grundstück Nr. 1675
befindet. Eigentümer dieses Grundstücks ist T.Z. Beim J.-weg handelt es sich um ein
Kiessträsschen mit zwei Fahrleisten. An seiner schmalsten Stelle ist es rund 2 m breit.
B./ Am 9. September 2010 genehmigte der Gemeinderat F. den Teilstrassenplan "O.
M.-strasse" (Umklassierung des J.-wegs vom Gemeindeweg 2. Klasse zur
Gemeindestrasse 3. Klasse) auf dem Grundstück Nr. 2629 und Neuklassierung des
Abzweigers auf dem Grundstück Nr. 2629 zum Grundstück Nr. 1675 als
Gemeindestrasse 3. Klasse. Sodann ordnete der Gemeinderat F. an, an den Bau und
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den Unterhalt der "O. M.-strasse" werde kein Gemeindebeitrag geleistet. Der Entscheid
wird damit begründet, die Bewirtschaftung des Grundstücks Nr. 1675 von T.Z. mit
landwirtschaftlichen Fahrzeugen sei rechtlich nicht gewährleistet, weil der J.-weg, an
dem keine baulichen Eingriffe vorgenommen würden, als Gemeindeweg 2. Klasse für
den Motorfahrzeugverkehr nicht offen stehe. T.Z. beabsichtige, die Linienführung der
bestehenden, nicht klassierten Zufahrt mit einem Strassenbauprojekt zu korrigieren.
Der Teilstrassenplan "O. M.-strasse" lag in der Zeit vom 14. September bis 13. Oktober
2010 öffentlich auf. Innert Frist erhob X.Y. Einsprache und beantragte, auf die
Umklassierung des J.-wegs und die Neuklassierung als "O. M.-strasse" sei zu
verzichten. Nachdem eine Einspracheverhandlung vor Ort stattgefunden hatte, wies
der Gemeinderat F. die Einsprache am 2. Dezember 2010 ab.
C./ Am 12. Dezember 2010 erhob X.Y. gegen den Einspracheentscheid vom 2.
Dezember 2010 Rekurs beim Baudepartement. Er beantragte, die Umklassierung des
J.-wegs und die Neuklassierung als "O. M.-strasse" seien abzulehnen. Der
Gemeinderat F. nahm am 27. Januar 2011 Stellung und beantragte, der Rekurs sei
abzuweisen. Das Amt für Raumentwicklung und Geoinformation liess sich am 28.
Februar 2011 vernehmen und teilte mit, dass der Umklassierung des J.-wegs aus
raumplanerischer Sicht nichts entgegenstehe. Auch das Amt für Natur, Jagd und
Fischerei (ANJF) hielt am 7. April 2011 dafür, der Rekurs sei abzuweisen. Im
Amtsbericht wird ausgeführt, das Gebiet liege im Perimeter des Bundesinventars der
Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung (BLN, Objekt Nr. 1615
Melser Hinterberg-Flumser Kleinberg), weshalb nicht denkbar sei, aus einer anderen
Richtung eine längere Zufahrt zu erstellen. Nachdem T.Z., vertreten durch
Rechtsanwalt lic. iur. A.B., am 27. Mai 2011 Stellung genommen hatte, fand am
28. Juni 2011 ein Augenschein statt. Am 7. März 2012 wies das Baudepartement den
Rekurs ab, soweit darauf eingetreten werden konnte. X.Y. wurde eine Entscheidgebühr
von Fr. 3'000.-- auferlegt.
D./ Am 20. März 2012 erhob X.Y. gegen den Entscheid des Baudepartements vom 7.
März 2012 Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Er beantragte folgendes: Der
angefochtene Entscheid sei aufzuheben (Ziff. 1), der Gemeinderat F. sei anzuweisen,
das Gesuch um Um- und Neuklassierung des J.-wegs abzuweisen (Ziff. 2), eventuell
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sei das Verfahren zu sistieren, bis die Zusprechung bzw. Vereinbarung eines Notwegs
zu Lasten des Grundstücks Nr. 2629 erfolgt sei (Ziff. 3), die Entscheidgebühr sei
aufzuheben (Ziff. 4), unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der politischen
Gemeinde F. bzw. des Baudepartements (Ziff. 5). Das Baudepartement nahm am 27.
April 2012 Stellung und beantragte, die Beschwerde sei abzuweisen. Der Gemeinderat
F. liess sich am 15. Mai 2012 vernehmen und hielt ebenfalls dafür, der Beschwerde sei
keine Folge zu geben. T.Z. reichte durch seinen Rechtsvertreter am 30. Mai 2012 eine
Stellungnahme ein und beantragte, die Beschwerde sei unter Kosten- und
Entschädigungsfolge abzuweisen. Am 18. Juni 2012 machte X.Y. von der Möglichkeit
Gebrauch, sich zu neuen tatsächlichen und rechtlichen Argumenten zu äussern.

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. (...).
2. Der Erlass und die Änderung eines Gemeindestrassenplans unterstehen dem
Planverfahren nach Art. 39 ff. StrG, d.h. einem Auflage- und Rechtsmittelverfahren, in
welchem die Betroffenen ihre Interessen geltend machen können. Das StrG gesteht
den Gemeinden bei der Festsetzung des Gemeindestrassenplans in weitem Umfang
Autonomie zu, auch wenn der kantonale Erlass allgemeine Kriterien dazu enthält und
der Strassenplan der Genehmigung des Baudepartements bedarf (Art. 13 Abs. 2 StrG).
Entscheidend ist der Begriff des "öffentlichen Interesses" im Sinn von Art. 5 Abs. 2 und
Art. 36 Abs. 2 der Bundesverfassung (SR 101). Dabei handelt es sich um einen
unbestimmten Rechtsbegriff, welcher der rechtsanwendenden Behörde einen
Beurteilungsspielraum eröffnet (GVP 1991 Nr. 14; Häfelin/Müller/Uhlmann, Allgemeines
Verwaltungsrecht, 6. Aufl., Zürich/St. Gallen 2010, Rz. 446). Bei der Anwendung von
unbestimmten Gesetzesbegriffen ist nach herrschender Lehre eine gewisse
Zurückhaltung bei der Überprüfung durch eine gerichtliche Instanz angezeigt. Dies trifft
insbesondere zu, wenn die örtlichen Verhältnisse besonders wichtig sind oder wenn die
Verwaltungsbehörden eine grössere Vertrautheit mit den tatsächlichen Verhältnissen
haben (Häfelin/Müller/Uhlmann, a.a.O., Rz. 446c).
In Betracht fällt weiter, dass im Zusammenhang mit den raumplanungs- und
strassenrechtlichen Grundsätzen, die untereinander kein widerspruchsfreies Zielsystem
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bilden, den Verwaltungsbehörden ein erheblicher Ermessenspielraum zusteht. Diesen
Ermessensspielraum hat das Verwaltungsgericht, das nach Art. 61 Abs. 1 VRP nur zur
Rechtskontrolle befugt ist, zu respektieren. Eine Ermessenskontrolle gegenüber der
Vorinstanz steht ihm nicht zu. Das Verwaltungsgericht darf daher einen Entscheid der
Vorinstanz nur ändern, wenn damit Rechtsnormen und -grundsätze verletzt werden.
Soweit es um die Ausübung pflichtgemässen Ermessens geht, ist ihm dagegen eine
Korrektur verwehrt. Im Streitfall bedeutet dies, dass das Verwaltungsgericht einen
sachlich haltbaren und zweckmässigen Strassenplanungsentscheid der Vorinstanz
selbst dann nicht ändert, wenn es eine andere Lösung als ebenso zweckmässig
erachtet oder sogar bevorzugen würde (VerwGE B 2010/7 vom 24. August 2010 E. 3.4.
mit Hinweisen, in: www.gerichte.sg.ch).
3. Wege und Strassen sind zwei grundsätzlich verschiedene Widmungskategorien
(G. Germann, in: G. Germann [Hrsg.], Kurzkommentar zum st. gallischen
Strassengesetz, St. Gallen 1989, Rz. 1 zu Art. 2 StrG). Strittig ist im vorliegenden Fall,
ob es im öffentlichen Interesse liegt, den J.-weg, einen Gemeindeweg 2. Klasse als
Gemeindestrasse 3. Klasse umzuklassieren.
3.1. Wege im Sinn des StrG, somit auch Gemeindewege 2. Klasse, liegen abseits von
öffentlichen Strassen und dienen nicht dem Motorfahrzeugverkehr (Art. 2 Abs. 2 StrG).
Wege sind von jeglichem Motorfahrzeugverkehr freizuhalten. Sie dienen dem
Fussgänger und je nach Zweckbestimmung dem Rad- und Reitverkehr (Germann, in:
a.a.O., Rz. 1 ff. zu Art. 9 StrG; Kreisschreiben über den Vollzug des StrG vom
22. November 1988, ABl 1988/2747 f., Bemerkungen zu Art. 2 StrG). Zulässig ist der
Motorfahrzeugverkehr jedoch, soweit dieser rein privatrechtlich begründet ist. So darf
ein Landwirt seine private Zufahrt, die gleichzeitig als öffentlicher Weg bezeichnet ist,
mit Motorfahrzeugen benutzen.
3.2. Nach Art. 8 StrG bestehen drei Klassen von Gemeindestrassen. Die Einteilung
einer Strasse richtet sich nach den tatsächlichen Verhältnissen und nach der geplanten
Funktion (Germann, a.a.O., Rz. 1 zu Art. 8 StrG). Gemeindestrassen 1. Klasse dienen
dem örtlichen und überörtlichen Verkehr und stehen dem allgemeinen
Motorfahrzeugverkehr offen (Art. 8 Abs. 1 StrG). Gemeindestrassen 2. Klasse dienen
der Groberschliessung des Baugebiets und der Erschliessung grösserer
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Siedlungsgebiete ausserhalb des Baugebiets. Sie stehen in der Regel dem allgemeinen
Motorfahrzeugverkehr offen (Art. 8 Abs. 2 StrG). Gemeindestrassen 3. Klasse dienen
der übrigen Erschliessung sowie der Land- und der Forstwirtschaft. Sie stehen dem
allgemeinen Motorfahrzeugverkehr nicht offen (Art. 8 Abs. 3 StrG).
Gemeindestrassen 3. Klasse sind die niedrigste Kategorie öffentlicher Strassen und
eine Auffangklasse. Alle öffentlichen Strassen, die nicht zwingend einer höheren Klasse
zuzuordnen sind, gehören folglich zu den Gemeindestrassen 3. Klasse (GVP 2011
Nr. 21 vom 7. Dezember 2011 E. 4.1 in: www.gerichte.sg.ch mit Hinweis auf VerwGE
vom 10. Mai 2005 E. 4 a bb und Germann, in: a.a.O., Rz. 16 zu Art. 8 StrG, GVP 2001
Nr. 98 E. 2 d). Eine Gemeindestrasse 3. Klasse liegt demzufolge vor, wenn die
Voraussetzungen für den Erlass eines allgemeinen Motorfahrzeugverbots im Sinn von
Art. 3 Abs. 3 des Strassenverkehrsgesetzes (SR 741.01) erfüllt sind bzw. wenn der
Motorfahrzeugverkehr nur aus Ziel-, Anlieger- und Quellverkehr besteht. Somit sind
Gemeindestrassen 3. Klasse "beschränkt öffentliche Strassen", an denen der
Gemeingebrauch auf die ihrem Zweck entsprechende Benutzungsart beschränkt ist
(GVP 2001 Nr. 98 E. 2 d mit Hinweisen). Zu den Gemeindestrassen 3. Klasse gehören
auch Meliorations- und Forststrassen einschliesslich der Alpstrassen (Germann, in:
a.a.O., Rz. 19 zu Art. 9 StrG).
3.3. Nach Art. 19 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Raumplanung (SR 700) ist Land
u.a. dann erschlossen, wenn die für die betreffende Nutzung hinreichende Zufahrt
besteht. Das Erfordernis der genügenden Erschliessung gilt auch für Grundstücke im
Nichtbaugebiet (VerwGE B 2011/141 vom 20. März 2012 E. 3.1.1. mit Hinweisen, in:
www.gerichte.sg.ch).
4. Die Vorinstanz begründet die Umklassierung des J.-wegs damit, als Gemeindeweg
2. Klasse diene er in erster Linie den Fussgängern und nicht dem
Motorfahrzeugverkehr. Wie der Augenschein gezeigt habe, sei er aber mit
Motorfahrzeugen befahrbar und es sei unbestritten, dass er vom Beschwerdeführer,
vom Beschwerdegegner und vom Pächter des Beschwerdegegners zur
Bewirtschaftung der umliegenden landwirtschaftlichen Grundstücke mit
Motorfahrzeugen befahren werde. Bisher hätten der Beschwerdegegner und sein
Pächter den J.-weg als Zufahrt zum Grundstück Nr. 1675 zwar auf Zusehen hin
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benützen dürfen, rechtlich sei das Grundstück aber nicht erschlossen. Weil die
Klassierung des J.-wegs im Widerspruch zur tatsächlichen Nutzung stehe, müsse er
als Gemeindestrasse 3. Klasse umklassiert werden, zumal das Gebäude Assek.-
Nr. 1999 auf dem Grundstück Nr. 1675 in absehbarer Zeit saniert werden müsse (E. 3.3
des angefochtenen Entscheids).
4.1. Die Umklassierung des J.-wegs soll die strassenmässige Erschliessung im
Interesse von Land- und Forstwirtschaft sichern. Das Grundstück Nr. 1675 des
Beschwerdegegners, dessen Fläche im angefochtenen Entscheid nicht beziffert wird,
liegt ausserhalb der Bauzone und wird land- und forstwirtschaftlich genutzt. Auf der
Parzelle befindet sich das Gebäude Assek.-Nr. 1999, das nach den Ausführungen im
angefochtenen Entscheid in absehbarer Zeit saniert werden muss. Weitere Angaben,
insbesondere auch was die jetzige und künftige Nutzung des Gebäudes anbetrifft,
fehlen. Gemäss Schreiben des Beschwerdegegners vom 23. Dezember 2008 an das
ANJF (act. 4 der Beschwerdebeteiligten) wurde das Gebäude damals für die
landwirtschaftliche Bewirtschaftung genutzt, der Stall für Galtvieh, der Gaden als
Zwischenlager für Heu und Laub und das kleine Wiesenhaus als Unterkunft an nassen
und kalten Tagen. Aus dem Schreiben geht ausserdem hervor, dass der
Beschwerdegegner auch Eigentümer der beiden an das Grundstück Nr. 1675
anschliessenden Waldparzellen Nrn. 1674 und 1676 ist, weshalb die verbesserte
Zufahrt aus seiner Sicht insgesamt 25'437 m Wiese und Wald dienen soll (vgl. dazu
auch die Stellungnahme zur Einsprache Ziff. 5, act. 11 der Beschwerdebeteiligten).
4.2. Der Beschwerdeführer macht sinngemäss geltend, die Vorinstanz habe den
Sachverhalt bezüglich des Ausbaustandards des J.-wegs unrichtig bzw. unvollständig
festgestellt. Er begründet dies damit, der Weg verfüge teilweise über keine Kofferung
und keine Fahrleisen. Sodann seien zum Teil Querrinnen mit einer Breite von 2 m
montiert. Weil es nicht möglich sei, den baulichen Unterhalt des Gebäudes Assek.-Nr.
1999 über den J.-weg, wie er sich heute präsentiere, abzuwickeln, hätte die
Umklassierung zur Folge, dass der Weg gegen seinen Willen und zu seinem Nachteil
ausgebaut werden müsste.
Abgesehen davon, dass der Zustand einer Strasse oder eines Wegs für die Klassierung
nicht massgebend ist (vgl. Germann, in: a.a.O., Rz. 2 zu Art. 8 StrG), halten sowohl die
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Vorinstanz als auch der Beschwerdegegner und die Beschwerdebeteiligte
übereinstimmend fest, beim J.-weg handle es sich zumindest im zur Diskussion
stehenden Bereich nicht um einen nicht befestigten Fussweg, sondern um ein
chaussiertes Strässchen, das mit Motorfahrzeugen befahren werden könne und auch
befahren werde. Der Beschwerdeführer bestreitet denn auch nicht, dass er dem
Beschwerdegegner und dem Pächter des Grundstücks Nr. 1675 erlaubt habe, den J.-
weg auf Zusehen hin für die land- und forstwirtschaftliche Bewirtschaftung dieser
Parzelle als strassenmässige Erschliessung zu nutzen (Ziff. 6 und 11 der
Beschwerdeschrift). Ohne Belang ist in diesem Zusammenhang, dass er sich darauf
beruft, er hätte diese Nutzung nicht geduldet, wenn er gewusst hätte, dass dies
letztlich zu einer Umklassierung des J.-wegs führen könnte. Auch stellt der
Beschwerdeführer nicht in Abrede, dass die Gebäude Assek.-Nrn. 2002 und 2003 auf
seinem Grundstück Nr. 1699 strassenmässig über den J.-weg erschlossen sind. Im
Rahmen des Beschwerdeverfahrens hat der Beschwerdeführer zwar neu geltend
gemacht, er habe ein Gesuch um Aufnahme seines Grundstücks Nr. 1699 in den
Perimeter des Strassenunternehmens J.-strasse gestellt, dessen Gutheissung es ihm
(auch) ermöglichen würde, die Gebäude Assek-Nrn. 2002 und 2003 von Südwesten her
über die J.-strasse zu erreichen. Zutreffend ist, dass im Beschwerdeverfahren unechte
Noven zu würdigen sind und echte Noven dann, wenn ein Dauerschuldverhältnis
betroffen ist und die Angelegenheit bisher nicht von einer gerichtlichen Instanz
überprüft wurde (VerwGE B 2011/177 vom 28. August 2012 E. 3.3.4 mit Hinweis auf B
2012/20 vom 3. Juni 2012 E. 1 und B 2007/218 vom 13. März 2008 E. 2.1, abrufbar
unter www.gerichte.sg.ch). Der Umstand, dass der Beschwerdeführer beabsichtigt,
das Grundstück Nr. 1699 (auch) auf andere Weise zu erschliessen, vermag aber nichts
daran zu ändern, dass keine Anhaltspunkte bestehen, wonach der bauliche Zustand
des J.-wegs nicht genügen könnte.
Es ergibt sich somit, dass die Rüge unbegründet ist. Abgesehen davon, dass der
bauliche Zustand einer Strasse oder eines Wegs wie bereits erwähnt für die
Klassierung nicht massgebend ist, bestehen keine Anhaltspunkte, wonach die
Umklassierung des J.-wegs in eine Gemeindestrasse 3. Klasse eine
Nutzungsintensivierung und in der Folge einen Ausbau zur Folge haben könnte. Hinzu
kommt, dass sich der Beschwerdegegner an den Kosten eines Ausbaus des J.-wegs,
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der nicht Gegenstand des Verfahrens und auch nicht geplant ist, entsprechend seinem
Sondervorteil (Art. 78 StrG) zu beteiligen hätte (Art. 77 ff. StrG).
4.3. Der Beschwerdeführer stellt sich auf den Standpunkt, eine mangelhafte
strassenmässige Erschliessung lasse sich dadurch beheben, dass der
Grundeigentümer auf Gewährung eines Notwegrechts im Sinn von Art. 694 des
Schweizerischen Zivilgesetzbuches (SR 210, abgekürzt ZGB) klage. Die Voraussetzung
für die Umklassierung des J.-wegs in eine Gemeindestrasse 3. Klasse sei im Sinn von
Art. 14 StrG erst erfüllt, wenn das Grundstück Nr. 2629 mit einem Notwegrecht
zugunsten des Grundstücks Nr. 1675 belastet worden sei.
Wie ausgeführt, werden Gemeindestrassenpläne im öffentlichen und nicht im privaten
Interesse geändert (E. 2 hievor). Von einem öffentlichen Interesse ist gemäss Art. 14
StrG auszugehen, wenn die Verhältnisse geändert haben. Nach Art. 14 Abs. 1 StrG
wird die Einteilung von Strassen geändert, wenn die Bedeutung oder
Zweckbestimmung es erfordert. Diese Vorschrift findet sinngemäss auch Anwendung,
wenn die Umklassierung eines öffentlichen Wegs in eine öffentliche Strasse zur
Diskussion steht. "Bedeutung" im Sinn dieser Vorschrift heisst, dass sich die
tatsächlichen Verhältnisse (so z.B. das Verkehrsaufkommen) geändert haben. Überdies
ist - zum voraus - eine Anpassung des Strassenplans erforderlich, wenn die
Zweckbestimmung der Strasse aufgrund einer Planung geändert werden soll
(Germann, in: a.a.O., Rz. 1 zu Art. 14 StrG). Unerheblich ist in diesem Zusammenhang,
ob im konkreten Fall eine "Wegnot" im Sinn von Art. 694 ZGB besteht bzw. ob die
zivilrechtlichen Voraussetzungen für die Einräumung eines Notwegrechts auf der zur
Diskussion stehenden Zufahrt erfüllt sind. Demzufolge besteht auch kein Anlass, das
Beschwerdeverfahren im Hinblick darauf zu sistieren, dass ein Notwegrecht errichtet
werden könnte.
4.4. Der Beschwerdeführer hält dafür, die Auffassung der Vorinstanz, wonach das
Grundstück Nr. 1675 rechtlich nicht erschlossen sei, treffe nicht zu. In Betracht falle,
dass zugunsten des Grundstücks Nr. 1675 keine Dienstbarkeit bestehe, die sein
Grundstück Nr. 2629 belaste bzw. die den J.-weg betreffe. Demgegenüber bestehe
zugunsten des Grundstücks Nr. 1675 ein ganzjähriges, unentgeltliches land- und
forstwirtschaftliches Fahrwegrecht zulasten des Grundstücks Nr. 1667 bis zum
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Wohnhaus M. (Assek.-Nr. 2477 auf dem Grundstück Nr. 3302) und ein ganzjähriges,
unentgeltliches land- und forstwirtschaftliches Fussbegehungsrecht vom Wohnhaus M.
weiter bis zur Grenze zum Grundstück Nr. 1675.
Soweit der Beschwerdeführer geltend machen will, das Grundstück Nr. 1675 sei über
das Grundstück Nr. 1667 strassenmässig erschlossen bzw. zu erschliessen, kann ihm
nicht gefolgt werden. Die Dienstbarkeit reicht dafür als Grundlage nicht aus. Die
Privatstrasse erschliesst das Grundstück Nr. 1675 nicht, weil vom Wohnhaus Assek.-
Nr. 2477 bis zu den Grundstücken Nrn. 1675 und 1674 über das Grundstück Nr. 1667
lediglich ein land- und forstwirtschaftliches Fussbegehungsrecht ausgeübt werden
darf. Eine Ausnahme besteht nur insofern, als vom 1. Oktober bis 1. Mai von den
Waldparzellen das anfallende Holz etc. über die Parzelle Nr. 1667 bis zum Wohnhaus
M. resp. bis zum Weganfang transportiert werden darf. Aus einem Schreiben des
Pächters des Beschwerdegegners vom 2. Mai 2012, das im Rahmen des
Beschwerdeverfahrens eingereicht worden ist (vgl. dazu Ziff. 4.2. hiervor), ergibt sich
denn auch, dass er das Grundstück Nr. 1675 mangels hinreichender Zufahrt nicht mehr
bewirtschaften könne, nachdem ihm der Beschwerdeführer am 18. April 2012 verboten
habe, den J.-weg zu befahren. Selbst wenn es möglich wäre, das Grundstück Nr. 1675
privatrechtlich über das Grundstück Nr. 1667 strassenmässig zu erschliessen, würden
dem Vorhaben sodann gewichtige öffentliche Interessen entgegenstehen. Wie
ausgeführt, liegt das zur Diskussion stehende Gebiet im Perimeter des BLN, Objekt
Nr. 1615 Melser Hinterberg - Flumser Kleinberg, weshalb aus Sicht des ANJF nicht
denkbar ist, eine längere Zufahrt aus einer anderen Richtung zu erstellen. Vielmehr ist
aus Gründen des Landschaftsschutzes die kürzeste und damit zweckdienlichste
Zufahrt zu wählen, d.h. die Zufahrt ab dem J.-weg, der deswegen nicht extra gebaut
werden muss. An dieser Beurteilung ändert nichts, dass der Beschwerdeführer geltend
macht, er habe am 2. August 2011 beobachtet, dass der Pächter des
Beschwerdegegners den zweiten Schnitt Gras ab dem Grundstück Nr. 1675 über das
Grundstück Nr. 1667 abtransportiert habe (act. 15 der Vorinstanz).
4.5. Der Beschwerdeführer beruft sich sinngemäss darauf, die Vorinstanz sei zu
Unrecht auf den Rekurs nicht eingetreten, soweit er gerügt habe, der Eigentümerin des
Grundstücks Nr. 1696 sei der Teilstrassenplan nicht persönlich angezeigt worden. Er
begründet dies damit, der J.-weg führe über eine Brücke, die sich auf dem Grundstück
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Nr. 1696 befinde. Wenn die Brücke zufolge des Ausbaus des J.-wegs angepasst
werden müsste, könnte dies im schlimmsten Fall zur Folge haben, dass Boden des
Grundstücks Nr. 1696 beansprucht werden müsste. Er wolle sich deshalb nicht dem
Vorwurf aussetzen, das Interesse an der unveränderten Nutzung des J.-wegs
ungenügend wahrgenommen zu haben.
Der Beschwerdeführer ist nicht Eigentümer des Grundstücks Nr. 1696, das nicht über
den J.-weg, sondern über die G.-strasse erschlossen wird (vgl. act. 23 der Vorinstanz).
Somit war und ist er nicht legitimiert, aus seiner Sicht bestehende Interessen der
Eigentümerin des Grundstücks Nr. 1696 wahrzunehmen. Diese hat im Übrigen
bestätigt, dass sie kein Interesse am J.-weg habe und ihn auch nicht benutze. Die
Rüge, die Vorinstanz wäre gehalten gewesen, auf den Rekurs des Beschwerdeführers
einzutreten, soweit er gerügt habe, die Eigentümerin des Grundstücks Nr. 1696 sei in
das Verfahren miteinzubeziehen, erweist sich demzufolge als unbegründet.
4.6. Der Beschwerdeführer rügt weiter, es treffe nicht zu, dass zwischen tatsächlicher
Nutzung und rechtlicher Qualifikation des J.-wegs eine Diskrepanz bestehe. Er
begründet dies damit, weil das Grundstück Nr. 2629 zugunsten des Grundstücks
Nr. 1675 nicht mit einem Wegrecht belastet sei, könne nicht gesagt werden, er
erschliesse mehrere Grundstücke. Erst eine Umklassierung würde den Benutzerkreis
verändern. Sodann könne die Tatsache, dass er dem Beschwerdegegner und dessen
Pächter auf Zusehen hin erlaubt habe, den J.-weg zu nutzen, der Gewährung eines
Wegrechts nicht gleichgesetzt werden.
Zutreffend ist, dass zugunsten des Grundstücks Nr. 1675 auf dem Grundstück Nr.
2629 kein privatrechtliches Wegrecht besteht und dass das Grundstück Nr. 1675 auch
öffentlichrechtlich über das Grundstück Nr. 2629 nicht erschlossen ist. Daraus kann
aber nicht gefolgert werden, die tatsächliche Nutzung sei seit Jahren unverändert
gleich geblieben, weshalb kein öffentliches Interesse an der Umklassierung des J.-
wegs von einem Gemeindeweg 2. Klasse in eine Gemeindestrasse 3. Klasse bestehe.
Wie ausgeführt (E. 4.2. hiervor), kann der J.-weg aufgrund seiner Beschaffenheit im zur
Diskussion stehenden Bereich mit Motorfahrzeugen und auch mit landwirtschaftlichen
Gerätschaften befahren werden, und er wird auch so genutzt. Dementsprechend hat
der Beschwerdeführer anlässlich der Einspracheverhandlung vom 18. November 2010
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einen Situationsplan zu den Akten gegeben. Aufgrund dieses Plans wird das Gras und
teilweise auch das Holz ab dem Grundstück Nr. 1675 gemäss seinen eigenen
Aufzeichnungen über den J.-weg abgeführt (act. 13 der Beschwerdebeteiligten). Die
Umklassierung in eine Gemeindestrasse 3. Klasse ist aber auch deshalb gerechtfertigt,
weil die Erstellung einer anderen strassenmässigen Erschliessung im Interesse des
Landschaftsschutzes nicht in Frage kommt (vgl. E. 4.4. hiervor). In Betracht fällt weiter,
dass am Gebäude Assek.-Nr. 1999 Unterhaltsarbeiten anstehen und dass der J.-weg
auch öffentlichen Diensten als Zufahrt dient. Gemäss Schreiben der Ortsgemeinde
Flums-Kleinberg vom 12. Mai 2012, das im Rahmen des Beschwerdeverfahrens
eingereicht worden ist (vgl. dazu Ziff. 4.2. hievor) ist der J.-weg zwecks Unterhalts der
Hydrantenleitung auf den Parzellen Nrn. 1699 und 1675 und im Brandfall auf der
Parzelle Nr. 1675 als Zufahrt erforderlich. Schliesslich dient der J.-weg der
Erschliessung des Grundstücks Nr. 1699, das sich im Eigentum des
Beschwerdeführers befindet und auf dem die Gebäude Assek.-Nrn. 2002 und 2003
stehen (vgl. dazu auch act. 23 der Vorinstanz). Wie ausgeführt (E. 4.3. hievor), beruft
sich der Beschwerdeführer zwar darauf, er strebe an, das Grundstück Nr. 1699 (auch)
über die J.-strasse, eine Gemeindestrasse 3. Klasse, zu erschliessen, die von
Südwesten her bis zur Grundstücksgrenze führe (vgl. act. 19 der Vorinstanz). Er macht
sinngemäss geltend, die Erschliessung seiner Liegenschaften über den J.-weg werde
in Zukunft deshalb an Bedeutung verlieren. Auf der Orthofoto (Situationsplan 2), die
von der Beschwerdebeteiligten im Rahmen des Rekursverfahrens eingereicht worden
ist (act. 23 der Vorinstanz), ist nur eine Fahrspur ersichtlich, die zu den Liegenschaften
des Beschwerdeführers auf dem Grundstück Nr. 1699 führt. Diese Fahrspur kommt
vom Grundstück Nr. 2629 her. Die Erschliessung der Gebäude Assek.-Nrn. 2002 und
2003 erfolgt somit von M. her über den J.-weg. Davon ist auch weiterhin auszugehen,
zumal offen ist, ob das Strassenunternehmen J.-strasse dem Gesuch des
Beschwerdeführers um Aufnahme des Grundstücks Nr. 1699 in den Perimeter des
Strassenunternehmens entsprechen wird.
4.7. Der Beschwerdeführer beruft sich auf eine gewässerschutztechnische Beurteilung
des Amtes für Umwelt und Energie vom 24. Mai 2007 (act. 14 der Vorinstanz) und
macht geltend, daraus ergebe sich, dass der J.-weg nicht das ganze Jahr über
befahren werden könne. Eine solche Erschliessung könne nicht als zweckdienliche
Erschliessung des Grundstücks Nr. 1675 angesehen werden.
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Zutreffend ist, dass der Stall "J." nach den "Bemerkungen zum Abwasseranfall" zu
einer gewässerschutztechnischen Beurteilung "nicht anrechenbar" ist, weil er im Winter
keine Zufahrt hat (act. 14 der Vorinstanz). Daraus muss geschlossen werden, dass der
Beschwerdeführer diesen Stall im Winter nicht bewirtschaftet. Aus dem Beitrittsgesuch
des Beschwerdeführers vom 11. März 2012 ist zudem ersichtlich, dass das "J.-Haus"
in nächster Zeit das ganze Jahr über genutzt werden soll, woraus sich ergibt, dass dies
zur Zeit nicht der Fall ist. Die Tatsache, dass eine strassenmässige Erschliessung
aufgrund ihrer Funktion nicht das ganze Jahr über erforderlich ist und damit nicht
gewährleistet sein muss, schliesst eine Klassierung als öffentliche Strasse aber nicht
aus, zumal dann, wenn es sich, wie im vorliegenden Fall, um eine
Erschliessungsstrasse von untergeordneter Bedeutung handelt, die der Land- und
Forstwirtschaft in der Bergzone 2 dient. Somit erweist sich auch diese Rüge als
unbegründet.
4.8. Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, die Rechtsvorgängerin des
Beschwerdegegners habe im Jahr 1989 im Zusammenhang mit der Neuklassierung der
Wege und Strassen freiwillig darauf verzichtet, das Fussbegehungsrecht über das
Grundstück Nr. 1667 in ein Fahrwegrecht umzuwandeln.
Zutreffend ist, dass die vormalige Eigentümerin des Grundstücks Nr. 1675 gemäss
Angaben des Beschwerdegegners die damalige Ausschreibung verspätet zur Kenntnis
genommen hat (act. 28 der Vorinstanz). Die Tatsache, dass der J.-weg heute für das
Grundstück Nr. 1675 Erschliessungsfunktion hat, weil eine andere
Erschliessungsoption vor Jahren nicht verwirklicht worden ist, kann aber nicht zur
Folge haben, dass es am öffentlichen Interesse an der Umklassierung fehlt.
4.9. Schliesslich vertritt der Beschwerdeführer den Standpunkt, ein Ausbau des J.-
wegs sei insofern erforderlich, als andernfalls keine Wendemöglichkeit geschaffen
werden könne.
Auf dem Teilstrassenplan ist ersichtlich, dass auf der Fläche des bestehenden J.-wegs
eine Wendemöglichkeit eingezeichnet ist. Ein Ausbau im Sinn eines Wendeplatzes ist
nicht vorgesehen.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 14/15
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St.Galler Gerichte
4.10. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerde in materieller Hinsicht
unbegründet ist. Beim J.-weg handelt es sich faktisch um eine untergeordnete
Erschliessungsstrasse und nicht um einen Weg bzw. um eine Verbindung, auf der kein
motorisierter Verkehr stattfindet. Demzufolge liegt die Umklassierung von einem
Gemeindeweg 2. Klasse in eine Gemeindestrasse 3. Klasse im öffentlichen Interesse.
Eine Überschreitung des ihnen zustehenden Ermessens durch die Vorinstanz und die
Beschwerdebeteiligte ist nicht ersichtlich.
5. Der Beschwerdeführer beantragt weiter, die Entscheidgebühr für den
Rekursentscheid sei
aufzuheben. Er beschwert sich darüber, dass die Entscheidgebühr Fr. 3'000.-- betrage,
obschon ein weit geringerer Kostenvorschuss von Fr. 1'000.-- verlangt worden sei.
Gemäss Ziff. 10.01 des Gebührentarifs für die Staats- und Gemeindeverwaltung (sGS
821.5) beträgt die Gebühr für einen Rekursentscheid zwischen Fr. 50.-- und Fr.
5'000.--. Bestehen für die Gebühr ein Mindest- und ein Höchstansatz, so ist sie
innerhalb dieses Rahmens nach dem Wert und der Bedeutung der Amtshandlung, dem
Zeit- und Arbeitsaufwand und der erforderlichen Sachkenntnis zu bemessen (R. Hirt,
Die Regelung der Kosten nach st. gallischem Verwaltungsrechtspflegegesetz, Diss. St.
Gallen 2004, S. 57). Insbesondere auch in Anbetracht der Tatsache, dass im Rahmen
des Rekursverfahrens ein Augenschein durchgeführt worden ist, erweist sich eine
Gebühr von Fr. 3'000.-- nicht als unangemessen hoch. Sodann stand es der Vorinstanz
frei, vom Beschwerdeführer einen Kostenvorschuss von geringerer Höhe zu verlangen.
In Betracht fällt schliesslich, dass die Beschwerde gegen den angefochtenen Entscheid
in materieller Hinsicht erfolglos geblieben ist.
6. (...).
6.1. (...).
6.2. (...).