Decision ID: 89eb374d-43be-4062-83f5-7eefb35c58c9
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1963, damals als Polier tätig, meldete sich erst
mals im Juli 1997 zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an (Urk. 8/2). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle tätigte die erwerblichen (Urk.
8/5
) und medizinischen Abklärungen (Urk. 8/6; Urk. 8/8) und prüfte die beruflichen Eingliederungsmassnahmen (vgl. das
Verlaufsproto
koll
vom 17. September 1997; Urk. 8/13). Mit Verfügung vom 14. Oktober 1997 hielt die IV-Stelle gegenüber dem Versicherten fest, ein Rentenanspruch sei der
zeit nicht ausgewiesen, da eine langdauernde Krankheit bzw. eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit erst seit April 1997 gegeben sei und somit noch keine Arbeitsunfähigkeit von mindestens einem Jahr vorliege (Urk. 8/16). Gleichen
tags wies die IV-Stelle den Anspruch auf berufliche Massnahmen ab mit der Begründung, der Versicherte fühle sich derzeit aus gesundheitlichen Gründen nicht in der Lage, eine Umschulung zu absolvieren (Urk. 8/17).
1.2
Im Mai 1998 reichte der Versicherte ein neues Umschulungsgesuch ein (Urk. 8/20). Die IV-Stelle holte daraufhin aktuelle Berichte von den behandeln
den Ärzten ein (Urk. 8/21). Nach Durchführung eines Eingliederungsgesprächs sprach sie dem Versicherten sodann am 24. Juli 1998 eine zwei Jahre dauernde Umschulung zum Kaufmännischen Angestellten an der
Y._
in
Z._
zu und gewährte ihm daneben ein Taggeld (Urk. 8/27; Urk. 8/32). Im Februar 2000 erfolgte ein Wechsel in den
Tageshandelsdiplom
kurs
mit Abschluss Höheres Handelsdiplom KLZ am
A._
(Verfügung vom 9. März 2000; Urk. 8/47). Nachdem der Versi
cherte im A
ugust 2000 den Tageshandelsdiplomkurs erfolgreich abgeschlossen und ab Oktober 2000 eine Anstellung als Berater bei den
B._
aufgenommen hatte, teilte ihm die IV-Stelle mit Verfügung vom 23. Januar 2001 mit, er sei rentenausschliessend eingegliedert (Urk. 8/59).
2.
Im Dezember 2010 meldete sich der Versicherte ein weiteres Mal zum
Leistungsbe
zug
an (Urk. 8/67; Urk. 8/72). Die IV-Stelle tätigte wiederum erwerbli
che und medizinische Abklärungen und zog Berichte von den behandelnden Ärzten (Urk. 8/75; Urk. 8/77; Urk. 8/82; Urk. 8/86; Urk. 8/89; Urk. 8/92), die Akten der Arbeitslosenversicherung (Urk. 8/78-79) sowie einen Auszug aus dem individuellen Konto (Urk. 8/80) bei. Mit Vorbescheid vom 17. Januar 2012 stellte sie dem Versicherten für die Zeit ab 1. Juni 2011 die Ausrichtung einer ganzen Rente und für die Zeit ab 1. Dezember 2011 die Ausrichtung einer halben Rente in Aussicht (Urk. 8/99). Dagegen liess der Versicherte am 12. März 2012 durch Rechtsanwalt K. Gehring Einwand erheben (Urk. 8/114). Am 31. Oktober 2012
sprach
ihm
die IV-Stelle ab 1. Juni 2011 eine ganze Rente und ab 1. Dezember 2011 eine
Dreiviertelsrente
zu (Urk. 2/1-4).
3.
Hiergegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 4. Dezember 2012 Beschwerde mit dem Rechtsbegehren, es sei die angefochtene Verfügung inso
fern aufzuheben, als dem Beschwerdeführer ab 1. Dezember 2011 lediglich eine
Dreiviertelsrente
zugesprochen werde, und die Beschwerdegegnerin sei zu ver
pflichten, auch ab 1. Dezember 2011 eine ganze Rente auszurichten; es sei ein zweiter Schriftenwechsel durchzuführen; unter Kosten- und
Entschädigungsfol
gen
zulasten der Beschwerdegegnerin (Urk. 1). In ihrer Beschwerdeantwort vom 22. Januar 2013 stellte die Beschwerdegegnerin Antrag auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 7), was dem Beschwerdeführer am 7. Februar 2013 – unter gleichzeitiger Mitteilung, dass auf die förmliche Anordnung eines zweiten Schriftenwechsels verzichtet werde – zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 9). Mit Beschluss vom
9.
Januar 2014 eröffnete das hiesige Gericht
dem Beschwerde
führer, dass eine Rückweisung der Sache
an die Beschwerdegegnerin
in Aus
sicht genommen werde, wobei die damit verbundenen neuerlichen Abklärungen zum Ergebnis führen könnten, dass ein geringerer bzw. gar kein Rentenan
spruch mehr ausgewiesen sei (
Urk.
10). Der Beschwerdeführer liess in der Folge
mit Schreiben vom 1
0.
März 2
014
an seiner Beschwerde festhalten
(
Urk.
13).
4.
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird
– soweit erforderlich - im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegan
gen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1
.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG). Erwerbs
unfä
higkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi
schen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Einglie
derung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbs
möglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbs
unfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen
der gesundheitlichen Beeinträch
tigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG in der seit 1. Januar 2008 geltenden Fas
sung).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 Prozent arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Die seit dem 1. Januar 2004 massgeblichen Rentenabstufungen geben bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG; bis 31. Dezember 2007: Art. 28 Abs. 1 IVG).
1.3
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.4
Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte haben die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfüg
baren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines
Arztbe
richtes
ist also entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfas
send ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer
den berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grund
sätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gut
achten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a).
2.
Die medizinische Aktenlage präsentiert sich im Wesentlichen wie folgt:
2.1
Das
C._
(Rheumaklinik und Institut für Physikalische Medi
zin) stellte in seinem Bericht vom 1
5.
April 1997 die Diagnose einer chro
nischen Polyarthritis,
seropositiv
,
erosiv
(
Methotrexat
seit 10.4.1997). Die behandelnden Ärzte führten aus, der 34-jährige Betonsanierungspolier leide seit Oktober 1996 an zunehmenden,
initial
nur diskreten Polyarthritiden. Diese hät
ten nun in den letzten Wochen massiv zugenommen und es fänden sich sym
metrische
Synovitiden
an Hand- und Fingergelenken (mit Ausnahme DIP), der MTP-Gelenke, der Kniegelenke sowie der Schultern
beidseits
. Zusätzlich lägen auch
Tenosynovitiden
vor. Es bestehe eine Morgensteifigkeit von zwei Stunden sowie zunehmend auch ein allgemeines Müdigkeitsgefühl.
Es
hätten sich erhöhte Entzündungsparameter (BSR, CRP) und leicht erhöhte Rheumafaktoren im B
lut und der
Synovia
(höhere Titer
im
Gelenkspunktat) gefunden. Radiolo
gisch hätten sich bereits destruktive Veränderungen mit Usuren im Bereich der MTP-Gelenke V und diskret auch im Bereich der MTP-Gelenke I
bds
.
gezeigt
. Ebenfalls
szintigraphisch
lägen Hinweise auf eine Polyarthritis vor. Aufgrund der klinischen, der radiologischen und labormässigen Befunde liege eine chro
nische Polyarthritis vor. Der bisherige Verlauf sei aggressiv mit bereits beste
henden destruktiven Gelenksveränderungen. Eine reaktive Arthritis sei aufgrund der umfangreichen bisherigen Abklärungen unwahrscheinlich. Wegen des schnellen und destruktiven Verlaufs sei am 1
0.
April
97 eine Basistherapie mit
Methotrexat
10 mg i. m. mit entsprechenden Laborkontrollen begonnen worden. Die meist befallenen Gelenke würden je nach klinischem Befund infiltriert (
Urk.
8/6/4-5). Im Zusammenhang mit der Arbeitsfähigkeit führte das
C._
am 3
0.
Juli 1997 aus, krankheitsbedingt bestehe in der angestammten Tätigkeit als Polier seit dem
3.
April 1997 eine volle Arbeitsunfähigkeit. Diese körperlich schwere Tätigkeit sei dem Beschwerdeführer aufgrund der chronisch-entzündlichen Erkrankung der Gelenke nicht mehr zumutbar.
In einer der Krankheit des Patienten angepassten Tätigkeit und bei guter medikamentöser
Einstellung sollte indes eine 100%ige Arbeitsfähigkeit möglich sein. Es müsse sich diesbezüglich um eine körperlich leichte Arbeit ohne längerdauernde manuelle Tätigkeit handeln. Ebenfalls seien Tätigkeiten mit feinmotorischer Beanspruchung der Hand ungeeignet (
Urk.
8/6/3).
2.2
Mit Bericht vom 2
7.
Oktober 2010
führten d
ie behandelnden Ärzte
der
C._
-Rheumaklinik
aus, der Beschwerdeführer habe sich nach gut drei Jahren erst
mals wieder zu einer Verlaufskontrolle gemeldet. Frühere Terminangebote seien von ihm abgelehnt worden. Der Beschwerdeführer
berichte
über einen recht guten Verlauf bis
Mai
201
0.
Schmerzschübe in den Gelenken sei
en
jeweils nur bei grösseren körperlichen Anstrengungen aufgetreten. Die Behandlung mit
Methotrexat
und
Salazopyrin
sei weitergeführt worden, der Patient habe jedoch immer wieder versucht, mit der Behandlung zu pausieren, so dass insgesamt keine regelmässige Basistherapie durchgeführt worden sei. Therapiepausen hät
ten jedoch nie länger als einige Wochen gedauert, da es jeweils wieder zu Gelenksbeschwerden gekommen sei. Seit Mai dieses Jahres seien Schwellungen verschiedener Gelenke aufgetreten, insbesondere im Bereich der Handgelenke, jedoch auch
an den oberen Sprunggelenken (
OSG
)
und Kniegelenke
n
. In den Wochen vor der Konsultation seien auch Schmerzen in den Schultern
bds
. vor
handen gewesen. Eine Morgensteifigkeit bestehe wieder seit
Mai
10 über jeweils mehrere Stunden (
Urk.
8/75/6-7).
2.3
Am 1
4.
Dezember 2010 erwähnte das
C._
-Spital nebst der bisherigen Dia
gnose einen
Pleuraerguss
rechts
. Anamnestisch sei es im Verlauf seit der Untersu
chung vom 2
5.
Oktober 2010 zu einer zunehmenden Anstrengungsdyspnoe gekommen. Im
Thoraxröntgenbild
habe sich ein grösser
er
, rechtsseitiger
Pleura
erguss
dargestellt. Am 1
8.
November
2010 sei in der Pneumologie-Abteilung des
C._
eine
Pleurapunktion
vorgenommen worden. Dabei hätten weder Hin
weise für eine Infektion noch eine maligne Ursache des
Pleuraergusses
bestan
den. Es sei deshalb von einer entzündlichen Ergussursache im Rahmen der Grunderkrankung auszugehen (
Urk.
8/75/8).
2.4
In ihrem Arztbericht vom 2
8.
J
anuar 2011 führten die Ärzte des
C._
-Spitals
aus, anamnestisch stehe der Patient seit dem
7.
Dezember
2010 unter einer Behandlung mit
Humira
in Kombination mit
Methotrexat
und weiterhin Pred
nison. In der letzten Kontrolle am 2
1.
Januar
2011, nach bisher drei
Humira
-Injektionen, habe der Patient über eine Besserung der Schmerzen im Bereich der Handgelenke berichtet, insbesondere auch nach den Infiltrationen vom
7.
Dezember
201
0.
Schmerzen bestünden jedoch weiterhin auf reduziertem Niveau und ebenso eine Morgensteifigkeit von gut zwei Stunden Dauer. Weiter
hin bestehe auch eine Atemnot schon bei kleinen Anstrengungen, die
Beschwerdesymptomatik sei jedoch von Tag zu Tag wechselnd
. In der Untersu
chung habe sich eine perkutorische Dämpfung rechts basal bei ansonsten unauffälliger Lungenauskultation gefunden. Weiterhin
seien
auch eine
Hand
gelenkssynovitis
bds
. und
Druckdolenzen
mehrerer MCP-Gelenke mit pos.
Gaenselenzeichen
auszumachen gewesen. Im Zusammenhang mit der Arbeitsfä
higkeit wurde ausgeführt,
als
Aussendienst
-Mitarbeiter einer Versicherung sei der Beschwerdeführer ab
1.
Februar 2011 bis auf weiteres zu 80
%
arbeitsunfä
hig. Seit Februar 2010 sei er stellenlos. Hinsichtlich der bisherigen Tätigkeit bestünden Einschränkungen für handbelastende und Feinmotorik erfordernde Tätigkeiten sowie überwiegend
s
tehend und
g
ehend auszuübende Tätigkeiten. Weiter sei eine Einschränkung für Treppensteigen und generelle körperliche Anstrengungen aufgrund der Dyspnoe gegeben. Eine ideale
behinderungsange
passte
Tätigkeit sei zu rund 20 bis 30
%
zumutbar, entsprechend rund zwei Stunden pro Tag (
Urk.
8/77/
4-5).
2.5
Vom
3.
bis 1
0.
Februar 2011 war der Beschwerdeführer in der
C._
-
Rheumakli
nik
zur weiteren
Diagnosik
und Therapie des rezidivierenden
Pleuraergusses
hospitalisiert. Im Austrittsbericht vom 1
0.
Februar 2011
(Urk. 8/89/10-15)
wur
den als neue Diagnosen ein St. n. chronischem
Dormicumkonsum
(aktuell aus
geschlichen und gestoppt) sowie eine
Xerophthalmie
(Schirmer I 07.02.2011:
re
. Auge 11 mm, li. Auge 6 mm), DD sekundär im Rahmen der
seropositiven
erosi
ven
rheumatoiden Arthritis, gestellt. Die behandelnden Ärzte führten aus, es habe sich ein kardial unauffälliger Patient präsentiert in leicht reduziertem All
gemein- und adipösem Ernährungszustand mit deutlichem Cushing-Aspekt sowie einer Klopfschalldämpfung und abgeschwächten Atemgeräuschen basal über der rechten Lunge. An Beschwerden seien bei Aufnahme eine Ruhedyspnoe sowie geringe fluktuierende schmerzhafte Schwellungen v.a. der Schulter-, Hand-, Finger-, Knie- und Sprunggelenke im Vordergrund gestanden. Insgesamt hätte der Patient unter
Humira
bereits eine Besserung der Gelenkbeschwerden erfahren. Das Thorax-Röntgenbild vom
3.
Februar 2011 habe einen ausgedehn
ten
Pleuraerguss
rechts mit
Atelektase
des rechten Unterlappens bei verminder
ter Inspirationstiefe und kompensierter Lungenzirkulation
ergeben
, jedoch ohne Anhaltspunkte für pulmonale oder mediastinale Raumforderungen.
Bei Entlas
sung sei die Dyspnoe wesentlich gebessert gewesen bei nur leicht
regredienten
Gelenksbeschwerden insbesondere an den Händen. Auf eine Steroidinfiltration der Handgelenke sei bei deutlich geringeren Beschwerden auf Wunsch des Pati
enten verzichtet worden.
Neben der Abklärung des
Pleuraergusses
seien zur Evaluation der aktuellen RA-Krankheitsaktivität Röntgenbilder der HWS sowie beider Hände und Füsse
angefordert worden. Hier hätten sich eine Spondylose und
Osteochondrose
C3/4 gezeigt, ein im Vergleich zur Voruntersuchung 04/06 stationärer Befund der linken Hand, progrediente zystische und degenerative Veränderungen der rech
ten Hand und stationäre zystische Veränderungen ohne Usuren oder Erosionen an beiden Füssen. Das Herz
habe sich im Thorax-Röntgen normal gross darge
stellt; das EKG sei
ebenfalls normal gewesen. Alle
laborchemischen Parameter seien unauffällig gewesen. Hämatologisch habe sich bei protrahierter Steroid
ei
nnahme eine
Leukozyste
mit relat
iver
Neutrophilie
und
Lympopenie
g
e
zeigt; die übrigen Werte hätten im Normbereich gelegen.
Aufgrund des subjektiven Trockenheitsgefühls an beiden Augen seien am
7. Februar
2011 noch ein Schirmer-Test mit pathologischem Resultat beidseits durchgeführt worden (
re
. Auge 11 mm, li. Auge 6 mm). Unter Applikation von Tränenersatzmitteln hätten die trockenheitsbedingten Beschwerden rasch gebessert
(
Urk.
8/89/10-12)
.
2.
6
Dr.
M.
D._
, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, hielt in seinem Bericht vom
7.
April 2011 folgende Diagnosen fest:
Mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F:32.1), seit ca. Ende 2009
r
heumatoide Arthritis mit z.T. schweren Komplikationen (
Pleuraerguss
, Atem
not, Schwindel, Schmerzen) seit Jahren, jetzt Exazerbation;
Der behandelnde Arzt legte dar, im Zuge der rheumatologischen Erkrankung und vor allem aufgrund der Komplikationen habe sich auch der psychische Zustand rapide verschlechtert, und zwar seit ca. Ende 2009/Anfang 201
0.
Der Patient habe sich dann deshalb bei ihm im September 2010 gemeldet und um Hilfe nachgesucht. Seither sei der Zustand grundsätzlich gleichbleibend und wechsle passager je nach körperlicher Befindlichkeit (Atemnot, Schmerzen, Schwindel). Seit März 2010 bestehe in der Tätigkeit als Versicherungs- und Vorsorgeberater bis auf weiteres eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Die Arbeits
fähigkeit aus psychiatrischer Sicht sei stark von der somatischen Situation und der diesbezüglichen Entwicklung abhängig. In der bisherigen Tätigkeit bestün
den folgende Einschränkungen: Konzentrationsprobleme, Vergesslichkeit, Stimmungsschwankungen, insb. depressive Verstimmungen, geringe Belastbar
keit und kaum Stressresistenz, des Weiteren diverse körperliche Einschränkun
gen, insb
esondere
Atemnot. Eine behinderungsangepasste Tätigkeit sei zu 20
%
möglich, wobei auch das variiere, je nach aktuellem Zustand (Atemnot, Schwindel, Depression). Die Ausprägung
sei
unterschiedlich und könne von einem Augenblick auf den anderen wechseln. Hinsichtlich
einer angepassten Tätigkeit sei erforderlich, dass es sich um eine leichte Arbeit handle. Es müsse Gelegenheit zu Pausen bestehen, eine ruhige Arbeitsatmosphäre möglichst ohne
Konflikte mit Vorgesetzten und Kollegen sowie wenig Zeit- und Leistungsdruck (
Urk.
8/86/1-5).
2.
7
Mit Bericht vom 1
0.
August 2011 hielt die
C._
-Rheumaklinik fest, unter Behand
lung mit hoch dosierten Steroiden sowie
Methotrexat
und im Verlauf auch dem TNF-Hemmer
Humira
sei
die
Kontrolle der entzündlichen Aktivität nicht ganz wunschgemäss
gewesen
. Es sei deshalb
Humira
im April 2011 abge
setzt worden und eine Behandlung mit
Mabthera
begonnen worden. Auch nach den beiden
Mabthera
-Infusionen sei es bisher noch nicht zu einer befriedigen
den Suppression der entzündlichen Aktivität gekommen. Weiterhin seien dis
krete
Synovitiden
der Handgelenke feststellbar gewesen, die
Entzündungspara
meter
im Serum seien ebenfalls weiterhin erhöht gewesen. Der Patient gebe eine etwas untypische intermittierende Schmerzsymptomatik in vers
chiedenen
Gelenken an
, jeweils in Abhängigkeit von Belastung bzw. Bewegung. In Anbe
tracht der Befunde sei jedoch auch dabei von einer am ehesten entzündlichen Genese auszugehen. Was die Arbeitsfähigkeit betreffe, bestehe weiterhin für eine manuelle/mechanische Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Eine behinderungsangepasste Tätigkeit sei aus rheumatologischer Sicht kaum mehr als zu 40
%
zumutbar (
Urk.
8/89/24-25).
2.8
In ihrem IV-Arztbericht vom 1
2.
August 2011 führte die
C._
-Rheumaklinik aus,
als Vertreter von Vermessungsgeräten sei der Beschwerdeführer seit
1.
Februar 2011 bis auf
Weiteres
zu 80
%
arbeitsunfähig. In Bezug auf diese Tätigkeit bestünden Einschränkungen für handbelastende und Feinmotorik erfordernde Tätigkeiten sowie überwiegend im Stehen und Gehen auszuübende Tätigkeiten. Weiter bestehe eine Einschränkung für Treppensteigen und gene
relle körperliche Anstrengungen. Eine behinderungsangepasste Tätigkeit sei aus rheumatologischer Sicht zurzeit max. zu 40
%
zumutbar, entsprechend rund drei Stunden pro Tag; eine zusätzliche psychiatrische Einschränkung müsste durch den behandelnden Psychiater
Dr.
D._
beurteilt werden. Eine ideal angepasste Tätigkeit wäre wechselbelastend und dürfte keine Handbelastung und keine Feinmotorik der Hände erfordern. Zudem sollten keine längeren Geh- und Stehbelastungen erforderlich sein (
Urk.
8/89/5-8).
2.9
In seinem IV-Arztbericht vom 1
1.
September 2011 führte
Dr.
D._
aus
, seit April 2011, also seit dem letzten Bericht, gebe es keine wesentliche Besserung der Symptomatik. Der Ve
rlauf sei bisher stationär, ein
durchschlagender Erfolg habe sich nicht eingestellt. Nach wie vor sei ein häufiges Auftreten von depres
siven Verstimmungen mit Angstzuständen, Panikattacken, Konzentrationsstö
rungen und Schlafstörungen, aber auch Zustände von Erschöpfung und Schwä
che, Verzweiflung, Zukunftsängsten und Hoffnungslosigkeit festzustellen
. Ganz allgemein werde der Patient als ausgesprochen stimmungslabil bzw. nicht mehr stressresistent und belastbar erlebt.
Folgende objektiven Befunde könnten genannt werden
: Wechselnde Stimmung von subdepressiver bis depressiver Verstimmung mit ängstlicher Grundhaltung, Verunsicherung und bis hin zu etwas verärgerter, aufgeregter Grundhaltung mit Nervosität, Reizbarkeit, „
Dünnhäutigkeit
“ und innerer Unruhe. Im Denken bestehe eine starke Einen
gung auf die aktuelle Situation. Der affektive Rapport sei gut. Es seien keine psychotischen Zeichen und keine Suizidalität vorhanden. Hingegen seien eine verminderte Belastbarkeit, Stressanfälligkeit und rasche Ermüdbarkeit gegeben, so dass selbst die Alltagsaufgaben kaum mehr bewältigt werden könnten und eine Überforderung resultiere. Hinzu kämen noch die starken Nebenwirkungen der somatischen Medikamente, wie z.B. das
Mabthera
, was sehr starke und unangenehme Symptome verursachen könne. Im Rahmen der Behandlung erfolgten stützende und verhaltenstherapeutische Psychotherapie. Wegen der vielen anderen Medikamente wolle der Patient nicht auch noch Antidepressiva zu sich nehmen. Was die Prognose betreffe, sei wohl keine echte und nachhal
tige Verbesserung zu erzielen. Man habe jetzt so vieles versucht und es gebe meist nur s
chwere Nebenwirkungen (z.B.
Ple
uraerguss
, Fieber, Ödeme,
Bron
cho
s
pasmen
, Allergien
etc.). In der Eigenschaft als Psychiater könnten die somatischen Belange indes nicht so gut abgeschätzt werden. Die Prognose sei in Bezug auf die Psyche mehrheitlich von den Fortschritten der
Somatik
abhängig (
Urk.
8/92/1-2).
2.10
In ihrem Arztbericht vom
1
1.
April 2012 führte
n
die
Ärzte der
C._
-
Rheumakli
nik
aus, nach den
Mabthera
-Infusionen sei es offenbar zu einer Stabilisierung der Beschwerden bis Ende Jahr gekommen, schmerzfrei sei der Patient jedoch nie geworden. Seit Anfang dieses Jahres seien die Beschwerden nun wieder deutlich progredient. Im Vordergrund stünden weiterhin die Arthritiden beider Handgelenke. Insgesamt sei das Ansprechen auf
Mabthera
somit unbefriedi
gend. In Anbetracht dieses Verlaufs sei dem Patienten ein Wechsel der
Basis
therapie
von
Mabthera
auf Enbrel vorgeschlagen worden. In der Konsultation vom
4.
April 2012
habe
der Beschwerdeführer dies jedoch abgelehnt, insbeson
dere wegen der möglichen Nebenwirkungen. Die
Behandlung sei vorerst darauf beschränkt worden, die Handgelenke
bds
. mit einem Depotsteroid zu infiltrieren. Die Basistherapie mit
Metoject
sowie die
Prednisondauertherapie
sollte vorerst weitergeführt werden. Nach Möglichkeit sollte die
Prednisondosis
reduziert werden. Bei offenbar weiterhin bestehender Limitierung durch
anstrengungsab
hängige
Dyspnoe empfehle sich eine nochmalige Röntgen-Thorax-Untersu
chung. Wegen neu angegebenem Brennen in den Füssen mit intermittierender Hypästhesie empfehle sich bei Verdacht auf Polyneuropathie
ausserdem
eine neurologische Abklärung
(
Urk.
3/3)
.
2.11
Dr.
med.
E._
, Fachärztin FMH für Neurologie, stellte in ihrem Bericht vom 3
0.
April 2012 folgende Diagnosen:
Leichte, sensibel betonte, schmerzhafte, distal symmetrische Polyneuropathie der Beine
Ätiologie: DD im Rahmen der seit 1996 bekannten
seropositiven
erosi
ven
rheumatoiden Arthritis, zudem Diabetes-Mellitus-Typ
II
;
r
heumatoide Arthritis, ED 1996, Rheumafaktor, anti-CCP, ANA
pos
,
erosiv
destruktiver Verla
uf mit Schwerpunk Handgelenk
re
St. n. Basistherapie mit
Methotrexat
04/97 bis 2003, erneut seit 11/04
;
Salazopyrin
98 bis 2000, 04/06 bis 12/10
;
Humira
12/10 bis 04/11 (ungenügende Wirkung)
;
Mabthera
20/04 bis 12.05.11;
Pleuraerguss
re
,
Xerophthalmie
;
St. n. CTS-Operation
re
02, bisher
rezidivfrei
;
St. n.
Superficialis
transversum
Dig
. IV mit Rekonstruktion FPL-Sehne bei FPL-Ruptur li 08/06 sowie Dekompression CTS li.
Die behandelnde Ärztin führte
in ihrer Beurteilung
aus, bei diesem Patienten liege eine leichte, distal symmetrische, subjektiv vorwiegend schmerzhaft und sensibel betonte (neurographisch seien auch die motorischen Nerven betroffen) gemischt
axonal-demyelinisierende
Polyneuropathie der Beine vor. Die oberen Extremitäten seien noch nicht davon betroffen. Ätiologisch bestünden diese Beschwerden entweder im Rahmen der rheumatoiden Arthritis, DD zusätzlich auch bei seit einem Jahr neu diagnostiziertem Diabetes-mellitus-Typ II.
Diffe
rentialdiagnostisch
fänden sich zum aktuellen Zeitpunkt keine Hinweise für eine z.B.
vaskulitische
multiplexe Neuropathie, welche auch bei einer rheumatoiden Arthritis vorkommen könne. Es seien keine Hinweise für ein CTS-Rezidiv vor
handen. Vereinzelt seien auch Sensibilitätsstörungen unter Therapie mit
Ritu
ximab
und
Humira
beschrieben worden, als Ursache dafür seien jedoch nicht die gehabten Therapien anzusehen, sondern vielmehr die Grundkrankheit plus Diabetes (
Urk.
3/4).
3.
Die Beschwerdegegnerin nahm in der angefochtenen Verfügung eine volle Arbeitsunfähigkeit seit
1.
März 2010 (Beginn der Wartezeit) in der zuletzt aus
geübten Tätigkeit als Versicherungs-Aussendienstmitarbeiter an. Hinsichtlich einer behinderungsangepassten Tätigkeit ging sie ab
3.
Januar 2011 vorerst von einer Arbeitsfähigkeit im Rahmen von 20
%
(ca. zwei Stunden pro Tag) aus, ab
9.
August 2011 von
40
%
(ca. drei Stunden pro Tag). Die Beschwerdegegnerin stützte ihre Beurteilung auf die Angaben der
C._
-Rheumaklinik sowie des Psy
chiaters
Dr.
D._
. Vorliegend erscheint indes fraglich, ob die betreffenden Einschätzungen der behandelnden Ärzte eine zuverlässige
Invaliditätsbemes
sung
erlauben. Was zunächst den Arztbericht des psychiatrischen Facharztes Dr.
D._
betrifft, wird darin als psychiatrische Diagnose einzig eine mittelgra
dige depressive Episode erwähnt. Der behandelnde Arzt legt indes nicht dar, aus welchen Befunden bzw. welchen Kriterien gemäss ICD-10 er diese Diagnose herleitet. Sodann begründet er die Einschränkung in der bisherigen Tätigkeit sowohl mit psychiatrischen als auch mit somatischen Symptomen. Die Beurtei
lung der Arbeitsfähigkeit kann aufgrund dieser Durchmischung nicht schlüssig nachvollzogen werden. So scheint einerseits die somatische Sichtweise unvoll
ständig dargestellt, da die rheumatoide Arthritis, welche gemäss Angaben des
C._
insbesondere Einschränkungen bezüglich Handbelastung und Feinmotorik der Hände nach sich zieht, bei der Einschätzung der Arbeitsfähig
keit nicht zur Sprache kommt. Andererseits muss überhaupt in Frage gestellt werden, inwieweit Dr.
D._
als Psychiater zur Beurteilung der Einschränkun
gen aus somatischer Sicht kompetent ist. Im Ergebnis
ist
eine zuverlässige
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit aufgrund der Einschätzungen von
Dr.
D._
nicht möglich
.
In Bezug auf die Arbeitsfähigkeitsschätzung der
C._
-
Rheu
maklinik
ist sodann festzuhalten, dass
die versicherungsmedizinisch zentrale Frage, inwieweit der Beschwerdeführer in der Lage ist, eine
behinderungsange
passte
Arbeit auszuüben, nicht hinreichend beantwortet
wird
. So
wird
ausge
führt, dass Tätigkeiten mit einer Handbelastung nicht zumutbar seien. Was als „belastend“ im Sinne dieser Einschätzung zu qualifizieren ist, wird indes nicht konkretisiert, insbesondere findet keine diesbezügliche Auseinandersetzung mit den nach der Umschulung offen stehenden Berufsbereichen statt.
Gesamthaft ist somit f
estzustellen, dass die angefochtene Verfügung auf keine
r
nachvollzieh
baren Beurteilung der Arbeitsfähigkeit basiert. Es sind diesbezüglich weitere Abklärungen durch die Beschwerdegegnerin angezeigt.
4.
Gestützt auf die Ergebnisse der noch zu tätigenden Abklärungen wird die Verwal
tung die Invaliditätsbemessung vorzunehmen haben. Es rechtfertigt sich daher nicht, zum heutigen Zeitpunkt ohne Kenntnisse des medizinischen
Leis
tungspotentials
bereits die Vergleichseinkommen zu bestimmen. Hinsichtlich des
Valideneinkommens
ist jedoch festzustellen, dass die Zeitspanne seit der letzten Arbeitsstelle als gelernter Maurer/Polier allein nicht genügt, um nicht an den bei diesem, allenfalls noch vorhandenen Arbeitsplatz erzielten Lohn anzu
knüpfen (vgl. jedoch Urteile des Bundesgerichts I 698/06 vom 4. Juli 2007 E. 4.2, I 175/06 vom 19. April 2006 E. 3 und 1/03 vom 15. April 2003 E. 4.3).
5.
5.1
Zusammenfassend ist in teilweiser
Gutheissung
der Beschwerde die angefoch
tene Verfügung aufzuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurück
zuweisen, damit diese nach erfolgten Abklärungen im Sinne der Erwägungen über den Leistungsanspruch neu verfüge.
5.2
Gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist abweichend von Art. 61
lit
. a ATSG das
Be
schwerdeverfahren
bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 1‘000.-- festgelegt. Die Gerichtskosten sind auf Fr. 600.-- festzusetzen und ausgangsgemäss der Beschwerdegegnerin aufzuerle
gen.
5.3
Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal
tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb
der
vertretene Beschwerdeführer Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat. Diese wird ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streit
sache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens be
messen (§ 34 Abs. 3
GSVGer
).
In der vorliegenden Angele
genheit erscheint ein
e Prozessentschädigung von Fr. 2‘000
.-- (inkl.
MWSt
und Barauslagen) als angemessen.