Decision ID: 20bc2550-a1b8-58d0-ad82-fc7c17884aa2
Year: 2021
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A._ war als Elektrofachmonteur bei der B._ angestellt und dadurch bei der
Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen die Folgen von Berufs- und
Nichtberufsunfällen sowie Berufskrankheiten versichert. Am 18. November 2016
meldete die Arbeitgeberin, dass der Versicherte am 14. November 2016 auf einer
Baustelle in C._ beim Treppensteigen ausgeschlipft sei und sich mit dem Arm habe
festhalten wollen, wobei es ihm die rechte Schulter ausgerenkt habe (Suva-act. 1). Der
erstbehandelnde Arzt Dr. med. D._, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin,
diagnostizierte am 19. November 2016 eine Distorsion am linken (gemeint wohl:
rechten) oberen Sprunggelenk (OSG) und einen Verdacht auf einen Status nach
Distorsion der rechten Schulter (Suva-act. 12).
A.a.
Dr. med. E._, Fachärztin Chirurgie am Stadtspital F._ in C._, erhob mit
Zwischenbericht vom 19. Januar 2017 einen Status nach Schulterluxation rechts am
14. November 2016 (Erstereignis, Selbstreposition, Arthro-Computertomographie vom
5. Dezember 2016 [abgeschilfertes Labrum anterior mit wulstförmiger Verbreiterung
antero-inferior, allenfalls ALPSA-Läsion]) und eine OSG-Distorsion rechts (Suva-
act. 13). Während die Verletzung am Sprunggelenk folgenlos abheilte, kam es an der
rechten Schulter zu rezidivierenden Instabilitätsepisoden mit anhaltender
Arbeitsunfähigkeit (vgl. dazu Suva-act. 23-2, 31-2). Dr. med. G._, Fachärztin für
orthopädische Chirurgie FMH von der H._ in I._, führte deshalb bei diagnostizierter
antero-inferiorer Instabilität der rechten Schulter bei Bankart-Läsion mit ossärem
Fragment, SLAP V-Läsion des Bizepssehnenankers und Tendinose der langen
A.b.
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Bizepssehne am 16. Mai 2017 eine Schulterarthroskopie rechts mit arthroskopischer
Bankart-Refixation und subpectoraler Tenodese der langen Bizepssehne in mini open-
Technik durch (Suva-act. 34; vgl. zur Magnetresonanzuntersuchung vom 9. Mai 2017
den Bericht von Dr. med. J._, Facharzt für Radiologie FMH, Rodiag Diagnostic
Centers in Suva-act. 56). Anlässlich einer Verlaufskontrolle vom 7. September 2017
schätzte Dr. G._ die Arbeitsfähigkeit für leichte körperliche Tätigkeiten unter
Schulterniveau wieder auf 40 bis 50% ein. Die Beweglichkeit der rechten Schulter sei
noch nicht vollständig wiedererlangt; bei Belastung des Armes, insbesondere auf
Schulterhöhe und darüber, seien Schmerzen im Bereich der dorsalen Gelenkskapsel zu
verzeichnen; zudem fehle es an Kraft für die Aussenrotation, die Elevation und die
Abduktion (Suva-act. 61). Im Verlaufsbericht vom 6. Oktober 2017 erachtete Dr. G._
eine Arbeitsfähigkeit von 50% in leichten körperlichen Tätigkeiten für gegeben (Suva-
act. 67). Am 3. November 2017 musste Dr. G._ die rechte Schulter, nachdem sich die
Beschwerdesituation nach geleisteter Gartenarbeit wieder verschlechtert hatte
(Kapsulitis, Bursitis subacromialis), intraartikulär und subacromial infiltrieren (Suva-
act. 70; vgl. auch den Untersuchungsbericht von Dr. med. K._ vom Spital L._ vom
29. Oktober 2017 in Suva-act. 73). Die wieder vollständige Arbeitsunfähigkeit
verlängerte Dr. G._ bis zur Kontrolle im Januar 2018 (Suva-act. 79), dann bei
fortbestehenden Beschwerden im laterodorsalen Acromion bis 27. Februar 2018 (Suva-
act. 88 und 93) und schliesslich bei belastungsabhängigen Schmerzen bis ca. April
2018 (Suva-act. 96).
Am 22. März 2018 untersuchte Kreisarzt med. pract. M._, Facharzt für Chirurgie,
Versicherungsmedizin Suva L._, den Versicherten. Er diagnostizierte eine Distorsion
OSG rechts vom 14. November 2016, einen Status nach Schulterluxation rechts mit
Auto-Reposition, SLAP-Läsion des Labrums und Bankart-Läsion mit ossärem
Fragment am 14. November 2016, einen Status nach Schulterarthroskopie mit
Refixation sowie subpectoraler Tenodese der langen Bizepssehne vom 16. Mai 2017
und eine postoperative Synovitis. Als überwiegend wahrscheinliche Unfallfolgen fänden
sich im Bereich der rechten Schulter objektivierbar eine deutliche
Bewegungseinschränkung insbesondere für die Abduktion sowie die Innen- und
Aussenrotation sowie ein deutliches Knacken ebenda mit positivem Apprehensions-
Test. Die vom Versicherten geschilderte erhebliche Schmerzsymptomatik sei glaubhaft.
A.c.
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B.
Es werde deshalb eine mehrwöchige Rehabilitationsmassnahme in der
Rehabilitationsklinik N._ empfohlen (Suva-act. 114). Diese fand vom 11. April bis
16. Mai 2018 statt (Suva-act. 119 und 126). Als Probleme beim Austritt wurden eine
schmerzhafte Bewegungseinschränkung rechte Schulter, belastungsabhängige
Schmerzen und eine Kraftminderung rechter Arm festgehalten. Die Tätigkeit als
Elektromonteur sei nicht mehr zumutbar. Ganztägige leichte Arbeit ohne Tätigkeit mit
dem rechten dominanten Arm länger dauernd über Brusthöhe sowie ohne Exposition
desselben gegenüber Schlägen und Vibrationen sei zumutbar (Suva-act. 133). Gestützt
darauf ermittelte med. pract. M._ am 28. Mai 2018 wegen Einschränkung der
Schulterbeweglichkeit bis zur Horizontalen einen Intergritätsschaden von 15% (Suva-
act. 139). Anhand ihrer Dokumentation von Arbeitsplätzen (DAP) kam die Suva sodann
zum Schluss, dass im Vergleich zum Einkommen ohne Unfall ein bloss unerheblicher
Minderverdienst von 2.45% resultiere (Suva-act. 142 und 143). Mit Verfügung vom
5. Juni 2018 sprach sie dem Versicherten deshalb eine Integritätsentschädigung von
Fr. 22'230.-- zu und lehnte einen Rentenanspruch ab (Suva-act. 144).
Mit Schreiben vom 4. Juni 2018 hatte Dr. G._ die Suva darauf hingewiesen, dass
es ihrer Ansicht nach verfrüht sei, den Fall abzuschliessen. Im Austrittsbericht der
Rehabilitationsklinik N._ werde zwar die Ansicht vertreten, dass sich der aktuelle
Zustand eineinhalb Jahre nach dem Unfall mit medizinischen Massnahmen kaum mehr
verbessern lasse. Da die letztmalige Schulteroperation aber erst vor einem Jahr
stattgefunden habe und deutliche Krepitationen im Gelenk vorlägen, die auch in das
AC-Gelenk projiziert würden, sei aus orthopädischer Sicht durchaus eine operative
Revision der rechten Schulter mit Narbendébridement, ACG-Resektion und eventuell
erneut stabilisierenden Massnahmen zu diskutieren (Suva-act. 148). Daraufhin empfahl
die Suva vor einem operativen Eingriff eine Zweitmeinung einzuholen und ein aktuelles
MRI zu erstellen (Suva-act. 149 f.).
B.a.
Am 22. Juni 2018 liess der Versicherte, vertreten durch M. Milovanovic von der
Beratungsstelle für Ausländer, Einsprache gegen die Verfügung vom 5. Juni 2018
erheben. Beantragt wurde deren Aufhebung und dass weiterhin
Versicherungsleistungen zu erbringen seien sowie eine Integritätsentschädigung von
B.b.
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C.
30%. Der medizinische Endzustand sei noch nicht erreicht und es müssten
fachärztliche Abklärungen erfolgen (Suva-act. 156).
Mit Einspracheentscheid vom 14. Januar 2019 kam die Suva zum Schluss, dass
der Rentenanspruch zu Recht abgelehnt worden sei. Es sei zutreffend erkannt worden,
dass keine erhebliche unfallbedingte Erwerbseinbusse vorliege. Die
Integritätsentschädigung sei korrekt bemessen worden. Die Einwände des
Rechtsvertreters würden sich als unbegründet erweisen, weshalb die angefochtene
Verfügung zu bestätigen und die dagegen erhobene Einsprache abzuweisen sei (Suva-
act. 173).
B.c.
Mit Eingabe vom 13. Februar 2019 erhob der Versicherte (nachfolgend:
Beschwerdeführer) Beschwerde gegen den genannten Einspracheentscheid und
beantragte dessen Aufhebung und die Zusprache einer Invalidenrente und einer
Integritätsentschädigung von je 30%; eventuell sei der Einspracheentscheid
aufzuheben und die Sache zwecks weiterer Abklärungen an die Suva (nachfolgend:
Beschwerdegegnerin) zurückzuweisen. Er machte im Wesentlichen geltend, die
gesundheitlichen Folgen der Schulterverletzung seien nicht richtig beurteilt worden.
Zudem sei der Fall zu früh abgeschlossen worden (act. G 1). Der Beschwerde legte er
unter anderem eine aktuelle medizinische Beurteilung der Schulterproblematik durch
Dr. G._ bei (act. G 1.3).
C.a.
Mit Beschwerdeantwort vom 19. März 2019 beantragte die Beschwerdegegnerin
die Abweisung der Beschwerde (act. G 3).
C.b.
Nachdem der Beschwerdeführer auf die Einreichung einer Replik verzichtet hatte,
wurde der Schriftenwechsel am 23. Mai 2019 geschlossen (act. G 5).
C.c.
Mit Schreiben vom 17. Juli 2020 teilte Rechtsanwalt M. Horschik, Zürich, dem
Versicherungsgericht mit, dass er mit der Wahrung der Interessen des
Beschwerdeführers betraut worden sei (act. G 6). Mit Eingabe vom 1. Oktober 2020
stellte er folgende Anträge: 1. Der Einspracheentscheid vom 14. Januar 2019 sei
aufzuheben und es seien dem Beschwerdeführer die gesetzlichen Leistungen,
C.d.
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Erwägungen
1.
Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die
Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung
(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss den Übergangsbestimmungen werden
Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor Inkrafttreten der Änderung ereignet
haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach
bisherigem Recht gewährt. Vorliegend stehen Folgen des Unfalles vom 14. November
2016 zur Diskussion. Es finden daher die bis 31. Dezember 2016 gültigen
Bestimmungen Anwendung.
2.
Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens (zum Anfechtungsgegenstand
siehe BGE 131 V 164 f. E. 2.1) ist der Einspracheentscheid vom 14. Januar 2019 (Suva-
act. 173). Diesem liegt die Verfügung vom 5. Juni 2018 zugrunde (Suva-act. 144). In der
Verfügung und im Einspracheentscheid werden die Folgen des Unfalls vom 14.
November 2016 thematisiert, diesbezüglich ein Rentenanspruch geprüft und verneint
sowie eine Integritätsentschädigung, basierend auf einem Integritätsschaden von 15%,
insbesondere weiterhin Taggelder, Heilungskosten, ev. eine Rente und eine höhere
Integritätsentschädigung, zuzusprechen. Eventualiter sei ein Gerichtsgutachten zu
erstellen. Subeventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz
zurückzuweisen. 2. Es seien im vorliegenden Verfahren zwingend die vollständigen
Akten der Beschwerdegegnerin von Amtes wegen beizuziehen, unter Ansetzung eines
weiteren Schriftenwechsels. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zzgl. MwSt.
zulasten der Beschwerdegegnerin (act. G 10).
Am 14. Oktober 2020 übermittelte die Beschwerdegegnerin die beantragten Akten
und reichte eine Stellungnahme ein (act. G 12). Rechtsanwalt Horschik reagierte darauf
mit Eingabe vom 2. November 2020 (act. G 14). Der Schriftenwechsel wurde daraufhin
wieder geschlossen (act. G 15).
C.e.
Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie den Inhalt der
übrigen Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen
eingegangen.
C.f.
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zugesprochen. Nachfolgend zu prüfen ist, ob diese Beurteilung der
Beschwerdegegnerin vor den massgeblichen rechtlichen Grundlagen und der
anwendbaren Gerichtspraxis standhält. Allein diese Rechtsverhältnisse im vorliegend
relevanten Zeitraum bis zum Einspracheentscheid (14. Januar 2019; vgl. BGE 121 V
366 1b) bilden den Anfechtungsgegenstand. Auf den darüber hinausgehenden Einwand
des Beschwerdeführers, dass die Taggelder zu tief angesetzt worden seien (act. G 10
S. 5), ist mangels Anfechtungsgegenstands nicht einzutreten. Nicht Thema ist weiter
das bei Beschwerdeeinreichung noch hängige Rückfallverfahren (Schaden-/
Rückfallmeldung vom 6. August 2019, Suva-act. 182; vgl. auch Suva-act. 202, 204
bezüglich Qualifikation als Rückfall) bzw. allfällige Ansprüche daraus. Dieses ist noch
nicht abgeschlossen (act. G 12 S. 2).
3.
Ist die versicherte Person infolge des Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art.
6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
[ATSG; SR 830.1]), so hat sie Anspruch auf ein Taggeld (Art. 16 UVG). Sie hat zudem
Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Art. 10 UVG). Ist die
versicherte Person infolge des Unfalls mindestens zu 10% invalid, so hat sie Anspruch
auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Invalidität ist die voraussichtlich bleibende
oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
ATSG). Erleidet die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche
Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat sie
Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG).
3.1.
Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der
Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die
urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln
sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig
davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die
verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs
gestatten. Bezüglich Beweiswert eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für
die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die
geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese
abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in
der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen
der medizinischen Fachperson begründet und nachvollziehbar sind (BGE 125 V 352 E.
3a mit Hinweisen). Erachtet das Sozialversicherungsgericht die rechtserheblichen
tatsächlichen Entscheidgrundlagen bei pflichtgemässer Beweiswürdigung als
3.2.
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4.
Vorab ist festzuhalten, dass die Verletzung am oberen Sprunggelenk rechts
unbestrittenermassen folgenlos abgeheilt ist (Suva-act. 23-2, 133-3, 139). Zur
Beurteilung stehen Ansprüche bezüglich der Schulterproblematik rechts. Der
Beschwerdeführer bemängelt diesbezüglich, dass der Fall mit Einstellung der
Taggelder und Heilbehandlungsleistungen zu früh abgeschlossen worden sei.
schlüssig, darf es den Prozess ohne Weiterungen abschliessen (vgl. BGE 135 V 469 E.
4.3.2 mit Hinweisen). Diesfalls besteht kein Anspruch auf Beizug versicherungsexterner
medizinischer Gutachten (BGE 122 V 157).
Die Unfallversicherer haben während der medizinisch instabilen Schadensphase
vorübergehende Leistungen (Taggeld- und Heilbehandlungsleistung) zu erbringen. Die
Bestimmungen, welche den vorübergehenden Leistungen zugrunde liegen, legen indes
nicht fest, wann die medizinisch instabile Schadensphase bzw. der Anspruch auf
vorübergehende Leistungen endet. Das Ende der medizinisch instabilen
Schadensphase (der sogenannte medizinische Endzustand) wird in Art. 19 Abs. 1 UVG
geregelt. Dieser Zeitpunkt ist erreicht und die bisherigen Ansprüche auf
vorübergehende Leistungen erlöschen, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen
Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands der versicherten
Person mehr erwartet werden kann (Art. 19 Abs. 1 UVG; vgl. anstatt vieler das Urteil
des Bundesgerichts vom 18. September 2012, 8C_425/2012, E. 4.2).
Rechtsprechungsgemäss ist zu diesem Zeitpunkt der sogenannte "Fallabschluss" mit –
wie erwähnt – Einstellung der Heilbehandlungs- und Taggeldleistungen sowie Prüfung
eines Anspruchs auf Invalidenrente und Integritätsentschädigung vorzunehmen
(Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre Holzer, Bundesgesetz über die
Unfallversicherung, in: Erwin Murer/Hans-Ulrich Stauffer [Hrsg.], Rechtsprechung des
Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 4. Aufl. 2012, S. 143). Ob eine namhafte
Besserung des Gesundheitszustands noch erwartet werden kann, bestimmt sich
insbesondere nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung
der Arbeits- (BGE 134 V 115 E. 4.3) bzw. Funktionsfähigkeit (vgl. Urteil des
Bundesgerichts vom 10. Juli 2014, 8C_354/2014, E. 3.2 f.), soweit diese unfallbedingt
beeinträchtigt ist. Die Verwendung des Begriffs „namhaft“ in Art. 19 Abs. 1 UVG
verdeutlicht, dass die durch weitere (zweckmässige) Heilbehandlung im Sinn von Art.
10 Abs. 1 UVG erhoffte Besserung ins Gewicht fallen muss (vgl. wiederum BGE 134 V
115 E. 4.3). Weder eine weit entfernte Möglichkeit eines positiven Resultats einer
Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch ein von weiteren Massnahmen zu
4.1.
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erwartender geringfügiger therapeutischer Fortschritt verleihen einen Anspruch auf
deren Durchführung (Urteil des Bundesgerichts vom 2. Mai 2014, 8C_888/2013, E. 4.1,
mit Hinweisen). Eine allfällige blosse Verbesserung allein des Leidens an sich, eine nur
kurzfristige Linderung, eine blosse Verbesserung der Befindlichkeit oder dass die
versicherte Person etwa von Physiotherapie profitieren kann, genügen nicht (Urteil des
Bundesgerichts vom 22. September 2016, 8C_306/2016, E. 5.3, mit Hinweisen). Auch
ärztliche Verlaufskontrollen, die Einnahme von Medikamenten sowie
manualtherapeutische Behandlungen gelten für sich allein noch nicht als
kontinuierliche, mit einer gewissen Planmässigkeit auf eine namhafte Verbesserung des
Gesundheitszustands gerichtete ärztliche Behandlung im Sinne der Rechtsprechung
(Urteil des Bundesgerichts vom 5. Oktober 2007, U 395/06, E. 5.3). Die Frage, ob von
einer ärztlichen Behandlung noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszustands
erwartet werden kann, beurteilt sich gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung nach
dem im Sozialversicherungsrecht massgebenden Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 21. Juli 2010, 8C_346/2010, E.
2.2). Es handelt sich um die Einschätzung einer zukünftigen Sachverhaltsentwicklung,
weshalb eine prospektive Beurteilung dieser Rechtsfrage zu erfolgen hat.
Entscheidgrundlagen bilden in erster Linie die Auskünfte medizinischer Fachpersonen
zu den therapeutischen Möglichkeiten und der Gesundheitsentwicklung (Urteil des
Bundesgerichts vom 15. Dezember 2016, 8C_651/2016, E. 4.1).
Gestützt auf vorstehende Erwägung erging die Einstellung der vorübergehenden
Versicherungsleistungen zu Recht, wenn spätestens ab 1. Juli 2018 von der
Fortsetzung der ärztlichen Behandlung (im Grundfall) keine namhafte Besserung des
Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers mehr erwartet werden konnte bzw. der
(medizinische) Endzustand aus prospektiver Sicht erreicht war. Die
Beschwerdegegnerin bejaht dies, wogegen der Beschwerdeführer ausführen lässt,
dass der medizinische Endzustand am 30. Juni 2018 noch nicht erreicht gewesen sei.
4.2.
Der Verlauf seit dem Unfall vom 14. November 2016 präsentiert sich in Bezug auf
die Schulterproblematik rechts zusammengefasst wie folgt: Am 16. Mai 2017 wurde
der Beschwerdeführer bei rezidivierenden Instabilitätsepisoden (Diagnosen: antero-
inferiore Instabilität der rechten Schulter bei Bankart-Läsion mit ossärem Fragment,
SLAP V-Läsion des Bizepssehnenankers und Tendinose der langen Bizepssehne) von
Dr. G._ an der rechten Schulter operiert (Schulterarthroskopie rechts mit
arthroskopischer Bankart-Refixation sowie subpectoraler Tenodese der langen
Bizepssehne in mini open-Technik; Suva-act. 34). Am 18. Mai 2017 konnte der
Beschwerdeführer bei komplikationslosem perioperativem Verlauf in gutem
4.3.
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Allgemeinzustand, schmerzarm, mit reizloser Wunde nach Hause entlassen werden.
Nach sechs Wochen sollte ein rascher Bewegungs- und Belastungsaufbau nach
Massgabe der Beschwerden erfolgen (Suva-act. 35). Mit Bericht vom 8. September
2017 führte Dr. G._ aus, dass sich eine noch nicht ganz vollständig wiedererlangte
Beweglichkeit der rechten Schulter gezeigt habe. Bei Belastung des Armes
insbesondere auf Schulterhöhe und darüber hinaus seien noch Schmerzen im Bereich
der dorsalen Gelenkkapsel zu verzeichnen. Auch fehle die Kraft für Aussenrotationen,
Elevation und Abduktion. Der Beschwerdeführer werde weiterhin regelmässig
Physiotherapie zum Kraftaufbau und zur Besserung der Symptomatik durchführen
(Suva-act. 61). Am 6. Oktober 2017 hielt Dr. G._ fest, dass die
Schulterbeschwerdesymptomatik unter Einnahme von NSAR kontinuierlich habe
verbessert werden können. Zwei Monate postoperativ sei eine Elevation von 100°
erreicht worden bei noch sehr eingeschränkter Rotation. Unter weiterhin konsequenter
Therapie hätten sich die Beweglichkeit wie auch die Schmerzen gebessert. Das NSAR
habe daraufhin auf eine Einnahme bei Bedarf reduziert werden können. Es würden
noch Elevationsschmerzen sowie Beschwerden bei Überkopftätigkeiten unter
Belastung bestehen. Die Narben seien reizlos und die Rotatorenmanschettenfunktion
sei intakt. Endgradig bestehe noch eine leichte Bewegungseinschränkung sowohl der
Elevation als auch der Rotation. Teils gebe es positive Impingementzeichen, die
Schulter sei aber inspektorisch unauffällig. Der Beschwerdeführer besuche weiterhin
Physiotherapie und demnächst sollte auch mit einer medizinischen Trainingstherapie
begonnen werden (Suva-act. 67). Eine kernspintomographische Abklärung am 2.
November 2017 (Suva-act. 85) nach vermehrten Beschwerden nach Gartenarbeit ergab
keine neuen Pathologien und am 3. November 2017 erfolgte bei geringer Kapsulitis
rechte Schulter und Bursitis subacromialis eine Infiltration. Dr. G._ gab an, dass
erneut Physiotherapie empfohlen werde, die der Beschwerdeführer leider nicht
regelmässig wahrnehme (Suva-act. 70). Danach verbesserte sich die Situation, der
Beschwerdeführer war aber nicht ganz schmerzfrei. Physiotherapie wurde weiterhin
empfohlen, eine weitere Infiltration lehnte der Beschwerdeführer ab (Suva-act. 79, 88,
96). Am 22. März 2018 führte der Beschwerdeführer bei einem Gespräch mit dem Case
Manager der Beschwerdegegnerin aus, dass es ihm soweit recht gut gehe. Die rechte
Schulter sei aber in der Bewegung ziemlich eingeschränkt. Die Physiotherapie sei
beendet worden und Medikamente nehme er keine mehr (Suva-act. 111). Vom 11. April
bis 16. Mai 2018 hielt sich der Beschwerdeführer zur medizinischen Belastbarkeits-
und Zumutbarkeitsbeurteilung sowie zur Verbesserung der Stabilität und Kraft der
rechten Schulter (Suva-act. 133-3) in der Rehabilitationsklinik N._ auf. Im
Austrittsbericht wird festgehalten, dass an der rechten Schulter weiterhin eine
schmerzhafte Bewegungseinschränkung bestehe. Am rechten Arm bestünden
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5.
Zu prüfen ist weiter, ob der Sachverhalt in Bezug auf die Leistungsfähigkeit und damit
die Ermittlung des Invaliditätsgrades, aber auch bezüglich Höhe einer
Integritätsentschädigung zum Zeitpunkt des Fallabschlusses genügend abgeklärt ist.
Der Beschwerdeführer lässt dies bestreiten.
belastungsabhängige Schmerzen und eine Kraftminderung. Empfohlen werde nach wie
vor ambulante Physiotherapie und die Fortsetzung des instruierten Heimprogramms,
weiter auch die Fortführung eines Fitnesstrainings. Ziele seien der Erhalt und allenfalls
noch eine weitere Verbesserung der Muskelfunktion und Wahrnehmung der rechten
Schulter. Eine leichte bis mittelschwere Tätigkeit sei ganztags zumutbar. Ungefähr
eineinhalb Jahre nach dem Unfall könne der aktuelle Zustand wohl kaum noch durch
weitere medizinische Massnahmen in namhafter Weise verbessert werden (Suva-act.
133).
Gestützt auf den vorstehend beschriebenen Verlauf empfahlen die Fachleute nach
der Operation vom 16. Mai 2017 – abgesehen von einer Infiltration, welche am 3.
November 2017 durchgeführt wurde – lediglich noch Physiotherapie, medizinische
Trainingstherapie und selbständiges Fitnesstraining. Die Physiotherapie wurde im März
2018 gar beendet und weitere ärztliche Behandlungen, die auf eine Steigerung der
Arbeitsfähigkeit und/oder eine namhafte Verbesserung der Schulterproblematik zielten,
standen spätestens ab diesem Zeitpunkt nicht mehr ernsthaft im Raum. Zwar führte Dr.
G._ mit Schreiben an die Beschwerdegegnerin vom 4. Juni 2018 aus, dass eine
operative Revision der rechten Schulter mit Narbendébridement, ACG-Resektion und
eventuell erneut stabilisierenden Massnahmen zu diskutieren sei (act. G 1.2). Diese
stand danach aber nicht mehr zur Diskussion (vgl. Suva-act. 150) und Dr. G._ hielt
am 4. Dezember 2018 fest, dass aktuell keine Operation geplant und der
Beschwerdeführer in adaptierter Tätigkeit zu 100% arbeitsfähig sei. Dass sich, wie Dr.
G._ ausführt, die Schulter in den nächsten Jahren noch weiter stabilisieren könnte,
so dass sich auch das Instabilitätsgefühl im Lauf noch deutlich verbessere (act. G 1.3),
führt nicht dazu, dass der medizinische Endzustand im Sinne von Gesetz und
Rechtsprechung per 30. Juni 2018 aus prospektiver Sicht nicht erreicht gewesen wäre.
Entsprechend ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin per Ende Juni
2018 den Fallabschluss mit Einstellung der vorübergehenden Versicherungsleistungen
und Prüfung eines Renten- und Integritätsentschädigungsanspruchs vornahm.
4.4.
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6.
7.
Es ist unbestritten und medizinisch erstellt, dass der Beschwerdeführer bei
Fallabschluss (30. Juni 2018) weiterhin an unfallkausalen Beeinträchtigungen litt
(deutliche Bewegungseinschränkung in der rechten Schulter, insbesondere für die
Abduktion sowie die Innen- und Aussenrotation, deutliches Knacken ebenda mit
positivem Apprehensions-Test [Suva-act. 114-4]; schmerzhafte
Bewegungseinschränkung Schulter rechts, belastungsabhängige Schmerzen und
Kraftminderung rechter Arm [Suva-act. 133]).
6.1.
Mit Austrittsbericht vom 16. Mai 2018 kamen die verantwortlichen Fachpersonen
der Rehabilitationsklinik N._ nach fünfwöchigem Aufenthalt des Beschwerdeführers
und umfassender Abklärung bei eingehender Prüfung der Diagnosen,
Untersuchungsbefunde und den Ergebnissen der Belastungstests zum Schluss, dass
diesem die Tätigkeit als Elektromonteur nicht mehr zumutbar sei, indes leichte bis
mittelschwere Arbeiten zu 100% ausgeübt werden könnten. Nicht mehr zumutbar seien
körperlich schwere Arbeiten, Arbeiten mit dem rechten Arm länger dauernd über
Brusthöhe und Arbeiten mit Exposition des rechten Armes gegenüber Schlägen und
Vibrationen (Suva-act. 133). Diese Beurteilung ist für die streitigen Belange umfassend,
beruht auf allseitigen Untersuchungen, berücksichtigt die geklagten Beschwerden und
erging in Kenntnis und Würdigung der medizinischen (Vor-)Akten. Es sind keine
Anhaltspunkte erkennbar, dass objektiv wesentliche Tatsachen nicht berücksichtigt
worden wären. Den Beeinträchtigungen wird im Zumutbarkeitsprofil umfassend
Rechnung getragen und es leuchtet ein, dass bei Einhaltung der Adaptionskriterien
eine volle Arbeitsfähigkeit zumutbar sein sollte. So bescheinigt denn auch die
behandelnde Dr. G._ dem Beschwerdeführer für angepasste Tätigkeiten eine 100%-
ige Arbeitsfähigkeit (act. G 1.3). Damit ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon
auszugehen, dass dem Beschwerdeführer zum Zeitpunkt des Fallabschlusses in
adaptierter Tätigkeit ein Vollpensum zumutbar war. Der Sachverhalt wurde in Bezug auf
die Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers spruchreif abgeklärt, womit sich weitere
Abklärungen diesbezüglich erübrigen.
6.2.
Ausgehend von einer 100%-igen Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit ist
im Rahmen eines Einkommensvergleichs der Invaliditätsgrad zu ermitteln. Dazu ist das
Einkommen, das die versicherte Person nach dem Eintritt der Invalidität und nach
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
7.1.
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Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung zu setzen zum
Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre
(Valideneinkommen; vgl. Art. 16 ATSG).
Für die Bemessung des hypothetischen Verdienstes ohne Gesundheitsschaden
(Valideneinkommen) ist entscheidend, was die versicherte Person im massgebenden
Zeitpunkt des Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdienen würde (Urteil des
Bundesgerichts vom 11. Juli 2011, 9C_414/2011, E. 2.2). Bei der Bestimmung des
Valideneinkommens wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung
und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es
empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne
Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Der Beschwerdeführer erzielte bei
seiner letzten Tätigkeit vor dem Unfall im Jahr 2016 ein Einkommen von Fr. 64'702.--
(Suva-act. 135). Nominallohnindexiert bis 2018 resultiert ein Valideneinkommen von Fr.
65'352.-- (vgl. dazu Suva-act. 137).
7.2.
7.3.
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-
erwerblichen Situation auszugehen, in der die versicherte Person konkret steht. Ist kein
solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich, weil die
versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine
ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der
Rechtsprechung die LSE-Tabellenlöhne oder die bis 2019 von der Suva erhobenen
sogenannten DAP-Zahlen herangezogen werden (BGE 135 V 297 E. 5.2 mit Hinweisen).
7.3.1.
Der Beschwerdeführer erzielte nach Beendigung der Tätigkeit bei der B._
(Suva-act. 40) bis zum Fallabschluss – soweit ersichtlich – kein Erwerbseinkommen
mehr. Es ist damit grundsätzlich nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin
zur Festsetzung des Invalidenlohns DAP-Daten beigezogen hat. Die Ermittlung des
Invalideneinkommens gestützt auf DAP-Profile hat sich auf mindestens fünf zumutbare
Arbeitsplätze zu stützen. Zusätzlich sind Angaben zu machen über die Gesamtzahl der
aufgrund der gegebenen Behinderung in Frage kommenden dokumentierten
Arbeitsplätze, über den Höchst- und Tiefstlohn sowie über den Durchschnittslohn der
dem jeweils verwendeten Behinderungsprofil entsprechenden Gruppe. Damit soll die
Überprüfung des Auswahlermessens ermöglicht werden, und zwar in dem Sinne, dass
die Kenntnis der Gesamtzahl der dem verwendeten Behinderungsprofil
entsprechenden Arbeitsplätze sowie des Höchst-, Tiefst- und Durchschnittslohnes im
7.3.2.
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8.
Bereich des Suchergebnisses eine zuverlässige Beurteilung der von der Suva
verwendeten DAP-Löhne hinsichtlich ihrer Repräsentativität erlaubt (BGE 139 V 595 f.
E. 6.3).
Die Beschwerdegegnerin legte das Invalideneinkommen gestützt auf die
geforderten fünf Arbeitsplätze (Nrn. 6110, 854291, 5498, 11305 und 4251) auf Fr.
63'748.-- (durchschnittlicher Lohn dieser fünf DAP-Profile) fest. Die Gesamtzahl der
aufgrund der gegebenen Behinderung in Frage kommenden dokumentierten
Arbeitsplätze beträgt 114 mit einem Durchschnittslohn von Fr. 66'606.-- (Suva-act.
142-1). Der nach Rechtsprechung geforderten Repräsentativität ist mit den
vorliegenden 114 DAP-Profilen ohne weiteres Genüge getan (vgl. Urteil des
Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG] vom 19. Juni 2006, U 405/05, E. 4.2).
Die ausgewählten DAP-Profile blieben unbestritten und es ist auch nicht erkennbar,
dass diese dem Beschwerdeführer nicht zumutbar wären (Suva-act. 142-7 ff.).
Entsprechend ist von einem Invalideneinkommen von Fr. 63'748.-- auszugehen.
Abzüge, wie sie bei der Bemessung des Invalideneinkommens mit LSE-Löhnen zur
Anwendung kommen, sind bei der Bemessung anhand von DAP-Löhnen nicht statthaft
(BGE 129 V 472).
7.3.3.
Aus dem Einkommensvergleich, d.h. der Gegenüberstellung des
Invalideneinkommens von Fr. 63'748.-- mit dem Valideneinkommen von Fr. 65'352.--,
ergibt sich per 1. Juli 2018 kein rentenbegründender Invaliditätsgrad (2.45%; Art. 18
Abs. 1 UVG). Im Übrigen resultierte auch bei der Bemessung des Invalideneinkommens
mit LSE-Löhnen und einem vorliegend maximal denkbaren Abzug vom Tabellenlohn
von 10% keine Rente der Unfallversicherung (Invaliditätsgrad 7.14%;
Invalideneinkommen Fr. 60'688.35 [Fr. 67'431.50 x 0.9]).
7.4.
Zu beurteilen bleibt die Höhe des Anspruchs auf eine Integritätsentschädigung. Die
Beschwerdegegnerin sprach dem Beschwerdeführer gestützt auf die kreisärztliche
Beurteilung vom 25. Mai 2018 (Suva-act. 139) eine solche basierend auf einem
Integritätsschaden von 15% zu.
8.1.
Die Integritätsentschädigung wird gemäss Art. 25 Abs. 1 UVG entsprechend der
Schwere des Integritätsschadens abgestuft. Bei gleichem medizinischem Befund ist
der Integritätsschaden für alle Versicherten gleich; er wird abstrakt und egalitär
bemessen. Spezielle Behinderungen der betroffenen Person bleiben dabei
unberücksichtigt (BGE 124 V 35 E. 3c, 113 V 221 E: 4b). Die Bemessung des
Integritätsschadens hängt somit nicht von den besonderen Umständen des Einzelfalls
8.2.
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9.