Decision ID: c25dd900-4dc5-5187-b01c-70ea95125412
Year: 2008
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass der Beschwerdeführer am 29. April 2008 im Empfangs- und  des BFM in Vallorbe ein Asylgesuch einreichte,
dass am 15. Mai 2008 im Transitzentrum des BFM in Altstätten die Kurzbefragung stattfand, wobei die Personalien des  erhoben und er summarisch zu seinem Reiseweg und seinen  befragt wurde,
dass er dabei vorbrachte, er stamme aus Zimbabwe und er habe seine Heimat verlassen, da es am 5. April 2008 – im Nachgang zu den  – zu einem Überfall auf seinen Vater von Seiten der Zanu-PF gekommen sei, da sein Vater der oppositionellen MDC angehört habe,
dass er selbst bei diesem Ereignis niedergeschlagen worden sei,  er sein Bewusstsein erst wieder in einem Park in Libyen  habe, jedoch nicht wisse, wie er dorthin gekommen sei,
dass Libyen ein Nachbarland von Zimbabwe sei und er dort bei einem Fischer gearbeitet habe, bis er – als das Fischerboot einmal an eine Sandbank gekommen sei – nach Italien gelangt sei, von wo er die Schweiz erreicht habe,
dass er daneben zu seiner Person angab, er stamme aus Victory,  Vorort von Victoria Falls, sein Vater sei ein Zulu und seine Mutter sei eine Shona gewesen, seine Muttersprache sei Englisch, er verfüge jedoch über gute Kenntnisse der Sprache Fula, welche er durch zwei Schulfreunde erlernt habe,
dass ein sprach- und länderkundiger Experte im Auftrag des BFM – auf der Grundlage einer Gesprächsaufnahme von knapp 40 Minuten Dauer – eine Sprach- und Herkunftsanalyse erstellte (sog. "Lingua"- Gutachten),
dass der Experte in seinem Bericht vom 25. Mai 2008 zum Schluss gelangte, die durchgeführte Analyse ermögliche eine  Zuordnung des Beschwerdeführers mit Sicherheit zu Westafrika (Herkunftsregion) und mit Sicherheit zu Gambia (Herkunfts-
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land), wogegen jede andere Zuordnung, insbesondere Zimbabwe, mit Sicherheit auszuschliessen sei,
dass dem Beschwerdeführer am 29. Mai 2008 – im Hinblick auf einen allfälligen Nichteintretensentscheid in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. b des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) – vom BFM der wesentliche Inhalt der Sprach- und Herkunftsanalyse zur Kenntnis gebracht und ihm zu deren Ergebnis das rechtliche Gehör gewährt wurde,
dass der Beschwerdeführer bei dieser Gelegenheit an der geltend  Herkunft aus Zimbabwe festhielt,
dass das BFM mit Verfügung vom 5. Juni 2008 (eröffnet am gleichen Tag) in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eintrat und dessen Wegweisung aus der Schweiz sowie den Wegweisungsvollzug anordnete,
dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen anführte, aufgrund der Lingua-Analyse sei die geltend gemachte Herkunft aus Zimbabwe widerlegt, mithin der Beschwerdeführer gemäss dem  ohne Zweifel aus Gambia stamme,
dass das BFM im Weiteren auf fehlende Länder- und Ortskenntnisse des Beschwerdeführers sowie auf fehlende Kenntnisse der in  üblichen Stammessprachen verwies,
dass das BFM schliesslich den Wegweisungsvollzug als zulässig,  und möglich erkannte,
dass der Beschwerdeführer am 12. Juni 2008 (vorab per Telefax)  diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde , wobei er die vollumfängliche Aufhebung der angefochtenen  und die Gewährung von Asyl, eventualiter die Aufhebung der Wegweisungsverfügung und die Anordnung einer vorläufigen  in der Schweiz beantragte sowie um Erlass der Verfahrenskosten ersuchte,
dass er im Rahmen seiner Beschwerdebegründung seine  wiederholte und geltend machte, die Lage in  könnte noch platzen, weshalb er zumindest vorläufig auf den Schutz der Schweiz angewiesen sei,
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dass er betreffend das Lingua-Gutachten ausführte, der auf  Sprachen spezialisierte Gutachter habe ihn dem Land  zugeordnet, ohne dass der Gutachter betreffend dieses Land über spezielle Kenntnisse verfügen würde,
dass er schliesslich ausführte, er sei zur Zeit krank, mutmasslich auch beim Arzt gewesen, ein Arztzeugnis liege aber nicht vor,
dass die vorinstanzlichen Akten am 13. Juni 2008 beim  eintrafen (vgl. dazu Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,
dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden  Verfügungen des BFM auf dem Gebiet des Asyls entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 - 34 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des  vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),
dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),
dass der Beschwerdeführer legitimiert ist, weshalb auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten ist (Art. 108a AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 und 52 des  vom 20. Dezember 1968 [VwVG, SR 172.021]),
dass die vorliegende Beschwerde – wie nachfolgend aufgezeigt –  unbegründet ist, weshalb darüber in einzelrichterlicher  mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin zu entscheiden ist (Art. 111 Bst. e AsylG),
dass gleichzeitig auf einen Schriftenwechsel zu verzichten und der  nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG),
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dass die Beurteilung von Beschwerden gegen  grundsätzlich auf die Überprüfung der Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,
dass demnach im Fall der Begründetheit des Rechtsmittels die  Verfügung aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen ist (Entscheidungen und  der Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),
dass daher auf den Beschwerdeantrag, das Asylgesuch des  sei gutzuheissen, nicht einzutreten ist,
dass hinsichtlich der Frage der Wegweisung und deren Vollzuges die Beurteilungszuständigkeit des Bundesverwaltungsgerichts nicht  ist, weil sich das BFM diesbezüglich auch materiell zur Sache zu äussern hatte,
dass gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG auf ein Asylgesuch nicht  wird, wenn Asylsuchende die Behörden über ihre Identität täuschen und diese Täuschung aufgrund der Ergebnisse der  Behandlung oder anderer Beweismittel feststeht,
dass der Begriff der Identität im asylrechtlichen Sinn unter anderem die Staatsangehörigkeit, die Ethnie und den Geburtsort umfasst (vgl. Art. 1 Bst. a der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 über  [AsylV 1, SR 142.311]),
dass das BFM in seinem Entscheid das Vorliegen einer  feststellt, wobei es sich auf die Ergebnisse einer Lingua- abstützen kann,
dass das Bundesverwaltungsgericht Lingua-Analysen des BFM nicht als Sachverständigengutachten (Art. 12 Bst. e VwVG; Art. 57 ff. des Bundesgesetzes über den Bundeszivilprozess [BZP, SR 273] i.V.m. Art. 19 VwVG), sondern als schriftliche Auskünfte einer Drittperson (Art. 12 Bst. c VwVG; Art. 49 BZP i.V.m. Art. 19 VwVG) anerkennt, ihnen jedoch erhöhten Beweiswert zumisst, sofern bestimmte Anforderungen an die fachliche Qualifikation, Objektivität und Neutralität des Experten wie auch an die inhaltliche Schlüssigkeit und Nachvollziehbarkeit der  erfüllt sind (vgl. EMARK 2003 Nr. 14 E. 7 S. 89; 1998 Nr. 34 S. 284 ff.),
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dass die aktenkundige Lingua-Analyse – welche von einer  Person erstellt wurde und als ausführlich und in sich schlüssig zu bezeichnen ist – nach den erwähnten Kriterien erhöhter Beweiswert zukommt,
dass die Zweifel des Beschwerdeführers an der Eignung des  aufgrund der Akten als unbegründet erscheinen,
dass gemäss der Lingua-Analyse von einer Herkunft des  mit Sicherheit aus dem westafrikanischen Gambia auszugehen ist, wogegen die behauptete Herkunft aus Zimbabwe mit Sicherheit ausgeschlossen werden kann,
dass das BFM in seinen Erwägungen auf weitere Mängel in den  des Beschwerdeführers verweisen konnte (offenkundig  Länder-, Orts- und Sprachkenntnisse betreffend das  Herkunftsland Zimbabwe),
dass die Angaben und Ausführungen des Beschwerdeführers ohnehin über weite Strecken als offenkundig haltlos zu erkennen sind ( das geltend gemachte „Erwachen“ in Libyen, einem angeblichen Nachbarstaat von Zimbabwe, sowie die Schilderungen über die  nach Italien, angeblich von einer Sandbank aus),
dass auf dieser Grundlage eine Identitätstäuschung mit genügender Sicherheit feststeht (vgl. EMARK 1999 Nr. 19, E. 3d S. 125 f.; 2003 Nr. 27 S. 174 ff.),
dass die Ausführungen in der Beschwerdeeingabe, welche sich  in einer Wiederholung der Sachverhaltsvorbingen erschöpfen, nicht geeignet sind, die angefochtene Verfügung im Resultat zu ,
dass bei dieser Sachlage der Nichteintretensentscheid in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG zu bestätigen ist,
dass die Anordnung der Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist, da der Beschwerdeführer – abgesehen vom bisherigen Asylbewerberstatus – über keine  verfügt und auch keinen Anspruch auf Erteilung einer solchen hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG; vgl. EMARK 2001 Nr. 21),
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dass bei dieser Sachlage zu prüfen bleibt, ob es Gründe gibt, die dem Vollzug der Wegweisung entgegenstehen, da die Vorinstanz eine  Aufnahme von Ausländern anzuordnen hat, wenn der Vollzug der Wegweisung als unzulässig, unzumutbar oder unmöglich zu  ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]),
dass die Zulässigkeit, Zumutbarkeit und Möglichkeit des Vollzugs (Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 2 – 4 AuG) zwar grundsätzlich von Amtes wegen zu prüfen sind, die Untersuchungspflicht jedoch nach Treu und Glauben ihre Grenzen an der Mitwirkungspflicht der  Person findet (Art. 8 AsylG), welche auch die  trägt (Art. 7 AsylG), mithin es nicht Sache der  sein kann, nach allfälligen Wegweisungshindernissen in  Herkunftsländern zu forschen,
dass der Beschwerdeführer die Folgen seiner mangelhaften  respektive Verheimlichung seiner wahren Identität und Herkunft zu tragen hat, indem vermutungsweise davon auszugehen ist, es  einer Wegweisung in seinen tatsächlichen Herkunfts- oder  keine landes- oder völkerrechtlichen Vollzugshindernisse im Sinne von Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 2 - 4 AuG entgegen stehen (vgl. dazu EMARK 2005 Nr. 1 E. 3.2.2. S. 4 f.),
dass im Übrigen betreffend den mutmasslichen Herkunftsstaat des  – Gambia – aufgrund der Akten keine  im Sinne von Art. 83 Abs. 2 - 4 AuG zu erblicken sind,
dass das in keiner Weise substanziierte Beschwerdevorbringen  eine angebliche Erkrankung des Beschwerdeführers keinen  Schluss zu rechtfertigen vermag,
dass bei dieser Sachlage die Anordnung einer vorläufigen Aufnahme ausser Betracht fällt, mithin der Wegweisungsvollzug zu Recht  wurde,
dass nach den vorstehenden Erwägungen die angefochtene Verfügung zu bestätigen und die eingereichte Beschwerde als offensichtlich  abzuweisen ist,
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dass das Gesuch um Erlass der Verfahrenskosten (im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG) abzuweisen ist, da sich die Beschwerde von  an als aussichtslos erwiesen hat,
dass demzufolge die Kosten des Verfahrens von Fr. 600.-- dem  aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG sowie Art. 2 und 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und  vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).
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