Decision ID: f00db04e-2712-45a1-9186-89a1ad41d019
Year: 2013
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
Die 1958 geborene
X._
arbeitete
von
1997
bis Dezember 2011
in unterschiedlichem Ausmass als Reinigungsangestellte (
Urk.
7/2/5,
Urk.
7/
7
, Urk. 7/9
, Urk. 7/15/2
, Urk. 7/33/2
,
Urk. 7/22/15
)
.
Am 1
5.
Mai 2011 meldete sie sich wegen Rückenschmerzen mit Ausstrahlung in die Beine zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an (
Urk.
7/2).
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte in der Folge die beruflichen und medizinischen Verhältnisse ab (Urk. 7/
7-
9, Urk. 7/
11 und Urk. 7/15
) und
verneinte den Anspruch der Versicherten auf eine Invalidenrente
m
it Verfügung vom 1
6.
Januar 20
12
(Urk. 7/20)
.
Dagegen liess d
ie
Versicherte am
1
3.
Februar 2012
Beschwerde erheben
(Urk. 7/22/3-4)
.
Mit Urteil vom
1
7.
Juli 2012
hob das
hiesige G
ericht die ange
fochtene Verfügung vom
1
6.
Januar 20
12
auf
und wies die Sache an die IV-Stelle zurück, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen, neu verfüge (Urk. 7/
33/11
).
1.2
Daraufhin nahm die IV-Stelle weitere medizinische Berichte (Urk. 7/
34
, Urk. 7/
37
, Urk. 7/
53
, Urk. 7/
70
)
und berufliche Unterlagen (Urk. 7/38)
zu den Akten
und liess d
ie Versicherte
durch das
Z._
polydisziplinär
abklären (Gutachten vom
2
3.
Januar 2013
, Urk. 7/
50
). Gestützt darauf und
auf
die Stellungnahmen
von
Dr. med.
A._
vom
2
8.
Januar und 1
8.
Februar 2013
(Urk. 7/
57
/
2-4
) stellte die IV-Stelle mit Vor
bescheid vom
3.
April 2013
die Abweisung des Rentenbegehrens
in Aussicht (Urk. 7/
59
).
Hiergegen
liess
die Versicherte
am 2
4.
April 2013
Einwand erheben (Urk. 7/
62
). Nach Rücksprache mit Dr.
A._
(Urk. 7/
72/2-3
) verfügte die IV-Stelle am
1
2.
Juli 2013
im angekündigten Sinne
(Urk. 7/
73
= Urk. 2).
2.
Hiergegen liess d
ie
Versicherte mit Eingabe vom
8.
September 2013
und unter Beilage eines weiteren Arztberichtes (Urk. 3)
Beschwerde erheben und beantra
gen, die
angefochtene
Verfügung sei aufzuheben
und die IV-Stelle sei zu ver
pflichten, ihr eine ganze Invalidenrente auszurichten (Urk. 1 S. 1).
In der Beschwerdeantwort vom
4.
Oktober 2013
(
Urk.
6) schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde. Mit Gerichtsverfügung
vom
8
. Oktober 201
3
wurde
ein zweiter Schriftenwechsel angeordnet
(
Urk. 8
).
Die Versicherte hielt mit Rep
l
ik vom 1
8.
Oktober 2013 an ihrem Rechtsbegeh
r
en
fest (Urk. 10), woraufhin die Beschwerdegegnerin mit Eingabe vom 3
0.
Oktober 2013 auf das Einreichen einer Duplik verzichtete (Urk. 12), was der Beschwerdeführerin am 3
1.
Oktober 2013 mitgeteilt wurde (Urk. 13).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den
nachfolgenden
Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1
des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts; ATSG
). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1
des
Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung; IVG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
hig
keit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von
Art.
4
Abs.
1 IVG in Verbindung mit
Art.
8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als rele
vant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des
Forderbaren
wird dabei weitgehend objektiv bestimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Erwerbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psy
chi
schen Beeinträchtigung vereinbar ist. Ein psychischer
Gesund
heits
schaden
führt also nur soweit zu einer Erwerbsunfähigkeit (
Art.
7 ATSG), als angenom
men werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (
Art.
6 ATSG) sei der versi
cherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu be
tä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 Prozent arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Die massgeblichen Rentenabstufungen geben bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem
Invaliditäts
grad
von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem
In
validitätsgrad
von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent Anspruch auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im
Be
schwerdefall
das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenen
falls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkei
ten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.4
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen fest
zustel
len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beur
teilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Be
richte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzu
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze ent
scheidend, ob es für die Beant
wortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt
was vor allem bei psychischen Fehlent
wicklungen nö
tig ist
, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise
begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer
Blaser, Die Rechtspflege in der Sozial
versi
cherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutach
ten,
3.
Aufl. 1994, S. 24 f.).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin führte in ihrem Entscheid aus,
gemäss dem Urteil des Sozialversicherungsgerichts vom 1
7.
Juli 2012 habe am 1
5.
November 2011 keine rentenrelevante Erwerbseinbusse bestanden. Ihre weiteren Abklärungen hätten ergeben, dass die Beschwerdeführerin
jedoch
seit Dezember 2011 in ihrer angestammten Tätigkeit zu 75
%
arbeitsunfähig sei. In einer angepassten, vorwiegend im Sitzen auszuübenden Tätigkeit sei sie jedoch vollschichtig mit einer wegen erhöhtem Pausenbedarf und verlangsamtem Tempo reduzierten Leistungsfähigkeit von 90
%
arbeitsfähig, woraus sich ein Invaliditätsgrad von 2
%
und somit kein Rentenanspruch ergebe. Allfällige Verschlechterungen des psychischen Gesundheitszustands seien in der Zusammenschau des medizini
schen Sachverhalts als vorübergehend und ohne dauerhaften Krankheitswert zu beurteilen (Urk. 2).
2.2
Die Beschwerdeführerin machte geltend,
sie sei nicht
oder auf jeden Fall nicht im von den Ärzten
des
Z._
angegeben
en Ausmass
arbeitsfähig. Diese hätten ihre Beschwerden
bagatellisiert
(Urk. 1 S. 2)
. Des Weiteren stellte sie die Unab
hängig
keit des
Z._
in Frage
, da solche Gutachterstellen die meisten ihrer Aufträge von den IV-Stellen erhalten würden
(Urk. 1
S. 2
, Urk. 10 S. 1
).
Zudem führte sie an, ihre Restarbeitsfähigkeit sei wegen ihrer gesundheitlichen Ein
schränkungen, der nur 4-jährigen Schulbildung, fehlender Deutschkenntnisse sowie wegen ihres Alters von 54 Jahren nicht verwertbar
, und wenn, dann mit einem tieferen Einkommen
(Urk. 1 S. 2
, Urk. 10 S. 2
).
3.
3.1
Das Sozialversicherungsgericht
hatte
mit Urteil vom 1
7.
Juli 2012 fest
gehalten
, dass
zum Zeitpunkt des infolge der sechsmonatigen Karenzzeit (
Art.
29
Abs.
1
IVG) frühestmöglichen Rentenbeginns am 1
5.
November 2011 die Voraus
set
zung der mindestens 40%igen Invalidität (
Art.
28
Abs.
1
lit
. c IVG) nicht ge
ge
ben war (Urk. 7/33/
9
E. 8.4).
Für die Zeit
ab Dezember 2011
erachtete
es das Ge
richt jedoch als notwendig, den Gesundheitszustand
der Beschwerde
führerin weiter
abzuklären,
nachdem der Hausarzt die Beschwerdeführerin zu 100
%
krank
geschrieben und an einen Facharzt für Neurologie überwiesen hatte (Urk. 7/33/10 E. 9.1 f.)
.
3.2
Bezüglich des weiter abzuklärenden Zeitraums ab Dezember 2011 liegt oben ge
nannte
s
Arztzeugnis
des Hausarztes
Dr.
med.
B._
,
Facharzt für Innere Medizin
,
vom
6.
Januar 2012
vor, in welchem der Beschwerdeführerin a
b dem
7.
Dezember 2011 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit
attestiert wurde
(Urk. 7/22/15
). Aufgrund einer Zunahme der Beschwerden wurde die Beschwer
de
führerin vom Hausarzt an
Dr.
med.
C._
,
Facharzt für Neu
rologie, überwiesen, der sie am 2
6.
Januar 2012 untersuchte (Bericht vom 2
7.
Januar 2012,
Urk.
7/22/16-18
). Er diagnostizierte eine beidseitige
Zerviko-Brachialgie
, eine
chronifizierte
Zerviko-Zephalgie
sowie eine LWS-Stenose L3-5
(Urk. 7/22/16)
.
3.3
In seinem Bericht vom
3.
Februar 2012 gab
Dr.
B._
weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit für jegliche Tätigkeit an (Urk. 7/26/7-8).
3.4
Vom 2
1.
April bis am 1
1.
Mai 2012 befand sich die Beschwerdeführerin in der
D._
zwecks Rehabilitation im Rahmen des in
terdis
ziplinären Schmerzprogramms (Urk. 7/37/11). Im Austrittsbericht vom 1
5.
Mai 2012 wurde die Beschwerdeführerin als im Antrieb gehemmt, verlang
samt, leicht depressiv verstimmt, mit leicht traurigem Affekt
, aber
ohne Störun
gen der Aufmerksamkeit oder der Konzentration beschrieben (Urk. 7/37/12).
Die Ärzte der
D._
attestierten
ihr
eine 100%ige Arbeitsun
fäh
i
g
keit für die Zeit der stationären
Behandlung sowie für die zwei Wochen da
nach und befürworteten d
ie anschliessende
Wiederaufnahme einer
Arbeits
tätig
keit
mit einem Pensum von 20 bis 40
%
(Urk. 7
/37/
13
)
.
3.
5
Dem Bericht des
E._
,
Schmerzzentrum, vom 3
0.
Juli 2012 sind folgende Diagnosen zu entnehmen: ein chronisches Schmerzsyndrom mit so
ma
tischen und psychischen Faktoren (ICD-10: F45.41), eine symptomatische
Spi
na
lkanalstenose
L3/4 und L4/5 mit zusätzlicher
Neuroforamenstenosen
L4 und L5 rechts, ein chronisches
myofasziales
Schmerzsyndrom mit Schwerpunkt
Hals
wirbelsäule
und Lendenwirbelsäule,
eine mittelgradige depressive Episode
(ICD-10: F32.11),
ein
Verdacht auf eine gemischte Angststörung (ICD-10: F41.3),
eine
Adipositas per magna sowie eine arterielle Hypertonie (Urk. 7/34/3-4).
Die mittelgradige depressive Episode sei im Januar 2012 diagnostiziert wor
den. Seither liege diesbezüglich ein positiver Verlauf vor. Die depressive Episode habe sich vermutlich sekundär aufgrund
von
einer chronischen
Schmerzprob
lematik
und Arbeitsplatzverlust entwickelt
(Urk. 7/34/4). Bei der psychiatrischen
Untersuchung hätten diffuse wandernde Schmerzen im Vorder
grund gestanden. Die Beschwerdeführerin habe über
katastrophisierende
Ängste und Sorgen so
wie eine ausgeprägte Hilflosigkeit und Angst vor einer möglichen Operation geklagt. Ausserdem habe sich gezeigt, dass die Beschwerdeführerin an ver
mutlich
generalisierten Ängsten mit teilweise panikartigem Charakter leide, ins
beson
dere bei der Benützung von öffentlichen Verkehrsmitteln (Urk. 7/34/6-7).
Die Beschwerdeführerin habe angegeben, seit Herbst 2011 be
stehe zunehmend Freud-, Lust-, Kraft- und Interesselosigkeit. Affektiv sei sie
klagsam
, wirke rat- und hoffnungslos, leicht deprimiert und ängstlich mit Ten
denz zu
r
Entwicklung von Insuffizienzgefühlen. Der Antrieb sei leicht reduziert. Schmerzbedingt be
stünden Ein- und Durchschlafstörungen. Hinweise auf Suizi
dalität würden feh
len.
Die
Konzentration sei leicht vermindert und die Merkfä
higkeit auffällig eingeschränkt. Emotional sei sie aufhellbar und
schwingungs
fähig
(Urk. 7/34/7).
Beim neurologischen Status wurde festgehalten, es bestün
den keine Auffällig
keiten im Bereich der Hirnnerven. Ebenso wenig hätten sich bei der Untersu
chung der Extremitäten im Hinblick auf
Trophik
, Kraft, Tonus und Sensibilität Auffälligkeiten gezeigt. Es sei ein
polytopes
giving
-
way
-Phä
nomen zu be
obachten ge
wes
en, wobei die Beschwerdeführerin Schmerzen an
gegeben habe. Die Muskeleigenreflexe seien seitengleich mittellebhaft auslösbar gewesen (Urk. 7/34/7).
3.6
In Nachachtung des Urteils vom
1
7.
Juli 2012
holte die IV-Stelle
beim
Z._
ein polydisziplinäres Gutachten ein (Urk. 7/50). Darin wurde
n
einzig eine symptomatische Spinalkanalstenose LWK3/4 bis
LWK4/5 und eine
erosive
Osteo
chondrose
LWK4/5 als mit Ei
nfluss auf die Arbeitsfähigkeit beschrieben
(Urk. 7/50/32).
Die Beschwerden hätten sich im Dezember 2011 offenbar ver
stärkt. Jedoch seien die subjektiv wahrgenommenen Schmerzen nur teilweise somatisch begründet. Entsprechend bestehe aus rheumatologischer Sicht keine vollständige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit im Reinigungsdienst. Die bis
herige überwiegend gehend und stehend auszuübende Arbeit interferiere erheb
lich negativ mit der
Claudicatio
spinalis
. Auch die Tätigkeiten wie Staubsaugen, Abfalleimer leeren und deutlich seltener Möbel reinigen
seien
durchaus geeig
net, die Beschwerden im Sinne der symptomatischen Spinalkanalstenose zu verstärken. Entsprechend verbleibe unter Berücksichtigung des
nichtsomati
schen
Schmerzanteiles aus rein rheumatologischer Sicht eine
Restarbeits
fähigkeit
von zwei Stunden pro Tag (Urk. 7/50/31). In einer kö
rperlich adaptierten, das heisst
vorwiegend
sitzenden
Tätigkeit bestehe
keine Einschränkung der Ar
beitsfähigkeit. Aufgrund der Schmerzsymptomatik
bestehe
jedoch ein erhöhter Pausenbedarf respektive ein verlangsamtes Arbeitstempo, sodass mit einer Ein
schränkung der Leistungsfähigkeit um 10
%
zu rechnen sei.
Dies
e Einschätzung gelte
seit Dezember 2011 (Urk. 7/
50/31-32) und
beruhe auf einer
konsensualen
Beurteilung aller involvierter Ärzte (Urk. 7/50/34).
Dem Gutachten lässt sich weiter entnehmen,
die Beschwerdeführerin halte sich wegen der Schmerzen, insbesondere wegen der Beinschmerzen,
für
arbeitsunfä
hig (Urk. 7/50/13). Anlässlich der psychiatrischen Untersuchung habe sie be
richtet, sich teilweise verstimmt zu fühlen, vor allem wenn sie verstärkt Schmerzen habe. Es betrübe sie, dass sie nicht mehr arbeiten könne. Sie sorge sich um ihre Gesundheit und habe Angst, dass sie weiter stark eingeschränkt bleiben oder gelähmt werden könnte. Sie leide unter Depressionen und sei teil
weise nervös und habe manchmal keine Lust, etwas zu tun. Der untersuchende Psychiater beschrieb, die affektive Modulation, die gestische und die mimische Mitbeteiligung seien vorhanden gewesen und die Beschwerdeführerin sei psychomotorisch unauffällig gewesen. Der Affekt sei
euthym
und
freundlich gewesen und es sei der Beschwerdeführerin problemlos gelungen
,
zu lachen. Intellektuell habe sie einen eher bescheidenen Eindruck hinterlassen (Urk. 7/50/20). Sie stelle sich demonstrativ leidend dar, sei kognitiv nicht auf
fällig und sehr einfach strukturiert. Affektiv sei sie in keiner Weise beeinträch
tigt. Es gelinge ihr, Freude zu zeigen und sie sei affektiv gut moduliert und psychomotorisch nicht beeinträchtigt
(Urk. 7/50/21).
Objektivierbare Befunde, welche für eine Depression sprechen würden,
hätten
keine erhoben werden
können
. Möglicherweise reagiere die Beschwerdeführerin zeitweise mit
Anpas
sungs
störung
en
auf die belastende Situation, e
s
könne
aber
nicht von einer gravierenden psychischen Störung ausgegangen werden, wobei es sich dabei auch nicht um eine selbständige Störung handeln würde, sondern
eine solche
im Rahmen der aktuell ungewissen Situation beurteilt werden müsste.
Es sei an
zunehmen, dass die Beschwerdeführerin die Körperbeschwerden aufgrund der Belastung
aggraviere
, was mit den eher geringen Ressourcen in Zusammenhang stehe und ihren Ausdrucksmöglichkeiten entspreche.
Eine relevante Einschrän
kung der Arbeitsfähigkeit könne aus psychiatrischer Sicht nicht begründet wer
den (Urk. 7/50/21-22).
3.7
Der behandelnde Psychiater
Dr.
med.
F._
,
Facharzt für
Psychiat
rie und Psychotherapie
, diagnostiz
ierte in seinem Bericht vom
8.
Februar
2013 ein chronisches Schmerzsyndrom mit somatischen und psychi
schen Faktoren (ICD-10: F45.41), eine mittelgradige depressive Episode
mit so
matischem Syndrom
(ICD-10: F32.11) seit Herbst 2011 sowie einen Verdacht auf eine gemischte Angststörung (ICD-10: F41.3) seit Herbst 2011 (Urk. 7/53/1).
Nachdem der Beschwerdeführerin nach einer erneuten Abklärung der Schmerzsymptomatik Mitte 2011 von einem operativen Eingriff abgeraten wor
den sei, was die Beschwerdeführerin als Situation medizinischer Hilflosigkeit erlebt habe, habe
sich ihr psychisches Zustandsbild zunehmend verschlechtert. Sie habe eine depressive Symptomatik entwic
kelt, die sich hauptsächlich in
zu
nehmender Lust- und Interesselosigkeit, innerer Unruhe, Reizbarkeit, affektiver Labilität und vor allem bei Schmerzen deprimierten Zuständen sowie
Durch
schlafstörungen
manifestiert habe (Urk. 7/53/2). Aktuell sei ihre Mimik ange
spannt und die Gestik verarmt. Aufmerksamkeit und Konzentration seien leicht bis mittelgradig reduziert. Die Beschwerdeführerin rede monoton und leise, ein
geen
g
t auf die Schmerzsymptomatik. Sie könne nicht ruhig sitzen und stehe immer wieder auf. Sie mache einen niedergeschlagenen Eindruck
,
begleitet von innerer Unruhe. Der Antrieb sei reduziert. Suizidgedanken lägen nicht vor. Sie
k
lage
über Schmerzen im Rücken, in den Beinen und im Nacken sowie über eine ausgeprägte Angst, alleine in die Stadt oder zu Arztterminen zu gehen, da sie mehrmals gestürzt sei. Diesbezüglich sei eine Vermeidungstendenz eingetre
ten (Urk. 7/53/2). Die bisherige Tätigkeit sei der Beschwerdeführerin aktuell kaum zumutbar. Sie habe keine Kraft, um zu arbeiten und könne sich nicht auf den Arbeitsprozess konzentrieren (Urk. 7/53/3).
Am
5.
Juli 2013 nannte
Dr.
F._
dieselben Diagnosen und gab an, die depressiven Symptome und der Verdacht auf eine Angstsymptomatik hätten im Frühling 2013 zuge
nommen
. Die Beschwerdeführerin habe innere Unruhe, Schwindelattacken, eine Störung der Vitalgefühle sowie eine Antriebsminderung entwickelt (Urk. 7/70/1).
Mangels Kraft und
Konzentrations
fähigkeit sowie wegen einge
schränkter Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit könne die Beschwerdeführerin zurzeit nicht arbeiten. Längerfristig sei aus rein psychiatrischer Sicht eine 50%ige Arbeitsfähigkeit zumutbar (Urk. 7/70/2).
4
.
4.1
Die IV-Stelle stützte ihre Beurteilung hauptsächlich auf das
Z._
-
Gutachten vom 2
3.
Januar 2013 (
vgl. das Feststellungsblatt vom 1
2.
Juli 2013, Urk. 7/72).
Den
Z._
-
Gutachtern
standen die medizinischen
Vorakten
zur Verfügung (Urk. 7/
50/6-11
).
Sie
berücksichtigte
n
die persönliche Leidensschilderung de
r
Beschwerdeführer
in
(Urk. 7/
50/12-14
, Urk. 7/50/16, Urk. 7/50/23
).
Sie
erhob
en
die Anamnese und die Befunde (Urk. 7/
50/12, Urk. 7/50/18-20, Urk. 7/50/25-27
).
Die Diagnose im Sinne des Fehlens einer relevanten psychiatrischen Diagnose, und die Schlussfolgerungen im Sinne des Fehlens einer sich erwerblich aus
wir
kenden Beeinträchtigung aus psychiatrischer Sicht, sind vor dem Hinter
grund der im Gutachten aufgeführten Beurteilungsgrundlagen nach
vollziehbar. Der
psychiatrische
Gutachter
Dr.
med.
G._
,
Facharzt für
Psychiatrie und Psychotherapie
,
vermochte namentlich keine
rlei Beeinträchtigung im af
fektiven
Bereich festzustellen, sondern bezeichnete den Affekt als
euthym
, freundlich und gut moduliert (Urk. 7/50/20/21). Während der Untersuchung gelang es der Beschwerdeführerin problemlos, zu lachen
, die kognitiven Funk
tionen waren nicht gestört und psychomotorisch war sie unauffällig (Urk. 7/50/20).
Ebenso verneinte er das Vorliegen von Freudlosigkeit (Urk. 7/50/21), was durch die eigenen Angaben der Beschwerdeführerin, wo
nach sie grosse Freude habe an ih
ren Enkelkindern
(Urk. 7/50/17), bestätigt wird.
Dass den Berichten der behan
delnden Ärzte nicht gefolgt wurde,
ist
nach
vollziehbar
, da in jenen Berichte
n
keine objektiven Befunde für
eine Einschrän
kung der Arbeitsfähigkeit aus psy
chiatrischer Sicht
zu finden
sind
(Urk. 7/50/21-22
). D
ie Ärzte der
D._
beschrieben
die Beschwerdeführerin in ihrem Austrittsbericht vom 1
5.
Mai 2012 zwar als im Antrieb gehemmt
und
verlangsamt, jedoch nur als leicht depressiv verstimmt, mit leicht traurigem Affekt und ohne Störungen der Aufmerksamkeit oder der Konzentration (Urk. 7/37/12).
Auch dem Bericht des
E._
,
Schmerzzentrum, vom 3
0.
Juli 2012 sind keine gravierenden objektiven Befunde zu entnehmen. Darin wurde beschrieben, die Beschwerdeführerin wirke rat- und hoffnungslos, leicht deprimiert und ängst
lich mit Tendenz zu
r
Ent
wicklung von Insuffizienzgefühlen. Der Antrieb sei leicht reduziert. Hinweise auf Suizidalität würden fehlen. Die Konzentration sei leicht vermindert und die Merkfähigkeit auffällig eingeschränkt. Emotional sei sie aufhellbar und
schwingungs
fähig
(Urk. 7/34/7).
Aufgrund der erhobenen Befunde
(symptomatische
Spinalkanalstenose
sowie
erosive
Osteochondrose
) ist es
plausibel, dass sie in ihrer angestammten Tätig
keit stark eingeschränkt, in einer angepassten, vorwiegend sitzenden Tätigkeit jedoch
grundsätzlich
vollzeitlich
mit einer
um 10
%
reduzierten
Leistungsfähig
keit
, insbesondere aufgrund eines erhöhten Pausenbedarfs
, arbeitsfähig ist
(Urk. 7/50/34).
Die entsprechende
konsensuale
Einschätzung überzeugt
auch vor dem Hintergrund der
psychische
n
Problematik
,
denn diese
wird vor allem auf die Schmerzen zu
rückgeführt
(Urk. 7/53/2)
,
weswegen diese
bei
der Ausübung
einer den Be
schwerden angepassten Tätigkeit nicht
wesentlich
zu Tage treten sollte.
Die
Gesamt
beurteilung
ist auch vor dem Hintergrund des geschilderten Tagesablauf
s
mit
Struktur
,
körperlich
nicht
nur
leichten
Haushaltsarbeiten,
Spielen mit den Enkel
kindern
und
intakten
sozialen Kontakten inner
halb der Familie
(Urk. 7/50/14
, Urk. 7/50/17
-18
)
sowie mit Blick auf die Angabe der Beschwer
de
führerin, dass sie noch zwei bis drei Stunden am Stück sitzen könne (Urk. 7/50/23),
plausibel.
Insgesamt genügt das Gutachten
den Beweisvoraussetzungen gemäss Judikatur und Schrifttum (vgl.
vorstehende E. 1.4
).
4.2
Dem Gutachten des
Z._
folgten zwei medizinische Berichte des behandeln
den Psychiaters
Dr.
F._
(vgl. vorstehende E. 3.7).
Dr.
med.
A._
,
Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, Rheumatologie und Hämato
logie und Arzt des
Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD), nahm zu ihnen dahingehend Stellung, dass sie keine neuen relevanten Tatsachen ent
hal
ten wür
den
(Urk. 7/
72/2-3).
Dies trifft zu. Die von
Dr.
F._
er
wähn
ten
Diag
no
sen
gehen auf den Herbst 2011 zurück
(Urk. 7/
53/1). In seinem Bericht vom
5.
Juli 2013 gab er an, das psychische Zustandsbild habe sich im Frühling 2013 verschlechtert (
Urk.
7/70/1). Die Verschlechterung legte er jedoch nicht anhand von
zusätzlichen
Befunden nachvollzieh
bar dar.
4.3
Der Erlass der anfechtungsgegenständlichen Verfügung bildet
recht
sprech
ungs
ge
mäss
die zeitliche Grenze der richterlichen
Überprüfungsbe
fugnis
(BGE 132 V 215 E. 3.1.1 mit Hinweisen).
Der Bericht des
E._
vom 2
2.
Juli 2013 lässt keine
einschlägigen
Rückschlüsse zu auf
den
relevanten Zeitraum bis z
um Verfügungserlass vom 12.
Juli 2013.
4.
4
Die Beschwerdeführerin macht
geltend, die Ärzte des
Z._
hätten ihre Be
schwerden
bagatellisiert
(Urk. 1 S. 2). Dafür sind jedoch keine Anhaltspunkte vorhanden. Es entspricht der Aufgabe der begutachtenden Ärzte, nicht unbe
sehen auf die Angaben
und die Selbsteinschätzung
der Beschwerdeführerin ab
zustellen, sondern diese kritisch zu würdigen und anhand der objektiven Befunde zu überprüfen.
4.
5
Des Weiteren stellt
sie die Unabhängigkeit des
Z._
in Frage, da solche
Gut
achterstellen
die meisten ihrer Aufträge von den IV-Stellen erhalten würden (Urk. 1 S. 2, Urk. 10 S. 1).
Dieses Argument richtet sich nicht gegen die konkre
ten Gutachter, sondern ganz allgemein gegen die MEDAS-Begutachtungsstellen.
Die
vorausgesetzte Unabhängigkeit und Unparteilichkeit
deren
Gutachter
ist jedoch nach konstanter bundesgerichtlicher Rechtsprechung
gewährleistet
(BGE 137 V 210 E. 1.3.1 und 1.3.3 mit Hinweisen auf weitere entsprechende
Bundes
gerichtsentscheide
)
.
Die Bestimmung der zu beauftragenden MEDAS erfolgte im Übrigen
nach Massgabe von
Art.
72
bis
der Verordnung über die Invalidenversi
cherung
nach dem Zufallsprinzip (Urk. 7/43/1).
4.
6
Schliesslich
bemängelt
die Beschwerdeführerin
, ihre Restarbeitsfähigkeit sei we
gen ihrer gesundheitlichen Einschränkungen, der nur 4-jährigen Schul
bildung, fehlender Deutschkenntnisse sowie wegen ihres Alters von 54 Jahren nicht ver
wert
bar, und wenn, dann mit einem tieferen Einkommen (Urk. 1 S. 2, Urk. 10 S.
2).
Das fortgeschrittene Alter wird, obgleich an sich ein invaliditätsfremder Faktor, in der Rechtsprechung als Kriterium anerkannt, welches zusammen mit weiteren persönlichen und beruflichen Gegebenheiten dazu führen kann, dass die einer versicherten Person verbliebene Resterwerbsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt
realistischerweise
nicht mehr nachgefragt wird, und dass ihr deren Verwertung auch gestützt auf die Selbsteingliederu
ngslast nicht mehr zumutbar ist (BGE 138 V 457 E. 3.1).
Verneint wurde die Verwertbarkeit der
Restarbeits
fähigkeit
i
nsbesondere bei versicher
ten Personen über 60 Jahren mit einge
schränk
ter
Arbeitsfähigkeit sowie mit mehrfachen gesundheitlichen Einschrän
kungen
(
Urteil des Bundesgerichts 8C_482/2010 vom 2
7.
September 2010
,
E.
4.2-3
, Urteil des Bundesgerichts
9C_954/2012
vom 1
0.
Mai 2013, E. 3.2.1
,
BGE 138 V 457
).
D
as Bundesgericht
hat
in BGE 138 V 457 E. 3.3 den Zeitpunkt, in welchem die Frage nach der Verwertbarkeit der (Rest-)Arbeitsfähigkeit bei vorgerücktem Alter beantwortet wird, verbindlich auf das Feststehen der medizinischen Zu
mut
barkeit einer (Teil-)Erwerbstätigkeit gelegt. Als ausgewiesen gilt die medizi
ni
sche Zumutbarkeit einer (Teil-)Erwerbstätigkeit, sobald die medizinischen Unterlagen diesbezüglich eine zuverlässige Sachverhaltsfeststellung erlauben.
Vorliegend war dies mit der Fertigstellung des beweiskräftigen
Z._
-
Gutach
tens am
2
3.
Januar 2013
der Fall (Urk. 7/50/1).
Zu diesem Zeitpunkt war die Beschwerdeführerin gut 54 Jahre alt.
Das Alter von 54 Jahren spricht nicht ge
gen die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit, zumal
Hilfsarbeiten
altersunab
hängig
nachgefragt werden
(Urteil
des Bundesgerichts
I 304/06 vom 2
2.
Januar 2007
,
E. 4.2
mit Hinweisen
)
und ein Arbeitgeber
noch
mit einer Tätigkeitsdauer von
fast 10
Jahren rechnen kann
.
Die Beschwerdeführerin ist zudem
–
wenn auch mit einer reduzierten Leistungsfähigkeit von 90
%
–
in einem Vollpensum
arbeitsfähig.
Der Beschwerdeführerin steht unter Berücksichtigung ihrer somatisch bedingten Limitationen noch ein genügend breites Spektrum an
T
ätigkeiten offen
, denn
es sind ihr sämtliche vorwiegend
im Sitzen
ausübbare
Hilfstä
tigkeiten zuzumuten und
massgeben
d
ist dabei der ausgeglichene Arbeitsmarkt
(
Art.
16 ATSG)
.
Dies
ist ein theoretischer und abstrakter Begriff. Er berücksich
tigt die konkrete Arbeitsmarktlage nicht, umfasst in wirtschaftlich schwierigen Zeiten auch tatsächlich nicht vorhandene Stellenangebote und sieht von den fehlenden oder verringerten Chancen Teilinvalider, eine zumutbare und geeig
nete Arbeitsstelle zu finden, ab (BGE 134 V 64 E. 4.2.1
mit Hinweis auf BGE 110 V 273 E. 4b).
Die IV-Stelle ging bei der Berechnung des Invalideneinkommens von einem Einkommen bei einer Tätigkeit mit dem Anforderungsniveau 4 (einfache und
repetitive Tätigkeiten) aus (Urk. 2 S. 2). Diese Tätigkeiten setzen weder eine schulische oder berufliche Bildung noch Sprachkenntnisse voraus.
Insgesamt
ist
somit
die Nachfrage auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt
realisti
scherweise
und im Lichte der höchstrichterlichen Kasuistik nicht zu verneinen.
Demnach ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin ab Dezember 2011 in einer vorwiegend sitzenden Tätigkeit weiterhin vollschichtig
mit einer Leistungsfähigkeit von 90
%
arbeitsfähig ist
.
5.
Die Beschwerdegegnerin übernahm den
mit
Urtei
l des hiesigen Gerichts vom 12.
Juli 2012 (Urk. 7/33/8-9) durchgeführten
Einkommensvergleich,
berück
sichtig
t
e zusätzlich die Verminderung der Leistungsfähigkeit um 10
%
und passte die Werte der Lohnentwicklung an
. Damit gelangte sie zu einem bei Weitem nicht rentenbegründen Invaliditätsgrad von 2
%
(Urk. 2 S. 2)
.
Da sich damit kein Anspruch auf eine Invalidenrente ergibt, ist die Beschwerde abzu
weisen.
6.
Der Streitgegenstand des Verfahrens betrifft die Bewilligung oder Verweigerung von
L
eistungen
der Invalidenversicherung
. Das Verfahren ist daher kosten
pflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab
hän
gig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und ermessensweise auf
Fr.
8
00.
--
anzusetzen. Ausgangsgemäss sind die Gerichtskosten
der Be
schwer
deführerin
aufzuerlegen.