Decision ID: bc181139-ed4d-5281-8cb3-f039361cd13c
Year: 2009
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass der Beschwerdeführer am 8. April 2009 im Transitbereich des Flughafens B._ um Asyl nachsuchte,
dass das BFM mit Verfügung vom 23. April 2009 das Asylgesuch des Beschwerdeführers ablehnte und die Wegweisung aus dem  des Flughafens B._ sowie den Vollzug anordnete,
dass das Bundesverwaltungsgericht die dagegen erhobene  vom 28. April 2009 mit Urteil vom 8. Mai 2009 insoweit guthiess, als es die angefochtene Verfügung betreffend die Wegweisung und deren Vollzug (Ziffern 3-5) aufhob,
dass die Beschwerde betreffend die Fragen der Flüchtlingseigenschaft und der Asylgewährung abgewiesen wurde,
dass das Bundesverwaltungsgericht die Akten zur Neubeurteilung der Sache an das BFM zurückwies,
dass es in seinem Urteil festhielt, die angefochtene Verfügung enthalte keinerlei Begründung der im Dispositiv verfügten Wegweisung und  Vollzugs, weshalb die Vorinstanz ihre Begründungspflicht verletzt habe,
dass das BFM mit Verfügung vom 11. Mai 2009 feststellte, seine  vom 23. April 2009 sei bezüglich der Verneinung der  und der Ablehnung des Asylgesuches mit dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 8. Mai 2009 in Rechtskraft ,
dass diese Verfügung am 11. Mai 2009 dem Beschwerdeführer  eröffnet und seinem Rechtsvertreter per Telefax vom 11. Mai 2009 zugestellt wurde (Art. 13 Abs. 3 AsylG),
dass das BFM gleichzeitig verfügte, der Beschwerdeführer habe den Transitbereich des Flughafens B._ am Tag nach Eintritt der Rechtskraft des Wegweisungsentscheids zu verlassen, und dabei den Vollzug anordnete,
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dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen anführte, der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers nach Guinea-Bissau sei , zumutbar und möglich,
dass für die weitere Begründung auf die vorinstanzliche Verfügung vom 11. Mai 2009 zu verweisen ist,
dass der Beschwerdeführer mit in englischer Sprache abgefasster  vom 15. Mai 2009 (Faxkopie) gegen diesen Entscheid beim  Beschwerde erhob und um Aufhebung der  Verfügung, die Feststellung der Flüchtlingseigenschaft und die Gewährung von Asyl ersuchte, wobei auf den Vollzug der  zu verzichten und der Beschwerdeführer in der Schweiz  aufzunehmen sei,
dass der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zuzuerkennen sei,
dass vor einer allfälligen Ablehnung der Beschwerde die Vorinstanz anzuweisen sei, mit dem Heimatstaat des Beschwerdeführers nicht in Kontakt zu treten, und jede Datenweitergabe an den Heimatstaat zu verbieten sei,
dass der Beschwerdeführer in verfahrensrechtlicher Hinsicht um  der unentgeltlichen Rechtspflege und um Verzicht auf die  eines Kostenvorschusses ersuchte,
dass auf die Beschwerdebegründung, soweit entscheidwesentlich, in den Erwägungen eingegangen wird,
dass der Rechtsvertreter innert der Beschwerdefrist von 5 Tagen keine Eingabe einreichte,
dass die vorinstanzlichen Akten am 15. Mai 2009 (per Telefax) beim Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,
dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden  Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]) des BFM ent-
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scheidet (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31] i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des  vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),
dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung  berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung  Änderung hat und daher zur Einreichung der  legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),
dass in Bezug auf die in englischer Sprache abgefasste Beschwerde angesichts der kurzen gesetzlichen Behandlungsfrist (Art. 109 Abs. 2 AsylG) sowie aus prozessökonomischen Gründen und zufolge ihrer Verständlichkeit auf die Ansetzung einer Frist zur  verzichtet wird,
dass auf die - ausser in sprachlicher Hinsicht - form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde - vorbehältlich der nachfolgenden  - einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),
dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),
dass in der angefochtenen Verfügung einer allfälligen, dagegen  Beschwerde die aufschiebende Wirkung nicht entzogen wurde, weshalb auf das Begehren, die aufschiebende Wirkung der  sei wiederherzustellen, nicht einzutreten ist,
dass das Gesuch, es seien die Vollzugsbehörden anzuweisen, die Kontaktaufnahme sowie die Weitergabe von Daten an die  zu unterlassen, angesichts des vorliegenden, direkten  in der Hauptsache gegenstandslos wird,
dass den Akten im Weiteren keine Hinweise auf eine bereits erfolgte Datenweitergabe durch das BFM zu entnehmen sind, weshalb auf das Gesuch, eine allfällige Datenweitergabe sei offenzulegen, mangels Rechtsschutzinteresses nicht eingetreten wird,
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dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in  Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters  einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),
dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen  verzichtet wurde,
dass die Ablehnung des Asylgesuchs des Beschwerdeführers, wobei auch dessen Flüchtlingseigenschaft verneint wurde, in Bestätigung der Verfügung der Vorinstanz vom 23. April 2009 mit Urteil des  vom 8. Mai 2009 in Rechtskraft erwachsen ist,
dass folglich auf die diesbezüglichen Begehren in der vorliegenden Beschwerdeschrift nicht einzutreten ist,
dass damit Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens  die Frage bildet, ob die Wegweisung zu Recht angeordnet  ist und diese zu vollziehen oder an Stelle des Vollzugs eine  Aufnahme anzuordnen ist,
dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine  erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer  besteht (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der  Asylrekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21),
dass aus der angefochtenen Verfügung keine Erwägungen bezüglich der Wegweisung als solche entnommen werden können und auch im Dispositiv eine entsprechende ausdrückliche Anordnung fehlt,
dass sich jedoch vorliegend aus dem Umstand, dass die Vorinstanz den Vollzug der Wegweisung geprüft hat, sinngemäss ergibt, dass sie die Wegweisung als solche wenn auch nicht explizit, doch  geprüft und verfügt hat,
dass auch aufgrund des im Dispositiv festgestellten  des Wegweisungsentscheids sinngemäss die Anordnung der Wegweisung als solche entnommen werden kann,
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dass aus prozessökonomischer Sicht darauf verzichtet wird, die Sache zur erneuten Prüfung an die Vorinstanz zurückzuweisen,
dass die Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht,
dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den  Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern , wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des  vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]),
dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn  Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),
dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land  werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]),
dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen,  das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung ersichtlich sind, die im Heimat- oder Herkunftsstaat droht,
dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als  erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und  Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),
dass aufgrund der festgestellten, erheblichen Zweifel an der  des Beschwerdeführers darauf verzichtet werden kann,
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nach allfälligen Wegweisungshindernissen in hypothetischen  zu forschen,
dass gemäss dem Beschwerdeführer dieser aus Guinea-Bissau stammt,
dass weder die allgemeine Lage in Guinea-Bissau noch individuelle Gründe auf eine konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr  lassen, weshalb der Vollzug der Wegweisung vorliegend  ist,
dass insbesondere darauf hinzuweisen ist, dass es sich beim  um einen jungen, gesunden Mann handelt, der  seinen Angaben an seinem Wohnort, wo er sich seit seiner Kindheit aufgehalten haben will, gelebt und gearbeitet hat,
dass ferner davon ausgegangen werden kann, er verfüge dort über ein Beziehungsnetz, womit er nicht in eine existenzbedrohende Lage  sollte,
dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers nach Guinea-Bissau schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),
dass nach dem Gesagten der vom Bundesamt verfügte Vollzug der Wegweisung zu bestätigen ist,
dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde  ist,
dass mit dem vorliegenden Entscheid in der Sache das Gesuch um Befreiung von der Vorschusspflicht gegenstandslos ist,
dass das Gesuch um Erlass der Verfahrenskosten im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG abzuweisen ist, da sich die Beschwerde von Anfang an als aussichtslos erwiesen hat,
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dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.-- (Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).
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