Decision ID: 266b108c-3eac-5225-90df-315e08edef67
Year: 2009
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass der Beschwerdeführer Äthiopien eigenen Angaben zufolge am 11. November 1999 verliess und am 11. Dezember 2008 in die Schweiz einreiste, wo er am gleichen Tag um Asyl nachsuchte,
dass er anlässlich der Kurzbefragung vom 19. Dezember 2008, die im Empfangs- und Verfahrenszentrum Basel stattfand, und der direkten Anhörung vom 6. April 2009 zur Begründung des Asylgesuchs im  geltend machte, er sei als Sohn eritreischer Eltern in Addis Abeba geboren worden und nach dem Tod seiner Mutter dort mit  Geschwistern beim Vater aufgewachsen,
dass er sich im Jahr 1992 etwa drei Wochen besuchsweise in Eritrea aufgehalten habe,
dass sein Vater und seine beiden Schwestern am 11. November 1999 von der äthiopischen Polizei festgenommen und nach Eritrea  worden seien,
dass sein Bruder und er der Festnahme entgangen und mit Hilfe eines Freundes der Familie nach B._ gelangt seien,
dass sie sich dort zwei Monate lang aufgehalten hätten und  in den Sudan gereist seien, welchen der Beschwerdeführer im Juni 2004 verlassen habe,
dass er bis zum Antritt seiner Reise nach Europa in Libyen gelebt habe,
dass der Beschwerdeführer die Kopie einer Identitätskarte seines  einreichte,
dass für den Inhalt der weiteren Aussagen auf die Akten zu verweisen ist,
dass das BFM sich am 8. Mai 2009 an die schweizerische Botschaft in Addis Abeba wandte und diese um die Vornahme von Abklärungen bat,
dass die schweizerische Botschaft am 2. Juli 2009 die Ergebnisse  Abklärungen übermittelte,
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dass das BFM dem Beschwerdeführer am 10. Juli 2009 die  Ergebnisse der Abklärungen mitteilte und ihm Frist zur  einer Stellungnahme setzte,
dass der Beschwerdeführer dem BFM am 15. Juli 2009 eine  übermittelte,
dass das BFM das Asylgesuch des Beschwerdeführers mit Verfügung vom 5. August 2009 – eröffnet am 7. August 2009 – ablehnte und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,
dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen anführte, der  sei der Aufforderung, seine Identität nachzuweisen, bis zum heutigen Zeitpunkt nicht nachgekommen,
dass der Beschwerdeführer unterschiedliche Angaben zum Geburtsort seines Vaters gemacht habe,
dass er Amharisch als Muttersprache angegeben habe und, obwohl beide Eltern Tigriner seien, nur wenig Kenntnisse der tigrinischen Sprache habe, was gegen die von ihm behauptete ethnische  spreche,
dass auch sein äusserst bescheidenes Wissen über die angeblich  Herkunft gegen die behauptete eritreische  des Beschwerdeführers spreche,
dass die in Addis Abeba gemachten Abklärungen seine Vorbringen nicht bestätigt hätten,
dass keine der von ihm angegebenen Personen an den genannten , an denen er sich lange aufgehalten habe, wohne,
dass aufgrund dieser Ausführungen von seiner äthiopischen  auszugehen sei, womit seine Vorbringen, er sei als  Staatsangehöriger in Äthiopien benachteiligt worden, jeglicher Grundlage entbehrten,
dass seine Aussagen zu den Umständen der Festnahme seines Vaters und seiner Schwestern vom 11. November 1999 widersprüchlich seien, habe er doch bei der Erstbefragung gesagt, sein Bruder und er hätten sich bei einem Nachbarn aufgehalten und seien so einer Verhaftung
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entgangen, während er bei der Anhörung angegeben habe, zum  der Verhaftung mit seinem Bruder zu Hause gewesen zu sein,
dass auch den Schilderungen seiner Ausreise aus Äthiopien viele  zu entnehmen seien,
dass für den weiteren Inhalt der Verfügung auf die Akten zu verweisen ist,
dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 7. September 2009 durch seine Rechtsvertreterin gegen diesen Entscheid beim  Beschwerde erheben und beantragen liess, die  Verfügung sei aufzuheben und ihm sei Asyl zu gewähren, die Unzulässigkeit und die Unzumutbarkeit des Vollzugs der  seien festzustellen und er sei vorläufig aufzunehmen, und es sei ihm die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren,
dass für den Inhalt der Beschwerde auf die Akten zu verweisen und, soweit entscheidwesentlich, nachfolgend auf diesen einzugehen ist,
dass der Instruktionsrichter das Gesuch um Gewährung der  Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) mit Zwischenverfügung vom 11. September 2009 abwies und den Beschwerdeführer aufforderte, bis zum 28. September 2009 einen Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 600.-- zu leisten, unter der , bei ungenutzter Frist werde auf die Beschwerde nicht ,
dass der erhobene Kostenvorschuss am 25. September 2009  wurde,

und zieht in Erwägung,
dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden  Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31] i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),
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dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung  Änderung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde  ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),
dass somit auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde  ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 50 ff. VwVG), zumal der  fristgerecht geleistet wurde,
dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),
dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in  Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters  wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie  aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der  nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),
dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen  verzichtet wurde,
dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 AsylG), wobei als Flüchtling eine ausländische Person  wird, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität,  zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG),
dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest  gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),
dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die  ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für  hält,
dass Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in  Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich
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sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden,
dass die Angaben des Beschwerdeführers zu den Umständen der Festnahme und Ausschaffung seines Vaters und seiner Schwestern als widersprüchlich zu werten sind (vgl. act. A1/9 S. 5 und A9/17 S. 3),
dass auch seine Aussagen zu den Umständen seiner Reise von  in den Sudan nicht übereinstimmend sind,
dass gemäss den von der Schweizerischen Botschaft in Addis Abeba durchgeführten Nachforschungen an der vom Beschwerdeführer  Adresse – seine Familie habe bis im November 1999 dort  – seit 1967/68 eine andere Familie lebe,
dass eine der zentralen Angaben des Beschwerdeführers zu seiner Person (Wohnadresse) durch die Botschaftsabklärung somit nicht  werden konnte,
dass der Beschwerdeführer bislang seine Identität nicht belegen ,
dass sich aus der eingereichten Kopie einer Identitätskarte, die  seinem Vater gehöre, keine verlässlichen Rückschlüsse auf seine Identität ziehen lassen,
dass es ihm unter Hinweis auf die zutreffenden Erwägungen des BFM nicht gelungen ist, eine ihm in Äthiopien drohende Verfolgung  zu machen, woran auch die Ausführungen in der Beschwerde nichts zu ändern vermögen,
dass der Beschwerdeführer gemäss Auffassung des BFM, die vom Bundesverwaltungsgericht geteilt wird, äthiopischer Staatsangehöriger ist, weshalb es sich erübrigt, auf die Ausführungen in der Beschwerde zu einer ihm in Eritrea drohenden Bestrafung als Dienstverweigerer einzugehen,
dass es dem Beschwerdeführer somit nicht gelingt, die  nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen,  das Bundesamt das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat,
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dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine  erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer  besteht (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der  Asylrekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21), weshalb die  Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,
dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den  Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern , wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des  vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]),
dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn  Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),
dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land  werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]),
dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen,  das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung ersichtlich sind, die ihm in Äthiopien droht,
dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als  erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und  Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),
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dass weder die allgemeine Lage in Äthiopien noch individuelle Gründe auf eine konkrete Gefährdung des Beschwerdeführers im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Vollzug der Wegweisung  zumutbar ist,
dass aufgrund der Aktenlage nicht davon auszugehen ist, der junge Beschwerdeführer werde nach einer Rückkehr nach Äthiopien in eine seine Existenz bedrohende Lage geraten, zumal angesichts seiner  Angaben über seine Herkunft anzunehmen ist, er verfüge dort über ein gewisses Beziehungsnetz,
dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den  schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse  (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es ihm obliegt, bei der Beschaffung  Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),
dass nach dem Gesagten der vom Bundesamt verfügte Vollzug der Wegweisung zu bestätigen ist,
dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde  ist,
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.-- (Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG),
dass die Verfahrenskosten durch den geleisteten Kostenvorschuss  und mit diesem zu verrechnen sind.
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