Decision ID: 3858beea-539b-5da2-860f-be5e44125111
Year: 2008
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A.
A.a Die Beschwerdeführer verliessen ihr Heimatland eigenen  zufolge am 1. Januar 2004 und gelangten am 6. Januar 2004 in die Schweiz, wo sie am selben Tag um Asyl nachsuchten. Am 12.  2004 wurden in der Empfangsstelle (heute Empfangs- und ) A._ ihre Personalien erhoben, gleichzeitig wurden sie zum Reiseweg und summarisch zu den Gründen für das Verlassen des Heimatlandes befragt. Die Beschwerdeführer gaben dabei zahlreiche Beweismittel zu den Akten (vgl. Ziffn. 1 bis 15 Beweismittelumschlag, Akte A1/1).
A.b Der Beschwerdeführer erklärte, er sei seit dem Jahre 2000  des weissrussischen Helsinki-Komitees. In seiner Freizeit habe er sich mit Filmaufnahmen beschäftigt; er habe eine recht grosse  von Aufnahmen, auf denen Menschenrechtsverstösse  seien. Im September 2003 habe er das Angebot erhalten, bei  Dokumentarfilm über Menschenrechtsverletzungen mitzuwirken. Am 2. November 2003 sei er zusammen mit einem Kollegen nach B._ gegangen, wo trotz eines Bauverbots Villen für höhere Beamte erstellt worden seien. Unterwegs seien sie von drei Personen in Zivil angehalten worden, die ihnen mitgeteilt hätten, es sei verboten, dort zu filmen. Diese hätten die Kamera beschlagnahmen wollen, worauf sie Widerstand geleistet hätten. Die drei Personen hätten sich dann als Polizisten ausgewiesen und sie seien festgenommen worden. Auf dem Polizeiposten von Minsk seien sie verhört worden; man habe ein Verfahren gegen sie eingeleitet. Man habe ihn wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt festgenommen und ihn gefragt, was er im Gebiet, in dem er festgenommen worden sei, gewollt habe. Zwei Tage später sei er freigelassen worden und nach Hause gegangen. Seine Frau habe ihm mitgeteilt, es sei eine Hausdurchsuchung durchgeführt worden. Man habe Videoaufnahmen, den Computer, Notizbücher und weitere Gegenstände beschlagnahmt. Seine Frau sei unter Druck gesetzt worden und habe eine Fehlgeburt erlitten.
A.c Die Beschwerdeführerin führte aus, am 3. November 2003 sei sie in der Wohnung von drei Polizisten und drei Zeugen aufgesucht . Man sei sehr grob zu ihr gewesen. Sie hätten Sachen  und einiges beschlagnahmt. Man habe ein Protokoll er-
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stellt, ihr aber nichts erklärt. Nachdem die Leute weggegangen seien, habe sie starke Schmerzen gehabt, weshalb sie die Ambulanz gerufen habe. Sie habe Blutungen gehabt und eine Fehlgeburt erlitten. Danach sei sie nochmals im Spital gewesen, da sie einen  gehabt habe.
B.
B.a Am 12. Mai 2004 wurde der Beschwerdeführer von der  kantonalen Behörde zu den Asylgründen angehört. Dabei machte er im Wesentlichen geltend, er habe von April 1999 bis September 2000 bei der Staatsanwaltschaft gearbeitet. Danach habe er im  seiner Ehefrau gearbeitet. Im September 2003 hätten ihm Freunde den Vorschlag gemacht, Aufnahmen für einen Dokumentarfilm über Weissrussland zu machen. Er habe schon lange vorher Material für diesen Film gesammelt. Er sei festgenommen worden, als er neben der Residenz von Lukaschenko Aufnahmen gemacht habe. Es sei eine Strafuntersuchung eingeleitet und eine Hausdurchsuchung  worden. Man habe ihm vorgeschlagen, mit dem weissrussischen KGB zusammenzuarbeiten. Am 2. November 2003 sei er ins Rayon B._ gefahren, um eine journalistische Untersuchung durchzuführen. Als sie damit begonnen hätten, Videoaufnahmen zu machen, seien sie von drei "Kerlen" aufgefordert worden, damit aufzuhören. Sein Kollege habe Widerstand geleistet und er habe zu fliehen versucht. Er sei geschlagen und in einen Dienstwagen verfrachtet worden. Man habe ihn zum ROWD gebracht, wo er verhört worden sei. Danach sei er in ein anderes Gebäude gebracht worden, wo er zwei Nächte habe verbringen müssen. Dann sei er von einem anderen Untersuchungsrichter verhört worden. Man habe seine Wohnung durchsucht und dabei Videokassetten beschlagnahmt. Auf den Kassetten hätten sich Interviews mit Personen befunden, die von der Polizei belästigt worden seien. Ein Vertreter des KGB habe ihm gesagt, die Angelegenheit könne am besten geregelt werden, wenn er mit diesem zusammenarbeite. Man habe ihn unter der Bedingung freigelassen, dass er seinen Wohnort nicht verlasse. Als er nach Hause gekommen sei, habe er seine Frau in angeschlagenem Zustand vorgefunden. Am 5. November 2005 sei er in Moskau gewesen, um seine Ausreise vorzubereiten. Nach seiner Rückkehr nach Weissrussland sei er zweimal zum Verhör vorgeladen worden. Das erste Mal sei er von der Polizei schriftlich vorgeladen worden, das zweite Mal seien die Leute vom KGB persönlich vorbeigekommen. Seit
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dem Jahre 2000 habe er sich politisch betätigt; er habe bei einer Jugendzeitung gearbeitet, sich während den Wahlen von 2001 für die Partei Swoboda eingesetzt und sei Mitglied des Helsinki-Komitees geworden.
B.b Die Beschwerdeführerin gab ihrerseits anlässlich der Anhörung bei der kantonalen Behörde vom 13. Mai 2004 zu Protokoll, sie sei vor ihrer Ausreise als Unternehmerin in der Metallverarbeitungsbranche tätig gewesen. Da ihr Ehemann politisch aktiv gewesen sei, habe er Schwierigkeiten mit der Polizei gehabt. Sie habe sich in der Wohnung ihres Mannes aufgehalten, als die Polizei diese durchsucht habe. Man habe sich ihr gegenüber sehr grob und unkorrekt verhalten. Sie habe sich in Spitalpflege begeben müssen und habe eine Fehlgeburt . Ihr Mann habe ihr gesagt, sie müssten ausreisen, sie sei ihm .
C. Das BFM forderte den Beschwerdeführer am 8. Juli 2004 auf,  der bereits eingereichten Beweismitteln nachzureichen sowie nähere Angaben zum gegen ihn eingeleiteten Verfahren zu machen beziehungsweise diesbezügliche Beweismittel einzureichen.
Der Beschwerdeführer nahm am 7. August 2004 Stellung zu den ihm gestellten Fragen und teilte mit, er sei nicht im Besitz einer .
D. Mit Schreiben vom 13. Oktober 2004 ersuchte das BFM die  Botschaft in Warschau um die Vornahme von Abklärungen im Heimatland der Beschwerdeführer.
Die Schweizerische Botschaft übermittelte am 5. August 2005 die  ihrer Abklärungen.
E. Am 18. August 2005 setzte das BFM die Beschwerdeführer über die vorgenommene Abklärung und deren wesentliche Ergebnisse in Kenntnis.
Die Beschwerdeführer reichten am 23. August 2005 eine  zu den Abklärungsergebnissen ein.
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F. Das BFM stellte mit Verfügung vom 1. September 2005 fest, die  erfüllten die Flüchtlingseigenschaft nicht, und lehnte die Asylgesuche ab. Gleichzeitig verfügte es die Wegweisung aus der Schweiz und ordnete deren Vollzug an. Ferner zog es die im  unter den Nummern 8 und 9 aufgeführten  (Akte A1/1) als gefälscht ein.
G. Mit Eingabe vom 3. Oktober 2005 liessen die Beschwerdeführer durch ihren Vertreter bei der damals zuständigen Schweizerischen  (ARK) Beschwerde erheben und beantragen, der  des BFM sei aufzuheben und ihnen sei Asyl zu erteilen.  sei festzustellen, dass der Vollzug nicht möglich, nicht zulässig und nicht zumutbar sei und das BFM sei anzuweisen, ihnen die  Aufnahme zu gewähren. Es sei ihnen die unentgeltliche  zu gewähren und der unterzeichnende Anwalt sei ihnen als amtlicher Anwalt beizuordnen. Der Eingabe lagen eine  vom 22. September 2005, drei Internetartikel und eine CD-ROM bei.
H. Mit Zwischenverfügung vom 13. Oktober 2005 stellte der  der ARK fest, über das Gesuch um Gewährung der  Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) werde zu einem späteren Zeitpunkt entschieden, das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 2 VwVG wies er ab. Gleichzeitig verzichtete er auf die Erhebung eines Kostenvorschusses und forderte die Beschwerdeführer auf, innert Frist die als Beweismittel eingereichten drei fremdsprachigen Internetartikel in eine Amtssprache des Bundes übersetzen zu lassen und eine  Kopie des Videobandes einzureichen.
I. Die Beschwerdeführer liessen mit Schreiben vom 28. Oktober 2005 die Übersetzungen der drei Internetartikel und eine neue CD-ROM .
J. Der Instruktionsrichter der ARK teilte den Beschwerdeführern am
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1. November 2005 mit, die CD-ROM sei bei der ARK nicht abspielbar. Es stehe ihnen frei, eine abspielbare Kopie zu den Akten zu reichen.
K. Am 7. November 2005 (Poststempel) reichten die Beschwerdeführer eine VHS-Kassette ein.
L. Das BFM beantragte in seiner Vernehmlassung vom 18. November 2005 die Abweisung der Beschwerde.
M. In ihrer Stellungnahme vom 6. Dezember 2005, der eine persönliche Entgegnung des Beschwerdeführers und eine Kostennote beilagen, hielten die Beschwerdeführer an ihren Anträgen fest.
N. Mit Schreiben vom 17. August 2006 reichten die Beschwerdeführer eine Bestätigung der Bürgerinitiative "Der dritte Weg" vom 14. Juli 2006, eine deutsche Niederschrift der Sendung "Weissrussische Flüchtlinge in der Schweiz" vom 4. Oktober 2005 und ein den  betreffendes Arztzeugnis vom 10. August 2005 ein.
O. Am 21. Dezember 2006 stellten die Beschwerdeführer der ARK eine aktualisierte Kostennote zu.
P. Mit Schreiben vom 12. April 2007 übermittelten die Beschwerdeführer dem Bundesverwaltungsgericht ein Arztzeugnis vom 8. März 2007,  Kurzbericht des Kindergartens C._ vom 16. Februar 2007 über den Sohn der Beschwerdeführer und eine aktualisierte .

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-
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schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG, sofern keine  nach Art. 32 VGG vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VGG genannten Behörden. Zu den beim  anfechtbaren Verfügungen gehören somit solche des BFM (vgl. Art. 33 Bst. d VGG), welche gestützt auf das AsylG erlassen wurden; das Bundesverwaltungsgericht entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des  vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110). Im Rahmen dieser  hat das Bundesverwaltungsgericht die Beurteilung der am 31. Dezember 2006 bei der ARK hängig gewesenen Rechtsmittel am 1. Januar 2007 übernommen (Art. 53 Abs. 2 VGG). Es ist daher  für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde. Die  erfolgt nach neuem Verfahrensrecht (vgl. Art. 53 Abs. 2 VGG; BVGE 2007/11 E. 4.2 S. 119).
1.2 Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die  oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen  und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
2. Der Beschwerdeführer haben am Verfahren vor dem Bundesamt , sind durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und haben ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung  Änderung. Damit sind sie zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG).
3. Die Beschwerde wurde innert der gesetzlichen Frist von 30 Tagen in gültiger Form eingereicht (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 50 und 52 VwVG). Demzufolge ist auf diese einzutreten.
4.
4.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl. Als Flüchtling wird eine ausländische Person , wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, wo sie zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu  bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen  ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung von Leib, Leben oder Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen
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Druck bewirken; den frauenspezifischen Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen (Art. 3 AsylG).
4.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft  oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender  für gegeben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich  sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG).
5.
5.1 Das BFM begründete seinen Entscheid damit, die Abklärungen des Schweizerischen Generalkonsulats in Minsk hätten ergeben, dass die vom Beschwerdeführer eingereichte Verfügung betreffend die  eines Verfahrens und die Rechtsmittelbelehrung vom 4.  2003 gefälscht seien. Die angeführte Dossiernummer sei  und der genannten Rechtsvertreterin sei der Fall nicht bekannt. Die Beteuerungen des Beschwerdeführers in seiner Stellungnahme, die eingereichten Protokolle seien ihm vom Untersuchungsbeamten überreicht worden, könnten die Abklärungsergebnisse nicht in Frage stellen. Tatsächlich verfolgte Personen reichten indessen  keine gefälschten Dokumente ein. Es könne nicht geglaubt werden, dass der Beschwerdeführer im November 2003 polizeilich und gerichtlich verfolgt worden sei. Das Empfehlungsschreiben von D._, dem Vorsitzenden des Helsinki-Komitees in D._, vermöge zu keiner anderen Einschätzung zu führen, zumal seine Ausführungen nicht mit den Aussagen des Beschwerdeführers in Übereinstimmung zu bringen seien. Dieser habe nie ausgesagt, nach den Präsidentschaftswahlen mehrmals Erpressungen und Einschüchterungen von Seiten des Regimes ausgesetzt gewesen zu sein und einen Autounfall erlitten zu haben. Er habe auch nie erwähnt, er sei im November 2003 von Unbekannten verprügelt worden. Das Dokument müsse als Gefälligkeitsschreiben ohne Beweischarakter beurteilt werden. Insofern der Beschwerdeführer geltend mache, er sei im Jahre 2001 zusammengeschlagen worden, sei festzuhalten, dass dieser Vorfall zum Zeitpunkt seiner Ausreise zwei Jahre zurückgelegen habe. Den Akten seien keine Anhaltspunkte dafür zu entnehmen, dass er in diesem Zusammenhang später nochmals Probleme gehabt habe.
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Dieser Vorfall sei demnach asylrechtlich unbeachtlich. Das BFM schliesse nicht aus, dass der Beschwerdeführer als Mitglied des Helsinki-Komitees Übergriffe erlitten oder solche befürchtet habe. Gemäss eigenen Angaben sei er aber politisch nicht sehr aktiv gewesen und habe aufgrund seiner politischen Arbeit - ausser dem Vorfall vom Jahre 2001 - deshalb keine Probleme gehabt. Insgesamt ergäben sich keine Hinweise dafür, dass er wegen seinen Tätigkeiten von den heimatlichen Behörden gezielt verfolgt worden wäre, respektive ihm mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit asylrechtlich relevante Nachteile drohten. Allfällige in der Schweiz ausgeübte politische Tätigkeiten genügten für sich allein nicht, um einen subjektiven Nachfluchtgrund zu begründen. In jedem Fall müssten konkrete Anhaltspunkte vorhanden sein, wonach der Heimatstaat mit erheblicher Wahrscheinlichkeit von den Aktivitäten im Ausland erfahren habe. Den Akten könne nichts Derartiges entnommen werden.  der zahlreichen in Europa durchgeführten Aktionen  Organisationen sei nicht davon auszugehen, dass an solchen Veranstaltungen teilnehmende weissrussische Staatsangehörige  überwacht und identifiziert würden. Es bestehe keine  Wahrscheinlichkeit, dass gerade der Beschwerdeführer im Exil überwacht worden sei oder aufgrund von im Internet verfassten Artikeln verfolgt werde.
5.2 In der Beschwerde wird demgegenüber ausgeführt, die Vorinstanz habe den Sachverhalt insofern unvollständig festgestellt, als sie die von den Beschwerdeführern geltend gemachte Hausdurchsuchung und die von der Beschwerdeführerin erlittene Frühgeburt nicht erwähnt habe, obwohl beide Vorkommnisse relevant seien. Die  hielten an der Echtheit der von ihnen eingereichten Beweismittel fest. Aus dem Bericht des Generalkonsulates in Minsk gehe nicht , durch wen und wie die Informationen erhältlich gemacht worden seien. Es sei daher davon auszugehen, dass die im Bericht zitierten Personen direkt kontaktiert worden seien und ihre "Aussagen" auf  Momentaufnahme ohne Aktenzugriff basierten. Da die Anfrage mehr als ein Jahr nach den geschilderten Vorfällen durchgeführt  sei, versage erfahrungsgemäss das Gedächtnis, weshalb die  der angefragten Personen, sie könnten sich nicht an die  erinnern, nicht geeignet sei zu beweisen, dass die  Beweismittel gefälscht seien. Gleiches gelte für die , die angeblich nicht der behördlichen Praxis entspreche. Es könne sich um einen Fehler handeln oder es könne sein, dass der
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Geheimdienst das Verfahren in Gang gesetzt habe und es sich  nicht um ein "Normalverfahren" handle. Zudem sei auf die  des Beschwerdeführers vom 23. August 2005 zu . Die Aussage der angefragten Anwältin, sie wisse nichts vom Fall des Beschwerdeführers, stehe in Übereinstimmung mit den Aussagen des Beschwerdeführers, der keine Anwältin beigezogen habe. Die  habe in ihrem Entscheid die politische Realität in  nicht richtig erfasst. Es sei ein diktatorisches Regime an der Macht, welches die Menschenrechte missachte. Jedermann, der sich gegen das Regime stelle, müsse mit Nachteilen rechnen, die in ihrer Gesamtheit zur asylrelevanten staatlichen Verfolgung führten, falls die betroffene Person nicht Abstand von ihrer Haltung nehme. Der  sei bei den Wahlen von 2001 für einen  sehr aktiv gewesen, was vorliegend von Belang sei. Er sei deshalb einmal zusammengeschlagen worden und habe einen  erlitten. Beide Vorfälle würden von ihm als nicht relevant . Es dürfte klar sein, dass jemand, der sichtbar für die  aktiv gewesen sei, grössere Gefahr laufe, wieder ins Visier der  zu geraten, als eine bislang unbescholtene Person.  des Vorwurfs der Vorinstanz, der Beschwerdeführer habe  Angaben zur Inhaftierung und zum eingeleiteten  gemacht, sei nicht einzusehen, weshalb eine unter  Umständen erhältlich gemachte Aussage eines  seine gleichbleibenden Aussagen und die eingereichten  sollte entkräften können. Auch seine Nachfluchtaktivitäten seien falsch gewürdigt worden: Beim Beschwerdeführer handle es sich aus Sicht des weissrussischen Geheimdienstes um einen potenziell  Regimegegner. Die Beschwerdeführer hätten ihre  (Vorverfolgung, begründete Furcht vor erneuter , unerträglicher psychischer Druck) glaubhaft gemacht. Ihre Ausführungen seien kohärent, widerspruchsfrei und reich an Details. Es gebe keine Hinweise auf unglaubwürdige Vorbringen. Sie würden von den heimatlichen Behörden verfolgt und hätten begründete Furcht vor erneuter Verfolgung. Die Vorinstanz mache es sich einfach, wenn sie behaupte, die Vorbringen des Beschwerdeführers aus dem Jahre 2001 seien nicht asylrelevant. Diese Vorfälle prägten den Hintergrund und die Erfahrungswelt des Beschwerdeführers. Wer bereits verfolgt worden sei, werde beim Diebstahl des eigenen Video- und  wegen der früheren Verfolgung die Flucht ergreifen.
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5.3 In der Vernehmlassung hält die Vorinstanz fest, dem BFM sei , dass unabhängige und kritische Journalisten in Belarus bei  Arbeit behindert würden. Die behördlichen Massnahmen erreichten aber in vielen Fällen nicht die Schwelle asylrechtlicher Relevanz.  oder Personen, die sporadisch Artikel schrieben, würden nicht generell in asylrechtlich relevantem Ausmass verfolgt. Die vom  eingereichten Artikel und Filmsequenzen belegten für sich allein nicht, dass er deswegen einer relevanten Verfolgung  werden könnte.
5.4 In der Stellungnahme vom 6. Dezember 2005 wird ausgeführt, die Vorinstanz "hänge" dem Beschwerdeführer in ihrer Vernehmlassung einen Alias-Namen an, ohne dass dies eine Grundlage in den Akten hätte. In der Beschwerde sei bereits die Fehlschreibung des Namens des Sohnes korrigiert worden, was nicht verhindert habe, dass ARK und BFM die offensichtliche Fehlschreibung weiter kolportierten. Die Vorinstanz sei aufzufordern, die Beifügung des Alias-Namens und die Namensgebung für den Sohn zu begründen. Sie bekräftigten  die Gesamtheit ihrer wahrheitsgetreuen Angaben gegenüber den Asylbehörden. Zudem sei auf die eingereichten Beweismittel zu . Der Beschwerdeführer halte in seiner persönlichen  fest, weshalb die Bestätigung des Vorsitzenden des Helsinki- (Abteilung D._) nicht als untaugliches Beweismittel bezeichnet werden könne. Er lege auch dar, weshalb die Abklärungen der schweizerischen Vertretung in Minsk nicht schlüssig erschienen. Seine Darlegungen seien umso zutreffender, als er früher Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft gewesen sei und als Jurist Bescheid über die gesetzlichen Grundlagen und deren Anwendung wisse. Anfragen, wie diejenige des Konsuls, würden normalerweise nicht beantwortet. Es sei erstaunlich, dass die angeblich befragten Nachbarn den Besuch  Person, die Informationen gesucht habe, nicht weitergemeldet , da normalerweise ein Besuch eines Fremden zum Dorfgespräch werde. Das auf Beschwerdeebene eingereichte Videomaterial könnte im Vorfeld der Präsidentenwahl im Sommer 2006 eine Rolle spielen. Der Beschwerdeführer sei überzeugt davon, dass der weissrussische Geheimdienst wisse, dass er sich in der Schweiz aufhalte. Es sei  hinzuweisen, dass derzeit das Strafgesetzbuch Weissrusslands geändert werde. Der neue Artikel "Diskreditierung der Republik " erinnere an die stalinistische Zeit. Weissrussland werde von der westlichen "Meinungspresse" offen als Diktatur bezeichnet, woraus
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zwingend zu folgern sei, dass Informationen aus dem Staatsapparat grundsätzlich nicht zu trauen sei.
6.
6.1 Festzustellen ist vorweg, dass die Rüge, wonach das BFM den Sachverhalt unvollständig festgestellt, indem es weder die geltend  Hausdurchsuchung noch die von der Beschwerdeführerin  Frühgeburt erwähnt habe, nicht zutrifft, werden doch beide  in der angefochtenen Verfügung aufgeführt (vgl. S. 2, Punkt 1, 3. Absatz in fine). Der Umstand, dass das BFM die geltend gemachten Vorkommnisse vom November 2003 als unglaubhaft und die von der Beschwerdeführerin erlittene Fehlgeburt als asylrechtlich nicht relevant erachtete (da es deren Ursache - die Hausdurchsuchung - für unglaubhaft hielt), beschlägt nicht die Frage der , sondern der Würdigung des Sachverhalts.
6.2 In der Stellungnahme vom 6. Dezember 2005 wird  behauptet, die Beifügung des Alias-Namens (...) des  finde in den Akten keine Grundlage. Beim - allerdings erst in der Vernehmlassung - beigefügten Nachnamen (...) handelt es sich um den vom Beschwerdeführer auf dem Personalienblatt in  Schrift eigenhändig angebrachten Namen (vgl. Akte A4/4).
Was das vom Rechtsvertreter wiederholt vorgebrachte Ersuchen, die Fehlschreibung des Namens des Sohnes der Beschwerdeführer sei zu korrigieren, anbelangt, ist auf die (an die Beschwerdeführer ) Verfügung des BFM vom 30. Januar 2004 zu verweisen. Das BFM lehnte das Gesuch der Beschwerdeführer um Berichtigung der  ab, weil es in das Personenregistratursystem den Namen des Sohnes übernahm, der in dessen Reisepass eingetragen wurde. Die Verfügung des BFM war mit einer Rechtsmittelbelehrung , die Beschwerdeführer verzichteten aber - soweit ersichtlich - auf die Einreichung einer Beschwerde. Dem ist aus Sicht des  nichts beizufügen, die in der Beschwerde vertretene Auffassung, die Fehlschreibung der Vorinstanz habe in den Akten  Grundlage, ist somit offensichtlich unzutreffend. Es erübrigt sich unter diesen Umständen, das BFM aufzufordern, die Beifügung des Alias-Namens des Beschwerdeführers und die "Namensgebung" für den Sohn zu begründen, da sich die Begründung dafür ohne weiteres aus den Akten ergibt.
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6.3 Das Bundesverwaltungsgericht gelangt indessen zum Schluss, dass der rechtserhebliche Sachverhalt im zentralen Punkt (im  2003 gegen den Beschwerdeführer eingeleitetes Verfahren) nicht genügend abgeklärt wurde. Aufgrund der Aktenlage ist davon auszugehen, dass sich der Beschwerdeführer in Weissrussland regierungskritisch äusserte, für eine regierungskritische Zeitschrift arbeitete, die Opposition unterstützte und für das Helsinki-Komitee tätig war. Seine regierungskritische Haltung hatte für ihn offenbar nicht derart schwerwiegende Konsequenzen, als dass er sich bis zum November 2003 mit dem Gedanken befasst hätte, seine Heimat zu verlassen. Er machte denn anlässlich seiner Befragungen auch klar, dass er die Heimat wegen des angeblich gegen ihn eingeleiteten Verfahrens und der Aufforderung des Geheimdienstes, er solle mit diesem zusammenarbeiten, beziehungsweise des angeschlagenen Gesundheitszustandes seiner Ehefrau verlassen habe.
Das Bundesamt gelangte am 13. Oktober 2004 an die Schweizerische Botschaft in Warschau und ersuchte diese, im Heimatland der  Abklärungen zu treffen. Dem Abklärungsbericht des Schweizerischen Generalkonsuls in Minsk vom 5. August 2005 ist zu entnehmen, dass ein Teil der Abklärungen bei Behördenvertretern  wurde. Diese Vorgehensweise kann nicht nachvollzogen werden, denn abgesehen davon, dass die Kontaktnahme mit einem möglichen Verfolger die Gefährdung einer asylsuchenden Person  oder gar begründen kann, muss bezweifelt werden, dass Vertreter eines Verfolgerstaates wahrheitsgemäss Auskunft geben, wenn sie  werden, ob gegen eine Person, die als politisch unliebsam gilt, ein Verfahren hängig ist beziehungsweise, ob eine solche Person  wird oder verurteilt wurde. Dem Botschaftsbericht ist zu , dass der Major, der die Ermittlungen gegen den  geleitet haben soll, versicherte, er habe dessen Namen noch nie gehört. Diese Aussage erweist sich indessen zur Beurteilung der  des Beschwerdeführers als untauglich. Es besteht zwar durchaus die Möglichkeit, dass der Major wahrheitsgetreu geantwortet hat, ebenso vorstellbar ist indessen, dass er sich zum Zeitpunkt der Anfrage nicht an den Namen einer Person, gegen die er vor etwa  Jahren ermittelt hätte, erinnern konnte oder sich eben nicht an diesen erinnern wollte. Die kontaktierte Anwältin, die auf den vom Beschwerdeführer eingereichten Beweismitteln aufgeführt wird, sagte, ihr sei der Fall unbekannt. Der Beschwerdeführer weist diesbezüglich zu Recht darauf hin, er habe nie ausgesagt, dass bei den Befragungen
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eine Anwältin zugegen gewesen sei. Des Weiteren steht fest, dass sich am dafür vorgesehenen Ort keine Unterschrift der gemäss den Dokumenten angeblich anwesend gewesenen Anwältin befindet. Auch aus diesem Abklärungsergebnis kann somit nichts abgeleitet werden, was für oder gegen die Echtheit der Dokumente spricht. Schliesslich wird in der Botschaftsantwort festgehalten, die auf den Dokumenten angebrachte Aktennummer sei erfunden, da sie nicht dem Nummerierungssystem der weissrussischen Behörden entspreche. Dieser Umstand könnte Zweifel an der Echtheit der eingereichten Dokumente erwecken, reicht aber für sich allein nicht aus, um auf eine Fälschung derselben schliessen zu können.
6.4 Aufgrund des vorstehend Gesagten ergibt sich, dass ergänzende Sachverhaltsabklärungen erforderlich gewesen wären, die indessen unterblieben sind. In erster Linie hätte das BFM bei kritischer Reflexion der Botschaftsantwort feststellen müssen, dass diese bei der  Feststellung des zentralen Sachverhaltselements wenig hilfreich ist, und in zweiter Linie hätte das BFM aufgrund der  in diesem Punkt ergänzende Sachverhaltsabklärungen  müssen.
6.5 Im Folgenden ist zu beurteilen, ob die festgestellte Verletzung der behördlichen Untersuchungspflicht im Rahmen des  geheilt werden kann oder zur Kassation der angefochtenen  führen muss. Da es klarerweise nicht die Aufgabe des  ist, nachträglich für eine vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen, wenn im  Verfahren die erforderlichen Sachverhaltsabklärungen - wie im vorliegenden Fall - unterblieben sind und den Beschwerdeführern durch ein solches Vorgehen eine Instanz verloren ginge, erscheint eine Rückweisung der Sache an die Vorinstanz als angebracht.
6.6 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Vorinstanz im  Fall den rechtserheblichen Sachverhalt unvollständig  hat und dabei die behördliche Untersuchungspflicht verletzt hat. Da eine Heilung dieses Verfahrensmangels im Rahmen des  nicht möglich erscheint und jedenfalls nicht angebracht wäre, ist der angefochtene Entscheid aufzuheben und zur  an die Vorinstanz zurückzuweisen.
7. Nach dem Gesagten ist die Beschwerde gutzuheissen, die  Verfügung vom 1. September 2005 aufzuheben und die Sa-
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che zur Neubeurteilung an das BFM zurückzuweisen. Das BFM ist  anzuweisen, die auf dem Beweismittelverzeichnis unter den Nummern 8 und 9 (Akte A1/1) aufgeführten Beweismittel in geeigneter Weise auf ihre Authentizität hin zu prüfen.
8.
8.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind keine Verfahrenskosten aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG), weshalb das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG gegenstandslos wird.
8.2 Den Beschwerdeführern ist angesichts des Obsiegens im  in Anwendung von Art. 64 Abs. 1 VwVG eine  für ihnen erwachsene notwendige Vertretungskosten zuzusprechen (vgl. Art. 7 des Reglements vom 11. Dezember 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem  [VGKE, SR 173.320.2]). In der eingereichten Kostennote vom 12. April 2007 macht der Rechtsvertreter einen Arbeitsaufwand von 18,5 Stunden und Auslagen von Fr. 115.30 geltend. Der angeführte  erscheint überhöht und ist um zweieinhalb Stunden auf 16 Stunden (à Fr. 200.--) zu kürzen (vgl. Art. 10 Abs. 1 und 2 VGKE). Das Bundesamt hat den Beschwerdeführern demnach eine  in der Höhe von Fr. 3'567.25 auszurichten (Arbeitsaufwand Fr. 3'200.--, Spesen Fr. 115.30, Mehrwertsteuer Fr. 251.95).
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