Decision ID: adfe0f7e-3cc7-4de2-9779-80dd7b5f216a
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1970, war als Schulleiter bei der
Y._
AG,
Z._
, tätig und über diese bei der Helsana Unfall AG (Helsana) gemäss dem
Bundesgesetz über die Unfall
versicherung (UVG)
gegen Unfälle und unfallähnliche
Kör
perschädigungen
ver
sichert
, als er am 1
0.
Februar 2015 beim Schwimmen im Meer von einer Welle erfasst und
"gegen den
Boden
"
geschleudert wurde (Urk. 9/K1).
In der Folge litt er unter Schmerzen im Bereich seiner linken Schulter und seines linken Kniegelenks (
Urk.
9/M1).
Am
5.
Mai 2015 wurde der Versicherte
an
seiner linken Schulter
arthroskopisch
behandelt, wobei
e
ine
Rotatorenmanschetten
rekonstruktion
, eine
Tenodese
der langen
Bizepssehne
, eine
Arthrolyse
und eine
Acromioplastik
durchgeführt
wurden
(
Urk.
9/M8).
Für diesen Eingriff erteilte die Helsana
dem Versicherten
am
7.
Mai 2015 Kostengutsprache (Urk.
9/K20)
.
1.2
Mit Schreiben vom 2
1.
Mai 2015 (
Urk.
9/K25) teilte die Helsana dem Versi
cherten mit, dass der Status quo ante für das linke Knie am 3
0.
April 2015 erreicht worden sei und verneinte eine Leistungspflicht für eine Heilbehand
lung im Bereich des linken Knies ab diesem Zeitpunkt. Mit Verfügung vom 1
2.
Juni 2015 (
Urk.
9/K37) hielt die Helsana an einer Verneinung einer
Leis
tungspflicht
für die Heilbehandlung von Gesundheitsschäden im Bereich des linken Knies des Versicherten ab
1.
Mai 2015 wegen Erreichens des Status
quo ante
vel
sine fest
. Die vom Versicherten am 1
8.
Juni 2015 dagegen erho
be
ne Einsprache (
Urk.
9/K39) wies die Helsana mit Entscheid vom
4.
Septem
ber 2015 (
Urk.
9/K61 =
Urk.
2) ab.
2.
Gegen den
Einspracheentscheid
vom
4.
September
2015 (Urk. 2) erhob der Versi
cherte
am
7.
Oktober
2015
Be
schwerde
(Urk. 1)
und beantragte, dieser sei aufzuheben
und
es
sei
e
n ihm
die gesetzlichen Leistungen
für die Folgen des Unfallereignisses vom 1
0.
Februar 2015 ab dem
1.
Mai 2015 weiterhin bis auf Weiteres zu erbringen
,
es sei festzustellen, dass die Beschwerden an seinem linken Knie in einem kausalen Zusammenhang zum Unfall vom 1
0.
Februar
2015 st
ünd
en,
und es sei
die Helsana zu verpflichten, ihre Leis
tungen weiterhin zu erbringen; eventuell sei auf Kosten der Helsana ein ärzt
liches Gutachten zu veranlassen (S. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom
2
0.
November 2015 (Urk.
8
) beantragte die
Hels
ana
die Abwei
sung der Beschwerde (S. 2)
und reichte eine Stellungnahme ihres behandelnden Arztes vom 1
3.
November 2015 (
Urk.
9/M19) ein
, wovon dem
Beschwerdeführer am
18
. Janu
ar 2016 (Urk.
10
)
je
eine Kopie zugestellt wurde
.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss dem
Bundesgesetz über die Unfallversicherung (UVG)
setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetr
etenen Schaden (Krankheit, Inva
lidit
ät, Tod) ein natürlicher Kausal
zusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausal
zusammen
hangs sind a
lle Umstände, ohne deren Vorhan
densein der einge
tretene Erfolg nicht als eingetr
eten oder nicht als in der glei
chen Weise be
ziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kau
salzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder u
n
mittelbare Ursache gesundheit
licher Störungen ist; es genügt, dass das schä
di
gende Ereignis zusammen mit anderen Beding
ungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetre
tene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Stö
rung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im
Sozialversicherungs
recht
üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden
hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründ
ung e
ines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.2
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater
Kau
salzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann
als adäquate Ursache eines Erfolges
zu gelten, wenn es nach dem ge
wöhn
lichen Lauf der Dinge
und nach der allgemeinen Lebens
erfahrung an sich
geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeiz
uführen, der Eintritt dieses Er
folges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt er
scheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 405 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
Bei objektiv ausgewiesenen organischen Unfallfolgen deckt sich die adäquate
, d.h. rechtserhebliche Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 134 V 109 E. 2.1).
1.3
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder über
haupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf
unfall
fremden
Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesund
heitszustand,
wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber der
jenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr.
U 142 S.
75 E.
4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U
172/94 vom 26.
April
1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von
unfall
bedingten
Ursachen eines Gesundheitsschadens muss mit dem im Sozialver
sicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV
2000 Nr.
U 363 S.
45; BGE
119 V 7 E. 3c/
aa
).
Die
blosse
Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht.
Da es sich
hiebei
um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die entsprechende Beweislast
–
anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gege
ben ist
–
nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr.
U 206 S.
328
f. E.
3b,
1992 Nr.
U 142 S. 76).
Diese
Beweis
grundsätze
gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfol
gen und sind für sämtliche Leistungsarten
massgebend
(
Urteil des Bundesge
richts 8C_637/2013 vom 11.
März 2014 E.
2.3.1 mit Hinweisen).
Mit dem Erreichen des
S
tatus quo sine
vel
ante entfällt eine
Teilursächlich
keit
für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der
S
tatus quo sine
vel
ante noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfa
llversicherer gestützt auf Art. 36 Abs.
1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch
Pflege
leistungen
und Kostenvergütungen zu übernehmen, worunter auch die
Heil
behandlungskosten
nach Art.
10 UVG fallen
(Urteil des Bundesgerichts 8C_637/20
13 vom 11. März 2014 E. 2.3.2).
1.4
Gemäss Art. 36 Abs. 1 UVG werden die Pflegeleistungen und
Kostenvergü
tun
gen
sowie die Taggelder und
Hilflosenentschädigungen
nicht gekürzt, wenn
die Gesundheitsschädigung nur teilweise Folge eines Unfalles ist.
Diese Bestim
mung setzt voraus, dass der Unfall und das nicht versicherte
Ereig
nis eine bestimmte Gesundheitsschädigung gemeinsam verursacht haben
.
Dage
gen ist die Bestimmung nicht anwendbar, wenn die beiden Einwirkungen
einan
der nicht beeinflussende Schäden verursa
cht haben, so etwa, wenn der Un
fall und das nicht versicherte Ereignis verschiedene Körperteile betreffen und sich damit die Krankheitsbilder nicht überschneiden.
Diesfalls
sin
d die Folgen des versi
cherten Un
falles für sich allein zu bewer
ten (BGE 121 V 326 E. 3c mit Hinweis).
1.5
Treten im Anschluss an einen Unfall Beschwerden auf (die zuvor nicht be
stan
den) und ist aber davon auszugehen, dass durch den Unfall lediglich ein (zuvor stummer) Vorzustand aktiviert, nicht aber verursacht worden ist, so hat der (aktuelle) Unfallversicherer nur Leistungen
für das unmittelbar im Zusammen
hang mit dem Unfall stehende Schmerzsyndrom gemäss Art. 36
Abs. 1 UVG zu erbringen. Mit dem Erreichen des Status quo sine
vel
ante ent
fällt eine Teilur
sächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden (Urteile des Bundesgerichts 8C_816/2009 vom 21. Mai 2010 E. 4.3, 8C_181/2009 E. 5.4 f., 8C_326/2008 vom 24. Juni 2008 E. 3.2 und 4 sowie U 266/99 vom 14. März 2000 E. 1).
1.6
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berü
cksichtigt, in Kenntnis der
Vor
akten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medi
zinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die
Beschwerdegegenerin
ging im angefochtenen
Einspracheentscheid
vom
4.
September
201
5 (
Urk.
2) und in der Verfügung vom 1
2.
Juni
2015 (Urk. 9/K37
) davon aus, dass der Unfall vom 1
0.
Februar 2015 den
Vorzu
stand
im
Bereich
des linken Kniegelenks
des Beschwerdeführers
lediglich
vorübergehend verschlimmert habe, und dass
diesbezüglich
am 3
0.
April 2015
beziehungsweise am
1.
Mai
2015
der Status quo ante
vel
sine erreicht worden
sei (
Urk.
2 S. 9).
2.2
Der Beschwerdeführer bringt
hiegegen
vor, dass die gegenwärtigen Beschwer
den im Bereich seines linken Kniegelenks durch den Unfall vom 1
0.
Februar 2015 verursacht worden seien, und dass er vor dem Unfallereignis in Bezug auf das linke Knie beschwerdefrei gewesen sei (
Urk.
1 S. 3).
3.
3.1
Im Folgenden ist
daher anhand des massgebenden medizinischen Sachver
halt
s
zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin in Bezug auf das linke Kniege
lenk des Beschwerdeführers zu Recht von einem Erreichen
des
Status quo ant
e
vel
sine am
1.
Mai 2015 ausgegangen ist
,
und
ob sie
die Versicherungsleis
tungen für
die
Unfallfolgen
im Bereich des linken Kniegelenks zu Recht auf diesen Zeitpunkt hin eingestellt hat.
3.2
Die Ärzte des
A._
, Institut für Medizinische Radiologie und Nuklearmedizin, stellten im MRI-Bericht vom 1
3.
März 2015 (
Urk.
9/M3) fest, dass eine gleic
hentags durchgeführte Magnet
resonanztomographie (MRI) des linken Kniegelenks des Beschwerdeführers ein posttraumatisches
Knochen
marksödem
des
dorsomedialen
Femurkondylus
ohne Fraktur, eine
hyperin
tensive
Signalalteration des ausgefransten
Meniskushinterhorns
ohne Rissbil
dung, eine Geröllzyste im
dorsomedialen
Femurkondylus
,
Suszeptibilitätsarte
fakte
im Sinne von Metallabrieb bei multiplen Bohrlochkanälen des distalen
Femurs
, einen minimalen Erguss im
Recessus
suprapatellaris
sowie einen
breiten Knorpeldefekt der medialen
Patellarückfläche
ergeben habe.
3.3
Mit Bericht vom 1
8.
März 2015 (
Urk.
9/M4)
verneinten
die Ärzte des
A._
, Chirurgische Klinik, eine Schwellung, ein
en
Erguss, eine Rötung
, eine Überwärmung, eine
Druckdolenz
, einen negativen Lachm
ann-Test, eine negative vordere
und hintere Schublade, einen negativen
Valgus
- und
Varus
stress
und einen negativen
Apply-Grinding
Test
in Bezug auf das linke Knie
gelenk des Beschwerdeführers
und erwähnten, dass
dieser sein
linke
s
Bein
in der Luft halten könne (S.
2), dass er das Knie voll belasten könne und dabei schmerzfrei sei (S.
1). Dem Beschwerdeführer sei bis 2
0.
April 2014 eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit attestiert worden (S. 2).
3.4
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Chirurgie,
A._
, Chirurgische Klinik, erwähnte im Bericht vom 2
0.
April 2015 (
Urk.
9/M6) Restbeschwerden im Knie links und
hielt fest
, dass im Bereich der linken Schulter
eine
arthroskopische
Rotatorenmanschettenlrekonstruktion
, eine
Tenodese
der
langen
Biezpessehne
und eventuell eine
Akromioplastik
vorgesehen
seien (S.
1)
.
3.5
In seiner Stellungnahme vom
1.
Juni 2015 (
Urk.
9/M10
=
Urk.
3/5
)
stellte
Dr.
B._
fest
, dass die MRI-Untersuchung des linken Kniegelenks vom 1
3.
März 2015
Suszeptibilitätsartefakte
im Sinne von Metallabrieb bei
Bohr
lochkanälen
, welche mit grosser Wahrscheinlichkeit von einer Osteosynthese einer bekannten
Femurfraktur
stammten,
eine Signalalteration und wahr
schein
lich eine Meniskusläsion
medialseitig
, einen Knorpelschaden im
tibia
len
Knorpelbelag
, ein
Knochenmarksödem am medialen
Femurkondylus
, einen
minimalen Erguss im
femoropatellären
Kompartiment und Knorpelschäden
retropatellär
ergeben habe (S. 1). Da der Beschwerdeführer bis zum Unfall vom 1
0.
Februar 2015 beschwerdefrei gewesen sei, sei davon auszugehen, dass die Veränderungen am medialen Meniskus und die
Ödembildung
am medialen
Femurkondylus
traumatisch verursacht worden seien (S. 2).
3.6
Prof.
Dr.
med.
C._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Trau
matologie des Bewegungsapparates,
beratender Arzt der Beschwerdegeg
nerin,
führte in seiner Stellungnahme vom
4.
Juni 2015 (Urk. 9/M11 S.
2) aus
,
dass
die MRI-Untersuchung vom 1
3.
März 2015 diverse pathologische Befunde ergeben habe, welche als beginnende Arthrose zu werten seien, und dass anlässlich der Erstkonsultation im
A._
vom 1
8.
März 2015 kein pathologischer Befund erhoben worden sei. Die vorbestehenden pathologi
schen Befunde im Bereich des linken Kniegelenks des Beschwerdeführers seie
n durch das Unfallereignis vom 1
0.
Februar 2015 allenfalls aktiviert worden, ohne dass dabei zusätzliche strukturelle Schäden gesetzt worden wären.
3.7
Am
9.
Juni 2015 erwähnte
Dr.
med.
D._
, Fachärztin für Allge
meine Innere Medizin
, dass sie den Beschwerdeführer seit dem
1.
November 2006 als Hausärztin behandle, und stellte fest, dass sie den Beschwerdeführer vor dem Unfall vom 1
0.
Februar 2015 nie wegen Schulter- oder Kniebeschwerden behandelt habe (
Urk.
9/M12)
3.8
Mit Bericht vom 1
8.
Juni
2015 (
Urk.
9/M13) stellte
Dr.
B._
Restbe
schwerden
im Bereich des linken Knies fest und erwähnte, dass der Be
schwerdeführer nach der am
5.
Mai 2015 durchgeführten
arthroskopischen
Rotatorenmansch
etten
rekonstruktion
,
Tenodese
der langen
Bizepssehne
,
Arthro
lyse
und
Akromioplastik
der linken Schulter gegenwärtig weiterhin physiotherapeutisch behandelt werde. Es bestehe weiterhin eine Arbeitsun
fähigkeit von 100
%
(S. 2).
Dr.
B._
erwähnte i
n seinem Bericht vom 3
0.
Juli 2015 (
Urk.
9/M16), dass die physiotherapeutische Behandlung der linken Schulter weitergeführt werde, und dass das linke Knie viel besser geworden sei (S. 1).
Am 1
6.
September 2015 (
Urk.
9/M17) stellte
D
r
.
B._
fest, dass
er dem Beschwerdeführer bis 1
6.
August 2015 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit attestiert habe. Ab 1
7.
August 2015 habe eine volle Arbeitsfähigkeit bestan
den. Es sei eine gute Prognose zu stellen.
3.9
Mit Bericht vom 3
0.
September
2015 (
Urk.
9/M18 =
Urk.
3/5) stellte
Dr.
B._
fest, dass aus dem Umstand, dass die MRI-Untersuchung vom 1
3.
März 2015 ein Knochenmarksödem am
dorsomedialen
Femurkondylus
und eine Signalalteration am ausgefransten
Meniskushinterhorn
medial ergeben habe, sowie aus
dem Umstand
, dass der Beschwerdeführer vor dem
Umfall an seinem linken Knie beschwerdefrei gewesen sei (S. 1),
zu schliess
en sei
, dass die Beschwerden im Bereich des linken Kniegelenks mindestens teil
weise durch das Unfallereignis vom 1
0.
Februar 2
015 verursacht worden seie
n (S.
2).
3.10.
Prof.
C._
führte in seinem Bericht vom
1
3.
November
2015 (Urk. 9
/M19)
aus, dass
sich der Beschwerdeführer im Jahre 1993 eine
Femurfraktur
links zugezogen habe,
weshalb es
als überwiegend wahrscheinlich erscheine, dass das linke Kniegelenk dadurch in Mitleidenschaft gezogen worden sei. Auf Grund des Umstandes, dass der Beschwerdeführer bis zum Umfall keine
Beschwerden in seinem linken Knie
verspürt habe, könne nicht
auf ein intaktes Kniegelenk vor dem Unfallereignis geschlossen werden. Denn
Patienten mit einer Gonarthrose seien oftmals bis zu einem gewissen Zeit
punkt beschwerdelos (S.
3). Bei den anlässlich der MRI-Untersuchung vom 1
3.
März 2015 festgestellten Befunden im Sinne von Geröllzysten, einem Knorpeldefekt der
Patellarückfläche
,
osteophytären
Ausziehungen und einem ausgefransten
Meniskushinterhorn
handle
es
sich um deutlich fort
g
eschrittene degenerative Veränderungen.
Demgegenüber sei das mittels MRI festgestellte
Knochenmarksödem
durch eine unfallbedingte Krafteinwirkung zu erklären. Dieses sei aber reversibel und es sei davon auszugehen, dass der Vorzustand dadurch
lediglich
während einer vergleichsweise kurzen Zeit verschlimmert
worden sei. Da anlässlich der Konsultation am
A._
vom 1
8.
März
2015 ein beschwerdefreies und voll funktionstüchtiges linkes Kniegelenk fest
gestellt worden sei, sei spätestens am 3
0.
April 2015 von einem Erreichen des Status quo sine auszugehen. Nach diesem Zeitpunkt seien allfällige linksseitige Kniebeschwerden
überwiegend wahrscheinlich durch degenerative Vorschäden zu erklären (S. 4).
4
.
4
.1
Vorliegend ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer am 1
0.
Februar 2015, als er beim Schwimmen im Meer von einer Welle erfasst und zu Boden ge
schleudert wurde (Urk. 9/K1)
, einen Unfall erlitt
und sich dabei Verletzungen im Bereich seiner linken Schulter und seines linken Knies zugezogen hat. Während die linke Schulter
des Beschwerdeführers
am
5.
Mai 2015
arthros
kopisch
behandelt wurde (
Urk.
9/M8), wurde der Beschwerdeführer an seinem linken Kniegelenk nach dem Unfallereignis vom 1
0.
Februar 2015 bis anhin nicht operativ behandelt. Die behandelnden Ärzte
des
A._
verneinten
am
1
8.
März
2015 (
vorstehend E.
3.3
)
sowohl
eine
Schwellung,
al
s auch
einen
Erguss,
eine
Rötung,
eine Überwärmung
und
eine
Druckdolenz
im Bereich des linken Knies und
stellten fest
, dass das linke Knie voll belastbar
und schmerzfrei sei
. Damit übereinstimmend stellte
Dr.
B._
am
2
0.
April 2015 (
vorstehend E.
3.4)
und
am
1
8.
Juni 2015 (
vorstehend E.
3.8
)
lediglich noch
Restbeschwerden im Bereich des linken Knies fest
. Eine am 1
3.
März
2015 durchgeführte MRI-Untersuchung des linken Kniegelenks des Beschwer
de
führers (vorstehend E.
3.2
) ergab ein Knochenmarksödem im Bereich des
dor
somedialen
Femurkondylus
, eine Signalalteration des ausgefransten
Menis
kus
hinterhorns
, eine Geröllzyste, Schädigungen durch Metallabrieb im Bereich
des
distalen
Femurs
, einen Knorpeldefekt der medialen
Patellarückfläche
und einen minimalen Erguss im
Recessus
suprapatellaris
.
4.2
Dr.
B._
vertrat in seinen Stellungnahmen vom
1.
Juni 2015 (
vorstehend
E.
3.5
)
und
vom 3
0.
September
2015 (
vorstehend E.
3.9
)
die Ansicht
, dass
das
Knochenmarksödem am
dorsomedialen
Femurkondylus
und
die
Signalaltera
tion
am ausgefransten
Meniskushinterhorn
medial
durch den Unfall vom 1
0.
Februar
2015 verursacht worden seien, weshalb
die Beschwerden im Be
reich des linken Kniegelenks mindestens teilweise durch das Unfallereignis
vom 1
0.
Februar 2015
zu erklären seien. Demgegenüber ging
Prof.
C._
in seinen Beurteilungen vom
4.
Juni 2015 (vorstehend E.
3.6
) und vom 1
3.
November 2015 (vorstehend E.
3.10
) davon aus, dass
das
Knochenmark
ödem
zwar
durch eine unfallbedingte Krafteinwirkung zu erklären
sei, und
dass der deutlich fort
g
eschrittene degenerative Vorzustand
im Bereich des
linken Kniegelenks des Beschwerdeführers dadurch
während einer vergleichs
weise kurze
n Zeit verschlimmert worden sei. Auf Grund des Umstandes, dass die behandelnden Ärzte des
A._
vom 1
8.
März 2015 ein be
schwerdefreies und voll funktionstüchtiges linkes Kniegelenk festgestellt
hät
ten, sei indes
spätestens am 3
0.
April
2015 von einem Erreichen des Status quo sine auszugehen.
4.3
4.3.1
Die Beurteilungen
durch
Prof.
C._
vom
4.
Juni
2015 (vorstehend E.
3
.6
)
und vom 1
3.
November
2015 (vorstehend E.
3.10
) erfüllen
die nach der Rec
htspre
chung
für eine beweiskräftige medizi
nisc
he Entscheidungsgrundlage voraus
ge
setzten
Kriterien (vgl. vorsteh
end E.
1.6
).
Diesbezüglich gilt es insbesondere zu beachten, dass
Kniegelenksbeschwerden
gemäss
der Rechtspre
chung in der Regel zumin
des
t
dann von einem orthopädischen Facharzt (mit
)
zube
gutachten
sind
, wenn ein wesent
licher Teil der die Heilbehandlung betref
fenden medizinischen Akten von
ortho
pädischen Fachärzten stammt und auch bereits verschiedene operative Eingriffe zu Behandlungs- und/oder Diagnosezwecken erf
olgt sind (Urteil des Bundesge
richts 8C_419/2014 vom 23. September 2014 E.
7.2).
A
ls Facharzt für
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates
verfügt
Prof.
C._
demnach
über eine für die Beurteilung des streitigen Kniegelenksleidens
angezeigte medizinische Weiter
bildung. Sodann
sind die Beurteilungen
durch
Prof.
C._
in Kenntnis der
Vorakten
und insbesondere der Ergebnisse der am 1
3.
März 2015 durchgeführten MRI-Untersuchung
ergangen
und
enthalten
nachvollziehbare und überzeugende Schlussfolgerungen. Dabei schadet nicht, dass es sich um Aktengutachten handelt, da auch reinen Aktengutachten voller Beweiswert zukommen kann, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentli
chen nur um die ärztliche Beurteilung eines an sich fest
stehenden medizini
schen
Sachverhalts geht (Urteil
des Bundesgerichts
8C_641/2011 vom 2
2.
Dezember
2011 E.
3.2.2 mit Hinweisen)
. Dies ist vor
liegend
der Fall. Denn der Beschwerde
führer
war eingehend
orthopädisch
abgeklärt worden
. Einer Ak
tenbeurteilung stand daher
nichts ent
gegen.
4
.3.2
In Bezug auf die Beurteilung durch Prof.
C._
gilt es indes zu beachten, dass dieser
beratender Arzt
der Beschwerdegegnerin ist, und dass Be
richten versicherungs
interner mediz
inischer Fachpersonen rechtspre
chungsgemäss zwar Beweiswert zukommt, dass diesen Berichten indes nicht dieselbe Beweiskraft wie
einem ge
richtlichen oder einem im Verfahren nach Art. 44 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrec
hts (ATSG) vom Versicherungsträ
ger in Auftrag gegebenen externen Gutachten
zu
erkannt wird, weshalb bei auch nur geringen Zweifeln an der Zuverlässig
keit
und Schlüssigkeit der versiche
rungsinternen
ärztlichen Feststellungen ergän
zende Abklärungen vorzunehmen sind (BGE 135 V 471 E. 4.6).
4
.3.3
Obwohl die Stellungnahme von
Dr.
B._
vom 3
0.
September 2015 (vor
stehend E.
3.9
) in Kenntnis derjenigen von Prof.
C._
vom
4.
Juni 2015 (vorstehend E.
3.6
) verfasst wurde,
äusserte sich
Dr.
B._
darin nicht
explizit
zur Frage nach dem
Erreichen des Status quo sine.
Vielmehr
ging
Dr.
B._
darin in Übereinstimmung mit der Beurteilung durch Prof.
C._
von einer grundsätzlich unfallkausalen Verursachung
des
anlässlich der MRI-Untersuchung des linken Kni
egelenks festgestellten Knochen
marködems fest und postulierte in allgemeiner Weise, dass aus diesem Grunde sowie auf Grund der Tatsache, dass der Beschwerdeführer in Bezug auf das linke Knie bis anhin beschwerdefrei
gewesen sei
, die Be
schwerden im Bereich des linken Knies mindestens teilweise durch das Unfall
ereignis
vom
1
0.
Februar
2015 verursacht worden seien
.
Den Beurteilungen durch
Dr.
B._
lässt sich
indes
keine überzeugende Begrün
dung der Schlussfolgerung, wonach die
gegenwärtigen Beschwerden im Bereich des linken Kniegelenks
des Beschwerdeführers unfall
kausal seien
,
entnehmen,
sondern
sie
basie
ren
überwiegend
auf der Maxime, wonach
der Beschwerdeführer
vor dem
versicherten Unfallereignis
nicht unter den danach bestehenden Beschwerden
im Bereich seines rechten Kniegelenks
gelitten habe. Dies genügt dem im Sozialversicherungsrecht erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein
l
ichkeit nicht, sondern ist vielmehr gleichbedeutend mit der unzulässigen
Beweismaxime
„
post
hoc ergo
propter
hoc" (vgl. BGE 119 V 335 E. 2b/
bb
S. 341
)
.
Die
Beurteilungen durch
Dr.
B._
sind daher
nicht geei
gnet, die nachvoll
ziehbaren Beurteilungen durch Prof.
C._
in Zweifel zu ziehen.
4.3.4
Im Übrigen
steht auf Grund der Beurteilung durch die Ärzte des
A._
vom 1
8.
März 2015 (vorstehend E.
3.3
) fest, dass zu diesem Zeitpunkt am linken Kniegelenk des Beschwerdeführers weder eine Schwellung, noch ein Erguss, eine Rötung, eine Überwärmung oder eine
Druckdolenz
bestand, und dass der Beschwerdeführer sein linkes Knie schmerzfrei voll belasten konnte.
Des Weiteren
ist gemäss
der Beurteilung durch Ärzte des
A._
davon auszugehen
, dass der Beschwerdeführer zu diesem Zeitpunkt nicht
durch den Gesundheitsschaden im Bereich seines linken Kniegelenks
in seiner
Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt
wurde
.
Demnach steht fest, dass
von
einer
Heilbehandlung des linken Knies des Beschwerdeführe
r
s
zu diesem Zeitpunkt
lediglich
noch
ein
unbedeutender
therapeutischer
Fortschritt
zu erwarten
war. Aus diesen Gründen
wäre, selbst wenn
gestützt auf die Beurteilung durch
Dr.
B._
die Unfallkausalität
der
verbleibende
n geringfügigen
Beschwerden
im Bereich des Knies des Beschwerdeführe
r
s zu bejahen
wäre,
ein Anspruch auf Heilbehandlung zu verneinen, da
von einer Fortsetzung der Heilbehandlung dieses Leidens eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes nicht
mehr
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu erwarten gewesen
wäre
.
5.
5.1
Gestützt auf die nachvollziehbaren Beurteilungen durch
Prof.
C._
vom
4.
Juni 2015 (vorstehend E.
3.6
) und vom 1
3.
November
2015 (vorstehend E.
3.10
) ist daher mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass
es durch den Unfall vom 1
0.
Februar 2015
zwar
zu einer vorübergehen
den Verschlim
merung des degenerativen Vorzustandes im Bereich
des
linken
Kniegelenks des Beschwerdefüh
rers beziehungsweise zur Aktivierung
eines bisher stummen Vor
zu
standes gekommen ist, dass dies
bezüglich
jedoch
spätes
tens
am
3
0.
April 2015 der Status quo sine erreicht wurde.
5.2
Obwohl für
die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erfor
derlich
ist
, dass der Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesund
heitlicher Störungen ist (
vgl. vorstehend E.
1.4
;
BGE 129 V 177 E.
3.1
), steht auf Grund der Beurteilungen durch Prof.
C._
fest, dass der Sta
tus quo sine spätes
tens
am
3
0.
April 2015 erreicht wurde, weshalb das
Unfallereignis für die weiterbestehenden
Beschwerden
nach diesem Zeitpunkt
auch keine Teilursache mehr dar
stellte
(vgl. vorstehend E. 1.5)
.
5.3
Da
nicht davon auszugehen ist, dass
ergänzende Beweismassnahmen an diesem
Ergebnis
etwas
ändern würden,
besteht -
entgegen des
diesbezügli
chen
Eventualv
orbrin
gen
s
des Be
schwerdeführers
(
Urk.
1 S.
2)
- für weitere Abklärungen keine Notwendigkeit und es ist von
einer Rückweisung der Sache an die Beschwerdegegnerin zur Durchführung
solcher
abzusehen (anti
zipierte Beweiswürdigung;
BGE 124 V 90 E. 4b
, 1
22 V 157 E. 1d mit Hin
weis
en
).
6.
Nach Gesagtem ist daher nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin mit Verfügung
vom 1
2.
Juni 2015 (
Urk.
9/K37) beziehungsweise mit dem
diese bestätigenden
Einspracheentscheid
vom
4.
September 2015 (Urk. 2)
einen
natürlichen Kausalzusammenhang zwischen den
ab
1.
Mai 2015
weiterbeste
henden gesundheitlichen Beeinträchtigungen im Bereich
des linken
Knies
des Beschwerdeführers
und dem versicherten Unfall verneinte und
diesbezüglich
die Versicherungsleistun
gen
auf diesen Zeitpunkt hin
einstellte.
Demzufolge ist die Beschwerde abzuweisen.