Decision ID: eae37516-0526-5058-a7ac-a44147670477
Year: 2017
Language: de
Court: BE_VG
Chamber: BE_VG_001
Canton: BE
Region: Espace_Mittelland
Law Area: 

Sachverhalt:
A.
Mit Einspracheentscheiden, vordatiert auf den 10. Dezember 2014,  die Steuerverwaltung des Kantons Bern A._ und B._ für die Kantons- und Gemeindesteuern sowie die direkte  2004. Die Entscheide gingen dem Vertreter der Steuerpflichtigen (Treuhänder) am 24. November 2014 als eingeschriebene Sendung zu.
B.
Am 6. Januar 2015 erhoben A._ und B._, vertreten durch den beauftragten Treuhänder, gegen die Einspracheentscheide Rekurs und Beschwerde bei der Steuerrekurskommission des Kantons Bern (StRK). Diese trat auf die Rechtsmittel wegen Verspätung nicht ein (Entscheide vom 23.9.2016).
C.
Hiergegen haben A._ und B._ am 24. Oktober 2016,  anwaltlich vertreten, in einer einzigen Rechtsschrift sowohl betreffend die Kantons- und Gemeindesteuern als auch betreffend die direkte  Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben mit dem Antrag, es seien die Entscheide der StRK vom 23. September 2016 aufzuheben und die Sache zur materiellen Beurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen.
Mit Verfügung vom 26. Oktober 2016 hat der Abteilungspräsident die  betreffend die Kantons- und Gemeindesteuern sowie die direkte Bundessteuer vereinigt.
Die StRK beantragt mit Vernehmlassung vom 10. November 2016 die  der Rechtsmittel. Die Steuerverwaltung hat mit Eingabe vom 12. Dezember 2016 auf eine Stellungnahme verzichtet.
Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13.03.2017, Nrn. 100.2016.308/ 309U, Seite 3

Erwägungen:
1.
1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerden als letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) zuständig (vgl. auch Art. 201 Abs. 1 des Steuergesetzes vom 21. Mai 2000 [StG; BSG 661.11] und Art. 145 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die direkte Bundessteuer [DBG; SR 642.11] sowie Art. 9 Abs. 3 der Verordnung vom 18. Oktober 2000 über den  der direkten Bundessteuer [BStV; BSG 668.11]). Die  haben am vorinstanzlichen Rekurs- und Beschwerdeverfahren , sind durch die angefochtenen Nichteintretensentscheide  berührt und haben ein schutzwürdiges Interesse an deren  oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG; vgl. auch Art. 201 Abs. 2 StG sowie Art. 145 Abs. 2 i.V.m. Art. 140 Abs. 1 DBG).
1.2 Sind sowohl Entscheide bezüglich der Kantons- und  als auch der direkten Bundessteuer angefochten, so muss das  zwei Urteile fällen, zumal es sich um verschiedene Steuern handelt, die unterschiedlichen Gemeinwesen zustehen und in getrennten Verfahren veranlagt werden. Allerdings können die Entscheide in ein und derselben Urteilsschrift getroffen werden (vgl. BGE 135 II 260 E. 1.3.1, 130 II 509 E. 8.3). Weil vorliegend die einschlägigen Bestimmungen des kantonalen und eidgenössischen Rechts weitgehend gleich lauten,  sich die gemeinsame Beurteilung der Streitigkeit hinsichtlich , kantonaler und eidgenössischer Steuern.
1.3 Die Beurteilung von Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide fällt grundsätzlich in die einzelrichterliche Zuständigkeit (Art. 57 Abs. 2 Bst. c des Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organisation der  und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1]). Die rechtlichen Verhältnisse rechtfertigen vorliegend aber die Überweisung der Sache an die Kammer (vgl. Art. 57 Abs. 6 i.V.m. Art. 56 Abs. 1 GSOG).
Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13.03.2017, Nrn. 100.2016.308/ 309U, Seite 4
1.4 Das Verwaltungsgericht überprüft die angefochtenen Entscheide auf Rechtsverletzungen hin (Art. 80 VRPG).
2.
Strittig ist, ob die Vorinstanz auf den Rekurs und die Beschwerde zu Recht nicht eingetreten ist.