Decision ID: 39e95968-be4c-450f-8cc5-50889b2a2bb1
Year: 2008
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
B._,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Hans-Peter Müller, Museumstrasse 35, 9000 St.
Gallen,
gegen
Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358,
6002 Luzern,
Beschwerdegegnerin,
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St.Galler Gerichte
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Urs Glaus, Oberer Graben 44, Postfach, 9001 St.
Gallen,
betreffend
Invalidenrente und Integritätsentschädigung
Sachverhalt:
A.
A.a B._, geb. 1962, war als Sozialpädagogin an der A._ tätig und dadurch bei der
Suva versichert, als sie am 7. Juni 2002 als Fahrradfahrerin von hinten von einem
Personenwagen angefahren wurde und stürzte. Im Kantonsspital Basel wurden ein
Anprall am Kopf links sowie ein Hemithorax rechts, eine kurze Bewusstlosigkeit mit
Amnesie für das Ereignis sowie die Diagnose einer Commotio cerebri mit Kontusion
des Hemithorax rechts bestätigt (UV-act. I/3; vgl. auch Polizeirapport, UV-act. I/8 Blatt
7). Die Suva anerkannte ihre Leistungspflicht, und es wurden ärztliche Behandlungen
und Abklärungen vorgenommen.
A.b Am 31. Dezember 2004 erlitt die Versicherte einen Schwindelanfall, stürzte dabei
von einem Stuhl und schlug mit dem Kopf am Boden auf. Hiedurch ergab sich eine
Beschwerdeverschlechterung (UV-act. II/1, I/94). Nach Durchführung von weiteren
medizinischen Abklärungen und Behandlungen eröffnete die Suva dem Rechtsvertreter
der Versicherten mit Verfügung vom 27. Juni 2006, die aktuell noch geklagten
Beschwerden seien organisch nicht hinreichend nachweisbar. Da - bei
schleudertraumaähnlicher Verletzung - auch die Adäquanz zu verneinen sei, würden
die Versicherungsleistungen per 31. Juli 2006 eingestellt. Die Voraussetzungen für
weitere Geldleistungen (Invalidenrente, Integritätsentschädigung) seien nicht erfüllt (UV-
act. I/139). Die gegen diese Verfügung erhobene Einsprache (UV-act. I/143) wies die
Suva mit Einspracheentscheid vom 19. April 2007 (UV-act. I/157) ab.
B.
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B.a Gegen diesen Einspracheentscheid erhob Rechtsanwalt Dr. Hans-Peter Müller, St.
Gallen, für die Versicherte mit Eingabe vom 14. Mai 2007 Beschwerde mit den
Anträgen, die Verfügung vom 27. Juni 2006 sowie der Einspracheentscheid seien
aufzuheben. Es sei der Beschwerdeführerin für die unfallbedingten, dauernden und
erheblichen somatischen Beschwerden (leichtes bis mässiges Cervikal-Syndrom) eine
Integritätsentschädigung von 5% und für die psychischen Unfallfolgen (organisches
Psychosyndrom nach Schädel-Hirn-Trauma) eine noch zu taxierende zusätzliche
Integritätsentschädigung zuzusprechen. Zudem sei der Beschwerdeführerin für die
somatischen und psychischen Unfallfolgen rückwirkend per 1. August 2006 eine
Invalidenrente nach Massgabe ihrer Vollinvalidität, eventuell nach Massgabe des noch
zu bestimmenden Invaliditätsgrades, zuzusprechen. Zur Begründung führte der
Rechtsvertreter unter anderem aus, die von der Beschwerdegegnerin jahrelang bejahte
Adäquanz könne nicht ab einem beliebigen Zeitpunkt (31. Juli 2006) ohne konkrete
Begründung, allein gestützt auf die allgemein formulierten Adäquanzkriterien verneint
werden. Abgesehen davon seien diese Kriterien vorliegend mehrheitlich erfüllt
(besondere Eindrücklichkeit des Unfalls, lang dauernde ärztliche Behandlung,
Dauerbeschwerden, schwieriger Heilungsverlauf, Grad und Dauer der
Arbeitsunfähigkeit), so dass die Beschwerdeführerin Anspruch auf die gesetzlichen
Leistungen habe. Die eigenen Mediziner der Beschwerdegegnerin würden sehr genau
zwischen den somatischen und den psychischen Unfallfolgen unterscheiden. Es sei nur
folgerichtig, dass diese Unterscheidung auch bei der Leistungsfestsetzung gemacht
werde, zumal der Endzustand der beiden unterschiedlichen Beschwerdebilder zu
verschiedenen Zeitpunkten eingetreten sei. Dass die somatischen Verletzungsfolgen
bei der Beschwerdeführerin bereits im Mai 2004 festgestanden hätten, habe der
Kreisarzt bestätigt (UV-act. I/130). Er habe die vom Cervikalsyndrom herrührenden
Beschwerden als unfallbedingt, dauernd und erheblich bezeichnet (UV-act. I/55). Es sei
nicht nachvollziehbar, dass die Beschwerdegegnerin durch die eigenen Ärzte in
somatischer Hinsicht eine Integritätseinbusse attestiere, die entsprechende
Entschädigung aber nicht festsetze und bezahle, sondern rund zwei Jahre später die
Adäquanz des gesamten Beschwerdebildes bestreite. Die Beschwerdeführerin habe
unabhängig von der Frage der Adäquanz ihrer psychischen Beschwerden und der
da¬raus fliessenden Leistungen Anspruch auf die bereits im Jahr 2004 festgelegte
Integritätsentschädigung. Die vom Kreisarzt als unfallbedingt bezeichneten
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Beschwerden würden ausserdem den Anspruch auf eine Invalidenrente begründen.
Der hiefür vorausgesetzte medizinische Endzustand (Art. 19 Abs. 1 Satz 1 UVG) sei für
die somatischen Beschwerden gemäss kreisärztlicher Beurteilung seit drei Jahren
eingetreten. Die Beschwerdegegnerin hätte die Pflicht gehabt, bereits im Mai 2004 die
Frage einer Berentung zu prüfen. Auch dies habe sie unterlassen und stattdessen noch
bis Ende Juli 2006 Taggeldleistungen erbracht. Die Beschwerdegegnerin sei deshalb
anzuhalten, den Anspruch auf eine Invalidenrente zu prüfen und ihr diese ab 1. August
2006 auszurichten. Dabei sei auch das psychische Beschwerdebild, welches die
Arbeitsfähigkeit erheblich mitbestimme, in die Leistungsfestsetzung mit einzubeziehen.
B.b In der Beschwerdeantwort vom 3. August 2007 beantragte Rechtsanwalt Dr. iur.
Urs Glaus, St. Gallen, für die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Zur
Begründung verwies er auf die Ausführungen im angefochtenen Entscheid und legte
unter anderem dar, aufgrund der ärztlichen Abklärungen stehe fest, dass die
Beschwerdeführerin nicht an einer gesundheitlichen Beeinträchtigung leide, die ein
organisches Substrat im Sinn einer Bild gebend oder anderswie nachweisbaren
strukturellen Veränderung aufweise. Die gesundheitlichen Probleme seien klinisch
fassbar, organisch aber nicht hinreichend nachweisbar. Die Beschwerdegegnerin sei
daher zu Recht davon ausgegangen, dass die Beeinträchtigungen eine natürlich-
kausale Unfallfolge seien, aber nicht ohne weiteres in einem adäquaten
Kausalzusammenhang stehen würden. Die Adäquanz sei zu Recht verneint worden.
B.c Mit Replik vom 30. August 2007 und Duplik vom 21. September 2007 bestätigten
die Parteien ihre Standpunkte. Auf die Darlegungen wird, soweit erforderlich, in den

nachstehenden Erwägungen eingegangen.
Erwägungen:
1.
Streitig ist, ob die Einstellung der Leistungen durch die Beschwerdegegnerin per 31.
Juli 2006 (Taggelder und Heilungskosten) zu Recht erfolgt ist oder ob sie auch nach
diesem Zeitpunkt Leistungen aufgrund des Unfalls vom 7. Juni 2002 zu erbringen hat.
Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin bringt diesbezüglich vor, die einmal
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bejahte Adäquanz könne bei unverändertem Beschwerdebild nach Ablauf einer
gewissen Zeit ohne Vorliegen neuer Fakten (z.B. ganz oder teilweise wieder gewonnene
Arbeitsfähigkeit, neue medizinische Erkenntnisse) nicht plötzlich negiert werden (act. G
9 S. 4). Nicht Gegenstand des angefochtenen Entscheids bildete die Frage der Höhe
der Inte¬gritätsentschädigung (vgl. dazu ärztliche Stellungnahmen in UV-act. I/55 und I/
130) sowie des IV-Grades bzw. des Rentenanspruchs; entsprechende Ansprüche
wurden einzig mit Hinweis auf die fehlende Adäquanz verneint. Auch die dem
angefochtenen Entscheid zugrunde liegende Verfügung lehnte zwar weitere
Geldleistungen (mit einem Klammerhinweis auf Rente und Integritätsentschädigung)
ab; eine eigentliche Prüfung lag aber auch dieser Verfügung nicht zugrunde, da damit
die Kausalität verneint wurde. Bezüglich Anspruch auf Rente und
Integritätsentschädigung kann auf die Beschwerde insofern nicht eingetreten werden,
als deren Zusprechung in einer bestimmten Höhe verlangt wird (vgl. act. G 1 S. 2). Die
Beschwerdegegnerin hat im angefochtenen Entscheid die rechtlichen Voraussetzungen
des Vorliegens eines natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen
physischen und psychischen Gesundheitsschädigungen (einschliesslich
Schleudertrauma der Halswirbelsäule und diesem äquivalenten Verletzungen) und
einem Unfall sowie die Beweisanforderungen (Erwägungen 7a, 8a, 8b) zutreffend
dargelegt; darauf kann verwiesen werden.
2.
2.1 Ein bei der Beschwerdeführerin im Nachgang zum Unfall vom 7. Juni 2002
erstelltes Kernspintomogramm ergab normale cranio-cerebrale Verhältnisse,
insbesondere ohne Nachweis von Kontusionsherden, sowie eine fragliche, nicht
dislozierte Fraktur im Bereich der lateralen Wand des Sinus maxillaris links (UV-act. I/2).
Hausarzt Dr. med. C._ bestätigte im Bericht vom 16. August 2002 einen zögerlichen
Heilungsverlauf mit Persistenz von Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen und
thorakolumbalen Rückenschmerzen. Die Beschwerdeführerin habe die Arbeit seit 13.
August 2002 zu 66 2/3 % wieder aufnehmen können (UV-act. I/6, I/13). Am 21. Februar
2003 berichtete Dr. med. D._, dipl. Homöopathin und Allgemeine Medizin FMH, über
persistierenden Schwindel, Kopfschmerzen, Müdigkeit und Depressionstendenz,
Konzentrationsbeschwerden, Atembeschwerden sowie eine wahrscheinlich
vorbestehende (unfallfremde) Depressionstendenz (UV-act. I/14). Im Bericht vom 25.
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Februar 2003 ging Dr. med. E._, Neurologie FMH davon aus, dass die Pa¬tientin
anlässlich des Unfalls vom 7. Juni 2002 ein HWS-Abknicktrauma sowie eine leichte
traumatische Hirnverletzung oder ein leichtes Schädelhirntrauma erlitten habe. Sie
beklage heute noch linksbetonte Nackenschmerzen mit schmerzhafter
Funktionseinschränkung, Kopfschmerzen von teilweise migräniformem Charakter,
teilweise mit Gleichgewichtsstörungen verbunden, Vigilanzstörungen, Konzentrations-
und Gedächtnisleistungseinschränkungen, allgemeine Verlangsamung, leichte
räumliche Orientierungsstörungen und verminderten Antrieb. Die neurologische
Untersuchung habe keine neurologischen Ausfälle, jedoch ein mässiges, linksbetontes
Cervikalsyndrom mit leichter, schmerzhafter Funktionseinschränkung ergeben. Der Arzt
reduzierte die Arbeitsfähigkeit mit Wirkung ab 7. Januar 2003 auf 60% (UV-act. I/15). In
den Berichten vom 13. Juni 2003 (UV-act. I/19) und 21. Januar 2004 (UV-act. I/34)
bestätigte Dr. E._ die von ihm gestellten Diagnosen. Dr. phil. F._ hielt am 11.
August 2003 als Ergebnis einer neuropsychologischen Untersuchung unter anderem
fest, insgesamt seien die Einbussen in der neuropsychologischen Untersuchung als
leicht zu bezeichnen, doch sei zu bedenken, dass die Beschwerdeführerin prämorbid
eine sehr selbständige Lebensführung habe verwirklichen können. Aufgrund der
neuropsychologischen Defizite sei dies nicht mehr im gewohnten, prämorbiden
Umfang möglich. Unfallfremde Faktoren, welche die neuropsychologischen Ergebnisse
mit beeinflussen könnten, hätten keine gefunden werden können. Insbesondere
könnten depressive Tendenzen verneint werden. Aufgrund der neuropsychologischen
Einschränkungen sei eine Steigerung des Arbeitspensums nicht zu empfehlen (UV-act.
I/22; vgl. auch UV-act. I/45). Dr. D._ bescheinigte in der Folge ab 1. Oktober 2003
eine volle Arbeitsunfähigkeit (UV-act. I/23). Am 17. Dezember 2003 und 8. März 2004
berichteten die Ärzte des Sunnehus, Wildhaus, über einen stationären Aufenthalt der
Beschwerdeführerin (UV-act. I/41, 43). Die Ärzte der Rehaklinik Rheinfelden erhoben im
Bericht vom 29. Januar 2004 die Diagnosen eines Status nach Unfall vom 7. Juni 2002
mit leichter traumatischer Hirnverletzung (Commotio cerebri) und HWS-Distorsion
(persistierender zervikozephaler Symptomenkomplex, Exazerbation einer
vorbestehenden Migräne, leichte neuropsychologische Funktionsstörungen, Verdacht
auf Anpassungsstörung, Angst und depressive Reaktion gemischt, Status nach
Leberriss und Jochbeinfraktur links). Im Neurostatus verneinten sie einen Meningismus.
Die Laboruntersuchungen ergaben keine pathologischen Befunde. Die
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Röntgenaufnahmen des Schädels und der HWS zeigten keine Schädelfraktur und
keinen Hinweis für eine traumatische Knochenläsion oder Segmentgefügelockerung
der HWS. Zur Unfallverarbeitung sei eine Psychotherapie indiziert (UV-act. I/40).
2.2 Am 6. Mai 2004 erfolgte eine kreisärztliche Untersuchung durch Suva-Arzt Dr. med.
G._. Dabei zeigte sich eine enggradig eingeschränkte Beweglichkeit der HWS mit
einer diffusen Druckschmerzsymptomatik und linksbetonten nuchalen Verspannungen.
Klar im Vordergrund der Problematik stünden die neuropsychologischen
Einschränkungen und die damit verbundenen Probleme. Aus somatischer Sicht sei der
Endzustand eingetreten und es könne zu den Restfolgen Stellung genommen werden.
Der Arzt schätzte in der Folge den Integritätsschaden für ein leichtes bis mässiges
Zervikalsyndrom bei vorbestehenden degenerativen Veränderungen auf 5% (UV-act. I/
54f). Eine psychiatrische Untersuchung durch Suva-Arzt Dr. med. H._, Facharzt für
Psychiatrie und Psychotherapie FMH, ergab gemäss Bericht vom 13. Juli 2004 die
Diagnose eines organischen Psychosyndroms nach Schädelhirntrauma. Der Arzt
bejahte einen natürlichen Kausalzusammenhang zum Unfall vom 7. Juni 2002 (UV-act.
I/60). Im Nachgang zum Unfall vom 31. Dezember 2004 (Sturz auf den Kopf) wurden in
den Berichten des Kantonsspitals St. Gallen vom 3. Januar 2005 die Diagnosen einer
Contusio capitis und einer milden HWS-Distorsion sowie einer Commotio cerebri
bestätigt (UV-act. II/2f). Der Sturz verursachte nur vorübergehende Beschwerden und
die Behandlung wurde bei komplikationslosem Verlauf Mitte 2005 abgeschlossen (UV-
act. II/3, 4).
2.3 Der Neurologe Prof. Dr. med. I._ kam gestützt auf seine Untersuchungen im
Bericht vom 28. Januar 2005 zum Schluss, dass sich keine objektivierbaren
pathologischen Befunde, jedoch Hinweise auf eine mangelhafte Kooperation der
Beschwerdeführerin finden lassen würden. Im Weiteren interpretierte er das
Beschwerdebild als seelische Reaktion auf den erlittenen Unfall und empfahl eine
psychiatrische Behandlung (UV-act. I/99). Dr. med. J._, Praxis für klassische
Homöopathie, berichtete am 3. Mai 2005, der Gesamtzustand habe sich deutlich
gebessert. Der Sturz auf den Kopf (vom 31. Dezember 2004) habe nur vorübergehende
Beschwerden verursacht (UV-act. I/111). Im Bericht vom 29. August 2005 bestätigte
Dr. H._, dass die Diagnose eines organischen Psychosyndroms nach
Schädelhirntrauma, wie sie bei der Beschwerdeführerin zu stellen sei, gemäss ICD-10
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gleichgesetzt werde mit der Diagnose eines postcommotionellen Syndroms. Die
Diagnose könne sowohl bei Fehlen von organischen Alterationen als auch bei
Vorhandensein derselben gestellt werden. Für organische Alterationen bestünden
konkret neuroradiologisch keine und elektroencephalographisch ungenügende
Hinweise. Die neuropsychologischen Testbefunde wären zwar mit organischen
Alterationen vereinbar, könnten aber auch durch eine Reihe von anderen Ursachen
bedingt sein. Wenngleich eine strukturell-organische Läsion nicht sicher
ausgeschlossen werden könne, so fehle es doch an genügenden Hinweisen, um eine
solche mindestens wahrscheinlich zu machen. Die Arbeitsfähigkeit sei sowohl für den
ursprünglichen Beruf als Sozialpädagogin wie für die Arbeit beim Katalogisieren in einer
Bibliothek nicht mehr im verwertbaren Bereich (UV-act. I/119). Im Bericht vom 5.
Januar 2006 führte Dr. G._ aus, dass sich in Bezug auf die Beweglichkeit der HWS
im Vergleich zur letzten kreisärztlichen Untersuchung eine Verbesserung ergeben habe.
Aus klinischer Sicht bestehe nach wie vor ein leichtes bis mässiges Cervikalsyndrom;
aus somatischer Sicht sei nach wie vor von einem Endzustand auszugehen. Nach
Commotio cerebri würden sich keine organisch strukturellen Restfolgen finden lassen.
Gemäss Dr. H._ werde die Diagnose eines organischen Psychosyndroms nach
Schädelhirntrauma nach ICD-10 gleichgesetzt mit der Diagnose eines
postcommotionellen Syndroms. Es könne nicht gefolgert werden, dass bei Fehlen von
strukturell objektivierbaren Unfallfolgen auch kein Integritätsschaden vorliege, da dieser
abstrakt und egalitär zu beurteilen sei. Bezüglich der Integritätsschaden-Schätzung
verweise er auf die Beurteilung vom 6. Mai 2004. Nach wie vor seien der
Beschwerdeführerin aus somatischer Sicht alle durchschnittlichen Frauenarbeiten
ganztags zumutbar. Ausgenommen seien Schwerarbeit sowie Arbeiten, welche eine
dauernde Inklination sowie Reklination in Bezug auf die Halswirbelsäule erforderten
(UV-act. I/130).
3.
3.1 Bei der Beschwerdeführerin ergab sich als Folge des Unfalls vom 7. Juni 2002
unbestrittenermassen eine leichte traumatische Hirnverletzung (MTBI) bzw. eine
Commotio cerebri (vgl. Polizeibericht in UV-act. I/8 Blatt 7, in welchem eine
Gehirnerschütterung erwähnt wird). Mit dieser Diagnose sind indessen organische
Unfallfolgen noch nicht dargetan. Die Diagnose einer milden traumatischen
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Hirnverletzung erfolgt aufgrund bestimmter Symptome nach kranialen Traumen und
bedeutet nicht schon, dass eine objektiv nachweisbare Funktionsstörung im Sinn der
Rechtsprechung zum Schleudertrauma der HWS und zum Schädel-Hirntrauma vorliegt.
Hiezu bedarf es einer feststellbaren intrakraniellen Läsion oder eines messbaren
Defektzustands in Form neurologischer Ausfälle, wie sie nach einer Contusio cerebri
auftreten können. Fehlt es hieran, ist die Adäquanz der Unfallkausalität nach der für
Schleudertraumen der HWS und Schädel-Hirntraumen ohne nachweisbare
Funktionsausfälle geltenden Rechtsprechung zu beurteilen (Urteil des Eidgenössischen
Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: sozialrechtliche Abteilungen des
Bundesgerichts] vom 29. März 2006 i/S T. [U 197/04] Erw. 3.1 mit Hinweisen auf die
medizinische Literatur). Nach Lage der medizinischen Akten ist konkret als mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt zu erachten, dass sich die von der
Beschwerdeführerin aktuell angegebenen Beschwerden nicht auf eine objektivierbare
organische (neurologische) Schädigung bzw. eine strukturelle Veränderung an der
HWS zurückführen lassen, die mit dem Unfall vom 7. Juni 2002 in Zusammenhang zu
bringen wären. Es kann davon ausgegangen werden, dass im Nachgang zum Unfall
vom 7. Juni 2002 Nacken- und Kopfschmerzen unmittelbar nach dem Ereignis
auftraten (UV-act. I/3, I/14). Im Weiteren wurden ein seit dem Unfall bestehender
Schwindel, Kopfschmerzen, Müdigkeit und Depressionstendenz sowie
Konzentrationsbeschwerden festgehalten (UV-act. I/14). Auch nach der neueren
Rechtsprechung (vgl. z.B. Urteil des EVG vom 4. November 2005 i/S K. [U 312/05])
muss nicht der gesamte Beschwerdekatalog vorliegen, um bei Unfällen mit HWS-
Beteiligung von einer Unfallkausalität ausgehen zu können. Innerhalb der Latenzzeit
von drei Tagen nach dem Unfall müssen sich sodann lediglich Nacken- bzw. HWS-
Beschwerden manifestieren, und nicht auch jene, die typischerweise im Rahmen einer
schleudertraumaähnlichen Verletzung auftreten können (vgl. Urteil des EVG vom 30.
Januar 2007 i/S T. [U 215/05], Erw. 5.3 mit Hinweisen). Ein Beschwerdebild, wie es
typischerweise nach schleudertraumaähnlicher Verletzung auftreten kann, lässt sich
vorliegend nicht in Abrede stellen. Hievon ging im Resultat auch die
Beschwerdegegnerin aus, indem sie ihre Leistungspflicht bis 31. Juli 2006 anerkannte.
3.2 Ausgehend davon, dass ein unfallkausales typisches Beschwerdebild für die Zeit
nach dem streitigen Unfall vom 7. Juni 2002 zu bejahen ist, bleibt zu klären, ob die von
der Beschwerdeführerin angeführten Beschwerden auch für die Zeit nach dem 31. Juli
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2006 eine natürlich- und adäquat-kausale Folge des Unfalls darstellen. Dabei ist von
Bedeutung, dass das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten
Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein muss. Da es
sich hiebei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, trägt - anders als bei der
Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist -
der Unfallversicherer insofern eine Beweislast, als im Fall der Beweislosigkeit der
Entscheid zu seinen Ungunsten ausfällt (RKUV 1992 S. 75 Erw. 4b). Im Rahmen der
Prüfung des Dahinfallens der Leistungspflicht des Unfallversicherers genügt es mithin
für die Bejahung des fortbestehenden natürlichen Kausalzusammenhangs, wenn der
Unfall für die fragliche gesundheitliche Störung immer noch eine Teilursache darstellt.
Gemäss Art. 36 Abs. 1 UVG werden die Pflegeleistungen und Kostenvergütungen
sowie die Taggelder und Hilflosenentschädigungen nicht gekürzt, wenn die
Gesundheitsschädigung nur teilweise Folge eines Unfalls ist. Diese Bestimmung
beinhaltet eine Durchbrechung des Kausalitätsprinzips für Fälle, in denen ein
Gesundheitsschaden durch das Zusammenwirken konkurrierender, teils
unfallbedingter, teils unfallfremder Ursachen bewirkt worden ist (Urteil des EVG vom
18. Februar 2003 i/S. S. [U 287/02] Erw. 4.4). Konkret lag auch im Zeitpunkt der
streitigen Leistungseinstellung unbestrittenermassen ein typisches Beschwerdebild
nach schleudertraumaähnlicher Verletzung teilweise vor, und der natürliche
Kausalzusammenhang der Beschwerden zum streitigen Unfall wurde auch von der
Beschwerdegegnerin bejaht (vgl. UV-act. I/157 S. 12). Den Akten lässt sich im übrigen
kein selbständiges, ganz im Vordergrund stehendes psychisches Leiden (RKUV 1999,
407 Erw. 3b) oder eine nicht unfallkausale psychische Beeinträchtigung (RKUV 2001,
79) entnehmen.
4.
4.1 Beim Ereignis vom 7. Juni 2002, bei welchem ein Personenwagen mit einer - von
der Beschwerdeführerin allerdings in Frage gestellten (act. G 1 S. 13) - Geschwindigkeit
von ca. 30 km/h seitlich von hinten mit der Fahrrad fahrenden Beschwerdeführerin
kollidierte und diese als Folge davon auf die Strasse stürzte, ist von einem
mittelschweren Unfall auszugehen (vgl. dazu den Sachverhalt im Urteil des EVG vom
15. März 2005 i/S R. [U 214/04], bei welchem ein mittelschwerer Unfall im
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Grenzbereich zu den schweren Ereignissen angenommen wurde, sowie denjenigen im
Urteil des EVG vom 23. Januar 2004 i/S D. [U 66/03: mittelschwerer Unfall im leichteren
Bereich]). Bei der Beschwerdeführerin lag nach dem Unfall eine kurze Bewusstlosigkeit
mit Amnesie für das Unfallereignis vor (UV-act. I/3). Eine besondere Eindrücklichkeit
des Unfalls oder dramatische Begleitumstände sind nicht belegt, zumal das objektive
Unfallgeschehen und nicht das subjektive Erleben des Ereignisses (vgl. act. G 1 S. 12
unten) massgebend ist. Zu Recht hielt die Beschwerdegegnerin diesbezüglich fest, die
Amnesie für das Unfallereignis sei kein Hinweis für eine besondere Dramatik oder
Eindrücklichkeit des Unfalls (vgl. die Kasuistik zu diesem Kriterium in Rumo-Jungo,
Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz
über die Unfallversicherung, 3. A., S. 58-64, sowie Urteile des EVG vom 23. November
2004 i/S B., Erw. 2.3 [U 109/04] und vom 2. März 2005 i/S S., Erw. 5.1 [U 309/03] sowie
vom 15. November 2004 i/S K., Erw. 3.2 [U 334/03]). Bei der erlittenen Verletzung
(HWS-Abknicktrauma mit Kopfanprall) handelt es sich nicht um eine solche, die durch
ihre Schwere oder besondere Art charakterisiert wäre (vgl. Urteil des EVG vom 9.
August 2004 i/S J. [U 116/04]). Die Beschwerdeführerin bezeichnete sie denn auch
selbst als objektiv mittelschwer (act. G 1 S. 14).
4.2 Hinsichtlich der Länge der Behandlungsdauer ist vorweg festzuhalten, dass
ärztliche Abklärungen und Begutachtungen nicht zur eigentlichen Behandlung gehören.
Die Beschwerdeführerin gab gemäss Kreisarzt-Bericht vom 5. Januar 2006 eine leichte
Beschwerdebesserung an, wobei jedoch nach wie vor dreiwöchentlich bei Dr. F._
neuropsychologische Behandlungen stattfanden (UV-act. I/130 S. 2). In den Schreiben
vom 20. und 28. Juli 2006 erwähnte der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin die
Durchführung von Craniosacral-Therapien und machte entsprechende
Kostenerstattung geltend (UV-act. I/144). In der Beschwerde vermerkte der
Rechtsvertreter eine seit dem Unfall vom 7. Juni 2002 andauernde Behandlung (act. G
1 S. 14). Dr. J._ hatte am 3. Mai 2005 von einer deutlichen Besserung des
Gesamtzustandes berichtet (UV-act. I/111). Im Bericht vom 21. August 2006 legte Dr.
F._ unter anderem dar, die unfallbedingten kognitiven Defizite würden bei geringer
Verbesserung persistieren. Markant seien die Einbussen in den
Aufmerksamkeitsfunktionen. Zudem leide die Beschwerdeführerin unter Schmerzen im
Schulter-, Nacken- und Kopfbereich und an Schwindelbeschwerden. Eine psychische
Problematik, welche die Akzentuierung der somatischen und kognitiven Beschwerden
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begünstigen könnte, liege nicht vor. Vier Jahre nach dem Unfall seien aus
neuropsychologischer Sicht keine wesentlichen Verbesserungen in der
Leistungsfähigkeit mehr zu erwarten (act. G 1.1/12). Im Bericht vom 14. Mai 2007
bestätigte Dr. F._ diese Darlegungen sowie die Notwendigkeit einer weiteren
neuropsychologischen Therapie (act. G 9.1). - Die versicherte Person hat Anspruch auf
die zweckmässige Behandlung (Art. 10 Abs. 1 UVG) der Unfallfolgen für so lange, als
von ihrer Fortsetzung eine namhafte Besserung des Gesundheitszustands erwartet
werden kann (Art. 19 Abs. 1 UVG e contrario). Aufgrund der dargelegten Umstände
kann die Notwendigkeit einer Behandlung über den Einstellungszeitpunkt hinaus nicht
ohne weiteres verneint werden, wobei allerdings unklar bleibt, inwiefern sich durch sie
noch eine eigentliche Verbesserung des Gesundheitszustandes erreichen lässt.
Kreisarzt Dr. G._ hielt im Bericht vom 5. Januar 2006 fest, aus klinischer Sicht
bestehe nach wie vor ein leichtes bis mässiges Cervikalsyndrom und vermerkte
gleichzeitig, aus somatischer Sicht sei "nach wie vor ein Endzustand eingetreten".
Letzteres begründete er mit dem Hinweis, dass keine organischen strukturellen
Restfolgen mehr vorliegen würden (UV-act. 130 S. 3). Solche Folgen müssen aber bei
einer Verletzung, wie sie hier streitig ist, für die Bejahung der Unfallkausalität nicht
notwendigerweise bestehen. In der Beurteilung des Integritätsschadens war Dr. G._
denn auch von unfallbedingten, erheblichen und dauernden Beschwerden aufgrund
des Zervikalsyndroms ausgegangen (UV-act. I/55). Eine Feststellung, wonach die
klinischen Befunde nicht auf den streitigen Unfall zurückzuführen seien, findet sich im
späteren Bericht von Dr. G._ nicht (vgl. UV-act. I/130). Wenn somit die Behandlung
vier Jahre nach dem Unfall zwar noch andauerte, jedoch unklar bleibt, ob sie noch eine
Verbesserung des Gesundheitszustands bewirken konnte, so lässt sich die hier in
Frage stehende Dauer der Behandlung nicht abschliessend festlegen. Diese Frage wird
vielmehr die Beschwerdegegnerin noch abzuklären haben. Demgegenüber lagen ein
schwieriger Heilverlauf und erhebliche Komplikationen nach Lage der Akten nicht vor.
Ein schwieriger Heilungsverlauf kann - entgegen der von der Beschwerdeführerin
vertretenen Auffassung (act. G 1 S. 16) - nicht schon dann angenommen werden, wenn
eine Vielzahl von verschiedenen Therapien zu keinem Heilungserfolg führt. Von einer
ärztlichen Fehlbehandlung ist ebenfalls nicht auszugehen. Auch das Vorliegen von
Dauerschmerzen ist gestützt auf die Angaben der Beschwerdeführerin in den
medizinischen Akten zu verneinen (vgl. UV-act. I/54 S. 1, I/119 S. 3, I/130 S. 2).
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4.3 Nachdem die Beschwerdeführerin ab 13. August 2002 wieder in dem Umfang
(65%) wie vor dem Unfall vom 7. Juni 2002 gearbeitet hatte (UV-act. I/6, I/13),
bestätigte Dr. E._ ab 7. Januar 2003 eine von 65% auf 60% reduzierte
Arbeitsfähigkeit (UV-act. I/15). In der Folge wurde ab 1. Oktober 2003 eine volle
Arbeitsunfähigkeit attestiert (UV-act. I/23). Im Jahr 2005 war die Beschwerdeführerin zu
20% in einer Bibliothek tätig (UV-act. I/111). Dr. G._ bejahte bereits am 6. Mai 2004
die Zumutbarkeit einer leichten Arbeitstätigkeit (UV-act. I/54). Dies geschah allerdings
aus rein somatischer Sicht. Die von Dr. F._ bestätigten (unfallbedingten)
neuropsychologischen Einschränkungen (vgl. act. G 1.1/12) bezog Dr. G._ - soweit
ersichtlich - nicht in seine Beurteilung mit ein (UV-act. I/130 S. 4). Zuvor hatte Suva-
Arzt Dr. H._ im Bericht vom 29. August 2005 die Arbeitsfähigkeit als nicht mehr im
verwertbaren Bereich liegend erachtet (UV-act. I/119); die Unfallkausalität der
psychischen Beschwerden hatte er schon vorher bestätigt (UV-act. I/60). Dr. J._
bescheinigte Arztbesuche in den Jahren 2006 und 2007 sowie eine volle
Arbeitsunfähigkeit (act. G 1.1/11). Zur Unfallkausalität der von ihm bestätigten
Arbeitsfähigkeit wurde Dr. J._ nach Lage der Akten nicht befragt. Dr. F._ attestierte
ebenfalls eine volle Arbeitsunfähigkeit sowie deren Unfallbedingtheit (act. G 9.1). Mit
Blick auf die Rechtsprechung (vgl. zusammenfassende Darstellung im Urteil des EVG
vom 30. August 2001 [U 56/00] Erw. 3d) lässt sich bei dieser Aktenlage ein rein durch
den streitigen Unfall bedingter, erheblicher Anteil einer (lang dauernden)
Arbeitsunfähigkeit weder in Abrede stellen noch bestätigen. Gegen eine lange Dauer
spricht der Umstand, dass die Beschwerdeführerin nach dem Unfall über ein Jahr lang
praktisch im Vorunfall-Pensum (65% ab 13. August 2002, 60% ab 7. Januar 2003) tätig
war und die volle Arbeitsunfähigkeit erst ab Oktober 2003 bestätigt wurde. In den
Akten findet sich anderseits keine ärztliche Stellungnahme, welche - in Bezug auf das
hier streitige, gemischt somatisch und psychisch bedingte Beschwerdebild - eine
unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit verneint. Hingegen ergibt sich nicht klar aus den
Akten, inwiefern die Beschwerdeführerin - unfallbedingt - in ihrer Arbeitsfähigkeit
effektiv eingeschränkt ist. Immerhin war sie in der Lage, in dem hier streitigen Zeitraum
ab 31. Juli 2006 eine künstlerische Tätigkeit auszuüben, auch wenn sie dadurch (in
erwerblicher Hinsicht) nicht als eingegliedert gelten konnte. Die Leistungseinstellung
auf den 31. Juli 2006 erscheint damit nicht ausgewiesen. Die Beschwerdegegnerin wird
unter diesen Umständen in medizinischer (multidisziplinärer) Hinsicht noch abzuklären
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haben, welche Tätigkeiten die Beschwerdeführerin seit der kreisärztlichen Beurteilung
vom 6. Mai 2004 in welchem Umfang ausüben konnte. Dabei geht es nicht nur um den
bisherigen Beruf, sondern um eine zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf und
Aufgabenbereich (vgl. Art. 6 ATSG).
5.
Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde, soweit darauf einzutreten
ist, unter Aufhebung des Einspracheentscheids vom 19. April 2007 teilweise
gutzuheissen und die Sache zur Durchführung von weiteren Abklärungen und zu neuer
Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu
erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Bei diesem Verfahrensausgang hat die
Beschwerdeführerin Anspruch auf Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG). Es
rechtfertigt sich, diese auf pauschal Fr. 4'000.-- (einschliesslich Barauslagen und
Mehrwertsteuer) festzulegen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht