Decision ID: 8c4888cd-217b-47d7-a953-4c66351991cb
Year: 2008
Language: de
Court: SG_VGN
Chamber: SG_VGN_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ A. B. ist Eigentümer der Parzelle Nr. 000, Grundbuch S.. Nach dem Zonenplan der
Politischen Gemeinde S. liegt das Grundstück in der Landwirtschaftszone und im Wald.
Es befindet sich an einem Nordhang und hat eine Fläche von rund zwei Hektaren. Im
oberen, südlichen Teil befindet sich rund eine Hektare Wald, im unteren, nördlichen Teil
rund eine Hektare Wiesland. Ungefähr in der Mitte des Grundstücks verläuft von
Nordost nach Südwest ansteigend das unbefestigte K-strässchen. Im Norden grenzt
die Parzelle an den P-bach.
Der Landwirt P. B. hat das Grundstück in Pacht. Im Bereich des Wieslands nutzt er es
als ökologische Ausgleichsfäche. Der Landwirtschaftsbetrieb des Pächters umfasst
insgesamt eine landwirtschaftliche Nutzfläche von rund 17 Hektaren und einen
Nutztierbestand von 18 Grossvieheinheiten. Es wird vorwiegend Gras- und
Milchwirtschaft betrieben.
B./ Am 25. August 2006 reichte A. B. ein Baugesuch für Geländeveränderungen auf
seinem Grundstück im Bereich des Wieslandes ein. Beabsichtigt ist, an zwei Stellen
Erdreich abzutragen und den Aushub an drei anderen Stellen für Geländeauffüllungen
zu verwenden. Zudem sollen in zwei Gebieten Wurzelstöcke entfernt und das Gelände
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soll anschliessend leicht ausgeebnet werden. Die Wurzelstöcke sind nach Rodungen,
die mit Zustimmung des Kantonsforstamtes vorgenommen worden sind,
zurückgeblieben. Am 20. November 2006 verweigerte das Amt für Raumentwicklung
(ARE; heute: Amt für Raumentwicklung und Geoinformation, AREG) die Zustimmung
zur Baubewilligung und am 5. Dezember 2006 lehnte der Gemeinderat S. das
Baugesuch ab.
C./ Gegen diesen Entscheid erhob A. B. am 21. Dezember 2006 Rekurs bei der
Regierung und stellte das Rechtsbegehren, dem Baugesuch sei zu entsprechen. Zur
Begründung brachte er im Wesentlichen vor, die Geländeanpassungen seien
notwendig, damit der Pächter das Wiesland durchgehend maschinell bewirtschaften
könne.
Nachdem im Beisein von Vertretern des ARE ein Augenschein durchgeführt worden
war, wies die Regierung den Rekurs am 26. Juni 2007 ab, soweit sie darauf eintrat. Der
Entscheid wird im Wesentlichen damit begründet, die geplanten
Geländeveränderungen seien nicht betriebsnotwendig im Sinn von Art. 16a Abs. 1 des
Bundesgesetzes über die Raumplanung (SR 700, abgekürzt RPG) und deshalb nicht
zonenkonform. Sodann seien die Voraussetzungen für eine Ausnahmebewilligung nach
Art. 24 ff. RPG nicht erfüllt.
D./ Am 19. August 2007 erhob A. B. gegen den Entscheid der Regierung vom 26. Juni
2007 Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Er stellte folgende Rechtsbegehren: der
angefochtene Entscheid und die raumplanungsrechtliche Teilverfügung des ARE vom
20. November 2006 seien aufzuheben (Ziff. 1); das Baugesuch sei zu bewilligen (Ziff. 2);
es seien sämtliche Vorakten der Beschwerdegegnerin beizuziehen (Ziff. 3); eventualiter
sei die Angelegenheit an die Vorinstanz zur Neubeurteilung zurückzuweisen (Ziff. 4).
a) Am 13. September 2007 nahm die Regierung Stellung und beantragte, die
Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden könne. Der
Gemeinderat S. verzichtete am 20. September 2007 darauf, sich vernehmen zu lassen.
A. B. machte von der Möglichkeit, sich zu neuen tatsächlichen und rechtlichen
Argumenten zu äussern, am 2. Oktober 2007 Gebrauch.
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b) In der Folge wurden Abklärungen bezüglich der Frage getätigt, inwiefern die zur
Diskussion stehende Fläche beitragsberechtigt sei. Am 30. November 2007 teilte der
Gemeinderat S. mit, es bestehe kein Bewirtschaftungsvertrag im Sinn der
Gesetzgebung über die Abgeltung ökologischer Leistungen. Am 14. Januar 2008
machte das Landwirtschaftsamt Angaben darüber, welche Direktzahlungen in welcher
Höhe für das Grundstück Nr. 892 entrichtet werden. Am 7. Februar 2008 machte A. B.
von der Möglichkeit Gebrauch, zu den Schreiben vom 30. November 2007 und 14.
Januar 2008 Stellung zu nehmen.
c) Das Verwaltungsgericht hat einen Augenschein an Ort und Stelle durchgeführt. Die
Verfahrensbeteiligten wurden dazu eingeladen und erhielten Gelegenheit zur
Stellungnahme.

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. Die Sachurteilsvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen:
1.1. Das Verwaltungsgericht ist zum Entscheid in der Sache befugt (Art. 59bis Abs. 1
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Sodann
hat A. B. unter Vorbehalt von Ziff. 1.2. hiernach ein eigenes schutzwürdiges Interesse
an der Aufhebung des angefochtenen Entscheids (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit
Art. 45 Abs. 1 VRP). Weiter wurde die Beschwerde vom 19. August 2007 innert Frist
eingereicht, und sie entspricht formal und inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen
(Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 VRP).
1.2. Die Vorinstanz ist auf den Rekurs des Beschwerdeführers zufolge
Gegenstandslosigkeit insofern nicht eingetreten, als er die Entfernung von
Wurzelstöcken in den Teilgebieten Nrn. 2 und 4 gemäss Situationsplan vom 25. August
2006 betraf. Den Erwägungen zum angefochtenen Entscheid kann in diesem
Zusammenhang entnommen werden, die Teilverfügung des ARE vom 20. November
2006 habe in dieser Hinsicht zu einem Missverständnis geführt. Der Rekurrent sei
indessen berechtigt, die Wurzelbestockung zu entfernen. Soweit der Beschwerdeführer
geltend machen will, die Vorinstanz hätte in dieser Hinsicht auf seinen Rekurs eintreten
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müssen, fehlt es ihm am eigenen schutzwürdigen Interesse an der Aufhebung des
angefochtenen Entscheids.
1.3. Auf die Beschwerde ist im Sinn der Erwägungen einzutreten.
2. Der Beschwerdeführer erklärt, er halte an den Ausführungen in der
Rekursbegründung vom 11. Januar 2007 ausdrücklich fest.
In ständiger Rechtsprechung hat es das Verwaltungsgericht abgelehnt, dass pauschal
auf Eingaben an Vorinstanzen verwiesen wird. Ein solcher Verweis ist ungenügend, da
aus ihm nicht hervorgeht, in welchen Punkten und weshalb der Entscheid der
Vorinstanz angefochten wird. Es ist nicht Aufgabe der Rechtsmittelinstanz, in Eingaben
an Vorinstanzen nach Gründen zu suchen, weshalb der angefochtene Entscheid
unrichtig sein könnte (Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen,
St. Gallen 2003, Rz. 921 mit Hinweisen).
3. Der Beschwerdeführer vertritt den Standpunkt, der angefochtene Entscheid habe
seine Rechtsgrundlage zu Unrecht in Art. 16a RPG in Verbindung mit Art. 20 des
Baugesetzes (sGS 731.1, abgekürzt BauG) und Art. 34 bis 38 der
Raumplanungsverordnung (SR 700.1, abgekürzt RPV). Er begründet dies damit, die
geplanten Eingriffe in das Gelände seien weder Bauten noch Anlagen im Sinn des
Raumplanungsrechts des Bundes. Die Harmonisierung des Geländes ermögliche eine
maschinelle und damit rationelle Bewirtschaftung der landwirtschaftlich genutzten
Fläche. Die Frage, ob das in der Landwirtschaftszone geplante Vorhaben dem Zweck
der Nutzungszone im Sinn von Art. 22 RPG entspreche, beurteile sich deshalb nach
Art. 16 RPG.
3.1. Die Trennung von Baugebiet und Nichtbaugebiet gehört zu den zentralen Anliegen
des RPG. Den Vorschriften über das Bauen ausserhalb der Bauzonen kommt deshalb
grosse Bedeutung zu (B. Heer, St. Gallisches Bau- und Planungsrecht, Bern 2003,
Rz. 393). Im Rahmen der Teilrevision des RPG von 1998 wurde die
Landwirtschaftszone neu definiert (Art. 16 RPG). Gleichzeitig wurden die
zonenkonforme Nutzung und der Kreis der zonenkonformen Bauten und Anlagen
erweitert (Art. 16a und Art. 16b RPG).
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Landwirtschaftszonen dienen nach Art. 16 Abs. 1 RPG der langfristigen Sicherung der
Ernährungsbasis des Landes, der Erhaltung der Landschaft und des Erholungsraums
oder dem ökologischen Ausgleich und sollen entsprechend ihren verschiedenen
Funktionen von Überbauungen weitgehend freigehalten werden. Sie umfassen Land,
das: sich für die landwirtschaftliche Bewirtschaftung oder den produzierenden
Gartenbau eignet und zur Erfüllung der verschiedenen Aufgaben der Landwirtschaft
benötigt wird (lit. a), oder im Gesamtinteresse landwirtschaftlich bewirtschaftet werden
soll (lit. b). Art. 16 Abs. 1 RPG richtet sich in erster Linie an die für die Nutzungsplanung
zuständigen Behörden von Kantonen und Gemeinden und gibt ihnen die für die
Festsetzung der Landwirtschaftszonen massgebenden Kriterien vor. Gleichzeitig steht
diese Vorschrift im Dienst der Ziele der Raumplanung und der Agrarpolitik, indem sie
die verfassungsrechtlich geforderte Trennung von Bau- und Nichtbaugebieten
verwirklicht und so einen Beitrag leistet, um der Landwirtschaft ausreichende
Existenzgrundlagen bereitzuhalten (Waldmann/Hänni, Raumplanungsgesetz, Bern
2006, Art. 16 N 1 und 3).
Demgegenüber umschreibt Art. 16a RPG die Zonenkonformität von Bauten und
Anlagen in der Landwirtschaftszone. Art. 16a RPG ist für die Bewilligungsbehörden in
jedem Bewilligungsverfahren zur Errichtung von neuen Bauten und Anlagen in der
Landwirtschaftszone unmittelbar anwendbar und verbindlich (Waldmann/Hänni, a.a.O.,
Art. 16a N 1 ff.). Diese Vorschrift wird in Art. 34 bis 38 RPV konkretisiert.
Nach Art. 20 Abs. 1 BauG richtet sich die Zweckbestimmung der Landwirtschaftszonen
nach Bundesrecht. Abs. 2 dieser Vorschrift sieht vor, dass sich die Zulässigkeit von
Bauten und Anlagen in den Landwirtschaftszonen nach Bundesrecht und nach
kantonalem Recht richtet.
3.2. Nach Art. 22 Abs. 1 RPG dürfen Bauten und Anlagen nur mit behördlicher
Bewilligung errichtet oder geändert werden. Der für den Umfang der Bewilligungspflicht
massgebende Begriff der Bauten und Anlagen wird im Bundesrecht nicht näher
umschrieben (Waldmann/Hänni, a.a.O., Art. 22 N 9, BGE 113 Ib 315 E. 2b, 119 Ib 226
E. 3a, 123 II 259 E. 3). Für die Beurteilung der Bewilligungspflicht ist entscheidend, ob
mit dem Vorhaben so wichtige räumliche Folgen verbunden sind, dass ein Interesse
der Öffentlichkeit oder der Nachbarn an einer vorgängigen Kontrolle besteht. Die
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Baubewilligungspflicht soll der Behörde die Möglichkeit verschaffen, das Bauprojekt
vor seiner Ausführung auf die Übereinstimmung mit der raumplanerischen
Nutzungsordnung und der übrigen einschlägigen Gesetzgebung zu überprüfen (Heer,
a.a.O., Rz. 855 mit Hinweisen).
Nach einer ständigen bundesgerichtlichen Rechtsprechung gelten als Bauten und
Anlagen im Sinn von Art. 22 Abs. 1 RPG auch "jene künstlich geschaffenen und auf
Dauer angelegten Einrichtungen, die in bestimmter fester Beziehung zum Erdboden
stehen und die Nutzungsordnung zu beeinflussen vermögen, weil sie entweder den
Raum äusserlich erheblich verändern, die Erschliessung belasten oder die Umwelt
beeinträchtigen" (grundlegend BGE 113 Ib 314 E. 2b S. 315f.; vgl. auch BGE 123 II 256
E. 3 S. 259, 120 Ib 379 E. 3c S. 383 f., 118 Ib 49 E. 2a S. 52; Waldmann/Hänni, a.a.O.,
Art. 22 N 10 mit zahlreichen Hinweisen; Heer, a.a.O., Rz. 855 mit Hinweisen; Chr.
Bandli, Bauen ausserhalb der Bauzonen, Diss. Bern 1989, S. 99 ff. mit Hinweisen).
Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers ist eine Bewilligung gestützt auf
diese Vorschrift auch für Terrainveränderungen erforderlich, wenn diese erheblich sind,
wie z.B. der Betrieb einer Kiesgrube oder die Aufschüttung für einen Autoabstellplatz.
Ausschlaggebend für die Bejahung der Bewilligungspflicht ist dabei nicht allein die
Veränderung des Geländes durch Abtragung, Auffüllung oder andere Massnahmen. Es
kommt vielmehr auf die räumliche Bedeutung eines Vorhabens insgesamt an (BGE 119
Ib 226 E. 3a).
3.3. Nach Art. 78 Abs. 1 BauG bedürfen das Errichten und Ändern von Bauten und
Anlagen einer Bewilligung. Nach Art. 78 Abs. 2 lit. g BauG unterstehen insbesondere
auch "eingreifende Veränderungen des Geländes" der Bewilligungspflicht. Nach der
Praxis des AREG gelten Terrainanpassungen von bis zu 100 m in der Regel als
unerhebliche Veränderung des Raums und sind somit nicht bewilligungspflichtig.
Der Beschwerdeführer bestreitet nicht, dass es sich bei den geplanten Abtragungen
von und Auffüllungen mit Erdmaterial auf seinem Grundstück insgesamt um eine
bewilligungspflichtige Terrainveränderung im Sinn von Art. 78 Abs. 2 lit. g BauG
handelt. Somit steht auch fest, dass der Eingriff in den Geländeverlauf eine im Sinn von
Art. 22 Abs. 1 RPG bewilligungspflichtige Anlage ist, zumal der bundesrechtliche
Begriff der bewilligungspflichtigen Bauten und Anlagen nach Art. 22 Abs. 1 RPG von
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den Kantonen wohl weiter, nicht aber enger gefasst werden kann (Waldmann/Hänni,
a.a.O., Art. 22 N 13; Urteil des Bundesgerichts 1A.202/2006 vom 10. September 2007
E. 4). An dieser Beurteilung ändert nichts, dass dem Beschwerdeführer anlässlich des
Augenscheins vom 2. Mai 2007 und mit Schreiben der Vorinstanz vom 3. Mai 2007
mitgeteilt worden ist, für massvolle Terrainauffüllungen von insgesamt nicht mehr als
100 m in den Gebieten 5 und 7 gemäss Situationsplan vom 25. August 2006 sei keine
Baubewilligung erforderlich. Weil der Beschwerdeführer die Bewilligung des Vorhabens
als Ganzes beantragt hatte, war die Vorinstanz entgegen seiner Annahme sodann nicht
verpflichtet, einzelne nicht bewilligungspflichtige Terrainanpassungen im
angefochtenen Entscheid ausdrücklich als solche auszuscheiden.
3.4. Anlässlich des Augenscheins des Verwaltungsgerichts hat sich bestätigt, dass die
Behauptung des Beschwerdeführers nicht zutrifft, die geplanten Eingriffe in den
natürlichen Terrainverlauf hätten insgesamt keine "erhebliche Veränderung des Raums"
im Sinn der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zur Folge. Das Gelände soll in zwei
Gebieten (Gebiete 3 und 6 gemäss Situationsplan vom 25. August 2006) in einer Höhe
von maximal 1,5 m abgetragen und in drei Gebieten (Gebiete 1, 5 und 7 gemäss
Situationsplan vom 25. August 2006) in einer Höhe von maximal 1,5 m aufgefüllt
werden. Diese Terrainveränderungen in verschiedenen landwirtschaftlich genutzten
Bereichen des Grundstücks hätten zweifellos erhebliche Auswirkungen auf das
Erscheinungsbild des heute stark strukturierten, teilweise buckligen Geländes.
3.5. Die Rüge des Beschwerdeführers, der angefochtene Entscheid beruhe auf
falschen Rechtsgrundlagen bzw. sein Vorhaben sei keine bewilligungspflichtige Anlage
im Sinn von Art. 22 Abs. 1 RPG, erweist sich somit als unbegründet. Insoweit ist die
Beschwerde abzuweisen.
4. Zu prüfen ist weiter, ob die Vorinstanz zu Recht davon ausgegangen ist, die geplante
Harmonisierung des Geländes als Ganzes sei nicht zonenkonform, weshalb keine
ordentliche Bewilligung nach Art. 22 Abs. 2 RPG erteilt werden könne.
4.1. Nach Art. 16a Abs. 1 RPG sind Bauten und Anlagen zonenkonform, die zur
landwirtschaftlichen Bewirtschaftung oder für den produzierenden Gartenbau nötig
sind.
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Nach Art. 34 Abs. 4 lit. a RPV darf die Bewilligung nur erteilt werden, wenn die Baute
oder Anlage, so auch die Veränderung des Geländeverlaufs, für die in Frage stehende
Bewirtschaftung nötig ist. Die Anlage muss nicht nach subjektiven, sondern nach
objektiven Gesichtspunkten betrieblich notwendig sein. Sodann darf sie nicht
überdimensioniert sein. Bezugspunkt der Beurteilung bildet die in Frage stehende
landwirtschaftliche oder gartenbauliche Bewirtschaftung (Waldmann/Hänni, a.a.O., Art.
16a N 21 und 22 mit Hinweisen). Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers ist
im weiteren nicht jede Bewirtschaftungserleichterung ausreichend, um als nötig im Sinn
von Art. 16a Abs. 1 RPG zu gelten. Art. 34 Abs. 4 lit. a RPV räumt Eigentümern von
Boden in der Landwirtschaftszone keinen Anspruch darauf ein, die maschinelle
Bewirtschaftung der landwirtschaftlich genutzten Flächen mittels
bewilligungspflichtigen Terrainveränderungen immer und überall bestmöglich zu
optimieren. Es ist im Einzelfall zu prüfen, ob die Geländeanpassungen für die in Frage
stehende Bewirtschaftung nötig und nicht überdimensioniert sind (VerwGE vom
12. September/15. Oktober 2007 i.S. E.K.).
Ausserdem dürfen der Baute oder Anlage am vorgesehenen Standort keine
überwiegenden Interessen entgegenstehen und der Betrieb muss voraussichtlich
längerfristig bestehen können (Art. 34 Abs. 4 lit. b und c RPV).
4.2. Der Beschwerdeführer rügt, die Vorinstanz
werfe ihm zu Unrecht vor, die Geländeanpassungen sollten aus betriebsfremden
Motiven erfolgen. Er macht geltend, die über die landwirtschaftlich genutzte Fläche des
Grundstücks verteilten Terrainanpassungen würden dem langjährigen
Pächter eine maschinelle und damit rationellere landwirtschaftliche Bewirtschaftung
der zur Futtermittelproduktion genutzten ökologischen Ausgleichsfläche ermöglichen.
Diese sei heute teilweise unmöglich, teilweise erheblich erschwert und es hätten sich in
der Vergangenheit mehrere Zwischenfälle (z.B. Überschlagen des Mähers) ereignet. Der
Pächter verzichte darauf, diejenigen Teilbereiche zu bewirtschaften, die maschinell
nicht gemäht werden könnten. Er sei deshalb gezwungen, an den betreffenden Stellen
die Vergandung und Verwaldung des Grundstücks durch Mähen mit der Sense zu
verhindern. Zudem verkenne die Vorinstanz, dass die Landwirtschaft infolge des
zunehmenden Wettbewerb- und Kostendrucks auf Rationalisierungsmöglichkeiten
angewiesen sei.
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4.3. Unbestritten ist, dass die maschinelle Bewirtschaftung der zur Diskussion
stehenden landwirtschaftlich genutzten Fläche nicht durchwegs problemlos möglich
ist. Gewisse Bereiche können maschinell nicht gemäht werden und in einer
Geländemulde (Gebiet 7 gemäss Situationsplan vom 25. August 2006) herrschen
diesbezüglich erschwerte Bedingungen. Gesamthaft betrachtet müssen indessen nur
einige wenige kleine Flächen mit der Sense gemäht werden. Ins Gewicht fällt sodann,
dass eine extensiv genutzte Wiese im Talgebiet im Sinn von Art. 44 ff. der
Direktzahlungsverordnung (SR 910.13, abgekürzt DZV) zur Diskussion steht, wo der
erste Schnitt jeweils nicht vor dem 15. Juni vorgenommen werden darf (Art. 45 Abs. 2
lit. a DZV) und für welche gemäss Bestätigung des Landwirtschaftsamtes vom
14. Januar 2008 im Jahr 2007 neben allgemeinen Direktzahlungen von Fr. 1'137.-- ein
Öko-Beitrag von Fr. 1'050.-- für die extensiv genutzte Wiese und ein solcher für
Hochstamm-Obstbäume von Fr. 210.-- ausgerichtet worden ist (Art. 49 Abs. 1 lit. a und
Art. 54 DZV). Der Beschwerdeführer vertritt in seiner Stellungnahme vom 7. Februar
2008 zwar die Auffassung, damit würden topographisch bedingte
Bewirtschaftungsbeschränkungen nicht genügend abgegolten. Nach den unbestritten
gebliebenen Ausführungen des Pächters anlässlich des vorinstanzlichen Augenscheins
wird die extensiv genutzte Wiese indessen nur zwei Mal je Jahr gemäht. Der Pächter
schätzt den Mehraufwand für das Mähen mit der Sense im Vergleich zur maschinellen
Bewirtschaftung auf rund einen Arbeitstag je Schnitt. Der Beschwerdeführer hat in
seiner Stellungnahme vom 7. Februar 2008 bestätigt, die jährliche Zeitersparnis des
Vollerwerbsbauern würde sich auf zwei Arbeitstage belaufen, der Pächter bewirtschafte
die heute nicht maschinell bewirtschaftbaren Teilflächen aber nicht, weil das Mähen mit
der Sense für einen Vollerwerbsbauern wirtschaftlich nicht tragbar sei. Ein Zeitgewinn
von zwei Arbeitstagen je Jahr ist im Verhältnis zum gesamten zeitlichen
Betriebsaufwand des Pächters indessen von untergeordneter Bedeutung und steht zu
den dafür erforderlichen Eingriffen in den natürlichen Geländeverlauf in einem krassen
Missverhältnis. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers stellen die geplanten
Terrainanpassungen deshalb auch keine ins Gewicht fallende Möglichkeit für den
Pächter dar, den landwirtschaftlichen Betrieb rationeller und damit kostengünstiger zu
führen.
Der Beschwerdeführer behauptet in seiner Stellungnahme vom 7. Februar 2008 neu,
relativ bescheidenen Investitionskosten würden erhebliche Erträge gegenüberstehen.
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Bei der zur Diskussion stehenden landwirtschaftlich genutzten Fläche handelt es sich
indessen um an einem Nordhang liegendes feuchtes Wiesland, das nur zwei Mal je
Jahr gemäht wird und wofür im Jahr 2007 ein Ökobeitrag von Fr. 1'050.-- geleistet
worden ist. Eine wesentliche Steigerung des Ertrags ist durch die geplante Nivellierung
des Geländes deshalb nicht zu erwarten. Auch wenn der Beschwerdeführer und der
Pächter des Grundstücks verständlicherweise an jeder Verbesserung der
Bewirtschaftungsbedingungen interessiert sind, sind die geplanten Anpassungen des
Terrains zur landwirtschaftlichen Bewirtschaftung deshalb nicht nötig und somit auch
nicht zonenkonform.
An dieser Beurteilung ändert nichts, dass der Beschwerdeführer geltend macht, die
landwirtschaftlich nutzbare Fläche würde durch die Eingriffe in das Gelände leicht
vergrössert. Zu keinem andern Ergebnis führt sodann sein Einwand, weil sich der
Pächter weigere, sei er aufgrund der ungünstigen topographischen Verhältnisse auf
dem Grundstück gezwungen, gewisse Bereiche eigenhändig mit der Sense zu mähen,
um eine Vergandung bzw. Verwaldung zu verhindern und es bestehe die Gefahr, dass
die Parzelle künftig nicht mehr landwirtschaftlich genutzt werde, weil sie unattraktiv sei.
Damit ist nicht dargetan, dass der Pächter aus betrieblichen Gründen auf die
Nivellierung des Geländes angewiesen ist. Vielmehr macht der nicht in der
Landwirtschaft tätige Beschwerdeführer sein persönliches Interesse an einer
umfassenden Pflege des topographisch schwierigen Grundstücks durch einen
Landwirt geltend. Dieses Motiv vermag die Zonenkonformität der geplanten
Terrainanpassungen indessen nicht zu begründen. Schliesslich bewirkt der Umstand,
dass gegen die Geländeveränderungen weder von Seiten Privater noch von
Naturschutzorganisationen Einwände erhoben worden sind, nicht, dass sie als
zonenkonform zu bewilligen wären. Die Behörden haben von Amtes wegen zu prüfen,
ob ein Vorhaben mit den einschlägigen Vorschriften in Einklang steht.
4.4. Zusammenfassend ergibt sich, dass die geplanten Geländeanpassungen dem
Zweck der Landwirtschaftszone nicht entsprechen und dass dafür eine ordentliche
Baubewilligung nach Art. 22 Abs. 2 RPG nicht erteilt werden kann. Insoweit erweist
sich die Beschwerde ebenfalls als unbegründet. Weil Terrainanpassungen von bis zu
100 m nach der Praxis des AREG in der Regel nicht bewilligungspflichtig sind, ist es 3
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dem Beschwerdeführer indessen unbenommen, bei diesem Amt abzuklären, inwiefern
das Gelände ohne Bewilligung verändert werden darf.
5. Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, das Vorhaben sei aufgrund von Art. 24
RPG in Verbindung mit Art. 20 Abs. 1 BauG bewilligungsfähig.
Nach Art. 24 Abs. 1 RPG können abweichend von Art. 22 Abs. 2 lit. a RPG
Bewilligungen erteilt werden, Bauten und Anlagen zu errichten oder deren Zweck zu
ändern, wenn: der Zweck der Bauten und Anlagen einen Standort ausserhalb der
Bauzonen erfordert (lit. a); keine überwiegenden öffentlichen Interessen
entgegenstehen (lit. b). Nicht zonenkonforme Bauten und Anlagen sind erlaubt, wenn
sie standortgebunden sind. Das Erfordernis der Standortgebundenheit verlangt, dass
eine Baute oder Anlage auf eine bestimmte Lage ausserhalb der Bauzone angewiesen
ist. Ob dies zutrifft, beurteilt sich allein nach objektiven Massstäben, und es kann
weder auf die subjektiven Vorstellungen und Wünsche des Einzelnen noch auf die
persönliche Zweckmässigkeit oder Bequemlichkeit ankommen. Generell sind bei der
Standortgebundenheit strenge Anforderungen zu stellen (Waldmann/Hänni, a.a.O.,
Art. 24 N 8 mit Hinweisen auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung).
Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung stimmt der Begriff der
Zonenkonformität bei Landwirtschaftsbetrieben im Wesentlichen mit demjenigen der
Standortgebundenheit nach Art. 24 Abs. 1 RPG überein (BGE 125 II 281 E. 3a, 121 II
310 E. 3b).
Wie sich ergeben hat, sind die Abtragungen und Auffüllungen von Erdmaterial auf dem
Grundstück des Beschwerdeführers nicht zonenkonform, weil sie für die in Frage
stehende Bewirtschaftung nicht nötig sind. Demzufolge hat die Vorinstanz auch ihre
Standortgebundenheit zu Recht verneint. Eine Ausnahmebewilligung fällt ausser
Betracht, und die Beschwerde ist auch in dieser Hinsicht abzuweisen.
6. Der Beschwerdeführer beantragt weiter, der angefochtene Entscheid sei
aufzuheben, soweit sein Rekurs damit bezüglich der beanstandeten Gebühr von
Fr. 300.-- für den Entscheid des ARE am 20. November 2006 abgewiesen worden sei.
Zur Begründung macht er geltend, die Gebühr beruhe auf einer falschen
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Rechtsgrundlage. Das ARE habe die Zustimmung zur Baubewilligung für die
Geländeveränderungen verweigert, weshalb es sachgerecht gewesen wäre, die
Entscheidgebühr gestützt auf Nr. 26.05 und nicht auf Nr. 26.04 des Gebührentarifs für
die Staats- und Gemeindeverwaltung (sGS 821.5, abgekürzt GebT) festzulegen.
Nach Art. 87bis Abs. 1 BauG wird die von der Regierung bezeichnete kantonale Stelle
vor Erteilung der Bewilligung für Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzonen
angehört. Diese prüft, ob die Bauten und Anlagen dem Zweck der Nutzungszone
entsprechen. Am 20. November 2006 hat das ARE diese Prüfung vorgenommen und
festgestellt, das Vorhaben des Beschwerdeführers sei nicht betriebsnotwendig und
angemessen dimensioniert, weshalb es dem Zweck der Nutzungszone nicht
entspreche und eine ordentliche Baubewilligung nicht erteilt werden könne. Aus
diesem Grund hat das ARE die Zustimmung zur Baubewilligung verweigert. Somit war
es zumindest vertretbar, die Entscheidgebühr nach den Vorgaben von Nr. 26.04 GebT
festzulegen, die für die "Anhörung bei zonenkonformen Bauvorhaben ausserhalb der
Bauzonen" (Art. 87bis Abs. 1 BauG) einen Gebührenrahmen von Fr. 100.-- bis 1'000.--
vorsieht. Hinzu kommt, dass Nr. 26.05 GebT "Zustimmung zu einer Baubewilligung
oder Verweigerung der Zustimmung ausserhalb der Bauzonen" (Art. 87bis Abs. 2
BauG) höhere Gebühren ermöglicht (Fr. 100.-- bis Fr. 2'000.--). Sodann hat das ARE
den Gebührenrahmen von Nr. 26.04 GebT bei weitem nicht ausgeschöpft. Eine Gebühr
von Fr. 300.-- für den Entscheid des ARE vom 20. November 2006 ist nicht zu
beanstanden. Somit erweist sich die Beschwerde in dieser Hinsicht als unbegründet.
7. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerde abzuweisen ist, soweit darauf
eingetreten werden kann.
Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend sind die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
Entscheidgebühr von Fr. 3'000.-- ist angemessen (Ziff. 382 des Gerichtskostentarifs,
sGS 941.12). Sie wird mit dem Kostenvorschuss in gleicher Höhe verrechnet.
Ausseramtliche Entschädigungen sind nicht zuzusprechen (Art. 98 Abs. 1 in
Verbindung mit Art. 98bis VRP).
Demnach hat das Verwaltungsgericht
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