Decision ID: 760e2a48-f29a-5e1b-b2bc-c704fb9ab602
Year: 2018
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ meldete sich am 25. September 2012 zum Bezug von IV-Leistungen an (IV-
act. 34 im Verfahren IV 2015/27; soweit nicht anders vermerkt, handelt es sich bei den
nachfolgenden Verweisen um die Akten des Verfahrens IV 2015/27). Am 2. Oktober
2012 unterzog sich der Versicherte einem von Dr. med. B._, Facharzt FMH für
Neurochirurgie, durchgeführten operativen Eingriff (mikrochirurgische Dekompression
L4 - S1 links, Entfernung einer Discushernie LW 4/5 links, Entfernung einer spinalen
Lipomatose L4 - S1 links und Dekompression der knöchernen Spinalkanalstenose
zentral rezessal in mikrochirurgischer Technik; Operationsbericht vom 2. Oktober 2012,
IV-act. 46-3 f.; vgl. auch den Bericht von Dr. B._ vom 5. Oktober 2012, IV-act. 46-1
f.). Anlässlich des FI-Gesprächs vom 17. Oktober 2012 teilte der behandelnde Dr. med.
C._, Facharzt FMH für Innere Medizin, RAD-Ärztin Dr. med. D._, Fachärztin FMH
für Allgemeine Innere Medizin, mit, der Versicherte sei momentan 100%ig
arbeitsunfähig. Er leide an Schmerzen, Lähmungserscheinungen im linken Bein und
Sensibilitätsstörungen (FI-Protokoll vom 17./29. Oktober 2012, IV-act. 54). Am 16.
Januar 2013 berichtete Dr. C._, der Gesundheitszustand des Versicherten sei
schlecht. Es bestehe eine Polyarthritis (ELAR-Notiz vom 21. Januar 2013, IV-act. 56).
A.b Ebenfalls am 16. Januar 2013 erhielt die IV-Stelle von Dr. C._ einen Bericht des
in der Abteilung Rheumatologie/Rehabilitation am Departement Innere Medizin am
Kantonsspital St. Gallen (KSSG) behandelnden Arztes Dr. med. E._ vom
"24.09.2012". Dieser diagnostizierte eine rheumatoide Arthritis (ED 10/2012; ANA und
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Rheumafaktoren positiv; Manifestation mit intermittierenden Gelenkschmerzen und -
schwellungen in Fingern, Handgelenken, Knien, Schultern; aktuell: DAS 28 [Disease
activity score] von 6.4 [sehr aktiv]) und ein lumboradikuläres Schmerzsyndrom links (IV-
act. 58-3 f.). Dr. B._ erwähnte im Bericht vom 22. Januar 2013 (IV-act. 59) als
Diagnosen eine spinale Lipomatose, einen Status nach Dekompression L4 - S1 links
mit verbliebener S2/3 und S1 Hypästhesie und genitaler Hypästhesie, eine rheumatoide
Erkrankung und äusserte den Verdacht auf eine reaktive Depression. Die Situation sei
momentan desolat. Der Versicherte habe einen Rheumaschub, weswegen er
momentan nicht laufen könne (u.a. geschwollene Knöchel), und leide noch von der
Operation her an Rückenschmerzen. Am 9. Dezember 2013 hatte Dr. B._ dem
Hausarzt Dr. C._ u.a. berichtet, „die Gelenke“ seien „total dick“ (IV-act. 59-6). Zuvor,
am 7. November 2012 hatte Dr. B._ berichtet, der Versicherte habe letzte Woche
nicht mehr schreiben können, weil (wegen dem Rheuma) die Hand geschwollen sei (IV-
act. 58-6).
A.c Dr. E._ berichtete am 1. Juli 2013, die rheumatoide Arthritis sei aktiv und werde
mit Einsatz kombinierter Therapeutika behandelt. Derzeit sei eine Abschätzung, wann
der Versicherte in Remission sein werde, nicht möglich. Zur Ermittlung der
Arbeitsfähigkeit empfahl er eine Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL;
IV-act. 74). Die Ärzte der Klinik für Urologie am KSSG diagnostizierten gestützt auf eine
Untersuchung vom 5. August 2013 u.a. eine neurogene Blasenfunktionsstörung
(asensitiver Detrusor vesicae mit erhaltener Kontraktilität und Urininkontinenz bei
anzunehmender Überlaufsymptomatik) und leichte erektile Beschwerden bei
reduzierter Sensiblität im Bereich des äusseren Genitale sowie gelegentliche
Stuhlinkontinenz (Wexner-Score 8; Bericht vom 13. August 2013, IV-act. 78-3 f; vgl.
auch die Berichte vom 13. Juni 2013, IV-act. 78-5 ff.). Im Bericht vom 14. August 2013
führten die medizinischen Fachpersonen des Interdisziplinären Beckenbodenzentrums
am KSSG aus, der Versicherte leide an einer Stuhlinkontinenz (auf Wexner-Score 16)
neurogener Aetiologie (IV-act. 90-3 f.). RAD-Ärztin Dr. D._ gab in der Stellungnahme
vom 7. Oktober 2012 an, aufgrund der Aktivierung der rheumatoiden Arthritis sei der
Gesundheitszustand noch instabil. Die Arbeitsfähigkeit könne noch nicht beurteilt
werden (Stellungnahme vom 7. Oktober 2013, IV-act. 80).
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A.d Dr. C._ bezeichnete den Gesundheitszustand des Versicherten im
Verlaufsbericht vom 14. Oktober 2013 als verschlechtert. Dem Versicherten sei keine
Erwerbstätigkeit mehr zumutbar. Er leide an einem chronischen Ganzkörper-Schmerz-
Syndrom. Daneben habe sich auch eine manifeste Depression entwickelt (IV-act. 83-2
ff.). RAD-Ärztin Dr. D._ erhielt am 8. Januar 2014 einen Bericht von Dr. med. F._,
Oberärztin an der Klinik für Psychosomatik am Departement Innere Medizin am KSSG,
vom 17. April 2013. Darin führte sie folgende Diagnosen auf: Anpassungsstörung,
Angst und Depression gemischt (ICD-10: F43.22); eine andauernde
Persönlichkeitsänderung bei chronischem Schmerzsyndrom (ICD-10: F62.80) und eine
rheumatoide Arthritis mit hoher Aktivität (IV-act. 93-2 f.).
A.e Am 20. Mai 2014 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, dass sie eine
polydisziplinäre medizinische Untersuchung anordnen werde und damit gemäss
Verteilplattform swissmed@p die ABI Aerztliches Begutachtungsinstitut GmbH
beauftragen werde. Sodann gab sie ihm die Namen der Experten bekannt (IV-act. 105;
vgl. auch die Mitteilung betreffend medizinische Abklärung vom 23. Januar 2014, IV-
act. 95). Die polydisziplinären (allgemeininternistischen, neurologischen,
psychiatrischen, rheumatologischen, gastroenterologischen und urologischen)
Untersuchungen in der ABI fanden am 8., 9. und 15. Juli 2014 statt. Die Gutachter und
Gutachterinnen stellten folgende Diagnosen, welchen sie Einfluss auf die
Arbeitsfähigkeit beimassen: ein chronisches lumbospondylogenes Schmerzsyndrom
links (ICD-10: M54.5); eine Gichtarthropathie (ICD-10: M10.09); anamnestisch einen
Verdacht auf rheumatoide Arthritis (ICD-10: M06.99; klinisch und labortechnisch keine
Entzündungsaktivität; Rheumafaktor und CCP negativ); anamnestisch eine
Stuhlinkontinenz (ICD-10: R15); eine Blasenfunktionsstörung (ICD-10: N31.9) und
anamnestisch eine rezidivierende Diarrhoe (ICD-10: K52.9). Die zuletzt ausgeübte
Tätigkeit als Logistiker sei dem Versicherten nicht mehr zumutbar. Für eine körperlich
leichte leidensangepasste Tätigkeit verfüge der Versicherte - spätestens 6 Monate
nach der Rückenoperation - über eine vollschichtig verwertbare 90%ige
Arbeitsfähigkeit (Gutachten vom 25. August 2014, IV-act. 114). RAD-Ärztin Dr. D._
hielt die gutachterliche Beurteilung für umfassend, widerspruchsfrei und plausibel
nachvollziehbar (Stellungnahme vom 15. September 2014, IV-act. 116).
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A.f Ausgehend von einer 90%igen Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten
ermittelte die IV-Stelle einen 11%igen Invaliditätsgrad und stellte dem Versicherten mit
Vorbescheid vom 19. September 2014 die Abweisung des Rentengesuchs in Aussicht
(IV-act. 121). Dagegen erhob der Versicherte am 22. Oktober 2014 Einwand und reichte
u.a. Stellungnahmen von Dr. E._ vom 6. Oktober 2014 und von Dr. F._ vom 11.
Oktober 2014 ein (IV-act. 122). Nachdem die IV-Stelle eine weitere Stellung¬nahme von
RAD-Ärztin Dr. D._ vom 3. November 2014 eingeholt hatte (IV-act. 123), verfügte sie
am 5. Januar 2015 die Abweisung des Rentengesuchs (IV-act. 124).
B.
B.a Gegen die Verfügung vom 5. Januar 2015 richtet sich die vorliegende Beschwerde
vom 2. Februar 2015. Der Beschwerdeführer beantragt darin unter Kosten- und
Entschädigungsfolge deren Aufhebung. Die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten,
ihm die gesetzlichen Leistungen auszurichten, insbesondere eine ganze Invalidenrente
ab März 2013. Er rügt im Wesentlichen den Verteilmechanismus der Plattform
swissmed@p und zieht die fachliche Qualifikation der rheumatologischen ABI-
Gutachterin, Dr. med. G._, sowie des neurologischen ABI-Gutachters, Dr. med.
H._, in Zweifel. Sodann hält er die gutachterliche Einschätzung der Arbeitsfähigkeit
für nicht nachvollziehbar (act. G 1). Am 14. April 2015 hat der Beschwerdeführer dem
Versicherungsgericht mitgeteilt, dass sich sein Gesundheitszustand in den letzten
Wochen dramatisch verschlechtert habe. Die depressive Episode sei mittlerweile so
schwer, dass eine Hospitalisation geprüft werde (act. G 4; zum eingereichten Bericht
von Dr. F._ vom 7. April 2015 siehe act. G 4.1).
B.b Die Beschwerdegegnerin beantragt am 4. Mai 2015 die Abweisung der
Beschwerde. Sie vertritt den Standpunkt, dass die Rügen des Beschwerdeführers
unzutreffend seien und sie zu Recht auf die gutachterliche Arbeitsfähigkeitsbeurteilung
abgestellt habe (act. G 6).
B.c In der Replik vom 8. Mai 2015 hält der Beschwerdeführer unverändert an den
gestellten Anträgen fest. Zusätzlich beantragt er die Durchführung einer mündlichen
Verhandlung, damit er sich persönlich und direkt äussern könne (act. G 8).
B.d Die Beschwerdegegnerin hat auf eine begründete Duplik verzichtet (act. G 10).
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B.e Mit Eingabe vom 8. Juli 2015 weist der Beschwerdeführer auf die mit BGE 141 V
281 begründete Rechtsprechungsänderung hin. Die darin formulierten Indikatoren
seien bislang nicht beurteilt worden, was einen zusätzlichen Abklärungsbedarf
begründe (act. G 12).
B.f In der Stellungnahme vom 13. August 2015 macht die Beschwerdegegnerin
geltend, die neue Rechtsprechung zu den psychosomatischen Leiden sei auf den
vorliegenden Fall nicht anwendbar. Weitere medizinische Abklärungen seien weder
notwendig noch zielführend (act. G 14).
C.
C.a Am 20. Januar 2016 meldete sich der Beschwerdeführer bei der
Beschwerdegegnerin zum Bezug einer Hilflosenentschädigung an. Er brachte vor, bei
zahlreichen alltäglichen Verrichtungen auf Unterstützung angewiesen zu sein. Er müsse
überwacht werden, damit er sich nichts antue und nicht umfalle. Zudem sei er auf
lebenspraktische Begleitung angewiesen (IV-act. 153 im Verfahren IV 2016/329). Der
vom 1. Dezember 2015 bis 12. Februar 2016 in der Psychiatrischen Tagesklinik für
Erwachsene, Rorschach, behandelnde med. pract. I._, Facharzt für Psychiatrie und
Psychotherapie, führte in der Stellungnahme vom 27. Juni 2016 aus, anlässlich der
tagesklinischen Behandlung hätten keine Funktionseinschränkungen in den oberen
Extremitäten festgestellt werden können. Eine Unterstützung des Beschwerdeführers
bei Alltagsverrichtungen sei nicht erforderlich gewesen. Beim Gehen sei der
Beschwerdeführer nicht auf die Unterstützung Dritter angewiesen gewesen (IV-act. 171
im Verfahren IV 2016/329; zum Austrittsbericht vom 8. März 2016 siehe IV-act. 166 im
Verfahren IV 2016/329).
C.b RAD-Ärztin Dr. med. J._, u.a. Fachärztin für Neurologie und Psychiatrie, vertrat in
der Stellungnahme vom 27. Juli 2016 die Auffassung, dass keine relevante
Hilfsbedürftigkeit im Sinn einer Hilflosenentschädigung vorliege (IV-act. 172 im
Verfahren IV 2016/329). Mit Vorbescheid vom 4. August 2016 stellte die
Beschwerdegegnerin in Aussicht, das Gesuch um eine Hilflosenentschädigung
abzuweisen (IV-act. 175 im Verfahren IV 2016/329). Dagegen erhob der
Beschwerdeführer am 26. August 2016 Einwand (IV-act. 178 im Verfahren IV
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2016/329). Am 2. September 2016 verfügte die Beschwerdegegnerin die Abweisung
des Gesuchs um eine Hilflosenentschädigung (IV-act. 180 im Verfahren IV 2016/329).
C.c Gegen die Verfügung vom 2. September 2016 richtet sich die weitere Beschwerde
vom 29. September 2016. Der Beschwerdeführer beantragt darin deren Aufhebung und
die Zusprache einer Hilflosenentschädigung mindestens leichten Grades. Eventuell sei
die Streitsache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen mit der Verpflichtung, die
Schwere der Hilflosigkeit mittels eines medizinischen Gutachtens betreffend die
verbliebene Selbstständigkeit in den alltäglichen Lebensverrichtungen abzuklären; alles
unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Mit der Beschwerde hat der
Beschwerdeführer verschiedene ärztliche Berichte eingereicht (act. G 1 im Verfahren IV
2016/329). Am 8. November 2016 hat er zusätzlich einen neuro-urologischen Bericht
des Zentrums für Paraplegie an der Klinik K._ vom 7. Oktober 2016 eingereicht (act.
G 4 und G 4.1 im Verfahren IV 2016/329; zur eingereichten Honorarnote des
ehemaligen Rechtsvertreters vom 15. Dezember 2016 siehe act. G 10 im Verfahren IV
2016/329).
C.d In der Beschwerdeantwort vom 23. Dezember 2016 ersuchte die
Beschwerdegegnerin um Abweisung der Beschwerde (act. G 13 im Verfahren IV
2016/329).
D.
D.a Noch zuvor orientierte das Versicherungsgericht die Parteien am 11. November
2016 über den Beschluss, ein polydisziplinäres (rheumatologisches, psychiatrisches
und neurologisches, eventuell zusätzlich urologisches/gastroenterologisches)
Gerichtsgutachten bei der MEDAS asim Begutachtung, Universitätsspital Basel,
einzuholen (act. G 17). Hierzu nahmen die Parteien am 16. November 2016 (act. G 18)
und am 6. Dezember 2016 (act. G 21) Stellung. Am 9. Dezember 2016 beauftragte das
Versicherungsgericht die asim mit der polydisziplinären Begutachtung (act. G 22; zu
den ergänzenden gastroenterologischen und neuro-urologischen Abklärungsaufträgen
siehe act. G 26 und G 28.1). Mit Schreiben vom 16. Januar 2017 beauftragte es die
asim mit einer ergänzenden Begutachtung bezüglich der Hilflosigkeit des
Beschwerdeführers (act. G 17 im Verfahren IV 2016/329; zu den von der
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Beschwerdegegnerin formulierten Fragen siehe act. G 13.1 im Verfahren IV 2016/329;
zur Zustimmung des Beschwerdeführers zum Fragenkatalog siehe dessen
Stellungnahme vom 9. Januar 2017, act. G 15 im Verfahren IV 2016/329).
D.b Der Beschwerdeführer wurde am 6., 11., 12. und 24. April 2017 sowie am 8. Juni
2017 polydisziplinär (psychiatrisch, rheumatologisch, neurologisch,
gastroenterologisch, urologisch und „versicherungsmedizinisch“) in der asim
begutachtet. Die Gerichtsgutachter stellten folgende, die Arbeitsfähigkeit
beeinflussende Diagnosen: 1. eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit emotional
instabilen, narzisstischen, dependenten und paranoiden Anteilen (ICD-10: F61.0); 2.
eine rezidivierende depressive Störung, derzeit schwere Episode (ICD-10: F33.2); 3. ein
inkomplettes Caudasyndrom (ICD-10: G83.41); 4. ein chronisches lumbovertebrales
Schmerzsyndrom (ICD-10: M54.5) und 5. eine seronegative, fraglich erosive
rheumatoide Arthritis (Erstdiagnose 10/2012, Erstmanifestation wahrscheinlich 2008).
Aufgrund der komplexen, sich gegenseitig beeinflussenden gesundheitlichen
Störungen bestehe aktuell keine Arbeitsfähigkeit sowohl für die bisherige als auch für
andere Tätigkeiten. Bezüglich einer Verweistätigkeit lasse sich retrospektiv folgender
Verlauf nachvollziehen: Während der ersten 6 Monate nach der Rückenoperation von
Oktober 2012 habe aus postoperativen Gründen keine Arbeitsfähigkeit bestanden.
Während dieser Zeit habe sich eine reaktive depressive Symptomatik entwickelt, die
aufgrund der bereits damals bestehenden Persönlichkeitsstörung eine wesentliche
psychische Verschlechterung ausgelöst habe, so dass aus psychiatrischer Sicht eine
mindestens 50%ige Arbeitsunfähigkeit ab August 2012 nachvollziehbar und plausibel
sei. Diese depressive Störung habe sich dann allerdings über längere Zeit kontinuierlich
verschlechtert, so dass der Beschwerdeführer im Dezember 2015 in eine
tagesklinische Therapie habe eingewiesen werden müssen. Seither bestehe eine
100%ige Arbeitsunfähigkeit, da die Persönlichkeitsstörung und die depressive Störung
seither unverändert weiterbestünden. Es bestünden des Weiteren kein dauerhafter
Unterstützungsbedarf bei Alltagsaktivitäten, bei der Grundpflege oder
Behandlungspflege. Weder eine ständige Überwachung des Beschwerdeführers noch
eine lebenspraktische Begleitung seien erforderlich. Gesamthaft bestehe keine
Hilflosigkeit (Gerichtsgutachten vom 31. Dezember 2017, act. G 31, insbesondere S. 12
und S. 16 f. und S. 21 ff.).
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D.c Die Beschwerdegegnerin hat auf eine Stellungnahme zum Gerichtsgutachten
verzichtet (act. G 36). In der Stellungnahme vom 14. Februar 2018 führt der
Beschwerdeführer aus, die asim-Gutachter hätten eine nachvollziehbare und plausible
Beurteilung vorgenommen. Er gehe davon aus, dass ihm nunmehr eine ganze
Invalidenrente gewährt werde (act. G 37).
D.d Mit Schreiben vom 13. März 2018 räumte das Versicherungsgericht den Parteien
Gelegenheit für eine Stellungnahme zur in Aussicht gestellten zeitlichen Ausdehnung
des Streitgegenstands ein (act. G 39). Der Beschwerdeführer begrüsst die zeitliche
Ausdehnung des Streitgegenstands und reicht sowohl Rechnungen für die Auslagen
des Beschwerdeführers für die Begutachtung bei der asim als auch eine Honorarnote
für die Bemühungen des Rechtsvertreters ein (act. G 40). Die Beschwerdegegnerin hat
die Frist für eine Stellungnahme unbenützt verstreichen lassen.

Erwägungen
1.
1.1 Dem Verfahren IV 2015/27 betreffend Rente und dem Verfahren IV 2016/329
betreffend Hilflosenentschädigung liegt derselbe Gesundheitsschaden zugrunde. Die
Gerichtsgutachter haben sich in ihrer Beurteilung vom 31. Dezember 2017 sowohl zur
Arbeitsunfähigkeit als auch zur Hilflosigkeit des Beschwerdeführers geäussert. Es
stehen sich dieselben Parteien gegenüber. Es rechtfertigt sich daher, die beiden
Verfahren zu vereinigen.
1.2 Nach ständiger Rechtsprechung beurteilt das Sozialversicherungsgericht die
Gesetzmässigkeit der Verwaltungsverfügungen in der Regel nach dem Sachverhalt, der
zur Zeit des Verfügungserlasses gegeben war. Ausnahmsweise kann das Gericht aus
prozessökonomischen Gründen auch die Verhältnisse nach Erlass der Verfügung in die
richterliche Beurteilung miteinbeziehen und zu deren Rechtswirkungen über den
Verfügungszeitpunkt hinaus verbindlich Stellung beziehen, mithin den das
Prozessthema bildenden Streitgegenstand in zeitlicher Hinsicht ausdehnen. Eine
solche Ausdehnung des richterlichen Beurteilungszeitraums ist jedoch - analog zu den
Voraussetzungen einer sachlichen Ausdehnung des Verfahrens auf eine ausserhalb des
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durch die Verfügung bestimmten Rechtsverhältnisses liegende spruchreife Frage - nur
zulässig, wenn der nach Erlass der Verfügung eingetretene, zu einer neuen rechtlichen
Beurteilung der Streitsache ab jenem Zeitpunkt führende Sachverhalt hinreichend
genau abgeklärt ist, die betreffende Frage mit dem bisherigen Streitgegenstand so eng
zusammenhängt, dass von einer Tatbestandsgesamtheit gesprochen werden kann,
und die Verfahrensrechte der Parteien, insbesondere deren Anspruch auf rechtliches
Gehör, respektiert worden sind (siehe zum Ganzen Urteil des Bundesgerichts vom 15.
Oktober 2015, 9C_540/2015, E. 3.1 mit Hinweisen). Diese Voraussetzungen sind
vorliegend unbestrittenermassen erfüllt, weshalb der Streitgegenstand in zeitlicher
Hinsicht bis zum von den Gerichtsgutachtern beurteilten Zeitpunkt (6., 11., 12. und 24.
April sowie 8. Juni 2017) auszudehnen ist. Der danach eingetretene Sachverhalt bildet
nicht Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens. Von den Parteien ist denn
auch nichts dagegen eingewendet worden.
1.3 Im Schreiben vom 14. Februar 2018 verzichtete der Beschwerdeführer sinngemäss
auf die Durchführung einer mündlichen Verhandlung („Ich gehe deshalb davon aus,
dass Sie dem Versicherten nunmehr eine ganze Rente gewähren werden“, act. G 37).
2.
Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist zunächst der
Rentenanspruch des Beschwerdeführers.
2.1 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über
die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder
die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare
Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a),
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40%
arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40%
invalid sind (lit. c). Als Invalidität gilt laut Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) die voraussichtlich
bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit.
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder
psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und
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Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf
dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für
die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen
der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit
liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2
ATSG).
2.2 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrads wird das Erwerbseinkommen, das die
versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der
medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung
gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid
geworden wäre (Art. 16 ATSG).
2.3 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die
versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie
mindestens zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% besteht
ein Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40%
ein Anspruch auf eine Viertelsrente.
2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im
Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des
Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung
zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte
Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Hinsichtlich des Beweiswerts eines
Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist,
auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden
berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der Darlegung der
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 125 V
352 E. 3a). Bezüglich Gerichtsgutachten hat die Rechtsprechung ausgeführt, das
Gericht weiche "nicht ohne zwingende Gründe" von den Einschätzungen des
medizinischen Experten ab. Auch der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat
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diesbezüglich erwogen, der Meinung eines von einem Gericht ernannten Experten
komme bei der Beweiswürdigung vermutungsweise hohes Gewicht zu (BGE 135 V 469
f. E. 4.4 mit Hinweisen).
3.
Bei der Würdigung der gerichtsgutachterlichen Beurteilung vom 31. Dezember 2017
(act. G 31) fällt ins Gewicht, dass sie auf eigenständigen Abklärungen beruht und für
die streitigen Belange umfassend ist. Die medizinischen Vorakten wurden verwertet
und diskutiert. Abweichungen von den Vorakten wurden eingehend und
nachvollziehbar begründet. Die vom Beschwerdeführer geklagten Leiden wurden
umfassend sowie interdisziplinär berücksichtigt und namentlich im Rahmen einer
Konsistenzprüfung gewürdigt (siehe hierzu insbesondere S. 21 f. des psychiatrischen
Teilgutachtens). Die sowohl für die angestammte als auch für eine leidensangepasste
Tätigkeit seit 14. August 2012 bescheinigten Arbeitsunfähigkeiten leuchten in der
Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der
medizinischen Situation ein. Weiter bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass objektiv
wesentliche Tatsachen nicht berücksichtigt worden wären. Die Parteien haben denn
auch zu Recht keine Einwände gegen die Beweiskraft des Gerichtsgutachtens
erhoben. Gestützt darauf ist deshalb davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer
bezogen auf die angestammte Tätigkeit als Lagermitarbeiter/Logistiker seit 14. August
2012 andauernd vollständig arbeitsunfähig ist (act. G 31, S. 16). Für leidensangepasste
Tätigkeiten bescheinigten die Gerichtsgutachter während der ersten 6 Monate nach der
Rückenoperation im Oktober 2012 bis April 2013 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit,
anschliessend eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit und seit der Einweisung in eine
tagesklinische Therapie im Dezember 2015 wieder eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit
(act. G 31, S. 16 f.).
4.
Bei der Bestimmung der Vergleichseinkommen gilt es zu beachten, dass die vom
Beschwerdeführer erzielten Löhne keine aussagekräftige Grundlage für die Ermittlung
des Valideneinkommens bilden (siehe zu den stark schwankenden Einkommen den
Auszug aus dem individuellen Konto des Beschwerdeführers in IV-act. 42). Unter
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diesen Umständen ist der Invaliditätsgrad gestützt auf einen Prozentvergleich zu
bestimmen (siehe zum Prozentvergleich etwa Urteil des Bundesgerichts vom 6. April
2016, 8C_628/2015, E. 5.3.1 und E. 5.3.5 mit Hinweisen). Die Höhe des
Tabellenlohnabzugs kann vorliegend offen bleiben, da zumindest keine Gründe
ersichtlich sind, die einen rentenrelevanten Tabellenlohnabzug von mehr als 15%
rechtfertigen. Bei einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit und einem Tabellenlohnabzug von -
wenn überhaupt - höchstens 15% ergibt sich ein Invaliditätsgrad von aufgerundet 58%
(50% + [50% x 15%]) und bei einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit resultiert ein
Invaliditätsgrad von 100%. Da sich der Beschwerdeführer am 25. September 2012 zum
IV-Leistungsbezug angemeldet hat (IV-act. 34) und die langandauernde
Arbeitsunfähigkeit im Sinn von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG seit 14. August 2012 eingetreten
ist, beginnt der Anspruch auf eine halbe Rente am 1. August 2013. Aufgrund der im
Dezember 2015 eingetretenen Verschlechterung und in Nachachtung der
dreimonatigen Wartefrist gemäss Art. 88a Abs. 2 der Verordnung über die
Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) hat der Beschwerdeführer ab 1. April 2016
Anspruch auf eine ganze Rente.
5.
Zu prüfen bleibt der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine
Hilflosenentschädigung.
5.1 Versicherte mit Wohnsitz und gewöhnlichem Aufenthalt in der Schweiz, die hilflos
sind, haben nach Art. 42 Abs. 1 Satz 1 IVG Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung.
Als hilflos gilt, wer wegen der Beeinträchtigung der Gesundheit für alltägliche
Lebensverrichtungen dauernd der Hilfe Dritter oder der persönlichen Überwachung
bedarf (Art. 9 ATSG). Die massgebenden alltäglichen Lebensverrichtungen betreffen
sechs Bereiche: Ankleiden/Auskleiden, Aufstehen/Absitzen/Abliegen, Essen,
Körperpflege, Verrichten der Notdurft und Fortbewegung. Für die Hilfsbedürftigkeit in
einer Lebensverrichtung mit mehreren Teilfunktionen genügt es, wenn die versicherte
Person bei einer dieser Teilfunktionen regelmässig in erheblicher Weise auf Hilfe
angewiesen ist (Entscheid des Versicherungsgerichts vom 18. September 2017, IV
2016/158, E. 2.1 mit Hinweisen). Gemäss Art. 42 Abs. 2 IVG ist zu unterscheiden
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zwischen schwerer, mittelschwerer und leichter Hilflosigkeit (zu den massgebenden
Beurteilungskriterien siehe Art. 37 IVV).
5.2 Gestützt auf das in allen Punkten beweiskräftige Gerichtsgutachten (siehe hierzu
vorstehende E. 3) und die darin erfolgte ausführliche, schlüssige Beurteilung des
Unterstützungsbedarfs und der Hilflosigkeit (act. G 31, S. 20 ff.) ist mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer weder bei
alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter
angewiesen ist noch einer dauernden Pflege oder einer persönlichen Überwachung
bedarf. Der Beschwerdeführer kann ferner trotz bestehender Einschränkungen (act. G
31, S. 22 oben) nicht bloss noch dank regelmässiger und erheblicher Dienstleistungen
Dritter gesellschaftliche Kontakte pflegen. Er ist ausserdem auch nicht auf eine
lebenspraktische Begleitung im Sinn von Art. 38 IVV angewiesen. Er hat demnach
keinen Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung.
6.
6.1 In teilweiser Gutheissung der Beschwerde im Verfahren IV 2015/27 ist die
angefochtene Verfügung vom 5. Januar 2015 betreffend Rente aufzuheben und dem
Beschwerdeführer für den Zeitraum vom 1. August 2013 bis 31. März 2016 eine halbe
und ab 1. April 2016 eine ganze Rente zuzusprechen. Zur Festsetzung und Ausrichtung
der Rentenleistungen im Sinn der Erwägungen ist die Sache an die
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
6.2 Das Beschwerdeverfahren IV 2015/27 ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis
Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 1‘000.--
erscheint aufgrund der Einholung eines Gerichtsgutachtens und des damit
verbundenen Mehraufwands als angemessen. Der Beschwerdeführer hat bereits für die
Zeit ab März 2013 Rentenleistungen beantragt. Diese zeitliche Überklagung bleibt ohne
Einfluss auf die Bemessung der Kosten- und Entschädigungsfolge (vgl. betreffend
quantitative und zeitliche Überklagung das Urteil des Bundesgerichts vom 7. Januar
2016, 9C_288/2015, E. 4.2). Somit ist diesbezüglich von einem vollumfänglichen
Unterliegen der Beschwerdegegnerin auszugehen. Sie hat deshalb die gesamte
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Gerichtsgebühr von Fr. 1‘000.-- zu bezahlen. Der im Verfahren IV 2015/27 geleistete
Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist dem Beschwerdeführer zurückzuerstatten.
6.3 Die Kosten des polydisziplinären Gerichtsgutachtens von Fr. 18‘294.65 (act. G 33)
hat die Beschwerdegegnerin vollumfänglich zu tragen (Entscheid des
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 6. September 2016, IV 2013/259, E.
5.4.1 ff.; BGE 143 V 269).
6.4 Der Beschwerdeführer macht ferner Auslagen im Zusammenhang mit der
Begutachtung an der asim von insgesamt Fr. 1‘220.-- geltend (act. G 40.2). Er hat ohne
nähere Begründung lediglich Belege für die Kosten für sich (Fahrtkosten, Zehrkosten
und Übernachtungskosten) und offenbar auch für eine Begleitperson geltend gemacht.
Weder aus dem Gerichtsgutachten noch den übrigen Akten ergibt sich, dass der
Beschwerdeführer für die Begutachtung, die jeweilige An- und Rückreise und den
damit verbundenen Aufenthalt auf eine Begleitung durch eine Drittperson angewiesen
gewesen ist. Die erforderlichen Ausgaben für die Hin- und Rückfahrten zwischen dem
Wohnort des Beschwerdeführers und dem Ort der Begutachtungsstelle, für die
Verpflegung an den Abklärungstagen und für die Übernachtung anlässlich der an zwei
aufeinander folgenden Tagen durchgeführten Untersuchungen vom 11./12. April 2017
stellen zweifelsohne notwendige Kosten im Sinn von Art. 45 ATSG dar. Da der
Beschwerdeführer am 6., 11., 12. und 24. April sowie 8. Juni 2017 (am 5. Mai 2017
fanden zusätzliche EMG- und „EVG“-Untersuchungen [richtig wohl MEP = motorisch
evozierte Potentiale] statt, act. G 31, S. 4) untersucht worden ist, erscheint die Hälfte
der für zwei Personen geltend gemachten, ausgewiesenen Ausgaben von Fr. 610.-- als
angemessen (vgl. zum Ganzen den Entscheid des Versicherungsgerichts vom 27.
Februar 2018, IV 2013/629, E. 4.2). Diese Kosten sind von der Beschwerdegegnerin zu
übernehmen (vgl. BGE 137 V 265 f. E. 4.4.2 sowie IV-Rundschreiben Nr. 314 betreffend
Kostentragung bei medizinischen Gutachten, welche durch das Gericht in Auftrag
gegeben worden sind).
6.5 Im Verfahren IV 2015/27 hat der Beschwerdeführer für die anwaltlichen
Bemühungen ausgangsgemäss Anspruch auf eine Parteientschädigung. Diese ist vom
Gericht ermessensweise festzusetzen, wobei insbesondere der Bedeutung der
Streitsache und dem Aufwand Rechnung zu tragen ist (Art. 61 lit. g ATSG; vgl. auch
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Art. 98 ff. VRP/SG, sGS 951.1). Der ehemalige Rechtsvertreter des Beschwerdeführers
hat in der Kostennote vom 15. Dezember 2016 einen Aufwand von insgesamt Fr.
4‘167.05 geltend gemacht (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer; act. G 23).
Darin sind allerdings die Bemühungen des neuen Rechtsvertreters für die Würdigung
des Gerichtsgutachtens und für das weitere Beschwerdeverfahren noch nicht
berücksichtigt. Des Weiteren hat der derzeitige Rechtsvertreter am 22. März 2018 eine
Honorarnote für beide IV-Verfahren eingereicht, worin er einen Aufwand von insgesamt
Fr. 3‘476.70 geltend macht (act. G 40.1). Auf die Honorarnote kann schon deshalb
nicht unbesehen abgestellt werden, da sie auch Aufwand enthält, der dem Verfahren IV
2016/329 gilt. Im dortigen Verfahren hat der Beschwerdeführer ausgangsgemäss
keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (siehe nachstehende E. 6.8). Zudem
enthält die Honorarnote Bemühungen, die nicht den im Verfahren IV 2015/27
Gegenstand bildenden Rentenanspruch betreffen (siehe etwa die diversen Aufwände
mit dem Betreff „Bakom“ in der Zeit vom 21. September bis 20. November 2017 oder
diejenigen im Zusammenhang mit der Pensionskasse vom 22. Januar 2018, act. G
40.1). Der Bedeutung und dem Aufwand der Streitsache (insbesondere dem
umfangreichen Gerichtsgutachten) im Verfahren IV 2015/27 angemessen erscheint
vielmehr eine Parteientschädigung von insgesamt pauschal Fr. 5'500.-- (inklusive
Barauslagen und Mehrwertsteuer), wie sie auch in vergleichbaren Fällen zugesprochen
wurde (vgl. Entscheid des Versicherungsgerichts vom 18. November 2016, IV 2014/54,
E. 4.4.2).
6.6 Die Beschwerde im Verfahren IV 2016/329 ist abzuweisen.
6.7 Das Beschwerdeverfahren IV 2016/329 ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis
Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Unter Berücksichtigung des einfachen
Schriftenwechsels erscheint trotz der gerichtsgutachterlichen Abklärungen zur
Hilflosigkeit insgesamt eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- angemessen. Der im
Verfahren IV 2016/329 vollständig unterliegende Beschwerdeführer hat die gesamte
Gerichtsgebühr von Fr. 600.-zu tragen. Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.--
ist ihm daran anzurechnen.
6.8 Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer im Verfahren IV 2016/329 keinen
Anspruch auf eine Parteientschädigung.
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