Decision ID: b7b1c70b-abe7-5192-94d2-94a58a545416
Year: 2009
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Die Beschwerdeführerinnen, eine Mutter (nachfolgend  1 mit ihren beiden minderjährigen Töchtern (nachfolgend  2 und 3) sri-lankische Staatsangehörige  Ethnie stellten durch ihren Ehemann beziehungsweise Vater am 10. Dezember 2006 bei der Schweizer Botschaft in Colombo ein . Am 9. Oktober 2008 wurde den Beschwerdeführerinnen vom BFM die Bewilligung zur Einreise in die Schweiz erteilt. Am 7.  2008 reisten sie in die Schweiz ein.
Nebst den Beschwerdeführerinnen bewilligte das BFM auch den  volljährigen Töchtern beziehungsweise Schwestern und dem  Sohn beziehungsweise Bruder der Beschwerdeführerinnen die Einreise in die Schweiz zur Durchführung eines Asylverfahrens. Ihre Verfahren sind aktuell alle auf Beschwerdeebene beim  hängig (E-3139/2006, E-3140/2009, E-3363/2009).
B. Am 12. November 2008 wurden die Beschwerdeführerinnen im - und Verfahrenszentrum E._ zu ihren Ausreise- und Asylgründen angehört. Am 24. März 2009 führte das BFM mit der  1 eine Anhörung gemäss Art. 29 Abs. 1 des  vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) durch.
C. Mit Verfügung vom 22. April 2009 lehnte das BFM die Asylgesuche der Beschwerdeführerinnen ab und ordnete die Wegweisung aus der Schweiz an. Gleichzeitig wurden sie wegen Unzumutbarkeit des  in der Schweiz vorläufig aufgenommen.
D. Die Beschwerdeführerinnen reichten am 15. Mai 2009 durch ihre Rechtsvertreterin Beschwerde gegen die Verfügung vom 22. April 2009 ein und beantragten die Aufhebung der Ziffern 1-3 des  der Verfügung. Es sei ihnen die Flüchtlingseigenschaft  und Asyl zu gewähren. Weiter sei ihnen die Bezahlung von  und eines Kostenvorschusses zu erlassen. Schliesslich seien ihre Verfahren mit denjenigen ihrer volljährigen Töchter  Schwestern zu koordinieren. Ihrer Eingabe legten die
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Beschwerdeführerinnen mehrere Beweismittel bei, darunter ein Schreiben des F._ vom 13. Mai 2009.
E. Das Bundesverwaltungsgericht verfügte mit Zwischenverfügung vom 25. Mai 2009, dass die Beschwerdeführerinnen den Ausgang des  in der Schweiz abwarten könnten, hiess das Gesuch um  der unentgeltlichen Rechtspflege gut und verzichtete auf die Erhebung eines Kostenvorschusses. Gleichzeitig wurde das BFM zur Vernehmlassung bis zum 9. Juni 2009 eingeladen. Im Weiteren führte das Bundesverwaltungsgericht aus, dass das Verfahren der  - soweit möglich - koordiniert mit denjenigen ihrer  Töchter beziehungsweise Schwestern zu behandeln sei.
F. Das BFM reichte am 8. Juni 2009 eine Vernehmlassung zu den Akten.
G. Die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerinnen reichte am 16. Juli 2009 eine Kostennote zu den Akten.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17.  2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des  vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
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1.2 Die Beschwerde ist form- und fristgerecht eingereicht. Die  sind durch die angefochtene Verfügung  berührt und haben ein schutzwürdiges Interesse an deren  beziehungsweise Änderung. Die Beschwerdeführerinnen sind  zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1, Art. 50 und 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist .
2. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
3. Die Vernehmlassung vom 8. Juni 2009 wurde den  bisher noch nicht zur Kenntnis gebracht. Auf ihre vorgängige Stellungnahme kann angesichts des Ausgangs des vorliegenden  verzichtet werden (vgl. Art. 30 Abs. 2 Bst. c VwVG); die  wird ihnen zusammen mit diesem Urteil zugestellt.
4.
4.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl. Als Flüchtling wird eine ausländische Person , wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu  bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen  ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung von Leib, Leben oder Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken; den frauenspezifischen Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen (Art. 3 AsylG).
4.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft  oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender  für gegeben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich  sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG).
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5.
5.1 Zur Begründung des Asylgesuchs machte die  1 im Wesentlichen geltend, ihr Ehemann sei (...) von der LTTE zwangsrekrutiert worden, worüber in der Presse berichtet worden sei. Aus diesem Grund sei er Verfolgungsmassnahmen der srilankischen Sicherheitskräfte und paramilitärischer Gruppen ausgesetzt gewesen. Am 30. Januar 2007 sei er verschwunden. Ihr Sohn sei daraufhin (...). Es sei in der Folge zu einem Gerichtsverfahren gekommen, in welchem die Polizei die beschuldigte Partei gewesen sei. Auf den Sohn sei Druck ausgeübt worden, damit er seine Aussage zurückziehe. Gestützt auf diese Vorfälle seien die  1 und ihre Familie von paramilitärischen Einheiten teilweise massiv bedroht und nach dem Aufenthaltsort ihres Ehemannes befragt worden. Man habe sie auch aufgefordert, der Karuna-Gruppe Geld zu spenden oder ihren Sohn oder eine Tochter zum Beitritt zur Gruppierung zu bewegen. (...) seien sexuellen Belästigungen ausgesetzt gewesen, unter denen sie gelitten hätten. In der Nähe ihres Hauses sei ein Soldatencamp gewesen, an welchem sie und auch ihre Kinder, welche teilweise noch zur Schule gegangen seien, immer hätten vorbeigehen müssen. Jedesmal habe sie Angst gehabt, wenn ihre Kinder irgendwohin gegangen seien. Aus diesen Gründen sei sie im August 2007 zusammen mit ihren Kindern nach Colombo gezogen, von wo aus sie letztlich das Heimatland verlassen hätten.
5.2 Zur Begründung seiner ablehnenden Verfügung führte das BFM im Wesentlichen aus, die Vorbringen der Beschwerdeführerin 1 genügten den Anforderungen an die Flüchtlingseigenschaft nicht. Die Probleme und Verfolgungsmassnahmen hätten lediglich lokalen Charakter  und seien durch den Wegzug nach Colombo unterbrochen . Die Beschwerdeführerinnen seien im Übrigen juristisch  und wiesen kein besonderes Risikoprofil auf. Ausser einer grundsätzlich verständlichen Furcht vor der allgemein schwierigen Lage der Tamilen, insbesondere als alleinstehende Frau mit vier Töchtern, hätten sie in Colombo keine asylrechtlich relevanten  gehabt. Da sie sich den geltend gemachten  durch einen Wegzug in einen anderen Teil des  hätten entziehen können, seien sie nicht auf den Schutz der Schweiz angewiesen.
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5.3 In der Beschwerde wurde unter anderem ergänzend geltend , die Beschwerdeführerin (...). Der F._ vermute eine schwere Traumatisierung der Beschwerdeführerin (...). Diese  Diagnose müsse aber vom Ambulatorium für Folter- und Kriegsopfer, bei welchem die Beschwerdeführerin angemeldet worden sei, noch bestätigt werden. Sollte sich eine schwere postraumatische Belastungsstörung wegen (...) medizinisch erhärten, so sei das Vorliegen triftiger Gründe im Sinne von Art. 1C Abs. 2 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30) in Erwägung zu ziehen.
5.4 In seiner Vernehmlassung führte das BFM aus, es sehe sich  der Aktenlage nicht in der Lage, sich zum neu geltend  Sachverhalt (...) vernehmen zu lassen. Es sei "der Ansicht, dass dazu weitere Abklärungsmassnahmen (z.B. fachärztlicher Bericht) notwendig" seien. Das BFM beantragt, dass ihm das Dossier nach erfolgten Abklärungen erneut zur Vernehmlassung zuzustellen sei.
6.
6.1 Im Asylverfahren ist der Sachverhalt grundsätzlich von Amtes  festzustellen (Art. 12 VwVG i.V.m. Art. 6 AsylG). Im  gilt im Übrigen der Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Gemäss Art. 29 Abs. 2 der  der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101) sowie Art. 29 VwVG haben die Parteien Anspruch auf rechtliches Gehör. Dieser Grundsatz wird in Art. 30 Abs. 1 VwVG dahingehend konkretisiert, dass die Behörde die Parteien anzuhören hat, bevor sie verfügt. Die Anhörung der Gesuchstellenden hat im  den Sinn und Zweck, den Asylsuchenden Gelegenheit zu geben, ihr Gesuch zu begründen. Damit soll garantiert werden, dass die Entscheidung nicht über den Kopf der Betroffenen hinweg ergeht. Das Recht auf vorgängige Anhörung vor Ergehen eines negativen Entscheides stellt - wie oben erwähnt - einen Teilbereich des  auf rechtliches Gehör dar und ist als solcher formeller Natur: Der Anspruch besteht unabhängig davon, ob die Durchführung der  einen Einfluss auf die Entscheidung hat oder nicht.  hat eine Anhörung auch bei erkennbar unbegründeten  stattzufinden.
Die Anhörung als wichtigste Konkretisierung des Anspruchs auf recht-
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liches Gehör stellt jedoch nicht nur ein persönlichkeitsbezogenes  der Asylsuchenden dar, sondern dient gleichzeitig auch der materiellen Sachverhaltsabklärung, die im Asylverfahren  von Amtes wegen durchzuführen ist. Diese behördliche  wird durch die den Asylsuchenden gestützt auf Art. 8 AsylG auferlegte Mitwirkungspflicht eingeschränkt, wobei die  insbesondere ihre Identität offen legen und bei der Anhörung ihre Asylgründe angeben müssen. Zwar schliesst diese behördliche Untersuchungspflicht eine die asylsuchende Person allein treffende, uneingeschränkte Beweisführungslast begriffsnotwendig aus.  kommt der Mitwirkungspflicht der Verfahrensparteien  dann besonderes Gewicht zu, wenn sie von bestimmten  bessere Kenntnis als die Behörden haben, welche wiederum ohne Mitwirkung der Parteien diese Tatsachen gar nicht oder jedenfalls nicht mit vernünftigem Aufwand erheben könnten (zum Ganzen siehe BVGE 2007/30 E. 5.5.1 und 5.5.2 S. 365 f., mit weiteren Hinweisen). Gemäss Art. 5 AsylV 1 hat jede urteilsfähige asylsuchende Person  auf Prüfung ihrer eigenen Asylvorbringen. Urteilsfähig ist ein , dem nicht wegen seines Kindesalters oder infolge von , Geistesschwäche, Trunkenheit oder ähnlichen Zuständen die Fähigkeit mangelt, vernunftgemäss zu handeln (Art. 16 des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs vom 10. Dezember 1907 [ZGB, SR 210]).
6.1.1 Das BFM hielt in der angefochtenen Verfügung kurz fest, auf eine Befragung der minderjährigen Töchter sei verzichtet worden, ohne diesen Verzicht zu begründen.
6.1.2 Die Beschwerdeführerinnen 2 und 3 waren zum Zeitpunkt der Einreichung der Asylgesuche beziehungsweise ihrer Einreise in die Schweiz gut (...)-jährig beziehungsweise knapp (...)-jährig. Gemäss dem vom BFM im Internet zugänglich gemachten Handbuch des Asylverfahrens werden urteilsfähige Kinder selbständig angehört. Für die Beurteilung, ob ein Kind urteilsfähig sei, kann gemäss Handbuch des BFM vorerst auf die in der Empfangsstelle gemachte Einschätzung abgestellt werden. Die Erfahrung zeige, dass die Urteilsfähigkeit von Kindern in Bezug auf das Asylverfahren ab etwa vierzehn Jahren in der Regel vermutet werde (vgl. Handbuch Asylverfahren BFM Kap. F § 4 S. 11). Den vorhandenen Akten, insbesondere den Protokollen vom 12. November 2008 sind keinerlei Anzeichen dafür zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerinnen 2
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und 3 im Hinblick auf eine Befragung zu den Asylgründen nicht urteilsfähig gewesen wären. Von der Urteilsfähigkeit der damals (...)- und (...)- jährigen Beschwerdeführerinnen ist mithin ohne Weiteres auszugehen. Weder aus den Akten noch aus der Begründung der angefochtenen Verfügung wird ersichtlich, aus welchen Gründen die Vorinstanz auf eine Anhörung der Beschwerdeführinnen 2 und 3 verzichtet hat. Das BFM begnügte sich, in der angefochtenen Verfügung festzuhalten, dass auf eine Anhörung verzichtet worden sei. Selbst auf die in der Zwischenverfügung vom 25. Mai 2009 vom Bundesverwaltungsgericht explizit aufgeworfene Frage nach dem Grund für den Verzicht auf eine Anhörung der Beschwerdeführerinnen 2 und 3 enthielt sich die Vorinstanz einer konkreten Stellungnahme. Der Umstand, dass die Vorinstanz nach Anhörung der  1 offensichtlich davon ausging, dass die geltend  Benachteiligungen lediglich lokalen Charakter gehabt hätten und sie sich diesen durch eine Wegzug nach Colombo habe entziehen können, entband sie indessen klarerweise nicht, den  2 und 3 die Gelegenheit zu geben, sich zu den  in ihrem Heimatland, die sie persönlich betroffen haben, zu . Daraus ergibt sich, dass das BFM durch die unterlassene  zur Person und zu den Asylgründen der  2 und 3 deren Anspruch auf rechtliches Gehör und damit  verletzt hat.
6.1.3 Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist - wie bereits erwähnt - formeller Natur, weshalb seine Verletzung grundsätzlich ohne weiteres - das heisst ungeachtet der materiellen Auswirkungen - zur Aufhebung des daraufhin ergangenen Entscheides führt. Ausgehend von einer entsprechenden Praxis des Bundesgerichts hat allerdings die  aus prozessökonomischen Gründen Leitlinien für eine  von Gehörsverletzungen auf Beschwerdeebene entwickelt, nach welchen sich eine Aufhebung der angefochtenen Verfügung und  der Sache an die Vorinstanz erübrigt, wenn das Versäumte nachgeholt wird, der Beschwerdeführer dazu Stellung nehmen kann und der Beschwerdeinstanz im streitigen Fall die freie  in Bezug auf Tatbestand und Rechtsanwendung zukommt, sowie die festgestellte Verletzung nicht schwerwiegender Natur ist und die fehlende Entscheidreife durch die Beschwerdeinstanz mit  Aufwand hergestellt werden kann (vgl. BVGE 2008/47 E. 3.3.4 S. 676 f., mit weiteren Hinweisen).
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6.1.4 Angesichts der schwere der festgestellten Rechtsverletzung und des Verhaltens des BFM, welches sich einer Beantwortung der in  auf die unterbliebene Anhörung gestellten Frage enthielt, kann eine Heilung im vorliegenden Verfahren nicht in Betracht fallen. Nach dem Gesagten ist die Verfügung des BFM vom 22. April 2009  und die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz . Dabei ist das BFM unter anderem auf seine Ausführungen in der Vernehmlassung vom 8. Juni 2009 hinzuweisen, wonach weitere  in Bezug auf den von den  neu geltend gemachten Sachverhalt (...) notwendig seien (vgl. dazu auch oben E. 5.4).
7.
7.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind keine Kosten  (Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG).
7.2 Aufgrund ihres Obsiegens ist den Beschwerdeführerinnen für die ihnen im Beschwerdeverfahren erwachsenen notwendigen Kosten eine Parteientschädigung zuzusprechen (vgl. Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 7 Abs. 1 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Die Vertreterin der Beschwerdeführerinnen veranschlagt in ihrer Kostennote vom 16. Juli 2009 einen Aufwand von insgesamt 5.5 Stunden zu einem Stundenansatz von Fr. 150.-- sowie Spesen von Fr. 15.--, somit Fr. 840.--, was vom  als angemessen erachtet wird. Das BFM ist anzuweisen, den  diesen Betrag als Parteientschädigung zu  (vgl. Art 8 ff. VGKE).
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