Decision ID: 7e96d048-b93f-46d7-b11a-cce196b044a4
Year: 2014
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt:
A.- X und YZ sind in A wohnhaft. XZ übt eine selbständige Erwerbstätigkeit als
Zahnarzt in A aus. Er deklarierte in der Steuererklärung 2010 Einkünfte aus
selbständiger Erwerbstätigkeit von Fr. 166'284.– und in der Steuererklärung 2011
solche von Fr. 217'953.–. Er führte den Personenwagen Mercedes S400 in der
Geschäftsbuchhaltung der Zahnarztpraxis auf und verbuchte im Jahr 2010 eine
Abschreibung von Fr. 27'100.– und einen Betriebsaufwand von Fr. 1'924.– sowie im
Jahr 2011 eine Abschreibung von Fr. 40'000.– und einen Betriebsaufwand von Fr.
4'394.–. Die Veranlagungsbehörde stufte den Personenwagen als Privatvermögen ein
und liess im Jahr 2010 die Abschreibung von Fr. 27'100.– sowie im Jahr 2011 die
Abschreibung von Fr. 40'000.– und den Betriebsaufwand von Fr. 4'394.– nicht zum
Abzug zu. Für das Jahr 2011 gewährte sie ermessensweise einen Aufwand von
Fr. 1'500.– für die Benützung des Mercedes S400 für die selbständige Erwerbstätigkeit.
X und YZ wurden für die Kantons- und Gemeindesteuer 2010 mit einem steuerbaren
Einkommen von Fr. 166'300.– ohne steuerbares Vermögen sowie für die direkte
Bundessteuer mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 154'500.- veranlagt. Für die
Kantons- und Gemeindesteuer 2011 wurden sie mit einem steuerbaren Einkommen
von Fr. 229'400.– und einem steuerbaren Vermögen von Fr. 39'000.– sowie für die
direkte Bundessteuer mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 217'000.– veranlagt.
B.- Gegen diese Veranlagungen erhoben X und YZ mit Eingabe vom 19. November
2012 Einsprache, welche vom kantonalen Steueramt mit Entscheiden vom 17. Oktober
2013 teilweise gutgeheissen wurde. Für das Jahr 2010 wurde das steuerbare
Einkommen bei der Kantons- und Gemeindesteuer auf Fr. 164'300.– und bei der
direkten Bundessteuer auf Fr. 152'500.– sowie für das Jahr 2011 bei der Kantons- und
Gemeindesteuer auf Fr. 227'000.– und bei der direkten Bundessteuer auf Fr. 214'600.–
herabgesetzt. Der Mercedes S400 wurde nach wie vor dem Privatvermögen
zugeordnet.
C.- Mit Eingabe ihres Vertreters vom 15. November 2013 erhoben X und YZ Rekurs
und Beschwerde bei der Verwaltungsrekurskommission mit dem Antrag, das Fahrzeug
sei als geschäftsmässig begründet zu qualifizieren und der Abzug der Abschreibungen
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wie auch die Bilanzierung sei zuzulassen. Die Vorinstanz beantragte mit
Vernehmlassung vom 6. Januar 2014 die Abweisung des Rekurses und der
Beschwerde. Dazu nahmen X und YZ mit Schreiben ihres Vertreters vom 29. Januar
2014 Stellung. Die Eidgenössische Steuerverwaltung verzichtete stillschweigend auf
eine Vernehmlassung zur Beschwerde.
Auf die von den Parteien zur Begründung ihrer Anträge gemachten Ausführungen wird,

soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Erwägungen:
1.- Angefochten sind die Einspracheentscheide hinsichtlich der Veranlagungen der
Kantons- und Gemeindesteuer 2010 und 2011 sowie der direkten Bundessteuer 2010
und 2011. Zwar müssen für Rekurs und Beschwerde verschiedene Entscheide
ergehen; sie können indessen in einem einzigen Dokument mit Verweisungen und
einem gemeinsamen Dispositiv, das die beiden Steuern allerdings ausdrücklich
auseinander hält, enthalten sein (vgl. BGE 130 II 509 = Pra 2005 Nr. 114 E. 8.3; BGE
135 II 260 = Pra 2010 Nr. 37 E. 1.3.1).
2.- Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die
Verwaltungsrekurskommission ist zum Sachentscheid zuständig. Die Befugnis zur
Rekurs- bzw. Beschwerdeerhebung ist gegeben. Die Rekurs- bzw.
Beschwerdeeingabe vom 15. November 2013 ist rechtzeitig eingereicht worden. Sie
erfüllt in formeller und inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen Anforderungen (Art. 194
Abs. 1 des Steuergesetzes, sGS 811.1, abgekürzt: StG; Art. 140 Abs. 2 des
Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer, SR 642.11, abgekürzt: DBG; Art. 7 der
Verordnung zum Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer, sGS 815.1; Art. 41 lit. h
Ziff. 1 und Art. 48 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1,
abgekürzt: VRP). Auf den Rekurs und die Beschwerde ist einzutreten.
3.- Streitig ist die Frage, ob das Fahrzeug Mercedes S400 dem Privatvermögen oder
dem Geschäftsvermögen zuzuordnen ist und ob dementsprechend die verbuchten
Fahrzeugkosten und Abschreibungen zum Abzug zugelassen werden können.
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a) Als Geschäftsvermögen gelten nach Art. 31 Abs. 2 StG alle Vermögenswerte, die
ganz oder vorwiegend der selbständigen Erwerbstätigkeit dienen. Das wesentliche
Zuteilungskriterium ist folglich die aktuelle Zweckbestimmung, d.h. die tatsächliche
Nutzung des Vermögensobjektes, während das Erwerbsmotiv, die buchmässige
Behandlung und die Herkunft der Mittel allein nicht entscheidend sind. Dieser
Grundsatz steht in Übereinstimmung mit Art. 8 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die
Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden (SR 642.14) und Art.
18 Abs. 2 letzter Satz DBG, wo die Zuteilung eines Vermögensobjektes zum
Geschäftsbereich auch davon abhängig gemacht wird, dass dieses der selbständigen
Erwerbstätigkeit dient. Die aktuelle Zweckbestimmung, das Dienen eines Objekts für
das Geschäft lässt sich entweder unmittelbar feststellen oder ist mittelbar anhand von
Indizien zu ermitteln, wobei die Gesamtheit der tatsächlichen Verhältnisse massgebend
ist. Schwierigkeiten bereitet die Zuteilung von Alternativgütern, wie gewisse
Liegenschaften, Autos, Wertschriften und Beteiligungen, die ebenso gut geschäftlich
wie privat genutzt werden können. Nach dem Grundsatz der Präponderanz werden
sowohl bei der kantonalen Steuer wie auch bei der direkten Bundessteuer solche
Vermögenswerte demjenigen Vermögensbereich zugeordnet, dem sie vorwiegend
dienen (Zigerlig/Oertli/Hofmann, Das st. gallische Steuerrecht, 7. Aufl. 2014, S. 55.;
Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Handkommentar zum DBG, 2. Aufl. 2009, N 96 zu Art.
18 DBG). Aus Gründen des Verbots widersprüchlichen Verhaltens ist der einmal
getroffene Entscheid über die Zuteilung alternativer Wirtschaftsgüter zum Geschäfts-
oder Privatvermögen – bei gleichbleibenden Verhältnissen – sowohl für den
Steuerpflichtigen als auch für die Steuerbehörde verbindlich. Da aber sowohl die
Unternehmensziele als auch der Zweck, dem ein Wirtschaftsgut dient, mitunter ändern,
steht die Zugehörigkeit zum einen oder anderen Bereich nicht ein für allemal fest. Ein
Wechsel der Zuordnung ist möglich. Es handelt sich hierbei jedoch um Ausnahmen.
Eine Zweckänderung wird steuerlich nur dann anerkannt, wenn sie aus wirtschaftlichen
Gründen unumgänglich oder wenigstens geboten ist und wenn sie klar zum Ausdruck
gebracht wird. Aus rein steuerlichen Gründen wird eine solche Änderung nicht
akzeptiert. Insbesondere wird nicht zugelassen, dass ein im Privatvermögen stehender
Vermögenswert bei drohender Werteinbusse vorsorglich in das Geschäftsvermögen
überführt wird, damit ein Verlust zulasten des Geschäftserfolgs abgebucht werden
könnte (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N 103 zu Art. 18 DBG).
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b) Die Rekurrenten und Beschwerdeführer machen geltend, dass das Total der
gefahrenen km des Mercedes S400 11'873 betrage. Beim Erwerb habe das Fahrzeug
einen Kilometerstand von 3'000 aufgewiesen. Daraus ergebe sich ein jährlicher
Durchschnitt von 10'712 gefahrenen km. Der massgebende Wert für die
Präponderanzmethode betrage demnach 5'356 km. Der Zahntechniker werde zwei Mal
wöchentlich in B besucht, was jährlich 5'530 km ausmache. Die von der Vorinstanz
veranschlagten 2'500 km für Fahrten an Weiterbildungen seien angemessen. Es
würden aber noch 500 km für einen jährlichen Besuch einer Messe in Stuttgart
hinzukommen. Der C-Verbund sei geschäftsmässig begründeter Aufwand. Aus diesen
Geschäftsbeziehungen seien diverse Umsätze generiert worden. Bei wöchentlichen
Treffen gebe dies 480 km pro Jahr. Für die Tagesgeschäfte wie Post, Bank, Treuhänder
etc. würden nochmals 750 km hinzukommen. Abzüglich des Anteils der km des Golfs
von 2'903 km ergebe dies total 6'857 für das Geschäft gefahrene km mit dem
Mercedes S400. Private Fahrten würden mehrheitlich mit dem Auto der Ehefrau
getätigt. Der Mercedes S400 sei deshalb dem Geschäftsvermögen zuzuordnen.
Die Vorinstanz hält demgegenüber fest, dass die im Einspracheentscheid
berücksichtigten geschäftsmässig begründeten Fahrkilometer auf Annahmen und
Ermessensberechnungen beruhen würden. Hinsichtlich der Beweislast gelte der
Grundsatz, dass die Steuerbehörde die Beweislast für Tatsachen trage, welche die
Steuerschuld begründen oder mehren, und der Steuerpflichtige für Tatsachen, welche
die Steuerschuld aufheben oder mindern. Nachweise, welche die effektiv
geschäftsmässig zurückgelegten Fahrkilometer belegen würden, seien weder im
Veranlagungsverfahren, noch im Einsprache- oder Rekurs-/Beschwerdeverfahren
eingereicht worden. Die Steuerpflichtigen würden über zwei Fahrzeuge verfügen,
welche im Jahr 2010 angeschafft worden seien. Der Mercedes S400 sei in der
Buchhaltung 2010 mit einem Anschaffungspreis von Fr. 127'000.– per 6. Juli 2010
erfasst und der VW Golf sei mit einem Anschaffungspreis von Fr. 44'200.– unter den
Vermögenswerten in der Steuererklärung 2010 deklariert worden. Der Mercedes S400
sei nicht dem Geschäftsvermögen zuzuordnen. Die Fahrten zum Zahntechniker seien in
der Einsprache mit "beinahe täglich" begründet worden. In der Ergänzung zur
Einsprache seien diese auf zwei Mal pro Woche präzisiert worden. Eine glaubwürdige
Begründung bzw. ein Nachweis der effektiv getätigten Fahrten würden jedoch fehlen.
Auch gehe nicht hervor, mit welchem Fahrzeug diese Fahrten grundsätzlich
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vorgenommen worden seien und ob der Rekurrent und Beschwerdeführer persönlich
zwei Mal nach B gefahren sei. Unter Berücksichtigung von Abwesenheiten aufgrund
von Ferien, Weiterbildungen, Feiertagen etc. sei von 48 Hin- und Rückfahrten nach B
auszugehen, was 2'765 km pro Jahr ergebe. Von Weiterbildungsveranstaltungen seien
diverse Zertifikate eingereicht worden; allerdings würden Informationen über den
jeweiligen Durchführungsort fehlen, womit eine Ermittlung der zurückgelegten
Distanzen nicht möglich sei. Die Kilometer würden daher ermessensweise auf 2'500
festgesetzt. Dies werde von den Rekurrenten und Beschwerdeführern als realistisch
bestätigt. Für eine zusätzliche Fahrt nach Stuttgart lägen keine konkreten Beweise vor,
weshalb eine solche nicht berücksichtigt werden könne. Schliesslich sei ein
wirtschaftlicher Zusammenhang zwischen der Teilnahme am C-Verbund und den
Einkünften der selbständigen Erwerbstätigkeit nicht erkennbar. Dass aus den
Geschäftsbeziehungen des C-Verbundes Umsätze generiert worden seien, sei nicht
belegt. Abzüglich des Anteiles der Fahrkilometer des Golfs von 2'903 km ergebe dies
2'362 geschäftlich gefahrene km mit dem Mercedes S400. Die Fahrten seien damit
nicht zur Hauptsache für das Geschäft erfolgt.
c) Geschäfts- und berufsmässig begründete Aufwendungen schmälern das steuerbare
Einkommen, weshalb grundsätzlich der Steuerpflichtige die Beweislast für
geschäftsmässig begründete Kosten und damit auch für die Zuteilung von
Vermögenswerten zum Geschäftsvermögen trägt (GVP 1980 Nr. 6). Der
Steuerpflichtige hat darzutun, dass die entsprechenden Aufwendungen effektiv getätigt
wurden und dass sie mit der selbständigen Erwerbstätigkeit in einem wirtschaftlichen
Zusammenhang stehen (Zigerlig/Oertli/Hofmann, a.a.O., S. 72). Es liegt somit an den
Rekurrenten und Beschwerdeführer zu beweisen, dass die mit dem Mercedes S400
gefahrenen km überwiegend geschäftlich begründet waren.
d) Den Rekurrenten und Beschwerdeführern stehen zwei Personenwagen zur
Verfügung, nämlich der Mercedes S400, der in der Geschäftsbuchhaltung figuriert, und
ein VW Golf, der in der Steuererklärung im Privatvermögen aufgeführt ist. Die
Steuerpflichtigen halten fest, der Mercedes werde überwiegend für Geschäftszwecke
benützt, während für Privatfahrten der Golf zur Verfügung stehe. Unbestritten ist aber
auch, dass der Golf ebenfalls für Geschäftszwecke verwendet wird (anerkannte
Fahrstrecke ca. 2'900 km). Bei dieser Sachlage ist es aufgrund der Lebenserfahrung
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aber wenig wahrscheinlich, dass eine Oberklasselimousine vorwiegend für
Geschäftszwecke und der Kompaktwagen überwiegend für Privatfahrten verwendet
werden. Insbesondere werden Botengänge und kurze Strecken im Dienst der Praxis im
Allgemeinen von einer Angestellten ausgeführt (eine solche ist buchhalterisch auch die
Ehefrau), und für solche Einsätze ist der Kompaktwagen zweckmässig. Demgegenüber
erscheint es glaubhaft, dass der Rekurrent und Beschwerdeführer für längere Fahrten,
etwa an Weiterbildungsveranstaltungen o.ä., den Mercedes benutzt. Für den
Nachweis, dass die Oberklasselimousine überwiegend geschäftlich genutzt wird, sind
jedenfalls hohe Anforderungen zu stellen.
e) Im Rekurs- und Beschwerdeverfahren reichten die Rekurrenten und
Beschwerdeführer ein Schreiben des Zahntechnikers ein, worin dieser bestätigt, dass
sie in den Jahren 2010 und 2011 durchschnittlich zwei Mal pro Woche aus beruflichen
Gründen sein zahntechnisches Labor in B aufgesucht hätten. Damit ist glaubhaft
gemacht, dass die Fahrten zum Zahntechniker durchschnittlich zwei Mal pro Woche
erfolgten. Der Zahntechniker führt in der Bestätigung aus, dass "Dr. Z oder Frau Z"
nach B zum zahntechnisches Labor gefahren seien. Nicht bewiesen ist damit aber,
dass diese Fahrten mit dem Mercedes S400 unternommen wurden.
f) Als Beweis für den Messebesuch in Stuttgart reichen die Rekurrenten und
Beschwerdeführer eine Busse des Amtes für öffentliche Ordnung der
Landeshauptstadt Stuttgart ein. Daraus ist ersichtlich, dass der Rekurrent und
Beschwerdeführer am 15. Oktober 2011 mit dem Mercedes S400 in Stuttgart war. Ob
er sich beruflich oder aus privaten Gründen in Stuttgart aufhielt, geht indessen aus
diesem Beweisstück nicht hervor. Für den Besuch der Messe in Stuttgart im Jahr 2010
reichen die Rekurrenten und Beschwerdeführer überhaupt keinen Beweis ein.
g) Beim C-Verbund handelt es sich um eine professionelle Netz-werkorganisation für
Empfehlungsmarketing durch Geschäftsempfehlungen. Aus der eingereichten
Rechnung ist ersichtlich, dass der Rekurrent und Beschwerdeführer Mitglied in dieser
Organisation ist. Die eingereichte Rechnung datiert allerdings vom 2. Juli 2012. Damit
ist nicht bewiesen, dass der Rekurrent und Beschwerdeführer bereits in den Jahren
2010 und 2011 Mitglied dieser Organisation war. In der Einsprache wurde vorgebracht,
er besuche die Anlässe dieser Organisation seit Oktober 2011. Von den geltend
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gemachten 480 km für wöchentliche Treffen mit dieser Organisation können daher
höchstens 120 km für 2011 berücksichtigt werden. Unter diesen Umständen kann offen
gelassen werden, ob die Teilnahme in diesem Verbund als geschäftsmässig zu
erachten und ein hinreichend enger wirtschaftlicher Zusammenhang zur selbständigen
Erwerbstätigkeit gegeben wäre.
h) Für den Besuch von Weiterbildungsanlässen hat die Vorinstanz ermessensweise
2'500 km veranschlagt. Diese Schätzung ist aufgrund der eingereichten Unterlagen
angemessen, zumal nicht bei allen Belegen der Veranstaltungsort vermerkt ist und die
Schätzung in der Stellungnahme zur vorinstanzlichen Vernehmlassung anerkannt wird.
i) Für die geltend gemachten 750 km für Tagesgeschäfte haben die Rekurrenten und
Beschwerdeführer keine Belege eingereicht. Diese können deshalb ebenfalls nicht
berücksichtigt werden können. Die nächste Poststelle befindet sich zudem nur rund
100 Meter von der Zahnarztpraxis entfernt, weshalb es als sehr unwahrscheinlich
erscheint, dass diese Distanz täglich mit dem Mercedes S400 zurückgelegt wird.
j) Zusammenfassend ergibt sich, dass die geschäftliche Fahrleistung mit dem
Mercedes S400 ermessensweise bestimmt werden muss. Hinreichend dargetan sind
2'500 km für den Besuch von Weiterbildungsanlässen. Selbst wenn ein Messebesuch
in Stuttgart mit 500 km und eine gewisse Fahrstrecke für weitere Einsätze im Dienst der
Praxis anerkannt werden, ist eine geschäftliche Fahrleistung von 5'000 km aufgrund
der Akten nicht hinreichend ausgewiesen oder glaubhaft gemacht. Damit ist unter
Würdigung aller Umstände sowie unter Anwendung der Präponderanzmethode der
Mercedes S400 nicht als Geschäftsvermögen zu qualifizieren und folglich können die
Fahrzeugkosten nicht als Aufwand der Erfolgsrechnung belastet werden. Die
Vorinstanz hat die Nutzung des Mercedes S400 für geschäftliche Zwecke bereits
gebührend berücksichtigt. Folglich sind der Rekurs und die Beschwerde als
unbegründet abzuweisen.
4.- Dem Verfahrensausgang entsprechend gehen die Verfahrenskosten zulasten der
Rekurrenten und Beschwerdeführer (Art. 144 Abs. 1 DBG, Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
Entscheidgebühr von Fr. 1'200.– erscheint angemessen (Art. 144 Abs. 5 DBG, Art. 7
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Ziff. 122 Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Der geleistete Kostenvorschuss von
Fr. 1'200.– ist zu verrechnen.