Decision ID: 9e2eb438-0fd0-429e-a44a-9043fc7a34d3
Year: 2015
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Entscheid Versicherungsgericht, 01.10.2015 Art. 6 UVG: Verneinung des überwiegend wahrscheinlichen natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem ersten Sturz und den Beschwerden nach einem zweiten Sturz (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom1. Oktober 2015, UV 2014/69).Entscheid vom 1. Oktober 2015BesetzungVersicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichter Joachim Huber, Versicherungsrichterin Marie-Theres Rüegg Haltinner; Gerichtsschreiberin Andrea WepferGeschäftsnr.UV 2014/69ParteienA._,Beschwerdeführer,vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. Sabine Baumann Wey, Brack & Partner AG, Werftestrasse 2, 6005 Luzern,gegenVaudoise Allgemeine  AG, Place de Milan, Case postale 120, 1001 Lausanne,Beschwerdegegnerin,GegenstandVersicherungsleistungenSachverhalt
A.
A.a A._ (nachfolgend: Versicherter), war als selbständiger B._ tätig und bei der
Vaudoise Allgemeine Versicherungs-Gesellschaft AG (nachfolgend: Vaudoise) gegen
die Folgen von Unfällen versichert, als er am 30. November 2012 beim Aussteigen aus
einem Auto ausrutschte, sich mit der linken Hand abzustützen versuchte und dabei
einen Schlag auf die Hand und deren Daumen erlitt (UV-act. G 3.1). Dr. med. C._,
Fachärztin FMH Radiologie und Kinderradiologie, diagnostizierte am 21. Dezember
2012 mit einer MRI-Untersuchung des linken Handgelenks ein Knochenmarködem in
der Basis des Os metacarpale I sowie im Os trapezium, wenig auch im Os
trapezoideum (UV-act. G 3.2). Der Hausarzt Dr. med. D._, Allg. Medizin FMH,
bescheinigte am 16. Januar 2013 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit vom
19. Dezember 2012 bis Samstag, 12. Januar 2013, und eine Arbeitsaufnahme zu 100%
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ab Montag, 14. Januar 2013 bei "voraussichtlichem" Behandlungsabschluss (UV-act. G
3.3).
A.b In einem Zwischenbericht vom 21. Februar 2014 hielt Dr. D._ fest, dass sich der
Gesundheitszustand des Versicherten bis Mitte Januar 2013 deutlich gebessert habe.
Am 25. Juni 2013 seien jedoch erneut Schmerzen bei mässiger Belastung aufgetreten,
weshalb an demselben Tag und im Oktober 2013 zwei intraartikuläre Injektionen
durchgeführt worden seien. Die letzte ärztliche Beratung habe am 19. Februar 2014
stattgefunden. Er habe den Versicherten an Dr. med. E._, Handchirurgie, überwiesen.
Eine erneute Arbeitsunfähigkeit wurde verneint (UV-act. G 3.4). Dr. E._ diagnostizierte
am 12. März 2014 gestützt auf den Röntgenbefund von Dr. D._ vom 19. Dezember
2012 (fortgeschrittene Peritrapezialarthrose links mit Osteophyt Basis Metacarpale I
und vollständig aufgebrauchtem Gelenksspalt peritrapezial) eine posttraumatische
akzentuierte fortgeschrittene Peritrapezialarthrose links, welche vermutlich durch einen
Unfall in frühester Jugend/Kindheit verursacht worden sei. Die Arthrose sei
posttraumatisch akzentuiert, jedoch nicht durch den Unfall hervorgerufen worden (UV-
act. G 3.8b).
A.c Inzwischen hatte der beratende Arzt der Vaudoise, Dr. med. F._, am 4. März
2014 zur Frage Stellung genommen, ob die Behandlungen im Oktober 2013 und
Februar 2014 sowie die Behandlung bei Dr. E._ unfallkausal seien. Dr. F._ nahm
Bezug auf den MRI-Befund vom 21. Dezember 2012 und hielt fest, dass
Knochenkontusionen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit drei Monate nach dem
Unfall als ausgeheilt zu betrachten seien (UV-act. G 3.5).
A.d Die Vaudoise verfügte am 20. März 2014, dass sie nach dem 14. Januar 2013
keine Leistungen mehr erbringen werde. Die Behandlung bei Dr. D._ sei damals
abgeschlossen worden und die aktuellen Handbeschwerden links, welche ab Juni 2013
eine erneute ärztliche Behandlung notwendig gemacht hätten, seien nicht mehr auf das
Ereignis vom 30. November 2012 zurückzuführen. Der Status quo gelte spätestens drei
Monate nach dem Unfall als erreicht (UV-act G 3.6).
B.
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B.a Gegen die Verfügung vom 20. März 2014 erhob der Versicherte mit undatiertem
Schreiben (Eingang Vaudoise: 28. März 2014) Einsprache, wobei er anmerkte, am
29. Dezember 2013 abermals gestürzt zu sein. Wieder habe er sich mit der Hand
abgestützt, was erneut zu Schmerzen im Handgelenk geführt habe (UV-act. G 3.7).
B.b Am 2. Mai 2014 wiederholte Dr. D._ die Diagnose einer posttraumatischen
Daumengrundgelenks-Arthrose. Er habe am 9. April 2014 eine erneute Injektion
durchgeführt und ausserdem die Einholung einer Zweitmeinung bei Dr. med. G._,
FMH Handchirurgie, veranlasst. Eine Arbeitsunfähigkeit wurde verneint (UV-act. G 3.8).
Dr. G._ hielt am 6. Mai 2014 fest, dass es durch den erneuten Sturz am
29. Dezember 2013 zu einer Exazerbation der Schmerzen im Daumen gekommen sei.
Aktuell zeige sich klinisch und radiologisch eine fortgeschrittene Rhizarthrose und eine
STT Arthrose (UV-act. G 3.9a). In der Folge legte die Vaudoise den Schadenfall
nochmals Dr. F._ und zusätzlich dem Suva-Arzt Dr. med. H._, Abteilung
Versicherungsmedizin, Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation FMH, zur
Beurteilung vor. Deren Stellungnahmen datieren vom 27. Mai und 2. Juli 2014 (UV-act.
G 3.10 f.).
B.c Mit Einspracheentscheid vom 25. Juli 2014 wies die Vaudoise die Einsprache des
Versicherten ab und bestätigte die Ablehnung ihrer Leistungspflicht per 14. Januar
2013 bzw. per Abschluss der ärztlichen Behandlung bei Dr. D._ nach dem Unfall vom
30. November 2012 (UV-act. G 3.12).
C.
C.a Gegen diesen Einspracheentscheid liess der Versicherte (nachfolgend:
Beschwerdeführer) durch seine Rechtsvertreterin, Rechtsanwältin Dr. iur. S. Baumann
Wey, Luzern, am 11. September 2014 Beschwerde erheben und beantragen, der
Einspracheentscheid vom 25. Juli 2014 sei aufzuheben und die Vaudoise (nachfolgend:
Beschwerdegegnerin) sei zu verpflichten, dem Beschwerdeführer für die linksseitigen
Hand- und Daumenbeschwerden die gesetzlichen Leistungen zu erbringen.
Eventualiter sei die Angelegenheit zu weiteren Abklärungen und zum erneuten
Entscheid an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, unter Kosten- und
Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin (act. G 1).
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C.b Mit Beschwerdeantwort vom 13. Oktober 2014 beantragte die
Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde (act. G 3).
C.c Mit Replik vom 6. November 2014 hielt die Rechtsvertreterin des
Beschwerdeführers an den in der Beschwerde gestellten Anträgen fest (G 5).
C.d Mit Duplik vom 3. Dezember 2014 erneuerte auch die Beschwerdegegnerin ihren
Antrag auf Beschwerdeabweisung (G 7).
C.e Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie die Ausführungen in
den medizinischen Akten wird, soweit entscheidnotwendig, in den nachfolgenden

Erwägungen eingegangen.
Erwägungen
1.
Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht für die Unfälle vom
30. November 2012 und 29. Dezember 2013 ab 14. Januar 2013 keine Leistungen für
die Heilbehandlung von Hand- und Daumenbeschwerden mehr erbracht hat.
2.
2.1 Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR
832.20) werden Leistungen der Unfallversicherung bei Berufsunfällen,
Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes
bestimmt. Die Beschwerdegegnerin legte die sich aus Art. 6 Abs. 1 UVG ergebende
Voraussetzung für eine Leistungspflicht des Unfallversicherers – das Vorliegen eines
natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfallereignis und
dem Gesundheitsschaden (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen) – zutreffend dar.
Darauf ist zu verweisen. Während es Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist, den
natürlichen Kausalzusammenhang zu beurteilen, obliegt es dem Gericht, die Frage
nach dem adäquaten Kausalzusammenhang zu beantworten (vgl. BGE 129 V 181 E.
3.1 und 3.2 sowie in BGE 135 V 465 nicht publizierte E. 2 des Urteils des
Bundesgerichts vom 28. Oktober 2009, 8C_216/2009, je mit Hinweisen). Bei
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physischen Unfallfolgen hat indessen die Adäquanz gegenüber dem natürlichen
Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 118 V 291 f. E.
3a; vgl. BGE 117 V 365 unten E. 5d/bb, mit Hinweisen auf Lehre und Rechtsprechung).
2.2 Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch
die beklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese)
abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in
der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen
des Experten oder der Expertin begründet sind. Ausschlagegebend für den Beweiswert
eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels
noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als
Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen). Den Berichten
versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen bzw. beratender Ärzte und Ärztinnen der
Versicherungen kann rechtsprechungsgemäss gleichfalls Beweiswert beigemessen
werden, sofern sie schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich
widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125
V 352 E. 3a und 122 V 160 E. 1c; RKUV 1991 Nr. U 133 S. 312 f. E. 1b). Auch eine
ärztliche Beurteilung aufgrund der Akten, wie sie vorliegend am 4. März und 27. Mai
2014 durch den beratenden Arzt der Beschwerdegegnerin Dr. F._ (UV-act. G 3.5, G
3.10) und am 2. Juli 2014 durch den Suva-Arzt Dr. H._ (UV-act. G 3.11) erstellt
wurden, sind nicht an sich unzuverlässig. Für die Beweistauglichkeit entscheidend ist,
ob schon genügend Unterlagen von anderen persönlichen Untersuchungen vorliegen
(RKUV 1988 Nr. U 56 S. 371).
2.3 Ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit
nachgewiesen, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall
nicht (mehr) die natürliche oder adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt,
wenn also letzterer nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht.
Dies trifft zu, wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar
vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er
sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustands auch ohne
Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1994 Nr.
U 206 S. 328 E. 3b mit Hinweisen). Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche
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Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von
unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im
Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 E. 2 mit
Hinweisen).
2.4 Gemäss Art. 11 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202)
werden Versicherungsleistungen auch für Rückfälle gewährt, wobei ein Rückfall einen
besonderen revisionsrechtlichen Tatbestand im Sinn von Art. 22 UVG darstellt (vgl.
BGE 118 V 293; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 326). Bei einem Rückfall handelt es sich um
das Wiederaufflackern einer vermeintlich geheilten Krankheit bzw. vermeintlich
geheilter Unfallfolgen, so dass es zu ärztlicher Behandlung, möglicherweise sogar zu
einer (weiteren) Arbeitsunfähigkeit kommt. Da der Rückfall begrifflich an ein
bestehendes Unfallereignis anschliesst, kann er eine Leistungspflicht des (damals
haftbaren Unfallversicherers) nur dann auslösen, wenn zwischen den erneut
vorgebrachten Beschwerden und der seinerzeit beim versicherten Unfall erlittenen
Gesundheitsschädigung ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht
(BGE 118 V 296 f. E. 2c).
2.5 Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht.
Danach hat die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht von Amtes wegen für
die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen.
Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den
Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 195 E. 2, 122 V 158 E. 1a mit Hinweisen;
vgl. BGE 130 I 183 E. 3.2). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst eine Beweislast im
Sinn der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im Sozialversicherungsprozess
tragen mithin die Parteien die Beweislast nur insofern, als im Fall der Beweislosigkeit
der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen
Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Beim Nachweis des Dahinfallens jeder kausalen
Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens handelt es sich
um eine leistungsaufhebende Tatfrage. Die entsprechende Beweislast liegt hier -
anders als bei der Frage, ob im Grundfall oder auch bei Rückfällen ein (erneuter)
leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht bei der
versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 E. 2
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mit Hinweisen, 1994 Nr. U 206 S. 328 E. 3b mit Hinweisen; A. Rumo-Jungo/A.P.
Holzer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht,
Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/ Basel/Genf 2012, S. 4, 79).
3.
3.1 Die Beschwerdegegnerin hat unbestrittenermassen die Leistungspflicht für das
Unfallereignis vom 30. November 2012 anerkannt. Dr. D._ hielt in seinem Bericht vom
16. Januar 2013 fest, der Beschwerdeführer sei ab dem 14. Januar 2013 wieder voll
arbeitsfähig und entsprechend sei zu diesem Zeitpunkt die Behandlung
"voraussichtlich" abgeschlossen (UV-act. G 3.3). Ab 25. Juni 2013 sind erneut ärztliche
Behandlungen bei Dr. D._ wegen Schmerzen in der linken Hand bzw. deren Daumen
aktenkundig (UV-act. 3.4). Grundsätzlich anerkannt ist sodann, dass der
Beschwerdeführer laut eigenen Angaben am 29. Dezember 2013 einen weiteren Unfall
mit Beeinträchtigung der linken Hand erlitten hat (UV-act. G 3.7), weswegen er ab
19. Februar 2014 erneut Dr. D._ konsultierte (UV-act. G 3.8). Anfechtungsgegenstand
des vorliegenden Verfahrens bildet der Einspracheentscheid vom 25. Juli 2014, womit
dem Beschwerdeführer eröffnet wurde, dass die Beschwerdegegnerin ab 14. Januar
2013 keine Leistungen für die Unfälle vom 30. November 2012 und 29. Dezember 2013
mehr erbringe (UV-act. G 3.12).
3.2 Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers macht in der Beschwerde vom
11. September 2014 geltend, die Behandlung bei Dr. D._ sei nach dem Unfall vom
30. November 2012 bzw. auch nach dem 14. Januar 2013 nicht abgeschlossen
gewesen. Entsprechend habe der Hausarzt damals von einem "voraussichtlichen"
Behandlungsabschluss gesprochen (vgl. UV-act. G 3.3). Es habe nie
Beschwerdefreiheit bestanden, weswegen der Beschwerdeführer sich dann auch
tatsächlich im Juni 2013 erneut veranlasst gesehen habe, Dr. D._ aufzusuchen (act.
G 1). Aus diesem Sachverhalt leitet die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers ab,
dass nicht dieser, sondern die Beschwerdegegnerin die Beweislast für das
überwiegend wahrscheinliche Dahinfallen der Unfallkausalität bezüglich der Hand- und
Daumenbeschwerden links trage. Entgegen der Ansicht der Rechtsvertreterin des
Beschwerdeführers hält die Beschwerdegegnerin dieser Betrachtungsweise nichts
entgegen. Auch sie stellt im angefochtenen Einspracheentscheid, in der diesem
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zugrundeliegenden Verfügung vom 20. März 2014 (UV-act. G 3.6) und/oder in der
Beschwerdeantwort vom 10. Oktober 2014 (act. G 3) wiederholt ein Erreichen des
Status quo sine vel ante fest und verwendet den Begriff Leistungseinstellung, welche
sie dann auch per 14. Januar 2013 vornahm. Dies weist darauf hin, dass die
Beschwerdegegnerin grundsätzlich - wie die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers
- einen weiteren Leistungsanspruch des Beschwerdeführers ab dem 14. Januar 2013
unter dem Aspekt eines möglicherweise fortdauernden Grundfalls prüfte. Wie es sich
letztlich mit der Beweislastverteilung bzw. damit verhält, ob im vorliegenden Fall von
einem Rückfall oder einem fortdauernden Grundfall auszugehen ist, kann jedoch im
Hinblick auf die nachfolgenden Erwägungen insofern offen bleiben, als sich die Frage,
wer die Folgen einer allfälligen Beweislosigkeit zu tragen hat, erst stellt, wenn es sich
als unmöglich erweisen sollte, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes auf Grund
einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die
Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 117 V 264 E. 3b
mit Hinweisen; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 E. 3b). Wie zu zeigen sein wird, trifft dies
vorliegend nicht zu. Die Frage nach dem Vorliegen von Brückensymptomen wird dabei
ein mögliches Indiz für oder gegen das Vorhandensein einer natürlichen Kausalität
zwischen den geklagten Beschwerden und den Unfällen bilden (vgl. nachfolgende
Erwägung 4.3).
4.
4.1 Die Beschwerdegegnerin hat ihre Leistungspflicht per 14. Januar 2013 verneint,
also auf einen Zeitpunkt, bevor der zweite Unfall überhaupt stattgefunden hat. Dies
bedeutet, dass sie für den Unfall vom 29. Dezember 2013 nie Leistungen erbracht hat.
Die Leistungseinstellung per 14. Januar 2013 bezieht sich demnach eigentlich auf den
ersten Unfall vom 30. November 2012, womit zunächst zu prüfen ist, ob die
Beschwerdegegnerin die für diesen Unfall ausgerichteten Leistungen per Datum der
Leistungseinstellung zu Recht eingestellt hat. Sie stützt sich dabei insbesondere auf die
Beurteilungen von Dr. F._ vom 4. März 2014 (UV-act. G 3.5) und Dr. H._ vom 2. Juli
2014 (UV-act. 3.11).
4.2 Dr. F._ hält fest, dass bei Status nach Unfall vom 30. November 2012 gemäss
Ergebnis der MRI-Untersuchung vom 21. Dezember 2012 (vgl. UV-act. G 3.2) keine
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erhebliche traumatische Läsion vorhanden sei. Damals seien lediglich Bone bruises der
Basis des Metacarpale I und des Os trapezium zur Darstellung gelangt. Solche
Knochenkontusionen seien mit überwiegender Wahrscheinlichkeit drei Monate nach
einem Unfall als ausgeheilt zu betrachten. Ein allfälliger Rückfall könne nur akzeptiert
werden, falls bei einer erneuten MRI-Untersuchung eindeutige posttraumatische
Veränderungen nachweisbar seien. Man müsse dann jedoch die neuen MRI-Bilder mit
den alten MRI-Bildern vergleichen (UV-act. G 3.5). Dr. H._ bestätigt die Beurteilung
von Dr. F._. Er verweist auf die von Dr. D._ rund drei Wochen nach dem Unfall vom
30. November 2012 am 19. Dezember 2012 erstellten und von Dr. E._ im Bericht vom
12. März 2014 erwähnten Röntgenaufnahmen (vgl. UV-act. G 3.8b). Zu diesem
Zeitpunkt sei radiologisch eine fortgeschrittene Peritrapezialarthrose links beschrieben
worden, die nicht in kurzer Zeit auftreten könne, sondern sich im Verlauf von vielen
Jahren entwickle. Dr. E._ vermute völlig korrekt einen weit früher zurückliegenden
Unfall in frühester Jugend/Kindheit mit vermutlicher Ruptur des Ligamentum
intermetacarpale als Ursache für die Arthrose (UV-act. G 3.11).
4.3 Für die Annahme unfallkausaler somatischer Restfolgen wird im Regelfall eine
strukturelle Läsion bzw. eine schlecht verheilte strukturelle Läsion als objektivierbares
Korrelat verlangt. Bei einer Arthrose handelt es sich zweifelsohne um ein klares
organisches Substrat bzw. eine strukturelle Gesundheitsstörung, welche Beschwerden,
insbesondere Schmerzen, zu verursachen vermag (vgl. dazu Alfred M. Debrunner,
Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. Bern 2002, S. 579 ff.; Roche Lexikon
Medizin, 5. Aufl. München 2003, S. 134; Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch 2013,
264. Aufl. Berlin 2012, S. 172). Eine Arthrose stellt jedoch grundsätzlich ein
krankheitsbedingtes Leiden bzw. eine degenerative Veränderung dar, die als
unfallkausaler Gesundheitsschaden höchstens sekundär, d.h. als (Spät-)Folge einer
primären Verletzung, beispielsweise nach einer Fraktur oder Ruptur, auftritt (vgl.
Debrunner, a.a.O, s. 580 f.; Pschyrembel, a.a.O., S. 172). Nachdem sich beim
Beschwerdeführer bereits kurze Zeit nach dem Unfall eine fortgeschrittene Arthrose
zeigte, erscheint die Beurteilung von Dr. F._ und Dr. H._, dass diese – wenn auch
traumatisch bedingt – zumindest nicht durch den vorliegend streitigen Unfall vom
30. November 2012 verursacht wurde, ohne Weiteres schlüssig und überzeugend. Es
erscheint nachvollziehbar, dass der Zeitraum von rund drei Wochen zwischen dem
fraglichen Unfall und der MRI-Untersuchung vom 21. Dezember 2012 für die Bildung
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der konkret fortgeschrittenen Arthrose nicht genügte. Als unbestrittene Unfallläsionen
verbleiben damit die radiologisch nachgewiesenen Bone bruises, bezüglich welcher Dr.
F._ und Dr. H._ von einer dreimonatigen Heilungsdauer ausgehen. Dass sich die
beiden Ärzte nur auf den MRI-Befundbericht stützen, nicht jedoch auf das MRI selbst,
ist nicht zu beanstanden, bleibt doch das korrekte Lesen der Bilder ohnehin
grundsätzlich den darauf spezialisierten Radiologen und Radiologinnen vorbehalten.
Die geschätzte Heilungsdauer von drei Monaten basiert auf der medizinischen
Erfahrungstatsache, dass Prellungen (Kontusionen) ohne strukturelle Schädigung der
Gelenke und Knochen normalerweise innert kurzer Zeit abheilen und sich die damit
verbundenen Beschwerden gänzlich zurückbilden. Medizinische Erfahrungssätze
beziehen sich auf den Regelfall, d.h. auf medizinische Sachverhalte, die sich in ihrer
konkreten Ausprägung gleich dargestellt haben. Eine Ausnahme von der Regel ist
grundsätzlich nicht ausgeschlossen, doch muss sie sich als solche präsentieren. Im
vorliegenden Fall liegen keine Hinweise für einen Ausnahmefall vor. Vielmehr stimmt
der in den Akten dokumentierte ärztliche Behandlungsablauf ohne Weiteres mit der
medizinischen Erfahrungstatsache überein. Dr. D._ hielt im ärztlichen
Zwischenbericht vom 21. Februar 2014 fest, dass sich bis Mitte Januar 2013 eine
deutliche Besserung ergeben habe (UV-act. G 3.4). Zuvor hatte er im Arztzeugnis UVG
vom 16. Januar 2013 einen Behandlungsabschluss per 14. Januar 2013 notiert (UV-act.
3.3). Der Umstand, dass Dr. D._ diesem die Formulierung "voraussichtlich"
hinzufügte, vermag nichts daran zu ändern, dass eine nächste ärztliche Behandlung
erst wieder am 25. Juni 2013 dokumentiert ist und der Beschwerdeführer nach einer
100%igen Arbeitsunfähigkeit ab 14. Januar 2013 wieder voll arbeitete. Die von der
Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers geltend gemachten Brückensymptome sind
damit nicht rechtsgenüglich nachgewiesen. Im Übrigen wies der Beschwerdeführer in
der Einsprache - den beschwerdeweise geltend gemachten Brückensymptomen
ebenfalls widersprechend - darauf hin, dass er vier Monate schmerzfrei gewesen sei.
Angesichts der dargelegten medizinischen Erfahrungstatsache ist sodann anzufügen,
dass plötzlich massgebend verschlimmerte Beschwerden rund fünf Monate nach einer
letzten ärztlichen Konsultation nicht überwiegend wahrscheinlich den ursprünglichen
Unfallfolgen zugeordnet werden können. Dass sich eine versicherte Person bei
fortdauernden Beschwerden während fünf Monaten nicht wieder in ärztliche
Behandlung begibt, erscheint ebenfalls nicht überwiegend wahrscheinlich. Dies vor
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allem auch angesichts der beruflichen Tätigkeit des Beschwerdeführers als
Physiotherapeut.
4.4 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass auf die Beurteilung von Dr. F._ und Dr.
H._, wonach drei Monate nach einem Unfall mit Knochenkontusionen von einer
Heilung auszugehen sei, abgestellt werden kann. Angesichts der konkreten Aktenlage
liegen keine überzeugenden Hinweise dafür vor, dass der Sturz vom 30. November
2012 mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit für die ärztlichen
Behandlungen bei Dr. D._ ab 25. Juni 2013 (d.h. also auch die Kortisoninjektion vom
Oktober 2013) ursächlich wäre. Der Status quo sine vel ante betreffend den Unfall vom
30. November 2012 ist damit überwiegend wahrscheinlich per 14. Januar 2013, d.h.
der vormals letzten Behandlung bei Dr. D._, anzunehmen.
5.
5.1 Wie die nachfolgenden Erwägungen aufzeigen, begründet der Unfall vom 29.
Dezember 2013 keine länger dauernde bzw. erneute Leistungspflicht der
Beschwerdegegnerin.
5.2
5.2.1 Nach einer Behandlung durch Dr. D._ am 19. Februar 2014 wurde der
Beschwerdeführer von seinem Hausarzt an Dr. E._ überwiesen (vgl. UV-act. 3.4).
Dieser wies im Anschluss an seine Untersuchung vom 11. März 2014 im
Untersuchungsbericht vom 12. März 2014 auf eine nicht durch den Unfall
hervorgerufene, jedoch posttraumatisch akzentuierte, fortgeschrittene
Peritrapezialarthrose der linken Hand hin (UV-act. 3.8b). Anschliessend folgte eine
hausärztliche Überweisung an Dr. G._ (vgl. UV-act. 3.8). Wie Dr. E._ geht auch
dieser in seiner Beurteilung vom 6. Mai 2014 von einer Exazerbation der Schmerzen im
Daumen durch den Sturz vom 29. Dezember 2013 auf der Basis der radiologisch
ausgewiesenen fortgeschrittenen Rhizarthrose links und STT Arthrose links aus (UV-
act. 3.9a). Dr. F._ schliesst sich diesem medizinischen Vorgang in seiner Beurteilung
vom 27. Mai 2014 an (UV-act. G 3.10). Ein neue, durch den Unfall vom 29. Dezember
2013 erlittene strukturelle Läsion wird in den medizinischen Akten, auch wenn keine
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neue radiologische Untersuchung mehr erfolgt ist, nirgends thematisiert und wurde
offensichtlich aufgrund der klinischen Untersuchungsergebnisse nicht in Erwägung
gezogen. Dr. E._ und Dr. G._ zeigen somit übereinstimmend auf, dass mit der
Arthrose ein Vorzustand vorliegt, der durch den Unfall vom 29. Dezember 2013 zu
arthrotischen Schmerzen oder zu einer Verschlimmerung derselben geführt hat. Ein
Vorzustand kann durch einen Unfall richtungsgebend oder nur ausgelöst oder
vorübergehend verschlimmert werden. In letzterem Fall übernimmt die
Unfallversicherung jedoch nur den durch das Unfallereignis ausgelösten
Beschwerdeschub (RKUV 2000 Nr. U 379 S. 193 E. 2a mit Hinweisen).
5.2.2 Dr. H._ legt in seiner ärztlichen Beurteilung vom 2. Juli 2014 dar, dass
nach erneuter Verletzung beim Unfall vom 29. Dezember 2013 keine sofortige ärztliche
Vorstellung erforderlich gewesen sei und der Beschwerdeführer auch weiterhin als
Physiotherapeut gearbeitet habe. Es habe wohl auch keine Teilarbeitsunfähigkeit
bestanden. Bei einem blanden Unfallereignis, welches es dem Beschwerdeführer
ermögliche, weiterhin als Physiotherapeut tätig zu sein und wobei auf eine ärztliche
Vorstellung verzichtet werde, dürfe kaum eine richtungsgebende Verschlimmerung
angenommen werden. Mit dem Prinzip der überwiegenden Wahrscheinlichkeit könne
eine traumatische, richtungsgebende Veränderung des doch massiven Vorzustands
nicht begründet werden. Hier bestehe allenfalls die Möglichkeit einer zeitlich limitierten
Verschlechterung durch das Unfallereignis von wenigen Wochen Dauer. Für die
überwiegend wahrscheinliche Kausalität länger als maximal sechs Wochen
andauernden Beschwerden hätte sicherlich eine zeitnahe ärztliche Behandlung und
eine zeitnah zum Unfallereignis eingetretene Arbeitsunfähigkeit vorliegen müssen (UV-
act. G 3.11).
5.2.3 Die Darlegungen von Dr. H._ zur Verneinung einer richtungsgebenden
Verschlimmerung überzeugen ohne weiteres. In den medizinischen Akten ist nach dem
Unfall vom 29. Dezember 2013 erst nach einer längeren Latenzzeit, nämlich am 19.
Februar 2014, eine ärztliche Behandlung bei Dr. D._ dokumentiert. Eine
Arbeitsunfähigkeit wurde dem Beschwerdeführer, wie von Dr. H._ festgehalten,
gemäss Akten nicht attestiert (UV-act. G 3.8). Zwar mag in diesen beiden
Sachverhalten keine eigentliche medizinische Aussage erblickt werden, doch ist das
subjektive Empfinden betreffend den Entscheid, wann nach einem Unfall ein Arzt
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aufgesucht wird, durchaus ein gewichtiges Beurteilungskriterium bezüglich der
Schwere von Unfallfolgen. Daran ändert auch nichts, dass der Beschwerdeführer
wegen Betriebsferien keinen Anlass gehabt haben soll, sich arbeitsunfähig schreiben
zu lassen. Die Betriebsferien waren angeblich am 5. Januar 2014 zu Ende (vgl. act. G 1
Ziff. 19), womit besonders bei einem auf beide Hände angewiesenen
Physiotherapeuten ein Zuwarten einer ärztlichen Behandlung bis 19. Februar 2014 bei
Vorliegen einer massgeblichen Verletzung unwahrscheinlich erscheint.
5.2.4 Angesichts des Unfallmechanismus (Sturz beim Snowboarden mit
anschliessend anhaltender Schmerzhaftigkeit im linken Daumen [UV-act. G 3.8]), der
offensichtlich fehlenden strukturellen Unfallläsionen sowie der fehlenden Hinweise für
eine richtungsgebende Verschlimmerung ist mithin auch in Bezug auf den Unfall vom
29. Dezember 2013 von einer blossen Prellung mit einer normalerweise innert kurzen
Frist eintretenden Heilung auszugehen (vgl. medizinische Erfahrungstatsache in
Erwägung 4.3). Dr. H._ nimmt, wie gesagt, eine Heilungsdauer von maximal 6
Wochen an. Auch hierzu überzeugt sein Hinweis auf die bedeutenden Umstände der
erstmaligen Behandlung durch Dr. D._ am 19. Februar 2014 sowie der fehlenden
Arbeitsunfähigkeit als Physiotherapeut nach dem fraglichen Ereignis (vgl. Erwägung
5.2.3). Ein längerer Kausalzusammenhang hätte zumindest eine unmittelbarere ärztliche
Behandlung zur Folge haben müssen. Im konkreten Fall wird dieser Sachverhalt jedoch
vielmehr durch die fortdauernde, ebenfalls gegen eine länger dauernde Heilungsdauer
sprechende Arbeitsfähigkeit ergänzt.
5.3 Für eine vorübergehende Verschlimmerung von maximal 6 Wochen, d.h. bis ca.
8. Februar 2014, fällt nun aber eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin insofern
ausser Betracht, als der Beschwerdeführer im fraglichen Zeitraum weder eine
Heilbehandlung in Anspruch nahm noch arbeitsunfähig war. Die Beschwerdegegnerin
hat ihre Leistungen somit auch angesichts des Unfalls vom 29. Dezember 2013 zu
Recht per 14. Januar 2013 eingestellt.
6.
Die Beschwerde gegen den Einspracheentscheid vom 25. Juli 2014 ist somit
abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a des Bundesgesetzes
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über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]).
Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine
Parteientschädigung.