Decision ID: 33e4db27-6e6c-425f-b529-7a3692c5aeb0
Year: 2010
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1. Mit Verfügung vom 19. Januar 2009 verneinte die Unia Arbeitslosenkasse einen Anspruch von X._ auf Arbeitslosenentschädigung ab 1. Januar 2009 wegen arbeitgeberähnlicher Stellung im Betrieb seiner Ehefrau, der Firma "Y._, Z._" (Urk. 13/1). Die hiergegen erhobene Einsprache wies die Unia Arbeitslosenkasse mit Entscheid vom 10. Juli 2009 ab (Urk. 2).
2. Hiergegen erhob X._ mit Eingabe vom 24. Juli 2009 (Urk. 1) Beschwerde mit dem Antrag, es sei der Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung ab 1. Januar 2009 anzuerkennen. Im Weiteren seien ihm die beantragten Fördermassnahmen auch nachträglich zu gewähren, und schliesslich sei ihm die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren und Rechtsanwalt Dr. André Largier als unentgeltlicher Rechtsbeistand für das weitere Verfahren zu bestellen.
Die Beschwerdegegnerin ersuchte mit Beschwerdeantwort vom 17. November 2009 um Abweisung der Beschwerde (Urk. 7). Die Beschwerdeantwort wurde dem Beschwerdeführer am 27. November 2009 zugestellt (Urk. 14). Am 28. November 2009 äusserte sich der Beschwerdeführer unaufgefordert hierzu (Urk. 15).
3. Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:
1. Soweit der Beschwerdeführer mit vorliegender Beschwerde arbeitsmarktliche Massnahmen, insbesondere die Unterstützung zur Förderung der selbständigen Erwerbstätigkeit im Sinn von Art. 71a ff. des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) verlangt (vgl. auch Urk. 8/3), liegt kein Entscheid der Beschwerdegegnerin und damit kein Anfechtungsobjekt vor, weshalb darauf nicht einzutreten ist.
2.
2.1 Die Beschwerdegegnerin hat in der Verfügung vom 19. Januar 2009 (Urk. 13/1) die gesetzlichen Voraussetzungen für den Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung (Art. 31 ff. AVIG) sowie die Rechtsprechung zum Ausschluss von Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung vom Anspruch auf Leistungen bei missbräuchlicher Umgehung der Vorschriften über die Kurzarbeitsentschädigung (BGE 113 V 74) und die rechtsprechungsgemässe Ausdehnung dieser Regelung auf die Arbeitslosenentschädigung (BGE 123 V 234 Erw. 7) richtig dargelegt. Darauf wird verwiesen.
2.2 Der Beschwerdeführer war sowohl bei der Kündigung am 27. Oktober 2008 als auch bei der Beendigung des Arbeitsverhältnisses per 31. Dezember 2008 (vgl. Arbeitgeberbescheinigung, Urk. 2) zwar nicht Organ der Einzelfirma "Y._, Z._", doch blieb seine Ehefrau Z._ einzelzeichnungsberechtigte Inhaberin der Firma (Handelsregister-Auszug, Urk. 8/7). Sie besass damit weiterhin die Dispositionsfreiheit und damit die Möglichkeit, ihren Ehemann erneut anzustellen.
Unter solchen Umständen kann weder eine rechtsmissbräuchliche Umgehung der Vorschriften über die Kurzarbeitsentschädigung noch die Gefahr eines missbräuchlichen Beanspruchens der Arbeitslosenversicherung ausgeschlossen werden. Folglich muss rechtsprechungsgemäss (vgl. vorerwähnten BGE 123 V 234) auch ein Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung verneint werden. Nach dem klaren Wortlaut des Art. 31 Abs. 3 lit. b AVIG hätte der Beschwerde führende Ehemann keinen Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung; denn seine Ehefrau war einzelzeichnungsberechtigte Arbeitgeberin. Diese Ausschlusseigenschaft ("Ehegatte") verliert er weder durch die Gütertrennung (vgl. Urk. 1 S. 7) noch bei Eintritt der Teil- oder Ganzarbeitslosigkeit.
2.3 An dieser Rechtslage vermögen sämtliche Vorbringen des Beschwerdeführers nichts zu ändern. Vielmehr erweist sich seine Beschwerde in jeder Beziehung als unbegründet, weshalb sie vollumfänglich abzuweisen ist.
3. Das Begehren um Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes ist gegenstandslos, da der Beschwerdeführer im vorliegenden Verfahren keinen Anwalt in Anspruch nahm und ihm demzufolge auch keine Vertretungskosten entstanden sind. Im Übrigen ist das Verfahren kostenlos (Art. 61 lit. a des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG).