Decision ID: 46a89183-eaff-4d31-a866-c7eea9252025
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren am
7.
Mai 1973
, absolvierte eine
kaufmännische Ausbil
dung bei der
Y._
, für welche sie in der Folge tätig blieb
(Urk.
7
/2/4).
Nach der Geburt ihrer Tochter
Z._
i
m Januar 2007
und
einem
verlängerten Mutterschaftsurlaub
arbeitete sie mit einem Pensum von
25
%
als Schalterangestellte
weiter
(vgl.
Urk.
7/11/1, 7/11/3
, 7/13
und 7/14/2)
.
Ihr Ehemann blieb als
selbständiger Informatiker beruflich engagiert (Urk. 7/22/3 und 7/22/4).
Während ihrer zweiten Schwangerschaft musste
X._
die Arbeit aus gesundheitlichen Gründen
(wegen vorzeitiger Wehen)
vom 2
3.
November 2010
bis
zur Geburt ihres Sohnes
A._ i
m
Januar 2011
aussetzen
(Urk.
7/16/10
und 7/19/13
)
.
Im Anschluss an den Mutterschaftsurlaub
begann ein unbezahlter Urlaub
, welcher bis zum 2
7. Mai 2012 dauern sollte (Urk.
7/16/10).
Wegen Wirbelkörperfrakturen
in der Brust- und Lendenwirbelsäule
, welche auf
eine
nachgewiesene manifeste Osteoporose
zurückzuführen waren,
musste sich
X._
v
om 1.
bis zum 1
1.
Juni 2011 stationär und danach ambulant
im
S
pital
B._
einer Behandlung unterziehen
(Urk.
7/7/5
und 7/10/8
).
Am
2
4.
Oktober 2011
meldete
sie sich
bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an
(
Urk.
7
/2). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stell
e, zog darauf medizinische Unterlagen
(
Urk.
7/7, 7/8, 7/10
, 7/15 und
7/17
)
und die IK-Auszüge
(
Urk.
7/11)
der
Versicherten bei.
Überdies
holte
sie
Arbeitgeberauskünfte bei der
Y._
ein (
Urk.
7/16) und
klärte
am 2
9.
August 2012
die Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit in Beruf und Haushalt ab (
Urk.
7/22).
A
m
1
4.
September 2012
erliess die IV-Stelle
einen
negativen Vorbescheid (
Urk.
7/25
), gegen welchen
X._
am
1.
Oktober 2012
Einwand erh
e
b
en liess
(
Urk.
7/27
).
Ihre Rechtsvertreterin reichte eine
er
gänzenden Stellungnahme vom
21.
November 2012
(
Urk.
7/31)
samt Beilagen (
vgl. Urk.
7/30)
ein und gab
am 5.
Dezember 2012
ein neues Dokument zu den Akten
(vg
l. Urk.
7/32 und 7/33)
. Die
IV-Stelle
verneinte
m
it Verfügung vom
3. Januar
2013
einen Rentenanspruch
(
Urk.
2 =
Urk.
7/35
).
2.
Dagegen
liess
X._
mit Eingabe vom
1.
Februar
2013
(
Urk.
1)
Beschwerde
erheben. Ihre Rechtsvertreterin beantragte, die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom
3.
Januar 2013 sei aufzuheben und es sei der Beschwerdeführerin mit Wirkung ab April 2012 eine
Rente der Invalidenversi
cherung
zuzusprechen; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin
(Urk. 1
S. 2
). Die
IV-Stelle
schloss am
8.
März
2013 auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
6
).
Davon hat die Gegenpartei mit Schreiben vom 1
1.
März 2013 Kenntnis erhalten (
Urk.
8)
Auf die einzelnen Ausführungen in den Rechtsschriften wird, soweit erforder
lich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1
.
1
.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit beziehungsweise - bei Versicherten, die vor der Beeinträchtigung ihrer Gesundheit nicht erwerbstätig waren - die Unmög
lichkeit, sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen (
Art.
8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung; IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmög
lichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berück
sichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit
Art.
28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
).
Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig und daneben im Aufgabenbe
reich tätig sind, wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach
Art.
28a
Abs.
2 IVG festgelegt. Danach wird darauf abgestellt, in welchem Masse sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen. In diesem Fall sind der Anteil der Er
werbstätigkeit und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (
Art.
28a
Abs.
3 IVG; gemischte Methode der Invaliditätsbemessung).
1
.2
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent besteht Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent
auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.
3
Bei der Bemessung der Invalidität von im Haushalt tätigen Versicherten ist die Schadenminderungspflicht von erheblicher Relevanz. Nach der Rechtsprechung ist dabei vom Grundsatz auszugehen, dass einem Leistungsansprecher im Rah
men der Schadenminderungspflicht Massnahmen zuzumuten sind, die ein ver
nünftiger Mensch in der gleichen Lage ergreifen würde, wenn er keinerlei Ent
schädigung zu erwarten hätte. Für die im Haushalt tätigen Versicherten bedeu
tet dies, dass sie Verhaltensweisen zu entwickeln haben, welche die Auswirkun
gen der Behinderung im hauswirtschaftlichen Bereich reduzieren und ihnen eine möglichst vollständige und unabhängige Erledigung der Haushaltarbeiten er
möglichen. Kann die versicherte Person wegen ihrer Behinderung gewisse Haushaltarbeiten nur noch mühsam und mit viel höherem Zeitaufwand erledi
gen, so muss sie in erster Linie ihre Arbeit einteilen und in üblichem Umfang die Mithilfe von Familienangehörigen in Anspruch nehmen. Ein invaliditätsbedingter Ausfall darf bei im Haushalt tätigen Personen nur insoweit angenom
men werden, als die Aufgaben, welche nicht mehr erfüllt werden können, durch Drittpersonen gegen
Entlöhnung
oder durch Angehörige verrichtet werden, denen dadurch nachgewiesenermassen eine Erwerbseinbusse oder doch eine un
verhältnismässige Belastung entsteht. Die im Rahmen der Invaliditätsbemessung bei einer Hausfrau zu berücksichtigende Mithilfe von Familienangehörigen geht daher weiter als die ohne Gesundheitsschädigung üblicherweise zu erwartende Unterstützung. Geht es um die Mitarbeit von Familienangehörigen, ist danach zu fragen, wie sich eine vernünftige Familiengemeinschaft einrichten würde, wenn keine Versicherungsleistungen zu erwarten wären. Dabei darf nach der Rechtsprechung unter dem Titel der Schadenminderungspflicht nicht etwa die Bewältigung der Haushalttätigkeit in einzelnen Funktionen oder insgesamt auf die übrigen Familienmitglieder überwälzt werden mit der Folge, dass gleichsam bei jeder festgestellten Einschränkung danach gefragt werden müsste, ob sich ein Familienmitglied finden lässt, das allenfalls für eine ersatzweise Ausführung der entsprechenden Teilfunktion in Frage kommt. Schliesslich vermag die Tatsa
che, dass sich die der Rechtsprechung zugrunde liegenden, in
Art.
159
Abs.
2 und 3
des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (
ZGB
)
zwischen den Ehegatten und in
Art.
272 ZGB zwischen Eltern und Kindern statuierten Beistandspflichten nicht unmittelbar durchsetzen lassen (d.h. weder klagbar noch vollstreckbar sind), sondern nur freiwillig erfüllt werden können (
Honsell
/Vogt/Geiser [Hrsg.], Basler Kommentar,
3.
Aufl., Basel 2006, N 9 zu
Art.
272 ZGB;
Bräm
/
Hasenböhler
, Zürcher Kommentar,
3.
Aufl., Zürich 1998, N 168 zu
Art.
159 ZGB), an der Schadenminderungspflicht der im Haushalt beschäftigten Versicherten nichts zu ändern. Denn wie auch im Erwerbsbereich darauf abzu
stellen ist, ob die verbleibende Erwerbsfähigkeit auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt grundsätzlich verwertbar ist, unabhängig davon, ob eine solche Anstellung rechtlich durchsetzbar ist, ist auch in Bezug auf den Haushaltbereich davon auszugehen, was in der sozialen Realität üblich und zumutbar ist, unab
hängig davon, ob eine Mithilfe rechtlich durchsetzbar ist (BGE 133 V 504 E. 4.2 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_729/2009 vom 3
0.
November 2009
E. 4.1-3).
1.
4
Für den Beweiswert eines Berichtes über die Abklärung im Haushalt einer versi
cherten Person sind - analog zur Rechtsprechung betreffend die Beweiskraft von Arztberichten (BGE 125 V 351 E. 3a mit Hinweis) - verschiedene Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis von den örtlichen und räumlichen Verhält
nissen sowie den aus den medizinischen Diagnosen sich ergebenden Beein
trächtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Angaben der versicher
ten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext schliesslich muss plausibel, begründet und angemessen detailliert bezüglich der einzelnen Einschränkungen sein und in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Abklärungsbericht voll beweiskräftig (AHI 2003 S. 218 E. 2.3.2 [in BGE 129 V 67 nicht veröffentlichte Erwägung]; Urteil des Bundesgerichts I 733/03 vom
6.
April 2004 E. 5.1.2; vgl. auch BGE 130 V 61
E. 6.2 und 128 V 93 f. E. 4 betreffend Abklärungsberichte im Zusammenhang mit der Hauspflege und Hilflosigkeit). Diese Beweiswürdigungskriterien sind nicht nur für die im Abklärungsbericht enthaltenen Angaben zu Art und Umfang der Behinderung im Haushalt massgebend, sondern gelten analog für jenen Teil eines Abklärungsberichts, der den mutmasslichen Umfang der erwerblichen Tä
tigkeit von teilerwerbstätigen Versicherten mit häuslichem Aufgabenbereich im Gesundheitsfall betrifft (Urteil des Bundesgerichts I 236/06 vom 19. Juni 2006 E. 3.2).
2
.
Die Beschwerdegegnerin
hat die Beschwerdeführerin als zu 25
%
Erwerbstätige und als zu 75
%
im Haushalt Tätige qualifiziert. Ausgehend von einem Teilinvaliditätsgrad von 100
%
im erwerblichen Bereich und von einer Einschränkung von 15,9
%
in der Haushaltsführung ermittelte sie einen Gesamtinvaliditätsgrad von 37
%
(
Urk.
2 S. 3
).
Die Rechtsvertreterin der
Beschwerdeführerin bean
standet das Ergebnis der Haushaltabklärung vom
1
0.
September 2012
und macht geltend, aufgrund der gesundheitlichen Einschränkungen
sei
im Aufga
benbereich eine höhere Invalidität ausgewiesen
, so dass der Invaliditätsgrad auf jeden Fall 40
%
übersteige
(
Urk.
1 S. 3
und S. 6
).
3.
Es ist unbestritten und aufgrund der medizinischen Unterlagen erstellt, dass die Beschwerdeführerin an einer Osteoporose und an einem
lumbovertebralen
bis
lumbospondylogenen
Schmerz
syndrom leidet
(vgl.
Urk.
7/7/5, 7/8/6, 7/15/3,
und
7/17
/1
)
.
Zu Recht hat auch keine der Parteien in Frage gestellt, dass die Beschwerdeführerin ohne Gesundheitsschaden mit einem Pensum von 25
%
als Mitarbeiterin der
Y._
und im übrigen Umfang von 75
%
im Aufgabenbereich tätig wäre
(vgl.
Urk.
1, 2,
7/16/10,
7/22/2 f.
, 7/27 und 7/31/2
)
.
Strittig ist einzig die leidensbedingte Einschränkung.
4.
4.1
Gemäss Haushalt
abklärungsbericht vom 1
0.
September 2012 fand die Abklä
rung am 2
9.
August 2012 zu Hause bei der Beschwerdeführerin im Beisein ihres Ehemannes und ihres Sohnes statt (
Urk.
7/22/1).
Die Abklärungsperson
gewichtete
die einzelnen Tätigkeitsbereiche wie folgt:
Haushaltführung
3
%
Ernährung
38
%
Wohnungspflege
16
%
Einkauf und weitere Besorgungen
7
%
Wäsche und Kleiderpflege
13
%
Betreuung von Kindern oder anderen Familienangehörigen
18
%
Verschiedenes
8
%
.
Die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin erachtet
die
Gewichtung mit 13 % für den Bereich Wäsche und Kleiderpflege als zu hoch, da die Beschwerdeführe
rin fast nie bügle und pflegeleichte Kleidung verwende (
Urk.
1 S. 10). Dafür sei für die Kinderbetreuung wegen des Alters der Kinder ein höherer Anteil von 21
%
zu berücksichtigen (
Urk.
1 S. 11).
Mit der Gewichtung der einzelnen Positionen hat die Abklärungsperson einen Ermessensentscheid getroffen, in welchen nur zurückhaltend einzugreifen ist.
I
m beanstandeten Abklärungsbericht
wurde
zwar
zutreffend festgehalten
und dementsprechend
auch
berücksichtigt
, dass die Familie nur übe
r wenige Klei
dungsstücke verfüg
e
, welche gebügelt werden müss
t
en (
Urk.
7/22/6).
Es
ersche
int im vorliegenden Fall
jedoch
als
gerechtfertigt, den
Gebrauch von vor
wiegend
pflegeleichte
r Bekleidung
in höherem Masse
als veranschlagt
aufwandsmindernd zu be
trachten,
da
mit der von der Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin geforderten Gewichtung mit 10
%
das Gewichtungstotal von 103
%
auf den korrekten Betrag von 100
%
reduziert
wird
.
Die von der Abklärungsperson vorgenommene Gewichtung des Aufwandes für die Betreuung der zwei in den Jahren 2007 und 2011 geborenen Kinder
mit 18
%
erscheint angemessen
.
Es wurde nichts vorgebracht, woraus sich schlies
sen liesse, ein höherer Betreuungsaufwand sei erforderlich. Ebenso wenig geht etwas Derartiges aus den Akten hervor. Diesen ist vielmehr zu entnehmen, dass sich
A._
gut und altersadäquat entwickelt, während
sich
Z._
angepasst
verhält
(
Urk.
7/22/7).
Der Umstand, dass die Kontaktpflege von
Z._
ausserhalb der Familie sehr verhalten
sei und von der Schule abgeklärt we
rd
e
, ob sie in Zukunft unterstützende Therapien benötig
en werde (Urk.
7/22/7), kann heute nicht aufwandserhöhend berücksichtigt werden.
4.2
Gemäss den Ermittlungen der Abklärungsperson bestehen in den Bereichen Haus
ha
ltsführung, Einkauf und weitere
Besorgung
en sowie
Wäsche und Kleiderpflege
keine Einschränkungen (
Urk.
7/22/5 ff.). Dies steht im Einklang mit den Akten und w
ird
auch von der Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin zu Recht nicht beanstandet
(vgl.
Urk.
1)
.
Im Bereich Ernährung hat die Abklärungsperson eine Einschränkung von 5 %
eruiert
(
Urk.
7/22/5).
Die Beschwerdeführerin sehe sich mehrheitlich
dazu
in der Lage, eine kleine einfache Mahlzeit für die Familie selber
zuzubereiten
. Sie könne Rüstarbeiten vornehmen, den gesamten Kochprozess überschauen und die zubereitete Mahlzeit ansprechend a
uf dem
Tisch anrichten.
Zwar müsse
sie
wechselnde Positionen einnehmen und die Arbeitsschritte in Etappen einteilen, dies sei jedoch zumutbar.
Auch vermöge die Beschwerdeführerin
mehrheitlich
nach den Mahlzeiten
die
Re
inigungsarbeiten in der Küche vorzunehmen, wenn sie zuvor eine Pause eingelegt habe. Sie könne mehrheitlich das Geschirr in die Abwaschmaschine füllen und wieder aus dieser entnehmen. Zudem sei sie mehrheitlich dazu in der Lage, die Küchenablage und die Küchenfronten zu rei
nigen und aufzuräumen
(
Urk.
7/22/5)
. Mehrmals in der Woche würden die Eltern der Beschwerdeführerin vorbeikommen und eine warme Mahlzeit kochen. Oft werde dabei eine grössere Portion
zubereitet
, damit die Beschwerdeführerin zu einem späteren Zeitpunkt die Mahlzeit
auf
wärmen könne. Die Hilfe beim Kochen werde aufgrund des engen Zeitrahmens (Therapien und Kinderbetreuung) geleistet, aber auch aus soziokulturellen Gründen.
Insbesondere zog die Abklärungsperson in Betracht
, es
könne nur eine Mahlzeit während der therapiebedingten Abwesenheit der Beschwerdeführerin als anre
chenbare Einschränkung berücksichtigt werden
, da die Eltern auch bei Gesund
heit der Beschwerdeführerin ab und zu für die Familie kochen würden
.
Es sei
auch
zumutbar, dass lediglich einfache Mahlzeiten zubereitet würden
.
Darüber hinaus
habe der Ehemann
im Rahmen der Mitwirkungspflicht
Mithilfeleistungen
zu erbringen (Urk. 7/22/5).
Demgegenüber vertritt die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin den Stand
punkt, dass eine Einschränkung von 40
%
vorliege (
Urk.
1 S. 9). Sie verweist darauf, dass die Beschwerdeführerin
früher
viel aufwendiger gekocht habe (
Urk.
1 S.
9).
In diesem Zusammenhang hat bereits die
Abklärungsperson richtig erkannt,
dass die
Schadensminderungspflicht eine Beschränkung auf einfache Mahlzeiten
gebietet
(
Urk.
7/22/5)
.
Der frühere Standard spielt deshalb keine Rolle.
Ebenso wenig kommt es darauf an
, dass die Beschwerdeführerin von ih
ren Eltern bezüglich
der Zubereitung
des Mittagess
ens häufig entlastet wird (
Urk.
1 S. 9; vgl. auch
Urk.
7/22/5 f.).
Vielmehr ist wesentlich, dass die Beschwerdeführerin gemäss Abklärungsbericht mehrheitlich dazu in der Lage ist, einfache Mahlzeiten für die Familie selbst
zuzubereiten
(
Urk.
7/22/5). Zu
Recht
wird in der Beschwerdeschrift
nicht geltend gemacht,
der Abklärungsbericht enthalte
bezüglich der Fähigkeiten der Beschwerdeführerin
falsche Fest
stellungen
(Urk. 7/22/5)
, liegen hierfür doch keinerlei Anhaltspunkt
e
vor
. Es ist folglich davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin
grundsätzlich
dazu in der Lage ist,
auch die
(einfachen)
Mittagsmahlzeiten
selbst
zuzubereiten.
Anders verhält es sich einzig
an Tagen, an welchen die Beschwerdeführerin wegen der erforderlichen
Therapien
abwesend sein muss
und de
mentsprechend
über
deut
lich
weniger Zeit verfügt
(Urk. 7/22/5).
Solche besonderen Tage
gab es bisher zwei pro Woche (Urk.
7/19/6
; vgl. auch
Urk.
7/30/13
)
.
Lediglich an
einem davon
hat die Abklärungsperson
die Zubereitung einer Mahlzeit als Einschrän
kung angerechnet (vgl.
Urk.
7/22/5). Dies
ist
entgegen
der von der Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin vertretenen Auffassung (
Urk.
1 S. 9 f.)
korrekt
.
Es gilt nämlich zu berücksichtigen, dass die Eltern der Beschwerdeführerin die Familie b
ereits vor Eintritt des Gesundheitsschadens
in der Regel
einmal pro Woche
unterstützten
, damit die Beschwerdeführerin (neben dem Samstag) auch an einem Wochentag erwerbstätig sein konnte (
Urk.
1 S. 4 und S. 8
; vgl. auch Urk.
7/22/2 f.
).
Es handelt sich
somit um
eine Leistung, welche die Eltern auch ohne gesundheitliche Beeinträchtigung der Beschwerdeführerin weiter
hin
er
bringen würden
. Sie ist daher
von einer tatsächlichen M
ehrleistung zu unter
scheiden und
ist
dementsprechend
ausser Acht zu lassen
.
Damit erweist sich
auch
der in
der Beschwerdeschrift erhobene Vorwurf, die Abklärungsperson habe die Leistungen der Eltern
zu Unrecht als im Rahmen der Schadenminderungspflicht erbracht angerechnet
(
Urk.
1 S. 6 ff.)
,
als unbegründet.
Es ist auch sonst nichts ersichtlich, weshalb zu beanstanden wäre, dass die Abklärungsperson
lediglich eine Einschränkung von 5
%
in diesem Bereich angenommen hat.
Gemäss Abklärungsbericht
erg
i
b
t
sich
im Bereich Wohnungspflege eine Einschrän
kung von 20
%
(
Urk.
7/22/6).
Die Beschwerdeführerin könne leichte Verschmutzungen mit dem Handstaubsauger beseitigen. Auch sehe
sie
sich dazu in der Lage, einen einzigen Raum mit einem Wischmopp zu reinigen.
Die gründliche Bodenpflege nehme einmal pro Woche eine Haushalthilfe vor. Auf
grund der ungünstigen Köperhaltung könne die Beschwerdeführerin auch die gründliche Reinigung der Dusche oder der Badewanne nicht allein vornehmen. Sie könne ein Fenster reinigen, müsse dann jedoch eine Pause einlegen, bevor sie ein weiteres putze. Die Bettwäsche werde gemeinsam mit dem Ehemann ge
wechselt. Die etappenweise Arbeit unter der Woche und die Mithilfe des Ehe
mannes seien zumutbar. Im Hinblick auf die anrechenbare Einschränkung sei zu berücksichtigen, dass
von der Spitex während zwei Stunden
pro Woche
Reinigungsarbeiten vorgenommen würden
(
Urk.
7/22/6).
In ihrer Beschwerdeschrift vertritt die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin die Ansicht, dass
die Einschränkung 50
%
betrage (
Urk.
1 S. 10). Sie führt hierzu einzig aus, dass sämtliche Tätigkeiten, die anstrengender als Staubwischen seien, von Dritten durchgeführt werden müssten. Insbesondere werde die grobe Reinigung durch die Spitex
übernommen
(
Urk.
1 S. 10). Es wird weder geltend gemacht noch ist ersichtlich, weshalb die im Abklärungsbericht be
schriebenen Fähigkeiten der Beschwerdeführer
in nicht vorhanden sein sollten. Vor diesem Hintergrund ist
ohne weiteres davon auszugehen, sie sei auch zu anstrengenderen Tätigkeiten als Staubwischen in der Lage.
Die
Abklärungsperson
hat auch
angemessen
berücksichtigt, dass die groben beziehungsweise gründlichen Reinigungsarbeiten v
on der Spite
x ausgeführt werden.
E
ine Abwei
chung von der Einschätzung der Abklärungsperson
erscheint somit
nicht ange
zeigt
.
Hinsichtlich der Kinderbetreuung hielt die Abklärungsperson fest, es habe ab dem 2
7.
April 2012 eine Einschränkung von 75
%
bestanden, welche sich ab dem
1.
August 2012 auf eine solche von 60
%
reduziert habe (
Urk.
7/22/7). Zur Begründung führte sie an, bis im Juli 2012 seien die Eltern der Beschwerdefüh
rerin
täglich ganztags
anwesend gewesen
und zusätzlich
sei
zweimal in der Woche für acht Stunden eine Babysitterin eingesprungen
. Diese hätten
das Kleinkind getragen und während
der
Therapien der Beschwerdefü
hrerin die
Kinder beaufsichtigt
. Seit Juli 2012 habe die Beschwerdeführerin aufgrund der erfolgreichen Therapien die externe Kinderbetreuung auf einen halben Tag reduziert. Die Eltern kämen noch an drei bis vier Tagen und die Babysitterin komme noch zweimal
(richtig: einmal; vgl. oben und
Urk.
7/30/9
sowie
Urk.
1 S. 4
)
in der Woche für vier Stunden
(
Urk.
7/22/7)
.
Demgegenüber stellt die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin in Abrede, dass sich die gesundheitliche Situation
ihrer Mandantin
verbessert habe. Es treffe zwar zu, dass seit August 2012 nur noch während eines halben Tages pro Woche eine bezahlte Kinderbetreuung beschäftigt werde. Dies sei jedoch nicht auf eine Verbesserung des Gesundheitszustandes, sondern auf finanzielle Gründe, namentlich auf die Beendigung der Taggeldleistungen per Juli 2012 zurückzuführen. Sie bestreite die Darstellung im Abklärungsbericht, welche auch der medizinischen Aktenlage widerspreche (
Urk.
1 S. 4
).
Wie sich der gesundheitliche Zustand der Beschwerdeführerin
ab August 2012 präsentierte, lässt sich den Akten nicht entnehmen. Der aktuellste Bericht, der sich
in den vorhandenen Unterlagen
finden lässt, ist derjenige der Klinik für Rheumatologie und Internistische Rehabilitation in
C._
vom 1
4.
März 2012 (
Urk.
7/19/4 ff.)
. Dieser attestiert
der Beschwerdeführerin immerhin wieder eine Arbeitsfähigkeit von etwa 25
%
in einer angepassten Tätigkeit und
enthält
bezüglich einer Besserung der Belastungsfähigkeit und Belastbarkeit eine gute Prognose (
Urk.
7/19/6)
.
Ein Widerspruch
zwischen der Annahme der Abklärungsperson und der
medizinischen Aktenlage besteht somit nicht. Darüber hin
aus ist auch nicht ersichtlich, weshalb die
Abklärungsperson
Aussagen der Beschwerdegegnerin falsch widergeben soll
te
.
Des Weiteren beanstandet die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin, die Abklärungsperson habe die Unterstützung der Eltern der Beschwerdeführerin als eine im Rahmen der Schadensminderungspflicht erbrachte Leistung angerech
net, was bei nicht im selben Haushalt lebenden Personen unzulässig sei (
Urk.
1 S. 6
f.
).
Es trifft zwar zu, dass im Abklärungsbericht neben der Mithilfe des Ehemannes auch diejenige der Eltern unter dem Begriff „Zumutbare Einschrän
kung/Mitwirkungspflicht“ erwähnt wird (
Urk.
7/22/7).
Die Abklärungsperson wäre jedoch nie zu einer Einschränkung von 75
%
(beziehungsweise 60
%
ab
1.
August 2012) gelangt, wenn sie
zusätzlich zur
Mi
twirkungspflicht des Eheman
nes auch
eine solche der Eltern der Beschwerdeführerin berücksichtigt hätte.
Wie sich aus den Ausführungen im Abklärungsbericht ergibt, hat sie lediglich
dem Umstand Rechnung
getragen
, dass
in der Vergangenheit
die Kinderbetreuung während der Arbeitszeiten der Beschwerdeführerin von deren Ehemann und
den
Eltern übernommen wurde (Urk. 7/22/3).
Namentlich war zu
berücksichti
gen, dass die Eltern
der Beschwerdeführerin die junge Familie
in der Regel ein
mal wöchentlich
unterstützt hatten
, damit die Beschwerdeführerin nicht nur Samstagsdienste leisten, sondern auch
– wie von ihrer Arbeitgeberin gefordert –
an einem Wochentag erwerbstätig sein konnte
, und diese Unterstützungsleistung auch weiter erbracht worden wäre
(
Urk.
1 S. 4
und S. 8 mit
Hinweis auf Urk.
7/22/3
).
Im Ergebnis ist der Abklärungsbericht in diesem Punkt folglich nicht zu beanstanden.
Auf die beantragte Befragung der Eltern der Beschwer
deführerin (vgl.
Urk.
1 S. 4 und S. 5) ist unter diesen Umständen zu verzichten.
Zum Bereich Verschiedenes hielt die Abklärungsperson fest, dass die Garten
pflege vorwiegend die Aufgabe des Ehemannes und des Vaters der Beschwer
deführerin sei. Während einer Viertelstunde sei die Beschwerdeführerin in der Lage zu jäten. Die beiden Männer hätten die Gartenpflege auch bei Gesundheit der Beschwerdeführerin übernommen, was bereits bei der Hausplanungsphase thematisiert worden sei. Da die Beeren
stauden
und die Bäume noch jung seien, seien auch noch keine grossen Ernteerträge zu verzeichnen. Die Beschwerde
führerin habe das Präsidium eines Chores, welches sie unentgeltlich inne gehabt habe, aus gesundheitlichen Gründen abgeben müssen. Nach diesen Ausführun
gen gelangte die Abklärungsperson zum Schluss, es liege keinerlei Einschrän
kung im fraglichen Bereich vor (Urk. 7/22/8).
Dagegen bringt die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin vor, dass diese mit ihrem Mann zusammen die Gartenarbeit übernommen hätte, wenn sie gesund geblieben wäre. Es sei zudem zu berücksichtigen, dass die Beschwerdeführerin die Vorstandstätigkeit im Chor habe reduzieren müssen. Es sei daher von einer Einschränkung von mindestens 50
%
in diesem Bereich auszugehen (
Urk.
1 S. 12).
Unabhängig davon, ob die Feststellungen im Haushaltsbericht bezüglich der
Tätigkeiten im Garten
richtig sind, ist die ermittelte Einschränkung von 0
%
im Bereich Verschiedenes falsch
. Zumindest
die
Aufgabe des Chorp
räsidiums
aus gesundheitlichen Gründen (
Urk.
7/22/7)
wäre
entsprechend
zu berücksichtigen
gewesen
.
Wie diese zu quantifizieren ist, lässt sich mangels der hierfür erforder
lichen Angaben nicht beurteilen. Der
Haushaltsbericht
erweist sich
in diesem Punkt
somit als ergänzungsbedürftig
. Er
wird
daher nach den notwendigen er
gänzenden Abklärungen
zu vervollständigen
sein
, da je nach Gewichtung der Bereiche Gartenpflege und Vorstandstätigkeit und der jeweiligen Einschränkung ein Invaliditätsgrad von 40
%
oder mehr resultieren könnte
.
5.
Mit Bezug auf den erwerblichen Bereich ist festzuhalten, dass die
Beschwerde
-
gegnerin in der angefochtenen Verfügung
in Betracht zog
, der Be
schwerde
-
führerin sei im Erwerbsbereich weder ihre ursprüngliche noch eine an
dere a
ngepasste Tätigkeit zumutbar
, weshalb von einer
Einschränkung im er
werblichen Bereich
von 100
%
auszugehen sei (
Urk.
2 S. 3). Aus dem Bericht der Klinik für Rheumatologie und Internistische Rehabilitation in
C._
vom 14. März 2012 geht jedoch hervor, dass eine Untersuchung der Beschwerdefüh
rerin zur interdisziplinären arbeitsspezifischen Abklärung am 8. März 2012 ergeben habe, dass die Beschwerdeführerin maximal zwei Stunden pro Tag eine sehr leichte, vorwiegend sitzende Tätigkeit, bei der nur seltenen mit Lasten bis zu fünf Kilogramm hantiert werden müsse, ausüben könne (Urk. 7/19/6). Dies würde einem Arbeitspensum von etwa 25
%
in einer angepassten Tätigkeit
entsprechen. Damit erschei
nt ein Invaliditätsgrad von 100
% im Erwerbsbereich als fraglich.
Dies muss umso mehr gelten, als
auch
im letzten
Bericht der Klinik für Unfallchirurgie des
S
pitals
D._
vom 1
0.
Januar 2012
die Auffassung vertreten w
u
rd
e
, es sei mit einer Wi
e
deraufnahme der beruflichen Tätigkeit beziehungsweise einer Erhöhung der Einsatzfähigkeit zu rechnen (Urk. 7/17/3).
Die Beschwerdegegnerin wird daher
auch den Invaliditätsgrad
im erwerblichen Bereich
neu abzuklären
haben.
6.
Aufgrund der dargelegten Erwägungen ist die angefochtene Verfügung aufzuhe
ben und die Sache ist zur weiteren Abklärung des Sachverhalts sowie zu neuem Entscheid an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen (
§
26
Abs.
1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht;
GSVGer
). Die Beschwerde ist in diesem Sinne gutzuheissen.
7
.
7
.1
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhäng
ig vom Streitwert im Rahmen von
Fr.
200.-- bis 1‘000.-- festzulegen
(
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG)
und
auf
Fr.
600.--
fest
zusetzen.
Nach ständi
ger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen der
beschwerdeführenden
Partei (BGE 137 V 57 E. 2.1 mit Hinweisen).
Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
7
.2
Überdies
hat die vertretene Beschwerdeführerin Anspruch auf eine Prozess
-
entschädigung. Diese wird ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (
§
34
Abs.
3
GSVGer
).
Die Rechtsvertreterin machte mit Kostennote
vom 2
1.
März 2013 einen Gesamtaufwand von 9 1/12 Stunden und Barauslagen von
Fr.
2.45 geltend (
Urk.
10).
Dieser
Aufwand erscheint angesichts der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses als ange
messen, weshalb
die Beschwerdegegnerin zu verpflichten ist,
der Beschwerde
führerin ein
en
Betrag von
Fr.
1‘964.65
(9 1/12 Stunden
x Fr.
200.-- zuzüglich Barauslagen von Fr. 2.45 zuzüglich 8
%
Mehrwertsteuer)
zu bezahlen
.