Decision ID: cb6a4fef-198e-58f5-ad35-ede083bcb2d0
Year: 2009
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Mit Verfügung vom 18. Oktober 2007 (act. 1/1) hat die Stiftung  BVG (Vorinstanz) die Firma A._ AG als  rückwirkend per 1. Januar 1989 zwangsweise angeschlossen,  der Vertrag vom 1. Januar 1989 bis zum 31. Juli 2004 laufe.  der AHV-Jahresabrechnungen der Jahre 1989 bis 2003 der  des Kantons Bern ergebe sich, dass die Arbeitgeberin seit dem 1. Januar 1989 dem Obligatorium unterstellten  Löhne ausgerichtet habe. Die Arbeitgeberin habe auf die  der Vorinstanz gemäss ihrem Schreiben vom 10. Juni 2007 hin zwar den Nachweis über den Anschluss an eine registrierte , die PK-Aetas BVG Sammelstiftung, per 1. August 2004 . Für die frühere BVG-Versicherungszeit fehle indes ein  Nachweis.
B. Diese Verfügung hat die A._ AG (Beschwerdeführerin) mit  vom 12. November 2007 (Poststempel) beim  angefochten (act. 1). Darin beantragt sie deren  mit der Begründung, sie sei auch für die Zeit ab dem 1. Januar 1989 bis zum 31. Juli 2004 bei einer registrierten Vorsorgeeinrichtung angeschlossen gewesen, und zwar bei der Sammelstiftung BVG der Zürich Lebensversicherungsgesellschaft in Zürich. Deshalb erübrige sich ein Zwangsanschluss.
C. Mit Zwischenverfügung vom 15. November 2007 (act. 2) hat das  der Beschwerdeführerin bei der  einen Kostenvorschuss von Fr. 800.- erhoben. Diesen hat sie am 23. November 2007 (act. 4) eingezahlt.
D. Mit Vernehmlassung vom 1. Februar 2007 (recte 2008) beantragte die Vorinstanz, die Beschwerde sei gutzuheissen unter Kosten- und  zulasten der Beschwerdeführerin (act. 6). Die  habe die Anschlussbestätigung der Vita  (heute Sammelstiftung der Zürich ) per 1. Januar 1989 nunmehr erbracht. Diese habe die Beschwerdeführerin indes nicht innerhalb der Frist bis zum
Seite 2
C-7644/2007
12. Juli 2007 zugestellt, welche ihr die Vorinstanz mit Schreiben vom 10. Juni 2007 eingeräumt habe.
E. Mit Verfügung vom 7. Februar 2008 (act. 7) hat das  der Beschwerdeführerin die Vernehmlassung der  vom 1. Februar 2008 mit Beilagen zur Kenntnis gebracht und ihr Gelegenheit gegeben, bis zum 12. März 2008 allfällige Bemerkungen (eine Replik) und entsprechende Beweismittel einzureichen. Innerhalb dieser Frist hat sich die Beschwerdeführerin nicht mehr vernehmen lassen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1. 1.1 Anfechtungsgegenstand im vorliegenden Verfahren ist der  der Vorinstanz vom 18. Oktober 2007, welcher gemäss Art. 60 Abs. 2bis BVG eine Verfügung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 Bst. a des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das  (VwVG; SR 172.021) darstellt. Beschwerden gegen Verfügungen der Auffangeinrichtung beurteilt das Bundesverwaltungsgericht  auf Art. 31 und 33 Bst. h VGG, sofern, wie vorliegend, keine  nach Art. 32 VGG vorliegt.
1.2 Die Beschwerdeführerin hat gegen die Verfügung vom 18. Oktober 2007 form- und fristgerecht Beschwerde erhoben (Art. 50 und 52 VwVG). Sie hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen, ist durch die angefochtene Verfügung in ihren rechtlichen und tatsächlichen  besonders berührt und hat demnach ein schutzwürdiges  an deren Änderung oder Aufhebung (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Daher ist sie zur Beschwerde legitimiert. Nachdem die  auch den geforderten Kostenvorschuss einbezahlt hat, ist auf ihre Beschwerde einzutreten.
2. 2.1 Obligatorisch zu versichern ist jeder Arbeitnehmer, der das 17.  vollendet hat und bei einem Arbeitgeber mehr als den  Jahres-Mindestlohn gemäss Art. 2 Abs. 1 des Bundesgesetzes
Seite 3
C-7644/2007
vom 25. Juni 1982 über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und  (BVG, SR 831.40) in Verbindung mit Art. 5 der  vom 18. April 1984 über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVV 2, SR 831.441.1) erzielt und bei der AHV versichert ist (Art. 5 Abs. 1 BVG). Dieser Mindestlohn wurde bisher verschiedene Male der Entwicklung in der AHV angepasst (Art. 9 BVG). In der beruflichen Vorsorge sind die Begriffe Arbeitnehmer, Selbständigerwerbender und Arbeitgeber im Sinne des AHV-Rechts zu verstehen (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [heute Bundesgericht] B 52/05 vom 9. Juni 2006 mit Hinweisen, ferner BGE 115 Ib 37 E. 4).
2.2 Beschäftigt ein Arbeitgeber Arbeitnehmer, die obligatorisch zu  sind, muss er sich gemäss Art. 11 BVG einer in das Register für die berufliche Vorsorge eingetragenen Vorsorgeeinrichtung . Die Ausgleichskasse der AHV überprüft, ob die von ihr  Arbeitgeber einer Vorsorgeeinrichtung angeschlossen sind. , die ihrer Anschlusspflicht nicht nachgekommen sind, fordert sie auf, sich innerhalb von zwei Monaten anzuschliessen. Kommt der Arbeitgeber dieser Aufforderung nicht nach, meldet die  ihn an die Auffangeinrichtung (Art. 11 Abs. 4 - 6 BVG). Diese ist verpflichtet, den Arbeitgeber im Rahmen der gesetzlichen Pflichten bei ihr anzuschliessen (Art. 60 Abs. 2 Bst. a BVG), und zwar rückwirkend auf den Zeitpunkt, in dem er obligatorisch zu versichernde  beschäftigt hat (Art. 11 Abs. 3 und 6 BVG).
2.3 Aus der von der Beschwerdeführerin ins Recht gelegten  mit der Vita Lebensversicherungsgesellschaft, Zürich (act. 1/2) geht hervor, dass sie sich gemäss Art. 11 BVG per 1. Januar 1989 an eine registrierte Vorsorgeeinrichtung angeschlossen hat. Damit ist sie ihrer gesetzlichen Anschlusspflicht nachgekommen. Aus diesem Grund entfällt nachträglich der von der Vorinstanz verfügte Zwangsanschluss gemäss Art. 60 Abs. 2 BVG, was unter den Parteien denn auch nicht mehr strittig ist. Insbesondere anerkennt die  implizit, dass die Beschwerdeführerin den verlangten Nachweis für einen Anschluss gemäss BVG nun rechtsgültig erbracht hat.
3. Zu prüfen bleibt vorliegend noch die Frage, ob die Vorinstanz der  die Kosten für den Zwangsanschluss gemäss  2 der angefochtenen Verfügung auch dann in Rechnung stel-
Seite 4
C-7644/2007
len kann, wenn der Zwangsanschluss aufgrund nachträglich  Unterlagen nicht vollzogen wird.
3.1 Gemäss Art. 11 Abs. 7 BVG stellen die Auffangeinrichtung und die Ausgleichskasse der AHV dem säumigen Arbeitgeber den von ihm verursachten Verwaltungsaufwand in Rechnung. Dadurch dass die  im Verfahren für die Kontrolle der Anschlusspflicht die ihr auferlegten Fristen unbenutzt verstreichen liess, war die  gezwungen, diese zwangsweise anzuschliessen. Erst im Verlauf des vorliegenden Verfahrens erbrachte die Beschwerdeführerin den verlangten Nachweis eines Anschlusses an eine registrierte , was zur Folge hatte, dass die Voraussetzungen für den Zwangsanschluss nachträglich wegfielen. Die Folgen des verspäteten Nachweises hat die Beschwerdeführerin, die unstrittig bereits ab dem 1. Januar 1989 anschlusspflichtig war, zu vertreten. Ihr Versäumnis hätte sie ohne Weiteres im Rahmen des Verfahrens betreffend die  nachholen können.
3.2 Unter diesen Umständen hätte somit die Beschwerdeführerin bei pflichtgemässem Handeln den verfügten Zwangsanschluss und die der Vorinstanz dadurch entstandenen Kosten vermeiden können. Deshalb ist dem Antrag der Vorinstanz zu entsprechen, und ihre  gemäss Dispositivziffer 2 der angefochtenen Verfügung zu .
3.3 Zusammenfassend ist die Beschwerde insofern teilweise , als die Beschwerdeführerin die Aufhebung des  (Dispositivziffern 1, 3 und 4) beantragt. Im Kostenpunkt ( 2) wird die angefochtene Verfügung bestätigt und die  abgewiesen.
4. 4.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens, das einem teilweisen  entspricht, wären der Beschwerdeführerin grundsätzlich  Verfahrenskosten aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 zweiter Satz VgVG). Für eine Reduktion der Verfahrenskosten besteht freilich kein Anlass, denn die Beschwerdeführerin hat den Grund sowohl für das vorinstanzliche Verfahren als auch für das Beschwerdeverfahren , indem sie erst im Rahmen des Beschwerdeverfahrens den Nachweis für einen Anschluss an eine registrierte Vorsorgeeinrichtung vorgelegt hat (vgl. E. 3.1). Damit hat sie das Beschwerdeverfahren durch Verletzung ihrer verfahrensrechtlichen Obliegenheiten zu verant-
Seite 5
C-7644/2007
worten (Art. 63 Abs. 3 VwVG). Die Verfahrenskosten sind somit in  von Art. 63 Abs. 1 VwVG sowie Art. 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem  (VGKE, SR 173.320.2) auf Fr. 800.-  und der Beschwerdeführerin aufzuerlegen. Diese werden mit dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 800.- verrechnet.
4.2 Da der teilweise obsiegenden Beschwerdeführerin keine  und verhältnismässig hohe Kosten erwachsen sind, ist ihr keine Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario).
4.3 Der teilweise obsiegenden Vorinstanz, welche die obligatorische Versicherung durchführt, ist gemäss der Rechtsprechung, wonach  oder Versicherer der beruflichen Vorsorge gemäss BVG  keinen Anspruch auf Parteientschädigung haben (BGE 126 V 149 E. 4), keine Parteientschädigung zuzusprechen.