Decision ID: dc6aecd4-009b-4183-b8b4-9c4769f30283
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren
1957
,
war zuletzt ab
April 2012
als Betr
iebsmitarbeiter
bei
der
Y._
AG
angestellt (
Urk.
7/2/4
, 7/9/5 und 7/16
).
Am 2
0.
Juli 2012 erlitt er einen
Nichtberufsunfall
(vgl.
Urk.
7/15/82)
, worauf ihm a
b dem 2
4.
Juli 2012 diverse behandelnde Ärzte
Arbeitsunfähigkeits
zeugnisse
aus
stellten
(vgl.
Urk.
7/8
7/13
, 7/15/71, 7/15/76, 7/15/83 und 7/15/84
)
und er
Unfallversicherungsleistungen
er
h
ielt
(vgl.
Urk.
7/
15/26
und 7/19
).
Am 17.
Dezember 2012 musste
er sich
im
Spital Z._
wegen einer schmerzhaften
Peronealsehnenläsion
bei
Rückfussvarus
und chronischer latera
ler Instabilität des oberen Sprunggelenks nach
Supinationstrauma
im
Jahr
2010
einem operativen Eingriff am rechten Fuss unterziehen (
Urk.
7/1 und 7/11/8).
Am 2
9.
Januar 2013 meldete
sich
der Versicherte
bei der
Sozialversicherungs
an
stalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle,
wegen
Fussbeschwer
den
zum
Leistungs
bezug
an (
Urk.
7/2). Diese zog darauf die Akten des Krankentaggeldversicherers
(Urk. 7/8) und der Schweizerischen
Unfallversiche
rungsanstalt
(Suva)
bei
(Urk. 7/15
,
7/19
und 7/25
)
.
Überdies tätigte sie weitere erwerbliche (
Urk.
7/9
und 7/16
) und medizinische (
Urk.
7/10
und
7/11) Abklä
rungen.
Mit Vorbescheid vom 2
6.
Mai 2014 stellte die IV-Stelle die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht (
Urk.
7/31). Dagegen liess der Versicherte Einwand erheben (
Urk.
7/32). Die IV-Stelle verneinte darauf mit Verfügung vom 2
5.
September 2014 einen Leistungsanspruch (
Urk.
2 = 7/40).
2.
Gegen die Verfügung vom 2
5.
September 2014 erhob der Versicherte mit Ein
gabe vom 1
6.
Oktober 2014 Beschwerde mit dem Antrag,
der Gesundheitszu
stand sei neu zu beurteilen
(
Urk.
1)
.
Mit Zuschrift vom
10. November 2014
(
Urk.
4)
liess
er
medizinische Unterlagen einreichen (vgl.
Urk.
5). Die IV-Stelle beantragte am 2
4.
November 2014 die teilweise Gutheissung der Beschwerde
in dem Sinne, dass die Sache zur Überprüfung des Anspruchs auf Arbeitsver
mittlung an sie zurückzuweisen sei. Im Übrigen schloss sie auf Abweisung der Beschwerde
(
Urk.
6). Mit Verfügung vom 25. November 2014 wurde
ein zweiter Schriftenwechsel angeordnet
und die Beschwerdegegnerin dazu aufgefordert, sich zu den
neu
eingereichten
medizinischen
Unterlagen
zu äussern. In der Folge wurde keine Replik erstattet. A
m 1
3.
März 2015
reichte die
Beschwerde
gegnerin
ihre Stellungnahme
und weitere Dokumente ein (vgl.
Urk.
14 und 15)
.
Davon hat der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 1
6.
März 2015 Kenntnis erhalten (Urk. 16), worauf er mit Eingabe vom
9.
April 2015 (
Urk.
17) einen Bericht der Klinik
A._
vom 2
4.
März 2015 (
Urk.
18) einreichen liess
. Dies wurde der Gegenpartei mit Schreiben vom 1
4.
April 2015 mitgeteilt (
Urk.
19).
Auf die einzelnen Ausführungen in den Rechtsschriften und die im
Beschwerde
verfahren
neu eingereichten Unterlagen (
vgl.
Urk.
5
, 15
und
18
) wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1
des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Invalide oder von einer Invalidität (
Art.
8 ATSG) bedrohte Versicherte haben gemäss
Art.
8 IVG Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit:
a.
diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähig
keit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern; und
b.
die Voraussetzungen für den Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind (
Abs.
1).
Zu den Eingliederungsmassnahmen gehören unter
anderem
Integrationsmass
nahmen
zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung (
Abs.
3
lit
.
a
bis
)
und
Massnahmen beruflicher Art
wie
Berufsberatung
und
Arbeitsvermittlung
(
Abs.
3
lit
. b)
.
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
1.
4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE
125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
2.
2.1
In der angefochtenen Verfügung zog die Beschwerdegegnerin in Betracht,
dass dem Beschwerdeführer die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Betriebsmitarbeiter aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zumutbar sei.
Eine
behinderungsan
gepasste
Tätigkeit sei ihm aber weiterhin zu 100
%
zumutbar. Die
Beschwerde
gegnerin
führte einen Einkommensvergleich durch, bei dem sie einen
Invalidi
tätsgrad
von 15
%
ermittelte, der keinen Rentenanspruch zu begründen vermöge.
Ferner
vertrat
sie
die Auffassung, dass keine gesundheitsbedingte Ein
schränkung bei der Stellensuche bestehe (
Urk.
2).
Mit der Beschwerdeantwort vom 2
4.
November 2014 hat die
Beschwerdegegne
rin
eingeräumt, dass sie einen Anspruch auf Arbeitsvermittlung nicht
mit der angegebenen Begründung einer fehlenden gesundheitsbedingten Einschränkung bei der Stellensuche hätte verneinen dürfen
. Sie beantragt
insoweit
die
Rück
weisung
der Sache
zur Prüfung eines entsprechenden Anspruches (
Urk.
6 S.
2).
2.2
Der Beschwerdeführer
beanstandet den ermittelten Invaliditätsgrad von 15
%
und macht
in diesem Zusammenhang
geltend
, dass
seine Tumorerkrankung
bei der
Beurteilung seiner Arbeits- und Erwerbsfähigkeit ausser Acht gelassen wor
den sei (Urk. 1).
2.3
Die Anmeldung zum Leistungsbezug erfolgte
am 2
9.
Januar 2013 (
Urk.
7/2). Es stehen somit ein Rentenanspruch ab dem 2
9.
Juli 2013 (
Art.
29
Abs.
1 IVG) und ein Anspruch auf Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung sowie auf Massnahmen beruflicher Art ab dem 2
9.
Januar 2013 (
Art.
10
Abs.
1 IVG) zur Diskussion.
Zur Prüfung der
hier strittigen
Frage, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht einen Leistungsanspruch
des Beschwerdeführers
verneint hat, ist
daher
massgebend, wie sich die medizinischen Verhältnisse, namentlich die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit, ab dem 2
9.
Juli 2012
bis zum
Erlass der angefochtenen Verfügung vom 2
5.
September 2014 (
Urk.
2) präsen
tierten
(vgl. Art. 28
Abs.
1
lit
. b und c IVG)
.
3.
3.1
Aufgrund der Akten ist in medizinischer Hinsicht erstellt,
dass
beim
Beschwerde
führer
eine schmerzhafte
Peronealsehnenläsion
bei
Rückfussvarus
und chronischer lateraler Instabilität des oberen Sprunggelenks rechts nach
Supinations
trauma
2010
diagnostiziert wurde
, weswegen er sich
am 17.
Dezember 2012 im
Spital Z._
einer Operation unterziehen musste (
Urk.
7/1)
.
Bereits ab
dem 2
4.
Juli
2012, mithin noch vor dem 2
9.
Juli 2012 wurde dem Beschwerdeführer
von den behandelnden Ärzten
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert
(vgl.
Urk.
7/8 7/13, 7/15/71, 7/15/76, 7/15/83 und 7/15/84)
.
3.2
Der verantwortliche Chirurg des
Spitals Z._
,
Dr.
med.
B._
(vgl.
Urk.
7/1)
, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Trau
matologie des Bewegungsapparates,
beurteilte
de
n
Beschwerdeführer
auch
nach
der
Operation
vom 1
7.
Dezember 2012
und
der operativen Schraubenentfernung am 2
1.
August 2013
als
zu 100
%
arbeitsunfähig
, letztmals am
6.
September 2013 bis auf Weiteres
(vgl. Urk.
7/11/5, 7/13
,
7/15/12
, 7/19/15, 7/19/32
und 7/24
).
Ab dem
1.
Oktober 2013 sei dem Beschwerdeführer die bisherige Berufs
tätigkeit halbtags beziehungsweise vier Stunden pro Tag zumutbar (
Urk.
7/24/9)
.
Zur Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit hielt
Dr.
B._
in seinem Bericht vom
2
8.
Februar 2013 fest, dass dem Beschwerdeführer mehr
heitlich sitzende Tätigkeiten mit kurzen Wechseln zum Stehen und Gehen wieder zu 100
%
zumutbar seien
. Er verzichte auf die Angabe eines genaueren Arbeitsprofiles, da sich die Situation erst etwa drei Monate postoperativ d.h.
A
nfang April 2013 genauer beurteilen lasse
(
Urk.
7/11/5).
Am 1
7.
Juni 2013 erachtete
Dr.
B._
den Beschwerdeführer
darüber hinaus
auch
für
stehend und gehend
auszuübende Arbeiten
bis zu etwa vier Stunden täglich
als zu 100
%
arbeitsfähig (Urk. 7/19/32)
.
Schliesslich machte
Dr.
B._
am
9.
Dezember 2013 konkrete Angaben zum Belastungsprofil einer
behinderungs
angepassten
Tätigkeit, welche dem Beschwerdeführer ab dem
1.
Oktober 2013 ganztags zumutbar sei (
Urk.
7/24/9).
3.3
Aus dem im Beschwerdeverfahren
von Seiten des
Beschwerdeführer
s
neu einge
reichten Bericht der Klinik für Urologie des
Spitals C._
vom 2
8.
Februar 2014 geht hervor, dass beim Beschwerdeführer ein fortgeschrittenes metastasierendes Prostatakarzinom (mit einem Gleason-Score von 5 + 4 = 9 und einem PSA-Wert
von 27
ng
/ml)
und ein Verdacht auf beidseitige
retrope
ritoneale
und
iliacale
Lymphknotenmetastasen
diagnostiziert wurde
n
(
Urk.
5/1). Dem ebenfalls neu beigebrachten Bericht der Klinik für Radio-Onkologie des
Spital
s C._
vom 6.
September 2014
lässt sich überdies ent
nehmen, dass sich der Gleason-Score auf 5 + 5 = 10 und der PSA-Wert auf 27,53
ng
/ml erhöhte
n
. Der Beschwerdeführer sei mit perkutaner Bestrahlung der Prostata/Samenblasenregion und simultaner Bestrahlung der
Beckenlymphkno
ten
vom
5.
bis zum 1
9.
Juni 2014
mit
konkomittierender
und
adjuvanter
Anti
hormontherapie
behandelt worden.
Die Antihormontherapie habe bereits am 2
8.
Februar 2014 begonnen. Die Bestrahlung mit der
RapidArc
-Technik habe der Patient gut vertragen und es seien keine relevanten Nebenwirkungen auf
getreten, so dass die Therapie ohne Unterbruch bis zur geplanten Dosis habe durchgeführt werden können. Bei Therapieabschluss habe
sich der Patient in einem guten
Allgemeinzustand befunden.
In Anbetracht des erfreulichen
Thera
pieverlaufs
seien keine weiteren Vorstellungen in der radio-onkologischen Spr
e
chstunde mehr vorgesehen. Für die weitere urologische Betreuung und das Weiterführen der Antihormontherapie sei der Patient von der Klinik für Urolo
gie direkt aufzubieten (
Urk.
5/2).
3.4
Gemäss dem
in der Folge von der Beschwerdegegnerin
beigezogenen
Bericht
der Klinik für Urologie des
Spitals C._
vom
7.
November 2014 redu
zierte sich der PSA-Wert wieder auf 1,33
n
g
/ml. In der Anamnese wurden ein starker Nachtschweiss zu Beginn der Hormontherapie, sonst aber keine weiteren physischen Beschwerden
festgehalten
. Es bestehe eine stark ausgeprägte psy
chologische Belastungssituation. Der Patient sei weiterhin psychisch stark beeinträchtigt, weshalb in zwei Monaten erneut eine Verlaufskontrolle beim psychiatrischen Dienst der Krebsliga organisiert sei.
Nach Rücksprache mit dem Leitenden Arzt der Urologie habe man dem Patienten aufgrund der Krankenge
schichte und der psychosozial schwierigen Situation abermals ein
Arbeitsunfä
higkeitszeugnis
ausgestellt (
Urk.
15/1).
Auf entsprechende Nachfragen der Beschwerdegegnerin
(vgl.
Urk.
15/2)
wurde in einem weiteren Bericht vom
8.
Februar 2015 erklärt, der aktuelle Gesund
heitszustand sei stabil, bei jedoch fortschreitender Tumorerkrankung. Aktuell und mittelfristig sei der Beschwerdeführer physisch arbeitsfähig. Psychisch sei er stark belastet; es werde die Einholung eines psychiatrischen Gutachtens bezüglich der Arbeitsfähigkeit empfohlen (
Urk.
15/3
)
.
3.5
Dem Bericht der Klinik
A._
vom 2
4.
März 2015 zufolge wurden ausge
dehnte osteoplastische Me
t
astasen im LWK 1, diskreter im LWK 3 und ausge
dehnter auch in den LWK 4 und 5
,
festgestellt. Zudem wurde ein
e
decken
plattennahe
Osteolyse
im
LWK 5 mit Status nach pathologischer
Decken
plattenimpressionsfraktur
diagnostiziert (
Urk.
18).
4.
4.1
Mit den neu eingereichten medizinischen Unterlagen ist belegt, dass
der Beschwer
deführer
spätestens
seit
Februar 2014
nicht nur an Fussbeschwerden, sondern auch
an einer onkologischen Erkrankung leidet.
Diese erforderte
ab Ende Februar 2014
diverse therapeutische Behandlungen, welche im Zeitpunkt des Erlasses de
r angefochtenen Verfügung vom 2
5.
September 2014 zum Teil noch andauerten
. Zu allfälligen Auswirkungen auf di
e Arbeits- und Erwerbsfä
higkeit
lassen sich den vorhanden Berichten
der
das Krebsleiden
behandelnden Ärzte
nur spärliche Angaben entnehmen.
4.2
In
physischer Hinsicht
wird
ein starker Nachtschweiss zu Beginn der
Hormon
the
rapie
anamnestisch
festgehalten
(
Urk.
15/1 S. 1)
.
Der
Bericht der Kli
nik für Urologie des
Spitals C._
vom
8.
Februar 2015, gemäss welchem der Beschwerdeführer aktuell und mittelfristig aus physischer Sicht arbeitsfähig sei
,
und auf welchen sich die Beschwerdegegnerin beruft (
Urk.
14), bezieht sich nicht auf den hier interessierenden Zeitraum
bis
zum 25
. September 2014
(vgl.
Urk.
15/2 und 15/3).
Er kann folglich
auch
nicht dazu dienen, eine
weitere
Einschränkung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit
aus physischer Sicht
durch
das Hinzutreten der
Krebserkrankung und deren Behandlung zu vernei
nen
.
4.3
Die Berichte
der Klinik für Urologie des
Spitals C._
vom 7.
November 2014
und vom
8.
Februar 2015 zeigen sodann auf, dass es zu einer kontinuierlichen Verschlechterung der psychischen Situation des Beschwerde
führers gekommen ist, welche offenbar bereits vor dem
7.
November 2014 begonnen und zum Ausstellen eines Arbeitsunfähigkeitszeugnisses geführt hatte (vgl.
Urk.
15/1 und 15/
3
).
Ohne weitere Angaben kann nicht einfach
ausge
schlossen werden
, dass der Beschwerdeführer bereits Monate vor Erlass der angefochtenen Verfügung vom 2
5.
September 2014 aus psychischen Gründen in einem invaliditätsrelevanten Ausmass in seiner Arbeits- und Erwe
rbsfähig
keit beeinträchtigt war. Daran vermag auch der Hinweis der
Beschwerdegegne
rin
nichts zu ändern, dass in den fraglichen
medizinischen
Berichten keine regelmässige psychiatrische Behandlung erwähnt we
rde (Urk.
14 S. 1).
Entgegen der von der Beschwerdegegnerin vertretenen Ansicht ist denn auch nicht von einer psychosozialen (Urk. 14 S. 1), sondern von einer psychologischen Belas
tungssituation die Rede (
Urk.
15/1 S. 1), welche auch aus einer Krebserkrankung und –
behandlung
resultieren kann.
4.
4
Zusammenfassend ergibt sich, dass über den strittigen Rentenanspruch nicht ohne zusätzliche medizinische Abklärungen betreffend die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers, insbesondere in einer angepassten Tätigkeit,
unter Berück
sichtigung seiner onkologischen Erkrankung
entschieden werden kann.
Überdies erscheint
auch im Hinblick auf berufliche Massnahmen, allenfalls auch
Integra
tionsmassnahmen
zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung, eine Abklärung der Verhältnisse
, namentlich der objektiven und subjektiven
Ein
gliederungsfähigkeit
,
als angezeigt.
Da die zu tätigenden Abklärungen grund
sätzlicher Natur sind, wird die Beschwerdegegnerin diese vorzunehmen haben. Der angefochtene Entscheid ist somit aufzuheben und die Sache ist zur Durch
führung der notwendigen Abklärungen und zu neuer
Entscheidung an die Beschwerdegegnerin
zurückzuweisen (
§
26 des Gesetzes über das
Sozialversi
cherungsgericht
;
GSVGer
).
D
ie Beschwerde
ist daher
gutzuheissen.
5.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem
Verfahrens
aufwand
und unabhäng
ig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 1‘000.-- festzulegen
(
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG)
und auf Fr. 6
00.--
fest
zusetzen.
Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten der unterliegenden
Beschwerde
gegnerin
aufzuerlegen.