Decision ID: 35592d33-4b92-45b6-b2ee-f87673589426
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1955, arbeitete zuletzt
von April 2001
bis
Ende
September 2011 als Servicemitarbeiter im Restaurant
Y._
, wobei der letzte effektive Arbeitstag am 2
7.
März 2011 war
(vgl.
Urk.
11/3 S.
4
Ziff.
5.4;
Urk.
11/
13 S.
1 f.
Ziff.
2.1-2.3,
Ziff.
2.7
)
.
U
nter Hin
weis auf Herz- und Rückenbeschwerden
meldete er sich am 2
6.
September 2011
bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (vgl.
Urk.
11/3 S.
4
Ziff.
6.2). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische und erwerbliche Situation (
Urk.
11/
6-8) ab und teilte dem Versicherten daraufhin am 1
1.
November 2011 mit, dass derzeit keine beruflichen Eingliederungsmassnahmen möglich seien (
Urk.
11/9). Nach weite
ren Abklärungen der medizinischen und er
werblichen Situation (
Urk.
11/10-11,
Urk.
11/13,
Urk.
11/18) auferlegte die IV-Stelle dem Versi
cher
ten als Schadenminderungspflicht die Durchführung einer
Physiotherapie sowie einer
psychiatrisch-pharmakologischen und psy
chiatrisch-psychologi
schen Behandlung
(vgl. Schreiben vom 2
9.
Juni 2012,
Urk.
11/20)
. Mit Ver
fügung vom 1
9.
Dezember 2012 (
Urk.
11/26,
Urk.
11/28) sprach die IV-Stelle dem Versicherten
sodann
bei einem Invaliditätsgrad von 100
%
eine ganze Invalidenrente mit Wirkung ab dem
1.
Mai 2012 zu.
1.2
Nach Eingang des Revisionsfragebogens vom 1
1.
Juli 2013 (
Urk.
11/29) tä
tigte
die IV-Stelle erneut Abklärungen
der
medizinischen und erwer
blichen Situa
tion (
Urk.
11/30-32,
Urk.
11/35) und veranlasste eine polydisziplinäre Begut
achtung durch die
Medizinische Abklärungsstelle
Z._ GmbH
, über welche am
7.
April 2014 berichtet wurde (
Urk.
11/46).
Nachdem die IV-Stelle dem Versicherten mit Vorbescheid vom 3
1.
Oktober 2014 (
Urk.
11/54) die Einstellung der Invalidenrente in Aussicht gestellt und
dieser
dagegen Einwände (
Urk.
11/60) erhoben hatte, erteilte
sie
ihm
nach Aufforderung zur Wahrnehmung der Mitwirkungspflicht (
Urk.
11/62)
Kos
ten
gutsprache
für eine Potentialabklärung bei der
A._
(
Urk.
11/68), über welche am 1
5.
Juni und
9.
Juli 2015 berichtet wurde (
Urk.
11/70-71). Gestützt darauf teilte die IV-Stelle dem Ver
sicherten am 2
2.
Juli 2015 mit, dass derzeit keine Eingliederungsmass
nah
men möglich seien (
Urk.
11/72).
Sodann wurde
ihm
die Gelegenheit ein
ge
räumt,
um
zu den weiteren medizinischen Berichten (
Urk.
11/78,
Urk.
11/80) St
ellung zu nehmen (
Urk.
11/8
1
).
Nachdem der Versicherte seine Stellung
n
ahme am
1.
Dezember 2015 eingereicht hatte (
Urk.
11/85), hielt die IV-Stell
e an ihrem Vorbescheid
vom Oktober 2014 fest und hob die bisher dem Ver
sicherten ausgerichtete Invalidenrente mit Verfügung vom 1
4.
Dezember 201
5 (
Urk.
11/87 =
Urk.
2) auf.
2.
Der Versicherte erhob am
1.
Februar 2016 Beschwerde gegen die Verfügung vom 1
4.
Dezember 2015 (
Urk.
2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei ihm weiterhin eine ganze Invalidenrente auszurichten, eventuell mit der Aufforderung, sich
weiterhin
psychiatrisch-psychotherapeutisch behandeln zu lassen. Eventuell sei die Sache für weitere Abklärungen an die Vorinstanz zurückzuweisen (
Urk.
1 S. 2).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 2
6.
Februar
2016 (
Urk.
10
) die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde dem Beschwerdeführer
mit Verfügung vom
9.
März
2016 (
Urk.
12) zur Kenntnis gebracht und gleic
h
zeitig antragsgemäss (
Urk.
1 S.
2) die unentgeltliche Prozessführung und Rechtsvertretung bewilligt. Zudem wurden die Gutachter der
Z._
um eine
ergänzende Stellungnahme ersucht, welche am
1
2.
August
2016 erstattet wurde
(
Urk.
18-
19).
Dem vom Beschwerdeführer daraufhin am 1
3.
September 201
6
gestellten Antrag, diese Stellungnahme sei
nun
wiederum med.
pract
.
B._
sowie den Ärzten der
A._
zur Vernehmlassung zuzustellen
(
Urk.
22), wurde mit Verfügung vom 2
8.
September
2016 (
Urk.
23) nicht statt
gegeben.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind aus
schliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksich
tigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 %
besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreivier
telsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2
des Bundesgesetzes über
die Invalidenversicherung, IVG
).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken.
Rechtsprechungsge
mäss
ist bei psychischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelische
s Leiden
mit Krankheitswert besteht, welche
s
die versicherte Person auch bei Auf
bietung allen guten Willens daran hindert, ein
rentenausschliessendes
Erwerbseinkommen zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG;
BGE 139 V 547
E. 5;
131 V 49
E. 1.2;
130 V 352
E. 2.2.1; vgl. Urteile des Bundesgerichtes
8C_614/2015 vom 15. Dezember 2015 E. 5
und 9C_125/2015 vom 18. Novem
ber 2015 E.
5.4.
).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege
artis
auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychiatrische Diagnose voraus (vgl. BGE 130 V 396; Urteile des Bundesge
richts 8C_616/2014 vom 25. Februar 201
5
E. 5.3.3.3 und 9C_739/2014 vom 30. November 2015 E. 3.2). Eine fachärztlich festgestellte psychische Krank
heit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Es ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilen, ob und inwiefern der versicherten Person trotz ihres Leidens die Verwertung ihrer
Restarbeits
fähigkeit
auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt noch sozial-praktisch zumutbar und für die Gesellschaft tragbar sei (BGE 141 V 281 E. 3.7.3; 136 V 279 E. 3.2.1; BGE 127 V 294 E. 4c; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 20
15 E. 5 und 8C_731/2015 vom 18.
April 2016 E. 4.1).
1.3
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Renten
bezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Ge
such hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Än
derung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den
Invaliditäts
grad
und
damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht
nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern au
ch
dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich glei
ch
gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert ha
ben (BGE 130 V 3
43 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesund
heitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Ar
beitsfähigkeit ver
ändert hat (Urteile des Bundesgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August
2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unter
schiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im We
sentlichen unverän
dert
gebliebenen Gesundheitszustandes auf die Arbeitsfä
higkeit für sich allein genommen keinen Revisionsgrund im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar.
Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änd
e
rung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Einspracheentscheid
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer
Sach
verhalts
ab
klärung
, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E.
3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438
/2009 vom 26. März 2010 E. 2.
1 mit Hinweisen).
1.4
Gemäss
Art.
88a
Abs.
1
der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV)
ist bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit die anspruchsbeeinflussende Änderung für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem Zeit
punkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie vor
aussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksich
ti
ge
n, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat
und voraussichtlich weiterhin andauern wird. Die hierzu notwendige Prog
no
se unterliegt dabei dem im Sozialversicherungsrecht üblichen
Beweis
grad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 119 V 7 E. 3c/
aa
mit Hin
weisen).
Nach der bundesgerichtlichen Praxis zu
Art.
88a
Abs.
1 IVV ist eine Rente bei Wegfall der Invalidität im Normalfall erst nach Ablauf von drei Monaten seit dem Eintritt der anspruchserheblichen Veränderung aufzuheben (BGE 119 V 98 E. 4a, Urteil des Bundesgerichts I 569/06 vom 20. November 2006 E. 3.3).
1.5
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und ge
gebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und
dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätig
keiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
1.
6
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Unter
suchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt
nis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medi
zinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise be
grün
det sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin hielt in der angefochtenen Verfügung (
Urk.
2) ge
stützt auf die medizinischen Abklärungen fest, dass beim Beschwerdeführer keine Befunde mehr vorlägen, welche eine dauerhafte und wesentliche Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit zur Folge hätten. Der Beschwerdeführer sei sowohl in der bisherigen als auch in einer angepassten Tätigkeit zu 100
%
arbeitsfähig.
Eingliederungsmassnahmen seien durchgeführt worden.
Die bis
her ausgerichtete Invalidenrente sei daher aufzuheben (S. 2 f.).
In der Beschwerdeantwort (
Urk.
10) führte sie ergänzend aus, dass
sich der Gesundheitszustand hinsichtlich des kardialen Leidens klar verbessert habe. Selbst
bei der Annahme, dass die bisherige Tätigkeit nicht einer angepassten Tätigkeit entspreche,
bestehe
nach Vornahme eines Einkommensvergleichs kein Rentenanspruch mehr (S. 1 f.).
2.2
Demgegenüber stellte sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt (
Urk.
1),
die Beschwerdegegnerin habe sein rechtliches Gehör verletzt, indem sie ihm die
Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen Diens
tes (RAD) nicht zugestellt habe
.
Der RAD könne sich
sodann
die entsprechenden Fachkompetenzen nicht anmassen und das Gutachten selbst ergänzen. Diese Ergänzung sei nachzuholen (S. 6).
A
ufgrund seiner gesundheitlichen Situati
on
sei er
derzeit nicht arbeitsfähig
.
Eine wesentliche Veränderung des Gesundheitszustandes liege nicht vor, sondern lediglich eine andere Beurteilung eines im Wesentli
chen gleich gebliebenen Sachverhalts (S.
7). Schliesslich sei er auch unter Berücksichtigung des gutachterlichen Zumutbarkeitsprofils nicht in der Lage,
seine bisherige
Tätigkeit als Kellner auszuüben;
dies zumindest nicht ohne umfangreiche Anpassungen des Tätigkeitsprofils (S. 8 f.).
2.3
Strittig und zu prüfen ist, ob sich der Gesundheitszustand des Beschwerde
füh
rers seit der rentenzusprechenden Verfügung vom 1
9.
Dezember 2012
(
Urk.
11/26,
Urk.
11/28) erheblich verbessert hat, und gestützt darauf die F
rage, ob die verfügte Aufhebung der Rente rechtens ist.
3.
3.1
Vorab
gilt es
,
die vom Beschwerdeführer
gerügte
Gehörsverletzung zu beur
teilen, wonach die Beschwerdegegnerin ihm die
RAD-
Stellungnahme nicht
rechtzeitig
zugestellt habe (vgl.
Urk.
1 S. 6).
3.2
Ein Bestandteil des Anspruchs auf rechtliches Gehör, wie er neben der expli
zi
ten gesetzlichen Regelung in Art. 42 ATSG auch in Art. 29 Abs. 2 der Bun
desverfassung (BV) garantiert wird, ist das Recht der versicherten Person, sic
h
vor Erlass eines in ihre Rechtsstellung eingreifenden Entscheids zur Sa
che zu äussern, erhebliche Beweise beizubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden und an der Erhe
bung wes
entlicher Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum
Beweiser
gebnis
zu äussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beein
flussen (BGE 132 V 368 E. 3.1).
3.3
Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, dass ihm die
RAD-
Stellungnahme
vom 1
5.
Oktober 2015
erst nach erfolgter Verfügung und auf Reklamation hin zugestellt worden sei (vgl.
Urk.
1 S. 5
Ziff.
5)
, so hat er
nun
die Möglich
keit erhalten
, sich vor einer Beschwerdeinstanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt als auch die Rechtslage frei überprüfen kann,
wogegen
eine
Rückweisung
einzig zur Gewährung des rechtliches Gehörs
lediglich zu ei
n
em formalistischen Leerlauf führen würde
und daher davon
abgesehen wer
den
kann
(BGE 132 V 387 E. 5.1, 124 V 180 E. 4a).
D
ie vom RAD in besagter Stellungnahme gewürdigten medizinischen Berichte
wurden zudem
während des Verfahrens vor dem hiesigen Gericht den Gutachtern der
Z._
zur ergän
zenden Stellungnahme zugestellt
,
wo
mit dem Antrag des Be
schwerde
führers
(
Urk.
1 S. 6
Ziff.
1.3
) entsprochen wurde
(vgl. Verfügung vom
9.
März 2016,
Urk.
12)
.
4.
4.1
Der rentenzusprechenden Verfügung vom 1
9.
Dezember 2012 (
Urk.
11/26,
Urk.
11/28) lagen im Wesentlichen die folgenden Berichte zugrunde:
4.2
Med.
pract
.
C._
, Fachärztin für Orthopädische Chirurgie und Trau
ma
tologie des Bewegungsapparates,
D._
Klinik, diagnostizierte mit Be
richt vom
1.
April 2011 (
Urk.
11/10/29-30) einen Bandscheibenvorfall L4/5
mediolateral
rechts sowie eine leichte
Fazettengelenksarthrose
L4/5 beidseits und eine beginnende
Osteochondrose
. Als Nebendiagnosen nannte sie –
hier
gekürzt aufgeführt – eine derzeit stabile
monoklonale
Gammopathie
unklarer Signifikanz (MGUS;
Erstdiagno
se, ED, 2009), eine koronare
Dreia
s
terkran
kung
, eine Ektasie der Sinusportion und der Aorta
ascendens
sowie eine
Peri
arthropathia
humeroscapularis
(
PHS
)
rechts (S. 1).
E
ine operative Versorgung
sei
geplant, wobei zunächst
in
kardio-pulmonaler Hinsicht
ab
geklärt werden müsse, ob
dem
Beschwerdeführer eine Operation
von 90 Mi
nuten
in Bauch
lage
zugemutet werden könne
(S. 2).
Am 2
3.
Juni 2011
wurde darüber informiert, dass
die geplante Operation der Diskushernie infolge einer Operation eines Aneurysma der A
orta
habe
abge
sagt werden müsse
n
(
vgl.
Urk.
11/
11/6-7
).
4.
3
Mit Bericht vom
2.
August 2011 (
Urk.
11/7/7-12) nannte
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin sowie für Kardi
o
logie und für Intensivmedizin, Klinik
F._
, die folgenden
–
hier
ge
kürzt aufgeführten -
Diagnosen (S. 1):
Status nach Ersatz der
Aorta
ascendens
und der Sinus
V
alsalvae
mit Reimplantation der Aortenklappe am 2
3.
Mai 2011 bei Aneurysma der Aorta
ascendens
und mittelschwerer
Aortenklappeninsuffizienz
bei
Anulusdilatation
k
oronare Dreig
efässerkrankung
bei aktuell keinem
Ischämienachweis
k
ardiovaskuläre Risikofaktoren: Hypercholesterinämie, positive
Fami
li
en
anamnese
, Status nach chronischem Nikotinkonsum
Z
wei M
onate nach der Operation mit Ersatz der Aorta
asc
enden
s
und Reim
plantation der Aortenklappe
zeige sich
ein ausgezeichnetes Ergebnis mit einem
dichten Graft
und einer perfekt funktionierenden Aortenklappe. Die linksventrikul
äre Funktion sei normal (S. 2).
4.4
Dem Schreiben
vom 2
4.
August 2011 (
Urk.
11/8/6-7)
von
Dr.
E._
ist zu entnehmen,
dass die am 2
3.
Mai 2011
durchgeführte Operation
aus prog
nostischen Gründen
erfolgt
sei. Eine diesbezügliche Symptomatik habe nicht best
anden. Auch
hinsichtlich
der koron
aren Dreig
efässerkrankung bestünden
nach den
diversen
Revaskularisationen
respektive
Stentimplantationen
keine
Ischämiezeichen
respektive
Stenoisierungen
(S. 1
Ziff.
1).
Aufgrund
der er
folgte
n
Operation sehe er derzeit keinen Grund mehr für eine an
dauernde Arbeit
sunfähigkeit. Eine
allfällige Arbeitsunfähigkeit sei abhängig von der
Symptomatik des Rückenleidens. Aus kardiologischer Sicht sollte eine Ar
beit
s
fähigkeit
möglich sein
,
welche
mit leichter kö
rperlicher Belastung ein
her
gehe
. Infolge
der
Rekonvaleszenz von der am 2
3.
Mai 2011 erfolgten Operation sei lediglich mit einer Arbeitsunfähigkeit von zwei bis maximal drei Monaten zu rechnen.
Ein
bleibender Nachteil
sei nicht
zu erwarten
.
Bei bekannter koro
na
rer Dreig
efäss
erkrankung sei denkbar, dass der Beschwer
deführer diesbe
züglich wieder symptomatisch werde
(S. 2
Ziff.
4,
Ziff.
6,
Ziff.
8).
4.5
Mit Bericht vom
3.
November 2011 (
Urk.
11/7/13-15) informierte
Dr.
med.
G._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und für
Angiologie
, über die gleichentags erfolgte
angiologische
Un
tersuchung des Beschwerde
führer
s
, wobei
im Wesentlichen
eine Stammveneninsuffizienz der
V
ena
saphe
na
magna linksbetont sowie eine generalisierte
dilatative
und
oblite
rierende
Arteriopathie
habe
diagnostizier
t
werden können
(S. 1).
Da bisher keine Komplikationen hinsichtlich der Venenerkrankung aufgetreten seien, bestehe keine dringende medizinische Indikation zur Operation (S. 3).
4.6
Dr.
med.
H._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, gab mit Bericht vom
9.
November 2011 (
Urk.
11/7/5-6) an, dass er den Beschwerde
führer seit März 2008 behandle (S. 1
Ziff.
1.2), und
nannte
als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
ein
lumbospondylogenes
,
differential
dia
g
nostisch
lumboradikuläres
Schmerzsyndrom des rechten Bei
nes sowie ein
en
Verdacht auf eine reaktive depressive Episode. Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte
er
Folgendes (S. 1
Ziff.
1.1):
koronare Dreiasterkrankung bei Status nach diversen
kathetertechni
schen
Eingriffen
Ektasie der Sinusportion der Aorta
ascendens
bei Status nach Ersatz der Aorta
ascendens
sowie Sinus
V
alsalva
e
und Reimplantation der Aortenklappe am 2
3.
Mai 2011, notfallmässige
Rethorakotomie
am 2
4.
Mai 2011 bei Blutung
MGUS (
ED
2009
)
PHS
rechts
Der Beschwerdeführer sei bezüglich der kardialen Situation in einem stabilen Zustand. Hinsichtlich der Rücke
nproblematik
sei ein operativer Eingriff ge
plant gew
esen, welcher allerdings aufgru
nd der vo
rdringlichen Operation an der Aorta
ascendens
habe verschoben werden müssen.
Postoperativ habe sich
eine reaktive depressive Episode abgezeichnet. Daneben seien die lumbalen Schmerzen mit Ausstrahlung ins rechte Bein wieder vermehrt aufgetreten.
In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit st
ünd
e
n
die
lumboradikuläre
Schmerzproble
ma
tik
sowie die psychische Situation im Vordergrund (S. 2
Ziff.
1.4). In der bis
herigen Tätigkeit sei der Beschwerdeführer seit d
em operativen Eingriff an der Aorta
ascendens
zu 100
%
arbeitsunfähig (S. 2
Ziff.
1.6).
4.7
M
it Bericht vom 2
7.
März 2012 (
Urk.
11/18/8-15)
informierte
Dr.
E._
darüber, dass sich zirka zehn Monate nach
dem
Ersatz
der Aorta
ascendens
und
der
Reimplantation der Aortenklappe bei Aneurysma der Aorta
ascen
dens
ein ausgezeichnetes Ergebnis mit einem intakten Graft ohne Leck und einer perfekten Funktion der reimplantierten Aortenklappe finde. Die
links
ventrikuläre
Funktion sei normal. Nach Wegfall der
Aorteninsuffizienz
habe sich die linksventrikuläre Muskelmasse zurückgebildet und liege im oberen Normbereich. Die Volumina hätten tendenziell ebenfalls etwas abgenommen. Unter der aktuellen Therapie bestehe eine asymptomatische Sinusbradykardie mit geringem Anstieg unter Belastung. Dennoch könne der Beschwerdefü
hrer
120
%
des Solls leisten. In der
unter Belastung erfolgten
Elektrokardiogra
ph
ie (
EKG
)
fänden sich keine Hinweise für eine Koronarischämie.
Aus
kardi
o
vas
kulärer
Sicht
sei
der Beschwerdeführer
beschwerdefrei. Eine gewisse Ein
schränkung bestehe nach wie vor aufgrund des chronischen
Lumbover
tebral
syndroms
(S. 2).
4.8
Am 1
0.
April 2012 führte
Dr.
H._
aus,
dass der Beschwerdeführer seit der im Mai
2012 (richtig:
2011
)
erfolgten Operation nicht mehr arbeitsfähig gewesen sei
, wobei z
unächst
die postoperative Problematik
bei Status nach Er
satz der Aorta
as
cendens
vordergründig gewesen sei
. Im Verlauf seien
erneut
teils immobilisierende Rückenschmerzen
bei
bestehendem
lumboradi
ku
lären
Schmerzsyndrom aufgetreten und es habe sich eine zunehmende reaktive de
pressive Problematik gezeigt.
Entsprechend sei der Beschwerde
führer seit Mai 2011 stets zu 100
%
arbeitsunfähig gewesen.
Im Vordergrund st
ünden
die Sanierung der Wirbelsäulenproblematik
sowie
eine fachärztlich psychiatri
sche Beurteilung (
vgl.
Urk.
11/18/6-7
S. 2
Ziff.
1.6,
Ziff.
1.8).
4.9
Mit Stellungnahme vom 2
4.
April 2012 kam
RAD-Arzt
Dr.
med.
Dr.
rer
. pol.
I._
,
Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, zum Schluss, dass seit dem am 2
7.
März 2012
erfolgten Herz-Gefässeingriff auch in einer adaptierten Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit
plausibel sei.
Die
postulierte depressive Episode sei grundsätzlich einer Behandlung zu
gänglich, w
eshalb
dem Beschwerdeführer bei aktuell anzunehmendem insta
bi
lem
Gesundheitszustand eine Schadenminderungspflicht aufzuerlegen sei. Eine
Revision sei in einem Jahr durchzuführen.
Ergänzend führte er am 1
4.
Mai 2012 aus, dass eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit seit dem am 2
3.
Mai 2011 erfolgten operativen
Aortenklappenersatz
sowie Ersatz der Aorta
ascendens
ausgewiesen sei
(vgl.
Urk.
11/19 S. 3 f.).
5.
5.1
Beim Erlass der vorliegend angefochtenen, rentenaufhebenden Verfügung vo
m
1
4.
Dezember
2015 (
Urk.
2) stützte sich die Beschwerdegegnerin auf die nach
folgenden Berichte.
5.2
Dr.
E._
bestätigte mit Schreiben vom
3.
Mai 2013 (
Urk.
11/30/11-16) die bisher von ihm gestellten Diagnosen. Der Beschwerdeführer sei aus kar
dia
ler Sicht im Alltag beschwerdefrei.
Es
bestünden keine
klinischen
Zeichen einer Herzinsuffizienz.
Er leiste
sein Soll
i
m Belastungs-EKG ohne klinische oder elektrokardiographische Hinweise für eine belastungsabhängige
Koro
na
ri
schämie
, dies trotz stark gebremstem Anstieg
der Frequenz
unter niedrig dosier
ter Behandlung
mit Betablocker
. Die Echokardiographie dokumentiere zwei Jahre nach Ersatz der Aorta
ascendens
mit Reimplantation der Aorten
klappe ein perfektes Ergebnis mit vollständig normaler Funktion der Aorten
klappe, gutem
Ascendens
-Graft und weitgehend normalisiertem
linksventri
kulärem
Volumen und Muskelmasse (S. 1 f.).
5.3
Med.
pract
.
B._
, praktische Ärztin, diagnostizierte mit Bericht vom
6.
Mai 2013 (
Urk.
11
/30/7-8) eine Anpassungsstörung,
Angst und de
pressive Reaktion gemischt
(ICD-10 F43.22)
.
Zwischen Oktober 2012 und Apri
l 2013 hätten insgesamt acht Gespräche stattgefunden
.
Der Beschwer
deführer wünsche keine weiteren Gespräche mehr, da er ausschliesslich ein körper
li
ches Problem
erkenne
und ihm die psychotherapeutischen Gespräche nicht mehr helfen würden. Eine weitere psychopharmakologische
Medikation lehne er vehement ab
(S. 1).
Er sei vollkommen fixiert und eingeengt auf sein körperliches Erleben. Dieses emotionale Vermeidungsverhalten führe lang
fristig dazu, das Leiden zu verstärken. Leider sei er noch nicht in der Lage, seinen unproduktiven Kampf aufzugeben und sich auf noch vorhandene Ressourcen zu konzentrieren (S. 2).
5.4
Mit Bericht vom
5.
August 2013 (
Urk.
11/30/5-6) nannte
Dr.
H._
fol
ge
nde Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 1
Ziff.
1.1
):
chronisches
lumbospondylogenes
bis
lumboradikuläres
Schmerzsyn
drom
rechts mehr als links bei
Osteochondrose
L4/5 und Status nach Diskushernie L4/5 re
chts sowie
Spondylarthrose
L4/5
Verdacht au
f eine Anpassungsstörung, Angst
und depressive Reaktion gemischt
(
ICD-10 F43.22; diagnostiziert
durch
med.
pract
.
B._
)
Als
Diagnosen
ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
nann
te er –
hier
gekürzt aufge
führt – eine koronare Dreigefässerkrankung, einen Status nach Ersatz der Aorta
ascendens
und Sinus
Valsalvae
sowie Reimplantation der Aortenklappe am 2
3.
Mai 2011, ei
ne MGUS sowie
eine
Stammvenenin
suffi
zienz
beider Beine und eine PHS rechts (S. 1
Ziff.
1.1
). Aus internistischer Sicht habe sich seit der letzten Berichtserstattung nichts geändert. Beim Be
schwerdeführer bestünden weiterhin die bekannten Beschwerden am Bewe
gungsapparat so
wie eine reaktive depressive Problematik.
I
m Juli 2013
seien ferner Schmer
zen an der rechten Schulter
aufgrund einer Begleitbursitis bei
Supraspi
natusläsion
aufgetreten. Der Befund sei diskret, weshalb
diesbezüg
lich
keine weiteren Massnahmen geplant
seien
.
Hinsichtlich
des Verlaufs lieg
e keine Verbesserung der Problematik vor (S. 2
Ziff.
1.4). Der Beschwerdeführer sei
aufgrund der depressiven Problematik sowie der chronischen Rücken
schmer
zen
weiterhin
nicht arbeitsfähig. Längerfristig sei allenfalls eine vertrauens
ärztliche Untersuchung durchzuführen (S. 2
Ziff.
1.6).
5.5
Dr.
med.
J._
, Facharzt für Neurochirurgie,
sowie
Dr.
med.
K._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Be
wegungsapparates,
D._
Klinik,
diagnostizierten mit Bericht vom 1
0.
Okto
ber 2013 (
Urk.
11/35)
eine Lumbalgie bei
Osteochondrose
L4/5 und Status nach Diskushernie L4/5 rechts sowie eine
Spondylarthrose
L4/5 (S. 1). In Anbetracht der Tatsache, dass der Beschwerdeführer unter konservativer Therapie
-
mit Ausnahme der
Schmerzexazerbation
im letzten Monat
-
gut
zurecht komme und keine fokal neurologischen Defizite bestünden, könne mi
t der konservativen Therapie weitergefahren werden. Dem Beschwerde
führer sei eine Wiederholung der therapeutischen
Fazettengelenksinfiltration
L4/5
angebot
en worden,
wobei er eine solche erst bei Zunahme der Be
schwerden durchführen lassen möchte (S. 2).
5.6
Am
7.
April 2014 erstatte
te
n die Ärzte der
Z._
ihr polydisziplinäres Gut
ach
ten in den Fachdisziplinen Allgemeine Innere Medizin, Kardiologie, Neu
rologie, Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsap
parates sowie Psychiatrie und Psychotherapie zuhanden der
Beschwerdegeg
nerin
(
Urk.
11/46). Dabei
na
nnten sie
als Di
agnose mit Auswirkung auf die Ar
beit
s
fähigkeit
ein chronisches
lumbovertebrales
Schmerzsyndrom
mit
radio
lo
gisch beidseitiger Diskushernie L5/S1 ohne Kompression neuraler Struktu
ren und
Osteochondrosen
L4/5 sowie kleiner Diskushernie L1/2 und L5/S1 ohne
Kom
pression neuraler Strukturen
. Als
Di
agnosen
ohne Auswir
kung auf die Arbeits
fähigkeit
nann
ten sie
(
S. 22):
koronare Dreigefässerkrankung mit Status nach mehrfacher
Kathe
ter
in
tervention
und
Stentimplantation
in den Jahren 2000, 2003 und 2007
Status nach Ersatz der Aorta
ascendens
mit Reimplantation der Aorten
klappe am 2
3.
Mai 2011 bei
Aortenektasieersatz
mit Reim
plantation der Aortenklappe
Restless
-
L
egs
-Syndrom
(RLS)
Insomnie, mit teilweise somatischen Anteilen bei RLS und Rücken
schmerz
en
Hypercholesterinämie
Stammveneninsuffizienz der
Vena
saphena
magna linksbetont, ED No
vember 2011
MGUS
Angst und Depression gemischt
(ICD-10 F43.22)
In der orthopädischen klinischen Untersuchung
seien
eine gute Beweglichkeit der
Lendenwirbelsäule (
LWS
)
, ein normales Gangbild und keinerlei
radikuläre
Zeichen
festgestellt worden
. Es finde sich lediglich eine lokale
Druckdolenz
im Bereich der LWS und wenig paravertebraler Hartspann. Aus radiologi
scher Sicht
zeige
sich eine Streckhaltung der LWS, soweit
dies
im Liegen
be
urteilbar
sei
. Zudem bestehe eine fortgeschrittene, leicht
erosive
Osteo
chon
drose
L4/5 mit hochgradig verschmälertem
Intervertebralraum
und Nach
weis
einer breitflächigen, beidseits knapp bis
intrafo
raminal
reichenden
Diskus
hernie
.
Eine
Beeinträchtigung neuraler Strukturen
liege hingegen nicht vor
. Sodann zeige sich eine
leichtgradige
Diskopathie
L1/2 mit Nachweis ei
ner
kleinen paramedian rechts nach kranial
subluxierender
Diskushernie mit Au
s
bildung eines kleinen Diskussequesters,
wobei kein
Kontakt zu neuralen Struk
turen
ersichtlich sei
. Ausserdem liege eine
leichtgradige
Diskopathie
L5/S1 mit Nachweis einer
breitflächigen
Diskusprotrusion
vor; dies ebenfalls ohne Kontakt zu neuralen Strukturen.
Ansonsten zeige sich eine normale Darstellung der übrigen Segmente der LWS wie auch der
Iliosakralgelenke
(
ISG
)
.
D
ie angegebenen Beschwerden
fänden somit
sowohl klinisch als auch
radiologisch nur teilwe
ise ein entsprechendes Substrat, wobei d
er radiologi
sche
Befund gegenüber den Voraufnahmen
aus den
Jahre
n
2011 und 2012 geri
ng
fügig
zugenommen
habe
. Neurale Strukturen würden jedoch weiterhin nicht
tangiert. Auch die Einnahme von Schmerzmitteln erfolge nach eigenen An
ga
ben nur bedarfsweise
, was
nicht zu den Angaben von dauernden Schmer
zen
der Schmerzstärke
6 bis
7 und teilweise
8 bis
9 passe. Die objek
tiven Befunde am Achsenskelett würden eine leicht reduzierte
Rückenbelast
barkeit
begrün
den. Das Heben und Tragen von Lasten über 15 kg sowie Ar
beiten in ge
bück
ter Haltung seien nicht zumutbar. Dasselbe gelte für Arbei
ten in stän
diger Zwangshaltung des R
ückens und Arbeiten in ständig
stehen
der Hal
tung. In der angestammten Tätigkeit als Kellner bestehe somit teil
weise
eine
Inkon
gruenz zu dem berufstypischen Arbeitsprofil im Sinne stän
dig stehender Arbeit. Für die anderen Tätigkeiten
als
Kellner
wie beispiels
weise das B
ring
en
von Essen und Getränken bestünden jedoch keine Ein
schränkungen. Alle schweren und mittelschweren rückenbelastenden Tätig
keiten seien ebenfalls nicht zumutbar. Im Rahmen des Zumutbarkeitsprofils sei der Beschwerde
führer hingegen in einer körperlich
leichten und
mittel
schweren,
wechsel
be
lastenden
Tätigkeit mit Sitzen, Gehen und Stehen zu 100
%
arbeitsfähig. Aus orthopädischer Sicht sei retrospektiv betrachtet eine andauernde Arbeitsun
fähigkeit nicht nachvollziehbar (S. 13 ff.).
Aus psychiatrischer Sicht lasse sich
anhand der erhobenen Befunde derzeit
k
ein
schwergradiges
depressives Krankheitsbild feststellen. Ebenso wenig liege
eine generalisierte Angststörung vor. Es sei auch weiterhin von der Di
ag
nose einer Angst und Depression
gemischt auf dem Boden einer
Anpas
sungs
störung
auszugehen. Eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
liege
nicht
vor
,
wobei
dies auch
aus
retrospektiv
er
Sicht gelte
. Eine medikamen
töse
Be
hand
l
ungsbedürftigkeit
bestehe derzeit nicht.
Psychotherapeutische Gespräche
könn
ten sicherlich entlastend und stabilisierend wirken, müssten allerdings vom Beschwerdeführer gewünscht werden.
Es sei glaubhaft
, dass er dies
e
bedarfsweise
in Anspruch nehme
(S. 16 f.).
In der internistischen Untersuchung
habe eine Stammveneninsuffizienz
lin
k
s
betont
, insbesondere im proximalen oberen Drittel des Unte
rschenkels und distalen Drittel
des Oberschenkels
, festg
estellt werden können.
I
m Be
reich des rechten Beines
sei dies geringer ausgeprägt ebenfalls ersichtlich gewesen
. Es
finde sich
sodann
beidseits keine Hautverfärbung, keine öde
matöse Schwel
lung
und keine Induration. Hinsichtlich der
bestehenden
Hy
perchole
sterinä
mie werde eine medikamentöse Therapie durchgeführt, wo
bei
befriedigende Cholesterinwerte festgestellt worden seien. Die diagnostizierte MGUS habe bislang zu keinerlei Funktionseinschränkungen geführt. Aus rein internis
ti
scher Sicht sei der Beschwerdeführer
daher
zu 100
%
arbeitsfähig, wobei dies auch retrospektiv gelte (S. 17 f.).
Aus kardiologischer Sicht bestehe eine bekannte
koronare Herzkrankheit (
KHK
)
bei
Status nach
Katheterinterventionen
an allen Gefässen,
Stentim
plantationen
und Ersatz der Aorta
ascendens
mit Rei
mplantation der Aorten
klappe. Es
liege
ein normaler kardialer Befund mit guter körperlicher Leis
tungsfähigkeit und keinen Hinweisen auf eine Progredienz der KHK
vor
. Die reimplantierte Aortenklappe funktioniere einwandfrei. Die Aorta
ascendens
sei normal dimensioniert. Sowohl die klinische Untersuchung als auch EKG, Echokardiogramm und Belastungs-EKG brächten keine relevante
Pathologie hervor
. Aus kardialer Sicht sei der Beschwerdeführer zu 100
%
arbeitsfähig (S. 18).
In der neurologischen Untersuchung
hätten sich im Neuros
tatus keinerlei sensomotorische
Defizite verifizieren lassen. Die Reflexe seien
einschliess
lich
der
Tibialis
-
posterior
-Reflexe
symmetrisch mittellebhaft. Der
Lasègue
sei eb
en
falls negativ im Sinne fehlender
radikulärer
Ausstrahlungen. Die
Mag
net
reso
nanztomographie
(
MRI
)
der LWS habe ebenfalls bestätigt, dass keine
neuroirritativen
oder
neurokompressiven
Befunde
vorlägen
. Aus neurologi
scher Sicht ergäben sich hieraus keine
zusätzlichen Beeinträchtigungen, wes
halb diesbezüglich
auf die orthopädische Beurteilung zu verweisen
sei
. Der Beschwerdeführer
beklage allerdings
zusätzlich
e Beschwerden
, welc
he im
Sinne eines
Restless
-
L
egs
-Syndroms zu
interpretieren
se
ien. Eine konse
quen
t
e Therapie könne
dieses Beschwerdebild
jedoch
kupieren
.
Zumindest tagsüber bestünden diesbezüglich keine Einschränkungen. Hinsichtlich der Beschwer
den an der linken Hand,
wobei in der Nacht
Parästhesien
aufträten
, seien
am ehesten Beschwerden aus dem
k
osto
klavikulären
Bereich denkbar.
D
erzeit
lägen
k
eine relevanten Befunde vor
. Am rechten Fuss sei sodann ein Senk
fuss feststellbar, wobei kein Hinweis für ein Morton-Neurom vorliege. Aus neurologischer Sich
t sei somit keine eigenständige
Diagnose mit Rele
vanz für die Arbeitsfähigkeit feststellbar, welche über die
orthopädische
Be
wertung hinausgehe (S. 18 f.).
Zusammenfassend kamen die Gutachter
der
Z._
zum Schluss, dass der Beschwerdeführer sowohl in der bisherigen als auch in einer angepassten
Tätigkeit im Rahmen des Zumutbarkeitsprofils zu 100
%
arbeitsfähig sei, so
weit
dies im Arbeitsbereich als Kellner umsetzbar sei. Das somatische
Zumut
barkeitsprofil
umschrieben sie dabei wie folgt:
Es seien ihm
rückengerechte, körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeiten mit Heben und Tragen von Lasten bis 15 kg
möglich
. Nicht zumutbar seien hingegen Tätigkeiten mit da
rüber hinausgehenden Gewichtsbelastungen,
somit
alle schweren und durch
gehend mittelschweren rückenbelastenden Tätigkeiten in ständiger
Zwangs
hal
tung
des Rückens sowie Tätigkeiten in ständig stehender Haltung (S. 22). Der Gesundheitszustand sei retrospektiv betrachtet hinsichtlich des kardialen Leidens klar verbessert, bestehe
doch
derzeit eine normale
Herzbelast
barkeit
. Auch aus psychiatrischer Sicht könne retrospektiv
und
unter Be
rücksich
ti
gung des
durch med.
pract
.
B._
erhobenen
Befundes
sowie
der
Durch
führung von acht psychotherapeutischen Gesprächen keine Ein
schrän
kung der Arbeitsfähigkeit für die
bisherige
oder eine
angepasste Tätig
keit
erkannt werden. Die Diagnose einer Angst und Depression
gemischt
vermöge auch retrospektiv keine längere Arbeitsunfähigkeit zu begründen. In ortho
pä
discher
bildtechnischer
Hinsicht bestehe
ungefähr
d
ie
gleiche
Sach
lage
,
wobei
weiterhin
keine
radikuläre
Komponente
vorliege
. Der
Beschwer
deführer
habe anlässlich der neurologischen Untersuchung selbst angegeben, dass sich das Rückenleiden unter der Arbeitsentlastung gebessert habe. Zu
mindest für eine entsprechende ideale angepasste Tätigkeit könne somit eine Verbesserung der Rückenbeschwerden respektive eine volle
Arbeitsfähigkeit konstatiert werden (S.
23). Im Rahme
n des Zumutbarkeitsprofils habe, ausge
nommen während
der Zeit der
Hospitalisation
und Rehabilitation aufgrund der am 2
3.
Mai 201
1 erfolgten Operation,
keine Einschränkung der Arbeits
fähigkeit in der ange
stammten und einer angepassten Tätigkeit bestanden (S. 24).
5.7
Mit Stellungnahme vom
7.
Juli 2014 hielt RAD-Arzt
Dr.
I._
fest, dass für die Beurteilung
auf das Gutachten der
Z._
abzustellen sei.
D
er kardiale Gesundheitszustand
habe sich
bei normaler Herzbelastbarkeit verbessert. Aus psychiatrischer Sicht sei eine längere Einschränkung der Arbeitsfähigkeit wenig wahrscheinlich.
In orthopädischer Hinsicht könne bei fehlender Kom
pression eine Verbesserung
hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit in einer
Ver
weistätigkeit postuliert werden. Der Beschwerdeführer sei in der bisherigen sowie einer angepassten Tätigkeit zu 100
%
arbeitsfähig. Dabei bestünden leichte Einschränkungen der Flexibilität. Es müsse sich um rückengerechte, körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeiten mit
einer
Gewichtslimite
von 15 kg handeln, wobei Zwangshaltungen zu vermeiden seien (vgl.
Urk.
11/53 S. 5).
5.8
Dr.
E._
gab mit Bericht vom 1
3.
März 2015 (
Urk.
11/78/10-11) an, dass der Beschwerdeführer seit etwa zwei Monaten ein episodisch nicht
an
strengungsabhängiges
linksseitiges Druckgefühl bemerke. Im Belastungs-EKG fänden sich neu
erdings
ischämieverdächtige
ST-Streckensenkungen
, dies vor allem inferior.
D
ie beschriebene Symptomatik
habe allerdings
nicht ausgelöst werden können. Echokardiographisch zeige sich ein unverändert guter Be
fund (S. 2).
Mit erneutem Bericht vom
4.
Mai
2015 (
Urk.
11/78/7-9) informierte
Dr.
E._
über das zwischenzeitlich durchgeführte Perfusions-MRI des Herzens, welches eine belastungsinduzier
te Ischämie inferior und
infero
late
ral
ergeben habe (S. 1 unten). Die Koronarangiographie habe zwar eine dif
fuse koronare
Atherom
a
tose
gezeigt,
hingegen
keine Rezidiv-Stenose, ins
besondere auch nicht in den
interventionell
behandelnden Stellen. Die
links
ventrikuläre
Funktion sei bei umschriebener leichter inferiorer
Hypokinesie
global normal.
Da eine, wenn auch relativ wenig ausgeprägte,
belastungsab
hängige
Ischä
mi
e dokumentiert worden sei, empfehle er den Ausbau der
an
tiischämischen
Be
handlung (S. 2).
5.9
Am
9.
Juli 2015 informierten die zuständig
en Personen der
A._
über die vom
1.
bis 2
6.
Juni 2015 erfolgte Potentialabklärung (
Urk.
11/71).
Aktuell sei eine Integration in eine Tätigkeit am allgemeinen Arbeitsmarkt nicht erreich
bar. Es sei zu befürchten, dass der Beschwerdeführer
gegenwärtig
auch auf regelmässige leichte Belastungen mit einer Verschlechterung seines Gesund
heitszustandes reagiere. Er sei derzeit nicht in der Lage, sich von Belastungen zu regenerieren, um eine berechenbare und planbare Arbeitsleistung zu er
z
ie
len. Günstig er
scheine es, dass er weiterhin die vorhandene Möglichkeit eines strukturierten Alltags nutze und sich täglich in einem geringen Pensum mit
einer stützenden Tätigkeit (beispielsweise Freiwilligenarbeit) auseinan
der
se
tze. Hierb
ei sei aktuell ein Pensum von 1 bis
1.5
Stunden realistisch (S. 4 f.).
5.10
In dem am 1
4.
August 2015 bei der Beschwerdegegnerin eingegangenen Be
richt (
Urk.
11/78/1-6)
führte
Dr.
E._
aus, dass eine koronare Herz
krankheit grundsätzlich progredient sei
. Mit Kontrolle der Risikofaktoren, Sekundärprophylaxe und nach wiederholten
interventionellen
Behandlungen bestehe aktuell keine hochgradige Stenose und die linksventrikuläre Funktion sei erhalten. Prognostisch falle ebenfalls die Aneurysma-Erkrankung der Aorta ins Gewicht, wobei die Prognose nach erfolgreichem Ersatz der Aorta
ascendens
und Reimplantation der Aortenklappe günstig habe beeinflusst werden können (S. 3
Ziff.
1.4). Zur Arbeitsunfähigkeit könne
er sich nicht äussern
. Diese sei durch den Hausarzt festgelegt worden. Der Beschwerde
führer sei nach eigenen Angaben vor allem durch das chronische
lumbover
tebrale
Syndrom stark beeinträchtigt (S. 3
Ziff.
1.6-1.7).
5.11
Med.
pract
.
B._
gab mit Bericht vom 1
4.
September
2015 (
Urk.
11/80
) an, dass sie den Beschwerdeführer seit Juni 2015 erneut be
handle (S.
1
Ziff.
1.2), und
nannte als Di
a
gnose
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähig
keit
eine mittelgradige depressive Episode mit soma
tischem Syndrom (ICD-10 F32.11
S.
1
Ziff.
1.1). Die Situation habe sich seit der letzten Konsultation vor
dreieinhalb
Jahren eher
verschlechtert
, so dass nun von einer depressiven Entwicklung aus
zugehen
sei
.
Eine Verbesserung der körperlichen Beschwer
den sei aufgrund der vielen
Enttäuschungen über er
folglose Therapien, d
er
zusätzliche
n
Belastung
des Verlusts der Rente und
d
es
schlechte
n
Resultat
s
der Potentialabklärung nicht realistisch.
Der Beschwer
deführer werde nicht in der Lage sein, im ersten Arbeitsmarkt zu bestehen. Dies auch wenn er durch
Aktivierung einiger Ressourcen die Beschäftigu
ng mit sich selber minimieren könne
. Er sei aktuell und auch auf längere Zeit zu 100
%
arbeitsunfähig. Durch die psychiatrisch-psychotherapeutische
n
Ge
spräche k
önn
e langfristig eine leichte Verb
esserung erzielt werden (S. 2
Ziff.
1.4).
5.12
Mit Stellungnahme vom 1
5.
Oktober 2015 führte RAD-Arzt
Dr.
I._
aus, dass keine neuen medizinischen Befunde vorlägen, welche eine Änderung des Arbeitsprofils herbeiführen würden. Es könne weiterhin auf die RAD-Stellungnahme vom
7.
Juli 2014 abgestellt werden (vgl.
Urk.
11/86 S. 4).
6.
6.1
Zur Beurteilung der Frage, ob sich der Gesundheitszustand des Beschwer
defüh
rers erheblich verbessert hat und somit ein Revisionsgrund vorliegt, findet sich in den Akten insbesondere das polydisziplinäre Gutach
ten der
Z._
(vorstehend E.
5.6
), welches die praxisgemässen Kriterien an beweis
kräftige Entscheidungsgrundlagen (vorstehend E.
1.
6
) vollumfänglich erfüllt.
So
erfolgte
eine internistische, orthopädische, neurologische
,
kardio
logische
sowie
ps
ychiatrische Beurteilung, womit das Gutachten
auf für die strittigen Belange umfassenden Untersuchungen
beruht
. Zudem berücksich
tigt
es
die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden (
vgl.
Urk.
11/46 S. 7 f., S.
15,
S.
30 ff., S.
37 ff.)
in angemessener Weise, wurde in Kenntnis der
Vorakten
(vgl.
Urk.
11/46 S.
4 ff.) erstellt und trägt
der konkreten me
dizini
schen Situation Rechnung.
I
n der Darlegung der medizinischen Zusammen
hänge
leuchtet es
ein und die vorgenommenen Schlussfolgerungen zu Ge
sund
heits
zustand und Arbeitsfähigkeit werden ausführlich begründet. Die Beurteilung ist nach dem Gesagten für die Beantwortung der gestellten Fra
gen um
fassend. Für die
Entscheidfindung
kann daher darauf abgestellt wer
den. Dies empfahl überdies auch RAD-Arzt
Dr.
I._
(vgl.
Urk.
11/53 S. 5).
6.2
Sowohl
anlässlich
der internistischen als auch der neurologischen sowie der
kardiologischen und der psych
iatrischen
Untersuchung zeigte sich ein wei
test
gehend unauffälliger
Befund (vgl.
Urk.
11/46 S. 27 f., S. 34
, S. 40 f., S. 44 f.).
Entsprechend wurde
den d
iesbezüglich
festgestellten Diagnosen einer koro
na
ren Dreigefässerkrankung, eines Status nach Ersatz der Aorta
ascen
dens
mit Reimplantation der Aortenklappe am 2
3.
Mai 2011 bei
Aortenek
tasie
ersatz
mit Reimplantation der Aortenklappe
, eines RLS
, einer Insomnie mit teilweise somatischen Anteilen, einer Hypercholesterinämie, einer
Stamm
ve
neninsuffizienz
der
Vena
saphena
magna linksbetont, einer MGUS sowie einer Angst und depressiven Reaktion gemischt (ICD-10 F43.22) nach
voll
ziehbar keine Auswirkung
en
auf die Arbeitsfähigkeit beigemessen
(vgl.
Urk.
11/46 S. 22)
.
So zeig
ten
sich aus kardiologischer Sicht eine gute körper
liche Leistungsfähigkeit und eine einwandfrei funktionierende reimplantierte Aortenklappe. Hinweise auf eine Progredienz der KHK
waren
nicht
erkennbar
und auch der Beschwerdeführer fühlte sich von Seiten des Herzens be
schwer
defrei
(vgl.
Urk.
11/46 S. 18).
S
odann
liess
en
sich
auch
kein
schwergra
diges
depressives Krankheitsbild oder eine generalisierte Angststörung fest
stellen,
weshalb weiterhin von der Diagnose einer Angst un
d Depression ge
mischt
au
f
dem Bod
en einer Anpassungsstörung ausgegangen wurde
(vgl.
Urk.
11/46 S.
17
).
D
ie Gutachter der
Z._
massen
dieser
– insbesondere auch in Anbe
tracht des geschilderten Tagesablaufes und des Umstandes, dass im Zeitpunkt der Begutachtung weder eine psychiatrische G
e
sprächstherapie noch eine
anti
depressive
Medikation erfolgte (vgl.
Urk.
11/46 S.
39, S.
41) – nachvoll
zieh
bar keine
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bei
.
Einzig
anlässlich
der
orthopädische
n
Untersuchung
konnten weiterhin
rele
vante Befunde
fest
gehalten
werden, wobei anhand des MRI der LWS zudem eine minime Befundverschlechterung
zu den Vorberichten erkannt wurde
, je
doch unverändert ohne
Tangierung neuraler Strukturen
(vgl.
Urk.
11/46 S.
9
ff.).
Ausserdem hielten die Gutachter fest, dass die angegebenen Be
schwer
den sowohl aus klinischer als auch radiologischer Sicht nur teilweise ein entspre
chendes Substrat fänden und auch die Einnahme von Schmerz
mitteln nur bedarfsweise erfolge, was nicht zu den Angaben von dauernden Schmerzen der Schmerzstärke 6 bis 7 und teilweise 8 bis 9 passe (
Urk.
11/46 S. 13).
Dem diagnostizierten chronischen
lumbovertebralen
Schmerzsyndrom mit radiologisch beidseitiger Diskushernie L5/S1 ohne Kompression neuraler Strukturen und
Osteochondrosen
L4/5 sowie kleiner Diskushernie L1/2 und L5/S1 ohne Kompression neuraler Strukturen
(vgl.
Urk.
11/46 S. 22) wurde
daher
lediglich in qualitativer Hinsicht Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit beigemessen. Demgegenüber erachteten die Gutachter den Beschwerdeführer in der bisherigen sowie einer angepassten Tätigkeit als zu 100
%
arbeitsfähig, soweit sich diese im Rahmen des Zumutbarkeitsprofils befänden
. Möglich seien rückengerechte, leichte bis mittelschwere Tätigkeiten mit Heben und
Tragen von Lasten bis 15 kg. Demgegenüber nicht zumutbar seien Tätigkei
ten mit darüber hinausgehenden Gewichtsbelastungen, somit alle schweren und durchgehend mittelschweren rückenbelastenden Tätigkeiten in ständiger Zwangshaltung des Rückens sowie Tätigkeiten in ständig stehender Haltung
(vgl.
Urk.
11/46 S. 22).
6.3
Im Hinblick auf die revisionsrechtlich relevante Frage, ob eine wesentliche Verbesserung des Gesundheitszustandes ausgewiesen ist oder lediglich eine andere Beurteilung des gleichen Sachverhaltes vorliegt, lässt sich dem Gut
achten der
Z._
zwar in orthopädischer Hinsicht ein weitestgehend unver
änderter
Befund
entnehmen. Allerdings
wiesen
die Gutachter
auch darauf hin, dass der Beschwerdeführer selbst angegeben habe, dass sich das
Rü
cken
leiden
unter der Arbeitsentlastung gebessert habe
.
Deshalb konstatierten die Gutachten für
entsprechende ideale Verweistätigkeit
en
eine Verbesserung des Rückenleidens respektive eine volle Arbeitsfähigkeit (vgl.
Urk.
11/46 S.
23 unten). Hierzu ist anzumerken, dass eine Rentenrevision auch bei einem an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustand möglich ist, wenn die Ve
r
besse
rung der Arbeitsfähigkeit
damit begründet wird, dass sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verän
dert oder
eine
Angewöhnung oder Anpassung an die Behinderung
stattge
funden hat
(vorstehend E.
1.3; Meyer/
Reichmuth
, Rechtsprechung des Bun
des
gerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz
über die Invaliden
ver
sicherung
,
IVG,
3.
Auflage, Zürich/Basel/Genf 2014,
Rz
22
zu Art. 30-31
).
Zu
dem wird eindeutig festgehalten,
dass sich das kardiale Leiden klar ver
bessert habe und derzeit eine normale Herzbelastbarkeit bestehe (vgl.
Urk.
11/4
6
S.
23).
Bezüglich des psychischen Leidens fällt auf, dass im Zeit
punkt der
Ren
tenzusprache
noch
gar
keine fachärztliche
auf die Vorgaben
eines aner
kannten Klassifikationssystems abgestützte psychiatrische Diag
nose
vorlag (vgl.
hierzu
BGE 130 V 396; Urteile des Bundesgerichts 8C_616/2014 vom 2
5.
Februar 2015 E. 5.3.3.3 und 9C_739/2014 vom 3
0.
November 2015 E.
3.2
), sondern einzig die
Beurteilung
des behandelnden Hausarztes
Dr.
H._
, wonach sich eine zunehmende reaktive depressive Problematik gezeigt habe
.
Dr.
H._
äusserte zudem
auch
lediglich den Verdacht auf eine depressive Reaktion
, wobei insbesondere auch keine entsprechende
Be
funder
hebung
vorlag
(vgl.
Urk.
11/7/5-6 S. 1
;
Urk.
11/18/6-7 S.
1 f.)
.
Da al
lerdings ein verbesserter Gesundheitszustand
und
somit ein Revisionsgrund
gutach
ter
lich eindeutig ausgewiesen
wird und
der Rentenanspruch
daher
ex
nunc
et pro
futuro
ohne Bindung an die ursprüngliche Verfügung in allen seinen Teilen neu zu beurteilen
ist
(BGE 140 V 514 E.
5.2), erübrigen sich weitere
Ausführungen zu einer allfälligen zweifellosen Unrichtigkeit der
rentenzu
sprechenden
Verfügung im Sinne von
Art.
53
Abs.
2 ATSG (vgl. hierzu BGE 125 V 368 E. 2, 110 V 176 E. 2a).
6.4
An dieser Beurteilung ändern die erst nach Erstatten des polydisziplinären Gut
achtens der
Z._
eingegangenen Berich
te nichts, wie dies
mit ergän
zen
der Stellungnahme vom 1
2.
August 2016 (
Urk.
18-
19)
in
nachvollzieh
bar
er und schlüssiger Weise
erkannt wurde
.
Dabei
kamen
die Gutachter
ins
beson
dere zum Schluss
, dass sich an der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit unter Berücksichtigung der am
4.
Mai 2015 erfolgten Ko
ronarangiographie nichts ändere (
vgl.
Urk.
19
S.
2).
So zeige sich eine diffuse KHK ohne signifi
kante Stenosen, weshalb keine Progredienz der KHK zu erkennen sei (vgl.
Urk.
18).
Dr.
E._
selbst hielt auch lediglich eine relativ wenig ausge
prägte belastungsabhängige Ischämie fest, weshalb er den Ausbau der
antiis
chä
mi
schen
Behandlung empfehle (vgl.
Urk.
11/78/7-9 S. 2).
Zudem gab er an, dass der Beschwerdeführer nach eigenen Angaben vor allem durch das chronische
lumbovertebrale
Syndrom stark beeinträchtigt sei (vgl.
Urk.
11/78/1-6 S.
3
Ziff.
1.7).
Eine wesentliche Än
derung des
kardialen
Ge
sundheitszustandes
lässt sich hieraus nicht erkennen.
Hinsichtlich der abweichenden
psychiatrischen
Beurteilung durch med.
pract
.
B._
erachteten es die
Gutachter der
Z._
als nicht nachvollziehbar
, dass
von einer grundsätzlich ungünstigen Prognose ausgegangen
werde
, ob
wohl
d
er Erfolg der antidepressiven Therapie bei den erst neu unter
nomme
nen medikamentösen Versuchen
noch
nicht beurteilt werden
könne.
Der be
schrie
bene psychopathologische Befund
spreche gegen eine therapieresistente psychische Störung. Die Beschwerden des Beschwerdeführers und auch seine Bereitschaft, sich trotz früherer Verweigerung aktuell auf eine medikamen
töse antidepressive Behandlung einzulassen, scheine unter dem Druck und der Angst zu geschehen, seine Rente zu verlier
en. Finanzielle Probleme ent
sprä
chen jedoch eine
r
psychosozialen Belastungssituation und würden keine eigentliche psychiatrische Störung darstellen (
vgl.
Urk.
19
S. 3).
Dieser Ein
schätzung ist
–
auch
in Anbetracht der geltenden Rechtsprechung -
zuzu
stimmen.
Auffallend ist dabei, dass
die erneute Therapieaufnahme bei med.
pract
.
B._
erst nach Erhalt des rentenaufhebenden Vorbescheids
er
folgte
, weshalb Zukunftsängste aufgrund eines drohenden finanziellen Not
standes durchaus
gewichtig waren
. Selbst med.
pract
.
B._
wies auf
die zusätzliche Belastung des Rente
nverlusts
hin (vgl.
Urk.
11/80 S.
2
Ziff.
1.4
unten
)
.
Diese
psychosozialen Belastungsfaktoren
gilt es allerdings bei der Beur
teilung des Vorliegens eines invalidisierenden psychischen
Ge
sundheits
schadens
auszuklammern (BGE 127 V 294 E. 5a; Urteil des Bundes
gerichts 8C_730/2008 vom 2
3.
März 2009 E. 2).
Hinsichtlich der durch die
A._
erfolgten Potenzialabklärung hielten die Gutachter der
Z._
sodann
fest, dass die erwähnte Limitierung der Arbeitszeit auf 1.5 Stunden auf der Vor
gabe des Beschwerdeführers zu beruhen scheine. Auch anlässlich der Unter
su
chung bei der Begutachtung habe er stets angegeben, nur 1.5 Stun
den be
last
bar zu sein. Die tatsächliche Belastbarkeit in der
Begutachtungssi
tuation
sei deutlich länger gewesen. Es sei davon auszugehen, dass die aktu
elle psychotherapeutische Behandlung erst aufgrund der ausgesprochenen Emp
feh
lung der
A._
erfolgt sei, dass jedoch die Eigenmotivation des Be
schwer
de
führers zur Veränderung im Hinblick auf seine berufliche Integra
tion für
die Einwilligung zur Therapie nicht ausschlaggebend gewesen sei (
vgl.
Urk.
19
S. 4).
Zudem ist
bei Beeinträchtigungen des psychischen Ge
sundheitszustandes stets
eine objektive Betrachtung des
Forderbaren
vorzu
nehmen (vorstehend E. 1.1-1.2), wobei leichte bis höchstens mittelschwere Störungen aus dem de
pressiven Formenkreis in der Regel therapierbar sind und
invaliden
ver
siche
rungsrechtlich
zu keiner Einschränkung der Arbeitsfä
higkeit führen (vgl.
statt vieler Urteil
des Bundesgerichts 9C_83
6/2014 vom 2
3.
März
2015 E.
3.1
). Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtes fallen leichte bis mittelgradige depressive Störungen, seien sie im Auftreten rezidi
vierend oder episodisch, einzig dann als invalidisierende Krankheit in Be
tracht, wenn sie erwiesener
massen therapieresistent sind (
vgl.
statt vieler: BGE 140 V 193 E. 3.3). Nur in einer solchen – seltenen, da nach gesicherter psychiatrischer Erfahrung Depressionen im Allgemeinen therapeutisch gut
angehbar
sind – gesetzlich verlangten Konstellation ist den normativen An
forderungen des
Art.
7
Abs.
2 zweiter Satz ATSG für eine objektivierende Betrachtungs- und Prüfungsweise Genüge getan (BGE 141 V 281 E. 3.7.1-3.7.3).
Von einer Therapieresistenz trotz konsequenter Depressionstherapie kann vorliegend
jedoch
nicht ausge
gangen werden, weshalb
auch bei An
nahme
der von med.
pract
.
B._
diagnostizierten mittelgradigen de
pressiven Episode mit somatischem Syn
drom
(ICD-10 F32.11)
dieser
keine invalidisierende Wirkung zugestanden werden
könnte.
6.
5
Zu beachten gilt allerdings, dass die Gutachter der
Z._
hinsichtlich der verbliebenen Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit als Kellner aus
drücklich festhielten, dass diesbezüglich teilweise eine Inkongruenz zu dem berufstypischen Arbeitsprofil im Sinne ständig stehender Arbeit bestehe. Der Beschwerdeführer sei in der angestammten Tätigkeit im Rahmen des
Zumut
barkeitsprofils
zu 100
%
arbeitsfähig, soweit dies im Arbeitsbereich
als
Kellner umsetzbar sei (vgl.
Urk.
11/46
S.
14 oben, S.
22
).
Ob der Beschwer
defüh
rer tatsächlich
in einem vollschichtigen Pensum
als Kellner tätig sein
kann, erscheint
in Anbetracht des Belastungsprofils, wobei insbesondere
rücken
be
lastende
Tätigkeiten in ständiger Zwangshaltung des Rückens sowie in stän
dig stehender Haltung nicht zumutbar seien (vgl.
Urk.
11/46 S.
22
unten),
eher
zweifelhaft.
Eine abschliessende Beurteilung kann allerdings inso
weit unterbleiben
, als ihm auch nach der Vornahme eines
Einkommens
ver
gleichs
im Sinne von
Art.
16 ATSG in Verbindung mit
Art.
28a
Abs.
1 IVG keine In
validenrente mehr zusteht, wie dies die Beschwerdegegnerin an
lässlich ihrer Beschwerdeantwort (
Urk.
10)
bereits
zutreffend
erkannte.
Obwohl die Kündigung durch das Restaurant
Y._
GmbH
per
Ende September 2011
aus wirtschaftlichen Gründen ausgesprochen wurde (v
gl.
Urk.
11/13 S. 8), besteht bei einer zeitlichen Nähe der Auflösung des lang
jährigen Arbeitsverhältnisses und des Eintritts der gesundheitlichen Be
ein
trächtigung regelmässig kein hinreichender Grund, um für die Bestim
mung des
Valideneinkommens
auf die Tabellenlöhne anstelle des tatsächlich erziel
ten Verdienstes abzustellen (vgl. BGE 134 V 322 E. 4.1; Urteile des
Bundes
gerichts 9C_192/2014 vom 2
3.
September
2014 E.
3.2 und 9C_699
/2010
vom 2
2.
Dezember
2010 E. 3.2).
Dies trifft vorliegend zu, war der Beschwerde
führer doch seit April 2011
ununterbrochen und somit auch im Zeitpunkt der
im August 2011 ausgesprochenen
Kündigung
krankge
schrieben (vgl.
Urk.
11/
3 S.
3
Ziff.
4.4;
Urk.
11/5 S.
2
Ziff.
5
).
Dabei ist zu beachten, dass der Be
schwerdeführer
nach Lage der Akten
bereits seit April 2001 im Restaurant
Y._
angestellt war,
wobei diese
per 3. Dezember 2008
ledig
lich als
GmbH
im Handelsregister eingetragen wurde
(vgl.
Urk.
11/3 S.
4
Ziff.
5.4; vgl. auch den IK-Auszug,
Urk.
11/6
;
vgl. ferner
www.zefix.ch
, zuletzt besucht am
3.
Februar
2017
).
Dabei erzielte er zuletzt im Jahr 2010 ein monatliches Einkommen von
Fr.
6‘200.-- respektive ein Jahresein
kommen von
Fr.
80‘600.-- (vgl.
Urk.
11/3 S.
4
Ziff.
5.4,
Urk.
11/6 S.
1,
Urk.
11/13 S.
2
Ziff.
2.10),
was unter Berücksichtigung der
Nominal
lohnentwi
cklung
bei den Männern
der Jahre
2010
(Index: 2‘
151
) bis 2015 (Index: 2‘226) ein hypothetisches
Valideneinkommen
im Jahr 2015 von rund
Fr.
83‘410
.-- ergibt (
Fr.
80‘600.--
: 2‘1
51
x 2‘226).
Da der Beschwerdeführer derzeit keine Tätigkeit ausübt, ist - in Beachtung der Rechtsprechung (BGE 129 V 472 E. 4.2.1) - für die Bestimmung des Invalideneinkommens auf die Tabellenlöhne der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) und dabei auf
den
Zentralwert für Männer in einfachen Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Natur in sämtlichen Wirtschaftszweigen des privaten Sektors im Betrag von
Fr.
5‘210.--
abzustellen
(vgl. LSE 2012, S. 35, Tabelle TA1, Total, Kompetenzniveau 1)
.
U
nter Berücksichtigung der
durchschnittlichen
wöchentlichen Arbeitszeit
im Jahr 2015 von 41.7 Stunden
und der
Nomi
nal
lohnentwicklung
der Jahre 2012 (Index: 2‘188) bis
2015
(Index: 2‘226) resul
tiert somit
ein hypothetisches
Invalideneinkommen von rund 66‘309.--
bei der verbliebenen 100%igen Arbeitsfähigkeit
(
Fr.
5‘210.
-- :
40 x 41.7 x 12 : 2‘188 x 2‘226).
Hinsichtlich eines allfälligen Abzuges vom Tabellenlohn (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75) gilt es anzumerken, dass der Tabellenlohn im tiefsten
Kom
pe
tenzniveau
bereits eine Vielzahl von leichten und mittelschweren Tätig
keiten
umfasst und daher keine weitere Verminderung des hypothetischen
Invali
de
n
lohns
rechtfertigt (vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_455/2013 vom
4.
Okto
ber
2013 E.
4.4 und 9C_386/2012 vom 1
8.
September
2012 E.
5.2).
Hilfsar
beiten
werden zudem
auf dem hypothetisch ausgeglichenen Ar
beitsmarkt altersunabhängig nachgefragt. Dass das fortgeschrittene Alter des Beschwer
de
führers die Stellensuche faktisch negativ beeinflussen kann, muss als
inva
liditätsfremder
Faktor unberücksichtigt bleiben (vgl. Urteile des Bun
desge
richts 9C_380/2015 vom 1
7.
November 2015 E. 3.2.4, 8C_672/2013 vom 2
0.
Februar 2014 E. 3.3 und 8C_594/2011 vom 2
0.
Oktober 2011 E. 5).
Auch
die
weiteren
möglichen
Gründe (Teilzeitarbeit, Dienstjahre,
Aufent
haltska
te
gorie
, Ausbildung)
rechtfertigen
vorliegend bei einer zumutbaren
vollschich
ti
gen
Hilfstätigkeit
im tiefsten Kompetenzniveau
keinen Abzug.
Wird das
V
alideneinkommen
von
Fr.
83‘410.--
dem Invalideneinkommen von
Fr.
66‘309.-- gegenübergestellt, resultiert eine Erwerbseinbusse von
Fr.
17‘101.-- und somit ein nicht rentenbegründender Invaliditätsgrad von gerundet 21
%
.
6.6
Im Zeitpunkt der vorliegend angefochtenen
rentenaufhebenden
Verfügung vom 1
4.
Dezember 2015 (
Urk.
2) war der am 1
3.
September 1955 geborene Beschwerdeführer 60 Jahre und 3 Monate alt (vgl.
Urk.
11/3 S. 1 Ziff. 1.3), weshalb er unter den vom Bundesgericht besonders geschützten Personen
kreis fällt, wonach die revisions- oder wiedererwägungsweise Herabsetzung oder Aufhebung der Invalidenrente nur zulässig ist, wenn die
Beschwerde
gegnerin
zuvor Eingliederungsmas
snahmen durchgeführt hat (vgl.
BGE 141 V 5 E. 4.2.1; Urteile des Bundesgerichts 9C_680/2014 vom 15. Mai
2015 E.
6.2.4, 9C_68/2011 vom 16. Mai 2011 E.
3.3, 9C_228/2010 vom 26. April 2011 E. 3.3 und E. 3.5 sowie 9C_163/2009 vom 10. September 2010 E. 4.2.2).
Die Rente bezog er dagegen erst seit dem
1.
Mai 2012 (vgl.
Urk.
11/28), somit seit 3 Jahren und 7 Monaten.
Nachdem der Beschwerdeführer zunächst Ein
gliederungsmassnahmen
mangels subjektiver Eingliederungsfähigkeit abge
lehnt hatte
(vgl.
Urk.
11/50 S. 5),
erklärte
er
sich
sodann
im Rahmen des
Vorbescheidverfahrens
mit der
zuvor von der Beschwerdegegnerin als ange
zeigt erachteten D
urchführung einer Potenzialabklärung
als einverstanden
(vgl.
Urk.
11/6
0 S. 5 unten)
. Die Beschwerdegegnerin erteilte darauf d
ie ent
sprechende
Kostengutsprache (
Urk.
11/68), worauf vom
1.
bis 2
6.
Juni 2015 bei der
A._
eine Potenzialabklärung erfolgte (vgl.
Urk.
11/71).
Die entspre
chende Eingliederungshilfe wurde von der Beschwerdegegnerin demnach geleistet, weshalb dies der Rentenaufhebung nicht mehr entgegensteht.
6.7
Zusammenfassend ergibt sich, dass sich der Gesundheitszustand des Be
schwer
deführers seit der
Rentenzusprache
wesentlich verbessert hat und er in der bisherigen sowie in jeglicher anderen Tätigkeit in Beachtung des
Zu
mut
barkeitsprofils
wiederum zu 100 % arbeitsfähig ist. Selbst bei der An
nahme, dass die bisherige Tätigkeit vom Zumutbarkeitsprofil nicht erfasst wäre, ergebe sich kein rentenbegründender Invaliditätsgrad mehr.
Die not
wendigen
Eingliederungsmassnahmen wurden durchgeführt. Demzufolge hob die
Be
schwer
degegnerin
den Rentenanspruch des Beschwerdeführers - in Be
ach
tung
von Art. 88a Abs. 1 IVV (vorstehend E. 1.4) – zu Recht auf.
Die angefochtene Verfügung erweist sich demnach als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
7
.
7
.1
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzule
gen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
1‘0
00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie dem unterliegenden Beschwerdeführer
aufzuerlegen, infolge bewilligter unentgeltlicher Prozessführung jedoch einst
weilen auf die Gerichtskasse zu nehmen, dies unter Hinweis auf
§
16
Abs.
4 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
).
7
.2
Die Kosten der ergänzenden Stellungnahme der Gutachter der
Z._
in der Höhe
von
Fr.
1‘051.90 (
Urk.
20) sind
von
der Beschwerdegegnerin
zu tragen und somit dem Gericht zurückzuerstatten
, war diese
doch insoweit unerläss
lich im Sinne von A
rt
. 45
Abs.
1 Satz 2 ATSG, als nach der Begutachtung durch die
Z._
einerseits eine diffuse koronare
Atheromatose
festgestellt
wurde und andererseits
auch eine Verschlechterung des psychischen Gesund
heitszustands festgehalten
wurde, wobei
der internistische RAD-Arzt
Dr.
I._
insbesondere
über keine
psychiatrischen
Fachk
enntnisse
verfügt.
7
.3
Mit Verfügung vom
9.
März 2016 (
Urk.
12) wurde unter anderem darauf hin
gewiesen, dass gemäss
§
8 in Verbindung mit
§
7
Abs.
2
der Verordnung über die Gebühren, Kosten und Entschädigungen vor dem
Sozialversiche
rungsgericht
die Möglichkeit besteht, dem Gericht vor Fällung des
Endent
scheides
eine detaillierte Zusammenstellung über den bisherigen Zeitaufwand und die bisher angefallenen Barauslagen einzureichen, und dass das Gericht im Unterlassungsfall die Entschädigung nach Ermessen festsetzt.
Bis dato wurde keine entsprechende Honorarnote eingereicht, weshalb der un
ent
geltliche Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, Rechtsanwalt Rolf
Ringger
,
Zürich, beim gerichtsüblichen Stundenansatz von
Fr.
220.-- (zuzüg
lich
MWSt
) ermessensweise
mit
Fr.
3‘300.--
(inkl. Barauslagen und
MWSt
) aus der Gerichtskasse zu entschädigen ist. Der Beschwerdeführer
ist
auf die
Nach
zahlungspflicht
gemäss
§
16
Abs.
4
GSVGer
hin
zuwei
sen.