Decision ID: cf238523-5107-5f0c-bd8a-9a729cddd2bc
Year: 2013
Language: de
Court: SG_VG
Chamber: SG_VG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ X.Y. wohnt in A., Kanton Thurgau. Er war Inhaber der Einzelfirma Q. mit Sitz in B.,
Kanton Thurgau (Firmen Nummer CH-000.0.000.000-0).
Am 15. Juni 2001 erwarb er von der UBS AG die Liegenschaft Nr. 0000 in C.
(Grundbuch Uzwil) zum Preis von Fr. 530'000.--. Die UBS AG hatte die entsprechende
Liegenschaft im Jahr 2000 im Rahmen einer Zwangsvollstreckung erworben. Zuvor
stand die Liegenschaft im Eigentum von O.P.
Mittels öffentlich beurkundetem Vermögensübertragungsvertrag vom 30. Oktober 2009
übertrug X.Y., vertreten durch O.P., die Liegenschaft Nr. 0000 mit Aktiven von
Fr. 1'450'000.-- und Passiven von Fr. 1'312'000.-- an die Z. AG, welche damals ihren
Sitz in Wil, Kanton St. Gallen, hatte (Firmen Nummer CH-111.1.111.111-1). Heute hat
sie ihren Sitz in D., und sie firmiert unter «U. AG». Einzelzeichnungsberechtigter
Direktor der Gesellschaft ist O.P. Er hat denn auch den Übertragungsvertrag
unterzeichnet.
Am 31. August 2010 reichte X.Y. die Steuererklärung für die Grundstückgewinnsteuer
ein. Darin wies er neben dem Veräusserungserlös von Fr. 1'450'000.-- sowie dem
Erwerbspreis von Fr. 530'000.-- Nebenkosten von Fr. 125'000.-- und wertvermehrende
Aufwendungen von Fr. 766'647.-- aus. Bei den Nebenkosten ist der Hinweis
«Instandstellungskosten in den Jahren 2001-2003, K. AG, F.» angebracht.
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Das kantonale Steueramt rechnete im Rahmen der
Grundstückgewinnsteuerveranlagung vom 12. Januar 2011 die von X.Y. geltend
gemachten Anlagekosten von total Fr. 1'421'647.-- nicht vollumfänglich an, sondern
schätzte – nachdem X.Y. mehreren Aufforderungen zur Nachreichung von
Zahlungsnachweisen für die geltend gemachten Investitionen nicht nachgekommen
war – die Nebenkosten sowie wertvermehrenden Aufwendungen auf Fr. 7'500.--
beziehungsweise Fr. 359'300.--; überdies rechnete es den Erwerbspreis an.
Entsprechend wurde ein Grundstückgewinn von Fr. 553'200.-- (Erlös von
Fr. 1'450'000.-- abzüglich Anlagekosten von total Fr. 896'800.--) zur Veranlagung
gebracht. Dagegen erhob X.Y. Einsprache, wobei er im Einspracheverfahren auch
gewisse Unterlagen im Zusammenhang mit den geltend gemachten Investitionen
nachreichte. Das kantonale Steueramt hiess mit Entscheid vom 29. Juni 2011 die
Einsprache teilweise gut, indem höhere Anlagekosten von total Fr. 1'098'776.--
angerechnet wurden, womit sich der steuerbare Gewinn auf Fr. 351'224.-- reduzierte.
B./ Gegen den Einspracheentscheid erhob X.Y. mit Eingabe vom 15. August 2011
Rekurs bei der Verwaltungsrekurskommission mit dem Antrag, die Veranlagung sei
aufzuheben, die eingereichten Unterlagen seien vollumfänglich zu berücksichtigen und
gestützt darauf sei eine neue Veranlagung vorzunehmen. Die Rekursinstanz wies das
Rechtsmittel mit Entscheid vom 22. Mai 2012 ab.
C./ Dagegen erhob X.Y. (nachfolgend Beschwerdeführer) mit Eingabe vom 22. Juni
2012 Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem Antrag, es sei der angefochtene
Entscheid aufzuheben (Ziff. 1). Eventualiter sei zumindest das ausgewiesene
Eigenkapital sowie die Verrechnung zu den Anlagekosten zuzulassen (Ziff. 2). Alles
unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (Ziff. 3).
Die Verwaltungsrekurskommission (nachfolgend Vorinstanz) liess sich am 12.
September 2012 vernehmen. Sie stellte Antrag auf Abweisung der Beschwerde unter
Hinweis auf die Erwägungen im angefochtenen Entscheid. Das kantonale Steueramt
(nachfolgend Beschwerdegegner) erklärte mit Schreiben vom 28. September 2012
Verzicht auf eine Vernehmlassung.
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Mit Schreiben vom 30. August 2013 forderte der Präsident des Verwaltungsgerichts
beim Beschwerdegegner die Steuererklärungen der Perioden 2006-2009 an. Diese
wurden am 2. September 2013 an das Verwaltungsgericht übermittelt.
Auf die Begründungen des Beschwerdeführers sowie die Ausführungen im
angefochtenen Entscheid wird, soweit erforderlich, in den folgenden Erwägungen
eingegangen.

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. (...).
2. Der Kanton St. Gallen folgt bei der Besteuerung von Handänderungen an
Grundstücken dem dualistischen System. Das bedeutet, dass Gewinne aus der
Veräusserung von Grundstücken im Geschäftsvermögen mit der Einkommens- oder
Gewinnsteuer erfasst werden, während Gewinne aus der Veräusserung von
Grundstücken, die im Privatvermögen gehalten wurden, gemäss Art. 130 StG der
Grundstückgewinnsteuer und damit einer Spezialeinkommenssteuer unterliegen.
3. Die Vorinstanzen gehen im vorliegenden Fall von einem grundbuchlichen Erwerb der
Liegenschaft Nr. 0000 durch die Z. AG (heute: U. AG) aus. Dabei übersehen sie jedoch,
dass der am 19. November 2009 erfolgten Grundbucheintragung eine
Vermögensübertragung im Sinn von Art. 69 ff. des Fusionsgesetzes (SR 221.301,
abgekürzt FusG) voranging. In einem solchen Fall wirkt der Eintrag im Grundbuch
lediglich deklaratorisch, zumal der Übergang der im Inventar aufgeführten Aktiven und
Passiven gemäss Art. 73 Abs. 2 beziehungsweise Art. 69 Abs. 1 Satz 2 in Verbindung
mit Art. 52 FusG mit der Eintragung im Handelsregister rechtswirksam wird. Ein Blick
ins Handelsregister ergibt nun aber, dass eine Publikation der Vermögensübertragung
gar nicht erfolgt ist. Gleichwohl meldete die Z. AG am 17. November 2009 den –
eigentlich gar nicht erfolgten - Eigentumsübergang der Liegenschaft Nr. 0000 in
Nachachtung von Art. 104 Abs. 2 FusG beim Grundbuchamt Uzwil an, das die
Eintragung denn auch am 19. November 2009 vornahm – dies, obschon ihm ein
beglaubigter Handelsregisterauszug offenkundig nicht vorlag, sodass die Eintragung
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mangels Rechtsgrundausweis im Sinn von Art. 66 Abs. 1 der Grundbuchverordnung
(SR 211.432.1) hätte verweigert werden müssen.
4. In steuerlicher Hinsicht erstaunt sodann auf den ersten Blick, dass der
Beschwerdegegner den aus der Übertragung resultierenden Gewinn der
Grundstückgewinnsteuer unterwarf. Das Rechtsinstitut der Vermögensübertragung
steht gemäss Art. 69 Abs. 1 FusG nur im Handelsregister eingetragenen Gesellschaften
oder Einzelunternehmen zur Verfügung. Daraus folgt, dass auch nur die solchen
Unternehmen gehörenden Aktiven und Passiven übertragen werden können. Sachlich
ist die Vermögensübertragung somit auf das Geschäftsvermögen beschränkt.
Konsequenz davon ist in einem dualistischen Kanton wie dem Kanton St. Gallen (vgl.
oben E. 2), dass die Einkommens- oder Gewinnsteuer zum Zug kommt, wenn
Gegenstand einer Vermögensübertragung ein Grundstück bildet und dessen
Übernahmepreis den steuerlichen Buchwert übersteigt.
5. Bei näherer Betrachtung erscheint jedoch die Vornahme einer
Vermögensübertragung gar nicht zulässig. Zwar war der Beschwerdeführer bei
Abschluss des Vermögensübertragungsvertrags als Inhaber der Einzelunternehmung
«Q.» im Handelsregister eingetragen (Firmen Nummer CH-000.0.000.000-0), doch war
am Ort der übertragenen Liegenschaft in C. weder der Geschäftssitz noch unterhielt er
dort eine Betriebsstätte. Hinzu kommt, dass die Liegenschaft gemäss den Angaben auf
der Grundstückgewinnsteuerdeklaration zu keinem Zeitpunkt in der Bilanz der
Einzelunternehmung aufgeführt war (vgl. Ziff. 5 der ergänzenden Fragen). Der
Beschwerdeführer hat sie denn auch in den Deklarationen der periodischen Steuern nie
als Geschäftsvermögen ausgewiesen. Auch wurden die mit ihr erzielten Einnahmen
nicht als Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit, sondern durchwegs als
Vermögensertrag deklariert und zur Veranlagung gebracht. Endlich ergeben sich aus
den Akten auch keine Anhaltspunkte für eine mittelbare geschäftliche Nutzung (dazu J.
von Ah, Die Besteuerung Selbständigerwerbender, 2. Auflage, Zürich 2011, S. 63).
Dementsprechend war die Liegenschaft Nr. 0000 als Privatvermögen zu qualifizieren.
Aufgrund dessen schied eine Vermögensübertragung im Sinn von Art. 69 ff. FusG von
Vornherein aus.
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6. Als Zwischenergebnis ist somit festzuhalten, dass der am 30. Oktober 2009
abgeschlossene Übertragungsvertrag als unzulässig anzusehen ist, stand doch diese
Übertragungsform für die dem Privatvermögen zugehörige Liegenschaft Nr. 0000 gar
nicht zur Verfügung. Überdies wurde die Vermögensübertragung mangels Eintragung
im Handelsregister nicht wirksam. Eine zivilrechtlich gültige Übertragung liegt somit
nicht vor. Daran vermag auch der Eintrag der Z. AG (heute: U. AG) als Eigentümerin im
Grundbuch nichts zu ändern, denn im Sachenrecht gilt das Kausalitätsprinzip: Das
heisst, ein dingliches Recht wird nur dann erworben, wenn ein gültiger Rechtsgrund
besteht (Art. 975 ZGB).
7. Zu klären bleibt, ob die ungültige Verfügung auch steuerrechtlich unwirksam ist.
Läge trotzdem eine steuerpflichtige Handänderung vor, so wäre der erzielte Gewinn mit
der Grundstückgewinnsteuer zu erfassen, zumal die Liegenschaft Nr. 0000 – wie
gesehen (oben E. 5) – dem Privatvermögen zuzuordnen ist.
7.1. Das Grundstückgewinnsteuerrecht knüpft an die zivilrechtlichen Gegebenheiten
an, jedenfalls wenn eine zivilrechtliche Handänderung in Frage steht. Diese setzt einen
gültigen Rechtsgrund und in der Regel einen Grundbucheintrag voraus. Ist beim
grundbuchlichen Erwerb der Eintrag ohne (gültigen) Rechtsgrund vorgenommen
worden, so vermag dies grundsätzlich auch keine Steuerfolgen auszulösen, wenn das
Rechtsgeschäft erfolgreich angefochten wird oder nichtig ist (Richner/Frei/Kaufmann/
Meuter, Kommentar zum harmonisierten Zürcher Steuergesetz, 2. Auflage, N 17 zu
§ 216, mit Hinweisen).
Die Anknüpfung an die zivilrechtlichen Gegebenheiten gilt aber nur im Regelfall. Auf
das Zivilrecht wird nicht weiter abgestellt, wenn ein Rechtsgeschäft zufolge
Rechtswidrigkeit oder Unsittlichkeit ungültig ist, der Steuertatbestand aber aufgrund
der getroffenen Dispositionen trotzdem verwirklicht ist und der Mangel von den
Parteien nicht geltend gemacht wird oder sogar geheilt ist. In diesem Fall stellt das
Steuerrecht auf das «wirtschaftliche Ist» ab, das heisst die Besteuerung knüpft an das
tatsächlich Wirksame an, indem der Vermögensfluss so besteuert wird, wie er
tatsächlich fliesst. Dies wird zuweilen auch als «Faktizitätsprinzip» bezeichnet (vgl. P.
Böckli, Indirekte Steuern und Lenkungssteuern, Habil. Basel 1975, S. 378; P. Locher,
Grenzen der Rechtsfindung im Steuerrecht, Habil. Bern 1983, S. 156; Richner/Frei/
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Kaufmann/Meuter, a.a.O., N 19 zu § 216; Bürgy/Ziegler, Zeitpunkt der geldwerten
Leistung, FSTR 2005, S. 115; RB 2003 Nr. 108; VerwGE B 2011/109 vom 17.
Dezember 2011, E. 2.3, abrufbar unter www.gerichte.sg.ch).
7.2. Vorliegend ergeben sich aus den Akten keine Anhaltspunkte dafür, dass die
Verpflichtungen gemäss Übertragungsvertrag vom 30. Oktober 2009 nicht erfüllt
worden wären. Entsprechendes wird auch nicht geltend gemacht. Somit ist davon
auszugehen, dass die Z. AG (heute: U. AG) seit rund vier Jahren wirtschaftlich über die
Liegenschaft Nr. 0000 in C. verfügt, währenddem der Beschwerdeführer die dafür
versprochene Gegenleistung vereinnahmt hat. Vor diesem Hintergrund sieht sich das
Verwaltungsgericht nicht veranlasst, dieser wirtschaftlichen Realität die steuerliche
Anerkennung zu versagen. Dementsprechend ist der Gewinn, den der
Beschwerdeführer mit dem Geschäft realisiert hat, der Grundstückgewinnsteuer zu
unterwerfen. Dies bestreitet der Beschwerdeführer denn auch gar nicht. Er verlangt
einzig die Berücksichtigung höherer Anlagekosten.
8. Der steuerbare Grundstückgewinn bemisst sich gemäss Art. 134 StG aus der
Differenz zwischen Erlös und Anlagekosten. Die Anlagekosten setzen sich dabei aus
dem Erwerbspreis und den Aufwendungen zusammen.
Nach dem bereits Gesagten liegt vorliegend nur die Höhe der anrechenbaren
Aufwendungen im Streit. Im Einspracheentscheid wurden diese (ermessensweise) auf
Fr. 561'276.-- festgelegt, was die Vorinstanz bestätigt hat. Der Beschwerdeführer
macht demgegenüber Anlagekosten von Fr. 891'647.--, eventualiter Fr. 808'976.--
geltend.
8.1. Die anrechenbaren Aufwendungen mindern den steuerbaren Grundstückgewinn.
Gemäss der im Steuerrecht allgemein geltenden Beweislastregel, wonach die
Steuerbehörden die steuerbegründenden oder -erhöhenden Tatsachen, die
Steuerpflichtigen dagegen die steuermindernden oder –aufhebenden Tatsachen
nachzuweisen haben (vgl. statt vieler: Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N 90 zu §
132 mit zahlreichen Hinweisen), liegt es hier am Beschwerdeführer, den Nachweis zu
erbringen, dass und in welchem Umfang anrechenbare Aufwendungen angefallen sind.
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Zum rechtsgenüglichen Nachweis von Aufwendungen im Sinn von Art. 137 StG gehört
die Vorlage von quittierten Rechnungen oder von Zahlungsbelegen. Eine nicht quittierte
Rechnung bildet keinen Beweis für die Zahlung (RB 1982 Nr. 107; Klöti-Weber/Baur, in:
Kommentar zum Aargauer Steuergesetz, 3. Auflage, Muri-Bern 2009, N 5a zu § 104).
Die Veranlagung der Grundstückgewinnsteuer kann im Übrigen nicht mit dem Hinweis
darauf, dass im Moment der Nachweis anrechenbarer Aufwendungen – beispielsweise
infolge fehlender endgültiger Bauabrechnung - nicht möglich sei, hinausgezögert
werden. Diesfalls sind die künftig anzurechnenden Aufwendungen vielmehr zu
schätzen (RB 1982 Nr. 111).
8.2. Der Beschwerdeführer machte in der Grundstückgewinnsteuerdeklaration
Aufwendungen in Höhe von total 891'647.-- geltend, wovon Fr. 125'000.-- für
Nebenkosten und Fr. 766'647.-- für wertvermehrende Aufwendungen. Die
Nebenkosten sollen in den Jahren 2001-2003 ausgeführte Instandstellungsarbeiten
betreffen. Zu deren Nachweis reichte der Beschwerdeführer im Veranlagungsverfahren
eine Abrechnung ein, welche vom 12. November 2003 datiert. Diese stammt von der K.
AG, deren Verwaltungsrat der Beschwerdeführer bis ins Jahr 2006 war. Zu Gunsten der
K. AG ist seit dem 5. Juli 2006 eine Nutzniessung an der Liegenschaft Nr. 0000 im
Grundbuch eingetragen. Revisionsstelle der Gesellschaft war ursprünglich O.P. Die
geltend gemachten wertvermehrenden Aufwendungen belegte der Beschwerdeführer
sodann mit einer (undatierten) Baukostenabrechnung seitens der M. AG. Der
Beschwerdeführer ist beziehungsweise war jedenfalls in den Jahren 2006-2009 an
dieser Gesellschaft beteiligt. Einzelzeichnungsberechtigtes Mitglied ist O.P., der
anlässlich der öffentlichen Beurkundung des Übertragungsvertrages vom 30. Oktober
2009 den Beschwerdeführer mit Vollmacht und die Erwerbergesellschaft als Organ
vertrat.
Der Beschwerdegegner kam im Veranlagungsverfahren zu Recht zum Schluss, dass
mit den beiden erwähnten Abrechnungen allein der Beweis der geltend gemachten
Aufwendungen nicht erbracht wurde. Nebstdem, dass die Abrechnung der K. AG
ohnehin kaum anrechenbare Aufwendungen ausweist, liegen auch keine quittierten
Rechnungen vor. Nur schon deshalb, weil sowohl die K. AG als auch die M. AG in einer
engen Beziehung zum Beschwerdeführer standen, hätte der geforderte Nachweis
einzig mittels Zahlungsbelegen erbracht werden können. Solche lieferte der
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Beschwerdeführer im Veranlagungsverfahren trotz wiederholter Aufforderungen
(vgl. Vorakten, act. 13/10-12) nicht. Weil aber unbestritten war, dass die Liegenschaft
Nr. 0000 in den Jahren 2001-2009 eine Wertvermehrung durch bauliche Massnahmen
erfuhr, konnten entsprechende Aufwendungen nicht einfach unberücksichtigt bleiben,
sondern mussten vom Beschwerdegegner geschätzt werden. Dabei nahm er einen
Neuwertvergleich vor, woraus ein Betrag von Fr. 359'300.-- resultierte. Überdies
rechnete er Nebenkosten von Fr. 7'500.-- und den Erwerbspreis von Fr. 530'000.-- an.
8.3. Im Einspracheverfahren reichte der Beschwerdeführer dann weitere Beweismittel
ein, darunter Quartalsabschlüsse eines auf seinen Namen lautenden Baukreditkontos
bei der Raiffeisenbank E. (Vorakten, act. 8/2) sowie eine Schlussabrechnung mitsamt
Rechnungen und Zahlungsbelegen (Vorakten, act. 8/4). Das Baukreditkonto wies per
9. Januar 2009 einen Abschlusssaldo von Fr. 534'508.15 aus, für die
Abschlussarbeiten lagen sodann Belege über Fr. 26'768.-- vor. Der Beschwerdegegner
erachtete diese Aufwendungen als nachgewiesen, weshalb er im Einspracheentscheid
– neben den Nebenkosten sowie dem Erwerbspreis – neu wertvermehrende
Aufwendungen von Fr. 561'276.-- gewinnmindernd berücksichtigte.
8.4. Im Unterschied zur Veranlagungsverfügung beruhen die im Einspracheentscheid
angerechneten Anlagekosten nicht mehr auf einer Schätzung. Die Anrechnung weiterer
Anlagekosten wurde unter Hinweis auf die Beweislastregel (vgl. oben E. 8.1) vom
Beschwerdegegner verweigert. Dies ist nicht zu beanstanden, wurde doch der
Nachweis weiterer Anlagekosten nicht erbracht.
Auch bestand keine Veranlassung für die Vornahme einer weitergehenden Schätzung.
Abgesehen davon, dass sich aus den vorhandenen Unterlagen keine Anhaltspunkte für
den Bestand weiterer Aufwendungen ergeben, kann vom Liegenschaftseigentümer
erwartet werden, dass er die Belege über die Tatsache der Zahlung wertvermehrender
Aufwendungen aufbewahrt (RB 1982 Nr. 107). Hat er dies trotzdem unterlassen oder
sind sie abhanden gekommen, dann liegt es an ihm, sie wieder oder andere
Beweismittel zu beschaffen. Das verfahrensrechtliche Instrument hierzu bildet die
Bescheinigungspflicht Dritter im Sinn von Art. 172 Abs. 1 StG. Danach sind unter
anderem Personen, die mit dem Steuerpflichtigen Geschäfte tätigen oder getätigt
haben, zur Ausstellung einer schriftlichen Bescheinigung über die beiderseitigen
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Leistungen verpflichtet (lit. e). Diese Pflicht besteht gegenüber dem Steuerpflichtigen
und nicht gegenüber Steuerbehörden oder -justizbehörden (Richner/Frei/Kaufmann/
Meuter, a.a.O., N 8 zu § 136). Dementsprechend geht der Beschwerdeführer fehl, wenn
er den Vorinstanzen vorwirft, sie hätten den Sachverhalt nicht weiter abgeklärt
beziehungsweise die angebotenen Beweise nicht abgenommen. Er hatte es vielmehr in
der Hand, entsprechende Bescheinigungen von seinen Vertragspartnern
einzuverlangen und damit den Nachweis höherer Aufwendungen anzutreten. Dass er
dies erfolglos versucht hatte, macht er nicht geltend. Somit konnten die Vorinstanzen
die geltend gemachten höheren Aufwendungen ohne weiteres unberücksichtigt lassen.
Zu weiteren Abklärungen waren sie nicht verpflichtet. Gleiches gilt im Übrigen für das
Verwaltungsgericht.
8.5. Der Beschwerdeführer bringt (eventualiter) vor, es seien die investierten Eigenmittel
von Fr. 109'700.-- bei den Anlagekosten zu berücksichtigen. Dieser Betrag wird im
Vertrag über einen Baukredit von Fr. 480'000.-- als Anteil des Beschwerdeführers an
den Anlagekosten von Fr. 589'000.-- ausgewiesen. Ob der entsprechende Vertrag
effektiv auch zum Abschluss kam, ist offen. Denn ein von Bank und Beschwerdeführer
unterzeichnetes Exemplar liegt nicht im Recht. Zudem weist die Vorinstanz zu Recht
darauf hin, dass im Zeitpunkt der Kreditverhandlungen vorhandene Eigenmittel nichts
darüber aussagen, ob diese Mittel dann effektiv auch aufgewendet wurden.
Der Beschwerdeführer will weiter einen Betrag von Fr. 138'000.-- bei den Anlagekosten
angerechnet haben. Dabei handelt es sich um den Aktivenüberschuss gemäss dem
Übertragungsvertrag vom 30. Oktober 2009 (Vorakten, act. 8/4). Der Vertrag legt nicht
genau fest, wie der Aktivenüberschuss zu begleichen ist; es ist von Verrechnung
beziehungsweise Aktienzuteilung die Rede. Wie die Schuld durch die Z. AG (heute: U.
AG) dann letztlich beglichen wurde, ergibt sich aus den Akten nicht. Selbst wenn die
Erwerberin aber eine Gegenforderung zur Verrechnung gebracht hätte, müsste für
diese Gegenforderung doch zumindest eine Rechnung vorliegen, damit die darin
ausgewiesenen Kosten als wertvermehrend angerechnet werden könnten. Ausserdem
erstaunt das entsprechende Vorbringen, nachdem die mit dem Hauptantrag geltend
gemachten Anlagekosten allesamt auf Arbeiten der K. AG und der M. AG entfallen
sollen.
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9. Der Beschwerdeführer bezeichnet schliesslich die im angefochtenen Entscheid
auferlegten amtlichen Kosten als unangemessen hoch. Die Vorinstanz hat für den
Rekursentscheid gestützt auf Art. 95 Abs. 1 VRP und Art. 7 Ziff. 122 der
Gerichtskostenverordnung (sGS 941.12), welcher einen Gebührenrahmen von
Fr. 500.-- bis Fr. 15'000.-- vorsieht, eine Gebühr von Fr. 3'000.-- festgesetzt. Besteht
für die Gebühr ein Mindest- und ein Höchstansatz, so ist sie gemäss Art. 4 Abs. 2 der
Gerichtskostenverordnung innerhalb dieses Rahmens nach der Art des Falls, den
finanziellen Interessen der Beteiligten, den Umtrieben, den finanziellen Interessen des
Kostenpflichtigen und der Art der Prozessführung der Beteiligten festzusetzen. Trotz
dieser Kriterien verbleibt der Entscheidbehörde bei der Bemessung der
Entscheidgebühr ein weiter Ermessensspielraum. Inwiefern nun die Vorinstanz das ihr
zustehende Ermessen nicht pflichtgemäss ausgeübt haben soll, ist nicht ersichtlich.
Allein mit Blick auf den Streitwert erscheint die erhobene Gebühr keineswegs als
unangemessen hoch.
10. (...).
Demnach hat das Verwaltungsgericht