Decision ID: e4eb1200-0d43-515b-a5ac-408173cb36b3
Year: 2019
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ meldete sich im Februar 2017 zum Bezug von Ergänzungsleistungen zu
einer Altersrente der AHV an (EL-act. 28). Sie gab an, sie sei per 1. Dezember 2013 in
ein Alters- und Pflegeheim eingetreten. Ihr Vermögensstand belaufe sich auf 212’223
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Franken, aber sie habe noch 60’914 Franken Schulden. Nebst der AHV-Rente von
21’756 Franken pro Jahr erhalte sie keine Einkünfte. Einem Nachlassinventar vom
Januar 2017 liess sich entnehmen (EL-act. 25–6 ff.), dass die EL-Ansprecherin und ihr
Ehemann (der im Dezember 2016 verstorben war), über zwei Waldparzellen im Wert
von 4’500 Franken und über ein Sparguthaben von 225’506 Franken verfügt hatten.
Vom gesamten Nachlass von 230’006 Franken waren die Forderungen des
Pflegeheims für die letzten Monate des Heimaufenthaltes des Erblassers und die
steuerrechtliche Pauschale von 15’000 Franken für die Todesfallkosten abgezogen
worden, sodass sich eine Nettonachlassumme von 203’949 Franken ergeben hatte.
Davon hatte die EL-Ansprecherin 109’475 Franken aus Güterrecht erhalten. Bei der
Erbteilung waren der EL-Ansprecherin vom Restbetrag von 94’474 Franken die Hälfte
und zwei Kindern je ein Viertel zugesprochen worden (EL-act. 25–14 ff.). Gegenüber
der EL-Durchführungsstelle wies die EL-Ansprecherin im Mai 2017 darauf hin, dass die
Auszahlung der Erbanteile noch nicht stattgefunden habe, weil 200’000 Franken fest
angelegt seien; die Auszahlung werde im September 2017 erfolgen (EL-act. 25–18).
A.b Ein Sachbearbeiter der EL-Durchführungsstelle notierte im Mai 2017 (EL-act. 22),
gemäss den Akten betreffend eine Anmeldung des verstorbenen Ehemannes der EL-
Ansprecherin zum Ergänzungsleistungsbezug habe dieser im Sinne eines
Erbvorbezuges ein Grundstück an eine Tochter verschenkt. Der Verkehrswert der
Liegenschaft belaufe sich auf 265’000 Franken. Ohne den Erbvorbezug hätte die
Ehefrau die Hälfte dieses Betrages aus Güterrecht und von der anderen Hälfte
nochmals die Hälfte aus Erbrecht, gesamthaft also drei Viertel erhalten. Der EL-
Ansprecherin müsse folglich ein Vermögensverzicht von 198’750 Franken angerechnet
werden. Die Schenkung sei auf den 1. Dezember 2013 zu datieren. Mit einer Verfügung
vom 16. Juni 2017 wies die EL-Durchführungsstelle das Leistungsbegehren wegen
eines Einnahmenüberschusses für den gesamten massgebenden Zeitraum ab Februar
2017 ab (EL-act. 19). Den Berechnungsblättern zur Verfügung liess sich entnehmen
(EL-act. 20 f.), dass sie bei der EL-Anspruchsberechnung nebst dem effektiven
Vermögen von 212’223 Franken und dem Grundeigentum von 4’500 Franken ein
hypothetisches Vermögen von 168’750 Franken berücksichtigt hatte. Abzüglich der
noch offenen Erbansprüche der Kinder und der Ausgaben für den Grabstein und den
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Grabunterhalt (Schulden von insgesamt 60’914 Franken) und des
Vermögensfreibetrages von 37’500 Franken hatte sich ein anrechenbares
Nettovermögen von 287’059 Franken ergeben. Davon hatte die EL-Durchführungsstelle
einen Fünftel als anrechenbaren Vermögensverzehr berücksichtigt. Der entsprechende
Betrag (57’411 Franken) hatte die Differenz zwischen den anerkannten Ausgaben
einerseits und der AHV-Rente sowie dem (teilweise fiktiven) Vermögensertrag
andererseits um rund 7’500 Franken beziehungsweise – nach der Erhöhung der
Pflegestufe und folglich der Tagestaxe ab Mai 2017 – um rund 4’500 Franken
überstiegen.
A.c Am 27. Juni 2017 liess die EL-Ansprecherin eine Einsprache gegen die Verfügung
vom 16. Juni 2017 erheben (EL-act. 16). Sie liess geltend machen, der Wert des im
Rahmen eines Erbvorbezuges verschenkten Grundstücks habe sich gemäss dem
entsprechenden Abtretungsvertrag nur auf 210’000 Franken belaufen, denn vom
damaligen Verkehrswert von 265’000 Franken sei die Grundstückgewinnsteuer von
55’000 Franken abgezogen worden. Der Einsprache lag ein Auszug des
Grundstückabtretungsvertrages bei (EL-act. 18), laut dem der Anrechnungswert der
Liegenschaft auf 210’000 Franken festgelegt worden war und laut dem eine allfällige
Grundstückgewinnsteuer zu Lasten des Veräusserers gehen sollte. Auf eine Anfrage
der EL-Durchführungsstelle hin gab die EL-Ansprecherin an (EL-act. 11), eine
Grundstückgewinnsteuer sei nicht erhoben worden, denn sie sei infolge der Erbschaft
aufgeschoben worden. Eine Berechnung mittels des Steuerkalkulators habe ergeben,
dass sich die Grundstückgewinnsteuer auf 45’954 Franken belaufen hätte. Mit einem
Entscheid vom 11. Januar 2018 wies die EL-Durchführungsstelle die Einsprache gegen
die Verfügung vom 16. Juni 2017 ab (EL-act. 9). Zur Begründung führte sie an, die
Besteuerung eines Grundstückgewinns werde bei einem Eigentumswechsel durch
Erbgang, Erbvorbezug oder Schenkung aufgeschoben. Folglich könne keine
Grundstückgewinnsteuer vom Schenkungsbetrag in Abzug gebracht werden. Die
Festsetzung des Schenkungsbetrages auf 210’000 Franken im Abtretungsvertrag sei
irrelevant, da der effektive Wert des Grundstücks im Schenkungszeitpunkt
massgebend sei. Dieser habe sich gemäss der Schätzung des Steueramtes Oberuzwil
vom 6. Februar 2008 auf 265’000 Franken belaufen.
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B.
B.a Am 23. Januar 2018 liess die EL-Ansprecherin eine Beschwerde gegen den
Einspracheentscheid vom 11. Januar 2018 erheben (act. G 1). Sie beantragte die
Neuberechnung der Ergänzungsleistung unter Berücksichtigung der latenten
Grundstückgewinnsteuer respektive die Anrechnung eines Verzichtsvermögens von
134’284 Franken statt von 168’750 Franken.
B.b Die EL-Durchführungsstelle (nachfolgend: die Beschwerdegegnerin) beantragte
am 16. Februar 2018 die Abweisung der Beschwerde (act. G 5).
B.c Am 8. November 2018 forderte das Versicherungsgericht die Beschwerdegegnerin
auf, die Akten zu vervollständigen (act. G 8). Den in der Folge eingereichten Akten (act.
G 9.1) liess sich entnehmen, dass der Ehemann der EL-Ansprecherin im November
2013 eine Liegenschaft an seine Tochter abgetreten hatte (act. G 9.1.23). Der
Anrechnungswert war auf 210’000 Franken festgelegt worden. Der Verkehrswert hatte
sich gemäss einer Steuerschätzung vom 21. Februar 2008 auf 265’000 Franken
belaufen (act. G 9.1.21–1 f.).
B.d Im November 2018 teilte der Vertreter der EL-Ansprecherin dem
Versicherungsgericht telefonisch mit, dass diese im Oktober 2018 verstorben sei (vgl.
act. G 10). Am 10. Januar 2019 reichte er eine Erbenbescheinigung und eine Vollmacht
der Erben (nachfolgend: die Beschwerdeführer) zur Weiterführung des
Beschwerdeverfahrens ein (act. G 13).
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B.e Am 7. Februar 2019 liessen die Beschwerdeführer darauf hinweisen, dass die
latenten Grundstückgewinnsteuern von 45’954 Franken vom Verkehrswert der
Liegenschaft in Abzug gebracht werden müssten (act. G 17). Die Beschwerdegegnerin
verzichtete auf eine Stellungnahme.

Erwägungen
1.
Mit ihrer Verfügung vom 16. Juni 2017 hat die Beschwerdegegnerin ein Begehren der
EL-Ansprecherin um die erstmalige Zusprache einer Ergänzungsleistung abgewiesen.
Im anschliessenden Einspracheverfahren hat sie folglich umfassend überprüfen
müssen, ob diese Abweisung des Begehrens der EL-Ansprecherin rechtmässig
gewesen ist. Da das vorliegende Beschwerdeverfahren eine Überprüfung des
angefochtenen Einspracheentscheides vom 11. Januar 2018 bezweckt, muss sein
Gegenstand jenem des Einspracheverfahrens entsprechen, das mit dem
angefochtenen Entscheid vom 11. Januar 2018 abgeschlossen worden ist. Das
bedeutet, dass umfassend zu überprüfen ist, ob die EL-Ansprecherin einen Anspruch
auf eine Ergänzungsleistung gehabt hat. Diese Überprüfung bezieht sich mit anderen
Worten auf sämtliche Anspruchsvoraussetzungen und Berechnungspositionen.
2.
2.1 Die grundsätzlichen Anspruchsvoraussetzungen für den Bezug einer
Ergänzungsleistung sind im Zeitpunkt der Anmeldung der EL-Ansprecherin erfüllt
gewesen, denn diese hat ihren Wohnsitz und ihren gewöhnlichen Aufenthalt in der
Schweiz gehabt und sie hat eine Altersrente der AHV bezogen.
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2.2 Da die EL-Ansprecherin im Zeitpunkt der Anmeldung zum Bezug einer
Ergänzungsleistung in einem Heim gelebt hat, hat die Beschwerdegegnerin zu Recht
eine Heimberechnung durchgeführt. Die Ausgaben haben sich folglich aus der
kantonalen Durchschnittsprämie für die obligatorische Krankenpflegeversicherung
(Prämienregion 2; 4’872 Franken im Jahr 2017), aus der Tagestaxe für den
Heimaufenthalt (145.50 Franken bis Ende April 2017; 157.50 Franken ab Mai 2017), aus
der Pauschale für persönliche Auslagen (ein Drittel der Lebensbedarfspauschale für
Alleinstehende in der Zeit bis Ende April 2017; ein Viertel jener Pauschale ab Mai 2017;
vgl. Art. 3 Abs. 1 ELG/SG) und aus dem Selbstbehalt der Pflegekosten von 21.60
Franken pro Tag zusammengesetzt. Sie haben sich insgesamt auf 72’296 Franken pro
Jahr für die Zeit von Februar bis Ende April 2017 und auf 75’433 Franken pro Jahr für
die Zeit ab Mai 2017 belaufen. Diesen Ausgaben haben die Altersrente der AHV von
21’756 Franken, die Vermögenserträge und ein allfälliger (hypothetischer)
Vermögensverzehr gegenübergestanden. Der Betrag der Vermögenserträge und des
(hypothetischen) Vermögensverzehrs sind massgebend vom Gesamtbetrag des
anrechenbaren Vermögens abhängig gewesen.
2.3 Die EL-Ansprecherin hat zunächst über zwei Sparguthaben von 200’812 Franken
und 11’411 Franken (total also 212’223 Franken) und über zwei Waldparzellen mit
einem Steuerwert von total 4’500 Franken verfügt. Diesem Vermögen haben Schulden
von insgesamt 60’914 Franken gegenübergestanden. Unter Berücksichtigung des
Freibetrages von 37’500 Franken hat sich ein tatsächliches anrechenbares Vermögen
von 212’223 + 4’500 – 60’914 – 37’500 = 118’309 Franken ergeben. Davon hat ein
Fünftel als (hypothetischer) Vermögensverzehr angerechnet werden müssen, also
23’662 Franken. Die tatsächlichen Zinserträge haben sich auf 512 Franken belaufen.
Damit ergibt sich ein Total der effektiven Einnahmen von 45’930 Franken.
2.4 Gemäss dem Art. 11 Abs. 1 lit. g ELG sind nicht bei der EL-Anspruchsberechnung
aber nicht nur die tatsächlichen, sondern auch jene Vermögenswerte und Einnahmen
zu berücksichtigen, auf die verzichtet worden ist. Ein solcher Vermögensverzicht liegt
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insbesondere dann vor, wenn ein Vermögenswert verschenkt worden ist. Das ist hier
der Fall: Der Ehemann der EL-Ansprecherin hat – mit der ausdrücklichen Zustimmung
der EL-Ansprecherin – im November 2013 im Rahmen eines Erbvorbezuges eine
Liegenschaft an eine Tochter verschenkt. Ohne diese Schenkung wäre die
Liegenschaft im ehelichen Vermögen der EL-Ansprecherin und ihres Ehemannes,
genauer im Errungenschaftsteil des ehelichen Vermögens verblieben. Nach dessen Tod
hätte die EL-Ansprecherin einen Anspruch auf drei Viertel des Liegenschaftswertes
gehabt, denn die Hälfte der Liegenschaft hätte ihr aus ehelichem Güterrecht
zugestanden und von der anderen Hälfte wäre ihr aus Erbrecht wiederum die Hälfte
zugefallen. Durch die Schenkung hat die EL-Ansprecherin also das zur Deckung ihres
Lebensbedarfs zur Verfügung stehende Vorsorgevermögen um drei Viertel des
Liegenschaftswertes reduziert, womit die Kriterien des Art. 11 Abs. 1 lit. g ELG erfüllt
sind. Bleibt zu prüfen, wie hoch der massgebende Liegenschaftswert ist. Der amtliche
Schätzwert der Liegenschaft hat damals 265’000 Franken betragen. Der eigentlich
massgebende Marktwert der Liegenschaft dürfte wohl höher gewesen sein, da der
amtliche Schätzwert in aller Regel tiefer als der Marktwert ausfällt. Die
Beschwerdegegnerin hat es aus nicht nachvollziehbaren Gründen versäumt, diesen
Marktwert im Zuge ihrer Sachverhaltsabklärung zu ermitteln. Mittlerweile sind mehr als
fünf Jahre seit der Schenkung vergangen, weshalb in antizipierender Beweiswürdigung
davon ausgegangen werden muss, dass der massgebende Marktwert nun nicht mehr
mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit ermittelt
werden kann. Der Marktwert hat aber auf jeden Fall mindestens dem amtlichen
Steuerwert entsprochen. Die Berücksichtigung eines höheren Betrages als des
amtlichen Steuerwertes würde lediglich den im Ergebnis resultierenden
Einnahmenüberschuss (vgl. die nachfolgenden Erwägungen) nur noch weiter erhöhen,
was sich nicht auf das Ergebnis auswirken kann, weil bei einem Einnahmenüberschuss
– unabhängig von dessen Höhe – generell kein Anspruch auf eine Ergänzungsleistung
bestehen kann. Folglich ist hier auf den amtlichen Steuerwert abzustellen. Nun haben
die Beschwerdeführer aber geltend gemacht, dass die Liegenschaft mit einer latenten
Steuerschuld belastet sei, weshalb ihr Wert wirtschaftlich betrachtet entsprechend
tiefer sei. Das trifft zwar zu, ist für die Berechnung eines allfälligen EL-Anspruchs aber
nicht massgebend, denn die EL-Ansprecherin und deren Ehemann hat jedenfalls im
Zusammenhang mit der Abtretung der Liegenschaft keine
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Grundstückgewinnsteuerpflicht getroffen, weshalb bei der EL-Anspruchsberechnung
keine entsprechende Steuerschuld berücksichtigt werden kann. Wenn die EL-
Ansprecherin und ihr Ehemann die Grundstückgewinnsteuerschuld ihrer Tochter auf
sich genommen hätten, obwohl die Grundstückgewinnsteuer ja von Gesetzes wegen
aufgeschoben beziehungsweise auf die Tochter übergegangen wäre, dann wäre darin
nur ein (weiterer) Verzichtstatbestand zu erblicken. Bei der Berechnung des Betrages
des massgebenden Vermögensverzichtes kann die latente
Grundstückgewinnsteuerschuld deshalb keine Rolle spielen. Folglich ist der
Ausgangsbetrag des Vermögensverzichtes auf drei Viertel von 265’000 Franken, also
auf 198’750 Franken festzusetzen. Gemäss der Regel des Art. 17a ELV hat dieser
Betrag für die EL-Anspruchsberechnung um 30’000 Franken gekürzt werden müssen,
denn der Verzichtsvorgang hat Ende 2013 stattgefunden, weshalb für das Jahr 2014
der volle Betrag, für das Jahr 2015 ein um 10’000 Franken tieferer und für das Jahr
2016 ein um 20’000 Franken tieferer Betrag anzurechnen gewesen wäre.
2.5 An sich müsste die Anspruchsberechnung der Beschwerdegegnerin in mehreren
Punkten geringfügig korrigiert werden. Namentlich müssten die Handänderungssteuer
und die Handänderungsgebühr, die der verstorbene Ehemann bei der Übertragung der
Liegenschaft an die Tochter zur Hälfte bezahlt hat, vom Betrag des
Vermögensverzichtes in Abzug gebracht werden. Zudem ist die steuerrechtliche
Beschränkung der Kosten im Zusammenhang mit dem Todesfall des Ehemannes auf
15’000 Franken im Ergänzungsleistungsrecht irrelevant, denn für die Berechnung der
Ergänzungsleistung sind die gesamten Ausgaben im Zusammenhang mit dem
Todesfall massgebend. Diese dürften hier höher als 15’000 Franken gewesen sein.
Diese Korrekturen würden aber den Einnahmenüberschuss nur unwesentlich
reduzieren. Sie hätten sich also erst in den kommenden Jahren auf das Ergebnis
auswirken können, wenn sich der Betrag des Verzichtsvermögens gemäss dem Art.
17a ELV bereits mehrmals um jeweils 10’000 Franken verringert hätte. Da die EL-
Ansprecherin aber im Jahr 2018 verstorben ist, ist es ausgeschlossen, dass sich die
erwähnten Korrekturen noch je auf das Ergebnis auswirken könnten, weshalb
diesbezüglich keine Notwendigkeit zur Korrektur des angefochtenen
Einspracheentscheides besteht.
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2.6 Das Total des tatsächlichen Vermögens und des (fiktiven) Verzichtsvermögens
beläuft sich folglich auf 212’223 + 4’500 + 168’750 = 385’473 Franken. Davon sind die
Schulden von 60’914 Franken und der Freibetrag von 37’500 Franken abzuziehen,
womit ein anrechenbares Vermögen von 287’059 Franken resultiert. Der hypothetische
Vermögensverzehr beträgt einen Fünftel davon, also 57’412 Franken. Die
Beschwerdegegnerin hat zu Recht einen hypothetischen Ertrag des
Verzichtsvermögens berücksichtigt. Sie hat diesen auf ein Promille des
Vermögensbetrages (168 Franken) festgesetzt, was im Vergleich zum Zinsertrag des
tatsächlichen Vermögens (512 Franken von 212’223 Franken = 2,4 Promille) als eher zu
tief qualifiziert werden müsste. Das wirkt sich aber nicht auf das Ergebnis aus. Addiert
man nämlich die Altersrente der AHV von 21’756 Franken und den tatsächlichen
Vermögensertrag von 512 Franken zum hypothetischen Vermögensverzehr und zum
von der Beschwerdegegnerin berücksichtigten hypothetischen Vermögensertrag,
resultiert ein Einnahmentotal von 79’848 Franken. Dieser Betrag ist höher als das
Ausgabentotal von 72’296 Franken für die Zeit von Februar bis Ende April 2017
beziehungsweise von 75’433 Franken für die Zeit ab Mai 2017 gewesen, weshalb die
EL-Ansprecherin jedenfalls mangels eines Ausgabenüberschusses keinen Anspruch
auf eine Ergänzungsleistung gehabt haben kann. Die Abweisung des
Leistungsbegehrens erweist sich damit im Ergebnis als rechtmässig.
3.
Die Beschwerde ist folglich abzuweisen. Gerichtskosten sind gemäss dem Art. 61 lit. a
ATSG keine zu erheben.