Decision ID: 8dd8ffca-4fab-50e4-babc-4573b954b33a
Year: 2018
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ bezog seit Februar 2008 Ergänzungsleistungen zu seiner ganzen IV-Rente
(act. G 4.1/74). Am 3. Juni 2014 erfuhr die EL-Durchführungsstelle, dass die IV-Stelle
der Ehefrau des Versicherten, B._ (nachfolgend Versicherte), mit einer Verfügung
vom 3. Juni 2014 rückwirkend ab dem 1. Dezember 2012 eine ganze IV-Rente
zugesprochen hatte (act. G 4.1/33). Daraufhin nahm die EL-Durchführungsstelle weitere
Sachverhaltsabklärungen vor (act. G 4.1/37). Die Versicherten reichten am 22. April
2014 u.a. das Kündigungsschreiben des ehemaligen Arbeitgebers der Versicherten
vom 13. Juni 2012 per 1. September 2012, Taggeld-Leistungsabrechnungen der
SWICA Gesundheitsorganisation (nachfolgend SWICA) vom 23. September 2012 bis
30. November 2013 sowie eine am 3. April 2014 ausgestellte Bestätigung der
Taggeldbezüge im Jahr 2012 für die Steuererklärung ein (act. G 4.1/36 S. 21, 34 f.).
Aufgrund dieser Akten nahm die EL-Durchführungsstelle an, die Versicherte beziehe
seit dem 1. Dezember 2012 eine ganze IV-Rente und habe vom 1. September bis 30.
November 2012 Taggeldleistungen der SWICA erhalten. In der Verfügung vom 7. Juni
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2014 passte sie unter der Berücksichtigung dieser neuen Erkenntnisse den EL-
Anspruch der Versicherten rückwirkend ab dem 1. September 2012 an. Für die Zeit
vom 1. September bis 30. November 2012 ergab sich dabei ein Einnahmenüberschuss
(act. G 4.1/27). Mit einer Verfügung vom 30. Juli 2014 berücksichtigte die EL-
Durchführungsstelle rückwirkend ab dem 1. Januar 2014 die
Nichterwerbstätigenbeiträge der Versicherten als Ausgaben (act. G 4.1/24) und am 22.
Dezember 2014 passte sie den EL-Anspruch ab dem 1. Januar 2015 den erhöhten
Krankenkassenprämien an (act. G 4.1/23).
A.b Am 2. September 2015 gaben die Versicherten im Fragebogen zur periodischen
Überprüfung der Ergänzungsleistungen u.a. an, die Versicherte beziehe (seit dem 2.
Dezember 2013) eine BVG-Rente in Höhe von jährlich Fr. 9'640.-- sowie (seit dem 13.
Dezember 2013) eine Rente der C._ - Lebensversicherung (nachfolgend C._) in
Höhe von jährlich Fr. 15'600.-- (act. G 4.1/10 S. 18, 14, 15 S. 4 f.). Ausserdem reichten
sie eine Bestätigung der Taggeldbezüge im Jahr 2013 für die Steuererklärung ein (act.
G 4.1/10 S. 3). Indem die EL-Durchführungsstelle mit einer Verfügung vom 22.
November 2015 vorsorglich den EL-Anspruch ab dem 1. Dezember 2015 mit Blick auf
die neuen Erkenntnisse, insbesondere die neu bekannt gewordenen Renten der
Versicherten bei der C._ und bei der Pensionskasse D._ (nachfolgend D._)
anpasste, ergab sich ein Einnahmenüberschuss. Damit hatten die Versicherten ab dem
1. Dezember 2015 keinen Anspruch auf Ergänzungsleistungen mehr (act. G 4.1/11). Im
Rahmen der weiteren Sachverhaltsabklärungen reichten die Versicherten am 8.
Dezember 2015 u.a. eine Abrechnung der C._ vom 20. März 2014 ein, gemäss
welcher die Versicherte seit dem 13. Dezember 2013 eine Rente der C._ bezog (act.
G 4.1/10 S. 18). Ausserdem reichten sie eine am 3. April 2014 durch die SWICA
ausgestellte Bestätigung der Taggeldbezüge im Jahr 2013 für die Steuererklärung
sowie ein Schreiben der D._ vom 17. Juni 2014 ein, mit welchem der Versicherten
rückwirkend ab dem 2. Dezember 2013 eine ganze Invalidenrente der D._ in Höhe
von vierteljährlich Fr. 2'410.-- zugesprochen worden war (act. G 4.1/10 S. 3, 15 S. 4).
A.c Am 17. Januar 2016 erliess die EL-Durchführungsstelle eine Verfügung, mit der sie
rückwirkend ab dem 1. Dezember 2012 die Nichterwerbstätigenbeiträge der
Versicherten als Ausgabe und die nun bekannten Vermögenswerte sowie die SWICA-
Taggelder der Versicherten als Einnahmen anrechnete. Ab dem 1. Dezember 2013
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berücksichtigte sie keine Taggelder mehr, dafür jedoch die Renten der Versicherten der
D._ und der C._. Unter der Berücksichtigung der übrigen Ausgaben ergab sich für
den Zeitraum vom 1. Dezember 2012 bis 30. November 2015 ein
Einnahmenüberschuss, aufgrund dessen der EL-Anspruch der Versicherten für diese
Zeit verneint wurde. Die in diesem Zeitraum zu viel bezogenen Ergänzungsleistungen in
Höhe von Fr. 32'108.-- forderte die EL-Durchführungsstelle am 17. Januar 2016 zurück
(act. G 4.1/3).
A.d Der Versicherte erklärte daraufhin am 29. Januar 2016, er sei aufgrund seiner
finanziellen Situation nicht in der Lage, die Rückforderung zu begleichen. Zudem bat er
um die nochmalige Kontrolle der Berechnung, weil für das Jahr 2015 nicht die
Rentensumme, sondern der Rückkaufswert der Rente angerechnet worden sei (act. G
4.1/2).
A.e Am 18. März 2016 stellten die Versicherten ein Erlassgesuch. In diesem liessen sie
erklären, sie hätten gegenüber der EL-Durchführungsstelle stets alle Unterlagen
offengelegt. Dass zwei verschiedene Rentenarten nicht angerechnet worden seien, sei
nicht ihre Schuld, weshalb der Bezug der Ergänzungsleistungen gutgläubig erfolgt sei.
Weil bei Ehepaaren als zusätzliche Ausgabe Fr. 12'000.-- anzurechnen sei, lägen die
anzurechnenden Ausgaben über den Einnahmen, weshalb die grosse Härte vorliege
(act. G 4.2/13). Die EL-Durchführungsstelle wies dieses Erlassgesuch mit einer
Verfügung vom 23. März 2016 ab. Zur Begründung führte sie aus, der Bezug der
Rentenleistungen sei zwar bei der erstmaligen Zusprache korrekt gemeldet worden,
doch hätte unter Einhaltung der Kontrollpflicht auffallen müssen, dass die Renten auf
den Berechnungsblättern nicht aufgeführt gewesen seien. Weil deshalb kein guter
Glaube vorliegen könne, erübrige sich eine Prüfung der grossen Härte (act. G 4.2/11).
A.f Gegen diese Verfügung liessen die Versicherten am 27. April 2016 eine Einsprache
erheben und die Aufhebung der angefochtenen Verfügung, die Feststellung des guten
Glaubens und die Gewährung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung im
Einspracheverfahren beantragen. Ergänzend zu ihren Ausführungen im Erlassgesuch
liessen die Versicherten erklären, im Rahmen der periodischen Überprüfungen der
Ergänzungsleistungen stets ordnungsgemässe und korrekte Angaben gemacht zu
haben. Mit der Verfügung vom 30. Juli 2014 seien sie über die Änderung der
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Berechnungsgrundlage informiert worden. Den neuen Berechnungsblättern sei die
Rente der D._ jedoch nicht zu entnehmen gewesen, obwohl der EL-
Durchführungsstelle, wie aus dem Feststellungsblatt vom 5. Juni 2014 hervorgehe,
schon lange gewusst habe, dass der Versicherten eine Rente der D._ zustehe. Dass
die Rente nicht ordnungsgemäss berücksichtigt worden sei, liege nicht in ihrem
Verschulden, insbesondere weil die Verfügung vom 30. Juli 2014 nicht auf eine neue
Selbstdeklaration, sondern auf eine neue gesetzliche Bestimmung zurückzuführen sei.
Deshalb hätten sie davon ausgehen können, dass die durch diese Verfügung erlassene
Änderung sich nicht auf Angaben ihrerseits bezogen habe. Es sei auch zu
berücksichtigen, dass sie der deutschen Sprache nicht umfassend mächtig seien,
sodass sie zwar mit ihren Grundkenntnissen das Formular zur periodischen
Überprüfung ausfüllen, die Berechnungsblätter mit den vielen Zahlen, Spalten und
Fachausdrücken jedoch nicht begreifen könnten. Weil sie gewusst hätten, dass sie alle
Daten in den Formularen stets korrekt deklariert hätten, hätten sie auch nicht davon
ausgehen müssen, dass die Berechnungsblätter fehlerhaft gewesen seien (act. G
4.2/6).
A.g Mit einem Einspracheentscheid vom 5. Juli 2016 wies die EL-Durchführungsstelle
die Einsprache der Versicherten hinsichtlich des Erlassgesuchs ab. Sie begründete dies
damit, dass die Versicherten auf ihre Aufforderung vom 25. März 2014 hin weder die
verlangten Steuerveranlagungsberechnungen der Jahre 2011 bis 2013 noch eine
Rentenbescheinigung der D._ eingereicht hätten. Auch die eingereichten Auszüge
aus dem Steuerkonto und dem Konto der D._ hätten die Einnahmen der Versicherten
nicht aufgezeigt. Eine Bestätigung der SWICA vom 3. April 2014 betreffend die von
September bis Dezember 2012 ausgerichteten Krankentaggelder sei zwar eingereicht
worden, die Bestätigung gleichen Datums betreffend die von Januar bis Dezember
2013 ausgerichteten Krankentaggelder hingegen nicht. Indem die Versicherten also
unvollständige bzw. ungeeignete Unterlagen eingereicht hätten, hätten sie ihre
Auskunfts- und Mitwirkungspflicht grobfahrlässig verletzt. Ausserdem hätten die
Versicherten die Berechnungsblätter vom 7. Juni 2014 sowie die Berechnungsblätter
der später eingegangenen Verfügungen nicht sorgfältig überprüft. Andernfalls hätte
ihnen auch ohne gute Deutschkenntnisse oder einen höheren Bildungsgrad nicht
entgehen können, dass der Versicherten ab dem 1. Dezember 2012 neben der IV-
Rente keine weiteren Einnahmen angerechnet worden seien, obwohl sie eine BVG-
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Rente, Leistungen aus der C._ und vom 1. Januar bis 1. Dezember 2013
Krankentaggelder der SWICA bezogen habe. Dem Gesuch um unentgeltliche
Rechtsverbeiständung im Einspracheverfahren sei jedoch stattzugeben (act. G 4.2/2).
B.
B.a Gegen diesen Einspracheentscheid liessen die Versicherten (nachfolgend
Beschwerdeführer) am 6. September 2016 Beschwerde erheben und die Aufhebung
der Verfügung vom 17. Januar 2016, sinngemäss die Aufhebung des
Einspracheentscheides, die Feststellung des Vorliegens des guten Glaubens sowie die
Gewährung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung beantragen. Zur Begründung
liessen sie ergänzend zu ihren Ausführungen im Rahmen des Verwaltungsverfahrens
erklären, dass der EL-Durchführungsstelle (nachfolgend Beschwerdegegnerin)
sämtliche Leistungsabrechnungen der SWICA vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013
eingereicht worden seien. Die Mitwirkungs- und Auskunftspflicht sei somit ihrerseits
nicht verletzt worden. Zudem sei zum Zeitpunkt des Erlasses der Verfügung vom 7.
Juni 2014 noch nicht bekannt gewesen, dass und in welchem Umfang ein Anspruch
auf eine BVG-Rente bestehe, weil die entsprechende "Verfügung" der D._, mit der
die Quartalsrente auf Fr. 2'410.-- festgelegt worden sei, erst am 17. Juni 2014
"erlassen" worden sei. Somit hätte ihnen erstmals in den Berechnungsblättern der
Verfügung vom 22. Dezember 2014 auffallen können, dass die BVG-Rente der
Beschwerdeführerin nicht aufgeführt worden sei. Weil diese Verfügung jedoch wie jene
vom 30. Juli 2014 aufgrund einer gesetzlichen Änderung erlassen worden sei, hätten
sie keinen Anlass gehabt, diese zu überprüfen (act. G 1).
B.b In ihrer Beschwerdeantwort vom 20. September 2016 beantragte die
Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Sie verwies zur Begründung auf
die Erwägungen im Einspracheentscheid (act. G 4).
B.c Am 6. Oktober 2016 bewilligte das Gericht den Beschwerdeführern die unentgelt-
liche Rechtsverbeiständung (act. G 8).

Erwägungen
1.
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1.1 Nachdem die Beschwerdegegnerin die Wiedererwägungsverfügung vom 17.
Januar 2016 erlassen hatte, haben sich die Beschwerdeführer am 29. Januar 2016 u.a.
mit der Bitte an die Beschwerdegegnerin gewandt, die dieser Verfügung zugrunde
liegende EL-Berechnung nochmals zu überprüfen, da ihnen aufgefallen sei, dass für
das Jahr 2015 nicht die Rentensumme, sondern der Rückkaufswert der Rente
berücksichtigt worden sei (vgl. act. G 4.1/2). Damit stellt sich die Frage, ob es sich bei
diesem innert der Einsprachefrist zugestellten Schreibens allenfalls um eine Einsprache
gegen die Verfügung vom 17. Januar 2016 gehandelt hat, sodass diese Verfügung
nicht in formelle Rechtskraft erwachsen und der Erlass der Rückforderung deshalb
noch gar nicht zu prüfen wäre. Dem Schreiben der Beschwerdegegnerin vom 10.
November 2016 ist zu entnehmen, dass sie das Schreiben der Beschwerdeführer vom
29. Januar 2016 nur als Revisionsgesuch interpretiert hat (act. G 13.1). Dass der
Rechtsvertreter der Beschwerdeführer am 18. März 2016 explizit ein Erlassgesuch
gestellt hat, kann nur so interpretiert werden, dass die Beschwerdeführer keine
Einsprache erhoben, sondern tatsächlich ein Revisionsgesuch gestellt haben.
1.2 Angesichts der formell rechtskräftigen und damit verbindlichen
Rückforderungsverfügung vom 17. Januar 2016 steht fest, dass die Beschwerdeführer
infolge nicht berücksichtigter Rentenzahlungen und Taggelder seit dem 1. Dezember
2012 Ergänzungsleistungen in Höhe von Fr. 32'108.-- bezogen haben, die ihnen von
Gesetzes wegen nicht zugestanden haben (act. G 4.1/3). Hat eine versicherte Person
die Leistung in gutem Glauben empfangen, muss sie diese gestützt auf Art. 25 Abs. 1
Satz 2 ATSG nicht zurückerstatten, wenn eine grosse Härte vorliegt. Die
Rückerstattung kann somit nur erlassen werden, wenn die beiden Voraussetzungen
des gutgläubigen Empfangs und der grossen Härte kumulativ erfüllt sind. Ein
gutgläubiger Leistungsbezug liegt vor, wenn die versicherte Person nicht gewusst hat,
dass sie eine Leistung empfangen hat, die an sich von Gesetzes wegen nicht
geschuldet gewesen ist. Der gute Glaube, dessen Vorhandensein zu vermuten ist,
besteht deshalb insbesondere dann, wenn sich die empfangende Person keiner groben
Nachlässigkeit schuldig gemacht hat (UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 3. Auflage
2015, Art. 25 Rz 47 mit Hinweisen). Somit schliesst eine grobfahrlässige Verletzung der
in Art. 24 der Verordnung über die Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen-
und Invalidenversicherung (SR 831.301; ELV) statuierten Melde- und Auskunftspflicht
den guten Glauben aus (BGE 110 V 180). Der Erlass ist aber auch dann
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ausgeschlossen, wenn die versicherte Person bei gebührender Sorgfalt um die
Unrechtmässigkeit des Leistungsbezuges hätte wissen müssen (vgl. Entscheid des
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen EL 2012/2 vom 6. August 2012 E. 2.2).
Der gute Glaube ist somit regelmässig zu verneinen, wenn die versicherte Person das
EL-Berechnungsblatt nicht oder nur unsorgfältig kontrolliert und deshalb einen darin
enthaltenen gravierenden, für sie erkennbaren Fehler nicht gemeldet hat (Urteil des
Bundesgerichts 9C_53/2014 vom 20. August 2014 E. 4.2.1). Die versicherte Person hat
in einem solchen Fall nämlich nur deshalb nicht um die Unrechtmässigkeit des
Leistungsbezuges gewusst, weil sie die Anspruchsberechnung pflichtwidrig nicht auf
deren Richtigkeit geprüft hat. Mit einem Erlass der Rückforderung würde die
versicherte Person also für die Verletzung ihrer Sorgfaltspflicht „belohnt“, was nicht der
Sinn und Zweck des Art. 25 Abs. 1 Satz 2 ATSG sein kann, weswegen auch eine
Verletzung der zumutbaren Kontrollpflicht einen Erlass einer Rückforderung
ausschliesst.
1.3 Die Beschwerdeführerin hat ab dem 1. September 2012 kein Erwerbseinkommen
mehr erzielt, sondern stattdessen vom 1. September 2012 bis 30. November 2013
Taggeldleistungen der SWICA erhalten (act. G 4.1/36 S. 21 f.). Über diese wesentliche
Änderung der wirtschaftlichen Verhältnisse haben die Beschwerdeführer die
Beschwerdegegnerin jedoch erst am 24. April 2014 informiert, indem sie die
Leistungsabrechnungen betreffend die Taggelder der SWICA von September 2012 bis
November 2013 eingereicht haben (act. G 4.1/36 S. 21). Die Beschwerdegegnerin hat
geltend gemacht, die Beschwerdeführer hätten ihre Meldepflicht verletzt, weil sie zwar
eine Bestätigung der SWICA betreffend die vom 1. September bis 31. Dezember 2012
ausgerichteten Krankentaggelder, nicht aber die Bestätigung betreffend die vom 1.
Januar bis 1. Dezember 2013 ausgerichteten Taggelder eingereicht hätten (act. G
4.2/2). Mit den am 24. April 2014 eingereichten Leistungsabrechnungen der SWICA
haben die Beschwerdeführer die Beschwerdegegnerin jedoch lückenlos über den
Bezug der Taggelder von September 2012 bis November 2013 informiert und somit ab
diesem Zeitpunkt ihre Meldepflicht erfüllt, auch wenn sie zusätzlich nur die
"Bestätigung der SWICA betreffend die Taggeldbezüge im Jahr 2012 für die
Steuererklärung" (vgl. act. G 4.1/36 S. 38) eingereicht haben und jene für das Jahr 2013
erst am 8. Dezember 2015 gefolgt ist (vgl. act. G 4.1/10 S. 3). In der Verfügung vom 7.
Juni 2014 hat die Beschwerdegegnerin die Ergänzungsleistungen unter der (teilweise)
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Berücksichtigung der Leistungsabrechnungen rückwirkend ab dem 1. September 2012
angepasst und die Taggelder bis November 2012 angerechnet (act. G 4.1/27 f.). Dabei
hat sie offenbar übersehen, dass der Beschwerdeführerin gemäss den
Taggeldabrechnungen der SWICA auch im Dezember 2012 und im Jahr 2013
Taggelder ausgerichtet worden sind. Zu den Berechnungsblättern der Verfügungen
vom 7. Juni 2014, vom 30. Juli 2014 und vom 22. Dezember 2014 hat das Einkommen
aus Taggeldern gefehlt. Da der gute Glaube nicht nur die Erfüllung der Meldepflicht,
sondern auch die Erfüllung der Kontroll- und Hinweispflicht voraussetzt, stellt sich die
Frage, ob die Beschwerdeführer diesen Fehler bei gebührender Sorgfalt hätten
erkennen können und die Beschwerdegegnerin somit darauf hätten aufmerksam
machen müssen. Den Beschwerdeführern muss bewusst gewesen sein, dass ein
Taggeld der SWICA, das die Beschwerdeführerin von September 2012 bis November
2013 bezogen hat und das denn auch von September bis November 2012 in den
Berechnungsblättern der Verfügung vom 7. Juni 2014 berücksichtigt worden ist, für
den gesamten Bezugszeitraum in der EL-Anspruchsberechnung Eingang finden muss.
Die Beschwerdeführer haben geltend machen lassen, dass sie mit ihren rudimentären
Deutschkenntnissen zwar in der Lage seien, das Formular zur periodischen
Überprüfung der Ergänzungsleistungen korrekt auszufüllen, dass sie aber die
Berechnungsblätter mit den vielen Spalten, Zahlen und Fachbegriffen nicht verstehen
könnten (act. G 1). Der Grossteil der EL-Berechnungsblätter besteht aus Zahlen, die
durchaus auch von einer fremdsprachigen Person gelesen und miteinander verglichen
werden können. Ausserdem handelt es sich bei dem Grossteil der auf den
Berechnungsblättern aufgeführten Begriffe nicht wie behauptet um Fachbegriffe, die
von Personen mit rudimentären Deutschkenntnissen nicht verstanden werden können.
Insbesondere die im konkreten Fall massgeblichen Berechnungsposten werden auf
den EL-Berechnungsblättern mit den Worten "Taggelder" und "Renten" bezeichnet.
Diese Worte müssen den Beschwerdeführern geläufig sein. Sie sind nämlich von der
Beschwerdegegnerin am 25. März 2014 u.a. um die Zusendung von Unterlagen
betreffend die Taggeldabrechnungen gebeten worden und haben diese Aufforderung
korrekt verstanden, denn sie haben der Beschwerdegegnerin am 24. April 2014
Leistungsabrechnungen betreffend die SWICA-Taggelder und eine Bestätigung der
Taggeldbezüge für das Jahr 2012 eingereicht. Auch sind beide Beschwerdeführer IV-
Rentner (act. G 4.1/33,77), weshalb sie wissen müssen, wie sie den Begriff "Rente"
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einzuordnen haben. Weiter haben die Beschwerdeführer im Rahmen ihrer Einsprache
bzw. ihrer Beschwerde in Bezug auf die Rente der D._ geltend gemacht, sie hätten
die Verfügungen vom 30. Juli und 22. Dezember 2014 nicht auf deren Richtigkeit
überprüfen müssen, weil diese nicht auf die Selbstdeklaration im Rahmen der
periodischen Überprüfung der Ergänzungsleistungen hin erlassen worden seien (vgl.
act. G 1, G 4.2/6). Wenn die Deutschkenntnisse der Beschwerdeführer so gut sind,
dass sie dazu befähigen, anhand der zugesandten Verfügungen den jeweiligen Grund
für die Anpassung des EL-Anspruchs zu eruieren, muss es den Beschwerdeführern
auch ohne Weiteres möglich sein, die sprachlich wenig anspruchsvollen EL-
Berechnungsblätter zu verstehen. Sollten die Beschwerdeführer aus unerklärlichen
Gründen dennoch Schwierigkeiten mit den EL-Berechnungsblättern gehabt haben, ist
darauf hinzuweisen, dass von EL-Bezügern verlangt werden muss, dass sie sich, um
ihrer Prüfungspflicht ausreichend nachkommen zu können, zu Beginn des
Leistungsbezugs, oder bei allfälligen Unregelmässigkeiten auch zwischendurch, den
Aufbau und Inhalt eines EL-Berechnungsblattes (beispielsweise von einem
Dolmetscher) erklären lassen. Im Ergebnis kann also auch von durchschnittlichen
Versicherten ohne Kenntnissen in den Bereichen Buchhaltung und/oder
Ergänzungsleistungen erwartet werden, dass sie in Erfüllung ihrer Prüfungspflicht dazu
imstande sind, die Höhe der jährlichen Renteneingänge und Taggelder mit den in den
EL-Berechnungsblättern aufgeführten Beträgen zu vergleichen. Wenn die
Beschwerdeführer ihrer Kontrollpflicht nachgekommen wären, hätte ihnen bei Erhalt
der Verfügung vom 7. Juni 2014 also auffallen müssen, dass die Beschwerdegegnerin
die Krankentaggelder der SWICA fälschlicherweise nur bis November 2012
berücksichtigt und ab dem 1. Dezember 2012 keine Taggelder mehr angerechnet
hatte, obwohl die Krankentaggelder tatsächlich bis Dezember 2013 bezogen worden
waren. Sie hätten also ohne Weiteres erkennen müssen, dass sie zu hohe
Ergänzungsleistungen beziehen. Die Beschwerdeführer müssen sich deshalb vorwerfen
lassen, dass sie ihre Kontroll- und Hinweispflichten in Bezug auf die von Dezember
2012 bis November 2013 bezogenen Taggelder grobfahrlässig verletzt haben.
1.4 Weiter hat die Beschwerdeführerin seit dem 13. Dezember 2013 Rentenzahlungen
der C._ erhalten (act. G 4.1/10 S. 18). Die Abrechnung der Leistungen für den
Zeitraum vom 13. Dezember 2013 bis 31. März 2014 haben die Beschwerdeführer am
20. März 2014 erhalten, weshalb sie spätestens zu diesem Zeitpunkt von dem
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Rentenanspruch und dessen Höhe Kenntnis gehabt haben müssen. Sie haben der
Beschwerdegegnerin aber am 24. April 2014 lediglich eine Überschussmitteilung der
C._ eingereicht (act. G 4.1/36 S. 32 f.). Unterlagen betreffend die Rentenbezüge der
Beschwerdeführerin sind der Beschwerdegegnerin erst am 8. Dezember 2015 mit den
Leistungsabrechnungen vom 20. und 25. März 2014 und der Bescheinigung über
bezogene Erwerbsunfähigkeitsleistungen vom Januar 2015 eingereicht worden (act. G
4.1/10). Seit dem Beginn des Leistungsbezugs der Beschwerdeführerin bei der C._
bis zum Zeitpunkt der Meldung desselben am 8. Dezember 2015 haben die
Beschwerdeführer, weil es sich beim Leistungsbezug einer Rente offensichtlich um
eine ins Gewicht fallende Änderung der wirtschaftlichen Verhältnisse der
Beschwerdeführerin gehandelt hat, in Bezug auf die Rente der C._ die Meldepflicht
gemäss Art. 24 ELV in grober Weise verletzt.
1.5 Ausserdem hat die Beschwerdegegnerin in der die Rückforderung hervorrufenden
Wiedererwägungsverfügung vom 17. Januar 2016 neu rückwirkend ab Dezember 2013
eine Rente der D._ angerechnet. Die Beschwerdeführer haben geltend machen
lassen, sie hätten zum Zeitpunkt des Erlasses der Verfügung vom 7. Juni 2014, mit
welcher der EL-Anspruch rückwirkend ab dem 1. September 2012 angepasst worden
sei, noch keine Auskunft über die Rente bei der D._ geben können, da diese Rente
erst am 17. Juni 2014 rückwirkend ab 2. Dezember 2013 zugesprochen worden sei
(act. G 1). In der Tat liegt ein Schreiben der D._ vom 17. Juni 2014 vor, in welchem
sie der Beschwerdeführerin mitgeteilt hat, nach der Prüfung ihres Leistungsanspruches
habe sich ergeben, dass ihr rückwirkend ab dem 2. Dezember 2013 eine ganze Rente
zustehe (act. G 4.1/15 S. 4).
1.5.1 Ergänzungsleistungen sind nur dazu da, unzureichende
Sozialversicherungsleistungen zu decken, die als Ersatzeinkommen zur Deckung des
Existenzminimums dienen. Aus koordinationsrechtlicher Sicht muss deshalb eine
Rente, die für die Vergangenheit zugesprochen worden ist, auch rückwirkend
angerechnet werden, um eine Überentschädigung der betroffenen versicherten Person
zu vermeiden. Derjenige, der von Anfang an eine Rente zugesprochen und ausgerichtet
bekommt, soll nämlich nicht schlechter gestellt werden als derjenige, der erst später
von der rückwirkenden Zusprache einer Rente erfährt und eine entsprechende
Nachzahlung erhält.
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1.5.2 Wird eine bereits ausbezahlte Ergänzungsleistung rückwirkend durch eine
unter einem anderen Titel geschuldete Leistung eines anderen Sozialversicherers
ersetzt, so betrachtet die höchstrichterliche Rechtsprechung den Erlass einer
Rückforderung als ausgeschlossen, weil das Vermögen des rückerstattungspflichtigen
EL-Bezügers keine Veränderung erfahre und die Erlassvoraussetzung der grossen
Härte somit nicht erfüllt sein könne (vgl. BGE 122 V 226). Die eigentliche Rechtfertigung
für die Unzulässigkeit des Erlasses einer Rückforderung bei einer Verrechenbarkeit von
Leistungsnachzahlungen und korrespondierenden EL-Rückforderungen besteht
allerdings vielmehr darin, dass der Erlass der Rückforderung in solchen Fällen nicht zu
der mit diesem Institut eigentlich angestrebten Rechtswohltat, sondern zu einer
Überentschädigung führen würde. Im konkreten Fall sind die Beschwerdeführer durch
die Nachzahlung der ihnen seit Dezember 2013 zustehenden Rente der D._ so
gestellt worden, als hätten sie die Rentenzahlungen in der Vergangenheit erhalten und
die entsprechenden Mehreinnahmen angespart. Indem die Beschwerdeführer für diese
Situation ein Erlassgesuch gestellt haben, haben sie nicht die Befreiung von einer
aktuell drückenden Rückerstattungslast, sondern ausschliesslich einen unzulässigen
doppelten Leistungsbezug angestrebt. Die Beschwerdeführer wollen nämlich sowohl
die das Fehlen der Rente durch die D._ ausgleichenden Ergänzungsleistungen als
auch die nachträglichen Rentenzahlungen behalten. Deshalb muss das Gesuch um
Erlass der aufgrund der Anrechnung einer fiktiv früher ausbezahlten, effektiv aber
nachgezahlten Leistung entstandenen Rückforderung von Ergänzungsleistungen als
rechtsmissbräuchlich qualifiziert werden (vgl. dazu den Entscheid des
Versicherungsgerichts St. Gallen vom 18. Juni 2009, EL 2009/1 E 2.1). Obwohl also
keine Meldepflichtverletzung vorliegt (und vorliegen kann, denn eine Rente kann nicht
gemeldet werden, bevor sie zugesprochen worden ist), sind die Ergänzungsleistungen,
die vor dem 17. Juni 2014 aufgrund der Nichtanrechnung der Rente der D._ zu viel
ausbezahlt worden sind, zu Recht nicht erlassen worden.
1.6 Nach dem Erhalt des Schreibens der D._ vom 17. Juni 2014 hätten die
Beschwerdeführer die Beschwerdegegnerin über die Rentenzahlungen der D._
informieren müssen, weil es sich hierbei um eine massgebliche Änderung der
wirtschaftlichen Verhältnisse der Beschwerdeführer gehandelt hat. Indem die
Beschwerdeführer der Beschwerdegegnerin erst am 22. September 2015 im Rahmen
der periodischen Überprüfung der Ergänzungsleistungen die massgeblichen Akten
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eingereicht haben (act. G 4.1/15 S. 4), haben sie vom Zeitpunkt der Kenntnisnahme
des Schreibens der D._ vom 17. Juni 2014 bis zum Zeitpunkt der Einreichung
derselben bei der Beschwerdegegnerin ihre Meldepflicht gemäss Art. 24 ELV in grober
Weise verletzt. Damit fehlt der gute Glaube auch für diesen Zeitraum. Die
Beschwerdeführer sind jedoch der Ansicht gewesen, sie hätten nicht bemerken
müssen/können, dass die Rente der D._ in den späteren Verfügungen der
Beschwerdegegnerin nicht enthalten gewesen sei, weil diese Verfügungen der
Beschwerdegegnerin nicht aufgrund neuer, durch die Beschwerdeführer deklarierter
Tatsachen, sondern aufgrund einer gesetzlichen Änderung ergangen seien. Die
Verfügungen vom 30. Juli und 22. Dezember 2014 seien ungefragt gekommen. Deshalb
habe kein Anlass bestanden, die entsprechenden EL-Berechnungsblätter zu
überprüfen (act. G 1). Zunächst ist festzuhalten, dass weder die Verfügung vom 30. Juli
noch jene vom 22. Dezember 2014 aufgrund einer gesetzlichen Änderung erlassen
worden ist. Die Verfügung vom 30. Juli 2014 ist ergangen, weil die
Beschwerdegegnerin rückwirkend ab dem 1. Januar 2014 Nichterwerbstätigenbeiträge
als Ausgaben angerechnet hat (vgl. dazu act. G 4.1/26), und mit der
Revisionsverfügung vom 22. Dezember 2014 sind - wie jedes Jahr - die IPV-
Pauschalen ab dem 1. Januar 2015 den tatsächlichen Gegebenheiten angepasst
worden. Aufgrund der Meldepflichtverletzung der Beschwerdeführer ist es der
Beschwerdegegnerin gar nicht möglich gewesen, von der Rente der D._ Kenntnis zu
haben und diese in den Verfügungen vom 30. Juli und 22. Dezember 2014 zu
berücksichtigen. Abgesehen davon besteht die in Frage gestellte Kontroll- und
Hinweispflicht unabhängig davon, ob Verfügungen "gefragt" oder "ungefragt" erlassen
werden. Selbst wenn die Beschwerdeführer ihre Meldepflicht nicht verletzt hätten, wäre
ihnen deshalb zumindest eine Verletzung der Kontroll- und Hinweispflicht vorzuwerfen,
weil sie die Verfügungen und die dazugehörenden Berechnungsblätter vom 30. Juli und
22. Dezember 2014 nicht sorgfältig genug überprüft haben und ihnen daher nicht
aufgefallen ist, dass die Rente der D._ fälschlicherweise nicht angerechnet worden
ist.
1.7 Zusammenfassend wäre der Erlass der Rückforderung betreffend den Bezug der
Rente der D._ von Dezember 2013 bis Juni 2014 rechtsmissbräuchlich und somit
ausgeschlossen (vgl. E 1.5.2). Abgesehen davon haben die Beschwerdeführer in Bezug
auf die Renten der C._ und der D._ (ab Juli 2014) ihre Meldepflicht und in Bezug
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auf die Taggelder der SWICA ihre Kontroll- und Hinweispflicht verletzt. Sie haben die
zwischen dem 1. Dezember 2012 und dem 30. November 2015 unrechtmässig
ausgerichteten Ergänzungsleistungen also nicht gutgläubig bezogen. Da die
Voraussetzungen für den Erlass kumulativ erfüllt sein müssen und da der gute Glaube
dort, wo er zu einem Erlass hätte führen können, verneint worden ist, hat die
Beschwerdegegnerin den Erlass der Rückforderung der zu viel bezogenen
Ergänzungsleistungen von Dezember 2012 bis November 2015 selbst dann zu Recht
verneint, wenn die Rückerstattung eine grosse Härte bedeuten sollte.
2.
Demnach ist die Beschwerde abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art.
61 lit. a ATSG). Die unterliegenden Beschwerdeführer haben keinen Anspruch auf eine
Parteientschädigung. Zufolge der Bewilligung der unentgeltlichen
Rechtsverbeiständung für das Beschwerdeverfahren hat der Staat aber ihrem
Rechtsvertreter eine Entschädigung auszurichten, die 80% des notwendigen
Vertretungsaufwandes entspricht (Art. 31 Abs. 3 des Anwaltsgesetzes [sGS 963.70,
AnwG]). Der Rechtsvertreter hat am 30. Oktober 2017 eine Honorarnote über den
Betrag von Fr. 1'663.20 (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) eingereicht, wobei er
diesen Betrag anhand des bei unentgeltlicher Prozessführung reduzierten
Stundenansatzes von Fr. 200.-- bemessen hat (Art. 31 Abs. 3 AnwG i.V.m. Art. 24 Abs.
1 der Honorarverordnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten [sGS 963.75, HonO]).
Ausgehend vom mittleren Honorar von Fr. 250.-- würde das Honorar Fr. 2'059.25
betragen ([7,33h × 250] + 4% Barauslagen + 8% Mehrwertsteuer = Honorar von Fr.
1'833.35 + Barauslagen von Fr. 73.35 + Mehrwertsteuer von Fr. 152.55). Die
Aufstellung der Leistungen und des entsprechenden Zeitaufwandes erscheint
angesichts der isolierten Rechtsfrage und des Umstandes, dass der Rechtsvertreter die
Beschwerdeführer bereits im Verwaltungsverfahren vertreten hat und ihm deshalb die
relevanten Akten bereits bekannt gewesen sind, als angemessen. Infolge der
unentgeltlichen Rechtsverbeiständung hat der Staat die Kosten der Rechtsvertretung
des Beschwerdeführers zu bezahlen, wobei das Honorar um einen Fünftel zu kürzen ist
(Art. 31 Abs. 3 des Anwaltsgesetzes). Die Entschädigung wird somit auf Fr. 1'647.40
inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer festgesetzt (0,8 × Fr. 2'059.25). Sollten es ihre
wirtschaftlichen Verhältnisse dereinst gestatten, werden die Beschwerdeführer zur
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Rückerstattung dieser Entschädigung verpflichtet werden können (Art. 99 Abs. 2 VRP
i.V.m. Art. 123 ZPO).