Decision ID: b4810653-0c14-5459-9fe9-35435b3c190a
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1972, ist seit 2010 bei der
Y._
AG angestellt und in dieser Eigenschaft bei der
Schweizerischen National-
Versi
cherungs
-Gesellschaft (heute: Helvetia Schweizerische Versicherungsgesellschaft AG; nachfolgend: Helvetia)
gegen die Folgen von Unfällen versichert.
Mit Schadenmeldung vom 1
0.
Juli 2012
(
Urk.
9/2a
) liess der Versicherte durch seine Arbeitgeberin den Fahrradunfall vom 2
9.
Juni 2012 melden, wobei als Schädi
gung eine
bursitis
olecrani
am rechten Ellbogen
angegeben wurde
.
Ein paar Tage nach dem Unfall schwoll der Ellbogen
stärker an und wurde schmerzhaft, so dass
sich
der Versicherte
am 1
0.
Juli 2012 zu
Dr.
med.
Z._
, Spe
zialarzt FMH Rheumatologie und Innere Medizin, in die
Be
handlung
begab (
Urk.
8/5)
, woraufhin der Beschwerdeführer
gleichentags
für drei Tage
im Spital
A._
hospitalisiert wurde. Die behandelnden Ärzte notierten
im
Aus
trittsbericht
vom 1
3.
Juli 2012
einen
phlegmonen
Ellbogen rechts bei Status nach Kontusion am 2
9.
Juni 2012 mit Schürfwunde über dem lateralen
Epi
c
on
dylus
Humeri
(
Urk.
8/2).
Am 1
1.
April 2013 meldete sich der Versicherte
telefonisch
bei der Helvetia und erklärte,
dass er sich beim Sturz vom Fahrrad neben dem rechten Ellbogen auch noch den Kopf und die rechte Hüfte angeschlagen habe (
Urk.
9/3). Am
1
8.
Juli 2013 (
Urk.
9/4) teilte die Helvetia dem Versicherten mit, dass sie die
Leistungs
pflicht
betreffend Hüft- und Beckenbeschwerden rechts ablehnten, da die Beschwerden nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in einem Kausalzu
sammenhang zum Unfall vom 2
9.
Juni 2012 stünden. Hieran hielt die Helvetia, nachdem der Versicherte am
1
1.
September 2013
mitgeteilt hatte, dass er nicht damit einverstanden sei (
Urk.
9/7), m
it Verfügung vom 1
7.
Januar 2014 (
Urk.
9/16)
fest.
Die Helsana erhob hiergegen am 2
3.
Januar 2014 vorsorglich Einsprache (
Urk.
9/17), welche sie am 2
9.
Januar 2014 zurückzog (
Urk.
9/18).
Die
vom Versicherten
am
6.
Februar 2014
erhobene Eins
prache (
Urk.
9/19; ergän
zende
Einsprachebegründung
vom 1
1.
März 2014,
Urk.
9/21
)
wies die Hel
vetia
mit
Einspracheentscheid
vom
3.
Juni 2014
ab (
Urk.
2).
2.
Hiergegen erhob der Versicherte am
4.
Juli 2014 Beschwerde (
Urk.
1) und bean
tragte, der angefochtene
Einspracheentscheid
vom
3.
Juni 2014 sei
aufzuhe
-
ben
und es sei festzustellen, dass
ein
Kausalzusammenhang zwischen den
Hüft-/Beckenbeschwerden rechts und dem Unfallereignis vom 2
9.
Juni 2012 bestehe und die Beschwerdegegnerin für die Folgen daraus leistungspflichtig sei. Even
tualiter sei die Sache an die Beschwerdegegnerin zur weiteren
Abklä
-
rung
zurückzuweisen.
Mit Beschwerdeantwort vom 1
4.
August 2014 (
Urk.
7, unter Beilage ihrer Akten,
Urk.
8/1-10 und
Urk.
9/1-32) schloss die Beschwerde
-
geg
nerin
auf Abweisung der Beschwerde. Mit Schreiben vom 1
4.
August 2014
reichte der Beschwerdeführer den Arztbericht von
Dr.
med.
Z._
, FMH Rheumatologie/Innere Medizin, vom 1
1.
August 2014 ein (
Urk.
10 und
Urk.
11). Mit Mitteilung vom 2
2.
August 2014 wurde dem Beschwerdeführer die Beschwerdeantwort und der Beschwerdegegnerin das Schreiben vom 1
1.
August 2014 samt Bericht von
Dr.
Z._
zur Kenntnis gebracht (
Urk.
12).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
Der Beschwerdeführer brachte vor, aufgrund des Berichts und der Aussagen von
Dr.
Z._
sei
ein
Kausalzusammenhang zwischen den Hüft- und
Beckenbe
schwerden
rechts und dem Fahrradunfall erstellt.
Er habe nie an einer
vorbeste
henden
Erkrankung im Bereich der Hüften gelitten, womit sich die
Beschwerde
gegnerin
nicht auf den Grundsatz „
post
hoc ergo
propter
hoc“ stützen könne. Aufgrund des Berichts von
Dr.
Z._
bestünden auch
zumindest
geringe Zweifel an der Beurteilung durch
Dr.
B._
vom 1
6.
Oktober 2013, womit die Sache zumindest zur Einholung eines externen Gutachtens an die
Beschwerde
gegnerin
zurückzuweisen wäre (
Urk.
1 S. 4).
Die Beschwerdegegnerin führte demgegenüber im Wesentlichen aus, dass bis zum Frühjahr 2013 keine Hüft- und Beckenbeschwerden aus den Akten ersicht
lich seien. Auch habe der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 1
1.
September 2012
(richtig
wohl
: 2013)
ausgeführt, dass die Hüft- und Kopfbeschwerden nach acht bis neun Tagen vollständig verschwunden gewesen seien, so dass der Schluss von
Dr.
Z._
, es liege ein langwieriger und protrahierter Verlauf vor, nicht nachvollziehbar sei. Der Schluss, dass die geklagten Hüft- und
Beckenbe
schwerden
auf den
Unfall
zurückzuführen seien, bloss weil sie nach diesem auf
getreten
seien, sei unzulässig (
Urk.
7 S. 3).
2.
2.1
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss
Bundesgesetz über die Unfall
versicherung (
UVG
)
setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva
lidität, Tod) ein natürlicher Kausal
zusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammen
hangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der glei
chen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheit
licher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht wer
den kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungs
–
anspruches
nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
2.2
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kau
salzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem ge
wöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebens
erfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Er
folges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129
V
177 E. 3.2, 405 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
2.3
Die
Argumentation nach der Formel „
post
hoc ergo
propter
hoc", nach deren Bedeutung eine gesundheitliche Schädigung schon dann als durch den Unfall verursacht gilt, weil sie nach diesem aufgetreten ist, ist beweisrechtlich nicht zulässig und vermag zum Beweis natürlicher Kausalzusammenhänge nic
ht zu genügen (BGE 119 V 335 E.
2b/
bb
., Urteil des Bundesgerichts 8
C_332/2013 vom 25. Juli 2013 E.
5.1).
2.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125
V
351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.5
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unpar
teilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im
Sozialversiche
rungsrecht
zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gut
achterin allerdings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U 356
S.
572; BGE 122 V 157 E. 1c; vgl. auch 123 V 331 E. 1c).
3.
3.1
Im am
2.
November 2012 bei der Beschwerdegegnerin eingegangenen
Arztbe
richt
von
Dr.
Z._
über die Erstbehandlung am 1
0.
Juli 2012 hielt dieser eine
postkontusionelle
Ellbogenschwellung rechts, differentialdiagnostisch eine
Hämatoburs
a
/Infekt
, fest (
Urk.
8/5).
3.2
Nach der Erstbehandlung durch
Dr.
Z._
am 1
0.
Juli 2012 wurde der Beschwerdeführer für drei Tage hospitalisiert im Spital
A._
(
Urk.
8/2)
. Die Ärzte
notierten
, dass der Beschwerdeführer sich anlässlich
ein
es Sturzes eine kleine Schürfwunde zugezogen habe. Es sei daraufhin extern eine radiologische Untersuchung zum Ausschluss einer Fraktur veranlasst worden, welche keine
ossären
Läsionen gezeigt habe. Sie hätten
eine intravenöse antibiotische Thera
pie durchgeführt, worunter sich die Entzündungswerte, die Schwellung und die Rötung
regredient
gezeigt hätten, so dass der Beschwerdeführer am 1
3.
Juli 2012 nach Wechsel auf eine orale antibiotische Therapie in gutem
Allgemein
zustand
habe
entlassen
werden können
.
3.3
Dr.
med.
C._
,
Radiologie der Klinik
D._
,
hielt
in ihrem zuhan
den von
Dr.
Z._
erstellten Bericht vom
3.
Mai 2013 fest, dass klinisch eine
Druckdolenz
im lateralen Becken rechts vorliege. Im MRI sei eine Bursitis
tro
chanterica
ersichtlich.
Dr.
C._
konstatierte
, d
ie Artikulation
sei
regelrecht und die Gelenkspalten in beiden Hüftgelenken
seien gut erhalten
. Im Labrum rechts bestünden kleine Verkalkungen im
superioren
Abschnitt. Im
Sehnenan
satzberich
am Trochanter
major
rechts am Ansatz der
Gluteus
medius
- und
minimus
Sehne lägen umschriebene Verkalkungen vor, welche zu einer Tendi
nitis
calcificans
passen würden. Am rechten und weniger auch am linken Tro
chanter
major
sowie an den
Tuber
ischiadicae
seien geringe
Fibroostosen
fest
stellbar. Eine Fraktur sei nicht nachweisbar (
Urk.
8/7).
3.4
Die Beschwerdegegnerin legte die medizinischen Akten ihrem beratenden Arzt
Dr.
B._
, Chirurgie FMH, vor, welcher am 1
6.
Juli 2013 festhielt, dass
ein
Kausalzusammenhang zwischen der Behandlung der Hüfte und dem
Fahrrad
unfall
möglich sei (
Urk.
8/8).
3.5
Dr.
Z._
führte in seiner ärztlichen Bestätigung vom 2
7.
August 2013 zuhan
den des Beschwerdeführers aus, dass sich radiologisch im lateralen Ober
schenkel rechts
peritrochantär
Verkalkungen im
Sehnenansatzberich
im Sinne einer Tendinitis
calcificans
fänden. Aufgrund der direkten Kontusion dieser Stelle beim Fahrradunfall, dem Neuauftreten von Beschwerden seit eben diesem Unfall, dem klinischen Beschwerdeverlauf und dem radiologisch einseitigen Vorliegen von Veränderungen halte er die Hüftbeschwerden überwiegend wahr
-
scheinlich
für unfallbedingt (
Urk.
8/9).
3.6
I
n seiner zuhanden der Beschwerdegegnerin erstellten Aktenbeurteilung vom 1
6.
Oktober 2013 (
Urk.
8/10)
konstatierte
Dr.
B._
,
dass er aufgrund der zur Verfügung stehenden Akten
zum Schluss komme, dass der Kausalzusammen
hang höchstens als möglich zu taxieren sei.
4.
4.1
Zu prüfen ist, ob die Hüft- bzw. Beckenbeschwerden mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit auf den Unfall vom 2
9.
Juni 2012 zurückzuführen sind.
In der Unfallmeldung vom 1
0.
Juli 2012 wurden keine Beschwerden bzw. Verlet
zungen der Hüfte angeführt (
Urk.
9/2a)
. D
er erstbehandelnde Arzt,
Dr.
Z._
, erhob anlässlich der Behandlung vom 1
0.
Juli 2012
ebenfalls
keine Befunde mit Bezug zur Hüfte (
Urk.
8/5)
und
a
uch die behandelnden Ärzte des Spitals
A._
hielten in ihrem Bericht vom 1
3.
Juli 2012 (
Urk.
8/2)
keine geklagten Beschwerden, Befunde oder Diagnosen bezüglich der Hüfte fest.
Der Beschwerdeführer selbst meldete sich erstmals telefonisch am 1
1.
April 2013 bei der Beschwerdegegnerin und erklärte, er habe seit dem Unfall immer
Beschwerden in der rechten Hüfte gehabt, welche ab November 2012 zuge
nommen hätten und die er nun gerne abklären möchte (
Urk.
9/3). In seinem
Schreiben vom 1
1.
September 2013
(
Urk.
9/7)
führte
er
hingegen aus, dass er nach dem Sturz am 2
9.
Juni 2012 vor
allem Hüft- und Kopfschmerzen gehabt hätte, er aber gleichwohl zur Arbeit gegangen sei. Acht bis neun Tage später sei die sehr schmerzhafte Schleimbeutelentzündung am rechten Ellbogen entstan
den - zu diesem Zeitpunkt habe er keine Hüftschmerzen mehr gehabt.
Erst im Verlauf des Jahres
habe er
beim Liegen auf der linken Hüfte Schmerzen gehabt, die zunehmend schlimmer geworden seien, wobei es sich genau um den Punkt gehandelt habe, auf den er gestürzt sei.
Dr.
C._
,
Klinik
D._
,
dokumentierte am
3.
Mai 2013 erstmals die Hüft
schmerzen (
Urk.
8/7).
Dr.
Z._
bestätigte am 2
7.
August 2013 zuhanden des Beschwerdeführers, dass er die Hüftbeschwerden für überwiegend wahrschein
lich unfallbedingt erachte (
Urk.
8/9)
und präzisierte dies in seinem Arztbericht vom 1
1.
August 2014 (
Urk.
11)
. Demgegenüber führte
Dr.
B._
in seiner Aktenbeurteilung vom 1
6.
Oktober 2013 aus, dass er aufgrund der zur Verfü
gung stehenden Akten und dem Nachweis von Verkalkungen im Sehnenansatz am Trochanter
major
rechts am Ansatz der
Gluteus
medius
und
minimus
Sehne zum Schluss komme, dass der Kausalzusammenhang höchstens als möglich zu taxieren sei.
4.2
Festzuhalten
ist
, dass der Beschwerdeführer erstmals rund neun Monate nach dem Unfalltag
gegenüber
der
Beschwerde
gegnerin seine Hüftbeschwerden
beklagte. Eine echtzeitliche Dokumentation
der angeblich bereits nach dem Unfall vorgelegenen Hüftbeschwerden
liegt nicht vor.
Dr.
B._
stellte nach
vollziehbar dar, warum der Kausalzusammenhang zwischen dem Sturz mit dem Fahrrad und den Hüftbeschwerden lediglich als möglich, nicht aber überwie
gend wah
rscheinlich zu qualifizieren ist
.
Daran vermag auch der im Beschwerdeverfahren neu eingereichte Bericht von
Dr.
Z._
vom 1
1.
August 2014 nichts zu ändern (
Urk.
11), nimmt er darin lediglich eine
ausführlichere
Einschätzung
zu seinem Bericht vom 2
7.
August 2013 (
Urk.
8/9) anhand der
bereits bekannten Befunde vor
.
Es kommt hinzu, dass bei behandelnden Spezialärzten wie auc
h bei Hausärzten der Erfahrungs
tatsache Rechnung z
u tragen ist, dass diese im Hin
blick auf
ihre
auftrags
rechtli
che
Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussa
gen (BGE 125
V 351 E. 3b/cc; Urteil des Bun
desgerichts U 202/01 vom
7.
Dezem
ber 2001 E. 2b/
bb
mit Hinweis), so dass die Einschätzung von
Dr.
Z._
die Ausführungen von
Dr.
B._
nicht zu entkräften vermögen.
Von
z
usätzlichen medizinischen Unter
suchungen beziehungsweise Abklärungen sind keine weiteren Aufschlüsse hinsichtlich Unfallkausalität zu erwarten
.
Da der Nachweis eines Kausalzusammenhanges zwischen den geltend gemach
ten
Hüftbeschwerden
und dem
Sturz vom Fahrrad
vom
2
9.
Juni 2012
nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit gelingt, hat der Beschwerdeführer die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 115 V 133 E. 8a mit Hinweisen).
5.
Der Grundsatz des kostenlosen Verfahrens hat zur Folge, dass der
Beschwerdegeg
nerin
, bzw. dem jeweiligen Versicherungsträger, keine
Partei
entschädigung
zusteht (vgl.
Kieser
, ATSG-Kommentar, Zürich/Basel/Genf 2009,
2.
Aufl., N 114 zu
Art.
61).