Decision ID: 7aaad632-f961-58a3-bfdc-a55d4eff6236
Year: 2008
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass der Beschwerdeführer sein Heimatland im Oktober 2006  habe, am 24. Juni 2008 in die Schweiz eingereist sei und hier  um Asyl ersuchte,
dass er anlässlich der Kurzbefragung vom 27. Juni 2008 im B._ und der Anhörung vom 15. Juli 2008 zu den Asylgründen im Wesentlichen Folgendes geltend machte,
dass er aus C._ stamme, ethnischer Tigriner orthodoxen Glaubens und von Beruf Lehrer sei,
dass er von D._ bis E._ seine militärische  geleistet habe und in der Folge weiter dienstpflichtig gewesen sei, wobei er aber die meiste Zeit als F._ seinen Beruf ausgeübt habe,
dass er im Jahre 2004 erfolglos um Entlassung aus dem Dienst zwecks Übertritt als G._ in ein H._ ersucht habe,
dass er sich verschiedentlich – beispielsweise an Kursen –  geäussert und um Erhöhung seiner Entlöhnung ersucht habe, aus welchem Grund er I._ für J._ inhaftiert  sei,
dass er am K._ vorladungsgemäss an einer Veranstaltung hätte teilnehmen sollen, in welcher Lehrer als Abschluss eines Kurses in der Beachtung und Vermittlung von Regierungstreue geschult werden sollten,
dass er der Vorladung keine Folge geleistet habe und am 26.  2006 von der Polizei gesucht worden sei, weshalb er sich nun  und sein Heimatland am 6. Oktober 2006 in Richtung Sudan verlassen habe,
dass er am 24. September 2007 nach Libyen weitergereist und um den 21. November 2007 nach Italien gelangt sei, wo er ein Asylgesuch  und in einem Camp gewohnt habe,
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dass er - auf Nachfragen hin - einräumte, in Italien den  zugesprochen und eine drei Jahre gültige Aufenthaltsbewilligung sowie einen „Reisepass“ erhalten zu haben,
dass er mit der Situation im Camp und als Flüchtling in Italien nicht  gewesen und deshalb im Februar nach Rom umgezogen sei, im März 2008 erfolglos einen Grenzübertritt nach Frankreich versucht habe und schliesslich am 24. Juni 2008 in die Schweiz gelangt sei,
dass dem Beschwerdeführer im Rahmen der Anhörung das rechtliche Gehör zu einer allfälligen Rückführung in den Heimatstaat und nach Italien gewährt wurde,
dass er im Falle einer Rückkehr nach Eritrea seine Verhaftung und  sein Verschwindenlassen befürchte,
dass er auch nicht nach Italien zurückkehren wolle und könne, weil dort Flüchtlinge kaum Rechte und Sozialleistungen erhielten und  all seine italienischen Papiere verloren gegangen seien,
dass der Beschwerdeführer trotz mehrfacher Aufforderung keine  Identitätsdokumente einreichte und hierzu erklärte, er habe nie einen heimatlichen Reisepass besessen und seine Identitätskarte sei in Libyen abhanden gekommen,
dass das BFM Italien am L._ um Rückübernahme des  ersuchte,
dass die zuständigen italienischen Behörden am M._ schriftlich und ankündigungsgemäss die vorbehaltlose Rückübernahme des Beschwerdeführers zusicherten,
dass das BFM mit Verfügung vom 5. August 2008 – eröffnet am selben Tag – in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat und die Wegweisung des Beschwerdeführers aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,
dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen anführte, die  von Art. 34 Abs. 2 Bst. a AsylG i.V.m. Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG seien vorliegend erfüllt, da der Bundesrat Italien am 14. Dezember 2007 als sicheren Drittstaat bezeichnet, der Beschwer-
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deführer sich vor der Einreise in die Schweiz dort aufgehalten und  Land am M._ die Bereitschaft für die Rückübernahme  habe,
dass die vom Beschwerdeführer im Rahmen des rechtlichen Gehörs zu einer Rückkehr nach Italien gemachten Einwände nicht geeignet seien, die Widerlegung der Vermutung der Beachtung des Non--Gebotes durch Italien herbeizuführen, da die italienischen  die Rücknahme unabhängig vom Papierbesitz des  zugesichert hätten, die im Vergleich zur Schweiz  Sozialleistungen ferner keinen Hinderungsgrund darstellten und Italien im Übrigen seinen völkerrechtlichen und insbesondere aus dem Abkommen vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30) und der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) erwachsenen Verpflichtungen in der Praxis nachkomme,
dass die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers sodann nicht offensichtlich zutage trete, da die von ihm geltend gemachten  in Eritrea aufgrund verschiedener aufgetretener Widersprüche (Zeitpunkt der Militärdienstleistung im Jahre 2006, Veranstaltungsort vom K._, Anzahl Vorladungen zu dieser Veranstaltung) unglaubhaft seien und es sich daher erübrige, auf weitere  einzugehen,
dass die Wegweisung die Regelfolge eines Nichteintretensentscheides darstelle und keine Gründe ersichtlich seien, die auf Unzulässigkeit, Unzumutbarkeit oder Unmöglichkeit eines Wegweisungsvollzuges in den Drittstaat Italien schliessen lassen würden, zumal insbesondere auch eine Rückübernahmezustimmung durch Italien vorliege,
dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 7. August 2008 gegen diese Verfügung beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und dabei sinngemäss die Aufhebung der BFM-Verfügung, die  der Sache an die Vorinstanz sowie eventualiter den Verzicht auf die Wegweisung und die Anordnung der vorläufigen Aufnahme ,
dass er in der Begründung moniert, er möchte – trotz  Italiens – wegen der „mysteriösen Umstände“ lieber nicht nach Italien zurückkehren, zumal die italienischen Behörden die Bedürfnisse von Flüchtlingen nicht zu erfüllen gewillt seien,
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dass man ihn keinen weiteren Prüfungen mehr unterziehen möge und er ein Leben im Gefängnis oder gar Selbstmord einer Rückkehr nach Italien vorziehe,
dass die vorinstanzlichen Akten am 11. August 2008 beim  eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,
dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden  Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]) des BFM  (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des  vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),
dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung  Änderung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde  ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),
dass somit auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte  einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),
dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),
dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das BFM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu überprüfen (Art. 32-35 AsylG), die Beurteilungskompetenz der  grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,
dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den  als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen  Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent-
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scheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen  [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),
dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs  prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle Kognition zukommt,
dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in  Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters  einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur  zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),
dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen  verzichtet wurde,
dass gemäss der revidierten, am 1. Januar 2008 in Kraft getretenen Bestimmung von Art. 34 Abs. 2 Bst. a AsylG auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asylsuchende in einen sicheren Drittstaat nach Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG zurückkehren können, in welchem sie sich vorher aufgehalten haben,
dass nach Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG der Bundesrat Staaten  kann, in denen nach seinen Feststellungen effektiver Schutz vor Rückschiebung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 AsylG besteht,
dass nach Art. 34 Abs. 3 AsylG die Bestimmung von Abs. 2 dieses  keine Anwendung findet, wenn Personen, zu denen die  Person enge Beziehungen hat, oder nahe Angehörige in der Schweiz leben (Bst. a), die asylsuchende Person offensichtlich die Flüchtlingseigenschaft nach Art. 3 AsylG erfüllt (Bst. b) oder Hinweise darauf bestehen, dass im Drittstaat kein effektiver Schutz vor  nach Art. 5 Abs. 1 AsylG besteht (Bst. c),
dass die Voraussetzungen der Anwendbarkeit von Art. 34 Abs. 2 Bst. a AsylG i.V.m. Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG vorliegend in  der vorinstanzlichen Erkenntnisse erfüllt sind,
dass der vorangegangene (mehrmonatige und legale) Aufenthalt des Beschwerdeführers in Italien aktenkundig und unbestritten ist,
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dass vom Beschwerdeführer zudem nie behauptet wurde, er hätte zur Schweiz enge Beziehungen oder hier nahe Angehörige,
dass Italien – zusammen mit allen anderen EU- und EFTA Staaten – am 14. Dezember 2007 vom Bundesrat als sicherer Drittstaat  worden ist,
dass der Beschwerdeführer – wie vom BFM zutreffend erkannt – in den sicheren Drittstaat Italien zurückkehren kann, da dessen  mit nach wie vor gültiger Erklärung vom M._ gegenüber der Schweiz die Rückübernahme zugesichert haben,
dass bei der Anordnung einer Wegweisung in einen vom Bundesrat als sicher bezeichneten Drittstaat die Schweizer Behörden von der  ausgehen, dass die asylsuchende Person dort vor einer  des Non-Refoulement-Gebotes sowie vor  im Sinne von Art. 44 AsylG sicher ist und dabei die Beweislast des Gegenteils, das heisst das Umstossen dieser Vermutung, der  Person obliegt (vgl. dazu: Botschaft des Bundesrates zur Änderung des Asylgesetzes vom 4. September 2002 [02.060] S. 6884),
dass der Beschwerdeführer keine Nachteile durch die italienischen  geltend gemacht hat, die geeignet wären, die Vermutung der Sicherheit des Drittstaates Italien zu widerlegen,
dass denn auch der Beschwerdeführer keinerlei Anstalten dieses  hinsichtlich einer beabsichtigten Rückführung nach Eritrea geltend gemacht hat,
dass keine substanziierten und hinreichend konkretisierten  dafür bestehen, dass der Beschwerdeführer in Italien  Behandlung oder eine Strafe im Sinne von Art. 3 EMRK oder eine Gefahr für Leib, Leben oder Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 AsylG befürchten müsste,
dass Italien sowohl Vertragsstaat der FK als auch der EMRK ist und den sich daraus ergebenden völkerrechtlichen Pflichten grundsätzlich Folge leistet,
dass somit hinreichende Gewähr dafür besteht, dass der  von Italien nicht in ein Land ausgewiesen wird, in dem für ihn eine konkrete Gefährdung bestehen würde,
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dass auch keine anderweitigen Indizien für die Widerlegung der  ersichtlich sind, wonach Italien im Falle des  den Rückschiebungsschutz im Sinne von Art. 5 Abs. 1 AsylG ,
dass in casu vielmehr die klare Aussage des Beschwerdeführers,  er in Italien den Flüchtlingsstatus und eine Aufenthaltsbewilligung besitze, in aller Deutlichkeit für die Einhaltung des  durch Italien spricht,
dass bei Anwendung des neuen Nichteintretens-Tatbestandes von Art. 34 Abs. 2 AsylG (sicherer Drittstaat) und im Unterschied zu Abs. 1 der gleichen Bestimmung (safe country im Sinne eines  Herkunftslandes) nicht zu prüfen ist, ob Hinweise auf  vorliegen, sondern lediglich die Ausnahmeklausel von Art. 34 Abs. 3 Bst. b AsylG zu beachten ist, wonach von einer Wegweisung in den Drittstaat dann abgesehen wird, wenn die asylsuchende Person offensichtlich die Flüchtlingseigenschaft erfüllt,
dass somit das BFM nicht darlegen muss, dass der Beschwerdeführer die Flüchtlingseigenschaft offensichtlich nicht erfüllt, sondern bereits die Feststellung genügt, dass die Flüchtlingseigenschaft jedenfalls nicht offensichtlich zutage tritt,
dass sich das Bundesverwaltungsgericht der Auffassung des BFM , wonach sich aus den (schweizerischen) Anhörungsakten keine konkreten Hinweise zur offensichtlichen Annahme der  ergeben und auf die betreffenden Erwägungen  verwiesen werden kann,
dass die dort erkannten Unglaubhaftigkeitselemente in der  weder konkret noch substanziell bestritten werden und im Übrigen eine blosse, aber durchaus zureichende Auswahl aus zahlreichen  Ungereimtheiten darstellen, zumal die Akten eine vom  betriebene Verschleierungsstrategie und  erahnen lassen,
dass das Gesetz für den Ausschluss der Anwendbarkeit des  im Sinne von Art. 34 Abs. 2 Bst. a AsylG die  zutage tretende Flüchtlingseigenschaft verlangt, deren  sich mit anderen Worten ohne weitere Abklärungen auf den ersten Blick objektiv ergeben muss,
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dass vorliegend jedoch die Anhörungsakten zur Erkenntnis eines  vertiefteren Abklärungsbedarfs im Hinblick auf die  der Flüchtlingseigenschaft führen, nicht aber zur  der Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers,
dass die blosse Erkenntnis eines allfälligen weiteren  im Hinblick auf die Prüfung der Flüchtlingseigenschaft einen Nichteintretensentscheid nach Art. 34 Abs. 2 Bst. a AsylG nicht  vermag,
dass vorliegend jedoch von Amtes wegen die Tatsache zu beachten ist, dass der Beschwerdeführer in den Anhörungen den Besitz des Flüchtlingsstatus in Italien geltend macht, welches  in der angefochtenen Verfügung auch ausdrücklich erfasst ,
dass sich damit die Vorinstanz aber die Frage gefallen lassen muss, ob damit nicht gerade vom offensichtlichen Bestehen der  im Sinne der Ausnahmeklausel von Art. 34 Abs. 3 Bst. b AsylG auszugehen ist, zumal das BFM weder das tatsächliche Bestehen des „Flüchtlingsstatus“ in Italien noch deren konkrete  Qualität hinterfragt, überprüft und abgeklärt hat,
dass jedoch selbst bei Annahme einer Übereinstimmung des in Italien erlangten Flüchtlingsstatus mit dem Begriff der Flüchtlingseigenschaft im Sinne der Ausnahmeklausel von Art. 34 Abs. 3 Bst. b AsylG diese Ausnahmeklausel nicht zum Tragen käme,
dass die genannte Bestimmung im Rahmen der letzten, vom  der Missbrauchsbekämpfung geprägten Asylgesetzrevision kreiert wurde und dabei offensichtlich eine redaktionelle Unachtsamkeit im Gesetzeswortlaut entstanden ist,
dass es nicht die Absicht des Gesetzgebers sein konnte, gerade jene Asylsuchenden von der Ausnahmeklausel von Art. 34 Abs. 3 Bst. b AsylG profitieren zu lassen, welche den asylrechtlichen Schutz gar nicht nötig haben, weil sie ihn bereits in einem Drittstaat ,
dass der Grundgedanke der Ausnahmeklausel von Art. 34 Abs. 3 Bst. b AsylG die humanitäre Tradition der Schweiz ist, wonach  echte Flüchtlinge nicht in den Drittstaat zurückgeschickt wer-
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den sollen, selbst wenn dieser die Rücknahme zusichert (vgl. dazu: Botschaft des Bundesrates zur Änderung des Asylgesetzes vom 4. September 2002 [02.060] S. 6885),
dass es aber nicht im Sinne dieser humanitären Tradition und mithin nicht im Sinne des Gesetzgebers sein konnte, auch Personen mit einem bereits anerkannten Flüchtlingsstatus und entsprechendem asylrechtlichem Schutz im Drittstaat von einer Rückschiebung in  Drittstaat auszunehmen, zumal die einzig dem Gesetzeswortlaut verhaftete Auslegung dem Ansinnen der Missbrauchsbekämpfung  entgegenstehen würde,
dass in diesem Sinne auch Art. 25 Abs. 2 VwVG heranzuziehen ist, wonach einem Begehren um Feststellungsverfügung (in concreto: Feststellung der Flüchtlingseigenschaft in der Schweiz) nur zu  ist, wenn der Gesuchsteller ein schutzwürdiges Interesse nachweist,
dass dieser Nachweis aber offensichtlich nicht gelingen kann, wenn bereits ein Drittstaat dem Feststellungsbegehren entsprochen und dem Gesuchsteller den anbegehrten Schutz vor Verfolgung gewährt hat,
dass die gewonnene Auffassung schliesslich auch ihre  Abstützung findet, weil das schweizerische Asylrecht  keine doppelspurige Schutzgewährung zu einem Drittstaat vorsieht, sondern Art. 50 AsylG ein Zweitasyl einzig unter der  eines zweijährigen, ordnungsgemässen und  Aufenthaltes in der Schweiz zulassen will,
dass das BFM demnach im Ergebnis in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. a AsylG zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist,
dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine  erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer  besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte  im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und  vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,
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dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den  Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern , wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des  vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]),
dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn  Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),
dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land  werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 FK),
dass vorliegend einzig ein Vollzug der Wegweisung nach Italien zur Diskussion steht, nicht aber ein solcher nach Eritrea,
dass der Vollzug der Wegweisung in Beachtung der massgebenden völker- und landesrechtlichen Bestimmungen (insb. auch Art. 3 EMRK) zulässig ist, da der Beschwerdeführer in Italien mangels zureichender Anhaltspunkte offensichtlich nicht an Leib, Leben oder Freiheit  ist oder eine menschenrechtswidrige Behandlung zu befürchten hat und er dort Schutz vor Rückschiebung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 AsylG findet,
dass weder die in Italien herrschende allgemeine Lage noch sonstige Gründe gegen die Zumutbarkeit eines Wegweisungsvollzuges des  nach Italien sprechen,
dass eine Feststellung der Unzumutbarkeit die begründete Annahme einer konkreten und ernsthaften Gefährdung, mithin einer eigentlichen Notlage bedarf,
dass eine solche nicht schlüssig dargetan wird, zumal in der  auf „mysteriöse Umstände“ aufmerksam gemacht wird, die aber auch nicht ansatzweise konkretisiert und substanziiert werden,
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dass der blosse Umstand eines (behauptungsgemäss) gegenüber der Schweiz tieferen Sozial-, Versorgungs- und Betreuungsstandards für Flüchtlinge in Italien jedenfalls nicht bereits zur Feststellung der  des Wegweisungsvollzuges in den Drittstaat führen kann,
dass ebenso unbefriedigende Lebensperspektiven im Drittland noch keine Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges herbeizuführen ,
dass den weiteren Ausführungen in der Beschwerde (insb. betreffend Selbsttötungsdrohung) keine Beachtung zu schenken ist,
dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers nach Italien schliesslich möglich ist, da keine konkreten Vollzugshindernisse  sind (Art. 83 Abs. 2 AuG) und die italienischen Behörden die Rückübernahme zugesichert haben,
dass nach dem Gesagten der vom Bundesamt angeordnete Vollzug der Wegweisung als rechtmässig zu bestätigen ist,
dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde  ist,
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.-- (Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).
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