Decision ID: 8be58819-85aa-54b9-b876-43810a2e3f8c
Year: 2007
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Der aus Bosnien und Herzegowina stammende A._ (geboren _ _, nachfolgend Beschwerdeführer) reiste im Sommer 1990 im Rahmen des Familiennachzugs (Verbleib bei der Mutter) in die Schweiz ein. Seither verfügte er über eine Jahresaufenthaltsbewilligung. Während seiner Anwesenheit hierzulande geriet er wiederholt mit dem Gesetz in Konflikt. In den Jahren 1996 und 1997 wurde der Beschwerdeführer wegen Verstössen gegen die kantonale Waffenordnung und das  vom 19. Dezember 1958 (SVG, SR 741.01) dreimal zu Bussen und in einem Fall zusätzlich zu einer Haftstrafe von fünf Tagen verurteilt. Mit Strafbescheid vom 2. Februar 1998 erkannte ihn das  St. Gallen der mehrfachen Zuwiderhandlung gegen das Bundesgesetz vom 3. Oktober 1951 über die Betäubungsmittel und die psychotropen Stoffe (BetmG, SR 812.121) schuldig (Kauf und Konsum von Kokain), was eine Busse von Fr. 120.-- nach sich zog. Wegen  Widerhandlung gegen das BetmG, mehrfacher Zuwiderhandlungen  das BetmG, mehrfacher Widerhandlung gegen das Bundesgesetz vom 20. Juni 1997 über Waffen, Waffenzubehör und Munition (Waffengesetz [WG, SR 514.54]) sowie mehrerer grober Verkehrsregelverletzungen  er vom Bezirksgericht Unterrheinthal am 8. November 2002 sodann zu einer Gefängnisstrafe von zwölf Monaten, bedingt erlassen auf eine  von zwei Jahren, verurteilt. Ab November 1999 erhielt der  die Aufenthaltsbewilligung nur noch unter Vorbehalt der  fremdenpolizeilicher Massnahmen im Falle rechtskräftiger  Urteile.
B. Mit Verfügung vom 2. Mai 2005 lehnte es das Ausländeramt des Kantons St. Gallen ab, die Aufenthaltsbewilligung ein weiteres Mal zu verlängern. Das Justiz- und Polizeidepartement des Kantons St. Gallen bestätigte  Entscheid auf Rekurs hin am 23. September 2005. Eine dagegen  Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen mit Urteil vom 20. Dezember 2005 in letzter Instanz ab.
C. Am 5. Januar 2006 dehnte das BFM die kantonale Wegweisung auf das ganze Gebiet der Schweiz aus und forderte den Beschwerdeführer auf, das Land bis zum 14. März 2006 zu verlassen. In der Folge kehrte der  am 26. April 2006 in sein Heimatland zurück. Die  blieb unangefochten.
D. Aufgrund dieses Sachverhalts verhängte die Vorinstanz am 12. April 2006 über den Beschwerdeführer eine ab dem 15. März 2006 gültige  für die Dauer von zehn Jahren und entzog einer allfälligen  die aufschiebende Wirkung. Zur Begründung wurde ausgeführt, das Verhalten des Beschwerdeführers habe wiederholt zu schweren  und gerichtlichen Verurteilungen Anlass gegeben, weswegen seine Anwesenheit hierzulande unerwünscht sei.
E. Mit Beschwerde vom 15. Mai 2006 an das Eidgenössische Justiz- und Po-
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lizeidepartement (EJPD) beantragt der Beschwerdeführer die Aufhebung der angefochtenen Verfügung, eventualiter sei eine Einreisesperre von höchstens drei Jahren zu verhängen. Im Wesentlichen lässt er hierzu , sämtliche der ihm zur Last gelegten Delikte lägen bereits etliche Jahre zurück. Sie fielen zudem in einen Zeitraum, in welchem er selbst drogenabhängig gewesen sei. Aufgrund seines Verhaltens in den  Jahren dürfe davon ausgegangen werden, dass er inskünftig keine Gefährdung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit mehr darstelle.
F. In seiner Vernehmlassung vom 31. Mai 2006 schliesst das Bundesamt auf Abweisung der Beschwerde, wobei es ausführt, angesichts der  Verstösse gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung bemesse sich eine Bewährungszeit von drei Jahren zumindest aus  Sicht als viel zu kurz. Der Beschwerdeführer sei anzuhalten, das  Wohlverhalten vorerst über einen längere Zeitspanne hinweg  Beweis zu stellen.
G. Die Parteivertreterin verzichtete auf die Einreichung einer Replik.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Verfügungen des Bundesamtes für Migration (BFM) betreffend  unterliegen der Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht (Art. 20 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 26. März 1931 über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer [ANAG, SR 142.20] i.V.m. Art. 31 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverwaltungsgericht [VGG, SR 173.32]).
1.2 Das Bundesverwaltungsgericht übernimmt die Beurteilung der beim  des Verwaltungsgerichtsgesetzes am 1. Januar 2007 bei  Rekurs- oder Schiedskommissionen oder bei  der Departemente hängigen Rechtsmittel. Für die Beurteilung gilt das neue Verfahrensrecht (Art. 53 Abs. 2 VGG).
1.3 Gemäss Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem  nach dem Bundesgesetz vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), soweit dieses Gesetz nichts anderes bestimmt. Das Urteil ist endgültig (Art. 1 Abs. 2 VGG i.V.m. Art. 83 Bst. c Ziff. 1 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das  [BGG, SR 173.110]).
1.4 Der Beschwerdeführer ist als Verfügungsbetroffener nach Art. 20 Abs. 2 ANAG i.V.m. Art. 48 VwVG zur Beschwerdeführung legitimiert. Auf die frist- und formgerechte Beschwerde ist einzutreten (Art. 49 – 52 VwVG).
2. Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann die Verletzung von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Er-
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messens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des  Sachverhaltes sowie die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 49 VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht wendet im Beschwerdeverfahren das Bundesrecht von Amtes wegen an. Es ist gemäss Art. 62 Abs. 4 VwVG an die Begründung der Begehren nicht gebunden und kann die  auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen  oder abweisen. Massgebend ist grundsätzlich die Sach- und  zum Zeitpunkt seines Entscheides (vgl. E. 1.2 des in BGE 129 II 215 teilweise publizierten Urteils des Bundesgerichts 2A.451/2002 vom 28. März 2003).
3.
3.1 Die eidgenössische Behörde kann über unerwünschte Ausländer die  verhängen (Art. 13 Abs. 1 Satz 1 ANAG). Während der  ist dem Ausländer jeder Grenzübertritt ohne ausdrückliche  der verfügenden Behörde untersagt (Art. 13 Abs. 1 Satz 3 ANAG).
3.2 Als "unerwünscht" im Sinne von Art. 13 Abs. 1 Satz 1 ANAG gelten nach ständiger Praxis Fremde, deren Vorleben bzw. konkretes Verhalten darauf schliessen lässt, dass sie nicht willens oder nicht fähig sind, sich in die  Ordnung einzufügen oder deren Fernhaltung im öffentlichen  liegt (vgl. Verwaltungspraxis der Bundesbehörden [VPB] 63.1, 62.28, 60.4, 58.53; ferner PETER SULGER BÜEL, Vollzug von Fernhalte- und  gegenüber Fremden nach dem Recht des Bundes und des Kantons Zürich, Diss. Zürich 1984 = Europäische Hochschulschriften, Reihe ll, Rechtswissenschaft, Bd. 352, Bern usw. 1984, S. 79 f. mit  Nachweisen). Die Einreisesperre stellt aber keine Strafe im Sinne  sozialethischen Unwerturteils, sondern eine präventivpolizeiliche  zum Schutz der öffentlichen Ordnung und  dar (VPB 63.1, 62.28, 60.4, 58.53). Der unbestimmte Rechtsbegriff des "unerwünschten Ausländers" gemäss Art. 13 Abs. 1 Satz 1 ANAG ist dabei nach den üblichen Methoden dem Sinn und Zweck des Gesetzes entsprechend auszulegen (vgl. FRITZ GYGI, Verwaltungrecht, Bern 1986, S. 147; FRANCESCO BERTOSSA, Der Beurteilungsspielraum, Diss. Bern 1984, ASR Heft 489, S. 39).
3.3 Ausländer, die (wie der Beschwerdeführer) vorsätzlicher Straftaten  gesprochen werden, gelten in der Regel als unerwünscht. Bei der  der Eingriffsvoraussetzungen im Falle einer Straftat ist davon auszugehen, dass bei ordnungsrechtlicher Würdigung des inkriminierten Verhaltens eine Fernhaltemassnahme aus spezial- und/oder  Gründen geboten sein kann. Einerseits kann eine Straftat Indiz für die Annahme sein, der Ausländer werde erneut delinquieren, wobei  eines schweren Verstosses gegen die öffentliche Ordnung die Wahrscheinlichkeit einer Wiederholung eher anzunehmen ist als bei  Verfehlungen. Andererseits kann ein strafbares Verhalten die  begründen, mittels regelmässiger Fernhaltepraxis darauf , dass andere in der Schweiz lebende Ausländer von Ordnungsverstös-
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sen der betreffenden Art absehen. Die aus sicherheitspolizeilichen  verfügte Fernhaltemassnahme ist indessen weder Regelfolge einer in der Schweiz oder im Ausland verübten und abgeurteilten Straftat, noch hat sie eine solche zur Voraussetzung.
4.
4.1 Es steht fest, dass der Beschwerdeführer in der Zeitspanne von 1996 bis 2002 wiederholt strafrechtlich zur Rechenschaft gezogen werden musste. Bei den letzten beiden Verurteilungen standen Verstösse gegen das BetmG im Vordergrund. Dem Strafbescheid des  St. Gallen vom 2. Februar 1998 lag der Kauf und Konsum von Kokain, dem Urteil des Bezirksgerichts Unterrheintal vom 8. November 2002  mit Kokain sowie Eigenkonsum von Kokain zu Grunde. Aus  Sicht negativ ins Gewicht fällt vor allem der An- und Verkauf, die Vermittlung und die Abgabe von Kokain, geschah dies doch in einem , der die Grenze zum schweren Fall bezüglich Menge und  überschritt. Die Strafbehörde hat das Verschulden des  in diesem Fall denn als schwer eingestuft (siehe hierzu auch das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 20. Dezember 2005, E. 2b/cc).
4.2 Ausländische Straftäter, die durch Verbreitung harter Drogen die  anderer gefährden oder beeinträchtigen, sind während einer gewissen Zeit von der Schweiz fernzuhalten. Damit soll der weiteren Ausbreitung des verbotenen Handels mit Betäubungsmitteln entgegengewirkt werden. Aufgrund der Zunahme solcher Straftaten ist zum Schutz der Allgemeinheit durch eine kontinuierliche und strenge Verwaltungspraxis zu verdeutlichen, dass schwere Widerhandlungen gegen das BetmG mit langjährigen  geahndet werden. Der Schutz der öffentlichen  und Gesundheit ist dabei durch Abschreckung nicht nur des jeweiligen Straftäters, sondern auch anderer potenzieller Rechtsbrecher weit möglich zu gewährleisten (vgl. dazu auch BGE 131 ll 352 E. 4.3.1 S. 359 f.).  des unter E. 3.2 und 3.3 Gesagten stellte es aber ebenfalls einen  Zweck dar, wegen der übrigen Zuwiderhandlungen (Verstösse  das Waffengesetz und die kantonale Waffenordnung,  gegen das SVG [insbesondere Lenken eines Personenwagens unter Drogeneinfluss]) eine Einreisesperre – verstanden als  motivierte Gefahrenabwehr – zu erlassen. Damit ist der  als unerwünschter Ausländer im Sinne von Art. 13 Abs. 1 Satz 1 ANG zu betrachten.
5. Gegen eine Einreisesperre bzw. die Verhängung einer  dieser Dauer sprechen nach Auffassung der Parteivertreterin vorab der Umstand, dass alle Straftaten schon einige Zeit zurückliegen und in einen Zeitraum fallen, in welchem der Beschwerdeführer selber noch Drogen konsumierte. Ferner wird auf das seitherige Verhalten des Betroffenen und seine familiäre Situation verwiesen.
5.1 Die Verwaltungsbehörden entscheiden nach dem Prinzip der  unabhängig von den tatsächlichen und rechtlichen Feststellungen
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des Strafrichters. Liegt ein Urteil vor, werden sie im Interesse der  und Rechtseinheit allerdings nicht ohne Not davon abweichen. Ausgangspunkt und Massstab für die Schwere des Verschuldens und die fremdenpolizeiliche Interessenabwägung ist die vom Strafrichter verhängte Strafe (BGE 129 ll 215 E. 3.1 S. 216, BGE 120 lb 129 E. 5b S. 132, BGE 114 lb 1 E. 3a S. 3 f., RENÉ A. RHINOW/BEAT KRÄHENMANN: Schweizerische , Ergänzungsband zur 5. und 6. Auflage von /Rhinow, Basel und Frankfurt a.M., Nr. 49 Vlllc und Nr. 142, mit  Nachweisen). Voraussetzung der strafrechtlichen Sanktion ist das Vorliegen eines Straftatbestandes sowohl in objektiver wie in subjektiver Hinsicht. Sie ist dem Resozialisierungsgedanken verpflichtet, während bei der administrativen Massnahme im Sinne einer objektivierenden  die öffentliche Ordnung und Sicherheit im Vordergrund steht (BGE 131 ll 352 E. 4.3.2 S. 360, BGE 130 ll 493 E. 4.2 S. 500 f., BGE 125 ll 105 E. 2c S. 109 f., BGE 114 lb 1 E. 3a S. 3 f., VPB 41.94). Die in der Beschwerdeschrift vom 15. Mai 2006 angesprochenen Gesichtspunkte (Konnex zwischen Delinquenz und Drogenkonsum, Verhalten nach den Taten) sind zwar ebenfalls zu berücksichtigen, ihnen kann jedoch nicht die gleiche Bedeutung wie im Strafrecht zukommen (BGE 130 ll 493 E. 4.2 S. 500 f., BGE 130 ll 176 E. 4.3.3 S. 188, BGE 129 ll 215 E. 3.2 S. 217).
5.2 Nur schon wegen des Urteils des Bezirksgerichts Unterrheintal vom 8.  2002 vermag der seit der letzten Verurteilung eingetretene  an der objektiven Schwere der Taten nichts zu ändern. Wer seinen Aufenthaltsstatus hierzulande dazu missbraucht, im Handel mit harten Drogen mitzuwirken, muss generell damit rechnen, dass er in  Hinsicht über Jahre hinweg als Risikofaktor für die öffentliche Ordnung, Sicherheit und Gesundheit eingestuft wird. Die Gesamtheit der Vorstrafen berechtigt von daher zur Annahme, die Zeit, während welcher sich der Beschwerdeführer bewährt habe, dauere noch nicht derart lang, als dass bereits im April 2006 (dem Datum des Erlasses der  Verfügung) von einer festen Wandlung hätte ausgegangen werden können. Es ist deshalb nicht zu beanstanden, wenn das Bundesamt zur Auffassung gelangte, die solcherart tangierten Sicherheitsinteressen  sich nicht allein mit der Verweigerung einer Aufenthaltsregelung .
6. Die Rechtsvertreterin erachtet die verhängte Fernhaltemassnahme ferner deshalb als unverhältnismässig, weil nahe Angehörige des  (Ehefrau, Mutter, Geschwister) in der Schweiz wohnen.
6.1 Der Beschwerdeführer war vom 14. Januar 2001 bis zum 7. März 2003 mit einer Schweizerin und vom 25. Mai 2004 bis im November 2005 mit einer in der Schweiz niedergelassenen Landsfrau verheiratet. Beide Ehen  kinderlos. Gemäss Beschwerdeschrift ist er im März 2006 wiederum eine Ehe mit einer Staatsangehörigen aus Bosnien und Herzegowina . Näheres hierzu (Name, fremdenpolizeilicher Status der dritten Frau, etc.) ist nicht bekannt. Die Erteilung eines Anwesenheitsrechts bildet aber ohnehin nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens. Das  im Zusammenhang mit der Administrativmassnahme (Einreisesperre)
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ist von demjenigen betreffend Aufenthaltsregelung zu unterscheiden (vgl. die Urteile des Bundesgerichts 2A.43/2000 vom 12. April 2000, E. 1a und 2A.19/1993 vom 10. März 1994, E. 1d). Der Beschwerdeführer hat sich zwar seinerzeit gegen die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung zur Wehr gesetzt, sein Ziel aber trotz Einlegens verschiedener Rechtsmittel nicht erreicht. Es kann an dieser Stelle auf den Entscheid des Justiz- und Polizeidepartements des Kantons St. Gallen vom 23. September 2005 und das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 20. Dezember 2005 verwiesen werden. Eine Aufhebung der Einreisesperre würde somit nur bewirken, dass der Beschwerdeführer den allgemeinen, für Staatsangehörige aus Bosnien und Herzegowina geltenden Einreisebestimmungen unterstünde. Er dürfte folglich nur im Rahmen des bewilligungsfreien Aufenthalts hierzulande verweilen. Insofern relativieren sich die Auswirkungen der Einreisesperre auf die Rechtsposition des Beschwerdeführers.
6.2 Als weitere Milderung der negativen Folgen kommt hinzu, dass die  nicht als absolutes Einreiseverbot ausgestaltet ist. Sie stellt  ein Einreiseverbot mit Bewilligungsvorbehalt dar. Die zuständige  kann bei Vorliegen besonderer Umstände die Wirkungen der  auf begründetes Gesuch hin für eine begrenzte Zeit und zu  Zwecken aussetzen (die so genannte Suspension der  gemäss Art. 13 Abs. 1 letzter Satz ANAG). Der  Ausländer wird durch besagte Fernhaltemassnahme mit anderen  von den allgemein geltenden Einreisebestimmungen ausgenommen und einem besonderen, wenn auch strengen Kontrollregime in Bezug auf die Einreise, die Dauer und den Zweck des Aufenthalts sowie die  unterstellt. Die Notwendigkeit einer Suspension stellt zwar eine administrative Erschwerung dar, sie erlaubte dem Beschwerdeführer  – mit gewissen Einschränkungen – das Aufrechterhalten  Kontakte zu seinen nächsten Angehörigen. Auch  erweisen sich die negativen Konsequenzen der angefochtenen  als nicht sehr einschneidend. Alles in allem hat der  mit seinem Verhalten demnach den Fernhaltegrund von Art. 13 Abs. 1 Satz 1 ANAG gesetzt.
7.
7.1 Es bleibt zu prüfen, ob die Massnahme in richtiger Ausübung des  ergangen und angemessen ist. Der Grundsatz der  steht dabei im Vordergrund. Unter diesem Gesichtspunkt ist eine  Abwägung vorzunehmen zwischen dem öffentlichen Interesse an der Massnahme einerseits und den von der Massnahme beeinträchtigten privaten Interessen des Betroffenen andererseits. Die Stellung der  oder gefährdeten Rechtsgüter, die Besonderheiten des  Verhaltens und die persönlichen Verhältnisse des  bilden dabei den Ausgangspunkt der Überlegungen (vgl. statt vieler ULRICH HÄFELIN / GEORG MÜLLER / FELIX UHLMANN, Allgemeines , 5. Aufl., Zürich und St. Gallen 2006, S.127 f.).
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7.2 Mit Blick auf die Dauer der verhängten Massnahme von Belang erscheint in erster Linie der mit Urteil des Bezirksgerichts Unterrheintal vom 8.  2002 geahndete Handel mit Kokain. Die weiteren durch die  Handlungen des Beschwerdeführers tangierten öffentlichen  hängen weder mit Drogenhandel zusammen noch charakterisieren sie sich im konkreten Fall als für die öffentliche Ordnung besonders  Verbrechen oder Vergehen (vgl. BGE 131 ll 352 E. 4.3.1 S. 359 f.). Die damit angesprochenen Verstösse gegen die Waffengesetzgebung und das SVG sowie der Eigenkonsum von Kokain stellen zwar keine  dar, das Vorgehen des Betroffenen bei der Verübung besagter  weist jedoch keine besondere Schwere auf. Abgesehen davon wurde selbst bei der gravierendsten Tat noch die Rechtswohltat des  Strafvollzuges gewährt.
7.3 Der Zweck, das Verhalten von in der Schweiz lebenden Ausländerinnen und Ausländer zu steuern, darf nicht derart verselbständigt werden, dass andere Umstände des Falles als praktisch bedeutungslos zurücktreten. In diesem Sinne hat die Vorinstanz gewissen, unter den vorliegenden  mitzuberücksichtigenden Aspekten zu wenig Rechnung . Dies gilt vorab für die vergleichsweise lange Zeitspanne zwischen der Begehung der einzelnen Taten bzw. den Urteilen einerseits, dem Erlass der Einreisesperre andererseits. Dem Bundesamt ist zwar beizupflichten, dass von Drogendelinquenten eine längere Bewährungsfrist verlangt  darf. Das diesbezügliche Urteil des Bezirksgerichts Unterrheintal lag, als die Fernhaltemassnahme angeordnet wurde, indessen dreieinhalb  zurück, wobei sich das damals ausgesprochene Strafmass (12 Monate Gefängnis bedingt) für Handel mit harten Drogen im unteren Bereich . Kommt hinzu, dass ab Datum der letzten Strafhandlung (Konsum von Kokain im Dezember 2000) bis zur Verhängung der Einreisesperre  knapp fünfeinhalb, ab dem Kauf und Verkauf von Kokain als schlimmster der hier zu würdigenden Zuwiderhandlungen (begangen im Frühjahr und Sommer 1997) sogar beinahe neun Jahre verstrichen sind. Gleich verhält es sich mit der Widerhandlung gegen das Waffengesetz ( 1997) und einem der SVG-Delikte (Oktober 1997). Nicht ausser Acht zu lassen gilt es in diesem Zusammenhang sodann, dass der Betroffene, sowohl was den Betäubungsmittelbereich als auch das sonstige  relevante Verhalten anbelangt, ab Januar 2001 nie mehr negativ in  getreten ist. Sein betreibungsrechtlicher Leumund präsentiert sich zwar eher getrübt, straffällig geworden ist er jedoch nicht mehr. In  Umfang und Rahmen ist eine Tendenz zu einer nachhaltigen  feststellbar. Schliesslich bestehen aufgrund der Anwesenheitdauer von 15 Jahren gewisse Beziehungen zur Schweiz. Nähere Angaben zu den persönlichen Verhältnissen dieser Personen (Verwandte, dritte ) fehlen allerdings, weshalb der Beschwerdeführer aus den in dieser Hinsicht unsubstantiierten Vorbringen nichts zu seinen Gunsten abzuleiten vermag.
7.4 Eine wertende Gewichtung der sich entgegenstehenden Interessen führt das Bundesverwaltungsgericht zum Ergebnis, dass die von der Vorinstanz
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erlassene Massnahme unangemessen lang erscheint. In Würdigung der gesamten Umstände kann davon ausgegangen werden, dass dem  Interesse mit der Beschränkung der Einreisesperre auf die Dauer von fünf Jahren hinreichend Rechnung getragen wird. Demnach ist die  Verfügung dem Grundsatze nach zwar zu bestätigen, aber in  Dauer bis zum 14. März 2011 zu befristen. Insoweit ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen.
8. In Anwendung von Art. 63 Abs. 1 VwVG sind die ermässigten  dem Beschwerdeführer aufzuerlegen und es ist ihm eine gekürzte Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 ff. des Reglements vom 11. Dezember 2006 über die Kosten und  vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).
Dispositiv S. 10
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