Decision ID: 91649523-c5ab-4c2b-bf2a-d4e9bfb608d0
Year: 2018
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ (nachfolgend: Versicherter) stürzte am 23. Februar 2003 und zog sich dabei
eine Steissbeinkontusion zu, woraufhin er von seinem damaligen Hausarzt, Dr. med.
B._, Allgemeine Medizin FMH, zunächst zu 100 % arbeitsunfähig geschrieben wurde
(vgl. Fremdakten, Suva-act. 1 S. 6 und 13). Der Versicherte war seit dem 21. Mai 2002
als angelernter Fahrzeugwart von Personenwagen in der C._ AG tätig gewesen
(Fremdakten, Suva-act. 1 S. 13). Das Arbeitsverhältnis wurde dem Versicherten
gemäss seinen eigenen Angaben per 20. April 2003 gekündigt (vgl. IV-act. 193 S. 77).
Nachdem Dr. B._ die Behandlung des Versicherten als abgeschlossen erachtet hatte
(Fremdakten, Suva-act. 1 S. 4), stellte die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt
(Suva) ihre Taggeldleistungen per 22. April 2003 mit der Begründung, dass der
Versicherte ab diesem Zeitpunkt wieder zu 100 % arbeitsfähig sei, ein (Fremdakten,
Suva-act. 1 S. 2).
A.b Am 29. Januar 2004 meldete sich der Versicherte bei der IV-Stelle St. Gallen
(nachfolgend: IV-Stelle) zum Bezug von IV-Leistungen an. In der Annahme, dass keine
unfallfremden Faktoren vorlägen, wies die IV-Stelle das Gesuch des Versicherten mit
Verfügung vom 28. Mai 2004 (IV-act. 28) bzw. Einspracheentscheid vom 30.
September 2004 ab (IV-act. 36). Allerdings widerrief sie ihren Einspracheentscheid am
27. Oktober 2004, nachdem sie vom damaligen Rechtsvertreter des Versicherten ein im
Auftrag der Genfer Versicherungen erstelltes Gutachten von Dr. med. D._,
Spezialärztin FMH für Neurologie, erhalten hatte (IV-act. 41; Fremdakten, Suva-act. 2).
Denn aufgrund dieses Gutachtens konnte die IV-Stelle unfallfremde Faktoren nicht
mehr ausschliessen (IV-act. 41). Daraufhin gab die IV-Stelle bei der Ärztliches
Begutachtungsinstitut GmbH (nachfolgend: ABI) eine interdisziplinäre Abklärung in
Auftrag (IV-act. 64). In dem psychiatrisch-orthopädischen Gutachten mit internistischer
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Besprechung des ABI vom 7. Juni 2005 wurde der Versicherte in seiner bisherigen und
jeder anderen leichten bis mittelschweren Tätigkeit mit nur intermittierend schweren
Arbeiten oder intermittierend auftretenden Zwangshaltungen der Wirbelsäule für
ganztägig arbeitsfähig befunden (IV-act. 66). Deshalb wies die IV das Rentenbegehren
des Versicherten mit Verfügung vom 20. Juli 2005 (IV-act. 74) bzw.
Einspracheentscheid vom 7. November 2005 ab (IV-act. 80).
A.c Am 1. Oktober 2007 meldete sich der Versicherte erneut zum Bezug von IV-
Leistungen an (IV-act. 85). Zur Glaubhaftmachung einer wesentlichen Veränderung der
Gesundheitssituation reichte das Sozialamt der Stadt E._ im Auftrag des
Versicherten einen Bericht der behandelnden Ärztin Dr. med. F._, FMH Psychiatrie
und Psychotherapie, vom 20. Oktober 2007 (IV-act. 92) sowie ein Schreiben des
damaligen Hausarztes Dr. med. G._, Innere Medizin FMH, vom 12. November 2007
ein (IV-act. 94). Dr. F._ hatte in ihrem Bericht ausgeführt, dass sich der
Gesundheitszustand des Versicherten massgeblich verschlechtert habe. Klinisch
imponiere eine zunehmende depressive Entwicklung schwerster Ausprägung mit
andauernder depressiver Grundstimmung, schwerer Anhedonie, frühmorgendlichem
Erwachen mit Morgentief, schweren Schlafstörungen, psychomotorischer Hemmung,
Insuffizienzerleben, Appetitverlust, Libidoverlust, intensiven, permanenten Rücken- und
Kopfschmerzen, Isolationstendenz und subakuter Suizidalität. Sie erachte die
Voraussetzungen für eine Neuanmeldung bei der IV als gegeben (vgl. IV-act. 92). Dr.
G._ erklärte, dass es dem Versicherten körperlich und psychisch "hundsmiserabel"
gehe. Er könne sich nicht vorstellen, wie der Versicherte in seinem Zustand irgendeiner
beruflichen Tätigkeit sollte nachgehen können (IV-act. 86). Die IV-Stelle holte bei Dr.
F._ einen weiteren Bericht ein. Dr. F._ gab am 19. Dezember 2007 als Diagnosen
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine anhaltende depressive Störung
mittelschwerer bis periodisch schwerer Ausprägung ohne psychotische Symptome mit
im Vordergrund stehenden intensiven und permanenten Rücken- und Kopfschmerzen,
schwere Anhedonie, frühmorgendliches Erwachen mit Morgentief, schwere
Schlafstörungen, psychomotorische Hemmung, Insuffizienzerleben, Störung der
Vitalgefühle, Appetitverlust, Libidoverlust, Isolationstendenz und subakute Suizidalität
(ICD-10 F33.2) an. Weiter lägen eine unreife, einfach strukturierte, ängstlich-abhängige
Persönlichkeitsstruktur (ICD-10 Z73.1), schwierige finanzielle und psychosoziale
Umstände (ICD-10 Z56, Z59, Z60.1, Z60.2) sowie ein Nikotinabusus (ICD-10 F17.1) vor,
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die sich jedoch nicht auf die Arbeitsfähigkeit auswirkten. Der Versicherte sei zu 100 %
arbeitsunfähig (IV-act. 97). Aufgrund dieser Befunde wurde im Auftrag der IV-Stelle am
15. Oktober 2008 eine internistisch-allgemeinmedizinische, psychiatrische und
rheumatologische polydisziplinäre Verlaufsuntersuchung im ABI Basel durchgeführt. Im
polydisziplinären Gutachten vom 18. November 2008 wurde festgestellt, dass die
Arbeitsfähigkeit des Versicherten von einer leichten depressiven Episode (ICD-10
F32.0), einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung (ICD-10 F45.4), einem
chronifizierten lumbalbetonten Panvertebralsyndrom (ICD-10 M53.8) sowie einem
Impingement-Syndrom linke Schulter Grad I (ICD-10 M75.4) beeinflusst werde.
Gegenüber der Einschätzung im Gutachten vom 7. Juni 2005 habe sich durch die
zusätzliche leichte depressive Episode eine Verschlechterung des
Gesundheitszustandes des Versicherten ergeben. Die leichten depressiven Episoden
existierten als Komorbidität zu der somatoformen Schmerzstörung. Der Versicherte sei
aus psychiatrischer Sicht in seiner Arbeitsfähigkeit um 20 % eingeschränkt. Der
Versicherte fühle sich nicht arbeitsfähig, was aber im Widerspruch zu den objektiven
medizinischen Befunden und zu seinen angegebenen Alltagsaktivitäten stehe (IV-act.
103 S. 17 ff.). Ferner wurde im Gutachten festgehalten, dass der Versicherte in seinen
täglichen Aktivitäten nicht derart eingeschränkt sei, wie dies bei einer mittelgradigen
Depression der Fall wäre. Er verrichte einfache Haushalt¬arbeiten selbständig. Reisen
seien ihm trotz subjektiv starken Beschwerden möglich. Die nächtlichen
Schlafschwierigkeiten seien auch dadurch bedingt, dass er am Tag keiner
regelmässigen Beschäftigung nachgehe und sich wiederholt hinlege. Ausserdem
nehme der Versicherte trotz subjektiv starken Beschwerden und entgegen seinen
Angaben bei der gutachterlichen Untersuchung die verordnete antidepressive
Medikation nicht ein (IV-act. 103 S. 13 f.). Eine Laboruntersuchung des ABI vom 15.
Oktober 2008 hatte ergeben, dass die Werte der Medikamente unter der
Nachweisgrenze lagen (vgl. IV-act. 103 S. 10). Weiter hiess es im Gutachten, dass
keine manifeste Persönlichkeitsstörung vorliege. Dagegen spreche auch die Biografie
mit vor der Erkrankung normaler Sozialisation und Arbeitsfähigkeit. Zusammenfassend
wurde dem Versicherten im ABI-Gutachten vom 18. November 2008 eine Arbeits- und
Leistungsfähigkeit von 80 % für eine körperlich leichte bis intermittierend mittelschwere
Tätigkeit attestiert (IV-act. 103 S. 19). Mit einem Vorbescheid vom 5. Januar 2009 teilte
die IV-Stelle dem Versicherten mit, dass sich sein Gesundheitszustand seit der
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Abweisung vom 20. Juli 2005 nur leicht verschlechtert habe. Das Leistungsbegehren
werde deswegen bei einem IV-Grad von unter 40 % abgewiesen (IV-act. 107). Nach
der Erhebung seines Einwandes (IV-act. 111) reichte der Versicherte einen
Austrittsbericht der psychiatrischen Klinik H._ vom 1. März 2007 (IV-act. 117) sowie
einen Austrittsbericht des psychiatrischen Zentrums I._ vom 12. März 2009 (IV-act.
116) ein. Er machte geltend, dass sich sein Zustand seit der letzten ABI-Begutachtung
bereits wieder verschlechtert habe und dass der Bericht der psychiatrischen Klinik
H._ vom 1. März 2007 im ABI-Gutachten vom 18. November 2008 noch nicht
berücksichtigt worden sei (IV-act. 115). Aus dem Austrittsbericht der Klinik H._ vom
1. März 2007 war hervorgegangen, dass der Versicherte vom _ Januar 2007 bis _
März 2007 dort hospitalisiert gewesen war. Als Diagnosen nach ICD-10 waren eine
depressive Episode mit somatischem Syndrom (F32.11), sonstige somatoforme
Störungen (F45.8) sowie Status nach Steissbeinprellung genannt worden. Im Bericht
war ferner ausgeführt worden, dass der Versicherte zur Durchführung einer erweiterten
Schmerztherapie zugewiesen worden sei. Leider habe der Versicherte während des
zweieinhalb-monatigen Aufenthaltes auf die durchgeführten therapeutischen
Massnahmen insgesamt nur unzureichend angesprochen. Die medikamentöse
Umstellung habe nicht den gewünschten schmerzlindernden Erfolg gebracht. Die
wöchentlichen gesprächstherapeutischen Interventionen hätten zwar dazu geführt,
dass der Versicherte langjährige familiäre Beziehungskonflikte und massive
Kränkungserlebnisse durch die Ehefrauen thematisiert habe. Eine Auseinandersetzung
und Aufarbeitung eigener Persönlichkeitsanteile, eine Auseinandersetzung mit der
stetigen Opferrolle sowie der Umgang mit aggressiven Impulsen seien aber ebenso
wenig gelungen wie die Vermittlung der Einsicht in den psychodynamischen
Zusammenhang von Schmerz und Depression. Der Versuch, den Versicherten
psychotherapeutisch in eine Schmerzgruppe zu integrieren, habe dieser ebenso
abgelehnt. Da die in der Klinik angebotenen Therapiemöglichkeiten vornehmlich in
Form einer aktivierenden Schmerztherapie nicht der Vorstellung des Versicherten
entsprochen hätten, das für ihn verständliche Krankheitskonzept auf Schonung und
Regression beruhe und er gegen Ende der Hospitalisation eher eine Verschlechterung
als eine Besserung der Gesamtsituation beschrieben habe, sei er nach Hause
entlassen worden (IV-act. 117). Dem Bericht des psychiatrischen Zentrums I._ vom
12. März 2009 war zu entnehmen, dass der Versicherte vom _ Februar bis _ Februar
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2009 auf der Kurzzeittherapie-Station hospitalisiert gewesen war. Als Diagnosen waren
eine depressive Episode, schwergradig (ICD-10 F32.2), eine somatoforme
Schmerzstörung, schwierige finanzielle und psychosoziale Umstände (ICD-10 Z56,
Z59, Z60.1, Z60.2) sowie eine Nikotinabhängigkeit (ICD-10 F17.2) genannt worden.
Während der Behandlung habe sich eine diskrete Verbesserung der Symptomatik von
einem initial schweren bis schliesslich weiterhin mittelgradig ausgeprägten depressiven
Zustandsbild gezeigt. Dem Versicherten sei die Inanspruchnahme einer psychiatrischen
Spitex empfohlen worden, was dieser jedoch abgelehnt habe. Bei Austritt war die
Arbeitsfähigkeit auf 0 % eingestuft worden (IV-act. 116). In einem von der IV-Stelle
daraufhin eingeholten Bericht von Dr. F._ vom 20. April 2009 wurde eine
Verschlechterung des Gesundheitszustandes attestiert. Die Diagnosen hätten sich
nicht verändert. Es liege eine schwere depressive Entwicklung mit emotionaler Labilität,
Suizidalität, generalisierten und intensiven Schmerzen, Anhedonie und Schlafstörungen
vor (IV-act. 123). In einer Stellungnahme vom 7. Mai 2009 merkte der regionale
ärztliche Dienst (RAD) an, dass sich die Funktionsausfälle nur unwesentlich von dem im
ABI-Gutachten erhobenen Befund unterschieden. Die von Dr. F._ angeführten
Symptome entsprächen anhand der ICD-10 Kriterien nur einer leichten depressiven
Episode. Somit könne auf das ABI-Gutachten abgestellt werden (IV-act. 124). In der
Folge verfügte die IV-Stelle am 7. Mai 2009 im Sinn des Vorbescheides die Abweisung
des Leistungsbegehrens, da dem Versicherten aus medizinischer Sicht eine
mittelschwere Tätigkeit zu 80 % zumutbar sei und der Invaliditätsgrad damit unter 40
% liege (IV-act. 125). Eine dagegen erhobene Beschwerde (IV-act. 127) wies das
Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen mit Entscheid vom 10. Mai 2011 ab (IV-
act. 139 und 140).
A.d Am 31. Mai 2013 meldete sich der Versicherte erneut zum Bezug von IV-
Leistungen an (IV-act. 141). Er reichte einen Verlaufsbericht von Dr. F._ vom 19.
Februar 2013, ein ärztliches Zeugnis seines damaligen Hausarztes Dr. med. J._,
Allgemeine Innere Medizin, vom 20. Februar 2013 sowie ein weiteres Zeugnis von Dr.
J._ vom 27. Juni 2013 ein. Beide Ärzte attestierten dem Versicherten eine
Arbeitsunfähigkeit von 100 % (IV-act. 142, 143 und 148). Nach Einholung eines
weiteren Berichts bei Dr. J._ (vgl. IV-act. 152) trat die IV-Stelle nach einem
entsprechenden Vorbescheid (vgl. IV-act. 157) auf das Leistungsbegehren des
Versicherten mit einer Verfügung vom 30. Januar 2014 nicht ein, da dieser nicht
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glaubhaft dargelegt habe, dass sich die tatsächlichen Verhältnisse wesentlich verändert
hätten (IV-act. 164).
A.e Am 19. März 2015 reichte die Beratungsstelle Y._ stellvertretend für den
Versicherten eine neue IV-Anmeldung ein (IV-act. 167 und 168). Sie machte geltend,
dass sich der Gesundheitszustand des Versicherten seit der letzten Abklärung ab
Herbst 2014 relevant verschlechtert habe. Sie liess der IV-Stelle den Austrittsbericht
der psychiatrischen Klinik H._ vom 11. Dezember 2014 zukommen (IV-act. 169).
Diesem war zu entnehmen, dass der Versicherte vom _ Oktober bis _ Dezember
2014 in der Klinik hospitalisiert gewesen war. Als Diagnosen nach ICD-10 waren eine
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische
Symptome (F33.2), eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit narzisstischen,
histrionen, und ängstlich-abhängigen Anteilen (F61.0) sowie eine anhaltende
somatoforme Schmerzstörung (F45.4) angegeben worden. Als somatische Diagnosen
waren ein Status nach Steissbeinprellung vom Februar 2003 (S30.0) und eine Pityriasia
versicolor (B36.0) genannt worden (IV-act. 169 S. 1). Der Bericht enthielt eine
Familienanamnese, eine persönliche Anamnese bzw. eine Sozialanamnese sowie eine
Krankheitsanamnese. Der Sozialanamnese war zu entnehmen, dass der Versicherte
mittlerweile mit der X._ - Ehefrau verheiratet sei, welche in K._ lebe und mit
welcher er einen _- oder _-jährigen Sohn habe (vgl. IV-act. 169 S. 3). Der Bericht
enthielt ferner eine Beschreibung der unternommenen Therapieversuche und hielt
abschliessend fest, dass sich der Versicherte im Verlauf des Aufenthaltes nicht auf das
Therapieangebot habe einlassen können. Es müsse die Prognose erfolgen, dass er bei
seinem schweren Krankheitsbild therapeutisch nicht mehr würde erreicht werden
können (IV-act. 169 S. 4 und 5). Schliesslich fand sich in dem Bericht ein Einschub von
Oberarzt med. pract. L._, wonach beim Versicherten eine chronifizierte,
psychiatrische Erkrankung vorliege, welche sich oberflächlich betrachtet auf dem
Hintergrund eines Bagatellunfalls entwickelt habe. Ein Bagatellunfall könne eine
Kaskade in Gang setzen, an deren Ende ein invalidisierendes Leiden stehe. Die
unbewusste Verarbeitung einer anhaltenden somatoformen Störung unterliege in der
Regel zwei unbewussten Mechanismen. Zum einen könne es dazu kommen, dass der
drohende innere psychische Zusammenbruch über eine sogenannte narzisstische
Plombe aufgehalten und fixiert werde; zum anderen könne es zu einer histrionen
Ausformung der Symptomatik nach dem unbewussten Motiv "Mein Körper spricht über
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mein Leiden" kommen, was er als Arzt bei den diagnostischen Überlegungen zur der
Erkrankung des Versicherten in den Vordergrund stelle. Früher seien solche
Krankheitsbilder mit dem Begriff Hysterie umschrieben worden. Unbewusste Konflikte
könnten demnach zu körperlichen Symptomen bis hin zu Lähmungserscheinungen
oder Anfallsleiden führen. Es werde von einer schweren neurotischen Erkrankung
gesprochen, welche von der populärmedizinischen Sichtweise des Simulantentums
abzugrenzen sei. Den Menschen mit einer solchen Erkrankung würden von
Institutionen, Fachkollegen und der Gesellschaft in abgeschwächter Form
Simulantentum unterstellt. Es scheine auch ohne weiteres möglich, solche Patienten
gesellschaftlich auszugrenzen, indem die somatoforme Schmerzstörung nicht mehr als
invalidisierendes Leiden anerkannt werde. Unter dieser Ausgrenzung leide der
Versicherte aktuell besonders, nicht nur wegen der finanziellen Probleme, sondern
insbesondere auch aufgrund der entwertenden Grundhaltung seines Umfeldes und
aufgrund der nicht vorhandenen Würdigung des schweren Leidens. Da es sich bei dem
Versicherten nicht nur um eine histrione Verarbeitung der psychischen Krisen, sondern
auch um eine Persönlichkeitsstörung handle, liege eine schwere und komplexe
psychiatrische Erkrankung vor, welche sich im Längsschnittverlauf zu einem
invalidisierenden Leiden, begleitet von rezidivierenden, depressiven Episoden
entwickelt habe. Somit könne alleine schon durch das Interaktionsverhalten aufgrund
der Persönlichkeitsstörung nicht daran gedacht werden, den Versicherten zukünftig
noch auf dem ersten Arbeitsmarkt vermitteln zu wollen. Der Versicherte sei zu 100 %
arbeitsunfähig (IV-act. 169 S. 5 und 6).
A.f Einem von der IV-Stelle im Juni 2015 bei Dr. F._ angeforderten Verlaufsbericht
waren die nach ICD-10 gestellten Diagnosen rezidivierende depressive Störung, ggw.
mittelschwere depressive Episode mit somatischem Syndrom (F33.11), kombinierte
Persönlichkeitsstörung mit histrionischen, abhängigen und ängstlich-vermeidenden
Anteilen (F61.0), anhaltende somatoforme Schmerzstörung (F45.4), Nikotinabusus
(F17.1), Alleinleben (Z60.2), atypische familiäre Situation (Z60.1) sowie Probleme in
Verbindung mit Berufstätigkeit und Arbeitslosigkeit, Wohnbedingungen und
ökonomischen Verhältnissen (Z56 und 59) zu entnehmen. Die bisherige Tätigkeit als
Hilfsarbeiter sei dem Versicherten nicht mehr zumutbar, eine behinderungsangepasste
Tätigkeit sowie das Belastungsprofil sollten in einem geschützten Rahmen überprüft
werden (IV-act. 88).
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A.g Mit einer Verfügung vom 15. Juli 2015 verneinte die IV-Stelle einen Anspruch des
Versicherten auf berufliche Massnahmen, da ihre Abklärungen ergeben hätten, dass
aufgrund des Gesundheitszustandes zurzeit keine beruflichen Massnahmen möglich
seien (IV-act. 185).
A.h Im Auftrag der IV-Stelle fand am 23. Oktober 2015 eine bidisziplinäre
Begutachtung des Versicherten bei der Abklärungsstelle Z._ durch Dr. med. M._,
FA Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, und Prof. Dr. med. habil. N._, FMH
Neurologie, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, SSIPM interventionelle
Schmerztherapie, SGV Vertrauensarzt und Zertifizierter medizinischer Gutachter SIM,
statt (IV-act. 193). Im psychiatrischen Gutachten vom 27. Oktober 2015 wurden als
Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit eine chronifizierte anhaltende
somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) sowie eine rezidivierende depressive
Störung, reaktiv zum Schmerzgeschehen und psychosozialen Belastungsfaktoren im
Querschnittsverlauf unterschiedlichen Ausmasses und im Längsschnitt leichter bis
mittelgradiger Ausprägung (ICD-10 F33.0/1), gestellt. Als Diagnosen ohne Einfluss auf
die Arbeitsfähigkeit wurden eine Persönlichkeitsakzentuierung mit unreifen,
narzisstischen und abhängig-ängstlichen Zügen (ICD-10 Z73.1) sowie multiple
psychosoziale und soziokulturelle Belastungsfaktoren genannt (IV-act. 193 S. 97 und
98). Dr. N._ erwähnte in seinem Gutachten, dass aus seiner Sicht seit Jahren die
gleichen Argumentationen in den Berichten der behandelnden Ärzte bei einem
weitgehend unveränderten psychischen Gesundheitszustand des Versicherten
aufeinanderprallten. Bei der Untersuchung hätten sich im Vergleich mit den
Vorbefunden des ABI-Gutachtens aus dem Jahr 2008 keine wesentlichen
Veränderungen des Psychostatus mit Ausnahme gewisser Schwankungen in der
Affektivität des Versicherten beschreiben lassen. Aus gutachterlicher Sicht seien somit
keine IV-rechtlichen Gründe auszumachen, die eine Wiederanmeldung des
Versicherten überhaupt hätten begründen können, da sich der psychische
Gesundheitszustand nicht wesentlich verändert habe. Die Diagnose einer kombinierten
Persönlichkeitsstörung, welche die Neuanmeldung im Wesentlichen begründet habe,
lasse sich nicht stützen (IV-act. 193 S. 93). Der Versicherte sei ohne Hinweise auf
Traumatisierungen während seiner Kindheit und Jugend aufgewachsen. Die
neurosenbiografische Anamnese habe auch in der gutachterlichen Untersuchung keine
Hinweise auf Verhaltensabnormitäten oder zwischenmenschliche Probleme seit der
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Kindheit und Jugendzeit gebracht. Im zwischenmenschlichen Bereich habe der
Versicherte in der Herkunftsfamilie, der Schulzeit, der Militärzeit und der Zeit seiner
Berufstätigkeit keine Probleme gehabt. Die Diagnose der Persönlichkeitsstörung setze
allerdings die Entwicklung einer solchen Diagnose in der Kindheit und Jugendzeit mit
Auswirkungen auf verschiedene Lebensbereiche voraus. Die klassifikatorischen
Bedingungen seien somit nicht gegeben. Richtig sei, dass der Versicherte die
lebensbelastenden psychosozialen Faktoren unreif narzisstisch abwehre, was Dr. F._
jahrelang als Persönlichkeitsakzentuierung mit unreifen, narzisstischen und abhängig-
ängstlichen Anteilen gekennzeichnet habe (IV-act. 193 S. 90). Die somatoforme
Schmerzstörung werde gerade durch diese Abwehr aufrechterhalten und erlaube es
dem Versicherten, sich seiner menschlich nachvollziehbar schwierigen Lebenssituation
nicht stellen zu müssen. Der Versicherte habe sich in die Rolle des Kranken
zurückgezogen (IV-act. 193 S. 92). Eine Teilnahme an alltagsstrukturierenden und
arbeitsvorbereitenden Programmen sei wünschenswert, jedoch stünden dem
selbstlimitierende Faktoren und die fehlende Motivation des Versicherten entgegen (IV-
act. 193 S. 96). Der Versicherte schöpfe die therapeutischen Massnahmen nicht aus,
auch wenn die Medikamentenspiegel eine Compliance hinsichtlich der
Medikamenteneinnahme gezeigt hätten. Ferner sei anzumerken, dass das
Aktivitätsniveau nur minimal eingeschränkt zu sein scheine und als diskrepant zur
gezeigten Symptomatologie stehe (IV-act. 193 S. 97). Der Versicherte sei
beispielsweise bei Fahrten nach K._ zu seiner Familie trotz seiner Schmerzstörung
und den psychischen Problemen in der Lage, eine 17-stündige Autofahrt auf sich zu
nehmen, was inkonsistent zu seinem beruflichen Wiedereingliederungsverhalten zu
werten sei (vgl. IV-act. 193 S. 96). Auch hätten sich Inkonsistenzen hinsichtlich des vor
der Untersuchung beobachteten Verhaltens des Versicherten und desjenigen in der
Untersuchung gezeigt (IV-act. 193 S. 95). Während sich der Versicherte beim Warten
auf die Untersuchung unauffällig mit seiner Schwerster im Auto unterhalten habe, habe
er sich in der Befundschilderung sehr klagsam verhalten, angespannt gewirkt und seine
Beschwerden theatralisch vorgetragen. Er sei immer wieder heftig aus dem Sessel
gesprungen und habe heftig gestikuliert. In der Befundschilderung habe er stark
verdeutlichend gewirkt. Sein Verhalten während der Exploration sei stark divergierend
zum Verhalten im Auto seiner Schwester gewesen (vgl. IV-act. 193 S. 73).
Psychosoziale Belastungsfaktoren dominierten das psychopathologische Bild (IV-act.
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193 S. 95). Aufgrund der Schmerzen und der affektiven Störungen sei von einer
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 20 % bezogen auf ein Vollzeitpensum in der
zuletzt ausgeübten und adaptierten Tätigkeit auszugehen. Somit teile er die
Arbeitsfähigkeitsschätzung des Vorgutachtens des ABI vom 18. November 2008. Die
Diskrepanz zur Arbeitsfähigkeitsschätzung der Behandler ergebe sich, neben den
Abweichungen in der Diagnosestellung, vor allem daraus, dass die Behandler
psychosoziale und soziokulturelle Faktoren in die Bewertung der Arbeitsunfähigkeit
eingeschlossen hätten. Diese dürften jedoch gemäss den IV-rechtlichen Bestimmungen
in der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nicht bewertet werden (IV-act. 193 S. 99). Im
orthopädisch-traumatologischen Fachgutachten vom 2. November 2015 wurden als
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit altersentsprechend diskrete
degenerative Veränderungen der Lendenwirbelsäule betont im Segment LWK5/SWK1
und altersentsprechend degenerative Veränderungen der Halswirbelsäule im Segment
C 6/7 genannt (IV-act. 193 S. 146). Dr. M._ führte in seinem Gutachten aus, dass die
Begutachtungssituation von einer auffallenden Diskrepanz zwischen den anamnestisch
geschilderten Beschwerden, den demonstrierten Bewegungsmustern sowie der
klinischen Untersuchung geprägt gewesen sei (vgl. IV-act. 193 S. 151). Der Versicherte
habe das Untersuchungszimmer mit betont langsamem, rechts hinkendem Gangbild
mit vorgebeugter Körperhaltung betreten. Das verlangsamte, diskret rechts hinkende
Gangbild sei allerdings bei den verschiedenen Gangvarianten inkonsistent ausgeprägt
gewesen. Die erschwerten Gangarten wie Fersenstand und Fersengang, Zehenstand
und Zehengang sowie das Rückwärtsgehen mit geschlossenen Augen seien vom
Versicherten beidseits verlangsamt, jedoch frei durchgeführt worden. Der Versicherte
habe angegeben, dass er einen Einbeinstand aufgrund der Schmerzen im Bereich der
Lendenwirbelsäule nicht durchführen könne, woraufhin Dr. M._ ihm erklärt habe,
dass er ohne einen jeweiligen kurzzeiteigen Einbeinstand nicht in der Lage wäre, zu
gehen. Daraufhin sei dem Versicherten jeweils kurzzeitig ein beidseitiger Einbeinstand
möglich gewesen. Als der Versicherte von dem rechten auf das linke Bein gewechselt
habe, habe er kurzzeitig seine Augen geöffnet, um die Position von Dr. M._
wahrzunehmen. Daraufhin habe sein gesamtes rechtes Bein unwillkürlich zu zittern
begonnen und er habe angegeben, im rechten Bein keine Kraft mehr zu haben.
Nachdem Dr. M._ eine Hilfestellung angeboten und die Unterarme des Versicherten
umfasst habe, habe das Zittern im Bereich des rechten Beines augenblicklich
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aufgehört. Auch als der Versicherte aufgefordert worden sei, ein wechselseitiges
monopedales Einbeinhüpfen zu demonstrieren, habe er zunächst angegeben, dies
aufgrund von Schmerzen nicht ausüben zu können. Als Dr. M._ den Versicherten an
den Händen gefasst habe und ihm seine Hilfestellung, jedoch ohne aktive
Stabilisierung, angeboten habe, sei es dem Versicherten möglich gewesen, ein sicher
anmutendes rechts- und linksseitiges monopedales Einbeinhüpfen zu demonstrieren.
Bei der gezielten klinischen Untersuchung habe der Versicherte die Rumpfbeuge mit
einem Finger-Boden-Abstand von 47 cm durchgeführt. Bei einer nachfolgenden
weniger offensichtlichen Überprüfung desselben Bewegungsmusters im Langsitz habe
er seine Fingerspitzen den Zehenspitzen bis auf 5 cm annähern können. Die Mobilität
der Halswirbelsäule habe sich zunächst in der aktiven Bewegungsführung
multidirektional eingeschränkt gezeigt. Unter ablenkender Gesprächsführung habe
hingegen eine freie Mobilität der Halswirbelsäule sowohl für die Vor- und Rückneigung
als auch für die Seitenneigung sowie für die Rotation bestanden. Sowohl der
Waddell'sche Stauchungstest der Halswirbelsäule als auch der Waddell'sche
Rumpfdrehungstest seien beim Versicherten positiv auslösbar gewesen, was auf eine
bewusstseinsnahe Verdeutlichungstendenz seitens des Versicherten hinweise. Auch
habe der Versicherte während der ca. 60-minütigen Anamneseerhebung in ruhiger
Sitzposition ohne schmerzbedingte Gewichtsverlagerung verharrt und er habe kein
schmerzbedingtes Umhergehen demonstriert. Das Entkleiden des Oberkörpers habe
zügig und routiniert erfolgen können. Das Ablegen der angelegten Herrenhalbschuhe
sei uneingeschränkt erfolgt und der Versicherte habe dabei keine
Ausweichbewegungen demonstriert (IV-act. 193 S. 153 f.). Aus
versicherungsmedizinisch-orthopädischer Sicht sei der Versicherte ab dem 22. April
2003 sowohl in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als auch in adaptierten Tätigkeiten zu
100 % arbeitsfähig. Nicht zumutbar seien dem Versicherten lediglich Schwerst- und
Schwerarbeiten, Tätigkeiten in Zwangshaltungen mit Haltungskonstanz, Arbeiten mit
Heben und Tragen von Lasten körpernah über 15 Kg ohne technische Hilfsmittel,
Arbeiten mit Heben und Tragen von Lasten köperfern über 10 Kg ohne technische
Hilfsmittel, Arbeiten unter ständiger Rumpfvorbeuge, ständiges Heben von Lasten über
die Horizontale sowie ständiges repetitives Bücken (IV-act. 193 S. 156 f.). In einer von
Dr. N._ und Dr. M._ unterzeichneten bidisziplinären Zusammenfassung vom 12.
November 2015 wurden die Diagnosen und Schätzungen der Arbeitsfähigkeit
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nochmals wiederholt. Hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit wurde aus bidisziplinärer
Sichtweise zusammenfassend festgehalten, dass der Versicherte in Übereinstimmung
mit dem Vorgutachten in allen Tätigkeiten quantitativ zu 20 % bezogen auf ein
Vollpensum in seiner mittel- und langfristigen Arbeitsfähigkeit anhaltend eingeschränkt
sei. Während der stationären Aufenthalte habe definitionsgemäss eine 100%ige
Arbeitsunfähigkeit bestanden. Zudem hätten sich qualitative Einschränkungen im
Rahmen der oben ausgeführten orthopädischen Spezifikation ergeben (IV-act. 193 S. 1
ff.).
A.i Gestützt auf dieses Gutachten erliess die IV-Stelle am 19. Februar 2016 einen
Vorbescheid, laut dem sich der Gesundheitszustand des Versicherten seit der letzten
Begutachtung im Jahre 2008 nicht wesentlich verändert hatte. Bei einer 80%igen
Arbeitsfähigkeit und einem Invaliditätsgrad von 20 % müsse das Rentengesuch
abgelehnt werden (IV-act. 197). In einer E-Mail vom 4. März 2016 gelangte Dr. J._ mit
der dringenden Bitte um eine Neubewertung der Situation an die IV-Stelle: Wenn der
Versicherte keine IV-Rente bekomme, dann könnten gleich alle Versicherten an das
Sozialamt verwiesen werden. Der Vorbescheid beruhe auf der Annahme einer 80%igen
Arbeitsfähigkeit. Seit fünf Jahren erlebe er dies völlig anders. Er sei wirklich kein Arzt,
welcher den Patienten leichtfertig und kritiklos eine IV-Rente in Aussicht stelle, jedoch
möchte er in diesem Fall darum bitten, dass der Patient in Augenschein genommen
werde. Man müsse kein Arzt sein, um zu erkennen, dass dieser Mann krank sei. Der
Versicherte sei seit dem Jahre 2011 in seiner Behandlung und seither an keinem
einzigen Tag auch nur annähernd in einem Zustand gewesen, der eine
Arbeitsaufnahme möglich gemacht hätte (IV-act. 200). Nach einem Einwandschreiben
des Versicherten vom 29. März 2016 (IV-act. 203) wurde Prof. N._ um eine
Stellungnahme gebeten (vgl. IV-act. 205 ff.). In einem Schreiben vom 30. Juni 2016
bekräftigte Prof. N._ die im Gutachten aus seiner Sicht ausführlich begründeten und
fachlich korrekten Ausführungen. Er habe in seinem Gutachten die Diagnosen der
Behandler zur Kenntnis genommen und ausführlich kommentiert. Der Rechtsvertreter
des Versicherten setze sich inhaltlich nicht mit den gutachterlichen Stellungnahmen
auseinander, sondern versuche lediglich, seine Standpunkte durchzuboxen. Fachliche
Vorwürfe seien nicht vorgebracht worden. Zu den zahlreichen
Rechtsanwenderstellungnahmen äussere er sich als medizinischer Gutachter nicht (IV-
act. 208). Der RAD hielt in einer Stellungnahme vom 20. Juli 2016 fest, dass die
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Ausführungen im Einwandschreiben nicht geeignet seien, das Gutachten von Prof.
N._ in Frage zu stellen und weitere medizinische Abklärungen zu veranlassen (IV-act.
209). Mit Schreiben vom 12. August 2016 folgte eine erneute Stellungnahme des
Beschwerdeführers, in welchem er bestritt, in seinem Einwandschreiben keine
fachlichen Vorwürfe vorgebracht zu haben. Der Umstand, dass er psychiatrischer Laie
sei, ändere nichts daran, dass er auf die in der Literatur beschriebenen
Zusammenhänge und deren Diskrepanzen zum Gutachten hinweisen dürfe. Die
Diskrepanzen würden von Prof. N._ nicht aufgelöst (IV-act. 211). Am 6. Oktober 2016
liess der RAD verlauten, dass sich Prof. N._ zu den ihn betreffenden Anmerkungen
sehr wohl geäussert habe. Der RAD habe sich überdies sehr intensiv und kritisch mit
dem Bericht der Klinik H._ vom 11. Dezember 2014 auseinandergesetzt mit dem
Ergebnis, dass die dort dargelegte, sehr persönlich gefärbte Meinung des Oberarztes
Dr. L._ nicht als Grundlage für die gern gesehene Berentung habe akzeptiert werden
können. Aus diesem Grund sei eine gutachterliche Abklärung in Auftrag gegeben
worden. Im Gegensatz zu Prof. N._ habe sich Dr. L._ nicht mit der Frage
auseinandersetzen müssen, ob der psychische Zustand des Versicherten
ausschliesslich oder zumindest überwiegend durch die desolate psychosoziale
Situation bestimmt sei. Jedenfalls sei die von Dr. L._ in den Raum gestellte
Persönlichkeitsstörung nicht nach den ICD-10 Kriterien abgeleitet worden. Ein
auffälliges Sozialverhalten könne natürlich zu einer Unzumutbarkeit für einen
Arbeitgeber oder für die Arbeitskollegen führen, weswegen aber noch nicht eine
Arbeitsfähigkeit ausschliessende psychiatrische Erkrankung vorliege (IV-act. 212).
A.j Mit einer Verfügung vom 7. Oktober 2016 wurde der Anspruch des Versicherten auf
eine Invalidenrente entsprechend dem Vorbescheid schliesslich abgelehnt (IV-act. 213).
B.
B.a Gegen diese Verfügung reichte der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer)
am 3. November 2016 eine Beschwerde ein. Darin beantragte er, dass die Verfügung
der IV-Stelle vom 7. Oktober 2016 aufzuheben sei. Es sei ein unabhängiges,
gerichtliches (eventualiter behördliches) polydisziplinäres Gutachten einzuholen. Dem
Beschwerdeführer sei eine gesetzmässige Rente ab dem gesetzlichen Zeitpunkt zu
gewähren. Eventualiter sei die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz
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zurückzuweisen. Ihm sei überdies die unentgeltliche Prozessführung und
Rechtsvertretung zu gewähren (act. G 1).
B.b Mit ihrer Beschwerdeantwort vom 23. Dezember 2016 beantragte die IV-Stelle
(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde (act. G 5).
B.c Dem Gesuch um die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege für das
Verfahren vor dem Versicherungsgericht wurde am 4. Januar 2017 entsprochen (act. G
6).
B.d In seiner Replik vom 27. Februar 2017 hielt der Beschwerdeführer an den in der
Beschwerde gestellten Anträgen vollumfänglich fest (act. G 10).
B.e In einem Schreiben vom 7. März 2017 verzichtete die Beschwerdegegnerin auf
eine Duplik (act. G 12).

Erwägungen
1.
Die Beschwerdegegnerin hat mit der angefochtenen Verfügung vom 7. Oktober 2016
das Rentengesuch des Beschwerdeführers vom 19. März 2015 abgewiesen (IV-act.
213). Zu prüfen ist, ob der Rentenanspruch des Beschwerdeführers zu Recht verneint
worden ist.
2.
2.1 Einen Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung haben Versicherte, die
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht
durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder
verbessern können, während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch
durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind und nach Ablauf dieses
Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die
Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Invalidität ist gemäss Art. 8 Abs. 1 des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR
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830.1) die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise
Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit wird in Art. 7 Abs. 1 ATSG als der durch eine
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise
Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichen
Arbeitsmarkt definiert. Die Invalidität ist grundsätzlich durch einen
Einkommensvergleich zu ermitteln. Dabei wird das Erwerbseinkommen, das die
versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der
medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen kann, in Beziehung
gesetzt zum Einkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre
(Art. 16 ATSG).
2.2 Um den Arbeitsfähigkeitsgrad bestimmen zu können, ist die Verwaltung - und im
Beschwerdefall das Gericht - auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des
Arztes oder der Ärztin ist es dabei, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu
Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die
versicherte Person arbeitsfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Aussagen eine
wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen einer
Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 261 E. 4; BGE 115 V 134 E. 2).
Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die
streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die
geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese
abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in
der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen
der Fachperson begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweis).
3.
Die Beschwerdegegnerin stützt sich für die Ablehnung des Rentenanspruchs
vorwiegend auf das psychiatrisch-orthopädische Gutachten der Abklärungsstelle Z._
(vgl. IV-act. 213). Gegen das orthopädische Teilgutachten bringt der Beschwerdeführer
keine konkreten Einwände vor (vgl. act. G 1). Es sind auch keine Mängel an diesem
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Teilgutachten ersichtlich. Vielmehr erscheint es stimmig und schlüssig (vgl. dazu auch
E. 3.4). Demgegenüber macht der Beschwerdeführer Mängel des psychiatrischen
Teilgutachtens von Prof. N._ geltend (vgl. act. G 1), worauf nachfolgend genauer
einzugehen ist.
3.1
3.1.1 Zunächst bringt der Beschwerdeführer vor, dass sich Prof. N._ in seinem
psychiatrischen Gutachten unzulässigerweise mit einer Rechtsfrage befasst habe. Er
habe ausgeführt, dass die Diskrepanz zwischen seiner Arbeitsfähigkeitsschätzung und
derjenigen der behandelnden Ärzte sich unter anderem daraus ergebe, dass die
behandelnden Ärzte in ihre Arbeitsfähigkeitsschätzungen psychosoziale und
soziokulturelle Faktoren miteingeschlossen hätten. Prof. N._ habe sich auf den
Standpunkt gestellt, dass psychosoziale und soziokulturelle Faktoren nach den IV-
rechtlichen Bestimmungen in der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nicht bewertet
werden dürften. Diese Auffassung sei falsch. Nach bundesgerichtlicher
Rechtsprechung liege zwar keine Krankheit im Sinne der Invalidenversicherung vor,
soweit psychosoziale und soziokulturelle Faktoren selbständige und insofern direkte
Ursachen der Einschränkung der Arbeitsfähigkeit seien. Wenn und soweit solche
Umstände jedoch zu einer eigentlichen Beeinträchtigung der psychischen Integrität
führten, indem sie einen verselbständigten Gesundheitsschaden aufrechterhielten oder
den Wirkungsgrad seiner Folgen verschlimmerten, könnten sie sich sehr wohl mittelbar
invaliditätsbegründend auswirken. Prof. N._ sei somit von einer falschen
Rechtsauffassung ausgegangen. Generell sei es nicht die Aufgabe eines Gutachters,
Rechtsfragen zu erörtern. Ein Gutachten, welches aus vermeintlichen Rechtsgründen
medizinische Befunde einschränke, sei unverwertbar (act. G 1 S. 7 ff.)
3.1.2 Die Beschwerdegegnerin macht demgegenüber geltend, dass entsprechend der
neuen Schmerzrechtsprechung des Bundesgerichts die Beurteilung der
Arbeitsfähigkeit anhand der normativ vorgegebenen Kriterien sowohl Aufgabe der Ärzte
als auch der Organe der Rechtsanwendung sei. Die Rechtsanwender würden dabei
die medizinischen Angaben frei prüfen, insbesondere darauf, ob die Ärzte sich an die
massgebenden normativen Rahmenbedingungen gehalten hätten. So sei zu prüfen, ob
sie ausschliesslich funktionelle Ausfälle berücksichtigt hätten, welche Folgen der
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gesundheitlichen Beeinträchtigung seien, und ob die versicherungsmedizinische
Zumutbarkeitsbeurteilung auf einer objektiven Grundlage erfolgt sei. Die Anerkennung
eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades sei nur zulässig, wenn die funktionellen
Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im
Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit
zumindest überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sei (act. G 5 S. 5).
3.1.3 Es ist dem Beschwerdeführer darin zuzustimmen, dass die Hauptaufgabe der
beauftragten medizinischen Expertinnen und Experten die Beurteilung allfälliger
Gesundheitsschäden und deren Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit ist. Die
Rechtsanwendung ist primär Aufgabe der rechtsanwendenden Behörden und nicht der
Ärzte (vgl. E. 2.2). Wie die Beschwerdegegnerin allerdings richtig erkannt hat, haben
sich die Gutachter bei ihren Aufträgen an den normativen Rahmenbedingungen zu
orientieren, weshalb es ihnen gar nicht möglich ist, sämtliche rechtlichen Aspekte
auszublenden. Der Gutachtensauftrag, an welchem sich der Gutachter auszurichten
hat, wird von der rechtsanwendenden Behörde gestellt. Das Bundesgericht hat denn
auch vor nicht allzu langer Zeit in einem Urteil festgehalten, dass in der Medizin heute
vorherrschend von einem umfassenden bio-psycho-sozialen Krankheitsbegriff
ausgegangen werde, während dieser Krankheitsbegriff im Rahmen der
Arbeitsunfähigkeit nach Art. 6 ATSG nicht massgebend sei. Dies mache deutlich, dass
die ärztliche Arbeitsunfähigkeitsschätzung, zumindest ohne einlässliche Befassung mit
den spezifischen normativen Vorgaben und ohne entsprechende Begründung, den
rechtlich geforderten Beweis des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit nicht erbringen
könne, weil sie zu weiten Teilen vom Ermessen des medizinisch-psychiatrischen
Sachverständigen abhänge (BGE 143 V 418 E. 6). Damit hat das Bundesgericht zum
Ausdruck gebracht, dass es durchaus zulässig ist, dass ein medizinisch
Sachverständiger sich mit den normativen Vorgaben befasst, indem er erklärt, an
welchen Leitlinien er sich orientiert hat und welche Umstände er für seine
Arbeitsfähigkeitsschätzungen berücksichtigt hat. Aus juristischer Sicht ist es sogar
wünschenswert, dass ein Gutachter ausführt, welche Faktoren er bei seiner
Einschätzung berücksichtigt hat und welche nicht. Demnach ist es keineswegs zu
beanstanden, dass Prof. N._ gewisse normative Gesichtspunkte erwähnt hat.
Vielmehr stärkt es die Beweiskraft seiner gutachterlichen Ausführungen. Auch kann ihm
nicht vorgeworfen werden, dass er medizinische Befunde aus vermeintlichen
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Rechtsgründen eingeschränkt habe. Es ist nicht zu beanstanden, dass Prof. N._ bei
der Schätzung der medizinischen Arbeitsunfähigkeit auf die gesundheitlichen
Einschränkungen, die möglicherweise auch durch psychosoziale Faktoren beeinflusst
sind, abgestellt hat. Denn für die Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit primär
entscheidend sind die gesundheitlichen Beeinträchtigungen (vgl. Art. 6 ATSG; Art. 7
Abs. 2 ATSG; vgl. BGE 143 V 418 E. 6). Sodann spricht es auch für Prof. N._, dass er
sich mit den medizinischen Berichten der behandelnden Ärzte auseinandergesetzt und
zu erklären versucht hat, warum diese zu einer anderen Einschätzung der
Arbeitsfähigkeit gekommen sind. Neben Unterschieden in der Diagnosestellung, die
Prof. N._ im Gutachten einlässlich erläutert, erklärt er sich die Abweichungen damit,
dass die behandelnden Ärzte auch noch andere Faktoren wie beispielsweise
sprachliche Schwierigkeiten, welche die Arbeitsaufnahme erschweren, jedoch nicht
gesundheitsbedingt sind, mit der medizinischen Arbeitsunfähigkeit vermischt hätten
(vgl. IV-act. 193). Die Abweichungen zwischen den verschiedenen
Arbeitsfähigkeitsschätzungen können jedoch auch dadurch bedingt sein, dass
Hausärzte und behandelnde Ärzte wegen ihrer auftragsrechtlichen Vertrauensstellung
geneigt sein können, eher zugunsten ihrer Patienten auszusagen (vgl. BGE 135 V 465
E. 4.5; Urteil des Bundesgerichts vom 29. Oktober 2014 E. 7.2). Ferner hat sich Prof.
N._ bei seiner Beurteilung auch an den normativen Kriterien der neuen
Schmerzrechtsprechung orientiert (vgl. IV-act. 193 S. 8 und S. 94 ff.; vgl. BGE 143 V
418 E. 7.2 und BGE 141 V 281). Nach dem Gesagten sind die Anmerkungen zu den
normativen Vorgaben im Gutachten von Prof. N._ nicht zu beanstanden.
3.2
3.2.1 Weiter bringt der Beschwerdeführer vor, dass Prof. N._ die von der
psychiatrischen Klinik H._ im Austrittsbericht vom 11. Dezember 2014 gestellte
Diagnose der Persönlichkeitsstörung als falsch bezeichnet habe, ohne dies jedoch
schlüssig zu begründen. Prof. N._ erachte die Diagnose der Persönlichkeitsstörung
als falsch, weil bei ihm, dem Beschwerdeführer, in der Kindheit keine traumatischen
Ereignisse bestanden hätten. Solche brauche es aber gemäss ICD-Klassifikation gar
nicht (vgl. act. G 1 S. 9). Demgegenüber erachtet die Beschwerdegegnerin die
Ausführungen von Prof. N._ als schlüssig (vgl. act. G 5 S. 4 und 6). Insbesondere
habe sich Prof. N._ mit den abweichenden Einschätzungen in den Vorakten
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auseinandergesetzt und in diesem Zusammenhang dargelegt, dass die Diagnose einer
kombinierten Persönlichkeitsstörung aus gutachterlicher Sicht nicht nachvollziehbar sei
(vgl. act. G 5 S. 6)
3.2.2 Entgegen der Behauptung des Beschwerdeführers begnügt sich Prof. N._
nicht damit, die Persönlichkeitsstörung wegen fehlender traumatischer Ereignisse in
der Kindheit zu verneinen. Vielmehr zeigt er gesamthaft auf, dass sich allfällige
Beziehungsstörungen nicht in die Jugend oder Kindheit des Beschwerdeführers legen
lassen (vgl. IV-act. 193 S. 90). Der Beschwerdeführer führt in seiner Beschwerdeschrift
selber aus, dass solche Störungen typischerweise immer in der Kindheit oder Jugend
begännen und sich auf Dauer im Erwachsenenalter manifestierten (vgl. act. G 1 S. 9).
Weiter bringt der Beschwerdeführer dann zwar vor, dass die von der Klinik H._
diagnostizierte Persönlichkeitsstörung keine traumatischen Ereignisse oder
Beziehungsprobleme voraussetze. Gleichzeitig zitiert er jedoch Literatur, welche den
Ursprung dieser Störung in der Erziehung und Beziehung zu den Eltern sucht (vgl. act.
G 1 S. 9 ff.). Die sich teilweise widersprechenden Ausführungen des
Beschwerdeführers hinsichtlich der Diagnose der Persönlichkeitsstörung vermögen
keine Zweifel an der Diagnosestellung von Prof. N._ zu erwecken. Die Erklärung, mit
welcher Prof. N._ die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung ablehnt, erscheint als in
sich stimmig und schlüssig (vgl. z.B. IV-act. 193 S. 89). In Übereinstimmung mit den
Ausführungen von Prof. N._ ist bereits im ABI-Gutachten aus dem Jahr 2008
festgehalten worden, dass die normale Sozialisation und die vorbestehende
Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers gegen die Diagnose einer
Persönlichkeitsstörung sprächen (vgl. IV-act. 193 S. 90 und 103 S. 13 f.). Auch setzen
sich die gutachterlichen Ausführungen von Prof. N._ mit der abweichenden
Diagnosestellung der psychiatrischen Klinik H._ einlässlich auseinander (vgl. v.a. IV-
act. 193 S. 89, 90, 92, 93 und 94). Zudem ist Dr. F._, soweit ersichtlich, bis zum
Aufenthalt des Beschwerdeführers in der psychiatrischen Klinik H._ im Dezember
2014 ebenso wie Prof. N._ von der Diagnose einer unreifen, einfach strukturierten,
ängstlich-abhängigen Persönlichkeitsstruktur ausgegangen (vgl. z.B. IV-act. 152).
3.3
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3.3.1 Weiter macht der Beschwerdeführer geltend, dass die psychiatrische Klinik H._
in ihrem Austrittsbericht vom 11. Dezember 2014 von einem schweren chronifizierten
Krankheitsbild ausgegangen sei, welches klarerweise invalidisierend sei. Neben der
kombinierten Persönlichkeitsstörung mit narzisstischen, histrionen und ängstlich-
abhängigen Anteilen sowie der vormals bekannten anhaltenden somatoformen
Schmerzstörung sei in der Klinik H._ neu auch eine rezidivierende depressive
Störung, schwere Episode, diagnostiziert worden (act. G 1 S. 5). Prof. N._ gehe von
einer rezidivierenden depressiven Störung, reaktiv zum Schmerzgeschehen und zu
psychosozialen Belastungsfaktoren im Querschnittverlauf unterschiedlichen
Ausmasses und im Längsschnitt leichte bis mittelgradige Ausprägung aus. Allerdings
begründe Prof. N._ seine Depressionsdiagnose nicht und verkenne, dass die im ABI-
Gutachten vom 18. November 2008 diagnostizierte depressive Episode offensichtlich
eine andere Diagnose als die zwischenzeitlich ge¬stellte rezidivierende depressive
Störung von mittelschwerem bis schwerem Ausmass sei (vgl. act. G 1 S. 11 f.). Die in
der Klinik H._ gestellten Diagnosen seien nach einem stationären Aufenthalt von
mehreren Wochen unter entsprechend langfristiger Beobachtung und Befunderhebung
erkannt worden. Von Prof. N._ sei er lediglich während knapp zwei Stunden
exploriert worden, was mit einem stationären Klinikaufenthalt offensichtlich nicht
vergleichbar sei (act. G 1 S. 5 und 9). Er habe auch die aus fächärztlicher Sicht
indizierten und ihm jeweils empfohlenen, zumutbaren Behandlungsmöglichkeiten in
kooperativer Weise befolgt, soweit ihm dies krankheitsbedingt überhaupt möglich
gewesen sei (act. G 1 S. 6).
3.3.2 Die Beschwerdegegnerin erachtet die im psychiatrischen Gutachten von Prof.
N._ gestellten Diagnosen als nachvollziehbar begründet (vgl. act. G 5 S. 4 f.).
Hinsichtlich der teilweise abweichenden Beurteilungen der behandelnden Fachärzte
hält die Beschwerdegegnerin fest, dass eine psychiatrische Exploration praktisch nicht
ermessensfrei erfolgen könne, weshalb zumeist ein gewisser Spielraum bestehe,
innerhalb dessen verschiedene medizinisch-psychiatrische Interpretationen möglich
seien. Dies sei zu respektieren, sofern der Experte lege artis vorgegangen sei. Zudem
sei der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, dass behandelnde Arztpersonen
mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung im Zweifelsfall eher
zu Gunsten ihrer Patienten aussagten. Was die Dauer der Exploration betreffe, so
dringe der Beschwerdeführer mit seiner Kritik ebenfalls nicht durch. Es liege in der
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Natur der Sache, dass sich eine psychiatrische Begutachtung nicht auf einen gleich
langen Beobachtungszeitraum stützen könne wie Berichte behandelnder Fachleute.
Dies allein vermöge den Beweiswert einer Expertise jedoch nicht zu schmälern. Im
konkreten Fall habe Prof. N._ den Beschwerdeführer sehr sorgfältig und in Kenntnis
der Vorakten exploriert, wie die detaillierten Angaben in seinem Gutachten eindeutig
belegten. Es bestünden keine konkreten Hinweise darauf, dass sich die
Untersuchungsdauer von immerhin zweieinhalb Stunden negativ auf die Qualität des
Gutachtens ausgewirkt hätte (vgl. act. G 5 S. 4).
3.3.3 Entgegen der Behauptung des Beschwerdeführers hat Prof. N._ seine
Depressionsdiagnose nicht unbegründet gelassen. Vielmehr hat er in nachvollziehbarer
Weise dargelegt, dass es sich bei der depressiven Störung um eine Begleiterscheinung
der somatoformen Schmerzstörung handle, deren Ausmass auch von psychosozialen
Faktoren abhängig sei (vgl. IV-act. 193 S. 94). Ferner ist der Beschwerdegegnerin darin
zuzustimmen, dass bei den psychiatrischen Diagnosestellungen zumeist ein gewisser
Ermessensspielraum besteht, welcher unterschiedliche Beurteilungen zu erklären
vermag. Wie bereits ausgeführt, gilt es auch dabei zu berücksichtigen, dass die
behandelnden Ärzte aufgrund ihrer auftragsrechtlichen Vertrauensstellung eher geneigt
sein können, zu Gunsten ihrer Patienten auszusagen (vgl. E. 3.1.3). Prof. N._ hat
auch nicht verkannt, dass im ABI-Gutachten aus dem Jahre 2008 die Diagnose einer
leichten depressiven Episode gestellt worden ist (vgl. IV-act. 193 S. 89). Er hat die von
den verschiedenen Ärzten gestellten Diagnosen in seinem Gutachten aufgelistet und
kommentiert (vgl. IV-act. 193 S. 86 ff.). Aus diesen gutachterlichen Erläuterungen geht
auch hervor, dass Dr. F._ bereits in ihrem Bericht vom 19. Dezember 2007 eine
depressive Störung mittelschwerer bis periodisch schwerer Ausprägung gestellt hatte
(vgl. IV-act. 193 S. 88; vgl. ferner IV-act. 97). Diese Diagnosestellung hatte somit bereits
vor dem ABI-Gutachten aus dem Jahr 2008 im Raum gestanden, während das ABI-
Gutachten lediglich von einer leichten depressiven Episode ausgegangen ist (vgl. IV-
act. 103). Der Umstand, dass Dr. F._ oder die psychiatrische Klinik H._ in neueren
Berichten von einer rezidivierenden depressiven Störung mittleren oder schweren
Ausmasses ausgehen, deutet demnach nicht ohne weiteres auf eine wesentliche
Veränderung des Gesundheitszustandes seit der ABI-Begutachtung vom 18.
November 2008 hin. Schliesslich ist auch die Compliance des Beschwerdeführers
entgegen seiner Darstellung keineswegs makellos. Bereits im orthopädischen
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Teilgutachten des ABI-Gutachtens aus dem Jahr 2005 ist von einer deutlichen
Selbstlimitation des Beschwerdeführers die Rede (vgl. IV-act. 66 S. 12). Im
Austrittsbericht der psychiatrischen Klinik H._ vom 1. März 2007 ist darauf
hingewiesen worden, dass der Beschwerdeführer die auf Aktivierung ausgerichteten
Therapiemöglichkeiten abgelehnt habe und eine auf Schonung und Regression
ausgerichtete Krankheitsverarbeitung gezeigt habe (IV-act. 117). Dem ABI-Gutachten
vom 18. November 2008 ist zu entnehmen, dass sich die Werte im Blut des
Beschwerdeführers hinsichtlich der vermeintlich eingenommenen Antidepressiva unter
der Nachweisgrenze befunden haben (vgl. IV-act. 103 S.10 und 13). Ferner ist in
diesem Gutachten darauf hingewiesen worden, dass der Beschwerdeführer Reisen
unternehmen könne, jedoch sich aufgrund der Schmerzen nicht arbeitsfähig fühle (IV-
act. 103 S. 14). Im Austrittsbericht der psychiatrischen Klinik H._ vom 11. Dezember
2014 ist erneut festgehalten worden, dass sich der Beschwerdeführer nicht auf das
Therapieangebot habe einlassen können (vgl. IV-act. 169 S. 4). Zwar heisst es in
diesem Bericht auch, dass der Versicherte aufgrund seines schweren Krankheitsbildes
therapeutisch nicht mehr angegangen werden könne (vgl. IV-act. 169 S. 5), jedoch
erscheint der Bericht stark subjektiv geprägt, wie dies auch der RAD in seiner
Stellungnahme vom 6. Oktober 2016 ausgeführt hat (vgl. IV-act. 212). Schliesslich
weist auch Dr. M._ in seinem orthopädisch-traumatologischen Teilgutachten auf
zahlreiche Inkonsistenzen im Verhalten des Beschwerdeführers hin (vgl. IV-act. 193 S.
103 ff.) und Prof. N._ geht ebenfalls von einer regressiv-selbstlimitierenden
Verhaltensweise des Beschwerdeführers aus (vgl. IV-act. 193 S 97). Was die Dauer der
Exploration betrifft, hat die Beschwerdegegnerin zutreffend ausgeführt, dass es in der
Natur der Sache liegt, dass sich eine psychiatrische Begutachtung nicht auf denselben
Beobachtungszeitraum stützen kann wie die Berichte behandelnder Ärzte. Der
Beweiswert eines Gutachtens wird allein dadurch nicht geschmälert (vgl. Urteil des
Bundesgerichts vom 15. November 2012, 9C_671/2012, E. 4.5). Der
Beschwerdegegnerin ist auch darin zuzustimmen, dass vorliegend keine Anhaltspunkte
dafür ersichtlich sind, dass die Dauer der Untersuchung keine seriöse Beurteilung des
Beschwerdeführers erlaubt hätte.
3.4 Die seitens des Beschwerdeführers vorgetragenen Einwände hinsichtlich des
Z._-Gutachtens erweisen sich nach dem Gesagten als unbegründet. Das Gutachten
beruht auf eigenständigen Abklärungen und ist für die streitigen Belange umfassend.
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Die medizinischen Vorakten und die von dem Beschwerdeführer geklagten
Beschwerden sind berücksichtigt worden. Die bescheinigte Arbeitsfähigkeit leuchtet in
der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der
medizinischen Situation ein. Insbesondere ist in diesem Zusammenhang auf die
zahlreichen Inkonsistenzen im Verhalten des Beschwerdeführers hinzuweisen, welche
nicht nur das psychiatrische, sondern auch das orthopädisch-traumatologische
Teilgutachten aufgezeigt haben (vgl. IV-act. 193). Die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit
im bidisziplinären Z._-Gutachten stimmt im Wesentlichen auch mit der
Arbeitsfähigkeitsschätzung des ABI-Gutachtens aus dem Jahr 2008 überein (vgl. IV-
act. 103 S. 18 f.). Das Z._-Gutachten erscheint in seiner Gesamtheit nachvollziehbar
und schlüssig. Weiter bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass objektiv wesentliche
Tatsachen im Gutachten nicht berücksichtigt worden wären. Unter Beachtung der
normativen Standardindikatoren sind Prof. N._ und Dr. M._ in ihrer bidisziplinären
gutachterlichen Zusammenfassung vom 7. November 2015 zum Schluss gekommen,
dass der Beschwerdeführer über eine 80%ige Arbeitsfähigkeit sowohl in seiner
bisherigen Tätigkeit als auch in adaptierten Tätigkeiten verfüge. Nicht zumutbar sind
dem Beschwerdeführer laut dem Gutachten lediglich Schwerst- und Schwerarbeiten,
Tätigkeiten in Zwangshaltungen mit Haltungskonstanz, Arbeiten mit Heben und Tragen
von Lasten körpernah über 15 Kg ohne technische Hilfsmittel sowie Arbeiten mit Heben
und Tragen von Lasten körperfern über 10 Kg, Arbeiten unter ständiger
Rumpfvorbeuge, ständiges Heben von Lasten über die Horizontale sowie ständiges
repetitives Bücken (vgl. IV-act. 193 S. 3 f.). Auf die Arbeitsfähigkeitsschätzung des
bidisziplinären Z._-Gutachtens kann nach dem Gesagten abgestellt werden. Folglich
besteht auch kein weiterer medizinischer Abklärungsbedarf.
4.
4.1 Ausgehend von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit in der bisherigen und in einer
adaptierten Tätigkeit bleiben die erwerblichen Auswirkungen der
Leistungsbeeinträchtigung zu prüfen. Dabei ist der Invaliditätsgrad anhand eines
Einkommensvergleichs zu bestimmen (vgl. E. 2.1).
4.2 Vorliegend ist sowohl hinsichtlich des (hypothetischen) Valideneinkommens als
auch bezüglich des Invalideneinkommens derselbe Tätigkeitsbereich zugrunde zu
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legen, da der Beschwerdeführer sowohl in einer adaptierten als auch in seiner
angestammten Tätigkeit als angelernter Fahrzeugwart zu 80 % arbeitsfähig ist.
Demnach kann ein so genannter Prozentvergleich vorgenommen werden. Dabei
entspricht der Invaliditätsgrad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit, allenfalls unter
Berücksichtigung eines Abzuges vom Tabellenlohn (vgl. BGE 126 V 75). Ein solcher
Abzug ist vorliegend gerechtfertigt, da es sich bei der verbliebenen Arbeitsfähigkeit von
80 % um einen Mittelwert handelt, der dem Umstand keine Rechnung trägt, dass der
Beschwerdeführer seine verbliebene Leistungsfähigkeit nur schwankend und damit
schwer planbar wird erbringen können. Für einen potentiellen, betriebswirtschaftlich-
ökonomisch denkenden Arbeitgeber stellen die Leistungsschwankungen und damit die
schlechte Planbarkeit hinsichtlich des täglichen Arbeitsergebnisses des
Beschwerdeführers erhebliche betriebswirtschaftliche Nachteile dar, die er
lohnmindernd berücksichtigen muss. Zudem muss er das Risiko von vermehrten
krankheitsbedingten Absenzen einkalkulieren. Das rechtfertigt zusammenfassend einen
praxisgemässen Tabellenlohnabzug von 15 %. Unter Berücksichtigung des
Arbeitsunfähigkeitsgrades von 80 % ergibt sich folglich ein Invaliditätsgrad von 32 % (=
100 % – 85 % × 80 %). Damit sind die Voraussetzungen für die Zusprache einer Rente
der Invalidenversicherung nicht erfüllt, weshalb sich die angefochtene Verfügung im
Ergebnis als rechtmässig erweist.
5.
5.1 Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde gegen die Verfügung
vom 7. Oktober 2016 abzuweisen. Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die
Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im
Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine
Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint in der vorliegend zu beurteilenden
Angelegenheit als angemessen. Dem unterliegenden Beschwerdeführer sind die
Gerichtskosten in der Höhe von Fr. 600.-- aufzuerlegen. Zufolge unentgeltlicher
Rechtspflege ist er von der Bezahlung zu befreien.
5.2 Der Staat bezahlt zufolge unentgeltlicher Rechtsverbeiständung die Kosten der
Rechtsvertretung des Beschwerdeführers. Die Parteientschädigung wird vom
Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der
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Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art.
61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor
Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b Honorarordnung (HonO; sGS 963.75)
pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.--. In der vorliegend zu beurteilenden
Angelegenheit erscheint mit Blick auf vergleichbare Fälle eine pauschale
Parteientschädigung von Fr. 3‘500.-- als angemessen. Diese ist um einen Fünftel zu
kürzen (Art. 31 Abs. 3 des Anwaltsgesetzs [AnwG; sGS 963.70]). Somit hat der Staat
den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers pauschal mit Fr. 2‘800.-- (inklusive
Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen.
5.3 Eine Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt worden ist, ist zur
Nachzahlung verpflichtet, sobald sie dazu in der Lage ist (Art. 123 der Schweizerischen
Zivilprozessordnung [ZPO; SR 272] i.V.m. Art. 99 Abs. 2 des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1]).