Decision ID: 14742e98-dfbb-4463-92c2-0bd376f571c0
Year: 2012
Language: de
Court: CH_BSTG
Chamber: CH_BSTG_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: penal_law

Die Beschwerdekammer hält fest, dass:
- die Bundesanwaltschaft mit Verfügung vom 27. Januar 2009 das zuvor von ihr gegen B. geführte Strafverfahren einstellte (siehe act. 1.1, Ziff. 1, S. 2);
- die A. AG mit Gesuch vom 6. Juli 2011 an die Bundesanwaltschaft gelang-
te und diese ersuchte, es sei ihr Einsicht in sämtliche  Entscheidungen der Bundesanwaltschaft in den Verfahren gegen B. zu gewähren (act. 1.2);
- die Bundesanwaltschaft am 30. November 2011 dieses Gesuch vollum-
fänglich abwies (act. 1.1);
- die A. AG hiergegen mit Beschwerde vom 12. Dezember 2011 an die  des Bundesstrafgerichts gelangte und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei ihr Einsicht in die  Entscheidungen der Bundesanwaltschaft im  gegen B. zu gewähren (act. 1);
- die Bundesanwaltschaft in ihrer Beschwerdeantwort vom 10. Januar 2012
beantragte, das Akteneinsichtsrecht der Beschwerdeführerin sei auf eine reine Einsichtnahme in die verfahrenserledigenden Entscheide der  betreffend B. zu beschränken und die Beschwerde sei im Übrigen abzuweisen, unter Kostenfolge zu Lasten der  (act. 7);
- die A. AG in ihrer Replik vom 18. Januar 2012 ihren Antrag erneuert, ihr sei
in Aufhebung der angefochtenen Verfügung die verlangte Einsicht in die verfahrenserledigenden Entscheidungen der Bundesanwaltschaft im  gegen B. zu gewähren, unter Zusprechung einer angemessenen Entschädigung an die Beschwerdeführerin (act. 9);
- der Bundesanwaltschaft am 19. Januar 2012 ein Doppel der Beschwerde-
replik zur Kenntnis gebracht wurde (act. 10).
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Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass:
- das Beschwerdeverfahren abzuschreiben ist, wenn die im Zeitpunkt der Beschwerdeeinreichung gegebene Beschwer im Verlauf des  dahinfällt und die Beschwerde gegenstandslos wird (GUIDON, Die Beschwerde gemäss Schweizerischer Strafprozessordnung, Berner Diss., Zürich/St. Gallen 2011, N. 554 m.w.H. in Fn 1959);
- sich die Beschwerdegegnerin vorliegend in ihrer Beschwerdeantwort dem
Beschwerdeantrag unterzieht und es entgegen ihrer Ansicht darüber  an einem weitergehenden Streitgegenstand fehlt, weshalb das  zufolge Gegenstandslosigkeit als erledigt von der  abgeschrieben werden kann;
- wenn ein Beschwerdeverfahren gegenstandslos wird, diejenige Partei kos-
ten- und entschädigungspflichtig wird, welche die Gegenstandslosigkeit des Rechtsmittels verursachte (siehe hierzu mit ausführlicher Begründung TPF BB.2011.2 vom 14. März 2011, zur Publikation vorgesehen m.w.H.);
- vorliegend die Beschwerdegegnerin die Gegenstandslosigkeit zu vertreten
hat und damit grundsätzlich kosten- und entschädigungspflichtig wird;
- die Gerichtskosten somit auf die Staatskasse genommen werden (vgl.  die Botschaft vom 21. Dezember 2005 zur Vereinheitlichung des , BBl 2006 S. 1328; SCHMID, Handbuch des schweizerischen Strafprozessrechts, Zürich/St. Gallen 2009, N. 1777; GRIESSER,  zur Schweizerischen Strafprozessordnung [StPO], Zürich/Basel/Genf 2010, Art. 428 StPO N. 4; DOMEISEN, Basler Kommentar, Basel 2011, Art. 428 StPO N. 8; GUIDON, a.a.O., N. 566);
- die Beschwerdegegnerin demzufolge der Beschwerdeführerin eine Ent-
schädigung ihrer Aufwendungen für die angemessene Ausübung ihrer  auszurichten hat (Art. 436 Abs. 1 StPO i.V.m. Art. 429 Abs. 1 lit. a StPO);
- diese Entschädigung vorliegend ermessensweise auf Fr. 1'000.-- (inkl. Aus-
lagen; ohne MwSt.) festgesetzt wird (Art. 10 und 12 Abs. 2 des Reglements des Bundesstrafgerichts vom 31. August 2010 über die Kosten, Gebühren und Entschädigungen in Bundesstrafverfahren [BStKR, SR 173.713.162]; Art. 1 Abs. 2 lit. a und Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 12. Juni 2009 über die Mehrwertsteuer [Mehrwertsteuergesetz, MWSTG; SR 641.20]);
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