Decision ID: 2fb31f11-6d3a-4680-86da-0bfafdfcd435
Year: 2013
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Kläger,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Armin Neiger, Postfach, 8027 Zürich,
gegen
Pensionskasse B. _,
Beklagte,
vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Marta Mozar, Seestrasse 6, Postfach 1544,
8027 Zürich,
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St.Galler Gerichte
und
C._ AG,
Beigeladene,
vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. Regula Kägi-Diener, Marktgasse 14, 9004 St.
Gallen,
betreffend
Invalidenrente
Sachverhalt:
A.
A._ (nachfolgend: Versicherter) war bis 31. März 2008 bei der C._ AG (nachfolgend:
Arbeitgeberin) in leitender Funktion tätig und dadurch bei der Pensionskasse B._ im
Rahmen eines Basisplans und eines Zusatzplans oberes Kader vorsorgeversichert (act.
G 1.1/5-8). Mit Verfügung vom 15. Januar 2008 sprach die IV-Stelle St. Gallen dem
Versicherten mit Wirkung ab September 2006 eine ganze Invalidenrente auf der Basis
eines IV-Grads von 70% (Valideneinkommen von Fr. 142'710.-- und
Invalideneinkommen von Fr. 42'813.--) zu. Als Beginn der rentenbegründen
Arbeitsunfähigkeit (Wartejahr) vermerkte sie den 14. September 2005 (act. G 1.1/4). Am
6. März 2008 stellte der Versicherte bei der Pensionskasse B._ ein Leistungsgesuch
(act. G 1.1/12). Mit Schreiben vom 27. März 2008 (act. G 1.1/18) liess diese dem
Versicherten die Überentschädigungsberechnungen für die Leistungen gemäss BVG
(act. G 1.1/19) und gemäss überobligatorischer Vorsorge (act. G 1.1/20) zukommen.
Die Pensionskasse B._ anerkannte mit Schreiben vom 11. Juli 2008 im Rahmen der
von der IV festgestellten Invalidität ihre Leistungspflicht ab 4. April 2008 (Ende der
Krankentaggeld-Zahlungen am 3. April 2008). Sie bejahte das Vorliegen einer teilweisen
Überentschädigung im Bereich der überobligatorischen Leistungen und errechnete
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eine gekürzte Rente von Fr. 27'285.-- pro Jahr. Im Bereich des BVG-Minimums ergab
sich keine Überentschädigung bzw. eine ungekürzte jährliche Rente von Fr. 16'575.--.
Insgesamt richtete die Pensionskasse B._ jährliche Leistungen von Fr. 43'860.-- aus
(act. G 1.1/23).
B.
B.a Mit Eingabe vom 16. März 2011 liess der Versicherte durch Rechtsanwalt lic. oec.
et iur. A. Neiger, Zürich, Klage erheben mit dem Rechtsbegehren, es sei die Beklagte
zu verpflichten, dem Kläger mit Wirkung ab 4. April 2008 eine ungekürzte
Invalidenrente im Betrage von Fr. 61'920.-- pro Jahr auszurichten bzw. die
Rentendifferenz von Fr. 1'505.-- pro Monat ab 4. April 2008 nachzuzahlen. Es sei die
C._ AG zum Verfahren beizuladen. Zur Begründung legte der Rechtsvertreter unter
anderem dar, die jährlichen Lohnmeldungen der Arbeitgeberin hätten offensichtlich
nicht dem mit der AHV abgerechneten Einkommen des Klägers entsprochen, was der
Beklagten jedoch bekannt gewesen sei. Der dannzumalige Vertreter der Beklagten
habe empfohlen, jeweils den maximal im Obligatorium versicherbaren Jahreslohn zu
melden. Der Kläger habe nach Treu und Glauben davon ausgehen dürfen, dass im
Invaliditätsfall eine Überentschädigung aufgrund des den anrechenbaren Lohn weit
übersteigenden AHV-Einkommens ausgeschlossen sei. Die Beklagte habe in den
vorgedruckten Lohnlisten jeweils die Angabe des anrechenbaren Jahreslohns und nicht
des AHV-Lohns verlangt. Entscheidend sei jedoch eine fragwürdige Änderung von Art.
7 der Bestimmungen für die zusätzliche Vorsorge (in act. G 1.1/17), welche nach Eintritt
der Arbeitsunfähigkeit des Klägers zu seinem Nachteil mit Wirkung ab 1. Januar 2007
erfolgt sei und sich direkt auf die Überentschädigungsberechnung auswirke. Die von
der Beklagten angerufene Bestimmung ziele ins Leere, da weder im Kassenreglement
2005 (Art. 17 Ziff. 1 in act. 1.1/16) noch in jenem von 2007 (Art. 16 Ziff. 1 in act. G
1.1/17) von einem "gemeldeten" Jahreslohn die Rede sei. Schon aus diesem Grund sei
aufgrund der Unklarheitsregel die zweiteilige Überentschädigungsberechnung
zurückzuweisen. Eine Auslegung von Art. 7 der Bestimmungen über die zusätzliche
Vorsorge, insbesondere des fettgedruckten Titels, nach Wortlaut und Sinn ergebe,
dass hier das "Verhältnis zu anderen Versicherungen" Gegenstand dieser
Überentschädigungsbestimmung sei. Es sei kein ernsthafter Grund ersichtlich, vom
Wortlaut dieses Titels abzuweichen. Mit "anderen Versicherungen" könne aber nicht
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die Beklagte selbst gemeint sein, sondern allein Leistungen anderer
Sozialversicherungen, welche Leistungen gleicher Art und Zweckbestimmung
erbringen würden. Daraus folge, dass in der weitergehenden Vorsorge bezogen auf die
von der eigenen Vorsorgeeinrichtung erbrachten Leistungen eine eigentliche
Überentschädigungsbestimmung fehle. Das von der Beklagten vorgenommene
Splitting mit je einer isolierten Überentschädigungsberechnung für den obligatorischen
und überobligatorischen Bereich mangle an einer entsprechenden reglementarischen
Grundlage. Mit ihrer Leistungsberechnung verstricke sich die Beklagte in eine
widersprüchliche Definition des sog. ungerechtfertigten Vorteils. In der Basisvorsorge
liege dieser bei 90% des mutmasslich entgangenen Lohnes (Fr. 128'439.--), in der
Zusatzvorsorge hingegen bei 90% des gemeldeten Lohnes (Fr. 69'660.--), was
offensichtlich falsch sei.
B.b In der Klageantwort vom 29. August 2011 beantragte Rechtsanwältin lic. iur. M.
Mozar, Zürich, für die Beklagte Abweisung der Klage, unter Entschädigungsfolgen. Zur
Begründung führte sie unter anderem aus, für die Beurteilung massgebend seien das
ab 1. Januar 2007 in Kraft stehende Kassenreglement und die Bestimmungen für die
zusätzliche Vorsorge der Beklagten (act. G 1.1/17). Art. 7 der Bestimmungen für die
zusätzliche Vorsorge sei nicht zu beanstanden. Die Regelung sei klar verständlich, und
es sei nicht erkennbar, wie sie anders als nach dem Wortlaut verstanden werden
könnte. Sie habe im Übrigen bereits vor dem 1. Januar 2007 gegolten, sei aber etwas
weniger klar, da auf verschiedene Bestimmungen verteilt, umschrieben gewesen. Die
Regelung habe den Hintergrund, dass es in der Praxis der Beklagten häufig vorkomme,
dass gerade kleine Unternehmen ihre Kaderleute/Inhaber bewusst mit einem
niedrigeren Lohn melden würden, der dem effektiven Lohn nicht entspreche. Dagegen
sei aus der Sicht der Beklagten nichts einzuwenden, sofern die Leistungen auch bei
Eintritt eines Vorsorgefalles auf dem entsprechend niedrigeren Niveau erfolgen würden.
Wäre der Kläger ein "gewöhnlicher" Mitarbeiter gewesen, hätte man sich fragen
können, ob es nicht ausnahmsweise als willkürlich zu gelten hätte, auf den letzten
gemeldeten Jahreslohn abzustellen, da ein solcher Mitarbeiter auf die Lohnmeldungen
des Arbeitgebers oftmals keinen Einfluss habe. Dies sei vorliegend jedoch nicht der Fall
gewesen, da der Kläger ganz erheblichen Einfluss auf die Belange der Arbeitgeberin
und auf die Vorsorgelösung gehabt habe. Auch wenn der Kläger nicht selbst die
Lohnmeldungen an die Beklagte vorgenommen habe, so sei ihm dennoch aufgrund der
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alljährlich ausgestellten Versicherungsausweise klar gewesen, dass über lange Jahre
hinweg eine erhebliche Diskrepanz zwischen dem effektiv erzielten und dem der
Beklagten bekannten Lohn bestanden habe. Er hätte es aufgrund seiner Stellung in der
Hand gehabt, dagegen zu intervenieren. Dass eine reglementarische Grundlage für die
von der Beklagten vorgenommenen Überentschädigungsberechnungen fehlen würde,
wie dies der Kläger behaupte, sei in keiner Weise nachvollziehbar.
B.c Mit Schreiben des Gerichts vom 8. September 2011 wurde die C._ AG zum
Verfahren beigeladen (act. G 15). Am 12. Oktober 2011 reichte Rechtsanwältin Prof.
Dr. iur. R. Kägi-Diener, St. Gallen, für die Beigeladene eine Stellungnahme ein, worin
sie die Beteiligung der C._ AG am Streit bestätigte und den Antrag auf Gutheissung
der Klage stellte (act. G 22). In der ergänzenden Eingabe vom 12. Dezember 2011
nahm Rechtsanwältin Kägi-Diener zur Klageantwort Stellung und hielt an ihrem Antrag
auf Gutheissung der Klage fest (act. G 29).
B.d Mit Replik vom 26. Januar 2012 (act. G 32) und Duplik vom 29. Mai 2012 (act. G
40) bestätigten die Parteien ihre Anträge und Ausführungen.

Erwägungen:
1.
1.1 Nach Art. 26 Ziff. 3 der Kassenreglemente 2005 und 2007 der Beklagten besteht
bei einem Invaliditätsgrad von 70% oder mehr Anspruch auf die volle Leistung, wobei
Art. 33 des Kassenreglements vorbehalten bleibt. Die Leistungen richten sich nach
dem von der IV verfügten Invaliditätsgrad. Der Anspruch beginnt nach der vertraglich
vereinbarten Wartefrist (Art. 26 Ziff. 5 Kassenreglement 2005 bzw. Art. 26 Ziff. 4
Kassenreglement 2007). Die Höhe der jährlichen BVG-Invalidenrente wird nach dem
gleichen Umwandlungssatz berechnet wie die BVG-Altersrente. Das dabei zugrunde zu
legende Altersguthaben besteht aus dem BVG-Altersguthaben, das die versicherte
Person bis zum Beginn des Anspruchs auf die BVG-Invalidenrente erworben hat, samt
Zinsen, und der Summe der BVG-Altersgutschriften für die bis zum Rücktrittsalter
fehlenden Jahre, ohne Zinsen. Die Altersgutschriften bemessen sich nach dem beim
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Eintritt der Arbeitsunfähigkeit versicherten Lohn (Art. 26 Ziff. 6 Kassenreglement 2005
bzw. Art. 26 Ziff. 5 Kassenreglement 2007).
1.2 Streitig und zu prüfen ist vorliegend ausschliesslich die
Überentschädigungsberechnung betreffend die überobligatorischen
(reglementarischen) Leistungen, namentlich der Invalidenrente, die gemäss
Leistungsplan für das obere Kader 80% des Jahreslohns beträgt (act. G1.8). Nach Art.
44 des Kassenreglements 2007 gilt für die am 1. Januar 2007 bereits laufenden Renten
(und die mit ihnen verbundenen anwartschaftlichen Leistungen) weiterhin das
Reglement, das bei der Entstehung des Rentenanspruchs in Kraft war. Dies gilt auch
für spätere Rentenerhöhungen bzw. -herabsetzungen. Ausgenommen sind die
Teuerungsanpassung gemäss Art. 32 und die Koordination mit Leistungen Dritter
gemäss Art. 33 (act. 1.1/17). Eine analoge Übergangsregelung sieht auch Art. 44 des
Kassenreglements 2005 vor (act. G 1.1/16). Der Rentenanspruch des Klägers
gegenüber der Beklagten bestand mit Wirkung ab September 2007 (nach einer
Wartefrist von 720 Tagen; vgl. act. G 1.1/5-8 und Art. 26 Ziff. 5 Kassenreglement 2005
bzw. Art. 26 Ziff. 4 Kassenreglement 2007), wobei die Leistungen durch den
Krankentaggeldbezug bis 3. April 2008 aufgeschoben waren. Auf den Vorsorgefall
Invalidität kommt somit - gleich wie für die Überentschädigungsberechnung - das
Kassenreglement 2007 zur Anwendung. Dies ergibt sich auch aus der Rechtsprechung,
wonach für die Ermittlung der Überentschädigung diejenigen
Reglementsbestimmungen zur Anwendung kommen, die im Zeitpunkt galten, in dem
sich die Kürzungsfrage stellte (Urteil des Bundesgerichts [bis 31. Dezember 2006:
Eidgenössisches Versicherungsgericht, EVG] vom 19. Januar 2007, B 82/06).
Geänderte Überentschädigungsregelungen gelten - vorbehältlich anders lautender
Übergangsbestimmungen oder der Verletzung eines wohl erworbenen Rechts - auch
für laufenden Rentenfälle (BGE 122 V 316 E. 3c; zur Frage der unechten Rückwirkung
vgl. BGE 122 V 6 E. 3; Urteil des EVG vom 28. Dezember 2000, B 44/98, E. 3 = BGE
126 V 468).
2.
2.1 Die Vorsorgeeinrichtung kann die Hinterlassenen- und Invalidenleistungen kürzen,
soweit sie zusammen mit anderen anrechenbaren Einkünften 90 Prozent des
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mutmasslich entgangenen Verdienstes übersteigen (Art. 24 Abs. 1 BVV2 in der seit 1.
Januar 2003 gültigen Fassung). Als anrechenbare Einkünfte gelten Leistungen gleicher
Art und Zweckbestimmung, die der anspruchsberechtigten Person aufgrund des
schädigenden Ereignisses ausgerichtet werden, wie Renten oder Kapitalleistungen mit
ihrem Rentenumwandlungswert in- und ausländischer Sozialversicherungen und
Vorsorgeeinrichtungen mit Ausnahme von Hilflosenentschädigungen, Abfindungen und
ähnlichen Leistungen. Bezügern von Invalidenleistungen wird überdies das weiterhin
erzielte Erwerbseinkommen angerechnet (Art. 24 Abs. 2 BVV2). Ehepaarrenten der
AHV/IV dürfen nur zu zwei Dritteln angerechnet werden (Art. 24 Abs. 3 Satz 1 BVV2).
Unter dem Begriff des mutmasslich entgangenen Verdienstes ist das hypothetische
Einkommen zu verstehen, welches die versicherte Person ohne Invalidität erzielen
könnte, und zwar im Zeitpunkt, in dem sich die Kürzungsfrage stellt (BGE 126 V 468 E.
4a). Zwischen dem mutmasslich entgangenen Verdienst als Faktor der
Überversicherungsrechnung und dem IV-rechtlichen Valideneinkommen besteht eine
weitgehende Parallele, jedoch keine Kongruenz: Während bei der Ermittlung des
Valideneinkommens aufgrund des unterstellten ausgeglichenen Arbeitsmarktes (vgl.
Art. 16 ATSG [SR 830.1]) von der konkreten Arbeitsmarktlage zu abstrahieren ist, sind
bei der Festsetzung des mutmasslich entgangenen Verdienstes die spezifischen
Gegebenheiten und tatsächlichen Chancen der versicherten Person auf dem jeweiligen
Arbeitsmarkt mit zu berücksichtigen (Urteil des EVG vom 2. September 2004, B17/03;
SZS 2005, 321).
2.2 Gemäss Art. 17 Ziff. 1 des Kassenreglements 2005 sowie Art. 16 Ziff. 1 des
Kassenreglements 2007 entspricht der (unter anderem im Zusammenhang mit der
Beitragserhebung) massgebende Jahreslohn dem mutmasslichen AHV-Jahreslohn der
versicherten Person einschliesslich allfälliger Gratifikationen. Familien- und
Kinderzulagen, Spesenentschädigungen und Lohnbestandteile, die nur gelegentlich
oder vorübergehend anfallen, werden nicht berücksichtigt. Der massgebende
Jahreslohn wird nach Art. 17 Ziff. 2 des Kassenreglements 2005 bzw. Art. 16 Ziff. 2 des
Kassenreglements 2007 bei Kasseneintritt oder bei Anpassung auf den 1. Januar im
Voraus festgelegt. Lohnänderungen während des Jahres werden ab dem Zeitpunkt der
Meldung mit dem ersten Tag des folgenden Monats berücksichtigt. Die
Lohnmeldungen der Mitgliedfirma haben schriftlich zu erfolgen. Unterlässt die
Mitgliedfirma die schriftliche Lohnmeldung per 1. Januar, behält der bisher gemeldete
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AHV-Lohn weiterhin seine Gültigkeit. Sinkt der AHV-Jahreslohn vorübergehend wegen
Krankheit, Unfall, Arbeitslosigkeit oder aus ähnlichen Gründen, behält der bisherige
Lohn mindestens solange Gültigkeit, als die Lohnzahlungs- oder
Lohnersatzleistungspflicht besteht (Art. 17 Ziff. 3 Kassenreglement 2005 bzw. Art. 16
Ziff. 3 Kassenreglement 2007). Grundlage für die Festsetzung der Beiträge und
Leistungen bildet der koordinierte Lohn. Für die Berechnung des koordinierten Lohnes
gelten die vom Bundesrat festgesetzten Ansätze gemäss Ziff. 2 des Anhangs (Art. 17
Ziff. 4 Kassenreglement 2005 bzw. Art. 16 Ziff. 4 Kassenreglement 2007). Stimmt der
gemeldete Lohn nicht mit dem effektiv erzielten Einkommen überein, sind
Lohnkorrekturen, nach Eintritt eines Leistungsfalles (Art. 19-28), nur bis zum oberen
Grenzwert (dreifache maximale AHV-Altersrente) möglich (Art. 16 Ziff. 5
Kassenreglement 2007).
2.3 Die Leistungen der Kasse dürfen im Leistungsfall nicht zu einer Bereicherung der
anspruchsberechtigten Person führen (Art. 33 Ziff. 1 Kassenreglement 2005 und 2007).
Ergeben die Invalidenrentenleistungen der Kasse zusammen mit den Leistungen
gleicher Art und Zweckbestimmung ein Einkommen von mehr als 90% des
mutmasslich entgangenen Lohns, werden die Leistungen der Kasse um den
übersteigenden Betrag gekürzt. Angerechnet werden unter anderem ein allfälliges
tatsächlich erzieltes und/oder zumutbarerweise erzielbares Bruttoerwerbseinkommen
(Art. 33 Ziff. 2 Vorsorgereglement 2005 und 2007). Nach Art. 7 Ziff. 3 der
Bestimmungen für die zusätzliche Vorsorge 2005 der Beklagten wird zur Vermeidung
ungerechtfertigter Vorteile eine "Rentenberechnung" vorgenommen. Als Basis für die
Berechnung des mutmasslich entgangenen Einkommens wird der Jahreslohn gemäss
Art. 17 Ziff. 1 des Kassenreglements berücksichtigt. Teuerungs- oder karrierebedingte
Lohnänderungen werden nicht berücksichtigt. Gemäss Art. 7 der Bestimmungen für die
zusätzliche Vorsorge 2007 wird zur Vermeidung ungerechtfertigter Vorteile eine
Überentschädigungsberechnung vorgenommen. In Abweichung zu Art. 33 Ziff. 2 des
Kassenreglements werden die Leistungen gekürzt, wenn diese zusammen mit den
weiteren anrechenbaren Leistungen 90% des letzten vor Beginn der Arbeitsunfähigkeit
gemeldeten Jahreslohnes gemäss Art. 16 Ziff. 1 des Kassenreglements übersteigen.
3.
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3.1 Während die Beklagte bei der Überentschädigungsberechnung für die BVG-
Leistungen - in Anwendung von Art. 33 Ziff. 2 Vorsorgereglement 2007 und Art. 24 Abs.
1 BVV 2 - von einer Überentschädigungsgrenze von Fr. 128'439.-- (90% des
Valideneinkommens gemäss IV-Verfügung) ausging (act. G 1.1/19), setzte sie bei jener
für die überobligatorischen Leistungen die Überentschädigungsgrenze auf Fr. 69'660.--
(90% des massgebenden Jahreslohns von Fr. 77'400.--) fest (act. G 1.1/20); letzteres
gestützt auf Art. 7 der Bestimmungen für die zusätzliche Vorsorge 2007, welcher als
Überentschädigungsgrenze 90% des letzten, vor Beginn der Arbeitsunfähigkeit
gemeldeten Jahreslohnes vorsieht (act. G 1.1/17). Im überobligatorischen Bereich der
beruflichen Vorsorge ist es den Vorsorgeeinrichtungen freigestellt, eine von Art. 24 BVV
2 abweichende Regelung der Überentschädigung zu treffen (BGE 128 V 243 E. 3b).
Nach der Rechtsprechung ist es nicht zu beanstanden, wenn eine Vorsorgeeinrichtung
in ihrem Reglement als Überentschädigungsgrenze den letzten Lohn vor Beginn der
Arbeitsunfähigkeit als massgebend erklärt. Das Bundesgericht hielt etwa im Urteil vom
17. November 2008, 9C_404/2008, fest, es sei nicht von der Hand zu weisen, dass die
Festsetzung des mutmasslich entgangenen Verdienstes, wie er im
Obligatoriumsbereich als Grenze der Überentschädigung normiert worden sei (Art. 24
Abs. 1 BVV2), in der Praxis zu erheblichen Schwierigkeiten führe, insbesondere in
beweisrechtlicher Hinsicht. Wenn eine Vorsorgeeinrichtung im überobligatorischen
Bereich auf eine solche "Dynamisierung des entgangenen Verdienstes" verzichte und
stattdessen eine in der Praxis weniger konfliktträchtige (indes im Einzelfall unter
Umständen zu weniger befriedigenden Resultaten führende) Reglementsbestimmung
festsetzen wolle, könne darin keine Willkür gesehen werden. Die für alle Destinatäre
gleichermassen gültige Reglementsbestimmung bewege sich durchaus im Rahmen des
verfassungsmässig Zulässigen. Zwar führe sie in gewissen Konstellationen zu einer
Schlechterstellung von Versicherten gegenüber der früher gültig gewesenen
Normenlage. Von einer stossenden Ungleichbehandlung von Unfallopfern, wie sie die
Beschwerdeführerin rüge, könne indes keine Rede sein (vgl. Urteil des Bundesgerichts
9C_404/2008, a.a.O., E. 5.2). Von einer willkürlichen Behandlung des Klägers im
Zusammenhang mit der Anwendung von Art. 7 der Bestimmungen für die zusätzliche
Vorsorge (act. G 1.1/17) kann, wie sich nachstehend ergeben wird, auch vorliegend
nicht ausgegangen werden.
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3.2 Die Arbeitgeberin hatte der Beklagten die Jahreslöhne 2005 bis 2007 für den
Kläger jeweils mit Fr. 77'400.-- gemeldet (act. G 1.1/9-11). Die Beklagte legte den
gemeldeten Jahreslohn den Versicherungsausweisen 2006 bis 2008 zugrunde (act. G
1.1/13-15). Ihr wurden von der Arbeitgeberin über Jahre ein erheblich tieferer Lohn
gemeldet (Fr. 74'160.-- für 2002 und je Fr. 75'960.-- für 2003 und 2004 sowie
Fr. 77'400.-- für 2005), als er in den Lohnausweisen deklariert worden war (Fr.
156'733.-- für 2002, Fr. 156'605.-- für 2003, Fr. 139'403.-- für 2004 und 2005; vgl. act.
G 11.1/3 sowie G 1.1/29-32).
Mit der Beklagten ist festzuhalten, dass kein Anlass ersichtlich ist, aufgrund dessen sie
die "Richtigkeit" der Lohnmeldungen hätte anzweifeln müssen (act. G 11 S. 5). Allein
der Umstand, dass für drei Versicherte derselbe Lohn, d.h. jeweils das Lohnmaximum
gemäss BVG (d.h. der obere Grenzbetrag gemäss Art. 8 Abs. 1 BVG) gemeldet wurde
(vgl. act. G 1 S. 10, G 1.1/9-11, G 1.1/13-15 sowie G 1.1/24-28 "[gemeldeter
Jahreslohn"] und G 1.1/33), stellt noch keinen Hinweis auf eine "Unrichtigkeit" der
Meldung dar. Dies umso weniger, als angesichts der grossen Zahl der von der
Beklagten betreuten aktiven Versicherten und der Lohnmeldeobliegenheiten der
Arbeitgeber (Art. 16 Ziff. 2 Kassenreglement 2007) keine grossen Anforderungen an die
Prüfungspflicht im Einzelfall gestellt werden können. Sodann konnte es - und dies
erscheint entscheidend - insofern keine "unrichtigen" Lohnmeldungen geben, als sich
dem Kassenreglement keine Bestimmung entnehmen lässt, aufgrund welcher die
Meldung eines niedrigeren als des effektiv ausgerichteten Lohnes untersagt wäre. Eine
solche Lohnmeldung tangiert sodann die gesetzlichen Bestimmungen des BVG-
Obligatoriums nicht, wenn - wie vorliegend - die in Frage stehenden Lohnmeldungen
betraglich das nach BVG-Obligatorium zu versichernde Lohnmaximum (Art. 8 Abs. 1
BVG) erreichen bzw. dieses nicht unterschreiten. Art. 2 Abs. 4 der Anhänge zu den
Kassenreglementen 2005 und 2007 legt denn auch ausdrücklich fest, dass in der
weitergehenden Vorsorge der gemeldete Jahreslohn dem massgebenden Lohn
entspricht. Hierbei ist von Bedeutung, dass diese Regelung bereits vor der
Reglementsänderung von 2007 bestanden hatte bzw. von dieser nicht erfasst war. Art.
16 Ziff. 1 des Kassenreglements 2007, wonach der Jahreslohn dem mutmasslichen
AHV-Lohn entspricht, bezieht sich in diesem Sinn auf das BVG-Obligatorium und die
dort versicherbaren Lohnbeträge (vgl. Art. 1 [Grundlagen] und 6 [Versicherungspflicht]
Kassenreglement 2005 und 2007). Für den Entscheid, ob und wenn ja welcher Lohn im
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Überobligatorium versichert sein soll, machen das Kassenreglement und die
Bestimmungen für die zusätzliche Vorsorge der versicherten Person bzw. dem
Arbeitgeber keine Vorgaben; es besteht insbesondere keine Verpflichtung, auch im
Überobligatoriumsbereich den (gesamten) AHV-Lohn zu melden. Die Frage, ob ein
(zwischenzeitlich verstorbener; act. G 11 S. 6) Angestellter der Beklagten dem Kläger
die Meldung eines niedrigeren als des effektiven Lohnes empfohlen habe (act. G 1 S.
10, G 22 S. 3) oder nicht, kann unter diesen Umständen offenbleiben, da hieraus nichts
zu Gunsten des Klägers abgeleitet werden könnte, selbst wenn die Empfehlung in der
behaupteten Weise tatsächlich erfolgt wäre. Angesichts der zeitlich lange
zurückliegenden Gegebenheiten mit einem bereits verstorbenen Beteiligten wäre der
Sachverhalt auch kaum zuverlässig eruierbar.
3.3 Der Kläger war Geschäftsleitungsmitglied und einzelzeichnungsberechtigtes
Mitglied des Verwaltungsrates der Arbeitgeberin (vgl. Handelsregister-Auszug; act. G
1.1/3). Er unterzeichnete die Beitrittserklärung vom Januar 1988 zusammen mit einer
weiteren Person (act. G 1.1/5), wobei er den Vertragsinhalt selber aushandelte und
sämtliche Versicherungsangelegenheiten, die ihn selbst betrafen, übernahm (vgl. act G
22 S. 2). Damit war ihm auch die getroffene Vorsorgelösung bekannt. Beim
geschilderten Sachverhalt und aufgrund seines Einflusses in der Unternehmung dürfte
ihm auch bekannt gewesen sein, dass die der Beklagten gemeldeten Löhne betraglich
während Jahren unter den effektiv ausgerichteten Salären lagen. Die
Versicherungsausweise der Beklagten, aus welchen die gemeldeten Löhne klar
ersichtlich waren (act. G 1.1/13-15 sowie 1.1/24-28), wurden vom Kläger nach Lage
der Akten nie beanstandet. Dabei kann der Beklagten auch nicht vorgehalten werden,
dass "die Angaben im Versicherungsausweis nicht stimmig" gewesen seien (act. G 29
S. 4 unten). Vielmehr gaben die Versicherungsausweise die deklarierten Grundlagen
korrekt wieder. Der Kläger kann sich - ohne entsprechende Anhaltspunkte für eine
Begrenzung auf den BVG-Lohn im Formular selbst oder im Reglement - auch nicht
darauf berufen, dass es sich beim Begriff des von der Beklagten mit den Lohnlisten
erfragten "anrechenbaren Lohnes" zum vornherein nicht um den (gesamten) AHV-Lohn
habe handeln können (vgl. act. G 32 S. 4). Vielmehr hätte der Arbeitgeberin bzw. dem
Kläger der Entscheid freigestanden, einen über das BVG-Lohnmaximum
hinausgehenden Betrag auf der Lohnliste anzuführen und damit zu versichern.
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Konkret haben sich der Kläger bzw. die Arbeitgeberin mit der Lohnmeldung
offensichtlich dahingehend entschieden, über viele Jahre, namentlich auch im Bereich
der weitergehenden beruflichen Vorsorge, lediglich das BVG-Lohnmaximum (=
dreifache maximale AHV-Altersrente; vgl. Rubrik "gemeldeter Jahreslohn" in act. G
1.1/13-15 sowie 1.1/24-28) zu versichern; die gesetzlichen Mindestvorgaben (Art. 8
Abs. 1 BVG in Verbindung mit Art. 6 BVG) wurden damit eingehalten. Auf diesen
Entscheid kann - jedenfalls nach Eintritt des versicherten Risikos Invalidität - nicht
mehr zurückgekommen werden (vgl. Art. 16 Ziff. 5 Kassenreglement 2007, welcher
Lohnkorrekturen nach Eintritt des Leistungsfalls nur bis zum dreifachen Betrag der
maximalen AHV-Altersrente zulässt). Der Arbeitgeberin war im Übrigen auf ihre
telefonische Anfrage vom 22. Januar 2007 von der Beklagten offenbar ausdrücklich
mitgeteilt worden, dass der "Höchstlohn 2006" (d.h. Fr. 77'400.--) zur Anwendung
komme (handschriftliche Notiz auf dem Versicherten-Verzeichnis 2007, act. G 1.1/9).
Hieraus lässt sich entgegen der Auffassung, welche offenbar die Beigeladene vertritt
(act. G 22 S. 4 oben), nichts zugunsten des Klägers ableiten, zumal das Versicherten-
Verzeichnis 2007 (act. G 1.1/9) die vorstehend erwähnten, tatsächlich ausgerichteten
Löhne gerade nicht enthielt. Die Befragung eines Geschäftsleitungs-Mitglieds der
Arbeitgeberin, wie sie von der Beigeladenen beantragt wird (act. G 29 S. 4), vermöchte
hier überwiegend wahrscheinlich keine weiterführenden Erkenntnisse zu liefern. Die
Beklagte begründete die Regelung von Art. 7 der Bestimmungen für die zusätzliche
Vorsorge dahingehend, dass Unternehmen z.B. nach Beginn einer Arbeitsunfähigkeit
"plötzlich" den effektiven Lohn melden würden in der Meinung, so höhere
Versicherungsleistungen auslösen zu können (sei es für die versicherten Leistungen, sei
es für die Überentschädigungsgrenze). Um dem entgegenzusteuern, habe sie eine
Regelung getroffen, wonach auf den (vor Eintritt der Arbeitsunfähigkeit) gemeldeten
Lohn abzustellen sei. Es werde so sichergestellt, dass die Firmen die in Art. 16 Ziff. 2
des Reglements umschriebenen Meldepflichten auch wirklich ernst nehmen würden
(act. G 11 S. 10). Diese Darlegungen erscheinen nachvollziehbar und sachlich
begründet. Würde dies anders gehandhabt, hätte es die versicherte Person in der
Hand, nach Eintritt einer Arbeitsunfähigkeit mit Dauercharakter nunmehr den effektiv
von ihr erzielten Lohn (anstelle bisherigen tieferen Lohnes) zu melden und so (wegen
der höheren Überentschädigungsgrenze) höhere Leistungen zu erhalten, obschon die
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Beitragsentrichtung (und damit die Äufnung des Rentendeckungskapitals) zuvor
während Jahren auf einem wesentlich tieferen Lohnniveau erfolgt war.
Nicht ohne Weiteres nachvollziehbar ist der Einwand des Klägers, dass Art. 7 der
Bestimmungen für die zusätzliche Vorsorge nur auf das "Verhältnis zu anderen
Versicherungen" anzuwenden sei, weshalb in Bezug auf die eigene
Vorsorgeeinrichtung keine Überentschädigungsbestimmung vorhanden sei (vgl. act. G
1 S. 16). Richtig ist, dass Art. 7 der Bestimmungen für die zusätzliche Vorsorge in
Verbindung mit Art. 33 des Kassenreglements - unter dem Titel "Verhältnis zu anderen
Versicherungen" die Leistungskoordination im Fall der Leistungspflicht mehrerer
Versicherungsträger regelt und in diesem Zusammenhang - notwendigerweise - auch
die Überentschädigungsgrenze definiert. Im Weiteren ist nicht ersichtlich, inwiefern der
vom Kläger (act. G 32 S. 6 oben) geltend gemachte Umstand, dass er (bei gleichem
Lohn) besser vorsorgeversichert gewesen sei als andere Kadermitglieder der
Arbeitgeberin, den Nachweis erbringen sollte, dass der gemeldete Lohn bei der
Überentschädigungsprüfung keine Funktion habe. Der Kläger lässt sodann gestützt auf
den Hinweis im Schreiben vom 3. Februar 1988 betreffend das Bestehen einer
Rückversicherung (act. G 22.1/1) die Edition der Akten dieser Rückversicherung
beantragen, um so Aufschlüsse darüber zu erhalten, ob der Beklagten der tatsächliche
Lohn des Klägers bekannt gewesen sei oder nicht (act. G 32 S. 6). Dazu ist
festzuhalten, dass es dem Kläger bzw. seiner Arbeitgeberin wie dargelegt
anheimgestellt war, der Beklagten einen über das BVG-Lohmaximum hinausgehenden
Lohn zu melden und damit zu versichern. Selbst wenn somit die Beklagte Kenntnis
vom höheren AHV-Lohn des Klägers gehabt hätte, wäre dadurch der Entscheid des
Klägers bzw. seiner Arbeitgeberin, lediglich das BVG-Lohnmaximum zu versichern,
nicht verändert worden. Die Frage, ob Akten einer allfälligen Rückversicherung weitere
Aufschlüsse zu erbringen vermöchten, kann damit offenbleiben. Im Übrigen besteht
eine Excess-of-loss-(Rück-)Versicherung nach den Darlegungen der Beklagten für den
konkreten Fall nicht (act. G 40 S. 5 oben).
3.4 Die einseitige Abänderbarkeit des Reglements durch die Vorsorgeeinrichtung setzt
einen entsprechenden Abänderungsvorbehalt zugunsten der Vorsorgeeinrichtung im
Reglement voraus, welchem die versicherte Person mit der Annahme des
Vorsorgevertrages - ausdrücklich oder durch konkludentes Verhalten - zugestimmt hat.
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Das konkludente Verhalten kann insbesondere in der vorbehaltlosen Entgegennahme
des Vorsorgereglements durch die versicherte Person oder in der Bezahlung
entsprechender Beiträge bestehen (BGE 117 V 221 E. 4). Art. 43 Ziff. 2 des
Kassenreglements 2005, gültig gewesen bis 31. Dezember 2006, sah eine jederzeitige
Anpassbarkeit des Reglements durch den Verwaltungsrat an veränderte Verhältnisse,
insbesondere an Änderungen der gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Bestimmungen
vor. Die erworbenen Ansprüche der Versicherten und Rentner werden dabei in jedem
Fall gewahrt. Nach Art. 43 Ziff. 1 des Kassenreglements 2005 ist der Verwaltungsrat bei
fehlenden Bestimmungen im Reglement zudem befugt, eine dem Vorsorgezweck
entsprechende Regelung zu treffen (act. G 1.1/16). Im Kassenreglement 2007 findet
sich in Art. 43 eine inhaltlich gleichlautende Bestimmung (act. G 1.1/17). Die formellen
Voraussetzungen einer einseitigen Abänderung von Art. 7 der Bestimmungen für die
zusätzliche Vorsorge 2007 waren damit erfüllt.
Der Vorwurf des Klägers, die Beklagte habe das Reglement im Hinblick auf die zu
erwartenden Leistungen an ihn (den Kläger) auf den 1. Januar 2007 abgeändert (act. G
1 S. 11 unten), erscheint angesichts der grossen Anzahl der bei der Beklagten
versicherten Personen eher abwegig; solches lässt sich jedenfalls nicht mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit belegen. Hinzu kommt, dass schon in Art. 7 Abs. 3
der bis 31. Dezember 2006 gültig gewesenen Bestimmungen über die zusätzliche
Vorsorge (act. G 1.1/16) der mutmassliche AHV-Jahreslohn gemäss Art. 17 Abs. 1 des
Kassenreglements 2005 (ohne teuerungs- und karrierebedingte Lohnänderungen) als
Basis für die Berechnung des mutmasslich entgangenen Einkommens angeführt und
dafür laut Art. 17 Abs. 2 die Lohnmeldung der Mitgliedfirma als massgebend erachtet
wurde. Im Bereich der Zusatzvorsorge galt insofern bereits vor dem 31. Dezember
2006 der bisherige (gemeldete) Lohn als mutmasslich entgangenes Einkommen. Art. 2
Abs. 4 des Anhangs zum Kassenreglement 2005 hielt denn auch ausdrücklich fest,
dass der gemeldete Jahreslohn dem massgebenden Lohn (im Sinn von Art. 17 Ziff. 1
Kassenreglement 2005) entspreche. Die Regelung, wonach im Bereich der
Zusatzvorsorge auf den letzten gemeldeten Lohn als Überentschädigungsgrenze
abzustellen ist, wurde durch das Kassenreglement 2007 bzw. Art. 7 der Bestimmungen
über die zusätzliche Vorsorge somit inhaltlich nicht neu eingeführt, sondern lediglich
neu formuliert. Der neu formulierte Art. 7 der Bestimmungen über die zusätzliche
Vorsorge ist vom Wortlaut her klar und eindeutig. Er steht inhaltlich und systematisch
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auch im Einklang mit Art. 2 Abs. 4 des (2007 unverändert übernommenen) Anhangs
zum Kassenreglement. Für eine Reglementsauslegung in Anwendung der
Unklarheitsregel (vgl. act. G 1 S. 14) besteht damit kein Raum. Allein der Umstand,
dass der Nachvollzug der Reglementsbestimmungen sich im Einzelfall relativ komplex
gestalten kann, belegt noch keine Unklarheit der Bestimmungen.
Wenn der Kläger im Weiteren einwenden lässt, er sei von der Beklagten über die
Änderung des Art. 7 der Bestimmungen über die zusätzliche Vorsorge nicht informiert
worden (act. G 1 S. 13), so ist zum einen festzuhalten, dass die Änderung wie dargelegt
keine materiell neue Regelung brachte. Zum anderen waren die Kassenreglemente
offensichtlich zugestellt worden, denn hätten sie dem Kläger nicht vorgelegen, hätte er
sie nicht selbst einreichen können (act. G 1.1/16f; act. G 32 S. 8 oben). Der Kläger kann
aus dem - auch von der Beigeladenen angerufenen (act. G 22 S. 3 unten und G 29 S. 2)
- Grundsatz von Treu und Glauben somit nichts zu seinen Gunsten ableiten, zumal wie
dargelegt die formellen Voraussetzungen für die Änderung erfüllt waren. Die einseitige
Reglementsänderung veränderte im Vergleich zum früheren Reglement die
Leistungsansprüche des Klägers als solche, d.h. den Rentenanspruch vor
Koordination, nicht und brachte insbesondere auch keine neue Lohndefinition (act. G
32 S. 8). Wenn die Beigeladene darauf hinweisen lässt, dass die
Überentschädigungsberechnung für die überobligatorischen Leistungen die
"Rentenbasis 2006" (act. G 11.1/2) angebe, so ist festzuhalten, dass hier die IV-Rente
(1. Säule) mit Beginn im Jahr 2006 angesprochen ist. Für die Frage, welches Reglement
für die Überentschädigungsberechnung anzuwenden sei, lässt sich daraus entgegen
der Auffassung der Beigeladenen (act. G 29 S. 3) nichts ableiten.
4.
Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Klage abzuweisen. Gerichtskosten sind
keine zu erheben (Art. 73 Abs. 2 BVG). Die Beklagte beantragt die Ausrichtung einer
Entschädigung. Als Vorsorgeeinrichtung hat sie praxisgemäss keinen diesbezüglichen
Anspruch, soweit - wie vorliegend - die Prozessführung der Gegenpartei nicht als
mutwillig oder leichtsinnig zu bezeichnen ist (BGE 112 V 356, SZS 1995, 114; BGE 126
V 143, 128 V 323). Der Antrag auf Ausrichtung einer Parteientschädigung ist deshalb
abzuweisen.
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Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP