Decision ID: 31f10439-5a61-4738-9688-790d9fea2590
Year: 2010
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
Spital A._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Adrian Rufener, Marktplatz 4, 9004 St. Gallen,
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen, Ausgleichskasse des Kantons
St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
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betreffend
Nachbelastung von paritätischen Beiträgen 2007 und 2008
Sachverhalt:
A.
Das Spital A._ ist unter der Bezeichnung "Spitalregion A._" als beitragspflichtiger
Arbeitgeber bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen,
Ausgleichskasse des Kantons St. Gallen, angeschlossen. Anlässlich einer
Arbeitgeberkontrolle vom 30. April 2009/18. Mai 2009 stellte der Revisor fest, dass bei
den Kaderärztinnen und -ärzten ein Vorwegabzug für die Finanzierung einer
Zusatzversicherung der beruflichen Vorsorge vorgenommen wurde und sich der
ausgewiesene ahv-pflichtige Bruttolohn entsprechend verringerte. Dies stelle eine
Umgehung der Beitragspflicht dar (act. G 3.10). Die Differenzblätter ergaben nicht
abgerechnete Lohnsummen von Fr. 77'912.-- (2007) und Fr. 116'987.-- (2008; act. G
3.3 und 3.4). Mit Nachzahlungs- und Verzugszinsverfügungen vom 3. Juni 2009 bzw.
vom 5. Juni 2009 veranlagte die Sozialversicherungsanstalt nachzuzahlende
paritätische Beiträge für das Jahr 2007 von Fr. 8'105.15 (inkl. Verwaltungskosten)
sowie Verzugszinsen von Fr. 579.75 (act. G 3.12 und 3.14). Für das Jahr 2008
veranlagte sie nachzuzahlende paritätische Beiträge von Fr. 12'170.15 (inkl.
Verwaltungskosten) sowie Verzugszinsen von Fr. 262.-- (act. G 3.11 und 3.13). Die
gegen die Nachzahlungsverfügungen erhobenen Einsprachen vom 26. Juni 2009 mit
Begründung vom 25. September 2009 wurden mit Entscheid vom 22. Dezember 2009
abgewiesen (act. G 3.17, 18, 22 und 23).
B.
B.a Mit Beschwerde vom 22. Januar 2010 beantragt der Rechtsvertreter des Spitals
Linth die Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids. Die Regierung sei auf
das Anliegen der Kaderärzte und -ärztinnen nach einem verbesserten Vorsorgeschutz
eingetreten. Bedingung sei jedoch gewesen, dass die neue Lösung kostenneutral und
obligatorisch sei. Mit Wirkung per 1. Januar 2007 seien die Bestimmungen von Art. 18
und 18 der Verordnung über die Versicherungskasse für das Staatspersonal (VVK) bis
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geändert worden. Diese Bestimmungen sähen eine zweistufige Versicherungspflicht
der Einkünfte vor. Einerseits die "Grundversicherung" (Art. 18 VVK) und andererseits
die "Zusatzversicherung" (Art. 18 VVK). Art. 81 VVK sehe vor, dass für die
Zusatzversicherung in der Sparversicherung ein Sonderkonto geführt werde. Art. 81
VVK bestimme sodann, dass die Gutschriften auf dem Sonderkonto von den
Kaderärztinnen und Kaderärzten sowie vom Staat zu gleichen Teilen geleistet würden.
Die Verordnung über die Besoldung der Kaderärzte und Kaderärztinnen regle in Art. 16
ff. auch die Vorgehensweise für die Festlegung und Änderung der Besoldung. Gestützt
auf diese Bestimmungen sei eine Änderung der Besoldung im Einverständnis mit den
Betroffenen zulässig. Vorliegend habe das Gesundheitsdepartement die
Kaderärztinnen und -ärzte mit Schreiben vom 22. Dezember 2006 über die
Zusatzversicherung informiert. Über den Vollzug und den Umfang der Neuregelung
habe der Spital A._ im Detail informiert. Alle betroffenen Kaderärzte und -ärztinnen
hätten die Neuregelung akzeptiert.
Reglementarische Beiträge des Arbeitgebers an Vorsorgeeinrichtungen, welche die
Voraussetzungen der Steuerbefreiung nach dem Bundesgesetz über die direkte
Bundessteuer erfüllten, gehörten nicht zum massgebenden Lohn (Art. 8 lit. a AHVV).
Einlagen (laufende Beiträge und Einkaufssummen) der Arbeitgebenden an die
berufliche Vorsorge ihrer Arbeitnehmenden gehörten dann nicht zum massgebenden
Lohn, wenn und soweit die Statuten oder das Reglement der Vorsorgeeinrichtung sie
zwingend vorschrieben (vgl. Rz 2165 WML). Aus Art. 81 ff. VVK folge, dass die
Finanzierung der Zusatzversicherung für Kaderärztinnen und -ärzte paritätisch erfolge.
Die Höhe der Beiträge richte sich nach Art. 76 VVK und sei zwingend vorgeschrieben.
Mithin handle es sich um reglementarisch vorgeschriebene Beiträge des Arbeitgebers
im Sinn der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (BGE 133 V 556 ff.). Sodann handle
es sich bei der Versicherungskasse für das Staatspersonal um eine anerkannte
Vorsorgeeinrichtung.
Dass die im Lohnausweis ausgewiesenen Abzüge in die Zusatzversicherung flössen,
ergebe sich aus dem Umstand, dass das Kantonsparlament der Zusatzversicherung für
Kaderärztinnen und -ärzte nur unter der Bedingung zugestimmt habe, dass keine
Zusatzkosten entstünden. Mithin liege im Umfang der ab 1. Januar 2007 neu
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anfallenden Arbeitgeberbeiträge an die Zusatzversicherung eine Lohnkürzung vor.
Daran ändere auch die vom Beschwerdeführer gewählte Darstellung der
Lohnabrechnungen nichts, sei diese doch nur aus Gründen der Transparenz so erfolgt
(act. G 1).
B.b Mit Beschwerdeantwort vom 8. März 2010 beantragt die Verwaltung Abweisung
der Beschwerde. Gemäss Art. 8 lit. a AHVV gehörten reglementarische Beiträge des
Arbeitgebers an Vorsorgeeinrichtungen nicht zum massgebenden Lohn.
Vorsorgeeinlagen, welche die Arbeitnehmenden selber tragen, bildeten jedoch mangels
einer Bestimmung, die sie von der Beitragspflicht ausnehmen, Bestandteil des
massgebenden Lohnes (Rz 2170 WML). Vorliegend habe sich die Besoldung der
Kaderärzte und -ärztinnen per 1. Januar 2007 nicht verändert. Bei der Pensionskasse
sei der ursprüngliche (höhere) Besoldungsbetrag versichert. Eine Besoldungsreduktion
per 1. Januar 2007 wäre zwar möglich gewesen, hätte aber eine Änderungskündigung
bedingt, wovon aus politischen Gründen abgesehen worden sei. Somit liege keine
Besoldungsreduktion vor. Die von den angefochtenen Verfügungen betroffenen
Vorsorgeeinlagen würden von den Kaderärztinnen und -ärzten und nicht von der
Beschwerdegegnerin getragen. Diese Vorsorgeeinlagen gehörten somit gemäss Art. 8
lit. a AHVV und Rz 2170 WML zum massgebenden Lohn, denn es handle sich um
Lohnverwendung (act. G 3).
B.c Mit Replik vom 31. März 2010 hält der Beschwerdeführer an seinen Anträgen fest.
Zwar sei richtig, dass keine Änderungskündigung erfolgt sei. Daraus lasse sich jedoch
nicht der Schluss ziehen, es liege keine relevante, einvernehmliche Änderung der
bisherigen Lohnhöhe vor. Sämtliche betroffenen Kaderärztinnen und -ärzte hätten der
Vertragsänderung zugestimmt. Dies sei als sogenannte uneigentliche
Änderungskündigung zu qualifizieren, die volle Rechtswirkungen entfalte. Es liege
mithin eine rechtsgültige Lohnverzichtserklärung vor, die per 1. Januar 2007 volle
Wirkung entfaltet habe. Die Beschwerdegegnerin lasse zu Recht nicht vortragen, die
vereinbarten Vertragsänderungen seien nicht zulässig. Es könne damit keine Rede
davon sein, die von den Kaderärzten und -ärztinnen geleisteten Beiträge an die
Vorsorgeeinrichtung stellten ahv-pflichtigen Lohn dar (act. G 5).
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B.d Mit Duplik vom 14. April 2010 macht die Beschwerdegegnerin geltend, dass bei
der Pensionskasse die ursprüngliche (höhere) Besoldung versichert sei. Es gehe nicht
an, bei der AHV einen tieferen Lohn versichern zu wollen (act. G 7).

Erwägungen:
1.
Als massgebender Lohn gilt jedes Entgelt für in unselbstständiger Stellung auf
bestimmte oder unbestimmte Zeit geleistete Arbeit. Der massgebende Lohn umfasst
auch Teuerungs- und andere Lohnzulagen, Provisionen, Gratifikationen,
Naturalleistungen, Ferien- und Feiertagsentschädigungen und ähnliche Bezüge, ferner
Trinkgelder, soweit diese einen wesentlichen Bestandteil des Arbeitsentgeltes
darstellen (Art. 5 Abs. 2 AHVG). Nicht zum massgebenden Einkommen gehören unter
anderem reglementarische Beiträge der Arbeitgebenden an Vorsorgeeinrichtungen,
welche die Voraussetzungen der Steuerbefreiung nach dem Bundesgesetz über die
direkte Bundessteuer erfüllen (Art. 8 lit. a AHVV). Einlagen (laufende Beiträge und
Einkaufssummen) der Arbeitgebenden an die berufliche Vorsorge ihrer
Arbeitnehmenden gehören dann nicht zum massgebenden Lohn, wenn und soweit die
Statuten oder das Reglement der Vorsorgeeinrichtung sie zwingend vorschreiben (Rz
2165 der Wegleitung über den massgebenden Lohn [WML]).
2.
2.1 Vorliegend ist zu klären, ob die fraglichen Zahlungen des Beschwerdeführers an die
Vorsorgeeinrichtung seiner Arbeitnehmenden grundsätzlich die Voraussetzungen nach
Art. 8 lit. a AHVV und Art. 56 lit. b DBG erfüllen. Dabei bestreitet die
Beschwerdegegnerin vor allem, dass es sich um Beiträge des Arbeitgebers handeln
soll. Vielmehr handle es sich um Beiträge der Arbeitnehmenden, die nicht unter den
Befreiungstatbestand fielen.
2.2 Mit der seit 1. Januar 2007 in Kraft stehenden Verordnung über die Besoldung der
Kaderärztinnen und Kaderärzte (sGS 320.41) wurden die Art. 18 und Art. 18 der
Verordnung über die Versicherungskasse für das Staatspersonal (VVK; sGS 143.7)
geändert bzw. neu eingeführt. Diese Bestimmungen sehen in Art. 18 VVK eine
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Grundversicherung, in Art. 18 eine Zusatzversicherung für Kaderärztinnen und -ärzte
vor. Art. 81 VVK sieht sodann vor, dass für die Zusatzversicherung in der
Sparversicherung ein Sonderkonto gebildet wird. Gemäss Art. 81 werden schliesslich
die Gutschriften auf dem Sonderkonto vom Staat und von den Versicherten zu gleichen
Teilen geleistet. Mithin liegt eine "reglementarische" bzw. sogar gesetzliche Regelung
(auf Verordnungsstufe) vor, welche die Beteiligung des Beschwerdeführers an den
laufenden Beiträgen für die berufliche Vorsorge seiner Arbeitnehmenden zwingend
vorschreibt. Es handelt sich damit nicht um eine blosse Kann-Vorschrift, welche die
Beteiligung des Beschwerdeführers an der beruflichen Vorsorge seiner
Arbeitnehmenden in dessen Belieben stellen würde (vgl. Rz 2165 WML). Vielmehr ist
der Beschwerdeführer auf Grund der normativen Regelung in Art. 18 VVK in
Verbindung mit Art. 81 VVK verpflichtet, seinen Anteil an den Kosten der
Zusatzversicherung zu übernehmen (vgl. BGE 133 V 556 E. 7.4). Entgegen der Ansicht
der Beschwerdegegnerin kann somit nicht davon ausgegangen werden, dass die
versicherte Ärzteschaft zusätzlich zum Arbeitnehmeranteil auch den Arbeitgeberanteil
(im juristischen Sinn) selber trägt. In diesem Zusammenhang trifft auch die Ansicht der
Beschwerdegegnerin nicht zu, dass in der beruflichen Vorsorge weiterhin der gleiche
Betrag versichert sei wie vor 2007. Vielmehr wird im Merkblatt zur Zusatzversicherung
lediglich festgehalten, dass die in der Rentenversicherung (Grundversicherung) zu
versichernde Bruttobesoldung wie bis anhin höchstens Fr. 226'196.10 betrage (bei
einer 100 %-Anstellung Stand 2007). Die darüber hinaus gehende Bruttobesoldung sei
dagegen in der Zusatzversicherung zu versichern (act. G 3.7).
Schliesslich handelt es sich bei der Versicherungskasse für das Staatspersonal um eine
nach Art. 56 lit. b DBG steuerbefreite kantonale Anstalt, deren Einlagen ausschliesslich
und unwiderruflich der beruflichen Vorsorge dienen (vgl. Art. 1 Abs. 1 und 2 VVK). Die
Voraussetzungen der Befreiung von der Beitragspflicht der gesetzlichen
Arbeitgeberbeiträge des Beschwerdeführers an die berufliche Vorsorge seiner
Kaderärzte und -ärzt-innen im Sinn von Art. 8 lit. a AHVV sind damit grundsätzlich
erfüllt.
2.3 Weiter macht die Beschwerdegegnerin geltend, es liege keine (gültige)
Lohnreduktion vor. Vielmehr würde die (Kader-)Ärzteschaft des Spitals Linth de facto
auch den Arbeitgeberbeitrag an ihre berufliche Vorsorge selber tragen. Dies stelle eine
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Umgehung der Beitragspflicht dar. Dem kann nicht gefolgt werden. Beim
Arbeitsverhältnis der Kaderärztinnen und -ärzte handelt es sich um ein öffentlich-
rechtliches Angestelltenverhältnis (Art. 84 Abs. 2 des Staatsverwaltungsgesetzes [sGS
140.1]) in Verbindung mit den Bestimmungen der Verordnung über die Besoldung der
Kaderärztinnen und -ärzte [sGS 320.41]). In den Art. 16 ff. der genannten Verordnung
ist sodann die Vorgehensweise für die Festlegung und Änderung der Besoldung,
namentlich das Anhörungsrecht der Betroffenen, festgelegt. Die Wirkung der Änderung
erfolgt, sobald sie dem Arzt oder der Ärztin schriftlich eröffnet worden und ein Monat
Bedenkfrist sowie die daran anschliessende Kündigungsfrist verstrichen ist (Art. 18).
Dies impliziert, dass eine Änderung auch ohne ausdrückliches Einverständnis, sondern
nur mit dem stillschweigenden Einverständnis des Verbleibens an der innegehabten
Stelle, möglich ist. Selbst bei analoger Anwendung der obligationenrechtlichen
Bestimmungen wäre die Lohnreduktion als Vertragsänderung im gegenseitigen
Einvernehmen wohl zulässig gewesen (vgl. Ullin Streiff/Adrian von Kaenel,
Arbeitsvertrag, 6. Aufl., Art. 320 N4; Ch. Brunner/J.-M. Bühler/J.-B. Waeber/Ch.
Bruchez, Kommentar zum Arbeitsvertragsrecht, 3. Aufl., Art. 320 N11). Nach der
Rechtsprechung wäre sodann auch die Reduktion der in der Besoldungsverordnung
vorgesehenen Besoldung zulässig (was vorliegend jedoch nicht beabsichtigt war; vgl.
Botschaft zum Voranschlag 2007 S. 145 [act. G 3.3]). Danach stellt die
Besoldungsordnung (von Beamten, und wohl auch von öffentlich-rechtlich
Angestellten) kein wohlerworbenes Recht dar. Vielmehr werden die finanziellen
Ansprüche von Beamten (und vorliegend auch der öffentlich-rechtlichen Angestellten)
durch Gesetz oder gesetzesvertretende Verordnungen geregelt. Diese können
grundsätzlich - unter dem Vorbehalt des Willkürverbots - jederzeit geändert werden,
insbesondere, um etwa die Besoldungsausgaben mit den finanziellen Möglichkeiten
der öffentlichen Hand in Übereinstimmung zu bringen (Peter Hänni, Das öffentliche
Dienstrecht der Schweiz, 2. Aufl., S. 193, mit Verweis auf BGE 101 Ia 443). Vorliegend
erfolgte die Reduktion der Besoldung unbestrittenermassen auf Initiative der
Kaderärzte und -ärztinnen, weil diese einen verbesserten Versicherungsschutz
wünschten, sodass ohnehin von der Zulässigkeit der Neuregelung auszugehen ist. Die
dienst- und arbeitsvertragsrechtliche Zulässigkeit der Lohnreduktion braucht indessen
nicht abschliessend geklärt zu werden, knüpft doch das AHV-Abgaberecht an die
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tatsächlich ausbezahlten Löhne und nicht an die (allfälligen) vertraglichen oder
gesetzlichen Lohnansprüche an.
2.4 Zusammenfassend ergibt sich damit, dass die Festlegung der Lohnhöhe
grundsätzlich Sache der Vertragsparteien, gegebenenfalls der Tarifpartner oder - im
öffentlichen Dienst - des Staates in seiner Rolle als Arbeitgeber ist. Es spielt damit
keine Rolle, dass der Lohn der betroffenen Kaderärzte und -ärztinnen bis 31. Dezember
2006 höher war. Entscheidend ist einzig, ob ein bestimmter Teil der
Arbeitsentschädigung massgebenden Lohn darstellt oder ob die Bedingungen zur
Befreiung vom massgebenden Lohn erfüllt sind. Letzteres ist bei der im Streit liegenden
Beteiligung des Beschwerdeführers an den Vorsorgekosten seiner Arbeitnehmenden
wie gesagt der Fall (vgl. vorstehende Erwägung 2.2). Mit der Regelung von Art. 8 lit. a
AHVV sollte ja gerade die Beteiligung der Arbeitgebenden an der beruflichen Vorsorge
ihrer Arbeitnehmenden gefördert werden. Der Verordnungsgeber musste sich deshalb
bewusst sein, dass mit der Abzugsfähigkeit der Vorsorgebeiträge die
Arbeitsentschädigung tendenziell weniger in Form von Lohn, dafür eher in Form von
verbesserten Versicherungslösungen geleistet wird. Diesbezüglich ist denn auch kein
Umgehungstatbestand erkennbar.
3.
3.1 Nach dem Gesagten ist die Beschwerde gutzuheissen und der angefochtene
Einspracheentscheid aufzuheben. Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a
ATSG).
3.2 Der Beschwerdeführer hat bei diesem Verfahrensausgang Anspruch auf eine
Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG). Diese wird vom Versicherungsgericht ohne
Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der
Schwierigkeit des Prozesses bemessen. Vorliegend erscheint eine Entschädigung von
pauschal Fr. 3'000.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) als
angemessen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53