Decision ID: abf4ea56-7f8a-42bb-a7ee-fa75567f6b27
Year: 2006
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1 G._, geboren 1959, ist verheiratet und Mutter von drei Kindern (geboren 1978, 1981, 1998; vgl. Urk. 8/50 Ziff. 1.3, 1.5 und 3.1). Zuletzt war sie vom 23. Juli 2001 bis zum 8. Januar 2002 als Aushilfsverkäuferin teilzeitig erwerbstätig (Urk. 8/48).
Die Versicherte meldete sich am 1. Juni 2002 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug (Berufsberatung, Umschulung, Arbeitsvermittlung, Rente, besondere medizinische Eingliederungsmassnahmen) an (Urk. 8/50 Ziff. 7.8). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, holte verschiedene Arztberichte (Urk. 8/22-27), einen Arbeitgeberbericht (Urk. 8/48) sowie einen Auszug aus dem individuellen Konto (Urk. 8/49) ein und veranlasste eine Haushaltabklärung (Urk. 8/47).
1.2 Die Versicherte meldete sich am 13. Dezember 2003 bei der IV-Stelle für eine Hilflosenentschädigung an (Urk. 8/38). Mit Verfügung vom 21. Januar 2005 wurde das Gesuch abgelehnt (Urk. 8/3).
1.3 Mit Verfügung vom 19. November 2003 wurde der Versicherten mit Wirkung ab 1. Dezember 2002 eine Viertelsrente samt entsprechenden Kinderrenten und Zusatzrente für den Ehegatten zugesprochen (Urk. 8/15). Dagegen erhob die Versicherte am 19. Dezember 2003 Einsprache (Urk. 8/14), welche sie am 5. Februar 2004 ergänzte (Urk. 8/11). Mit Verfügung vom 18. Februar 2004 wurde der Versicherten rückwirkend vom 1. Dezember 2002 bis zum 31. Dezember 2003 eine Härtefallrente zugesprochen (Urk. 8/9). Mit Schreiben vom 12. März 2004 hielt die Versicherte an ihrer Einsprache fest (Urk. 8/8). In der Folge wurde eine erneute Haushaltabklärung durchgeführt (Urk. 8/28). Die Einsprache mit dem Rechtsbegehren um Ausrichtung einer ganzen Rente wurde am 21. Januar 2005 abgewiesen (Urk. 8/6 = Urk. 2).
Aufgrund einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes seit Sommer 2004 wurde eine Revision der Rente in Aussicht gestellt (Urk. 8/6 S. 4 = Urk. 2 S. 4; vgl. Urk. 8/4-5). Mit Verfügung vom 7. April 2005 wurde der Versicherten mit Wirkung ab 1. September 2004 eine halbe Rente mit entsprechender Zusatzrente für den Ehegatten und Kinderrenten bei einem Invaliditätsgrad von 57 % zugesprochen (Urk. 11).
2. Gegen den Einspracheentscheid vom 21. Januar 2005 (Urk. 2) erhob die Versicherte am 11. Februar 2005 Beschwerde mit dem Begehren um Ausrichtung einer ganzen Rente (Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 31. März 2005 beantragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde (Urk. 7). Am 13. April 2005 wurde der Schriftenwechsel geschlossen (Urk. 9).

Das Gericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Die massgeblichen rechtlichen Bestimmungen und die Rechtsprechung zum Invaliditätsbegriff (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG, in Verbindung mit Art. 8 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG), zum Rentenanspruch (Art. 28 IVG) und dessen Entstehung (Art. 29 IVG, Art. 29 - 29
ter
der Verordnung über die Invalidenversicherung, IVV), zum Einkommensvergleich (Art. 16 ATSG), zum Abklärungsbericht im Haushalt sowie zur ärztlichen Aufgabe sind im angefochtenen Entscheid zutreffend wiedergegeben (Urk. 2 S. 1 ff.). Darauf kann, mit nachfolgenden Ergänzungen, verwiesen werden.
1.2 Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind, wird für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit (seit 1. Januar 2004) nach Art. 28 Absatz 2
bis
IVG festgelegt. In diesem Falle sind der Anteil der Erwerbstätigkeit und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (Art. 27
bis
Abs. 1 IVV, seit 1. Januar 2004: Art. 28 Abs. 2
ter
IVG; gemischte Methode der Invaliditätsbemessung). Nach der Gerichts- und Verwaltungspraxis zu Art. 27
bis
IVV (seit 1. Januar 2004: Art. 28 Abs. 2
ter
IVG) wird zunächst der Anteil der Erwerbstätigkeit und derjenige der Tätigkeit im Aufgabenbereich (so unter anderem im Haushalt) bestimmt, wobei sich die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung erwerbstätig wäre, mit Rücksicht auf die gesamten Umstände, so die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse, beurteilt (BGE 125 V 150 Erw. 2c mit Hinweisen; SVR 2001 IV Nr. 25 S. 75 ff.). Die Invalidität bestimmt sich in der Folge dadurch, dass im Erwerbsbereich ein Einkommens- und im Aufgabenbereich ein Betätigungsvergleich vorgenommen wird, wobei sich die Gesamtinvalidität aus der Addierung der in beiden Bereichen ermittelten und gewichteten Teilinvaliditäten ergibt. Von dieser Gerichts- und Verwaltungspraxis abzuweichen besteht auch mit In-Kraft-Treten des ATSG keine Veranlassung (BGE 130 V 393 ff. Erw. 3.3).
1.3 In Bezug auf die Invalidität im Haushaltsbereich, die sich nach dem Betätigungsvergleich ermittelt, kommt den ärztlichen Schätzungen der Arbeitsfähigkeit gegenüber den Abklärungen der Invalidenversicherung im Haushalt kein genereller Vorrang zu. Die von der Invalidenversicherung nach den Verwaltungsweisungen des Bundesamtes für Sozialversicherung (KSIH Rz 3090 ff.) eingeholten Abklärungsberichte im Haushalt stellen eine geeignete und im Regelfall genügende Grundlage für die Invaliditätsbemessung im Haushalt dar (AHI 1997 S. 291 Erw. 4a, ZAK 1986 S. 232 ff.). Nach der Rechtsprechung bedarf es des Beizuges eines Arztes, der sich zu den einzelnen Positionen der Haushaltführung unter dem Gesichtswinkel der Zumutbarkeit zu äussern hat, nur in Ausnahmefällen, insbesondere bei unglaubwürdigen Angaben der Versicherten, die im Widerspruch zu den ärztlichen Befunden stehen.
Der Abklärungsbericht im Haushalt stellt allerdings dann nicht alleinige beweistaugliche Grundlage dar, wenn es um die Bemessung einer psychisch bedingten Invalidität geht (AHI 2001 S. 162 Erw. 3d; vgl. BGE 130 V 61; Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 6. April 2004 in Sachen P., I 733/03 Erw. 5.1.3; BGE 130 V 101 f. Erw. 3.3.3).
1.4 Wie das Eidgenössische Versicherungsgericht in BGE 127 V 299 Erw. 5 unter Hinweis auf die Rechtsprechung präzisierend festgehalten hat, versichert Art. 4 Abs. 1 IVG (seit 1. Januar 2003 in Verbindung mit Art. 8 ATSG) zu Erwerbsunfähigkeit führende Gesundheitsschäden, worunter soziokulturelle Umstände nicht zu begreifen sind. Es braucht in jedem Fall zur Annahme einer Invalidität ein medizinisches Substrat, das (fach)ärztlich schlüssig festgestellt wird und nachgewiesenermassen die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Je stärker psychosoziale oder soziokulturelle Faktoren im Einzelfall in den Vordergrund treten und das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss eine fachärztlich festgestellte psychische Störung mit Krankheitswert vorhanden sein. Das bedeutet, dass das klinische Beschwerdebild nicht einzig in Beeinträchtigungen, welche von den belastenden soziokulturellen Faktoren herrühren, bestehen darf, sondern davon psychiatrisch zu unterscheidende Befunde zu umfassen hat, zum Beispiel eine von depressiven Verstimmungszuständen klar unterscheidbare andauernde Depression im fachmedizinischen Sinne oder einen damit vergleichbaren psychischen Leidenszustand. Solche von soziokulturellen Belastungssituationen zu unterscheidende und in diesem Sinne verselbständigte psychische Störungen mit Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit sind unabdingbar, damit überhaupt von Invalidität gesprochen werden kann. Wo die begutachtende Person dagegen im Wesentlichen nur Befunde erhebt, welche in den psychosozialen und soziokulturellen Umständen ihre hinreichende Erklärung finden, gleichsam in ihnen aufgehen, ist kein invalidisierender psychischer Gesundheitsschaden gegeben (vgl. BGE 127 V 299 Erw. 5a).
1.5 Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens, so auch einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung, setzt zunächst eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich anerkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 130 V 398 ff. Erw. 5.3 und Erw. 6). Wie jede andere psychische Beeinträchtigung begründet indes auch eine diagnostizierte anhaltende somatoforme Schmerzstörung als solche noch keine Invalidität. Vielmehr besteht eine Vermutung, dass die somatoforme Schmerzstörung oder ihre Folgen mit einer zumutbaren Willensanstrengung überwindbar sind. Bestimmte Umstände, welche die Schmerzbewältigung intensiv und konstant behindern, können den Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess unzumutbar machen, weil die versicherte Person alsdann nicht über die für den Umgang mit den Schmerzen notwendigen Ressourcen verfügt. Ob ein solcher Ausnahmefall vorliegt, entscheidet sich im Einzelfall anhand verschiedener Kriterien. Im Vordergrund steht die Feststellung einer psychischen Komorbidität von erheblicher Schwere, Ausprägung und Dauer. Massgebend sein können auch weitere Faktoren, so: chronische körperliche Begleiterkrankungen; ein mehrjähriger, chronifizierter Krankheitsverlauf mit unveränderter oder progredienter Symptomatik ohne längerdauernde Rückbildung; ein sozialer Rückzug in allen Belangen des Lebens; ein verfestigter, therapeutisch nicht mehr beeinflussbarer innerseelischer Verlauf einer an sich missglückten, psychisch aber entlastenden Konfliktbewältigung (primärer Krankheitsgewinn; "Flucht in die Krankheit"); das Scheitern einer konsequent durchgeführten ambulanten oder stationären Behandlung (auch mit unterschiedlichem therapeutischem Ansatz) trotz kooperativer Haltung der versicherten Person (BGE 130 V 352). Je mehr dieser Kriterien zutreffen und je ausgeprägter sich die entsprechenden Befunde darstellen, desto eher sind - ausnahmsweise - die Voraussetzungen für eine zumutbare Willensanstrengung zu verneinen (Meyer-Blaser, Der Rechtsbegriff der Arbeitsunfähigkeit und seine Bedeutung in der Sozialversicherung, in : Schmerz und Arbeitsunfähigkeit, St. Gallen 2003, S. 77).
1.6 Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 352 Erw. 3a, 122 V 160 Erw. 1c).
1.7 In Bezug auf Berichte von Hausärzten darf und soll das Gericht der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 353 Erw. 3b/cc).
2.
2.1 Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich nur Rechtsverhältnisse zu überprüfen bzw. zu beurteilen, zu denen die zuständige Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich - in Form einer Verfügung bzw. eines Einspracheentscheids - Stellung genommen hat. Insoweit bestimmt die Verfügung bzw. der Einspracheentscheid den beschwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und insoweit keine Verfügung bzw. kein Einspracheentscheid ergangen ist (BGE 125 V 414 Erw. 1a, 119 Ib 36 Erw. 1b, je mit Hinweisen).
2.2 Nach ständiger Rechtsprechung beurteilt das Sozialversicherungsgericht die Gesetzmässigkeit des angefochtenen Entscheids in der Regel nach dem Sachverhalt, der zur Zeit des Entscheiderlasses gegeben war (BGE 121 V 366 Erw. 1b mit Hinweisen). Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung sein (BGE 130 V 140 Erw. 2.1 mit Hinweis).
2.3 Anfechtungsgegenstand ist vorliegend der Einspracheentscheid vom 21. Januar 2005 (Urk. 2), mit welchem die Einsprache vom 19. Dezember 2003 (Urk. 8/14) und deren Ergänzungen vom 5. Februar 2004 (Urk. 8/11) beziehungsweise vom 12. März 2004 (Urk. 8/8) gegen die Verfügung vom 19. November 2003 (Urk. 8/15) beziehungsweise vom 18. Februar 2004 (Urk. 8/9) abgewiesen wurde.
Nicht Gegenstand dieses Verfahrens bildet die Verfügung vom 7. April 2005 (Urk. 11), mit welcher der Beschwerdeführerin revisionsweise mit Wirkung ab 1. September 2004 bei einem Invaliditätsgrad von 57 % eine halbe Rente zugesprochen wurde. Die Beschwerdeführerin erachtet diese als mitangefochten (vgl. Urk. 10), hätte dagegen aber Einsprache erheben müssen. Ihre Eingabe vom 20. April 2005 ist daher als fristwahrend für die Einsprache zu erachten. Die Akten sind damit zur Beurteilung der Einsprache an die Beschwerdegegnerin zu überweisen.
3.
3.1 Die Beschwerdegegnerin nahm an, die Beschwerdeführerin sei als Teilzeiterwerbstätige zu 35 % erwerblich tätig und zu 65 % im Haushalt tätig. Im Erwerbsbereich sei sie zu 100 % eingeschränkt und im Haushaltbereich zu 19 %. Daraus ergebe sich ein Invaliditätsgrad von 47 % (Anteil Erwerbsbereich 35 % und Anteil Haushaltbereich 12,35 %), welcher Anspruch auf eine Viertelsrente (Urk. 8/15) beziehungsweise auf eine befristete Härtefallrente (Urk. 8/9) begründe. Gemäss der erneut durchgeführten Haushaltabklärung vom 20. Oktober 2004 habe sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin seit Juni/Juli 2004 verschlechtert, was Auswirkungen auf die Einschränkung im Haushalt habe. Es bestehe nunmehr eine solche von 34,05 % (vgl. Urk. 8/28). Dies führe zu einem Invaliditätsgrad von insgesamt neu 57 % (Anteil Erwerbsbereich 35 % und Anteil Haushaltbereich 22,13 %), weshalb die bisherige Viertelsrente ab 1. September 2004 auf eine halbe Rente zu erhöhen sei (Urk. 8/5; Urk. 11).
3.2 Die Beschwerdeführerin hielt dem entgegen, dass sie im Gesundheitsfall mindestens zu 80 % arbeitstätig wäre. Sie habe bereits während der Kleinkinderzeit ihrer beiden ältesten Kinder zu 80 % gearbeitet. Sie sei bei der Beantwortung der Statusfrage einem Missverständnis unterlegen, da sie irriger Weise ihr zuletzt ausgeübtes Pensum angegeben habe, statt jenes, welches sie im Gesundheitsfall ausüben würde (Urk. 8/11). Auch bei der neuen Abklärung sei es zu sprachlichen Missverständnissen gekommen. Ausserdem würde sie ebenfalls aus finanziellen Gründen einer Erwerbstätigkeit nachgehen (Urk. 1 S. 3 f.).
3.3 Strittig und zu prüfen ist demnach die Einschränkung der Beschwerdeführerin im Haushalt- wie auch im Erwerbsbereich sowie die Statusfrage.
4.
4.1 Vorab stellt sich die Frage, in welchem Umfang die Beschwerdeführerin ohne Gesundheitsbeeinträchtigung einer ausserhäuslichen Tätigkeit nachginge.
Die Beschwerdeführerin hat zwei erwachsene Kinder (geboren 1978 und 1981) und eine Tochter, welche 1998 geboren wurde (vgl. Urk. 8/50 Ziff. 3.1). Ihr Ehemann führt ein Taxiunternehmen (vgl. Urk. 8/47 S. 2 Ziff. 4). Sie machte in ihrer Beschwerde geltend, dass sie im Gesundheitsfall zu 80 % erwerbstätig wäre.
4.2 Anlässlich der Haushaltabklärung vom 14. Januar 2003 erklärte die Beschwerdeführerin, dass sie ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen weiterhin an drei halben Tagen wöchentlich arbeiten würde; bei einer betriebsüblichen Wochenarbeitszeit von 41 Stunden entspricht dies rund einem Pensum von 35 % (Urk. 8/47 Ziff. 2.2, 2.5, 7 und 8). Anlässlich der Abklärung vom 20. Oktober 2004 äusserte sich die Beschwerdeführerin dahingehend, dass sie bei guter Gesundheit mit dem Kindergarteneintritt der jüngsten Tochter im August 2003 ihre Erwerbstätigkeit aufgrund der finanziellen Verhältnisse und wegen der Sozialkontakte auf 60 % erhöht hätte (Urk. 8/28 Ziff. 2.5). Die Beschwerdeführerin machte demgegenüber in der Einsprache vom 19. Dezember 2003 (Urk. 8/14 S. 2) wie auch in der Beschwerdeschrift vom 11. Februar 2005 (Urk. 1 S. 2 f) geltend, sie würde im Gesundheitsfall einem Erwerbspensum von 80 % nachgehen. Diese Aussagen erweisen sich als widersprüchlich.
Praxisgemäss stellen die Gerichte im Bereich des Sozialversicherungsrechts in der Regel auf die „Aussagen der ersten Stunde“ ab, denen in beweismässiger Hinsicht grösseres Gewicht zukommt als späteren Darstellungen, die bewusst oder unbewusst von nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein können (BGE 121 V 47 Erw. 1a, 115 V 143 Erw. 8c mit Hinweis).
Somit ist grundsätzlich davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall einer ausserhäuslichen Erwerbstätigkeit im Rahmen von 35 % nachginge. Unbehelflich erweist sich in diesem Zusammenhang der Hinweis der Beschwerdeführerin, sie habe die Statusfrage falsch verstanden und es wäre notwendig gewesen, einen Dolmetscher zur Abklärung beizuziehen (Urk. 1 S. 3). Denn weder aus den Haushaltabklärungsberichten noch aus den Arztberichten geht irgendein Hinweis hervor, wonach sprachliche Probleme die Kommunikation mit der Beschwerdeführerin erschwert hätten. Vielmehr hielt Dr. med. A._ in ihrem Gutachten vom 25. April 2003 ausdrücklich fest, dass die Beschwerdeführerin gut deutsch spreche und verstehe (Urk. 8/24 S. 2 Ziff. 3). Einen stichhaltigen Anhaltspunkt dafür, dass diese die Statusfrage zu den jeweiligen Zeitpunkten - sei es im Rahmen der ersten oder der zweiten Abklärung - falsch verstanden haben könnte, ist nicht aktenkundig.
Weiter ist aus dem individuellen Kontoauszug ersichtlich, dass die Beschwerdeführerin von Februar 1992 bis Juli 1995 und von Juli 1997 und bis Juli 2001 keiner Tätigkeit nachging (Urk. 8/49). Bei ihrer letzten Anstellung als Aushilfsverkäuferin arbeitete sie 15 Stunden pro Woche, das heisst etwa zu 35 %; dieses Arbeitsverhältnis wurde per 8. Januar 2002 einvernehmlich aufgelöst (Urk. 8/48 Ziff. 1-3). Wie bereits erwähnt, nannte sie - im Sinne einer Aussage der ersten Stunde - anlässlich der ersten Haushaltabklärung ein Pensum in diesem Rahmen (Urk. 8/47 Ziff. 2.2, 2.5).
Sodann ist zu berücksichtigen, dass die Beschwerdeführerin ihr Arbeitspensum nicht merklich erhöht hat, nachdem die älteren Kinder schulpflichtig wurden (vgl. Urk. 8/49).
Gemäss dem Auszug aus dem individuellen Konto verdiente die Beschwerdeführerin lediglich in den Jahren 1985 und 1991 um Fr. 20'000.-- (Urk. 8/49). Das durchschnittliche Einkommen, welches die Beschwerdeführerin von 1984 bis und mit 1996 erzielte (vgl. Urk. 8/49), betrug rund Fr. 11'082.-- (Fr. 121'906.-- : 11). Eine Plausibilitätsüberprüfung ergäbe bei einem hypothetischen Stundenlohn von Fr. 15.-- (vgl. Urk. 3/5-6) und einer wöchentlichen Arbeitszeit von 42 Stunden einen Jahresverdienst von rund Fr. 32'760.-- (Fr. 15.00 x 42 x 52). Würde nun das durchschnittliche Jahreseinkommen der Beschwerdeführerin von 1984 bis und mit 1996 damit verglichen, ergäbe dies ein zeitliches Pensum im Umfang von rund 34 % (Fr. 11'082.-- : 32'760.-- x 100). Die Annahme, die Beschwerdeführerin würde bei voller Gesundheit einer Erwerbstätigkeit von 80 % nachgehen, findet auch diesbezüglich keine Stütze.
Ebenso wenig zu überzeugen vermag die Begründung der Beschwerdeführerin, sie hätte aus finanziellen Gründen ihr Arbeitspensum im Gesundheitsfalle erhöht (Urk. 1 S. 4). Denn gemäss eigenen Angaben, reiche das Einkommen ihres selbständig erwerbenden Ehemannes, um den Bedarf der Familie zu decken (vgl. Urk. 8/47 Ziff. 2.3 und Urk. 8/28 Ziff. 2.3). Weil er aufgrund ihrer gesundheitlichen Probleme einen Arbeitsausfall erleide (vgl. Urk. 8/28 Ziff. 2.3 und Urk. 8/47 Ziff. 2.3), lässt nicht darauf schliessen, dass die Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall aus finanziellen Gründen einer Tätigkeit mit einem über 35 % liegenden Pensum nachginge.
In Bezug auf die Statusfrage erweist sich der Sachverhalt als genügend abgeklärt. Eine Würdigung all dieser Erwägungen ergibt, dass nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit angenommen werden kann, die Beschwerdeführerin wäre im Gesundheitsfall zu 60 % beziehungsweise zu 80 % erwerbstätig. Es ist vielmehr davon auszugehen, dass sich die Einschätzung der Beschwerdegegnerin, gemäss welcher die Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall zu 65 % im Haushalt tätig und zu 35 % erwerbstätig wäre, als rechtens erweist.
5.
5.1 Dr. med. B._, Fachärztin Physikalische Medizin und Rehabilitation FMH, führte in ihrem Bericht vom 3. Dezember 2001 aus, die Beschwerdeführerin leide an bewegungs- und belastungsabhängigen Schmerzen praktisch im ganzen Rücken mit Betonung der Nacken-Schultergürtelregion (Urk. 8/25/2 S. 2). Radiologisch beständen trotz des jungen Alters deutliche degenerative Veränderungen der HWS mit Osteochondrosen und beidseitigen Foramenstenosen C3/C6, welche die Schmerzen erklärten. Beruflich sei die Beschwerdeführerin nicht überdurchschnittlich belastet, allerdings dürfte die Belastung als Mutter von drei Kindern eher überdurchschnittlich sein. Der Neurostatus weise keine sensomotorischen Defizite auf (Urk. 8/25/2 S. 2). Als Diagnosen nannte Dr. B._ ein chronisches cervicospondylogenes Syndrom bei degenerativen Veränderungen der HWS, Osteochondrosen C3/4 und C5/6 mit beidseitigen Foramenstenosen, ein chronisches Thorakolumbovertebralsyndrom bei Fehlhaltung und Fehlbelastung der Wirbelsäule sowie eine ventrale Spondylose der Brustwirbelsäule (Urk. 8/25/2 S. 1).
5.2 Prof. Dr. med. C._, Chefarzt, und Dr. med. D._, Assistenzarzt, Rheuma- und Rehabilitationsklinik U._, führten in ihrem Austrittsbericht vom 18. April 2002 aus, die Beschwerdeführerin sei vom 12. bis zum 28. März 2002 in der Klinik hospitalisiert gewesen (Urk. 8/25/3). Die Beschwerdeführerin leide an Rückenproblemen, welche sich seit zehn Jahren intensivierten. Aktuell leide sie an Schmerzen im Schulter-Nackenbereich mit Ausstrahlung in den rechten Arm, wobei die Schmerzen vor allem nach längerer Arbeit aufträten. Dabei werde der rechte Arm teilweise gefühllos, der linke Arm sei unauffällig. Gleichzeitig träten Kopfschmerzen ohne Schwindelgefühle auf. Scheinbar unabhängig davon bestehe ein lokalisiertes Schmerzgefühl im Bereich des thorakolumbalen Überganges sowie das Gefühl ausgeprägter Kraftlosigkeit, welches vor allem unter Belastung tagsüber auftrete. Eine Ausstrahlung bestehe nicht. Isoliert davon sehe die Beschwerdeführerin Weichteilschmerzen, welche sie vor allem in der kalten Jahreszeit belasteten. Insgesamt beständen zusätzlich vegetative Störungen wie vermehrtes Schwitzen, Druckgefühl in den Augen sowie seit Januar 2002 eine Amenorrhoe (Urk. 8/25/3 S. 4).
Trotz intensiver Einzel- und Gruppentherapien habe sich im Verlauf keine wesentliche Verbesserung des Zustandes der Beschwerdeführerin eingestellt. Während den Therapien sei es immer wieder zu ausgeprägten Schmerzschüben gekommen. Aktivierende Belastungssituationen verursachten derartige Schmerzschübe, dass die Beschwerdeführerin die Therapieversuche wiederholt habe abbrechen müssen. Die Schmerzen hätten sich jeweils beruhigt als sie sich ins Bett gelegt habe. Intermittierend sei es zu starken Kopfschmerzepisoden, zu Ereignissen mit Hyperventilation, mit Herzrasen und starken Angstgefühlen gekommen. Eine kardiale Ursache schien bei unauffälligem EKG nicht im Vordergrund zu stehen. Aus ärztlicher Sicht und von Seiten der klinischen Psychologie sei immer wieder das Gespräch gesucht worden. Im Vordergrund stand diesbezüglich die Krankheitsverarbeitung und das Erlernen eines Selbstfindungsprozesses. Klinisch habe sich bezüglich des Bewegungsapparates ein weitgehend unauffälliges Bild bei jedoch mehreren positiven fibromyalgischen Druckpunkten gezeigt. Daneben bestehe eine mässige Fehlhaltung der Wirbelsäule bei weitgehend unauffälliger Beweglichkeit. Neurologisch zeigten sich keine pathologischen Befunde. Laborchemisch bestanden keine Hinweise für eine entzündliche Ursache der Schmerzsymptomatik (Urk. 8/25/3 S. 2).
Als Diagnosen nannten die Ärzte ein chronisches cervicospondylogenes Schmerzsyndrom mit/bei degenerativen HWS-Veränderungen, ein chronisches thorakolumbovertebrales Schmerzsyndrom und eine sekundäre Fibromyalgie mit/bei mehreren positiven typischen Tenderpoints (Urk. 8/25/3 S. 1). Sie attestierten der Beschwerdeführerin vom 12. März bis zum 15. April 2002 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit (Urk. 8/25/3 S. 3).
5.3 Dr. med. E._, Spezialarzt für Chirurgie, führte in seinem Bericht vom 28. Juni 2002 aus, bei der Beschwerdeführerin liege ein eindrückliches Schmerzsyndrom vor, welches aethiologisch nicht differenziert werden könne; hinzu trete eine depressive Überlagerung (Urk. 8/26 lit. D). Die Beschwerdeführerin klage über Gelenk- und Rückenschmerzen (Urk. 8/26 lit. D.4). Dr. E._ nannte als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein cervico- und thorakospondylogenes Syndrom mit ausgesprochenem Schmerzsyndrom, Fibromyalgie und depressive Verstimmung. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit diagnostizierte er eine vegetative Labilität und eine vegetative Kreislaufinsuffizienz (Urk. 8/26 Ziff. A).
Dr. E._ attestierte der Beschwerdeführerin vom 1. Januar 2001 bis zum 30. Juni 2002 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit (Urk. 8/26 lit. B). Gleichzeitig hielt er allerdings die Ausübung der bisherigen Tätigkeit im Umfang von 12 Stunden und diejenige einer behinderungsangepassten Tätigkeit im Umfang von 16 Stunden pro Woche ab 1. Januar 2002 der Beschwerdeführerin für zumutbar (Urk. 8/26, Medizinische Beurteilung der Arbeitsbelastbarkeit, S. 2). Er erachtete eine ergänzende medizinische Abklärung als angezeigt (Urk. 8/26 lit. C.6).
5.4 Dr. med. F._ führte in seinem Bericht vom 26. August 2002 aus, die Beschwerdeführerin leide seit Jahren an rezidivierenden Nacken- und Rückenschmerzen (Urk. 8/25/1 lit. D). Als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte er ein chronisches cervicospondylogenes Syndrom, ein chronisches thorakovertebrales Syndrom, eine sekundäre Fibromyalgie und eine depressive Entwicklung. Ohne Auswirkungen seien vegetative Störungen (Urk. 8/25/1 lit. A). Seit dem 12. Dezember 2001 bestehe eine vollständige Arbeitsunfähigkeit in ihrer bisherigen Tätigkeit als Kosmetikerin (Urk. 8/25/1 lit. B). Im März 2002 habe eine stationäre Abklärung und Behandlung in U._ stattgefunden. Eine psychiatrische Behandlung sei nach vier Sitzungen abgebrochen worden. Er empfehle eine eingehende ergänzende medizinische Abklärung (Urk. 8/25/1 lit. D).
5.5 Dr. med. A._, Spezialärztin FMH für Physikalische Medizin und Rehabilitation, speziell für Rheumaerkrankungen, führte in ihrem zuhanden der Beschwerdegegnerin erstellten Gutachten vom 25. April 2003 aus, bei der Beschwerdeführerin bestehe ein zunehmend invalidisierendes Schmerzsyndrom am Bewegungsapparat, welches Komponenten eines klassischen Fibromyalgie-Syndroms aufweise, jedoch gesamtheitlich eher einer somatoforme Schmerzstörung zugeordnet werden müsse (Urk. 8/24 Ziff. 4). Es bestehe ein Verdacht auf mehrheitlich zugrunde liegende psychiatrische Erkrankung, vor allem auf Angst-Panikerkrankung und/oder depressive Entwicklung, welche ihres Erachtens nicht adäquat behandelt worden sei. Zunehmend stünden die vegetativen Symptome wie Kreislaufstörungen, Abnahme der Sehkraft bei normalem augenärztlichen Befund, Herzkreislaufattacken mit Kollapsneigung bei normalem kardiologischen Befund sowie gastroentestinale Störung bei unauffälligem gastroenterologischen Befund im Vordergrund der Beschwerden. So könne die Beschwerdeführerin nicht mehr Autofahren, sie müsse gelegentlich bei völliger Orientierungslosigkeit und Orientierungsschwierigkeit von der Strasse nach Hause abgeholt werden (Urk. 8/24 Ziff. 5).
Dr. A._ nannte als Diagnose ein invalidisierendes Schmerzsyndrom am Bewegungsapparat im Sinne einer somatoformen Schmerzstörung und Verdacht auf eine zugrunde liegende psychische Erkrankung (Angst-Panikerkrankung? Depression?; Urk. 8/24 Ziff. 4). Die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit gründe in erster Linie auf dem psychiatrischen Grundleiden. Aus rheumatologischer Sicht sei die Beschwerdeführerin für eine körperlich nicht stark belastende Tätigkeit mit der Möglichkeit zum Positionswechsel wie Kassiererin/Verkäuferin zu mindestens 50 % arbeitsfähig; die Unmöglichkeit, diese Tätigkeit überhaupt noch durchzuführen, beruhe gemäss Dr. A._ vorwiegend auf der psychiatrischen Erkrankung (Urk. 8/24 Ziff. 5).
5.6 Dr. med. H._, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, führte in seinem Bericht vom 14. Juli 2003 aus, die Beschwerdeführerin sei seit dem 21. März 2003 in seiner Behandlung (Urk. 8/23 lit. D.1). Sie leide bei kalter Witterung verstärkt unter Schmerzen am ganzen Körper. Am ausgeprägtesten seien die Schmerzen im ganzen Kopf-, im Nacken- und im Schulterbereich. Wenn sie lange Zeit Schmerzen aushalte, sei ihr Körper gespannt und sie leide alsdann unter starkem Herzklopfen und an Atemnot. Sie habe dann Angst, ihr Herz könnte versagen und sie müsse ersticken. In solchen Situationen müsse sie sich sofort irgendwo ausruhen und etwa eine halbe Stunde lang warten, bis es ihr wieder besser gehe. Deswegen habe sie Angst, alleine aus dem Haus zu gehen; auf die Länge werde sie depressiv. Manchmal habe sie auch kein Gefühl und keine Kraft im rechten Arm und im rechten Bein; dies komme von der Arthrose in der Wirbelsäule (Urk. 8/23 lit. D.4). Dr. H._ beschrieb die Beschwerdeführerin als wach, bewusstseinsklar und allseits orientiert. Ihre Stimmung sei leicht gedrückt und die Gedanken seien auf das oben beschriebene Schmerzerleben eingeengt. Die Beschwerdeführerin schildere die diversen Schmerzen detailliert und es werde ersichtlich, wie sehr sie ihr Leben ganz auf die Schmerzsymptomatik ausgerichtet habe (Urk. 8/23 lit. D.5).
Als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte Dr. H._ aus psychiatrischer Sicht eine undifferenzierte Somatisierungsstörung mit Konversionssymptomen und leicht depressiver Symptomatik bei chronischer psychosozialer Belastungssituation (Differentialdiagnose: zusätzlich Dysthymia; ICD-10: F45.1) sowie einen Status nach sexuellem Missbrauch in der Kindheit. Aus somatischer Sicht nannte er ein chronisches zervikospondylogenes Schmerzsyndrom mit/bei degenerativen HWS-Veränderungen, chronischem thorakolumbalem Schmerzsyndrom sowie eine sekundäre Fibromyalgie mit/bei mehreren positiven typischen Tenderpoints (Urk. 8/23 lit. A). Seit er die Beschwerdeführerin kenne, attestiere er ihr für ihre zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Kassiererin/Verkäuferin eine vollständige Arbeitsunfähigkeit. Aufgrund der Anamnese sei anzunehmen, dass sie seit Dezember 2001 in ihrem Beruf nicht mehr arbeitsfähig sei (Urk. 8/23 lit. B.)
6.
6.1 Massgebend für die Beurteilung der strittigen Verhältnisse ist der Zeitpunkt des angefochtenen Einspracheentscheids (vgl. BGE 121 V 366 Erw. 1b mit Hinweisen), vorliegend also der Januar 2005.
6.2 Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht). Gemäss ständiger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung - da diese das Verfahren verlängert und verteuert - abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwierige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der entscheidrelevante Sachverhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. SVR 1995 ALV Nr. 27 S. 69).
6.3 Die vorliegenden medizinischen Beurteilungen sind allesamt fachspezifisch begrenzt. Die darin gestellten Diagnosen im somatischen wie auch psychischen Bereich sind unterschiedlich und verunmöglichen eine umfassende, zuverlässige Schlussfolgerung in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin im Erwerbs- wie auch im Haushaltbereich.
Aus psychiatrischer Sicht stellte Dr. H._ die Diagnose einer undifferenzierten Somatisierungsstörung mit Konversionssymptomen und leicht depressiver Symptomatik bei chronischer psychosozialer Belastungssituation. Die Frage nach der Arbeitsfähigkeit beantwortete er mit einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit in ihrer bisherigen Tätigkeit (vgl. vorstehend Erw. 5.6). Dr. H._ beschreibt vorwiegend Beeinträchtigungen, welche von belastenden soziokulturellen Faktoren herrühren. Inwieweit sie in ihnen eine hinreichende Erklärung finden, ist unklar. Ebenfalls unklar ist, ob sie als psychiatrischer Befund betrachtet werden können, die eine verselbständigte psychische Störung mit Krankheitswert mit einer derartig wesentlichen Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit darstellen, dass von einer Invalidität gesprochen werden kann (vgl. BGE 127 V 299 Erw. 5a). Sodann nahm Dr. H._ zur Arbeitsfähigkeit in einer behinderungsangepassten Tätigkeit nicht klar Stellung.
Dr. A._ diagnostizierte ein invalidisierendes Schmerzsyndrom am Bewegungsapparat im Sinne einer somatoformen Schmerzstörung und Verdacht auf eine zugrunde liegende psychische Erkrankung (vgl. vorstehend Erw. 5.5.) Sie erachtete die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer Diagnosestellung aus rheumatologischer Sicht in ihrer bisherigen Tätigkeit als zu 50 % arbeitsfähig. Dr. A._ vermutete aus psychiatrischer Sicht eine vollständige Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin in ihrer Tätigkeit als Kassiererin/Verkäuferin. Aus rheumatologischer Sicht ist ihr Fachbericht nachvollziehbar begründet. Inwieweit jedoch aus psychiatrischer Sicht die Arbeitsfähigkeit (unüberwindbar) eingeschränkt ist, muss bei der Diagnose einer somatoformen Schmerzstörung fachärztlich festgestellt oder bestätigt werden (vgl. vorstehend Erw. 1.5).
Dr. F._ nannte als Diagnose ein chronisches cervicospondylogenes Syndrom, ein chronisches thorakovertebrales Syndrom, eine sekundäre Fibromyalgie und eine depressive Entwicklung und erachtete die Beschwerdeführerin seit Dezember 2001 zu 100 % als arbeitsunfähig in ihrer bisherigen Tätigkeit, wobei er fälschlicherweise „Kosmetikerin“ notierte (vgl. vorstehend Erw. 5.4). Er ist der Hausarzt der Beschwerdeführerin, was bei der Würdigung seiner Beurteilung mitberücksichtigt werden darf (vgl. vorstehend Erw. 1.7). Sodann wies Dr. F._ darauf hin, dass sich eine Abklärung als schwierig erwies (Urk. 8/25/1 lit. D); dies führt dazu, dass sein Bericht nicht auf allseitigen Untersuchungen beruht und somit nicht für sämtliche streitigen Belange umfassend ist (vgl. vorstehend Erw. 1.6). Sodann fehlt eine Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sowie der Arbeitsfähigkeit in einer behinderungsangepassten Tätigkeit, weshalb nicht auf den Bericht von Dr. F._ abgestellt werden kann.
Dr. B._ diagnostizierte ein chronisches cervicospondylogenes Syndrom bei degenerativen Veränderungen der HWS, Osteochondrosen C3/4 und C5/6 mit beidseitigen Foramenstenosen, ein chronisches Thorakolumbovertebralsyndrom bei Fehlhaltung und Fehlbelastung der Wirbelsäule sowie eine ventrale Spondylose der Brustwirbelsäule. Sie äusserte sich nicht dazu, inwieweit diese Beschwerden Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bedeuten (vgl. vorstehend Erw. 5.1). Da die ärztlichen Auskünfte für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen einer Person noch zugemutet werden können, eine unverzichtbare Grundlage bei der Bemessung des Invaliditätsgrades darstellen, erweist sich der Bericht von Dr. B._ diesbezüglich als nicht verwertbar.
Prof. Dr. C._ und Dr. D._ nannten als Diagnosen ein chronisches cervicospondylogenes Schmerzsyndrom mit/bei degenerativen HWS-Veränderungen, ein chronisches thorakolumbovertebrales Schmerzsyndrom und eine sekundäre Fibromyalgie mit/bei mehreren positiven typischen Tenderpoints. Sie attestierten der Beschwerdeführerin einzig für die Zeit während ihrer Aufenthaltsdauer in der Klinik und während den beiden darauffolgenden Wochen eine Arbeitsunfähigkeit (vgl. vorstehend Erw. 5.2). Inwieweit sich die Beschwerden allenfalls auf die Arbeitsfähigkeit im Alltag auszuwirken vermögen, ist dem Bericht nicht zu entnehmen.
Dr. E._ ist der frühere Hausarzt der Beschwerdeführerin. Er nannte als Diagnose ein cervico- und thorakospondylogenes Syndrom mit ausgesprochenem Schmerzsyndrom, Fibromyalgie und depressive Verstimmung. Er attestierte der Beschwerdeführerin eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bis Ende Juni 2002, dem Behandlungsende (vgl. Urk. 8/26 lit. D.1). Gleichzeitig und ohne nähere Begründung erachtete er die Beschwerdeführerin ab 1. Januar 2002 teilweise als arbeitsfähig, dies in ihrer bisherigen wie auch in einer behinderungsangepassten Tätigkeit (vgl. vorstehend Erw. 5.3). Auf den widersprüchlichen Bericht kann nicht abgestellt werden.
Die festgestellten Diagnosen zeigen, dass die Beschwerdeführerin an somatischen Beschwerden leidet, welche von psychischen Faktoren stark beeinflusst werden. Es stellt sich die Frage, ob eine Überlagerung stattgefunden hat und ob die psychischen Beschwerden als Gesundheitsschaden mit Krankheitswert zu qualifizieren sind.
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens setzt zunächst eine fachärztlich gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich anerkannten Klassifikationssystem voraus (vgl. vorstehend Erw. 1.4). Aus den Berichten ergibt sich, dass die Beschwerdeführerin an psychischen Beeinträchtigungen leidet. Eine medizinische Klassifikation dieser Gesundheitsbeschwerden erfolgte jedoch nicht. Die Frage, ob ein fachärztlich ausgewiesenes psychisches Leiden mit Krankheitswert vorliegt, lässt sich somit nicht eindeutig beantworten.
Unklar ist auch, inwieweit Beeinträchtigungen der Erwerbsfähigkeit bestehen, welche die Beschwerdeführerin bei Aufbietung allen guten Willens zu überwinden vermöchte (vgl. vorstehend Erw. 1.4).
Sodann ist darauf hinzuweisen, dass die vorliegenden Arztberichte aus den Jahren 2001 bis 2003 stammen. Es ist daher nicht auszuschliessen, dass sich der (psychische) Gesundheitszustand zwischenzeitlich verändert haben könnte.
6.4 In Anbetracht dieser Aktenlage ist eine abschliessende und rechtskonforme Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in der bisherigen und in einer behinderungsangepassten Tätigkeit wie auch im Haushaltbereich und somit des Invaliditätsgrades nicht möglich. Es ist deswegen angezeigt, die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie gestützt auf ein polydisziplinäres Gesamtgutachten eine aktuelle und aussagekräftige medizinische Beurteilung - insbesondere mit einer psychiatrischen Nachuntersuchung - einhole und hernach neu verfüge.
Dabei ist ausserdem zu berücksichtigen, dass gemäss der Rechtsprechung beim Vorliegen psychischer Gesundheitsbeschwerden der alleinige Haushaltabklärungsbericht keine beweistaugliche Grundlage darstellt (vgl. vorstehend Erw. 1.3), weshalb sich gegebenenfalls die Ärzte detailliert zur Arbeitsfähigkeit in den einzelnen Haushaltbereichen zu äussern haben.
In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen und der angefochtene Entscheid aufzuheben.
7. Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (vgl. ZAK 1987 S. 268 f. Erw. 5 mit Hinweisen), weshalb die vertretene Beschwerdeführerin Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat. Diese ist in Würdigung der Bedeutung der Streitsache, nach dem Schwierigkeitsgrad des Prozesses und beim praxisgemässen Stundenansatz von Fr. 135.-- zuzüglich Mehrwertsteuer auf Fr. 1'000.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bemessen.