Decision ID: 179c044b-725a-496e-86a2-098076556598
Year: 2014
Language: de
Court: CH_BSTG
Chamber: CH_BSTG_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: penal_law

Die Beschwerdekammer hält fest, dass:
- die Bundesanwaltschaft (nachfolgend "BA") mit Verfügung vom
16. Oktober 2014 ein Strafverfahren u.a. gegen den kanadischen Staats-
angehörigen A. wegen des Verdachts auf Geldwäscherei (Art. 305 bis
StGB)
eröffnet hat (act. 3.1); im Rahmen dieses Verfahrens die BA mit Verfügung
vom 16. Oktober 2014 u.a. die Bank B. AG anwies, mit A. im Zusammen-
hang stehende Konten zu sperren (act. 1.2);
- dagegen A., vertreten durch Rechtsanwalt Duri Bonin, mit Beschwerde vom
28. Oktober 2014 an dieses Gericht gelangt und die Aufhebung der gegen
ihn verfügten Kontosperren beantragt (act. 1);
- die BA mit Verfügung vom 6. November 2014 die Bank B. AG anwies, die
Kontosperren betreffend A. aufzuheben (act. 3.3); sie entsprechend mit
Beschwerdeantwort vom 10. November 2014 die Abschreibung des vorlie-
genden Verfahrens zufolge Gegenstandslosigkeit beantragt (act. 3); der
Beschwerdeführer am 21. November 2014 replizierte (act. 5), was der BA
am 24. November 2014 zur Kenntnis gebracht wurde (act. 6).

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass:
- gegen Verfügungen und Verfahrenshandlungen der Bundesanwaltschaft
bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts Beschwerde nach
den Vorschriften der Art. 393 ff. StPO erhoben werden kann (Art. 393
Abs. 1 lit. a StPO i.V.m. Art. 37 Abs. 1 StBOG und Art. 19 Abs. 1 des Orga-
nisationsreglements vom 31. August 2010 für das Bundesstrafgericht [Or-
ganisationsreglement BStGer, BStGerOR; SR 173.713.161]);
- jede Partei, welche ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung
oder Änderung des angefochtenen Entscheides hat, zur Beschwerde legi-
timiert ist (Art. 382 Abs. 1 StPO);
- durch die am 6. November 2014 verfügte Aufhebung der Kontosperren die
Beschwer des Beschwerdeführers dahingefallen ist; das vorliegende Ver-
fahren entsprechend als gegenstandslos abzuschreiben ist;
- bei Eintritt der Gegenstandslosigkeit im Rechtsmittelverfahren in erster Li-
nie kostenpflichtig wird, wer diese verursacht hat (TPF 2011 31; Beschluss
des Bundesstrafgerichts BB.2013.9 vom 25. Februar 2013);
http://links.weblaw.ch/SR-173_710
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- bei diesem Ausgang des Verfahrens keine Gerichtskosten erhoben werden
(Art. 428 Abs. 4 und 423 StPO);
- die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer eine Entschädigung sei-
ner Aufwendungen für die angemessene Ausübung seiner Verfahrensrech-
te auszurichten hat (Art. 436 Abs. 1 StPO i.V.m. Art. 429 Abs. 1 lit. a StPO);
der Rechtsanwalt des Beschwerdeführers mit seiner letzten Eingabe keine
Kostennote einreichte, weswegen die Entschädigung vorliegend ermes-
sensweise auf Fr. 500.-- festzusetzen ist (Art. 10 und 12 Abs. 2 des Reg-
lements des Bundesstrafgerichts vom 31. August 2010 über die Kosten,
Gebühren und Entschädigungen in Bundesstrafverfahren [BStKR,
SR 173.713.162).
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